de 9ereereieneeee 1948 1 r rrr dienskag, 24. Februar Wauggprrſ: In Mannheim und Umgebung frei ins eld. Bel durch die Poſt monatl..-M..50 ohne Beſtell⸗ brdern eptl. Aenderung der wirtſchaftl. Verhältniſſe Nach · 5— Fernſpr. Nr. 7941—7945,— Telegr.-Adreſſe deralanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. zwölfmal. Eine beachtenswerte Nede 8 75 Einladung des Reichsverbandes der Deutſchen — zu einem Bankett der Deutſchen Preſſe im Hotel Eſplanade n neben dem Reichskanzler Dr. Luther, Reichsminiſter . Neuhaus, von Schlieben, Stingl und der eraldirektor der Reichsbahn Dr. ODeſer gefolgt. Aus dem miniſterium erſchienen außer dem Staatsſekretär Dr. Kempner, ngier g9. Bredow und der Leiter der Preſſeabteilung der Reichs⸗ Saanten Dr. Keep. Unter den Repräſentanten der einzelnen N ſah man den badiſchen Miniſterpräſidenten D pach und den württembergiſchen Geſandten Boßler. Außer⸗ diplomatiſche und konſulariſche Vertreter von 14 ver⸗ nen Staaten und zahlreiche Vertreter von Kunſt, Wiſſenſchaft, bötd ndels und der Induſtrie, ſowie namhafte Vertreter der Be⸗ en erſchienen. Die Preſſe ſelbſt war durch eine Anzahl promi⸗ er Verleger und zahlreichen Journaliſten aus Berlin und dem been Reich und Berliner Korreſpondenten der Auslandspreſſe ver⸗ Chefredakteur Becker ⸗Berlin 3 darüßte als Vorſitzender des Reichsverbandes der Deutſchen Preſſe rigen Anweſenden und die Miniſter der Landesregierungen. h ülſchienenen Gäſte, insbeſondere den Reichskanzler Dr. Luther, Walen beſonderen Gruß entbot er den zahlreichen führenden Ver⸗ n der Preſſe, die aus allen Teilen des Reiches zu dem Bankett enen, wobei er darauf hinwies, wie angeſichts der mannigfal⸗ eten igenart der deutſchen Preſſe dieſe ſoviel weniger als in an⸗ lentie Ländern durch die hauptſächlichſten Zeitungen allein reprä⸗ re et wird. Die aus allen politiſchen, wirtſchafllichen und kultu⸗ ührt entren des Reiches in Berlin vereinigten Gäſte ſollen, ſo mte⸗ der Redner aus, als eine gewiſſe Zuſammenfaſſung der ge⸗ eiche Volkskräfte gelten. Er hoffe, daß dieſe Veranſtaltung des breſſ verbandes der deutſchen Preſſe dazu beitrage, der deutſchen l— den großen internationalen Fragen eine einheitliche Ziel⸗ aabene zu geben. Daß ſie im Innern, wie namentlich auch nach Intere hin ſtärker und leiſtungsfähiger werde, ſei das elementare Lorſt ſſe der Nation. In dieſem Zuſammenhang wandte ſich der an dbende des Reichsverbandes der Deutſchen Preſſe noch beſonders der 90 zahlreich anweſenden Vertreter der ausländiſchen Preſſe, um Nöte offnung Ausdruck zu geben, daß durch ihre Vermittlung die dſſentlind berechtigten Intereſſen des deutſchen Vaterlandes in der lomntlichen Meinung, d. h. kulturellen Welt, mehr zur Geltung auf 55 möchten, damit ein friedliches, auf gegenſeitige Achtung und duſammge Berückſichtigung der gegenſeitigen Intereſſen begründetes ſührte menleben der Völker ermöglicht wird.— In ſeiner Erwiderung 0 Reichskanzler Dr. Luther aug. dereſdie Regierung habe zum Volk einmal den Weg, der durch die baren ung gegeben iſt, dann aber auch den Weg der ganz unmittel⸗ deſen Verührung mit der Wirklichkeit im Volk und im Land. In lagten Sinne ſei ſeine letzte Rundreiſe durch Deutſchland in den enmenen lehrreich geweſen. Sie habe ihm die Gegenſätze und undreſenhänge gezeigt. Der Abſchluß und die Krönung dieſer dieſſe eiſe ſei der heutige Abend, an dem vor ihm die ganze deutſche ſi die verſammelt ſei. Die Preſſe, ſo führte der Reichskanzler aus, de auptmittlerin zwiſchen der Regierung und el entl olk., Ich bin gelegenklich gefragt worden, was verſteht Ihr Icher ach unter ſachlicher Politik? Mit dem Worte ſach⸗ degte volitit iſt nichts anderes geſagt als dieſes: Wir wollen als ſtgendung den pflichtmäßigen Standpunkt jeder Regierung, die ohne 1 obelche Ablenkung nur auf das Ganze ſieht, mit aller Kraft achendne Rückſſcht auf die Parteiſtellungen durchzuführen ver⸗ ammer; Unſere Politik iſt eine Politik der Syntheſe und der Zu⸗ In Wfaſſung und damit die Geſtaltung eines neuen Standpunktes ußen eitervoranſchreiten des Volkes. In den großen Fragen der Neue Ma Mittag⸗Ausgabe 5 uuhe. ung vorbehalten. Poſtſcheckkonto Nr. 17590 Karls⸗ lelen Woauptgeſchaftsſteue E 6, 2.— Geſchäfts⸗Neben ·— ſraße 11 aldhoſſtraße 6, Schwetzingerſtraße 24, Meerfeld⸗ allgemeinen tlinien immer wieder zuſammen. Wir wollen als Ziel das eine: das deutſche Vaterland geſund und ſtark nach in⸗ nen und nach außenl Wir müſſen es aufbauen. Wir können es aufbauen unter Berückſichtigung der geſchichtlich gegebenen Tat⸗ ſachen, aus denen das deutſche Volk zuſammengebrochen iſt. Ein Gegenſatz in reiner Form iſt nirgends vorhanden, auch nicht zwi⸗ ſchen dem Individualismus und Sozialismus. Es gibt keinen Sozialiſten, der nicht die ſtarke Kraft des Individualismus anwenden will, der nicht den Tüchtigen an die Stelle führen will, wo er wir⸗ ken kann. Es gibt auch keinen Individualiſten, der nicht weiß, daß die großen Gedanken, die der ſozialiſtiſchen Denkformel entſpringen, im Staatsganzen lebendig werden müſſen. Auch in den großen Gegenſätzen der Weltanſchauung handelt es ſich um ein Neben⸗ einanderleben. Hier hat die Politik die Aufgabe, daß Welt⸗ anſchauungen miteinander in Frieden ringen können. Insbeſondere beim Wettbewerb zwiſchen den beidenchriſtlichen Konfeſſionen muß dafür geſorgt werden, daß der gemeinſame große Gedanke des Chriſtentums zu ſtarker Auswirkung komme. Die ſchwerſte Aufgabe für die Preſſe liegt darin, in den Fragen, in denen wirklich unſer Volk in ſtarken Gegenſätzen einander gegen⸗ überſteht, auch dem Standpunkt des anderen die erforderliche Ge⸗ rechtigkeit zuteil werden zu laſſen. Die doktrinäre Fuſfpitzung etwa zwiſchen dem Zentralismus und dem Föderalismus ſteigert ſtets den Gegenſatz und hemmt die ſachliche Entwicklung.„Mir wider⸗ ſtreben ſolche doktrinäre Zuſpitzungen.“ Ich habe neulich nach meinem Münchener Beſuch mit Behagen geleſen, daß man ganz zu⸗ frieden war, mit dem was ich geſagt habe, obwohl man nicht glaubte, mich als Föderaliſten in Anſpruch nehmen zu können. Die große Gefahr iſt die, daß im Parteiprogramm die doktrinen Zuſpitzungen ein Ueber⸗ maß von Bedeutung gewinnen und daß auf dieſem Wege die Hypotheſe auf einmal zur Macht wird, die nicht bindet, ſondern zerſetzt. Das iſt im Parteidenken bis zu einem gewiſſen Grunde unvermeidlich, wird aber bei uns durch die politiſche Einrichtung der Verhältniswahl unterſtrichen, in der ſich notgedrungen der Kampf um die Grundſätze abſpielen muß. In anderen abnormen Verhält⸗ niſſen können ſich die Parteien nicht mehr zu ſtarkem Handeln ent⸗ ſchließen und dann entſtehen jene Ermächtigungsgeſetze, wie wir ſie zum Beiſpiel vor uns geſehen haben. Daß dieſe Er⸗ mächtigungsgeſetze in der Stunde der höchſten Not zuſtande kamen, war ein Beweis für die Kraft des Reichstages, aber auch dafür, daß unter Umſtänden das Parteipolitiſche im Leben des Volkes aus⸗ geſchaltet werden muß. Die Ermächtigungsgeſetze waren aber auch nicht mehr eine Verleumdung unſerer republikaniſchen Staatsform. Ich habe ſchon damals darauf hingewieſen, daß das Urbild der Re⸗ publik, die alte römiſche Republik, für die Ermächtigungsgeſetze eine ganz ſtereotype Formel hatte, nämlich die„viedant consules.“ Was nun die großen Ausblicke und die großen Jiele angeht, ſo liegen ſie immer darin, daß ein Leben wie unſer jetziges uns ununterbrochen vor neue Aufgaben ſtellt. Die Fortſchritte der Technik haben eine ganz andere Geſtaltung des ſozialen Lebens hervorgerufen und die ſozialen Aufgaben ſind ungeheuer. Andere große Fragen erwachſen aus dem Fortſchritt des Verkehrs, deſſen Entwicklung für die nächſten 10 Jahre gar nicht abgeſehen werden kann und die die tiefſten Rückwirkungen auf die politiſche Geſtal⸗ tung Deutſchlands, Europas und vielleicht der ganzen Welt haben wird. Aber im Mittelpunkt ſteht die große Aufgabe, die uns nun einmal durch den unglücklichen Ausgang des Weltkrieges ge⸗ worden iſt, die uns dadurch geworden iſt, daß wir auf ganz neuem Weg einen Wiederaufſtieg unſeres Volkes durchführen müſſen. Hier ſind wir alle im Ziele einig. Wir wollen ein ſtarkes, wir wollen ein geſundes Deutſchland, das ſeinen Platz wieder in voller Gleich⸗ berechtigung und in voller Anerkennung im Kreiſe der Völker ein⸗ nimmt. Der Kanzler ſchloß mit einem von der Verſammlung begeiſtert aufgenommenen Hoch auf das deutſche Vaterland, an das ſich der olitik gibt es kaum Gegenſätze. In ihrer praktiſchen Entwick⸗! Geſang des Deutſchlandliedes anſchloß. Erkrankung des Reichspräſidenten an Blinddarmentzündung du Reichspräſident Ebert iſt an einer Blinddarmentzün⸗ pioferkrankt und muß ſich einer Operation unkerziehen, tre feſſor Bier vornehmen wird. Die verfaſſungsmäßige Ver⸗ euth 155 des Reichspräſidenten wurde dem Keichskanzler 8 r übertragen. ürd Ergänzung dieſer Meldung wird uns von unſerem Berliner Müiſdened gedrahtet: Ueber die ſchwere Erkrankung des Reichs⸗ uten, die der weiteren Oeffentlichkeit ganz überraſchend kom⸗ litt ſen d weiß der„Vorwärts“ noch folgendes mitzuteilen: Ebert der le Jahren an einem Gallenſteinleiden, das ihm in Lerzt en Zeit beſonders heftig zuſetzte. Nach den Erklärungen der lung kweriordert ſein Geſundheitszuſtand ſchon längſt eine Behand⸗ dis 5 einem Sanatorium Der Reichspräſident konnte ſich aber 5 ebenſo wenig wie bisher in den letzten 6 ahren zu einer hlteſchlleßen, die ihn für längere Zeit ſeinem Pflichtenk is fern⸗ d 9 hätte. Nun hat ihn ein Leiden auf das Krankenbett ge⸗ kunn von dem ihn nur der ſchnelle Eingriff des Chirurgen retten dutd er Reichspräſident wurde nachts gegen 11 Uhr in einem begen n das Weſtſanatorium gebracht, wo Profeſſor Bier war ſie Uhr nachts die Operation begann. Eine halbe Stunde ſpäter dünft fdollendet und der„Vorwärts“ läßt ſich melden, daß ſie enſtei verlaufen ſei. Immerhin ſind eben wegen des einleidens Komplikationen nicht ausgeſchloſſen. * Wanteein enaliſcher Botſchafter für Moskau. Im Unterhaus teille kbrem ain auf eine Anfrage mit. daß die Haltung der Regierung uuce Neatserhältnis zur Sowietreaierung unverändert ſei. Die bri⸗ Veinen brung beabſichtiae nicht. unter den gegenwärtigen Umſtän⸗ Botſchafter nach Moskau zu ſenden. Kechenſchaſtsbericht des Generalagenten Der Generalagent für die Reparationszahlungen hat wieder einen Bericht über die Ausgänge und Eingänge ſeiner Kaſſe ver⸗ öffentlicht, der über die deutſchen Leiſtungen und ihre Verwendung bis zum 31. Januar Rechenſchaft ablegt. Die Ge⸗ ſamtſumme der erſten Jahresannuität, die bis jetzt eingegangen iſt, beträgt 394½ Millionen Goldmark. Von dieſer Summe entfallen 385 Millionen auf die auswärtige Anleihe Deutſchlands. Davon hat Frankreich 161,4 Mill., Großbritannien 8,1, Belgien 38,8, Italien 32,4, Japan 1,2, Jugoſlawien 11,9, Portugal 2,2, Rumänien 2,8, Griechenland 0,95 Millionen erhalten. Alle dieſe Zahlungen ſind in Geſtalt von Sachleſſtungen erfolgt mit Ausnahme der Reparationsentſchädigungsgelder von 26 Prozent der deutſchen Einfuhr nach England und Frankreich. Auf dieſem Konto ſind für England 67,5 Mill., für Frankreich 3,8 Mill. gebucht worden. Für die Kommiſſionen ſind von den eingegangenen Geldern etwa 22 Mill., für die Beſatzungskoſten in Reichsmark etwa 22 Millionen ges zahlt worden. Von den geſamten Eingängen ſind zu Zahlungen 381,4 Millionen verwendet worden, ſo daß der Barbeſtand bei der Reichsbank am 31. Januar 13,1 Millionen beträgt. Die italieniſchen Intereſſen am Suezkanal „Ideg Nazionale“ betrachtet es als ſonderbar, daß Frankreich, das doch kein territoriales Intereſſe am Suezkanal habe, heute noch zum Teil die Verwaltuna des Suezkanals in Händen habe, nur, weil ein Franzoſe ſein Erbauer geweſen ſei. Es ſei zu hoffen, daß Enaland nach Ablauf der ſetzigen Konzeſſion weitere Rechte geltend machen werde. Dann werde auch für Italien, das unmittelbar unterhalb des Kanals zwei Kolonien liegen habe. die Zeit gekommen ſein, um aleichfalls ſeine Rechte geltend zu machen.(1) preis 10 Pfeunig 1925— Nr. 91 Seilung Anzeigenpreiſe nach Tarif. dei Vorauszahlung pro ein. ſpaltige Kolonelzeile für Allgemeine Anzeigen 0,40.⸗M. Reklamen.—.⸗M. Für Anzeigen an beſtimmten Tagen Stellen und Ausgaben wird keine Verantwortung übee⸗ nommen. Höhere Gewalt, Streiks, Betriebsſtörungen uſw. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene oder beſchränkte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme von An⸗ zeigen. Auftr.d. Fernſpr. ohne Gewähr. Gerichtsſt.Mannheim. lagen: Bilder der Woche Sport u. Spiel. Aus Seit u. Leben mit Mannheimer Muſik-Seitung. Mannheimer Frauen-Seitung Unterhaltungs-Beilage. Aus der Welt der Cechnik. Wandern u. Neiſen Seſetz u. Necht der Kanzler bei der deutſchen Preſhe lung findet 00 Volk in außenpolitiſchen Dingen zu den großen wendung im fernen Oſten Von Prof. Dr. Waldemar Oehlke(Tokio)“) Tokio, Ende Januar. Soeben iſt der ruſſiſch⸗japaniſche Vertrag unterzeichnet worden. Das bedeutet eine entſcheidende Wendung für den ganzen fernen Oſten. Japans Politik wird kontinental. Von Nord⸗ und Südamerika waren japaniſche Einwanderer ausgeſperrt. Die über⸗ ſchüſſige Arbeitskraft dieſes hochentwickelten Inſelvolkes bedurfte dringend neuer Felder und Märkte. Fabriziert Japan doch ſchon faſt alles ſelbſt, ſodaß es auch exportieren muß, Import dagegen kaum noch brauchen kann. Große deutſche Firmen, wie Sie⸗ mens⸗Schuckert halten ſich hier nur noch dadurch, daß ſie in Japan an Ort und Stelle fabrizieren. Die völlige Abwanderung fremden Imports von hier nach China hinüber iſt nur noch eine Frage der Zeit. In China gibt es aber am meiſten für Japan zu tun. Die Bodenſchätze in Sibirien und im nördlichen Sachalin, wo ſich bereits amerikaniſche Intereſſengruppen feſtgeſetzt hatten, können jetzt durch die japaniſche Induſtrie ausgewertet werden. Größer noch als die wirtſchaftliche Bedeutung des Vertrages iſt die politiſche. Der Sieger im letzten chineſiſchen Bürgerkriege, Tſchang Tſo Lin, bis dahin nur Beherrſcher der Mandſchurei und der beiden angrenzenden Provinzen, hatte ſich ſchon vorher mit Rußland und Japan verſtändigt, und da ſein Verbündeter Sun Hat Sen als radikaler Sozialiſt ſich mit dem ganzen Süden Chinas ebenfalls an Rußland anlehnt, ſo war eine Einigung zwiſchen Japan und Rußland notwendig. Sie wäre wohl auch ſchon früher erfolgt, wenn nur nicht die Abneigung des Kaiſerreichs gegen den ſollte nicht größeres entſtehen: das erneute Vordringen der Angel⸗ und ihres Führers Wu Pei Fu, des ſogenannten„Napoleon des Fernen Oſtens“, der ganz ſicher nicht nach Elba oder St. Helena geht, da er ſich nicht einmal nach Tibet verbannen ließ. Es wird ſchon kommen, wenngleich ſich ſein Parteigänger Chi nicht einmal in Shanghai gegen Tſchang Tſo Lins vordringende Truppen be⸗ haupten konnte. Eile alſo tat not, denn in Peking ſitzt der von Tſchang eingeſetzte Inhaber der Exekutivgewalt, der alte Tuan Chi Mui, und weiß nicht, wie er die Forderungen ſeiner eigenen Anfu⸗ mit denen der ſüdlichen Kuomaigtang⸗ und der nördlichen Fengbien⸗Partei vereinigen oder woher er Geld nehmen ſoll. Eine neue Anleihe und Stundung der früheren von angelſächſiſcher Seite hätte für Japan die größte Gefahr bedeutet und alle Erfolge des letzten Jahres wieder in Frage geſtellt, denn mit dem ruſſiſchen Rubel kann Tuan weder Beamte noch Soldaten bezahlen. in den Weltkrieg gegen Deutſchland zu führen, iſt ihm ſ. Zt. doch leichter geworden, denn damit ließ ſich vielleicht etwas verdienen, und es koſtete nichts. Jetzt geht es um das Ganze. Durch eigene Kraft allein findet ſich China aus dem Chaos vorläufig nicht heraus. Seine Neuordnung iſt nur möglich mit angelſächſiſch⸗franzöſiſcher oder ruſſiſch⸗japaniſcher Hilfe. Daher iſt im Hinblick auf den Fernen Oſten Japans ent⸗ ſchloſſene Wendung politiſch von höchſter Bedeutung. Und nicht nur für den Oſten: die Wirkung des Vertrages greift früher oder ſpäter über den Rhein hinaus. Iſt es auch barer Unſinn, im Augen⸗ blick von einem neuen Drei⸗ oder Vierbund zu ſprechen, ſo zeigen doch die beweglichen angelſächſiſchen Klagen im Sprechſaal der hie⸗ ſigen Preſſe,— daß der Vertrag am Ende die Erſtarkung des böſen Deutſchland fördern und vielleicht gar einen neuen Welt⸗ krieg heraufbeſchwören werde— in welchem Zuſammenhang das neue Ereignis unſern Gegnern erſcheint. Die Sonne will durch⸗ aus noch immer nicht ihre Pflicht tun, allein für die Angelſachſen aufzugehen. Gibt es doch in Mukden, wo heute der Schlüſſel zur ganzen Situation liegt, ſchon 18 deutſche Firmen neben 13 engliſchen, 7 amerikaniſchen, 3 franzöſiſchen und 2 holländiſchen. Wie wenig bleibt da übrig für die Aermſten der Armen in der Welt, die ſich mit Pfund und Dollar kümmerlich durch's Leben ſchlagen müſſen und ohne die„Verwaltung“ der deutſchen Kolonien vielleicht ſchon verhungert wären. Leider entſpricht dieſen trauernden Ausblicken der Entente vorläufig die Wirklichkeit keineswegs. Wenn wir, wie man mir hier ſagt, künftig in 14 Tagen von Tokio nach Berlin fahren können, alſo expreß glatt auch durch Charbin, Chita und Moskau, ſo wird das zwar den Verkehr beleben und die Völker einander näher bringen; aber nicht Deutſchland allein, das gut tut, ſich vor⸗ läufig auch angeſichts der neuen Wendung in Fern⸗Oſt auf die Be⸗ tonung des Kulturgedankens zu beſchränken. Wiſſenſchaftlich wie künſtleriſch ſtehen wir Deutſchen, ab⸗ geſehen natürlich von der engliſchen Sprache, in China wie in Japan bereits an der Spitze. Wohin meine Frau und ich kommen, zeigt man uns triumphierend deutſche Bücher, diskutiert man Themen deutſcher Wiſſenſchaft, und bei einem japaniſchen Schülerkonzert in voriger Woche waren von 12 Programmnummern 8 deutſch. Geſungen wurden in deutſcher Sprache 9 Lieder, unter ihnen das Weihelied,„Des Vaterlandes Hochgeſang“, angeſtimmt „mit hellem hohem Klang“. Auf dieſer Bahn weiterzuſchreiten, iſt das Beſte von dem, was wir überhaupt tun können. Unſere Niederlage hatte unter anderem doch den einen Vorteil, daß wir uns im Fernen Oſten nicht mehr zu verbrennen brauchen. Daran ändert ſich nichts durch Japans Wendung nach dem Kontinent hin, denn ein jedes Volk, auch das chineſiſche, will nur ſich ſelbſt gehören. 5) Unſer oſtaſtatiſche Mitarbeiter nimmt in ſeinem obigen Brid zu dem neuen Oſtproblem, das wir bereits wiederholt beleuchte haben, gewiſſermaßen als Augenzeuge Stellung. Schriftleitung. *Das Befinden König Georgs. Die Meldungen über den des Königs Georg erregen in England große Nervoſität. ie Aerzte haben dem König, ſobald er widerſtandsfähig genug ſein wird, eine Mittelmeerreiſe verordnet. Kommunismus und deſſen Propaganda ſo groß geweſen wäre. Aber es mußte mit allerlei Vorſichtsklauſeln das Uebel auf ſich nehmen, ſachſen in China mittels der einſtweilen geſchlagenen Chili⸗Partei China —..... ——— ————————— 2. Seite. Nr. 91 Dienstag. den 24. Jebruar 1925 Marx Beſuch beim weſtfäliſchen Fentrum Angeblith erfolgreich Berlin, 24. Febr.(Von unſ. Berl. Büro.) Ueber die Tagun g des weſtfäliſchen Zentrums gehen den hieſigen Blättern zumteil ſehr detaillierte Schilderungen zu. Darnach hätte der frühere Reichskanzler Marx, von einer Schilderung der Entwicklung der politiſchen Verhältniſſe im Reich und in Preußen während des letzten halben Jahres ausgehend, ungefähr folgendes erklärt: Er. Marx, hätte im Reich eine Erweiterung der Regierung mehr nach rechts oder mehr nach links für falſch gehalten, ſondern wäre nach wie vor der Auffaſſung geweſen, daß der Weg der Mitte allein weiter bringen könne. Die Forderung der Deutſchen Volks⸗ partei, nach den Wahlen vom 7. Dezember eine ſtärkere Beteiligung der Deutſchnationalen im Reich herbeizuführen, halte er für voll⸗ kommen unerfüllbar. Eine Kanzlerſchaft Tirpitz oder Hergt wäre eine Kataſtrophe für Deutſchland geworden. Was die preußiſchen Dinge angeht, erklärte Marx, habe er es für ſeine Pflicht gehalten, ſich' überall zur Verfügung zu ſtellen, wo die Partei es verlangte. Er hätte ſich bemüht, ein Kabinett auf möglichſt breiter Baſis von den Deutſchnationalen bis zu den Sozialdemokraten zu bilden. Dieſer Verſuch habe ſich zerſchlagen Da die Deutſche Volkspartei die große Koalition nicht mehr wünſcht, bleibe nur übrig, ein Kabinett aus Zentrum und Demokraten zu bilden. Vollkommen falſch ſei es, von einer Wiederbelebung der Weimarer Koalition zu ſprechen. Es war überhaupt keine Koalition. An Severing halte er aus außen⸗ und innenpolitiſchen Gründen feſt. Um die Porſon Severinas drehe ſich ſetzt alles. Marx halte ihn im Augenblick für unentbehrlich. Er bäte, ihm jemand zu nennen, der ſo in der Lage wäre, im Innern Ruhe zu halten, wie Severing. In der Debatte, die ſich an das Referat von Marx ſchloß, iſt dann auch die Angelegenheit des von der deutſchen Zentrumsfraktion zur Mandatsniederleaung aufaefor⸗ derten Herrn v. Papen ausgiebig erörtert worden. In der üblichen Enlſchließung, mit der die Ausſprache ſchloß, iſt der Reichstags aktion wie der Landtagsfraktion des Zentrums das Vertrauen ausgeſprochen worden. Es heißt darin:„Unſer Ziel im Reich und in den Ländern iſt das Wohl des Volksganzen und nicht die Verwirklihung varfei⸗ egoiſtiſcher und berufsſtändiſcher Sonderwünſche. Unſer politiſches und parlamentariſches Ziel iſt die wabre Volksgemeinſchaft, die nie⸗ mand von der verantwortlichen Mitarbeit ausſchließt. der redlichen Willens iſt und ſich bewußt zum Staat und zur Verfaſſung bekennt.“ Dieſe Entſchließung iſt, wie die„Germania“ zu melden weiß, auch von den anweſenden Mitgliedern des landwirtſchaftlichen Beirats angenommen worden. Herr v. Papen ſelber war nicht an⸗ weſend. Er wünſchte eine Entſchließung des landwirtſchaftlichen Bei⸗ rats herbeizuführen, der erſt heute zuſamwentritt. Herr v. Papen hatte ein Schreiben geſchickt und darin gebeten, die Beſchlußfaſſung hinauszuſchieben. Dieſem Wunſch war nicht entſpvrochen worden, weil er, wie es in der„Germana“ heißt. von unrichtigen Voraus⸗ ſetzungen ausgegangen ſei. Zu guterletzt hatte die Verſammlung zu den FJällen Lange⸗Hegermann und Hoefle Stellung genommen. Das Urteil über Hoefle, heißt es da kurz, wird am Schluß der gerichtlichen Unterſuchung durch den Reichsverband der deutſchen Zentrumspartei zu fällen ſein. Der eigentliche Sünder iſt im Augenblick Lange⸗Hegermann, und deshalb wendet ſich die Reſolution vornehmlich an und gegen ih. Es heißt darin:„Der Pro⸗ vinzialausſchuß muß, ohne heute auf die Schuldfrage einzugehen, nuf das beſtimmteſte erwarten, daß Herr Lange⸗Hegermann ſein Mandat ſofort niederlegt.“ Und zum Schluß noch eine allgemeine Betrachtung:„Der Pro⸗ vinzialausſchuß iſt der feſten Ueberzeugung, daß die Inſtanzen der deutſchen Zentrumspartei ſofort und ohne viel Rückſichtnahme den Ausſchluß von Männern aus unſeren Reihen vollzieht, die ſich irgendwelche Vergehen. die ſich mit unſeren Grundſätzen nicht ver⸗ einbaren laſſen, zuſchulden kommen laſſen.“ Mit dieſem durchaus korrekten Verfahren veroleiche man ge⸗ fälligſt die Methoden der Sozialdemokratie, die es für gut befindet. Herrn Heilmann plötzlich für rehabilitiert zu erklären. Im Fall Loenartz wird, wie der ſozialdemokratiſche Parteidfenſt erfahren haben will, die zuſtändige Inſtanz ebenfalls in den nächſten Tagen ihr Urteil abzugeben haben. Loenartz ſcheint für die Zukunft der Fraktionspolitik des Zentrums ſich fügen zu wollen. Der Vor⸗ ſtand der Zentrumsfraktion ſoll ſich indes damit nicht begnügeng. er fordere Klarheit und deshalb würden die zuſtändigen rheiniſchen Inſtanzen in den nächſten Tagen zuſammen mit einem maßgebenden Mitglied der Zentrumspartei zu einer Beratung zuſammentreten. Ein enigegengeſetzter Beſchluß Der landwirtſchaftliche Beirat der rheiniſchen Zentrumspartei in Köln beſchäftigte ſich auf ſeiner Kölner Tagung mit der Maßregelung der beiden Abgeordneten v. Papen und Loenartz. Er erklärte, daß er ſich mit aller Entſchiedenheit auf die Seite der gemaß⸗ regelten Abgeordneten ſtelle. Die Entſchädigung an die Kuhrinoͤuſtrie IBerlin, 24. Febr.(Bon unſ. Berl. Büro.) Der Unter⸗ ſuchungsausſchuß für die Ruhrkredite hat ſich in erſter Linie mit zwei Fragen zu befaſſen: Einmal mit der Prüfung, ob die Sanierung der Reichsfinanzen bereits dermaßen vor⸗ geſchritten war, daß die Austeilung der Ruhrgelder ohne Erſchütte⸗ kung des Budgets erfolgen durfte, zun andren mit der Unter⸗ ſuchung, ob es notwendig war, Summen von ſo außerordentlicher Höhe, wie ſie zur Ausſchüttung gelangten, bereits im Dezember vorigen Jahres zur Verfügung zu ſtellen, oder ob es nicht richtiger geweſen wäre, zu ſpäteren Terminen Teilzahlungen vorzu⸗ nehmen. Die Entſcheidung über dieſen Punkt wird natürlich weſentlich dovon abhängen von der Abſchätzung der wirtſchaftlichen Lage, in der ſich der Ruhrbergbau z. Zt. der Auszahlungen befand. Aus den Kreiſen der Ruhrinduſtrie wird nun die augenblickliche wirtſchaftliche Lage trotz der Unterſtützung des Reichs als außerordentlich bedenklich geſchildert. Man weiſt darauf hin, daß die Zahl der Feierſchichten von Woche zu Woche wachſen, ein Beweis dafür, daß die Induſtrie bei weitem nicht den genügen⸗ den Abſatz für ihre Produktion findet. Das Kohlenſyndikat tritt mit Ziffern an die Oeffentlichkeit, die immerhin nachdenklich ſtimmen müſſen. Darnach ſind beiſpielsweiſe im Jahre 1924 durch⸗ ſchnittlich 10 181 arbeitstägliche Feierſchichten eingelegt worden, gegen 1614 im Jahre 1913. Die Zahl iſt in den beiden erſten Februarwochen in ganz erſchreckendem Maße geſtiegen, nämlich auf 16 316 in der Zeit vom.—7. Februar und auf nicht weniger als 27 131 vom.—14, Februar. Es iſt zu befürchten, daß damit der Höhepunkt keineswegs erreicht iſt. Hand in Hand damit geht das ununterbrochene Anwachſen der unverkäuflichen Lagerbeſtände. Während dieſe im Jahre 1913 insgeſamt 1 589 000 Tonnen betru⸗ gen, ergibt ſich für das Jahr 1924 ein geſamter Lagerbeſtand von 6 424 208 Tonnen. In der zweiten Februarwoche beträgt die Zahl im Durchſchnitt berechnet 7 285 125 Tonnen. Der Ruhrbergbau macht für dieſe verhängnisvolle Entwicklung neben den Nachwirkun⸗ gen des Ruhrkampfes vor allem die Tarifpolitik der Reichs⸗ bahn verantwortlich, die es der Ruhrkohle unmöglich macht, in einen erfolgreichen Konkurrenzkampf mit der Auslandskohle einzu⸗ treten. Vor allem fehlen dem Ruhrbergbau heute noch die Sonder⸗ tarife von der Ruhr zur Küſte, namentlich nach dem Hamburger Ge⸗ biet, das vor dem Krieg mit einer um 100 Prozent niedrigeren Fracht als heute zu erreichen war. Es wird von fachmänniſcher Seite darauf hingewieſen, daß letzten Endes die Reichsbahn ſelbſt ſich bei dieſer Politik ins eigene Fleiſch ſchneidet. Im Jahre 1913 betrug der Kohlentransport in dieſes Gebiet 6,5 Millionen Tonnen, 1924 nur 1,2 Millionen. Die Eiſenbahn hat alſo, beträchtlich an Frachteneinnahmen eingebüßt. Wie wir hören, ſchweben augen⸗ blicklich neue Verhandlungen über die Herabſetzung der Tarife, wenigſtens ſo weit ſie für die Küſte in Frage kommen. Himmelsbach⸗Jernbach. Wie uns mitgeteilt wird, hat Dr. Hermann Himmelsbach gegen das den Verleger und Redakteur Fernbach ergangene freiſprechende Urteil Berufung einge⸗ leat neue Mannheimer Jeitung mittag · Nus gabe] Die pariſer Wirtſchoſtsverhandͤlungen Paris, 24. Februar.(Von unſerem Pariſer Berichterſwatter). Nach einer Information des Organs der franzöſiſchen Schwerin⸗ duſtrie„L Avenir“ ſind die franzöſiſchen Handelsvertragsverhand⸗ lungen in die entſcheidende Phaſe eingetreten. Am Don⸗ nerstag wird die Antwort der deutſchen Regierung hier eintreffen. Für Frankreich iſt, wie die„L Avenir“ berichtet, die Unterzeichnung des Modus vivendi vorgeſehen. Das Blatt wirft die Frage auf, welcher Grund das Berliner Kabinett veranlaſſe, eine zuſtimmende Erwiderung auf die franzöſiſche Antwort zu erteilen. Die Beant⸗ wortung dieſer Frage hänge davon ab, daß die franzöſiſche Regie⸗ rung verſprochen haben ſoll, die im Juli 19 geſchaffene franz. Zoll⸗ geſetzgebung abzuſchaffen. Bekanntlich wurde der Fort. gang der Handelsvertragsbeſprechungen durch die Aufrechterhaltung dieſes Geſetzes durch die franzöſiſche Regierung gefährdet. Die deutſchen Delegierten, ſo berichtet das Blatt, führten einen hart⸗ nächigen Kampf gegen dieſes Geſetz, drückten eine Konzeſſion nach der anderen bei der franzöſiſchen Delegation durch und erreichten ſchbießlich des gewünſchte Reſultat. Nach Beſeitigung der franzö⸗ ſiſchen Zollgeſetzgebung iſt die Bewilligung der Meiſtbegünſtigungs⸗ klauſel für Deutſchland Datſache geworden, obwohl„L' Avenir! nicht glaubt, daß dieſes Prinzip reſtlos bei dem künftigen Handelsvertrag angewandt werden könne. Das Blatt teilt ſchließlich mit, daß datſächlich unter der Einwirkung der elſaß⸗lothringiſchen Induſtrie auf den franzöſiſchen Handelsminiſter bedeutende Zugeſtändniſſe er⸗ reicht wurden. Die Deutſchen ſollen den Bruch der Verhandlungen angedroht haben, falls die Zollgeſetzgebung vom Jahre 1919 nicht aufgehoben werden ſollte. In dieſem kritiſchen Augenblick ſah ſich der Handelsminiſter gezwungen, nachzugeben. Ddie Information des„'Avenir“ ſpricht von einer zu weitgehenden Nachgiebigkeil gegenüber Deutſchland und Schädigung der franzöſiſchen Induſtrie⸗ intereſſen. Um die Räumung Kölns— Paris, 23. Febr.(Von unſerm Pariſer Vertreter.) Wie der „Intranſigeant“ zu wiſſen alaubt, wird ſich die Unterredung Cham⸗ berlains mit Herriot auf ſeiner Durchreiſe nach Genf ausſchließlich mit dem Bericht der interalliierten Kontrollkommiſſion beziehen, da Enaland abſolut keine Luſt zeigt, das Problem der Entwaffnung mit dem der Sicherheit zu verknüpfen. Das genannte Blatt wirft der enaliſchen Regierung vor, ſie habe es faſt ebenſo eilig die Kölner Zone zu räumen als die Deutſchen ſelbſt. Was das Verfahren anbetrifft. ſo möchte Enaland nach den Informationen des„Intran⸗ ſigeant“ folgendermaßen vorgehen: Deutſchland wird eine neue Friſt eingeräumt, innerhalb der es endqültig zu entwaffnen hat. Hierauf findet eine neuerliche allgemeine Inſpektion ſtatt, und erſt wenn dieſe befriedigend ausgefallen iſt, wird die Räumung der Kölner Zone automatiſch erfolgen. In Paris iſt man mit dieſer Prozedur nicht recht einverſtanden. Die Anſetzung eines Datums, bis zu dem die endaültige Entwaffnuna durchgeführt ſein ſoll, erregt das Mißtrauen der volitiſchen Kreiſe, trotzdem auch das von Enaland vorgeſchlagene Verfahren die vertraasmäßige Räumuna Kölns ungebührlich lange hinauszieht. werden die Alliierten auch nach dem neu feſtzuſetzenden Datum ſtets einen Vorwand finden, die Räumung nochmals zu ver⸗ weigern, ſo aut wie der Abzua der Truppen aus Köln am 10. Januar verweigert wurde. Wird deutſchland gehört werden: Die engliſch⸗franzöſiſchen Meinungsverſchiedenheiten in der Enkwaffnungsfrage Paris, 23. Febr.(Von unſerem Pariſer Mitarbeiter.) Ueber das Dementi der Zuſammenkunft zwiſchen Herriot und Chamberlain wurde am Samstag auf dem Auswärtigen Amt nähere Angaben gemacht. Sollte eine Zuſammenkunft ſtattfi den, ſo würde ſie in dem Gang der vertragsmäßig feſtgelegten Behandlung der Entwaff⸗ nungsfrage nichts ändern. Das iſt die Meinung des franzöſiſchen Diplomaten, der gewöhnlich die Preſſe über den Standpunkt der Regierung zu unterrichten hat. Als unzuläſſig erklärt dieſer Diplomat jede Einmengung Deutſchlands in die Verhandlungen und Mitarbeit des deutſchen Vertreters an der Erörterung der Räumungsfrage. Der heutige Tag dürfte wahrſcheinlich die Antwort der franzöſiſchen Regie⸗ rung auf den von Chamberlain geäußerten Wunſch bringen. Der„Petit Pdriſien“ läßt ſich aus London berichten, daß dort mehr und mehr die Meinung Raum gewinnt, man müſſe den deut⸗ ſchen Antrag auf Verhandlungen über die Entwaffnungsfrage ab⸗ lehnen, um eine Verſtändigung zwiſchen England und Frankreich zu ermöglichen. Das Blatt legt auf die Anſicht maßgebender konſer⸗ vativer Politiker Wert dahin lautend, daß man mik den deutſchen Delegierten zu einem endgültigen Geſpräch über die von der alliierten Konferenz gefaßten Beſchlüſſe kommt. Die deutſchen Delegierten würden in dieſem Falle über die von der alliierten Konferenz be⸗ ſchloſſenen Maßnahmen ihren Standpunkt niederzulegen haben. In einer Schlußbemerkung lehnt der„Petit Pariſien“ auch dieſe Prozedur als unpereinbar mit dem Standpunkt der franzöſiſchen Regierung ab. die Machtpolitik des Faſzismus Nach einer Verſammlung in Mailand von Vertretern der Oppo⸗ ſition wurden dem ehemaligen italieniſchen Außenminiſter Graf Sforza Ovationen dargebracht, die den Proteſt von vorüber⸗ gehenden Faſziſten hervorriefen. Sie ſtürzten ſich auf die Gruppe und ſchlugen Graf Sforza mit der Fauſt auf den Kopf, der ſich in 5 Wohnung des ſozialiſtiſchen Abgeordneten Turali flüchten mußte. Der Generalſekretär der faſziſtiſchen Partei, Fazinacci, hat ein Manifeſt erlaſſen, in dem es u. a. heißt, man dürfe nicht wieder in die Sentimentalitätsfehler der letzten beiden Jahre verfallen. Anfangs habe der Faſzismus geglaubt, die beſiegten Feinde wür⸗ den keine Schwierigkeikten machen, ſpäter hoffte man durch Ver⸗ ſtändigung zur Ruhe zu gelangen. Nachdem dieſe Experimente mißglückt ſeien, ſei der Faſzismus jetzt in der Lage, ſeine revo⸗ lutionären Rechte zu verteidigen. Von heute ab ſei jeder außer⸗ halb der faſsiſtiſchen Verbände Stehende als Feind des Faſzismus anzuſehen. Das faſziſtiſche Programm ſehe die Durchdringung des Staates mit dem Faſzismus vor und fordere den abſoluten Gehorſam für den einen Führer Muſſolini⸗ ** Zum Delegierten Italiens beim Völkerbund iſt an Stelle Sa⸗ der ehemalige Außenminiſter Senator Scialoja ernannt worden. Italieniſche Sewaltpolitik in Südtirol Berlin, 24. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Nach Meldungen aus Bozen erſchienen vor einigen Tagen Karabiniere im Andreas Hofer⸗Haus in Paſſeier und überbrachten den Auftrag, daß alle auf Andreas Hofer bezüglichen Inſchriften zu entfernen ſeſen. Das Wochenblatt„Volksbote“ wurde beſchlagnahmt, weil es einen Artikel zum Andenken von Andreas Hofer gebracht hatte. Nächſtens werden die Herren Italiener auch noch das Andreas Hofer⸗Denkmal, das ſich mächtig vor dem Bahnhof von Meran er⸗ hebt, zu zertrümmern befehlen. Amerika und das vorgehen Rumäniens Das Vorgehen Rumäniens findet in Amerika eine durchaus un⸗ qünſtige Aufnahme.„Newyork Times“ ſehen in der rumäniſchen Drohuna, ſeine Forderungen durch Repreſſalien durchzuſetzen. eine Durchbrechung des Prinzipvs der auf Grund des Dawesplanes mit Deutſchland erfolgten Auseinanderſetzunga und kommen zu dem Schluß, daß alle derartigen Beſtrebungen geeignet ſind, den mit vie⸗ len Mühen wiederhergeſtellten Frieden in Europa zu durchkreuzen. Die e ee Forderungen müßten daher a limine zurückgewieſen werden. Nach den vorliegenden Nachrichten hat ſich die Lage noch nicht verändert und es ſcheint nicht ſo, als ob Rumänien weiterhin ver⸗ ſuchen wird. durch Gewaltmaßnahmen eine Frage zu löſen, die ein⸗ mal nicht zum Ziele führen könnte und zum anderen eine Schädiaung der wirtſchaftlichen Lage Rumänjens zur Folae haben konnte das Fiasko einer großen Geſte ſeJ Berlin. 24. Febr.(Von unſerm Berliner Büro.) Man ermen ſich vielleicht noch, daß genau vor einem Jahr ein paar Herren rheb⸗ Führung Maretzkys, Quagatz und des Frhr. v. Lersner mit d mi lichem Geräuſch aus der Deutſchen Volk⸗partei ausſchieden und en Hilfe der ſchwärmeriſch zu ihnen aufblickenden„Börſenzeitung tei⸗ ſicherten, ſie wollten„die alte nationalliberale Pakende wieder herſtellen. Auch Herr Paul Fuhrmann war zu ſolchem ſcch aus der Verſenkung aufagetaucht. Man las allerhand großſprechen Artikel, und eines Tages brachte man auch eine Tagung logengnah induſtrieller Notabeln zuſammen. Das war die ſogenannte„natio 5 liberale Reichspartei“, die nur bei den Maiwahlen noch bie hänaſel der Deutſchnationalen erſchienen. ſpäter ſich aber ſelbſtün machen ſollte. Aus dieſer Selbſtändiakeit. für die ſa auch idee der gerinaſte Grund vorlag, iſt nun nichts geworden. Wie die S eine preſſe. die dieſen Kreiſen ja ſehr nahe ſteht. beute berichtet, hat en Berliner Vertreterverſammlung der ſogenannten Nationallibene Reichspartei nunmehr den Beſchluß gefaßt, von einem weiteren ſonderten Beſtehen abzuſehen und ſich den Deutſchnatid ſuine lenanzuſchließen. Die aroßen Aufqgaben, ſo führt der tüch ge⸗ Herr Maretzky aus, die 1924 der„nationalliberalen Reichspartei ſtellt geweſen ſeien, ſeien nunmehr erfüllt und es ſei Zeit, zu Deutſchnationalen einzugehen. Das Willmersdorfer Grüppchen d nie zur Partei gewordenen Partei hat dann auch bereits Uebertritt vollzogen und Herr Maretzky ſoll bereits heute in ei deutſchnationalen Kreiſe reden. Almoſen oder Entſchädigung: Bei Beratung des Haushalts des Reichsarh 5 miniſteriums bildete die Verordnung über die Fürſ fler pflicht, ſowie die dazu erlaſſenen Grundſätze Gegenſtand lebha Erörterung. ſich Nach Inkrafttreten der Verordnung über die Fürſorge habr n außerordentlich zahlreiche Fälle ergeben, in denen ſich durch ſchen e tiſche Handhabungen die Fürſorge für die Kleintentne. der als eine Armenpflege herausgeſtellt hat und die Möglichkei cher⸗ Gleichſtellung, die in der Verordnung vorgeſehen iſt, auch mangſe, orts nicht zu einer Hebung der Armenpflege. ſondern zu einer, als derdrückung der Kleinrentner geführt. Deshalb erweiſt e⸗ ſich zur notwendig, die Grundſätze über Vorausſetzung und Umfang, die ſen Verordnung über die Fürſorgepflicht erlaſſen ſind, in beſtimm Punkten umzuändern, um die Sicherungen einzubauen, deren on Kleinrentnerkreiſe unbedingt bedürfen. Hierzu nimmt die Aaſchle⸗ der Deutſchen Volkspartei im Reichstag Stellung in einer Entf 255 ßung Dr. Matz Dr. Scholz und Genoſſen, die im Reichstag zur de, ratung kam und mit Ausnahme eines Punktes angenommen wu Die Entſchließung verlangt: 85 1. Die Möglichkeit, Verträge über Sicherſtellung des gens oder des Nachlaſſes für Sozial⸗ und Kleinrentner zu verlang, iſt ausgeſchloſſen oder wird auf Ausnahmefälle beſchränkt. Die ätzen lichkeit des Verlangens derartiger Verträge iſt in den Grundſ 5 durch eine Kann⸗Vorſchrift gegeben. Aus zahlreichen traurgen ann ſpielen weiß man, daß die örtlichen Fürſorgebehörden dieſes als ein Muß in allen Fällen ganz ſchematiſch anwenden. 2. Bei Sozial⸗ und Kleinrentnern wird grundſätzlich von Auferlegung der Arbeitspflicht abgeſehen, weil darin eine Kra nich dieſer Kreiſe liegt, die ein Leben der Arbeit oftmals im Diend, rach nur ihrer eigenen Familie, ſondern auch des Volksganzen zuge haben. es Min⸗ 3. Eine Anrechnung von Arbeitsverdienſt bis zur Höhe de⸗ aht⸗ deſteinkommens äuf die Renten ſoll zuläſſig ſein, weil heute in Kaul reichen Fällen die Höhe der Rente durch derartige Anrechnung ein Minimum von 3 bis 10 Mark monatlich verringert wird. ⸗ 4. Das Aufſichts⸗ und Beſchwerderecht in der geſamten 5 ſorge durch das Reich iſt nach beſonderen Grundſätzen zu regeln. 1 3u iſt eine dringende Notwendigkeit, um die Rentner vor Willkü ſchützen.— lichen 5. Die örtliche Feſtſetzung von Mindeſtſätzen nach den örtliner Bedürfniſſen und die Aufhöhung des Einkommens der Kleinre auf dieſe Mindeſtſätze war in dem Entwurf enthalten, fehlt Klein⸗ in der endgültigen Faſſung. Da dieſe Forderung von den f i⸗ rentner⸗Organiſationen unterſtützt wird, iſt ſie von der volb rbarn einer ung lichen Entſchließung aufgenommen worden, obwohl nicht Gefaht werden darf, daß in der Feſtſetzung von Mindeſtſätzen die liegt, daß dieſe Mindeſtſätze zu Höchſtſätzen werden. letken Die vorgelegte Entſchließung fand mit Ausnahme dieſe⸗ wollen Punktes Annahme und wird hoffentlich dazu führen, dem wer 100 zu Kreiſe deutſchen Bürgertums eine Erleichterung ihrer Exiſte gewähren. Sadiſche Politik Aus dem Landtag Eiſenbahnfragen 45 Auf der Tagesordnung der für Donnerstag, den 28. Feht d vormittags 9 Uhr anberaumten Sitzung des Landtags ſchlaſten, Behandlung der verſchiedenen Bahnfragen Titiſee—St. B rgta Renchtalbahn, Bahnſtrecke Neckarſteinach—Schönau und Maende⸗ bahn, ferner die Beratung des Zentrumsantrags über die ſwer⸗ rung der dritten Steuernotverordnung in Bezug auf die Au 1 0 tungsfrage. Dankſchreiben des Keichskanzlers e Dem badiſchen Staatspräſidenten iſt ein Dankſchreibeſ ißt Reichskanzlers Dr. Luther zugegangen, worin es u. a. ine „Es iſt mir ein Bedürfnis, Ihnen den Ausdruck meun⸗ Dankes für die freundliche Aufnahme, die ich in Karlsruhe geſnie den habe, auch ſchriftlich zu übermitteln. Solche Ausſprachen, die ſie in Karlsruhe gepflogen wurden, führen beiden Tei Augen Schwierigkeiten und Sorgen des anderen Teiles klar vor not⸗ und ſind daher meines Erachtens beſonders geeignet, zu 13 Be⸗ wendigen Ausgleich etwa widerſtreitender Anſchauungen 185 lange zu kommen und ſo das Wohl des Geſamten deutſchen das uns allen gleichmäßig am Herzen liegt, zu fördern. Letzte Meloͤungen Die Durchſtechereien beim Frankfurter Wohnungzumt in Fra Frankfurt, 24. Febr. Das erweiterte Schwurgericht in Je den furt am Main verurteilte nach vierſtündiger Verhan 25 früheren Stadtſekretär Karl Krebs beim Wunee Ge⸗ amt Frankfurt wegen Beſtechung zu zwei Monate gehilfe fängnis, den Stadtangeſtellten Wilhelm Eckſtein wegen zu zwei Monaten Gefängnis. Die Beſtechungsgelder, 1 Bel erhalten hat, wurden als der Staatskaſſe zugefallen erteat auf beiden Angeklagten wurden drei Wochen Unterſuchungene frei⸗ die Strafe angerechnet. Der Stadtangeſtellte Reith wur geſprochen. Die Haftbefehle wurden aufgehoben. Das Grubenunglück in Amerika aus der Newyork, 24. Febr. Es gelang bisher, 43 To te a wie Kohlengrube von Sullivan in Nien zu in der ſalafrophe bereits— qm Freitag eine große Schlagwetterla ereignete. 5 n * Der Deutſche Buchdruckerverein, der in München in den 5able vom 18.—21. Februar ſeine Hauptvorſtandsſitzung abhiel ruckerei u. a. anſtelle des verſtorbenen Stadtrats Heenemann uchd beſitzer Zickfelt aus Oſterwieck zum Vorſitzenden. frühere München, 24. Febr. Ludwig Freiherr v. Reck, daheit ge! badiſche Geſandte in München, iſt hier nach kurzer Kran mat. ſtorben. Reck galt als ausgezeichneter Juriſt und Diplo 1 larbeiter.) Paris, 24. Febr.(Von unſerem Pariſer Mitarbeiter iniſter“ aus London berichtet wird, iſt im Veſden des feüheren autt iſt, präſidenten Lloyd George, der an ſchwerer Grippe er eine Verſchlimmerung eingetreten. —— —.—— rerr 72322FFbC((ͤ0 ̃ ̃ ²'.l̃§—ͤVͤ— E fe ſich na⸗ der er⸗ ie⸗ als zur fen die on n⸗ 15 f ir⸗ rr/ — 2— —— detreff ſaſt, dann mag das ſchon ſtimmen; deswegen haſt du von den dbon augkok tauſcht, beide nur durch die dreitägige Expreßzugfahrt 00 225 „Dienskag, den 24. Jebruar 1925 neue Mannheimer Zeitung[Mittag⸗Nusgade) 3. Seite. Nr. 91 Wirtſchaſtliches und Soziales Die Lage des Arbeitsmarktes in Baden Weitere Beſſerung. 12 Der Geſamtarbeitsmarkt in Baden hat in der Woche vom 50.8. Februar eine weitere Beſſerung erfahren. Dies gilt ollem vom männlichen Arbeitsmarkt. Am 11. Februar kamen 100 bei den badiſchen Arbeitsnachweiſen vorhandenen offenen zellen 2475 männliche Arbeitsſuchende, am 18. Februar noch 1796. 1. ſamtandrangsziffer beträgt jetzt 951 gegenüber 1152 am Februar. Dieſe günſtige Entwicklung beruht nicht auf einer Ab⸗ eubme der Zahl der Arbeitſuchenden, ſondern ausſchließlich auf gegen vermehrien Angebot von offenen Stellen(insgeſamt 3520 wogenüber 2851 am 11. Februar). Die Zahl der unterſtützten Er⸗ erbsloſen ging ebenfalls weiter zurück. Es iſt eine Senkung der I5derbsloſenziffer um 340 feſtzuſtellen. Am 18. Februar ſind noch 885 unterſtützte Erwerbsloſe in Baden vorhanden. 9 Bruchſaler Bezirk macht ſich eine Belebung im Stein⸗ auergewerbe bemerkbar. Im Heidelberger Bezirk war die Geiduſtrie der Steine und Erden aufnahmefähig. Die 3 tlage des Arbeitsmarktes der metallverarbeitenden ſand uſt vie hat ſich weiter leicht gebeſſert. Verſchiedentlich be⸗ —50 Nachfrage nach Facharbeitern. In Karlsruhe waren Spezial⸗ m eiter hauptſächlich von der Nähmaſchineninduſtrie und dem Loko⸗ poravbau geſucht. Nach Kupferſchmieden, Maſchinen⸗ und Hand⸗ n beſtand Nachfrage In Mannheim verringerte ſich die 50 der arbeitſuchenden Facharbeiter weiter. Aus dem Handwerk dh hauptſächlich Bauſchloſſer gefragt. Unterbringungsmöglich⸗ ten beſtanden auch für Bleilöter, Dreher, Maſchinenſchloſſer und dem enmonteure. Ueber eine Beſſerung der Lage wird auch aus Raſtatter und Singener Bezirk berichtet. Der Beſchäftigungs⸗ 8 r Schmuckwareninduſtrie hat allen Anzeichen nach lebe Höchſtgrenze erreicht. Es ſind noch—4000 Arbeitskräfte in 5 rarbeit beſchäftigt. Allgemein wird über ein merkliches Nach⸗ ſen der Beſtellungen geklagt. 1 ie Arbeitsmarktlage der elektrochemiſchen Induſtrie Oberrheins iſt verhältnismäßig günſtig. Verſchiedentlich ſind bat inſtellungen erfolgt. Die Textilinduſtrie des Wieſentals ungedeckten Bedarf an Facharbeitern und weiblichen Arbeits⸗ träſten. In der Papierinduſtrie des Lahrer Bezirks wird iütweie mit Ueberſtunden gearbeitet, in der des Raſtatter Bezirks kleine Belebung des Arbeitsmarktes feſtzuſtellen. Die Wein⸗ mer Lederinduſtrie iſt im allgemeinen gut beſchäftigt, da⸗ Leen beſteht im Lahrer Bezirk in geringem Maße Kurzarbeit. In generuhe ſind Auto⸗ und Klußmöbelpolſterer gefucht. Im Holz⸗ werbe iſt der Bedarf an tüchtigen Arbeitern größer gewor⸗ 50 annheim, Karlsruhe, Raſtatt). Das Bekleidungsge⸗ Morbe iſt, ſoweit Schneider in Frage kommen, gut beſchäftigt. In i ct bubem konnte die erzöhte Nachfrage nach Großſtückarbeitern ſju t befriedigt werden. Friſeure und Friſeurinnen ſind weiter ge⸗ ſeſ Baugewerbe iſt faſt überall eine Beſſerung der Lage Nazuſtellen. Im Baden⸗Badener Fremdengewerbe iſt die Hüſebege nach jungen Köchen immer noch ungedeckt; an ſonſtigem Ve 5perſonal beſteht Ueberangebot. In Mannheim hielt die rege emittlungstätigkeit auch in der Berichtswoche an. Städtiſche Nachrichten Die Faſtnachtszeit eine Frühlingsfeier Das Erwachen der Natur aus ihrem winterlichen Schlafe hatte ſcon unſere heidniſchen Vorfahren, die Germanen, zu einer Früh⸗ Reſseier verſammelt. Nach hartem Kampf ſchienen die unholden ſtieg, rieſen beſiegt und unter den wärmeren Strahlen der höher ge⸗ en Sonne lebten die Natur, die Pflanzen, aber auch die Witchen wieder auf. Dieſes Feſt feierte man, ſobald die milde nicht ung im Vorfrühling anhielt und ein merklicher Rückſchlag nicht mehr zu befürchten war. Ein beſtimmter Tag war hierfür ſtoß feſtgeſetzt. In vielen Sitten und Bräuchen der Faſtenzeit 251 wir auf Ueberreſte dieſer Frühlingsfeier. In Mittel⸗ im Schwäbiſchen findet an Faſtnacht der Umzug des und mer⸗ und Winterboten ſtatt. Der Winterbote, in Pelzmütze Strohſack ſpricht: Der Winter iſt ein harter Kerl, Er treibt die Weiber hinter d' Höll'. und Darauf antwortet der Sommerbote in ſeinem weißen Leintuch dem Strohhut auf dem Kopfe: Der Lenz erfreut des Menſchen Herz, Bringt aber oft viel Leid und Schmerz. dem In früheren Zeiten fand ſehr oft ein Kampf des Frühlings mit wird Winter ſtatt, der mit der Beſiegung des Winters endigte. Oft fer 0 Winter auch in der Geſtalt einer Strohpuppe verbrannt. der egegnet uns alſo der Sommertagszug der Pfalz, bereita die Tage des kalendermäßigen Frühlingsbeginns ſtattfindet, des 19 an Faſtnacht, nur in kleinerem Rahmen. Noch zu Anfang zeit i. Jahrhunderts verſenkte man an einem Sonntag der Faſten⸗ zButze„einigen Orten in der Nähe von Neckarſulm einen An den in der Jagſt, um das Dorf vor Krankheiten zu bewahren. Jutendderen Orten trugen die Kinder der oberen Klaſſen einen Heut iſt Mitfaſten, Trägt man den Butzen übers Waſſer, Trägt man ihn über den Markſtein Schmeißt ihn in d'.... Markung nein!“ Der Butzen wird über die Gemarkungsgrenze getragen und dem Nachbardorf in die Felder geworfen. Das oben genannte Ver⸗ brennen der Strohpuppe und weiter die Faſtnachtfeuer ſtellten früher einen Ritus oder eine Zauberhandlung dar. Mit der wieder⸗ kehrenden Sonne kamen nämlich nach altgermaniſchem Glauben auch die ſchädigenden und krankheitbringenden Dämonen in das Land und dieſe mußten gleich beim Eintritt des Frühlings ab⸗ beſtellenden Saatfeldern kein Unheil bringen. Nichts war zur Ab⸗ wehr dieſer unheimlichen Gäſte wirkungsvoller als der Rauch des heiligen Feuers. Der Feuerbrand ſollte darum dem brennenden Sonnenrad entnommen oder wenigſtens daran entzündet werden, wenn ſeine Wirkung eine wirklich reinigende ſein ſollte. Die Frühlingsfeuer flammen in den einzelnen Ländern zu ver⸗ ſchiedenen Zeiten auf. In Langental bei Hirſchhorn am Sonn⸗ tag vor Faſtnacht, in Tirol, der deutſchen Schweiz, auch im weſt⸗ lichen Frankreich ebenfalls zur Faſtenzeit. Der Sonntag heißt darum an manchen Plätzen Funkenſonntag. Zu dieſem Frühlings⸗ feuer geſellt ſich in manchen Gegenden das Scheibenſchlagen oder das Feuerrad. Zu dieſem Zweck wird ein großes hölzernes Rad dicht mit Stroh umflochten, am Feuer entzündet und dann, wie die Scheiben, den Berg herabgewälzt, bis es freilaufend, als feu⸗ riges Rad in gewaltigen Sprüngen in die Tiefe raſt. Noch heute iſt im Volke der Glaube an die Zauberkraft dieſer Feuer vorhanden. Scheitholz wird an ihm entzündet, und die Jugend läuft damit über die Saatfelder und ruft: Same, Same, reg dich, Same, Same, ſtreck dich! Aſche und Kohlen des Feuers ſtreut man auf die Felder, damit dieſe fruchtbar werden und von Ungeziefer verſchont bleiben. Wer durch das Feuer ſpringt, wird ſtark, geſund oder gar unverwund⸗ bar. Selbſt das Vieh wird oft durch das Feuer getrieben. Nicht ſelten nimmt der Hausvater ein glühendes Scheit mit nach Hauſe, um daheim damit das Herdfeuer zu entzünden, dem auch die rei⸗ nigende ſegnende Kraft inne wohnt. Das hochaufflackernde Feuer aber galt unſeren Vorfahren al⸗ ein Symbol des lebenerweckenden Sonnenlichts. Wie die brennen⸗ den Scheiben und Sonnenräder das Land ringsum beleuchten, ſo ſoll auch jetzt am Ende des Winters, wo die Sonne pöllig kraftlos geworden iſt, das Himmelslicht erneut zum Scheinen im kommen; den Jahr gezwungen werden, damit es wiederum die Fluren ſegnend erwärmt Der Brauch des Scheibenſchlagens an Faſtnacht läßt ſich bis ins Jahr 1090 zurückverfolgen, ein Beweis, daß wir mit der noch heute üblichen Sitte den früheren einſtigen heidniſch⸗germa⸗ niſchen Frühlingsfeiern en, S. J. Gund. * Neue Bilder. In unſerem Schaufenſter E 6, 2 ſind folgende Bilder ausgeſtellt: Fußballſpiele in Hannover. Eintracht⸗Braun⸗ ſchweig beſiegt Arminia⸗Hannover:0.— Kunſtlaufen in Triberg. Fr. Wulff, die Siegerin im Verbands⸗Kunſtlaufen.— Der ſchneeloſe Winter. Raſentraining der Meiſterſchaftsſtaffel des Norddeutſchen Ski⸗Verbandes.— Gefährliche Kurven. Sturz des Motorradfahrers Winkler auf dem Ettaler Berg. Weltrekordleiſtungen eines deutſchen Flugzeuges. Dornier⸗Wal erreichte mit 1500 Kg. 3600 Meter.— Das Grubenunglück in Dortmund. Vor dem Eingang zur Zeche„Miniſter Stein“.— Das Grubenunglück in Dortmund. Der Trauerzug auf dem Wege zum Friedhof.— Ein Opfer des Barmat⸗ Skandals. Der in den Ruheſtand verſetzte Polizeipräſident Richter. — Der Tſcheka⸗Prozeß in Leipzig. Der Wagen mit den Angeklagten fährt ins Gefängnis.— Im Zeichen der Abrüſtung. England beſitzt das größte Unterſeeboot der Welt.— Die Kämpfe in Marokko.— An⸗ hänger Raiſulis mit dem roten Banner des Scherifs Tazaruth.— Der Sport in der amerikaniſchen Marine. Ausſtellung der Preiſe amerikaniſcher Marineflieger. * Gemeinde⸗ und Kreisſteuer 1924. Das Städtiſche Nachrichten⸗ amt teilt mit: Es ſind Zweifel darüber geäußert worden, wie hoch ſich der endgültige Satz der Gemeinde⸗ und Kreisſteuer für das Jahr 1. April 1924/25 beläuft. In der Schlußberechnung des Nachtrags zum Haushaltsplan der Stadt Mannheim für 1924 iſt geſagt, daß für das 4. Vierteljahr derjenige Vetrag(13 Pfg.) zu erheben iſt, der im 3. Viertelſahr zuzüglich der Kreisumlage erhoben worden iſt. Doch ſoll der Stadtrat ermächtigt ſein, falls eine 4. Rate der Kreis⸗ umlage für unerläßlich gehalten wird, den Betrag mit höchſtens 0,4 Pfg. aus dem Aufkommen der ſtädtiſchen 4. Rate zu decken. Der Kreisrat hat nun die Kreisſteuer für 1924 endgültig auf 1,1 Pfg. feſtgeſetzt. Hiernach ergibt ſich, daß. an Gemeinde⸗ und Kreis⸗ ſteuer zu zahlen ſind: 1. Vorauszahlung 8 Pfg.,., 3. und 4. Vor⸗ auszahlung je 13 Pfg., zuſammen 47 Pfg. Davon erhalten die Ge⸗ meinde 45,9 Pfg., der Kreis 1,1 Pfg. * Badiſcher Jahnärztetag. Die ordentliche Generalver⸗ ſammlung des Landesverbands Baden des Reichs⸗ verbands der Zahnärzte Deutſchlands findet am 28 Februar und 1. März im Parkhotel ſtatt. Der Tagung voraus geht am Freitag, 27. Februar ein wiſſenſchaftlicher Abend im Hörſaal der Hautklinik in Heidelberg. Gleichzeitig werden im Lichtſpielhaus Alhambra am Sonntag, 1. März, zwei aktuelle Filme über„Schulzahnpflege“ und„Herſtellung von roſtfreiem Stahl“ zur Aufführung gelangen, zu denen auch weitere Kreiſe eingeladen ſind, * Das Jeſt der ſilbernen Hochzeit feiert heute Obermaſchiniſt r. umann, mit Stroh ausgeſtopft, durchs Dorf und ſangen: Franz Weber mit ſeiner Ehefrau Pauline geb. Köck. gewehrt werden, damit ſie Menſchen und Tieren, aber auch den zu eeeeeee Jugendgruppe Der für heute, Dienstag abend, angeſetzte Heimatabend fällt aus. Der Vorſtand. * Die Temperatur hält ſich immer noch in der Nähe der Froſt⸗ grenze. Heute früh wurden am Rhein— 0,7 Grad C.(— 1½ Gr. Celſius) feſtgeſtellt. In der verfloſſenen Nacht ſank das Thermo⸗ meter auf— 0,8 Grad C.(— 1,6 Grad.). Die Höchſttemperatur betrug geſtern + 5 Grad C.(+ 5,1 Grad.) veranſtaltungen * Der Herrenabend der Mannheimer Liederkafel, der am Sonn⸗ tag die oberen Räume des Vereinsheimes bis auf das letzte zur Ver⸗ fügung ſtehende Plätzchen füllte, war der glänzende Schlußakt des ſamstägigen Marsfeſtes. Die ideenreiche Vergnügungskommiſſion hatte unter Führung des Herrn Max Fuſſer wieder ein ebenſo gediegenes wie abwechslungsreiches Programm zuſammengeſtellt, das im erſten Teil eine ernſte Note trug. Mit beſonderer Spannung wurde dem Auftreten der Aktivität entgegengeſehen, da ſich der neue Dirigent, Kapellmeiſter Guſtasy Mannebeck vom National⸗ theater, der Paſſivität zum erſtenmal vorſtellte. Der Eindruck, der mit den beiden Chören„Uebermut“ und„Die beiden Haſen“ von Othegraven erzielt wurde, war der allergünſtigſte. Man darf des⸗ halb dem nächſten Konzert der Liedertafel mit großem Intereſſe ent⸗ gegenſehen. Baritoniſt Otto Henne erzielte mit ſeiner weit über das Dilettantiſche hinausragenden Vortragskunſt ebenfalls ſtarken Beifall. Im zweiten Teil der Vortragsfolge ſchwang Prinz Karne⸗ val mit Vehemenz die Pritſche. Die Herren Sonntag, Dr. Blau, Eſpenſchied, Richter, Lautenbach, Kambach, Huth und Schlaferbach, bewährte Stützen der Hauskapelle, die ſich zu einem ſächſiſchen Badeorcheſter zuſammengefunden hatten, ſchwelgten in Disharmonien unter ſtarker Verwendung des Shlag⸗ zeugs. Herr Jakob Frank, der Altmeiſter der Büttenredekunſt, hatte wieder einen Dialektvortrag verfaßt, in dem Humor und Satire ſich zu unüdertrefflichen Wirkungen vereinigten. Den gleichen Lach⸗ erfolg erzielte ein humoriſtiſches Quartett Die Hauskapelle ſteuerte unter Herrn Tunzes anfeuernder Leitung flotte Muſikſtücke bei. Als der Abſchiedsmarſch durch die närriſch geſchmückten Räume rauſchte— die Bedienung hatte der Marsbeherrſcher aus der heiße⸗ ſten Gegend geſandt—, waren noch nicht viel Lücken zu entdecken, ein Beweis dafür, daß die Vergnügungskommiſſion wieder das Richtige getroffen hatte. Schneeſonntag an Faſtnacht Anſonſten gabs kein Aufhalten dabei, daß an Faſtnacht der Ski⸗ lauf im Gebirge blühte. Heuer wird es als Sonderheit verzeichnet, daß der Faſtnachtſonntag zu den guten Sportſonntagen dieſes Win⸗ ters zählt. Und es war in der Tat kein Faſtnachtsulk, daß es im Schwarzwald ſchön ſei und daß die Vorbedingungen für den Skilauf vielleicht ſo aut waren, wie in dieſem Winter noch nicht. Die Schnee⸗ decke iſt nicht nur abſolut vor allem im Hochſchwarzwald gewachſen und bei etwa einem Meter angelanat, ſondern die Schneedecke hat auch gegen die Täler eine regionale Ausdehnuna erlangt, wie ſie heuer zu den aroßen Seltenheiten gehört. Die Schneegrenze konnte mit etwa 650 Meter angenommen werden und bis 800 Meter waren die Skibahnen aut fahrbar, mit einiger Vorſicht auch noch weiter hinunter bis 700 Meter, vor allem in den geſchützten Lagen. Vielfach konnten die Skifahrer bis in die Ortſchaften hinunter oder bis unmit⸗ telbar vor ſie fahren, wie z. B. die zahlreichen Sportler, die von Offenbura her den Mittelſchwarzwald aufgeſucht hatten, bei Triberg feſtſtellen konnten. So war der Traazwana der Hölzer gegen bisher weſentlich beſchränkt und der Weg von der Bahn zum Schnee und umgekehrt bedeutend kürzer als bisher. Fehlte auch im Schwarzwald die leuchtende Sonne über der Winterlandſchaft wie an dem zweiten Februarſonntag, dem Glücks⸗ taa der Europameiſterſchaft im Eiskunſtlauf in Triberg, der Tauſen⸗ den die reine Freude des erſten wirklichen Wintertages beſcherte, ſo war die Luſt an Schnee, Sport und Landſchaft nicht minder aroß. Ueber die Nebeldecke der Ebene kam eine Zone wolkigen Gebietes, wo Schnee und Sonnenblicke wechſelten. In arößeren Höhen herrſchte wieder die Wolkendecke vor mit meiſt anhaltendem mehr oder miader ſtarkem Schneefall. Am Nachmittag des Sonntags aabs in den Lagen unter 1000 Meter angeſichts der aroßen Luftfeuchtigkeit eine kleine Beeinträchtiaung durch die wachſende Neigung des Schnees, ſchwer und klebig zu werden. Der Neuſchnee kam reichlich feucht zu Boden und bildete eine zähe Maſſe, die keinem Schwung recht nachgab und bei Stürzen unter Umſtänden unliebſame Zerrungen verurſachen kann. Die Temperaturen hielten ſich um Null und hatten nur mäßigen Froſtcharakter. Jedenfalls war der Faſtnachtſonntag in dieſen Tagen närriſchen Ueberſchwanas ein gewonnener Sportſonntag mit ſchönen winterlandſchaftlichen Eindrücken und eigenartigen Be⸗ leuchtungen. W. R. Weltreiſe Von Colin Noß XXXXV. Dſchungelfahrt. beko Es iſt merkwürdig, welch ganz anderes Geſicht ein Land bereits zug wenn man den internationalen Expreß mit dem Perſonen⸗ und Bitauſcht. Wenn die Fremden nur etwas mehr mit Perſonen⸗ unri ctige melzügen fahren wollten, es würden nicht ſo viele ſchiefe, ige Urteile entſtehen. duwerf. dieſer Hinſicht haben uns allerdings die Aſiaten nichts vor⸗ rfen. Ein perſiſcher Miniſter, der ſein halbes Leben als Diplo⸗ mir n uropa und in den Vereinigten Staaten verbrachte, meinte kur gegenlüber einmal, die ganze weſtliche Welt wäre einem nach ſchreg, Zeit langweilig, deng ſie ſei eigentlich doch von einer er⸗ Rom enden Uniſormität; er ſei in London, Paris, Madrid, Berlin, Wanden Waſhington geweſen und eigentlich hätten dieſe Städte alle i zu er geglichen. Na ja, dachte ich— um es auszuſprechen, war Hotel öflich— wenn du immer nur in den erſten internationalen kehr 5gelebt und immer in dem gleichen internationalen Kreis ver⸗ es je Ländern doch keine Ahnung. Aber hier in Aſien machen man; ie Europäer und vor allem die Amerikaner genau ſo. Wenn Nekinen, Tokio im„Imperial“ wohnt und in Peking im„Hotel de ſährt e und nur mit dem internationalen Expreß durch das Land we ſo hat man weder von Japan noch von China eine Idee, und in B. man nur„Raffles Hotel“ in Singapore mit„Hotel Rovyal“ ſudgewander getrennt, dann kann man ſtatt nach Siam ebenſogut Ausschweiz oder nach Italien fahren. duch. mit der Perſonenzugfahrt fing Siam erſt richtig an. denn Malavas Raſthaus in Tongſona war noch ganz Made in Britiſh 45 geweſen. Freilich in meinem Kupee 1. Klaſſe, das einzige durc, zen Zuge, ſaß ich ganz allein, aber nichts hinderte mich doch, zu gehden Zua zu wandern und in der 2. und 3. Klaſſe Gaſtrolen zum ſoen. während man den internationalen Expreß vom erſten bis ſen Jetten Wagen durchwandern konnte, ohne andere Typen zu tref⸗ deite jene, die man ohnehin von Singapore und Penana her be⸗ aug Cemnte. Das Intereſſanteſte war noch ein Kolonial⸗Engländer war senlon mit einer ſiameſiſchen Frau, der ſelbſt ſo braun gebrannt beſten das ich ihn im erſten Augenblick für einen Aſiaten oder min⸗ Je für einen half caſt hielt. daz war alſo mit dem Rat von Mr. Northeliffe ausgeſöhnt, kaum dinſt den erſten Orientisrungsgang durch den Zua gemacht. Aber Bambushäuschen von Tongſong zurückgeblieben, an die ſich noch einige wenige Reisfelder ſchloſſen, als der Urwald von beiden Seiten an die Bahn herantrat und der Zug in den Jſchungel hineinglitt wie in einen Schlauch. Wie zwiſchen zwe: Mauern fuhr der Zug: Palmen, Bambus, Schlingpflanzen, Lianen, Farn, Gräſer, wuchern⸗ des, tolles, üppiges, geil in die Höhe ſchießendes Grün. Wenn man zu Fuß dem Urwald gegenübertritt, ſo iſt man wohl gefangen, über⸗ wältigt. Allein eine ſolche Wanderung iſt mühſam, anſtrengend, heißt achten auf tauſend Dinge, Abwehr läſtiger Inſekten, iſt er⸗ müdend anſtrengend, niederdrückend, und ſo geht einem ſchließlich wohl der Begriff für die Ungeheuerlichkeit dieſes Pflanzengewuchers verloren. Und dann, was nützt es einem, wenn man weiß, dieſer Wald iſt ſo und ſo groß oder wenn man ihn auf einer Karte im Maßſtab :1000 000 ſieht. Aber wenn man mit dem Zug durchfährt, Stun⸗ den. Stunden und Stunden, ſo bekommt man doch einen überwäl⸗ tigenden Begriff von dieſem tropiſchen Pflanzenwachstum und man verſteht, daß der Dſchungel eine gefährliche Naturkraft darſtellt, gegen die der Menſch ſeine Kulturen und ſeine Städte nur im be⸗ ſtändigen Kampf ſichern kann. Wieviel einſt blühende Großſtödte liegen heute noch unentdeckt im indiſchen Dſchungel, begraben unter dem grünen Leichentuch der Farne und Schlinggewächſe. Die Strecke zwiſchen Tungſong und Chumvon iſt die einzige auf der ganzen malayiſchen Halbinſel, auf welcher der Zug einen ganzen Tag ununterbrochen durch den Urwald fährt, und gerade dieſe Strecke durchmißt der internationale Penang—Bangkok⸗Expreß zur Nachtzeit. Es wäre doch ſchade geweſen, dies zu verſäumen. Von dem Bau und dem erſten Betrieb dieſer Strecke werden die tollſten Tigergeſchichten erzählt, und noch heute fühlen ſich die Streckenwärter auf ihren einſamen Stationen vor nächtlichen Be⸗ ſuchen der Raubtiere nicht ſicher. Wenn man hier durchfährt, glaubt man dieſe Geſchichten ohne weiteres, und ich wäre durchaus nicht überraſcht geweſen, plötzlich zwiſchen dem Grün das ſchwarz⸗gelb ge⸗ ſtreifte Fell eines der großen Beſtien zu erblicken. Angeſtrengt ſah ich hinaus, um dieſes Abenteuer ja nicht zu verſäumen, aber leider war nichts zu erblicken als die ewige, undurchdringliche, wuchernde grüne Mauer von Pflanzen und Blattwerk. Aus meinem intenſiven Schauen wurde ich durch einen Boy auf⸗ geſchreckt. Er ſah mich fragend an und ſagte mit der gleichen fra⸗ genden Betonung:„Tiffin?“— Das chineſiſche Wort„Tiffin“ iſt die in ganz Oſt⸗ und Südoſt⸗Aſien gebräuchliche Bezeichnung für Mittag⸗ eſſen oder Lunch. Das war alſo nicht ſchwer zu verſtehen, und da ich gerade die erſten Anzeichen von Hunger ſpürte, nickte ich bejahend, einigermaßen erſtaunt, wo hier, mitten im Dſchungel, ein Tiffin den olen hatte ich gar keine Zeit, mich den Reiſenden zu widmen, orerſt nahm mich die Landſchaft gefangen. Kaum waren die Grund zu gehen und als der Zug in einem der Dſchungelpoſten hielt, promenierte ich den Zug entlang, bis voen zum Gepäckwagen; da ſah ich meinen Bech mit einem primitiven Spirituskocher und einigen Konſervenbüchſen hantieren und tatſächlich erſchien er kurz darauf mit einem hervorragenden dreigängigen Lunch. Weiter ging es durch Dſchungel, Dſchungel ohne Ende Es war erdrückend in dieſer Monotonie. Immer näher ſchienen die Urwald⸗ wände gegen den Bahnkörper heranzurücken, ihre Fangarme nach ihm auszuſtrecken, um den ſtörenden Eindringling des Zuges an ſich zu preſſen und in tödlicher grüner Umarmung zu erſticken. Schließlich wirkte die Monotonie ſo einſchläfernd und ich war nahe daran, ein kleines Nickerchen zu machen, als der Zug plötzlich vor einem größeren Stationsgebäude hielt. Zwar preßte ſich auch hier der Urwald rechts und links an das Holzgebäude heran, aber von der Station war ein breiter Weg durch den Dſchungel geſchlagen und öffnete einen Ausblick auf einen lehmigen, träge ſtrömenden Fluß, an deſſen anderem Ufer ein auf Pfählen errichtetes, faktorei⸗ artiges Haus ſtand, von niederen Bambushütten umgeben. Vom Fluß herauf kam eine Trägerkarawane, die große Ballen trug und Körbe voll Durian, der ſtacheligen Stinkſrucht. Das Ganze wirkte in ſeiner Unvermitteltheit um ſo ſtärker, und ſofort war mein Ent⸗ ſchluß gefaßt:„Ausſteigen, hierbleiben!“ Da von Boy oder Schaff⸗ ner nichts zu ſehen, beginne ich ſelbſt eilig mein ſchweres Genäck auszuladen, da ſtürzt aufgeregt ein Siameſe im khakifarbigen An⸗ zug auf mich zu und fragte in tadelloſem Engliſch, was ich denn machte, ich welle doch nach Chumpon. Ja, aber jetzt gefiel es mir hier gut und ich wollte hierbleiben. — Das wäre ganz unmöglich, denn erſtens hätte er ſchon in Chum⸗ pon für mich Quartier beſtellt und dann könnte ich hier auch nicht bleiben, da es hier keinerlei Unterkunftsmöglichkeit gäbe Ich wollte ärgerlich auffahren, aber rechtzeitig erinnerte ich mich, daß man da⸗ mit nur in den ſeltenſten Fällen etwas ecreicht, und dann kam mir der Gedanke, daß dieſer tadelſos enaliſch ſprechende Sismeſe mir vielleicht doch einigermaßen nützlich ſein könnte. Alſo ſage ich ſo freundlich wie möglich:„Lieber Herr, ich reiſe ſetzt ſeit vielen Wochen durch die malayiſche Halbinſel auf der Suche nach wilden Elefanten und habe noch keinen zahmen zu Geſicht bekommen, geſchweige denn einen halbwegs wilden: glauben Sie, ich kann aus Indien nach Hauſe kommen, ohne einen Elefanten geſehen zu haben? Ausgeſchloſſen: alſo ſteige ich hier aus, denn das ſcheint mir gerade der richtige Ort für Elefanten und Tiger.“ „Tiger— ja“, meinte der Siameſe höflich lächelnd, aber für Elefanten iſt das nicht der richtige Platz. Wenn Sie in Chumvon Station machen, ſo können Sie ſoviel Elefanten ſehen, mie Sie herkommen ſollte, wo ich bisher noch nicht einmal die Andeutung eines Speiſewagens bemerkt. Ich beſchloß daher, der Sache auf den wollen. Es ſind gerade erſt vor kurzer Zeit dort ein voer auſtraſſſche —— 4. Seike. Nr. 91 Neue Mannheimer Jeitung[Mittag⸗Nusgade) Dienstag, den 24. Februar 1928 Rommunale Chronik Aus dem Pirmaſenſer Skadtrat IT Pirmaſens, 21. Febr. In der geſtrigen Stadtrats⸗ ſitzung gab Oberbürgermeiſter Strobel bekannt, daß die Stadt Pirmaſens zur Linderung der Not der Hinterbliebenen des Dort⸗ munder Grubenunglückes 3000 Mark an den Oberbürgermeiſter von Dortmund überwieſen habe.— Das zweite Los für den Straßen⸗ bau nach Biebermühl wird der Firma Otto, die das geringſte An⸗ gebot in Höhe von 61 488 Mark eingebracht hat, übergeben.— Eine Interpellation der ſozialdemokratiſchen Fraktion bringt eine ein⸗ gehende Ausſprache, in der ſcharfe Vorwürfe gegen Polizeirat Meininger und verſchiedene Schutzleute wegen ihres Verhaltens bei den Ausſchreitungen in der Wahlverſammlung am 4. Dezember 1924 in Waldfiſchbach vorgebracht wurden. Geheimrat Strobel antwortete darauf, daß Stadtrat Feldmüller, der die Interpellation begründete, nur von ſeinen Gewährsleuten unter⸗ richtet geweſen und deswegen durchaus einſeitig eingeſtellt ſei und über den anderen Teil unberechtigterweiſe ein vernichtendes Urteil gefällt habe. Er müſſe betonen, daß die Reichsverfaſſung jedem Be⸗ amten jede Freiheit der politiſchen Einſtellung und auch die Ver⸗ einigungsfreiheit gewährleiſte. Auch die freie Meinungsäußerung ſei ſedem Beamten vorbehalten. Er ſei der Anſicht, daß die Polizei kein Inſtrument in der Hand irgendeiner Partei ſein dürfe. Er werde ſelbſtverſtändlich, wenn ſich irgendwie Mißſtände in dem Verhalten der Polizei ergäben, ſoſort dafür ſorgen, daß eine Unter⸗ ſuchung eingeleitet und dieſe Mißſtände beſeitigt würden. Aber man ſolle doch immer dafür ſorgen, daß man ſich bemühe, Gegenſätze auszugleichen u. verſöhnen wolle. Pol.⸗Kat Meininger gab zu den einzelnen Punkten der ſozialdemokr. Interpellation Erklärungen ah, die faſt durchweg die Haltloſigkeit der Anſchul⸗ dingungen ergaben. Von den einzelnen Fraktionen wurde zu der Angelegenheit ausführlich Stellung genommen. Es kam die Mei⸗ nung zum Ausdruck, daß man gegen Perſonen keine derartig ſchwe⸗ ren Vorwürfe erheben ſolle, ſolange nicht eine gerichtliche Unter⸗ ſuchung Klärung gebracht habe. Der Stadtrat beſchloß, einem Antrag des Vereins der Hotel⸗ inhaber, der verlangt, daß man in Pirmaſens die Beherber⸗ gungsſteuer aufhebe, nicht ſtattzugeben.— Ein Antrag des Stadttheaters auf Genehmigung eines Zu⸗ ſchuſſes und Erlaß der Vergnügungsſteuer wird abgelehnt, ebenſo ein Antrag der beiden Kinos im gleichen Sinne.— Die Gewährung von Handwerksnotſtandskrediten werde nur dann be⸗ rückſichtigt, wenn der Stadt in jeder Weiſe Sicherheit geleiſtet wird. — Ein Antrag der kommuniſtiſchen Stadtratsfraktion, ausge⸗ ſteuerten Erwerbsloſen eine beſondere Unter⸗ ſtützung zu gewähren, wird zurückgeſtellt, da erſt im Juli ſolche Erwerbsloſe hier zu erwarten ſind.— Das Landesamt für Arbeits verwaltung hat der Förderung kleinerer Notſtandsarbeiten aus Mit⸗ teln der Erwerbsloſenfürſorge am Waldfriedhof zugeſtimmt. Es ſollen in der Zeit vom 1. Februar bis 31. März durchſchnittlich 40 Prozent der Erwerbsloſen 2000 Tagesſchichten leiſten. Der auf die Stadt entfallende Koſtenanteil von 11 600 Mark wird genehmigt. Der Stadtrat unterſchreibt den Vorſchlag des Hauptausſchuſſes: Er⸗ richtung einer Schuhfachſchule in Pirmaſens. Es komme keine Gemeindeſchule, ſondern nur eine ſtaatliche Schuſe in Frage. Die Koſten belaufen ſich vorausſichtlich für das Gebäude auf rund 300 000 Mark, für Fachaufwand auf 50 000 Mark und für Perſonal und Nebeausgaben auf 80 900 Mark. Verſchiedene Maſchinen⸗ fabriken haben ſich bereit erklärt, die neueſten Modelle der in Frage kommenden Maſchinen der Schule koſtenlos zur Verfügung zu ſtellen. * Seckenheim, 20. Febr. Aus der letzten Gemeinderats⸗ litzung iſt mitzuteilen: Das Schreiben des Gemeinderats Laden⸗ burg betr. Errichtung eines Gewerbeſchulgebäudes wird bekanntgegeben. Es wäre zunächſt noch genau feſtzuſtellen, wie viele Schüler boi einer Bezirksgewerbeſchule mit Schulzwang alsdann aus den einzelnen Gemeinden die Schule beſuchen.— Die Leichen⸗ frauenſtelle kath. Bekenntniſſes wird der Bewerberin Gg. Fuchs Ehefrau übertragen.— Die Kindererholungsfürſorge ſoll in der gleichen Weiſe wie im vergangenen Jahre durchgeführt wer⸗ den. Die auf die Gemeinde entfallenden Koſten werden übernom⸗ men.— Die Lieferung von Tintengläſern für die Volksſchule wird der Fa. Balde u. Co., Schönau, zu ihrem Angebot übertragen.— Das Anfahren von Holz wird den Submittenten Konrad Rudolph und Georg Peter Marzenell je zur Hälfte zu ihrem Angebot über tragen.— Die Stumpenverſteigerung wird genehmigt— Zwecks Ernennung als Schätzer bei Seuchenverluſten werden vorgeſchlagen: Landwirt Geora Zahn und Landwirt Wilhelm Heidenreich.— Die Koſten für ſchulärztliche Unterſuchung hieſiger Schüler der Realſchule Ladenburg werden übernemmen.— Der Darlehensvertrag mit der Fürſorgekaſſe wird genehmigt und vollzogen.— Die Schüler⸗ ſpeiſung ſoll nach den Oſterferien während des Sommerhalbjahrs nicht mehr weitergeführt werden. Kleine Mitteilungen Der Voranſchlag der Stadt Rheinfelden für 1924⸗25 beträgt an Einnahmen 411927., während die Ausgaben 637 916 Mark betragen, alſo ein Defizit von 225 989 M. vorhanden iſt. Das Reinvermögen der Stadtgemeinde iſt von 258 220 M. im Jahre 1924 auf 1 809 491 M. im Jahre 1924 geſtiegen. Aus dem Lande Skakiſtiſches von der Reichstagswahl K. Heidelberg, 23. Febr. Von der Städt. Nachrichten⸗ ſtelle Heidelberg wird uns berichtet: Bei der Reichstagswahl am 7. Dezember v. J. betrug die Zahl der Stimmberechtigten im Stadtbezirk Heidelberg insgeſamt 48 890. Davon waren 22 077 gleich 45,2 Prozent männlich und 26 813 gleich 54,8 Prozent weiblich. Stimmſcheine wurden abgegeben an 328 männliche und 283 weib⸗ liche Wahlberechtigte. Gewählt haben insgeſamt 36 683 Stimm⸗ berechtigte, davon 18 019 gleich 49,1 Prozent männliche und 18 664 gleich 50,9 Prozent weibliche. Mit Stimmſchein haben 408 männ⸗ liche und 309 weibliche Perſonen gewählt. Die Wahlbeteiligung überhaupt betrug 74,5 Prozent. Wenn man die Beteiligung des männlichen und weiblichen Geſchlechts und damit auch das Intereſſe des einzelnen Geſchlechts an der Wahl vergleichen will, muß man die Verhältniszahlen jeweils von der Zahl der Wahlberechtigten des betreffenden Geſchlechts ermitteln. Es ergibt ſich dann nach den Berechnungen der Stat. Abteilung bei den männlichen Wählern eine Beteiligung von 81 Prozent, bei den weiblichen von 69,2 Proz. Die ſtärkſte Wahlbeteiligung konnte im 18. Stimmbezirk(Häuſer⸗ ſtraße—Kleinſchmidtſtraße—Treitſchkeſtraße) feſtgeſtellt werden; ſie betrug hier insgeſamt 87,9 Prozent. Männliche Wahlberechtigte waren es hier 84,4 Prozent und weibliche 91 Prozent. Die geringſte Wahl⸗ beteiligung wies der 39. Stimmbezirk(Wieblingen: die gegen Edingen gelegene Hälfte des Stadtteils) auf mit insgeſamt 63,9 Prozent; männliche waren es hier 75,3 Prozent, weibliche 53,3 Prozent. Das Intereſſe, das die Frau ſeit Einführung des Frauen⸗ wahlrechts an den Wahlen nimmt, iſt hier in Heidelberg, ſoweit es durch die Stimmabgabe bei den Wahlen zum Ausdruck kommt, im Verhältnis zu dem des Mannes ziemlich gleich geblieben. Es betrug die Wahlbeteiligung des Mannes der Frau bei den Gemeindewahlen 1919 56,1% 46,7% Reichstagswahl 1920 85,13„ 75,96„ Landtagswahl 1921 L 68,8„ Gemeindewahl 1922 50%„ Reichstagswahl Dezember 1924 810„ Bei der Reichstagswahl im Mai vorigen Jahres wurde eine Aus⸗ zählung nach Geſchlechtern nicht vorgenommen. K * Schwetzingen, 24. Febr. Ein ſehr übles Faſtnachtsgeſchenk hat die Reichseiſenbahngeſellſchaft den Arbeitern des Schwetzinger Eiſenbahnausbeſſerungswerks beſchert. Am Samstag wurden nicht weniger als 98 Arbeiter abgebaut, die nunmehr wieder der Erwerbsloſenunterſtützung und der Not preisgegeben ſind. 2 Von der Bergſtraße, 22. Febr. Der diesjährige Faſching war gewiß lang genug. Man hat ihn allenthalben auch in unſerer Gegend gehörig ausgenutzt und die derzeitige ungünſtige wirt⸗ ſchaftliche Lage hat dabei, wie es ſcheint, gar keine Rolle geſpielt. In den verſchiedenſten Vereinen wurde reichlich Gelegenheit ge⸗ geben, ſeiner Faſchingslaune die Zügel ſchießen zu laſſen. Mancher⸗ orts wurden— in noch weit ausgedehnterem Maße als früher— Maskenbälle veranſtaltet, in denen ſich ſinnig und geſchmackvoll koſtümierte Gruppen, Paare und Einzelmasken humorvoll tum⸗ melten. Der Elferrat waltete ſeines Amtes und die Preiskom⸗ miſſion verteilte unter dem Beifall der zahlreichen Saalbevölkerung in Würde und Gerechtigkeit die wertvollen Preiſe. Die verſchiedenen Vereine ſollen vortrefflich abgeſchnitten haben, was übrigens doch die Hauptſache iſt. rr. Baden-Baden. 23. Febr. Der diesjährige aroße Mas⸗ kenball im Kurhaus hatte eine außerordentlich aroße Zahl von Teilnehmern angelockt, nicht nur von hier, ſondern in weitgehendem Maße auch von auswärts. Karlsruhe Mannheim, Freibura, Pforzheim. Offenbura, Frankfurt waren ſtark vertreten, München, Stuttgaart und die Schweiz(man hörte es am Dialekt) hatten Gäſte geſandt. Eine derartia rieſiae Menſchenmenge war an einem einzigen Abend noch niemals im Kurhauſe beieinander, denn es mochten wohl nach ungefährer Schätzung 7000 Beſucher geweſen ſein. Sämt⸗ liche Säle, im Glanze elektriſchen Lichtes erſtrahlend, trugen karne⸗ valiſtiſche Dekorationen, deren geſchmackvolles und farbenreiches Arrangement allgemeine Bewunderung erregte. Auch die Koſtüme zeigten auserleſenen Geſchmack und reiche Phantaſie und alles zu⸗ ſammen harmoniſch vereint bot dem Auge ein farbenleuchtendes, echt karnevaliſtiſches Geſamtbild. Um Raum für alle Beſucher und alle Tanzenden zu ſchaffen, waren auch der große und der kleine Bühnenſaal vom Geſtühl geräumt und die Logen des erſteren für die Zuſchauer frei gegeben worden. Sechs Orcheſter ſpielten zum Tanz auf, aber trotzdem, es herrſchte immer noch Platzmangel, es war ein Hin⸗ und Herfluten, ein Stoßen und Drängen, das mitunter geradezu beänaſtigend wirkte, aber der allgemeinen Fröhlichkeit doch keinen Abbruch tat. Man beanüate ſich eben mit engem Raum und achtete der Püffe und Stöße nicht. die ausgeteilt wurden. Es war ja Mas⸗ kenball, da findet man ſich mit derartigen Kleiniakeiten ab und empfindet ſie nicht ſo unangenehm wie zu gewöhnlichen Zeiten. Das Preisrichterkollegium hatte bei der Fülle an Masken viel zu ſchauen, azu prüfen und zu heurteiſoen. * Kehl, 21. Febr. Bezüglich des elſäßiſch⸗badiſchen Grenzver⸗ kehrs werden in allernächſter Zeit bedeutende Erleichterungen eintreten, indem Karten für den ſogenannten kleinen Grenzverkehr wenſgger umſtändlich und in größerer Zahl ausgegeben werden ſollen. ANus der Pfalz *Speyer, 19. Febr. In Bad Reichenhall iſt am Montag Nent ner Heinrich Schwartz im Alter von 70 Jahren geſtorben. 75. rich Schwartz war der älteſte Sohn des Bierbrauereibeſſte Heinrich Schwartz. Nach dem Tode ſeines Vaters und der Um lung der Brauerei Schwartz in eine.⸗G. war er langjährig Vorſitzender des Aufſichtsrats der Brauetei Schwartz⸗Storchen. 90 : Leiſtadt, 19. Febr. Wie weit uns das fortgeſetzte warn Wetter dem Frühling nähert, zeigt das Auftreten von Schmetter lingen, Käfern, Weidenkätzchen und kleinen blühenden Blumen den Holz der Wingerte iſt ſo gut gediehen, daß gerſchiedene Winze ſchon jetzt mit dem Schnitt begonnen haben. :: Wachenheim, 19. Febr. Der Winzerverein Wachenhene ſetzte ſeinen Geſchäftsanteil auf 1000 Reichsmark feſt. Zu gleiche Zeit wurde beſchloſſen, die„Münz“ als eigenes Heim käuflich zu erwerben. 0 :: Landau, 19. Febr. Die Verſorgungsämter Landau Neuſtadt ſind aufgehoben und mit dem Verſorgungsamt Lu 35 wigshafen verbunden worden. Die Angelegenheiten der Krieg⸗ teilnehmer werden nun von Ludwigshafen aus beſorgt werſeſß Der größere Teil der Beamten wurden übernommen, der en, an außerpfälziſche Aemter verſetzt.— Ueberfahren wardfe von einem Auto der 15 Jahre alte Wagnerlehrling Frdr. Bu linger an einer Straßenkreuzung, die er mit ſeinem Rad 1125 ſieren wollte und erlitt ſchwere innere Verletzungen. Im ta⸗ Krankenhaus mußte er ſofort einer Operation unterzogen werden, Sein Zuſtand iſt ernſt. :: Pirmaſens. 20. Febr. hieſiger Stadt direkt beänaſtigende Formen an, ſodaß die Polize Zukunft gezwungen iſt, die meiſt aus jungen Burſchen beſtehenden Elemente, die vor allem aus Sachſen und Thüringen einwandern, a zuſchieben.— Wegen einer Reihe von Diebſtählen und Einbrüche⸗ die er beſonders in Läden ausführte, konnte geſtern der 14 Jahre a Volksſchüler Friedr. Schmidt verhaftet werden. Das uncent, tene Früchtchen hatte ſich ſchon vor Wochen aus dem Elternhauſe en fernt. Er wurde nun der Fürſorge überwieſen. Nachbargebiete sw. Worms. 19. Febr. Bei einer Nahrungsmittelkontrolle wurde in einem hieſigen Spezereiwarengeſchäft eine Wage vorge ime die wohl richtia geeicht. jedoch in ganz verſteckter Weiſe ſo hergert war, daß bei ihrem Gebrauch an jeder dem Kunden abgewocene, Ware ein Mindergewicht von 10 Gramm entſtand. Gegen den 9 habet des Geſchäfts wurde Anzeige wegen Betrua erſtattet. 10 Feuer entſtand in der Sakriſtei der Liebfrauenkirche. Vermurß, beim Anzünden des Weihrauchkeſſels war ein Schrank mit Me gewändern in Brand geraten. Das Feuer konnte raf löſcht werden. Der Schaden iſt gering. 4. sw. Bensheim, 19. ebr. Eine geſunde Stadt ſcheint Ben⸗ heim zu ſein. In den letzten vier Wochen iſt hier nicht ein eimen Todesfall zu verzeichnen geweſen. Die Stadt zählt etwa 10 000. wohner. Heilbronn, 23. 555 An der Bauſtelle des Neckarkanals 11 der Nähe von Kochendorf ereignete ſich am letzten Samstag ſchwerer Unglücksfall mit tödlichem Ausgang. Vier Arbe n. waren damit beſchäftigt, etwa 50 Ztr. Zement auf einem Pontee boot auf das linke Kanalufer zu transportieren. Dabei kamen nd Zementfäcke ins Rutſchen. Das Boot verlor das Gleichgewicht 1 + kippte um. Bei dem ſchweren Kampf ums Leben konnte einer 105 Arbeiter von dem 27jährigen Auguft Kränzler vor dem ſi alen Tode bewahrt werden. Als er ſich um die Errettung eines zweder Kollegen bemühte, fand er ſelbſt den Tod in den Wellen. 2 vierte Arbeiter, der 26jährige Heinrich Knapp von Wimpfen, 55 trank ebenfalls. Die Leiche des Knapp konnte bereits geborg werden, die des Kränzler fehlt bis zur Stunde noch. n Straßburg, 23. Jebr. Hieſige und Metzer Blätter behaupten, daß die Gegner der Katholikendemonſtration in Ma⸗ ſeille zahlreich mit Revolvern, Meſſern und Peitſchen verſehen 55 weſen wäre, es ſeien ehemalige Zuchthäusler, Italiener, Spart und Algerier darunter geweſen. Wenn die Regierung nicht ſelaf⸗ die vollkommene Verſammlungsfreiheit ſchütze, würden ſich die alche tigen Manifeſtanten zu ihrer Verteidigung auch bewaffnen. jelen und ähnliche Auslaſſungen in der heutigen Oppoſitionspreſſe ſpie offen mit dem Gedanken eins Bürgerkrieges. 75 katholiſchen Elſaß⸗Lothringen, das faſt vollſtändig zur Regierune oppoſition gehört, haben die blutigen Vorgänge bei der jün or⸗ katholiſchen Kundgebung in Marſeille größte Erregung he gelt gerufen. Die katholiſchen Blätter kündigen heute für die nächſte an überall große Proteſt⸗ und Demonſtrationsverſammlungen an. che⸗ Lyon, der Heimat Herriots, ſoll ab 1. März ein großes bat 5 TLagesorgan erſcheinen, das den Kampf gegen Herriot mit 8 derer Energie aufnehmen wird. Laut„Elſäſſer“ hatten bis geſ amt⸗ 643 elſäſſiſche Gemeinderäte, das ſind über Zweidrittel der Gedenied zahl, ſich gegen die Kirchen⸗ und Schulpolitik der Regierung beſchluß ad 4 eſchlußgemäß ausgeſprochen—.,,; Das Bettlerunweſen nimm in 7 Beastenund Hezegkei: Elefantenjäger eingetroffen, welche Tiere für den Zoologiſchen Gar⸗ ten in Sydney fangen wollen.“ Donnerwetter! Das war eine Chance. Eilig begann ich mein Gepäck wieder zu verladen, vielleicht traf ich die Auſtralier noch und konnte mich ihnen anſchließen. Der Siameſe half mir und meinte wieder höflich lächelnd:„Ich fahre auch nach Chumpon und wenn Sie wollen, bin ich Ihnen gern behilflich.“ Den Reſt der Fahrt legten wir gemeinſam zurück und es ſtellte ſich heraus, daß mein Begleiter der Aufſeher der Raſthäuſer auf der Strecke Padang—Peſar bis Bangkok war, der ſchon in Tungſong für mein Wohlergehen geſorgt hatte, ohne daß ich es bemerkte. Miſter Chao Phya ſtellte ſich übrigens als ebenſo gewandter wie weitgereiſter Mann heraus, er ſprach nicht nur engliſch, ſondern auch franzöſiſch und ruſſiſch, er hatte jenen ſiameſiſchen Hilfstruppen an⸗ gehört, die nach dem Eintritt Siams in den Weltkrieg zuerſt aus Sibirien nach Rußland und ſpäter an die franzöſiſche Front geſchafft worden waren Ich traf ſpäter noch eine ganze Reihe von Siameſen. die uns im Kriege an oder hinter der Weſt⸗ und Oſtfront als Feinde gegenübergeſtanden waren, aber augenſcheinlich hat dieſe feindſelige Betätigung ihrer Sympathie für Deutſchland keinen Abbruch ge⸗ tan. Wenn es bis zum Abſchluß des deutſch⸗ſiameſiſchen Handelsver⸗ trages für Deutſchland ſo ſchwierig war, nach Siam hineinzukommen, ſo liegt der Grund nicht ſo ſehr in der feindſeligen Stimmung gegen Deutſchland, als in anderen Dingen, auf die ich ſpäter noch zurück⸗ kommen werde. Miſter Chao Phya und ich vertrugen uns jedenfalls nach Aufklärung des erſten kleinen Mißverſtändniſſes ausgezeichnet und auf der weiteren Expedition ins Innere ſollte er mir von größ⸗ tem Nutzen ſein. Sinfoniekonzerte des pfalz⸗Orcheſters In kurzen Zeitabſtänden veranſtaltete das Pfalzorcheſter drei große Konzerte, davon zwei am Donnerstag und Freitag letzter Woche. Und was in Ludwigshafen unter dieſen Umſtänden und bei Berückſichtigung der Zeit für unmöglich gehalten werden ſollte, iſt hier zur Möglichkeit geworden: das Stammpublikum der Sin⸗ foniekonzerte erſchien, trotz der Faſtnachtszeit in recht beträchtlicher Anzahl. Als Soliſt wirkte der Münchener Pianiſt Prof. Pem⸗ baur. Um es gleich vorweg zu nehmen, er war wohl der Mittel⸗ wenn nicht der Höhepunkt der beiden Abende. Der erſte brachte das ſinnreiche Es⸗dur⸗, der zweite das wenig gehörte A⸗dur⸗Konzert. Intereſſante Beobochtungen konnte man bei dem erſten machen. Breit angelegt im erſten Teil, formte der Pianiſt den Schluß zu einem ſieghaften Jubelgeſang. Weich und voll klangen Orcheſter und Klapierpart am nächſten Tage bei dem A⸗dur⸗Konzert zu⸗ Solovorträge Pembaurs, als er den„Heiligen Franz von Paula auf den Wogen ſchreitend“ vortrug, dem er am zweiten Tag auf viel⸗ ſeitiges Verlangen,„die Vogelpredigt des Heiligen Franz von Aſſiſi“, die prachtvolle„12. Rhapſodie“ und den„Gnomreigen“ folgen ließ. Atemraubend und aufwühlend zugleich iſt der Vortrag dieſes gottbegnadeten Spieſers. Was er in Liſzt hineinlegt und was er aus ihm macht, iſt einzigartig. Das Orcheſter leitete das erſte Konzert mit der Duvertüre zu Smetanas„Verkaufter Braut“ und beendete es in an⸗ ſteigender Linie mit dem großangelegten Tongemälde„Harold in Italien“ von Berlioz. Erwähnenswert war dabei der von Bernhard Merz⸗Ludwigshafen in vollendeter Technik und mtt ſtarker Gefühlsempfindung vorgetragene Viola⸗Part des Harold. Ein buntes„Völkergemiſch“ war der Inhalt des Programms des zweiten Konzerts. Einleitend ſtand das Bravourſtück des Orcheſters die„Freiſchütz⸗Ouvertüre“, die mit aller Zart⸗ heit und Prägnanz herausgearbeitet war. Dann folgte die„Tra⸗ giſche Ouvertüre“ Boehes. Den Schluß bildete„Till! Eulenfſpiegel“, das ſcherzhaft⸗launiſche Intermezzo von Rich. Strauß. Damit bewies das Orcheſter wieder einmal ſeine Fähig⸗ keiten zu„beſſeren Zwecken“. Nun wir werden bald die Probe aufs Exempel haben! Siegfried Wagner und Atterber'ig werden es als Dirigenten im nächſten Monat zu beweiſen haben! Dr. E. M. Theater und Muſik den Araufführung in Winterkhur. Arnold Kübler, deſſen derb⸗ fröhlicher„Schuſter Aiolos“ vor einigen Jahren mit aroßem Erfola über zahlreiche deutſche Bühnen ging, erfand für ſein neues Luſtſpiel„Schauenbura und Rackertal“ phantaſtiſche Eulen⸗ ſpiegeleien, die von romantiſchen Jronien überſprühen. Die holz⸗ ſchnittartia hingeſetzten Figuren ſind von geſundem Humor belebt. Die Knittelverſe durchlaufen die Skala von Hans Sachs bis Wilhelm Buſch. Ueber der Treffſicherheit witziger Verwendungen veraißt Kübler die dramatiſche Folgerichtigkeit und endet im 7. Bild beim Schwank. Die Aufführung unter Direktor Otto Schwarz erſchöpfte alle Möalichkeiten. Frwh. Kleine Bühnenchronik. Intendant Karl Schäffer hat das dreiaktige Luſtſpiel„Der Glückspilz“ von Guſtav Rickelt, dem Präſidenten der Genoſſenſchaft deutſcher Bühnenangehörigen, zur Aufführung an den vereinigten ſtädtiſchen Bühnen Tortmund für die laufende Spielzeit angenommen.— Oberſpielleiter Roland Miller von den vereinigten ſtädtiſchen Bühnen Dortmund wurde ſammen und ſommerreif ertönten die Stellen mit dem Cello in ein⸗ trächtiger Harmonie. Daß er der Liſzt⸗Interpret iſt, bewieſen die vom Intendanten des Crefelder Stadttheaters aufgefordert, die dortige Aufführung von„Gräfin Mariza“ zu inſzenieren. Runſt und Wiſßhenſchaſt eDer Dichter Wilhelm Jacobn f. Wie aus Frankfurt a. gedrahtet wird, iſt in Wiesbaden, wenige Tage vor rhen⸗ 70. Geburtstage. der Luſtſpieldichter Wilhelm Jacoby geſto te Jacobn war aus dem Journaliſtenberufe hervorgegangen un deut⸗ zuletzt das„Mainzer Tageblatt“ als Chefredakteur geleitet. Den Ver⸗ ſchen Bühnen war ſein Name ſeit langem als ein fruchtbarer än⸗ faſſer leichter Unterhaltungsliteratur geläufig. Von ſeinen boren ken, die er meiſt in Zuſammenarbeit mit anderen Bübhnenan iden verfaßte(-Unaläutiger Thomas“,„Los vom Manne.„Die wor⸗ Huſaren“), war„Penſion Schöller“ am bekannteſten ne nut den, eine Poſſe, deren Erfindunasreichtum und grotesker an die beſten franzöſiſchen Vorbilder erinnerte. Auch als geiſtwoller Libretti hat er ſeinen Namen in die Theaterageſchicht getragen. Alte Faſchingslieder Gras, Gras, Grummet, Die Hühner pflücken Blumen, Die Hahnen picken Dreck, Gebt mir ein gut' Stück Weck, Da geh' ich vor der Türe weg. e ein⸗ Herrchen, unſer Fräuchen, Wir ſingen um ein Eichen, Zwei liegen im Neſtchen, Eins ſoll ſie geben, Lang ſoll ſie leben, Glückſelig ſoll ſie ſterben. Wir kommen mitſammen von Reichermanns Tür. Wir heiſchen dem Herrn ein Faſtnachtsbrätchen dafür. Wir wünſchen dem Herrn einen goldenen Tiſch, Darauf geſetzet einen gebackenen Fiſch. Wir wünſchen der Tochter eine goldene Kron, Damit ſoll ſie zur Hochzeit gohn(gehen). Wir wünſchen der Köchin einen Keller voll Wein, Damit ſoll ſie brav luſtig ſein. * 7— Wir wünſchen dem Knecht einen goldenen Wagen,— ink. Des' Räder ſind mit Gold beſchlagen. 55—· r eeerer P „ X„ — —— den 24. Jebruar 1925 Neune Mannheimer Jeitung(Mittag⸗Klusgabe) 5. Seile. Xr. 91 Dienstag, 5 [Neue Mannhei mer Seitung„ Handelsblatt Aktiengeſellſchaten mit leerer Raſhe 5 Von Eduard Butzmann, Berlin⸗Wilmersdorf urg 9 die verheerenden Wirkungen der Inflationszeit infolge der du eine erausbringung der Rentenmark eingetretenen Stabiliſierung demeine gewiſſen Abſchluſſe gebracht worden waren, beſtand all⸗ leben f. Unklarheit und Unſicherheit darüber, wie das Wirtſchafts⸗ die Ane weiter entwickeln würde. Alle zu treffenden Maßnahmen, en 5 geordnete Anpaſſung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe an i 5 rabten Ordnungszuſtand zum Gegenſtande hatten, wurden zeitige euntnis darüber in Kraft geſetzt, welche Auswirkungen ſie nu n würden. Dies gilt auch für die Zoldbilanzverord⸗ wirgch die nach gründlicher Beratung mit den herangezogenen ſechſe die elebrten am 28. Dezember 1923 erſchien. Mit ihr ver⸗ derwirrte Reichsregierung die durch die Geldentwertung vollkommen Forme en und unüberſichtlichen Vermögensverhältniſſe in beſtimmte den Ve zu kleiden um auf dieſem Wege Bilanzen zu erhalten, die ſollten ermögensſtand zu einem beſtimmten Zeitpunkte ausweiſen ipollt Wie ſchwierig dieſe Aufgabe zu löſen ſich erwies und wie umen die G..V. den tatſächlichen Verhältniſſen gerecht mungen beweiſen die zu ihrer Durchführung erlaſſenen Verord⸗ nunge„deren cs bereits ſechs gibt. Trotz dieſer ſechs Verord⸗ ſtart en iſt es aber nicht gelungen, die die Oeffentlichkeit beſonders Fröffnatereſſierenden Aktiengeſellſchaften zur Veröffentlichung von Jermzangsbilanzen zu zwingen, die ein wirkliches Spiegelbild der Au ſotdenslage ergeben. Es iſt nicht möglich, im Rahmen eines ie 5 die vielen eigenartigen Erſcheinungen zu beſprechen, die Fiucht Hlilationspflicht der Aktiengeſellſchaften in Erfüllung der hat. zur Aufſtellung einer Goldmark⸗Eröffnungsbilanz gezeitigt bebtet arum ſei hier ein jedem Geſchäftsmann leicht geläufiges weſen erausgegriffen, das intereſſante Einblicke in das Bilanz⸗ geſtattet. Es wird hierbei an die giba Kaſſe der Aktiengeſellſchaften lubed Die Kaſſe gehört nach allgemeiner Auffaſſung zu einem uchfütget notwendigen Beſtandteil des Geſchäfts, alſo auch der detum drung und ſomit ſchließlich ebenfalls der Bilanz. Es muß nögen als ſelbſtverſtändlich erſcheinen, daß dieſer zu den Ver⸗ ſühru swerten zu rechnende Geldwert mit dem ſich aus der Buch⸗ den ng ergebenden Betrage in der Bilanz ſich vorfindet, die nach bedi geſetzlichen Beſtimmungen als Goldmark⸗Eröffnungsbilanz un⸗ Veneh aufgeſtellt, der Generalverſammlung der Aktionäre zur hagu migung vorgelegt und nach erfolgter Genehmigung zur Ein⸗ könneng in das Handelsregiſter eingereicht werden muß. Erſt dann lich 5 die Folgerungen aus dieſer Eröffnungsbilanz gezogen, näm⸗ Die le Umſtellung der Aktien auf Goldmark vorgenommen werden. diellei ilanz iſt im Reichsanzeiger und in den durch die Satzungen ienlie außerdem beſtimmten Zeitungen oder Zeitſchriften zu ver⸗ K ichen. Mit der Veröffentlichung gelangen die Bilanzen nicht in Kenntnis der Aktionäre, ſondern das öffentliche Gewiſſen N 5 Form der Tages⸗ bzw. Fachpreſſe hat die Möglichkeit, eine prüfung der Bilanzen im öffentlichen Intereſſe vor⸗ mm Wie die Aktiengeſellſchaften ihren Verpflichtungen nach⸗ denenen, wird am beſten an Hand von Beiſpielen gezeigt, von oldn aus den jüngſten Bekanntmachungen als erſtes hier die wied⸗ arkeröffnungsbilanz der Handels⸗Aktiengeſellſchaft Olympia argegeben werden ſoll: iwa: Grundſtückskonto 360 000,.—.A Paſſiva: Aktienkapital 300 000.—.4 Reſervefonds 59 982,60„ Kreditorenkonto 1740 Die 360 000,.— GA wöge Bilanz ergibt, daß die Geſellſchaft nur einen einzigen Ver⸗ leine dwert beſitzt, nämlich ein Grundſtück. Die Geſellſchaft hat einem aſchinen, ſie beſitzt aber auch keine Waren, was bei aber andelsunternehmen immerhin nachdenklich ſtimmt. Sie hat beſchäfta cd keine Außenſtände, ſondern macht offenbar nur Kaſſa⸗ die 15 was jedoch darum wieder bezweifelt werden muß, weil beeht dlſchaft offenſichtlich eine Kaſſe gar nicht beſizt. Allerdings Addt die Möglichkeit, daß die Anführung des Kaſſakontos unter dennor iſt, weil die Geſellſchaft über bares Geld nicht verfügt. 0 0000 arbeitet ſie mit dem recht anſehnlichen Aktienkapital von des Aktz„, hat einen Reſervefonds von annähernd 20 Prozent Dieſer ktienkapitals und dann noch ein kleines Kreditorenkonto. nehme mit 17,40 G% ausgewieſenen Schuld vermag das Unter⸗ In aber nur eine leere Kaſſe gegenüber zu ſtellen. Fröffmn dem gleichen Reichsanzeiger findet ſich die Goldmark⸗ ſcaft in sbilanz der Porvag, Porzellan⸗Vertriebs⸗Aktiengeſell⸗ Adie folgende Poſten der Heffentlichkeit zur Kenntnis bringt: Akkiva: Hausgrundſtück 1000 000,.— 84 Debitoren 324 766,96„ 1324 766,96.A 1000 000.—.4 4766,96„ 320 000,.—„ Paſſiva: Kapital Reſervefonds Hypotheken 1 324 766,96 G Auch bei dieſer Eröffnungsbilanz bildet das ausgewieſene Hausgrundſtück den hauptſächlichſten Vermögenswert des Unternehmens. Während man jedoch bei dem erſten Beiſpiel die Vermutung äußern mußte, daß das Unternehmen nur Kaſſen⸗ geſchäfte macht, beweiſt der im zweiten Beiſpiel unter den Aktiven aufgeführte Poſten„Debitoren“, daß dieſe Geſellſchaft wirklich arbeitet, denn ſonſt hätte ſie wohl keine Schuldner. Aus den Ein⸗ gängen dieſes Poſtens dürfte aber die vermutlich beſtimmt vor⸗ handene Kaſſe wieder eine Auffriſchung erfahren. Am Bilanz⸗ ſtichtage iſt ſie jedenfalls leer geweſen, denn ſonſt hätte die Ver⸗ waltung den Barbeſtand wohl in der Eröffnungsbilanz namhaft gemacht, wie dies den geſetzlichen Beſtimmungen entſpricht. Trotzdem darf man bei einer mit einem Aktienkapital von einer Million Goldmark arbeitenden Aktiengeſellſchaft wohl einen berechtigten Zweifel darüber äußern, daß das Unternehmen am 1. Januar 1924, alſo am Stichtage für die Bilanz ohne Barmittel dageſtanden haben ſoll. Es drängen ſich außerdem aber Fragen darüber auf, ob der in dem Namen liegende Geſchäftsbetrieb eines Porzellan⸗Vertriebs⸗ unternehmens möglich iſt, ohne daß irgend welche Ware und die für dieſe Ware ſo wichtigen. Verpackungsmaterialien, ob ferner keinerlei Einrichtungs⸗Gegenſtände oder ſonſtige Vermögenswerte vorhanden ſind. Als letztes Beiſpiel ſei nun hier die Goldmark⸗Eröffnungsbilanz vom Kraftwerk Unterweſer Aktiengeſellſchaft angeführt, die ihre Vermögenswerte in folgender Aufſtellung bekannt gibt: Akfiva: Bankguthaben 234 853,42 G Grundſtücke 119 052,28„ Gebäude 74075,59„ Anlagen 263 333,40„ Neubauten 379 846,97„ Werkzeug, Geräte und Material 14004,85„ Mobilien.— Debitoren 1588 713,44„ Wertpapiere 26 Interimskonto 2 674 117,42 G Paſſiva: Aktienkapital 600 000 G4 Kreditoren 2 074 117,42„ 2 674 117,42 G4 An der Spitze dieſer Bilanz findet ſich ein nennenswertes Bankguthaben, welches zu jeder Zeit in Anſpruc genommen werden kann, wenn die Geſellſchaft bares Geld benötigt. Dennoch erſcheint es mit Rückſicht auf die vielen in dieſer Aufſtellung ausgewieſenen Buchkonten verwunderlich, daß das ſo wichtige Kaſſakonto fehlt. Es erſcheint undenkbar, daß ein derartiges Unternehmen ohne einen Pfennig Bargeld ſeinen Betrieb ordnungsgemäß zu führen vermag. Der Stichtag für die Bilanz war allerdings der 1. Oktober 1923. Zu jener Zeit hatten wir die Rentenmark noch nicht. Aber in der zweifellos geführten Kaſſe muß doch ein Papiermarkbeſtand vor⸗ handen geweſen ſein, für deſſen Umrechnung ebenfalls geſetzliche Vorſchriften beſtehen. Wenn dieſer Beſtand wirklich geringer war als 10 Milliarden Papiermark, alſo weniger als 1 Goldpfennig, ſo hätte doch unter allen Umſtänden das Kaſſakonto als Erinnerungs⸗ konto in der Bilanz erſcheinen müſſen. Die Kaſſe gehört unbedingt zu einer nach den geſetzlichen Beſtimmungen aufgeſtellten Bilanz. Zuſammenfaſſend iſt unter Hinweis auf die angeführten Bei⸗ ſpiele feſtzuſtellen, daß dieſe Bilanzen ohne Kaſſakonto weder der allgemeinen Auffaſſung über die Bilanzwahrheit, noch aber den geſetzlichen Vorſchriften gerecht werden. Dieſe Erſcheinung, die durch den Reichsanzeiger täglich mit vielen neuen Beiſpielen belegt werden kann, gehört zu denen, die den Ruf und die Moral des deutſchen Kaufmanns zu beeinträchtigen geeignet ſind. Wahr⸗ heit und Klarheit im Bilanzweſen ſind zu den Beſtandteilen von Treu und Glauben im Geſchäftsverkehr zu rechnen, weshalb unbedingt darauf hingewirkt werden muß, daß die in den vorſtehenden Ausführungen gerügten Mißſtände recht bald wieder verſchwinden. Sörſenbecichte Mannheimer Effektenbörſe * Mannheim, 23. Febr. Die Börſe verkehrte in etwas freundlicherer Stimmung bei geringen Umſätzen. Es notier⸗ ten: Pfälziſche Hypothekenbank 8,7, Rheiniſche Hypothekenbank 8,7, Badiſche Anilin 30, Goldenberg 56, Rhenania 5,75, Badiſche Aſſekuranz 125, Benz 5,25—.30, Fuchs Waggon 1,4, Braun Konſerven 1,1, Neckarſulmer 9,2, Rhein⸗Elektra 8,5, Salzwerk Heil⸗ bronn 151, Süddeutſche Drahtinduſtrie 27,5, Zucker Waghäuſel 3,9. * * Gelreide für die Türkei und Rußland. Wie uns von unter⸗ richteter Seite mitgeteilt wird, iſt die betreffende Firma nicht Dreifuß u. Sohn, ſondern die Firma Dreifuß u. Co., Stamm⸗ haus Paris, deren Londoner Geſchäftsſtelle die Verkäufe abge⸗ ſchloſſen hat. Platin 14,80 G. 15,20 B. Exportausſichten nach Oſt⸗ u. Süͤdoſt⸗Aſien Da Deutſchland auf den Export angewieſen iſt, wenn es wieder die vorkriegswirtſchaftliche Stellung einnehmen will, ſo geht das Beſtreben der Handelskammern dahin, alle Exportmöglichkeiten zu unterſtützen und zu fördern. Da der Mannheimer Induſtriebezirk nur in einem ausgedehnten Exportgeſchäft ſich behaupten und ſeine Exiſtenz befeſtigen kann, wenn ein großzügiger Abſatz ſeiner Produktion nach den Ausland möglich iſt, ſo hatte die Handelskammer Mannheim auf geſtern Abend einen kleinen Kreis von Perſonen in ihr Sitzungszimmer geladen, die hauptſächlich für den Export nach Aſien Intereſſe haben. Als Redner war Dr. Mohr aus Hamburg erſchienen, der über das Auslandsgeſchäft nach Oſt⸗ und Südoſtaſien berichtete und Anhaltspunkte dafür gab. Nach den Anſichten des Vortragenden ſind die Ausſichten für deutſche Qualitätsware ſehr günſtig. Die Ausfuhr von deutſchen Waren nach dieſen Ländern hat ſich in den letzten Jahren, wie der Redner zahlenmäßig bewies, ſehr gehoben. Allerdings haben dieſe Länder in der Vorkriegszeit von den deutſchen Exportfirmen nicht die Beachtung gefunden, die ſie verdient hätten. Dies lag daran, daß Deutſchland ſeine überſchüſſige Produktion nach andern Ueberſeeländern abführte, mit denen es in einem Meiſtvergünſti⸗ gungsverhältnis ſtand. Jetzt, wo viele Länder die deutſche Einfuhr geſperrt haben, muß ſich Deutſchtand neue Abſatzgebiete ſchaffen. Der ferne Oſten verdiene daher nach der Meinung von Dr. Mohr, die größte Beachtung der deutſchen Wirtſchaftskreiſe. Die wirtſchaftliche Bedeutung des fernen Oſtens, insbeſondere von China, beruhe auf der Tatſache, daß ſämtliche Rohſtoffe nach jeder Richtung in großem Ausmaße dort vorhanden ſeien. Mit Stolz könne feſtgeſtellt werden, daß gerade der deutſche Kaufmann es war, der die Ausfuhr dieſer Länder für die Weltwirtſchaft erkannte. Er erinnerte an die Sojabohne, die früher lediglich nach Japan kam, jetzt aber in großen Mengen nach Stettin verſchifft wird. Trotz der ungeheueren Vorräte in Metallen aller Art ſpiele die Ausfuhr dieſer Länder nur eine untergeordnete Rolle. Die ſtarke Ausfuhr der Baumwoll⸗ ſpinnereien habe in China zu einem ſtarken Anbau von Baumwolle geführt. Anderſeits betonte der Redner, daß eine Exſchließung des Oſtens unbegrenzte Möglichkeiten mit ſich bringe. Ueber 500 000 Quadratkilometer groß, alſo größer wie das heutige Deutſchland, ſind die dortigen Kohlenfelder, die die größten der Welt ſeien und ausreichten, um den Bedarf der Erde für 1000 Jahre zu decken. Dabei betrage die Ausbeute nicht mehr als 20 000 Tonnen pro Jahr, ſo daß Kohlen noch eingeführt werden müßten. Die Verkehrsverhältniſſe ſeien ſehr ſchlecht, Automobile ſehe man nur wenig. Auch das Straßennetz in China ſei ſehr mangelhaft. Nur—4 chineſiſche Städte könnten ſich einer elektri⸗ ſchen Straßenbahn rühmen. Die elektrotechniſche Indu⸗ ſtrie finde hier eine rieſige Aufgabe vor, ebenſo auch die chemiſche Induſtrie, namentlich inbezug auf Farbſtoffe. In Sibirien ſei ein ungeheurer Holzreichtum. Javan habe mit aller Macht verſucht, den chineſiſchen Handel an ſich zu reißen: japaniſche Agenten hätten während des Krieges alle Länder Aſiens überſchwemmt. Aber japaniſche Ware ſei nur dann gekauft worden, wenn man ſie von andern Ländern nicht erhalten konnte, da die japaniſche Ware immer zu Beanſtandungen Anlaß gegeben habe. Das wichtigſte Gebiet ſei jedoch Niederländiſch⸗Indien, das für den deutſchen Welthandel und für die deutſche Volkswirt⸗ ſchaft von hervorragender Bedeutung ſei. Mit China ſind die Ver⸗ tragsbeziehungen wieder bereinigt und mit Japan ſchweben Ver⸗ handlungen. Mit den Philivpinen ſtehe der deutſchen Wirt⸗ ſchaft nichts mehr im Wege. Der deutſchen Betätigung ſei überall freie Bahn geſchaffen. Mit China und Japan hat ſich der deutſche Handel erfreulich entwickelt, ebenſo auf den Philippinen. Das gleiche erwarte man von Siam. Am Schluſſe ſeiner Ausführungen beſprach Redner die Anbahnung von Geſchäftsverbindungen nach dieſen Ländern und gab den Rat, ſich hierbei nur der großen Exporthäuſer in Hamburg und der deutſchen Exporthäuſer in China zu bedienen. ‚ In der Ausſprache heſtätigte Generaldirektor Kommerzien⸗ rat Spielmener auf Grund ſeiner Erfahrungen die Aus⸗ führungen des Vortragenden und erſuchte um Unterſtützung der deutſchen und niederländiſchen Exporthäuſer bei Anbahnung von Geſchäftsverbindungen nach dieſen Ländern. Der Präſident der Handelskammer, Richard Lenel, der den Vortragsabend mit ein⸗ ſeitenden Worten eröffnete, ſchloß alsdann die Sitzung mit herzlichen Dankesworten an den Referenten und unter Hinweis auf die Bedeutung des Exports für Mannheim und für das deutſche Wirt⸗ ſchaftsleben. eh. Deviſenmarkt Infolge des geſtrigen amerikaniſchen Nationalfeiertages(George Waſhington) lagen die Deviſenmärkte ohne jede Anregung. Die Kurſe bewegten ſich daher auf der Samstaabaſis. London gegen Kabel ſtellte ſich auf 45774, Loöndon gegen Mai⸗ land 116,25, London gegen Holland 1187,25, London gegen Schweiz 2476 und London gegen Paris 9135. Waren und Märkte 1: Pforzheimer Edelmetallpreiſe vom 23. Febr. 1 Kg. Gold 2817 G. 2822.: 1 Kg. Silber 94,50 G, 95,.—.; 1 Gramm Neues aus aller Welt Tokentanz Nerdee Stiche großer deutſcher Meiſter alter Zeit behandeln mit od Ube das„memento mori“, indem ſie zeigen, daß Meiſter Ferau, wo Menſchen weilen, als ſtummer Goſt unter ihnen dicht, 55 Menſchen aber, die den Augenblick genießen, denken ſeiner ein deſtg das grinſende Knochen⸗Antlitz ſich plötzlich hochreckt und iger Arm ſein Opfer packt. ligen Tdie Totentanz⸗Folgen alter Kupferſtecher wurden wir in i0 unt agen ſchauerlich erinnert. Denn der Tod hatte ſich heim⸗ nd imer die fröhlichen Masken des Münchner Karnevals gemiſcht denſche einer grotesken Laune riß er ein blühendes, wertvolles wenbrleben an ſich. Die Gaukler feierten ihr„Nachtfeſt“ im ſh dieß ukeller. Im bunten Wirbel drehten ſich die Masken. 0 Gru es, das Saſefiel werde aufgeführt, und ſchnell bildeten ſee fr bpen, zum Teil am Boden hockend, um den Hinteren den aulle, ef dulaſſen. Ein junger Mann, wie ſich nachher heraus⸗ ülfalenn Gutsbeſitzersſohn aus dem Chiemgau, befand ſich hier, ſteſige nd durch ſein ſchönes, ſehr echtes Cowboh⸗Koſtüm, dem der her, altertümliche Wildweſt⸗Trommelrevolver den Ausdruck be⸗ Der ej Stiltreue gab. Das Spiel auf der Bühne ſollte beginnen. 538 Stir anderes, unvorhergeſehenes, ſchauerliches Spiel begann. Nüte da mung war lebhaft und die Herzen zu Ulk geneigt.„Du, wade d irgend einer, der in der Nähe des Cowboys ſtand,„die aele gort ſtört mich, ſchieß ſie tot!“ Wozu nimmt eine Faſchings⸗ b0 benutebolver auf Feſte, wenn nicht, um ſie zu harmloſem Spaß er nsen. Der Cowboy hebt die Waffe, drückt los Er al uu bch der junge Mann, der ſich verkleidet, um ein Faſchings⸗ Lebeſuchen? Kroch nicht vielmehr Er ſelber, der. Herrſcher Ler Shuftden, Er, dem niemand entrinnen kann, in die Maske? 8 Iruus knallt und— eine Dame ſinkt getroffen zu Boden. 10 Uad e und Rücken rinnt Blut. Nur die Nächſtſitzenden ſehen Flel auchweigen, gebannt... Eine Dame, hinter der Toten. weiſchn„Auch mich...“ Aber es iſt zum Glücke nur ein deer b und nicht die Nebel des Jenſeits, ſondern nur die Ei Dome macht laſſen ſie die Beſinnung verlieren.— Man trägt 20 Unerbinaus. Ein Arzt iſt zur Stelle. Er kann nur das abänderliche feſtſtellen. 1 Im Saale aber? Lärm iſt der Begleiter des Faſchings. Schuß? Man juxt auch mit Knalldingern. Vielleicht ſollte er das Theater⸗Klingelzeichen erſetzen(wie Hitler ſeinerzeit im Bürger⸗ bräukeller an die Decke ſchoß, um die Tragikomödie vom November 28 zu eröffnen). Man kümmerte ſich weiter nicht drum. Und die Augenzeugen hatten, auch als die Sprache ihnen wiedergekehrt war, den Takt zu ſchweigen. Das Spiel aber begann Erſt anderntags erfuhren die Feſtesteilnehmer, was mitten unter ihnen ſich ereignet. Und man erfuhr, daß die Unglückliche, die den Feſtesrauſch mit dem Tode gehüßt, die Gattin eines Por⸗ traitmalers und eines vierzehnjährigen Knaben Mutter ge⸗ weſen ſi Der junge Mann, der ohne ſeinen Willen zum Mörder ge⸗ worden, ſitzt verzweifelt in Haft. Er faßt ſelber nicht, was er getan und wie es möglich geworden. Und auch uns iſts unbegreif⸗ lich, daß Leichtſinn Mordwaffen, ſechsfach mit Tod geladen, auf Feſte mitnimmt. * —. Sapphos Sprung in die Fluten. In Neapel hat eine Franzöſin Selbſtmord begangen, indem ſie ſich vom Balkon eines Hauſes ins Meer ſtürzte und ſich gleichzeitig eine Kugel in die Schläfe ſchoß. Dieſe an Sapphos Sprung in die Fluten er⸗ innernde Tragödie trägt pathologiſchen Charakter. In dem Täſch⸗ chen der Selbſtmörderin, deren Name Andreine Beaurain iſt, fand ſich nämlich ein von ekſtatiſchen Liebesäußerungen ſtrotzen⸗ der Brief an die Gattin des Pariſer Bankiers Bidier. Aus dem Briefe geht hervor, daß Andreine eigens von Paris nach Neapel geeilt war, um die von ihr krankhaft ge⸗ liebte Freundin, die den Winter über in Italien zubrachte, zu beſuchen. Es muß indeſſen zum Bruch gekommen ſein, und Andreine machte ihren Qualen durch Selbſtmord ein Ende, wäy⸗ rend die Freundin den Schauplatz ihrer Idylle nach dem geeigne⸗ teren Capri verlegt hat. — Für 1½ Millionen Dollar Opium beſchlagnahmt. Sieben Chineſen wurden in Shanghai verhaftet unter der Beſchuldi⸗ gung verbotener Opiumeinfuhr. Bei der Durchſuchung eines Hauſes in Kantonroad(der Fremdenkolonie) wurden für 1½ Mil⸗ lion Dollar Opium beſchlagnahmt, ebenſo eine Unmaſſe Dokumente, aus denen hervorging, daß eine weitverbreitete Organiſatios sum Zwecke des Imports von Opius eus der Türkei exiſtiert. Ein Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Februar Rbeln⸗Begel[17.J 18. 19. 20. 21. 24.JNectar-Begel 17. 18 18. 20. 1. A. Schucterinſel⸗).310.889.879.549.58.35 Panndeim.852812 J8 2892.88245 Febl...10.28(.82.84.78.69 Heilbronn.75.74 0,77 6,7.77.70 Maran:.5 850. e Mannbeim..92.87.84.55.51.2 Laub.831.82.00.—.— 10 Köln 252 27— 288264 236 —n——.—..—...—. Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung. G. m. b.., Mannheim. E 6, 2. Direktion: Ferdinand Heyme.— Chefredakteur: Kurt Fiſcher. Verantwortlich für den volitiſchen Teil: Hans Alfred Meißner; für das Feuilleton: i..: Kurt Fiſcher: für Kommunalpolitik und Lokales: Richard Schönfelder; für Sport und Neues aus aller Welt: Willn Müller: für Handersnachrichten. Aus dem Lande, Nachbar⸗ aebiete, Gericht und den übrigen redaktionellen Teil: Franz Kircher; für Anzeigen: J Bernhardt. Ddie naturbemäße Haarpflege! Ohne Zweifel hat in den letzten Jahren die Erkenntnis für die Notwendigkeit der Haarpflege in weiteſten Kreiſen Verbreitung ge⸗ funden. Die Grundbedingung einer wirklich naturgemäßen und „„ Haarpflege iſt die regelmäßige Kopfwäſche, die en Haarboden von allen Unreinlichkeiten befreit, eine gute Durch⸗ blutung der Kopfhaut bewirkt und dadurch das Haar geſund und kräftig erhält. Ein ideales Kopfwaſchmittel, das allen Anforderun⸗ gen in vollkommenſter Weiſe gerecht wird, iſt das ärztlich empfoh⸗ lene„Schaumpon mit dem ſchwarzen Kopf“. Schaumpon hält durch ſeine antiſeptiſche Wirkung den Haarboden frei von Bakterien, die den Haarwuchs ſchädlich beeinfluſſen, reguliert den Fettgehalt des Haares und befreit von den läſtigen Kopfſchuppen. Es erzeugt, nach Vorſchrift angewandt, reichlichen weichen Schaum, iſt außer⸗ ordentlich mild und wird ſelbſt von der empfindlichſten Kopfhaut gut vertragen. Die verſchiedenen Zuſätze wie Kamille, Eigelb, Nadelholzteer, Perutannin, Brenneſſel und Sauerſtoff ermöglichen eine ganz individuelle Behandlung ſeglichen Haares. Mit Schaum⸗ pon gewaſchenes Haar bekommt ſeidenartigen Glanz und volles lockeres Ausſehen. Beim Einkauf achte man ſtets auf die bekaunte Schutzmarke„Schwarzer Kopf“ und verlange ausdrücklich S111 „Schaumpon mit dem ſchwarzen Kopf!. —.—̃ 2 ——————— ——— 6. Seite. Nr. 91 Neue Mannheimer Jeitung[Mittag⸗Rusgabe) Dienstag, den 24. Februat 19— Gerichtszeitung Schwurgericht Offenburg Das Schwurgericht Offenburg verurteilte den Landwirt und Händler Joſef Berger aus Hasbach wegen Brandſtiftung zu 1 Jahr 6 Monate Gefängnis und zu den Koſten des Verfahrens. Auf die Strafe wurden 5 Monate Unterſuchungshaft angerechent. Der Holzhauer Richard Bauknecht von Hundsbach erhält wegen Körperverletzung mit nachgefolgtem Tode 2 Jahre Gefäng⸗ nis und wegen unerlaubten Waffenbeſitzes 50 Mark Geldſtrafe. Die Geldſtrafe und 2 Monate Gefängnis gelben durch die Unterſuchungs⸗ haft als verbüßt. Betriebsarbeiter Wilhelm Möltner aus Linn wurde wegen Meineids zu 1 Jahr Zuchthaus. Auffſeher Jultius Friedmann aus Lichtenau wegen Anſtiftung zum Meineid und wegen Verleitung zum Meineid zu 1 Jahr Zuchthaus verurteilt. Auf dieſe Strafen wurden jeweils 2 Monate 1 Woche der Unterſuchungshaft angerechnet. Den Angeklagten wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren aberkannt. Weiter wurde Berta Heidt aus Sundheim wegen Meineids zu 9 Monaten Gefängnis abz. 4 Wochen Unterſuchungshaft verurteilt. Lokomotivführer un Krodnenwirt Joſef Rudolff aus Hanau, der in die gleiche Anklageſache verwickelt war, wurde freigeſprochen. Im Reiche Haeuſſers „Was dein iſt, iſt mein!“ Die Berufungsſtrafkammer des Landgerichts Berlin 3 beſchäf⸗ tigte ſich mit folgendem Fall: Am Nachmittag des 29. Oktober 1923 zog Haeuſſer, der gerade wegen Haftunfähigkeit aus dem Olden⸗ burger Gefängnis entlaſſen war, mit ſeiner Anhängerſchaft vor das Haus eines ſeiner früheren Jünger, namens Kiel in Oranien⸗ bug⸗Eden, und verlangte dort Einlaß. Im Hauſe war nur die Wirtſchafterin Neuber, die ihm den Einlaß verwehrte. Darauf kletterte einer aus der Gruppe, der Bildhauer Ludwig Mau, durch ein offenes Fenſter vom Hof aus ins Haus, öffnete die Tür und ließ Haeuſſer mit ſeinem Anhang hinein. Dieſer Vorfall hatte für Mau ein Nachſpiel, eine Anklage wegen Hausfriedensbruches, und er war vom Amtsgericht Oranienburg zu einem Monat Ge⸗ f än gnis verurteilt worden. Gegen dieſes Urteil hatte er Be⸗ rufung eingelegt. Man behauptete vor Gericht, daß er gutgläubig eingeſtiegen ſei. Nach den Lehren Haeuſſers ſei es ſelbſtverſtändlich, daß das Haus der Haeuſſer⸗Partei gehöre, denn jeder habe Hab und Gut für die Partei zu opfern. Das Grundbuch ſpiele für ihn bei einer ſolchen Eigentumsübertragung gar keine Rolle. Mau war übrigens als Abiturient ins Feld gerückt und hatte den Krieg vier Jahre hindurch mitgemacht. Dann hatte er auf der Techniſchen Hochſchule ſtudiert und wurde ſchließlich Bildhauer.— Die Zeugin Neuber ſchilderte den Vorgang dann weſentlich anders. Kiel und ſie ſeien damals längſt aus der Haeuſſer⸗Partei ausgeſchieden ge⸗ weſen. Als der Zug vor dem Hauſe erſchien, habe Haeuſſer laut geklopft und gerufen:„Helene Neuber mache auf!“, wobei die Anhänger den Ruf wiederholten. Sie habe geantwortet:„Nein, ich öffne nicht.“ Als Haeuſſer dann gerufen:„Wenn du nicht auf⸗ machſt, ſchneide ich dir den Hals ab,“ ſei Mau plötzlich von hinten erſchienen und habe die Tür geöffnet. Haeuſſer ſei darauf wie eine Beſtie auf ſie geſtürzt und habe ſie unter den fürchterlichſten Flüchen mit Fäuſten geſchlagen. Schon einmal, ſo führte die Zeugin weiter aus, ſei Haeuſſer zurückgewieſen worden, als er das Haus beſetzen und zur Partei⸗Zentrale hätte machen wollen.— Der Zeuge Kiel beſtätigte dieſe Angaben. Nach längerer Beweisaufnahme kam das Gericht zu einer Verwerfung der Berufung. Für Haeuſſer wird der Vorfall ebenfalls noch ein Kleine Sportnachrichten + * Norddeutſchland gewinnt den Bundespokal. In unſerer 55 tag⸗Frühausgabe wurde das Spiel aus Hannover gemeldet; es natürlich Hamburg heißen. *Die deutſche Eislaufmeiſterſchaft. die immer wieder abgeſagten Meiſterſchaften des lauf⸗Verbandes im Kunſt⸗ und Schnellaufen unter Dach un zu bringen. Faſt ſchien es, als ob auch in Titiſee Tauwet flanf⸗ Austragung verhindern ſollte, denn noch der für die Schne 0 meiſterſchaft beſtimmte 10. Februar mußte nutzlos vorübergee, Dann aber hatte Petrus ein Einſehen und bei herrlichſtem Wir ze⸗ wetter und vorzüglichen Eisverhältniſſen konnten die Wettben flott abgewickelt werden. In der Schyellaufmeiſterſchaft Altona ſogar zwei neue deutſche Rekorde. Voll ſtäd t⸗A fel unterbot die deutſche Rekordzeit über 1500 Meter um drei Zchng Sekunden und gewann in:39,3(bisher Seyler⸗München ger⸗ am 29. Jan. 1896 Hamburg) vor Picker⸗Berlin:43,4 und Melze, Altona:48. Noch eindrucksvoller war der Sieg Vollſtädt⸗ 1 108 5000 Meter⸗Strecke, wo er ſeinen eigenen Rekord von.54 iter Vorjahre auf:28,4 verbeſſerte. Picker gebrauchte als 31 506 :55 vor Meyer 10:07. Ueber 500 Meter war Stör⸗Berlin. und Sekunden der ſchnellſte. 1 n, Endlich iſt es gelungg, Deutſcen 900 ter die Hinter ihm belegten Vollſtädt in 51, Picker in 51,3 Sek. die nächſten Plätze. Im Geſamtergebnis Vollſtädt mit 5 Punkten den Meiſtertitel vor Picker 7 11 und Stör 9 Punkte.— In den Kunſtlauf m eiſterſch gean hatten Frau Brockhöfft⸗Berlin bezw. Rittberge mühelos keine ſchwere Konkurrenz zu bewältigen und gewannen 1. 5 ör⸗ In die Liſte der Paarlaufſieger konnten ſich erſtmalig Fr gerichtliches Nachſpiel haben. ſter⸗Jüngling(Oppeln) einſchreiben. 0 daß das Mitglied unseres Aufsichtsrates aus dem Leben geschieden ist. 25 jahre nahe. Arbeit nahm. Andenken bewahren. Mannheim Tilsit, N ach ruf, Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, zur Kenntnis zu bringen, Herr Wirkl. Geh. Oberregierungsrat Max Cornelius Der Verstorbene stand der deutschen Zellstoffindustrie seit mehr als Er war Vorsitzender des Aufsichtsrates der Zellstofffabrik Tilsit.-., Tilsit und trat nach der Fusion dieses Unternehmens mit der Zellstoftfabrik Waldhof in den Aufsichtsrat unseres Unternehmens über. Wir beklagen den Verlust eines treuen Freundes, der die Fülle der Erfahrungen eines langen Lebens unseren Unternehmungen widmete und mit bewundernswürdiger Tatkraft bis zuletzt lebhaften Anteil an unserer Wir werden dem Verschiedenen ein dauerndes ehrendes -Waldhof, den 23. Februar 1925. Aufsichtsrat und Direktion der Zellstofffabrik Waldhof Statt besonderer Anzeige. Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten zur Kenntnis, daß gestern im Alter von 73 Jahren seinem erst kürzlich verstorbenen Sohne im Iode getolgt ist. Mannheim(Kleinfeldstr. 23), den 23. Februar 1925 Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 25. Februar, nachmittags 1 Uhr von der Leichenhalle aus statt. Taachalcha önes Eckhaus, Lage Nahe eeh mit demnächſt freinen Laden ſof. zu vertagſt abend plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser Anzahlung 20 rbet⸗ guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel Gefl. Angebote die 1 unter R. 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Da nun die Ententekommission schon in jeder alten Gummiunterlage und in jedem Luftkissen eine Gasmaske wittert, besteht die Gefahr, daß sie in der Verwendung der vorzüglichen Kukirol-Präparate bei der Reichswehr eine unzulässige deutsche Rüstungsmaßnahme erblickt und die Zerstörung det Kukirol-Fabri verlangt. aber kukirolen Sie heimlich. Die Entente darf nicht wissen, daß der deutsche ſen und keinen Fußschweiß mehr hat und daß es bei uns ibt, sonst bekommen es dle Sieger wieder mit üße vernünftig pflegen. Mit Hühneraugen, 80 groß wie Uniformknöpfe und 30 fest wie Schuhnägel, kann der Soldat nient mit innen! Das erreichen Sie leicht mit dem millionen- ühneraugen-Pflaster. Das entfernt sie in wenigen Tages und mithin ohne die Oefahr einer Blutvergiftung. Es hat sich durch seine Gũ den Fuß warm und trocken, verhüten aber anderetseits das Brennen, den lästigen und ungesunden Fußschweiß und damit das Wundlaufen. Sie kräftigen Nerven, Sehnen und Gelenke und geben den Füßen eine Elastizität und einen Schwung, daß der Herr Oberst nach dem Parademarsch, den Sie ihm hinlegen, Zigarren vertellen läßt. Sie sind nur eine kleine Truppe. denn es ist uns zwar gestattet, Arbeitslosenunterstũtzung zu zahlen, aber wir dürfen diese Arbeitslosen nicht etwa zum Militärdienste heranziehen und stramme, frische Kerle aus ihnen machen. Um so strammer müssen Sie sein, jeder von Innen muß so viel wert sein, wie zehn gewöhnliche Männer, und dazu gehört, daß Sie kukirolen! Noch einiges wäre zu sagen über den Kukirol-Streupudet. sonders wichtig, deshalb nehmen wir ihn zuletzt, damit Sie es besser merken. Manche von Ihnen werden ausgesprochene Schwelßkübe haben, also so, daß Strümpte, die Sie morgens frisch anziehen, abends schon wieder riechen und kleben. daß Sie einmal kein Kukirol-Fußbad nenmen können. Oder es steht der Truppe eine Marschübung bevor. Wenn Sie sich daran gewohnt haben, täglich die Füße mit Kukirol-Streupuder zu behandeſn, so wird die über- Der Ast ganz be- aufhören. Sie werden immer saubere und trockene Füße adurch auch am sichersten dem Wundlaufen vorbeugen. unbekannte 123 kaufen. Zahlrelche rolen bereits. Mil jonen andere benutzen nur egeben. es Büchlein, betitelt Kukirolen die Notwendigkeit det Fuß- tetat Bad Eimen(het eeeee avnter RaaÆE ——— S. Seile. Nr. 91 Dienstag, den 24. Februat 182 National-Theater Mannhelm Vorstellung Nr. 189 Dienstag, den 24. Februar 1925 41. Vorstellung außer Miete B. V. B. 4526—4020 u. 4626—4700 u 4728—4975 u. 5351—5600 u. 13176—13200 u. 13226—13250 u. 17180—17280 F. V. B. 94—-118 u. 3125—3155 u. 3219—3250 u 3313—3319 u. 4906—4955 Die schöne Helena Operette in 3 Akten von Mailhac und Halevy Deutsch von. Zell und J Hopp Musik von J. Offendach. In Szene gesetzt von Alired Landory. Musikal. Leitung: Werner von Bülow. Textbearbeitung und Ein studierung dei Tänze von Alfred Landory. Aniang 7½ Uhr. Ende nach 10%% Uhr. Ajax I. L. Reifenberger Ajax II. A Bolze Sonstige Personen wie am 14. Februar in No. 75 der„Neuen Mannhe mer Zeitung“ Die Sportkostüme sind von der Firma 94 Eischer-Riegel. Ab heute der grosse sensationelle Spielplan: Die Erlebnisse einer Küstenwache des stillen Ozeans 16 Akte— 2 Teile— in einem Programm 1. Erlebnis: Meuterei 2. Erlebnis: Raubfische 3. Erlebnis: Piraten der Tiefe 4. Erlebnis: Das Gesetz des Meeres 5. Erlebnis: Madchenraub 6. Erlebnis: Gefährliche Wasser 7. Erlebnis: Die chinesische Dschunke 8. Erlebnis: Dynamit Diese Abenteuer nach wahren Erleb- nissen des berühmten Schriitstellers Jack London, bilden eine überaus spannende Handlung, welche den Zu- schauer ständig in Spannung hült! en Kulch Un. Lei Tarstälnnp d. l Lulritt u faun— 03,20 aen enden befen me.5990 Saumagen nach Pfälzer Art. Es ladei öſcht ein 85393 f. f. Gimmeldinger u. Königsbacher ApOILO Mannheimer Künstlertheater Dir. S. Zacharias Samstag, 28. Februar 1925 Eröffnung der Operettenspielzeit Gastspiel des CarfSchultze- Operettentheaters Hamburg mit dem Original-Ensemble unter Dir. M. Steiner-Kaiser Näheres siehe folgende Anzeigen Preis-⸗ in allen Räumen . Nur 5 Tage —.—— geheimnisvolle Reich der Mitte fährt. Neue Mannheimer Jeitung[Mittag⸗Rus gabe) Heute Dienstag, 24. bis einschl. Donnerstag, 26. Februar Der grosse neue Spielplan 1. Akflebnisse einerschönenFraü Ainmnmanmmmmmnmnnmnmmunmnnmnnnnmmmmmmpnamnmmnnmmmſnmnnmmpnamcbuamnmmmmmnmnlunmmn 5 Kapitel. ..dein wundervoller Film, der uns im Fluge vom goldenen Horn in das Menschen und Gewänder wechseln,— urewig aber klingt überall das gleiche Lied, das Lied der Liebe Tage Die Frauen 15 arey Bricourt. Wememmmmeemmmmmmmemmmmemmmmmmdemmmammmen Gesellschaftsdrama in 5 Ałkten. —— Beide Filmwerke unter der künstlerischen Regie und vollendeten Darstellung durch erste Wiener Künsfler. . Täglich 8 Uhr Persönliches Auffreten des besfen deutschen Verwandlungs-Dirigenten Karl Karburg. Derselbe bringt folgende neue Komponisten-Typen: Rich. Wagner, Franz Liszi, Verdi Nickisch, Paul Linke, efc. efc. Anfang täglich 3 Uhr. Zutritt zu jeder Zeit! Letzte Vorstellung.30 füt. Masenbal 4 Tiſchpl. m. Eintritts. karten abzugehen 5440 R 7. 30, 3. St. Chice seidene billig zu verleihen. B769 4. 8, 4. St. Masken-Aulnahman Preise billigst B380 Berliner Atelier, H 1, 1 Tiuele Reklame-Plakate Schriften, Glas- schilder, Transpa- rente, sowie Kkünstl. Entwürfe für Clichee's usw. werden preiswert angefertigt. 5428 O. Kutter Mannheim P5, 13a Wer! zum Film will, ſende ſeine genaue Adreſſe an Alois Stegmann Nürnberg. 5369 Kaysel- Uu. Ankef- fahrräder und Nahmaschinen Friedr. Penn vorm. A. Pfaffenhuber Tel. 10 120. Heute Heute Dienstag Dienstag 8 Uhr 11 8 Uhr 11 Faschings-Ende 1925 35475 Masken-u. Trachtenbal! 4 Tanzorchester 4 Votbestellungen für Tische im Trocadero Vorverkaut im Theaterbüro, bei Strauß, E 1, 18, Hoffmann, H 1, 1. Eintrittspreis Mk..— u. Steuer. Im Calè-Restaurant: Brußer Faschingstrubel mit hunzert S2 im Büro. —— nenagen „„CCCc. deen meeeeereee Baa emcera H Tbeaber Bis Donnerstag Es heißt: Wilhelim Diegelmann, Klein-Nloden. einen erneuten Beweis, welche hohen Werk, das dem ärgsten Filmfeind die Filmkunst machen wird. leben. Und im Tun und Treiben ewig neue Spiel. Jer Füm der Anbediagten debenswürdakeit bringen wir den Groß-Film, den man mit vollem Recht im wahren und höchsten Sinne des Wortes als ein Kunstwerk bezeichnen kann, wie es bis jetzt in logisch durchdachter und schôner Form wohl kaum auf der Fumbühne sich abgewickelt hat! Schöngeistige Kunst im Film, das ist das Neueste, was die Ufa mit diesem Werk uns bietet! Der Kammf um die Scholle! Frei nach Fritz Reuters„Ut mine Stromtid“ von Willi Rath und Erich Waschneck. Regie: Erich Waschneck. Von den Darstellern sind besonders hervorzuheben: Ferdinand von Alten, Margarete Schön(Kriemhild aus d. Nibelungenfilm)), Otto Kronburger, M Parker. Victor Schwannecke und pieldauer des Films ca. 1¼ Stunden. Wieder gibt die Ufa durch dieses Filmwerk im Film gesammelt und zu Herzen geführt werden können. Dieser Film ist berufen, wie ein schönes Buch, in jedem Deutschen das deutsche kulturelle Empfinden zu pflegen und zu erhalten. abringen und aus einem Saulus einen Paulus für Die spannende dramatische Handlung des Spiels nach Fritz Reuters herrlichem Landwirts- roman läasst die altvertrauten Gestalten wieder auf- Lieben und Hassen, erfüllt sich von neuem das alte, Anfangszelfien wocheniags 4½, 6½,./ Uhr. Kassenöfin. 3½ Uhr. Eintriſi jederzeii! Außerdem das vorzügl. Beiprogramm! Jugendliche haben bis 6 Uhr Zutritt! ů0 ⸗ ideellen Werte Es ist ein einen Respekt · jener Zeit, im 8307 Geldverkehr. 5000 li. Erilnder ſucht zur Ausbeutung ſein. 5.⸗R.⸗P. a. Senſations⸗ Neuheiten(Maſſenartikel) gegen 1. Sicherheit auszuleihen. Ausführl. Angeb. unter Q. G. 95 a. d. Geſchäfts⸗ ſtelle dſs. Bl. 5866 FFFCCCC einige Mile Kapital. Gefl. Angeb. u. 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Helfe Reifth's Weinhaus „Hifte“ biefef in Küche und Keller nur die gan Fesfrectifdieristeg KRonzert Nectif dur S116 Tausende Persönlichkeiten wissen es, man spricht auch ganz allgemein in Mannheim darüber, und jeder sagt's dem andern, ja sogar die Neue Mannheimer Zei- tung schreibt gestern im Mor- genblatt(Nr. 89, Seite): „Ufa-Theater.-.: Das Union-Theater dürfte als ochbung des Iulen desdmaubs unter den Lichtspielhäu- sern Mannheims Torbiachah enponragen Auch ihr neues Programm ist ein Werk vonauserlesenem Geschmaek und reifer Kunst.„Kampf um die Scholle“ betitelt sich dieser gewaltige FC Bitte lesen Sie selbst die Kritik, das neben- stehende Inserat und versàumen Sie nicht, sich ein solches Film- werk anzusehen! Die Worte unserer Zeitungsinserate sind stets so gewühlt, daß auch alles zutrifft, was wir ankündigen! Das beweist wieder die obige Kritik der Neuen Mannheimer Zeitung. ekeeceere, rrbeeeeeremni, fll catl für Autozug. d kriehee n. . Tu 14 d S0nn Salen e Al- e können noch ein fel ren Danen 25 nehme — Damen Jege—— L 15. 9, 2 d MHatratzen, beer, aus eigener f. 2 er de, 5 T 1 errepanzlee getragen u gut er 919 au verkanfen 2 St. K Tullaſtraße 10 + baer Eltern) unge Jahr alt, wir mm dieer gut, Hun 9 lz 5055 ttang⸗ 110 külhnann- In 155 schwalz 1 Strang gaurhen 100 far big 8tr · 1 dele gh 170 in mod. Fargen dustay Henne, Hauptgesch. 1 und Filialen: Uuneale 2 )7JJJ ·mA ⁵— ̃—————