— ſund 1148. ienstag, 3. März ell Nrnperle: In Manndeim und Umgebung frel ins 8 er durch die Poſt monatl..⸗M..50 ohne Veſtell⸗ .. ei entl. Aenderung der wirtſchaftl. Verhältniſſe Nach⸗ ſabe. ung vorbehalten. Poſtſcheckkonto Nr. 17590 Karls⸗ Woduptgeſchäftsſtele E 6, 2.— Geſchäfts⸗Neben⸗ 1 aldhoſſtraße 6, Schwetzingerſtraße 24. Meerfeld⸗ ——. Fernſpr. Nr. 7941—7945,— Telegr.⸗Adreſſe alanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. zwölfmal. Mittag⸗Ausgabe Mannheimer General Anzeiger — 15 Nr. 103 L 1 Anzeigenpreiſe nach Tarif, bei Vorauszahlung pro ein⸗ ſpaltige Kolonelzeile für Allgemeine Anzeigen 0,40.⸗M. Reklamen—48⸗M. Für Anzeigen an beſtimmten Tagen Stellen und Ausgaben wird keine Verantwortung über⸗ nommen. Höhere Gewalt, Streiks, Betriebsſtörungen uſw. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene oder beſchränkte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme von An⸗ zeigen. Auftr. d. Fernſpr.ohne Gewähr. Gerichtsſt. Mannheim. Delagen; Bilder der Woche. Sport u. Spiel Aus Jeit u. Leben mit Mannheimer Muſik-Seitung. Mannheimer Frauen-Jeitung Unterhaltungs-Beilage Aus der Welt der Cechnik Wandern u. Neiſen. Geſetz u. Necht Ein deutſches Garantiepakt⸗Angebot? von Streſemann an herriot bber das angebliche deutſche Angebot eines Garantiepaktes, das mit Miniſterpräſidenten Herriot im Auftrage Dr. Streſemanns über⸗ atelt worden ſein ſoll, bringt die Pariſer Ausgabe der„Daily Mail“ Information, wonach dieſes Angebot vor elf Tagen er⸗ wiſhe ſei und daß er vorſchlage, etwa eintretende Differenzen chen Frankreich und Deutſchland durch ein Schiedsgericht 8 igen zu laſſen. Herriot habe geantwortet, daß er ſich erſt ent⸗ eiden könne, wenn er mit den anderen Verbündeten geſprochen e. Das deutſche Angebot ſei während der vergangenen Woche egenſtand einer ernſten Debatte zwiſchen den Alliierten geweſen. Geheimnis ſei gut gewahrt worden, bis Herriot in der Aus⸗ oskommiſſion des Senats davon geſprochen habe. Fr Der Pariſer„Soir“ hat zu der Nachricht, daß Deutſchland 3 Sicherheitsvorſchläge unterbreitet habe, im franzö⸗ che n Außenminiſterium nachgefragt und erfahren, dieſe Nachricht richtig ſei. Der deutſche Vorſchlag ſei jedoch kürzlich erfolgt. Die franzöſiſche Regierung habe ſeinerzeit ge⸗ ortet, daß ſie Wert derauf lege, vorher die alliierten Regie⸗ gen zu befragen. Seit Sonntag ſeien zwiſchen den Kabinetten echungen im Gange. Die endgültige Antwort werde Deutſch⸗ zu nach der interalliierten Konferenz erteilt werden. england und der Sicherheitspakt 8 einem Leitartikel behandelt die„Times“ ausführlich die ungnahme der britiſchen Regierung zum Sicherheitspakt und iſt t zu folgenden Schlüſſen: Eine Politik der Vereinſamung nicht länger möglich. Die zeitgemäße Technik hat be⸗ ers in der Luftſchiffahrt ſolche Fortſchritte gemacht, daß die enzen, die früher politiſche und militäriſche Bedeutung hatten, auf⸗ haben, Grenzen zu ſein. Jede Tätigekit feindlicher Streitkräfte franzöſiſchem oder belgiſchem Gebiet nahe der Küſte würde il ernſte Bedrohung der britiſchen Sicherheit darſtellen. Die euro⸗ Lage iſt heute außerordentlich ungewiß. Einer der Haupt⸗ nde dafür liegt in der von Frankreich verfolgten Politik, Zen⸗ und Oſteuropa unter Waffen zu halten aus Furcht vor deutſchen Vergeltung. Dieſe franzöſiſche Politik iſt uung mittelbare Folge des Scheiterns des Sicherheitsvertrages von wüſc Deutſchland muß in die Gemeinſchaft der weſteuro⸗ len den Nationen eingeſchloſſen werden. Es muß u. a. in des Völkerbund eintreten als gleichberechtigtes Mitglied. Aber auch in unn nicht geſchehen ohne Frankreichs Zuſtimmung. Es ſcheint er Tat notwendig für die Sicherheit Großbritanniens, daß ein el ereinkommen mit Frankreich und Belgien geſchaffen wird, das deaßbeſcrantte aber genau feſtgelegte Sicherheit dafür bietet, daß 5 ritannien einen Einbruch feindlicher Kräfte auf franzöſiſchen en nicht dulden wird. Englands Politik gegenüber Frankreich Mücn offiziöſen Ausführungen wird von der„Zeit“ heute be⸗ 111% daß die engliſche Politik nunmehr beabſichtigt, die fran⸗ ulche Oſtgrenze zu garantieren. Der Vorſchlag ſtellt leußerſte dar, was England ſelbſt und den Dominions möglich ſihrt aber auch dieſe Garantien müſſen, wie die„Times“ aus⸗ D0 dan feſtgelegt werden. Nach dem„Daily Telegraph“ würde ſheaden Sbritannien das Recht vorbehalten, in jedem Falle zu ent⸗ vicht n, wenn die Verpflichtung zum Eingreifen gegeben iſt. Sehr hacheg ſei ferner, daß die Sicherheit als Vorausſetzung dafür be⸗ nechnet wird, daß Frankreich ſeine Schulden bezahlt und man anzz ferner damit, daß der Zahlungszwang zur Verminderung der G 0 iſchen Rüſtungen führen werde(). Dadurch würde die de edeit Englands auch Frankreich gegenüber erhöht werden, denn ſur entwicklung der Flugwaffe habe natürlich auch ihre Bedeutung e franzöſiſch⸗engliſchen Beziehungen. 9 Chamberlain über die britiſche Außenpolikik loin n Londoner diplomatiſchen Kreiſen verlautet, daß Chamber⸗ daupne Donnerstag im Unterhaus ein Memorandum über die Nenz ien der britiſchen Außenpolitit vortragen wird. Das daß wrandum ſoll die große Gefahr ſchildern, in der ſich Europa durch uug drherrſchen von Revanchegelüſten befindet. Deutſchland, das bun aer nicht abgerüſtet habe, müſſe der Kontrolle des Völker⸗ Fran unterſtellt werden, insbeſondere zur Beruhigung delen kreichs, dem England eine reale Sicherheit gegen jeden deutſchen Angriff gewährleiſten müſſe. Lochs Gutachten an herriot überreicht em mas Gutachten über den Bericht der Kontrollkommiſſion wurde Multzetag durch das von Marſchall Foch geleitete interalliterte Ude komitee dem Präſidenten der Botſchafterkonferenz Herriot ltemittelt. Zur Stunde ſteht noch nicht feſt, ob die Bot⸗ ö konferenz bereits am heutigen Dienstag in die Prüfung von tren und Gutachten eintritt. Der Inhalt des Gutachtens wird geheim gehalten. dita er deutſche Botſchafter von Hoeſch hatte Montag nach⸗ dolit eine Unterredung mit Herriot, der in unterrichteten Kreiſen der R Bedeutung beigemeſſen wird. Von Hoeſch ſprach namens Uihe achsregierung Herriot den Dank für die Teilnahme Frank ⸗ dubangaßlic des Todes des deutſchen Reichspräſidenten aus. Wie über Mlich mitgeteilt wird, erfolgte im Anſchluß eine Unterhaltung Vdaegenwärtig ſchwebenden Fragen. Intereſſantes Frage⸗ und Antwortſpiel Im engliſchen Unterhaus fragte Wedgwood Benn den Kriegsminiſter, ob er ein Bild über die Einzelheiten geben könne, bezüglich deren die die deutſche Regierung bereits den Forderungen der Alliierten hinſichtlich der Abrüſtung nachge⸗ kommen ſei. Evans ſagte in ſeiner Erwiderung, der vollſtändige Bericht der interalliierten Kontrollkommiſſion über die in Deutſchland während der Monate Septbember 1924 bis Januar 1925 durchgeführte Generalinſpektion werde jetzt von dem interalliierten Militärkomitee in Verſailles erwogen. Es ſei verfrüht, eine Mit⸗ teilung zu veröffentlichen, bevor der Vericht des Verſailler Ko⸗. mitees von der Regierung erwogen ſei. Wedgwood Benn fragte hierauf, welche Abrüſtungsmaßnahmen die deutſche Regierung be⸗ reits getroffen habe. Er fügte hinzu, er ſpreche nicht von einem Verzug. Worthington Evans erwiderte, der Bericht befaſſe ſich mit dieſer Frage. Wedgwood Venn fragte erneut, ob die Regierung nicht in der Lage ſei, eine allgemeine Erklärung abzugeben, bis zu welchem Maße Deutſchland abgerüſtet habe. Evans ſagte, er würde im Augenblick dies nur widerwillig tun, aus Furcht, den Frageſteller irre zu führen. Das Parlamentsmitglied Crawford fragte! Können wir die Verſicherung erhalten, daß die Veröffent⸗ lichung erfolgt? Evans ſagte: Nein! Geheimdokument über engliſche politik Der Londoner Berichterſtatter der„Chicago Tribune“ meldet, ein Geheimdokument, das die Grundſätze der eng⸗ liſchen Politik angeſichts der neuen Lage in Europa behandle, ſei vor kurzem bei den Mitgliedern des Kabinetts, bei den Botſchaf⸗ tern und anderen hohen Beamten durch Staatsſekretär Chamberlain in Umlauf geſetzt worden. Zum erſten Male ſeit zehn Jahren ſei eine ſolche Denkſchrift, die die großen Richtlinien britiſcher Außen⸗ polltik aufzeigt, verfaßt worden. Die Denkſchrift hebt alle weſentlichen Faktoren hervor, die für die Sicherheit Großbritanniens notwendig erachtet werden. Alle übrigen Ausführungen ſind nur ſekundärer Art. Chamberlain ſagt, die Lage in Europa ſei unſicher und voll von unverkennbarer Ge⸗ fahren. Die einzige Möglichkeit britiſcher Politik ſei die, auf die briti⸗ ſchen Intereſſen Rückſicht zu nehmen und mitzuwirken, den Völker⸗ bund in Zukunft zu einem Inſtrument im Dienſt des internationalen Friedens auszubauen. Es ſei klar, daß die von manchen Köpfen geprägte Poiltik der Iſolierung nicht mehr zeitgemäß ſei. Die Luft⸗ ſchiffahrt habe eine ſolche Entwicklung genommen, daß der Kanal kein Hindernis mehr darſtelle und in militäriſcher Hinſicht bedeutungs⸗ los ſei. Es ſei deshalb von größter Wichtigkeit, zu verhindern, daß irgend eine Macht des Kontinents die Kontrolle über die ganze Kü⸗ ſtenlinie erhalte. Wenn Deutſchland in Belgien oder Frankreich einfalle, werde eine Lage geſchaffen, in der Großbritannien einem Luftangriff ausgeſetzt ſei. Deshalb ſei es von Bedeutung, Frankreich und Velgien gegen die Möglichkeit eines ſolchen Ereigniſſes Garan⸗ tien zu geben. Eine Politik der Iſolierung hinſichtlich europäiſcher Angelegenheiten zu treiben, ſei berechtigt vom Standpunkt Amerikas aus. Die Lage von Frankreich und Belgien müſſe allein vom Stand⸗ punkt der Sicherheit Großbritanniens betrachtet werden. Aber alles, was in dieſer Hinſicht geſchehe, müſſe in aller Oeffentlichkeit getan werden; denn gerade dadurch, daß vor dem Kriege die franzöſiſch⸗ britiſchen Abkommen geheim gehalten worden ſeien, ſei Deutſchland zum Kriege ermutigt worden. Als Großbritannien und Amerika ſich geweigert hätten, den Sicherheitspakt zu ratifizieren, hätten ſie eine unſichere Lage in Europa geſchaffen und Frankreich zu einer Politikabenteuerlicher Unternehmungen gezwungen. Anſtatt daß Frankreich fähig geweſen wäre, ſeine ganze Kraft auf den wirtſchaftlichen Aufbau zu konzentrieren, die ihm erlaubt haben würde, ſeine Schulden zu bezahlen, ſei es gezwungen geweſen, Eu⸗ ropa in ein Waffenlager umzuorganiſieren,fum dem Geiſt der Re⸗ vanche in Deutſchland entgegenzutreten, gegen den es ſich allein ge⸗ ſchützt glaube durch den temporären Ausweg der Beſetzung der Rheinlande. Der Schluß der Denkſchrift iſt Sowfetrußland gewidmet. Die Sicherheit Europas könne nicht den Augenblick abwarten, wo Rußland ſeine politiſchen Anſichten offenbaren werde. Deshalb müſſe England alle Vorbereitungen dafür treffen, an der Seite Frankreichs zu ſtehen, um den holprigen Weg nach dem Frieden und dem Wohl⸗ ſtand zu finden. england und das Saargebiet Auf eine Frage. ob Chamberlain während der Völkerbunds⸗ ſitzung die Ernennung des neutralen Präſidenten der Regierunaskom⸗ miſſion im Saaraebiet anſtelle des Franzoſen verlange, erklärte Chamberlain: Ich halte es nicht für angebracht, daß ich in dieſem Hauſe die verſönliche Qualifikation von Mitaliedern einer ſolchen Kommiſſion erörtern ſoll. Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, daß im Intereſſe aller Beteiligten für den ſetzigen Augenblick der geagen⸗ wärtige Präſident der paſſendſte Kandidat für den Präſidentenpoſten iſt. Auf die weitere Fraae, ob es bekannt ſei, daß jetzt ſeit fünf Jahren ein franzöſiſcher Präſident den Poſten als Prä⸗ ſident der Saarregierung bekleide und daß in aganz Enaland. ins⸗ beſondere unter den Freunden des Mölkerbundes, die Beſoranis ſehr im Wachſen begriffen ſei. daß der Gedanke des Völkerbundes nicht befriedigend befolat werde. antwortete Chamberlain: Meine Antwort 95 den erſten Teil der Frage lautet bejahend. auf den zweiten ver⸗ neinend. Die„D. A..“ bringt dieſe Meldung unter der Ueberſchrift: „Die heuchleriſche Saargebietsvolitik“ und ſagt in einem kurzen Kommentar: Das da Enaland in der Frage des linken Rheinufers auf der ganzen Linie vor Frankreich zurückweicht. Ausgerechnet den fransöſi⸗ ſchen Zwinaherrn des deutſchen Saaragebietes nennt Chamberlain den geeianetſten Präſidenten für die egierung, dieſen Mann, der die Saar durch ſeine Schulpolitik. durch die Beibehaltuna der fran⸗ zöſiſchen Beſatzung uſw. durch alle öffentlichen Regierungsmaßregeln zum entdeutſchen verſucht und alle Beſchwerden der Saarbevölkerung beim Völkerbund bisher durch ſeine Taktik abgebogen und erfolalos nemacht hat. In ſchroffem Gegenſaz zu dieſen letzten amtlichen Aeußſerungen England⸗ über die Saarvolitit ſteht die frübere Auf⸗ faſſuna der enaliſchen Recterund. Wort Chamberlains zeigt erneut, daß lehnun Engliſcher Imperialismus und Weltfriede (Von unſerm Londoner Vertreter) § London. 1. März. Seit den Zeiten Gladſtones und der Herrſchaft des Mancheſter Liberalismus in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts haben ſich die Beziehungen des enaliſchen Mutterlandes zu ſeinen Kolonien ungeheuer verändert. Gladſtone kümmerte ſich nicht viel um die Kolonien. Sie waren ihm mehr eine Laſt als ein Vorteil. Vom ge⸗ ſchäftsmäßigen Standpunkt, der damals maßgebend war, ſtellten ſie ſchlecht rentierende Poſten dar. Eine immenſe Flotte zu ihrem Schutz zu halten. ſchien den liberalen Staatsmännern Verſchwendung. Ihr Standpunkt war, laßt ſie in einem Krieg ruhia flöten gehn. Wenn wir den Krieg gewinnen, kriegen wir ſie wieder. Wenn wir ihn ver⸗ lieren, werden ſie uns doch genommen. Gladſtones Hauptziel war, Enaland mit Hilfe des Freihandels zum Zentrum der Finanz, der Induſtrie und des Welthandels zu machen. Sein politiſcher Blick war auf Europa gerichtet, ſein Lieb⸗ lingstraum war die Wiedervereinigung aller chriſtlichen Kirchen in Europa. Kriea aalt ihm als ein ſchlechtes Geſchäft, bei dem man ſeine Kunden tötet. Außerdem moraliſch verwerflich. Durch ſein Entaegenkommen gegen die Buren., nachdem ſie die Engländer be⸗ ſieat hatten, zeigte er ſeine Gleichaültiakeit gegen Kriegsruhm und die Kolonien. Die gegen Ende ſeiner Reagierung aufblühenden Im⸗ perialiſten nannten ihn den„Klein⸗Enaländer“. Aber für das eng⸗ liſche Volk, deſſen Steuerlaſt er leicht machte und deſſen Lebenshal⸗ tung er ungeheuer verbilligte, war er der„Große Alte Mann!“ Wie hat ſich der Ton, der die Muſik macht, ſeitdem in England verändert! Sir Charles Dilke eröffnete den Reigen mit ſeinem Buch„Creater Britain“. Jetzt haben wir einen Ueberſee⸗Bundes⸗ ſtaat, deſſen Zentrum nur noch ſchwach in dem zerſtückelten Inſelland ruht. Dies iſt nicht mehr das Weltzentrum der Finanz und der In⸗ duſtrie kaum noch des Handels. Für Kriea und Rüſtungen wird alles geopfert, die Steuerlaſt iſt erdrückend. die Lebenshaltung furchtbar verteuert. Dafür rühmen ſich die Imperialiſten, das arößte Reich der Welt zu beſitzen. Sie ſagen auch gern das mächtiaſte; aber Amerika ſaat das nicht. Das reichſte kann Niemand mehr ſagen. Würde Gladſtone, wenn er ſich aus ſeiner Gruft bei Schloß Hawarden er⸗ heben könnte, an ſeine Bruſt ſchlagen und zu den Imperialiſten ſagen: „Ihr hattet recht, Gott ſei mir„Klein⸗Enaländer“ gnädig?“ Oder würde er wieder in ſeine Gruft ſteigen und ſich darin umdrehn? Darüber wird die Weltgeſchichte richten. Von aktuellem Intereſſe iſt jedoch die Frage, ob der enaliſche Imperialismus mit der gegenwärtigen konſervativen Hoch⸗ flut auch ſeinen Höchſtſtand erreicht hat, und ob bereits An⸗ zeichen einer Rückbeweaung vorlieaen. Das ſcheint der Fall zu ſein. denn die Arbeiterorganiſationen und Parteiagruppen in England ſind antiimperialiſtiſch geſinnt, und die Arbeiterbeweauna iſt entſchieden die ſteigende Flut, was vor 34 Jahren Gladſtone in ſeiner berühmten Homerule Rede von der liberalen Partei ſagte. Sie ſind jedoch nicht mehr„Klein-Engländer“— dazu ſind die Dominien auch für die Ar⸗ beiterbeweaung zu bedeutungsvoll geworden— ſondern nur Gegner des aagreſſiven, auf Macht und Eroberung beruhenden Imperialis⸗ mus, den ſie durch eine Art idealer Verbrüderung aller Reichs⸗ beſtandteile, der„farbigen“ eingeſchloſſen, erſetzen möchten.„Ein 1 Traum, indeſſen“— er könnte leicht zum Zerſetzungsprozeß werden. Schon zeigen ſich Symptome der Reaktion gegen den Imperialis⸗ mus in intellektuellen Kreiſen Enalands. die vor dem Kriege un⸗ erſchütterlich die Stützen desſelben waren. Zu ſolchen rechnete man bisher die alten, konſervativen Univerſitäten Orford und Cam⸗ bridge. Um ſo peinlicher berührt daher folgender Vorfall: In der letzteren Univerſität beſteht ein Verein„The Cambridge Union“, zu dem die Mehrzahl der Studenten und viele Profeſſoren gehören und deſſen Hauptzweck die Abhaltuna von politiſchen und anderweiten De⸗ batten iſt. zu welchen hervorragende Leute eingeladen werden. In dieſem Club fand kürzlich ein Diſput zwiſchen dem konſervativen Un⸗ terhausabgeordneten Oberſt Sir Robert Sanders. einem Miniſter im vorigen Kabinett Baldwin, und dem ſehr linksradikalen Unter⸗ hausabgeordneten der Arbeiterpartei Lansbury über das Thema des Imperialismus ſtatt. Ein Student beantraate den Beſchluß: „Daß der Imverialismus der Reaierung Seiner Majeſtät eine Be⸗ drohuna des Weltfriedens darſtellt“. Der Student bearündete ſeinen Antraa mit einer Rede, in der er die äauptiſche Politik der Regie⸗ runa ſcharf verurteilte, teilweiſe wegen des hochfahrenden Tones ihrer Note. hauptſächlich aber weil ſie keinen Gebrauch vom Völker⸗ bunde gemacht habe. Er verwarf auch das Projekt einer Flottenbaſis in Singapore und die Reichsvorzuaszölle. Lansbury ſprach warm für den Antrag. Er erklärte ſich für einen Gegner des Imperalismus, nicht weil er vom britiſchen Reich nur Unheil erwarte, ſondern weil die ganze Idee veraltet ſei. Die bedeute Beherrſchung, und die ſei des Teufels! Ich wünſchte, das Wort„Reich“ könnte für immer ausgelöſcht und die Worte„Ge⸗ meinwohl freier Nationen“ an ſeine Stelle geſetzt werden, aber nicht nur in Worten ſondern in der Tat, rief der Arbeiterführer. Gegen⸗ wärtig treibe man Liebedienerei mit dem Worte Gemeinwohl, aber wenige ſeien der Anſicht, daß ein Farbiger ebenſo gut ſei und die⸗ ſelben Rechte habe, wie ein Engländer. Bis das der Fall ſei, wäre das Gerede von Gemeinwohl freier Nationen unverblümter Unſinn. Jedes frühere Reich ſei ebenſo wie das britiſche aufgebaut worden— nämlich durch Gewalt, Ränke, niedrige Liſt und Methoden, die mam im Privatleben verurteile. Nichts, das auf Schlechtigkeit gegründet ſei, könne Dauer haben. Entweder werde Britangien en ſozia⸗ liſtiſches Gemeinwohl werden und der Welt mit internationalem So⸗ zialismus vorangehen, oder es werde niedergehen, nicht allein durch Gewalt, ſondern durch den Verfall, der durch die an der Grenze des Hungers lebenden Maſſen herbeigeführt werde. Lebhafter Beifall folgte dieſen Ausführungen. In 585 Erwiderung ſtützte ſich Robert Sanders darauf, daß Indien ſowohl wie Aegypten umter engliſcher Herrſchaft viel glück⸗ licher und wohlhabender geworden ſei. Reichsvorzugszölle würden nur eingeführt, weil die Dominien ſie perlangten. England zwinge den Dominien keinen Imperalismus auf, ſie wären viel imperaliſtz⸗ ſcher, als England ſelbſt. Die konſervative Regierung ſchäme ſich ihrer imperaliſtiſchen Politik nicht. Der Oberſt beantragte dann die Ab⸗ nung der Reſolution. Aber die Studenten und Profeſſoren nahmen die Reſolution mit 180 gegen 155 Stimmen anl Sie er⸗ klärten alſo, daß die konſervative Regierung mit ihrem Imperalis⸗ mus den Weltfrieden bedrohe! Weder das Kabinett Baldwin noch die Welt werden durch dieſe akademiſchen Debatten und die Reſolution erſchüttert. Aber ſie bii⸗ den ein intereſſantes Symtom, wie der Wind in England weht. Es wäre grundfalſch, irgendwelche Schlüſſe für die nächſte Zukunft daraus zu ziehen. Auf drei bis vier Jahre iſt die unbeſchränkte Herrſchaft des britiſchen Imperalismus geſichert. Erſt wenn das Pendel wieder der Arbeiterpartei zuſchwingt, kann vine Reaktion gegen ihn interna⸗ Hopel= N. 4. nü.an ——— —————— ————— „....ß06 ßTdßdꝓſßddd — 2. Seite. Nr. 103 Neue Mannheimer Jeitung[Mittag⸗Nusgabe) Neuwahl des Reichspräfidenten am 26. April Ein Stellvertretungs⸗Geſetz Berlin, 3. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Im Reichs⸗ miniſterium des Innern wird, wie wir hören, als Termin für die Präſidentenwahl der 26. April ins Auge gefaßt. In der Preſſe werden auch noch der 19. April und der 3. Mai genannt. In den Kreiſen der Linksparteien macht ſich bereits ein ſtarker Widerſtand gegen eine zu lange Hinauszögerung der Wahl geltend. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand. Daß formell die Verfaſſung eine Weiterführung der Vertretung des Reichspräſidenten durch Dr. Luther nicht ausſchließt, wird auch von der linken Seite nicht be⸗ ſtritten. Es ergeben ſich aber ſtarke Bedenken dagegen, daß nahezu 2 Monate zwei ſo wichtige Aemter wie das des Kanzlers und des Reichspräſidenten in einer Hand vereinigt bleiben. Es könnten, meint man, bei der Unſicherheit unſerer innerpolitiſchen Verhältniſſe leicht Situationen eintreten, die zwangsläufig zu einem Konflikt führen müßten. Es läßt ſich in der Tat ſchwer vorſtellen, wie etwa bei einer Kabinettskriſe, die ja gewiß nicht zu den Unmög⸗ lichkeiten gehört, der Träger dieſer beiden Funktionen ſich mit ſeiner Aufgabe abfinden ſollte, ohne nach der einen oder anderen Seite hin zu verſtoßen. Daneben laufen freilich noch andere Erwägungen, vor allem die, daß die Kandidatur Luthers, deſſen Name auch auf der Liſte der Rechten zu finden iſt, durch eine längere Wahrgehmung der Präfzgentenpflicht ſi oder einer ihm politiſch naheſtehenden Perſönlichkeit, einen gewiſſen Vorſprung vor den Be⸗ werbern der Linksparteien ſichern könnte. Auf der Rechten beſteht begreiflicherweiſe der Wunſch, es bei der gegenwärtigen Löſung bewenden zu laſſen. Die Linke ſcheint indes dieſer Anficht ſich keineswegs fügen zu wollen. Wir haben Grund zur Annahme, daß ſie vielleicht ſchon am Donnerstag ein Stellvertretungsgeſetz einbringen wird. Die näheren Einzelheiten ſtehen im Augenblick noch nicht feſt, jedoch dürften be⸗ reits im Laufe des heutigen Tages die Parteien der Linken dieſe Frage zu klären ſuchen. Es gäbe drei Möglichkeiten, die Frage der Stellvertretung geſetzlich zu regeln: Der Reichstag könnte für den vorliegenden Fall eine beſtimmte Perſönlichkeit mit der Wahrneh⸗ mung der Geſchäfte beauftragen, er könnte ein für allemal in einem Geſetz feſtlegen, daß etwa der jeweilige Reichsgerichts⸗ oder Reichs⸗ tagspräſident zum Stellvertreter beſtimmt wird oder ſchließlich wäre die Schaffung des Poſtens eines Vizepräſidenten nach ame⸗ rikaniſchem Muſter denkbar, der automatiſch bei jeder Behinderung deſſen Krankheit oder Tod in die Breſche ſpringen müßte. Auf welchen von dieſen drei Punkten man ſich am Ende einigen wird, iſt im Augenblick noch nicht zu ſagen. Wünſchenswert wäre, daß eine Dauerregelung getroffen würde, damit eine Wie⸗ derkehr der unerquicklichen Auseinanderſetzungen, die wir jetzt er⸗ leben müſſen, verfaſſungsrechtlich verhütet würde. Wünſche und Vorſchläge Berlin, 3. März.(Von unſerem Berl. Büro.) Deutſch⸗ nationale Blätter verſichern, daß auch in den ihnen nahſtehenden Kreiſen gewünſcht wird, die Neuwahlen ſo früh als mög⸗ lich anzuberaumen. Den früheſten Termin, Sonntag, den 29. März, ſcheint man allerdings in dieſen Kreiſen für nicht möglich zu halten. Der zweite Wahlgang müßte dann aber am Samstag vor⸗ genommen werden. Das iſt aber ſo wenig möglich, als am Oſter⸗ ſonntag. Warum man am ſogenannten weißen Sonntag, den 19. April, nicht wählen könnte, iſt uns allerdings nicht ganz klar, Im Aelteſtenrat des Landtags ſoll übrigens von einigen Seiten auch der 3. Mai als der beſte Termin bezeichnet worden ſein. Der „Vorwärts“ verſichert: Die republikaniſchen Parteien würden„in irgend einer Form“ beſtrebt ſein, den Rechtsparteien möglichſt ge⸗ ſchloſſen geac⸗überzutreten. Freilich ſei, da im erſten Vahlgang die abſolute Mehrheit und im zweiten die relative entſcheidet, ver⸗ ſchiedene Formen des Zufammengehens denkbar. Das würde wohl darauf hinauslaufen, daß im erſten Wahlgang jede Partei ihren eigenen Kandidaten aufſtellt und man erſt im zweiten Wahlgang vereint zu ſchlagen ſucht. Die„Nationalpoſt“ des deutſchnationalen Abgeordneten Laverenz, die in dieſen Tagen beſonders ungebärdig iſt, meint, der Einheitskandidat der„nationalen Rechten müßte ein Organ ohne parteipolitiſche Bindungen ſein und ruft wehe über die Zukunft Deutſchlands, wenn es nicht gelingt„rechtzeitig einen Mann von weithin klingendem Namen und ſtarkem nationalem Willen auf den Schild zu erheben“. In dieſem Zuſammenhang darf vielleicht mitgeteilt werden, daß in den Kreiſen, in denen man daran gedacht, hat, den General v. Seeckt als Präſidentſchaftskandidaten auf⸗ zuſtellen, man jetzt davon zurückgekommen iſt, weil die Zeit für die Vorbereitung eines ſolchen Kandidaten nicht mehr auszureichen ſcheint. Gedenkfeiern und Nachrufe EJ Berlin, 3. März.(Von unſerem Breliner Büro.) Von dem Plan, bei dem morgigen Leichenbegängnis den Sarg des verſtor⸗ henen Reichspräſidenten 1% Stunden lang auf dem Potsdamer Platz auf einem beſonders zu errichtenden Katafalk auszuſtellen, iſt man erfreulicherweiſe abgekommen. Man wird ſich jetzt damit be⸗ gnügen, den Sargeine Stunde lang aufder Freitreppe des Potsdamer Bahnhofes zu laſſen, was immerhin ſchon etwas weniger geſchmacklos iſt. Die Berliner Sozialdemokratie wird morgen abend drei Gedenkfeiern für Ebert veranſtalten, und zwar in den größten Theaterräumen, die es in Berlin gibt, im großen Schauſpielhaus, in der Volksbühne am Bülowplatz und im N Opernhaus. Zu den reichs⸗ deutſchen Rednern Criſpien, Robert Schmidt und Wiſſel wird noch, ogegen gewiß nichts einzuwenden ſein wird, Dr. Karl Rennert aus Wien ſich geſellen, daneben aber noch der Elſäſſer Grumbach und Herr Renaudel aus Paris, ein ruſſiſcher Der Linanzausgleich mit den Ländern Der Geſetzentwurf mit den Aenderungen Ueßer den Geſetzentwurf betreffend Aenderungen dez Finanz⸗ ausgleichs zwiſchen Reich, Ländern und Gemeinden. der ſoeben dem Reichsrat zugegangen iſt, wird uns von der Regierung eaheſtehen ⸗ der Seite mitgeteilt: Das Weſentliche des Entwurfes iſt, daß er das geltende, Finanzausgleichsſyſtem aufrecht er⸗ hält der Entwurf bringt Aenderungen der bisherigen Ordnung nach folgenden Richtungen: 1. Die dritte Steuernotverordnung hat das Reich auf 10 vom Hundert des Aufkommens aus der Einkommenſteuer und der Körperſchaftsſteuer beſchränkt Das Reich erhöht dieſe An⸗ teile auf 25 vom Hundert des Aufkommens. Für dieſe Erhöhung waren Erwägungen maßgebend. Die in ihrer verhängnis⸗ vollen Eragweite nicht abzuſehenden Folgen, die eintreten würden. wenn das Reich die im Londoner Abkommen übernommenen Ver⸗ pflichtungen nicht erfüllen könnte, laſſen es unverantwortlich er⸗ ſcheinen, das Reich gerade an den beiden Steuern zu gering zu be⸗ telligen, die, je mehr die Wirtſchaft ſich kräftigt, umſomehr die an⸗ deren Steuern an Ergiebigkeit übertreffen werden. Sodann geht es nicht an, daß das Reich die wichtigſten Steuern ſeines Steuer⸗ ſyſtems, die Eintkommen⸗ und Körperſchaftsſteuer, im weſentlichen für fremde Rechnung verwaltet. Damit würde der anregende und belebende Zuſammenhang mit den beiden Steuern verloren gehen, den das Reich braucht, wenn es die Steuern geſetzgeberiſch weiter entwickeln und in verſtändnisvoller Anpaſſung an die jeweils ge⸗ gebenen wirtſchaftlichen Notwendigkeiten verwalten will. Als Aus⸗ der gleich für die um 15 vom Hundert geſenkte Beteiligung der Länder an der Eintommen⸗ und Körperſchaftsſteuer gewährt der Entwurf ih oie aanmastohr 1955 eine Veteiligung an der Umſatz teuer Menſchewik und„andere Vertreter ausländiſcher Bruderparteien“. 755 Geiſte des Veſtordenen wird dieſe Art der Gedächtnisfeier kaum ein. Im Hannoverſchen„Volkswillen“ widmet der Oberpräſident Guſtavr Noske Ebert ein Gedenkwort mit der Ueberſchrift„Dem gemeuchelten Freunde“. Er ſagt darin, Ebert habe ſich durch die fortwährenden Angriffe gegen ihn abhalten laſſen, ſich einer Kur zu unterziehen. Zuletzt ſchwer krank, habe er ſich an den Arbitstiſch geſchleppt, weil er um ſeine Ehre zu kämpfen hatte. Er, Noske, hätte erſt vor kurzem erkannt, wie ſchwer Ebert unter all dieſen Angriffen gelitten habe. Morgen Mittwoch werden während der Trauerfeierlichkeiten für den verſtorbenen Reichspräſidenten die Berliner Detail⸗ geſchäfte von—5 Uhr geſchloſſen bleiben. In Brandenburg an der Havel fand geſtern vormittag der Stapellauf des Dampfers„Wintermärchen I“ ſtatt, der als größtes Schiff von Berlin aus die märkiſchen Waſſerſtraßen befahren wird. Anläßlich der Landestrauer wurde nach dem Stapellauf von jeg⸗ licher Feier auf der Werft abgeſehen. Von den Anweſenden wurde der Wunſch zum Ausdruck gebrat, daß das Schiff von nun an den Namen„Präſident Ebert“ führen möge. Heidelberg, dem„kreuen Sohne ſeine Heimat“ In der Trauerſitzung des Heidelberger Stadtrats und Stadtverordnetenvorſtand, die— wie bereits gemeldet— am Montag mittag ſtattfand, wurde nach einer Ausſprache des Ober⸗ bürgermeiſters Dr. Walz beſchloſſen, in der Treppenhalle des Rat⸗ hauſes eine Büſte des Reichspräſidenten Ebert, des„treuen Soh⸗ nes ſeiner Heimat“ aufzuſtellen. Die Ankeilnahme der badiſchen Regierung Wie aus Karlsruhe gedrahtet wird, wird Staatspräſident Dr. Hellpach an den Trauerfeierlichkeiten in Berlin keil⸗ nehmen und in Begleitung des Reichskanzlers die Ueberführung des Reichspräſidenten nach Heidelberg geleiten. Der Badiſche Landtag hält am Mittwoch, 4. März eine Sitzung ab, die als Trauerkund⸗ gebung für den verſtorbenen Reichspräſidenten geſtaltet wird. Außer⸗ dem wird der Landtag wie die Badiſche Regierung geſchloſſen an der Beiſetzung des Reichspräſidenten in Heidelberg teilnehmen. Der heſſiſche Landtag iſt Montag nachmittag 4 Uhr zu einer Trauerkundgebung für den verſtorbenen Reichspräſidenten zuſammengetreten. Bis auf die Kom⸗ muniſten und auf die Deutſchnationalen waren faſt ſämtliche Abge⸗ ordnete der Einladung gefolgt. An den Beiſetzungsfeierlichkeiten in Heidelberg werden als Vertreter des heſſiſchen Landtages die drei Präſidenten Adelung, Nuß und v. Helmolt teilnehmen, außerdem 20 Abgeordnete. 15 Minuten allgemeine Arbeiksruhe am Donnerstag? Die freigewerkſchaftlichen Speitzenverbände der Angeſtellten, Arbeiter und Beamten erlaſſen einen Aufruf an die Gewerkſchafts⸗ mitglieder, in dem dazu aufgefordert wird, zur Stunde der Be⸗ ſtattung des Reichspräſidenten am 5. März im ganzen Lande die Arbeit vormittags von 11 bis 11 Uhr 15 Minuten ruhen zu laſſen. Briand über Ebert Das„B..“ veröffentlicht eine Erklärung Briands zum Tode des Reichspräſidenten. Unter Bezugnahme auf Branting ſagt Briand: Zwei große Sozialiſten ſind dahingegangen, zwei große Geſtalten der Weltdemokratie. Ebert hat ſich immer durch den Geiſt der Mäßigung der Methoden ausgezeichnet, mit denen er gegen die nationaliſtiſcheen Drohungen in Deutſchland kämpfte. Er hat alles getan, was is ſeiner Macht ſtand, um die internatio⸗ nale Einigkeit herbeizuführen und er hat zu jeder Zeit einen guten Willen gezeigt, Deutſchland und Frankreich einander näher da bringen. Alle Freunde des Friedens werden darin einige ſein, aß der Tod Fritz Eberts ein ſchwerer Schlag nicht nur für Deutſchland, ſondern auch für Frankreich und die ganze Welt bedeutet. Weitere Beileidskundgebungen Ramſay Macdonald richtete folgendes Telegramm an Frau Ebert: In einer Trauer, die ich nicht in Worte faſſen kann, über den Tod meines alten Freundes ſende ich zugleich im Namen der Parlamentsfraktion der Babour⸗Party mein herzlichſtes Bei⸗ leid. Nicht allein Deutſchland, ſondern Euroap haben einen weiſen und. Diener verloren. eileidskundgebungen haben weiterhin geſandt: der Kö g von Spanien, König Fuad von Aegypten, der Kai⸗ ſer von Japan, der perſiſche Miniſterpräſident, der Präſident der Republik Braſilien, Präſident Maſaryk und Tſchitſcherin. Die Königin der Niederlande ließ dem deutſchen Geſandten ihr Bei⸗ leid ausſprechen. Der engliſche Botſchafter Lord'Abernon hat an Frau Ebert ein Schreiben gerichtet, in dem er das aufrichtige Bedauern und das Beileid des Königs Georg und deſſen Fa⸗ milie übermittelt. Angriffe der 0ll gelyreſſe Die Sowfetpreſſe kommentiert den Tod Eberts vom reinen Parteeſtandpunkt und greift infolgedeſſen den Verſtorbenen partei⸗ politiſch ſcharf an. In der„Zrawda“ überſchreibt Radek ſeinen Artikel„Ein Verräter aus Ueberzeugung“ und ſtellt Ebert Bebel gegenüber. Bebel ſei der Inbegriff des Aufſtiegs, Ebert dagegen des Niedergangs der Sozialdemokratiſchen Partei. Dennoch er⸗ kennt Radek die Folgerichtigkeit und die Stärke des Willens an, mit der Ebert an ſeiner Ueberzeugung feſtgehalten habe. Aehn⸗ lich ſpricht ſich die offizibſe„Iſweſtiſa“ aus. von 30 vom Hundert des Aufkommens. Vom 1 April ab follen die Länder wie bisher 20 vom Hundert des Umſatzſteuerauf⸗ kommens erhalten. Unter Zugrundelegung der Anteilsverhältniſſe der dritten Steuernotverordnung würden auf die Länder an Ueberweiſungen aus dem Einkommenſteueraufkommen, Körperſchaftsſteueraufkommen und Umſatzſteueraufkommen im Rechnnugsjahre 1925 ſchätzungs⸗ weiſe 2100 Miliionen Mark entfallen. Nach dem Entwurf werden es ſchätzungsweiſe 1920 Millionen Mark ſein. 2. Unter Zurückſtellung ſchwerer finanz. und ſteuerpolitiſcher Bedenken nimmt der Entwurf vom 1. April 1926 ab ein Zuſchlags⸗ recht der Länder und Gemeinden zur Einkommenſteuer und zur Körperſchaftsſteuer in Ausſicht. Dieſe Bedenken beſtehen haupt⸗ ſächlich darin, daß das Reich ſich durch die Gewährung des Zu⸗ ſchlagsrechtes der Verantwortung für die Anſpannung der beiden wichtigſten Steuern weitgehend begibt. Die Bedenken wiegen unſo ſchwerer, als der finanzpolitiſche Zweck, dem das Zuſchlagsrecht dienen ſoll, eine reichsrechtliche Begrenzung der Zuſchläge aus⸗ ſchließt, denn der Grundgedanke des Juſchlagsrechtes iſt gerade, daß Länder und Gemeinden für das Maß der ſteuerlichen Anſpannun⸗ gen eprantwortlich ſein ſollen. Sie ſollen ieſe Anſpannungen mit ihren Bedarfsverhältniſſen in Einklang bringen. Mit der Feſtſetzung einer Pauſanmen für die Zuſchläge fällt der Zuſchlagsgedanke daher in ſich zuſammen. Wenn der Entwurf dennoch das Zuſchlagsrecht im nächſten Jahre einführt und die großen ſteuertechniſchen Schwie⸗ rigkeiten in Kauf nehmen will, die ſeine Durchführung in ſich ſchließt— z. B. Forenſalbeſteuerung, Steuerabzug vom Arbeits lohn— ſo ſind dafür wiederum zwei Erwägungen maßgebend. Der Entmurf glaubt dem Bedürfnis der Länder nach einer Erweiterung ihrer Hberksbedürſaiſe auf fteuerlichem Gebiet, den Bedürfniſſen Gemeinden nach einer der finanziellen Selbſtver⸗ on politiſchen Geſichtspunk⸗ waltung Rechnung tragen zu müſſen. ung Rechnung trag des Zuſchlagsrechtes finanz⸗ zu zunn ten abgeſehen, dürfteſich die Einführung politiſch im Sinne Fpakt *—— 55 5 Heute Dienstag abend 8 Uhr findet in der Geſchäft ſtelle eine Fraktions- und Partei-Ausſchuß⸗Situng ſtatt, worauf wir beſonders aufmerkſam machen und um recht d reiche Beteiligung bitten. ch gung der Borſtand⸗ größerer Wirtſchaftlichleit der cänder und Gememdeverwacgele, auswirken. Sodann paßt das Zuſchlagsrecht das örtliche 5 aufkommen den örtlichen Bedarfsverhältniſſen an und führt freich einen Laſtenausgleich herbei. Der Entwurf verhehlt ſich nicht, daß dieſer Laſtenausgleich in der Gegenwart un nächſten Zukunft kaum vollſtändiger ſein kann und dur. muß weiſungen aus ſonſtigen Steueraufkommen ergänzt werden die nach Bedarfsſchlüſſeln verteilt werden. Denn gerade do Reſer⸗ der größte Verwaltungsbedarf erwächſt, ſind vielfach nicht we ieeh ven an Steuerkraft vorhanden, die das Zuſchlagsrecht 1 uf In ſeiner Begründung weiſt der Entwurf daher mehrfen er⸗ die Notwendigkeit hin, daß die Länder ſich die Ermittelung 5 Be⸗ teilungsſchlüſſeln angelegen ſein laſſen, die den verſchtedenns Be⸗ darfsverhältniſſen der Gemeinden Rechnung tragen. 4 und ſoldungsſperrgeſetz ſoll weiter in Kraftt blei nicht ſo zwar zunächſt bis zum 1. April 1926. Die Handhabung ſoll ſtreng erfolgen wie bisher. 5 3. Die im Entwurf enthaltenen Beſtimmungen zur der Vorſchriften über den Geldentwertungsausg das Au bebauten Grundſtücken(Hauszinsſteuer) ſollen den Ländern ewieſen kommen aus dieſer Steuerquelle, auf das ſie unbedingt Wien für ſind, ſichern und ertragreicher geſtalten. Der Entwurf gebt auf die Steuer bisher vorgeſehene Befriſtung der Geltungsdau Beſteue. ohne damit der Frage vorzugreifen, in welcher Form die chall et rung endgültig aufrechterhalten werden ſoll. Im übrigen 7 in⸗ drei weſentliche Neuerungen. Er ſieht neben öchſ. deſtgrenze von 10 vom Hundert de⸗ Steueraufkommens eine all det grenze von 10 vom Hundert der Friedensmjete für u be Hauszinsſteuer vor, der zur Förderung der Neubautätigkei Staats⸗ Aenderung leich bal Uf⸗ wenden iſt, um nicht die Mittel, die die Geſamtlaft für die en, ſür wirtſchaft oyn Reich, Ländern und Gemeinden kragen„ezen, Gr einen, wenn auch wichtigen Sonderzweck zu ſtark zu v ſetzt ferner für 3 die Erreichung der vollen Friedensmiele 110 bel in allen Ländern einen ſpäteſten Termin auf den 1. Apri ng der damit die Länder genügend Spielraum für die Ausnn 0 Vor⸗ Hauszinsſteuer erhalten. Schließlich vereinfacht er die jetzige Zinſen ſchriften über die Minderung der Steuer durch Abzug der Figen⸗ für aufgewertete Hypotheken und durch Berückſichtigung der Eigen⸗ kapitale. In Zukunft foll der Grundſtückseigentümer für ſierfür die kapital wie ein Hypothekengläubiger behandelt und ihm te ein nach den allgemeinen Grundſätzen über die Aufrerkeen Do⸗ Hypothekengläubiger zuſtehende Verzinſung gewährt am 1. neben bleiben die Sondervorſchriften für Grundſtücke, Geſam⸗ Juni 1914 unbelaſtet oder nur bis zu 20 vom Hundert dah wertes belaſtet waren, beſtehen. Der Entwurf rechnet 5 ungen zu der durch Steuern und Reinüberſchüſſe der Betriebsverwa deckende Zuſchußbedarf der Länder zr um im Rechnungsjahr 1925 den Zuſchußbedarf im Rechnengeledever 45 vom Hundert, der Zuſchußbedarf der Gemeinden(Gemerg dam bände) den Zuſchußbedarf im Rechnungsfahre 1914 um— Rech⸗ Hundert überſteigen wird. Der Zuſchußbedarf der Lnäder 00 0 nungsjahre 1914 hat etwa 1600 Millionen Mark—2 zir die würde ſich nach den Schätzungen des Entwurfes für 19 Zu⸗ Geſamtheit der Länder auf 2320 Millionen Mark erhühen. ſchußbedarf der Gemeinden(Gemeindeverbände) im Reche n⸗ 1914 hat nach Abrechnung der Gemeinden in den verlotee würde genen Gebieten ungefähr 2000 Millionen Mark betragen. Geſomi⸗ ſich nach den Schäßungen des Entwurfes für 1925 für die heit der Gemeinden auf 3000 Millionen Mark erhöhen. Wie wir noch erfahren, iſt bis jetzt in wichtigen Finanzausgleichgeſetzes eine Verſtändigung mit 85 noch nicht erfolgt. die Reichsregierung hofft W daß ſich eine Verſtändigung erreichen laſſe. Im andere müſſe der Reichstag entſcheiden. Erhöhung der Bier⸗ und Cabakſtenne Wie wir erſahren, hat Reichsfinanzminiſter Dr. b.. Gr⸗ dem Reichsrat ſoeben einen Geſetzentwurf vorgelegt, 235 +* des Erhöhung der Vier⸗ und Tabakſteuer vorſtehe o⸗ allgemeinen iſt geplant, die Steuerſätze beim Bier zu peln und bei den Hauptarten von Tabak um je 25 de⸗ zuerhöhen. Augenblicklich betrügt die ſteuerliche Belaſ wil Bieres 5 bis 10 Prozent des Schankpreiſes. Dem Braugewe nich der Entwurf dadurch entgegenkommen, daß künftig die Steue 175 halbmonallich, londern monatlich fällig werden ſoll Meremo den Ertrag der neuen Bierſteuer auf 315 Millionen arl jährlich. Dies würde einem Mehrertrag von 125 Million Prozent betral, entſprechen. Veim Tabakf ſollen die Erhöhungen 25 Puene peifenh⸗ 2 gige nt er⸗ Es werden demnach die Steuerſätze bei Zigarren und von 20 Prozent auf 25 Prozent des Kleinverkaufspreiſes. 5 retten und feingeſchnittenem Rauchtabak von 40 auf 50 Proß boht. Bei Kauu, und Schnupftabat ſol die Erhöhmng übedon z a hinausgehen und zwar ſollen die Steuerſätze bei ee Kleinver 10 Prozent, bei Schnupftabak von 10 auf 15 Prozent des kaufs preiſes erhöht werden. Steuer en Im Reichsfinanzminiſterium hält man die vorgeleh ccgana de ſätze für tragbar und glaubt nicht, daß ein auffallender rböbten. Verbrauchs auf die Dauer eintreten werde. Neben der e 30 ſteuerung der Tabakverarbeitung ſoll auch ein erböht hge ührt ſatz für den aus dem Ausland eingeführten Ro btab e chuß⸗ werden. Dieſer Gewichtszoll hat lediglich die Bedeutung igaclich be, zolles zu Gunſten des inländiſchen Tabakbaues. Augen v, porge⸗ ie trägt er 30 Mark für einen Doppelzentner ntner betragen mer⸗ ſchlagene Erhöhung ſoll 80 Mark für einen Doppelze thelt bemen Die dem Entwurf beigefügte Begründun 4ffonſun en tenswerte ſtatiſtiſche Angaben über den Taß aſſche Jahre Deulſchland. Doanach beträgt der durchſchnitthenretten gie brauch bei Zigarren 5 Milliarden, bei e Kilogramm ech⸗ Milliarden, bei Pfeifentabak 25 Millionen teuerlichen Erhöhungen infolge der Tauakſteuer werden einen 05 erfen. ertrag von 186 Millionen Reichsmark im Jahre a A, etialten, Pr. Enaler im Staatsqerichtshof. Wie wigteEngles ben Präſident des badiſchen Gewerbeaufſichtsamtes, dden Mitalie? frühere badiſche Arbeitsminiſter, zum ſtellvertretent worden. Staatsgerichtshof zum Schutze der Republik ernam iziellen 8 den bisherigener 22 le die Wahlen in Cuxemburg. Nach den 1Reuter uif der bisherigen Grundlage ſehr zweifelhaft iſt. Wahlergebniſſen erhielt die kleritale Regierungspon g6bildung au 47 Sitzen, ſo daß die Möglichkeit einer Regierun —— Fue, S, 2 8 * + et n n⸗ 1 ie l⸗ z ie U⸗ n⸗. 5 . le W eee eee . 1 „ienstag, den 3. märz 1925 nNeue Mannheimer Zeltung(Mittag⸗Nusgade) 3. Seite. Nr. 103 f 5 8 dritte wichtige Vorlage liegt dem Bürgerausſchuß für ſeine de e Sitzung am Donnerskag das großzügige Projekt der Er⸗ beitkrung der ſtädtiſchen Hafenanlagen auf der kafzlenbeimer Inſel zur Genehmigung vor. Der Stadt⸗ deit bat am 29. Januar folgenden Beſchluß gefaßt:„Der Bau des en Teils des Induſtriehafens nach dem vorliegenden, auf Gold⸗ — uugeſtellten Entwurf des Tiefbaucnis, zu dem der Bürger⸗ lul chuß bereits am 4. Oktober 1921 ſeine Zuſtimmung erteilt hat, Milionnmehr durchgeführt werden. Die Mittel in Höhe von 394 5 onen Mk. werden, ſobald Anlehen für dieſen Zweck aufgenom⸗ n werden, für den Ausbau zur Verfügung geſtellt.“ am Zur Begründung der Vorlage wird ausgeführt: Bereits des 4 Oktober 1921 hat der Bürgerausſchuß einem weiteren Ausbau 5 nduſtriehafens auf der Frieſenheimer Inſel nach dem Entwurf 80 Tiefbauamts vom 12. Februar 1921 zugeſtimmt, jedoch, dem dun ſehlag des Stadtrats entſprechend, die Inangriffnahme des Baus abaeder Leiſtung eines erheblichen Zuſchuſſes aus Reichsmitteln, laſensehen von den Beihilfen aus Mitteln der produktiven Erwerbs⸗ da ufürſorge, abhängig gemacht. Außerdem wurde angenommen, doran nlehensmittel verfügbar wären. Niemand konnte damals Vonusſehen, wie bald und in welch erſchütternder Weiſe ſich jene rausſetzungen als hinfällig erweiſen würden. Bei dem Zuſchuß, Nuſtengn aus Reichsmitteln erwartete, war vor allem an erhebliche an ubeiträge der Eiſenbahnverwaltung gedacht, wie ja auch ein daſednlicher Teil der Gleisanlagen im bisher ausgebauten Induſtrie⸗ Nan von den früheren badiſchen Staatsbahnen erſtellt worden war. diche war ſich zwar bewußt, daß ſich durch den Uebergang der ba⸗ im en Eiſenbahnen ans Reich die Verhältniſſe geändert hatten, das aß es nicht ſo leicht ſein würde, bei der Eiſenbahnverwaltung duſt gleiche Intereſſe für die Erweiterung des Mannheimer In⸗ Gleicebafens zu erwecken, wie es der badiſche Staat gezeigt hatte. chwohl glaubte man auch der Reichseiſenbahnverwaltung den grei en neuer Hafenanlagen in Mannheim für die Eiſenbahn be⸗ enflic machen zu können. Noch im Dezember 1921 wurde mit deſ damaligen Reichsverkehrsminiſter perſönlich verhandelt. Da el er ſich ziemlich zurückhaltend zeigte, wurde ihm eindringlich nahe Niegt die Mannheimer Hafenanlagen zu beſichtigen und über die mnd dakeit der geplanten Erweiterung auch Vertreter von Handel der Induſtrie zu hören. Ju dieſem eſuch iſt es nie gekommen. 0 n den folgenden Jahren immer raſcher und rieſenhafter vor Ge gehende Verfall der deutſchen Währung, die Unmöglichkeit der Stad eſchaffung, die immer ſchwieriger werdende Finanzlage der kam t, die duewe der politiſchen Lage Ende 1922, der Ruhr⸗ 5 im Jahre 1923, die daraus folgernde Beſetzung und Zoll⸗ achließung der Mannheimer Hafengebiete, die vom Mäarz 1923 bis eiptember 1924 dauerte und zu einer ſchweren Lähmung des Mann⸗ das Wirtſchaftslebens führte, mußten notwendig alle Verſuche, neh Werk einer Erweiterung des Induſtriehafens in Angriff zu men, im Keime erſticken. dupdaſtiſchen iſt es gelungen, die deutſche Währung wieder auf 5 is zu ſtellen und zu halten. Zugleich iſt eine gewiſſe angung des Wirtſchaftslebens, wenn auch— was beſonders für detanheim gilt— auf vorläufig ſtark beſchränkter Grundlage, ein⸗ getreten. Ferner läßt ſich nach dem aufgrund des Dawes⸗Planes deutfſenen Londoner Abkommen die Reparationsleiſtung, die d iſchland zugemutet wird, einigermaßen überſehen. Wenn aus Wir eparationsverpflichtung logiſcherweiſe folgt, daß die deutſche ſcen aft rieſenhafte Anſtrengungen machen muß, um die deui⸗ tehe Verpflichtungen abzutragen, ſo kann kein Zweifel darüber be⸗ 2ln daß ein gut Teil davon auch auf einen Induſtrie, Han⸗ s und Schiffahrtsplatz von ſo hervorragender Bedeu⸗ diig wie Mannheim entfällt. Der Satz aus der Begründung vom un ber 1921:„Manheim iſt dazu beſtimmt, Schiffahrts⸗, Handels⸗ aabpenduſtriepiat zu ſein; es ſteht daher wohl nur vor der Frage, auf er ſich als ſolcher auch in den Zeiten harter Not ünde u erhalten oder überhaupt zu ver⸗ dlenmern gilt heute noch im verſtärkten Maße. Es bedarf lrrdings der Erfüllung gewiſſer Vorbedingungen, um die Mann⸗ ind er Wirtſchaft wieder voll leiſtungsfähig zu machen. Nehen Reich Land muß ſich auch die Stadtverwaltung bemühen, dieſe Be⸗ derdungen zu ſchaffen. Ein ſehr weſentliches Mittel der Förderung Manieſchaft liegt in der Bereitſtellung gut gelegenen und gut aus⸗ Aleteten Siedlungsgeländes, ſowohl für hier anſäſſige und neu Zelcehende, als auch für auswärtige Unternehmungen. Zu ſolchem Jedarde gehören in Mannheim vor allem neue Hafengebiete. Der a5 rf nach Hafengelände hat ſich ſchon in den letzten Friedens⸗ Staan, aber auch im und nach dem Kriege geltend gemacht. Im Aiht abafen konnten dieſe Anforderungen ſchon vor dem Kriege r. mehr befriedigt werden, weil kein Gelände mehr verfügbar dleibt Auch die Beſiedlung des Rheinauhafens iſt beendet. Daher dehne nichts anderes übrig, als neue Hafenanlagen durch Aus⸗ mdung des ſtädtiſchen Induſtriehafens auf der Frieſenheimer Inſel ſchaffen Was die Finan zierung des Unternehmens anlangt, ſo 2 ſich freilich die Verhältniſſe im Vergleich zu den Zeiten des 1 Ausbaus des Induſtriehafens und ſeiner erſten Erweiterung 0 unweſentlich verſchlechtert, da an eine Koſten⸗ der laung der Eiſenbahnverwaltung nicht mehr zu denken iſt. Nach daler nwandlung der deutſchen Reichsbahn in die unter internatio⸗ ontrolle ſtehende Reichsbahngeſellſchaft unterliegt das Reichs⸗ unternehmen einer ſo ſtrengen Vorſchrift über die Finanz⸗ Erweilerung der ſlädliſchen Hafenanlagen gebarung, daß eine Ausſtattung neuer Häfen mit Eiſenbahnanlagen kann. Auch vom Land Baden kann eine Teilnahme an der Finan⸗ zierung einer neuen Induſtriehafenerweiterung nicht erwartel wer⸗ den. Das Land ſteht vor der Notwendigkeit, die alten badiſchen Staatshäfen, deren Zuſtand in den letzten 10 Jahren ſehr gelitten hat, gründlich zu verbeſſern, was einen großen Koſtenaufwand ver⸗ urſachen wird. Sonach wird die Stadt die ganze Baulaſt der neuen Induſtriehafen⸗Erweiterung allein tragen müſſen. Die Koſten ſind auf 374 Millionen Mark veranſchlagt. Wenn auch durch Beſchäftigung von Notſtandsarbeitern(deren Zahl ſich zwi⸗ ſchen 150 und 220 bewegen dürfte) 320 000 Mk. erſpart werden können, ſo wird doch vorſorglich der ganze Betrag angefordert, ſchon darum, weil ſich ja die Preis⸗ und Lohnbewegung in der auf 3 Jahre geſchätzten Bauzeit nicht überſehen läßt. Die Frage, ob das Unternehmen gleichwohl als ein wirt⸗ ſchaftliches, auch im engeren Sinne, angeſprochen werden kann, darf man getroſt bejahen. Die Fläche, die durch dieſen dritten Ausbau in Form eines etwa 900 m langen Stichbeckens vom Altrhein her mit zwei ſich an ihm entlang ziehenden, hochwaſſerfrei aufgeſchüt⸗ teten, je ca. 150 m breiten Ufern erſchloſſen wird, beträgt 327000 qm. Von dieſem Gelände wird nur die öſtliche, der Stadt zu⸗ gekehrten Uferfront von 166 000 qm, alſo etwa die Hälfte, vollſtän⸗ dig baufertig hergeſtellt, d. h. mit Kanal, Straße, Gleiſen und ſämt⸗ lichen Verſorgungsleitungen verſehen. Die Herſtellungskoſten dieſee vollwertigen Hafenſiedlungsgeländes betragen durchſchnittlich 17 Mk. für den am Das iſt im Vergleich mit den Geländepreiſen anderer Häfen ein durchaus ertraglicher Preis. Bei der Verwertung des Geländes wird der Preis für die am Waſſer gelegenen Plätze natürlich entſprechend höher, für die rückwärtigen, nur an Straße und Gleis gelegenen Plätze entſprechend niedriger anzuſetzen ſein. Nach den bisherigen Erfahrungen und aufgrund der in den Kriegs⸗ und Nachkriegsjahren eigentlich immer ungefähr gleich gebliebenen Nachfrage nach Plätzen mittlerer Größe, zumal für Lager⸗ und Um⸗ ſchlagszmecke, läßt ſich bei einem normalen Wiederaufſtieg des ge⸗ ſamten Wirtſchaftslebens erwarten, daß nicht nur die jetzt voll zu erſchließende Hälfte des ganzen Gebietes von 166 000 qm nach Fer⸗ tigſtellung des Baus in wenigen Jahren voll beſiedelt ſein wird, ſondrn daß auch ſehr bald an die volle Ausſtattung der weſtlichen Hälfte des Gebiets herangetreten werden muß. Städtiſche Nachrichten RNothelfer-verſammlung „Die Wichtigkeit der techniſchen Nothilfe für unſer Wirtſchafts⸗ leben, insbeſondere in den wildbewegten Zeiten nach dem Kriege, führte eindrucksvoll eine Verſammlung vor Augen, die geſtern Abend von der Ortsgruppe Mannheim des Landes⸗Unterbezirks Unterbaden im Friedrichsparkſaale veranſtaltet wurde. Die ſtaat⸗ lichen und ſtädtiſchen Behörden waren u. a. durch Polizeidixektor Dr. Bader, Oberbürgermeiſter Dr. Kutzer, Kirchenrat von Schoepffer, Direktor Gſcheidlen(Oberrealſchule) und Direktor Dr. Zeh(Ingenieurſchule) vertreten. Stadtrat Dr. Wittſack, der Leiter der unterbadiſchen tech⸗ niſchen Nothilfe, begrüßte die Erſchienenen auf das herzlichſte. Zu⸗ nächſt gedachte er des Ablebens des Reichspräſidenten mit folgen. den Worten: Die erſten Worte, die ich heule an Sie richten muß, ſind leider und müſſen ſein Worte der Trauer. Noch ſtehen wir alle unter dem Eindruck der Nachricht, daß der Präſident des Deut⸗ ſchen Reiches einer ſchweren und heimtückiſchen Krankheit erlegen iſt.(Die Anweſenden haben ſich von ihren Sitzen erhoben.) Das ganze deutſche Volk iſt erſchüttert von dem tragiſchen Geſchick, das den noch in der Vollkraft ſeiner Lebensjahre ſtehenden Reichs⸗ präſidenten plötzlich ereilt hat. Der allgemeinen Trauer werden auch wir, die Mitglieder der T.., uns anſchließen und Ausdruck verleihen wollen. Wenn auch die T. N. in keinerlei Weiſe ſich politiſch zu betätigen hat, ſo ſteht andererſeits doch die Perſon des Reichspräſidenten außerhalb jeder Parteipolitik. Und gerade bei dem dahingeſchiedenen Reichspräſidenten Ebert müſſen wir es rühmend hervorheben, daß er, der frühere Parteipolitiker, als Reichspräſident während ſeiner ganzen Amtsführung parteipolitiſch die äußerſte Zurückhaltung gewahrt hat und ſtets heſtrebt war, über den Parteien zu ſtehen. Wenn weiterhin Reichspräſident Ebert das Deutſche Reich nach außen jederzeit in würdevoller und achtungsgebietender Weiſe vertreten hat, ſo erſcheint es für uns als ein Gebot der Pflicht und der Dankbarkeit, dieſer Achtung auch unſererſeits beſonderen Ausdruck zu verleihen. Seit der letzten Nothelfer⸗Verſammlung vor 4 Jahren hätten ſich mancherlei Ver⸗ änderungen vollzogen. Einige Mitglieder der Techniſchen Not⸗ hilfe hätten am eigenen Leibe erfahren müſſen, daß während des Ruhrkampfes ſchon die Zugehörigkeit zur Techniſchen Nothilfe ſtrafbar war. Seit Aufgabe des paſſiven Widerſtandes iſt eine weſentliche Beſſerung eingetreten. Die Nothelfer dürfen ſich auch im beſetzten Gebiet wieder ungehindert betätigen. Und ſo ſtehe auch dieſe Verſammlung. die in einem Saale abgehalten werde, der bis zum Abzug der Franzoſen ebenfalls zum beſetzten Gebiet gehörte, im Zeichen neu erwachender Hoffnung. Frau Anne Mierſen⸗Dann ſang alsdann,Frühlingsglaube“ und„Die Forelle“ von Schubert. Der Wohllaut des ausgezeichnet geſchulten, weichen und kräftigen Soprans kam durch den tief ver⸗ auf Koſten der Reichsbahn kaum als möglich bezeichnet werden [innerlichten Vortrag auf das eindrucksvollſte zur Geltung. Der herzliche Beifall ſteigerte ſich noch, als ſpäter„Alle Dinge haben Sprache von Erich Wolff und„Waldſeligkeit“ von Marx mit fein⸗ ſter Ausdeutung wiedergegeben wurden. Frl. Liſt begleitete die Lieder anſchmiegend und feinfühlig. 1 Im Mittelpunkt des Abends ſtand der Vorkrag des Bezirks⸗ eiters Dr. Wittfack über Enlkwicklung, Weſen und Bedeutung der Techniſchen Nolhilfe Die Techniſche Nothilfe iſt, ſo führte der Redner aus, eine Reichsinſtitution, die dem Reichsminiſter des Innern als beſon⸗ dere Abteilung unmittelbar unterſtellt iſt. Die Hauptſtelle hat ihren Sitz in Berlin. Die T. N. beſitzt 16 Landesbezirke. Baden und Württemberg bilden zuſammen einen Landesbezirk. Jeder Landesbezirk iſt in Landesunterbezirke unterteilt. Baden beſitzt deren drei: Unterbaden mit dem Sitz Mannheim, Mittelbaden mit dem Sitz Karlsruhe und Oberbaden mit dem Sitz Freiburg. Zu jedem Unterbezirk gehören des weiteren die einzelnen Ortsgruppen mit ihrer freiwilligen Nothelferſchaft. Die Techniſche Nothilfe iſt in der Zeit der tiefſten Not unſeres Vaterlandes entſtanden, näm⸗ lich während der Märzunruhen 1919. Eine radikale Minderheit erzwang damals gegen den Willen aller vernünftigen Arbeiter die Stillſetzung der Berliner lebenswichtigen Betriebe: Gas⸗, Waſſer⸗ und Elektrizitätswerke. Es iſt wohl kaum auszudenken, welches Chaos und welche ungeheuerlichen wirtſchaftlichen, ſozialen und wohl auch politiſchen Folgen ſich damals ergeben hätten, wenn dieſer Gewaltakt ſich für längere Zeit hätte durchſetzen können. Hier galt es ſchnellſtes Gegenhandeln. Dies erfolgte denn glück⸗ licherweiſe auch durch den damaligen Reichswehrminiſter Noske, der ſofort aus der Reichswehr fachmänniſch vorgebildete Leute als beſondere techniſche Abteilung ausſonderte, die alsbald die ſtill⸗ gelegten Betriebe wieder in Gang ſetzte. Aber gerade dieſer Gewaltakt, die plötzliche Stillegung der Ber⸗ liner Hauptbetriebe, mit deren Aufrechterhaltung das unmittelbare Wohl und Wehe von Millionen von Menſchen aufs engſte ver⸗ knüpft war, mußte für die neue Reichsregierung beſtimmend ſein ſchnellſtens vorbeugende Maßnahmen zu ergreiſen, durch die bei Wiederholung ſolcher Willkürakte den dabei völlig unbetefligten Bür⸗ ern, vor allem aber den Kranken und Schwachen, ferner den 1 Greiſen und Kindern, ein wirkſamer Schutz gewährleiſtet werden konnte. Und ſo ſchuf denn die Reichsregierung, geſtützt auf die Erfahrung des erſten Einſatzes, in dem Streben, eine Hilfe gegen alle willkürlich heraufbeſchworene und die ganze Bevölkerung be⸗ drohende Not zu ſchaffen, die Techniſche Nothilfe in der Geſtaltung und Durchführung, wie ſie heute noch in Wirkſamkeit iſt. Aber dſeſe nun geſchaffene Techniſche Nothilfe ſtellt in ihrem inneren Weſen und in der dieſem Weſen zu Grunde liegenden Abſicht etwas weſent⸗ lich Anderes dar, als die erſte Hilfstruppe Noskes. Zunächſt wurde der militäriſche Charakter ganz beſeitigt; zum anderen— und das iſt der Kerngedanke der ganzen Einrichtung— follten jetzt für die Tech⸗ niſche Nothilfe Männer und Frauen aus allen Schichten der geſam⸗ ten Bevölkerung Deutſchlands gewonnen werden, die ſich bereit er⸗ klärten, freiwillig und unentgeltlich als Nothelfer überall da Ar⸗ beitspflichten auf ſich zu nehmen, wo es ſich um die Aufrechterhaltung von Weteieben handelt, die für das geſamte Volkswohl, für die Ge⸗ ſundheit und wirtſchaftliche Exiſtenz der Bevölkerung als lebens⸗ notwendig anerkannt werden müſſen. Die Uebernahme einer ſor⸗ chen Verpflichtung ſetzte bei allen denen, die ſich hierzu bereit er⸗ klärten, gewiß eine ideale Geſinnung und eine große Liebe zum Vaterland und zum eigenen Volke voraus, dies um ſo mehr, als der praktiſchen Durchführung ſolcher Notſtandsarbeiten, beſonders in der erſten Zeit, gar oft Schwierigkeiten im Wege ſtanden, eils veran⸗ laßt durch ſoziale Unruhen, deils auch bedingt durch unſere mili⸗ täriſche Ohnmacht und durch die noch nicht in ſich gefeſtigte polizei⸗ liche Organiſation, wodurch der für die Nothelferarbeit zuge⸗ ſicherte polizelliche Schutz ſich nicht immer als ein völlig ausreichender erwies. Unter dieſen ſchwierigen gegebenen Verhältniſſen konnte wan anfangs wohl ernſte Zweife hegen, ob der Appell an das deutſche Volk, ſich der techniſchen Nothilfe anzuſchließen, den gewünſchten und notwendigen Erfolg haben würde. Heute können wir die erfreuliche und erhebende Tatſache feſt⸗ ſtellen, daß dieſer Appell nicht ungehört verklungen iſt, ſondern daß in allen Gauen Deutſchlands und aus allen Bepölkerungs⸗ ſchichten zahlreiche Nothelfer gewonnen werden konnten. Wir kön⸗ nen weiterhin mit Genugtuung feſtſtellen, daß dieſe Nothelfer in den zurückgelegten 5 Jabren des Beſtehens der Techniſchen Nok⸗ hilfe Nothelferarbeiten geleiſtet haben in einem Umfange, mit einer Energie, Ausdauer und einem Erfolge, wie man es wohl anfangs nicht für möglich gehalten hätte. Dus beſte Zeugnis hierfür bietet der jetzt von der Hauptſtelle herausgegebene Tätigkeitsbericht über die erſten 5 Jahre der T. N. Dieſer große und ſchöne Erfolg der T. N. konnte aber nur, darüber kann kein Zweifel beſtehen, er⸗ zielt werden, weil der Grundgedanke und der ganze darauf baſie⸗ rende Aufbau der Techniſchen Nothilfe ein in jeder Hinſicht ein⸗ wandfreier und ein von idealem und vaterländiſchem Geiſt erfüll⸗ ter iſt. Dieſer Grundgedanke läßt ſich etwa durch folgende Leit⸗ ſätze zum Ausdruck bringen: 1. Nachdem unſer deutſches Vaterland gemäß dem Verſailler Zwangsdiktat verpflichtet war. ungeheure Vermögenswerte hin⸗ zugeben und weitere Leiſtungen noch auf viele Jahre hinaus ohne jede Gegenleiſtung zu erfüllen, bedarf es im Innern einer ver⸗ doppelten Anſtrengung, um die Exiſtenzbedingung für das eigene Volk im vollen Umfange ermöglichen zu können. Es muß deshalb auch als eine ſelbſtverſtändliche Pflicht für jeden Deutſchen er⸗ ſcheinen, nach Möglichkeit durch Einſetzen der eigenen Arbeitskraft an der Erzeugung realer Güter mitzuhelfen und dadurch auch in⸗ direkt das Seinige für den Wiederaufbau unſeres deutſchen Vater⸗ landes beizutragen. Neue Muſik e5 8 Geleſtwort zu den Wen der„Geſellſchaft für Neue uſi Von Dr. Ernſt Toch⸗Mannheim Whalach der Uraufführung einer Mahler⸗Symphonie— ich war deitit kaum mehr als ein Knabe— hörte ich einen bekannten deges deſagen:„Es iſt eben ein Experiment“. Kein Zufall, daß wort in meiner Erinnerung haften geblieben iſt. Irgend in mir lehnte ſich damals dagegen auf, obwohl ich das Stück t be gehört hatte. Seither habe ich kein wirklich bedeutendes ig de wirklich bedeutende ſchöpferiſche Erſcheinung erlebt, ohne 755 dieſes Wort aus irgendeinem Munde wieder zu hören be⸗ es hrſcheinlich iſt auch vor meiner Zeit jeder, der etwas Wie ſagen halte, ſo empfangen worden. baen⸗ irrig iſt dieſe Anſicht, wie trifft ſie daneben! Wie ver⸗ andench immer das„Profil“ eines Künſtlers, ſein Werk von 0 alg rer ſei, eines eint ſie alle, alle, eines zugleich auch legitimiert Ungendederufene: Die Wahrhaftigkeit. Es gibt keinen ſchaffenden, könn, Künſtler, der nicht wahrhaft iſt. Sie alle hätten können ale tönnten viel billigere, viel unangefochtenere Erfolge haben, ſie ſehen nten einen Weg der Freude ſtatt einen Weg des Leidens ſwenn ſie nicht wahrhaftig ſein müßten. Und ſo, wie du nun nun mußten wir im Leben“— läßt Hans Pfitzner, der Wiſſende, M wunderbaren„Paleſtrina“ die Erſcheinungen der abgeſchie⸗ nie A eiſter dem verzweifelt Ringenden zuflüſtern. Und ähnlich i vrnold Schönberg in ſeiner Harmonielehre:„Kunſt kommt das 10 2 Können, ſondern von 1 en Wahrha tigkeit nenne: Das Gehorchen einzig und allein der ſd eige nnern Stimme— gegen den Willen der Mitwelt und gegen Womif den äußeren Vorteil in jeder Art. Denn das„Publikum di legt die ganz breite Maſſe gemeint iſt, in welche jſa immer chaf Gerechten einzel verſtreut ſind), das Publikum verträgt die ügkeit nicht. Mundus decipi vult— auch hier, Mozart alenngers ſterben, um ſeinem vom Publikum beiubelten chen Salieri ein Leben in Glanz, Ehre und Reichtum zu er⸗ der wahrhaftige Künſtter aber„experimentlert“ nicht. Er ſetzt Nelemnen Seich ber acr. anderes als wahrhaftigſtes, 5 ben. daß it: nicht einen Strich der„experimentierk“ iſt.(Es ſei bbeden glein Ringen um den Ausdruck, in welchem er ſeinem erd Weal immer noch näher zu kommen ſucht, ein„Experimen⸗ denannt wird; aber das iſt nicht gemeint.) Das Publikum ee Dieſes Müſſen iſt das, M aber fühlt ſich mißbraucht, weil der Künſtler ihm ſeine„Experi⸗ mente“ vorſetzt und überſchüttet ihn mit Spott und Hohn. So war es zu allen Zeiten, ſo iſt es auch heute. So muß es aber nicht für alle Zeiten bleiben: wenn wir nur wollen. Wie aber ſoll dieſes Wollen ausſchauen? Kann man denn mittels des guten Willens verſtehen, was man mittels des Ver⸗ ſtandes eben nicht verſteht, weil man es ganz einfach nicht verſteht? Natürlich nicht. Und das Publikum, welches die Wahrhaftigkeit verkennt, iſt noch hundertmal beſſer als das, welches die Wahrhaftig⸗ keit zu erkennen vorgibt. Aber man kann etwas anderes mittels des guten Willens. Man kann mittels des guten Willens und indem man die eigene Trägheit bekämpft, die Hinderniſſe beſeitigen, welche ſich dem Verſtändnis entgegenſtellen, man kann den Weg freimachen, der mangels des guten Willens verſtaut und verrammelt iſt. Wir müſſen uns nur einmal klar machen: Woran liegt es denn, daß die Alten, die„Klaſſiker“ heute verſtanden werden, mehr als das, geliebt, genoſſen, die Neuen aber nicht, und daß die Klaſſiker von ihrer eigenen Mitwelt 80 wenig verſtanden worden ſind?(Denn immer wie heute iſt jeder Wahrhaftige von der Maſſe verkannt, und immer wie heut iſt jeder Wahrhaftige von einigen Wenigen, die Geiſtes waren, ſofort erkannt worden.) Es 5 daran, daß er Hörer immer gleich das Gehörte aſſimilieren, d. h. dort einreihen will, wo er wieder erkennt, ſozuſagen in bereit liegende Fächer 1 7555 Hirns. Er hat dieſe Fächer teils ererbt(— denn es iſt außer rage, daß kulturelle Fähigkeit und Bereitſchaft ein Generationen⸗ erbe ſind—), teils haben ſich die Fächer im Jugend⸗Unterricht ge⸗ bildet, da das weiche, biegſame Gehirn kritiklos den Einflüſſen und der Autorität der Lehrer ausgeſetzt war. So haben wir eben etwas wie ein Fach 105 Mozart, für Beethoven, für Wagner ete. Und wenn ozart, Beethoven und Wagner erklingen, ſo fallen die Klänge ſanft und mollig in das wohlvorbereitete FJach, und das tut wohl, das wird„verſtanden“, das wird genoſſen. Wie aber, wenn ein Klang, ein Strahl das Gehirn trifft, der nicht ſofort aſſimiliert, der 115 ſofort in ein Fach eingereiht werden kann, weil dieſes Fach noch nicht da iſt? Dann wirkt dieſer neue Strahl wie der Geſteinsbohrer im harten Fels und das tut weh; das iſt nicht Genuß; das iſt garſtig, abſcheulich, günſtigſten Falls aber„experimentiert“, Hier ſetzt der Wirkungsbereich des gulen Willens ein. Man kann gewiß fagen: ch höre mir das lieber gar nicht an. Man kann auch durch das Neue gekränkt und beleidigt ſein und man kann ſchließlich auch der Anſicht ſein, eine geiſtige Kraft durch das eigene Ignorieren oder durch das eigene Gekränktſein aus der Welt chaffen— können. Wem es aber darum zu tun iſt, das Neue„perſtehen“ zu lernen, für den gibt es nur eins: Er muß ſich, entgegen ſeiner eigenen Träg⸗ heit, dem„Geſteinsbohrer“ ausſetzen, ganz einfach ausſetzen, bloß Ubefaßt. mittels ſeines guten Willens, damit das neue Fach ſich bilden dann, welches ihm nachher das Aſſimilieren auch der„Neuen Muſik er⸗ möglichen ſoll. Das heißt: Er muß hören, hören, hören. Nicht ſaſſimilieren wollen, nicht einreihen wollen, nicht mit Wagner, Bach und andern vergleichen, an ihnen meſſen wollen, überhaupt nichts wollen; nur ſo kann ſich das neue Fach bilden. Es haben ſich allenthalben„Geſellſchaften für Neue Muſik“ ge⸗ bildet, auch in unſerer Stadt. Sie wollen nicht etwa auf Koſten der guten alten Klaſſiker, die abgetan wären einer neuen„Richtung“ durch Klatſchen oder Ziſchen zum Publikumserfolg verhelfen.(Wer übrigens die Begriffe„neu“ und„wahrhaftig verſteht, der mag, ſie verbindend, getroſt auch von einer neuen„Richtung“ ſprechen— Name iſt Schall und Rauch.) Die Geſellſchaft für Neue Muſik will ganz einfach denen, die guten Willens ſind, die Möglichkeit geben, daß ſich das neue Fach bilde, neben den alten. Nur von dieſem Standpunkte aus mag ſie— das bleibt Sache jedes einzelnen— 11 585 und Helfer gewinnen oder gleichgültig und indifferent laſſen. das Jubiläum der Ouvertüre Von Felix von Lepel(Dresden) Vor genau 275 Jahren entſtanden die erſten deutlichen Anfänge der Opern⸗ und Konzertouvertüre. Man unterſchied im ausgehenden 17. Jahrhundert die in der Hauptſache pathetiſch orientierte„franzö⸗ ſiſche Ouvertüre“ Lullys und die hinſichtlich ſhrer Beliebtheit dagegen zurückſtehende„italieniſche Quvertüre“ Alleſſandro Scarlattis. So iſt auch, wie der Muſikhiſtoriker Hugo Riemann ausgeführt hat, zu beachten, wie um 1680 herum die glänzenden Erfolge des Franzoſen Lully überall zur Nachahmung anſpornten, ſodaß in den großen da⸗ maligen Muſikzentren, wie London, Dresden, Hannover, Bayreuth, in Paris geſchulte Violiniſten und Orcheſterſpieler bezw. leiter engz⸗ giert wurden. Die weitere Entwicklungsgeſchichte der Ouvertüre iſt außerordentlich kompliziert und verwickelt. Heute unterſcheidet man in großen Umriſſen etwa die Ouvertüre in Sonatenform, die Konzert⸗ ouvertüre, die potpurriartige Ouvertüre, die motiviſch mit der Oper zuſammenhängende Duvertüre(ſinfoniſcher Prolog) und noch unge⸗ duue Zwiſchenarten, von den an keinerlei Form oder Schema ge⸗ undenen„ſinfoniſchen Vorſpielen“ der Neutöner(mit oder ohne Bezugnahme 21 ein beſtimmtes literariſches oder theatraliſches Werk 90 5 zu ſchweigen. Unter anderen hat Richard Wagner ſich eingehend in ſeinen Schriften mit dem Stilproblem der Ouvertüre — ——— 4 Seite. Nr. 103 Neue Mannheimer Jeitung[Mittaa⸗Ausgabe] Dienskag, den 3. März—25 2. Bei der jetzigen ſchweren Lage Deutſchlands muß es mehr denn je als eine Pſlh der Reichsregierung erkannt Wade 20 mal das eigene Volk in allen ſeinen Teilen geſund und arbeitsfähig zu erhalten und zum andern Vorſorge zu treffen, daß Arbeits⸗ ſtörungen und Stillſetzungen von Betrieben nach Möglichkeit ver⸗ mieden werden. In Sonderheit muß aber erreicht werden, daß ſolche Betriebe nicht unterbrochen werden, deren Stillegung andere, außenſtehende Volkskreiſe in ihrer Exiſtenz oder auch in ihrer Geſundheit ſchwer ſchädigt. Dieſe letzteren Betriebe pflegen wir als die lebenswichtigen oder lebensnotwendigen Betriebe zu bezeichnen und ſie allein ſind es, zu deren Aufrechterhaltung bei Streiks oder Stillſetzung auf Anordnung der Reichsregierung die.N. be⸗ rufen iſt, mit ihrer freiwilligen Nothelferſchar einzuſetzen. 3. Der Gedanke, daß die eigene Arbeit, ob ſie nun unmittelbar für den Staat, für die Gemeinde oder für irgend einen Privat⸗ unternehmer geleiſtet wird, in letzter Linie auch dem Volksganzen zu Gute kommt und weiterhin der daraus von ſelbſt entſpringende Gedanke, daß jede Arbeitsniederlegung, ob zunächſt berechtigt oder nicht berechtigt, in letzter Linie einen Schaden für das Volksganze darſtellt, dieſe Gedanken ſind leider noch nicht allen Schichten un⸗ ſerer Bevölkerung zum Bewußtſein und zur klaren Erkenntnis ge⸗ kommen. Das bezeugen die vielen Streiks, die auch im letzten Jahre trotz aller Beſchlüſſe und Entſcheidungen der Schlichtungs⸗ ausſchüſſe durchgeführt wurden und die unſerem Vaterlande fort⸗ geſetzt gewaltigen Schaden zufügen. Weſentlich ſchlimmer erſcheint noch die Sachlage, wenn es ſich dabei zugleich um lebenswichtige Be⸗ triebe handelt. Hier müßte unter allen Umſtänden ein weit höheres Verantwortungsgefühl gegenüber der Allgemeinheit vorausgeſetzt und verlangt werden und hier iſt andererſeits die Regierung und das Volk als Ganzes berechtigt, ganz unbeſchadet aller Intereſſen⸗ kämpfe, die Fortführung der lebenswichtigen Betriebe zu verlangen und gegebenenfalls durch Einſetzen der Techniſchen Nothilfe zu er⸗ zwingen. Die vorgenannten drei Punkte laſſen bereits erkennen, welches das ureigene und von der Regierung auch bewußt gewollte Arbeits⸗ feld der techniſchen Nothilfe iſt, nämlich: Aufrechterhaltung lebens⸗ wichtiger Betriebe und im Zuſammenhang damit: Ausführung von Notſtandsarbeiten. Die Entſcheidung darüber, welche Betriebe als lebenswichtig anzuſehen und welche Arbeiten als Notſtandarbeiten in Streikfällen von der T. N. zu verrichten ſind, iſt grundſätzlich ſeit⸗ her von der Reichsregierung geregelt worden, was durchaus berech⸗ tigt erſcheint. Hierbei hat ſich die Regierung ſtets ängſtlich bemüht, in den Wirtſchaftskampf zwiſchen Arbeitgebern und Arbeitnehmern jeweils nur ſo weit einzugreifen, als es die Rückſicht auf das All⸗ gemeinwohl unbedingt erfordert. Die Techniſche Nothilfe hält es fernerhin für ihre ſelbſtverſtändliche Pflicht, bei elementaren Natur⸗ ereigniſſen und Unglücksfällen ſich den Behörden als mithelfende Or⸗ ganiſation zur Verfügung zu ſtellen. Der noch immer auftauchende Vorwurf, die T. N. ſei nur eine Streikbrecherorganiſation. iſt völlia haltlos und entbehrt jeder Grundlage. Die T. N. hat ſich arundſätzlich nicht einzumiſchen und miſcht ſich nicht ein in den Intereſſenkampf zwiſchen Arbeitaebern und Arbeitnehmern. Aber andererſeits muß es als das Recht und auch als die Pflicht der Regierung anerkannt werden, dafür zu ſor⸗ gen. daß Notſtandsarbeiten, von deren Durchführung letzten Endes Umſtänden geleiſtet werden müſſen. Geſchieht dies durch die boden⸗ tändige Arbeiterſchaft, ſo hat die T. N tatenlos zur Seite zu ſtehen. Wird aber die Leiſtuna dieſer Notſtandsarbeiten verweigert, ſo iſt die von der Reichsregierung ſelbſt geſchaffene Techniſche Nothilfe die be⸗ rufene Einrichtung. dieſe Notſtandsarbeiten auszuführen. Der intereſſante Vortraa wurde mit lebhaftem Beifall aufgenom⸗ men. Volkswart Schmidt aus Karlsruhe hielt alsdann einen Licht⸗ liches und wiſſenſchaftliches Wirken bedeutend war: der Arzt und Forſcher Dr. M ax Friedmann. Im 67. Jahr ſchloß ſein reiches Leben ab. Zwei Gattinnen ſah er von ſich ſcheiden: ſeine erſte Frau wurde ihm ſchon nach einjähriger Ehe entriſſen. deutſchen Handelsflotte bis zum Krieasbeainn und den jähen Sturz, 28 Gil in bildervortraa über„Die deutſche Handelsflotte einſt und jetzt“. Der Redner aina aus von der Einführung der Dampf⸗ kraft in der Seeſchiffahrt. ſchilderte das beiſpielloſe Emporblühen der den das Verſailler Friedensdiktat durch die Auslieferung faſt der ge⸗ ſamten Handelsflotte von ſtolzer Höhe brachte. Vor dem Kriege ver⸗ füote Deutſchland über 2000 Dampfer die deutſche Schiffsflotte auf den Stand von 1860 zurück. Nicht ganz 410 000 Tons blieben nach der Ablieferung an die Entente übria. Der Norddeutſche Lloyd, der vor dem Kriege über 179 Seedampfer mit annähernd 300 000 Tons verfügte, beſaß 1919 weiter nichts als ein paar Leichter und einen Tender als einzigen Paſſagierdampfer. Umſo erſtaunlicher iſt der ſchnelle Neuaufbau der deutſchen Handelsflotte aus eigener Kraft. da die ſtaatliche Hilfe nur minimal ſein konnte. Bis Ende 1924 konnten der deutſchen Volkswirtſchaft 2,9 Mill. Tons zur Verfüauna geſtellt werden. Die aroßen Schiffahrtsunterneh⸗ mungen haben alles aufgeboten. um nicht nur ſchnelle Schiffe ins Waſſer zu laſſen, ſondern auch Dampfer, die den Wettbewerb inbezua auf Ausrüſtung und Sicherbeit mit jeder Konkurrenz auszuhalten in der Lage ſind. Der Redner ſchloß ſeine inſtruktiven Ausführungen mit dem Wunſche, daß den hanſeatiſchen Beſtrebungen, die deutſche e Bolksleſeballe hat er ſich lebhaft eingeſetz. Er Handelsflotte wieder auf einen Stand zu bringen, der uns unabhän⸗ gia von der ausländiſchen Tonnage macht, ein voller Erfola beſchieden ſein möge. lung der Seeſchiffahrt vom erſten primitiven Dampfer bis zum„Im⸗ perator“, dem Triumph deutſcher Schiffbaukunſt, anſchaulich vor Augen führte, bildeten eine wertvolle Ergänzung des Vortraas. Stadtrat Dr. Wittſack ſchloß gegen 211 Uhr den anregenden Abend mit einigen Dankesworten. Sch. ſtehende Wohnungsnot muß einmal behoben werden, mit ihrer Not und ihren Entbehrungen ſind an Viele Kinder blieben in ihrer körperlichen Entwicklung derart zurück, daß ſie nach der Schulentlaſſung nicht ſofort einem Berufe zugeführt werden können, obwohl ſie die geiſtigen Fähigkeiten dazu beſitzen. Für die körperliche Ertüchtigung der nahmen erforderlich. Das Arbeitsamt wandte an die Landwirtſchaft treibende Bevölkerung mit der Bitte, etma auf die Dauer eines Jahres, bei ſich aufzunehmen. Bei kräfti⸗ ger Koſt, geſunder Luft und leichter Betätigung ſoll ihr körperliches Wachstum und datnit ſie ſpäter mit gutem Gewiſſen und Ausſicht auf Erfolg einem Berufe zugeführt werden können. hallt Aus allen Teilen des Badnerlandes, Odenwald und der Seegegend haben ſich bereit ſind unterernährte Knaben bei eine gute Pflege und Behandlung angedeihen zu laſſen. Hoffentlich machen recht viele Eltern im Intereſſe ihrer Kinder von dem Ange⸗ bot Gebrauch. In anderen Städten, wo man derartige Maßnahmen ſchon längere die Exiſtenz des Staates oder weiter Volkskreiſe abbänat, unter allen e erfolgt unter günſtigen Bedingungen, die bei der Abteilung„Berufs⸗ beratung“ des Arbeitsaintes zu erfahren ſind. Ehe mit ſeiner ſeeliſch und geiſtig ungemein hochſtehenden zweiten Der Verfailler Vertrag warf untergrub. Bis dahin wahrte ihn die innere Freiheit und Weite ſeines Geiſtes, ſeine bei aller Beobachtung ihm eigene unendliche Güte, ſeine von keinem Hauch perſönlichen Geltungsbedürfniſſes berührte abgeklärte Natur die gleichmäßige Ruhe und Heiterkeit, die ſo wohltuend auf ſeine Um⸗ gebung wirkte. ungewöhnlich naheging, konnte ihm keine Phitoſonpie hinmnegheſten: in ſeinem Nachlaß fanden ſich Entwürfe politiſcher Streitſchriften, die von ſeiner leidenſchaftlichen Liebe zur deutſchen Heimat zeugen. ärztlich und ſozial⸗politiſch tätig. Er ſtand an der Spitze des Vereins gegen den Mißbrauch geiſtiger Getränke, deſſen hieſige Sektion er Geiſteskranke. ; z bg; 2 Rie ick⸗ verlieren an ihm einen aktiven Mitarbeiter, Altertums⸗ und Tier⸗ Die zahlreichen Lichtbilder, die die hiſtoriſche Entwick⸗ ſchutzverein einen warmen Gönner. Für ſich ſelbſt war er von einer faſt ſpartaniſchen Bedürfnisloſigkeit. Erholung gab ihm ſeine tiefe Liebe zur Natur und eine lebhafte Freude an Muſik und bildender Kunſt. Familie und wenigen gleichgeſinnten Freunden erweiterte er ſein Serufswahl Vom Städtiſchen Nachrichtenamt wird uns geſchrieben: Wenige Wochen trennen uns noch vom Oſterfeſte, dem Zeitpunkt der allge⸗ meinen Schulentlaſſung. In früheren Jahren waren um dieſe Zeit die meiſten Entlaßſchüler im Beſitze einer Lehrſtelle Heuer iſt das leider nicht der Fall, da die Arbeitgeber mit der Anmeldung von Lehrſtellen ſehr zurückhalten. Einzelne Arbeitgeberorgani⸗ ſationen begründen ihre Zurückhaltung mit Einwendungen, die durch die Arbeitnehmer gegen die Einſtellung von Lehrlingen gemacht werden. Bei der Abteilung Berufsberatung des Arbeitsamtes ſind noch 789 Entlaßſchüler ohne Lehrſtelle. Viele der Bewerber wür⸗ den nach ihrer körperlichen und geiſtigen Veranlagung ſich für die Erlernung eines Berufes beſonders eignen; es wäre wirklich ſchade, wenn ihr Berufswunſch unerfüllt bliebe Auch in dieſem Jahre iſt die Tatſache feſtzuſtellen, daß der Drang nach den ſogenannten„Mod eberufen“ immer noch nicht nachgelaſſen hat. Von den jetzt noch vorgemerkten Berufsfuchenden bewerben ſich 365 um eine Lehrſtelle in den metallverarbeitenden Berufen, 173 wollen Kaufmann und 80 Schreiner werden. Die reſtlichen 171 Wünſche verteilen ſich in der Hauptſache auf folgende Berufe: Bäcker, Metzger, Schneider, Schuhmacher, Sattler, Polſterer, Koch, Maſchinen⸗ und Elektrotechniker. Den 789 Lehrſtelleſuchenden ſtehen 48 offene Lehrſtellen gegenüber. Bei dem geringen Angebot von Lehrſtellen iſt es ausgeſchloſſen, die Berufswünſche der Bewer⸗ ber auch nur zum kleinſten Teile zu erfüllen. An die Arbeit⸗ geber geht daher die dringende Bitte, ihre offenen Lehr⸗ ſtellen nunmehr zur Anmeldung zu bringen. Es iſt jetzt Ge⸗ legenheit geboten, den Gewerben, die an Facharbeitermangel leiden, tüchtigen Berufsnachwuchs zuzuführen. Von der Jugend weniger begehrt ſind die Berufe des Baugewerbesz; dabei wird aller Wahrſcheinlichkeit nach gerade das Baugewerbe für die nächſten Jahre günſtige Fortkommensmöglichkeit bieten. Die überall be⸗ was eine rege Die Auswirkungen der Kriegsjahre einem Teil unſerer vorübergegangen. Bautätigkeit erwarten läßt. gegenwärtigen Jugend bekanntlich nicht ſpurlos Jugend ſind beſondere Maß⸗ ſich deshalb vor unterernährte Knaben für eine beſtimmte Zeit, ihr Geſundheitszuſtand eine Förderung erfahren, Der Ruf iſt nicht ungehört ver⸗ dem Schwarzwald, dem ſich aufzunehmen und ihnen Zeit ergriff, wurden gute Erfahrungen geſammelt Mannheim Veranlaſſung, ſich ebenfalls Die Aufnahme bei den Landwirten Meoizinalrat dr. Max Friedmann 1 In dieſen Tagen iſt ein Mann von uns gegangen, deſſen menſch⸗ Nach Jahren der der harmoniſchen aattin, deren Verluſt vor eiwa 2 Jahren ſeine ſtarke Lebenskraft kritiſchen Schärfe und Klarheit der Ueber das Unglück Deutſchlands jedoch, das ihm Neben ſeinem rein ärztlichen Beruf war Friedmann ſozial⸗ ründete. Für Errichtung und Ausbau der vom Antialkohol⸗Verein eitete die Mannheimer Gruppe des Hilfsvereins für entlaſſene Der Naturheilverein und Verein für Volksbildung Auf den regelmäßigen kurzen und längeren Wanderungen mit Landwirte gemeldet, die reiches naturwiſſenſchaftliches Wiſſen. Die wiſſenſchaftliche Arten war ihm Lebensbedürfnis, ſein eigentliches Lebenswerk. Bis in 5 tiefe Nacht hinem brannte die Lampe in ſeinem Studierzimmer, w er ſich im Laufe der Jahre ſeine reichhaltige Bibliothek geſchafſe⸗ hat. Mit Vorliebe beſchäftigte er ſich mit völkerkundlichen, kultn und religionspſychologiſchen Forſchungen. der Hervorragendes aber leiſtete er in ſeinem eigentlichen Fach, 55 Nerven⸗ und Seelenkunde. In der langen Zeit ſein ärztlichen Wirkens in Mannheim, das er nach etwa Hjähriger Jacht ausbildung bei Kahlbaum in Görlitz, in Bonn und an der Anſt Stefansfeld im Jahre 1887 begann, entſtanden nacheinander 5 umfangreichen Arbeiten, deren einige zum grundlegenden Gut rte pſychiatriſchen Wiſſenſchaft gehören. In jahrelangen Studien liefe. er wertvolle Beiträge zur pathologiſchen Anatomie des Zenten nervenſyſtems. Seine mikroſkoviſchen Arbeiten führten nicht nur 5 theoretiſch intereſſanten Ergebniſſen, ſie lieferten auch objektives M teriaf für die Begutachtung gewiſſer Unfallsfolgen, und ein* ihm benanntes kliniſches Sumptom, das zu dieſen Forſchungen hört, iſt ſeit Jahren zum Allgemeingut oller neuroloaiſchen Klini 5 und Gutachter geworden. Ein anderes Gebiet, dem ſein beſondere Intereſſe galt, waren die nervöſen und pſychiſchen Störungen 1 Kindesalters. Die von ihm kliniſch von der Evileyſie abaearenzten, zehäuften„kleinen Anfälle“ der Kinder tragen ſeinen Namen, 5 ſind die ſog. Friedmannſchen Anfälle. Wertvolle Arbeiten mit 9 radezu erſchöpfender Problembehandlung. z. T. in Buchform, ſchriet er über den„Wahn“, über die„Eiferſucht“ und das Phänomen wangsvorſtellungen. S0 ſcuf er ſich nicht nur einen Ruf als bedeutender Wae ſchaftler in den Kreiſen der Pſychiater Deutſchlands und der er genoß auch als Begutachter wiſſenſchaftlich und forenſiſch riger Fälle ein hohes Anſehen Dieſes hervorragenden man Weſen, Wirken und Bedeutung konnte hier nur annähernd deutet werden. Ein Mann iſt dahingegangen, der zu den beſ Köpfen unſerer Vaterſtadt zählte. +* * Die nächſte Bürgerausſchußſitzung. die am kommenden. nerstaa ſtattfinden ſollte, iſt infolge der Verhinderung zablleet Bürgerausſchußmitalieder durch die Heidelberger Trauerfeierſacten anläßlich der Beiſetzung des Reichspräſidenten auf Freitaa, 6. Mal⸗ verſchoben worden.* Das Feſt der ſülbernen Hochzeit beoeht heute Bäckermeiſt⸗ Rudolf Wäckerle mit ſeiner Ehefrau Suſanna geb. Mages, K 3. wohnhaft. Veranſtaltungen Theaternachricht. Am Donnerstag, 5. März, dem der Beiſetzung des verſtorbenen Reichspräſidenten, fallen die aler gekündigten Vorſtellungen im Nationaltheater und Neuen The n aus.— Die für Mittwoch, 4. März, angeſetzten Vorſtellungne „Der Troubadour“ im Nationaltheater(Miete D) und„Unſere! Frau“ im ftae Theater finden entgegen anders lautender richten beſtimmt ſtatt. G 7. Akademiekonzert. Heute, Dienstag, abends 7 11 7 findet im Muſenſaal das 7. vorletzte Akademiekonzert unter foli ſcher Mitwirkung des Konzertmeiſter Max Kergl, der mit 2r Orcheſter unter Leitung des Generalmuſikdirektors Richard 99715 das neue Pfitznerſche Violinkonzert H⸗moll zur Erſtaufführung nie gen wird, ſtatt. Außerdem nennt die Vortragsfolge die 2. Sinfo D⸗dur von Brahms und von Reger vier Tondichtungen für großs? nach A. Böcklin.„ W. Der Feſtball des Turnierklubs„Grün⸗Weiß“ wies nten Samstag auf die Kunde von dem Ableben des Reichspräſidaß 5 einen berartig ſchwachen Beſuch auf, daß das Turnier nicht +* halten werden konnte. Nach allgemeinem Urteil ging ard The Wettſtreit, den ſich Certons Original⸗Jazzband und eur Old Boys lieferten, die erſtere Kapelle ſiegreich hervor. Aegiſſhe Brimo hatte den Gold⸗ und Silberſaal des Apollotheaters 965 geſchmackvoll dekoriert. Die Leitung des Feſtballes lag in den währten Händen der Herren Stündebeek und Heinzma ſich die die Mühen der Vorbereitungen gewiß gern noch einmal auf 5 nehmen werden, wenn es gilt, das Turnier zur Durchführung bringen. 5 Der Hausfrauenbund veranſtaltet einen Süßf veieg Nachmittag am kommenden Mittwoch nachmittag in P 6, 75 Zu den bevorſtehenden Konfirmationen wird die Gelegenheit, nral⸗ Nachtiſch⸗Speiſen zu erlennen, wohl ſehr erwünſcht ſein. tiſche Vorführung am Mittwoch, der auch Kurſe folgen, wird 13 cherlei Anregung auf dem Gebiet bringen.(Weiteres Anzeige.) Theater und Muſik Es iſt ein hohes Ziel, dem deutſchen Volke das Bewußtſein ſeiner unveräußerlichen Rechte als Nation zu erhalten. Der„V. D..“ iſt an der Arbeit und wirbt allenthalben, denn zunächſt muß die Grund⸗ lage geſchaffen werden für die Zeit des Handelns. Die geiſtige Grundlage weiſt uns nun auf ein Sondergebiet hin: es gilt, die ſtudierenden Auslandsdeutſchen zu erhalten, denen durch ungünſtige d Währungslage das Studium im Reiche faſt unmöglich gemacht wird, — „VAD,“ ausgeführt von Herrn Profeſſor Ernſt Döring⸗Berlin (Violoncello) und Margarete Döring v. Möllendorff(Kla⸗ pier) ſollte alſo dieſen Idealen die weſentliche Unterlage ſchaffen. abendprogramms die Schaffung der Möglichkeit allſeitiger Fähigkeits⸗ Ein jugendlich⸗begeiſterungsfähiges Publikum nahm die Vortrags⸗ 5 folge mit Wärme auf und wir Andern können uns mit dem des deutſchtümlichen Zweckes befreunden. 9 delsſohns ſeltengewordener B⸗dur⸗Sonate für Klavier und Violoncello, deſſen Andante G⸗moll uns in die rechte Romantik alter Zeiten verſetzte. Auch der Schlußſatz, das Rondo im ſchnellen Zeitmaß, konnte uns gefallen. die Pianiſtin ſich allzu viel des rechten Pedals bediente, das Zeit⸗e maß übertrieb und zu wenig rhythmiſche Feſtigkeit Dempler“ anknüpfend ein„heroiſches“ Finale gemeint hat, ſcheint der Künſtlerin völlig entgangen zu ſein. Als Künſtlerin erwies ſich unſere Pianiſtin in der Art, ein Violoncello⸗Konzert am Klavier zu begleiten Herr Profeſſor Döring hatte das vergeſſene.moll-Kon· 8 zert von J. de Swert hervorgeholt und ſpielte das wohlklingende, aber ſehr ſchwierige Werk des einſt berühmten Kniegeigers mit ſo viel muſikaliſch⸗techniſcher Ueberlegenheit, daß ich mich in verklun⸗ gene Zeiten zurückträumen durfte, in den alten Kurhausſaal von d Wiesbaden, wo der flämiſche Meiſter des Violoncelloſpieles zuweilen ei keine beſonnene Einſchränkung gezähmter Unfug getrieben. mehr kann 15 mit woſfenſle ſſ werden, wo die Ver⸗ ü u im Ausland pflichtung dazu ſo offenſichtlich iſt wie hier. 1 eedem im en 0 der 5185 Art dieſer wohl kaum neunzehnjährigen Künſtlerin ſeine helle Freude haben; es liegt in ihrer Art des Muſizierens etwas von der überzeugenden Selbſtverſtändlichkeit einer ausge⸗ prochenen Könnerſchaft, die unverkennbar durch all die Schichten hindurchſchimmert, die ſich noch in der Verbindung des rein Akade⸗ miſchen mit dem Ringen um die Ausgeſtaltun winnend und verheißungsvoll, daß es die erſte Das geſtrige Konzert, gegeben vom Ladesverbande Baden des die junge Pianiſtin zu ihrem vollen und verdienten geſtrigen Erfolg N 8 ich an den letzten Geſichtspunkt alten. Von ihm aus kommen achtungswerten Geſamtbilde des geſtrigen Konzerts in Betrachtung ch allem 5 5 25 92 plen Werke n Frage, die 115 ziemlich ein⸗ Man begann mit Men=deutiges Bild der Kunſtlerin geben. Da iſt zunächſt die Orgel⸗Toccata und Fuge in d den de von Bach, die Tauſig bearbeitet hat. Die deuſtend, Iſe Aea bildliche Glied tonalen Aufbau verſtand, die geradezu vorbildliche Gliederung im tonalen Au Doch war ſchon hier zu ſpüren, daß der Wiedergabe ließ außer einem eiſernen 51 walten ließ. beſonders hohen Grade der Vertrautheit mit den akuſtiſchen Vor⸗ FJrau Margarete führte uns in dieſem Stil alsdann Schumann bedingungen eines ſolchen Abends gebracht hat. Hier war alles echte, vor, ihr große Fertigkeit in den Vordergrund ſtellend, mehr Hand⸗ von einem unbedingten Willen gebändigte Ausdruckskraft, deren rein ſtücke als„ſymphoniſche Studien“ gebend. Daß Schumann im Des⸗ phyſiſche Grundlage hier wie vor allem in dem Chopin⸗Werk bewun⸗ dur⸗Finale an ein damals allbekanntes Thema aus Marſchners dernswert war.— Es folgte die Waldſteinſonate. eigenſchaft liegt in der ausgeſprochenen Atemholen geht ihrer Lebenskraft gleichſam prechend. Wer die relzvolle Transpoſition des Hauptthemas ſo überzeugend in ſein durchdachtes Spiel aufzunehmen vermag, hat ſchon gewonnen. Die wohlfundierte Technik bewährte ſich in dieſem Umſo⸗ unächſt muß man der Perſönlichkeit Der Geſamteindruck iſt ſo unbedingt ge⸗ arüber gebildet haben. flicht bleiben muß, u beglückwünſchen!— 8 Die Voxrtragsfolge verſuchte mit der Ueblichkeit eines Klavier⸗ ntfaltung der Vortragenden zu verbinden; man wird gut daran tun, e Interpretation hier alles herauszuarbeiten eiß vor allem auch rkennen, daß die Trägerin dieſer löblichen Eigenſchaft es zu einem 15 t⸗ onzertwirkung; ein tiefes Die Wieder⸗ abe blieb, recht gewogen, allem Wünſchenswerten durchaus ent⸗ erk. Der feine, ſumpathiſche Anſchlag iſt die oberſte Bewähr er ſpürbaren Urmuſikalität. Die ertſgreit konnte ſchon in dem inleitenden Werk erkannt werden, dazu kommt der ausgezeichnete ab⸗ leicht gut, noch von dieſen ſpäten Brahms ſchen Klavierwerken en, zuſehen; ſie in glaubhafte Verbindung mit den früheren 30 bt iſt mehr eine literariſche Aufgabe, zu der größte Reife gehör üit der Dann aber kam die Erlöſung: Venezia e Napoli brillanten Tarantella aus den Années de Pelegrinage Liſzt. Die Canzone, die Gondoliera treiben die Sehnſu ſie Venedigs ſchimmernden Lagunen ins Herz, beſonders, es und dae Preſto ſo glänzend, ſo überzeugend, ſo— wir wageſchet .meiſterlich geſpielt werden wie hier. Welches Perlen, 5 wWir Rhythmus! Die Feuerprobe iſt beſtanden. Und ſo ſtimmen freudigſt in den Beifall mit ein! D uner eVeränderungen in der Münchner Staalsoper. 1— 5 von Münchner Mitarbeiter uns mitteilt, beruhen die Gerüchte aalz großen Veränderungen im Perſonalſtande der Münchner ich wiſſen wollen, nur zum Teile auf Wahrheit. So iſt die Naßaren Paul Bender gedenke die Stätte einer ſo ungemein 1—5. und erfolgreichen Tätigkeit aufzugeben, aus er Luft gegriffe in den gegen wird die Oper zwei Perſönlichkeiten verlieren, die iheach an⸗ letzten Jahren allerdings eigentlich nur noch dem Namen Die gehört haben: Frau Jvogün und ihr Gatte Herr 5 über⸗ beiden Künſtler befinden ſich zur Zeit in Amerita, wie ſie a Bet⸗ haupt den größeren Teil des Jahres auf Gaſtſpielreiſen ſing er zu ſuche, das Künſtlerpaar wieder dauernd an die Münchne. Forbe⸗ feſſeln, ſind gemacht worden, ſie ſcheiterten aber an gemiſe— Wil rungen, die die Leitung ſchlechterdings nicht erfüllen konn 5 lehten meinen, daß das Gaſtſpielweſen unſerer Prominenten in den in der Jahren zu einem Gaſtſpiel⸗Unweſen geworden iſt. Künſtler 5 Inflationszeit begreiflich und verzeihlich, daß unſere ihnen die Auslande die materiellen Möglichkeiten ſuchten, die derkehr 100 deutſche Heimat nicht geben konnte, ſo ſollte mit der Wie ch a der Verhältniſſe auch dieſe Inflationserſcheinung gründli langt, 9255 werden Künſtler, die an einer Bühne zu Geltung de wenigſten repräentative Mitglieder eines Theaters ſind, ſollen en. den Hauptteil ihrer Kraft und Zeit dieſem Theater widn iner Me Münchener Reſidenztheater gelangte, na iche omöd dung unſeres Münchner Mitarbeiters Adolf Pauls bibliſ 5 Die Sprache der Vögel“ nach einer Nuhepauſeg lom Dutzend Jahren neu zur Aufführung. Das Stück gen ſſelhen, u hören war.... Die mit Geſchmack geordnete Reihe der Solo⸗ Pedalgebrauch. Der Mittelſatz des Beethopenwerks behielt ſeinen Verſu„ſeinen Freund Saduk vor dem Schickſal, ein t. el Deftange hatte noch einen zweiten Teil, der aber Salonkunſt bot. ülperleitenden Charakter. Der großartige Schluß mit ſeiner Voll. zu 55 5 zu bewahren. Abiſag aber, um die ſich aned 5 Mit Recht! A. Bl. griffigkeit, ſeinem Ueberſchlagen der Hände(vorbildlich diſzipliniertl) weiſt ſich am Schluſſe als die Weiſeſte und Stärkſte, vor ſreal 75 flavierabend Carola Werner brachte die vorzüglichen Eigenſchaften zum Salomo klein cen muß Der Paulſche Solo 5 bgee 10 ine j annheimerin, die Tochter eines der Meiſter⸗ Es folgten Brahms und Chopin, Dieſer mit dem Scherzo op. ein Phraſeur als der neunmal weiſe Herrſcher und. inbar ſittam Hetheſers hat geſtern 5 Glück den Weg in die 39. Die pfychiſche Ueberlegenheit iſt hier Hauptgebot; wir ver⸗ Zuhörer es am Ende gar nicht als peinlich, daß das 10 will, 55 Oeffentlichkeit gefunden, auf den ſie ſich an der hieſigen Hochſchule weilen alſo bei der Erinnerung an die Ausdauer, mit der die Künſt⸗ männliche Prinzip, dem Salomo zum Siege verhel Heihen für Muſik und gegenwärtig bei dem Heidelberger Pianiſten Voß odie op. 119, 4 von Brahms Ende blamiert erſcheint. Die Aufführung ſtand im R. K. vorbereitet hat.— Mit dem Wort Talent wird zumeiſt ein durch lerin Rhapf 3 Aſerhe nachdem 1 genug geſtellt hatte. Es wäre aber viel⸗ kapriziöſen Abiſag der Frau Ritſcher. orde ſt r dffi ſtellt ſetzu grün me der Reic mein Krei, verkj der? brack alied Reick E * 2 ,, 5 SSg S AS + — ö 5 4 5 Fbeegersezingen, 1. März. bilen „Dienstag, den 3. März 1925 Neue Mannheimer Jeitung[Mittag⸗usgabe] 5. Seite. Nr. 103 Rommunale Chronik Eine Ebertſtraße in Karlsruhe ndengitarlsrube. 2. März. Der Stadtrat beſchloß in einer außer⸗ ichen Trauerſitzung, die bisherige Walhallaſtraße Ebert⸗ aße zu benennen. dfftzielle Vertretung der Stadt Ludwigshafen bei den Heidel⸗ berger Beiſetzungsfeierlichkeiten ſellte Ludwigshafen, 2. März. Die demokratiſche Stadtratsfraktion ſezun einen Antrag auf offizielle Vertretung der Stadt bei den Bei⸗ Nündefeierlichkeiten des Reichspräſidenten in Heidelberg. Sie be⸗ — dieſen Vorſchlag mit der Nähe Heidelbergs und damit daß der Rez als das große Oppauer Unglück Ludwigshafen heimſuchte, eichspräſident auch gleich erſchienen ſei. Wieviel iſt ein Gemeindeverkreker werk? Reichanche meinen unbezahlbar, andere wieder— nicht viel. Der ichsausſchuß des Kreiſes Teltow beziffert den Wert eines Ge⸗ evertreters auf 2000 Reichsmark. Dort hat ſich nämlich der ausſchuß wiederholt mit Einſprüchen gegen die Gültiakeit von klündeverordnetenwablen zu beſchäftigen und in ſeiner Urteils⸗ ndung auch den Wert der Streitagegenſtände feſtzuſetzen. Bei Mit llewertung der Koſten hat der Kreisausſchuß als Norm für jedes 0 alied einer Gemeindevertretung je 2000 Reichsmark in Anſatz ge⸗ . Beſteht eine Gemeindevertretung beiſpielsweiſe aus 20 Mit⸗ Reidern. ſo ſtellt ſich der Wert des Streitgegenſtandes auf 40 000 eichsmark. i Kreis Kleine Mitteilungen don—5 Bürgerausſchuß Kehl genehmigte einſtimmig den 1 1 em Gemeinderat angeforderten Wohnungsbaukredit Nh 925 in Höhe von 400 000 Mark. Mit der Summe ſollen 60 Perdenngen verbilligte Baukoſtenzuſchüſſe zu 5 Prozent gewährt n. Die Zinſendifferenz wird aus der Wohnungsbaukaſſe gedeckt. lahene. Debatte hörte man, daß in Kehl noch über 500 Wohnungs⸗ Woende ſind und daß dank der in der Inflationszeit gegründeien fenßee feaduaſſ alle ſtädtiſchen Häuſer mit 109 Wohnungen ſchul⸗ nd. zufclcinem in der letzten Bürgerausſchußſitzung gefaßten Beſchluß Raſſen werden demnächſt auch die letzten in Kappel noch anzu⸗ Walſnden altertümlichen Waſſerpumpen durch den Bau einer ſoll llerleitung erſetzt bezw. in den Ruheſtand verſetzt. Ferner zu die elektriſche Lichtanlage vollſtändig ausgebaut werden mit m Koſtenaufwand von etwa 30 000 Mark. mit der Bürgerausſchuß in Lörrach beſchäftigte ſich u. a. ne r Frage der Erſtellung eines Rathaus⸗ und Schulhaus⸗ fiagebea u 8. Man kam zu der Ueberzeugung, daß die Schulhaus⸗ einer als die notwendigere zu bezeichnen ſei und nahm einſtimmig n Antrag an, wonach der Wahl einer Kommiſſion zugeſtimmt zu fl die die Vorbereitungen für die Durchführung des Projekts n0 reffen hat. Es wurde weiter eine Vorlage einſtimmia ange⸗ Elektnen, wonach verſucht werden ſoll, gelegentlich Aktien der Gas⸗ gen ro⸗Geſellſchaft zu erwerben, wofür vom Bürgerausſchuß 430 000 ehmigt wurden. Tagungen Wirtſchaftstagung der Deutſchen Studentenſchaft Wirſen 5. bis 9. März findet in München eine Tagung der dete chaftshilfe der Deutſchen Studentenſchaft ſtatt, an der die Ver⸗ Verir der Wirtſchaftskörper der deutſchen Hochſchulen, Dozenten und Mündeter des öffentlichen und Wirtſchaftslebens teilnehmen. Im di elpunkt der Veratungen ſtehen neben der Beſprechung über die Art der Weiterführung ſtudentiſcher Wirtſchaftsarbeit vor allem ſchußrage der Studentenheime, deren Ausbau an vielen Hoch⸗ orten unabweisbar notwendig geworden iſt, endlich Fragen der zntalen und örtlichen Arbeit, vor allem die Einzel⸗ und Kranken⸗ kör orge, Förderung der Begabten und die Stellung der Wirtſchafts⸗ her in der Hochſchule. Außerdem wird dieſe Gelegenheit zur Ver⸗ verduna der Gedanken der ſtudentiſchen Wirtſchaftsarbeit benützt 8 Aus dem Lande wüſtd Sinsheim d.., 2. März. Wegen der Veiſetzung des Reichs⸗ enten Ebert in Heidelberg wird der auf 5. März 1925 anbe⸗ kerelte Berbands⸗Fohlenmarkt in Sinsheim erſt am Don⸗ baa den 12. März abgehalten. 85, Karlsruhe, 28. Febr. Nachdem der vorjährige Alemanniſch⸗ diſch-fränkiſche Heimatſonntag einen nachhaltigen Eindruck bei Lande een Teilnehmern hinterlaſſen hat, die aus dem badiſchen beiget, oder benachbarten Teilen unſeres deutſchen Vaterlandes her⸗ lehrswmmen waren, trägt man ſich im Schoße des Karlsruher Ver⸗ dereins mit dem Gedanken, einen ſolchen Tag der Kundgebung ken Heimatliebe und des großen deutſchen Heimatgedan⸗ n die auch im laufenden Jahre zu veranſtalten. Bereits iſt man Lunde vorbereitenden Beſprechungen mit den in Betracht kommenden ein Heeelenund Organiſationen eingetreten. Auch diesmal ſollen e und ein Feſtzug Höhepunkte dieſer ein⸗ * den heimatlichen Kundgebung ſein. Zunächſt ſollen aber ſuche der Karlsruher Bevölkerung im Schwarzwald und rd enland Zeugnis von dem ſchönen Band ablegen, das zwiſchen worde und Süͤd, Weſt und Oſt mit der Landeshauptſtadt geknüpft Daen und es ſollen damit neue Berührungspunkte mit Ale⸗ Franken, Pfälzern und Saarländern geſchaffen werden. Im d der Schwarzwald wieder im Frühlingskleide prangt, gilt Mgen erſter Beſuch. Im Hingig und Cukachral ſoll une dien, dem Himmelfahrtstag ein Ausflug mit Sonderzügen gehen, zu kner Stelldichein mit den maleriſchen und mannigfachen Trachten rrlichen Berglandſchaften, die Curt Liebig ſo reizvoll im Weſeehalten verſtegt Und am 12. Jun mil me den 95 ern“ und allen ihren Nachbarn danken auf einem beſon⸗ geidvollen Fleccchen des Hochſchwarzwaldes dem Wardenberg ſiche naen. Dazwiſchen wird auch das Frankenland mit dem 8 Tauber⸗ und Maintal ſeinen wohlverdienten Dankesbe⸗ deden us der Landeshauptſtadt erhalten. Pfalz und Saarland —5 auf der Kropsburg den Dank der Karlsruher freudig * ommen. durde darkeruhe. 1. März. Nach einer Meldung aus Magdeburg ſcen Fint Veranlaſſung der badiſchen Polizei und des badi⸗ Nagde nanzamtes bei einigen Magdeburger Firmen durch die dei wurſrger Kriminalpolizei eine neue Razzia vorgenommen. Da⸗ b5 dacht n mehrere Perſonen verhaftet. Sie ſtehen unter dem etrün der Steuerhinterziehung und des Staats⸗ 9s. Es handelt ſich anſcheinend, da die Unterſuchung von Mian aus geleitet wird, um Verhaftungen, die mit dem Spritfabri⸗ aebge 8 Verbindung ſtehen, der vor einigen Wochen in * verhaftet wurde. Au fi Pirzheim, 28. Febr. Der Unfol, der ſich wie gemedde durch ingen von einem fahrenden Se ereignete. den Betroffenen, den Architelt Albert Reinheimer kam er mit dem*5 daß das Bein 2 mte chwere Folgen. Beim S gen. eim Sturz deeſcten Wagen, ſodaß ihm der Unterschenkel werben wurde Die Verletzung war ſio ſchlimm, de. M. des Knies abgenommen werden mußte. 5n Arbeſrkdorf, 1. März. Vor einigen Tagen ſprang die Frau beeſe Fredric Hrtide in dem enheee e Stroht ſie von ihrem total betrunkenen Mann mit einem Veil lraße undrde, aus dem Fenſter des zweiten Stockwerkes auf dꝛe szünd zog ſich ſchwere Verletzungen zu. Die 30 Jahre alte Tochter des Polt⸗ toin Amann in Oberſtenweiler, die an Epiloyſte leide war Enndacken beſchäftigt. Als ſie während dieſer Arbeit glübende und dem Ofen entfernte, wurde ſie von einem Anfall über⸗ 10 ſtürzte in die glühende Aſche. Die Unglückliche er⸗ Erde 15 Brandwunden am Ar m, daß ihr dieſer abgenommen n mußte. Aus der Pfalz :: Ludwigshafen a. Ah., 1. März. Der Feuilletonredakteur Karl Laux von der„Neuen Pfälziſchen Landeszeitung“ hat auf Grund einer Diſſertation über Schleiermacher zum Dr. an der Heidelberger Univerſität promoviert. :: Frankenthal, 1. März. Aus Anlaß des 65. Geburtstages des Regierungspräſidenten von Niederbayern von Chlingensperg auf während der Jahre 1919 bis zu ſeiner Ausweiſung am 23. Januar 1923 auch Regierungspräſident der Pfalz war, ſchreibt das„Frankenthaler Tageblatt“ u..: Was er(Chlingensperg) an der Spitze der Regierung der Pfalz 5 ſchwere Jahre lang für die Pfalz und für ihr Deutſchtum und damit für Bayern und das Reich geleiſtet hat, gehört der Geſchichte an. Der Name v. Chlingensperg wird mit an erſter Stelle in goldenen Lettern in der Geſchichte der Pfalz verzeichnet werden. Wertvoller aber als alle äußeren Ehrungen und Anerkennungen, wird ihm das Bewußtſein ſein, daß er ſich im Herzen ſeiner Pfälzer Landsleute ein Denkmal geſetzt hat,„unver⸗ gänglicher denn Erz“. v. Chlingensperg iſt einer der wenigen Ueber⸗ lebenden aus den alten Pfälzer Adelsfamilien. Er war es, der die Pfalz nach der Ueberrumplung Speyers durch die Haas ſchen Separa⸗ tiſten im Jahre 1919 für das Reich rettete, mit den mannhaften Wor⸗ ten, die er an deren Führer richtete:„Ich kann die von Ihnen, Herr Dr. Haas, verkündete Republik nicht anerkennen. Was Sie hier erklärt haben, exiſtiert nicht für mich.“ Durch dieſe kühne Tat hatte ſich die Pfalz nicht nur ihr Deutſchtum, ſondern dem Reich die Einigkeit gerettet. :: Nußdorf, 1. März. Der hieſige„Kommuniſtenklub“ hat m der letzten Generalverſammlung beſchloſſen, eine Eingabe an den Gemeinderat abgehen zu laſſen, in der, ähnlich wie in Amerika, ver⸗ langt wird, daß die Mädchen in der Schule im„Boxen“ unter⸗ richtet werden ſollen. :: Kaiſerslautern, 1. März. Aus den Erhebungen des Standes⸗ amts iſt zu erſehen, daß der Geburtenrückgang während des Krieges auch in dieſem Jahre einen verminderten 8 in den erſten Volksſchulklaſſen in der Pfalz ergibt. 2: Hektenleidelheim, 27. Febr Infolge des Maſſenauftretens der Maſern in höeſiger Gemeinde wurde durch Verfügung des Bezirksamts Frankenthal die Volksſchulen auf 14 Tage ge⸗ ſchloſſen. :: Niederauer 1. März. Der hieſige Obſtbauverein be⸗ ſchloß eine Obſtbaumſchule auf einem Platz an der ſog. Rie⸗ dersborn anzulegen. Die Anlage ſoll 7000 qm. groß ſein und für 2800 Bäumchen beſtimmt ſein. :: Jweibrücken, 27. Febr. In den hieſigen Feldgemarkungen haben die Mäuſe durch die laue Witterung außerordentlich über⸗ hand genommen. Die landwirtſchaftliche Stelle hat daher beſchloſſen, gut wirkende Gifte und Typhusbazillen an beſonders bedrohte Land⸗ wirte abzugeben, um ſo die Schädlinge der Feldfrüchte zu vertilgen. Gerichtszeitung Oberlandesgericht Karlsruhe Wie noch erinnerlich, wurde Profeſſor Dr. Bredia im Dezem⸗ ber v. Is. vom Schöffengericht Karlsruhe in einer Privatklage wegen Beleidiaung zu 20 Mark Geldſtrafe verurteilt, weil er als damaliger Rektor der Techniſchen Hochſchule Karlsruhe dem Apotheker Ernſt aus Schwetzingen die Heragabe eines Hörſaales der Hochſchule zu Vortraaszwecken verweigert und im Senat bei Beſprechung dieſer Angelegenheit ſeinen Standpunkt damit bearündet hatte. daß Ernſt ein nationalſozialiſtiſcher Agitator übelſter Art ſei. Prof. Bredig hatte geaen das Urteil Berufuncg eingeleat und wurde jetzt vom Oberlandesgericht freigeſprochen. Schöffengericht Karlsruhe Unter der Anklage des Straßenraubs hatte ſich der arbeitsloſe Heinrich Schorpp vor dem Schöffengericht Karlsruhe zu verantworten. Am 14. Dezember 1924 machte ſich der Ange⸗ klagte in einer Wirtſchaft in der Oſtſtadt an einen Bekannten heran der 18. Mark in bar bei ſich hatte. Er lockte ſeinen Freund an das Kriegerdenkmal am alten Friedhof, eine zu Nachtſtunden menſchenleere Stelle, warf ihm einen Umhang über und beraubte ihn ſeines Geldes. Unter Zubilligung mildernder Umſtände ver⸗ urteilte das Gericht den Angeklagten zu 1 Jahr 4 Monaten Gefängnis unter Anrechnung der Unterſuchungshaft von einem Monat. Der Staatsanwalt hatte zwei Jahre Gefängnis beantragt.— Wegen Münzverbrechens hatte ſich der 46⸗ jährige Küfer Xaver Wagner aus Buſenbach und ſein Sohn und ſeine Tochter vor dem großen Schöffengericht zu verantworten. Sie hatten falſche Drei⸗ und Einmarkſtücke ausgegeben, die der Sohn des Angeklagten, der mitangeklagte Wilhelm Wagner in einer im Keller des elterlichen Hauſes eingerichteten Falſchmünzer⸗ werkſtätte hergeſtellt hatte. In Ettlingen und in Karlsruhe waren die Falſchſtücke ausgegeben worden. Der Vater Wagner wurde zu einem Jahr 2 Monaten Gefängnis, ſein Sohn zu vier Monaten und ſeine Tochter zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt. Schwurgericht Freiburg Die Tagung des Schwuraerichts Freibura i. B. unter dem Vorſitz des Landgerichtspräſidenten Dr. Groſch begann mit der Anklage gegen den 37 Jahre alten Alteiſenhändler Karl Rüger, der wegen Mordverſuchs gegen ſeine eigene Frau beſchuldigt wurde. Der Angeklagte behauptete, er habe keinerlei Totſchlagsabſichten gegen ſeine Frau gehabt, es habe ihm nur daran gelegen, ihr durch Schüſſe Anaſt einzuſagen. Mehrere Zeugen ſagten ſehr ungünſtiges über die Frau des Angeklagten aus. Der Staatsanwalt ließ die An⸗ klage wegen Mordverſuchs fallen und plädierte auf Totſchlagsverſuch und auf Beſtrafung wegen unerlaubten Waffenbeſitzes. Das Gericht von vier Monate Unterſuchungshaft abgehen. ‚ Schwurgericht Darmſtadt Das Schwurgericht verhandelte als einzigen Fall gegen die Ehe⸗ frau Leonhard Weber und den Maurer Bernhard Schäfer, beide von Birkenau i. O. wegen Meineid bezw. Anſtiftung dazu. Eine frühere Verhandlung wurde auf Antraa der Verteidigung abgeſetzt und Frau Wieber auf ihren Geiſteszuſtand unterſucht, was deren Zu⸗ rechnungsfähigkeit ergab. Frau Weber handelte aus Gefälliakeit und moraliſcher Schwäche: ſie hat ein umfaſſendes Geſtändnis abgelegt und wurde daher zur Mindeſtſtrafe von 1 Jahr Zuchthaus ver⸗ urteilt. Schäfer leuanete einen Diebſtahl, will bei ihm gefundene ge⸗ ſtohlene Gegenſtände von unbekannten Burſchen ins Haus gebracht bekommen haben. was Frau Weber geſehen haben ſoll. In An⸗ betracht ſeiner Skrupelloſigkeit und ſonſtiger Verſchärfungsgründe er⸗ kannte das Gericht unter Einbeziehung der Diebſtahlsſtrafe auf 3 Jahre 1 Monat Zuchthaus. 10 Jahre Ehrverluſt und dauernde Eidesunfähigkeit. Die Stadt Berlin zu ſechs Monalen Kurkoſten Davos verurkeilt Letzter Tage fand der Urteilsſpruch in dem Schadenerſatzprozeſſe des praktiſchen Arztes Dr. Arndt geaen die Stadt Berlin ſtatt. Dr. Arndt, der im ſtädtiſchen Krankenhaus Friedrichshain in Berlin angeſtellt war, hat ſich dort infolge der ungenügenden hygieniſchen Einrichtungen auf der Tuberkuloſe⸗Station ein Lungenleiden zu⸗ gezogen. Infolgedeſſen konnte der Arzt ſeiner Praxis nicht mehr nachagehen und ſtrenate deswegen Klage gegen die Stadt Berlin an. Der Gerichtshof verurteilte die Stadt Berlin zur Tragung der Kur ⸗ koſtenfür ſechs Monate Aufenthalt in Davos reſpek⸗ tive Zahlung von 600 Mark pro Monat. Dieſes Urteil iſt nur als ein Teilurteil zu betrachten, da es ſich noch nicht feſtſtellen läßt, ob der lungenleidende Arat in dieſer Zeit aebeilt ſein wird. Bier Mynate Gefängnis für einen Milchpantſcher. Das Schöffengericht Schweinfurt verurteilte den Gemeindediener und Milchſammler Stefan Ringer aus Oberauerheim wegen gemeinge⸗ fährlicher Milchpantſcherei zu vier Monaten Gefängnis. ):(Hingerichtet wurde am 25. Februgr früh 7 Uhr im Land⸗ gerichtsgefängnis in Landshut der Schweizer Johann Baptiſt Dengler von Wieſenfeld, der im Mai vorigen Jahres eine Bauersfrau ermordet und beraubt hatte. verurteilte dann Rüger zu zehn Monaten Gefänanis, wo⸗ Sportliche Rundſchau Südweſtdeutſche Meiſterſchaſten 1928 Auch dieſer große Wurf iſt gelungen, die füdweſtdeutſchen Amoteu Boseiſter ſind feſtgeſtellt! Die für den gleichen Tag für Heidelberg vorgeſehenen Kämpfe um die Titel erfolgte am 28. ebr. in Höchſt a. M. Die Turn⸗ und Sportgemeinde Höchſt a. M. die die Veranſtaltung übernommen hatte, gah ſich redliche Mühe, den an ſie geſtellten Anforderungen in jeder Hinſicht gerecht zu werden. Mit Ausnahme des allerdings nicht ſehr vorbildlich pünktlichen Beginns der nachmittags noch zu erledigenden Vorkämpfen und des Um⸗ ſtandes, daß der mit Eiſenkonſtruktion verſehene Ring nicht Jeder⸗ manns Gefallen fand, war auch wirklich alles in Ordnung. Die Kämpfe ſelbſt verliefen diesmal derart hart, wie die⸗ eben nur bei Amateurkämpfen der Fall ſein kann, wo über drei Runden alle Energien zuſammengeriſſen werden, dem Gegner die höchſte aller üdweſtdeutſchen Würden zu entreißen: die ſüdweſtdeutſche Meiſter⸗ chaft. Leider ſollte auch dieſes Jahr wiederum die Meiſterſchaft im Federgewicht das Sorgenkind des Verbandes werden, doch gottlob aus anderer Urſache wie im letzten Jahre. Weiter war ſehr zu be⸗ dauern das Ausbleiben des Mittelgewichtsverteidigers Gründel⸗Mhm. und des Anwärters auf den Halbſchwergewichtstitel Frank II⸗Mhm., wodurch man äußerſt intereſſante Begegnungen vermiſſen mußte und was zum Gefolge hatte, daß Kräuchi⸗Ludwigshafen Mittel) und Rodemich⸗Mainz(Halbſchwer) kampflos die Titel zufielen. Den Löwenanteil der zu vergebenden Meiſterſchaften mit ſechs Titeln riß der Bezirk Baden—Württemberg an ſich, die reſtlichen drei Titel fielen dem Pfalzbezirk zu, während der Mainbezirk dies⸗ mal leer ausging. Am Nachmittag wurden noch drei Vorkämpfe erledigt und zwar wurde Endlich⸗Ludwigshafen im Papiergewicht über den ſehr unrein kämpfenden Muſikant⸗Frankfurt durch deſſen Dis⸗ qualifikation nach dreimaligem Genickſchlag Sieger, Stich II⸗Mannheim wird von Hohage⸗Höchſt in drei Run⸗ den ausgepunktet; H. hatte die Führung übernommen und hatte es bei der mangelnden Deckung St.'s nicht leicht, ans Ziel zu kommen. Dieſer Kampf im Bantam fiel ſomit an Hohage. Das Mittelgewicht bringt Blum⸗Mannheim und Kräuchi⸗Ludwigshafen zuſammen. Bl. iſt für Kr. zu langſam. Die erſte Runde ſchon kann er bei anfangs lebhaftem Schlagaustauſch nicht alle ſchweren Dinger Kr.'s abdrehen, zeigt vielmehr ſchon Blut. Am Ende der zweiten, die für ihn ſehr bitter iſt, gibt er auf. Die Vorkämpfe wurden von Dorner⸗Nürnberg geringrichtert: er ging leider oft zu kraß vor und hätte gut daran getan, hin und wieder nachzugeben. Abends 8 Uhr wurde bei vollſtändig ausverkauftem Hauſe an die Austragung der Meiſterkämpfe geſchritten. Als Kampfrichter wirkten abwechſelnd Strack⸗Offenbach und Köbele⸗Mannheim, Punkt⸗ richter waren Dorner⸗Nürnberg, Zeller⸗München, Ehr⸗ hardt⸗Frankfurt und Scheid⸗Ludwigshafen. Nach Anſprachen des Veranſtaltungsleiters Karcher⸗Höchſt und des Verbandsvorſitzenden Kühle⸗Heidelberg kreuzten End⸗ lich⸗Ludwigshafen und Falk⸗V..R. Mannheim im Papier: gewicht die Handſchuhe. E. iſt treibend und landet gut. F. kann dann etwas ausgleichen, aber auch die zweite Runde iſt., der dann den ſich äußerſt tapfer haltenden F. einwandfrei auspunktet. Im Fliegengewicht treffen ſich dann Mitzel⸗Mainz und Schwar z⸗Phönir. Ein wirklich ſchöner Kampf, der bei leb⸗ hafteſtem Tempo abwechſelnd Szenen zeigt. Mitzel arbeitet vor⸗ züglich und auch Schw. kommt links gut an. M. ſucht durch ge⸗ naue Magenſchläge Schw. zu zermürben, landet dabei aber etwas zu tief und wird in der letzten Runde. einen ſicheren Punktſieg be⸗ reits in den Händen habend, disqualifiziert. Leinz⸗Mannheim läßt im Bantam durch ſeine meiſter⸗ hafte Arbeſt Hohage⸗Höchſt wenig zu einem genauen Treffer kommen und bringt dieſen oft ſtark ins Schwanken. Das Publi⸗ kum nimmt bei dieſem Kampfe eine ſehr varteiiſche Stellung für Hohage ein und verkennt die einfachſten Magen⸗ als Tjefſchläge. ., der einen klaren Punktſieg errang, wurde von Herrn Ehr⸗ har d⸗Frankfurt durch Ueberreichung eines Ehrenpreiſes als An⸗ erkennung für ſeine tadelloſe Vertretung der deutſchen Farben im Ausland gebührend geehrt. Der Federgewichts kampf brachte leider eine Unſtimmig⸗ keit und einen Proteſt des Bezirks Main für Röder I, der mit Raum⸗Phönix⸗Mhm. zuſammenkam. Beide kämpften zunächſt abwartend und Rö. übernimmt dann die Führung. Auch hier macht ſich das Publikum ſehr unangenehm bemerkbar, indem es bei einem regelrechten Niederſchlag Rö's. durch Ra. laut ſeine „Volksſtimme“ ertönen läßt. Beide zeigen ſich ebenbürtig, kampf⸗ ſtark und wendig, beſonders Raum gelingt es oft, gut abzudrehen. Nach drei unentſchiedenen und zwei Zuſatzrunden wird Ra. Sicg und Titel zugeſprochen. Einem darauf vom Bezirk Main einge⸗ legten Proteſt entſprechend, daß während der erſten drei Runden ſtatt drei nur zwei Punktrichter tätig waren, wird der Kampf wiederholt. Das Leichtgewicht zeigt in Haarmann E Ludwigs⸗ hafen einen guten Steher, ſodaß es Grokenberger⸗MBC.⸗ Mannheim nicht gelingen ſollte, ihn anders als nach Punkten zu ſchlagen. Gr. iſt allerdings durch eine Augenverletzung beim Ver⸗ einstraining benachteiliat, er führt jedoch ſtets und landet auch klarer und eindrucksvoller. ee Zwei Namensvettern machen ſich im Welter den Vorrang um den Titel ſtreitig, Werle⸗Kaiſerslautern und Werle⸗Phö⸗ nir⸗Mannheim. Viel Nahkampf. Inmitten der zweiten Runde reklamiert.⸗Kltrn. einen Tiefſchlag, der jedoch vom Arzt nicht beſtätigt wird. Nach der Schlußrunde wird dem Mannheimer, der durchweg das beſſere Teil für ſich hatte, einſtimmig der Sieg zu⸗ geſprochen. Mittel und Halbſchwer fallen— wie eingangs erwähnt — kampflos an Kräuch i⸗Ludwigshafen und Rodemich⸗Mainz. Bach⸗Heidelberg ſtartet im Schwergewicht mit Wolf⸗ Frankfurt. Bei lebhaftem Schlagwechſel gelingt es Bach, den Frankfurter, der anfangs Ausſichten hat, mehr und mehr in die Enge zu treiben und ihn zum Schluß kurz vor Ablauf der dritten Runde in überlegener Manier zur Aufgabe zu zwingen. Die nächſten Tage werden im ſüdweſtdeutſchen Amateur⸗Box⸗ lager eifrige Tätigkeit bringen. Zunächſt will ſich Phönix mit VfR. meſſen— auch ein Vereinskampf MBC.⸗Phönix iſt geplant— dann trifft am 4. April der diesjährige Halbſchwergewichtsmeiſter Rodemich⸗Mainz auf den letztjährigen Lutz⸗Pforzheim. Weiter wurde in Höchft ein Zuſammentreffen Mannheimer mit Münchener guten Kräften auf den 19. April getätigt und zum Schluß gedenkt der MBC. neben weiteren lokalen Veranſtaltungen mit einem ge⸗ ſellſchaftlichen Abend auf den Plan zu treten. Scharvogel. Waſſerſtanoͤsbeobachtungen im Monat März Rbein-Pegel J 24.] 25. 26. 27. 28. 3. Neckar-Begel 24. 28. 26. 27 28. 7. Schuſterinſel“ Jo.350.450.52f9.52J).570.7 Mannbeim 2 452.3 262 992 3 2 25 ſtehl....68.69.72.681.75.70 Heilbronn..700.75.74 Maran.37.38(.348..%.%%% nſeneene Mannbeim.29.25.23.2½2.22..23 Raub..78.7818 158—.71— Köln: 288.27.00.51½268.50 Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung, G. m. b.., Mannheim. E 8, Direktion: Ferdinand Heyme.— Chefredakteur: Kurt Fiſcher. Verantwortlich für den volitiſchen Teil: Hans Alfred Meißner:; für das Feuilleton: i..: Kurt Fiſcher; für Kommunalpolitik und Lokales: Richard Schönfelder: für Sport und Neues aus aller Welt: Willy Müller; für Handersnachrichten. Aus dem Lande, Nachbar⸗ gebiete, Gericht und den übrigen redaktionellen Teil: Franz Kircher; für Anzeigen: J. Bernhardt. Ronneſeldislęę Zromatisch und ausgleblg- Sftlig im Verdrauch Nlederlagen Ila allen Stadtteſlen eeeeee. — ** ———ͤ 5 — —— ̃ ̃—-—-:tT—— —— —— 0 9 6. Seife. Nr. 103 nene Mannbeimer Zeltung(müftag-Enegabe?) Dienstag, den 3. März 1925 Neue Mannhe imer Seitung Handelsblatft Univerſum Film.⸗G. in Berlin Die.⸗B., in der, wie gemeldet, die Bilanzen und die Um⸗ ſtellung des Aktienkapitals auf 45 Mill..4 genehmigt wurden, verlief ohne jede Debatte. Nach einſtimmiger Annahme der Papier⸗ markbilanz per 31. Mat 1924 wurde neu in den Aufſichtsrat Dir. Theodor Rilter GAa und Oscar Meßter gewählt. Als Ver⸗ gitung erhält der Aufſichtsrat pro Mitglied 3000 Re, die Mit⸗ glieder des Arbeitsausſchuſſes das Doppelte pro Jahr. Zu dem Konto„Beteiligungen“ in der R⸗U⸗Bilanz per 1. 6. 1925 von rund 50 Mill. R. bemerkte der Vorſitzende, daß von verſchiedenen Seiten der N geäußert worden ſei, dieſe Summe genauer zu ſpezi⸗ gieren. Im Intereſſe der Geheimhaltung des inneren Aufbaus des Unternehmens, und um der ausländiſchen Konkurrenz keine wertvollen Fingerzeige zu geben, müſſe es aber die Verwaltung ablehnen, die Firmen und Unternehmen einzeln mitzuteilen. Da im Kürze aber die Zulaſſung der Aktien zum Handel an der Ber⸗ liner und Frankfurter Börſe beantragt werden ſoll, ſo würde dann der für die Zulaſſungsſtelle notwendige Proſpekt den nötigen Aufſchluß geben. Jedenfalls könne geſagt werden, daß über 100 Geſellſchaften und Theater und die beiden Produktionsgeſell⸗ ſchaften in Tempelhof und Babelsberg angegliedert ſejen. Die ſtarke Entwicklung des Unternehmens erforderte neue große Mittel. Trotzdem ſehr günſtige Angebote aus dem Auslande vorlagen, die allerdings teilweiſe als Sicherheit Hypothekendeckung gefordert hätten, ſei man zu dem Entſchluß gekommen, den alten Aktio⸗ nären neue Gewinnchancen dadurch zu ermöglichen, daß die 15 Mill. betragenden 10 proz. Teilſchuldverſchreibungen den bisherigen Geld⸗ gebern angeboten würden. Dabet erwähnte der Vorſitzende, daß die Geſellſchaft eine hohe ſchwetzeriſche Goldhypothek durch Hergabe von 10 Mill. P. Aktien abgefunden habe. Die Ausſichten werden als ſehr günſtig bezeichnet. Mehr als 5000 Menſchen wer⸗ den von der Ufa ſtändig e Die Entwicklung der techni⸗ ſchen Verbeſſerung habe große Fortſehitte gemacht und beſonder⸗ das Auslandsgeſchäft nach Amerika(der Film„Der letzte Mann“ wird zurzeit mit großem Erfolge in Newyork aufgeführt) ver⸗ ſpreche den Aktionären gute Erträgniſſe. In Paris und London werden in dieſen Tagen große Filme der Geſellſchaft zur dortigen Uraufführung gelangen. Die Kulturabteilung ſei nicht mehr ein Zubußegeſchäft, ſondern werfe beträchtliche Gewinne ab. Die Ver⸗ gnügungsſteuer, die in manchen Städten noch jetzt 30—40 Prozent betrage, vernichte einen großen Teil der mittleren Theaterunter⸗ nehmer, die eine derurtig hohe Steuer nicht zu tragen vermochten und begünſtige ſomit die Bildung von Großunternehmen. Auch das Vetleihgeſchäft nach dem Auslande iſt zurzeit als ſehr lebhaft zu bezeichnen. Juckerfabrik Heilbronn Dem Bericht des Vorſtandes über das am 31. Auguſt 1924 beendete Geſchäftsjahr entnehmen wir folgendes:„Die drei erſten Monate des Geſchäftsjahres 1923/24 ſtanden ganz unter dem Ein⸗ fluß der Entwertung unſerer Währung, die ſpäteren unter den Folgen der Markſtabiliſterung mit der ſtändig ſich verſchärfenden Kreditnot. Selbſtverſtändlich konnte letztere nicht ohne Einfluß auch auf den Abſatz unſerer Erzeugniſſe bleiben, zumal während der Inflation offenbar größere Verbraucherkreiſe ſich mit mehr vder minder belangreichen Zuckervorräten verſorgt hatten. Hierin und in der Verarmung weiter Bevölkerungsklaſſen dürfte die Urſache für den gegenüber 1922/23 um etwa ein Drittel geringeren Zucker⸗ verbrauch Deutſchlands zu ſuchen ſein. Infolge der ungünſtigen Witterungsverhältniſſe iſt das Ergebnis der deutſchen Zucker⸗ erzeugung weſentlich hinter dem vorjährigen, aber auch hinter dem zurückgeblieben, was auf Grund des feſtgeſtellten Minderanbaues non 373 Prozent erwartet werden konnte. Der Geſamtausfall heträgt rund 21 Prozent, iſt aber in Süddeutſchland leider im allgemeinen noch viel größer. Von den letzten Feſſeln der Zwangswirtſchaft, mit denen die Zuckerinduſtrie zu Beginn des Geſchäftsjahres noch belaſtet war, ſind erfreulicherweiſe inzwiſchen einige weitere gefallen, allerdings nicht, ohne daß durch die plötz⸗ lichen Maßnahmen der Regierung— Freigabe der Mundzucker⸗ rücklage und zollfreie Einfuhr von Zucker— Abſatz und Preis⸗ entwicklung ungünſtig beeinflußt worden ſind. Zurzeit unterliegen lediglich noch die Einfuhr von Zucker und die Ausfuhr von Roh⸗ zucker der Genehmigung durch das Reichsernährungsminiſterium. Gegen die erſtmals im April und dann im Dezember 1924 erſolgte Freéigabe von insgeſamt 2/½ Millionen Doppelzentner Rohzucker zur Ausfuhr haben wir in Gemeinſchaft mit den übrigen 1 ſchen Raffinerien bei der Reichsregierung ſchärfſten Einſpruch erhoben unter Hinweis darauf, daß wie viele andere Raffinerien auch die unſrige nur ungenügend mit Rohzucker verforgt iſt und daß die Ausfuhr eines Rohſtoffes weder vom allgemein volkswirt⸗ ſchaftlichen, noch vom ſozlalen Standpunkt vertreten werden kann, ſolange das heimiſche Raffinationsgewerbe wegen Mangel an Roh⸗ zucker während eines großen Teils des Jahres der Betriebe ſchließen muß. Die Landwirtſchaft hatte keine gute Ernte, die meiſten Kulturen brachten infolge ungünſtiger Witterung nur mittelmäßige Erträge. Ueber das laufende Geſchäftsjahr läßt ſich heute nur ſagen, daß die Menge der verarbeitenden Rüben nicht unweſentlich die des Vorjahres überſtiegen hat, daß jedoch die Belaſtung durch Steuern aller Art nach wie vor unerträglich hoch iſt.“ Die Reichsmark⸗Eröffnungsbilanz per 1. Sepibr. 1924 weiſt folgende Poſten aus: Anlage⸗Werte 1 288 500 K¼, Vorräte an Zucker, Materialien, Steinkohlen u. andres 417 689 R⸗Il, Wertpapiere und Beteiligungen 573 771.1, Kaſſe, Poſtſcheck, Reichsbank 35 671 Rel, Wechſel 252 084.1, Außenſtände und Bankguthaben 1883 357.A, 1 Werte 1 104 276.4; andrerfſeits Stamm⸗Aktienkapital 3 763 200.4, Vorzugs⸗Aktien⸗ kapital 40 320 Rell, geſetzliche Rücklagen 380 352 R, Schuld⸗ verſchreibungen 9651 R⸗4, Hypothekenſchuld 130 844 Re, Guthaben der Gläubiger 1 390 000.4. Eine weilere Ablehnung des franzöſiſchen Kaualprozekts am Oberchein Der Badiſche Waſſer und Energie Wirtſchafts⸗ Verband in Mannheim hat ſich in ſeiner letzten Vorſtands⸗ ſizung mit der Frage des Ausbaues der Oberrheinſtrecke Baſel—Kehl beſchäftigt. Er tritt darnach unter Ablehnung aller anderen Projekte nachdrücklichſt für die Regulierung ein. Der Rheinſtrom, als die größte und bedeutendſte Binnenwaſſerſtrecke Europas, die auch als der gegebene, natürliche Verkehrsweg nom Bodenſee zum Meer zu betrachten iſt, darf nicht durch Schleuſen und Wehre verbaut oder durch einen Seitenkanal abgeleitet werden, wenn die techniſche Möglichkeit beſteht, den natürlichen Lauf der⸗ maßen zu regulieren, daß er den Bedürfniſſen eines Großſchiffahrts⸗ 1 weges entſpricht. Dieſe techniſchen uhen dee dürfen heute als gegeben bezeichnet werden. Es erhebt daher auch der Badiſche Waſſer⸗ und Energie⸗Wirtſchafts⸗Verband ebenſo im Intereſſe der Schiffahrt, wie vom Standpunkt des geſamten Wirtſchaftslebens Südweſtdeutſchlands die dringende Forderung, daß die zuſtändigen Stellen alles daran ſetzen, daß allein das Regulierungs⸗ projekt zur Ausführung gelange. Alle Vertretungen von Schiff⸗ fahrt, Handel und Induſtrie, von Landwirtſchaft und Handwerk werden zur Mitarbeit für die Erreichung dieſes Zieles aufgefordert. Börſentrauer am Mitltwoch Der Berliner Börſenvorſtand trat heute vormittag 107 Uht zu ſeiner üblichen Monatſitzung zuſammen. Als einer der erſten Punkte der Tagesordnung iſt vorgeſehen, die Berliner Börſe mit Rückſicht auf die offiziellen Trauerfeierlichkeiten am kommenden Mittwoch geſchloſſen zu halten. Es iſt anzunehmen, daß der Börſenvorſtand dieſen Vorſchlag einſtimmig gutheißen wird. Gleichzeitig ſind Vorkehrungen getroffen worden, um auch die Börſen in Frankfurt a. und Hamburg zu dem gleichen Vorgehen zu veranlaſſen. *Die Badiſche Skaatsbank hat im Anſchluß an das Vorgehen der Reichsbank ihren Diskontſatz in gleicher Weiſe herabgeſetzt. 2·: Badiſche Geſellſchaft für Juckerfabrikakion Waghäuſel. Nach der genehmigten Reichsmark⸗Eröffnungsbilanz beträgt das Geſell⸗ ſchaftsvermögen 10 496 640.1. Unter Umſtellung der Stamm⸗ aktien im Verhältnis von 25:1 und der Vorzugsaktien im Verhält⸗ nis von 50:1 beſteht das Grundkapital auf 9 408 000 R Stamm⸗ aktien, 134 400.„4 Vorzugsaktien und 954 240.4 geſetzlicher Rücklage. Je 40=„ Stammaktien gewähren 1 Stimme, ſe 20 R Vorzugsaktien 24 Stimmen. Aus dem Papiermarkreingewinn werden auf 1000 Pen Stammaktien 2 Re1, auf je 1000.& Vorzugsaktien 1,40=H Dividende zur Verteilung gelangen. Vorausſichtlich keine Dividende bei den Berlin ⸗ Karlsruhet Induſtriewerken. Wie Berliner Blätter melden fand am geſtrigen Montag die Aufſichtsratsſitzung bei dem Unternehmen ſtatt. Es dürfte aller Vorausſicht nach mit einer Dividendenausſchüttung nicht zu rechnen ſein, da die Verwaltung im erſten Unſtellungs⸗ jahr eine recht vorſichtige Bilanz herausbringen dürfte. Es ſind hierbei beſonders die Schwierigkeiten der Umſtelkungs⸗ organiſation der Geſellſchaft, die bekanntlich vor Jahren nur Waffen fabrizierte und ſich feitdem auf verſchiedene Handels⸗ artikel umgeſtellt hat, zu berückſichtigen. Aller Wahrſcheinlichkeit nach dürfte die Bilanz jedoch mit einem Ueberſchuß abſchließen. 2⸗: Oberrheiniſche Seidenweberel G. m. b.., Cörrach. Die hat das Stammkapital um 65 000 auf 100 000 R⸗ erhöht. Konkurseröffnung. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Max Schlüſſelberg in Karlstuhe(Werderſtr. 100) wurde das Konkursverfahren eröffnet. Anmeldung der Forderungen bis 26. März. Prüfung 30. April A. 6, Karlsruhe. „Miag“ Mühlenban und Induſtrie.⸗G., Frankfurl a. M. In der ee der Miag wurde beſchloſſen, der am 27. März d. J. ſtattfindenden.⸗V. die Verteilung einer Divi⸗ dende von 7(i. V. 0) Prozent ſowohl für die Vorzugs, wie für die Stammaktien vorzuſchlagen. Die der Miag angeſchloſſenen Mühlenbaugeſellſchaften haben ihre Abſchlüſſe noch nicht vorgelegt, ſo daß die von dieſen zu verteikenden Dividenden erſt dem Erträgnis des neuen Geſchäftsjahres der Miag zugute kommen. «inke⸗Hofmann⸗Lauchhammer.⸗G. Die.⸗V. beſchloß die Goldumſtellung. 150 Mill. Schutzaktien werden ein⸗ gezogen, die reſtlichen 500 Mill. ½ Stammaktien werden in 60 Mill. Re bei 12 Mill. R. Rückſtellungen umgeſtellt. Nach Angaben der Verwaltung ſind die Verfeinerungswerke der Geſell⸗ ſchaft durch das Ausbleiben der Reichsbahnbeſtellungen ſchwer betroffen worden, beſonders das Breslauer Werk. Der Maſchinen⸗ bau, insbeſondere der Bau von Dieſelmotoren und ſtationüren Keſſeln, gab einen kleinen Erſatz für die fehlenden Beſtellungen von Güterwagen und Lokomotiven. Vor kurzem ſei ein größerer Auf⸗ trag auf Lokomotiven und Perſonenwagen aus Braſilien ein⸗ gegangen, der wenigſtens für die nöchſten Monate eine gewiſſe Beſchäftigung der Werkſtätten gewährleiſte. * Auslandsaufkräge für die deutſche Induſtrie. Die Firma. J. A. Maffei in München hat von der ägyptiſchen Staatseiſenbahn Auftrag auf Lieferung von 5 Perſoneng en lokomotiven zu je 2050 Pfund erhalten. Die Firma betan Zuſchlag gegen 35 Konkurrenten. Die ägyptiſche Staatseiſen den⸗ hat Auftrag auf Lieferung von Halbwattlampen und Metalliin lampen Osram im Werte von 157 000 ägyptiſchen Pfund erteilk. Deviſenmarkt Weiteter Rückgang des franzöſiſchen Franken Die Mark kam heute früh mit 4,20 aus Newyork. wurden folgende Newyorker Kurſe(nachbörslich) gemeldet: 953905 476/16, Pate 506,50, Schweiz 1922, Italien 400,75, Holland 55 Wien 1476, Prag 29678, Warſchau 1925, Chriſtiania 1523, 7 hagen 1786, Stockholm 2695, Brüſſel 500, Madrid 1419, Arg tinien 4000. ſund In Goldmark reſp. Goldpfennig koſteten: das engliſche 5 die 20, Paris 21,27 Pfg., gegenüber geſtrigen 2155 fcrag Schweiz 80,71 Pfg., Italien 16,83 Pfg., Holland 1,67,55, 12,47 Pfg., Chriſtiania 75 Pfg., Brüſſel 21 Pfg., Argent Börſenberichte Mannheimer Effektenbörſe 5 ten bei Maunheim, 2. März. An der heutigen Börſe notier N Rheiniſche Creditbank 3,55, 35 Hypothekenbank 8,5, Badiſche Anilin 29,875, Kali Weſteregeln Wolff Brauerei Ganter 40, Brauerei Kleinlein 123, Seilinduſtrie g, .5, Benz u. Co. 5, Mannheimer Gummi 3,2, Mez u. Söhne Salzwerk Heilbronn 160, Wayß u. Freytag 3,50. Waren und Märkte Berliner Metallbörſe vom 2. März Preiſe in Feſtmark für 1 Kg. abgeſchwächter Haltung: 4* 2. Alumintum 1. 4 35250 Elektraſhtkupfer 189.25 138,75 in Barren 245•.50.25.530 ſiaffinadekupfer 1527.28.26..27 Zinn, ausl. 5,35•5,40 815⸗520 Blei.75⸗0.76.74,7s Büttenzinn 948.880 8900 RohzinklBp.⸗Pr)———.— Nickel..0 4784½5 do.(fr. Verk)—— 0,½74·0,75 Antimon.28(125 94,3008½ Plattenzink.68.969.65.908 Silber für 1 Gr, 34,75.55,75 ½ Uluminium 2,35..40 2,35•2,40 Platin p. Gr. genben, 2. März(80) Metallmarkt.(In Lſt. f. b. engl... v. 1016 2 35 75 1. 2.] Blei 2700 3499 Kupfer Naſſa 64 50 63,85 beſtſeleck. 69,— 68,75 Zink 13.75 12.75 du. 3 Monat 88,35 64,35 Nickel 185,— 165,.—Aueckſilber 70.— 70.— 59. Elektol. 60.75 69,.— Zinn Kaſſa 258.50 254.—[Regulus 5 i o- Frankfurter Getreidebörſe vom 2. März. An der heutig Getreidebörſe notierten bei leicht befeſtigter Tendenz: b50 2 neuer 21,50—26,25, Roggen, inländ. 22,25—26, Sommergerſ meh bis 21, Hafer, inländ. 17,50—22,75, Mais 22,25—22.50, Weige l, 42,50—45,50, Roggenmehl 38,75—40,.— Weizenkleie 13,%UJ6 Koggenkleie 14,25—14,50, Erbſen 32—.40, Linſen 48—55, Heu⸗ glle⸗ deutſches 9,50—10, Stroh 5,50—6 und Biertreber 20,50—21, in.„ je 100 Kg. 1eb de⸗ 9- Jrankfurter viehmarkt vom 2. März. der Auftris fen Hauptmarktes beſtand aus 1430 Rindern, 375 Kälbern, 264 t: und 3772 Schweinen. Notiert wurde der Zentner Lebendgenſet Ochſen 38—58, Bullen 38—30, Färſen und Kühe 12—38, 70 und 50—76, Schafe 32—48, Märzſchafe 20—30, Schweine 60.—bang⸗ Sauen und Eber 55—65.. Marktverlauf: Bei Rinden zum. ſamer, bei Kleinvieh und Schweinen reger Handel; Markt ge 7— iddlin „Bremen, 2. März. Baumwolle. American Fully middling e. 28 g. mm joko per engl. Pfund 28,02(27,8) Dollarcents. Tagen Magdeburg, 2. März. Jucker prompt innerhalb 73 4800, 18—18,25, Lieferung April⸗Mai 18,50—18,62, April⸗ Juli⸗Auguſt 18,75, ruhig. Schiffahrt Schiffsverkehr in den Mannheimer häfen en: In der Woche vom 23.—28. Februar ſind angetemgepp⸗ talwärts 1 beladener Dampfer mit 33 Tonnen, 9 beladene 105 mit kahne mit 4482 Tonnen, bergwärts 25 beladene Dampf onnen: 2861 Tonnen, 91 beladene Schleppkähne mit 63 068,6 beladene abgefahren ſind: talwärts 4 leere Dampfer und 25 5 5 it mit 1750 Tonnen, 60 leere Schleppkähne und 30 bela 17 773 Tonnen, bergwärts 3 beladene Dampfer mit 208 3 leere Schleppkähne und 11 beladene mit 5893 Tonnen. ähne m Neckar ſind talwärts gekommen: 35 beladene Schleppen⸗ und 9 5886 Tonnen, bergwärts abgefahren 34 leere Schleppkähn beladene mit 805 Tonnen. iſ Der Schiffsverkehr in der Zeit vom.—28. Februar„ beladene folgende Ziffern auf: Angekommen ſind: talwärts lodene! it Dampfer mit 77 Tonnen, 9 leere Schleppkähne und 18 beka cannen, 5580 Tonnen, bergwärts 82 beladene Dampfer mit 7 75 Tonnen, 1 leerer Schleppkahn und 458 beladene mit 277 470% beladen⸗ Abgefahren ſind: talwärts 10 leere Dampfer und 65 dene mit 5582,5 Tonnen, 295 leere Schleppkähne und 111 betanronnen, 50 059 Tonnen, bergwärts 3 beladene Dampfer mit 11 leere Schlepptähne und 46 beladene mit 22 406,5 Tonn beladen⸗ Auf dem Neckar ſind talwärts angekommen: 131 1¹3 leere Schleppkähne mit 25 086 Tonnen, bergwärts abgefahren: Schleppkähne und 40 beladene mit 3765 Tonnen. 1 chlepp Dampfer: 10 leers zere Der Geſamtverkehr ſtellt ſich auf: 4 167 beladene mit 14352 Tonnen. Schleppkähne⸗ 1¹⁶ und 633 beladene mit 355,315,9 Tonnen. Auf dem leere und 179 beladene Schleppkähne mit 28 851 Tonnen. 0% aller Teilnehmer o Aller leimenme an der vom 112. Nürz stattfindenden Deutschlendfehrt— des jöngsten und schw/erigsten Kreftred-Wettbewerbs des gehtes über meht els 5200 Kiometer— stoſteten em 1. Nôtz in K Kraftradreifen 2 2 2 —+ — 11414 Dienstag, den 3. März 1928 7. Selte. Nr. 103 —— der geburtmgotuclien igt vorirefflich geraten, weil er mit der Feinkostmargarine„Schwan im Blauband“ zubereitet wurde. Neben inrem köstlichen Aroma sind es der grosse Nahrwert und der wohlfeile Preis, welche die Blauband-· Margarine jeder Hausfrau unentbehrlich machen. [Mittag⸗Rus gabe) ANeue Mannbeimer Zeitung Todes-Anzeige. Unerwartet tasch wurde aus einem arbeitsreichen Leben das Miiglied unseres Aufsichtsrates, Herr fnst Rudolf Loeb irektor der Dresdner Bank Fiale Alanaheim von uns geiissen. Emzs Wir verlieren in ihm einen uneimüdlich tätigen Mitarbeiter, der seine teichen Ertahrungen jedetzeit zum Nutzen der Fitma zur Verfügung gestellt hat Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewaht en. Mannheim, den 2. März 1925. Aufsichtsrat und Vorstand der Firma Benz& Cie. Rhein. Automobil- u. Motorenfabrik.-G. Mannheim-Waldhof. Preis 50 Pfennig dlas Halbpfund in der bek annten Packung. teppdecken von Spez.⸗Geſchäft auf Teilzahl. 3 wöchentl., auch monatl. Gefl Adr. u. H. H. 20 a. d. Geſchſt. B1069 5 e 3 Hir bitten, beim Einkauf von„Schuan im Blauband' das farbig illustr. Familienblatt, Die Blauband · Woches gratis zu verlangen. Statt jeder besonderen Anzeige. Tiefeischüttert teilen wir Verwandten, Fieunden und Beannten mit, daß mein innigst Feliebter Mann, det tleu- desoigle Vater seinel Kindet, B ude, Schwager und Ongel Anton Traut heute morgen 5½ Uhr, im Alter von 40 lah en on seinem angen qua volen mi großer Geduld ertragenen eiden, jas ei sich im Kriege zugezogen hatte, durch den Tod enöst wurde. ͤ rn Mintſiche Belanntmachuggen Nachdem in dem Gehöft der Auguſt Koch Witwe in Edingen Hauptſtraße Nr. 21 die Maul⸗ und Klauenſeuche ausgebrochen iſt, werden folgende Anvrdnungen getroffen;: Sperrbezirk. Die Gemeinde Edingen einſchl. Edinger Hof bildet einen Sperrbezirk i. S. der 88 161 ff. der Ausfüf rungsvorſchriften des Bun⸗ desrates zum Reichsviehſeuchengeſetz. Mannheim, den 27. Februar 1925. 10 Badiſches Bezirksamt— Abt. IV. Pelzhaus Schüritz o7.1 Wir gewähren bis auf weiteres auf sämtliche noch vorrätigen pelze, pelzlacken, pelz mänfel u. s. w. 10—-20% Rabeit Alles beste Kürschnefrarb eit in eleganter Verarbeitung. Großes Lager in Fellen für Besäfze. Mannheim, den 2. März 1925 Q7, 28 in tiefem Schmerz: Kätehen Traut geb. Stumpf und Kinder Alfre und Hedwilg. 5 7 Reparaturen, sowie Maßanfertigungen in eigener Kũrschnerei. 84⁵ Die Beerdigung findet am Mittwoch. 2½ Uhr. von der Oeffentſiche Versteigerung. 22 Leichenhalle aus siait 6228 Gemäß a 00 5. 8 2 reſte 195 10 1 der L. ert öbelſpedi⸗ örg 1 175 725 deen. an eahe de ann Wiitwöch, den lidde d Tclicbpsg, 0. Nabidetenoe. en e Infolge Verlegung der 4. März, nachmittags 2 Uhr: 2 aufgerüſt. Betten(Meſſingbettſtellen), 2 Nachttiſche, 1 großer Schrank, 1 Toiletten⸗ Wärde anzche Freitag, den 6. März ſitzung auf Einfaches, ſauberes NHadchen Todesanzeige. Am 1. März nachtis 11 Uhr veischied infolge Herzschlags meme liebe Frau, unsere Mutter, Grobmutte: und lante Fyan Ida Fütterer im Alter von 53 Jahien. Mannheim Rheinhäuserstr. 62), den 2 März 1925 im Namen der tiauernden Hinierbliebenen: eines 2570 tiſch, 1 Eßzimmer— eichen geſchnitzt— 1 weiße moderne Küche, 1 Emailherd, 1 Gas⸗ herd, 2 Kamine, 1 Herrenzimmertiſch, 1 gr. Bücherſchrank, 1 Standuhr, 2 Stühle. 1 Re⸗ gulator 1 Klubgarnitur, 1 Rauchtiſch, 1 Garnitur Rohrmödel, 1 Rohrſtehlampe, zwei elektr. Lüſter, 2 Kipplampen, verſch. Oel⸗ gemälde, Bilder, Spiegel, 2 verſenkb. Näh⸗ maſchinen, Singer. Haid u. Nen. 1 Kaſſen⸗ ſchrank, 1 Badeeinricktung, 1 Weinſchrank. 1 Flurgarderobe. 2 Grammophone m. Pl., 1 Schreibtiſch mit Stuhl, nußb., 2 Schränke, verſch. kleinere Haus⸗ und Küchengeräte. Am Donnerstag, den 5. 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