M SK * z — rrrre * 11 44 rerr eeerereeere 0 Donnerskag, 5. März Neue Mannheit Mannheimer General Anzeiger Veilagen Bilde, dei Woche Sport u. Spiel Aus Zeit u. Leben mit Mannheimer Muſik⸗Jeitung Mannheimer Frauen-Jeitung Unterhaltungs⸗Beilage Aus der Welt der Cechnik Wandern u. Neiſen Geſetz l. Necht dezugspreiſe: In Mannheim und Umgebung frel in⸗ Haus oder durch die Poſt monatl..⸗M. 2050 Bel evtl. Aenderung der wirtſchaftl. Verhältniſſe Nach⸗ rung vorbehalten. Poſtſchecktonto Nr. 17590 Karls⸗ ſelen Hauptgeſchäftsſtelle E 6, 2.— Geſchäfts⸗Neben ⸗ 5 Waldhofſtraße ö, Schwetzingerſtraße 24. Meerfeid · 5 11.— Fernſpr. Nr. 7041—7945,— Telegr.-Adreſſe eralanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. zwölfmal. Mitlag⸗Ausgabe Preis 10 Pfeunig 1925— Nr. 107 eilung Anzeigenpreiſe nach Tarif, bei Vorauszahlung pro ein⸗ ſpaltige Kolonelzeile für Allgemeine Anzeigen.40.⸗M. Reklamen—4.⸗M. Für Anzeigen an beſtimmten Tagen Stellen und Ausgaben wird keine Verantwortung über⸗ nommen. 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Einen tiefen Ein⸗ zuck wird bei allen, die dem intimen Trauc el im Hauſe des eichspräſidenten beiwohnen durften, die Ausſchmückung der ver⸗ ſchiedenen Räumlichkeiten hinterlaſſen haben, die durch Künſtlerhand zu einem einheitlichen Ganzen umgeſtaltet worden waren. Welcher kantraſt, als man aus dem dumpfen Getöſe der menſchendurchbran⸗ eten Straßen durch den von herrlichen Kranzſpenden flankierten orhof des Palais, unter einem ſchwer herniederhängenden tief⸗ chwarzen Baldachin in das Veſtübil trat und ſich plötzlich umfangen ſühlt von einer weihevollen Stille, von einer Entrücktheit, die alle aufs Aeußerliche abirrende Gedanken auf die eine Stelle bannt: Dort . wo im erſten Stock, in dem Saal, der ſonſt heiterer Geſellig⸗ diente, der tote Präſident im ſchlichten Eichenſarg aufgebahrt legt. Dazu der ſüßherbe Duft von Blumen, Lorbeer und friſchem annengrün, das melancholiſche Flackern der am Fußende des Sar⸗ ges ſteilaufflammenden Kerzen, unter den wir aus Stein gehauen aldaten im Stahlhelm die Totenwacht halten. Und dieſe ſtillen Zäume, langſam ſich füllend mit einer erleſenen Trauergemeinde, le vereint, was im öffentlichen Leben Rang und Geltung hat, das lomatiſche Korps, die Mitglieder des Reichs⸗ und des Preußen⸗ bubinetts, die Vertreter der Länder, Prominente aus Politik, aus lriſchaft, Kunſt und Wiſſenſchaft, die Fülle klangvoller Namen zu krſchöpfend. Einige beſonders markante Geſichter fallen auf: Das inbewegliche Geſicht des Generals v. Seeckt mit dem ſtahlblauen alten Auge hinter dem Einglas, die ſcharf geſchnittenen Züge des untius Pacelli, der in ſcharlachrotem Gewand feierlich vor dem Wee ſich bekreuzigt, Lord'Abernon, des engliſchen Botſchafters 8 außbärtiges Ariſtokratengeſicht, die charakterſtiſchen Köpfe der Zeich⸗ 2 Käte Kollwitz, Max Reinhardts, des Schauſpielers Baſſer⸗ l Eine gedämpft umflorte Stimmung herrſcht, die Schritte ver⸗ 270 auf weichen Teppichen. Im Flüſterton werden Wocte ge⸗ ſch, faſt glaubt man den Atem der Verſammelten zu vernehmen; Milt plötzlich läuft eine Bewegung durch die Reihen: Die Fa⸗ zule Ebert erſcheint. Zuerſt die Gattin, geleitet von dem treuen bbn delte des Verſtorbenen, dem Staatsſekretär Meißner, dahinter S01 Tochter und die beiden Söhne und während leis verhaltenes d0 585 der gramgebeugten Witwe, die krampfhaft die Hand der dus umfaßt hält, erſchüttert die Stille durchbricht, erklingen wie warſch ter Ferne, von der Meiſterhand Klubus dirigiert der Trauer⸗ Nüt aus Beethovens Eroica. Von der andern Seite des Saales le als er beendet, der Chor ein, und nun hält der Reichskanz⸗ den de Totenrede. Vielleicht hätte Dr. Luther, ſo wenigſtens empfan · eched es, auf eine ausführliche politiſche Würdigung des Dahin⸗ edenen an dieſer Stelle beſſer verzichtet, vielleicht hätte er daz blen wicht auf die Charakteriſtit des Menſchen Ebert legen nicht Sicherlich iſt es nicht Dr. Luthers Schuld, wenn ſeine Worte ſch 9 den Weg zum Herzen finden wollten. Hier offenbarte wögſz n der Mangel des Kompromiſſes, zu dem man aus allen deſteiden Rückſichten heraus ſich bei der Anordnung der Feier hatte wehren müſſen. Man konnte nicht ganz des Eindrucks ſich er⸗ „als ob dieſer Nekrolog, der im Reichstag wohl am Platze alteg en wäre, den Rahmen dieſes doch mehr häuslichen Trauer⸗ drett prengte. Auf die herrlichen Eingang⸗worte, die Dr. Luther Wogen an Frau Ebert richtete, folgte eine ſtiliſierte, ſehr ſorgfältig Poben⸗ und in allen Einzelheiten ausbalancierte Charaktertſtit didue itikers und Staatsmannes Ebert, die um deswillen des indi⸗ nöchten Gepräges ermangeln mußte, weil ſie, wie wir vermuten daben. zuvor die Zenſur des Geſamtkabinetts paſſiert Summ wird, und es konnte dann auch kaum ausbleiben, daß die bnte des Verſtandes ſchließlich die des Herzens gar zu ſehr über⸗ Vorte War das nötig? Erſt zum Schluß fand Dr. Luther wieder doch: die auch die Gefühlsſaite anklingen ließen. Aber während man don zit widerſtrebenden Empfindungen kämpfte, hebt die Muſtt mpor m an. Unter Mozartſchen Trauerklängen ſchwebt der Sarg aſen Sobald er unten im Portal ſichtbar wird, formiert ſich unter deſie Kommandos und dumpfem Trommelwirbel die Truppe zum Lrmarſch. Der ſchier endloſe Zug ſetzt ſich in Bewegung. Seten der Freitreppe des Reichstags aus, zu deren dat Reichsbannerleute und Studenten in Wichs Spalier bilden, Gruß gspräſident Löbe dann dem Toten noch einen letzten un engerufen. Eine kurze Anſprache nur über den Sarg hinweg wenge nach Tauſenden und Abertauſenden zählende Menſchen⸗ ſe cht ſeine markige Stimme weithin hörbar, obwohl Wehmut n Sirditert Zuletzt gibt es ſich wie von ſelbſt, daß er zu dem 0 u Schlummernden wie der Freund zum Freunde ſpricht. Nen dann die letzte Etappe: Zwiſchen Menſchenmaſſen, die ehr⸗ g entblößten Hauptes ſeiner harren, hat der Zug langſam sdamer Platz erreicht. Unzählige haben hier noch ein⸗ — die Trunerſeier füt Eberk in mal Gelegenheit gehabt, von dem erſten Präſidenten der deutſchen Republik Abſchied zu nehmen. Der Sonderzug mit der Leiche des Reichspräſidenten hat das Weichbild Berlins verlaſſen. Die unabſehbare Schar der Menſchen, die dem Toten das Seleite gab und in dichten Reihen den langen, langen Weg vom Palais bis zur letzten Station den Potsdamer Bahnhof umſäumte, ſind in das Labyrinth der Straßen zurückgeebbt Die Wilhelmſtraße mit dem Präſidentenhaus, auf dem die Fahne in dem Augenblick, wo man Friedrich Ebert hinaustrug, niedergeholt wurde, liezt einſam und verlaſſen wie zuvor. Der graue Werktag tritt wieder in ſeine Rechte. Heute, am eigenklichen Beiſetzungstage, wird das offizielle Berlin noch die Zeichen der Trauer tragen; am Freitag wird der Kampf, der ja ſelbſt an der Bahre des toten Prä⸗ ſidenten nicht ruhen wollte, mit erneuter Heftigkeit aufflammen: Der Kampf um Eberts Erbe! die Rede des Neichskanz ers wandte ſich zunächſt an die Witwe und an ihre Kinder, an deren Schmerz In⸗ und Ausland aufrichtig teilrn ihmen. Sie ſei dem Ver⸗ ſtorbenen eine tapfere, verſtändnisvolle Gefährtin geweſen und habe ihn in ſeinem hohen Amte mit fraulichem Feingefühl unterſtützt. Zwei Söhne habe ſie ihm Weltkriege dem Vaterland zum Opfer ge⸗ bracht. Ihr Herz ſei erfüllt von dem Empfinden, daß die tödliche Krankheit des Reichspräſidenten nicht ohne inneren Zuſammenhang war mit all der Seelennot, die er ſeit vielen Jahren um das Schick⸗ ſal des deutſchen Volkes getragen habe. Beſonders habe ſie mit ihm unter der politiſchen Umwälzung ſehr viel gelitten. Dem Politiker Ebert widmete der Kanzler folgende Worte: Reichspräſident Friedrich Ebert, an deſſen Bahre für das Deutſche Reich und für das deutſche Volk ich hier ſprechen darf, hat einen Lebens⸗ weg durchſchritten, der ihn zur Höhe geführt hat. Aber der Weg war ſteil und mühſam und forderte von dem Wanderer herbe Pflicht⸗ erfüllung. Wie falſch haben ſich ſo Manche ſowohl aus der breiten Maſſe des Volkes, der zu entſtammen er ſich ſtets mit Stolz rühmte, wie auch unter den Trägern alter Ueberlieferung das Leben dieſes Mannes vorgeſtellt. Wir, die wir ihn in ſeiner Akbeit im Dienſte des Volkes und als Menſch kannten, wiſſen, daß er ohne Rückſicht auf ſeine Perſon mit aller Kraft ſeiner großen Gaben das Gute für Alle erſtrebkt hat. Ebert war ein gerechter deutſcher Mann. Bei allen Völkern der Erde gilt als beſonderer Maßſtab der Treue die Einſetzung für das Vaterland in den Stunden der Not. Als Deutſch⸗ land beim Ausbruch des Weltkrieges in größter Bedrängnis war, trat er ſofort entſchloſſen für die Notwendigkeit ein, Parteiwünſche und Parteiziele ruhen zu laſſen und nur dem Gedanken an das Vater⸗ land zu dienen. An führender Stelle hat er geholfen, gegen Wider⸗ ſtände die Bewilligung der Kriegskredite durchzuſetzen. Noch im Juli 1918 iſt er von der Tribüne des Reichstages aus für die Bewilligung weiterer Kriegskredite eingetreten, mit der Begründung, daß die Segner den Frieden verweigerten, der auch für das deutſche Volk ehrenvoll geweſen wäre. Nach dem Zuſammenbruch hat Friedrich Ebert ſeine ganze ſtarke Perſönlichkeit dafür eingeſetzt, den Gedanken, das Staatsweſen durch Gewalt zu geſtalten, ſo raſch als möglich zu verlaſſen, damit der Sedanke des Rechts wieder zur Herrſchaft gebracht würde. Seinem mannhaften, zielſicheren Schaffen, das dem Rauſch der Staats⸗ umwälzung nicht erlag, verdankt das deutſche Volk, daß ſchon zwei Monate nach dem Zuſammenbruch die Wahlen zur Nationalverſamm⸗ lung ſtattfinden konnten. Die Nationalverſammlung hat ihn dann bald zum Reichspräſidenten gewählt, nachdem er es abgelehnt hatte, ſich in der rechtloſen Zeit zum Reichspräſidenten ausrufen zu laſſen. Beibehalten hat er das Amt nur, nachdem die Mehrheit des Reichs⸗ tages ihm eine unzweifelhafte Rechtsgrundlage gegeben hatte. Die Hinderniſſe, die es während ſeiner Amtszeit zu überwinden oder zu umgehen galt, waren ungezählt. Die Außenpolitik führte von Enttäuſchung zu Bitterniſſen und von Bitterniſſen zu neuen Enttäuſchungen. Ein erſtes Aufhellen der Nebel noch zu ſehen iſt Friedrich Ebert vergönnt geweſen durch den Abſchluß des Londoner Abkommens und den Geiſt wirklichen Friedens, der in London lebendig war. Schwer gelitten hat der Tote unter der neuen Verdichtung des Nebels, der durch die Nichträumung der erſten Rheinlandzone über das deutſche Volk geſunken iſt. Die innere Politik ſeiner Amtszeit war erfüllt von Erſchütterungen und Wechſelfällen. Sein Herzenswunſch war, wie ich bezeugen kann, über alle Parteiſchwankungen und politiſche Zerklüftungen hinweg die Ataft det Einigkeit im deutſchen Volke wach zu rufen, voll innerer Liebe für ſell engere Heimat Baden, in der er die letzte Ruhe finden ſoll, und voll Einſicht in den Werdegang un⸗ ſeres Staates hatte er den Wunſch, das Einende im Mutterlande, das alle Deutſchen umfaſſen ſoll, wach zu rufen. Er hat alles getan, um dieſen Ausdruck tatſächlich hervorzurufen. Zur rechten Stunde und mit vollem Erfolge hat er„Deutſchland, Deutſchland über alles“ als Lied aller Deutſchen neu verkündet. Daß er auch in der Flag⸗ genfrage, die in ſo gefährlicher Weiſe das deutſche Volk zu ſpalten droht, mit vollem Verſtändnis eine Ueberwindung der Gegenſätze ge⸗ wünſcht hat, iſt durch die Bekundung eines Mannes der gewiß politiſch auf einem anderen Voden ſteht als der Entſchlafene, erſt in dieſen Tagen der Trauer bekannt geworden. Gewiß hat Friedrich Ebert auch, nachdem er Reichspräſident ge⸗ worden war, ſeinen varteipolitiſchen Ausaangspunkt als Sozial⸗ demokrat niemals verleugnet. Aus dieſer Tatſache kann im Rah⸗ men unſerer Reichsverfaſſung doch wohl ein arundſätzlicher Einwand gegen ſeine Eignuna als Reichspräſident nicht hergeleitet werden. Auf das Wohl des Ganzen, auf Ueberparteilichkeit war ſein Wollen ab⸗ geſtellt. Für ſicher halte ich, daß er die Dinge des Lebens manchmal anders geſehen und' gewertet hat als ein Staatsmann anderen Ur⸗ ſprungs es getan hat. Solche Bedinatheit iſt Menſchenlos. Friedrich Eberts entſcheidende Taten werden nie als Zeugen geaen ſeine Ueberparteilichkeit aufgerufen werden können. Er, der aus eigenem Erleben die deutſche Arbeiterſchaft genau kannte und innig verſtand, trachtete mit beſonderer Sorge danach, niemals wieder ent⸗ ſcheidende Maſſen der deutſchen Arbeiterſchaft in das Gefühl der Staatsfremdheit zurückſinken zu laſſen. Ein ſolches Beklin Hineinwachſen des Skaalsgedankens in die Arbeiterſchaft 1 erwartete er aus tiefer Ueberzeugung von der parlamentariſchen Re⸗ vublik, der er mit Inbrunſt anhing. Daß die Gehäſſigkeiten im Kampfe der politiſchen Parteien nun endlich verſchwinden möchten, aleichaültia gegen wen ſie ſich richteten. war ſein heißer Wunſch. Meine in der Oeffentlichkeit wiederholt erhobene Forderung, daß die im parlamentariſchen Staatsweſen unvermeidliche Oppoſition keinen Riß ins Volk bringen dürfe ſondern nur als Oppoſition im techniſchen Sinne das Volksganze fördern ſoll, hat er ſtets mit allem Nachdruck qutgeheißen. Ich handle deshalb im Geiſte des Toten, wenn ich auch von dieſer Stätte aus., wo wir an der Schwelle der ewigen Dinge ſtehen, an alle um unſerer deutſchen Zukunft willen die dringende Mahnuna richte: Seidein Volk,ein Vaterland! Ich richte dieſen Ruf nicht weniger an die, die parteipolitiſch dem Verewigten nahegeſtanden haben, als an alle anderen. auch an die, die der Regie⸗ rung naheſtehen. 5 Ein Rückblick auf die Entwickelung während der Amtszeit des toten Reichspräſidenten zeigt folgendes: So unklar und bedroht unſere außenpolitiſche Lage noch iſt. ſo ſehr aus dieſen und anderen Gründen unſere wirtſchaftliche Erholung im Araen lieat, aus ſo viel ungeheilten Wunden unſer politiſcher Bolkskörper noch blutet, ſo macht das Schiff unſeres Staatsweſens doch heute wieder Fahrt und hat einen feſten Kurs, während es vor ſechs Jahren leck und ſteuerlos und mit meuternder Mannſchaft auf dem Meere des Welt⸗ geſchehens umhertrieb. Viele Köpfe und Hände haben an der Beſ⸗ ſerung dieſes Zuſtandes mitgearbeitet, nicht zuletzt das deutſche Volk ſelbſt in ſeiner großen Mehrheit mit ſeinem Fleiß, ſeiner natürlichen Begabung und ſeinem tapferen Lebenswillen. Reichspräſident Ebert aber war in all dieſer Zeit Friedrich Ebert. Wir, die ihn kennen, wiſſen, daß er ſeine Amtes mit Kraft gewaltet und dabei Eigenſchaften bewährt hat, die der oberſte Führer haben muß. Der Geſchichtsforſchung mag ruhig überlaſſen bleiben, ſeinen perſönlichen Anteil an dem, was geworden iſt, im einzelnen zu ermitteln. Sie wird in dem richtunggebenden Sinn der Außen⸗ und Innenpolitik überall nachhaltige Spuren ſeines zielſicheren, ein⸗ ſichtsvollen Wirkens feſtſtellen. Mit beſonderer Wärme und Hin⸗ gebung hat Friedrich Ebert die Nöte der großen Volkswaſſen zu lin⸗ dern getrachtet und hat immer wieder in kluger ausgleichender Tätigkeit ſeine ganze Kraft für einen ſozialen Frieden eingeſetzt, ohne den kein Wiederaufbau unſeres Vaterlandes und keine Ueber⸗ windung aller wirtſchaftlichen und ſozialen Not möglich iſt. Er hat in ſeiner Arbeit als Reichspräſident fortgeſetzt, was er im Dezember 1918 als entſcheidende Tat ſeines Lebens bewirkt hatte: die ſchleunige Abwehr von der Gewalt und durch Ausſchreibung der Wahl zur Nationalverſammlung die Schaffung der neuen Rechts⸗ grundlage ür das Zuſammenleben des deutſchen Volkes. So trauern wir an dieſem Sarge, in dem ein viel zu früh Da⸗ hingegangener ruht, um einen wirklichen Führer unſeres Volkes und Staates in ſchwerſter Zeit. Sein ganzes Tun und Wollen hat er ohne Ermüdung in den Dienſt des Vaterlandes ge⸗ ſtellt. Wir wollen Abſchied nehmen von dem Toten mit einem Wort, das ein Gelübde des deutſchen Volkes an der Bahre des erſten Reichspräſidenten ſei, alles Gute einzuſetzen für Deutſchlands Zukunft. Es ſei das Wort, da Jakob ſprach, als er rang mit dem Herrn: Ich laſſe dich nicht, du ſegneſt mich enn die Fahrt zum Keichstag Unter den Klängen von Mozarts„Maureriſcher Trauermuſik“ wurde der Sorg zu dem katafalkartig hergerichteten Trauerwagen getragen, vor den ſechs ſchwarz umhüllte Pferde geſpannt waren. Unmittelbar hinter der Reichswehr ſetzte ſich dann der Leichenwagen in Bewegung. Im Ehrengeleit folgten dem Wagen der Reichs⸗ kanzler mit dem Reichstagspräſidenten, die Vertreter der ausländi⸗ ſchen Regierungen, die Vertreter der deutſchen Länder und der Parlamente, die Staatsſekretäre, die Präſidenten des Rei hsgerichts und der Reichsbank, der Generaldirektor der Reichsbahn, der Ober⸗ bürgermeiſter und der Stadtverordnetenvorſteher von Berlin ſowie eine Vertretung des Deutſchen Städtetages. Es folgte der Wagen mit den Familienangehörige des Reichspräſidenten ſowie verſchiedene Wagen mit den zahlreichen Kranz: und Blumenſpenden. Den Schluß des Zuges bildeten in unüberſehbarer Länge die Delegationen der Verbände und Organiſationen. Langſam und feierlich bewegte ſich der Zug die Wilhelmſtraße entlang, bog dann nach links in den Mittelweg der Straße Unter den Linden und drehte durch das Mittelportal des Brandenburger Tores, rechts abbiegend, dem Reichstag zu, den er umging, um von der Spreeſeite dann die große Auffahrt vor der Freitreppe des Reichstagsgebäudes hinaufzuziehen. Als der Wagen mit dem Sarg die Mitte der Auffahrt erreicht hatte, hielt der Zug an. Das ſelten geöffnete Hauptportal des Reichstagsgebäudes tat ſich ouf und her⸗ aus traten der Reichstagspräſident ſowie die Mitglieder des Reichs⸗ tages. Während die Abgeordneten auf der Rampe und auf der Freitreppe Stellung nahmen, begab ſich Reichs lagspräſident Loebe auf die ſchwarz ausgeſchlagene Rednertribüne unmittelbar vor dem haltenden Trauerwagen, um dem toten Reichspräſidenten die letzten Grüße des Reichsparlaments darzubringen. Unter feierlichem Schweigen der entblößten Hauptes ſtehenden rieſigen Volksmenge führte eeeeee u. a. folgendes aus: „Dankbar erkennt heute die größte Mehrheit des deutſchen Volkes an, wie Ebert ſein hohes Amt verwaltete. Durch die ernſteſten Bedrohungen, durch die ſchwerſten Erſchütterungen, durch die Tage der Verzweiflung führte uns ſein feſter Wille, ſein klares Urteil, ſeine zähe Energie, gepaart mit Zurückhaltung und Beſcheidenheit. Der ſchwere außenpolitiſche Leidensweg des deut⸗ ſchen Volkes füllt ſeine Amtszeit aus. Aber unbeugſam, den Blick in die Zukunft ging er ſeinen Weg. Immer arbeitete er unermüdlich daran, Deutſchland wieder zu einer geachteten Stellung in der Welt emporzuheben. Wenn über Deutſchland und Europa einſt die Fahne des wahren Friedens weht, und ge⸗ recht verteilter Wohlſtand herrſcht, wird ſich an Deinem Hügel neigen die deutſche Nation. An der Stelle, an der Du im Ange⸗ ſicht von Zehntauſenden den Kranz für die Gefallenen niederleg⸗ teſt, der auch die eigenen Söhne ehrte, bringe ich Dir den letzten Gruß des deutſchen Volkes.“ Vor und nach der Rede Loebes ſpielte ein Bläſerchor in feier⸗ licher Weiſe den Trauermarſch von Händel und das Lied„Ich ——TTT0T0T—TTTT ——— 2. Seite. Ar. 10. Nene Mannhelmer Jeltunz[Mittatz⸗Nusgabe) Donnerstag. den 5. März haltdeinen Kameraden“. Der Zug wandte ſich ſodann der Buda⸗ peſter Straße zu in Richtung auf den Potsdamer Platz. In dem Augenblick, in dem der Wagen mit dem Toten das von einer Ehrenwache flankierte Gartenportal des Hauſes des Reichspräſt⸗ denten erreichte hielt er und der ganze Zug einen Augenblick in ehrfürchtigem Schweigen ſtil. Dann ſetzle er ſich wieder in Be⸗ wegung, erreichte den ebenfalls von einer unzähligen Menſchen⸗ menge dichtbeſetzten Potsdamer Platz und wandte ſich dem Hauptportal des Potsdamer Bahnhofes zu. Dort hielt der Wagen, der Sarg wurde herabgenommen und auf dem ſchwarz ausgeſchlagenen Podeſt unter dem mittleren Tor⸗ bogen es Portalporbaues aufgeſtellt. In unabſehbarer Folge defilierten ſodann die Teilnehmer des Zuges zum letzten Gruße an dem Sarg vorbei. Als der Sarg vom Podeſt gehoben wurde, um in den Sonderzug getragen zu werden, leuchteten Magneſium⸗ fackeln auf. Im gleichen Augenblick intonierte die Muſikkapelle das Deutſchlandlied. Die Menge fiel mit entblöſten Häuptern ein und brauſend erſcholl das„Deutſchland, Deutſchland über alles“ dem erſten Präſidenten des Deutſchen Reiches zum letzten Gruße. die Fahrt nach Heidelberg „Ein langer Jugß bringt den Toten in die Heimat. Ganz vorn hinter den beiden Lokomotiven iſt der Wagen, der die Fülle der Kränze und Blumen birgt. Ihm folgt der Totenwagen. Hinter florterhängten Fenſtern, auf weiches Grün gebettet, ſteht der Sarg. Ueher dem Sarg hängt ein Geweih, die letzte Jagdbeute des Toten. Unter dem kleinen Gefolge der 40 Trauergäſte, die den Toten auf ſeinem Wege zur letzten Ruhe betzleiten, Frau⸗ Ebekt, ihre beiden Kinder und der Schwiegerſohn. eiter fuhren mit der Reichskanzler, der Reichswehrminiſter, Reichstagspräſident Loebe, der badiſche Staatspräſident Hellpach, der heſſiſche Staats⸗ präftdent Uurich, der Generaldirektor der Reichsbahn Oeſer, Staats⸗ ſekreliarx Neißner, der Adſutant des toten Präſidenten, die Führer der fraktionen des Reichstages. Nur die Kommun⸗ Außerdem ſind noch ein paar nahe Freunde des Toten, die ihn auf dieſer letzten Fahrt begleiten, im Zuge. Der Zug fährt ohne Aufent⸗ halt bis Darmſtadt, wo die Bertreter der heſſiſchen Regierung hinzu⸗ ſteigen. In Weinheim beſteigen die Vertreter der badiſchen Landesregierung den Zug, um ihn nach Heidelberg einzuholen. ** 2 1 1 2 Nachleſe e 5. März.(Von unſ. Berl. Bürd) Man wird, auf den geſtrigen Trauertag zurückſchauend, dem Urteil der„Zeit“ zu⸗ ſtimten können, die ihre Eindrücke dahin zuſammenfaßt:„Wenn die zußere Repräſentation und deren Stil ein charakteriſtiſches 52 für den Geiſt einer Staatsform iſt, ſo hat die Republik ohne 8 weifel bei dieſer jhrer erſten ganz großen Feier eine erhebende, icheplich für viele, die dabei waren, verſöhnende Wür de von menſch⸗ lichek, kultureller und politiſcher Größe bewieſen, wie uns auch das Ausland wird zugeben und daher manche abfällige Anſchauung wird korrißieren müſſen Daß wir von dieſem Geiſt der Verſöhnung ſeider Goltes noch recht weit entfernt ſind, beweiſt ein hochmütiper Trauexartikel des„Vorwärts“, der mit der bezeichnenden Wen⸗ dung ſchließt:„Euer, nämlich der Andersdenkenden, ſej der Rauch, ung die Flamme“, beweiſt aber auch das ſehr kleinliche Verhalten eines Teils der deutſchnationalen Preſſe, die ſich bei der Berſchterſtattung über die Trauerfeierlichk⸗it auf wenioe Zeilen an verſteckter Stelle beſchränkt, als handle es ſich um eine Nebenſächlich⸗ keit. Den Vogel ſchießt die Kreuzzeitung“ ab, die die geſamte Rede Dr. Luthers einfach unterſchlöägt Die„Deutſche Zeitung“ überſchreibt ihre VBetrachtunden„Das Begräbnis der Sosjaſdemokrotie“ und be⸗ richter dann zweiſpaltig über die Fauſend Urfälle und Verlehynen“, Die ihr effenbdar das Charakteriſtiſcle des Tases zu ſein ſcheinen. Richtig iſt, daß es bei dem außerordentlichen Andrang zu 1 5 ‚ AJouhlreichen Unfällen ekbccmden iſt, die ſich auf etma 800 belaufen, wobeil es ſich aber faſt ur nur um leichtere Erkrankungen handelt. Schlimm ging es allerdings am Potsdamer Plaß zu, wo die Mende nach Aufbahrung des Sarkophags einen Durchbruchsverſuch machte. Es kann der Leitüng der Berliver Schupo nicht der Vorwurf erſpart werden, daß ſie froß ihres Maſſenaufgebots an dieſem gefährdetſten Poſten, aber auch an anderen Stellen verſagt hat, und daß ſie nicht mit der nötigen Rückſicht gegen das Publikum vorgegangen iſt. Nachzutragen wäre noch, daß die Sozialdemoktatie in drel großen Berſammlungen ihres toten Führers gedachte. Im großen Schauſpielhaus hielt Criſpien die Trauerrede, Dr. Ren⸗ nets machte ſich zum Dolmetſch der Trauer der Sozialdemokraten Oeſterreichs und Renaudel⸗Paris feiert⸗ Ebert als einen Freund des Friedens und der Verſöhnune. Außerdem ſprach noch ein Ver⸗ treter der iſchechiſchen Sozialdemokratie. Ferner fanden in zahlreichen Städten Devtſchlands und bei den bipleencriſchen Vertretungen Deutſchlands im Ausland Gedenkfeiern für Ebert ſtatt. Trauerſitzung des Badiſchen Candtags Der Pröſtdent des Badiſchen Vandtags hatte auf Mittwoch nach⸗ mütag 4 Uhr die Abgeordneten zu einer Trauerſitzung für den derſtorbenen Reichspräſidenten Ebert eingelgden. Der große Halb⸗ mondſaal des Badiſchen Parlaments hatte entſprechende ſtimmunge⸗ wirkende Trauerdeloration erfahren. Der Kronleuchter, wie dre krigen Lichter des Saales waren mit ſchwarzem Flor überzogen. Die Präfidentenbühne war ganz in Schwarz gehalten, das durch reichen Pflonzenſchmuck und Silberſtreifen belebt wurde. Der hinder dem Prüfidentenſtuhl aufragende Baldachin zeigte das badiſche Stcatswappen und das deutſche Reichswappen, deren Farben ſchwarzen Trauerflor durchſchimmerten. Das gedämpfte Licht in Berbindung mit den Trausrfarben ſchuf eine ernſte Stimmung. Die Abeardneten waren nahezu vollſtändig anweſend; einige wenige batten ſich durch Krankheit entſchuldigt. Die Sitze der Kommuniſten waren leer. Die Tribüne und Logen waren dicht beſetzt. Während ſchieben Nrüſtdent Dr. Baumgariner das Wort ergriff, erhoben ſich ſämtliche Anweſende von den Sitzen. Der Landtagspräſident führte in ſeiner Trauerrede u. a. aus: dieſen Tagen fühle das ganze deutſche Volk und darüber ineus in die Welt, rieſengroß den Verluſt dieſes außergewöhnlichen annes, der mit Reichspräſident Ebert dahingegangen iſt. Als einen Föhrer und We eer großen Ausmaßes, als den erſten Re⸗ räſentanten der deuſchen Republik verehren wir in tizfer Trauer 25 Heimgegangenen. Ein n unſerer badiſchen Heimat, ent⸗ ſtammend einer einfachen. ſchlichten Handwerkerfamilie. der Pfät⸗ zer Stodt Heidelberg, orbeitete er raſtlos und unermüdlich an ſic ſelbſt, erweiterte ſein Wiſſen und wuchs hinein in größere Auf⸗ gaben. Als Volksvertreter in den Parlamenten der Hanſaſtadt Bre⸗ men und im deutſchen Reichstag konnte ſich ſeine ſtaatsmänniſche Be⸗ gabung entwickeln. Sein in grunddeutſhem Weſen wurzelndes na⸗ konales Denken und Fühlen war die treibende Kraft ſeines Wirkens und Handelns Unfere Zeit ſteht den Ereigniſſen der leßten ſechs Jahre noch zu gahe als daß leßt ſchon alle Kreiſe unſeres Volkes zu verſtehen und zu würdigen vermöchten, welche unvergänglichen Verdienſte ſich Keſchspröſtdent Ebert gerade dadurch erworben hat, daß er führend und kichtungweiſend die Möglichkeit verfaſſungsmäßiger Zuſtände ſchaffen half. In ſeinen weiteren Ausführungen wies der Landtags. pröfident darauf hin, daß der da und dort erhobene Vorwurf, Ebert ſei zu Unrecht Reichspräſſdent geweſen, durchaus unberechtigt mar und ſchloß: Badens Volk iſt ſtolz auf ſeinen großen, ſchlichten Sohn. Es wird in Ehren allzeit ſeiner gedenken. In Verehrung und tlefer Trauer neigen wir uns vor dem foten Reichspräſidenten. Im Herzen und Sinne des deutſchen Volkes wird er fortleben als ein Mann ſchlichſer Größe, der ſich unſterbliche Beewmenſte geſchaffen um unſeres Voltes Einheit. Recht und Fretheit. Damit hatte die Sitzung ihr Ende erreicht, der übrigen⸗ auch ls Bertreter der Reichsb⸗hörden die Präſidenten der Reichzbahn⸗ ditektten und der Oberpoſtdirektion anwohnten. 108 den dern das des diplomatiſchen Redakieurs der Agenee Havas, daß Deutſchland um die Vermittkung der entliſchen Regierung für die— Weitergabe 13 25 0 Die kommende präſidentenwahl Berlin, 5. März(Von unſerem Berliner Büro.) Die Ent⸗ ſcheidung über die Kandidatenfrage 1215 die kommende Reichspräſidentenwahl ſteht unmittelbar vor der Tür und wird viel⸗ leicht ſchun am Ende der Woche eine Klärung bringen. Die geſtrigen Beratungen der Zentrumsfraktion haben, wie berel kurz e noch nichts Poſitives ergeben. ſe Fraktion wird im aufe dieſer Woche aber noch einmal zuſammentreten. Die ſoztal⸗ demokratiſche Reichstagsfraktion hat 0 den Samstag eine Sitzung einberufen, in der zur Präſidentenwahl Stellung genommen wird. Ein Artikel des„Vorwärts“ wird in ber Preſſe verſchieden aus⸗ gelegt. Man glaubt zumteil ſchließen zu müſſen, daß die Sozial⸗ demokratie an die Aufſtellung eines eigenen Kandidaten denke. In demokratiſchen und Zentrumskreiſen wird das indeſſen bezweifelt, zu⸗ mal nach der kategoriſchen Abſage Löbes in der Tat ſchwer erſichtlich iſt, wen die Sozialdemokratie als nur einigermaßen annehmbaren Kandidaten präſentieren könnte. In dem bürgerlichen Lager der Weimarer Koalition rechnet man offenbar nach wie vor damit, daß man ſich doch noch auf einen gemeinſamen Kandidaten wird einigen können. Als ſolcher ſteht nach wie vor der preubiſ ge Miniſterpräſident Dr. Marx im Vordergrund, der allerdings nach der„D...“ Eingeweihten gegenüber geäußert ha⸗ ben ſoll:„hoffentlich wird dieſer Kelch an mir vorübergehen“. Daß Herr Marx, wenn ihm von den Parteien der Weimarer Koalition die Kandidatur angetragen werden ſollte, dieſe ausſchlagen wird, iſt indes kaum anzunehmen. Wer dann an ſeine Stelle als Kan⸗ didat für den Miniſterpräſidentenpoſten in Preußen treten wird, iſt im Augenblick noch gänzlich ungewiß. In parlamentariſchen Kreiſen des preußiſchen Landtags iſt man der Meinung, daß durch den Ver⸗ zicht der Sozialdemokratie auf Severing die Regierungsbildung doch weſentlich erleichtert werden könnte. Heute vormittag werden ſämt⸗ liche Fraktionen des preußiſchen Landtags, mit Ausnahme der ſozialdemokratiſchen und der kommuniſtiſchen Sitzungen abhalten, die der Klärung der politiſchen Lage dienen ſollen. Cooliͤges Amtsantritt Am geſtrigen traditionellen 4. März fand in Waſhington die feierliche Amtseinführung des Präſidenten Coolidge und des Vizepräſidenten Dawes ſtatt. Um 11 Uhr vormittags begab ſich der Präſident in Begleitung einer Ahordnung des Und einer Abteilung Kavallerie vom Weißen Hauſe nach dem Kapitol, wo in Gegenwart einer ungeheuren Menſchenmenge die einfache, aber eindrucksvolle Amtseinführung des Präſidenten Coolidge er⸗ folgte. Coolidge die vom Bundesoberſten Taft vorge⸗ ſprochene Eidesform wiederholt hatte, küßte ex die ihm von Taft dargteichte Familienbibel, in der er einſt als Knabe zu leſen pflegte. Hierauf hielt der Prüſident ſeine Antrittsrede, in der er die Grundzüge ſeiner Politik kennzeichnete. Senſationen konnten darin nicht erwartet werden. Es iſt die Politik, die Coolidge in den verfloſſenen 19 Monaten gemacht hat: nach außen Wiederherſtellung des Gleichgewichts der Welt, 0 ſtrengſte Sparſam⸗ keit. Das Hauptgewicht ſeiner Rede legte Coolidge auf innere Fragen, wie denn überhaupt die Rede auf die amerikaniſche Ver⸗ hältniſſe zugeſchnitten iſt. Deshalb betonte er auch bei Erörterung der wellpolitiſchen Frage in ausgeſprochener Weiſe die amerikoniſche Auffaſfung, wenn er auch nicht verfehlte, die allgemeinen Geſichts⸗ punkte hervorzuheben. Coolidge betente, daß es ſeine Hauptaufgabe ſei, die Unab⸗ hängigkeit Amerikas von ausländiſchen Verſtrickungen zu erhalten. Amerika bedürfe einer ſeiner Bedeutung ailpte⸗ chenden Marine, doch müſſe für weitere Rüſtungsbeſchränkungen ge⸗ ſorgt werden. Hierfür, wie überhaupt für die Regelung internatio⸗ naler Fragen, ſeien häufige internationale Konferenzen ſowie die Teilnahme Amerikas an einem Weltſchiedsgerichtshof von Bedeu⸗ tung. Es ſeien zwar oft Einwendungen gegen ſolche internationale Konferenzen erhoben worden, aber, ſo führte er aus,„ſelbſt ein Mißerfolg müſſe für den Gedanken des Friedens als nützlich ange ⸗ ſehen werden und als ein unermeßlicher Fortſchritt genüber einem drohenden oder gar tatſächlichen Krieg.“ Ich bin deshalb, ſo fuhr er fort, durchaus dafür, dieſe Politik wenn immer die Verhältniſſe ſo llegen, daß auch nur die Hoffnung auf ein möglichſt günſtiges Ergebnis vorhanden iſt. Coolidge drückte ferner ſeine Sympathien aus für die Verſuche, das internationale Recht zu kodifizieren. Aber, ſo fuhr er fort, alle Pläne, Verträge, Abmachungen werden nicht die eine große Gefahr für den Frieden beſeitigen, die darin liegt, daß ein Volt einem wirtſchaftlichen Druck ausgeſetzt iſt, denn ein Volk gb ſehen, einen ſolchen Druck zu beſeitigen, ſo daß es die Möglichkeit zu neuer Hoffnung gewinnt. Es muß eine gewiſſe Sicherheit dofür haben, daß ſein Streben zu Erfolgen nud Wohlſtand führt. Wir haben dazu beigetragen, die Streitigkeiten in Europa und Aſien beizulegen, aber es gibt genau beſtimmte Punkte. über de hinaus wir nicht gehen können. Wir können nur einem helfen, der ſich ſelber hilft. Wir haben niemals den Wunſch gehabt, uns in die olitiſchen Verhältniſſe eines anderen Landes einzumiſchen. Wir ind vor allem ſeſt entſchloſſen, uns nicht einzumengen in die polltiſchen Streifigkeiten der alten Bell. Unfere privaten Mitbürger haden große Summen Geld vorgeſchal. ſen, um die nötige Finanzierung ſicherzuſtellen für die Rettung der alten Welt. Wir haben es nicht verſäumt, noch werden wir es ver⸗ ſäumen, wenn ein Ruf an uns geht, Folge zu leiſten, wenn es gilt, Menſchenleid zu lindern oder an der Wie e von Ordnung bei Völkern in Nöten mitzuhelfen. Auch dies ſind Beeunhen die wir erfüllen müſſen mit Rückſicht auf unſere großen Machtmittel in der Frage des Friedens in dar Well. Amerſto erſtrebt keine weltliche auf Blut und Gewalt aufgebaute Herrſchaft. Die die 8 ausſendet, tragen nicht das Schwert, ſon⸗ reu ö Vigepräſtden Dawes forderte in ſeiner Antrittsrede eine Re⸗ form der des Senates, die ſeßt einer Minderheit mit nur einem Senator geſtatte, die Geſetzgebung auf unbeſtimmte Zeit durch Ausübung des Rechtes, im Kongreß zu ſprechen, aufzu⸗ Im Senat wurbe geſtern der Antrag deg Senators King ouf Be⸗ ratung der Schiedsgerichtsfrage in einer Sonderſitzung mit großer Stimmenmehrheit abgelehnt. der Stand der Sicherheitsfrage Die Stellung der Reichstegierung Ueber den augenblicklichen Stand der Sicherheitsfrage wird von unterrichteter Seite folgendes mitgeteilt: 5 Die ausländiſche Preſſe wendet ſeit einigen Tagen ihr Intereſſe in beſonderem Maße dem deutſchen Vorgehen in der Sicher⸗ Porer zu. Den Anſtoß gaben die Meldungen der Pariſer Zeitungen, die über den Verlauf der 10—5 der ftanzöſiſchen Senatskommiſſion für auswärtige Angelegenhelten am 28. Februar und über die bel dieſer Gelegenheit von dem franzöſiſchen Miniſter ⸗ präfidenten gemachten Mittellungen zu berichten wußten. Dieſe Mel⸗ dung würde von dem Vorſizenden und dem Büro der Sanatskommi⸗ ſion amtlichdementlert. Tatſächlich gab ſie von den w e Schritten in der Sicherheitsfrage ein ebenſo wen 5 zutreffendes Bild wie es die daran anknüpfenden Auslaſſungen anderer ausländiſcher Zeitungen tun, die ſich überdies zum Teil ſtark widerſprechen. Auch die nunmehr veröffenklichte Erklärung des diplomaliſchen Redakteurs der Agence Havas gibt den Sachverhalt der verſchiedenen weſent,⸗ lichen Punkten unrichtig wieder. Es entſpricht nur dem Stand der außenpolltiſchen Entwicklung, wenn in den letzten Monaten bei diplomatiſchen Konverſationen in den alliierten Hauptſtädten neben anderen akuten Fragen guch das Sicherheitsproblem eine große Rolle ſpiele. Die Reichsregle⸗ rung beteiligte ſich in der Tat an den ſeit längerer Zeit im Gange befindlichen internationalen Erörterungen aktip. Ddie Behauptung fübernommen zu werden. Aus dieſem Anlaß war der on — derartige Vermittlung offiziell abgelehnt habe, entſpricht überdie nicht den Tatſachen. Die Reichsregterung hat vielmehr von ſich aus allen deisldh alllierten Reglerungen grundſätzlich ihre Anſicht mitgeteilt und 4 auf diemannigfachen Möglichkeiten hingewieſen, die nas noch von einem Anfang informeller Verhandlungen die 910 hat ſich bisher nur darum gehandelt, den alliierten Kabinetten nen beteiligten Nachbarſtaaten Kenntnis zu geben und ihnen die Betracht kommenden verſchiedenen Geſichtspunkte darzuleg auf dieſer Grundlage den Raihmen für eventuelle vertragliche Ar, 4 3; on der Befriedung Europas dienen könnten. Zu einer Diskuſſis läßt ſich im Augenblick auch noch nicht überſehen, wann es dazu men wird. te Bei dieſem Stand der Dinge iſt es nicht möglich, ko nk Einzelheiten anzugeben. Bei einer internationalen an terung dieſer Fragen, die ſich durchaus im Fluß befinden, würde ein Herausgreifen einzelner Gedanken und Geſichtspunkte 957 unklares, wenn nicht irreführendes Bild geben. Damit wäre we einer ſachgemäßen Information der Möglichkeiten, noch auch über der erwähnten Havasmeldung geſagt werden. Wenn dieſe dung im übrigen betont, daß es zweifelhaft ſei, ob demnächſt 555 Löſung gefunden werde, ſo iſt von hier aus natürlich nicht zu er nen, ob das auch die Anſicht der franzöſiſchen Regierung iſt. An Dem Schlußſatz der Meldung, daß das vorliegende Problem 5 tiefgründiges Studium der interalliierten Mächte erfordere, kar deutſcherſeits nur zugeſtimmt werden. Die Reichsregierung i ſem Studium ſchon ſeit geraumer Zeit begriffen. Ihre Unter mit den alliierten Regierungen verfolgt gerade den Zweck, das 55 dium auf beiden Seiten zu ſördern und ſo feſtzuſtellen, 9 155 für die Löſung des Problems eine gemeinſame Plattform finden 8 Letzte Meldungen die Ueberführung nach heidelberg (Von unſerem ch.⸗Berichterſtatter) Heidelberg 5. März.(10.15 Uhr vorm.) Wie in den Monale, des Hochſommers, ſo iſt auch heute Heidelberg mit Fremden 123 füllt. Der Andrang nach Heidelberg iſt ſo außerordenklich, daß ſche während der letzten Tage in Heidelberg keine Unterkunft mehr in del Hotels zu erhalten war. Die heutigen Frühzüge, die durch eine 9 Anzahl eingelegter Sonderzüge vermehrt worden waren, brachten 10 ungeheure Menſchenmengen, ſo daß die Zahl der Fremden Legionen geht. Ein großes Kontingent der Beſucher ſtellte 12 gemäß das benachbarte Mannheim. Auch der Autover teh nach Heidelberg zwiſchen 7 und 8 Uhr war ſehr ſtark, ſo daß ein A hinter dem anderen nach Heidelberg fuhr. der Trauerſchmuc den Heidelbera angeleat bat, iſt aerde zu dompös, aber doch ſtimmunasvoll. Die Stadt Heidelbera bat 175 durch ihren Sobn noch im Tode boch geehrt. Schon während geſtrinen Tages fluteten aroße Menſchenmengen durch die gaſſe. nach dem Geburtshauſe Eberts und nach der Robrbacher Der Babnbofsvorvlatz aleicht einem aroßen mit Tannenreis 1 Trauerflor aeſchmückten Arkadenhof mit aroßen Pylonen. von de 5 aus atoßen Opferſchalen Flammen und ſchwarzer Rauch empob⸗ loderte. Auf dem Wege zum Friedhofe brannten die aroßen laber, die mit Tannenreis und Trauerflor umaeben waren. monie der unpolitiſchen Kundagebung wurde einzig und allein die auf dem Gewerkſchaftshauſe aufaezogene rote Fahne geſtört. Die Ankunft des Sonderzuges 5 Auf dem mit Tannenreiß und Guirlanden verſehenen au ſteig 1 des Hauptbahnhofes war eine Ehrenkompagnie der 7 ruher Polizeimannſchaft aufgeſtellt, die die militäriſchen Ehren en wieſen. Pünktlich um 9 Uhr 30 lief der Sonderzug ein. Auf Bahnhof hatten ſich zur Begrüßung eingefunden, die Vertteleeſe 15 badiſchen Regierung und die beiden Heidelberger Bürgermeiſ Oberbürgermelſter Dr. Walz und Bürgermeiſter Wieland. der kurzer Begrüßung wurde der mit figürlicher Schnitzerei und Standarte des Reichspräftdenten bedeckte ſchwere Eichenſarg inter badiſchen Gendarmen nach dem Leichenwagen getragen. 50 dem Sarge ſchritten Frau Ebert und ihre beiden Töchter, b e Oberbürgermeiſter Dr. Walz und Bürgermeiſter Wieland be 75 wurden. Hinter dieſen folgten ſodann die mit dem Sonderzug 215 gekommenen Reichskanzler Luther, Reichswehrminiſter Ge en Reichstagspräſident Loebe, der frühere Reichskanzler Fehkr 60. bach, der badiſche Landeskommandant und dis Vertreter er 155 haltung 5 5 ſtraße. ie Har⸗ durch drapierten großen Brückenwagen, auf dem ein ebenfalls ausgeſchlagener podeſtartiger Aufbau war. wurde von vier mit Schabraken bedeckten Pferden geöo Unter Teilnahme der Tauſenden von Zuſchauern ſetzte + Be⸗ der Zug durch die Rohrbacher Straße nach dem Friedhof in wegung. 0 4 gen · Auf badiſchem Boden 520 Weinhelm, 5. März.(Eig. Ber.) Zum Empfang deg derzuges mit der Leiche des Neicehrößdenten hatten ſich Son heute t eichsbanners ſchwarz ro badiſch⸗ Anzahl hieſiger Vereine und des dem hieſigen Bahnhof eingefunden. Weinheim war Stadt, wo der Trauerzug hielt, um von der badiſ geſchmückt und das Einfahrtsgleis mit einem kleinen Walb beerbäumen flankiert. 25 „Kurz vor Ankunft des Sonderzugs trafen im Auto öſident ruhe kommend die badiſchen Minfſter und Landkegepr Trauerſuß Baumgartner ein. Pünktlich um 8 Uhr 58 traf Stadt Wein, ein, worauf Oberbürgermeiſter Hügel hamens der in den Schleiſen der Stadtfarben überreichte, den Regierung Reichspräſidenten, um ihre Teilnahme auszuſprechen. auerzug Dr. Hellpvach war bereits von Berlin aus im 5 50 gefahren. Nach 2 Minuten Aufenthalt ſetzte der Trauerzi nach Heldelberg fort. Gegen die Oberrheinreguſterung — Dulsburg. 5. März. In der niederrheiniſchen un llerung und den franzöſiſchen Rheinſeitenkanal des deutſchen Angebots nachgeſucht habe und daß Chamberlain eine die Bedenken gegen den franzöſiſchen Plan zum Uuammiſſion um Schluß wird in der Entſchließung die Zenerſehe 9 5 ſucht, den Plan des fronzöſiſchen Seiſenkanals 08 deutſcher Auffaſſung für die Löſung des Sicherheitsproblem⸗ keſte hen. Hierbel war weder von endgültig ſormulierten Vorſchläfe, Rede. Standpunktder deutſchen Politik gegenüber den gen und machungen zu bezeichnen, die den beiderſeitigen Intereſſen und dame über beſtimmte Projekte des Sicherheitspaktes iſt es, wenigſtens 5 ö weit Deutſchiand beteiligt iſt, noch keineswegs gekommen. zom⸗ Fortſchritt der Angelegenheit ſelbſt gedient. Das muß auch gee ſt in die Pfaffen⸗ Kande? diſchen Regierung. Der Leichenwagen beſtand aus einem 25 ward Der Leichenwaß S. aats“ vormittag kurz vor 9 Uhr die Vertreter der örtlichen ößeren und Gemeindebehörden, ſowie die Fahnenabordnungen einer gald auf on Karle heim einen aus Zedernreis und Mandelblüten bete dactsgee, ru Meißner entgegennahm. Die Herren der badiſchen Neg blichenen „gaben ſich ſofort in den erſten Wagen zu der Familie det elspri + Suduſt Jehong Handelskammer Duisburg⸗Weſel hielt der Gerenad Sberrhel geſe 5 W. Welker einen ausführlichen Vortrag über Sirabbuen in de⸗ Im Anſchluß daran wurde eine Entſchleßung angen deng kemmer, lehnen — Donnetstag. den ö. Mätz 1925 — a. nar Halbmaſt aehißten die zpon einer verhältnismäßig ſtarken Beflagaung jprechen kann. um das aubeimer ſind bekanntlich immer recht vaſſiv. wenn es ſich ſabnbof onſt. be Nah abgelaſſenen Extrazügen war aber nicht allzuſtark. Zud ſcön⸗ uns mitteilt. ſtanden die Maſſen bis zur Breiteſtraße. Das dect. den zurückaelaſſen hatte. waren mit einer dünnen Eisſchicht be⸗ höchſttemperatur betrug geſte e li gel porſizen achruf: dad vir des ſcon ſiigkett mle N heben: Der verſtorbene Reichspräſident hat mit einigen mutigen U e U bolderſammlung der handwerkskammer Mannheim 49 Muclie Nieur 5 annhez Fadle e ſa 85 5 Rea.⸗Rat Guth-Bender und als Verkreter des Bezirks⸗ 8 zun dent de be in 0 ag daende unterſtrich einige Ausführungen des Tätiakeitsberichts noch n 5 deaame Reichshandwerksordnung. Wenn auch der Höhepunkt der die wer 0 mehr zeitaemäß ſind. muß mit allem Nachdruck verlanat d Er. den uenetvereſſe. alſo beim Handwerk und Kleinhandel aus⸗ cht n bo a D enen des Wollens iſt heute 9e 0 U beſt; Weneen jeder Vorſatz die ſpätere Handlung ſinngemäß. Dieſe and 15 0 0 dens verſ 0 de ſe aug 1 0 1 ſt ddber Wodge Experiment an den heranzukommen. Kam Nar 9 a an bar n des muß nucht wände Straßeen zeigten anläßlich der beutigen Beiſetzuna des Reichs⸗ Ne Heute vormittag um 11 Uhr werden anläßlich der Beiſetzung des eerdds Unheil bewahrt. Dieſe bi 'or on da ſaden N um d 5 gwerteierunasfal Bucerius. Direktor des Badiſchen Landes⸗ rei Dregiaungen. Stadtrat Otto Burckbardt in Heidelberg. und ron a wu För erdrane des Handwerks die Gegenſchaft von Ehrenmitoliedern der ſchy br 9e degach Feſtſtellunga des Haushaltplanes für das len uunasjahr 1925 und nach Vornahme der Eraänzunaswah⸗ deicht 0 Feie ae dech de Seien, Die eingeickel und mer⸗ n. 8 * Vhbaben eine wollte, erſcheint uns heute nur noch als Epiſode. deim di ſeh Ene⸗ eſultate von Bewegungsvorſtellungen. 5 gt ſi eee durch reine Au ind ſm iſt 0 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Nusgabe) 3. Seile. Nr. 107 Städtiſche Nachrichten Fur Beiſetzung des Reichspräſidenten nten das gleiche Bild wie in den letzten Tagen. Die Zahl der Fahnen hatte ſich inzwiſchen ſo vermehrt, daß gerausſtecken von Fahnen handelt. Die aleiche Erſcheinung übrigens auch in anderen badiſchen Städten. Im Haupt⸗ berrſchte in der Frübe ein etwas lebbafterer Verkehr als r Andrana zu den zwiſchen balb 7 und 8 Uhr nach Heidel⸗ raaſt dũ i i i 5 5 ürfte einen Sitzplatz bekommen haben. Ein ſehr aroßer a berrſchte zu den Extrazügen der Neben bahn. Wie stter beaünſtiate den Zuſtrom nach Heidelbera in aanz be⸗ iſe. Der Himmel war heute Moraen ziemlich wolkenfrei. Froſt hatte die Dächer mit Reif überzogen. Die Pfützen, die eute morgen wurden + 0,1 Grad C.(.2 Gr..) feſtgeſtellt. verfloſſenen Nacht ſank auf—.4 Gr. C. Die rn + 6,2 Gr. CG. Trauergelãule der ſchspräſidenten die Glocken der evangeliſchen und katho⸗ 8 Kirchen des badiſchen Landes eine Viertelſtunde Trauerkundgebung des freisrats Mannheim der Kleedeen Sitzung des Kreisrats widmete der Kreis⸗ de Lintz dem verſtorbenen Reichspräſidenten folgenden In Meine Herren! Sch glaube in Ihrem Sinne zu handeln, menn verſtorbenen erſten Reichspräſidenten gedenken. Ueber . Fähigkeit und den Charakter des Verſtorbenen iſt ſo viel ehrendes geſprochen und geſchrieben worden, daß uns mehr verbleibt zu ſagen. Nur eines wollen wir noch her⸗ ern im Jahre 1918 das Deutſche Reich und das deutſche Volk allem ſichert ihm ein nders ehrendes Andenken. Ich bitte en ie, zum Zeichen Ihrer Ih n Anerkennung für den verſtorbenen Reichspräſidenten ſich ren Sitzen erheben zu wollen. Am 26. und 27. Februar fand im Rathaus in Mannheim die oll⸗Verſammluna der Handwerkskammer nheim, die zum erſten Male nach den im November 1924 er⸗ euwahlen in der neuen Zuſammenſetzung zuſammentrat, Den Vorſitz führte Stadtrat Jakob Groß. In der Vorverſammlung vom 26. Februar wurden zunächſt fünf r zugewählt und zwar Sattlermeiſter Bärenklau. In⸗ ul Bretnütz und Syenalermeiſter Rheinnecker in ferner Stadtrat H. Koch, Direktor in Heidelbera und Sauter. Baumeiſter in Heidelbera. Ferner wurde die esrechnung für 1924 einſtimmia genebmiat. Zu der Hauptver⸗ luna vom 27. Februar waren als Vertreter der Aufſichtsbehörde an hr beamtes, der Staatskommiſſar der Handwerkskammer. Landrat annheim Reaierunasrat Frick erſchienen. Bei der Eraän⸗ wahl zum Vorſtande der Handwerkskammer wurden der Präſi⸗ es Landesverbandes der Badiſchen Gewerbe⸗ und Handwerker⸗ Aermeiſter Karl Lebmann in Sinsheim cewählt. Den frü⸗ Miteltedern des Vorſtandes,. Drechsſermeiſter Eugen Bardes delberg und Schuhmachermeiſter Peter Burger in Schwebin⸗ rde in Anbetracht ihrer hervorranenden Verdienſte um die Her erkskammer verliehen. Als Vorſitzender des Geſellenaus⸗ Ad murde Georag Renkel. Schneider und als ſtellv. Vorſitzen⸗ dolf Blückle, Tapezierer in Mannheim gewählt. er de die Ausſchüſſe der Handwerkskammer wurde die Ausſurache nn gedruckt vorliegenden Bericht eröffnet. Synd'kus Eier⸗ 5. ſo die Forderung des Handwerks nach baldiger Verabſchie⸗ ation des Handwerks im Kammerbezirk Mannheim ſchon er⸗ Alendeit muß durch die Reichshandwerksordnuna erreicht wer⸗ niche Aufhebung der Wucher⸗ und Preistreibereiverordnungen, dieſe ſich nur in der letzten Stufe des Güterverteilunas⸗ „während die eigentlich Schuldioen an den Preisſteigerungen ſaroffen werden. Die Lage des Handwerks kann ſich nur dann EErn. wern die Baufäfiafeit fic ſteigert. Zyu dieſem Zweck iſt ein raſcher Abbau der Wohnunas⸗ zwanaswirtſchaft und ein Ausgleich zwiſchen den Mieten der alten und neuen Wohnungen unumaänalich nötig. In der Diskuſſion wurde die Gewährunga ausreichender Notſtandskredite für das Handwerk' die drinaliche Sicherung der Bauforderun⸗ gen der Handwerker und die Geſtaltung der Steuern in einer Weiſe gefordert. daß ſie auch traabar für das Handwerk ſind. Die Anträge des Landesverbandes badiſcher Schneidermeiſter und des Landesver⸗ bandes für das Damenſchneidereigewerbe auf Erhöhung der Lehrzeit auf 3% Jahre wurden abgelehnt. Den Anträaen der in Frage kommenden zuſtändigen Landesver⸗ bände auf Einſchränkung der Lehrlinashaltung im Schuhmacher- und Schneiderhandwerk wurde zuge⸗ ſtimmt. Die Kammer erklärte ferner ihre Zuſtimmuna zu der Errich⸗ tung des„Bau⸗Hauptausſchuſſes“ beim Badiſchen Induſtrie⸗ und Handelstaa und Badiſchen Handwerkskammertag, ferner zur Bildung einer Kommiſſion zur Schlichtung von Streitigkeiten über die Zuge⸗ höriakeit von Betrieben zur Handwerks⸗ oder Handelskammer. Eine längere Ausſprache knüpfte ſich an die Frage der Sonntaas⸗ ruhe im Friſeur⸗ und Perückenmacherhandwerk. Aufarund des vorliegenden Materials wurde beſchloſſen, die Bezirks⸗ ämter zu erſuchen, die Frage der Sonntaasruhe in dieſem Handwerk in den Landbezirken erneut zu prüfen. Die Berufuna des Vertreters des Geſellenausſchuſſes auf die beſtehenden Tarifverträge wurde als nicht ſtichhaltia betrachtet, da in den Landorten faſt keine Geſellen und Lehrlinge beſchäftigt werden. Die Abhaltung regelmäßiger Sprechſtunden in Eberbach und Mosbach wurde beſchloſſen. Anſtelle des ſeitherigen Geſchäftsführers Sundikus Haußer, der ſeinen Wohnſitz zur Uebernahme der Ge⸗ ſchäfte des Badiſchen Handwerkskammertaas und Badiſchen Hand⸗ werkstaas nach Karlsruhe verleat hat, wurde Syndikus Eier⸗ mann mit der Geſchäftsführung der Kammer betraut. Aus der verwaltungsratsſitzung des verkehrs⸗Vereins In der letzten Verwaltungs⸗Sitzung des Verkehrs⸗Vereins wurde dem Entwurf des Geſellſchaftsvertrages der Ausſtellungs⸗ Geſellſchaft zugeſtimmt. Die Geſellſchaft wird als G. m. b. H. gemeinſam mit der Stadt, der Handelskammer, der Handwerks⸗ kammer, dem Arbeitgeberverband des Großhandels und dem Ver⸗ band des Einzelhandels gegründet; ſie wird nach ihrer Satzung auch als Trägerin von Ausſtellungen fungieren können. Auf Einladung referierte der Vorſtand des ſtädt. Hochbauamts, Oberbaurat Ziz⸗ ler, über die techniſche Seite des non ihm ausgearbeiteten Pro⸗ jekts für den Bau der erſten Halle. Dieſe ſoll bei etwa 4000 qm reiner Ausſtellungsfläche ſo angelegt werden, daß ſich ſpätere Bau⸗ ten organiſch anfügen laſſen. Von den Mitgliedern des Verwal⸗ tungsrats wurde einſtimmig gewünſcht. es möchten die ohnehin not⸗ wendigen Ergänzungs⸗ und Nebenräume(Vorhalle, Verwaltung, Reſtauration 5 nötigenfalls unter Kürzung des Raumes der Haupthalle, in einer Weiſe ausgeſtaltet werden, die auch die Abhal⸗ tung von Kongreſſen, Verſammlungen, kleineren Fachausſtellungen uſw. ermöglichen würde. Der Verkehrs⸗Verein verfolgt im Benehmen mit den zuſtändigen und intereſſierten Stellen die Frage der Verbeſſerung der Staatsſtraße Mannheim—hHeidelberg. In einer kürz⸗ lich zu dieſem Zwecke abgehaltenen Beſprechung wurde die Aus⸗ ſtattung mit Kleinpflaſter in den Ortſchaften und mit Teermakadam auf den Zwiſchenſtrecken in Ausficht genommen. Daneben wird das Problem des Baues einer eigenen Autoſtraße Mann⸗ heim—hHeidelberg im Auge behalten.— Der Verkehrs⸗Verein wird auch in dieſem Jahre um zugkräftige Mar⸗Veran⸗ ſtaltungen bemüht ſein. Der Programmentwurf ſoll der dem⸗ nächſt ſtattfindenden Ausſchußſitzung vorgelegt werden. Ueber Ver⸗ anſtaltungen, die in das Mai⸗Programm aufgenommen werden ſollen, muß daher der Verkehrs⸗Verein baldigſt endgültige Nachricht erhalten. Mehr als bisher wird es erforderlich ſein, die Werbearbeit des Verkehrs⸗Vereins zu unterſtützen. Nach gemachten Erfahrungen reichen die bisherigen Beiträge nicht annähernd aus, um die Pazeganda ſo durchzuführen, wie ſie im Intereſſe Mann⸗ heims erforderlich wäre. Neben größeren in⸗ und ausländiſchen An⸗ zeigen, die auf den Beſuch Mannheims hinwirken, erfordert ins⸗ beſondere auch die Verbreitung eigener Werbedruckſachen in hoher Auflage und guter Ausſtattung(Stadtführer, Proſpekte, Karten, Programmbücher, Plakate u. dgl.) Aufwendungen, die bei dem Stand der bisherigen Zuwendungen nicht zu beſtreiten ſind. Hinzu kommen noch die Koſten für die Propagierung und Durchführung größerer und zugkräftiger Einzelveranſtaltungen, Feſtwochen u. dgl. Der Verkehrs⸗Verein hat ſich deswegen mit der Bitte um Erhöhung des bisher gewährten Zuſchuſſes an die Stadtverwaltung ge⸗ wandt und erwartet auch von der Geſchäftswelt und Bürgerſchaft die Anerkennung der zu leiſtenden Arbeit durch Ueberweiſung von Zu⸗ mendungen. Nur dann iſt es möglich. der Bedeutung und Tradition Mannheims entſprechend, für unſere Stadt erfolgreich zu werben. Der letzte vom Verkehrs⸗Verein herausgegebene Stadt⸗ führer ſtammt vom Jahre 1913. Von ihm eine Neuauflfage her⸗ zuſtellen, empfahl ſich aus verſchiedenen Gründen nicht. Der Ver⸗ kehrs⸗Verein bereitet deshalb die Herausgabe eines voll⸗ kommen neuen Führers vor, der in der Texigeſtaltung von dem bisher üblichen Schema abweicht und mit vollſtändig neuem Bildmaterial ausgeſtattet ſein wird. Dem Führer iſt ein vom ſtädti⸗ ſchen Tiefbauamt neubearbeiteter großer ſiebenfarbiger Stadtplon mit Vororten uſw. beigegeben. Der Stadtführer, dem ein Anzeigenteil beigegeben iſt, wird rechtzeitig zu den Mai⸗ Tagen zur Ausgabe und Verbreitung gelangen.— Es ſind Beſtre. bungen im Gange, einen Zwiſchenſender für den Rund⸗ funkverkehr nach Baden zu bekommen. Wo er ſtationiert wer⸗ den wird, iſt noch ungewiß. Der Verkehrs⸗Verein hat ſich ſofort mit den zuſtändigen Stellen ins Benehmen geſetzt, um die Errichtung in Mannheim zu erreichen. Städtiſches Fröbelſeminar Mannheim Das Städtiſche Nachrichtenamt teilt mit: Die Berufswahl der Mädchen erfordert heute dieſelbe ſorgfältige Beachtung und lleber⸗ legung, wie die der ſchulentlaſſenen männlichen Jugend. Die der Frau offenſtehenden Berufe ſind in Anbetracht der weiblichen An · lagen ohnehin begrenzter; ſie müſſen vor allem der körperlichen und geiſtigen Leiſtungsfähigkeit der jungen Mädchen angepaßt ſein. Für die Berufe der Kindergärtnerin und Jugendlei⸗ terin beginnen zu Oſtern 1925 neue Lehrgänge mit ſchlußprüfungen unter ſtaatlicher Leitung. Der Unterricht umfaßt die praktiſche Tätigkeit im Umgang mit Kindern im Kinder arten, Säuglingsheim, Vorklaſſe, Hort, außerdem die techniſchen 5a er Handfertigkeit, Handarbeit, Hauswirtſchaft, Turnen, rhythmiſche Gymnaſtik, Volksſpiele, Zeichnen., Singen uſw. Wiſſenſchaftliche Unterrichtsfächer ſind u. a. Pſychologie, Pädagogik, Geſundheits⸗ lehre, Kindergartenlehre, Literatur, Volkswirtſchaftslehre, Bürger⸗ kunde, Kultur⸗ und Naturkunde, Wohlfahrtspflege und Berufskunde. Die Ausbildung als Kindergärtnerin berechtigt zur leitenden u. helfenden Tätigkeit in Kindergärten, Horten und Kinderheimen, ſo⸗ wie zur Erziehungsarbeit in der Familie. Die Jugendleiterin iſt zur Leiſtung größerer Aufgaben auf dem Gebiete der Jugend⸗ erziehung und Pflege, insbeſondere zur Leitung mehrgliedriger Kindergärten und Horte vorgebildet. Der Lehrgang für Fröbelſche Kinderpflegerinnen dauert 1 Jahr. Er hat die Aufgabe, junge Mädchen zu Erziehungsgehilfinnen in der Familie oder als Hel⸗ ferinnen in Heimen heranzubilden. Der Erziehungsplan der Kinder⸗ pflegerinnenſchule iſt insbeſondere auf die praktiſche Arbeit im Säuglingsheim, Kindergarten und in der Hauswirtſchaft eingeſtellt. Im theoretiſchen Unterricht wird auf die Weiterführung der All⸗ gemeinbildung, ſowie auf die Fächer Erziehungslehre, Geſundheits⸗ lehre, Deutſch, Rechnen, Handarbeit, Handfertigkeit, Hauswirtſchaft, Turnen, Geſang etc. beſonderer Wert gelegt. Das Mannheimer ſtädt. Fröbelſeminar wird gegenwärtig von 113 Schülerinnen beſucht; davon ſind in den Ab⸗ teilungen Kindergärtnerinnenſeminar 36, Jugendleiterinnenkurs 5, Fröbelſche Kinderpflegerinnenſchule 72. Aus Mannheim ſind 60, von auswärts 53 Schülerinnen. Der Lehrkörper weiſt 2 haupt⸗ amtliche und 17 nebenamtliche Lehrkräfte auf; ferner werden 4 Kin⸗ dergarten⸗ und Jugendleiterinnen als Lehrkräfte herangezogen. Die 3 Seminarübungskindergärten ſind von nahezu 280 Kleinkindern beſucht. An Stellenangeboten lagen vom 1. April 1924 ab 178 Stellungen als Familienerzieherinnen und 35 Angebote von An⸗ ſtalten für Leiterinnen, Gehilfinnen, Praktikantinnen vor. Bewer⸗ berinnen waren im gleichen Zeitpunkt 117 vorgemerkt. Das Arbeits⸗ jahr 1924/25 nahm einen äußerſt regen Verlauf. Das Intereſſe der Eltern, der Berufsämter, der Kriegshinterbliebenenfürſorge an der Berufslildung der weiblichen Jugend war ſehr groß. Neben dem Unterricht waren die Schülerinnen jederzeit bereit, ihre Kraft und Zeit in den Dienſt der ſozialen Hilfe und Fürſorge zu ſtellen, ſo bei der Mittagsſpeiſung der Erwerbsloſenkinder, bei der Verteilung von Lebensmitteln, als Vertretung der Lehrerin im Schulkinder⸗ garten und Hort, bei der örtlichen Erholungsfürſorge uſw. Zur Erweiterung ihrer Berufsausbildung konnten die Schüle⸗ rinnen im Laufe des Schuljahres in kleineren Gruppen oder gemein⸗ ſchaftlich folgende Beſichtigungen vornehmen: das Blindenheim Il⸗ vesheim, das Erholungskeim Neckargemünd, die Verſuchsſchule in Feudenbeim. der Volkskindergarten in Heidelberg. Die Oberſtufen beteiligten ſich überdies an der Tagung für Pſychopathenfürſorge in Heidelberg, on der Fürſorgewoche des Bezirkslehrervereins in Wannbeim. Häufig fanden Beſich iaungen der Anſtalt ſelbſt durch Mannheimer und answärtige Vertreter aus dem Gebiete der Jugendereiohung, des Kindergarten⸗ und des Hortweſens ſtatt. Die diesizbrigen Nrüfungen werden am 26. und 27. März vorge⸗ nommen. Als ſtgatlicher Kommiſtar für die Abteilungen Kinder⸗ ee und Jugendleiterinnenkurſus wurde Ober⸗ degianmasrat Nerz beſtimmt. Die neuen Lehrgä gi 27. April z beſt hrgänge beginnen am 1* *Die Mannheimer Indexziffer. Nach Mitteilung des Sta Nachrichtenamts beträgt die für den 4. März Preachetete 77 55 rungszahl(Ernährung, Wohnung, Heizung. Beleuchtung und Bekleidung) 145.01 Mark. Setzt man die entſprechende Vorkriegs⸗ zahl(114.59.) gleich 100, ſo erhält man die Inderziffer 126,6. Da am 25. Februar die Indexziffer 128,2 betrug, iſt vom 25. Febrnar bis 4. März eine Erhöhung um 0,3 Prozent eingetreten. Die Steigerung iſt auf das leichte Anziehen der Preiſe für Nährmittel, Fett und Zucker zurückzuführen. *Störung im Mannheimer Rundfunk. Seit einigen Tagen in ganz Mannheim der Rodioempfang durch ein lautes Geräuſch L. vollſtändig geſtört. Die Störungsurſache wurde bei der Firma Werner u. Nicolai, Cermania⸗Mühlenwerke, Induſtriehafen, ermittelt. Am 23. Februar iſt bei dieſer Firma eine Staubrück⸗ dewinnungsanlage in Betrieb genommen worden, die in der Weiſe arbeitet, daß Wechſelſtrom auf etwa 30—50 000 Volt hoch⸗ 2 pãdagogiſch ⸗pychologide Woche 1 den dritten Nachmittag war Prof. Dr. Joh. Lind⸗ 9 Köln(S..) gewonnen, der über„Ergebniſſe und 5 der experimentellen Willensforſchung ſprach und etwa fol⸗ usführte: In neuerer Faſſung tritt der Wille oft aus ſeiner en migkeit heraus. Jedoch ohne einen eigenen Willensimpuls ſcherterir— nach G. E. Müller— nicht auskommen. Es iſt ein Loſt a5 Fortſchritt der experimentellen Analyſen, daß es ein anertenges Wollenserlebnis gibt. Jene Zeit, die das s oble eine neue Auffaſſung mit der Wiederaufnahme der alten mitgewonnen. als die frühere Eine Löſung der Frage gab— aben wir daraus gelernt: ſoll eine Bewegung zuſtande muß eine Vorſtellung davon vorhanden ſein— Nach uspſychologie es wußte. n: mi angete te di Uun Tendenz hat keinen Beifall bei den Pfychologen ge⸗ Recht. Aufmerkſamkeit iſt immer mit Wollen verbunden hrt. Der Wille als ſolcher hat keinen unmittelbaren Ein⸗ e Bewegung: Vorausſetzung bleibt immer, daß beſtimmte vorhanden ſind. Vor allem hat Prof. Selz⸗Mann⸗ Nachweis erbracht, daß die Bewegungen nicht anderes ſind Eine pfochophy⸗ die bei dem Zuſtandekommen der Bewegungen wirk⸗ ränkt, aber ſie iſt lenkbar. Wollen ſetzt alſo eine ganze Entwicklung voraus und be erkſamkeitslenkung. Wie der Auto⸗ die Kraft für ſein Fahrzeug gibt, ſo auch der Wille. Das eſtirte ein Hauch, der durch anderer Erlebniſſe hindurchgeht annint: Nie und nimmer können wir von einem Menſchen ngspgen, was er nicht vorher als Syſtem von Bewegung und cwalen korrſtellungen beſitzt.— Die älteren Experimentalünter · eiſen eunten einen eigentlichen„einfachen“ Willensvorgang 15 gibt es in der Pfychologie ein Einfaches von e zürer. iſt beſce⸗ Unſer ſe d ein Einfaches aus Oewöhnung; ſo konnte man durch ng des unbedingt den Willensvorgang infangen. Der Redner ſchilderte die Ach ſchen Ver⸗ Forden denel „eine äußere Handlung zu vollziehen, geſichert ſein, ſo ur 5 dafür ſorgen, daß der Vorſatz im Bewußtſein bleibt: ie große praktiſche Bedeutung der Erkenntnis dieſes notwendig, daß man ihn mit großer Energie faßt, Schon Ueberzeugung iſt es, man müſſe in dem Zögling einen ſtarken Willen wachrufen. Fragt man jedoch die Erfahrung, ſo zeigt ſie, daß vollkommen willensſchwach erſcheinende Menſchen oft einen Vor⸗ ſatz mit einer ungeheuren Intenſität verfolgen. Wo immer jemand ein Ziel hat, da wächſt ihm die Kraft; und, wenn man jemanden auch willensſtark nennen lann, er wird verſagen, wenn ſein per⸗ ſönlicher Unwert zu Tage tritt. Die Erfahrung ſpricht dafür, daß alles von dem Wert, dem Ziel, dem Ideal abhängt. Bei Ent⸗ ſchlüſſen ſucht man nie nach einem ſtarken Impuls, ſondern Ziele und Werte. Das Ergebnis von Verſuchen, die der Redner mit Perſonen, die ſich zu etwas Unliebſamem entſchließen ſollten, bewies es. Auch für den Entſchluß iſt nach dem Redner die Willensintenſität nicht von Bedeutung. Von dieſem Geſichtspunkte aus gab er die Anregung, bei den Zöglingen ſelbſt nach der Bewähr ſeine Auf⸗ ſtellungen zu ſuchen. iſt das Reich der Werte des Kindes? Von hier aus möge das Leiten des Zöglings erfolgen. Mit dem Hinweis auf die Schwierigkeit, über die Arbeit des Erziehers hinaus auf den Zögling einzuwirken, gab der Redner viele prak⸗ tiſche Winke. Es handelt ſich vor allem darum, dem Kinde Werte zu ſchaffen. Motive für die Selbſtüberwindung ſind zu ſetzen, nicht nur es einmal ſich ſelbſt überwinden laſſen, iſt die Aufgabe. Der Erzieher muß auch dafür ſorgen, daß das Kind das War um des Zieles kennt. Mit dem Glauben an die Möglichkeit des Er⸗ folges dieſer ſo ſchwierigen wie edlen Aufgabe entließ der Redner die dankbar lauſchenden Hörer aus Stunden reichſter Anregung und tiefſter Beſinnung auf das eigentliche Kernproblem aller Erziehung. Das Bewußtſein, einem berufenen Gelehrten und Führer in dieſen ſo unendlich wichtigen Fragen gegenüberzuſtehen, wird wohl der über den poſitiven Wiſſensgewinn hinausgehende Eindruck für jeden Hörer geweſen ſein. Chemnitzer Rienzl⸗Feſtſpielwoche (Von unſerem Korreſpondenten.) Die Themnitzer Oper zur Uraufführung des 200. Werkes von Wilhelm Nenz dem— Komponiſten beſon⸗ dere Ehrungen bereitet. Eingeleitet wurden Feſttage mit Kienzls „Kuhreigen“. folgte eine präch Aufführung ſeines 979 er ſelbſt Frledeſh Naſ dem 1 5 merſänger rom und Fri e von der Dresdener S datsoper 7 Mathias und Johannes geladen hatte. n am Di pult bereitete man dem Komponiſten lebhafte Huldi n, die als nach den einzelnen Akten der mit den beſubelten Gä zählte Male erſchien. Höhepun i die Urauf⸗ da e gen aus dem Pro und Contra der Ach ſchen Unter ⸗ Komp beags iſt offenbar. die Kraft des Willens nun von n o beim Faſſen von En chlüffen, von Vorſätzen. Eine alte . einem Märchen aus„1001 Nacht“ geſchrieben und gibt dem Kompo ⸗ niſten viele Möglichkeiten, mit gemütvoller, volkstümlicher, immer gut klir gender Muſik zu untermalen. Veſonders Carakteriſtiſch iſt ſie nicht. Ihr fehlt der orientaliſche Einſchlag, den der Text erfordert. Köſck 9, wie Kienzl in chromatiſcher Folge und einom Ereſcendo der Flöte das haſtine Fedenziohen des Schuſt-rs deutet oder die Trunkenheit de⸗ philoſophiſchen Schuſters malt. Auh im Aufbau iſt Kienzl der Oper treu gehlieben. Er fußt auf dem Erfolge des Evan⸗ gelimanns und hat die Miſchung des dramatiſchen Rezitativs mit ab⸗ geſchloſſenen Liedern beib'halten. Gleich eingangs hot er mit dem Liede Haſſans„Mutter, ſei ſo grämlich nimmer“ einen richtigen Schia⸗ ger geſchaffen, der in ſeiner Gefühlſinnigkeit beim Publikum immer zünden wird. Fein ſind die Gegenſätze des groben Spaßes und der menſchlich empfindenden Fatme muſikaliſch betont. Der Erfolg dieſer Oper liegt in der volkstümlichen Muſik und in den ſtimmungsför⸗ dernden Gegenſätzen begründet. Keine aufregenden Augenblicke der Handlung, aber der Dialog wird immer von ſtimmungswechſelnden Szenen belebt. So bringen im erſten Akt das Wächterlied der Muezzin, die Weiſen des Märchenerzählers, Burſchen⸗, Frauen⸗ und Kinderchöre, ſänge von den Haremsdamen immer Ab in den Dialog. z köſtlich iſt die finfoniſche Ueberleitungsmuſik zu den einzelnen Akten. Immer iſt aber Kienzl am ſtärkſten da, wo E Heimat, Liebe, Sehnſucht aus dem luſtigen Spiel ſeuchtet. Die Handlung ſpielt ſich im Lauf eines Tages ab, von einem Abend zum andern. Der philoſophiſche Schuſter Haſſan, ein roman⸗ tiſcher Schwärmer, der mit ſeinem Spintiſieren hart auf den Alltag ſtößt, ladet alljährlich an ſeinem Namenstag nach Feierabend die vorübergehenden Wanderer aus der weiten Welt zu ſich. So wird der verkleidete Kalif ſein Gaſt. Der Herrſcher von Bagdad ſchaut in des Träumers Seele und vernimmt ſeinen Wunſch, einmal auf einen Tag Kalif von Bagdad zu ſein. Der zechende Schuſter, des Weines ungewohnt, verfällt in trunkenen Schlaf. Der Kalif käßt ihn in der Sänfte zum Schloſſe tragen. Das bekannte Grotesk. ſpiel mit dem„Schuſterkalifen“, wobei der Kalif als Arzt, der Groß⸗ vezier als Diener auftreten. beginnt. Nur Fatme, die des Schuſters Glück bei der Arbeit in ſeiner Werkſtatt kennt, das ſtille Glück in frohem Schaffen, leidet unter den derben Späßen. Als der Schuſter aus ſeinem Rauſch erwacht und in wildem Grimme erkennt, wie er mit ſeiner Schwärmerei zum Spotte ſeiner Mitbürger wurde, da blüht ihm in dem Verſtändnis und der Liebe der zarten Fatme ſein neues Glück, ſeine Welt. Die Chernnitzer Oper unter der rührigen und künſtleriſchen Leitung ihres Intendanten Richard Tauber hatte mit ihrem Orcheſter und der Führung des Generalmuſikdirektors Malata kt der b 9, leiner letzten e berSchükme Den üh: ber Lert iſt von der Gattin des Komponiſten, Henny Bauer, na und mit den ſoliſtiſchen Kräften piel für das Werk getan. Die Rieſen⸗ ch rolle des poetiſchen Schuſters Haſſan fordert neben einer umfang⸗ 4. Seifle. Nr. 107 Neue Mannheimer Jeitung[Mittag⸗Rusgabe] Donnerskag, den 5. März 192⁵ transſormiert und durch einen Scheibenkommuatur in zerhackten Gleichſtrom verwandelt wird Der eine Pol iſt geerdet, während der andere Pol zu einem Syſtem von Ketten führt. Der Staub wird dadurch geladen und niedergeſchlagen Die ganze Anlage ſtellt radio⸗ techniſch eine Sendeanlage zum Senden von Störgeräuſchen dar, die mit einer Energie von 2 KW. arbeitet. Da ſeder Empfang in Mannheim dadurch unmöglich geworden iſt, muß ſoſortige Abhilfe gefordert werden. Wie Ingenieur Pilz vom Radio⸗Spezialhaus Pilz erfährt, kommen in der allernächſten Zeit in Frankfurt a. M. bei der Firma Hugo Greſſenius A., Mühlenwerke, und in den Zementwerken in Leimen bei Heidelberg ebenfalls derartige Anlagen in Betrieb, die mit noch bedeutend größerer Energie arbeiten ſollen. e Anaufgeklärte Diebſtähle. In letzter Zejt wurde u. a. ent⸗ wendet: Aus einem Garten im Gewann Zahnig in Neckarau ein vierräderiger Handwagen ohne Anſtrich. Die Räder haben ſehr tarke Reiſen, der Kaſten iſt etwa 1,10 Meter lang, 60 Zentimeter breit und 50 Zentimeter hoch. Die Rungen ſind mit Ketten ver⸗ bunden. Eine der Schrauben am hinteren Achſenſtock, die zur Be⸗ feſtigung des Kaſtens dienen, fehlt.— Auf einem im Neckor lie⸗ genden Schiff durch Erbrechen eines Herftes nachbeſ hriebene Son⸗ nenſegel: Das eine rund, etwa 4 Meter im Durchmeſſer, am Rand mit einem fingerdicken Tau durchzogen und etwa alle 40 Zent'meter gelbe Metallöſen Das andere rechteckig, etwa 10 Meter lang und etwa 2,50 bis 3 Meter breit, ebenfalls mit einem fingerdicken Tau um den Rand und gleichen Metallöſen.— Aus einer Kegelbahn in E 4 ein kaffeebrauner Damenmantel, vorn 3 große, dunkle Horn⸗ knöpfe, hoher Kragen und Aermelaufſchläge, an beiden Seiten kleine Falten eingenäht. Der Tat verdächtig ſind: 1. Ein Unbekannter, 28 bis 30 Jahre alt,. 1,75 Meter groß, ſchlank, ſchworze Hoare, trug ſchwarzen Smokinganzug und weißen Turban; 2. Eine unbekannte Frauensperſon, 30 Jahre alt,.60 Meter groß, braunes Haar, trug rötliches Kleid und braunen Lederhut. Nus dem Parteileben Jugendkagung der Deutſchen Volksparktel Am Samstag, 28. Februar, fand in Mannheim eine Sitzung ber Landesverbände und Landesjugendverbände der Südweſtdeulſchen Arbeitsgemeinſchaft der Deutſchen Volksparte! ſtatt, in der außer Baden Heſſen und Pfalz vertreten waren. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachle Generalſekretär Bumahn⸗Karlsruhe mit herzlichen Worten des verſtorbenen Reichspräſidenten und widmete dem ſchlichten, ein⸗ fachen, geraden Manne, der mit Würde den höchſten Repräſentanten⸗ poſten des Deutſchen Reiches verſehen hatte, einen warmen Nachruf. Die Anweſenden erhoben ſich zum Gedenken von ihren Sitzen. In der Sitzung, die unter Vorſitz von Herrn Wilhelm Frey ſtattſand, kamen der Arbeitsplan und die vorgeſehenen Tagungen von 1925 zur Ausſprache. Nach einem Bericht über die bisherigen Vorbereitungen entſtand eine lebhafte Ausſprache, die die weſentlichen Gedanken der volksparteilicken Jugendbewegung klor zum Ausdruck brachte und ihre große Bedeutung hervorhob. An der Ausſprache beteiligten ſich die Herren Haſſe und Seiler⸗Ludwigshafen, Ackermann⸗Worms, Generclſekretär Bumann⸗Karlsruhe, Profeſſor Gerſtner⸗Heidelberg, Stadtrat Haas⸗Mannheim. Stadtrat Ludwig⸗Mannheim und Rechtsanwalt Dr. Waldeck. Das Ergebnis war, daß beſchloſſen wurde, in der Woche vor Pfing⸗ ſten eine Reichsſchulungswoche der Partei im bodiſchen Lande vorcusſichtlich in Heidelberg ſtattfinden zu laſſen. die in einer würdigen Kundgebung der volksvarteilichen Jugend Südweſtdeutſch⸗ lands ausklingen ſoll. Die Reichsſchuluneswoche ſoll einen klaren gedonklichen Aufba; erhrſten und„yter dem Reichen der Grenzmark ſtattfinden. Außerdem ſoll den Teilnehmern ein Einblick in die In⸗ duſtrie und die Schönbeit der Natur des bodiſchen Londes gemährt werden. Hoffentlich erleiden die vietyerſprechenden Pläne durch die Reichspräſidentenwahl nicht eine Störung. veranſtaltungen Theaternachricht. Am Freitag, den 6. ds. Mks. gelangt im Nakionaltheater„Die Jüdin“, Oper von Halévy mit Anna Karaſek in der Titelrolle zur Aufführung. Die Partie des„Kar⸗ dinal“ ſingt Joſef Gimpler vom Deutſchen Opernhaus in Berlin 8 Anſtellung(Erſatz Mathieu Frank). Die übrige Beſetzung iſt annt. Das nächſte Sinfoniekonzert der Vol'smuſikpflege, deſſen Programm urſprünglich unter dem Titel„Ouvertüre und Arje“ zu⸗ ſammengefaßt ſein ſollte, bringt nunmehr am kommenden Mon ⸗ tag abend im Nibelungenſaal die erſte Sinfonie von J. Brahms, eine Serie von Orcheſterliedern und endlich die Oberon⸗Ouvertüre. Als Soliſtin wurde Frau Jane Freund⸗Nauen verpflichtet. Das Konzert dirigiert Herr Generalmuſikdirektor Franz von Hößlin, der bei den Mannheimern noch in beſter Erinnerung ſteht und ſich für dieſen Abend trotz ausgiebiger Gaſtiertätigkeit im In⸗ und Ausland in bereitwilligſter Weiſe dem Ausſchuß für Volksmuſikpflege zur Verfügung geſtellt hat. Paul Otlo Möckel(Rlavier), Katharing Boſch⸗Möck⸗⸗ Violine). Die Geſellſchaft für neue Muſik veranſtaltet am kommenden Freitag, den 6. März, in der Harmemie einen Abend, zu dem ſie ihre Mitglieder und alle für neue Muſik Inter⸗ eſſierte einladet. Katharina Boſch⸗Möckel und Paul Otto Möckel werden neue italieniſche Muſik, Sonaten für Klavier und Violine von Pezitti, Caſella und Reſpighi zum Vortrag bringen. Das Stutt⸗ garter Künſtlerpaar, das ſich über ihren Wirkungskreis hinaus 8 55 Schätzung und Beliebtheit erfreut, dürfte ſchon für ſich die ufmerkſamkeit weiteſter muſikliebender Kreiſe Mannheims auf ſich ziehen. * Deutſcher Moniſtenbund. Wir machen auch an dieſer Stelle aufmerkſam auf den Vortrag des Profeſſors Drews aus Karls⸗ ruhe, den er am Freitag abend im Kaſinoſaale im Auftrage des Deutſchen Moniſtenbundes über das Thema:„War Petrus in Rom?“ hält. Der berühmte Forſcher wird dieſe Frage in einer durchaus neuen intereſſanten Weiſe beantworten.(Siehe Anzkeige.) 0 Der Mannheimer Fußball-⸗Club Phönix 02 e. B. ehrte am Volkstrauertag ſeine Toten durch eine beſondere eindrucksvolle Feier. Am Vormittag verſammelten ſich die Vereinsmitglieder auf der Platzanlage bei der Fohlenweide um am geſchmückten Gedenk⸗ ſtein mit den Familienangehörigen der Heimgegangenen. In warmen und herzlichen Worten gedache der Vorſitzende des Vereins dergroßen Verdienſte, die ſich die gefallenen und geſtorbenen Kolle⸗ gen zum Wohle des Vereins erworben haben. Es galt, ſich oan dieſer Stätte deren zu erinnern, die Sportsfünger im wahren Sinne des Wortes waren, Menſchen, denen das Ideale über allem ſtand Ergreifend waren die Ausführungen des Redners während der Niederlegung eines zum äußeren Zeichen der Anerkennung ge⸗ widmeten prachtvollen Kranzes mit einer in der Vereinsfarbe ge⸗ haltenen umjlorten Schleife. Ewiges Angedenken, Freundſchaft über das Grab hinaus wurde erneut gelobt. An die heut'gen Mitglieder wurde der Appell gerichtet, den Geiſt und die Liebe zum Verein zum Vorbild zu nehmen, wie er bei den durch Tod aus den Reihen geſchiedenen Vereinskameraden ſtets vorherrſchend war. Der Min⸗ nergefangverein„Liederpalme“ Mannheim, der ſich in den Dienſt der guten Sache ſtellte, gab mit dem Vortrag verſchiedener Lieder der Gedächtnisfeier ein würdiges Gepräge. Jagò und Fiſcherei im März Der Frühjahrsaufzug der Wandervpögel ſetzt mit der Rückkehr früh ziehender Arten lebhafter ein, desgleichen der Rückzug der Wintergäſte. Die Jagd ruht noch für das Nutzwild, nur das auf Möſern brütende Federwild iſt in manchen Bundesſtaaten frei: ihm wird jedoch der Weidmann, wie„Der Deutſche Jäger“, München, empfiehlt, in Berückſichtigung ſeines ohnedem vielfach hart bedrohten Beſtandes kaum Abbruch tun. Der nie verblaſſende Zauber des Schnepfenſtrichs, der meiſt von Mitte des Monats ab ſich voll zu entfalten pflegt, lockt den Jäger in den erwachenden Frühlingswald, viele auch der Reiz der Birſch auf den balzenden Ringltauber. Wenn auch die Aus⸗ übung der Schnepfenjagd am Strich den Beſtand kaum ernſtlich zu ſchädigen vermag, ſo ſind doch Buſchieren und Treiben der Gefähr⸗ rung der Weibchen wegen unbedingt zu widerraten. Die Hirſche beginnen abzuwerfen, während bei den Rehen der neue Haupt⸗ 'ſchmuck der Böcke ſeiner Vollendung entgegengeht. Der erſte Haſenſatz fällt; ſein günſtiger Verlauf iſt von ausſchlaggebender Bedeutung für die der kommenden Herbſtjagden. Die Rebhühner fallen zu Paaren und im Laufe des Monats nimmt auch die Balz des Birk⸗ und Haſelwildes ſeinen Anfang: ſelbſt der Auerhahn läßt in tiefen Lagen gegen Ende ſein Minnelied hören;: dennoch iſt dringend der Befruchtung der Hennen wegen vor ver⸗ frühtem Abſchuß zu warnen. Auch der Faſan tritt mit Schluß des Monats in die Balz. Der März iſt beſonders vorteilhaft für das Ausſetzen von Rebhühnern und Faſanen zur Blutauffriſchung. Die Reihzeit der Enten erreicht ihr Ende. Füchſe haben zuweilen ſchon gegen Ende des Monats gewölft. Das gefiederte Raubwild befindet ſich im Zuge. Streunende Hunde und Katzen ſind mit allen Mitteln von Wald und Feld fernzuhalten. Die Aeſche bat Schonzeit, der Huchen von Mitte des Monats. Hecht, Barſch, Regenbogenforelle laichen, ſind daher auch ohne geſeßlichen Schutz zu ſchonen. Forelle und Bachſaibling ſind noch minderwertig, können jedoch von der zweiten Hälfte des Monats ab mit der Spinnangel gefangen werden. Aitel ſind aus Sal⸗ monidengewäſſern zu entfernen; Rutten gehen in die Reuſen. * * Vom Poſtſcheckverkehr. Die Zahl der Poſtſchzckkunden betrug Ende Februar 40 831, Ende Januar 40 610, mithin Zugang im Februar 221. Aus den Konten ſind im Februar ausgeführt 912711 Gutſchriften über 172 821733 RM., 711608 Laſtſchriften über 172 098 979 RM. Umſatz 1624519 Buchungen über 344 420 712 Rentenmark. Davon ſind bargeldlos beglichen 280 570 818 RM. Durchſchnittliche tägliche Guthaben 22 486 744 RM. Wieder vierleljährliche Gehaltszahlung für die Beamken. Der von der Beamtenſchaft ſeit längerer Zelt geäußerte Wunſch, daß die vierteljährliche Gehaltszahlung wieder aufgenommen werde, wird in der nächſten Zeit von der Reichsregierung erfüllt werden. Man war im Sommer 1923 von der Uebung der vierteljährlichen Gehalts⸗ zahlung abgekommen, da dieſe unter den damaligen Verhältniſſen eine übermäßige Belaſtung der Reichskaſſe bewirkte und die Inflations⸗ ſteigerung weſentlich beitrug. Nach einer Vorlage, die die Reichs⸗ regierung dem Reichsrat unterbreitet hat, ſoll nun vom 1. April an die Gehaltszahlung in Vierteljahrsraten wieder auf⸗ genommen werden. Die Regierung behält ſich dabet vor, die Beamten⸗ ſchaft in drei Gruppen einzuteilen, ſodaß die erſte Gruppe am 1. April, reichen und weichen Tenorſtimme ein ſtarkes Spieltalent. Herr Zohſel als Haſſan, Fräulein Dorp als FJätme und Fräulein Gerhart als Mutter wurden die Hauptträger des Erxfolges. Stürmiſch feierte die Chemnitzer Theatergemeinde den Komponiſten, der immer wieder den Dank auf ſeine gerteuen Helfer abwälzte. Un⸗ gezählte Male hob und ſenkte ſich der Vorhang über der gefeierten Künſtlerſchar Nach der Uraufführung fand zu Ehren des Kom⸗ poniſten Wilhelm Kienzl und deſſen Gattin ein Abendeſſen ſtatt, wobei ſich die Huldigungen fortſetzten. Johannes Reichelt Theater und Muſik ANafionaltheaker Mannheim.„Der Troubadou r“ hat das unverdiente Los der Abgegriffenheit— zunächſt verſchuldet durch die Leierkäſten und den ihnen getreulich folgenden Theateraufführun⸗ gen— noch ſtets durch die Unverwüſtlichkeit zu rächen gewußt, mit der ſich manche andern Werke von Gültigkeit im allgemeinen Be⸗ wußtſein des Publikums erhalten. Wir bekennen uns offen zu denen, die bei aller äußerlichen Abgedroſchenheit in dieſer großarti⸗ gen Apotheoſe des Dreiachteltaktes eine der ſtärkſten und gewaltigſten Aeußerungen des immer noch einzigen u. echten Operngenies Verdi erblicken. Freilich ſteht außer der Verſchleppung der Zeitmaße der deutſchen Aufführung vor allem auch der hölzerne Text der Ueber⸗ ſetzung hemmend im Wege und es hilft nichts, wenn unſere Sänger ſich noch ſo großzügig über ihn hinwegſetzen. Die Beſchwer des Wortes ſollte wenigſtens im Geſang der Leichtigkeit des, ah, ſo berückend ſchön klingenden Originals entſprechen. Deshalb iſt die Beſeßung des Manrico mit Alfr. Färbach eine verlorene Schlacht von vornherein, für deren Ausgang, ſelbſt wenn es ſich bei der Cabaletta um eine entgleiſte Transpoſition handelt, weder er, der „Held“, noch der Feldherr(Werner v. Bülow) noch die elſon. gegenwärtigen Orcheſtermuſiker verantwortlich zu machen ſind, ſon⸗ dern allein der Rollenverteiler, der mit dieſer Beſetzung einer on ſich zu allem Guten aufgelegten Vorſtellung das Lebenselement faſt raubte Sie ſtand geſtern im Zeichen unſeres neuen Lung Carſten Dernerz was die prächtige, weit ausladende Stimme des Sängers, ihre intenſive Farbe und runde, volle Klangwirkung ſchuf ein Ge⸗ ſamtbild von allerſtärkſter Eindruckskraft, der man ſich gerne über⸗ ließ. Daß die Sprache ihm noch Schwierigkeiten macht, ſei ſchon deswegen vermerkt, weilſes ſich ſtändig beſſert. Der Künſtler ſcheint ſich Zeit zum Ausreiſen ſeiner Partie zu laſſen; auch das iſt kein Fehler, nur ſollte mon ihn—ſchon ſeinetwegen—doch öfter zu hören bekommen, nachdem es feſtſteht, welch reiche Gaben er zu bringen vermag. Für die uns verlaſſende Frau B. Strehl gaſtierte eine Dame namens Erna Schlüter vom Landestheater in Oldenburg n wird. Die Stimme, die nicht über den Bereich des Mezzo⸗ oprans hinausgeht, iſt an ſich nicht groß, erfährt aber eine ſehr ge⸗ ſchickte Behandlung, die ſich der Grenzen wie der Vorteile ſehr wohl bewußt iſt. Daß der Aufſchrei während der Erzählung nicht mit der gewohnten Wucht erſcholl, oder der Ton im Falſett einmal nicht ge⸗ alten werden konnte, vermochte den günſtigen Eindruck nicht zu tören und wurde durch recht koſtbare Einzelheiten wieder oufge⸗ wagen. Die 1 der Künſtlerin ſcheint, trotz der Schwierigkeit, dies mit Allgemeingültigkeit nach dieſer Rolle zu be⸗ urteilen, höchſt beträchtlich. Einer Verpflichtung dürfte im Hinblick auf die Art der Beſchäftigung, die der Sängerin hier harrt, wohl nähergetreten werden. Mit der Carmen ſollte man es immerhin— ohne Präjudiz— noch verſuchen. Anna Karaſek ſang die Leonore mit reichem Ausdruck, beſonders in der Cavatine des erſten Aktes von ſtarkem Sentiment durchdrungen. Matthien Franks überzeugend geſtalteter Ferrando ergänzte mit gewohnter Vorteil⸗ hafigkeit das Geſamtbild des Abends, der nach dem Dargeſtellten alſo nicht in allen Teilen eine Miſerere war. Dr. K. Literatur « Der neue Weyer. Die Nachricht daß nach zweifähriger Pauſe Weyers Taſchenbuch der Kriegsflotten(J, F. Lehmanns Verlag in München) eben wieder erſchienen iſt, wird bei allen Marineange⸗ hörigen und freunden im In⸗ und Ausland große Freude erwecken. Gilt doch„der Weyer“ ſeit vielen Jahren nicht nur in Deutſchland als das beſte Nachſchlagebuch und der zuverläſſigſte Ratgeber in allen Marinefragen. Es iſt bezeichnend, daß Lord Braſſey den Weyer ſtets bei +5 führte, weil er ihm handlicher war, als ſeine eigenen engliſchen Flottenliſten.— Der neue 22. Jahrgang trägt die Jahreszahl 1924/5 und entſpricht in ſeinen Angaben dem Stande vom Dezember 1924. Die Flottenliſten zeigen gegenüber dem letz en Jahrgang einſchneidende Veränderungen. Durch das Wa hingtoner Abrüſtungsabkommen ſind zahlreiche große Schiffe aus den Lſten geſtrichen worden Andrerſeits haben die meiſten Staaten dieſe „Abrüſtung“ durch den Neubau zahlreicher Kreuzer, Torpedo. und Unterſeeboote wieder wettgemacht.— Alle dieſe Neubauten ſind mit bekannten Genqauigkeiten verzeichnet und beſchrieben. Neben den von früher her bekannten Abſchnitten Bilder Skizzen und Schatten⸗ riſſe, darunter 118 neue, Reichsmarine, Schiffsartillerie und Marine. politik, bringt der neue Weyer einen neuen umfangreichen 2. Teil, eine Statiſtik der Weltwirtſchaft und den Seeintereſſen. Hier findet der Leſer alle die einſchneidenden Veränderungen ſeit Kriegsende in vergleichenden verzeichnet z. B. die Welthandeleflotte 1913 und 1934. die Verluſte Deutſchlands im Weltkriege. Schiffsbeſiz da deutſchen Reedereien einſt unn jetzt, die Entwicklung es daae bous ſeit 1913, Ein⸗ und Sfuhrzahlen uſw. Die bekannden die zweite am 1. Mai und die dritte am 1. Juni mit der wierteng gſch zahlung bedacht wird; auf dieſe Weiſe ſoll bewirkt werden daß en die Inanſpruchnahme der Reichskaſſe für die Vierteljahrszahlung einheitlich über die einzelnen Monate eines Kalenderjahres ver rei Sollten die Kaſſenverhältniſſe des Reiches die Auszahlung für für Monate nicht erlauben, behält ſich die Regierung vor, zunachſt nur zwei Monate die Gehälter auszuzahlen. 924 „Aufrufung der Papiermarknolen. Das Bankgeſetz von 150 verpflichtel im 8 3 die Reichsbank, ihren geſe mfenbisheri 9et⸗ Notenumlauf aufzurufen und gegen Reichez meae noten umzutauſchen. Eine Billion Mark blsherige Ausgecd iſt durch eine Reichsmark zu erſetzen. Die eingezogenen Noten zu vernichten. Die näheren ee über den Aufruf, lien die für die Einlieferung und Kraftloserklä-ung der 5 Noten ſind dem Reichsbankdirektorium vorbehalten worden. che Grund dieſer Ermächtigung ruft das Reichsbankdirektorium nunme alle Reichsbanknoten, deren Ausfertigungsdatum vor ur 11. Oktober 1924 liegt, ſoweit ſie nicht bereits aufgerufen ſind, z en Einziehung auf. Mit dem Ablauf des 5. Juni 1925 perlien, die aufgerufenen Noten ihre Eigenſchaft als geſetzliche Zahiuga mittel. Die Beſitzer dieſer Noten können ſie noch bis zum 5. en 1925 bei allen Kaſſen der Reichsbank in Zahlung geben oder 9 5 geſetzliche Zahlungsmittel umtauſchen. Mik dieſem Zeitpunkt wer di die aufgerufenen Banknoten kraftlos und es erliſcht damit auch 10 Einlöſungspflicht der Reichsbank. Noten in Abſchnitten unter 10 Milliarden Mark ſollen nur in Gebinden und in einem dur len Milliarden teilbaren Betrag eingereicht werden. Die Gebinde ſe 0 3 1 im Geldververkehr üblichen Gebrauch formiert und 9 packt ſein. achenher von Anwärkern für den wenſcheelchrewentenſl, 5 Gerichtsſchreibergehilfendienſt und den Gerichlsvollzieherdienſt. en April ds. Is. wird wieder eine beſchränkte Anzahl von Anwürkeg für den Gerichtsſchreiberdienſt(Juſtizanwärter), von Anwärtern 555 den Gerichtsſchreibergehilfendienſt(Büroanwärter) und von tern für den Gerichtsvollzieherdienſt(Gerichtsvollzieheranwär aufgenommen werden. Die Aufnahmegeſuche ſind in der Zeit 15 16. März bis 11. April 1925 beim Juſtizminiſterium einzureichts, Zivilanwärter haben ihre Geſuche durch Vermittelung des Aug, gerichts, in deſſen Bezirk ſie ihren Wohnſitz haben, vorzulegen. 5 nühere Auskunft über die Vorausſetzungen für die Einſtellung den Anwärter für die oben genannten Dienſtzweige ſowie über die 1 Aufnahmegeſuchen beizulegenden Nachweiſungen kann bei den Am gerichten eingeholt werden. Rommunale Chronik ueber die Rückzuhlung der Frankenſchulden deulſcher Slädle an die Schweiz wird der„Deutſchen Bodenſeezeitung“ geſchrieben: Im Kriege 05 eine Anzahl deutſcher Städte in der Schweiz Frankenſchulden genommen(u. a. Milchſchulden, wie die oberbediſchen Städte Sl 6 Konſtanz, Lörrach, Waldehut). Dieſe Städte haben ſich zu erger, Verband zuſammengeſchloſſen, der unter Führung des Oberbürg meiſters Dr Gugelmeier⸗Lörrach eine Sanierung herbeige n hat. Die Städt ſtellten ſich auf den Standpunkt, daß ſie ihre S cher den anerkannten und zur Rückzahlung bereit wären, dagegen für die Zahlungs⸗ und Zinsbedingungen größtes Entgegenko der Schweizer und da, wo es nötig war, auch Nachläſſe errpagzegie⸗ Die Verhandlungen haben ſich mit Unterſtützung der badiſchen lden rung und des Reiches ſehr taktvoll abgeſpielt. Wenn dieſe auch noch einige Zeit die Städte belaſten, ſo ſind doch die A hm⸗ lungen und Zinsbedingungen erträglich und für beide Teile 1 bar. Die übrigen badiſchen Städte, die noch Frankenſchulden Schu⸗ heben wohl die günſtigſten Augenblicke für die Regelung dieſer den verpaßt. 1 vor⸗ — 0 3. März. Der Gemeinderat hat ſich huf⸗ ngen⸗ behaltlich der Juſtimmung des Bürgerausſchuſſes entſchloſſen, Leden baulicher Erſchließung des Prankelgebietes zehn ſtädtiſchen Grundbeſitz in dieſem Gelände durch Ankauf von itern. Grundſtücken, die dem Grafen von Berckheim gehören, zu erfeg Der Flächeninhalt beträgt 21143 Om. und der Kaufpreis 7 M. je Om., ſodaß es 5 im Ganzen um einen Betrag von guli handelt, der in gleichen monatlichen Teilbeträgen bis zum dieſer 1926 ohne Zinszahlung zu tilgen iſt. Mit dem zebergace. eil Grundſtücke an die Gemeinde wird es möglich, einen großtzalel der amtlich feſtgelegten Straßen nördlich des„Dreckigen Rleuein weges“ zu bauen und das Gelände ohne die zwangsweiſe igſtene teilung der Grundſtücke baureif zu machen. St. würd men für dieſen Teil des Prankelgebietes erreicht, was ſeit 12 1 det aller Bemühungen der Stadtverwaltung um die Durchführu. b An⸗ Bauplatzumlegung nicht gelungen iſt. Der Kaufpreis ſoll räfli lehensmitteln beſtritten werden. Das Abkommen mit dem usſchl, von Berckheim'ſchen Rentamt wird demnächſt dem Bürgera ung ilt zur Genehmigung unterbreitet werden. Zweck der Exmer ſchön die bauliche Erſchließung des nahe der Bahn, landſchaftlich gelegenen Prankelgebietes als Villenviertel. Alelne Mitteilungen r⸗ In Frelburg ſoll vorbehaltlich der Zuſtimmung des gahen ausſchuſſes die Steuerordnung folgende Aenderung 91 Tanz⸗ Der beſonders erhöhte Steuerſatz von 80 Prozent brutto faltungen. beluſtigungen, Varietes, Tingeltangel und ähnliche Veranf ung von die im weſentlichen der eee e aus der Verabreich Peran⸗ Speiſen und Getränken dienen, kommt in Wegfall. Dieſe ſtaltungen unterliegen künftig den normalen Steuerſätzen. er nicht Die Potsdamer Deutſchnationalen haben in e Einſpruc öffentlichen und außerordentlichen Sitzung, die gegen den ialdeme der Vertreter des Zentrums, der Demokraten und der Soß chaube⸗ kroten anberaumt wurde, mit Hilfe ihrer Mehrheit 25 1099 Jeh. ſchluß bezüglich des Stadtſchulrats in zweiter Leſung rctzsſtel⸗ Mit 22 Stimmen ſſt der Abbau des Inhabers der Stadiſchu Dr. Ohms beſchloſſen worden e eeee—— 1 Rechnen Sie's nach! an Wenn Ihr Familſentisch zu hesonderem Anlaß 2 Sonn- und Festtagen eine köstliche Bereicherung e soll, geben Sie als Nachtisch dr. Oetker's Makronen⸗pudding oder dr. Oetker's pudding nach türk. Ark „frieden. Sie stellen damit den verwöhntesten Geschmack eeamch Außerdem aber ist ein Oetker-Pudding sehr be ſür gies und außerordepilich nabrhaft. Was Sie also, nen 86 hochwertige Nahrungsmittel mehr anlegen, kön leicht an anderer Stelle sparen. Für 4 Personen genũ-t: 1 Pickchen Di. Oeiker's Makronen-buddingpulvel l / ↄB 3 Eglötfei vell Zucker(ca. 78 0h) Angerichtet wird der Pudding am besten mit Fruchtsaft. veftengen 8ie beim Einkaul nur vOriginalogenenhe acge belie dose) mit der Schuizmarhe„ Oetker's Hellkopl“ Geschäften Oeſker-Rezepibũcher erhalten Sie kostenlos in oder wenn veigriffen gratis und franko vo Id 3 als Azuzeng auf 3 Der Geſamteindruck iſt unbedingt ge⸗ winnend, vor allem weil hier mit Geſchmag und Intelligenz geſun⸗U in und die l und Entfernungs⸗ Vlen kighehen webem dinen vflandger desdher des Bgl or. A. oetker, Bielefe— mer; auf ſelbſ 2— nerskag, den 5. März 1925 Neue Mannbeimer Jeltung(Mittag⸗NRusgabe) 5. Seile. Nr. 107 [Neue Mannheimer Seitung» Handelsblatt Sbeben ſind die neuen Durchführungsbeſtimmungen Reichsfinanzmiliſters erſchienen. 11 Belaſtung der induſtriellen, gewerblichen und 93 elsbetrſebe einſchließlich der Banken iſt für die der gen Oktober 195 aufgehoben. Die an dieſem Tage für das 1 ngene Halbjahrr unerhoben gebliebene Zinſenhälfte iſt von tra etrieben au“ bis auf weiteres nicht zu bezahlen. Auf An⸗ gebe ſind den Unternehmern die Schuldverſchreibungen zurückzu⸗ und e Die Deulſche Rentenbank erläßt hierüber im Reichsanzeiger anderen Blättern eine Bekanntmachung. Einen Monat nach anf ekanntmachung im Reichsanzeiger erliſcht der Rückgabe⸗ s, wenn der Antrag auf Rückgabe nicht bis dahin der eell dant zugegangen iſt. Soweit die Anträge nicht rechtzeitig at ſind, werden die Schuldverſchreibungen von der Rentenbank chtet. Die Rentenbank hat die Vernichtung auf friſtlos zuläſſi⸗ de Antrag zu beſcheinigen. Der Unternehmer wird zweckmäßig die ückgabe vechtzeitig oder bei Friſtverſäumnis ſich Waſtändnüchtung beſcheinigen laſſen. Die Pflicht zur Entrichtung derſ ändiger Leiſtungen bleibt beſtehen, auch wenn die Schuld⸗ chreibung zurückgegeben oder vernichtet iſt. Werden Unter⸗ nachträglich für die Zeit bis 30. September 1924 heran⸗ ſeberih iſt die Ausſtellung einer Schuldverſchreibung nicht mehr ich. Uch dagegen läuft die Belaſtung der land, forſtwirtſchaft⸗ n und gärtneriſchen Grundſtücke in der bis⸗ 0 gen Weiſe weiter. Der 18. Oktober 1923 bleibt Stichtag für fol Steuerpflicht. Für die Zeit vom 1. April 1924 ab treten aber ntende Aenderungen ein. Die Grundſchuld beträgt 5 v. H. des vonndſtückswerts, ihr Zinsfuß 5 p. H. jährlich. Den Betrag der Fin. igentümer nicht mehr ablösbaren Grundſchuld ſetzt das anzamt durch Grundſchuldbeſcheid feſt. Auf Grund dieſer künf⸗ ugen Feſtſetzung iſt auch der Reſt der Oktoberzinſen 1924 zu ent⸗ erforde Bis dahin iſt die Zahlung der geſtundeten Hälfte nicht ni rderlich. Maßgebend für die Feſtſetzung der Grundſchuld iſt 7 mehr der urſprüngliche Wehrbeitragswert des Grundſtücks, ern der berichtigte oder nachträglich ermittelte ſtereeh ub eitragswert, wie er der Veranlagung zur Vermögens⸗ Kötr1024 zugrunde gelegt iſt. jedoch ohne Bornahme der den iahld ge. Die Veranlagung zur Vermögensſteuer 1924 iſt für 8 Wert beſtimmend, auch wenn ſie noch nicht unanſechtbar ge⸗ orden iſt. An die Stelle einer fehlenden endgültigen Veranlagung Ert die vorläufige. Aenderungen der Veranlagung werden bei iteilung des Grundſchuldbeſcheides berückſichtigt, wenn ſie dem Erfolgt die Aenderung des ſpdtanzamt bis dahin bekannt werden. paͤter, oder wird ſie dem Finanzamt erſt nachträglich bekannt, ſo mn der Grundſchuldbeſcheid von Amts wegen zu berichtigen. Aende⸗ ngen des Grundſtückswerts bei der Veranlagung zur Vermögens⸗ 120 für ſpätere Jahre als 1924 ſind für die Höhe der Grund⸗ uld ahne Bedeutung. Po2g benn das belaſtete Grundſtück in der Zeit vom 18. Oktober fl bis 31. Dezember 1923 geteilt iſt, werden die Grundſchulden ber die Teilgrundſtücke nach deren Stande vom 31. Dezember 1923 eſſen und die verſchiedenen Eigentümer zur Umlage heran⸗ Zogen. Im Falle ſpäterer Teilung kann die Grundſchuld vom denanzamt auf die Teilgrundſtücke mit der Wirkung verteilt wer⸗ en, daß die Teile und ihre Eigentümer für die nach der Teilung 775 7 Schuckert⸗Gruype und Induſtriebelaſtung in In der.⸗V. der Elektrizitäts⸗A.⸗G. vorm. Schuckert u. Co. Nürnberg äußerte ſich der Vorſtand Generaldirektor Geh. Kom⸗ erzienrat Berthold u. a. folgendermaßen: au Ein beſonderes Kapitel bildet die Induſtriebelaſtung * Grund der Dawesgeſetze. Nach dieſen ſollen die Holding⸗ ſacellſchaften von der Belaſtung befreit ſein, aus dem ganz bſtverſtändlichen Grund, weil die Unternehmungen, deren Aktien we im Beſitze der Holdinggeſellſchaften befinden, ſchon ſelbſt belaſtet de den. In bezug auf die Tochtergeſellſchaft der Schuckertwerke, die Continentale Geſellſchaft für elektriſche Unternehmungen, hat tro Geſellſchaft ſchon die Ungeheuerlichkeit bekanntgegeben, daß ſie, wos ihres Charakters als Holdinggeſellſchaft, der Belaſtung unter⸗ ie ſen iſt. Das iſt nun auch für die Schuckertgeſellſchaft eingetreten, ebenfalls nicht anderes als eine Holdinggeſellſchaft dorſtellt. Wie ertſünnig dieſe Veranlagungen ſind, geht daraus hervor, daß eer die Unternehmungen der Continentalen Geſellſchaft ſelbſt be⸗ le t werden, ſodann zum zweitenmal die Continentale Geſellſchaft, Maunch Aktien und Anteilſcheine an dieſen Unternehmungen be⸗ 0 gt iſt, und ſchließlich zum drittenmal die Schuckertgeſellſchaft, die 5 f auptteil der Continentalen Aktien beſitzt. Genau ſo verhält vehml mit den übrigen Beteiligungen der Schuckertgeſellſchaſt, vor⸗ dun dich mit jener an den Siemens⸗Schuckertwerken, die ſelbſt ſchon eine der Belaſtung ſtark betroffen werden. Wenn auf dieſe Weiſe wird dition der deutſchen Betriebsvermögen zuſammengeſtellt ſo ergibt ſich eine Summe, die abſolut nicht den Tatſachen aen geſamte deutſche Wirtſchaft entſpricht. Dieſes Verfahren int ſchon deswegen außerordentlich bedenklich, weil im Aus⸗ miſte ein falſcher Eindruck über das deutſche Betriebsvermögen zeſen Die Continentale wie auch die Schuckert⸗ Folituchaft haben ſich geweigert, die Induſtrie⸗ oaft antianen zu unterzeichnen. die Schuckertgeſell⸗ duße wird das gleiche tun, ſobald von ihr die Unterzeichnung ver⸗ aberlicher Obligationen verlangt wird, um damit Gelegenheit zu Aamlegen gen der Belaſtung bei dem Reichsfinanzhof Beſchwerde dehmeker die Ausſichten aller zum Konzern gehörenden Unter⸗ lereſigen läßt ſich heute noch wenig ſagen. Die Werke der 8 wuelſengemeinſchaft und die Unternehmungen des engeren ellt ttonzerns haben ſich zwiſchenzeitlich auf Reichsmark um⸗ 0 und ſie haben alle die Hoffnung, auf der neuen Baſis zum Verdienen zu kommen. Ob und inwieweit dieſe Hoff⸗ ge d ſich erfüllen werden, iſt bei der allgemeinen ungünſtigen vertder Wirtſchaft nicht zu überſehen. Die Elektrizitäks, verden und Bahnen des engeren Schuckertkonzerns aben ſich bei angemeſſenen Tarifen weiter entwickeln können, chun aber weſentliche Auſwendungen für Erneuerung, Auf⸗ abrit g und Erweiterung ihrer Anlagen zu machen. Die kleinen dber ationsbetriebe arbeiten an ihrer Entwicklung weiter, haben deſſe egenwärtig, wie überall, über lbſatzmangel und ſchlechte lu dzu klagen. Alles in allem genommen ſieht die nächſte Zu⸗ wer Wicht roſig aus, und es kann auch nicht viel anders und Ve ſo lange wir nicht innen⸗ und außenpolitiſch 0 Geſetzen gaſt dereinbarungen kommen, die die Entfaltung ünſerer Wirt⸗ wenung glich machen, und ſo lange wir nicht aus unſerer Ver⸗ mehr zu e en ziehen werden, mehr zu arbeiten und Aupne n Haufe Herren in ilie Nal in beſter billi N „ ſchaftt, B. H. 71 äͤſtsſt. 81019 FFEEE Nähmaschinen empflehlt Pister, J1. 7 Breiteſtraße, Reparaturwerkſtätte für alle Syſteme mit — Garantie ſchnell und billig. S4 2 Fur Kentenbankumlage Von Juſtizrat Roß des Grundſtücks fällig werdenden Zinſen nur noch anteilig haften. Auf Antrag eines beteiligten Eigentümers iſt das Finanzamt zur Verteilung verpflichtet. ie Stellung des Antrags empfiehlt ſich. Vor der Verteilung iſt allen beteiligten Eigentümern Gelegenheil zur Aeußerung zu geben. Die Vexteilung wirkt gegen ſie alle. Gegen den Verteilungsbeſcheid iſt binnen einem Monat nach Zu⸗ ſtellung Beſchwerde zuläſſig. Die bisherige Freigrenze von 4000 iſt auf 6000.A erhöht. Wenn alſo die Werte der am 31. Dezember 1923 in der Hand eines Eigentümers vereinigten belaſteten Grundſtücke insgeſamt 6000&4 nicht erreicht haben, tritt Befreiung von der Grundſchuld ein. Hier⸗ bei werden die Grundſtücke zuſammen veranlagter Ehegatten und die Grundſtücke von Perſonen, die in fortgeſetzter Gütergemeinſchaft leben, zuſammengerechnet. Werden belaſtete Grundſtücke nach dem 31. Dezember 1923 geteilt, ſo prüft das Finanzamt neu, ob die Werte der einem jeden der beteiligten Eigentümer nach der Teilung gehörigen belaſteten Grundſtücke zuſammen die Freigrenze über⸗ ſchreiten oder nicht. Soweit die Grenze nach oben überſchritten wird, ſind Grundſtücke und Eigentümer umlagepflichtig, auch wenn ſie es bisher nicht waren. Wenn die Grenze infolge der Teilun nicht mehr überſchritten wird, kann Freiſtellung erfolgen. Au Antrag muß ſie erfolgen. Beteiligten iſt daher dringend zu raten, nicht erſt die Stellungnahme des Finanzamts abzuwarten, ſondern in den geeigneten 5 ſtellen. Gegen den Grundſchuldbeſcheid des Finanzamtes ſind die ge⸗ wöhnlichen Rechtsmittel— Einſpruch, Berufung, Rechtsbeſchwerde— gegeben. Die Friſt für die Einlegung beträgt einen Monat von der Zuſtellung des Beſcheids ab. Iſt das Grundſtück zur Ver⸗ mögenſteuer 4924 herangezogen, ſo kann das Rechtsmittel nicht darauf geſtützt werden, daß das Grundſtück dabei zu hoch bewertet worden ſei. Dagegen kann geltend gemacht werden, daß es nach ſeiner Zweckbeſtimmung oder der Perſon ſeines Eigentümers nicht der Landabgabe unterlegen habe. Für das Verhältnis zwiſchen Eigentümer und Nießbraucher gilt mangels abweichender Vereinbarung folgendes. Iſt der Nießbrauch entgeltlich beſtellt, ſo trägt der Eigentümer ein Viertel und der Nießbraucher drei Viertel der Zinſen. Wer dadurch übermäßig belaftet wird, kann das Pachteinigungsamt zu anderweitiger Feſt⸗ ſetzung des Entgelts anrufen. Bei unentgeltlicher Beſtellung des Nießbrauchs gilt der Nießbraucher als allein belaſtet. Ueberzahlte Beträge werden in Rentenbankſachen nicht erſtattet, wenn der zu erſtattende Betrag 5 R⸗ vorausſichtlich nicht über⸗ ſteigt und die Exſtattung nicht beantragt wird. Höhere Beträge werden von Amts wegen zurückgezahlt. Indeſſen wird jeder, der einen Erſtattungsanſpruch hat, gut tun, beim zuſtändigen Finanzamt die Rückzahlung zu beantragen, ſobald die Höhe ſeines Anſpruches feſtſteht. Dies gilt namentlich für den, der wegen Erhöhung der Freiarenze ſeit 1. April 1924 nicht mehr umlagepflichtig iſt, aber die Oktoberzinſen 1924 ganz oder zum Teil bezahlt hat. Renſlenmarkſchulden jeder Art brauchen allgemein nicht mehr in Rentenmark bezahlt zu werden, auch wenn die Zahlung in Rentenmark ausdrücklich bedungen iſt. Dies gilt auch für Wechſel und Schecks. Bei der Zahlung iſt eine Rentenmark gleich einer Reichsmark. Die o..⸗V. genehmigte einſtimmig alle bereits veröffentlichten Vorſchläge der Verwaltung über Umſtellung des Grundkapitals und über den Abſchluß des Geſchäftsfahres 1923/24. Die ſatzungsmäßig ausſcheidenden Mitglieder des Aufſichtsrates wurden wiedergewählt und neu dazu Geh. Kommerzienrat Karl Jordan, Direktor der Kammgarnſpinnerei Kolbermoor. Umſatzſteuerumrechnungsſäte auf Reichsmark für den Monat Jebruar 1925 Die Umſatzſteuerumrechnungsſätze auf Reichsmark für den Monat Februar 1925 werden auf Grund von§ 32 a Abſ. 2 und 3 und§ 37 Abſ. 3 des Umſatzſteuergeſetzes in der Faſſung des Artikels IVs der Zweiten Steuernotperordnung vom 19. Dezember 1923 (RGBl. 1923 1 S. 1205) wie folgt feſtgeſetzt: 1. bei ausſchließlich wertbeſtändiger Buchführung in den nach⸗ tehend genannten ausländiſchen Zahlungsmitteln gemäß 832 2 bſ. 2 des Umſatzſteuergeſetzes in Verbindung mit§ 1 Abſ. 2 der Duürchführungsbeſtimmungen zu Artikel Iy der Zweiten Steuernotverordnung vom 9. Jan. 1924(RGBl. 1924 1 S. 200): ällen den Antrag unverzüglich zu 32—35 4, ruhige Nachfrage. 70 Pfennig per Deviſenmarkt Die Mark ſtellte ſich auf 23,81, London 4761½¼, Paris 509 50, Schweiz 1923, Italien 402, Holland 3994, Wien 14%, Budapeſt 1375, Prag 29696, Belgrad 161, Chriſtiania 1525, Kopenhagen 1789, Stockholm 2695, Brüſſel 503,50, Madrid 1419, Helſingfors 252, Vukareſt 49,75, Argentinien 4050. Kabel gegen Paris 1963, London gegen Paris 9355, London gegen Schweiz 2478, Zürich gegen Mai⸗ land 2090. London gegen Mailand 11876, London gegen Amſterdam 93, London gegen Brüſſel 9468. In Goldmark reſp. Goldpfennig ausgedrückt ſtellte ſich: London 20,01, Paris 21,40, Schweiz 80,75, Holland 1,68,80, Wien 5,0, Prag 12.46, Chriſtiania 64,05, Kopenhagen 75,15, Stockholm.13,2, Brüſſel 21,15. Vom Anilin⸗Konzern. Wie verlautet, plant die Chemiſche Fabrik Griesheim⸗Elektron.⸗G. in Griesheim a. M. in Bitterfeld eine Fabrik zur Erzeugung von Chlorſchwefel und Chlorierung von zu errichten. Die Badiſche Anilin⸗ und Sodafabrik in Ludwigshafen a. Rh. kaufte als Beſitzerin des Leunawerkes das Rittergut Bloeſien bei Merſeburg. « Süddeutſche Schokolade⸗ und fakaowerke.-G. in Karlsruhe. In der am 14. März ſtattfindenden.⸗V. ſoll u. a. über die Still⸗ legung oder Fortführung des Betriebes Beſchluß gefaßt werden. Beantragt iſt ferner Verzicht der Aktionäre auf ihr Vorzugsſtimm⸗ recht und Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien. .-⸗G. für Brauereigewerbe in Frankfurtk a. M. Die Geſell⸗ ſchaft ſtellt ihr unverändertes Vorkriegskapital von 1 Mill. im Verhältnis von:1 auf 500 000 R. um. »Bayriſche Hartſtein-Induſtrie,.⸗G., Würzburg. Wie die Verwaltung mitteilt, konnten die Betriebe der Geſellſchaft, die Ende 1923 wegen Auftragsmangel ganz eingeſtellt werden mußten, erſt wieder Ende März aufgemacht werden. Durch ungünſtiges Wetter und ſchlechte 1 wurde aber das Reſultat nachteilig beeinflußt. In der zweiten Hälfte des Jahres war dann der Geſchäftsgang etwas günſtiger, ſo daß mit einem kleinen Ueberſchuß gerechnet werden kann. Ob aber eine Dividende zur Verteilung gelangen kann, läßt ſich noch nicht ſagen. Die Ausſichten für das laufende Jahr ſind, ſoweit ſich dies bis jetzt vorausſehen läßt, weſentlich günſtigere, als im Jahre 1924. „Papierfabrik Reisholz.-., Düſſeldorf⸗Reisholz. Die Reichsmarkeröffnungsbilanz ſieht eine Umſtellung des Aktienkapitals von 50 Mill. Slammaktien und 25 Mill. Vorzugsaktien auf 6 Mill. N. Stamm⸗ und 180 000 R/ Vorzugsaktien vor unter Bildung einer Rücklage von 618 000 R⸗K. „Eiſen- und Skahlwerk Krone.⸗G. in Belbert. Die.⸗V. genehmigte die Reichsmark⸗Bilanz und beſchloß, ſtatt der 100⸗R.l Aktien 20⸗R.I⸗Aktien auszugeben; das Aktienkapital wird von 25 Mill. ½ auf 470 000 R umgeſtellt. Die Ausſichten im neuen Jahre ſeien gut und der Geſchäftsgang zufriedenſtellend. Es ſei ungefähr 76 der Friedensleiſtung erreicht. Waren und Märkte 2·: Pforzheimer Edelmelallpreiſe vom 4. März. 1 Kg. Gold 2817 G. 2822.; 1 Kg. Silber 94,40 G. 94,70.; 1 Gramm Platin 15,.— G. 15,20 B. .: Allgäuer Bukler-⸗ und Käſebörſe vom 4. März. Butter 1,75—1,92„ im Einkauf. Nachfrage gut, Weichkäſe, grüne Ware Allgäuer Rundkäſe 90—1,28 im Einkauf. Geſchäftslage unverändert. Die Preiſe ſind Erzeuger⸗ verkaufspreiſe ab Station des Börſengebietes. Bremen, 4. März. Daumwoll'. American Fully middling c. 28 g. mm loko per engl. Pfund 28,63(28,01) Dollarcents. Schiffahrt Frachtengeſchäft in Dulsburg⸗Ruhrork vom 4. März Die Frachten zu Berg und zu Tal betragen Tonne. Geſchäft ſehr ſchlecht. Nächſte Dampfer⸗Expeditlonen des Norddeulſchen Llogd Bremen Bremen⸗Rewyork: D. Lügow am 4..; D. Preſident Rooſpelt am 10..; D. Stuttgart am 14..; D. Preſident Harding am 18..; D. America am 25..; D. Bremen am 27.., ſämtliche ab Bremerhaven. Bremen⸗ Philadelphiga ⸗Baltimore⸗Norfplk; D. Hameln ab Bremen am 21..; D. Hannover ab Bremen am 11. 4. Bremen⸗Braſilien: D. Weſtfalen am 7. 3. Bremen⸗ La Plata: D. Crefeld ab Bremen am 8. 3, ab Hamburg am 12.., ab Bremerhaven am 14..; D. Sierra Morena ab Bremen am 15.., ab Hamburg am 19.., ab Bremerhaven am 21. 3. Bremen⸗ Oſtaſien: D. Nelus ab Bremen am 7..; MS. Vogtland ab Bremen am 14..; D. Croxteth Hall ab Bremen am 21..; D. Ludwigs⸗ hafen ab Bremen am 25. 3. Bremen⸗Auſtralien: D. Telamon Efd Nr. Staat Einhelt Reichsmatt ab Bremen am 13..; D. Gotha ab Bremen am 11. 4. 1 England 1 Pfund Sterling 19.95 2Holland 100 Gulden 167,95 3 Schweiz 100 Franken 80 60 4 Vere nigte Staaten von Amerika 100 Dollar 4²0 00 Werden andere Zahlungsmiltel vereinnahmt, ſo ſind ſie zum jeweiligen Tageskurs der Berliner Börſe in die Währung um⸗ zurechnen, in der die Bücher geführt werden. 2. bei nicht wertbeſtändiger Buchführung gemäߧ 32 à Abſ. 3 des Umſatzſteuergeſetzes: 7 +7 Lſd Nr Staat Einhelt Reichsmark 1 England 1 Pfund Sterling 19,98 2 olland 100 Gulden 167.95 3 chwei 100 Franken 80,60 1 Bereinigte Staalen von Amerika 100 Dollar 420,00 5 Belgien 100 Franken 21,35 5 Bulgarien 100 Lewa 3,05 7 Dänemark 100 Kronen 74,85 8 innland 100 finniſche Mark 10,60 9 Frankireich 100 Franten 22,25 10 Italien 100 Lire 17.30 11 Jugoſlavien 100 Dinar= 400 Kronen.80 12 Norwegen 100 Kronen 64.05 13 Deuiſch⸗DOeſterreich 100 000 Kronen.90 14 Porugal 100 Estudo 20.00 15 Rumänien 100 Let 2 15 16 Schweden 100 Kronen 113.,15 17 Spanien 100 Peſeta 59,70 18 Tſchecho⸗Slowakei 10. Kron n 12,45 19 Ungarn 100 000 Kronen.80 20 Japan 100 Den 168.65 21 Argentinien 100 Paplerpeſo 166.75 22 Braſilien 100 Milreis 47.25 28 Dan zig 100 Gulden 79.55 24[ Turkei 1 türtiſches Pfund 2,20 Die Feſtſetzung der Umrechnungsſätze für die nicht an der C 53 Fropten Ksol eleſ Oe Tolſur Berliner 1 notierten ausländiſchen Zahlungsmittel ſpäteſtens in der Mitte dieſes Monats. bester ols Huhudsser erfolgt Guter Schlaf Tüchtiger Sanferungen Setbee ege. Halbeiwdte.en Klein, mit u. ohne Zub ſucht noch—8 Haus⸗ e Stahlmatr. a. Priv. Be. verwaltungen zu über⸗⸗ queme Beding. Kat. vin] nebien geg. mäß. Ver⸗ Nähmaschinen frei. Eiſenmöbelfabrik gütung. Angebote unter Calst! J. R. 51 3. d. Geſchäfts⸗ kepariert und vertauß Ssee ſtelle dſs. Bl. B1074 Kundſen. I. 7, 3. Tal. 348 6. Seite. Ar. 107 Neue Mannheimer Jeitung[Mittag⸗Ausgabe Donnerstag, den 5. mätz 1928 Aus dem Lande Heddesheim, 3. März. Das Kino verbreitet ſich mehr und mehr auf dem Lande. Hier iſt ſeit voriges Jahr ein ſolches er⸗ richtet, das Sonntags und auch an Wochentagen Vorſtellungen gibt mit jeweils lehrreichem und unterhaltendem Film. Wie man nun erfährt, beabſichtigt ein Hausbeſitzer im Laufe dieſes Jahres hier noch ein zweites Kind zu erbauen.— Die Frühjahrsaus⸗ ſaat hat dieſer Tage begonnen, nachdem das Feld bei dem etwas gebeſſerten Wetter in einzelnen Gewannen notdürftig abgetrocknet iſt. Auch in den Gärten wird man bald die erſte Arbeit aufneh⸗ men, wenn der trocknende Wind anhält. Mosbach, 4. März. Im Zementwerk zu Diedersheim wurde dieſer Tage der Zementarbeiter Sch wa b, ein langjähriger Arbei⸗ ter des Werkes, als er unter dem Fahrſtuhl ſtand und dieſer von oben herunterkam, ſchwer am Kopf vecletzt. Kurz darauf ge⸗ riet der 70jährige Arbeiter Barſh aus Neckarelz in die Trans⸗ miſſion als er die Anlage ölen wollte. Ihm wurden beide Beine und ein Arm obgeriſſen. Ins Heidelberger Krankenhaus rer⸗ bpracht ſtar b er alsbald. „Kaſtatt, 3. März. Geſtern tagte hier der Gewerbeverein, um ſich über die geplante Gewerbeausſtellung auszuſprechen. Nach den Ausführungen des Vorſitzenden haben ſich bis jetzt 70 Firmen für die Ausſtellung als Ausſteller gemeldet. Die Geſamt⸗ zahl der Ausſtellungsfläche betragt zuſammen 2200 qm. Der Vor⸗ anſchlag über die Rentabilität ergab ein günſtiges Bild. Von der Induſtrie wurde eine Garantieſumme von 20000 Mark zur Ver⸗ hügung geſtellt. Die Ausſtellung wird vom 20. Juli bis 30. Juli uern Haslach(Kinzigtah, 4. März. Das Storchenpoar das allfäh einen Wehaſitz auf dem Kamin einer Brauerei hier auf⸗ ſchlägt, hat bereits ſein Quartier bezogen. Der Frühling ſcheint alſo wirklich nicht mehr fern zu ſein. Donaueſchingen, 4. März. Hier brannte die freiſtehende Scheune des Landwirts Jakob Schülfort mit den darin befind⸗ lichen Futtervorräten und landwirtſchaftlichen Maſchinen vollſtändig nieder. Der Schaden wird auf ungefähr 20 000 Mk. geſchätzt. Aus der Pfalz Ludwigshafen, 4. März. Im Laufe des Februar wurde hier ein angeblicher Johann Hindenlang aus Straßburg wegen Zechbetrugs feſtgenommen. Wie feſtgeſtellt wurbe, Handelt es ſich um den wegen Betrugs und Urkundenfälſchung in Offen⸗ burg in Haft geweſenen und dortſelbſt entſprungenen Hermann Meier. Meier hat im September 1924 einem Landwirt aus Mau⸗ dach, bei dem er ſich als Viehhändler ausgab, um ein Schwein im Werte von etwa 200 Mark betrogen. Auch in Offenburg hat er einen Landwirt durch Vieheinkauf hereingelegt. Meier hat nach ſeiner Feſtnahme wiederholt Löffel und Eiſenteile verſchluckt, um bei ſeiner Ueberführung ins Krankenhaus Ge⸗ legenheit zur Flucht zu bekommen Speyer, 4. März. Der proteſtantiſche Landeskirchenrat in Speyer hat aus Anlaß der am Donnerstag vormittag in Heidelberg ſtattfindenden Beiſetzung des Reichspräſidenten für dieſen Tag vor⸗ mittags 10 bis 11 Uhr in allen Gemeinden der Pfalz Trauerge⸗ läute angeordnet. Neuſtadt a. d.., 2. März. Eine aus allen Teilen der Pfalz beſuchte Winzerverſammlung nahm am Sonntag noch⸗ mals Stellung gegen die Ratifizierung des deutſch⸗ſpaniſchen Han⸗ delsvertrages, deſſen Folgen für den Winzerſtand verhängnisvoll würden, und dem deutſchen Weinbau einen Schaden von bereits 140 Millionen Goldmark allein durch den Rückgang der Wein⸗ preiſe zugefügt hätten. Die Staats⸗ und Reichsregierung werden erſucht, die Ratifizierung des deutſch⸗ſpaniſchen Handelsvertrages be verhindern und mit Spanien und Italien Verträge abzuſchlie⸗ en, welche den Intereſſen des Weinbaues gerecht werden. Landau, 3. März. Am Samstag fand im Sitzungsſaal des Landgerichts die Verſammlung der pfälziſchen Anwaltskammer ſtatt. Anſtelle der durch den Tod ausgeſchiedenen Votſtandsmit⸗ glieder: Juſtizrat Biſchoff⸗Ludwigshafen a. Rh., Geh. Juſtizrat Ney⸗Landau und Juſtizrat Spatz⸗Speher wurden neu in den Vor⸗ ſtand gewählt: Juſtizrat Hauck⸗Landau, Dr. H. Strauß⸗Lud⸗ wigshafen a. Rh. und Juſtizrat Dr. Vollmer⸗Speyer. Gerichtszeitung Amksgericht Mannheim Mannheim, 3. März.(Sitzung des Amtsgerichts SG.) Vorſitzender: Amtsrichter Strübel.— Vertreter der Anklage⸗ behörde: Referendar Rufer. Eine namhafte Kohlenverſchiebung leiſteten ſich die Fuhrleute und Arbeiter eines hieſigen Kohlenhändlers. Statt den Auftrag ihres Geſchäftsherrn, eine Fuhre Kohlen von 100 Zent⸗ ner an das allgemeine Krankenhaus abzuliefern, führten ſie die Kohlen dem Wirt Fritz Herrwert zu, der eine Quittung über 100 Mark ausſtellte, aber in Wirklichkeit den Fuhrleuten nur 50 Mark einhändigte. Durch einen anonymen Brief erhielt die Verwaltung des Krankenhauſes Kenntnis vom Sachverhalt. Der Kohlenhändler ſah dann ein, daß die in ſeinem Geſchäfte angeſtellten Leuke ihn ſchwer hintergangen hatten. Die Angeklagten waren heute beſtrebt, durch allerlei faule Ausreden ihre Schuld in ein möglichſt günſtiges Licht zu ſtellen. Es iſt aber durch die Beweis⸗ aufnahme einwandfrei feſtgeſtell daß an ihrer unredlichen Hand⸗ lungsweiſe ein Zweifel nicht beſteht. Die Angeklagten wurden we⸗ gen Unterſchlagung, beziehungsweiſe Hehlerei, wie folgt verurteilt: Heinrich Hörner zu 5 Monaten Wilhelm Schalk zu 6 Wochen, Friedrich Becker zu 5 Monaten, Chriſtian Rückert zu 2 Monaten, Fritz Herrwert zu 3 Monaten und A. B. zu 1 Monat Gefängnis. M. Schwurgericht Zweibrücken Im Schwurgerichtsſaal des Sberlandesgerichts Zweibrücken begann am 2. März die Tagung des Schwurgerichts. Als erſter Fall kam ein Verfahren wegen Meineids zur Verhandlung. Angeklagt iſt der 1895 geborene Poſttagner Georg Schreiner aus Pirmaſens, der verhaftet vorgeführt wurde. Es lag dem Ange⸗ klagten zur Laſt, bei Ablegung des Offenbarungseides Unwah ces ausgeſagt zu haben. Das Gexicht nahm fahrläſſige Eidesverletzung an und verurteilte den Angeklagten zu einem Jahr Gefäng⸗ nis unter Anrechnung von drei Monaten Unterſuchungshaft.— Als nächſter Fall ſtand der Fabrikarbeiter Anton Fil z aus Pir⸗ maſens wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor den Geſchworenen. Es wird dem Angeklagten zur Laſt gelegt, daß er am 27. Juli 1924 den 16jährigen Fabrikarbeiter Joſef Maurus durch einen Schlag mit einem Prügel ſchwer verletzt habe. Durch den Hieb war ein Schädelbruch eingetreten, an deſſen Folgen der junge Mann ſtarb. Der Vertreter der Anklage bean⸗ tragte unter Annahme mildernder Umſtände wegen Körperver⸗ letzung mit Todesfolge 1 Jahr Gefängnis. Der Verteidiger plä⸗ dierte auf Freiſpruch, da Notwehr vorlag. Das Gericht ſprach den Angeklagten nach dreiviertelſtündiger Beratung frei. 5 Sportliche Rundſchau Handball M. J. C.„Phönix— B. f. R. Zum fälligen Spiel um den badiſchen Pokal trafen ſich am ver⸗ gangenen Sonntag auf dem Phönixplatz obige Mannſchaften. Phönix konnte in der Verbandsrunde zweimal nach hartnäckigem Kampf nur:0 gewinnen und da beide Mannſchaften in letzter Zeit an Spielſtärke zugenommen haben, ſo war man auf den Ausgang dieſes Treffens wirklich geſpannt. V. f. R hat Platzwahl und ſpielt mit der Sonne im Rücken. Phönirx ſetzt ſich ſofort in des Gegners Hälfte feſt ohne jedoch, trotz der vielen Gelegenheiten, einen Erfolg buchen zu können. V. f. R. dagegen iſt glücklicher. Durch Einzel⸗ durchbrüche können die bis Halbzeit durch den Linksaußen und den Mittelſtürmer zwel Tore vorlegen. Nach Halbzeit ſcheint ſich die Phönix⸗Mannſchaft auf ſich ſelbſt beſonnen zu haben. Immer wieder bringt der Sturm das V. f..⸗ Tor in Gefahr, deſſen Wächter nicht verhüten kann, daß der Platz⸗ verein den Ausgleich und ſchließlich auch noch das 3. und 4. Tor erzielt. Beim Stande von:2 für Phönix beendet der Schieds⸗ richter, Herr Oelſchläger vom V. f. L. Neckarau das intereſſante Treffen. T V. f. R. ſpielte in der erſten Halbzeit mit großem Eifer und fiel nach der Pauſe ſeinem eigenem Tempo zum Opfer. Der Mann⸗ ſchaft des Siegers, die ſich durch dieſen Erfolg die weitere Teil⸗ nahme an der Pakalrunde ſicherte, ein Geſamtlob. 2 aebiete. Gericht und den übrigen redaktionellen Teil: Franz enthalten. Neues aus aller Welt — Schweres Autounglück bei Degerloch. Am Montag— mittag 743 Uhr fuhr ein leichterer Perſonenwagen von chlug her kommend auf der Echterdinger Straße. Plötzlich überſ Pful ſich der Wagen und der Lenker, ein älterer Herr aus hren lingen, war ſofort tot. Zu dieſem ſchweren Unglück wir noch folgende Einzelheiten: Der Lenker und Beſitzer des 1di iſt der 50 Jahre alte verheiratete Kaufmann Paul Eberbe. in aus Pfullingen. Er hatte ſeinen Wagen in Stuttga auf Reparatur gehabt und war nach Beendigung der Reparatt Aige der Heimfahrt begriffen. Auf der Echterdinger Straße, wenn Meter außerhalb der Degerlocher Markung, wollte der im malem Tempo fahrende Verunglückte, aus irgendeinem Gru den Wagen zu ſchnell zum Stehen bringen. ſaſſe überſchlug ſich das Auto. Der Lenker, der einzige Suere des Wagens, wurde hinausgeſchleudert. Er erlitt einen ſchw daß Schädelbruch; auch der Bruſtkorb wurde ihm eingedrückt, ſo der Tod nach wenigen Minuten eintrat. Der ſo giſch ums Leben Gekommene wurde in das Leichenhaus auf det Pragfriedhof überführt. bl⸗ — Der„Rächer“ Pegouds abgeſtürzt. Laut„Berl. Tag der ſtürzte Ausgangs Februar bei einem Reklameflug in der Nähe Stadt Mont⸗de⸗Merſan der Flieger Robert Roger Ronſer matd. ab, der in den Nachrufen als der Rächer Pegouds bezeichnet Roger Ronſernail hatte am 18. Mai 1916 das Flugzeug des de der ſchen Fliegers Kanduski zum Abſturz gebracht, ein Jahr früher den berühmten franzöſiſchen Flieger Pegon ſiegt hatte. Ronſernail erhielt eine hohe militäriſche Auszeichn die fand aber nach dem Kriegsende für ſeine Flugtechnik nich eſſe⸗ richtige Verwendung. Er wurde ſchließlich der Agent eines 17 unternehmens, für das er bei waghalſigen Kunſtflügen Rek per⸗ zettel abwarf. Bei einem dieſer Schauflüge iſt Roſernail ber unglückt. 5 — Ein frecher Schlafwagen⸗ueberfall wurde auf der Stre der Staatsſtraße entfernt, plünderten zwei Banditen die Janß⸗ gäſte eines Schlafwagens vollkommen aus. Der Zug fuhr Niage durch eine wilde Einöde, die ſich ganz in der Nähe von Chi die erhalten hat, als zwei Räuber den Schlafwagen betraten und mit Ausgangstüren nach beiden Seiten verſchloſſen. Sie traten men hochgehaltenen Revolvern in jedes einzelne Abteil und nah bet den Fahrgäſten alles Geld und alle Wertgegenſtände ab, lten ſie die Betten ſorgfältig unterſuchten. Die Schlafwagenangeſterag wurden ebenfalls beraubt. Als der Zug in der Nähe von Chi ſein Tempo verlangſamte, ſprangen die beiden Räuber vom ihrer gen ab und entkamen unbehelligt, obgleich der Zug kurz nach i die Flucht in einem Vorortbahnhof von Chikago Halt machte und Polizei dort verſtändigt wurde. Waßerſtandsbeobachtungen im Monat März Npein-Pegel J 28. 27. 28 3 4. 5. Jefar-Wegef 28. 27. 28.8— S.520.57.47.35.237 Schuſterinſel“.52.520.57.47.48.42 Mannheim.362 86.362. 53 Cehn..69.75.40488.65 Deilbronn..74.577 ö,770.77.70 Maxau....34.37.37.81.30.31 Mannbeim.28.23.222.23.24.23 ſtaub.89 1 68„—.70.70.68 Völn.002 01..83 2 50 2 40 200 Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung. G. m. b.., Mannheim. 10755 Direktion: Ferdinand Heyme.— Chefredakteur: Kurt Fiſ ißner Verantwortlich für den politiſchen Teil. Hans Alfred 107 für das Feuilleton: i..: Kurt Fiſcher: für Kommunal pol lt: Lokales: Richard Schönfelder; für Sport und Neues aus aller ar⸗ Willy Müller; für Handetsnachrichten. Aus dem Lande, ü: N B dt. für Anzeigen: J Bernhar—— Schlank ſein heißt jung ſein! Uebermäßige Körperfülle macht alt und ſetzt das Wohlbefinden 5 Wir raten Ihnen, in der Apotheke 60 oder 30 Gramm echte krkung Kerne zu kaufen, die unſchädliche Stoffe von fettzehrender 15 Verlangen Sie nur Toluba⸗Kerne. 7 5 Bekanntmachung über den Aufruf und die Einziehung der Reichsbanknoten, deren Ausfertigungsdatum vor dem 11. Oktober 1924 liegt. 1 Auf Grund des 8 3 des Bankgeſetzes vom 30. (eichsgeſetzbl. Teil II S. 235) rufen wir alle Reichsbanknoten, deren Ausfertigungsdatum vor dem 11. Oktober 1924 liegt, ſoweit ſie nicht bereits aufgerufen ſind, hiermit zur Einziehung auf. 5 Mit dem Ablauf des 5. Juni 1925 verlieren die aufgerufenen Noten ihre Eigenſchaft als ge⸗ 2 ſetzliches Zahlungsmittel. Die Beſitzer dieſer Noten können ſie nochbis zum 5. Juli 1925 bei allen Kaſſen der Reichsbank in Zahlung geben oder in dem ge⸗ mäߧ 3 Abſ. 3 des Bankgeſetzes vorgeſchriebenen Verhältnis, wo⸗ nach eine Billion Mark durch eine Reichsmark zu erſetzen iſt, gegen geſetzliche Zahlungsmittel umtauſchen. Mit dieſem Zeitpunkt werden die aufgerufenen Banknoten kraftlos, und es erliſcht damit auch die Einlöſungspflicht der Reichsbank. Noten in Abſchnitten unter 10 Milliarden Mark ſollen nur in Gebinden und in einem durch 10 Milliarden teilbaren Betrage eingereicht werden. Die Gebinde ſollen nach den im Geldverkehr üblichen Gebräuchen formiert und gepackt ſein. Berlin, den 5. März 1925 Reichsbank⸗Direktorium Kauffmann Dr. Hjalmar Schacht Talige Beteigung Von gutgehender Fabrik⸗Unternehmung ber Rheinpfalz werden Mk. 40 000 gegen tätige Angebote unter P. H. 94 an die Geſchäfts⸗ ſtelle dieſes Blattes. Hünstlerisde Entwürie Auguſt 1924 Hresber& Co. 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Nr.?7 14 Alſen Freunden und Bekannten chmerzliche Mitteiſung, daß mein eber Mann, Vater und Bruder debig Ffiedrich Bender Tüchtige Verkäuferinnen Sattler und Tapezier infolge eines Herzschlages uns rasc! per sofort evtl. später eutrissen wurde. weil die Feinkostmargarine„Schwan im Niappnt ie 828 gesucht Blauband“ die Rosten des Haushalts m Stt. 7775 7 5 j i. 2 in Res Ta Es kommen nur Damen in Frage, vei hilligt. Trotz ihres niedrigen Preises F EI ſwelche über außergewöhnliche Ver- befriedigt sie die hõchsten Anforderungen rau Elise Bender 5 an Wonlgeschmack und Betömmlichlteit. nebst Kinder, 8 kaufsfähigkeiten verfügen. 2660 dDie Beerdigung findet Freitag Preis 50 Pfennig um 2 Uhr von der Leicheg⸗ B. Ka ufm Ann Co. dlas Halbpfund * aus statt. Inh.: Brüder Landauer A. G. bet t Mannheim Paradeplatz in der bekannten Erstes Spezialhaus für Damen-Moden. 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