1 — *. — 2 — — Cͤ ˙ AAAAA 8 1144..4 7 eeiſe: Zn Mannheim und Umgebung frel ins 25 ie durch die Poſt monatl..⸗M. 2050 an e ei evtl. Aenderung der wirtſchaſtl. Verhältniſſe Nach⸗ ruhe⸗ vorbehalten. Poſtſcheckkonto Nr. 17590 Karls⸗ Waduptgeſchaftsſtele E 6, 2.— Geſchäfts⸗Neden⸗ aldhoſſtraße 6, Schwetzingerſtraße 24, Meerfeld⸗ eneral—Fernſpr. Nr. 7941—7945,— Telegr.⸗Adreſſe anzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. zwölfmal. eue Mann WMittag⸗Ausgabe hoimer Seilung Mannheimer General Anzeiger Preis 10 Pfeunig 1925— Nr. 109 nzeigenpreiſe nach Tariſ, bel Vorauszahlung prs ein 5 n für Allgemeine Anzeigen 040. N Reklamen—4.⸗M. Für Anzeigen an beſtimmten Tagen Stellen und Ausgaben wird keine Verantwortung über⸗ nommen. Höhere Gewalt, Streiks, Betriebsſtörungen uſw. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene oder beſchränkte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme von An⸗ zeigen. Auftr.d. Fernſpr. ohne Gewähr. Gerichtsſt. Mannheim. eilagen: Bilder der Woche Sport u. Spiel Aus Geit u. Leben mit Mannheimer Muſik-Seitung. Mannheimer Frauen-Jeitung- Unterhaltungs-Beilage.Aus der Welt der Cechnik. Wandern u. Neiſen · Geſetz u. Necht Kede Chamberlains im Unterhaus Die Arbeiterpartei verläßk den Saal 5 Eine große Debatte über die britiſche Außenpolitik wurde am zonnerstag im engliſchen Unterhaus durch eine Rede des früheren en Miniſters Fiſher eröffnet. In der Räumungs⸗ * bemerkte Fiſher, die Hinausſchiebung der Räumung ſei ein ernſter Schritt der Regierung. Die britiſche öffentliche Meinung noch immer nicht die beſonderen Gründe für die Vertaaung Räumung. Die Liberalen müßten die Veröffentlichung des ontrollberichtes fordern, ferner die Einladung deut⸗ d0. er Vertreter zur Darlegung der Auffaſſung der Reichs⸗ Ahung. Die Liberalen ſeien beſorgt über die Sprache des fran⸗ uichen Miniſterpräſidenten, welche die Vermutung unterſtütze, daß na reich die Räumung und die Sicherheitsfrage miteinander ver⸗ den wolle.— Chamberlain antwortete auf die Rede Fiſhers. r erklärte in der Räumungsfrage u.., die britiſche Regierung e gegenwärtig noch nicht alle die Punkte genügend geprüft, in nen ſich Deutſchland in Verzug befinden ſolle. Sie wiſſe jedoch, 80 wegen deutſcher Verfehlungen eine Räumung der nördlichen uſge für den 10. Januar nicht in Frage gekommen ſei. Te bri⸗ che Regierung habe nicht den Wunſch, irgend etwas zu verbergen, 90 n die Veröffentlichung des Kontrollberichts zu einer Löſung der umungsfrage führen könnte. Das Ziel der britiſchen ne dlerung ſei, ſobald als möglich von der deutſchen Regierung kür Erfüllung derjenigen Punkte zu erhalten, die die geplante Ver⸗ dedung der Beſetzungszeit geſtatte. Eine Einladung der ubulchen Regierung ſei erſt nach einer alliierten Einigung 1—8 Die Beſetzung Kölns beruhe auf dem Verſailler Vertrage ame nur durch die Vertragsbeſtimmungen gerechtfertigt wer⸗ d Sie könne nach Anſicht der engliſchen Regierung nicht an⸗ baen, es ſei denn, daß durch ſie die Befürchtungen herabgemin⸗ ber würden, welche die Meinung der Skaatsmänner vieler Länder 8 nflußten(). Zu den deutſchen Vorſchlägen in der icherheitsfrage bemerkte Chamberlain, daß er ſelbſt von chlägen durch eine Mitteilung Kenntnis erhalten habe, die ihm einigen Wochen in vertraulichſter Form zugegangen ſei. Nach⸗ bad ein deutſcher Schritt auch in den übrigen alliierten Haupt⸗ en erfolgt ſei, begrüße er das Vorgehen der deut⸗ Regierung und meſſe ihm die größte Be⸗ nicht tung bei. Ueber Einzelheiten könne er ſich naturgemäß noch ü0 8 äußern. Er könne jedoch jetzt bereits ſagen, daß die deutſchen as. eine große Möglichkeit für die Schaffung des Frie⸗ behar und der Sicherheit in der Welt enthielten. Zum Schluß 0 udelte Chamberlain u. a. auch die Frage des Saargebietes wiederholte ſeine bereits gemeldete Auffaſſung, daß er zu der als gerung gelangt ſei, man könne gegenwärtig nichts Beſſeres tua, kun, die Amtstätigkeit des franzöſiſchen Präſidenten der Saarregie⸗ 5 stommiſſion zu verlängern. In der Danziger Frage be⸗ dar. ſich Chamberlain die Freiheit für ſeine Entſcheidung in Genf ͤ 85 Rede Chamberlains wurde häufig durch Zwiſchenrufe von wpeedern der Arbeiterpartei unterbrochen. Als ein Abgeordneter gdeſ ordert wurde, die Zwiſchenrufe zu unterlaſſen, verließ die Aturte Arbeiterpartei, an der Spitze Macdonald, die 0 ng. Ehamberlain predigt leeren Bänken Ueber di 5 · 3 2 8 ie geſtrige Sitzung im engliſchen Unterhaus wird noch aen daß Chamberlain, nachdem die Arbeiterpartei den Sitzungs⸗ edem rlaſſen hatte, nach einer Unterbrechung von 20 Minuten vor n albleeren Hauſe ſeine Rede fortſetzte, denn auch die Libe⸗ r off atten nur einen Horchpoſten zurückgelaſſen. Der Miniſter eine Neabar durch den Zwiſchenfall derart irritiert worden, daß er e, die viel größer angelegt war, bereits nach einigen icht impropiſiert abbrach, anſcheinend in der Erkenntnis, daß der Abweſenheit der Liberalen und der Arheiterpartei die wun riläiſche Ausſprache auf das Niveau einer einſeitigen Regie⸗ weleße arung geſunken wäre. Nach Chamberlains Schlußwort — Jon nicht nur die Diplomaten und das Publikum, ſondern auch wüllſceſervatiwen den Sitzungsſaal, ſodaß ſich die weitere außen⸗ leahelen us prache vor einer Gruppe von zwanzig bis dreißig Ab⸗ vollzog. Der Zwiſchenfall wurde in den Wandelgängen aments lebhaft bedauert. d. dahe be,Anbeiterpartei trat ſofort in einem Lokal in der ſaang 5 arlaments zuſammen. Der Vorſtand vertrat die Auf⸗ ddaß die weitere Haltung der Partei nur in einer Plenar⸗ n 10 cbend Partei entſchieden werden könne, die ſofort für Donners⸗ Mie, 55 telephoniſch einberufen wurde. Wie um halb 12 Uhr ver⸗ eidtr g von der Plenarſitzung der Beſchluß gefaßt, einen benden Bo nsantrag gegen die Geſchäftsführung des ſtellver⸗ orſitzenden Hope einzubringen. u* des 8 die weitere Entwicklung des in der Donnerstag⸗Sitzung iſchen Unterhauſes ausgebrochenen Konfliktes berichtet der Aend Korreſpondent der„Voſſ. Zig.“, daß das britiſche Kabinett die Arbeiterpartei zur Beſprechung des Zwiſchenfalles la0 onnerstag in inoffizieller Form zuſammentrat. Der Vor⸗ die, Arbeiterpartei wurde davon verſtändigt, daß man bereit für Montag vorgeſehene Tagesordnung zurückzuziehen, um en rpartei Gelegenheit zu geben, eine Ausſprache über das 0 iafl des ſtellvertretenden Vorſitzenden des Unterhauſes Hope 5 die A ren. Macdonald ließ darauf die Erklärung abgeben, leltaokbeiterpartei bereits wieder amheutigen Jan den Verhandlungen feilnimmt, ee „deulſchland in der briliſchen Außenpolilif Lord Srey über den Sicherheitspakt Lord Grey lehnte in einer Rede, die er hielt, einen Sicherheits⸗ pakt zwiſchen Frankreich, England und Belgien mit Entſchiedenheit ab, da dieſer nur zu einem Pakt zwiſchen Deutſchland und Rußland führen würde und damit für Europa nicht den notwen⸗ digen Frieden, ſondern nur die Gefahr eines Krieges bringen würde. Selbſt wenn man die britiſche und franzöſiſche Beſetzung deutſchen Gebietes ſehr bedauere, ſo werde man doch keinen Fortſchritt erzielen, bevor nicht die Sicherheitsfrage gelöſt ſei. Keine franzöſiſche Regie⸗ rung könne es wagen, die Pfänder, die ſie in der Hand hatte, ſort⸗ zugeben, bevor ſie nicht ſehe, daß die Sicherheit, die Frankreich ge⸗ boten werde, mehr wert ſei, als dieſe Pfänder. Die einzige Garantie gegen zukünftige deutſche Rüſtungen ſei die, daß man auch Deutſch⸗ land den Sicherheitsgedanken anziehender mache. Der einzig rich⸗ tige Weg ſei der, daß Deutſchland dem Völkerbund beitrete und die Vorbedingung zu einem Garantiepakt im Rahmen des Völ⸗ kerbundes ſei die, daß Frankreich und Deutſchland an ihm den glet⸗ chen Anteil hätten. Lord Grey hob hervor:„Es wird ſolange für Frankreich keine Sicherheit geben, als Deutſchland ſeinerſeits dieſe Sicherheit nicht auch erhält.“ Das Kabinett dürfte heute— Freitag— nochmals zuſammen⸗ treten, um zum letzten Mal vor Chamberlains Abreiſe die in ſeinem Geſpräch mit Herriot zu berührenden Fragen zu erörtern. In erſter Linie ſoll entſchieden werden, ob Chamberlain verſuchen ſoll, eine Alliiertenkonferenz herbeizuführen. Sollte dies der Fall ſein und ſollte er damit bei Herriot durchdringen, ſo wird eine Einladung an Deutſchland nicht ergehen. Sollte dies jedoch den Wunſch aus⸗ ſprechen gehört zu werden, ſo ſoll dieſer Wunſch erfüllt werden. Die liberalen Abgeordneten haben ſich Donnerstag abend ver⸗ ſammelt und beſchloſſen, in der heutigen Debatte die Räumung von Köln, die Ratifizierung des Genfer Protokolls und die Einberufung einer Abrüſtungskonferenz, ſowie die Autonomie der Saargebiete zu fordern. Die Anterredung Chamberlains mik Herriot Die erſte Unterredung Chamberlains mit Herriot wird bereits am heutigen Freitag abend ſtattfinden. da Herriot und Chamberlain zuſammen ſpeiſen werden. Aber erſt am Samstaa ſollen die aroßen Preſſe in die Formel zuſammengefaßt werden: ein Garantie⸗ pakt mit oder ohne Teilnahme Deutſchlands. In Paris wird der Teilnahme Lord Balfours am enaliſchen Miniſterrat eine beſondere Bedeutung beigelegt. Die meiſten Berichte ſind darüber einig, daß Balfour einen Garantiepakt ohne Deutſchland für nutzlos hält und daß die meiſten Mitalieder der engliſchen Regierung dieſer Anſicht beipflichten. Ebenſo aroßes Intereſſe erwecken hier die geſtri⸗ aen Ausführungen Lord Greys. 2 „Echo de Paris“ findet die Politik des Foreian Office myſteriös und hält es für zweckmäßia. daß Frankreich und Belaien ſichmit Deutſchland direkt verſtändigen und von die⸗ ſem die Anerkennuna der territorialen Klauſeln des Verſailler Ver⸗ trages direkt zu erhalten ſuchen. Nur dann könne London ſeine Zu⸗ ſtimmuna für derartige kontinentale Abmachungen geben. Andere Pariſer Blätter führen aus, daß Chamberlain angeblich in der Beurteilung der Sicherheitsfrage nicht mit ſeinen Kollegen übereinſtimme und zunächſt nur einen Garantiepakt zwiſchen Eng⸗ land. Frankreich und Belaien zuſtandebringen wolle. Im Kabinett gelte Churchill als der ſtärkſte Vertreter der entgegengeſetzten Theſe und er werde hier durch den aroßen Einfluß Balfours unter⸗ ſtützt. aber es gebe Politiker, die alaubten., daß Chamberlains Auf⸗ faſſung durchdringen werde. In Kreiſen der franzöſiſchen Diplomatie hofft man ſtark auf den Sieg Chamberlains. Gewiſſe militäriſche Sachverſtändige und Diplomaten ſollen nach einer Mitteilung des Pariſer Vertreters des„B..“ dem Miniſterpräſidenten Herriot er⸗ klärt haben, daß es„noch zu früh wäre, Deutſchland an einem Ga⸗ rantiepakt zu beteiligen.“ Herriot ſelbſt ſoll ſchwanken. Er hat noch keine entſcheidende Aeußerung über die deutſchen Pläne getan, über die ſeit 24 Stunden in politiſchen Kreiſen ganz offen geſprochen wird. „Celair“ ſchreibt, informierte Perſönlichkeiten des Quai'Orſay beſtätigen die Mitteilungen über den deutſchen Vorſchlaa. Die Reichs⸗ reaierung hat durch ihren Botſchafter in Paris zweimal den Abſchluß eines Sicherheitspaktes angereat, der von Frankreich. Belgien, Ena⸗ land. Italien und Deutſchland unterzeichnet werden ſoll. Die erſte Unterhaltung über dieſen Plan hat am 9. Februar, die andere am 24. Februar ſtattgefunden. Bei dieſem zweiten Beſuch überreichte der Botſchafter eine Note, die er durch mündliche Erklärungen ergänzte. Der Vorſchlaa entſpricht den Mitteilungen enaliſcher und franzöſiſcher Zeitungen: Garantie für die Grenzen im Weſten. Schiedsgericht für Streitfragen mit Polen und der Tſchecho⸗Slowakei. polen„in höchſtem Maße beunruhigt“ Der polniſche Innenminiſter Graf Skrzinski iſt am Donnerstag in Paris eingetroffen. Nach einer amtlichen Mitteilung weile er „in privaten Angelegenheiten“ in Paris. Wie in Pariſer politiſchen Kreiſen verlautet, wollte Skrzinski der franzöſiſchen Regierung er⸗ klären, daß Polen durch einen internationalen Pakt, der den gegen⸗ wärtigen Zuſtand nur für die Weſtgrenze garantiere und für den Oſten den Verzicht auf Waffengewalt ſowie das Schiedsgericht vor⸗ ſieht, in höchſtem Maße beunruhigt werden müſſe. Nach Meldungen aus Warſchau überſteigt die polniſche Nervoſität alle Grenzen. Die Preſſe aller Parteien bezeichnet Verhandlungen über irgend eine Reviſion der polniſchen Grenze als unmöglich. Polen werde ſich niemals einem Schiedsſpruch der Völker fügen. Dahingehende deutſche Vorſchläge bedeuteten einen neuen europäiſchen Krieg. Im Falle einer fran⸗ zöſiſchen Zuſtimmung ſeien alle franzöſiſch⸗polniſchen Verträge gelöſt. Zu Beginn der Donnerstag⸗Sitzung des Militärausſchuſſes des polniſchen Seim wurde außerhalb der Tagesordnung ein Antrag angenommen, der die Regierung auffordert, unter größter Beſchleu⸗ nigung ein Geſetz über die Vorbereitung der Nation für den Kriegsfall dem Parlament vorzulegen, das heißt, ein Geſetz, das im Kriegsfalle die Heeresdienſt⸗ und die Hilfsdienſtpflicht auch allen Nichtſoldaten auferlegt und andere Pertei⸗ digungsmaßnahmen vorbereiten ſoll. 1r 85 2 2 2 Probleme der Staaten beraten werden, die von der franzöſiſchen Poincarẽè und Humbert Von unſerm Pariſer Vertreter) VPartis, 4. März. Gegen Raymond Poincare hat der im Jahre 1917 wegen Hochverrats angeklagte und mit einer kleinen Mehrheit freige⸗ ſprochene Senator Charles Humbert ein Buch geſchrieben („Chacun son tour“) und vorige Woche die Verleumdungs⸗ klage erhoben. Um die Phaſen dieſes Federkrieges, der vor einem Pariſer Tribunal ſeinen Abſchluß finden wird, zu verſtehen, bedarf einer retroſpektiven Betrachtung. Humbert hielt im Juli 1914 jene berühmte Rede, die angeblich den deutſchen Generalſtab auf wichtige Mängel in der artilleriſtiſchen Ausrüſtung Frankreichs aufmerkſam machte und den„Kriegswillen“ Deutſchlands ſteigerte. Er erzählte in ſeiner damaligen Senatsrede, daß Frankreichs Nordgrenze(gegen Belgien) nicht befeſtigt ſei, weshalb ein deutſcher Angriffvom Norden her für das franzöſiſche Heer vernichtend ſein könne. Heute weiß man, welche Beweggründe den mit der franzöſiſchen Rüſtungs⸗ induſtrie und militariſtiſchen Treibern verbündeten Charles Humbert veranlaßten, dieſe heuchleriſchen Kaſſandrarufe auszuſtoßen. Bevor er die Rede hielt, hatte er ſich mit dem damaligen Kriegsminiſter, dem Oberſtleutenant Meſſimy verſtändigt, und es beſteht kein Zweifel darüber, daß auch der damalige Präſident der Republik die Rede Humberts vor ihrer Verleſung im Senate kannte und korrigierte. Es war ein Spiel mitverteilten Rollen. die franzöſiſche Heeresleitung baute den ſtrategiſchen Plan auf einer Durchbruchs⸗ offenſive im Elſaß auf und rechnete bezüglich der belgiſchen Opera⸗ tionen erſtens mit der im Jahre 1913 bedeutend verſtärkten belgiſchen Armee und, zweitens, mit der engliſchen Hilfe. Die Marne⸗ ſchlacht war vorgeſehen; Gallieni, der Befehlshaber der Pariſer Garniſon, war der Schöpfer dieſer Offenſiv⸗Defenſiv⸗Operation und legte ſeine Pläne im März des Jahres 1914 dem oberſten Ver⸗ teidigungsrate vor. Charles Humbert wußte, als er ſeine peſſimiſtiſche Rede hielt, daß das franzöſiſche Leichtgeſchütz dem deutſchen bedeutend überlegen war. Er ſprach deshalb nur von dem ſchweren Geſchütz, deſſen Modelle bereits in den Geſchützfabriken bereit ſtanden. Einige der neuen Schwergeſchütze wurden bereits im Jahre 1913 nach Italien geliefert, was wohl zur Genüge beweiſt, welche Meinung in den maß⸗ gebenden Kreiſen Frankreichs über die künftige italieniſche Neutralität herrſchte. 5 Während des Krieges arbeitete Humbert als Propagandiſt der Rüſtungsinduſtrie. Mit dem Gelde des Comits des Forges erwarb er das Blatt„Journal“, in dem er für den Bau von Kanonen und Anfertigung pon Munition Stimmung machte. Vorher hatte er noch eine Geſchäftsreiſe nach Amerika unternommen. Für den franzöſiſchen Generalſtab kaufte er Waffen und Heeresgerät; er brachte einen langfriſtigen Lieferungsvertrag mit den Betlehem Steel Works zuſtande und ſorgte gleichzeitig für die Hetzpropaganda in den Vereinigten Staaten gegen Deutſchland; denn die Kontrakte waren nur dann wertvoll, wenn der Krieg„bis zum Aeußerſten“ fortgeführt wurde. Der Präſident der Republik, Poincare, ſtets mit der Kontrolle der Boulevardpreſſe beſchäftigt, hielt es für bedenklich, Charles-Humbert an der Spitze eines der geleſenſten Organe, des „Journals“, zu ſehen. Dem Senator Humbert wurde ein Strick ge⸗ dreht. Wie gewöhnlich mit gefälſchten Dokumenten, die beweiſen ſollten, daß Humbert aus der Kaſſe Bolo Paſchas und des Agenten Lenoir(beide ſind erſchoſſen worden) Geld erhalten habe, und zwar deutſches Geld. Man fabrizierte Quittungen der Darm⸗ ſtädter Bank und der Deutſchen Bank. In der Schweiz befand ſich die Werkſtätte für derartiges Belaſtungsmaterial. Vor das hohe Tribunal des Senats geſtellt, vermochte ſich Humbert hinreichend zu verteidigen, ſeine Verdienſte als Propagandiſt für mächtige Rüſtungen und ſeine Wirkſamkeit in Amerika maßlos preiſend. Sein Freiſpruch war ein ſcharfer Hieb gegen Poincare. Humbert wartete. Nach der Amneſtierung Caillaux und Malvys trat er mit einer Sammlung der im Prozeß behandelten Aktenſtücke hervor; gleichzeitig beſchuldigte er Poincare, im Jahre 1914 nicht rechtzeitig für die Herſtellung von Kanonen geſorgt zu haben. Schlimmeres über den„Präſidenten des Krieges“ zu ſagen, über den„Lothringer aus Stahl“ war kaum möglich. Poincare erwiderte in ſeinem Blatte, dem„Reveil Meuſien“(„Der Maas⸗Weckruf“), daß er für umfangreiche Verſtärkungen der franzöſiſchen Artillerie, für den Bau von Bombardierflugzeugen, für Sprenggeſchoſſe(die in Marokko„ausprobiert“ wurden) bereits im Jahre 1912 und beſon⸗ ders in den beiden darauffolgenden Jahren geſorgt habe.„Ich wußte, der Krieg müſſe kommen“, ſo ſchreibt er in ſeinem Blatte, „deshalb ließ ich mir nicht erſt von Humbert eine Lektion erteilen. Anſonſten wünſcht Poincare jede öffentliche Auseinanderſetzung mit dem früheren Senator zu vermeiden, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil„Humbert ein anrüchiger Mann iſt, eine Perſon, die man nicht nach den Begriffen der Ehre beurteilen kann.“ Daraus entſtand die Verleumdungsklage. Poincare wird von Humbert ge⸗ zwungen werden, ſeine Behauptungen zu begründen. Da nach dem franzöſiſchen Code der Verleumder auf alle Fälle verurteilt wird der Beweis wird zwar zugelaſſen, kommt aber bei der Urteilsfällung nicht in Betracht—, ſo dürfte Poincare wahrſcheinlich den üblichen Franc als Buße bezahlen. In der Preſſe beſchäftigt man ſich bis auf Weiteres mit dem edlen Streit nicht. Poincarxe nimmt in Paris zu der Affäre keine Stellung. Doch in den politiſchen Kreiſen bildet die Geſchichte ein ergiebiges Geſprächs⸗ und Klatſch⸗Thema. Dieſer Tage wohnte ich einer Diskuſſion im„Club du FJaubourg“ bei, der den Anhängern und Gegnern Poincares, bezüglich Humberts Gelegenheit bot, ſich einmal gehörig auszuſprechen. Deputierte, Publiziſten waren in großer Zahl anweſend. Es ereignete ſich die merkwürdige Tatſache, daß nicht ein einziger Sprecher für Poincare ein trat, nicht ein einziger Humbert in Schutz nahm. Gegen dieſe beiden— ich zitiere—„Kriegstreiber und Mörder“ wurde in ſo wütender Weiſe Sturm gelaufen, daß an keinem von Beiden ein gutes Haar blieb. Furchtbar nahm man Poincare her. Ein Redner brachte ein Dokument zur Verleſung, in dem feſtgeſtellt wird, daß der frühere Präſident der Republik während ſeiner Amtszeit im Elyſee Order gab, den zum Tode verurteilten Bolo Paſcha mitzuteilen, er würde ihn begnadigen, wenn Bolo Paſcha belaſtende Ausſagen gegen Caillaux in letzter Stunde machen würde. Bolo vermochte es nicht. Zwei Tage ſpäter fiel er. Aus dem damaligen Verhalten Poincares erhellt, daß Caillaux vernichtet werden ſollte.(Heute ließe ſich noch Folgendes hinzufügen: die leitenden Männer Englands und das Waſhingtoner Staatsdepartement bearbeiteten das Pariſer Kabinett, Caillaux unſchädlich zu machen). Ein anderer Redner nahm Frau Poincare aufs Korn. Die Präſidentin ſagte kurz vor Ausbruch des Krieges:„Wenn Jaures, der deutſche Agent, unmittelbar nach Ein⸗ tritt der Feindſeligkeiten füſiliert würde, ſo käme dies der Stimmung im Lande nur zugute.“ Auch Geſtändniſſe, die— aus dem Munde eines Fran⸗ zoſen kommend— immerhin von Intereſſe ſind, kamen zut„Ve 08 wir nicht, daß wir Franzoſen, nach dem Urteil aler Geſchichts⸗ ———ß— — — —— 2. Seite. Nr. 109 Neue Mannheimer Jeitung[Mittag⸗Ausgabe!] Freitag, den 6. März 1925 ſchreiber, bloß nicht der unſrigen, die meiſten Kriege geführt haben Uns wird die Lehre eingebläut, der Deutſche ſei 15 e Weshalb? Der Deutſche hat im Laufe der Jahrhunderte ſtets unter unſerer Eroberungsſucht gelitten. Wir ſollten endlich den blinden, gefährlichen Ehrgeiz ablegen, das erſte, das herrſchende Volk in Europa ſein zu wollen.“ Ich zitiere hier die Worte des linksrepu⸗ blikaniſchen(eaillautiſtiſchen) Schriftſtellers und außenpolitiſchen Mit⸗ arbeiters der„Ere Nouvelle“, Georges Pioch. Der Streit zwiſchen Poincare und Humbert ſpitzt ſich zu einer — vorläufig redneriſchen— Debatte zu, die ſich weniger mit den wechſelſeitigen Beſchuldigungen der„Kombattanten“ beſchäftigt, als mit den Schlußfolgerungen, die ſich in Bezug auf den Charakter der beiden Ehrenmänner ergeben. Poincare kommt dabei viel ſchlechter weg als Humbert. Aus Eberts letzten Stunden EBerlin, 6. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Aus Eberts letzten Tagen erzählt ein Mitarbeiter des„B..“: Bei dem verſtor⸗ benen Reichspräſidenten hätte ſein altes Gallenſteinleiden ſich Ende Januar wieder fühlbar gemacht. Sein Arzt hätte zu einer ſofor⸗ tigen Sanatoriumskur geraten. Eberts Antwort ſei geweſen:„Erſt muß ich den Ausgang des Magdeburger Prozeſſes abwarten“, und als der Arzt dringlicher wurde:„Es kommt auch einmal der 30. Juni, an dem mein Amt zu Ende geht, dann werde ich mein Hüt⸗ lein ſchwenken und etwas auf die Wanderſchaft gehen, als freier Mann. Solange noch muß ich aushalten.“ Parteipolitiſch hätte Ebert ſich nicht mehr betätigt, doch ſeinen ſtaatspolitiſchen Aufgaben ſich nicht entziehen wollen. Zunächſt wünſchte Ebert einige Zeit in Heidelberg auszuruhen und auf der Univerſität ſich weiter auszubilden. Für ſpäter waren Reiſen nach den Vereinigten Staaten, nach Kanada uſw. geplant. Der letzte Beſuch, den der Reichspräſident empfing, war der des fran⸗ zöſiſchen Botſchafters de Marguerie, der wegen des Dort⸗ munder Grubenunglücks kondolierte. Am Montag, den 23. Februar, machte ſich die Blinddarmentzündung bemerkbar. Am Vormittag äußerte ſich der Reichspräſident beim Vortrag:„Jetzt hab' ichs auch mit dem Blinddarm.“ Bis nachmittags 5 Uhr verrichtete er die gewohnte Arbeit, dann legte er ſich zu Bett. Am Abend wurde von dem behandelnden Arzt Profeſſor Bier hinzugezogen. Beide er⸗ klärten die ſofortige Operation für notwendig. Ebert entſchied: „Dann hat es keinen Zweck zu warten. Ich wünſche, daß die Operation ſofort vorgenommen wird.“ Ebert verbat ſich die Be⸗ gleitung zur Klinik und fuhr mit den Aerzten allein. Die Operation wurde um 1 Uhr 30 nachts vollzogen, um 2 Uhr erhielten die An⸗ gehörigen die Nachricht, daß die Operation kompliziert geweſen, aber gut verlaufen ſei. Am Donnerstag, nach zunächſt kritiſchen Tagen, waren die Aerzte überzeugt, daß die Kriſe und die Bauch⸗ fellentzündung überwunden ſeien. Nun kam alles darauf an, daß der Darm wieder arbeitete. Am Freitag vormittag bemerkte der Reichspräſident:„Mit mir muß es ſchlecht ſtehen, da hier immer ſo viel Menſchen ſind.“ Dann äußerte er wieder:„Hier hat man keine Ruhe, hier halte ich es nicht lange aus.“ Am Nachmittag hatten die Angehörigen das Gefühl, daß es trotz des günſtigen Be⸗ fundes ſchlecht mit ihm ſtehe. Er ſagte zu ihnen:„Ich danke Euch für alle Fürſorge, haltet Euch munter.“ An dieſem Tage hatte Ebert ſich ſelbſt aufgegeben. Bis dahin hatten die Aerzte immer erklärt, daß ſein ſtarker Wille die beſte Unterſtützung ihrer Be⸗ mühungen ſei, nun ließ dieſer Wille nach. Am Samstag früh 9 Uhr verweigerte der Darm die Arbeit, damit war der Zuſtand hoff⸗ nungslos geworden. Ebert ſchlief ſeit den Abendſtunden, man hatte ihm eine Morphiumſpritze gegeben. Aus dieſem Schlaf iſt er nicht mehr erwacht. 4 5 K. Heidelberg, 6. März.(Eig. Drahtber.) Geſtern abend.30 Uhr haben Reichskanzler Dr. Lukher und die anderen Mitglieder der Regierung und des Reichstages Heidelberg mit dem Sonderzuge wieder verlaſſen. Frau Ebert hat ſich geſtern nachmittag zu einem längeren Aufenthalt nach Freudenſtadt begeben. Keichstag und präſidentenwahl UEJ Berlin, 6. März.(Von unſ. Berl. Büro.) Eine Mitteilung aus dem Reichsrat, daß geplant werde, den Reichstag bis nach der Präſidentenwahl zu vertagen, erregt den lebhaften Unwillen des„Vorwärts“. Er ſchreit Gewalt und wittert darin dik⸗ tatoriſche Gelüſte Dr. Luthers und der Reichsregierung, die während der Abweſenheit des Reichspräſidenten und ohne daß der Aelteſten⸗ uusſchuß des Reichstags ſich mit der Frage beſchäftigt, den Entſchei⸗ dungen der zuſtändigen Inſtanzen vorgegriffen hätte und der parla⸗ mentariſchen Kontrolle ſich zu entziehen wünſchte: Dem Weſen der demokratiſch⸗parlamentariſchen Verfaſſung würde es entſprechen, wenn gerade während des Präſidentſchaftsinterregnums der Reichs⸗ tag zuſammenbleibe.— Der„Vorwärts“ ſcheint uns einigermaßen auf dem Holzweg zu ſein. Die„Zeit“, die doch einem Mitglied des Reichskabinetts immer⸗ hin einigermaßen naheſtehen dürfte, erklärt genau ſo wie der„Vor⸗ wärts“ es für bedauerlich, wenn der Reichstag jetzt auf zwei Monate nach Hauſe geſchickt würde. Man könne, heißt es da, nicht die ganze parlamentariſche Arbeit mit Rückſicht auf die Präſidenten⸗ wahl ſtillegen. Wir ſind der gleichen Meinung, nur wird ſich in der Praxis jedoch bald herausſtellen, daß die Wahlagitation die Tagung des Reichstags faktiſch unmöglich macht. Die Wahlagitation wird immer die Mitwirkung der Abgeordneten verlangen, und wenn ſie in großen Maſſen auf die Wanderſchaft gehen müſſen, bleibt für die Verhandlungen im Berliner Reichstagsgebäude nicht mehr viel übrig. Das mag bedauerlich ſein, aber es iſt leider ſo. Um die Nachfolgeſchaft Eberts EBerlin, 6. März.(Von unſerem Berliner Büro.) In volks⸗ parteilichen Kreiſen erzählt man ſich, daß die Entſcheidung über den Präſidentſchaftskandidaten der Parteien der Rechten ſchon am Samstag dieſer Woche fallen ſoll. Sie haben bereits vor einiger Zeit, geraume Weile vor der Erkrankung Eberts, einen Ausſchuß gebildet, dem der Präſident des Reichsbürgerrats, der frühere preußiſche Innenminiſter v. Löbell, vorſitzt. In eingehenden Verhandlungen in dieſem Gremium ſelber, wie in verſchiedenen Un⸗ terausſchüſſen, iſt, wie man uns verſichert, eine grundſätzliche Eini⸗ gung nun erfolgt. Man iſt ſich klar darüber— auf ſolche Klärung ſcheint beſonders die bayriſche Volkspartei hingewirkt zu haben— daß eine militäriſche Kandidatur untragbar wäre. General von Seeckt kommt alſo nicht mehr in Betracht, aber auch nicht etwa Tirpitz oder Mackenſen. Von Luther ſeiin dieſen Kreiſen nie ernſthaft die Rede geweſen.(?) Auch Heinze und v. Kardorf ſcheiden aus der Reihe der Bewerber aus, ebenſo wie an den früheren Kanzler Cuno, der wohl nicht ganz ohne Ehrgeiz geweſen iſt, nicht gedacht würde. Im Vordergrund ſtehen im Augen⸗ blick nur noch 3 oder 4 Kandidaturen, darunter, wie wir nach den Angaben unſerer Gewährsmänner jetzt doch wohl annehmen müſſen, in erſter Reihe Jarres, daneben auch Dr. Scholz, der jetzige Fraktionsführer der Deutſchen Volkspartei im Reichstag. Die Nominierung am Samstag wird man— ſoweit die vereinigte Rechte in Frage kommt— als endgültig zu betrachten haben. Der Sank⸗ kHonierung durch die einzelnen Parteiausſchüſſe dürfte, wie die Dinge liegen, nur noch formale Bedeutung zukommen, ſchon weil in dem allgemeinen Ausſchuß bevollmächtigte Delegierte der Parteien ſitzen. Die für Ausgang März in Ausſicht genommene Zentralvorſtands⸗ ſitzung der Volkspartei wird unter dieſen Umſtänden auch abgeſagt werden. Ein Stellvertretungsgeſetz, wie Demokraten und Sozialdemokraten es wünſchen, gedenkt, um auch das noch in dieſem Zuſammenhang einzufügen, die Reichsregierung nach unſerer Kennt⸗ nis nicht einzubringen. Nur für den Fall, daß vor der Präſidenten⸗ wahl das Unglück uns noch eine Kriſe beſcheren ſollte, will man den geſezgebenden Körperſchaften eine Verlegenheitsvorlage unter⸗ breiten. Dann ſoll vorgeſchlagen werden, den Reichsgerichts⸗ präſidenten in Vertretung mit der Führung der Präſidial⸗ geſchäfte auch im Reich zu betrauen. Das Präſidium der Vereinigten vaterländiſchen Verbände Deutſchlands nimmt in einer Erklärung Stellung zum Ableben des Reichspräſidenten Ebert. In der Erklärung heißt es u.., daß als Nachfolger nur eine in überparteilicher öffentlicher Arbeit bewährte und zweifelsfrei vaterländiſch geſinnte Perſönlichkeit in Frage komme und daß es im Intereſſe eines erfolgreichen Wahlganges ſelbſtverſtändliche Pflicht ſei, jede Zerſplitterung der ſchwarz⸗weiß⸗ roten Stimmen zu vermeiden und im ſchwarz⸗weiß⸗roten Lager ſtraffſte Diſziplin zu üben. fiein Kranz Wilhelms II. am Grabe Eberts Das völkiſche„Deutſche Tagblatt“ in Berlin hatte behauptet, daß auf Veranlaſſung des früheren deutſchen Kaiſers ein Kranz am Sarge des Reichspräſidenten niedergelegt worden ſei. Andere Gerüchte wollten wiſſen, daß der ehemalige Kronprinz den Kranz geſandt habe. Wie wir erfahren, trifft keine dieſer Behaup⸗ tungen zu. Der am Sarge niedergelegte Kranz, deſſen Schleife eine Krone mit einem„W“ zeigte, ſtammte von der Königin Wilhelmine von Holland. Ein Beamtenkabinett in preußen! e Berlin, 6. März.(Von unſ. Berl. Büro.) Die„DAZ“ be⸗ hauptet, die geſtrigen Verhandlungen des preußiſchen Miniſterpräſi⸗ denten Marx mit der Deutſchen Volkspartei und den Deutſchnatio⸗ nalen hätten bereits auf das Zuſtandekommen eines überparteilichen Beamtenkabinetts mit Verbindungsmännern zu den bür⸗ gerlichen Parteien abgezielt. Von anderer Seite wird hierzu noch gemeldet: Miniſterpräſident Dr. Marx hatte im Landtag am Donners⸗ tag nachmittag eine neue Beſprechung mit den Deutſchnationalen. In der Beſprechung wurde die kleine Koalition, beſtehend aus den Demokraten und dem Zentrum, von deutſchnationaler Seite abge⸗ lehnt. Wenn es nicht, was nach Anſicht der Deutſchnationalen drin⸗ gend zu empfehlen wäre, zu einer Landtoagsauflöſung komme, ſo würde als einziger Ausweg von den Deutſchnationalen die Bildung eines überparteilichen Beamtenkabinetts bezeichnet, ſo⸗ lange das Zentrum nicht bereit ſei, ein parteimäßiges Kabinett aus den bürgerlichen Parteien zu bilden. Dr. Marx behielt ſich vor, zu dieſer Anregung noch Stellung zu nehmen. In Verbindung mit dem Gedanken der Bildung eines überparteilichen Beamtenkabinetts wird in den parlamentariſchen Kreiſen der Rechtsparteien der frühere Entwaffnungskommiſſar Staatsſekretär a D. Peters ge⸗ nannt. Der Aelteſtenrat des preußiſchen Landtags tritt am Montag er⸗ neut zu einer Sitzung zuſammen, um nochmals darüber zu ent⸗ ſcheiden, ob die Wahl des vreußiſchen Miniſterpräſidenten am Diens⸗ tag oder bis nach der Reichspräſidentenwahl verſchoben werden ſoll. Ausòehnung des Eiſenbahnerſtreiks Der Ausſtand der Eiſenbahnarbeiter in Sachſen hat ſich in⸗ zwiſchen auch auf den Bezirk Görlitz ausgedehnt, worauf eine Funktionärverſammlung den Eintritt in den Streik beſchloß. In Berlin fand zwiſchen Vertretern der Hauptverwaltung der Deutſchen Reichsbahngeſellſchaft und der Eiſenbahnergewerkſchaften eine Ausſprache über die Lohnforderungen ſtatt, doch hat auch dieſe keine poſitiven Ergebniſſe gezeitigt. Beide Parteien ſind übereingekommen, am Samstag erneut zu verhandeln. Ob es in der jetzigen Beſprechung gelingen wird, eine Verſtändigung anzubahnen und dem jetzt in Sachſen ausgebrochenen Streik ein Ende zu machen, iſt vorläufig noch ſehr fraglich. Bemerkenswert iſt vor allem, daß außer den freien Gewerkſchaften auch noch die chriſtlichen Verbände in die Bewegung der Eiſenbahner in Sachſen hineingetreten ſind. Wie ein Berliner Korreſpondenzbüro aus den Kreiſen der chriſt⸗ lichen Gewerkſchaft in Berlin erfährt, iſt man hier der Anſicht, daß ein Zurückdämmen der Bewegung nicht mehr möglich erſcheint. Die Gewerkſchaft Deutſcher Eiſenbahner wird am Frei⸗ tag zuſammentreten, um zu der Geſamtlage Stellung zu nehmen. Die Anſicht geht hier dahin, daß ſeit dem 1. März bei der Reichs⸗ bahn ein tarifloſer Zuſtand entſtanden iſt, weil trotz der vechtzeitig erfolgten Kündigung des Lohnabkommens eine neue Vereinbarung nicht zuſtande gekommen iſt. Wieweit die Dinge gediehen ſind, geht auch daraus hervor, daß die Gewerkſchaften bereits von Berlin aus verſuchten, die von der Reichsbahn eingeſetzte Betriebshilfe lahm zu legen. ‚ Wie wir ergänzend weiter erfahren, iſt auch die Lage im Reichs⸗ bahndirektionsbezirk Halle, wo bereits auf dem Rangierbahnhof Wahren der Streik ausgebrochen iſt, ſehr bedrohlich. Die Eiſenbahner⸗ organiſationen werden von ihren dortigen Mitgliedſchaften dauernd beſtürmt, ſich der Bewegung der ſächſiſchen Eiſenbahnarbeiter anzu⸗ ſchließen. Seit Donnerstag Mittag iſt die Techniſche Nothilfe in der Melerei Bolle eingeſetzt worden. Die Streiklage iſt noch unverändert. Kußlands Außenpolitik In der Donnerstaa⸗Sitzuna des Zentralexekutivkomitees bielt Tſchitſcherin eine außenpolitiſche Rede über die gegenwärtige Weltlage, in der u. a. ausführte. England bleibe die einflußreichſte Weltmacht in militäriſcher und finanzieller Beziehung. Die allerorts zu beobachtenden Zuſammenſtöße zwiſchen Großbritannien und der Sowſetunion machten den Abſchluß eines weitgehenden Abkommens erforderlich. Dies werde bald geſchehen. Frankreich ſei der finanziellen Macht Enalands untergeordnet. was die Entwicklung freundſchaftlicher Beziehungen zur Sowietunion in der Türkei und im Orient ſtöre. Frankreich rüſte. In der Zukunft ſeien Ueberraſchungen nicht ausgeſchloſſen. Italien ſtrebe eine natio⸗ nale Expanſion im Mittelmeere an. Das Verhältnis der Sowietunion zu dieſem Lande ſei freundſchaftlich. Die Frage der Ratifikation des Protokolls betreffend Beſſarabien, deſſen Annektion die italieniſche Reaieruna nicht anerkenne, werde der Prüfſtein für die weitere Ent⸗ wicklung der Beziehungen ſein. Tſchitſcherin wandte ſich dann den Beziehungen zu Deutſchland zu und erklärte, dieſe ſeien unverändert freundſchaftlich, obwohl auf dem Wirtſchaftsgebiete oft zahlreiche Reibungen und Mißverſtänd⸗ niſſe überwunden werden müßten. Die negativen Nachwirkungen des Frühſahrskonfliktes im Zuſammenhana mit dem Zwiſchenfall in der Frage der Handelsvertretung ſeien noch fühlbar. Die deutſche Re⸗ aieruna pflege Konflikte der induſtriellen Gruppen auf das Gebiet der diplomatiſchen Beziehungen zu übertragen. was in der Frage der Unterordnuna deutſcher Firmen im Kaukaſus unter die beſtehenden Bedinaungen der Reaiſtrieruna geſchehen ſei. Gerade in jünaſter Zeit würde ſedoch in der deutſchen öffentlichen Meinunga und in Wirtſchaftskreiſen ein Stimmunaswechſel zu Gunſten der Sowfet⸗ union beobachtet. So ſei 3. B. von Oſtpreußen eine Abordnuna nach Rußland zwecks Wiederanknüpfung alter Beziehungen abgegangen. In den Handelsvertraasverhandlungen ſtünden aroße Schwierigkei⸗ ten bevor, doch werde beiderſeits die Notwendiakeit einer Verſtändi⸗ auna vollkommen anerkannt. Die Sowietreaierung beſtehe darauf, daß die aſiatiſchen Staaten, mit denen ſich der Handel unter beſon⸗ deren Verbältniſſen abſpiele, von der Meiſthegünſtiaungsformel aus⸗ geſchloſſen würden. Die von der deutſchen Delegation erhobene For⸗ derung der Ausſchließung aller aus dem Friedensvertrage ſich er⸗ gebenden Meiſtbeaünſtiaunasbeſtimmungen geben zudem viel weiter als die Forderung der Sowjetdeleagtion. Es ſei notwendig. einen Kompromiß zu finden, wobei ſedoch das Außenhandelsmonopol der Sowietunion unangetaſtet bleiben müſſſe. 7 die Pariſer Wirtſchaſtsverhanoͤlungen J Berlin, 6. März.(Von unſ. Berl. Büro) Am 16. Wa ſollen die deutſch⸗franzöſiſchen Wirtſchaftsverhandlungen wieder 11. genommen werden. Der Kampf, der während dreier Monate 1 5 ſchen den beiden Delegationen geführt wurde, hat ſich, wie 55 feſtgehalten werden muß, lediglich um die Vorbereitung dieſer 101 handlungen gedreht. Das ſchwerſte Stück Wegs liegt alſo noch 55 Herrn Trendelenburg und ſeinen Mitarbeitern. Die deutſche gation hat ſich von Anfang an zum Ziel geſetzt, auf kein Proviſon ⸗ einzugehen, wenn nicht vorher die Zuſage erfolgt, daß das Defimi en um aufgrund der de facto Meiſtbegünſtigung abgeſchloſſ würde. Das iſt am 28. Februar in Paxis erreicht worden. 10 tokoll Die vorläufige Einigung, die in dem gemeinſamen Pro 7 der Delegierten von dieſem Tag ihren Abſchluß findet, iſt ein 0. promiß und mit allen Mängeln eines ſolchen behaftet. Fran 6 reich hat zugeſtanden, daß in dem Definitivum die Meiſtbegünſtig gie für alle Waren des deutſchen Exports gewährt werden ſoll. un haben uns demgegenüber bereit finden müſſen, für eine Zwiche zeit von neun Monaten ein Proviſorium anzunehmen, für das Meiſtbegünſtigung noch nicht in Kraft tritt. Die Ausſchaltung Meiſtbegünſtigungsrechts dehnt ſich ſogar, was immerhin ſtarke 2 denken erregen muß, in den Beginn des Definitivums hinein 100 5 da ſich die franzöſiſche Regierung für beſtimmte Waren ausdrückl noch eine längere Dauer des Proviſoriums ausbedungen hat. 4 ganzen betrachtet, läßt ſich die Vereinbarung, die in Paris i troffen wurde, in die Formel faſſen, daß wir für eine Uebergangsze den bisherigen Handelsgepflogenheiten, die durch das von a110 ſprochen deutſchfeindlichen Tendenzen getragenen Geſetz von 1 it geregelt ſind, uns angepaßt haben, während die Franzoſen ſich dan, einverſtanden erklären, daß im Definitivum die deutſchen Grundſäßz⸗ zur Anwendung gelangen ſollen. Das Protokoll ſtellt im allgemen alſo lediglich eine Neuauflage der Abmachungen vom 12. Okto 6 vorigen Jahres da. Es iſt eigentlich weiter nichts geſchehen, als dan man nach drei Monaten hartem Kampf ein Arbeitsprb gramm für die weiteren Verhandlungen ein hat. In ihm wird auf franzöſiſcher Seite für einen beſtimmt⸗ Warenkomplex, der noch nicht näher bezeichnet iſt, der franzäſſch Minimaltarif, für eine andre der Zwiſchentarif und für eine klei Liſte der Maximaltarif feſtgeſetzt. Dem ſteht auf deutſcher 57 gegenüber die Gewährung der Meiſtbegünſtigung mit noch zu 11 ſtimmenden Ausnahmezöllen, Herabſetzung für die wichtigſten 1 zöſiſchen Exportwaren und ſchließlich der Einfuhrbeſchränkunge ebenfalls mit noch näher zu bezeichnenden Ausnahmen,— Zn der Frage der elſaß-lolhringiſchen Konkingenle. iſt die Lage unverändert geblieben. Wir lehnen in Prinzip die Kontingente ab und haben lediglich in Ausſicht geſtellt, bei 7 zelnen Warengruppen zu prüfen, ob die Frage nicht in der Jori bon elſaß⸗lothringiſchem Vorzugsrecht gelöſt werden könnte, 5 aber in Wegfall kommen, wenn Länder, denen wir die Meiſtez günſtigung zugeſtanden haben, hiergegen Einſpruch erheben. d0 bleibt in ſolchen Fällen der franzöſiſchen Regierung überlaſſen, ſi mit den etwa proteſtierenden Mächten auseinander zu ſetzen. Sehr große Schwierigkeiten wird bei den kommenden Verhan, lungen die Saarfrage bereiten. Die deutſche Delegation häl. es am liebſten geſehen, daß der Zuſtand, der bis zum 10. Jau galt, beibehalten worden wäre. Das Saarproblem iſt offiz noch nicht behandelt worden, da beide Delegationen offenbar len denken hatten, in dieſem Stadium bereits an einer ſo heik 28 Frage zu rühren. Indes iſt außerhalb der offiziellen VBerae den ſaarländiſchen Angelegenheiten doch ſtets beſondere Beachtun zuteil geworden, und es iſt in dem Protokoll dom 28. Febren vereinbart worden, daß in Bälde dieſe Frage zum Gegenſtee einer offiziellen Ausſprache gemacht werden ſoll, die bereits in An nächſten Woche in den Unterkommiſſionen beginnen dürfte. 2 ihr werden einige mit der Materie beſonders vertraute Perſan teilnehmen, die ſich bereits in Paris befinden, zumteil ſich dorthin begeben werden. Man erhofft von dieſer Beſprechung ene. Klärung der Sachlage. Bei der deutſchen Delegation beſteht 5 Eindruck, daß man auf franzöſiſcher Seite doch endlich zu ar Einſicht gelangt iſt, daß der Zuſtand, der ſich ſeit dem 10. Fangen für das Saargebiet entwickelt hat, nicht länger beſtehen blel 5 kann. Aus den Kreiſen der deutſchen Delegation wird uns 5 ſichert, daß von dem Abſchluß eines Proviſoriums nicht die! 1 ſein kann, bevor dieſer Fragenkomplex nicht bereinigt worden Letzte Meloͤungen Der Landwirtſchaftsminiſter im beſetzten Gebiet ö Der Reichsminiſter für Ernährung und Landwirtſchaft 9197 Kanitz hat ſich am Mittwoch in das beſetzte Gebiet begebegen, wird dort Vertretungen der rheiniſchen Landwirtſchaft empfa Be⸗ die ihm ihre Wünſche vorbringen wollen. Im Anſchluß an 19 an⸗ ehegung von landwirtſchaftlichen Betrieben wird er auch mi wird deren Wirkſchaftsverbänden Stellung nehmen Am 7. März deut⸗ Graf Kanitz im Düſſeldorfer Induſtrieklub über die Lage der. n ſchen Landwirtſchaft und ihr Verhältnis zur Induſtrie ſpreche ſiſch⸗ Düſſeldorf wird er auch Gelegenheit nehmen, Vertreter der rhein weſtfäliſchen Induſtrie zu empfangen. W Erklãrungen Balfours im Oberhauſe Balfour erklärte auf Einwendungen im Oberhauſe, daß nut Ausbau Singapoores zu einer Floftenſta tang da Mißbillgung in Japan finde, dies ſei eine irrtinmliche Auffaſſung do⸗ die Verteidigung des britiſchen Reichs auf der Flotte baſiere ant be⸗ her eine Flottenſtation für den indiſchen und den ſtillen Obrar ein dinge. Curzon erklärte, die Flottenſtation in Singapoote, itiſchen unumgänglich notwendiges Bindeglied in der Kette der bafong Verkehrswege. Kolonialminiſter Amery teilte mit, daß H on glotten, erboten habe, 250 000 Pfund zum Bau der ſt Da tation beizuſteuern. Die Regierung habe das Anerbieten m 5 angenommen. 150 Die Exploſionskataſtrophe bei Wittenberg. ple. 0 . Wittenberg, 6. März. Die Zahl der Rheinsdorfer Jeſtell ſionskataſtrophe iſt immer* mit Schere F worden. Insbeſondere läßt ſich die Zahl der Leſchtverleten die feſtſtellen, von denen ein Teil ſofort nach dem Unglück r Ar⸗ eigenen Wohnungen zurückkehrte und bisher noch nicht ugen ere beitsſtelle zurückgekehrt iſt. Nach den neueſten Feſtſtellunßer erſt höht ſich die Zahl der Toten auf 13. Es ſind bisher chei den 10 Tote ermittelt. Unmittelbare Lebensgefahr beſtehderſeburg Schwerverletzten nach Ausſage des Arztes nicht. Aus änden iſt geſtern ein Regierungsvertreter erſchienen, in deſcmittlungen die Aufklärung der Urſache liegt. Bisher ſind die Erm noch nicht abgeſchloſſen. Ein franzöſſcher Chinaſorſcher über Oſlaſſen dre h. — Paris, 6. Mätz. Der franzöſiſche Chinaforſcher Legeginge in der„Information“ Erklärungen über 5 Eomwicelung 50— Le Oſtaſien abgegeben, die hier bedeutendes Aufſehen errch für de gendre verurkeilt das geringe Verſtändnis in Frankreſer zeugung Vorgänge im fernen Oſten, von wo aus nach ſeiner ner alich un große Gefahren drohen. Frankreich könne ſich 4 Bolſche⸗ einen ſchweren Weltkonflikt verwickelt ſehen, ſofern es ſethen. 69 wiſten gelinge, ihre oſtafſatiſchen Pläne in die Tat umd e bedes ropa müſſe endlich erkennen, daß es von einer Kataſtroß ſei, und ſeine internen Streitigkeiten beilegen. FJlotkenmanöver im Stillen Ozean — Amſterdam, 6. März. Nach einer Meldung des bie blad“ begann geſtern eines der größten Flottenmonöpe Stilen mals im Stillen Ozean abgehalten wurden, zwiſchen der bis Ozean ſtationierten Schlachtflotte und der Vecbachune ſen Ma⸗ gewöhnlich im Atlantiſchen Ozean ſtationiert iſt. An növer ſollen ſichmehrere hundert Schifke bete 5 —— 2 TTT S SS ˖ 2 — — —— neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Bilder der Woche ſind der heutigen Ausgabe beigelegt. Sie enthalten: Keichspräſidenl Ebert 7— Wenn man in Aegypten wählt— Bildniſſe des Senators Cormick, des neuen kſchechiſchen Geſandten in Berlin; Medizinalrat Dr. Böters, Profeſſor Dr. Sellheim— Adag⸗Winterfahrt in Garmiſch⸗Parten⸗ kirchen— Sir Bradford-Ceslie— Die engliſche Rettungsmedaille für einen deülſchen Matroſen— Zeitſalire auf die Wohnungsnot in Rußland— Prof. A. Winds— Engliſche Sporibegeiſterung — Flettner in Schoklland— Senakor Scidloſa— Eine akkuelle das Kranaulo— Dr. Friedrich Fried⸗ mann— Ein berühmt gewordener Hund— Jiu-Jiſſu wieder in Mode— Ein für 10 000 Dollar— Ein Treffpunki der Seeleute aus aller Welt — Eine kragiſche phokographiſche Auf⸗ nahme u. a. Unſere„Bilder der Woche“ erſcheinen regelmäßig mit der Freitags-Mittag⸗Ausgabe. Demgsprels der Neuen Mannheimer Seitung ein⸗ ſchließlich Bilderbeilage. monatlich .50 Deutſches Kinodͤerelend 100 Dem Nachrichtendienſt des Deutſchen Zentralaus⸗ ſes für Auslandshilfe entnehmen wir folgende erſchüt⸗ e Nachweiſe über das Elend deutſcher Kinder: Alnz ⸗Unter dem Aktivpoſten eines Volkes ſteht zweſfellos in erſter deit d. leine Jugend. und ſo darf den Feſtſtellungen über die Geſund⸗ gemcst deutſchen Kinder. die gegen Ende des vergangenen Jahres daedt worden ſind, eine ganz beſondere Bedeutung zugemeſſen alle 10 denn ſchließlich zeigt ſich in dieſem Geſunheitszuſtande am Folgdeutlichtten, inwieweit die Entbehrungen der vergangenen Beit 00 gezeitigt haben, die auch noch für die Zukunft verhängnisvoll Deutſch können. Nach den bisher aus den verſchiedenſten Gegenden eng chlands beim Deutſchen Zentralausſchuß für die Auslandshilfe einsedangenen ärztlichen Berichten, deren ſyſtematiſche Bearbeitung 1414 päteren Zeit vorbehalten werden muß, ſind im Spätherbſt auf 6824 Schulkinder(etwa 19 Prozent aller deutſchen Schulkinder) üni Grund der vom ärztlichen Beirat des D Aaufgeſtellten Richt⸗ wuſte unterſucht worden, wobei es ſich in der Regel um eine Geſamt⸗ dief eruna der in Betracht kommenden Schulklaſſen handelte. Von Kindern ſind 310 373= 21 Prozent als dringendernäh⸗ ubas bedürftia bezeichnet worden, 110 135 8 Prozent waren Rünerkuloſebelaſtet. Von den genauer unterſuchten 1029 655 Alenern, waren 188 871 18 Proz, aſtheniſch. d. h. engbrüſtig. mit ara⸗ drnn Körverbau. mäßiger Muskel⸗ und Fettentwickluna. 49 269— 5 ozent neuropathiſch. tion ganz befonderem Maße dürften die Berichte aus länd⸗ en Gegenden intereſſieren, aus Gegenden, von denen im all⸗ Feereinen angenommen wird. daß Ernährungsnot und Kinderelend Mit nicht zu finden feien. Um ſo mehr mag es erſtaunen, wenn ein daugtied der Kinderhilfskommiſſion der amerikaniſchen Quäker als wwiſch ächlichtten Eindruck einer Reiſe durch Pommern den Kontraſt dertſcben der ſchönen, fruchtbaren Gegend und den dünnen. verhun⸗ net uslebenden Kindern in der Schule und auf der Straße bezeich⸗ gleru, dieſer Eindruck wird beſtätiat durch die Berichte der drei Re⸗ u. ungen Stettin. Köslin und Stralſund. In dieſen Berichten wird Tub angegeben. die Blutarmut habe abgenommen, die erkuloſe dagegen zugenommen. In Stralſund waren ande rozent aller Kinder mit latenter Tuberkuloſe in einer oder der Junan Form inftziert; 0,3 Prozent litten an aktiver Tuberkuloſe der Stold oder anderer Organe, 70 Prozent an Drüſenſchwellungen. In ten Kinaren von 5800 durch die Tuberkuloſefürſorgeſtelle unterſuch⸗ tuberk ndern 113 konſtitutionell gefährdet. 24 verdächtia, 66 batten wurden dſe Drüen. 75 waren ſtkrofulzs. Von 7078 Schulkindern an deen 1200 als ſpeiſungsbedürftia bezeichnet: aber nur 500 konnten dewich Schulſpeiſung teilnebmen. In Köslin war das Durchſchnitts⸗ waren der Kinder 10 Pfund unter normalem Gewicht. In Bublitz roze rozent der Schulanfänger unterernäbrt, desaleichen 50 der(igt der Schüler des 4. Schulſahres. 10 Prozent der älteren Kin⸗ zent des Wiegend Knaben). Neuſtettin und Temvelburg geben 25 Pro⸗ 2t 5 Knnder als unterernährt an. In Greifswald waren 50 Pro⸗ Volksſchulkinder Unfernormal entmick⸗lIt. in. Stralſund 25 2 Wölſfe Erzählung von Rud. Frielingsdorf 100 Meun Jahre ſind nun ſchon verfloſſen ſeit ſenem Ereignis, das wuwer belgenden erzählen will, und doch läuft mir auch heute noch ich will 1 der Erinnerung ein kalter Schauer über den Rücken, doch zutri i cht vorgreifen, ſondern die Dinge erzählen, wie ſie ſich Der ſtegrei Nußia greiche Vormarſch unſerer Heere hatte uns tief nach Feppad hineingeführt. Durch ungeheure Wälder, über endloſe Nuter t und Sandſtrecken waren wir dahingezogen. So war der Nächte therangekommen. Tagsüber blieb ein eiſiger Wind, und die bot ſt lirrten förmlich vor ſtarrem Froſt. Soweit das Auge reichte, hech ihm das gleiche, einförmige Bild: Weit und breit eine aubderde + 2 Nuſcden Rußland, dort, wo die Olſchanka in die Bereſina mündet. dermaur wer ſelbſt einmal eine ruſſiſche Winterlandſchaft geſehea, demüg zu begreifen, welch ſchwermütigen Eindruck ſie auf das Vrter eines Deutſchen macht. Und wenn uns auch der Krieg Hözn⸗ gemacht hatte, ſo waren wir doch immer noch die luſtigen unſeres herrlichen Rheinlandes. Aber im Anblick dieſer begraben. Wir befanden uns ſozuſagen im Herzen des ee lag ſoviel troſtloſe Melancholie, daß er ſelbſt den Dann abe Aluſtigſten unter uns tief ans Herz griff. Ich geſtehe offen, Wegendennden gab, da ich hätte aufweinen mögen vor herz⸗ Nwen erhielt ich eines Ta it eine iges den Auftrag, zuſammen mit einem Uie ſinden in der nahe gelegenen Stadt W. Lebensmittel zu holen. beuch bren auch gleich am Morgen los, um möglichſt noch vor Ein⸗ hüllt Dunkelheit wieder zurück zu ſein. Tief in unſere Pelze weedet gings bei der ſchneidenden Kälte über die hart gefrorene Fachanere dahin. Unſere Truppen hatten durch den Wald, den wir iner f zen mußten, einen feſten Knüppeldamm gebaut, der mit Le kagſelvereiſten Schneedecge eine prachtvolle Shlittenbahn ergab. ucht ſchu wir denn recht zetig in W. an. Unſer Proviant war aug meten ell empfangen, und 99 hätten wir eigentlich die Rückreife beiben ſetonnen, Aber wir hätten nicht wochenlang nur Schützen⸗ komm den müſſen, wenn wir hier in der kleinen Stadt nicht die Luſt dach den n hätten, in irgend einem gemütlichen Winkel unſeren Körper 5 zum angen Strapazen einmal etwas zu pflegen. So gingen wir wunden Soldatenheim und ließen uns ein paar Gläſer cae imenſe 580 Kameraden des Nachbar⸗ in paar trauli tunden. 10—2 ſinkende Sonne mahnte uns zum Aufbruch. Den Weg konn⸗ Vecd oug cn perfehlen. Die Straße fübete ſcmurgerade durch den war bei dem klaren Wetter ſtets deutlich zu ſehen. Dre vorangegangenen Jahren auch heute noch eine große Prozent ſehr ſchlecht ernährt. 45 Prozent ſchlecht und mittelmäßig. ſucht und aruppiert. Der Prozentſatz der Kinder, die unterernährt waren, d. h. unter dem Durchſchnittsinder ſtanden. war 45 Prozent gegenüber 41 Prozent 1923: über dem Durchſchnitt ſtanden 17 Pro⸗ zent gegenüber 23 Prozent 1923. Im Kreiſe Regenwalde ſtanden von den ein.— 4 dem Gewichtsdurchſchnitt, in manchen Fällen bis zu und. Lehnſſche Ergebniſſe brachten die ärztlichen Unterſuchungen in Bayern, das ja vielfach als das Eldorado Deutſchlands gilt. Hier ſind von den insgeſamt 268 279 Schulkindern 57707= 22 Prozent als dringend ernährungsbedürftig, 14 523— 6 Prozent als tuberkuloſebelaſtet bezeichnet worden. Das Geſundheitsamt Ham⸗ burg gibt den Prozentſatz der tuberkuloſekranken und gefährdeten Schulkinder für 19223 mit 2,88, für 1923/ù24 mit 3,89 an. Aus Braunſchweig wird berichtet:„Einwandfrei konnte feſtgeſtellt wer⸗ den, daß von den Kleinkindern ſowohl wie von den er ſb, dadel 40 Prozent entweder tuberkulös oder tuberkulös gefährdet ſind, dabei muß aber ganz beſonders betont werden, daß dieſe Krankheit nicht nur unter den Arbeiterkindern zu finden iſt; zm Gegenteil bei den ehemals beſſer geſtellten Kreiſen des Mittelſtandes, der allmählich immer mehr verarmt und herabſinkt, kommt ſie weit häufiger vor, als das früher beobachtet worden iſt.“ Der Stadtmedizinalrat von Gelſenkirchen ſchreibt: „Nach der Erfahrung der praktiſchen und [ſamtlichen Aerzte und aller in der ſozialen Arbeit ſtehenden Perſonen ſiſt feſtzuſtellen, daß die Tuberkuloſe im allgemeinen ſehr zugenommen hat, beſonders aber die Kindertuberkuloſe, die in einem Maße und in einer Form auftritt, wie ſie früher faſt unbekannt war. Auch das jugendliche Alter von 16—20 Jahren iſt durch die Tuber⸗ kuloſe ſehr gefährdet.“ In einem Bericht des Kreisarztes in Meiningen heißt es:„Die Tuberkuloſegefährdung iſt größer ge⸗ worden durch die ungünſtigen Wohnungsverhältniſſe und die Er⸗ nährungsnot.“ Es darf aus dem vorliegenden Material, ſo unvollſtändig es auch ſein mag, doch mit einiger Sicherheit die Schlußfolgerung ge⸗ zogen werden, daß trotz einer gewiſſen Beſſerung gegenüber den be deutſcher Kinder unter einer ausgeſprochenen Nahrungsnot leidet und daß es um ſo weniger gelungen iſt, die geſundheitlichen Schädigungen durch die Unterernährung während der Kriegszeit zu überwinden. Dieſes Ergebnis ſtimmt überein mit dem von allen befragten Sach⸗ verſtändigen(Fürſorgebeamten, Vertretern von Wohlfahrtsvereinen, Aerzten, Lehrern uff.) einmütig abgegebenen Urteil, daß noch auf Jahre hinaus eine beſondere Ernährungsfür⸗ ſorge für die deutſche Jugend erforderlich iſt, wenn ein weiterer Niedergang der e vermieden und das heran⸗ wachſende Geſchlecht befähigt werden ſoll, den im Jahre der Stabili⸗ fufahn begonnenen Wiederaufbau Deutſchlands erfolgreich weiter⸗ zuführen. Stäsdtiſche Nachrichten Uebernahme von Räumen im Schloß durch die Stadt Inſtandſetzung dieſer Räume— Neuaufſtellung der Samm⸗ lungen des hiſtoriſchen Muſeums Dem Bürgerausſchuß liegt für ſeine Sitzung am 11. März der ſtadträtliche Antrag zur Genehmiaung vor, den Vertraa mit dem Badiſchen Finanzminiſterium wegen Ueberlaſſung von Räumen im Schloß an die Stadt zu genehmigen und für die Inſtandſetzung der der Stadt überlaſſenen Schloßräume, für die Beſchaffung des erfor⸗ derlichen Mobiliars und für die Neuaufſtellung der Sammlungen des hiſtoriſchen Muſeums 142 400 Mk. mit der Maßgabe zu bewilligen, daß ſie ſe zur Hälfte mit je 71200 Mk. in die Voranſchläge für 1925%26 und 1926/27 eingeſtellt werden, ſedoch mit der Befugnis ſofortiger Verwendung. Zur Bearündung der Vorlage wird ausgeführt: Durch den mit dem Finanzminfſterium abgeſchloſſenen Vertrag werden die Wünſche der Stadt auf Ueberlaſſuna von Räumen im Schloß für kulturelle Zwecke in weitem Maß erfüllt. Die Stadt er⸗ hält darnach im Mittelbau die ſämtlichen Räume im 1. Ober⸗ ageſchoß einſchließlich der Prunkräume, außerdem im Erdgeſchoß die bisher ſchon für die Sammlungen des Altertumsvereins zur Ver⸗ füaung geſtellten Räume: ferner im Oſtflügel die Räume im Erd⸗ geſchoß und 1. Obergeſchoß: ferner im Galeriebau im Erdgeſchoß und 1. Obergeſchoß alle Räume mit Ausnahme der von der Gen⸗ darmerie benützten: weiter im Weſtflügel im 1. Obergeſchoß die Räume im Eckpavillon und die daran anſtoßenden bis zu dem vor⸗ letzten am weſtlichen Treppenhaus. Ein Teil dieſer letzteren Räume wird z. Zt. noch als Wohnung benützt. Dazu kommen weiter noch die Erdaeſchoßräume um den Schneckenhof mit Ausnahme der Stal⸗ lungen der Gendarmerie und einiger unbedeutender Anbauten: ins⸗ beſondere alſo die Reithalle. Die Verwenduna der Räume ſſt in fol⸗ gender Weiſe gedacht: Die Prunkräume im Mittelbau— insbeſon⸗ dere das Haupttreppenhaus und der Ritterſaal mit den beiden Neben⸗ ſälen— ſollen als ſolche gezeiat und bei beſonderen feſtlichen An⸗ läſſen benützt werden. Die weſtlich anſtoßenden Räume, die früher der Rheinſchiffahrtskommiſſion gedient haben, ſollen für gelegent⸗ liche Ausſtellungen freigehalten werden. Die Sammlungen des hiſtoriſchen Muſeums einſchließlich derſenigen des mit ihm wieder zu vereinigenden ſtadtgeſchichtlichen Muſeums ſollen im Erdageſchoß und ſoweit erforderlich im 1. Obergeſchoß des Oſtflügels und in den anſtoßenden Sälen des Eckpavillons und des Mittelbaues Aufſtellung finden. An der Verwendung der Räume im Galeriebau wird ſich vor⸗ weiße Fläche, ſelbſt die Wälder lagen unter einer dicken läufig nichts ändern, je Sile der Ge Negalerlie ſallen ruſſiſche Artillerie, die ſie anfangs ſtark unter Feuer gehalten, ließ uns in letzter Zeit faſt pöllig in Ruhe. Man hätte meinen können, die beiden feindlichen Heere ſchickten ſich an, den Winterſchlaf zu halten. Nur eins beunruhigte mich im Stillen. Einer der Kameraden in W. hatte ſo beiläufig erzählt, daß ſie auf einer nächtlichen Streife durch den Wald deutlich das Heulen von Wölfen gehört und auch Wolfsſpuren im Schnee feſtgeſtellt hätten. Als wir unſern Schlitten in die Waldſchneiſe einlenkten, war die Dunkelheit ſchon völlig hereingebrochen. Auch meinem Kameraden ſchien es nicht recht geheuer zu ſein. Das merkte ich ihm an, als er zu mir ſagte, wir hätten doch etwas zeitiger aufbrechen ſollen. Aber um uns herrſchte das tiefſte Schweigen, und ſo nickte ich trotz der grimmigen Kälte, tief in meinen Pelz gemummelt ein. Der unge⸗ wohnte Genuß des warmen Grogs mochte auch ſein Teil dazu ber⸗ n. Plötzſich aber fuhr ich in eiſigem Schrecken in die Höhe. Ganz in unſerer Nähe erklang ein ſo furchtbares, heiſeres Geheul, daß une beiden das Blut in den Adern gerann. Von unſeren ſchreckensbler⸗ 1 705 Lippen erklang faſt im ſelben Atemzuge das eine Wort: Wölfe! nſere Pferde, 9255 kleine, ſtruppige Ruſſen, die die Größe der Ge⸗ fahr witterten, bäumten ſich in tollem Schrecken, und es bedurfte der ganzen Gewalt meines Gefährten, ſie wieder in Trab zu bringen. aber gingen ſie auch durch, daß der eiſige Wind uns wie Nadein ins Geſicht ſtach. Inſtinktiv hatte ich zum Karabiner gegriffen und ſtarrte nun rückwärtsgewandt in das Waldesdunkel, in dem es ſin⸗ berig glänzte. Wir wußten nur zu gut, daß Wölſe, der Schrecken der ruſſiſchen Wälder, meiſt in ganzen Rudeln aufzutreten pflegten. War es auch hier der Fall, dann waren wir verloren; denn grim⸗ Huser Hunger hatten dieſe Beſtien um ſolche Jahreszeit immer. Unſer Heil konnte alſo nur in der Schnelligkeit unſerer Pferde liegen. Und inſtinktiv ſchienen dies auch die braven Tiere zu be⸗ greifon, denn ſie raſten mit ungewöhnlicher Schnelligkeit dahin. Plötzlich aber ſtieß mein Begleiter einen Schrei aus, der mir durch Mark und Bein ging. Gleichzeitig aber fühlte ich, wie er den Schlitten mit aller Gewalt herumzureißen ſuchte. Mit einem Blick atte ich unſere furchtbare Situation erfaßt. Ein ganzes Rudel der ſutgierigen Tiere ſtürmte aus unſerer heran. Ihnen ſie entkommen, mußte unſer Ziel ſein. Bei der Wendung aber neigte 00 der Schlitten ſo ſtark zur Seite, daß er umſtürzte und wir de ſamt unſeren Vorräten herausgeſchleudert wurden. Die Tiere aber in ihrer wahnſinnigen Angſt rannten mit dem umgeſtürzten Schlitten wie beſeſſen davon, zurück in der Richtung auf W. Kein Wort wäre fähig, das zu beſchreiben, was in uns in dieſen Sekunden vorging. Den Pruchteil einer Sekunde waren wir gelähmt vor cken. Dann aber ließ uns beide die furchtbare Gefahr faſt inf das einzig richtige tun, natürlich alles viel ſchneller, In Anklam wurden die Schulkinder nach dem Rohrer⸗Inder unter⸗“ Denſhe veltspartel Wi itglieder auf die heute Freitag abend 8 ubr n en 955 5(Meßplatz) ſtattfindende Jahreshauptverſammlung des Bezirksvereins Neckarſtadt aufmerkſam und bitten um zahlreiches Erſcheinen. Der Vorſtand. Jugendgruppe Freitag, 6. März, abends 8 Uhr, im Parteibüro: Heim⸗Abend. Sonntag, 8. März, vormittags.30 Uhr: Treffen ſämtlicher männl. Milglieder (Näheres Rundſchreiben oder Tel. 10 219. aber neu hergerichtet werden. um die Lichtverhältniſſe zu verheſſern. auch ſoll der lange Gang länas der Säle in kleine Koſen aufgeteilt werden. Ein Teil der Räume im Weſtflügel kann. wie bereits er⸗ wähnt, noch nicht in Benützung genommen werden. Er dient als Reſerve. Die freien Räume an der Ballbausfront ſind zur Unter⸗ bringung des Kunſtvereins in Ausſicht genommen, da die von dem letzteren bisher in der Kunſthalle benützten Räume für deren Zwecks dringend benötigt werden. Die Koſten für die Inſtandſetzung der Räume mit Ausnahms derjenigen im Weſtflügel einſchließlich der Koſten der Beſchaffung des erforderlichen Mobiliars— Vitrinen, Schaupulte, Stühle und dergl⸗ — ſowie der Koſten für den Umzuag und die Neuaufſtellung der Sammlungen ſind veranſchlagt auf insaeſamt 142 400 Mk. die ſich in folgender Weiſe verteilen: für Abtrennung des Treppenhauſes im erſten Obergeſchoß des Oſtflügels vom Gana durch Anbringung einer Veraitterung 4680 Mk. für Oefen 4000 Mk., elektriſche Lichtanlage 3 500 Mk., Büchergeſtelle 1000 Mk., Ausſtellungsſchränke. Schau⸗ pulte und Wechſelrahmen 27900 Mk., 400 Stühle 8 000 Mk., Ein⸗ richtung von verſchiedenen Arbeitsräumen 10 500 Mk., Neuaufſtel⸗ lung der Sammlungen 8 650 Mk., einmalige Perſonalkoſten aus An⸗ laß der Neuaufſtellung der Sammlungen 8 300 Mk. Der übrige Be⸗ trag der Geſamtkoſten wird für eine aroße Reihe von Inſtand⸗ ſetzunasarbeiten in den verſchiedenen Schloßräumen gebraucht, ſu insbeſondere für Anſtrich von Decken und Wänden, für Tapeten, Wandbeſpannungen, Herſtellung der Fußböden, insbeſondere der, wertvollen eingelegten Holzfußböden. Inſtandſetzung von Türen und Schlöſſern und für kleinere bauliche Arbeiten. Der Vertraa zwiſchen dem Badiſchen Landesfiskus(Doma⸗ nenärar), vertreten durch das Finanzminiſterium, und der Hauptſtadt Mannheim, vertreten durch den Oberbürgermeiſter, wird vorläufig auf 20 Jahre abgeſchloſſen, und zwar für die Zeit vom 1. Oktober 1924 bis zum 1. Oktober 1944. Nach dieſer Zeit läuft der Vertraa ſtillſchweigend weiter und kann beiderſeits mit zweiſähriger Friſt ge⸗ kündiat werden. Die Räumlichkeiten werden von der Stadt in dem Zuſtand übernommen, in dem ſie ſich augenblicklich befinden. Dis Koſten für die Wiederinſtandſetzung der Räume zahlt die Stadt. Ein Zuſchuß hierfür wird vom Domänenärar nur in dem Maße geleiſtet, als das Reich dem Staat für die betr. Räume Beſatzungsſchäden zahlt. Die Stadt übernimmt die Ausführung der gewöhnlichen Bau⸗ unterhaltungsarbeiten in ſämtlichen ihr überlaſſenen Räumen auf ihre Koſten. Die Koſten außergewöhnlicher Bauunterhaltungsarbei⸗ ten— z. B. der Auswechſlung von Balkenlagen, von Inſtandſetzungs⸗ arbeiten an den Decken⸗wöſden, Stucknerziernn u. deral.— wer⸗ den von Staat und Stadt gemeinſam getragen aufarund beſonderer Vereinbarungen im einzelnen Fall. Die Stadt übernimmt außerdem diejenigen Steuern und ſonſtigen öffentlichen Abgaben. die anteil⸗ mäßia auf die überlaſſenen Räume entfallen und die für das Schloß nach geſetzlicher oder ſtatutariſcher Vorſchrift zu entrichten ſind und tatſächlich entrichtet werden. Die überlaſſenen Räume dürfen nux zur Unterbrinauna ſtädtiſcher Sammlungen ſowie der von der Stadt ver⸗ walteten ſtaatlichen und ſonſtiger mit ihnen in Verbindung ſtehender Sammlunagen und Ausſtellungen verwendet werden. Der Ritterſaal ſoll kulturellen Veranſtaltungen vorbehalten bleiben. Errichtung einer Ausſtellungshalle Dem Bürgerausſchuß liegt für ſeine Sitzung am 11 März fol⸗ gender Stadtratsantrag zur Genehmigung vor:„An der Seckenheimer Anlage iſt nach dem Projekt des Hochbauamts vom Dezember 1924 eine Ausſtellungshalle zu erbauen, ſobald der erfor⸗ derliche Betrag von 800 000 Mark, der ſich bei Lohn⸗ und Material⸗ preisſteigerungen entſprechend erhöht, aus Anleihemitteln verfügbar iſt. Die Deckung aus Anleihemitteln wird genehmigt. Zur Be⸗ gründung der Vorlage wird ausgeführt: Mannheim hat keine gedeckten Räume, die zur Veranſtaltung größerer Ausſtellungen geeignet wären. Der Roſengarten iſt zwar häufig für Ausſtellungen in Benutzung genommen worden, allein er iſt für dieſe Zwecke weder gebaut, noch geeignet. Ueberdies iſt die Geſamtfläche, die im Roſengarten für Ausſtellungen herange⸗ zogen werden kann und nur etwa 1300 qm(ohne Verkehrsräume) umfaßt, zu klein, um Ausſtellungen von Bedeutung unterzubringen. Die Hoffnung, daß Ausſtellungsräume aus eigener Kraft der be⸗ teiligten Wirtſchaftskreiſe geſchaffen werden, iſt bisher nicht verwirk⸗ licht worden. Andererſeits wird die Organiſation des Ausſtellungs⸗ weſens von der Preſſe und Wirtſchafts⸗ und Handelskreiſe unſerer Stadt als dringlich bezeichnet Da ſich ergeben hat, daß der für als es hier beſchrieben werden kann. Mein Kamerad riß den Sack auf, in dem ſich das in W. erhaltene Fleiſch befand. Unterdeſſen ergriff ich die beiden Karabiner, die uns beim Sturze entfallen waren, und ſprang unter die Bäume ſeitwärts vom Wege, wohin mein Begleiter mir mit einem gewaltigen Satze folgte. Eas war aber auch allerhöchſte Zeit geweſen; denn ganz nahe eꝛ⸗ tönte ſchon das heiſere Bellen der Untiere. Uns gegenſeitig bei der Hand faſſend, eilten wir am Wegesrande dahin, ünſerm Schliiten nach. Unſre einzige Hoffnung beſtand darin, daß die Wölfe über unſere Vorräte herfielen und uns Zeit zum Entkommen ließen. Aber auch dann waren wir nur zu retten, wenn es uns gelang, wieder auf unſern Schlitten zu kommen. Wir rechneten damit, daß unſere braven Ruſſen doch in einiger Entfernung halt machen würden, wenn ſie die Witterung der Wölfe nicht mehr in ihren Nü⸗ ſtern ſpürten. Es war die Hoffnung der Verzweiflung und doch der einzige Rettungsweg. Und ſiehe da, das Rudel Wölfe ſchien ſich tatſächlich über unſere Vorräte hergemacht zu haben; denn hinter uns war es ſtill geworden; nur hin und wieder klang eln zorniges Bellen herüber, wenn zwei der Beſtien ſich um ein Beuieſtück ſtritten. Jedesmal aber drohte uns dann das Grauen die Kraft zu rauben. Aber der Selbſterhaltungstrieb peitſchte uns vorwärts. Doch die Schrecken ſollten noch nicht vorüber ſein. Plötzlich nämlich ſchnellte aus dem Waldesdunkel ein dunkles Etwas hervor und riß im Anſprung meinen Kameraden zu Boden. Was nun geſchah, iſt mir ſelbſt nie zum Bewußtſein gekommen. Es war alles das Werk einer Sekunde. Faſt gleichzeitig mit dem entſetzlichen Schrei meines Gefährten zerriß mein Schuß die Dunkelheit, den ich aus nächſter Nähe aus meinem Karabiner der Beſtie durch den Kopf jagte. Sie blieb auch ſofort tot liegen, aber von ferne antwortete von neuem Geheul, und kaum noch unſerer Sinne mächtig, ſtürmten wir davon. Wie lange wir liefen, weiß ich nicht mehr, ich weiß nur noch, daß wir ſchließlich auf eine Patrouille 85 die unſern Schlitten an⸗ gehalten hatte und voll banger Ahnung heranſtürmte, um ans Hilſe n. Mein Gefährte war glücklicherweiſe nur wenig verletzt. dicke Pelzwerk hatte ihn geſchützt. Als wir aber wieder in unſerm Schlitten auf W. zufuhren, brachen unſere furchtbar mitgenommenen Nerven doch völlig zuſammen, und wir erwachten beide erſt wieder, als man uns in zwei warmen Betten des Feldlazaretts in W. zur Ruhe gebracht. Ein Nervenfieber war dann der Anlaß, daß wir weiter zurück in ein Heimatlazarett verbracht wurden. Oft noch habe ich im Verlaufe des Krieges den Tod vor Augen geſehen, nie aber hat das Herz gebebt. Wenn ich jedoch an jene grauenvolle Nacht gedenke, droht mir heute nach ſo vielen Jahren noch, das Blut in den Pulſen zu ſtocen. Meinen Kameraden aus jener Nacht des Grauens traf in den blutigen Auguſttagen 1918 eing tödliche Kugel. Heute ruht er in Frankreichs Erd⸗ —————— ———————— —— „„5FPwwfCPff06 ꝗ ꝗſqAà½VàVàVàVàV½VꝙàCßCß07éC(b½—... ̃ ͤ—— 5—— 1 4. Seife. Nr. 109 Neue Mannheimer Feitung[Mittag⸗Nusgabe) Freitag, den b. aci einige Zeit und für Unternehmungen ohne Stadt die Errichtung nimmt. Der weitere Ausbau des Ausſtellungsunternehmens, insbe⸗ ſondere die Organiſation der Ausſtellungen ſelbſt, darf dann wohl den beteiligten Wirtſchaftskreiſen überlaſſen bleiben. Errichtung kommenden Halle und auf dem vorgeſehenen Platze laſſen ſich Induſtrie⸗ nud Gewerbeausſtellungen, Baufachausſtellungen, Maſchinenbau- und landwirtſchaftliche Ausſtellungen mit Aus⸗ ſtellungsgütern auch größten Formats veranſtalten. Die Frage, wie Ausſtellungen von überwiegend kultureller Bedeutung, auch ſolche des Kunſtgewerbes und dergl, untergebracht werden können, kann zurückgeſtellt und einer beſonderen Löſung vorbehalten werden. Der für die Errichtung der erſten Halle vorgeſehene Platz liegt on der Seckenheimer Anlage, etwa 500 m bſtlichtbon gebäude des Schlachthofes entfernt und gegenüber dem Luft⸗ und Sonnenbad. Der Platz bildet die weſtliche Spitze eines Dreiecks, das von der Seckenheimer Anlage, dem Riedbahndamme und der ver⸗ längerten Auguſta⸗Anlage gebildet wird und nach einem Vorentwurf des Hochbauamts als Gelände für einen Ausſtellungs⸗ park vorgeſehen iſt. Die Lage des Geländes zur Stadt muß im Hinblick auf die Nähe der Rennwieſen und die beſtehende Straßen⸗ bahnverbindung als ſehr geeignet bezeichnet werden. Bei Weiter⸗ führung der Auguſta⸗Anlage wird die Verbindung zum Ausſtellungs⸗ gelände noch bequemer und günſtiger. Die Entfernungen betragen zum Hauptbahnhof 2,6 kem, zum Schloß 3,3 km und zum Meßplatz 3,5 km. Die zu errichtende Halle ſtellt den erſten Bauab⸗ ſchnitt des generellen Projektes des Hochbauamts vom April 1924 zur Errichtung eines Ausſtellungsparkes dar. Das Projekt ſieht vor, im Falle einer günſtigen Entwicklung des Ausſtellungsunternehmens an die erſte Halle nach Oſten bezw. Süden ſchrittweiſe Erweiterun⸗ gen anzuſchließen und nimmt darauf Rückſicht, daß dieſe gegebenen⸗ falls auch ohne Inanſpruchnahme des in den ſtädtiſchen Grundbeſitz eingeſtreuten Privatgrundbeſitzes durchgeführt werden können. Das Gelände bietet die Möglichkeit zu einer Ausdehnung des Aus⸗ ſtellungsunternehmens, die geſtattet, in Zukunft auch Ausſtellungen von beſonders großem Umfange zu veranſtalten. Der Bauplatz liegt gegenüber der Höhe der Straße etwa 2,5 m tiefer und ſoll,— ſoweit nicht Bauten in Frage kommen— aufgefüllt werden. Hierzu muß ein Teil des beim Sonnenbad liegenden Müllbuckels abgetragen werden Anſchließend an den Ausſtellungsplatz ſteht gegen den Schlacht⸗ und Viehhof zu noch genügend großes ſtädtiſches Gelände zur Verfügung, das nach Vedarf für Freiausſtellungen und zu Er⸗ holungs⸗ und Vergnügungsanlagen vorübergehender Art herange⸗ zogen werden kann. Der Haupteingang liegt an der Seckenheimer Anlage und führt durch einen Eingangs⸗Vorplatz von 6750 am Fläche in den Aus⸗ ſtellungsbau. Für die Ausſtellungsbauten und den Vorplatz ſind 11530 qm ſtädtiſchen Geländes erforderlich. Der Wert des Ge⸗ ländes beträgt etwa 70 000 Mark. Der Hallenbau ſelbſt gliedert ſich in die eigentliche Ausſtellungshalle und einen rechtwinklig hierzu an, die Seckenheimer Anlage vorſtoßenden Flügelbau, der den Hallen⸗ eingang und eine geräumige Vorhalle mit Büros und anderen Nebenräumen enthält. Das Obergeſchoß des Flügelbaues ſoll ein Ausſtellungsreſtaurant aufnehmen. Sämtliche Bauten ſollen in maſſiver Bauart errichtet werden. Die Ausſtellungshalle hat eine Länge von 115 m, eine Breite von 35 m und erhält eine umlaufende Galerie von 7 m Tiefe. Bei einer Geſamtausſtellungs⸗ fläche von 5860 am beträgt nach Abzug der Verkehrsräume die reine Ausſtellungsfläche einſchließlich der Galerien rund 4000 qm. Die Geſamtbaukoſten betragen 800 000 Mark. In den Baukoſten ſind enthalten die Herſtellung der Hallen, die Einfriedi⸗ gung, die Eingangsbauten, ferner die Auffüllung und Herrichtung des Ausſtellungsvorplatzes. Die Herſtellung eines Geleisanſchluſſes wird mit Rückſicht auf die Nähe der beim Schlachthof liegenden Verlademöglichkeit für den 1. Bauabſchnitt nicht für erforderlich ge⸗ halten, Da aber bei zukünftigen Erweiterungen der Ausſtellungs. bauten das Bedürfnis nach einem Geleisanſchluß auftauchen kann, ſo wird bemerkt, daß die grundſätzliche Zuſtimmung, an die Geleis⸗ onlage beim Schlachthof anzuſchließen, von der Eiſenbahnver⸗ waltung neuerdings mit dem Hinweis auf die außerordentliche Be⸗ laſtung des Perſonenbahnhofs Mannheim abgelehnt wurde. Da aber die Frage des Geleisanſchluſſes zunächſt überhaupt nicht brennend iſt, und noch die Möglichkeit des Anſchluſſes von der Ried⸗ bahn her beſteht, der allerdings koſtſpieliger iſt als der Anſchluß an den Schlachthof, ſo erſcheint es nicht erforderlich, mit der Errichtung der Halle zuzuwarten, bis die Frage des in einem ſpäteren Zeit⸗ punkt etwa erforderlichen Gleisanſchluſſes grundſätzlich geklärt iſt. * Ausbildung von mittleren Beamten der Waſſer⸗ und Straßen⸗ baudirektion am Badiſchen Staatskechnikum. Mit Beginn des Sommerhalbjahres wird am Badiſchen Staatstechnikum ein neuer zweijähriger Lehrgang für die Ausbildung von Vermeſſungstechnikern für den mittleren techniſchen Dienſt eingerichtet. Nach einer allge⸗ meinen Ausbildung im erſten Kurs der Tiefbauabteilung ſetzt die Fachausbildung mit dem zweiten Kurs ein und findet ihren Abſchluß mit einer Staatsprüfung am Ende des vierten Kurſes. Anmeldungen für dieſen Lehrgang müſſen bis 15. März eingereicht werden. Wornung vor Luftſchlöſſern. Halbamtlich wird mitgeteilt: „In der Bevölkerung iſt z. T. die Auffaſſung vertreten, daß die Reichsbank ihre vor oder während des Krieges ausgegebenen Noten zu einem höheren Werte als dem Nennbetrag freiwillig größten Raumbedarf wohl geeignete Bau einer erſten Halle mit einem vielleicht noch er⸗ träglichen Aufwand ausführbar iſt, wird es vertretbar ſein, daß die dieſer erſten Halle von ſich aus in Angriff In der zür des Faſtens iſt noch wenig bekannt. alten Reichsbanknoten nach dem Verhältnis: eine Billion Mark gleich einer Reichsmark zu erfolgen. Beſtrebungen, die auf eine Abänderung des Geſetzes abzielen, müſſen ſchon daran ſcheitern, daß das Bankgeſetz zu denjenigen Geſetzen gehört, die zur Durch⸗ führung internationaler Abmachungen auf Grund des Sachverſtän⸗ digengutachtens erlaſſen ſind. Irgendwelche Anträge oder Anmel⸗ dungen auf Aufwertung alter Reichsbanknoten ſind daher zwecklos. Auch muß nachdrücklichſt vor dem Beitritt zu Verbänden gewarnt werden, die ſich zur Aufwertung des ſogenannten Vorkriegsgeldes 55 haben, da deren Tätigkeit keinerlei Ausſicht auf Erfolg ietet. *Die für Baden aülkigen Vorſchriften über Mielzinsbildung(mit Mietſteuer), Mieterſchuz und Mieteinjaungsämter ſowie Maßnah⸗ men gegen Wohnunasmangel nach dem Stande vom 1. Januar 1925, herausgegeben und zu beziehen durch Verwaltungsoberinſvektor Striegel beim ſtädt. Mieteiniaunasamt Freibura im Breisgau, 94 Seiten. Durch die zahlreichen Aenderungen der Vorſchriften auf den in dem Titel angegebenen Gebieten iſt im Lauf der Zeit eine derartige ee der geſamten Materie eingetreten. daß es nicht nur für den Aien. ſondern ſogar für den Fachmann, die Vor⸗ ſitzenden, wie für die Beiſitzer der Mieteiniaunasämter immer ſchwie⸗ riger wurde. ſich darin zurecht zu finden. Dieſem Mißſtande abzu⸗ helfen. bemühte ſich der Herausgeber obigen Büchleins. In ebenſo vollſtändiger wie überſichtlicher Weiſe gelana es, alle in obige Rechts⸗ gebiete einſchlägigen Vorſchriften nach dem neueſten Stand ſo zur Veröffentlichung zu bringen. daß es jedem Vermieter und Mieter mit Leichtiakeit gelinat. ſich über die maßgebenden Verhältniſſe, über ihre Rechte und Pflichten aründlich und genau zu vergewiſſern. R. B. *Der Sigaretlenverbrauch in Deukſchland heute und vor dem Kriege. Daß wir heute in Deutſchland trotz der Ungunſt der Zeiten weit verwöhnter ſind als vor dem Kriege, ſteht außer allem Zweifel. Ganz beſonders tritt dies auch beim Zigarettenverbrau ch zutage. Im Jahre 1913 wurden 86 Prozent aller Zigaretten in den niedrigſten Preislagen bis zu 3½ Pfg. das Stück verſteuert, im Jahre 1924, wie das Tabakfachblatt„Zigarren⸗ und Zigaretten⸗Spezialiſt“ (Dresden) berechnet hat, nur noch 56 Prozent. Dagegen wurden im Jahre 1924 nicht weniger als 40 Prozent des Geſamtverbrauchs an Zigaretten ſolche im Preiſe von 4 bis 7 Pfg. geraucht gegen nur 13,5 Prozent im Jahre 1913. Sehr bemerkenswert iſt noch, daß von Zigaretten über 7 Pfg. das Stück im Jahre 1913 nur eine ver⸗ ſchwindend kleine Menge von kaum einem halben Prozent des Ge⸗ ſamtzigarettenverbrauchs konſumiert wurde, heute dagegen 4 Proz. Faſtenzeit Von Ernſt Edgar Reimeérdes Seit dem 3. Jahrhundert war von Aſchermittwoch an jede Luſt⸗ barkeit verboten und Enthaltſamkeit in Speiſe und Trank ſtrenges Geſetz. Carne vale(Fleiſch lebe wohl) lautete die Loſung für die Faſtenzeit. Bekanntlich ſoll hieraus der Name Karneval entſtanden jein, was jedoch ſtark anzuzweifeln iſt. Die Entſtehung der Sitte tens Schon bei den alten Indern und weiterhin den Aegyptern, Aſſyrern, Vabyloniern und Perſern war die Enthaltung von jeglicher Speiſe oder von gewiſſen Gerichten zu beſtimmten Zeiten ein uralter religibſer Brauch, von ihnen über⸗ nahm ihn das Judentum. Urſprünglich ſcheint das Faſten rein ſani⸗ täre Bedeutung gehabt zu haben, da in den heißen Ländern die allzu üppige Ernährung Gefahren für die Geſundheit in ſich barg. Erſt ſpäter trat das religiöſe Moment an die Stelle. Man betrachtete ſeitdem das Faſten als eine Uebung zur Enthaltſamkeit, als ein der Gottheit wohlgefälliges Werk der Selbſtverleugnung, ols Zeichen der Trauer und des Schmerzes, als Mittel zur Förderung der Andacht ſowie zur Vorbereitung auf wichtige Entſchlüſſe und Taten. Schon in den Vedas, den älteſten religiöſen Büchern der Inder, werden Faſtenübungen zur Selbſtverleugnung und Selbſtpeinigung auf⸗ erlegt. Noch heute verzichten die Brahmanen auf jegliche Fleiſch⸗ nahrung und nicht ſelten büßt ein ſtrenggläubiger Buddhiſt infolge des ſelbſtpeinigenden Faſtens das Leben ein. Am ſtrengſten wurde bei den Aegyptern„zur Läuterung der Seele“ gefaſtet. Dieſen Gedanken nahm Moſes auf, der den Isxaeliten das Faſten als Aus⸗ druck der Demütigung vor Jehova und als Zeichen der Trauer nur am Verſöhnungstage befahl. Freiwillig wurde aber auch an den jährlichen Erinnerungstagen nationaler Unglücksfälle gefaſtet, und zur Zeit Chriſti galt regelmäßiges Faſten als Zeichen beſonderer Fröm⸗ migkeit Später brachte der Talmud in das Faſten eine beſtimmte Ordnuna hinein. Heute haben die Juden außer dem Verſöhnungs⸗ tage 4 Hauptfaſttage. Bei den alten Griechen und Römern kannte man den Brauch des Faſtens ebenfalls. Erſtere betrachteten es jedoch hauptſächlich als eine Schulung des Geiſtes, weniger als religiöſe Uebung. Die griechiſche Religion ſchrieb keine Faſten vor und die Pytagoräer, die ſich jeglicher Fleiſchnahrung enthielten, taten dies aus freien Stücken. Daß die Römer bei ihrer realiſtiſchen Lebensauf⸗ faſſung wenig vom Faſten gehalten haben, iſt leicht zu verſtehen. Die chriſtliche Kirche übernahm die Sitte des Faſtens vom Judentum. Die Apoſtel und die von ihnen begründeten Gemeinden Sonntag 3 n⸗ früh. Die aus dem Judentum hervorgegangenen Chriteg ſe ſteten fangs die jüdiſchen Feſte noch mitfeierten, haben wahrſchei nächſt auch die alten jüdiſchen Faſttage mit innegehalten, ſie ſpäterhin an jedem Freitag. In den erſten Jahrhunderten 1605 das faſteten faſt nur am Karfreitag von nachmitlags 3 Uhr bis ſtehens legte die chriſtliche Kirche nur deshalb großen Wert Faſten, weil ſie dadurch die weltliche Ausgelaſſenheit hemme Kirchliche Vorſchriften über die verſchiedenen Faſtenzeiten del zum erſtenmal in der Schrift des Tertullian, des Hauptvenreite d0s fanatiſch⸗asketiſchen Richtung„Vom Faſten“ gegeben. Bis uicht 4. Jahrhundert hinein kannte die Kirche den Faſtenzwana noch ſen⸗ 341, auf dem Konzil von Gangra, ſetzte man zuerſt allzemeine ſehr zeiten feſt. Ueber die Dauer der Faſten gingen die Meinungen 91 auseinander. Zur Zeit Tertullians faſtete man nur 2 Tage⸗ gell Alerandrien wurde zuerſt 40 Tage gefaſtet. ö n wollte. wurden Man ſetzte dieſe deshalb feſt, weil Moſes ſolange auf dem Sinai faſtete, 7 det er zu Ahab ging, 40 Tage lang hungerte und Chriſtus ſich Oſtem Wücte die gleiche Zeit hindurch ſeglicher Speiſe enthielt. Da 19 ſtets auf einen Sonntag fällt, ſo muß der 40. Tag vorhe Mittwoch ſein. Das Faſten begann mit ber Frühmeſſe dieſes bei der den Gläubigen die Aſche geweihter Palmen vom letzten ſonntag aufs Haupt geſtreut oder damit ein Kreuz auf die gemacht wurde So entſtand der Name Aſchermittwoch. Innehaltung der Faſtenzeit achtete man mit großer Strenge. der Große, Eduard von England und Knud von Dänemark auf die mutwillige Uebertretung der Verordnung über das faſten ſogar die Todesſtrofe. Die römiſch⸗ko holiſche Kirch⸗ oing katho⸗ bald zu einer milderen Auffaſſung über, während die griechiſch⸗ liſche in dieſer Beziehung noch immer ſehr ſtreng iſt. „ m⸗ firn K Rommunale Chronil Zur Frage des Bürgermeiſterpoſtens in heid elberg Es ſind, ſo wird uns geſchrieben, anſcheinend ſtarke Krätte, Werk, um dieſe Stelle, die bisher einem Techniker worbehee 15 nunmehr wieder durch einen Mann zu beſetzen, deſſen Ver wülde zum Bauweſen der Stadt nur ein ſehr loſes ſein kann. Dag ſrgen einen Rückſchritt bedeuten, über deſſen Konſequenzen die iſchen ſchaft nicht im Unklaren gelaſſen werden darf. Die Techni⸗ Vereine Heidelbergs veranſtalten daher in Geme mit den Ortsgruppen Heidelberg und Mannheim des Reich⸗ dieſet Deutſcher Technik eine öffentliche Kundgebung zunmer⸗ Frage. Die Verſammlung findet am Samstag abend im Kam: muſikfaal der Feſthalle zu Heidelberg ſtatt. Als Redner iſt der g despräſident des Reichsbundes Deutſcher Technik, Dr. and Dr. Strecker gewonnen, der über„Stadtverwaltung Technik“ ſprechen wird. be Mürktembergiſche Kommunalanleihen unker Staatsgaran 8 Das württemberagiſche Staatsminiſterium hat dieſer des Entwurf eines Geſetzes fertiageſtellt, durch das die Miniſterken dez Innern und der Finanzen ermächtiat werden ſollen. namens an⸗ württemberaiſchen Staates die erforderliche Büraſchaft für ein gem leihe der Stadt Stuttaart und Anleihen anderer wünem beraiſcher Städte in Höhe von rund 10 Millionen Dollar zu Reichsfinanzminiſterium genehmigten Bedingungen zu übern Der Geſetzentwurf wird demnächſt dem Landtag zugehen. Skandal in der Stadtverordnetenverſammlung in Halle 0 Die Stadtverordnetenverſammlung in Halle a.., in de 89 gegen 17 Stimmen der Bau einer Stadthalle auf der 5al. Schöneck beſchloſſen wurde, endete mit einem wilden Sla Auf Veranlaſſung der Sozialdemokraten war zum erſtenet wa Foher ein Buffet mit Bier, Likören und Frühſtück eingerichteſz mo⸗ den Kommuniſten Anlaß zu Schimpfreden gegen die Soztac ßiz kraten gab. ho n ehmen 1 Rufe:„Ihr ſeid beſoffen!“ ertönten wiederhon pon ſchließlich ein Kommuniſt einem ſozialdemokratiſchen Redner hinten ein Glas Bier auf den Tiſch ſtellte, der es dem Ko niſten ins Geſicht ſchüttete. Darauf wurden beide Parteien 5 gemein. Die Bürgerlichen konnten ſie nur mit Mühe aufee Sit⸗ bringen. Der Magiſtrat verließ zum Proteſt den Saal. zung wurde abgebrochen. Kleine Mitteilungen Der Gemeinderat der Stadt Heilbronn hat beſchl eine beſchränkte Verzinſung für die im Rechnungsjahr 19 gewordenen Zinsſcheine der ſtädtiſchen Vorkriegsanleihen nehmen. Allerdings ſollen die Zinſen nur ſolchen Priva bezahlt werden, die die Zinſen für ihren Lebensunterhalt! benötigen, und weiterhin den Wohllätigkeitsvereinen. zahlung iſt von dem Nachweis abhängig, daß der Erwerb + n, 15 einlöſen werde oder hierzu gezwungen werden könne. Dieſe Auf⸗ verſchreibungen vor dem 1. Januar 1910 erfolgt iſt. —— faſſung iſt irrig. Gemäß 8 3 des Bankgeſetzes hat der Umtauſch der e, von den graphiſchen Künſten Von W. Appelt(Plauen) Das deutſche Kunſtſchaffen hat heute mehr denn je mit Wider⸗ ſtänden zu kämpfen. Allzu eng ſind die Grenzen gezogen. innerhalb deren der Kunſtfreund helfen kann: nur für die weniaſten iſt das Adeal eigenen Beſitzes an Kunſtaut in nennenswertem Maße zu ver⸗ wirklichen. Dennoch aber: die Verhältniſſe könnten noch weit ungün⸗ ſtiger liegen, wenn die Struktur des gegenwärtigen Kunſtſchaffens nicht einen Ausgleich ermöglichte. Selten hat die Graphik eine ſo große Rolle geſpielt, wie ſie es heute tut. Das iſt inſofern erfreulich. als ſie auch dem angerſtrengt Beruflstätigen unſchwer zugänglich ge⸗ macht werden kann. Wie überall, ſo vermaa auch im Bereich der Graphik einige Ver⸗ krautheit mit der techniſchen Seite das Verſtändnis— und damit den Genuß— in hohem Grade zu fördern. Dieſem Zweck ſollen die fol⸗ nenden, allerdinas auf das Wichtigſte beſchränkten Hinweiſe dienen. * Der Stamm des Wortes„Graphik“ iſt ariechiſch und bedeutet ſo⸗ viel wie„ſchreiben“. In erweitertem Sinne ward darunter ſchon früher ſede Betätigung verſtanden, die irgend etwas ſchwarz auf weiß feſthielt. Heute faßt der Vegriff die verſchiedenen Techniken zuſammen, deren ſich die Künftler bedienen, um ein Werk von vorn⸗ herein auf die Herſtellung mehr als eines Exemplares anzulegen. Es handelt ſich dabei alſo.— wir reden hier von Künſtler graphik!—. nicht um Wiedergaben, ſondern um Oriainalwerke. Mit ſeiner Hände Arbeit ſchafft der Künſtler eine Platte von Metall, Stein oder Hols, von der Abdrucke genommen werden können. Es iſt leicht ein⸗ zuſehen, daß ſeder einzelne von dieſen, ſo groß ihre Zahl auch mit⸗ unter ſein maa, ein unmittelbares Dokument ſeiner künſtleriſch⸗per⸗ ſönlichen Handſchrift iſt. Das bleibt auch mit nur geringer Einſchrän⸗ kung der Fall. wenn er die Drucke oder Abzüge nicht ſelbs herſtellt. Zu unterſcheiden iſt— auf knappſte Formel gebracht— zwiſchen Tiefdruck(Radierung), Flachdruck(Lithographie) und Hochdruck(Holz⸗ ſchnitt). Die Tiefdruckverfahren gehen auf den alten Kupferſtich zu⸗ rück. Nur wird bei der Radierung und ihren Nebenzweigen(Aqua- tinta, Vernis mou uſw.) die Kupfer⸗(oder Zink⸗) Platte zunächſt mit einer Deckſchicht verſehen und das Bild in dieſe geritzt. Wo dadurch das Metall bloßgeleat wurde, entſtehen im darauffolgenden Säure⸗ bad Vertiefungen, die ſpäter beim Druckvorganag die Farbe aufzuneh⸗ men haben. Direkt in die Platte ritzen.— was heute durchweg mit mehr künſtleriſcher Freiheit und Lebendiakeit geſchieht als beim handſchriftlich zu unterzeichnen. Oft werden die Blätter auch fort⸗ laufend numeriert, ſodaß tatſächlich ſedem Einzelnen ein beſtimmter Eigen⸗ und Einzelwert zukommt. Sammlerſnobismus und Geſchäfts⸗ ſchiede ebenſo oft bloßen Spekulationszwecken wie die ſog.„Probe“⸗ und„Zuſtands“⸗Drucke. Darunter verſteht man Abzüge, die von einer werdenden Platte genommen wurden und die urſprünglich Prüfunas⸗ oder Kontrollzwecken dienten. Nicht immer ſind die hohen Preiſe. die dafür agezahlt werden, auch wirklich gerechtfertiat. Allerdinas aibt ez daneben ſehr wohl Probedrucke, deren Geſuchtheit ohne weiteres zu verſtehen iſt. Deshalb nämlich. weil ſie einen lebendigen, ertragreichen Einblick in die Arbeitsweiſe eines Künſtlers vermitteln. Gegen ihre Höherbewertuna nicht nur in ideeller, ſondern auch in materieller Hinſicht wird natürlich ebenſowenia etwas geſagt werden können wie aegen die oft leidenſchaftliche Jaad nach ſeltenen Zuſtandsdrucken, namentlich bei alter Granhik. Schnitts uſw. verſchieden. Nahezu unbearenzt ift— ohne weitere ten.“— Beim Holz⸗(Linoleum-) Schmitt läßt das Meſſer nur die Teile erhaben ſtehen, deren Geſamtheit das Bild ergeben ſoll.— Ganz anders geartet iſt die jünaſte graphiſche Technik, die Litho⸗ araphie(Steinzeichnung), die ſich des Flachdruckes(Druckes aus der Ebene) bedient. Der Stein— Kalkſchiefer— weiſt in keinem Sta⸗ dium Erhöhungen oder Vertiefungen auf, iſt aber unter Nutzung ſeiner Eigenart ſo präpariert, daß er die Druckfarbe nur dort an⸗ nimmt und zum Bilde wiederaibt, wo es der Künſtler will. Viele unſerer Schaffenden pflegen eine begrenzte Anzahl Abzüge ihrer Graphik— ſelten mehr als 100— eigenhändig herzuſtellen und tüchtiakeit haben hierin leider zuweilen Auswüchſe gezeitiat, die be⸗ dauert werden müſſen. So dienen z. B. raffinierte Papierunter⸗ Auch innerhalb der„Auflagen“ ſtaffeln ſich meiſt noch die Preiſe, Die Eraiebiakeit der Holzplatten iſt ie nach Faſerung. Stärke des kunde. Zei„ 1 neue Heft des Pfälziſchen Muſeums bedeutet eigentlich literariſche Begebenheit. Der Herausgeber, Dr. A. Leſer mit irgend einem Beitrag zu überraſchen. So wir Zahrgange außerordentlich reichhaltige Nachlieferung zum Schluß des 6 1923 den weiteſten und verſchiedenſten Leſerkreiſen gibt einen wertvollen Einblick in das Pfälziſche Kunſt und neuer Zeit. Das Kernſtück der Auffätze bildet eine! terhaltſame, ſondern auch belehrende und ergebnisrei von e eee 5 d Heinriß ein Evangeliar, das die Kaiſer Konrad II. un eiben erſten Hälfte des 11, Jahrhunderks mit Goldbuchſtaben ſchſarlsruben mit herrlichen Miniaturen ſchmücken ließen. Wie Gvangeliſtar wurde auch der Goldene Koder dem Do⸗ 37; 75 5 len da beſonders bei Radierungen die Plattenabnutzung mit wachſender 25 ſchon 1516, wo es Kaiſer Mar um einige Per Abzugszahl ein Nachlaſſen der künſtleriſchen Feinbeiten zur Folage hat.(Soa. Rand⸗Remarauen“. d. b. kleine, nicht zum Bilde gehörige Zeichnungen zur Erprobung des Arbeitsgeräts, der Säure u dergl. verſchwinden oft ſchon nach wenigen Drucken.) Die meiſten Platten werden zur Ermöalichung ausaiebigeren Gebrauches„verſtählt“, d. h. mit einem hauchdünnen aalvaniſchen Stablüberzua verſehen. Cleich⸗ deck zeitia wird aewöhnlich der Name des Radierers. eptl. auch der des Verlegers am unteren Bildrande eingearaben, wodurch ſich Bezeich⸗ heft nungen wie„Drucke vor der Schrift“ und„Schriftdrucke“ ohne wei⸗ teres erklären.(Nicht damit zu verwechſeln iſt die Gepflogenheit vie⸗ ler Graphiker, auch im Bilde ihren Namenszua oder ihr Monogramm anzubringen.) tige Kapellen und Kirchen der Pfalz, über Pfälzer die folgenden Beiträge namhafter Verfaſſer, wie K. Lohmeyer, die über Zweibrückener Künſtler Schmitt, den Maler der Romantik ſchreiben. iſt jüngſt verſtorbenen Schaffenden gewidmet, Weiße gegebene beilagen beſchließen das außerordentlich voluminös ge⸗ vogt mit ſchwungvollen, humorigen Skizzen, Hans 12 Kreuzabnahme und Verſpottung Chriſti, Joſſe, K. Graf, zer und O. Dill. Auch A. Haueiſen fehlt nicht unter lern, die das ſchöne Heft mit ihren Beiträgen war gewiß keine leichte Aufgabe, ſie alle zuſamme pedantiſchen Kupferſtich— nennt man„mit der Kalten Nadel arbei⸗ Herrichtung— die der Lithographien. ſo größerer Dank gebührt dem, archivar A. Pfeiffer. Literatur„ Ver⸗ Senff⸗Georgi, Das luſtige Vortragsbuch. Maxr Heſſe dieſer lag, Berlin W. 15.— Fröhlichkeit und Frohſinn kann imes ſchweren Zeit jeder gebrauchen. Hier iſt ein Buch, da⸗—— Ouell und immer wieder einen erfriſchenden Trunk aus der Buch deutſchen Humors tun läßt. In dem über 400 Seiten 1 Humor gibt der bekannte Vortragskünſtler das Beſte, das deutſch jüngſten in Poeſie und Proſa von den älteſten Zeiten bis ſtiller Gegenwart geſchaffen und womit er hunderttauſende De⸗ Lächeln zum zwerchfellerſchütternden Lachen gerba llern, dor, ſtarke Band enthält Beiträge von mehr als 80 Schriaſer Lands“ 5 Ewers, Denz⸗ P. Keller, rger, Löns, Moſzkowſki, Roſegger, Wede kind. Hei * Bon Pfälzer Kunſti Pfalziſches Muſeum Pfälziſchz. Jedde feahe Peaſe, uchde itſchrift des hiſt. Vereins der Pfalz. 1923, H piel bieten. Ader afßen alie, lech age Goldene rünenwald über die Speyrer 15 5 Kar det 155 entſerafßte b e te liegt es in Escorial zu Mabrid. ileber baugeß hſer bande A. 355 5 Vüber Geaßſchn G gae F. Koch, und nicht weniger als 60 gut wieder rat ecker, F ene ſcker mit einer Nur ein par Namen der hier vertretenen Kü gat, der es zuwege gebrach, K. Pr. e. Freitag. ag. den 6. März 1925 Neue Mannheimer Jeitung(Mittag⸗Nusgade) 5. Seite. Nr. 109 Tagungen ALTagung des Südweſtdeutſchen Hotelgewerbes * Südweſtdeutſche Handelskammerausſchuß für 0 elgewerbe und Fremdenverkehr trat kürzlich in Süͤdweſteweile r zu einer Sitzung zuſammen, die aus allen Tellen Lor eſtdeutſchlands außerordentlich zahlreich beſucht war. Im 4 Aurund der Beratungen ſtand eine Reihe von Steuerfragen. und bei uß erhob telegraphiſch bei dem Reichsfinanzminiſterium dem Vorſitzenden des Steuerausſchuſſes des Reichstags die beraade Forderung nach Aufhebung der Reichsbeher⸗ deindſen g sſteuer und einem reichsgeſetzlichen Verbot der ge⸗ Nechen Beherbergungsſteuern. In einer zu dieſer Frage von auf erſammlung einſtimmig angenommenen Entſchließung wurde fal e verkehrshemmende und verteuernde Wirkung dieſer In⸗ däslteuern eindringlich hingewieſen, die ſich nach erfolgter Mark⸗ 55 iſterung nicht mehr rechtfertigen laſſen. Aus den gleichen erhob en verlangte der Ausſchuß die Beſeitigung der vielerorts noch uenen gemeindlichen Getränkeſteuern und eine Befrei⸗ er heute von den Hotelbetrieben zur Durchführung des Wett⸗ erbs mit dem Auslande notwendigerweiſe abgehaltenen Konzert⸗ mzveranſtaltungen von der Luſtbarkeitsſteuer. Krbrert wurden weiter die Reichsweinſteuer, die Herabſetzung wu raftfahrzeugſteuer für ausländiſche Kraftfahrzeuge, die begrüßt 65 ide, die Beſeitigung des Paßviſumzwanges, die deade des Schankſtättengeſetzes und eine Reihe allgemeiner Fragen 7* Fremdenverkehrs. Hierzu wurde erneut die Forderung nach weit großzügigen Fremdenperkehrsförderung durch un behendſte Ausgeſtaltung und Verbeſſerung des Eiſenbahn⸗, Poſt⸗ — Autoverkehrs verlangt. Weitere Beratungsgegenſtände bildeten d die Ausdehnung der Unfallverſicherung auf das Hotelgewerbe, 5 Arbeitszeit der Köche und der Verkauf von Spirituoſen in ver⸗ oſſenen Flaſchen. Nus dem Lande Schwetzingen, 8. März. Der„Stahlhelm“⸗Bund der Front⸗ dger. den Baden, hielt im Schwetzinger Schloß⸗ eſen am Volkstrauertag eine Totengedenk. und Trauer⸗ t ab, an der ſich ſämtliche badiſche Ortsgruppen und eine e Anzahl Abordnungen befreundeter Verbände mit ihren aen beteiligten. Nach einer Begrüßungsanſprache wies der krandesleiter v. Neufville auf die innere Bedeutung des Volks⸗ nuertages hin. Er betonte dabei, Vaterlandsliebe zu zeigen darf uugt allein das Alleinrecht einzelner Verbände und Stände ſein dde. Auß, ob deich oder arm, Arbeiter oder Fabrikherr, Lehrling Ged. Student, das Gemeingut des ganzen Volkes werden. Solche anken ſind Gedanken der Fronkſoldaten. Daran anſchließend den der Landesleiter der Trauer über den Tod des Reichspräſt⸗ Ausdruck. Zweimal ſenkten ſich die Fahnen, aller Häupter entblößt. ieg J Not nt Wiesloch), 3. März. Die Probe der von der fegen Freiwilligen Feuerwehr angeſchafften Motor ⸗ ge, die einen großen Zulauf von Laien und Sachverſtändi⸗ dans der ganzen Umgebung verurſacht hatte, nahm einen be⸗ genden Verlauf. Nach eingehenden Uebungsverſuchen wurde lanttrragende Dienlichkeit einer Motorſpritze allgemein an⸗ L. Walldorf, 4. März. Der Forſtwart Peber Anzinger deae Altersrückſichten ſeinen Dienſt gekündigt. Der aus ſeinem kenſt geſchiedene 69ſährige hat eine lange Reihe von Jahren ſein Nat zur ollgemeinen Jufriedenheit verſehen.— Bei der vergangene Joche ſtattgehabten Holzverſteigerung, in der u. a 26 Stämme., Feund 3. Klaſſe(Forle), 1100 forl Hopfenſtangen, 265 Ster forl. Wges und 578 Salc ſerl. Wilen berſtegert murden. wurde der Itdzag von 2890 Me. um 806.50 Mk. überſchritten, da insgeſamt Aig Mi erloſt wurden. Das ſüßt auf eine noch immerhin ftarke dahm von Kauflſebhabern ſchließen.— Dieſer Toge vollendete Frau Förſter in der Schwetzingerſtraße ihr 91. Lebensjahr. dahre es auch körperlich und 105 nicht mehr ſo geht wie in jungen doch en, ſo erfreuf ſich die älteſte Einwohnerin unſeres Städtchens abloß⸗ 05 einex leidli Rüſtigkeit. Der älteſte Mann bier zählt 6 5 Stebbach, 4. März. In der Generalverſammlung der Milch⸗ auſenſche 1— als ertreter des Verbandes bad. landwirt⸗ ollicher noſſenſchaften Karlsruhe Landwirtſchaftsrat Merzel⸗ dn bach und der Bezirksobmann Hildenbrand⸗Stebbach anweſend. ateurde ein Reingewinn von 300 M. erzielt. Der Ge⸗ zanteil jedes der 72 Mitglieder beträgt 20 M. und die Haft⸗ we 100 R. L. Itinin verein iſt die gen, 2. März. Dem hieſigen Turnverein' Wen, aber— Auſgabe zu Teil geworden, die Vorberei⸗ en für das volkstümliche Turnen des Elſenzgaues zu über⸗ bet Siz das im Laufe des Sommers hier ſtattfinden wird. Bei enperke des Elſenzgaues iſt auf dieſen Tag mit einem Maſ⸗ ſe hiet unch zu rechnen.— Die hieſige Freiwillige Fenerwehr, da eſer Tage ihre Generalverſammlung abhielt, zählt 60 aktive⸗ ch de und 8 Ehrenmitglieder. Nach dem Kaſſenbericht ſind aus Vore, M. Einnahmen und 131,30 M. Ausgaben 261,30 M. alz ſt Gen 00 das kommende Jahr verblieben. Erſter Kommandant „emeinderechner Philipp Ebert. deſtan Baden-Baden, 2. Märg. In der Generalverſammlung des dier; Jewerbe⸗Vereins konnte mitgeteilt werden, daß Feslährige Generalverſammlung die Zahl 50 trage und daß f0b erein nunmehr das Jubiläum ſeines 50jährigen Be⸗ Anns feiern könne. Pherauf wurde der Tätigkeitsbericht und Icherſſenbericht erſtattet und dem Rechner nach Prüfung der ad de Entlaſtung erteilt. Der Vorſitzende dankte für die Berichte etonte, daß der Verein eine erfolgreiche Tätigkeit hinter ſich nef die er mit Stolz zurückblicken könne. Eine Jubi⸗ dache steier werde noch in dieſem Jahre ſtattfinden Und ſte Nird Gelegenheit geben, das Wirken des Vereins ausführlich zu Aicigen. Bei den Neuwahlen wurde zum erſten Vorſitzenden Af t Becker, zum zweiten Vorſitzenden Schreinermeiſter dch r, zum Schriftführer Beurer und zum Rechner Fauffbauer gewählt. Die bisherigen Vorſitzenden Herr Wen er und Herr Spilger hatten eine Wiederwahl abgelehnt. Nadene 11 Uhr wurde die Verſammlung nach Erledigung der iu. daung geſchloſſen. be daden, Jaden 5 Merz. Antaßlich der peutigen Beiſezung Fee derbenen Neichspröſtdenten Ebert trugen die öffentiſchen Ge⸗ 0 Flaggen auf Halbmaſt gehießt. In den Schulen wurde in Trauer um den Präſidenten ſtaatlichen und ſtädtiſchen Aemter waren ge⸗ — det 5 15 n ſtatt. Sämtliche Parteien des Bürgeraus ſchuſſes mit nubne 4 ee waren vertreten, ebenſo waren die gae, lun anweſend. Oberbürgermeiſter Fieſer hielt die Trauer⸗ Newan der er in herzlichen Worten das Schaffen und Wirken des Feaerngenen würdigte. Die Trauerverſamenlung hörte die Wbeng Worte ſtehend an. Die Feier hinterließ einen tiefen 805— alle Teilnehmer. ufzaſtakt, 4. März. Geſtern geriet hier ein ahre alter Jea r mit ſeinem Fahrrab zwiſchen ein Perſonenauto und ein wiage liegen. Mit erheblichen Verletzungen mußte er vom Platze cheen werden. Die Mut ber die Schuldfrage iſt ein⸗ 0 uehs, 1. wea 50 iſt ehl, 1. Märgz. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wo⸗ rn N Seutſch 5 905 bei der Ausreiſe aus dem Elſaß ö datte die durch das franzöſiſche Gefetz erlaubten 5000 Frs. bef Wniz e durch Beſchlagnahme des überſchießenden Betrags, Ge⸗ und Geld beſtraft worden. * 3. März. Ein gefährlicher Einbrecher, der en 2 kirch, Stockach, Pfullendorf und Ueberlingen durch Ein⸗ N Adlebh— 55 wurde jetzt in der Perſon mahrigen Paul Lang von Neuhauſen bei Tuttlingen feſt⸗ n und in das Amtsgefängnis Radolfzell eingeliefert. Die aſp— 5 5 2 9 die ſtaalf. der 0h daden. Mittags fand im Rathausſaale die Trauerfeier der 0 dhe Wendrwerk. Er ſtürzte ab und kam dabei unter das Perſonen. Wo Meſten beiden Jahren zahlreiche Bauerngehöfte in den Be⸗ Jah Aus der pPfalz Schneeſtürme in der Pfalz Kirchheimbolanden. 6. März. Am Donnersbera iſt im Laufe des Mittwoch Schneefall eingetreten. der Wald und Fflur fuß⸗ hoch bedeckt. Viele Bäume und Sträucher neigen unter der ſtarken Schneelaſt ihre Aeſte faſt bis zur Erde und drohen zuſammenzubre⸗ chen. Die alitzernde Schneelandſchaft bietet ein zauberhaftes Bild. :: Winnweiler. 6. März. Der gewaltige Schneeſturm, der geſtern in unſerer Gegend gewütet hat, verurſachte inſofern eine Verkehrsſtörung als er in der Nähe von Hochſpeyer mehrere ſtarke Bäume über das Bahngeleiſe warf und die Züge zwang, ihre Fahrt bis zur Hinwegräumuna der Hinderniſſe zu un⸗ terbrechen. Zwei⸗ bis dreiſtündige Verſpätungen waren die Folge. :: Landſtuhl, 6. März. In den hochgelegenen Ortſchaften der Sickinger Höhe lieat der Schnee faſt ein Meter. Das Thermo⸗ meter zeigt im Gegenſatz zur Ebene—4 Grad unter Null. Starker Schneefall herrſchte in Kuſel, wo Störungen im Fernſprechverkehr hervorgerufen wurden. ::Ludwigshafen, 4. März. Zu den Beiſetzungsfeierlichkeiten in Heidelberg erläßt der H. 8. Biſchof von Epehet folgende Be⸗ kanntmachung: Während der Beiſetzung des verſtorbenen Reichs⸗ präſidenten in Heidelberg am Donnerstag, den 5. ds Mts. iſt bon 10 Uhr ab Trauergeläute vornehmen gzu laſſen.— Der Delegierte der Rheinlandkommiſſion für den Bezirk Ludwigs⸗ hafen Rh., Kommandant Mennetrier, hat dem Oberbürgermeiſter Dr. Weiß perſönlich ſein Beileid aus Anlaß des Ablebens des Reichspräſidenten zum Ausdruck gebracht. Außerdem hat die Rheinlandkommiſſion für das ganze beſetzte Gebiet das Flaggen auch für Privatperſonen bis einſchließlich Donnerstag zu dieſem Ereignis genehmigt. * Oppau, 5. Märg. Die Gemeinde Oppau, die bekanntlich ſelbſt vor drei Jahren bon einer ſchweren Kataſtrophe heimgeſucht worden war, ſpendete für die Hinterbliebenen der Opfer der Dort⸗ munder Kataſtrophe 1000 Mark. Neuſtadt a. Hdt., 4. März. Seit Wochen machen die Bezirks⸗ ämter und andere amtlichen Stellen darauf aufmerkſam, daß die Raupenneſter, die in dieſem Jahre in ganz beſonders großer Anzahl auf den Bäumen zu ſehen ſind, entfernt werden müſſen. Trotzdem iſt dieſe Bekämpfungsmaßnahme nicht überall durchge⸗ führt. Man bemerkt namentlich an Hecken, Alleen und Eichen⸗ büſchen und alleinſtehenden Obſtbäumen, die ee weißlichen Geſpinſte ſchon von weitem, während die Gartenbeſitzer und Obſtzüchter ſie ſchon meiſtens entfernt haben. Bei der gegen ⸗ wärtigen Witterung iſt zu befürchten, daß die jungen Räupchen in nächſter Zeit die Neſter verlaſſen und die Knoſpen zerfreſſen. Die Neſter müſſen alſo jetzt ſo raſch wie möglich entfernt werden. Dadurch wird Kahlfraß und eine noch ſtärkere Ausbreitung der Schädlinge ohne große Mühe und wirkungsvoll vermieden. Es dürfte bekannt ſein, daß gegen Säumige mit geſetzlich feſtgelegten Strafen vorgegangen werden kann. :: Jweibrücken, 6. März. Auf die Stelle eines Gasmeiſters haben ſich 25 Bewerber gemeldet, von denen allerdings nur vier in die engere Wahl genommen werden können. Für die benötigten drei Schutzmannſtellen ſind. ſage und ſchreibe, 123 Bewerbungen ein⸗ gelaufen. :: Pirmaſens. 6. März. Endlich konnte der Dieb, der ſ. It. aus einem auf der Biebermühle erbrochenen Waggon 2000 Fuß Leder geſtohlen hatte, von der hieſigen Polizei feſtgenommen werden. Er hatte das geſtohlene Gut damals an die Schuhfabrikanten Brigadino und Weiß abageſetzt. die, da der Dieb nicht emittelt werden konnte, darauf⸗ hin verhaftet wurden. Geſtern wurde nun der Fabrikarbeiter Leiner in der Wohnung ſeines Bruders in der Kaſernengaſſe hier, wegen dieſes Diebſtahls feſtaenommen und in das Gefänanis eingeliefert. Gerichtszeitung Amtsgericht Mannhelm Mannheim, 4. März.(Sitzung des Amtsgerichts, Abt. 88. 5) Vorſitzender: Amtsrichter Burger.— Vertreter der Anklagebe⸗ hörde: Staatsanwalt Morr. Der ledige Mechaniker Karl Wilhelm Ernſt Kl. aus Neckarau iſt beſchuldigt. fahrläſſiger Weiſe den Transport auf einer Eiſen⸗ bahn in Giſahz geſetzt zu haben. Kl. verurſachte den Zuſammen⸗ ſtoß des von ihm geführten Laſtkraftwagens mit einem Wagen der Straßenbahnlinie 16 an der Ecke Herlach/ Schulſtraße dadurch, daß er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht ließ, ins⸗ beſondere ſich vor dem Ueberqueren der Straßenbahngleiſe über das Herannahen eines Straßenbahnwagens vergewiſſerte. Auch konnte der Angeklagte den Wagen den Beſtimmungen der Kraft⸗ fahrzeugverordnung entſprechend nicht ſofort zum Halten bringen. Der Angeklagte beſtritt heute, ſich durch den Zuſammenſtoß der zwei Wagen ſtraſbar gemacht zu haben.— Das Urteil lautet: 2 Monate Gefängnis nebſt Koſten. M. Zum Tode verurkeilt Wegen Brudermordes und pverſuchten Totſchtogs. Die fupchbbare Bluttat von Kaldaun im Kreis Leobſchütz, die ſich im vorigen Jahre eveignete, fand jetzt vor dem Swurgericht in Ratibor ihre Sühne. Angekbagt war der 38jährige Landwirts⸗ ſohn Richard Stawars aus Kaldaunm wegen Brudermorde; und wogen verſuchten Totſchlages am anderen Bruder. Die Bewmeiscufnahme entrollte eim f s Familiendrama. Der Angeklagte wurde Juni 1918 als ho ig nervöſer Mann vom Militär entlaſſen. Im Jahre 1919 ſtarb ſein Bater und vermachte teſtamdentariſch die Wirtſchaft der Mutter des Angeklagten. Richard, der älteſte von acht Geſchwiſtern, ging dann als Hüttenarbeiter noch dem oberſchleſiſchen Induſtriegebiet, wurde aber, als die Polen den Induſtriebezirk beſetzten, arbeitsſos. Er kehrte nach Haus zurück und jetzt begann für die alte Mutter und für die Geſchwiſter eine ſchreckliche Zeit. Streit in der Farnilie und Drohungen waren an der Tagesordnung. Er ſchikanjerte Mutter und Geſchwiſter, wo er nur konnte und arbeitete ſyſtematiſch nur auf das eine Ziel, die Wirtſchaft in ſeine Hände zu bekommen. So blieb alles bis zum 15. Juni 1924, einem Sonntage. Am nachmittag wollte Joſeph, auf den der Angeklengte es beſonders abgeſehen hatte, weil er eimnal ſpäter die Wirtſchaft übernehmen ſollte, zu einem en zund dazu das Fahrrad des Nchurb Der—— ihm, auf dem e zu fahren und ſchloß das Rad 1 Jo holte eine Axt und ſchlug das Schloß vom Rade ab. Als Richard dies ſah, rief er ihm zu:„So wie du jetzt auf das Schloß geſchlagen haſt, werde ich dir morgen mit der Art den Kopf einſchlagen.“ Joſeph ſuhr dennoch zu dem Vergnügen. Ruhelos verbrachte der An⸗ geklagte die Nacht und wartete auf die Rückkehr des Bruders, der früh um.30 Uhr heimkehrte. Er war gerade damit beſchäftigt, dem Pferde das Kummet unzulegen, als Richard hinterrücks ſeinen Bruder Joſeph mit einer Apt mit der ſcharfen Schneide derart gegen den Hinterkopf ſchlug, daß die Ayt ſtecken blieb. Die dabei ſtehende Schweſter ie ſchrie laut um Hilfe, worauf der Bruder Paul, nur wenig bekleidet, geſtürzt kam. Als der Mörder ſeinen Bruder Paul erblickte, ging er ſofort auf ihn los mit den rten:„Jetzt mußt du Pieron auch noch totgeſchlagen wer⸗ den.“ Paul ſchützte jedoch ſeine Stirn durch die linte Hand, wodurch der Schlag in den Unterarm ging. Die herbeigeeitte Tochter des Onkels entwand dem Mörder die Afxt; darauf ergriff dieſer die Fauche Nach mehreren vergeblichen Fluchtverſuchen wurde der Mör⸗ er gefeſſell in das Gerichtsgefängnis in Loebſchütz eingelſefert. Der Angeklagte, der als äußerſt rabſater und rachflichtiger Menſch de⸗ kanmt war, leugnete hartmäckig die Tat und Neie guch wä der Verhandlung nicht die e Spur von Reue. Der Staatsanwalt beantragte die Todesſtrafe und wegen des verſuchten Totſchlags arht re Zuchthaus. Nach zweiſtündiger Ber verkündete das Gericht folgendes Urteil: Der Landwirtsſohn Richard Stawars wird wegen Mord, begangen an ſeinem Bruder Joſeph, zum Tode, und megen verſuchtem Totſchlag an ſeinem Bruder Paul unter Zubilligung mildernder Umſtände zu 3 Jahren 6 Monaten Ge⸗ 5 ſt au 5 gefundenen auslich eingerichteten Räuberhütten bei Boll arderen Orten ſein Werk geweſen zu ſein. fängnis verurteilt. Der Angeklagte hörte gelaſſen dem Urteils⸗ Sportliche Rundſchau Deutſchlandfahrt 1925 Nürnberg—Dresden, die entſcheidende 4. Elappe— Sporlkampf durch Schnee und Eis— Zahlreiche Stürze, zahlreiche Pannen. (Von unſerem Sonderberichterſtatter.) 805 Dresden, 4. März. Wer hätte das gedacht! Noch tags zuvor Frühlingswetter. Am Start zur heutigen Etappe in Nürnberg rieſelnder Regen. Und dann, als der Sebalder Wald vor den Toren Nürnbergs durchquert iſt, weiß aufragendes Bergland: im Scheegewande die fränkiſche Schweiz. Bis Bayreuth gings noch. Da waren die Straßen naß und llenpfai aber immerhin fahrbar. In Vayreuth Kontrollſtation, allerdings ſo weit am Ende der Stadt, daß manche Fahrer, die am Eingang der Stadt ihre vorgeſchriebene Zeit abwarteten, faſt zu ſpät gekommen wären. Erfriſchungsgaben der Kugellagerwerke Fries u. 7 Dann aber ganz plötzlich dicke Schneemaſſen, vereiſte Straßen. Dazu in jenem Gebdiet, das ſtarke Steigungen und kurvenreiche Gefälle aufweiſt. Unſer Preſſewagen iſt dem Felde vorangeeilt, und wir wiſſen: hier im verſchneiten Bergland werden heute wichtige Entſcheidungen fallen. Die Etappe Nürn⸗ berg.—Dresden wird eine der entſcheidenden Etappen der Deutſch⸗ landfahrt ſein. Hier wird nur der ſtraffpunktfrei bleiben, der alles riskiert und der aber doch vorſichtig iſt, wo es ſein muß,— der ein Meiſter am Lenkrad und ein Kenner ſeiner Maſchine iſt. In einer Kurve zwiſchen Berneck und Münch⸗ berg, in den Vorbergen des Fichtelgebirges, nehmen wir Aufſtellung, um den Kampf der an der Spitze des Feldes liegenden Fahrer mit den Hemmniſſen des Winters zu beobachten. Nicht in Rekordfahrt, aber immerhin mit etwa 30—40 km Geſchwindigkeit, kommen ſie angeſchwirrt. Nicht mehr ſo dicht hintereinander, wie an den Vor⸗ tagen, ſondern mit größeren Abſtänden. Als erſter erſcheint der B. M..⸗Fahrer Wilh. Voſſen⸗Dortmund. Nur im Zickzack, hin⸗ und hergeſchleudert durch die Schneehemmniſſe, kommt er vorwärts. Und ſchlägt unmittelbar vor unſerm Standplatz hin. Wir helfen ihm und der Maſchine aus dem Schnee— nach kurzem Aufent⸗ halt geht die Fahr weiter. Inzwiſchen hat Reinhold Heß⸗Neuruppin auf ſeiner Mabeco die kritiſche Stelle paſſtert— er iſt jetzt Führer der Kolonne. Nach ihm H. Gerlach⸗Dortmund auf Victoria. Beſſer —5 ergeht es den Beiwagen, Leider gibt es eine Kolliſion eines reſſewagenz mit einem der Beiwagenfahrer— beide Teile kön⸗ nen die Jahrt fortſetzen. Zwiſchen Münchberg und Hof finden wir Heß, der ſeine Mabeco aus einem Schneegraben zieht— alſo hatte es auch ihn gepacktl Günſtiger ſchon lagen die Straßenverhältniſſe für die Fahrer, die am Ende des Zuges waren. Ihnen hatten die zweihundert Motorradfahrer und das Dutzend der Oberleitungs⸗ und Preſſewagen ſchon den Weg etwas geebnet. Wenigſtens waren die Schneedünen durchbrochen. Schade, daß Fräulein Hanni Köhler⸗Berlin einen ſo ſchlimmen Sturz tat. Armbruch. Nun iſt auch die dritte und letzte der an der 12 Tage⸗Fahrt teilnehmenden Damen aus dem Kampf um Ehre und Sieg heraus. Die anderen beiden machen zwar noch mit— aber ausſichtslos. Die Ausländer ſind noch alle dabei— ob in günſtiger Poſition, iſt nicht feſtzuſtellen. Ueberhaupt— ein klarer Ueberblick über die Lage und Aus⸗ ſichten der einzelnen Deutſchlandfahrer iſt noch ganz unmöglich. Bis⸗ her gab es ſogar Widerſprüche zwiſchen der Zohl der Geſtarteten und der Zahl derer, die das Ziel erreichten. Die Maſſenbeteiligung hat den Veranſtaltern eine Organiſations⸗ und Prüfungsarbeit ge⸗ bracht, die ſchlimm iſt, und die nicht zu bewältigen iſt. Darunker leidet auch die Preſſe. Und wie ſehr auch zugegeben ſein mag, daß die Herren Bruckmayer, Jockel, Dr. Kroth und die anderen Herren der Leitung alles mögliche tun, um der Preſſe Nachrichten zu geben— es wird ſchwer möglich ſein, den Ueberblick über den Ver⸗ lauf der Veranſtaltung während der Fahrtage zu gewinnen, der für die ſportsintereſſierte Oeffentlichkeit notwendig wäre. Das iſt die logiſche und unvermeidliche Folge der zu großen Fahrtbeteiligung. Geſtern, nach der Etappe Stuttgart—Nürnberg, war das Feld auf 277 Fahrer verringert. Heute dürften es weſentlich weniger ſein, die die Elbmetropole erreichen werden. Schnee und Eis in⸗ mitten dieſer Frühlingsfahrt... wer hätte das gedacht! „Als Sachſen erreicht wurde, wurden die Straßen beſſer(die ſächſiſchen Landſtraßen ſind nach wie vor die beſten im ganzen Deutſchen Reich) und die Menge der Begrüßenden, die ſich an der Strecke eingefunden hatten, wurde noch größer. Nur der Empfang in Lubwigshafen kann ſich ziffernmäßig mit dem vergleichen, der durch ſportsfrohe Bevölkerung den Eis⸗ und Schneekämpfern in Zwickau, Chemnitz, Dresden geboten wurde. Allüberall Liebes⸗ guben, Gaſtfreiheit, zur Tat gemünzter Sportsgeiſt, Bewirtung in Zwickau, Bewirtung und vorbildlich organiſierter Empfang in Chemnitz. Dort war der Theaterplatz abgeſperrt, dort waren Er⸗ friſchungszelte errichtet worden, dort ſpielte eine Kapelle zum Empfang luſtige Lieder. Vertreter der Behörden waren zur Fahrer⸗ begrüßung erſchienen— es war ein Empfang, der der Stadt der Wandererwerke, Elitewerke und der benachbarten Zſchopauer Mo⸗ torenwerke würdig war. Glänzend die Straßenbeſchaffenheit bis zum Etappenziel Dresden. So mancher, der durch den Schnee des Fichtelgebirges Zeit verloren hatte und ins Hintertreffen gekommen war, konnte hier aufholen. Schon weit vor Dresden Autokolonnen mit Sports⸗ freunden, Motorradfahrer in großer Zahl, Radfahrer. Am Dres⸗ dener Ziel erhält jeder Fahrer eine Ehren⸗ und Erinnerungsnadel. 30 Minuten nach Ankunft des erſten Fahrer waren— trotz des Kampfes mit Eis und Schneel— ſchon 31 Fahrer am Dresdener Ziel eingetroffen. Die Nachmittagsſonne ſtrahlte wieder im Früh⸗ lingsglanz und zeigte drunten im Elbtal Dresden und Umgebung in ihrer ganzen Schönheit. Nähere Ueberſicht über das Ergebnis der heutigen Etappe wird erſt morgen möglich ſein. Zur Zeit liegt nur die Meldung vor, daß Chemnitz bis 4½ Uhr nachm. von 141 Fahrer paſſiert wurde. Schon dieſe Zahl, wie groß ſie auch ſein mag, beweiſt, daß mit einem erheblichen Abbau der Kolonne auf der heutigen Etappe zu rechnen iſt. S. Doerschlag. Turnen *Schaukurnen des Turnvereias Mannheim von 1846. Kom⸗ menden Sonntag(8. März) tritt der Turnverein Mannheim von 1846 mit einer großzügigen Veranſtaltung wieder auf den Plan. Morgens findet zunächſt in der Turnhalle des Vereins, Ecke der Prinz Wilhelm⸗ und Charlotten⸗Straße ein Geräte⸗Mannſchafts⸗ kampf ſtatt, der zwiſchen den Vereinen Turngemeinde Würz⸗ burg, Turnverein Frieſenheim und dem feſtgebenden Ver⸗ ein ausgetragen wird, wobei verſchiedene Deutſche Turnfeſt⸗Sieger und Meiſterſchaftskämpfer wie Graſſer, Krämer, Krapf⸗ Würzburg, Laubner und Mayer⸗Frieſenheim, Endreß und Nill⸗Mannheim, beteiligt ſind. Daran anſchließend werden ſich die erſten Handball⸗Mannſchaften des Turn⸗Verein Fri eſen⸗ heim(2. Handball⸗Meiſter der Deutſchen Turnerſchaft) und der.⸗ V. Mannheim in friedlichem Wettkampf auf dem Turnplage im oberen Luiſenpark meſſen. Nachmittags endlich werden die fämt⸗ lichen Turn⸗Abteilungen des Vereins— etwa 600 Mitwirkende— im Nibelungenſaal des Roſengartens mit einem für Mannheim neu⸗ artigen Schauturnen aufwarken und ſteht zu hoffen, daß dasſelbe 155 Wirkung nicht verfehlen wird. Die Turnwarte Schn izer, delmann, Leutz, Groß, Grelle und Gunzer bürgen dafür, daß nur Erſtklaſſiges geboten wird und können wir nur Jedermann den Be⸗ ſuch dieſer Veranſtaltungen empfehlen. der Bubikopf iſt eine Einrichtung über deren Schönheiten die Anſichten recht geteilt ſind Sicher iſt aber, daß das Haar, der ſchönſte Schmuck der Frau, ob lang oder kurz nur bei ſorg⸗ lamſter Pflege gedeiht. Dieſe Pflege geſchieht am beſten durch Crifapon, die ideale flüſſige Haarwäſche, die in ſeder Apotheke, Drogerie und allen vor⸗ nehmen Parfümeriegeſchäften erhältlich iſt.— In Mannheim beſtimmt in der Mohrenapotheke, O 3. 5. 6. Seite. Nr. 109 Neue Mannhelmer Jeitung[Mittag⸗Rusgabe] Freitag, den 6. März 192 ————ß Neue Mannheimer Seitung Handelsblatt Steuertechniſche Bede ig der hohen und ebrigen Bilanz Von Dr. Kleinjohann, Köln Am 20. Februax 1925 gab die Reichsregierung die neuen Steuerentwürfe der Oeffentlichkeit betannt. Sollten dieſe Entwürfe Oeſetzeskraft erhalten, ſo iſt damit die Gewähr gegeben, daß für die Zukunft kraft der ſieben großen Reformgeſetze die Steuern und öffentlichen Abgaben wie in der Vorkriegszeit nach feſten und ſtraffen Richtlinien veranlagt und erhoben werden. Die Aende⸗ rungen gegen früher ſind ſo zahlreich und weitgehend, daß man mit Recht von einem Neubau der Steuergeſetzgebung ſprechen kann. Dieſe neuen Pläne ſind im Gegenteil zu der Fülle von Steuerplänen und Verordnungen der letzten Jahre geeignet, die Grundlage für eine beſtändige und organiſche Entwicklung der Beſteuerung zu werden und ſollen den Anforderungen einer ſtetigen, auf lange Sicht berechneten Steuerpolitik gerecht werden. Mehr denn je muß daher der deutſche Steuerpflichtige bei der Veranlagung oder Einſchätzung auf der Hut ſein, weshalb dieſe Frage ſeine beſondere Aufmerkſamkeit erheiſchen wird. Vei den Voraus⸗ zahlungen der letzten Jahre war ihm immerhin die Möglichkeit gegeben, am Ende der Jahresſteuerperiode eptl. zuviel gezahlte Beträge zurückzufordern oder, da eine endgültige Veranlagung nicht ſtattgefunden hatte, ſeine Zahlung mehr oder weniger zu variieren. Für die Zukunft werden die neuen und einſchneidenden Beſtimmungen ihn vor ernſte Fragen ſtellen. Nicht ſelten wird ein Kaufmann vor der Bilanzaufſtellung ſich die Frage vorlegen, ob er praktiſcher eine hohe oder niedrige Bilanz wählen ſoll, da in ſteuerlicher Hinſicht von der richtigen Wahl viel für ihn abhängen kann. Abſolut geſprochen kann bei dem Begriff „hohe und niedrige Bilanz“ nicht die Rede davon ſein, daß es unbedingt in ſeinem Belieben geſtellt iſt, eine möglichſt hohe oder entſprechend niedrige Bilanz zu wählen. Beim Einſetzen der ver⸗ ſchiedenſten Anlagen und Vermögensbeſtandteilen gibt es im Geſetz vorgeſchriebene Richtlinien und Bewertungsvorſchriften, denen der Kaufmann ſich nicht entziehen kann. Immerhin hat der Geſetz⸗ geber für die Bewertung der Vermögensgegenſtände vom Geſichts⸗ punkte des Alters, Abnutzung, gemeinen oder Nutzungswert einen gewiſſen Spielraum gelaſſen. Innerhalb dieſer Grenzen iſt es der Kunſt und Geſchicklichkeit des Kaufmanns überlaſſen, die für ihn günſtige Bewertung, ob hohe oder niedrige, zu wählen. Bei der Beurteilung der Frage, welche Abweichung ſteuer⸗ techniſch vorteilhaft und dabei ſteuerrechtlich erlaubt iſt, handelt es ſich hauptſächlich um den Einfluß der Eröffnungs⸗ bilanz auf die Vermögensſteuerveranlagung und um ihre Folgen für die Einkommenbeſteuerung. Die 2. Steuernotverordnung ſchreibt vor, daß die in der Eröffnungs⸗ bilanz angebenen Werte für die Vermögensſteuerveranlagung als Mindeſtbeträge anzuſehen ſind, aber für die Veranlagung des ſteuerbaren Einkommens des Kalenderjahres 1924 als Anſchaffungs⸗ werte gelten. Daraus folgt, daß es mit Rückſicht auf die Ver⸗ mögensſteuer, die Induſtriebelaſtung, ſteuertechniſch vorteilhaft wäre, innerhalb des geſetzlichen Rahmens niedrig zu bewerten, während es im Hinblick auf die Einkommenſteuer vorteilhaft wäre, möglichſt hoch einzuſetzen. Durch Verfügung des Reichsfinanz⸗ miniſters war es geſtattet, bei der Bewertung der Warenvorräte einſchließlich Rohſtoffe, Halb⸗ und Fertigfabrikate die Anſchaffungs⸗ bzw. Herſtellungspreiſe vom 1. April 1924 zugrunde zu legen, falls ſie niedriger ſind als Ende Dezember 1923. Würde man von dieſer Befugnis Gebrauch machen, ſo ſpart man an Vermögensſteuer, Induſtriebelaſtung uſw., muß aber, falls ein ſteuerbares Einkommen zu erwarten iſt, den Unterſchied zwiſchen den Preiſen Ende Dezember und Anfang April als Einkommen beſteuern. Auch beim Anlagekapital, das für die Vermögensſteuer nach dem Neu⸗ anſchaffungswert Ende 1913 abzüglich angemeſſener Abnutzungs⸗ abſchreibungen zu bewerten iſt, muß man ſich überlegen, ob nicht der Tageswert am 1. Januar 1924, falls er höher iſt, in die Eröffnungsbilanz eingeſtellt werden ſollte. Wer in dieſer Bilanz ſein Gebäude, Maſchinen uſw. gegenüber dem tatſächlichen Wert zu niedrig einſtellt, vermindert dadurch die künftighin zuläſſigen Jahres⸗ und Geſamtabſchreibungen und ſchraubt ſein ſteuerbarez Einkommen im laufenden Jahre und für die Zukunft künſtlich in Stand der Keichsbank am 28. Februar 1025 Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 28. v. Mts. iſt die echſel⸗ und Lombaßsdanlage der Bank in der letzten Februarwoche um 326,1(gegen 237,4 Ende Januar) auf 1827,3 Mill.=. geſtiegen. Da 110,5 Mill. R⸗4 an Rediskont⸗ wechſeln ins Portefeuille der Reichsbank zurückfloſſen, während anderſeits 28,9 Mill. R. in landwirtſchaftlichen Wechſeln an die Rentenbank abgegeben wurden, ſo entfallen 244,5 Mill. R der neuen Kreditvermehrung auf private Anforderungen. Die Summe der bei öffentlichen Stellen rediskontierten Wechſel iſt demgemäß auf 500,1 Mill. R/ zurückgegangen, das Darlehen der Reichsbank bei der Rentenbank wurde auf 237,7 Mill. Re abgetragen. Die Abflüſſe an Reichsbanknoten und Rentenbankſcheinen he⸗ liefen ſich insgeſamt auf 563,1 Mill..4. Der Notenumlauf wuchs um 423,4 auf 2106,2, der Umlauf an Rentenbankſcheinen um 139,7 auf 1736,2 Mill. R. Einſchließlich des Umlaufs an Scheide⸗ münzen— etwa 415 Mill. R/— und an Privatbanknoten— etwa 140 Mill. R/— ergibt ſich für Ende Februar ein Zahlungs⸗ mittelumlauf in Deutſchland von 4,4 Milliarden=.ν(gegen 4,2 Ende Januar und 4,3 Ende Dezember. Den fremden Geldern der Bank wurden zum Ultimo 104,1 Mill. Re.A entzogen, ſo daß ſie auf 917,5 Mill. R„ abnahmen. Der Goldbeſtand zeigt eine weitere Erhöhung um 27,3 auf 907,3 Mill. R⸗. Die zur Golddeckung herangezogenen Deviſen⸗ beſtände wurden um 9,1 auf 302,4 Mill. R verſtärkt. Das Noten⸗ deckungsverhältnis ging infolge der beträchtlichen Steigerung des Notenumlaufs zurück, und zwar die Deckung durch Gold allein von 52,3 auf 43,1 Prozent, die Deckung durch Gold und Deckungs⸗ deviſen von 69,7 auf 57,4 Prozent.— Scheidemünzen⸗ beſtand verminderte ſich um 3,3 auf 62,2 Millionen Reichsmark. * Differenzeinwand bei Termin⸗Sicherungsgeſchäften in fremden Baluten. Der Reichsrat erklärte ſich in ſeiner öffentlichen Voll⸗ ſitzung von geſtern abend mit einer Verordnung einverſtanden, wo⸗ nach der Differenzeinwand bei kaufmänniſchen Sicherungs⸗ geſchäften, durch die auf Termin eine Valuta gegen die andere aus⸗ getauſcht wird, ausgeſchloſſen wird. Es ſollen alſo auf jeden Fall rechtsverbindlich ſein Geſchäfte, durch die z. B. gegen Liefe⸗ rung in drei Monaten Pfunde gegen Dollar zu frei beſtimmten Kurſen ausgetauſcht werden. Das Verbot der Deviſen⸗ termingeſchäfte gegen Reichsmark wird hierdurch nicht berührt. Ankauf jedes prima Bankakzepts durch die Reichsbank. Die Reichsbank iſt mit der Berliner Stempelvereinigung in Verhand⸗ lungen eingetreten, die auf ein größeres Entgegenkommen in Bezug auf den Kauf von Privatdiskonten durch das Zentralinſtitut ab⸗ gelen. Wie verlautet, hat ſich die Reichsbank der Stempelvereini⸗ gung gegenüber grundſätzlich zum Ankauf eines jeden prima Bankakzeptes bereit erklärt, das den Privat⸗ diskontmarkt paſſiert hat. Das iſt für den weiteren Ausbau des Privatdiskontmarktes von großer Bedeutung, denn nunmehr iſt den Banken die Möglichkeit eröffnet, im Bedarfsfalle die von ihnen am Privatdiskontmarkt erworbenen Akzepte an die Reichsbank weiter zu begeben. Kurszettel Aktten und Auslandsanlethen in Billionen Prozenten. Stückenotierungen in Billionen Mark pro Stück.— die Höhe. Die Vermögensſteuer an ſich iſt nicht ſo hoch, da ſie 8 30 10 nur nach pro Mille⸗Säßzen erhoben wurde. Trconb, Beſgg. 87, 70, Per. Ultramartni. 1968. Iſchocern., Kilrn. 375 10 Die oben erwähnten neuen Entwürfe enthalten einſchneidende] Tbürg Elef Gotha 88,10 64.50 Ber. Zellft. Berlin 7470 475 Zucker a ge 405 36 Beſtimmungen über die neue Vermögensſteuer. Dieſe Steuer wird Pir. eucch Bele 60—. ofer Hif. St 205 Jellbronn 300 40 die ee 55 9el 50, Leſcl 91— 90 5 355 950 Rüangen 15 45 geſetz übernommen ſind, ſehr vereinfacht. er Schwerpunkt der Ver. Faß, Caſſel 91.— 80, 575 iiee 80 Vereinfachung der Steuerreform liegt in dem Entwurf zu dieſem] Ver. Pinſel Rurnb 20.50—.—J Seult. WaldholSt. 11.50 10.75 Reichsbewertungsgeſetz. Nicht nur der Gegenſtand des Geſetzes, dreiv erkehrs ⸗Kurſe. on 309 ſondern auch der Weg den es beſchreitet, iſt völlig neu. Hier'n FTTTVC Aeee wird verſucht, dem bisherigen Durcheinander in der Bewertung Aueee A5b 78 28. Men Söhne...85 Mem. Roblenanl. 10 der Steuerobjekte abzuhelfen. Die Bewertung von Grundſtücken, N 0 Unternehmungen und Gebäuden war bisher ſowohl Sache des Berliner Dividenden⸗Werte. Reiches als auch der Länder und Gemeinden. In Zukunft erfolgt Cransport-Akkien. 5 400 300 eine einzige, der Hoheit des Reiches unterſtehende N 101e. Den 5 8 Suchtag für die Vermogeneſteuer nach Hudd. Giſendahn 208 10029:Sen, Hſc 4, 4 Beren. Gbeſcif 200 fte der 31. Dezember 1924 ſein. Neu iſt Baltimore Hanſa D ſchiff. 12.65 12,20 die Vorſchrift, daß offene Handelsgeſellſchaften und Kommandit⸗ geſellſchaften wie Aktiengeſellſchaften behandelt werden. Der ein⸗ heitliche Satz für die Vermögensſteuer bei natürlichen und juriſtiſchen Perſonen beträgt hiernach 5 pro Mille. Er ermäßigt ſich bei Vermögen unter 50 000 auf—4 pro Mille. Das Vermögens⸗ zuwachsſteuergeſetz vom 8. April 1922, das formell noch immer beſtand, wird außer Kraft geſetzt. Hierdurch will man den Spar⸗ ſinn der Bevölkerung anregen und die Neubildung von Kapital fordern. Es wird daher bei abſehbarer Zeit die Erhebung einer Vermögenszuwachsſteuer nicht in Frage kommen. Die Eröffnungsbilanz ſſt die Grundlage der zukünftigen Einkommenfeſtſtellung, denn die Schlußbilanz 1924, verglichen mit der Eröffnungsbilanz 1924 wird den ſteuerbaren Gewinn ergeben. Je höher alſo die Eröffnungsbilanz, deſto geringer iſt der Gewinn. Die Einkommenſteuer iſt immer erheblich belaſtender als die Vermögensſteuer. Doch es wäre falſch, darauf den Schluß zu ziehen, in jedem Falle etwas mehr Vermögensſteuer zu zahlen, da man dadurch bedeutend mehr an Einkommenſteuer ſparen könnte. Doch wer wollte die Gewähr geben, daß die Vermögens⸗ ſteuer in dieſer Form beſtehen bleibt? Dem Fiskus ſtehen vielerlei Mittel und Wege offen, die Vermögensſteuer reichlicher fließen zu laſſen, ſei es durch ein⸗ und mehrmalige Zuſchläge oder Erlaß von anderen Steuern, die eben wie die ſeinerzeitige Zwangs⸗ anleihe, Brotverſorgungs⸗ und Land⸗Abgabe auf die Vermögens⸗ ſteuerveranlagung zurückgingen und ſo in ihren Wirkungen zu⸗ ſammengenommen niel empfindlicher werden können als die harten Einkommenſteuern. Iſt andererſeits die Vermögensaufſtellung am 1. Januar als Eröffnungsbilanz zu hoch und ſtellt ſich am Jahres⸗ ſchluß ein zu niedriger Gewinn heraus, ſo kann der Steuerpflichtige mit Beſtimmtheit damit rechnen, daß in normalen Zeiten ſeine Steuererklärung beanſtandet wird. In Friedenszeit kannte das Finanzamt bei normalem Geſchäftsgang den ungefähren Ueber⸗ ſchlag des Gewinnes und ließ nicht ſelten durch ſeine Sachverſtän⸗ digen die Buchführung dieſer Betriebe einer Prüfung unterziehen. Bei der heutigen traurigen deutſchen Marktlage wird die Steuer⸗ behöre ſich dieſes Mittels wohl ſelten bedienen können. Schließlich ſei noch darauf hingewieſen, daß für Preußen die Gewerbeſteuer zum guten Teile auf dem Betriebskapital, alſo ge⸗ werblichem Vermögen fußt, und daß die hohe Goldmark⸗Eröffnungs⸗ bilanz für die Veranlagung zur Gewerbeſteuer ebenfalls große Nachteile haben könnte. Für viele Betriebe iſt die Gewerbeſteuer, da ſie aus zwei Quellen, nämlich aus Gewerbekapital und Gewerbe⸗ ertrag fließt, belaſtender und drückender als die Einkommenſteuer. Wer dagegen mit Beſtimmtheit weiß, daß er im laufenden Jahr doch nichts verdient, wird gut tun, bei der Bewertung der Waren⸗ vorräte niedrige Anſchaffungs⸗ bzw. Herſtellungspreiſe zu Grunde zu legen. Wie bereits oben geſagt, 258 er dann an Vermögens⸗ ſteuer, Induſtriebelaſtung und Gewerbeſteuer, und da ein Gewinn nicht erzielt wird, wird die in der Eröffnungsbilanz eingeſetzte Ver⸗ günſtigung ihm in beider Hinſicht von Vorteil ſein. Wer aber ein erhebliches Einkommen erzielen kann, wird gut tun, die Eröffnungs⸗ bilanz per 1. Janugr 1925 hoch zu bewerten. OGeneralverſammlung der Reichsbankanteilseigner. Wie aus dem Anzeigenteil vorliegender Ausgabe zu erſehen, wird die ordent⸗ liche.⸗V. der Reichsbankanteilseigner auf Montag, 23. März ein⸗ berufen. Wie verlautet, iſt die in Ausſicht genommene Divi⸗ dende auf 10 Prozent zu ſchätzen. Auf der Tagesordnung ſteht u. a. auch die Neuwahl der nach dem Bankgeſetz zu bildenden Ausſchüſſe. 99102 Ddeviſenmarkt Heute früh wurden folgende Arbitragekurſe genannt: Kabel gegen Paris 1959, London gegen Paris 9345, London gegen Schweiz 2480, Zürich gegen Mailand 2103, London gegen Mailand 117,75, London gegen Amſterdam 1194,50, London gegen Brüſſel 9475. Nachbörslich kamen folgende Kurſe aus Newyork: London 477, Paris 510,50, Schweiz 1924, Italien 40476, Helge 3994, Wien 1413, Budapeſt 1376, Prag 296,75, Chriſtiania 1527, Kopen⸗ hagen 1790, Stockholm 2695, Brüſſel 503,50, Madrid 1420, Argentinien 3964. In Goldmark reſp. Goldpfennig koſteten: London 20,03, Paris 21,44(21,40), Schweiz 80,80(80,75), Mailand 16,99, Prag 12,46, Chriſtiania 64,12, Kopenhagen 75,17, Stockholm 1,1376, Brüſſel 21,14½, Argentinien 1,66,45. Börſenberichte Mannheimer Effektenbörſe „o· Mannheim, 5. März. Die heutige Börſe verkehrte bei ruhiger Tendenz. Es notierten: Pfälziſche Hypothekenbank 8,3, Rheiniſche Creditbank 3,4, Rheiniſche Hypothekenbank 8,3, Badiſche Anilin 27,5, Bremen⸗BVeſigheimer Oel 34, Chemiſche Goldenberg 55, 4 Chemiſche Rhenania 5, Weſteregeln 21, Schwartz⸗Storchen 85, Brauerei Sonne 10, Brauerei Werger 26, Frankfurter Allgemeine Verſicherung 99, Badiſche Aſſekurranz 120, Mannheimer Verſiche⸗ rung 90, Seilinduſtrie Wolff 8, Benz u. Co. 4,75, Heddernheimer Kupfer 9,3, Haid u. Neu 25, Knorr Heilbronn 3,75, Mannheimer Gummi 3, Badenia Maſchinen 0,9, Neckarſulmer Fahrzeuge 8, 75, Pfälziſche Mühlenwerke 3,25, Pfälziſche Nähmaſchinen 3,25, Port⸗ landzement Heidelberg 90, Rheinelektra 7,87, Vereinigte Freiburger Ziegelwerke 2,75, Zellſtoff Waldhof 10,75, Zuckerfabrik Frankenthal 4,4, Zuckerfabrik Waghäuſel 3,5. Waren und Märkte Berliner Metallbörſe vom§. März Preiſe in Feſtmark für 1 Kg. 4 8. Aluminium + 8, Gektrolytkupfer 139,7/5 129.50 in Barren 245•2,59 248•2,50 Raffinadekupfer.26⸗1.27.27..28 inn, ausl.„28•5, 8,17-8,22 Blei 0,74.0,75 0, 74.0,74 üttenzinn 5,15.5,20 5,,07.5,½12 RohzinklVb.⸗Pr.)—.——.— Nickel 8,40.3,50.,40⸗9,50 25.(fr.Bert) 9,740,—.— Antimon.23-1,25, 1,28•.25 Plattenzink 0,850,66 0,72•0,8 Silber für 1 Gr. 34,75.85,75 04,50-95,50 Aluminium 2,35⸗2,40 2,35.2,40 Platin p. r.—.——.— genben. 5. März(We) Metaumarkt.(In gſt. ſ b. engl. 1 U. 1016 Kg. Kupfer 9465 64 75 6355 6375 Zlar 9225 9965 upfer Kaſſa elect.„ in. 75 8 Monat 65,85 65,50 91801 165,.— 185,— ueckſilber 12,75 18,45 dy. Elektol. 69,50 69.75] Zinn Kaſſa 253,75 251.75 J Regulus— 70— 2·2 Pforzheimer Edelmetallpreiſe vom 5. März. 1 Kg. Gold 3˙ 2817 G. 2822.; 1 Kg. Silber 94,20 G. 94,70 .; 1 Gramm Platin 14,80 G. 15,20 B. Nheinſtahl 62.25 61.25 Bauk⸗Alktien. 950 045 Olſch. Aſiat. Bank 39,50 89,[Oeſt Cred. Anſt. 14 1100 Deuiſche Bank.. 130.5 129.0 Reichsbank 1.50 350 D. üeberſee Bt. 1030 100.5Abein Gredid 1 mn Dise. Commandit 122. 121.5, Süddeutſch. Dis“. 0 5 0 Dresdner Bank. 119,2 114,0J Weſtbann Mitteldk., Kreditb 2,.—.— Induſtrie⸗Akkien. 9350 85 Badiſche Anilin 29,45 27,25 Bremer Vulkan 1705 1065 Balcke Maſchin.. 2,J0.50 Buderus Eiſenm 2515 2965 Bayr. Spiegelgls. 5,25 5,15 Chem Griesbeim 5 465 J. Bemberg.. 40,— 38, Chem. Hyden. 2540 2 Bergmann Elektr. 18,30 16,65 Chem. Weiler, 10601 0 Serlün-Anh Mſch..20—.— Them. Gelſenk..155 170 Ber⸗Gub. Hutfbr. 34.25—Chem. Albert. 5 5— 9 Derlinstarter Ind. 1575 113,0 Soncord.Spinne 53.% 880 Berliner Maſchb. 16,50 15, Daimler Motoren 405 5965 Berzellus Bergw. 7,15„. Deſſauer Gas. 16,8 1605 Bing Nürnderg 4,—.90 Diſch. Atl. Telegr. 77½ J6, Sismarckhütte. e ,Heuſch⸗Lugembe. Bochumer Gußſt. 84,50 81,— D. Eiſenb.⸗Signa 0 Gebr Böhler& Co. 28, 27.50l Deutſche Erdöl. 11260.1% Braunk u. Brikets 39.20 56.25 Oeutſch. Gußſtap— Br.⸗Beſigb. Oell. 36,50 54.75 Deutſche Kabelw 765 0 Elsbach& Co. 77.50 25,75 Henſchaw& C6. 97 65%½ Enalct Aurc, 40 445 Germen. Purge 9050 Enzinger Filter. 10,30 10,25 Gerresheim. G. 1350 4 Eſchw. Bergwerk. 143,5 143,5 Geſ.. geltr un 78 I1. Jaber a K. 15,40 15,— Gebr Goedhard 210 Fagl, Liſt& Co. 5,15.50 Goldſchmidt Th. 60 Dürener Metall 100,0 110,0 e 62.75 81,75 Goerz C... Dürrkoppwerke 16,90 16,50 950 Guill.. 47,75 47, Düſſeld. Eiſend. 20, 20,— Flend. Brückenb. Dunamit Nobel 12,25 11,90 R Friſter 5 Eckard Maſchin. 99,50 98,— chs Waggon 1,50 Eiſenw. L. Meyer 1,40 1,300 Gaggenau Vorz 6,90 Elderfelder Farb. 25,68 25, Ganz Ludwig.. 0. Elderſeld. Kupfer—.——,[Gebhard Texüil 110,0 109,0 Gruſchwitz e Elektr. Lieſerung 102,0 100,0] Gelſenk. Bergw.. 85,10 82,45 Hackethal Drah 1 Gellenk. Gußſtahl 33,— 31 85 Halleſche Maſch. e— Beir 5 i olzmann 5,6 ebr. 11 Horchweste...7s 14.70J Koſtheimer 156 75 Humboldt Maſch. 22,10 22,10 Kölizer Kunteb. 40 4 Huw.. M, Kayſer 38,— 35, Krauß Cie. Lok. Bank f. el Werte 8,43.— Barmer Bankver..60.50 Derl. Hd. Geſ... 157,5 155,0 Com. u. Privatbk. 6,25 6,20 Daranſt. u. Nt.⸗Bk. 18.50 13,— Accumulat. Fabr. 124,7 122,1 Abler& Oppenh. 58,50 50,— Adlerwerke. 4,. 8,80 .⸗G..Anilinfarb. 25,— 24,50 .⸗G. f. Verkhrsw 153,0 150,5 Alezanderwerk 0 5 Alfeld.50 Allg. Elektr.⸗Geſ. 12,60 Alſ. Portl. Zement 142, Amme Gieſ.& Co. 5,— 5,.— Ammend. Papier 715 Anglo⸗Ct. Guano 1520 141.5 Anhalt. Kohlenw. 29,50 28, Annener Gußſtahl, 11.— 11.50 Aſchaffbg. ZJellſt.. 106,0 106.0 Augsb.⸗Nb. Maſch. 29.25 27,25 7 84,88 32,0 Deut.9,75 8,60 Deut 30 13,80 13,75 Deutſche Wollw. 91,— 88, Deutſch. Eiſeng.—,— 5,60 109.5 108,0 Donnetsmarckh. Clettr dich u. Kt 7,80 J7,70 Hammers. Spinn. 21,25 18. Hannov. M. Egeſt.—.— 66,25 Hann,Waggonfab 8,— 7,75 112 Lloyd. 1,40.4 — bg, Wien Gumm.60 20 35 J arkort Bergwrk. 9,20 3,.— Jiſe Bergbau 29,35 28,50 Kyffhäuſer Hütte 1210 16 arpen. Bergbau 140,0 138,8 M. güdel Co. 9,50 6,20 Sahmener& Co. 410 00 arimann Maſch..—.Gebr. Junghans 12,50 13,50 Saurahüne 120 170 edmann G. 93,— 2978 Kahla Porgellan 10,.— 9,— Linde s Eismaſch 47½ 113 ebwigehütn. 19,— 19,75 Kaliw. Aſchersl. 18,— 17,25 Lindenderg 9,25— ipert Maſch.. 5,50 5,40 Karlsr. Maſchin. 3,80 3,35 Carl Lind ſrüim..90 10 indr.& Aufferm. 8,70 8,10 Kattowitz. Bergb. 29,25 27,75 Singel Schudlan. 1¹10 Hirſch Kupfer. 130,0 126,0 K. M. Kemp 0,50 Zinke& Hofn e 154. 15 irſchb Klöcknerwerke 57,15 53,70 Sudw. Loewes Co. eder.—,— 54,— öchſter Farbw. 25,70 25,10 C. H. K ch„H. Knorr. 3,„ Hoeſch Eiſ. u. St. 84,50 81,—Kollmr.& Jourdan 124,5 128,5 2 97 Jufdu c Sieſſen 3,0.50 Nech. Web. Linden 163,7 I82 UReckarf. 5 796 Lüdenſcheid Met. 4,20 4,10] Weberei Zittau. 8,50 8,80 Niedlauf. 88 245 955 Magirus.⸗G..74,— 72,—Fr. Meguin& Co. 8,58.50 Nordd. Wouta 950 Mannesmannröh. 68,75 62.85 Merkur Wollwar 38,25 36,75J Oberſcht. Esb. abſ 100%0 Monsfeld. Aktien 4,50 4,30 Mig& Geneſt.. 85,13 81.—-“„ Elſeni 7 47.50 10 Martt-.Kublball. 103.0 135,0] Moleren Deutz. 21 20.— Kofswerte 1380 ll Mazimilliansau 110,0 107,1 MotorMannbeim 100.0 99.-Odrenſtein&KRoyp. Mühlheim Berg. 138, 135,0 3 35 8 3. 3 65. 6%0 51— Bergbau. 61,— 89,50l Rombach. Hütten 28,78 27,.— Schuckert à do, 720%0 ermann Pöge 1580.30J Roſizer Braunk..—,— 21,65 Segall Strumef 75,5 7000 Rathgeber Wagg. 7,35 7,80 Roſizer Jucker 33,70 34 100 Siemens Elettr., 7665 Reisbolz Vapler, 16,50 16,75 Kü e 0,725 0,875 Stemens& Halske 1050 95— Rbdein. Braunkoht. 48.—. 100,0 Rütgerswerke 17,40 16,65 Sinner.⸗G. 1 2 Rhein. Chamotte.—,— 48.50 Sachſenwerk.. 3,13 3,— Stettiner Vullan 5 Rhein. 8,10.50 Säch. Gußſtahi 15, 18,— Stoehr Kammgrn. 2150— ed. 4,30 4,20] Salzdetfurth. 31,28 29,50] Stoewer 12⁵0 500 Abein. met wor oe, 680 Saren.„ ½9 Stolld imzien 5 Rhein, Möbelſtoff 3,25 8,10 Scheidemandel. 28,30 17,75 Südd Immob 24.½%0 30 JAugo Schneider 6,75 0,78] Teckl. Schiffsw. 1% Schubert& Salz. 152,0 146,0 Teichgräber 1 7 Teleph. Berliner 5,20 5,— F. Glanzſtoſf Eldf 540,0 288 0 Weſtf. Eſſen 1105 Tpale Eifenhütte.—.——. Ber. 5 Kalf.60 8,80 Wicking⸗Cement. 1 Thoerl Oelfabrik. 6,65 6,40.Schuhf rn&W 2,80.85 Eulau 70 1146 Thüring. Salinen.—.— 5,80 V Stahlw. v. d. Jyp 175,0 175,0J Wilbeltmah. 124⁰ 40 Unionwerte Mhm. 8,25 8,25 Ver.—— i 75 Union-Gießerel..25.— Vogel Telegr.⸗Dr. 3,00 3,75 Wittener Varziner 55 65,25 Vogtländ Waſch. 4, Ver. B. Frkf. Gum. 69,.— 67,— Wanderer-⸗Werke 15,28 15,.— Ver. Chem Charl.—.—.75 Weſer Akt.⸗Geſ..— B. Diſch. Nickelw. 35,25 35,— Weſterreg. Alkall. 28,— 23,15 Verliner Freivertehrs ⸗Kurſe.—— Adler Kaſl... 82,50 81,75 Heidd. 80,— 47.—Pomona- .50 1,50 Hoch—— 22 855 6,50 Ronnendesn 60⁰ Becker⸗Kohle. 7,10 7— Au etr. Un. Ipu 30,— 95,— Ruſſenbant 5 Becker⸗Stahl...40 1,25 Krügershall. 11,30 10,25 Sichel& Co, eter.— 60, Benz- Motor..— 4,75 Meyer Textil. 6,1 0,1 Stoman, Salp 901 53.— 1¹⁰ Deulſche Petr... 17.— 18,50] Muldenh. 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In der Haupt- szene brausender Beifall: er war verdient. .-Z. am Mittag. .. eine mit ungeheuren Mitteln unternommene, fleißige Ar⸗ beit... eine prachtige Reproduktion der Notre Dame- Kirche, großlinige, gewaltige Bauten, ein enormer Aufwand an Men- schenmassen. 5 Der Tag(Nachtausgabe). , ein Bild mit außerordentlich geschickter Regie, mehrfach stürmischer Beifall bei„offener, also verdunkelter Szene“. Ein Fllm, der ausgezeichnet gebaut ist.. Sogar unübertrefflich historische Echtheit, aueh in den Kostümen.... Der Glöckner ein unerhörter Schauspieler. Berliner Morgen-Zeitung. „. Der geniale Regisseur Wallace Wonsley hat aus dem welt⸗ perühmten Roman Victor Huges ein großäangelegtes Filmwerk das stofflich von höchstem Reiz ist, uns vom ersten is zum letzten Augenblicke an in atemloser Spannung hält, Bilder von überwäldgender Farbenpracht von höchster drama- tischer Lebendigkeit und Milieuechtheit gibt Neue Mannheimer Teitung. .. Vor allem ist es das lebenswahre und hinreißende Spiel von Lou Chanci als Quasimodo, sowie seiner nächsten Koſlegen, unter ihnen Ruth Miller als Esmeraldoll und der tausend von Statisten, wie ebenso die staunenerregende technische Leistung, die gestern abend das vielhundertköpfige Publikum der Alhambra in einem wahren Banne gefangen hielt. Wirklich ein Film, der wert ist, gesehen zu werden. Und wenn je von einer morali- schen Wirkung gesprochen werden kann, 80 ist es im„Glöckner von Notre Damè“. Anfang täglich 3,.50,.40,.30 jedoch Zutritt zu jeder Zeit. 5 Ein Flimsplel in 7 Akten. 85 Wer hat nicht vor kurzer Zeit in vielen Zeitungen gelesen, daß dieser Wunderknabe jackie Coogan in der Welt herumreiste und in manchen Städten direkt Jfürstlich empfangen wurde! Sogar der Papst in Rom bat ihm eine Audienz bewilligt! Den ehrenvollen Empfang in aller Welt hatte dieser kleine Künstler nur seinen außergewöhnlichen Gaben in der Dar- stenungskunst zu verdanken. Eine Probe seines großen Talentes gibt jackie Coogan wieder im obigen Fülm, an dem sich jung und Alt erbauen wird. Der EFilm hat eine Laufzeit von 1 Std. 25 Min, und beginnt Wochentags um.40,.40, u..40 Uhr. Vorher ge- langen außerdem noch folgende Filme zur Aufführung: 2. Felix der Kater! Würzburg 0 Felix jagd Känguruhs! die Hauptstadt des Frankemandes Zeichnungen von Künstlerhand. Städtefüim 5 Akte eines ollen Filmspiels. Schauen Sie dieses Bild mit dem Wolkenkratzer, der Hauptdarstellerin oben und der gioßen Volks, menge unten, so werden sie ehel kleinen Vordegritt von diesem Lustspiel denommen! 5*5 5 ge e e 8 25. 5 2. 2 10— fatongl- Thester Mannhelm] Slizllenkeiks-VDortrag Ein Glüchkskind Vorstellung Nr. 200 nur für Männer und junge Männer über 15 Jahre! Drama in 5 Akten. Frei Jugendsekretür.Schlenker-Berlin in der Titelrolle der berühmte kleine Sigrist, tag, den 6. Mürz 1928 94 ſpricht am Samstag, den 7. März, 8 Uhr abends der tranzösische Jackle Coogan. Aktuell! Aktuell: Die Filmaufnahme: a0 8 5 Vorstellung außer Miete im Saale des alten Rathauſes über N 5 5 51²—600 u. 626—700 u. 1971—1975 un 55 e ee»ber Hdel deiner Seele“ i lea 5 is 8500 u. 16900—17120(Das ſexuelle Problem des jungen Mannes 5 105 1 1 0 UI 0 Ule . B. 3041—3045 u. 4156—4218 u. 5468—5525 Jedermann herzl willkommen. Eintritt ſhel Abtuell! Oie Filmaufnahme Alktuell! 85 Die Judin e Des Reichspräsidenten er e U N lu 1 8 Ebert letzte Fahrtl eee eeeeeeeeeee eeeeeeeeeeee e Volks-Theater enkonee lieder aene eng Werher en Bües,-„Theater de runr wegbenge J U Sebnr, Anfanf des Programms: Wockentags 4¼½ Sonntags 3 Uff 4 instudie mang 7 Ohr der Tänze von Magda Bauer. Ende 10%½ Uhr. u1, 6 Tel. 4009 Breitestr. Eintritt jederzeit! Letzte Vorstellung 8 Uhr. lugendliche haben bis 6 Ubt Zulritt! Wree Oesterreich Fritz Bartling Ab heute 5———— + bann udoxia johanna Biesenbach 9 5 au Kardinal josef Humeter 0. die grosse amerikanische Lustspielwoche Für Kantinen und Kostgebereien! 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Hochferſe Paar.13 Dei,.90 25 14 goldener Stern Tel. 1778 Damen⸗ und Herrenwäſche ſehr 1 5 Vom.—15. März Srumnfhaus a Sschank des weltberühmtenn—:r— Faulaner-Salvalors f r Ist mein Original 56485⁵ Originelle Dekorationen Dazu t kiertelovawenoftenu. n Pakren Markgräfler, Drel Glocken, Schwabennudeln, Spaghetti, Hörnehen, Suppenteige 5 Hartgrlen-Makkaront 3g6. 528% Maktaronf Ote Siock..J0 8b. Strümpfe! Damenshümpie verft. Ferſe u. Spitze Naar hi Pfg. Jugerordentich preisweft: Eln Posten dtal. Hartgries- Makkaron! pfund 30 Pfe Einpost. Bandnudelnes. 22 Pis. Au Malaga Gold.. h Fl..— M. Dürcheimer Rotwein ¼1 Fl..40, f. Weinbrand 40%. ½ Fl..90, 755 N Bauern-Kapelle Maikammerer, weib. ¼ Fl..40„ 5 gosn. Pflaumen Pfd. 59 U. 70 Pig. 85 dnchener Welgswdͤrstel Herxhelmer, weid. Fl..70, f 6 ö ebener WelBwdLstel gee eoßst.altt Pflaumen 28 90 8fs ein Pocten eee 2 Teile in einem Programm:; Pfälz Flasche 5 Liköre ete. 1 Tell: Die Zerstörung Babylons alt. Apnkosen, Birnen, Dampf- deren 0 a80 Wel Delikatess-Saftschinken—* 80 M. 2. Teil: Der Triumph der Liebe. 185 apfel, Mischobsksd. 48,75,90 87s Limburger, durchreife Ware Pfd. 80, Sohwelzerkäse obne Rinde Schachtel 65„ Veith, P 3, 8, rer. 2228 Verde Zahlungsstatt hereingenommen duaniitzmußte, auch in kleineren Teil- taten bIlligabzugeben, B1143 ard Lassen Nachf. eeeee Lucdwigshafen 12 pompöse Akte. ATufang 3 Fhr. Conutag Unr. Letzte Vorstellung.30 Uhr. 880 12. Seite. Nr. 1090 — ———— e Aater den zen zar fen Gt. dem Menſchen as Pfla 7 ̃ dillelbor diesamen 8 N de bnf 40 Ha dobaumes gerad ezu es E— U een, Phänomen 5 * 2 5 8 pof en— konn faſt ſe deuugendrpe 6 Man ſolche Fülle der Mertvollſten at die 95 daatuc eild gen ſo kleinen Raum 5 deg Na uf ein 2 2 L Zuſa. gel ffe ounf und ſte in ſolcher Wollftä amen al ſtoſd ingk v. die Sutändigtzen⸗ 7 gebregewehl oap a dr die Hubſtandheit akaobohne reiſt als ein 0 der 5 0 15 ei iverſ aln 1u bexeichnen kann. 15 D 9a 2 10 lan 8 mir Das N 2 don 1 Schwert zerſchmettert! doff eukraft tut not.— deu Den Körper voll Stahl! 2 85 5 E Kraft gewinnt, wer zehrende Getränke meidet. U n 1 255 Dieſe Wahrheit hat gexade auch 775 195 1 15. die Kriegszeit gelehrt. Leider iſt 2 12 ſte ſchon vergeſſen! Der viel zu geringe N ol Verbrauch der kraftreichſten Nahrung,— Auf die die 8 5 e— iege für jeden die e Labung, 7 8 tur Willionen die Keltung vor Siechtum. 8— eine — geiſterte Dankesworte des hungernden Heeres und bei Volkes ermutigten und Arbeitsnot zwang die Induſtrie N Völ u Werfsbacges erungenſ Trot dieſer Wunderkraft, dieſer 0 Fra 7 Not, dieſer Hilfe, das leichtſinnige Vergeſſen! Wieder ihne wendet man ſich Surrogaten zu! So kommt die Welternte in nich Kakao, die ſich ſtändig erhöht, nur den lebensklugen Ausländern billig zugute. Viel Schuld hieran trägt freilich auch die deutſche geb. Zollpolitik. Das Ausland kennt, im Gegenſaz zu Deutſchland, keine Zölle, die, wie hier, letzten Endes zu einer Beſtrafung der Arbeitsme rung N Ma . und Volkskräftigung ausarten. Abertauſende fänden ihr Brot auf Koſten des feie f Auslandes, hielte nur eine Regierung was ſie verſpricht. Anſere Zölle verhindern es Ner nämlich, die Koſten des Rohſtoffes dem Auslande aufzubürden. Sonſt könnte in Deutſ den land guter Kakao billiger als jedes Surrogat verkauft werden. Dieſe Politik hat die 5„ Entnervung der Jugend bereits in einem Maße verſchuldet. daß ſich darin ein N* Ri offenſichtlicher Vorwurf für Volk und Regierung 7 5 ausdrückt. Die Untergrabung der Volkskraft iſt unaufhaltſam! Sobald es im Wettbewerb der Völker 0 9 e wleder einmal auf das Höchſtmaß der Leiſtungen ankommt, werden wir von neuem unterllegen. Nie wird U 05 22 es die Jugend den Eltern verzeihen, daß ſie die Kräftigung der Kinder ſo ſchwer vernachläſſigt haben. Darum t beißt es, die Volksſeele für eine Ernährungsreform von kulturell höchſter Tragweite zu gewinnen. N 5 fa Helfe hierzu, wer kann! 0 ee d ſie 0 H 2 9 1 ͤses 2 im Katao tommt dem Verbrancher erſſ nach ldegeren Geuuß zum Bewußtſein. Der VBortell. den d Eunteihung von Kakaofobrikaten i dde J 0 tannt. Daher erhalt jeder. dem dieſe* Kraftwirkung neu iſt. bei Aus⸗ Die Lebenskraft berl bang dieſes Plakats ia Keichardtfilialen oden in Detailgeſchäften ſtatt Koſtyroben Stre ein halbes Pfund die Keichardttakae für 855 des egulären Pertanf-⸗- dun deiſes, damit ſich ſelbm Sarregar ire tonſumenten von den Höchſtleiſtungen dres der Katooinduſtris ohue Geldorfer A und dengen können. Der hohe bei dalte 3en, ——— ar 0 2. ö 0 tisten. 4 — eetellbaft. faga8 Ciüigdbe%5