Dienskag, 19. Mat Neue MannheimerSeit Mannheimer General Anzeiger Beilagen: Bildei der Woche Sport u. Spiel Aus Seit u. Leben mit Mannheimer Mulik-Jeitung. Mannheimer Frauen-Jeitung. Unterhaltungs⸗Beilage Aus der Welt der Technix Wandern 3. Neiſen Bezugspreiſe: In Manndeim und Umgebung frei ins Haus oder durch die Poſt monatl..⸗M..50 ohne Beſtell⸗ gelo. Bei eptl. Aenderung der wirtſchaftl. Verhältniſſe Nach⸗ ſorderung vorbehalten. Poſtſcheckkonto Nr. 17590 Karls. zuhe.— Hauptgeſchäftsſtelle E 6, 2.— Geſchäfts⸗Neben. ſtellen Waldhofſtraße 6, Schwetzingerſtraße 24. Meerfeld⸗ ſtraße 11.— Fernſpr. Nr. 7941—7945,— Telegr.-Adreſſe Oeneralanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. zwölfmal. Abend⸗Ausgabe Preis 10 Pfennig 1925— Nr.231 nzeigenpreiſe nach Tariſ. dei Vorauszahlung pro ein⸗ 17 9 7 für Allgemeine Anzeigen 0,40.⸗M. Reklamen—4.⸗M. Für Anzeigen an beſtimmten Tagen Stellen und Ausgaben wird keine Verantwortung üßber⸗ nommen. 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Breitſcheid verbreitet ſich dann ausführlich über die Hinden⸗ burg⸗Wahl und ihre Folgeerſcheinungen in der Politik. Er be⸗ ſtreitet, daß die Präſidentſchaft Hindenburgs überparteilichen Cha⸗ rakter trage. Als Breitſcheid darauf hinweiſt, daß Hindenburg in der Wahlagitation als der Retter bezeichnet worden ſei und die Frage daran knüpft, vor wem er uns retten ſollte, und zu den Deutſchnationalen gewendet hinzufügt, etwa vor dem„Landes⸗ verräter Streſemann?“, entſteht große Heiterkeit im Hauſe.()) Der Redner kommt dann auf den Garantiepakt zu ſprechen, der in den Reihen der Deutſchnationalen höchſt abfäll kritiſiert werde. Nach allen möglichen Vorbehalten kommt Herr Breitſcheid in der Beurteilung unſerer Außenpolitik zu der Feſt⸗ ſtellung, daß in den großen Fragen ſeine Partei mit der Regierung übereinſtimme. Er findet harte Worte der Verurteilung für das Verhalten der En⸗ tente und rügt, daß dieſelbe noch immer keine ſtichhaltige Begrün⸗ dung in der Nichträumung der nördlichen Zone angeſagt habe. Sollten Verfehlungen tatſächlich feſtgeſtellt werden, dann allerdings werde ſeine Partei darauf drängen, daß ſie ſchnell und gründlich beſeitigt werden. Im übrigen aber wiederholt der Redner: Wir er⸗ warten, daß die Beſetzung Kölns unmittelbar vor dem Ende ſteht. Breitſcheid erhebt weiter den Ruf nach Gleichberechtigung und verlangt, daß derſelbe Maßſtab der Abrüſtung, den man an uns legt, auch an andere waffenſtarrende Staaten gelegt werde. Sätze, die direkt anklingen an das, was Streſemann an dieſer Stelle vorgetragen hat!l Nach Breitſcheid beſteigt Graf Weſtarp von den Deulſchnakionalen die Tribüne. Er geht zunächſt auf die wirtſchaftliche Seite des Dawesabkommens ein. Es ſei nicht abzuſehen, wie Deutſchland zur Geſundung kommen könne, ſo lange es noch unter der Fremdherr⸗ ſchaft ſtehe. Alles in allem geht Weſtarps Urteil dahin, daß der Außenminiſter die gegenwärtige Lage zu optimiſtiſch beurteile. Sich in eingehendere Diskuſſion über den Garantiepakt und die Ausſichten ſeiner Verwirklichung einzulaſſen, lehnt Graf Weſtarp ab. Er be⸗ gnügt ſich damit, zu betonen: es dürfe ſich nicht darum handeln, noch mehr Zuſatzgarantien zu ſchaffen, ſondern die bisherigen Ga⸗ rantien durch für uns günſtigere zu erſetzen. Nach dem Abgeordneten Graf Weſtarp folgt der Sprecher des Zentrums, Abg. Kaas. die heutige Keoͤnerliſte Berlin, 19. Mai.(Von unſerem Berliner Büro). In der heutigen Reichstagsſitzung, die ſich bis in die ſpäten Nachmittags⸗ ſtunden hinziehen dürfte, werden noch ſprechen Kaas(Ztr.), v. Rheinbaben(DVP.), Graf Bernſtorff(Dem.), Leicht (Bayr. VP.), Dr. Jörriſſen(Wirtſch. Vg.) und Graf Re⸗ ventlow(Völkiſche). Am Mittwoch kommt dann die zweite Rednerreihe der Parteien heran. Dieſe Redner haben nur eine halbe Stunde Redezeit. Aus dem haushaltsausſchuß Berln, 19. Mai.(Von unſerm Berliner Büro). Der Haus⸗ halksausſchuß des Reichstags ſetzte heute unter dem Vorſitz des Abgeordneten Heimann die Beratung des Etats des Miniſteriums des Innern fort. Reichsinnenminiſter Schiele be⸗ Ein amerikaniſches phantaſieprodukt Wie aus Newyork gemeldet wird, veröffentlicht der„Newyork American“ in ſenſationeller Form eine Greuelgeſchichte, die an die ſchlimmſte Kriegspropaganda gegen Deutſchland erinnert. Es wird eine Unterredung wiedergegeben mit dem Newyorker Ver⸗ treter der Berliner Firma H. Pfau. Der Vertreter ver⸗ kauft dort für ſeine Firma Skelette und Schädel an amerikaniſche wiſſenſchaftliche Inſtitute. Er will nun beobachtet haben, daß die Skelette Schußwunden und Granatverletzungen aufweiſen. Angeb⸗ lich ſollen die Skelette von der deutſchen Regierung ge⸗ liefert werden, und es wird angedeutet, daß ſie von Kriegs⸗ gefallenen ſtammen. Da nun Deutſchland kaum Schlachtfelder deſitzt, ſoll die deutſche Regierung die Skelette hauptſächlich aus Frankreich, Flandern und Südoſteuropa beziehen. Schließlich unter⸗ ſtellt das Blatt direkt, daß Leichen geſtohlen werden. Die ganze Geſchichte iſt natürlich von A bis 2 erlogen. Die Berliner 1 0 ſich auch ſolche Aeußerungen ihres Newyorker Vertreters nicht im geringſten erklären. Die Skelette und Schädel, die die Firma nach Amerika liefert, dienen lediglich Unterrichts⸗ zwecken und müſſen daher ſchon vollkommen unbeſchädigt ſein. Sie werden ausſchließlich von Leichen genommen, die die Berliner Anatomien liefern. Skelette, die ſchon in der Erde lagen, ſind dafür üͤberhaupt vollkommen ungeeignet. Die Angelegenheit iſt alſo ein teines Fantaſieprodukt. des amerikaniſchen Reporters. ginnt ſeine Darlegungen mit einem Dank an die Berichterſtatter für das Vertrauen, mit dem ſie ſeinem Etat entgegengetreten ſeien. Der Haushalt für 1925 iſt mit äußerſter Sparſamkeit aufgeſtellt. Durch die Durchführung des Perſonalabbaus iſt die Zahl der Planſtellen um 22% vermindert worden. Immerhin geſtattet die Stetigkeit der Währung, wenigſtens den allernotwendigſten Forderungen Rechnung zu tragen. Gegenüber 1924(218 600 430 Mark) fordert der Haushalt für 1925 rund 95 Millionen Mark weniger. Erſparniſſe ſind ein⸗ getreten durch den Wegfall des außerordentlichen Ausfalls(1924 rund 4 Millionen Mark) für die Kriegsſchäden und Kriegsfolgen), übrige Verminderung auf den Finanzausgleich zurückzu⸗ ühren iſt. Nach längerer Beratung wird dann auf morgen vertagt. Mor⸗ gen ſollen auch Anträge des Auswärtigen Amtes auf Erwerbung von Grundſtücken für die deutſchen Vertretungen in Liſſabon, Oslo und London erledigt werden. Aus dem Seuerausſchuß des Reichstags Berlin, 19. Mai.(Von unſerem Berliner Büro). Im Steuerausſchuß des Reichstags wurde ein Antrag des Zentrums angenommen, der den 8 36 des Steuerüberleitungsgeſetzes in verſchiedenen Punkten abändert. Darnach iſt bei unbeſchränkt Einkommenſteuerpflichtigen vom Ueberſchuß der Einkünfte über die Werbungskoſten, wenn dieſer 2500 Reichsmark im Kalender⸗Vier⸗ teljahr nicht überſteigt, der Betrag von 200 Reichsmark im Kalen⸗ dervierteljahr einzuziehen. Als Vorauszahlungen werden vierteljähr⸗ lich erhoben: Bei Einkommenſteuerpflichtigen, ſowie bei Geſellſchaf⸗ ten mit beſchränkter Haftung, deren Vermögen für die letzten Ver⸗ mögensſteuerveranlagung auf nicht mehr als 50 000 Reichsmark feſt⸗ geſetzt worden iſt, von den erſten 3000 Mark des Ueberſchuſſes der Einkünfte über die Werbungskoſten 10 v.., von den weiteren 2000 Reichsmark 15 v.., von den weiteren 5000 Reichsmark 25 v.., von den darüber hinausgehenden Beträgen 30 v. H. Der Satz von 10 v. H. ermäßigt ſich für die erſten 2000 Reichsmark vierteljährlich bei Einkommenſteuerpflichtigen für die zur Haushaltung des Steuerpflichtigen ſowie für jedes zu ſeinem Haushalt zählende min⸗ derjährige Kind um je 1 v. H. Kinder im Alter von 17 Jahren, die Arbeitseinkommen beziehen, werden nicht eingerechnet. Aus dem Keichstagsausſchuß zur Anterſuchung der Kuhrkredite Berlin. 19. Mai.(Von unſ. Berliner Büro.) Der Reichs⸗ tagsausſchuß zur Prüfung der Kredite an die Ruhrinduſtrie ſetzte am Dienstag vormittag ſeine Verhandlungen wieder fort. Dem Ausſchuß iſt von dem Finanzminiſterium eine ausführliche Zuſam⸗ menſtellung über die einzelnen Kategorien des Abkommens mit der Ruhrinduſtrie zugegangen. Nach erläuternden Ausführungen des Vertreters des Reichsfinanzminiſteriums weiſt der Abg. Gſſer(Ztr.) darauf hin, daß es von Wichtigkeit ſei, feſtzuſtellen, in welchem Ver⸗ hältnis die großen und die kleinen Betriebe entſchädigt worden ſind. Ein Vertreter des Reichswirtſchaftsminiſteriums führt dann aus, daß nach dem Abkommen in dem Ruhrberabau auch die ſogenannten unproduktiven Löhne gezahlt worden ſind. deren Beariff in dem Abkommen genau feſtgeleat worden ſei. Auch bei völliger oder teilweiſer Stillegung der Berawerke ſeien verhältnismäßig hohe Materialkoſten zu decken. Für die Zeit vom 1. Januar bis 1. Auauſt 1924, dem Ende der Micumverträge, ſeien die geſamten Beſtellungs⸗ koſten des Ruhrbergbaus auf 827 Millionen Mark. der Geſamterlös auf 897 Millionen berechnet worden ſodaß ſich ein Ueberſchuß von 70 Millionen Mark ergeben habe. Davon ſei eine Summe von 14 Millionen Mark eingeſetzt worden, ſodaß ein Ueberſchuß von 56 Mil⸗ lionen Mark verblieben ſei. Zwecks Dukcharbeitung einer ſoeben an den Ausſchuß verteilten zweiten Denkſchrift betreffend die Entſchädigungsſummen an die außerhalb des Micumabkommens ſtehenden Betriebe werden die 8 auf Mittwoch. den 27. Mai, vormittags 10 Uhr vertagt. Nus dem Aufwertungsausſchuß IBerlin, 19. Mai.(Von unſerem Berliner Büro.) Im Auf⸗ wertungsausſchuß des Reichstages wurde die allgemeine Beratung über die Regierungsvorlage zur Hypothekenaufwertung und zur Ab⸗ löſung der öffentlichen Anleihen fortgeſetzt. Der Ausſchuß erklärt ſich damit einverſtanden, daß der Abg. Beſt, der bisher der deutſchnationalen Fraktion angehörte, aber wegen ſeiner Differenzen in der Aufwertungsfrage ausgetreten ſei, als Sachverſtändiger mit beratender Stimme zugelaſſen wird. Beſchlüſſe wurden im übrigen heute nicht gefaßt. Amerikaniſche Bankkreiſe zur Auſwertungsfrage (Spezialkabeldienſt der United Preß) eNewyork, 18. Mai. Führende Bankkreiſe ſprachen ſich gegen die von der Vereinigung der Eigentümer deutſcher Mark⸗ und deut⸗ ſcher Kriegs⸗ und Vorkriegs⸗Staatspapiere aufgeſtellten Theſe aus, daß eine ungenügende Aufwertung die zukünftige Fianzierung Deutſchlands ungünſtig beeinfluſſen würde. Das„Journal of Com⸗ merce“ ſtellt ſich auf den Standpunkt der Bankiers und behauptet ſogar, daß der deutſchen Kreditfähigkeit im Ausland der ſchwerſte Schlag gerade durch den Verſuch verſetzt werden müßte, den alten Verpflichtungen in nennenswerter Höhe nachzukommen. Wirtſchaſtsverhandlungen mit Nußland DUJ Berlin, 19. Mai.(Von unſerem Berliner Büro.) Nach einer Moskauer Drahtung des„B..“ iſt der Führer der deutſchen Handels⸗ vertragsdelegation, der frühere Miniſterialdirektor v. Körner, mit einigen Räten in Moskau wieder eingetroffen. Die Verhand⸗ lungen mit der ruſſiſchen Delegation ſollen nunmehr wieder aufge⸗ nommen werden. Der unentwegte Optimismus des von der Sowjet⸗ bürokratie ſtark in ſeinem Urteil beeinflußten Korreſpondenten des „..“ hofft auf ein durchaus befriedigendes Ergebnis der Be⸗ ſprechungen. Nach derſelben Quelle ſoll übrigens Kraſſin, zuletzt Botſchafter in Paris, demnächſt Leiter des Außenhandelskommiſſariats in Moskau werden, was er bis zu ſeiner Berufung, nach Paris ſchon war⸗ Der Katalog der zwölf Mahnungen AZiur Rede Dr. Streſemanns Die großen außenpolitiſchen Tage im Reichstage ſind erſt wieder eine Errungenſchaft der neuparlamentariſchen Entwickelung. Sie waren es einſt unter Bismarck, wo ſich allerdings die Debatte a1f kurze Bemerkungen der Parteien beſchränkte und der Hauptwert au den Monologen Bismarcks beruhte. Unter ſeinen Nachfolgern ge⸗ ſtaltete ſich die Beratung des Haushalts des Auswärtigen Amtes, — alſo der Anlaß zur Behandlung außenpolitiſcher Fragen über⸗ haupt—, mehr oder minder zu einer Farce, da ſich auf beiden Seiten, Regierung und Parlament, die eigene Unzulänglichkeit nur allzu grotesk bemerkbar machte. Es kann dem verſtorbenen Führer der Nationalliberalen, Ernſt Baſſermann, nicht hoch genug ange⸗ rechnet werden, daß er immer und immer wieder den Verſuch ge⸗ macht hat, das Niveau des Parlamentes in dieſer Hinſicht etwas zu heben, mit dem Erfolg, daß wenigſtens in der Aera Bülow an und ab einn geiſtige Menſur zuſtande kam. Unter Bethmann Hollweg und ſeinen Nachfolgern wurde freilich trotz Baſſermanns Bemühungen, zu mindeſten die Form noch zu wahren, eigentlich nur noch nach den Regeln des Holzkomments gefochten. Das einzige„Ergebnis“ bil⸗ deten zumeiſt einige zerſchlagene außenpolitiſche Fenſterſcheiben, wo⸗ rüber es beiſpielsweiſe in den Erinnerungen Kiderlen⸗Wächters manches Nützliche aber wenig Erbauliches zu leſen gibt. Seit Weimar beherrſcht nun die Außenpolitik zu Dreivierteln das parlamentariſche Leben überhaupt. Heute finden ſich in den Parteien deshalb auch vielmehr Intereſſenten und Sachverſtändige— oder wenigſtens ſolche, die ſich dafür halten. Immerhin hat die Zwangsbefaſſung mit außenpolitiſchen Dingen das Gute im Gefolge gehabt, daß im großen und ganzen die parlamentariſche Diſziplin, abgeſehen von den Heiß⸗ ſpornen rechts und links, beſſer gewahrt wird als in früheren Zeiten. Vor allem aber hat man wenigſtens das eine von den weſtlichen Demokratieen gelernt, daß der Außenminiſter an ſolchen Tagen nicht für das eigene Land, ſondern zum Ohre des Auslandes ſpricht. Daraus ergeben ſich der parteipolitiſche Blickpunkt und der Maß⸗ ſtab der Kritik von ſelbſt. Der heutige und morgige Tag wird der Ausſprache der Parteien gewidmet ſein. Im großen und ganzen kann man heute ſchon die Richtung erkennen, in der ſie ſich bewegen wird. Die Rede Dr. Streſemanns kann als ein Muſterbeiſpiel nüch⸗ terner und ſachlicher Strichzeichnung unſerer außenpolitiſchen Lage gelten. An ihren Richtlinien ſelbſt wird kaum etwas auszuſetzen ſein, lediglich Ton und Schattierung, dieſes oder jenes programma⸗ tiſchen Punktes mag Anlaß zur Kritik geben. Wir wollen dieſer nicht vorgreifen und das, was darüber zu ſagen ſein wird, einer Betrach⸗ tung nach Abſchluß der Debatte überlaſfen. Für heute begnügen wir uns damit, den Kern aus der Rede Fe e Militäriſch geſehen war ſie eine Defenſive mit Offenſiv⸗ vorſtößen, die zu dem Zweck unternommen wurde, Enlaſtungen herbeizuführen, da ein Durchbruch z. Z. nicht möglich iſt. Das Charakteriſtiſche der Rede ſcheint uns der Katalog der War⸗ nungen zu ſein, die an die Adreſſen der beiden Ententen gerichtet werden. Nicht immer finden ſie ſich expressis verbis, in der Regel ſind ſie geſchickt verborgen, manchmal in Nebenſätzen, manchmal in Gedankengängen, die auf etwas ganz anderes zu zielen ſcheinen, aber doch dem Land und dem Staatsmann, für die ſie beſtimmt ſind, durchaus verſtändlich und unüberſehbar. Gleich der erſte Paſſus über die Lage der Auslandsdeutſchen iſt dafür ein treffendes Beiſpiel. Streſemann dankt der Regierung Eſtlands für die Gewährung einer kulturellen Autonomie an die Minderheiten. Gleichſam mit erhobenem Finger weiſt er die große Entente darauf hin, daß ſie den deutſchen Minderheiten in ihren Ländern immer noch das an unverrückbaren Rechten vorenthält, was der Kleinſte unter den Kleinen gewiſſermaßen als eine Selbſt⸗ verſtändlichkeit von ſich aus gewährt hat. Die Feſtſtellung, daß die Reparationsfrage durch das Londoner Abkommen aus dem Bereich der Machtpolitik herausgelöſt und auf die Grundlage vernünf⸗ tiger wirtſchaftlicher Ueberlegung geſtellt worden ſei, be⸗ rechtigt zu der Mahnung, daß die Londoner Vertragspartner zu der gleichen Gewiſſenhaftigkeit in der Ausführung ihrer Gegenleiſtung verpflichtet ſind, wie wir ſie bewieſen haben und weiter beweiſen werden. Dadurch, daß Streſemann ſich gegen Auffaſſungen der deut⸗ ſchen Preſſe wendet, als wenn die Räumung der Ruhr und des Sanktionsgebiebdes zu dem feſtgeſetzten Termin des 15. Auguſts irgendwie gefährdet ſein könnte, auferlegt er im befonderen Frank⸗ reich den moraliſchen Zwang, die Bedingungen von London zu erfüllen, wenn anders es ſich nicht moraliſch und rechtlich ins Un⸗ recht ſetzen will. Nach dieſem diplomatiſch geſchickten Umweg kann daher Streſemann poſitiv die Entente darauf verweiſen, daß eine Po⸗ litik gegen die Beſtimmungen von London prinzipielle Fol⸗ gen zeitigen müßte, die das bisher auf dem Wege der Verſtän⸗ digung Geſchaffene illuſoriſch machen würden. In gleichem Atemzug hören wir die Mahnung an Amerika, der Bindung eingedenk zu ſein, die die Vereinigten Staaten durch ihre Unterſchrift als Mitgarant des Londoner Abkommens auf ſich genommen haben. Immer wieder kommt Streſemann auf den wahren Geiſt der Verſtän⸗ digung zurück. Die Genugtuung, die er darüber empfindet, daß wir mit Italien auf geiſtigem und kulturellem Gebiete ein großes Stück der durch den Krieg geſchaffenen Gegenſätze bereits überwunden haben, iſt Spiegel und Mahnung zugleich für die Weſtmächte, ein gleiches zu tun. Das gibt wieder die Grundlage ab für eine poſitive Mahnung: die Nichträumung der Kölner Zone iſt ein Unrecht, deſſen Folge von der Entente offenſichtlich nicht richtig eingeſchätzb wird. Dann ein Satz echt Streſemannſcher Färbung:„Bei dem Räumungskonflikt geht der Streit letzten Endes nicht um die Er⸗ füllung oder Nichterfüllung einzelner Vertragsparagraphen, ſondern um die Frage, ob es möglich iſt, einem Kulturvolk von ſechzig Mil⸗ lionen auf die Dauer Achtunz und Gleichperechtigung zu verſagen!“ Eine Feſtſtellung, die im ganzen deutſchen Volk die lauteſte Zuſtimmung finden wird. Im Gefühl des uns angetanen Unrechtes kann der Reichsaußenminiſter ſogar ſo weit gehen, daß er von einer„unerhörten Art“ des Vorgehens der Entente ſpriche wenn ſie uns 5 Monate nach dem Räumungstermin noch immer nicht mitgeteilt hat, aus welchen Gründen dieſer Schritt überhaupt ge⸗ ſchehen iſt. Aber gerade deshalb können wir der kommenden Note in völliger„Fraiheit und Unabhängigkeit“ gegenüberſtehen. Außer⸗ ordentlich geſchickt biegt Streſemann von vornherein die Spitzen mit der Erklärung ab, daß bei loyaler Verſtändigungsbereitſchaft nen⸗ nenswerte Hinderniſſe überhaupt nicht beſtehen. Abermals folgt auf dem Umweg über das Inland eine Masd⸗ nung an das Ausland. Er ſpricht von der geradezu„pſychopathiſchen Auffaſſung“ der Dinge, wie ſie bei uns in gewiſſen Kreiſen hinſicht⸗ lich der Abrüſtung aber auch vermeintlichen Sabotage der Entwaff⸗ nungsbedingungen durch geheime Rüſtungen und dergleichen mehr gehegt wird. Gleichzeitig nimmt er Gelegenheit, auf eine plumpe Fälſchung hinzuweiſen, die wie jetzt erſt bekannt wird, England zu einer Demarche in Berlin Veranlaſſung gegeben hat. Poſitiv ge⸗ —— — — ———— —————ꝑi ———— FEEEFEFFTTCTTT——TPT———————————— —— 8— 2. Seite. Nr. 231 N2 Neue Mannheimer Jeitung Abend⸗Ausgade) Dienskag, den 19. Mai 1925 ſprochen heißt das alles: Laßt Euch nicht umgarnen von Fanatikern und Fälſchern, ſondern vertraut lieber dem ehrlichen Willen der Reichsregierung, ihren Verpflichtungen nachzukommen! Gerade weil ſie nicht mit vergifteten Waffen kämpft. kann ſie,— das iſt die poſitipſte Forderung der ganzen Rede Steſemanns—, bei der Erörterung des Sicherheitsproblems mit Recht die Forderung auf den Schußz der Grenzen Deutſchlands erheben. Und *„Eine Löſung der ganzen Frage ohne Deutſchland iſt eine Löſung gegen Deutſchland.“ Laßt die Hände davon! Von jetzt ab bewegt ſich der Reichsaußenminiſter auf dem Vormarſchge⸗ lände d er Offenſive. Dem labilen Zuſtand der Weſtgrenze muß durch eine klare Regelung ein Ende gemacht werden. Die Un⸗ terſtellung, als ob wir damit freie Hand an der Oſtgrenze erhal⸗ ten wollten, iſt falſch, denn eine gewaltſame Aenderung der Oſt⸗ grenzen herbeizuführen, hat Deutſchland nicht die Macht und nicht den Willen. Aber mit erhobener Stimme ſpricht Streſemann dann dieſe Worte:„Es gibt niemand in Deutſchland, der aufrichtig an⸗ erkennen könnte, daß die in flagrantem Widerſpruch mit dem Selbſtbeſtimmungsrecht der Völker gezogenen Grenzen im Oſten eine für immer unabänderliche Tatſache ſeien. Es kann deshalb auch für Deutſchland keine Regelung der Sicherheitsfrage in Betracht kommen, die eine nochmalige Anerkennung dieſer Grenzen in ſich ſchlöſſe.“ Wenn es einen Punkt gibt, in dem ſich alle Deutſchen einig ſind, dann iſt es gewiß dieſer und der ſo oft ausgeſprochene Wunſch von einer außenpolitiſchen Phalanx von der Rechten bis zur Linken im Reichstag findet hierin ſichtbare Erfüllung. Die letzte Mahnung geht an die Dränger auf den Eintritt Deutſchlands in den Völkerbund. Mit Recht wendet ſich Streſe⸗ mann dagegen, unbeſehen in den Völkerbund einzuſpringen. Wir ſtolpern gewiß nicht über Zwirnsfäden, klammern uns auch nicht kleinlich an formale Subtilitäten, aber die beſondere Lage Deutſch⸗ lands zwingt zu einer vorſichtigen Politik, vor allem aus dem aus⸗ ſchlaggebenden Grunde:„Ein gedeihliches Zuſammenarbeiten im Völkerbund iſt überhaupt nicht möglich, ſolange Differenzen zwiſchen uns und den Alliierten ihre Löſung nicht gefunden haben und die Räumung der nördlichen Zone nicht durchgeführt worden iſt.“ Richleten ſich alle dieſe Mahnungen und Warnungen in der Hauptſache an Frankreich und England, ſo finden ſich derer auch noch einige an andere Länder. So z. B. an Rußland, es nicht an Verſtändnis gegenüber denjenigen großen politiſchen Fragen fehlen zu laſſen, die Deutſchland jetzt mit anderen Mächten zu regeln hat. So weiter an Litauen, die Frage des Memellandes in einer Weiſe zu regeln, daß das freundnachbarliche Verhältnis nicht in Frage geſtellt wird. Schließlich auch die Bitte an Deſtereich bei der Aufhebung des Viſazwanges bürokratiſche und fiskaliſche Bedenken zurückzuſtellen angeſichts des Zuſammenarbeitens und Zu⸗ ſammenlebens zwiſchen Deutſchland und Oeſterreich. Addiert man alles in allem, ſo ergibt ſich ein ganzes Dutzend berechtigter Forderungen und Mahnungen, die der Außenminiſter in ſeiner Rede ausgeſprochen hat. Vorſichtig in der Form, aber beſtimmt im Ziel, das iſt ihr gemeinſames Merkmal. Man wird es begreifen, daß ſie anders nicht geſagt werden können. Befindet ſich doch jeder deutſche Außenmigiſter in der gleichen Lage wie ein Diskuſſions⸗ redner in einer Parteiverſammlung, wenn er den gegneriſchen Standpunkt vertritt. Von vornherein fehlen ihm Reſonanz und Echo. und er muß gegen ſchier unüberſteigbare Mauern ankämpfen. Eine nutzbringende Breſche zu ſchlagen iſt heute noch nicht mög⸗ lich. Aber das diplomatiſche Brecheiſen in die Fugen und wenn es nur die kleinſte Klinze wäre, einzuſetzen, um die Quadern der Verſailler Zwinguri zu lockern, iſt die Pflichtarbeit des Leiters umſerer auswärtigen Politik. Den Weg herber Enttäuſchungen, von dem Streſemann ſprach, haben wir noch nicht bis zum Ende zurück⸗ gelega. Uneingeſchränkte Zuſtimmung wird er aber mit ſeinen Worten finden, daß nach Gewährung von Frieden und Gleich⸗ berechtigung die friedliche Entwickelung der Pölker in einem freien Deutſchland ihre beſte Stütze haben wird. Auf dieſem Wege wird uns der Außenminiſter ſtets zu ſeinen Gefolas⸗ mannen zählen können. K. F pariſer Senatorenhethe gegen deutſchland Unzufriedenheit auch mit England VpParis, 19. Mai.(Von unſerem Pariſer Mitarbeiter.) Geſtern wurden die Sitzungen der Generalräte in ganz Frankreich eröffnet. Sie ſind diesmal von beſonders innenpolitiſcher Wichtig⸗ keit, da ſich die Senatoren, die bekanntlich ja als Vorſitzende der Generalräte funktionieren, aus parlamentariſchen Gründen be⸗ wogen fühlten, zu den bevorſtehenden Verhandlungen über den deutſchen Sicherheitspakt Stellung zu nehmen. Der Vor⸗ ſitzende der Senatskommiſſion für auswärtige Angelegenheiten, Lucien Hubert, gab in ſeinem Wahlkreis folgende Erklärung ab: „Vom internationalen Standpunkte aus iſt es von Wichtigkeit, feſtſtellen zu müſſen, daß ſich Deutſchland wirtſchaftlich, finanziell und militäriſch wieder aufgerichtet hat und gleichzeitig eine di⸗ plomatiſche Aktion auf der ganzen Welt vorbe⸗ reitet.(2) Es bietet uns heute einen Garantiepakt an und er⸗ hofft dadurch eine Initiative in Europa. Deutſchland wagt es, ein Memorandum über die Sicherheit des Friedens in Europa an Frank⸗ reich zu richten. Die Abſicht iſt durchſichtig. Es handelt ſich um die Beſeitigung des Verſailler Verkrages und um den Abſchluß neuer für Deutſchland vorteilhafter Verein⸗ 5 barungen. England hat eine für uns nachteilige Politik begonnen, denn es drängt uns dazu, die Idee eines franzöſiſch⸗engliſch⸗belgiſchen Sicherheitspaktes aufzunehmen und in direkte Verhandlungen mit Deutſchland einzutreten.“ Von 12 Generalröten aus Mittel⸗ und Südfrankreich wurden an den Miniſterpräſidenten Painlevé Huldigungstelegramme ge⸗ ſchickt, in denen er dazu ermutigt wird, die Verſtändigungs⸗ politik in Europa im Geiſte der Sicherung des Friedens mit dem früheren Feinde fortzuſetzen. Es ſei nicht unerwähnt, daß ſämtliche Generalräte Frankreich⸗ Poincaré beglückwünſchten. Sehr viel wurde über Hindenburgs Wahl in Deutſchland von den rechtsrepublikaniſchen Generalräten geſprochen und auf den bevorſtehenden monarchiſtiſchen Umſchwung in Deutſchland hingewieſen. In innerpolitiſcher Hinſicht wäre zu bemerken, daß die Finanz⸗ politik Caillaux' bei den Generalräten eine geteilte Aufnahme ge⸗ funden hat und von zahlreichen rechtsſtehenden Deputierten ſowie von den Sozialiſten ſtark kritiſiert wird. In parlamentariſchen Krei⸗ ſen wird eine vom Lyoner Gemeinderat angenommene Tagesord⸗ nung, in der man einen direkten Angriff Herriots auf den Miniſter⸗ präſidenten Painlevé erblickt, ſtark diskutiert. In dieſer Tages⸗ ordnung wird an Painlevé die Aufforderung gerichtet, eine ſtrengere republikaniſche und ſozialiſtiſche Politik, die im Einklange mit dem Ergebnis der Gemeinderatswahlen ſtehe, zu verwirklichen. Ins⸗ beſondere fordert der Lyoner Gemeinderat den europäiſchen Frieden durch eine vernünftige Verſtändigung mit Deutſchland, die ſchleu⸗ nige Beendigung des imperialiſtiſchen Krieges in Marokko und in Bezug auf die franzöſiſchen Finanzen eine gerechte Abgabe. Her riot hat als Bürgermeiſter von Lyon dieſe Tagesordnung mit unterzeichnet. Herriot Nachfolger Painlevés: y Paris, 18. Mai.(Von unſerem Pariſer Verxtreter.) Alle Antzeichen deuten darauf hin, daß der linke Flügel des Kartells das Kabinett Painlevé als eine proviſoriſche Regierung betrachtet und geſonnen iſt, ihm den Untergang zu bereiten. Man gibt zu verſtehen, daß das Programm Pain⸗ leves nicht die Zuſtimmung eines großen Teiles des Kartells fin⸗ den kann, daß alſo Painlevs entweder davon Abſtand nehmen oder ſeinen Sturz gewärtigen muß. Man erzählt ſich in politiſchen Kreiſen, daß Miniſterpräſident Painlevé das Finanzprogramm Callaux ſofort nach deſſen Aufſtellung dem Sozialiſtenführer Blum mitgeteilt habe. Blum habe Painlevs erſucht, das Finanz⸗ programm Callaux aufzugeben und ſtatt deſſen die Vermögens⸗ abgabe, wie ſie von den Sozialiſten gefordert wird. anzunehmen. Beſonders lebhaft erörtert wird die Frage, was nach einem etwa⸗ igen Sturz Painlevés kommen werde. Es ſteht außer Zweifel, daß Herriot wieder ans Ruder kommen wird. Darüber, ob Blum in das Kabinett eintreten werde, ſind die Meinungen geteilt. In gewiſſen Kreiſen glaubt man, daß die Sozialiſten einem neuen Kabinett Herriot ihre Mitarbeit nicht ver⸗ ſagen würden, andere ſind der Anſicht, die Unterſtützungspolitik der Sozialiſten würde fortgeſetzt werden, bis ſie den Zeitpunkt für gekommen erachten, um ihrerſeits die Macht vollkommen zu übernehmen. Die Kombination gehe jedoch noch weiter. Man prophezeie, daß auch ein neues Kabinett Herriot an den Fi⸗ nanzfragen ſcheitern müßte. Wenn es Herriot auch ge⸗ länge, in der Kammer eine Mehrheit für ſein Finangzprogramm zu gewinnen, werde er ſie doch niemals im Senat bekommen, denn hier würde man das Projekt Blum niemals annehmen. pfucht der Oeamten zur Streikarbeit Anläßlich eines Streiks von Eiſenbahnarbeitern in Stutigart im Frühjahr 1922 hatte ſich das Reichsgericht mit der Frage zu be⸗ faſſen, ob Beamte verpflichtet ſind, in Notſtandsfällen Streikarbeit zu leiſten. Das Reichsgericht bejahte in einem Urteil vom 17. März ds. Jahres die Frage. Welche Bedeutung die Hauptverwaltung der Deutſchen Ciſen⸗ bahngeſellſchaft dieſem Urteil beimißt, geht aus einem Erlaß vom 4. Mai hervor, der an alle Reichsbahndirektionen gerichtet iſt und der mit der Feſtſtellung ſchließt:„daß die Beamten für die Dauer eines vorübergehenden Notſtandes nach dem Geſetz verpflichtet ſind, Streik⸗ arbeit zu leiſten, d. h. ſolche Arbeiten zu verrichten, die zur Dienſt⸗ pflicht von Arbeitern, Angeſtellten oder Beamten gehören und deren Leiſtung von dieſen aufgrund einer Arbeitseinſtellung verweigert wird.“ die Unterſuchung des Falles höſle 5 Berlin, 19. Mai.(Von unſerem Berliner Büro.) Der Unterſuchungsausſchuß des Preußiſchen Landtages in Sachen Hoefle ſetzte heute vormittag ſeine Verhandlungen fort, die zu⸗ nächſt nichts weſentliches erbrachten. Vernommen wurde als Erſter der Oberwachtmeiſter Lindow, der als Polizei⸗ beamter im Lazarett tätig war. Auf die Frage des Vorſitzenden bemerkte er, daß tatſächlich Schiebungen mit verbotenen Gegenſtänden vorkamen. Die Frage, ob bei den Unterſu⸗ chungen auch Fälle feſtgeſtellt worden ſeien, bei denen Beamte und Angeſtellte beteiligt waren, bejaht der Zeuge. Aus der deutſchen volkspartei * Die Ortsgruppe Heidelberg der Deutſchen Volks⸗ partei hielt am Montag abdend ihre Hauptverſammlung ab. Bei der Erſtattung des Jahresberichts erwähnte der Vorſitzende, Oberamtsrichter Dr. Koch, daß unter den 52 Wochen des letzten Jahres 24 Wahlwochen enthalten geweſen waren. Im vergongenen Jahre habe beſonders die Landorganiſation erfreuliche Fortſchritte gemacht. Auch der Mitgliederſtand in der Stadt habe ſich ſtark gehoben. Das von der Partei herausge⸗ gebene Nachrichtenblatt habe ſich ſehr gut bewährt. Mit der Auf⸗ forderung zur regen Mitarbeit ſchloß Dr. Koch ſeine Ausführung. Eiſenbahnoberinſpektor Ernſt erſtattete den Rechenſchaftsbericht. Er fand dabei nicht nur durch die launige Art der Darbietung ſeiner trockenen Materie den Beifall der Verſammlung, ſondern vor allem den aufrichtigen Dank für ſeine aufopfernde und geſchickte Amt⸗ver⸗ waltung. Stadtverordneter Ludwig Ammann gab den Tätigkeits⸗ bericht der Bürgerausſchußfraktion, der, wie die beiden vorherge⸗ henden Berichte, von der Verſammlung genehmigt wurde. Nach einer regen Ausſprache fand die Wahl des Vorſtandes ſtatt. Det bisherige Vorſtand, an der Spitze Oberamtsrichter Dr. Koch, wurde wiedergewählt. Letzte Meloͤungen Heidelberger Chronik K. Heidelberg, 19. Mai.(Eig. Drahtbericht.) Ein tödli⸗ cher Unglücksfall ereignete ſich am Montag nachmittag am neuen Güterbahnhof. Dort hatte der Bäckermeiſter Jakob Ritter einen Pfuhlwagen aufs Feld gefahren und band, als er den Wagen auf längere Zeit verlaſſen mußte, ſein 3½jähriges Söhnchen, um es vor dem Herunterfallen zu ſchützen, auf den Sitz feſt. Vermutlich hat das Pferd am Rain gegraſt und der Wagen ſtürzte um. Dabei iſt dem bedauernswerten Kinde der Kopf ein⸗ gedrückt worden, ſodaß es ſofort tot war.— Die Klaſſen der Oberrealſchule haben heute eine Turnfahrt in die nähere Um⸗ gebung angetreten. Die oberen Klaſſen unternahmen einen drei⸗ tägigen Ausflug zum Bodenſee.— Am kommenden Freitag trifft hier ein Sonderzug aus Nürnberg ein mit etwa 300 Teilnehmern. Die Gäſte aus Nürnberg werden den ganzen Tag der Beſichtigung Heidelbergs widmen und um 7 Uhr mit dem Sonderzug wieder abreiſen. Die Jolltarifnovelle vor dem Reichsrat— EBerlin, 19. Mai.(Von unſerem Berliner Büro). Die Zolb tarifnovelle iſt, wie angekündigt heute dem Reichsrat zugegangen. Wie der B. Z. gemeldet wird, betrachtet die Reichsregierung, wie Dr. Streſemann geſtern ausführte, die Vorſchläge dieſer„kleinen Novelle, die aber auch ſchon ein ziemlich umfangreiches Dokument darſtellt und als ein Inſtrument für die im Zuge befindlichen Han⸗ delspertragsverhandlungen von der Regierung gefordert wird, nicht als unabänderlich. Der Waldbrand in Pommern — Stettin, 18. Mai. Der ungeheure Waldbrand bei Altdamm in Pommern, deſſen man erſt in den geſtrigen Abendſtunden Herr werden konnte, hat ein Gebiet von 14 Kilometern Länge und 10 Kilometern Breite heimgeſucht, das an der Strecke Friedrichswalde⸗Herrnskrug⸗Arnimswalde gelegen iſt. Das Feuer iſt in der Oberförſterei Friedrichswalde entſtanden, doch iſt die Urſache bisher noch nicht feſtgeſtellt worden. Bei den Löſchungsarbeiten wurden verſchiedene Perſonen verletzt. An einer Stelle ſind bei dem Verſuch, mit Pferdegeſpann Holz aus dem bren⸗ nenden Walde zu ſchleppen, die Pferde verbrannt. Erwerb der Berliner Hochbahngeſellſchaft durch die Skadt Berlin — Berlin, 19. Maij. Zwiſchen dem Berliner Magiſtrat, der Hochbahngeſellſchaft und der Deutſchen Bank haben Verhandlungen begonnen, die auf den Erwerb der Hochbahngeſellſchaft durch die Stadt Berlin hinzielen. Die Ausſichten auf Zuſtandekommen einer Einigung ſollen günſtig ſein. Der Erwerb der Hochbahn durch die Stadt würde den wichtigſten Schritt zu einer Betriebs⸗ und Tarif⸗ einheit aller Berliner Verkehrsmittel untereinander bedeuten. Verkagung der Bolſchafterkonferenz — Paris, 19. Mai. Die Botſchafterkonferenz, die ſich morgen mit der Räumungs⸗ und Entwaffnungsnote beſchäftigen ſollte, hat, wie Havas berichtet, dieſe Sitzung abgeſagt. Es ſei noch kein völliges Einverſtändnis zwiſchen Paris und Lon⸗ don erzielt worden. Schober bei Coolidge (Spezlalkabeldienſt der United Preß) Waſhington, 18. Mai. Präſident Coolidge empfing heute den früheren Bundeskanzler von Oeſterreich Schober, der 3. Zt. als Teilnehmer an dem Polizeikongreß in Waſhington weilt. Der Präſident äußerte ſich anerkennend über die Anſtrengungen, die Oeſterreich für ſeine wirtſchaftliche Wiedergeſundung macht. Schober wird am Dienstag abend als Ehrengaſt an einem Bankett in Newyork teilnehmen und ſich am Mittwoch nach Europa einſchiffen. * Hoffmann v. Jallersleben zum 70. Geburkskag. Reichspräſi⸗ dent v. Hindenburg hat Profeſſor Hoffmann v. Fallersleben, dem Sohne des Dichters des Deutſchlandliedes, zu ſeinem 70. Geburtstage die herzlichſten Glückwünſche kelegraphiſch übermittelt. ieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee r r.—— Hell Geſicht bei böſen Dingen und bei frohen ſtill und ernſt— und gar viel wirſt du vollbringen, wenn du dies beizeiten lernſt. Arndt. Kunſt und Muſik in Berlin Von Oscar Bie Im Frühling blühen die großen Ausſtellungen. Zuerſt tritt die Akademie auf den Plan. Die Akademie iſt die angeſehenſte aller ſommerlichen Ausſtellungen und lockt ein ungeheueres Publikum. Liebermann iſt der Präſident. Liebermann hat ſeine eigene Sec⸗ ceſſion aufgegeben, denn er hat ja hier ein Feld, groß genug, um ſich u betätigen. Und wirklich ſieht dieſe Ausſtellung auf den erſten lick beinahe ſo aus, wie früher die Secceſſion. Da hängen ſie alle friedlich zuſammen, die Führer Liebermann Corinth, Slevogt, als ob nie etwas paſſiert wäre. Aber es iſt doch ein Unterſchied. Einſt⸗ mals waren dieſe Führer wirkliche Führer, ſtarke Perſönlichkeiten, die eine Richrung machten. Aber in der jetzigen Zeit ſehlt es an ſolchen Männern, fehlt es an neuen Führern, die unſerer Zeit ein Geſicht geben und den Jüngeren ein Maßſtab werden. Die diesjährige Ausſtellung der Akademie iſt reichhaltig genug, aber vielleicht nicht ſo verlockend, wie früher. Es fehlt zu ſehr die Kraft und der Segen einer jungen Führerſchaft. Man merkt es deut⸗ lich. Man hat zwei Sonderausſtellungen gemacht, die eine gehört dem verſtorbenen Thoma, aber ſie wirkt etwas traur!g und eintönig und man hätte wohl eine beſſere Auswahl treffen können. Eigent⸗ lich ſticht nur eine Bernauer Landſchaft von 1918 als 1 Pro⸗ dukt hervor. Die andere Sonderausſtellung gehört der Mün chener Neuen Secceſſion. Aber es iſt merkwürdig in München wird immer ganz gut gemalt, doch iſt es noch ein gewiſſer Atelierſtil, eine dekorative Liebe, keine elementare Macht der Malerei, die dieſe Stadt auszeichnet. Es hängen da eine Unmaſſe Bilder, ohne daß man ſich für eines beſonders intereſſieren könnte. Thomas Theodor Heine hat Entwürfe für Gobelins, das Ehepaar Caſpar ſchlägt viel⸗ leicht die anderen, aber man geht ohne Anregung wieder hinaus. Schade. Und die Hieſigen? Corinth mit ein paar Blumen und dem paar Bildniſſen von zarter Senſibilität ſind ſchnell genug erledigt. Die grünen Flächen von Pechſtein, Nauens formal gewordenen Land⸗ ſchaften, Krauskopfs breite Portraits, die ſchöne Buntheit von Rudolf Levy, die farbige Verträumtheit von Kirchner, Hübners freundliche Natur, Jäckels monumentaler Akt, Heckendorfs dekorativer Süden, die ſolide liegende Frau von Sohn⸗Rethel und der neulich ſchon be⸗ ſungene Wollheim aus Düſſeldorf mit einem Abſchiedsfeſt voll wilder Weiber— ich muß ſagen, daß mir von allen Carl Hofer den größten Eindruck macht deſſen Figuren eine Syntheſe von Natur und Form erreicht haben, die eigentlich das Problem der modernen Malerei löſt. Iſt er ein Führer? Vielleicht bemerkt man ſchon ſeine Einflüſſe. Um das ſchwankende Niveau dieſer Malerei zu beſänftigen, hat man die Idee gehabt, die Ausſtellung der Plaſtik diesmal größer zu machen als gewohnt. Doch kann man nicht ſagen, daß es ſich ſonderlich lohnt. Man ſieht von Lederer Entwürfe für Denkmäler und Klein⸗ plaſtiken, von gedrängteſter Form. Man ſieht von Scharff eine Bronzebüſte Liebermanns und eine marmorne Parze. Darin iſt ein ſcharfes Gefühl für das Geſetz des Lebens, ähnlich wie bei Hofer. Ihn ſtelle ich an die Spitze der Bildhauer. Erhole Dich mein Publikum in dieſer Sammlung maleriſcher und plaſtiſcher Anſtrengungen von allerwärts. Was ſieht man in den Kunſtſalons? Bei Flechtheim Bilder des Plaſtikers Fiori, elegante Frauen, mondäne Geſellſchaftlichkeit und im Malik⸗Verlag ſieht man den Pariſer Grotti mit viſionären Träumen bunter Frauen. Es wird leer in den Salons. Man ſtrömt in die Ausſtellungen, man geht in der Kunſt ſommerlich ſpazieren. ** Die Muſik des Frühlings konzentriert ſich um die Staats⸗ oper. Gigli iſt wiedergekommen. Der große italieniſche Tenor aus New Pork, der bei ſeinem letzten Gaſtſpiel als der einzige wür⸗ dige Nachfolger Caruſos verehrt wurde. Er iſt vielleicht noch beſſer geworden. Seine Stimme hat an Mannigfaltigkeit und Nuanzie⸗ rung noch gewonnen und ſein Vortrag iſt noch leichter geworden, ſelbſtperſtändlicher, ſpielhafter. Er ſingt den Herzog in Rigoletto, den Alfred in der Traviata, den Rudolf in der Boheme und natürlich den Lyonel in der Martha. Alles iſt vorher ausverkauft. Nach mancherlei zweifelhaftem Import aus Italien genießt man die Schönheit des Organs, ſeine vollendete Technik, ſeinen herzbewe⸗ genden Ausdruck mit doppeltem Vergnügen. Wer weiß, ob wir ihn wiederſehen werden. Der jetzige Kontrakt war noch vor dem Höchſt⸗ fliegenden Portrait von Georg Brandes, Liebermann mit einem ſpäten Selbſtbildnis, einigen ruhigen Portraits und Slevogt mait ein tarif abgeſchloſſen. Aber das nächſte Mal? Es iſt ganz ausge⸗ ſchloſſen, daß ein Weltkünſtler, der einen gewaltigen Reiſeapparat braucht, für kleine Summen bei uns ſingt. Hoffen wir, daß ſich ein Ausweg findet, denn wir haben dieſe Schule und dieſen Maßſtab nötig. Es iſt nicht nur die Luſt, ſondern es iſt die Erziehung. Franz Schrekers frühe Oper„Der ferne Klang t ein merkwürdiges Schickſal gehabt. Sie machte damals Auf⸗ ſehen, verſprach eine große Zukunft, aber iſt verhältnismäßig wenig gegeben worden, nicht einmal in Wien, ſeiner Heimatſtadt. Berlin hat ſich erſt jetzt entſchloſſen, das Verſäumte nachzuholen, um dem Direktor der Staatlichen Hochſchule für Muſik die Genugtuung zu geben, daß man dies ſchöne Werk hier zu hören bekommt. Ich liebe es ſehr, vielleicht mehr als manche ſeiner ſpäteren Opern, es iſt bei aller theatraliſcher Raffiniertheit doch eine ſolche Naivität darin, eine ſolche Reinheit jener Klangphänomen, das dann das Hauptmotiv ſeiner Opernarbeiten wurde, und ſoviel Friſche im Rhythmus und in der Harmonik daß das Wiederſehen viel Freude macht. Man wirft dem Dichter Schreker vor, daß er unpſychologiſch verfahren ſei. Der Künſtler Fritz liebt ſeine Grete, die aus der Tochter einer bürgerlichen Familie eine Dirne wird, ohne daß er etwas davon weiß, und erſt zum Schluß verzeiht er ihr ihre ſeltſame Karriere. Man muß ſich aber bei einer Oper anders einſtellen. Opernfiguren haben leicht eine Art, die wir expreſſioniſtiſch nennen können. Sie ſind Typen, 75 von Ideen, ſymboliſche Darſtellungen von Schickſalen. Schreker weiß, was er tut. Er hat aus dem zweiten Akt ein Venetianiſches Freudenhaus gemacht, von ſolcher Kontra⸗ punktik der Rhythmen, der Orcheſter, der Stimmen, wie es eben nur einen Muſiker reizen kann. Es wurde hier fabelhaft gegeben. Pirchan ſchuf einen bunten Tempel der Luſt von faſzinierender Laune. Vielleicht noch beſſer machte er den Wald im erſten Akt mit ſeinem magiſchen Vorhang, bald Mond, bald See. Die Gattin Schrekers ſang die Hauptrolle. Eine liebe ſüße Stimme, höchſte muſikaliſche Intelligenz, aber dramatiſch noch nicht ganz eingeübt. Tauber ſang den Fritz mit aller realiſtiſchen Routine. Die Neben⸗ rollen ſind mit allererſten Kräften beſetzt. Kleiber dirigiert. Es gibt zauberhafte Klänge, namentlich in allen myſtiſchen Partien, wie man ſie ſelten gehört hat. Eine Rekordleiſtung der Staatsoper. Das Publikum iſt ſehr intereſſiert. Schon nach dem erſten Akt bricht der Beifall los und er wird nach dem zweiten Akt durch einige unver⸗ ſtändliche Pfiffe nur noch verſtärkt. Schreker wird es mit ſeſnen Be⸗ urteilern nicht immer leicht hoben, weil ihnen dies Werk wohl etwas zu ſpät kam. Aber man ſoll ihn ſtützen. Solche urſprüngliche Muſil gibt es heute nicht viel. eeeeeeeeeeeeeeee — „Dlenskag, den 19. mal 1925 neue Mannheimer Jeitung(Abend⸗Rusgade) 3. Seife. Nr. 231 Wirtſchaſtliches und Soziales Die Lage des Arbeitsmarktes Keine erhebliche Veränderung. „Der Arbeitsmarkt hat ſich in der Berichtswoche(—13. Mai) nicht erheblich verändert. Die Erwerbsloſen⸗Ziffer iſt von 14554 auf 14 437, alſo nur ſchwach, geſunken. In den einzelnen Berufs⸗ gruppen geſtaltete ſich die Lage folgendermaßen: 1 Der landwirtſchaftliche Arbeitsmarkt einſchließ⸗ ich des des Gärtnereigewerbes wies weiterhin verſtärkte Nach⸗ rage auf. Ebenſo zeigte ſich die Induſtrie der Steine und Erden im allgemeinen recht aufnahmefähig, doch hat ein ——— Werk des Neckartales auf den 16. Mai ca. 100 Leuten In der Metall⸗ und Maſchinen⸗Induſtrie forderte vor allem die ſehr gut beſchäftigte Automobilinduſtrie und die Werk⸗ Feusfabriratton Kräfte an. Die ſtarke Nachfrage nach Werkzeug⸗ rehern,⸗Fräſern und Schloſſern konnte zum Teil nur durch Heran⸗ diehung auswärtiger Kräfte gedeckt werden. In Mannheim iſt die Arbeitſuchenden⸗Ziffer im Metallgewerbe etwas geſunken. die ingener Metallinduſtrie iſt gut beſchäftigt, die Pforzheimer Schmuck⸗ wareninduſtrie weiſt gegenüber der Vorwoche keine Veränderung der dage auf. Die chemiſchen Werke am Oberrhein waren aufnahme⸗ fäbig für Handwerker aller Art und Fabrikarbeiter. In der Kon⸗ inzer Zelt⸗ und Berufsbekleidungs⸗Fabrikation konnten Arbeits⸗ kräfte untergebracht werden. Hingegen hat die bisher lebhafte Nach⸗ frage nach Kräften in der Wiefentäler Teptilinduſtrie nach⸗ gelaſſen, in der Seideninduſtrie wird teilweiſe über flauen Geſchäfts⸗ gang geklagt, während die Lage in der Strickereifabrikation nicht ganz einheitlich iſt. In der Papierinduſtrie hat ſich teilweiſe eine ruhigere Entwicklung bemerkbar gemacht, vornehmlich in der Kartonnagenfabrikation. Die Lederinduſtrie des Weinheimer zirks weiſt eine kleine Beſſerung auf, in der lederverarbeitenden Induſtrie ſteigerte ſich örtlich die Nachfrage nach Treibriemen⸗Satt⸗ lern, ſonſt zeigte ſich auf dem Arbeitsmarkt dieſer Berufsgruppe keine weſentliche Aenderung. Im Holzgewerbe hielt die ziemlich gute Nachfrage nach Kräften an, in Mannheim traten die Bauanſchläger in Streik, in Karlsruhe hat der Kräftebedarf in dieſer Berufsgruppe etwas angezogen. In der Schokoladenfabrikation werden Zt. weniger Leute verlangt. Sehr ungünſtig geblieben iſt die auf dem Arbeitsmarkt der Tabakinduſtrie. Weitere ge Werksbeurlaubungen ſind eingetreten, doch iſt die Lage nicht ganz einheitlich. Im gutbeſchäftigten Bekleidungsgewerbe wur⸗ n etwas mehr Schuhmacher verlangt, doch handelte es ſich hier meiſtens um vorübergehende Beſchäftigung. Im Baugewerbe geſtaltete ſich die Nachfrage nach Malern und Maurern ſehr lebhaft. Im Fremdengewerbe waren Anzeichen eines Mangels an jungen Kellnern zu beobachten, während Köche und Köchinnen be⸗ kanntlich ſchon feit langem geſucht ſind. Die Arbeitsmarktverhält⸗ niſſe in der Rheinſchiffahrt und im Mannheimer Hafengebiet haben ſich noch nicht gebeſſert. Kunoͤſchaſt, die nichts einbringt Von Otto Schwerin Wo wird am meiſten geſtohlen?— Der„Gehilfe.“— Oberrock und Anterrock.— Das Wickelkind.— der Spatz im Laden. Vor den Richtern in Frankfurt ſtanden dieſer Tage zwei junge, gutgekleidete Damen, Erika... und Claire Ladendieb⸗ ſtähle größeren Umfangs brachten dieſe jungen Mädchen, Töchter angeſehener Bürgerfamilien, auf die Anklagebank. Nicht Not war die Triebfeder zu ihren Diebesfahrten, ein gewiſſer Sport, vielleicht auch bedingt eine Art kleptomaniſche Veranlagung, die der Pſychia⸗ ter anerkennt, aber der praktiſche Kriminaliſt negiert, zwang die bei⸗ den jungen Damen nach ihrer eigenen Ausſage, ſich an fremden Gut zu vergreifen. Die Leichtigkeit der Ausführung derartiger Delikte, vielleicht auch die Unvorſichtigkeit der meiſten Ladeninhaber, mag den kleptomaniſchen Trieb der beiden Frauen erſt ausgebildet haben. Es iſt eine leider bekannte Tatſache, daß Diebſtähle in großen Ge⸗ ſchäften, Warenhäuſern insbeſondere, trotz aller Vorſichtsmaßregeln nicht unterdrückt werden können. Tauſende von Mark, die auf Dieb⸗ ſtahlsverluſte zurückzuführen ſind, müſſen alljährlich bei den Inven⸗ ren abgebucht werden. Leider ſtellt aus beſonderen Umſtänden das weibliche Geſchlecht das größte Kontingent zu den Ladendieben oder Schottenfellern, wie der lautet, und unter dieſen Schottenfellern muß im kriminaltechniſchen Sinne unterſchieden werden zwiſchen den ge⸗ werbsmäßigen Ladendieben und den ſogenannten Ge⸗ legenheitsdieben und»diebinnen, die ſich aus allen Berufsſtänden, nicht zuletzt auch aus zahlreichen Frauen der beſten Geſellſchaft rekrutieren. Da es aber für den Geſchäftsmann letzten Endes herzlich gleichgültig iſt, ob er von einem gewerbs⸗ mäßigen oder Gelegenheitsdieb beſtohlen wird, ſollen in nachſtehen⸗ den Zeilen zum Schutze des Kleinhandels einige Tricks ausgeplau⸗ ert werden, deren ſich die Schottenfeller zur Ausplünderung der Läden in mitunter mehr als raffinierter Weiſe bedienen. Wir ſehen von einer Schilderung der Gaunerkniffe beim Juwelendiebſtahl— eine beſondere Spezialität für ſich— ab, da ſie unſeren Aufſatz zu ſehr in die Länge ziehen würden, ganz abgeſehen davon pflegen die Juwdeliere, gewitzigt durch die zahlreichen Schäden, die wohl jeder von ihnen ſchon erlitten hat, im Verkehr mit ihren Kunden beſondere orſichtsmaßregeln walten zu laſſen, was allerdings nicht aus⸗ ſchließt, daß irgend ein großes Schmuckwarengeſchäft durch einen ganz beſonders raffinierten Trick von neuem hineingelegt wird. Nach der Lage der Dinge ſind es beſonders Modewarenge⸗ ſchäfte, aber auch Konfitüren“ und Delikateſſen⸗ läden, die ſich einer ſpeziellen Sympathie der Schottenfeller weib⸗ lichen Geſchlechts erfreuen. Die gewerbsmäßigen Schottenfeller ar⸗ deiten meiſt zu zweit. Sie betreten einen Laden, ohne ſich natür⸗ ich vor dem Verkäufer zu kennen. Während der eine Kunde ſich Varen aller Art vorlegen läßt und keine Wahl treffen will, beſchäf⸗ tigt der zweite Kunde den Verkäufer, er„macht die Wand.“ Der ieb läßt, während ſich der Verkäufer mit der zweiten Kundin be⸗ ſchäftigt oder ſich umdreht, um ein Stück Ware aus einem Regal zu olen, einen Gegenſtand verſchwinden und„ſichert“ ihn nach be⸗ timmten Methoden. Entweder wird der Gegenſtand mit dem Arm vom Tiſche geſtreift und durch den„Gehilfen“ verdeckt, um dann im geeigneten Augenblick aufgehoben zu werden, oder aber er verſchwin⸗ et am Körper des Diebes. Die Mode der langen Röcke war für die adendiebin geradezu ein Ideal. Oberrock und Unterrock wurden am unteren Saume zuſammengenäht, der entwendete Gegenſtand urch eine Taſche, die mit einer Schleife oder einem Pliſſé geſchickt rapiert war, in den„Hohlraum“ geſchoben und Warenmengen von großen Werten auf dieſe Art und Weiſe entwendet. Gefährlich für en Geſchäftsinhaber, gewiſſermaßen immer verdächtig, ſind auch die amen mit Radmänteln oder Lodencapes. Die Gründe anzuführen erübrigt ſich nach dem Obengeſagten von ſelbſt. Ein alter Trick iſt auch das Arbeiten mit einem Wickelkind. Daß das Kind mitunter — durch eine große Puppe markiert wird, ſcheint uns aber eine rfindung phantaſievoller Detektivſchriftſteller der alten Schule. Das ickelkind— unter Umſtänden genügt auch ein Paket— wird auf 5— mit Waren aller Art bedeckten Tiſch gelegt, beim Herausgehen mit de“ Dieb den ihm erwünſchten Gegenſtand mit. lt Häufig ſinv Diebſtähle, beſonders Gelegenheitsdiebſtähle, in De⸗ tateſſengeſchäften und Kolonialwarenhandlungen, erſtens weil die unmforin bedingt für jeden ausgeſtellten Gegenſtand immer Intereſſe nd Verwendung haben dürfte, zweitens aber auch, weil in derarti⸗ gen Läden zumeiſt jeder Platz ausgenutzt iſt und die Ware auf iſchen, am Fußboden uſw. frei herumſteht und»liegt. Die riminaliſtik berichtet von einem intereſſanten Fall einer Bande Higendlicher, die eine ganze Anzahl Kolonialwarenhandlungen mit ülfe eines Spatzen heimſuchte. Der Vogel wurde in die Läden ſtücingeworfen und flog auf irgendein Regal. Die jungen Diebe undsten in den Laden nach und einer der Knirpſe bat jammernd nd heulend, das Einfangen des Tierchens doch geſtatten zu wollen. 0 dem Tohuwabohu, das ſich jetzt, womöglich unter Mitwirkung Ladeninhabers ſelbſt, entwickelte, ſtahlen die Bengel, was nicht et- und nagelfeſt war, um den Trick mit dem endlich eingefan⸗ genen Spatz an einer anderen Stelle mit ähnli)em Erfolg zu wie⸗ derholen. In einem großen Modewarengeſchäft— wenn ich nicht irre, ereignete ſich der„Fall“ vor einigen Jahren in Frankfurt a. Main—, fiel eine Ladendiebin, die den ſogenannten„Ritt“ ausübte, bei friſcher Tat herein. Sie verſtand es— der Trick iſt übrigens häufiger, als man anzunehmen gewillt iſt— ein Stück Spitze, das auf einen Karton gewickelt war, unter den Rock zu planten“ und zwiſchen den Oberſchenkeln einzuklemmen. Sie hatte inſofern Pech, als ſich die Spitze beim Verlaſſen des Lokals lan ſam aufwickelte und hinter ihr auf dem Boden ſchleifte. Die Diebin— es handelt ſich um eine Frau aus der guten Geſellſchaft— wurde der Polizei über⸗ geben. Der Schutz gegen„Schottenfellerei“ iſt ein recht problematiſcher⸗ Der Ladeninhaber oder ſein Perſonal kann die Augen nicht überall haben. Uleberwachungsorgane, die an beſonders günſtigen Plätzen aufgeſtellt ſind, können ſich der Koſtſpieligkeit halber nur die größten Geſchäfte leiſten. Einen gewiſſen Schutz bilden Spiegel, die an den Verkaufsſtänden derart angebracht ſind, daß der Verkäufer den Kun⸗ den auch dann im Auge behalten kann, wenn er ihm den Rücken wendet. Die beſte Sicherheit wird aber wohl die Abſchreckung ſein, die beſonders Gelegenheitsdieben gegenüber am Platze iſt. Der Geſchäftsinhaber laſſe ſich durch kein Bitten, Jammern und Flehen und durch keinen, auch nicht den klangvollſten Namen der ertappten Diebin, von der unumgänglichen Notwendigkeit anhalten, den Fall der Behörde zur Verfolgung und Beſtrafung weiterzugeben. Wer ſich vor weiterem Schaden bewahren will, ſtreiche das Wort„Rück⸗ ſichtnahme“ aus ſeinem geſchäftlichen Lexikon. Es iſt in allen Fäl⸗ len den Schottenfellern gegenüber nicht am Platze. Städtiſche Nachrichten Ausbau der Mädchenſortbildungsſchule In Mannheim erhielten die Fortbildungsſchülerinnen bisher noch die geſetzliche Zahl von 5 Unterrichtsſtunden in der Woche, während den Knaben ſchon ſeit zwei Jahren wöchentlich 9 Stunden Unterricht erteilt werden. Nach dem Antrag des Schulausſchuſſes wird nunmehr aufgrund des§8 16 des Fortbildungsſchulgeſetzes der Fortbildungsſchulunterricht auch für Mädchen auf 9 Stunden wöchentlich aus gedehnt. Der bisherige Unterricht von 5 Stun⸗ den erſtreckte ſich auf: Religion(1 Stunde) und wöchentlich wech⸗ ſelnd je 4 Stunden hauswirtſchaftlichen Unterricht mit Uebungen im Kochen und lebenskundlichen Unterricht in Verbindung mit Deutſch und Rechnen. Die hinzukommenden 4 Wochenſtunden ſol⸗ len ſich auf folgende Fächer verteilen: Handarbeitsunterricht(2 Stun⸗ den), Turnen(1 Stunde), Haushaltungskunde(Geſundheitslehre Kranken⸗ und Säuglingspflege) eine weikere Stunde. Da eine ſo⸗ fortige Erweiterung des Unterrichts in allen drei Jahrgängen nicht möglich iſt, weil auf Oſtern 1925 nicht die erforderliche Anzahl Lehr⸗ kräfte und Räume zur Verfügung ſteht, ſoll der neunſtündige Unter⸗ richt zunächſt nur den Schülerinnen des unte rſten Jahrgange⸗ er⸗ teilt werden. An Oſtern 1926 ſoll alsdann der mittlere und an Oſtern 1927 der oberſte Jahrgang den neunſtündigen Unterricht er⸗ halten. Was die Koſten anbelangt, ſo kommt der Staat bei Knaben und Mädchen für den durch einen achtſtündigen Unterricht in der Woche verurſachten perſönlichen Aufwand für alle drei Jahrgänge auf, ſo daß die Stadt durch die Erweiterung des Unter⸗ richts auf 9 Stunden nur mit dem Perſonalaufwand für die neunte Stunde, im Schuljahr 1925ù6 alſo mit einem Neuntel des Aufwandes für die Lehrerinnen des erſten Jahrgangs(25/ Fort⸗ bildungosſchullehrerinnen und 2⸗ Handarbeitslehrerinnen) belaſtel wird. Die Mehrbelaſtung der Stadt infolge der Aenderung beträgt im Rechnungsjahr 1925/26: 14 500 M. 1926/27: 29 500., 1927/28 und in den ſpäteren Jahren 44000 M. An ſachlichem Auf⸗ wand, der ganz der Stadt zur Laſt fällt, entſteht im Schuljahr 1925/26 durch den Ausbau der Mädchenfortbildungsſchule ein Mehr⸗ aufwand durch Anſchaffung von 4 Nähmaſchinen mit etwa 600 M. und durch den Bedarf an Handarbeitsmaterialien, die für jede Schülerin auf 3,40 M. anzuſetzen ſind, für 2000 Schülerinnen 6800 Mark. Ein weiterer Aufwand entſteht durch die notwendige Aus⸗ ſtattung der Klaſſenzimmer mit Tiſchen und Stühlen, anſtelle der Volksſchulbänke, wofür im Voranſchlag des Hochbauamtes 22 800 M. vorgeſehen ſind. Dieſe Anſchaffungen müſſen ſchon vor Geneh⸗ migung des Voranſchlags erfolgen. Deshalb liegt dem Bürger⸗ ausſchuß für ſeine Sizung am 27. Mai eine entſprechende Aenderung des Ortsſtatuts vor. 5 Seländetauſch mit der Schützengeſellſchaſt Die Bautätigkeit, die in letzter Zeit in Feudenheim an der Nadler⸗ und Ziethenſtraße eingeſetzt hat, wird durch die Schieß⸗ ſtände der Schützengeſellſchaft ſtark gehemmt. Die Anlagen dieſer Geſellſchaft legen ſich wie ein großer Riegel quer über die Ziethen⸗, Arndt⸗, Unterfeld⸗ und Gneiſenauſtraße und umfaſſen etwa 20 000 qm Gelände, das für Bauplätze bereits eingeteilt iſt. Die Einfrie⸗ digung des Geländes greift zum Teil ſogar darüber hinaus und ſchließt Gelände von Privaten ein, die jederzeit die Freimachung verlangen können. Die Schützengeſellſchaft beabſichtigt, ihre An⸗ lagen mit einem Koſtenaufwand von etwa 30 000 M. inſtandzuſetzen, ſtößt aber dabei auf den Widerſtand der Angrenzer, die wegen der für das Nachbareigentum drohenden Beeinträchtigungen beim Be⸗ zirksamt und bei der Stadtverwaltung gegen das Weiterbeſtehen der Schießſtände nachdrücklich Einſpruch erheben. Im Hinblick auf dieſe, eine weitere bauliche Entwicklung in Feudenheim ſtark hemmenden Umſtände wurden durch die Stadt die Verhandlungen. die ſchon im vorigen Sommer von der Schützengeſellſchaft eingeleitet waren, aber zu keinem Abſchluß geführt hoatten, wieder aufgenommen. Der Standpunkt der Schützengeſellſchaft war nach wie vor der, daß ſie der Stadt das hinter dem Schützenhaus liegende Baugelände nörd⸗ lich der Ziethenſtraße im Ausmaß von 14 462 qm nur dann zu über⸗ laſſen in der Lage ſei, wenn ihr anderes für die Errichtung von Schießſtänden geeignetes Gelände zum Erſatz im Tauſchwege ge⸗ geben und die Neuerrichtung der Anlagen auf dieſem Erſatz⸗Gelände durch Gewährung eines entſprechenden Darlehens in Höhe von min⸗ deſtens 50 000 RM. ermöglicht würde. Im Intereſſe der weiteren Entwicklung der Bautätigkeit in jenem Gebiet iſt nun mit der Schützengeſellſchaft ein Abkommen dahin getroffen worden, daß die Stadt 13 Parzellen mit zuſammen 14 462 qm zu einem Preis von 108 465 RM. kauft. Die Höhe des Preiſes erſcheint dadurch gerecht⸗ fertigt, daß in der Nähe Baugelände zu 10—14 RM. zurzeit ver⸗ kauft wird und anzunehmen iſt, daß auch von dem jetzt zu erwer⸗ benden Gelände in Feudenheim in nicht allzu ferner Zeit ein Teil, nämlich derjenige an der Ziethen⸗ und Arndtſtraße, verkauft werden kann. Das Gelände an der Ziethen⸗ und Arndtſtraße umfaßt 7321 qm, ſodaß auf dieſes Gelände bei 11 RM. je qm auf den Kaufpreis 80 531 RM. entfallen. Der Reſt des Geländes mit 7141 qm würde ſich alsdann auf einen Durchſchnittspreis von 3,91 RM. ſtellen. Für einen Teil des Kaufpreiſes erhält die Schützengeſellſchaft von der Stadt Tauſchgelände in der Gewann Neckarplatt in einer Längs⸗ ausdehnung von etwa 450 m hinter em Riedbahndamm, aufſtoßend auf die Straße von Mannheim nach Feudenheim, in einer Front von etwa 125 m, zuſammen etwa 53 700 qm, das, mit duschſchnitt lich 90 Pfg. je qm angeſetzt, 48 330 RM. ergibt. Der reſtliche Be⸗ trag des Kaufpreiſes mit 60 135 RM. wird von der Stadt an die Schützengeſellſchaft bar bezahlt. Bezüglich des auf die Schützen⸗ geſellſchaft übergehenden Geländes am lichen Prels f bleibt der Stadt ein Rückkaufsrecht zum jeweils üblichen Preis für den Fall vorbehalten, daß die Schützengeſellſchaft das Gelände wieder ver⸗ äußert. Außerdem wird der Schützengeſellſchaft von der Stadt ein Darlehen gewährt in Höhe von 50 000.., das in Raten von jährlich 2500 RM. längſtens in 20 Jahren zurückzuzahlen und in Höhe des jeweiligen Reichsbankdiskontſatzes, alſo vorerſt mit 9 Prozent, zu verzinſen iſt. Ein entſprechender Antrag liegt dem Bürgerausſchuß für ſeine nächſte Sitzung vor. Zur Deckung des malnig einſchließlich der Tauſchkoſten ſind 75000 M. zu ge⸗ nehmigen. * Jirmung. Weihbiſchof Dr. Wilhelm Burger wird im Laufe des nächſten Monats in Mannheim die heilige Firmung ſpen⸗ den. Der hohe Gaſt trifft vorausſichtlich am 14. Juni in Mannheim ein und dürfte—6 Tage in den Mauern unſerer Stadt verweilen. Zur Zeit befindet er ſich im Dekanat Heidelberg, wo er bereits in einer Reihe von Orten die heilige Firmung geſpendet hat. *Hundeſteuerzuſchlag. Durch Gemeindebeſchluß vom 11. Ja⸗ nuar 1924 wurde beſtimmt, daß für den zweiten und jeden weiteren Hund des gleichen Beſitzers jeweils das Doppelte des für den vor⸗ hergehenden Hund geltenden Zuſchlags zu entrichten iſt. Dieſe un⸗ begrenzte progreſſive Steigerung des Zuſchlages hat ſich beim Ein⸗ zug der Steuer als undurchführbar erwieſen. Bei Beſitzern, die aus Sicherheitsgründen auf das Halten einer gewiſſen Zahl von Wachhunden angewieſen ſind wie größere Fabriken und die Eiſen⸗ bahnverwaltung, ergaben ſich ſchon vom 7. Hund ab in die Tauſende gehende Beträge, deren Einforderung mit dem Zweck der Beſteue⸗ rung nicht mehr in Einklang gebracht werden kann. Es war daher nicht zu umgehen, den Zuſchlag auf einen noch tragbaren Satz herab⸗ zumindern. Der Stadtrat ſchlägt infolgedeſſen dem Bürgeräusſchuß vor, den Gemeindezuſchlag zur ſtaatlichen Hundeſteuer vom 1. Juni ab auf 24 Mark für den erſten, auf 48 Mark für den zweiten und auf 96 Mark für den dritten und jeden weiteren Hund des gleichen Beſitzers feſtzuſetzen. Der Antrag gelangt am 27. Mai zur Be⸗ ratung. * Am Mikkwoch Hauptwochenmark'. Infolge des Himmelfahrts⸗ tages findet der nächſte Hauptwochenmarkt nicht am Donnerstag, ſondern ſchon am Mittwoch ſtatt. * Nadlerunfälle. Geſtern vormittag ſtieß im Friedrichsring vor den Anlagen bei P 7 ein 60 Jahre alter Radfahrer mit einem Laſt⸗ kraftwagen zuſammen, kam zu Fall und wurde etwa 10 Meter weit geſchleift. Der Radfahrer wollte den Laſtkraftwagen überholen. Mit dem Sanitätsau'o verbrachte man den Verletzten in das Allg. Krankenhaus. Dort wurde feſtgeſtellt, daß er an Armen und Beinen Fleiſchwunden und am Kopfe erhebliche Hautabſchürfungen davon⸗ getragen hat. Lebensgefahr beſteht nicht. Ueber die Schuldfrage ſind Erhebungen im Gange.— Geſtern nachmittag ſtießen Ecke Kaiſerring und Bismarckſtraße ein Perſonenkraftwagen und ein Rad⸗ fahrer zuſammen, wobei letzterer an der Hand verletzt wurde. Wen die Schuld trifft, muß die Unterſuchung ergeben.— Ein 36 Jahre alter Radfahrer fuhr geſtern abend auf der Breitenſtraße bei T 1 infolge Außerachtlaſſung der nötigen Vorſicht auf einen die Straße kreuzenden Laſtkraftwagen auf und ſtürzte zu Boden. Er kam ohne Verletzungen davon, dagegen wurde das Fahrrad erheblich be⸗ ſchädigt.— Ungefähr um die gleiche Zeit ſtürzte beim Einbiegen aus den Planken nach links in die Straße P 3 und 4 ein 26 Jahre alter Radfahrer infolge der durch den Regen ſchlüpfrig gewordenen Fahrbahn zu Boden, ſodaß er von einem ihm entgegenkommenden Perſonenkraftwagen, der von dem Führer nicht mehr rechtzeilng zum Halten gebracht werden konnte, angefahren wurde. Verletzt wurde der Radfahrer nicht. *Juſummenſtoß. Ecke Grenzweg und Emil Heckelſtraße ſtießen geſtern nachmittag ein Lieferungswagen und ein Perſonenkraft⸗ wagen zuſammen, wobei die Fahrzeuge beſchädigt wurden. *Feſtgenommen wurden 23 Perſonen wegen verſchiedener ſtraf⸗ barer Handlungen. veranſtaltungen Günzburg-Konzerk. Der erblindete Violinvirtuoſe S. Günz⸗ burg und die Pianiſtin Elſa Günzburg⸗Oertel konzertierten vor einer zahlreichen Gemeinde am Montag abend im Muſenſaal. Die„Legende“ von Liſzt,„wie der heilige Franziskus über die Wogen ſchreitet“, leitete den Abend ein und zeigte Elſa Günzburg⸗ Oertel in ihren Solis, wie in den Begleitungen, als feinfühlende, warme und anſchmiegende Pianiſtin. Die„Teufelstrillerſonate“ von Tartini von Hrn. Günzburg gut vorgetragen, löſte ſtarken Beifall aus, worauf mit Beethovens„Sonate op. 111“ der erſte Teil ſein Ende fand. Die„Ballettſzene“ von Bériot, die den zweiten Teil begann, gelang Herrn Günzburg beſonders gut, und dürfte wohl die beſte Leiſtung des Abends geweſen ſein. Nach den„Rhapſodien Nr. 11, 5, 15“ von Liſzt fand dann der Abend mit einem„Wiegenlied“ und „Tſcherkeſſenmarſch“ ſeinen ſchönen Abſchluß, für den der blinde Künſtler und ſeine treue Begleiterin immer wieder den herzlichen Dank des Publikums entgegennehmen durften. W. R. *Künſtlerſpiele Libelle. Der größte Teil der Maiveranſtaltungen gehört der Vergangenheit an. Es geziemt ſich infolgedeſſen, das nach des Tages Laſt und Hitze Unterhaltung und Zerſtreuung ſuchende Publikum auf die„Künſtlerſpiele Libelle“ aufmerkſam zu machen, die ſich mit ihrem Maiſpielplan recht geſchmackvoll in den allgemeinen Rahmen einfügen. Hermann Stäbner iſt der typiſche Maianſager, elegant, witzig, ſchlagfertig, charmant. Als wir ihn hörten, hatte er einen ausgezeichneten Gegenſpieler im Parkett. Es war überaus amüſant, zu beobachten, wie Stäbner, ein überaus liebenswürdiger Schwerenöter, ſich in die Situation fand, ſeinen Partner immer wieder von neuem zur Mitwirkung veranlaßte. Die Kunſt, den Kontakt mit dem Publikum herzuſtellen, iſt in Mannheim eine An⸗ gelegenheit, die gar oft unüberwindlichen Schwierigkeiten begegnet. Stäbner beherrſcht in dieſer Beziehung völlig die Situation. Aber auch, wenn er mit eigenen Vorträgen aufwartet, findet er die größte Beachtung, wobei für die Qualitäten des Künſtlers ſpricht, daß er, die Heiterkeit und Lebensfreude in Perſon, ſeiner Zuhörerſchaft guch ernſt kommen darf. Die Vortragskunſt iſt überhaupt die ſtarke Seſte des Programms. die verſchiedenſten Ruancen werden vertreten. So vor allem von Bacchus Jacobi, dem feinſinnigen Satyriker und lachenden Philoſophen, der wie immer geiſtreich und witzig zeit⸗ genöſſiſche Unzulänglichkeiten und menſchliche Schwächen gloſſiert. Aber auch die dramatiſche Sprecherin Emusco Bonzo, die Vor⸗ tragskünſtlerinnen Liane Frank und Beata Inaya, nicht zuletzt der„Wiener Liebling“ Guſti Laube, ſind künſtleriſche Individuali⸗ täten, die den verſchiedenſten Geſchmacksrichtungen Rechnung tragen. Der Tanz hat ebenfalls wieder hervorragende Kräfte delegiert. Severo, kopiert in drei Verwandlungen das ſchöne Geſchlecht ſ. täuſchend elegant und graziös, daß die Verblüffung allgemein iſt, wenn er ſich demaskiert. Fritz und Bobby Link und Maria Lubo⸗ mirska bieten eine raſſige, farbenreiche und techniſch vollendete Revue, während Ria von Eculier und Kurt Schön den moder⸗ 80 Tanz, vor allem Boſton und Tango, in glänzender Weiſe ver⸗ reten. Rommunale Chronik „o Lampertheim, 18. Mai. Die notwendig gewordene Bür⸗ germeiſterſtichwahl zwiſchen den Gemeinderäten Keller und Kärcher ſoll am 24. Mai ſtattfinden.— Da ſich bezüglich der Be⸗ ſetzung der Gasmeiſterſtelle Gaskommiſſion und Gemeinderat für einen Gas⸗ und Waſſerfachmann mit Fachſchulvorbildung ausge⸗ ſprochen hatten, entſpann ſich in der jüngſten Gemeinderats⸗ ſitzung eine lebhafte Debatte, bei der man teilweiſe für hieſige Nichtfachleute eintrat. Die Referenzen von 7 auswärtigen Bewer⸗ bern wurden für ſo gut befunden, daß ſie in die engere Wahl kom⸗ men. Ueber einige hieſige Bewerber ſollen nunmehr ebenfalls Re⸗ ferenzen eingeholt werden. Hierauf erfolgt nochmals Vorlage an den Gemeinderat.— Das Geſuch des evang. Kirchenvorſtandes der Filiale Hüttenfeld um Beihilfe zu den Baukoſten der Kleinkinder⸗ ſchule wurde in der Weiſe genehmigt, daß ſowohl der evangelſchen, als auch der batholiſchen Schule, die demnächſt in Angriff genommen wird, 1500 Mark genehmigt wurden. Zur Beſchäftigung von Erwerbslofſen ſoll zunächſt die Aliceſtraße und deren Verlängerung bis an den Wald ausgebaut werden. Nach Einhufung eines Voranſchlages wird ſich die heſſiſche Kammer mit der Ange⸗ legenheit beſchäftigen. Mit einem Staatszuſchuß iſt ſicher zu rechnen. —, Der Bogen I des Jagdbezirks wurde an Poſtmeiſter Sinner ver⸗ geben.— An der Feier des 25jährigen Stiftungsfeſtes durch die Radfahrer⸗Vereinigung 1899 am 23. und 24. Mai beteiligt ſich der geſamte Gemeinderat.— Zum Beſuch des 40jährigen Stiftungsfeſteß der Freiwilligen Feuerwehr in Bürſtadt werden der Muſikkapelle der hieſigen Feuerwehr 150 Mark bewilligt. 80 nHER * 0 1 77 N — 4. Seite. Nr. 231 Reue Mannheimer Jeitung(Abend⸗Nusgabe) Dienskag, den 19. Mai 192⁵ Aus dem Lande 85 Seckenheim, 19. Mai. Das geſtrige Gewitter entlud ſich an der eripherie unſeres Ortes. Es war von kurzer Dauer und geringem Niederſchlag begleitet. Gegen 348 Uhr abends erfolgte auf grellen Blitz ein furchtbarer Donnerſchlag, der vermuten läßt, daß es in der Nähe eingeſchlagen hat. Auch verſagte plötzlich das elektriſche Licht. Wie man nachträglich erfuhr, foll der Blitz in das Transformatoren⸗ haus beim nahen Wald eingeſchlagen und eine Störung der elektri⸗ — Stromzufuhr verurſacht haben. Die Störung wurde raſch be⸗ n. „GVWeinheim, 18. Mai. Vergangene Nacht hat ſich hier din 43jähriger Monteur, der ſeit längerer Zeit krank war, in ſeinem Belt erſchoſſen. L. Aus dem Kraichgau, 19. Mai. Sonniges und warmes Mai⸗ wetter begünſtigte die Entwicklung des Pflanzenwuchſes in hervor⸗ ragender Weiſe. Die ſchleppende Entwicklung im April wurde jetzt von einem geſteigerten Tempo abgelöſt. Das Gras auf den Wieſen zeigt einen wunderſchönen Stand, die Getreidefelder ſtehen gleich⸗ mäßig und geſund da, die Kartoffeln ſind ſo ziemlich alle in der Erde und die frühen Sorten ſchon aufgegangen. Auch das Stecken der Dickrüben wird fleißig betrieben. Leider iſt von den Obſtausſichten nicht das beſte zu berichten, da die Blütezeit zum großen Teil in den naſſen und kühlen April fiel. Am wemigaſten können die Birnböume gefallen, die Kirſchen haben ſchönen Anſatz. Auch die Veerenfrüchte, Stachelboeren, haben reichen Behang. Die gefürchteten Eisheiligen ſind ohne Schaden vorbeigegangen, nur däürfte jetzt wieder ein ein⸗ weichender Regen eintreten, damit eine Erfriſchung erfolgt. Die Weinberge ſind noch zu weit zurück, um ein Urteil darüber ausſpre⸗ chen zu können. L. Elſenz, 18. Mai. Am 16., 17. und 18. Mai veranſtaltete der Geſangverein„Liederkranz“ das Feſt des 50jährigen Jubilä⸗ ums, mit dem die Fahnenweihe und ein Wotigeſang verbunden war. Das prächtige Maiwetter hatte eine große Anzahl von Beſuchern nach unferem feſtlich geſchmückten, ſchön gelegenen Ort geführt. Nach dem Fackelzug und Feſtbankett am Samstag, wo auch die Mitalieder⸗ ehrung vorgenommen wurde, fand am Sonntag das eigentliche Wett⸗ ingen ſtatt, an dem ſich nicht weniger als 16 Vereine beteiligten. Außer dieſen hatte ſich noch eine größere Anzahl von Vereinen ein⸗ gefunden, die an dem ſtattlichen Feſtzug beilnahmen. Am Feſtzug beteiligten ſich 32 Vereine. I. Eppingen, 19. Mai. Am geſtrigen Tage konnte der Ge. meindewegwart Wilhelm Haußmann mit ſeiner Gemahlin das Feſt der goldenen Hochzeit in körperlicher und geiſtiger Friſche feiern. Der Jubilar, der 77 Jahre alt iſt, iſt ein Veteran aus dem Feldzug 1870—71. *Karlsruhe, 19. Mai. Der im hohen Alter von faſt 90 Johren hier verſtorbene Medizinolrat Wilhelm Baehr war über 40 Jahre als praktiſcher Arzt hier tätig und wurde ſpäter Chefarzt und leiten⸗ der Arzt der inneren Abteilung des evangeliſchen Diakoniſſenhauſes. Im Jahre 1912 trat Dr. Baehr in den Ruheſtand. * Forbach(Murgta), 19. Mai. Zur Gewinnung von Ent⸗ würfen für ein neues Rathaus, hatte die Gemeinde Forbach einen Wettbewerb unter den Architekten ausgeſchrieben. Durch die Entſcheidung des Preisgerichts wurden den Architekten Betzel& Lang⸗ ſbein in Karlsruhe der 1. und 3. Preis und dem Architekten Regie⸗ rungsbaumeiſter Alfred Fiſcher in Karlsruhe der 2. Preis zuerkannt. „Triberg, 18 Mai. Die erwarteten Gewitterent⸗ ladungen im Schwarzwald haben ſich im hieſigen Gebiet am Samstag nachmittag mit kräftigen Regenfällen, die aber raſch auf⸗ trockneten, eingeſtellt. Teilweiſe iſt auch Hagel gefallen. Die Ge⸗ witter hielten etwa zwei Stunden an, brachten etwas Abkühlung und waren von einem prachtvollen Sonntag mit großem Wander⸗ verkehr gefolgt. Aus der pfalz endwigshafen, 19. Mai. Kommerzienrat Dr. h. e. Wilhelm Lu 1 wie 1 in Mannheim einen großen Freundeskreis be⸗ ſitzt, feiert heute ſeinen 70. Geburtstag in geiſtiger und körper⸗ licher Friſche. Der Jubilar iſt der älteſte der drei Brüder Ludowici und Inhaber der Jockgrimer Ziegelwerke, eines der größten Unter⸗ nehmen dieſer Art in Deutſchland. Auch durch ſeine terra sigillata- Forſchungen, für die ihm von der Univerſität Würzburg der Ehren⸗ doktor verliehen wurde, iſt er in weiteren Kreiſen bekannt. Die von ihm dem Hiſtoriſchen Muſeum der Pfalz in Speyer geſtifteten Samm⸗ lungen ſind die 5 auf dieſem Sonder⸗ biet und eine Sehenswürdigkeit für ſich. Speyer, 18. Mai. Imm Hinblick auf das bevorſtehende 400äh⸗ rige Jubiläum von Luthers Hochzeit hat die Proteſtantiſche Kirchen⸗ regierung der Pfalz folgenden Geiſtlichen den Titel eines Kirchen⸗ rales verliehen: Dekan Born⸗Bergzabern, Pfarrer Bruch⸗Lud⸗ wiashafen, dekan Gautzler⸗Speyer, Pfarrer Eulmann⸗Elſen⸗ brück, Pfarrer D. Riſch⸗Landau und Pfarrer Schultz⸗Kirchheim⸗ bolanden. Slandesamlliche Nachrichten. Verkündete: il und Mai. blobeller Friebr. Eibiſch u. Helene Schwem⸗ mer Kim. Joſ. Daiger u. Gliſabetha Trunk Auchtelt Karl Schwan u. Mathilde Döll Laborant Johannes Thoma u. Hedwia Schuh Reiſender Karl Klein u. Eliſabeth Traſchütz Metzger Anton Seidenſpinner u. Maria ander 30. Reifender Heinr. Hoffmann u. Marie Morgen Kfm. Phil. Hartner u. Berta Weckeſſer. Schreiner Emil Allgeier u. Kath. Schneider geb. Kfm. derlich Monteur Eugen Gramm u. Marie Mayer Karl Grüb und Lydia Biermann Kfm. Valentin Hett u. Joſefing Sprever Monteur Wilhelm Kiefer u. Margareta Wun⸗ Prokuriſt Friedrich Kircher u. Eliſe Goebels Zigarrenmacher Aug. Klein u. Eva Egner Kfm. Karl Korn u. Luiſe Maier Friſeur Karl Rößler u. Karoline Lochbühler Bäcker Heinrich Schittenhelm u. Marie Schmid Baufekret, Robert Streib u. Paulina Kübel Eiſendr. Johann Maſchinenſchl, Karl Zipprich u. Helene Heuß Keſſelſchm. Chr. Gerſtner u. Maria Schimmele Fabrikarb. Otto Bühler u. Luiſa Seßar, Metzger Auguſt Burgert u. Franziska Dürr Chemiker Karl Baumann u. Luiſe Fiſcher * Neuleiningen, bei Frankenthal, 19. Mai. Bei einem Grenz⸗ umgang fanden die hieſigen Feldgeſchworenen am Waldrand un⸗ weit des Aluminiumwerkes die Leiche eines neugeborenen Kin⸗ des. Die Leiche war in einem Karton verpackt und mag etwa 2 Tage vergraben geweſen ſein. Nachbargebiete Das Wimpfener Spiel vom„Pfeiferlein“ H. Wimpfen, 19. Mat. Wie bekannt findet am Himmelfahrtstag tag die Uraufführung des Hottenroth ſchen Heimatswerkes vom „Pfeiferlein“ ſtatt. Anläßlich dieſes Ereigniſſes werden etwa 61 Tageszeitungen vertreten ſein, wie auch eine große Anzahl Ehren⸗ gäſte der Vorſtellung anwohnen. Es iſt daher dringend zu raten, ſich die Karten in den betreffenden Vorverkaufsſtellen oder bei der Bürgermeiſterei Wimpfen zu ſichern. Auf keinen Fall empfiehlt es ſich für auswärtige Gäſte, ſich auf die Tageskaſſe zu verlaſſen. Die Ausgeſtaltung der Naturbühne iſt beendet, ebenſo die 836 Perſonen faſſende Zuſchauertribüne. Auch ſind die Vorbereitungen der wei⸗ teren Ausſchmückung der Stadt in vollem Gange. Die anläßlich dieſes Tages eingeſchobene Beleuchtung der Stadiſilhouette und der Kaiſerpfalz wird wach einem vollſtändig neuen Verfahren geſchehen, das den Reiz noch weſentlich erhöhen dürfte. Gerichtszeſtung Amksgericht Mannheim Mannheim, 19. Mai. Am 24. April wurde vor dem Schöffen⸗ gericht Mannheim J unter dem Vorſitz von Amtsgerichtsdirektor Dr. Kley eine Anklage gegen Dr. Arthur Geiler wegen Beleidigung des früheren Staatsanwalts und jetzigen Amtsrichters Dr. Koranski und des früheren Unterſuchungsrichters und jetzigen Bürgermeiſter Dr. Bührer verhandelt, die mit der Freiſprechung des An⸗ geklagten Dr. Geiler endigte. Dem Angeklagten war zur Laſt ge⸗ legt, in einem vor mehreren Jahren in Karlsruhe gegen ihn und anderen Perſonen wegen Fälſchung von Ausfuhrbewilligungen an⸗ hängig geweſenen Verfahren geäußert zu haben, der Staatsanwalt Dr. Koranski ſei beſtochen geweſen und der Unterſuchungsrichter Dr. Bührer ſei in auffallender Weiſe mit einem außer Verfolgung ge⸗ ſetzten gewiſſen Elmhorſt in einem Kafkee zuſammengeweſen. Durch die Freiſprechung des Angeklagten von der Anklage und eine un⸗ beabſichtigte mißverſtändliche Berichterſtattung iſt nun mancherorts der Glaube erweckt worden, in dem früheren Verfahren ſeien tat⸗ ſächlich Unregelmäßigkeiten vorgekommen. Ueber das Ergebnis der Hauptverhandlung ging uns deshalb folgende amtliche Mitteilung zu: 1. Der Angeklagte Dr. Geiler iſt lediglich wegen Mangel an hinreichenden Beweiſen freigeſprochen worden, weil der einzige Be⸗ laſtungszeuge ſeine früher vor dem Unterſuchungsrichter in Frank⸗ furt gemachten, den Dr. Geiler belaſtenden Ausſagen, in der Haupt⸗ verhandlung weſentlich einſchränkte, und weil die Glaubwürdigkeit dieſes Zeugen angezweifelt wurde.— 2. Einen Wahrheitsbeweis für die ihm zur Laſt gelegten Aeußerungen der Beſtechung uſw. hat der Angeklagte Dr. Geiler nicht einmal verſucht. Er beſtritt von jeher die Aeußerungen überhaupt getan zu haben und verſicherte, daß er nie an die Möglichkeit einer Beſtechung des Staats⸗ anwalts und einen privaten Verkehr des Unterſuchungsrichters mit dem genannten Elmhorſt gedacht habe.— 3. Die in den Be⸗ richten wiedergegebene Angabe, die Außerverfolgungſetzung des Elmhorſt hätte Befremden erregt und es ſeien Akten verſchwunden, beruht lediglich auf Aeußerungen des Verteidigers, nicht auf Feſtſtellungen des Gerichts. Die Einſtellung des Ver⸗ fahrens gegen Elmhorſt iſt in den Akten ausführlich begründet. r § Ein Riefenprozeſſ. Seit mehr als einem Jahr beſchäftigt ſich die Krefelder Oeffentlichkeit mit den Skandalen beim Reichsver⸗ mögensamt bezw. Reichsneubauamt. Die Staatsanwaltſchaft hat jetzt einer Bitte aus Kreiſen der Krefelder Preſſe entſprechend an der Hand der Akten über das bisherige Ergebnis der Unterſuchung eine umfaſſende Darſtellung gegeben. Danach iſt die Zahl der Angeſchul⸗ digten inzwiſchen auf 6 0 geſtiegen. Täglich kommen neue Anzeigen, täglich werden neue Verfahren eingeleitet. § Verurkeilter Betrüger. In der bekannten Schieber⸗ und Un⸗ terſchlagungsaffäre beim Reichsneubauamt in Koblen 3. urde m Samstag in ſpäter Nachmittagsſtunde nach 5⸗tägiger Verhandlung das Urteil gegen den früheren Angeſtellten der Dienſtſtelle, Architekt Lage, geſprochen. Durch die Beweisaufnahme wurde feſtgeſtellt, daß der Angeklagte ſich in 8 Fällen der einfachen und in ſechs Fällen der ſchweren Beſtechung ſchuldig gemacht hatte. Außerdem wurde feſtge⸗ ſtellt, daß er ſich der Beihilfe zur einfachen Beſtechung in einem Falle, an der Preisbreiberei und des Betruges in je einem Falle ſchuldig gemacht hatte. Er wurde zu einer Geſamtſtrafe von drei Jahren Zuchthaus verurteilt, auf die 6 Monate Unterſuchungs⸗ haft angerechnet werden. lore Marta rich Ruoolf 1. Oberingen. Bruno Wolfgang mann Oskar Ernſt Zeu u. Eliſe Sohn ſtine Lydig 25. Schuhmachermſtr. lichen Luftſtrömungen das teils heitere, warme Wetter fort. 29. Heizer Gottfried Kremer e. T. Gilela Doria 30. Poſtſchaffner Wilhelm Striebel e. T. Hanne⸗ 1. Eiſendreher Heinr. Konrad Rhein e. S. Hein⸗ 30. Artiſt Simon Steinbach e. S. Simon Gollhofer e. 39. Spengler Paul Martin Fritz Kliſche e. S Her⸗ 1. Reichsbankbeamt. Hyazinth Bürger e. S. Egon Wolfgang Wilhelm Theodor 30. Schloſſer Johann Karl Seitz e. T. Maria Fran⸗ ziska 26. Artiſt Joſef Salm e. T. Margareta Katharina 30. Reeder Franz Karl Specht e. T. Johanne Chri⸗ Hermann Karl Paul e. T. Sportliche Kundſchau Hockey Mannheimer F. C. os komb.— Turnverein v. 1846 Mann· heim:3(:2) Zum fälligen Rückſpiel trafen ſich obige Mannſchaften Platze des Erſtgenannten. Das Vorſpiel endete mit dem :4, wobei jedesmal 08 in Führung ging. 4 Turnverein legt von Anſpiel ein ſchönes Tempo vor und kan auch bald durch beſſere Stürmerleiſtungen zwei Tore vorlegen. 08 findet ſich nicht und muß ſchwer arbeiten, um Erfolge des Gegners zu verhüten. Nach Halbzeit klappt es bei 08 etwas beſſer; trotzdem kann def Gegner noch ein drittes Tor erzielen. Endlich gegen Schluß geling es dem Mittelſtürmer von 08, das Ehrentor zu erzwingen. beiden Toren gibt es noch brenzliche Situationen, Erfolge werden aber nicht mehr erzielt. ANutoſport * Erfolge der Firma Heim u. Cie., Mannheim. Wie im Bericht bereits erwähnt, hat auch die Firma Heim u. Cie., Mannheim mit Erfolg am Solitude⸗Rennen teilgenommen. Der Heimwagen iſt als ſchnellſter deutſcher Tourenwagen der 8 Steuer Ps⸗ Tourenwagen⸗Klaſſe hervorgegangen. Es iſt dabei zu berückſichtigen. daß er als einziger Wagen ohne Vierradbremſe am Rennen teilna m und ſich der Fahrer zum erſten Male an einem Rennen bpeteiligte. Bei der Dreieckfahrt in Speyer am Sonntag, 10. Mat war der gleiche Wagen mit Direktor Eberle am Steuer erſter Preis“ träger. Schach „Großzmeiſter Aljechin in Mannheim. Der Sieger des VBaden⸗ Badener Meiſterturniers, Aljechin ſpielt am Mitlwoch abend im Apollo(Goldſaal) gegen den Mannheimer Schachklub ein Simultan⸗ und Blindſpiel 40 Partien, 2 blind.(Näheres ſiehe Anzeige.) wetternachrichten der Karlsruher Landeswetterwarte Beobachtungen badiſcher Wetterſtellen(72e morgens auf dem Ergebnis — Ser⸗ Luft⸗ Tem⸗ Se. 2 Wind 2 85.3 böbe n N eur ee Wener 3 83 m m& SE Richt. Stärke Wertheim.— 151 28 13 NO leicht] heiter 0 Königſtuhl. 563 758,5 14 23 13 O mäß halbbed. 1 Karlsruhe 127 758,2 16 25 13]„ leicht 2 0 Baden Baden 213 758.0 15 20 11 NO„ heitern 22 Villingen 780 759,7 11 20 8 SW)I„ 5 0 Feldberg. Hofſ 1281 645,4 12 10 71„ pwolkenlos 13 Badenweile—————ÿDù'—— 25 St Blaſien—— 10 18 7 ſtilll— heiter 3 Höchenſchwd!— 673,44 14 18 91 O leeicht 12 Auf der Vorderſeite des von Irland bis zum Mittelmeer reichen⸗ den Tiefdruckgebiets dauert in Süddeutſchland bei überwiegend In den kam es geſtern wieder vielfach zu Gewittern und ſtrichweiſe zu Niederſchlägen. Der Einfluß des Tiefdruckgebiets nimmt etwas zu⸗ ſo daß wieder Gewitterregen mit zunächſt wenig veränderten Tem⸗ peraturen bevorſtehen. Vorausſichtliche Witterung für Mittwoch bis 12 Ahr nachts: Teil⸗ weiſe heiter, vielfach Gewitterbildung, beſonders im Gebirge, Tem⸗ peraturen wenig verändert. ziemlich warm. N2uFriedr. Dröllgz! Telephon 460. Leibbinden von.50 an, Bandagen sowie sämtliche Artikel det 5398 Wochen- und Krankenpflege bei fachgemäßer Herren- und Damen- bedienung. — UNIVERSRI. Hbildung geg, gesch. 30. Sandf. Theodor Ernſt Karl Würz 60 J. 5 M⸗ 29. Landwirt Georg Groh 74 J. 10 M. 29. Franziska geb. Reinhard Ehefrau des Schrein. Wilh. Hopf 65 J. 5 M. 29. Privatmann Michael Grabmayer 68 J. 7 M. 30. Maria ageb. Schwander Ehefr. des Kaufmanng Friedrich Wilhelm Froböſe 55 J. 1 M. 30. Schloſſer Peter Müller 57 J. 8 M. 30. Maria Anna geb. Scheffer Wwe. des Kaufm⸗ Oskar Kreuzer 79 J. 2 M. 80. Stadtarb. a. D. Joh. Adam Lipp 75 J. 4 M⸗ 1. Chemiker Dr. phil. Ludwig Mohr 57 J. 2 M. 1. Chriſtian geb. Oehler Wwe. des Briefträgers Michael Müller 69 J. 8 M. 30. Maria Magdalena Federle 1 J. 2 M. 30. Taglöhner Linus Schwab 54 J. 7 M. Luiſe geb. Eichinger. Wwe. des Kafernenwäch⸗ S. Bruno 1 Ehriſtine Kolb t Kurt 1 Brenner u. Tath. Mörgentbaler Steffan Schloſſer Oskar Schweizer u. Roſa Eiſemann Arbeiter Adolf Schifferdecker u. Mina Läpple Reiſender Adolf Graſer u. Mathilde Gläſſer Kfm. Ernſt Leidig u. Lydia Seitz Schloſer Friedrich Leipf u. Emma Lorſchiedter Preſſer Eugen Frankhauſer u. Frieda Hart⸗ mann 1. Malermſtr. Heinrich Huck u. Emilie Mußler Kellermſtr. Johannes Unverzagt und Frieda Schock geb. Bißinger Arbeiter Richard Bürkel u. Lina Lang Verſicherungsinſpv. Erich Zimmermann 0 Schreiner Friedr. Schmitt u. Katharina Alter Häcker Friedr. Ritter u. Roſa App Dipl.⸗Ingen. Wilh. Platz und Margareta Wein⸗ mar 2. Kfm. Karl Faul u. Chriſtine Embacher Rangierer Karl Streibel u. Emma Schluß er Monteur Peter Klein u. Fohanna Mauſer Mechaniker Rich. Dechant u. Anna Vogel Schreiner Philivp Kaiſer u. Maria Hofmann geb. Schröder Häcker Go. Specht und Babette Maier Reſe.⸗Lokführ. Ferd. Scherer und Roſa Horn 1 4. Kim. Karl Mettler u. Anna Moſis 11 Arbeiter Theodor Noe u. Emma Richter Dipl.⸗Ingen. Hermann Wegerle und Eliſabeth 17 Enderlein Kim. Jankel Borinboim u. Hena Szotland 1 5. Monteur Wilh. Galmbacher u. Anna Bauer Schmidtke u. Margareta Hauck und Kfm. Richard Papſch u. Johanna Schmidt Rotteumſtr. Erwin Obhof u. Magbalena Sand⸗ ritter Getrante: AMprif und Maf. 30. Schloſſer Franz Erbacher u. Ella Spinle KHim. Chriſtian Laroch u. Franziska Renz Afm Wifß Mfeifer u Marie Rerſt Kammermuſik. Hans Stephanus u. Anna Walter 2. Bäckermeiſter Friebrich Blaich u. Elſa Layer Kraftwagenf. Karl Fiſcher u. Elſa Fröhlich 5. Alſſiſtenzarzt Dr, med. Karl Winter u. Char⸗ lotte Morgenroth Geborene: April und Mai. 26. Oberpoſtaſſiſtent Johann Kreck e. T. Annelieſe 27. Elektrom. Heinrich Karl Stein e. T. Henriette 28. Fabrikarb. Anton Joſef Wunſch e. S. Philipp 25. Schloſſer Emil Neubert e. S. Kurt Werner 27. Stereotypeur Guſt. Adolf Flamm e. T. Herta Klothilde 25. Arbeiter Leo Sebaſtian Stemmler e. S. Bert⸗ hold Hermann 28. Tagl. Karl Fried. Erkert e. T. Renate Margot 29. Rangierer Wilh. Lenz e. S. Erich 28. Verſicherungsbeamt. Otto Marx e. S. Otto Guſtar Franz Polizeiwachtmſtr. Richard Wilhelm Bürger e. Tochter Martha Luiſe Arbeiter Otto Weidner e. T. Veronika Urſula Schloſſer Karl Pfeuffer e. S. Karl Fritz „Kfm. Hermann Friedr. Wieland e. T. Urſula Annelieſe „Zimmermann Lorenz Thurn e. S. Kurt Wal⸗ demar . Kalkulator Karl Georg Keller e. T. Hannelore 28 Luiſe 27. Arbeiter Joſef Blaſcezuk e. S. Siegmund 26. Schneider Heinrich Harl Bähr e. T. Franziska Katharina „Former Michael Gaßmann e. S. Walter Ingenieur Paul Spittler e. T. Martha Eiſendreher Karl Brauch e. S. Willi Karl .Bäcker Eugen Schuſter e. S. Oskar Georg „Arbeiter Karl Sachſenweger e. T. Margarete Irmgard Lotte 28. Kraftwagenführer Karl Friedrich Schumacher e. S. Walter Johann Karl 28. Schiffs bauer Friedrich F örſter e. T. Anna Maria. 29. Heizer Guſtav Karkoſſa e. S. Günter 29. Eiſenbhobler Adam Renner e. S. Lothar Man⸗ fred Erich 29. Monteur Georg Ludwig e T. Gertrud Mar⸗ garete 2 5 30. Steinhauer Eliſabeth Anna 28. Kfm. Alois Walzenbach e. T. Hedwig 28. Ingenieur Joh. Jakob Stengel e. T. Erika Gertrud Johanna 29. Dipl.⸗Ingen. Adolf Heinrich Marquis e. S. Adolf Heinrich Oskar 1. Elektrotechn. Artur Ferd. Tamm e. S. Artur Georg 1. Former Jakob Friedrich Diefenbach e. S. Friedrich Karl 80. Inſtallateur Georg Wilhelm Grau e. T. Ruth 29. Kfm. Heinrich Scheck e. T. Helga Siglinde 2. Bankbeamter Richard Leonhard Otto Hager e. Sohn Ernſt Günter 28. Oberſtadtſekretär Konrad Ludwig Haas e. S. Hermann Peter Lothar 80. Kfm. Phil. Hallenberger e. S. Friebrich Her⸗ mann 2. Chemiker Dr. phil. nat. Wilhelm Wirbatz e. Tochter Erna Margaret Waltraud 27. Mechaniker Peter Stumm e. S. Hermann Jo⸗ hann 27. Mechan. Peter Stumm e. S. Karl Theo“ 1. Hilfsarbeiter Valentin Dieter e. S. Andreas Valentin 50. Monteur Eugen Barth e. T. Hebwie Eliſabeth 2. Rottenmſtr. Wilhelm Karl Schmelcher e. T. Maraot Ingeborg 1. Zimmerm. Sebaſtian Umhey e. S. Alfred Joſef. Geſtorbeue: April und Mai. ̃ 28. Direktor Karl Heinrich Reitz 61 J. 6 M. 29. Chriſtine geb. Weber Wwe. d. Wagenreviben⸗ ten Andreas Kühn 73 J. 7 M. 28. Zimmermann Johann Albert 88 J. 1 M. 29. Irma Wipfler 8 M. 3 Tage 29. Margareta geb. Gaubatz. Ehefrau des Zugf. Georg Wenchel 46 J. 5 M. 29. Zimmermann Bernhard Müller 74 J. 4 M. 30. Katharina geb. Oeſtreich Ebefr. d. Ofenſetzers Robert Braun 48 J. 8 M. Mathias Maximilian Schneider 65 J 8 N 5 ters Anton Obert 67 J. 4 M. 1. Luiſe geb. Degler Ehefran d. Arbeiters Jak. Singer 59 J. 6 M. 1. Kauſm. Karl Hermann Peters 54 J. 10 M. 1. Fuhrmann Bernhard Höhnle 63 J. 8 M. 1. Waahenzteß Franz Matbias Friedrich Lokowi 54 J. 4 1. Bankdirektor Joſ. Oskar Leopold Hohenemſer 49 J. 11 M. 17. leb. Kontoriſtin Maria Johanna Franzis ka Sartor 21 J. 3 M. 21. Konrad Schunko 4 J. 4 M. 23. Wilhlemine Schunko 10 J. 2 M. 1. Kreſzenz geb. Dörflinger Ehefrau des Ren⸗ tenempfängers Leonhard Eckert 76 J. 11 M⸗ 25. Wilhelm Oskar Jung 9 J. 9 M. 28. Eiſenbahninſpektor Friedrich Heinrich Glaſſen 49 FJ. 5 M. 1. Barbara geb. Dörr Wwe. d. Schleifers Peter Schwann 57 J. 6 M. 1. Eiſenbahnoberſekretär a. D. Joſef Mittermeier 78 J. 3 M 16. led. Mühlenarb. Lorenz Schaller 55 J. 1 M⸗ 1. Suſanna geb. Hofſtetter Ehefrau d. Obermon! teurs G. Fritz Erdmann Freitag 55 J. 9 M. 2. Tempeldiener Iſaak Aron Gutter 69 J. 4 M. 8. Frieda geb. Diringer Ehefr. d. Metalldrehers Geora Bräuninger 50 J. 6 M. g. Regiſtrator a. D. Karl Peter Schreiber 55 J. 9 Monate 30. Luiſe geb Befſel Ebekrau d. Tünchers Karl Gottlieb Kälble 27 J. 11 M. 8 Weichenwärter a. D. Jakob Reichert 74 Jahre 2. Müller a. D. Gottfried Bellochs 84 J. 1 M. 8. Hallenmeiſter a. D. Joſef Johann Galmbacher 75 J. 7 M. 4. Willi Kohlbammer 1 Minute 5. Hilda Backhaus 1 Tag. 5. Rudi Kurt Bucher 1 J 1 M. 3 5. Luiſe geb. Heuß Ehefrau des Privatmann Karl Konradi 68 J. 7 M. 5. Katharina geb. Schlechter Wwe. des Goldar⸗ beiters Klemens Arper 67 J. 5 M. Dienskag, den 19. Mai 1925 neue Mannheimer Jeituna[Abend⸗Rusgade) 5. Seike. Nr. 231 Aus der Welt der Technik Dampfkeſſel für hohe Drucke Von Dipl.⸗Ing. Max Blänsdorf, Mannheim Die Entwicklung der Thermodynamik— der wiſſenſchaftlichen Erforſchung des Waſſerdampfes, ſeiner Eigenſchaften und ſeines Verhaltens— brachte ſchon frühzeitig die Erkenntnis, daß die Ver⸗ wendung des Waſſerdampfes als Energieträger für Wärmekraft⸗ maſchinen umſo wirtſchaftlicher erfolgt, je höher der Dampfdruck iſt. Gleich damals ſchlug man vor, Drucke von 100 Atmoſphären zu verwenden, doch war man nicht in der Lage, den Vorteil praktiſch nachzuweiſen, da man keine Maſchinen⸗Bauſtoffe von genügender Feſtigkeit hatte. Als die Technik dieſe Vorausſetzung vor einer Reihe don Jahren ſchuf, war die Aufgabe damit doch noch lange nicht gelöſt, denn man konnte jetzt wohl ſolchen Drucken ſtandhaltende urbinen und Kolbenmaſchinen bauen, jedoch noch keine Keſſel. Die neue Aufgabe ging dahin, Keſſel zu bauen, die den beſon⸗ deren Anforderungen des Hochdruckvetriebs gewachſen und ſeinen Eigentümlichkeiten angepaßt waren, deren Betriebsſicherheit der der früheren Keſſel nicht nachſtand und deren Anſchaffungs⸗ und Be⸗ triebskoſten trotzdem gering genug waren, um die Erſparniſſe der günſtigeren Dampfausnutzung nicht wieder aufzuzehren. Zuerſt griff man das Problem vom Waſſerrohrkeſſel aus an, den man durch geſteigerte Feſtigkeit wiederſtandsfähig genug machte, erkannte jedoch ſchnell, daß ſich angeſichts der Unregelmäßig⸗ keit der Waſſerſtrömung die Dampfführung nicht befriedigend geſtal⸗ tete. Den nächſten Schritt tat der Schwede Bloomquiſt; er entwarf einen Keſſel, der die alte Bauart vollſtändig verließ und ein neues Element in den Keſſelbau brachte: das rotierende Rohr. Dadurch erreichte er, daß ſich Waſſer und Dampf dank der Fliehkraft zwangsläufig von einander trennten; der leichtere Dampf ſammelt ſich im Rohrinnern, das Waſſer bildet eine Schicht an der Rohrwand, die ſie ſo vor zu ſtarker Erhitzung ſchützt.— Dieſer Dampferzeuger, der Atmos⸗Keſſel, bedarf jedoch einer Reihe von Hilfsapparaten, einer Antriebsmaſchine, beſonderer Dichtungen am Eintritt der Rohre in den Dampfſammler und verſchiedener Sicherheitsvorrichtungen, die ihn zu einem ziemlich komplizierten Mechanismus machen. Darunter leidet natürlich ſeine Wirtſchaftlich⸗ keit, die dann für die Praxis nicht mehr groß genug iſt. Eine andere Konſtruktion. der engliſche Benſon⸗Keſſel, arbeitet mit ruhenden Rohren bei einem Druck von 224 Atmoſphären (at), bei dem der Uebergang des Waſſers in Dampf ohne Verände⸗ rung des Volumens erfolgt. Der erzeugte Dampf wird durch Aus⸗ tritt aus einer Düſe von etwa 100 at entſpannt und nach Ueber⸗ hitzung zur Krafterzeugung verwendet. Noch zweckmäßiger hat die deutſche Technik jüngſt die große Aufgabe gelöſt, denn vor einigen Wochen hat man bei der Wiener Lokomotivfabrik in Floridsdorf verſuchsweiſe einen neuen Keſſeltyp in Betrieb genommen, deſſen Erfinder Prof. Dr. Löffler, ein weit ausſichtsreicheres Antriebsverfahren zur Anwendung bringt. Die Feuerung dient hier nur noch zum Ueberhitzen des Dampfes, den man in einem geſonderten Verdampfer erzeugt Es iſt ein einfacher Waſſerbehälter, in dem der überhitzte Dampf eingeblaſen wird, um ſeine Wärme an das Waſſer abzugeben. Zum Anlaſſen iſt Hilfsdampf erforderlich, um das Rohrſyſtem zunächſt mit Dam zu füllen. Durch Steigerung der Ueberhitzung und der in den Verdampfer eingeführten Dampfmenge ſteigt dann der Dampfdruck raſch, ſo daß nach Inbetriebſetzung mit Dampf von 12 at eine Stunde ſpäter etwa 100 at erreicht ſind. Der Dampf verläßt den Verdampfer in naſſem Zuſtand und wird in den Ueberhitzerſchlangen lediglich getrocknet und überhitzt; ſie ſind infolgedeſſen keiner Keſſel⸗ ſteinabſcheidung ausgeſetzt und können als enge Rohre mit hoher Feſtigkeit ausgeführt werden. Wenn dieſer Dampferzeuger ſich im Betrieb weiterhin ſo gut bewährt wie bei den erſten Verſuchen, iſt er unbedingt zur Zeit der ausſichtsreichſte, da er durch ſeinen großen Waſſerraum elaſtiſch ge⸗ nug arbeitet und mit großer Betriebsſicherheit gebaut werden kann. Gelingt es noch— woran nach dem einfachen Aufbau kaum zu zweifeln iſt— ihn zu einem mäßigen Preis herzuſtellen. ſo dürfte damit dem Hochdruckdampf und ſeinen großen Vorteilen im Dampfkraftbetrieb endlich die Bahn geebnet ſein. Die Altrawage Eine Glanzleiſtung der deukſchen Jeinmechanik Von Dr.⸗Ing. 9. Bock(Hamburg) So winzig ſind die Moleküle, die Bauſteine des Stoffes, daß auch das ſchärſſte Ultramikroſkop ſie nicht erſchaut. Nicht weniger als eine halbe Quadrillion gehen auf ein Mol, d. h. auf ſo viel Gramm eines Stoffes, als ſein Mokelulargewicht beträgt. Mole⸗ kulargewicht? Wer hat das Molekül zu wiegen vermocht, ob⸗ ſchon es noch nie geſehen worden iſt? Direkt natürlich niemand. Das Molekulargewicht wurde auf Umwegen ermittelt und errechnet. Immerhin unter Zuhilfenahme von Wagen, die das, was man vom Kaufmannsladen her gewohnt iſt, weit in den Schatten ſtellen. Wenn der Laie ſieht, wie empfindlich eine gewöhnliche chemiſche Wage z. B. auf das Auflegen einers kurzen Varthaares oder eines Fliegenbeines reagiert, ſo glaubt er bereits die Grenzen des Erreich⸗ Faren vor ſich zu haben. Das iſt aber durchaus nicht der Fall, viel⸗ mehr ſind dieſe älteren Wagen mit ihrem langen Wagebalken nach utigen Begriffen ziemlich rohe und ſchwerfällige Inſtrumente, an nen man wegen ihrer langen Schwingdauer geduldig ſitzen muß, bis man nach allerlei Beobachtungen und Rechnungen endlich zum Reſultat gelangt. Gelingt es dabei, ein Gewicht ven etwa 100 Gramm bis auf 1½/1000 Gr. genau feſtzuſtellen, ſo iſt das ein ſehr ſchöner Erfolg. Vor rund vier Jahrzehnten kamen die ſogen. Mikrowagen mit verkürztem Wagebalken und dementſprechend kleiner Schwingdauer auf, die in jeder Hinſicht einen Fortſchritt vorſtellten, nicht zuletzt deshalb, weil ſie ein erheblich raſcheres Arbeiten geſtatten. Mit ihnen kann man ein Gewicht bis zu etwa 25 Gramm bis auf einen Fehler von rund einem Hunderttauſendſtel Gramm genau feſtſtellen. Die Genauigkeitsſteigerung gegenüber den älteren Wagen war alſo recht bedeutend. Für beſtimmte Anforderungen genügte das aber immer noch nicht. Beſonders die biologiſchen Wiſſenſchaften ſtellten bedeutend höhere Anſprüche. Unter dieſen Umſtänden iſt es begreiflich, daß die weiteren Verbeſſerungen von einem phyſiologiſchen Inſtitut ihren Ausgang nahmen: Dr. F. Holtz in Erlangen konſtruierte auf Grund eingehender Ueberlegungen ein Wagenmodell, das alles bisher Dageweſene in den Schatten ſtellte und daher den bezeichn den Namen„Ultrawage“ erhielt. Die techniſche Ausführung der Wage wurde einer Hamburger Firma übertragen, deren Inhaber ſchon vor Jahren für ſeine Verdienſte um die Konſtruktion feinſter Wagen von der Techniſchen Hochſchule in München den Ehren⸗ Doktoringenieur erhielt. Auch diesmal rechtfertigte die Firma die auf ihre Kunſt geſetzten Hoffnungen nach jeder Hinſicht. Statt eines metalliſchen, leicht Verbiegungen ausgeſetzten Zeigers erhielt die ltrawage einen Lichtzeiger, den man ja auch bei den Spiegelgal⸗ vanometern findet. Der Strahl wird vom Wagebalken durch ein optiſches Syſtem geſteuert und auf eine Skala geworfen. Die Ab⸗ leſung kann mit einer ſolchen Schärfe erfolgen, daf zägungen bis zu 20 Gr. noch Gewichtsteile von einem Zehn⸗ millionſtel Gramm abſchätzen laſſen. Gegenüber der Mikrowage bedeutet dies eine Genauigkeitsſteigerung im Verhältnis 1: 1001 Was bei einer ſolchen Wäguag alles zu berückſichtigen iſt, kann hier nicht einmal andeutungsweiſe wiedergegeben werden. Nur auf eine Fehlerquelle ſei aufmerkſam gemacht: Daß ſchon ein Kör⸗ per von 1 om' Inhalt in der Atmoſphäre einen Auftrieb von rund 13 Milligramm(eng) erleidet, der ſich bei einer Erhöhung der Luft⸗ temperatur um 1“ C. unter mittleren Verhältniſſen um etwa .io ing vermindert, während umgekehrt ein Barometeranſtieg um 1 mm eine Auftriebsvermehrung von ¼ůů0 ing zur Folge hat. daß ſich bei! die Bedeutung der Belaſtung von Waſſer⸗ kraſtwerken ohne Speicherfähigkeit Von Dr.⸗Ing. O. Streck, München Die 5 einer Waſſerkraftſtufe iſt durch die beiden Fak⸗ toren Waſſermenge und Gefälle bedingt, derart, daß mit der Zunahme dieſer Größen auch die erhaltene Leiſtung wächſt. Um das Verſtändnis der nachfolgenden Ueberlegungen zu erleichtern, faſſen wir hier nur die Waſſermenge ins Auge und nehmen ein Gefälle von ſo und ſo viel Metern als feſtgegeben an. Die G e der Kraftwaſſermenge hängt nun von der jewei⸗ ligen Waſſerführung des Fluſſes ab, die je nach der Jahreszeit und den Witterungsverhältniſſen zwiſchen relativ kleinem Nieder⸗ und relativ großem Hochwaſſer ſchwankt. Die Möglichkeiten für die Waſſerentnahme aus dem luſſe zwecks Kraftausnützung können alſo nur innerhalb dieſer renzen liegen. Je höher die Entnahme getrieben wird, deſto größer wird der Leiſtungsgewinn im Werk, deſto größer müſſen aber auch die baulichen Anlagen und Maſchinen ſein, um dieſe Waſſermengen aufzunehmen und zu verarbeiten, und deſto ſeltener wird ſchließlich die Anlage voll ausgenützt wer⸗ den, weil die Gecen Ausbauwaſſermenge eben nur ſelten vorhanden iſt. Aus der Gegenüberſtellung der Vor⸗ und Nachteile läßt ſich für jede Anlage eine techniſch und eine wirtſchaftlich günſtige Ausbau⸗ größe ermitteln. Für unſere Betrachtung genügt es, die Tatſache feſtzuhalten, daß bei normalen, nicht ſpeicherfähigen Waſſerkraft⸗ anlagen die Leiſtung der Kraftzentrale, alſo die Energie⸗ erzeugung, ſchwankt und zwar umſomehr, je größer der Unterſchied zwiſchen Nieder⸗ und Ausbauwaſſer⸗ menge wird. Wie wirken ſich dieſe Schwankungen aus? Dazu ein Wort über die Selbſtkoſten einer Waſſerkraft⸗ zentrale! Sie ergeben ſich teils aus den Aufwendungen für den Le rieb(Perſonal, Schmiermittel uſw.), zum größeren Teil aber aus dem Zinſendienſt für das Anlagekapital(bauliche Anlagen, Grund⸗ ſtückserwerbungen, waſſerrechtliche Ablöſungen u. dergl.). Man er⸗ kennt leicht, daß der für eine Betriebsperiode(3. B. für ein Jahr) anfallende Selb als nahezu unveränderlich angeſehen werden kann. Zu ſeiner Deckung dient die Energieproduktion des Werks; er muß alſo auf die erzeugte Arbeitsleiſtung, d. i. die Geſamt⸗ heit der Kilowattſtunden(Kw.), verteilt werden. Deren Maximum iſt gegeben, wenn im Rahmen der gewählten Ausbaugröße der An⸗ lage jede durch den Triebwaſſerkanal fließende Waſſermenge nutzbar gemacht wird. In dieſem Fall 0 8 die Leiſtungseinheit, die KWn, der geringſte Selbſtkoſten⸗ anteil. Bei nicht ſpeicherfähigen Waſſerkraftanlagen läßt ſich keine Ver⸗ brauchsenergie„auf Lager“ produzieren, wenigſtens nicht in größerem Umfang. Die über den jeweiligen Bedarfsanſpruch hinausgehende, mögliche Leiſtung wird— dank der Turbinenregler— gar nicht erſt „Veensc Das überſchüſſige Waſſer fließt vielmehr gleich über den „Leerſchuß“ beim Krafthaus unausgenützt in den Fluß zurück. Das Maximum der Energieproduktion iſt deshalb nur zuerreichen, wenn Stromabnehmer daſind, die Tag und Nacht, Sommer und Winter Energie ver⸗ langen, und zwar immer ſoviel daß der zuſammen⸗ gefaßte Bedarf, der durch die Waſſerführung und Ausbaugröße bedingten Energiedarbietung je⸗ weils mindeſtensgleichkommt. In dieſem Falle deckt ſich nicht nur die Größe des zuſammengefaßten Jahresenergie⸗ bedarfs mit der ſummierten möglichen Jahres⸗Energie pro⸗ duktion, ſondern es ſtimmen auch die jeweiligen Tages⸗ oder Stunden⸗Energiebedürfniſſe mit den gleichzeitig möglichen Energie⸗ darbietungen des Werks(ſchwankende Waſſerführung des Fluſſes!) vollkommen überein. Sind dabei auch die Maſchinen nicht dauernd voll belaſtet, ſo iſt doch das„Werk“ hinſichtlich der jeweiligen, prak⸗ tiſchen Leiſtungsmöglichkeit ſtets voll belaſtet und die Selbſt⸗ koſten der Kilowattſtunde gehen auf den praktiſch möglichen Kleinf wert zurück. Man 1 778 daraus, daß die Höhe der Stromſelbſtkoſten„ab Werk“ von der vorfſkizzierten Werkbelaſtung und damit von der Größe und dem zeitlichen Auftreten des Bedarfs abhängt. Wenn beiſpielsweiſe nur ein Zehntel der möglichen Jahres⸗ energieproduktion abgeſetzt wird, ſteigen die Selbſtkoſten der Kilowatt⸗ ſtunde auf etwa das zehnfache des praktiſch möglichen Minimums. Die günſtigſten Verbraucher ſind elektrochemiſche und elektro⸗ metallurgiſche Betriebe, Holzſchleifereien uſw., weil ſie ſich ſchwanken⸗ den Energiedarbietungen in weiten Grenzen anpaſſen können. Für lediglich der„Ueberlandverſorgung“ dienende Waſſerkraftwerke liegen die Belaſtungsverhältniſſe nicht ſo günſtig, weil hier die Bedürfniſſe zeitlich ziemlich feſt verteilt ſind(Winterlichtbedarf, gewerblicher Kraftſtrombedarf hauptſächlich am Tage uſw.). Je mehr dabei maxi⸗ maler Bedarf und maximale Deckungsmöglichkeit zeitlich auseinander fallen, deſto ungünſtiger wird ein ſolches Werk belaſtet, deſto höher werden alſo auch die Selbſtkoſten für die Kilowattſtunde„ab Werk“ Helium als Ballongas Von Dr. P. Scharſchmidt, Freiburg i. B. Als 1909 anläßlich einer durch Blitzſchlag verurſachten Ballon⸗ exploſion der Vorſchlag gemacht wurde, das damals in ſeinen weſentlichen Eigenſchaften bekannte, aber noch ſehr ſeltene Gas Helium zur Füllung der Gaszellen in Freiballonen und Luft⸗ ſchiffen zu verwenden, da lachte man wohl auch in fachmänniſchen Kreiſen. Die zur Verfügung ſtehenden Mengen waren damals lächerlich gering und noch im Frühjahr 1918 gab es auf der ganzen Erde höchſtens 4 obm in techniſch verwertbarer Form. Aber die erheblichen Vorteile gegenüber dem leicht explodierenden Waſſer⸗ ſtoffgas veranlaßten doch großzügige Nachforſchungen nach irgend wie verwendbarem Helium⸗Vorkommen. Das Helium war 1868 als Beſtandteil der Sonne mit Spek⸗ tralapparaten entdeckt worden. Später wurde es in einigen irdi⸗ ſchen Mineralien, meiſt mit Uran zuſammen, aufgefunden. Die Darſtellung des reinen Gaſes aus dieſen ſeltenen Mineralien war ſchwierig und koſtſpielig. Auch in Thermal⸗ und Gasquellen wurde es gefunden, ſo in Deutſchland in der Wildbadquelle. Ausbeute von techniſch⸗wirtſchaftlicher Bedeutung verſprachen aber nur die in Nordamerika häufigen Erdgasquellen, die bis zu 5 Pcozent enhalten Helium gehört zu jener intereſſanten und eigentümlichen Kör⸗ perklaſſe, die der Chemiker als Edelgaſe bezeichnet. Von ihnen kennt man keine chemiſche Verbindung. Helium iſt alſo auch nicht brennbar und kann ſelbſt bei der heftigſten Einwirkung durch elektriſche Funken und dergleichen nie explodieren. Das Literge⸗ wicht beträgt 0,1787 Gramm. Sein Auftrieb ſteht dem von Waſſer⸗ ſtoff nur um 8 Prozent nach. Aber noch in anderer Hinſicht iſt es intereſſant. Im Jahre 1908 iſt es gelungen, das Gas in eine Flüſſigkeit umzuwandeln. Sie iſt nur haltbar bei einer Tempe⸗ ratur von ungefähr 265 Grad, der tiefſten Temperatur, die Men⸗ ſchen je erzeugt haben, eine Temperatur, bei der nach unſerem Wiſſen jedes Leben zur Unmöglichkeit wird. Und gerade dieſen ungeheuren Schwierigkeiten, die das Helium ſeiner Verflüſſigung entgegenſetzt, verdanken wir die techniſche Methode zu ſeiner Ge⸗ winnung. Die Erdgasquellen vor allem im Texas bilden das Ausgangs⸗ material zur Heliumgewinnung. Die dort in ungeheueren Men⸗ gen der Erde entſtrömenden Gaſe ſetzen ſich zuſammen aus 80 Prozent Methan, jenem Gas, das mit Luft gemiſcht, die Urſache der meiſten furchtbaren Grubenexploſionen iſt, und einigen Pro⸗ zenten Stickſtoff und 0,34 Prozent Helium. Der Weg, der die Amerikaner zum Helium führte, war be⸗ ſchwerlich; es bedurfte der ſtärkſten Energie und umfaſſender Geld⸗ mittel, um die 1917 begonnenen Laboratoriumsverſuche zu einem techniſch großzügigen Verfahren auszuarbeiten. Man verflüſſigte alle Gaſe bis auf das Helium, das man ja rein gewinnen wollte, unter Anwendung von hohen Drucken und ganz tiefer Temperatur. Heute beſteht in Amerika die Möglichkeit, jährlich 350 000 obm dieſes Gaſes zu erzeugen. Für deutſche Verhältniſſe immer noch ſehr hoch iſt ſein Preis von 7 Mark pro Kubikmeter, nachdem noch vor wenigen Jahren die gleiche Menge 1000 Mark gekoſtet. Die Amerikaner nennen das preiswert! Man bedenke, daß eine Füllung des Z. R. IIl eine halbe Million Mark wert iſt. Die in Amerika erzeugten Heliummengen deckten aber nicht einmal den Bedarf der amerikaniſchen Marine. Schon ein ein⸗ ziges Luftſchiff verſchlingt zu einer Füllung den fünften Teil der Jahreserzeugung. Dazu kommt noch, daß auch Helium ganz langſam aber ſtetig aus der Hülle entſchlüpft und wertloſe Luft an ſeine Stelle tritt. Zur Streckung verwenden übrigens die Amerikaner etwa 15 Prozent Woſſerſtoff, ohne daß die hervor⸗ ragenden Eigenſchaften des Heliums dadurch beſeitigt würden. Auch aus der Luft, die in 100 Litern etwa 0,05 cem Helium enthält, läßt ſich dieſes für die Luftſchiffahrt ſo wertvolle Gas gewinnen. Ein rationelles Verfahren iſt aber noch nicht aufge⸗ funden, und ſo muß Europa vorerſt das exploſionsſichere Ballon⸗ gas den Amerikanern als Mittel zu neuen techniſchen Fortſchritten überlaſſen. 4 Techniſches Allerlei Die Lokomotive der Jukunſt Von Hanns Günther Die meiſten werden ſagen, daß die Zukunft in unſerem Zeit⸗ alter der Elektrizität, der elektriſchen Lokomotioe gehört; und es iſt gut möglich, daß man damit nicht unrecht hat. Aber die Dampf⸗ lokomotive hat darum den Kampf um die Vorherrſchaft noch lange nicht aufgegeben, und ihr ſtärkſter Bundesgenoſſe in dieſem Kampf ſind die großen Koſten, die die Einführung der elektriſchen Eiſen⸗ bahnen macht. Trotzdem ſchreitet die Elektriſizierung der Eiſen⸗ bahnen überall fort, und eines Tages wird die Dampflokomotive ver⸗ ſchwinden müſſen, wenn ſie ſich bis dahin nicht weſentlich vervoll⸗ kommnet hat. Ihr größter Fehler iſt ihre Unwirtſchaftlichkeit, denn ſie vermag nur e Kohlen ſteckenden Wärme⸗Energie in Nutz⸗ leiſtung umzuwandeln. Das iſt im Vergleich zu allen anderen Kraftanlagen ſehr kläglich. Die Kolbendampfmaſchine, deren ſich die Lokomotive von Anfang an bedient hat, iſt aber ſo weit vervoll⸗ kommnet, daß man auf weſentliche Verbeſſerungen nicht mehr rechnem darf. Daher kann die Dampflokomotive in ihrer jetzigen Geſtalt kaum viel wirtſchaftlicher geſtaltet werden. Trotzdem hat man neuerdings eine Dampflokomotive gebaut, die eine ganz bedeutende Verbeſſerung gegenüber den vorhandenen Kon⸗ ſtruktionen darſtellt. Ihr Urheber iſt der ſchwediſche Ingenieur Fred Ljungſtröm. Das Neue liegt darin daß er an Stelle der Kolben⸗ dampfmaſchine eine Dampfturbine zur Lieferung der Treibkraft benutzt. Auch die geringſte Einzelheit dieſer neuen Lokomotive, die mit 35 Meter Länge und 200 To. Gewicht(— 20 vollbeladenen Güter⸗ wagen) eine ganz gewaltige Maſchine darſtellt, iſt auf äußerſte Wirtſchaftlichleit eingeſtellt. Die Dampfturbine geſtattet an ſich eine beſſere Ausnützung der Wärmeenergie. Der Abdampf wird in zwei auf Tendern untergebrachten Kondenſatoren niedergeſchlagen, ſodaß auch die Energie des Abdampfes, den die Kolbenlokomotive durch den Schornſtein jagt, gewonnen wird. Als Brennmaterial benutzt man Kohlenſtaub, deſſen Verfeuerung in der modernen Technik gewaltige Fortſchritte macht. Der Erfolg der neuen Konſtruktion iſt eine Ver⸗ beſſerung der Wirtſchaftlichkeit auf das Zweieinhalbfache da 15% der in den Kohlen ſteckenden Wärme⸗Energie in Nutzleiſtung umge⸗ wandelt werden. Dieſer Wirkungsgrad erreicht zwar den der elek⸗ triſchen Lokomotive noch nicht, doch rechtfertigt er immerhin die Hoffnung des Erbauers, daß ſeiner Lolkomotive die Zukunft ge⸗ höre, da ſie keine koſtſpieligen Leitungsanlagen erfordert wie die elektriſche Lokomotive, alſo alles in allem genommen möglicherweiſe doch wirtſchaftlicher ſein kann. Starkſtromgefahren Der„Verband Schweizeriſcher Elektrizitätswerke“ veranſtaltete kürzlich in Zürich eine Diskuſſions⸗Verſammlung, die zur Ausſprache uͤber wichtige Fragen der Elektrizitätsverwertung diente. Von den verſchiedenen Vorträgen iſt für die Allgemeinheit vor allem einer von Intereſſe, in dem ein Mediziner, Dr. F. Schwyzer, die Er⸗ gebniſſe jahrelanger Studien über„Starkſtromgefahren“ niederlegte. Schwyzer ſtellte feſt, daß die tödliche Stromſtürke 0,½ A beträgt. In den meiſten Fällen genügen Spannungen von 250—500 Volt, um dieſe Stromſtärke durch den Körper zu jagen und den Tod her⸗ beizuführen. Bei Gleichſtrom hängt die Stromſtärke und damit die Gefahr nur von der Spannung ab. Bei Wechſelſtrom iſt auch die Frequenz zu berückſichtigen; gerade die von der Praxis am häufigſten benützten Frequenzen zwiſchen 20 und 200 ſind am gefährlichſten. Der elektriſche Tod tritt als Herztod, Hirntod, Verbrennung, Zellen⸗ tod(bei Blitzſchlag), Erſtickungstod(durch Lähmung der Atemmus⸗ keln) und Schrecktod auf. Das Weſen des Schrecktodes erläutert ein Fall, wo ein Arbeiter durch verſehentliche Berührung eines ſtrom⸗ loſen Kabels getöbet wurde, weil er glauben mußte, das Kabel führe Strom.— Für das Herz ſind die Spannungen von 50—500 Volt beſonders gefährlich. Die Hochſpannungen zwiſchen 5000 und 50 000 Volt wirben mehr auf das Hirn.— Zur Einfchränkung der Stark⸗ ſtromgefahren empfiehlt Schwyzer ein engeres Zuſammenarbeiten der Technik mit der Medizin. Vor allem ſollten die Monteure ge⸗ nau über die Möglichkeiten der erſten Hilfeleiſtung unterrichtet wer⸗ den, da in den meiſten Fällen nur raſche Hilfe etwas nütt. Oft genügt die Stromſtärke gerade, das Herz zum Stillſtand zu bringen. In ſolchen Fällen iſt bei ſchnellem Eingriff durch eine Herzinjektion Rettung möglich. Alle Arbeitergruppen ſollten mit dem dazu nötigen Material ausgerüſtet und in deſſen Handhabung durch fingierte Rettungsübungen damit unterrichtet werden. Alle Fernſprechämter müßten Anweiſung erholten, für Unfallmeldungen an das Werk und den Arzt ſofort alle Leitungen freizumachen. Pſychotechniſche Prü⸗ fung der Elektromonteure ſei ebenfalls zu empfehlen, um für die verantwortungsvollſten Stellen Leute zu finden, die in der Gefahr nicht den Kupf verlieren. H. G. * * Schalldichte Bauſtoffe finden bei der zunehmenden Verſeuchung des täglichen Lebens mit Motoren⸗ und Maſchinengeräuſchen aller Art im Häuſerbau immer ſtärkere Verwendung. Zur Prüfung von Bauſtoffen auf ihre Eigenſchaften gegenüber dem Schall hat das „Bureau of Standards“ der Vereinigten Staaten jünaſt die Ver⸗ ſtärkeröhren und den Lautſprecher herangezogen. H. * Das Ueberſeefloß. Auch heute noch verwendet man zum Trans⸗ port großer Holzmengen auf weite Entfernungen das unter primi⸗ tiven Verkehrsverhältniſſen entſtandene Floß. Wohl die größte bisher in dieſer Form zuſammengebaute und beförderte Einheit von Baum⸗ ſtämmen konnte man in letzter Zeit auf einer Fahrt vom Columbig⸗ fluß in Oregon nach San Diego in Kalifornien beſtaunen. Seinem Inhalt von etwa 120 000 Feſtmetern entſprachen Abmeſſungen. die ſelbſt die berühmten rieſigen Jangadas(Flöße auf dem Amazonen⸗ ſtromp wie Spielzeuge erſcheinen laſſen. Das Hochſeefloß wurde von zwei Schleppdampfern gezogen und beſtand die über 1000 Seemeilen lange Ozeanreiſe ohne Zwiſchenfall. Man hatte ihm auf Grund der Erfahrungen im Schiff⸗ und Luftſchiffbau die bekannte Spindelform gegeben. durch die eigentlich erſt eine wirkliche Seetüchtigkeit erzielt wird. Schwere Ketten hielter die Holzmaſſen zuſammen. Zum Ver⸗ gleich erinnere man ſich an den Transvort des aroßen Schwimmdocks von Deutſchland um das Kap der Guten Hoffnuna nach Tſinatau, eine bisher nicht übertroffene Leiſtung(Pontondock mit durchlaufenden Seitenkaſten von 16 000 Tonnen Hebekxraft.) 8. — —— —— —— — 2 8. Seike. Nr. 231 Neue Mannheimer Jeitung(Abend⸗Rusgade) Dienstag, den 19. Mal 1925 Neue Mannheimer Seitung Handelsblatt Berliner deviſen Aumilich 1 3 1 rr. 6 1 19 ry Hollancd 168,69 169.11 voll 168,69 169,11 ooll Busnos-Aires.663.687 167⁰.674 7 Brilſſel. 21.155 21.215 5 21.03 2¹.09 15 Chriſtiania. 70.81 70.49 70.16 70.34 1 Danzig 80.8⸗ 90.99 1 90.80 91,— Kopenhagen 78.5⁰ 79.—— 78.85 79,05 2 Uſſabon 20.375 20.425 20.375 20,455„ Stockholm. 112.18 112.43 1102,18 112.,48 Helſingſors. 10.537 10,507 2 19.57 10.81 2 Itallen. 17 1¹ 17.15 15.006 17.046 5 London 20.365 20.415 5 20,361 20.411 New- VDort.195.2090 8.195.205 aris 21.755 21.815— 21.695 21.755 15 chweißz. 81 19 81.39 8 61.105 81.365 Spanten 60.65 60.81 55 80,77 60,93 8 Japann 783.767 15.763 1187 Konſtantinopel..285.295.295.305 5 Rio de Janelro.419.421 5.224 0426 Wien abg. 55,055 58.195 5 59.6554 89,1911„ rag. 1243 12.47 1 14,43 12.47 8 ugoftapien..80.82 8 6,80 6,82 5 Dudapeſt..89.91 5.895 5915 1 Sofia 3,9451.055 5.042.652 9 Athen 784.86 4 7769 7711 05 Börfenberichte Frankfurter Wertpapierbörſe Tendenz: flau. O Frankfurk a.., 19. Mai. In der Erwartung, daß die ſo⸗ genannte Entwaffnungsnote der Alliierten, die demnächſt in Berlin übergeben wird, neue Forderungen enthalten werde, ſchritt heute die Spekulation zu umfangreichen Abgaben auf allen Gebieten des In⸗ duſtriemarktes. Beſonders Montan⸗ und Chemiewerte ſind ſtark ge⸗ drückt, erſtere bis 3 und letztere bis über 1 Prozent ſchwächer, ver⸗ einzelt auch noch darüber hinaus. Auch Banken und Elektrowerte ſind angeboten. Im weiteren Verlauf wurden auch Maſchinen⸗ aktien ſtärker in Mitleidenſchaft gezogen. Auf dem Anleihemarkt und Pfandbriefmarkt war die Stimmung dementſprechend ebenfalls ſehr ſchwach. Kriegsanleihe notierte zum erſten Kurs 0,571. Schutz⸗ gebietsanleihe fiel auf 6,1 Im Freiverkehr gingen in erſter Linie Ufa wieder ſtark zurück, nachdem geſtern ſchon nachbörslich der Kurs nachgegeben hatte. Ufa 87, Becker Stahl 1, Becker Kohle 5904, Benz 70 Gold, Krügershall 111 Gold, Kunſtſeide dagegen feſt auf Berliner Käufe mit 304 und Kabel Rheydt 151. Auf dem Geldmarkt iſt heute für den hieſigen Platz die erwartete Entſpannung einge⸗ Tägliches Geld fiel von 10% auf 952 Prozent. Monatsgeld 97——141. Berliner Wertpapierbörſe *Berlin, 19. Mai. Die Bör ſe ſtand unter dem Druck außen⸗ politiſcher Sorgen. Man befürchtete, daß die Entwaffnungsnote eine weitere Zerſtörung von Fabrikanlagen fordern und damit unſerer ſchon ſchwer kämpfenden Induſtrie neuen Schaden bringen wird. Die Rede Streſemanns konnte in dieſer Hinſicht nur wenig be⸗ ruhigend wirken. Bei dieſer Sachlage war es natürlich, daß einzelne ſpekulative Abgaben beſonders die hoch im Kurſe ſtehenden Montan⸗ papiere empfindlich drückte. So ſtellten ſich Harpener bei Feſtſetzung des erſten amtlichen Kurſes um mehr als 3 Proz. niedriger. Auch Deutſch⸗Luxemburger Klöcknerwerke, Köln⸗Neueſſen, Phönir, Rheinſtahl, Schleſiſche Zink und Stollberger Zink erlitten empfind⸗ liche Einbußen. Die Tendenz blieb aber luſtlos bei ganz geringen Umſätzen. Bank⸗ und Schiffahrtsaktien gaben gleichfalls nach. Von Bahnen ſtellten ſich Canada und Baltimore etwas höher. Deutſche Anleihen gaben gleichfalls nach. Auch Schutzgebietsanleihen wur⸗ den auf niedrigem Niveau weniger lebhaft als geſtern gehandelt. Für Auslandsanleihen trat kein beſonderes Intereſſe hervor. Der Kursſtand blieb behauptet. Deutſche Stadtanleihen, Hypotheken, Pfandbriefe und Induſtrieobligationen neigten im Gegenſatz zu geſtern zur Abſchwächung. Die Zinsfätze des Geldmarktes blieben unverändert. Kurszettel Aktien und Auslandsanleihen in Prozenten. (Die mit einem“ bezeichneten Kurſe ſind Goldmarkkurſe.) Frankfurter Dividenden⸗Werte. Bank⸗Alkien. 18. 19. D. Hypothekendn!—,—.35 „Ueberf.⸗Bank 93.— 93.— „Vereinsbank 79,— 78.— Disent.⸗Geſellſch.“ 114,7 114.5 Felte HopBant 0 830 rkfrt. Hyp.⸗Bank 8, Metallb.u..⸗G.“ 100,0 101.1„Notenbank—.——. Mitteld. Crdit⸗B.“ 100,0 100,.2„Vereinsbank—.——, Nürnberg..⸗Bk. 6,25 6,25 Mannh. Berſ.⸗Geſ. 75.——. Oeſter. Cred. Anſt..75.75 F. Allg. Verſ. 87,.— 87.— fälger 25„Be..—.—Sberrh. Verſ.⸗Geſ. 120,0 120,0 eichsbank... 135.0 134,61 Frankf. R. u. Mitv. 69.— 86.— Vergwerle⸗ Akktien. Bochumer Bb. u. G.——.— 88 Bergbau 129,8 128.7J Oberſchleſ. Ob.⸗Bd. 6,25 7,75 BuherusEiſenw.“ 71.— 68,50 Kaliwert Aſchersl. 16˙50 15,50 do. Eiſenind.“ 76,— 75.— .Luxem Bgw.“ 95,50—.—Kaliwrk. Solzdetf.———.— Bergbau 114,2 112.6 Eſchweil. Bergwk. 138 0 137,5 Kallwerke Weſter. 20,.— 19.— raunkohle 143,0 139,0 Lothr. H. u..⸗B.“ 99.— 95,50 Salzw. Helldronn“ 103,3 102.5 19. 19. Rhein. Creditbank 89.— 89.— Rhein. Hyp.⸗Bank.10.25 Südd..⸗Cred.⸗B.—.— Südd. Discontog. 100,0 100,0 Wiener Bankver. 5,60 5,60 Wttbrg. Bankanſt.—.——.— 18 19. Allg. D. Creditdk.“ 88,.— 88,. Ba 18 Bank. 32,60 32,60 Bank f, Br. Ind“ 73,.— 81.— Bayr..⸗Cred. W.—.—.9 „Hop. u. Wo.“ 87,50 87.50 Barmer Bankber..30.25 Berliner Handg.“ 136.5 138.0 CTom. u. Privtbt.“ 102.2 102,2 Ormſt. u. Nat.-.“ 125.7 125,0 iſche Bank. 128,0 124,8 .⸗Aſlatiſche Bank—.——.— D. Eftekt. u. Werte 98.25 98,25 Pho Rhein e:—.——.— elſenk. Bergwk. 76.50 73,15 Mannesmannröh.—,— 59,50 Tellus Bergbau. 3,25 9,1 Gelſenk. Gußſtahl 26.75—.— V. K. u. Laurahütt' 67,50 65,— Cransport-Aketien. Schantungdahn.. 75 Deſerrl Llogd 72,25 70,60J Baltlmore& Ohio 63,50 64.50 Hög.⸗Amt. Paketf. 69,.— 67,5 J Oeſter.-U. St⸗B..—.——.— Induftrie⸗Aketien. Bad. Anil. u. Sod' 136.6 135,0 Cement Karlſtadt' 91,25 89,75 Bad. Elektr.-Geſ.—.— 0,30]„ Lothr. Metz—.——.— Bad. Maſch. Duri. 100,0 100,00 Chamotte Anna. 73,.— 72.— Bad. UhrenFFurtw. 18,— 18,.—] Chm. Wrk. Albert“ 115,0 115,1 Bayriſch. Spiegel“ 72,— 67,.—]„ Goldenderg“ 233,0 232.0 Eichb⸗Manndelm. 55,.— 88.— H. Nempf⸗Sternb. 60,— 59,50 Mainzer Stamm.“—.—152,0 Parkbrauerei. 73.— 15.— Schöfferd. Bindg. 132,2 132,2 Schworz⸗Storch 85,— 84,— Baher. Celluloſe.“——,] Griesheim. 128.9 125,7 Augeb.-No Maſch. 20.28 28550] Br. Beſigb. Oell.485 I8. IPeu Werger 25,.— 25,— Bedk& Henkel 52,50 52,50]„ Weiler t. M. 125,6 125,0J Deutſche Kaliw 28, 26,50 Elsbach& Co. 132,0 132,0J Genſchow& Co. 77.— 78, 40% Adt, Ged. Mächt 50,25 50,.— Bergmann Elektr. 85,75—,— Cönt. Nürnd. Bzg.—.———Deutſche Maſch 68,— 67.—Emaille Ullrich 59,50 60, Germ. Portl.⸗Z.„92.— 90,50 Adler Oppenheim—.———Bing Metallw. 73,10 72,300 Daimler Motor..20 4,600D Steinzg 13.50 13,50 Enzinger Filter. 8,90 9,.—Gerreshelm. Glas“ 68,— 66,— Adlerwerke Kley 3,15 3,05 Bl.- u. S. Braubach—.——.—Dt Eiſenh. Berlin 62,25—.—Deut Wollw., 66,— 65,60—5— Bergwerk“ 139,0 138,2J Geſ..elektr. Unter.“ 121,6 121,0 A C. G. Stamm' 108,5 107,4 Brem.⸗Beſigh. Oel—.— 78,— D. Gold⸗ u. S. Aſt.“ 122,0 119,00Deutſch. Eiſeng. 2 62,25 60,200 Faber Bleiſtift„85,— 85,4 Gebr. Goedhardt. 56,25 53,.— Breuer Stamm—,„ Brockhues.⸗W. 71,25—— Broncef. Schlenl“ 114,1 114,2 ahnbed. Darmſie 83,— 83.—Bürſtenf. Erlang. 89.—69,— Dürrkoppwert. St 86,— 85.— aden. Weinheim 0,80 0,80]Cem. Heidelberg“ 75,50 74.75 Düſſeld. Rat. Dürr 62.50 62.— Deutſche Verlag“ 180,0 178,0 Dyckerh.& Widm.“ 61,10 60.10 lockon. Guan“—.—.— da„Bun Dingler Zweibr. 45,— 35.— Ang Alch map 19. Zellſtoff“ 94,78 9¹.50 E Motorenwerke Mannheim.⸗G., vorm. Benz Abteilung ſtat. Motorenbau gh. Während des Geſchäftsjahres, das diesmal erſtmals mit dem Kalenderjahr zuſammenfiel, lag das Werk ſtill im Januar infolge Ausſetzens während 12 Tage und ſodann wegen Ausſperrung vom 18. April bis 26. Mai. Die hierdurch und durch die Reichsbank⸗ Kreditreſtriktion entſtandenen Ausfälle und Verluſte konnten nur durch gewaltige Anſtrengungen im zweiten Halbjahr wieder einge⸗ holt werden. Die Goldmarkumſtellung 10:1 erfolgte im Auguſt. Im Dezember wurde die Intereſſengemeinſchaft mit der Maſchinenbau⸗ Geſellſchaft Karlsruhe vertieft, nachdem ſchon im September die „Eiſernes Pferd Aktiengeſellſchaft für motoriſche Fahrzeuge“ in Berlin gegründet worden war zum Betrieb des Verleihgeſchäftes von Motorpferden. In den letzten Monaten des Berichtsjahres hat der Auftragszugang zugenommen, die Bemühungen zur Wie deraufnahme „der alten Auslandsbeziehungen waren erfolgreich, der Export iſt im ſtändigen Steigen begriffen. Der Bruttoertrag belief ſich auf Rm. 2 755 865. Die Handlungsunkoſten erforderten M. 1 919 503, ſodaß ſich nach M. 271022 Abſchreibungen ein Gewinn von M. 567 339 er⸗ gibt zu folgender Verwendung: 10 Prozent Dividende mit Rm. 500 000, M. 48 521 Tantiemen an den Aufſichtsrat und M. 18 818 Vortrag. Die Bilanz verzeichnet bei Rm 5 Mill. Altienkapital und Rm. 0,5 Mill. Reſerven, die Gläubiger mit Rm..82 Mill., darunter Rm. 0,6 Mill. Baudarlehen der Stadt Mannheim und Rm. 1,42 Mill. Akzepte. Andererſeits werden an greifbaren Mitteln Rm. 2,90 Mill., darunter Rm. 0,19 Mill. Vankguthaben, an Vor⸗ räten Rm. 4,97 Mill., an Beteiligungen Rm. 0,15 Mill. ausgewieſen. Unter den Beteiligungen ſind enthalten die Anteile an„Parten⸗ rhederei“,„Grohm“,„Baden“ und„Motorenhandelsgeſellſchaft Zürich“, noch nicht die an„Dieſelöl⸗Vertriebs⸗G. m. b..“ und „Eiſernes Pferd.⸗G.“. Die Ausſichten für das laufende Ge⸗ ſchäftsjahr laſſen ein befriedigendes Ergebnis erwarten, falls nicht Ereigniſſe eintreten, die die Vorausberechnungen umſtoßen. Die Generalverſammlung zu der einige unſerer erſten Mannheimer Juriſten erſchienen waren, was immer auf Oppoſitionsluft ſchließen läßt, wurde mit einſtündi⸗ ger Verſpätung ſtatt um 12½ um 1 Uhr eröffnet und verfiel ſofort der Vertagung. Der Vorſitzende Fon fé, neben dem vom Gericht aus für einige Punkte der Tagesordnung Notariats⸗ direktor Mayer als Vorſitzender deſigniert war, erklärte, daß ſich die.⸗V. im letzten Augenblick noch mit außerordentlich wichtigen Beſchlüſſen zu befaſſen gehabt hätte, die für die Entwicklung des Unternehmens von ungeheuerer Bedeutung ſeien. Es handle ſich um eine Intereſſengemeinſchaft mit einem Unternehmen von Weltruf und der Auſſichtsrat wäre ſich darüber klar geweſen, daß die damit zuſammenhängenden Fragen von ſo großer Wichtigkeit ſeien, daß ſie nicht in ein bis zwei Stunden erledigt werden können. Außerdem ſei ein Proteſt eines Großaktionärs wegen der Hinterlegungsfriſt eingelaufen, die um einen Tag zu kurz geſtellt worden ſei. Um die ſich hieraus evtl. er⸗ gebenden Auseinanderſetzungen zu vermeiden, erklärte ſich die.⸗V. einſtimmig mit der Vertagung auf 25. Juni einverſtanden. 1* Zum Verſtändnis dieſer Vertagung iſt zu bemerken, daß ein Großaktionär einige TDage vor der.⸗V. ein Aktienpaket verkauft hat. Dieſes Paket von Rm. 900 000 iſt an die Knorr⸗Bremſe .⸗G. übergegangen, deren Vertreter bereits in der Verſammlung anweſend waren und von der wahrſcheinlich zwei Aufſichtsratsmit⸗ glieder in den Aufſichtsrat der Mannheimer Geſellſchaft kommen gruppierung der Aktienmehrheit weitere Veränderungen im Aufſichtsrat ergeben dürften. Die Intereſſengemeinſchaft, von der in der.⸗V. die Rede war, bezieht ſich auf die Knorr⸗ bremſe.⸗G. Wie ich höre, iſt beabſichtigt, daß dieſe Geſellſchaft die Herſtellung eines neuen der Mannheimer Geſellſchaft gehörenden Fabrikationsartikels in ihren Münchner Werken aufnimmt. 18, 19. Trieotw. Beſigd..—.— 72.— Thürg. Oleſ. Gotda 76.65 78.— Uhrenfab. Jurtw.“ 72.— 67.75 Vor. deutſch.Oele“ 70.— 70.— 18. 19. 18. 19. Ver. Ultramarinf.“ 87.— 87.—Zſchockew., Klt'n.—.——,— Ver. Zellſt. Berlin 68.— 67.—] Zuckerf B. Wagh. 3,025.— Vogtl. Maſch. St. 3,80.70[„ Frankenthal 4,05 4. Voigt& Häff. St. 90.— 89.50 Heilbronn 70,— 69,50 B. ſich. Ind.Malnz 79.— 78.50 VBolthom Sell. K. 57.— 87,50 Ofßfſtein 3,.—.90 Voer. Jaßf. Caſſel 71,90 70.90 Wayß& Freytag“ 94.50 92,755, Rheingau—.——.— V. Pinſel Nürnd——ellft. Baldhof St. 11.50 11,50„ Stuttgart.—.— Frelverkehrs⸗Kurſo. Beng.„„..40 70,0] Kreichgauer„„—Raſtatter Waggon—.——.— Elberfeld. Farben.520—.— me Fe e 91,50 87,50 Entrepriſes.... ,——,— IMez Söhne„, 64.— 61.— Mhm. Kohlenanl.—.— 10, VBerliner Dividenden⸗Werto. Crausport- Aktien. Nordbtſch. Lloyd 72,— 70.60 Roland⸗Linle. 90,— 88.50 Verein. Elbeſchiff.38 2, Schankungbahn..50 8,20 Sa Lok. u. Str. 103.0 103.5 Südd. Eiſenbahn“ 120.0 120.0 Baltimore,, 63, 75 64,75 .⸗Auſtral.'ſch. 74.——— Hb.⸗Amk. Paketj. 69.90 67,50 .⸗Südam. Oſch. 97.— 93.75 Hanſa D ſchiff.. 90,— 97.75 Bauk⸗Akkien. Diſch. Aſigt. Bane 35.25—, Oeſt. Cred.⸗Anſt. 7,87.75 Deutſche Bank. 125,2 125,0] Reichsbank.. 135.3 194,1 Dt. Ueberſee Bk.“ 92.0 90.75 Rhei Creditbankt 89,— 88 Dise. Commandit“ 115,0 114,5J Süddeutſch. Dise.“ 100.0 100,0 Dresdner Bank. 105,2 105,0] Weſtbant—— 0,20 Mitteldk., Kreditb 100,5 97,13 Induftrie⸗Alkkien. Accumulat. Fabr. 125,2 124,0 Badiſche Antlin» 136,1 135,2J Bremer Vulkan. 78.— 78 65 Adler& Oppenh. 41,50 41,00 Balcke Maſchin...50 2,50] Buderus Eiſenw.“ 71.— 68,— Adlerwerke... 3,17 3,10 Bayr. Spiegelgls“ 67.— 71,80] Chem Grlesbelm“ 127,3 126,0 .⸗G.f. Anilinfar.“ 128,1 126,6 J. B. Bemberg 156,7 156,9] Chem. Hyden. 69,25 68,75 .⸗G. f. Verkhrsw 142,0 136,7] Bergmann Elektr. 87.— 85,25 Chem. Weiler 127,0 126,0 Alexanderwert 94, 75 94,75] Berlin⸗Anh. Mſch. 3,.80 3,30 Chem Gelſenk... 78.— 73,.50 Alfeld Delligſen» 53,— 52,-[Ber.⸗Gub. Hutfbr' 150,0 151.0 Chem. Albert.. 120,5 119.0 Allg. Elektr.⸗Geſ.“ 108,5 107.2J Berlin Karlsr Ind. 105,0 101,7] Concord. Spinner. 93,— 92,25 Alſ. Portl. Zement 138,2 128,0] Berliner Maſchb. 85,75 85,.—] Daimler Motoren 4,75.70 Amme Gleſ.& Co. 4,— 4, 20] Berzellus Bergw. 5,50 5,25 Deſſauer Gas. 39,50 38,30 Ammend. Papler 180,0 133,0 Bing Nürnberg—,— 72,—Otſch. Atl. Telegr. 12.30 11.75 Anglo⸗Ct. Guano 119,5 115,0 Bismarckhütte,—.——— 96,65 93 Bank f. el. Werte 4,13.— Barmer Bankver..30 1. Berl. Hd. Geſ.. 136,.0 Com. u. Privatbk. 102.2 Dar.nſt. u. Nt.⸗Bk. 126,2 7 2 dürften, woraus ſich evtl. auch im Zuſammenhang mit der Neu⸗N Agrippina See-, Fluß ⸗ und Landtransport-Verſicherungs-Geſellſchaft in Köln. Das Geſchäftsjahr 1924 ſtand, wie wir dem Bericht des Vor⸗ ſtandes entnehmen, im Zeichen des Wiederaufbaues. Dieſer kann im deutſchen Geſchäft im Ganzen als vollendet angefehen werden. Die ſehr erheblichen Erwerbskoſten des Wiederaufbaues ſind dem Berichtsjahr voll zur Laſt gebracht worden. Der Verlauf des See⸗ Platz⸗Geſchäftes war wenig befriedigend, jedoch war der Eigengchalt auf dieſes Geſchäft vorſichtig bemeſſen. Das im Binnenlande ger tätigte Tronsport⸗Verſicherungs⸗Geſchäft hat ein günſtiges Reſulrar gebracht. Ddas Automobil⸗Verſicherungsgeſchäft hal im weſtlichen Teile Deutſchlands zeitweiſe zu wünſchen übrig ge⸗ laſſen. Die übergroße Konkurrenz der Geſellſchaften untereinander hat erfreulicher Weiſe zu einem Tarifzuſammenſchluß für das notleidend gewordene Geſchäft unter den hauptſächlichſten die Automobil⸗Verſicherung betreibenden Geſellſchaften gegen Johres⸗ ende geführt. Die Geſarntprämien⸗Einnahme hat die des letzten Vor⸗ kriegsjahres 1913 nicht nur erreicht, ſondern um rund Reichsmark 700 000 überſchritten und betrug: Rm. 12 494 381. An Schäden wurden für eigne Rechnung bezahlt Rm. 2 664 798. Auf die Brutto⸗ Prämieneinahme von Rm. 12 494 381 wurden an Rückverſicherungs⸗ Rechnung Rm. 5 897 059 verbleiben. An Prämien⸗ und Schaden⸗ Rücklagen für eigne Rechnung werden Rm. 3 015 000 Rm. vorge⸗ tragen. Das Effektenkonto, auf das der Betrag von Rm. 32 045 abzuſchreiben war, erhöht ſich um Rm. 95 553 auf Rm. 425 223. Das Immobilienkonto erhöht ſich infolge Um⸗ bezw. Erweiterungs⸗ bauten um Rm. 110 311 auf Rm. 3 000 311. Die Geſellſchaft beſitzt z. Zt. eigene Geſchäftshäuſer außer mehreren in Köln und München auch in Berlin, Breslau, Kaſſel, Frankfurt a.., Hannover, Mannheim, Nürnberg und Stuttgart. Auf Gewinn⸗ und Verluſtkonto verbleibt ein Gewinn von Rm. 131 567.ſſ Hieraus ſoll der Generalverſammlung die Verteilung einer Dividende von 6 Prozent für das auf Rm. 6 Mill. mit 25 Proz Einzahlung gleich Rm. 1,5 Mill. betragende umgeſtellte Goldkapital eingeteilt in 4000 Aktien(im letzten Vorkriegsiahre 1913 beſtand einMark⸗Kapital von 3 000 000 mit 20 Prozent Einzahlung gleich Mk. 600 000 eingeteilt in 2000 Aktien) vorgeſchlagen werden. O Fritz Schulz ſr..-G. Leipzig. Nach Verückſichtigung aus⸗ reichender Abſchreibungen wird die Ausſchüttung einer Divi⸗ dende von 7 Prozent vorgeſchlagen ):(Julius Pinſſch.-G. in Berlin. Das Geſchäftsjahr 1924 hatte nach dem Rechenſchaftsbericht des Vorſtandes unverkennbaren Uebergangscharakter. Gefördert durch den Eintritt der Währungs⸗ ſtabilität begannen die Wirtſchaftsverhältniſſe in normalere Bahnen einzulenken. Soweit man von einer ſpärlichen Beſſerung ſprechen kann, beſchränkt ſich dieſe auf das Inlandgeſchäft, während der Außenhandel mangels konkurrenzfähiger Preiſe vollſtändig darnie⸗ derliegt. Die gewaltige Steigerung aller Koſten iſt vornehmlich auf die ſchweren Steuerlaſten zurückzuführen. Während vor dem Kriege der Geſamtbetrag der von der Geſellſchaft im Geſchäftsjahr 1913 bezahlten Steuern noch nicht 1 Prozent vom Umfatz betrug, belief ſich dieſer Satz auf 6 Prozent im Berichtsſahr. Auch das In⸗ landsgeſchäft blieb auf verhältnismäßig niedriger Stufe ſtehen. Erſt gegen Ende des Jahres trat eine kleine Beſſerung ein. Den ſich auf 443 263 Rm. belaufenden Ringewinn ſchlägt der Vorſtand wie folgt vor zu verteilen: 4 Proz. Dividende auf 9 Millionen gleich 360 000 M. Vortrag auf neue Rechnung 83 263 M. —————ñññññ ſkD——᷑———————— Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas. eue Mannheimer Zeitung. G. m b. 5. Mannheim E 6. 2. Direktion: Ferdinand Heyme.— Chefredakteur: Kurt Fiſcher. Verantwortlich für den politiſchen Teil: Hans Alfred Meißner; für das Feuilleton: Dr. Fritz Hammes: für Kommunalpolitik und Lokales: Richard Schönfelder: für Sport und Neues aus aller Welt: Willyv Müller; für Handelsnachrichten, Aus dem Lande, Nachbar⸗ gebiete. Gericht und den übrigen redaktionellen Teil: Franz Kircher: für Anzeigen: J. Bernhardt. 2 18. 19. Schuckert à Co. 80.50 78.50 Segall Strumpf.18.15 Siemens Elektr. 85,25 55,— Siemens& Halske 71.75 69.10 8,65.75 18. 18. RNombach. Hütten 26,50 25,75 Roſitzer Braunk.. 19,50 18,50 Roſitzer Zucker. 36,50 91.50 Rückforth Nachf...525 0,550 18. 19, Phöniz Bergbau' 114.8 112.5 Hermann Pöge 59.10 58,90 Rathgeder Wagg. 58,50 58,— Reisbolz Papier 16.— 16.25 Rhein. Braunkbl.“ 141,5 138,7 Rütgerswerke. 88,— 86,50 Sinner.-G. Rhein. Chamotte“—.——.—Sachſenwerk.. 2,25 2,25 Stettiner Vulkan. 59.50 57.— Ahein. Kaſch Led. 35 250 Salhh 75 2925 Stende 88,75 9870 ein. Maſch Led. 3.„50 Salzbetfur 50 Stoewer Nähm. 99 Ahein. Met. Vorz 51,30 51.— Sarotti?. 136,0 1875 aten 1288 Stollb. Zinkhütten 126,5 125,0 Südd Immobil,“ 56.— 54.50 Rhein. Möbelſtoff 109.0 169.0] Scheidemandel? 16,80 16,40 Teckl. Schiffsw. 17,45 825 8⁰ Rheinſtahl 97.65 95.75 Hugo Schneider“ 63/50 62,50 Rhenania Chem..60 4 50J Schubert& Salz' 138.6 139.0J Teichgräber“ 41.— 39,25 Teleph. Berliner, 78,65 72,—.Glanzſtoff Ebf.“ 325,0 320,0 Weſtf. Eiſen Igdr. 72.2 77. Thale Eiſenhütte.—.——— Ber. 171.— Kalk“ 51,50 51.25 Wictag-Cement 95,75 93.— Thoerl Oelfadrit V. 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Int. Hand 2870 2,885JUfa., 87.— Benz⸗Motor 50 4. Deulſche Petr.“.. 87.50 84,50 Diamond... 20,40 20.— Verliner Feſtvernnsliche Werte. a) Reichs⸗ und Staatspapiere. Goldonlehe. 04.78 94.759%% D. Reichsan!.580.578.½% B. Kohlenanl. 0 Dollarſchahe 020 920% 9725 017 8% Preuß Kalaut 435 425 Anhalt. Kohlenw 27,65 27,25 Bochumer Gußſt. 72,50 70,50 D. Eiſenb.⸗Signal..20.10 Annener Gußſtahl' 9,.—.—Gebr. Böhler& To. 30.30 30,— Deutſche Erdöl.. 118,8 137.0 Alcheng Jellſt. 65,10 94.75] Braunk. u. Britete 106.5 105.5 Naee e 139,5 115,5 che Kabelw. 7/.— 77.50 Reichsſchaz. 1. 0887.344% Konſols.640 0,6200, Koggenwert..10 6,— ift Donnersmarckz. 115,0 108,0 82 l, Liſt 6. 56,50 57.— Goldſchmidt, Th. Durener Metall 104,5 104,7 9 mühle Papler 80,50 78,60 Goerz E.....80 6, Dürrkoppwerke 65.50 85,— Felten& Gulll. 158,0 159,2 Gothaer Waggon 50,— 49,75 Düſſeld. Eiſend. 65,— 82,—Flend. Brückend. 55,— 59,75 Greppiner Werke 128,5 127,0 Donamit Rodel 190,8 99,1 N. 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Heilbronn“ 56,— 58,— ader& Schleich.“ 72.— 72,.—[Hammer Osnabr. 25.90 24.50 Konſerven Braun.05 ſardwert Mühld—, 8 fwert. Füßen 84.,50 83,50 Krauß& Co., Ock.“ 60.— 58. Fahr Gebr. Pirm? 60.— 58 10 Heddernh. Kupfer 9,45 8,900 Krumm, Otto.675 0,700 Jell. Gulll. Carls“ 154.5 154.0 herzogp. Münch.“—,——.—]Lahmeyer& Co. 5 74,25 74,25 Feinmech. Jetter? 105,0 105,0 HilpertArmaturſ.“ 49,75 50,—]Lech Augsburg. 81,50 80,50 E Eckard Maſchin. 77,75 74,.—[Fuchs Waggon 1,—(,95 Grkrftw. Mhm.%—.—— Eiſenw. U. Meyer“ 58,50 58,50 Gaggenau Vorz 6,35 6,25 Gebr. Großmann 5,25 5,15 Farb. 128,2 126,2] Ganz Ludwig.. 0,10 0,10 Grün& Bil uge Elberfeld. Kupfer—,———] Gebhard Texfil 104.2 104,0 Gruſchwitz 55 75,10—.— r0 a 7.„ 5 4%„Goldrente 10,40 10,40 r 20,15 20.1504% „620 „ VIIX.540 0,522 8½¼%,„ 90.540.5255% Noggenrentb. 5,35 8,85 1024er.525.5153%„.685 0,6255% Schſ. Braunk. 2,28 7,7 %% B. Reichsanl. O,895 0,572 4% Badiſche Anl Landſch. Rogg.—— 5—.——. 18½% Baper. Anl. 0,827 0,610 b) Ausländiſche Neutenwerke. 4% Mexlkaner..—.——.— 4% Türk. unif Anl.—.———% 750.204%„ Jollob. 1911 9,30.25.00% Sübö..P—.——— 5 U05 24.— 24.30 —.——.— 4/% Oeſt Schatz l 60%„ neue Pr.—-.——. 4%„ conb. Rte..80..80 4½/ Ul. St.R1813 935.135% Obligat.—.—— 4% Slilderrte. 1,20 1,204½%„1914.30.18 4½% Anat. Ser.1 9,50 9,40 45% 4% Goldrte.90.75 4½%½„—,— 9419 „„Papierrt—.—.— 4% g610 1010 5% eant Sidelg% c5 13— „Bagd.⸗Eiſ. 1—.— 10,.⸗U. Stb. alte——.— uant— 18. %½ dif 80 8103% DelN.S40—— eeee eee 0* 1 Elektr. Oieferung 89,50 87,——57 Bergw.. 76,75 79,—Hackethal D 74.— 70.— lektr. Licht u. Kr 106,6 105,7J Gelſenk. Gußſtahl 25.10 23,50 Halleſche Maſch.. 11,— 11,20 Hammers. Spinn. 28,15 25,150 Hohenlohe⸗Werk.. 18,25 17,25JKöln Rottweiler. 113 0 112,5 Hannov. M. Egeſt. 115,0 112.7J Philipp Holzmann 75,50 74, 250 Gebr. 1 81,— 78,35 ann. Waggonfab 5,30.25 Horchwerke... 14,15 14,—Koſtheimer Cell. 48,50 48,50 anſa Lloyd.. 2,90 81,25 Humboldt Maſch.—.— 63,— Kötitzer Kunſtled“ 72,25 70,50 Hög.⸗Wien Gumm 2,25 2,25 Httw. b. N. Kayſer 34.75 34,75] Krauß Cie. O9ok. 58,.— 60.— 90——Siſe Bergbau. 121,7 120,0 Kyffbäuſer Hütte 55,50 57, Harkort Bergwrk. 23. 5 Bergdau“ 129.7 128,0 artmann Maſch. 5,35 5,650 Gebr. Junghans“ 80,— 80,500 Laurahütte. 67,35 67,25 Hedmann Gw. 75,.— 73,—Kahla Porgellan“ 81.— 80,— Linde'sEismaſch.“ 128,0 125,0 Hedwigshütte 68.— 67.— Kaliw. A——5 18,— 15,85 Lindenber 10 M. Jüdel& Co.“ 83. derwar Roche— 85,—[Peſer Unſon Frtſi..35.55 Schnellpr. Frank..90 90,— 825 Spich Prel. 80.— 80,— Pf. Kahm Kapſere 56,.— 85.— S Lackf.“ 75,75 78.— Ludwigeg.Walzrm 29,50 30.50 Pf.Pulv. St. Ingb.—.——.— Schriſtg. St Frtl. 99. 98, aſchinen 7d,— 78,—PhilippsA.⸗G. Frk 75,.——,— Schuckert Rürnb. 82,75 79,— Hebeln 5,20 5,— 4 ellan Weſſel 61,— 62.—Sch. B. Weſſel St.“ 61,— 69.50 Mainkraſtwerke 90,.25 88,— Roeln. 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Mainz⸗ 52,50 52,75 ee 74,75 74.— 44— Montan 96,— 92.— Stem,& Hals., Berl 72,— 70,— Moſoren Deutz.—.——.Rodderg Darmſt 3,10 8,05 2,85 2,85 Motorſ. Oderurf 61.80——Rütgers-Werke. 69,85 86.— arſ. Jadrzg. 88.— 89,[Schlinc& C. Hog..— Aedestg. A5. Gh.· 76, 75,—ISchneld,& Hanan.90—— Sinaleo Detmold Strohſt B. Drd. Südd. Drahtindſt.—.———Markt-.Küßltzll. 101.0 101.0J Motoren Deug 64,50 66.75 S. Led. St. Ingdert 7 7 1550 Mazimilliansau.“— 118,5 3 4 Magirus.-⸗G.“ 78,— 71.— Mannesmannurg.“ 103.6 98.— Mansſeld. Aktien“ 76,75 75,10 Miz& Geneſt. Merkur Wollwar 119.0 119.5 Oberſchl. Esb. d. 8,.—.75 62,10 81%„ Eiſenindi 74.— 74.— Aeter Mannd. 4000 90.75 Opfanieenentep. 84,40 80.25 otorMannd. 0 tenſtain&Ropp.„ Mäßideim Berge 113,2 112,30 dbee 35 80,50] Lahmeyer& Co.»72,75 727,5 30 Fraulefurter Jeſtverzinsſiche Werke. a) Juländiſche. Dollarſchuge— 14% D. Schgtsg. 0g.500 8. 200J 4% Bayr. Eiſ.-Anl. 0,.810— Goldan Ahe* 1914 6,.500 925 32/%.805.805 4½% Mbm.1914——.— Sparprami 1919. 0,350 0,355 9% 0. % 80 55, Pr. Schaganw.—.—— 4% Bag. Pf. Eil. B 2,. 2— 4½%„ 7904½—,—, 4% do. do.—.——3½% do, 23 2 50% dt. Reichsanl. 0,591 9,573 4% Preuß. Konſ. 0,610—.—4% Heſf. o. 99 u. 00 0, 750 60151 4% do unk. b. 1925—, 0,560 30½% 0,650.625 8½% abgeſt. 0,725 0455 27⁰—.——— 0 35%0 D. Reichsanl 8.570 2% bo. J710 0,690 3%.—.— 0,800 4% Süch. St. A. 19.80— eeee 8485 d ö 6...1545—f— ⸗ .u. V. do.—.———n½ ſad Anl.a rtt. k.— 4½% VI.—-I. do.———— 30% ado, voni ee 0 b) Ausländiſche(in Billionen). 1¾% GrMon!997—,———1% Rumän. 1903—.——,— 4% do St.R. 91910— 4½% OeſtsSR1913.40.60 4½% doGold. am. 38˙25 3,203½% do.„ v. 1897—, 4½% do. Schatz..40.40 4% bo, am. Rt.-B.—.——.— 5% Mex. am. Inn.——— 4½% do. Siiberr..40.404% Trk. Bagd..!—.——.—4% Gold—.—— 4% da. Goldrente 10.25 10.40.40„ S. II 8,70—.—4½%„Strig. Anl.——— * 1% uögar- Goldr.% Tebuantepee % do. einh'Rente—— * Prämien verausgabt Rm. 6 597 322, ſodaß an Prämien für eigne Golprior. 5,50 5/70 „Dienstag, den 19. mai 1925 Reue Mannhe'mer Jeitung(Abend⸗Rusgabe) 7. Seite. Nr. 231 Das wandernde Licht Copyright 1924 by Greiner und Comp. Berlin W 30 Von Auguſte Groner 13 Lena mußte lachen. „Heimlichkeit gehört ja zu ſeinem Beruf,“ ſagte ſie. „Richtig, und ebenſo das Ausforſchen.“ Hat er dich ausgeforſcht? Du kennſt doch weder den Toten, noch weißt du, warum er in unſer Haus gekommen iſt. Geſtohlen wurde och nichts.“ Er f „Den du nie gehabt haſt.“ „Der längſt nicht mehr exiſtiert. dafür, ob irgendeine Dame der Familie ſich die Haare färbt.“ „Merkwürdige Frage. Kannſt du dir nicht vorſtellen, warum er ſie ſtellte?“ „Nein!“ »Ich hätte ihn danach gefragt.“ „Du hätteſt ihn nicht danach gefragt. Dieſen Mann fragt man nicht, dem antwortet man nur.“ lich hat mich“ niemand nicht lange oben geweſen.“ behandelt.“ „Was war er denn früher?“ erkundigte ſich Lena. „Kommiſſar Horn erzählte mir, Müller ſei Offizier geweſen. ne Frau, nun längſt ſchon tot, wurde von einem Schurken be⸗ igt, den er im Jähzorn niederſchlug. Da die Sache nicht regle⸗ ddentmäßig vor ſich gegangen war, kam Müller auf die Feſtung und onnte nach verbüßter Strafe nicht mehr Offizier dleiben.“ Sei leid „Und da wurde er Detektiv?“ di„Ja, nachdem er, mehr zufällig als gewollt, der Polizei nach leſer Richtung hin einen unſchätzbaren Dienſt geleiſtet hatte.“ „Welchen Dienſt?“ „Aha, du biſt auch neugierig. Nun, ich ſtellte dem Kommiſſar geſtern die Frage, erfuhr jedoch nur, daß ſich bei jenem Fall durch di üllers Scharfſinn die Schuldloſigkeit einer Perſon herausſtellte, le, eines ſchweren Verbrechens„überwieſen“, bereits ein halbes. hr im Zuchthaus ſaß.“ „Mein Gott!“ Seit jener Zeit iſt Müller einer der geſchätzteſten Geheimpoli⸗ ſſ l ziſten der Wiener Polizei. Offene Stellen 3 Jär, erſtklaſſigen, patentierten Auto⸗Be⸗ arfs⸗Artikel werden gewandte Herren aufleute, Chauffeure uſw. auch nebenberuf⸗ überall als 13912 Vorkäufer u. Vortreter bei glänzenden Verdienſtchancen geſucht. Der Artikel iſt konkurrenzlos, wird ſtändia ge⸗ braucht und iſt nicht teuer. ngeb. ſofort erbeten unter E. 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Es war eine„Entlaſſung.“ So wie dieſer Menſch — Baron Welz hielt inne, dann ſchloß er zögernd:„noch (Nachdruck verboten.) monatlich Nebenerwerb d. Schreib⸗ arbeit(Verſand). Zuſchr C. Degenhardt, Stuttgart»Ed352 Zum Beſuche der Pri⸗ valkundſchaft ſucht ält. eingeführt. Manufaktur⸗ wareng. tüchtig. Verkäufer welcher auch gleichzeitig das Inkaſſo zu über⸗ nehmen hat. Angebote unter C. A, 80 an die Geſchäftsſtelle. B2356 Vertretung? fũr Bezirk Mannhm. in Drahtsackbindern an gut eingeführten Herrn zu vergeben. Angeb. u. F. O. 61 an die Geschäftsst. Einige tüchtige Privatreisende ſ. für lukrat. Artikel. Keine Verſ. o. Zeitſchr Angebote unter D. B. 6 a. d. Geſchäftsſt. 3835 enen-Hien perfekte Ffiseuse nur erste Kräfte Lesudht. H. Cogaeus. 0 4. 8/9. B Herren ohne Beruf, Penszenate el. können ſich durch leichte Beſchäftig. eine ſchöne abeneidnahme ſichern Bedingung: gut zu Fuß. Gefl. 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Seine Frau wußte ja ſchon, daß er der hübſchen, aber unbedeu⸗ tenden Schauſpielerin die Schätze, die das alte Landhaus umſchloß, gezeigt hatte. 5 Was für eine Szene dieſe ihm geſtern gemacht hatte! Als ob nicht ſchon manch anderer und manch andere darum gebeten hatte, ſeine Kunſtſammlung zu ſehen? Da hatte ſeine Frau doch niemals ge⸗ redet. Freilich, bezüglich der Bianchi war es etwas anderes. Das wußte er nur zu gut. Wie ein Narr war er hinter dieſer raffinierten Kokette hergeweſen. Ohne viel Erfolg. Das wurmte ihn ſelbſt heute, da doch ſo viel Wichtigeres ſein Denken hälte ausfüllen ſollen. Als das Auto bei der Paulanerkirche vorüberfuhr, zuckte er abermals zuſammen.„ Eine Erinnerung war in ihm aufgeſtiegen, eine ihn jetzt ſchon peinigende Erinnerung an ein Geſchehnis, das ſich im letzten Sommer Ende Juli zugetragen hatte. Dieſe rief tauſend Fragen in ihm wach. Ganz verwirrt wurde der ſonſt ſo kaltblütige Mann, der ſich allen Situationen gewachſen glaubte. Nicht eine der Fragen, die er ſich jetzt ſtellte, konnte er ſich mit Sicherheit beantworten. Nur eine Frage des Detektivs hätte er jetzt beontworten können: In dem grünen Zimmer muß eine Frau geweſen ſein, die ſich da⸗ Haar färbt. Wer war das?“ * ich es ** Als der Detektiv ſich bald nach ſeiner Ankunft in dem Landhaufe vom Kommiſſar Horn verabſchiedete, um nun ernſtlich an die Arbei! zu gehen, ſah er nicht mehr unſcheinbar aus. Ganz ſtraff war ſeine Haltung geworden, ſeine bleichen Wangen hatten ſich gefärbt und ſeine ſonſt ſo matten Augen hatten einen lebhaften Glanz. Er ſah um Jahre jünger aus. Horn war nach einem feſten Händedruck gegangen. Noch lag auf dem Geſicht des Gehenden und Bleibenden ein Lächeln, als die Tür ſich zwiſchen beiden ſchloß. Es blieb in Horns Geſicht noch, während er ſchon ſeinen Wagen beſtieg. Auf Müllers Geſicht verdämmerte es ſich jedoch ſehr bald, als er. den gelben Salon durchſchreitend, die Fußſpitze gewahrte, die im nächſten Raum zur Zimmerdecke emporgerichtet war. Müller hatte, ſolange der Kommiſſar bei ihm war, nur flüchtig das grüne Zimmer überblickt und dann die Tür wieder halb zuge, zogen. Horn hatte ihm das alles mitgeteilt, was er bereits ermittelt hatte. Es war, wie er ſelber ſagte, wenig genug. Müller war nun allein mit dem Toten. Er drängte langſam die Flügel der Tür zurück, die ihm den Blick in das Mordzimmer ver⸗ wehrten, und ließ ſeine Augen dann lange auf dem Ermordeten ruhen. „Du haſt nicht in di⸗ſes Gewand gehört. Das war ſein erſter Gedanke, als er den feinen Kopf betrachtete, der ihn mit glaſigen Augen anſtarrte, als er den feingezeichneten Murd ſah, der, wie zu einem Seufzer oder zu einem Ausruf halb war, und zwiſchen deſſen blaſſen Lippen weiße Zähne her⸗ vorblitzten. Und weiter wanderten Müllers Augen über den ſchlanken Kör⸗ per in dem armſeligen Anzug und hielten an bei den gutgepflegten Händen, die ohne Manſchetten aus den Rockärmeln ſchauten, und auf deren Fingern und Innenflächen viele Blutſpuren waren. Und Blut färbte das Gewand über der Bruſt und den buntge⸗ muſterten Teppich, und das matte Holzgetäfel, das ſich nach unten mit dem orangefarbigen Grund das dunfle Grün der Tapeten hin er⸗ gänzte, ſaugten mehr Licht ein, als es dieſem tiefen als breiten Zim⸗ mer gut tat. Auch die Polſtermöbel dieſes Raumes waren dunkekarün, ebenſo der altmodiſch geformte Kachelofen, der in der Mitte der einen Längs⸗ wand gegenüber der Salontür ſtand. Es gab noch eine andere Tür im grünen Zimmer. Sie führte auf die Gartenſeite hin. Müller in⸗ tereſſierte ſie einſtweilen nicht. Er kniete neben dem Toten auf dem Teppich hin und betrachtete ihn und ſeine nächſte Umgebung genauer. „Ein bei einem Trödler gekaufter Rock“ dachte er, nachdem er mit Augen und Fingern deſſen Stoff und Machart geprüft hatte. Das Beinkleid und die Weſte waren zwar olt, aber beſſerer Art. Der ebenfalls alte, weiche Hut, der nahe dem hingeſtreckten Körper lag, trug kein Firmenabzeichen in ſeinem Innern, und auch die neuen Gummiſchuhe, die der Tote trug, verrieten nicht, wo ſie gekauft waren. Müller wußte, daß man bel der Unterſuchung des Unbekannten darauf geachtet hatte, ihn und ſeine Umgebung möglichſt unverändert u laſſen. Die Stelle, an der das offene Taſchenmeſſer 1 worden war, hatte man durch das ebenſo wieder hingelegte Meſſer bezeichnet. Die dem Toten abgenommenen Gegenſtände lagen in einem Bronze⸗ teller, der ſonſt zur Aufnahme von Viſitenkarten beſtimmt war. (Fortſetzung folgt.) 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Eine und kultureller Bedeutung, wenn es sich um Wohltätigkeits-Veranstaltung handelt. Einsendungen von Behörden zwecks Umgehung des Anzeigenteils abzulehnen. 3. jede direkte oder redaktionellen Teile abzulehnen. Zur Vermeidun Personal unserer 8 bitten wir unsere Leser von diesen Grundsätren Kenntnis zu nehmen und weitergehende Wünsche, deren Erfüllung uns unmöglich ist, nicht zu äussern. versteckte Geschäftsreklame im von Auseinandersetzungen mit dem eschäftsstelle und der Schriktleltung Mannheimer Zeitung. Tausch Ich besitze ſchöne? Zimmerwohng. mit großer Manſarde als Büro in A 2. 5 zu vermieten. Näheres ebelſtr. 9, 1 Tr., od, Linden⸗ in der 95 38693817 Tel. 811. 0 ingegend bevorz. uche ff Angebole ut p. Pe%5 Zimmervohnung inff2 Tſmmnel-Wonnangen d. d. Geſchäftsſt.„3836 derſelben Lage. Lindenhof, zu Spätjahr Näheres durch mit Zuſchu An u ver⸗ 0 1 bilienbü mieten. Auskunft: Wohnuygstauseh 150 Sin ro Tauſche eop. 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