2 — ——— Kampfgedanken, ſondern der Wittwoch, 20. Mar dezugepreiſt: In Nanndeim und Umgebung frel ins Haus oder durch die Poſt monatl..⸗M..50 ohne Beſtell⸗ — Bei eptl. Aenderung der wirtſchaftl. Verhältniſſe Nach⸗ 'orderung vorbehalten. Poſtſchecktonto Nr 17590 Karls. jude.— Hauptgeichäftsſtelle E 6, 2.— Geſchäfts-⸗Neben. 2 Waldboſſtraze 6. Schwetzingerſtraße 24. Meerfeld⸗ aßze 11.— Fernſspr. Nr. 7941—7945.— Telegr.-Adreſſe enetalanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. zwölfmal. Mannheimer General A Beilagen: Bilder dei Woche Sport u. Spiel. Aus Seit u. Leben mit Mannheimer Muſik⸗Zeitung Mannheimer Frauen⸗Jeitung Unterhaltungs-Beilage Aus der Welt der Lechnik Wandern 4. Neiſen Mittag⸗Ausgabe ſteiger Preis 10 Pfennig Anzeigenpreiſe nach Tariſ, dei Vorauszahlung pro em⸗ ſpaltige Kolonelzeile für Allgemeine Anzeigen.40 G. M. Reklamen—480 ⸗M. Für Anzeigen an beſtimmten Tagen Stellen und Ausgaben wird teine Veramwortung über⸗ nommen. Höbere Gewall, Streiks Betriebsſtörungen uſw berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene odet beſchränkte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme don An⸗ zeigen. Auftr.d. Fernſpr.ohne Gewähr. Gerichtsſt. Mannheim. Geſetz u. Nech; Nie außenpolitiſche Ausſprache im Neichötag ein ſozialdemokratiſches Mißtrauensvotum In der Reichstagsſitzung bom Dienstag nachmittag, über die wir bereits in unſerer geſtrigen Abendausgabe berichteten, wurde raf Weſtarp von dem Zentrumsabgeordneten Dr. Kaas auf der Rednertribüne abgelöſt. Abg. Dr. Kaas(.) bezeichnete es als das Ziel der deutſchen Außenpolitik, in würdiger Wahrung des Rechtsſtandpunktes und in aufrichtiger Betonung des Friedenswillens, verſtändigungspolitiſch um die Geſtaltung eines Zuſtandes zu ringen, der Deutſchland zu⸗ Rächſt ohne Aenderung der Verhältniſſe die wirtſchaftliche und poli⸗ tiſche Bewegungsfreiheit wiedergebe, ohne die es nicht leben könne. ür dieſe Politik in der Atmoſphäre eines allgemeinen Mißtrauens eien die Aeußerungen des Grafen Weſtarp vielleicht ſchon eine zu were Belaſtung geweſen. Möge es in der Entwaffnungsfrage auf eutſcher Seite auch Verfehlungen gegeben haben, auf ſeinen Fall eien ſie in ſo loſer Abſicht geſchehen oder bedeuteten gar eine Be⸗ rohung Frankreichs. Der Redner erklärte es für unverantwortlich, durch ſolche Dinge dem Ausland Vorwände zur rechtswidrigen Fort⸗ etzung der Beſetzung zu liefern. Seit Monaten verlange Deutſchland on die längſt angekündigten Beweiſe für die ihm nachgeſagten zweren Verfehlungen. Während das Rheinland die Jahrtauſend⸗ feier ſeines Deutſchtums feiere, ſchicke man ſich an, rechtswidrig die Beſetzung dieſes deutſchen Landes auf unbeſtimmte Zeit zu ver⸗ längern. Dieſes Verhalten Frankreichs und vor allem auch Eng⸗ lands, von dem man anderes erwartet hätte, müſſe in Deutſchland und beſonders im Rheinland ein Gefühl unnennbarer Bitterkeit erzeugen und könne die ſeeliſche Entwaffnung nicht fördern. Deutſchland müßte nach ſeiner völligen Entwaffnung for⸗ dern, daß—5 9 auch die im Verſailler Vertrag gleich⸗ falls feſtgelegte Abrüſtung bei ſich ſelbſt vornehme. Amerila werde doffentlich eine weitere Militariſierung ſeiner Anleihen verhindern. Das Jentrum begrüße, ſo fuhr der Redner fort, die Fortentwicke⸗ lung der internationalen Rechtsform, die Ablöſung der rein gewalt⸗ politiſchen Theorie und Praxis durch die internationale Schiedsgerichtsbarkeit. Darum ſei das Zentrum auch da⸗ mit einverſtanden, daß die Regierung den Völkerbundsgedanken för⸗ dere. Damit ſolle freilich keine e 5 die bisherige Tätig⸗ ie keit des Völkerbundes verbunden ſein. ölkerbundsverwaltung des Saargebietes mit ihrer Verletzung deutſchen Rechts, mit ihrer Begünſtigung franzöſiſcher Machtgelüſte ſei mit dem Völker⸗ bundsgedanken 7 vereinbar. Zu den Ausführungen Dr. Streſe⸗ manns über den Sicherheitspakt bemerktie der Redner, daß e in ein ſo wenig durchſichtiges Halbdunkel gehüllt ſeien, daß das ntrum dazu heute weder Ja noch Nein ſagen könne. Das Zentrum warne aber vor zu weitgehenden Bindungen bei den Verhandlungen. Die Rheinländer wollten nicht ihr Land zu einem neuen Saargebiet machen laſſen. Der Friede Europas laſſe ſich nicht begründen auf dem Grabe rheiniſcher Freiheit. Eine frei⸗ willige Bindung über den Verſailler Vertrag hinaus könne für eulſchland nur in Frage kommen, wenn auch die Gegen⸗ ſeite Konzeſſionen über den Vertrag hinaus mache. Dieſe önnten nur liegen in einer Verkürzung der Beſetzung und in der eſeitigung des Deutſchland zugefügten koloſſalen Unrechtes. Die ntrumspartei halte es für einen verhängnisvollen Irrweg. wenn der Reichsaußenminiſter ſeine Außenpolitik unter Ausſchaltung der Sozialdemokratie treiben wolle, wenn er alſo im Sine der bedenklichen Experimente des Grafen Weſtarp die Hal⸗ dung des größten Teiles der Arbeiterſchaft in die Oppoſition ſtelle, att ſie auf dem Wege der Mitarbeit zu treiben. Deutſch⸗ land müſſe loskommen von der Antitheſe: Bürgertum und Arbeiter⸗ aft, und zurückkehren zu der ehrlichen Syntheſe der Völkergemein⸗ chaft auf der Grundlage des neuen Volksſtaates. Die Worte des geuen Reichsrpäſidenten zeigten den Willen, nicht dem erſöhnung zu dienen. Sein vor Gott beſteh e Manneswort ſei die beſte Gewähr dafür, daß er ehrlich trebt ſein werde, ſeinen Worten die Tat folgen zu laſſen. Der deue Reichspräſident ſei vielleicht mehr als ein anderer in V⸗ Lage, die ihm ideell naheſtehenden Kreiſe dem Gedanken der olksverſöhnung geneigt zu machen. Nur ein geeintes Deutſchland danne das Ziel erreichen, das wir alle erſtrebten: ein gleichberechtigtes kes Deulſchland. bee Abg. Freiherr von Rheinbaben(D vp.) ga fen Ent⸗ Kuſchung die Haltung Englands Ausdruck. Die engliſche Re⸗ gterung habe ihr Verſprechen, mit aller Kraft auf eine frühere mung des Ruhrgebietes hinzuwirken, nicht gehalten. Was die Sudssſiſche Politit betreffe, ſo ſei ſie überall, auch im Oſten und üdoſten, eifrig tätig, um nur ja nicht das Ziel der Befriedung uropas, dem Deutſchland zuſtrebe, erreichen zu laſſen. Die Volks⸗ dartel verkenne nicht, daß der Eintritt Deutſchlands in den Völker⸗ Nund uns gewiſſe Vorteile bringen könnte. Ihnen ſtehe jſedoch der f achteil einer Bindung gegenüber, die uns den letzen Reſt der deut⸗ ben Aktionsfreiheit nehmen würde. Die Volkspartei billige daher Standpunkt der Regierung zur Völkerbundsfrage. Ein Ein⸗ ritt Deutſchlands in den Völkerbund erſcheine auch ihr aus⸗ kelglofſen. ſolange die nördliche Rheinlandzone nicht bedingungslos umt ſei. Dann nahm die Kommuniſtin Frau Gohlke alias Suth Fiſcher 15 Wort, um ihre außenpolitiſchen Anſichten im Stune der dritten Internationale und der Weltrevolution eine 8 zu vertreten. 8 805 925 Graf Bernſtorff(Dem.) erklärte: Wir haben einen neuen Aec⸗ räſidenten, dem wir mit Ehrfurcht begegnen. Die Rede des un raf Weſtarp klang faſt wie eine Oppofitionsrede. Auch in Sleger Fraktion beſtehen manche Bedenken Sken den dol Herbeitspakt. Wir behalten uns unſere Stellungnahme or dis zu dem Zeitpunkt, wo er uns vorliegt. Gerade weil im Aenlande als Wirkung der Wahl des neuen Reichspräſidenten eine Augderung der Außenpolitik erwa⸗tet wurde, hätten wir vom beibenminiſter in ſeiner Rede größere Wärme und Entſchledenheit Ei ſeinem Betenntnis zu der bisherigen Außenpolitik gewünſcht. — Eintritt Deutſchlands in den Völkerbund würde für uns ein prsser Vorteil ſein. Nicht aus pazifiſtiſchen Geſichtspunkten heraus zche ich für den Eintritt in den Völkerbund, ſondern weil ich geſp e, daß Deutſchland dabei ſein muß, wenn über ſeine Intereſſen dam cchen wird. Auch der Kampf gegen die Schuldlüge ſollte uns müß, Eintritt in den Völkerbund beſtimmen. Dort könnten und unfeten wir kategoriſch erklären, daß einer der Hauptgründe für Völkern Eintritt der Artikel 19 der Völkerbungsakte ſei, wonach der zeitgerbund dazu da iſt. Verträge zu ändern die nicht mehr uiel Jelaaß ſind. Als Mitglied des Völkerbundes können wir auch eichter das Mandat für unſere Kclonien erlangen und ſchließlich den den. Anf ch. luß. Oe ſterreichs erxeichen. Abg. Dr. Bredt(Wirtſch. Ugg.) führte aus: Wir verkennen durchaus nicht, daß mit der Wahl des neuen Reichspräſidenten eine Aenderung der politiſchen Lage eingetreten iſt. Das war auch unſer Zweck bei dieſer Wahl. Wenn wir auf verfaſſungsmäßigem Wege eine Reviſion der Weimarer Verfaſſung herbeiführen wollen, ſo denken wir dabei gar nicht an die Frage der Staatsform. Was den Eintritt in den Völkerbund angeht, ſo könnte davon erſt die Rede ſein, wenn Frankreich von der jetzt noch ſtändig fort⸗ geſetzten Praxis abſieht, angeſehene Deutſche ohne Rechtsgarantien in Abweſenheit zu verurteilen. Wenn wir eintreten, müßten wir auch von vornherein erklären, daß Deutſchland nicht in der Lage iſt, ſich eine militäriſchen Exekution des Völkerbundes anzuſchließen. Abg. Graf von Lerchenfeld(B. Vp.) wünſcht Reformen im in⸗ neren Dienſt des Auswärtigen Amtes. Die Entwicklung des Flug⸗ weſens werde auch auf die Beziehungen der Länder untereinander nicht ohne Einfluß ſein. Deutſchland habe hierbei wegen ſeiner zen⸗ tralen Lage eine beſondere Bedeutung. Auch das entwaffnete Deutſchland habe noch die Möglichkeit, eine aktive Weltpolitik zu betreiben. Die Auslandsdeutſchen müßten in kultureſler Verbin⸗ dung mit dem Mutterlande erhalten werden. Hier könnte die Deutſche Akademie in München ein weites Tätigkeitsgebiet finden. Die Intereſſen der in den baltiſchen Staaten ohne Entſchä⸗ digung enteigneten Deutſchen müßten energiſch vertreten werden. Die Vorbereitung der Handelsverträge ſollte gründlicher betrieben werden damit nicht andere Verträge eine ähnliche Aufnahme finden wie der deutſch⸗ſpaniſche Handelsvertrag. Dann ſprach noch der Völkiſche Graf Reventlow, der ziemlich lebhaft gegen die Außenpolitik Dr. Streſemanns kritiſierte. Damit war die erſte Rednerreihe erſchöpft. Präſident Loebe gab nur noch ein inzwiſchen eingelaufenes ſozialiſtiſches Mißtrauensvotum bekannt, das ſich gegen das ganze Kabi⸗ nett richtete und vertagte dann die Sitzung auf Mittwoch mittag. Das Mißtrauensvotum Wie wir erfahren, wird der ſozialdemokratiſche Abg. Dr. Lands⸗ bera als Sprecher der Fraktion in der heutigen(Mittwoch) Reichs⸗ tagsſizung das ſozialdemokratiſche Mißtrauensvotum be⸗ gründen und zwar einmal damit, daß die Sozialdemokraten im Zweifel darüber ſind, ob es dem Reichskanzler Dr. Luther und dem Miniſter Streſemann bei dem offenſichtlichen Widerſtand der Deutſchnationalen gelingen wird, die von ihnen als richtig erkannte Außenpolitik durchzuſezen, dann aber auch hinſichtlich des Rechtskurſes der Regierung in der inneren Politik, namentlich im Hinblick auf die beantragte Agrarzollvorlage, die die Lebenshaltung der großen Arbeitermaſſen zweifellos verteuern werde. Erſter kritiſcher Ueberblick EBerlin, 20. Mai.(Von unſerem Berliner Büro). In der politiſchen Ausſprache die ſich geſtern im Reichstag an das vorge⸗ ſtrige Referat Streſemanns knüpfte iſt die ganze erſte Rednergarni⸗ tur zu Worte gekommen. Mit unerbittlicher Regelmäßigkeit löſte ein Sprecher den anderen ab und keiner der 9 ſchenkte dem Hauſe etwas von der ihm zugebilligten Redezeit. So kam es, daß man von 12 Uhr mittags bis in die ſpäten Abendſtunden beiſammen ſaß. Am Regierungstiſch hielt derweilen neben dem Außenminiſter Dr. Luther tapfer aus und vorübergehend geſellte ſich auch der Reichswehr⸗ miniſter Dr. Geßler dazu. Es gab Perloden der Langeweile, während der ſich die Bänke lichteten und dazwiſchen ſolche Stunden, die zu erhöhter Aufmerkſamkeit lockten, ſo daß gleichſam Ebbe und Flut im Saale ſtändig wechſelten. Von Ungewittern blieb das Haus verſchont. Selbſt als Frau Golke, eingezwängt in leuchtend blaue Kunſtſeide auf die Bourgeois Regierung und ihre Hintermänner wet⸗ terte, auf die Sozialdemokraten, die ſich zum Schleppenträger des Kapitalismus degradierth abe, erzielte ſie mehr eine erheiternde als aufpeitſchende Wirkung und auch ihr politiſcher Antipode, der völ⸗ kiſche Graf Reventlow, der bis in die Fingerſpitzen kalte Fanatiker, vermochte keinen Sturm mehr zu entfeſteln, obwohl er mit Sottiſen nicht kargte, ſo daß als Geſamteindruck nur feſtzuhalten bleibt, daß dieſer Tag der politiſchen Debatte einen, mie die befriedigten Geſich⸗ ter der Herren Luther und Streſemann bewieſen, der Regierung wohlgefälligen Berlauf genommen hat. Ein Ergebnis, das nach der günſtigen Reſonanz in der Preſſe kaum anders zu erwarten war und das ſicherlich zum guten Teil auf die ſorgfältige, nüchterne und ſtreng ſachliche Formulierung der vor⸗ geſtrigen Erklärungen des Außenminiſters zurückzuführen iſt. Die konnten in der Tat der Oppoſition keine nennenswerten Angriffs⸗ flächen bieten. In der Kernfrage des Räumungskonfliktes und da⸗ mit in der Verdammung der erpreſſeriſchen Ententemethoden, an denen ſich ſeit dem Londoner Pakt leider wenig geändert hat, herrſcht, wenn man die Verklauſulierung parteimäßiger Gebundenheit ab⸗ zieht, weiteſtgehende Uebereinſtimmung von Breftſcheid bis Weſtarp. Eine Tatſache— die wichtigſte der geſtrigen Debatte— an der die Welt nicht ohne weiteres wird vorübergehen können ben weil Herr Breitſcheid an der gegenwärtigen Außenpolitik, von der die So⸗ zialdemokraten ja immer betonten, daß ſie die Fortſetzung der von Rathenau und Wirth angebahnten ſei, im Ernſte nicht viel einzu⸗ wenden hat, mußte er ſchon auf die Hindenburgwahl mit ihrem Drum und Dran zurückgreifen, damit ſeine Ausführungen überhaupt oppoſitionelle Farbe bekamen. Graf Weſtarp auf der andren Seite war genötigt, das, was er an gegenſätzlichen Anſchauungen vor⸗ brachte, zu dämpfen und zu retuchieren, um nicht den Eindruck zu erwecken, daß die deutſchnationale Fraktion die Regierung zu fron⸗ dieren gedenke, eine Reglerung, in der die Deutſchnationalen an her⸗ vorragenden Pläãtzen ſitzen. Aus dieſer Einſtellung heraus fand man es auf beiden Seiten für gut, ſich Reſerve aufzuerlegen. Auf dieſe Art war von vorn⸗ herein eine Atmoſphäre der Mäßigung geſchaffen, der ſich dann auch die übrigen Redner nicht entziehen konnten. Der rheiniſche Zentrumsmann Profeſſor Kaas ſagte der Regierung die Unterſtützung ſeiner Partei zu, im Räumungskonflikt, in der Frage des Garantiepaktes, in der der des Völkerbundes. In feurigen Worten ſetzte er ſich für die Befreiung ſeines Mutterlandes von fremdem Joch ein und er machte der Regierung ſogar den leiſen Vorwurf, daß ſie durch Streſemanns Mund noch weit energiſcher auf jene. Rechte pochen müſſe,„die droben. hangen unveräußerlich“. Die Demokraten ſind ſeit dem Eintritt der Deutſchnationalen in das Kabinett mißtrauiſch auch gegen die außenpoliuſche Leitung geworden. Das ging unzweideutig aus den Darlegungen des 0 Bernſtorff hervor, der mit Nachdruck unterſtrich, daß ſeine Partei ſich rade gegenüber dem Sicherheitspakt volle Handlungsfreihent vorbe⸗ galte llebrigens hielt ſich die Diskuſſion auch da, wo ſie auf inner⸗ politiſches Gebiet überſprang, in den Grenzen des Anſtandes. lleber die Perſon Hindenburgs wurde, obwohl er im Mittelpunkt dieſes Streites ſtand, kein ungebührliches Wort vernommen. Der Anſicht Breitſcheids, daß die Wahl des Feldmarſchalls unſere Stellung nach außen hin geſchwächt habe, trat der Volksparteiler v. Rhein⸗ baben entgegen und ihm ſchloß ſich Herr Bredt von der Wirt⸗ ſchaftlichen Vereinigung an: Unſer Anſehen in der Welt, ſo glaubt Rheinbaben feſtſtellen zu dürfen, habe ſich dadurch ſogar ſichtlich gehoben, ſeitdem Hindenburg in das Reichspräſidentenpalais einge⸗ jen iſt. 799 59 Schoße der Regierungsparteien war mittlerweile erwogen worden, ob in einer Billigungsformel der Regierung aus⸗ drücklich das Einverſtändnis der hinter ihr ſtehenden Parteien mit ihrer Außenpolitik atteſtiert werden ſoll. Man ging dabei von dem Gedanken aus, daß eine ſolche Faſſung gewählt werden könnte, die es auch zum mindeſten den Demokraten ermöglicht, für die Formel zu ſtimmen. Ueber Erwägungen ſcheint man indes nicht hinausge⸗ kommen zu ſein. Vermutlich wird man ſich heute vor der Plenar⸗ ſitzung noch mit dieſer Angelegenheit befaſſen. Das überraſchende Mißtrauensvotum EJ Berlin, 20. Mai.(Von unſ. Berliner Büro.) Das Miß⸗ trauensvotum, das geſtern gegen Schluß der Reichstags⸗ ſitzung die Sozialdemokrazen einbpachten, hat allgemein überraſcht. Nach der Rede des Abg. Breitſcheid, die im großen und ganzen die Regierungspolitik gebilligt hatte, war ein ſolcher Schritt der Sozialdemokraten logiſcherweiſe nicht zu erwarten Die Erklärung für dieſes Vorgehen findet man heute im„Vorwärts“, der mitteilt, der Beſchluß, der übrigens auch für die Regierung überraſchend kam, ſei in erſter Linie durch die neuen Zolltarife beſtimmt worden, die für die Geſamtpolitit der Regierung entſcheidend ſeien. Der Abgeordnete Landsberg, der als Sprecher der Frektion heute den Mißtrauensantrag begründen wird, dürfte beſonderen Nachdruck auf dieſen Hinweis legen, zugleich aber andeuten, daß die Sozialdemokraten im Zweifel darüber ſind, ob es der Regierung Luther⸗Streſemann bei dem Widerſtand, zum mindeſten eines Teils der Deutſchnationalen, die von dieſen als richtig anerkannte Außen⸗ politik durchzuſetzen in der Lage iſt. Natürlich iſt unſchwer vorauszuſehen, daß der formulierte Miß⸗ trauensantrag der Sozialdemokraten abgelehnt wird. Die Demokraten werden, wie ſchon Graf Bernſtorff geſtern in ſeiner Rede durchblicken ließ, ſich zum mindeſten neutral verhalten. Die „Rote Fahne“ bezeichnet das ſozialdemokratiſche Manödver als Ver⸗ legenheitsdemagogie und droht: Wenn die ſozialdemo⸗ kratiſche Partei ein Mißtrauensvotum einbringt, dann würden die Kommuniſten ſie vor die Frage: Sturz der Lutherregierung, ſtellen. Uebrigens führt man den Entſchluß der Sozialdemokraten u. a. darauf zurück, daß durch das Mißtrauensvotum auf der heutigen Tagung des Parteiausſchuſſes der Sozaldemokratie die linksſtehen⸗ den Elemente beruhigt werden ſollten. Nach der Lage der Dinge werden die Regierungsfraktionen mm wahrſcheinlich keine Bil⸗ ligungsformel einbringen. flllenthalben Unzufriedenheit Berlin, 20. Mai.(Von unſerem Berliner Büro.)„Die ſozialdemokratiſche Partei ſtellt ſich gegen die Regierung des Brotwuchers zum Kampf“. Mit dieſem Fanfarenſtoß begrüßt der„Vorwärts“ die neue Zolltarifvorlage der Reichsre⸗ gierung. Auch die demokratiſche Preſſe lehnt vorerſt in kurzen Kommentaren die Schutzzollpolitik der Regierung auf das entſchiedenſte ab. Das Zentrumsorgan die„Germania“ drückt um einige Grade vorſichtiger und zurückhaltender den Wunſch aus, daß im Reichstag die Vorlage zunächſt rein wirt⸗ ſchaftlich betrachtet werden möge, fügt aber gleich hinzu, die Aktion zum Schutz der heimiſchen Landwirtſchaft würde letzten Endes auf eine Schmälerung des realen Einkommens der Konſumenten hinauslaufen. Die agrariſche„Deutſche Tageszeitung“ heuchelt Unzufriedenheit. Sie bemängelt es, daß dieſer Schutzwall gegen die Auslandskonkurrenz nur teilweiſe und recht unzulänglich wieder aufgerichtet ſei. Pariſer Rommentare zur Stre emann⸗Rede V Paris. 20. Mai.(Von unſerem Pariſer Mitarbeiter.) In poli⸗ kiſchen Kreiſen wird nunmehr die Rede Streſemanns ziemlich unfreundlichkommentiert. Nicht nur in den Wandelgän⸗ gen der Kammer, wo ſich ſeit heute zahlreiche Deputierte eingefunden haben, ſondern auch im Kabinett ſpricht man davon, daß das Exvoſe des Reichsaußenminiſters in vieler Hinſicht die friedlichen Be⸗ mühungen der franzöſiſchen Reaierung durch⸗ kreuzt habe. Der Temps“ teilt mit, daß man in franzöſiſchen Regierungskreiſen den Eindruck gewonnen habe. Streſemann würde jetzt verſuchen, in der Frage des Garantiepaktes zurückzuwei⸗ chen, da ihm die Atmoſphäre über die Erörterunag des deutſchen Me⸗ morandums nicht mehr ſo günſtig erſcheine, wie vor einiger Zeit. Offenbar befürchte der deutſche Außenminiſter einen Umfall Englands zu Gunſten Frankreichs. Es ſei darauf hingewieſen. daß dieſe Tendenzmeldungen dazu beſtimmt ſind das Vorgehen Briands zu maskieren. Bekanntlich ver⸗ ſucht Briand ſelbſt eine dilatoriſche Behandlung des deutſchen Memo⸗ randums. Denn er erklärte erſt vor wenigen Tagen in Gegenwart von Preſſevertretern. daß man ſich auf lanawierige Unterhandlungen mit den Alliierten gefaßt machen müſſe, bevor nach Berlin eine Ant⸗ wort auf das deutſche Memorandum erfolgen könne. Es lieat alſo bier ein gewiſſes Intereſſe vor, die Schuld an der Verzögerung der Verhandlungen über den Sicherheitspakt vorläufig auf Deutſchland zu ſchieben. und dazu kommt. daß auch die Verhandlungen über die Entwaffnungsfrage zwiſchen London und Paris einen ziemlich ſchwierigen Verlauf nahmen. Die Bedeutung der hier vorliegenden Kommentare über Streſemanns Rede iſt unter dieſem Geſichtswinkel zu betrachten. Im„Intranſigeant“ wird Streſemanns Expoſs als eine Fülle von ironiſchen und beleidigenden Bemerkungen an Frankreich bezeichnet und dieſes natio⸗ naliſtiſche Blatt, beſonders unter dem Einfluß Poincarés ſtehend. wiederholt heute, daß Deutſchland auf nichts anderes hinarbeite, als auf die Vernichtung des Verſailler Vertrages. — — — —— 2. Sese. Nr. 232 Neue Mannheimer Jeitung(Mittag⸗Nusgabe) Mittwoch. den 20. Mal 1925 Die neue Kriſe in Frankreich (Von unſerem Pariſer Vertreter) yV Paris, 17. Mai. Die innenpolktiſche Lage Frankreichs erfuhr durch die Nach⸗ giebigkeit der Regierung in der Kirchenfrage und Caillaux' Abſage an die Sozialiſten eine unverkennbare Verſchärfung. Es war Briands Plan, eine verföhnliche Politik vorzubereiten, den Mittel⸗ parteien der Deputiertenkammer die Preisgabe ihrer Oppoſition zu ermöglichen und letzten Endes eine Zuſammenfaſſung der gemäßigren Republikaner vorzubereiten. Offen ſprach er die Parole: Los von den Sozialiſten! nicht aus, aber er beeinflußte Painlevé im Sinne einer ſolchen Politik. Heute befindet ſich der frühere Kammer⸗ und jetzige Miniſterpräſident in der peinlichſten Situation, die man ſich denken kann. Im Wahlkampfe ſtand Painlevé neben Her⸗ riot als Bannerträger des linksrepublikaniſch⸗ſozialiſtiſchen Kartells. Solange er das Ehrenamt des Kammerpräſidenten einnahm, blickte man zu ihm als dem Repräſentanten des Bündniſſes der Linkspar⸗ teien empor. Und heute? eit den Gemeinderatswahlen, die einen viel ſtärkeren Ruck nach der ſozialiſtiſchen Seite hin ergaben, als erwartet wurde, ſeit dieſer wichtigen Kraftprobe iſt Painleve— der Bertrauensmann des Kartells im Kabinett— in Verlegenheit. Man ſagt, daß er ſich von Briand düpieren ließ. Painleve gehört nicht zu den großen Kammerſtrategen. Seine Perſönlichkeit wirkt ſym⸗ pathiſch, weil ſie eine ausgeprägte politiſche Ueberzeugung, die des europäiſch füh enden Demokraten, darſtellt. Briande Werk iſt es daß die bisherigen Freunde Painlevés mißtrauiſch geworden ſind. Mit ſchwer verhaltenem Unmut ſehen ſie der Kompromißpolitik zu, die das Kartellprogramm zuſchanden macht; die Sozialiſten verfolgen das marokkaniſche Kriegsunternehmen ſehr beunruhigt, wenn nicht nervös gereizt. Noch ſind ſie nicht offen dagegen aufgetreten, aber ſie rüſten zu einer Auseinanderſetzung, die für Painleve gefährlich wer⸗ den könnte, wenn nicht in Kürze der Abſchluß dieſer Operationen er⸗ — die täglich das runde Sümmchen von 20 Millionen Papier⸗ ranks koſten. Briands Außenpolitik findet ihren Rückhalt bei derjenigen Senats gruppe, die Herriot Gewiß, der frühere Miniſter⸗ präſident hielt ſich ebenſo, wie Außenminiſter Briad, an die Direk⸗ tiven der Senatskommiſſion, in der Nationaliſten reinſten Waſſers, wie Lucien Hubert, Chéron, Poincare das Wort führen. Aber Briand flößt trotz ſeinen in Cannes mit Lloyd George geführten Unterhandlungen den maßgebenden Senatoren mehr Vertrauen als Herriot ein, deſſen Londoner Abmachungen— militäriſche Räumung der Ruhr— den Poincariſten und Millerandiſten als Erzverbrechen erſcheinen. Vei Herriot ſtand immer zu befürchten, daß er nach der ſozialiſtiſchen Seite hin umfallen werde; Briand ſteht mit einem Fuße im Lager der Linken, mit dem andern— ſehr kräftig!— in dem der Gemäßigten, denen er die Rolle zugedacht, als„Austauſchgruppe“ an Stelle der Sozialiſten zu treten. Merkbar ſchwächt ſich die Oppo⸗ ſition; nationaliſtiſche Kreiſe billigen die briandiſtiſche Außenpolitik, deren ſtreng juriſtiſcher Grundzug, das krampfhafte Feſthalten an dem Verſailler Vertrag, poincariſtiſche Beeinfluſſung kaum verleugnen kann. Der„Mann der Konverſationen“ marſchiert ſtreng im Geiſte diplomatiſcher Verhandlungen. Er lehnt„verfrühte Konferenzen“ mit der gleichen Argumentierung ab, wie Poincare„Ich ver⸗ meide jede Ausſprache, die nicht 9 durch grundſätzliche Ueber⸗ einſtimmung vor Ueberraſchungen geſchützt iſt,“ ſagte er vorgeſtern den Preſſevertretern. Konverſationen paſſen Briand nur dann, wenn ſie eine auf diplomatiſchem Wege entſchiedene Sache durch einige Schlußphraſen und Paraphraſen bekräftigen. Er rühmt ſich, daß er vorſichtiger zu Werke geht, als Herriot, der nach Chequers reiſte und ſich dort von Macdonald angeblich über den Löffel barbieren ließ. Im Senate genießt der Außenminiſter den Ruf des Diplomaten, der die Vorteile einer dilatoriſchen Behandlung kennt und auszu⸗ nutzen verſteht.„Ich habe Zeit,“ ſagte Briand in den Wandel⸗ gängen des Senates,„aber Chamberlain iſt ſehr preſſiert.“ Er öwinkerte luſtig mit dem rechten Auge. Briand beeinflußt auch die innenpolitiſche Orien⸗ tierung. Er marſchiert gemeinſchaftlich mit Caillaux, denn Beide haben ſich auf das Programm der innenpolitiſchen„Beruhigung“ eeinigt, um die Hauptpunkte des Regierungsplanes: Sanierung der Imanzen und Sicherheitsfrage ſchrittweiſe einer Löſung zuzuführen. Briand braucht ſich nicht ſehr zu beeilen, er hat bloß dafür zu ſor⸗ gen, daß die franzöſiſche Außenpolitik einen beruhigenden Charakter heibehält.„Toujours négoſier“, war das Leitwort Richelieus. Briand hat es zum ſeinigen gemacht. Ganz anders ſteht es mit Caillaux. Der Finanzminicher bedarf, wie er in der Finanzkom⸗ miſſion der Deputiertenkammer ſagte, des Vertrauens aller Fran⸗ zoſen. Er appellierte an die Gegner des Kabinetts, die Briand in eine neue Mehrheitskombination ziehen möchte. Den gemäßigten Parteien ſind bereits Zugeſtändniſſe gemacht worden, die beim Wiederzuſammentritt der Kammer den Sturm der Linksrepublikaner erregen werden. Frankreich wird, ſo heißt es, die diplomatiſchen Beziehungen zum Vatikan wiederherſtellen. Vor einigen Tagen machte die klerikale Zeitung„La Croix“ dieſe Mitteilung und fügte der, wie eine Bombe ins Kartell einſchlagenden Nachricht, folgendes hinzu:„Der Erzbiſchof von Paris iſt über das Zugeſtändnis des Kabinetts Painlevé⸗Caillaux⸗Briand ſchn erfreut.“ In der Pro⸗ vinz hat der Klerus, der gegen das Kabinett Herriot wütend zu Felde zog, eine wahre Hetze gegen den Franken und gegen die Finanzpläne der früheren Regierung betrieb, einen Waffenſtillſtand eintreten laſſen. Caillaux Pläne werden als„gerecht“ beurteilt. Die Dorfgeiſtlichen unterlaſſen es, in den Kirchen vor dem Zu⸗ ſammenbruch der Geldwirtſchaft zu warnen. Die Beſchwichtigung, das Vertrauen ſtellen ſich ein. Für das ſchwierige Werk des Finanz⸗ miniſters bedeutet dies eine unerläßliche Vorbedingung. Caillauf gefällt den gemäßigten Republikanern, beſitzt die Stimmen der 42 Mann zählenden Loucheur⸗Gruppe, wird aber kaum imſtande ſein, für ſeinen Steuerplan, der das Poſtulat Her⸗ riots und Blums: die Kapitalsabgabe, ausſchließt, die Links⸗ republikaner und Sozialiſten zu gewinnen. Was Caillaux bishei getan hat, läßt ſich als herkömmliches Auskunftsmittel aller fran, zöſiſchen Finanzminiſter bezeichnen. Er erhöhte die indirekten Steuern. Sein Hauptprofekt: die Erhöhung der Einkommenſteuer und deren ſcharfe Kontrolle ſteht noch in unbeſtimmter Ferne. Es mag eine gewiſſe Aehnlichkeit mit der von den Sozialiſten gefor⸗ deten Kapitalsabgabe beſitzen, aber die Orientierung Caillaux' deutet her darauf hin, daß er Alles vermeiden wird, um radikale Eingriffe n geſtatten. Der Sozialiſt Renaudel ſtellte den Grundſatz auf: Das Geld muß dort genommen werden, wo es ſich befindet.“ Taillaux wird ſich auf das„Nehmen“ nicht einlaſſen; er iſt für ein zeundliches Werben um das Geld. Seine Anleihepläne, die mit der ztabiliſierung des Franken verknüpft ſind, haben das gute Ein⸗ ernehmen, die Entente mit dem Großkapital, zur Vorausſetzung. Die Abſage des Finanzminiſters an die Sozialiſten nd Linksrepublikaner bildet den Ausgangspunkt der neuen riſe in Frankreich. Zwei Möglichkeiten eröffnen ſich: in⸗ alge der den Sozialiſten in den Gemeinderatswahlen gewährten mmuniſtiſchen Unterſtützung iſt eine Spaltung innerhalb des Kar⸗ ils nicht ausgeſchloſſen; die Folge wäre, eine Verſchiebung der dehrheit nach der Mitte zu, was den urſprünglichen Abſichten riands und wohl auch denen Caillaux' entſpricht; die Deputierten⸗ kammer würde in dieſem Falle eine ſozialiſtiſche(teilweiſe von den Immuniſten unterſtützte) Oppoſition zeigen und eine rechtsradikale. Tie Linksrepublikaner würden umſo ſchneller in die Klemme ge⸗ raten, da ihr Mann, der Radikale Caillaux, an der Parteikriſe ſchuld⸗ tragend iſt. Die zweite Möglichkeit wäre, daß Caillaux' Finanz⸗ Steuerplan nicht das Vertrauenvotum der Kammer erhält, Das Dortell würde gegen das Projekt ſtimmen; 27 kommuniſtiſche Aunmen könnten dabei ausſchlaggebend ſein. In Regierungskreiſen Ult man dieſe Eventualität für unwahrſcheinlich. Dennoch dürfte kands Plan, das Kartell zu zerſplittern, noch die größten Aus⸗ ſiten auf Erfolg haben. Herriot, der Kammerpräſident, iſt die Hoffnung des Linksblocks. Mird er das briandiſtiſche Manöver in zwölfter Stunde zunichte nochen? Wird er imſtande ſein, die Kartellmehrheit dem Kabinet! en'gegenzuſtellen? Im Juni wird es ſich entſcheiden Aufhebung von Kepublikfeſeriagen in Anhalk. Der Anhalter Londtag beſchloß mit 18 gegen 17 Stimmen die Aufhebung des 1. Mai und des 9. Novenmber als geſetzliche Feiertage. Für die Auf⸗ hebung ſtimmten die Deutſchnationalen und die Demokraten. Die neue Jollvorlage Vor einer Verſammlung der Berliner und der ausländiſchen Preſſe wurde am Montag die neue Zollvorlage von der Reichs⸗ regierung der Heffentlichkeit übergeben. Reichskanzler Dr. Luther hielt eine einleitende Anſprache, in der er beſonders her⸗ vorhob, daß ſich die Reichsregierung bei der Ausarbeitung des Ent⸗ wurfes von zwei Geſichtspunkten habe leiten laſſen: einmal zollpoli⸗ tiſch und einmal volkswirtſchaftlich. Zollpolitiſch galt es, anſtelle des überholten Zolltarifes von 1902 einen neuen Tarif zu ſchaffen, der für die beſtehenden Handelsvertragsverhandlungen einen feſten Aus⸗ gangspunkt und eine Stütze für die deutſchen Unterhändler ſein könne. Volkswirtſchaftlich kam es darauf an, die Paſſivität der deutſchen Handelsbilanz durch Schutz der deutſchen In⸗ duſtrie und Landwirtſchaft und damit gleichzeitig durch eine Verſtär⸗ kung der inneren Kaufkraft zu beſeitigen. Nach dem Kanzler hielten der Reichswirtſchaftsminiſter Dr. Neuhaus und der Reichsernährungsminiſter Graf Kame ein⸗ gehende Vorträge über die neuen Induſtrie⸗ und Agrar⸗ zölle. Ueber die Induſtriezölle teilte der Reichswirtſchaftsminiſter u. a. folgendes mit: Die vorgeſchlagenen Sätze bewegen ſich im Rah⸗ men eines mäßigen Zollſchutzes unſerer Induſtrie. Einen beſonde⸗ ren Charakter haben die Automobil⸗ und Traktorenzölle. Die ausländiſche Automobilinduſtrie hat leider infolge verſchiedener Umſtände einen außerordentlichen Vorſprung vor der deutſchen In⸗ duſtrie gewonnen. Der deutſchen Induſtrie muß eine Friſt gewährt werden, um dieſen Vorſprung einigermaßen einzuholen. Es iſt darum für Aukomobile ein Zollſatz vorgeſehen, der verhältnismäßig höher lieat als die ſämtlichen Zölle der Induſtrieprodukte, aber es iſt weiter beſtimmt, daß dieſe Zölle in halbjährlichen Stufen herabgeſetzt werden auf einen Betrag. der der Normal⸗Zollbelaſtung in Deutſchland entſpricht. Auch für Trak⸗ toren iſt dieſer ſtufenweiſe Abbau der Zölle vorgeſehen., während eine eigentliche Zollerhöhung hier vermieden iſt. Auch auf dem Tertilgebiete mußten die ZJölle in arößerem Umfanage erhöht werden, zumal ſich gerade in Textilien überall ein verſchärfter Wettbewerb des Auslandes bemerkbar macht. Der deut⸗ ſchen chemiſchen Induſtrie. deren Leiſtungsfähiakeit weit über den Inlandsbedarf hinausgeht und in der Vorkrieaszeit einen aroßen Teil des Weltmarktes mit verſorate. müſſe durch einen, wenn auch ſehr mäßia gehaltenen Schutzzoll. der durchweg unter 10 Prozent des Wertes der Produkte liegt. ein gewiſſer Vorſprung auf dem Inlands⸗ markte gegeben werden. Der Grundzoll der Eiſeninduſtrie, insbeſondere der Roh⸗ eiſen⸗ und der Stabeiſenzoll. werden durch den Entwurf nicht berührt. Die vorgeſehenen Aenderungen betreffen gewiſſe Spezialerzeugungen und Verfeinerungen wie Edelſtabl, Ferrolegierungen, kaltgezogenes und kaltgewalztes Stab⸗ und Bandeiſen ſowie Draht. ferner Fein⸗ bleche von 0,5 Millimetern und darunter. Kugellager und Blattklin⸗ gen für Raſierapparate. Endlich ſind einige Zölle der kleinen Eiſen⸗ induſtrie mäßig erhöht worden. Auf dem Gebiete der Maſchinen⸗ induſtrie iſt im allgemeinen von Zollerhöhungen Abſtand aenommen worden. Obwohl die Zahl der Tarifänderungen auf dem induſtrieſlen Gebiete aroß iſt(ſie betrifft etwa 300 Tarifnummern mit etwa 700 Zollſäken), wird doch der Charakter des deutſchen Zolltarifes dadurch in keiner Weiſe geändert. Der Tarif bleibt ein gemäßſgter Schutz⸗ zolltarif. Seine Sätze machen trot der vorgeſehenen Erhöhungen und Aenderungen meiſt nur einen geringen Prozentſatz vom Wert der Waren aus. der z. T. geringer iſt als der Prozentſatz. den die Sätze des geltenden Tarifes im Jahre 1906 ausmachten. Aeber die Aararzölle führte Reichsernährungsminiſter Graf Kanitz u. a. aus: Die Reichsregierung iſt der Auffaſſung, daß die Frage der Wiederein⸗ führung der landwirkſchaftlichen Zölle eine politiſche Voreinge⸗ nommenheit lediglich vom wirtſchaftlichen Standpunkt aus zu be⸗ handeln iſt. Deutſchland braucht heute mehr denn je eine ſtarke Landwirtſchaft, die imſtande iſt, den Nahrungsmittelbedarf des deutſchen Volkes ſoweit als irgend möglich aus eigener Erzeugung zu ſchaffen. Nach Auffaſſung der Sachyerſtändigen wird es der deutſchen Landwirtſchaft, die nach dem Krieg ſchon erfolgverſpre⸗ chende Verſuche zum Wiederaufbau ihrer Produktion gemacht hat, möglich ſein, ihre Produktion in kurzer Zeit ganz erheblich zu ſtei⸗ gern. Gelingt es, die landwirtſchaftliche Produktion Deutſchlands in dem nötigen Umfang zu ſteigern, ſo wird auch, wie ſchon in der Vorkriegszeit die deutſche Landwirtſchaft dazu beitragen kön⸗ nen, Ueberſchüſſe an das Ausland zu exportieren. Die Einfuhr landwirtſchaftlicher Erzeugniſſe hat trotz zum Teil mehr als aus⸗ reichender einheimiſcher Erzeugung einen ſtarken Umfang ange⸗ nommen. Die inländiſchen Erzeugniſſe dagegen ſind vielfach, ob⸗ wohl ſie noch unter den Vorkriegspreiſen liegen, nicht mehr abzu⸗ ſetzen geweſen. Die Folge davon iſt, daß ſich in Deutſchland ſchon bedenkliche Anzeichen für einen Uebergang der Landwiriſchaft zur extenſiveren Bewirtſchaftung bemerkbar machen. Eine Exten⸗ ſivierung der deutſchen Landwirtſchaft muß aber unter allen Um⸗ ſtänden verhindert werden, da nur eine immer intenſiver werdende Ausnützung des deutſchen Bodens die Ernährung des deutſchen Volkes in ſchwierigen Zeiten ſicherſtellen und vom Ausland unab⸗ hängig machen kann. Die Intenſivierung der Landwirtſchaft iſt aber nur möglich, wenn die Landwirtſchaft in der Lage iſt, ihre Betriebsmittel zu kaufen und verwenden zu können, ohne mit Ver⸗ luſten rechnen zu müſſen. Nach der wirtſchaftlichen Struktur Deutſchlands kann die Landwirtſchaft nicht mit einem anderen Maß gemeſſen werden, als die Induſtrie. Aus dieſen Erwägungen beraus hat die Reichsregierung im vorliegenden Falle auch die Wiedereinführung der landwirtſchaftlichen Zölle vorgeſchlagen. 1* Lebhaſte Geunruhigung in England § London, 19. Mai.(Von unſerem Londoner Vertreter.) Der von der deutſchen Regierung geplante neue Zolltarif erregt in hieſigen Geſchäftskreiſen lebhafte Beunruhigung. Die Blätter erklären den Tarif als einen ſchweren Schlag gegen die engliſche Induſtrie; namentlich in den Kreiſen der Textilindu⸗ ſtriellen fürchtet man, daß die erhöhten deutſchen Einfuhrzölle im Verein mit Churchills Steuer auf Seide verhängnisvolle Folgen für die britiſche Induſtrie zeitigen werde. Man erblickt in dem neuen Zolltarif den Sieg der Agrarier und Großinduſtriellen auf Koſten der Neann Konſumenten und den Beginn einer Schutz⸗ zollwirtſchaft in Deutſchland. Ein engliſcher Rolonialſkandal Bekanntlich hat man die Wegnahme der deutſchen Kolonden u. a. auch damit zu begründen verſucht, daß Deutſchland durch die Bei⸗ behaltung der Hausſklaverei in Deutſch⸗Oſtafrika ſich moraliſch un⸗ würdig erwieſen habe, Kolonien zu beſitzen. Nunmehr hat ein Skandal in Londoner politiſchen Kreiſen große Erregung hervorge⸗ rufen, wonach 4000 Eingeborene in Britiſch⸗Oſtafrika under Bedingungen, die laut„Mancheſter Guardian“ Aehnlichkeit mit der einer Sklaverei haben, in ungeſunden ſumpfigen Geländen zu Eiſen⸗ bahnbauten gepreßt worden ſeien. Verſchiedene Interpellationen in den beiden Parlamenten ſind in dieſer Angelegenheit bereits ange⸗ kündigt worden. Weiter hat die Nichteinladung Deutſchlands zu der Konferenz für die Bekä ng der Schlafkrankheit in Afrika in Londoner wiſſenſchaftlichen Kreiſen beträchtliches Aufſehen erregt. Kreditgeſuch der Keichsbahngeſellſchaſt Wie die„Kreuzzeitung“ berichtet, hat ſich die Deutſche Reichs⸗ bahngeſellſchaft kürzlich erneut an den Reichsfinanzminiſter mit der Bitte gewandt, ſtatt des vor 155 Zeit gewährten kurzfriſtigen 80 Millionen⸗Kredits einen langfriſtigen 120 Millionen⸗Kre⸗ dit zu erhalten, weil die Verhandlungen im internationalen Verkehr auf Unterbringung der Anleihe noch nicht zum Abſchluß gekommen ſeinen. In parlamentariſchen Kreiſen ſoll die Neigung beſtehen. dem Wunſche der Reichsbahn unter gewiſſen Bedingungen zu entſprechen. In Frage 9 0 dafür die Auskunftspflicht der Reichsbahn gegenüber dem Reichsbag in allen Fragen von öffentlichem Intereſſe kommen. Die alliierte Kontrollnote Nach einer Reutermeldung iſt das Sekretariat der Bolſchafte, konſerenz zur Zeit eifrig damit beſchäftigt, die Gegenſaed der engliſchen und franzöſiſchen Auffaſſung über die an Deutſchiee zu ſendende Kontrollnote zu beſeitigen. In ſpäteſtens eln 5 Woche ſoll das Ergebnis dieſer Beratungen der Bolſchaferen ferenz vorgelegt werden. Wann dieſe zuſammentreten wird, iſt no unbeſtimmt. en In maßgebenden Londoner politiſchen Kreiſen macht ſich wegen der Behandlung der Entwaffnungsfrage ein wachſend 5 Peſſimismus bemerkbar. Man glaubt in London, daß die Bol⸗ ſchafterkonferenz erſt in der nächſten Woche zuſammentreten wen 5 Ferner iſt in London die Anſicht verbreitet, daß die franzöſiſche N gierung die Entwaffnungsnote nach Form und Inhalt umzuan dern beabſichtigt, um eine ganze Anzahl neuer ſogenannter Ver fehlungen noch hineinzubringen. Bis dies gelungen ſei, weigert 0 nach engliſcher Auffaſſung Frankreich, den Text der Note feſtzulegen, 1 Nach den aus Paris vorliegenden Meldungen iſt dort in der Sicher⸗ heitsfrage die engliſche Auffaſſung mitgeteilt worden. Amerika als Gläubiger Frankreichs (Spezialkabeldienſt der United Preß) Newyork, 18. Mai. Die Newyork Herald and Tri bune“ beſchäftigt ſich in einem Leitartikel mit der Schulden. fundierung. Das Blatt erklärt in einem Artikel, den es Schuldenouverture überſchreibt, daß die Vereinigten Staaten gewi 8 ſind, in ihren Konzeſſionen an ihre Schuldner noch weiter zu gehen als bisher, falls ſich die Notwendigkeit dazu aus beſonderen u ſtänden ergeben ſollte. Das Blatt weiſt in dieſem Zuſammenhan auf die finanziellen Verhältniſſe Frankreichs hin und beme weiter, daß die Verzögerung der letzten Zeit ſicherlich gegen ean Geiſt der Konzeſſionen arbeiten müßten, ſo daß fernere ungerecht fertigte Verzögerungen dieſen Geiſt ganz verſchwinden laſſen würde, Die„Newyork World“, in Uebereinſtimmung mit der Mehr zahl der Wirtſchaftler erklärt, daß die Herabſetzung der fran' zöſiſchen Verpflichtungen unvermeidlich ſei, und ſagt für die amer kaniſche Regierung Schwierigkeiten voraus, falls ſie erwarten würde, daß der Eindruck weiter fortbeſtehen könne, eine Fundierung der franzöſiſchen Schulden ſei möglich etwa auf der Baſis der mit Groß⸗ britannien getroffenen Regelung. Der gute Wille zur Bezahlung wird verlaugt (Spezialkabeldienſt der United Preß) Waſhington, 18. Mai. Amtlich wurde mitgeteilt, daß augen blicklich Verhandlungen über die Schuldenfundierung im Auslan durch die diplomatiſchen Vertreter der Vereinigten Staaten geführ werden ſollen und nicht durch Notenwechſel. Regierungsbeamte er⸗ klären, daß Amerika nicht unvernünftige Forderungen auf Barzah⸗ lung ſtellen werde bei Ländern, deren Regierung ſich noch t in finanziellen Schwierigkeiten befinden, ſondern daß die Vereinlg⸗ ten Staaten nur darauf beſtehen werden, daß von den Schuldnem der gute Wille zur Schuldenregelung gezeigt wird. Man nimm an, daß, nachdem eine Regelung mit den fünf Hauptſchuldnen Frankreich, Belgien, Italien, Tſchechei und Rumänien getäligt wor“ den iſt, Verhandlungen mit Jugoflawien, Griechenland und Lettland aufgenommen werden. Die Urſache des Dorſtfelder Srubenunglücks Die Unterſuchung auf der Zeche Dorſtfeld hat bisher noch imme keinem auch nur irgendwie ſicheren Ergebnis geführt. eußerungen, mögen ſie von Seiten des Oberbergamtes, von Arbei geber⸗ oder Arbeitnehmerkreiſen kommen, ſtimmen darin überein, daß man hinſichtlich des Unglücks vor einem völligen Rätſel ſteht, Man iſt zunächſt noch geneigt. den Ausgangspunkt der Kataſtrophe in der Exploſion der Sprengſtofftammer zu ſehen. Es ſprechen aber Anzeichen, wie beiſpielsweiſe ſtarke Kokskruſten und Koksperlen an den Stempeln in einem Revier dafür, daß eine Schlagwetter⸗ oder Kohlenſtaubexpploſion ſtatlge⸗ funden hat. l1 Die Staatsanwaltſchaft foll, wie wir hören, auch die Möglichke eines Attentats bei ihrer Unterſuchung in Erwähnung ziehen Infolge dieſes durchaus ungeklärten Tatbeſtandes legen ſich die Berg⸗ arbeiterverbände zunächſt noch große Reſerve auf. Es wird zwar betont, daß das ſogenannte Antreiberſyſtem auf dieſer Zeche noch nirgends geweſen ſei, daß aber zwiſchen dieſem Antreiberſyſtem und dem vorliegenden Unglück kein urſächlicher Zuſammenhang feſthe⸗ ſtellt werden kann. Letzte Meldungen der Walödbrand in der Altdammerheide Zu dem Waldbrand in der Altdammer Heide wird aus dem preußiſchen Landwirtſchaftsminiſterium folgendes mitgeteilt: Montag mittag%12 Uhr entſtand auf den Kahlplätzen der ſtaallichen Ober⸗ förſtereien Friedrichswalde und Pütt öſtlich Stettin, die durch den Abtrieb des Eulenfraßholzes entſtanden ſind, ein Bodenlauffeuer, das bei der Dürre in dem trockenen Gras reiche Nahrung fand, 75 die Fläche und einen bereits angeſammelten Holzſchlag durchlief un von dorl in die angrenzenden Stadtforſte 12 5 Hier mine tel etwa 5 000 Morgen von den Eulen ſehr ſtark befreſſene abgeſtorbener und von der Stadt verkauſte Stangenorte vernich Durch Arbeiter der Umgebung, Feuerwehr und Militär von Star⸗ rd wurde das Feuer gelöſcht. Soviel bisher bekannt, ſind Men⸗ ben nicht zu beklagen. Bewohnte Gebäude ſind nicht ver⸗ brannt. Nach vorläufiger Schätzung hat das Feuer in den Staate“ forſten eine Fläche von etwa 5 000 Hektar überlaufen. Der Schaden iſt ſehr groß. Auf den Kahlflächen ſind nur einzelne dort noch liegende Stämme und wenige Holzſtöße angebrannt, während dem aufgearbeiteten Schlag die dort liegenden Stämme angebrann ſind. Ein Teil des Brennholdes därfte erheblich beſchädigt ſein, Ueber den Schaden im Stadtforſt Altdamm, der weſentlich höhet 10 0 können gengque Angaben zur Zeit noch nicht gema wer Tumult in einer Berliner KRirche J Berlin, 20. Mal.(Von unſ. Berliner Büro.) In der Drei⸗ faltigkeitskirche ſollte geſtern abend eine Kundgebung gegen die Trunkſucht ſtattfinden. Es waren etwa gegen 400 Peſ 25— erſchienen. Als der Einberufer der Verſammlung. Generd, ſuperintendent Burkhardt, das Wort ergriff, meldete ſich ein Steßg verordneter zum Wort und forderte unter dem Lärm von 8 Gaſtwirten die Feſtſtellung, von wem die Verſammlung aus⸗ gehe. Der Vorſitzende erwiderte, es hanlde ſich um eine unpolitiſ in Kundgebung gegen die Trunkſucht. Da auf dieſe Erklärung hi der Lärm ſich erneuerte, mußte die Polizei zu Hilfe gerufen werde Die Verſammlung ging unter dem Geſang„Ein feſte Burg iſt unſe Gott“ auseinander. Reichkanzler und Reichsaußenminiſter bei v. Hindenburg — Berlin, 20. Mai. Reichspräſident v. Hindenburg nahm geſtern vormittag einen längeren Vortrag des Reichskanzlers 1 Luther und des Reichsaußenminiſters Dr Streſemann über Fragen der Außenpolitik entgegen. Im Laufe des Nachmittags ſtattete Reichspräſident dem apoſtoliſchen Runtius Pacelli, dem Doyen de diplomatiſchen Korps, einen Gegenbeſuch ab. Verurkeilter Landesverräter —Leipzig, 20. Mai. Das Reichsgericht verurteilte den Bico, vorſteher Heinrich Strippgen aus Mülheim a. d. Ruhr, der als A geſtellter der Eſſener Kruppwerke Akten und Zeichnungen geſtohle hatte, um ſie dem franzöſiſchen Nachrichtendienſt auszuliefern, un Engländern ſowie Italienern Zeichnungen von deutſchen Geſchützen aushändigte, zu 12 Jahren Zuchthaus, zu 10 Jahren Ehr⸗ verluſt und dauernder Stellung unter Polizeiaufſicht. 1 R — Mittwoch, den 20. Mal 1923 Neue Mannheimer Jeſtung[Mittag⸗Rusgabe) 3. Seite. Nt. 232 Was bringt der Sommerfahrplan Neues für Mannheim In dem vor kurzem erſchienenen Entwurf zum Jahresfahrplan 1925/6, der diesmal wegen der Pfingſtfeiertage erſt am 5. Juni in Kraft tritt, während, wie wir hören, künftig— alſo vom Jahr 1926 ab— der Fahrplanwechſel immer am 15. Mal ſtattfinden ſoll, ſind einige ganz beachtenswerte Verbeſſerungen ür Mannheim vorgeſehen und zwar ſowohl für den Ge⸗ ſchäfts⸗ und den Ausflugsverkehr als auch für den den Platz Mann⸗ eim berührenden internationalen Durchgangsverkehr, aus dem natürlich auch Mannheim direkt und indirekt profitieren wird. Wenn wir uns zunächſt für die ſchnellfahrenden Züge nach und vom Rheinland, dem Ruhrgebiet und Holland intereſſieren, ſo geſchieht dies deshalb, weil erſt ſeit 30. November v. J. wieder direkte Verbindungen mit dieſen Ge⸗ bieten beſtehen, während vorher faſt 2 Jahre lang außerordentlich deitraubende Umwege benutzt werden mußten, um, ohne das fran⸗ zöſiſch⸗belgiſche Regiegebiet zu berühren, dahin zu gelangen. Von den Schnellzügen, die heute Holland und das Rheinland ſowie das uhrgebiet mit Süddeutſchland und der Schweiz verbinden, wird vor allem ein Paar durch Abkürzung der Grenzaufenthalte und Er⸗ höhung der Fahrgeſchwindigkeit weſentlich beſchleunigt und dadurch zu einer erſtklaſſigen internationalen Zugsverbindung ausgeſtaltet. Der D⸗Zug 164, der jetzt um.24 abends, von Holland(England über Hoek van Holland) kommend, in Mannheim eintrifft und nach ſeiner Vereinigung mit dem Hamburg—Berliner D⸗Zug 86 um.05 abgeht, kommt in Baſel Bad. Bf. um 11.22 abends an. Künftig wird er bei geringer Früherlegung ab Amſterdam beſchleunigt und unabhängig von Dd 86 von Mannheim bis Baſel durchgeführt: Köln ab 12.16(bisher.40), Mannheim an.47, Mannheim ab.54, Karlsruhe an.43, ab.47, Offenburg an.53, ab.58, Freiburg an.51, ab.54, Baſel Badiſcher Bahnhof an.49 abds. ſtatt bisher 11.22 alſo 23 Stunden früher als ſetzt. Infolge dieſer weſentlichen Beſchleunigung erreicht er noch den Anſchluß an den Gotthardſchnellzug, der den Zentralbahnhof in Baſel erſt .35(bisher.20 abends) verlaſſen, in Luzern um 11.12, in Mailand um.42 vorm., in Genua um 10.00, in Florenz um.12 und in Rom um.55 nachm. ankommen wird. Geiſedauer Mannheim— Rom genau 26 Stunden; in der Vorkriegszeit 25½ Stunden). Um den gleichen Zug in Baſel zu erreichen, muß man jetzt.08, künftig erſt.54 in Mannheim abreiſen. Außerdem wird D⸗Zug 164, der in Baſel Bundesbahnhof um.17 abends eintrifft, noch den um .28 abgehenden Züricher Schnellzug erreichen(Zürich an 11.18). In der Gegenrichtung wird der D⸗Zug 163 in Baſel ſtatt wie jetzt dereinigt mit Zug D 85 um.15 vorm. erſt 1½ Stunden ſpäter ab⸗ gehen: Baſel Bad. Bf. ab.35 vorm., Freiburg an.33, ab.36, Offenburg an 10.27, ab 10.32, Karlsruhe an 11.38, ab 11.42, Mann⸗ heim an 12.27 nachm.(bisher 11.24), ab 12.40(bisher 11.52), Köln an.16(bisher.33), ab.26(bisher.43), Amſterdam an 10.12(bisher.23). Beide Züge erhalten in Offenburg während der Hauptreiſezeit unmittelbare Fortſetzung bzw. Anſchluß nach und von Konſtanz: 2158 548 ab] Karlsruhe.. an 111 2157 7 ab Offenbu„„„6„„„4„„„„ an 950 7. an ‚ 8 ab 920 *0 ab Hauſa 9595953555 a0 825 8³ a 8 45 Triberg„%%„„„„6„ an 8⁴⁶ 92 an ab 806 920 ab Billingen an 802 9 an ab 748 1855 ab Donaueſchingen a0 5 085 an a 108 ab Smgen a5 90 10i9 an a 10³ ab Radolfzelll an 629 1105 an V Konſtanz I ab 610 Die Züge 157/158 werden mit der., 2. und 3. Wagenklaſſe neben 3—55 die 1. und 2. Klaſſe führenden D⸗Zügen 163 und 164 nach und von Karlsruhe durchgeführt, wo die Möglichkeit beſteht, von dem einen auf den anderen Zug überzugehen. Ein weitere raſche und bequeme Fahrgelegenheit zwiſchen Hol⸗ land—Rheinland einerſeits und Süddeutſchland—Schweiz anderer⸗ ſeits bringt uns der Fahrplanentwurf in den für die Zeit vom 1. Juli bis 15. September vorgeſehenen Saiſonſchnellzügen D 173/ D 174, die nur die 1. und 2. Wagenklaſſe führen. D 174:.49 ab Amſterdam,.17 an Köln,.25 ab, 12.59 an Mannheim,.12 ab, .30 an Baſel Bad. Bf. D. 173: Baſel Bad. Bf. ab.50 Mann⸗ Nen an.43, ab.55, Köln an.18, ab.23, Amſterdam an .25. Der D⸗Zug 174 hat ebenſo wie der Nachtſchnellzug D 44, dem er von Maunheim bis Baſel vorausläuft, in Baſel Anſchluß an die Morgenſchnellzüge nach allen Richtungen der Schweiz und bietet durch den Gotthardſchnellzug 54 eine direkte Fahrgelegenheit nach Rom: Baſel S..B. ab.15 vorm., Rom an lüber Florenz).35, über Sarzana).25 vorm. Der Gegenzug 173 nimmt in Baſel den nſchluß von dem Mailänder Schne zug 67 auf(Mailand ab 12.05 nachm., Luzern ab.53, Baſel an.28 abends), außerdem den An⸗ ſchluß, von dem um.12 abends in Zürich abfahrenden und in Baſel .40 abends eintreffenden Schnellzug. Die Abfahrt des Schnellzugs 307 in Baſel Bad. Bf. iſt von.30 auf.00 abends hinausgerückt, damit der Anſchluß von Schnellzug 317 vom Lötſchberg(Bern ab .05 und Genf ab.40 nachm.), der am Bundesbahnhof künftig ſchon um.00 abends(bisher.20) ankommt und von dem in Zürich um.35 abgehenden und in Baſel S. B. B. um.10 eintref⸗ fenden Schnellzug noch aufgenommen werden kann. In Mannheim wird man indeſſen trotz der ſpäteren Abfahrt in Baſel unter Be⸗ nützung des Schnellzugs 153 über Schwetzingen bereits um 12.15 ſtatt wie jetzt um 12.28 nachts eintreffen. Da man mit den ange⸗ gebenen Zügen künftig in Bern, Genf und Zürich ganz weſentlich ſpäter abzureiſen braucht, um den Zug D 307 zu erreichen, bedeutet die neue Zugsverbindung für den Mannheimer, der von einer Schweizer Reiſe zurückkehrt, eine recht begrüßenswerte Verbeſſerung. Nicht minder wird man wohl in den Kreiſen des Mannheimer reiſenden Publikums die Verbeſſerung begrüßen, die in der Mor⸗ genverbindung nach Baſel und Konſtanz eintritt, be der man ſchon.40 V. in Mannheim abreiſen und in Heidelberg umſteigen muß. Die Schwarzwald⸗Eilzüge 152 und 153 werden im Sommerfahrplan ſtatt in Offenburg ſchon in Mannheim beginnen bezw. endigen und mit entſprechender Beſchleunigung über Kon⸗ ſtanz nach und von Chur durchgeführt werden. Sie dienen wohl auf der Strecke Karlsruhe—Offenburg zur Entlaſtung der Holland— Bafler D⸗Züge 308(Mannheim ab.40 abends) und 307(Mann⸗ heim an 12.28 nachts) und bringen den Reiſenden von und nach Mannheim, abgeſehen von den günſtigeren Abfahrt⸗ und Ankunft⸗ zeiten, die ſchon ſeit langem begehrte direkſe Fahrgelegenheit ohne Umſteigen. Für die beiden Züge 152 und 153, die nach dem Entwurf in D⸗Züge umgewandelt werden, iſd folgender Fahrplan vorgeſehen: 610 ab Mannbeim an 1215 14 ab 11ʃ5 0 Karlsruſe an 11T1 34 ab 102 155 5 Baden⸗Oos an 1075 9 ab 982 Reihnnt 4 905 932 ab 835 934 95 Hauſadd 15 855 LI 3 e rn f 1 ab 71 11i Dumen ab 405 33 a 5 118 75 Donaueſchingen. an 683 1221 an Sin ab 575 1235 ab geenn 0 5 2⁴ a bisher 1217 ab Radolfzelll. an 520 blisher an 146 106 an Konſtan ab 500 ab 414 123 ab 38 an 441 ab 225 Auch die zweite z. Zt. beſtehende, mit direkten Dortmunder Wagenläufen ausgeſtattete rheiniſche Schnellzugsver⸗ bindung nach und von Konſtanz über die Schwarzwaldbahn wird etwas verbeſſert. Der Schnellzug 156 Mannheim ab.08 nachm. wird in Konſtanz ſtatt um.20 ſchon um.00 abends eintreffen und ſein Gegenzug 159, der in Mannheim.28 nachm. ankommt, wird Konſtanz ſtatt um.10 erſt um.25 verlaſſen. Auf dieſe Weiſe iſt es möglich, beiden Zügen ummittelbare Fortfetzung nach und von St. Gallen zu geben. Der z. Zt. in Ludwigshafen um.55 vorm. abgehende D⸗Zug nach Köln wird künftig einen Flügel⸗ zug von Heidelberg mit direkten Wagen aus dem Morgen⸗ eilzug Karlsruhe—Frankfurt aufnehmen. Abfahrt in Mannheim .43 vorm., Mainz an.12 vorm., Köln an 12.55 nachm. Die Reichsbahn hat aber auch den Wünſchen jener Reiſenden, deren Geldbeutel die Benützung eines Schnellzugs nichd geſtattet, die aber auch gerne eine Sommerreiſe in den Schwarzwald oder an den Bodenſee machen möchten, im neuen Fahrplan weitgehend Rechnung getragen dadurch, daß die beſchleunigten Per⸗ ſonenzüge 998/999 Mannheim— Freiburg— Mann⸗ heim(Mannheim ab.28 vorm. und Mannheim an.15 abends) in der Zeit vom 5. Juni bis Ende Oktober ab Offſenburg Fortſetzung über die Schwarzwaldbahn erhalten, ſtatt wie im Vor⸗ jahr nur in der Zeit vom 1. Juli bis 15. September(Offenburg ab 11.47 vorm., Konſtanz an.25 nachm. und Konſtanz ab 12.56, Offen⸗ burg an.49 nachm.). In der gleichen Zeit ſollen auch, wie aus dem Fahrplanentwurf hervorgeht, die beiden beſchleunigten Per⸗ ſonenzüge von Freiburg bis Baſel und umgekehrt fortgeſetzt wer⸗ den, wo ſie in beiden Richtungen gute Anſchlüſſe an die Züge der Wieſentalbahn und Oberrheintalbahn finden(Freiburg ab.07, Paſel an.11 nachm. und Baſel ab.40, Freiburg an.52 nachm.). Für Mannheim ergeben ſich hiernach bei Benützung der beiden be⸗ ſchleunigten Perſonenzugspaare— ohne Angabe der Zwiſchenhalte — folgende Reiſemöglichkeiten: Mannheim ab.28 Offenburg an 11.32(Offenburg ab 11.47, Konſtanz an.25), Offenburg ab 11.42 Freiburg an.02, ab.07, Baſel an.11. Baſel ab.40, Freiburg an.52, ab.05, Offenburg an.13(Konſtanz ab 12.56, Offenburg an.49), Offenburg ab.25, Mannheim an.15. Man kann alſo in der 4. Wagenklaſſe in 4% Stunden nach Frei⸗ burg, in 5 Stunden 40 Min nach Baſel und in 8 Stunden über den Schwarzwald an den Bodenſee fahren; die Fahrdauer iſt, wie ein Vergleich zeigt nur um ein geringes länger als die der Schnell⸗ züge. Wie der reiſeluſtige Leſer aus der vorſtehenden Darſtellung der verſchledenen Fahrplanverbeſſerungen bereits herausgefunden haben wird, iſt es nicht zuletzt der Zugverkehr mit der Schweilz und Italien, der ſich aus naheliegenden Gründen einer beſon⸗ ders pfleglichen Behandlung ſeitens der Reichsbahn zu erfreuen hatte In dieſer Beziehung ſoll noch auf eine Verbeſſerung hinge⸗ wieſen werden, die durch Späterlegung und Beſchleunigung des Berliner D⸗Zuges 1 erzielt werden wird. Dieſer Zug wird küaftig in Baſel erſt.35 ſtatt.50(alſo 40 Min ſpäter) abgehen und durch Beſchleunigung wie jetzt, d. h..10 vorm. in Berlin Anhalter⸗Bahn⸗ hof angebracht werden. Die Späterlegung iſt nötig zur Erhaltung des Anſchluſſes von dem Gotthardzug 63, der ſeinerſeits zur Her⸗ ſtellung eines unmittelbaren Anſchluſſes von Rom ab Malland 45 Min. ſpäter gelegt werden muß: Rom ab.20 nachm., Mafland an .35 ab 7 vorm., Baſel SBB an.15(bisher.35). Außerdem kann durch Früherlegung des Schnellzugs 84 aus dem Engadin(Zürich ab.20, Baſel an 3 50(bisher.25) auch aus dieſer Richtung wieder eine unmittelbare Verbindung an den Verliner D⸗Zug hergeſtellt werden. Gegenwärtig muß man in Zürich ſchon 11.45 vorm. ab⸗ reiſen, um dieſen Zug zu erreichen Schließlich kann künftig auch der Anſchluß von dem in Baſel um.55 ankommenden Schneiſzug von der Lötſchberg⸗Bahn und aus der Weſtſchwelz noch aufgenom⸗ men werden. Genf ab 10.50 vorm, Indberlaken 12.42, Bern ab .02 nachm. Dieſe nicht zu unterſchätzenden Vorteile kommen unmittelbar auch Mannheim zugute da der Schnellzug 45 Boden Pad eis⸗ ruhe—Verlin, der z. Zt. vor der Ankunft des D 1 in Korlsruhe abfahren muß. 48 ſpäter gelegt werden wird und den Anſchluß von D 1 aufnimmt. Infolgedeſſen können Mannheimer Reſiende, die aus der Schweiz zurückkehren, künftig direkt über Schwetzingen fahren und treffen trotz des weſentlich ſpäteren Abgangs des D 1 in Baſel ſchon.29 abends(bisher.30) in Mannheim ein. Auf der Odenwaldbahn iſt z. Zt. in der Richtung nach Würzburg zwiſchen den beiden Berliner D⸗Zügen(Mannheim ab 9 vorm. und .24 nachm.) kein ſchnellfahrender Zug vorhanden. Dieſem Mangel wird im neuen Fahrplan durch die Wiedereinlegung des Dresdener Schnellzugs(Mannbeim ab.24. Heidolberg ab.50, Würzburg an.23) abgeholfen. Ebenſo wird ſein Gegen⸗ zug: Würzburg ab.14, Heidelberg an 12.38, Mannheim an 104 als günſtige Tagesſchnellzugsverbindung ſehr begrüßt werden. Die beiden neuen Schnellzüge haben in Lauda unmittelbare Anſchlüſſe nach und von Wertheim und erhalten auch wieder Fortſetzung durch die Pfalz nach und von Saarbrücken, während ſie auf der Strecke 1e(Dresden) in ihrem bisherigen Fahrplan verkehren. Zwiſchen Mannheim und Frankfurt fehlt z. Zt. noch eine für den Geſchäftsverkehr dringend nötige Morgenverbindung, die es geſtattet, in raſcher Fahrt Frankfurt zu guter Vormittags⸗ ſtunde zu erreichen. Dieſe Möglichkeit wird die Reichsbahn durch Einlegung eines weiteren Morgenzuges ſchaffen, der in Mannheim um.30 vorm. abgeht und in Frankfurt um.15 eintrifft. In der Gegenrichtung wird ein ebenſo günſtig liegender Abendzug verkehren: Frankfurt ab.15, Mannheim an.05 abends. Die beiden Züge ſind als Eilzüge bezeichnet und führen die 2. und 3. Klaſſe. Nach München wird ſich in dieſem Jahr ein beſonders ſtarker Verkehr bewegen, da die große Verkehrsausſtellung mit ihren Sehenswürdigkeiten eine ſtarke Anziehungskraft ausſiben dürfte. Es wird deshalb für all die, die eine ſolche Reiſe vorhaben, die aber aus Mangel an Mitteln auf die 4. Wagenklaſſe angewieſen ſind, erfreulich ſein zu erfahren, daß ſie mit dem beſchleunigten Per⸗ ſonenzug, der um.28 vorm. Mannheim verläßt und der in Graben Anſchluß hat an den beſchleunigten Perſonenzug Germersheim Bruchſal—Stuttgart—lUlm.—München, ihr Reiſeziel künftig ſtatt um .10 ſchon um 6 nachm. erreichen. Dies bedeutet für die Entfernung Mannheim⸗München eine ſehr weſentliche Verkürzung der Reiſe⸗ dauer. Zur ee des Beſuchs der Rheinlande, die im Sommer d. Is. die Feier der 1000jährigen Zugehörigkeit zum Deutſchen Reich durch feſtliche Veranſtaltungen, beſonders durch große Ausſtellungen eindrucksvoll geſtalten werden, wird, wie man aus den Entwürſen zu den Eiſenbahnfahrplänen erſehen kann, eine weitere ſchnell⸗ fahrende Zugsverbindung nach und vom Niederrhein eingerichtet, die in der Geſtalt von beſchleunigten Perſonenzügen auch den Min⸗ derbemittelten eine Rheinreiſe geſtattet Die neuen Züge ſollen wie folgt verkehren: philharmoniſcher Verein Außerordenkliches Konzert des Phllharmoniſchen Orcheſters aus Berlin unter Leitung von Wilhelm Furtwänaler Freude und Wonne Alles Erdenleid vergeſſend lebten wir ein böderes Leben. Unſere Empfindungen und der Stil. in welchem ilbelm Furtwänagler mit ſeinen Philbarmonikern muſtaierte. kamen überein. Welche Wandlungen hat er durchgemacht von 1915 bis 1921. Aber alles iſt ihm zum Segen geworden: auch die Opern⸗ ſahre! Aus dem Subſektivismus fand er den Weg zu alten Ueber⸗ lieferungen. Seine Muſikſeele verband dieſe mit dem Reiz ſeiner rünſtler⸗Perſönlichkeit, und eine neue Welt entſtand. Der Anbeginn leſer neuen Welt war bereits eine Aufführung von Mozarts 3Figaro“. dann aber der erſte Satz der neunten Sompponie. In dem daße nun, in welchem der Menſch mit ſeinen höheren Zwecken wächſt. gedeiht auch dem Künſtler ſein Aufſtieg zu den lichten Höhen des Par⸗ naſſus. Der Genius geleitete ihn mit aroßer Güte und Treue. und letzt im Mai 1925, ſteht Wilhelm Furtwänaler in der Reinbeit ſeiner unſtübung vor uns. Schon das Vorſpiel zu Waaners ⸗Meiſter⸗ ingern von Nürnberg“ war der klarſte Erweis denn das beitere rundtemvo war dasſelbe von 1894. als Hans Richter uns dies orſpiel mit den Verliner Philharmonikern vorführte. Womit ſich alle Streitfragen erlediqen“ denn die»perſönliche Note“ die Aus⸗ heauna im Einzelnen, ſtebt jedem Künſtler frei.. Dann kam eger mit den Variationen über ein bebanntes Thema von Mozart. Auch hier war unſere Freude und Wonne. wie Wilbelm frurtwänaler ſich ſeinen luriſchen Empfindungen bingab. wie er den anmutigen rundzug durch alle Arabesken bindurch wahrte. ohne in der Treue gegen Regers veinlich genaue Angaben etwas zu verſäumen. Als eiſpiel nenne ich nur den Beginn der Fuge(Allegretto grazioso%) und den ſchmiegſamen Eintritt der kleinen Bläſeraruppen im duf⸗ igen ppp. Eine Stimme dieſer Partitur wird freilich kein Orcheſter⸗ brer zur Geltung bringen können: Regers Harfenſtimme. Man müßte ſchon 6 Harfen einſetzen. aber klingen wird dieſe Harfenſtimme diemals. Wir baben nicht viel davon vernommen; auch den Nutzen es geteilten halb gedämpften Streichgauartetts wird kaum ſemand gußer dem Partiturbilde gewahren. Dennoch. das Ganze, eines der chönſten Werke unſerer Zeit ſchuf uns Freude und Wonne. Mit 1 rahms No. 4“ iſt es nicht ſo wonnig bewandt. Sie erſchien 880 und brach ſich nicht ſo leicht die Bahn. Um 1890 betrachtete tan dieſe E⸗Moll⸗Spmphonie mit der aroßen Paſſaglia voll ſtaunen⸗ ert. Bewunderung. Die damaliae Meinuna war:„Schumannz kte und Brahms zweite Somphonie ſind die wahren Perlen“ un, heute lieben wir geräuſckwolle Finalig. ſo viele brave Zeit, zenoſſen müſſen ſa derb„gevackt“ und»erariffen“ werden. Geſtern am allerdinas binzu die wunderbare Ausleaung. die Wilhelm Furk wängler dem Ganzen dieſer Symphonie aab. Der leidenſchaftliche Schwung und die dramatiſche Erhebung, die unſer Gaſt aus ſeinet eigenen Muſikſeele hinzugab, waren alſo das Neue. Dennoch war der langſame Satz, mit einer alten Kirchenweiſe beginnend, unſere natür⸗ liche Freude. 1 1 Wilhelm Furtwängler Originalholzschniu von Peter Ii umm Nun müſſen wir aber auch unſeren 92 Berliner Gäſten die rechte Ghre erweiſen. Das Philharmoniſche Orcheſter, dem Wil⸗ helm Furtwängler als Nachfolger von Artur Nikiſch vorſteht, hat einen Weltnamen und verdient ihn. Schon das Streichquintett zeigte im„Meiſterſinger“⸗Vorſpiel die alte Technik der großen, breiten Striche und der ſchönen melodiſchen Klangwirkungen. Die 8 Paſſiſten mit der weichen Bogenfülſrung, die Violoncelliſten mit ihrer blühen⸗ den Kantilene ohne ſüßes Wimmern, die Bratſchen(aleich zu Anfang von Rege 3 132. Werk) mit gleichmäßigem Klang der Tiefe: alles von Maunheim ab 283 nachm. Dortmund ab 688 Ludwigshafen an 3os„ Eſſen⸗Alteneſſen.„ 74 Wagmss Oberhauſen„ 806 Manz i Dulsburg„ 818 Wiesbaden„ 502„ Düſſelborf e Coblenz„ 718 nn Coblenz„ 1148 Düſſeldorf.„ 1028 Bingerbrück...„ 108 Duisburg..„ 1050 Wlesbaden„ 1290 nnn Ran;;, Dortmund.„ 122 nachts Wormwm Ludwigshaſen.„ 328 Mannheim an 333 ſeltener Schönheit. Vorzüge eines Konzert⸗Orcheſters. das durch keinen zermürbenden Operndienſt abgearbeitet. ſich mit ganzer Kraft den hohen Aufgaben ſymphoniſcher Kunſt widmet. Die Holzbläſer mögen ein wenig zurückſtehen. die Blecharuppe dagegen iſt wieder von der beſten Form. Die Hörner(mit ihrem Führer der einen aro⸗ gen. vrachtwollen Ton ſein Eigen nennt). die Trompeten, die nie „ſchmettern“ die ſammetweicher Harmonien fähige Poſaunenarunpe: auch alles dies von ſeltener Schönheit. Es verſteht ſich. daß in der beſten Harmonie muſiziert wird, daß der Geſamtklana noch auf Nikiſch⸗Kultur aufgebaut iſt. Wilhelm Furtwänglers Geheim⸗ nis iſt ein anderes: er probiert genau. ohne zu ſehr ins Einzelne zu gehen, aibt die Grundierungen und— läßt ſede Gruppe mit einer gewiſſen kammermuſikaliſchen Freiheit vortragen. Sein„Fluldum“ gibt den Glanz und das Letzte, das Unnennbare So weit ſich Wir⸗ kungen dieſer Art erklären laſſen, mag dieſe Bemerkung genügen. Seine Empfindungen und ſein Stil ſind ſehr bald das Gigentum „ſeines“ Orcheſters geworden: da aber ſedes aute Orcheſter auf dieſe Vereinigung von Stil. Tradition und Perſönlichkeit eingeht. ſo wird ein Künſtler wie Wilhelm Furtwänaler überall willkommen ſein. Geſtern war der Jubel, der ihn und ſein Orcheſter umbrauſte. von be⸗ ſonderer Art. Alte Erinnerungen und neue Freuden waren vereint, und wir erkannten den Meiſter der ſymphoniſchen Kunſt erſt ſetzt in ſeiner vollen Bedeutung: eben durch das Medium eines Orcheſters, das die intimſten Reqaungen einer ſolchen Muſikſeele mitempfindet. Und ſo hat uns alle Frende und Wonne umfangen. wir veraaßen die Umwelt und lebten ein höheres Leben. Arthur Blass Beginn deß Darmſtädter Sommers. Die Veranſtaltungen des„Darmſtädter Sommers“ wurden am Sonntag mittag mit der Eröffnung einer Ausſtellung der„Freien Vereinigung Darmſtädter Künſtler eingeleitet, die in der Kunſthalle am Rheintor ſtattſindet. Aanweſend war ein größerer Kreis ge⸗ ladener Gäſte, darunter die Miniſter von Brentano und Henrſch, ſowie viele Vertreter von Behörden und Korporationen. Bürger⸗ meiſter Buxbaum, der Vertreter der Stadt Darmſtadt, wies in einer kurzen Anſprache auf die künſtleriſchen Veranſtaltungen wäh⸗ rend des Darmſtädter Sommers hin und erklärte dann die Aus⸗ ſtellung für eröffnet. Es handelt ſich hier um eine Ausſtellung von Künſtlern, die aus Heſſen ſtammen oder in Heſſen ihren Wohn⸗ ſitz haben. Die Gruppe umfaßt etwa 150 Mitglieder, Maler, Bild⸗ hauer und Graphiker. Es ſind ungefähr 100 Gemälde, zahlreiche graphiſche Arbeiten und einige Schöpfungen der Bildhßauerkunſt ausgeſtellt. Von bekannten Künſtlern ſind vertreten: Georg Alt⸗ heim, Karl Bantzer, Ernſt Eimer, Richard Hölſcher, Ludwig von Hofmann, Franz Huth, Karl Schmoll von Eiſenwerth, Wilhelm Thielmann, Walter Waentig und Jacob Weinheimer. E. B. — — ———— ———— fl—— 4. Seite. Nr. 232 ANeue Mannheimer Feitung(Mittag⸗Ausgabe) Mittwoch, den 20. Mal 1925 Stäoͤtiſche Nachrichten das Abtragen der Briefpoſt in Mannheim Vermehrung des Zuſtellperſonals.— Enllaſtung der Beſtellbezirke. Die Briefpoſt iſt früher etwas zeitiger als heute in Mannheim abgetragen worden. Es gibt Geſchäftskreiſe, die ſich hierüber beſchwert fühlen, weil ſich in ihrem Geſchäftsbetrieb Zwiſchenpauſen ergeben, in denen das Perſonal unbeſchäftigt bleibe, wogegen die mit dem letzten Poſtgang abgetragene Poſt nicht mehr ganz erledigt werden könn, wenn die Angeſtellten nicht über die übliche Bürozeit hinaus feſtgehalten werden ſollen. Auch haben wir gefunden, daß hier die Meinung verbreitet iſt, in Karlsruhe erfolge die Zuſtellung früh⸗ eitiger und außerdem einmal öfter am Tag. Unſer..⸗Mitarbeiter t ſich deshalb um Auskunft an die zuſtändige Stelle, die Direktion des Poſtamts 1 in Mannheim, gewendet, wo ihm mitgeteilt wurde, daß hier z. Zt. drei Briefzuſtellungen beſtehen: 1. Zuſtellung von.30 bis durchſchnittlich.45; Dienſtantritt der Briefträger.15. 2. Zuſtellung von.15 bis durchſchnittlich.45; Dienſtantritt der Briefträger 12.45. 3. Zuſtellung von.00 bis durchſchnittlich.00; Dienſtantritt der Briefträger.30. In zwölf Außenbezirken der Stadt wird nur zweimal zugeſtellt Die Poſt iſt hinſichtlich des Beginns der Briefzuſtellungen vom Eingang der Hauptpoſtzüge und davon abhängig, bis wann die eingegangenen Sendungen bearbeitet ſein können. Da die ſtärkſten Poſten nachts und in den frühen Morgenſtunden eingehen, iſt es, beſonders auch infolge der hieſigen beſchränkten Raumverhält⸗ niſſe, die die Aufſtellung weiterer Sortierſpinde verbieten(eine Er⸗ weiterung der Dienſträume iſt geplant) z. Zt. nicht möglich, die erſte Zuſtellung früher als bisher—.30— beginnen zu laſſen, wenn die in der Nacht eingegangenen Sendungen reſtlos zugeſtellt werden ſollen. Sowohl das Sortiergeſchäft als auch das Ordnen der Brieſe und Zeitungen durch die Zuſteller iſt nicht früher beendet. Eine Früherlegung des 1. Zuſtellganges iſt auch nicht zweckmäßig, ſalange die Zuſteller in der Innenſtadt ſelbſt jetzt, mo die Beſtellung erſt um 7% Uhr beginnt, vielfach vor verſchloſſene Türen kommen, denn die 9 185 hieſigen Geſchäfte werden erſt um 8 Uhr oder noch ſpäter geöffnet. Anläßlich des Wegfalls des jetzt wieder eingeſtellten Poſtbei⸗ wagens im Zuge 44 von Frankfurt(Main), wodurch die ſonſt in die⸗ ſem Zuge beförderten Briefpaſten aus Frankfurt(Main), Norddeutſch⸗ kand und Rheinland über die Bahnpoſt Wiesbaden—Ludwigshafen— Mannheim im Zuge 108 umgeleitet werden mußten und infolgedeſſen ſtatt um.05 nachts erſt um.45 vorm. hier eintrofen, war, weil die reſtloſe Bearbeitungz dieſer ſtarken Poſten bis zum Abgang det Zuſteiler zur 1. Beſtellung—.30— unmöglich war, beabſich⸗ tigt, die erſte Zuſtellung ohne Rückſicht darauf, ob aufſor⸗ tiert wäre oder nicht, um 7 Uhr vorm. beginnen zu laſſen. Die zweite Zuſtellung ſollte dann auf 11.00 bezw. 11.30 vorm. angeſetzt werden. Bei dieſer ſollten die bei der erſten Zuſtellumg zu⸗ rückgebliebenen und die mit dem Zug: 2 und 46 in der Ri htung von Berlin um.15 beim Poſtamt 1 eingetroffenen Sendungen ab⸗ getragen werden. Die dritte u. letzte Zuſtellung ſollte um.00 n bezw..20 n. ſtattfinden. Um zu erfahren, wie ſich die Hind lswelt zu der beabſichtigten Aenderung ſtellt, iſt das Poſtamt mit der hieſigen Handelskammer in Verbindung getreten. Nach Mitteilung der Han⸗ delskemmer ſind jedoch die Anſichten über den Wert dereg plant geweſenen Aenderungen im Veginn der Briefzuſtellungen geteilt. Der weftaus größte Teil der Handelswelt will ſeine erſte Poſt (namentlich die mit D⸗Zug 108 um.45 vorm. beim Poſtamt ein⸗ treffende Poſt von Rheinland und Weſtfalen) vollſtändig haben und wünſcht daher keine Früherlegung der erſten Zuſtellung. Unter dieſen Umſtänden und nachdem die ſanſt über Zug 108 umgeleiteten Paſten aus Frankfurt(Main), Narddeutſ hland und Rheinſand ſeit Mitte April wieder wie früher hier eingehen und im alloeweinen reſtlos in die erſte Zuſtellung gelangen, iſt von einer Aenderung der Zuſtellzeiten abgeſehen worden. Für die Reihenfolge der Juſtellung in den einzelnen Häuſern der verſchiedenen Bezirke gilt als Grundſatz, daß die Zuſtellung möglichſt raſch beendet wird. Demgemäß wird bei der Zuſtellung im allgemeinen mit dem Hauſe begonnen, das dem Poſtamte am nächſten liegt. Beſondere Verhältniſſe können jedoch eine andere Regelung bedingen. Bei vorzunehmenden Aenderungen der Neueinteilungen der Briefzuſtellbezirke wird nach Möglichkeit darauf Rückſicht genommen. daß die Empfänger ihre Sendungen etwa um dieſelbe Zeit wie vorher erhalten. Es läßt ſieh aber auch nicht vermeiden, daß ein Haus, das bei der früheren Einteilung zuerſt be⸗ ſtellt wurde nachher ſeine Poſt zuletzt erhält. In dieſem Falle muß das Intereſſe einer Einzelperſon den Geſamtintereſſen eines Beſtellbezirks nachſtehen. Durch Bermehrung des Juſtellperſonals um 16 Köpfe lim ganzen künftig 145 Zuſtellbezirke) ſind bereits oder werden im Laufe der nächſten Zeit dee Zuſteller in den ſtärkſten Bezirken entlaſtet, außerdem ſind jetzt ſämtli hen Zu⸗ ſtellern in den Vorſtadtbezirken Monatsſtreckenkarten für die Straßenbahn bewilligt worden, ſodaß demnächſt mit einer raſcheren Briefzuſtellung gerechnet werden kann, wenn erſt die pielen Hilfskräfte, die wegen der Vermehrung des Perſonals und zur Durchführung des Erholungsurlaubs eingeſtellt werden mußten, ein⸗ gearbeitet ſein werden. So ſehr auch das Poſtamt bemüht iſt, die Briefzuſtellverhältniſſe nach Möglichkeit zu beſſern, es Allen recht zu machen, dazu iſt es natürlich nöcht in der Lage. Es wird immer Empfänger geben müſſen, die ihre Poſt bei Beginn des Zuſtellgangs erhalten, Empfänger, die ſie am Schluß erhalten. Falls Geſchäften mit ſtärkerem Briefverkehr daran liegt, die Sendungen früher als im Wege der Zuſtellung zu erhalten, ſo ſteht ihnen die Abholung auf Grund einer Abholungserklärung frei, außerdem iſt nichts dagegen einzuwenden, wenn ſie einen ihrer Angeſtellten regelmäßig zum Poſt⸗ amt ſchicken, der die vorliegenden gewöhnlichen Briefſendungen vom Zuſteller vor Beginn der 1. Zuſtellung abholt oder der ſie an einer mit dem Zuſteller zu vereinbarenden Stelle(etwa beim Verlaſſen der Straßenbahn ufw.) in Empfang nimmt. Vorausſetzun dabei iſt, daß die Abholung möglichſt äßig erfolgt, 2955 der Zuſteller die Sendungen richben und ſie nicht unterwegs zwiſchen den anderen Sendungen herauszuſuchen braucht, weil er ſonſt zum Schaden der anderen Briefempfänger zu ſehr aufgehalten würde. Ein Vergleich der Briefzuſtellverhältniſſe in Karls⸗ ruhe mit den hieſigen iſt nicht angebracht, weil dort, wie überhaupt in jeder anderen Stadt, die Verkehrsverhältniſſe(Eingang der Haupt⸗ poſtzüge) und Bedürfniſſe der Handelswelt auch anders ſind. In Karlsruhe beginnt die erſte Zuſtellung planmäßig ſchon um.00 vorm., die zweite um 12.00 mittags und die drikte um 5½ Uhr nachm. Es finden jedoch auch dort nur drei Briefzuſtellungen ſtatt. Man ſieht hieraus, daß das Abtragen der Briefpoſt bereits ſo ge⸗ regelt iſt, wie es den Haupterforderniſſen des Handels entſpricht und daß weitere Verbeſſerungen angeſtrebt werden, wovon namentlich die Vorſtadtbezirke profitieren werden, wenn ihre Zuſteller im Beſitz der Straßenbahnkarten ſind, wie es ja auch früher der Fall war. Die Täti keit des Mieteinigungsamts Das Städtiſche Nachrichtenamt teilt mit: Beim Mannheimer Mieteinigungsamt waren im Jahre 1924 etwa 12 000 Fälle an⸗ hängig. Davon wurden 2067 durch Entſcheidung und 1788 durch Vergleich erledigt. 267 Fälle wurden in das neue Jahr als un⸗ erlebigt übernommen. Rechtsbeſchwerden an das Landgericht wur⸗ den in 249 Fällen eingelegt. In 9 Fällen wurde die Entſcheidung des Mieteinigungsamtes aufgehoben. 130 Rechtsbeſchwerden wur⸗ den verworfen. In 27 Fällen wurde weitere Beweiserhebung durch das Mieteinigungsamt angeordnet. Der Reſt der Rechtsbeſchwerden wurde durch Wiederaufnahme des Verfahrens vom Mieteinigungs⸗ amt ſelbſt oder durch Zurücknahme der Rechtsbeſchwerde erledigt. Die Beſchwerden gegen Beſchlagnehme durch das Wohnungs⸗ amt ſind zurückgegangen. Dagegen war das Mieteinigungsamt ſehr viel ſtärker in Anſpruch genommen durch Wohn ungstauſch⸗ verhandlungen und durch Feſtſtellung der Geeignetheit von Erſatzwohnungen aufgrund gerichtlicher Entſcheidungen. Die Schlichtungsſtellen weren mit Anträgen wegen Inſtandſetzungs⸗ arbeiten voll beſchäftigt. Außerdem hat das Mieteinigungsamt in 1994 Fällen Beſichtigungen oder ſonſtige Beweiserhebungen vor⸗ genommen. Zur Zeit iſt das Mieteinigungsamt zuſtändig bei: 1. Feſt⸗ ſetzung der Friedensmieten, des gewerblichen Zuſchlags, der Inſtand⸗ ſetzungsarbeiten. Sammelheizungsfragen uſw. 2. Als Beſchwerd⸗ inſtenz gegenüber Beſchlagnahmen des Wohnunesamts, Zwanas mietperträgen, Tauſcherlaubnis uſw. 3. Beurteilung von Erſatz⸗ wohnungen aufarund gerichtlicher Räumungsurteile, Geſtattung der Untermiete. 4. Bei Kleinpachtſtreitigkeiten. . Gepäckbeförderung für Flugpaſſagiere. Die Bemühungen der Luftvertehrsgeſellſchaſten hiuſichtlich Beförderung des großen Paſſa⸗ giergepäcks mit der Eiſenbahn auf Flugſchein ſind nunmehr mit Er⸗ folg gekrönt worden, indem ſich die Reichsbahn⸗Geſellſchaft zwecks Jörderung des deutſchen Luftverkehrs bereit erklärt hat, das große Paſſagiergepäck gegen Vorzeigung des Flugſcheines als Expreßgut zu befördern. Praktiſch betrachtet bedeutet dies eine gewaltige Er⸗ leichterung für den Flugverkehr. Die Fluggäſte ſind nicht mehr ge⸗ nötigt, für die Beförderung ihres Hauptgepäcks den umſtändlicheren Weg der Frachtgutverſendung mit Ausfüllung der Frachtbriefe uſw. zu wählen, ſondern können das betreffende Gepäck unter Vorzei⸗ gung ihres vorher gelöſten Flugſcheines bei der Eiſenbahn aufgeben. Der Expreßgut⸗Tarif iſt unerheblich höher als der der Paſſagiergut⸗ beförderung. So koſten z. B. 100 Kilogramm Gepäck von Bremen nach Berlin als Paſſagiergut Mk. 15.— u. als Expreßgut Mk. 17.50. Außerdem kann das auf Flugſchein beförderte Gepäck auch über die betreffenden Endhäfen der Luftſtrecke hinaus auf Flugſchein aufgege⸗ ben werden, ſodaß auch die Benutzung kürzerer Luftteilſtrecken be⸗ züglich der Behandlung des großen Gepäcks keine beſonderen Schwierigkeiten mehr mit ſich bringt. Genaue Auskünfte ſind jeder⸗ zeit koſtenlos im Verkehrs⸗Verein erhältlich. Der Verkehr über die Friedrichsbrücke hat durch die notwen⸗ dig gewordene Ausbeſſerung der Gleiſe der Straßenbahn eine bemerkenswerte Veränderung erfahren. In der Zeit vom 18. bie 26. Mai dürfen ſämtliche Fahrzeuge einſchließlich Fahrräder nud Handkarren in der Richtung Neckarſtadt nach der Innenſtadt die Friedrichsbrücke nicht mehr paſſieren. Der Verkehr in der Rich⸗ tung Innenſtadt nach der Neckarſtadt vollzieht ſich in der Weiſe, daß die vom Luiſenring kommenden Fahrzeuge die Straßenzüge zwiſchen K 1 und K 2, J 1 und K 1, T 1 und U1, U1 und U 2 und Friedrichsring zur Brücke benützen. Die aus der Breiteſtraße kommenden Fahrzeuge müſſen ebenfalls in die Straßen zwiſchen T und U1 einbiegen, wenn ſie über die Brücke fahren wollen. Auf beiden Seiten iſt es nun intereſſant zu beobachten, wie ſich der Verkehr abwickelt. Man braucht ſich in den verkehrsſtarken Stunden, z. B. zwiſchen 6 und 7 Uhr, nur wenige Minuten an der Ecke bei Schreiber aufzuhalten, um einen Begriff von der Stärke der Flut zu bekommen, die ſich ſtändig über die Haupt⸗ verbindung zwiſchen Alt⸗ und Neckarſtadt ergießt. Die Lenker der Autos, Pferdefuhrwerke uſw. ſcheinen über die Bekanntmachung der Polizeidirektion beſſer orientiert zu ſein als die Radfahrer, von denen gar mancher verſucht, an dem Polizeipoſten vorbei⸗ zuſchlüpfen, obwohl der Arm des Beamten deutlich nach rechts zeigt. Am Meßplatz iſt das gleiche Schauſpiel zu beobachten. Die Mittelſtraße wurde mit einem Schlage zur Hauptverkehrsſtraße, weil die Fahrzeuge in dieſer Richtung den Weg über die Jung⸗ nehmen müſſen, die auf dieſe Weiſe endlich ihren Zwe erfullt. * Rückgang der Spargelpreiſe. Wie das Städtiſche Nachrich⸗ tenamt berichtet, ſind die Spargelpreiſe am Montag weſentli zurückgegangen. Zu Beginn' des Spargelmarktes ſtellten ſich die häufigſten Verbraucherpreiſe für 1 Pfund wie folgt: Spargeln 1. Sorte 70 Pfg.(gegen 80 Pfg. am Samstag), Spargeln 2. Sorte 5 Pfg.; Suppenſpargeln 40 Pfg. Das Verkaufsgeſchäft war am Mon⸗ tag recht ſchleppend. Nach dem um etwa 6/% Uhr einſetzenden ſchweren Gewitter war die Nachfrage noch geringer als vorher; die meiſten Käufer hatten ſich verlaufen. Alsdann ſetzten verſchiedene Verkäufer die Preiſe abermals herab; für Spargeln 1. Sorte ſank der Preis bis auf 60 und 55 Pfg. Trotz dieſer Ermäßigungen war es indeſſen nicht möglich, die angebrachten Mengen reſtlos zu ver⸗ kaufen; am Schluß des Marktes ſind noch etwa 3 Zentner übrig ge⸗ blieben. Die Zufuhr auf dem Montag⸗Spargelmarkt belief ſich au 16,66 Ztr., die von 47 Verkäufern(25 Erzeuger, 22 Händler) ange⸗ liefert waren. Käfertal ſtellte— mit 5,15 Ztr.— die meiſten Spargeln. Veranſtaltungen 8 Aus der Kunſthalle. Die Kunſthalle iſt am Donnerstag, den 21. Mai(Himmelfahrt Chriſti) geſchloſſen. 8 Mannheimer Gaſtſpiel des Moskauer Kammertheaters. Don⸗ nerstag, den 21. ds. findet die Erſtaufführung von„Salome“ von Oskar Wilde in der Inſzenierung von Alexander Tairoff ſtatt. In der Hauptrolle tritt die erſte Trägödin der Tairoff⸗Truppe Alice Coonen erſtmalig vor das Mannheimer Publikum. Regie: Alexander Tairoff. Muſikaliſche Leitung: Profeſſor Medtner. Büh⸗ nenbilder und Koſtüme: Alexandra Exter. Furtwängler in Heidelberg. Viele von den Zuhörern, die geſtern Zeuge des großen ſtürmiſchen Erfolges des Orcheſters der Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwäng⸗ ler im Muſenſaal waren, werden es freudig begrüßen, Gelegenheil zu haben, das Orcheſter heute in Heidelberg nochmals zu hören. Wilhelm Furtwängler wird nachſtehende Vortragsfolge zur Aufführung bringen: Händel Conzerto groſſo D⸗dur. Strauß, Don Juan, Beethoven, 3. Sinfonie Eroika. 3 Freilichtaufführungen im Schwetzinger Schloßgarten. Die diesjährige Spielzeit wird mit einer Aufführung von Gerhart Haupt⸗ manns Märchenſpiel„Die verſunkene Glocke“ am Himme fahrtstage eröffnet. Die künſtleriſche Leitung führt Oberregiſſeur Felirxr Baumbach. Mirwirkende ſind die Mitglieder des Badiſchen Landestheaters in Karlsruhe. — — ͤ— 90 5 Berelt sein, Ist Alles Vor Ueberraschungen ist auch die tüchtige Hausſiau niemals sicher Sie hiln sich aber schnell aus der Verlegenneit und bietet 1 B den kuz zuvon gemeldeten Gästen trotzdem ein vorzügliches Vantile Gebfek zum Tee an DI Oetkets Backpulvef „Backin“ und D1 Oerker's ausgewählte Rezepte sichern diese Bereitschalt. Em5. Bitte versuchen Sie Vanllle-Gebäck: Zutaten: ½ Pfd. Butter 2 Eier 150 f Zucker. 1 Pfd. Mehl 1 Päckchen von Dr. Oetker's ½, Päckchen von Dr. Oetker IVanillin-Zucker, IBackin, 100 g Mandeln etwa ½% Liter Miich. Wie billig sich das Geäck stellt, kann ſede Hausfran selbst tehr leicht berechnen Zubereſtung: Butter und Menl(dieses mit dem Backin gemischt) knetet man zu einem Teig. Das Eigelb, 100 g Zucker, Vanillin- Zucker, Mich vei- klappert man und arbeſtet alles mit obigem Teig zu einer Ma se, die sich gut ausrollen läßt. Den ausgerollten Teig schneidet men in rechteckige Stücke, bestreicht diese mit Eiweiß, streut die in Spänchen geschntttenen Mandein, die man mit 50 g 50 75 hat, darüber und bäckt bei ttelhitze In Blechdose aufzubewahren. Verlangen Sie vollstindige Rezeptbücher in den Oeschiften oder, wenn vergriffen, umsonst und portofrei von Dr. A. Oetker, Bielefeld. 5 Das Tairoff⸗Gaſtſpiel Moskauer fammeriheater:„Giroflé-Girofla“ Man ſagt dieſen Spielern nach dem Titel eines Buches von Alexander Tairoff nach,„ſie ſeien das„entfeſſelte Theater“. Auch das Gegenteil iſt wahr. Kennt man ſtärkere Feſſeln als dieſe Diſziplin, von der das Ganze den Atem ſeiner Bewegung empfängt? Das ſieht ſich alles ſo einfach an, dieſe ſeltſame Vereinigung von Tanz, Mimik, Akrobatik, und iſt doch das Ergebnis jahrelanger Schulung, jahrelanger Arbeit. Im Kampf gegen die Starrheit, in der glühenden Oppoſition zum naturaliſtiſchen und zum Stiltheater mitſamt den Variationen, die iachſchntt dieſen beiden Extremen die Gewohnheiten des heutigen Durchſchnittstheaters bedeuten. Aber,— Tairoff, der Finder und Führer. will ſeinem Dar⸗ ſteller, dem„Meiſterſchauſpieler“, wie er ihn meint. durchaus nicht das Eigene nehmen. Im Gegenteil, er ſoll durch ſeine Technik erſt in die Lage verſetzt werden, aus ſeinen Emotionen das Stück faſt im Sinn, einer iaderc. ſn aufbauen. Durch die Technik jedoch muß er zunächſt hindurch. Und darin liegt die Stärke und zugleich die Schwäche dieſer Truppe. Das Hindurchgehen durch eine Technik, das Ergebnis der Uebung in ihr, nennt man— wir können das Wort hier nicht entbehren— transrational. Jeder kennt den plötz⸗ lich eintretenden Vorgang, wenn eine nur kraft de⸗ ſtändig aufmerk⸗ ſamen Bewußtſeins mögliche Bewegung„in leiſch und Blut über⸗ geht“, aus dem Erlernen zum Können wird. In dieſem Sinn trans⸗ rational iſt dies ruſſiſche Theater. All dieſe einzelnen Bewegungen, Sprechweiſen, gymnaſtiſchen Kunſtſtücke, artiſtiſchen Raffinements ſind Ergebnis vieler Uebung, emſigen Erlernens. Doch nicht mehr ſchülerhaft ſelbſtändig nebeneinander, ſondern — und hier paßt das Wort— meiſterhaft vereinigt in der durch all dieſe Fähigkeiten hochgeſchulten Darſteller⸗ ſchar. Man wird an einem Abend tauſend Bewegungen ſehen, aber keine vermag, dank jener Schulung in irgendeinem Sinn aus dem Rahmen zu fallen, obwohl jedes andere Enſemble, das nur eine Viertelſtunde lang ſo„arbeiten“ ſoll, in ſeine Elemente zerfallen müßte. Bewegung in jeder Art,— das bleibt das Merkmal des „entfeſſelten Theaters“. Damit aber iſt die Grenze markiert: es läßt ſich eben nicht alles in Bewegung auflöſen. Hier muß die Schwäche dieſer ganzen Poſition einſetzen. Sie erſcheint jedoch neben⸗ ſächlich und gering gegenüber dem unbedingt Neuen dieſer diſzipli⸗ nierten Aufhebung aller bisherigen theatraliſchen Gepflogenheiten. Das Ganze iſt wohl im beſten Sinn die Apotheoſe des Drills, aber mit der ſuggeſtiven Wirkung auch im raſendſten Wirbel noch ge⸗ formter Bewegung. 5 5 Der Seele ſchwindelt in dieſem Wirbel: deshalb mag der dra⸗ matiſche Stoff am geeignetſten für Tairoffs Truppe ſein, der am wenigſten Seele, dafür umſo mehr inneren Elan, blutvolle Rhythmik beſitzt oder zu ſolcher das Material hergibt. Ein Stück iſt dieſen Leuten nicht mehr als dem e das Notenblatt. von dem er abſpielt; die tote Vorlage, die erſt durch ſie zum Leben wird. Und nicht einmal an die Vorzeichnung halten ſie ſich dabei, ſondern ge⸗ ſtalten alles von ſich aus, rhythmiſieren, akrobatiſieren ihre zum bloßen Anlaß gewordenen Vorlage im gedrillten Selbſtzweck der raſtloſen Bewegung. Ohne Seele. Darum mußte eine Operette auch in dieſer Auflöſung in einen einzigen großen virtuoſen Schwung ent⸗ zücken und mitreißen. Das gewählte Stück„Giroflé⸗Girofla“, die auch hier nicht unbekannte Operette des recht geſchmackvollen, noch nicht allzulange toten Franzoſen Lecocg, darf nicht einmal zum Aus⸗ gangspunkt der Betrachtung werden. Braucht es auch nicht. Was der Hörer„wiſſen“ muß, erfährt er bei der Aufführung durch eine mit dem Programm überreichte Gebrauchsanweiſung für das Ver⸗ ſtändnis des nicht allzu tiefſinnigen Inhalts,— er muß aber gar⸗ nicht hineinſchauen; denn was er nicht verſteht, ſieht er. Die Ge⸗ ſchichte von den beiden Zwillingsſchweſtern Girofle und Girofla wird außerdem gerade dann wenn man den Begleitworten nicht zu folgen vermag. Was wird nun da oben gemacht? Eine merkwürdige Bühnen⸗ architektur tut ſich vor den Blicken auf; ſie erinnert an eine große Tafel während der Geometrieſtunde. 1 kann man auf⸗ machen, eine Fallbrücke herunterlaſſen, an Kletterſtangen herauf⸗ und herunterturnen— kurz der ganze Raum kann akrobatiſch⸗rbnt! miſch erfüllt werden. Braucht man Tiſch⸗ oder Bankartiges, ſo wird es einfach herbeigeſchoben oder wieder in die Ecke geſchmiſſen, alls iſt ein ſzeniſches Schlaraffenland mit der erquickenden Domi⸗ nante der Primitivität. Die Koſtüme bilden eine Kreuzung von Phantaſtik und Groteske, in den Formen an alles Erdenkliche er⸗ innernd. Indianer und Veduinen, Clowns und Kavaliere— das alles wirbelt in der Phantaſie des Zuſchauers durcheinander. Die Gewänder umhüllen die geſchmeidigſten, ſchönſtgewachſenen Geſtal⸗ ten, die man ſich denken kann. Alles bis ins letzte Detail iſt von einer ſo charmevollen Grazie auch im wildeſten Taumel, daß das Auge kaum weiß, wo es haften bleiben ſoll Das gilt beſonders auch von dem Chor; man braucht hierzu nicht unbedingt eine Seitenbemerkung zu machen. Die Einzeldarſteller ſind virtuos. Man muß ſie nennen. Die Verſicherung, daß ſie alle„am waren, genügt nicht. Die Vertreterin der zwillings⸗ſchweſterlichen Doppelrolle, alſo gewiſſer⸗ maßen die Giro⸗Zentrale, deren„⸗flé“ mit einem roſa und„⸗fla“ mit einer blauen Schleife markiert wird, tollte durch das Stück wie Erlkönigs Tochter im Brautſchleier. Im zweiten Akt hat ſie ein Trinklied; einfach berauſchend. Sie heißt Helene Spendiarowa und kann bei aller Tanzvirtuoſität auch ſingen! Marasquino(Ale⸗ xander Rumneff) iſt der beſte Solotänzer, den wir geſehen haben. Von einer unbeſchreiblichen Eleganz. Das, was mit einem wenig gebrauchten Wort als„fabelhaft“ bezeichnet wird. Er tanzt an einem Abend etwa 40 Kilometer, außer den gymnaſtiſchen Dreingaben. Bei der Hitzel Den grimmen. indianiſchen Murſur donnerte und wetterte Leo FTenin mit einer geradezu klaſſiſchen Körperbildung und famoſer Stimme über die Bühne. Dem Vater Bolero gab Wladimir Sokoloff ein erſtaunliches Maß von Groteskkomik; die vornehmſte Manegenkunſt, die man ſich denken kann. Des prachtvollen Admirals von Sergei Tichonrawoff ſei noch gedacht. Außerdem des Quintetts der Vettern, die das Trinklied des zweiten Aktes mitſprangen, ⸗tanzten, ſangen. Dann der Piraten, denen im erſten Akt die verblüffendſte Epiſode des gan en Stückes gehört. Die Vorſtellung iſt gewonnen, ſobald ſie aus den Klappen ſpringen, das Steuerrad andrehen und zu ſingen und klettern be⸗ ginnen. Der letzte Akt bringt keinerlei Ueberraſchungen mehr. Zugegeben, daß dieſer ewige Bewegungsſturm ermüdet— er tut es nur durch die Vielſeitigkeit der Richtungen, aus denen er bläſt. Deshalb weht er auch überall hin. Und wenn es auch nur das Sägemehl einer Manege iſt, das er in die Augen ſtreut, ſe ſtammt dies doch von ſo edlem Holz, daß man ſich mühſam ein⸗ mal dazu ſetzen darf! r. K. Jur kommenden Spielzeit des Mannheimer Nationaltheaters Die Intendanz ſchreibt uns: Das öffentliche Vertrauen in die Leitung eines Kunſttheater⸗ höchſtmögliche Fruchtbarkeit gründet ſich auf den Glauben an die des Spielplans. Noch ſtehen wir nicht am Ende der Kriſe, die unſer geiſtiges Volksleben erſchüttert; noch weiß niemand, wo das Samenkorn hinfallen muß, das tauſendfältig Früchte bringt. Aber inſoweit iſt unſere Erkenntnis gewachſen, daß Kunſt immer eine ſeeliſche Sache iſt, daß der rings vernehmbare Schrei nach dem„lebenden Thea⸗ ter“ ſeine Erfüllung nicht finden kann in der allzu bereitwilligen Modernität des aktuellen Kunſtſtückes. Laſſen wir das Schlagwort„modern“ gelten; aber erfüllen wir es mit dem höchſtmöglichen Sinn. Modern iſt nicht, eine vom Leben ſelbſt ſchon widerlegte, müßige Vergangenheit in kalt⸗ ſchnäuziger Verſtandesarbeit noch einmal zu erledigen; modern i nicht, den ſelbſtironiſchen Beſpiegelungen des Snobs zu ſchmeicheln. Aber modern iſt auch nicht, dem ſelbſtzufriedenen Philiſter zu be⸗ daß er wieder einmal recht gehabt hat, wie er„ewig re 2 — Mittwoch, den 20. Mai 1925 AKeue Mannheimer Feitung(Mittag⸗Rusgabe) 5. Seite. Nr. 232 Syringen Von Ernſt Edgar Reimérdes in Seit kurzem ſtehen die Syringen in voller Blüte und laſſen ihre üßen. erinnerungsſchweren Düfte in die warmen Maientage und die zauen. ſternenhellen Nächte binausſtrömen. die ſo reich an Sehnſucht Das iſt die Hohezeit des Frühlings. der nun nach Winternot Plaae endlich ſeine Herrſchaft angetreten hat und die Herzen der füneucten Menſchbeit in deutſchen Landen mit neuen Hoffnungen er⸗ füllt. Mögen ſie noch ſo trügeriſch ſein. ſie können doch für kurze Zeit über das Leſd der Gegenwart binwegtäuſchen. Maientage und Sy⸗ dingendüfte. Vogelſang und linde Frühlinaslüfte ſind erwacht. Wan⸗ de n wir durch die öffentlichen Anlagen unſerer Stadt oder vorbei an n Gärten der Villenviertel. überall ruhen unſere Blicke entzückt auf m Reichtum blühender. duftender Syringen in allen Farbenſchattie⸗ kungen vom zarten Weiß bis zum dunkeln Blaurot. Ueber Mauern und Hecken. Gitter und Zäune hängen die ſchweren Blütentrauben und auch in den Bauernaärten auf dem Lande findet man überall Nringen, die ſchon ſeit langer Zeit bei uns zu den am meiſten ge⸗ ſchätzten Zierſträuchern gehören. Ibre Heimat iſt Oſteuropa und Süd⸗ aſien. wo ſie urſprünalich wild wuchſen. Uebrigens hat man auch im ündungsgebiet der Donau wild wachſende Syringen gefunden. Ver⸗ mutlich ſind ſie von dort in die märchenhaft ſchönen Gärten des alten vaanz gelanat. wo ſie veredelt wurden. In Deutſchland iſt die Syringe ſeit etwa 350 Jahren heimiſch, ſie eelanate durch den Geſandten Kaiſer Ferdinands J. am Hofe Sultan olimans II., den Ungarn Hislen von Busbek. einen großen Blumen⸗ freund. um 1560 herum von Konſtantinopel nach Wien. Busbak ver⸗ ſuchte die Syringe. die er ihres Urſprungs wegen türkiſche Fackel“ nannte. in ſeinem Garten zu akklimatiſieren. Der Verſuch gelana über rwarten aut. die Pflanze gedieh ausgezeichnet und verbreitete ſich don Wien aus über aanz Oeſterreich⸗Unagarn und weiterhin in Europa don Land zu Land. Sie drana ſogar bis zum hohen Norden vor. wo ſte ſchnell beimiſch wurde und heute ziemlich häufia anzutreffen iſt. nur daß ſie dort viel ſpäter als bei uns ihre Knoſpen erſchließt. Ich fand die Surinae in aanz Schweden bis nah an der Grenze Lapp⸗ lands. auf Lofoten. ja ſelbſt in Tromſö und Hammerfeſt Ende Juni bezw. Anfana Juli in Blüte ſtehen. Die Blumen und Laubblöätter iind im Norden etwas dicker als bei uns. damit ſie dem Klima jener Breiten beſſer Widerſtand leiſten können. Aus der gemeinen Syxinge, in vielen Gegenden Deutſchlands⸗ fälſchlich Flieder, einzeln auch wohl türkiſcher Holunder genannt. ent⸗ ſtanden durch Züchtung zahlreiche neue Arten. Die älteſten Sorten ſind die weiße und die rote Syringe. Leider verſchwinden die Suyrin⸗ gen aus den öffentlichen Anlagen der Großſtädte, namentlich von den inmitten des Häuſermeers liegenden Schmuckrlätzen, mehr und mehr. weil die aroßſtädtiſchen Ausdünſtungen ihrem Wachstum hinderlich ſind. Bekanntlich werden die Syringen im Wmter in Treibhäntern gezüchtet: ſchon ſeit mehreren Jahrsehnten ſwielt der„Treibhaus⸗ flieder“ im Blumenhandel eine aroße Rolle. Man bat über 100 neue Farbenſchattierungen und Arten geſchaffen. darunter auch ſolche mit gefüllten Blüten. Während die Syringe im allaemeinen nur eine Höhe von—3 Metern erreicht, findet man in Gärten und auf alten Friedhöfen bisweilen—6 Meter hohe. baumartige Eremrlare, die mit ihren meiſt weißen Blütentranuben zwiſchen den verwitterten efeuumſponnenen Leichenſteinen ungemein maleriſch wirken. Rommunale Chronik d Ladenburg, 18. Mai. Aus der jüngſten Gemeinderats⸗ litzuna iſt folgendes mitzuteilen: Michael Eff und Franz Hönia werden infolge Alters und dauernder Erwerbsunfähiagkeit im Bürger⸗ hoſpital aufgenommen.— Zehn weitere Sitzbänke ſollen beſchafft und an geeigneten Stellen innerhalb des Ortsbereichs aufgeſtellt werden. Dem Antraag des Bürgerausſchuſſes auf beſſere Beſtuhlung der Turnhalle ſoll entſprochen und zu dieſem Zwecke weitere 100 Seſſel angekauft werden.— Die Arbeiten für Verlängerung der Waſſer⸗ leitung am Bollwea und nach der Beint werden dem Submittenten Leopold Geyer und die Arbeiten der Kanalanlage am Bollwea dem Submittenten Karl Friedrich Wittmann übertragen.— Gine Aen⸗ derung der vom Büraerausſchuß im Jahre 1924 beſchloſſenen Zu⸗ ſchläge zur ſtaatlichen Hundetaxe ſoll für das Rechnungsjahr 1925/26 nicht eintreten. Der Hudrant am Waſſerwerk ſoll nach öglichkeit verſetzt werden.— Das Plakatweſen wird dem Submit⸗ tenten Georg Vogel Il für das Jahr 1925 übertragen.— Das durch Verordnung feſtgeſetzte Schulgeld für höhere Lehranſtalten ſoll in der feſtgeſetzten Höhe in der hieſigen Realſchule zur Erhebuna gelan⸗ gen.— Das Obſt⸗ und Graserträanis am Bachrain der Rauthentaler Mühle wird Jean Höfer auf unbeſtimmte Zeit in Pacht überlaſſen.— Zur Deckung der Ausgaben der ſtädtiſchen Waſſerverſok⸗ gung wird für das Rechnunasſahr 1925½6 eine Wafſerzins⸗ umlage von 3 Mk. ſe. 1000 Mk. Steuerkapital feſtgeſetzt.— Die im Voranſchlag vorgeſehenen Mittel für Schülerwanderun ⸗ gen ſollen ſich nur auf Eintaaswanderungen erſtrecken. Mittel für anderungen, die länger als einen Tag in Anſpruch nehmen, wer⸗ den nicht zur Verfügung geſtellt.— Die Unterbringung von Bücher⸗ ſchränken der Caſinogeſellſchaft im Aktenzimmer der Realſchule wird er Konſequenz wegen abgelehnt.— Die Kokslieferuna wird dem Submittenten Friedrich Schrevp II übertragaen.— Als Feldhüter werden angeſtellt die Bewerber Wilhelm Bürner, Karl Gattung und Franz Schmich. Modern iſt die fortſchreitende Erkenntnis des Wahrhaftigen, der Olaube an Zukunſt, der Dienſt am wirkenden, durchbluteten, und nicht am müßigen Geiſt. Es iſt ein ſchwerer Weg zu dieſer„Mo⸗ ernität“; er iſt nicht begünſtigt von vieldeutiger und deshalb umſo ſeichterer Geriebenheit; er kann nicht von außen, ſondern nur von innen her beſchritten werden; auch im gehetzten Eiltempo iſt er nicht gangbar, und die Mißtöne einer paſſen nicht zu ihm. Aber dafür führt er umſo zuverläſſiger vorwärts und gibt die Gewißheit, daß ihn einſtmals al le beſchreiten müſſen. Fragt der Spielplan inmitten der Vielgeſtalt der Produktion nach den Zentren der werdenden Kraft, ſo hat er nur einen un⸗ bedingten Gradmeſſer: Reinheit und Ehrlichkeit des Geſtaltens. Dieſe jedoch ſuche er nicht nur beim Kunſtwerk, ſondern vor allem auch bei der theatraliſchen Verwirklichung ſelbſt. Je höher aber der künſtleriſche Wert einer Schöpfung ſteht, umſo deößer iſt die oft ſchmerzliche Verantwortung des Bühnenleiters, ob ie ihm zur Verfügung ſtehenden Möglichkeiten eine dem Kunſtwerk entſprechende Geſtaltung geſtatten. Je höher ein Kunſtwerk, deſto geſchloſſener ſeine Form. ̃ de In dieſem Sinn war das laufende Jahr der Umgruppierung 85 Kräfte, dem Neubau, der Vorbereitung gewidmet. Sie iſt für Schauſpiel ſoweit abgeſchloſſen, daß nun ein zielbewußter Auf⸗ 1 u des Spielplans erfolgen kann. Ein Maßſtab für die Beurtei⸗ ung der Geſamtleiſtung in praxi ſei aber noch klärend hervor⸗ kehoben Im Vergleich zur Vortkriegszeit mußte heute mit einem b meren Perſonal, ſowohl in der Oper wie im Schauſpiel, eine eträchtlich größere Anzahl von Vorſtellungen bewältigt werden; ſbar zur ſelbſtverſtändlichen Folge atte, daß die Andah der aufzu⸗ fährenden Werke verkleinert werden mußte. Brennend notwendig ſt es, hierbei auf den Krebsſchaden des hieſigen Theaterbetriebes, küf das Roſengartentheater hinzuweiſen. Eimmal iſt dieſes Theater unſtleriſch völlig unbrauchbar, zum anderen erfordert ſein Betrieb Zeit und Kraft, die dem Betrieb des Nationaltheaters verloren 5 ohne im Roſengarten in künſtleriſche Werte umgeſetzt zu n. 915 Wie im menſchlichen Leben letzten Endes alles auf den Glauben berclumt. ſo arbeitet auch der Künſtler nur aus ſeinem Glauben Glaaus an der Weiterentwickelung ſeines Werkes; und ein Teil dieſes Kuubens iſt die ſtarke Hoffnung, daß ihm die Freunde der unſt auf ſeinem Wege Gefolgſchaft leiſten. A Schauſpiel bilden folgende Werke einen Teil des in Gosſicht genommenen Spielplans: Schiller:„Wallenſtein⸗Trilogie“, tractbe:„Egmont“, Shakeſpeare:„Macbeth“ und„Sommernachts⸗ Monm„Grabbe:„Der Herzog von Gothland“, Kleiſt:„Pentheſilea“, Ibleeto: Donna Diana“, Gerhart Hauptmann:„Schluck und Jau“, ſen:„Komödie der Liebe“, Strindberg:„Chriſtus“, Shaw:„Die Ein Nachmittag im Schwetzinger Schloßgarten Die verſchiedenen Mitteilungen, die wir in der letzten Zeit in unſerer„Neuen Mannheimer Zeitung“ über Schwetzingen und insbeſondere über deſſen herrlichen Schloßgarten veröffentlichten, haben ſchon darauf ſchließen laſſen, daß Schwetzingen aus ſeinem alten Dornröschenſchlaf erwacht und unter der zielbewußten Leitung ſeines Stadtoberhauptes und des Verkehrsvereins zu neuer Blüte ſich erſchließt. Dieſer Eindruck wurde durch die geſtrige Sonderbeſichtigung durch die Preſſe noch weſentlich verſtärkt. Das einſtimmige Urteil aller Teilnehmer der Exkurſion ging dahin, daß der größte und ſchönſte Schloßgarten in ganz Deutſchland, der ſolange vernachläſſigt war, dank der Ini⸗ tiative und Tatkraft der Schwetzinger Bürger wiederum zu einer der größten Sehenswürdigkeiten der ehemaligen Kurpfals ge⸗ worden iſt. Wir Mannheimer kennen die Schönheiten des herr⸗ lichen Schloßgartens mit ſeinen langen Alleen, den großen Bosketts mit den amouröſen Idyllen, den vielen Tempeln und dem reichen figürlichen und architektoniſchen Schmuck der antiken Götter und Helden. Und doch zieht es die Mannheimer immer wieder zu einem Spaziergang in den Garten. So waren am letzten Sonntag allein 2000 Perſonen aus Mannheim im Schwetzinger Schloßgarten. Dazu kommt naoch die große Zahl der Beſucher aus der Pfalz, aus Heidelberg und anderen Orten. Und trotzdem wird der Schloß⸗ garten als Erholungsſtätte immer noch viel zu wenig gewürdigt. Schuld daran trägt zunächſt die mangelhafte Bahnverbindung mit Schwetzingen. Nun ſoll eine elektriſche Straßenbahn von Schwetzingen nach Heidelberg gebaut werden. Aber ebenſo drin⸗ gend iſt die elektriſche Straßenbahnverbindung Mannheim— Schwetzingen, von der ſchon vor dem Kriege die Rede war. Dieſe Beſtrebungen zu unterſtützen und zu fördern, wäre eine ſchöne und dankbare Aufgabe des Verkehrsvereins Mannheirm Unter den Anweſenden bemerkten wir Vertreter des Bürgermeiſter⸗ amts Schwetzingen, des Bürgermeiſteramts Heidelberg, des Bezirks⸗ amts Mannheim und der Tagespreſſe aus Mannheim, Heidelberg, Weinheim, Karlsruhe, Ludwigshafen, Speyer, Stuttgart und an⸗ deren Städten. Schon die Regiſtrierung dieſer Tatſache läßt darauf ſchließen, daß Schwetzingen eine Fremdenſtadt werden will. Da der badiſche Staat für die Inſtandhaltung des Schloßgartens leider kein Geld übrig hat, erhebt Schwetzingen eine kleine Eintrittsgebühr, um aus deſſen Erlös den Schloßgarten zu erhalten. Drückend ſchwül lag der Sonnenglaſt auf der Landſtraße, aber im Schloßgarten wehte kühle, erfriſchende Luft. Die Kaſtanien⸗ bäume hatten ihre weiß und roten Kerzen abgelege, dafür duftete um ſo ſüßer die Fliederpracht des Schloßgartens, der im Glanze des Frühlings und des grünen Schmuckes der Bäume und Sträucher und ſeinem alten ſchattenſpendenden Baumbeſtand von eigenartigem Reize war. Bekanntlich war Schwetzingen die Sommerreſidenz der Kurfürſten Karl Philipp und Karl Theodor von der Pfalz in den Jahren 1720—1777. Es war nun außerordentlich intereſſant, von berufener Seite authentiſche Mitteilungen über die Entſtehung des Schloſſes, ſeines herrlichen Gartens und deſſen Ausgeſtaltung näheres zu erfahren. Nachdem ſich die Gäſte im Ehrenhof des Schloſſes verſammelt und von dem Vertreter der Schloßgartenverſammlung begrüßt worden waren, erfolgte ein inſtruktiver Vortrag von Prof. Dr. Lüttich⸗Heidelberg, dem ſich ein KRundgang durch den Schloßgarten anſchloß. In ſeinem hiſtoriſchen Rückblick über das Schloß und deſſen Garten verwies der Redner zunächſt auf deſſen charak⸗ teriſtiſche Eigenart. Der Garten ſei großzügig angelegt und Deutſch⸗ lands ſchönſter Schloßgarten mit reichem figürlichem und architek⸗ toniſchem Schmuck. Eingehend ſchilderte Redner den Barock⸗, Rokoko⸗ und den engliſchen Landſchaftsſtil des Gartens, dabei be⸗ ſonders die intimen Reize betonend, deren ſoviele vorhanden ſind. Eſprit und Grazie haben den Garten geſchaffen, deſſen Uebergang in den Klaſſizismus beſonders an den vielen Statuen, Plaſtiken und Skulpturen wahrzunehmen iſt. Verſchiedene Statuen des damaligen Mannheimer Bildhauers Egel erfuhren dabei eine eingehende Wür⸗ digung. Die im Mittelpunkt des Gartens 1 Hirſchgruppe ſtammt von dem bekannten Bildhauer Verſchaffelt. Erwähnt ſei ins⸗ beſondere auch das Schloßtheater, das in ſeiner Urſprünglichkeit er⸗ halten iſt und eine prächtige Akuſtik beſitzt. Nach zweiſtündiger Beſichtigung verſammelten ſich die Teil⸗ nehmer im Hotel Adler zu einem Spargeleſſen, bei dem der Vorſitzende des Verkehrsvereins, Dr. Baſſermann die Anweſenden herzlich begrüßte und die Bedeutung des Schloß⸗ gartens als monumentales Bauwerk pfälziſcher Kunſtpflege ein⸗ gehend würdigte. Aber nicht allein durch ſeinen Schloßgarten ſei Schwetzingen berühmt geworden, ſondern auch durch ſeine Spar⸗ gel, die überall bekannt und Weltruf genießen. Bürgermeiſter Götz⸗Schwetzingen hieß die Erſchienenen namens der Stadtgemeinde Schwetzingen will⸗ kommen. Die Sonderbeſichtigung verfolge den Zweck, die große heilige Johanna“, Wolfenſtein:„Der Sturm auf den Tod“(Urauf⸗ führung), Romain Rolland:„Ein Spiel von Tod und Liebe“, Ilges: „Die Laterne“(Uraufführung), ein Wedekind, ferner neue Werke von Barlach, Pirandello, Kaiſer, Brecht oder Bronnen, Johſt, ſowie einige leichtere moderne Geſellſchaftsſtücke. In der Oper: Weismann:„Schwanenweiß“, Stephan:„Die erſten Menſchen“, Pfitzner:„Paleſtrina“, Strauß:„Elektra“ ſowie das zu erwartende neue Werk(Helena⸗Drama), Gluck:„Orpheus“, Mozart:„Figaros Hochzeit“, Weber:„Oberon“, Wagner:„Tann⸗ häuſer“, Meyerbeer:„Der Pophet“, Bizet:„Carmen“,'Albert: „Tiefland“, Offenbach:„Hoffmanns Erzählungen“, Maillart:„Das Glöckchen des Eremiten“, Lortzing:„Zar und Zimmermann“, Boiel⸗ dieu:„Die weiße Dame“, Verdi:„Otello“ und„Falſtaff“, Humper⸗ dinck:„Königskinder“, Flotow⸗Bardi:„Fatme.“ In der Opperette: Joh. Strauß:„Die Fledermaus“ und „Wiener Blut“, Suppe:„Voccaccio“, Leo Fall:„Die Kaiſerin“, Fer⸗ mont:„Der König Pharao“(Uraufführung). Eine Anzahl Gaſtſpiele ausgezeichneter Bühnenkünſtler ſind vor⸗ geſehen, zu denen die Abonnenten ein Vorkaufsrecht mit Preiser⸗ mäßigung erhalten. Literatur „„Diagnoſtik der Stimme“ von Otto Iro. Anhang: Ein brominenter Fall von Regiſterdivergenz.— Michael Bohnen, eine Porträtſtudie. Verlag:„Die Stimmbildung“, Wien.— Das in der Geſangswelt mit Spannung erwartete Werk legt die Lehre Otto Iro's, des führenden Wiener Stimmbildners, wie ſie in ſei⸗ nen Blättern für Kunſtgeſang„Die Stimmbildung“ bereits in großen Umriſſen erkennbar war, zum erſtenmal in ausführlicher Form feſt. Die Bedeutung Jro's liegt darin, daß er als Erſter die Regiſterdivergenz, das große Krankheitsſymptom der modernen Anti⸗Kantilene, wie er es nennt, erkannt und ſo mit einem Schlag die bisher wirr verzweigten Wege der Stimmforſchung, die ver⸗ geblich das Problem von allen Seiten zu löſen ſuchte, in einem Brennpunkt zuſammengeführt hat. Der bisherigen Stimmfor⸗ chung war es nur gelungen, den phyſiologiſchen Vorgang des Stimmlippenmechanismus als ſolchen zu erkennen, ſein Zuſam⸗ menhang mit der Reſonanz war ungelöſtes Rätſel. Durch ſeine Erkenntnis von der Trennung der Regiſter als Trennung v. Bruſt⸗ u. Falſettſtimme in derstimmbandfunktion ſelbſt hat Otto Iro den geſamten Komplex aller bisnun problematiſchen Erſcheinungen der Geſangstechnik auf die Grundlage abſoluter wiſſenſchaftlicher Klarheit geſtellt. Seine„Diagnoſtik“ iſt nicht zuletzt ein hiſtori⸗ ſches Dokument: ſie iſt— nach einem halben Jahrhundert des Taſtens und Suchens— der tatſächliche Anfang einer deutſchen VU — Oeffentlichkeit auf die vielen Reige und Schönheiten des Schloßgar⸗ tens aufmertſam zu machen, und um der Welt zu zeigen, daß Schwetzingen den größten und ſchönſten Schloßgarten von Deutſch⸗ land beſizt. Er erſuchte dann die Preſſe, die Stadtgemeinde Schwetzingen in ihren Beſtrebungen zu unterſtützen. Nach mancher Rede und Gegenrede folgte man einer Ein⸗ ladung in das renommierte Kaffee Haßler zu einer Taſſe Kaſſee, wo man noch eine gemütliche Plauderſtunde verlebte und ſeine Eindrücke über den ſchönen Garten und deſſen Erſchließung für den Fremdenverkehr eingehend beſprach. Dabei erfuhr man auch, daß die läſtige Knoblauchspflanze in nicht allzu langer Zeit verſchwinden wird, was im Intereſſe des Schloßgartens und ſeiner Beſucher nur zu wünſchen wäre. Weiter erfuhr man noch, daß die Badiſche Anilin der gartentechniſchen Ausgeſtaltung beſondere Aufmerkſam⸗ keit widmet. So dürfte der Schloßgarten erhöhte Anziehungskraft in den heißen Sommermonaten ausüben und ſehr bald wieder ſeine alte Bedeutung erlangt haben.., Aus dem Lande Perſonalveränderungen im badiſchen Staatsdienſt Ernannt wurden die Miniſterialrechnungsräte Karl Wei⸗ ßer und Wilhelm Karle beim Miniſterium des Innern und der Verwaltungsoberinſpektor Adolf Kühn beim Landesfürſorgeverband zu Miniſteriagloberrechnungsräten; die Verwaltungsoberinſpektoren Wilhelm Kaus und Franz Müller und die Verwaltungsinſpek⸗ loren Adolf Pfiſterer und Waldemar Fleig beim Miniſterium des Innern zu Miniſterialrechnungsräten; die Verwaltungsinſpektoren Fridolin Umminger und Rudolf Dreyer beim Miniſterium des Innern, ferner die Verwaltungsinſpektoren Heinrich Horn und Paul Hurſchig und den Reviſtonsinſpektor Anton Weishaupt beim Landesfürſorgeverband zu Verwaltungsoberinſpektoren. * Durlach, 20. Mai. Am letzten Samstag machte ſich der ledige 23 Jahre alte Telegraphenarbeiter Philipp Heck von Unternutſchel⸗ bach an der elektriſchen Kellerleitung zu ſchaffen. Da die Iſolierung beſchädigt war und er unbemerkt die defekte Stelle berührte, erhiell er einen ſo heftigen elektriſchen Schlag, der ſeinen Tod ſofort her⸗ beiführte. *ctehl, 20. Mai. Zwei junge Mädchen fuhren mit einem 4jäh⸗ rigen Kinde am Sonntag abend auf dem Stadtſee in einem Kahn razieren. Beim Wechſeln der Plätze mitten auf dem See erhielt das Boot Uebergewicht und die Inſaſſen ſtürzten ins Waſſer. Dabej ertrank die 26 Jahre alte Frieda Schoch. Die Leiche konnte geborgen werden. * Triberg, 19. Mai. Bei Ausbeſſerungsarbeiten in einem hieſigen Metallwarenbetrieb ereignete ſich ein ſchwerer Un⸗ glücksfall dadurch, daß der Schloſſer Braunſtein aus Offen⸗ burg während der Arbeit,„die in der Beizerei ausgeführt wurde, in ein Beizbaſſin, das mik kochendem Kalk und Schwefelſäure ge⸗ füllt war, fiel. Braunſtein wurde mit ſchweren Brandwunden ins Bezirkskrankenhaus Triberg überführt. Villingen, 19. Mai. Der Betrieb der Uhrenfabrik Brunkhorſt in Villingen iſt nun endgiltig eingeſtellt. Das Anweſen wurde zum Preis von 76000 Mark vom Kreis Villingen erworben, der die Gebäulichkeiten für die Zwecke der Kreiswinterſchule und für Landwirtſchaftsbau nutzbar machen will *Döggingen(Amt Donaueſchingen), 20. Mai. Der 59 Jahre alte Hauptlehrer Karl Stark wurde am Samstag nachmittag 3 Uhr im Walde tot aufgefunden. Stark war ſeit längerer Zeit krank und hatte am Samstag vormittag einen Spaziergang in den Wald unternommen. von dem er bis Mittag nicht zurückgekehrt war Man forſchte nach und fand ihn ſchließlich im Walde tot auf. Er iſt einem Herzſchlag erlegen. Der Verſtorbene war 25 Jahre an der hieſigen Gemeindeſchule tätig und hätte bald ſein 40jähriges Dienſt⸗ jubiläum feiern können. *Skockach, 20. Mai. Geſtern nachmittag wurde die Tochber des Bahnvorſtandes Hoffmann von einem Radfahrer, einem Dienſt⸗ knecht aus Zozzneg, überfahren und ſo ſchwer verletzt, daß ſie bald darauf ſtar b. Der Radfahrer ſcheint in übermäßigem Tempo gefahren zu ſein, wodurch das Unglück verurſacht wurde. Aus der Pfalz *Ludwigshafen, 19. Mai. Der Hotel⸗ und Saalbau⸗ verein e. V. Ludwigshafen a. Rh. hielt Ende der vergangenen Woche ſeine dritte Mitgliederverſammlung ab. Der Vorſitzende, Bankdirektor Ries, erbat für die bisher zur Durchführung der ſtaatlich genehmigten Sachlotterie von der Vorſtandſchaft getroffe⸗ nen Maßnahmen die Zuſtimmung der Mitglieder, die auch einſtim⸗ mig erfolgte. Mit beſonderem Intereſſe wurde die Mitteilung e daß der 1. Gewinn— ein ſchlüſſelfertiges Einfami⸗ lienhaus— dem glücklichen Beſitzer des„großen Loſes“ an ſei⸗ nem Wohnort erbaut, alſo nicht etwa, wie die Vierzim⸗ merhäuſer des zweiten und dritten Gewinnes ſchon vor der Zie⸗ hung hier in Ludwigshafen errichtet werden ſoll. Letztere werden, wie Oberbaudirektor Sternlieb mitteilt, etwa ab Mitte Juni von der Bayer. Hausrathilfe zur Ausſtellung ihrer Erzeugniſſe in Be⸗ nützung genommen werden. Sie ſtehen an der Hohenzollern⸗ bezw. Franklinſtraße, alſo nicht allzuweit vom Ausſtellungsgelände entfernt, und dürften ihrer Beſtimmung und ihres Inhaltes wegen wohl allgemeines Intereſſe erregen und viel beſucht werden. * Speyer, 18. Mai. Das Bayeriſche Handelsminiſterium für Handel, Induſtrie und Gewerbe hat dem Bezirkskartell Rheinpfalz des Allgemeinen freien Angeſtelltenbundes auf deſſen Eingabe betr. Fahrpreiserhöhung mitgeteilt, daß ſowohl das Miniſterium als auch der Landeseiſenbahnrat einen befürwortenden Beſchluß gefaßt haben, der ſich gegen die Erhöhung der Zeitkartenfahrpreiſe richtet. Nachbargebiete sw. Darmſtadt, 19. Mai. Zur Hebung des Straßenbil⸗ des durch Blumen⸗ und Pflanzenſchmuck iſt nunmehr das Komitee für die Prämiierung der mit Blumen geſchmückten Fenſter und Balkone und Vorgärten, Schaufenſter und Läden wieder zuſammengetreten, um das durch den Krieg unterbrochene Unternehmen wieder aufleben zu laſſen. Dem Komitee ſind von Vereinen anſehnliche Mittel zum Ankauf von Preiſen geſtiftet worden. Auch die Stadtverwaltung hat wieder wie früher Ehren⸗ preiſe aus der Stadtgärtnerei zur Verfügung geſtellt. Der Wett⸗ bewerb ſoll von Mai bis Oktober dauern. Die Prämiierung findet Anfang Oktober ſtatt. o Lamperkheim, 20. Mai. Die ſchöne Erinnerungsfeier der Wiederkehr des 50. Konfirmationstages von 1875 hier vereinte letzten Sonntag die noch lebenden Männer und Frauen von überall her zu gemeinſamer Kirchenfeier mit Abendmahl und zu einer ſchönen Nachfeier im„Darmſtädter Hof“. U. a. waren Gymnaſial⸗ lehrer Pohl⸗Worms und Oberrechnungsrat Bernauer⸗Darmſtadt unter den Jubilaren. Es waren ca. 35 Jubiläumsleute. Bei dem Wertungsſingen anläßlich der 80jährigen Jubiläumsfeier des Geſangvereins„Liederkranz“ in Kleinhauſen errang der hieſige Männergeſangverein„Cäcilia“ unter Leitung des Mannheimer Chormeiſters Hartmann mit 195 Punkten den 1. Preis. A. Fradl aus Tirol, Mannheim 0 4. 6 em den Planken Hemden aus Zephyr, Tricolin und Waschseide indenfhren gefrbl. 5792 (Ale modernen Kragen-Formen —— — 6. Seite. Nr. 232 Neue Mannhe mer Zeitung(Mittag⸗Nusgabe Mittwoch, den 20. mal 1925 Neue fannheimer Seitung Handelsblatt Entſchließung des Fachausſchuſſes für das Tabalgewerbe bei der Handelskammer Mannheim Die dem Fachausſchuß für das Tabakgewerbe bei der Handels⸗ kammer Mannheim angehörigen Vertreter der Zigarten⸗, Zigarelten⸗ und Rauchtabakherſtellung, des Handels mit überſeeiſchem Rohtabat, des Handels mit Tabakwaren und die Handelsvertreter ſprechen ſich nach eingehender Beratung mit allem Nachdruck dagegen aus, daß die Tabakſteuer und der Tabakzoll eine Erhöhung erſahre. Das Tabakgewerbe befindet ſich zur Zeit in einer troſtloſen Notlage. Eine bedeutende Rolle ſpielen hierbei die in großen Mengen vorhandenen Vorräte an Fertigfabrikaten, die zu billigen Preiſen derkauft werden müſſen, um neue Vetriebsmittel zur Fort⸗ führung der Unternehmen zu ſchaffen. Die in Mannheim und Um⸗ bung ſtark konzentrierte Zigarrenherſtellung mußte viele 4225 chichten einlegen und ſogar einzelne Filialbetriebe ſtill⸗ legen. Gegenüber der Vorkriegszeit iſt die Zahl der Vollarbeiter im geſamten deutſchen Tabakgewerbe im Jahre 1924 um 40,4 v. H. urückgegangen, in der Zigarrenherſtellung ſogar um 52 v. Die Zage hat ſich un erſten Bierteljahr 1925 noch verſchärft; es waren arbeitslos Kurzarbelter Januar 4,0% 17,5 7% Febr uar 8,3 7⁰ 26,6 0 Mär 49,3 70 5 14.6% Jede Erhöhung der Velaſtung durch Steuer und Zoll nuuß die Vage weiter verſchlechtern; weitere Arbeitsloſigleit und Stillegen von weiteren Vetrieben wird die Folge ſein. Dieſe Anſicht wird bekräftigt durch die Ausführungen des Be⸗ richterſtatters zur Tabakſteuer im Reichsrat, daß„bei der derziti⸗ ſchlimmen Lage des Tabakgewerbes eine Erhöhung der an ſich hohen Tabakſteuer verderblich wirken könnte.“ In dem vom Ausſchuß des vorläufigen Reichswirtſchaftsrats erſtatteten Gutachten heißt es unter anderem„bei dieſen ſchon jetzt eingetretenen Wirkungen muß für die Zukunft das ſchlimmſte befürchtet werden, wenn die Vorſchläge der Regierung ſich verwirk⸗ lichen““ Und weiter:„der Ausſchuß hält das Tabakgewerbe auf Grund der Sachverſtändigenausſagen und ſeiner eigenen Kenntniſſe beveits für notleidend.“ Die Begründung zum Geſetzentwurf bemerkt einleitend, daß um den Finanzbedarf des Reiches decken zu helfen, auch Mehreinnahmen aus ſtärkerer ſteuerlicher Belaſtung von entbehrlichen Genußmitteln(Bier und Tabak) notwendig ſejen. Die eingangs erwähnten Vertreter des Fachausſchuſſes be⸗ zweifeln die Notwendigkeit einer Steuererhöhung für Tabakerzeug⸗ niſſe, da die Tabakſteuer gegenüber dem Voranſchlag im letzten Rechnungsjahr ein Mehr von 153 Millionen gleich 42 v. H. erz bracht hat Sie erſcheint bis aufs äußerſte angeſpannt. Ein der Erhöähung mit Notwendigkeit folgender Verbrauchsrückgang wird das heutige Aufkommen von 513 Millionen gefährden. Es dorf auch nicht überſehen werden, daß die durch einen Verbrauchs⸗ rückgang hervorgerufene Einſchränkung in der Herſtellung zwangs⸗ läufig einen Rückgang anderer direkter und indirekter Steuern und eine Erhöhung der Arbeitsloſenunterſtützung nach ſich zieht. Die dem FFfachausſchuß für das Tabakgewerbe angehörigen Ver⸗ treter der Rohtabakvergärer und des Handels mit inländi⸗ ſchem Tabaken ſind der Anſicht daß die Tabakſteuer zwar abzu⸗ lehnen, daß aber der Tabakzoll unter allen Umſtäönden im Intereſſe des inländiſchen Tabakbaues gelegen ſei, da ſonſt der Inlandsenbau gufs empfindlichſte gefährdet werde, was nicht im Intereſſe der deutſchen Volks⸗ und Finanzwirtſchaft liege. Die gegenwärtige Linanz⸗ und Wirtſchaſtslage polens Von Dr. Curt Poralla, Aſſiſtent am Oſteuropa⸗Inſtitut in Breslau. Die ſtei Paſſivität der polniſchen Handelsbilanz läßt die Finanzlage Polens immer ungünſtiger erſcheinen. Dazu kommen noch die enttäuſchten Hoffnungen inbezug auf die Einnahmen des Staatshaushaltes, ſodaß diesjährige Ausbalanzierung des Bud⸗ gets den Eindruck erweckt, als wäre ſie nur künſtlich zuſtande ge⸗ bracht. Die nichtabzuleugnende Verſchlimmerung der Situation, die ſich aus den erwähnten Momenten ergibt, veranlaßt die polniſche Regieru neue Maßnahmen durchzuführen, die einesteils eine weitere ſſivität der Handelsbilanz verhüten, andererſeits den un⸗ bedingt notwendigen Ausgleich im Staatshaushalt herbeiführen ſollen. Was die erſte Frage anbetrifft, ſo ſo in erſter Linie eine Be⸗ ſchränkung der Einfuhr erreicht werden. Eine ſolche ſtellt berelts in gewiſſer Beziehung die in dieſen Tagen erfolgte Neuregelung der Einfuhrzollerleichterungen dar, deren Anwendung nur im Handels⸗ rerkehr mit ſolchen Staaten vorgeſehen iſt, die mit Polen Handels⸗ verträge abgeſchloſſen haben. Durch dieſe Maßnahme ſoll allem Anſchein nach beſonders der Handelsverkehr mit Deulſchland getroffen werden, der im polniſchen Außenhandel den größten Um⸗ ſang einnimmt; denn mit den ſonſtigen wichtigen Ländern(mit Aus⸗ nahme Rußlands) beſitzt Polen bereits ſolche Verträge, auf die die obigen einſchränkenden Beſtimmungen nicht zur Anwendung kom nen. In weiterer Folge wird polniſcherſeits beabſichtigt, das Syſtem der Einfuhrverbote wieder einzuführen, ſodaß der Auslandsbezug einer ganzen Reihe von Importartikeln erſt wieder von der Erlag⸗ gung beſonderer Einfuhrerlaubnisſcheine abhängig gemacht werden ſoll. Auf der anderen Seite verſucht man naturgemäß die polniſche Ausfuhr nach Möglichkeit zu heben. Um dieſes Ziel zu erreichen, wird das Syſtem der Ausnahmetarife auf den polniſchen Steats⸗ bahnen für Exportwaren weiter vervollkommnet. Außerdem wird der Preis der Waren, die für den Export beſtimmt ſind, durch Er⸗ weitert und in ſolchen Fällen, wo Ausfuhrzölle die Exportmöglich⸗ keien einengen, auch dieſe ermäßigt bezw. ſiſtiert. Fraglich iſt nur, ob ſich eine ſolche Politit, die auf der einen Seite rigoroſe Importbe⸗ ſchrüänkungend vorſteht, um auf der anderen Seite für eigene Er⸗ zeugniſſe die denkbar größten Exporterleicherungen zu gewähren, durchſetzen wird; denn zweifellos werden die durch die polniſchen Maßnahmen betroffenen Staaten zu Retorſionsmaßnahmen ſchrei⸗ 5 8 8 ſich letzten Endes doch zum Schaden Polens auswirken werden. Schwierig dürfte es ſein, die Ausbalanzierung des polniſchen Staatshaushaltes durch eine weitere Erhöhung der Steuern herbei⸗ zuführen, da die hauptſächlichſten Steuerzahler, Handel und In⸗ duſtrie, bei der derzeitig herrſchenden Wirſchaftskriſe nicht imſtande ſind, eine noch weiter geſteigerte Steuerlaſt auf ſich zu nehmen. Aus dieſem Grunde dürfte auch die mit 300 Millionen Zloty veran⸗ ſchlagte Vermögensabgabe genau ſo wenig realiſierbar ſein. Es be⸗ ſteht daher nur die eine Hoffnung, vermehrte Einnahmen aus den ſtaatlichen Monopolen herauszuwirtſchaften, doch iſt die günſtig⸗ Löſung dieſer Frage auch noch von ſovfel Umſtänden abhäͤngig, daß es vorläufig nicht vorauszuſehen iſt, ob dadurch ein Ausgleich des Staatsbudgets zu erreichen iſt. Ho. Wayß u. Freylag.-⸗G., Frankfurt a. M. In der geſtrigen 26. ordentlichen Generalverſammlung, in der 34 Aktionäre 92 290 Stimmen vertraten, wurde die Tagesordnung uhne Erörterung im Sinne der Anträge der Verwaltung erledigt. Es nuirde hiernach der Jahresabſchluß 1924/25 genehmigt und dem Auſſichtsrat und Vorſtand Entlaſtung erteilt. Zur Verteilung ge⸗ langt eine Dividende von 10 Proz. auf die Stamm⸗Aktien und 6 Prozent auf die Vorzugsaktien. Der bisherige Aufſichts⸗ rat wurde emſtimmig wiedergewählt mit Ausnahme des Geh. Hof⸗ tat von Wagner, der mit Rückſicht auf ſein vorgerücktes Alter guf die Wiederwahl verzichtet hatte. 8 ):( Maſchinenbaugeſellſchaft Karlsruhe. In der geſtern abge⸗ haltenen 73. ordentlichen Generalverſammlung der Geſellſchaft waren 64 156 Aktien vertreten Sämtliche Anträge der Verwaltung fanden einſtimmige Annahme. Es gelangt demnach, wie wir bereits mit⸗ geteilt haben, aus einem Reingewinn von 357 847 Rm. eine Divi⸗ dende von 5 Prozent(gleich.50 Rm.) auf jede Aktie zur Aus⸗ ſchüttung an die Aktionäre. 5 )( Schlager Textilwerke.-., Stuftgart-Cannſtatt. Das Ge⸗ ſchäftsjahr 1924, war laut Vericht von ſehr ungleichem Verlauf. Während im erſten Quartal die Aufträge kaum bewältigt wurden, fing im 2. Quartal mit der Kreditabſchnürung der Reichsbank bas Geſchäft zu ſtocken an, ſo daß in großem Ausmaße Arbeiterentlaſſun⸗ gen vorgenommen werden mußten. Troßdem wuchs das Waren⸗ lager ſtark an und es mußte Bankkredit zu teuren Bedingungen in Anſpruch genommen werden. Von September bis Weihnachten lagen jedoch reichlich Aufträge vor, zwar konnte der vorausgegangene Ausfall nicht mehr ausgeglichen werden. Das Geſchäftsjahr ſchließt V mit einem Reingewinn von 1268 Mk. Ueber die Ausſichten der Geſellſchaft für das laufende Jahr laſſe ſich ein einigermaßen zu⸗ treffendes Urteil nicht bilden.— In der unter dem Vorſitz von Baak⸗ direktor Dr. Schneider ſtattgefundenen.⸗V. wurden die Regu⸗ larien einſtimmig genehmigt. Der 1268 Mk. betragende Reinge⸗ winn wird dem geſetzlichen Reſervefonds zugeführt. Die aus Grün⸗ den der Geldknappheit vorgenommene wirtſchaftliche Anlehnung an die Concordia Spinnerei und Weberei Bunzlau die den Aktionären der Geſellſchaft das Angebot zum Umtauſch der Schlager Textil in Concordia⸗Aktien(:3) gemacht hatte, wurde gutgeheißen. Der bisherige Auſſichtsrai legte ſein Amt nieder. Der neugewählte Auſſichtsrat ſetzt ſich zuſammen aus: Direktor Dr Schneider, Direltor Paul Wettley(Concordia Spinn.), Direktor Bruno Wabnitz(Con⸗ cordia Spinn.). OSöddeutſche Treuhandgeſellſchaft.⸗G. München. Die Ge⸗ ſellſchaft erzielte einen Reingewinn von Rm. 17 646 woraus eine Dividende von 10 Prozent verteilt wird. O Chemiſche Induſtrie.⸗G., Beuel-Bonn. Zeitungsnach⸗ richten zufolge iſt die vor einiger Zeit über das Unternehmen ver⸗ hängte Geſchäftsauffſicht wieder aufgehaben worden, weil ihre Vorausſetzungen nachträglich weggefallen ſind. OA.-G. für Jederſtahl-⸗Induſtrie vorm. B. Hirſch u. Co. Kaſſel. Das Geſchſtäftsjahr ſchloß mit einem Verluſt von Rm. 97 245, der aus dem im Vorjahre gemachten Rückſtellungen gedeckt wird. * e.⸗G. Brüggen a. E. Wie die„Köln. Ztg.“ erfährt, iſt durch einen Blitzſchlag in eine Brikettfabrik de Hubertusbraunkohle.⸗G. in Brüggen a. E. ein großer Brand⸗ ſchaden entſtanden, der aber durch Verſicherung gedeckt ſein ſoll. Immerhin wird mit einer gänzlichen Stillegung auf die Dauer von —8 Wochen gerechnet werden müſſen, die einen ziemlichen Pro⸗ duktionsfall verurſachen dürfte. OGolddiskontobank, Berlin. Das Bankinſtſtut beſchloß, ſeinen Diskontſatz von 8 auf 7 Prozent zu ermäßigen. Man ſchätzt die eingelaufenen Anträge bei dem Inſtitut auf annäherend 10 Mill. Die Verliner Stempelvereinigung plant eine Prgviſionsverbilligung von 3 auf 2 Proz,, falls ſich die auswärtigen Bankenvereinigungen damit einverſtanden erklären. )(Linke-Hofmann-Lauchhammerwerke. Die Geſellſchaft ſegt am 1. Juni das Stahlwerk Torgau ſtill. Sämtliche Arbeiter und Angeſte lten erhielten die Kündigung. ):(Goertz baul eine polniſche Präzſſionswerkzeugfabrik? Auf Anregung des polniſchen Kriegsminiſteriums hat lauf„Ind Kur.“ die polniſche Regierung beſchloſſen, in Polen eine große Fabrik zur Herſtellung von Präz'ſienswerkzeugen einzuri hten. Die deutſſhe Firma O. P. Goertz ſoll bereits dem polniſchen Kriensminiſterium ein Angebot für den Bau einer ſolchen Fabrik eingereicht hahen Es beſtehe Ausſicht, daß die Firma Goertz den Zuſchlag erhält. Das Kriegsminiſterium will jedoch erſt feſtſtellen, ob gleiche Angebote von polniſchen Ffirmen eingehen, da es dieſe bevorzugen möchte. vormittag keinerlei Aenderung. O Golddiskontbank, Berlin. Das Bankinſtitut beſchloß, ſeinen die eingelaufenen Antröge bei dem Inſtitut auf annähernd 10 Mill. Die Berliner Stempelvereinigung plant eine Provlſionsverbilligung Das Geſchäftsſahr ſchloß mit einem Verluſt von Rm. 97245, Deviſenmarkt franzöſiſche und belgiſche Franken als auch der italieniſche Lire liegen international weſentlich ſchwächer. Dagegen hat ſich das engliſche Pfund weiter befeſtigt Der argentinſche Peſo iſt internatlonal durch die hohen Getreidepreiſe neuerdings ſehr ſeſt. Es notieren: London gegen Paras 9476(93½), Kabel gegen Paris 1945(1925), London gegen Schweiz 2510(259), Kabel gegen Schweiz 51694, London gegen Holland 1208, Kabel gegen Holland 248%½, Kabel gegen Brüſſel 1995(1985), London gegen Briſſſel 97 (96½), London gegen Mailand 12006(11958), Kabel gegen Mailand 24,85(24,65) London gegen Kabel 48594(48576). In Goldmark bezw. koſten: der Dollar.20., engliſche Pfunde 20.40(20.39)., der fratnzöſiſche Franken 21.62 (21.80) Pig., der Schweizer Franken 81.25 Pfg., der ſalieniſche Lire .690(17.05) Pfg., der holl. Gulden.68.85., die Tſchechenkrone 12.44 Pfg., die norwegiſche Krone 70.15(70.10) Pfg., die däniſche Krone 78.5 Pfg., die ſchwediſche Krone.12 30., der belgiſchen Franken 21.05(31 45) Pfg., der ſpaniſche Peſeta 61(60.80) Pfg., der argentiniſche Peſo.67.00(.67.10) M. O Oörſenbeeichte Mannheſmer Effektenbörſe O Mannheim, 19. Mai. Bei ruhigem Verkehr waren die Kurſe an der heutigen Börſe leicht abgeſchwächt, auch Vorkriegs⸗ Pfandbriefe und Anleihen lagen etwas ſchwächer. Es notierten: Badiſche Anilin⸗ u Sodafabrik 135- 4, Weſteregeln Alkaliwerke Stamm 19,.⸗G. für Seilinduſtrie 56. Benz u. Cie. Mannheim 78, Germania Linoleum⸗Werke Bietigheim 171, Mannheimer Gummi⸗ u Asbeſtfabrik 51, Metz u. Söhne, Freiburg 61, Neckarſulmer Fahr⸗ zeugwerke 8,8, Rhein Elektr..⸗G. 70, Wayß u. Freytag, Neuſtadt 9276, Unionwerke Mannheim 7,5, Zellſtoff Waldhof 11,5, Zuckerfabrik Waghäuſel 3,1, 4proz. und 33½proz. Pfandfriefe der Rhein. Hypo⸗ thenbank 7, Fproz. Deutſche Reichsanleihe 0,566. Waren und Märkte Berliner Metallbörſe vom 19. Mal Preiſe in ffeſtmart für 1 Kg. 18. 19. Aluminium 18. N Elektrolytkupfer 129.50 129,28 in Barren 2,452,.50.48-.½0 Raffinadekupfer—.——.— inn, ausl.———— lei—.——.— üttenzinn——2— RohzinklVb.⸗Pr.)—.—— Nickel 80..55 8. do.(fr. Verk.) 68 69.68⸗0,89 Antimon.17.L19.17.1,19 Plattenzink 62—68 62—63 Silber für 1 Sr. 93,— 04,.— 93,.— 84,— Aluminlum 2,35-2,45 2,85.2,40 Platin p. Gr.—.——.— London, 19. Mai(W) Metallmarkt.(In Oſt. f. d. engl. t u. 1010 Kg. 18. 19. 10 19. Hlei 82.50 32.19 Kupfer Kaſſa 60.80 60,13 beſtſelect. 64,25 64,.— Zin! 84,.— 33.85 do. 3 Monat 61,50 61,25 Nickel—.——— ueckſiber—— 18,75 do. Elektol. 64.,25 64.— Zinn Kaſſa 244.50 245.13] Megulus—.——— 2 Vom Metallhandel.(Wochenbericht der Deutſchen Metall⸗ handels⸗A.⸗G. Berlin⸗Oberſchöneweide.) In der abgelaufenen Be⸗ richtswoche fehlte dem Metallmarkt auf allen Gebieten jede An⸗ regung. Das Geſchäft entwickelte ſich daher, ohne daß große Um⸗ ſätze zu verzeichnen waren, auf der Baſis der Vorwoche. Lediglich in Zinn konnte man eine kleine Belebung feſtſtellen, die ſich durch eine Steigerung des Preiſes für prompte Ware um 4 Pſtr. kenn⸗ zeichnete. Der deutſche Metallmarkt ſchloß ſich im weſentlichen den Bewegungen des Weltmarktes an. zb Vom Wachshandel. In den feſten Preiſen und im Abſaß hat ſich vergangene Woche nichts geändert. Die von Polen ange⸗ botenen billigeren Partien Tafel⸗Paraffin fanden wenig Abſatz, da von den Verbrauchern durchweg amerikaniſche Ware verarbeitet wird. Im Großhandel gelten für unverzoll te Waren ab Lager Hamburg folgende Preiſe: Paraffin, weiße Tafelware 50/52 C. per wachs, fettgrau per 1000 Kilo Lſtrl. 125—126, Bienenwachs, ſe noch Herkunft per 1000 Kilo ELſtrl. 175—180, Japanwachs Origi⸗ nalware per 1000 Kilo Lſtrl. 81—82, Nindertalg, prima hellfarbige Ware per 1000 Kilo Lſtrl. 46—47, geringere Ware entſprechend, Amerika. Harz, Type FG. per 100 Kilo Dollar.50—.75. Ver⸗ zollte deutſche Veredlungsware. Carnaubawachs, Rückſtände per 100 Kilo Dollar 38—40, Zereſin, weiß 54/56 C. per 100 Kilo Dollar 22—23, Zereſin, naturgelb 54/56 C. per 100 Kilo Dollar 21.50—22, Stearin, weiß in Tafeln per 100 Kilo Gold⸗ mark 115—120, Der Zoll beträgt für Paraffin, Carnauba⸗ und Bienenwachs Gmk. 10, für Japanwachs Gmk. 15 per 100 Kilo. *Bremen, 19. Mal.(Wolff.) Baumwolle. American Fully middling c. 28 g. mm. loco per engl. Pfd. 25.49 Dollarc nts (25.31 Dollarcents). Magdeburg, 19. Mal.(Wolff.) Zucker prompt innerhall 10 Tagen—, Lieferung Mai 20, Juni—, Juli 20½. Ruhig. Schiffahrt Jrachtenmarkt vom 19. Mal. Die Geſchäftsſtille hält noch weiter on. Auch an der Duisbur⸗ ger Schifferbörſe kann kein Verkehr aufkommen Die eBrg⸗ und Tal⸗ frachten ſtehen noch auf ihrem alten Stand und erfuhren bis heute mäßigung oder vollſtändige Aufhebung der Steuern ſtändig er⸗ EBBEECCC AdVVVTTTCCVpVbCPbTTCTdTbTCGcTCcCGTGbTbCTCTGTGTCTbTGTbTbTbTbTbTbTbbTVTVTTT—TTTTT—TTTTTTTTTTTTTTTTT———————— Walſtonen umd Abermilltonen iſt die Eremme Mouſon⸗Hautyflege zuum zaͤg · Rehen Bedüruis getvorden. Creue Mouſon twiutki mafehlbar gegen trockene vnauhe Saut macht ſte ſammettweich und verleiht demm ZTeint eien zarten zugend⸗ friſches Ausſshen. Der gleichzeitiee Gebrauch von Creme Mouſon-Geife ovgänzt die ECveme Mouſon ⸗Hauthpflege in der gůͤnſtiesſten Meiſe.⸗ Ereme Moufon-Seife iſt auserondentſih zuuld znnd von feiner Maufumierung. Zn Tuben Mk..40, Mk..60, Mt..80, in Doſen Mt..75 und Mk..30, Seife Mk..70 Die Deviſen bieten ſeit geſtern ein verändertes Bild. Der 100 Kilo Dollar 13.20—14.75, andere Grade entſprechend, Carnauba⸗ mah unde erfolgen ab Lägern in Nord⸗, Mittel⸗ und Süddeutſch⸗ an 2 4 1 * mitwoch, den 20. Mat 1923 neue Mannheimer Feitung amittag · Nusgabe) T. Seite. Nr. 232 Sportliche Rundſchau vom Kuderſport Wie unſere Jugend vor 80 Jahren Sonntag fü ntag für Sonntag zu Werd tabrenapahnen ſtrebte, die der Velocipedclub und der Velo iſtenverein dort in Betrieb hatte, wo heute der Luiſenpark debt. wie unſere Jungs von einſt für einen Breitling, Jörns, alle birmann, Herthy, Heß und wie die Favoriten des Radſports kieg dben. Partei ergriffen, vielleicht weil der eine ein leuchten⸗ Fußd Trikot anhatte, wie der andere, ſo rennt heute alles zu den W5 allplätzen, und mit der gleichen Leidenſchaft werden ſchon Fusden vorher die„Chancen“ der um den Meiſtertitel ringenden 0 öballklubs erörtert und erwogen. In vollgepfropften Sonder⸗ unternimmt man weite Reiſen zu den entfernteſten Hoch⸗ aufden des Fußballſports, um hier im Schweiße ſeines Angeſichts MI ſtaubgeſchwängertem Spielgelände von einer dichtgedrängten er ſchenmaſſe hin und her geſchoben zu werden.— Der Radſport, 175 beim Aufkommen des Fahrrads zunächſt ein ausgeſprochener errenſport war, zumal ſich nicht jeder den Luxus eines um jene 5 noch ſehr koſtſpieligen Rades leiſten konnte, hatte ſich in den bten Jahren vor dem Kriege ziemlich überlebt. Er iſt aber mit ſracht zurückgekehrt, und die mit Staubwolken belagerten Land⸗ aßen ſind heute wieder mehr denn je mit Radfahrern überfla⸗ ſi Und vor allem der Raſenſport hat heute die Maſſen für ch, deren Vorſtellungsvermögen allerdings auch durch eine groß⸗ zügige Werbetätigkeit, insbeſondere durch eine ausgiebige Belie⸗ erung der Tagespreſſe mit Informationen ungemein ſtark beein⸗ flußt wird. Aber in aller Stille blüht und gedeiht noch ein Sport, der Mannſchaftsſport, dank ſeines ſtraffen Gefüges und ſeiner deben ſittlichen Forderungen wie kein zweiter berufen ſein könnte, 5 Nationalſport der Deutſchen zu werden— der Ruder⸗ Ibort! Auch er hat, ohne Tam⸗Tam in den letzten Jahren —55 Kreis ſeiner Anhänger in erheblichem Maße zu erweitern erſtanden. Iſt der Zuſtrom von Jungmannſchaften hier auch nicht o gewaltig wie gerade beim Raſenſport, ſo wird dieſer Ausfall durch aufgewogen, daß der Ruderer, vor allem der im Wett⸗ ampf erprobte, wenn er erſt einmal in ſeinem Club feſten Fuß gefaßt hat, dieſem regelmäßig zeitlebens treu bleibt. di So bildet ſich hier ein Stamm von Männern, ie dem Nachwuchs nicht nur zum Lehrmeiſter, ſondern dach zum Vorbild im geſellſchaftlichen und nationalen Leben wer⸗ en. Und welche Fülle frohen Genießens und Schauens vermittelt er Ruderſport, das Tummeln auf den ſtaubfreien Fluten, zwiſchen n grünen Ufern, neben der körperlichen Ertüchtigung und der ſittlichen Erſtarkung ſeiner Anhänger. Wer Gelegenheit hatte, am rergangenen Sonntag das ruderſnortliche Leben auf unſeren heimiſchen Gewäſſern, vor allem auf dem oberen Rhein zwiſchen annheim und Spever zu beobachten, bekam hiervon den rechten Begriff. Wer die Menge von Ruderbooten ſah, die hier bei herr⸗ lichſtem Vorſommerwetter an den Scharen von Paddelbooten und en ſchon in aller Frübe belebten Sanddünen vorbei in die Weite dogen, dem mußte unwillkürlich die Luſt kommen, hier mitzutun. Hier war es neben den zablreichen Mannſchaften des Ludwigs⸗ afener Rudervereins, des Waſſerſportvereins Ludwigshafen und der Rudergeſellſchaft Rheinau vor allem der Mannheimer Ruder⸗ club, der mit einer großangelegten Ruderausfahrt nach der Koller⸗ inſel bei Ketſch— an der an die 80 Ruderer, darunter auch einige ſchmucke Paddlerinnen teilgenommen haben— reiches Leben in as waſſerſvortliche Bild auf dem oberen Rhein gebracht hatte. nter den Clubmannſchaften befand ſich eine Achtermannſchaft von alten Rennruderern, die einſchließlich des Steuermanns zuſammen 440 Jahre zählte— die Nummer 3 zäblte allein 58, die Nummer 5 ſogar über 68 Jabre. Und dennoch gelang es der friſch und flott rudernden Mannſchaft. die 14 Kilometer lange Strecke ſtrom⸗ aufwärts zur Kollerinſel in weniger als zwei Stunden zurſſckzu⸗ legen. Gewiß das beſte Zeugnis für den Ruderſport, der ſich mit Recht als ein Fungbrunnen der Menſchheit bezeichnen darf, ein neuer Beweis für die längſt erwieſene Tatſache, daß das Rudern, wenn es nach den Traininasjahren weiter geyfleat wird ſeinem alz VAn PPP Erüinder-Vorwärts krebende gute Verdienſtmöalichkett! Aufkla rung und Anreaung geben Broſchüre Ein neuer Geiſt“, gratis durch Erdmaun u. Co., Edsd Verlin. Königarätzerſtraße 71. Pieiswertes Angebot in Seiden-Hemden wunder volle Muster. Perner billige Macco-Taschentücher weilß und farbig in allen Preislagen C. Spedt, C I. 7. —ober itteg gesunet Selfen, Tal- Lorenz sieger im Tandem-Hauptfahren in Nannover am 9. Mai l925 sieger im Haupt- und Mannschaftsfahren in Barmen Walter Rüüff Loren2 ieser im randem- Nauptianren in Breslau am I7. Ma 192⁊55. Mitteldeutsche Fahrradwerke G. m. b. 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Und noch ein: Möchten unſere Ruderſportverbände doch endlich einmal aus ihrer Reſerve heraustreten und ſich in zulänglichem Maße der werbenden Kräfte der Tagespreſſe bedienen, was natürlich nur auf dem Wege der Zuleitung von ſachdienlichen Informatio⸗ nen geſchehen kann. K. St. Ppferòeſport Pferderennen zu Haßloch Zu dem am Himmelfahrtsfeſte zu Haßloch ſtattfindenden Pferde⸗ rennen werden die letzten Vorbereilungen getroffen. Der Feſtplatz prangt in ſeinem herrlichſten Schmucke. Mit dem grell laufenden Gelb des Ginſters wechfelt das ſatte Grün des Graſes, umgeben von zahlreichen Kaſtanienbäumen, die ihre Kerzen aufgeſteckt haben. Das Geläufe der Bahn iſt in tadelloſem Zuſtande: Seinen guten Namen, den es in Sportskreiſen genioßt, wird es auch bei dieſer Gelegenheit zu wahren wiſſen. Seit Monaten wurden umfanagreiche Verbeſſerungen vorgenommen, ebenſo wurden die Vereinsgebäulich⸗ keiten teilweiſe mit neuem Anſtriche verſehen und tragen ſo zur Verſchönerung des Landſchaftsbildes bei. Da⸗ Intereſſe für das Rennen iſt äußerſt groß. Fortgeſetzt treffen noch neue Nen⸗ nungen ein. Ueber 100 verſchiedene Pferde ſind bis ſetzt genannt worden. Bereits iſt eine größere Anzahl von ihnen in Haßloch ein⸗ getroffen. Es iſt zu erwarten, daß die genannten Pferde faſt alle zum Rennen eintreffen, ſo daß in den meiſten Rennen mehr als ein Dutzend Pferde ſtarten werden. Das herrliche Bild vom Vor⸗ jahre, wo 22 Pferde in einem Rennen gleichzeitig liefen, kann auch in dieſem Jahre wieder erreicht werden Neben Geſamtgeldyreiſen in der Höhe von 13000 M. winken den Siegern prachtvolle Ehren⸗ yreiſe. Das Präſidium der Regierung der Pfals hat auch in dieſem Jahre wieder in dankenswerter Weiſe die Tätigkeit des Voreins durch Stiftung eines wertvollen Ehrenpreiſes unterſtützt. Es iſt mit ſtarkem Beſuche zu rechnen. Um den zu erwartenden ſtarken Eiſenbahnverkehr zu bewältigen, hat die'ſenbohndireftion ſowohl in der Richtumg von Ludwigshafen als auch in der Richtung von Neuſtedt Sonderzüge eingelegt. Es werden ſolche vor und nach dem Nennen fabren Auch verſchiedene Sonntagszſtae werden an Nieſem Tone in Haßloch anhalten. Von dem Bahnhofe zum Renn⸗ platz wird für Fahrgelegenheit geſorgt werden. Uiues aus aller Welt gflein Alteiſen mehr! Wie man Tiere Krankteiten imoft will man fetzt auch das Eiten gegen Roſt unſchädlich machen. Sollte dies gelingen, ſo würden all'ährlich Millionen geſpart werden und die Erfindung wäre in fhrer Tragweite heute kaum abzumeſſen leber das Mittel ſelbſt verraten die amerikaniſchen Erfinder nichts. Aber ſo viel wird getee! daß es ſich um ein beſonderes Präparat hondelt mit dem das Eiſen anerſtrichen wird und daß das Eiſen in dieſem Zuſtand keinen Roſt mehr bilden kann. — Das CKoriflafal am Tangannika. Zwei Naturforſcher, ein engliſcher und ein amerikaniſcher die in der Gegend des Tangannika⸗ ſees in Oſtafrika nach dem Zwiſchenalied der beiden bekannten Gariflagattungen ſuchten, entdeckten in der Nöähe des Sees Kivu eir Fal, das unter den Eiygeborenen als„Goriſſatal“ bekannt iſt. Sie fanden dort einen Beband von Goriſtas der ihre kübnſten Erwar⸗ tungen fiberſtieg. Die Goriſſas terroriſſeren die Eingeborenen, indem ſie die Ernte zerſtören und ſo Hungersnot heraufbeſchmören. Die Tiere wurden von den Forſchern Kinn⸗Gorillas getauft. Ein erleate⸗ mänpliches Erewular waß über 2 Meter bei einem Bruſtumfana vor 1g8o0 Meter und ſein Rieens war 53 Jentimetar Diefe Ouadrathiert überlegener Sieger im greſen am 17. Mai 1925. Mie das Gewürs Zur Suppe so gehoͤrt Aecht Franck zum Rafffel iſtit der Kaffeemähle als Schutzmarke. *. 10 25 8 E ſind ſchlechte Kletterer, da weder Hände noch Füße für dieſen Zweck geformt ſind. Dagegen haben ſie nach den Beobachtungen der For⸗ ſcher ein eigenartiges Talent: ſie können ſich mit Hilfe von Bambus⸗ rohren auf die Bäume ſchwingen. — dDer Hund mit der Rektungsmedaille. Ein übrigens aus Deutſchland ſtammender Schäferhund hat in Newyork ein Kind vom Tode des Ertrinkens gerettet. Er erhielt daraufhin genau wie ein Menſch eine Rettungsmedaille, die er nun ſtolz am Halſe trägt. „Alfa“ heißt das brave Tier.— Echt amerikaniſchl Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Mal bibein-Pegef 181t. J is J 16 18. 20 Ledar-Menei13[14.] 15 I6 J 19 J 25. Schuſterinſel“.92.76.73J.62.73.80 Mannbeim.48 g 493 758,648,30f8. ehl...12.00.81.83.88 40880—— 625 85 Maxau...74.704.57.45.40.49 Mannbeim.48.75.63.49.27.37 Kaub..35.38—.28222.— Göln.. 2436.362.412.202.122.— Waſſerwärme des Rheins 14½ C SS——...——:mñ— Herausgeber. Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas. Neue Mannheimer Zeitung G m b. H. Mannheim E 6, 2. Direktion: Ferdinand Heyme.— Chefredakteur: Kurt Fiſcher. Veranmwortlich für den politiſchen Teil: Hans Alfred Meißner; für das Feullleton: Dr. Fritz Hammes; für Kommunalpolitik und Lokales: Richard Schönfelder; für Sport und Neues aus aller Welt: Willy Müller; für Handelsnachrichten. Aus dem Lande, Nachbar⸗ gebiete. Gericht und den ſtbrigen redaktionellen Teil: Franz Kircherz für Anzeigen: J Bernhardt Ffür die Reisel Die Nachsendung der„Neuen Mannheimer Zeitung“ während der Reisezeit kann nach jedem gewünschten Aufenthaltsort unter Kreuz- band erfolgen. 3 Bestellungen sind unter Angabe des seit- herigen Bezugsortes nur schriftlich an die Geschäitsstelle E 6, 2 zu machen. Der Ver- sand kann täglich erfolgen und täglich ein- estellt werden.— Wird Nachsendung der eitung auf unbestimmte Dauer gewünscht. dann ist der Geschäftsstelle unserer Zeitung rechtzeitig schriftlich anzugeben, an welchem Tag die Lieferung einzustellen ist, HDezw. wieder in die Wohnung weiter erfolgen soll. Zur Vermeidung der Porto und Einzugs- kosten bitten wir die Gebübhren für den Versand im voraus zu entrichten. Diese betragen wöchentlich: Für 1 bere is abonnleries Exemplar Bi..60 Ausland M..20 Flr i besonderes Exemplar... 130 Ausland Ni. 2. 10 Neue Mannheimer Zeifung. S231 beutschland im Berliner Stadion am I7. Mai 1925 Fliegerpreis von Nife- RNad. Wer beteilig ſich an Tüglchn. Franiösach Anfäng u. Fortgeſchr. ro Stunde 30 G⸗Pfg ing. u. O. R. 123a. d Gſch. Vermischtes. Tüchtigem Fach- oder Aed ud Jaden von Llegenschaften ſeder Art und Gröse, Vermittlung v. Hypotheken. Finanzle- rungen, Beteillgungen etc. Streng feelle und fachkundige Erle- digung aller Aulträge, ohne jede Vorspesen. 146 75 Kaufmann iſt m. eint Gg. Keil& COo. tauſend Mart Gelegen⸗ Gütervermtttlung heit zur Uebernahme Heidelberg Hannheim einer kleineren, ab. aus⸗ Solienstr. 7a D 4, 15 dehnungsfähigen Tel. 2311 Tel. 6305 Mabelaha mit glänzend eingeführ⸗ ten geſetzlich geſchützten Spezialitäten geboten. 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B. 426—450 u. 501—530 u 551—590 und 3526—3550 u, 6081—5100 u. 6151- 6250 u 6351 bis 6451 u. 7051—7100 u 7391- 7460 u 13001 bis 13600 u 17585—18010 u. 1377/—10 456 u. 16635 bis 17153 F. V. B. 187—217 u 407—4% u 2124—2187 und 4 56—4986 Die Marquise von Arecis Schauspiel in 5 Aufzügen nach Diderot von Carl Sternheim 114 In Szene gesetzt von Ado von Achenbach Anfang 7½ Uht Ende nach 91½ Uhr aeeinigte Honrertleltungen Klavier-Akademie Peier Seih Vortragsabend am 25. Mai, abends 8 Unr in der Hatmonie Aus demProgr.: Orieg; Sonate e- moll, op, 7, 5 Scnumann; Andante u. Vatialionen Hür 2 klaztere, Schumann; Papillons. Cho pin, Ballade g moll Mendelssohn-Bafl-. tholdy: Ouveriure„Ruy blas“. 5810 Sitzpiätze im Saal zu M..—, 1 50 und .— bei Heckel, O 3, 10. Mannheimei Musikhaus, P 7, 14a, Blumenhaus Tat- tersall, Schwetzingerstt 16, Musikalien- handl Eugen Pteiffer, O 2, 9, Musika- ſienhdl. neßler, C 2 Ufa-Theater P Nur noch heute u. morgen! Dergrofle Erfolg! bntzzug der licbe Neue Mannhermer Jeſtung(mittag⸗Nusgabe) Künstler-Theater APOIlle Fernsprecher 1624 Heufe Niiſiwoch 8 Uhr Gastspiel des Nloskauer Kammertneater Taireff Der große Exfolg! Girofilé-Girofla Operette in 3 Akten nach Lecocq. 70 Mifwirkende 70 KUnsfl. eligene Kosfüme u. Dekorafionen Lelfung: Alexander Tairoff NMusikal. Leifung: Prof. Mediner Bühnenbilder: Georg Zakuloff Vorverkaul ab 10 Uhr en der Theaferkasse, Verkehrsverein 4028 Und Straußg⸗Dreher. Donnerstag, 21. Mai, abends 8 Uhr. Premiere: Salome mif Alice Koonen. Das führende —— 7 Akte(oOberst Red) Die großse Lichtspieltheater. Heute zum letzien Male: Der aufsehenerregende Spionagefall In Aengebel Anes la Ab morgen. Donner- tag. 21. Hal Lustige Woche Aalnnumaamnanndatauannanmgfatananmtnuemmudnnmtmnammuumummmmmuman NHoderne flerren- Bekleidung G 7, 20 Anzüge 26 u 45.— 65.— und höhe, Paletots 48„ 68— und höher Mäntel 39 42.—. 65 und höhe. 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Die reizende temperamentvolle Ossi] hat sich diesmal selbst überboten! D. im Zeichen der deutschen Einigkalt: Spieuläche 5706 àm.(Schachbreit wurt extia angelertigt Preise der Plätze: Log übrigen Plätze Mk.50, Schüller Mk.20. hostũme nach eigenem Ent- In dieser gewalligen und voi nehmen Foim einzig da tehend. Gleich hoch inteiessant idr Spieler und Laien 3985 e Mk 2—. Tribũine Mk..—5 1. Plata Mk o 80, Gleichzeinnig empfehle ich: er kinzug des fReſchsprasidenten] J. Hindenburg in Berlin Aufnahmen, die volle Bewunderung und Begeistetung etzielen!- 8. Das Mannheimen Pferderennen im Mai 1925 mit vielen Auinanmen de: Bes ucher der Renntage 8335 Anfang 4½ Uhr. lLotzte Lorstellung 8 Uur Laltende zpechen. „ieser Fm var 8o wunderschön, leh mub ihn mir noch mal ansehn!“ Treilichtbühne im Schwetzinger Schloßgarten. Donnerstag, den 21. Mal Sonntag, den 24. Mai nachmittags 4 Uhr: le furzaikeng ddcle Karten zu.—,.— und 1 Mark. Lel. 20 4 900, ügliehe Weine. Frledrichspark Donnerstag(Himmelfahrt) nachmittags 3½ Uhr, abends 8 Uhr KONZERTE 2 (veisihktes Oichestet) 81⁴4³ Dirigenten-Gastspiel des Komponisten Herrn W. Aletter- Berlin Eintrittspreis: 60 Pig., Kinder 30 Pig Abonnenten gegen Votzeigen der Karten freiei Auiritt Heute Mittwoch Nachmittag-Konzert 56¹⁸ Fidericus Hase In neuer Auflage! Ab 22. Mai in der Han o rN 85 55 Aaflde ferdtertlangen der Sagenende. Freitag müh auf der Freibanl Kuhfleisch. Anfang⸗Nr 1 44 Samstaga den 23. Mai 1925, vorm. 9 Uhr, verſteigern wir in der Wirtſchaft zum Adler in Sandhofen das Graserträgnis für das Jahr 1925 von den Gräben. Hubhacke. Rhein⸗ damm, Hirtenwieſe, Wieſe u. Rain im Wil⸗ helmwörtkopf, in der Krimm und Entenneſt. Gutsverwaltung. 10% Nabaft gerdſrre icm Dis Gmasten ann? Jeidene Damenmäsce inie Jrimaeſ-Nuche. Nemdſosem 1d Sarmifiarem richefuen in reicher Ausstattusng E Hohlsaum umd haudgestickt Sgeidemne Memdnosen Hohla u reicher Valenciemmes- Garm u. lichi. 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