ee nnnnneeeneeenneneneen —2 T* 222 * —— Minj— 2 nimmterpräſtdenten anſchließen. w aber iſt 10 ſtande. Donnerstag, 16. Juli Herrgapeetſe: In Mannbeim und Umgebung frei ins 1 oder durch die Poſt monatl..⸗M..50 ohne Beſtell⸗ 85 Dei eptl. Aenderung der wirtſchaftl. Verhältniſſe Nach. ſorderung vorbehalten. Poſtſcheckkonto Nr. 17590 Karls. ſtelle THauptgeſchäftsſtelle E 6, 2.— Geſchäfts⸗Neben⸗ ſrah 11 Alddeiftraße é. Schwetingerſtraße 2, Meerfed. grabe 11.— Fernſpr. Nr. 7941—7945,— Telegr.-⸗Adreſſe Generalanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. zwölfmal. Mittag⸗Ausgabe eue Mannheimer Seit Mlannheimer General Amzeiger Beilagen: Bilder der Woche Sport u. Spiel Aus Seit u. Leben mit Mannheimer Muſik-Seitung„Mannheimer Frauen-Zeitung Unterhaltungs⸗Beilage. Aus der Welt der Cechnik Wandern A. Neiſen Geſetz u. Necht Preis 10 Pfennig 1925— Nr. 323 ung finzeigenpreiſe nach Tarif, dei Vorauszahlung pro ein⸗ ſpaltige Kolonelzeile für Allgemeine Anzeigen 0,40.⸗M. Reklamen—4.⸗M. 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Offiziös und offiziell wird von allen dem 9 beteuert, daß man in der Sitzung vom Dienstag ſich nur mit aßt habe ſchuftsgeſetz und ähnlich wenig aufregenden Materien be⸗ ege abe. Die Hauptſache bleibt ſchließlich, daß man des rechten in es ſich nun bewußt iſt und bereit ſcheint, wenigſtens äußerlich in Ei 8 den nitcht zu bleiben. Die nächſten Tage ſollen dazu benutzt wer⸗ zulegen⸗ Antwortnote den verſchiedenen einheimiſchen Gremien vor⸗ hatte. n die vor der Abſendung zu befragen, man ſich verpflichtet Am Donnerstag nachmittag wird man zuerſt die Regierungs⸗ 9⁵ p rteien, dann Sozialdemokraten, Demokraten und Wirtſchaftspartei U 1 nterrichten. Am Freitag vormittag ſoll die Ausſprache im Auswärkigen Ausſchuß Nachmittags wird ſich dann die Konferenz. mit den enten n den Kreiſen der Regierung Beratu man einſtweilen nicht an, daß aus dieſen Beſprechungen und Freita ngen noch weſentliche Anſtände ſich ergeben werden. Noch am einberd abend hofft aber das Kabinett ſozuſogen zur Schlußredaktion werzenfen, zu können. Am Samstag ſoll die Note dann übergeben Die außenpolitiſche Debatte im Plenum aber wird, b0 feſtſteht, in der erſten Hälfte der nächſten Woche vor es A en. Man wird darin, wenn man will, vielleicht einen Erfolg dief ußenminiſters ſehen können. Dr. Streſemann vor allem hat erfolgen. i 50„offene Feldſchlacht“ gewünſcht, der Kanzler hat ihr bis ele ſten Tage zunächſt noch aus dem Wege gehen wollen. Nun as Kabinett ſich einig, hierin Initiative und Führung zu ergrej ſcsreifen. Die Sitzung, die der außenpolitiſchen Ausſprache gewidmet iſt ſoll mit der bekannten Tagesordnung einberufen werden,„Ent⸗ ng.“. 1 derpeſ, Man rechnet dann damit, daß die ſozialdemakratiſche In⸗ 8 mit 5 Ausſprache ſich nerbinden werde und könnten Etimiſtiſch eſtimmte meinen, die außenpolitiſchen Dinge neigte o in der nächſten Woche bereinigt ſein. Im allgemeinen een jedenfalls geſtern im Reichtag dazu, die Situation atf lich beruhigter anzuſchauen. Von den Deutſch⸗ ehrheſt düs n wird behauptet, daß ſie in ihrer ganz überwiegenden führt 1 durchaus friedlich und Kriſen abhold gem ſeien und man Kabinett⸗ Falſchmeldungen über dramatiſche Zwiſchenfälle in der mungs sſiung auf Dr. Wirtih zurück. Man wird ſie als Stim⸗ daß es mbzome zu verzeichnen haben, ohne darüber zu vergeſſen, wie in A Parlament, auch in einem ſo ermatteten und zermürbten, D ieſem Hochſommerreichstag, immer noch anders kommen kann. Außenmiweiteren Entwicklung der Paktunterhandlungen ſieht man im an, daß iniſterium mit einiger Gelaſſenheit entgegen. Man nimmt gun 38 die deutſche Note, die ja nicht nur eine Empfangsbeſtäti⸗ Sa ſichten ten ſoll, vielmehr auf verſchiedene Fragen in ernſthafter ufch eit eingeht, Par ein recht lebhafter Meinungsaus⸗ dieſem Meiniſch en. Paris und London ſich knüpfen wird. In b ungsaustauſch wird dann vermutlich die Frage geklärt eren ob und wann es zu einer internationalen Kon⸗ etzt 91 über das Problem kommt. Der deutſchen Regierung ſcheint chleunigter Gegenfatz zu einer früheren Auffaſſung— an einer be⸗ igten Regelung dieſer Dinge zu liegen. 5 are noch über die Jollkarifvorlage rufung„Tägliche Rundſchau“ berichtete geſtern unter Be⸗ Deutſchnaif parlamentariſche Kreiſe, die Deutſche Volkspartei und die guhalten gonalen ſeien übereingekommen, an den Mindeſtzöllen feſt⸗ aulde 5 ſtimmt nach unſerer Erkundigung doch nicht ganz. Die zufteden. Die wird an den Minimalzöllen für Getreide feſthalten, wird Bereitſchaftszölle akzeptieren, je nachdem auf der einen ˖ Baſis eine Einigung unter den Regierungsparteien zu⸗ ſich enſſ cheider Einſtweilen wartet man darauf, wie das Zentrum Nenungz eiden wird. So ſtehen die Verhandlungen unter den Re⸗ Punkt Ac teien, die an ſich fortdauern, immer noch bei dem nalen hätterarz ölle. Hie und da glaubt man, die Deutſchnatio⸗ Erledigun en es darauf abgeſehen, erſt nach einer ihnen genehmen ſchieden ander Zollvorlage die beiden Handelsverträge zu verab⸗ andel ſi 0 ir glauben nicht, daß die Regierung auf einen ſolchen Ausnahme einlaſſen wird. Man verſichert uns, alle Miniſter ohne noch üme ſeien ſich einig, daß die beiden Handelsverträge n ſedem ieſer Seſſion verabſchiedet werden müßten. Miliarden ihnen hängt ein Warenaustauſch von beiläufig zwei wichti— oldmark. Dieſe Dinge ſind denn doch zu ernſt und ge⸗ Von den elge Gegenſtand parteitaktiſchen Gezänkes zu werden. man keing rigen Beſchlüſſen des Auswärtigen Ausſchuſſes erwartet klärun Engllſchiebende Wirkung, man hofft vielmehr auf eine Er⸗ delsvertra die die Anwendung des deutſch⸗engliſchen Han⸗ enn eauch auf die engliſche Mandatsgebiete ſichert. Neichstag es nach den Wünſchen der Regierung geht, wird der vor dem Auseinandergehen auch noch die Amneſtievorlage, die bei 1. Man bat daräſdentſchnftswechſel angekündigt, zu beraten haben. kionen, nicht uf Wert gelegt, daß dieſe Vorlage von allen Frak⸗ Die Hemmniſſe den Regierungsparteien allein, angenommen wird. izwiſchen 8 ſe. die in der Beziehung noch im Wege ſtanden, ſind niſten ſel werſteumt worden. Auf die Zuſtimmung der Kommu⸗ wände der Soſlindlich het man zu verzichten. Die bisherigen Ein⸗ hätte die eeceen ſcheinen beglichen zu ſein. Allerdings dugehen ſoll evorlage, die dem Reichstag in den nächſten Tagen ort kl 1 de Amneſinag, über Ueberlaſtung. Immerhin ſollte man gerade 12 Bank ſchieben ſeit Monaten ſchon fällia iſt. nicht auf die ten Tas ſteht es alſo aus, als ob die Kriſenwölkchen, die in den leh⸗ erſt—— Horizont verdüſterten, 5 e eee Ift 7 75 iologiſch Verg— das Parlament hat da ſeine eigenen ſozu⸗ den Geſetze—, ſo wird mit finſterer Entſchloſſenheit babennahme einer Erklärung der Reichsregie⸗ „auch noch den Juſtizausſchuß zu durchlaufen, und auch ein ſchnelles Aufarbeiten beginnen. Auch über die Klippen, die aus dem Meere der Steuerberatungen auftauchen, wird man dann wohl irgendwie auch noch hinwegkommen. Der Ausſchuß hat eine glückliche Hand bewieſen. Er iſt in Gebelaune geweſen. So zoft es ſich um Forderungen aus ſeiner Mitte handelte, hat er an den Vorſchlägen der Regierung unerbittlich geſtrichen. So iſt eine Differenz entſtanden von etwa einer Milliarde Goldmark, für die keine Deckung vorhanden iſt, und Herr von Schlieben iſt der Auf⸗ faſſung, daß wir nicht den Ausgleich ſchaffen werden, wenn wir in eine Minuswirtſchaft ohne Ende hineingehen. Er wird ſich alſo dazu verſtehen müſſen, entweder an den Forderungen der Ausſchüſſe zu ſtreichen oder aber die Steuervorſchläge der Reoierung zu akzep⸗ tieren. Auch die Bierſteuer ſpielt hier eine Rolle. Die deutſchnationale Oppoſition Berlin, 16. Juli.(Von unſerem Berliner Büro). In den Kreiſen des Auswärtigen Amtes hält man, wie wir an anderer Stelle ſchon berichteten, die deutſchnationale Oppoſition in Sachen des Sicherheitspaktes ſchon ſo gut wie überwunden. Aus den Leitaufſäzen der„Deutſchen Zeitung“ iſt zu ſchließen, daß das doch wohl nicht der Fall iſt. Dort wird von einem„ehemaligen Parlamen⸗ tarier“ auseinandergeſetzt, daß wir„vor großen entſchei⸗ denden Ereigniſſen“ ſtünden. Wenn die Deutſchnationalen in der Sicherheitsfrage jetzt ebenſo ſich verhalten wie vor einem Jahr in der Dawesfrage, ſo würden die„Alldeutſchen, Völkiſchen und wahr⸗ haft nationalen Kreiſe“ ſich endaſltig von ihnen abwenden. Zu dieſer Gruppe der Abziehenden oder Abzugsluſtigen nennen wir kurzerhand die Gruppe Freytag⸗Lohringhoven, ferner nach den Bekundungen dieſes leider anonymen ehemaligen Parlamentariers u. a. Dr. Ober⸗ fohren, den ehemals volksparteilichen Geheimrat Quaarz, die Land⸗ bündler Stubbendorf und von Dewitz, Domprediger Martin, Rechts⸗ anwalt Eveling, und Graf von der Schulenburg, der letzte Staatschef des Kronprinzen Graf Eulenburg, und der frühere Korvettenkapitän Dreviranus. Neuerdings heißt es übrigens, daß der Reichstag bis zum 10. Auguſt zuſammenbleiben würde. Am die Einkommenſteuer 4 Dier Steuerausſchuß des Reichstages begann die rende Beratung des Einkommensſteuergeſetzes. Staatsſekretär Dr. Po⸗ pitz bezifferte die Steuerausfälle, die gegenüber den ur⸗ ſprünglichen Schätzungen durch die bisherigen Steuermilderungs⸗ beſchlüſſe des Steuerausſchuſſes eintreten werden, auf 475 Mil⸗ lionen Reichsmark. Es entſpann ſich dann eine längere Aus⸗ ſprache über§8 3 des Einkommenſteuergeſetzes, der die beſchränkten perſönlichen Steuerzuſchläge nach dem neuen Geſetzentwurf in allen Gewerbebetrieben nicht nur vorlegen ſoll, wenn im Inlande eine Betriebsſtätte unterhalten wird, ſondern auch, wenn ein ſtändiger Vertreter geſtellt iſt. Darüber hinaus iſt im Entwurf die beſchränkte Steuerpflicht nach mehrfacher Richtung hin erweitert worden. Im weſentlichen handelt es ſich um Einkünfte aus inländiſchen Hypo⸗ theken, aus Dividenden, Anleihen und Obligationszinſen, wenn der Sitz oder Ort der Leitung des Schuldners im Inlande ſind, und um Gewinne aus der Veräußerung inländiſcher Grundſtücke. Man be⸗ ſchloß eine Reihe von Abänderungen kleineren Umfanges und lehnte große Abänderungsanträge der Oppoſition ab. der Streit um den Finanzausgleich ſel Berlin. 16. Juli.(Von unſerem Berliner Büro). Der Reichs⸗ kanzler hat für beute Donnerstag vormittag die Regierungsparteien zu einer Beſprechlina über den Finanzausgleich eingeladen. wobei beſonders der Einſpruch Bayerns geaen den Kompromiß der Re⸗ aierungsparteien im Finanzausgleich behandelt werden ſoll. Bayern und der Finanzausgleich Wie wir erfahren. hat der bayr. Landtaasabageordnete Schäf⸗ fer zu dem Kampf gegen den Finanzausgleich auf der diesjährigen Generalverſammlung des niederbayeriſchen Bauernvereins in Straubing die Erklärung abgegeben, daß man jetzt vor dem Augen⸗ blick ſtehe, wo man vielleicht aus der Koalition und der Reichs⸗ regierung austreten müſſe, ſelbſt auf die Gefahr hin. daß Koalition und Regierung aufflögen. Die Selbſtändigkeit Bayerns fordere einen ſolchen Entſchluß, wenn die Berliner Politik keine anderen Wege wie gegenwärtia geheG. Der baneriſche Miniſterpräſident Held iſt am Mittwoch in Ber⸗ lin eingetroffen und hat nachmittags wegen des Finanzausaleichs mit dem Reichskanzler und dem Reichsfinanzminiſter konferiert. Der Berliner Bürgermeiſter über den Finanzausgleich Der Bürgermeiſter von Berlin, der zugleich erſter Vorſitzender des Deutſchen Städtetages iſt, erklärte dem Vertreter einer Berliner Nachrichtenagentur im Zuſammenhang mit den Ausſchußbeſchlüſſen über den Finanzausgleich, das vom Ausſchuß angenommene Kom⸗ promiß ſtelle keine geeignete Grundlage zur weiteren Entwick⸗ lung der finanziellen und wirtſchaftlichen Selbſtverwaltung der deutſchen Städte dar. Die Unruhe in der Finanzwirtſchaft werde geſteigert. Die Bemühungen um eine Aufhebung der Umſatzſteuer würden dadurch, daß den Städten eine ſtärkere Beteiligung an ihrem Ertrag eingeräumt würde gelähmt. Das nächſte Jahr könnten die Städte mit einem Einnahmeausfall von rund 100 Millionen Mk. rechnen. Ausſichten auf dem kommunalen Anleihemarkt ſeien im Inland keine vorhanden. Im Auslande würden nur einige große Städte beſcheidene Erfolge haben. Von dem für 1927 in Ausſicht geſtellten kommunalen Zuſchlagsrecht zur Einkommenſteuer würden Städte wahrſcheinlich nur einen ſehr mäßigen Gebrauch machen önnen. den Städten gegenüber angeſtrebt werde bedinge die Schaffung eines neuen ungeheueren Beamtenapparates; während die bisher ſchon vorhandene Staatsaufſicht in der Praxis auf dem Papier ſtehe. Ganz unannehmbar ſei die Beſtimmung der Einnahmekürzung. Ein ſolcher willkürlicher Einkommensraub ohne jede Rechtsgarantie e das Ende jeder geregelten Finanzwirtſchaft und Selbſtver⸗ w ung. 5 8— 2 Tod herbeigeführt haͤbe, oder ob Hoefle durch Eine wirkſame Finanzkontrolle durch das Reich, wie ſie nachwort zum hoeſle⸗Nusſchuß Der vom Preußiſchen Landtag auf Antrag der Regierungs⸗ parteien eingeſetzte Hoefle⸗Ausſchuß Ke nunmehr ſeine um⸗ fangreichen Arbeiten mit allgemeinen Feſtſtellungen beendigt, die gegenüber der urſprünglich äußerſt ſcharfen Stellungnahme des Zentrums und der Sozialdemokraten zur Sache Hoefle, wie ſie noch in ihren Plaidoyers hervortraten, zweifellos einen Akt politiſcher Beſonnenheit darſtellen. Sie ſind mit allen gegen drei Stimmen der Kommuniſten angenommen worden, und wenn ſie auch in der Be⸗ antwortung einiger wichtiger Fragen Kompromißcharakter tragen, ſo bedeuten ſie doch einen Akt der Selbſtbeſinnung des Parlaments auf die Pflicht zur Sachlichkeit. Sie ſtellen zwar feſt, daß von den Beamten der Staatsanwalt⸗ ſchaft und des Strafvollzugs gewiſſe Härten und Ungeſchick⸗ lichkeiten in der Behandlung Hoefles vorgekommen ſind, Härten, die die pſychiſchen Wirkungen der Unterſuchungshaft des verſtorbenen Reichspoſtminiſters verſtärkt haben, Ungeſchicklichkeiten, die hin und wieder ruhiges Urteil und Takt bei den betreffenden Beamten ver⸗ miſſen ließen. Anderſeits aber haben die Zeugenausſagen zweifel⸗ los ergeben, daß die Beamten der Staatsanwaltſchaft und daß der Unterſuchungsrichter gerade in Anbetracht der hohen politiſchen Be⸗ deutung des Falles in abſoluter Objektivität den Fall zur Erledigung bringen wollten. Nirgendwo iſt auch nur der Schatten eines Be⸗ weiſes dafür erbracht worden, als ob hier übelwollende Beamte oder Richter durch abſichtliche Tortur ein Opfer hätten zur Strecke bringen woͤllen, das nun in den Dienſt des politiſchen Kalküls irgendeiner Partei eingeſtellt werden könnte. Der angekündigte Juſtizſkandal iſt nicht eingetreten; Korrektheit und Ueberkorrektheit haben uns ihr ſtrenges Antlitz gezeigt, das allerdings dann verzerrt erſcheint, wenn eine rein formularmäßige Behandlung an die Stelle einer individu⸗ ellen Behandlung tritt. Aber auch die andere in der Oeffentlichkeit oft erhobene unge⸗ heuere Beſchuldigung, daß übermäßige Härten der Haft ſelbſt den Tod herbeigeführt hätten, hat ſich als völlig haltlos er⸗ wieſen. Sofort am zweiten Tage der Unterſuchungshaft iſt Hoefle in das Lazarett überführt worden; es iſt ihm Selbſtbeköſtigung zu⸗ gebilligt worden, und ſeine Gattin hat ihm ſtärkende Mittel unbe⸗ hindert zuſenden dürfen. Nicht übermäßige Härte der Haft oder gar Grauſamkeiten des Strafvollzugs haben direkt oder indirekt den Tod herbeigeführt, ſondern der Tod iſt, wie die Feſtſtellungen aus⸗ drücklich beſagen, letzten Endes durch Einwirkung narko⸗ tiſcher Gifte herbeigeführt worden. Es blieb für den Aus⸗ ſchuß die Frage ob das Gift legal von dem behandelnden Ge⸗ fängnisarzt den Kranken als Schlafmittel von Fall 9 0 Fall ver⸗ ſchrieben worden ſei und ob ſchließlich eine häufende Wirkung den ö elbſtmord oder Selbſt⸗ vergiftung geſtorben ſei. In dieſer Hinſicht ſtanden einer klaren, eindeutigen Feſtſtellung die äußerſten Schwierigkeiten entgegen. Ein Gutachter plaidierte dafür, daß der durch ein organiſches Leiden ſchwer geſchwächte Körper die vom Arzt verordneten Narkotika nicht habe aushalten können und ſo allmählich erlegen ſei; die übrigen Gutachter ſtanden auf dem Standpunkt, daß eine Selbſtvergiftung vorgelegen habe, die durch eine größere Zufuhr von narkotiſchen Giften erfolgt ſei, die ſich der Verſtorbene am 18. April, zwei Tage vor dem Tode, ſelbſt beigebracht habe. Als Beweis für ihre Theſe ſehen dieſe Gutachter den Obduktionsbefund an, der ſtarke narkotiſche Gifte ergeben habe, die kurz vor dem Tode in den Körper ein⸗ gedrungen ſeien, und die große Zahl der giftigen Tabletten, die im Bett des Verſtorbenen gefunden worden ſind. Indes der Ausſchuß hat ſich in ſeiner Geſamtheit hier nicht dem Gutachten des über⸗ wiegend größten Teils der Gutachter anſchließen können, obwohl auch dieſe erklärten, daß Hoefle zweifellos an dem kritiſchen 18 April nicht mehr im Zuſtands freier Selbſtbeſtimmung geweſen ſei. Hier trägt die Feſtſtellung deutlich Kompromißcharakter, wenn ſie be⸗ ſagt: der Selbſtmord iſt nicht erwieſen. Es iſt aber, das kann man aus den Feſtſtellungen entnehmen, ebenſowenig erwieſen, daß keine Selbſtvergiftung vorliegt.„Non liquet— ſo lautet hier das Ur⸗ teil des Ausſchuſſes. Aber über etwas anderes konnte eine klare Feſtſtellung gemacht werden, die Uebereinſtimmung bei allen Mitgliedern des Ausſchuſſes zeigte: die Mißwirtſchaft mit narkotiſchen Mitteln im Lazarett bedeutet eine ſchwere Schuld des Gefängnisarztes Dr. Thiele. War ſchon ſeine ärztliche Behandlung der Kranken zum mindeſten oberflächlich, ſo war ſeine Kontrolle der Apotheke geradezu leichtſinnig. Wenn Pfleger ſchwere narkotiſche Gifte gewiſſermaßen zur freien Verfügung haben, ſo kann ihr Mißbrauch zu bedenklichen Erſcheinungen führen. Im Falle Hoefle iſt Mißbrauch mit ſchwer⸗ giftigen Schlafmitteln getrieben worden. Ob Hoefle bei ſtrengſter Kontrolle der Apotheke in den Beſitz ſo zahlreicher giftiger Tabletten gekommen wäre, iſt zum mindeſten fraglich. In dieſer mangelnden Kontrolle im Lazarett liegt geriß eine Schuld. Mangelnde Kontrolle iſt aber das Gegenteil von übermäßiger Schärfe und Härte, die nach dem Willen derer, die den Unter⸗ ſuchungsausſchuß gefordert haben, feſtgeſtellt werden ſollte. All dieſe Feſtſtellungen wären ſicherlich auch gemacht worden, wenn das Juſtizminiſterium die Nachprüfung des Falles Hoefle ſelbſtändig vorgenommen hätte, wie es den Wunſch hatte. Ein parla⸗ mentariſcher Unterſuchungsausſchuß hat dieſe Aufgabe an ſich ge⸗ zogen. Er hötte es beſſer nicht getan; der große politiſche Skandal, den er nach dem Willen der Einberufer enthüllen ſollte, iſt ausgeblieben, und dem Bilde Hoefles haben ſeine Ermittlungen keine neuen Züge hinzuzuſetzen vermocht. Zientrum und Follvorlage Berlin, 16. Jull.(Von unſerem Berliner Büro) Ueber das in dieſen Tagen ſehr aktuelle Thema„Zentrum und Zollvorlage“ be⸗ richtet der ſozialdemokratiſche Preſſedienſt:„Die Zentrumsfraktion des Reichstags befaßte ſich am Mittwoch abend mit der Zollvorlage. Dieſe Beratung iſt vor allem ein Verſuch, die innerhalb der Frak⸗ tionen beſtehenden Schwierigkeiten zur Verabſchiedung der Zollvor⸗ lage zu überwinden. Während die Reichsregierung auf Mindeſt⸗ 2 beſteht, lehnt die Gruppe Stegerwald und der linke Flügel ent⸗ prechend einer„einmütigen Forderung“ der chriſtlichen Gewerk⸗ ſchaften dieſe Zölle bisher ab. Damit war die Verabſchiedung der Zollvorlage in Frage geſtellt. Es iſt fraglich, ob in Anbetracht der gegenſätzlichen Anſchauungen innerhalb der Fraktion überhaupt eine Einigung möglich iſt, die von der Regierung als erträglich ange⸗ nommen werden kann. Dazu möchten wir bemerken, daß die geſtrigen Erklärungen, wo⸗ nach die Reichsregierung an den Mindeſtzöllen für Getreide feſthält, wohl zunächſt nur eine taktiſche Bedeutung hat, einem Kompromiß der Regierungsparteien würde die Regierung wohl ohne weiteres beitreten. e eeee eee 2. Seite. Nr. 323 ——— neut mannhtimer Jeitung kenitag⸗Rüsgabe), Der Keichstag zur Auſwertungsfrage Berlin, 16. Juli.(Von unf. Berliner Büro.) In immer gleichem Trabe ging es geſtern an die dritte Leſung des Aufwertungsgeſetzes. Auch das zweiſtündige landwirt⸗ ſchaftliche Zwiſchenſpiel, das man einſchieben mußte, weil die Druck⸗ ſachen nicht ordnungsgemäß verteilt waren, vermochte nicht mehr Reichsboten zuſammenzubringen als bisher und die Redner hatten ſo wenig zu ſprechen wie die hohe Flut von Druckſachen, die ſich auf dem Tiſch des Hauſes türmte. Es möge ein Geſetz erlaſſen wer⸗ den, das das Wirtshaus unter Gemeindehoheit ſtellt, wird darin von einer halben Million Stimmen verlangt. Man ſolle überhaupt die Schankſtätten beſchränken, fordert ein anderes Doku⸗ ment, das die Unterſchrift trägt: von Millionen von Trinkerkindern. Der Beratung der zweiten Leſung der Rentenbankkreditanſtalt gibt weniger der eigentliche Gegenſtand den Tenor, als der Streit über die Zölle, der auch in ſie hineinſpielt. Der demokratiſche Sprecher Ronneburg ſagt der Vorlage, die der Landwirtſchaft, indem ſie ihre Kredite, vor allem ausländiſche, ſichern ſoll, die zur alten Produkkionshöhe verhelfen möchte, manches Gute, manche Verbeſſerung nach. Was ſeinen Widerſpruch heraus⸗ fordert, iſt der Interpret des Geſetzes, der Reichsernährungsminiſter Kanitz, der der Landwirtſchaft nicht Kredite, ſondern Zölle ver⸗ ſchaffen ſoll. Der Drehpunkt der Debatte war die Zuſammenſetzung des Aufſichtsrats der neuen Anſtalt. Ueber die Einzelberatung, die ſicch gleich anſchließt, iſt man gleich hinweg. Die Abſtimmung mußte aber wieder vertagt werden. Unterdes war es möglich, an die dritte Leſung des Hypolhekenaufwerkungsgeſetzentwurfes zu gehen, und dabei hat es dann noch einen mächtigen Radau ge⸗ geben. Zwar ſagten die Völkiſchen noch einmal, was ſie ſchon ſo oft geſagt hatten. aber diesmal ſagten ſie es ſo, daß es zum Stichwort für die bisher ſtummgebliebenen Tribünen wurde. Dort hatten all die Tage der Aufwertungsdebatte über neben durchgehenden Seriengäſte eine Gruppe von Beſuchern ausgeharrt, die, als der völkiſche Herr Henning den letzten Trumpf ausſpielte:„Die endgültige Entſchei⸗ dung müſſe der Reichspräſi dent treffen“, Beifall riefen und in die Hände klatſchten. Da die Fraktion des Herrn Henning einen Antrag geſtellt hatte, nach Artikel 72 der Reichsverfaſſung die Ver⸗ kündung der Vorlage auf zwei Monate auszuſetzen(wozu ein Drittel aller Stimmen nötig war) und ein Antrag der Regierungsparteien auf Dringlichkeit der Verkündung dem entgegenſtand, wuchs die Spannung im Saale und mit ihr die Zahl der Abgeordneten. Es kam jetzt auf die Sozialdemokraten an. Die aber ſtellten ſich hinter den Antrag auf Ausſetzung. Aber durch den Tringlichkeitsantrag wird eine Ausſetzung der Verkündung unmöglich. In dieſem Falle wollten die Völkiſchen den Reichspräſidenten, der vor Vertretern der Aufwertungsorgani⸗ ſationen verſichert hatte, daß über das Aufwertungsgeſetz das letzte Wort noch nicht geſprochen ſei, feierlich, auf ſein durch die Ver⸗ faſſung gegebenes Recht hingewieſen haben, über das Geſetz einen Volksentſcheid anzurufen. Und dieſes feſte Ver⸗ trauen in die Perſon des Reichspräſidenten, von dem die Völkiſchen glauben, daß er ſie nicht enttäuſchen könne, ſo meint der ſozial⸗ demokratiſche Herr Keil unter ſtürmiſcher Heiterkeit, ſei für ſeine Fraktion das Motto, für den Antrag Hennig zu ſtimmen. In⸗ zwiſchen wird die Abſtimmung über das Hypothekenaufwertungsgeſetz vorgenommen. Sie ergibt die Annahme des Geſetzes in dritter Leſung mit 230 gegen 197 Stimmen bei einer Enthaltung. Dann vertagt man die Sitzung auf 20 Minuten, um den Fraktionen die Möglichkeit zu geben, zu dem völkiſchen Vorgehen Stellung zu neh⸗ men. Vor der Entſcheidung über den Antrag der Völkiſchen gibt es noch eine kurze Ausſprache, bei der ſich auch der demokratiſche Führer Hoch gegen die Hinausſchiebung wendet. Schließlich wird bei der Abſtimmung für den Antrag auf Ausſetzung, da Sozial⸗ demokraten und Kommuniſten und Völkiſche für ihn ſtimmen, zwar das erforderliche Drittel erreicht, aber durch den Dringlichkeitsan⸗ trag der Mehrheit hinfällig. Die Völkiſchen unterlaſſen es indes, die angekündigte und feierliche Mahnung an den Reichspräſidenten zu richten. Ihre Drohung mit dem Volksbegehren, ſoweit man einen durch ein Zwanzigſtel aller Wahlberechtigten veranlaſſen könnte, war wohl nur ein Erzeugnis dieſer letzten heißen Stunde. Heute bei der Erledigung des Anleiheablöſungs⸗Ge⸗ ſetzes aber wird ſich dieſes Spiel wahrſcheinlich mechaniſch wie⸗ derholen. Ddas Ergebnis der Agrarenquete Der vom handelspolitiſchen Ausſchuß des Reichstages eingeſetzte Agrarenqueteausſchuß zur Prüfung der Agrarzollfragen und der da⸗ mit zuſammenhängenden Probleme hat ſeine Arbeiten beendet und das Ergebnis ſeiner Tätigkeit in einem überaus anen fel Gutachten niedergelegt. Mitglieder des Ausſchuſſes waren fol⸗ gende Herren: 5 a. D. Prof. Dr. Auguſt Müller, Kom⸗ merzienrat Dr. h. c. Rabbethge als Vorſitzende, Geheimrat Prof. Dr. Acreboe, Dr. Sagawa, Prof. Dr. Bering und Prof. Dr. Warm⸗ bold als Mitglieder. Dieſe ſechs Perſonen bildeten den engeren Aus⸗ ſchuß, der das Gutachten erſtattet hat. Sie ſind zu dem Ergebnis gekommen, dem handelspolitiſchen Ausſchuß folgende Vo rſchläge u unterbreiten: Die Agrarkriſe, wie die Wirtſchaftskriſe überhaupt ſ in letzter Linie auf den Krieg, die Friedensſchlüſſe und den wirt⸗ ſchaftlichen Zuſammenbruch Mitteleuropas zurückzuführen. Eine durchgreifende Heilung iſt deshalb nicht in weitgehender Veränderung der politiſchen Verhältniſſe und Völkerbeziehungen denkbar. Nach den vom Ausſchuß vorgenommenen Feſtſtellungen leidet die deutſche Landwirtſchaft zur Zeit weniger unter dem Druck der Preis⸗ verhältniſſe auf dem Weltmarkt, als unter den beſonderen Be⸗ dingungen der deutſchen Gegenwart. Es fehlt an flüſſigem Betriebs⸗ kapital. Die Landwirtſchaft hat unerträgliche Zinſen für die von ihr aufgenommenen Kredite zu zahlen. Sie iſt mit Steuern überlaſtet. Die deutſchen Agrarpreiſe ſtehen unter, die meiſten Induſtriepreiſe über der Preisebene des Weltmarktes. Die in erſter Linie zu er⸗ hebenden Forderungen liegen deshalb auf dem Gebiet der inneren Wirtſchafts⸗ und Finanzpolitik. Die Erhebung der agrariſchen In⸗ landspreiſe ſetzt die endgültige Aufhebung der Ausfuhrverbote und die Beſeitigung der im heutigen Umſatzſteuerſyſtem liegenden Ein⸗ fuhrprämien voraus. Von dieſen Forderungen darf die Aufhebung der Ausfuhrverbote als geſichert gelten. Die bisherigen Reformen der Umſatzſteuer haben keine ausreichende Abhilfe gebracht. Sollte die ſofortige Aufhebung der Umſatzſteuer zum mindeſten derjenigen für Brotgetreide— ſicherlich eine der ſchlechteſten Steuern, die es gibt— nicht angängig ſein, ſo müßte ein finanzieller Au sgleich⸗ zoll, etwa in der dreifachen Höhe der Umſatzſteuer, bis zur vollen Beſeitigung der Steuer gefordert werden. + 5 Der Ausſchuß geht von dem Gedanken aus, daß ein lückenloſer Zollſchutz der Wirtſchaftslage Deutſchland⸗ nicht entſpricht. Deutſch⸗ land iſt als übervölkerte Induſtrie darauf angewieſen, ſein Preis⸗ niveau nicht unnötig über dasjenige des Weltmarktes zu ſteigern Der Ausſchuß iſt aber der Anſicht, daß, ſolange ein Abbau der Indu⸗ ſtriezölle nicht erfolgt iſt, der Landwixtſchaft ein Ausgleich nicht ver⸗ ſagt werden darf. Dieſer Ausgleich darf ſich aber nicht in mechaniſcher Weiſe vollziehen. Die Agrarzölle ſind als Teil eines Inbenſivierungsprogrammes anzuſehen, das gelichzeitig auf die Tragfähigkeit der Verbraucher Rückſicht nimmt. Der Ausſchuß iſt ſich aus dieſem Grunde darüber einig, daß die Veredelungserzeugniſſe eine Bevorzugung erfahren müſſen: Molkereierzeugniſſe und Erzeugniſſe arbeitsintenſtoſter Bodenkultur. Dagegen müßten die nicht im Inlande herſtellbaren Roh⸗ und Hilfsſtoffe der intenſiven Landwirtſchaft möglichſt frei⸗ bleiben, vor allem alle hochwertigen eiweißreichen Futtermittel. Zwei Mitglieder des Ausſchuſſes(Aereboen und Sering) ſtehen auf dem Standpunkt, daß hiermit dem Agrarſchutz Genüge geleiſtet wird. Es um echte Erziehungszölle, die. raſche Erfolge in Ausſicht ſtellen, ohne die ärmeren Schichten der Verbraucher allzuſtark zu belaſten. Die übrigen vier Mitglieder des Ausſchuſſes ſtimmen mit den anderen Mitgliedern zwar darin überein, daß eine langfriſtige Regelung der Zollverhältniſſe unter den gegen⸗ wärtigen Verhältniſſen nicht zu empfehlen iſt, ſie halten es aber bei einer Regelung für kurze Friſten nicht für möglich, au fden Schutz des Getreidebaues zu verzichten. Sie ſtimmen mit der Minderheit des Ausſchuſſes darin überein, daß eine Auswirkun gder Stallmiſt erzeugenden Viehhaltung und des Hackfruchtbaues, insbeſondere des Kartoffelbaues, über die Vorkriegsverhältniſſe hinaus zu einer in⸗ direkten Förderung des Getreidebaues führt, müſſen aber betonen, daß zunächſt einmal die Viehhaltung auf den Umfang des Jahres 1923 zu erweitern iſt und eine Ver⸗ meidung über dieſe Grenze hinaus zur Zeit ſchwer möglich iſt. Beꝛ dieſem Umfang der Viehhaltung können ſie auch ſelbſt bei erhöhter In⸗ tenſität keine Wirkung auf den Getreidebau annehmen, die den Zoll⸗ ſchutz für Getreide entbehrlich macht. Neben den eigentlichen Gtreideſchutzzöllen halten ſie einen mäßigen Zoll auf Mais und Futtergerſte für erforderlich, wenn nicht die Ausdehnung und Intenſität des Kartoffelbaues gehemmt werden ſollen. Dagegen ſind ſie für Zollfreiheit aller Oelfrüchte und hochwertig eiweißhaltigen Futtermitteln. Sie glauben, daß auf dieſem Syſtem die Viehhaltung den Umfang von 1913 wieder erreichen wird und in ihren Leiſtungen über den damaligen Stand hinaus ge⸗ hoben werden kann. Auf einen mäßigen Zollſchutz für Ge⸗ treide können ſie nicht verzichten, weil ohne dieſen die Produktion 75 geringeren Böden in ungünſtigerer klimatiſcher Lage gefährdet iſt. Dieſe Ausführungen beziehen ſich auf die Frage eines echten Zollſchutzes, der über die Funktionen eines bloßen eee gleichzolles hinausgeht. Daß hohe Zölle auch für Brotaetreide er⸗ forderlich ſind, um die agrariſchen Exportländer zum Abbau ihrer zu veranlaſſen, iſt die einſtimmige Meinung des Aus⸗ uſſes. 8 der Fall Hhimmelsbach dDer Himmelsbach⸗Ausſchuß des heſſiſchen Landtags hat in einer einſtimmig angenommenen Entſchließung feſtgeſtellt: 1. Ein Ver⸗ ſchulden der Staatsbehörden, insbeſondere der Landes⸗ forſtverwaltung iſt nicht nachweisbar. 2. Die Frage ob die Firma Gebr. Himmelsbach beim Abſchluß der Vertrüge glauben konnte, unter Zwang zu handeln, wird bejaht. Ein Verſchulden der Firma Gebr. Himmelsbach bei Ausführung der Verträge, das den heſſ Stgat zur Geltendmachung von Schadenerſaßtanſprüchen be⸗ rechtigen würde, war für den Ausſchuß nicht feſt ſtellbar. Todesurteile gegen die mecklenburgiſchen Fememörder Das Schwurgericht in Schwerin ſprach am Dienſtag nach zehntägiger Verhandlung das Urteil in dem Prozeß wegen Ermor⸗ dung des Angeſtellten Helmuth Holtz aus Berlin. Das Urteil des Schwurgerichts lautete gegen den Maurer Notzow und Landarbeiter Kalla wegen gemeinſchaftlichen Mordes auf Todesſtrafe, gegen Oberleutnant Schöler wegen Anſtiftung zum Morde auf Todesſtrafe und wegen Anſtiftung zum Meineid auf 3 Jahre Zuchthaus, gegen den Landwirt Liezka wegen Anſtiftung zum Mord auf Todesſtrafe, gegen den Verwaltungsanwärter Wagner wegen Nichtanzeige eines ſchweren Verbrechens auf 2 Jahrr Gefängnis und gegen den Bäcker Wiſtow wegen Meineids auf 1 Jahr und 3 Monate Gefängnis. Die Oeffentlichkeit war während der Verhandlungen und bei der Ver⸗ leſung der Urteilsbegründung„wegen Gefährdung der Staatsſicher⸗ heit“ ausgeſchloſſen. Badiſche Politik der zweite Nachtragsetat Dem Landtag iſt ſoeben der zweite Nachtrag zum Staatsvoranſchlag für die Rechnungsjahre 1924 und 1925 zuge⸗ gangen. Der Haushaltausſchuß des Landtages wird alsbald mit der Durchberatung des Nachtrags beginnen, worauf noch das Ple⸗ num des Landtages die Verabſchiedung vorzunehmen hat. Es iſt deshalb damit zu rechnen, daß der Landtag vor Anfang Auguſt ſeine Beratungen nicht beenden wird. Aus einer Zuſammenſtellung der Anforderungen des zweiten Nachtrages ergibt ſich, daß die Summe der Geſſamtausgaben ſich im ordentlichen Etat für 1924 und 1925 jährlich auf 31,1 Mil⸗ lionen Mark und im außerordentlichen Etat für 1924 und 1925 zu⸗ fammen auf 19,8 Millionen Mark beläuft. Da an Einnahmen im ordentlichen Etat 38,5 und im außerordentlichen Etat 2,4 Mil⸗ lionen Mark verzeichnet werden, ſo verbleibt im ordentlichen Etat für die beiden Jahre 1924 und 1925 zuſammen ein Einnahmemehr⸗ betrag von 14,7 Millionen Mark, dem im außerordentlichen Etat ein Ausgabenmehrbetrag von 17,3 Millionen Mark gegen⸗ überſteht. Somit beträgt die Mehrausgabe 2,6 Millionen Mark Rechnet man hierzu den Fehlbetrag von rund 4 Millionen Mark nach dem Finanzgeſetz vom 8. Auguſt 1924, ſo ergibt ſich für die beiden Jahre 1924 und 1925 ein Geſamtfehlbetrag von rund 6,7 Millionen Mark, genau 6 699 850 Mark. . Jörderung der Landwirtſchaft und des Weinbaues Die finanzielle Lage der Landwirtſchaftskammer macht die Er⸗ höhung des Staatsbeitrags erforderlich, weshalb in den Nachtrag zum Staatsvoranſchlag ein Betrag von 20 000 M. eingeſetzt wurde. Weiter werden 105 000 Mark als Staatszuſchuß an den Hagelver⸗ ſicherungsfond verlangt und für die Förderung des Weinbaues und für die Rebſchädlingsbekämpfung ſind 320 000 Mark in den Nach⸗ trag eingeſtellt, außerdem noch 24 000 Mark für die wiſſenſchaftliche Forſcung Fen Gebiete der Weinbehandlung. Für die Abzah⸗ ungen auf Milch⸗ und Viehfrankenſchulden erſcheint ein Betrag von 85 000 Mark und ferner die Summe von 225 000 Mark als Staatsbeihilfen zu den Darlehenszinſen aus Bürgſchaften des Lan⸗ des für landwirtſchaftkiche Organiſationen. Die badiſchen Hochſchulen Für die Univerſitäten Heidelberg und Freiburg, ſowie für die Techniſche Hochſchule Karlsruhe fordert das Miniſterium des Kultus und Unterrichts im zweiten Nachtrag zum Staatsvoran⸗ ſchlag einen Geſamtbetrag von 579 400 Mark. aer befinden ſich 40 000 Mk. für größere Inſtandſetzungsarbeiten an den Bauten der Univerſität Heidelberg, 90 000 Mark für den Umbau des neuen Kollegienhauſes, weitere 40 000 Mark als außerordentliche Zuſchüſſe für die akademiſchen Inſtitute der Univerſität Heidelberg. Für Inſtandſetzungsarbeiten an Univerſitätsbauten in Frei⸗ burg werden 30 000 Mark, für bauliche Aenderungen in der Uni⸗ verſitätsbibliothek 38 400 Mark und für die Errichtung eines Tuber⸗ kuloſenhauſes bei der Freiburger Univerſitätskinderklinik 162 000 Mark verlangt. Die Inſtandſetzungsarbeiten bei den Bauten der Techniſchen Hochſchule Karlsruhe erfordern 27 000 Mark, die Ergänzung des Lehrmaterials 20 000 Mark. Ferner ſind größere Beträge für die ſoziale Fürſorge für Studierende und für die Bibliotheken der drei Hochſchulen in den Nachtrag eingeſetzt. Die Handelshochſchule in Mannheim geht wieder leer aus. An den Aufwendungen für die drei übrigen Hochſchulen ſind aber Mannheimer Steuerbeträge mit einem Viertel, alſo 145 000 Mark beteiligt! Die ſozialen Kämpfe 3 Ausſperrung in der ſächſiſchen Mekallinduſtrie — Dresden, 16. Juli. Die Metallinduſtriellen Sachſens de ſchloſſen die Ausſperrung der geſamten Belegſchaften für Donnersnt (heute), falls nicht bis ſpäteſtens morgen, Freitag, die Arbeit wiebk aufgenommen ſei. Gegenwärtig finden noch Einigungsverhandlunges vor dem Schlichter ſtatt. Der Beſchluß zur Ausſperrung erfolgte auf die Teilausſtände, die in verſchledenen Betrieben des ſächſiſch! Landes ausgebrochen ſind. Lediglich im Leipziger Bezirk konm eine Einigung erzielt werden, ſodaß die Arbeiter dieſes Bezirkes vol der Ausſperrung verſchont bleiben. 14 Die Stkreikgefahr in Berlin EBerſin, 16. Juli.(Von unſerem Verliner Büro). Die Gefaht eines Gas⸗ und Waſſerſtreiks iſt leider noch nicht ganz überwundel Direktion und Arbeitnehmer haben ſich geſtern wechſelſeitig ſoge nannte letzte Angebote gemacht, wobei die Direktion um ei Pfennig hinter den Arbeitnehmern zurückblieb. Man war dann aug einandergegangen, und eine Funktionärverſammlung, die heute abel ſtattfindet, ſoll die endgüllige Entſcheidung treffen. Aber man hoff immer noch auf eine neue Vermittlu ion. * Die Kriſe im engliſchen Bergbau 4 London, 16. Juli. Die Bergarbeiterkonferenz lehnte es 1 ihrer geſtrigen Sitzung ab, an der Tätigkeit eines Unterſuchungsau, ſchuſſes der Regierung teilzunehmen. Ferner wurde abgelehnt, mt den Grubenbeſitzern zu verhandeln bevor die Kündigung des gl tenden Lohnabkommens zurückgenommen ſei. Die Ausſ pa einer Million Arbeiter iſt damit für Ende Juli in äu gefährliche Nähe gerückt. Die Vergwerksbeſitzer gaben ihrer Meinung Ausdruch daß ſe nicht daran denken, ihre Lohnvorſchläge oder die Kündigung des zuß Zeit geltenden Lohnabkommens zurückzunehmen. Auslandsrundſchan Neubildung der holländiſchen Regierung — Aus dem Haag, 16. Juli. Die Königin von Holland he⸗ geſtern den Führer der antirevolutionären Partei und bisberigen Finanzminiſter Colin mit der Bildung der neuen Regierung be Colin hat ſich ſeine endgültige Entſcheidung noch vorbe“ en. Die deutſch⸗polniſchen Handelsvertragsverhandlungen — Berlin, 15. Juli. Der Chef der polniſchen Handetsdeleganch Bronſinsky, iſt heute zwecks Rückſprache mit ſeiner Regierung Warſchau abgereiſt. Er wird in der nächſten Woche zurückerwartel * Letzte Meldungen Die Induſtrievertreter beim RNeichsfinanzminiſter Am Mittwoch empfing der Reichsfinanzminiſter Vertreter 1 Reichsperbandes der deutſchen Induſtrie aus 1 Teilen des Reiches. Die Herren richteten angeſichts der außerd! dentlichen Notlage der Wirtſchaft an die Reichsreaierung die di gende Bitte. an dem neuen Entwurf des Finanzausaleichsgeſ 1 unter allen Umſtänden feſtzuhalten und alle anderweitigel Wünſche der Länder und Gemeinden abzulehnen. Kukisker aus der Haft entlaſ en Berlin, 16. Juli.(Von unſerem Berliner Bütro). Der 900 befehl gegen Kutisker iſt geſtern aufgehoben worden, da bei Kullee Lebensgefahr beſteht, und bei einem weiteren Verbleiben in 800 Charité mit einer Verhandlungsfähigkeit nicht zu rechnen ſei. der Stellung einer Kaution hat man Abſtand genommen, weig finanzielle Lage Kutiskers die Aufbringung von großen Geldm 1 unmöglich mache. Ein Rieſenſpritſchmuggelprozeß** — Hamburg, 15. Juli. Ein Rieſenſpritſchmuggelprozeß wur geſtern vor dem Hamburger Amtsgericht verhandelt. 12 Perſen waren beſchuldigt, 34 000 Liter Feinſprit aus dem Hamburger F hafengebiet in das Inland eingeführt zu haben. Die Ver ergab, daß der Sprit unter Umgehung der Verzollung verſchifft 10 Böritz an der Elbe gebracht und von dort aus weiter verkauft wor 5 14 Millionen Mark, während ſechs andere Angeklagten zu Gefäng, N war. Sechs der Angeklagten erhielten Geldſtrafen von zufamm ſtrafen von 4 Wochen bis 6 Monaten verurteilt wurden. 4 Die Hochflut in Koreg 4 — RNewyork, 16. Juli. Nach Zeitungsmeldungen aus Torie die Hochflut in Korea einen ungeheuren Schaden angerichtet. 1 paniſche Zeitungen ſchätzen die Zahl der Toten auf 3000. 10% zählige Menſchen ſind obdachlos. Hilfszüge ſeien von allen Sel unterwegs.* bei einer Sitzung der Handwerkskammer mitgeteilt, daß die Verten lungen des Reichsverbandes wegen Errichtung eines Staat⸗ ceht tariats für das Handwerk den Erfolg gehabt hätten, daß nunche ein beſonderer Staatsſekretär für Handwerk und Gewerbe durch Reich geſtellt werden foll. viche Die deutſche Ausfuhr nach der Schwelz. Nach einem Jue Privattelegramm hat die ſchweizeriſche Expertenkommiſſion für e fuhrbeſchränkungen einſtimmig beſchloſſen, auf die von verſchiede ſchweizeriſchen Intereſſenten verlangte Kündigung des de ein“ ſchweizeriſchen Abkommens über die Einfuhrbeſchränkung nichk zugehen. Rüſtungsabſichten in Lettland. Der lettiſche Wehrminiſh Oberſt Bangerski unterrichtete Vertreter der Preſſe über die tigſten Arbeiten ſeines Reſſorts. Das Wehrminiſterium lege allen Dingen großen Wert auf die Populariſierung der Idee nen der Notwendigkeit des Ausbaus der lettiſchen Luftſtreitkräfte, I10 in einem Zukunftskrieg eine ganz beſonders bedeutſ Rolle zufallen werde. zeniſch * Die Knebelung der Preſſefreiheit in Italien. Die italien Regierung hat eine neue Kampagne zur Knebelung der Preſſe gn heit begonnen. Im ganzen wurden am Dienstag drei Zeitun 14 Ein Staatsſekrekär für das Handwerk. In Wiesbaden 5 verboten: darunter die„Tribuna“, der„Giornale'Italia“ un 4 Zeitung„Il Mondo“. * Die amerikaniſche Ausfuhr. Im Budgetjahr 1925, des 30. Juni abgeſchloſſen war, belief ſich die amerikaniſche Ausfuht 4857 834344 Dollar. Es beſteht ein Ausfuhrüberſchuß 1042 681 497 Dollar. 9 —14 nachtrag zum lokalen Teil Freiwillig aus dem Leben geſchleden. Im Laufe des 7% gen vormittags hat ſich ein 34 Jahre alter verheirateter Ga u ſter aus der Neckarſtadt in ſeinem Gartenhäuschen an M weiden erhängt. Ein ſchweres Nervenleiden dürfte die veh der Tat ſein.— Geſtern nachmittaa wurde in Käfertal die 26 udel alte Ehefrau eines Kaufmanns in ihrer Wohnuna tot aufaefe enel Sie bat ſich mit Leuchtaas veraiftet Nach zurückgelabeg, Brief ſollen Ehezwiſtiakeiten den Anlaß zur Tat gegeben bare Tötlicher Betriebsunfall. Geſtern vormittag hat ſich 10 el. nem Großbetrieb auf dem Waldhof ein ſchwerer Unfall dadieekell eignet, daß beim Ausladen von Rollenholz ein Glied der Greile geen gebrochen iſt. Dadurch iſt der ganze Hub des Holzes aus 84 pel⸗ fer gefallen und hat einem dort beſchäftigten 34 Jahre altech c heirateten Arbeiter aus Viernheim den Schädel einge richul ben. Der Tod ſſt auf der Stelle eingetreten. Ob ein 5 auf den vorliegt. wird die Unterſuchung ergeben. Die Leiche wurb“ den Friedhof in Sandhofen überführt. 20 * e 2 2 —— ernerefag, den 16. Zun 1925 5 Neue Mannheimer Zeitung Mittas ⸗Nusgade/ 23. Seite. Nr. 323 Wirtſchaſtliches und Soziales die Lage des Arbeitsmarktes Der badiſche Arbeitsmarkt zeigte am 8. Juli im ganzen keine gennenswerte Veränderung gegenüber dem letzten Stichtag(1. Juli). 5 155 Verhältnis der Arbeitſuchenden zu den offenen Stellen hat ſich St 5 ungünſtiger geſtaltet, es kamen am 8. Juli auf hundert offene ellen 441 Arbeitſuchende gegenüber 428 vom 1. Juli. Die Abnahme der unterſtützten Erwerbsloſen, die teils auf Arbeitsvermittlung teils 75 Ausſteuerung teils auf Ablauf von Werksbeurlaubungen zurückzu⸗ ühren iſt, war unerheblich, insgeſamt hat die Zahl der Unterſtützungs. fälle um 292 abgenommen, ſo daß am 8. Juli insgeſamt noch 9689 uptunterſtützungsempfänger in Baden gezählt wurden. In der Landwirkſchaft, insbefondere derſenigen der Seegegend, machte ſich der Kräftemangel ſtark fühlbar. Auch in der Induſtrie der Steine und Erden konnte der Bedarf an Arbeitskräften nicht in vollem Umfange gedeckt werden. 5 er im allgemeinen immer noch gute Arbeitsmarkt in der Mekall⸗ Maſchineninduſtrie zeigte ein ſchwaches Nachlaſſen der Nachfrage mud acharbeitern einzelner Kategorien. Der Kräftebedarf der Metall⸗ Bl ſtrie des Bodenſeegebietes war ſchwer zu decken. Der Pforzheimer echnerſtreik iſt beendet. In Fell im Wieſental iſt eine große Seiden⸗ und Floretſpinnerei erhebrannt. ſofern die Beſchaffung der Rohſtoffe keine Unterbrechung Lidet, werden Arbeitskräfte jedoch nicht entlaſſen. B mn der Papierinduſtrie(Kartonagenfabrikation) des Raſtatter garts war der Geſchäftsgang ſehr rege, es machte ſich Mangel an gelernten und ungelernten Arbeiterinnen fühlbar. Der Arbeitsmarkt der Weinheimer Lederinduſtrie kann annähernd als gut bezeichnet werden, in der lederverarbeikenden Induſtrie ver⸗ ktärkte ſich die Nachfrage nach Sattlern und Polſterern etwas. Wee Aufnahmefähigkeit des Holz⸗ und Schnitzſtoffgewerbes für skräfte waren nach Beendigung der Ausſperrung mäßig. In der Tabakinduſtrie blieb die Lage wie ſchon bisher ſchwankend. Im Baugewerbe hat die Ausſperrung noch angehalten. Verkehrsgewerbe hat die Erwerbsloſenziffer infolge von Be⸗ lchaffung vorübergehender Arbeitsgelegenheiten eine geringe Ent⸗ aſtung erfahren; auch der Schiffsverkehr im Kehler Hafenumſchlags⸗ gebiet war etwas reger. 8 3 Gaſtwirtsgewerbe war Kochperſonal und junges männliches nungsperſonal geſucht, wie auch tüchtige Alleinmädchen in der Hauswirtſchaft ſtets verlangt werden. 9227 0 Städtiſche Nachrichten die Induſtrie⸗Ausſtellung im Roſengarten der Einige bedeutende Mannheimer Firmen haben die Gelegenheit geno ter weilenden betriebstechniſchen Wanderausſtellung wahr⸗ geſ an und ihre Erzeugniſſe in der Wandelhalle des Roſengartens Ha mackvoll zur Schau gebracht. Auf dem Stande von Jaeckel u. beſon el intereſſiert außer anderen modernen Werkzeugmaſchinen n nders eine kräftig gebaute Univerſal⸗Drehbank, deren elektriſcher en ins Innere des Geſtells verlegt iſt. Die altbekannte Firma Vaſſer u. Reuther zeigt Waſſermeſſer für kaltes und warmes Damf' daneben aber auch ihre neueſten Meßinſtrumente für Gas, pf und Luft. Die Hommelwerke, durch ihre Präziſions⸗ ncteugniſſe weit über die Grenzen unſerer Stadt hinaus bekannt, legen eitliche Meßinſtrumente, das unentbehrliche Hilfsmittel einer ceruhgen Fabrikation, in großer Auswahl vor. Naxos⸗ Verbr n(Frankfurt a..) wirbt mit ihren Schleifmaſchinen für die reitung der überaus wirtſchaftlichen Schleifärbeit. Meben dem Stande der Firma Graeff erblicken wir elektriſch be⸗ ne Rechenmaſchinen, Syſtem Mercedes⸗Euklid. Sie 38 dem Kaufmann, wie auch dem Ingenieur die zeit⸗ und nerven⸗ Reſul nde Kopfarbeit ab und, was das angenehmſte iſt: auf ihr ——72 kann man ſich unbedingt verlaſſen. In den Erzeugniſſen Gebi trebelwerkes kommen die neueſten Fortſchritte auf dem neb ete rationeller Wärmewirtſchaft zum Ausdruck. Wir finden da Fen den Warmwaſſerkeſſeln für Fabrikbetriebe auch ſolche für Oaus ltungen, die ſich äußerlich in nichts von einem öhnli „ gewöhnlichen alghe unterſcheiden. Einen beſonderen Anziehungspunkt bildet tand der Firma Stotz. Hier wird der neue Stotz ⸗ — 705 mat im Betriebe Es 55 dies ein Stromausſchalter die biet Form des bekannten Sicherungsſtöpſels, der berufen ſcheint, 0 wird der Strom jedesmal ſelbſttätig ausgeſchaltet und kann chſte durch Druck auf den am Stöpſel befindlichen Knopf in ein⸗ er Art wieder eingeſchaltet werden. und 1 einrich Lanz ſtellt Modelle ſeiner Erzeugniſſe(Lokomobilen an andwirtſchaftliche Maſchinen) aus. Daneben gewährt die Firma verwendete Schmelzſicherung zu verdrängen. Bei Kurz⸗ M and zahlreicher ausgeſtellter Arbeitsſtücke einen Einblick in die dur ode ihrer Lehrlingsausbildung. Die Iſolation.⸗G. gibt Leiſtu eine 9 8985 Auswahl ihrer Profilmuſter ein Bild von ihrer 1+8 igkeit in der Herſtellung gezogener Profilſtäbe. Nebenan upf röſſel ſeinen Univerſalhammer aus Leichtmetall, der Holz⸗ iſt 8 und Bleihammer gleichzeitig erſetzt, jedoch weit haltbarer lach, dieſe. Zu erwähnen wären weiter die Stände von Gund⸗ aus wilemie Hummel u. W̃ 0 f auf denen neuzeitliche Werkzeuge ſind. Letztere Firma ſtellt auch Muſterſtücke von Stahl⸗ Gut us, die durch ihre Exaktheit bemerkenswert find. Die Firma mann führt elektriſche Addier⸗ und Adreſſiermaſchinen im Betriebe vor und überzeugt ſo auch den ſchlimmſten Neuerungsfeind von den gewaltigen Erſparniſſen, die mit derartigen Einrichtungen gemacht werden können. Den Abſchluß der intereſſanten Schau bildet ein eleganter offener Vierſitzer der Badiſchen Automobilfabrik Heim u. Cie. Peer. * * verſetzt wurde Verwaltungsoberſekretär Auguſt Witten⸗ auer beim Bezirksamt Karlsruhe zum Bezirksamt Mannheim. Städtiſches Leihamt. Nach Mitteilung des Städtiſchen Nach⸗ richtenamts betrug der Pfänderbeſtand beim Mannheimer Leihamt Ende Mai 18 626 Stück mit einem Werte von 193 143 M. Im Juni belief ſich der Zugang auf 8876 Stück mit einem Werte von 68 935., der Abgang auf 6074 Stück mit einem Werte von 48 400., ſodaß ſich der Pfänderbeſtand Ende Juni auf 21 428 Stück mit einem Werte von 213 678 M. ſtellte. Ende Juni 1924 betrug der Pfänderbeſtand 12 075 Stück mit einem Werte von 96 788.; Ende Juni 1914 lauteten die entſprechenden Zahlen 70 770(Stück) bezw. 507 228(Mark). 25jähriges Dienſtjubiläum. Oberſtadtrechnungsinſpektor Ru d⸗ mann beim ſtädt. Rechnungsamt kann am heutigen 16. Juli auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Stadt Mannheim zurückblicken. Rud⸗ mann hatte urſprünglich die Laufbahn des badiſchen mittleren Ver⸗ waltungsbeamten eingeſchlagen. Im Laufe der 25 Jahre war er bei den verſchiedenſten ſtädt. Amtsſtellen(Schlacht⸗ und Viehhof, Stadtkaſſe, Waſſer⸗, Gas⸗ und Elektrizitätswerk, Straßenbahn, Rech⸗ nungsamt) verwendet. Rudmann iſt ein fleißiger, befähigter und pflichtbewußter Beamter, der ſich überall des größten Anſehens er⸗ freut und mit Stolz ſeinen Ehrentag begehen darf. Ein herzliches ad multos annos! *Fabrikbrand. In der A ee J. Vö.gele.⸗G. wurde in der vergangenen Nacht ein Holzſchuppen einge⸗ äſchert. Ferner brannte das Dach einer Halle an. Das Feuer wurde durch die um 11.48 Uhr alarmierte Berufsfeuerwehr in zwei⸗ ſtündiger Tätigkeit gelöſcht. Der angerichtete Schaden beträgt 1500 Mark. Die Urſache des Brandes iſt unbekannt. * Warnung vor einer Schwindlerin. Geſtern erſchwindelte ſich auf dem Büro einer hieſigen Firma, angeblich im Auftrag eines Kunden, eine Frau am Alter von etwa 35 Jahren, drei goldene und eine ſilberne Herrenuhr. Die Schwindlerin iſt mittelgroß, Haare und Augen ſind dunkel. Sie trug ſchwarzen Strohhut mit breitem Rand, chſwarze Lacktaſche, hellen Mantel. An der rechten Halsſeite war ein Kropf wahrzunehmen. Jeſtgenommen wurden 30 Perſonen wegen verſchiedener ſtrafbarer Handlungen, darunter ein Kaufmann wegen Meineids, ein Taglöhner wegen Sittlichkeitsverbrechens und ein Taglöhner wegen Erregung öffentlichen Aergerniſſes. vortrage *Der Evangeliſche Gemeindeverein der Konkordienkirche veran⸗ ſtaltete am letzten Donnerstag einen Vortragsabend, in dem Stadt⸗ vikar Hahn die zahlreich erſchienenen Gemeindeglieder über die Arbeitin den evangeliſchen Jugendbünden belehrte. Noch jung iſt dieſe Bewegung, die beſonders die Großſtadtjugend hinausführen will in Gottes ſchöne Natur und durch Erziehung zu edler Geſelligkeit und lebensfroher und tatbereiter e und vaterländiſcher Geſinnung dem heranwachſenden Geſchlecht dienen will. Nicht in lehrhafter, aufgezwungener Leitung, ſondern in kame⸗ radſchaftlicher Zuſammenarbeit von Führern und Bündlern. Ohne Rückſicht auf Standesunterſchiede wirken in den Bünden alle mit, nach Maßgabe ihrer Fähigkeiten und Kräfte. Selbſtgewählte Ge⸗ meinſchaften erziehen zur Betätigung in der großen Volksgemein⸗ ſchaft. Einordnung und freiwillige Unterordnung, Stärkung der Berufsfreude und Weckung der Freude an allem Edlen und Schönen ſollen die jungen Menſchen abhalten von der leeren und oft körper⸗ und ſeelenverwüſtenden Unterhaltung und„Erholung“, wie ſie viele ſuchen. Einfachheit und Selbſtbeherrſchung ſollen Charakterzüge des kommenden Geſchlechts werden. Leſeabende und Vorträge muſika⸗ liſche und theatraliſche Darbietungen, Wandern, geſunder Sport und volkstümlicher Reigen ſind der Erreichung dieſes Zieles gewidmet. Die trefflichen Ausführungen des erprobten Jugendführers bewieſen, daß die von der Jugend ſelbſt ausgegangene Bewegung auf richtigem Wege marſchiert und auch in unſerer Stadt Mannheim feſten Fuß gefaßt hat. Vereinigen doch die über vierzig evangeliſchen Jugend⸗ bünde über dreitauſend Jünglinge und Jungfrauen. Dieſe Jugend⸗ bewegung verdient tatkräftigſte und opferbereite Unterſtützung aller evangeliſchen und treudeutſchen Kreiſe. 5 K. Vereinsnachrichten Jahnenweihe des Evangeliſchen Männervereins Lindenhof. Am nächſten Sonntag, vormittags halb 10 Uhr, veranſtaltet der Evangeliſche Männerverein Lindenhof in feſtlichem Gottesdienſt in der Johanniskirche ſeine Fahnenweihe. Außer dem Kirchen⸗ chor der Johanniskirche unter Leitung des Konzertmeiſters Steg⸗ mann wirken als Soliſten mit Konzertſänger Gg. Emig(Tenor) und Herr Martin Kralemann(Flügelhorn). Die Feſtpredigt hält ein früherer Stadtvikar von Mannheim, Pfarrer Gg. Fehn von(Amt Boxberg). Die Weihe der Fahne nimmt Stadtpfarrer Sauerbrunn vor, der Gründer des Vereins, der durch Einberufung einer evangeliſchen Männerverſammlung auf dem Lindenhof am 27. November 1904 den Verein ins Leben rief. Mit Veranſtaltung von religiöſen und belehrenden Vorträgen, durch kirch⸗ liche Feſtfeiern und Familienabende das evangeliſche Bewußtſein und das kirchliche Leben zu fördern. Die ſchwere Zeit nach dem Krieg, beſonders die Inflationszeit, lähmte das Vereinsleben, das nun ſeit Ende 1924 wieder einen neuen Aufſchwung genommen hat und in der neuen Fahne nunmehr ein zur Einmütigkeit gemahnendes äußeres Symbol bekommen wird. Die Fahne iſt aus weißer Seide gearbeitet, mit violetter Umrahmung, ebenfalls aus Seide. Die eine Seite trägt außer dem Nanien des Vereins den Wahlſpruch des Vereins aus dem 1. Korintherbrief:„Wachet, ſteht im Glauben, ſeid männlich und ſeid ſtark!“ Auf der anderen Seite iſt der Jo⸗ hannesadler abgebildet, das Symbol des vierten Evangeliſten, genau wie es ſich an der Kanzelwand der Johanneskirche neben den drei andern Evangeliſtenſymbolen befindet. * Die hieſige Ortsgruppe der deutſchen Geſellſchaft zur Bekäm⸗ pfung der Geſchlechtskrankheiten hielt die ſtatutennäßige Jah 1 0 82 verſammlung unter dem Vorſitz des Medizinalrats Dr. Zix⸗ ab. Der von Dr. H. Loeb erſtattete Jahresbericht zeugte von intenſiver Arbeit. In der Ausſchußſitzung der D. G. B. G. in Ober⸗ hof war die Ortsgruppe durch den Berichterſtatter vertreten. Beleh⸗ tende Vorträge hielten die Herren Prof. Spiegelhalder, Drs. Lion, Loeb, Lux, M. Friedmann, ſowie der Geſchäftsführer der D...G Dr. Röſchmann⸗Berlin. Unter Mitwirkung der Mit⸗ glieder der +10 15 der Aerzte wurde wieder, wie vor zwei Jah⸗ ren, eine Statiſtik über in Behandlung befindliche geſchlechtskranke Männer veranlaßt. Die vom Mannheimer Mutterſchutz errichtete Ehe⸗ und Sexualberatungsſtelle wurde tatkräftig unter⸗ ſtützt. Der Kaſſenbericht des Verwaltungsdirektors Biſch⸗ mann ergab einen Vermögensſtand von 681,72. Dem Rechner wurde unter Ausdruck des Dankes Entlaſtung erteilt. Die ſtatuten⸗ gemäße Neuwahldes Vorſtandes ergab die Wiederwahl der bisherigen Vorſtandsmitglieder Med.⸗Rat Dr. Zix, Stadtrat Bött⸗ ger, Facharzt Dr. H. Lo eb, Facharzt Dr. Lion, Verwaltungs⸗ direktor Biſchmann, Polizeidirektor Dr. Bader und Geheimrat Dr. Sickinger. Zum Schluß folgte eine eingehende Diskuſſion über verſchiedene Fragen, insbeſondere über die von der Landesver⸗ ſicherungsanſtalt geplante Wiedereinrichtung der Be⸗ ratungsſtellen, die für Mannheim einſtimmig in der bis⸗ herigen Form des ſogenannten„Mannheimer Syſtems“ ge⸗ fordert wurde. Mit einem Dank an die Preſſe für die fort⸗ dauernde Unterſtützung unſerer Sache und der Aufforderung zur drin⸗ gend notwendigen Werbung neuer Mitglieder ſchloß der Vorſitzende die anregend verlaufene Verſammlung. *Der Sängerbund Mannheim⸗Käferial e. B. unternahm in der Frühe des 12. Juli ſeinen längſt geplanten Familienausflug nach Auerbach. Es mögen 150 Teilnehmer geweſen ſein, die ſich an dem genußreichen Ausflug beteiligten. Vor dem Bahnhof in Weinheim wurde Kreutzers ewig ſchönes„Schäfers Sonntagslied“ geſungen. Empfangen wurden die Ausflügler am Bahnhof in Auerbach von der Hauskapelle der Wiemerſchen Waldmühle. Märſche der Muſik und Sängermärſche wechſelten auf dem Wege zum hinter Auerbach ge⸗ legenen„Fürſtenlager“ ab. Die Abt'ſche„Waldandacht“ erfreute hier die Zuhörer. Unter den Klängen der Muſik ging es zur Waldmühle, woſelbſt das Frühſtück trefflich mundete. Baumanns Der Morgen“ und„Gruß aus Oberinntal“ gelangten trefflich zum Vortrag. Dann gings hinauf aufs Schloß, zum Endziel des Ausfluges. Die Ausſicht auf das urdeutſche, von den Franzoſen beſetzte Gebiet veranlaßte die Sänger zum Vortrag des Chores:„Nur die Hoffnung feſtgehalten, Frühling wird es doch einmal“ und in Auerbach ſelbſt erklang, nach⸗ dem das Mittagmahl eingenommen war,„Altvater Rhein Ein Tänzchen hielt die ganze Familie Sängerbund in froher Stimmung zuſammen, bis das Dampfroß ſie abends in die heimatlichen Penaten zurückbrachte Der allgemeine Wunſch war:„Weil es ſo ſchön war, bald wieder ſo etwas! Veranſtaltungen „Uſchi“, Operette von Jean Gilberl Der Student der Rechte Friedrich Wegner bekleidet im Hauſe eines kunſthiſtoriſchen Proſeſſors unter dem Pſeudonym Fritz Krauſe die Stellung eines Dieners, um ſich ſein Studiengeld zu verdienen. Er lernt dort die Nichte des Profeſſors namens Uſchi kennen, die ihm außerordentlich zuſagt und die ſelbſt an ihm viel mehr Gefallen findet, als an ihrem fadengraden Bräutigam; dieſer entpuppt ſich allerdings bald etwas anders: durch das Hereinſpielen der beiden Künſtler einer Varietenummer, genannt„Die göttliche Aſtarte“, die ſich um das maßgebende Urteil des Profeſſors bemühen. Bräutigam und Profeſſor, von denen jeder Feuer für die Darſtellerin der Aſtarte gefangen hat, kommen zur höchſten gegenſeitigen Ueberraſchung am Abend ins Kabarett, finden jedoch zu ihrem noch größeren Erſtaunen den Diener Fritz in elegantem Frack, der ſie jedoch durch einen fingierten Brand im Hauſe des Profeſſors für kurze Zeit wieder zu entfernen weiß? Warum? Fritz iſt mit Uſchi auch ins Kabarett gegangen; denn Uſchi will einmal etwas erleben. Das wird ihr er⸗ leichtert durch die ſcheinbare Abſage der launiſchen Aſtarte, für die ſie auf Bitten des verzweifelten Direktors in letzter Minute ein⸗ ſpringt. Das durften die beiden, der Profeſſor und der Bräutigam, natürlich nicht ſehen. Als ſie vom vermeintlichen Brand zurück⸗ kehren, iſt die„göttliche Aſtarte“ ſchon vorüber, aber mit der wieder aufgetauchten richtigen Vertreterin der Göttin weiß der Bräutigam zumal einen ſeiner Eigenſchaft nicht ſehr entſprechenden Kult zu treiben. Uſchi kommt dahinter, ihre Liebe zu dem vermeintlichen Diener erwacht und und Operettenſentimentalität des zweiten Akts ſtellt ſich prompt, wenn auch nicht gar ſo unbeſcheiden, ein. Da Uſchis —.— den Jahren blühte der Evang. Männerverein auf und ſuchte durch wohlhabender Papa den Studenten Friedrich Wegner zu ſeinem Dorf⸗Frieohof am Reckar Guſtav Heybach(Unterſchwarzach) Juhre. untar 8 ein 13 und ſinnt alte ihre Zare, viele Kreuze um das alte, ehrwürdige 85 n den Dorſlern, daß aller Weg einmal zum Kirchlein führt. rethen ann man zum Gotteshauſe will, muß man durch die Gräber⸗ leden gehen und lieſt Namen um Namen und Verſe und Sprüche, die ſich ntag, wenn die Kirchenglocken rufen. Man kennt viele, Sprücd hier ſchlafen legten zur letzten Ruhe, und weiß alle Verſe und —5 und doch geht man nie achtlos an Kreuz und Stein vorbei. einer 25 Haag, von lebenden Sträuchern gebildet, liegt im Schatten 1 rauerweide eine Bank. Ein ſchöner Platz, um Zwieſprache weift d mit den Toten. Ruht man auf jener Bank ſich aus, ſo der Blick über den kleinen Friedhof, und zu dem Schauen 3 ſich die Sprache der Natur. ſenen Hügel 3 3 2 7 8 3 und enn Hü ziert ein maſſiges Eichenkreuz, dort hockt ſchief Meſte gig ein ſchmiedeiſernes Grabzeichen, beides ſchuf heimiſcher ließ 5 unſt. Dort liegt ein Stein, den heimiſche Erde wachſen kü biederer Steinmetz beſchlug. Verſe und Sprüche ſehr n den tiefen Sinn der Dorfbewohner, die mit dem Tod auf vertrautem Fuße ſtehen. wir Dörflern iſt das Gedenken der Toten heilig, drum finden die Toten ein ungepflegtes Grab, nur in der Armerfünderecke, wo vergehli n, die der Neckar brachte, zur Ruhe gelegt ſind, ſuchen wir duften ch die farbenfrohen Blumen, die auf den anderen Gräbern Meer von Blüten wogt uns entgegen, Flieder und Gelb⸗ in, Nelk. 978 5 und ſattrote e und Lilien und Roſen, weiße, gelbe neben br ſteht ein Blumenſtrauß auf friſch geworfenem Hügel, da⸗ lebens rohe e ſich Rosmarin, und um das Ganze ſchlingt ſich das Immergrün. An jenem Stein dort, den des Wetters 5 Andernarbte, klettert ſattgrünes Efeu. und in deſonſt lebt der Friedhof. Kleine Vögel niſten im Geſträuch Gottes Güt Roſenbüſchen und ſingen und jubeln und jauchzen von Die klein die Zuch den Menſchen wird zuteil. ſingen 9 Sänger fühlen ſich heimiſch in ihren Büſchen und orgen und Ae 1 555 wie ſonſtwo, ſie ſind frei von gſt und glückli 8 Ort eine Stätte des Gegen 80 wie jene Menſchen, denen dieſer Man muß um die Totenzeit im Spätjahr zu dem kleinen Dorf⸗ friedhof wandern, wenn heimatlicher Wald in ſeinem mannigfaltigen Rot Strauß und Kranz durch zarte Frauenhände bringen ließ und Aſtern, die Sterne des Märchens in voller Blüte ſtehen und grauer Novembertag über dem Tal liegt. Heiligen Frieden nimmt man mit aus dem kleinen Neckardorf mit ſeinem Kirchhef inmitten des Dorfes, ein letztes Grüßen jener Menſchen, die ehedem ſich hier getroffen haben, gewerkt, geſchafft, gerungen, geliebt, ehe der Schnitter Tod ſie als reife Frucht in ſeine Garben band.* national⸗Theatet Mannheim Ausklang Mit den„Meiſterſingern“ erreichte geſtern abend die Spielzeit 1924/25 ihr Ende; zugleich nahmen unverkennbar die Ferien ihren Anfang. Werner v. Bülow hatte dafür geſorgt, daß der Abgeſang der Oper einen würdigen Meiſterſchritt einhielt und trotz großer Pauſen nicht 75 lang“ wurde. Es war Leben und Farbe in der muſikaliſchen Durcharbeitung. Schon das Vorſpiel zeigte es; und im Gefolge die feine Abtönung ſo mancher Stelle, zu⸗ weilen in bedächtigem Gleichmaß, dann wieder in trefflich ange⸗ legter Das ergreifende Vorſpiel zum dritten Akt er⸗ klang feierlich ſchön, im Hymnus der Hörer famos gehalten.— Auf der Bühne war zuweilen eine Einzelheit des erſten Akts ſym⸗ boliſch: Kothner fragt bekanntlich den Walther, ob er einen „heil'gen“ Stoff wähle; würde der Ritter das nämlich in der Mei⸗ ſter Augen tun, ſo müßte ein zweiter Merker in der Bibel nach⸗ leſen müſſen, ob auch nicht etwa gegen die„Geſchrift“ verſtoßen wurde. Faſt brauchte man geſtern noch einen zweiten Merker, ſo oft gab es einen Verſtoß gegen Wagners, uns heiliges, Wort. Hans Sachs zumal hatte einen ganz eigene Textbearbeitung ge⸗ bracht, die am ſtärkſten im Fliedermonolog vom Original abwich. Auch Walthers Werbegeſang hatte ſich erſt zurechtzufinden. Und noch etwas muß„vermerkt“ werden: die Singerei ins⸗Publikum hinein. Es gibt Sänger, bei denen dieſe am allerwenigſten dem Geiſt des Wagnerſchen Stücks entſprechende Unſitte zur Manie geworden iſt; das erſcheint der Reviſion durch eine beſonnene Spiel⸗ leitung dringend bedürftig. Sie wird dann vielleicht auch den Auf⸗ merkſamkeitsgrad der Meiſter im erſten und letzten Akt zugunſten des Werks etwas zu verſtärken haben. Auf der Bühne hielt der Vertreter des David am Schluſſe zwei Blumenſträuße in der Hand: Philipp Maſſalsky ver⸗ läßt uns, der geſtrige David war ſein letztes hieſiges Auftreten. ſchen Beckmeſſer im Die Rolle iſt in mehrfacher Weiſe charakteriſtiſch für den ſcheiden⸗ den Tenorbuffo: Ruft doch der Lehrbub Sachſens vor Walther aus: ach, hätt' ichs doch ſelbſt ſchon zum Singen gebracht! Nun, Philipp Maſſalsky hat während ſeiner hieſigen erfolgreichen Tätig⸗ keit bewieſen, daß in ihm ein echter Singer auf die Bühne tritt, der nicht nur Walther von Stolzing, ſondern auch vielen andern eine viel zutreffendere und lehrreichere Lektion erteilte,— wenn auch gewiß nicht ſo poetiſch. Die Stimme des Sängers erſchien ſtets durch ihre Durchbildung nach der Schule des bel canto be⸗ ſonders in der Kantilene von der Art des rechten Meiſterſingers, und wenn er als Lehrbub und Geſell von uns Abſchied nahm ſo war gerade dies die Bewähr der geſanglichen Meiſterſchaft. Wir wünſchen dem Scheidenden Glück und Erfolg auf ſeinem weiteren klingenden und ſingenden Wege, und wir ſind überzeugt, daß man ihn hier nicht vergeſſen wird! Von den Uebrigen war uns der Kothner Carſten Oerners neu; daß er prachtvoll ſingt, wiſſen wir; aber die Poſſen, die er mit ſeinem ehrſamen Bäckermeiſter treibt, ſoll er weglaſſen. Zu⸗ nächſt die Brille, über die er doch immer hinwegſieht wie ein Steuereinnehmer, ob er nun lieſt oder in die Ferne ſchaut. Ver⸗ geß er nicht, daß es zum Schluſſe heißt: Verachtet mir die Meiſter nicht! Ueber die, Art des hinreichend bekannten Voiſin⸗ Akt kann man anders als über dieſen Kothner denken; gegenine ſonſtige Gepflogenheit war nämlich der nächtliche Lautenſänzer von den Heiterkeitserfolgen im Publi⸗ kum etwas angeſteckt. Aber ſolche Uebertreibung iſt durchaus nicht unangebracht; denn hier nimmt die Geſchichte ja richtigen Poſſen⸗ charakter— Vorbild: Kotzebues„deutſche Kleinſtädter“!— an, und warum ſollte ſich ein ſo vortreflicher Künſtler wie Voiſin dies bei dem entſprechenden Echo entgehen laſſen! Bahlings Sachs er⸗ ſcheint ſtets neu/ und immer mehr vertieft, das Milde und Geläu⸗ terte ſteht dem gewaltigen Temperament des Haupthelden unſerer Oper beſonders gut. Aenne Geier gab wieder ein wundervoll poetiſches Evchen. Betty Koflers klangvolle Stimme verlieh der Magdalene einen letzten, leuchtenden Abſchiedsſchimmer. Alfred Fährbachs Walther hatte im Verlauf des Abends mit einer Indiſpoſition zu kämpfen, wie ſie ſich bei ihm öfters einſtellt und die deshalb faſt beſorgt für ſeine edel klingende Stimme machen könnte, die auch geſtern wieder trotz des Kampfes wider den Dä⸗ mon ſchöne Momente hatte. Neben der Leiſtung des Orcheſters iſt vor allem noch der prächtig klingenden Chöre zu gedenken, deren Leiter, Direktor Erdmann, ſich mit ihnen ein bleibendes Ver⸗ dienſt erworben hat. Das Publikum, meiſt Zugehörige der freien Volksbühne, zeigte ſich außerordentlich beifallsfreudg Dr. K. 14 9 PPFPF eeeee eee — —399— — 4. Seife. Nr. 323 Aene Mannhelimer Feitung(mitag⸗usgabe] Donnerstag, den Id. Jun 1628 Sekretär auserſehen hat und gerade im richtigen Momens auftaucht, kann man ſich das weitere Schickſal des Dienerz Fritz und ſeiner Uſchi leicht ausmalen. Das Stückchen iſt recht amüſant und unterhaltend, nur wären ihm für die hieſige Aufführung weſentliche Striche ſehr zu ſtatten gekommen. Die Muſik klingt durch etwas moderniſterende Inſtru⸗ mentation ſehr hübſch, hat manche feinen Stellen, iſt jedoch nicht ſo „ſchlager“haft, wie ſie es vielleicht wahrhaben will. Ihre Haupt ⸗ attraktionen heißen:„Von neun bis um vier bin ich heut Kavalier“ und„Liebling, du haſt mich in Stimmung gebracht“. Beſonders die Muſik zu dieſem Duett iſt recht reizvoll und von nicht unſympathi⸗ ſcher Dezenz. Die Darſtellung iſt vor allem durch die ſamoſe Diener⸗ und Studentenfigur Erich Doerners den wieder unübertreff⸗ lichen Guſtab Knuth als Aſtartenbegleiter auf ein Niveau ge⸗ hoben, das ihre fonſtige Art gutmacht. Doch auch die Vertreterin der Titelrolle gibt ſich ſehr geſchmackvoll und dezent; ſie heißt Tilly Hellien und darf ein gewiſſes Talent ohne weiteres für ſich be⸗ anſpruchen.— Das ſehr beifallsfreudige Haus war faſt ausver⸗ kauft. 1* * Bahriſcher Bierabend im Ballhaus. Wir machen auch an dieſer Stelle auf den heutigen bayriſchen Bierabend im Ballhausgarten aufmerkſam. Die beliebte Kapelle Mohr wird unter Leitung ihres Kapellmeiſters Eugen Mohr für die nötige Stimmung ſorgen. Birkenauer„Kerwe“ Meine Sonntagswanderung ins liebliche Löhrbachtal wurde in Birkenau unterbrochen. Ein Junge kam mir enigegen mit einer Tafel, der ſtand:„Seit 50 Jahren den erſten Kerwe⸗ zug.“ Kerwezug— na, ſo was muß man ſich doch beſchauen, wenn es + in der Jel des Klagens und Jammerns ans Tageslicht wagt! Der Junge trug ſeine Tafel als werbender Herold im Ort auf und ab. Am oberen Ende des Ortes wurde der Zug aufgeſtellt. Pier Radfahrer wollten die Spitze bilden. Die drei Feſtreiler machten ihnen aber den Rang ſtreitig.„Forr waß heeßt mer dann die Feſcht⸗ reider aach Vor reider!“ Die Radfahrer zogen ſich murrend zurück. „Mir heede mit unſere rausgebutzde Räder vornedraln) gſollt, daß mer uns beſſer ſicht!“ Der Hauptvorreiter war ein zubſcher, rot⸗ backiger Junge mit einem bunten Trachtenweſtchen und einem„Drei⸗ maſter“. Ein roſenwangiges Mägdlein ſtreichelte ſein blankgeputztes und mit Papierblumen geſchmücktes Pferd. Mir wollte es ſcheinen, es würde wohl den ſchmucken Reiter noch lieber ſtreicheln, und ich mußte an Mörikes reizendes Lied„Schön⸗Rottraut“ denken. Ein Bauer, wohl der Beſitzer des Pferdes und der Großvater des Rei⸗ ters, hütete dieſen vor Beginn des Zuges. Man ſah ihm die 4 55 an:„Daß'mr uffbaſcht, daß nix baſſiert bei dene viele Kinner!“ Der Junge machte wohl ſeinen erſten Paraderitt. Er zuerſt im Schritt eine Strecke weit in den Ort ee gemãch⸗ lichen Trab gings zurück zu den andern. Mit Stolz ſah ihm der Alte zu. Vor fünfzig Jahren hatte er wohl ſelbſt hoch zu Roß an der Kerwe die hohe Feſtrelter-Ehre gehabt. Ein zweiter Reiter trug auch einen Dreimaſter, der dritte aber war barhäuptig. Es hatte ſich wohl kein dritter im Ort auftreiben laſſen, obwohl er ein ur⸗ altes Neſt iſt(773 zu Lorſch gehörend). An die Radfahrer ſchloſſen ich döf tüchtige Muſiker an, die beim Umzug flotte Märſche pielten. Die drei— waren mit grünen Zweigen und hellen Papierblumen geſchmückt und mit luſtigen Leuten beſetzt. Der erſte trug Ackersleute und ihre Feldgeräte und war mit zwei ſchönen, ebenfalls geſchmückten, gehörnten Falben beſpannt. Der einen Milch⸗ ſpenderin mochten wohl die Poſſen nicht paſſen. Sie ſtreikte zuerſt Und ſtürzte zu Boden, ließ ſich aber raſch beſänftigen und trabte dann willig mit. Auf einem Pferdewagen wurden verſchiedene Beſchäf⸗ tigungen in beluſtigender Weiſe gezeigt, unter anderem die der klatſchenden Waſchweiber. Der zweite Pferdewagen trug die In⸗ ſchrift ⸗Wirtſchaft und Metzgerei zum Lump“. Hinter dieſem Wagen war das Originellſte zu ſehen, etwas ganz Neues, das zur Volks⸗ beluſtigung am meiſten beitrug. Der Wagen ſchleifte auf dem Boden einen ſchweren Balken nach. Daran war eine 55 Achſe ſo br⸗ feſtigt, daß das kleine Wagenrad, das ſie trug, ſchief zur Straße ſtand, mit der Kante dieſe berührte und dadurch raſch gedreht wurde. Auf den Speichen ſaßen zwei luſtig lachende Geſellen, die ſich an der Achſe feſthielten und ſo, wie es ein Plakat bekannt gab, in raſchem Umſchwung„die Reiſe um die Welt“ vollführten. Ja, ja, wit haben heute nicht nur Zeppeline, ſondern auch noch asdere, noch nicht bekannte„geniale“ Erfinder! Auf Odenwälder Kirchweihfeſten ſiedeln ſich bei den Wirts ⸗ häuſern auch etliche Karuſſel⸗, Schleck⸗ und Spielwarenbeſitzer an Birkenau aber hat ſeinen vollſtändigen„Kerwemark“ mit einer Menge von Buden und dergl. Es 8 t in der Agepltrda ein Leben und Treiben und Drängen wie auf der Mannheimer Meſſe. Die Jugend hat überreiche Gelegenheit, ihr„Kerwegeld“ los zu bringen, das Eltern und Verwandte ſpenden und Bekannte, die von auswärts auf die„Kerwe“ kommen. Von einem zeitgemäßen Sparen iſt nichts zu merken. Das Landvolk will eben eemol im Johr aach ſeiln) Kerwe hawwe. G. * Eine Jahrpreisermäß tritt in den Fernſchnelk⸗ Zügen vom 18. Juli ab dadurch ein, daß neben dem gewöhnlichen lzugspreis nur noch ein feſter Zuſchlag von 6 Mk. und 3 Mk. in der 2. Wagenklaſſe(bisher der doppelte og) zu zahlen iſt. Ein neues Statiſtiſches Jahrbuch für Baden. Nachdem feit Erſcheinen des letzten Statiſtiſches Jahrbuchs für Baden 10 Jahre verfloſſen ſind, hat das Statiſtiſche Landesamt in dieſen Tagen einen neuen Jahrgang herausgegeben, der ſich für jedermann, der ſich mit politiſchen, wirtſchaftlichen oder ſozialen Fragen beſchäftigt, als ein unentbehrliches Nachſchlagebuch darſtellt. Auf rund 200 Seiten iſt in überſichtlicher, leicht verſtändlicher Form alles zuſommen⸗ getragen und veröffentlicht, was an amtlicher Statiſtik über die ver⸗ ſchiedenen Gebiete des öffentlichen Lebens(Geiſtes⸗ und Wüirtſchafts⸗ leben, Geſundheitsweſen, Wohlfahrtspflege, Rechtspflege uſw.) in den letzten Jahren erhoben und verarbeitet worden iſt. Das 202 Seiten umfaſſende Werk in ſtarkem Leineneinband kann ſowohl bei der Macklot'ſchen Druckerei in Karlsruhe. als auch beim Badiſchen Landesamt in Karlsruhe, Akademieſtraße 1, bezogen werden. Abſchaffung der Gemeindegetränkeſteuern. Im Hinblick auf die jetzt im Gange befindlichen Verhandlungen des Reichstages über die Aenderung des Finanzausgleichgeſetzes hat der Südweſt⸗ deutſche Handelskammerausſchuß für Hotelgewerbe und Fremden⸗ verkehr(Vorort Handelskammer Karlsruhe) erneut die Beſeitigung der Gemeindegetränkeſteuern durch Aufhebung des Paragr. 14 des Finanzausgleichgeſetzes gefordert. Gasſparen kann man nur durch Berwendung auter Oasaeräte. die man durch täaliches Säubern daternd in Ordnuna bält. Ver⸗ altete und ſchadhafte Gasgeräte verbrauchen unnötia viel Gas und werden dadurch im Gebrauch teuer. Zum Gasſparen agehört auch die Verwenduna von Kochgefäßen mit breitem Boden, die ſtets nur zu⸗ gedeckt zu benutzen ſind. Am beſten geſchieht dies. indem man als Deckel einen zweiten Topf aufſetzt. deſſen Inhalt man auf dieſe Weiſe vorwärmen, warmhalten oder weiterkochen kann. ohne dafür eine weitere Gasflamme zu benötigen. Nur zum Ankochen brennt die volle Gasflamme, zum Fortkochen genüat die kleine Sparflamme. Das Törichtſte, was man tun kann. iſt. ſein autes Geld für nutkloſe Gasſparer auszugeben. wie ſie in den leten Tagen den Hausfrauen wieder angeboten werden. Mit dieſen in das Miſchrohr einzuſchie⸗ benden Vorrichtungen iſt noch niemals Gas geſpart worden, ſondern es wird infolge der unvollkommenen Verbrennung des Gaſes nur unnötig Gas verbraucht. Beratung und Auskunft in allen diesbezüa⸗ lichen Angelegenheiten exteilen koſtenlos die ſtädtiſchen Waſſer⸗ Gas⸗ Staudt und Elektrizitätswerke K 7, Zimmer 114. *Heidelberger Schloßbeleuchkung. Am 25. Juli findet eine der größten Schloßbeleuchtungen in dieſem Jahre ſtatt. Außer Schloß⸗ und Brückenbeleuchtung wird ein großes Feuerwerk abgebrannt. Für 99 ſind zwei Beleuchtungen feſtgeſetzt, und zwar am 9. und 11. Auguſt. Rommunale Chronik Voranſchlagsberatkungen im Freiburger Bürgerausſchuß Am Montag wurden die Voranſchlaasberatungen fortaeſetzt und zwar behandelten ſie an diefem Taa Jusſchliefſlich das Theater⸗ budget. Eine mehr als einſtündige Rede des Oberbürgermei⸗ ſters leitete die Debatte ein. in der dann die Anariffe. die ſeit lan⸗ ger Zeit in einem Teil der Preſſe gegen das Theater laut geworden waren. Wiederholung fanden und zum Teil ſcharke Zurechtweiſung erfuhren. Oberbürgermeiſter Dr. Bender glaubte ebenſo wie der Zentrumsvertreter, die Hinderniſſe einer gedeihlichen Entwicklung nur in dem Umſtand erblicken zu können, daß dem Theater keine Ruhe zur fruchtbaren Arbeit gewährt werde. Das Ausſcheiden be⸗ währter Künſtler ſei auf unſachliche Kritiken zurückzuführen. Die Erhöhuna der Ausgaben beim Theatervoranſchlaa ſei allein auf die Erhöhung der Löhne und Gehälter zurückzuführen. Die Beratun⸗ gen wurden ſchließlich auf Dienstag vertagt. Ein bemerkenswerter Zwiſchenfall im Münchener Stadtrat München. 14. Juli. In der heutigen Vollſitzung des Stadt⸗ rats ereianete ſich ein bemerkenswerter politiſcher Zwi⸗ ſchenfall. Der Vorſitzende der Münchener Nationalſozialiſtiſchen Stadtratsfraktion. Gewerbegerichtsrat Dr. Meyr, erklärte in ei⸗ nem Schreiben an das Direktorium, daß er den Vorſitz in der Na⸗ kionalſozialiſtiſchen Stadtratsfraktion niedergelegt habe und um ſei⸗ nen Rücktritt aus dem Stadtrat nachſuche. Außerdem wurde in der Sitzung ein Schreiben des Rechtsanwalts Dr. Buckelen bekannt⸗ gegeben. wonach ſich die derzeitige natlonalſozialiſtiſche Stadtrats⸗ fraktion im Münchener Stadtrat aufgelöſt habe. Dem Austritts⸗ geſuch wurde in geheimer Sitzung des Stadtrats mit allen gegen vier kommuniſtiſche und eine nationalſozialiſtiſche Stimme nicht ſtattgegeben, da es unzuläſſia ſet, daß ein Mitalied des Stadtrates eine Aufforderung einer außenſtehenden Perſönlichkeit zur Man⸗ datsniederleaung— es wurde in der Ausſprache der Name Adolf Hitlers genannt— Folge leiſte. Dem Vernehmen nach iſt das Ver⸗ langen Adolf Hitlers nach einer Mandatsniederlegung Dr. Bucke⸗ lens darauf zurückzuführen, daß die nationalſogialiſtiſche Stadtrats⸗ fraktion bei der letzten Haushaltsberatung mit den bürgerlichen Par⸗ teien für den Gemeindehausbalt geſtimmt hat. Arbelkgeberdarlehen der Stadigemeinde München Im Gemeindehaushalt 1925 waren anfangs zur Gewäßrung von Arbeitgeberdarlehen der Gemeinde München für Wohnungsbau ⸗ ten von Gemeindebeamten 500 000 Mark vorgefehen. Infolge der Schwierigkeiten bei der Abaleichung des Gemeindehaushaltes mußte dieſer Betrag auf 300 000 Mark gekürzt werden. Nach den Anträgen des Wohnungsreferenten wurden dieſe Arbeitgeberdarlehen wie folgt vom Wohnungsausſchuß verteilt: Die neugegründete Gemeindebeam⸗ ten⸗Baunenoſſenſchaft erhält für die von ihr in Angriff aenommenen 4 Häuſer mit 45 Wohnungen am Grünwalderplatz ein Baudarlehen von je 4000 Mark für die Wohnung. Der Beamtenwohnunasverein München, der mit 7 Häufern und 70 Wohnungen im Bauproaramm vertreten iſt. bekommt für 20 Wolmungen, die Gemeindebeamten zur Verfüguna geſtellt werden, ein Baudarlehen von ſe 4500 Mark. Die Erhöhung des Baudarlehens erklärt ſich daraus, daß dieſe Woh⸗ nungen größer ſind. Der Reſtbetraa verteilt ſich auf etwa 10 Ein⸗ ſamilienhausbauten von Gemeindebeamten. Entſwrechend einem frũ ⸗ beren Beſchluß des Stadtrates wurden hierbei auch ausnahmsweife Baudarlehen an Gemeindebeamte genehmiat. die außerhalb Mün⸗ chens bauen. Bedinauna iſt. daß hierdurch Wohnun-en in München frei gemacht werden. Die von den Einzelſiedlern freigemachten Woh⸗ nungen werden der Stadt zur Verfügung geſtellt. Hinſichtlich des Bezuges der anderen Wobnungen hat ſich der Stadtrat das Recht der Zuſtimmuna oder Ablehnung vorbehalten. Tagungen Verbandsfag badiſch⸗pfälziſcher Iimmermeiſter « Neuſtadt a.., 14. Juli. Die Verbandstagung am wurde vom 1. und 2. Vorſitzenden des Kreisverbandes, Krökel un Eicher mit einer Begrüßung des Vertreters des pfälziſchen In⸗ duſtriellenverbandes, Br. Rau und der Handwerkskammer Mann⸗ heim, Kallen bach, eröffnet. Anſchließend hieran ſprach Ver⸗ bandsſhndikus Dr. Eckert⸗Freiburg, über Wirtſchaftsfragen. Er begrüßte den vom Reichstag bewilligten Kredit von 30 Millionen, der allerdings nur ein Tropfen auf einen heißen Stein ſei. Er forderte weitgehende Unterſtützung des Handwerks durch die Kom⸗ munen und andere Verwaltungsbehörden. Das n müſſe ſich in den Parlamenten die nötige Vertretung ſichern. Syndikus Dr. Schmidt referierte dann über die Wirtſchaftslage des pfäl⸗ ziſchen Baugewerbes und gab Vorſchläge zur Behebung der Woh⸗ nungsnot. Er forderte Ermäßigung des ſteuerlichen, Drucks für das Bauhandwerk. Dem Handwerk müſſe die Möglichkeit der Schaffung von Betriebskapital gegeben und eine großzügige Kredit⸗ aktion ins Leben gerufen werden. Der Redner forderte weiter ſyſtematiſchen Abbau der Wohnungsgeſetzgebung, Zu⸗ wendung der Hausſteuer für die Nre ierung des Bauhandwerks und ſteuerliche Erleichterungen für Neubauten. Nach einigen Schlußworten des Verbandsbvorſitzenden wurde die Tagung ge⸗ Der und der Montag brachten Ausflüge in ie nähere und weitere Umgebung der Kongreßſtadt. Die Tagung der deulſchen Kriegseiſenbahner Auf der in München abgebaltenen Taauna der deutſchen Krieaseiſenbahner, wo eine Reihe interner Angelegenheiten beſpro⸗ chen wurden, kam auch ein Antraa des Ortsvereins Berlin⸗Svanmdau mit aroßer Mehrheit zur Annahme. wonach Perſonen, die weder Eiſenbahner noch Krieasteilnehmer und auch nie Soldatb waren. nicht in den Reichsbund aufgenommen werden können. Der Staatspräſi⸗ dent von Württembera. Bazille, wurde zum Ehrenmitglied er⸗ nannt. Der Bundesvorſtand wurde im weſentlichen wiedergewählt. Als nächſter Tagungsort wurde Münſter in Weſtfalen beſtimmt. Der Bundesvorſitzende Severin wies in ſeinem Schlußwort noch darauf hin. daß die Eiſenbahner nicht gewillt ſeien, die Politik mitzumachen, die zur Zeit nach außen hin und beſonders in Sachen der Reichsbahn geführt werde. Die Reichsbahn gehöre dem deutſchen Volke, nicht dem internationalen Kapital. An ihre Spitze gehöre ein deutſcher Staatsmann. Aus dem Lande Heddesheim. 15. Juli. Die Getreideernte hat begonnen; zu ⸗ nächſt iſt man mit dem Schnitt von Roggen und Gerſte beſchäftigt. Das Abmähen geſchieht hier meiſt mit dem Getreidemäher Da viel⸗ fach durch die ſchweren Regen in letzter Zeit das Getreide mehr oder minder gefallen iſt, bleibt auch Raum für das Handmähen. Das Wetter 15 f günſtig; allerdings hofft man auf Feſtigung der z. Zt. trockenen Witterung. OMosbach, 14. Juli. Das Jubiläumsfeſt des hieſigen Män⸗ nergeſangvereins begann am Samstag abends mit einem Feſtbankett in dem neuerſtellten Feſtzelt. Anſprachen, geſang⸗ Leb liche und muſitaliſche Darbietungen ließen die Stunden dieſes Feſt ſchnell enteilen. Am Sonntagmorgen begann das Preis⸗ ingen. Als Pflichtchor wurde geſungen:„In einem kühlen Grunde und anſchließend der ſelbſtgewählte Chor. Die Vereine waren nicht nach Sängerzahl, fondern nach den ierigkeiten der Chöre eingeteilt. Dder Nachmittag war durch den Feſtzug, Feier auf dem Feſtplatze, Konzertſingen und Preisverteilung aus gefüllt. Der ſchier endlofe Feſtzug bewegte ſich durch die reich beflaggte und altertümliche hinaus ins Feſtzelt, wo der Vorſtand Großkinsky Sänger und Gäſte willkommen hieß. Prechter⸗Neudenau, der 2. Gauvor⸗ ſitzende, wies vor allem auf das einigende im deutſchen Volksſied hin, der einzige Schatz, der uns Deutſchen ungeſchmälert blieb. Sein Hoch galt dem deutſchen Lied, dem deutſchen Geſang. Der Geſamtchor: In einem kühlen Grunde“ dirigiert vom Gaudirigenten Hauptlehrer Röderer-Hochhauſen wurde von den 1500 Sängern ſtehend ge⸗ N Für Sänger und Zuhörer war dieſer etwas 8. Alsdann folgte die es wunderſchone filberne Pokale gab. *Wolfach, 14. Juli. Am Samstag ereignete ſich beim Hagen⸗ buch zwiſchen Hauſach und Wolfach ein otorradun glüc. Mit dem von Hauſach kommenden Poſtauto fuhr in gleicher Rich ein auf der linken Seite, der mit einem von Wolfa kommenden otorrad zuſammenſtieß. Die beiden Motorrad⸗ fahrer, zwei Hauſacher, blieben bewußtlos liegen. Die Schuld foll e den Radfahrer treffen. 13. Juli. Ein Akt von erfreulicherweiſe nicht täglich u beobacht Roheit und Zerſtörungsluſt iſt in dem Parkgarten hieſigen Hotels Wehrle zu verzeichnen, wo in dem etwa 200 —— umfa 27 5 Roſarium, das— 5 und 2 15 172 äſten auch gemeinheit zugänglich iſt, an vierzi oſen⸗ cke des in vollſter Pracht ſtehenden Blütenſchmuckes beraub und ie Planzen derart erheblich beſchädigt wurden, daß die Entwicklung auf mehrere Jahre gehemmt oder ein Eingehen zu befürchten fein dürfte. Ueber die Täter, die die Tat vermutlich zu„gewerbli⸗ Zwecken verübt 2 05 um aus der geſtohlenen Blütenware Geld zu a 8 hat man noch keinen Anhaltspunkt. Der Schaden beläuft auf über 200 4. Man möchte wünſchen, daß bei dieſem üblen Streich, ſich das Sprichwort„Keine Roſen ohne Dornen“ für die Täter polen⸗ —9 auswirken würde. Vermutlich ſind die Täter Wochenendwander⸗ *Wolterdingen, 14 Juli. Hier ereignete ſich in den letzten Tagen ein zweites Autounglück. Bei der Straßengabel Wolterdingen Neuſtadt bezw. Tannheim ſtießen ein Perſonenauto und ein Radfah⸗ rer zuſammen. Der Verunglückte, Akziſor Richard Held von hier brach das Schlüſſelbein und zog ſich ernſte Kopfverletzungen zu. *Efrin 14. Jull. Hier ißß ein neuer Tollwutfall vorge⸗ kommen. En in den letzten Tagen ſchon tollwutve Hund riß plötzlich aus und biß ſechs weitere Hunde. Sämtliche Hunde wur⸗ den ſofort getötet. 24 Aus der Pfalz :: Ludwiashafen. 15. Juli. Sonntaasfahrkarten wer⸗ den vom 18. Juli ſchon zu den ab 11 Uhr vormitiags abaehenden Aügen ausgegeben und gelten noch bis zu den in der Nacht vom 19. bis 20. Juli bis nachts 1 Uhr auf die pfälziſchen Zielſtationen der Sonntaasfahrkarten abgehenden Züge. Geſellſchaftsfahrten mit Prozent Ermäßiaung und Jugendpflegekarten mit 337½ Proz. Er⸗ mäßigung für Jugendliche unter 21 Jahren bei Mindeſtbeteiliaung von 10 Perſonen. :: Weidenthal. 15. Juli. Von einem Schickſalsſchlaa wurde die Familie des Bahnwärters Daniel Ackermann betroffen. Als in der letzten Nacht ein Auto am Poſten 82 den Bahndamm überaueren wollte, war die Schranke geſchloſſen. Auf die Autoſignale eilte der Wärker von Poſten 83 herbei und fand ſeinen Kollegen mit abae“ fabrenem Kopf neben ſeiner Dienſtſtelle liegend vor. Näheres über die Urſache des Unglücks iſt noch nicht bekannt. Die betroffene Familie iſt umſo mehr zu bedauern. als vor zwei Jahren bereits die Frau ſtarb und nunmehr fieben unverforate Kinder allein ſtehen. Kachbargebiete Die Mainzer Roſenwoche Durch einen zu Mainz vom ſchönſten Wetter begünſtigten Be⸗ im Stadtpark wurde die aus Anlaß der deutſchen oſenſchau veranſtaltete Mainzer Feſtwoche wirkſam eröffnet. Den orcheſtralen Teil des Programms beſtritt die Kapelle Crönlein unter der bewährten Leitung des Herrn Albers. Opernſänger Fritz Rupß ſang unter lebhaftem Beifall einige Lieder aus deutſchen Opern, Herk r. Berg wartete mit ein paar prächtigen Rheinliedern auf und Herr Ernſt Hartmann trug einen inhaltlich wie formal ausge neten, von ihm ſelbſt verfaßten und zugleich als Willkommgruß für die auswärtigen Gäſte gedachten Roſenhymnus vor. Am Sonniag nachmittag bewegte ſich bei ſtrahlendem Sonnenſchein ein Blumen“ feſtzug durch die Stadt, an dem über 400 Kraftwagen und Motor⸗ räder, alle herrlich geſchmückt, teilnahmen. Ob auch das Beflaggen der Privathäuſer verboten und nur Guirlandenſchmuck zugelaſſen war, die echte rheiniſche Feſtfreude konnte dadurch doch nicht ben trächtigt werden. Sie lohte umſo heller auf, als ſa zum erſten Mal wieder nach endlos langen Not⸗ und Trauerjahren das„goldene Mainz ein großes Feſt feierte und ſeiner Freude am Schönen un ſeinem Frohſinn die Zügel ſchießen laſſen konnte. Man dachte— willkürlich an die großen Prunkzüge früherer Jahre, an die unver⸗ reisverteilung, bei taltung die Mainzer ja von jeher Meiſter geweſen ſind. Dem Zug voran 1 55 eine, vom Rüſſelsheimer Motorſportklub geſtellte rae von kleinen grünen Wagen der Firma Opel. Der Frankfurter 0⸗ torſportklub war mit einer großen Anzahl von ſchöndekorierten Mo⸗ torrädern vertreten; ebenſo beteiligten ſich zahlreiche andere aus wärtigen Sportvereine und Privatleute. Herrli geſchmückte Au 1 und Laſtkraftwagen folgten, die zumeiſt igrendeine Idee vertörper ten, wie Libelle, Roſenburg, Flettnerboct, Mainzer Wappen dergl. mehr. Unter den Klängen mehrerer Kapellen, mit frohen rufen begrüßt und mit Blumen bombardiert, fuhr der impoſante Zu bei dem natürlich auch der alte Mainzer Humor nicht fehlte, bi die Straßen der Stadt als ein Symbol dafür, daß die goldene Sta am Rhein nach traumſchwerem Schlummer nun wieder unter Ro 10 erwacht. Für die Auszeichnung der beſten Wagendekorationen u Gruppen war eine größere Anzahl wertvoller Preiſe geſtiftet wog den. Den erſten Preis unter den Perſonenwagen erhielt die prach volle„Libelle“ der Frau Eliſe Arbogaſt. Von Gruppenwage wurde das Flettnerboot des Klubs der 13 mit dem erſten Preis dacht. Die erſte Auszeichnung für Motorräder erhielt die Dos, röschengruppe von Golder, Niederolm. Den Preis für die g h0 Teilnehmerzahl wurde dem Motorradklub Frankfurt a. M.(mit 1 Latomen zugeſprochen, während der Sonderpreis des heſſiſche utomobilklubs dem Motorradklub Rüſſelsheim zufiel. 1 Anſchließend an den Roſenkorſo fand auf dem Platz des Tug, pereins von 1817 das Turnier des Motorſporttlubs Mainz ſtatt. 20 Turnierregeln für Motorräder und Motorwagen brachten allerl Kunſtſtücke, wie Durchfahten eineßs Waſſereimergeſtells, Fahren 15 Löffel und Ei, Fahren über eine Wippe. Nach dem Turnier letnd das Fußballſpiel. Vormittags hatte ſchon der Stadtſtaffellauf„Ru durch Mainz“ ſtattgefunden, wobei Mainz, Frankfurt und baden die erſten Siege errangen. 50 Abends ſtrömte alles in unüberſehbaren Scharen wieder in 7 herrlichen, ſeſtlich beleuchteten Stadtpark zu dem Konzert, das unte der Leitung des Herrn Heinrich Werlé vom Orcheſter und de Männerchorvereinſgung der ſtädtiſchen Muſtthochſchule gegebe wurde. Die einzelnen Darbietungen fanden reiche Anerkennung, lauten Beifall. Der Montag brachte nachmittags wieder ein Kon zert im Stadtpark und abends einen rheiniſchen Abend, der abel⸗ mals Tauſende und Abertauſende hinaus unter die rauſchende Baumkronen der Neuen Anlage führte. H. L. L. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Juli 55ILIIIi Rheln⸗Pegel Schuſterinſel“].121.36 225.62.56.50 Mannbeim.45.43.48.18 9 01—1 Lehl....112.15.11.65.54.50 eilbronn—1 1 Maxau...743.723.91.29.22.18 .46.45.52.21.09.66 aub 2eereeee wöln 1021.02—.53—186 wa 8 25 Kheins: 100 C. Muffler Kincerrmeh veinzig wieder. rmehr als eln Jdwel Lon hohem Wohlgeschmack, aöchstem Nähr- wert und wieder in juftdiehter Verpackung. Slechdosen, eigenes D. R. Pa. atung Gutenbergfeier von 1900 und andere Umzüge, in deren Ge⸗ — — A BH S. 2 S 482 Fr⸗ ver en der or. ren wor⸗ — ſtaatli „Denmerslag, den 16. 3ul 1928 neue Mannbeimer Zeitung(mittag ⸗ Nus gabe) . Seite. N. 23 [Neue Atannheimer Seitung Handelsblaft Der Stand der deutſch⸗franzöſiſchen Eiſen⸗verſtändigung (Von unſerem ſaarlä Die ſeit Oktober 1924 ſchwebenden deutſch⸗franzöſiſchen Wirt⸗ al dueraanlungen ſind bekanntlich nach neunmonatigem Hin und 11 Gelchte der augenblicklich unerreichbaren Einigkeit über den eits, Kleitdegenſeitigen Kompenſationen(Wein und Textilien einer⸗ eits auf dlendaren, Eiſenfabrikate, Optik und Keramik anderer⸗ ſedoch 1 den 15. September vertagt worden, ohne daß A vertragsloſe Zuſtand in ein Kampfſtadium übergehen Stunde us dieſem Komplex heraus ſind indes nunmehr in letzter ments am Vorabend der Sommerferien des franzöſiſchen Parla⸗ eines 50 ie Saar⸗Fra gen herausgehoben und in der Form worden.. 4 Monate gültigen Proviſoriums geregel: Ausfuhr 5 Propiſorium bezieht ſich auf die Geſamtheit der Zolltekrit es zwangsweiſe ſeit dem 10. Januar dem franzöſiſchen and, ni orium einverleibten Saargebiets nach dem übrigen Deutſch⸗ ſabritat 55 etwa nur auf die Eiſenerzeugniſſe(Roheiſen und Fertig⸗ weitere), ſondern auch auf Glas und Keramik und die auf den D—— deutſchen Abſatz angewieſenen Saar⸗Fabrikationen zweiter und Led⸗ wie die geſamte Tabakinduſtrie, Papiergewerbe, chemiſche des Sa erinduſtrie etc. Während umgekehrt der dringende Bedarf Wertzeugere diets an deutſchen Maſchinen, Maſchinen⸗Erſatzteilen, angeführk uſw. unter erleichterten Bedingungen ins Saargebiet onzeſſio werden darf. Im einzelnen ſind die gegenſeitigen —4 onen des am Samstag in Paris abgeſchloſſenen Saar⸗ terun mens inbezug auf Zollfreiheit, Zollermäßigung, Kontingen⸗ und 1 im Augenblick der Oeffentlichkeit noch nicht zugänglich, kraftſeh ſtverſtändlich bedarf das Saar⸗Zollabkommen vor ſeiner In⸗ eite 8 der parlamentariſchen Genehmigung auf deutſcher er 68 ie jedenfalls ebenſo beſchleunigt wie widerſtandslos erteilt dem S wird. Ausdrücklich iſt jedoch auf franzöſiſches Drängen in geſetzt winß Abkommen feſtgelegt, daß es nur dann in Wirkſamkeit der E ird, wenn zuvor eine privatwirtſchaftliche Einigung zwiſchen wieder eninduftrie des Saargebiets, die künftig nach Deutſchland ri Zollfreiheit genießt, und derjenigen des ehemaligen Deutſch⸗ ingens erzielt worden iſt. ee Saar⸗Eiſenfrage iſt bekanntlich nur ein Teil des roßen gehuneves einer Wiederherſtellung des durch die politiſche 7 ſammes des Verſailler Friedensdiktats zerriſſenen natürlichen Zu⸗ Eiſeninddange der lothringiſchen, luxemburgiſchen und deutſchen en ſt uſtrien. Ueber einen ſolchen Modus waren ſich die neben große. den Delegierten verhandelnden privaten Intereſſenten in leſes Zügen unterm 16. Juni in Luxemburg einig geworden. ſetun private Uebereinkommen, ſeinerſeits wieder die Voraus⸗ drückl eines deutſch⸗franzöſiſchen Handelsvertrags, ſollte zwar aus⸗ aufgend nicht in den Text des zwiſchenſtaatlichen Handelsvertrages 5 en werden, um Anſprüche anderer Staaten vom Boden Kraft 1 eiſtbegünſtigung“ aus auszuſchließen; es ſollte jedoch erſt in geſamt reten können, ſobald die zwiſchenſtaatliche über den en Modus vivendi bzw. Handelsvertrag zwiſchen eutſchland rankreich zuſtande gekommen wäre. Die Vertagung der na chen Hauptverhandlungen bis Mitte September ſchließt dem⸗ Eiſen 85 Verwirklichung des erzielten Einverſtändniſſes in der un 10 nduſtrie aus, nicht jedoch zwiſchenzeitliche Weiterverhand⸗ in 9 n von Unterkommiſſionen zwecks Erzielung der Verſtändigung rei cht nenigen Detailfragen, worüber noch kein Einvernehmen er⸗ worden war. Iamerhin iſt und bleibt das e Abkommen die Baſis . den ſtündigung zwiſchen den beteiligten Staaten, und auf ſeinem di werden die wiederaufgenommenen Verhandlungen zweifel⸗ reich e eiſeninduſtriellen Beziehungen zwiſchen Deutſchland, Frank⸗ ſe 035 Luxemburg auf längere Zeit feſtlegen. Deshalb behält Wert enntnis dieſer Abmachungen nach wie vor ihren bedeutenden liwe Sie wird allerdings dadurch etſchwert, daß das Luxemburger retſtändnis nur mündlich erfolgt und die Konferenz ohne an aaf ietch redigierte Abmachungen auseinander ge⸗ maßen iſt. Aus dieſem Grunde erklären ſich auch die einiger⸗ troff n ſchwankenden Darſtellungen über die Tragweite der ge⸗ 565 Abmachungen. deulf as Weſentliche iſt die Kontingentierung der Einfuhr nach chland, deren Verſchleiß lediglich durch die deutſchen Syndikaie ndiſchen Mitarbeiter) )(Sqaarbrücken, 14. Juli. und die Preisfrage. Deutſcherſeits hat man ſich zur Ueber⸗ nahme von ſährlich 1750000 Tonnen bereit erklärt. Hier⸗ von entfallen 742 000 To. auf das Saargebiet, wovon 53 000 To. Roheiſen und Halbzeug und 636 000 To. Fertigfabrikate; auf Loth⸗ ringen 530 000 To., wovon 212 000 To. Roheiſen und Halbzeug und 106 000 To. Fertigfabrikate; auf Luxemburg 477 000 To. wo⸗ von 74000 To. Roheiſen, 190000 To. Halbzeug und 212 000 To. Fertigfabrikate. Die Ziffern dieſes Kontingents aft jedoch auf der Baſis der Vollbeſchäftigung der Rohſtahlgemeinſchaft feſtgeſetzt, und da deren Quote zurzeit ſich nur auf 75 pCt. beläuft, ſo würde ſich im Augenblick das Kontingent wie folgt ſtellen: 557 000 To. für das Saargebiet(anſtatt 742 000 To.), 397 000 To. für Lothringen (anſtatt 530 000 To.) und 358 400 To. für Luxemburg lanſtatt 477 000 To.). Völlige Einigkeit über die Einfuhrquote der ver⸗ ſchiedenen Erzeugniſſe herrſcht übrigens noch nicht. So erhebt ſich deutſcherſeits noch Widerſpruch gegen die genannte Menge von Roheiſen, wofür man lieber Halbzeug übernehmen würde. Völlig zollfrei ſoll nur das Saarkontingent ſein, während die Lothringer und Luxemburger den halben Zoll zahlen müßten und die andere Hälfte desſelben von der Rohſtahlgemeinſchaft übernommen würde. In Anbetracht der ſtaatsrechtlich verbliebenen Zugehörigkeit des Saargebiets zum Deutſchen Reich ſoll die Zollfreiheit der Saareiſen⸗ Ausfuhr in den Text des künftigen deutſch⸗ franzöſiſchen Handelsvertrags ſelbſt ausnahmsweiſe einverleibt werden. Anderer⸗ ſeits beſteht jedoch für die Saarhütten die Verpflichtung, den Loth⸗ ringern für die Ausfuhr lothringiſchen Eiſens nach Deutſchland eine Vergütung zu bewilligen, über welche jedoch die Verhandlungen noch nicht abgeſchloſſen ſind. Die Preisfrage, d. h. die Preiſe, mit denen die über⸗ nehmende Rohſtahlgemeinſchaft, die ſaarländiſchen, lothringiſchen und luxemburgiſchen Erzeugniſſe bezahlen ſoll, wird ziemlich ſchiedenen Paritäten gemäß den fraglichen Zonen berechnet werden. Grundſätzlich ſollen die Preiſe ſich in der Höhe der von den betreffenden deutſchen Verbänden ihren Kunden angeſtellten Preiſe bewegen, jedoch zuzüglich des halben Zollbetrags für die lothringi⸗ ſchen und luxemburgiſchen Erzeugniſſe wie der Frachtkoſten. Sehr lebhaft erörtert wurde, laut„Uſine“, die Frage des Fortbeſtandes der Verkaufskontore, wie ſie die Luxemburger in der „Colomota“ und„Sogeco“, die Lothringer 75(Rombach) in „Sogeco“ und der De Wendel'ſchen Agentur und die Saarinduſtrie in den Verkaufsagenturen von Röchling und Stumm beſitzt. In Anbetracht der Befriſtung bzw. Kündbarkeit der Eiſenverſtändigung befürchteten die mit Verkaufsorganiſationen ausgeſtatteten Werke ein Eindringen deutſcherſeits in ihre Kundſchaftsbeziehungen. Deutſcherſeits verlangte man zunächſt die Einſtellung dieſer Ver⸗ kaufsſtellen. Schließlich einigte man ſich dahin, daß die Rohſtahl⸗ gemeinſchaft bzw. die andern beteiligten deutſchen Verbände das angeforderte Material dieſen Verkaufsagenturen liefern, damit dieſe es alsdann ihrer Kundſchaft zuleiten. Dieſen Verkaufsagenturen, in deren Exiſtenz ſich alſo nichts änderte, verbleibt außerdem ein Arbeitsfeld im Abſatz der nicht einfuhrkontingentierten bzw. von deutſchen Verbänden nicht erfaßten Eiſenerzeugniſſe. Für die luxemburger Konvention, die alſo ihren privaten Charakter behalten und(mit Ausnahme des Saareiſens) nicht dem Texte des künftigen deutſch⸗franzöſiſchen Handelsvertrags ein⸗ geliefert werden ſoll, iſt eine Dauer von 3 Jahren vor⸗ geſehen. Deutſcherſeits würde man gern eine Verbindung dieſes Eiſenpaktes mit der Schaffung von internationalen Ver⸗ bänden ſehen, möchte ſogar ſich die Kündigung des Luxemburger Paktes vorbehalten, falls 6 Monate nach ſeinem Inkrafttreten eine internationale Kontingentierung der Eiſenerzeugung leinſchließlich Belgiens) nicht herbeigeführt wäre. Auf franzöſiſcher Seite iſt man, wie„'Uſine“ behauptet, jedoch wenig geneigt, dieſe Bedingung zu unterſchreiben. Abgeſehen von den ſchwebenden Verhandlungen über die Bildung eines internationalen Schienenkartells war, nach der gleichen Quelle, in den Beſprechungen des Luxemburger Eiſenpaktes von internationalen Syndizierungen niemals ernſtlich die Rede. — ͥͤ. ͤ.—-—ññ?7yd—h——— Daimler⸗Mokoren-Geſellſchaft, Stuttgart⸗Antertürkheim uns Verwaltung überſandte uns folgende Erklärung: Da lierba itgeteilt wurde, daß über unſere Firma zahlreiche unkontrol⸗ * Gerüchte umlaufen, ſtellen wir folgendes feſt: Mei⸗ beſen Aufſichtsrat und Vor⸗ es eſtehen nicht. Infolgedeſſen kann von einer Abſicht Herüchſenten Vorſtandes, zurückzutreten, keine Rede ſein. Die Ben e ſind offenbar darauf zurückzuführen, daß bei den Firmen waltus und Daimler zurzeit ein Delegierter der Ver⸗ und g tätig iſt, der neben andern Aufgaben die Frage prüft, ob beiden Cvelcher Form die bereits bei Abſchluß des zwiſchen den Ausſi Geſellſchaften getätigten Intereſſengemeinſchaftsvertrages in üsſicht genommene Verſchmelzung ſich durchführen läßt. Nonrz, Aheiniſche Creditbank. Maungeim. Das Juſtitut iſt als u. o mdikkſtin aus dem Bankhaus Carl T. Herrmann tommen Baden⸗Baden, auf Grund freundſchaftlichen Ueberein⸗ geſchäftis ausgeſchieden. Die ſeit langem beſtehenden engen ban 28 Beziehungen der Firma zu der Rheiniſchen Credit⸗ gepflegt We nicht berührt, ſondern ſollen auch weiterhin 1 Konkurs-Eröffnung. Im Konkurſe der Firma Roſa findet Sch ghaus, Inhaber Ludwig Benninghaus in Freiburg, 659,4 Shaßverteſlung ſtatt woz 1005 werfügbar ſind, wor rungen„ bevorrechtigte und 4662.92„ nichtbevorrechligte 75 tungen e berückſichtigen ⸗ſind. Die nichtbevorrechtigten Forde⸗ e demgemäß 7,4 pCt. der Abſchluſe Hypotheten-Bank, Meiningen. In der.⸗B. wurde Rein chluß einſtimmig angenommen. Aus dem verbleibenden dem Reſeweng in Höße von de dch werden zch de uſſichtszab fonds überwieſen, 18 000 R. als Tantieme an den Anfrage 5 gezahlt, der Reſt auf neue Rechnung vorgetragen. Auf 9 die Verwaltung mit, daß die Nachfrage nach ie Geſacgsken, äußeſt dege ſei und dazu gefühm babe, daß dings iſt ſchaft eine gewiſſe Reſerve bewahren mußte. Neuer⸗ nahme vomean bemügt, den ausländiſchen Kapitalmarkt für die Auf⸗ dabei beſo Hypothekenpfandbriefen zu intereſſieren. Allerdings ſoll ſonders die Kapitalertragsſteuer hinderlich ſein. den Jahre werden 1780 chluß für 1924. Aus dem Ueberſchuß von 75 457 Re/ zwecks Pergl R der geſetzlichen Reſerve zugeführt, 3750 N% von 63 95 gütung an den Mufſichtsrat bekeitgeſt Hypothekenbank, Leipzig. Die.-B. genehmigte In der.⸗V. der Weſtdeutſchen wurde darauf hingewieſen, daß es ſich um einen uſammenſchluß zum Zwecke der Vereinfachung und der Erſparung von Unkoſten handele. Die genannte Geſellſchaft übernimmt die Erledigung der Geſchäfte ſämtlicher Bahnen in geſchäftlicher und techniſcher Hinſicht. Der Vertrag ſelbſt iſt auf zehn Jahre abgeſchloſſen und läuft ſtill⸗ ſchweigend, falls keine Kündigung erfolgt, auf je drei Jahre weiter. OSiemens-Wekke, Berlin. Die Werke ſtehen nach Blätter⸗ meldüngen mit Irland in Verhandlung wegen Uebernahme eines 100⸗Millionen⸗Auftrages. 0 . Die Firma Schenker u. Co. als Pächler der Flensburger Hafens. Dieſer Tage wird, wie der.H. D. erfährt, in den Flens⸗ burger ſtädtiſchen Kollegien die Verpachtung des Freihafens an die Firma Schenker u. Co. erneut zur Beratung kommen. Der vor etwa einem Jahre gefaßte Beſchluß, den Hafen für dreißig Jahre an ein Konfortium zu verpachten, in dem die Firma Schenker u. Co. die Majorität haben ſollte, wurde von dem Oberverwaltungsgericht für ungültig erklärt. Der Einſpruch war aus den Kreiſen der Flens⸗ burger Induſtrie erfolgt, die der Anſicht war, daß eine Verpachtung an die auswärtige Speditionsfirma eine genügende Einflußnahme auf die Entwicklung des Freihafens durch die Flensburger Kauf⸗ mannſchaft gefährde und Handel und Induſtrie des Ortes ſelbſt in der Lage wären, den Freihafen einer genügenden Entwicklung entgegenzuführen. Nachdem nun die Bemühungen Flensburger Wirtſchaftskreiſe, beſonders des Großhandelsverbandes durch Ver⸗ pachtungsabſchlüſſe ihrerſetts mit der Stadt eine ſtabile Unterlage zu ſchaffen, nicht voll zum Erfolg geführt haben, neigt man jetzt dazu, dem Abſchluß mit der Firma Schenker u. Co. zuzuſtimmen, Einfluß in der zu gründenden Freihafen⸗Lagerhaus⸗Geſellſchaft ſichergeſtellt wird. Au- Die neuen Handelsverkragsverhandlungen mit niei. Wie wir erfahren ſind die neuen Handelsvertragsverhandlungen mit Spanien in vollem Gange. Es ſcheint aber, daß erhebliche Hinderniſſe zu überwinden ſind, beſonders bei der Feſtlegung der Weinzollſätze, an denen der deutſche Weinbau ſo großes Inter⸗ eſſe hat. Als Sachverſtändiger der Weinbaues nimmt der Präſident des Deutſchen Weinbauverbandes und geſchäftsführender Direktor der Badiſchen Landwirtſchaftskammer Dr. h. c. Karl Müller an den Verhandlungen in Madrid teil. . Wieder Feſtpreiſe im Baugewerbe. Es machen ſich z. Zt. im Baugewerbe Beſtrebungen geltend, Bauaufträge zu Feſtpreiſen abzuſchließen. Zweifellos würde die Rückkehr zu Feſtpreiſen durch ellt und der Reſt die Möglichkeit einer Kalkulation die Vautätigkeit weſentlich be⸗ N 1105 „auf neue Rechnung vorgetragen. Eine Dividende ſleben. Allerdings ſtellen ſich einer reſtloſen Einführung von Feſt⸗ für di Aunden Aktionäre gelangt alſo nicht zur Ausſchüttung. Mittei⸗ preiſen noch zahlreiche Schwierigkeiten entgegen. Vorausſetzung en übe r Geſchäftsgang bzw. Ausſichten wurden nicht gemacht. wäre natürlich der Uebergang der Bauſtoffe liefernden verf. Juſammenſchlu gegn 2 uß N Intereſſen in Köln. ſtehenden Bahnen genehmi ͤ gten den Abſchluß einer durch 1 mit der Weſtdeutſchen Eiſenbahn⸗Geſellſchaft ſtellt jedenfalls der Beſchluß des Beton und Tiefbau⸗ Wirtſchafts⸗ s handelt ſich um die Moſelbahn.⸗G. in Trier, die Verbandes E. V. dar, ſeinen Mitgliedern zu empfehlen, Verträge, Die General- Induſtrien zu Feſtpreiſen und weiter die Anerkennung von rung der Weſtdeutſchen Eiſenbahn⸗ Streik⸗ und Ausſperrungsklauſeln in den Bauverträgen die Auftraggeber. Einen Schritt vorwärts zu Feſtpreiſen rau 2 Schönichweigiſch⸗ Schzninger Eiſenbahn.-., die Oſchersleben⸗ die eine Bauzeit bis zu ſechs Monaten vorſehen, all⸗ bah wen A. g kinbsbt ⸗Geſellſchaft, die Württembergiſche Neben⸗ gemein zu Feſtpreiſen abzuſchließen und ferner für dieſen Zeitraum „G. und die Vereinigte Weſtdeutſche Kleinbahnen.⸗G.! feſte Tagelöhne einzugehen. kompliziert durch die Tatſache, daß die Frachtkoſten nach den ver⸗ unter der Vorausſetzung, daß ihnen ein möglichſt weitgehender OEſchweil⸗Ralinger Metallwerke.-G. in Ratingen. Wie verlautet, hat die Geſellſchaft vor kurzem das Eſchweiler Werk an den Eſchweiler Bergwerksverein verkauft. * Schlechte Geſchäftslage in der Schweizer Seidenbandinduftrie. Die Geſellſchaft für Bandfabrikation in Baſel, das bedeutendſte ſchweizeriſche Unternehmen für Herſtellung von Seidenbändern, muß auch für das Geſchäftsjahr 1924 wiederum mit einem Ver⸗ luſt abſchließen, und zwar von 375 137 Fr., gegenüber einem Ver⸗ luſt von 855 513 Fr. 1923/24. Der Verwaltungsrat erklärte, daß die geſamte Bandinduſtrie ſtark unter der Ungunſt der Ver⸗ hältniſſe zu leiden habe. Es ſei außerordentlich ſchwer, gegen die Konkurrenz in den valutaſchwachen Ländern anzukämpfen. Eine Beſſerung ſei nur möglich bei einer Reduzierung der Löhne, wofür aber Vorausſetzung eine Verbilligung der Lebenshaltung ſei. Deviſenmarkt Der europäiſche Deviſenmarkt blieb auch geſtern ruhig. Die Kursveränderungen ſind weiterhin geringfügig. Weſtdeviſen ſind etwas feſter, nordiſche Deviſen dagegen ſchwächer. Es notierten: London gegen Kabel 48676, London gegen Paris bei kleinen Umſätzen 103%6(103,50), London gegen Briſſel unver⸗ ändert 104, London gegen Mailand feſter 130,50(131,75), London gegen Schweiz 2503(2505), London gegen Holland 1213, Holland gegen Schweiz 20676(206,50), Kabel gegen Schweiz 515 (515,25), Paris gegen Schweiz 2430(2420), Mailand gegen Schweiz 1920(1900), Kabel gegen Holland 24976, London gegen Kriſtiania 2730(2715), London gegen Kopenhagen 2345(2340), London gegen Stockholm 1810, London gegen Madrid 3350. In Reichsmark koſten: Der Dollar 4,20, engl. Pfunde 20,42, Paris 19,80(19,70) Pfg., ſchweiz. Franken 81.,55 (81,50) Pfg., italien. Lire 15,65(15,50) Pfg., holländ. Gulden 1,68,30, Tſchechenkrone 12,44 Pfg., norwegiſche Krone 74.80 (75,10) Pfg. etwas ſchwächer, däniſche Krone 87,05(87,25) Pfg., ſchwediſche Krone 1,12,70(1,12,80), belgiſche Franken 19,50 Pfg., ſpan. Peſeta 60,95(61) Pfg., argent. Peſo 1,9,75(1,69,85) l. O Mannheimer Effektenbörſe O mannheim, 15. Juli. An der heutigen Börſe notierten bei abgeſchwächter Tendenz: Badiſche Anilin 125,50, Verein deutſcher Oelfabriken 57, Benz 54, Dampfkeſſelfabrik Rodberg 2, Knorr Heilbronn 50, Metz u. Söhne 53, Neckarſulmer Fahrzeuge 78, Heidelberger Zement 72,25. Waren und Märkte Serliner Metallbörſe vom 15. Juli Preiſe in Feſtmark für 1 15. Alum—1 9 1 i 14. 18. Elektrolytkupfer 124.— 184,75 in Barren 2,48•2,50 248˙3.80 ——.— 115—1 7 ei—.—— üttenzinn—.——— Rohzinklb⸗Pr.)—. ee ickel.48.50 8,48.59 do.(fr.Verk) 68—70 69..70.0 Antimon.28•.28 lattenzink 62..88,0 62.•63.0 Silber für 1 Gr. 95,75.96,78 96,.—7. luminlum 2,35•2,0 2,85•2,40 Platin p..—.——.— gondon. 15. Juli.(WB.) Metallmarkt.(In Lſt. f. d. engl. t v 1016 feg. 1 15. Blei 34.75 84,40 Kupfer Kaſſa 61.75 62.— beſtſelect. 64,75 64,75 Fint 24.50 34.80 do. 3 Monat 62,75 63,.— Nickel—.—— ueckſilber 14.50 14,25 do. Elektol. 67.— 66.50] Zinn Kaſſa 280,50 258.50] Regulus—.—— 2˙: Pforzheimer Edelmetallpreiſe vom 15. Juli. 1 Kg. Gol 2800 G. 2814.; 1 Kg. Silber 96,00 G. 96,50.; 1 Gramm Platin 14,60 G. 15,25 B. 25: Allgäuer Butter- und Käſebörſe vom 15. Juli. Butter I 1,70, Butter II 1,45—1,55, Marktlage ruhig. Weichkäſe mit 20 pCt. Fettgehalt, grüne Ware, 68—75 Pfg., Tendenz abwartend. Allgäuer Rundkäſe mit 40 pCt. FJettgehalt 1,20—1,40, normale Nachfrage. A. Bom Wachsmarkt.(Bericht von Ludmar m. b.., Köln.) Bei feſten Preiſen blieb die Nachfrage rege. Preisſteigerungen war Karnauba unterworfen. Im Großhandel galten für unvar⸗ zollte Ware ab Lager Hamburg folgende Preife: Paraffin, weiße Tafelware 50/529 C. 14,50—14,75 Doll., Paraffinſchuppen, weiß 50/52 C. 13,20—14,00 Doll. je 100 Kilo; Karnaubawachs, fettgrau 136—142 Eſtrl.; Bienenwachs, je nach Herkunft 175 bis 180 Eſtrl.; Japanwachs, Originalware 81—88 Lſtrl.; Rindertalg, prima hellfarbige Ware 46—47 Eſtrl. ſe 1000 Kg.; Amerik. Harz Type F/G. 9,60—9,90 Doll. je 100 Kg. Verzollte, deutſche Veredlungsware: Karnaubawach⸗Rückſtände 38—40 Doll.; Zereſin, weiß 54/56 C. 22—23 Doll.; Zereſin, naturgelb 54/56 C. 21.50 bis 22,00 Doll.; Stearin, weiß in Tafeln 125—130 G je 100 Kg. Der Zoll beträgt für Paraffin⸗ Karnauba⸗ und Bienenwachs 10 Gl, für Japanwachs 15 G& je 100 Kg. „Bremen, 15. Juli. Baumwolle. American Fully middling c. 28 g. mm. loco per engl. Pfund 28,63(28,30) Dollarcents. „Magdeburg, 15. Juli. Jucker prompt innerhalb 10 Tagen Tagen 21,50, Lieferung, Juli 21,50—21,75. Feſter. Schiffahrt Frachtengeſchäft in Duisburg⸗Auhrork vom 15. Juli Bei ſehr regem Geſchäft blieben die Frachten ſowohl zu Tal als auch zu Berg unverändert. Es wurden verſchiedene 3 in Tagesmiete und zwar zu 6 Pfg. für den Tag und die Tonne abgeſchloſſen. Schiffsverkehr in den Mannheimer Häfen In der Zeit vom 4. Juli bis 10. Juli 1925 ſind angekommen: talwärts 7 leere Schleppkähne und 2 beladene mit 230 Tonnen, bergwärts 20 beladene Dampfer mit 2564 Tonnen, 1 leerer Schlepp⸗ kahn und 128 beladene mit 74 862 Tonnen. Abgefahren ſind: tal⸗ wärts 22 beladene Dampfer mit 969 Tonnen, 59 leere Schlepp⸗ kähne und 25 beladene mit 10 044, Tonnen, bergwärts 1 beladener Dampfer mit 10 Tonnen, 3 leere Schleppkähne und 9 beladene mit 1818 Tonnen. Auf dem Neckar ſind talwärts angekommen: 9 beladene Schleppkäyne mit 5704 Tonnen, bergwärts abgefahren ſind: 6 leere Schleppkähne. Nächſte Dampferabfahrlen der hamburg⸗Amerika Linie Nach Nem York: D. Mount Clay am 23..; D. Reliance am 27..; B. Cleveland am 30..; D. Weſtphalia am 6..; D. Reſolute am 18..; D. Albert Ballin am 13. 8. Nach Philadelphia, Balti⸗ more, Norfolk: D. Sudbury am 21. 7. Nach der Weſtküſte Nord⸗ amerika: D. Raimund am 1..; MS. Oſiris am 22..; MS. See⸗ konk am 5. 9. Nach der Oſtküſte Südamerika: D. Liguria am 18.7 D. Braſilia am 25..; D. Altmark am 1..; D. Wasgenwald am 8..; D. Baden am 12. 8. Nach der Weſtküſte üdamerika: D. Wiegand am 18..; D. Gefried am 18..; ein Dampfer am 25. 7. Nach Mexiko: D. Antiochia am 20. 7. D. Toledo am 30..; D. Nord⸗Schleswig am 11. 8. Nach Cuba: D. Kyphiſſia am 31..; D. Eupatoria am 30. 9. Nach Weſtindien: D. Adalia am 195 7 D. Roland am 1..; D. Teutonia am 22. 8. Nach Oſtaſien: D. Borderer am 18..; D. Schleſien am 25..; D. Machaon am 18. D. Oldenburg am..; D. City of Durham am 15.8. Nach Afrika: D. Muanſa am 25. 7. Hamburg⸗ Rhein⸗Linie: Wöchentlich ein Dampfer. Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas. Neue Mannheimer Zeitung, G. m. b.., Mannheim E 6, 2. Direktion: Ferdinand Heyme— Chefredakteur: Kurt Fiſcher. Verantwortlich für den politiſchen Teil: Hans Alfred Meißner; für das Feuilleton: J..: Kurt Fiſcher; für Kommunalpolitik und Lokales: Richard Schönfelder: für Sport und Neues aus aller Welt: F..: R. Schönfelder: für Handelsnachrichten Aus dem Lande, Nach⸗ bargebiete, Gericht u. den übrigen redaktionellen Teil: Franz Kircher; für Anzeigen: J. Bernhardt. e FF — r eeeeeee eee ee eeee ——————2 —— D. V. f..) iſt es gelungen, den beſtbekannten„Real Sociedad kampf mit den Mannheimern zu gewinnen. In allen Tennis⸗ mer zu der internationalen Extraklaſſe Wimbledons ſtehen. Alonſo und Flaquer nicht berückſichtigt, als die ſpaniſche Mann⸗ Sapriſſa. A. Noblom, J. M. Taruella, ferner die erſt⸗ weilende L. Klopfer zugeſellt. ferner die ſpielerprobten Dr. Mannheim durch Hinzuziehung ſeiner auswärtigen Mitalieder F. kampf Berlin— Mannheim ſtatt. Die Berliner Mannſchaft träklaſſenſpielers v. Kehrling in Süddeutſchland eine Senſation. ich als Vertreter des modernen Tennis! H 6. Seite. At. 328 „Neue Mannheimer Jeitung(Mſttag⸗Ausgabe) Donnerskag, den 16. Juli 1325 Sportliche Kundſchau Lawutennis Barcelona in Mannheim Dem überaus rührigen Tennis⸗Klub Mannheim(Abt. Sportiva Pompeva Barcelona“ für einen Klubwett⸗ kreiſen wird dem Ausgang dieſes Treffens. das im Rahmen der Mannheimer„Internationalen Tenniswoche“ ſtattfindet, mit dem allergrößten Intereſſe entaegengeſehen. Bekannt iſt. daß der Krieg auch im Tennisſport die ehemaligen internationalen Beziehungen jäh abbrach und daß ſich nur langſam die Fäden mit dem Ausland wieder ſpinnen laſſen. Ein Teil der nach Mannheim kommenden Spanier hatte ſeine Kräfte mit den Weltarößen Wimbledons ge⸗ meſſen. So wird ſich dann auch annähernd ein Bild ergeben. in wel⸗ chem Spielverhältnis die Deutſchen und inſonderheit die Mannhei⸗ Die Wettſwpiele Barcelona⸗Mannheim finden am Montaa. 20. und Dienstag. 21. Juli auf den Mannheimer Plätzen am Friedrichs⸗ ring ſtatt. Barcelona entſendet ſeine z. Zt. ſpielſtärkſte Mannſchaft. die man, wenn man die in Amerika weilenden Spieler Gebrüder ſchaft bezeichnen kann. Die ſpaniſchen Farben vertreten die inter⸗ nationalen Repräſentativen R. Morales. A. Juanico, R. klaſſigen Spieler S. Gonzales und R. Sala. Dieſen Herren gegenüber wird Mannbeim ſeine allerbeſten Kräfte aufbieten müſſen, um den Wettkampf mit Ausſicht auf Erfola zu beſtehen. Für Mann⸗ heim ſpielen daher ſeine bewährten Repräſentativen Dr. Buß, St. Oppenheimer denen ſich vielleicht noch der z. Zt. im Ausland Fuchs. H. Waldeck, H. Hildebrandt. Außerdem wird ſich Goſewich und L. Lorenz verſtärken. Wie bereits mitgeteilt, findet gleichfalls in Mannheim an den beiden folgenden Tagen(22. und 23. Juli) der Städtewett⸗ wird vertreten von den hervorragenden Spielern von Kehrling, Rabe, Lüdke, ſämtliche„Ror Weiß“, und von Lorenz, Win⸗ dels, Falbe, ſämtliche„Blau⸗Weiß“. Hier bedeutet vor allem das erſtmalige Auftreten des deutſchen Meiſters und internationalen Ex⸗ erſt jüngſt bei den Weltmeiſterſchaften in Wimbledon, zu denen er als gebürtiger Ungar zugelaſſen war, bedeutende Erfolge. Auch die an⸗ deren Berliner, beſonders Rahe, ſind allererſte deutſche Klaſſe. Die Fortſetzung dieſer Spiele bildet das unmittelbar ſich an⸗ ſchließende 25. annheimer Internationale Jubi⸗ Jläumsturnier, zu dem bereits ſehr namhafte Nennungen zahl⸗ reich vorliegen. Dies Turnier iſt mit einer großen Vazahl ſehr wert⸗ voller Ehrenpreiſe ausgeſtattet. Zu den vorgenannten Spielern aus Spanien und aus Berlin geſellen ſich da unter freier Nennung zaht⸗ reiche Spieler und Spielerinnen aus allen Teilen Deutſchlands. So verſpricht die Mannheimer Internationale Tenniswoche Wettkämpfe, wie ſie in Deutſchland ſelten zu ſehen ſind, in Mannheim jedenfalls trotz des 25jähr. Beſtehen des Klubs bisher nicht zu ſchauen waren. Die Tribünen der Anlagen am Friedrichsring bieten einem großen Publikum, ſoweit es ſich nicht aktiv an den Wettſpielen beteiligen will, Gelegenheit, die e Kämpfe mit eigenen Augen zu ver⸗ folgen. Der Mannheimer Tennisklub gibt zu dieſem Zwecke Eintritts⸗ karten aus. Auch Dauerkarten für die ganze Woche ſind zu haben. Wir weiſen darauf hin, daß Herr Stefan Oppenheimer, 1,15, 14, an den auch Nennungen zu richten ſind, bereitwillig zu Auskünften aller Art, z. B. auch für die Unterbringung auswärtiger Teilnehmer, zur Verfügung ſteht. Dr. L. Nutoſport A. D. A..-Alpenfahrt 1925 auf September verſchoben Die Nennungen zur A. D. A..⸗Alpenfahrt 1925 liegen heute ſchon in ſo außergewöhnlich hoher Zahl vor, daß die Quartierfrage im öſterreichiſchen Fremdenverkehrsgebiet, wohin ſich der Strom der Ferienreiſenden in den kommenden Wochen von allen Seiten ergießt, auf unüberwindliche Schwierigkeiten ſtößt. Auch die Unter⸗ kunft für die in Ausſicht ſtehenden etwa 200 Fahrzeuge kann nach den Meldungen der ins Fahrtgebiet entſandten Funktionäre nicht gewährleiſtet werden. Um die Fahrtteilnehmer vor unliebſamen Ueberraſchungen zu bewahren, hat daher der Hauptſportausſchuß einem Antrag der Fahrtleitung ſtattgegeben und beſchloſſen, die A. D...⸗Alpenfahrt auf eine ſpätere Zeit mit ſtillerem Fremden⸗ verkehr zu verlegen. Eine Kombination mit der traditionellen Reichsfahrt des A. D. A. C. iſt dabei in Ausſicht genommen, ſodaß für den Reſt des Jahres noch folgende Veranſtaltungen des Haupt⸗ ſportausſchuſſes ſtattfinden werden: Straßenmeiſterſchaft Schleiz: 19. Juli, Flach⸗ u. Bergrennen im Schwarz⸗ wald: 15./16. Auguſt, Reichsfahrt mit Alpenfahrt kombiniert:.—13. September, Wirtſchaftlichkeits⸗ prüfung für Laſt⸗ und Perſonenkraftwagen im p. Kehrling hatte bekanntl ar z: Dezember. Neues aus aller Welt — Tragiſches Ende einer Ausgewieſenen. Eine Dame, die aus dem abgetretenen Gebiet ausgewieſen war und bei Verwandten wohnte, verübte in Koblenz Selbſtmord, weil ſie die Entſchä⸗ digung des Reiches bis jetzt noch nicht erhalten hatte. Nun kam das Tragiſche: Am Morgen nach der Tat traf eine anſehnlichs Geldſumme für die Dame ein; es war die ſo lange erwartete Entſchädigung des Reiches für die Ausgewieſene. — Schwere Autvunglücksfälle. Auf der Strecke Schweidnitz⸗⸗ Breslau hat ſich am Samstag früh ein ſchweres Automo⸗ bil⸗Unglück zugetragen. Ein Perſonenautomobil überſchlug ſich, wahrſcheinlich infolge zu ſcharfen Bremſens. Von den In⸗ ſaſſen wurde das Fräulein Marie Neubert aus Breslau ſofor getötet. Der Führer des Autos wurde leicht verletzt, während ein Herr und ein mitfahrendes Fräulein ſchwere Verletzungen da⸗ vontrugen.— Ein dem Grafen Seherr Thoß gehörendes Auto⸗ mobil fuhr in der Gegend von Grebelwitz(Schleſien) infolge Verſagens der Steuerung gegen einen Kirſchbaum. Der Wagen überſchlug ſich und die Inſaſſen wurden herausgeſchleudert. Die Gräfin⸗Mutter erlitt ſo ſchwere innere Verletzungen u Knochenbrüche, daß ſie im Breslauer Krankenhauſe verſtarb. — Zu Tode geſtürzt. Eine deutſche Dame, Frl. Magdaleng Kathan von Berlin⸗Tempelhof, Leiterin eines Frauenferien⸗ heims in Ringolswil am Thunerſee, die von einem Beſuche nacht allein von Oberhofen nach Ringoldswil zurückkehren wollte, gerie in der Dunkelheit im Walde vom Wege ab und ſtürzte über eine Felswand hinunter zu Tode. Die Leiche wurde am andern Mor⸗ gen aufgefunden. — Unwetter. In Siebenbürgen tobten ſchwere Stürme Ueber Kronſtadt und Umgegend aingen derartige Wolken“ brüche nieder, daß das Waſſer in den Straßen der Stadt meter⸗ hoch ſtand. Viele Gebäude wurden beſchädigt. Im Landbezirk wur die Ernte faſt vernichtet. Zwei Bauern wurden auf freiem Feld von Blitzerſchlagen, zwei Frauen und ſieben Kinder ertran ken in einem reißenden Berabach. Ganze Viehherden ſind zuarun gegangen. Aus Bukareſt ſind Hilfstruppen nach den bedrohten Ge bieten abkommandiert worden.— Kaum hat ſich die ſapaniſche ilt völkerung von den Schrecken des letzten Erdſtoßes erholt, ſo trif ſchon wieder eine neue Meldung von einer furchtbaren Kata⸗ ſtrophe ein. Die Stadt Nagona, in der Nähe von Tokio, erſt vor einigen Tagen von einem Erdſtoß heimgeſucht wurde, ballk einen ſintflutartigen Regen zu verzeichnen. Der Re 10 dauerte mehrere Tage an. Das ganze Gebiet um Nagona berum infolgedeſſen in weitem Umfange überſchwemmt. Vermischtes. Bruder, Schwager und Onkel Auf einer Reise durch den Schbe ars ald verunglückte am 3. Juli auf der Station Immendingen mein lieber guter Mann, Herr Paul Fle 18 Um stille Teilnalime bitten: Frau Katharina Fleischer seb. Feser und Verwandte. (cheinwillenstr. 2)(Rheindemmstr. 68). Aufo-Lastzug fährt Ende d. Woche v. Stuttgart nach Mann⸗ heim u. übernimmt noch Beiladung.*9005 Telephon 4601. Kind Mädchen) 4 Jahre alt, lnur in gute Hände an Kindesſtatt abzugeben. Zuſchrift. unt. G. V. 5 a. d. Geſchäftsſt. B3177 13 FJahre alt, wird v. kinderloſ. Ehepaar als (Eigen angenomm. Zu⸗ iſſchriften unter L. B. 86 a. d. Geſchäftsſt. 18947 Vorzüglichen Miltag- u. * N 12 88 Leichenhalle Mannheim statt. Die Beerdigung findet am Freitag nachmittag 1½3 Uhir, von der Abendtisch erhalten beſſere Herren in ſchönſter gemütli her Privat⸗Wohnung, Nähe Zeughausplatz. B3201 Angeb. unt. K. O. 75 an die Geſchäftsſtelle. 9011 * Nach langem, schwerem Leiden verschied heute Im Alter von 57 Jahren unerwartet rasch mein lleber Mann, unser herzensguter, treubesorgter Vater, Schwiegervater- Grogvater, Schwager und Onkel In Franz Herget Dies zeigen an in tiefer Trauer: Frau Maria Merget Wtw. und Tachter Familie Hardten. Mannheim(G 7, P, Feudenheim, 15. Juli 1925. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 2½ Uhr von der Leichenhalle aus statt. 9012 Uüendeit vollfett, 6 teil. Schachtel M..— Tonmei. H1, Mas braucht mau eut noch viel zu klügeln, fort mit dem ewigen Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es ge- fallen, unsere uber alles geliebte, herzens · gute Mutter, Schwiegermutter, Grog- mutter, Schwester, Schwüägerin und Tante, Frau 8999 Aaupaleha Lant ne geb. Annamaier Hoſenbügeln. im Alter von 64 Jahren 1 Monat, ganz Wer ſeine Hoſ' will lang unerwartet rasch aus ihrem arbeits- erhalten teichen Leben, wohlversehen mit den und immer glatte nl. Sterbesakramenten, zu sich in die Büũgelfalten. Ewigkeit abzurufen. der verwendet zur Ver⸗ Mhm-Kafertal(Fasanenstr. 10), 16. Juli 25 meidung der häßlichen Kniebeulen Dle trauernden Hinterdllebenen. Die findet Donnetstag nuchmittag 4 Uhr von der Leichenhalſe aus statt nur Feſer's Patent⸗ Knieſchutz⸗Hoſenſtreifen. Es iſt ganz einerlei, ob die Hoſe getragen oder neu. Anfertigung durch Richard Weigel, Maßßſchneiderei, Augartenſtraße 40. 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