WMittag⸗Ausgabe Preis 10 Pfennig 1925— Nr. 351 eeene da, Messbenn ueb, Hmgsdens bn b, genpreiſe nach Tarth, dei Borauszabfung pre ein Saeod. 0 Poſt monatl..-M..50 ohne Beſtell⸗ 0 0 225 für Allgemeine Auzelgen 040.N derung der wirtſchaftl. Berhältniſfe Nach eklamen—4 R⸗M. Für Anzeigen an beſtimmten Tager ade.— rbehalten. Poſiſcheckkonto Nr. 17590 Karls. Stellen und Ausgaben wird keine Verantwortung uber⸗ ſedlen Welteecdeene E 6. 2.— Geſchäfts⸗Neben · nommen. Hövere Gewalt, Streiks, Betriebsſtörungen uſm. 11. doſſtrabe 6. Schwetzingerſtraße 24. Meerfeld · berechligen zu keinen Erſatzauſprüchen für ausgefallene oder Fernipr. Nr. 7941—7948.— Telegr.-Adreſſe beſchräntte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme don An⸗ Nanndelm. Erſcheint wöchentl. zwölfmal. zeigen. Auftr.d. Fernſpr. obne Gewähr. Gerichtsſt. Manndeim ilagen: Wandern 3. Neiſen Geſetz u. Rech! Bilder der Woche Sport u. Spiel Aus Seit u. Leben mit Mannheimer Muſik-Jeitung. Mannheimer Frauen-Zeitung Unterhaltungs⸗Beilage Vettrüften auch Jugoflavien beſtellt 100 armierte Flugzeuge ˖ 125 Berlün, 1. Aug.(Von unſerem Berliner Büro). Jugoſlavien zaſtellte in Frankreich 100 Flugzeuge des modernſten kalt un oam menten Typs von 240 Kilometer Stundengeſchwindig⸗ 900 Kilogramm Mitballaſt und einer Beſtückung von 4 ſchi nengewehren. Damit erringt Belgrad ein Ueberge⸗ us Luftmacht, die den ganzen Balkan beherrſcht und weit Mitteldonautal wirken kann. Maſſenaufruf der Berliner Rommuniſten ſildernn. 1. Auguſt.(Von unſerem Berliner Büro). Die kom⸗ ſliſche Partei ruft zu Maſſendemonſtrationen im Luſtgarten am ianenden Sonntag unter dem Motto„Krieg dem imperialiſtiſchen 9 Bei der geſtrigen Beiſetzung des verſtorbenen Abgeordneten Au 5 1— des Polizeipräſidenten der Novembertage, die einen S. der Abſtimmung im Reichstag verurſachte, hielten Remmele 0 0 dalem die üblichen Agitationsgedächtnisreden. Bei dem Auf⸗ ee es zwiſchen einem kommuniſtiſchen Zug und mehreren Nürde zu Zuſammenſtößen, ſodaß die Polizei einſchreiten muß. den mehrere Verhaftungen vorgenommen. Rußland als Oellieferant der italleniſchen Marine Spezialkabeldienſt der United Preß) und., 1. Aug. Die Verhandlungen zwiſchen Rußland ſch ſch ien über die Oelverſorgung der italieniſchen Marine, die lautet n einige Zeit hinzogen, nähern ſich ihrem Ende. Wie ver⸗ beichnet fte in den nächſten Tagen ein endgültiger Vertrag unter⸗ werden. 8 785 SS vom marokkaniſchen Kriegsſchauplatz Mach den letzten Meldungen aus Fez ſoll es den franzöſiſchen Nben. Jen, den Toſten Paß. Marit zu beftcen. Pete Taza 2 itte für Abdel Krim zum Zentrum zu einem Angriff auf 8 können. Nach franzöſiſcher Auffaſſung darf jetzt ſeder 6e endgültig als ausſichtslos gelten. Der franzöſiſche bu Aiſſa iſt, wie nachträglich noch bekannt wird, von der in die Luft geſprengt worden. Einigen Leuten der Be⸗ es gelungen, ſich durch die feindlichen Linien durchzu⸗ Pariſer Blätter enthalten wiederum bendenziöſe Verichte Wag das deutſche e an den Operationen bel Krims. chen von den deutſchen Flugzeugen anbelangt, ſo muß 8. Wonrnal des debats“ zugeben, daß die wenigen Abdel Krim gehörten ſtehenden Flugzeuge franzöſiſchen Urſprungs ſind. Daum zurben einer franzöſtſchen Luftverkehrsgeſellſchaft in Algerien. — ſich als einer der hauptſächlichſten militäriſchen Berater *5 der 1914 dem deulſchen Generalſtab angehbrende Major noch Umgebung Abdel Krims befinden. Außer 105 befinde L Macke Generalſtab ein Major v. Tannenberg(), ſich in Niieger enfen⸗Armee ausgezeichnet haben ſoll.— Die amerikaniſchen „Durng rden ſich auf dem Luftwege nach Nabatt degeben.— dnen werglauht. datß die franzöſiſche Offenſioe in drei Wochen be. 8 In der letzten Zeit haben die Sabotageakte gegen die „miünien in Marokko einen großen Umfang erreicht. Spaniſche Friedensvorſchläge 8800 1. Auguſt.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Aus Fruede r wird berichtet, daß die Spanzer neuerdings dem Rifführer Wtel Guam aide gemacht haden. In dieſem worſchage wird u. a. eine etes zur Kenntnis gebracht, das ſpaniſche Direktorium würde gale Unabhängigkeit der Rifregierung zugeben unter der Be⸗ daß die Rifs etne kleine von Spanten bezahlte Armee ihm dürften. Außerdem würden die Rifs eine fimangielle ug für die Organiſation ihrer lokalen Negierung em⸗ 1 11 d ſpaniſchen Autoritaten in Tetuan haben Abdel Krim Auddel ar, daß ſie berekt wären, über den Frieden zu umterhandeln. Weeden erwiderte, er könne nur auf der Grundlage der Unab⸗ der Rifs die Vorverhandlungen begennen und die Be⸗ auf dem Ballan neue Rämpfe ſtatt Friedensverhandlungen V Paris, 1. Auguſt.(Von unferem Pariſer Vertreter.) Un⸗ mittelbar nach ſeiner Ankunft in Marſeille wurde General Petain von Zeitungsberichterſtattern mit Fragen über den Stand der Si⸗ tuation in Marokko überfallen. Der Marſchall äußerte ſich nicht gerade optimiſtiſch. Er erklärte, daß die im Gange befindlichen Operationen äußerſt ſchwer ſeien und man mit einer längeren Dauer des Krieges rechnen könne. Aus weiteren Mitteilungen des Mar⸗ ſchalls geht unzweifelhaft hervor, daß das Pariſer Parlament am aller⸗ wenigſten an Friedensverhandlungen mit Abd el Krim denkt. Nach Auffaſſung der maßgebenden Kreiſe iſt Abd el Krim nach wie vor als ein Rebellenführer anzuſehen, der ſich gegen den bekanntlich unter dem franzöſiſchen Protektorat ſtehenden Sultan von Marokko aufge⸗ lehnt hat. Mit Abd el Krim zu unterhandeln verbietet ſowohl das marokkaniſche Sultanat als auch das Preſtige Frankreichs. Demge⸗ mäß ſei es ausgeſchloſſen, daß auf der Grundlage einer Unabhängig⸗ keit des Rifgebietes mit Abd el Krim Friedensverhandlungen ge⸗ führt werden können. Merkwürdigerweiſe wird e vollkommen neue und mit den Kammererklärungen Petains Briands in ſtarkem Gegenſatz ſtehende Auffaſſung nach der Rückkehr des Marſchalls Petain in den ättern mitgeteilt. Daraus läßt ſich ſchließen, daß die jetzt in Ma⸗ rokko verſammelten franzöſiſchen Streitkräfte zu einer Offenſive gegen Abd el Krim in einer kürzeſten Friſt vorgehen werden. Den letzten Nachrichten zufolge ſind ſetzt die franzöſiſchen Angriffstruppen ſo gut wie voll⸗ zählig. Es treffen gegenwärtig einige Detachements der Marokko⸗ diviſtonen ein. Die Kampftätigkeit im Rifgebiet nahm geſtern ſtark Die Franzoſen verloren das Blockhaus Ain⸗bu⸗Aiſſan, das als ſehr wichtiger Poſten an der Uerdafront anzuſehen iſt. Der Kampf um dieſes Bockhaus dauerte drei Tage lang. Schließlich gelang es den Rifſoldaten, das Blockhaus zu umzingeln. Die darin befiadlichen 50 Franzoſen verteidigten ſich mit Handgranaten, wurden jedoch ge⸗ ſtern abend überwältigt. Faſt alle ſind in die Hände des Gegners geraten. Einige werden vermißt und werden von Erkundigungs⸗ lugzeugen auf dem Schlachtfelde geſucht Die Anſtrengungen der ranzoſen, dieſen Punkt wieder zu gewinnen, ſind bisher geſcheitert. Uebereinſtimmend lauten die Meldungen aus Marokko dahin, de jetzt eine ſehr intenſive Kampftätigkeit auf beiden Seiten herrſcht, wobei die Initiative nach wie vor auf Seiten der Riſſtreitkräfte iſt. Man glaubt jedoch, daß in den nächſten infolge der Konzentrierung bedeutender franzöſiſcher Streitkräfte die Initiative auf Seiten des Generals Naulin übergehen wird. Das beoͤrohte polen Im amerikaniſchen Institut of Politics hielt Sktrzynſki, der polniſche Außenminiſter, einen Vortrag, in dem er ausführte, daß Polen an ſeinen Grenzen vom Nationalismus und vom Kommunismus bedroht ſei. Er erklärte u..: Der Krieg hat Europa in ſeinen Grundfeſten erſchüttert. Europa ſtand am Scheide⸗ wege, und fern am Horizont erſchien das Bild der Vereinigten Staaten von Europa, der Amerikaniſterung Europas im edelſten Sinne. Wenn Europa nunmehr auf dem Pfad des Nationalismus weſterſchreitet, ſo wird einem K ührk werden, den der 0 en ee 275 Schlägt Europa die entgegengeſetzte Richtung ein, den Weg des Pommunismus, ſo wird es in einen Zuſtand geraten, von dem die jetztge Lage Rußlands nur eine ſchwache Vorſtellung gibt. Skrzynſki führte weiter aus, man müſſe nach der ſogenannten Pax amerſ- oana ſtreben, einem Zuſtande der internationalen Brüderlichkeit, bei der jeder Haß verſchwunden ſei. Die Demokratie in Polen, ſo ſchloß Skrzynſki, gelangt zwangsläufig dazu, ſich die Demokratie der Vereinigten Staaten, ihre Sormen und ihre Ziele, zum Muſter zu nehmen. Nicht nur ihr eigener Wunſch, ſondern der Zwang der ur en in Tanger aufnehmen. Umſtände macht ſte zum treueſten Verbündeten Amerikas. der Konflikt im engliſchen Bergbau binen Lamtbmgen Baldwins iſt es tatſächlich in letzter Stunde vorläufige Einigung zuſtande zu bringen. Partele vom Kabinett die ſpezifizierte Ermächtigung erhalten, derſtändige n folgendes Angebot zu machen: 1. Es wird ein Sach⸗ defitzer eingeſetzt, in dem Bergarbeiter und Gruben⸗ 1 Au n eten ſind. Dieſer Ausſchuß wird beauftragt, bis zum guſchen 1 Jahres einen Bericht über die Nationaliſterung des Am Gete enbernbaues zu erſtatten. 2. Die Regierung wird daninbarennchen Heitpuntt den Berhbau in eimer nachher noch du arbeiter ſind n Form finanziell unterſtütze n. 3. Die Berg⸗ darſenden,.f der Beibebaltung der blsher gezahſten Labne ein⸗ Ausſperen Die Grubenbeſttzer erklären ſich damit einverſtanden, ſer Swiſchen deſchuß um 14 Tage hinauszuſchteben, damit in lnien den ſchenzeit ein Abtommen auf der Grundlage dieſer Richt⸗ 0 Die 6 werden kann. Er aquete-Kommiſſion hat die Aufgabe, die Möglichkeit der vität 8 1 Nutzungsgrades und der Verbeſſerung der Produkti⸗ Vergbaue entabilität ſowie der Konkurrenzfähigkeit des engliſchen eingehend zu unterſuchen. 1 + die chu g mitgeteilt, 125 5 5 den ilt, in der beſtätigt wird, daß der Vollziehungs⸗ f en Be ben den gee ausgegeben hat, den Streik nicht zu eröffnen. en, würden daher bis zum Frühjahr unverändert Der uſtelene ekretär der engliſchen Grubenarbeiter hat der Preſſe eine der Zwiſchenzeit werde die Schlichtungskommiſſion Zeit aben, über die Lage in der Grubeninduſtrie eingehende Erhe⸗ ungen anzuſtellen. Der meret en Neuſſc des Allgemeinen Gewerkſchaftsbundes ſie ſeinerzeit ein Rundſchreiben an alle am Grubenkonflikt intereſſierten Gewerkſchaften gerichtet und dieſe er⸗ ſucht, die vorgeſehenen Maßnahmen im Falle eines Gruben⸗ arbeiterkonflikts nicht durchzuführen. Das Schatzamt teilt mit, daß über die Höhe der Unterſtützung der Großinduſtriellen noch nichts Genaues ausgeſagt werden könne. Es werde ſich darum handeln, die Grubenbeſitzer für die Verluſte u entſchädigen, die ſie durch die Nichtherabſetzung der Löhne er⸗ itten. Die Höhe der E digung wird zw 9925 10 und 20 Millionen pfund eingeſchüßzt. Nach dem Miniſter Baldwin ergriff in der Unterhaus⸗ ſitzung am Freitag der 250 Elynes das Wort und äußerte ſeine Befri ee ee e Streiks befreit worden ſel. Ebenſo äußerte ſich Lloyd Georges. Auf eine Anfrage Lloyd Georges antwortete Baldwin, daß die Regierung ein Weißbuch vorbereite. Ein Tag in der nächſten Woche werde im Unterhaus der Diskuſſion der Angelegenheit gewidmet ſein. Wegen der noch zu löſenden ſchwierigen Probleme wird an⸗ genommen, daß die 14tägige Ate ſe noch nicht für die Verhand. lungen genügt, 15 der Auſſchub der Kündigungsfriſt verlängert werden müſſe. In der konſervativen Partei gibt es viele Unzufrie⸗ dene darüber, daß die Regierung„umgefallen“ iſt, nachdem Baldwin kurzvorher noch die ſtaotliche Underſtützung abgelehnt hatte. *Steigender Brotpreis in Frankreich. Der Brotpreis iſt in gecde am Freitag von 1,60 Franken auf 1,65 Franken pro Kilo geſtiegenn„ 5 Elſaß-Lothringen vorſieht, der ganzen Welt und zurzeit 55 Flugzeuggeſchwader zu durchſchnilt⸗ Aus der Welt der Lechnik Nie wieder Krieg!l: Eine ehrliche deuiſche Ankwork Nie wieder Krieg! Unter dieſer märchenhaft verheißungs⸗ vollen Parole werden in dieſen Tagen, wo ſich der Gedenktag des Kriegsausbruchs zum elſtenmale jährt, vielerorts in deutſchen Landen von pazifiſtiſcher und ſozialdemokratiſcher Seite Maſſenverſammlungen einberufen. Dabei fällt es auf, daß ſich die ſozialdemokratiſche Agitation auf dieſem Gebiete lange nicht mehr mit dem Elan entfaltet, wie in den früheren Jahren. Im ſozialdefno⸗ kratiſchen Zentralorgan, dem Berliner„Vorwärts“, der ſonſt wochen⸗ lang vorher in ſpaltenlangen Aufrufen und mit Rieſenüberſchriften zu Kundgebungen und Umzügen die Maſſen auf die Straßen rief, iſt es heuer auffällig ſtill geworden. Der Grund hierfür wird wohl in erſter Linie in kechniſchen Rückſichten zu ſuchen ſein, weil man die Maſſen, die man kürzlich erſt zum Proteſt gegen den„Zoll⸗ und Brotwucher der Regierungsparteien“ auf die Straße rief, nun nicht ſchon wieder bemühen mag. Dies um ſo weniger, als ſich inzwiſchen wohl auch die ſozialdemokratiſche Parteileitung darüber klar ge⸗ worden iſt, daß die Nie⸗wieder⸗Krieg⸗Parole bei uns zu Lande längſt überflüſſig geworden und die Stoßkraft der erſten Nachkriegsjahre völlig eingebüßt hat. Das Echo, das ſie heute noch findet, kann bei allen, die nicht völlig blind und taub in den Tag hineinleben, ſondern ſehen und hören, was ringsum in der Welt vorgeht, nur ein ironiſches ſein. Von einer Handvoll nicht ernſt zu nehmender Schwadroneure abge⸗ ſehen, denkt bei uns kein Menſch mehr an einen von uns zu unter⸗ nehmenden Krieg. die Deutſch⸗völkiſche Freiheits⸗ partei, die in den erſten Nachkriegsjahren einen ſo ſtürmiſchen Zulauf hatte, ſchrumpft immer mehr zuſammen und die lange Jahre hindurch in heftiger Oppoſition zur Reichsregierung und ihrer„Er⸗ füllungspolitik“ ſtehenden Deutſchnationalen ſitzen heute in der Regierung und haben ſich kürzlich erſt ausdrücklich zu dem außen⸗ politiſchen Programm Dr Streſemanns bekannt. Dieſes Programm aber baſiert aus tiefſter Erkenntnis der weltpolitiſchen und weltwirt⸗ ſchaftlichen Zuſammenhänge und ſtärkſtem nationalen Selbſterhal⸗ tungstrieb heraus, auf ehrlichſtem Friedenswillen. Nicht durch einen neuen Krieg, der die endgültige Vernichtung Hanz Eu⸗ ropas bedeuten würde, ſondern„durch Opfer und Arbeit“ will die verantwortliche Reichsregierung das deutſche Volk zu ſeiner ihm nach Volkskraft und Leiſtung zukommenden Weltgeltung und zur Freiheit zurückführen. Zur Bekräftigung deſſen, daß wir es ehrlich meinen, haben wir durch unſer Angebot eines gegenſeitigen Garantie und Sicherheitspaktes, das bekanntlich den freiwilligen und damit end⸗ gültigen Verzicht auf ein ſo herrliches und wertwolles Land mie e wie er überzeugender nicht gegeben werden kann. Völlig ſmmnſos alſo iſt, wenn dem deutſchen Volke, das, wie ſeder weiß, trotz ſeiner völligen Waffenloſigkeit und Ohnmacht unter dauernde Kontrolle und Beſpitzelung feindlicher Abgeſandten geſtellt iſt, aus den eigenen Reihen heraus das abgegriffene Schlagwort von dem„Nie wieder Krieg“ entgegenſchallen würde. In unſerem, von ehrlicher Friedensbereitſchaft erfüllten Ge⸗ wiſſen können ſolche leidenſchaftlichen Anklagen der en pazifiſtiſchen und kommuniſtiſchen Internationale kein Echo Statt mit ſolchen Ergüſſen bei uns im waffenloſen D chland offene Türen einzurennen, täten dieſe Herrſchaften beſſer, ihre An⸗ klagen gegen die„Kriegsgefahr“ und den„imperialiſtiſchen Krieg in allen Hauptſtädten Frankreichs, Englands, Polens uſw. unter die Menge zu bringen. da aber ſind ſie bedeutend vorſichtiger und agitieren mehr im geheimen. Sie wiſſen auch warum. Denn wo ſie mit ihrem dortzulande ſehr angebrachten Kampf gegen Mili⸗ tarismus und Imperialismus ſich etwas zu weit vorwagen, werden ſie von den Häſchern der Staatsautorität ſofort gefaßt und mund⸗ tot gemacht. Erſt dieſer Tage ging die Meldung durch die Zei⸗ tungen, daß eine große Anzahl franzöſiſcher Kommuniſten, die bei antimilitariſtiſcher Agitation gegen den Marokkofeldzug ertappt wurden, von einem franzöſiſchen Kriegsgericht zu langen zeiells⸗ ſtrafen verurteilt worden iſt. Und in England iſt es nicht anders. Von dem ſeit Jahr und Tag ſchon völlig entwaffneten Deutſchland verlangt man zwar auch in England aus übelſter Heuchelei heraus, immer noch mehr „Abrüſtung und ſcheut ſich ſogar nicht, außer reſtloſer erieller Abrüſtung, auch eine„moraliſche“ deutſche Abrüſtung, eine„Ab⸗ rüſtung des Geiſtes“ zu verlangen. Selbſt aber rüſtet man, allen Verſprechungen, ſchönen Redensarten und Konferenzbeſchlüſſen zum Troß, bis zur äußerſten Grenze. Was ſollen wir von dem angeb⸗ lichen engliſchen Verſtändnis für den Sicherheitspakt, der doch mit einer allgemeinen Rüſtungsverminderung Hand in Hand en muß, halten, wenn die ſchöne Theorie von der Praxis in ſolcher Weiſe totgeſchlagen wird, wie es gerade dieſer Tage wieder in England geſchehen iſt? Müſſen wir es nicht als einen blutige Hohn auf die von uns in ehrlichem Bemühen angeſtrebte Berwikt. lichung eines gegenſeitigen Sicherheitspaktes empfinden, wenn in dieſer Woche vom engliſchen Parlament ein Kredit von 58 Millionen Pfund Sterling für das neue Flotten⸗ bauprogramm der Admiralität bewilligt worden iſt? Weder die Liberalen noch die Arbeiterpartei haben das verhindern können. Lloyd George, der uns im Weltkriege als der Mann des Knockout ſo verhaßt geworden ift, ſeitdem er nicht mehr zur Re⸗ gierung gehört, aber öfter von friedfertigen Anwandlungen 7 wird, hat zwar eine ſchöne Rede gegen die neuen Flottenrüſtungen ehalten, die das„moraliſche Preſtige Großbritanniens gerſtören“, e hat NeN t das ere r Und der nicht minder önen Rede des Arbeiterführers Macdonald, die ſogar in einen ntrag auf Herabſetzung des Flottenetats ausmündete, war der⸗ ſelbe erfolg beſchieden. Unvergeſſen iſt übrigens, daß auch Macdonald noch im Vorſahre als Chef der Arbeiterregierung dem lottenneubauprogramm der Admiralität ſeine Zuſtimmung gad. uch wenn er ſich jetzt gegen weitere Rüſtungen wendet, ſo iſt er als nüchtern denkender Engländer von dem Glauben an„Nie wie⸗ der Krieg“ doch weit entfernt. Seine jetzige Oppoſition gegen das neue Flottenbauprogramm begründet er in ſeiner vorgeſtrigen Unterhausrede ausdrücklich damit:„es ſei während der näch⸗ ſten zehn oder zwölf Jahre() keine Einwirkung der politiſchen Lage zu erwarten, die einen Krieg notwendig oder unvermeidlich machen würde.“ Und im übrigen enthält ſeine Rede die bezeichnenden Sätze:„wenn ſich irgend jemand vorſtelle daß Frankreich der mögliche Feind Englands ſein könne, ſo ſei das Problem kein Flotten⸗, ſondern ein Luft flottenproblem. Wozu zur Information zu bemerken iſt, daß die engliſche Luft⸗ macht nach einer kürzlich erfolgten Mitteilung des Luftminiſters Fir Samuel Horace jetzt dreimal ſo ſtark iſt, wie vor drei Jahren 9 23— ——— — 2. Seite. Nr. 351 Nene Mannheimer Jeitung[Mittag⸗Ausgade) ANAAAAAAAi2 Samskag, den 1. Auguſt 192— lich je 12 Apparaten beiitzt, während Frankreich angeblich „nur“ 40 zu je 9 Apparaten hat. Uns„deutſchen Militariſten“ abet erlaubt man nicht einmal ein einziges größeres Luſtſchiff zu bauen, das einem ſo friedlichen und kulturellen Zwecke die der Erfor⸗ ſchung des Nordpols dienen ſoll. Was aber die Wechſelwirkung zuiſchen dieſem Wettrüſten und dem Juſtandekommen eines C her⸗ heitspaktes angeht, ſo haben wir der Kritik des enoliſchen Blattes der„ECconomiſt“ nichts hinzuzufügen, das ſchreibt:„Wie können wir erwarten, daßein Pakt oder irgend ein anderes Inſtrument Frieden ſichern kann, wenn wir eine ſolch praktſiche Dewon⸗ ſtration unſeres Unglaubens an ihn geben?“ Dieſer Stand der Dinge hält den Pariſer„Temps“ jedoch durchaus nicht davon ab, dafür einzutreten, daß die Räumung der Kölner Zone erſt dann erfolgt, wenn man ſehen könne, in welchem Jeiſte Deutſchland die Entwaffnungsbedingungen erfülle. So geſucht naiv und herausfordernd angeſichts deſſen, was zurzeit kingsum in der Welt vorgeht, dieſe Aeußerungen des bekannten Pariſer Hetzblattes 4 ſind, ſo wollen wir ihm eine ehrliche deutſche Antwort doch durchaus nicht vorenthalten: Wit Deutſchen lieben den Frieden, dieſes köſtlichſte Geſchenk des Him⸗ mels und erſehnen nichts heißer, als daß er uns und der ganzen Welt nach der vorausgegangenen furchtbaren Prüfung möglichſt lange erhalten bleiben möge. Aber wir ſind uns in Kenntnis der vieltauſendjährigen Weltgeſchichte und der menſchlichen Charakter⸗ veranlagung, die ſich gleich geblieben iſt, ſo lange die Welt beſteht, ſchweren Herzens darüber klar, daß es, ſolange es Menſchen gibt, menſchlicher Vorausſicht nach niemals einen ewigen Völkerfrieden und internationale Menſchheitsverbrüderung geben wird. Die von ſchönen Menſchheitsträumen und Gefühlsduſeleien allzeit unbe⸗ ſchwerten Engländer wiſſen ganz genau, daß der Krieg nie aus der Welt zu ſchaffen ſein wird, daß das Recht immer nur bei der Macht iſt und daß ein großes Volk nur die Wahl hat, entweder Hammer oder Amboß zu ſein. Deshalb auch jetzt wieder überall in der Welt die rieſigen Rüſtungsanſtrengungen. Die berühmten Worte der alten Römer: si vis pacem para bellum(wenn Du den Frieden willſt, dann bereite Dich vor auf den Krieg), gelten leider auch noch für unſer Zeitalter und werden ihre Geltung behalten, bis alle 0 en zu Engeln geworden ſind. Eine furchtbare Geiſel der e iſt der Krieg, aber er wird ſich, ſo fürchten wir, ebenſowenig aus der Welt ſchaffen laſſen wie Vulkanausbrüche, Erd⸗ beben und Volksſeuchen. Und im übrigen wiſſen wir, daß wir Feic allzumal Sünder ſind, daß aber auch der Frömmſte nicht im rleden leben kann, wenn es dem böſen Nachbarn nicht gefällt! Wenn wir trotzdem auf alle nur erdenkbaren gegenſeitigen Verabredungen, Sperrmaßnahmen und Sicherungen zwiſchen den Völkern hinarbeiten, um jeden neuen Kriegsausbruch ſo ſehr als möglich zu erſchweren und der Segnungen einer möglichſt langen Friedensperiode teilhaftig zu werden, ſo erfüllen wir damit nur unſere elementarſte ſittliche Pflicht gegenüber unſerem Volke und auch gegenüber der ganzen Menſchheit. Nach deutſcher Auffaſſung iſt Polltik nicht nur„die Kunſt des Möglichen“, ſondern auch, um mit den Worten des Reichsaußenminiſters Streſemann zu ſprechen: Das Streben nach Zdealen. Dieſe Auffaſſung darf uns aber nicht abhalten, die weltpolitiſche Entwicklung mit nüchternen Augen zu beurteilen und die nötigen Schlüſſe für uns daraus zu ziehen. Wenn und ſowelt wir das tun, werden wir in dleſen unſeligen Erinnerungstaſſen ſtatt in den zweckloſen Ruf: Nie wieder Kriegl einzuſtimmen, den Schrei aus Millionen Kehlen: 0 Wir brauchen Sicherheit! in die waffenſtarrende Welt hineinrufen. H. A. Meißner. die Steuerberatungen im Keichstag e Berlin, 1. Aug.(Von unſ. Berliner Büro.) Die Steuer⸗ berafungen erfuhren in der Freitagsſitzung eine lange Unterbrechung, da zunächſt über die von den Regierungsparteien beantragte Ver⸗ längerung des Notetats bis zum 30. November entſchieden werden mußte. Bei der Gelegenheit wurde auch wieder einmal die Lageder Beamtenſchaft einer gründlichen Erörtrung unter⸗ zogen. Das Gerücht von einer unmittelbar bevorſtehenden neuen Gehaltserhöhung der Beamten, hat ſich als zum mindeſten verfrüht erwieſen, denn der Finanzminiſter v. Schlieben iſt allen dahin zielenden Anregungen energiſch mit einem dategorlſchen Nein ent⸗ gegengetreten. Unmöglich könnten aus den Ueberſchüſſen des Vor⸗ jahres, von denen man nicht wüßte, ob ſie im künftigen Etat wieder⸗ kehren würden, laufende Mehrausgaben gedeckt werden. Als beſon⸗ deren Grund für ſeine ablehnende Haltung führte Herr v. Schlieben die Jinanzmiſere der Länder ins Feld und vor allem als unleugbar ſtärkſtes Argument die kritiſche Lage der Reichsbähn, die ihrerſeits die Mittel u einer Beſoldungsaufbeſſerung nur durch eine weitere für die Ge⸗ danchelt des Volkes kaum tragbare Erhöhung der Tarife aufbringen könnte. In den Kreiſen der Beamtenſchaft wird dieſe Schliebenrede herbe Enttäuſchung ee und namentlich in den unteren recht kärglich beſoldeten Gruppen böſes Blut machen Immerhin wird man es Herrn v. Schlieben von ſeinem Standpunkt aus nicht ver⸗ argen können, weim er an dem Grundprinzip einer geſunden Finanzpolitik„keine Ausgaben ohne Deckung“ auch in dieſem Falle ſeſthalken möchte. Die Sozialdemokraten, die ſich beſonders liebe⸗ voll um die Beamten bemühten, hatten es in dieſem Falle etwas leicht. Ihre Antrüge verflelen aber ſchließlich der Ablehnung, ob⸗ wohl die Demokraten ihnen ihre Unterſtützung liehen. Auch bei der Verlängerung des Notetats ſetzte die Regle⸗ rungsmehrheit ihren Willen durch. Im Einzelnen war dieſer erſte Teil der Debatte wieder teich an unerfreulichen Zwiſchenfüllen, die von den Kommuniſten hervo ſfen wurden. Namentlich die Jungfernrede des Abg. Nri der direkt aus dem Gefängnis in den Reichsbag verpflanzt worden iſt, war auf einen ſolchen Goſſenton geſtimmt und ſtrotzte andererſelts von niedrigſten Ver⸗ fungen, konnte, die Ent⸗ — 4 burber N Luft— Trotzdem käte man in den bürgerlichen Fraktionen vielleicht beſſer, ſich nicht aufputſchen zu laſſen. Der Anſtändige zieht bei ſolchem ſtinkigem Bombenkrieg in der Regel doch den Kürzeren Wer ein reines Ge⸗ 21 9 braucht ſich auch über Anſchuldigungen, wie etwa die, daß er lt in die Sitzung gekommen ſei, nicht aufzuregen. 0 ee 1925 n e ü ſu haben, Gr⸗ eventlow, e— zum wi vielten male— fur ine Zwecke ausbeutete, verſetzte die Sozial⸗ demokratie, inſonderheit den greiſen Bernſtein, in helle Erregung. Im übrigen fand ein, den hochmütigen Geiſt ſeines völkiſchen Er⸗ zeugers atmendes völ Mißtrauensvotum gegen die Streſemannpolilblk, außer bei den Kommuniſten, nirgends Zuſtimmung. Die Steuerdebatte, zu der man nach dieſer Abſchweifung zurück⸗ kehrte, nahm, wenn mam ſo ſagen darf, ihren vorſchriftsmäßigen Verlauf Ddie Vermögensſteuer wurde ongenommen, und, o Zeichen und Wunder— ein gemokratiſcher Verbeſſerungsantrag, der für alte und erwerbsloſe Ehegatten eine gewiſſe Milderung bringt, vermag ſich ſogar durchzuſetzen. Verhältnismäßig ſchnell folgte das Schweſtergeſetz, die Erbſchaftsſteuer. Als letzte⸗ zam geſtern das Reichsbewertungsgeſetz an die Reihe, das in den Grundzügen auch von der Oppoſition gebilligt wurde. Nachdem dann noch der Reichstagspräſident Löbe noch ver⸗ kündet hat, daß dieſenigen Abgeordneten, die von der„Roten Fahne“ des übermößigen Alkoholgenuſſes geziehen worden ſind, gegen das Vlatt Strafantrag geſtellt hätten, wurde nach enehr als zehnſtündi⸗ er Sitzung die Weiterberatung auf Samstag vormittag vertagt. Neue Kommuniſtenkrawalle [Berlin, 1. Auguſt.(Von unſerem Berliner Büro). In den Kreiſen der e ſcheint man nach dem verhältnis⸗ mäßig glatten lauf der geſtrigen Sitzung neue Hoffnungen ge⸗ ſchöpft zu haben und es wird offenbar damit gerechnet, daß in etwa 10 Tagen das geſamte Arbeitsprogramm einſchließlich der Zollvor⸗ lage getätigt ſein wird. Ob dieſe Kalkulation richtig iſt, bleibt abzu⸗ warten. Wenn man an ein Einſchlafen der Obſtruktion glaubt, ſo iſt das wohl vielleicht eine Täuſchung. Die Kommuniſten je⸗ denfalls planen nach Andeutungen, die heute in der„Roten Fahne“ gemacht werden, neue Vorſtöße. Der Beſchluß, die heutige Reichstagsſitzung bereits um 10 Uhr beginnen zu laſſen, wird von den Kommuniſten als Verſuch gedeutet, die Weiterberatung der Amneſtievorlage im Rechtsausſchuß zu verhindern, da während der Plenarſitzung bekanntlich keine Ausſchüſſe tagen. Darüber dürfte es noch zu ſcharfen Auseinanderſetzungen kommen. Lohnverhandlungen bei der Neichsbahn [Berün, 1. Auguſt.(Von unſerem Berliner Büro). Heute beginnen zwiſchen den Vertretern der Arbeitnehmerorganiſationen und der Reichsbahngeſellſchaft die Vorverhandlungen über einen neuen Lohntarif, der am 31. Auguſt abläuft. Von den Gewerkſchaften wird eine allgemeine Erhöhung der Löhne um 5 Pfennig für die Stunde verlangt. Ob auch diesmal wie hei der letzten Lohnherauf⸗ ſetzung im Monat März die Reichsbahn eine Steigerung der Tarife vornehmen wird, muß zunächſt abgewartet werden. Im„Berliner Tageblatt“ wird von fachmänniſcher Seite darauf hingewieſen, daß der Reichsbahngeſellſchaft aus der letzten 10prozen⸗ tigen Perſonentariferhöhung ein Reingewinn von 6823 046 Reichs⸗ mark monatlich verblieben iſt. Jentrum und Jollvorlage Berlin, 1. Auguſt.(Von unſerem Berliner Büro). Geſtern nachmittag trat im der Fraktionsvorſtand der Zentrums⸗ partei zufammen, um zur Jollvorlage Stellung zu nehmen. Wie das„Berliner Tageblatt“ hört macht ſich bei der Zentrums⸗ arbeiterſchaft ein wachſender Widerſtand gegen die Haltung der Partei in dieſer Frage bemerkbar. Gerüchtweiſe verlautet, daß ez in der Sitzung, in der die Kompromißbeſchlüſſe vereinbart wurden, zu Meinungsverſchiedenheiten zwiſchen dem Reichskanzler Luther 7 den führenden Perſönlichkeiten der Zentrumsfraktion gekommen ei. Studententag in Berlin Der 7. ordentliche Studententag zu Berlin wurde am Freitag abend mit einer Feier in der Staatsoper am hife eröffnet. Im Namen der Studentenſchaft begrüßte ſtud. phil. Juling bie Verſammelten und teilte mit, daß die Studentenſ urſprünglich den diesjährigen Studententag im Rahmen der auſendfeier in Bonn abzuhalten beabſichtige. Die Beſatzungsbehörde habe je⸗ doch die Veranſtaltung verboten. Daraufhin hat ſich die Studenten⸗ ſchaft für die Reichshauptſtadt entchſolſſen und der Tagung die Be⸗ zeichnung„Bonn⸗Berlin“ gegeben. Der Sprecher 17 unter dem Beifall der Verſammelten dem Wur e Ausdruck, daß die nächſte Tagung in Bonn abgehalten werden könne.— Dann begrüßte der Rektor der Berkiner Univerſität, Geheimvat Holl, die Teilnehmer der Tagung. Der Reichspräſident empfing die Leitung des in Ber⸗ lin verſammelten deutſchen Studententages. Cand. Ing. Hilgenſtock⸗ Hannover überbrachte dem Reichspräſidenten das Treugelöbnis der deutſchen Studenten. In ſeiner Antwort entbot der Reichspräſt⸗ dent der deutſchen Studentenſchaft ſeine aufrichtigen Grüße und Wünſche für den Erfolg Hrer Tagung. die Lage im Nuhrkohlenge biet Wie aus Bochum gemeldet wird, haben die Bergarbeiterver⸗ bände die Lohnordnung für den Bergbau zum 31. Au⸗ guſt gekündigt. In dem Kündigungsſchreiben iſt die Höhe der neuen Lohnforderung noch nicht angegeben. Dieſe wird bei den Verhandlungen bekanntgegeben werden. Heute(Samstag) hält der Zechenverband eine Zechenverbands⸗ ſitzung ab, in der wahrſcheinlich über die Kündigung des Arbeits⸗ zeitabkommens beraten werden ſoll. Man geht wohl nicht fehl, in der Kündigung der Lohnordnung durch die Arbeitnehmer eine wirt⸗ ſchaftliche Maßnahme der Arbeitnehmer zu ſehen, um ihre Poſition gegenüber der drohenden Kündigung des Arbeitszettabkommens zu ſtärken. Am Montag und Mittwoch treten in Berkin und Eſſen die in den Berliner Beſprechungen des Ruhrbergbaues mit der Reichs⸗ regierung eingeſetzten Ausſchüſſe zu Beratungen über die Lage im Ruhrbergbau zuſammen. Bergarbeiterſtreik in Amerika? Aklankic Citn, 1. t. Der der Bergar belter⸗ gewerkbſchaften John Ve d heute, 800 ein Streik der 2 arbeiter in den Anthrazitkohlenbergwerken unvermetdlich ſei, da Haltung der Bergheren keinen anderen Ausweg offen ließen. *. Das befreite Ruhrgebiet Ueber die endliche— des erhält das B. T. aus Eſſen folgendes Stimmungsbild: Bereits heute (Freitag) abend 8 Uhr wird kein franzöſiſcher Soldat mehr auf weſt⸗ fäliſchem Boden weilen. Die haben davon abgeſehen, Kontrollorgane zurückzulaſſen. Ddie Bevölkerung empfindet eine tlefe und ſpontane Freude Über den Abzug der Franzoſen. Obgleich über offizielle Kundgebungen noch keine Beſtimmungen gegrofßer worden 10 K5 doch bei der Bevölkerung der Wunſch, der Freude über die Befreiung durch Feiern beſonderen Ausdruck zu verleihen. Vor allem ſind nun die Stadtverwaltungen von jeder Bevormundung frei. Auch die Polizeigewalt iſt nun wieder her⸗ geſtellt. Die Schupo wird wieder nach Eſſen zurückkehren. Luft⸗ ſchiffahrt und Radio können nun wieder im Ruhrgebiet eingerichtet werden. Heute werden bereits die erſten Ankennen errichtet. Morgen wird auf der Bauausſtellung in Eſſen das Berliner Rund⸗ unkprogramm durch Lautſprecher verkündet werden. Am Sonntag indet ein großer 5 von Junkers Großflugzeugen über dem befreiten Einbruchsgeblet ſtatt. Während der ganzen Räumung hat ſich kein Zwiſchenfall ereignet. die Danziger Haſenfrage 22 ee e 1 2 5 irk fü n polniſchen enſt umgrenzen f 4 1 Gebeude des Völkerbundes bis nach 9 ÜUhr verhandelt. ohne den Bericht, über den bereits grundſätzlich Einigung beſtanden hatte, beenden zu können Die Einſgung innerhalb der Kommiſſton üüber die Aufſoſfung des Hafenbezirkes, der nach dem Gutachten ides internationalen Gerichtshofes dem polniſchen Poſtdienſt zuzuweiſen iſt, ſcheint bei der Einzelberatung in die Brüche gegangen zu ſein, ſodaß in der Kommiſſion von neuem Meinungsverſchiedenheiten über den Umfang des Hafenbezirkes entſtanden ſind. Die Kommiſſion wird heute— Samstag— weiter beraten, wahrſcheinlich aber den ganzen Tag für ihre Beratungen brauchen. Nach der Fertigſtellung des Berichtes, die kaum für heute abend zu erwarten iſt, wird der Bericht dem Belkerbundsrate zugeſtellt wer⸗ den. Er ſoll auch dem Danziger Völkerbundskommiſſar zur Kennt⸗ nisnahme überreicht werden. nothilfe für die vertriebenen deutſchen Optanten Wie wir erfahren, wurde von der preußiſchen Regierung— Freitag eine größere Summe als erſte finanzielle Nothilſe n. Schneidemühl abgeſandt. Anfang nächſter Woche wird ſich 95 preußiſche Innenminiſter Severing nach Schneidemühl begeben. 15 die Durchführung der Notſtandsarbeiten in Augenſchein zu nehe In Schneidemühl wurden ſämtliche freien Räume für die ungen lichen Vertriebenen zur Verfügung geſtellt. Bei den Pore? ter handelt es ſich meiſt um Landwirte, Landarbeiter und Handwegg Von den 20 000 Opfern der polniſchen Ausweiſung ſind bereits“ 0 5 in Deutſchland eingetroffen. Einige wenige haben reits in der Grenzſtadt Arbeit gefunden. icht Wie aus Warſchau gemeldet wird, iſt in Polen noch n— geſchehen, um die aus Deutſchland zurückkehrenden polniſchen 91800 ten unterzubringen. Der Staat hat für die zurückkehrenden 0 0 Perſonen bisher nur 300 Wohnungen zur Verfügung geſte 5 Ueberall werden die bereits aus Deutſchland in Polen eingetroffen, Optanten dem größten Elend preisgegeben.— In einer Ver 1 1 lung des berüchtigten polniſchen Weſtmarkenvereins, der bebannt 1 die polniſche Regierung zur Austreibung der Deutſchen gedrängt 15 kam es zu erregten Proteſten der volniſchen Rückwanderer, ſodaß Mitglieder des Vorſtandes des Weſtmarkenvereins die Flucht greifen mußten. Die Beſtechungsaffäre im Reichsmonopolamt ſel Berlin, 1. Aug.(Von unſerm Berliner Büro). Zu der Soch ſchleberaffäre, in der mehrere große Firmen der Einfuhrſcheing 1 ſchung beſchuldigt werden. insbeſondere die Saarländiſche Firma⸗ 8 fons Schick u. Co. wird. wie eine Lokalkorreſpondenz zu melden weiß, neuerdings der Verdacht geäußert. daß nicht nur die ſetzt m das Verfahren hineingezogenen Beamten beſtochen worden ſind, 97 dern daß noch weitere höhere Beamte der Reichsmonovolverwallſge in Frage kommen. Eine derfenigen Perſönlichkeiten. die den 1 ſchuldiaten Beſtechunasgelder gegeben haben ſoll, hat die Auee hierüber verweigert. ffeſtgeüellt iſt ſedenfalls, daß es ſich um 5 lilonen von Goldmark handelt. die teils in Baraeld, teils Form von Geſchenken in die Taſchen der Beamten gefloſſen * Die Firma Alfons Schick ſoll Weindeſtillate franzöſiſchen 1 ſprungs mit Beſcheiniaungen der Handelskammer Saarbrücken. 15 dieſe der ſaarländiſchen Produktion entſtammten, nach Deutf 95 eingeltefert haben. Durch das Verliner Büro der Firma ſollen en deutende Mengen dieſer Weindeſtillate abgeſent worden ſein. nos⸗ hineingezogen in den Kreis der Firmen. die an den Einfübru in geſchäften beteiliat waren, iſt die Firma Conſten in Aachen. dach aroßen Mengen Syrit belaiſchen Urſprunas nach Deutſchland bra — 5 Unterſuchung dürfte feſiſtellen. ob dieſe Einfuhr legal war—.ñ ni⸗ 5 77 Badiſche Politik Baden gegen die Beſetzung des Verwalkungsrates Die Rentenbankkreditanſtalt Nach einer Berliner Meldung hat Baden gegen die Verhelung der Size im Verwaltungsrat Rentenbankkreptten, ſtalt Einſpruch erhoben. Nach dem kürzlich vom Reichs b hat len, abſchiedeten Geſetz über die Deutſche Rentenbankkreditanf der Reichsrat für den Verwaltungsrat elf Mitglieder zu b derß die auf dem Gebiete des landwirtſchaftlichen Kreditweſens beſo 55 bewandert ſind. Der Reichsrat beſtellte nun für auf Baden und Heſſen Gutsbeſttzer Freih. v. Stauffenberg. Hierge erklärte der Vertreter der badiſchen Regieru ng ich gegen ö infpruch echeden zu müffen, da pie danderſrif genützte Fläche in Würktemberg, Baden und Heſſen mehr 1 e Doppelte der entſprechenden Fläche in jedem der Länder a und Mecklenburg betrage und daß ſich die Jahl der landwirtſche lichen Betriebe in Württemberg, Baden und Heſſen auf menach das Vierfache der Betriebe in Sachſen und das Siebenſeen der Betriebe in Mecklenburg belhaufe. Der Vertreter von Seſhe⸗ ſchloß ſich dem Proteſt an. Der Reichsrat beſchloß dann die men ſtellung der Mitglieder des Verwaltungerates gegen die Stim Badens und Heſſens. Letzte Meldungen Ein Pockenfall in Duisburg Duisb 81. Jull. Ein Fall weape 1 im Hſe aae in der rerete er e der en Kreigarzt am ſtgeſt ſich bei einem Beſuch eined Kranken angeſteckt— muß,. dig in eine berbaracke verbracht. perrungem Seuche, Be zu Schiff—— ſein muß, find—2 Jeuer im Reichswehroffizlerkaſino in Juterbog — ZJüterbog, 81. Jult. Das dersba der iſt einem Branbe gum Opfer e Ein—.— Teil beh ktars konnte et werden. Die— 5 Reſe deß den voraus fichtlich niedergelegt Die Koſten der Hannoverſchen heldebrandberlmpfung — Berſin, 1. Wie der Preſſedcch der keit einer weiteren Verbreitung der gr in der Provinz Hannover— baben, din e⸗ der Koſtendeckung der Brandlöſchungsarbeiten Fencne W kannt, bei Bekämpfung dieſer Brände Techmiſche 92 tet Re D 4 8 5 in aufopfernder Weiſe Hllfe „ daß die Betroffenen. denen ſhen durch die Brände coher Scheden entſtanden dung bie t wel⸗ date 5 bie er übermäßig e ſe wenden denhn e gregierun, e ebernahme lichen Intereſſe enfftandenen Koſten dereiſs m mahlwollenbe wägung gezogen hat. Schiffsbrand— — Wien, 81 FJull. Mach einer Bukaveſter Meldung der n gon Fenen Preſſe, gertet geſtern das Schiff ⸗Ingried“ inn Hafeſge⸗ in 15. eß eine Ladu 15 ommen olge der loſion erlitten 8 Perſon inen Brandwunden. 5 Matrwſe ſt ſPeae im Kranke 1e Verletzungen erlegen, drei andere ſind lebensgeführlich.. per⸗ Das Schiff mußte wegen der Gefahr einer neuen Exhloſto ſenkt werden. Dankangeſtelſtenſtreik in Jrankreich etrol Varis, 81. Jull Wie zu erworten war, hat ber mmen der heute ee de Strell Gegenwärtig befinden ſich etwa 10 000 Angeſte direl, Caillaux empfing heute nachmittag eine Abordnung der Var Panl. toren, und man beſtätigt, daß Caillauz die Forderungen der gank⸗ angeſtellten unterſtützt. In Nantes Faben ſich die meiſten angeſtellten der Bewegung angeſchloſſen. Die Lage in China Bohtot — London, 81. Juli. In Amoi hat die chinefiſche„ſchärt bewegung gegen die Engländer ſich in den letzten Tagen verſ efah⸗ Ein engliſches Kanonenboot iſt bon Hangkong nach Amoi ren, da man dort Unruhen befürchtet. Neue Erdbeben in Kalifornien for· E Newyork, 81. Juli. In verſchiedenen Gegenden 15 Neu⸗ niens einſchließlich der Stabd Barbara, ferner wurden Mexiko, Kolorado, Kanſas, Oklahoma, Texas und Honolulu beilwetſe heftige Erdſtöße verſpürt. A2 SSNAS Ereeerr EUFU — dede Ae Diale für „Vamstag, den 1. Auguſt 1928 Keue Mannheimer Jeitung(Mittag⸗Husgabe) 8 + 3. Seite. Nr. 351 Unſere Bilder der Woche ſind der heutigen Ausgabe beigelegt. Sie enthalten: Zum Tode von Lovis Corinth mit Bildreproduktionen— Ddie Schul⸗ farm Scharfenberg bei Tegel— Die Tragödie im Eiſe: die Reſte der Skefanſon⸗Expedition von 1914— Von der Hitzewelle: Eine erwünſchte Abküh⸗ lung— Im Lande der Windmühlen— Von einer deulſchen Weltſtudienreiſe— Wann lebte der erſte Menſch?— Ein intereſſantes Verkehrsbild— Aus aller Welt. Bezugspreis der Neuen Mannheimer Seitung wonalich. eee Wirtſchaſtliches und Soziales Ablehnung des zweilen Schiedsſpruches a Pforzbeim. 31. Juli. Die Arbeitnehmer baben bei ihrer Ab⸗ 1 ung geſtern Abend über den neueſten Schiedsſpruch die⸗ 9 7 aroßer Mehrheit abaelehnt. Das Ergebnis iſt folgen⸗ Dafl Wgeſtimmt bhaben 11 73. davon haben 8591 dagegen und 2482 Au r geſtimmt. Die Landarbeiter haben in manchen Orten aeſchloſ⸗ 4 8 den Schiedsſpruch geſtimmt. In einer heute Mittag zwi⸗ 15 11 und 12 Uhr abgehaltenen Sitzung des Arbeitgeberverbandes Suürde über den Schiedsſpruch abgeſtimmt und zwar wurden 431 5 ummen dagegen und nur 40 Stimmen dafür bei zwei Stimmen⸗ thaltungen abgegeben. Somit iſt auch dieſer zweite Schiedsſpruch 00 n. Zur weiteren Kläruna der Sachlage wird jetzt das Reichs⸗ beitsminiſterium angerufen. die zukünſtigen Steuerabzüge Von Generalſekretär Wilhelm Jecht(Berlin) Mit der Verabſchledung der neuen Steuer geſetze iſt eine neue berune der Lahn. und Gehaltsgdolge verbunden, die am 1. Ok⸗ Steuerdleſes Jahres in Kraft tritt. Damit ſind die gegenwärtigen den rabzüge, die mit dem Steuerüberleiſtungsgeſetz beſchloſſen wor⸗ bei baren, nur vier Monate in Kraft geblieben. Ob das gerade Lohn⸗ und Gehaltsſteuern beſonders glücklich iſt, ſei dahingeſtellt. weil i nderung macht ſich in den Betrieben unangenehm bemerkbar, die ſie eine Umſtellung erfordert. Sie bringt außerdem Unruhe in Wöſünoße Zahl der Lohnſteuerpflichtigen; beides trifft für die neue ſchlechte zu. Zeitweiſe war ſogar die Gefahr einer großen Ver⸗ og. Erfeng vorhanden. Beſtehen bleiben die bisherigen Sätze des 0 5 piſtenrminimums; ſie waren durch das Steuerüberleitungsge⸗ 50 monatlich 60(wöchentlich 15„ ab 1. Juni auf moncklich Leſ(wöchentlich 18.60) erhöht worden. Der ſchon in der erſten brachte Einkommensſteuergeſetzes von Arbeitnehmerſeite vorge⸗ 100 K4 Wunſch auf Erhöhung des Exiſtenzminimums auf monatlich Intiati ging diesmal noch nicht in Dagegen wird durch daß das der Regierungsparteien dafür Sorge getragen werden, Neichsmn amteintemmen aus der Lohnſteuer auf 1,2 Milliarden 100 Rei 5 beſchränkt wird, bis ein ſteuerfreies Exiſtenzminimum von 5 mark erreicht iſt. und Geſentlich ſchwieriger geſtaltete ſich die Frage der Lohn⸗ Leſe be csab züge. Die Sozialdemokratie hakte bei der erſten zwer 8 Einkommenſteuergeſetzes feſte Steuerſätze verlangt, und und 1425 für die Ehefrau und das erſte Kind, 20„/ für das zweite waren gende Kind monatlich. Familienpolitiſche Geſichtspunkte erſt ſpäte den erſten ſozialdemokratiſchen Vorſchlägen nicht gegeben, Partejen trug die Sozialdemokratie infolge des Drucks der anderen Lage ſah ihnen etwas Rechnung. Die urſprüngliche Regierungsvor⸗ dem Stederden tuale Abzüge vor. Dementſprechend wurde bei Kind wurbe berleiſtungsgeſet beſchloſſen. Für Ehefrau und erſtes je 1 Prozent abgezogen, für das zweite Kind ebenfalls 1 Prozent, jedoch 2 Prozent, wenn das Einkommen 3000 nicht überſtieg, für das dritte und jedes folgende Kind war ein Abzug von 2 Prozent allgemein vorgeſehen. Von der Reſtſumme wurden 10 Prozent als Steuerbetrag abgezogen. Man konnte annehmen, daß dieſe Regelung auch im endgültigen Geſetz beſtehen bleiben würge. Das war aber nicht ſo. Aus dem Reichtag kam die Nechricht eines neuen Steuerkompromiſſes, dem⸗ zufoelg dts Syſtem der prozentutalen verlaſſen war und feſte Ab⸗ äüge, die ſich ſtark urſprünglich an die ſozialdemokratiſche Forderung anlehnten, vorgeſchlagen wurden. Der Vater dieſes Vorſchlages ſaß im Zentrum. Das Ergebnis dieſes Kompromiſſes war, daß zwar in den unteren Gruppen eine gewiſſe Verbeſſerung eintrat, daß aber jeder Verheiratete von einem höhere Steuern als bisher zu zahlen gehabt hätte. Dts Kinder⸗ bprivpileg war völlig zurückgeſtellt. Es würde zu weit führen, die je⸗ Monatseinkommen von 200 ab weiligen Verſchlechterungen zahlenmäßig anzuführen, denn glücklicherweiſe iſt die Gefahr vorüber. Sie wurde gebannt durch ſeinen neuen Vorſchlag, der noch in letzter Stunde aus den Reihen der Deutſchen Volkspartei“ heraus gemacht und als Vor⸗ gſchlag der Regierungsparteien eingereicht wurde. Tie Vertreter der Deutſchen Poltspartei im Steuerausſchuß hatten ſich gegen die pro⸗ zentuale Löſung von vornherein gewehrt. Der neue 5 orſchlag ver⸗ bindet prozentualen mit feſtem Abzug. Es mußte Sorge getragen werden, daß die Entlaſtung der unteren Schichten, die infolge der feſten Abzüge eintrat, nicht wieder verloren ging. Andererſeits war die Benachteiligung der übrigen Arbeitnehmer durch Wiederein⸗ führung des prozentualen Abzugs aufzuheben. Ganz iſt das nicht gelungen. Der neue Vorſchlag konnte die zweiprozentigen Abzüge für kinderreiche Familien nicht mehr aufnehmen, weil man froh ſein mußte, die infolge der ſozialiſtiſchen feſten Abzüge herbei⸗ geführte Verſchlechterung wenigſtens einigermaßen auszugleichen. Die neue Löſung iſt nicht leicht verſtändlich. Um die Verkop⸗ pelung der prozentualen mit den feſten Abzügen zu ermöglichen, wird das Einkommen von dem der 10prozentige Steuerſatz er⸗ hoben wird, verkleinert, während bisher der prozentuale Steuer⸗ ſatz verkleinert wurde. Nach Abzug des Exiſtenzminimums werden für die Ehefrau und jedes minderjährige Kind, das zur Haushaltung zählt, je 10 Prozent des reſtlichen Arbeitslohnes vom Steuerabzug frei. Frei ſind jedoch mindeſtens für die Ehefrau und das erſte Kind 10 monatlich(2,40% wöchentlich). Für das zweite Kind 20 monatlich(4,80 wöchentlich), für das dritte Kind 40 ½ monatli⸗ 9,60 wöchentlich), für das vierte und ſedes folgende Kind 50/ monatlich(12/ wöchentlich). Die Auswirkung ſei an zwei Beiſpielen gezeigt: Arbeitnehmer mit 1 Kind: Monatliches Einkommen 150— 400.— Steuerfrei 80— 80.— Reſt Ahzug für Frau 10.— 10% 32.— Abzug für 1 Kind 10— 10% 32.— Bleibt mit 100% zu verſteuern 50— 286— Steuerbeſrag.— 25.60 Aus dieſem Beiſpiel iſt zu erſehen, daß die neue Regelung zweifellos kompliziert iſt. Für den Arbeitnehmer mit 150 Me Einkommen iſt der feſte Abzug günſtiger wie der prozentugle Abzug alſo tritt der feſte Abzug ein, im andern Falle dagegen der prozen⸗ tuale Abzug. Wenn gebr dieſe Neuregelung auch ihre Schwierig⸗ keiten hat, ſo bringt ſie wenigſtens die durch die beiden Prinzipien jeweils beſtmöglichſte Löſung. Staͤdtiſche Nachrichten Gasverſorgung des Waſſerwerks Käfertaler Wald Die Dampfkeſſelanlage des Waſſerwerks Käfertaler Wald wird zurzeit bis zum äußerſten beanſprucht und arbeitet bis zur Inbetrieb⸗ nohme des neuen Waſſerwerks in Rheinau ohne jegliche Reſerve: Leiſtungsfähigkeit des Waſſerwerks Käfertaler Wald bald zu, treffen. Durch Einführung der Gasbeheizung an Stelle der bisherigen Kohlenfeuerung oder als Zuſatz zu dieſer wird es möglich ſein, in⸗ folge verbeſſerten Wirkungsgrades, wie auch infolge beſſerer Regu⸗ lierſähigkeit der Beheizung die Leiſtungsfähigkeit der Keſſelanlage Ne ſteigern und die Perioden der Betriebsfähigkeit der einzelnen eſſel zu verlängern; die gefährdete Betriebsſicherheit der Waſſer⸗ verſorgung der Stadt Mannheim wird dadurch wieder erhöht. Nach Inbetriebnahme des neuen Waſſerwerks Rheinau im nächſten Jahre werden beide Pumpwerke gleichzeitig arbeiten; dabei iſt es mit Rück⸗ ſicht auf den für das Rheinauer Werk vorgeſehenen elektriſchen Antrieb mit Zentrifugalpumpen und im Hinblick auf die einem dritten Stromlieferanten zu zahlenden Strompreiſe notwendig, das Rheinauer Werk ſtändig mit möglichſt gleichbleibender Belaſtung zu beanſpruchen, um den Betrieb in weitgehendſtem Maße wirtſchaftlich zu geſtalten. Die auftretenden erheblichen Schwankungen in der täglichen Waſſerverbrauchskurve müſſen dann durch das Waſſorwerk Käfertaler Wald aufgenommen werden. Der Betrieb wird alſo zur Erzielung niedrigſter Förderkoſten ſo geteilt werden, daß das Waſſer⸗ werk Rheinnau eine gleichmäßige Grundbelaſtung übernimmt. Hier⸗ Käfertaler Wald die wechſelnde Spitzenbelaſtung übernimmt. Hier⸗ für iſt die bisherige Beheizungsart mit Steinkohlenfeuerung nicht genügend anpaſſungsfähig, während die Gasbeheizung vorausſicht⸗ lich eine ſehr leichte und elaſtiſche Anpaſſung an die künftig ſtärker S. donaueſchinger Kammermuſibfeſt ie diesjährige ͤ 15 3 n Donaueſchinger Kammermuſikaufführungen Förderung enderaer Tonkunſt unter dem Protektorate des ind Miſſte Farſten rechtz und unfruchtbaren Muſikmacherei einer Wiener Klique die Pi Zweifel auftauchten, erſcheint gerettel. Der Anſchluß an wie r jäh abgebrochene Entwicklung der Kammermuſik iſt Nagen deen e. und die Möglichkeiten einer vernünftigen und dabei einrich F Kompoſitionsmekhode geboten. Das beſte Beiſpiel bot und Viof amin 5 is Quintett für Klarinette, Horn, Violine, Viola wit Madenee ie von polcphoner Haltung beſtimmte Form wird die ſich iunkeſtarken und urſprünglich klingenden Melismen erfüllt, den Mittel langſamen, auf dem altbretoniſchen„Angelus“ baſieren⸗ Muſtkalitglſa zu tiefer Religfoſttät ſteigern. Dieſelbe urſprüngliche dür Stbeich entfaltete ſich auch in Alfredo Caſellas„Concerio Shhuchmiſchenattelt in dem neben oberflächuchen Effetten eige vom zinen blühen beſtimmte Formkraft mit echt italienſſchem Impuls halene der en. Jarbenſtfl o„Die melodievolle Bratſchen⸗ ibt ſich„Sieiliana“ atmet herbe Schönheit. Paul Deſſau f Konzertino für Violine, Flöte, Klarinette und Wiameriſche dem erſten Satz aus, ſodaß der zweite effektvoll deſſen Dauer ur noch als gut gekonntes Spiel mit Tönen anmutet, Schema fer ermüdet. Felir Petyreks Fugen ſind nach dem dierende Sezerbeitet und bringen jeweils am Schluß eine para⸗ ober ſo unbeigerung. Die ihnen zugrunde liegenden Themen ſind genheit dedeutend, daß man dieſe Hirngeburten getroſt der Ver⸗ macnwertrauen kann. Igor Strawinfkys neue Klavier⸗ Nbit. Jargt ein monotones Spiel mit Begleitfitguren, während Aimoſphäre gich die Sonatine(Romanzero) für Klapier op. 18 der Paakt illiger Salonmuſik entlehnte Des Schweizers Erhart iger degers Streichquartett ap. 2 ſchillert in allen möglichen Pelſtre. e Fag mt duneneen nden, va eende Nichts! Anders mit Alexander 1 5 Flöte und 955 mit 5 n n ſetzung(2 ner, iſtons, es unbe Streſch ueth e 1 2 Inſtrumentation ermöglicht. kefriſchend dümmerte Darauflosmuſizieren des jungen Ruſſen wirkte usmufit wogleich die Efnfälle ſich beilweiſe bedenklich der Kaffee⸗ Schwung des herten. Die Spielfreudigkeit und der mitreißende Bienerkes überzeugten. Die melodiſche Subſtanz einer ie ane line und Klavier op. 39 von Otto Siegl iſt gering. etsausbriichdene Kraftfülle pendelt zwiſchen ungleichen Tempera⸗ zitante und dünnen Füllſeln hin und her. Narre dis Kecgert ſür Bialſne, Karkiette. Hern und Srrelch N 53 ſſertet ſchließt die aphoriſtiſchen Einfälle zu einem ſchillernden Moſait⸗ erg hatten ſymptomatiſche Bedeutung. Die Idee pekulati ton Donaueſchingens, an der im letzten Jahr anläßlich der bild zuſammen, ohne zu zwingender Einheit vorzudringen. Lieder mit Klavier von Hanns Eisler bedeuteten in ihrer abſoluten Stümperhaftigkeit und dem dilettantiſchen, gegen jede ſtimmlichen Naturgeſetze zuſammengefaßten Satz eine mißglückte Schönbergiang. In Erweiterung des bisher ſich am Weſentlichen auf die Kam⸗ mermuſik in der engen Begrenzung des Streichquartetts ſich be⸗ ſchränkenden Programms griff man auf die Vokalmuſik über. Moderne a capella Geſänge füllben ſogar den weſentlichen Teil des Programms aus. Auch hier ein ehrliches Suchen nach neuer Stil⸗ einheit, ohne dabei den Zuſammenhang mit der Vergangenheit zu verlieren. Wilhelm Weismann knüpft in ſeinen Italieniſchen Madrigalen an den altitalieniſchen Stil an, vermag aber in Aus⸗ drucksform, melodiſcher Spannung der Stimmführung und innerer Dramatik ſoviel Eigenwerte zu geben, daß man von einer Neu⸗ ſchöpfung darf Hindemiths Vitalität überraſcht ſtets. In ſeinen bald billige Popularität genießenden Madrigalen nach altdeutſchen Tepten hat er ſich die Sache allzu leicht gemacht. Marx Buttings Chöre ſind zu inſtrumental 8 1555 ſodaß ſie lediglich klanglich intereſſieren können.„Die eszeiten“ von Ernſt Krenetk ſind mehr aus Freude am Klang entſtanden, dabei zu ſehr im Schlepptau der gefühlsſeligen Liederbafelei des letzten Jahr⸗ hunderts. Und Felir Petyrek bringt drei frohe geiſtliche Lieder aus„Des Knaben Wunderhorn“ voll erlichkeit und Herzens⸗ wärme in ſeiner„Vierten geiſtlichen Muſik“ zu herrlichem Erklingen. Die Wiedergabe: Die Chöre wurden von der Stutt⸗ garter Madrigalvereinigung unter Leitung Dr. Hugo Holles mit erleſener Stimmkultur geſungen. Der 1. Sopran dieſer Vereinigung Hedwig Cantz konnte in den akrobatiſchen Stimmkünſten der Eislerſchen Lieder ihr hohes Können zeigen. In — der Aufführung inſtrumentaler Werke iſt das Amar⸗Ouartett in erſter Linie zu nennen, das bei den Konzerten von Merikanto und Tſcherepnin durch Freiburger und Münchener Soliſten verſtärkt und bon Hermann Scherchen mit impulſiver Geſte geleitet wurde und Petyrek interpretierten ihre Werke ſelbſt: Petyrek be⸗ gleitete auch die Lieder Eislers und ſpielte mit dem Geiger Anton Huber die Sonate Siegls. In dem Fee gelangte unter Leitung des rührigen Fürſtl. Muſikdirektor Carl Burkard die ſelten gehörte Meſſe in 55 für Chor, Soli und Orcheſter von Otto Nicolai zur Auf⸗ ührung. Das mit dem Muſikfeſt unzertrennlich verbundene geſellſchaft⸗ liche Leben in Donaueſchingen fand mit einer Zuſammenkunft im Kurhaus and Anſprachen des Füſten und des Vertreters des badiſchen Minifteri nen ſrohen Anſchly CAe e e Eriedrish! Henz og es iſt deshalb nicht zu umgehen, Maßnahmen zur Erhöhung der ſchwankende För und im Bedarfsfalle ein raſches Anheizen ruhender Keſſel ermöglichen wird. Im Gaswerk Luzenberg wurden bereits Verſuche mit der Gasbeheizu von Dampfkeſſeln vorge⸗ 1 die in wärmetechniſcher Hinſicht günſtige Ergebniſſe ge⸗ zeigt en. Mit der Ausführung der Verbindungsleitung wird auch ein günſtiges wärmewirtſchaftliches Zuſammenarbeiten zwiſchen dem Gaswerk und dem Waſſerwerk erreicht. Durch die Abgabe von Gas an das Waſſerwerk werden die Anlagen im Gaswerk vollkommener ausgenützt; gerade durch den Anſchluß von Beheizungsſtellen mit langer Benutzungsdauer wird die Geſamtproduktion im Gaswerk wirtſchaftlich günſtiger. Da nach Fertigſtellung der Erweiterungs⸗ anlagen im Gaswerk Luzenberg eine ſtarke Erhöhung der Erzeugung ermöglicht wird, muß zudem angeſtrebt werden, ähnlich wie beim Elektrizitätswerk, auch beim Gaswerk Großverbraucher zu verſorgen, um durch vollkoenmenſte Ausnützung der geſamten Anlagen die Ge⸗ ſtehungskoſten für den ebm Gas weitmöglichſt herabzudrücken. Die während des Krieges und während der Nachkriegszeit eingetretenen veränderten Verhältniſſe bedingen eine beſſere Ausnützung der Kohle als früher; das exaktere Ineinandergreifen aller ſtädtiſchen Wärme⸗ bedarfsſtellen iſt daher gegenwärtig die Sorge aller Städte, die eine hochwirtſchaftliche Ausnützung ihrer Betriebe und Anlagen anſtreben. Dieſes Ziel wird auch mit der der Gasbeheizung für die Dampfkeſſelanlage des Waſſerwerks Käfertaler Wald verfolgt. Eine vollkommen rauch⸗ und rußfreie Verbrennung, wie ſie durch die Gas⸗ beheizung im Gegenſatz zu der bisherigen Kohlenheizung erreicht wird, und der Wegfall jeden Kohlenſtaubes und Aſchennie derſchlogs iſt gerade in einem Waſſerwerk von hohem Wert. Es iſt nun vor⸗ geſehen, eine Gashochdruckleitung von 200 Millimeter l. W. nach dem Waſſerwerk zu verlegen, die an der Kaſerne an die in der Kronprin⸗ zenſtraße liegende Hauptverſorgungsleitung angeſchloſſen und den Gleiſen der..G. entlang bis ins Waſſerwerk geführt werden ſoll. Vetriebsdruck ſind 5000—7000 Millimeter/ WS vorgeſehen, an den Perwendungsſteſten wird der Druck durch automatiſch arbeitende Druckregler auf den normalen Gebrauchsdruck herabgeſetzt. Die Koſten für die Ausführung der Leitung, die vom Bürgerausſchuß angefor⸗ dert werden, ſind zu 125 000 Reichsmark vevanſchlagt; ſie ſollen dar⸗ lehensweiſe bei der Fondskaſſe aufgenommen werden. Da zu er⸗ warten iſt, daß die Auſtwendungen durch Erſparniſſe in kurzer Zeit getilgt werden können, ſoll Deckung aus der Wirtſchaft in 3 Jahren erfolgen. 5 — * Die betriebstechniſche Wanderausſtellung im Roſengarten wird am morgigen Sonntag Abend geſchloſſen. Anläßlich der Er⸗ öffnung dieſer Ausſtellung waren mehrere maßgebende Herren des Saarbrückener Bezirksvereins deutſcher Ingenieure hier an⸗ weſend. Den vereinten Bemühungen des Vereins deutſcher In⸗ genieure und der Arbeitsgemeinſchaft deutſcher Betriebsingenieure gelang es zu erreichen, daß von Mannheim aus die Ausſtellung ins Saargebiet geht. Die Ausſtellung wird alſo von Mannheim nach Saarbrücken transportiert, wobei beachtenswert erſcheint, daß die Saarinduſtrie ihr Intereſſe an dieſer Ausſtellung dadurch kundgab, daß ſie die Finanzierung übernahm und zwar nicht nur die unter deutſcher, ſondern auch die unter franzöſiſcher Verwal⸗ tung ſtehende Induſtrie. Es iſt zu hoffen, daß auch im Saar⸗ gebiet die Ausſtellung in der gleichen Weiſe anregend auf die dor⸗ tige Wirtſchaft wirken möge, wie ſie es bereits in Mannheim getan hat. * Ein Zimmerbrand entſtand geſtern nachmittag im Hauſe Kleine Wallſtadtſtraße 23 vermutlich durch Weawerfen eines noch brennen⸗ den Zigarrenreſtes. Das Feuer wurde durch die um 451 Ub alar⸗ mierte Berufsfeuerwehr gelöſcht. Der entſtandene Schaden betꝛägt mehrere hundert Mark. Veranſtaltungen Schönheilsweltbewerb im Palaſtthegter Geſtern abend wurde im Pavillon Kaiſer die mit großer Span⸗ nung erwartete Preisverteilung vorgenommen. Der Kreis der Einladungen mußte den zur Verfügung ſtehenden Räumlichkeſten angepaßt werden. In erſter Linie waren die 70 Preisbewerberinnen eingeladen worden. Bis der 8 er gelüftet wurde, gab die aus⸗ gezeichnete Jazzkapelle des Schr weiß⸗Klubs den Tanzluſtigen Ge⸗ legenheit,— 3 dem Parket des hinteren Raumes dem modernen Tanz zu huldigen. Um Mitternacht machte Herr Niemann jr., der Leiter des Palaſttheaters, das Ergebnis des Schönheitswettbewerbes bekannt. Im Ganzen wurden in den zwei Wochen, in denen man Gelegenheit hatte, ſein Urteil darüber abzugeben, wer die Schönſte in Mannheim iſt, 4348 Stimmzettel abgegeben, von denen 255 un⸗ gültig waren, da ſie ſtatt einer Nummer mehr oder weniger lie⸗ benswürdige Bemerkungen enthielten. 1580 Beſucher ſtimmten überhaupt nicht ab. Die Wahl war ihnen ſcheinbar zu ſchwer gefallen. Die meiſten Stimmen(910) entfielen auf Nr. 63(Fräulein Schnelh. Die junge Dame hat damit den Opel⸗Zweiſitzer ge⸗ wonnen. Der zweite Preis wurde Nr. 69 mit 605 Stimmen zuer⸗ kannt. Frl. Mang, die Tochtee des Opernſängers Mang, kann nun⸗ mehr mit Begleitung zwei herrliche nach Konſtanz und Innsbruck unternehmen. Der dritte Preis wurde der graziöſen Sa⸗ moanerin, einer Auslandsdeutſchen, überreicht. Mit Nr. 69 konkurrierte die Dame, auf die ſich 236 Stimmen vereinigten. Die Toilettegarnitur in Silber wird ihr ebenſo willkommen ſein, wie die Prunkvaſe. Der vierte Preis, ein Geſellſchaftskleid, ein Straßen⸗ kleid mit Mantel und ein Hut, wurde Nr. 15 mit 198 Stimmen zu⸗ Theater und Muſik OAusbildung guter Sümmen auf Skaatskoſten. Das Badiſche Konſervatorium für Muſik Karlsruhe richtet auf 1. Oktober ds. Is. eine Theaterſchule ein. Es ſoll dadurch der Theaterchor eine a junge, am Konſervatorium auszubildende Kräfte erfahren. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und erſtreckt ſich auf⸗ Geſangtechnik, Klavierunterricht, Theorie und das Studium einiger Werke aus der Opernliteratur. Die Teilnehmer haben nur ein Honorar von 5 Mark monatlich zu bezahlen, ſodaß das ganze Stu⸗ dium nahezu unentgeltlich iſt. Bewerber beider Geſchlechts mit guter Stimmbegabung können ſich vom 15.—20. September im Sekretariat des Bad. Konſervatoriums, Sofienſtraße 43, melden Die kulturelle Bedeutung dieſer Einrichtung des Landeskonſervato⸗ riums muß beſonders angemerkt werden. 45 Das Alkdorfer Tellſpiel kam unter der Spielleitung von Dir. Otto Boßhard in dem neuen Feſtſpielhaus unter Mitwirkung der geſamten Bevölkerung zu einer überwältigenden Aufführung. Schillers ee Tell“ wurde in ſprachlicher Beziehung als durchaus unpathetiſches Volksdrama gegeben und ſand unter beſon⸗ derer Hervorkehrung der Maſſenſzenen in der Apfelſchußſzene den Höhepunkt. Der dekorativen Vereinfachung der Bühnenbilder durch den Züricher Maler Ernſt Isler kam das Farbenſpiel der Beleuch⸗ tung geſchickt zu Hilfe. Das Tellſpielhaus in Altdorf iſt heute das beſteingerichtete Theater der Schweiz, das als intereſſante Neuheit die Beleuchterkabine neben dem Souffleurkaſten eingebaut hat. Da⸗ durch iſt nach mancherlei mißglückten Verſuchen die Möglichkeit einer vortrefflichen Ueberſicht über die Szene gewährleiſtet. Frwh. Kleine Nachrichten. Der frühere Direktor des Bayreuther Opernhauſes, Theo Hilder, iſt nach einem Schlaganfall in Bay⸗ reuth im Alter von 62 Jahren geſtorben. Er war zuletzt Heraus⸗ geber des„Rollenanzeigers“ für die deutſchen ter.— Hugo N iſt von einer An⸗ zahl größeren nen zur Aufführung angenommen. Am 29. Ok⸗ kober ds. Is. ſoll ſie gleichzeitig in Kiel, Braunſchweig und Roſtock zur Uraufführung gelangen. In Nürnberg ſteht die Erſtauf⸗ gehhen Erde derat don den ean Faungerſger. Sebgndez erſcheint Ende Auguſt von + De. nneg Alt bei H. Beck in München eine neue Darſtellung von Jean Pauls Schaffen, die in den Geiſt und in das Verſtändnis des Dichters ein⸗ zuführen ganz beſonders gveignet iſt.— Dr. Eugen bisher Erſter Kapellmeiſter am Stadttheater im Remſcheid und Leiter des dortigen Konzertvereins, wurde in gleicher Eigenſchaft an das Stadt⸗ theater Ulm berufen. Dr. Lang war in Mannheim Aſſiſtent des jetzigen Verliner Generalmuſikdivektors Erich Kleiber und ſtudierte in unter Profeſſor Dr. Schiedermair Muſtkwiſſenſchaft.— Dr. Lutz * 4 —— —— 4 Seite. Nr. 381 Neue Mannheimer Zeitung[Mittag⸗Ausgabe) Samstag, den 1. Auguſt 1925 erkannt. Den fünften Preis(Grammophon) durfte Frl. Gerlach, das ehemalige Mitglied des Balletkorps unſeres Nationaltheaters, entgegennehmen. Die Künſtlerin, die an der Konkurrenz unter Nr. 49 teilnahm, vereinigte 166 Stimmen auf ſich. Die übrigen ſieben Preiſe wurden wie folgt verteilt: Nr. 60 mit 129 Stimmen(Opel⸗ Heßrad), Nr. 33 mit 110 Stimmen(Toilettenkoffer mit Inhalt), Nr. 11 mit 108 Stimmen(Goerz⸗Kamera), Nr. 46 mit 102 Stimmen (Porfümerieſchränkchen), Nr. 34 mit 96, Stimmen lelektr. Steh⸗ lampe), Nr. 54 mit 83 Stimmen(drei Paar Schuhe und ein Paar Pantoffeln), Nr. 53 mit 81 Stimmen(Badeanzug). Es iſt klar, daß dieſer Volksentſcheid von den Preisträgerinnen mit recht gemiſchten Gefühlen aufgenommen wurde. Nach der Preisverteilung wurde ſo fleißig wie vorher dem Tanze gehuldigt. Der zur Verfügung ſtehende Raum hätte viel größer ſein müſſen. Als die Polizeiſtunde zum Aufbruch mahnte, waren die eleganten Räumlichkeiten noch ſtark beſetzt. Sch. Im Mannheimer Künſklertheater Apollo gelangt Samstog, 1. Auguſt, die Operette in 3 Akten„Die Frau ohne Kuß“ von Richard Keßler, Muſik von Walter Kollo, neu einſtudiert zur Auf⸗ führung. Für die Hauptpartien wurden Marga Mayer und Axel Straube vom Stadttheater Heidelberg ſowie Dr. Olaf Bach vom Berliner Theater verpflichtet. *Friedrichspark. Wie mitgeteilt. werden das Samstaa⸗Abend⸗ Konzert und die beiden Sonntaakonzerte durch das Gaſtſpiel des Cornet à Piſton⸗Virtuoſen, Richard Stegmann, Studienrat am bayr. Stgatskonſervatorium der Muſik in Würzbura, bereichert. Der Künſtler erntet durch ſeine ausgezeichneten Leiſtungen ſtets Aner⸗ kennung und Bewunderung. So ſchreibt Herr Wilhelm Furtwäng⸗ ler:„Herr Richard Steamann iſt, ſowohl was Schönheit des Tones und der Tecknik. als was Muſikalität und Intelligenz betrifft, einer der Vertreter ſeines Inſtrumentes.“(Siehe An⸗ zeige). *Ein großes Kinder⸗ und Volksfeſt veranſtaltet am nächſten Sonntag der Verein„Landſchulheim Feudenheim“ in Verbindung mit der Feudenheimer Volksſchule zuguſten eines Land⸗ ſchulheims. Das Feſt wird eingeleitet durch einen Feſtzug, der um 2 Uhr nachmittags von der Schule ſeinen Ausgang nimmt und ſich unter den Klängen der Kapellen Wunder und Eſchelbach durch die Straßen Feudenheims bewegt. Die einzelnen Gruppen des Feſt⸗ zuges werden ausſchließlich von Schülern gebildet. Das eigentliche Kinder⸗ und Volksfeſt findet nachmittags im Hofe, in der Turnhalle und in den Räumen der herrlich gelegenen Feudenheimſchule ſtatt. Ganz Feudenheim wird ſich hier verſammeln und, wie wir hoffen, auch viele Gäſte aus Mannheim, die wohl gerne bei dieſer Gelegen⸗ heit ihre Schritte nach Feudenheim lenken, um hier viel Schönes zu ſehen und zu hören: Lieder und Volkstänze, turneriſche Vorfüh⸗ rungen, ein Kaſperletheater und ferner ein Feſtſpiel auf der Freilicht⸗ bühne mit künſtleriſcher Beleuchtung. Für Unterhaltung ſorgen außerdem Kinderbeluſtigungen mit Preiſen, Schießbuden, eine Kegel⸗ bude, Fiſchteich, Glücksrad und Tombola. Zu gewinnen ſind viele und wertvolle Preiſe, die von der Bevölkerung und den Geſchäften Feudenheims und Mannheims in reicher Fülle zur Verfügung ge⸗ ſtellt wurden. Rommunale Chronik Bürgerausſchuß Schwetzingen GSchwetzingen, 30. Juli. Geſtern abend wurde die Einzel⸗ beratung der ſtädtiſchen Voranſchläge fortgeſetzt. Zu Abſchnitt„Gemeindeverwaltung“ kam ein gemeinderätlicher Antrag auf Erhöhung der Anweſenheitsgelder der Ge⸗ meinderäte bei Sitzungen von 3 M. auf 5 M. zur Abſtimmung. Dafür ſtimmte nur eine Minderheit. Bei der Gegenprobe blieb die Mehrheit ſitzen, ſo daß die Gemeinderäte in den Genuß der„wohl⸗ verdienten“ erhöhten Sitzungsgebühren nun doch kommen. Ein weiterer Antrag, von den unter Gruppe IV für Schutzleute vorge⸗ ſehenen 6 Stellen aufgrund der Ablegung der Prüfung für Polizei⸗ beamte 5 in die Gruppe Vüberzuführen, fand einſtimmige An⸗ nahme. Für die reichliche Unterſtützung der Feuerwehr aus ſtädt. Mitteln ſtattete Kommandant.V. Völker den Dank ab. Der Vorſitzende teilte auf Anfrage mit, daß die Einrichtung einer Alarmanlage in Vorbereitung ſei. Auf dem Gebiete des Sports und der Leibesübungen wurde eine größere För⸗ derung aus Gemeindemitteln verlangt. Auch die Turnhallenfrage der Realſchule wurde gebührende in Erinnerung gebracht Der Vor⸗ ſitzende ſtellte den Sportvereinen die Aufhebung der Platz⸗ miete in Ausſicht..V. Brixner erklärte beim Abſchnitt Landwirtſchaft, daß die e jeder Beſchreibung ſpotte, zumal die Tiere verlauſt ſeien. Nach einer erregten Debatte wurde angeregt, ein Gutachten des Stadttierarztes einzuholen. Bei der Poſition„Straßenreinigung“ verlangten ver⸗ ſchiedene Gemeindeverordnete, daß ſich der Sprengwagen auch in den von ihnen bewohnten etwas abgelegenen Straßen mehr wie bisher betätige..V. Schuh empfahl, die Gießkanne öfters zur Hand zu nehmen, um die Straße vor den Häuſern ſelbſt zu begie⸗ ßen. Zum Kapitel„Schulen“ fand die Vorlage des Gemeinderats, in der Volksſchule völlige Lehrmittelfreiheit einzuführen, einſtimmige Annahme. Im Laufe der weiteren Ausſprache wurde die Errichtung einer anſtändigen Wandererherberge gewünſcht. Ein Antrag der Zentrumsfraktion, den Beitrag für den kath. Kindergarten und für den Diakoniſſenverein von je 500 Mk. auf je 1000 Mk. zu erhö⸗ hen, wurde einſtimmig angenommen. Beim Abſchnitt„Wohl⸗ fahrtspflege“ entſpann ſich eine weitausgedehnte Ausſprache über die Tätigkeit der Kreisfürſorgerinnen. Die G. V. Heiden und Weiß empfahlen dem Vorſitzenden, etwaige Beſchwerden dem Kreisrat zu unterbreiten..V. Schuhmacher regte an, die Selbſtbewirtſchaftung der landwirtſchaftlichen Grund⸗ ſtüche durch die Stadtgemeinde zu unterlaſſen, weil dieſer Betrieb jetzt nicht mehr rationell ſei. Auf Anfrage teilte Bürgermeiſter Götz mit, daß die Betriebsſteuerwerte in Schwetzingen teilweiſe bis zu 70 Proz. geſunken ſeien. Schwetzingen marſchiere in der Frage des Rückgangs der Betriebsſteuerwerte an der Spitze aller badiſchen Städte. Das Finanzamt ſei beſtrebt, hier nach dem Rechten zu ſehen. Der gemeinderätliche Antrag, die ſtädt. Wohnungsluxusſteuer auf⸗ zuheben, wurde angenommen, ein gegenteiliger Antrag der Kommu⸗ niſten abgelehnt..R. Uhrig bemängelt, daß eine maßgebende Stelle zur Tötung von Hunden für den Fall der Unbeibringlichkeit der Hundeſteuer nicht vorhanden ſei. Ueber einen Hund ſei angeb⸗ lich ſchon zweimal das Todesurteil vollſtreckt worden, er laufe aber immer noch herum. Die Vorlage über Gewährung eines Kredits in Höhe von 23 000 Mk. für die Pflaſterung der Kreisſtraßen Karl⸗ Theodorſtraße, Friedrichsſtraße und Bismarckſtraße wurde einſtimmig angenommen. Zum Voranſchlag des Gaswerks machte.V. Dr. O. Klein⸗ ſchmitt auf den Unterſchied der Einnahmen und Ausgaben für die Gasbereitung aufmerkſam. Das Gaswerk müſſe ſich ſelbſt unter⸗ halten und dabei noch Zuſchüſſe an die Stadtkaſſe abwerfen. Die ſtädt. Betriebe dürften keinesfalls das ſtädt. Budget belaſten. Ein gemeinderätlicher Antrag, den Gaspreis von 18 auf 20 Pfg. zu erhöhen wurde hierauf angenommen und der kommuniſtiſche An⸗ trag auf Belaſſung des bisherigen Satzes unter Streichung der Ra⸗ batttätze für Großabnehmer abgelehnt. Zum Voranſchlag des Waſſerwerks hat die Bürgerliche Vereinigung einen Antrag dahinge⸗ hend eingebracht, an Stelle der bisherigen ungerechten Regelung des Staffeltarifs die Waſſerpreiſe wieder, wie früher, nach einheitlichen Sätzen für jedes Zimmer feſtzuſetzen. Der Antrag wurde nach kurzer Ausſprache gegen die Stimmen der Bürgerlichen Vereinigung ab⸗ gelehnt Der bisherige Zuſtand bleibt daher weiterbeſtehen. Zuge⸗ ſtimmt wurde der Anſchaffung einer neuen Zentrifugalpumpe für das Waſſerwerk. Ueber die Beſchaffenheit und die Zuſammenſetzung des Trinkwaſſers entſpann ſich noch eine lebhafte Ausſprache. Es wurde feſtgeſtellt, daß das Weſſer, entgegen anderslautenden Ge⸗ rüchten. einwandfrei und nicht geſundheit⸗ſchädlich iſt. Das Waſſer wird allmonatlich von einem vereidigten Nahrungsmittelchemiker ge⸗ prüft. Die anderen Nebenvoranſchläge wurden diskuſionslos erledigt. Der Hauptvoranſchlag fand in der namentlichen Geſamtab⸗ ſtimmung einſtimmige Annahme. Die Umlage beträgt 60 Pfa. für Gebäude und 75 Pfg. für Betriebswerte, für klaſſifizierte und dieſen gleichzuſtellende Grundſtücke und für Wald. Vom Bürger⸗ nutzen werden fünf Zehntel des auflagepflichtigen Wertes erhoben. Kleine Mitteilungen Bei der Bürgermeiſterwahl in Mönchweller wurde der Schreiner Adrian Lhmann mit 257 Stimmen gewählt. Der Gegenkandidat Fuhrhalter Lehmann, erhielt 204 Stimmen. Die Erhöhung der Hundeſteuer von 30 auf 40 Mark iſt in Berlin zwar in den neuen Haushalt eingeſtellt worden, aber noch nicht in Kraft getreten. Auf jeden Fall rüſten die Beſitzer von Hunden ſich rechtzeitig zu Abwehrmaßnahmen. Der Ausſchuß für Hundefragen, der Vereine und Verbände mit etwa 4 Millionen Hundebeſitzern im Reich und 300 000 allein in Groß⸗Berlin umfaßt, hat ſich in ſeiner letzten Sitzung mit geeigneten Schritten gegen die Hundeſteuererhöhung beſchäftigt. Es wurde beſchloſſen, von gro⸗ ßen Kundgebungen und eee gegen ſollen die angeſchloſſenen Vereine und Verbé aufgefordert werden, als Ant⸗ wort auf eine Erhöhung der Hundeſteuer alle Anſtaſten und Geſel⸗ an denen die Sdadt Berlin finanziell beteiligt iſt. zu boy⸗ ottieren. ANus dem Lande « Schwetzingen, 1. Aug. Sieben Schwetzinger Jungens und ein Freund aus Rheinau haben heute eine Nordlandreiſe an⸗ getreten. Sie ſind morgens um halb 5 Uhr mit dem Zuge nach Lübeck abgereiſt und werden dann, nachdem ſie von Lübeck aus mit dem Dampfer nach Schweden gefahren ſind, den größten Teil des Landes zu Fuß durchwandern. Ihr Reiſeziel iſt die alte nor⸗ wegiſche Biſchofſtadt Trondhjem an dem gleichnamigen Fjord der Weſtküſte. Die Wanderung wird etwa 6 Wochen uern. Z. Doſſenheim, 31. Juli. An hieſiger Schule findet ſchon längere Zeit ein ſtändiger Wechſel der Lehrer ſtatt. Hauptlehrer Gebhard der nicht lange hier tätig war, iſt nach Heidelberg verſetzt worden. An ſeine Stelle ſoll Hauptlehrer Gärtner vom Schwabenheimerhof hieher kommen, ſobald die Wohnung frei wird, die jetzt noch von Gebhard bewohnt wird. Auf 1. Auguſt iſt Hauptlehrer Mack von hier nach Schriesheim verſetzt. Deſſen Stelle nimmt als Verwalter der von Schriesheim hieher verſetzte Unterlehrer Mangold bis zur Wiederbeſetzung ein. Die Hauptlehrerſtelle des nach Schriesheim verzogenen Hauptlehrers Mack iſt ſchon zur Bewerbung ausge⸗ ſchrieben. An Meldungen um dieſe wird wohl kein Mangel ſchon wegen der Nähe von Heidelberg ſein. UI Weinheim. 31. Juli. In der unter Vorſitz von Stadtrat Karl Zinkgräf geſtern abend abgehaltenen Generalverſammlung des Gemeinnützigen Vereins teilte der Vorſitzende mit, daß der Verein hier ein Büro für den Flugverkehr errichtet hat.— Es wurde beſchloſſen, einen Wettbewerb für heimatliche Photogrea⸗ phien auszuſchreiben und das Ergebnis im Herbſt mit einer Aus⸗ Mit Bezug auf das ſtellung„Weinheim im Bild“ zu verknüpfen. Wele⸗ angeblich geplante Reichsehrenmal für die Toten im kriege teilte Oberbürgermeiſter Huegel mit, daß bei den zü⸗ ſtändigen Stellen in Verlin hiervon noch nichts bekannt iſt. Ver⸗ ſchiedene heſſiſche Städte hätten ſich ſchon um das Ehrenmal be⸗ worben. Die heſſiſche Regierung habe die ECliſenhöhe bei Bingen als geeigneten Standort auserſehen. Dies komme aber als beſetztes Gebiet nicht in Frage. Falls das Proſekt überhaupt realiſtert wird, ſo müſſe dahin geſtrebt werden, das Reichsehrenmal an der badiſchen Bergſtraße zu errichten.— Vorſtand und Verwaltungsrat wurden einſtimmig wiedergewählt. * Hofweiler bei Offenburg, 31. Juli. In der Nacht zum Mitt⸗ woch brach in dem Oekonomiegebäude der Mathias Bayer Witwe Feuer aus, das in der vollgefüllten Scheuer reichliche Nahrung fand. Die Brandurſache iſt noch unbekannt. Triberg, 31. Juli. Einen traurigen Abſchluß hat für eine rheiniſche Familie der Ferienaufenthalt im Schwarzwald genom⸗ men. Ein hier weilendes junges Mädchen Mitte zwanziger Jahrk wurde plötzlich von geiſtiger Störung befallen nachdem ſchon vorher Eigentümlichkeiten im Verhalten bemerkt worden waren. Das Mäöd⸗ chen wurde, nachdem es einen Tag und eine Nacht unter Aufſicht gehalten war, mit der Eiſenbahn nach Barmen gebracht. * Singen a.., 31. Juli. Zu den Vorgängen bei der Volks“ bank e. G. m. b. H. in Eigeltingen, bei der der Direktor durch eigen⸗ mächtige Inanſpruchnahme von Krediten für Privatzwecke nahezu 100 000 Mark abhob, läßt die Volksbank verlauten, daß der Direktor aufgrund eigener Kündigung ausgeſchieden ſei. und daß ſie durch Beſchlagnahme deſſen Realitäten nicht zu Schaden komme. Nus der pfalz veranſtaltungen in der Süddeutſchen Gartenbau- Ausſtellung ch. Ludwigshafen, 1. Aug. Der Vorſitzende des Statiſtiſche Amtes der Stadt Ludwigshafen, Dr. Zwick, hatte den Preſſ und Propaganda⸗Ausſchuß der Süddeutſchen Gartenbau⸗ auf geſtern nachmittag zu einer Sitzung in das Turr reſtaurant der Ausſtellung eingeladen. Dem von der Preſſeſtelle de Stadt erſtatteten Bericht iſt zu entnehmen, daß in der n ſten Zeit eine Reihe Vergnſtaltungen im Ausſtellungsgelände abgehalten werden, die ſicherlich eine große Anziehungskraft auf die Maſſe ausüben. Von den ſporklichen Darbietungen 0 einen großen Fuß balltag, einen— 2·1 kampftag und die Austragung verſchiedener ae 4 m Am 6. September wird ein pfälziſcher Zen trumstag in der großen Feſthalle abgehalten. Kercen Monat wird eine große Pfälger Kunſtausſtellung erbffn die im nächſten Jahre erweitert wird. Der Lehrergeſangver Mannheim⸗Ludwigshafen wird ein großes Konzert veranſta 6 ten, während bei der Anweſenheit des Se eeee, au 2 Hannover ein großes Bankett ſtattfindet. Am 6. Septeme verſammeln ſich die ſüddeutſchen Kleingärtner in der Au⸗ ſtellung. Als beſondere Senſation darf die A u to⸗A 25 ſtellung bezeichnet werden, deren Zuſtandekommen jedoch deß nicht ganz ſicher iſt. Am 4. Oktober beſichtigen die Mitglieder de⸗ bayeriſchen Landtages die Ausſtellung. Ueber die Frequeng der Ausſtellung wurde mitgetellt, dah der letzten Zeit der Beſuch etwas le r ſel. Stadt würde von Montag an das Turmreſtaurant nehmen und dieſes gefälliger ausſtatten. Vielleicht übernimmt der Stadt auch das Sternkaffee. Damit die Leute 5 Ferien in Ausſtellung verbringen k Kr. tritt geplant. Die Ausſtellungsle Gelegenheit— mzen ſene e für die gukünftige große nf ein uausſtellung in Dresden zu verkaufen. Sie würde daßei 10 ſehr gutes Geſchäft machen. Ueber die Finanzlage der Aueſtellung ſprach 9 7 975 wider t Kce e optimiſtiſch aus betonte, daß die Finanzlage mi ſecht wäre. Reber die girlendanze he che Ceite der Ausſtellung verbreitel ſich Herr Kullmann, der feſtſtellte, daß die Anlagen der 7105 von Tag zu Tag ſchöner würden. Rieſige Mengen von Dahl 5 entfalten ſich jetzt zu ihrer vollen Pracht. Eine große Kakte e Ausſtellung wird ebenſo allgemeinen Beifall finden als wie 9n große Dahlienſchnittblumenſ⸗ Die große Gladiolenſ 4 twird eine weitere ſtarke Anziehungs bilden. Es folgt d n eine Plan⸗ und Skizzen⸗Ausſtellung für Park⸗ und Garten-Aracer und im Herbſt eine große Obſt⸗ und Gemüſeſchau. Unn die Sonderveranſtaltungen fällt fernerhin eine beſondere Vennh ſtaltung über Chryſanthemum, Chclamen und rimeln cht zwar von einem Ausmaß, wie ſie größer und ſchöner nicht gegas werden kann. Eine gedeckte Autohalle werde erſtellt. mehs den Vergnügungspark anbelangt, ſo ſoll dieſer mit wu, zucreftigen Darbietungen ausgeſtattet werden. An die Au b rungen der beiden Redner knüpfte ſich eine lebhafte Aucſpg u5- an, in der verſchiedene Anregungen gegeben wurden, um die ſtellung populär zu machen und die Beſucherzahl zu heben.—0 wwlrb Weltmann, ber unter der Direktion Barnowsky am Leſſingtheater in Berlir als Dramaturg tätig war, wurde in gleicher Eigenſchaft von Direktor Barnowsky an ſeine neuen Bühnen(Theater in der Königgrätzer, Komödienhaus, Tribüne) verpflichtet.— Die Städti⸗ ſchen Schauſpiele in Baden⸗Baden bringen demnächſt als erſte ſüd⸗ deutſche Bühne Werfels„Juarez und Maximilian“— Aufführung. Intendant Dr. Hans Waag.— Die Kammerſängerin aria Jeritza will die Wiener Staatsoper verlaſſen, weil ſie von der Art, wie ihr Konflikt mit der Altiſtin Olszewska erledigt wurde, unbefriedigt iſt. Sie begibt ſich im September nach Amerika wo ſie auch den größten Teil des Winters verbringen wird.— Eine Gruppe von Salzburger Künſtlern hat eine neue Vereinigung unter dem Namen„Sonderbund“ öſterreichiſcher Künſtler in Salzburg“ gegründet. Ihr gehören Vertreter aller Kunſtgat⸗ tungen an. Der Präſident der Vereinigung iſt der Maler Anton Faiſtauer. Der Sonderbund veranſtaltet zurzeit der Salzburger Feſt⸗ ſpiele im Auguſt ds. Is. eine Ausſtellung in der Aula, in der beſonders die Architektur in hervorragender Weiſe vertreten ſein ſoll.— Die bekannten Wiener Schwankautoren Brüder Golz arbei⸗ ten zufammen mit dem Librettiſten Reichert an einer neuen Ope⸗ rette„Fräulein Marquiſe“, zu der der iſchechiſche Kompo· niſt Jara Benes die Muſtk ſchreibt. Das neue Werk wird in der kommenden Saiſon an einem Wiener Theater zur Uraufführung kommen. Kunſt und Wiſſenſchaſt Deutſche Studenten und Reiſen ins Ausland. Der Rektor der eeeene in Jena, Prof. Dr. Gerland, hat folgende Kundgebung an die akademiſche Jugend gerichtet, die auch über den Kreis der Studierenden hinaus in den weiteſten Schichten des Volkes volle Zuſtimmung finden wird:„Es iſt in letzter Zeit mehrmals vorgekommen, daß deutſche Studenten ohne di e unbe⸗ dingt erforderlichen Mittel ins Ausland gereiſt ſind, ſo daß ſie nach kurzer Zeit die Mildtätigkeit Privater in Anſpruch neh⸗ men mußten. Es iſt vorgekommen, daß deutſche Studenten nicht⸗ deutſche Beſitzer öffentlicher Lokale in den betreffenden Ländern um koſtenfreie Nahrung gebeten haben. Durch derartige Vorfälle, die, wie ſich aus zuverläſſigen Nachrichten ergibt, in weiten Kreiſen be⸗ kannt und beſprochen worden ſind, iſt das deutſche Anſehen, nament⸗ lich aber die Achtung vor der deutſchen Intelligenz, geſchädigt worden. Ich halte ein derartiges Verhalten deutſcher Studierender als der Würde unſeres Vaterlandes nicht entſprechend. Jeder, der gerade in unſeren Zeiten in das Ausland reiſt, muß ſich bewußt ſein, daß er vicht nur als Privatperſon, ſondern als Vertreter ſeines Vaterlandes reiſt und als ſolcher gewertet wird. So ſehr ich es auch begrüße, wenn deutſche Studierende ſich im Ausland die Weite des Blickes verſchaffen, die nötig iſt, um die eigenen iſchen Verhältniſſe vorurteilsfrei beurteilen zu können, ſo ſehr muß iſt es doch beklagen, wenn der einzelne ſich rückſichtslos über die Intereſſen der Geſamtheit hinwegſetzt, und durch ein 1 ſc zu verantwortendes Auftreten im Auslande den deutſchen Namen ſchändet. Ich gebe mich der Erwartung hin, daß Studierende unſerer Univerſität nur dann ſich ins Ausland begeben, wenn ſie die zu ihrer Reiſe erforderlichen Mittel beſitzen, und daß ſie ſich während des Aufenthalts im Aus⸗ ſund ſtets ihrere Verantwortung Deutſchland gegenüber 2—5 5 ind. St · OEin neues Schloßmuſeum. Im Schloß des Grafen Solms⸗ Rödelsheim in Aſſenheim(Oberheſſen) iſt dem Publikum ſeit kurzem ein neues Muſeum zugänglich gemacht worden, das in vier Räu⸗ men verſchiedenartige Sammlungen enthält: Waffen, Rüſtungen, Uniformen, Jagdtrophäen, Urkunden, Siegelabdrücke u. a. aus Fami⸗ lienbeſitz, dazu eine kleine Gruppe prähiſtoriſcher und rö⸗ miſcher Bodenfunde. Letztere ſtammen nach der„Kunſtchro⸗ nik“ aus einer Privatſammlung, die meiſt Heddernheimer Altertü⸗ mer enthielt. Genannt ſeien hiervon:— aus Bronze mit der Weihinſchest an Dolichenus. ſelben Gott iſt ein Standaltar geweiht, ein zweiter, kleinerer mit eingemeißeltem Blitz⸗ bündel dem Jupiter Olbius. st. 4e Ein Tagebuch aus Preußens größter Leidenszeik. In den Veſte von Karl Ernſt Henrici in Berlin iſt das Tageb uch des Offizianten, ſpäteren Kommerzien⸗ u. Admiralitätsrats Carl Ludwig Schäffer, das er auf ſeiner Flucht mit der Kgl. Preuß. Kaſſe von Berlin nach Memel und Riga 1806/07 führte, überge⸗ gangen. Das an 100 Quartblätter umfaſſende, ausführliche Tagebuch iſt ein bedeutungsvolles Dokument aus Preußens größter Leidens⸗ zeit. Es beginnt am 18. Oktober 1806 mit der Abfahrt der Kaſſe und 7 Geldwagen vom Kgl. Schloſſe zu Berlin. Der Wagen des Verf. führte allein 35000 Taler Gold mit ſich. Die durch allerlei Hiobspoſten und Staffetten verwirrte Fahrt ging über Stet⸗ tin— die von dort kommende Königin Luiſe begegnete der Kaſſe unterwegs— zunächſt nach Danzig und weiter nach Königs⸗ berg. In Folge der ungünſtigen politiſchen Lage wurde aber die Fahrt Ende November über Tilſit nach Memel fortgeſetzt. Hier traf die Kaſſe am Sylveſtertage ein. Der König mit der Köni⸗ gin folgte zu Waſſer am 8. Januar 1807. Bei ſchönſtem Wetter wurde der Geburtstag Luiſens am 10. März in Memel gefeiert. Wir begegnen ihrem Namen jetzt häufiger in den Tagebuch⸗ Aufzeichnungen. So wohnt ſie der Einbringung franzöſiſcher Ge⸗ fangener aus der Eylauer Schlacht bei. Gelegentlich des Sieges⸗ feſtes für Pr. Eylau iſt die Königin mit der Prizeſſin Wilhelm beim Gottesdienſt in der lutheriſchen Kirche. Dann bogegnete ſie uns mit dem König am Memeler Leuchtturm. wo ſie die Einfahrt engliſcher Schiffe brobachtet; auch bei der Beſichtigung ruſſiſcher Truppen ue, ihr Name genamt.— Auf die trübe Nachricht von der UÜeben abe Königsbergs im Juni an die Franzoſen w Hucht der Königlichen Kaſſe nach Riga ſchleunigſt fortgeſetzt. el dem Tilſiter Frieden ging die en⸗Karawane e⸗ zurück, wieder finden wird den Namen der Königin in den Auf ſgeler nungen. z. B. wie ſie am 3. Auguſt eine große Geburtstag an⸗ des Königs mit gutem Geſchmack in Thaurlaucken bei Memel ve den ſtaltet. VBiele Namen der preußiſchen Geſchichte finden ſich in zm Blättern, wie Gräfin Voß, v. Beyme, v. d. Schueen burg u. dielen 1. Oktober ſteht:„Dieſen Abend kam der erwarfete und von wedie gefürchtete Etatsminiſter von Stein hier an.“ Reizvoll ſnut, eingehenden Schilderungen der gaſtfreien Häuſer der Kaufleute ten tray in Memel und Frommer in Königsberg, die den Offieia und ſeine Kollegem freundlich aufnahmen. 2 Literatur 90r „ Pfälziſches Muſeum/ Pfälziſche Helmatkunde. Heft 90f1 und neueſte Heft des Pfälziſchen Muſeums iſt ganz der Wiſenschaf in Prakkik der Famiitenforf gewidmet. Es wird darum ddeßge ⸗ pielen Kreiſen, die nach dieſem Gebiet von Volks⸗ und Lande un ſchichte hin orientiert ſind, eifrige Leſer finden. Ueber den rmen der Familienforſchung überhaupt hat Aug. Sperl einen warien⸗ werbenden Beitrag geſpendet, einen ihm parallelen über Fang ch⸗ kunde E. Antz, der ſein bald erſcheinendes„Pfälzer Geſchlechtern oon ankündigt. Der Hauptteil des Heftes gilt der praktiſchen Löſung Her⸗ Fragen der Familiengeſchichte. Alb. Pfeiffer forſcht nach wiich ein kunft des Aſtrologen Johannes Lichtenberger, der(urſprünglich Na⸗ Hufſchmied) ſein Heimatdorf Otterſtadt bei Speyer durch ſeinen Pe⸗ men als Arzt und Aſtronom bekannt gemacht hat.(15. Jahehg, der deutende Glieder der Familie Vart aus Dürkheim behandelemen verſtorbene H. Vieth; anregend ſpricht über Pfälziſche Familien noer⸗ aus der Tier⸗ und Pflanzenwelt K. Arnold, und wertvolle rie b öffentlichte Briefe zur Geſchichte von König Max II. und Marenge⸗ Bayern bringt Joh. Keiper. Eine Menge intereſſanter famili Aus ſchichtlicher Einzelheiten vereinigt A. Becker in ſeinem Aufſa Ingen Pfälzer Häuſern und Familien: durch Hinweis auf Bezie für ihrer Glieder zu Goethe urd Schiller wird dieſer Beitrag aucgeeiſe Nicht pfälzer höchſt leſenswert. Auch über Lavater auf eu man von Mannheim nach Speyer, über Hölderlin in Speyer m Ab⸗ gern Neues und Altbekanntes erfahren. Neben dieſen große⸗ ichten handlungen bietet das Heft noch eine Anzahl kleinerer Nache in und Bücherbeſrechungen, dazu die üblichen Illuſtrationen, ehen⸗ Summa das neue Pfälzer Muſeumsheft ſeinen Vorgängern auf bürtig zur Seie ſtellen, auch wenn es ſich diesmal vorwiegefiperal ein engeres lokalhiſtoriſches Gebiet verlegt. Es verdiem ba. Pr. Leſer zu finden. Dr. K. nen, wird ein e au für + ———————— ———ů— ———————— 2a. Drrnnn Neue Mannheimer Zeltung lMittag ⸗Nusgabe)., Seite. Ar. 351 2 2 85 klaſſig; Deutſchlands beſte Kräfte meſſen ſich mit namhaften Schweizern 7 Sport! ch 19 ſcha gleichfalls zur Fernfahrt ſtarteten, findet man vornehmlich Deulſche, ſch ſt portliche Nundſchau ee Landwirtſcha Schweralhlelit. Vorſtandsſitzung der Badiſchen Landwirkſchaftskammer der Sport am Sonntag Auf dem.f..⸗Platz in Stuttgart kamen am Samstag, Sonn⸗ n ſche ſchaf 3 f tag und Montag die deutſchen Meiſterſchaften in der Der Vorſtand der Badiſchen Landwirtſchaftskammer hat in leiner Sallongen; ußba Schwerathletik des 91“er Verbandes zum Austrag. letzten Sitzung unter anderem auch zu einzelnen aktuellen. die Land⸗ Swangspalbeainn: Mit den letzten Julitagen geht die vierwöchige] Die Titelkämpfe verſprechen wieder ein Ereignis zu werden umſo⸗ wirtſchaft beſonders berührenden Geſetzentwürfen Stellung uſe im Fußball zu Ende. die neue Saiſon hebt an. Als mehr, als die Beteiligung diesmal beſonders ſtark iſt. Für Stutt⸗ genommen. ni dudezei mit der Keit begann. war man das Lederſpiel gründlich leid. aber gart, das allerdings eine ſehr günſtige Lage zu den ſüddeutſchen Hoch⸗ Zu dem neuen Weinſteuergeſetzentwurf beantraat die ſi dentbebruna iſt auch das Verlangen nach dem poulärſten aller Dupen der Schwerathletik aufweiſt, gaben 700 Einzelkämpfer 1200 Badiſche Landwirtſchaftskammer, daß jealicher Haustrunk. ver⸗ einzelnen wieder geſtiegen. Abgeſehen von Norddeutſchland. wo in Nennungen ab. Auch die Mannſchaftswettbewerbe ſind gut beſetzt, braucht in landwirtſchaftlichen Betrieben, ſteuerfrei belaſſen werden nächſte eiſen die Meiſterſchaftsſpiele ſchon an dieſem und dem ſo das Tauziehen mit 40 und die Muſterrjegenwettbewerbe mit 34 ſoll. Ferner ſoll der Herſteller von Haustrunk, ſoweit er für den guch anSenntag beainnen, ſetzt ſich der Spielplan allgemein voterſt Mannſchaften— Die Organiſallon des Feſtes liegt bei der Sport⸗ aenen Verbrauch verwendet wirg keirevei Kontrolle unterworfen ſigern don Bedchaltctreften zuſammen. Ihre Ergebniſſe werden vereinigung Stuttgart. Die Verbraucherwirte ſollen ſteuerlich wie bisher behandelt' ie edeutung ſein. i f den. ihe Nam chaften die Bo, Aierene 185 pferdeſport Hinſichtlich des Entwurfes des Badiſchen Gebäudeſonder⸗ anehendn iſt und mit welchen Ausſichten ſie in die bald allentbalben„Der Pfälziſche Rennverein in Häßloch veranſtoltet am 23. Au⸗ ſteuergeſetzes beſchließt die Vadiſche Landwirtſchaftskammer lhe den Punktekämpfe gehen. Der Sonntag beingt eine ſtatt⸗ guſt für dieſes Jahr ſein 2. Rennen. Es ſoll hauptfächlich eine Prü⸗ eine Eingabe andie Regierung, worin dieſe gebeten wird. alsbald Jahl 965 bemerkenswerter Privatkämpfe. Trotzdem eine größere fung der deutſchen Halbblutzucht darſtellen. Neben einem beſonderen] die vom Badiſchen, Landtag beſchloſſene Befreiung der Landwirt⸗ auch üddeutſcher Mannſchaften in andere Landesverbände reiſt, iſt Nennen für pfälziſche Halbblüter kommt je ein ſolches für badiſche] ſchaft von der Gebäudeſonderſteuer geſetlich feſtsalegen. empfi 5 Programm in Südde utſchland reichbaltig So und für ſolche Pferde, die in deutſchem oder ſaarländiſchem Beſitze Was die von der Badiſchen Rengierung dem Lanbtag vorgelegte nat der A. S. V. Nürnberg zu ſeiner Platzeröffnung die Sp.⸗ find. In einem beſonderen Troſtrennen können ſich zum Schluß Denkſchrift über die Einführung der obligatoriſchen Hagel⸗ 8 Fürth: 7 1 4 1 f f f Gaſt: dtb: beim S. V. j; dieſ Pferde noch einmal gegenſeitig meſſen. Die Entfernungen in verſicherung in Baden anbelanat, ſo empfiehlt die Badiſche 28 Eintracht Nrenut VV dieſen Rennen gehen von 1400 bis 1900 Meier. Dor Nennungsſchluß] Landwirtſchaftskammer Beibehaltuna der derzeitigen Regelung einmal legen Murgeſſen; Kaſſel. Saar 05 Saarbrücken verſucht ſich für die Rennen iſt auf 15. Auguſt feſtgeſetzt. weil die Intereſſen des badiſchenLandwirts durch den Vertraa mit ber noch.. S. V. Mannheim⸗Waldbof und ſchließlich ſpie⸗ Rad der Norddeutſchen Hagelverſicherungsgeſellſchaft hinreichend gewahrt burch F. V. Saarbrücken gegen Red Boys Differdingen(Luxem⸗ adſport ſind. und dann weil die Landwirtſchaft in der Einführung einer Helvo Boruſſia Neunkirchen gegen Koblenz 1900, Mainz 05 gegen„Radrennen in Ludwigshafen ⸗Rhelngönheim. Auf dem Zwanasbagelverſicherung nur einen Rückfall in die verhaßte Zeit der elia f Olhmpia⸗ Stadion finden am kom ntag 60 Frankfu 0„ Olympia⸗ Stadion finden am kommenden Sonntag große Radren⸗ Zwangswirtſchaft erblickt. Lſenen Weſt 9 52 e nen ſtatt. Das Programm umfaßt Berufs⸗Steherrennen hinter Hinſichtlich der ſehr wichtigen Frage der Ablöſung der Laub⸗ Endk en B. Frankfurt finden: die Konkurkenten aus dem ſchweren Motoren, Berufsfliegerrennen und Amateurrennen, offen[ſtreunutzunag will die Badiſche Landwirtſchaftskammer das Er⸗ lch de um die D. F..⸗Meiſterſchaft treffen ſich en Wanne antaß⸗ für Amateure der D. R. U. und des Pfülger Bundes. Die Berufs, gebnis der Maßnahmen der Forſtverwaltung abwarten. ſehe dorbes hre⸗Stadtfeier Wannes. Hier begegnen ſich auch am] Steherrennen beſtreiten Rudel⸗Lerlin, der am 19. Juli in Küſtrin Zu dem jeweiligen Entwurf eines Reichsabwäſſergeſetzes ver⸗ Ne di 10den Holländer Vermeer beſiegen konnte, der Schweizer Altmeiſter] tritt die Badiſche Landwirtſchaftskammer den Standvunkt. daß tgur ſabebaureſt 57 1015 15 255 Schwab, der wiederholt in dieſem Jahre ſiegreich war und Zeit kein Bedürfnis für die Erlaſſung eines derartigen Reichsgeſetzes nel am Sonntag mit einer ſbark—— Elf be 55 in eim ſchon wiederholt beſtebt. 1 1 orbeeren nt at. ufs⸗Fli i 55 kabck. deſuch—5— Mannſckaft. der S. B. Wies. Tabewald⸗ Verhin, 0 1Fa⸗ Cherliltenbug Naäd elkan⸗ Herabſetzung des Ablöſungsbetrages 1924 851 burg, Kraßner⸗Sparbenberg und Wagne⸗-Worme. In den Von der Badiſchen Landwirtſchaftskammer wird uns geſchrieben: Leichtarhletik Amateurrennen ſind u. a. am Start: Gebr. Schuler, Helm⸗ gei der 5 Forſtween e dem Gaeee die Nachde 0 8 5 zu K m unſe n ſei ing und Becker⸗Mannheim; Kleinſchmitt, Boers, ie Ei i ene en c t uler ef dn aggeſe adenbun. Sehnud end Weng geln Poßſer gbar ne ud Kren 7oen geanhſeeh ale Aeeung der ſerkenmenkenee unge, deh gcheb den find, iſt es zu verſtehen, daß ſie den Sonntag vor den Ludwigshafen; Gebr. Dangel Mörlheim Ssquin und Le 15 für dieſen Zeitraum. Dieſer Ablöfungsbetrag kann auf An⸗ lhaien Meiſterſchaften ruhen wollen. Es finden denn auch am 2. Guilin⸗Frankreich. Die Qualität der Fahrer läßt auf ſpan. trag herabgeſetzt werden wenn bei einem Steuerpflichtigen beſonders un eine Neihe kleinerer natfonale Veranſtalenngen“ falf, ſe nende Kämefe ſcließen. der wire zu wünshen daß der Wettergont perſerliche oder wirtſchaftlcce Verhältnſſe vorgelegen haben, die 0 Wiesbaden. VB. f. R. Landau, Preußen Eſſen, Wacder anädig gefinnt iſt, damit die Veranſtaltung der Bahnleitung auch ſeine Steuerfähigkeit weſentlich beeinträchtigt haben. Beſondere wirt⸗ hhendod Leipig und Dinslaten 09, Von dieſen ſind die beiden] einen fironztenen erfolg ſichr.... d.., ſcafuge Pirheltniſſe dieſer zet ſind bet der erntegeſchnbig⸗ knannten füddeutſchen Feſte noch am beſten beſetzt les. Deutſchlands größte Radfernfahrk, das Rennen Zürich⸗Ber⸗][ten Landwirten in den vom Landesfinanzamt anerkannten lin, wird in drei Ctappen, am 30. Juli Zürich⸗-München Notgebieten für das Jahr 1924 durchweg als vorgelegen anzu⸗ 0 Die deht der 5 7 7 925 5 Fen⸗ 40 5 215 5 1 ne 05 5 Kilom.) nehmen. ſt erufsfahrer⸗Bahnrennen am.] und am 2. Augu ößneck⸗Berlin(321,3 Kilom.) gefahren. f 1 ichtt 4 dan—— Chemnitz, Nürnberg, Saarbrücken, Düſſeldorf, Köln.] Die beſten deutſchen Berufs⸗ und Herrenfahrer treten gegen ſtarke 5 72 Mfahge der ſeneren Witernsce pechend beſeh und Plauen veranſtalten Rennen, die durchweg an⸗ ausländiſche Konkurrenz in Wettbewerb. Jahre 1924 gegenüber den übrigen Steuerpflichtigen anerkannter⸗ N Be zt ſind. Die Elite der deutſchen Amateurfahrer wird 5 Gerlin r wir maßen außergewöhnliche Subſtanzverluſte gehabt, die ihre Nrich-Serſeinmelt ein, wo am Zielplatz der Fernfahrt 711 5 Schwimmen Steuerfähigkelt weſentlich beeinträchtigt haben. Mit Rückſicht auf dan Er rlin, im Stadion die BDundesmeiſterſchaften Die Schwimmerinnen des S. B. Mannbeim konnten am ver⸗ dieſe beſonderen wirtſchaftlichen Verhältniſſe erſcheint eine allgemeine lelver gußen über 1 und 25 Km. zum Austrag kommen. Der gangenen Sonntag in Frankenthal ihren diesjährigen Siegen weitere Herabſetzung des Ablöſungsbetrages für die Not⸗ 14 iaſen bhander Oszmella⸗Köln hat auch in dieſem Jahre wieder die Erfolge anreihen. So gewannen ſie in der guten Zeit.28 in der bediedeſthnerpftihſigen für 9 D0 eine ſſouche Anord⸗ Fürtch-Wen, Am Sonntag geht auch die große Fernfahrt] Aufſtellung Liſel Haag, Anna Surber, Friedel Appel und nung bisher noch nicht getroffen worden iſt, hat die Badiſche Land⸗ et und gerlin“ um den Garbaty⸗Pokol zu Ende. Am Pon-] Mina Ritz die Damen-Lagenſtaffen 4ĩ50 Meter, Bruſt, Seite, wirfſchaftstammer in einer Eingabe an das Reichsfinanzminiſterium 15 Mun Freitag wurden die beiden Etappen Zürich—München] Rücken, Freiſtil. Mina Ritz konnte des weiteren die kurze Strecke den Antrag geſtellt, daß bei den erntegeſchädigten Landwirten in den Sonnt—Pößneck erledigt; der Samstag iſt ein Ruhetag und in überlegener Weiſe in 37 Sekunden gewinnen. Im Herrenjugend⸗ Notgebieten der Ablöſungsbetrag 1924 allgemein und ohne beſon⸗ ngen Rej bringt dann die letzte Etappe der insgeſamt 1040 Km. ſchwimmen wurde Fritz Feinauer Sieger über 100 Meter Rücken deren Antrag herabgeſetzt wird. düren die 2. Pößnech—Berliner Stadion. Während in den letzten in.28.— Am kommenden Sonntag wird der im Bruſtſchwimmen 1. ſulb. iſt dos eiligung auf Deutſchland und die Schweiz beſchränkt viel verſprechende Karl Staudt anläßlich des Länderwettkampfes 5 intern Rennen in dieſem Jahre erſtmalig im größeren Um⸗] Ungarn— Deutſchland in Magdeburg gegen erſte deutſche Jugend⸗ Die Ernte der Frühkartoffeln in Singen am Hohentwiel und ſben beſtonal. Unter den 89 geſtarteten Amateuren findet man klaſſe ſtarten und zwar in den Bewerben 200 und 400 Meter Bruſt⸗in der Umgegend hat bereits begonnen. Der Ankaufspreis durch die Verz deutſchen Klaſſe auch gute Italiener, Schweizer und!l ſchwimmen. Wenn auch kein erſter Sieg ihm beſchieden ſein ſollte, Händler beträgt 12 Mark bis 12.50 M. per Doppelzentner. Die bei den über 0. Verufefahrern iſt die Kenkurrenz erlt⸗ 0 wird doch beſtimmt Mazehren erringen. 40ee ann aus. f überlegene Sieger der Robert Batschari-Fahrt und des V. Baden-Badener Auto-Tourniers. Larocciola auf 24% 00ft 40 ps Mercedes-Sechöszylinder gewinntden Robert Batschari-Wanderpreis Zweiter Nallinger.. auf 15/70/100 PS Mercedes-Sechszylinder Dritter Neubauer.. auf 15/70/100 PS Mercedes-Sechszylinder Vierter Sailer.... auf 24/00%/40 PS Mercedes-Sechszylinder Vler Mercedes in Frent bei 4% gestarteten Wasgen! ö 5 MgeEgbzEs und BENZ gewinnen als einziqe strafpunktfrete Teams in der Zuverlässigkeitsfahrt die Club- Teampreise für Württbg. Automobilclub und Rheinischen Automobilclub. Unter 19 strafpunktfreien Wagen Ses,„dchs Mercedes, drel Benz. este Zeſt der Wagen in allen Leistungsprüfungen der Robert Batscharifahrt: Caracciola auf 24/ 100/40 PE 995 Mercedes mit Peters-Union-Cordreifen. sste Zeit des Tages im Flachrennen bel Rastatt: Rosenberger auf 6/40 PS Mercedes mit Continental-Relfen. sste Zeit des Tages im Bergrennen am Kniebis: Rosenberger auf 6/40 PS Mercedes mit Continental-Reifen. Das erste Auftreten der neuen Mercedes-Sechszullnder ein restloser Erfolg! Die sprichwörtliche Zuverlässigkelt der BENZWagen von neuem erwiesen“! bamLER MoTORENM-GESEILLSCHFT BENHZ& Cie. SrurreART-UNTERTURKHEIx. Nheinische Automobil-& Motoren-Fabrik.-G. MANNMHEIxM. rserone, MERCEDES-BENZ-AUTOMORILGESELLSCHAFT M. B.., MANNHEINx, Pü 7, 24. — 15 * Handelskammern zur Durchführung des über Depot⸗ und 6. Veite. Nr. 351 Neue Mannheimee Jeitung(Mittag⸗Nusgabe! K.KKAAAA [Neue Mannheimer Seitung Handelsblatf ——' von den füddeutſchen Waren⸗ und Produktenmärkten m- Mannheim, 31. Juli 1925. Von den überſeeiſchen Getreidemärkten lagen in dieſer Woche keine beſonderen Berichte vor, die den Markt bei uns weſentlich hätten beeinfluſſen können. Die zuletzt vorliegenden Offerten lauteten für Manitoba 1 Don. Inſp. per Auguſt⸗Abladung, 16,85, desgl. III 16,10, desgl. V 13,05, desgl. 1 per September⸗Oktober⸗ Abladung 15,20, desgl. II 14,80 und desgl. III 14,37 hfl. per 100 Kg. cif Rotterdam. Redwinter II verladen, war zu 15,12%½, desgl. II, knoblauchfrei, im letzten Drittel des Monats Auguſt verladbar, 15,677, Mixed Durum, ebenfalls im letzten Drittel des Auguſt verladbar, 14,60 und Hardwinter II, per Auguſt⸗Ver⸗ ſchiffung, zu 16,10 hfl., alles per 100 Kg. cif Rotterdam. Roggen hatte behaupteten Markt und man verlangte für Weſtern Rye II Mitte Auguſt in Antwerpen erwartend, 11,35 und auf Abladung bis 20. Auguſt 11,377 hfl. per 100 Kg. cif Rotterdam. In Hafer war White Clipped II, 38 lbs., per September⸗Oktober⸗Verladung zu 9,90, Canada feed oats J bis Mitte Auguſt verladbar, zu 10,45, desgl. II zu 10,15 und Canada Weſtern II per Oktober⸗November⸗ Abladung zu 11,327 hfl. per 100 Kg. cif Rotterdam offeriert. Für Mixed⸗Mais, per Dezember⸗Januar⸗Verſchiffung verlangte man 10,95 und für Plata⸗Mais 11,50 hfl. per 100 Kg. cif Rotterdam. Die Lage an unſerem ſüddeutſchen Produktenmarkte hat ſich nicht weſentlich geändert. Nahe Ware iſt nach wie vor geſucht, während die Intereſſenten für Ware auf Abladung, infolge des noch immer nicht beſtimmten Termins wegen des Inkrafttretens des Zollgeſetzes, im Einkauf zurückhaltend ſind. Das Angebot in inländiſcher Ware war während der letzten acht Tage weſentlich größer; die neue Ware iſt, ſoweit ſie bei gutem Wetter eingebracht wurde, von guter Beſchaffenheit. Für rheiniſchen Weizen geſund und trocken, per erſte Hälfte Auguſt lieferbar, verlangte man 27.27% Rel per 100 Kg. Frachtparität Mannheim; mittel⸗ deutſcher Weizen, geſund und trocken, iſt zu 25 R/ Frachtparität Magdeburg offeriert, doch iſt derſelbe infolge der hohen Fracht von 3,00„ per 100 Kg., nach Mannheim unrentabel. In Aus⸗ landsweizen wird angeboten 79 Kg. Roſafe zu 29,50, 79 Kg. Baruſſo zu 29.I1, Auſtralweizen zu 8,25 und Manitoba III zu Neueinkragungen ins Handelsregiſter Karlsruhe: Firma Wollenſchläger u. Cie. G. m. b. H. Gegenſtand des Unternehmens: Die Fabrikation von Herren⸗ wäſche und verwandten Artikeln, wie der Großhandel in ſolchen Artikeln und in Textilwaren. Das Stammkapital beträgt 5000 RA. — Benz u. Co. offene Handelsgeſellſchaft. Donaueſchingen: Getreidelagerhaus⸗Zentrale der Baar, G. m. b. H. in Hüfingen. egenſtand des Unternehmens iſt der gemeinſame Betrieb von Lagerhäuſern der Baar und der angrenzenden Ge⸗ biete. Das Stammkapital beträgt 6000.[. Kaiſerslautern: Firma Getreidehandel und Lagerhaus G. m. b. H. vorm Gebr. Würzweiler, Sitz Kuſel. Gegenſtand des Unternehmens iſt der Handel mit Getreide, Mehl und Futtermitteln und deren Inlagerung. Das Stammkapital beträgt 30 000.4. Pirma⸗ ens: und Ludwig Rampendahl, offene Handels⸗ Ghußſe Gegenſtand iſt eine Schuhfabrik.— Peter Sandmann, Schuhfa 2„5 er endgültige Erlaß zur Durchführung des Geſetzes über Depol und Depoſikengeſchäfte Einer vor kurzem ergangenen vorläufigen Anweiſung des ßiſchen Handelsminiſters an die Regierungspräſidenten und Depoſitengeſchäfte folgt jetzt der endgültige Erlaß, der gegenüber der genannten Anweiſung keine Aenderungen zeigt. Er enthält verwaltungstechniſche Beſtimmungen, die Angaben über die im Geſetz vorgeſehenen— auf Erhalt des Depot⸗ und Depoſiten⸗ rechts enthalten, an wen ſie zu richten und durch wen 5 zu ent⸗ ſheden ſind. Der Inſtanzenweg führt über den Regierungs⸗ präfidenten, in deſſen Bezirk das Bankunternehmen betrieben werden ſoll, nach Anhörung der Handelskammer zu dem Handels⸗ miniſter mit Ausnahme öffentlicher Sparkaſſen und Banken, für die der Miniſter des Innern zuſtändig iſt. Im übrigen wird für die verſchiedenen im Geſetz vorgeſehenen Anſtalten über den Beginn eines Geſchäftsbetriebes, über Aenderung der Perſon der Inhaber, Konkurseröffnung und anderes beſtimmt, daß ſie an den Regie⸗ rungspräſidenten, in deſſen Bezirk die Bank ihren Sitz hat, zu richten und eventuell Entſcheidungen und Verordnungen von ihm zu treffen ſind. Ferner wird die Definition des§ 4 Abſ. 4 des aebde wonach Genoſſenſchaften, die einem Reviſionsverbande angehören, Depoſitenbanken ſind, ſofern der Geſchäftsbetrieb über den Kreis ihrer Mitglieder nicht hinausgeht, dahin ausgelegt, daß die Depoſitenannahme von Nichtmitgliedern durch Genoſſenſchaften den Verluſt der Rechte als Depoſiten⸗ bank nicht herbeiführt. Bei Depoſitenbanken, die zum Betriebe von Depot⸗ und Depoſttengeſchäften bisher nur unter beſtimmten Bedingungen zugelaſſen waren, bleibt die Berechtigung auch weiter von deren Erfüllung abhängig. Baroper Walzwerk.-., Baroy Die Lage wird immer ſchwieriger. Nachdem Direktor Bögel anſtelle des zurückgetretenen Direktors Schmieding die Leitung über⸗ nommen hat, erfährt nun der.H.., daß ſich das Werk gezwungen ſuhe ab 28. Juli das Martinwerk infolge Kohlenmangels ſtill⸗ zulegen, weil das Kohlenſyndikat den Kohlenverſand eingeſtellt habe. Der Betrieb des Walzwerkes läßt ſich aus dieſem Grunde noch höchſtens eine Woche aufrechterhalten. Von der werden zunächſt 150, ſpäter evtl. 500 Mann betroffen. ie der D. H. D. hierzu 5 hat die Zeche die Kohlenlieferungen ein⸗ geſtellt, weil das roper Walzwerk keine Zahlungsmöglichkeit für die gelieferte Kohle hat. Ueber die endgültige Auseinanderſetzung mit dem Stinnes⸗Konzern ſind bekanntlich bisher noch keinerlei Abmachungen getroffen worden. Die Firma Stinnes⸗Eiſen.⸗G., Mühlheim, beſitzt nach wie vor die Mehrheit der ſeinerzeit auch von Wolf, Netter und Jacobi übernommenen Stammaktien und die Vorzugsaktien, die durch keinerlei Vereinbarung eingezogen werden können. Als einziger Vertreter der Stinnes⸗Gruppe iſt Hugo Stinnes jun. noch im Aufſichtsrat von Barop verblieben. Infolge langwieriger Reparatur hat das Werk große Vorräte an Rohſtahl Die Beſchäftigung von der Stinnes⸗Gruppe beträgt noch etwa ein bis anderthalb Monate. Bis dahin hofft man, neue Aufträge hereinzubekommen. Durch die Kündigung der gegebenen Kredite durch die Stinnes⸗Gruppe ſcheint das Werk nun doch infolge Bargeldmangels in Schwierigkeiten geraten zu ſein, obwohl der. Status kein ſo ungünſtiger iſt und von der Stinnes⸗Gruppe keine Zwangsmaßnahmen zu befürchten ind. Wie der.H. D. von Verwaltungsſeite erfährt, wird das —— Walzwerk auf Grund von Verhandlungen mit der Ruhr⸗ kohle.⸗G. nunmehr wieder vom Syndikat beliefert. Trotzdem will man die Arbeit im Stahlwerk vorläufig nicht wieder aufnehmen, ſondern erſt die großen Vorräte an Rohſtahl aus⸗ walzen, um auf dieſe Weiſe möglichſt ſchnell zu flüſſigen Mitteln zu kommen. .1 Geſchaftsaufſichten in Baden. wurde die„ſchäftsaufſicht angeordnet: Ueber folgende Firmen Karlsruhe: Firma Badiſche Uühcengroßhandlung Otto K. Romann G. m. b. H. Pforzheim: Schuhwarenhändler Heinrich Laſſer. 30,75 R die 100 Kg. bahnfrei Mannheim. Roggen lag gut behauptet; für hierländiſchen Roggen aus neuer Ernte verlangte man 21,75—22,00 Re/ und für oſtpreußiſchen Roggen, per Auguſt⸗ Verladung, 22=. öfür die 100 Kg. waggonfrei bzw. cif Mann⸗ heim. In Gerſte war das Geſchäft in dieſer Woche etwas reger. Pfälzer Sommergerſte war zu 25—27 Re.i per 100 Kg. franko Mannheim, pfälzer Wintergerſte zu 21 Re ab Verlade⸗ ſtation, badiſche Sommergerſte zu 24—25 R ab Verladeſtation und badiſche Wintergerſte zu 21—22 R. per 100 Kg. franko Mannheim, Hafer iſt in Auslandsware, je nach Qualität, zu 20,50—22,50 und Mais zu 22,25—22,50 R per 100 Kg. frei Waggon Mannheim, käuflich. Futtermittel hatten ziemlich unveränderten Markt; Weizenkleie per prompte Lieferung war zu 12,25 und per Auguſt⸗ Dezember zu 12,50—13,00 R per 100 Kg. frei Waggon Mühle offeriert. Für Trockentreber verlangte man 18,50—19,00 R. und für Malzkeime 16,25—16,50=ν, per 100 Kg. Meh verkehrte in Uebereinſtimmung mit Brotgetreide. Weizenmehl, Baſis 0, per Juli⸗Lieferung iſt zu 38—39 R. und per Auguſt⸗Lieferung, verzollt zu 38,25—39,25, Weizenbrotmehl per Auguſt⸗September⸗Lieferung zu 29,25—30,25 und Roggenmehl zu 31.1 per 100 Kg. frei Waggon Mühle offeriert. Hopfen. Die Witterungsverhältniſſe waren in den letzten acht Tagen für die Entwicklung der neuen Hopfen 00 günſtig und infolge der warmen Tage, verbunden mit Niederſchlägen, hat ſich der Pflanzenſtand in allen Gegenden gebeſſert. Der Früh⸗ Hopfen geht überall in Dolden über; die Frühhopfenernte in Tettnang(Württemberg) und in Walldorf(Baden) dürfte Anfang nächſter Woche beginnen. Die Marktlage für 1924er Hopfen iſt angeſichts der günſtigen Ernteausſichten eine gedrückte, und die Preiſe haben eine Abſchwächung erlitten. Tabak. Ueber den Tabakmarkt iſt nichts Weſentliches zu berichten. Die Unternehmungsluſt iſt infolge des noch immer nicht erledigten Zollgeſetzes klein und die Käufe, die getätigt wurden, erſtrecken ſich auf den allernotwendigſten Bedarf. Sobald die Zollgeſetzvorlage erledigt iſt, erwartet man eine allgemeine Be⸗ lebung des Geſchäftes. ee eeeeee eeee Von der ſüdweſtdeutſchen Textilinduſtrie Wie in anderen Induſtriezweigen des Südweſtens, dem Bauge⸗ werbe, der Holzinduſtrie und der Schmuckwareninduſtrie, hat die Lohnbewegung auch auf die Textilinduſtrie übergegriffen. Nachdem das Reichsarbeitsminiſterium ſich für unzuſtändig erklärt hatte, den Schiedsſpruch in der badiſchen Textilinduſtrie vom 26. Juni für verbindlich zu erklären, hat das Reichsarbeitsminiſterium dieſe Angelegenheit nunmehr endgültig nach Baden zurückverwieſen, das den Schiedsſpruch für allgemein verbindlich erklärte. Hierdurch dürfte die Notlage der badiſchen Textilarbeiter etwas gemildert worden ſein. In Bayern und Württemberg werden ſchon ſeit Monaten höhere Löhne als die im badiſchen Schiedsſpruch feſtgeſetzten bezahlt. Die Urſache der gegenwärtigen wirtſchaftlichen Bedrängnis, die Geld⸗ und Kreditnot, hat ſich in letzter Zeit verſchärft. Der Rohſtoffbezug iſt erſchwert. Obwohl es nicht an Auf⸗ trägen fehlt, können die er n Betriebe die erteilten Aufträge vielfach nicht ausführen, weil es an flüſſigem Betriebskapital mangelt. Der Zahlungseingang erfolgt nur ſchleppend. Man erhofft zwar für die Herbſtſaiſon eine neuerliche Belebung des Geſchäftes, doch beurteilt man die Ausſichten im Textilhandel und in der Textil⸗ induſtrie zurückhaltend und geteilt. 2˙2 Konkurſe in Baden. Ueber folgende Firmen wurde das Konkursverfahren eröffnet: Karlsruhe: Firma S. Mandel⸗ baum, Schuhmacherbedarfsartikel en gros. Konkursforderungen prt bis zum 20. Auguſt 1925 beim Gericht hier anzumelden. rüfungstermin 26. Auguſt beim Amtsgericht A 4. Wolfach: Firma Schlatter u. Co. In dem Konkursverfahren über das Vermögen der Firma wurde zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters Schlußtermin auf den 26. Aug. beſtimmt. Konſtanz: Offene Handelsgeſellſchaft Frank u. Hermann. Anforderungen ſind bis zum 12. Auguſt einzureichen. Prüfung am 21. 0 0 1925. Pforzheim: Firma Meerwarth u. Co., offene Handels⸗ geſellſchaft. Anmeldefriſt 8 Auguſt. Prüfungstermin 10. Auguſt auf dem hieſigen Amtsgericht AIII. 2: Jahlungseinſtellung der Ebinger Trikokagenwarenfabrik. Die Ebinger Trikotagenwarenfabrik.⸗G. in Ebingen hat laut„Konf.“ ihre eingeſtellt. Es ſei eine Unterbilanz von ca. 50 000 vorhanden. Die Geſellſchaft verſuche, ſich mit ihren Gläubigern auf der Baſis von 60 pEt., zahlbar in vier Raten bis Ende April 1926 zu einigen. April⸗Mai 1921 gegründet, hatte das Unternehmen ſchon in 1922/23 eine Hilfsaktion nötig. Den Aktien der kleinen Geſellſchaft wurde an der Stuttgarter Börſe ſogar ein Markt bereitet und auch im Freiverkehr der Frankfurter Börſe wurde das Papier einige Zeit gehandelt. Bei der Umſtellung kam das Kapital auf 200 000., daran ſchloß ſich noch eine Erhöhung auf 305 000.A. 1 Oplima⸗Maſchinenfabrik.⸗G. in Sindelfingen l. Württ. Die.⸗V. genehmigte die mit einem Verluſt von 62 278 R⸗, abſchließende Jahresrechnung für 1924. Wie die Verwaltung mit⸗ teilte, hat lediglich die Unmöglichkeit, die Produktion in der neu⸗ geſchaffenen Abteilung, wegen der Kürze der zur Verfügung ge⸗ ſtandenen Zeit, auf die Höhe zu bringen, die notwendig geweſen wäre, um einen Ausgleich der Unkoſten zu erzielen, das Geſchäfts⸗ ergebnis ungünſtig beeinflußt. Zurzeit iſt die Beſchäftigung in der neuen Abteilung vollſtändig ausreichend und nimmt ſtändig zu. =. Andrege-Noris Jahn.-G. in Frankfurt a. m. In der .⸗V. wurde der vorgelegte Abſchluß für 1924 und damit die Dividende von 6 pEt. auf die Stammaktien genehmigt. In der Bilanz erſcheinen unter den Aktiven: Immobilien mit 642 000 R. 4, Effekten und Anteile 223 000, Waren 1470 000.I, Debitoren 1 200 000.4, denen unter den Paſſiven bei 1 600 000.4 Stammaktienkapital und 160 000 R. Reſerven Hypotheken mit 17 000./, Kreditoren mit 1 500 000 R. und Guthaben bei Banken mit 64000 R⸗& gegenüberſtehen. Ueber den augenblicklichen Geſchäftsgang teilte der Vorſtand mit, daß die Umſätze ſich im laufenden Jahre bis Mitte Juni geſteigert hätten, ſeitdem aber gleichgeblieben ſeien. Beſonders erfreulich ſei, daß durch das proviſoriſche Handelsabkommen mit Frankreich eine 9 Erleichterung mit dem Saargebiet ermöglicht worden ſe nachdem bisher die Ausfuhr von Arznei mit 60 pt. Zoll belaſtet geweſen ſel. Die Verwaltung hofft, für das laufende Geſchäftsfſahr ein erfreuliches Ergebnis zu erzielen. ꝛ0: Jahlungsſchwierigkeiten in der Wollbranche. Wie der „Manufakturiſt“ erfährt, befindet ſich die Hentſchel⸗Strickerei.⸗G., Berlin., Alexanderſtraße 27 A in Zahlungsſchwierig⸗ keiten. Die Paſſiven betragen 250 000, die Ak“ den dagegen nur 65 000 l. 24: Noch keine Amerika⸗Anleihe der Renkenbank-Kreditanſtalt. Wie der DHDD. von der Rentenbank erfährt, ſind alle Nachrichten über den Abſchluß der amerikaniſchen Anleiheverhandlungen der Rentenbank⸗Kreditanſtalt unzutreffend. Die Rentenbank⸗ Kreditanſtalt iſt bekanntlich noch gar nicht errichtet worden, da die konſtituierende Generalverſammlung erſt am 5. Auguſt ſtattfindet. Infolgedeſſen ſind auch alle Zahlenangaben über die ſpäter abzu⸗ ſchließende Anleihe unzutreffend. Es finden zurzeit lediglich Vor⸗ verhandlungen ſtatt. Deviſenmarkt Nordiſche Deviſen abgeſchwächt. Weſtdeviſen unverändert 5 Der europäiſche Deviſenmarkt blieb auch geſtern ziemlich urſen Weſtdeviſen halten ſich auf den ſeit Wochen ſtabilen Kegtel während nordiſche Deviſen nach der ſtarken Steigerung der Wochen in Reaktion erſtmals ſtark abgeſchwächt lagen. London gegen Kopenhagen notierte 2200 gegen 2¹ geſtern und London gegen Kriſtiania 2690 gegen 2630. 0 Iu Relchsmark, koſtet. Kriſtania 18,0(80 und Kopenhagen 92,75(96,05) Pfg. Die übrigen Kurſe 7 ſich auf der Baſis der Vortage. Mannheimer Effektenbörſe 5 1. OQ Mannheim. 31. Juli. An der heutigen Börſe notierten gen luſtloſer Tendenz: Badiſche Anilin 122, Oberrheiniſche en⸗ ſicherung 100, Württemberg. Transport⸗Verſicherung 26, Brene Beſigheimer Oelfabriken 53, Gebr. Fahr 51, Karlsruher Maſchi 1 36, Haid u. Neu 44, Vereinigte Freiburger Ziegelwerke Weſteregeln 139. Waren und Märkte Berlmer Metallbörſe vom 1. Auguſt 25 vol Preiſe in ffeſtmark für 1 Kg. g. 80. 81. Aluminlum 90. 4⁰ Elektrolytkupfer 138.— 136,— in Barren.45•2,50 2 Raffinadekupfer—.——.— inn, ausl.—.— 2 Blei—.——— üttenzinn—— Rohzintibpr) 71.0 7290 70,J1s Nickel 570.0 5 do.(fr. Berk) 71—-72 71,0.72, Antimon 128-10 3 8 Plattenzink 64,0⸗65,0 64.-65.0 Silber für 1 Gr. 83.—⸗66— Aluminium 2,35⸗2,40 2,35⸗2,40 Platin p. Gr.—.— London 81. Juli. Metallmarkt.(In Lſt. f. d. engl. tv 1016 Kg. 1 fer Raßſ 6480 6150 5 ſtſelect. 6650 685—Jian 145 15 upfer Kaſſa 5 e„— in do. 3 Monalm 6250 62,25 Nickel—— Auueg bber 14,— do. Elektol. 66.— 67.—[ Zinn Kaſſa 280,.— 283.75 Regulus 22 2: Magdeburg, 31. Juli. Jucker prompt innerh. 10,Tagen. Lieferung Auguſt 22,75, ruhig, ſtetig. 115 ꝛ: Bremen, 31. Juli. Baumwolle. Ameriean Fully midd c. 28 g. mm. loco per engl. Pfd. 28,41(28,97) Dollarcents. -lu⸗ Ueberfremdung der deulſchen Gerbſtofferzeugung. britiſche Gerbſtofftruſt, der berelts in England, Wmerte und 125 afrika ausgezeichnet intereſſiert iſt, wird laut Generalverfammii a beſchluß die norddeutſchen Gerbſtoffwerke in Glückſtadt übernaten um ſie als Baſis für das deutſche Geſchäft auszubauen. Ae dem hat der britiſche Gerbſtofftruſt laut Blättermeldungen Vabel 98 pét. der Renner⸗Werke und 57 pCt. der Müllerſchen Fa Benrath erworben. Hamburger Jultermittelmarkt · Trotzdem die Konſumenten zurzeit mit dem Einbringen 1 Ernte beſchäftigt ſind und dadurch weder Zeit noch Neigung 5 11 ihren inländiſchen Händlern ihre Aufträge zu übermitteln, wa Der der letzten Berichtswoche das Futtermittelgeſchäft ſehr lebhaſt. 0 Auslandsmarkt iſt als ſehr feſt geſtimmt zu beurteilen. J ſtehenden Preiſen ſind nur Abgeber zu 1255 die über getätigte Kontrakte verfügen. ndenz: ſehr feſt. per 50 k bun Reisfuttermehl. 24/2806 Len u. Protein, loes ab Ham uguſt„.90—„.95„ 3 Auguſt/ Dezember„ 715—„.25„ 1 Reisfuttermehl, L. O. loco„.40—„ 870„ Soyaſchrot, loeo 10.90—„ 11.10 Auguſt/ Dezember„1125—„ 110„ Kokoskuchen, Manila loco 10 10—„ 10.80„ Auguſt/ dezemder„10.30—„1050„ Palmkuchen, loco„ 860—„.80„ Auguſt/ Dezember„.80—„.90„ Baumwollſaatmehl, Nae 5 11.85—„ 12.—--— ug e er 12.05—„ 12.25„ Leinkuchen, loco 51 geubun Auguſt/ Dezemder„12.15— 12.0„ Leinkuchenmehl, loco„ 12.25— 12.85 Auguſt/ Dezember„12.68— 12.75„ Erdnußkuchen, loco„ 11.35—„1150- Auguſt/ Dezember„12.30— 12.40 Erdnußkuchenmehl, 500% loco 11 30—„11.50 Auguſt/ Dezember„12.—— 12.25„„ Seſamkuchen, loco„ 11.10—„ 11.20„ Kokoskuchen, loco 5 10.85—„ 11.--— Auguſt/ Dezember„11.15—„ 11.30„ giemen Baumwollſaatmehl, 28% loco„ 8 10—„.20„ Auguſt /Dezember„.60—„.70 ⸗ Schiffahrt Frachtengeſchäft in Dulsburg⸗Ruhrort vom 31. Jull 10 Das Geſchäft war an der Schiffer ⸗Börſe weiterhin 11% Die Bergfrachten ſtellten ſich auf 180 4, wurden aber 85 börslich zu 1,70& die Tonne angenommen. Die Talfrachten u. 1 Rotterdam blieben auf dem ſeltherigen Stande mit 2 0 bzw. 1,55& unverändert.— „ Pn— Für die Reise! Die Nachsendung der„Neuen Mannheimer Zeitung“ wührend der Reisezeit kann nach fecnr. Fang en Aufenthaltsort duter Kreus- and erfolgen. Bestellungen sind unter Angabe des seit. herigen Bezugsortes nur schriftlich an Geschäftsstelle E 6, 2 zu machen. Der Ver- sand kann täglich erfolgen und—— 75 estellt werden.— Wird Nachsendung der eitung auf unbestimmte Dauer gewünscht. dann ist der Geschäftsstelle unserer Zeitunb rechtzeitig schriftlich anzugeben, an welchem Tag die Lieferung einzustellen iet, berzil. wieder in die Wohnung weiter erfolgen 800· Zur Vermeidung der Porto- und Einzußs kosten bitten wir die Gebühren für Versand im voraus zu entrichten. Diese betragen wöchentlich: Für 1 berelis abonnieries Exemplar Bi. 4220 Ausland. 50 Füir i besonderes Exemplar M. 1. 10 Ausland Ni. 2. Neue Mannheimer Zeiſung- 82ꝛ31ʃ ..——— 4X1AA. zene gagungz ueg gem uvun ucadg scplackt Rparsgio 2 ueg ee eeeeeee eee eee eeeeeenee haue aun iegoc aenee eenheen ben eeeeeeeen ee ea Siudnng uid inche che eebuvach ee bungeene ee uineg Gub fegqzect ueueoihhea z0usef uf qun usbungohnz usgeſpd] uehv mundz 8 an eeee eee echeee eee heene ed „ödusne ee e eee ne eeh eeen ee n n unu epae sengebaeaun olaaeg auih uebungenapceec duiegoum u qusholinv zeuuzze jenockrz aelei„eene en neg“ dnß sog lva usueppoqaea%f½ eeee ee e ien ee %ſ Gozg edipuech uieuſe ne eeen eeee ecee ee Uieg sno shlenc seg z0ungß sva 0 Apa deue egebeend e eseq henqiaſaur Hoafhvagß usbunpeib⸗ſelodz qun uesegd „dach ueue ued leen en ee ee e eecee dun duelebae Acagva abhne ee ece eeee eecee eeeeee een raeis nesgnaeh ueule(„ueſegs 5Jv bpppach zusgaonea ei“„ueueg oiieg aeue enae“„neee ie eeeeen“ d e nebiun; eb eDhiopbaaoct usbneteg o uaneebe euoeg ͤꝙpau aeqb jsheig Bunjunune(„snwevg se bunpecaelnzz“) Hungohnſz usuwpneqsg omog qun usschh 40 oiun ueenbae Selpupiu ujelle eees abigab! 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Hunbueilins un iche daezuesof nesqbieß egugpe aun ilnech uelled uubzeß 10abeue us pnep aom z ae:ueuideu ne ubue ee ee eeeee eeeeee eee e ee zege, 12540 cne duze ing ueg oneidae jsBaoaeoig%0 Inn ueuciaoadui ue enr eeeeene ee ecechn sjvudg ausbach zöHae id n uüenc Saduohesg Luns uie Sovoſhocß Sone eneeen ene wene en e e eien eeeee ee weg: an iwa pjocg segcai uid weeeunene eoſec neeuon weuts mu 4 ueehee pneg ieeeen e ee eeb ͤuc ioge! 0 ehenn eee e eeee unuuvcksnz snaaulno sbugu 250 udt qub a% Snz muoch ueneapvic n ngqung ueue uf e de enee Huncſg zae nr weec megc aun ulhnach uspſulng ahe neen eee en e teen eeeee ei uepldgq—— a23 ssgel Inv gnzg usuſe zpnzd qun zun i e ened eucg 410 nd vasqnuig aun zne weeeede gaclacd enoaſeg Aaſezqen vung 2 7 i de eee eee edeunc ee zussi 8 oche uteufef ſnv 2⸗ föi unheee weede e ee uehupcaoqhuwe neher ene ieehee eee öeen eeeneehe e bgung uaaaseg ꝛhb uevuloidic uenvags euge eeee eienen eee neenee ee eeeee eee % di eeeecdbueueueeeennn en e en een ween üee mnlzse zinq uspines uaue mee mee en ee eee eeee ouse Awaloz zus suneg neee un eec aheeg 0 1 goſeq Inzhegz uoa iuvich aun Ten e ee eee cu de. 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Aber ein Wunder⸗ werk von einzigartiger Geiſtigkeit und zugleich Gefühlſinnigkeit ift doch das Bruſtbild Chriſti aus der Petrus⸗ und Marcellinuskata⸗ kombe(Ende 4. Jahrhunderts), das mit ſeinem tief in die Seele dringenden Blick das ſchöne Buch als Titelbild eröffnet. Man möchte faſt ſagen: niemals wieder hat dieſe herrliche Offenbarung ſich here⸗ licher im Bide(aus Volk und Menſchheit, aus Zeitlichem und „Ewigem. d. h. Geiſtigem, heraus) offenbart als wie in dieſem Kata⸗ kombenbilde, das die Weſenheit und die phänomenale Erſcheinung des Heilands ebenſo wirklich und wahrhaft feſtlegt wie die nach⸗ träglichen Berichte der Evangelien. ans Benzmann. * der Chriſtustyp der Malerei Von Walther Appelt Vir wiſſen, daß kein zeitgenöſſiſches, authentiſches Bildnis des Nazareners überliefert worden iſt, ja daß ein ſolches wohl nie exi⸗ ſtiert hat. In jener Zeit herrſchte noch die Auffaſſung, die es verbot, Gott u. ſomit auch ſein menſchliches Ebenbild nachzuformen. Selbſt die früheſten Bilder(oder Plaſtiken), die die irdiſche Erſcheinung Chriſti feſthalten wollten,— es ſind wohl die in den römiſchen Katakomben gefundenen,— entſtanden nicht in Anlehnung an irgendwelche Ueberlieferungen, ſondern rein konſtruktiv. Mit tiefgründiger, aber gerade dadurch der Wirklichkeit ſich entfremdender Symbolik ver⸗ ſuchten die damaligen Künſtler, aus der Geſamtheit der Lehren und Taten des„Heilandes“ heraus eine Idealfigur zu ſchaffen. Ohne daß wir daraus Schlüſſe hinſichtlich einer etwaigen Porträt⸗ Aehnlichkeit ziehen wollen, ſei mitgeteilt, daß die Mehrzahl von ihnen einen bartloſen Chriſtus zeigt. Der unſere klaſſiſche Kunſt beherrſchende, entgegengeſetzte Chriſtustyy— wallendes Haupthaar, bartumrahmtes Antlitz— ſcheint ſeit dem 4. Jahrhundert, und zwar ebenfalls von Rom aus, allgemeine Geltung erlangt zu haben. Die Anſichten über ſeinen Urſprung gehen auseinander. Manche wollen ihn auf das Bild heid⸗ niſcher Gottheiten zurückführen. Aber wichtiger als dieſe Fragen iſt doch wohl die Tatſache, daß dieſer„unſer“ Chriſtustyp in nahezu zwei Jahrtaufenden kaum Veränderungen erfahren hat. Verſchieden⸗ Artige Einſtellung zu den geiſtig⸗religibſen wie auch zu den profan⸗ materiellen Dingen mußte abweichende Auslegung der Evangelien⸗ texte, beides vereint mußte abweichende Darſtellung der Züge Chriſti zur Folge haben,— der Typ als ſolcher aber, das grund⸗ legend Charakteriſtiſche blieb immer gleich. Welche Kluft liegt z. B zwiſchen der brutalen Realiſtik im ſchmerzgemarterten Chriſtus eines Grünewald und der lichtverklärten, erdfernen Opferbewußtheit bei Dürer— dennoch aber iſt es im Grunde der gleiche Chriſtus, hier wie dort.(Aus neuerer Zeit könnte man in derſelben Weiſe etwa Werke von Corinth neben die von Thoma ſtellen.) Geiſtige Umwäl⸗ zungen, bis zu den leidenſchaftlichen Erſchütterungen der Refor⸗ mation, konnten den Chriſtustyp ebenſowenig weſentlich verändern wie Wandlungen der formal⸗künſtleriſchen Ausdrucksgeſetze. Sogar die Zeit und die Nationalität der Künſtler wirkten ſich kaum anders 2565 72 15 Verſchiedenheiten des Gewandes und ſonſtiger Aeußer⸗ lichkeiten Giotto, Naffael, Lionardo, Michelangelo, Grünewald, Dürer, Holbein. Memling. Correggio, Tizian, Reni, Velasquez, Rembrandt, Rubens, van Dyck, ſpäter die Deutſch⸗Römer und Romantiker, Uhde, E. v. Gebhardt, Steinhauſen, Thoma, Klinger, Böcklin, die Worps⸗ weder, Corinth, Caſpar— alle dieſe nur als Hauptbeiſpiele aus fünf Jahrhunderten deutſcher, italieniſcher, niederländiſcher und ſpa⸗ kiſcher Malerei herausgegriffenen Künſtler haben ſich zum gleichen Chriſtustyp bekannt. Das Verwunderlichſte aber iſt doch wohl, daß ſelbſt die kate⸗ goriſchen Neuerer unſerer Tage faſt nichts unternommen haben, um das Bild des Gekreuzigten neu zu geſtalten. Nolde, Schmidt⸗Rottluff, Barlach, Viegener, Rohlfs u. a. haben in ihren Bildern den Men⸗ ſchen nicht immer— im Sinne des verſtandeskühl Hergebrachten— einen Menſchen, haben Haus und Baum nicht durchweg— aka⸗ demiſch trocken— Haus und Baum ſein laſſen. Den Chriſtustyp aber haben ſie doch von denen übernommen, als deren künſt⸗ leriſche Gegenpole ſie ſich laut und haßerfüllt feindſelig proklamier⸗ ten. Gewiß wird bei einigen der Wille, davon loszukommen, deut⸗ lich(Beckmann, Jaeckel, Kokoſchka, Eberz, O. Lange). Aber nennens⸗ wert weit iſt in dieſen Beſtrebungen keiner gekommen. Die Mehr⸗ zahl der Genannten beweiſt in gleichzeitigen oder auch ſpäteren Werken, daß die Geltungsdauer des„klaſſiſchen“ Chriſtustyps auch für ſie noch nicht erledigt oder gar überwunden iſt. Denn das iſt der Grund für die beſprochene Erſcheinung: Es gibt in der Kunſt der Zeiten und Völker Normen, deren Geltung und Wertung ſich nach höheren regelt als— noch ſo tief⸗ ehende, noch ſo aufwühlende—. Strömungen und Nichtungen ſie chaffen.(Das antike Schönheitsideal gehört dazu. Als ſeine Zeit erfüllt war,— was freilich die große erſt jetzt, nach Jahr⸗ zehnten, langſam einſehen lernt,— da war Manet der erſte, der es mit ſeiner„Dlympia“ grundlegend erſchüttern ſollte.) Beim Eßriſtustyy ind wir aber eben noch nicht ſoweit, daß ſich organiſch, aus veränderter, teilweiſe gegenteilig gewordener Ein⸗ ſtellung zu feinen literariſchen Quellen heraus eine Neuwerdung vollzzehen müßte. Wenn ſie einmal kommt, dann wird der neue Typ, den ſie bringt, allgemein gültig und— wie der bisherige— mehr oder weniger allgemein bindend ſein. Gewaltſam aber laſſen ſich dieſe Neuformungen nicht herbeiführen. Dazu ſind die Themen, um die es ſich hier handelt, zu tief, dazu wird das ihnen zu Grunde Liegende— für uns alle!— immer zu erhaben ſein! * Kleinodien der Kölner Jahrtauſendausſtellung Von Otto Klein(Köln) Bereits zwei Monate hat das Rheiniſche Kulturmuſeum, die Kölner Jahrtauſendausſtellung ihre Pforten geöffnet und bald hat die Zahl der Beſucher, die ſehr zahlreich auch aus anderen deutſchen Gauen und dem benachbarten Ausland hierher gekommen ſind, die ſtolze Höhe von 1 Million erreicht. Dieſe Tatſache iſt leicht ver⸗ ſtändlich; wenn man einmal ſelbſt durch die ſchier endloſen Räume gepilgert iſt und all die Schätze, Heiligtümer und Denkmäler des deutſchen Volkes auf ſich wirken läßt, dann wird in jedem Herzen wieder jene heilige Flamme lebendig, zu der das alte Lied ſpricht, daß ſie glühen und nie verlöſchen möge. Unbewußt fühlt es jeder Beſucher in ſich, was immer in ſeinem Herzen verborgen lag: Deutſchland! Und weil es alle fühlen, die durch die. Ausſtellung wandern, ſind hier alle Brudergegenſätze verſtummt. Und das Erwachen dieſes Gemeinſamkeitsgefühls in den Hunderttauſenden iſt der ſchönſte Dank an all die Schätze und Kleinodien der Kölner Jahrtauſendſchau, in der ſich vor der Folie der Vergangenheit die Gegenwart in wundervoller Klarheit aufbaut. Seltene und nie ge⸗ ſchaute Werte aus tauſend Jahren ſchickſalhafter Verbundenheit des Rheinlandes mit dem deutſchen Reich reihen ſich in den zahlloſen Räumen aneinander und eine ſchmale Ausleſe aus der Fülle des Dargebotenen möge eine Ahnung aufblühen laſſen von dem un⸗ endlichen Reichtum rheiniſch⸗deutſcher Kultur. Wer daher ſeine Ferienreiſe in den nächſten Wochen antritt, der verſäume nicht, vor⸗ her oder in dieſen Ferien noch einen eingehenden Beſuch der Köl⸗ ner Jahrtauſendausſtellung abzuſtatten. Was er von dort mit in die weiteren Ferien und nach Hauſe nimmt, wird ein unvergeß⸗ liches und unauslöſchliches Erlebnis ſein, des einen Wortes in ſeiner letzten Tiefe und ſeiner letzten Größe: Deutſchland! Tauſend Jahre rheiniſch⸗deutſcher Kultur werden durch die Kölner Jahrtauſendausſtellung anſchaulich gemacht. In ihrer Ge⸗ ſamtheft umfaßt ſie das ganze Rheinland nicht allein in ſeinem landſchaftlichen Werden, ſeine landſchaftlich verſchiedenen Teil⸗ gebteten, ſondern auch in ſeinem kulturellen Wuchs, aus dem ſeit Urzeiten die Kräfteſtröme hinausſtrahlten, die das Rheinland mit dem übrigen Deutſchland organiſch verbunden ſein ließen. Wer erinnerte ſich da nicht der glanzvollen Zeit der alten, deutſchen Reichsherrlichkeit, da der deutſche Kaiſer noch in Frank⸗ furt a. M. gewählt und im Dom zu Aachen gekrönt wurde, jener Zeit, in der der Lieblingsaufenthalt des deutſchen Kaiſers noch irgendeine der zahlreichen rheiniſchen Pfalzen darſtellte! Krummſtab und Szepter hatten am Rhein ihre früheſten und machtvollſten Stützpunkte. Außer zahlreichen, repräſentativen Porträts und Ab⸗ güſſen von Grabdenkmälern der rheiniſchen Erzbiſchöſfe und Kur⸗ fürſten ſind auch die vielen Bildniſſe der Kaiſer des Heiligen Rö⸗ miſchen Reiches deutſcher Nation, die Reichsinſignien und die Krö⸗ nungsgewänder auf der Kölner Jahrtauſendausſtellung zu ſehen. Da leuchtet aus einer kleinen, gläſernen Vitrine das maſſive Gold der Reichsinſignien; die Krgne, maßvoll überwachſen vom plaſtiſch⸗ vegetativen Zierwerk, das ſich über den roten Samt des Kopf⸗ futters mit einem breiten Band quer hinüberwölbt und in einem Kreuz endigt. Aber zwiſchen dieſem zarten, aus Gold getriebenen Geranke blühen zahlreiche bunte Edelſteine, die einen wie dicke traubenhaft ſchwellende Blutstropfen und die anderen gleich matt⸗ ſilbernen Tauperlen. Das Szepter iſt ein ſtraff geformter Stab aus Gold, an deſſen oberem Ende ſechs Eichenblätter hervorſproſſen und ſich gleichſam zu einer glockenähnlichen Blüte um das Szepterende ordnen. Der Reichsapfel iſt ebenfalls aus lauterem Gold zur Kugel gewölbt, um die ſich zwei ſchmale, edelſteinbeſetzte Bänder in zwei ſich rechtwinkelig ſchneidenden Kreiſen legen, die auf ihrem oberen Schnittpunkt ein reich verziertes Kreuz tragen. Auch wird Jeder mit Bewunderung und Staunen erfüllt ſein, der vor den drei Wandſchränken ſtehen bleibt und ſich die Krö⸗ nungsgewänder beſchaut, die Kaiſer Franz I. bei der Krönung ſeines Sohnes Joſeph II. im Jahre 1764 zu Frankfurt getragen hat. Wer kennt heute noch ſolche prachtvollen, ſchmuckreichen Schneider⸗ arbeiten wie dieſe Gewänder es doch darſtellen! Wer würde ſich heute noch ſolche Mühe geben, eine ſo ſolide und doch würdevolle Arbeit zu leiſten? Welcher Schneider von heute hat ſo viel künſt⸗ leriſches Gefühl und einen ſo lebendigen Formenreichtum, wie die Schneider dieſer Gewänder. Geht hin und ſeht ſie Euch an: Die Tunicella aus blauer Seide mit Goldſtickerei und Emailplättchen, die goldbeſtickten, roten Atlasſtrümpfe, die edelſteinbeſetzten San⸗ dalen aus rotem Atlas mit Goldſtickerei, die golddurchwirkte Stola mit Emailplättchen, die aus rotem Atlas geſchnittenen Handſchuhe mit Goldſtickerei, der Krönungsmantel aus rotem Atlas mit Gold⸗ ſtickereiverzierung, Emailplättchen und Endelſteinen, die Albe aus weißer Seide, gleichfalls mit Goldſtickerei und Edelſteine, der Schwertgürtel aus golddurchwirktem Stoff und der zur Stola ge⸗ hörende Gürtel aus blauer Seide mit Goldplättchen und Rubinen. —— Neue Maunde mer Deitung Rus Deilt und Leber) All dieſe Schätze bilden aber nur ein winziges Bruchſtück der großen Kölner Ausſtellung. Denn neben der Darſtellung der landes⸗ geſchichtlichen Entwicklung hat auch die kirchliche Kultur der Rhein⸗ lande, die ihr gebührende Würdigung erfahren. Im Vordergrunde ſteht die kirchliche Kunſt des Mittelalters, worunter die Abteilung der rheiniſchen Goldſchmiedekunſt den glanzvollſten Höhepunkt der ganzen Jahrtauſendausſtellung darſtellt. Am koſtbarſten und her⸗ vorragendſten aber ſind die rheiniſchen Reliquienſchreine.„Den Ni⸗ belungenhort ſcheinen in ihnen die Rheintöchter wiedergegeben zu haben. Umgeben von 17 weiteren großen Schreinen thront in der Mitte in erhabener Einſamkeit, zum erſten Male hier öffentlich außerhalb des kirchen Raumes ausgeſtellt. das koſtbarſte Kunſt⸗ werk, das die Edelmetallkunſt der Staufferzeit in ganz Deutſchland geſchaffen hat, die mächtige Prachttumba des Dreikönigenſchrein⸗ aus dem Kölner Domſchaß. Weder eine der deutſchen Provinzen noch irgend eines der Länder Europas darf ſich eines ſolchen Schatzes auf ſchmalem Gebiete rühmen, wie ihn der Niederrhein in ſeinen Goldſchreinen beſitzt.“ Dieſe Reliquienſchreine ſind bis ins Einzelne durchgeführte kleine Architekturen; jedes Säulchen, jede Figur, jeder Edelſtein und jede einzelne Verzierung iſt ein Kunſt⸗ werk für ſich. Die Reliefs an den Außenflächen zeigen zumeiſt Propheten und Apoſtelfiguren, Szenen aus dem Leben Jeſu und der Heiligen, die Himmelfahrt und Krönung Mariens in einer wundervollen plaſtiſchen Lebendigkeit des Ausdrucks. Außer dem Dreikönigenſchrein aber ſind der Heribertusſchrein, der Urſulaſchrem, der Mauritiusſchrein, der Siegburger Annoſchrein u. a. glänzende Prachtſtücke der Ausſtellung. Auch die zahlreichen, aus Gold ge arbeiteten Monſtranzen, Büſten, Gefäße, Kurzifixe, Kronen, Bi⸗ ſchofsſtäbe und Buchembände ſind bewundernswerte Beiſpiele für die rheiniſche Goldſchmiedekunſt des Mittelalters. Seltene Schätze be⸗ herbergt auch die Abteilung der mittelalterlichen Buchkunſt, alte handgeſchriebene Evangelienbücher, ſowie Dichtungen und wiſſen⸗ ſchaftliche Werke des Mittelalters. Hier iſt insbeſondere das Anek⸗ dotenbuch„Diabolus miraclorum“ des Mönches Cäſarius von Heiſterbach ſowie das reich illuſtrierte Schwankbuch„Stynchen von der Krone“ zu erwähnen. Auch die„Eneide“ des Vaters der höfiſchen Dichtkunſt Heinrich von Veldecke iſt in der Handſchrift zu ſehen. Intereſſant für Viele wird das erſte Rechenbuch ſein, das Adam Rieſe um das Jahr 1530 bei Chriſtian Egenolff heraus⸗ gegeben hat. Dann aber feſſelt vor allem die rheiniſche Malerei des Mittelalters, die Meiſterwerke der Kölner Malerſchule: Wuchtig und in erhabener Majeſtät beherrſcht Stephan Lochners Dombild dieſe Ausſtellungsgruppe. Die wundervoll von goldenem Grunde ſich abhebende Madonna mit dem Jeſusknaben auf den Knien. Andächtig und anbetend knien die Kölner Stadtheiligen, die hei⸗ ligen drei Könige vor ihr nieder und auch uns iſt es, als ob wir den Hut vom Kopfe nehmen und in die Knie ſinken müßten. Ebenſo geht es uns bei den übrigen Bildern Lochners, der Madonna mit dem Veilchen und dem Jüngſten Gericht; ehrfürchtig und wunder⸗ gläubig ſtehen wir vor den Gemälden der unbekannten Meiſter— dem Meiſter des Marienlebens der Verherrlichung Mariä und dem Meiſter des Bartholomäusaltars. Aber auch der Raum der kirch⸗ lichen Plaſtik bringt ungeheure Schätze. Wie wundervoll aus deut⸗ ſcher Innigkeit und Frömmigkeit, aus deutſcher Seelentiefe und deutſchem Gemüt heraus ſind hier die zahlreichen kleineren und größeren Madonnen erblüht. Welcher Reichtum an ſchöpferiſchen Kräften ſpricht aus den verſchiedenen Altaraufſätzen, von denen der Kalkarer Georgsaltar ſich machtvoll in den Vordergrund drängt. Welche dramatiſche Wucht und balladiſch konzentrierte Darſtellung lebt in dieſem holzgeſchnitzten Altar, der das Leben des heiligen Georg verſinnbildlicht! Daneben aber iſt die ſymboliſche Dar⸗ ſtellung der Wurzel Jeſſe von Douvermann, gleichfalls ein pracht⸗ volles Beiſpiel für die Größe der mittelalterlichen Holzſchnitzkunſt. Die iſt aus einem Stück Holz geſchnitten und umſchließt mit ihren vielfach ineinander verſchlungenen Wurzelzweigen mehrere Heiligen⸗ figuren. Außer dieſen prachtvoll⸗repräſentativen birgt die Jahr⸗ tauſendausſtellung aber noch eine große Zahl von wertvollen Seltenheiten, wie etwa die Goldene Bulle vom Jahre 1356, den Geheimartikel des Friedens von Campo Formio 1797, die Ur⸗ kunde vom 6. Auguſt 1806 über die Niederlegung der deutſchen Kaiſerkrone durch Kaiſer Franz II., Goethes Dokorarbeit, Kaiſer Karl., Wormſer Edikt gegen Luther, eine Urkunde Friedrichs des Großen betr. den Bau einer katholiſchen Schule in Crefeld und vieles andere mehr. Intereſſant ſind auch die Bilder von der Mannheimer Uraufführung von Schillers„Räubern“, 1782, eine alte Doktorurkunde für Geheimrat Bücklers vom 21. Tage des 5. jungen Lichtes im Jahre 13 703 der Narrenakademie Dülken, dann die zahlreichen Modelle und Abbildungen aus der Werdezeit des Theaters im Rheinland, ſowie die Darſtellung der Geſchichte der rheiniſchen Univerſitäten, aus der u. a. die Weltearten, der Erd⸗ und der Himmelsglobus des berühmten Geographen und Mathe⸗ matikers Gerhard Mercator beſonders hervortreten. Auch die wirtſchaftliche und ſoziale Abteilung bewahrt eine große Zahl von koſtbaren Erinnerungsſtücken aus ihrer geſchicht⸗ lichen Werdezeit. So u. a. einen alten Kramladen, bei deſſen Be⸗ treten wirklich Urgroßmutterszeiten vor dem. des Beſuchers auftauchen. Dicht vergittert iſt der eigentliche Verkaufsraum, in welchem ſich die Waren befinden. An der Decke ſchwebt an einer Kordel befeſtigt eine alte Schalenwage. Auf der Theke unför⸗ mige, teilweiſe viereckige Gewichtſteine. Eine mächtige Kupfer⸗ kanne dient zur Aufnahme der Milch und in einer dickbauchigen Kaffemühle erhält jeder Kunde ſeinen Kafſee gralhis und frando gemahlen. In den Regalen liegt alles kunterbunt durcheinander. Neben der Schuhwichſe liegen in guter Eintracht Tabak und Ton⸗ pfeife. Beſen und Holzſchuhe vertragen ſich auch ganz gut neben⸗ einander. Glasſchalen mit Gebäck und loſer Wäſchebläue ſieht man gleichfalls beieinander und oben vom Geſtell prangt der Zuckerhut neben mehreren Vallen bedruckten Leinens. Im Schaufenſter ſieht es genau ſo aus. Stockfiſch, Senf und Kordel, Trockendärme zur Wurſtfabrikation ſind darin alltägliches. Außerhalb des Verkaufs⸗ raumes ſtehen auf einem beſonderen Geſtell irdene Töpferwaren. Und damit die gute Kundin bei dem üblichen Klatſch nicht müde wurde, hatte der Kramladen⸗Inhaber noch eine Bank in den Laden hineingeſetzt. Jedenfalls eine wohlberechnete Art der Kunden⸗ werbung! Viele andere Schätze bergen noch die zahlreichen an⸗ deren Räume der Ausſtellung. Sie aufzuzählen und zu beſchreiben iſt hier kein Platz mehr. Aber das Wenige, was hier herausgeſtellt wurde, gibt einen Begriff von der Bedeutung und der Fülle der dargebotenen Kleinodien der Kölner Jahrtauſendſchau. Jeder, der dieſe Zeilen lieſt, wird eine Ahnung bekommen, wieviel Wiſſen und Verſtändnis um das deutſche Volkstum ihm die Ausſtellung ver⸗ mittelt, wie ſehr uns ein Beſuch dieſes Kulturmuſeums bereichert und jedem wiſſenſchaftlich Intereſſierten vielfache Anregungen ver⸗ ſchafft. So bedeutet die Kölner Jahrtauſendausſtellung in der Tat die Sichtbarmachung der tauſendjährigen rheiniſch⸗deulſchen Kultur und Geſchichte- aus deren tiefſten Quellen wir die Kröfte ſchöpfen können zur Wiedergeburt unſeres Volkes. Das walte Gott! * Das Neger⸗Rrchiv in Weimar Im oberſten Stockwerk des ehemaligen Reſidenzſchloſſes, hoch und frei gelegen mit trefflichem Blick auf die Stadt und Umgebung, befinden ſich die Räume, in denen ſeit ungeſahr Jahresfriſt das Reger⸗Archiv untergebracht iſt. Der urſprüngliche Plan, Regers letztes Wohnhaus in Jena als Muſeum umzugeſtalten, hat ſich leider aus verſchiedenen inneren und äußeren Gründen nicht auswirken laſfen. In hochherziger Weiſe übergab Frau Elſa Reger das ganze bereits vorhandene und inzwiſchen geſammelte Material dem Thüringiſchen Staate, der ihm in den obengenannten Räumen eine würdige Heimſtätte bereitete. Frau Reger ſelbſt über⸗ ſiedelte nach Weimar und ließ auch die Aſche des Meiſters dorthin überführen. 5 Die grundlegende Aufgabe der Einrichtung der Räume, der Sichtung und Ordnung, der Nummerierung und Katalogiſierung des ganzen umfangreichen Materials hat in überaus dankenswerter Weiſe eine Freundin und Schülerin Regers, Fräulein Sinn, über⸗ nommen und in treuer Verehrung und peinlichſter Gewiſſenhaftig⸗ keit muſtergiltiges geſchaffen. Eine vielſeitige und mühſelige Ar⸗ beit hat hier in kurzer Zeit ſchon treffliches geleiſtet. In einem der beiden Räume wurde Regers Arbeitszim⸗ mer eingerichtet und zwar ſo weit⸗als irgend möglich genau nach dem Vorbild ſeiner letzten Wohnung in Jena: Da ſteht ſein Flügel und der Schreibtiſch mit dem altmodiſchen zurückſchiebbaren Deckel, mit den Bildern ſeiner Frau, ſeiner beiden Töchter, ſeines Freundes Karl Straube und mit ſenem ſchönen Bilde des alternden Brahms, ſinnend am Fenſter ſitzend, mit deſſen eigenhändigr Widmung, das Reger ſtets ganz befonders in Ehren hielt. Alles iſt noch genau in demſelben Zuſtand, wie an jenem 10. Mai 1916— der Kalender auf dem Schreibtiſch zeigt noch dieſes Datum— als er ſich zu ſeiner letzten Reiſe nach Leipzig anſchickte, einen Tag vor ſeinem plötzlichen Ende. An der Rückwand ſteht ein großer Notenſchrank, der in einzelnen Fächern die beſten Werke aus alter und neuer Zeit wohlgeordnet umſchließt. Eine Beethovenbüſte, ein großer Bücher⸗ ſchrank und ein reichgeſchnitztes Notenpult vervollſtändigen die Ein⸗ richtung dieſes Zimmers ſamt einer mächtigen Truhe voll von un⸗ beſchriebenem Notenpapier, das ſeine ſchönſte Aufgabe, des Meiſters kommende Werke zu tragen, verloren hat. Zahlreiche Ehrenur⸗ kunden, Diplome aller Art und jene wohlbekanaten Karikaturen, die Brahms und Reger ſo witzig und dabei doch charakteriſtiſch als Dirigenten darſtellen, ſchmücken die Wände Im vorderen Raume iſt bereits wohl zu erkennen, wie deſſen Einrichtung als Bibliothekzimmer gedacht iſt, wenngleich manches hier noch ſeiner letzten Vollendung entgegenſieht. Regers erſter Schreibtiſch, Büſten von ihm ſelbſt und von Liszt ſind hier aufgeſtellt. Ein großer Notenſchrank enthält Regers Werke, die ſeine Verleger geſtiftet haben und wird im Laufe der Zeit auch alle ſeine Briefe und Bilder, ſowie alle auf ihn bezüglichen Bücher auf⸗ nehmen. Eine beſondere Zierde dieſes Raumes bildet jene alte Hausorgel Regers, die einſt des Künſtlers Vater dem jungen Max zuſammengezimmert hatte. Kürzlich erſt lenkte ein glücklicher Zu⸗ fall die Aufmerſamkeit auf dieſe ehrwürdige Reliquie. Opfermutige N ermöglichten dem Archiv deren Ankauf und Auf⸗ ſtellung. Der weiteren Ausgeſtaltung der Räume und ihres Inhaltes wird die Reger⸗Geſellſchaft ihr eifrigſtes Intereſſe zu⸗ wenden. Viel fruchtbringende Arbeit iſt von kundiger Hand bereits geleiſtet worden, doch mancherlei wird weiterhin zu tun ſein. Vor allem muß das bisher vorhandene handſchriftliche und gedruckte Material nach jeder Richtung hin vervollſtändigt werden. Erfreu⸗ licherweiſe haben faſt alle Verleger Regerſcher Werke dem Archio einige Exemplare zur Verfügung geſtellt, wie auch Frau Reger KAN22 ag. den 1. Auguſt 1925 Neue Mannheimer Jeſtuna(Mittaa⸗Ausaabe) 9. Seite. Nr. 351 Gerichtszeitung Landgericht Mannheim Mannhei li ͤ ſei * im, 30. Juli.(Sitzung der kleinen Strafkammer.) Schlbender: Landgerichtsrat Dr. Leſer. Schöffen: Philipp Johann abet Betriebsleiber in Schwetzingen, Jakob Schweſinger, irt in Neulußheim. Vertreter der Anklagebehörde: Erſter Leupold. te Mar i 1 ba garete Ehret geb. Schulz. Landwirtsehefrau in Sulz⸗ bandeln Wemhein) plege ihre Milch regelnäßig an den Milch Michhändger in Sulkbach zu verkaufen. Eines Tages tam dem ziehen ändler zur Kenntnis, daß die Leute, die von ihm Milch be⸗ ber mitdhſt anzufrieden mit der Oualttät der Milch ſeten und da⸗ dafür Abbeſtellung drohten. Hilger ſah ſich deshalb veranlaßt, Ehret zuf ſorgen, in unvermuteter Weiſe zwei Stalkproben bei zinger erhoben wurden. Von Gendarmerieoberwachtmeiſter Scher⸗ dusſah darde die Milch, die ſchon beim bloßen Anblick verdächtig ergabd Derſchriftsmaßig gewogen, wobei leb ein geringer Fettgehalt daß na b Sachverſtändige Gerichtschemiker Dr Graff bekundete, bracht ch der von ihm vorgenommenen möee zu ihm ge⸗ geſtellt Milch der Angeklagten ein 20prozentiger ſſerzuſatz feſt. blduli wurde. Die Milch hatte infolge übermäßiger Wäſſerung ein beſtritt getrübtes Ausſehen und wenig Fetigehalk Die Angeklagte zu habe eute. an der Milch irgend eine Aenderung vorgenommen herauf zu, die Milch ſei in dem Zuſtande, e M wie im Stalle gemolken, mädchen die Küche getragen worden. Von da habe das Milch⸗ * U Mütler die Milch in gewohnter Weiſe abgeholt und zu die Miſl racht Wenn etwas mit der Milch geſchehen ſei, müſſe es machte ller oder ſonſt jemand getan haben. Gegenſatz hierzu, Veber nach den Angaben des Zeugen Gendarmeriewachtmeiſter Waſſer der Ehemann Ehret ſeiner Frau Vorwürfe über das viele Worte 1225 Der Ehemann wollte ſich zwar heute an ſolhe 55 ————————————— weisaufnahme nicht daran gezweifelt werden, daß nur die Ehefrau Ehret die Milch durch Waſſerzuſatz gefälſcht hat.— Vom Amtsgericht war durch Strafbehl G6440 die Angeklagte eine Gefängnisſtrafe von 3 Wochen und eine Geldſtrafe von 100 Mark feſtgeſetzt worden Auf Einſpruch der Angeklagten erkannte das Schöffengericht nur auf eine Geldſtrafe von 300 Mark. Die gegen das ſchöffenge⸗ richtliche Urteil eingelegte Berufung wurde heute als unbegründel zurückgewieſen.— In den Gründen zum heutigen Urteil iſt hervor⸗ gehoben, daß die vom Schöffengericht ausgeſprochene Strafe eine äußerſt milde ſei. Die Angeklagte ſei als eine wucheriſche und habgierige Frau bekannt und ſie verdiene es, mit vollem Recht, durch die im ſchöffengerichtlichen Urteil angeordnete Belannt⸗ machung öffentlich gebrandmarkt zu werden.(Verteidi⸗ ger:.⸗A. Dr. Lorey aus Weinheim. M. * 8 Pforzheim. Eine Gefängnisſtrafe von 1 Jahr wegen Diebſtahls im Rückfall erhielt der Aushilfsbuchhalter Ludwig Schaaf von Hirſchhorn. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren aberkannt. Der Mitange⸗ klagte Julius Lorenz. der der Hehlerei beſchuldigt war, iſ“ kürzlich verſtorben.— Am letzten Donnerstag erhielt der Angeklagte Hein⸗ rich Karl Wagner aus Brötzingen wegen erſchwerten Diebſtahls im Rückfall 2 Jahre Zuchthaus. Nun ſtand er wiederum unter der Anklage des Diebſtahls im Rückfall vor den Schranken des Gerichts. Er erhielt 1 Jahr Gefängnis, das in 8 Monate Zuchthaus umgewan⸗ delt und unter Einrechnung der letzten Strafe von 2 Jahren zu einer Geſamtſtrafe von 2 Jahren 6Monaten Zuchthaus zuſam⸗ mengezogen wurde. p: Schwurgericht Frankenthal. Das Schwurgericht verhandelte am 29. Juli über eine Wohnwagentragödie, die ſich an der Oggersheim⸗ Mutterſtadter Straße abſpielte. Der 47 Jahre alte Korbmacher Hie⸗ ronymus Siegmeier aus Geislingen brachte am 6. Mai d. J. gezecht hatte, als dieſer in den Wohnwagen Einlaß begehrte, um dort zu übernachten, 125 Meſſerſtiche bei, die am 19. Mai den Tod des 25 Jahre alten verletzten Sohnes herbeiführten. Peit weinerlicher Stimme ſuchte der angeklagte Vater heute Notwehr geltund zu machen, der Sohn hätte den Wagen umwerſen wollen, weil er i nicht hereinlaſſen wollte, da der Wagen zu klein geweſen ſei. Das Urteil lautete auf eine Gefängnisſtrafe von 3 Jahren.— Am Nachmittag hatte ſich der 19 Jahre alte Jul. Spahl von Franken⸗ thal zu verantworten, der am 14. Juni nachts in der„Fuchsbach“ im Alkoholrauſch mit dem Magazinier Joſef Zeier in Diſput geriet. Zeier erhielt einen Fauſtſchlag auf das Nafenbein, ſank in⸗ folgedeſſen rückwärts auf die Straße und erhielt einen Schädelbruch, der ſeinen Tod herbeiführte. Spahl wurde zu 3 Monaten Ge⸗ fängnis verurteilt. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Juli Nhein⸗Pegel 27.J48.28 30.31. 1 Nectar-Begel 27. 28.J 25 3⁰ 1.* Schunerinſel“.38.271441.38.43.42 Manndeim.68.612.752.752.7102 69 Hebn 388400 f8 30 408 belbronn..——118 .86.034.68.033 f .69.752.80.80.742.7 .—.681.37 168.7 1ꝗ11834182.0134.26½1 85 Waſſerwärme des Rheins: 200 C. Maxan Mannbeim Raub Mln 0¹ 5 4 — 2 2 1 1 Herausgeber. Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas. Neue Mannheimer Zeitung. G. m. b.., Mannheim E 6, 2. Direktion: Ferdinand Heyme.— Chefrebakteur: Kurt Fiſcher. Verantwortlich für den volitiſchen Teil: Hans Alfred Meißner: für das Feuilleton: Dr. Fritz Hammes; für Kommunalpolitik und Lokales: Richard Schönfelder; für Sport und Neues aus aller Welt: J..: R. Schönfelder: für Handelsnachrichten, Aus dem Lande, Nach⸗ erinnern, doch kann nach dem Ergebniſſe der Be⸗ ſeinem von Mannheim gekommenen Sohne aus erſter Ehe, nachdem nen Wirtſchaften mit ihm herum⸗ er am Nachmittage in verſchiede bargebiete. Gericht u. den übrigen redaktionellen Teil: Franz Kircher; für Anzeigen: J. Bernhardt. Sieger: 8 Nlefz Remold ERENBERH O. Pllz Kroll G 8. Plelz Riichael Mitteldeutsche Fahrradwerke G. m. b.., Sangerhausen-Berlin W. 35, Am Karlsbad 6. 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Bei dem Hinscheiden unseres teutren Entschlafenen sind uns so viele Beweise innigen Mitgefühls an dem uns gettottenen schweren Verlust zugegangen, daß wir nui auf diesem Weg unseren ſiefgefühlten Bank abstatten können. insbesondere sei dem Hochw. Herrn Stadtpiarrer Huß für seine tiostteichen Worte, dem Männergesangv. Konkordia, der Tapezierei-Zwangsinnung, sowie für die vielen über. teichten Kianzspenden und alle die dem lieben Verstoibenen die letzte Ehre eiwiesen haben, herzlich gedankt. 384 Namens der trauernden Hinteibliebenen: Mina Glaser geb. Rahler nebst Kinder und Verwandten. Mannheim(Waldholstr.), den 31. Juli 1925. aufrichtigsten Dank. Geo. Kerner. Mannheim, den 31. Juli 1925. Danksagung Für die zahlfeichen Beweise aufrichtiger Teilnahme, die uns anläblich unseres schweren Verlustes bekundet wurden, sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Maria Kerner Wue. 352 Wwollen Sie Ihren Bedarf in Aiuekskind, Aroma JJJVJJJJJĩĩ ĩ ĩ Weltruf, Triumpf, Nr. 60 Leuentköfer, Matader imperator, eablinet Rubens Arsbeer Lebenswonne 2 ff düaldb- Ienm 2, zu billigsten Preisen decken, so beachten Sie nachstehendes, konkurrenzloses Angebot Huppinger&4 Nelimann, Unferöwisheim 530 Faäbrik-Niederlage Manabeim: 1¹¹ II. Melfellshadn 3 2 2 4 Pig. —2 5„7 * S I u·* „ 31„ñ 8„ 12 7* 9 0 15 79 18„ Jean Weißmann betriebene .2, 21 Telephon 7251 weiterlühnen. übertragen zu wollen. uto-Reparaturschlosser 28 Jahre, ſucht ſich zu verändern, woſelbſt ihm Gelegenheit geboten iſt, ſich im Fahren auszubilden, hier oder auswärts.*885 Zuſchriften unter P. D. 18 an die Ge⸗ ſchäftsſtelle dieſes Blattes. KRurhelstickerin gesucht. 380 Beschwister Gutmann, G 3,J. ꝓꝓ)ꝓy)WWWEW.. 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Jannar 199 — und zwar für jede der genannten ßen beſonders— beizuziehen. Zu dieſee Behufe ſind in 8 5 der im Vollzua des 19. Str. G. ergangenen Verordnung vom ben Dezember 1908 Vorarbeiten vorgeſchrieben Stra⸗ [Dieſe für jede Straße aufgeſtellten Vorar⸗ beiten, nämlich: b⸗ a) die Liſte der beitragspflichtigen Gn beſitzer ſamt dem Anſchlag des Au den des, zu dem ſie beigezogen wer ſt⸗ ſollen und den vorgeſchriebenen ſon gen Angaben, gage p) der Straßenplan. aus dem die 86 der Grundſtücke zu erſelen iſt, ult werden während 14 Tagen eem 6. n 1925 ab im Rathaus N 1 hier, Stabtrant regiſtratur 8. Stock, Zimmer Nr. 101, 5 Einſicht öffentlich aufgelegt. 4 Einwendungen müſſen innerhalb einen wöchentlichen Friſt die am 3. Auguſt I1. beginnt, bei Meidung des Ausſchluſſes bit Oberbürgermeiſter hier geltend gemaf werden. Mannheim, den 23. Juli 1925. Der Oberbürgermeiſtern Gebäudesondersteuef⸗ Der Landtag hat die Gebaudeſonderſteutt, mit Wirkung vom 1. Juli 1025 von mon lich 8 R⸗Pfg. ſe 100 RM. Steuerwert 19 10.⸗Pfg. monatlich erhöht. Von land⸗ 60 forſtwirtſchaftlichen Betrieben dienenden den bäuden einſchließlich Wohngebäuden maaßen, 2.⸗Pfg. je 100 RM. Steuerwert erho 100 wenn der Steuerwert 60 000 RM. un überſteigt. Die Ermäßigung für land⸗ be⸗ forſtwirtſchaftliche Gebäude kann nur aaſſch⸗ ſonderen Antrag nach Prüfung der ta lichen Verhältniſſe bewilligt werden. an Die Berechnung der vom 1. Juli 1925 z8 — alſo erſtmals am 5. Auguſt 1925 bis⸗ zahlenden Stener wird bei Vorlage des der herigen Zettels(gelb) im Erdgeſchoß die Stadtkaſſe Rathaus N 1. vorgenommen. fee ZJahlungspflichtigen der Vororte geben kre⸗ Forderunaszettel bei ihren Gemeinbeſe 50 tariaten ab. ꝛn⸗ Die Beträge, um welche die Hauzelagz⸗ tümer wegen Bebürftigkeit von Wohnun inhabern von der Gebäudeſonderſtener ung freit worden ſind, erhöhen ſich mit Wirkum vom 1. Juli 1925 ab um ein Viertel. mö⸗ den gleichen Betrag erhöht ſich die Cgoh⸗ ztaung der geſetzlichen Miete für die 8. nung des bedürftigen Wobnungsinhaber n Kaſſenſtunden von 748—½1 Uhr und 74—4 Uhr, Samstags von—12 Uhr. 1 Stadtkaſſe— Sadifaſſen-Jahiſteſſe Waldho ut⸗ Am Montaa, den 10. Auguſt 1925 von mittags 8 bis nachmttags 1 Uhr werdengeh⸗ Dienſtzimmer des Schulhauſes Waldhof e⸗ lungen an Gemeinde⸗ und Kreisſteuereſchen bäudefonderſteuer und anderen ſtädtiſch n Gefällen in Beträgen bis zu 500 nur jeder Form und von mehr als 500 NMR. 5 durch Scheck entgegengenommen. (AUSSTELLUNGSRAUME) in zentraler Lage gesucht. Angebote unter I. R. 7899 an Rudlolf Mosse, Berlin SW. 19. Stadtkaſſe. Auſt., zicht. Medehe noch in Stellung, 10 da was Vermögen, eit ſonſt keine Gelege neg auf dieſem Wege 448 Herrn zwecks Helrat rn. kennen zu lern. h. unter P. N. 22 8l. 19 5 mefſge kath., 24., m. ſauiter. 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