NR 1 d 2 —. —— Samskag, 17. Okktober Dezugepreiie: In Mannbeim und Umgedung ſrei mz Zaus oder durch die Poſt monatlich.- M. ohne ellgeld. Bei epentl. Aenderung dei wiriſchaltliche Derhäliniſſe Nachforderung vordehauen Poſtſchecktone Ar 178580 Karlsxube Haupigeſchäftsnelle E 6. 2. Geſchäfts Nebenſtellen Walddoſſtraße d. Schwetzinger ſtraße 24. Meerfeldſtrahe 11.— Telegiamm Adreſſe. Oeneralanzeiger Mannbeim. Erſcheint wöchentl. zwölfmal. prech⸗Anichllißſe Nr. 7941 7942 7943. 7944 u. 7945 eue Mann MannheimerHeneral Amzeiger 5 Mittag⸗Ausgabe hoimer Geilun ꝙreis 10 Pfennig 1925— Nr. 481 Anzeigenpreiſe nach Tarit dei Borauszablung pro emſp. Neibndzels r Allgem. Anzeilgen.40.⸗M. Reklam. —4.⸗M. Kollekn⸗Anzeigen werden höher derechnet. Für Anzeigen an deſtimmten Tagen Stellen und Ausgaben cbird teine Veranlwortung übernommen. 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So wird die Unterzeichnung des Rhein⸗ paktes in der kleinen Stadt Locarno gefeiert, deren Name von nun an in die Nachkriegsgeſchichte Europas für immer eingetragen iſt. Mit einem Jubel, wie man ihn ſich kaum vorſtellen kann, be⸗ geht Locarno dieſes Freudenfeſt. Zwei Tage und vielleicht noch zwei Nächte wird es fortdauern; denn die meiſten Konferenzteil⸗ nehmer, ausgenommen einiger Hauptdelegierter, werden es ſich nicht nehmen laſſen, die Kelche der Begeiſterung und italieniſchen Weines bis zur Neige zu leeren. Der Tag, an dem der Rheinpakt paraphiert wurde, begann mit einer Serenade für das Geburtstagskind, den engliſchen Außen⸗ miniſter Chamberlain. Doch düſtere Zweifel ſtiegen auf in verſchiedenen Lagern, aus der deutſchen Delegation kamen unun⸗ terbrochen Rufe, die vor Optimismus warnten und die Journaliſten zur Vorſicht ermahnten, denn es wurde noch ſchwer um die letzten bindenden Formulierungen der diplomatiſchen Geheim⸗ dokumente geſtritten, in denen die Erklärungen der Außenminiſter Frankreichs, Englands und Belgiens hinſichtlich der in den nächſten 6 Wochen durchzuführenden Erleichterungen des Rheinlandregimes und der Kölner Räumung niedergelegt ſind. Die Außenminiſter kon⸗ ferierten unabläſſig miteinander. Bald hieß es, daß die Einigung erzielt wäre, bald wurde von deutſcher Seite verſichert, die Konferenz könnte noch zwei Tage dauern. Erſt in der zweiten Nachmittags⸗ ——85 ſanken die böſen Gerüchte zu Voden, es wurde angekündigt, 0 die Paraphlerung des Paktes und der Schiedsverträge trotz der vorgerückten Tageszeit noch bis zum Abend eine vollzogene Tatſache ſein werde. So kam Chamberlain zum Schluß doch noch zu einem erſehnten Geburtstagsgeſchenk, und die Welt brauchte nicht noch 2 Tage länger in nervöſer Spannung und Erwartung über das Ergebnis der Locarnokonferenz gehalten zu werden. Die dritte Leſung der Verträge ging in einer kurzen Sitzung vor ſich, die gegen 5 Uhr nachmittags zu Ende war. Den Delegierten, nament⸗ lich Chamberlain, bereitete die Menge ſpontane Kundgebungen. 1ĩ Stunden ſpäter kehrten die Miniſter mit ihren Begleitern in das Juſtizpalais zurück. Die Stadt war feſtlich beleuchtet, hun⸗ derte von Menſchen drängten ſich in der Palmenſtraße. Zuerſt fuhr der engliſche Juriſt Cecil Hur ſt vor, ein dickes Päckchen ſorgfältig an die Bruſt drückend. Es war der Weſtpakt nebſt den zugehörigen Deilagen. Er hob auf der Treppe das Werk der Juriſten und Staatsmänner empor, was großen Beifall hervorrief. Ihm folgten der Reihe nach die Delegierten Deutſchlands, Frankreichs, Englands, elgiens, der Tſchechei und Polens. Es waren Chamberlain und eichskanzler Luther, die von der Menge begeiſtert begrüßt wurden. riand erhielt gleichfalls eine kräftige Ovation. Für Muſſolini klatſchten die aus der Umgebung requlrierten Faſziſten. Durch egenkundgebungen wurden ihre Zurufe jedoch unterbrochen. Das Palais war feſtlich beleuchtet. Drinnen ging es laut zu. Man hörte, da die Fenſter bel dem ſchönen Wetter weit geöffnet waren, kimmen herausdringen. Plötzlich vernahm man kräftiges Hände⸗ klatſchen, irgendwo wurde ein Glas zerbrochen, was man als günſtiges Zeichen deutete. Darauf ſtiegen gewaltige Lichtraketen auf und aus der Menge drang der Ruf nach oben: Kommt ans Fenſterl- Als erſter trat der belgiſche Juriſt Rollin an die Brüſtung und hob mit beiden Armen den Pakt in die Höhe, als wollte er der Welt die Friedensurkunde wie einen neugeborenen Weltbürger vor Augen halten. Ungeheurer Jubel brach aus, dann erſchienen die Miniſter: Briand Arm in Arm mil Lukher. Chamberlain zufammen mit ſeiner Frau, die heute hrem Gatten bis in den Konferenzſaal folgte, um der Schlußſitzung beizuwohnen. Dandervelde grüßte herab. Muſſolint blieb unſichtbar. Als die Miniſter dann das Gebäude verließen, wurden ſie von der enge umringt, ja ſogar umarmt. Sie gingen mit Ausnahme Muſſolinis, der ein Auto benutzte, noch ein Stück zu Fuß und kehrten um halb 8 Uhr adends in ihr Hotel zurück. Der Pakt wurde um 7 Uhr 25 aus der Taufe gehoben. Die Paraphierung begann um 7 Uhr. Cecil Hurſt trug die Dokumente von Miniſter zu Miniſter und zeigte den Herren, wo ſie ihre Initialen einzutragen hätten. Der Verlauf dieſer denkwürdigen, als hiſtoriſch du bezeichnenden Sitzung war folgender: Die Dokumente, beſſer geſagt, das in Locarno geſchaffene Vertragswerk über den Pakt und den weſtlichen und öſtlichen Schiedsverträgen nebſt dem Schluß⸗ protokoll wurde auf den Tiſch gelegt. Die Juriſten gingen noch ein⸗ mal die Texte durch, denn es mußten noch einige kleine Berichti⸗ gungen vorgenommen werden, dann begann die Paraphierung. Es handelt ſich um einen nunmehr unabänderlichen Tert. Hierauf ſprach Streſemann. Seine Rede fand ſehr ſtarken Beifall. Chamberlain unterbrach ihn mehrmals mit den deutſchen Worten„Sehr richtigl“ und„Sehr gut!“ Briand ſchloß ſich der ſichtbaren Zuſtimmung Chamberlains an. Dr. Beneſch machte an verſchiedenen Stellen der Rede Streſe⸗ manns Briand auf die Bedeutung der Worte aufmerkſam. Nach Streſemann erhob ſich Briand. Er ſprach frei aus dem Stegreif und ſein Appell an die Staatsmänner, die Stärke, mit der er die Ver⸗ gangenheit verurteilte, übte auf alle Zuhörer eine außerordentliche Wirkung aus. Briand ſtellte ſich als Bürge für die Deutſch⸗ land zugeſicherten Erleichterungen hin und ſchloß ſich dem deutſchen Gedanken an, daß nur die Auswirkungen des Rhein ⸗ paktes dem Geiſte von Locarno ſeine wirkliche Bedeutung verleihen könnten. Die deutſche Delegation vermochte in Briand⸗ Worten die klare Zuſtimmung zu erkennen, daß dieſer Staatsmann ſeine Perſönlichkeit voll und ganz für die Vollendung des Werke⸗ von Locarno einſetzen werde. Nachdem Briand geſprochen hatte 0 ſich Chamberlainn Er bekräftigte die Erklärungen des franzöſiſchen Außenminlſters und beſtätigte, daß in England nicht nur die Regierung, ſondern auch das ganze engliſche Volk hinter dem Vertrage von Locarno geſchloſſen ſtünde. Vandervelde folgte in einer breit angelegten Rede, die den ganzen Tealismus dieſes Staatsmannes zum Ausdruck brachte Es kam ſodann Muſſolint, der die Stellung Italiens zum Paki definterte und die Ueberzeugung ausſprach, daß Europa durch die Verwirklichung des Paktes einer neuen politiſchen und wirtſchaft⸗ lichen Aerd entgegengehe. Die Miniſter blieben noch einige Minuten in zwangloſem Ge⸗ ſpräch beieinander und verließen ſodann den Juſtizpalaſt. Der halbamtliche Bericht Ueber den Abſchluß der Verhandlungen in Locarno wird folgen⸗ des offiziöſe Kommuniqus verbreitet: Die Arbeiten der Miniſterkonferenz in Locarno ſind dadurch zum Abſchluß gebracht worden, daß die Delegierten der beteiligten Länder die während der Zuſammenkunft ausgearbeiteten Vertrag⸗⸗ texte paraphiert haben. Es handelt ſich zunächſt beim Weſtpakt um einen Pakt zwiſchen Deutſchland, Frankreich, Belgien, England und Italien, wonach durch eine Garantie jedes einzelnen dieſer Staaten jeder Angriffskrieg zwiſchen Deutſchland, Frankreich und Belgien ſowie jede gewaltſame Verletzung der Grenzen zwiſchen dieſen Län⸗ dern ansgeſchloſſen wird. Außerdem ſind die Entwürfe der vier Schiedsverträge zwiſchen Deutſchland einerſeits und Frankreich, Bel⸗ gien, Polen und der Tſchechoflowakei andererſeits paraphiert worden. Dieſe Schiedsgerichtsverträge ſehen für Rechtsſtreitigkeiten ein Ver fahren mit bindendem Rechtsſpruch, dagegen für Verragskonflikte ein Schlichtungsverfahren ohne endgültige Bindung vor. Sodann ſſt der Entwurf für eine Erklärung der Vertreter Englands, Frankreichs, Italiens und Belgiens aufgeſtellt worden, durch den Artikel 16 der Völkerbundsſatzung eine bekanntlich der deutſchen Auffaſſung ent⸗ ſprechende Auslegung gegeben wird. Die Paraphierung der verſchiedenen Entwürfe bedeutet die ein⸗ fache perſönliche Zuſtimmung der Delegierten zum Inhalt der Texte, die infolgedeſſen nicht geändert, ſondern angenommen oder abgelehnt werden können. die endgültige Entſcheidung über die Annahme der Entwürfe liegt, ſoweit Deutſchland in Betracht kommt, zunächſt bei der Reichsregierung, dem Reichsrat und dem Reichstag. Die Veröffenklichung der Texke wird nach der in Locarno getroffenen gemeinſamen Vereinbarung am Dienstag früh erfolgen. Die Miniſterpräſidenten der Ländet ſind auf Mittwoch zuſammenberufen worden. Außerdem iſt dem Vor⸗ ſitzenden des Auswärtigen Ausſchuſſes des Reichstages, dem Abgeord⸗ neten Hergt, eine Einladung des Ausſchuſſes zum Zwecke der Ent⸗ gegennahme des Berichtes auf Donnerstag anheimgeſtellt worden. An · geſichts des beſonderen Intereſſes, das die Vertragsentwürfe für die Rheinlande haben, ſind Vertreter des Rheinlandes durch Vermittlung des Miniſters für die beſetzten Gebiete ſchon auf Diens⸗ tag nachmittag nach Berlin eingeladen worden. Die endgültige Stellungnahme der maßgebenden Faktoren in Deutſchland wird neben der Würdigung des Inhaltes der Vertrags⸗ texte ſelbſt davon abhängen, ob die Erwartungen des deutſchen Voi⸗ kes erfüllt werden und die Folgen des Vertragswerkes beſonders hinſichtlich der rheiniſchen Fragen eintreten. bundsfrage durchgedrungen. Konferenz— Veröffenllichung der verkräge am nächſten Dienſtag Die Erieichlerungen in den„Nebeufragen“ Erklärungen des Reichskanzlers JIn einer Erklärung des Reichskanzlers zum Abſchluß der Ver⸗ handlungen in Locarno heißt es u..: Der Weſtpakt und die Schiedsverträge bedeuten eine Verwirklichung der Grundgedanken des deutſchen Februar⸗Memorandums entſprechend den Ausfüh⸗ rungen der deutſchen Note vom 20. Juli. Dadurch werde eine Neugeſtaltung der Beziehungen der europäiſchen Staa⸗ ten eingeleitet. Manche Zweifel würden durch die Veröffentlichung beſeitigt werden. Der deutſche Standpunkt ſei in der Völker⸗ Bezüglich der Rheinland⸗ frage ſei in den Alliierten⸗Erklärungen eine feſte Grundlage für die Neugeſtaltung gegeben. Vor der endgültigen Entſcheidung des Reichsrates und des Reichstages müſſe die Herbeiführung des Geiſteg, des echten Friedens in den Rheinlandfragen ſichergeſtellt ſein. Einzelheiten über die verträge Der Wortlaut der feſtgelegten Entwürfe wird, wie gemeldet, am Dienstag in den einzelnen Staaten veröffentlicht. Die einzelnen Miniſter haben vereinbart, gemeinſam das Werk als„Vertrag von Locarno“ zu bezeichnen. Die Frage iſt nun, was durch dieſen Vertrag mit ſeinen weiteren Beſtandteilen erreicht worden iſt. Was zunächſt den Weſtpakt anlangt, ſo iſt ſein wichtigſter Punkt wohl die Feſtſtellung, daß für irgendwelche militäriſche Ueberſchrei⸗ tung der franzöſiſchen öber belgiſchen Grenze das Einſchreiten jedes einzelnen Garanten, alſo beſonders des Englands, automatiſch aus⸗ gelöſt wird. Es wird alſo damit eine feierliche Feſtſetzung der Rhein⸗ grenze, d. h. eine Unantaſtbarkeit der deutſchen Rhein⸗ lande bekundet, die bisher noch niemals in der Geſchichte beſtanden hat. Im übrigen iſt in hartem Kampfe eine Feſtlegung bezüglich des Artikels 16 des Völkerbundes erfolgt, die für Deutſchland von außerordentlicher Wichtigkeit iſt inſofern, daß die Ablehnung einer aktiven Mitwirkung bei den ſich aus dem Artikel ergebenden Folgen militäriſcher oder ſonſtiger Art den betreffenden Staat in eine moraliſche Iſolierung bringen kann, da Deutſchland das Recht zugeſtanden worden iſt, dieſe Entſcheidung in Berückſichtigung ſeiner militäriſchen und geographiſchen Lage ſelbſtändig zu treffen. Die Schiedsverträge ſind dem deutſchen Syſtem ange⸗ paßt, wie Deutſchland ſolche bereits mit der Schweiz und anderen Staaten abgeſchloſſen hat. Deutſchland iſt damit vor allem mit ſeiner unbedingten Forderung durchgedrungen, daß ein beſonderes Gerichts⸗ verfahren nur bei Streitigkeiten eintritt, bei denen es ſich um recht⸗ liche Dinge handelt, während bei einem Intereſſenkonflikt ein Ver⸗ gleichsverfahren vorgeſehen iſt, das letzten Endes vor dem Völ'er⸗ bundsrat enden kann. Die Schiedsverträge mit Frankreich und Bel⸗ gien ſind unter der Garantie Englands und Italiens erfolgt. Mithin ſind die Grenzen zwiſchen Deutſchland, Frankreich und Belgien vor jeder gewaltſamen Verletzung durch einen Angriff, Krieg, Invaſton oder andere Maßnahmen geſchützt. Die Oſtverträge entſprechen dem Weſtpakt, nur mit dem einzigen Unterſchied, daß die Präambel ausführlicher gehalten iſt, weil dieſe Verträge ſelbſtändig und nicht an einen anderen Pakt an⸗ gelehnt ſind. Nur in einer Beziehung haben ſie einen Zuſammen⸗ hang mit dem Rheinpakt, als ſie nämlich die gleiche Geltungsdauer haben. Die Frage bezüglich der Rückwirkungen ſſt ſedoch in einer Weiſe gelöſt worden, die im gegenwärtigen Augenblick noch nicht in genz korrekter Form öffentlich behandelt werden kann, von der ſich al er alle Teilnehmer der Konferenz großen Erfolg in Bezug auf die künftige Geſtaltung der Dinge im Rheinland verſprechen. Kritiſche Beleuchtung der Abmachungen VLocarno, 17. Okt.(Von unſerem Sonderberichterſtatter.) Die Alltierten haben in der Kollektivnote zugeſtanden, daß Deutſchland nicht moraliſch verurteilt werden könne, falls es ſich nicht an einer Durchführung der in Artlikel 16 enthaltenen Maßnahmen betelligen würde. Infolgedeſſen iſt nunmehr der Weg in den Völkerbund für Deutſchland offen. Wann ſein Eintritt erfolgen wird, läßt ſich heute noch nicht ſagen, denn nach der Paraphierung des Vertra⸗ ges ſoll die Ratifizierung erfolgen und dann erſt ſteht die Frage des intritts Deutſchlands in den Völkerbund zur Debatte. Auf einer ßerordentlichen Völkerbundsverſammlung, eventuell im Januar, könnte dieſer Schritt erfolgen. Die Schiedsvertruͤge, die als Anlage zu dem Rheinpakt gelten, haben eine außerordentliche Bedeutung inſofern, als nunmehr endgültig alle den Verſailler Ver⸗ trag und deſſen Durchführungsbeſtimmungen betreffenden Fragen auf dem Schiedswege erledigt werden ſollen. Der deutſche Standpunkt drang vollkommen bei der Abfaſſung dieſer Schieds⸗ — Initiative überlaſſen, in den nächſten ſechs Wochen laßte, ſich an dieſem Vertrage zu beteiligen, denn Stalien hat einge · deutlichen Gefühl der Ablehnung gegenüber. Man ſucht nüch⸗ Erklärung Luthrs enthaltene Aeußerung, 2. Settie. Nr. 481 Neue Mannheimer Zeitung[Mittag⸗Rusgade) Samskag, den 17. Oktober 1925 verträge durch. Frankreich verzichtet darauf, daß Intereſſenfragen einem Schiedsgericht unterworfen werden müſſen. Bei der Klärung von Intereſſenfragen wird zuerſt ein Schlichtungsverfahren an⸗ gewandt, dann geht der Fall zur Beurteilung an den Völkerbundsrat über und, wenn auch dieſes Verfahren erfolglos bleibt, iſt die Mög⸗ lichkeit einer militäriſchen Auseinanderſetzung gegeben. Die Schledsverträge, wie ſie dem Rheinpakt angeglledert ſind, oltedern ſich in Schiedsverträge über rein rechtliche Streitigkeiten und Vereinbarungen, die ſich auf die Klärung von Intereſſenfragen be⸗ ziehen, worunter man die politiſchen Streitigkeiten verſteht. Die Funktion der Garantie iſt eine automatiſche und nur dann vor⸗ geſehen, wenn es ſich um einen flagranten Fall, alſo um einen Kriegsfall handelt. Die Feſtlegung eines flagranten Falles wird vom Völkerbundsrat vorgenommen. Schließlich enthält das Ver⸗ tragswerk von Locarno ein Schlußprotokoll, in welchem die Schiedsverträge, die zwiſchen Frankreich und Polen einerſeits, ſowie Frankreich und der Tſchechoſlowakei andererſeits abgeſchloſſen wor⸗ den ſind, erwähnt werden. Dieſe beiden Verträge gehören nicht dem Rheinpokt an, ſie ſind auch nicht paraphiert worden. Die deutſche Regierung wird von dieſen beiden Verträgen überhaupt keine Kenntnis nehmen. Briand teilte mit, daß dieſe beiden Verträge den Bedingungen des Völkerbundes entſprechen und nur einem Mitgliede desſelben vorgelegt werden können. Die rein politiſche Bedeukung des Verkrages von Locarno liegt hauptſächlich darin, daß nunmehr mit Hilfe der hier ge⸗ troffenen Vereinbarungen eine Regelung aller auf den Verſailler Vertrag bezüglichen Konflikte auf ſchiedsgerichtlichem Wege erfolgen müſſe, was eigentlich der Grundgedanke des Paktes bleibt und wo⸗ rin der Geiſt des Vertrages von Locarno ſeinen ehrlichſten Ausdrück findet. Durch die Schaffung einer klaren ſchiedsrichterlichen Grund⸗ lage iſt die Verſtändigung zwiſchen den europäiſchen Völkern namentlich zwiſchen Deutſchland und dem Weſten in eine ſichere Bahn gelenkt worden und vor allem vor Zwiſchen⸗ und Rückfällen geſchützt. Den Staatsmännern Englands und Frankreicht iſt die durch Handlungen zu beweiſen, baß die in Locarno getroffenen Vereinbarungen auch verwirklicht werden. Die zwingende Gewalt der Gedankenwelt, de ſich in dem Werke von Locarno offenbart, iſt es auch, das Italien veran⸗ ſehen, daß hier großzügige Realpolitit verwirklicht worden iſt. Die deutſchen Delegierten befaßten ſich während der Locarnoer Kon⸗ ſerenz ſehr intenſiv mit der Entwaffnungsfrage und ſtellten mehrfach den Antrag, daß nach der Ratifizierung des Rheinpaktes dieſes Problem in den Mittelpunkt eines Gedankenaustauſches ge⸗ ſtellt werde. Die Verhandlungen über dieſe Frage werden ſich erſt dann weiter entwickeln können, wenn Deutſchland in den Völker⸗ bund eingetreten iſt. Rüchterne Beurteilung in Berlin Berlin, 17. Ortbr.(Von unſerem Berliner Büro.) Der Rauſchſtimmung, die nach dem Unterzeichnungsakt in Lo⸗ carne um ſich gegriffen hat, ſteht man hier fremd und mit einem tern die Bilanz der Konferenz zu ziehen und findet, foweit die karge amtliche Skizzierung der Verträge ein Urteil zuläßt, daß neben manchem, was auf der Erfolgſeite gebucht werden kann, doch auch ſehr bedenkliche Negativpoſten ſtehen. Durchgeſetzt hat die deutſche Delegation die Beſeitigung einer einſeitigen Garantieſtellung Frank⸗ reichs, die Ausſcheidung Frankreichs an den öſtlichen Schieds⸗ verträgen und endlich eine gewiſſe Ausnahmeſtellung gegenüber dem Artikel 16. Daß ſie für die ſogenannten Nebenfragen eine vertragsmäßige Bindung der Gegenſeite nicht erreichen konnte, wird ſicherlich zu den ſtärkſten Beanſtandungen Anlaß geben. Als einiger⸗ maßen ſicher gelten vorläufig, abgeſehen von der Räumung der Kölner Zone, die Erleichterungen, die ſich auf Angelegenheiten der Beſatzungsmächte beziehen, nicht aber die Vorverlegung der Räumung der 2. und 3. Zone und die Vorverlegung der Abſtimmung im Saargebiet. Der einzige Troſt bei dieſen mageren Ergebniſſen bildet die ſowohl in dem deutſchen Kommunique als auch in der daß die deutſche Re⸗ gierung die diplomatiſchen Bemühungen für die politiſchen Rück⸗ wirkungen fortſetzen würde und die Andeutung, daß ein Teil dieſer Rückwirkungen doch offenbar als„Vorausſetzung“ vor der endgül⸗ tigen Ratifizierung der Abmachungen von Locarno erfüllt ſein ſoll. Wie das gemeint iſt, wird ſich erſt aus dem genauen Wortlaut des Vertrags erſehen laſſen, wie überhaupt die eingehende Wertung des in Locarno Geleiſteten bis zur Verbffentlichung des Geſamt⸗ textes zurückgeſtellt werden muß. So viel iſt indes ſchon heute ſicher, Locarno bedeutet nicht das Ende, ſondern nur einen Meilen⸗ ſtein auf dem mühevollen Weg zur Befriedung Europas. Die deutſche Delegation wird hier am Sonntag vor⸗ mittag erwartet. Da die Regierung nach der Vereinbarung von Locarno die Frage der Ratifizierung bis zum 1. Dezember geklärt haben muß, wird vermutlich der Reichstag ſich gleich nach ſeinem Zuſammentritt im November mit den Abmachungen zu be⸗ ſchäftigen haben. In diplomatiſchen Kreiſen vermutet wan, daß die Ratifizierung in England ohne jede Schwierigkeit erfolgt, daß in Frankreich, wo der Miniſterrat den Weſtpakt bereits ge⸗ nehmigt hat, die Mehrheit nicht allzu groß ſein wird, daß in Belgien gar keine Schwierigkeiten gemacht werden, daß aber die polniſche Regierung ein Vetd einzulegen verſuchen wird. Soweit die Berliner Preſſe das Ergebnis von Locarno bereits kommentiert, hält ſie ſich mit Ausnahme vielleicht des„Vorwärts“ von jeglichem Ueber⸗ ſchwang fern. Das ſozialdemokratiſche Zentralorgan ſieht bereits eine Zeitenwende heraufſteigen und mißt der ſozialiſtiſchen Bewe⸗ gung das Hauptverdienſt an dieſem Siege bei, freilich ohne ſich ſelbſt in dieſem Augenblick von einer rein parteipolitiſchen Stellung losmachen zu können. Nüchterner wägt ſchon die„Boſſ. Ztg.“ die Tatſache.„Mit dem Vertrag von Locarno“, meint das Blatt, „iſt die Aera der Sicherung durch Pfänder und Beſetzung beendet. Zwel Jahre, nachdem ſie mit der Ruhrbeſetzung ihren größſten Triumph gefeiert hatte. Die neue Aera der Zuſammenarbeit und des gegenwärtigen Vertrauens bedarf des guten und geduldigen Willens auf allen Seiten. Es iſt noch ſchwere Arbeit zu verrichten, aber der Weg, der bereits zurückgelegt iſt, gibt die Hoffnung, daß ſie geleiſtet wird.“ 5 Auch das„Berl. Tagebl.“ legt entſcheidenden Wert auf das pfychologiſche Moment:„Die Wiederannäherung der durch den Krieg und die Nachkriegszeit auseinandergeriſſenen Völker und die wirkſchafkliche und polftiſche Gemeinſchaftsarbeit für das große Ziel des Wiederaufbaus Europas. Als eigentlicher„Sieger der Kon⸗ ferenz“ wird Chamberlain bezeichnet, der England fortan die Schiedsrichterrolle dem Kontinentaleuropa gegenüber geſichert hat. Mährend das Organ Streſemanns, die volksparteiliche„Täg⸗ liche Rundſchau“ ſich vorerſt noch jeder Kritik enthält, gehen die deutſchnationalen Blätter bereits ſcharf ins Zeug. Man iſt im deulſchnatſonalen Cager von den Ergebniſſen natürlich nicht entzückt, bemüht ſich aber immerhin, einigen Abſtand von den Dingen zu wahren. Es wird betont, daß wir noch gar nicht genau wüßten, was eigentlich in Locarno geſchehen ſei, und ob, wie der„Lokalanzeiger“ es aus⸗ drückt, das in Locarno Erreichte in irgend einem Grade ermöglichen wird, über das hinwegzuſehen, was in Locarno offenſichtlich nicht erreicht worden iſt. Die„Deutſche Tagesztg.“ ſpricht van einem„Torſo von Locarno“ und teilt den Arbeiten der deutſchen Delegation vorwiegend ſchlechte Zenſuren aus. Sie erklärt, die Vereinbarungen über den Artikel 16 für unbefriedigend und für völlig unbefriedigend die Behandlung der deutſchen Rheinlandforderungen. Die„Kreuzztg.“ iſt in hohem Grade entrüſtet darüber, daß die Frage des Widerrufs der Kriegsſchuldlüge von der deutſchen Abordnung nicht zur Sprache gebracht worden iſt, die ſich dadurch ſehr ſchwerer Unterlaſſungsſünden ſchuldig gemacht habe. Die„Rote Fahne“, um auch ſie zu zitieren, ſieht in dem Abſchluß des Paktes„das endgültige Einſchwenken der deutſchen Kontetrevolütion in die Front der engliſchen Räuber.“ preſheempfang bei Chamberlain und orſand V Locaruo, 17. Oktbr.(Von unſerem Sonderberichterſtatter.) Chamberlain empfing unmittelbar nach Schluß der Sitzung die engliſchen und amerikaniſchen Preſſevertreter. Seine Ausführungen glichen im großen und ganzen dem Inhalte der von ihm geſtern abend gehaltenen Rede. Er betonte jedoch, daß nunmehr für die Erleichterungen, die Deutſchland zugeſagt wurden, die Zeit gekommen ſei, denn bis zum 1. Dezember ds. Is. müßte eine klare Situation geſchaffen werden, um die Verwirklichung des Rheinpaktes durch ſeine Ratifizierung und nach dem Eintritt Deutſchlands in den Völkerbund zuſtande zu bringen. Briand äußerte ſich gegenüber den Vextretern der franzöſiſchen Preſſe in ganz ähnlicher Form, bemerkte ajedoch, daß er im Kabinett ſo raſch wie möglich auf eine praktiſche Verwirklichung der not⸗ wendigen Maßnahmen im Rheinland und auf die Vorbereitung guter Beziehungen zwiſchen Deutſchland und Frankreich hinarbeiten werde. Von Wichtigkeit iſt die Er⸗ klärung Briands, daß er perſönlich für das in Locarno geſchaffene Werk eintreten wolle. Auf die Frage eines franzöſiſchen Jour⸗ naliſten, ob er hoffe, die Zuſtimmung der Kammer und des Senats zu erhalten, entgegnete Briand:„Davon bin ich feſt überzeugt, denn ich glaube nicht. daß es einem franzöſiſchen Poljtiker von Gewicht gibt, der dem in Locarno zuſtande gebrachten Werk in irgend einem Punkte ſchaden möchte. Hinter mir ſteht der größte Teil des fran⸗ zöſiſchen Volkes..s wird ſich nur darum handeln, den von der Bedeutung der Locarnoer Konferenz und des Rheinpaktes nicht über⸗ zeugten Teil für den Vertrag zu gewinnen.“ Ein heiterer Iwiſchenfall Ueber den Freitag gegen mittag durch Muſſolint veran⸗ anſtalteten Preſfeempfang weiß der Vertreter der„Deutſchen Tageszeitung“ in Locorno einen heiteren Zwiſchenfall zu melden. Als der„Duce“ mit gravitätiſchen Schritten die Halle des Palaſt⸗ Hotels betrat, in der die Journaliſten ihn erwarteten, hatte er ge⸗ hört, daß ein Teil der Preſſe, nämlich die Amerikaner, einige Eng⸗ länder und verſchiedene links gerichtete Vertreter der Länder ihn bohykottieren wollten. Er beſchloß, den Eindruck durch einen Frontalangriff abzuſchwächen und ging auf die Gruppe der ahſelts ſtehenden Zeitungsvertreter zu, wo er einen engliſchen unabhängigen Sozialdemokraten bemerkte, der ihm von früheren ſozialiſtiſchen Kon⸗ greſſen perſönlich bekannt war. Auf die Frage Muſſolinis, ob der Kommunismus immer noch im Vormarſch ſel, er⸗ widerte der Engländer, ohne die Hände aus den Hoſentaſchen zu nehmen, wegwerfend:„Darüber kann ich keine Auskunft geben, denn ich bin nicht Kommuniſt“, Muſſolini verbeugte ſich leicht und erwiderte:„Dann täuſche ich mich alſo“, worauf ein daneben ſtehen⸗ der Holländer boshaft bemerkte:„Das paſſiert Ihnen ſehr häufig, Herr Muſſolini“, Muſſolini maß die beiden Gegner von oben bis unten mit einem verächtlichen Blick, wandte ſich dann kurz ab und hielt in dem daneben liegenden Konferenzſaal eine kurze Anfprache, in der er darlegte, weshalb ſichJtalien nur für die Weſt⸗ Tagen intereſſtere. Als Gründe führte er an: 1. daß England de⸗ ſelbe Haltung einnehme; 2. daß Italien keine gemeinſamen Grenzen mit Deutſchland habe und 3. daß die Unabhängigkeit Oeſterreichs durch den Verſailler Vertrag„unveränderbar“ feſtgelegt ſei. die Mächte und die pekinger Ronferenz Je mehr die Pekinger Konferenz heranrückt, umſo mehr machen ſich in der Preſſe Stimmen bemerkbar, wonach uwſf n den Ver⸗ tretern der Mächte erhebliche Meinungsverſchiedenheiten beſtehen. Bekanntlich wieſen 2 die„Times“ auf das Beſtreben amerita⸗ niſcher Kreiſe hin, in China nicht nur als Wohltäter zu erſcheinen, ſondern dort auch eine führende Rolle zu ſpielen. Die Zeitung hält trotz amtlichen amerikaniſchen Dementis die Behauptun 110 daß Amerika bei einer etwaigen Uneinigkeit der Mächte ſich ein ſelbſtändiges Handeln entſcheiden könnte. Soeben trift in London nach dem„Daily Tel.“ die Nachricht aus Japan ein, daß zwar die Ja⸗ er vorläufig an eine Zerſplitterung nicht glauben wollen, jedoch ſchreibt die Zeitung„Aſahi“, daß die Intereſſen Japans und der anderen Mächte nicht identiſch ſeien. Die Zeitung gibt der Befürch⸗ tung Ausdruck, Japan könnte einem Druck durch Amerika ausgeſetzt werden und dabei könnte ſich die engliſche Stellung ſo verſcheben, daß die Chineſen in Japan das Hauptintereſſe für ihre Unabhängigkeit erkennen würden. deutſch- dan ſche Jollfragen „Berlingſke⸗Tidende“ und andere Zeitungen brachten am 8. Oktober die Nachricht, daß das däniſche Außenminiſterium auf Veranlaſſung des Landwirtſchaftsrats mit der deutſchen Regierung Verhandlungen habe über Erleichterun im Zollgeſetz für die däniſche Landwirtſchafts⸗Einfuhr nach Deutſch⸗ land, daß Deutſchland aber abgelehnt habe, Zugeſtändniſſe zu machen; falls Deutſchland jedoch anderen Staaten ugeſtändniſfe machen ſollte, würden die Verhandlungen däniſcherſeits wieder auf⸗ enommen werden.— Das bdäniſche Außenminiſterium hat dieſe Nachricht dementiert und hinzugefügt, daß bisher überhaupt keine Verhandlungen über dieſe Fragen geführt worden ſeien, Berlin, 17. Okt.(Von unſ. Berl. Büro.) Der Reichsland⸗ bund hat auf den 28. Oktober eine erweiterte Vertreterverſammlung nach Berlin einberufen, die auf dem Grundgedanken eingeſtellt iſt: „Bauer in Not“, Im November wird eine Führertagung folgen. Berfammlungs⸗Kalendet Samsfag, 17. Oktober, abends 8 Uhr: Käfertal:„Zum Pflug“. Redner: Nechtsanwalt Dr. Waldec Bezirksrat Moſes⸗Mannheim. Sonntag, 18. Oktober, abends 8 Uhr: Großfachſen:„Zum Löwen“. Redner: Fabrikant Walter Freu! denberg⸗Weinheim, Syndikus Dr. Martin⸗Mannheim. Laudenbach:„Zur Krone“. Redner: Spißenkandidat L Haas“ Mannheim, Landwirt umd Wagnermeiſter Brigner-Brühl⸗ M. d. L. Ceuershauſen:„Zur Roſe“. Redner: Spitzenkandidat L. Haas“ Mannheim, Landwirt und Wagnermeiſter Brigner⸗Brühl, M. d. L. Montag, 19. Oktober, abends 8 Uhr: Mannheim:„Kaſino“, R 1, 1. Redner: Reichstagsabg. Juſtizrat Dr. Zapf, Handelskammerpräſident R. Lenel. Dienstag, 20. Oktober, abends 8 Uhr: Mannheim-Oindenhof:„Zum Rheinpark“. Redner: Rechtsanwalt Dr. Waldeck, Hauptſchriftleiter Kurt Fiſcher. Hemsbach:„Zur Krone“. Redner: Ober⸗Poſtſekretär P. Walther⸗ Mannheim, Landwirt und Wagnermeiſter Brixner⸗Brühl, M. d. L. Schwetzingen. Redner: Reichstagsabg. Dr. Curtius⸗Berlin. Spitzenkandidat Stadtrat L. Haas⸗Mannheim, Landwirt und Wagnermeiſter Briyner⸗Brühl, M. d. L. Mittwoch, 21. Oktober, abends 8 Uhr: Feudenheim:„Zum Schwanen“. Redner: Rechtsanwalt Dr. Wal⸗ deck⸗Mannheim, Generalſekretär Wittig ⸗Berlin. Hockenheim. Redner: Syndikus Dr. Ulm⸗Mannheim, Reichstags⸗ abgeordneter Adams⸗Eſſen. Schriesheim:„Zum Kaiſer“. Redner: Spitzenkandidat Stadtrat B. Haas⸗Mannheim, Landwirt und Wagnermeiſter Brixner⸗ Brühl, M. d. L. Donnerstag, 22. Oktober, abends 8 Uhr: Neckarhaufen:„Zum Hirſch“. Redner: Ober⸗Poſtſekretär P. Wal⸗ ther, Syndikus Dr. Martin. Seckenheim:„Zum Löwen“. Redner: Spitzenkandidat Stadtrat 9. Haas⸗Manmheim, Reichstagsabg. Adams⸗Eſſen, Syndikus Dr. Ulm⸗Mannheim, Stadtpfarrer L. Vath⸗Rheinau. Irledrichsfeld:„Zur Main⸗Neckarbahn“. Redner: Spitzenkandidat Stadtrat L. Haas⸗Mannheim, Reichstagsabg. Adams⸗Eſſen. 5 Der Vorſtand. r ͤK der internationale Minderheitenkongreß in Genf Am Donnerstag wurde auf dem Internationalen Minderhei⸗ ten⸗Kongreß in Genf folgende Entſchließung angenommen: Die am 15. Oktober in Genf verſammelten Delegierten von 83 Na⸗ tionalgruppen, die 14 Staaten Europas und 12 Nationalitäten an⸗ gehören und 35 Millionen Menſchen umfaſſen, bekennen ſich feier⸗ lich zu folgenden Grundſätzen: Die nationale und kulturelle Frei⸗ heit iſt ebenſo ein eligen Gut wie die religiöſe Freiheit. Dieſes ethiſche Prinzip ſoll in den Betziehungen der Völker untereinander ſeinen wirkſamen Ausdruck finden und ſeine tatſächliche Geltung erhalten. Dem Rechtsleben und den geſetzlichen Maßnahmen ent⸗ ſprechend ſoll jeder Staat, in deſſen Grenzen andere nationale Volksgruppen leben, ſich verpflichten, dieſen die freie kulturell und wirtſchaftliche Entwickelung und den ungekürzten Gebrauch ihrer ſtaatsbürgerlichen Rechte zu gewährleiſten. Die Anerkennung u praktiſche Durchführung dieſer Prinzipien zu ſchaffen, iſt Vor⸗ ausſetzung für eine Verſtändigung der Völker und für den Frieden Europas. Duisburg enoͤgültig geräumt Die Interalliierte Rheinſchiffahrtskommiſſion hat am Mittwoch abend Duisburg verlaſſen. Nachdem ſchon am Abend vorher die geſamten Ausrüſtungsgegenſtände auf das linke Rheinufer gebracht worden waren, paſſierte der letzte fremdländiſche Soldat am Mittwoch abend die Rheinbrücke bei Homberg. die noch zurückbleſbenden wenigen interalliierten Zivilperſonen haben keinerlet militäriſche Befugniſſe und Rechte. Letzte Meldungen Tſchitſcherin in Wiesbaden „—.Wiesbaden, 16. Okt. Tſchitſcherin iſt heute zur Kur in Wiesbaden eingetroffen und im Hotel Vier abge⸗ ſtiegen. Brolgewichtskontrolle in Berlin — Berlin, 16. Okt. Eine Kontrolle, die auf Veranlaſſung des Vorſitzenden der mittleren Preisprüfungsſtelle durch mehrere hun⸗ dert Beamte in annähernd 2000 Berliner Bäckereten zur Nachprüfung des Brotgewichts vorgenommen wurde, hat das Ergebnis gehabt, daß in hahlreichen Fällen einäerhebliche? untergewicht feſtgeſtellt wurde. Vorausſichtlich wird mit Strafanträgen gegen annähernd 700 Bäckereien vorgegangen werden, die unter dem Verdacht der Preistreiberei ſtehen. Die Preisprüfungsſtelle will in den kraſſeſten Fällen bie Schließung der Läden anordnen, im übrigen aber ſich mit Ver⸗ warnungen begnügen. Während das Brotgewicht 1440 Gramm betragen muß, ſind in einzelnen Fällen ſogar nur 1100 Gramm feſtgeſtellt worden. Der Kampf gegen Mataſa . Wien, 16. Okt. Die Oppoſition gegen Außenminiſter Ma⸗ taja nimmt jetzt ſchärfere Formen an. Sowohl die Wiener Ar⸗ beiterzeitung wie die Neue Freie Preſſe verlangen die Einſetzung eee eeee im Plenum, allerdings aus ſehl verſchiedenen Gründen. Das ſozialdemokratiſche Blatt beſchulbigt Mataja. 10 000 Biedermann Bahnaktien zu niedrigem Kurs er⸗ halten zu haben, während die Neue Freie Preſſe hauptſächlich die Nachprüfung der Außenpolitik Matajas fordert. Telephondienſt England—Amerika — London, 16. Okt. Nachdem die telephoniſche Uebermiet lungs⸗Station in Rugby in dieſer Woche ferticgeſtellt worden iſ werden jetzt Verſuche mit drahtloſem Telephondienſt na Amerika nach deren befriedigendem Verlauf die Station der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden ſoll. Die Empfang ſtation für von Amerika ausgehende Geſpräche wird Chedze ſein e — e c⸗ eim. 95 ühl. 287 zrat valt zei⸗ Die Na⸗ an⸗ er⸗ rei⸗ der ing nt⸗ ale ind rer ind or⸗ en eß n⸗ 1 as 8 lit rei ie r⸗ im m „Somstag. den 17. Oktober 1925 neue Mannheimer Zeitung(mittag⸗Nusgabe) 3. Seite. Nr. 481 Wirtſchaſtliches und Soziales Preisſenkungsmaßnahmen erlanter Bezugnahme auf die in der Preſſe bereits veröffentlichte autbarung über die Preisſenkungsmaßnahmen der Reichs⸗ und undestegierung hat der Miniſter des Innern, nachdem 155 das espolizeiamt(Wucherabteilung) ſeit einiger Zeit eingegriffen 9 auch die Bezirksämter, unter Uebermittlung eingehender Richt⸗ geleite Medon takeäfth zn ien 5 durch die Reichsregierung ein⸗ räftig zu unterſtützen und d i ernſte Aufmerkſamkeit ee„ Städtiſche Nachrichten die Beurteilung des kommenden und ihre wiſhenſchaſtl.chen Grundlagen Von Dr 5. 9. Kritzinger Anzeſchen im Pflanzen⸗ und Tierreich— Beziehungen aufeinander⸗ lotgender Jahreszeiten— Wiiterungsperioden— Solare Einflüſſe— Ein ſtrenger Win“⸗⸗ꝰ Die Beurteilung des allgemeinen E 5 eil harakters der reszeiten Uglicte auf einige Monlte im voraus iſt ein 850 das 9 805 Leben in Handel und Wandel der Wiſſenſchaft gegenüder e ausſpricht, ohne daß wir bisher ein allgemein alledigendes Verfahren zur Löſung dieſer Aufgabe gefunden 5 en. Die Amerikaner haben auf dieſe Fragen ſchon weit mehr chrä und Geld verwandt. Ihre Erfolge ſind allerdings nur in be⸗ e Umfange anzuerkennen. Letzthin ereignete ſich ſogar der erbare Fall, daß eine Zementfabrik den amtlichen amerikani⸗ 5 Wetterdienſt wegen einer falſchen Vorausſage auf Schaden⸗ ſaſe verklagte, weil ſie nach der Prognoſe disponiert und ſchweren in dchinenſchaden erlitten hatte.„Drüben“ iſt auch die bei uns nur 0 eſcheidenem Umfang beſtehende Hagelverſicherung zu einer all⸗ Wetterverſicherung ausgebaut. Vielleicht ent⸗ ür 50 1 Es würde dann endlich das faſſenden rechnungen erforderli ital it⸗ geſtellt werden können.„„ Heute ſind wir nur auf das Zuſammenfügen einzelner An⸗ ſegungen angewieſen, deren Bedeutung manchmal 2 abzu⸗ ——5 iſt. Wir wollen verſuchen, in folgendem einen Ueberblick mit praktiſcher Anwendung der Ergebniſſe zu liefern. Im gaben unter den Inſekten ſchon im Sommer die Roen Ameiſen nach den Beobachtungen von Obergärtner Franz Wicdan Andeutungen für einen naſſen Herbſt und einen kalten inſofern ſie ihre bisherigen Wohnungen abbauten und näher Walde auf erhöhtem Gelände wieder bezogen. Bei den Kohl⸗ weelßlingen unterblieb die dritte Eiablage, die für Auguſt die Kohl⸗ hinden zu liefern pflegt, was ebenfalls auf einen frühen Herbſt Aa Auch die Blattläuſe entſchloſſen ſich früh zur Winter⸗ was vornehmlich Roſenzüchter beobachtet haben dürften. Auf Apfelbäumen wimmelte es von Blattläuſen, was als Zeichen 0 ſer Witterung und früher Kälte gedeutet wurde. Aus Furcht vor Ba verlegten die Nagetiere, beſonders die Hamſter, ihre 2 uten verhältnismäßig tief und häuften große Wintervorräte an. — Eichhörnchen trafen umfaſſende Vorkehrungen, bei denen ſie Waid unreife Nüſſe, Eicheln und Kaſtanien nicht verſchmähten. Dem aneet wird aufgefallen ſein, daß das Haarwild ſich ſchon im ee perfärbte und früh ſein dichtes Winterkleid anzog. Selbſt ere Enten und Gänſe richteten ſich auf einen kalten Winder ein. Au Pflanzenreiche wurde eine zweite Blütenbildung im giauſt September bei vielen Obſtbäumen ebenfalls als ungünſtiges chen gewertet. Im beſonderen haben die Katzenpfötchen ſich winters ordentlich in ihr Flauskleid eingepackt, um ſich vor den zerſtörenden irkungen der Kälte einigermaßen zu ſchützen. Dieſe Anzeichen aus dem Tier- und Pflanzenreich können nur del Grund langfähriger Erfahrungen des Einzelnen gewertet wer⸗ — eine wiſſenſchaftliche Statſſtik, die zoologiſch und botaniſch gewiß N ereſſant wäre, eine Auswertung der phänologiſchen Beobachtungen dieſem Sinne liegt noch nicht vor. Vom meteorologiſchen Stand⸗ unkt aus hat man eine Vorherſage des Charakters der Jahreszeiten auf ſtatiſtiſche Verbindung ihrer Folge, als auch auf die Be⸗ Zebnngen der Witterungen verſchiedener Länder zu verſchiedenen 10 iten zu begründen verſucht. Dieſe Verfahren ſind in unſerem be⸗ Gaberen Fall kaum brauchbar, da man nah den Ergebniſſen von abed imrat Hellmann wohl ungefähr vom Winter auf den Sommer a r nicht vom Sommer auf den nachfolgenden Winter ſchließen 50 Unſeres Erachtens hat eine Vorherſage mit wenig über 5 Prozent Wahrſcheinlichteit kein praktiſches Intereſſe. Auch die Vorpnoſe nach der Eisverteilung im Atlantiſchen Ozean hat in ihren riorberſagen bisher nicht befriedigt. Immerhin hat Geheimrat Su⸗ daß auf eine Anfrage eines Berliner Blattes im Sommer angedeutet, 1 man wohl mit einem kalben Winter zu rechnen hätte. Noch — reichen Schlüſſe. die ſi gninnt allein auf benachbarte Jahres⸗ 5 n ſtützen, ſondern das geſamte Beobachtungsmaterial von Jahr⸗ 94 5 zu ſuchen.— iſt 15 555 r Tendenz einer en Gruppe von wen, entſprechen den Abſchnitten der Abe von Pen Prognoſen für 555 ein⸗ die Welt der Fremden in Rom 0(Von unſerem römiſchen Korreſpondenten.) Ich glaube deine Stadt der Welt hat ein ſo wechſelndes, un⸗ ſa Demperament wie die Ewige. So fröhlich, ſo laut, ſo über⸗ iſt cauglich Rom im Winter ſein kann, ſo verträumt, ſo melancholiſch N S im Hochſommer. Wenn ich noch vor wenigen Wochen durch traßen ging, von Schatten zu Schatten ſchleichend,— denn, ſo und Lin italieniſches Sprichwort,“ in der Sonne nur die Hunde die Engländer“,— konnte ich glauben, Rom ſchlafe: ſo ſtill, ſo her war es ringsum. Und wenn dann abends der Wind vom Meer und dertam, jener wunderbare laue Wind, der doch kühlend erſcheint, die ndie, Menſchen aus den Häuſern bamen, alle die vielen Menſchen. nicht ans Meer und in die Berge gehen, ſo glaubde ich mit dem grosnt alten Rom der Quiriten allein zu ſein. ſo ganz fehlte das die böſtädtiſche, das internationale, das fremde Element, ſo ſehr waren und doßen, ſtarken, ſchwarzen Frauen mit den getünmten Friſusen breit n bunten Tüchern Römerinnen und die Männer mit den breiten und dennoch ausdrucksvollen Geſichtern wirkliche Römer. gab es auch im Sommer Fremde genug beſonders in dieſem ſchareden Jahr“. Uieberall ſah man die Pilgerzüge: Die Rieſen⸗ ir 85 aus den italieniſchen Propinzen, kleine ſchwarze Franzöſinnen. 25 erinnen in geſchnürtem Mieder und hartem ſchwarzen Stroh⸗ knedeutſche Burſchen mit nackten Knien und kurzen Hoſen, Slova⸗ Römer und Kroatinen in bunten Röcken und die Spamier. die den ſprechen ſo ähnlich ſehen. Aber von denen will ich heute nicht ſchlechen. Das ſind alles Leute, die kommen und gehen, Fremde 50 Heben Fremde ſchlechthin ſind ja auch all die Touriſten, die ſetzt haßenerbſt wieder tommen, die eigentlich mit Rom gar nichts zu kun zen, denn ſie kennen es nur aus den Worten der„Führer oder 0 ae ſo, wie es ſich von der Peterskuppel ausnimmt. Welt.. den römiſchen Fremden will ich ſprechen und von ihrer —— Von denen die durch Beruf oder Zuge gung in Rom feſige⸗ de f werden oder immer wieder dahin zurückkchren. Von denen, eigene en ihre eigenen Inſtitutionen geſchaffen haben und ihre 819 8 Von 25 0 die der Römer„i forestieri nostri“, 2 8 n“ nennt. hat auch die Welf der Fremden in Rom ihre Klaſſen ſtenz 5 Slände. Fangen wir einmal bei dem an, was man, weni⸗ 180 0 einem monarchiſch regierten Staat„oben“ nennen kann. 53 Nuſen wir zuerſt von einem deutſchen Prinzen ſprechen, und Bio ebe zur Landſchaft und Kunſt, als Antiquitätenfammler 0 kem und, wie man ſich erzählt. auch als Dichter über die eten erſt für Wochen, dann für Monate; und der nun wohl en hier verbringen wird; ich meine jenen Prinzen Philipp mäßig warmen chnitten dieſer großen Perioden auch ausnahms⸗ weiſe recht kalte Winter auftreten. Die langen Perioden, wie etwa die von Brückner mit 35 Jahren oder die von mir begründete von 278 Jahren kommen alſo nicht in Betracht. Hier iſt daher das all⸗ gemeine Ergebnis von Hellmann nicht zu unterſchätzen:„Eine Ge⸗ ſetzmäßigkeit in der Wiederkehr ſehr ſtrenger Winter nach beſtimmten Zeitintervallen.. habe ich in der 150jährigen Berliner Reihe nicht finden können, desgleichen auch keinen Zuſammenhang mit der Son⸗ nenflecken⸗Periode. „Dieſen unbefriedigenden Verſuchen reihen ſich weitere an. Eine 242jährige Periode nach Strakeſch⸗Graßmann konnte ſich bisher meteo⸗ rologiſch nicht durchſetzen. Auch den Ueberlegungen des Abbé Ga⸗ briel, der mit einer Periode von 744 Jahren arbeitet, die er in vier Unterabſchnitten zerlegt, wird man nur mit Vorſicht folgen können— ſelbſt wenn es ſich diesmal ſeine an das Jahr 1553 mit einem außer⸗ ordentlich kalten Winter anknüpfende Prognoſe beſtätigen ſollte. Die Verwendung des„Sonnenwetters“ zur Vorherſage des„Erdwetters“, worauf alles dies im Sinne von H. H. Clayton abzielt, ſteckt noch in den Anfängen. Vielleicht findet ſich eine Beziehung zwiſchen den für uns ſo wichtigen Verlagerungen des Sibiriſchen Hochdruckge⸗ bietes und den Sonnenflecken. Ein recht einfaches, aber dabei in den Ergebniſſen nicht zu verachtendes Verfahren beſteht in dem Durch⸗ pauſen der Kurve der Charakterzahlen der einzelnen Winter, die man durch Verſchieben der Pauſe leicht hinſichtlich ihrer Wiederholungen prüfen kann. Hier fällt ſofort eine Periode von Wintern auf, die erheblich ſtrenger als ihre Vorgänger ſind, und die 41 Jahre um⸗ faßt; 5 habe dies für die Jahre 1789, 1850, 1871 und 1912 feſtge⸗ 5 otzdem halte ich die Periode nicht für geeignet zur Vor⸗ ſage. Dieſes Verſchieben der durchgepauſten Kurve als Erfatz einer harmoniſchen Analyſe kann auch mit dem umgekehrten Blakt, alſo mit„zeitlicher Spiegelung“ der Vorgänge, ausgeführt werden. Ich vermute einen ſolchen Spiegelpunkt im Sommer 1914. Hiernach iſt der kalte Winter 1917 ein Spiegelbild von 1912. 1921 war mild wie 1908, 1922 falt wie 1907, 1923 mild wie 1906, 1924 war ziem⸗ lich kalt, während 1905 allerdings als mild zu rechnen iſt 1925 war ſehr mild, während entſprechend 1904 auch nicht als beſonders kalt zu beurteilen ſein dürfte. Hiernach würde 1926 dem recht kalten Winter 1902 auf 1903(hier ſtets nach Jan./ Feb bezeichnet) gegen⸗ überſtehen. Da weiterhin häufig die Witterung der geraden Jahre und die der ungeraden Jahre entſprechend zuſammengehört, ſo würde man jetzt auf eine Wiederholung der kalten Win⸗ ter von 1922 und 1924 rechnen dürfen. Zeppelin⸗ [Eckener⸗Woa 11— 18 OKTIOB ER 1923 Zur Erinnerung an die Ueber⸗ ſahrt des E. J. 120(5. K. Ii) nach Funerika Gebt für die Zeyvelin⸗Eckener ⸗Syende! Sendet den Ertrag der Sammlüng zur nächſten Reichsbankſtelle oder Sparkaſſe der zahlt ihn auf das poſtſcheckvonto Stutigart Ur. 5848 ein Nächſe Sammelſtelle: Geſchäſts ſtelle der„Neuen Mannh. Zeitung“, E6, 2 Die Witterung hat in den letzten Tagen an verſchiedenen Orten ſchon winterlichen Charakter angenommen. Im Weſter⸗ wald iſt der erſte Schnee gefallen. Nachts war die Temperatur auf zwei Grad unter Null geſunken. Auch im Rieſengebirge ſind ziemlich ſtarke Schneemengen niedergegangen. Von der 5 und aus Thüringen wird ebenfalls winterliche Witterung ge⸗ meldet. In Erfurt herrſchte bei ſtürmiſcher Witterung ebenfalls ſtarker Schneefall. Die höhergelegenen Orte des Erzgebirges und des Vogtlandes haben ebenfalls eine Schneehaube auf⸗ geſetzt. Der mittlere Weſten und der größte Teil der atlantiſchen Küſtenſtaaten wurde von einer Kältewelle befallen, die teilweiſe Schneeſälle und Froſt brachte. Es kam zu Verkehrsſtörungen und zum Verluſt von Menſchenleben. Der angefagte Regen hat ſich prompt eingeſtellt. Es braucht nicht betont zu werden, daß die naß⸗ kalte Witterung viele Erkältungskrankheiten im Gefolge hat. Wer mit einem Schnupfen davonkommt, kann noch von Glück ſagen. In der verfloſſenen Nacht betrug die tiefſte Temperatur 4,0 Celſtus. Geſtern ſtieg das Thermometer bis auf 7,0˙ C. Heute früh wurden 4,3 C. feſtgeſtellt. von Heſſen, der in dieſen Tagen im königlichen Schloß von Racconigi mit einem höfiſchen Prunk, wie ihn Europa ſeit dem Kriege nicht mehr geſehen hat, die zweite der italieniſchen Königstöchter heiratete. So wie er ſind viele deutſche und andere Prinzen und Fürſten nach Rom gekommen, ſo wie er ſind viele geblieben. Sie bilden inner⸗ e der italieniſchen Geſellſchaft einen beſonderen Kreis, eine be⸗ ſondere Note. Und auch die Römer kennen ſie und grüßen ſie auf dem Corſo und im heſegarten. Dann ſind die Diplomaten da. In deiner Stadt der Welt gibt es eine ſolch umfangreiche Diplomatie wie grade in Rom. Denn hier haben alle Länder der Erde, oder faſt alle, zwei Geſandtſchaften, die beim König von Italien und die beim Vatikan. Und dann galt der römiſche Poſten in der inbernationalen Diplomatie immer für einen der angenehmſten. Diplomaten ſind hier eine Alltäglichkeit. Wenn man ein„beſſeres Zimmer“ oder„eine elegant möblierte Wohnung“ zu vermieten hat, ſo ſucht man in der Zeitung dafür einen„diſtinguierten Diplomaten“. Tut man eine elegante Schnei⸗ derei auf, ſo nennt man ſich, Tailleur für Diplomaten. Und man muß ſagen, dieſe kleine Welt iſt wichtig für Rom. Wer würde denn ſonſt all die herrlichen alten Paläſte mit ihren rieſigen Repräſen⸗ tationsräumen bewohnen? Der römiſche Adel iſt weder groß, noch reich genug dazu. Natürlich ſieht der Römer nicht viel vom Leben dieſer Leute. Aber er weiß vom den herrlichen Feſten, die der franzö⸗ ſiſche Botſchafter im großartigſten Palaſte Roms, dem palozzo Far⸗ weſe, gibt; er kennt das cremegelbe mächtige Auto des engliſchen Bot⸗ ſchafters. Er kennt überhaupt die Dipfomaten haumtſächlich durch ihre Automobile. Wenn ein römiſches Kind einen Wagen mit der Chiffre„Cd“ ſieht ſo: ließ es automatiſch„corpo diplomatico“. Und der erwachſene Römer weiß, doß die Diplomaten keine Auto⸗ ſteuer ahlen, daß ſie das Benzin billiger bekommen, daß ſie den Führerſchein ohne Examen erh-een und deswegen gefährlicher als andere„Herrenfahrer“ ſind. Aber alles in allem will er dieſer bunt durcheinandergewürfelten Geſellſchaft wohl, wobei er wenig Unterſchied zwiſchen dem meuen, eckigen deutſchen Reſchsadler und dem bunten afghaniſchen Wappen, zwiſchen der franzöſiſchen Trico⸗ lore und der arabiſchen Fahne macht. Das alles ſind ja„unſere Diplomaten“, wie auf den Plätzen„unſere Brunnen und Obelisken“ ſtehen oder vor dem Quirinal„unſere Garde“. Es iſt ein Schmuck für Rom, deſſen eigentliche Bürger und Herren eben doch die Quiriten und niemand anderes ſind. Wenmm ich ſchon bei der Politik bin, ſo will ich auch die fremden Journaliſten nicht verceſſen. Eine ſeltſom ungleiche Weſt! Da gibt es Leute, die es den Diplomaten an Weltlichkeit und Eleganz nach⸗ tun möchten oder nachtun können, da gibt es ganz arme Schlucker, komiſche oder tragiſche, verkommene und zerriſſene Erſcheinungen. zelne Jahr ſtren 0 unterſcheiden. Es können wohl in verhältnis⸗ b hön⸗ e Miggeſchick. Ein für Donnerstag abend in Franken tha! e des 10 lzorcheſters mußte in letzter Minute abgeſagt werden, da der Flügel verſehentlich von Mannheim aus in eine andere pfälziſche Stadt transportiert wurde. „ 40jähriges Arbeitsjubiläum. Ein Alt⸗Mannheuger, der Ma. ſchinenarbeiter Alban Seyfried, wohnhaſt Beilſtraſſe 29. Dert am 19. Oktober bei der Firma Sachs u. Co., Erſte Mannheimer Holz⸗ typen⸗Fabrik F 7, 20, ſein 40jähriges Arbeitsjubläum. Unter den Gründern der Firma, der Herren R. u. J. Sachs war der Jubilar ſchon tätig. Herr Seyfried, 1859 in Mannheim geboren, ver⸗ lor als Junge von 12 Jahren durch einen Unglücksfall an der Eiſen bahn den rechten Fuß. Trotz dieſer Behinderung geht er noch täglich in voller Rüſtigkeit ſeinem Berufe nach. Herr Seyfried iſt ein eifriger Sportfiſcher und ſeit Jahren Mitglied des Sportfis her⸗Vereins Mann⸗ heim⸗Waldhof. Seine freie Zeit und ſeine Erholung iſt nur das Waſſer, wo man ihn faſt täglich ſehen und treffen kann. Auch allen hier durchkommenden Schiffern iſt er ſeit Jahrzehnten eine, bekannte Perſönlichkeit. Dem Jubilar, der ſich im Jungbuſch ſpeziell und in ſeinem Bekanntenkreiſe allgemeiner großer Beliebtheit und Hohach⸗ tung erfreut, wird es an ſeinem Ehrentage an den üblichen Gratu⸗ lationen gewiß nicht fehlen. Das ſeltene Feſt der goldenen Hochzeit feiert heute Vogel⸗ und Samenhändler Johann Nullmeyer, G 3, 11, mit ſeiner Gattin Johanna geb. Cuno. Veranſtaltungen Die Proben zu der bevorſtehenden Ur⸗ auff der„Laterne“ von F. W. Ilges ſind in vollem Gange. Dieſer Tage wird der Dichter hier eintreffen, um den letzten Proben des Werkes perſönlich beizuwohnen. »Per morgige bunte Abend im Nibelungenſaal des Koſengartens, bei dem ſich heitere Tanzſpiele der Karlsruher Girls mit humoriſtiſchen Rezitationen und Orcheſtervorträgen ab⸗ löſen, findet bei teilweiſem Wirtſchaftsbetrieb ſtatt, ſadaß nunmehr auch im erſten wie im zweiten Parkett Tiſch⸗ und Stuhlplätze er⸗ hältlich ſind. Die Tanzſpiele begleitet das Roſengartenorcheſter unter Leitung von Karl Eberts. Kilm⸗Rundſchau s Wunder des Werdens. Die großen Gedanken der Menſchheits⸗ entwicklung konnten durch den amerikaniſchen„Affenprozeß„der auch nur in Amerika möglich war, nicht ins Lächerliche gezogen werden. Gerade die letzten Jahre haben uns außerordentlich wichtige Er⸗ kenntniſſe reifen laſſen und unſer Wiſſen un die Geſchichte der Menſchheitsentmicklung ein gutes Stück weitergebracht. So befaßt ch ſeit 3 Jahrzehnten der weltbekannte Deutſch⸗Schweizer Urge⸗ ſchichtsprefeſſor Dr. O. Haufer mit ſyſtematiſcher, wiſſenſchaftlicher und praktiſcher Arbeit auf dem unendlich großen Gebiet des Werde⸗ gangs der Menſchheit. Beinahe 20 Jahre ſeines Lebens hat er im Südweſten Frankreichs zugebracht und da in zäher Ausdauer ein Werk geſchaffen, wie man es ſeit Schliemanns Zeiten nicht mehr ſah. Seine neueſten Forſchungen und ſeine Entdeckungen der großen zentraleuropälſchen Urraſſe in Deutſchland haben ihn ſeinem Ziel erheblich näher gebracht und der Menſchheit neue Einblicke in die Entwicklungsgeſchichte geſtattet. Die älteſten und wichtigſten Siede⸗ lungen der Urzeit hat Dr. O. Haufer bloßgelegt und alle Forſchungs⸗ ergebniſſe der Wiſſenſchaft vom Menſchen uns dienſtbar gemacht. Zahlreiche Bücher, die ohne Ausnahme große Auflagen erleben und in mehrere Sprachen überſetzt ſind hat Dr. O. Hauſer als Ergeb⸗ niſſe 8 Pionierarbeit veröffentlicht. Beſonders intereſſant iſt, daß Dr. Hauſer einen Film mit ganz hervorragenden, kur⸗ turellen und wiſſenſchaftlichen Qualitäten geſchaffen hat, der ein ein⸗ dringliches Bild von den früheſten Urtagen unſeres Menſchenge⸗ ſchlechtes über den wunderbaren Entwicklungszweg, den wir durch⸗ machen konnten, bis zur Neuzeit gehend, uns gibt und in lebendigen achtvollen Bildern den körperlichen und kulturellen Aufſtieg über rzehntaufende hinweg zeigt. „Einſtellung der Perſonenſchiffahrt auf dem Rhein. Wegen vorgeſchrittener Jahreszeit ſind die Perſonenfahrten der Köln⸗Düſſel⸗ 997 5 Rheindampfſchiffahrts⸗Geſellſchaft ſeit 14. Oktober endgültig eingeſtellt worden. ährend des Winterhalbjahres verkehren nur noch Perſonengüterdampfer und zwar in der Richtung zu Tal mit allen Stationen bis Rotterdam Montags, Mittwochs und Freitags. „ Wimpel ſind im beſetzten Gebiet anzeigepflichtig. Vor einiger Zeit ſind auf einer Wanderung im beſetzten Gebiet mehrere aus dem unbeſetzten Gebiet ſtammende junge Leute von den Beſatzungs⸗ führten. feſtgehalten worden, weil ſie einen farbigen Wimp el führten. In einem Erlaß des preußiſchen Wohlfahrtsminiſters wer⸗ den nunmehr die zuſtändigen Behörden erſucht, die Jugend⸗ und Wandervereinigungen darauf aufmerkſam zu machen, daß auch Wandervögel, Pfadfinder und ähnliche Vereine, wenn ſie im be⸗ ſetzten Gebiet Wimpel zeigen wollen, dies gemäß der geltenden Ver⸗ ordnung dem Kreisdelegierten vorher anzeigen müſſen. „Der zweite Haupigewinn der Ludwigshafener Holel⸗ und Saalbaulofterie iſt nach Neuſtadt a. H. 8 und zwar iſt der Telephonarbeiter Sprengert der glückliche Gewinner. Fortung hat ſich alſo auch für den zweiten Hauptgewinn den richtigen heraus⸗ gefucht. länder können keine Sprache und kennen keinen Menſchen und wiſſen doch viel; die Franzoſen halten ſich zurück und wiſſen wenig; die Amerikaner wollen nichts wiſſen und melden, daß die Peterskuppel vor dem Einſtürzen ſteht oder daß der Vatikan Freihafen wird; die Deutſchen kennen im Allgemeinen Land und Leute gut. Sie alle aber bewegen ſich in derſelben kleinen Welt zwiſchen der Kammer, dem Cafés Aragno und der Poſt. Sie kennen ſich alle und grüßen ſich wenig. Vor den Zeitungen aber ſind ſie alle gleich: ſie müſſen zumindeſt die 24 wichtigſten von den italieniſchen Blättern täglich leſen und auch wirklich wiſſen, was darin geſtanden hat. Nicht vergeſſen darf man in Rom die Welt der Gelehrten. So wichtig ernſt ihre Tätigteit ſein mag, ſo hat ſie doch für den Außen⸗ ene manchmal eine komiſche Seite. So ging ich neulich an einem Neubau vorbei. Wie oft in Rom, war bei den Grabungen für die Fundamente eine antike Stutue gefunden worden. Mitten unter den Ziegeln und den Kalktöpfen lag einſam eine marmorne Athene. Als ich nach einer Stunde abermals an der Stelle vorbei⸗ kam, hatte die wiedergeborene Göttin bereits Geſellſchaft, denn eine Schaar ernſt dreinblickender Leute, Gelehrte natürlich, umſtand und— würdigte ſie. Oder: ich komme aieinem Muſenm vorbei. Plötzlich ſtürzt ein Bekannter von mir, ein Archaeloge, heraus, ruft einen Aukotaxi, ſpringt hinein. Ich halte ihn an:„Wohin“?— „Ins Muſeum der Villa Bergheſe!!“—„Und warum im Autos Warum ſo eilig?“—„Eben habe ich die Statue eines Fauns g⸗ſehen, der mit der im Muſeum Borgheſe eine unwiderlegliche Aehnlichkeit —5 Wenn ich nicht eilig. auf dem ſchnellſten Wege hinüberkomme, vergeſſe ich den Eindruck und kann ihn nicht mit dem neuen vergleichen. Adieu.“ Und das Auto raſte davon im Dienſt der vergleichenden Kunſtgeſchichte Dann gibt es noch die Künſtler. Aber ſie ſind nicht gerade zahl⸗ reich und die beſten ſind es auch nicht. Die Modernen intereſſieren ſich nicht für Rom. Wenn ſie nach Italien kommen, ſo gehen ſie nach fataſtiſcheren Orten, nach Anticoli in den Sardinenbergen, nach Poſitano am Golf von Salerno. Dagegen gſbt es, wie überall, wo es auf der Welt ſchon iſt, eine rieſige engliſche Kolonie. Aber die wird nie römiſch werden. An der Piazza di Spagna haben ſie ihre engliſchen Tearooms und die Niederlaſſungen engliſcher Banken und ihr„ſhopping“ richten ſie danach ein, ob ein Laden an die Tür ſchrei⸗ ben kann„engliſch ſpooken.“ „Sie ſind nun alle wieder da, denn ſie wollen die Sonne die die Römer und die römiſchen Fremden fliehen. Sie ſind die Vor⸗ boten der römiſchen Saiſon. Man wird ſie zwar niemals kennen lernen. Aber wenn ſie angekommen ſind, weiß man, daß es nun bald wieder diplomatiſche Empfänge, archgeoſoaiſche Thees, Journa⸗ lſteneſſen und, in der Zeit des Preſſeballs, Karneval geben wird, Es gibt Große und es gibt Kleine, alle Schattierungen. Die Eng⸗ Und dann wird es ſo ſein, wie im vorigen Jahre auch. 4. Seite. Nr. 481 Neue Mannheimer Jeitung(Mittag⸗Ausgabe) Samstag. den 17. Oktober 1928 Au hebung der Steuereinnehmereien Von zuſtändiger Stelle wird uns geſchrieben: Der Steuerein⸗ zug in Baden hat mit dem 1. Olktober eine grundlegende Aende⸗ rung erfahren. Die bisherigen Steuereinnehmereien wurden aufgehoben und durch etwa 600 Hilfskaſſen erſetzt und zwar in der Weiſe, daß jeder Hilfskaſſe die in einem 28 Umkreiſe liegenden Ortſchaften zugeteilt werden. Die euordnung iſt das Ergebnis mehrjähriger Verhandlungen zwi⸗ ſchen den Finanzminiſterien des Reiches und Badens. Von der Auffaſſung ausgehend, daß die finanzielle Lage des Reiches un⸗ ingt verlange, die Erhebung der Abgaben ſo billig als möglich zu geſtalten, iſt das Reichsfinanzminiſterium ſchon vor mehreren Jahren mit dem Gedanken hervorgetreten, die badiſchen Steuer⸗ einnehmereien durch eine billigere Einrichtung zu erſetzen. Das badiſche Finanzminiſterium hat ſich der Beſeitigung der Steuer⸗ einnehmereien von Anfang an mit allen Mitteln widerſetzt. Es war ſich bewußt, daß ſich die badiſche Bevölkerung nur ſchwer in die Aufhebung einer Einrichtung fügen werde, die ſchon bald ein Jahrhundert lang beſtand und dank der Gewiſſenhaftigkeit und hingebenden Arbeitsfreudigkeit ihrer Mitglieder ſowohl der Be⸗ völkerung wie der Staatsverwaltung recht gute Dienſte geleiſtet hat. Auch beſtanden erhebliche Zweifel darüber, ob nicht die Er⸗ ſparniſſe, die bei der Aufhebung der Steuereinnehmereien zu er⸗ zielen waren, durch Nachteile auf anderen Gebieten mehr wie auf⸗ gewogen wurden. Immer wieder wurde dem Reichsfinanzminiſte⸗ rium alles, was zu Gunſten der Setuereinnehmereien zu ſagen war, ſchriftlich und mündlich auseinandergeſetzt, und es wurde da⸗ bei auch kein Zweifel darüber gelaſſen, daß man ſich mit einer reſtloſen Beſeitigung der Steuereinnehmereidienſte unter keinen Umſtänden abfinden werde. Dieſe Stellungnahme des Finanz⸗ miniſteriums deckte ſich mit den Wünſchen des badiſchen Landtags, der ſich wiederholt dahin ausgeſprochen hatte, es müſſe alles ver⸗ ſucht werden, dem Lande die bewährte Einrichtung der Steuer⸗ einnehmereien zu erhalten. Lediglich dieſem zähen Widerſtand, der auch außerhalb Badens nicht unbemerkt blieb, iſt es zuzuſchreiben, daß die Aufhebung der Steuereinnehmereien bis jetzt und das Reichs⸗ finanzminiſterium dahin gebracht wurde, den Steuereinzug nicht einfach den Kaſſen bei den Finanzämtern zu übertragen, ſondern in den Hilfskaſſen eine Einrichtung zu ſchaffen, die den Wünſchen der badiſchen Bevölkerung nach möglichſt erleichterter Zahlung wenigſtens einigermaßen entgegenkommt. Wenn jetzt an der Nenordnung da und dort lebhafte Kritik geübt und dem badi⸗ ſchen Finanzminiſterium vorgeworfen wird, es habe die badiſchen Intereſſen nicht zu wahren verſtanden, ſo überſehen die Kritiker völlig, daß dem Lande Baden kein Zwangsmittel zur Seite ſtand, die Aufhebung der Steuereinnehmereien zu verhindern. Das Reichsfinanzminiſterium wäre an ſich berechtigt geweſen, ſie ohne vorberige Verhandlung mit dem Lande durchzuführen. Die badiſche Verwaltung darf es ſich deshalb als Erfolg buchen, daß dies ver⸗ hindert werden konnte. Es bandelte ſich von Anfang an nicht etwa darum, wieviele örtliche Einzugsſtellen dem Lande verbleiben ſollten, ſondern darum, ob es in Zukunft deren überhaupt noch geben werde. Auch daß es dann ſpäter gelungen iſt, die Zahl der Einzugsſtellen auf etwa 600 hinaufzuſchrauben, bedeutet einen Erfolg der badiſchen Politik, denn die Reichsfinanzverwaltung dachte urſprünglich nicht entfernt daran, dem Lande ſoviele Stel⸗ len zuzugeſtehen. Endlich bat das Reich zugeſtanden, daß der Steuereinzug auch in den Gemeinden. die nicht ſelbſt Sitz einer Hil'skaſſe, ſondern nur an eine ſolche angekliedert ſind, nach Mög⸗ lichkeit exleichtert und daß den Bewohnern auf Wunſch Gelegen⸗ beit geboten werde, ſich über Zweifelsfragen in ſogenannten Sprechtagen Auskunft durch das Finanzamt zu verſchaffen. Dabei ſoll nicht unerwähnt bleiben, daß der Landesverband badi⸗ ſcher Steuererheber vom Finanzminiſterium fortlaufend über den Gaeng der Dinge unterrichtet und daß namentlich vor dem Ab⸗ — der Verbandlungen die Sachlage mit dem Verbandsvorſitzen · en eingehend beſprochen worden iſt. Daß bei der Auswahl der künftigen Hilfskaſſenverwafter auch in perſönlicher Hinſicht berechtigte Intereſſen der ſeitherigen Stelleninhaber möglichſt berückſichtigt und daß vorab den Kriegs⸗ opfern Rechnung getragen werde, iſt ebenfalls zugeſtanden wor⸗ den. Daß im einzelnen Fall da und dort Härten entſtehen kön⸗ nen, iſt bei einer ſo umfangreichen Aenderung ſelbſtverſtändlich nicht zu vermeiden. Nach dem Eragebnis der Verhandlungen darf erwartet werden, daß das Landesfinanzamt etwaige Beſchwerden wohlwollend prüfen und ihnen, ſoweit es möalich iſt, abbelfen wird. Das Finanzminiſterium wird es in dieſer Hinſicht, ſoweit es an den Dingen beteiligt iſt, ebenfalls nicht fehlen laſſen.* 2* Bolksbund Deutſche Kriegsgräberfürſorge. Der ſtändig wachſende Arbeitsſtoff veranlaßte den geſchäftsführenden Vorſtand des Landesverbandes Baden, am 6. Oktober zuſammenzutreten. Unter anderem wurde eine Reihe von Lichtbilder⸗Vorträ⸗ gen für die nächſte Zeit bei den Ortsgruppen Mannheim, Wertheim, Bad Rappenau, Achern, Kehl, Emmendingen, Lörrach und Zell i. W. auf deren Wunſch feſtgeſetzt, denen andere folgen werden. Zu ihrer Abhaltung ſtellten ſich die anweſenden Vor⸗ ſtandsmitglieder bereitwilligſt zurVerfügung. Die Juryfre en Von Oscar Bie 50 Der er ſte Schub der Kunſt in dieſem Herbſt war für Berlin vo Die die Maſſaryoperette, die Eröffnung derStädtiſchen Oper und fämtliche Premieren der neuen Theaterdirektionen. Dann kamen verzehm Tage Ruhe. Jetzt pfufft es wieder los. Perandello beſucht uns mit ſeinem römiſchen Theater, die Moskauer kommen mit der ihres Künſtlertheaters und auch das Ausſtellungsleben erfriſcht ſche die Zuryfreien ſind wieder draußen am Lehrter Bahnhof und wirken in ihrer Unbekümmertheit doppelt günſtig in dieſer Zeit des Betriebs. Es iſt wirklich eine außerordentliche Leiſtung, die der Mater Sandkuhl jedes Jahr dort bietet und vielleicht war es noch nie ſo intereſſant durch die richtungsloſen Säle zu wandern, wie gerade diesmal. Es iſt merkwürdig, man iſt garnicht ſehr kritiſch geſtimmt, man geht ſpazieren und pflückt ſich dies und jenes— denn alles zu ſehen, iſt bei den 1500 Nummern menſchenunmöglich. Die erſten Säle ſind monumentalen Aufgaben gewidmet. Man ſieht dort einen Kreuzweg in hellen Farben, den Bur⸗ mann für irgend eine kleine Kirche anfertigt. Man ſieht auch die intereſſant bewegte Malerei, Schilderung irgend einer Epiſode in Athen, die ein ſo moderner Maler wie Crodel von der Univerſität Jeng im Auftrag betam. Die ſſelſicheven Seligkeiten von Schelhaſſe da in prächtigen Kartons. Eine ganze ſung von emmer gibt eine Probe jenes ſcharf modellierenden, eigenſinnig körperlichen Slüls, der hier ſeinen Meiſter gefunden hat, in der Kon⸗ ſeguenz der Baulichteit, ſogar in Motiven wie die Ruhe oder Rö⸗ miſches oder ein Vorübergehender, wo ſeeliſche Aſſoziationen mit wirken. Allerlei Fresken ſind dazwiſchen geſtreut, am intereſſanteſten Hattngterg mit ſeiner Judith und Heiligen Familie. In der Mitte des Soles ſteht Kolbes Verkündung, ein ſchöner männlicher Akt mit erhobener Rechten. Der zweite Saal ſetzt das Thema fort. Man ſiteht eine große Anechl moderner Moſaiken, meiſt von der berühmten Firma Heiners⸗ dorff ausgeführt, die ſo viele moderne Künſtler zu beſchäftigen ge⸗ wußt hat. Da ſind die Arbeiten von Dülberg, mehr ornamentaler Ratur, und die ſchönen ſchwediſchen Moſaiken von Forſeth in einem zufriednen alten Stil. Aber auch Ceſar Klein iſt da und manche moderne Maler. die es intereſſiert, ihre Formenwelt einmal in Mo⸗ ik ſtilfſiert zu ſehen. 0 80 eommt die große Ueberraſchung. Die nächſten drei Mittel⸗ ſäle ſind in einen ungehsuren Garten verwandelt, den die beſten Berlmer Blumenhändler mit einem Fond von Bäumen, mit Blumen⸗ berten, mit Wegen und Niſchen und Durchblicken angelegt haben, Am Ende der Perſpektive ſteht die ſolide Arbeitermutter von Pagels künſtleriſchen Experimente. weiß nur noch nicht recht. wohin man zu treten hat. Alles untereinander. und man hat dieſen Garten benußzt, um einmal zu zeigen, wie ſchön ſich eine gut aufgeſtellte Plaſtik in ſolcher Umrahmung ausnimmt. Rommunale Chronik die Stadtverore netenwahlen in Berlin Von Dr. 5. Guſtafi(Berlin) Nur mit ſtarkem Unbehagen kann der Kommunalpolitiker, dem immer mehr an ſachlicher Arbeit als an politiſchen Redereien liegen wird. den Wahlkampf für die Berliner Stadtverordnetenwahlen am 25. Oktober verfolgen. Nicht weniger als 18 Wahlvorſchläge ſtehen zur Erörterung! 14 davon entfallen auf bürgerliche Parteien. Stärker kann die Politiſieruna der Kommunalwahlen kaum noch in Erſcheinung treten. Niederdrückender kann aber auch kein Gefühl ſein als das, das Bürgertum ſich wieder in⸗Uneiniakeit abkämpfen zu ſehen. Gerade die Wahlen in der Reichsbauptſtadt. einer Rieſen⸗ gemeinde mit 4 Millionen Einwohnern, werden ja gemeinhin als ſumptomatiſch angeſehen. So wird denn auch das Ergebnis dieſer Berliner Wahlen von nicht zu unterſchätzender Bedeutung ſein für den Ausfall der Provinziallandtags⸗ und Kreistagswahlen. die in Preußen am 29. November ſtattfinden, nicht zuletzt auch für die künf⸗ tigen politiſchen Konſtellationen in Preußen. Denn die Stadtver⸗ ordnetenverſammluna von Berlin und die Provinzialvertretungen be⸗ ſtimmen ibrerſeits ja in weitem Umfange die Vertreter für den preu⸗ ziſchen Staatsrat und für den Reichsrat. Aber abgeſehen von den ſtaatspolitiſchen Gründen. die einen Siea des Bürgertums auf der ganzen Linie fordern, ſind auch große kulturelle und wirtſchaftliche Geſichtspunkte zu beachten. Vergegen⸗ wärtiat man ſich den Zuſtand der Berliner Perwaltung unter der ſozialiſtiſchen Herrſchaft der Jahre 1919%0 und ſteht man der augen⸗ blicklichen Finanz⸗ und Wirtſchaftsvolitik der Stadt Berlin vorur⸗ teilsfrei gegenüber, ſo wird ſich von ſelbſt die Feſtſtellung ergeben. daß die vier Jahre bürgerliche Kommunalvpolitik ſeit 1921 in ſeder Richtung Fortſchritte gebracht haben. Von den 225 Stadtverordneten achörten 110 der ſozialiſtiſch⸗kommuniſtiſchen Linken an. Es iſt er⸗ ſtaunlich, was eine bürgerliche Mehrheit von ganzen 5 Stimmen für die Rentabilität der ſtädtiſchen Wirtſchaft, für die Ordnuna des Ver⸗ liner Schulweſens, leiſten konnte. Die ſtädtiſchen Verkehrs⸗ unternehmungen, die unter der ſozialiſtiſchen Herrſchaft un⸗ glaubliche Unterbilanzen aufzuweiſen hatten, ſind ſeit zwei Jahren mieder rentabel. Die für die Bepölkerung ſo lebenswichtigen Gas⸗ und Glektrizitätswerke litten an chroniſcher Betriebsunſicherheit. Mit Grauen denkt der Berliner beute an die zablreichen„lichtloſen“ Tage zurück. Man hat dieſe Werke rechtlich in privatwirtſchaftliche Form gebracht und ihnen dadurch zu neuer wirtſchaftlicher Büte ver⸗ holfen. Nur ſo war es möalich. die ſtädtiſchen Tarife er⸗ heblich herabzuſetzen. Mit ſämtlichen überflüſſigen Kom⸗ mynaliſierungen wurde reſtlos aufgeräumt. Erſt in dieſen Tagen wieder hat man die Neuköllner Großhandelsgeſellſchaft liquidiert. Ergebnis für die Stadt: 1 Million Mark Defizit! Beſonders arge Zuſtände waren auf kutturellem Gebiet unter dem unfähigen Parteiſchulpapſt Paulſen in Berlin eingeriſſen. Paulſen wurde abgebaut— ein bü⸗gerlicher Erfolg von größter Be⸗ deutung. Denn damit verſchwanden auch die Errungenſchaften ſozia⸗ liſtiſcher Pädagogik. wie Nackttanzen u. dal. Das alles darf nicht wiederkommen! Bringen uns die Wahlen vom 25. Oktober eine Mehrheit der Linken in Berlin. und damit. was nicht unwahrſcheinlich iſt, ein Einſchwenken der Kommuniſten auf die ſo⸗jaldemokratiſche Linie(die Taktik der Kommuniſten läßt durchaus darauf ſchließen). dann heißt das: Rückkommunaliſierung. Wiederk⸗hr Paulſens und wachſende Durchdringung der geſamten Verwaltung mit ſo'rialiſti⸗ ſchem Parteigeiſt. Das amerikaniſche Beuteſyſtem darf in Berlin, der Repräſentantin Deutſchlands, nicht noch einmal Trumpf werden! Das iſt die nächſt wichtige ſtaatspolitiſche Bodeutung der Berliner Stadtmahlen: daß ſie nicht nur ſymptomatiſch ſind für die Stimmung der Wätler im Lande, ſondern der Berliner Bepölkerung auch die Entſcheidung darüber zuweiſen, welche Löſunga das Problem des Verhältniſſes der Rieſenhauptſtadt zum Staatsganzen en pen. Kleine Mitteilungen Nach der Angabe des Gemeinderatsvorſikenden belaufen ſich in Bretten die Auscaben für die landwirtſchaftliche und gewerbliche Ausſtellung auf rund 47 000 Mark, denen eine Einnahme von 43 000 Mark gegenüberſteht. 5 Da ein Schulneubau zu deuer gekommen wäre, hat die Stadt Zwinaenberqg an der Beraſtraße die Gelegenheit benutzt, das in nächſter Nähe der bisherigen Schule gelegene frühere GEaſthaus„Zum Melibokus“ in der Zwanasverſteigerung zu erwerben. es in ein zweites Schulhaus zu verwandeln. wozu ſich ſeine Räumlich⸗ keiten gut elanen. In der Frankfurter Stadtverordnetenverſamm⸗ lung kam es zu einer lebhaften Ausſprache bei der Forderung, für die Meſſegeſellſchaft ein darlehen von 1300 000 Mk. bei einem Zinsſatz von 6 v. H. zu bewilligen, wie der Ausſchuß vor⸗ geſchlagen hatte. Dor Führer der Volksvartei. Stadtv. Landaräber. forderte vor dieſer Bewilliaung eine Zwiſchenbilanz und Beauſſich⸗ tiaung der Meſſegeſellſchaft. Er erklärte, daß eine kleinere Geſell⸗ ſchaft über Lebensfragen der Stadt entſcheide und wandte ſich ent⸗ ſchieden gegen dieſe Verhältniſſe, Der Oberbürgermeiſter erwiderte in ſehr erregtem Ton. Die Rathauskoalition(Sosialiſten. Demokra⸗ ten und Zentrum) erlitt bei der Sache eine Niederlage. denn der volksparteiliche Antrag wurde angenommen und die Vorlage noch⸗ mals an den Hauptausſchuß zurückverwieſen. und auch ſonſt ſind allerlei bunte oder einfarbige Werke ſo anmutig verteilt, daß das Auge auch von dieſer angewandten Kunſt nicht ge⸗ wöhnlich aufgeregt wird. Daran ſchließt ſich eſn Saal, in dem ondlich einmal eine Ueberſicht über die moderne Gartenkunſt gegeben wird, in und Photographien, die man 5 in blühende Wirklichkeit überſetzen muß. Die Sentimentalibät der Landſchaft iſtvorbei der formale Stil hat geſiegt, aber es iſt keine bloße Wiederaufnahme der Renaiſſance, ſondern vielfach ſchon der Verſuch, die in der Plaſtik und Malerei erprobten Prinzipien des Raumes und der Farbe, auch in dieſer Welt zu übertragen. Leſſer, Pepinsky und vor allem Pniower ſind in erſter Reihe zu nennen. Paiowers Sonnenrund iſt eines der intereſſanteſten modernen garten⸗ Man erkennt alſo, daß die Juryfrelen mit beſonderer Beton die angewandten Künſte pflegen, worin ſie ſehr recht haben. Denn die abſolute Kunſt iſt, wie man in den übrigen Sälen ſieht, ſo unſicher geworden, daß ihr die feſte Stütze der Praris nur wohltun kann. Dieſe übrigen Säle ſind in einer ſehr guten Anordnung und Unterſcheidung von Perſönlichkeit und Konvention vollhängt mit den Arbeiben, die heute ſo aus allen Richtungen im den Ateliers entſtehen und nicht immer ihre Oeffentlichkeit finden. Der reine Kubismus hat ſich ſicherlich überlebt. Auch ſolche ſumboliſchen Beleuchtungs⸗ malereien, wie Kampmanns rätlelvolle Mutterſchaft, gibt es nicht mehr allzu viele. Man verſucht überall wieder Boden zu gewinnen, Ein Formkünſtler wie Gawell, die materiellen Stilleben von Hauth, die flüſſigen Farben Keudells, die veiche Landſchaft Deaners, Kerſch⸗ baumers tertiler Stil, die dekorative Robuſtheit von Schmidt⸗Rott⸗ loff, das Nurbunte von Ewald. Segals vriſmatiſche Häuſer, die Konturentechnik von Warke, ein graziöſer Fries das Kindernaradies non Hellwag und vor allem die große Sammlung Wollheims, des Dirſſ⸗Porßers jungen Künſtler, der mit ſeinem wilden NTemperament umd ſeiner ſinnlichen Phantaſie trotz aller malerlſchen Deſefſe zu den Vorwärtstreibenden heute gehört, eine Füpnernatur eſſaiſtiſchen Ka⸗ löbers. Dieſes und vieſes andere muß ſich nun miteinander ver⸗ tragen. Aber es iſt Arbeit derinnen. Mille, Glaube und Liebe, und man fſiht den Norv der Kunſt in allen ihren Krämpfen und Zweſfeln Eine Kurioſität iſt ongehängt. Ein Saal mit abeſſyniſchen Malereien die Walter Fuchs ſammelte. Die Weisheit der Nach⸗ kommens Salomons iſt nicht ſehr bedeutend. Ihre Malerei iſt flächig. naiv, in Reihen geordnet, in Motiven feſt geworden. Aber Europa wukt nur gegenſtändlich, nicht ſt'ſiſtiſch hinein. N Verachtung. En face iſt Heiligkeit. Ein Kopf als wichtioſter Körper⸗ teil darf größer werden, Es iſt eine Kunſt der Regeln. in denen Das Profil bedeutet Aus dem Lande Perſonalveränderungen im badiſchen Staatsdienſt Ernannt wurden die Verwaltungsſekretäre Hermann Bug' ger, Hermann Hönerloh. Auguſt Kiefer, Wilhelm Zollen ſämtliche bei der Landesverſicherungsanſtalt Baden, zu Verwaltuagg oberſekretären. Juſtizinſpektor Peter Vogler beim Landgerich Offenburg zum Juſtizoberinſpektor. Verſetzt wurden: Amtsgehilfe Jakob Kübler beim Beztrks⸗ amt Mosbach an das Bezirksamt Meßkirch und Amtsgehilfe Her⸗ mann Schäfer beim Bezirksamt Meßkirch an das Bezicrks im Mosbach. Verwaltungsoberſekretär Rudolf Joos beim Bezirksamt Stockach zum Bezirksamt Lörrach, Notar Wilhelm Hollerbach in Offenburg nach Freiburg, die Juſtizoberſekretäre Guſtavs Sippe beim Amtsgericht Raſtatt zum Amisgericht Freiburg und Benfamin Dieringer beim Notariat Schopfheim zum Amtsgericht daſeAbſt Juſtizaſſiſtent Otto Braun beim Amtsgericht Heidelberg zum No⸗ tariat Schopfheim. Zuruhegeſetzt auf Anſuchen wurde Gerichtsvollzieher Heinrich Baumann beim Amtsgericht Heidelberg. 1* UJ weinhelm, 16. Okt. Heute mittag gelang es der Polizel einen Fahrradmar der auf friſcher Tat zu ertappen und ſeſt zunehmen. Der Dieb ſchwang ſich vor der Arbeitsnachweisſtelle au ein dort ſtehen gelaſſenes Fahrrad und radelte davon. wurde aber verfolgt und eingeholt. Der Verhaftete iſt ein 31jähriger durch reiſender Handwerksburſche, der eingeſtand, auch ſchon an' derwärts, ſo in Heidelberg und München Fahrraddiebſtähle ausge“ übt zu haben— Der 60 Jahre alte Invalide Julius Volk von hier wird ſeit 12 Tagen vermißt. Es wird angenommen, da ihm ein Unglück zugeſtoßen iſt. *Wertheim, 14. Oktober. Der Heimatkurs, den der Lan⸗ desverein Badiſche Heimat hier abhält, dauert vom 18. bis 22, Okto⸗“ ber und wird durch einen Lichtbildervortrag des Pfarrers Kappes über die Entwicklung der Burg Wertheim eröffnet. Am Montag, Dienstag und Donnerstag folgen jeweils nachmittags Vorträge über Fränkiſche Dichtung von Hauptlehrer Emil Baader, über Volkskunſt im Frankenland von Rentamtmann Max Walter, über Altfränkiſche aus unſerer Landwiriſchaft von Oekonomierat Anton Sack, übet Flurnamen= Forſchung und Heimatkunde von Univ. Prof. Dr. Eugen Fehrle, über Heimat und Familienfarſchung von Oberamtmann Strack, über Familienforſchung und Vererbung von Univ. Prof. Dr. Eugen Fiſchel, über den geologiſchen Bau der Wertheimer Gegend von Krelsſchulrat Grimm, über den badiſchen Taubergrund von Re⸗ gierungsrat Dr. Metz. Am Mittwoch, den 21. Oktober wird ebenfals Regierungsrat Dr. Metz auf einer Wanderung über die Mainbrücke zum Bettingerberg und Rückkehr über Rainberg nach Kreuzwerthelm eine Einführung geben in die ganze Geographie der Wertheimer Landſ aft, wie überhaupt bei allen Vorträgen beſondere Rückſicht genommen iſt auf das Frankenland, den Taubergrund und das al ehrwürdige Städtchen Wertheim am Main. *Freiburg i. Br., 17. Okt. Ein 30 Jahre alter verhelrateter Hausdiener von hier, deſſen Ehefrau mit einem 25 Jahre alten Hilfs⸗ arbeiter am 1. ds. Mis. durchgegangen iſt, bat die beiden nach itrer Rückkehr am Mittwoch abend in der Talſtraße angetroſſen. Im Ver⸗ laufe der ſich ergebenden Auseinanderſetzung und Streitiakeiten hal der Hausdiener ſeinem Nebenbuhler einen Stich ins Herz bei⸗ gebracht. Der Getroffene ſanktot zu Boden. Der Täter konnte von zwei entſchloſſenen Männern erariffen und der Gendarmerie über⸗ geben werden.— Für das Jahr 1926 iſt in Freibura vorausſichtlich in den Tagen vom.—10. Mai die Abhaltung einer Alemanniſchen Heimatwoche vorgeſehen, Die Veranſtaltung. der man jetzt ſchon in dem geſamten Sprachgebiet des alemanniſchen Volksſtammes, be⸗ ſonders aber in den Ortsaruppen des Landeevereins Badiſche Helmat, das lebhafteſte Intereſſe entgegenbringt, iſt in einem aroßzügſcen Rahmen gedacht. Die Vorbereitungen dazu befinden ſich bereits leht ſchon im Entwicklungsſtadium. *Waldkirch, 16. Oktober. Ein großes Perſonenauto, das 15 Rund⸗ und Höhenfahrten Verwendung ſand, und etwa 30 Per⸗ onen Platz bot, geriet aus bis jetzt noch nicht feſtgeſtellter Urſache auf der Fahrt nach Waldkirch in Brand. Chauffeur und Inſaſſen wuürden ſedoch zu ſpät auf den Brand aufmerkſam, ſodaß Gegenmaß⸗ nahmen vergeblich waren. Der Wagen brannte völlig au⸗“ Doch wurde niemand verletzt. X Freiburg l. Br. 16. Okt. Die Reichs voſtn-waltung bat ſich damit einverſtanden erklärt, daß in Freiburg eine Rundfunk“ Sendeſtation eingerichtet wird. 4+4 5 2 Das altbewährte, vorzügliche und zuver- lässige Mittel zur Regelung des Stuhl⸗ ganges. Dose.50 S185 — —— Theater und Maſik O hetdelberger Stodttheater. Fur den zwelten Opernoben der Spielzeit hat Paul Ra I. Lortzings„Zar und Zimmermone gewählt und die köſtliche Muſik hauptfüchlich im orcheſtralen 7 und den Enſembtes ſchwungvoll und mit graziöſer Leichtigkeit, die Spieloper haben muß, herausgebracht. In der Titelpartle 5 ſtätigte Hermann Ormanns die ſchon bei ſeinem Tonio geäuben Anſicht: er iſt ein rein lyriſcher Bariton. Daran ändern nichts die heldiſchen Allüren, die er leilweiſe onnehmen zu müf glaubt und die dem„Zarenlied“ in den beiden erſten Strophen ſ Wirkung nehmen mußten. Wie ſchön die Stimme iſt, wenn 1 ihrem Charakter gemäß verwendet wird, bewies der dritte Ver Als Darſteller bräuchte Herr Ormanns, der für die Spielleiten ung verantwortlich zeichnete, ſeſbſt einen tüchtigen Regiſſeur, der ihn eln mal ordentlich in die Hand nähme. Der Mangel einer verſtändnts⸗ vollen Regie machte ſich auch in anderen Dingen bemerkbar, vo allem bei dem ſicher talentierten Florſon Halker, der das Neög, für einen Peter Iwanow mitbringt. Hanna Wardeck gab e ſehr niedliche Marle, natürliche Drollerie wird von einer weh klingenden Stimme, die allerdings noch der Feſtigang bedarf, unteg ſtützt. Mit hoch anerkennenswerter ſtimmlicher NVorſicht ſang Ges 1 Rothhaar den fronzöſſſchen Gefandten, der einen ausgeſprochene, lhriſchen Tenor verlangt, darſtelleriſch dot er die beſte geſtung 1 einheimiſchen Enſembles. Der neue Baßbuffo konnte ſich weſe, gemeldeter Indispoſition nicht vorſtellen. Den van Bett gab—5 halb Harry Hand vom Mainzer Stadttheater mit der ſtarke Wirkungsmöglichkeit des Routinſers, dem Spieltalent. Stimme ul Muſikalität zur Seite ſtehen. Von den kleineren Partien det Moſers Leſord noch den beſten Eindruck. Ganz reizend war 1 von Ballettweiſterin Roſa Kath einſtudierte und von der Balle ſchule ausgeführte Holzſchuhtanz. J. K. Rynſt und Wiſſenſchaſt 0n ein neuer Volts-Schiler. ptelg. die 0 o 6 th 6. B. Un b die z. Zt. in Bremen tagen, haben folgenden Antrag Berlins 4 genommen: Die Deutſchen Goethe⸗Bünde halten es für dringend 19 gezeigt. daß die Regierungen der deutſchen Länder nach dem Vorbe Preußens Sachverſtändlaenausſchüſſe ernennen, deren Gutachten de⸗ jedem polizeilichen oder agerichtlichen Einſchreiten gegen Werke er⸗ Literatur oder der Kunſt gehört und in Berückſichtigung gezogen den müſſen. Es wurde ferner beſchloſſen, angeſichts der Talſache. 15 der Staats⸗Schiller⸗Preis auch in der neuen Aera pon manches ſchon erſtarrt iſt, wos unſere Leute noch heftig bewegt. Inſofern iſt ein Zuſammenhang vorhanden, und eine Lehre. zur Verteilung gelangt iſt, einen Volks⸗Schiller⸗Preis, 10 neuem einzurichten, der in drei Jahren zum erſtenmal zur erteſlu gelangen ſoll. fprinat. Samstag, den 17. Ottober 1028 Reue Mannheimer Jeltung[Mittag⸗Rusgabe] 5. Seite. Ar. 481 Aus der Pfalz Die Abwicklung der Süga . Ludwigshaſen. 17. Olt. Die Frage. wie die Schulden, die Süga an ihre Gläubiger hat, gedeckt werden können. beſchäfttate am geſtrigen Freitaa eine Gläubiaerverſammlung, die m Gartenſaale des Städtiſchen Geſellſchaftsbauſes battfand. Es Trde eſtaeſtellt. daß den Forderungen von 378 000 Mark etwa 20 000 Mark aegenüberſtehen. die die Stadt Ludwigsdaſen der Sülga 95 ihr Anſuchen, in Anbetracht der finanziellen Notlage der Aus⸗ Marm. zur Verfüaung geſtellt hat. Urſprünglich waren es 150 900 ark. die die Stadt der Süga überwies. Es mußten aber 39 000 ii für Arbeitslöhne bezablt werden lodaß noch 120 000 ark verblieben. Natürlich genüate dieſe Summe bei weitem nicht. um die vordrinalichſten Forderungen zu erfüllen. weshalb ein Antrag Gewerberats Zimmermann⸗Ludwiashafen einſtimmig an⸗ ummen wurde. der verlanat, daß aewählte Vertreter der einzelnen äubigeraruvpen erneut am kommenden Montaa mit der Stadt n Fühlung treten, um zu hören, ob die Stadt für die Schulden ein⸗ 5 Man heat die feſte Hoffnung, daß auf dieſe Weiſe die Gläu⸗ zer am beſten auf ihre Rechnung kommen und die Süga dadurch einen würdigen Abſchluß findet. * 1. Ludwigahafen. 16. Okt. Während der Reiſe des Landtaas in le Pfalz wurden etwa 100 Reden gehalten und 30 DPenkſchrif⸗ en überreicht. Es iſt ein Ding der Unmöaglichkeil. daß Regierung und Landtag alle dieſe Denkſchriften ſorafältig durcharbeiten können. Aledac die Pfalzreiſe ein Ergebnis zeitigen müſſe, ſo macht die 5 ünch.⸗Augsb. Abdatg.“ folgenden Vorſchlag: Die führenden Per⸗ Inlichteiten der Pfalz ſollen ſich zuſammenſetzen und eine einzige nkſchrift verfaſſen. Dieſe dürke nur das Allermichtiaſte enthalten und vier Druckſeiten nicht überſchreiten. Die drinalichſten Forderun⸗ —— müßten darin ſchlagwortartig entkalten ſein. Wenn dieſe enkſchrift fertig ſei, dann ſollen die Pfälzer Herren eine Deputation die ſich mit Regieruna und Landtaa in Verbindung ſetzen ſoll. o daß in München eine interfraktionelle Sitzung einberufen werden Inne. an der außer den Vertretern der einzelnen Frattionen Land⸗ und 3 Landesdeputationen teilnehmen können. peuer, 15. Okt. Geſtern abend gegen 12 Uhr brach in dem Suwefen der Firma Seeber ein B der großer chnelligkeit ausbreitete. In kurzor Zeit ſtand der Dachſtuhl in ammen. Das Feuer breitete ſich durch den herrſchenden Sturm⸗ wind immer weiter aus und ſprang auf die Nebengebäude über. Den Bemühungen der Feuerwehr gelang es, die Neben⸗ — zu retten und nach vierſtündiger Arbeit das Feuer auf ſeinen Herd zu beſchränſen Der Materlalſchaden ſſt. da ſich A Gebäude die Lager mehrerer Firmen befanden, ganz be⸗ end Ueber die Entſtehungsurſache iſt noch michts bekannt. §Bögl, 15. Okt. Der Kartoffetpreis beträat hier zur Zeit 8 20 Mk. pro Zentner. Der Ertraa der Kartoffelernte darf als ehr gut bezeichnet werden. Ziemlich aut ausgefallen iſt die Ernte 75 Dickwurzeln. Sehr groß war der Transport von Weiß⸗ raut, für das aanze Güterzlige bereit geſtellt wurden, Für das Weißkraut bezahlen die Händler nur.20 Mk., worüber die Bauern ebhafte Klagen führen. : Eiſenberg bei Kirchheimbolanden. 14. Okt. Der von bier ſtam⸗ mende verhelratete 23ſährige Monteur Georg Schelflina bat in ismar ſeinem Leben ein Ende gemacht. Der Grund ſeiner Tat iſt in perſehltem Eheleben zu ſuchen. Im Beiſein ſeiner Frau —— er ſich eine Kugel in die linke Schlöäſe. In ſchwerverletztem Juſtande wurde er ſofort ins Krankenbaus transportiert, wo er nach einer Stunde verſtarb. 1 Landau. 15. Okt. Dieler Tage erntete ein hieſtger Kartoffel⸗ elbſtverſorger eine Kartoffel im ſeltenen Gewicht von 1300 Gramm. ewß ein ſtattliches Einzelergebnis. 25 Kolſerslautern, 17. Okt. Geſtern vormittag entſtand im Denle Uer des 3 eee el ein 0 an d, dem das . um e* e i beſdhr 8000 gar. ier f Schaden beläuft ſich auf un ft: Annweiler. 16. Okt. Ein ſchwerer Ungläcksſall ereianete ch in der Jiegelel Becder. Beim Lebmgraben rutſchte vlötzlich eine größere Erdmaſſe ab und begrub den Arbeiter Wittmann aus Bin⸗ rsheim unter ſich. Als man ihn nach kurzer Jeit bergen konnte, war er bereits tot. 10. Oe. Pirmabens. 14. Ott. Nit Recht bat Oberbürgermelſter Geheim. at Strebel gelegentlich des Landtaasbeſuches in bieſiger Stadt auf dis einſetzenden Kriſenerſcheinungen in unſerer Induſtrie ingewleſen. Seine Worte ſcheinen Wirklichteit zu werden, Die Er ⸗ werbsloſenziffer ſteiat und bat ſich im Verlaufe der letzten 14 Tage um einige Hundert vermehrt. Sie beträat z. Zt. über 800 im Stadt⸗ und Landbezirk. Auch die Beirſebseinſchränkungen in Jorm von beitszeitverfürzungen mehren ſich. Aufarund der mo⸗ dellicden Statiſtit des Arbeitsamtes vom 15. Sectember arbeiten in Si Stadt 3 Betriebe mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 24 tunden, 5 Betriebe mit einer ſolchen von 30 Stunden, 10 Betriebe mit 82 Stunden. 20 Vetriede mit 40 Stunden und die übrigen Be⸗ triebe mit über 40 Stunden. Es arbeiten von insgeſamt 267 eröff⸗ neten Betrieben nur 162 mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 48 120 Wen. Aehnlich biegen die Berhältniſſe im Landbezirk. Von etwa 0 Betrieben arbeiten nur 77 mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 48 Stunden. Auch die Kleinbeirtebe arbeiten zum aroßen Teil karkürt, Seit dem 15. Sepfember haben weitere Arbeitszeiteinſchrän⸗ ungen ſtattaefunden und auch in arößeren Vetrieben ſind lolche bel anbaltender ſchlechten Ablatzmöglichkeiten in Ausſicht geſtellt. Dieſe unerfreulichen Anzeichen ſind für die Arbeiterſchaft und Induſtrie 2id nicht zulent für unſere Seſchäftswelt aleichermaßen bedenklich. as flaue Geſchäft im Schubhandel iſt zum aroßen Teil verurſacht urch eine weit vorgeſchrittene Berarmuna weiter Verbrau⸗ cherſchſchten. Auch bofft man im Schuhhandelsgewerde als auch in der Schuhinduſtrie auf eine Auswirkung der Preisſenkungsmaß⸗ diadwen und gätt ſomit mit dem Einkauf aufüc. Man erwartet für e nächſten Wochen eine weitere Zunahme der Kriſe und ſomit eine rmehrung der Arbeitsloſiakeit. der l Pirmafens. 16. Okt. Der praktiſche Arzt Dr. Meinbera. r ſeit Montaa vermißt wurde, wurde im Walde bei Münchweiler erſchoſſen aufgefunden. Kachbargebiete zw. Mainz, 10. Ott. Aus dem Zuge gefallen iſt am Südbahn⸗ 10 ein älterer Mann aus—— 155 der die Wagentüre ge⸗ 1 net hatte bevor der 90 hielt. Der Mann kam mit geringen werleungen davon, wird aber dazu noch eine Strafe erhalken, eil die Türe erft geöffnet werden darf, wenn der Zug hält. Eine arnung für viele. Frankfurt a.., 16. Okt. Der ſtädtiſche Omnibusbetrieb hat 85. Donnerstag mittag gegen 1 Uhr ſein er ſtes Opfer gefordert. ſtad 18jährige Motorradfahrer diſchen Omnibus mit ſeinem telle gelötet. 5* Ulm. 14. Okt. Auf der Straße zwiſchen Edenbauſen und Krum⸗ 85(baneriſch Schwaben) wolfte der Möbelfabrikant Hermann tech einem Hund. der in die Steuerung des Autos lief, auswei⸗ 5 n. Stech verlor dabei die Füprung über das Autg. Dieſes rannte den⸗Straßengraben und überſchlug ſich. Siech erlitt ſehr Verletzungen. Der 11jährigen Tochter wurde der Kopf der⸗ zerquetſcht. daß ſie auf der Stelle tot war. Seine Frau und deeteweitere Kinder kamen mit leichteren Kerletungen davon— Auf er Straße nach Herrlingen wurde der ſieben Jahre alte Sohn des rkführers Geis, der von einem Laſtkraftwagen abſtiea, von die⸗ m 95 tot gedrückt. 148 raßburg i. E. 17. Okt. Auf der Landſtraße zwiſchen den Euſchaften Barſt und Marjental ereignete ſich ein Auto⸗ Ein Wagen mit ſechs Inſaſſen kippte in voller Fahrt Anz Drei der Inſaſſen ſind kot, zwei andere ſchwer verletzt. Das ito iſt ganz zertrümmert. Rad überfahren und auf der Emil Nagel wurde von einem 5 Gerichtszeitung Amksgericht Mannheim § Mannheim. 15. Okt.(Sitzung des Amtsgerichts Abt. Sch). Vorſitzender: Amtsgerichtsrat Säger. Vertreter der Anklagebebörde: Referendar Lenz. Die 22jährige Dienſtmagd Anng Keck aus Stuttgart ſtiehlt wie eine Elſter. Am 13. März d. Is. trat ſie bei dem ver⸗ witweien Schloſſermeiſter Peter Fluhr in Sandhofen ein und begann alsbald mit ihren Diebereien. Bettzeug verſchiedener Art ſchaffte die Keck aus dem Hauſe ihres Dienſtherrn. Auch eine gol⸗ dene Halskette eignete ſie ſich an. Aus der Küche verſchwanden alle Eier, die der Dienſtherr von ſeinen acht Gänſen geſammelt hatte. Ebenſo ſand Fluhr im Keller einen mit 100 Kalkeſern gefüllt geweſenen Steintopf leer vor. Bel Nachfrage nach dem Verbleib der koſtbaren Eier ſtellte Fluhr feſt, daß ſein diebiſches Dienſtmädchen ihren künftigen Schwſegerellern Eier zubrachte und dort zubereiten ließ. Einen Geldbetrag von 16., den die An⸗ geklagte auf die Krankenkaſſe bringen ſollte, verpraßte ſie für Süßigkeiten in einem Kaffee. Der Dienſtherr ſah ſich von der Keck in allen Stücken beſtohlen und betrogen, ſodaß er ſich veran⸗ laßt ſah, ſie fortzujagen. Als ſie nochmals kam, üm ühre Kleider zu holen, ſchlug ſie an der Türe eim Fenſter ein und holte ihre Sachen, die von Fluhr als Pfand für die unterſchlagenen 16 M. worden waren. Außerdem ſtaßl die Angeklagte aus em Schranke einer ihr von früher her bekannten Familie Bauer 50 Mark und verwendete das Geld zum Ankauf von zwei Kleidern und Lackſchuhen. In ihrem frechen und patzigen Auftreten in prächtigen Kleidern und Schuhen ſah die Keck allem anderen gleich, nur nicht einem Dienſtmädchen. Sie iſt bereits dreimal wegen Diebſtahls vorbeſtraft und hat außerdem wegen Betrugs noch eine Geſamtgefängnisſtrafe von 6 Mongten zu berbüßen. Im Für⸗ forgeheim in Käfertal bielt ſich die Angeklagte wegen ihrer bevorſtehenden Niederkunft auf, ſie entfernte ſich aber ſchon nach 6 Tagen, weil ſie nach ihrer Angabe zuviel arbeiten mußte. Der Staatsanwalt führte u. a. aus, daß die Angeklagte nach ihrem Vorleben und den fetzt vorliegenden Straftaten ein verlattertes, nichtsnutziges Mädchen ſei. Eine Strafe von 1½ Fahren ſei daher am Platze.— Das Urtei! lautet: 10 Monat/ Gefängnis wegen Diehſtahls, Unter⸗ ſchlagung und Sachl, hädigung.— Aus den Urteilsgründen ſei u. d. erwähnt: Die Augeklagte hat alle Wohltaten mit Un⸗ dank belohnt. Sie iſt eine durckems verdarbene, freche Perſon ohne jeden Funken von Reue. Das Richtige märe, wenn es anginge, die Prügelſtrafe. M. Amtsgericht Mannheim „ Mannheim, 16. Oktbr.(Sitzung des Schöffengerichte, 5 86.) Vorſitzender: Amtsgerichtsdirektor Dr. Kley.— Schöffen: Albert Haug, Werkmeiſter, und Friedrich Her z. Schreinermeiſter, beide hier.— Vertreter der Anklagebehörde; Erſter Staatsanwalt Dr. Luppold. Der 36jährige verheiratete Hausdiener Jeſeph Stephan von hier treibt ein dunkles Gewerbe. Als kräftiger Mann in den beſten Jahren wäre es für ihn ein Leichtes, ehrliche Arbeit und guten Berdienſt zu finden. Er huldigt aber lieber dem Müßiggang und ziehl es vor, ſich von einem jungen Mädchen, das einen ſchlechten Lehenswandel führt, ernähren zu laſſen. Wegen Zuwiderhandlung nach 8 181 St.G. B. wurde der Angeklagte zu 1 Jahr 6 Mo⸗ naten Gefängnis und 2jährigem Ehrverluſt verurteilt. Auch wurde ausgeſprochen, daß der Verurteilte nach verbüßter Strafe an die Landespolizebehörde zur Unterbringung in einem Arbeitshauſe zu überweiſen ſei. Der Polizeiwachtmeiſter O. T. hier ſoll ſich der Unterlaſſung einer Anzeige, ſtrafbar nach 8 346 St. G.., ſchuldig gemacht haben. Am 30. Junt ds. Js, traf der Angeklagte, als bereits Polizeiſtunde eingetreten war, in der Weinwirtſchaft in U 1, 4 noch zwei Gäſte an, die ſich auf ſeine Aufforderung hin anſchickten, das Lokal zu verlaſſen. Um 3 Uhr kam der Polizeibeamte nochmals an die Wixt⸗ chaft und fand, daß alles ſtill ſei. Gegen 5 Uhr wurde an die entralpolizeiwache telephoniert, daß in der Wirtſchaft U 1. 4 Lärm T. erſchien dargufhin und brachte ei und Polizei kommen ſolle. die um halb 2 Uhr ſchon in en Wirt und einen der zwei Gäſte, der Wirtſchaft anweſend waren, zur Anzeige. Den zweiten Gaſt bemerkte der Beamte diesmal nicht, obwohl der zweite Gaſt, wie nachträgliche Erhebungen ergaben, ſich tatſächlich ebenfalls um 5 Uhr noch in der Wiriſchaft aufgehalten hatte.— Der Angeklagte erklärte heute, daß ihm entgangen ſei, daß der zweite Gaſt noch ſänger im Lokal verweilte. Deshalb habe er gegen ihn keine An⸗ zeige erſtattet. Er habe geglaubt, hierdurch kein Unrecht zu be⸗ gehen. Jeßt ſehe er wohl ein, daß er auch eine Anzeige 2 5 den weiten Gaſt dem Bezirksamte hätſe vorlegen müſſen.— Der Zeuge olizeikommiſſar Hengſt bekundet, daß die eeee des An⸗ geklagten bisher ſehr gut 52 und keinerlei Beſchwerden gegen ihn eingelaufen ſeien.— Her Staatsanwalt ſtellte die Berurteilung ins Ermeſſen des Gerichts.— Das Gericht ſprach den Angeklagten rei.— Aus den Urteilsgründen geht u. g. hervor: Nach der neuen Faſſung des§ 153 St. Pr. O. ſeien die zuſtändigen Behörden berechtigt, bei Straftaten geringfügiger Natur von einer ſtrafrecht⸗ lichen abzuſehen. Die gleiche Befugnis ſtehe zweifellos auch den Polizeibehörden zu. Nach dem klaren Wortlaute der In⸗ ſtruktion wäre T. verpflichtet geweſen, Meldung zu l Hierin liege ohne Zweifel eine Dienſtwidrigkeit, nach Lage der Sache aber kein Verbrechen nach g 346 St. G. B. M. „ Mannheim, 16. Okt.(Sitzung des Amtsgerichts Abt. Scz..) Vorſttzender: Amtsgerichtgrat Dr. Leſer. Vertreter der Anklage⸗ behörde: Staatsanwalt Kloos. De alehrige ledige Arbeiterin Paulg Barth aus Weiher Dezirk Bruchſal) und der 39jährige verheiratete Heizer Jaſef Grünewald von hier entwendeten am 5. September ds. Is. in einer hieſigen Wirtſchaft dem Aeene Joſef Bur⸗ kardt aus der Rocktaſche eine Brieftaſche mit 17 Mark Inhalt. Die Angeklagte Varth wurde wegen Diebſtahls zu 6 Wochen Gefängniz, der Angeklagte Grünewald wegen Unterſchlagung ebenfalls zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt, Der Kaufmann Max Müller aus Reichshofen erſchwindelte von dem Monteur Eduard Paumgartner ein Taulehen von 55 Franken, wobei er vargab, daß er in den Kanton Schwug abreiſe, um dort Vorträge über Schiller und ſein Werk„Wilhelm Tell“ ſu halten. Als Pfand händigte Müller dem Baumgartner eine ſüberne Uhr. W. v. 25 M. ein. Die verſprochene Rückzahlung iſt jedoch ausgeblieben, auch war die angebliche Reſſe in die ee leere Ausrede. Unter Einrechnung einer vom Schöf⸗ ee e n e e er ae ndem Rü ner ſamt · beſdnenlsſtrafe von 9 Monaten verurteilt,. M. Heildelberger Schwurgericht Das Heldelberger Schwurgericht hat ſich in ſeiner Oktoberſitzun mit drei Meine 9 8 älle 1 beſchäft en, Dle Kau 5 50 dos iſt angeklagt, einen Offenbarungseid wiſſentlich falſch geleiſte zu haben. Der Angeklagte hatte nach geleiſtetem Offenbarüngseld in ſeinem Beſitz befindlichen Tabak an einen Arbelter mit einer vor⸗ datlerten Ankaufsbeſcheinigung weitergegeben. Trotz hartnäckigen Leugnens wurde der Schuldbeweis als erbracht angenommen und der Angeklagte zu 1 Jahr und 3 Wochen Zuchthaus perur⸗ teilt.— In einem e hatte der Schriftſetzer Georg Moſer einen Falſcheid geſchworen. In Anbetracht des beſcheidenen Verhaltens des Angeklagten, der geſtändig iſt, wird nur auf eine Strafe von 0Monaten Gefüngnlis erkannt, 2 Monate Unter⸗ Uiesnasndot werden angerechnet, trafau fl chub wird nech erbüßung von zwei Drittel der Strafe in Ausſicht geſtellt. er. Franzöſiſches Militärpolizeigerſcht Landau Der Taglöhner Peter Bennetum aus Ludwigshafen, der wegen verbotenen Wafſenbeſitzes angellagt war, wurde vom franzöſiſchen Militärpoligeigericht zu drei Monaten Gefängnis en und ar in eſenheit, da er zur Sißung nicht erſchienen war. Die n die Angelegenheit verwickelte Anng Kirſchthaler aus Eſſingen Wegen Nichtauszeichnens ſeiner ausgeſtellten Waxen wurde Karl Paillon aus Oggersheim zu einer Geldſtrafe von 10 Mark verurtelti.— Außerdem erhielten EChauffeure, die ohne Autorückſpiegel angetroffen wurden und 48 Perſonen aus dem beſetzten und unbeſetzten Ge⸗ biet wegen Paßvergehens Geldſtrafen bis zu 50 Mark. Bezirksſchöffengericht Darmſtadt Wenn man das Cericht und die Politzei beleidigt sw. Darmſtadt, 12. Okt. Eine Anklage wegen Beleidigung des Poligzeiamts und der Staatsanwaltſchaft in Darmſtadt richtet ſich gegen den am 18, Ottober 1881 geborenen Direktor der Rhei⸗ niſchen Jabril in Thumringen(Schnveiz) Friedrich Bari ntzka, wohnhafk in Baſel. B. wär früher 2 ngeſtellter der Firma G. Merck in Darmſtadt. Bei Merk kamen damals wiele Entwendun⸗ gen von Kokain vor. Die Poſtüberwachungsſtelle machte die Firma guf das Treiben des B. aufmerkſam. Es warde ein Verfahren gegen ihn wegen Schiebungen mit Kokain eingeleitet. Das Poli⸗ zelamt nahm in der Wohnung des B. Hausſuchungen vor, wobei ſie den bei Merk beſchäftigten Dr. Henkel als Sachverſtändigen zuzog.., der ſich gerade auf einer Reiſe außerhalb Darmſtadts befand, wurde verhaftet. Die Strafkammer verurteilte ihn wegen unbefugten Handels mit Opium und erkannte auf 3000 Mark Geldſtrafe, die durch die erlittene Unterſuchungshaft für verbüßt erklärt wurde. Dieſes Urteil wurde rechtskräftig. Bei der Haus⸗ uchung war allerlei gefunden worden. Nun richtete der in annheim wohnende Bruder des., bei dem auch eine Hausſuchung ſtattgefunden hatte, und von dem angenom⸗ men wurde, daß er auch bei dem Opiumhandel betefligt geweſen eine Eingabe an die Staatsanwaltſchaft, in der er darlegte, daß ein ihm gehöriger Telegrammſchlüſſel bei der Hausſuchung mitgenommen ſei, den er als geſtohlen hetrachte. Der Schlüſ⸗ ſel wurde nicht gefunden und das Diebſtahlsverfahren eingeſtellt. 8 100 wohl ein Codeſchlüſſel beſchlagnahmt, aber zurückgegeben worden. Anknüpfend an dieſe Verhandlungen ſchrieb nun B. am 1. Nopember 1924 von Rihen Schweiz an das Polizeiamt Darmſtadt einen Brief, in dem er u. a. ausführte, er könne ſich nicht denken, daß Polizeiamt und Staatsanwaltſchaft gegen ihren Freund Hen⸗ kel ernſtlich vorgehen würden, da die Firma ſ. Zt. Arzneimittel nach Frankreich verſchoben habe. Dleſe Dinge ſeien auch nicht unterſucht worden, Das Miniſterium des Innern ſtellte als vor⸗ geſetzte Behörde des Poligeiamts Strafantrag wegen Beleidigung, ebenſo der Oberſtaatsanwalt namens der Staatsanwaltſchaft, In der Sache fand ſchon einmal im Auguſt Hauptperhandlungstermin ſtatt. Damals erbat er(.) einen Vorſchuß von 75 M. zur Reiſe nach Darmſtadt oder Entbindung vom Erſcheinen. Darauf wurde ihm der Vorſchuß geſtellt. Hierauf verzichtete B. auf die Vergünſtigung vom Erſcheinen und kam fetzt zur neuerlichen Hauptperhandlung. Bei Eintritt in Letztere machte er die Un⸗ zuſtändigkeit des Gerichts geltend, er habe in Darmſtadt keinen Wohnſitz mehr, der Brief ſei auch nicht in Darmſtadt geſchrieben worden. Der Vorſitzende belehrte ihn, daß. da der Brief nach Darmſtadt gerichtet ſei, der Gerichtsſtand der begangenen ſtraf⸗ baren Tat gegeben ſei. Die Beweisaufnahme ergab durch Ner⸗ nehmung des Dr. Henkel, daß dieſer bei den poligeilichen Ver⸗ nehmungen des B. zuge war, aber abtrat, als B. dieſe An⸗ weſenheit beanſtandete. Im Plaidoher betonte der Staatsanwalt, daß B. die vorgenannten Behörden der Parteilichkeit be⸗ zichtet habe. Dieſer ſchwere Vorwurf könne in keiner Weiſe durch ein vergleichsweiſe Erledigung der Anflage aus der Welt ge⸗ ſehafft werden. Bei der Schwere der Beleidigung gegenüber den Behörden, die pflichtgemäß gehandelt hätten, ſei eine Freiheits⸗ ſtrafe am Platze, die mit 3 Monaten Gefängnis beantragt wurde⸗ Das Gericht verſagte, indem es in der Abfaſſung des Brieſes eine ſtrafbare Beleidigung als gegeben anſah, den Schitz des Para⸗ graphen 193 und erkannte auf 6 Wochen Gefängnis, Nun ſtellte der Staalsanwalt gegen den im Auslande wohnenden B. Antrag auf Erlaß eines Haftbefehs und das Gericht entſprach nach Beratung auch dieſem Antrag. Der Angeklagte wurde unter ſeinem Proteſt in Unterſuchungshaft abgeführt. Der Hundsfelder Mord vor dem Schwurgericht Todesſtrafe für einen der Tätet Eine Mordtat von unerhörter Brutalität, die erſt vor drei Wochen die Breslau ſo nahe gelegene Stadt Hundsfeld in 177— Aufregung verſetzte, ſtand vor dem Oelſer urgericht zur burteilung. Die Gebrüder Appelt aus Hundsfekd, die aus Rache den Poligeibeamten Jaguſt mit einer A ibt erſchlugen, hatten auf der Anklagebank Platz genommen. Ueber dreißig Jeugen ſind aufgeboten. Auf dem Zeugentiſch liegt das Mordbeil, daneben die Feile, mit der der Täter die Axt vor der Tat angeſchärft hat. Schwer gefeſſelt und unter ſtarkem poligzeilichen Schutz werden die beiden Angeklagten vorgeführt. Wilhelm Appelt, der ältere der beiden Brüder, iſt im großen ganzen geſtändig, nur will er ſeinen Bruder als gänzlich unbe⸗ keiligt hinſtellen, indem er alle Schuld auf ſich nimmt. Er iſt 26 Jahre alt, dreimat vorbeſtraft— darunter einmal wegen Kör⸗ perverletzung— und ſeinen Zügen entſpringt berkiſſene Roheſt und Brutalität. Er zeigt keine Spur von Reue. Nur als ſeine alte Mutter erſcheint, zerdrückt er ein paar Tränen. Er hat am Mordtage, der gleichzeitig ſein Lohntag war, von nachmittags 3 Uhr bis abends 9½ Uhr in Hundsfeld gekneipt und Billard ge⸗ a und ſich dann um 10 Uhr an ſeine Arbeitsſtätte in der Papierfabrik Sacrau begeben. Dort reifte der Eniſchluß zur Tat. Gegen 11½ Uhr verläßt er unter dem Vorgeben, er habe zu Hauſe zu tun“, ſeine Arbeitsſtätte. Unterwegs trifft er einen Bekannten, den er noch zu einem Schnaps und einem Glas Bier einlädt. Mit den Worten:„Wo iſt die Axt?“ betritt er die elter⸗ liche Wohnung, holt das Beil aus dem 5 und eilt mit dem Mordinſtrument in der Hand ungeſehen über den Ring bis an die Görlitzer Straße, wo er die Axt in eine unbeleuchtete Ecke an einen Zaun ſtellt. Dann macht er ſich auf die Suche nach ſeinem Opfer. Er trifft die beiden Beamten Jaguſt und Matulke an der Breslauer Straße, beſchimpft ſie heftig und wird von ihnen verhaftet. Inzwiſchen iſt ſein Bruder Alfred dazugekommen. Ja⸗ guſt ſchickt Matulfe weg, um Hilfe zu bolen. Dieſen günſugen Moment benutzen die beiden Mörder, Jaguſt zu ergreifen, ihn bis in die finſtere Ecke zu drängen wo die Axt ſtand, ihn niederzu⸗ werfen und die tödlichen Schläge auszuführen. Nach der Tat flohen beide nach Hauſe zurück, wo ſie nacheiner Stunde ver⸗ haftet wurden. Alfred Appelt, des Mörders hoffnungsvoller Bruder, noch nicht 20 Jahre alt, verfügt nichtsdeſtoweniger bereits üher acht Vorſtrafen. Groß, von ſchlankem, ſehnigem Wuche, iſt dieſer An⸗ geklagte äußerlich keine unſympathiſche ei Seelensruhig verteidigt er ſich ſehr andt und beſtreitet jede Beteiligung an dem fürchterlichen Anſchlag. Er wollte im Gegenteil ſeinen Bru⸗ der von der Ausführung ſeines Vorhabens abgehalten haben, was dieſer auch pflichtſchuldigſt beſtätigt. Der Vertreter der Anklage hält die Schuld der Angeklagten für erwieſen und beantragt für Wilhelm Appelt die Todesſtrafe wegen überlegten Mordes. für Alfred gwölf Jahre Zuchthaus wegen vorſätzlichen Totſchlags. Der Verteidiger des Mörders will nicht Ueberlegung, ſondern nur 8 erkennen, und plädiert auf vorſätzlichen Totſchlag, während für Alfred Appelt Frei⸗ ſprechung erbeten wird. Das Urteil wurde nach zwölfſtündiger Verhandlungsdauer verkündigt und lautete für Wilhelm Appelt auf To de sſtrafe wegen überlegten Mordes. Alfred Appelt er⸗ bielt 10 Jahre Zuchthaus wegen Körperverletzung mit köd⸗ lichem Ausgang. Beide Angeklagten nahmen den Spuch ohne ſede ſichtliche Bewegung hin. erhiell 20 Mark Geldſtrafe. Waßerſtandsbeobachtunaen im Mona Okobet Wein-nee J1 n 5 ſ aruν ν ι u i 5 Maten Nanndein ee Fand 1 Fiis 171 651 611 601 86/1 69 *—————— ——(—— — — Nr. 481 6. Serte. Neue Mannheimer Jeitung[Mittag⸗Rusgabe) Samstag, den 17. Oktober 1925 Neue Mannheimer Jeitung e Handelsblatt von den ſüddeutſchen Waren⸗ und produktenmärkten Mannheim, 16. Oktober. dDie ſüddeutſchen Waren⸗ und Produktenmärkte ſtanden auch in dieſer Woche im Zeichen der Geld⸗ und Kreditnot. Der Fortgang und bevorſtehende Abſchluß der Verhandkungen in Locarno wurde ebenſo wie die Reiſe Schachts nach den Vereinigten Staaten günſtig beurteilt; trogdem trat niemand aus der bisher beobachteten Zurüc haltung heraus. Auf dem flachen Lande bringt man das Geld augenblicklich kaum für die allernotwendigſten Verpflichtungen auf, weil der Getreideabſatz nur langſam vorangeht. Da zu Martint die Pachtgelder fällig werden und auch Steuerzahlungen in Betracht kommen, müſſen die flüſſigen Mittel für dieſe Zwecke reſerviert werden. An den amerikaniſchen Getreidemärkten haben die heftigen Schwankungen der Vorwochen mit ibren ſich fortſetzenden Preisrückgängen allmählich einen gewiſſen Stillſtand etreicht und gegenüber der Vorwoche ſind die Chicagoer Forde⸗ rungen für Dezember⸗ und Mai⸗Weizen ſogar zwiſchen—3 Cents höher geworden. Das hat bie Müßleninduſtrie jedoch keineswegs zu Käufen angeregt. Sie beſchränkt ſich auf die Deckung des not⸗ wendigſten Bedarfes in nahe fälligen oder rheinſchwimmenden Weizen. Eine gewiſſe Stütze fand der Markt in ruſſiſchen Zeitungsnachrichten, die eine Kürzung des Getreideexportes um 33 pCt. ankündigen. Da in Südrußland viele geſcharterte Dampfer bereits wieder leer angeboten werden, glaubt man dieſen Zeitungs⸗ nachrichten Gewicht beilegen zu ſollen und folgert daraus, daß die ruſſiſchen Exportmöglichkeiten üherſchätzt worden ſind. Eszerſcheint deshalb fraglich, ob die auf 13,4 Millionen Tonnen Mehrertrag an Weizen lautenden Angaben des Landwirtſchaftlichen Inſtituts in Rom ſtimmen, weil ſie ſich einſchließlich Sowjet⸗Rußlands ver⸗ ſtehen. Das Angebot in ruſſiſchem Weizen blieb klein. Gefordert wurden für die 100 Kg. cif Rotterdam: Azima⸗Weizen, 77/78 Kg., 8 pEt. Beſatz, 13,40 Fl.; Manitoba 1 13,90 Fl., desgl. 1I 13,70 Fl., desgl. III 13,30 Fl.; für La Plata⸗Weizen, Baril, 78 Kg., 13,55 Fl., desgl. 79 Kg. 13,60 Fl., desgl. Januar/ Februar 13,65 Fl.; Roſa Fé⸗ Weizen ſtellte ſich etwa 30 C. die 100 Kg. höher. Auch bei Roggen muß man die ruſſiſchen Schätzungen, die auf einen Mehrertrag von 3,2 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr lauten, als übertrieben anſehen; immerhin hat das Inſtitut in Rom das Ergebnis der Roggenernte aus 20 europäiſchen Ländern mit 6,7 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahre ange⸗ geben, ſo daß auch bei einem hinter den Schätzungen zurückbleiben⸗ den ruſſiſchen Erträgnis noch mehr Ware als im Vorjahr verfügbar iſt. Das Geſchäft nach dem Ausland kam denn auch keineswegs in Fluß und Landroggen wurde mit 17,00 die 100 Kg. angeboten. Hafer war abgeſchwächt und konnte je nach Qualität mit 18,50—19,00, in geringeren Qualitäten mit 18,00„ und darunter gekauft werden. Am Braugerſtenmarkt hat die bisherige Zurückhaltung der Käufer angehalten. Bei verhältnismäßig großem Angebot zeigt ſich Nachfrage kleinen Umfanges nur fuͤr beſte Qualitäten, wogegen alle anderen Gerſtenſorten, beſonders Landware, vernach⸗ läſſigt bleiben und gegenüber der Vorwoche um etwa 0,50 für den Doppelzentner zurückgegangen ſind. Kaliforniſche Gerſte wurde mit 23,00„ per 100 Kg. angeboten, fand aber wenig Intereſſe, da ſie für Brauzwecke kaum geeignet, für Futterzwecke aber zu teuer iſt. Am Mehlmarkt iſt die Unſicherheit beſonders ſtark aus⸗ geprägt und die Zurückhaltung überall dort, wo nicht Barzahlung erfolgt, durchaus berechtigt, weil ſich immer noch ſpekulative Elemente auf dieſem Marktgebiet betätigen. Das Geſchäft liegt ſo, daß zwar Bedarf vorhanden iſt, daß dem ſoliden Mehlhandel jedoch. der direkt mit dem Konſum arbeitet, die Preiſe noch zu hoch er⸗ ſcheinen. Die pfälziſchen Mühlen werden in ihrem Abſatz in der letzten Zeit beſonders ſtark eingeengt dadurch, daß die Saarmühlen ein Kontingent zur zollfreien Mehleinfuhr nach dem übrigen Deutſchland erhalten haben, das ſie naturgemäß in dem fracht⸗ günſtigſten Gebiete abſetzen und zu dem nunmehr, wie manche von dieſer Konkurrenz betroffenen Mühlen der Pfalz vermuten, auch franzöſiſches Mehl unter der Bezeichnung Saarmehl komme. Zu mindeſt müßte es nach ihrer Auffaſſung geſtattet ſein, daß die deut⸗ Vom Eiſenmarkt des Saargebiets Von unſerem Saarland⸗Mitarbeiter Die Reichsregierung hat die Zollſtundung für die Saar⸗ werke einſtweilen bis zum 25. Oktober verlängert. Die Möglichkeit des Abſatzes an die überlieferte deutſche, insbeſondere ſüddeut⸗ ſche Kundſchaft bleibt demnach aufrecht erhalten; wenn nicht der aus viel erörterten Gründen zunehmende Geſchäftsrückgang am ſüddeutſchen Eiſenmarkt den tatſächlichen Verſand beſchnitte. Gerade die Saarinduſtrie wird auf dem ſüddeutſchen Markt mit direkten Unterbietungen als ſchärfſter Konkurrent empfunden. So ſtellen zurzeit die Saarwerke Stabeiſen mit 122 bis 125=„ι und Formeiſen mit 122.IA frei Grenze an; es ſollen jedoch noch erheb⸗ lich niedrigere Angebote vorliegen, welcher Unterbietung natürlich dann wieder ſeitens der rheiniſch⸗weſtfäliſchen Werke Rechnung etragen wird. Nach Frankreich und Ueberſee ermöglicht der neue rankenſturz jedoch eine verſtärkte Ausfuhr; ſelbſt vom Balkan und aus dem Orient liegen Anfragen vor. Die Umgeſtal⸗ tung des„Office de Statiſtique des Produits Metallurgiques“. die bekanntlich ſeit Monatsanfang die Preisbildung frei gibt, ge⸗ ſtattet den Saarwerken eigene Anſtellungen nach Frankreich, die zurzeit frei Station etwa wie folgt notieren: Formeiſen 540 bis 550 Franken, Univerſaleiſen 680—690, Grobbleche 710—720, Mittel⸗ bleche 850—870, Feinbleche 1010—1039, verzinkte Ble he 1620 bis 1550 Franken. Für die ſaarländiſche Schrottausfuhr iſt das Kontingent für das vierte Quartal mit etwa 2500 Tonnen gemeſſen; es bleibt jedoch zweifelhaft, ob eine Ausfuhr in dieſer Höhe unter⸗ gebracht werden kann. Mannesmannröhren⸗Werke.-G. in Düſſeldorf Keine Dividende— Gebeſſertet Auftragseingang In der am geſtrigen Freitag abgehaltenen Sitzung des Auf⸗ ſichtsrats wurde der Abſchluß für das am 30. Juni zu Ende gegangene Geſchäftsjahr vorgelegt. Danach beträgt der Rohgewinn 28 695 607 1, die Unkoſten der Betriebsſtätten und der Haupt⸗ verwaltung erforderten 7 599 371, Zinſen 2811211„ und Steuern einſchließlich Warenumſatzſteuer 8 164 248, Grundſtücke und Gebäudeunterhaltung 468 272. Nach Abſchreibungen auf Antagen in Höhe von 6 915 349„ verbleibt ein Reingewinn von 2 737 155 l. Davon werden 5 pCt.= 136 857 1 an die ge, liche Rückt ge überwieſen, und die ſatzungsgemäß feſtgelegte Verzinſung der 264000 Vorzugsaktien mit 6 pCt.= 15 840 entnommen. Als ſatzungsgemäße Vergütung an den Auſfſichtsrat ſigd 75 000 abzuſetzen. Der Reſt von 2 509 447 ſoll der Geſellſchaft als Betriebsmittel belaſſen werden. Eine Dividende kommt nicht zur Ausſchüttung. Der Vorſtand deilte mit, daß Verhandlungen über die Umwandlung der Bankſchulden in eine langfriſtige Obligationsanleihe ſchweben, die aber noch nicht zum Abſchluß gelangt ſind. Ueber den Geſchäftsgang wurde berichtet, daß der Auftragseingang in den letzten Wochen ſich ge⸗ beſſert habe, und daß die Wirtſchaftslage im allgemeinen jetzt günſtiger beurteilt werde, als dies noch vor kurzer Zeit der Fall war. ſchen Mühlen auch ihre Mehle zollfrei in das Saargebiet bringen dürfen, da dieſes Gebiet ſchon früher für ſie als Abſatzgebiet ſehr weſentlich in Betracht kam. Verſtärkt wurde der Wettbewerb in dieſer Woche wieder durch mitteldeutſche und norddeutſche Mehle. In norddeutſchem Weizenmehl, das auf dem Waſſerweg nach Mann⸗ heim⸗Karlsruhe⸗Kehl verladen wird, ſollen mehrfach Abſchlüſſe ſtatt⸗ gefunden haben und zwar ſoll es ſich dabei um gute Qualitäten handeln, wobei allerdings Inlandsweizen mitvermahlen wird, was aber der Aufnahme in Mittel⸗ und Oberbaden keinen Abbruch getan habe. Gefordert werden für dieſes Mehl 33,50% franko Mann⸗ heim bzw. 33,75/ franko Karlsruhe⸗Kehl. Mitteld utſche Mehle mit Zuſatz von Auslandsweizen wurden zu 32,25—32,75„ zuzüg⸗ lich 3,00% Fracht ab Mitteldeutſchland angeboten; Ausſchußmehle etwa 4,00 teuerer. Schleſiſches Weizenmehl, je zur Hälfte aus In⸗ und Auslandsweizen hergeſtellt, wurde in 65 proz. Ausmahlung zu 33,00 bahnfrei Mannheim gehandelt. Für norddeutſches Roggenmehl verlangt man je nach Qualität und Ausmahlung 22,00 bis 29,50 bahnfrei Mannheim, doch blieb dieſe Ware vernach⸗ läſſigt. Die ſüddeutſchen Mühlen verlangten für Weizenmehl, Spezial 0, 37,50—37,75„, für Roggenmehl in 70 proz. Aus⸗ mahlung, 27,00, in 60 proz. 28,50, für Nachmehl 18,00 l. Bei einer Verſteigerung erzielten 30 Tonnen Nachmehl, Fabrikat Gottſchalk, 17,20, weitere 30 Tonnen 17,25 die 100 Kg. bahn⸗ frei Mannheim. Das Geſchäft in Futtermitteln lag ziemlich ſtill, nament⸗ lich iſt der Abſatz an die Landwirtſchaft ſchleppend, weil dieſer die Preiſe zu hoch ſind. Sie beſchränkt ſich auf den Ankauf hoch⸗ wertiger Futtermittel für die Milcherzeugung. Auch verlautet, daß vielfach geringwertigeres Getreide verfüttert wird, Kleie lag etwas feſter, da einige Verkäufe nach der Schweiz ſtattfanden. Verlangt werden für die 100 Kg. Weizenkleie 9,75—10,00, für Futtermehl 13—14,00„. Verſteigert wurden 20 Tonnen Futtermehl zu 12 ½ und 10 Tonnen zu 12,50/ die 100 Kg. Sonſt verlangte man für die 100 Kg. Biertreber mit Sack 18—18,50 ½, meiſt Auslands⸗ ware; Malzkeime mit Sack 15—16,00%½, franko Mannheim, Trockenſchnitzel neuer Kampagne 11,00% ab Zuckerfabrik Heil⸗ bronn; Haferſchalenmelaſſe 10,50 /; Torfmelaſſe 9,50 /; Treber⸗ melaſſe 12,50 franko Mannheim: Kokoskuchen 23,25 1, Raps⸗ kuchen aus Inlandſaat 16—16,50, Erdnußkuchen 22,00 und Palmkuchen 17,00.. Im Malzgeſchäft geſtaltet ſich der Verkauf andauernd ſchwierig. Die Brauereien halten zurück in der Hoffnung auf billigere Preiſe, wogegen die Mälzereien den Standpunkt vertreten. daß ſie mit ihren Forderungen auf einem Preisniveau angelangt ſind, das ſie glauben nicht weiter herabſetzen zu önnen. Sie fordern für die 100 Kg. 45—47,00 ½; wo billigere Ware angeboten wird, geſchieht es auf Koſten der Qualität. Das Angebot aus der Tſchecho⸗Slowakei hat weiter angehalten, doch ſtellen ſich die Preiſe gegenüber den Forderungen für deutſche Erzeugniſſe zu hoch. Am Hopfenmarkt war das Geſchäft in dieſer Woche klein. Für glattgrüne prima Hopfen konnte ſich der Preisſtand behaupten, weil ſie geſucht blieben, während alle anderen abfallenden Quali⸗ täten ſtark vernachläſſigt ſind. Neue Verkäufe in Baden ſind nicht bekannt geworden, wohl aber wurden Elſäſſer Hopfen mit 510 ½ der Zentner, verzollt, nach Baden verkauft, in der Pfalz ſind die ziemlich letzten Partien der Produzenten in der Gegend von Bergzabern an den Kundſchaftshandel abgeſetzt worden und auch in Württemberg ſind noch anſehnliche Poſten bei den Pro⸗ duzenten zum Preiſe von 450—500,00% erworben worden. Nach alten Hopfen beſtand einige Nachfrage für Exportzwecke. Im Tabakgeſchäft geht der Einkauf allgemein langſam vonſtatten, da es bei den hohen Forderungen der Pflanzer und der Geldknappheit an Kaufluſt fehlt. In Heddesheim iſt ein Teil der Sandblätter zu 60,00 der Zentner verkauft worden: die Haardt erzielte ſogar 70—80,00, Preiſe, die eine erhöhte Nachfrage nach alten Tabaken zu einer 75 Erſcheinung machen. Wenn das Wetter ſich ändert, werden jetzt die Herbſt⸗ tabake zur Abhängung kommen. Georg Haller. eebhafte Inanſpruchnahme der Golddiskontbänk Die Inanſpruchnahme der Golddiskontbank iſt nach wie vor lebhaft, ſo daß unter den eingehenden Anträgen eine ſorgfältige Auswahl getroffen werden muß. Unter den Induſtrien, die für ihre Exportgeſchäfte die Dienſte der Golddiskontbank in Anſpruch nehmen, ſind u. a. mit verhältnismäßig größeren Kontingenten die Porzellaninduſtrie, Pianoforteinduſtrie, die Herſtellung von Klein⸗ eiſenwaren und einzelne Zweige des Maſchinenbaus vertreten. Eine Ausdehnung des Arbeitsbereichs der Golddiskontbank kommt unter Umſtänden in Frage für uslandsaufträge, die nicht Exportwaren im engeren Sinne betreffen, wie vor allem Fracht⸗ leiſtungen deutſcher Schiffe oder die Hochſeefiſcherei, ſoweit ſie für Auslandsmärkte arbeitet. Die Druckpapierinduſtrie, deren Export noch immer recht bedeutend iſt, nimmt die Tätigkeit der Gold⸗ diskontbank relatin wenig in Anſpruch. Im Zuſammenhang mit der ſoeben erſt erfolgten Herabſetzung des Diskontſatzes darf wohl mit Recht vermutet werden, daß außer dem von der Reichsbank zur Verfügung geſtellten Vetriebskapital zurzeit auch noch Deviſen⸗ leihgelder von der Bank weitergegeben werden; die Möglichkeit hierzu iſt in den Satzungen 5ong en 1 Jahlungsſchwierigkeiten Frankfurker Firmen. Die Rödel⸗ heimer Eiſengießerei vorm. Weber u. Kraft.⸗G. in Rödelheim befindet ſich in Zahlungsſtockung. Sie bietet ihren Gläubigern volle Befriedigung, wenn dieſe in ein Moratorium ein⸗ willigen. In dieſenn Falle ſollen die Anſprüche ſämtlicher Gläubi⸗ 75 hypothekariſch ſichergeſtellt werden. Die Firma Guſtav ppenheimer, Altgummi und Rohprodukte, in Frankfurt a. M iſt ebenfalls in Zahlungsſchwierigkeiten und verſucht ſich mit den Gläubigern außergerichtlich zu vergleichen. 2ꝛ Freiherrlich v. Brauerel, Nürnberg. Die mit dem 30. Juni 1925 abſchließende Bilanz verzeichnet eine Roheinnahme von 7,3 Mill. I. Davon erforderten allgemeine Unkoſten.6, Steuern und Verſicherungen 1,7 Mill. 4. Nach 246 168„ Ab⸗ ſchreibungen beträgt der Reingewinn 708 375. Daraus ſollen 12 pCt. Dipidende verteilt werden, wobei die auf 1 Mill. umgeſtellten und den Aktionären zum Bezuge ange⸗ botenen Vorratsaktien nur für die letzten zwei Monate des Ge⸗ ſchäftsſahres dividendenberechtigt ſind. Für Grunderwerbsſteuer werden 30 000, für ein neuerrichtetes Aufwertungs⸗Ausgleichs⸗ konto 120 000 zurückgeſtellt. Der Reſt von 58 375 4 wird vor⸗ getragen. Dem kurzen Bericht der Verwaltung iſt zu ent⸗ nehmen, daß der Bierabſatz in der Stadt und nach auswärts im abgelaufenen Geſchäftsjahre ein befriedigender geweſen iſt. Der Ueberſee⸗Export wurde wegen der zu erzielenden ungenü⸗ genden Preiſe nur in den ſeitherigen Grenzen gehalten. Zur glatten Abwicklung des Verſandgeſchäfts wurde ein Teil der alten Eiſen⸗ bahnwagen durch neue erſetzt. Die Inſtandhaltung der Anlagen erforderte einen erheblichen Koſtenaufwand. Entſprechend verzeich⸗ net die Bilanz Zugänge in Höhe von 0,4 Mill., ſo daß ſich nach Berückſichtigung der Abſchreibungen die Anlagen auf 4,32 gegen 4,17. Mill.„ in der Goldbilanz ſtellen. Im übrigen werden in der Bilanz verzeichnet(in Mill.): Hypotheken.37(0,40), Verbindlichkeiten 0,88(0,78). Dagegen Kaſſa, Wechſel und Wert⸗ papiere 0,07(0,06). Außenſtände 1,8(1,0), davon Bankguthaben 0,4(0,2), Vorräte 1,07(0,81). Die oben erwähnte Aufwertungs⸗ rücklage wird vorgeſchlagen zur teilweiſen Tilgung der erhöhten Aufwertungsleiſtungen. Im laufenden Jahre hat ſich das Geſchäft bisher befriedigend entwickelt, jedoch machen ſich die in Deutſchland herrſchenden ungünſtigen wirtſchaftlichen Bedingungen auch für das Braugewerbe nachteilig geltend. z20: Hannoverſche Maſchinenbau.⸗G. vorm. Georg Egeſtorff (Hanomag). Die Arbeiten über den Abſchluß des Geſchäftsjahres, das am 30. Juni ſchließt, werden Ende Dezember beendet. Vor Januar 1926 iſt mit einer Veröffentlichung des Ergebniſſes nicht zu rechnen. Es beſteht in Aufſichtsratskreiſen wenig Neigung, angeſichts der ungünſtigen Wirtſchaftslage des deutſchen Maſchinen⸗ baues, eine Dividende zu verteilen. ⸗l. Jahlungseinſtellung in der Herrenkleider ⸗Induſtrie. Die Herrenkleiderfabrikt Moritz Weinberg, Bielefeld, iſt in Zahlungsſchwierigkeiten geraten und ſtrebt ein Mora⸗ torium an. Die Paſſiven betragen 549 000, darunter 210 000 4 Wechſelſchulden und 225 000 Bankverpflichtungen. Die Ver⸗ mögenswerte überſteigen die Schulden beträchtlich. Die Aktiven betragen 977 000, darunter Immobilien 610 000„, Warenlager 170 000„ und Außenſtände 150 000. Die Firma bietet ein 100 proz. Moratorium, zahlbar in 15 Monatsraten, beginnend mit dem 15. Dezember 1925. Die Schwierigkeiten ſind entſtanden durch außergewöhnliche Konkursverluſte, den ſchleppenden Zah⸗ lungseingang und durch mißglückte Verſuche, den Immobiliarbeſitz zu realiſieren bzw. zu beleihen. Zur Sicherung für die vorgeſchla⸗ genen Ratenzahlungen ſollen, lt. Textilwoche, das geſamte Waren⸗ lager und die Außenſtände einem Treuhändler der Gläubiger ſiche⸗ rungsweiſe übereignet werden. Deviſenmarkt Kopenhagen weiterhin feſt. Oslo befeſtigk. Der franzöſiſche Franken auf Intervenkionen hin im Kurs erhöht Der franzöſiſche Franken notierte heute früh auf umfangreiche Interventionen in den geſtrigen Nachmittagsſtunden etwas feſter und ſtellte ſich gegen Abend auf 107,75(109,25). London gegen Brüſſel 106(10676), London gegen Mailand, das auf Kursrege⸗ Ne der italieniſchen Staatsbank feſter notierte, ſtellte ſich heute auf 1197(1216), Kabel gegen Schweiz 518,75, London gegen Schweiz 25,10, Holland gegen Schweiz 208,50, Paris gegen Schweiz 23,30(23,20), Mailand gegen Schweiz 20,95(20,75), Kabel gegen Holland 248,75, London gegen Holland 12,04, London gegen Oslo 23,80(23,90), London gegen Kopenhagen 19,30(19,50), London gegen Stockholm 18,10, London gegen Madrid 33,70(33,65), Brüſſel 9afen Paris 1017(10176), London gegen Kabel 4,84½6. In eichsmark ſtellte ſich das Pfund unver⸗ ändert auf 20,33 /, Paris 18,90(18,75) Pfg., Zürich 80,95 Pfg., Mailand feſter 16,95(16,80) Pfg., Holland 1,68,85 1, Prag 12,44, Oslo, etwas feſter, 85 45(85,00) /, Kopenhagen, feſter, 1,05,20 (1,04, 40) 1, Stockholm 1,12,45(1,12,40) ½, Brüſſel 19,15 (19,10) Pfg., Madrid 60,30(60,40) Pfg., Argentinien 1,73 4. Q Mannheimer Effektenbörſe O Mannheim, 16. Oktbr. Die Befeſtigung der Tendenz machte heute bei den Hauptwerten weitere Forkſchritte, dagegen lagen Mannheimer Verſicherungs⸗Aktien und Mannheimer Gummi⸗ und Asbeſtfabrik bei großem Angebot etwas ſchwächer. Feſtverzins⸗ liche unverändert. Es notierten: Pfälz. Hypothekenbank 57., Rheiniſche Creditbank 82,5., Rheiniſche Hypothekenbank 57,5., Badiſche Anilin⸗ u. Sodafabrik 125,50 G. 126., Brauerei Sinner 63., Mannheimer Verſicherung 61 bz.., Oberrheiniſche Ver⸗ ſicherung 95 bz..,.⸗G. für Seilinduſtrie 32., Benz u. Co. 36,25., Gebr. Fahr 45 bz.., Karlsruher Maſchinenbau 32., Knorr Heilbronn 46., Koſtheimer Celluloſe 42., Mannheimer Gummi⸗ und Asbeſtfabrik 30 bz.., Pfälz. Mühlenwerke 73., Rheinelektra 59,75., Zellſtoff Waldhof 95 bz.., Zuckerfabrik Frankenthal 56., Zuckerfabrik Waghäuſel 56 G. waren und Märkte Berliner Metallbörſe vom 16. Oktober Preiſe in Feſtmart tür 1 Kg. 18. 18. Aluminium 18. 10. Elektrolvtkupfer 158.25 137. 78 in Barren——.45•2,80 Raffinadekupfer 8 inn, ausl.—.— Blei 185 üttenzinn 15 5 72* Rohzinklb.⸗Pr.)-81 80•81 Nickel 8,40.⸗8.50 3,40.3,50 do.(fr. Berk.———.— Antimon.84•.88.34•1,36 Plattenzink 68..89, 69˙59 Silder für 1. Sr. 98.99 98·99 Aluminium.35•.40.35•2,40 Platin v. Gr.—.——.— L nden 16. Oktober. Metallmarkt.(In Eſt. 1. d. englut v 1010 feg. 18. 16. 15 18. Blei 90.—.50 Kupfer Kaſſa 62.18 62,1 veſtſeleet. 65,75 65.50 int 435.— do. 3 Mona 6, 63,— Nickel——.— ueckſilbe 13.50 1„50 be. Elektol 68. 656.— Zinn Kaſſa 8½25 27/7.90 Regulus———.— 2: Pforzheimer Edelmetallpreiſe vom 16. Okt. 1 Kg. Gold 2800 G. 2810.; 1 Kg. Silber 98—98,50 G. 100,00.; 1 Gramm Platin 14,00 G. 14,90 B. „h- Obſtgroßmarkt in Neuſtadt a. 5. am 16. Okt. Der heutige Obſtgroßmarkt brachte bei lebhafter Anfuhr, die beſonders bei den Winteräpfeln feſtzuſtellen war, folgende, wenig veränderte Preiſe pro Zentner: Aepfel 18—30, Trauben 45, Quitten 18 K, Kaſtanien 16—18 A. Schiffahrt Jrachtengeſchäft in Duisburg⸗Ruhrort vom 16. Oktober Der Börſenverkehr war am heutigen Tage nicht beſonders lebhaft. Es kamen zwar wohl einzelne Reiſen zu Tal und zu Berg an den Markt, jedoch blieben die ſeitherigen Frachten berg⸗ und talwärts unverändert.. ——— * der regelmãssigen Zusteſſung unseres Blattes haben unsere Postbezieher leb- haftes Interesse. Vorbedingung hierfũr ist, daß dem Brieftrãger oder dem Post- amt des Wohnortes die Bestellung auf Unsere Zeitung für den nächsten Monat frün- zeitig übergeben wird. Gegen Ende jeden Monats hãufen sich die Arbeiten bei den Postanstalten derart, sodaß bei allzu später Zeitungsbestellung die rechtzeitige Weiterleitung an den Verlag in Frage gestellt ist. Wir bitten deshalb unsere Se398 Posthezieher den Bestellantrag bis Samstag, den 24. Oktober bewirken zu wollen. Neue Mannheimer Zeitung — —————„. Teee eee ine eene veutppeeuuszes Segusoſeg eegee eeeede ebe e ee e zno aviioieedS ue gobleg ad adaha usbunuzehne ee eeeeeeee eteen e wee benenneeeen an Jodttee ue uedbben eguee eeee) neebuigo% ushnz z log soickhaeigupg a% in ueee, ͤnennd en eeee „o en eeeene eeueeenen ueeee uiee ee e wie loc Sölequoſeg use uebobog uebb gunh eabe eeeeeen een Seueeee en eene e eene e eeeeeen eehene e e Sösteſsebioa pand ain(aupunsqafl dmbutſſdg) zupuun(eumudg öce sipbaeeunnz(Unjig uida dda) 0 uaugehu wune jsqvgz0je) nobabz mebeq eineiepie(sarzina wiot saung ns) dn veg adnoijo ein aii eeeeeeeeeee echnguene un enin FFe (bunzsunupqusbaozg) in eeheeeee eeeen e hneg e bbe lnenen e) ehe eee en) ee ene Lo h(aehhngß) uezug(bnoauqncg) bnvuenaebez(ueꝙphu suvidjopocg un zuvaqpiuspnz) dapunn(he en ͤ pene e „logz usgen eueeben euneeee eeeeeen eeenee eeeee sa == Uobuhneqan u) sunzeqiz(qvuig) sqo L ohn aagg Abejeg Scplluuvmeig sanl anu ie gog usbuvbob obeg uſd snb ppipb pangog zehfegabeg a n dun uheee een edadc euegerc ead Nund u a unuun⁰pes z10 F lea gog hn ueubgoa ꝙpand b usopg uf 0 Bunhebc a% egnehmpe uegonb 40 ae igben ene eeeen een enmen ic) icng ee eeenee ee ee n ee“ bene ce ie eeehe bee ben a eeee enee eeg leanc unpi paingd uaeque n nn eunusgog ue; sb„jeagag ustphid“ jeg ad% ôun eebeee eeeenee eeeenee ehene Jooſqeg Jpivſqieg uequeumoz Bunqpeacklag; aine zeipck eig zgel uopf om„owfae“ ja un ee e wöhe eened oe aun uengg uszsaupmaeauu un uequsboch usujee eus oid ꝙpien enh ueuuezae uelof ejedheg awod oſeig uccpe Duuz un usnc un einvag uv uonozeze un uene e dee ſg cpang s iſ unegezolcß aun gnasiio i Ir enſe danh ce vaoulignonic) ataq&mnuigoag) æpang ꝙmnv se unsm Jeiqebpoadg uspnupalanf aun ushhuzegs uad zenuugolch ain ahnuinn pubse nuge aonpin un unehegalqß leg uanoans un ugnz uv udng un Diaece uv ss jusab usodaoze uu gaag soq 1de ſeigebppade uschhuvmejv useuvb un ezmof hjanl aun ꝙplagzß uoa aueqcd a u az00 aawahn ain usſſeagz jeg ueſ pqueſerr usbumncd b100 Janpe ueeenne eedeueen en eüecnen en e ebagea n e Saoashubu undaau nv ikb Painqzeng uoa ꝙpinlg qun n ean feigoch ueueleipies waue eneded ueplebun ushogequn Iicplebun uagnee ün ben ene eee iee eceeee utf soq uaqio aogz sod gvoa— usqob nt usgonig obiusm ainu mun— zim usgef oS uapiſqzeqn nd zꝛh9 ½ ueujeeue d peiqzb Sbunieaineg sog uscpubgulde 3 d eu eeeureg 5 1i6doaBas ſ% qun enanz ͤ usueeue c edeuug (eeu, ee ee e eg) an! 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G⸗ 10 unu arcugg 1ede e eeeeee eeeee ͤi ün be ee uslonzaig dun usbobvapcß Znahe uog usleeelaec d unqzpfsd gunz neuonpſue 210 unbod uenvafgncß segel zwa vg F Miliadeg zunz i00 is ueee dee e eenee e Zoach gqun iuddvzß ojong 10 aaee ee enbe Gauec a0lga! onc Mqe sir uspvadine guvi uenece ue dun Jegdigpdwa daaggad zi eee eeeeeeh lͤeee neusmnanus ussplcpog uen eeen een eeeee elr usdunagnhaog ie0 aeqpggernlunzz aun usfonzi znneen en eeeeen eeeeee eed 2 wa0d apneg Nepicpnt 0 daee e eenee weeeene u uenen eeeee eee eee e ee beeeen we aungeee weee dee e ee een enee eee deeee eeee eeeeeee eee eueg e. eglaeg zufubvavng baaeg ubbe eomu euaene ecebene 0 unel n Ubrbaaite ir nbncſ neeeen wee eeecee ed F Woech kuvag Joag eee eeee e e ee eaene e bonie ueaſoes wod aue 10, ueneeen ehebin eeneen Splinzd znzu jpg Dunpequsazgeigd„eeeeheene e (usgs,) Hapien seuuphoc uog aaifam 22⁰ oIHHenoqusbisg o Bunpaν ſusgzr oun 715g ontz) bunzieg zee anaf TET·—.]...—⁵˙ü⏑⁰ ˙— neue Mannheimer Zeitung(Aus Feit und Leben) Wenngleich die Bearbeitung der nächſten Lieferungen ſchon ziemlich vorgeſchritten zu ſein ſcheint, ſollte unſeres Erachtens die Mitwirkung der Spra bfreunde, denen der heimatliche Dialekt am Herzen liegt, jetzt nicht einſchlafen. Es gilt noch viel zu ſammeln, was in Nachtragslieſerungen, die bei ſolchen literariſchen Unternehmen nicht zu umgehen ſind, verwertet werden kann. Wir empfehlen da u. a. das Sammeln der heimiſchen Kinder⸗ Pennäler⸗ und Studentenſprache. Eine beſondere Prüfung dürften auch die Mundarten der einſtens alemanniſchen ingen⸗Orte auf fränkiſchem Gebiet wegen altalemanniſchem Sprachguts, ſowie die der Sachſen⸗, Wenden⸗ und Zimmerworte erheiſchen, in denen Niederſchläge frem⸗ des Volkstums zu vermuten ſind. Auszüge aus alten Ratsproto⸗ kollen, Zinsrodeln uſw., die in vielen Ortsarchiven ruhen, werden wohl nach wie vor den Bearbeitern willkommen ſein. Die ver⸗ ſchiedenen mundartlichen Beiblätter von Tageszeitungen, ſo das einſt ſo beliebte Karlsruher Gutſcheblättle, der Mannemer Lorenz und die Stadtbas, der Heidelberger Perkeo und andere könnten reichen Gewinn ſpenden. Nur ungern auch vermiſſen wir im Quellenverzeichnis die fränkiſchen Stadtrechte und Götzelmanns Ge⸗ ſchichte von Hainſtadt, die reich an bodenſtändigen Wörtern ſind. Unſere Beanſtandungen, Verbeſſerungsvorſchläge und Wünſche wollen nicht als Nörgeleien aufgefaßt werden, die den hellen Glanz der Gabe, welche die Freiburger Gelehrten im Verein mit den vielen Mitarbeitern der Heimat zu ſchenken im Begriffe ſu. d, irgend⸗ wie verdunkeln möchten. Wir ſprechen es vielmehr deutlich aus: Das Badnerland darf ſtolz ſein auf das neue Mundartwörterbuch. Es wird ſich— dafür leiſtet ſchon die erſte Lieferung volle Gewähr — den bereits vorliegenden Schwäbiſchen, Schweizeriſchen und El⸗ ſäſſiſchen Wörterbüchern würdig zur Seite ſtellen! Iwei Büder von der Bergſtraße Von Dorokhea G. Schumacher Wie liebe ich die Bergſtraße, wohin der Frühling mit Veilchen, Apfelblüte und Maikäfern vier Wochen früher einkehrt; wo im Herbſt die Obſtbäume unter überreicher Laſt brechen und auf den Hängen die Wingerlieder ſchallen——— In Träumen aber habe ich deutliche Geſichte von der fernen Vergangenheit dieſer Gegend gehabt. Borzeit Eine Kette vulkaniſcher Berge ragte ſteil und mächtig am Ufer des rheiniſchen Urſtromes, der damals noch wie ein breiter Meeres⸗ arm das ganze Tal ausfüllte. Die Waſſer toſten bis an den Rand der kochenden Berge, deren Feuerſäule die Nächte der Urzeit er⸗ hellten. Seltſame Ungeheuer ſchwammen ziſchend und fauchend in der Flut umher: Pterodaktylen mit langen Hälſen, Ichtyoſauren mit rieſenſtarken Floſſen, breite, plumpe, entſetzliche Iguanodonten. Ab und zu ſchoben ſich von den Bergen die Lavamaſſen hinab und er⸗ ſtarrten am Rande des aufbrodelnden Waſſers. Immer neue Erup⸗ lionen und Einſtürze veränderten die Linien der Landſchaft, die Höhen der Berge... Das Feuer in ſchien abzunehmen, die Waberlohe klang aus und auch die großen Waſſer des Urſtromes zogen ſich mehr und mehr zurück. Wieſenland begann ſich in Jahr⸗ kauſenden zu bilden, Grün erwuchs auf dem fruchtbaren vulkaniſchen Schutt der Berge. Aber immer noch einmal kam das unterirdiſche zum Durchbruch— der Melibokus war der Verſuv jener age.. Rieſige Geſteinmaſſen ſpalteten ſich unter neuen Um⸗ wälzungen. Durch Einſtürze der vorderen Felsmauer brach das Waſſer hinter die Berge ein und wuſch, jahrtauſendelang ſpülend, nagend, quirlend, allen loſen Schutt aus dem Urgeſtein, bis dieſes wieder in mächtigen, glatlten Blöcken zu tage trat— wie man es im ſogenannten Felſenmeer bei Reichenbach im Odenwald ſieht. Noch lebte kein menſchliches Weſen. Die Bergſtraße war eine düſtere Welt von Baſalt, toſendem Waſſer, drohenden Berggraten, über denen nächtlicher Feuerſchein lagerte. Platea Monkana. Als die erſten Römer ins Chattenland gedrungen waren, ſtan⸗ den die Berge hier wie heute, alle Höhen aber waren noch von dichem, altem Laubwald beſtanden, auf deſſen ſeltenen Lichtungen hier.nd da kleine germaniſche Gehöfte lagen. Der Rheinſtrom 5 breiter als heute durch ſein Tal. Seenartige Waſſerflächen einer Ueberſchwemmung reichten im Frühjahr bis an den Fuß der Bergkette. Dicht an dieſer entlang, etwas erhöht, hatten die Römer ihre treffliche Militärſtraße angelegt, an welchen in regelmäßigen Entfernungen Wachthäuſer ſtanden. Kaſtelle und Villen befanden ſich im Lopudunum(Ladenburg) bei Heppenheim und Alsbach. Die wilden Chatten hielten ſich dem Zuge der Platea Montana fern, ſie hauſten hinter den Bergen im düſteren Odenwald, wo rauhere Lüfte wehten. Eines der Heiligtümer ihres Stammes befand ſich auf der Schloßberg bei Jugenheim. Die Römer belauſchten dort oft⸗ mals ihre nächtlichen Opferfeſte. Die Arkaden römiſcher Villen ſpiegelten ſich drüben im Strom, auf dem römiſche Ruderſchiffe und Kähne mit Weinfäſſern ſtromaufwärts zogen Die Villen der Römer on der Bergſtraße waren mit Moſaikfußböden, Hermen und Pergolen geſchmückt, bei deren Anlage manche Germanenhand un⸗ willig half. Einzelne Römer drangen unter dem Schuße der Milites bis an das Felſenmeer im Odenwald vor, wo ſie aus den zutagetretenden Syeniiblöcken Säulen und Altäre, Meilenſteine Sagen aus Nieder⸗Beerbach Uacherzählt von Karl Demmel Die zwölf Männer Zwiſchen Seeheim und Nieder⸗Beerbach ſoll es nicht geheuer ſein auf der Stelle, wo ein Stein liegt, auf dem ein Hufeiſen ein⸗ gedrückt iſt. In den Befreiungskriegen lag der Stab des preußiſchen Heeres in Seeheim, und da eine eilige Nachricht zu überbringen war, wurde der Ordonnanz, dem Korporal Petersſee beſohlen, noch zur Nachtzeit nach Nieder⸗Beerbach zu reiten. Und der Korporal ritt auch los und kam bald in die Nähe des Steines. Doch da wurde ſein Pferd ſtutzig, und auf einmal wurde es taghell m Walde, ſo daß jeder einzelne Baum zu ſehen war. Schon war der Reiter etwas in Aufregung geraten, doch gab er ſeinem Pferd die Sporen und trabte ſchneller vorwärts. Als er nun direkt bei dem Stein vorbei kam, ſtand da wie aus dem Erdboden ge⸗ zaubert ein Tiſch mit ſchwarzer Decke, worauf auch ſchwarze Feder⸗ kiele in den Tintenfäſſern ſteckten. An dieſem Tiſch ſaßen 12 ſchwarze Männer, der mittelſte am Tiſch hatte aber einen roten Wams an. Der rote Mann nahm ſoeben den Papierbogen ouf und gab dieſen ſeinem Nachbarn mit den Worten weiter:„Schrib Dul“ Der aber weigerte ſich und gab das Blatt weiter. So kam das Stück Papier wieder bis zu dem blutrot gekleideten Manne, denn keiner wollte vom Schreiben etwas wiſſen und jeder ſagte: „Schreib Dul“ Der Korporal war mit ſeinem Pferde vor Schreck gehalten. Der rote Mann ſprach auf dieſen ein und ſagte des Gleiche mit unheimlicher Stimme:„Schreib Du!“ Doch der Kor⸗ poral ſtand immer noch ſtarr und bewegte am ganzen Körper kein Glied. Der blutrote Mann jammerte da in einem Tone, daß dem Korporal das Herz weich wurde:„Will denn niemand ſchreiben von Euch, dann.. Die Geſtalt konnte den Satz nicht be⸗ enden, denn im gleichen Augenblicke verſchwand alles, was hier war; Dunkelheit war wieder und der Korroral jagte förmlich mit dem Pferde gen Nieder⸗Beerbach. Die Nacht“er konnte der Soldat nicht mehr vor Aufregung ſchlafen. Zu dieſer Zeit am⸗ tierte im Dorf gerade Pfarrer Seriba. Zu dem aing am nächſten Tag der Korporal und erzählte ihm alles haarklein. ut gemacht, Du hätteſt ruhig die Feder nehmen und ſchreinen glaub', dann wären erſtensmal die Geiſter erlöſt geweſen und Du ein ſehr reicher Mann. Nun iſt natürlich alles vorbei und Dir erſcheinen ſie nicht wieder. Die 12 Männer aber müſſen nun immer noch manchem einen Schreck einſagen.“ Das ſah wohl der Korporal ein, aber er wußte nichts anderes zu ſagen als:„Ja, Herr Pfarrer, wenn ich das vorher gewußt hätte, hätte ich alles genau ſo geſchrieben. Schönen Dank, Herr Pfarrer, und leben Sie wohll“ Wie man in der Mühle zu den Schatz heben wollte In einer Mühle bei Nieder⸗Beerbach wurde nächtlich oftmels auf dem Hofe eine Flamme bemerkt, ſo daß alle Leute ſagten: „Wahhrſcheinlich iſt ein Schatz an dieſer Slelle vergraben!“ So ließ man auch eines Tages einen geübten Schaßgräber kommen, der es verſprach, die Reichtümer der Mühle heben zu wollen, wenn er zwölf beherzte Männer fände, die zugegen ſein müßten. Die kamen am nächſten Abend denn auch aus dem Dorfe zur Mühle, ſtellt n ſich im Kreiſe um die Stelle herum, durften kein Wort ſprechen, durften ſich auch nicht rühren und auch keime Furcht haben, ſelbſt wenn der Böſe erſcheinen würde. Nun ging der Schatzgräder erſt in die Mühle und begann in der abgeſchloſſenen Kammer ſeine und herein fuhr ein üppig mit Heu beladener Wagen auf einem Rad. Fuhr auf die im Kreiſe ſtehenden 12 Männer zu, doch rührten ſich dieſe ob des Spuks nicht von der Stelle. Denn ſie wollten ſich durch Nichts zum Erſchrecken bringen laſſen. Kurz darauf kam eine Hexe auf einem Beſen geritten, auf deren Haupt eine Flamme brannte. Sie tanzte zwiſchen den enganeinander geſtellten Männern hindurch und ſpie ihnen giftigen Speichel in die Augen, aber die Männer fürchteten ſich nicht. Mit furchtbarem Getöſe ſprang da der leibhaftige Teufel in den Hof hinab und ſchrie:„Den Schatz erſt den Hals umdrehenl“ 5 Da aber waren die zwölf Männer nicht mehr zu halten: ſie liefen, wohin ſie gerade kamen: in den Stall, in die Mühle, in die Scheune, auf den Heuboden, ſo daß der Teufel höhniſch die Mönner auslachte. Da hob ein mächtiges Getöſe wieder on: aus dem Erdboden brannte die bewußte Flamme auf, eine offene eiſenbeſchlagene Kiſte mit koſtbaren Schätzen zeigte ſich einen Augenblick empor⸗ gehoben und verſank dann noch tiefer als ſonſt im Erdboden. Man grub wieder nach, aber immer tiefer fiel der Schatz. Jedoch die und Architrawe herausarbeiteten— bis die hereinbrechenden Chat⸗ ten ſie vertrieben. noch. Maunheimer Mufik-Jeitung Als er geendet hatte, ſagte der Pfarrer:„Das haſt Du nicht ollen:„das Blut Jeſu Chriſti macht uns rein von allen Sünden“, Beſchwörungsformeln zu ſprechen. Auf einmal flog das Hoftor auf wollt Ihr heben, gewiß, ja, aber einem von Euch muß ich dann Jahren nur noch die Peter Kitter Ein Beitrag zur Mannheimer Muſikgeſchichte Von Dr. Gerhart Schmidt(München) Vor 100 Jahren hieß der Leiter des Muſikweſens der Stadt Mannheim Peter Ritter. Er entſtammte einer alten Muſiker⸗ amilie, der der z. Zt. berühmte Fagottiſt Wenzel Ritter, der Freund ozarts, angehörte. Der Vater Peters, Georg Wilhelm Ritter, war lange Jahre Violiniſt am + des Markgrafen von Bayreuth ge⸗ weſen. 1756 ſiedelte er nach Mannheim über, wo Peter am 2. Juli 1763 geboren wurde. Früh wurde deſſen muſikaliſche Begabung er⸗ kannt und gepflegt. Schon mit 9 Jahren übernahm der berühmte Abt Vogler die weitere Ausbildung des Knaben, der bereits große vlrtuoſe Fähigkeiten als Celliſt beſaß, in der Kompoſition. Von ſeinen Frühwerken— Kammermuſik und Symphonien— wurde ſchon 1780 ein Streichquartett in den von ſeinem Lehrer heraus⸗ gegebenen„Betrachtungen der Mannheimer Ton⸗ ſchule“) aufgenommen. Die Ausbildung als Celliſt konnte nicht beſſer gefördert werden als durch die regelmäßige Mitwirkung im Theaterorcheſter, dem der junge Künſtler vorläufig als unbezahlte Kraft angehörte. 1784 erfolgte ſeine endgültige Einſtellung. Die in den vorhergehenden Jahren unternommenen Konzertreiſen in Deutſchland und der Schweiz waren von großen Erfolgen begleitet geweſen. Eine beſondere Anerkennung hatte das preußiſche Koͤnigs⸗ paar dem begabten Virtuoſen gezollt, indem es ihn durch prächtige Geſchenke auszeichnete. Mit ſeiner Berufung an das National⸗ theater begann der raſche Aufſtieg in Ritters 1787 verheiratete er— mit der Schauſpielerin Catharina Bau⸗ mann, einer hochbegabten Frauenrollen. Beſondere Triumphe feierte ſie in den Dramen des jungen Schiller, der ſie während ſeines Mannheimer Aufenthaltes ſchätzen gelernt hatte. Dem Werben des jungen Feuerkopfes und dem des genkalen Iffland gegenüber hat ſie ſich jedoch ablehnend ver⸗ alten. Die Ehe, die ſie mit Peter Ritter einging, was ſehr glücklich; aſt 60 Jahre waren beide verheiratet. Sie erfreuten ſich in ihrem erufe höchſter allgemeiner Wertſchätzung. 1788 fand die Auffüh⸗ rung ſeines erſten Singſpiels„Der Eremitauf Formentera“ nach einem Texte von Kotzebue ſtatt. Weitere Singſpiele „Dilara“— das Libretto ſtammte von dem Intendanten Frh. von Dalberg—„Die luſtigen Weiber“(h, eine ſchlechte Bear⸗ beitung von Shakeſpeares Luſtſpiel durch den Mannheimer Theater⸗ dichter Römer, ein Freund Ritters, und ein Feſtſpiel,„Die Weihe“, entſtanden in den folgenden Jahrenn Das letzte Jahrzehnt des Jahrhunderts brachte für die Stadt Mannheim ſchwere Kriſen. Die Kriege zwiſchen Frankreich und dem Deutſchen Reich machten das Rheinland zum Kriegsſchauplatz. Mannheim ſelbſt wurde mehrfach beſchoſſen und entging nur durch den eh der deutſchen Truppen einer Zerſtörung. Das Nationaltheater hatte in dieſer Zeit empfindliche Verluſte erlitten. Das alte Opernhaus, das ſich in einem Flügel des Schloſſes befand, war mit einer großen Anzahl wertvoller Dekorationen einem Brande zum Opfer gefallen. Ein erheblicher Teil der Künſtlerſchar war geflüchtet und kehrte erſt nach geraumer Zeit wieder in die be⸗ —— Stadt zurück. Ritter und— Familie waren geblieben. eine wirtſchaftliche Lage, wie die auch ſaſt aller anderen Ange⸗ ſtellten des Theaters war in den Kriegsjahren und der ihnen fol⸗ genden Zeit äußerſt bedrängt. Die allgemeine Teuerung veranlaßte das geſamte Theaterperſonal, höhere Beſoldungen zu verkangen; doch konnte dieſen berechtigten Forderungen nur in ganz beſchränktem Maße entſprochen werden. Das Theater ſelbſt war mehrfach nahe da⸗ ran, geſchloſſen zu werden. Ritter geriet in die ſchwierigſte Lage und war gezwungen, Schulden zu machen. Erſt mit ſeiner Ernen⸗ nung zum Konzertmelſter im Jahre 1801 trat eine leichte Beſſerung ein. 1798 war ihm der Titel eines Hofviolincelliſten ver⸗ liehen, veranlaßt durch das Ableben Joſeph Danzis, des Vaters ſeines ſpäter berühmt gewordenen Freundes Franz Danzi. Mit der Berufung zum Konzertmeiſter war Ritter der Leiter der Mannheimer OQper geworden. Ignaz Fränzl, der be⸗ jahrte Muſikdirektor des Theaters, war und heftig ſowohl von ſeiten des Publikums wie von ſeinen Vorgeſetzten ob ſeiner mangelhaften Leitung angegriffen. Das Niveau der Aufführungen, die er leitete, entſprach nicht mehr den Anforderungen, die man ge⸗ wohnt war, an das ehemals ſo berühmte Mannheimer Orcheſter⸗ und Geſangsperſonal zu— 5 Man überließ ihm in den folgenden 0 eitung der vom Theaterorcheſter veranſtalteten Liebhaberkonzerte; war er auch nominell noch der Muſikvorſtand, praktiſch lag doch die Führung in Ritters Händen. Durch deſſen Ernennung zum Großherzoglich Badiſchen Kapell⸗ meiſter— Mannheim war inzwiſchen von Bayern an Baden abgetreten— im Jahre 1803 war der vollzogene Wechſel in den Aemtern auch nach außen hin erkennbar geworden. Ein großer J Der Originaldruck dieſes Werkes befindet ſich deamer Schleßbiblohek. Sle Schriſt. indet ſich in der Mann⸗ Spielplanwechſel fand nicht ſtatt, wie überhaupt ein in beſtimmter Richtu ſtark ausgeprägter künſtleriſcher Wille in der Führung Ritters ſich nicht bemerkbar machte. In den zahlreichen Konzerten, die unter ſeiner Leitung ſtatt⸗ fanden, wurden namentlich Haydns Werke gepflegt, vor allem ſeine großen Oratorien. Auch um das Zuſtandekommen guter kirchenmuſikaliſcher Aufführungen, an denen ferner der bekannte Juriſt und Muſiktheoretiker Gottfried Weber in hervorragen⸗ dem Maße beteiligt war, erwarb ſich Ritter große Verdienſte. Wei⸗ tere Erfolge errang er ſchließlich auf ſeinen noch häufig unternom⸗ menen Konzertreiſen als Celliſt. Auch vor Napoleon mußte er 1806 am Badiſchen 125 Proben ſeiner Kunſt ablegen. Seine Kompofſitionstätigkeit erlitt krotz aller an⸗ ſtrengenden Tätigkeit keinerlei Einbuße. Neben zahlreicher Kammer⸗ und Kirchenmufik ſchrieb er noch über 10 weitere Opern und Singſpiele, von denen mehrere wie„Salomons Urteil“,„der Buthaeſt) drerg und„Der Mandarin“ auch auf den größten Bühnen Deutſchlands geſpielt wurden. Der„Man⸗ darin“ erfreute ſich einer beſonderen Wertſchätzung. Für ihn hat ſich auch Carl Maria von Weber tatkräftig eingeſetzt, der Ritters Schaffen überhaupt reges Intereſſe entgegenbrachte. Eine leiſe Ver⸗ ſtimmung zwiſchen beiden war eingetreten, als Weber 1810 trotz anfänglicher Verſprechen, die ihm von der Erbgroßherzogin Stephanie gemacht waren, nicht die Stellung als Kapellmeiſter am Mannheimer Nationaltheater erhielt und die Stadt verärgert ver⸗ ließ. Da er aber erkannte, daß nicht Ritter, wie ihn ſeine Freunde glauben machen wollten, ſondern die finanzielle Lage des Hofes, die die Bezahlung eines zweiten Kapellmeiſters unmöglich machte, den abſchlägigen Beſcheid veranlaßt hatte, war das frühere gute Ver⸗ hältnis zwiſchen den Beiden bald wieder hergeſtellt. Weber fand bald leinen Weg zu Ruhm und Ehren. Ritter leitete noch bis 1823 die Mannheimer Oper. Nach ſeiner Penſionierung zog er ſich mehr und mehr vom öffentlichen Leben zurück, mit dem er nur durch gelegentlich unternommene Kon⸗ rtreiſen und Aufführungen eines Muſikvereins, den er noch bis in ein hohes Alter hinein leitete, in Berührung kam. Am 3 1. Juli 1846 ſtarb er in ſeiner Vaterſtadt, der er bis an ſein Lebensende treu geblieben iſt trotz manchen lockenden Angebotes, das ihm ge⸗ macht war. Seine Beiſetzung fand in feierlichſter Weiſe unter Be⸗ teiligung faſt des geſamten e ſtatt. Die Gattin über⸗ lebte den Gemahl nur um wenige Jahre. 1850 ftarb auch ſie. Von den fünf Kindern, die der Ehe entſproſſen, iſt nur Karl⸗ Aegiſe in der breiteren Oeffentlichkeit bekannt geworden, erſt als Regiſſeur in Mannheim, ſpäter als Leiter des Bremer Stadt⸗ theaters.— Im Gedächtnis der Nachwelt lebt Ritter vor allem fort als Komponiſt des Chorals„Großer Gott, dich loben wir“. Dis muſikaliſche Tradition Mannheims hat ihm viel zu verdanken. Ein vergeſſener Mannheimer Romponiſt Peter Winter, ein gebürtiger Mannheimer, der heute längſt kaum mehr gekannte deutſche Opernkomponiſt, der nach dem jähen Tode des jungen Mozart den Spielplan der deutſchen Opern⸗ bühnen ziemlich unumſchränkt beherrſchte, ſtarb vor hundert Jahren, am 17. Oktober 1825. Er erhielt ſeine Ausbildung in der ſeiner Zeit weithin bekannten„Mannheimer Tonſchule“ des Abtes G. J. Vogler, den Hans Joachim Moſer in ſeiner meiſterlichen „Geſchichte der deutſchen Muſik“(unlängſt bei Cotta in Stuttgart er⸗ ſchienen)„halb Genie halb Taſchenſpieler“ nennt. Nachdem der prachtliebende und verſchwenderiſche Bayernkurfürſt Karl Theodor das bald berühmte Theater in Mannheim errichtet hatte, wurde Winter Muſikdirektor der Mannheimer Oper. Sein erſtes deutſches Opernwerk„Paris und Helena“ war muſikaliſch noch wenig vielmehr ſtark beeinflußt von Salieris italieniſchem Stil. Dann aber regte ihn Mozarts„Zauberflöte“ zu mehreren Werken an. Vor⸗ nehmlich wurde ſeine Oper„Sturm“, nach Shakeſpeares Dichtung, ein wichtiger Vorläufer und Bahnbrecher der deulſchen Romantik. Inzwiſchen war er Hofkapellmeiſter in München geworden. Aber der Kurfürſt ſtand in franzöſiſchem Solde und Winters deutſche Opern ſagten ihm und ſeiner Geſellſchaft wenig zu. Zu lange ſich bewäh⸗ rendem Ruhme gelangte ſein zwar feuriges, ſchwungvolles und ſchmiſſiges„Unterbrochenes Opferfeſt“, das ſedoch weit wenger Zeug⸗ nis ablegt von der Sonderart dieſes muſikaliſchen Charakterkopfes als„Colmal“ und„Sturm“, die noch heute 1 die„Original⸗ Bühnenmuſiken“ manches Theaterkapellmeiſters beliebte Fundgruben —„Das unterbrochene Opferfeſt“ könnte man heute texptlich als orboten von Gerhart Hauptmanns„Weißem Heiland“ und anderen wirkſamen Indianerdramen auffaſſen. Carl Maria v. Weber fand eine Reihe von eingeſtreuten volkstümlichen Liedern in Hillerſcher elegant melodiöſer Weiſe„ſehr niedlich“. Für ſeine„Siegesſymphonie“ vom Jahre 1814 erhielt Weber den perſönlichen Adel. Er hat auch Goethes 133 Singſpiel„Jery und Bätely“ und Goethes Kantate Rinaldo vertont, eine Komqpoſttion, die, wie Goethe ſelbſt ſagt(Tag⸗ und Jahreshefte 1811),„einen ſchönen Genuß gewährte“. In der großen Reihe feiner Opern befindet ſich auch ein„Bettel⸗ Rudent“. P. Wko. ————— 8 ——————— Samstag, den 17. Oktober 1925 neue mannheimer Jeituna[Mittaa⸗-Rusgabel 9. Seite. Nr. 481 Landwir. ſchaſt 8 Von der Weinernte „Im Rheingau, in Rheinheſſen und in der Pfalz hat die Leſe ſcheß ntels eingeſetzt. Der Rotherbſt iſt in 10575 Genn 5 n beendet. So verſchieden wie der Leſebeginn ſind auch Er⸗ 5 und Qualität. Von der oberen Haardt lauten die Nach⸗ Kauflt ungünſtig. Die Leſe iſt beendet, die Qualität mäßig, die end fluſt gering. In der Mittelhaardt wird die Qualität des be⸗ Weißherbſtes als befriedigend bezeichnet. Im Aheingau Nahrich. man ſich einen guten Wein. Ganz verſchieden lauten die 155 richten aus Rheinheſſen. In den verſchiedenen genannten Ge⸗ Gr 85 ſchwankt das Gewicht nach Oechsle zwiſchen 50 und 120 dei„ebenſo ſchwankend ſind natürlich auch die Preiſe. In Dürk⸗ 50 18 wurden die Tauſend Liter Rotmoſt zu 440—520 Mark bef auft, in der Kallſtadter Gegend zu 490 Mark. Aus Rhein⸗ ſſen werden Zentnerpreiſe von 12—15 Mark und Stückpreiſe Mark genannt. Im Verzapf koſtet das 0 neuer Sportliche Rundſchau Flugſport iſt Deulſche Weltrekorde im Segelflug. Aus Koktebol⸗Rußland 905 Darmſtadt folgendes Telegramm eingegangen:„Nehring 10 Uhr auf Conſul 24,4 Kilometer. 435 Meter Höhe, höchſte Höhe 855 Wettbewerbs, Landung über Start.“ Zu dieſem Telegramm zeilt 5 die akademiſche Fliegergruppe Darmſtadt mit: Der Streckenflug fa Kilometer ſtellt eine neue Welthöchſtleiſtung dar. Der Flug ud im Rahmen des ruſſiſchen Segelflugwettbewerbes auf der Krim Wel Nehring ſtellte ſchon dieſes Jahr in der Rhön einen neuen iſt tſtreckenrekord mit 21 Kilometer auf. Beſonders hervorzuheben 55 daß bei dem jetzigen Flug die abſolute Höhe des Landungsplatzes als die des Startplatzes war. Das Flugzeug„Conſul“ gehört Gr akodemiſchen Fliegergruppe und wurde 1923 nach Entwürfen der 1929 be von der Bahnbedarfs⸗A.⸗G. Darmſtadt erbaut. Im Herbſt M legte Botſch auf dieſer Maſchine mit 19 Kilometer zum erſten N eine derartige Strecke im Segelflug zurück. Mit dem Dauer⸗ ſug von 5 Stunden 40 Minuten mit Paſſagier von Heſſelbach auf ebenfalls von der akademiſchen Fliegergruppe Darmſtadt. ſind dem Einſitzer⸗Dauerflug von Schulz mit 12 Stunden 6 Minuten ſämtliche Weltrekorde im Segelflug wieder in deutſchen Händen, Sehrng und Heſſelbach ſind Jungflieger, die erſt dieſes Jahr auf dem daben duderg der akademiſchen Flisgergruppe das Fliegen gelernt Motorradſport „dDas Ergebnis des Feldberg⸗Rennens. Zahlreiche Proteſte 7 karechtigt, teils aber auch durchaus unberechtigt eingelegt, hatten Fol angwierige Nachprüfung des Feldbergrennen⸗Ergebniſſes zur auf S An den Rekordſiegen von Heußer(Klein⸗Schmalkalden) — 85 von Pätzold(Köln) auf Imperia mit Seitenwagen und Wohl chäfer(Frankfurt) auf New⸗Imperial war nicht zu rütteln. iſt; aber haben ſich in einzelnen Klaſſen Aenderungen ergeben. So Gub. B⸗ Maurice Folville auf Bignan vor Kappler auf Simſon⸗ 05 gerückt. Der Mannheimer Simſon⸗Supra⸗Fahrer Kimpel rde zum Klaſſenſieger erklärt. Raòͤſport * Steherreunen in Düſſeldorf. Die erſchienenen zahlreichen Zu⸗ —5 5 werden es nicht bereut haben, den heutigen Rennen beige⸗ — Unſere Hoffnung, der ſunge Hannoveraner Möl⸗ ein ganz hervorragendes Können. Er ſchlug im erſten — 98 125 50 Kilometer alles was ihm vor die Füße kam und ſahrer en zweiten Lauf,— in dem über ½ Minute ſchlechter ge⸗ 50. wurde— nur durch Defekte. Die Ergebniſſe: 1. Lauf Neues aus aller Welt — Ein unfaßbarer Begriff. brettes kann man 1124 Quatuordezillionen verſchiedene Stellungen geben. In Ziffern ausgedrückt würde das eine Zahl ergeben, die man mit 88 Nullen ſchreiben müßte! — Eigenartiges Verhalten digen Tage im Auguſt ſaß ich bock an, der aus dem nahen ſchaute den drei Mäuſebuſſarden zu, bis 4 Meter hoch, fächelnd in der Luft ſtanden und dann und wann, den Sperbern gleich, niederſtießen. faſt ganz weißer auf. Sonne dem Untergang neigte, auf mich zu geflogen und blockte etwa in 4 Meter Höhe und 6 dichten Aeſten einer Fichte auf. ein leichtes Klatſchen der Flügel und im Gleitflug ſteuerte er, auch nur 4 Meter weit, in 1 Meter vor ſeiner Einfallſtelle üverſchlug er ſich in der Luft und fiel mit dem Rücken zuerſt mit einem hörbaren dumpfen Auf⸗ ſchlag zu Boden, genau ſo, mich, da ich auf dem zu können. Meine Vermutung. er ſei wohl verendet, vielleicht habe er Gift gefreſſen uſw., wurde dadurch beſtärkt, daß ich ihn etwa eine halbe Minute lang mit den Fängen liegen ſah. Schon wollte ich ihn holen, liegend, 1 bis 2 Schritte fortzubewegen begann, gel bedienend, wie ein ſind wohl die letzten Tadeszuckungen. Fortfliegen des alten Herrn war ziemlich zuſammenfallend.— den Buſſard wohl zu ſeinem Gebaren veranlaßt haben? mag fragt der Schreiber (Anhalt) erſcheinenden Jagdzeitſchrift finden. Norddeutſchland entla nicht erfolgt. ſpäter in 19 Athen in einer gezählt worden. alsbald lichterloh des Stromes konnte mit des Toten verhindert mit ſechs Kindern. — Die Remontekommiſſion. Gaunerſtreiche und Köpenickiaden Ein zündender Augelblitz iſt nach der„Umſchau“ bei den außerordentlich heftigen Gewittern, die ſich am 10. Auguſt äber den und ſehr viel Schaden angerichtet haben, beobachtet worden und zwar in einem Dorfe in der Nähe von Lübeck. Während Linien⸗ erhellten, kam plötzlich ein ten Wolkenz er befand ſich über ſich auf dieſe“ herab und ſetzte das Gebäude in Brand. Dann rollie die Lichtkugel ſehr ſchnell nach der anderen Seite und verſchwand in einem Arbeiterwohnhaus, das gleich darauf zu brennen anfing. Während der Kugelblitz ſchlugen von allen Seiten andere Blitze in die Häuſer ein. Eine in der Wohnſtube ſitzende Frau wurde getötet.— Wie der ſelten zu beobachtende Kugelblitz zu erwähnte Gewitter zeichnete ſich durch beſondere Heftigkeit aus, in⸗ dem etwaeine Stunde lang von Blitzen erhellt war. Eine Wie zahlreich ſie auftreten können, Angaben des Meteorologen v. Hann: Kärnten in 15 Minuten in Süd und Stunden 3500 Blitze gezählt. Stunde 7000, in Bengalen 800 Blitze pro Minute — Eine menſchliche Fackel. Ein Arbeiter des elektriſchen Werkes Schäftersheim, hat jünaſt die Zuleitung zur Kellerei der neugegrün⸗ deten Weinbaugenoſſenſchaft ausgeführt und wollte am Donnerstag ſeine Arbeit vollenden. Um.30 Uhr wurde unerwartet der Strom eingeſchaltet und totgetroffen bina der Mann am Maſtbaum Kilometer: 1. Möller⸗Hannover 43.37 Min.; 2. Thomas⸗ 3. Wynsdan⸗Belgien 1760 Meter: Breslau 2 Runden · Frankreich aufgegeben. 2. Lauf 50 Kilometer: 1. G Frankreich 44.08,2; 2. Wynsdau: 3. Thomas; 4. Möller. 4. Ganay⸗ anav⸗ denn doch noch machungen Bekanntmachung. A. Stedgent aul Orund des§ ars ditzr 10 8286. B. der Sa 20 u. 9o pol ⸗Str.ren. der.⸗O. bom 15. März 1923 nachfol⸗ gende 81 ortspolitzeiliche Vorſchrift: Noy„Für die Zeit vom 19. Oktober bis 2. e⸗ 1925 werden geſperrt: 29 die Friedrichsbrücke— wegen Vornahme von Pflaſterungsarbeiten— für den Ver⸗ kehr ſämtlicher Fahrzeuge u. Handkarren (der Radfahrerverkehr iſt geſtattet): die Breiteſtraße zwiſchen K 1 und U 1 Iwegen Vornahme von Ausbeſſerungs⸗ ˖ arbeiten an den Gleiſen der Straßen⸗ bahn für den Verkehr ſämtlicher Fahr⸗ d) zeuge. einſchließlich Handkarren und Fahr⸗ räder. g58 2. Der Fahrzeugverkehr zwiſchen der Junenſtadt und der Neckarſtadt wird über die Zöndchbrncke umgeleitet. 118 2. Zuwiderhandlungen werden mit Geld aen 150 Mark oder mit Haft bis zu 14 en beſtraft. annſeim, den 18. Oktober 1925. — Dezirksamt.— Polizeibirektion C. Bekanntmachung. 21 Landtagswabl 1925 betreffend. Str.g nund der 88 20, 30, 41 Zifſer 8 Pol.⸗ Str.„., 366. Ziffer 10, 367 Ziffer 9.⸗ Cuſchies wird für die Zeit vom 17. bis vrdnet⸗ ßlich 31. Oktober 1925 Folgendes ver⸗ lal. Den Angehörigen volitiſcher Organi⸗ innen und Verbände iſt unterſagt, bei — 5 ammlungen, Aufzügen und Kundgeb⸗ Maßten ſeder Art Schuß⸗, Stoß⸗ oder Hieb⸗ drlen mitzuführen. 2⁵ Schla Waffen gelten auch Scheintodviſtolen, dellbarings, im Griff feſtſtehende oder feſt⸗ pirate, Meſſer, Stockdegen, Totſchläger, Bie ralfedern, Knuuppel aus Gummi, Holz Stöcke etal ſowie Knoten⸗ u. andere ſchwere din 2. Propagandawagen dürfen nur einzeln undemem Abſtand von mindeſtens 800 Meter) tags bir in der Zeit von 11.30 Uhr vormit⸗ weße bis.80 kibr nachmittaas fahrer une ſich irater vor. während oder nach der Fahrt an Dud einem Punkte der Stadt ſammeln. getie in N1 genannten Daffen, ferur⸗ erten Hämmer, Holzſtücke. Steine oder an⸗ dürfe, zum Werfen geeianete Gegenſtände Aunt 135 Propagandawagen nicht mitge⸗ erden. Teichut u. Fortzeldungsſchucpflichtigen in die Pruatme an Propagandafahrten unterſaat. Bendvagandawagen ſind am Taße vo der künteena unter Bezeichnuna des Eigen⸗ balters. des Führers und einer kür das Ner⸗ en ſomder Beſebung verankrortlichen Per⸗ oliſewie der Nummer des Fahrzeuges der 8 zeidirektion ſchriftlich zu bezeichnen. 8 Zuwiderhandlungen gegen die Beſtim⸗ beſtrafl. dieſer Verordnung werden mit Haft 1925. 4. Mannbeim. den 15. Oktober Polizeidirektion— Ab Die Reinigung der Paß⸗ u. Meldeſtelle betr. 95 Mit vorzunehmender Reinigung bleibt Aust ittwoch. den 21. Oktober d. Js, das Don unftsbüro— Zimmer 19— und am nerstag. den 22. Okiober d. Js. die Paß⸗ und Meldeſtelle— Zimmer 18— geſchloffen. 24 annßeim, den 16, Oktoser 1925. Bezirksamt.— Polizeidirektion. ſind ja wieder einmal an der Tagesordnung. paar Gauner in Oldesloe in Holſtein „nie dageweſen“ ſein. Bürgermeiſteramt ein reich verſiegelte⸗ Schreiben mit vielen amt⸗ Den 32 Figuren des Schach⸗ eines Buſſards. An einem win⸗ an einem Kleeſtück auf einen Reh⸗ Fichtenwalde austreten ſollte. Ich die über dem Klee, oft nur 3 Dabei fiel mir beſonders ein Er kam etwa 20 Minuten vor 8, als ſich die Meter von mir entfernt in den Nach einigen Minuten hörte ich etwa den etwa handhohen jungen Klee. Etwa als wenn er abgeſchoſſen ſei. Ich ſtellte Jagdſtuhle ſaß, um ihn deutlicher beobachten nach oben, auf dem Rücken als er ſich, auf dem Rücken ſich dabei der Flü⸗ Rückenſchwimmer. Ich dachte bei mir: Das Dieſes denkend und das Was So des Erlebniſſes, das wir in der in Cöthen „St. Hubertus“ veröffentlicht und Flächenblitze den Himmel weithin Kugelblitz aus den erleuchte⸗ einer großen Scheune, ſenkte ſich auf den beiden Gebäuden bewegte, erklären iſt, iſt noch nicht bekannt. Das der Himmel faſt ohne Pauſe Zählung der Blitze iſt anſcheinend zeigen folgende Im Auguſt 1885 wurden in Südweſt 1000 und zwei Jahre Im Oktober 1864 ſind in in Flammen. Erſt nach der Ausſchaltung Hilfe einer Spritze das weitere Verbrennen werden. Der Arbeiter binterläßt eine Familie Aber was ſich ein geleiſtet haben, das dürfte Eines Tages kam beim Gemäß 8 4 der Verordnung des Miniſteriums des Innern vom 28. März 1898„das Auswan⸗ derungsweſen betr.“ bringen wir zur öffent⸗ lichen daß dem Vertreter der Ham burg⸗Amerikü⸗Linſe in Hamburg 83 Herrn Karl Müazenmaier hier. E 1, 19 unterm 10. Oktober 1925 gemäߧ 11 des Reichsgeſetzes rom 9. Juni 1897 über das Auswanderungsweſen, für ſeine Perſon die Erlaubnis erteilt wurde, bei der Beförderung von Auswanderern nach außerdeutſchen Län⸗ dern als Agent des Unternehmens der Ham⸗ burg⸗Amerika⸗Linie durch Vorbereitung von Beförderungsverträgen gewerbsmäßia mit⸗ zuwirken. Die Erlaubnis berechtigt zum Geſchäfts⸗ betrieb im Amtsbezirk Mannheim. Mannbeim, den 10. Oktober 1925. Beßzirksamt.— Polizeibirektion D. Das Auswanderungsweſen betr. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die dem Herrn Werner Hahn in Mannheim am 2. Mai 1928 gemäß 8 11 des Reichsgeſetzes vom 9. Juni 1897 über das Auswanderungsweſen erteilte Erlaubnis, bei der Beförderung von Auswanderern nach außerdeutſchen Ländern als Agent der Ham⸗ burg⸗Amerika⸗Linie in Hamburg durch Vor⸗ bereitung und Abſchluß von Beförderungs⸗ verträgen gewerbsmäßig mitzuwirken, 5 loſchen iſt. Elwa Anſprüche aus der Geſchäftsfüh⸗ rung des genannten Auswanderungsagenten an die von ihm geſtellte Kaution ſind binnen 6 Monaten beim Bezirkgamt hier anzumelden und zu begründen. Näch einem Jahr wird die Rückgabe der Kaution an den Hinterleger gemäß 8 31 der VB.⸗O des Bundesrates vom 14. März 1898 betr. Beſtimmungen über den Geſchäftsbetrieb der Auswanderungsunter⸗ nehmer und Agenten erfolgen. Maunheim, ben 10. Oktober 1928. Bezirksamt.— Polizeibirektion Abt. D. Guterrechisregister. Zum Güterrechtsregiſter Band XV wurde unker.3. 879 am 10. Oktober 1925 einge⸗ tragen: Eduard Eckert, Kohlenhändler und Anna geb. Schmitt, Mannheim. Vertrag vom 25. Auauſt 1925 Ausſchließung der Verwal⸗ tung und Nutznießung des Mannes. Am 10. Oktober 1925 unter.⸗Z. 380: Wilhelm Hein⸗ rich Ferdinand Kiel, Magazinier und Emma Johanng geb. Spiegel, Mannheim. Vertraa vom 5. Oktober 1925 Gütertrennung. Unter.⸗Z. 881: Johann Georg Bader, Mechaniker und Katharing geb. Blum,. Mann⸗ heim. Vertraa vom 9. Oktober 1925 Güter⸗ trennung. Am 14. Oktober 1925 unter.⸗3 382: Franz Ehrlich, Kaufmann u. Carry geb. Ehrlich, Mannheim. Vertrag vom 2. Oktober 1925 Errungenſchaftsgemeinſchaft. Vorbehalts⸗ aut der Frau iſt ihr im Vertrag be Vermögen, ferner alles, was aſe 1 5 von Todeswegen oder mit Rückſicht auf ein Erbrecht, durch Schenkung oder als usſtattung, oder auf ſonſt irgend eine Weiſe noch erwirbt. Unter.⸗Z. 383: Richard Möh⸗ rina. Chauffeur und Eva geb. Eberhard, Mannheim. Vertrag 5 5 Gütertrennung. 5 j Mannheim, den 14. Oktober 1925. Amtsgericht. Drucksachen bee Druckereſ Dr. Haas G. m. b.., Mannhelim. E 6. Zwangsverstelseruns. Dienstag, den 20. Oktober 1925, vormittags 10.30 Uhr werde ich in Ladenbura mit Zu⸗ ſammenkunft am Friedhof(Bahnüberführung) geaen bare Zghlung im Vollſtreckungswege „Alich ve./ gern: 10¹1 Ea 6000 7˙ů0 Schweſelſäure, 1 Partie Alt⸗ Eiſen, Korbflaſchen, mit verſch. chem. In⸗ halt, 1 Reſt Heizöl, leere Fäſſer. Glasröhre, 48 verſch. Steintönfe, leere Blechſchachteln, Säcke, eiſerne Fäſſer, leere Kiſten, Iſolier⸗ ſchnur, leere Kartons und Sonſtiges. Maunheim, den 16. Oktober 1925. Marotzke, Gerichtsvollzteher in Maunheim. Jagdversteigerung. Am Freitag, den 30. Oktober 1925, nachmit⸗ tags 4 Uhr wird im Rathaus hier die Ge⸗ meindejagd mit einem Flächeninhalt von 650 Hektar, darunter 15 Hektar Wald, ab 1. Nov. 1925 bis 31. Januar 1931 neu öffentlich ver⸗ pachtet. Die Bedingungen und Vertröge liegen auf dem Rathaus offen. Wallſtadt, den 14. Oktober 1925. Der Gemeinderat: Kölmel. Versteigerung. In unſerem Verſteigerungslokal— Litera C5, Nr. 1— Eingang gezenüber dem Schul⸗ gebäude— findet am 88 Mittwoch. den 21. Oktober 1925 nachmittags 2 Uhr, die öffentliche Verſtel⸗ geruna verfallener Pfänder(Kleider, Weiß⸗ zeua, Stiefel) gegen Barzahlung ſtatt. Das Verſteigerungslokal wird um 72 Uhr geöff⸗ net. Kinder dürfen in das Verſteigerungs⸗ lokal nicht mitgebracht werden. 8 Städt. Leihamt. FCCĩ ³· ³ Zu vergeben ſind: Textiſwaren in Wene vea 60000 NM. Anzüge im Werte uhn 6000 RaA. Angebotsvordrucke ſowie die beſond. und allgem. Lieferungsbedingungen können gegen Erſtattung der Selbſtkoſten(50 Pfg.) täglich beim ſtädt. Materialamt, L 2, 9 zwiſchen termin 30. Oktober 1925 vormittags 11 Uhr. Mannbeim, den 14. Oktober 1925. 42 Wobnunns-Laudt Geboten: Herrſchaftliche 3⸗Zimmerwohnung, Küche, Bad, mit allem Zubehör, in beſter Lage der Oſtſtadt.*7739 Geſucht:—7 Zimmer. in autem Hauſe und gauter Lage. Angebote unt. X. V. 51 an die Geſchäfts⸗ ſtelle dieſes Blattes. 9 und 3 Uhr abgeholt werden. Submiſſions.⸗ worin der Bürgermeiſter aufgefordert wurde, Remontepferden an einem be⸗ muß man wiſſen, was es für wenn eine Remontekommiſſion lichen Stempeln an, wi die Bauern zur Vorführung von ſtimmten alſ9 Pferbezüch peltt die holſteiniſchen Pferdezüchter heißt, 9 ſich eune An dem beſtimmten Tage erſchienen Bauern und Pferde in Maſſe. Und es erſchien auch ein Major mit einer Or⸗ donnanz und vier weiteren Offizieren, die die vorgeführten Pferde ſachkundig beſichtigten und begutachteten. Und endlich wurde man denn auch über den Preis einig; denn die Kommiſſion war in bezug auf die Preisfeſtſetzung noch großzügiger, als man es ſonſt von den Remontekommiſſionen gewöhnt war. Drei Tage ſpäter ſollten die Pferde, wiederum auf dem Marktplatz von der Kommiſſion ab⸗ genommen werden. Zu der Abnahme erſchienen nicht ſoviel Offi⸗ ziere, dafür aber mehr Mannſchaften. Der„Major jedoch war wiederum dabei. Er nahm die Pferde, ohne noch viel Ausſtellungen zu machen, ab und übergab ſie den Mannſchaften, die ſie weg⸗ führten. Dann zog er ein Scheckheft heraus, unterſchrieb einen Scheck und händigte ihn den dienernden Bauern aus. Es war gerade ein Samstag, und alle Banken waren geſchloſſen. Da blieb nichts übrig, als bis zum Montag zu warten. Am Montag er⸗ ſchienen die Bauern einer nach dem andern bei der Bank, auf die die Schecks ausgeſtellt waren, um einer nach dem andern zu er⸗ fahren, daß die Remontekommiſſion ein groß angelegter Schwindel war, auf den ſie alle zehn— ſo groß war die Zahl der Geſchädigen— hereingefallen waren. Solch eine Aufregung wie an dieſem Montag hat es in dem Städtchen Oldesloe noch nie ge⸗ geben. Die empörten Bauern zogen vor das Bürgermeiſteramt und verlangten von dem armen Bürgermeiſter die Bezahlung ihrer zehn Pferde. Der berief ſich auf ſeine Stempel und Siegel und warf ſeinerſeits den Bauern Dummheit und Unvernunft vor. Der Verbleib der Pferde aber iſt bis auf den heutigen Tag nicht auf⸗ geklärt. — Eine neue Art von Enkfettungskuren iſt von zwei franzöſiſchen Aerzten namens Carnot und Terris endeckt worden. Es han⸗ delt ſich dabei um eine völlige Abweichung der bisherigen Behand⸗ lungsweiſe. Die Aerzte gewinnen ein Präparat aus den Oraanen magerer oder abmagernder Tiere. Werden kleine Doſen dieſes Prä⸗ parates dem Patienten eingeſpritzt, ſo tritt auch bei ihm in wenigen Wochen ein erheblicher Rückgang des Gewichtes ein. Man kann das Verfahren auch umkehren, d. h. man kann Präparate verwenden. die aus den Organen fetter oder gemäſteter Tiere gewonnen ſind. In dieſem Falle tritt eine Gewichtszunahme ein. Die Wirkung des Ver⸗ fahrens iſt von der Ernährungsweiſe des Patienten völlig unabhän⸗ gia. Die Aerzte haben zunächſt Tierverſuche angeſtellt. Sie mäſteten erwachſene Kaninchen und gewannen aus ihrem Blut und verſchie⸗ denen Körperorganen ein Präparat, das ſie dann anderen Kaninchen einſpritzten. Die Verſuchstiere zeigten dann innerhalb kurzer Zeit eine ſehr ſtarke Zunahme ihres Gewichts. Noch bemerkenswerter war das Ergebnis, das mit Präparaten aus den Organen friſch getöteter gemäſteter Schweine erzielt wurde. Die Tiere batten eine Zunahme von ein Fünftel oder ein Sechſtel ihres Gewichtes. Die beiden Aerzte machten dann Verſuche mit menſchlichen Patienten. Eine Frau im Alter von 69 Jahren erhielt 26 Einſpritzungen, zu denen der Extrakt einer Schweineleber verwendet wurde. Sie nahm daraufhin in 38 Tagen mehr als acht Pfund zu. Eine Frau von 52 Jahren. die ſich derſelben Behandlung unterzog, hatte in 16 Tagen eine Gewichts⸗ zunahme von mehr als 2 Pfund. Patienten. die mit Präparaten aus den Organen magerer Tiere behandelt wurden. verloren an Gewicht. Es iſt wohl noch die Frage, ob dieſe Kur ernſthafter wiſſenſchaftlicher Nachprüfung ſtandhält. It es der Fall, ſo eröffnen ſich der ärgtlichen Behandlung ganz neue Wege. Das ailt nicht nur für Entfettungs⸗ kuren. ſondern auch für ſolche Fälle, in denen entkräftete und ab⸗ magernde Patienten eines raſchen Kräfteerſatzes bedürfen. Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haass, Reue Mannheimer Zeitung, G. m. b.., Mannheim, B 6, 2. Direktion: Ferdinand Heyme. Cheſredakteur: Kurt Fiſcher. Verantwortlich für den polltiſchen Teil: Hans Alfred Meißner; für das Feuilleton: Dr. Fritz Hammes; für Kommunalpolitit und Lokales: Richard Schönfelder; für Sport und Neues aus aller Welt: Willy Müner; für Handelsnachrichten und den übrigen redaktionellen Til: Franz Kircher; für Anzeigen: J. Bernhardt. 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Nr 40—1d, 424—420, 461—500. 3171—3200, 4121—4135. 1556—1600 627—031. 685 700, 1382—1400, 796—799, 1001—104, 106—1100 1126-1150, 1827—1812, 1512—1875, 1003—1017, 1928—1037, 6782 6804, 2031—3000, 1100—- 11010 FVB Nr. 140.—1430, 2151—2187, 2251—2270, 2282— 2300, 3012-3027, 3036—3045. Ani 7½ Uhr. Der Aufruf der Nummern des Bühnenvolksbundes orfolgt durch Posikarte Die Theaterbesucher werden gebeten, zur Vermeidung von Störungen sich ein pünk'lienes Erscheien zum Beginn der Vor- stellung angelegen sein zu lassen. Dbamen- Unterkleidung Herren-Unterkleidung Daut + 1, 4 Altbekanntes Haus für solide Waren Mannhelmer Musikhaus am Wasserturm— P 7. 143 Moderne Sprechapparate stündig Eingang der moderusten Tanzplatten. Planos elgene und ttemde Fabrikate sehr pieiswer Scharf à Hauk Plano- u. Flügelfabrik. G. 4 Färberei Printz Chemische Waschanstalt Gegrùndet 1846 Mannheim 1 Ludwigshafen: iestrage 1. Mittelstrage 1. erstraße 8, Tel. 1105 .Bergdoll vormais Fi. 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