—2— AA2. * F Abend⸗Ausgabe dezugspreiſe: In Manndeim und Umgedung Ite ine aus odel durch die Poſt monatlich.- M..50 ohn eſtelgelo. Bei eventl. Aenderung der wiriſchaftliche Nerbälniſſe Nachlorderung vorbehalten. fofuchecktonn r 17590 Karlsruge— Hauptgeichäftsſtelle E 6. 2. eſchäfts Nebenſtellen Waldhofſtraße 8 Schwetzingen taße 24. Meerfeldſtratze 11. Telegramm Adreſz eneralanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchenti zwöllma. ernprech⸗Anſchlühe Nr. 7941 7942 7943. 7944 u. 7945 3* Bei agen: port und Opie — der Friedenspalt die Auffaſſung in Berlin IBerlin, 17. Okt.(Von unſerem Verliner Büro.) In Ber⸗ iner politiſchen Kreiſen wird gegenüber den Triumphberichten in der Weltpreſſe darauf hingewieſen, daß die Entſcheidung über die 8 Locarno getroffenen vorläufigen Abmachungen jetzt bei der Reichsregierung liegt, die ihnen ja noch zuſtimmen müßte. lles hängt nun davon ab, ob der allgemeine Geiſt des Friedens, von dem in den Schlußreden in Locarno ſo viel die Rede war, ſich in den nächſten Wochen in Taten zeigen werde. Die Stellung⸗ nahme der Delegierten der Beſatzungsmächte zu den eingehenden arlegungen der deutſchen Delegierten außerhalb der Verhandlungen ſtellen im Zuſammenhang mit der Rede des Reichsaußenminiſtecs dweifellos ein umfaſſendes Verſprechen dar, deſſen Auswirkung im unne des in Locarno heraufbeſchwörten Friedensgeiſtes einen end⸗ gültigen Abſchluß erſt möglich machte. Ein beſtimmtes Ziel unſerer elegation bei den Verhandlungen war, Einzelzuſicherungen in ſogenannten„Nebenfragen“ du erhalten. Die Gegenſeite hat das zunächſt abgelehnt und darauf hingewieſen, daß ſie keine Vollmachten in der Beziehung hätte und daß der Weſtpakt zu keinem Handelsobjekt werden dürfte. Von Be⸗ ginn der Verhandlungen in Locarno ab habe jedoch die deutſche Delegation bei jeder Gelegenheit dieſe„Nebenfragen“ zur Sprache gebracht und immer wieder auf die Notwendigkeit einer konkreten ehandlung hingewieſen, die aber auch der Grund des ſogenannten tetardierenden Momentes der letzten Kriſe von Donnerstag abend bis Freitag früh war. Das jetzt Erreichte bedeutet jedenfalls eine ſtarte moraliſche Bindung der Alliierten vor den Augen der ganzen Welt. Die techniſchen Arbeiten ſind in Locarno nunmehr beendet. Die politiſche Entſcheidung fällt aber erſt auf der Londoner Konferenz, wenn die Vorausſetzungen für einen endgültigen Abſchluß feſtſtehen. Es wird ferner die beſondere Bedeutung der Schiedsgerichtsklauſel betont. Bisher war die Entſcheidung über Streitigkeiten, die ſich zu Ehren gebracht, da er durch das Cenfer Protokoll die Grundlage aus dem Verſailler Vertrag ergaben, vollkommen einer Partei in für dieſe Methode des Friedens gebaut habe. die Hand gegeben. Durch dieſe Klauſel wird dem wenigſtens in. Auch der„Petit Pariſien“ äußert ſich ſehr zuverſichtlich ſtärterem Maße vorgebeugt. Ein beſonderer Erfolg iſt, daß es ge- über den günſtigen Abſchluß der Locarnokonferenz.„Dank dieſes lungen iſt, die Regelung der Oſt⸗ und Weſtfragen von einander zu Bündels von Akkorden,“ ſchreibt das Blatt,„ſind zwar die Gefahren trennen. Dadurch iſt der moraliſche Einſpruch Deutſchlands für eines Konfliktes nicht vollſtändig unterdrückt, aber ſie ſind zum Veine direkte Regulierung ſeiner Oftgrenze anerkannt worden. mindeſten ganz beträchtlich vermindert worden. Aus dieſem Pakt Wenn man ſich im Rheinland mehrfach beſchwert hat, daß geht nicht nur für Europa, ſondern auch die Verhandlungen bezüglich des Rheinlandes zu arg zurückgeſetzt für die ganze Welt eine neue Aera der Enkſypannung orden wären, ſo verdient hervorgehoben zu werden, daß man von und Verſöhnung vornherein in Locarno die Taktik einſchlug, zuerſt ein klares Bild und einer fruchtbaren Zuſammenarbeit hervor. Der ungeheure von den Verhändlungen über den Weſtpakt zu gewinnen. Es wurde Fortſchritt in der Sicherheit iſt dem guten Willen zu verdanken, den aber mit Ernſt und Nachdruck immer wieder gerade dieſe Frage in den Vordergrund geſtellt. der Weſtpakt iſt ein Rechtsſieg deutſchlands V Locarno, 17. Oktbr.(Von unſerem Sonderberichterſtatter.) und ſein Widerhall von den maßgebenden Perſönlichkeiten der deutt“en Delegation in⸗ formiert wurden, kam in Locarno eine effeklive ſuriſliſche 2. dung Briands. Chamberlains und Vanderveldes zuſtande. Daß es nicht möglich war, in Locarno ein Dokument zu ſchaffen, das alle Rückwirkungen des Paktes bedingungslos garan⸗ tieren ſoll, ergibt ſich aus dem Charakter der Konferenz ſelbit, die eine Ausſprache der Miniſter war und nicht ein mit dein ganzen fachmänniſchen Apparat augeſtatteter Kongreß. Der Erfolg der deutſchen Delegation in der Frage der Rückwirkungen liegt der Oeffentlichkeit in greifbarer Geſtalt vor. Die Staatsmänner Frank⸗ reichs, Englands und Belgiens haben ſich verpflichtet, die Initiatibe zu ergreifen, die praktiſchen Ergebniſſe des Weſtpaktes für Deutſch⸗ land und Europa aus freien Stücken in Erſcheinung treten zu laſſen. Sechs Wochen trennen uns von der Londoner Konferenz. Dort wird die Nachprüfung und erſte Durcharbeitung der Rück⸗ wirkungsfrage ſtattfinden. das Scho aus paris paris, 17. Okt.(Von unſerm Poriſer Vertreter.) In Paris wird die Unterzeichnung der Verträge von Locarno als eines der größten Ereigniſſe gefeiert, das ſich ſeit dem Kriege zu⸗ getragen hat. Die meiſten Blätter verzeichnen einen gewaltigen Fortſchritt aufdem Wege des Friedens, den man noch vor kurzer Zeit für unmöglich gehalten hätte. Briand ſowie Mini⸗ ſterpräſident Painlevé ernten uneingeſchränktes Lob dafür, daß es ihnen gelungen iſt, das Werk zu Ende zu führen. Senator Henry de Jouvenel ſchreibt im„Matin“, er wiſſe nicht, ob das Parla⸗ ment dieſen herrlichen Erfolg für die Zukunft anerkenne, aber et ſei ſicher, daß das Land und ſeine Volksgenoſſen darin die Be⸗ lohnung für den Sieg finden werden. Bisher habe noch keine franzöſiſche Regierung dem Volke ein ſolches Geſchenk gemacht Auch der ehemalige Miniſterpräſident Herriot wird von Jouvenel un Mnne ſben 0 dem Abſchluß der Konferenz tauchten in deutſchen 1 4 Preſſekreiſen Gerüchte über Meinungsverſchiedenheiten 3 2 Delegation auf. Dieſe Ge⸗ Alles wählt die Liſte rüchte entſtanden trotz der Tatſache, daß Luther und Streſemann auf dem geſtern veranſtalteten Preſſeempfang wörtlich erklärten: „Der Vertrag von Locarno ſei als das Ergebnis einer gemeinſchaft⸗ lchen politiſchen Entſchließung zu betrachten. Wenn trotzdem aller ei Gerüchte von hier aus in die Heimat drangen, ſo liegt die Ur ſache daran, daß der Vertrag von Locarno wohl einen außerordent⸗ lichen Erfolg des deutſchen Rechtsſtandpunktes darſtellt, daß jedoch ie etwas zu ſpät und erſt im zweiten Stadium der Konferenz be⸗ ſchleunigte Diskuſſion der Rückwirkungen des Paktes nicht wie vom deutſchen Volke und namentlich der rheiniſchen Bevölkerung er⸗ wartet, unmittelbar eintretende Ergebniſſe zeitigte Der Weſtpakt efreit von den bisherigen willkürlichen Auslegungen des Paktes durch die Siegermächte. Anſtelle einer einſeitigen Interpretierung. deren furchtbare Folgen Deutſchland ſeikdem ertragen mußte, wird eine ſchiedsrichterliche Interpretierung treten. Dieſem Schieds⸗ verfahren ſollen von nun ab alle Beſtimmungen des Verſailler Ver⸗ trags untergeordnet ſein. Deutſchland erhält in politiſchen Streitig eiten ſeine volle Souveränität. Aus dem Weſtpakt reſultiert Deutſch. lands Bereitwilligkeit, in den Völkerbund einzutreten, jedoch die Vor⸗ bedingung ſolcher Bereitwilligkeit iſt auch ſeine Anerkennung des moraliſchen Rechts Deutſchlands zu ſchaffen. Die Gefahren des Artikels 16 beſtehen nicht mehr für uns, der ſtändige Ratsſitz wird unſere aktive Mitwirkung an der Erörterung und Entſcheidung aller derjenigen Fragen ermöglichen, die mit dem Wiederaufbau Deutſchlands auf das enotte verknüpft ſind. Der Weſtpakt iſt ein Rechtsſieg Deutſchlands, er bildet einen Ausganospunkt einer neuen politiſchen Methode.„Als eines der erſten Reſultate dieſer Methode erwarten wir die Erleichterung der Beſetzungs⸗ — 5 und den beſchleunigten Abbau der militäriſchen Okku⸗ alion. Sind dieſe Rückwirkungen in Locarno erreicht? Darüber wird letzt eine Debatte entſtehen. Düſtere Vorausſagen gingen aus Lo⸗ earnd an hie deutſche Preſſe. Es wird gefragt nach der ſchrift⸗ üchen Bindung Frankreichs, Englands und Belgiens. Beſteht ſie, und wenn ſie beſteht, in welcher Form? Soweit wir geſtern nacht dentſhe Vulkspartei Unſer Weg ſſt Arbell Ziel Anſer Zie die deulſche reibeil. alle Delegierten an den Tag legten. Er iſt der vornehmen Bered⸗ ſamkeit Briands, der Aufrichtigkeit Chamberlains und dem un⸗ leugbaren Mut zu verdanken, den Luther und Stre ſe. mann bewieſen haben.“ Nur einige nationaliſtiſche Blätter werfen in dieſe optimiſtiſche Stimmung einige grelle Töne. So überſchreibt das„Echo de Paris“ die Nachricht von dem günſtigen Abſchluß der Konferenz mit der Ueberſchrift:„Die Verträge ſind ein Triumph für Lufther und Streſemann. 9885 (Weitere Nachrichten hierzu auf Seite 2) Mannheimer eneral Anzeiger Aus en und veben Mannheimer»rauen-Zeitung. Unterhaltungs-Beiſage · Aus der Wen der Cechmk Wand rn und Prestt 9 1925— Nr 482 Rnzergenpreiſe nach Taru be Vorauszatuung pra euuß Kolonetlzeile um Allgem Anzeigen.40 RN⸗MNellam —4 R. ⸗D. Kollektid⸗Anzeigen werden cöher berechnen zür Anzeigen an beſtiimmien Tagen Stellen und Aus gaben vird eine Verantwortung übernommen. Hönere Gewall Streits Beitiedsſtörungen u w. beiechtigen zu ennen Er atz anſprüchen lür ausgeſallene oder beichtänkie Vuspaben oder für vertpätrte Aufnahme von An eisen. Aulttäge gurch Ferniprecher odne Gewähr— Ger chtsſtand Mannbeim Noron Nch! Ween un Rückblick und Vorſch au „Endlich Frieden Die Wiedereroberung der Rheinlande— Arlikel 16 der..c. nd⸗ ſazung— Chamberlain und Skreſemann Locarno: Die Oeffnung des Tores— Locarno gehört zwar politiſch zur Schweiz, aber Charakter und Bevölkerung der Stadt ſind italieniſch. Daher iſt auch der ſadliche Ueberſchwang der Gefühle zu erklären, zu dem die nordiſch⸗nüchterne Auffaſſung in faſt erkältendem Gegenſatz ſteht. Ohne gleich Peſlimiſt zu ſein, braucht man ſich von dem Feuerwerk der Rateten und der Illumination der Seeufer nicht blenden zu laſſen. Aber ein kleiner Schein der Freude ſollte auch in deutſche Herzen hineinleuchten Steht uns auch nicht das oratoriſche Feuerwerk des lateiniſchen Geiſtes zu Gebote, wie es alljährlich in Genf zum Preis de⸗ Völ er⸗ bundes abgebrannt wird, ſo verfügt doch auch die deutſche Sproche über Worte der Anerkennung, der Genugtuung und nicht zuletzt des Dankes für jene Männer, die in unen Nichen Mühen uns das Tor geöffnet haben, durch das wir den Weg in⸗ Freie finden. Denn was auch immer in Locarno erreicht worden iſt, es bedeutet nur den Anfang des politiſchen Friedens für Europa, wie das Lon⸗ doner Abkommen den wirtſchaftlichen Löſungsverſuch darſtellt. Ange⸗ ſichts der kommenden Flut der Kommentare in Preſſe, Verſamm⸗ lungen und Parlamenten iſt es doppelt notwendig, dieſes Poſi⸗ tivum in der geſchichtlichen Umrahmung der Weltgeſchehniſſe als Deich und Damm der Meinungen aufzuwerfen. Wenn je die Binſenweisheit des Sprichworts, daß aller Anfang ſchwer ſei, in der Politik beſtätigt wurde, dann hier. Wenn die „Times ihren erſten Kommentar mit den Worten„Endlich Friedenl“ überſchreibt, ſo charakteriſiert ſie den„Vertrag von Locarno“, wie er in der Amtsſprache heißt, zu dem„Frieden von Locarno“, wie er einſtmals in der Geſchichte genannt werden wird. Sieben Jahre ſind ſeit Kriegsende verfloſſen, und wie einſt Jakob um Rahel ſieben Jahre gedient hat, ſo warb auch Deutſchland ſieben Jahre hindurch um den wirklichen Frieden. Nicht. daß nunmehr der Weltkrieg faktiſch beendet iſt, aber mit der von der Ententeſeite aus⸗ drücklich feſtgeſtellten Gleichberechtigung und Anerkennung der Souveränität iſt Deutſchland nunmehr wirklich wieder in die Reihe der Großmächte zurückgekehrt.(Formal war es dies zwar auch nach Verſailles geblieben, wie es ſich rein äußerlich in der Ent⸗ ſendung von Botſchaftern zeigte, bekanntlich ein Recht, das nach dem internationalen Codex der Diplomatie nur Großmächten zuſteht und das deshalb auch um des äußeren Scheines willen mit allen Kräften und Mikteln von Polen erſtrebt wird.) Inſofern war Locarno alſo die erſte richtige Konferenz im alten Stil Ein Rückfall in die Methoden des einſeitigen Diktates und der Ultimaten iſt nunmehr ausgeſchloſſen, alle Gegenſätze und Reibungen werden in, Zukunft im kontradiktoriſchen Verfahren von gleichberechtigten Partnern am Konferenztiſch oder vor Schiedsgerichten behandelt werden müſſen. Liegt dieſes Ergebnis mehr auf dem Gebiet moraliſcher Erfolge, die unſerem berechtigten Verlangen nach Wahrung deutſcher Würde and Anſehens Genüge leiſten, ſo enthalten die Schlußprotokolle auch Fortſchritte auf politiſchem Gelände. Der europäiſche Friede war bisher durch das Damoklesſchwert des deutſch⸗franzöſiſchen Widerſtreits ſtändig bedroht. Eine Sicherung des Friedens zwiſchen Deutſchland und Frankreich bedeutet aber in der gegenwärtigen Weltkonſtellation die Sicherung des Friedens zwiſchen den Völdern Europas überhaupt. Dder Kampf um den Rhein in ſeiner tauſendjährigen ſtändig wechſelnden Verſchiebung iſt inſofern an einen neuen Abſchnitt gelangt, als die Grenzen von Verſailles nun⸗ mehr für die politiſche Landkarte maßgebend und bindend geworden ſind. Das bedeutet einerſeits den Verluſt von Elſaß⸗Loth⸗ ringen, der trotz des Beugens vor geſchichtlichen Tatſachen ewig im deutſchen Herzen brennen wird, ſo lange die Kreuzblume des Wunderbaues Erwins von Steinbach hinübergrüßt in deutſches, in badiſches Land. Es bedeutet aber auf der anderen Seite das Ende lder Rheinpolitik eines Clemenceaus oder eines Poincare, weil nunmehr die rheiniſchen Lande und die uns beſonders nahe⸗ ſtehende treue Pfalz in ihrem Zuſammenhang mit dem Reich gegen jeden Angriff vom Weſten her geſchützt ſind. Zum drittenmale in der deutſchen Geſchichte ſind die Rheinlande vom Oſten her für Deutſchland zurückerobert worden, und wie 925 und 1815 durch die Verbindung mit dem Kern des Reiches gerade von den Rheinlanden her eine geiſtige und kulturelle Wiedererneuerung ausging, ſo erhoffen wir auch jetzt mit ſehnendem Herzen die Ver⸗ 195 ſtärkung des deutſchen Reichsgedankens, des höchſten und koſtbarſten Gutes, das uns nach Niederlage und Zuſammenbruch geblieben iſt. Unter der Garantie Englands und der übrigen Mächte iſt — auch uns der Schutz der Weſtgrenze verbürgt, deutſches Land im Weſten iſt hinfort politiſch und militäriſch unverletzlich. Die deutſche Delegation kann ſich dieſes großen Erfolges freuen und wir teilen ihre Genugtuung. Aus der Anregung, die in dem Februar⸗ Memorandum der deutſchen Regierung gegeben worden iſt, hat ſich ein Vertragsentwurf entwickelt, der tatſächlich imſtande iſt, der deutſchen Weſtgrenze den Schutz und die Sicherheit zu geben, die ſie infolge unſerer Wehrloſigkeit bisher entbehren mußte. Die Fran⸗ zoſen werden Werk darauf legen, zu betonen, daß ſich am Verſailler Vertrage nichts geändert hat. Und wir werden uns unſererſeits vor der Illuſion hüten müſſen, als ſei in Locarno der Verſailler Vertrag umgeſtoßen worden. Auf jeden Fall aber wird es nach dem Pakt⸗ abſchluß in Zukunft unmöglich ſein, aus dem Verſailler Vertrage gewaltpolitiſche Nutzanwendungen zu ziehen, wie es noch Poincare mit dem Ruhreinfall getan hat. Die Aera der. Sanktionen und Invaſtonen wird vorüber ſein, wenn der Pakt unter:eichnet worden iſt. Der Sicherheitspakt trägt alſo ſeinen Namen nicht umſonſt. So wichtig dieſes grundlegende Ergebnis der Verhandlungen fũr Deutſchland iſt, ſind doch für uns die Rückwirkungen nicht weniger wichtig und bedeutungsvoll. Mit dem Abſchluß des Sicherheitspaktes ſind alle jene endloſen Erſchwerungen, Schi⸗ kanen, Quälereien und Bedrückungen der Bevölkerung des beſegten Gebietes, wie ſie in den Ordonnanzen der Rheinländkommiſſion zu Hunderten und Aberhunderten zu finden ſind ſinnlos geworden. Was unter dem Deckmantel der„militäriſchen Sicherung“ der Be⸗ ſatzungsarmee verordnet wurde, entſprach lediglich dem Geiſt von Verſailles und verhinderte beſonders die moraliſche Abrüſtung die immer wieder von Deutſchland verlanat wurde. Im Gegenteil es verſtärkte nur unſeren Widerſtand und tat neue Abgründe auf. In der Milderung und Aenderung des Beſatzungsregimes wird es ſich zuerſt erweiſen, ob der neue„Geiſt von Locarno“ nicht bloße Phraſe iſt, ſondern Fleiſch und Blut gewinnt. Die Räumung der Kölner Zone, die Rückverlegung der Beſatzungstruppen in die zweite und dritte Zone und Redwzierung auf den Umfang der deutſchen Friedensgarniſonen, die Wiedereinſebung des deutſchen Reichskomiſſars bei der Rheinlandkommiſſion, die Wiederherſteſſung —————————— — — 2. Seife. Nr. 482 Neue Mannheimer Jeitung Abend · Nus gabe) rrrrenr Samstag, den 17. Oktober 1925 der politiſchen Freiheit der Bevölkerung, nicht zu vergeſſen die für Mannheim und Baden beſonders wichtige Gleichberechligung der Handelsſchiffahrt auf dem Rhein, ſind nur einige Poſten aus dem Katalog der berechtigten deutſchen Wünſche. Es wird ſich ja bald erweiſen, wie weit ihnen Rechnung getragen worden iſt. Daß ſie aber vor dem 1. Dezember, als dem Tage der endgültigen Unter⸗ zeichnung in London, in Kraft getreten ſein müſſen, iſt ſelbſt⸗ verſtändlich. denn wenn Deutſchland die großen Opfer, die es auch diesmal wieder bringen muß, auf ſich nehmen ſoll, muß es vor⸗ her den guten Willen Frankreichs am eigenen Leibe verſpürt haben. Die berühmte Aufforderung vor der Schlacht von Crecy richten wir heute an unfere Verhandlungspartner:„Nach Ihnen, meine Herren Franzoſen— und Engländer!“ Eine weitere ſichtbare Folge des neuen riedensſchluſſes wird munmehr auch der Eintritt Deutſchlands in den Völker⸗ bund ſein. Der heißumſtrittene Artikel 16 iſt wenigſtens im Prinzip zu Gunſten der deutſchen Auffaſſung ausgelegt worden. Angeſichts dieſes Erfolges müſſen wir uns notgedrungen mit der Form durch Erklärungen von den Tribünen der Parla⸗ mente Frankreichs, Englands, Italiens und Belgiens abfinden. Mögen ſich dann alle Hoffnungen, die ſich an den Eintritt Deutſch⸗ lands hinſichtlich des Schuges der Minderheiten knüpfen, erfüllen. Wir dürfen aber nicht verkennen, daß die Stockholmer Zeitung„Nya Dagkigt Allehanda“ nur zu recht hat, wenn ſie die Zugeſtändniſſe in der Frage des Artikels 16 als einen Kernſchuß gegen den Völker⸗ bund bezeichnet. Tatſächlich verſchiebt ſich das politiſche Schwer⸗ gewicht noch mehr als bisher aus der Geſamtheit des Völkerbundes in die Hände der europäiſchen Großmächte allein. Ob, wie dies namentlich die italieniſche Preſſe betonte, der Friedensſchluß von Locarno auch das Ende der Entente darſtellt, kann heute noch nicht geſagt werden. So glatt und lücken⸗ los iſt die europäiſche Flurbereinigung denn doch noch nicht ge⸗ diehen, als daß nicht immer wieder einmal der Gegenſatz zwiſchen der Entente als ſolcher und den Unterlegenen des Krieges die poli⸗ tiſche Lage beherrſchen wird. Vorausſichtlich wird aber eine andere uns beſonders quälende Inſtanz der Entente verſchwinden, die Bot⸗ ſchafterkonferenz. Wenn, wie in der engliſchen und fran⸗ zöſiſchen Preſſe gelegentlich angedeutet wurde, Deutſchland einen gleichberechtigten Vertreter in die Botſchafterkonferenz entſendet, würde dies die Wiederherſtellung des europäiſchen Konzerts be⸗ deuten. Uneingeſchränkten Grund zur Freude über die Geſamt⸗ löſung hat vor allem England. Aus den Stimmen der engliſchen Preſſe ſchallt uns heute der Jubelruf entgegen:„Britannia triumphans!“ Und in der Tat, Chamberlain kann auf dieſen Erfolg ſeiner Kontinentalpolitik beſonders ſtolz ſein, auch ohne die etwa merkwürdig ſentimental anmutende Verbrämung ſeines 62. Geburtstages. Das Genfer Protokoll iſt nunmehr end⸗ gültig tot, die engliſche Anregung an Deutſchland, ſeinerſeits ben erſten Schritt in der Frage des Sicherheitspaktes zu tun, hat reichere Früchte getragen, als man wohl urſprünglich in der Downing⸗Street erhofft hat. Freilich hat Chamberlain in Locarno weder das große noch das kleine Himmelslicht Englands geſpart, noch Proſpekte und Maſchinen geſchont. So hat er namentlich am letzten Tage der Konferenz, als wenige Stunden vor der Unter⸗ zeichnung der Protokolle die Polen durch ihre Halsſtarrigkeit noch einmal alles zuſchanden machen drohten, ſie unter einen derartigen Druck geſetzt, daß ihnen die Luft ausging. Dieſe Feſtſtellung der engliſchen Tätigkeit baut von ſelbſt die Brücke zu der uneingeſchränkten Anerkennung, die wir der Tätigkeit der deutſchen Unterhändler zollen müſſen. Wie auch immer die politiſche Bewertung der Schlußergebniſſe ſein mag, für die perſönliche Aufopferung Streſemanns und Luthers iſt kein Wort des Dankes zu ſtark. Engliſche Blätter ſind es, die es offen ausſprechen, daß Streſemann es war, der unter dem Auf⸗ gebot der ihm eigenen Geſchicklichkeit und Energie den Konferenz⸗ wagen in letzter Stunde vor dem Abgrund herumriß. Nicht als Va⸗Banqueſpieler iſt Streſemann nach Locarno gegangen, aber den in unſerer Lage nicht hoch genug einzuſchätzenden Mut zur kühnen Verantwortung hat er in jeder Stunde ſeiner Tätigkeit als Außen⸗ miniſter und vor allem jetzt in Locarno bewieſen. Zeit und Erfolge haben ihm Recht gegeben, und was ihm heute noch parteipolitiſche Verblendung und kleinliche Einſtellung mit Vierwandhorizont ver⸗ ſagen, wird ihm einſt die Geſchichte umſo ſtrahlender zuſprechen. Die Veröffentlichung der Akten des Auswärtigen Amtes hat der ſtaunen⸗ den Welt erwieſen, daß es niemals einen größeren Pazifiſten in Europa gegeben hat, als Bismarck. Was wir ſeit London und Locarno als Mitlebende vor unſeren Augen vorüberziehen ſehen, iſt nur die Fortſetzung dieſer Politik Bismarcks und der Beweis eines Friedenswillens, den uns die anderen bis jetzt ſchuldig geblieben ſind. Wenn nunmehr der Schlußſtrich unter die Kriegs⸗ und Nachkriegspolitik gezogen worden iſt, ſo wird hinfort der Name Streſemanns an erſter Stelle genannt werden. So wird die Zeit hoffentlich nicht mehr allzu fern ſein, wo er nicht nur von der Treue ſeiner Partei allein, ſondern von dem Vertrauen der ganzen Nation getragen wird. Kurt Fischer Intereſſante Einzelheiten VLocarno, 17. Okt.(Von unſerem Sonderberichterſtatter.) Die Konferenzkreiſe beſchäftigen ſich heute noch eingehend mit der Er⸗ örterung der mit Frankreich, Polen und der Tſchechei hier abgeſchloſ⸗ ſenen Schiedsverträge und erblicken darin eine Anpaſſung des fran⸗ zöſiſch⸗polniſchen und franzöſtſch⸗tſchechiſchen Bündniſſes an den nun⸗ mehr verwirklichten Weſtpakt, obwohl eine Bindung zwiſchen Weſt⸗ pakt und Oſtverträgen nicht beſteht und obwohl bei dem Weſtpakt und in den dazu gehörenden Anlagen von Garantiekonventionen, die Frankreich mit den beiden Oſtſtaaten abgeſchloſſen hat, nicht die Rede iſt, ſo beſteht trotzdem ein wichtiger juriſtiſcher Zuſammenhang zwi⸗ ſchen dieſen Oſtverträgen und dem Weſtpakt ſelbſt, denn Frankreich hat infolge des Abſchluſſes des Weſtpaktes eine Beſchränkung der Rechte auf ſich genommen. Es iſt jetzt mehr als früher, einerſeits mit dem Artikel 15 Abſatz 7 der Völkerbundsſatzung, andererſeits mit der engliſchen Earantie zu rechnen, die in einem gegebenen Augenblick ſich auch auf die Vorgänge in Oſteuropa auswirken könnte. Aus dieſem Grunde läßt ſich ſagen, daß die Anbiegung der hier abgeſchloſſenen franzöſiſch⸗polniſchen und franzöſtſch⸗tſchechiſchen Schiedsverträge an den Weſtpakt eine bedeutſame Einſchränkung der bis⸗ herigen Bündnisverträge Frankreichs mit den beiden Oſtſtaaten in ſich ſchließt. Ein poſitiver deut⸗ ſcher Erfolg läßt ſich demgemäß aus dieſer Tatſache ableiten. Die polniſchen Delegierten verlangten urſprünglich, daß von dieſen beiden Verträgen im Schlußprotokoll geſprochen werde. Der deutſche Standpunkt geht dahin, daß der Weſtpakt mit ſeinen Anlagen in keinerlei Verbindung mit den ſoeben abgeſchloſſenen Verträgen Frankreichs gebracht werden darf. Deshalb verzichteten auch die deutſchen Delegierten auf die Kenntnisnahme der Verträge, die von Briand im Schlußprotokoll erwähnt wurden. In der deutſchen Delegation ſprach man heute vormit⸗ tag noch eingehend darüber, weshalb erſt ſo ſpät, nämlich um 4 Uhr nachmittags, aus deutſchen Kreiſen an die Journaliſten die Mittei⸗ lung gelangte, daß eine Schlußſitzung über die Garantie der Verträge ſtattfinden ſolle. Bei dieſen Vorhaltungen wurde von maßgebender Perſönlichkeit der deutſchen Delegation erwidert, daß Reichsaußen⸗ miniſter Dr. Streſemann erſt um 3 Uhr nach einer Rückſprache mit Chamberlain und Briand diejenigen Forderungen durchſetzen konnte, die eine Möglichkeit auf Abhaltung der Schlußſitzung eröffneten Kurz nach 3 Uhr trafen im Hotel Eſplanade die Antworten Englands und Frankreichs ein, lautend im Sinne der von deutſcher Seite zur Geltung gebrachten Wünſche und infolgedeſſen lag keine Veranlaſſung mehr vor, die Schlußſitzung und Garantierung der Verträge am Freitag abend nicht abzuhalten. Es ſei noch erwähnt, daß der nunmehr paraphlerte Weſtpakt nicht allein die Rheinfrage ſondern auch die Gntwaff⸗ nungsfrage und die Luftſchiffahrt unter Schiedsrichter⸗ ſpruch ſtellt. Dieſe Schiedsgerichte ſind noch im Syſtem des alten Haager Schiedsgerichts von 1907 organiſiert. Jede Partei erhält zwei Richter und geht dann zur Wahl eines Obmannes über. Wenn nach dleſem Syſtem eine Verſtändigung nicht erzielt werden kann, ſo ver⸗ anlaßt der Völkerbund die Ueberweiſung des Streitfalles an den Weltgerichtshof. Chamberlain reiſt morgen nachmitkag mit ſämtlichen eng⸗ liſchen Delegierten nach London. Die deutſche Delegation reiſt zumteil heute nachmittag um 4 Uhr ab. die Frage der Erleichterungen V Locarno, 17. Okt.(Von unſerem Sonderberichterſtatter.) Ueber die Frage der Erleichterungen wird mir von maß⸗ gebender Seite mitgeteilt: Außenminiſter Briand wird unmittelbar nach ſeiner Rückkehr den General Guillaumat und den Oberkommaa⸗ dierenden Guerard erſuchen, einen Entwurf auszuarbeiten. Dieſer Entwurf ſoll folgende Punkte enthalten: 1. Beſchleunigte Durchführung aller Maßnahmen, die mit der Rückkehr zum Rheinlandabkommen zuſammenhängen. 2. Die Reform der Gerichtsbarkeit, insbeſondere der Schieds⸗ gerichtsbarkeit. 8. Reorganiſation der Beſatzungsarmee. Für die erſte Novemberwoche iſt eine Sitzung der Bot⸗ ſchafterkonferenz anberaumt, die ſich mit der Kölner Räumung zu beſchäftigen haben wird. 'orgiones Geheimn's Ein Beitrag zur Muſtin der Renaiſſance Unter den Malern der italien'ſchen Rengiſſzmce hat keiner hin⸗ ſichklich des Gehalts ſeiner Bilder ſoviel Rätſel aufg geben als Gior⸗ gione, der Raffael Venedigs. Immer wieder trifft man in den Darſtellungen ſeines Werkes auf ein Fragezeichen, dos die Erklärer zumal hinter den Werken machen, die ohne berechligten Zweifel Glorgione ſelbſt zuzuſchreiben ſind. Die Empfindung eines vagen Herumratens an der Löſung dieſer„Rätſel“ muß ſich bei all dieſen Erklärungsverſuchen einſtellen. Es erſcheint daher höch't bedeutſ m, daß es einem deutſchen Kunſtſchriftſteller gelungen iſt, Licht in ieſes Dunkel der Bildinhalte Giorgiones zu bringen und eine Löſung der Rätſel en, die, abgeſehen von ihrer undedingten Ueber⸗ —7 der ſymvathiſchen Beſchadenheit cuftritt, nur einen Teilbeitrag zur Kenntnis und Würdigung der Geſamt⸗ perſönlichkeit zu bieten“. Die Eige art des Ver aſſers des Direk ors der Mannheimer Kunſthalle, Dr. G. F. Hartlaub, ſein Spe ial⸗ gebiet nach allen Seiten zu durchbrechen und ſpekula v zu erg'n⸗ zen, hat in dieſem Fall die beſondere Di⸗poſit on für daz Gelingen eines bedeutſamen kunſt⸗ und Verſu; es ergeben. Daß dabei dem Spürſinn eine reiche Phantaſie weiterhalf, konnte nur oũn ein. Die——5 aber nicht umfanoreiche Unterſuchma, der das Bildmaterial beigegeben iſt(erſchienen bei der Allgeweine! Verlansanſtalt, München), nimmt ihren Aus⸗angspunkt von dem Gewälde Giorgiones in der Wiener Staoteg⸗lerie, das mon bisher als die„Drei Philoſopben“, Aſtrologen oder auch Feldmeſſer be⸗ ichnet hat. Dieſe Bezeichnung wird man noch der Deutung Hart⸗ gaube entſchieden korrigieren müſſen, da er überzeuoend nichweiſt, daß die drei Geſtalten auf der rochten Seite de; Pild's(die übri⸗ gens in der Neproduktion in der Mutherſchen Geſchichte der Malere: merkwürdigerweiſe links ſtehen) als die ſumboliſchen Vertreter der drei tyviſchen Einweihungs grade eines geheimen Bondes lten können. Hieraus ergibt ſich die Frog⸗-ſtellung de Unter⸗ uckema: haben ſolche»eheime,„ſogenartige“ Geſ⸗llſcha ten um 1500 in Atalien. zumal in Venedia, beſtanden, oeböten ihnen auch Künſt⸗ ler im allgemeinen und Gierajone im beſonderen an? Das zweite Karitel des Puches ſiefert in Beonworturg dieſer Fragen das. was der Untertitel beſget: einen koonſtoeſchi—licken Bei⸗ trag zur Myſtik der Renaiſſance. Mit viel Emſigkeit iſt hier aus allen möglichen Gebieten das zuſammergetragen, woa ſi üder die gebeimen Geſellſchaften, die um die Wende des 15. Johr⸗ under!s beſtanden, ſagen läßt. 18 und Aſtrologie ſeen wir in Venedig in erſtaunlicher Blüte; die neurlotoniſche Myſtik, die wie ein Goldſtrom unter der Decke der geiſtigen Oberfläche des Mittelalters dahingefloſſen war, verbindet ſich mit d eſen Gebeim⸗ diſziplinen; die geheimen Zirkel gewahrt man zugleich als Pf ege⸗ ſtätten der in neuer Kraft erblühenden Muſik. All deſe Einzel⸗ bauſteine der ſogenannten„Akademien“ werden ebenſo ſorgſam wie kurz zuſammengetragen, um dann aus den kekannten Zuſammen⸗ hängen der Aſtrologie mit Dürers„Melarcholie der Vedeutung des Planeten Saturn uſw., die„Drei Philoſonfen in erſchöpdender Erörterung zu erklären:„Die drei Männer ſind nach Alter, Tätig⸗ keit, Temperament und Tracht als ſymwboliſche Vertvoter der drei typiſchen Einweihungsgrade gekennzeichnet, wie ſie in Muthos, Sp⸗⸗ kulation und Ritwal ſowohl der„hermetiſchen“ Adepten⸗ wie der zakademiſchen“ Philoſophenbünde der Renaiſſance eine Rolle ielen.“ 3 3 Auf dieſen Nachweis unternimmt es der Verfaſſer, die übrigen Werke Giorgiones nach dem gewonnenen Geſichtspunkt zu unter⸗ ſuchen. Dabei erſcheint plötzlich ſedes Bild in einem anderen Licht. Und es iſt diesmal nicht ſo wie in dem Goethewort. daß ſich auch manches Rätſel knünft, ſordern viele Rätſel müſſen ſich wirklich in dieſem neuen Plickvunkt löen. Das Dre⸗dne“„Horeſkon“ ſtellt ein intereſſantes Feld dar, und wenn der Verfaſſer verſichert, daß er keinen Univerſalſchlüſſel bi⸗tet, ſo zeigt die folgende Erörterung, daß ſeine Entdeckung doch höchſt fruchtbar ſein kang. Außer der erſchöpfenden Deutung, die das berühmte Gewälde im Pölazzo Pitt', „Das Konzert“, erhält(für uns der wertvol'ſte Gewirm des Buches), ſei nur noch auf die Erkärung der Fomilie de⸗ Giorgione“ hin⸗ gewieſen, der bislang ſämtliche Hiſtoriker ratlos gegenüberſtan⸗ den. Was er mit der„Familie“ ſaen wollte, bat roch kein Mencch entrötſelt“, kloat 3. B. Muther und wie er alle anderen. Trotz der cefäyrlichen Küßnbeit“, die der Verfaſſer für ſeine Deutung des Pildes im Juſommenhang mit ſumboliſchen Gebeimäten asgibt, iſt ſeine Dorſtellumg nicht allein viel weniger kühn als die ſeiner zahllreichen Vorgänger, ſie gibt auch eine poſitive An“wort auf de geſamte, mit dieſem Rild verfrüpfte Frageſtellurg, mag er vun im einzelnen der Korrektur bedürſen oder nicht.— Doch die Er⸗ örterung bleibt bei den rein bildlichen Sombalen nicht ſteh n, ſie fucht noch tiefer in die Zuſammenhönge einzudringen und befraat deshaſb zum Schluß die Pildniſſe, die man Gioraiose zuſchreibt. Hier ſind es die merkwürdigen Zeichen unter den Bildern, die die Richtung für die Antwort weiſen. Der Kraft der Argumente, die Hartlaub ayführt, wird ſich nie⸗ mand entzſehen köanen. Bedenkt man ferner, das ſich die Unter⸗ ch ſuchung völlig in einem Neuland wrechtſinden mußte, ſo wird man ihre Bedeutſamkeit für die kunſtaeſchichtliche Betrachtung im weite⸗ ſten Sinne nicht hoch genug annehmen können. Dr. K Vandervelde erklärte mir: Als direkte Folge des Paktes iſt die Abſchaffung aller aus dem Verſailler Vertrag noch be⸗ ſtehenden Sanktionen und die Beſeitigung der mili⸗ täriſchen Beſetzung anzuregen. Man fühlt ſich durch den Vertrag von Locarno gebunden, die Herſtellung der freundſchaft⸗ lichen Beziehungen zwiſchen den Vertragsmächten zu fördern? Briand ſagt mir folgendes:„Durch den Rheinlandpakt iſt in Europa eine Geſellſchaft gleichberechtigter Nationen entſtanden.“ Streſemann ſagte mir:„Wenn wir wollen, bietet der Ver⸗ trag von Locarno die erſte Stufe zum weltpolitiſchen Wiederaufſtieg Deutſchlands.“ Badiſche Politik demo rat ſche„Sachlichkeit“ Die Deutſche Volksvartei hat nach ihrem Programm. nach ihrer Arbelt und nach der Schichtung ihrer Wähler den Anſpruch. als Mittelpartei zu gelten. Nun ſieht man im Wahlkampfe, daß die Parteien links von ihr. einſchließlich der Demokraten. nur immer mit dem Schlagwort„Rechtsparteien“ operieren und dabei keine Unterſcheidung machen in der Einſtellung der einzelnen Parteien zu beſonderen Problemen. So lieſt man in den Verſammlunasberichten über Ausführungen demokratiſcher Redner, daß die„Rechtsparteien bei den verfloſſenen Reichstagswahlen maßloſe Verſprechun? gen in der Aukwertungsfraae gemacht hätten. die ſie dann nicht hätten balten können ſo 9i ſich nun ihre enttäuſchten Wäher von ihnen abwenden würden. Dazu ſei bemerkt: Für die Deutſ nationale Partei mag vielleicht das zutreffen. Diee Deutſche Volks⸗ partei muß ſich aber ſolche Irreführung für ihren Teil verbitten. Sie hat, obwohl in der Aufwertungsfrage führend, von vornherein mit Rückſicht auf unſere heutige Wirkſchaftslage keine allzu großen Verſprechungen gemacht und katſächlich iſt auch der größte Teil ihrer Forderungen erfüllt worden. Zur Charakteriſierung der ganzen Art der demokratiſchen Ach⸗ tation nur noch zwei Gegenüberſtellungen:„Neue Bad. Landesztg. vom 17. Okt. Nr. 527. Seite 2. „Was die Rechtsregierung in Locarno vollführte, geht weit über das hinaus, was jſe an Verſtändigungspolitik eine demokratiſche Regierung angeboten hätte.“ Dagegen in derſelben Nummer. Seite 3: „Es zeigt ſich immer mehr, daß die von Deutſchland... ausge⸗ gangene Idee des Weſtpaktes eine„Tat“ war. Und wenn wir in Deutſchland ſelbſtverſtändlich mit vielem, was dabei herauskommt, nicht reſtlos zufrieden ſind, manches ſogar ungern fehen werden. ſo wird ein Erfolg doch nicht geleugnet werden können: Die Grundlage eines einigermaßen feſten Friedens wird gelegt ſein Manchmal merkt man in der Hitze des Gefechts garnicht, wle mon ſich ſelbſt widerlegt. Deswegen ſei dies hier einmal ausdrück⸗ lich feſtſtellt. die deutſche volkspartei im Wahlkampfe Die Bezirksdereine Oberſtadt 1 und 2 der Deutſchen Volks⸗ partei hielten am Freitag abend im oberen Saale der Landkutſch⸗ eine Verſammlung ab, die einen guten Beſuch aufzuwei en hatte Der Vorſitzende Architekt Baumüller eröffnete die Verſamm⸗ lung und gab hierauf dem zweiten Kandidaten Dr. Wal de ck das Wort, der über das Thema„Die Bedeutung der badiſchen Landtags“ wahlen“ ſprach und deſſen intereſſante Ausführungen wie immer ſtarken Beifall fanden. Dder Spigenkandidat Stadtrat Haas ſprach anſchließend in feſſelnder Weiſe über kulturelle Fragen, beſonders über die Erhaltung der Simultanſchule, auch ihm wurde lebhafter Beifall geſpendet. An die Ausführungen der Redner ſchloß ſich eine lebhafte Aus⸗ ſprache an, an der ſich die Herren Stadtrat Ludwig, Rin ſchler, Neureuter, Stadtrat Hartmann, Oberpeſ ſekretär Walther ſowie Frau Hoffmann beteiligten. Nach Dankesworten en die Redner ſchloß der Vorſitzende die ſtimmungs⸗ 4130 e ee e 15 de 2005 19 5 Hoffnungen für den erfolgreichen Ausgang der Wa rechtigt. Am gleichen Abend ſand im„Neckarſchloß“ eine Verſammlung der Volkspartei für die Neckarſtadt ſtatt, in der Stadtrat Haaß und Bezirksrat Moſes mit beſtem Erfolge die liberalen Ideen vertraten. Das gleiche kann auch von der Verſammlung berichtet wer⸗ den, die am Donnerstag abend für die Oſtſtadt im Parteibüre abgehalten wurde und in der Dr. Waldeck und uptſchriftleiter Kurt Fiſcher ſprachen. Die Stimmung iſt der Volkspartel on⸗ haltend günſtig. Anſchlag gegen das„Memeler Dampfbool“ — Memel, 17. 1 5 0 15 in der letzten Nacht ein verbrecheriſcher An verü orden. 0 eine Bombe zur Exploſion gebrgcht, die furchtbare wüſtungen in den Geſchäftsräumen angerichtet hat. Decken, Wänd und Türen wurden zertrümmert Der Anſchlag erinnert lebhaft an den Sturg der deutſche Denkmäler in Memel und iſt offenbar ein Anſchlag politiſche Gegner, die die Tätigteit der Zeitung für die Wahlen lahm⸗ Zündſchnur wurde aufgefunden. JJJͤ ðòùxu Mannhbe mer Kunſtverein Geſamtausſtellung Karl Stolmer Wenn man die drei Säle geſehen hat, die das Ergebnis einer etwa fünfzehnjährigen künſtleriſchen Arbeit in Spitzenlelſtun“en herbergen, ſo verſchwindet die Erinnerung an allerlei ſchwache 75 beiten, die man in den letzten Jahren von Karl Stolwer zu ſeh⸗ bekam. Es iſt ſicher nichts Alltägliches, daß ein Dreiß' ger in Lage iſt, ſich mit einer Ausſtellung der Oeffentlichkeit vorzuſtellen gleich bemerkenswert durch Umfang wie durch Eüte. Bei Stohner bewahrheitet ſich das Wort von dem Pronhete⸗, der in ſeinem Naterlande nichts gilt, nicht. Die Mehrzahl der 07 5 geſtellen. Bilder entſtammt dem Mannheimer Privalbeſißz. auch Mannheimer und die Karlsruher Kunſthalle haben Bilder gegeben. So gibt die Ausſtellung ein lückenloſes Eild von Stoh 5 Art. Etwa um 1911 wird man auf den kaum dem Knabenal'e emtwachſenen Jüngling aufmerkſam. Bald erfährt er von 11— Wichert, dem damaligen Leiter der Kunſthalle, entſcheide de ſeß 0 rung. Wichert batte mit ſicherem Blick die uncewößnliche Begeden dieſes jungen Menſchen erkannt. Und ein erſtaumich jäber Nuf be des techniſchen Könnens rechtfertigt in den Jahren nach 1913 0 Erwartungen. Man wird nicht zöbern, zu ſagen, daß in jener 3 er unter den badiſchen ſungen Malern zum mind ſten, keiner wer e ſopiel verſprach und der ſo gekonnte Bilder malſe wie Karl Stob er, In dieſen Jahren ſind die ſchönen Stilleben mit Aepte'n. die außß 0 ordentlichen Blumenſtilleben entſtanden, die ſo eirdri⸗glich von de ſicheren Farbengefühl des Künſtlers zeugen. Es ſind tonig ſchwerem Farbenauftrag und einer bhreiten Spachtellechnik bi- eſen Arbeiten von ſtark dekorativem Reiz, die aber durch das Temee⸗ 1 ment des Vortrags weit über das Nur⸗Dekorative bnausgehoße, merden. Ohne weiteres ſind an den Pildern die Einffüſſe ab⸗wle⸗ 0 denen der junde Moler in dieſer Eytwicklungszeit erlegen iſt. 10 Gogh. Cezanne, Piſarro, Renoir Degas: mon ſteht, es hig in erſter Linſe Franzolen, die ihm, teilweiſe ci ſemer Reit die Frankreich. zum(rlahnis ceworden ſind. Natürlich ſind auch 5 deutſchen Impreſſioniſten nicht ohne Bedeutung geweſen. aber iſt erſtaumlich: Karl Stohner bat weder den geregelten Urt richt einer Afademie noch eines Lehrers genoſſen: er iſt olſo, 17 er iſt, durch ſich ſelbſt geworden. Und es iſt ſchon der Peweſs kabelhaften manvellen Fertigkeit, wie und wie raſch er ſih Maſweiſe ſeiner Vorbilder aneignet und mit wieviel Geichick ag Geſchmack er ſie zu handhaben weiß. Aber— und auch das erde 15 bei aller Bewunderung des imvonierenden Könnens oeſant w — eines vermißt man in der weiteren Entwicklung Sehreeg die Syntheſe des Gelernten, die Ueberwindung des u zulegen hoffen. Die Täter ſind noch nicht ermittelt; lediglich eine EErr E6 i⸗ en t⸗ in r⸗ — . ScaElag, den 47. Oklober 1925 Neue Mannbeimer Jeitung[Adens⸗Rusgabe 3. Seite. N 482 —— Mannheim am Wochenende Unterredung mit Geueraldieektor Löwit— Einiges über die verbeherungen im Betrieb der traßenbahn— Anſchaffung neuer, Umbau alter Wagen— Gleisauswechslungen— HBeginn des Baues der Linie Eindenhofüberführung Kheinbrücke— Keine wWagenheizung un dem Uebertritt in die kalte Jahreszeit wendet ſich das . der Bevölkerung in verſtärktem Maße der Straßenbahn zu. — einem Gang durch die Stadt iſt feſtzuſtellen, daß an verſchie⸗ zwilg Stellen die Gleiſe ausgewechſelt werden, in der Breiteſtraße 50 0 Marktplatz und U/K 1, am Schloß bis zum Amtsgericht, in 0 ittelſtraße. Am unangenehmſten wird von den Lenkern der N und den Radfahrern zweifellos die Sperre in der eren Breiteſtraße empfunden, weil ſie ſeit Montag den ag die Parallelſtraßen nehmen müſſen. Wir haben hier die 0 aufs Exempel. Eine alte, von uns wiederholt erhobene 10 rung iſt in die Praxis umgeſetzt. Man darf annehmen, daß 50 unſere Verkehrspolizei die Erfahrungen, die ſie jetzt ſam. nelt, 80 macht und ernſtlich prüft, ob es nicht möglich iſt, zur Ent⸗ ie 50 der Breiteſtraße einen Teil des Fahrzeugverkehrs dauernd in arallelſtraßen abzulenken. Von Montag ab iſt die Breite⸗ die zwiſchen K und 1 1 für Fahrzeuge unpaſſierbar, weil 1 der Gleiſe in dieſem Straßenteil nach der Beendigung — 8 zwiſchen:S und J⸗T fortgeſetzt wird. Es handelt ſich geſe* völlige Gleiserneuerung, vielmehr werden nur Stücke ein⸗ welct die von den Schienen am Schloß ſtammen, und nach einem 65 Verfahren zuſammengeſchweißt. Die Stöße beim Fahren, die — isher bei den Anwohnern, Paſſanten und Fahrgäſten ſo un⸗ abee bemerkbar machten, wurden durch einen Fehler in der 55 gszeit verurſacht. Als man 1914ſ/5 die Schienen legte, wurde der wen gaetzen unterlaſſen. Mit der Sperre des letzten der Breiteſtraße ſteht gleichzeitig die erneute Sperre für den Fahrzeugverkehr bevor. Die * nbaubehörde läßt die Fahrbahn der Brücke zwiſchen den beiden iſea pflaſtern. ahnen eraldirettor Löwit, der Leiter der ſtädtiſchen Straßen⸗ beſtherr der uns dieſe Mitteilungen, die von allen Fahrzeug⸗ dürſten mit recht gemiſchten Gefühlen aufgenommen werden alten, weil ſie wieder den Umweg über die Jungbuſchbrücke machen — wenn ſie den Neckar paſſieren wollen, bei einer Unterredung Würde gab uns bereitwillig auf alle Fragen Auskunft. Zunächſt nächſte uns einiges über das Bauprogramm geſagt, das in der oft en Zeit zur Ausführung gelangen ſoll. Die Mannheimer, die Maen unteshaken zu tun haben, wird es intereſſieren, daß in den 1707 Tagen mit dem Bau der Linie von der Linden ⸗ 80 bis zur Rheinbrücke begonnen wer⸗ Muf, Die Trace, die ſüdlich an der Schloßgartenſtraße entlang geich iſt ſchon abgeſteckt. Die ſtaatliche Straßenbaubehörde läßt 95 5 die Schloßgartenbrücken verſtärken. Die 185 85 zwiſchen dem Eingang zum Schloßplatz und dem Friedrichs⸗ nüchſe ird aſphaltiert. Während hier die Arbeiten in den 0 8 Tagen beendigt ſein dürften, nimmt die Erneuerung e in der Mittelſtraße noch etwa 3 Wochen in ch. Infolge der großen Arbeitsloſigkeit werden die Arbeiten, Frühjahr verſchoben werden ſollten, jetzt ſchon ausgeführt. 1 gehört die Erneuerung der Gleiſe in der Secken⸗ of zwiſchen Tatterſall und Schlacht⸗ ie Schienen liegen hier ſchon ſeit 1901 und müſſen unbedingt ſtät echſelt werden. Wer dieſe Strecke täglich fährt, wird be⸗ uügen, daß eine Erneuerung dringend notwendig iſt. Mit den Ar⸗ e f iten wird vorausſichtlich ſchon in der nächſten Woche begonnen. A lebe die Erneuerung des Wagenparks iſt folgendes we⸗ Eine größere Anzahl Wagen wird gegenwärtig in der n Juchs in Heidelberg repariert. Gs bandelt ſich durch⸗ Die m ganz alte Wagen, die man nicht mehr laufen laſſen konnte. Plattformen werden innen vollſtändig neu aufpoliert, erhalten neue dun rmen, weil die alten zu klein waren, und außen eine Verklei⸗ bei Muen Teakholz, die praktiſcher als der Blechmantel iſt, weil ſich Linie Ften die beſchädigten Teile leichter auswechſeln laſſen. Auf gebaut laufen ſchon ſechs neue Wagen, die ebenfalls in Heidelberg wird wurden. Sieben weitere ſind geſtern angekommen. Der Reſt inie 3.—3 Wochen geliefert. Sämtliche Neubauten laufen auf 116 Anßz Am 1. Oktober waren auf dem Geſamtnetz 131 Trieb⸗ und aug 240 dgewagen in Betrieb. Der geſamte Wagenpark beſteht z. Zt. wird Trieb⸗ und 158 Anhängewagen. Eine Anzahl Motorwagen eu ee veraltet, zu Anhängewagen umgebaut. Die Um⸗ und Werkſtä en müſſen auswärts ausgeführt werden, weil die eigenen notwe ätten durch die vielen Reparaturen, die durch Zuſammenſtöße ndig werden, völlig in Anſpruch genommen ſind. — 1 dupder herannahende Winter legie die Frage nahe, ob die Hei⸗ mußte der Wagen vorgeſehen ſei. Generaldirektor Löwit abte eine verneinende Antwort erteilen. Man hat früher. ſo adurgernch einer Perſönlichken. Die VBilder ſind maleriſch, Nur. 2. techniſch von großem Reiz— aber es bleibt der Reiz dez ehr rtiſtiſchen. Daß dieſes„Handwerkliche“ ellerdings auf einer hedoden Suuſe ſteh aiht ten Bicdern Oualſeük. In den lenten delital hat Stohner beſonders die Paſtelltechnik gepflegt. Es ſind Balle f1 Arbeiten unter dieſen Bildern, die in der Halptſachs der von 3 entrommen ſind, graziöſe und foſt kokette klein⸗ Blätber Bildnige feinen Farbigkeit. Die wenigen Porträts, wenn man das 8 90 des Vaters ausnimmt, ſind nicht eben bedeutend, und in der Madſchaften fehlt ein tieferes Naturerlebnis. Karl St hner iſt ſchein aler des farbigen Glanzes, nicht des Weſenhaften der Er⸗ als praden. Seine Art iſt alſo im letzten Grunde mehr re⸗ oduftiv m Waduktiv. Sehr ſympathiſch berüßrt, daß er nicht verſucht hat. ahrwaſſer des Expreſſionismus mitzuſchwimmen. Das zeugt do 5 n hrlickkeit und Selbſterkenninis. klaer uf alle Fälle ſcheidet man von dieſer Ausſtellung in aufrich⸗ führi Bewunderung eines großen Könnens, dem mon in Fort⸗ leiſtet g und Weiterentwicklung deſſen, was der Zwanzirährſge ge⸗ gabr t, eine neue Blüte wünſcht. Denn die ürſprünglich ſtärkſte urß abung unter den Mannßeimer Malern iſt Karl Stohner. Gereift F Art porſtoßend, müßte er nun Werke von kohem n. hS. Theater und Maſik Bſic Gemiers„Bölkerbund des Thealers“. Kürzlich war der fran⸗ Wagte Schaufpieler Gemier in Berlin. um einen„Välkerbund des ob 2. 80 zu propagieren. Es wurde bei dieſem Anlaß viel geredet— folgen werden oder folgen können, iſt fraglich, ſehr fraalich. öber dench ſich der Thraterrlauderer des Mafländer„Secolo“ luſtia ſchreibt Plan.„In ſedem Volke, das zum Bunde gehören will“, einer 7070„ſollen alle diejenigen, welche vom Theater leben. ſich zu lung zationalverſammlung vereinigen. Dieſo Nationalverſamm⸗ mem S ein aus einem Präſidenten. zwei Vizerräſidenten und verſch ekretär zuſammengeſetztes Bürd. Sie zerteilt ſich dann in ern. Ptene Tbeaerberufsabteilungen, die aus Antaren. Schaubvie⸗ falls eittektoren. Technikern uſw. beſtehen. Jede Abteilung hat gleich⸗ Sekretn aus einem Präſidenten. zwel Vizepräſſdenten und einem Abteil 115 zuſammengeſetztes Büro. Glücklicherweiſe zerteilen ſich die ten nicht noch einmal. um weitere Präſidenten. Vizepräftden⸗ ur 050 Cetretdde zu arnennen. Jede Nationalverſammlung ernennt 1 vertre 9 Delegation, die ſie auf der Internationalverſammlung ein 11 700 bat: ſede Abteilung ſoll in dieſer Delegation mindeſtens Vörige 2 jed haben. Vis hierher ſieht der großartige Plan eine ge⸗ Hre nzahl von Präſidenten. Vizevräſſdenſen und Sekretäre vor. nun kommt erſt die Hauptſache: Jede Nationalpverſammlung .her wölt führte er aus, Verſuche in der Weiſe angeſtellt, daß man die Wider⸗ ſtände doppelt genommen hat. Die Wärme, die dadurch beim Anfahren entwickelt wurde, war aber ſo gering, daß man von der elektriſchen Heizung abgekommen iſt. Die allgemeine Einfüh⸗ rung würde ganz ungeheure Betriebskoſten verur⸗ ſachen. Bei der Rhein⸗Haardt⸗Bahn iſt es etwas gang anderes. Die Fahrgäſte haben in der Frühe zur Arbeitsſtätte lange Strecken zurückzulegen und können infolgedeſſen nicht in un⸗ geheizten Wagen ſitzen. Die Nürnberger Straßenbahn hat Ofenheizung. In lieen Wagen ſteht ein Ofen auf der Sitzbank. Der Rauch wird durch ein Rohr abgeleitet, der durch die Decke geht. Eine derartige Heizung kommt für Mannheim nicht in Frage. Am idealſten iſt die elebtrif e Heizung, aber bei den hieſigen Stromkoſten nicht erſchwinglich. Die roten Fenſter⸗ mäntel, die vor dem Kriege den unteren Teil der Fenſter und die Sitzbank bedeckten, kommen ebenfalls nicht mehr zum Vorſchein. Man müßte ſie, wenn ſie ſauber gehalten werden ſollen, eigent⸗ lich jeden Tag reinigen. Es ſind ausgeſprochene Bazillenfänger. Zudem hat man die Erfahrung gemacht, daß das Publikum dieſen Winterſchutz nicht ſehr ſchonend behandelt. Wir glauben, daß in dieſer Frage noch nicht das letzte Wort geſprochen iſt. In Ber⸗ lin iſt der vierte Teil des geſamten Wagenparkes, 1000 neue Trieb. und Anhängewagen, mit elektriſcher Heigung ausgerüſtet. Man hat keine beſonderen Heizkörper verwendet, viel⸗ mehr in der gleichen Weiſe wie bei den Mannheimer Verſuchen die Widerſtände, die der Fahrſtrom durchlaufen muß, doppelt ge⸗ legt. Man beließ ſie auf dem Dach des Triebwagens und legte ſie außerdem in das Wageninnere. Durch einfache Umſchaltung durchläuft der Strom die Widerſtände im Wageninnern ſtatt auf dem Dache. In jedem Monat werden z. Zt. in weitere 30—50 Wagen elektriſche Heizungen eingebaut. Wir meinen, man ſollte trotz der an ſich berechtigten Bedenzen. die Generaldirektor Löwit äußerte, einen Verſuch mit der elektriſchen Heizung machen, die für kurze Strecken allerdings nicht unbedingt notwendig iſt. Aber es gibt auch hier eine große Menge täglicher Fahrgäſte, die mor⸗ 550 auf dem Weg zur Arbeitsſtätte große Strecken zurückzulegen aben. Die finanzielle Lage der Straßenbahn hängt pollſtändig von den wirtſchaftlichen Verhältniſſen ab. Die Arbeits⸗ loſigkeit macht Generaldirektor Löwit nicht geringe Sorgen. Ihr Einfluß auf die Einnahmen der Straßenbahn iſt jetzt ſchon recht empfindlich. Von Fanuar biz Auguſt war ein Still⸗ ſtand in der Verkehrszunahme zu beobachten. Erſt der September brachte eine Beſſerung. Das ſchlechte Wetter iſt ja immer ein Bundesgenoſſe der Straßenbahn. An regneriſchen Ta⸗ gen ſind die Wagen ſteis gut beſetzt, ſogar überfüllt. Die Herbſt⸗ meſſe hat ebenfalls gute Einnahmen gebracht. Die Ueberfüllung einzelner Wagen in den Abendſtunden an den vergangenen beiden Sonntagen war lediglich auf den Meſſebeſuch zurückzuführen. Was den piel angefeindeten 20 Pfennig⸗Tarif betrifft, ſo iſt er tatſächlich ſchon erheblich durchbrochen, weil das Publikum ſtändig in zunehmendem Maße die Fahrſcheinbefte kauft, durch die ſich die 20 Pfenniofahrt auf 15 Pfg, verbilligt. Ein großer Teil der Mannheimer Bevölkerung, ſoweit er ſich keine andere Ver⸗ günſtigung durch Wochen⸗ oder Streckenkarten verſchafft, fäßrt beute ſchon zu 15 Pfennig, Nicht unintereſſant iſt die Tatſache, daß ſich Frankfurt anſchickt, den Mannheimer Tarif nachzu⸗ ahmen. Man beabſichtiat, den Kilometertarif abzwſchaffen und ſich an Mannheim ein Beiſpiel zu nehmen Unſer Tarif, ſo be⸗ merkte Generaldirektor Löwit, ſcheint demnach nicht ſo minder⸗ wertig zu ſein, wie er immer hingeſtellt wird. 1* Ein ganzes Bündel Wünſche und Beſchwerden, das General⸗ direktor Löwit bei dieſer Gelegenheit aufgrund von Zuſchriften aus dem Leſerkreiſe und eigener Erfahrungen vorgelegt wurde, gab noch Anlaß gu einer eingehenderen Ausfprache. Die Klagen über Ueberfüllung der Wagen und beträchtliche Ver⸗ [pätungen kommen von allen Linien. Und zwar handelt es ſich um die Morgenſtunden vom Betriebsbeginn bis um 8 Uhr, in denen der e e herrſcht. Als noch von den Beam⸗ ten und Arbeitern unterbrochen, alſo mit Mittagspauſe, gearbeitet wurde, beſchränkte ſich der Hauptverkehr nicht wie jetzt auf die Frühſtunden, er verteilte ſich mehr. Der Spitzenbetrieb war infolge ⸗ deſſen bei weitem wirtſchaftlicher als heute. In Stuttgart z. B. wird unterbrochen gearbeitet. Der Straßenbahnbetrie geſtaltet ſich dadurch viel günſtiger als in Mannheim. Die Direknon 3 jeden verfügbaren ſervemann zum Morgendienſt heran. Selbſt gu⸗ den Werkſtätten wird jeder ausgebildete Fahrer herausgeholt. Bei iſt ebenfalls ausgebildeten Leuten der Vorzug zu geben. nn während des Spitzenbetriebs ein Wagen außer Gefecht geſetzt wird, dann ſind große Verſpätungen unvermeidlich. Es kann dann ſchon vorkommen, daß in einen Anhängewagen 67 Perſonen gepreßt ſind, wie es anfangs dieſer Woche am Tatterſall beobachtet werden konnte. Große Anſammlung von Fahrgäſten am Tatterſall, 15 Minuten Verſpätung, helle Empörung! Ein Ver⸗ dichtungswagen ſchiebt einen Motorwagen. In 30 Meter Entfer⸗ nung folgt der nächſte Kurswagen. Und die Urſache der großen Verſpätung in einer Zeit, in der ſede Minute koßbar iſt? Am Motorwagen war etwas kaput gegangen, er ſtreikte. Eine an ſich kleine Urſache, die große Wirkungen hatte, weil die Störung in den Spitzenbetrieb fiel. Auf der Lin ie 5 ſind in letzter Zeit Verſpätungen vor⸗ gekommen, die durch den eingleiſigen Betrieb in der Mittelſtraße verurſacht wurden. In etwa 3 Wochen, nach der Aus wechslung der Schienen, wird der Betrieb wieder regelmäßig funktionieren. Die Beſchwerden über die Linie 10 ſind berechtigt. weil der Betrieb bis letzten Samstag recht unregelmäßig war. Urſache: Erneuerung des Gleiſes zwiſchen Käfertalerſtraße und Käfertal und gleichzei ige Verſtärkung und Ausbeſſerung der Brücke durch die..G. Seit Sonntag nachmittag wird von Wohlgelegen bis Käfertal das neue Gleis befahren. lieber die Verbeſſerung des Verkehrs auf der Linie 10 ſind Erwägungen im Gange. Die großen Ver⸗ ſpätungen und die Ueber füllung wurden, wie bereits be⸗ merkt, an den beiden letzten Sonntagen durch die Herbſtmeſſe ver⸗ urſacht. Mit der Späterlegung des Schulbeoinns auf.20 Uhr erhofft man eine Verbeſſerung des Frühverkehrs. Als wir General⸗ direktor Löwit ſagten, das Publikum klage darüber, daß es am Tatterſall den Anſchluß nur erreichen könnte, wenn es im Schnellaufen ausgebildet ſei, wurde uns erwidect: Am Tatterſall iſt der Anſchluß für die Linien 7, 10 und 16 gewährleiſtet. Für die andern Linien kann kein Warten vorgeſchrieben werden. Sehr mißlich iſt die Ueberfüllung der Magen, die nach der Rheinſtraße an Börſentagen zwiſchen 12 und balb 3 Uhr fahren. Die Entfernung zwiſchen Poradeplan und Börſe iſt. ſo wurde ums daraufhin erwidert. ſo gering, deß man ganz gut die andern beiden Linien benutzen kenn, die vom Bahnpof bezm. Tatter⸗ ſall zwnn Naradeyſatz führen. Daß beſonderen Verkehrsbhedſirfuſſſen nach Möäalichkeit Rechnung oetragen wird. geht aus der cratfache hervor, deß der Verkehr zwiſchen Friedrichsbrücke und Woldwark an Markttagen verſtärkt morden iſt. Nach dem Schlachthaf iſt am Montag ebenfalls der Betrieb verdichtet. Die Anbringung der Seitenſchilder, die ſich als ſehr praktiſch erwieſen haben, wird auf dem ganzen Netz durchdeführt. Die Farbeder Streckenſchilder wurde, wie Generaldirektor Löwit zugeben mußte, nicht immer glücklich gewählt. Auf der Linie 6 ſoll deshalb eine Aenderung eintreten. Grün und weiß mit oelber Schrift iſt totſächlich nicht in die Augen fallend. Neue wirkungsvolle Farbenzuſammenſtellungen zu finden, iſt allerdings jetzt nicht mehr ſo leicht. Die nach zwei Seiten aufgehenden Türen der umgebauten Wagen haben ſich als unpraktiſch erwieſen. Die neuen Wagen erhalten infolgedeſſen wieder Türen, die von einer Seite aufgehen. Eine weitere Verbeſſerung iſt die Anbringuna zweier Scheinwerfer. In der überwiegenden Zahl der Wagen wurde überdies die Lichtanlage umgeändert. Die Leitungsdrähte waren zumteil defekt. Der Wunſch gach dem Einbau von elektriſchen Weichen am Paradeplatz und am Schloß kann nicht erfüllt werden, weil bei der dichten Aufeinanderfolge der Wagen Entgleiſungen nicht zu vermei⸗ den wären. Viell⸗icht iſt es dafür möglich, am Paradeplatz wie on der Friedrichsbrücke einen Weichenſteller zu poſtieren. Im übrigen wird mit dem Einbau der elektriſchen Weichen fortgefahren, umüchſt an der Biswarckſtraße. Weitere Weichen ſollen in der Hafenſtraße, auf dem Luzenbera und in der Kronyrinzenſtraße ein⸗ gehaut werden. Dum Schluß äußerte ſich Generaldirektor Löwit zu den Klagen über unfreundliches Benebmen des Fabrverſonals: Im ellgemeinen habe ich über die Schaffner und Magenfübrer nicht zu klogen. Man muß bedenken, daß es auch Menſchen mit Nerven ſind, die nicht immer oleich beiter und freund⸗ lich geoſtimmt ſein können. Unterſucht man einzelne Neſchwerde⸗ fälle. dann ſtellt man feſt. daß der Reante manchmal ſchon ver⸗ ärsert und niedergedrückt durch böweſiche Vorkommgiſſe zun Dienſt gekowmen it. In vielen Föllen iſt oher auch des Verhpalten des Nublikums ſchuld an einer ſchron Antwort oder an Swiſchon⸗ köſten, die den Fahroöſten zu Beſchwerden Anlaß geben. Die Strabonbahndireftion leat Wert darauf, bei dieſor Goſegenheit aus⸗ Hrſcklich zut erklören, daß ſie dem Mublikum für ede berechſigte Meſchmerde dankhar iſt. Nur ſoll man nicht gleich in einem ſye⸗ ziellen enl an die Oeffentlickkeit»ehen. ſondern die Beſchnerde on die Direktion richten. geder Nall mird auf das auneneſte unter- ſucht. Das Nerſonal iſt ſtreng angewieſen, gegen die Fahrgäſte höf⸗ lich und zy6vorkommend zu ſein. Die Frage der Tarifverbilligung will ich, ſo bemerkte ich zum Schluß, nicht anſchneiden. weil ich weiß, daß Sie am 20 Pfennig⸗Tarif nach wie vor feſthalten. Antwort: Es gibt nur eine Möglichkeit. Wenn die Mannheimer Bevölkerung will, daß der Wagenpark und die Gleisanlagen ſo vervollkommnet werden, daß ſie ſeder Konkurrenz gewachſen ſind, wenn überhaupt der ganze Betrieb ſo werden ſoll, wie man es in einer Stadt von der Größe und Bedeutung Mannheims verlemgen kann, dann muß am 20 Pfennig⸗Tarif feſtgehalten werden. Ich habe übrigens ſchon hemerkt, daß immer mehr Fabrgäſte die billiaſte Strecke für 15 Pfig. fohren. Der Wagennark wird ſpäteſtens Ende 1926 auf der Höhe ſein. Der Betrieb ſoll durch Fahrplanänderungen und Permehrung der Zahl der Verdichtungswagen weiter verbeſſert werden. Richard Schönfelger, ſie unter dem Patronat des Völkerbundes des Theaters aufgeführt zu ſehen wünſcht. Der Völkerbund, der in Paris ſeinen Sitz haben ſoll, läßt dann in Paris die ausgeſuchten und gutgeheißenen Stücke auf ſeine Koſten aufführen. Um das einfacher und klarer auszudrücken: es handelt ſich um eine Art internationaler Feſtſpiele, die von Zeit zu Heit in Paris unter dem hohen Schutze eines internationalen Feſt⸗ ausſchuſſes und unter der hohen Leitung des Herrn Gemier vonſtatten gehen ſollen. Das Proſekt maa mancherlei Verkockendes haben: aber es iſt ſo weit entfernt von ſeder praktiſchen Möglichkeit, daß es wie ein grotesker Scherz anmutet. Der Verfaſſer des erſten Stückes, das, aus der Abſtimmung in der Nationalverſammlung ſiegreich hervor⸗ gegangen, auch die Stimmen der Internationalverſammlung erlangen und demzufolge in Paris unter den Auſpizien ſenes Völkerbundes des Theaters aufgeführt werden wird. wird ſich glücklich preiſen und ſich in einer Jahrmarktsbude als lebendiges Phänomen dem hohen Adel und dem hochverehrten Publico zur Schau ſtellen können. Nach unſerer Berechnung dürfte eine Einigung über das Programm der erſten Feſtſpiele von den Herren Delegierten in etwa einem halben Jahrhundert erzielt werden können. Solche Theaterbünd⸗ niſſe zwiſchen verſchiedenen Ländern ſind ſchon tauſendmal angeregt und prophezeit worden, aber ſie waren nregelmäßia zu Onde, bevorſie nochbegonnenhatten. Wir können alſo mohl auch den Theaterbund des Herrn Gémier ohne weiteres in die Zahl der üherflüſſigen Utovien eipreihen..“ „ Uraufführung im Kölner Gürzenich. Im erſten Gürze ⸗ nichkonzerte gelangte We Hans Weßtlers, bei einem Vettbewerb in Chikago mit dem erſten Preiſe bedachte Legende für Orcheſter„Afſiſi“ zur Uraufführung und trug unter Leltung des Komponiſten einen ehrenpollen Erfolg davon. Wetzler hat in dieſer einen ſehr ernſten Grundzug wahrenden Schöpfung offenkundig für Eindrücke und Stimmungen die ihn bei einem Beſuche der Geburts⸗ und Ruheſtätte des heil. Franz von Aſſiſt überkamen, nach Aus⸗ druck gerungen. Von ſehr lebhafter Phantaſie inſpirkert, hat We lerd reiche Erfindungs⸗ und Geſtaltun e mehrere eindruckspalle The⸗ men mit der ihm eigenen großen, über alle orcheſtralen Mittel und Techniken unſerer Tage ſouverän verfügenden Geſchicklichleit ſeinen Zwecken dienſtbar glücklichen Einfällen und die Polyphonie bewährt. mögen auch diſſonierende Härten unterlaufen, allenthalben die Meiſterhand. Eine Neithe impoſanter Orcheſterklänge wechſelt mit zarteren harmoniſchen Gebilden als Stimmungträger des einſätzigen, eine Spieldauer von 20 Mruten beanſpruchenden Werks. Leider hat ſich der Komponiſt in dieſer Legende wieber nicht von Richard Strauß frei zu machen vermocht, in deſſen Bahnen wir ihn bei unverkennbarer Klanges⸗· abhängigkeit vielfach wandelnd finden. Wetzlers ureigenes außer⸗ Rund unterbreitet der Internationalverſammlung die Stücke, die dem ordentliches Können ſpricht anderſeits in erfreulichſter Weiſe au⸗ Paul Hliler. gemacht. Auch im Detail fehlt es keineswegs an. Runſt und Wiſ enſchaſt Kardinal Dr. Franz Ehrle, das in weſteſten Kreiſen, insbe⸗ ſondere als Herausgeber des„Archivs für Literatur und Kirchen⸗ geſchichte“ bekannte hervorragende Mitglied der Ge ellſchaft Jeſu, feiert in Rom am 17. Oktober den 80. Gebrrſeg Er iſt 1845 zu Jsny geboren als Sohn eines Arztes 1861 in den Jeſuitenorden getreten, empfing 1876 in England die Prieſterweihe, kam 1889 an die vatikaniſche Bibliothek und wurde 1895 Leiter der Handſchriften⸗ ſammlung. Von 1917—1921 wirkte er in München, dann kehrte er nach Rom zurück und übernahen an der Gregorianiſchen Univerſität eine Proſeſſur für Geſchichte der Scholaſtik. Er iſt Mitglied der bayeriſchen Akademie der Wiſſenſchaften und Ehrendoktor der Uni⸗ verſität München. 1922 erfolgte ſeine Ernennung zum Kardinal. Seine Unterſuchungen über die mittelalterliche Phiſoſophie u. Theo⸗ logie hat er in verſchiedenen größeren Arbeiten teils im Archiv für Literakur und Kirchengeſchichte, teils in anderen Zeitſhriften nieder⸗ legt. Die Geſchichte der veuikaniſchen Bibliothek veröffentlichte er in einem monumentalen Werke. Literatur „ Die Erziehung. Monatsſchrift für den Zuſammenhang von Kultur und Erziehung in Wiſſenſchaft und Leben. Erſter Jahrg., 1. Heft. Verlag Quelle u Meyer, Lelpzig.—„Die Erzi⸗hung“ ſieht ihre vornehmſte Aufgabe in der Zuſammenfaſſung der Einzel⸗ forſchung zu einer erneuerten Wiſſenſchaft von Erziehung und Bil⸗ dung, der Einzelgebiete und ⸗methoden zu einem Zuſammenha ig der Volkserziehung Sie wird in umfaſſendem und produft nem Sinne die Entwicklung des erzieheriſchen Denkens in Deutſchland begleiten, nach allen Seiten anregend wirken und cerfeuern. Sle gibt Aufſätze, Darſtellungen und zuſammenfaſſende Verichte.„Die Erziehung“ wendet ſich nicht allein an die Forſcher und berufsmößi⸗ gen Erzieher aller Art. Ueber Erziehung zu denken iſt nicht allein Sache der Forſchung, ſondern der Bildung überhaupt. Es iſt ein Volksſchaden, daß die volkserzieheriſch ſo wichtigen Nertreſer der Politik, Verwaltung, Wirtſchaft, Wohlfahrtspflege, Medizin, daß Staatsmänner und Geiſtliche, daß vor allem Künſtler, Gelehrte, Schriftſteller ſich faſt entwöhnt haben, Erziehung als eine Angele⸗ genheit zu betrachten, die auch ſie angeht. Für ſie glle iſt„die Er⸗ ziehung“ mit beſtimmt, indem ſie ihre Perantwortlichkeit weckt, ſie zur Mitarbeit anregt und mit den vorhandenen Geiſtesſtrömungen in Verbindung bringt. eeeeeeeeeeee, nene Mannbeimer Zettang Ifdens- Ausgadel rrrrrr Samstag, den 17. Oktober 1925 8 Der Wein,ch ratt Die Schilderung der Studienfahrt ins rheinheſſiſche Weinbaugebiet vor acht Tagen in„Mannheim am Wochenende“ hat unſern Mitarbeiter A. Weber zur Abfaſfung des nachfolgenden Gedichts veranlaßt. Schriftleitung. Ich ſaß die lange Nacht hindurch Im tiefen Kellerſchacht Und hielt, wie's Pflicht und Sitte iſt, Beim jungen Wein die Wacht. Die Kelter droben ringt und knirſcht, Es ſchäumt der neue Wein Und rinnt in einem langen Schlauc Ins Rieſenfaß hinein. Geſpenſtiſch iſt der Kellerraum Vom matten Licht erhellt. 5 Ich hab' ein Krüglein Alten mir Zur Seite hingeſtellt. Verſcheuchen ſoll der mir den Splat; Die Luft iſt ſchwer und ſchwül. Zuweilen gurgelts dumpf im Faß, Und dann iſt's wieder ſtill. Nun ſchau, da hebt mit einemmal Am Faſſe ſich der Spund. Ein Männlein, grau und winzig klein Entſteigt dem ſchwarzen Schlund. Die Wängelein ſind roſenrot, Die Naſe groß und blau; Sein Köpflein wackelt hin und her, Die Aeuglein zwinkern ſchlau. Er nickt mir zu und ſetzt ſich jetzt Vorn an des Faſſes Rand. Ein goldig ſchimmernd Becherlein Hält er in ſeiner Hand. Das Becherlein ſtreckt er mir hin Und weiſt auf meinen Krug; Ich ſchenk' ihm ein, das Männlein leert Ihn ſtracks auf einen Zug. Nun hebt ein Pokulieren an: Ich tu dem Zwerg Beſcheid. Kaum iſt der Krug geleert, ſo ſteht Ein voller ſchon bereit. Ein ſüßer Muskatellerduft Durchzieht den ganzen Raum, Zuweilen kommt mir's vor als wär' Das alles nur ein Traum. Jetzt ſteigt's wie feiner Nebelrauch Vom Faſſe dicht empor; Und als er mählich ſich verzieht, War alles wie zuvor. Verſchwunden waren Zwerg und Glas, Ich ſaß allein beim Wein. Und durch die Kellerluke bricht Der erſte Frührotſchein.——— Drum. wenn dir, lieber Leſer, mal Was äbnliches paſſiert, So wiſſe gleich. es hat mit dir Der Weinſchratt pokuliert. de * Brand in einem Villenneubau. Infolge Unvorſichtigkeit bei Schweißarbeiten an der Dampfheizung gerieten heute vormittag im Dachſtock eines Villenneubaues in der Drachenfelsſtraße auf dem Lindenhof die Holzverſchalung und die Korkiſolierung hinter zwei Wandſchränken in Brand. Das Feuer wurde von der um.02 Uhr alarmierten Berufsfeuerwehr ſchnell gelöſcht. Der Schaden beträgt etwa 1000 Mark. * Lokterie⸗Glück. Bei der geſtern und heute ſtattgefundenen Ziehung der erſten Klaſſe der 26./252. Preußiſch⸗Süddeutſchen Klaſſen⸗Lotterie fiel der Haupttreffer von 100 000 RM. auf die Nr. 178 081 in die Kollekte des ſtagtlichen Lotterie⸗Einnehmers Edvard Möhler, K 1, 6. Da das Los in acht Abſchnitten ver⸗ kauft iſt, erhält jeder Spieler die ſtattliche Summe von 10 000 RM. ausbezahlt. Marktbericht Grau iſt nicht nur die Theorie, wie die Marktleute ihre Waren bei ſo geringem Zuſpruch abſetzen, auch das ganze Marktbild wird von der Witterung grau umrahmt. Grün ſind dabei nur die Früchte des goldenen Baumes herbſtlicher Fülle. Die Luft iſt feucht. der Bo⸗ den naß: ganz anders fallen da die Obſt⸗ und Krautreſte auf, die ver⸗ ſtreut liegen und bei der Näſſe der Pflaſterſteine eine beſonders große Gefahr für das Ausgleiten bieten.— ganz anders eben als wenn die Sonne ſcheint. Während dabei das herumflatternde Papier wenig⸗ ſtens noch den Sonnenſtrahlen ein Feld bietet, um darauf zu ſpielen. geben die naſſen Papierreſte dem Ganzen ein ſo unfreundliches Bild, daß ſie ſchon deshalb nicht mit dieſer Verſchwendung verſtreut wer⸗ den ſollen. Aber die Marktwaren ſind feucht, und wer ſich nur mit einer Düte oder gar mit Zeitungspapier verſehen will. der muß ſchon das Zerſetzende dieſer Feuchtiakeit alsbald wahrnehmen. Es geht nichts über Marktkorb und Marktnetz! Allerdings haben die Markt⸗ frauen diesmal wenig davon geſehen: die Kaufluſt ſcheint wohl aroß. aber die Kaufkraft iſt geringer. Wir müſſen feſtſtellen, daß lediglich der Blumenkohl billig geblieben iſt: das heißt auf deutſch Stagnation, und die iſt nicht immer von wirtſchaftlichem Vorteil. In einer Hin⸗ ſicht wird dem Markt noch ſehr ausgiebig zugeſprochen: in der zeit⸗ gemäßen Frage der Köpfe. Der Kraut⸗Köpfe natürlich. Die Vorſorge für den Winter hört allerdings auf, ſobald man aus dem Bereich des Spitzkrauts und der verwandten Dinge zum Obſt übergeht: da ſieat leider immer noch die Preisſtellung über den guten Willen. Aller⸗ dings wird ab und zu ein Pfund golden ſchimmernder Aepfel ge⸗ kauft: doch nur, um gleich einen Biß hinein zu tun. Aber wehe dem! Er hat ſeine Freude an der köſtlichen Frucht über die Tatſache ver⸗ geſſen, daß dieſer ſo harmlos dreinblickende Apfel ſchon viel. viel länger in der Kälte iſt als er. der alückliche Beſitzer. Und wenn ſchon Mund und Zunge die Kälte vertragen können.— die Zähne und ihre tückiſchen Kobolde, die Zahnnerven, ſicherlich nicht. So endet der aut gemeinte Biß in ſchmerzlicher Kälte: wie eiſig ein ſo glühend rot aus⸗ ſchauender Apfel ſein kann!— Die Macht des Getiers auf dem Wochenmarkt nimmt zu: die Haſen hatten die meiſten Beſucher um ſich verſammelt, deren Warten mit einem auten Sonntaasbraten ent⸗ ſchädigt wird. Auch die Fiſche waren zablreich umſtanden. aber der Abfatz wollte hier keine ſo haſenfüßige Eile erreichen. Ebenſowenig beim Geflügel. Dies kommt übrigens nicht in nur zweierlei Form, tot und lebendig, auf den Markt. ſondern bekanntlich in noch einer weiteren. Als Eier nämlich. Dieſe zeigen, vom Preis abgeſehen, in letzter Zeit einen erſtaunlichen Formenreichtum. Heute gab es neben anderen ſo kleine, daß man nicht annehmen kann. ſie ſeien zum eſſen beſtimmt. Vielleicht iſt es möalich, ſie für die Vorſtecknodel zu ge⸗ brauchen. Elf Pfennige koſten ſie: und das iſt mindeſtens für den an⸗ gegebenen Dekorationszweck ſehr billig! Die im Zuſammenhana mit den Eiern ſtets genannte Butter ſcheint den Schmelzpunkt ihres Preiſes immer höher hinaufrücken zu wollen. Doch es muß anerkannt wer⸗ den, daß ſie in ſehr ſchöner Form erſcheint: nicht nur in ſchmuckem Glasbaus tritt ſie zuweilen entgegen. auch eine ausländiſche Ver⸗ wandte hat ſie diesmal geſchickt, die däniſche Butter. die gelber und etter iſt als ihre Vertreterin bei uns. Sonſt gibt es wenig neues. Von den Kartoffeln bis zu den Pilzen, vom Spinat bis zum Kopf⸗ ſalat hat ſich kaum etwas verändert, und das Publikum träat noch das Seinige zu der Unveränderlichkeit bei. Nur die Gänſe vermehren ſich zuſehends: ſie ſind heute desbalb eine ſo ſeltene Erſcheinung, weil man alles von ihnen verwerten kann, während man ſie abbaut: Fleiſch. Fett, Leber. Federn... Wo agibt es ſo etwas noch! Im Verborgenen blühten noch ein vaar Veilchen: ihr dritter. ihr letzter Blütengruß! So kalt iſt es alſo doch noch nicht Nach den Feſtſtellungen des Städt. Nachrichtenamts verſtehen ſich die Preiſe, wo nichts anderes vermerkt iſt, in Pfennig pro Pfund: Kartoffeln—5; Bohnen grüne 30—45; Bohnen gelbe 40—45; Boh⸗ nen dürre, weiße und bunke 20—35; Wirſing—12; Weißkraut—6; Rotkraut 10; Blumenkohl Stck. 10—80; Kohlraben Stck.—10; Ka⸗ rotten 10—15; Gelbe Rüben 10; Rote Rüben 10—12; Erbſen dürre 20—45; Spinat 15—20; Zwiebeln 10—15; Knoblauch Stck. 10—20; Kopfſalat—20; Endivienſalat Stck.—18; Meerrettich Stck. 40— 100; Rettiche Stck.—20; Tomaten 20—30; Salatgurken Stck. 10— 50; Pfifferlinge 50; Steinpilze 70; Maronenpilze 50; Suppengrü⸗ nes Bſchl.—10; Schnittlauch Bſchl.—10; Peterſilie Bſchl.—10; Trauben 45—70; Aepfel 15—40; Birnen 25—70; Zitronen Stck. 4— 15; Bananen Stek. 15—20; Nüſſe 30—40; Süßrahmbutter 240—280; Landbutter 200—230; Weißer Käſe 50—60; Honig m. Glas 160—200; Eier Stck. 11—20; Aale 200; Hechte 200; Karpfen 200; Schleien 200; Barben 120—160; Kabeljau 70; Schellfiſch 45—90; Goldbarſch 50; Lengfiſch 70; Stockfiſch 50; Vackfiſche 60; Hahn lebend Stck. 150— 450; Hahn geſchl. Stck. 150—900; Huhn lebend 200—400; Huhn geſchlachtet Stck. 200—800; Enten geſchl. Stck. 400—1100; Tauben kebend Paar 200: Tauben geſchlachtet Stck. 100—130; Gänſe lebend Stck. 600—900; Gänſe geſchl. Stck. 800—1500; Rindfleiſch 120; Kalb⸗ 15— 140—150; Schweinefleiſch 140; Hammelfleiſch 120; Gefrierfleiſch 75—76. Veranſtaltungen Jubiläums-Veranſtaltungen Eugen Ehrel. Am erſten Abend wirkte der Künſtler als Rezitakor fremder und elgener Dichtungen, während der zweite den Meiſter des Klaviers zeigt.(Bgl. Anzeige.) Das Anrichten und Garnieren von Platten. Borſpeiſen uſw. iſt eine Kunſt, die zu erlernen jeder Hausfrau Freude macht. Der Mannheimer Hausfrauenbund veranſtaltet, vielfachen Wünſchen entſprechend, ſolche Kurſe, in denen all dieſe Geheimniſſe der feinen Küche verraten werden.(Weiteres Anzeige). eilm⸗Rundſchau .R. Alhambra-Lichtſpiele. Treten Sie hinein, meine Herr⸗ ſchaften, dieſen Zirkus müſſen Sie ſich angeſehen haben, hier müſſen Sie geweſen ſein! Sie finden hier Pat und Patachon, die Könige des Humors! Noch nie dageweſen, ſchon wieder da. Sie lachen ſich krank, Sie lachen ſich tot! Und iſt einer unter Ihnen, der ſich totgelacht hat und ſagt, unſer Unternehmen halte nicht, was es verſpreche, dem zahlen wir ſein„Entree“ wieder zurück. Eintritt frei, Austritt koſtet nichts. Alſo treten Sie hinein, meine Herrſchaften, jeder Kopf umſonſt und wer keinen Kopf hat, geht ohne Kopf! So könnte man über den Eingang des„Zirkus Pat und Patachon“ ſchreiben, wenn es einer Empfehlung überhaurt bedürfte. Dieſe beiden Künſtler ſind doch der Welt beſte und witziaſte Luſtſpieldarſteller. Was ſie hier wieder vollbringen an toller Laune, urwüchſigem Humor und Tragikomik, iſt einzigartig. Es iſt unnötia, hier näher auf den Inhalt einzugehen.— Der„Boxkampf Samſon⸗Körner⸗Breitenſträter“, und die„Deulig⸗ Wochenſchau“ füllen das glänzende Programm aus, das einer ſolchen Ergänzung eigentlich gar nicht bedarf. Palaſt-Theater. Luciano Albertini— wer kennt ihn nicht, den ſchlanken, ſehnigen Menſchen mit dem markanten Geſicht! Immer wieder bannt er durch ſeine Leiſtungen, die ihn zum Liebling des Publikums machen. Kein Schlund iſt zu tief: er wirft ſich hinein; keine Kluft zu weit: er fliegt hinüber; kein Grat zu hoch: er ſchreitet ſicher über ihn hin. Der Tod grinſt ihn an von allen Seiten, er ſieht ihm ruhig ins Auge und geht an ihm vor⸗ über. Der Film„Miſter Radio“ beginnt ganz harmlos, mit kleinen Sprüngen und ſteigert ſich derart, daß der Zuſchauer nim⸗ mer ruhig bleiben kann. Zweierlei bewirkt er: Spannung und Be⸗ wunderung!— Der zweite Film„Die Venus vom Mont⸗ martre“ ſchildert den Weg einer Frau vom Zirkuskind zur Tän-⸗ zerin und ſpäter, nach vielen Kämpfen, zur liebenden, geliebten Gat⸗ tin. Lya Mara, die beliebte Künſtlerin, ſpielt die Titelrolle. Sie entfaltet alle Reize ihres übermütigen Weſens. Trotz einiger dunkler Stellen iſt es ein heiteres Spiel, das nach den Mühen des Tages wohltut und die Menſchen lachen läßt. .R. Ufa⸗Theater P 6. Die Elite der Filmſchauſpieler hat ſich in der reizenden Komödie„Liebe m acht blind“ zuſammen⸗ gefunden, um hier einen Film zu ſchaffen, der an feinem Witz und köſtlichem Humor nichts zu wünſchen übrig läßt. Konrad Veidt, zum erſtenmal als Luſtſpielfigur, und mit ihm die ondern Großen, wie Emil Jannings, Lil Dagover, Lilian Hall⸗ Davis, Georg Alexander und wie ſie alle noch heißen, wiſſen dem Film ein hohes künſtleriſches Niveau zu ſichern. Wie köſtlich iſt der Kampf der reizenden Diane um ihren Mann dargeſtellt, die ergebnisloſen Hypnoſe⸗ und Annäherungsverſuche Dr. Lamares, und ſchließlich der flatterhafte Gatte, der ſeine eigene Frou in der Exzen⸗ trik⸗Bar als Doppelgängerin ſeiner treuen Eheliebſten umwirbt. Und dann die Löſung der Verwicklungen! Verſöhnt ſinkt ſich das Ehepaar in die Arme. Dr. Lamare ſieht mit ſaurem Geſichte, daß elle ſeine hypnotiſchen Bemühungen verſagt haben und doß die Frau, die er ſchon gewornen zu haben glaubte. glücklich bei ihrem Gatten verbleibt.— Außerdem wartet der Spi⸗luan mit einem reichen Beiprogramm auf, das ebenfalls den Beifall der Beſucher finden dürſte. Kö. Ufa-Theater„Schauburg“. Eine Hundegeſchichte im wahrſten Sinne des Wortes bringt uns der neue Wochenſpielp'an der Schauburg. Es iſt kein Nachkomme des edlen„Barry“, des ei ſt ſo großen Helden unter den Hunden des St. Bernhard, der un⸗ zähligen Menſchen das Leben rettete. Diesmal iſt es ein deut⸗ ſcher Schäferhund, der, wie man erzählt, aus den deutſchen Schützengräben des Weltkriegs zu den Amerikanern„ſtiſten gegangen“ ſein ſoll, dieſe auf ſeine Klugheit aufmerkſam gemacht und ſchließ⸗ lich im Varieté und Kino gelandet ſein ſoll. Wie geſagt, es iſt die Verfilmung Darrayl Franzis Zanuks hübſcher Novelle„Rin⸗ tin⸗tins Heldentat“, die zu einem Drama in 7 Akten ver⸗ arbeitet wurde. Die Geſchichte gibt Zeugnis von der außerordent⸗ lichen Dreſſur dieſes klugen Tieres, das ſeinen Herrn aus allen Gefahren, aus den Flammen, aus den Wellen, aus den Aborſinden, von ben Gletſchern und aus den Händen von Banditen befreit. Nie verſagend, weiß das Tier ſofort bei einem Notruf die richtige Situg⸗ tion zu erfaſſen: Um das Ganze iſt die Erzäplung von einem ame⸗ rikaniſchen Leuchtturmwächter gewoben.— Die Ufa-Wochen⸗ ſchau bringt wieder die neueſten Begebenheiten in der Welt, während die zwei Nummern des Beiprogramms einen hübſchen Rahmen des Hauptfilms bilden. W. Die Kammerlichtſpiele bringen dieſe Woche zuerſt einen ſechsaktigen Kulturftiſm„Mit Auto und Kamera zwiſchen afrikaniſchem Großwild“. H. A. Snom, der Leiter der Exvedition, führt uns von Kanſtadt durch Betſchuana zurück ins Jululand und dann nach Britiſch⸗Oſtafrika, wo Jegd auf Elefa ten gemacht wurde. Gleichzeitig wird auch in dieſem imeveſſanten Film die Gewinnung der Diamanten gezeigt. Der zweite Film„Feuer an Bord“ zeigt in ſeinen 7 ſpannenden Akten den Untergan⸗ des Dreimaſters„Zukunft“ und ein feſſelndes Lebensbild in Auf⸗ bau und Darſtellung. Jan Steen, der Beſitzer des Schoners„Zu⸗ kunft“, wird durch Schulden bei dem Schiffsmakler Roff zum Schmuagel genötigt. Beim Laden wurde ſein Steuermonn ver etzt und Roff brachte ihm Dis als Erſatzmann. Dieſer iſt als früherer Freier ſeiner Frau Britta ſein Todfeind. Auf der Fahrt kommt es zur Meuterel. Dick rächt ſich dadurch, daß er das Schieſſnoſver, das ſich an Vord befindet, anzündet und das Schiff in die Luft ſprengt. Dick wird aber von Jan gerettet. Dieſer muß jetzt zwar wieder auf fremdem Schiff fahren, iſt aber im Kreiſe ſeiner Familie ein glück⸗ licher Menſch geworden. Aus der pfalz IINeuſtadt a.., 17. Okt, Ein Eiſenbahnunfall er⸗ eignete ſich geſtern früh um 8 Uhr in der Nähe des hieſigen Rangier⸗ bahnhofs. Der Heizer Johann Federmann⸗ Ludwig⸗hafen befand ſich auf der Lokomotive des nach Ludwigshafen fahrenden Schnellzugs. Federmann hantierte mit einem lemgen Feuerhaken, deſſen Stiel dabei über die Lokomotive hinausragte. In dleſem Augenblick fuhr der von Haßloch kommende Perſonenzug an dem Schnellzug vorbei und erfaßte den Hakenſtiel, der mit ſolcher Wucht gegen den Kopf des Heizers geſchlagen wurde, daß die ſer be⸗ ſinnungslos umfiel. Der Lokomotivpführer, der dabei keinen Schaden erlitt, ſorgte für die ſofortige Ueberführung ſeines verletzten Kollegen ins Neuſtadter Krankenhaus, er ſelbſt fuhr den Zug weiter. Feder⸗ mann hat eine ſchwere Gehirnerſchütterung erlitten, die als lebans⸗ gefährlich angeſehen wird.— Die Reichspoſt hat die Abſicht, in Neu⸗ ſtadt 10 Wohnungen zu bauen. Die Stadt hat hierfür das Gelände an der Langeſtraße zur Verfügung geſtellt unter der Bedingung, daß die Wohnungen innerhalb eines Jahres erſtellt werden ꝛ: Candau. 16. Okt. Der Imker J. Diehl aus Edesbeim erhielt lt.„Rheinpfälzer“ auf der Allgemeinen Bienenzuchtausſtellung in Wien für ausgeſtellten Honig und Wachs erſte Preiſe(Gol⸗ dene Medaille). Die Ausſtellung war von über 200 Ausſtellern von 17 Staaten beſucht. Deutſchland war mit 16 Ausſtellern vertreten. Sportliche Kund ſchau die morgigen Fußballwett ämpfe im Rheinbezerk Nur noch zwei Spieltage und die Vorrunde iſt für den größten Teil der Mannſchaften der Bezirksliga beendet. Die nächſten Kämpfe können bereits folgenſchwere Entſcheidungen, ſowohl in bezug auf Meiſterſchaft, als auch auf e bringen. Von den drei Meiſterſchaftskandidaten hat Phönix Lu wigshafen morgen die leichteſte Aufgabe. Auf eigenem Platze ſollte es den Pfälzern gelingen dem M. F. C. 1908 beide Punkte abzunehmen, trotzdem die Lindenhöfer am vergangenen Sonntag gegen den Meiſter ein Un⸗ entſchieden halten konnten. Gerade deshalb werden die Phönixleute den Kampf mit Ernſt beſtreiten und nur auf Sieg ſpielen. Schwerer hat es der V. f. R. Mannheim, der in Darmſtadt gegen den Spy. 98 antreten 9525 Die Heſſen ſind auf eigenem Platze kaum zu ſchlagen. Im Vorſahre gelang den Raſenſpielern ein 2·0⸗ Sieg; ob der Meiſter diesmal wieder beide Punkte erringen kanm; iſt fraglich. Waldhofs hohe Niederlage wird ihn aber zur Vorſicht mahnen. Auch V. f. L. Neckar au hat einen ſchweren Gang zu tun. In Pirmaſens haben die beſuchenden Mannſchaften faſt gar doie Ausſichten auf Punktgewinn. Den Neckarauern ſteht das vor⸗ jährige Spiel ſicher noch in unangenehmer Erinnerung. Sallte dis verbamche aber unerwarteterweiſe gelingen, dann ſteigen Neckaraus Meiſterſchaftschancen wieder erheblich. Ueber dem Treffen auf dem Waldhofplatze lagern bereits die dunklen Schatten des Ab⸗ ſtiegs. Sowohl der S. T. V. wie 1903 Ludwigshafen haben aus bisher 5 Spielen erſt 2 Punkte retten können, da die Stürwerreihen trotz gutem Feldſpiel das Toremachen nicht verſtehen. Es wird morgen darauf ankommen, welche Elf die größere Energie auf⸗ vringt. Die unterliegende Mannſchaft iſt dem Abſtiege ſchon faſt rettungslos verfallen. In der Kreisliga nähert ſich die Vorrunde ebenfalls ihrem Ende. Im Neckarkreis iſt die Meiſterſchaftsfrage wieder ver⸗ wickelter geworden. Der Vorſprung von Phönix Mannheim beträgt nur noch einen Punkt. Doch ſollte er ſich morgen wieder auf 3 vergrößern, da Friedrichsfeld pauſiert und Phönix auf eige⸗ nem Platze die Sppg. Plankſtadt niederringen müßte. In Neu⸗ oſtheim ſteigt das Lokaltreffen 1907— Vorwärts, beie Elf haben enttäuſcht, trotz dem fremden Platze geben wir den Neck ir⸗ vorſtädtern aber die beſſeren Chancen. V. f. B. Heidelberg empfängt Fv. 08 Hockenheim. Der Neuling hat bisher ſehr glücklich gekämpft, wird ober in dieſem Spiele wohl unte liegen. F. G. Kirchheim hat Vg. 98 Schwetzingen zu Gaſte. Der eigene Platz reicht vielleicht zum Sieg des derpfalzkreis iſt die Lage noch völlig ungeklärt. Vielle cht fallen morgen Entſcheidungen. Pfalz Ludwigshafen kämpft in Frieſenheim gegen V. f. R. Die Pfälzer müſſen mit aller Energie kämpfen, eine neue Niederlage würde ſie aus dem Wett⸗ bewerb verdrängen. Sppg. Mundenheim empf zut 1914 O p⸗ vau und wird ſich vorſehen müſſen, denn der Nerſng hat bisher ſich als ſpielſtark erwieſen. Arminia Rheingörheim wird wohl dem Tabellenletzten, Fv. Pfortz, eine weitere Niederlage bri⸗ bringen. 1904 Ludwigshafen muß nach Herrheim und ſollte bei genügender Vorſicht ſiegreich bleiben. Im Hinter pfalz⸗ kreis werden die Favoriten wohl ihre Spieſe zum Siege geſtal⸗ ten. Sowohl.C. 05 Pirmaſens als auch V. f. R. Pirma⸗ ſens, V. f. R. und Fv. Kaiſerslautern werden ihren Geg⸗ nern Münchweiler, Pfalz Pirmaſens, Olympia Kai⸗ ſerslautern und V. f. B. Zweibrücken, wenn auch teil⸗ weiſe erſt nach hartem Kampfe, die Punkte abnehmen. Im Oden⸗ waldkreis pauſiert der Tabellenführer Srvg. Sandbofen. Da⸗ durch wird Spo. Arheilgen durch einen Sieg über Olympia Lampertheim punktgleich werden. Germania Pfungſtadt wird wohl auch auf eigenem Platze gegen V. f. R. Bürſtadt unterliegen. Dogegen ſollte es dem Kreismeiſter Fv. 09 Wein⸗ heim gegen den Neuling Union Darmſtadt endlich zum erſten Sioge reichen. Hart wird es in Viernheim ten, wo Spo. Amicitia und Olympia Lorſch ſich die Punkte ſirei⸗ tig machen. Beide liegen bisher aleich gut im Rennen, daher i vielleicht der eigene Platz für den Sieg ausſchloggebend. S. wetternachrichten der Farlsruher Landeswetterwarte Beobachtungen badiſcher Wetterſtellen ſ7* morgens) See⸗ 1 Tem- Sr 2 22 Wind 2532 * ru a⸗ S 2 2 böbe in Ndd tur S e Wetten 3 8 55 m mm G 88 8 8˙ 8Richt.Stärke 8 Wertheim 4—— 0 6 2 ſtill“— Nebel— Königſtuhl 625 265,5 2 4 180 leicht! Nebel 3 Karlsruhe 127 764.7 6 8 5 80 1 Nebel 2 Baden Baden 213 765 2 7 6 4 SW. 75 Reoen 4 Villingen 780 674—4 7 3 8 bedeckt 2 Feldberg. Holſ 1281 637,44—6—0—2] SW mäßig Nebel 1 Badenweiler“——————— 5— St Blaſienn———3 6—2] W ſleicht bedeckt 2 Höchenſchwwd!l————14—1———— Am Südrande des nach Oſten abziehenden Tiefdruckagebiets ſind überall leichte Niederſchläge gefallen. Auf dem Feldberg(Schwarz⸗ wald) kam es bei Temperaturen von—2 Gr. unter Null zu geringen Schneefällen.(Schneehöhe 3 Zentimeter). Eine neue Zyklone liegt heute früh über Nordſchottland. Ihre warme Südſeite über Enaland und Frankreich deutet darauf hin, daß die Störung erſt in der Ent⸗ wicklung beariffen iſt. Es iſt daher mit Fortdauer der unfreu lichen Herbſtwitterung und erneuten Regenfällen zu rechnen. Vorausſichkliche Witterung für Sonntag bis 12 Uhr nachts: Neue a üh ild friſchende weſtliche Winde Dfarrer Neumann? Heilmitte l ets auch vorrätig im Allemdepot Elnhorn-Apotheke[er rber Mannheim, am Markt R 1. 2½ Tel. 712 Das große Pfarrer Hleumann⸗ 82 %20 Selen, 20t Abpüldungen) erhalt jedet .eser, dei seine Adresse einschickt. v0 Nülrn- Eals der Fitma Ludwig Heumann u. Co., derg M 74 gratis und franko zugesandt. Postkarte genügt. Naulings aus. Im Vor⸗ *— 9 — D AAnee r KF F ANKKAAre INFArA A FNdAAAA Fnn .* ler Samstag, den 17. Ottober 1925 Reue Mannbeimee Zeltung bbend⸗ Busgabe, 0 — 8. Seite. Nr. 482 Briefe an die„Neue Mannheimer Seitung die Mängel der Anlage der Nebenbahn Mannheim—heidel · erg— Weinheim Der traurige Unglücksfall vom Sonntag auf dem Neckardamm panlaßt mich, auf weitere ganz unglaubliche Mängel der Mann⸗ zeimer Dampfftraßenbahnanlagen hinzuweiſen, und zwar ehe wei⸗ Kinder in den Brunnen fallen. Als Spaziergänger auf dem eckardamm iſt es mir oft vorgekommen, daß ich, im Geſpräch mit meiner Geſellſchaft vertieft, was Sonntags wohl erlaubt iſt, die einheſende und überholende Dampfbahn erſt ſehr ſpät bemerkte, und nur mit Mühe und Not noch aus dem Bereich der das Geleiſe k überragenden Fahrzeuge kommen konnte. Der ſehr erregte Lokomotivführer konnte es nicht verſtehen, daß der in den Ohren ſar ſende Gegenwind ſein Glocken⸗ und Pfeifenſignal wo anders hinwehte, als zu den Leuten vor ihm. Als Spaziergänger auf der ſchönen Straßenallee vom Schlachthof nach Seckenheim ging ich mit meiner Frau und dem Kinderwagen natürlich, wie es ſich bei jungen Eheleuten trotz allem heute noch ehrbar geziemt, Richtung ckenheim. Wir fühlten uns trotz der vorbeiraſenden Autos auf m ſchönen, kiesbeſtreuten Weg ſehr ſicher. Durch Zuruf von Paſſanten und wütendes Straßenbahnglockenzeichen werde ich plötz⸗ aufmerkſam, daß wir in unſerer Autoſicherheit nicht daran chten, daß man hier in Mannheim Gehwege einerſeits durch befahrene Straßenbahnſchienen begrenzt. Mit knapper Not kamen wir davon. Oft fahre ich auf der vorderen Plattform der Straßenbahn nach Käfertal, wo auf der Strecke Lange Rötterſtraße bis Wohl⸗ gelegen ebenfalls der Gehrveg einerſeits durch befahrene Dampf⸗ und Straßenbahngeleiſe begrenzt iſt. Unzählige Male war ich da ſchon Zeuge von Gefahrhöhepunkten, die die Wagenführer in große Aufregung brachten und ſie zu derben Aeußerungen über ummheit und Frechheit großer und kleiner Mitbürger veranlaßte. Vir haben doch ſicher in Mannheim Stadlbauräte, die in der Lage lind, einen Schutzgraben von 1½ Fuß Breite, 1 Juß Tiefe und entſprechender zierlicher Böſchung zu entwerfen zur Warnung vor zu großer Annäherung an die gefährlichen Schienen. Gin Beobachter. 25** Straßenbahnſchmerzen Es iſt ein altes Lied und doch finden ſich ſtets neue Melodien. wei fallen mir heute ein. In dankenswerter Weiſe hat die Diraßenbahn auf der Strecke nach Feudenheim mehrere Be⸗ arfshalteſtellen eingerichtet. Sie hat jedoch hierbei überſehen, dieſe delteſtellen mit einer Beleuchtung zu verſehen. Die Halteſtelle an er Riedbahnbrücke wird infolge der Arbeiten am Neckarkanal in er letzten Zeit mehr als bisher in Anſpruch genommen, insbeſondere ducd während der Dunkelheit. Wiederholt iſt es nun vorgekommen, ſieß der Wagenführer den Fahrgaſt, der an dieſer Halteſtelle ein⸗ beiden wollte, nicht rechtzeitig bemerkt hat und infolgedeſſen erſt eim Vorbeifahren ſehr ſtark bremſte. Die Folge davon iſt, daß die gahrgäſte in den Wagen unſanft durcheinander gerüttelt werden und ür die auf den Plattformen ſtehenden die Gefahr naheliegt, gegen de Glasſcheiben geworfen zu werden. Scheinbar ſind Unglücks⸗ fälle bisher noch nicht entſtanden, ſonſt wäre jedenfalls Abhilfe ge⸗ chaffen worden. Das Fahrperſonal klagt ſelbſt über dieſe Miß⸗ tände. Ob es dieſe jedoch an benſalts if Stelle weiter gibt, ent⸗ zieht ſich meiner Beurteilung. Jedenfalls iſt es Pflicht der Straßen⸗ ahnverwaltun„eine Halteſtelle ſo anzulegen, daß ſie auch Beleuch⸗ 1 erhält. Im Intereſſe der der Fahrgäſte wird er⸗ artet, daß hier bald Abhilfe geſchaffen wird. Nun zum andern. Jedes Verkehrsunternehmen gibt der Oef⸗ Rnluchleit bekannt, ſobald es eine Fahrplanänderung vornimmt. Die 8 eichsbahngeſellſchaft, die Rheinhardtbahn uſw. haben ihre neuen ſabrpläne, die am 4. Oktober in Kraft traten, rechtzeitig bekannt 5 8 Die Straßenbahn ſcheint 1 an dieſe Gepflogenheit nicht 0 richten. Während des Sommers fuhr Sonntags der erſte fahr⸗ planmäßige Wagen.10 Uhr von Feudenheim nach der Stadt ab. Fahrch Sonntag traf dieſer Wagen jedoch nicht ein, ſondern die aahrgäſte konnten erſt.16 Uhr fahren. Das bedeutete für die, die ie Frühzüge benutzen wollten, eine bedeutende Verſpätung, insbe⸗ widere, wenn an der Friedrichsbrücke der Anſchluß nicht erreicht —— Wenn Schreiber dieſes einen durchgehenden Fahrſchein nach nidwigshafen genommen hätte, hätte er den Frühzug nach der Pfalz 18 rechtzeitig erhalten. Es war ihm das nur möglich, indem er om Paradeplatz nach dem Schloß zu Fuß ging und dort in einen agen der Linſe 4 mit einem neuen Fahrſchein Anſchluß fand. „ muß auch hier von der Straßenbahnverwaltung verlangt werden, b ſie dem Publikum von Fahrplanänderungen rechtzeitig Kenntnis da gibt. Es dürfte überhaupt nichts ſchaden, wenn an den Ausgangs⸗ winbten—5 e 85 den Vororten eine Tafel angebracht i. 3 aus denen die Abfahrt der erſten und letzten Wagen erſichtlich „Am Paradeplatz befinden ſich bereits deartige Tafeln. 8. * Halteſtelle Finanzamt 9 Dem Einſender H. J in der„Neuen Mannheimer Zeitung“ Nu. 449 kann jeder, den die Verhältniſſe zwingen, die Sirazenbann lichelmäßig benützen zu müſſen, nur beiſtimmen. Auf die Annehm⸗ ichkeiten und Wünſche der Fahrgäſte nimmt die Straßenbahnver⸗ dialtung nicht immer Rückſicht, denn ſonſt hätte ſie ſchon längſt ie oft erbetene Halteſtelle„Finanzamt“, wenn auch nur als ſtand arfshalteſtefle. wieder aufnehmen laſſen. Früher be⸗ nd dort die Halteſtelle„Bürger⸗Hoſp tal“. Der Pfoſten ſteht noch bert, es wäre nur die Tafel anzutringen. Koſten würden alſo zeine entſtehen. Neben dem regen Verkehr, den das Finanzamt in 57 Gegend gebracht hat, ſollte man doch auch Rückſicht nehmen uf die Frauen, die in das„Luiſenheim“ gehen oder dasſelbe verlaſſen. Es iſt doch auch für dieſe ein Unterſchied, ob ſie nach und von der Rheinſtraße oder Vörſe gehen müſſen oder nur die brringe Entſernung von der Halteſtelle„Finanzamt, zurückzulegen rauchen. Die wenigſten dieſer Frauen können ſich ein Auto leiſten. Di Ich gebe mich der Erwartung hin, daß ſich die Straßenbahn⸗ rektion die Sache einmal durch den Kopf gehen läßt und ent⸗ prechende Anordnung trifft. M. W. Est, * der freie Samskag⸗Nachmitkag 22 Mit Intereſſe habe ich den Artikel in Nr. 458 der„Neuen Nannh. Z1g.“ betr. den freien Samstag⸗Nachmittag geleſen. Ich ann dem Einſender nur voll beipflichten, wenn er auch dem Ein⸗ gelhandel einen freien Nachmittag in der Woche verſchaffen möchte. minn wwill ich aber einmal darauf aufmerkſam machen, wie es ſich nit dem freien Samstag⸗Nachmittag, vor allem aber mit dem beien Solakag der Ehauffen reßperhän dict nue, daß ſe moibens auf ihren Samstag⸗Nachmittag verzichten müſſen, ſo üfſen ſie auch noch die meiſten Sonntage, ihrem Beruf opfern, f aber, wie das ſchließlich bei dem Einzelhandel der Fall iſt, die 5 dere Gewähr zu haben, daß ein Verdienſt damit verbunden iſt, ſchn die Trinkgelder hängen doch ganz von der Gnade der Herr⸗ 0 ab. Wenn nur die Herrſchaft dann ſoviel Einſicht hätte fre einen anderen Wachentag oder nur Nachmittag dem Chauffeur wohl beben würde. Bei dem nervenaufreibenden Beruf wäre es Nac ſicher angebracht, wenn auch der Chauffeur ſeinen freien ulomitteng hätte. Er iſt ſchließlich doch keine Maſchine, wie ſein 4 015 Ihren Hausangeſtellten billigen die Herrſchaften doch auch ——5 freien Nachmittag zu, warum nicht den Chauffeuren, die verheiratet ſind und auch gerne einen Tag in der Woche e Familie ſein möchten. Vielleicht tragen dieſe Zeilen, es ſich um einſich svolle Herrſchaften handelt, dazu bei, auch m Ehanſſeur ſeinen freien Nachmittag zu verſchaffen. Das Unglück am Neckardamm Anläßlich des entſetzlichen Unglücks am Neckardamm werden in der Preſſe Stimmen der Entrüſtung über die mangelnde Treppe am Neckardamm laut und Vorſchläge zur Vermeidung ähnlicher Unfälle gemacht. Das Beiſpiel mit dem Schließen der Stalltüre, nachdem die Kuh geſtohlen oder durchgebrannt, wird auch einmal gelegenen rechten Schloßflügel. Es iſt geradezu ein Wunder zu nennen, daß hier nicht ſchon häufig ſchwere Unglücksfälle durch Ueberfahren von Fußgängern vorgekommen ſind. Die Durchfahrt iſt daſelbſt ſo eng, daß ſchwerlich zwei Autos darin aneinander vorbeikommen können. Für Fußgänger iſt kein beſonderer Weg vorhanden. Während die Autos meiſtens in gemäßigtem Tempo durchfahren, raſen in der Regel die Radfahrer rückſdatslos nach beiden Richtungen durch, ſo daß der Fußgänger nicht weiß, wohin er flüchten ſoll. Unlängſt ſagte ein mit knapper Not einem Unfall entronnener alter Herr:„Hier wird erſt Abhilfe geſchaffen werden, wenn einmal einer vom Rathaus überfahren worden iſt.“ Können ſchnellfahrende Autos und Radler nicht den weiteren Weg um das Schloß herum machen, damit der langſam gehende Fußgänger ſicher den kürzeren Weg durch das Schloß gehen kann? Oder iſt es nicht möglich, polizeilich zu verlangen daß Fuhrwerke jeder Art durch fraglichen Durchgang im Schritt fahren und daß Radfahrer abſteigen müſſen? Einige empfindliche Strafen 55 Zuwiderhan⸗ delnde und eine zeitweilige polizeiliche Aufſicht an jener gefährlichen Stelle würde ſicher bald Abhilfe ſchaffen. Dank der Tätigkeit der Polizei wurden am gegenüberliegenden Ballhausdurchgang ſchon ganz erträgliche Verhältniſſe geſchaffen. Ein Schloßbewohner. * Ein Vorſchlag, der allerdings Geld koſtet Nicht die Bedürfniſſe nach Kunſt und Wiſſenſchaft, ſondern der Broterwerb ſteht heute im Mittelpunkt des Intereſſes. Daher ſollten ſtaatliche und ſtädtiſche Behörden zu allererſt dieſem Be⸗ dürfnis Rechnung tragen. Auch die Regekung des Straßenver⸗ kehrs gehört zu dieſen Erleichterungen. Der ſchlimmſte Punkt, mit dem weder Autos, Radfahrer noch Fußgänger ſich abfinden können, iſt die Friedrichsbrücke. Dort muß Platz geſchaffen wer⸗ den. Man entferne oder verkleinere die Anlageplätzchen, die wegen Lärm, Autogeſtank und Staub doch nicht mehr zur Erholung dienen können, ſodaß vor dem Brückenkopf ein großer halbrunder Platz entſteht. Durch, Inſeln, die vor den Einſteigplätzen der Straßenbahn liegen müßten, kann alsdann der Radfahrer⸗ und Wagenverkehr abgelenkt werden. Um überhaußt die Radfahrer und Motorkadfahrer aus der Breiteſtraße zu entfernen, bedarf es keines polizeilichen Verbotes, das doch nur böſes Blut machen würde, ſondern der Aſphal⸗ tierung der Parallelſtraßen rechts und links neben der Breiteſtraße, alſo zwiſchen den Quadraken 1 und 2 vom Schloß ab bis zum Neckar. Wer täglich viermal in größter Eile mit dem Rad durch die Stadt muß, fährt nicht durch die holprigen Neben⸗ ſtraßen, ſondern durch die Breiteſtraße. Sind dieſe Nebenſtraßen jedoch ebenſo glatt und nicht ſo ſtark mit Verkehr belaſtet, möchte ich den Radfahrer ſehen, der ſie nicht vorzöge, zumal wenn auch noch die Entfernung der Anlagen an der Neckarbrücke ein glattes Erreichen der Brückenanfahrt Alſo ich meine, ſo⸗ lange wir nicht Autoſtraßen und dergl. über den Dächern anlegen können, iſt es zweckmäßiger, auf dieſe und ähnliche Weiſe für das allernotwendigſte zu ſorgen. Antibates. Wenn wir recht unterrichtet ſind, ſoll die Frage der Aufhebung der beiden Anlageplätze vor der Friedrichsbrücke in Verbindung mit der Aufſchüttung des Neckarvorlandes entſchieden werden. Schriftleitung. 1* Ein Erlebnis auf dem Bezirksamt Am 8. Oktober war ich auf dem Bezirksamt, um mir meinen Perſonalausweis erneuern zu laſſen. Endlich komme ich an die Reihe. Zu meinem Schreck erhalte ich den Beſcheid:„Sie ſind noch nicht volljährig!(Ich bin noch nicht ganz 21 Jahre alt.) Sie müſſen eine Beſcheinigung mitbringen, daß Ihr Vater damit einverſtanden iſt, daß Sie einen Ausweis bekommen, oder Ihr Vater muß ſelbſt mitkommen.“ Einen Vater habe ich nicht mehr, alſo die Mutter. Mitkommen kann ſie nicht, ſie iſt krank. Ich werde die Beſcheinigung bringen. Ich bin vorſichtig und frage deshalb:„Genügt das auch dann?“„Ja, wenn die Erklärung amtlich beſcheinigt iſt.“„Wie amtlich beſcheinigt?“„Das wird auf dem Rathaus gemacht.“ Man wird es verſtehen können, daß ich meine Verſuche, meinen Aus⸗ weis verlängert zu bekommen, einſtellte. Meine Mutter trägt einen anderen Namen wie ich. Man kann mit ziemlicher Sicherheit an⸗ nehmen, daß man im Nathaus feſtgeſtellt hätte, ich müßte mich zur näheren Unterſuchung des Falles mit memer Mutter nach Karls⸗ ruhe oder ſonſtwohin begeben. Bis das dann alles geregelt wäre, würde ich ſicher vollfährig geworden ſein. An dieſer Stelle möchte ich die Frabe aufſtellen, warum man jetzt auf einmal— denn früher war das nicht der Fall— zur Erlangung eines Perſonclausweiſes derart unüberwindliche Hinderniſſe in den Weg gelegt bekommt? B2. * Rechts gehen! Es iſt ſchon viel über die Verkehrsſchwierigkeiten an der Friedrichsbrüce geſchrieben und es ſind auch viel Vorſchläge zur Verbeſſerung der von Tag zu Tag unerträglicher werdenden Zu⸗ ſtände auf der Brücke gemacht worden. Und ſo will auch ich als Leidtragender unter den vielen einen Vorſchlag der Oeffentlichkeit unterbreiten. Es iſt doch geradezu beſchämend für Mannheim, das, wie ſo oft darauf hingewieſen wird, einen unverkennbaren Zug zur Großſtadt beſitzt, daß es die Mannheimer Bevölkerung nicht fertig bringt, auf der Neckarbrücke und in verkehrsreichen Straßen rechts zu gehen und rechts auszuweichen. Es geht doch nicht an, daß der eine rechts und der andere links auf der gleichen Seite die Brücke überquert, ganz gleich von welcher Seite er kommt. Zu den belebten Tageszeiten um 8 Uhr morgens, 12 Uhr mittags oder 6 Uhr abends entſteht hierdurch oftmals ein geradezu gordiſcher Knoten, den ſelbſt ein Alexander der Große Mühe hätte zu löſen. Ich glaube die Befolgung dieſer einfachen verkehrspolizeilichen Vor⸗ ſchrift, die doch auch für ſedes Fahrzeug, ganz gleich ob Auto, Fuhr⸗ werk oder Rad, Geltung hat, müßte man doch zum mindeſten von jedem Menſchen verlangen können. Was in anderen Großſtädten wie Berlin, Hamburg, München, Dresden uſw., um nur einige Bei⸗ ſpiele anzuführen, geht, ſollte das nicht auch in Mannheim durch⸗ zuführen ſein? Ich ſtelle es der verehrl. Polizeidirektion anheim, ſich dieſen Vorſchlag mal durch den Kopf gehen zu laſſen bezw. zur nahme nicht mit ſofortiger Wirkung auf die Friedrichsbrücke und die enge Heidelbergerſtraße(es iſt an beiden Orten gleich⸗ notwendig) angewendet werden kann. Ich glaube, die Zuſtände an genannten Stellen würden, wenn auch nicht ganz behoben, ſo doch weſentlich gemildert. Ein täglicher Paſſant der Friedrichsbrücke. * Das Mahnverfahren des Gaswerks Ich möchte hiermit kurz Mitteilung machen, wie das Städt. Gaswerk mit uns Kriegsinvaliden umgeht. Ich bezahlte am 29. September meine Gasrechnung, am 30. kam ein Beamter und wollte mich 10 1 Mark mahnen, was ich jedoch verweigerte. Am 18. Oktober kam wieder einer und wollte das Gas abſtellen. Nicht genug, daß man ohnedies einen harten Kampf hat, um ſein Leben ehrlich durchzubringen, muß man noch 2 Mark bezahlen, weil man die Mark nicht bezahlt hat. Das Gaswerk könnte die Rechnungen auf den 30. ausſtellen, dann kann jeder innerhalb zwei Tagen be⸗ Eine Chauffeursfrau. zahlen, wenigſtens die ee monatlich ihr Geld zutreffen für den DBurchgang an dem öſtlichen, dem Bahnhof zuf fü Beratung zu ziehen, ob dieſe dringend notwendige Verkehrsmaß⸗ Die Rauch- und Nußplage in der Stadt Als Anwohner der Mannheimer Maſchinenfabrik Mohr und Federhaff, habe ich mit dem Uebel der von dieſer Fabrik ausgehenden, geradezu unbeſchreiblichen Rauchplage zu tun. Es iſt für die Anwohner dieſes Werkes faſt ausgeſchloſſen, die Fenſter zu öff⸗ nen. Will man wirklich einmal friſche Luft haben, ſo muß man da⸗ ür aber auch große Mengen Ruß und Flugaſche in Kauf nehmen, ſelbſtverſtändlich zum größten Aerger der Hausfrau. Wie ich weiß, kann man derartige Uebel durch Anbringung geeigneter Feuerungen und Einrichtungen, wie Unterſchubfeuerungen oder bei größeren An⸗ lagen Wanderroſte, beheben. Vielleicht iſt es möglich, daß man der⸗ artige Betriebe durch polizeiliche Vorſchrift zwingen kann, ihre Feuerungen dementſprechend zu ändern, denn es beſteht meines Wiſſens doch auch eine Vorſchrift für Autos und Motorräder, durch Rauchentwicklung die Luft nicht zu verpeſten. Warum ſoll dieſe Vor⸗ ſchrift auch auf Fabrikbetriebe ausgedehnt werden können, wenn wirklich Feuerungen beſtehen, die dieſe Rußplage verhindern? Es würde mich intereſſieren, von Anwohnern der dortigen Gegend auch über dieſe Plage zu hören. Ein Anwohner. a Feudenheimer Gattenmord Die Schwurgerichtsverhandlungen haben vor der breiteren Deffentlichkeit wiederum ein Sittenbild entrollt menſchlichen Leids und Elends, hervorgerufen durch das Laſter der Trunkſucht. Wie viele Familien in Mannheim allein unter den Wirkungen des Alko⸗ hols und ſeiner Schmarotzer ſeeliſch und wirtſchaftlich untergehen, davon haben die meiſten keine Ahnung. Es iſt ein Wunder, daß nicht noch mehr Kataſtrophen gleicher und ähnlicher Art vorgekom⸗ men ſind und zeugt von einem Heldenmut der Opfer, die meiſt aus falſchem Schamgefühl ihre Drangſale und Erniedrigungen nicht zur Anzeige bringen und immer in der ſteten Hoffnung auf eine Schick⸗ ſalswendung ſtandhaft bis zum Ende ihrer Kraft aushalten. Alle fachärztlichen Beratungeg und Trinkerheilſtätten werden erfolglos bleiben, wenn nicht das Uebel an der Wurzel gefaßt und durch dra⸗ koniſche Maßnahmen ausgerottet wird. Die Seuche wird auf immer weitere Volkskreiſe übergreifen und am Volksmark zehren, wenn nicht folgende unerbittliche Maßnahmen getroffen werden: 1. Streng beſtraft und bei Rückfall mit Entziehung der Kon⸗ zeſſion bedroht wird der Wirt oder Händler, der alkoholiſche Ge⸗ tränke trotz Verwarnung durch die betreffenden Familienglieder an notoriſche Trinker verabfolgt. 2. Animierkneipen werden prinzipiell verboten. 3. Trinkerſchulden ſind nicht einklagbar. 4. Genaue Kontrolle der Schmarotzer, ſog. Freunde des Trin⸗ kers, die aus ſeinem hilfloſen Zuſtande ihr Ausbeuterdaſein friſten. 5. Kritiſche Prüfung der Wirtſchaftskonzeſſionsgeſuche unter Be⸗ rückſichtigung der Bedürfnisfrage. 0 Dieſe Punkte ſind kein Allheilmittel, deren Einführung wird aber Wunder wirken und die Plage auf ein geringes Maß zurück⸗ führen. 5 Ein Mitbürger, der kein Abſtinent i ſt. * Wozu Hausbriefkäſten? Eine Revolufionsforderung der Briefträger war die Anbringung von Haus⸗Briefkaſten. Die Gründe: anſtrengendes Treppenſteigen und viel Zeitverluſt waren durchaus einleuchtend, und die meiſten Hausbeſitzer brachten auch Sammelbriefkaſten oder wenigſtens ein Brett, auf dem ſämtliche Familien ihre Briefkäſten aufſchrauben kongten, im Erdgeſchoß an. Die Leute gewöhnten ſich auch an die Neuerung bald. Nun beobachte ich aber ſeit längerer Zeit, wie die Briefträger zur früheren Uebung zurückkehren und die Briefe uſw. wieder in die betreffenden Stockwerke tragen. Andere melden mit Stentorſtimme durch das ganze Treppenhaus, daß die Poſt etwas gebracht hat. Wenn allenfalls der betreffenden Familie ein Klin⸗ gelzeichen gegeben würde, würde auch genügen. Ich möchte des⸗ halb anfragen, ob man die Hausbriefkaſten wieder entfernen ſolt⸗ ob ſie die Poſt für überflüſſig häld. Ein Hausbeſitzer 1* Wie iſt doch unſere reiche deutſche Sprache ſo bettelarm Während des Krieges hatte es eine Zeit lang den Anſchein, als werde ſich der Deutſche ſeiner Würde als ſolcher bewußt und ſei auf dem Wege, ſich von der Fremdtümelei freizumachen. Im Ver⸗ hältnis aber, als uns die„Siegerſtaaten“ einen Fußtritt um den andern verſetzten, bemühten wir uns krampfhaft, die früher üblich geweſene Nachäfferei ihrer Sprache, Sitten und Gebräuche noch zu überbieten. Dies namentlich in Sport und Mode. Für heute möchte ich die Aufmerkſamkeit der gewiß ungeneigten Leſerinnen nur einen Augenblick in Anſpruch nehmen. In den Anpreiſungen von Damen⸗ kleidern in zwei Zeitungsnummern finde ich u. a. folgende kern⸗ deutſche Ausdrücke: Apart, Beige, Batik, Biberett, Bourette, Bur⸗ berry, Charmeuſeſeide, Chiffons, Complet, Crépe de Chine, Crepe Georgette, Crépe Marocaine, Croiſé, Deſſin, Donegal, Duretine. Eolienne, Epigne, Feſtonierte Paſſe, Fouls, Favorit, Gabardine, Gambia, Gregkante, Homespun, Jaquardborte, Jumper, Kaſhas, Kaſſak, Macco, Mah⸗Hong, Mouline, Opal, Papillon, Plaſtron, Popeline, Pullover, Natiné, Renforcé, Sweater, Traver⸗Velour, Velours Chiffon, Veloure de laine, Velours de Smyrne, Voiles, Whipcord, Woll⸗Cotels.(Für vie Rechtſchreibung übernehme ich keine Verantwortung). Auf dieſe Ausleſe mache mir einer einen Vers, oder noch beſſer— man brate mir gleich einen Storch! rS. Das hiesige Wasser hat einen ungewöhn⸗ lich hohen Kalkgehalt, ist also, e Hausſrau Sagt. hert“. Die Folge ist man- gelndes Schaumen der Waschlauge, er- höhter Seifenverbrauch und oſt Soger Fleckbildung in der Wäsche(Ralkſlecke) nthärten Sie das Wasser durch einen Zusatz von n ͤ A Henkel's Wasch· und Hleich-Soda 9 Henko bindet den Kalkgehalt, das Wasser wird weich wie Regenwasser, Si 1 2 Jam Weschmittel und haben 8 tadellose Wäsche! erhalten. iner für Viele. — —————(—»————— —— ——— ——— — ͤ— —.——...— —————— ————— ———— ee Stlrecke: ein belade⸗ Warengattung: Schiffahrtsabgaben 1925 mehr nes Fahr⸗ n Mark als 193 zeug mit: 1913 192⁵ in v H. amburg · Mundzucker Beriin 4 300 t Kartoffelmehl 135 32⁴ 140 Eiſen und Stahl Kupfer amburg⸗ Mehl — 75 300 RNels 135 252 87 Telawaren Schmalz amburg⸗ Heringe e 300 t. Rohzucker 117 252 115⁵ Eiſenpleche Stangen in: 200. Zucker: 8 144 64 Der Kaufmann rechnet heute wieder mit Pfennigen— nicht zu ſeinem Privatvergnügen— er muß ſparen. Der Einwand, die 6. Seite. Nr. 482 Rene Mannheimer Jeituna Rbens⸗Nusgabe) Samstag, den 17. Oktober 1925 Aannh eimer Seitung [Neue „Handelsblatt eeeeeeeeee Die Wirtſchaſts⸗ und Börſenwoche Die Hoffnungen auf Locarno— Schachts Amerikareiſe und der Geldmarkt— Handelsvertragsfragen— Die Nokwendigkeit der Weltwirtſchaftskonfere Von Georg 5 Feucht ſteht die Herbſtluft überm Lande; wie müde Vögel gleiten ſie, wer von Näſſe, Nebeln entrückt die Ferne 5 5 e doch der Nebelflor der internationalen Blau erhellt: Nicht nur die ondern der ganzen Welt, waren in . gerichtet. gungen über einen günſtigen Ausgan richteten ſich die Hoffnungen der Weltwirtſchaft. Die dort ge⸗ ſchaffene Klärung der politiſchen Atmoſphäre, die endliche Beſeiti⸗ gung der Gefahr neuer Sanktionen, die ganze Entſpannung muß. ſo argumentiert man, zu einer Wiederkehr des Vertrauens nicht nur zu Deutſchland, ſondern des amerikaniſchen Kontinents zu Europa führen. Auch die Reiſe Dr. Schachts des Präſidenten der deutſchen Reichsbank, die man mit dem Be⸗ ſtreben zu einer Reviſion des Dawes⸗Planes und in Ausſicht ge⸗ nommenen Abmachungen zur Vereinheitlichung der amerikaniſchen Kreditgewährung an Deutſchland in Zuſammenhang brachte, fand in der Oeffentlichkeit günſtige Aufnahme. Es liegt auf der Hand, daß bei dieſem Beſuch die brennendſte internationale Geld⸗ und Währungsfrage, das Problem der Transferierung der deutſchen Zahlungen auf Gründ des Dawes⸗Planes, eine Aufgabe, die für die Zukunft unſerer deutſchen Volkswirtſchaft ebenſo wie für die Volkswirtſchaften der anderen Länder wegen ihres Einfluſſes auf die Kapitalmärkte eine hervorragende Bedeutung hat, in den Kreis der Erörterungen gezogen werden wird. Dabei gewinnen natürlich Meldungen über bevorſtehende Ausleihungen des Transfer⸗ Agenten Parker und über den Abſchluß deutſcher Anleihen in Amerika eine beſondere Bedeutung, weil die Verhältniſſe am deut⸗ ſchen Geld⸗ und Kapitalmarkt einer baldigen gründlichen Aenderung unbedingt bedürfen, wenn unſere Wirtſchaft nicht ins Bodenloſe ſinken ſoll. Es hieß, daß die deutſche Kaliinduſtrie vor der Aufnahme eines amerikaniſchen Kredits von 50 Millionen Dollars ſtehe, der dazu dienen ſolle, die einzelnen Werke weiter auszubauen. Erfreulicherweiſe hat die Deutſche Golddiskontbank in dieſer Woche eine Ermäßigung des Diskontſatzes von 7 auf 6 pCt. vor⸗ genommen, nachdem England, Holland und Schweden kürzlich Diskontherabſetzungen eintreten ließen. Für die Kreditgewährung durch die Golddiskontbank kommt bekanntlich nur die deutſche Ausfuhrinduſtrie in Frage, die einer ſolchen Erleichterung im Kampfe auf dem Weltmarkte dringend bedurfte. Hat doch Deutſchland in der Weltwirtſchaft die ſtärkſte Steigerung ſeiner Einfuhr, unter den wichtigſten Ländern jedoch die kleinſte Steige⸗ rung ſeiner Ausfuhr aufzuweiſen, eine Tatſache, die die Wichtigkeit Deutſchlands als Abſatzmarkt für die anderen Länder zahlenmäßig aufzeigt und bei dem Abſchluß von Handelsverkrägen von großer Wichtigkeit iſt. Trotzdem läßt ſich nicht ſagen, daß der mit Rußland abgeſchloſſene e 08, dng wir darüber bis jetzt geleſen haben, dieſer Tatſache irgendwie Rech⸗ nung trägt. Die Meinungen über dieſes Vertragswerk gehen in der deutſchen Wirtſchaft außerordentlich ſtark auseinander. Immer⸗ hin bedeutet ſein Abſchluß gegenüber der Gefahr eines Abbruches der Verhandlungen, nur das kleinere Uebel, zumal er nur auf zwei Jahre abgeſchloſſen iſt. In dem Vertrag wird das ſtaatliche Handelsmonopol Rüßlands anerkannt, auch werden deutſche Kauf⸗ leute, die ſih in Rußland niederlaſſen, der Rätegerichtsbarkeit Unterſtellt, d. h. mit anderen Worten, der deutſche Kaufmann darf nur mit den ſtaatlichen Handelsorganiſationen Handel treiben, die dafür im Vertrag beſonders namhaft gemacht ſind. Der Handel mit privaten Kaufleuten und das Aufſuchen der Verbraucher iſt verboten. Daraus ergibt ſich naturgemäß eine ſtarke Beſchneidung der Verdienſtmöglichkeiten. Ein von den deutſchen D⸗Banken Rußland gleichzeitig eingeräumter Kredit ſoll hauptſächlich zum Ankauf deutſcher Maſchinen und Werkzenge verwendet werden. Dies könnte namentlich für Mannheim bedeutungsvoll werden, denn Fabriken wie Lanz, Benz und Mannheimer Motorenwerke, um nur einige hieſige Unternehmungen zu nennen, haben gerade in Rußland in früheren Jahren einen beſonders großen Abſatz gehabt. In anderen deutſchen Induſtrieſtädten ſind bereits Auf⸗ träge an Land⸗ und Textilmaſchinen für Rußland erteilt worden. Mit Italien iſt es zu einer Verlängerung des am 16. ds. Mts. abgelaufenen deutſch⸗italieniſchen Handelsvertragsproviſoriums bis zum 31. Oktober gekommen, was zur Folge hat, daß die mit Deutſchland in einem Meiſtbegünſtigungsverhältnis ſtehenden Län⸗ der gleichfalls bis 31. Oktober die bisherigen Sätze weiter genießen. preisabbau und Binnenſchiffahrt Aus Fachkreiſen wird uns geſchrieben: Die Binnen⸗ ſchiffahrt iſt bereit, den Preisabbau mitzumachen. Sie iſt um ſo eher bereit, als die volkswirtſchaftliche Notwendigkeit niedriger Frachten ſich deckt mit dem privatwirtſchaftlichen Intereſſe der Betriebe. Es fragt ſich nur, an welcher Stelle ſoll und kann der Hebel angeſetzt werden. Die Löhne, die im Durchſchnitt 50 pCt. der Geſamtausgaben ausmachen, ſind in den letzten Wochen um rund 10 pCt. geſtiegen, ſie überſchreiten die Friedenslöhne um rund 40 pCt. Ddie Schiffahrtsabgaben, die, wie die Bilanzen der Geſellſchaften zeigen, heute ca. 10 pCt. der Geſamt⸗ ausgaben der Unternehmungen darſtellen, haben eine Höhe erreicht die unverantwortlich erſcheint. Exempla docent! die Blätter 9 n iſt die Völkerhoffnung darauf gerichtet, daß die Sonne durch die Wolten bricht 10 Beziehungen ſich zu warmem. Augen der deutſchen Wirtſchaft, war dieſer Woche ausſchließlich auf Auf die von dort eingetroffenen Ankündi⸗ der Konferenz n3 Juverſicht der Börſe ̃ aller⸗Mannheim — Bis zur Wiederaufnahme der Wirtſchaftsverhandlungen mit Polen werden dagegen noch einige Wochen vergehen, weil die von der polniſchen Abordnung dem Auswärtigen Amt bisher über⸗ reichten Unterlagen für die von Polen geplanten neuen Einfuhr⸗ verbote und Zollerhöhungen ſich nur auf die weniger wichtigen Poſitionen bezogen, die übrigen Unterlagen aber erſt nach ein bis zwei Wochen in Ausſicht geſtellt worden ſind.— Mit Spanien iſt zunächſt eine Fühlungnahme im Gange, um eine neue Grundlage für eine vertragliche Regelung der Handels⸗ beziehungen zu finden. Aus Deutſchland ſind in dieſer Woche drei Miniſterialreferenten nach Madrid gereiſt, um die deutſche Botſchaft bei dieſen Beſprechungen zu beraten. Der von ſeinen Verhandlungen mit Rathenau her noch in Deutſchland bekannte Franzoſe Loucheur hat letzten Sonntag eine Rede gehalten, in der er in einer Anwandlung von Wahrheits⸗ drang u. a. ſagte, unter den hauptſächlichſten Urſachen für die Streitigkeiten unter den Völkern ſei der wirtſchaftliche Kampf zu nennen, der umſo ſchärfer ſei, als die Induſtrie die ganze Welt überſchwemmt habe. Dieſer wirtſchaftliche Kampf ſei eine der wahren Urſachen des Krieges von 1914 geweſen. Man müſſe alles tun, um dieſen wirtſchaftlichen Kampf auszuſchal⸗ ten. Wäre es nicht angebracht, zu dieſem Zweck nicht nur Handels⸗ verträge abzuſchließen, ſondern auch zu verſuchen, die Erzeugung und den Verbrauch in der Welt miteinander in Einklang zu bringen? Liegt doch der Schwerpunkt der meiſten Wirtſchaftsnöte weniger in den jeweiligen Verhältniſſen der einzelnen Länder allein, als vielmehr in internationalen Schwierigkeiten. In den einzelnen Ländern können die wirtſchaftlichen Verfallerſcheinungen durch eigene Maßnahmen nur unzureichend behoben werden. Hier ſind die Aufgaben für eine Weltwirtſchafkskonferenz gegeben. Die Grundlagen für eine durchgreifende Beſſerung müſſen geſchaffen werden durch eine von außen in die einzelnen Länder getragene gründliche Bereinigung wirtſchaftlicher Unzuträglich⸗ keiten, vor allem durch Wiederherſtellung des verlorengegangenen zwiſchen Erzeugung und Verbrauch der Welt⸗ wirtſchaft. In Deutſchland geht die Kurve des Arbeitsmarktes in der letzten Zeit ſtark und deutlich nach unten; auch bei uns in Baden iſt die Zahl der Arbeitsloſen geſtiegen. Glücklicherweiſe hat ſich jedoch eine anderweitige Ankündigung, wonach bei der Firma Benz in Mannheim weitere 1000 Mann entlaſſen werden ſollen, als unrichtig erwieſen. Die Direktion hofft vielmehr in kurzer Zeit wieder zur Vollarbeit(jetzt vier Tage wöchentlich) übergehen zu können und, wenn der Auftragseingang im Tempo der letzten Zeit anhält, ſogar einen Teil der kürzlich entlaſſenen 900 Mann wieder einſtellen zu können. Von einem anderen großen Werk der Mann⸗ heimer Maſchineninduſtrie hören wir, daß es vor der Aufnahme der Fabrikation eines neuen Artikeis ſteht, die in aller Kürze erfolgen ſoll, ſo daß wohl auch für dieſen Großbetrieb ſich neue Arbeitsmöglichkeiten auftun. Die Börſenwoche hatte außer Locarno auch noch verſchiedene andere anregende Momente. Sie ſprach von einer Beſſerung des Kohlen⸗ marktes und von der Hoffnung auf Jöllige Räumung der Halden, noch in dieſem Jahre, wenn die Verſtändigung am Langen See eine nachhaltige wird. Das Kohlenſyndikat allerdings berich⸗ tete, daß von einer Belebung aus den inneren Verhältniſſen der deutſchen Wirtſchaft heraus noch nichts zu ſpüren ſei und daß die engliſche Kohle in Deutſchland erfolgreich vorrücke. Ferner lagen Meldungen vor, daß in den Beſtrebungen zum Zuſammenſchluß der rheiniſch⸗weſtfäliſchen Großinduſtrie(Thyſſen, Rheinſtahl, Phönix, Deutſch⸗Luxemburg, Gelſenkirchen und Bochumer Verein) nunmehr beſchloſſen ſei, ſtatt einer Dachgeſellſchaft eine Aktiengeſellſchaft zu ſchaffen. Man nannte bereits die künftigen Leiter der neuen Geſellſchaft, Generaldirektor Vögler als Vorſitzender des Direktoriums und Fritz Thyſſen als Vor⸗ ſitzender des Aufſichtsrats. Für die Börſe hieß es, daß die Aktien der alten Geſellſchaften nach wie vor im Kurſe bleiben werden, mit dem Unterſchied, daß die dem Namen nach fortbeſtehenden Firmen ſtatt über ihre Werke über Aktienbeſitz der neuen Geſellſchaft ver⸗ fügen würden.— Schließlich hatte ſich auch der bekannte Indu⸗ ſtrielle, Otto Wolf in Köln, in einer Unterredung dahin geäußert, daß der tiefſte Punkt der Wirtſchaftskriſe erreicht iſt und daß zum Frühjahr eine Beſſerung zu erwarten ſei. Da die Börſe ſtets ſchnell geneigt iſt, Hoffnungen Gehör zu ſchenken, griff ſie angeſichts der trüben Wirtſchaftslage alle dieſe Hoffnungszeichen gerne, wenn auch nicht gerade mit Gefühlsüberſchwang, auf und reagierte darauf mit Kurshinaufſetzungen faſt auf der ganzen Linie. 8 bei Bemeſſungen der Frachten zu Buch, bedarf alſo keiner Dis⸗ kuſſion. Den erhöhten Abgaben ſtehen gegenüber: Einſchränkungen der Schleuſenzeit, mangelhafte Schleuſenbedienung, Erhebung von Sondergebühren für alle möglichen„Verwaltungsmaßnahmen“— und ein im ſchärfſten Konkurrenzkampf mit der in privatwirtſchaftliche Formen übergeleiteten Eiſenbahn um ſeine Exiſtenz ringendes Ge⸗ werbe. Die Eiſenbahn arbeitet heute unter Hintanſetzung volks⸗ wirtſchaftlicher Belange nach reinen Erwerbsgrundſätzen— die deutſche Binnenſchiffahrt iſt gegenwärtig das einzige nationale Verkehrsinſtrument. Die Gewerkſchaften begründen die um 40 pCt. höheren Löhne mit den geſteigerten Koſten der Lebenshaltung. Wie begründet die Regierung, die Trägerin der Preisabbauaktion, die heutige Höhe der Schiffahrtsabgaben? Die Ausſichten des Oelgeſchäftes J. D. Rockefeller jun., der zurzeit in Paris weilt, äußerte ſich über das Oelgeſchäft in längeren Ausführungen, die zuſammen⸗ faſſend etwa folgendes feſtſtellen: Das Oelgeſchäft im laufenden Betriebsjahr war ſo günſtig wie noch kein Jahr zuvor, aller⸗ dings iſt der eigentliche Export Amerikas gegenüber dem Vorjahr etwas zurückgegangen, was hauptſächlich auf die ruſſiſche und eng⸗ liſche Konkurrenz zurückzuführen iſt. Die Moſulfrage ſei von großer Wichtigkeit, doch könne einmal für die nächſte Zeit nicht mit endgültiger Klärung gerechnet werden, zum anderen ſei aber auch eine nachhaltige Beeinfluſſung des Weltölmarktes von dieſer Seite ſelbſt bei günſtigſtem Ausgang noch nicht zu ermarten. Uehen die kommende Preisgeſtaltung bemerkte J. D. Rockefeller, daß Petroleum vorausſichtlich billiger werden würde, daß aber Gaſolin weiter im Preiſe anziehen werde. Für die Vor⸗ rangſtellung Amerikas ſei es nötig, die Oelgeagner zu unterbieten. Im übrigen könne das amerikaniſche Geſchäft nach Europa nur Schiffahrtsabgaben ſchlagen weder bei den Geſamtausgaben, noch belebt werden, wenn Kredite ſeitens Amerikas reichhaltig an die ſeriöſeſten Geſellſchaften des Kontinents vergeben würden, was Dillinger Hüttenwerke, Saarbrücken.(Privat⸗Telegramm unſeres Saarländer Mitarbeiters.) In der heutigen o..⸗V. der villinger Hüttenwerke wurde beſchloſſen für das abge⸗ laufene Geſchäftsſahr eine Dividende von 6 pCt. zu verteilen. Der Reingewinn betrug 2 573 508 gegen 997 900 Franken im Vorjahre. 11: Max Baermann Aupfer⸗ und Meſſingwerk, Köln. Die Firma teilt mit: Die Verankaſſung zu dem Antrag auf Ge⸗ ſchäftsaufſicht gab der ſchlechte Eingang der ausſtehenden Forderungen, und ganz beſonders die Zurückhaltung eines Be⸗ trages von ca. 3 000 000 vom Reichsfiskus, der ſein Verhalten damit begründet, daß er ſich auf das Abgeltungsgeſetz ſtützt. Hierzu trat noch der Umſtand, daß eine Bank den eingeräumten Kredit kündigte. Das Werk iſt flott beſchäftigt und hat noch für einige Monate feſt erteilte Aufträge. In den letzten Tagen wurden erneut Verhandlungen mit dem Reichsfinanzminiſterium auf⸗ genommen, die Erfolg verſprechen. Auch ſonſtige Verhandlungen zur Behebung der derzeitigen Zahlungsſchwierigkeiten ſind ein⸗ geleitet worden. k. Zahlungsſtockung im Weſtdeulſchen Herrenkonfeklionshandel. Eine Großfirma des weſtdeutſchen Herrenkonfektionseinzelhandels, das bekannte Haus Hettlage u. Co.(Inhaber O. Kurowsky und H. Thormann), Dortmund, befindet ſich in Zahlungsſchwie⸗ rigkeiten und hat Geſchäftsaufſicht beantragt. Wie der Konf. hört, ſteht zu erwarten, daß die Gläubiger voll befriedigt werden, da unter anderem ein größeres Geſchäftshaus in Höhe von 800 000 bis 900 000 in die Aktiven einbezogen wird. „1. Mannesmann Mulag— Fafnirwerke,.-⸗G. Laut Voſſ. Ztg. verhandelt Mannesmann Mulag über den Aufkauf der Fafnirwerke,.⸗G.(Aachener Stahlwarenfabrik). Die Direktion der Fafnirwerke ſah ſich vor kurzem veranlaßt, die Geſchäftsaufſicht zu beantragen, weil ſich die Schwierigkeiten für die Geſellſchaft zufolge der Unmöglichkeit, flüſſige Betriebsmittel zu beſchaffen und zufolge der Beſchneidung von Wechſeldiskontierungen immer mehr häuften. c- Erfurker Mechaniſche Schuhfabrik.⸗G., Erfurl. Für das abgelaufene Geſchäftsjahr iſt mit der Ausſchüttung einer Divi⸗ dende nicht zu rechnen. Es wird darauf hingewieſen, daß die Geſellſchaft einen nicht unerheblichen Verluſt in den erſten Monaten des abgelaufenen Jahres durch den günſtigen Geſchäfts⸗ gang in den Monaten März bis Juni ausgleichen konnte, ſo daß die Möglichkeit beſteht, daß das Geſchäftsjahr ohne Verluſt ab⸗ ſchließen wird. Auch die Monate Juli bis September des neuen Geſchäftsjahres haben einen zufriedenſtellenden Verlauf genommen⸗ Sörfenberichte Mannheimer Effektenbörſe Jeſte Tendenz O Mannheim, 17. Oktbr. Der Wochenſchluß geſtaltete ſich am Aktienmarkt recht feſt, wobei Anilinaktien die Führung hatten. Von feſtverzinslichen Werten lagen alte Rheinbriefe etwas feſter, Es notierten: Badiſche Anilin⸗ und Sodafabrik 127., Mann⸗ heimer Verſicherung 61., Benz u. Co. 37., Gebr. Fahr 45., Mannheimer Gummi⸗ u. Asbeſtfabrik 30., Pfälz. Nähmaſchinen⸗ und Fahrräderfabrik 39 bz.., Rheinelektra 60., Rheinmühlen⸗ werke 45 etw. bz.., Zellſtoff Waldhof 86., Zucker Frankenthal 57., 4 und 372 proz. Rhein. Hypotheken⸗Bank⸗Pfandbriefe 5,8 G. Frankfurter Wertpaplerbörſe Tendenz: Hauſſe Frankfurtk a.., 17. Oktbr.(Drahtb.) Auf den unerwartet ſchnellen und ſehr günſtigen Ausgang der Konferenz von Locarno eröffnete die Börſe heute in ſtark angeregter Stimmung. Es lagen für alle Gebiete des Induſtriemarktes große Kaufaufträge vor, darunter auch heute wieder aus dem Auslande, beſonders aus der Schweiz. Die Nachfrage erreichte eine ſolche Höhe, daß ſich bald Stückemangel einſtellte, ſo daß nur zu ſtark erhöhten Kurſen noch Kauforders anzubringen waren. Beſonders groß waren die Kursbeſſerungen auf demMontanmarkte, auf dem ſie bis 3,5 pCt.(Oberbedarf) betrugen. Auf den übrigen Märkten waren ſie ungewöhnlich groß. Der Markt der nur zu Einheitskurſen gehandelten Induſtriepapiere war ebenfalls ſehr feſt. Deutſche Anleihen wurden von der enormen Aufwärtsbewegung kaum mitgeriſſen, nur Schutzgebietsanleihe wurde 6,25 zum erſten Kurs. Ausländiſche Renten waren wieder ſehr feſt, namentlich die türkiſchen. Der gute Eindruck, den der Abſchluß der Locarno⸗Konferenz hervorgerufen hatte, übertrug ſich aber nicht auf den Frei⸗ verkehr, der faſt unverändert blieb. Api 0,625, Becker Kohle 49. Benz 36. Brown Boveri 56, Entrepriſſes 15. Growag 63, Kreich⸗ gauer 15, Krügershall 87,50, Petroleum 67, Ufa 56 und Unter⸗ franken 50. Im weiteren Verlaufe wurde die Umſatztätigkeit etwas ein⸗ gedämmt. Außerdem war ſpäter auch die Tagesſpekulation wieder mit Realiſatlonen am Markte, ſo daß gegen die erſten Kurſe leichte Verluſte zu verzeichnen waren. Bald aber machte ſich erneut Nachfrage bemerkbar, ſo daß die Kursverluſte der zweiten Börſen⸗ ſtunde beſchränkt blieben. Der Geldmarkt blieb auch heute noch feſt. Tägliches Geld 10,50 und Monatsgeld 10—11 pCt. Serliner Wertpapierbörſe Kräftige Anternehmungsluſt Berlin, 17. Oktbr.(Drahtb.) Der Abſchluß des Sicherheits⸗ paktes und der Schiedsverträge hat eine friſche Bewegung in den Börſenverkehr gebracht. Allenthalben regte ſich kräftige Unter⸗ nehmungsluſt, von der naturgemäß in erſter Linie die Induſtrie⸗ werte profitierten. Denn man hegt die Hoffnung, daß nunmehr nach der politiſchen Entſpannung die Möglichkeit einer wirtſchaft⸗ lichen Geſundung gegeben ſein wird. Am lebhafteſten ging es am Montanmarkte zu, wo ſich die Kurſe durchſchnitklich mit —3 proz. Beſſerungen durchſetzten, und wo in einzelnen Werten auch höhere Gewinne erzielt wurden. So ſtiegen Gelſen⸗ kirchen um mehr als 4 pEt. Schleſiſche Zink ſetzten um 5 PpCt. höher ein und gewannen dann noch weitere 4»Ct. Stolberger Zink ſchloſſen ſich im Zuſammenhange mit der bedeutenden Er⸗ höhung des Zinkpreiſes der Aufwärtsbewegung an. Schiffahrt Wafſerſtandsnachrichten „o. Mannheim, 17. Oft. Waſſerſtandsvoraus für 18. Oktober: Pegelſtellen: Marlen 2,66, Straßburg 2,00, Maxau 3,89 Meter, bleibend. Herausgeber, Drucker und Verleger Druckerei Dr Haas. Neue Mannheimer Zeitung, G. m. b., Mannheem,& 6, 2. Diteklion: Ferdinand Heyme, Chefredakteur: Kurt Fiſcher Verantworllich für den politiſchen Teil⸗ Hans Alfred Meißner; für das Feuflleton De Fritz Hammee für Kommunalpolitit und Lokales: Richard Schönſelder; für Sport und Neuls aus aller Wit Willy Müler; für Handelsnachrichren und den möolichſt auf privatem Wege zu geſchehen habe. ist S182 0 Padung 0 mii.— übr ggen redakt'anellen Til: Franz Kircher; für An eigen J. Bernpardt. n Kernseife- Gehalt(mind 30) Fetts). Luhns seit 30 Jahren erprobt. Ueberall wieder haben, wo im Schaufenster sichtbar. nreeeenreeeee, eer eene ee ee? Keue Mannhelmer Jeitung[Abend⸗Rusgabe)] 7. Seite. Nr. 482 0 De Ma ojaſchlange Von J. A. Pfuhl 1(Nachdruck verboten!) Im Saaleingang wurden ſie von Codotter empfangen, der en auf Suſe ausſchaute. Auch er litt in dieſen Tagen, aber er npfand auch, daß Suſes Benehmen ihm gegenüber ſich nach und gach zu ſeinen Gunſten verönderte. Sie war gleichmäßiger und von einer ſanften Liebenswürdigkeit, die ſie mit einem neuen Reiz um⸗ gab. Dunkel ahnte er Reſignation dahinter, aber er hatte ſich ihr nun einmol mit Herz und Seele hingegeben und er hoffte, ſie ſich ganz zu gewinnen. Margherita hotte vergebens nach Egkherr e und hoffte, au⸗) jetzt noch immer, er würde erſcheinen. ie hörte vom Kommerzienrat, daß Martina ſich nicht wohl fühle und das Zimmer nicht verlaſſen hade. Der Kommerzienrat ſprach in einer eigentüm⸗ lichen Art von Martina zu ihr. Widerwillig, die Worte ſchwer herausbringend, hotte er ihr erzählt, daß Martina krank ſei. Seine ugen waren dabei zum erſten Mal ſtarr und kalt an ihr vorüber⸗ gegangen, als gingen ſeine Gedanken ihre beſonderen Wege. Sie fragte nach Egkherr. Er wußte nichts von ihm, er hatte ihn den ganzen Tag nicht zu Geſichr bekommen. Er ſei bei ihm geweſen am Vormittag, er habe ihn aber nicht angetroffen. Das war alles, was ſie hatte in Erfahrung bringen können. Jeßt gingen ihre Augen unabläſſig umher. Wo war Egkherr, warum kam'er nicht? Sie fing an, ſich zu langweilen. Der einzige Mann, der ſie vielleicht hätte intereſſſeren können, war Juan da Ponte, aber er hatte ſie verloſſen. Mitten in lebhafter Unterhaltung mit Juan war plötzlich Esdolter neben ihnen aufgetaucht, hatte Margherita zum Tanz ge⸗ halt und war dann neben da Ponte geblieben. In einem Augen⸗ blick, wo Margherita tanzte, ſagte er leiſe: 5 5 ich denke, wir halten daran feſt 5555 „Komm mal zu uns herüber „Hm. 5 „Die k''e Meta iſt ganz blagß.“ Juan“ te über den Saal nach Meta hin und ſagte nichts. welat, morgen kommen meine Eltern, es iſt ein ſchlechter „Margberita kam nun vom Tanz zurück und nahm wieder auf ihrem Stuhl Platz. Da ſtand Juan auf, verbougte ſich vor ihr, küßte ihr die Hand, ſah ſie noch einmal an und verabſchiedete ſich mit Codotter von ihr. Sie gingen erſt in die Halle, blieben dort eine Weile und kehrten dann in den Saal zurück. Als da Ponte auf Meta zutrat, wurde ſie ſo weiß wie Schnee in hochfahrender Ausdruck trat in ihr Ge⸗ ſicht und ihre Schuldern zogen ſich zuſammen, als woille ſie ein kaltes, böfes Wort haſtig hinausſchleudern.— Aber ſie zwang ſich. In dieſer einen Stunde hatte ſie ſich vollkommen verwandelt. Harmonſe h und Grazie gaben ihr den Ton der Dame aus der großen Welt. Leichter und ſchneller ſchien ihr Blut durch ihre bisher etwas ſteife hohe Geſtalt zu fließen—: unendlich gefälliger umwehte ſie das an⸗ mutig gelockerte Gewandl Und doch dieſe entzückende Hoheit und Sicherheit in der Bewegung, die ſo wohltuend auf andere wirkt! Sie hatte Erfolg gehabt, getanzt ohne Aufhören. Jetzt ſtand Juan da Ponte vor ihr, der nächſte Augenblick würde entſcheiden. Er ſah ſie ernſt und würdig an, als wäre er mit ihrem Benehmen ganz ein⸗ verſtanden und als ob er nichts anderes verdient habe, ja, es ſchien faſt, als wäre er nicht zufrieden geweſen, wenn ſie ſich anders, freundlicher gezeigt hätte. Auf Margherita hatte ſein Verſchwinden keinen tieferen Eindruck gemacht. Das Fieber, das in ihr brannte, zeigte ihr alles, was ge · ſchah, nur in verwiſchten Linien, ſchattenhaft. Was ging ſie Juan da Ponte an—? Was gingen ſie alle dieſe Männer an, die an⸗ beiend ihr zu Füßen lagen? Jener eine, der ihr fern blieb—: ihn zu beglücken, war ihr Stolz und ihr Ehrgeiz. Aber ſie liebte ihn auch. Sie hatte ihn geliebt vom erſten Augenblick an, wo ſie ihn ſah und niemals würde ſie für irgend einen Mann ſo empfinden, wie für iha, nie wieder! Und jetzt ſollte ſie ihn aufgeben— einer anderen gönnen—? Dieſe Macht, die ſpielend alles zu ihren Füßen zwang, war i Trug? Ihr Reiz, den alle als unwiderſtehlich prieſen— er: ein Wahn und kein Handſchlag wert? Was galt ihr alles—: ihre Schönheit, ihre Jugend, wenn ſie ihn laſſen mußte— Plötzlich ſah ſie Egtherr im Eingang des Saales erſcheinen. Im Augenblick wußte ſie, daß die Kataſtrophe da war. Er ſah entſetzlich aus. Das Geſicht war zuſammengezogen, ſah klein und mager aus und fahl, und nur die Augen brannten groß und rund in einem weißlichen Feuer. Ueber der Stirn lagen die Haare feucht, flüchtig ordnet und hoben ſich hier und da kraus und wirr empor. Er ah aus wie ein Kranker, der nicht den Mut hat, dem unausweich⸗ baren Tod ins Auge zu blicken. Neben ihm ſtand der Kommerzien⸗ rat erſchrocken und verwirrt und ſprach eindringlich auf ihn ein. Er hörte aber nichts, er verſtand kein Wort. Die lockenden Töne der Mu⸗ ſik, das Girren der Geigen, die ſchwingende Luft dieſes von ge⸗ heimen Gedanken und Empfindungen erfüllten Saales ballten ſich vor ſeinen Augen zuſammen zu einem Chaos, in dem inmitten hold und lächelnd die Geljebte ſtand. Was galt ihm die Welt, was galt ihm dieſes und jenes?! In ſeiner Taſche brannten ihre kleinen Brieſe. „Komm, ich bin allein, ich ſterbe, wenn du nicht kommſt! Mache dich frei und komm!“ Jedes Wort in dieſen Zetteln war ein Hammer, der mit Keulenſchlägen auf ſein Herz ſchlug. 15 hätte er abreiſen können? Jenes Haus verlaſſen, wo ſie ſofortigem Rechtsanſpruch Beſtaltung= Ausſteuer Ueberſchuß 1924: 22.70%. Un er gemeinnütziger Verein ſichert ſeinen Mitgliedern gegen niedrigſte Beiträge von.— Mark vierteljährlich an mit Ausbildung— Altersverſorgung Alle Ueberſchüſſe fließen ſatzungsgemäß den Mitgliedern zu — Ueber 300000 Mitglieder. deine Jamilie! Berlangen Sde koſtenloſe Aufklärun sſchriſten Aus dem Dämmerlichte ſenes Korridors, wo ihre Türen logen, zog es ihn zu ihr. Auf jenen weichen Decken war kein Schritt zu hören... Ihr Hauch drang zu ihm, wenn er ihn durchquerte Von jener Ecke aus, wo Ruhebänke unter Baumpartien ſtanden, zehn Schritte weit. zehn Schritte das Seufzen einer Tür... ah— Er hatte die Nacht bei Spatt geſ afen, am Vormittag ſp achen ſie lange miteinander, dann gingen ſie ins Hotel Murail und mie⸗ teten dort ein Zimmer für Egkherr, und er verſprach, noch am Nach⸗ mittag hinüberzuziehen. Aber anſtatt dies zu tun, nahm er ſich einen Wagen und ließ ſich nach Maloja fahren. Zurückgekehrt fiel ihm Martina ein. Er ging ins Hotel Stahlaquelle, hörte die Muſik, ging nach Hauſe, zog ſich um und erſchien nun hier. Martina hette er nun vergeſſen. In dieſer weichen, lockenden Muſik hörte er nur einen Ton: Komm, komm, komm.. Hier ſtand er nun.. ein ge⸗ brochener Mann.. Spatt konnte ihm auch nicht helfen. Sollte ihm das Troſt ſein, was der ihm erzählte? Sein ungeteiltes Herz durfte er der Frau ſchenken, die er liebte.. er konnte ſie auf einen lichten Thron von goldenen Wolken ſetzen urd ſie anbeten ſchuldlos glücklich ſein. Wer durfte ihm das wehren? Aber er, Egk⸗ herr? Wo gab es für ihn denn noch auf Erden ein⸗ Stuerde Frie⸗ den? Sein Herz krampfte ſich zuſammen und das Gfühl einer enr⸗ nervenden Ohnmacht überkam ihn, wenn er an Martina dachte. Aber wie denn, durfte er an ſie denken—? Jeder Nerv ſeines Körpers ſpannte ſich, wenn er daran dachte, Marqherſta zu verlieren! Und ſie jetzt meiden—! Weiterleben neben ihr, ſie ſehen müſſen, nahe.. täglich ſtündlich—-? Jetzt— durch die ganze Breite des Saales hindurch— hatten ſie einander entdeckt und trafen ſich ihre Augen. Margherita erhob ſich ſchnell und ſchritt auf ihn zu. Alles, was nun kam, ſpielte ſich erſchütternd in wenigen Minuten ab. Ohne auf den Kommerzienrat oder auf irgend jemanden anders, auf alle die ſe Fremden, die herum⸗ ſtanden, die Hände in den Taſchen, bereit zu mediſieren, Rückſicht zu nehmen, aing Egkherr ihr entgegen. Sie ſahen einander an, reichten ſich die Hände und wie im Einvernehmen traten ſie hinaus und ab⸗ eits. Und ehe der Kommerzienrat, der einige Schritte hinter ihnen hergegangen war und wie vom Blitz getroffen daſtand und zu ihnen hinüberſah, ſeine Faſſuns wiedergewonnen hatte, erſchien plötzli h aus dem Innern des Hobels Martina. Sie kam auf den weichen Decken lautlos daher und ſtand hinter Egkherr. Er wandte ſich um, dem ſchillernden Blick Margheritas folgend und ſah ſie. „Martina,“ ſtöhnte er zurückfahrend. Sie nickte kaum merklich und lächelte. „Ich habe dich heute den ganzen Tag noch nicht geſehen Joachim. Willſt du jetzt... nicht noch eine halbe Stunde mit mir plaudern?“ „Martina..“ (Fortſekung folgt.) oder uuverbindlichen Vertreterbeſuch. deutſcher Begräbnis⸗ und Lebens-verſicherungsverein a. 8. Deutſcher Herold Bisher Deutſcher Begräbnis⸗Verſicherungsverein Bezirksdirektion mannheim F 3. 14 Qaüchtige Dertreter geſucht. 10190 Herzlichen Dank sagen wir Allen, die in wohl- gemeinter Teimahme unser bitteres Leid mitfühlten in das wir durch den Verlust unserer Kinder Anna und Jrmgard versetzt wurden. 7845⁵5 Herrn Stadtpfarrer Dr. Hoff für seine aufrich- tenden Trostesworte unsern besonderen Dank. Vielen Dank der Vermessungs-Abt. des Tiefbau- amts, der städt. Handelsschule, der Fa. J. Daut, sowie dem Personal der Fa. J. Daut u. den früheren Hausgenossen, welche durch Kranzniederlegung das Andenken unserer lieben Tochter, Schwester und Enkelin u. Nichte ehrten. Mannheim, den 17. Oktober 1925. Karl Ladenbuigstr. 45 familie Hans Hurst u. Angeh. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern abend 6½ Uhr unsere innigstgeliebte und unver⸗ geßliche Schwester und Nichte, Fräulein Elisabeth Guyot Kanzleiassistentin nach kurzem Krankenlager zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Mannheim, den 17. Oktober 1925. Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Guyot Emilie Guyot Marie Sauerbeck Die Feuerbestattung findet Montag, den 19. Ok- tober, mittags 2 Uhr statt. 7847 1* — Habe mich hier nledergelassen als Facharzt f. Haut,-Harn- u. Geschlechtskłr. Dr. Georg Kapferer, 0O.5, Planken früher mehrjähriger Asslstenzarzt der Heldelberger 75 5 Vermischtes. Buchhanung ſtundenweiſe, ſowie Einrichtung und Beaufſichtigung v. Buch⸗ führungen, Regelung v. Steuer⸗Angelegenheiten uſw. übernimmt ſeit vielen Jahren ſelbſtänd., abſchlußſicher. Buchhalt.⸗ Fachmann und Steuer⸗ berater gegen geringe Vergütg. Prima Refer. Ang u. M. M. H. 2377 an Ala Haaſenſtein u. Vogler, Mheim. Eaz52 Wo kann gebild. 21100 Mädchen 760 Mleider u. Wäsche nahen lernen? 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April rFaee Icl. 800.— dbe veelestes 8le Presbekte d destestese Auebealt dereb sasere Verteestestes NoRDbDpEUTSscRER LLOVD BRERMEN ö In Mannheim NORDDEUTSCHEBR LLOID Genetalagentur Lloydreisebüro G. m. b. H. Hansa-Haus, D 1, 7˙8 und die Übrigen Berirksvertretungen. 125 bis ans Lebensende, der größte Maſſenmörder zu ſein und zu bleiben. Es iſt mir eine 3 uſt, zu beobachten, wie Auge auf Auge erliſcht. Mit lächelnden Lippen will ich zuſehen, wenn ein ſchmerz⸗ gekrümmter Fuß von giftigen Hühneraugen verlaſſen wird. Tau⸗ ſenden habe ich jetzt ſchon die verbluffend ſchnell wirkenden„Lebe⸗ wohl“ ⸗Präparate empfohlen und alle haben mir taufendfach gedankt. Haben Sie Hühneraugen und Hornhaut an den Fußſohlen mit dem üblichen Wohlgeruch, dann nehmen Sie das einzig daſtehende Hühner⸗ augenpflaſter„Lebewohl“ und„Lebewohl' ⸗Ballenſcheiben. Sie rutſchen nicht, ſondern kleben feſt wie ein Inſekt am Fliegenfänger. Sie pn noch ein Fußbad mit dem„Lebewohl“⸗Fußbadepulver und ie—5— gerettet. 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Maumüller D 2, u Tel. 5082 Seere reneeerreg Maismneiderei Speꝛzlel-Abtellung: Mleider-Renaratur- Warkstätte, Ranid Wie kleidet Sidh der Herr? Betrachtungen über die Herren-Mode 1925/26. Unter der Rubrik.,, Mannheim am Mochenende“ in der Neuen Mannh. Zig wurde kürzlich der Ruf nach derserer Berichteiz tatiung über dle Heren-Mode laut. In der Iat, der Schreider jener Zellen hal techt, denn aufei dem künstlerischen Schaulenstet und den ulustrierten Kata ogen. womit gr6ßBlete Häusei wiedel jegelmäüßig hre Kunden aul dem Lantenden halten, sind es nut Wwenige Buder und Arukel. die in der lagespresse und den Unterhauungsblätten die Heirenwelt über die Mode orienteten. Dieser Mangel mag noch mehr in Erscheinung lieten, wenn man einen Vergle eh zur be vreundeten Damenmode 2 ent die in Wotrt und Biid allerwärts für die vielen teizenden Launen der nönigin Mode wirdt und denen das schöne Geschtecht nut zu gerne und willig jolgt. Die Ursache emner gewissen Zuückhallung in der Herten-Mode ſiegt in der Natur der Herrenwelt seibst. Oie flerten-Kleidung. sei sie nun für Beiut, lür Opolt- odei Geselischattszwecke is in den heuligen Formen und FPatben schlicht und sachſich Dadurchsist die Möguchkeit häufigen, grundlegender Veränderungen nicht vothanden und das ist vom Standpunkt des Kä teis auck gar- micht zu begauern De Heir mit senem Sinn nach Piaktischem und Sparsamkeit, wännt haupt süchlich die an sich nur solden Qua itäts-Stolfe we sie sich heute wieder überal Eingang verschalſt naden Diese weisen eine lange Lebensdausr auf, die nicht unnötg duch das Wechseſspiel einet launenhatten Mode verkützt werden sollte. Dabei ist die Herienmode von heule geschmackvollen Abwechstungen durchaus ncht abhold. So bescheette uns oie Wintermode 1925/26 neben dem immer flotten Schwedenmantel mit Rckengurt und Falie eine neue Isterloum, zwelleihig mu breite n Reveis, im Rücken g att und lose mit eingeselzten Aermeln. Diese Form ist sehr kleidsam und hat noch manche Variationen, wie auigesteppie Laschen, dreite Rückenlasche und bei e mehiger Form auch veideckte Leiste Die Farden sind iunig und gedeckt. Blaue. graue und oltve Melangen in reinwo lenen Flausch- oder Che woistoſten sind vorherischend Der Gemock und Winterpaletot mit Samtkiagen in schwalz und matengo sind inſoige ihres vornehmen Aeusseren n cht aus dei Mode zu biingen und nach wie vor viel gefrag. in Straßzenanzügen brngt die Wintermode ebenfalls gefällge Formen heraus Der Sacco ist eimeihig auf 2 ziemlich ſief silzenden Kpöpfen gearbeitet und mit bieitem Revyeis. Der Rücken iet etwas ſose gehalten Das Beinki id ist bei sämtlichen anzügen wesentich weiler geworden Neben dunklen Gabardinstoften in uni und gemustert, sieht man Kammgarnanzüge in gedeckten Wüfteimuslen bün den Sporzanzug kommt jür den modernen Herrn nuf die GoſtForm mit aul- gestepplen Taschen und memeren ilet geleglen Fallen im Rücken in Frage Die Bieeches ist von der Knickerbocker fast ganz verdtängt Ceber ihte Zweckmäß gkeit kann man geiteitter Auflassung sein, sicher ist jedoch dass sie von jüngeren, schlanken He ren getiagen mit passendem Pullovet und gemusteiten Sport Strümplen ganz volzüglich kieidet Auch in Gesellschahskleidung sind einige Neuheuen zu verze ennen. Der Smoknganzug, der aui e nem Knopt getiagen Wird. weist ieses Jahl nach außen gebogene bieite Seidenrevers auf Auch hier ist der Rücken wie beim Sacco lose gehalten. Beim fack sind die Revers genau geslaltet wie beim ↄmocking. Die Spitaen, die man hüher gerade hatte, zeigen eine hehwungvolle Neigung nach unten an tägt dazu eine weiße Pique— oder seidene Weste mi bieitiem Schal und nalbundem Ausschnitt. Bür kleme Veranstaflungen le der Cutawy mil Weste und gestreftel Hose, sowie speziel tür jungere Hierren der Tanzanzug sehi geeignet, Letzterer ist ein schwalzer Saceo aul einem Knopl mit Seidenbandeinlassung Für Gesenschab'skleidung veiwendet man schwarzen Melion- oder Drapèstolf, vieliach auch schwarze in sich gemusterte Kammgarne. Wir sehen also. dass auch die Hertenmode vorw-äis schteltet und Neuerungen in Form und Stoff he vorbringt Am Puplikum selbst wird es aber liegen, dass diese modischen Aendei uns en sich in würdigem Rahmen halten und nicht übertrieden weiden. Autgabe des Ka umanns wud es bleiben, den zeichen der Zeit zu jo gen und durch günstigste Preisstellung weitesten Bevöl⸗ kerungskieisen zu ermöglichen, sich an der Mode zu beteiligen. Rudolf Engelhorn, in Fa. 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Klein;: 6 Pred., Dr. Hoff;: bl. Abendmahl. iedenskirche:.30 Pred., Vik. Zahn: 10.45 Kindergottesd., Vikar Zahn; 10.45 Chriſtenlehre, Pfr. Walter. Johanniskirche: 10 Prediat, Pfr. Sauerbrunn: 11 Chriſtenlehre, Pfr. 11.15 Kinderavttesd., Bik. Häfele: 6 Predigt, Vikar äfele. Lutherkirche:.30 Frühgottesdienſt, Pfarrverw. Fiedler: 10 Pred., Pfr. Huß;: 11 Kindergottesd., Pfarrverw. Fiedler; 11 Chriſtenlehre f. Knaben, Pfr. Dr. Lehmann;:.15 Chriſtenl. f. Mädchen, Pfr. Dr. Lehmann;: 6 Predigt, Pfr. Dr. Lehmann. Melauchthonkirche: 10 Prediat, Vik. Koch(Konftrmandengottesd.); 11 Kindergottesdienſt, Vikar Engler. Neues Städt. Krankenhaus: 10 Predigt, Vikar Engler. Diakoniſſenhaus: 10.30 Predigt, Pfr. Scheel. Heinrich Lanzkrankenhaus: 10.30 Prediat, Vik. Dr. Weber. Fendenheim: 10 Predigt, Vik. Mampel: 11 Kindergottesd., Vikar „Mamvel:.15 Ehriſtenlebre f. Jünglinge, Vikar Mampel. Küfertal: 10 Hauptgottesd., Pfr. Luger; 11.15 Kindergottesd., Pfarrer Luger;.30 Chriſtenlehre für Mädchen, Pfr. Luger. Matthäus⸗Kirche Neckarau:.30 Prediat, Pfr. Jundt: 10.35 Kinder⸗ aottesdienſt Nord⸗Pfarrei, Pfr. Jundt; 1 Chriſtenl., Pflichtige der Nordpfarrei, Pfr. Jundt. Rheinan:.30 Predigt. Vik Haering: 10.90 Chriſtenl. f. Mädchen, Vikar Haering: 11.15 Kinderaottesdienſt. Vik. Haering. Sandhofen: 930 Hauptaottesdienſt, Vik. Bartholomä: 10.45 Chriſten⸗ lehre, Pfr. Dürr; 11.30 Kindergottesd. Vik. Bartholomä:.30 Abendagottes dienſt, Pfr. Dürr. Pauluskirche Maldhof: 8 Frühgottesdienſt, Sandhoferſtr. 22(Juzen⸗ bera). Pfr. Lemme;.30 Hauptgottesd., Pfr. Lemme: 10.45 Chri⸗ ſtenlehre für die Mädcken, Vik. Eckerlin: 11.15 Kindergottesdienſt. Vikar Eckerlin. Wochenaottesbienſt Trſg ineiskirche: Dienstag, 20. Okt., abends 8 Uhr, Predigt, Vikar Ucherer. Donnerstag. 22. Okt., abends 8 Uhr. Abendandacht, Vikar Bach. Chriſtuskzrche: Mittwoch, 21. Okt. aßends 8 Ubr. And. Pr. Dr. Hoff. Joggeaniskirche: Donnerstag. 22. Oktober abends 8 Uhr, Predigt, Pfr. kaner. Zutzerkeche: Mittwoch, 21. Okt., abends 8 Uhr, Andacht, Pfr. Dr. Vehmann. Melanchtbonkircie: Mittwoch, 21. Okt., abends 8 Uhr, Bibelzunde, Pfr. Rothenhöfer. Vereinfate evangeliſche Gemeinſchaften. Evangel Nerein f. funere Miſſion(Stadtmiſſſon! K 2, 10. Schwet⸗ 8 Uhr Verſammlung: Donnerskag.30 Bibelſtunde; Dienstag.80 Frauenſtunde;.15 Männerbibelbeſpr.; Meerwieſenſtr. 2(Lin⸗ denhof); Luzenbero(Sandhoferſtr. 22), Abeinau(Dän. Tiſch 20) Sonntag 8 Uhr und Mittwoch.30; Waldhof(Kinderſchule): Mitt⸗ woch und Neckarſpitze(Kinderſchule! Freitag.30 Bibelſtunde, Käfertal(Gemeindehaus) Sonntag 8 Uhr, Sandhofen(Kinder⸗ ſchule) Sonntag 3 Uhr und Donnerstag.30 Uhr Bibelſtunde. Chriſtlicher Verein ſunger Männer, K 2, 10, Schwetzingerſtr. 90, Stamitzſtr. 15: Sonntag.30: Zuſammenkunft im Lokal Dienstag .30: Bibelbeſprechung für Männer und jg. Männer. Samstag 8 Uhr Jugendabteilung⸗Bibelſtunde, Fiſcherſtr. 31(Neckarau), Däniſcher Tiſch(Rheinau) Samstag 8 Uhr. Meerwieſenſtr. 2(Lin⸗ denhof) Sandhoferſtr. 22(Luzenberg) Freitag.30; Bibelſtunde. Chriſtl. Verein junger Mädchen. K 2. 10., Schwetzingerſtr. 90. Sta mitzſtr. 15: Sonntag: 5 Zuſammenk, im Verein, E 2. 10: Diens⸗ tag.00: Handarbeit, Mittwoch.00 Bibel⸗ und Gebetſtunde für Aeltere; Freitag für Jünglinge, Meerwieſenſtraße 2, Montag.00 Bibelſtunde. Sonntagsſchule überall um 11 Uhr(Fiſcherſtraße 31) und Däniſcher Tiſch 23 um 1 Uhr. Gemeindehaus der Evangeliſchen Gemeinſchaft U 8, 28: Sonntag. .30 und.30 Predigtgottesdienſt, Pred. Kieck; 11 Sonntagsſchule. Mittwoch—6 Religionsunterricht, 8 Bibel⸗ und Gebetserbauung. Donnerstaa mittag.30 Frauenmifſionsſtunde: 8 Jugenderbauung. Chriſtl. Verein junger Mäuner Mannheim, Neckarvorlandſtr. 21—22: Donnerstag, abends.15 Bibelabend. Süddeutſche Vereinigung, Lindenhofſtr. 34: Sonntag abends 8 Uhr Vortrag v. H. Waldſchmidt„Bekehrungsſegen“; Montag Frauen⸗ ſtunde(Schw. Frieda): Dienstag Jugendbund f. E. E.(junge Männer): Mittwoch 390 Mädchenbund: 8 abends Gemeinſchafts⸗ ſtunde(2. Korr.) Donnerstag Jugendbund f. E. C.(iunge Mäd⸗ chen): Samstag.30 Knabenbund. mMethodiſten⸗Kirche. Eben Ezer⸗Kapelle, Augartenſtr. 26: Sonntag, 18. Okt. 980 Prediat, Pred. G. Nötzold⸗Speyer; 11 Sonntagsſchule; Dienstaa abends 8 Bibelſtunde, Pred. Schönhardt⸗Ludwigshafen. Jugendheim F 4. 8(Kl. Saal): Sonntaa vorm. 11 Sonntagsſchule: abends 8 Predigt: Mittwoch abends 8 Bibelſt., Superint. Jahnke; Katholiſche Gemeinde. Jeſuitenkirche.— Obere Pfarrei: Von 6 an Beichtgel.: 6 Frühm.; .45 hl. Meſſe;.30 Singm mit Prediat;.30 Kindergottesdienſt mit Predigt;.30 Feſtgottesd. m. Predigt u. lerit. Hochamt mit Segen; 11 hl. Meſſe m. Predigt; 2 Chriſtenlehre:.30 Herz Jeſu⸗ Bruderſchaftsand. mit Segen. St. Sebaſtianuskirche.— Untere Pfarrei: 6 Frühm. u. Beginn der Beichtgel.; 7 hl. Meſſe m. gem. Kommunion d. Junafrkongr.: 8 Sinam. m. Predigt:.30 Hauptaottesdienſt m. Prediat, levit. Hochamt u. Segen; 11 Kindergottesdienſt m. Predigt: 2 Chriſten⸗ lehre f. d. Mädchen;.30 Roſenkranzandacht mit Segen; 7 Uhr kirchenmuſik. Marienf. zu Ehren u. L. Frau mit Predigt u. Seg. Hl. Geiſtpfarrei in Mannheim: Meſſe; 7 Frühm.: 8 Sinam. m. Prediat: 9. Hochamt m. Segen: 11 hl Meſſe m. Predigt: die Jungfrauen:.90 Herz Jeſu⸗Andacht mit Segen; kranzandacht mit Segen. Liebfranen⸗Pfarrei:(Kommunion-Sonntas der Junafr.): von 6 Uhr .90 Prediat und feierl. 2 Chriſtenlehre für .30 Roſen⸗ Kommunkonſonntag d. Jungfr: 6 hl. Anaerſtr. 90. Stamitzſtr. 15. Fiſcherſtr. 31(Neckaran) Sonntag an Beichtael.;.30 Frühm.: 8 Sinam. m. Prediat loem. Komm. der chriſtenlehr⸗ und ſchulpfl. Mädchen):.30 Amt vor ausgeſ. Allerh.: 11 Singm. m. Pre⸗ diat; 2 Chriſtenlebre der Mädchen:.80 Roſenkranz mit Segen. Kath. Bürgerhoſpital:.30 Singm. mit Predigt: 10 Gomnaſiums⸗ ottesdienſt. Jefukirche Neckarſtadt Weſt: 6 Frühmeſſe u. Beichtgel.: 7 96 Meſſe; 8 Singm. m. Predigt u. Bundeskom. der Jungfr.;.3 levit Hochamt vor ausgeſ. Allerh.; 11.15 Kindergottesd. m. Pre⸗ diat: 2 Chriſtenlehre für Mädchen:.30 feierl. Veſper m. Segen: 7 Roſenkranzandacht mit Segen 1 8 St. Bonifatinskirche Neckarſtadt⸗Oſt. von 6 an Beicht.e 7 Frühm. 8 Singm. mit Predigt u. Monatskm. der Mar. Kongregation und des Jungmädchenbundes);.30 Hochamt mit Predigt: 11 Singm. mit Predigt: 2 Chriſtenlehre für die Jüngl.:.30 Roſenkranz⸗ andacht mit Segen.— An allen Werktagen iſt abends um 6 Uhr Roſenkranzandacht mit Segen St. Joſefskirche Maunheim⸗Lindenhof: 6 Beicht und Frühm: 7 Ge⸗ neralkom der Jungfrauenkongar. u. d. Thereſienbundes: 8 Sing⸗ meſſe mit Predigt:.30 feierl. Amt mit Predigt, Ausſetzung und Segen; 11.15 Sinam. m. Predigt;.30 Chriſtenl. f. d. Mädchen; 2 feierl. Veſper. St. Jakobskirche in Neckaran: 6 Austeilung der hl. Kom.;.45 Kom.⸗ meſſe;: 8 Sinameſſe mit Predigt u. Kinderkommunion:.30 Hoch⸗ amt mit Predigt vor ausgeſ. Allerh.(Kirchweihe): 11 Kinder⸗ gottesdienſt mit Prediat;.30 Chriſtenlehre; 2 Veſper. Franziskuskirche Waldhof: 6 Beicht; 7 Kom.⸗Meſſe m. Frühpredigt; .15 Amt mit Prediat in der Kapelle der Spiegelfabrik:.30 Amt mit Predigt und Ausſetzuna: 11 Singmeſſe u. Homilie in der Kavpelle der Spiegelfabrik: Schüleraottesdienſt in der Franzis⸗ kuskirche. Sinam. u. Predigt: 2 Veſper m. Segen: 7 Sonntags⸗ abendandacht mit Segen. St. Laurentinskirche in Käfertal:.30 Beicht: 7 Frühmeſſe mit Monatskom f. Junafranenkongr.;.30 Schülergottesd. mit Pre⸗ diat(Kollekte): 10 Prediot mit Amt(Kollekte); 11.30 Chriſtenlehre für Mänhen; 2 Roſenkranz⸗Andacht mit Segen. St. Bartbalomänspfarrkirche Sandfofen:.30 Beicht: 7 Frühm. m. Generalkom. d. Junafranennereins-.15 Schülergottesd. m. Pre⸗ diat u. Amt:.30 Chriſtenlehre(Junafr.) und Muttergottesan⸗ dacht:.90 Rofenkranzandacht mit Segen. St. Meter⸗ u. Paulskirche Fendenbeim:.30 Beicht:.15 Frühm.:.30 Schttlergottesdienſt; 10 feierl. Hauptgottesdienſt;.15 Roſenkranz⸗ andacht mit Segen. St. Antoninskirche Rheinau:.30 Reicht:.30 Frühm.:.90 Haupt⸗ gottesdienſt vor ausgeſ. Allerheiltoſten: 2 Roſenkranzandacht. Chriſtengemeinſchaft. Sonntag, 18. Oktober: vorm. 10 in I. 11, 21: Die Menſchenweihe⸗ handlung: abends 8 Uhr im Hoſpitz F 4. 8/ Bibelſtunde von Du. Friling, Pfr. in der Cbriſtengemeinſchaft. Alt-RKatholiſche Gemeinde. Sonntag, 18. Okt., norm. 10 deutſches Amt mit Predigt. Freireligiöſe Gemeinde. Sonntag. 18. Oktober, vorm 10 Sonntagsfeter. Prediger Dr. K. Weiß über„Die Schatten der Kirchenſchu le“ in der Aula des Realanmnaſiums, Tullaſtr. 4, unter Mitwirkung der Volksſingakademie. der Jungfrkonar.., Predigt und levit. 141 5 — — 5 8 Verkäau Tila in Hesnelperg in fein. Straße Neuen⸗ heims, mit freiwerdend. 5 Zimmerwohng., Bad, Küche, Mädchenz., Elekt., Garten, für 27 000 Mk. zu verkaufen. Angebote unter., H. 182 an die Geſchäftsſtelle S256 Motorrad 1 PS., 4 Takt, ſteuerfret zu verkaufen. Bab88 Waldhofſtr. 43a, 2. St., Schäfer. Teleph. 4231. 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November 1925, vormit tags 11 Uhr, ſowie zur Prüfung der ange⸗ meldeten Forderungen auf Donnerstag. den 10. Dezember 1925, vormittags 11 Uhr vor dem Amtsgerichte BG. 5, 2. Stock, Zimmer Nr. 113, Termin anberaumt. Allen Perſonen. welche eine zur Konkursmaſſe gehörige Sache im Beſitz haben oder zur Konkursmaſſe etwas ſchuldia ſind wird aufgegeben, nichts an den Gemeinſchuldner zu verabfolgen oder zu lei⸗ ſten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Beſitze der Sache und von den Forde⸗ rungen, für welche ſie aus der Sache abge⸗ ſonderte Befriedigung in Anſpruch nehmen⸗ dem Konkursverwalter bis zum 1. Dezember 1925 Anzeige zu machen. 151¹ Mannheim. den 16. Oktober 1925. Amtsgericht.G. 5. AEissEs 1 EURALLE ZWEHCKE OURCUHH JNERS WSRNNWASSENRAPPNNATE URADEGFEN BEZUG NUR VbURcH INSTALLATIONSFIRHAE PAUL FUSBAHN, ING.-BüRnO STUTTGART. SONNENSERGSTR 8. Male öüer Nabl. Solvente Firma der Autobranche ſu lagern von Gummireifen und teilen einen—300 Quadratmeter großen Raum zu mieten oder kaufen. 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Bl. m 1 Heirat! Fräulein 22 Jahre, chriſtl. Rel., häuzlich erzogen, hübſche Erſcheinung, tadell. Ver⸗ gangenheit, Mitgift 60 Joch Gutsbeſitz nebſt Haus und Weingarten, wünſcht ſich zu ver⸗ heiraten. Beruf und Vermögen Rebenſache. Charakter u. Herzensgüte Hauptbedingung. Kann auch Witwer ſein, da große Kinder⸗ freundin, Briefe unter„Bürgermädchen“ an die Geſchäſtsſtelle dieſes Blattes. Ea128 Fräulein, 30 Jahre, E lath., ſeit Jabren els Fräulein, anfangs 40, Köchin zätig, ſow. allen z. Zt. in leitend. Stell., Anſprüchen einex tücht. vornehm. Charakter, w. Hausfrau genügend, die Bekanntſchaft eines wünſcht, da 155 leine Herrn— Beamten oder Gelegenheit, einen kath. Geſchäftsinhaber—, w. Herrn kennen zu lernen mehr Wert a. Herzens⸗ zwecks 762 bildung und häuslichen 97620 Sinn legt als auf Ver⸗ Heir a. mögen, zwecks 7796 Wohngelegenh. vorhand. Helrat. Anonym zwecklos. Zu⸗ Zuſchrift unt. 720 2Z. 77 an die Geſchäftsſtelle. ſchriften unt. V. B. 79 an die Geſchäftsſtelle. e Felieslliien qusste /lungs- u. Veriaufsraum G 5. Is enge Hlanlen licnte Haffenlage, e ee, 2 Telephon 807 „ eee Samstag, den 17. Oktober 1923 ie künftige Landespolitik Der 25. Ottober ruft Badens Wähler und wählerinnen zur Entſcheidung über d die von einer Wahl zur andern von dem ſteigenden Vertrauen der Wähler in 1 1 Die Deutſche Voltspartei iſt im Badener Cand die einzige Partei geweſen, in Stadt und Land an Stärke und Einfluß gewachſen iſt. 1 Der 25. Oktober wird zeigen, daß dieſe Entwicklung noch nicht abgeſchloſſen iſt. Das Uebergewicht der ſchwarz⸗roten Koalition— in der die Demokratie die be⸗ 1 ſcheidene Rolle eines Anhängſels ſpielte— verlangt gebieteriſch eine ſtarke Veriretung des nationalen und liberaten Teiles unſerer Bevölkerung. i 8 Der Wähler wird den Kopf ſchütteln, wenn er hört und lieſt, wie die Demokratie, die jahrzehntelang einen erbitterten Kampf gegen die Nationalliberalen geführ⸗ bat, ſich heute als hüterin der alten Tradition unſerer großen badiſchen Politiker Camen, Kiefer, Baſſermann, bezeichnen möchte. Dieſe Rethode iſt zu durchſichtig. Man I traut der Demokratie allerorten keine Werbekraft zu und möchte ſich mit fremden Federn ſchmücken. 4 Der Kampf um das liber ale Erbe iſt längſt entſchieden. Mit rund 100 000 Stimmen bei der letzten Wahl hat die Deutſche Volkspurkei erſtmals die Führun 15 aller parteien außerhalb des Zentrums und der Sozialdemokraten in Baden gewonnen. Sie iſt nach ihrem Programm, nach ihrem Geiſt und nach der Geſchichte d 9 1 Rnachfolgerin der alten nationalliberalen Partei. Was heute noch an ehemals liberalen Beſtandteilen in andern Parteien vorhanden ſein mag, iſt ohne Bedeutung, Männe e die gezeigt haben, daß ſie in entſcheidender Stunde nicht die Kraft beſeſſen haben, treu zur alten Fahne zu ſtehen. Wer bei der Reichspräſidentenwahl gegen Hindenbur gekämpft hat, beſitzt keinen Funken nationalliberalen Geiſtes mehr. Der Schutz der nationalen Arbeit in Stadt und Land und der Schutz der wirtſchaftlich Schwachen an dem die Deutſche Volkspartei treu mitgearbeitet hat, iſt nationalliberaler Grundſatz. Die ihn ablehnten, haben gezeigt, daß ſie von ſolcher Ueberlieferung nichts wiſſen. Die Gefähr dung der 8. multan chule in Baden iſt ein„Erfolg“ des Weimarer Schulkompromiſſes, geſchloſſen zwiſchen den Parteien des Zentrums, der Mr GFozialdemokraten und Demokraten. Wir haben davor gewarnt. Wir ſtehen treu und feſt zur Simultanſchule, als einer der wertvollſten Errungenſchaften liberalen pPolitik in Baden, als einer der wichtigſten Vorausſetzungen für den konfeſſionellen Frieden. Diejenigen, die ein Recht zu haben glauben, unſere Haltung in dieſer Kar⸗ dinalfrage in Zweifel zu ſtellen, gleichen den betrübten Tohgebern, denen die Felle fortſchwimmen, nachdem ſie dieſelben ſelbſt ins Waſſer geworfen haben. Die Deutſche Volkspartei hat es ſtets abgelehnt, mit großen Berſprechungen zu arbeiten. Die das Gegenteil behaupten, mögen zu denen gehören, die beim usbruch der glorreichen Revolution uns„Frieden, Freiheit und Brot“ verſprachen. Anſere Poliik war auf Talen gerichtet und konnte der großen Worte entbehren. Niemals haben wir ein Hehl daraus gemacht, daß der Weg des Wiederaufbaues ſchwer und ſteinig ſein würde, daß er über Opfer und Enttäuſchungen gehen werde. Zu denen die heute die Erfolge der Auſwertungsgeſetzgebung kritiſieren, gehören auch ſolche, die einſt in Karlsruhe 10% als Höchſtmaß des zu Erreichen⸗ den bezeichnet haben!— Wir haben nie ein Hehl daraus gemacht, daß uns die Löſung der Frage nicht in allen Stücken befriedigt: das iſt das Schickſal der Kompro⸗ miſſe. Es iſt aber nichts als Agitation, wenn ſich die Parteien der Oppoſition heute als die großen Freunde der Sparer hinſtellen. Erreicht und geleiſtet haben ſie nichts. 5 Von anderer Seite wird der Kulturkampf zu entfachen geſucht, ohne Veranlaſſung, ohne Not, ganz vom Saune gebrochen. Jahrzehntealte Geſchichten werden in den Zentrumsflugblättern aufgewärmt, Worte aus den uſammenhängen geriſſen. Man ſoll dort froh ſein, wenn wir nicht mit gleichen Pingen aufwarten. Gewiſſe Ceute wollen den Kulturkampf, ſie hoffen aus der Aufwühlung konfeſſioneller Leidenſchaften wieder einmal vorteile zu ziehen. Wir ſtellen das einfach feſt u. überlaſſen das Urteil den Wählern. niemals haben wir uns zu einer Erfüllungspolitik bekannt, die bereit geweſen iſt, aufgrund jeden Ultimatums der Entente umzufallen. Stets hatten die Deutſche Volkspartei und ihr Führer Dr. Streſemann betont, daß wir Opfer nur bringen können, wenn uns der Weg zur wirtſchaftlichen und politiſchen Freiheit ge⸗ oͤffnet wird. Dieſer Politik, die weit verſchieden iſt von einer leichtfertigen Erfüllungspolitik frügerer Tage, verdanken wir die bisherigen außenpolitiſchen Erfolge. In der Außenpolitik das Ziel der Befreiung, in der inneren Poliit der Ausgleich und die Ordnung, das waren unſere Richtpunkte. Dabei wird es bleiben auch bei der verfolgung unſerer Fiele im Cande Baden. Im Landtage haben wir demgemäß ſachliche Arbeit geleiſtet und zu allen Fragen einen klaren Standpunkt eingenommen. Sie zu verdächtigen oder herabzuſetzen, ſteht denen nicht zu, deren politiſcher Bankerott vor aller Hugen liegt. Wir vertrauen auf den geſunden vaterländiſchen und freiheitlichen Sinn der badiſchen Wähler und Wählerinnen. Sie mögen entſcheiden, wer es gut meint mit dem Badener Cand, wer durchdrungen iſt von dem Ernſt der großen deutſchen Schickſalsſtunde, der ſetze ſeine ganze Kraft ein für den Erfolg unſerer Sache am 25. Oktober. Wr rufen Alle! Werbet von Mund zu Mund, beſucht unſere verſammlungen, rüttelt die Säumigen auf, helft uns durch freiwillige Spenden! Dann kann der Erfolg nicht ausbleiben.— Anſer Weg iſt Arbeit, unſer Ziel die deutſche Freiheit! Deutſche Volkspartei, Landesverband Baden. Unſere Kandidaten ſind: 1 Eandesliſt e: 1. Oberbürgermeiſter Günderk⸗pforzheim. 4. Wagnermeiſter Brixner⸗Brühl. 4 2. Landwirt r. Mattes⸗Stockach. 5. Kaufmann und Stadtrat Dorn⸗heidelberg. 1 3. Erſter Staatsanwalt Obkircher ⸗Sreiburg. 6. Frau Emma Schmidk-Mannheim. Bezirksliſte für den Bezitk mannheim: 1. Hauptlehrer und Stadtrat L. Haas-Mannheim. 4. Fabrikant Friedrich Keller⸗Weinheim. 2. Rechtsanwalt Dr. Florian Waldeck-Mannheim. 5. Frau Emma Schmidl⸗Mannheim. 3. Landwirt und Wagnermeiſter Heinrich Brixner⸗Brühl.„ 6. Obermeiſter der Malerinnung Karl Fritz⸗Mannheim. Jereine!] Dirigent übernimmt n. Geſangs⸗ ſtunden für Männer⸗ u. gemiſchte Chöre, auch nach auswärts. 7529 Gefl. Zuſchriften erb. unter T. K. 37 an die Geſchäftsſtelle d. Bl. Aut0 Wanderer 5/15 P8., 3⸗Sitzer, Motorrad Auto Sport Obel„.e es 2— A2 õ am Haradevlalz 2 Limouſine, 3⸗Sitzer,— „ N Nall 4/2 Pf8 ̃ 4 everwend. a. N0,— Tmodenau. I, 0 Sportzwei. u. 2 Notl., Nappa· und Chromleder. usw. 8278 Hill& Huller Runststragße, H 3, 12. 110%056 grosse uswanl in Jacken, Manteln, Skunlesen, und Fuchsen denannt 5 15 Elegante— 6 52 s1 3 — vorteilhaften Preisen. e 8 Leder-Jacken U. Mäntel Medpraſc Handschuhe, Mützen, Brillen Piſter, J 1. 7, Breiteſtr. 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