gitsregierung widerſprechen. In ſeinem geſtrigen viel beachteten Montag, 21. Dezember dezugsprelle: In Manndeim und umg ei m 80 oder durch die Poſt monatlich.- M. onne eſtelgeld. Bei eventl. Aenderung der wiriſchauliche vorbehalten Poſtſchecktonto vältniſſe Nachiorderun a* N 5 aupigeſchäftsſtelle E 6. 2 d. d800 Kartsrune— eichäfts Nebenſtellen Waldbofſtrage 6. Schwetzinger Gase 24. Meerſeldſtraße 11.— Teiegiamm Adreſſe. eneralanzeiger Mannbeim. Erſchem wöchenti zwölfmal. dernwrech⸗An chlüne Nr. 7941 7942 7948 7946 u. 1945 Morgen⸗Ausgabe Neue Mannheimer öeitung Mannheimer General Anzeiger Preis! Pfennig 1925— Nr. 591 Anzeigenpreiſe nach Tari bei Serauszah prs einip Koloneizeile im Allgem Anzeigen 0,40 NN Neklam. —4.⸗ M Kollektiv. Anzeigen werden höher berechnet. Für Anzeigen an deſtimmien Tagen Stellen und Ausgaben wird keine Verantwortung üdernommen. 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In parlamentariſchen Kreiſen denkt man zum weitaus üherwiegenden Teil anders. Es wird von Leuten, die ihre Er⸗ ahrung in ſolchen Dingen haben, bezweifelt, daß auf dieſem Wege elne Löſung zu erreichen iſt. Der Auffaſſung iſt man nicht etwa nur im Zentrum und bei den Demokraten, ihr kann man auch imerhalb der Volkspartei faſt durchweg begegnen. Die„Täg ⸗ iche Rundſchau“ ſpricht heute offen aus, daß das bisherige Ergeb⸗ nis der Beſtrebungen Hindenburgs eher zu einer größeren. Ent⸗ zweiung und Verſtockung der Parteien, als zu einer Annäherung deführt habe. Die Schlußfolgerung wäre, daß der Reichspräſi⸗ nt beſſer daran tät, wenn er am 12. Januar ſich nicht erſt auf grundſätzliche Erörterungen mit den Parteien einließe, ſondern eich den homo regius beſtimmte, der dann ſeine Mitarbeiter wählen, ein Programm ausarbeiten und die Fraktionen zur Stel⸗ ngnahme auffordern könnte. Daß das Scheitern der Koalition die Bildung einer Regierung ber Mitte unter Luther erleichtern würde, erweiſt ſich immer mehr als eine falſche Spekulation, Dr. Luther dürfte, wenn er fſetzt mit dem Mandat beauftragt werden ſollte, einer außerordentlich lowierigen Aufgabe gegenüberſtehen. Im Zentrum dehren ſich die Stimmen, die einer Beteiligung an einer Minder⸗ letitel in der„Germania“ hat Adam Stegerwald der artei ſogar geraten, durch Verweigerung der Teilnahme und durch Wlehnung aller überſpannten Forderungen von rechis und links den Erziehungsprozeß zum ſtaaklichen Berantworkungsbewußkſein du beſchleunigen. Man ſieht, auf welch verzweifelte Einfälle die Troſtloſigkeit der klamentariſchen Verhältniſſe auch ernſthafte Politiker bringt, egerwald hat ſchon recht, wenn er die unerfreuliche Tatſache feſt⸗ gelt, daß ein ſolches Minderheitskabinett der Mitte die agitatori⸗ ſcen Anſprüche der beiden oppoſitionellen Flügelparteien nur noch legem würde. Aber was ſoll werden? Eine Erweiterung der ebierung nach rechts, die nach dem Verſagen der Sozialdemo⸗ ten das Logiſche wäre, kommt nach dem Beweis völliger Un⸗ verläſſigkeit, den die Deutſchnatidnalen gegeben haben, nicht in etracht. Ein VBeamtenkabinett hätte als Produkt völliger + 2 Lin deutſch⸗franzöſiſches Wirtſchaſtsprotokoll Di und die franzöſiſche Delegation für die Handels⸗ eengen— 105 am Samstag ein Protokoll unterzeich⸗ worin die Ergebniſſe dieſer Arbeiten in den letzten Tagen zu⸗ hammengefaßt werden. Dieſe Ergebniſſe beſtehen vor ellen Dingen 0 der Schaffung einer Grundlage, die nunmehr für die letzte Phaſe r Verhandlungen, die am 12 Januar wieder aufgenom⸗ zen werden, unverändert bleiben ſollen, und in der Feſtſetzung knes Verfahrens für die Vorbereituna dieſer Verhandlungen. Be⸗ Fanlich ergaben ſich die Meinunosverſchiedenheiten. die bis ſetzt die ortſetzung der Arbeiten verhindert haben, beſonders aus der auto⸗ matichen Gewährung der Minimaltarife für die deutſchen Export⸗ uunel. ſobald das neue franzöſiſche Zoll⸗eſetz angenommen ware, zaus den Stabirſtät⸗garantien des Deutſchland zu ewährenden prafregimes. In dieſer Hinſicht ſind in zwei Punkten Ko m⸗ domißlöſungen gefunden worden. „Deutſchland erhält zunächſt die Sicherheit, daß es an einem demmlen Ann bezüglich der Waren, die für Deutſchland Ex. ſintereſſe haben, mit den meiſtbegünſtigten Konkurrenten auf dem Anſiſchen Markle gleichgeſtellt wird, das heißt daß es wenn auc Frbt de jure, ſo doch de facto die Meiſtbegünſtigung erhält. Da ſich legenkreich auf beſtimmte Zollſätze aus Währungsgründen nicht feſt⸗ lden Lonnte, wurde vorgeſehen, daß es, falls ſich der Frankeakur⸗ de 20 Prozent verſchlechtert, eine entſprechende Tariferhöhung nor⸗ dehmen kann. Dafür erhält Deutſchland die Möglichleit. Abän⸗ ſehenden des franzöſiſchen Zolltarifes, die ſein Exportintereſſe vet⸗ ſicen, zu neutraliſteren. Falls bei franzöſiſchen Tarifaufſchlägen und 190 daraus ergebenden Zurückziehungen bereits gemachter Zu⸗ ſhandniſſe durch Deutſchland eine Einigung nicht erzielt werden bi nte, kann der Handelsvertrag beide rſeits mit einmona⸗ ger Friſtgekündigt werden. Für dieſen Fall haben die ber⸗ all Delegationen jedoch beſchloſſen, einen Unterſchied zwiſchen dem zu emeinen Vertragstext und den Tarifabmachungen des Vertrages machen derart, daß die eventuelle Kündigung der Tarifab⸗ den Uungen nicht die im allgemeinen Vertragstegt enthaltenen dauern⸗ Sicherheiten aufhebt. En gocarno“ der deuteh⸗franzöſiſchen Induſtrie V paris, 20. Dez.(Von unſ. Pariſer Vertreter) Der Abſchluß 2 Acheſronzöſſchen Wirtſchaftsprotekolls hat in der geſanten e eine ziemlich günſtige Aufnahme gefunden. Selbſt der beſpups“, deſſen Verhalten zu den deutſch⸗franzöſiſchen Wir'ſchafts⸗ hrechungen bis vor kurzem noch eine unfreundliche war, widmet hrunterzeichnung des Protokolls einen Leitartikel, in dem er aus⸗ daß ſich ei tſpannung eingeſtellt habe, de ohne weifel e Endreſultat führen werde. Das Blatt Ratloſigkeit herzlich wenig Ausſicht auf Erfolg. Mithin, hat geſtern Herr Stegerwald gefolgert, bleibt nichts übrig, als ein neues Er⸗ mächtigungsgeſez oder den Reichstag aufzulöſen und die volksparteiliche„Tägliche Rundſchau“ bekennt ſich zu der⸗ ſelben Auffaſſung und die„Voſſiſche Zeitung“, die gleichfalls die Reichstagsauflöſung in Auge faßte, ſieht als einzige Möglichkeit, ſie zu verhindern, allenfalls noch dieſes: Unter einem zuverläſſigen Kanzler eine Regierung der Mitte mit dem aus⸗ geſprochenen Vorbehalt zu bilden, der Sozialdemokratie den An⸗ ſchluß an das Kabinett nach einer gewiſſen Verlobungszeit zu ſichern. Aber, fügt das Blatt im gleichen Atemzuge hinzu, wer will damit heute noch rechnen, daß die Sozialdemokratie, wenn ſie ſich ver⸗ pflichtet, nachher den Mut haben wird, ihre Verpflichtung ein⸗ zulöſen. Die Berechtigung zu dieſem Zweifel gibt die Haltung des ſozial⸗ demokratiſchen Hauptorgans, das zwiſchen der Angſt vor der Maſſe und den geheimen Qualen erwachender ſtaatspolitiſcher Einſicht hin und herſchwankt. Der„Vorwärts“ gibt in einer langatmigen Betrachtung zur Regierungskriſis zu, daß die Sozialdemokratie keine Politik der konſequenten Iſolierung treiben könnte. Sie müſſe aber darauf bedacht ſein, wirklich ſichtbare Vorteile in der Koalition zu erlangen, will heißen: von den übrigen Parteien die Annahme der klaſſenpolitiſchen Forderungen der Sozialdemokratie zu ver⸗ langen. Der„Vorwärts“ beklagt ſich darüber, daß nur immer von einer Koalition der Mitte, nicht aber von der Weimarer Koalition die Rede ſei. Das wäre doch noch diejenige Grup⸗ pierung, die der Mehrheit am nächſten käme. Iſt das nun eine Spiegelfechterei oder gibt es in der Sozial⸗ demokratie wirklich noch Illuſioniſten, die eine ſolche Kombination für möglich halten? Aus dem K. ichsrat Der Reichsrat nahm in ſeiner Samsdbagsſitzung den Etat für das Rechnungsjahr 1926 im gazen und im einzelnen nich den Beſchlüſſen der Ausſchüſſe an. Der Poſten des Spark mm ſſars wurde wieder in den Etat eingeſtellt und zwar nach einem ein⸗ ſtimmig angenommenen Antrag Preußens genau in der bisheri en Faſſung. Ferner erledigte der Reichsrat eine Anzahl vom Rechiteg vor dem Weihnachtsſerien noch erledigten Geſetzen durch Kenntais⸗ nahme ohne Einſpruch. Dazu g hören auch u a. der vom Reichstag durch Hinzufügung einer Erhöhung der Kinderbezüge veränderte Geſetzentwurf über Senkung der Leohnſteuer, die Verläng:rung des deutſch⸗portugieſiſchen Handelsproviſoriums und die Verbenger ng der Zuckerungsfriſt für Weine ſowie der Geſetzentwurf über Abän⸗ derung der Strafprozeßordnung. Auch die WVitlage zur Entlaſtung des Reichsgerichts, die der Reichstag etwas abgeändert hat, kann nln⸗ mehr zum Geſetz erhoben weren, da der Reichsrat auf e nen Ein⸗ ſpruch verzichtet hat, über den Entwurf einer deutſchen Arz e taxe für 1926 wird cuf Antrag Preußens nochmals mit orderen Ländern verhandelt werden. Inzwiſchen bleibt de alte Taxe beſtehen. weiſt daraufhin, daß Funen von deutſcher als auch von franzöſiſcher Seite wichtige Konzeſſionen gemacht worden ſind, die die Wieder⸗ aufnahme der Beſprechungen am 12. Januar günſtig beeinfluſſen würden. Viel bemerkt wird ein Artikel in dem Ca llaux naheſtehen⸗ den„Volonté“ in dem ausgeführt wird, daß die maßgebenden Im⸗ duſtrieführer Frankreichs und Deutſchlands nun endlich daran gehen ſollten, direkt über die gemeinſchaftlichen Intereſſen zu verhandeln und den Weg zu einem Locarno der deutſch⸗franzöſiſchen Induſtrie vorzubereiten. der deutſch⸗italieniſche handelsve'trag Die italieniſche Kammer in Rom hat den deutſch⸗ibalienif hen Hondels⸗ und Schiffahrtsvertrag genehmigt. In der Debatte über den Vertrag gab der Abgeordnete Criſafulli der Hoffnung Ausdruck, daß der Vertrag die freundſchaftlichen Beziehungen mit der deutſchen Nation befeſtigen werde. Der faſziſtiſche Abgeordnete Blanc ver wies auf die Angriffe, welche in den letzten Tagen in der deutfchen Preſſe wegen der Behandlung der Deutſchen in Südtirol gegen Italien erhoben wurden. Deutſchland irre ſich, wenn es glaube, decz ſein Eintritt in den Völkerbund ihm geſtatten werde, ene Bren nerfrage aufzurollen, was Italien niemals dulden würde. Der Volkswirtſchaftsminiſter Belluzzo legte die Vorteile des Ver⸗ trages dar, indem er betonte, Deutſchland ſei einer gewaltigen Er · höhung der italieniſchen Erzeugung und Ausfuhr gegenüber geſtem⸗ den, die bereits den Umfang der Vorkriegszeit erreicht habe. Es habe dieſem Umſtand Rechnung tragen müſſen. Die deutſchen Induſtriellen fuchten trotz ihrer geſchmäberten Selbſtändigkeit mit allen Mitteln die internationalen Märkte zurückzuerobern. Rußland zur Abrüſſunge frage Moskau, 20 Dez.(Spezialkabeldienſt der United Preß.) Die „Iſtweſtiſa“ kommentiert in einem Leitartikel die Meldung. daß der Völkerbund beſchloſſen habe. Rußland zu einer Entwaffnunaskon⸗ ferenz einzuladen. Das Blatt erklärt, daß die Sowietregieruna trotz des Mißtrauens. das ſte allen von Enaland herrührenden Vorſchlägen entgegenbrächte. bereit ſei. an einer ſolchen Konferenz kteilzuneh⸗ men. Allerdinas lehnt die„Iſtweſtija“ Genf als Konferenzort ent⸗ ſchieden ab indem es darauf hinweiſt. daß., ſeitdem ein Schwelzer Gericht die Mörder des Sowjetbotſchafters Worowski freigeſprochen hätte. die Sowietregierung ſtändig die Schweiz boykottfert habe. valentini zum Weltkrieg Anveröffenklichte Urteile des ehemaligen Kabineltschefs Wie der Draht meldet, iſt am vergangenen Samstag in Hameln a. d. Weſer der ehemalige Chef des Zivilkabinetts des früheren Kaiſers Wilhelm II., Rudolf von Valentini, geſtorben. Dieſe Tatſache gibt mir Veranlaſſung, im folgenden ein Blatt aus meiner politiſchen Dokumentenmappe zu veröffentlichen, das vielleicht vielen Leſern als ein nicht unintereſſanter Beitrag zur Geſchichte der letzten Kriegsjahre und der Urſachen unſeres Zuſammenbruchs willkommen iſt. Dies um ſo mehr, als es ſich hierbhei um authentiſche handelt, die bisher noch nirgends abgedruckt worden ind. Ich habe Herrn v. Valentini in Hameln a. d. Weſer, das ihm bereits in den Neunziger Jahren durch ſeine Tätigkeit als Landrat lieb geworden war und wohin er deshalb nach dem großen Zu⸗ ſammenbruch mit ſeiner Familie überſiedelte, perſönlich kennen ge⸗ iernt und mich mit ihm wiederhalt über politiſche Fragen unter⸗ halten. Obwohl die alte Rattenfängerſtadt noch nicht einmal 30 000 Einwohner zählt, war dort vielen Bürgern nicht bekannt, daß unter ihnen in ſtiller Zurückgezogenheit eine Perſönlichkeit lebte, die lange Zeit hindurch einer der vertrauteſten Ratgeber des letzten Kaiſers geweſen war und durch ſein außerordentlich bedeutſames Amt auch in den entſcheidungsvollſten Kriegsjahren im täglichen unmittelbaren Verkehr mit Wilhelm II. ſtand und über die innerlichen Auswir⸗ kungen der ſo ungemein verhängnisvollen Vorgänge hinter den Kuliſſen beſſer unterrichtet war als irgend ein anderer hoher Staatsbeamter oder Militär aus der unmittelbaren Umgebung des Kaiſers. Doch während faſt alle Berufenen und auch viele Unberufene gleich in den Nachkriegsjahren ihre Erinnerungen veröffentlichten, hüllte ſich der Mann, der vermutlich wie kein anderer in der Lage war, den Schleier über ſo manche bisher ungeklärten Vorgänge auf dem Gebiete der hohen Politik zu lüften, völlig in Schweigen. Ganz ohne ſein Zutun geſchah es jedoch, daß einige Jahre nach dem Kriege von Valentinis Name, den man lange Frledens⸗ und Kriegsjahre hindurch unter den Erlaſſen des letzten Kaiſers ſo oft geleſen, dann aber bald vergeſſen hatte, wieder in aller Munde war. Den Anſtoß hierzu gab Oberſt v. Bauer, der ſich durch ſeine einflußreiche Stellung als Abteilungschef bei der Oberſten Heeresleitung und dann als rechtsradiialer Politiker einen Namen gemacht hatte. Oberſt Bauer, lange Zeit die rechte Hand Hindenburgs und Ludendorffs, dann wegen ſeiner Teilnahme am Kapp⸗Putſch ſteckbrieflich verfolgter Hochverräter, veröffentlichte einige Jahre nach dem Kriege unter dem Titel:„Der große Krieg in Feld und Heimat“ ein Buch, das u. a. die heftigſten Anklagen gegen den Kabinettschef von Valentini ent⸗ hielt So behauptete Oberſt v. Bauer u. a. folgendes: „Dieſe drei Männer(v. Lyncker, v. Valentini und v. Müller) haben auf den Kaiſer ſehr ungünſtig gewirkt, am ſchlimmſten m. E. der Chef des Zivilkabinetts v. Valentini. Er war ſcheu und verſchloſſen und deutete niemals auch nur mit einem Zuge Freude oder Teilnahme an; er hielt, glaube ich, jeden geraden feſten Mann für höhere Stellen ungeeignet. Jeden⸗ falls hat er auch nicht einmal einen hervorragenden Mann für einen wichtigen Poſten herausgebracht und andererſeits hielt er ſchwache und verderbliche Perſonen mit Zähigkeit feſt.“(Seite 78.) Alle drei(Lyncker, Müller, Valentini) waren ausgeſprochene Bürokraten, die im Schema die Eckpfeiler ihrer Macht ſahen, das unter allen Umſtänden für ſie das noli me tangere darſtellte und jeden Verſuch, daran zu rühren, als perſönlichen Angriff auffaßten: alle drei waren undurchſichtig; alle drei waren ſchwache Naturen und geborene Gegner ſtarker Perſönlichkeiten; alle drei emſigſte und ergebenſte Fridoline, aber gerade dadurch eine Gefahr für den Kaiſer. (Seite 79.) Auf Seite 141 ſeines Buches ſagt Bauer:„Als die Haupt⸗ feinde jeder ſtarken Regierung beim Kaiſer und der Zivilregierung ſah ich Bethmann⸗Hollweg und den Chef des Zivilkabinetts v. Valentini an,“ und auf Seite 144 im Hinblick auf die Aus⸗ wahl ſeines Nachfolgers für Bethmann:„Ich berichtete über meine Eindrücke an Ludendorff, er teilte mir mit, daß die.H. L. jeden⸗ falls für Bülow eintreten würde. Das iſt auch geſchehen, aber im entſcheidendſten Augenblick, wo es nötig war, ein Zuſammen⸗ gehen der..L. und der künftigen Reichsleitung ſicherzuſtellen, entſchied Herr v. Valentini auf Grund perſönlicher Empfin⸗ dungen des Kaiſers zuungunſten der.H..“ Und weiter ſagt er auf Seite 157:„Michaelis gab nur eine Gaſtrolle. ſertling, der dann kam, war ein Greis, verbraucht und arbeitsunfähig; unfähig auch die Zeit zu erkennen. Er hatte vorher in Bayern gelegentlich völlig ungerechtfertigt die..L. angegriffen. Vielleicht war das ein Grund für Valentini, gerade ihn der..L. vorzuſetzen“. Dieſe und ähnliche in Bauers Buch enthaltenen ſchweren An⸗ klagen gegen v. Valentini erregten damals überall in Deutſchland beträchtliches Aufſehen. Ich nahm deshalb Veranlaſſung an den damaligen Kabinettschef mit der Bitte heranzutreten, ſich zu dieſen Angriffen des Oberſten Bauer zu äußern. Exzellenz v. Valentini entſprach dieſem Wunſche in bereitwilligſter Weiſe und äußerte ſich u. a. wie folgt: 455 „Ich habe das Buch des Oberſten Bauer geleſen. Alles darin iſt ſchief geſehen, das meiſte gelogen. Mit Schmutzkübeln übergießt Bauer eine lange Reihe verdienſtvoller Männer. Das Buch iſt ein Pamphlet, gegen das wiederholt ſchon Einſpruch erh ben iſt u. a. vom General v. Zwehl und von General Wrisberg. Wenn ich Baſter ſo antworten wollte, wie er es verdient, würde ich mir eine Bolei⸗ diegungsklage zuziehen. Im übrigen hat mir das Buch die Augen geöffnet und mir den Schlüſſel gegeben über den Ausgangspunkt vieler ungeklärter Vorgänge und für manches Intrigenſpiel, das ich N⸗ während der Kriegsſahre in meiner Stellung als Chef des Kaffere lichen Zivilkabinetts erlebte. Durch mein Amt und meinem unmittei⸗ baren Verkehr mit dem Kaiſer, erhielt ich Einblick in vielerlei wich⸗ tige Geſchehniſſe und Perſonalverhältniſſe. Ich könnte vielerlei dazu ſagen, habe mir auch allerlei Aufzeichnungen gemacht, dach ſolange ———————————————— — —— * 1 SS Demuße Manfbeinter eittug Ioergen⸗Nusgabe) 8550 . Montag, den 21. Dezember 1925— der Kaiſer lebt, will ich nichts davon veröffentlichen. Wenn ich mich zu den melen ſachlichen und perſönlichen Angriffen Bauers gegen mich im einzelnen äußern ſoll, ſo will ich vorweg vor allem das eine feſtſtellen, daß er meine Mitwirkung bei den verſchiedenen Kanzler⸗ wechſeln während der Kriegszeit überſchätzt hat. Wohl gehörte es mit zu meinem Aufgabenkreis, bei Neubeſetzung des Reichskanzlerpoſtens eine geeignete Perſönlichkeit zu fin⸗ den und dem Kaiſer namhaft zu machen, im übrigen hielt ſich der Kaiſer jedoch ſtreng an die Reſſortgrenzen, und ich habe nie Ge⸗ legenheit gehabt, bei Angelegenheiten rein militäriſcher Art oder in Dingen irgendwelchen Einfluß beim Kaiſer auszu⸗ Aben. Was Bethmann⸗Hollweg angeht, ſo hielt der Kaiſer fehr große Stücke auf ihn, und ich habe den Kaiſer in dieſer Abſicht be⸗ ſtärkt, obwohl ich auch für die mancherlei Fehler Bethmanns keines⸗ wegs blind war, doch wir hatten keine Perſönlichkeit, die wir für den Kanzlerpoſten für geeigneter hielt. Meiner Anſicht nach wäre als Bethmanns Nachfolger vielleicht Herr v. Trott zu Solz geeignet geweſen, doch er war ein viel zu ausgeſprochen konſervativer Mann, als daß er nicht bald von dem demokratiſchen Klüngel des Reichstags geſtürzt worden wäre. Was den von der Oberſten Heeresleitung als Nachfolger Beethmanns vorgeſchlagenen Fürſten Bül o w angeht, ſo war es völlig unmöglich hierfür die Zuſtimmung des Kaiſers zu er⸗ halten. Der Kaiſer hatte ſeit jenen Novembertagen 1908, wo ſeiner Mejinung nach der damalige Reichskanzler Bülow in der bekannten „Daily Telegrap“⸗Affäre den Kaiſer im Stich gelaſſen und gegen die perſönlichen Angriffe des Reichstags nicht gedeckt hatte, eine ſtarke Abneigung gegen die Perſon des Fürſten Bülow. Schweren Herzens hat ſchließlich der Kaiſer auf das Drängen der Oberſten Heeresleitung hin, die bei jeder Gelegenheit mit ihrem Rücktrittdrohte, Beth⸗ mann gehen laſſen müſſen. Solange Hindenburg und Ludendorff noch Heerführer im Oſten waren, hatte ſich Bethmann ausgezeichnet mit ihnen geſtanden, ſie wiederholt dort beſucht uſw. Er hat ſich beim Kaiſer auch mit allen Kräften dafür eingeſetzt, daß Hindenburg und Ludendorff die Oberſte Heeresleitung erhielten. Nachdem Bethmann dies unter vielen Mühen beim Kaiſer, der zum Sturze des damaligen Oberſten Heeres⸗ chefs v. Falkenhaya ncht die Hand bieten wollte, durchgeſetzt hatte, änderte ſich ſein bis dahin ſo gutes Verhältnis mit Hinden⸗ burg und Ludendorff innerhalb dreier Wochen vollſtändig. Wir wa⸗ ren in Berlin im Miniſterium oft alle erſtaunt, über den auffällig herben Ton der von der Oberſten Heeresleitung eingehenden Te⸗ legramme. Wie ſich inzwiſchen herausgeſtellt hat, iſt dieſer raſche Umſchwung nur auf die Intrigen des Oberſten Bauer zurückzufüh⸗ ren, der es verſtanden hat, die Oberſte Heeresleitung gegen Beth⸗ mann einzunehmen. Bethmanns Nachfolger, Michaelis, iſt ein aufrechter Mann, und ich halte es für ſehr bedauerlich, daß er ſo raſch geſtü⸗zt wurde, weil er im Verkehr mit den Parteien nicht die genügende Gewandt⸗ heit beſaß. Ludendorff iſt zweifellos ein großer Stratege, aber ganz und gar kein Politiker. Eine Baſis für den Frieden hätte meiner Mei⸗ nung nach ſchon 1917 geſchaffen werden können, wenn wir klipp und klar den Verzicht auf Belgien ausgeſprochen hätten. Daß die Annexioniſten und Kriegstreiber zeitweiſe das Ohr des Kaiſers hatten und z. B. auf Schloß Pleß zu unſer aller Verwunderung beim Kaiſer ſo häufig aus⸗ und eingingen, iſt, was ich damals nicht wußte, was mir aber heute als gewiß erſcheint, lediglich auf das Wirken Bauers hinter den Kuliſſen zurückzuführen. Was den Vorwurf Bauers angeht, daß ich ſcheu und verſchloſſen ſel, ſo hat B. überhaupt keine Gelegenheit gehabt, mich näher kennen zu lernen. Ich habe ihn zwar an der Tafel des Kaiſers und bei ſon⸗ ſtigen Gelegenheiten in Berlin wiederholt geſehen, doch meines Wiſſens nie mit ihm geſprochen. Ich bin ihm abſichtlich aus dem Wege gegangen, weil er uns allen als Intrigant bekannt war. Eine völlige Verkennung des ſtarken Cigenwillens des Kaiſers und der Oberſten Heeresleitung iſt die mir von Bauer gemachte Un⸗ terſtellung betreffend die Auswahl des Grafen Hertlings zum Reichs⸗ kanzler. Die O. H. L. hatte ſich ausdrücklich damit einverſtanden er⸗ klärt, daß Hertling zum Kanzler ernannt würde. Daß ich im Januar 1918 von meinem Poſten zurücktreten mußte, war lediglich das Werk Bauers, dem es gelang, den Generalfeld⸗ marſchall v. Hindenburg, der mir bis dahin bei all den vielen Beſprechungen, die ich mit ihm gehabt hatte, ſtets das größte Wohl⸗ wollen bezeigt hatte, gegen mich einzunehmen, und dadurch beim Kaiſer meine Stellung zu erſchüttern. So mußie ich gehen, und zu meinem Nachfolger wurde Herr v. Berg beſtimmt. Soweit Herr v. Valentini, der damals den Wunſch ausſprach, Rieſe Mitteilungen bis zu ſeinem Tode nicht an die Oeffentlichkeit zu bringen. Nachdem er nun allem politiſchen Streit und Intrigen⸗ Gedächtnis feier für Werner von Bülow Eine ernſt und feierlich geſtimmte, nach Tauſenden zählende Trauergemeinde hatte ſich am geſtrigen Morgen in dem überfüllten Muſenſaal verſammelt, um der Gedächtnisfeier für den am Dezember 1925 verſtorbenen Werner von Bülow anzuwohnen, zu der der Lehrergeſangverein Mannheim⸗Ludwigshafen und das Orcheſter des Nationaltheaters aufgerufen hatte. Die in jedem Sinn würdige und eindrucksvolle Feier entſprach in ihrer Schlichtheit, inneren Größe und muſikaliſchen Vortrefflichkeit ganz dem Weſen des Verſtorbenen. Sein Bild, von Lorheer umrankt, rief vor dem Podium die liebgewordenen Züge des Verewigten in der ſchmerzlichen Erinnerung wach, in der er unvergeßlich für alle fortleben wird, die in den Bannkreis ſeines, aus tiefem Künſtler⸗ und Menſchentum geborenen Wirkens traten.— Das Adagio aus dem-moll-OQuartett des op. 18 von Beethoven leitete die Feie: ein. Der Stimmungsreichtum des herrlichen Stückes erfuhr eine wunderbare Vertiefung durch den überirdiſch ſchönen Klang des Kergl⸗Quartetts(beſtehend aus den Herren Kergl, Conradi, Neu⸗ maier und Müller); wie eine verklärte Klage ſchwebten die innigen Weiſen durch den weiten Raum. Der Acappella-Chor„Letzte Heimkehr' vor Heinrichs folgte. Worte Eichendorffs ſind hier zum Chorliede erwacht, das der Lehrergefangverein mit ergreifendem Ausdruck unter der Leitug des renchormeiſters Weidt zum VBortrag brachte. Wundervoll eingebaut in die Weite dieſes Chor⸗ klangs ertönte die Altſtimme Erna Schlüters(vom National⸗ theaker), deren troſtverheißende Weiſe herabſchwebte wie ein Gebild aus Himmelshöhe. Nach dem Chorgeſang ergriff das Vorſtandsmitglied des Lehrer⸗ geſangvereins Otto Mayer das Wort zu folgender Gedächtnis⸗ rede, mit deren Beginn er die Verbindung mit dem vorangegan⸗ genen Chorgeſang herſtellte: „Nun ruhe aus, du biſt zu Haus.“ So, hochverehrte Trauer⸗ verſammlung, ſo rufen wir ihm noch hinüber in die ewige Heimat. Er iſt am Ziele nach kurzer Wanderſchaft, auf der er Blüten geſtreut. auf der er Freude geſpendet, auf der er reichlich und gern gegeben und geſchenkt hat aus dem tiefen Brunnen ſeines echten. wahren Künſtlertums. Hochund heiliga war ihm die Kunſt, eine irdiſche Schweſter der Religion, die aus ihrem Prieſter und durch ihn veredelnd und emporführend wirkt auf die Seelen der Mitmenſchen. Er war ein Prieſter der Kunſt. und ſeine Kunſt war ein Glanz aus des Ewigen Welt. Stets war er beſtrebt, im Sinne does Altmeiſters Beethoven, den er beſonders liebte, dem höchſten Ideale ſich zu näbern. um Strahlen der Gottbeit unter das Menſchengeſchlecht zu verbreiten. Und beſonders ſeinem geliebten deutſchen Volke wollte er ſolche Strahlen zuwenden, ihm, dem geqauälten. dem irrenden, wollte er helfen mit ſeiner Muſik als verſtehender und zreuer Gefolgsmann Richard Waagners., der vorausſchauend ruft: „Unſere Sache iſt es, für die ethiſche Seele der Zukunft zu ſorgen.“ Werner von Büloew war ein wahrer und treuer Hüter des ſpiel für immer entrückt iſt, ſteht jetzt nichts mehr im Wege, durch Veröffentlichung ſeiner Aeußerungen zur Politik jener verhängnis⸗ vollen Jahre zur Klärung jener noch immer heiß uniſtrittenen Fragen beizutragen. Wo iſt Wahrheit, wo Schuld, wo Schickſal? H. A Briand über Locarno Die Armeekommiſſion und die Kommiſſion für auswärti der franzöſiſchen Kammer hörten am Samstag den Mi⸗ niſterpräſidenten Briand über die Abkommen von Locarno und deren militäriſche Folgen an. Der Miniſterpräſident ſchilderte die geſchichniche Entwicklung der internationalen Beſprechungen, die auf ſeine Initiative hin ſeit dem Jahre 1921 über einen Garantiepakt ge⸗ führt wurden, in den unter Umſtänden Deutſchland einbezogen werden ſollte. Er wies auf die Bemühungen hin, die er im Verein mit Paul Boncour gehabt habe, um das Werk, das in Genua nich: vollendet werden konnte, zu Ende zu führen, das heißt alle Kräfte des Staates zur Feſtigung des Friedens umzugruppieren. Briand erinnerte an die hervorragende Rolle Chamberlains bei dieſen Be⸗ mühungen und den bedeutenden Anteil, den er an der Ausarbeitung und Unterzeichnung des Locarno⸗Paktes genommen habe. Dieſe Be⸗ mühungen hätten zu dem Ergebnis geführt, daß die Bedingungen eines Vertrages feſtgeſetzt wurden, dem alle Intereſſenten zuſtimm⸗ ten. Der Pakt von Locarno eröffne sine neue Zeitepoche in der die Staaten Europas in einem Geiſte der Sicherheit und Soli⸗ darität gegen die ewige Kriegsgefahr geſichert werden würden. Die Grundlage des Paktes ſei die Achtung vor den Verträgen, aber er hodeute eine freiwillige Zuſtimmung. Die zweite Grundlage bilde die Ablehnu.ig jedes Appells an die Gewalt. Der Pakt ſei gegen jeden Angreifer gerichtet. gegen den ſich alle Teilnehmer wenden würden. Die dritte Grundlage ſchließlich ſei der Grundſatz der juriſtiſchen Ange⸗ Schiedsgerichtabarkeit zwiſchen den Nationen. Wenn ein Pak:. 1914 abgeſchloſſen worden wäre, hätte der Krieg nicht ausbrechen kön⸗ nen. Btiand erinnerte hier an die glückliche Löſung des griechiſch⸗ bulgariſchen Zwiſchenfalles, der durch die ſofortige Einberufung des Völkerbundsrates geregelt worden ſei. Der Pakt enthalte grund⸗ legende Elemente zur Sicherheit und habe in Europa das Geführ der Solidarität und eine große Hoffnung entſtehen laſſen, was für die Zukunft von höchſtem Werte ſei. Darauf wurden an den Miniſterpräſidenten verſchiedene Fra⸗ gen geſtellt, die ſich hauptſächlich auf die etwaige Mitwirkung Großbritanniens und anderer Nationen und über die Art dieſer Mitwirkung vorkommenden Falles bezogen. Ferner wurden Fragen geſtelſt über die Räumung der Kölner Zone. über gewiſſe Erklärungen Chamberlains hinſichtlich des Kolonialbeſitzes, über den Eintritt Deutſchlands und Rußlands in den Völkerbund, über die Abrüſtungskonferenz und über die Lage Polens und des Elſaß. Mehrere Abgeordnete drückten dem Miniſterpräſidenten ihren leb⸗ haften Dank für ſeine Erklärunguen aus, die den tiefſten Eindruck auf die beiden Kommiſſionen gemacht hätten. Der Vizepräſident der Kommiſſion für auswärtige Angelegenheiten, Barthélémy, gab dem Miniſterpräſidenten die Verſicherung, daß über alle indivi⸗ duellen Meinungen und politiſchen Stellungnahmen hinweg die Kommiſſiansmitglieder einſtimmig ſich über die wachſende Autorität Briands in der Welt freuten, und über den Nutzen, der daraus für das Preſtige Frankreichs erwachſe. Kammerdebatte über Syrien V Paris, 20. Dez.(Von unſerem Pariſe ertreter.) Die De⸗ putierkenkammer hielt heute vormittag eine Sitz ng ab über die Vor⸗ gänge in Syrien. Obwohl zahlreiche linksrepublikaniſche und ſoziali⸗ ſtiſche Deputierte am Samskag von der Tribüne Verſicherungen ab⸗ gegeben hatten, in denen es hieß, ſie würden dieſer wichtigen Debatte über Syrien beiwohnen, fehlten ſie heute in großer Anzahl auf ihren Bänken. Dagegen war die Oppoſition vollzählig vertreten. Infolge dieſes Kräfteverhältniſſes zwiſchen der Linken und den Nationaliſten kam es zuſehrernſten Zwiſchenfällen, die beinahe zur Demiſſion des Kriegsminiſters Painlevs geführt hätten. Faſt ausſchließlich nationaliſtiſche und kommuniſtiſche Redner erſchie— auf der Tribüne und richteten gegen den Kriegsminiſter Painlevs die unerhörteſten Beleidigungen perſönlicher Natur. Der auf der Tri⸗ böne erſcheinende General Sarrail wurde von den rechts⸗ ſtehenden Deputierten gleichfalls mit Schmähungen und beleidigenden Zurufen überſchüttet. In einem Augenblick kam es ſoweit, daß Pain⸗ levs von der Miniſterbank aufſprang und den Saal verlaſſen wollte. Knapp an der Tür wurde er von befreundeten Deputierten aufgehal⸗ ten und veranlaßt, wieder in die Miniſterbank zurückzukehren. Trotz⸗ dem wollten die Beleidigungen nicht aufhören. Es wurde Painlevé zugerufen, er ſolle demiſſionieren. Andere Deputierte beſchuldigten ihn des Mordes an franzöſiſchen Soldaten, während die Kommu⸗ niſten ganz begeiſtert über dieſe Kundgebung der Nationaliſten in die Hände klatſchten. Wunderaquells, aus dem die deutſche Seele, wie der Adler der Sage neue Kraft ſchöpfen kann und ſchöpfen wird zu neuem Aufſtieg. zu neuem Sonnenflug. Er kämpfte voll Glauben und Ver⸗ trauen um die Reinhaltuna dieſes Wunderquells. dem Verſandung und Verſchüttung drohte durch Unalück. durch Leid, durch Not und 2. Irrtum, der aber ſich mit Macht durchbricht aus den uneraründlichen Tiefen des deutſchen Gemüts und emporquillt in Harmonie und Me⸗ lodie, in Muſik und Lied, aus denen dem Volke immer wieder Mut und Kraft zuſtrömen. aus dem alle ſeeliſche Geſunduna trinken kön⸗ nen und trinken mögen. Unſer teuerer Heimgegangener ſtellte ſich mit voller Bewußſt⸗ heit ein in den heiligen Dienſt am Volke und ſtrebte mit größter Gewiſſenhaftigkeit darnach, durch nachfühlende, tiefſchürfende Deu⸗ tung und Darſtellung der Werke begnadeter Meiſter Brüder und Schweſtern aufzurütteln aus der Stumpfheit der Notzeit und empor⸗ zuführen zu Glauben, Vertrauen und Hoffen zum Allerhöchſten, der uns die herrliche Muſik, der uns das Wunder des Lieds geſchenkt. Daraus auch ſchöpfte er die Kraft und die Begeiſterung, unentwegt allen Ablenkungen zum Trotz, ſein Ziel zu verfolgen. Ihm blieb nicht erſpart, die Bosheit der Welt zu ſpüren, auch an ihn drängte ſich erdhafte Niedrigkeit heran; aber nicht Verzagtheit, nicht Müdig⸗ keit haben ihn überwunden, nein, tückiſche Krankheit hat ihn nach einem unſerem erdlichen Verſtand unbegreiflichen Ratſchluß des Ewigen mitten in frohem Schaffen gefällt. Nur kurze Zeit durfte er in unſerer Heimatſtadt dies Prieſteramt der Kunſt verwalten, das er mit ſo viel Erwartungen und Hoffnungen, mit ſo viel Liebe im September 1922 übernommen hatte. Innige Dankbarkeit erfüllte ihn gegen das gütige Geſchick, das ihn in die Gemeinſchaft der be⸗ rühmten Schillerbühne führte und ihm den Stab des weit⸗ hin rühmlichſt bekannten Orcheſters in die Hand gab, daß er in gemeinſamer ernſter Arbeit mit dieſer auserleſenen Künſtler⸗ gemeinde Freude verbreiten, Innigkeit und Innerlichkeit des Fühlens vertiefen, ſchlichte Frömmigkeit feſtigen und den Idealismus ſtärken konnte. Mit glühender Begeiſterung und raſtloſem Fleiße arbeitete er ſich in die Gebiete ein, die ihm neu entgegentraten, und im Sturme eroberte er ſich durch ſein liebenswürdiges Weſen, durch ſeine vornehme Geſinnung, durch ſeine anfeuernde Art zu ſchaffen, durch ſeine hohe Auffaſſung von ſeiner Aufgabe und von der des Künſtlers überhaupt das volle Vertrauen und die Hingabe der und zog ſie zu ſich heran zu treuen, eifrigen Mit⸗ arbeitern. Nicht durch Macht, nicht durch Autorität der Stellung hielt er den Inſtrumentalkörper in ſeinem Banne: durch ſeine opferfrevdige Liebe zur Kunſt, durch ſein beſcheidenes Zurücktreten vor der Größe dez Werkes und ſeines Schöpfers gewann er die Liebe und Freundſchaft der ganzen Künſtlergemeinde, aus welcher kein böſer Gedanke, keine ſtörenden Strömungen den liebevollen Vorgeſetzten, den zuverläſſi⸗ gen Kollegen und Freund feindlich einkreiſten und hemmten. Er war einer jener guten Menſchen, die noch dem Wortlaut des Dichters durch iht Weſen und Schaffen einen Tempel um ſich bauen, in den Keiner, auch der Stumpfe nicht, eintritt, ohne an⸗ 8 E Die Debatte fand kurz nach 12 Uhr ihren Abſchluß, doch kas. nicht zur Abſtimmung. Die Debatte wird Mitte der nächſten 1eu6 wieder aufgenommen werden. Bei dieſer Gelegenheit will Pain ausführliche Mitteilungen über die Lage in Syrien abgeben. 1* der Oberkommandierende der Druſen gefallen? iſt Nach einer Meldung der Pariſer„Information“ aus Belu der Oberkommandierende der Druſen, Fuad Selim, im Verlauf der jüngſten Kämpfe getötet worden. eckener über Locarnd und Jeppelinſpende 4 Im„B..“ ſpricht ſich Dr. Eckener in einem längeren, e, merkenswerten Aufſatz darüber aus, wie ſich der Gedanke der führt pelinſpende zu dem Geiſt von Locarno verhält. Dr. Eck ner ner⸗ u. d. aus:„Die Zeppelinſpende hat natürlich zu außen⸗ oder iumer politiſchen Parteifragen keine unmittelbaren Beziehungen, wie! rellen wieder hervorgehoben worden iſt. Es iſt eine Frage der kultu Einſtellung und des Lebenswillens des deutſchen Bolkes ob ggeben Werk, wie das des Grafen Zeppelin, in einem Augenblick aufg und hinſterben laſſen will, wo dieſes eben unter den Augen wundernd zuſchauenden Welt einen überzeugenden Bewels Poli⸗ ſeinem gewaltigen Verkehrswert gegeben hat. Mit eigentlicher über tik hat das gar nichts zu tun. Wenn der Zeppelinſpende gegaſſber von linksradikaler Seite geſagt wird. es ſei ein nationaliſtiſceg Rummel“ und ihr von rechtsradikaler Seite vorgeworfen wirb, o ſei ein„pazifiſt'ſches und jüdiſch internationale⸗ Unternehntle ab⸗ beweiſt das nur, daß dieſe Ultras niemols die Partei bril Na⸗ legen. die ſie hindert, etwas in ſeinen wahren Farben zu ſehen. ichlet, tionaliſtiſch, das heißt auf eine Schürung des Völkerbaſſes gern da⸗ kann der Gedanke der Spende ſchon desbalb nicht ſein. weil e von ausgeht und ansdeſichts der Begriffsbeſtimmuneen au dand⸗ muß. daß die gasgefüllten Zeppeline beute gegenüber den 8. geſchoſſen keine militäriſche Verwendbarkeit mehr haben. ſond noch Verkehrs⸗ und Forſchungszwecken dienen können. Dr. Eckener gibt dann ſeine Arſicht über die Notwendiake Völkerverſtändigung, die im Vertraa von Kocarno Wenn erſten ſichtbaren Ausdruck gefunden hat. wie folat wieder: n Ge⸗ auch der Gedenke der Jeppelinſpende nichts mit den beſonderen le dankengängen einer beſtimmten Parteirichtnng zu tun hat. oßen ich doch ſagen, daß das Werk des Grafen Zeypelin wie alle g Kulturwerke in ſeinen Auswirkungen ſich im Sinne einer ſoge An⸗ ten Locarno⸗Politik betäti“ßen muß, das heißt im Sinne eie ht bäherung der Völker und einer Verſtärkung der Intereſſerſole der Kulturmenſchheit. Denn ich glaube, daß eine ſolche erde heute nicht allein möglich, ſondern daß ſie unbedingt uo ndſche iſt, wenn nicht in einem immer erneuten Krieoe die cbendlän Kultur ſehr bald zu Grabe getragen werden ſoll.“ Letzte Meldunaen Lawinenſturz in Thüringen 15 — Grüfenthel(Thür“), 20. Dez. Zwiſchen Spechtsbrunn oße Buchbach bei Gräfenthal ging mit gewaltigem Getöſe ein⸗ ſleten Schneelawine zu Tal. Auf einem Schiefergriffelbruch arbe wine im Tagbau fünf Aufräumer. Sie wurden ſämtlich von er ohnern verſchüttet. Aus den Nachbardörfern herbeieilenden Einm enden gelang es. die Verſchütteen aus den faſt haushoch lieg Schneemaſſen zu bergen. Zwei von ihnen ſind tot. Schweres Dynamikatlenfat — Berlin, 20 Dez. Wie die Blätter melden, wur abend kurz nach 8 Uhr ein ſchweres Dynamitattentat g Druckerei der deutſchen„Kattowitzer Zeitung“ unterm 55 Der Umfang des Schadens konnte noch nicht feſtgeſtellt werdenene beide Straßenzugänge durch ein ungeheures Aufgebot von berit und Fußpolizei abgeſperrt waren. ern nut it der ihren de geter, egen d men. eil lge⸗ e Das Verſahren gegen Dr. Pudor. Halbamtlich wird keigen teilt: In der Preſſe iſt in den letzten Tagen wiederholt 840 Aufſatz in der von Dr. Heinrich Pudor in Leipzig herausgegf geln Zeitſchrift„Hakenkreuz“ hingewieſen worden, der Be Aint, des Herrn Reichspräſidenten und die Aufforderung zu Gewer v keiten gegen Herrn Dr. Streſemann entbielt. Mie der zuſtändiger Seite erſahren, iſt die in Betracht kommende Nugezenden Zeitſchrift auf Antrag des Oberreichsanwalts bereits am 2. 1 in 10 000 Stäcken beſchlagnahmt worden. Ggergehene Schriftleiter iſt die gerichtliche Vorunterfuchung wegen Ver⸗ gegen§8 7 Nummer 1 und§ 8 Nummer 1 des Geſetzes zum der Republik eröffnet. .õ—̃̃.ññĩʃ ñ˙—ꝗ w. dächtig, auch der Horte nicht, ohne weich zu werden. Und 3 der Wächter am Wunderquell zum Spender erquickenden 3 925 aus dem auch wir vom Lehrergeſangverein in volle trinten durſten. Kaum hatte im September vorigen Jahres ſcheidene, freundliche und liebenswürdige Mann mit dem 5 ſicht und dem nach innen 17 4 warmen Blicke mit. Griff die Arbeit in unſeren Chören begonnen, ſo ſchlugen die 5 die Herzen von Sängern und Sängerinnen entgegen derene ben beld zu Felerſtunden wurden. Ihm aber gewährteiche mit dem willig folgenden Chor hohe Befriedigung: herekasdrucke, borkeit empfand dieſer für den feinſinngen Bildner des den gu en vollen Inſtruments, und innige Freude ſtrahlte aus Künſtlel, Augen, als er ſicher erkannte, daß im Vertrauen auf d˙ ſchaft in der Sängerſchar der Wille zu künftleriſcher Weuben de⸗ Wille zum heilſgen Dienſte mächtig anſchwoll. An die Sgaue en Altars führte er uns zu opfern der hohen Kunſt in ſeinen ſe erteß Sinne und freudig und bege ſtert folgten wir ihm und on un Brückner, Strauß, Bach und Beethoven Nun ſſt er ſchon ali chen genommen und entrückt in die Sphären der reinſten, der n Lehter⸗ Harmonien. Uns aber, den Sängern und Sängerinnen t bitte el eſangvereins wie den Künſtlern des Hrcheſters durchenmergrinen z die Bruſt. Aber daufendfällig, wie die iun“ ſteigen Blätter des Lorbeers ſein liebes Bild ſchmückend umgebeauf zuln Gebete des Dankes, der Liebe und der Verehrung 15 ihte ber Himmel. Sie wollen als gute Freunde Zeugnis geben bfſen balten dem Throne des höchſten Richders. Sie wollen auch 55 wir die Bahnen, daß Strahlen ſeines Geiſtes bei uns bletcen en und 10 in ſeinem Lichte weiter ſtreben, in ſeinem Sinne zu e D 35 dienen dem Volke mit heiligem Eifer und treuem Beha herz g 99 ſchenke uns der Allmächtige die Kroft. Gnädig und kagſen Hrean währe der allgütige Vater ſelige Ruhe ihm, unſerm gelle und Führey Werner von Bülow. Sinn 0 Die tief ergreiſenden Worte, die ſo ganz den inneren dächtigen 50 offenbarten, übten einen ſichtlichen Eindruck auf die erchor uhörer aus. Dann erklang, vom achtſtimmigen Männanderbar getragen, das„Graduale“ von Ernſt Eduard Grell, in 1 hehrſte Reinheit vorgetragene Feierklänge. Den Schluß bildete ötterdän, Totenklage deutſcher Muſik. die Trauermuſik aus der eer unt merung“, mit dem daz Nationaltheaterorche ghend Richard Lert dem verblichenen Führer einen letzten ſen le nachſandte. Wiewiel des Beziehungsreichen, Schickſalhafchenz 0 dieſer Muſtel Nebel ſinten hernieder und hüllen den Lalang ke ihr undurchdringliches Grau; und dann beginnt der Lund auz Sprache, kündet von Kampf und Heldentum, von Schickſa Was da von der Frau, der die Bahre eines toten Helden wartet. Art, Orcheſter hier gab, war eine Verklärung ſtrahlendſter er ebe Leuchte muſtkaliſcher Offendarung, die dieſe Gedächmiele den tief in aller Herzen eingraben wird, wie der darin forlle hein galt und auf deſſen Urne bald eiwas von dem trauten S Weihnachtskerzen fällt. C 0 1 VVVTTTTCCC»»enen 5 ber Druckerei Ur. nes 62 9 Der Lokalchroniſt, der jahraus, ſahrein über die heimiſ. n „Feſte und Feierlichkeiten berichtet, hat diesmal die Freude und Ge⸗ nugtuung, dem Leſerkreis der„Neuen Mannheimer Zeitung“ von be⸗ einer Feſtlichkeit im eigenen Hauſe Kenntnis zu geben. Diesmal 45 galt es ſechs Männern und Frauen zu ehren, die auf eine hrt 4 ſährige und 25jährige Tätigkeit in unſerer Firma zurückblicken. Und er⸗ d. verſammelte ſich am Samstag abend das geſamte Perſonal mit ner lrektor Ferd Heyme an der Spitze bis herunter zum jüngſten len Lehrling im großen Saale der Liedertafel, den gärtneriſche Kunſt ein Büt dem Jubildumsſombol. dem Lorbeer, geſchmückt hatte. Auf der en ühne grüßte die Büſte Gutenbergs. Zunächſt möchten wir, ehe wir be⸗ mit der Schilderung des Verlaufs der Feier beginnen, die Namen on 0 er Jubilare und Jubilarinnen bekanntgeben: * heintich Helbach. ſer 5. am 13. November 1863, eingetreten am 10. März 1885 als es gchriftſetzer, ſeit 1. Januar 1892 Faktor, ſeit 1 Januar 1903. o alkulator, ſeit 1. Januar 1917 Vorſteher des Druckſachenbüros ab⸗ Friedrich Stumpf, 2 ta⸗ eb. am 19. Oktober 1865, eingetreten am 31. Auguſt 1885 als tet, Schriftſetzer, ſeit dem Jahre 1902 Anzeigen⸗Metteur Ludwig Lorenz, nd⸗ geb. am 13. November 1882, eingetreten am 13. November 1900 1 als Schriftſetzer Ludwig Dorn, ben- Jad am 14. Januar 1871, eingetreten am 27. Auguſt 1900 als en aſſierer un Kafharina Laſt, Je⸗ geb. am 23. April 1848, eingetreten am 1. Auguſt 1884 als Zeitungs⸗ e krägerin F Karoline Greuenbühler 5 32 am 10. November 1854, eingetreten am 12. Oktober 1885 als Lät eitungsträgerin. 1k„ Wenn wir auf den Verlauf des Abends, der ſich in eine d akademiſche Feier und in ein zwangloſes Beiſammenſein teilte, zu⸗ che icblicken. ſo geſchieht es mit hoher Befriedigung. War das Feſt 0˙ ſeinem überaus harmoniſchen Verlauf⸗ doch dazu angetan, das fühl der Zuſammengehörigkeit zu ſtärken und zu vertiefen. Vor gen geiſtigen Augen aller Teilnehmer und Teilnehmerinnen ſchwebte über den Ehrenſitzen der ſechs Jubilare in Rieſenlettern ein Trans⸗ 1 mit der Inſchrift„Ein Feſt der Arbeit und der eu el“ die aka emiſche Feier nd Turde ſtimmungsvoll durch den Vortrag des Liedes„Das iſt der e 0 des Herrn“ durch einen aus ſangeskundigen Mitarbeitern zu⸗ en lammengeſtellten Chor eingeleitet. Alsdann ergriff 75 Direklor Jerdinand Heyme en d8r Wort zur Ehrung der Jubilare. Man müſſe in der Geſchicht ſund Druckerei Dr. Haas weit zurückblättern, um ein Ereignis zu inden, daß dieſer Feier an die Seite geſtellt werden könne. Sechs ubilare in einem Jahre, ein Zeichen des Geborgenſeins in vielen en Mbren. In dieſer Zeit ein Feſt zu feiern, erfordere einen gewiſſen 1% tut. Aber ich meine, ſo führte Direktor Heyme weiter aus, wir bah ürfen es feiern, weil es ein Feſt der Arbeit, ein Feſt der en 5 reue iſt. Ein Feſt der Arbeit, weil gerade wir im Juuunen eil etriebe die Arbeit am beſten kennen. Unſere Arbeit 11 in allen aſen auf die Minute eingeſtellt; es gibt kein langes Ueberlegen Bedenken. Ein Feſt der Treue, weil die Zahl der Jubi⸗ Mir e, die mit heutigen 6 auf 24 ſteigt, ein Beweis für die Treue und Dültarbeit iſt, die von ſo vielen Männern und Frauen geleiſtet wurde. le Zeit verlangt aber auch, daß wir uns in beſcheidenen Grenzen 0 ge.: Jalten, daß wir die Mauerreſte fortreißen, die etwa hie und da noch jen zwiſchen nternehmer und Angeſtellten im Wege ſtehen. Auch des⸗ 1en ſal ſind wir heute Alle bis zum kleinſten Lehrbub ohne jeden ge⸗ 10f baftlchen Zwang zuſammengekommen. Außerhalb der Atmoſphäre 9 Biez Maſchinengeraſſels, des Terpentingeruchs, des Papiers und des neFleibſtaubes. In dieſem ſchönen, dem Geſang geweihten Saale det ſud wir einmal ganz unter uns mit denen, die wir heute in ſo be⸗ bet onderem Maße zu feiern und zu ehren die Abſicht haben. den fü Direktor Heyme wandte ſich nach dieſen allgemeinen Aus⸗ ?⸗ ührungen den Jubilaren zu, um zunächſt Herrn Heinrich Hel bach übe 35 ehren, in deſſen Bruſt zwei Ideale vorherrſchten, das eine als Fünger Gutenbergs, das andere als Jünger des Turnvaters Jahn. er Jubilar habe gute und böſe Zeiten mit ſeinen Mitarbeitern 1D0 delreulich geteilt und trotz aller Kümmerniſſe, die auch ihm nicht 14 depart blieben, den Kopf hochgehalten. Möge ihm die Rüfſtigkeit, ene Pren er ſich erfreue, noch recht lange erhalten bleiben. Herr be⸗ kiedrich Stumpf iſt bedauerlicherweiſe durch ein Herzleiden Ce, dezwungen worden, den Metteurtiſch, an dem er temperamentvoll rem ein Jüngling ſeines Amtes waltete, zu verlaſſen. Alle Mit⸗ h tbeiter hofften zuverſichtlich, ihn recht bald wieder in ihren Reihen A. einem weniger anſtrengenden Poſten zu ſehen. Herr Ludwig ber] borenz hat ſich ſeit 25 Jahren in der Akzidenzſetzerei verdient l⸗ gemacht. Möge er in ſeiner Arbeit auch fernerhin Befriedigung uden. Herr Ludwig Dorn war allezeit ein treuer und braver en zaſſierer. Mit Ernſt und Takt überwacht er unermüdlich die r Jeitungsbeſtellung. Auch ihm ſei ein noch recht langes Wirken .l lt wünſchen. Daß zu den Jubilaren diesmal zwei Se e 1 Meagerinnen gehörten, ſei ihm eine ganz beſondere Freude, weil d Lenuf der Jeitungsträgerig das wichtige Element ſei, das der nach Tauſenden zählenden Leſerſchar die neueſten Nachrichten aus der ſanzen Welt jahraus, jahrein, bel Wind und Wetter, bei Sonnen⸗ ſcein und Regen vermittle. 40 Jahre lang zweimal täglich bunder⸗ en von Abonnenten die Zeitung gebracht zu haben, gebe vielleicht 14 nNene Manubeimer Zeſkung(Moegen⸗Rusgabe! Ausdruck gebracht. Zum Schluß wandte ſich Direktor Heyme mit herzlichen Worten an Prokuriſt Weber, der Anfang dieſes Jahres infolge eines Leidens in den Ruheſtand getreten iſt. Er wolle dieſe offizielle Gelegenheit nicht vorübergehen laſſen, auch Herrn Weber eine Ehrung zu bereiten, die er für die vielen Jahre, die er dem Geſchäft widmete, verdient habe. Er ſei überzeugt, in Aller Namen zu ſprechen, wenn er auch Herrn Weber die herzlichſten Wünſche für ſeine Ruhetage und für ſeine Geſundheit zum Ausdruck bringe. S Arbeit iſt des Bürgers Zierde, Segen iſt der Mühe Preis! In dieſem Sinne richtete Direktor Heyme an die Verſammelten die Bitte, weiter harmoniſch zuſammenzuarbeiten, da er in der Zuſammen⸗ arbeit das Mittel ſehe, das Alle erhält und fördert. Als Direktor Heyme als äußeres Zeichen der Dankbarkeit der Firma jedem Jubilar ein Geldgeſchenk überreicht hatte, dankte ihm ſtarker Beifall für ſeine warmherzigen Ausführungen. Buchdruckereibeſitzer William Maſur, der Vorſitzende des Bezirksvereins Mannheim⸗Ludwigshafen des. Deutſchen Buchdruckervereins, führte aus: Mir iſt die angenehme Aufgabe zugefallen, den Herren Jubilaren die Glückwünſche des Deutſchen Buckdrucker⸗Vereins zu übermitteln. Angenehm iſt mir die Aufgabe einmal deshalb, weil in dieſer Zeit wirtſchaftlicher Not, in der man tagtäglich hört von Betriebseinſchränkungen, von Abbau und Entlaſſungen, von Geſchäftsaufſichten und Konkurſen, von der Auflöſung alter Firmen und Stillegung von Werken, wo⸗ durch alle Betriebsangehörigen vor eine ungewiſſe Zukunft, in vielen Fällen vor große Not geſtellt werden, es doppelt wohltuend iſt, einer Veranſtaltung beizuwohnen, die der Ehrung treuer Mitarbeit gilt Des weiteren iſt mir die Aufgabe deshalb angenehm, weil alle Jubilare mir perſönlich bekannt ſind. Habe ich doch vor etwa 35 Jahren dem gleichen Betriebe über ein Jahrzehnt vorgeſtanden, alſo an dem gleichen Strange gezogen wie die Herren Jubilare— und ich weiß, daß mir mancher die gleiche freundliche Erinnerung bewahrt, wie ich ihm. Der Redner richtete ſeine weiteren Ausführungen ſpeziell an die Jubilare, indem er aus⸗ führte: 40 oder 25 Jahre ehrlicher Mitarbeit in Treue, Zuverläſſig⸗ keit und Fleiß, ehren Sie in hervorragendem Maße; ſie ehren aber auch die Firma und deren Leiter. So viele Jahrzehnte im gemein⸗ ſamen Leid, in gemeinſamer Freude, bedeuten einen Markſtein in Ihrem beruflichen Leben, einen Meilenſtein, an dem man nach alter deutſcher Art einmel eine Ruhepauſe macht und ſtill verdonnen in ſich hineinhorcht und die durchwanderte Strecke mit ihren oft be⸗ ſchwerlichen, bergigen und ſteinigen Wegen noch einmal überſchaut und feſtſtellt: daß alles gar nicht ſo ſchwer war, wie man es des öfteren empfunden hat. Man freut ſich dann frohſinnig des Dahinterliegenden und des Erreichten, überläßt ſich fröhlich dem Genuſſe des ſchönen Ausblickes und genießt ſo einen ſeltenen, köſt⸗ lichen Feiertag, der neue Kraft für das zukünf ie werktätige Schaf⸗ fen bringt. Dem ſchönen alten Brauch foloend, die Herren Jubilare an ihrem Ehrentage zu beclückwünſchen und ihnen eine Freude zu bereiten, übermittelt der Deutſche Buchdruckerverein den Herren Pro⸗ kuriſt Weber, Heinrich Helbach, Friedrich Stumpf und Lud⸗ wig Lorenz eine Ehrenurkunde, der ein laut Veſchluß der diesiährigen Haurtverſammſung geſchaffenes, ſedoch noch nicht fertiggeſtelltes tracbares Ehrenzeichen folgen wird. Die Wünſche des Deutſchen Buchdrucker⸗Vereins faſſe ſch dobinehend zuſammen: Mßöge Ihnen. meine Herren, von einer gütigen Vorſthung noch eine recht lange Reihe von Jahren in körverlicher und oeiſtiger Friſche und Schaffenskraft beſchieden ſein! Meine eigenen Wünſche aipfeln in dem Spruch: 1 Was wir heut' mit Siſber kränzen. Mög' im Golde einſt erglänzen! Mit dieſen Worten überreichte der Redner, dem ebenfalls ſtarker Beifall dankte, die unter Glas und Rahmen gebrachten Ehrenurkunden. 8 Maſchinenſetzer Goldmann. der Vorſitzende des Betriebsrates, bemerkte bei der Beglückwün⸗ ſchung der Jubilare im Namen des geſamten techniſchen Perſonals, daß es für die Arbeitnehmer ſtets ein erhebendes und freudiges Gefühl ſei, wenn Angehörige aus ihren Reihen auf eine Zeit⸗ ſpanne treuer Arbeit und Pflichterfüllung in dem gleichen Betrieb zurückblicken können, die die Feier eines Jubiläums rechtfertigen. Beſonders die 40jährigen Jubilare Hel bach und Stumpf, die den Werdegang des Geſchäfts faſt von Anbeginn miterlebten, haben ein großes Stück Lebens⸗ und Buchdruckergeſchichte geſammelt. Alle Jubilare haben ſich in der Reihe ⸗von Jahren die Achtung und Wertſchätzung ihrer Mitarbeiter erworben. Es ſei ihm deshalb ein lebhaftes Bedürfnis, ihnen an ihrem Ehrentage namens des geſamten techniſchen Perſonals die herzlichſten Glückwünſche zum Ausdruck zu bringen. Der Redner wandte ſich dann im beſonderen an den Kollegen Stumpf, deſſen oberſter Grundſatz im Geſchäft ſtets Gewiſſenhaftigkeit, Fleiß und Pflichttreue geweſen ſei. Kolle⸗ gialität, Geſelligkeit und Humor waren Wegbereiter. Als Metteur ſei Herr Stumpf das Vorbild eines Abteilungsvorſtehers geweſen. Möge der Jubilar recht bald wieder auf einem weniger aufreiben⸗ den Poſten in der Mitte ſeiner Mitarbeiter weilen. Der Redner faßte ſeine Glückwünſche dahin zuſammen, daß die Jubilare noch lange Jahre in vollſter Rüſtigkeit dem Geſchäfte ihre Dienſte wid⸗ men möchten.(Starker Beifall.) 7* Abtellungsvorſteher Jaude überbrachte im Namen des kaufmänniſchen Perſonals den Jubi⸗ laren die herzlichſten Glückwünſche. Auch dieſe Gratulation gipfelte in dem Wunſche, daß alle noch lange in geiſtiger und körperlicher Friſche wirken möchten zu ihrem Wohle und zum Wohle der Firma. pauplſchriſtleiter kurt Fiſcher ſtattete die Grückwünſche der Schriftleitung der„Neuen Mann⸗ heimer Zeitung“ ab. Nach den vielen und ſchönen Worten meiner Vorredner möchte ich, ſo führte er u. a. aus, in einer anderen 1 einmal Veranlaſſung, eine Statiſtik aufzumachen, die die Weſens⸗ Aut, der Zeitungsträgenn ins rechte Licht rücke. Den beiden dubilarinnen, Frau Karoline Greuenbühler und Frau 99% ſgtharing. La ſt, ſei deshalb ebenfalls der Fank der Firma zum ſten 1 5 9 Sſtädtiſche Nachrichten dee vom geſteigen goldenen Sonntag gen De tri jerte Adventsſonntag hat mit ſeinem Tau⸗ und 15 Neg ee Wiele Hoflung und ebenſoviele Exwartungen und 1 5 Vanſche zu nichte gemacht. Leider ſind wir diesmal nicht in einer 17 Geglüclichen Lage wie vor 25 Jahren, wo wir, wis ſchan in der er Hochenchronit gemeldet von einem ungeheuren Fremdenzuſtrom de⸗ „ Atbten konnten. Der Regen, der faſt den ganzen Tag bis in die bendſtunden anhielt. hat das Gros der Landbewahner devon abge. in ſelen am goldenen Sonntag ihre traditianellen Weihnachteeinkäuſe ne Woder Stedt zu macken. Fer lette ſilberne Sonntag. bei dem da⸗ 100 Setter auch außerordentlich günſtig war, hatte alle dings große 05 Sbaren von Kaufluſtigen nach der Stadt und den Geſ häſtsleuten ne gite Einnahmen gebracht. Vom goldenen Sonntag, wie man den ſsJgzten Sonntag vor dem Weihnachtsfeſte nennt, läßt ſich gerade da⸗ ſie desdenteil feſtſtellen. Er brachte den hieſigen Geſchäftsleuten, die in % cer Regel an dieſem Tage die beſten Geſchäfte macheg, eine bittere Enttäuſck in ziemlich lebhabter Verkehr in d ung. Wohl herrſchte ein ziemlich lebha er Verkehr in der e eher die ee bachrakee dic e der Fpoge anſ de 1 dielichtigung der Auslagen der Ladengeſchäfte. Aber nicht allein Geſchäftsleute erlebten eine Enttäuſchung, ſondern auch alle Wan⸗ . Seſte. Nr. 591 Eeeine Jubiläumsfeier 1* aas„Neue Mannheimer FJeitung“ Hinſicht Ihren Blick auf etwas lenken, was in den Geiſt und den Rahmen des heutigen Tages paßt. Es iſt ganz berechtigt, den Inhitoren bei einer ſolchen Feier ſchöne Worte zu ſagen Aber vielleicht war der, der am eheſten darüber urteilen konnte, Goethe, auch der, der den Sinn eines Jubiläums am eheſten und beſten erfaßt hat. Als er im Jahre 1827 die Glückwünſche zu ien 50jährigen Jubiläum erhielt und der Großherzog von Sachſen⸗Weimar ſein Bedauern darüber äußerte, daß nun die Zeit des Lebens hinweggerauſcht ſei, antwortete Goethe darauf mit den Worten: Haben Sie denn vergeſſen, daß die Zeit ein Element iſt, das nur Wert und Würde durch den Sinn der Men⸗ ſchen erhält? Dieſes Wort des Weiſen von Weimar möchte ich Ihnen, meine ſehr verehrten Jubilare. mit auf den Weg der näch⸗ ſten Zukunft geben Die Zeit von 40 und 25 Jahren bekommt Würde und Wert durch den Sinn, den ſie ihver Arbeit ſelbſt geben und das iſt vielleicht das ſchöne an einem Jubiläum. Die Worte des Dankes⸗und der Ehrung, die Sie von anderen erhalten, geben in ihrem Sinne dem Lobe Ausdruck. das Sie in eigener geiſtiger und körperlicher Arbeit errungen haben. Das iſt meines Erachtens das Höchſte und Schönſte an einem Jubiläum und des⸗ halb gebührt Ihnen, weil Sie ſelbſt dieſen Wert geſtaltet haben, unſer Dank und unſere Anerkennung. In dieſen Zeiten ſozialer Diskrepanz iſt es mehr wert als vieles andere, wenn Männer und Frauen aus dem gleichen Betriebe, aus verſchiedenſten Teilen des Betriebes, in Hand⸗ und Kopfarbeit ſich zuſammenfinden und ſo eigentlich die idealſte Arbeitsgemeinſchaft ſchaffen, die denkbar iſt und die haltbarer iſt, als noch ſo viele Statuten und Paragraphen. Dazu laſſen Sie mich Sie beglückwünſchen und dazu Ihnen auch im Namen der Schriftleitung der„Neuen Mann⸗ heimer Zeitung“ die Bitte mit auf den Weg geben: Möge ein gütiges Geſchick Ihnen die Kraft ſchenken, daß Sie den Sinn des Lebens, wie ich ihn definiert habe, auch fernerhin ſo mit Wert und Würde erfüllen, daß Sie am Ende Ihres Lebens mit innerer Zufriedenheit, mit innerer Genugtuung und Dankbarkeit auf Ihr ganzes Leben zurückblicken können. Das iſt unſer Wunſch und unſer herzlichſtes Geleitwort. Im Namen der Jubilare dankte Herr Helbach herzlich für die Ehrungen, insbeſondere für das Jubiläumsgeſchenk der Firma und das Diplom des Deutſchen Buchdruckervereins. Er faſſe den Dank in das Gelöbnis zuſammen, daß alle Jubilare auch in Zukunft beſtrebt ſein würden, die Intereſſen des Geſchäfts zu wahren. Herr Helbach ſchloß mit einem Hoch auf Direktor Heyme. Herr Weber beglückwünſchte ebenfalls die Jubilare und dankte ihnen für die treue Unterſtützung, die ihm während ſeiner Tätigkeit in der Druckerei Dr. Haas zuteil geworden iſt. Möchten alle Jubilare in guter Geſundheit dem goldenen Jubiläum zuſteuern. Herr Weber verband mit den Glückwünſchen den Dank für die Förſorge, die ihm Direktor Heyme ſeit ſeiner Penſionierung zuteil werden laſſe. Direktor Heyme lud nunmehr dazu ein, vom Ernſt zur Fröb⸗ lichkeit überzugehen, die, der Schwere der Zeit entſprechend, ihre Grenzen haben müſſe. das geſellige Beiſammen · ein das nunmehr folgte, ließ die Stunden wie im Fluge verrinnen. Man ließ ſich an ſtimmungsvoll mit Tannenzweigen geſchmückten Langen Tafeln nieder. die den ganzen übrigen Saal beanſpruchten und bis auf den letzten Platz beſetzt waren. Hauptſchriftleiter Kurt Fiſchers vielſeitige Talente bewährte ſich wieder in alänzender Weiſe. Er hatte ſchon den Eröffnungschor bei der akademiſchen Feier diriaiert. Nunmehr übernahm er völlig das Kommando. Das einfache, aber ſehr ſchmackhafte Abendeſſen, das die Geſchäftsleitung ſervieren ließ. wurde durch mancherlei gewürzt. Die Kapelle Mohr konzertierte mit bekannter Bravour. Kammerſänger Voiſin ſpendete mehrere gediegene Baritonſolis und ſana ſpäter köſtliche Sächelchen zur Laute, die Gebr. Buck löſten in Gemeinſchaft mit Herrn Baſtian wahre Heiterkeitsſtürme aus und Schauſpieler Linn vom Nationaltheater zauberte in ganz erſtaunlicher Weiſe. 0 Bekannkaabe von Glückwunſchtelearammen Herr Fiſcher aab im Verlaufe der Unterhaltung folgende Te⸗ learamme bekannt: In höchſter Anerkennung der 40jäbrigen und 25jährigen treu⸗ geleiſteten Mitarbeit ſende ich den Jubilaren mit meinen Grüßen die beſten Wünſche für weiteres harmoniſches Zuſammenwirken. Dr. Wolfaana Huck. Berlin. Zum ſechsfachen Jubiläum ſenden wir Firma und Jubilaren herzliche Glückwünſche. Möchte ſich auch in Zukunft das Zeichen ſo auter Zuſammenarbeit recht häufig wiederholen. Buchdruckerverein. Berlin. Den Arbeitsſubilaren der Bruchdruckerei Dr. Haas entbietet berzlichſte Glückwünſche Deutſcher Buchdruckerverband, Kreisvorſtand IV. Stuttaart. Hauptſchriftleiter Kurt Fiſcher hielt gewiſſermaßen als Ab⸗ ſchluß des offiziellen Teils eine feinſinnige Rede. die eine intereſſante Parallele zwiſchen den Buchdruckeriubiläen in alter Zeit und heute zog und mit einem brauſend aufgenommenen Hoch auf die Jubilare und die Firma ſchloß. Direktor Heyme gab ſeiner Freude über die Leiſtungen des Männerchors Ausdruck. der ſich im Verlaufe des Abends noch zweimal unter Herrn Fiſchers ſchwungvoller Direk⸗ tion hören ließ. Nicht minder anerkennend ſprach er ſich über die beiden Tiſchlieder aus. die durch ihren Humor— der Druckfehler⸗ teufel wurde recht beftia in die Ohren gezwickt— ſchallende Heiter⸗ keit bervorriefen. Er machte wejter die Andeutung. daß man ſich nicht zum letztenmale zuſammengef n habe. aab aber aleich⸗eitia zu er⸗ wägen. ob man nicht dieſen proviſoriſch gebildeten Männerchor zu einer dauernden Einrichtung ausbauen könne. Der Ausblick in die Zukunft. den er an dieſen Vorſchlaa knüpfte. weckte ſtürmiſchen Widerhall. Direktor Henme ſchloß mit einem Hoch auf Herrn Fiſcher, Man ſchied um Mitternacht in dem Bewußtſein, ein ungemein ſchöves Feſt verlebt zu haben. Sch. — ee Sportfteunde, denn mit dem Rodeln und Skilaufen war es ſig. Der Weihnachtsmarkt auf dem Zeughausplatz war ſchwach be⸗ ſucht. Durchweg alle Verkäufer einſchließlich der Stände der Zucker⸗ waren klagten über ſehr ſchlechten Geſchäftsgang. Die Hauptverkehrsſtraßen der Stadt waren den Um⸗ ſtänden gemäß und bei Berückſichtigung des über Nacht eingetretenen Temperaturwechſels einigermaßen gut paſſierbar. Sehr ſchlecht ſah es dagegen in den Nebenſtraßen und namentlich in den Außen⸗ bezirken aus, wo ziemlich Glatteis auf den Straßen war. In den Abendſtunden des Samstags herrſchte noch eine Kälte von 1 Grad. Nah Mitternacht ſetzte aber ein ſtarker Südweſtwind ein. der Wärme und am Sonntag morgen 7 Uhr Regen brachte. Dabei er reichte das VBarometer einen ſo außerordentlichen Tiefſtand, daß mit der gegenwärtigen ungefunden Witterung wohl noh einige Tage zu rechnen iſt. Während des geſtrigen Tages wurde an der Beſeir⸗ tigung der ſchmutziggrauen Schneemaſſen recht intenſiv gearbeitet, um die Wege einigermaßen paſſierbar zu machen. Die Arbeit war aber a We 10 555 ee 75 es daher kein ni erpflichtungen hatte, blieb am liebſten zu Hauſe zwiſchen ſeinen vier Wänden. 4 85 Der geſtrige Sonntag ſtand im Zeichen des Weihnachtsfeſtes. Die Weihnachtsbeſcheerung im ee der zu 1300 Kriegerwaiſen unter 14 Jahren das Chriſttindlein lam, hakte 35 5 ausführlicher im Aben 2 einen Maſſenbeſuch aufzuweiſen. Einen Maſſenbeſuch wies auch da⸗ Ligaſpiel auf dem Sportplatz bei den Braueteien auf, dem trotz des Regenwetters tauſende und abertauſende von Zuſchauern be⸗ wohnten, 5 ch. Eröffnung der Sammlungen für Nafur- und Völkerkunde. Der Eröffnung der im Erdgeſchoß des Zeughauſes untergebrachten hochintereſſanten Sammlungen für Natur⸗ und Völkerkunde, die am geſtrigen Sonntag großen Juſpruch fanden, ders am Samstag nach⸗ mittag ein Feſtakt in der Turnhalle der Kurfürſt⸗Friedri h⸗ Schule in Anweſenheit der Spitzen der ſtagtlichen und ſtädtiſchen Be⸗ hörden voraus. Oberbürgermeiſter Dr. Kutzer, der viel zur Ent⸗ ſt⸗ hung des Muſeums beigetragen hat, hielt die Weh rede, wöh e d Muſeumsdireltor Prof. Föhner ſich über die Vergeſ nichte deſer hervorragenden Kulturtat, den hohen Wert der Marſchen Sarmlu g und den Inhalt des Muſeums verbreitete M ſeumsdize tor Ge⸗ heimrat Weule⸗Leipzg überbrachte die Gückwünſſve des Ver⸗ bandes deutſcher Völkermuſeen, Direktor Gſcheidlen die der hieſigen höheren Lehranſtalten, während Prof. Rumpf im Naten der Handelshochſchule lrcß An den Feſtakt, über den wir noch latt berichten, ſchloß ſich ein Rundgang durch das Muſeum. *Silberne Hochzeit. Am 22. Dezember 1925 feiert Schuh⸗ machermeiſter Nikolaus Thoma, Käfertalerſtr. 33, und deſſen Ehefrau Eliſe geb. Henning das Feſt der filbernen Hochzeit. * Moatag, den 21. Dezenber 18 P —— Skiſportliche Fortbiloͤungspflicht Neue Wege im skiſpork Dier Tatſache, daß die Ausbreitung des Skiſportes ſich in raſcherer Progreſſion bewegt hat, als der Stand der Technik des Skilaufes in den Jehren nach dem Kriege, erſcheint ohne weiteres verſtändlich. Die große Maſſe, in die der Skilauf gedrungen iſt, war in die Tiefe, die die Technik verlangt, ſchwerer zu bearbeiten. Folgeerſcheinungen ſind daß die Technik des Skilaufens nur einen Teilſtrich in der Skala der Höhe erreicht hat, die erreichbar wäre. Nicht zuletzt durch einen Fehler ſportlicher Organiſationen, die in ei.ter gewiſſen Ueberſpannung des Begriffes Skifport vergaßen, den Skilauf zu pflegen, der doch immer der großen Merge eigen ſein wird. Der Leiſtungsmann im Skilauf, der Teilnehmer an Wetlkämpfen iſt doch heute noch auf einen geringeren Bruchteil zu⸗ zückgegangen, ces ſchon früher. Anders ausgedrückt: in dem Ski⸗ ſport ver letzten Jahre iſt der Geländelauf, die Skitouri⸗ ſtik in vielem zu kurz gekommen. Den Fehler erkennen, heißt ihn halb gut machen. So ſind Deut⸗ ſcher Skiverband wie ſeine Landesverbände heute ſchleuninſt. kenn man ſaden, zum Geländelauf als Wettbewerb in den großen Kon⸗ kurrenzen zurückgekehrt. Den gleichen Weg iſt man hinſichtlich des Damenlaufes gegangen, den man in einem Uebereifer kaſſiert. hatte. Nicht ohne Proteſt alle dings. Es werden in dieſem Winter Geländelauf wie Demenlauf wieder in den amtlichen Rennen er⸗ ſcheinen. 5 Man ging weiter noch. Der Deutſche Sk verband, in der Er⸗ kenntnis, daß Technik vonnöten ſei, daß möslichſt gleichräßice Lehr⸗ methoden erwünſcht ſchienen, hat einen beſonderen Lehrgang für die Verbandslehrwarte ſeiner Landesverbände und andere befähigle, bereits geprüfte Lehrkräfte im Skilauf vorgeſehen. der dieſes Jahr erſtm lig in den Tagen vor Weihnachten in St. Anton am Arlbera ſtattfinden wird. 5 Liegt in dieſem Lehrgang ſchon eine gewiſſe Verpflichtung, ſo iſt der Ski⸗Club Schwarzwald als Unterverband des Deut⸗ ſchen Skiverbandes noch einen Schritt weiter-gangen. Er hat kür die in ſeinem Gebiet vorhandenen geprüften Amateurſki⸗ lehrer eine förmliche Lehrpflicht beſchloſſen. 7der For m, detz dieſe geprüften Lehrkräftſe ſich verpflichten, im Laufe jedes Winters mindeſtens einen Skilehrkurs im Auftrag des Ski⸗Ciyb Schwarzwald oder ſeiner Urteroroane abzuhalten. Die Not war es, die zu dieſem Schriti veranlaßte. weil in den Liſten des Deut⸗ ſchen Skiverbandes ſo mancher als Lehrer nur fi-uriert ſich mit dem Abzeichen ſchmückt und im übrigen Göß von Berlichingen zitiert. Dieſer Zuſtand prägt ſich umſo unargenehwer und für die Fort⸗ bildung des ollgemeinen Standes der Ski echnik»mio nackhteilicer aus, als durch den Deutſchen Skiverband die Zahl der zur Ernen⸗ nun⸗ zugeſaſſenen Skilehrer für die einzelnen Lande-verbönde dahin konkingentiert ſind. daß auf ſe hundert Verbend⸗miteli⸗der ein Skilehrer eytfallen koll. Es wüßte, vor ollom den Skoroabi'otionen in den grosen Stödten zuliebe, von dieſem ſchematiſchen Modus unbedingt abgegangen werden. Die Fortbildungspflicht im Skilauf, der Trieb dazu ſollte aber auch imabhängig von den Bemühungen der Skiorganiſalionen von ſedem einzelnen Skiläufer ſchon um ſeiner ſelbſt willen wahrgenom⸗ men werden. Nur durch einen gewiſſen Ausbildungsſtand werden ihm ja die Wunder des Schneeſchuhs erſt offenbart. Man wird ihm einmel zurufen: hinein in die zahlreichen Skikurſe der Vereine, die viel Gelegenheiten bieten und die nicht zulept in ihrer Aus⸗ Dehnung über das Mittelgebirge hinaus in alpine Gebiete Urſache waren und ſind, wenn in manchen Gebieten ein ſchöner Stand der Technik erreicht iſt. Und kann der Läufer das nicht, ſo finde er ſich in eidenen kleinen Getellſchaften, zeige Unterneßmungsluſt, gehe cus dem gewohnten Gelände hinaus all⸗ mählich in ſchwerere Bedingungen über, wechſle vom Mittelgebirge ins Hochoebirge, gehe von den Voraſpen in die Hochalpen Peſter⸗ rei hs und der Schwels. koſte einwal die Wonnen des Skilaufes. menn ſein Ausgangsvunkt eine Kochſtation bildet. wie ſie die Tiroler Alben. der Arlberg. die Oſtſchweiz. die Galtlarborurpe, das Bernor Ob⸗rland uſw. bieſen, die außerdem den Vorteil haben. ſo vneemein leicht wit den Rohnen erreichbar zu ſin. Der Seiänfer muß aus ſeinen 700—1000 Meter Meer⸗shöhe der Mittelaebiroe tinaus muß ſein⸗ technithen ZRiele guch Pürer ſtecdcen. Die Skicchule mie ſie d Afven bieten. zu beſuchen, fällt in den Bereich der ſkiſportlichen Fortbildu flicht. 5 225 W. Rombera, Zweiter Vorſitzender und Berbands⸗Lehrwart im Ski⸗Club Schwarzwald. wi ort 1244 den deutſchen Bergen Die wichligſten Bob⸗ und Rodeltermine Der Winter hat, früher als ſonſt in Deutſchland üblich, mit Nachdruck eingeſetzt. Schnee iſt bereits in Fülle gefallen und anhal⸗ tende Kälte ſorgt bislang dafür, daß der Schnee nicht wegtaut. Aus allen deutſchen Gebirgen, aus dem Schwarzwald wie aus Ober⸗ bayern, aus den Bergen Schleſiens ebenſo wie aus dem Harz und aus Thüringen, lauteten die letzten Wetterberichte: Sportmöͤglich⸗ keiten ausgezeichnet! Auf die Winterſportler wartet ein ganz beſonder⸗ reiches Pro⸗ gramm an ernſten Wetktämpfen und heiteren aller Art. Richt wenige Plätze haben ſich neue Bahnen für Nodel oder Bob bauen laſſen, ſo daß unſere namhaften deutſchen Winterſportplätze jetzt ausländiſchen Plätzen durchaus ebenbürtig ſind.— Nachſtehend geben wir die wichtigſten Bob⸗ und Rodeltermine: Schwarzwald: In Triberg am 15.—20. Januar Bobrennen auf der Sterenberg⸗Bobbahn(Kiſſtbahn) im Zweier⸗ und Fünfer⸗ bob, im Bob für Süddeutſchland, Fünferbobrennen um den Ven⸗ ningen⸗Ulmer⸗Preis, um den Preis der Stadt Triberg, den ſilbernen Pofal von Triberg, uſw.; am 23—26. Januar Bobrennen im Rahmen der Deutſchen Winterkampfſpiele, und Anfang bis Mitte Februar Bobrennen des Bobſleigh⸗CElub Schwarzwald: am 3. Januar Rodelrennen auf der Hofwaldrodelbahn(Kunſtbahn). — In Titiſee am 30. und 31. Januar Deutſche Rodelmeiſter⸗ ſchaft auf der Kunſtbahn.— In St. Blaſien am 17. Januar Rodel⸗ und Eisfeſt. Oberbayern: In Garmiſch⸗Partenkirchen— Zeit ſteht noch nicht feſt— Süddeutſche Meiſterſchaft im Zweierbob. Im Januar und Februar faſt wöchentlich Bobrennen. Thüringen: In Oberhof am 31. Dezember Bobrennen um den Sylveſterpreis; am 1. bis 6. Januar Zweierbobrengen um die Meiſterſchaft von Thüringen; Fünferbobrennen um den Wander⸗ preis des Deutſchen Bobverbandes(3. Januar): am 17. Januar Bob⸗ rennen um den Stiftungspreis.— In Friedrichroda am 6. Januar Fünferbobrennen um die Meiſterſchaft von vom 7 bis 14. Februar Bob⸗Derby und Fünferbobrennen um den Stif⸗ tungspreis. Harz. In Schierke ſoll in der Woche zwiſchen Weſpnachten und Neuſahr durch den Sport- und Bobsleigh⸗Aub Schierke die Plakette des Deutſchen Bob⸗Verbandes ausgetragen werden; im Ja⸗ nuar und Februar Klubrennen, Bobrennen um den Goldpokal des Klubs, Klubmeiſterſchaft im Zweier⸗ und Fünferbob und Bob⸗Gym⸗ khana.— In Altenau am 27. Dezember Werberodeln.— In Bod Harzburg am 3. Januar Nordweſtdeutſche Bezirksrodel⸗ meiſterſchaft auf der Kunſtbahn. Schleſien. In Schreiberhau am 26. Dezember Eröffnung der neuen Bobbahn; am 9. und 19. Februar Fünfer⸗ und Zweierbod⸗ rennen auf der neuen Bahn: am 17. Januar Deutſche Rodelmeiſter⸗ ſchaft auf der Naturbahn(zum erſtenmal nach der verſchärften deut⸗ ſchen Rodelordnung).— In Krummhübel am 7. Februar Be⸗ ginn der Schleſtſchen Bobwoche, Deutſche Fünferbobmeiſterſchaft: am 10. Januar Bezirksrodelmeiſterſchaft des Gaues Schleſien flür Naturbahnen(Prinz Heinrichbahn).— In Flinsberg am 4. Fe⸗ bruar Deutſche Zweierbobmeiſterſchaft; am 3. Januar irksroder⸗ meiſterſchaft des Gaues Schleſien für Kunſtwennen; am 23. und 24. Januar Rodelmeiſterſchaft des Rieſengebirgsturngaues der D. — In Reinerz am 21. Februar Rodelrennen um die Meiſterſchaft von Reinerz. Sauerland. In Winterberg am 13. Dezember Zweier⸗ und Fünferbob⸗Eröffnungsrennen; am 31. Dezember und 1. Januar Syr⸗ veſter⸗ und Neujahrs⸗Bobrennen; am 3. Januar Zweiberbobrennen um den Wupperbecher; am 10. Januar Clubmeiſterſchaft im Zweier⸗ und Fünferbob des Sauerländiſchen Bob. und Auto⸗Club E..; am 11. Januar Zweierbobrennen um den Weſtfalenbecher; am 12. und 13. Januar Zweier⸗ und Fünferbob⸗Gaumeiſterſchaft von Rheinland, Heſſen und Weſtfalen. Die wichligſten Ski⸗Beranſtalkungen im Winter 1925/26 Der kommende Winter wird, falls er die Erwartungen aller Winterſportler hinſichtlich Schnee und Kälte erfüllt, ein großes und tüchtiges Programm an Winterſport⸗Veranſtaltungen in den deutſchen Gebirgen bringen. In Oberbayern wie im Schwarz⸗ wald, im Harz und in Thüringen, nicht zuletzt im Rieſen⸗ und Iſergebirge werden die Winterſporttreibenden mannigfache Gelegen⸗ heit finden, ihre Künſte in Wettkämpfen vor aller Augen zu ent⸗ falten. Wir teilen hier zunächſt die hauptſächlichſten Skiveranſtal⸗ tungen, ſoweit ſie bis jetzt feſtſtehen, mit— dabei müſſen leider ettkämpfe des Raummangels wegen ungenannt eiben: Schwarzwald. In Triberg am 9. Januar 1926 Großer Dauerlauf des Landesverbandes Ski⸗Club Schwarzwald über 30 km; 10. Januar Gauwettläufe des Gaues Hoher Schwarzwald im Ski⸗Club Schwarzwald(turnusgemäß in Schönwald). Anfang bis Mitte Februar Skiwettläufe des Winterſnortvereins Triberg. In Feldberg am erſten Sonntag im Februar Verbandsmeiſter⸗ ſchaft auf dem Feldberg. Oberbayern. In Garmiſch⸗Partenkirchen am 28., 30. und 31. Januar 1926 Skijöringrennen, am 12. bis 14. Februar 1926 Deutſche Meiſterſchaften 1926 und zwar am 12. Februar Großer Langlauf 16—18 km; 13. Februar Staffelmeiſterſchaftslauf 40 km; Damenlauf und 14. Februar Großer Sprunglauf an der Kochelbergſchanze. In Egern⸗Rottach am Tegernſee am 16. und 17. Februar Bayeriſche Skimeiſterſchaft. In Berchtes⸗ gaden am 31. Januar Bayeriſcher Verbandsſtaffellauf. Harz. In St. Andreasberg am 16. und 17. Februar Großer Ski⸗Verbandswettlauf. In Braunlage am 7. Februar Jugend⸗ Skitag. In Altenau am 21. Februar Staffellauf am Buchberg. Thüringen. In Oberhof am 27. Dezember Großes Sprung⸗ rennen des Winterſport⸗Verbandes Oberhof, am 31. Dezember bis 1. Januar Thüringiſcher Rennſteiglauf und internationales Sprin⸗ gen, am 17 Januar Großer Langlauf rund um den Donnershauk, 28 km; am 23. bis 24. Januar Sprung⸗ und Langlauf um die Meiſterſchaft von Thüringen. In Friedrichroda am 20. Jan. Skijöringrennen Büchig— Lange Wieſe— Reinhardsbrunnen, am 7. Februar Skilanglauf über 20 km„Rund um den Schorn“, Großer Wanderpreis. Schleſien. In Landeck am 24. Januar Schleſiſche Ski⸗ meiſterſchaft. In Schreiberhau am 14. März Klaſſiſcher 50 km-Langlauf des D..v. In Reinerz am 7. Februar Gau⸗ Staffellauf. In Liebau(Rieſengebirge) am 17. Januar Gau⸗ meiſterſchaft, und in Langenbielau am 13. und 14. Februar Jugend⸗Skitag. 1* Was koſtet ein Bobsleighſchlitten? Angeſichts der in dieſem Winter für den Schworzwald zur Austragung der Winterkamp ſplcle (Triberg.—26. Jan.) fritt die Frage in den Vordergrund des. gemeinen Iniereſſes: was iſt ein Bobsleigh und was koſtet ſo ein mehrere Zentner ſchweres Sporifahrzeug? Daß der Bobsleigh, ab e⸗ kürzt Bob genannt, ein Mannſchaftsſchlitten für zwei im tleinen Format, für vier bis ſechs Perſonen im großen Format iſt, iſt im allgemeinen bekannt. Auch, daß ſeine Benützung eine nicht ganz ungefährliche Sportart iſt, die an Führer, Bremſer und Mtfahrer allerlei Anforderungen ſtellt. Ueber die Werte, die in ſolchen Schlitten ſtecken, kurſieren aber die ſonderbarſten Meinumgen, teils genährt durch publiziſtiſche„Sport“betrachtungen von Auchfachleu en, die Lenkrodel mit Bobsleigh verwechſeln. So kommt dann die Mär zuſtande, daß ſo ein Fahrzeug garnicht ſonderlich tener und für 40 Marxk ſchon zu haben ſei. In Wirklichkeit liegen die Dinge weſent⸗ lich anders und werden verſtändlich, wenn man beachtet, daß ſo ein Vob auch die Bezeichnung Maſchine führt. Das iſt natürlich kein Lenkrodel. Die Preiſe für einen Zweierbob ſtellen ſich rund auf 600. Mark, wozu noch für beſondere Wünſche Zuſchläge kommen Für einen Fünferhob muß man 1000—1100 Mark rechnen, dazu ebenfalls noch evtl. Zuſchläge. Man ſieht, ſo ganz bdillig iſt der Bobſport nicht, zumal man bei Unfällen auch Veschndigungen des Fahrzeugs in Rechnung ſtellen muß. Eishocken S. C. Charlottenburg— Wiener Eislaufperein(Samstag)(:17). Berliner Schlittſchuhklub— Wiener Eislaufverein(Sonntag)(:4) Nürnberger Tennis⸗ u. Hockeyklub— Münchener Eislaufverein — 21• Die Ligaſpiele in Süddeutſchland Die 4 5 Spiele hatten alle ſehr unter den Witter ver⸗ bälu ſen ſden. Im Mainbezirk mußten ſämißſche Spiele abgeſagt werden, im Bezirk Rheinheſſen⸗Saar wurden zwei Spiele abgebrochen und eins fiel ganz aus. Nur die Bezirke Würt⸗ temberg⸗Baden und Bayern konnten alle Spi le regulär austragen. Im Bezirk Württembetg⸗Baden iſt der Karlsruher Fuß⸗ ballverein jetzt ſchon Meiſter, er kann von keinem Verein mehr ein⸗ holt werden. In Bayern ſind die Ausſichten des deun hen Meiſters, des 1. F. C. Nürnberg durch das unentſch edene Spiel zwiſchen Bayern und 1860 München wieder geſtiegen. Im Rheinbezirk konnte nur das wichtigſte Spiel V. f. R. gegen Phönix Ludwigshafen carsgetragen werden, die beiden anderen Spiele Waldhof⸗Neckarau und 03 Ludwigshafen gegen 08 Mann⸗ im mußten ausfallen. V. f. R. hat durch ſeinen:0 Sieg über hönix jetzt wieder die beſten Ausſichten auf die Meiſterſchaft. Die Mamnfhaff die ſich am Anfang nicht recht zuſammenfir den konnte, iſt jetzt wieder zu alter Form aufgelaufen. Bei Erringung der Meiſterſchaft dürfte ſie ſicher auch dieſes Jahr wieder den Rheinbe⸗ zirk in den Kämpfen um die füddeutſche würdig vertreten. verein für Naſenſpiele Munmben— Pbönix Ludwigshafen 20(:0) * der ſchlechte n Boden⸗ und Witt verhältn'ſſe waren etwa 4000 chauer zu dieſer wichti 1 eeceen ouf den V. f..⸗Platz gekommen. Die Bodenverhältniſſe waren die denkbar ſchlechteſten, ſo daß ein ei ies Ergebnis von vorn⸗ einwandfreies herein ausgeſchloſſen war. Aber der Schiedsrichter Weingärtner (Offenbach) erklärte den 7 9— beſpielbar und ſo mußten die Mannſchaften den Kampf aufnehmen und ihr Geſchick dem Zufall ee geitahgen berhent A gegelge ſend ſch der Rfel gezeigten Leiſtungen verdie lusgez ittel⸗ läufer Deſchner zurecht, ihm vor allem iſt der Gewinn des Spi les zuzuſchreiben. Neben ihm iſt der brillemten Abwehr des Verteidi⸗ gungstrios, in dem wiederum Fiſcher überragend war, der Erfolg zu danken. Im Sturme war Herberger die Triebfeder, der Linksaußen Zinn fiel ſtark ab. 15 Ludwigshafen war im Geſamten nicht viel ſchlechter als der füddeutſche Meiſter, doch konnte Schwab der zurück und holen durch Halblinks ein weiteres Tor auf. Das Wichtigſte vom Sonntagsſport Beginn der Winterſportkämpfe. wegen ** Die Ligaſpiele in Süddeukſchland: Viele Spiele fallen piel des ſchlechten Wetters aus. Im Rheinbezirk fand nur ein 5 B. f. K. gegen Phönix Ludwigshafen(:0) ſtatt. * Ringkampf Eutopameiſterſchaften in malland. Glänzend folge der deulſchen Ringer. e G⸗· Badiſch⸗württembergiſche Boxmeiſterſchaften in Mannhelm. eee Mitbelläufer, ſeinen Gegenüber nicht erreichen. Prächd ge 2 10 zeigte Bauer 1 im Tore und ſeine beiden Vord rleute Eb rt Her Bauer 2. Auch Maier in der Läuſerreihe kämpfte auf pfernt eder Sturm ließ nach dem Tore des V. f. R. nah und zeigte erſt in der letzten Minute einen energiſchen Ofſenſivgeiſt. iſſe, In der erſten Halbzeit war.f R. etwas mehr im Angrn doch boten ſich beide Parteien Torgelegenheiten. Halbzeit 00, dung Nach Wiederbeginn ſuchte Phönix mit Energie eine E iſche herbe zuführen, doch die.f.-Lerteidigung Leßz ſich nih Fa ſe In der 63. Minute erzielte Fleiſchm mn im Gedränge nach ſeeten Iimns, das einzige Tor. Phönix ließ dann nach, um in den elern Minuten vergeblich zu dominieren. Es gelang den Ra erſp mel. den:0 Sieg zu halten. Der Schiedsrichter leitete ausgeder, Abwehr Ecken:4. 5 Tabellen⸗Stand: 5 Vereine: Spiele gew. unent. verl.: Punkte 3 V.. R. Mannbeim 12 7 3 36 27 Phöniz Ludwigshafen 1³ 8 5 17 30:5 B„ L. Neckarau„ S V. Wald on 12 7 0 5 14 23 5 1903 Ludwigsbafen 11 4 1 6 9 10·87 1908 Mannheim 12 8 3 6 2 18. 5 S V. 1898 Darmſtadt 13 4 1 5 9 2128 5 C. Pirma enz 18 3 2 S 8VöV po alſpſele— verein für Turn · u. Raſenſport Feudenheim= Germanid Friedrichsfeld:3(:1) Im Vokalſpiele trafen ſich aeſtern Frtedrichsſeld und Feudenbenn⸗ Die Mannſchaften hatten ſich, trozdem beide dem Neckarkreiſe nlen gebören. noch nicht getroffen. ſo daß das Ergebnis einen intereſſa Schluß auf die Meiſterſchaftsſpiele zeitiat. ingener Gleich in den erſten Minuten kann Feudenhbeim durch Bin Vor⸗ den erſten Treffer erzielen. Darnach iſt die Platzmannſchaft im iten teil. um in der 10. Minute ebenfalls durch Bingener zum Male erfolareich zu ſein. Bei einem Vorſtoße kann Mind einen ann⸗ plaziert einſenden.:0. Nun erſt vervollſtändigt Bühler die Halb⸗ ſchaft. Friedrichsfeld gebt nun eneraiſch vor und kann durch 0 rechis ein Tor aufholen. Bis zur Pauſe ſtellt Bübler durch an ſchöne Tore das Reſultat auf:1. Hälkte Nach Wiederanſpiel drängen die Gäſte Feudenbeim in 13 gener 1 kann noch den 6. Erfola erringen, dann flaut die Kampfkraft 175 Feudenbeimer merklich ab. während Friedricksfeld noch 1 0 end⸗ ringen konnte. damit das Enderaebnis 6˙3 für Feudenbeim feſtſe 8. Der Schiedsrichter amtierte aut. M. Sportklub 1904 eudwigshafen— Tußzballgeſellſchuft Kirch⸗ heim:3(:1) 1 Unter ungünſtigen Bodenverhältniſſen und wenig Zulchleger abſolvierte 04 ſein 2. Pokalſpiel, das 04 infolge techniſcher te die legenheit wiederum ſiegreich geſtalten konnte. Kirchheim bre ezug auf ſie geſetzten Erwartungen nicht erfüllen, beſorders in um auf ſportlichen Anſtand wuß die Mannſchaft noch vieles lernqznten ihren Kreis würdig zu vertreten. 04 ſpielte den von ihr ge übrung Fußball und lag bereits in der 10. Minute mit:0 in 5 Kirch Durch ein Mißverſtändnis der Verteidiguna von 04 erzielte Plah⸗ heim in der 15. Minute ſein erſtes Tor. Weiterhin war 11 8 wannſchaft überleden und konnte bis zur Pauſe noch zmal erfolg ſein. Halbzeit:1 für 1904. u bel⸗ Nach Wiederanſpiel verſache Kirchheim dos Ergehenß mabe beſſern und konnte 2 weitere Tore aufholen. 53 in der n Al⸗ 04 iſt ſic, nun des Ernſtes der Lage bewußt, geht zu korſen Mi griffen über und iſt bis zum Schluſſe voch 2mal erfolgreich tend dem Schlußpfiff endete ein Svi⸗l, in dem 04 ſpieleriſch toneng ealg⸗ war, während Kirchheim im Reklamieren dominierte, was geiſtungen hatte, daß 2 Spieler des Feldes verwieſen wurden. Die Lei W. des Schiedsrichters waren einwandfrei. Olympia Campertheim— Jb. Dteckarhauſen 5·4 Der Liganeuling des Odenwaldkreiſes konnte nach rrgaſl Spiele den Kreispokalmeiſter des Neckarkreiſes aus dem wettbewerb verdrängen. tann natj Schon zu Anfang iſt Lampertheim überlegen und 1. Tor er⸗ ſchöner Vorlage des Mittelſtürmers durch Halblinks ſein Au leich zielen. Kaum 5 Minuten ſpäter gelingt Neckarhauſen der foß des Das zweite Tor Neckarhauſens reſultiert aus einem 70 inweg Mittelläufers, der Ball gleitet dem Torwart über die Ha und kam ins Tor. Auch Lamperkheim vermag nun auszugleichen hen. 5. noch vor der Pauſe durch einen 3. Treffer in Führung ge 15 Nach der Halbzeit iſt das Spiel vorerſt ausgeglichen ſtellen. Minuten kann die Partie wiederum rerneein Nun erzielt Neckarhauſen und Lampertheim nochmals je 10 folgt⸗ dem 7 Minuten vor Schluß der Führungstreffer De Rupp⸗ Endergebnis:4 für Lampertheim. Der Schiedsrichter 2 inwand⸗ Vorwärts Mannheim) leitete das Spiel in überzeugend e freier Weiſe. v. f. B. gewelberg—.. 1014 Oypau 18 0 Heidelberg ſpielte ohne den Verteidiger Dr. Wateren dr den Torwart Kalchtahler, der aber durch Haibel aus üller(ſon Mannſchaft gut erſetzt war. Im Sturme wirkte K. 14 äßigen Verteidiger) mit. Oppau trat mit einer körperlich gle⸗ uſammien Elf auf den Plaz und dürfte der linke Sturmflügen ſalger mit dem linken Läufer der beſte Mannſchaftsteil der 1600 Oppaus Schon vom Anſpiel weg brachte eine weite Vorlfeezen den Ball vors Heidelberger Tor, wo er im Schlamm duoau g Bei den Verſuchen, den Ball an ſich zu bringen, war anden Tore licher und der Halblinke konnte das Leder zum führe wurde dis eindrücken.:0 für Oppau. Nach dieſem Mißerkelge blieb auch einheimiſche Mannſchaft ſtark offenſww und der Erfolg zum nicht aus. Durch den Halblinken Frey kam Heidelberg t gleichenden Treffer. Bei dieſem Stande brach der 0 Schiedsrichter Flügel(Rehhütte) infolge der ſchlechten f. verhältniſſe das Spiel ab. 2) 223 Ul Spielvereinigg. Plankſtadt—Splelogg. mundenbeln. 7 e 2 or 1 Zwei führende Mannſchaften des Neckar- und Poruch treiſes trafen ſich geſtern im Pokalſpiele in Pientſeeg daß dieſem Spiele waren die Bodenverhältniſſe derart erde anig von einem reguläten Spielergebniſſe nicht geſprochen wer goll dan Plankſtadt erzielte durch feinen Mittelſtürmer Halbrecht, erſte Tor. Doch erzwang Mundenheim durch e gelaug bald danach den Ausgleich:1. Noch vor dem Wechſel ſer dire den Pfälzern durch einen Strafſtoß, den der Mittellei 21 für, Sanen den Führungstreffer zu erzielen. Halbze Mundenheim. ˙ TAA. ͤ2.. ̃ ⁵ͤ ⁵˙ AAA ⅛VV 7˙.—ͤwuu., ⅛ ⏑mãV— ˖ ‚——.—— „„˖‚ 0 c00 0 F „ r e,r, E ET00 · r RNnneeee it 15 9* 7+ a. 1l 0 1⸗ es eg 15 n. 9 p⸗ id⸗ ind ben ſtegreich blieben WMoniag. den 21. Dezember 1925 7. Selie. Nr. 591 Nach Wiederbeginn drängt die Platzmannſchaft energiſch; es Nurerk auch nicht lange, bis durch Halblinks das ausgleichende Tor kuut.:2. Durch freiwilliges Ausſcheiden von Roſenberger und Läufers Kolb(aus Geſundheitsrückſichten) wird Plankſtadt fallenmäßig geſchwächt. Mundenheim iſt in der Folge ſtark über⸗ begen und kommt auch durch den Halbrechten zum 3. und ſieg⸗ mangenden Treffer. Damit mußte Plankſtadt ſich aus dem Pokal⸗ ettbewerbe verdrängen laſſen. Der Schiedsrichter Hacker(VfL. Neckarau) leitete zufriedenſtellend, hätte den Kampf aber bei den erwähnten Bodenverhältniſſen nicht zu Ende führen ſollen, zumal auch der Beſuch äußerſt ſchwach war. H. B. f. R. Bürſtadt— Phönix Mannheim:4(:2) Einen harten Kampf hatte der kommende Neckarkreismeiſter m Pokalſpiele in Bürſtadt zu beſtehen. Natürlich ließen die Boden⸗ berhältniſſe keinen einwandfreien Maßſtab der Spielſtärke zu. Beide Elf hatten je einen Erſatzmann zur Stelle und waren ſich im geſamten ebenbürtig. Bürſtadt griff gleich nach Beginn ener⸗ giſch an und ſchon in der 10. Minute ſchoß Halbrechts das Füh⸗ rungstor. Durch ziwei Eckbälle, die verwandelt wurden, erzielte L. f. R. das 2. und 3. Tor, ſo daß bereits nach einer Stunde Spielzeit die Mannheimer 38:0 geſchlagen waren! Doch mit ſel⸗ tener Hingabe kämpfte Phönix weiter und brachte es fertig, bis zur Halbzeit durch Schemel und Wübler 2 Tore aufzuholen. Nach der Pauſe wechſelten die Angriffe zunächſt ab. doch als nach weiteren 20 Minuten Englert die Partie auf 323 geſtellt hatte, ſchien Bürſtadst Niederlage nicht mehr aufzuhalten. Wohl ämpfte Bürſtadt eifrig weiter, doch das techniſche Können der kannheimer konnte die Platzmannſchaft nicht erreichen. Fünf Minuten vor Schluß brachte ein Schuß Englerts den Gäſten das Hiegestor. Die Leiſtung der Mannheimer iſt bei den gegebenen Ver⸗ Hältniſſen hoch anzuerkennen; die Mannſchaft konnte ſich anfäng⸗ lich mit ihrem Kombinationsſpiel nicht durchſetzen, paßte ſich aber noch rechtzeitig den Verhältniſſen an. Bürſtadt ſpielte eifrig und ſchnell und deshalb erfolgreich, ohne auf die Dauer dem Gegner Widerſtand bieten zu können. Der Schiedsrichetr, Herr Mor⸗ binchk(V. f. R. Frieſenheim), leitete das Spiel gut. 85 weitere Ergebniſſe der Sonntagsſpiele Süddeulkſchland Rheinbezirk V. f. R. Mannheim— Phönix Ludwigshafen:0: V. f. L. Neckarau— Sp. Waldhof(nicht ſtattgefunden wegen unbeſpielbarem Boden): 1903 Ludwigshafen— 1908 Mannheim(nicht ſtatigefunden wegen unbeſpielbarem Boden). Kreisliga(Pokalſpiele) V. f. R. Bürſtadt— Phönix Mannheim:4: V. f. B. Heidel⸗ derg— 1914 Oppau:1(abgebrochen): Fv. Speyer— Viktoria euhofen:2; Phönix Kaſſerlautern— Pfalz Ludwigshafen:2 labgebrochen); Fo. Frankenthal— Arminia Rheingönheim laus⸗ Rauderd⸗ 1904 Ludwigshafen— F. G. Kirchheim:3, V. f. T. u. R. Feudenheim— Germania Friedrichsfeld:3; Spg. Plankſtadt— Spg. Mundenheim:3; Union Ludwigshafen— Spv. Arheilgen 42, Olympia Lampertheim— Viktoria Neckarhauſen:4; Viktoria Herxteim— Spg. 1907 Mannheim(ausgefallen). Bezirk Bayern München 1860— Bayern München:3; Schwaben Augsburg — Wacker München:3; Sp. Vg. Fürth— ASV. Nürnberg.2. Bezirk Württemberg ⸗Baden Stuttgarter Kickers— Stuttgarter S. C.:2: Freiburger.E. .f. B. Stuttgart:0; 1. F. C. Pforzheim— Karlsruher.B.:4. Mainbezirk (Alle Spiele wegen des ſchlechten Wetters ausgefallen). Bezirk Rheinheſſen Saar F..B. Mainz 05— Boruſſia Neunkirchen 120(abgebrochen); S. Saarbrücken—.C. Idar.0(labgebrochen): Wormatia orms— S. Gmd. Höchſt(ausgefallen); S. V. Wiesbaden— Privalſpiele V. f. R. Heilbronn— 1..C. Nürnberg:3. R uab 2 2 50 Zahre Oxford— Cambridge, das“ Ereignis der Sportwelt Im klaſſiſchen Stadion zu Twickenhem ſind ſoeben die Würſſel der großen engliſchen Entſcheidung gefallen. Zum 50. Male ſtan⸗ den ſich die Auswahlmannſchaften der beiden Univerſitäten Oxford uno Cambridge im Rugbykampfe gegenüber, in jenem lähr⸗ ichen Univerſitätskampf, der weit mehr bedeutet als ſeder große Klub. Auswahl⸗ oder Länderkempf. Eine viel ſtärkere Zugtraft ds das tradilionelle Achterrennen im Rudern oder gar der Ffußball⸗ ompf, der diesmal unentſchieden:2 endete, übt von ſeher das viel mit dem eirunden Ball aus Während beiſpielsweiſe das ußballmatch zwiſchen den beiden Univerſitäten„nur- 10 000 Hu⸗ ſcauer anlockte, wälzte ſich zum Rugbyſtadion ein Menſchenſtrom don 40 000 Köpfen hinaus. Auf den diesmaligen Jubiläumstampf war man natürlich nicht nur in England, ſondern auch in allen anderen Ländern äußerſt geſpannt. wenn man auch allgemein der Cambridge⸗Mannſchaft mehr Chancen eingeräumt baite und ſo guf deren Sieg vorbereitet war. Und dennoch daß der 50. Weit⸗ kreit um die höchſte Ehre eines engliſchen Sportsmannes einen srart hohen Punktunterſchied ergeben würde, hätte niemand ge⸗ dacht: Cambridge ſiegte bekanntlich mit 33:3 Punkten, das ſind ſechs unerhäöhte Verſuche und drei Treſſer gegen einen unerhöhten Ver⸗ ſuch der Orforder Sudenten. Nur eine von den bisgerigen 40 Be⸗ Tegnungen brachte ein höheres Reſultat, nämlich 35:3 Punkten, als Irſord Cambridge beſtegte. VBon den 50 Wenſpielen hat übekzens drford 23 und Cambridge 18 gewonnen, 9 blieben unentſchieden. Kein Exeignis irgend eines Sportzweiges findet in England, dem Mutterlande des Sports, ein lebhafteres Echo als gerade dieſer ugbykampf. Selbſt die größten engliſchen Tageszeüungen ver⸗ Sp. Bg. Griesheim 11:0. öffentlichten bereits wochenlang vor dem“ Match intereſſante Ab⸗ A handlungen über den jeweiligen Stand des Trainings und die Aus⸗ ſchten 5 Ae Ein Tag nach der Austragung waren die Spalten gefüllt mit perſönlichen Details, die Titelſeiien vielfach ge⸗ chmückt niit prächtigen Momentaufnahmen aus dem Spiel.— Es dürfte wohl intereſſant ſein, einmal etwas über die ernſthaften Vor⸗ reitungen zu dieſem klaſſiſchen ſportlichen Weitkampf zu erfahren Mitte Oktober treffen die Studenten gewöhnlich in Orford und Cambridge ein, um ſich in der Mehrheit dem Sport und»nebenvei auch etwas dem Studium, der Geiſtesarbeit zu wibmen. Schon vorhergehenden Semeſter werden die Spielführer der beiden wwerſilätsmannſchaften gewählt. Dieſe balten ſofort Umſchau, wer r die Auswahlmannſchaft in Betracht kommt. Schrift⸗ und Spiel⸗ fübrer aller College⸗Mannſchaften, deren es mehrere in ſedem der da. 40 Colleges beider Städte gibt, melden dem Univerſity⸗Captain Ore beſten Spieler, die nicht ſelten die Kunſt des Rugbyſpiels in Südafrika Auſtralien oder Neuſeeland gelernt haben, jenen Erd⸗ lellen, in denen man das beſte Rugby der Welt pfleg. Hiertel er. uunern wir nur an den unvergleichlichen Siegeszug der neuſeelän⸗ diſchen All Blacks, die im vergangenen Winter gegen alle engliſchen franzöſiſchen Klub⸗ und Auswahlmannſchaften in 32 Treffen e gaae—— 5 die 0 2 Auswahlfpele. Faſt den dritten wird ein Match ge dae die„ und oft auch die„Eng⸗ team“, die Nationalfünfzehn. Zum Abſchluß unſerer Betrach ungen ſei bier noch eine offene Frage vorgelegt:„Wie hoch würde der deuſche Rugbomeiſter gegen die Eambridge⸗ Fünfzehn verloren haben;?“ Se. Frantfurt 1880. unterkag bekanntlich den Orford⸗Greyhounds:32, die ihrerſeits zweifelgs der Oxford⸗Univerſitätsmannſchaft bedeutend nachgeben en. und dieſe wiederum wurde von der Cambridge⸗Univerſität dd6g geſchlagen! Gegner ſind in erſter g Handball Die eeen Beben 80 hatten am N ebenſalls unter den ſchlechten Bodenverhältniſſen zu leiden. Das Spiel .f. R.—.C. Phönix Mannheim wurde beim Stande:0 abgebrochen. Die anderen Spiele fielen aus. Athletik Reinfranks großer Sieg in Paris Wie bereits der ganze Blarterwald des In⸗ und Auslandes dieſer Tage die kurze Meldung brachte, hat der Mannheimer Willi Reinfrank vom V. f. K. 86 in Paris, wo er der Einladung der Societe Athletigue Montmatroiſe gefolgt war, einen glänzenden Erfolg errungen. Hat er doch in einer äußerſt ſcharfen Konkurrenz der beſten Gewichtheber der Welt im Leicht⸗ gewicht für Deutſchlands Farben einen eindrucksvollen Sieg an ſich geriſſen. Die ſehr geräumige Sporthalle der S. A. M. war längſt vor Beginn von Zuſchauern überfüllt, die den von der ganzen Sport⸗ welt mit Spannung erwarteten Kampf mit großem Intereſſe ver⸗ folgten und die einzelnen Leiſtungen in der den Franzoſen leiden⸗ ſchaftlichen Art begeiſtert applaudierten. Beſonders groß war der Jubel, als der dreifache deutſche Meiſter und Rekordmann Rein⸗ frank im beidarmigen Reißen 185 Pfund und im beidarmigen Stoßen 240 Pfund zur Hochſtrecke brachte. Leider wurde ihm die letzte Uebung von dem Kampfrichter der Federation Haltero. phile Internationale nicht gewertet, da er nicht mit beiden Füßen in einer Linie ſtand. Es wäre für ihn leicht geweſen, beim Halten des Gewichts, das er lange genug fixiert hatte, in dieſe Stellung zu gehen und nur durch den toſenden Beifall beeinflußt, dachte er nicht mehr daran, den Stellungswechſel vorzunehmen. Ein großer Nachteil für ihn war eben, daß ihm dieſe Regel, wie über⸗ haupt das ganze für die Olympiade in Paris 1924 neu aufge · ſtellte, internationale Reglement fremd waren. Das Publikum verlangte ſogar unter lebhaften Proteſtrufen die Wertung dieſer hervorragenden Leiſtung von Reinfrank. Man mußte geradezu ſtaunen über die Sympathie und Ova⸗ tionen, die dem Deutſchen entgengebracht wurden. Im einarmigen Reißen hatte er 150 Pfund 55 durchgeriſſen, aber bedauer⸗ ſcherweiſe unterlief ihm das Mißgeſchick, mit der anderen Hand zaum eine Sekunde lang den Boden zu berühren, was die Uebung ungültig machte. Sein beidarmiges Drücken war vorbildlich, wäh⸗ rend ſeine Konkurrenten, die ſtark ins Kreuz gingen, nicht ein ⸗ wandfrei drückten. Nach den Weitkampfbeſtimmungen des Deut⸗ ſchen Athletikſportverbandes wären die Leiſtungen ſeiner Gegner nicht anerkannt worden. Jaquenaud, Champion der Schweiz 1925, und Reinfrank, Meiſter von Deutſchland 1923, 1924 und 1925. machten ihre Lei⸗ ſtungen mit einer etwas vernachläſſigten Berghantel, die teil⸗ weiſe ungleichmäßig war und bei der ſich die Scheiben ſchlecht drehten. Arnout, Champion von Frankreich 1925, arbeitete dagegen mit den noch heute in Frankreich üblichen Kugelſtangen. Weniger angenehm fiel das ſtarke Rauchen der Zuſchauer auf, was unſerem Reinfrank, der ohnedies ein ausgeſprochener Nichtraucher iſt, bei Ausführung ſeiner Höchſtleiſtungen erheblich zu ſchaffen machte. Auch darin ließen die Zuſchauer ihre Sympathien für die Pracht. leiſtungen des Deutſchen erkennen, indem ſie das Rauchen ſofort einſtellten, als ſie dies ahr wurden. Ein Rauchverbot iſt dem Franzoſen auch bei ſolchen Wettkämpfen fremd, und daß er ſm Kino rauchen darf, findet er für ſelbſtverſtändlich. 0 Unter Berückſichtigung all dieſer Umſtände iſt der glänzende Sieg des erſt 22jährigen Mannheimer Reinfrank, der damit er⸗ neuk ſein großes Können an Kraft, Technik und Energie bewieſen hat, um ſo höher einzuſchätzen, wenn er auch nicht alle ſeine Höchſtleiſtunnen erreicht hat. Was dieſe Glanzleiſtung für unſere Vaterſtadt Maunheim und für unſer Vaterland bedeutet, das klönnen nicht nur die Anhänger des Sports, ſondern auch die Leute ermeſſen, die ſich der Tragweite dieſes Sieges des erſten deutſchen Athleten, der nach dem Kriege eine Eintadung nach Frankrich erhalten hat, bewußt ſind. In einer großzügigen Pro⸗ paganda war mit Abbildungen der Kämpfer und in längeren Ar⸗ tikeln in den Pariſer Zeitungen auf die Bedeutung der Begegnung hingewieſen worden. Vier Zeitungsphtographen machten vor, wäh⸗ rend und nach dem Kampfe Blitzlichtaufnahmen. Am folgenden Tage waren nicht nur ausführliche Berichte in den Pariſer Zei⸗ tungen zu leſen, ſondern das„'Echo de Sports“ hatte ſogar ſchon das Bild des Siegers Reinfrank gebracht, der u. a. als der beſte Leichtgewichtler der Welt angeſprochen wurde. Ein Zeichen echt ſportlicher Geſinnung iſt auch der Ausſpruch ſeiner beiden Gegner, die ihn als den beſten bezeichneten. 5 Beſonders erwähnt zu zwerden verdient die herzliche Aufnahme, die Reinfrank und dem Unterzeichneten in Paris zuteil wurde und die alle Erwartungen weit übertroffen hat. In einem an den Kampf anſchließenden Bankett, auf dem man uns Deutſche ebenſo herzlich gefeiert hat und Reinfranks Erfolg mit Begeiſterung ge⸗ dachte, wurden vom Präſidenten M. n S. A. M. und vom ehemaligen Generalſekretär J. Duchateau F. H. J. von aufrich⸗ tiger Freude und inniger Kameradſchaft gettagene Reden ge⸗ halten. So ſagte u. a, Präſident Deriaz in ſeiner Begrüßungs⸗ anſprache:„Was die Politik oft nicht vermag, nämlich das Sich⸗ wiederfinden der Völker, das würde der Sport zuwege bringen. Zu Ehren Reinfranks veranſtaltet der Vexein für Körperpflege am Montag, 21. Dezember, abends 8 ÜUhr, im Lokal zum Kranz (Auguſt Hack) in der Seckenheimerſtraße 56 eine Feier, wozu alle Freunde und Gönner des Sports höflichſt eingeladen ſind. Der Abend wird noch dadurch an Intereſſe gewinnen, als der Unter⸗ zeichnete über ſeine Reiſeeindrücke und über den Kampf einen ausführlichen Bericht abgeben wird. Zur Verſchönerung hat ſich der Sängerkreis zur Verfügung geſtellt, welcher mit einigen Ge⸗ ſangsvorträgen aufwarten wird. K. Crezeli. Ringkampf⸗Europameiſterſchaften in Malland Am Donnerstag abend begannen in Mailand die Meiſterſchaften von Europa im Ringen, Ou denen der Athletikſpprtwerband von 1891 noch in letzter Stunde eine Expedition von 10 Teilnehmern entſandt hatte. Insgeſamt beteiligen ſac von den 77 gemeldeten 44 mateurringer aus Italien, Deütſchland, Frankreich, Schweden, Finnland, Jugoſlavien, Ungarn, Norwegen und Oeſterxeich. Der erſte Tag brachte den deutſchen Teilnehmern ſchöne Erfolge. Der Mittelgewichtsmeiſter Bräun⸗Kreuznach konnte den Jugoſlaven Nikolic ſchon nach 1 Min. 23 Sek erledigen. Im waren beide deutſche Vertreter erfolgreich. Der deutſche Meiſter Pöhlmann⸗Nürnberg beſiegte den Italiener Campagnoli in 20 Minuten nach Punkten, während Rupp⸗Pirmaſens(früher ...⸗Mannheim) mit dem Franzoſen ndenabeele ſchon nach 2 Minuten fertig wurde. Auch im Federgewicht waren die deutſchen 9457 zweimal ſiegreich, einmal du den deutſchen Meiſter ee eee der den guten Schweden Malmberg nach Punkten beſiegen konnte, das andere Mal durch Zirkel⸗Pir⸗ maſens, der den Italiener Pizzocaro nach:30 auf beide Schul⸗ tern legte. icht verlor der deutſche Meiſter Reiber ⸗ Magpar-Ungarn nach:47. Der nügar Kereſztes der als Mitglied des Kraftſportvereins Kreuznach deutſcher Meiſter eworden iſt, erledigte den Italiener Dotti in:35. Georg Warth⸗ irmaſens unterlag g den Ungarn Matura in der gleichen Gewichtsklaſſe knapp nach Punkten. Im Schwergewicht gab es nur einen Kampf, der aber der ſchneilſte des Abends war: der Schtede Spenſſon machte mit dem Franzoſen Dame wenig Umſtä. de ud gewann ſchon nach 55 Sekunden. Die übrigen Ergebniſſe: 1 ee ee eeeee nog Bunk⸗ 71 rankr unk⸗ ben, Quaglia⸗Itallen wirft 75 W 0„Frankreich in:42. Lei t: Sezta⸗Deſterreich beſtegt Meeruper Frootech nach Punkten, reich wirft Selmi⸗Italien in:27. Halbſchwergewicht: Dr. arga⸗Ungarn wirft Gattaf⸗Italien in 2131; Weſtergren⸗Schweden wirft Papp⸗Ungarn in:85. Ant Donnerstag war, wie die„B..“ meldet, die erſte Zuſanr nen⸗ kunft der Delegierten zum Internationalen Ringerver⸗ bandskongreß. Italien war vertreten durch Magillo, Deu ſchland durch Kampmann⸗ Kaſſel, Frankreich durch Perrud, Schweden durch Raberg, Ungarn durch Cſillag, Holland durch Hauptmann, Linden. England durch Langhurſt, Finland durch Smeds, Tſchechoflowakei duch Purener, Jugoflawien durch Naovani, Oeſtecreich durch Zimmermann. E wurde beſchloſſen, daß nächſtes Jahr die Europameiſterſchaften für Ama⸗ teurringer in Narwoegen, und zwar höchſtwahrſcheinlich in Oslo, aus⸗ getragen werden ſollen, wo auch der nächſte Kongleß tagen ſoll. Sollte Norwegen nicht imſtande ſein, die Meiſterſchaften zu veranſtalten, ſo ſoll Belgien ſich ihrer annehmen, Der veranſtaltende Landesverband iſt ver⸗ pflichtet, die Koſten der Beherbergung für je ſieben Mann eines jeden Landes, Anſchteeſlic Delegierſen, zu übernehmen. Fortſetzung der Ver⸗ handlungen und Ausſcheidungskampfe morgen. Die Ergebniſſe der Kämpfe vom Freitag waren: Im Mittelgewicht wurde Gorletti(Italien) von Kokkinen(Finland) in 3 Min. 1 Sek. geworfen. Gehring(Ludwigshafen) konnte im Schwergewicht den Italiener Donali in:24 abſertigen. In der gleichen Klaſſe ſiegt Bado(Ungarn) über den Italiener Iſetta in:11. Der Bantamgewichts⸗ kampf ſah Ponte(Italien) über Grun(Oeſterreich) nach Puntlen ſieg⸗ reich. Der Miſtelgewichtler Gruppioni(Ita.ien) erledigte den Jugo⸗ ſlawen Arzenok eoenfalls nach Punkten. Steinig(Dortmund) wurde mit dem Ungarn Hermath nach Punkten fertig, während ſein geſt⸗ riger Gegner Malmberg(Schweden) den Jugoſ awen Goldſtein in 14:18 auf die Schullern drücken konnte. Rotten lug(Frankteſch er⸗ ledigte den Italiener Pizziocaro nach Punkten, Friman(Fiuland) ſiegte im Leichtgewicht nach Punkten über Matura(Ungarn). Magyar(Un⸗ garn) konnte im Bantamgewicht in 14 Min. den Italiener Cozzi abfertigen. Warth(Pirmaſens) war Keresztes nach 6 Min. uaterl gen und ſchied mit dieſer zweilen Niederlage aus. Letz.erer wurde gezwungen, ſür Ungarn zu ſtarten, trotzdem er in Kreuznach anſäſſig iſt und mit der deutſchen Mannſchaft eintraf. * Raltevich, Schwergewichtsweltmeiſter im Ringen. Im Ring⸗ kampfmatch zwiſchen Raicepich⸗Stalien und dem Schwerge⸗ wichtsweltmeiſter Kavan⸗Iſchechoflowalea ſiegte Raicevich nach 54 Minuten in ſechſter Runde durch Halsgriff und errang die Weltmeiſterſchöoft zurück, die ihm Kavan in Südamer«ka abgenommen hatte. Soxen Badiſch⸗württembergiſche Meiſterſchaften Ein gutes Boxkampfprog:amm verfehlt niemals ſeine Wirkung auf die Zuſch uer. Obwohl in den ſetzigen Tagen alles ſpart und die Hand auf dem Geldbeutel hält, noch beſonders in Anbetracht der bevorſtehenden Feiertage, war der alte Rathausſaal bis auf den letzten Platz gefüllt. Das zahlreich erſchienene Publikum murde denn auch in ſeinen Erwartungen nicht enttäuſcht, zumal auch das Kampf⸗ gericht(Ringrichter: Bradenahl, Punktrichter: Flach⸗Ludwigs⸗ hafen, Wagner⸗Ludwigshafen und Werle⸗Mannheim) ausge⸗ zeichnet funktionierte und im übrigen der Kampfabend reibungslos abgewickelt wurde. An das Fehlen der Wage gewöhnt man ſich aber enſcheinend in Mannheim, was natürlich wieder einen Proteſt zur Folge hatte. Der diesbezügliche Kampf Werner⸗Phönix⸗Mann⸗ heim gegen Bächli⸗Singen im Vantamgewicht wird daher gemüß 8 7 der Wettkampfbeſtimmungen nochmals ausgetragen und zwar am 2. Januar in Frankfurt bei der Zwiſchenrunde der Süddeutſchen Meiſterſcheften. Zum Schluß ſoll nicht unerwähnt bleiben, daß die Kämpfer durch den zu glatten Voden wiederholt behir dert wurden. Nurch leichte Belegung des Bodens mit Kolophonium wäre der ganze Mangel behoben geweſen. Der Kompf im Fliegengewicht gibt Wißler⸗VfR. bereits nach der 1. Runde zuounſten von Henzel⸗VfR. auf, dem es infolge der Offenheit ſeines Gegners verhältnismäßig leicht war, leicht zu führen. Im Bantam gabs ſtarke Anfängerkoſt. die zu manchem Lachreiz Anlaß gab. Bäch li⸗Singen entwickelte beſonders zum Schluf einen ganz guten Linken und war auch im allgemeinen Werner⸗Phöntx teßmiſch überlegen; er muß aber noch mehr Herz zeigen. W zeigte außer einem oft ſchlecht diſtanzierten linken Schwinger nichts Sehen⸗⸗ wertes und befand ſich meiſt in defenſivem Rückauo. Der beſſere Mächli wurde ſchließlich nach einer Zuſatzrunde Punktſieger. Infolg⸗ Wagenmangels jedoch oben erwähnter Proteſt und Rückkampf. Einen der ſchönſten Kämpfe des Abends lieferten Keral und Raum beide Phönix. Die erſte Runde muß K. an R. abgeben, hat dann die zweite klar für ſich und geſtaltet die dritte unentſchieden. Die Zuſatzrunde erbringt in Raum den Sieger der bei dem an Kopf⸗ größe überragenden K. ſchön in den Nahkampf zu geben ver⸗ ſteht und ſehr gerau landet. K. ſollte vor allem mehr nachgeben und die unnötige„Ueber“⸗Deckung des Geſichts mit dem rechten Arm auf⸗ geben, da er die Rechte dann doch zu nichts als einem erfolaloſen Back⸗ händer gebrauchen kann. Im Mittel(Zwiſchenrunde) aibt Michel⸗V. f. R. wegen Dau⸗ menbruchs gegen Maier⸗Singen in der erſten Runde auf. Michel ſchien heute beſſer als bei ſeinem letzten Kampf mit Seitz. Barth⸗Phönix bielt ſich gegenüber Krleger⸗V. f. R. im Leichtgewicht über alle Erwartungen gut. Er zeiate aber wiederum ſehr offene Partien und mußte ſich daher einwandfrei über die Diſtanz ausvunkten laſſen. An K. vermißte man diesmal die an ihm ge⸗ wohnte Entſchloſſenbeit. Der Weltergewichtskampf fand durch Aufgabe Werners vom V. f. R. nach Verwarnung wegen Schlagen bei Halten am Seil in der zweiten Runde ein vorzeitiges Ende. Schuler⸗Singen kam ſo zu einem billigen Sieg. Einen harten, an Schlagwechſel reichen Kampf zeigten Schulz⸗ Heilbronn und Frank⸗V. f. R. im Halbſchwer. Die beiden erſten Runden fielen leicht an Frank. die dritte war ſtark für den Gaſt, ob⸗ wohl auch hier Fr. ſtark konterte und blockte. Der Sieg für ffrant war einwandfrei. Diesmal bewies ſich aber. daß Volkesſtimme nicht Gottesſtimme iſt. denn das Publikum, das allein nur noch die dritte Runde vor Augen hatte. pfiff den unſchuldigen Frank aus. ̃ Die Entſcheidung um Mittel brachte Blum⸗V. f. R. und Maier⸗Singen zuſammen. Gleich nach Kampfbeaginn mußte ſich Blum ſedoch von M. an die Taue nageln laſſen, ſo daß er, kurz vor dem Ende ſtehend, aufgeben mußte. Sch. Kuderſport Die Ausfragung des Achlers zwiſchen Paris und FJraukfurk d. M. ſoll wieder ins gerufen werden. Von franzöſiſcher Seite aus ſind Beſtrebungen im Gange, den vor dem Krieg zwiſchen Paris und Frankfurt alljährlich ſtattgefundenen ſogenannden Pariſer⸗ Achter wieder ins Leben zu rufen. Der Präſident des Pariſer Roving⸗Clubs Joſ. Bridge hat die Initiative ergriffen und hofft dieſes Treffen in das Programm der nächſtjährigen Ruderzeit auf⸗ mhmen zu können. Es wäre zu wünſchen, daß die eingeleiteten Ver⸗ hemdlungen zu einem günſtigen Ergebnis kommen. Kadſport Bevorſtehender Zuſammenſchluß der einzelnen Radſport⸗Verbände. Die Vorſitzenden des Verbandes Deutſcher Radrennbahnen, Felix Otto⸗ Hannover und Bernhard Schulze⸗Leipzig, ſowie die Vertreter des Bundes Deutſcher Radfahrer, Dr Totſchek⸗Stettin, Eggert⸗Berlin, Stevens⸗ Köln und Pöhl„Berlin, traten in Berlin zu einer bedeu⸗ tungsvollen Sitzung zuſammen, in der folgende Beſchlüſſe gefaßt wurden: 1. Unſer Ziel iſt der Einheitsverband der deutſchen Rad⸗ 1 5 die machtvolle Entwicklung des deutſchen Radſports und die Be⸗ eitigung ſeiner Fehler; 2. wir werden den zuſtändigen Generalverſamm⸗ lungen des Verbandes Deutſcher Radrennbahnen unp des Vereins deutſcher Amateurbahnen, die im Jannar in Berlin ſtattfinden, vorſchlagen, ſich aufzulöſen; die geſamten deutſchen Radrennbahnen ſollen dann in einem Bundesverein eneee werden. Dieſe Beſchlüſſe werden zur Folge baben, daß die Leitung des geſamten deutſchen Radſports in eine Hand kommt. Es wird damit ſdeitgehend nationalen und inter⸗ nationalen Wünſchen entſprochen, nach denen eine einheitliche Linie im deulſchen Radſport gefordert und vor allen Dingen nu, ein Sport⸗ behörde verlangt wird. Die Betreuung des geſam en deutſchen Ra' ſports durch eine Stelle wird für ſeine weitere Entwicklung nur von Vorteil ſein. Bei läſtigem Huſten raten wir Ihnen, die von Aerzten als kräftige Huſtenmedizin bervorragend begutachteten„„Sagitta“⸗Huſtenbonbons zu nehmen. Lindern die Sckmerzen, löſen den Schleim.„Sagitta“⸗ Bonbons ſind in allen Apotheken erhältlich. Ss6 1 S en FFPc———————T— —— 15 —— 9 1 0 —....——..—— 22 neue Mannhelmer Jeitung[Morgen⸗Ausgabe! Montag, den 21. Dezember 192— 6. Seite. Nr. 531 Kommunale Chronik Berakung des Voranſchlags der Stadt Baden⸗Baden Baden-Baden, 18. Dez. Dienstag nachmittag trat der Bür⸗ gerausſchuß zuſemmen, um in die Beratung des Voran⸗ ſchlags einzutreten. Nach der ſtadträtlichen Vorlage ſoll vom Bürgerausſchuß nicht nur der durch die Reichsverteilungsſtellergeſetz⸗ gebüna verſpätete Vecanſchlag 1925/26, ſondern auch der Voran⸗ glag 1926/27 formal genehmigt werden, um die Summe von 600000 Mark, die dringend notwendig iſt, um der bedenklichen Zu⸗ Hahme der Arbeitsloſigkeit in Handwerks⸗ und Arbeiterkreiſen zu ſtebern, ſofort etatmäßig flüſſig machen zu können. Die Sitzung die ſich über%½ Stunden ausdehnte, war mit der Generaldebatte über den Voranſchlag 1925/26 ausgefüllt. Die Redner ſämtlicher Fraktionen waren ſich darüber einig, daßweitgehende Spar⸗ maßnahmen ergriffen werden müſſen, um nicht nur der Arbeits⸗ loſigkeit wirkſam entgegentreten zu können, ſondern um die ſtädtiſch⸗ Finenzwirtſchaft auf ein einigermaßen tragbares Niveau zu füh e⸗ Am Mittwoch wurde die Generaldebatte⸗fortgeſetzt. Die Bedenken in den Reihen des Bürgerausſchuſſes, dem Voranſchlag 1926/27 formal zuzuſtimmen, um dann die Einzelberatung des Aus⸗ gabeetats einem 21er⸗Ausſchuß zu übergeben, wurden im Verlauf der Sitzung immer größer. Da ſich die Diskuſſion um dieſe Frage immer mehr zuſpitzte und die Gefahr beſtand, daß durch eine Ab⸗ lehnung des ſtadträtlichen Antrages eine Umlageerhöhung in Aus⸗ ſicht genommen werden mußte, unterbrach der Oberbürgermeiſter die Sitzung, um mit Vertretern der einzelnen Fraktionen über eine Einigung zu verhandeln. Nach kurzer Beratung kam im Ein⸗ verſtändnis mit dem Stadtrat glücklicherweiſe auch eine Einigung zuſtande, die ſich in der Abänderüung der ſtadträtlichen Vo lage dahin zum Ausdruck brachte, daß nunmehr der Voranſchlag 1926/27 zwar ſofort in ſeiner Geſamtheit verabſchiedet wird, jedoch den Bürger⸗ gusſchuß vor Eintritt in das neue Wirtſchaf'sjahr ein Verwendungs⸗ plan des geſamten Ausgabestats(ausgenommen der zur Behebung der Arbeitsloſigkeit genehmigten 600 000.) zur eingehenden Be⸗ ratuna vorgelegt wird. Damit wor die von Anfang dieſer Beratung an durch keinerleſ Diskuſſion zu beſeitigende Kriſe aus der Welt geſchafft. Die an⸗ ſchliefende Abſtimmung über die Genehmigung des Voranſchlaas ergab ſomit das Bild einer einſtimmigen Annahme bei zwei Sümm⸗ enthaltungen.— Im Anſchluß daron wurde dem Stadtrat die Ge⸗ nehmigung zur Aufnahme von Geldern gegeben, ſoweit dieſe in ihren Verzinſungs⸗ und Amortiſatiensforderungen für die Kommunen er⸗ träalich ſind. Scheffelehrung 4 *Annweiler, 17. Dez. Anläßlich des 100jährigen Geburts⸗ zages des Dichters Viktor Joſepyh Scheffel im Februar ſollte hier ein Denkmal zum Gedächtnis an den Dichter, der auch Annweilers Schönheiten beſungen hat, errichter werden. Der Alisſchuß für das Scheffeldenkmal hatte bei der Stadt einen Zu⸗ ſchuß von 200 Mark beantragt, während das übrige durch die Vereine und freiwillige Gaben aufogebracht werden ſollte. Der Stadtrat, der ſich geſtern mit der Angelegenheit beſchäftigte, be⸗ ſchloß. den Zuſchuß abzulehnen und einen Betrag von 60 bis 80 Mark für die Anbrinaung einer Tafel an den Felſen bei den Schloßäckern zu bewillioen. Ferner wurde der Beitritt⸗ zum Deutſchen Scheffelbund beſchloſſen. Die ſchlechte Finanzlage der Stadt dürfte wohl in erſter Linie die Veronlaſſung ſein, daß die Stadt vorläufig keine weiteren Mittel für eine Scheffelehrung hewilligen konnte. Kleine Mitteilungen In Bensheim iſt in der letzten Woche die Zahl der Er⸗ dperbsloſen von 1250 um 400 geſtiegen. Die ſtarke Zunahme der Erwerbsloſenziffer hält weiter an. In Dangſtetten(Amt Waldshut) brachte der Sonntag die Wahl des neuen Oberhauptes. bei der die Einmütigkeit in der Gemeinde zum Ausdruck kam. Es wurd⸗ mit 200 von 208 abgegebenen Stimmen Gemeinderat Joſeph Mülhaupt zum Bürgermeiſter gewählt. In Wiesbaden bewilligte die Stadtverordnetenverſamm⸗ lung, trotzdem man mit dem Defizit von 3 Millionen M. an der Grenze der Leiſtungsfähigkeit angelangt iſt, 100 000 M. als Weih⸗ nachtsbeihilfe an die Unterſtützungsempfänger. Beſchloſſen wurde ferner die Ausführung der Waſſerverſorgung des Taunusbades Langenſchwalbach. Die Stadt baut die Zu⸗ leitung dorthin für 250000 M. Aus dem Lande Rot bei Wiesloch, 19. Dezember. Hier wurden vorige Woche die diesjährigen Tabake verkauft. Der Preis iſt 22—25 RMt. 1 Spottpreis ſteht in gar keinem Verhältnis zu den Erzeuger⸗ koſten. Kehl, 19. Dez. Im Rheinhafen geriet der Rangierer Albert Steidli zwiſchen zwei Puffer, wobei ihm der Kopf zer⸗ quetſcht wurde. Der Tod trat ſofort ein. *Buchen, 19. Dez. Die Autolinie Buchen— Mudau Eberbach erfreute ſich eines ſolchen Zuſpruchs, daß im erſten Vierteljahr ihres Beſtehens ein Ueberſchuß von nahezu 1200 Mk. zu verzeichnen iſt. *Lörrach, 19. Dez. Die Schokoladefabrik Suchar d. die ſchon vor einigen Wochen einen großen Teil ihrer Arbeitex entlaſſen mußte, hat zur Zeit wieder Kündigungen vorgenommen, durch welche gerade zu Weihnachten eim welterer Teil der Belegſchaft brotlos wird. Nus der Pfalz * Frankenthal, 19. Dez. Wie groß das Intereſſe für den Rundfunk in der Pfalz iſt, beweiſt die in der geſtrigen Sitzung des hieſigen Radioklubs mitgeteilte Talſache, daß beim hieſigen Poſtamt ſchon 35 Anmeldungen vorliegen. *Bellheim, 19. Dez. Der von hier ſtammende Jakob Koh⸗ ler hatte in der Möbelfabrik Böhl⸗Iggelheim eingebrochen und wurde von der Gendarmerie in das Verwahrungslokal gebracht, um am nächſten Tag weiter transportiert zu werden. Er brach aher die Mauer durch und verſchwand unter Mitnahme ſeiner Linbruchswerkzeuge, die im Amtslokal lagen, wozu auch drei Waf⸗ en mit insgeſamt 60 Patronen gehörten. * Queichheim b. Landau, 19. Dez. Beim Splelen verbrannt 0 5 iſt ein 2% Jahre altes Mädchen, als es in Abweſenheit der Eltern dem Ofen zu nahe kam und die Kleider Feuer fingen. Das Kd ſtand ſofort in Flammen und erlitt Brandwunden an Händen und Geſicht, denen es bald erla 9. Nachbargebiete —0— Lampertheim, 18. Dezember. Im kleinen Saale des„Kai⸗ ſerhof“ fand geſtern Abend die Gründungsverſammlung der Ver⸗ einigung„Bund der Kolonialfreunde“ Ortegruppe Lam⸗ pertheim ſiatt. Es wurde aus der Reihe der Erſ hienenen ein pro⸗ viſoriſcher Vorſtand gebildet, der für Abhaltung einer demnächſtigen zweiten Verſammlung mit Lichtbildervorträgen zwecks weiterem Aus⸗ bau ſorgen wird. Die Verſammlung, in der auch Bürgermeſſter Kel⸗ ler anweſend war, nahm die Ausführungen des Redners aus Darm⸗ ſtadt, der während des Krieges Deckoffizier des Kreuzers„König⸗⸗ berg“ war und in Deutſch⸗Oſtafrika an den dortigen Kämpfen teit⸗ genommen, mit großem Intereſſe entgegen. In zeitweiſe humor⸗ durchwürzter Vortraasweiſe ſchilderte er ſeine Erlebniſſe und Ein⸗ drücke aus ſeiner Seemannstätigkeit, wiederum beſonders die Krieg⸗⸗ begebenheiten in der Oſtafrikaniſchen Kolonie. Lebhafter Beifall dankte dem Redner für ſeine intereſſanten Ausführungen.— Seit einigen Jahren veranſtaltet die Geresheimer Realſ huls im„Kaiſer⸗ hof“⸗Saale eine Weihnachtsfeier, um die engen Verbindungen zwi⸗ ſchen der Gemeinde und der Schule in praktiſcher und idealer Weiſe wachzuhalten. So fand geſtern wieder eine harmoniſh verlaufene Weihnachtsfeier ſtatt, die in Orcheſter., Chor⸗ und Einzelvorträgen beſtand und die ſämtlich ſehr gut ausgeführt wurden. nachm. 1 Uhr unser lieber Vater, Bruder, Onkel Neckarhausen, Mannheim, Gera, Glogau, den 1 Die Beerdigung findet am Dienstag, den 22. der Kapelle des städt. Friedhofes aus statt. ITief erschũttert bringen wir hiermit zur Kenntnis, daß am Samstag, den 19 Dez. Jakob Brossen Prokurist der Rhein. Elektrizitäts-Aktiengesellschaft infolge einer schweren Operation, im. Alter von 44 jahren sanft entschlafen ist. Die tieltrauernden Hinterbliebenen: Emilie Brossen und Kinder Heinrich Brossen, Vater Heinrich Brossen, Bruder 3688 9. Dezember 1925. Dez. 1925, nachm. ½3 Uhr von Selten sich Beispiellos billig! Aelaahaus iir Oiteabacher lademaren Enorme Auswahl! bietende Einkaufsvorteile! 8340 Gerichtszeitung Wohnungsnot und Gericht 5 Der Kaufmann Albert Roth in Wiesloch zwana elne in dern Hauſe in ärmlichen Verhältniſſen lebende Frau K. mit vier Kinder dadurch zum Auszug. daß er mehrere backſteinaroße Löcher ches Wände der Mietswohnuna ſchlug. einen Teil des Da 1924 abdeckte und einige Fenſter aushänate. Schon war ihm vom Bezirksamt die Aufforderung zugeagangen, ſein 125 fälliges gefahrdrohendes Haus nach Räumuna des vermieteten ſin⸗ inſtandzuſetzen. Da die Familie K. kein weiteres Unterkommen 15 den konnte, ſo erſuchte das Bezirksamt die Stadtaemeinde. die n terin in einer Notwohnung oder in einem Gaſthauſe unterzubringen. Monat auf Monat veraing, ohne daß die Stadt eine paſſende ſeine nung zur Verfügung ſtellte und das Bezirksamt wiederbolte ſe! lt Aufforderung an R. und drohte mit Beſtrafuna. Staatsanſeen Dr. Marx bezeichnete den Angeklagten als einen eigenwillt 1 Herrn“ und beantragte die Zurückweiſung der Berufung. Das 16. richt ſprach ihn frei. R. kabe ſich nach der Drobuna des Bezirt amtes für berechtiat zu ſeinem Vorgeben halten können. 5 Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr Haas, Neue Mannheimer Zeitung, G. m. b.., Mannheim, 8 f. 2. Ditektion: Ferdinand Heyme. Tel Veérantworflich für den politiſchen Chefredakteur: Kurt Ficher. Hans Alfred Meißner; für das Feullleſon: Dr. Fritz Hammes. und Kommunalpolitik und Lokales: Richard Schönfelder; für Sport en für Handelsnachrichten und d für Anzeigen J. Bernhardt. — Neucs aus aller Wilt Willy Müller: übrigen redaktionellen T il: Franz Kircher: mre verlobung zu Weihnachien fellen Sie hren Freunden und Bekanmfen am zweckmäßbig- Sfen und billigsfen durch eine Anzeige in der Neuen Mannheimer Zeifung« mit. Sie wird zur Bekennſgabe von Familien-Ereignissen + Vvorzugsweise benufzi. — der Weihnachis-— Verlobungs-Anzeiger erscheini am Donnersiag, 24. Dezbr., Miſlagausgabe. Se 400 eeee ee eee — eeenn N 4. 13.„, S. AWERBUCH.. N 4. 13 Mannheim neben Teppichhaus Hochstetter Kunststr. —— Grosse Aus Wahl 11750 Chrisſbaum-Schmuck Aparte Meuheiten-Nichttropfende Weinnachtslichter Th. von Eichsfedi, kurfürsien-Drogerie 4 Kunststraße N Kurfürstenhaus im Güterrechtsreciſter Band XV.3. 414 wurde⸗beute ſolgendes eingetragen: 131 Ernſt Doſch, Kaufmann und Anna geb. Schlafmann in Mannheim. Vertraa vom 1. „Februar 1915 Gütertrennung. Mannheim, den 16. Dezember 1925. Amtsgerichk. Aian Verüt en muane! Cer Sagfgeme nde Ab Montag, den 21. Dezember 1925 befinden ſich unſere Verwaltungsräume einſchließlich der Kaſſe im 2. Obergeſchoß des Verwaltungsgebäudes in K 7, nördlicher Fügel. Die Dienſtſtunden ſind von—12½ Uhr u.—4½ Uhr; die Kaſſen⸗ ſtunden von 8½—12½ Uhr und von—3 Uhr. 33 Städt. Fuhr⸗ und Gutsverwaltung. 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Stanch na, Mephistopheles: Herman Hach; Geest Johannes He nz; Wagner: Pritz un; Siudent gugen Abeier; Fiosch Anon Oaugt: Biander: Josel Renkert; Siebel tunst nghe nz; Alten Gusav Rud Sellner; Marga Ende ½10 Uh zeie tiedwig Liilie; Valentin Raimund Janischek; 5 ahihe Else von deemen: Lieschen Elsira Eidmann; B6ser Geist. Lily Eiseniohr. Spielwart: Hatry Bendet Die erdgerepause wud durch luchtzeichen angezeie: SSSesssss Nur am 1. Feierta9 den 25. Dezember, abends 8 Uhr Ohne Bewirtschaftung Weine Preise: 90 Pfennig bis.90 Mark. Iernlebnaebtsbzan Großer bunter Familienanend Aus dem Programm: Weinnachtsk änge Cho al.„Weibnachten“ tür gem Chor, Orgel, Sopran und Orchester felerstunde: nacht“ von Mendelssohn für gem Chor Soli und Orches er Tanz und Splel: Täuze von Margot Brech- tel, Singspielaufführung, Bastien und Bastienne“ von Morart. Solisten: Ottilie Linn-Letti, Elisabeth Schlot erbeck · Textor, juliuus Krämer und Dr E Weiß— der gem. Volkschor Mannheim- eckarau und das Konzertorchester unter ung der Herren L. Gaber und O Homann- ebau— Karten im Resengarten und Ver- kohrsverein. SScsseesssess e Lesen Sie bitte, was die Volksstfimme am Sonntag schreibt: folg des gegenwärtigen Progtamms ist der künstlerisch hochstehenden Be- gleitmusik des ausgexeichneten Haus- orchesters zuzuschreiben Der Inhalt des Hauptfims„Der Walzer von Strauß“ gab dem Orchester Gelegen- heit, sein ganzes Können auf die künstlerische Wiedergabe Straußscher Walrermelodien zu konxentrieren und der Erfolg der einschmeichelnden prickelnden, melodiösen Weise àußerte sich der zahlreichen Besucher. Siehe„Schauburg“- Inserat. Kantate Die letzte Walpurgis. 1 Das beliebte und führende Filmtneater seit 18 nenp 6 Euge Planken 5 0 Nahe FPriedrichsbrücke Heute bis Mittwoch der Romanfilm: Tel 867 und 10058 Die frau mit dem . Sdnedmen Nul Ein Drama in 6 Axten v. Graut Allens Roman:„The woman who did“. Regie: Benjamin Christensen. In den Hauptrollen: Alexandra Soriua Lionel Barrymoſe, Gustav Froelich, Frieda Richard, Fritz Richard usw. Anmerkung: Wir verweisen beson⸗ ders auf die bildschöne, bestrickende Alexandra Sorina, welche zuletzt in dem Film„Der Hetr Generaldirektor“ qurch ähr besonders hervorragendes Spiel mii Albeit Bassermann auftiel. Ne. bDer köstiiene Fum: Hinder der Freude Ein Lustspiel in 5 Akten. In den Haupt- ollen die zwei Darsteller von Weliruf: Mary Prevost und Monte Blue s. Neueste Ufa-Wochenschau. V..: Deutsche Iaucher erreichen auf 5 oOttenem Meer eine Tiefe von 80 m und Stellen damit einen Weltrekord auf.— ——2 Regie: Max Neufeld. Lerch, Robert Valberg. 2. In Neuaufführung: Zu dem rätselhaffen Vetschwinden der CSingerin jurjewskaja. Die Ieufels- brücke bei Angermatt.— Nach Da- maskus, Abtransport franz. Tiuppen. usw. Anfangszeiten der Films wochentags .45, 4 48,.50, 6 10,.10,.15, .40, 9 40 bis 10.45 Uhr. Handlung. 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Antangszeiten der Filme wochentags: .20,.50,.05,.05..55. 8,15 und von.10 bis 11.00 Uhr D1,1 D I, Aian 10 u fan iee n Hur D 1, 1 1rreppe hoch Wir verkaufen bis zum Feste billisen Preisen 48 —— D. Seile. Ar. 801 ab heute bis einschliebl. Donnerstag Der Film der 5 nõSensationen eines unerhörten Geschehnisses das alle Vorstellung übes trifit. Die Tornado- Katastrophe br ngt Bilder von hinreisender Wucht und wilder Schönheit. Dieser Sturm ist e n Erlebnis. Ein unerhöter Anblick, Wenn die zahllosen Baumstämme sich an der Eisenbahnüberführung s auen bis de Pfeiler der Brücke nachgeben und der Zug in die Tiefe sturzt. Der Clou aber bleibt doch der Tornado, der die Baumrie en wWe Sireich- hölzer knickt, der die gefälſten Stämme im hochgehenden Strom zu Bergen auftürmt. Der ganze Uferdöifer wie Spielreug weg⸗ schwemmt. Was hier die Regie an techn schem Können geleistet hat, bleibt unvergeßlich. %%%%%%%˙eee Ein beglückendes Labsal in dieser Zeit ist der übetaus lustige Film fler J2lel 2 eeeeeeeeeesesesseeeee Cine Orotesle in G ganz Nverrückten Akten Der Film der tausend neuen urgelungenen Ideen. Ueber diesen Fim wird stieh seldst der ärgste Gries- gram vor Lachen wäzen Deulia Wochenschau Letrte Vorstellung.50 Außerdem die neuezie Anfang 3 Uhr. friſch geſchoſſen Hemden-Flanell in kariert und gestreift Meler 58 Iam. l. Kleider-Veloutine in schönen Mustern Meter 78 Pfg uen e ap 100. Sablegel- Uemer- Japolt Kleider-Frotté in schön. grauen Farb., doppelbr Meter 98 Rehe Blusen-Stoffe wollgemischt, in schönen Streifen. Meter al; Iul Aunlegl unr. daine a 155-45 2 bei ſtarkem Leib Reinw. 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