„ eeeeneeeee 1. Ne„% rſ 1rͤ ˙¹¾AAꝛ ͤ ͤwv Dienskag, 12. Jannar Neue Bezugspreiſe: In Moundeim und Umgedung ſuen mes —— durch die Poſt monatlich.- M..50 ohne Beſtelgeld. Ber eventl. Aenderung den wiriſchaltliche. 9 0 VBetgälin ord orbehalten. Poſtſchectonto Nr 32500 Jute gaapigeichäftsſielle E 8. 2. Geſchäfts Nebenſtellen Waldhofſtraße 6. Schwetzinger⸗ 4 ſtraße 24. Meerſeldſtraße 11.— Telegiamm Adreſſe. Generalanzeiger Mannbeim. Erſchetnt wöchent zwöllmal. Jernprech⸗Anichlüſſe Nr. 7941 7942 79138 7944 u. 7945 Abend⸗Ausgabe Preis 10 Pfenuig 1926—Nr. 18 nheimer Geitung nuzeigenpreiſe nach Lartſ det Berauszadlung pro einſp. Kolonelzeiſe üür Allgem Anzeigen.40 R⸗ M. Reklam, —4.⸗M. Kollekiſv⸗Anzeigen werden nöher berechnet Für Anzeigen an beſtimmien Tagen Stellen und Ausgaben wird teine Veramwortung übernommen. Höbere Gewalt. Streits Beiriebsſtörungen uſw. berechligen zu teinen Erlatz⸗ anſprüchen ſüt ausgeſallene oder deſchränkte Ausgaben oder für verpätete Aufnahme von Anzeigen. Aufträge durch Fernſprecher ohne Gewähr.— Gerichtsſtand Mannbeim. Beilagen: Sport und Spiel Aus Seit und Leben Mannheimer Frauen-Zeitung Unterhaltungs-Beilage. Aus der Welt der Cechnik. Wandern und Neiſen Geſetz und Necht Handwerk und Preisabbau Eine Kundgebung des Reichsverbandes des deutſchen Handwerks Im Rahmen des vorläufigen Reichswirtſchaftsrates trat in Berlin am heutigen Dienstag vormittag die 6. Vollverſamm⸗ lung des Reichsverbandes des deutſchen Handwerks zuſammen, die ſich vor allen Dingen mit der von der Reichsregierung eingeleiteten Preisſenkungsaktion und mit dem dem vorläufigen Reichs⸗ wirtſchaftsrat überſandten Geſetzentwurf zur Förderung des Preis⸗ abbaues beſchäftigte. Den Verhandlungen wohnte der Reichs⸗ kommiſſar für das deutſche Handwerk, Miniſterialrat Dr. Hocce, bei. Nach der Begrüßungsanſprache durch den Vorſitzenden des Reichsverbandes des deutſchen Handwerks, Berlin, ergriff Reichs⸗ verkehrsminiſter Dr. Krohne als ſtellvertretender Reichs⸗ wirtſchaftsminiſter dae Wort, um u. a. zu betonen, daß der von dem deutſchen Handwerk erhobene Vorwurf, daß die von der Reichs⸗ regierung betriebene Preisſenkungsaktion und der neue Geſetzentwurf zur Förderung des Preisabbaues ſich gegen das deutſche Handwerk aichtet, nicht berechtigt ſei. Die Reichsregierung habe vielmehr gleich⸗ mäßige Unterſuchungen angeſtellt, bevor ſie die Maßnahmen zur Sunkung der Preiſe getroffen habe. Der Vertreter des preußiſchen Staatsminiſteriums dankte in ſeiner Begrüßungsrede für die Einladung und verſicherte, daß das Preußiſche Staatsminiſterium die Intereſſen des preußiſchen Handwerks wohlwollend vertreten werde. Den eigentlichen Zweck der Verſammlung kennzeichnete ein Referat des Generalſekretärs des Reichsverbandes des deulſchen Handwerks, Dr. Meuſch, der die Verſammlung als eine Kund⸗ gebung der Abwehr gegen ungerechte und einſeitige Behandlung des Handwerks durch die Preisſenkungsaktion der Reichsregierung und insbeſondere durch den Entwurf des Geſetzes zur Förderung des Preisabbaues bezeichnete. Der Redner ſtellte an Hand der bis⸗ herigen Maßnahmen innerhalb des Reichsverbandes des deutſchen Handwerks zur Unterſtützung des Preisabbaues wiederholt feſt, daß das Handwerk weder in ſeiner Preisbildung noch in ſeiner Lohnbil⸗ dung Handlungsfreiheit habe und inſoweit nur eine begrenzte Ver⸗ antwortung tragen könne. Dieſer Standpunkt ſei wiederholt gegen⸗ über der Reichsregierung vertreten worden. Dr. Meuſch teilte dann mit, daß der Reichsverband des deutſchen Handwerks ſeinen Mit⸗ gliedskörperſchaften empfohlen habe, auf die Ausübung des Ord⸗ nungsſtrafrechtes und auf die Feſtſetzung von Richtpreiſen durch die Innungen zu verzichten. Die Mehrzahl der von ihm befragten Hand⸗ works⸗ und Gewerbekammern ſowie die Fachverbände haben ſich dazu bereit erklärt. Trotz dieſes weitgehenden Entgegenkommens ſei bald darauf die Geſetzesvorlage der Reichsregierung, ohne daß das Hand⸗ werk gehört worden war, der Oeffentlichkeit übergeben worden. Der Redner wies dann an einer Reihe von Beiſpielen den Ernſt der Lage des Handwerks nach. Der erſte Generalſekretär des Reichsverbandes des deutſchen Handwerkes, Herrmann, ſtellte bei Beurteilung des dem Reichs⸗ rat und dem Reichswirtſchaftsrat von der Regierung vorgelegten Entwurfes eines Geſetzes zur Förderung des Preis-bbaues feſt, daß dieſer Geſetzentwurf in ſeinem Kernſtück ſich tatſächlich gegen dis Handwerk richte. Der Aufhebung der Verordnung über die Geſchäftsaufſicht und deren Erſatz durch ein Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurſes könne grundſätzlich zugeſtimmt werden. Der Artikel 2 des Geſetzentwurfes enthalte jedoch Maßnahmen gegen die Ringbildung, die auf das allerſchärſſte bekämpft werden müßten. Geradezu ungeheuerlich ſei die Ausdehnung dieſer Schutz⸗ vorſchriften auf das private Submiſſionsweſen. Der in Artikel 3 vorgeſchriebenen Einbeziehung des Kohlen⸗ und Kali⸗ ſyndikates in die Vorſchriften der Kartellpverordnung könne das Handwerk zuſtimmen. Schärfſten Widerſpruch müſſe aber gegen die Paragraphen in Artikel 4 erhoben werden, die Vorſchläge über Gewichtsvorſchriften von Backwaren enthielten. Der Reichsrat und Reichswirtſchaftsrat ſeien zu erſuchen, die Artikel 2 und 4 des Ent⸗ wurfes abzulehnen. Im übrigen erachte das Handwerk die Schaf⸗ ſung von langfriſtigen Realkrediten für Handwerk und Landwirt⸗ ichaft für eine Notwendigkeit. Weiter müßte eine Abbürdung der dem Handwerk auferlegten Laſten durch ſtarken Abbau der Verwaltungskoſten von Reich, Ländern und Gemeinden herbeigeführt werden. Hinſichtlich der Sozialpolitik wurde darauf hingewieſen, daß nur eine er⸗ tragreiche Wirtſchaft eine gute Sozialpolitik gewährleiſte. Eine Wirtſchaftsdiktatur lehne das Handwerk ab. denn nur ver⸗ ſtändige und Gemeinſchaftsarbeit zwiſchen Arbeitgebern und Arbeit⸗ nehmern könne die deutſche Wirtſchaft vor dem Schlimmſten bewah⸗ ren. Man müſſe die Gedanken der Selbſtverwaltung und der Selbſt⸗ hilfe in die Köpfe der Wirkſchaft einhämmern. Nach eingehender Ausſprache, in der die Maßnahmen der Reichs⸗ regierung einer ſcharfen Kritik unterzogen wurden, gelangte eine Entſchließung zur Annahme, in der der ſchärfſte Proteſt gegen die im Geſetzentwurf enthaltenen Sonderbeſtimmungen erhoben wird. Eine wirkliche Geſundung der Wirtſchaft, ſo heißt es darm, kann nur durch ſparſamſte Finanzwirtſchaft, Steuermilderungen und Unter⸗ laſſung jeglicher Steuerüberſchußpolitik, Berückſichtigung der Notlage der Wirtſchaft, Herabſetzung der Verwaltungsgebühren, Gerichts⸗ koſten, Eiſenbahn⸗ und Poſttarif durchgeführt werden. Im Anſchluß an die öffentliche Kundgebung fand eine nicht⸗ Löffentliche Sitzung ſtatt, in der die geſchäftlichen Angelegenheiten er⸗ ledigt wurden. 0 Der Reichsverkehrsminiſter über verkehrspoltir Auf Veranlaſſung der volkswirtſchaftlichen Vereinigung im rbei⸗ niſch⸗weſtfäliſchen Induſtriegebiet ſprach in Eſſen am Montaa abend der Reichsverkehrsminiſter Dr. Krohne vor einer großen Zuhörer⸗ ſchaft namentlich aus den Kreiſen der Wirtſckaft und der Verkehrs⸗ fachleute über deutſche Verkehrspolitik. Der Redner betonte in ſeinen Ausführungen die Notwendiakeit einer einheitlichen Behandluna der Wirtſchafts⸗ und der Verkehrsfragen. Angeſichts der ſcharfen natio⸗ nalwirtſchaftlichen Abſchließung der übrigen euroväiſchen Länder und der Freiheitsbeſchränkungen, die der Verſailler Vertrag mit ſich ge⸗ dracht habe. dann aber auch mit Rückſicht auf die Rerarationsver⸗ pflichtungen aus dem Dawesplan. müſſe die nötige Rückſicht auf die Wirtſchafi bei der Behandlung der Verkehrsfragen genommen wer⸗ den. Auch für die Binnenſchiffahrt betonte der Miniſter die ſtarken Wirkungen des Verſailler Vertrages. Gefährlich ſei vor allem die Zurückdrängung der deutſchen Schiffahrt beſonders durch die erzwungene Ablieferung von Schiffsraum. Reqierungshilfe könne nicht entbehrt werden. Daß nicht alle auftauchenden Kanalvroſekte bei der heutigen Lage verwirklicht werden könnten, ſei klar. Bezüa⸗ lich des Luftverkehrs bemerkte der Miniſter. daß dieſer heute nur durch Subventionen aufrecht erhalten werde. Zunächſt nach dem Kriege ſei er durch 40 Geſellſchaften betrieben worden. die ſich dann ſchließlich auf zwei aroße Konzerne zurückgebildet hätten. Doch auch dieſer Dualismus ſei unwirtſchaftlich geweſen und es ſei gelungen, die Bereitſckaft zur Fuſion zu erreichen. Eine Entwicklung der deut⸗ ſchen Luftfahrt ſei nur möglich. wenn die über den Verſailler Ver⸗ trag binausgehenden Deutſchland aufgezwungenen Beariffsbeſtim⸗ mungen beſeitiat würden. Nur wenn Deutſckland hierin Entgegen⸗ kommen finde könne es dem Auslande unter der Bedinaung der Ge⸗ genſeitigkeit Konzeſſionen in Bezua auf das Uleberfliegen deutſchen Gebietes machen. ddddddd Reichstag und Negierungskriſe verlin, 12. Jan.(Von unſerem Berliner Büro.) Die heutige Reichstagsſitzung, die um 3 Uhr beginnt, wird aller Vor⸗ ausſicht nach nur kurze Zeit dauern, da bereits um 5 Uhr die meiſten Fraktionen Sitzungen anberaumt haben. In parlamen. tariſchen Kreiſen werden die Ausſichten der großen Koali⸗ tion heute vormittag nicht ſehr günſtig eingeſchätzt, da bekannt geworden iſt, daß der linke Flügel der ſozialdemokratiſchen Frak⸗ tion einen ſtarken Druck ausübt und ſogar mit der Spaltung gedroht haben ſoll, für den Fall, daß der vorweihnachtliche Ablehnende Beſchluß heute abend durch einen neuen umgeſtürzt würde. Es tagen nach dem Plenum die Fraktionen der Sozial⸗ demokraten, der Deutſchnationalen, der Volkspartei, des Zen⸗ zrums und der Demokraten. Segen den Finanzausgleich Der Vorſtand des Rheiniſchen Städtetages hat in Köln in ſeiner Sitzuna am 9. Januar einſtimmia eine Entſckließung angenommen, in der aegen die augenblicklichen Beſtimmungen des Finanzausaleichs und die Anteile der Städte am Steueraufkommen zuaunſten der Landgemeinden, des Staates und des Reiches Einſpruch erhoben wird. Zur Behebung der Notlage im Rheinland und Induſtriecebiet ſei es dringend erforderlich, aroße Beträge aus Reichs⸗ und Staats⸗ mitteln zur Linderung der privaten und auch der öffentlichen Waſſer⸗ ſchäden zu überweiſen. die Streſemann⸗Hetze 81 911 1. reſ 1„Deutſchnationalen Abend“ in der ralſunder Preſſe vom Freitag, den 8. Januar, enthält wört⸗ lich folgende Stelle: 05 25 „Der Geſchäftsführer Voßberg berichtete ſodann über Neuerſchei⸗ nungen auf dem Büchermarkt und beſprach die Schrift des Grafen Reventlow,„Miniſter Streſemann als Staatsmann und Anwalt des Weltgewiſſens in dem nachzuweiſen verſucht wird, daß die einzelnen großen Actionen Streſzmanns vorher von ihen ohne Wiſſen des Kabinetts mit der Entente vereinbart ſein ſollen, was all⸗ gemeine Empörung hervorrief.“ Wir ſtellen ſeſt, daß der deutſchnationale Geſchäftsführer Voß⸗ berg ſich die Verleumduneclhoden Reventlows nicht nur zu eigen macht, ſondern noch übertrifft, den Reventlow ſelbſt hat ſich in ſeiner Schrift weſentlich vorſichtiger ausgedrückt. Es liegt wirklich nicht an der deutſchen Volkspartej, wenn die Kluft zwiſchen DVP. und DNVP. ſich mehr und niehr erweiter. Für die Volkspartei bedeutet ſich„national“ nennen auch„nationalſſein“ in Geſinnung und Gewiſſen. Den Teilnehmern eines„nationalen Abends“ eine olche verbrecheriſche Verleumdung vorzuſetzen, wie es Voßberg getan hot, dazu gehört ſchon eine ſeltene Gewiſſenloſigkeit. Wenn etwas ge⸗ eignat iſt,„allgeweine Ernpörung“ hervorzuruſen, dann iſt es die er mt den verwerflichſten Mitteln geführte Verleumdungskampf gezen Streſemann. Die Jemenmorde J. Berlin, 12. Jan.(Von unſerem Berliner Büro.) Faſt die ganze Nacht hindurch wurden zahlreiche Zeugen in Sache der Femenmorde vernommen. Heute früh wurden die Vernehmungen fortgeſetzt. Bei den Zeugen handelt es ſich zum großen Teil um frühere Angehörige der Kommandoſtellen, bei denen die Feme⸗ morde paſſiert ſind. Die Komsdie der abgeſagten volkszählung (Von unſerem oſtoberſchleſiſchen Mitarbeiter⸗) 1. Kallowitz, 10. Jan. Gut Ding will Weile haben! ſagte ſich das Warſchauer Minz⸗ ſterium und ließ keine Volkszählung in dem von Deutſchland abge⸗ trennten Teile Oberſchleſiens zu. Seit Jahren haben die von Deutſch⸗ land losgeriſſenen Gemeinden nicht einmal eine ordnungs⸗ und ge⸗ ſetzmäßige Vertretung. Trotzdem von deutſcher Seite immer wieder die Ausſchreibung der Kommunalwahlen gefordert wird, kommt es dazu nicht, weil die Regierung die Ergebniſſe dieſer Wahlen fürchtet, die leicht ſo ausfallen könnten, daß die Unſinnigkeit der Zer⸗ reißung Oberſchleſiens vor dem geſamten Ausla id in ern neues Licht gerückt wird. Die polniſche Regierung weiß nun noch nicht einmal, wieviel Menſchen ſie durch die Teilung Ober⸗ ſchleſiens gewonnen hat. Man ſtützte ſich bisher bei allen ſtatiſti⸗ ſchen Angaben auf die bald 2 Jahrzehnte zurückliegende letzte deutſche Volkszählung, ſchlug einige Prozent darauf und erbeitete dann mit den ſo gewonnenen Ziſfern weiter. Die Warſchauer Regierung ſcheute eine Volkszählung in Oſtoberſchleſien genau ſo, wie die Aus⸗ ſchreibung der geſetzmäßigen Gemeindewahlen. Schließlich ſollte die Volkszählung nun doch durchgeführt wer⸗ den. In dem deutſch gebliebenen Teile Oberſchleſiens hat eine Volkszählung bereits ſtattgefunden. Polniſche Blätter haben damals täglich geſchrieben, daß kein Pole ſeine Nationalität bei der Aus⸗ füllung der Zählliſten verleugnen dürfe. Doas hat dem Deutſchtum durchaus nichts geſchadet und dem Zählgeſchäft auch nicht. Anders ging die Entwicklung in Polniſch⸗Oberſchleſien. Als die deutſchen Blätter Oſtoberſchleſiens in mannhafter Weiſe täglich aufforderten, daß niemand ſein Deutſchtum bei der Volkszählung verleugnen dürfe, da begann in Warſchau die große Wandlung, die zu einer wohl einzigartig daſtehenden Komödie führte. Feierlich war verſichert worden, daß olle Ergebniſſe der Volkszählung geheim ge⸗ halten werden ſollten. Niemand glaubte daran. Am allerwenigſten der berüchtigte polniſche Weſtmarkenverein, deſſen Mannen ſchon mit dem Knüppel berumgingen, um für die polniſche Notio⸗ nalität zu werben. In einzelnen Orten wurden die Zählliſten aus übergroßer Sorge vor den Ergebniſſen ſchon tagelang vor dem. Zähltage mit der erforderlichen eindrückzvollen Ueberredungskunſt, ausgefüllt. In Königshütte, wo man nicht einen einzigen Deutſchen zum Zähler genommen hatte, fand eine Konferenz der Zöhlleiter ſtatt, in der der amtliche Kommiſſar erklärte, es müſſe dahin gewirkt werden, deß die Angaben möglichſt im po'niſchen Sinne gemacht werden.„Meine Herren, Sie werden mich ſchon verſtehen!“ Seſbſt⸗ verſtändilch haben die Herren auch verſtanden, was die polniſche Regierung von ihren Zählleitern erwartete. Aus dem deutſchen Oberſchleſien ſollte ein überwiegend polniſches Gebiet hervorgezau⸗ bert werden. Obwohl die geplante Volkszählung mit ihren umfangreichen Vorbereitungen bereits große finanzielle Mittel verſchlungen hatte, bekam die Warſchauer Regierung Angſt vor ihrer eigenen Kourage⸗ Der„Polak“ hatte geſchrieben,„daß die unſchuldige Volkszählung mehr Schaden anrichten kann, wie unſere Warſchauer Würdenträger ſich vorzuſtellen imſtande ſind.“ Nur 58 Prozent der Bewehner der Republik Polen ſind politiſcher Nationalität und 42 Prozent der Landesbewohner ſind deutſcher, ukrainiſcher, weiß⸗ruſſiſcher, litauiſcher und ruſſiſcher Nationalität. Die Volkszählung in Oberſchleſien konnte dieſe Ziffern nur beſtätigen und ergänzen.„Die Regierung will durch die Volkszählung die Haltloſigkeit der Teilung Oberſchleſiens vor allen Welt enthüllen“, das war der Schreckensruf, den die pol⸗ niſchen Nationaliſten ertönen ließen. In ſeinem Neujahrsartikel ſchrieb ein Führer des Deutſchtums:„Wo liegt die Wurzel unſeres Unglücks? Die Oberſchleſier haben einen Anſpruch auf eine klare Antwort. Und dieſe Antwort iſt einfach: Weil ein Gebiet aus⸗ einander geriſſen worden iſt, das durch Natur und Entwicklung eine Einheit war.“ Die Volkszählung hätte einen neuen Beweis hierfür geliefert. Die nationaliſtiſche polniſche Preſſe ſprach in ihrer Angſt ſchließ⸗ lich davon, daß gerade Schulferien waren, daß jetzt einige Lehrer und Kinder verreiſt ſeien, daß alſo das Ergebnis kein ungetrübtes ſein würde. Ja, man arbeitete ſogar mit dem Gedanken, daß aus Deutſch⸗ Oberſchleſien für den Tag der Volkszählung deutſcher Zuzug kommen könnte, um ein möglichſt deutſchfreundliches Ergebnis herbeizuführen. Endlich hatte die Regierung Erbarmen mit den Nöten der Nationg⸗ liſten und ſagte noch in letzter Stunde die Volkszählung ab. Sie verſchob ſie auf unbeſtimmte Zeit, ohne ein neues Datum zu nennen. Der ſozialiſtiſche„Volkswille“ nennt die Zurückziehung der Volks⸗ zählung nach den reſtlos durchgeführten gründlichen Vorarbeiten „eine unverzeihliche Blamage“ für das Warſchauer Innenmini⸗ ſterium. Alle Gründe, die man heute für oder gegen di⸗ Volkszäh⸗ lung anführen kann, waren auch ſchon vor Monaten vorhanden und werden auch noch vorhanden ſein, wenn weitere Monate verfloſſen ſind. Unter dem Druck des wirtſchaftlichen Elends, in das das Land durch die Teilung Oberſchleſiens geſtürzt wurde, wird ganz gewiß die Neigung nicht wachſen, die deutſche Nationalität zu verleugnen und ein Bekenntnis zur polniſchen Nationalität abzugeben. Die Warſchauer Regierung mußte den Weg dieſer Komödie gehen, weil ſie auch Angſt vor einer gewiſſen Quittung hatte. So ſagt der „Volkswille“:„Wollten wir boshaft werden, ſo müßten wir, zu der Erkenntnis kommen, daß die Herren in Warſchau die Quittung fürchten, die ihnen die oberſchleſiſche Bevölkerung bei der Volkszäh⸗ lung verabfolgen könnte für die hervorragende Wirtſchaft die heute in Oberſchleſien herrſcht.“ Dieſe abgeſagte Volkszählung in Ober⸗ ſchleſien muß aber noch weit ſtärker die Aufmerkſamkeit der Welt auf die brennende oberſchleſiſche Wunde lenken, als das das. ziffern⸗ mäßige Ergebnis hätte tun können. Das Unrecht von Genf und Ver⸗ ſailles ſoll nicht aufgedeckt werden, die Warſchauer Vertuſchungs⸗ künſtler machen aber durch ihre eigenen Torheiten immer ſtärker darauf aufmerkſam, und leiſten ſo die beſte Vorarbeit für die ſo bitter notwendige Reviſion der deutſchen Oſtgrenzen. 2. Selke. Nr. 16 Reue Mannbefmer Feftung(Abens-Rusgabe) Die Fürſtenabfindung EBerlin, 12. Jan.(Von unſerem Berliner Büro.) Der Rechtsausſchuß des Reichstags ſetzte heute die Bera⸗ tungen der Anträge über die vermögensrechtliche Auseinander⸗ ſetzung mit den früher regierenden Fürſtenhäuſern fort. Ein Ver⸗ treter des preußiſchen Finanzmintſteriums gab die vom Ausſchuß bverlangte Erklärung über die Schmalkaldener Forſte. Dieſe Forſte wurden nach dem Kriege von 1866 vom preußiſchen König Wilhelm I. dem Herzog von Koburg⸗Gotha geſchenkt. In dem Schenkungsvertrag wurde ausgeführt, die Forſte würden dem Her⸗ g von Koburg geſchenkt als Dank für die Waffenhilfe, die das Land Koburg⸗Gotha in Kriege dem preußiſchen Staat geleiſtet hat. Der preußiſche Landtag hat ſich in ſeiner Mehrheit damals auf den Standpunkt geſtellt, daß der Schenkungsvertrag ſeiner Zu⸗ ſtimmung nicht bedürfe. Die Zuſtimmung iſt alſo der damaligen Geſetzgebung entſprechend rechtsgültig erfolgt. 2 Ein Vertreter der bayeriſchen Staatsregierung gab folgende Erklärung ab: Die Ordnung der Verhältniſſe zwi⸗ ſchen den Ländern und ihren ehemaligen Fürſtenhäuſern iſt An⸗ gelegenheit der Länder. Eine reichsgeſetzliche Regelung dieſer Frage würde daher einen ſchweren Eingriff in die Rechte der Länder bedeuten und auch von Bayern nachdrücklich abgelehnt werden. In Bahern iſt die Angelegenheit durch die Vergleiche bom Jahre 1923 geregelt, dieſer Vergleich iſt vom Landtag genehmigt, ein Antrag auf Aufwertung der Barabfindung iſt bisher noch nicht geſtellt worden. Der Ausſchuß wendet ſich dann der Auseinanderſetzung Meck. kenburg⸗Strelitz zu. Der Vertreter der mecklenburgiſchen Regierung wies auf die beſonderen Schwierigkeiten hin, die ſich in dieſem Fall für die Auseinanderſetzung daraus ergeben, daß nach dem Selbſtmord des letzten Herzogs 1918 die Thronfolgefrage ganz ungeklärt war. Der Domänialbeſitz ſei von dem eigentlichen Thronfolger, dem Herzog Karl Michael gegen 5 Millionen Abfin⸗ dung dem Staate rechtsgürtig überlaſſen worden. Bei der jetzigen Auseinanderſetzung handelt es ſich nur um eine Entſchädigung der übrigen, meiſt weiblichen Erben. Die Anſprüche der Maitreſ⸗ ſen im einzelnen ſeien der Regierung offiziell nicht mitgeteilt worden. Die mecklenburgiſche Regierung ſei der in tauſendjäh⸗ riger Regierungszeit mit dem Lande eng verbundenen großherzog · lichen Familie ſo weit entgegengekommen, daß ſie ſehr befremdet über die neuen ungerechtfertigten Anſprüche geweſen ſei. Nach Abſchluß der Darlegungen über die Vermögensaus⸗ einanderſetzungen in Mecklenburg⸗Strelitz wurde Baden behandelt Ein Vertreter des Reichs⸗Miniſteriums des Innern berichtete dar⸗ über. Der Anſpruch des Großherzogs iſt durch Zuweiſung eines Kapitals von 8 Millionen Mark abgelöſt worden Für die Lebens⸗ haltung wurden ihm ferner Gebäude, Grundſtücke und Einrich⸗ ktungen aus dem Domäneneigentum unter dem Vorbehalt über⸗ kaſſen, daß bei Erlöſchen des ehelichen Mannesſtammes im groß⸗ pberzoglichen Hauſe die Werte an den Staat zurückfallen. Durch den Währungsverfall haben ſich die wirtſchaftlichen Verhältniſſe des vormaligen badiſchen Fürſtenhauſes verſchlechtert. Deshalb iſt. das vormalige großherzogliche Haus im Laufe des Jahres 1924 wegen entſprechender Aufwertung vorſtellig geworden. Die Berhandlungen ſind noch im Fluſſe. 5 Es folgte die Erörterung entſprechender Vorgänge in Braun⸗ ſchweig. Nach Erledigung der Braunſchweiger Angelegenheit gab der Abg. Dr. Roſenfeld(Soz.) folgende Erklärung ab: Nach uns zugegangenen Mitteilungen läuft der Reichstag Gefahr, mit dieſer ganzen geſetzgeberiſchen Arbeit zu ſpät zu kommen. Wir erfahren, daß der Herzog von Koburg, dem ſoeb en durch Reichsgerichtsurteil die wertvollſten Forſte zugeſprochen ſind. drauf und dran iſt, eine große Auslandsanleihe aufzu⸗ nehmen und die Ländereien durch Hpotheken zu belaſten. Der Reichstag hat im Augenblick keine Möglichkeit zum Eingreifen. Da wird es Sache der Reichs egierung und der Länderegierungen des deutſchen Volkes ſein, die Augen offen zu halten und zu ver⸗ hüten, daß durch Belaſtung oder durch Verſchiebung das deutſche Volk das Nachſehen hat. ̃ Deer Ausſchuß vertagte hierauf die Weiterberatung auf Don⸗ nerstag. Zur Beratung ſtehen in dieſer Sitzung die Verhältniſſe in Anhalt, Waldeck, Oldenburg, Schaumburg⸗Lippe und Mecklen⸗ burg⸗Schwerin. EEine Reichswohnungs zählung. Die vor einiger Zeit von der Reichsregierung angekünd Reichswahnungszählung und Woh⸗ nungsloſenaufnahme ſoll, wie wir erfahren, in etwa zwei M naten erfolgen. Die Vorarbeiten werden vom Reichsarbeitsminiſterium und vom Statiſtiſchen Reichsamt unternommen. Die Zublung ſoll nach gleichmäßigen Geſichtspunkten im ganzen Reiche damit ſich dann die parlamentariſchen Körperſchaften mit der Einleitung einer äßigen großzügigen Wohnungsbauarbeit befaſſen können. mit dem Budapeſter Polizeichef, „block der anſtändigen Leute“ in Ungarn Die Geſandten der Ententeſtaaten in Budapeſt hielten am Mon⸗ tag eine Beſprechung ab und begaben ſich darauf zum Außen⸗ miniſter. Angeblich ſollen ſie der ungoriſchen Regierung de Not⸗ wendigkeit vorgeſtellt haben, daß der Reichsverweſer Horthy zu⸗ rücktrete. Die liberalen oppoſitionellen Gruppen der Nati nal⸗ verſammlung beabſichtigen, einen großen Block der„anſtändi⸗ gen Leute“ zu bilden, der ſich zur Aufgabe machen wütrde, die Reinigungsarbeiten durchzuführen, die im Intereſſe des moraliſchen und materiellen Kredits Ungarns notwendig erſcheme. An der Spitze dieſer Gruppe ſoll Graf Apponyi treten, Von oppoſitiomeller Seite wurde auch der Vorſchlag gemacht, zur vollſtändigen Auf⸗ klärung der Fälſcher einen parlamentakiſchen Ausſchuß einzuſetz n. Miniſterpräſident Graf Bethlen weiſt aber dieſen Gedanten zu⸗ rück, da es ſich nicht um eine politiſche, ſondern um eine rein krimi⸗ nelle Angelegenheit handle. Die franzöſiſchen Beamten hatten geſtern lange Beſprechungen dem ſie wiederum ausführliches Matericl lieferten. Außerdeen hat die Polizei eine Fülle never Meldungen von den Fälſchungen erhalten. Prinz Windiſchgrätz hat eine Reihe weiterer Namen genannt. Auch der Privatſekretär des Prinzen Windiſchgrätz Raba macht der Polizei gegenüber immer neue Angaben. Die franzöſiſchen Bevollmächtigten hatten beab⸗ ſichtigt, bereits am Samstag abzureiſen. Sie werden ober nunmehr noch eine Woche in Budapeſt bleiben. In den Räumen des ungari⸗ ſchen Nationalbundes wurde eine Hausſuchung veranſtaltet, die er⸗ gebnislos verlief. Nadeſſy ſoll nach den letzten Meldungen eine Zanz andere Rolle geſpielt haben, als bisher zugegeben wurde Er ſoll zu den intellektuellen Urhebern der Fälſchungen gehören Der techniſche Leiter des kertographiſchen Inſtituts Gerb erzähſte bei ſeiner jüngſten Verſiehmung, er habe den Prinzen gewarnt, vor⸗ zeitig mit der Ausgabe der falſchen Noten zu beginnen, bis nicht ein⸗ wandfreie Stücke hergeſtellt ſeien. Windiſchgrätz ſei jedoch ungevuld'g geweſen und habe gleich die erſten Exemplare in Umlauf bringen wollen. Dies ſcheint Ende Auguſt geſchehen zu ſein. Der Unter⸗ luchungsrichter hat geſtern den Direktor des kartographiſchen In⸗ ſtituts Katz und den penſionierten General Haits in Haft genom⸗ men. Ein deutſcher Reichsangehöriger namens Schulze ſoll be⸗ kanntlich die Fälſchungen an die Pariſer Polizei verraten haben. Gerö behauptet ſogar, daß von dieſem Deutſchen Prinz Windiſch nätz erſt auf die Idee gebracht worden ſei, Frankennoten zu fälſchen. Schulze iſt aus Budapeſt verſchwunden. Das Organ der Legitimiſten veröffentlichte geſtern abend ein längeres Schreiben. Dieſes erklärt, aus dem beiſpielloſen Skandel gingen jene politiſchen Parteien und Schattierungen als kompro⸗ mittiert hervor, die unter dem Vorwand der freien Königswahl die Perſon des Erzherzogs Albrecht in den Vordergrund geſchoben hätten. Er ſei überzeugt, daß dieſer Prinz nach dieſer guten Lektion in Zukunft ſich von allen Verſuchen, auf den Thron zu gelangen, zu⸗ rückziehen werde. die türkiſche Antwort an Balöwin Nach Londoner Meldungen enthlelt die türkiſche Antwort an Baldwin folgende Punkte: 1. Die Türkei drückt den ehrlichen Wunſch aus, einen bewaff⸗ neten Konflikt zu vermeiden. 2. Sie hält die Entſcheidung des Völ⸗ kerbundes, da ſie nicht mit Zuſtimmung der Türkei getroffen wurde, für unverbindlich. 3. Sie hält ihren Anſpruch auf Mo⸗ ſul aufrecht aufgrund der Auslegung des Lauſanner Friedens. 4. Das Anleiheangebot Englands kann nicht einen völligen Verzicht auf einen Rechtsanſpruch auf Moſul zur Folge haben. 5. Die Türkei iſt für eine Regelung der Moſulfrage zum Abſchluß eines vorläufigen Abkommens mit England bereit, das von 5 zu 5 Jahren erneuert werden kann, bis die beiden Ländex zu einer endgültigen Löſung ge⸗ ſtändig entmilitariſtert. 7. Der türkiſche Handel erhält Tranſitrechte ber Bagdad und Basra- 8. England verzichtet auf die antitürkiſche Propd zanba ſt Alſtennn nach engliſcher Anſicht erfolgverſpre⸗ 15 Dieſe Punkte ermöglichen chende Sonderverhandlungen mit Angora. Nloyd Seorges über Italien Einem Vertreter der„Daily News“ gegenüber äußerte ſich Lloyd Georges über ſeine Eindrücke in Italien. In wirtſchaft⸗ licher Beziehung herrſche in Italien zweifellos Wohlſtand. Der Induſtrie gehe es gut. Arbeitsloſigkeit und induſtrielle Streitig · keiten ſeien nicht vorhanden. Das Land ſei ſehr ruhig. Vielleicht ſei eine Feindſchaft gegen das herrſchen de Regime vorhanden, jedoch merke man nichts davon. Politiſche Frei⸗ heit gebe es allerdin gs nicht. Ein neuer Geiſt herrſche andererſeits in Italien. Dieſer Geiſt ſei imperialiſtiſch und es ſei die Frage, nach welcher Richtung ſich einſt die Lava er ⸗ gießen werde, wenn der Krater eines Tages überfließen würde. — London, 12. Jan. Wi eaus Waſhington gemeldet wird, wurde im Repräſendantenhaus eine Vorlage eingebracht, die ei n e Million Pfund Sterling für den Bau eines Erſatzluft⸗ ſchiffes für die verlorene Shenandoah fordert. langt ſind. 6. Das umſtrittene Gebiet wird von beiden Teilen voll⸗⸗ Jiugendgruppe Wir fordern unſere Mitglieder zur Teilnahme an der am Samstag, den 16. ds. Mts., abends 8 Uhr, im Nibelungenſaal ſtattfindenden 13 0„ Reichsgründungs· Jeier K Tel. 6045 entgegen. Sofortige Anmeldung erforderlich. Der Vorſland. Die Reichsarbeits⸗Gemeinſchaft der deutſche Preſſe teilt folgendes mit: Am 9. Januar 1926 iſt nach längeren Ve den Verlegen und Redakteuren der deutſchen tragswerk zuſtendegekommen, eſſe vorbildlicher Bedeutun Deutſchlands ſein wird. Es han die geiſtige Arbeit und das gedeihliche Rahmen des Möglichen die Redakteure und ihre Hinterbliebenen von der Sorge um die Folgen von Invalidität, laſten ſollen. Verleger und Redakteure zum S egen für die Preſſe und ihre Arbeit im Dienſt der Allge⸗ meinheit Alters⸗ und Hinterbliebenenwerſorgung der Redakteure regeln Es iſt unterzeichnet von dem Vorſtand und den führenden Mitglie dern des Reichsverbandes der deutſchen Preſſe, des Vereins deutſcher Zeitungsverleger(Herausgeber der deut des Arbeitgeberverbandes für das deutſche Zeitungsgewerbe e. V. Der Vertrag tritt am 2 5. Jan uar 1926 in Kraft. 5 Letzte Meldungen Annahme des Eiſenbahnerſchledsſpruches — Berlin, 12. Jan. Am heutigen Dienstag vormittags nahmen die der Eiſenbahner zu dem Schiedsſpruch Stel⸗ lung, durch den bekanntlich den Eiſenbahnarbeitern eine L00 den Schiedsſpruch anzunehmen, wenn auch das Ergebnis nicht voll den Geſamtwünſchen entſpräche. Bei dieſem Beſchluß haben ſich die Organiſationen beſonders von der Rückſicht auf die allgemeine wirt⸗ ſchaftliche Lage leiten laſſen. Der Schiedsſpruch für das Bankgewerbe Deutſche Bankbeamtenverein mitteilt, wurde der Schiedsſpruch vom 23. Dezember, für den die Erklärunasfriſt heute abgelaufen iſt. vom Reichsverband der Bankleitungen abgelebnt. von allen betelſtaten An⸗ geſtelltenorganiſationen aber angenommen. Der Deutſche Bankbeam⸗ tenverein hat ſofort beim Reichsarbeitsminiſterium die Verbindlich⸗ keitserklärung beantragt. Der Schiedsſpruch ſieht eine Geholts⸗ erhöhung von 4 Prozent für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Junt 1926 vor und verlängert den Manteltarif bis zum 31. März 1927. Erkrankung Chamberlains London. 12. Jan. Wie aus Ravallo gemeldet wird iſt Sir Auſtin Chamberlain, der geſtern von einem Ausflug nach Piſa nach Rarallo ber und mußte zu Vett gehen. Zwei italieniſche Aerzte behandeln den Staatsſekretär, deſſen Abreiſe nach Enaland nunmehr verſcho⸗ ben iſt. Die ueberſchwemmungskataſtrophe in Mexito Nach den letzten Berichten ſtellt ſich die Ueberſchwemmunaskataſtrorbe 20 Dörfer wurden durch die Fluten zerſtört. ſind bereits ausgebrochen, da die Leichen die Luft verveſten. Niemals darf ein Menſch, niemals ein Volf wähnen, das Ende 125 üterverluſt läßt ſich erſetzen, über anderen Verluſt öſtet die Zeit; nur ein Uebel iſt unheilbar, wenn ſich oethe. Faſ ee die Schöͤnheit der welt Jum Vortrag des Kaplans Jahſel Der beſonders durch ſeine Vorträge über die„Heilige Johanna“ in weiteren Kreiſen von Berlin aus bekannt gewordene philo⸗ Schriftſteller Kaplan Fahſel ſprach geſtern in dem ſophi n 755 üllten Muſenſaal über die„Tragit im Weltgeſchehen“. icht, hiſtoriſch oder theoretiſch wollte er dieſes Thema behandeln, ſondern als ein Programm für die Zukunft. Der das freige⸗ jprochene Wort eindrucksvoll beherrſchende Redner ging aus von der erhabenen Schönheit des Weltgeſchehens. Er gab damit nichts anderes als den uralten Sinn wieder, der in dem griechiſchen Begriff des Kosmos von Anfang an bereits liegt; denn osmos bedeutete zunächſt Schmuck, woraus durch einen nicht gän⸗li aufgeklärten Wandel der Bedeutung die Veränderung des Wort⸗ ſinnes in„Ordnung“ eintrat. Die Ordnung, die Regelmäßiakeit in er Welt der Geſtirne und ſo fort ließ dann das Wort auf das eltganze anwenden; wie in dem Begriff des Kosmos demnach eine von Anfang mitgedachte Wertung liegt, ſo waren auch die Gedankengänge des Redners von dieſer äſtheti⸗ ſierenden Einſtellung von vornherein beherrſcht. Die erhabene Schönheit der Welt bildete den Ausgangspunkt und das Ende ſeiner Betrachtungen. Daß ſich dieſes Schönheitsprinzip auf das Ganze der Welt nicht einfach anwenden läßt, ſollte jedoch nach den grundlegenden Unterſcheidungen, die der Heidelberger Führer der Südcbeſtdeutſchen Philoſophenſchule Heinrich Rickert, für all dieſe Zuſammenhänge gemacht hat, nicht mehr zweifelhaft er⸗ 1 8 Der Begriff der Schönheit, ſo weit er auch gefaßt werden mag, ſtammt aus dem Reiche der Kunſt; und dieſe bildet eben d Von einem Deil der Welt läßt ſich aber ein d ſem Teil zugrunde liegender Begriff, ſei er noch ſo ſehr der Erwelterung fähig, niemals guf das Ganze ausdehnen, weil ehen dieſes Ganze immer mehr iſt als die Summe der einzelnen Teilel Inſofern gingen die des Redners nicht über die üſthetiſterende Metaphyſik der Griechen hinaus. 15—56 Wie aber bereits Platon, dem die Schönheit auch als de⸗ eigentliche Wegweiſer in das Reich der Ideen, ins Geiſtige galt, die Walt in der alles überſchreitenden Idee des Guten leßtlich verankert ſah, ſo zeigt der ganze Weitergang der abeadländiſchen hiloſophie, baß der äſthetiſche Wert der Schönheit nicht die erſte und oberſte für das Ganze der Welt bilden kann. Der Denker, der all dieſe Gedanken in das abendländiſche Geiſtesleben eingeführt hat, und von dem ſie bis zur Philoſophie des deutſchen Idealismus (Schelling) und auch direkt zu Goethe ſind, der letzte große Denker der Antike, Plotin, zeigt am allerdeutlichſten. daß man bei dem Begriff der Schönheit unmöglich ſtehen bleiben kann; und deshalb kann es wohl ein Ausgangspunkt, aber kein End⸗ punkt ſein, zu ſagen: die Welt iſt erhaben ſchön. Es iſt eben nicht richtig, wie der Redner zu meinen, auch die großen Dichter und Künſtler ſeinen Philoſophen geweſen. Man kann Philoſophiſche⸗ in einen Beethoven hineintragen— der echte Muſiker wird ſich immer dagegen mit Recht wehren— aber einen Philoſophen darf man ihn deshalb nicht nennen. Der Künſtler iſt Künſtler und bleibt es, ebenſo wie der Philoſoph niemals eigentlich zum Künſtler wird, es ſei denn in dem zufälligen Zuſammentreffen in Perſonalunion. Erſt wenn man jedes der beiden Dinge anerkennt, wird man ſie wahrhaft philoſophiſch betrachten und würdigen. Das beſte Bei⸗ ſpiel dafür iſt Goethe; für Philoſophie hatte er, wie er ſelbſt geſteht,„kein Organ“, und dennoch hat er die Welt reicher und tiefer geſehen als alle Philoſophen, den einen Platon vielleicht aus⸗ genommen. Gerade darum gibt er der Philoſophie unendlich viel, wie man ihm dagegen unendlich viel nehmen würde, wollte man ihn deswegen einen Philoſophen nennen— der Begriff der Schönheit unbedingt bei der Betrachtung des Weltganzen über ſich hinausweiſt, ging übrigens aus dem weitblickenden Ausführungen des Redners ſelbſt hervor, obwohl er wieder zu jenem Begriff zurückkehrte. Wir müſſen es uns da⸗ bei leider verſagen, im Hinblick auf den hohen Wert des geſtrigen Vortrags die intereſſanten Berührungspunkte zu behandeln, die er mit der Abhandlung Max Schelers„Zum Phänomen des Tragiſchen“ beſaß. Wir wollen nur eine uns notwendig erſchei ⸗ nende Abgrenzung vornehmen, gerade um das tiefe Ethos der Ausführungen des Redners in unſre Gedankenwelt einreihen zu können, die nicht im Begriff der Schönheit verankert ſein kann. Der weitere Inhalt ſeiner Rede ſoll ſelbſt dafür ſprechen. Die Welt, ſo führte er aus, bildet eine Harmonie geiſtig ver · bundener Teile; ſo haben auch alle Bewegungen in ihr eine wunderbare Harmonie. Hierzu kommt das kontraſtierende Ele⸗ ment, das der Vielheit die Einheit, dem Geiſtigen das Materielle gegenüberſtellt. Die Welt erſcheint damit als dualiſtiſch. Der Kampf ſpielt ſich in ihr ab. Das Erhabene im Kampfe,— das iſt die Tragik des Weltgeſchehens. Das Tra⸗ giſche iſt notwendig da, aber die Natur befindet ſich nicht immer in dem Zuſtande, in dem das Tragiſche vorhanden iſt. Trotzdem geht eine Disharmonie durch die heutige Welt; das iſt der tiefſte und glückſeligſten Menſchen, höhere, und eine jede verhält ſich zu dem oberen wie das Niedere ſich zu ihr verhält. Die einzige Einheit ohne Vielheit iſt Gott. Gott hat zwar eine Welt geſchaffen, die innerlich vollkommen iſt, aber es hat Gott gefallen, dieſer Welt etwas von ſeinem inneren Weſen mitzuteilen, er hat ihr das Streben gegeben. Der Menſch iſt dazu berufen, auch in eine höhere Eini⸗ gung mit Gott zu treten. Ter Kampf des Erhabenen begann, als der erſte Menſch die Bande freundſchaftli 5 zerriß. Die Tragik im Weltgeſchehen beſteht nun darin, daß auch der Menſch zu dem ihm untergeordneten Vielheiten und Einheiten ein falſches Verhältnis eingeht. Dem entgegen ſoll er allen Hin⸗ derniſſen vielmehr die Stirn bieten und nicht von der Idee laſſen, die die Welt beherrſcht. Schließlich triumphiert doch. immer wie⸗ der dieſe Idee. Drei Wege der Tragik gibt es nun, die die Men⸗ 198 gehen. Die einen haben die Idee erfaßt und tragen ſie hin⸗ — durch alle Schwierigkeiten: das ſind die zroßen Heiligen der Tragiſchen, die zuſammenbrechen; ſie rufen den Widerſpruch her⸗ in Harmonie zum Höheren, find nicht ſeine ausgeſprochenen Feinde. So wird das Tragiſche in der Welt zu einem Werkzeug, das der dern alles anſehen als die Stufen zur eigenen geiſtigen Vervoll⸗ kommnung. ohne daß der bei ihm tragende und immer wiederkehrende Be⸗ griff der Schönheit irgend eine Rolle ſpielte, und deshalb ſind wir auch der Meinung, daß ſeine Ideen gar nicht mit werden brauchen. Hören wir, wie der Schönheitsdenker Plotin, der aber gerade über dieſe Einſeitigkeit—55 hinaus ging, den geſtern ſo eindrucksvoll vorgetragenen Menſchheitsgedan⸗ ken gefaßt hat, ohne in die Schönheit zurückzufallen. Er ſpricht von dem Anſchauen des Göttlichen und fährt von dem ſchauenden Menſchen fort:„Auch dann ſelbſt, wenn er aus dem Schauen heruntergefallen iſt, kann er in ſich die Tugend erwecken. die Vollendung ſeiner Seele wahrnehmen und ſo ſich wieder auf⸗ ſchwingen durch die Tugend zum Geiſt, durch die Weisheit zu Gott. So iſt das Leben der Götter, ſo auch das det göttlichen eine Kern der chriſtlichen Weltanſchauung; aber dieſe Disharmonie iſt notwendig, damit die Welt fortbeſtehe. Das Viele iſt ſtets von ein Leben ohne Erdenluſt, eine Flucht des einzig Einen zum einzig Einen 55 5 2 N— a 2— 2— Pſer Ael auf.— Kartenbeſtellungen(60 Pfg.) nimmt die Geſchäftsſtelle Ein ſoziales verſicherungswerk der deutſchen preſſe ein Ver⸗ das 5 dem Wunſch und 11 5 E t beider vertragsſchließenden ile von großer und l e e das öffentliche Leben lt ſich um die von der Reichs⸗ arbeitsgemeinſchaft der deutſchen Preſſe abgeſchloſſenen Verträge, die Zuſammenwirken von Redakteur und Verleger für die Zeitung ſichern und zugleich ün Alter und Todesfall ent⸗ 18 3 Wert darauf, daß dieſe Verträge in völlig freier Vereinbarung zuſtande gekommen ſind und geben ſich umſomehr der Hoff⸗ nung hin, daß ſie die Grundlage für ein feſtes und dauerndes Vez⸗ trauensverhältnis zwiſchen Verleger und Redakteur bilden werden Das Vertragswerk beſteht aus einem Rahmenvertrag eiem Normaldienſtvertrag und einem Komplex von Verträgen, die die ſchen Tageszeitungen) und nerhöhung von 1 bis 2 Pfennig gewährt wird. Die Organiſationen beſchloſſen, E1 Berlin. 12. Jan.(Von unſerem Verliner Büro.) Wie der 1 zurückgekehrt iſt, an Influenza erkrankt. Er hatte ziemlich hohes Fie⸗ E Mexiko City. 12. Jan.(Spezicl abeldienſt der United Preß.) im Gebiet von Nuarik noch größer dar als urſprünalich anaenommen. Die Zahl der Toten beträgt nach inoffiziellen Schätzungen 700. Mindeſtens 1000 Men⸗ ſchen ſind obdachlos und leiden bitterſte Not. Anſteckende Krankheiten einer Einheit beherrſcht, jedoch über jeder Einheit befindet ſich eins zur höheren Einheit 91. Liebe zur Gottheit Die andern haben die Idee irgendwo erfahren, aber ſie überlaſſen ſich der Disharmonie; ſie haben ſich ſelbſt zur Idee ge⸗ macht, ſtatt nach ihr zu ſtreben, für ſie zu kämpfen. Das ſind die vor. Die dritten befinden ſich in der Mitte. Sie laſſen vielleichet die Idee fallen, aber ſie ergreifen ſie immer wieder; ſie ſtehen Menſch in die Hand nehmen ſoll; nicht ſoll er verzweifeln, ſon⸗ Dieſe Grundgedanken des Redners konnten wir wiedergeben ſeinem eigenen Aeſthetizismus verknüpft zu von allen Erdenfeſſeln, Dienskag, den 12. Januar 1925 AnBene Maanbeimer Feitunt(Abeas-Nusgebel 3. Seite. Nt. 18 Dr. Teubert/ Deutſche Weltſtudienreiſe Meine Fahrt durch die häfen Braſiliens— von Rio de Janeiro nach porto Alegre XII. „ Unſere Reiſe aing von nun an über die Lagoa dos Patos. dem Ziel unſerer ſiebentägigen Seefahrt entgegen: Porto Alegre. der Hauptſtadt des Staates Rio Grande do Sul. Noch ein raar Worte über den Hafen von Pelotas. dem wir auf dem Wege nach Porte Alegre noch einen kurzen Beſuch abſtatteten. Pelotas lieat ungefähr 5⁰ Km. nordnordweſtlich von Rio Grande an dem Verbindungsarm zwiſchen der Lagog dos Patos und der Lagoa Mirim. an einem klei⸗ nen ffluß. dem die Stadt ihren Namen verdankt. Dieſer iſt nicht zu perwechſeln mit dem größeren Pelotas. der den Quellfluß des Rio Uruguau bildet. Unſer Schiff lief zunächſt mit nordöſtlichem Kurs nabe an der Oſtküſte. d. b. an dem Weſtufer der aroßen Nehrung. wo bei dem aroßen Orte Sao Joſs do Notte eine auffallend aroße Kathe⸗ drale und eine noch auffallend arößere Krananlage unſere Aufmerk⸗ ſamkeit in Anſpruch nahm. Dann wurde der Kurs direkt nordnord⸗ weſtlich auf die Einfahrt von Pelotas genommen. Die Hafenanlagen, deren elektriſche Beleuchtung bei unſerer Einfahrt mit dem klaren Sternenhimmel wetteiferte, ſind mit denen von Rio Grande nicht zu vergleichen. Die Ein⸗ und Ausfuhr in Pelotas betrug: Einfuhr in Tonnen: 1909: 23 652, 1911: 18 281. 1913: 33 793. 1915: 14 715, 1917: 16 643, 1919: 15 385, 1921: 16 132, 1923: 15 183; Ausfuhr in Tonnen: 1909: 11 090, 1911: 5 782, 1913: 4 409. 1915: 1 905. 1917: 3 525, 1919: 9 201, 1921: 17 875, 1923: 12 017. . Uns Deutſche aber intereſſiert die Stadt, weil mebr noch als in Rio Grande die Bedeutung des Deutſchtums in Handel und Gewerbe hier einen außerordentlichen Aufſchwung genom⸗ men hat. Während in letzterer eigentlich außer einer Reibe mittel⸗ großer Unternehmen nur die großen Webereien von Rheingantz und die große Tabakfabrik von Poock Bedeutung erlanat baben, hat der deutſche Unternehmungsgeiſt in Pelotas es vorzüalich verſtanden, die Doörtigen Verhältniſſe in der Induſtrie auszunutzen. Die Abfallſtoffe der zahlreichen Schlächtereien, die zuerſt ſchon 1858 von dem Ham⸗ burger Eggers zu Seife. Kerzen. Oel und Leim verwendet wurden, Apeiſen auch heute noch mehrere deutſche Kerzen⸗ und Düngerfabriken. Zu denen ſich noch fünf Gerbereien und zwei aroße Brauereien geſel⸗ ken: dazu kommen noch neun deutſche Einfuhrhäuſer. Allgemein herrſcht in der Stadt ein recht lebhaftes geſchäftliches Treiben, dem auch die Zahl der Gaſtwirtſchaften und Kaffeehäuſer und der Stätten nächtlicher Veranüaungen entipricht. Um Mitternacht lichteten wir die Anker und machten am nächſten Abend um 7 Uhr. nach einer herrlichen, nach unſeren Beariffen ſom⸗ merlichen Fahrt, am neuen Kai von Porto Aleare feſt. Die Ein⸗ und Ausfuhr in Porto Aleare betrus: Einfuhr in Tonnen: 1909: 49 998. 1911: 84 003. 1913: 108 258. 1915: 45 873. 1917: 40 278, 1919: 53 517, 1921: 42 071. 1923: 47 804. Ausfuhr in Tonnen: 1909: 15 784, 1911: 13 890, 1913: 10 117, 1915: 6 915, 1917: 28 795, 1919: 25 477. 1921: 32 773. 1923: 36 508. Rio Grande do Sul iſt der ſüdlichſte der heute zum Staa⸗ zenbunde von Braſilien zuſamwengeſckloſſenen 22 Staaten. die zu⸗ ſammen 83 Millionen qkm— 15mal mehr als das Deutſche Reich— und etwa 31 bis 32 Millionen Einwohner haben. womit es unter den 10 felbſtändigen Staaten Südamerikas an erſter Stelle marſchiert. Nach der Dichte der Bevölkerung ſteht der Staat Rio Grande an zehnter Stelle. während er nach der Jahl der Bevölkeruna der viert⸗ ſtärkſte iſt. Hinſichtlich des Verkebrsweſens ſpielt er eine aroße Rolle. wenn man bedenkt, daß er 376mal dichter bevölkert iſt als z. B. Ar⸗ gentinien— 278mal dichter als der braſilianiſche Bund im ganzen genammen. Dieſer ſüdlichſte Staat bildet die Grenze gegen die Re⸗ publiken Uruquan und Argentinien: bier iſt auch zum erſten Mal die Grenze zwiſchen den ſpaniſchen und vortugieſiſchen Beſitzungen feſt⸗ geſtellt worden: das war auscanas des 18. Jahrbunderts, als aus Aylaß eines Krieges zwiſchen Portugal urd Spanien letteres Gebiete der Staaten Rio Grande do Sul und Santa Catbariva eroberte. Ihnen ſtand als Führer der vortugieſiſchen Armee der deutſche Ge⸗ veraneutnant Johann Heinrich Böhm gegenüber. den der damaliae Höchſtkommandierende Graf von Schaumbura⸗Lipre. mit anderen deutſchen Offizieren angeworben hatte. Wenn auch ſein Feldzugs⸗ plan ihm den Lorbeer des Sieges nicht einbrachte.— dankte man es doch ihm, daß die Armee von den an Zahl neit überlegenen Sraniern nicht erdrückt wurde. So iſt alſo der ſekige Sfaat Rio Grande das Grenzland gegen die ſraniſchſprechende Revublica Oriental del Uru⸗ auan. Die Stimmuna iſt aber durchaus nicht feindlich, im Gegen⸗ ieil: es ſoll Leute geben. die es lieber ſehen würden, wenn der fleißige und wohlbabende Staat nicht einen ſo großen Teil ſeiner ſchwer er⸗ arbeiteten. reichen Erträge dem weniaer aut wirtſchaftenden Norden zufließen zu ſaſſen brauchte, ſondern aufarund leiner wirtſchaftlichen Veberlegenheit in der Nachbarrepublik eine führende Rolle ſpielen Könnte. J Die Kenntniſſe. die in Deutſckland über Südawerika landläufta ſind, rechtfertigen vielleicht diele einleitenden Bemerkungen in Anbe⸗ tracht der Wichtiakeit, die die ſüdamerikaniſche Wirtſchaft für Deutſch⸗ land hat und in noch höh⸗rem Maße bekommen wird. Es wird alſo in dem kleinen. dichter bevöllerten. von der Natur mit Nerkebrswenen überreich ausgeſtattsten Staate d⸗ſſon Bodenmirfſckaft im Vorgleich Theater und Muſik 3* Dirigent des Lehrergeſangvereins Mannheim⸗ Ludw e mennde ete Peoſeſer wählte als Nachfolger des verſtorbenen Werner v. Bülow Profeſſor Arthur Berg, Ludwigshafen zum Dirigenten gemiſchter Chorwerke und des Frauenchors. Profeſſor Berg iſt ſeit 1901 Muſiklehrer des humaniſtiſchen Gymnaſiums Ludwigshafen und ein Schüler von Wolfrum, Kloſe und Mottl und als Dirigent wie als Verfaſſer muſik⸗ wiſſenſchaftlicher Werke beſtens bekannt. Araufführung im Wiesbadener Staatstheater. Eine De⸗ deutungsloſigkeit iſt dieſer„luſtiges Stück“ genannte Schwank„Du ahnſt es nicht“ von Barzini und Fraccaroli, zu deren Import nicht die mindeſte Urſache vorlag, die nur bezeichnend iſt für die Kritik⸗ loſigkeit, mit der die deutſchen Bühnenleiter aller ausländiſchen Produktion gegenüberſtehen. Der Vorwurf des Spiels iſt nicht einmal übel: Ein gelangweilter und offenbar ſehr beſchäftigungs⸗ ge loſer Graf verlangk dringend nach„Senſationen“ und vereinbart mit 8 in feten Park geratenen Filmgeſellſchaft, man ſolle ihm eine Reihe tollſter Abenteuer vorſpielen. Nun erlebt er plötz⸗ lich die unglaublichſten Dinge, die er mit ſich geſchehen läßt im Glauben, daß ſie alle ins e gehören, iſt ſogar den ech⸗ ten Einbrechern beim Raub behilflich, bis nach dreiaktiger Ver⸗ wirrung zwiſchen Schein und Wirklichkeit die Aufklärung kommt. Die Behandlung der an ſich nicht unergiebigen Fabel aber läß! Witz und bühnentechniſches Geſchick in gleicher Weiſe vermiſſen. Die Effekte ſind plump, der ganze Aufbau wirkt nachläſſig und niemals überzeugend, nicht einmal der ſchwankhafte Charakter bleibt durchgehend gewahrt. Auch die flotte und humorvolle Regie Max Andrianos konnte über die zahlreichen Schwächen des Spiels mur gelegentlich hinwegtäuſchen. Heinrich Leis. Stuttgarter Uraufführung. Die Württembergiſchen Lan⸗ destheater in Stuttgart brachten als erſte Uraufführung im Januar 1923 Slings, alias Paul Schleſingers des raſch bekannt gewordenen Romanſchriftſtellers ſchwankähnliche Komödie„Pong⸗ Ma⸗Jong“ mit einwandfreiem Publikumserfolg heraus, der frei⸗ lich zu einem großen Teil der glänzenden ſchauſpieleriſchen Leiſtung der Hauptfiguren, zu einem gewiſſen dem Umſtand, daß ihres Schöpfers literariſche Anſprüche in keinem Widerſpruch mit der in der gefundenen Form aufs glücklichſte untergebrachten geiſt · reichen Vordergründigkeit der g ellſchaftskritiſchen Problemſtel⸗ lung ſtehen, verdankt wird. Pong⸗Ma-⸗Jong iſt der beim gleich⸗ namigen Geſellſchaftsſpiel übliche Ausruf des Siegers und die Komödie, die dieſen Namen übernahm, hat zum Geſchehen das Verhältnis einer mondänen mit der ſchönen Ruchloſigteit der Renaiſſanceinſtinkte ausgeſtatteten Frau zu drei Männern, näm⸗ zu der extenſiven der anderen ſchon als intenſiv— in aroßen Gebie⸗ ten wenigſtens— bezeichnet werden muß, viel eher durch Verkehr, Landwirtſchaft, Handel und Gewerbe zu einer wirklichen Blüte der Volkswirtſchaft kommen, wenn der Wichtigkeit des Verkehrsweſens genügend Beachtung geſchenkt wird. Dazu iſt ſetzt noch Zeit. Es dürfte aber auch dringend an der Zeit ſein. tatkräftia an die verſchie⸗ denen Fragen heranzugehen. Das Wichtiaſte iſt der Anſchluß des Landes an den internationalen Weltverkehr. d. b. die Schaffuna einez für den neuzeitlichen Seeverkebr geeianeten Hafens. Da lieat der Kernpunkt der Schwieriakeiten, die, abgeſehen von dem Hindernis der Barre. die dieſen Siaat an der Entwicklung ſeines Verkehrsweſens— und damit ſeiner Volkswirtſchaft— jahrzehntelana verhindert hat. die ihm von der Natur zugedacht iſt. Beim Blick auf die Karte von Rio Grande do Sul ſtaunt man über den Reichtum an natürlichen Waſſer⸗ ſtraßen. Dder Uruguay und ſein Quellfluß Pelotas bildet auf drei Viertel des Landesumfanges die Grenze, von deren 3000 Kilometer Länge nur 700 Kilometer Meeresküſte und 500 Kilo⸗ meter über Land gehen. Auf 21 Nebenflüſſen können die Erzeug⸗ niſſe dieſes Landes dem Uruguay, der großen Verbindungsader zwiſchen Braſilien, Argent'nien und Urugnay, zuſtrömen. Faſt ebenſo zahlreich ſind die Ströme, die nach Oſten, d. h. dem Meere zu, die Gebirge des Landes entwäſſern und gleichfalls der Schiff⸗ fahrt nutzbar gemacht werden können. Vier von ihnen fließen allein in das Mündungsbecken Guahyba zuſammen, an dem Porto Alegre liegt. Neben dem Gravataly, der gewiſſermaßen eine Fortſetzung der Lagoa dos Potos nach Norden bis Torres darſtellenden La⸗ gunenkette verbunden iſt— und dadurch eine gelegentlich näher zu beſprechende, beſondere Bedeutung gewinnen kann— ſind die drei anderen, der Rio dos Sinos, an dem Sao Leopoldo, die älteſte deutſche Kolonie liegt und der Cahy und Ja⸗ cuhy und ihre Nebenflüſſe, z. B. der Taquary, ſchon heute ſchiff⸗ bar. Aber dieſer Grad von Schiffbarkeit iſt noch ſehr niedrig. Der Schiffstiefgang iſt an manchen Stellen in der trockenen Jahreszeit auf 45 Zentimeter beſchränkt. Es war an und für ſich das gegebene, den Platz, der durch ſeine nahe Lage an der Meeresküſte am berufenſten erſchien, zum Seehafen des Staates auszubauen, nämlich Rio Grande, zumal da dieſe Sdadt, die aus der erſten einem Militärpoſten, ſich recht gut entwickelt hat. Die große Schwierig⸗ keit, die in der etwa 60 Kilometer entfernt liegenden Bärre zu überwinden war, bevor man eine der Neuzeit entſprechende Fahr⸗ rinne ſchaffen konnte. habe ich an anderer Stelle eingehend dar⸗ geſtellt. Ueber 160 Millionen Goldmark hat ſich dieſer kleine Staat die Anlage ſeines Seehafens koſten laſſen. Ein höchſt beachtens⸗ wertes Beiſpiel von weitausſchauendem Verſtändnis für den Wert, den die bequeme Verbindung mit der anentbehrlichen Weltverkehrs⸗ ſtraße für die Wirtſchaft eines Volkes hat. Ob aber dieſe Ueber⸗ legung ſich auf die Dauer als richtig erweiſen wird, ſteht noch dahin. Es iſt nämlich noch nicht viel damit gewonnen, einen Hafenplatz für die Seeſchiffahrt zugänglich zu machen; ebenſo wichtig iſt der techniſch und wirtſchaftlich genügende Anſchluß des Hafens an das Hinterland, das die vom Seeſchiff in die Speicher fließenden Gütermengen aufnehmen und ſeine eigenen Erzeugniſſe ſo billig unter die Hafenkrane befördern muß. daß ſie einſchließlich der See⸗ fracht am Weltmarkt wettbewerbsfähig bleiben. Hier iſt nun das Unglück, daß Rio Grande ſelbſt als Hinter⸗ land eigentlich, da es am ſüdlichſten Spitzzipfel des Staates liegt, nur auf das verhältnismäßig ertragsarme, Vieh⸗ und Waldwirt⸗ ſchaft betreibende Gebiet an der uruguayiſchen Grenze und durch die Bahn nach Uruguyana mit dem Uruguay und der Republitk Argentinien angeſchloſſen iſt, während das bei weitem dichter be⸗ völkerte und durch die Koloniewirtſchaft ertragsreichere Haupt⸗ gebiet im Norden nur durch die Lagoa dos Patos in Verbindung ſteht. Am Nordpunkt dieſer Lagoa liegt Porto Alegre, das nicht nur politiſch, ſondern auch wirtſchaftlich den Kern des Landes bildet. Das eigentliche Hinterland von Rio Grande be⸗ ginnt alſo erſt in Porto Alegre. Es wäre deshalb natürlich ge⸗ weſen, dieſe Stadt zum Seehafen zu machen, wenn auch vielleicht die Verlängerung des Seeweges um 230 Kilometer— knapp 150 Seemeilen— unbequem geweſen wäre. Doch ſpielen dieſe bei einem Seeweg nach Hamburg von über 6500 Seemeilen tatſächlich keine Rolle. Aber dieſen Ententeich, Lagoa dos Pätos, für große Seeſchiffe befahrbar zu machen, hat die Natur dem Lande nicht ge⸗ ſchenkt. Dieſe müſſen in Rio Grande bleiben, weil nur bis dorthin die Waſſertiefe von 9 Meter geſchaffen werden kann. Somit beginnt eigentlich an dieſem Punkt bereits die Binnenſchiffahrt und es würde dementſprechend verſtändlich ſein, wenn man den Hafen von Porto Alegre nur für den Verkehr von Binnenſchiffen ein⸗ gerichtet hätte, die dann von hier aus die Waren gleich in das un⸗ bei Porto Alegre mündende Flußſyſtem weitergehen laſſen önnten. Dieſem Gedankengang iſt man aber nicht gefolgt, ſondern hat den Hafen von Porto Alegre ſehr großzügig für Schiffe von 4 Meter, ſa auf eine Länge von 500 Meter mit einem Kai für Schiffe von 6 Meter Tiefgang ausgebaut. Und mit was für einem Kal! Woher ſollen die 6 Meter tiefen Schiffe kommen? Die Lagoa ſchwankt in ihrer Waſſertiefe zwiſchen 1 und 5 Meter und die Her⸗ ſtellung einer Fahrrinne für Schiffe von 4 Meter Tiefgang erfordert ſchon heute eine ſehr koſtſpielige Baggerarbeit Eine Arbeit, die die alten Griechen als Siſyphusarbeit bezeichnet haben würden: denn daß die Lagog durch den Guahyba, den Abfluß der vier weit⸗ verzweigten, langen Gebirgszüge und ein 169 000 qkm großes Land entwäſſernden Flüſſe aufnimmt, verſandet die gebaggerte Fahr⸗ rinne andauernd wieder Man muß ſich von den in der Lagoa ab⸗ gelagerten Sinkſtoffen ein richtiges Bild machen: die Schleppkraft dieſer Flüſſe iſt mit der Weſer oder auch dem Rhein nicht zu ver⸗ gleichen Die Waſſermengen beim Hochwaſſer ſind bei den deutſchen Flüſſen etwa 15mal ſo groß wie beim Niedrigwaſſer. Auf den in den Guahyba mündenden Flüſſen aber 1000mal ſo groß, und zwar nicht nur bei den alle zehn Jahre einmal norkommenden außer⸗ gewöhnlichen Hochwaſſern, bei denen z. B. 1919 im Pardinho da⸗ Waſſer in zwei Stunden um 4 Meter und in einem Nedenfluß des Cahy ſogar in 5 Minuten um 2 Meter ſtieg, ſodaß Orte wie Eſtrella und Sao Leopoldo kilometerweit nach allen Seiten von Waſſer umgeben waren— nein, auch bei den normalen jährlichen Winterhochwaſſern. Mir ſcheint alſo, daß die Herſtellung einer 6 Meter tiefen Fahrrinne in der Lagoa dos Patos nicht als eine mit vertretbaren Mitteln zu erzielende Möglichkeit angeſehen werden darf. Ja, es dürfte ſogar zu unterſuchen ſein, ob das Kapital. deſſen Zinſen die Herſtellung einer Fahrrinne von 4 Meter 04. auf endloſe Frift nicht in einer zweckmäßigen Weiſe für die Schaf⸗ fung eines günſtigeren Anſchluſſes an die Seeſchlffahrt verwendet werden kann. Ich habe deshalb auf Grund der zahlreichen Beſprechungen, die ich mit amtlichen und privaten Sachverſtändigen hatte, und nach Einſicht der von der Waſſerbaubehörde ausgearbeiteten Pläne die Ueberzeugung gewonnen, daß der Anſchluß Porto Alegres an die Seeſchiffahrtsſtraße am beſten in der Art erfolgen würde, daß man die, die Lagoa dos Patos vom Meere trennende Nehrung; durchſticht. Ihre Breite ſchwankt zwiſchen 10 und 20 Kilometer. Welche Stelle die geeignetſte iſt, muß durch genaueres 6 ermittelt werden, das die Richtung der aus dem Rio Guahyß, kommenden Strömung, die Richtung der Meeresſtrömung und die Bodenbeſchaffenheit der Nehrung berückſichtigen müßte. An der Durchſtichſtelle wäre kein Hafen zu bauen. Ein Umſchlag der Güter käme hier alſo nicht in Frage und dadurch würde Porto Alegre, die Hauptſtadt des Landes, unmittelbar zum Seehafen gemacht, der nebenbei bemerkt genau ſo weit von der See enk⸗ fernt liegt wie Hamburg. Dieſe Löſung iſt weſentlich günſtiger als der von manchen Seiten heute noch empfohlene Plan, in Torres einen Seehafen anzulegen, denn dieſer Punkt liegt über 200 Km. von Porto Alegre entfernt und die Verbindung von Porto Alegre mit ihm iſt noch ſchlechter als die mit Rio Grande. Denn der von den Verfechtern dieſes Planes empfohlene Ver⸗ bindungskanal, der drei bis vier Schleuſen nötig macht, läßt ſſch — wirtſchaftlich— nur für einen Schiffstiefgang von 2,50 Meter herſtellen, ſo daß der Bau eines neuen Hafens in Torres keinerlei Vorteile bringen würde. 224 be Ob es wirtſchaftlich zu empfehlen iſt, dieſen Kanal zur Er⸗ ſchließung des nach Weſten an ihn anſchließenden fruchtbaren Serra⸗Abhanges zu bauen, iſt auch zweifelhaft. Eine viel billiger herzuſtellende Schmalſpurbahn dürfte auch genügen. Der neue, übrigens vor 12 Jahren ſchon einmal erwogene Plan des Neh⸗ cungsdurchſtichs würde die jetzigen dauernden und koſtſpieligen Baggerarbeiten erſparen, wenn man die richtige Stelle findet, ſo⸗ daß eine Verſandung der durch die Lagoag zu ziehende, etwa 20 bezw. 40 Km. lange Fahrrinne nicht ſtattfindet; das wird zu er⸗ veichen ſein, weil aller Vorausſicht nach die aus dem Rio Guahyba kommende, die Hochwaſſerſinkſtoffe der fünf Flüſſe mitführende Strömung ihre Richtung nach Rio Grande do Sul, alſo nach Süden beibehalten wird. Der Nachteil, daß Rio Grande den Teil ſeines Hafenverkehrs, der für Porto Alegre und ſein Hinterland beſtimmt iſt, verlieren würde, wird ausgeglichen durch den Fort⸗ fall der Umſchlagskoſten und der für viele Schiffe heute doppekt — in Rio Grande und Porto Alegre— erhobenen Hafengebühren und durch die Abkürzung des Schiffsweges von Porto Alegre nach allen nördlich gelegenen Häfen. Rio Grande würde ſeine Bedey⸗ tung für den Verkehr nach Uruguay und Argentinien und für ſein eigenes Hinterland behalten. Die endgültige Lage der Durchſtich⸗ ſtelle aber wie geſagt, bedarf genauer Ermittlung der Strömungs⸗ verhältniſſe innerhakb und außerhalb der Nehrung. Man wird dabei eingehende Unterſuchungen in einer Waſſerbauverſuchsan⸗ ſtalt nicht entbehren können, wenn man Enttäuſchungen vermeiden will, die, wie bei der Barre von Rio Grande, dauernd unbeabſich⸗ tigte, große Koſten zur Folge haben können. 0 0 0 Die Weltreiſeexpedition von Reg. und Baurat Dr. Teu⸗ bert, der auch ein Operateur der Univerſum⸗Filmgeſellſchaft.⸗ G. Ufa⸗Berlin angehört, hat ihre Studien in Südamerika beendet. Nach neunwöchigem Aufenthalt in Argentinien, wo Dr. Feußert, der an den Hochſchulen von Mannheim und Karlsruhe Schiffahrts⸗ und Verkehrsweſen lieſt, die Stromgebiete des Parans und Uru⸗ guay, die Häfen und den Lar desverkehr ſtudiert hat, reiſte die Expedition durch Braſilien, wo insbeſondere die Südſtaaten, die Verkehrsverhältniſſe von Rio de Janeiro und die Staaden Minas Gerges, Bahia Pernambuco und Amazonas berückſichtigt wurden. Durch das Zuſammenreiſen mit dem öſterreichiſchen Geſandten für Braſilien, Exz. Retſchek, boten ſich viele Erleichterungen und Möglichkeiten eines eingehenderen Studiums und ſehr wertvolle Filmaufnahmen, die ſchon bei den Vorträgen, die Dr. Teubitt in Braſilien gehalten hat, lebhaftes Aufſehen erregten und die im Rahmen des ganzen Weltreiſefilms auch in Deutſchland auf⸗ geführt werden. Das nächſte Ziel der Expedition iſt Nordamerika, von wo es nach Japan, China, Indien und Aegypten weiter geht. lich ihrem Mann, einem Generaldirektor und nebenbei moralin⸗ freien Expropriateur und zwei Liebhabern, von denen der eine ein ſehr korrekter aber ehrenfeiger Staatsanwalt, der andere ein von dieſem geſuchter Gentlemanverbrecher iſt, der, im Stück die männliche Hauptrolle, in einer ſtark kolportagehaften, die Räuber⸗ romantik von einſt herzhaft ins Moderne überſetzenden Handlung hart verfolgt, alle Fäden großartig in der Hand behält und zum Schluß natürlich Pong⸗Ma⸗Jong rufen kann. Alſo eine graziös hingelegte Hochſtaplergeſchichte, frech, ſchlagfertig, mit blendenden Perſpektiven, witzigen Dialogen, von abſoluter Aktualität. Litera⸗ riſch offenbar von Shaw beeinflußt, aber von einer bei dem ge⸗ zeigten nicht unbeträchtlichen Können melancholiſch ſtimmenden Anſpruchsloſigkeit des Wollens. Dr. E. Müller. Die Münchener Theater leben ſeit Weſhnachten größtenteils von alten Taten. Das„Schauſpielhaus“ hat ſich mit der ver⸗ ſpäteten Aufführung von dem Barabarina⸗Stück„Die Balla⸗ ring des Königs“ von Presber und Stein wenig Lorbeeren eholt. Denn man hat kaum je ein ſchwäc auheres Gebilde von dieſer ſonſt ſo tüchtigen Luſtſpiel⸗Firma zu Geſicht bekommen. Ein witzarmer Operettentext, dem der mit dem Kitſch verſöhnende Aus⸗ gleich der Muſik fehlt— das und nicht mehr iſt dieſes ſogenannte Luſtſpiel der Friedericus⸗„Konjunktur“. Die Darſteller ſtanden vor undankbaren Aufgaben. Auch Forſter⸗Laarinaga konnte aus dieſem großen Fritz nichts anderes machen als eine gelungene Maske.— Im„Volkstheater“ erfreut„Der wahre Facg be alle Lachluſtigen. Leider hat dieſe Bühne einen empfindlichen Ver⸗ luſt zu beklagen: der ſehr begabte jugendliche Komiker Richard Koutensky, der ſeines Publikums erklärter Liebling war, eine Begabung von froher Natürlichkeit und echten Herzenskönen, iſt einem tückiſchen Leiden nach kurzer Krankheit erlegen. R. R. eOberammergau 19277 Es heißt, daß ſchon im Jahre 1927 wieder das Oberammergauer Paſſionsſpiel ſtattfinden werde. Erſt' im Jahre 22 haben wir das fromme Spiel geſehen, nachdem der Brauch einer jeweils zehnjährigen Spielpauſe anno 20 wegen der ſich aus den Kriegsfolgen ergebenden Not preisgegeben worden war. Während alſo zuletzt ein Zwiſchenraum von zwölf Jahren die beiden Spiel⸗Perioden trennte, will man jetzt ſchon nach fünf⸗ jähriger Pauſe wieder ans Werk gehen. Die für 1930 fälligen Auf⸗ führungen ſollen dann natürlich unterbleiber. Dafür iſt eine be⸗ ſonders feſtliche Begehung der Oberammergauer„Paſſion“ für 1934 geplant, für das Jahr des 300 Jahr⸗Jubiläums des ehr⸗ würdigen Spielbrauches im Ettal. Die Wahl des relativ frühen Termines von 1927 ſoll in der Hauptſache durch die Not beſtimmt worden ſein, in der ſich die Oberammergauer Schnitzer befinden. Da für den gleichen Termin in München die„Handwerk“⸗Ausſtellung vorbereitet wird, ſtehen die Aſpekte für eine energiſche Neubelebung des bayeriſchen Fremdenverkehrs recht günſtig. R. R. Literatunt Marim Gorkl: Mein Weggenoſſe und andere Er⸗ zählungen. Ueberſetzt von Alexander Eliasberg. Volksver⸗ band der Bücherfreunde, Wegweiſer⸗Verlag, Berlin.— Die Schönheit der Novellen Gorkis liegt. in der bildhaften ungekünſtelten Sprache und in der Verbundenheit mit der Natur, in dem aus jedem, felbſt dem äußerlich unſcheinbarſten Erlebnis hervorquellenden urkräftigen Menſchlichkeitszug, der ſo unbarmherzig die äußeren Hüllen der Menſchen zu durchbrechen verſucht, um in der verborgenen Tiefe ihrer Seelen ein— und ſei es nur ein winziges Körnchen Menſchlich⸗ keit zu entdecken. Der Volksverbond der Bücherfreunde hat darch den leider zu früh verſtorbenen beſten Ruſſen⸗Ueberſetzer Dr. Alexoer⸗ der Eliasberg die ſchönſten Novellen Gorkis in einem Band unter den Titel„Mein Weggenoſſe“ zuſammenfaſſen laſſfen. Die Ueberſetzung iſt muſtergültig. Die äußere Ausſtattung iſt auch bei dieſer, wie bei allen V. d..⸗Erſcheinungen einwandfrei gut. „Wie werde und bleibe ich geſund?“, von Ferd nand Schrey, 3. Auflage. Verlag F. Schrey, Berlin.— In dieſem Buche des Kurz⸗ ſchrifterfinders iſt die geſamte Geſundheltslehre in knapper, aber voll⸗ ſtänd'ger und zugleich klaver, überzeugender Form auf Grund der neueſten Erfahrungen und Forſchungen und unter Mitwirkng tüchti⸗ ger Fachmänner dargeſtellt. Es umfaßt alle hierher gehörigen Ge⸗ biete: die Ernährung Atmung, Bewegung,, die Genußmittel, alle Heilmittel, auch die ſeeliſchen und ſchildert die gewaltige volkswirt⸗ ſchaftliche Bedeutung richtiger Geſundheitspflege und vieles andere auf die Geſunderhaltung und Stärkung Bezügliche. Volkskalender für Freiheit und Ehre 1926. Im Buchverkrie des Arbeitsausſchuſſes deutſcher Verbände Berlin. 5 81 jahre hat der Arbeitsausſchuß Deutſcher Verbände in Berlin auch für 1928 ſeinen Volkskalender wieder heausgegeben. Der Inhalt iſt über das Gebiet der Kriegsſchuldfrage hinaus auf andere Teil⸗ probleme von Verſailles, auf Grenzlandfragen, beſetzte Gebiete, berlorene und abgetretene Gebiete, deutſch⸗öſterreichiſche Anſchluß ⸗ frage u. a. m. ausgedehnt worden. Einen Ueberblick über die Be⸗ wegung gegen die Schuldlüge und das Verſailler Diktat im Aus⸗ lande geben eine große Anzahl von Ausſprüchen und Urteilen, die von hervorragenden Vertretern des politiſchen, wiſſenſchaftlichen und kulturellen Lebens geäußert worden ſind. Auch der Unter⸗ haltungsteil iſt dem vaterländiſchen Gedanken gewidmet und ge⸗ ſchickt mit dem übrigen Teil verbunden.. 250 Seite. Nr. 18 ANene Maasbeimer Jeitnag(Nbend- nsae dDienstag. den 12. Januat 1926 Wirtſchaſtliches und Soziales Die Lage des Arbeitsmarkts Die des Arbeitsmarkts hat in der Zeit vom 31. Dezember 1925 bis 6. Januar 1926 im ganzen angehalten, wenn auch in einzelnen Gruppen eine ſchwache Beſſerung zu verſpüren war. Dieſe dürfte jedoch überwiegend vorübergehenden Charakter tragen (eichte Belebung des Baugewerbes während der verhältnismäßig wärmeren Tage, des Gaſt⸗ und Schankwirtſchafts⸗ ſowie Muſiker⸗ gewerbes infolge der Feſttage u. dergl.). Im ganzen iſt der Arbeits⸗ markt aber eblieben, in maßgebenden Berufsgruppen (Metall⸗, Holz⸗ und Tabakgewerbe) iſt ſogar eine weitere Verſchlech⸗ terung zu beobachten. So iſt die Arbeitſuchendenziffer im Lande Baden in der Berichtszeit von insgeſamt 72 073 auf 76 839 geſtiegen. In⸗ folge einer gleichzeitigen ſchwachen Zunahme des Stellenangebots von 1164 am 30. Dezember 1 3 am 6. Januar hat ſich allerdings die Andrangsziffer— das Verhältnis der Zahl der Stellenſuchenden 90 je 100 offene Stellen— etwas + Kamen ſ0 am 30. Dez. auf 100 offene Stellen rund 6192 Arbeitſuchende, ſo ſank letztere Ziffer bis zum 6. Januar auf 5630. Die Zahl der Hauptunter⸗ ſtützungsempfänger iſt aber noch von 55 050 am 30. Dezember auf 61 843 am 6. Januar geſtiegen. In der Landwirtſchaft hat ſich die Nachfrage nach Mägden ſchwach belebt. Hingegen ſahen ſich kleine wie große Firmen der Metall⸗ und Maſchineninduſtrie zu weiteren Entiuſ⸗ 33 genötigt. In den meiſten Betrieben der Schwarzwälder hreninduſtrie herrſcht Werksurlaub, in der Pforzheimer Schmuck⸗ wareninduſtrie beläuft ſich die Zahl der verkürzt arbeitenden Kräfte 3. Zt. etwa auf 26 000. In der chemiſchen Induſtrie wurden lokal Einſtellungen beobachtet. In der Leder⸗ und lederver⸗ arbeitende n⸗Induſtrie hat die Verſchlechterung angehalten. Die Weinheimer Lederinduſtrie ſedoch konnte voll durcharbeiten. In der im weſentlichen befriedigend beſchäftigten Textilinduſtrie wur⸗ den veeſchiedentlich Entlaſſungen aus Spinnereibetrieben beobachtet. Recht nieder iſt der im Holz⸗ und Schnitz⸗ ſtoffgewerbe. In der Tabakinduſtrie hat ſich der Ar⸗ beitsmarkt(ſowohl infolge von Entlaſſungen als auch infolge von Werksurlaub und Kurzarbeit) weſentlich verſchlechtert. Im Be⸗ kleidungsgewerbe wurde zu Werksbeurlaubungen von Näherinnen und Schneiderinnen geſchritten, der Arbeitsmarkt der Schuhfabrikation blieb, von geringer örtlicher Beſſerung abgeſehen, ſchlecht. Wenn der Kräftebedarf im Friſeur⸗ und Vervielfältigungs⸗ gewerbe im allgemeinen angehalten hat, ſo belebte ſich die Nachfrage im Baugewerbe infolge der milden Witterung vorübergehend. Der Hochwaſſerſchaden hat zu Entlaſſungen von Hafenarbei⸗ teypn geführt, auch für ſonſtige ungelernte Kräfte geſtaltete ſich der Arbeitsmarkt äußerſt ungünſtig. Hingegen erfuhr die Nachfrage nach weiblichem hauswirtſchaftlichem Perſonal eine gewiſſe Belebung. Städoͤtiſche Nachrichten Rommerzienrat Kichard poſt 7 In Heppenheim an der Bergſtraße, wo er ſeinen Lebens · abend verbrachte, iſt geſtern im 74. Lebensjahre der frühere General⸗ direktor der Mannheimer Verſicherungsgeſellſchaft, Kommerzienrat Richard Poſt, verſchieden. Der Heimgegangene, eine Autorität im Verſicherungsweſen, war 1852 in Oſtpreußen als Sohn eines Guts⸗ beſitzers geboren. Als er das Gymnaſium bis zur Reife beſucht hatte, meldete er 55 als 17jähriger freiwillig zum Heere und zog in den deutſch⸗franzöſiſchen Krieg, aus dem er geſund wieder zurückkehrte. In Königsberg ergriff er dann die Verſicherungskarriere. Nach abſol⸗ vierter Lehrzeit trat er in die Dienſte der Allgemeinen Seeverſiche⸗ rungsgeſellſchaft in Dresden. Als Angeſtellter der Transatlantiſchen Verſicherungsgeſellſchaft Berlin war er im Auslande, beſonders in England, längere Zeit tätig. Im Jahre 1879 trat er in die Mann⸗ heimer Verſicherungsgeſellſchaft ein, in der man ſofort die reiche Be⸗ 7. Mannes erkannte. Schon ein Jahr ſpäter wurde Poſt Mitglied des Vorſtandes, um bald zu der höchſten Stellung vorzurücken, die das Unternehmen zu vergeben hatte. Als Poſt im Jahre 1918 in den wohlverdienten Ruheſtand trat, konnte er auf ein reichgeſegnetes Leben zurückblicken. Unter ſeiner Leitung hat ſich die Mannheimer Verſicherungsgeſellſchaft zu einer der führenden deutſchen Verſicherungsunternehmungen entwickelt. Nach ſeinem Ausſcheiden trat ieh in den Aufſichtsrat über, in dem ſeine reichen Erfahrungen ſtets ſehr geſchätzt wurden. Außerdem ge⸗ örte er dem Aufſichtsrat der Continentalen Verſi chaft Mannheim, der„Kronos“, Deutſche Lebensverſicherungs⸗Gefell⸗ chaft Berlin und der„Rhein⸗Moſel“, Allgemeine ell⸗ chaft, Berlin an. In Mannheim, wo er ſeine zweite Heimat fand, er⸗ teute ſich Poſt in weiten Kreiſen großer Beliebtheit, wozu vor allem ein liebenswürdiges Weſen beitrug. Er hinterläßt eine Witwe, die ich im Frauenverein ſehr durch ihr gemeinnütziges Wirken auszeich⸗ nete, und zwei verheiratete Töchter. Weil er zu den Wirtſchafts⸗ führern in Mannheims großer Zeit gehörte, iſt ihm ein dauerndes ehrendes Andenken geſichert. Sch. Friſtloſe Entlaſſung eines ſtädtiſchen Oberverwaltungs⸗In⸗ ſpektors wegen Unterſchlagung. Wie die„Volksſt.“ mitteilt, wurde der bei der Zentralverwaltung angeſtellte Oberverwaltungs⸗In⸗ ſpektor Erytropel am Samstag friſtlos entlaſſen, weil er Des Kaiſers alte Kleider Roman von Frank Heller Copyright by Theſpis⸗Verlag in München 1920 50)(Nachdruck verboten.) „Gibt es nicht ſemanden, den Sie gerne treffen möchten, Mon⸗ ſieur Laplace? Jemand, der Ihnen ſehr, ſehr viel Böſes an⸗ getan hat?“ Er begann in ſich hineinzumurmeln, ohne daß ich verſtehen konnte, was er ſagte. Plötzlich blitzte es in ſeinen Augen auf, und er ſagte verſtändlich: „Sie? Wo iſt ſie?“ Ich wußte noch nicht, wemit Ihre ſalzwaſſeräugige Freundin ſich vergnügt hatte. Ich erwiderte ſeine Frage mit einer Gegen⸗ rage: 5„Hätten Sie nicht Luſt, Ihren alten Freund Nevill zu treffen?“ Ich glaubte, er würde die Handſchellen in Stücke reißen. Er ſprang mit einem toſenden Geklirr von dem Seſſel auf— ich be⸗ wundere Ihren Schlaf, der dieſe Probe beſtanden hat— und ſtellte ſich vor mich hin und ſtarrte mich mit Augen an, denen es nicht mehr an Ausdruck fehlte. 8 0 75 e ich.„Sie haben ange ge⸗ Niemand kann Ihren ünſcht, Ihren Freund Nepill zu treffen. 0 t 1 beſſer perſtehen als ich. Wenn Sie mich begleiten wollen, werde ich Sie zu Ihrem Freunde führen.“ „Wo— wo iſt Nevill?“ „Ich werde Sie zu ihm füdren.“ „Sprechen Sie Wahrheit? „So wahr ich lebe.“ 5 Er fuhr fort, mich mit den Augen zu durchbohren. Merk⸗ würdigerweiſe ſchien er mich nicht zu erkennen und auch die Hand⸗ ſchellen nicht zu bemerken. Ich, der ich wußte, was ich wußte, fand dies jedoch nicht ſo wunderlich. Ich wendete mich haſtig meinem Freunde Lavertiſſe zu, dem Franzoſen, den Sie auf der Redoute und auch ſpäter geſehen haben. 9 5 „Lieber Lavertiſſe, es wird Ihre und Grahams Aufgabe ſein, den blausdekleideten Herrn draußen zu entfernen. Ich und Mon⸗ ſieur Laplace werden einen kleinen Ausflug zu zweit machen. Draußen in der Stadt nehmen Sie ein Tourenauto und halten damit in der Frederiksberg⸗Allee an der Ecke der König⸗Hans⸗Allee. Hier habe ich die Adreſſe aufgeſchrieben. Sie müſſen ſpäteſtens in einer Stunde dort ſein. Von Packen kann, wie geſagt, keine Rede ſein. Vergeſſen Sie nur nicht Ihre Adjektive, Graham. während ſeiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Bezirksvorſteher des Fürſorgeamts in Feudenheim, die er ſchon vor dem Kriege aus⸗ übte, Gelder unterſchlagen hat. Die Unterſchlagungen nahm er durch nachträgliche Manipulationen an den Quittungen vor, die von den Fürſorgeempfängern unterzeichnet wurden. Die unter⸗ ſchlagene Summe beläuft ſich nach den bisherigen Feſtſtel⸗ lungen auf einige tauſend Mark. Ein Teil davon wurde bereits in bar gedeckt. Außerdem hat die Stadt die Hand auf die Erytropel gehörige Villa in Feudenheim gelegt, um auf alle Fälle vor Verluſten geſchützt zu ſein. „Sturz vom Dache. Bei Vornahme von Dacharbeiten im Hauſe Fröhlichſtraße 65 fiel geſtern mittag ein 20 Jahre alter Dachdecker von dem dreiſtöckigen Hauſe in den Hof und blieb bewußtlos liegen. Im allgemeinen Krankenhaus, wohin er mit dem Sanitätsauto ver⸗ bracht wurde, ſtellte man neben einem Schädelbruch eine erheb⸗ liche Verletzung der linken Schulter feſt. Lebensgefahr beſteht vor⸗ erſt nicht. Die Schuld ſoll den Verletzten ſelbſt treffen, da er, ohne⸗ die vorgeſchriebenen Sicherheitsmaßregeln getroffen zu haben, auf dem Dache arbeitete. Betriebsunfall. Geſtern mittag wurde im des Haupt⸗ poſtgebäudes in O 2 ein 25 Jahre alter Schmied bei Tiefbohrungen non einem 5 Meter hohen Holzbock, der umfiel, getroffen und am Oberkiefer ſchwer verletzt. Man verbrachte den Verun⸗ glückten mit dem Sanitätsauto in das allgemeine Krankenhaus. Verletzung eines Kindes durch einen Radfahrer. Am Samstag nachmittag wurde auf der Waldhofſtraße ein 4 Jahre a ter Knabe von einem 24 Jahre alten Radfahrer, der unvorſichtig gefahren iſt, 0 zu Boden geworfen und im Geſicht und am Kopfe ver⸗ etzt. vereinsnachrichten Generalverſammlung des Gartenbauvereins Neckarau Trotz des herrlichen Sonnen⸗Sonntaas hatten ſich die Mitalieder derart zahlreich eingefunden. daß der kleine Saal des„Prinz Max“ niemanden mehr faſſen konnte. Dieſer ſtarke Zuſpruch dürfte in der Hauptſache auf das Konto des Redners des Tages. Kunſtaärtner Max Freund. zurückzuführen ſein. Zunächſt fand die bei Jahresver⸗ ſammlungen übliche Tagesordnuna ihre programmäßige Erledigung. Der verdienſtvolle, rührige Vorſitzende. Valentin Wahl berichtete. daß im Jahre 1925 dreizehn Veranſtaltungen ſtattaefunden bhaben. Der Mitaliederſtand beträat 156. Der verſtorbenen Mitalieder Bau⸗ meiſter Noll und Werkmeiſter Weigel wurde gebührend gedacht. Dem Diener Knoll, der zehn Jahre ſeine Geſchäfte gewiſſenbaft beſorat. wurde der verdiente Dank gezolft. An ſeine Stele trat Geora Brenneis. Aus der Rechnunasverkündiauna des Kaſſiers Boſch entnahmen wir einen Kaſſenbeſtand von 327 Mk. und das Vorban⸗ denſein eines Separatfonds von 736 Mk., welch letzterer für Sonder⸗ veranſtaltungen. wie Ausſtellungen. Blumenſchau etc. als Reſerve dienen ſoll. Die getätiate Vorſtandswahl ergab folgende Namen: Vorſttzender: Nalenlin Wahl. Stellvertreter: Mar Freund. Kaſſier: Adolf Boſch. Schriftführer: Rudolf Baro. Rechnungs⸗ vrüfer: Theodor Weinhardt und Guſtav Ziealer. Beiſitzer: Valentin Eichel Ludwia Kochenburger. Jacob Ofemoch. Wam Wacker. Palentin Zeilfelder und Friedrich Axel. Im weiteren wurde der Anſchluß des Vereins an die Badiſche Landwirtſchaftskammer vollzogen, die auch die Zeitungen für die Mitoljeder beſorat. Der Vei⸗ trag wird in ſeitbheriger Höhe von 6 Mk. im Jahr belaſſen. Als De⸗ legierter für die Landwirtſchaftskanmer wurde der Vorſikende be⸗ ſtimmt. Für das laufende Vereinsfahr ſind u. a. folgende Unterneh⸗ mungen gerlant: Beſuch der Stadtaärtnerei. Beſichtigung der Muſter⸗ anlagen in Ladenbura und Auauſtenbura bei Durlach(letztere als Vereinsausflug), Blumenſchau mit vorausgehendem Inſtruktionsvor⸗ traa eines Fachmannes. Film⸗ und Lichtbildervorträge. Gratis⸗ blumen⸗Verloſung. Der letzte und intereſſanteſte Punkt lag in dem Vortrag über „Tropiſche Nutßpflanzen“, der einmal ein neues Thema in die Programmreihe der Gartenbauvereine warf. Wer wie Max Freund eine über 50jährige Gartenpraxis hinter ſich hat, der einen erſtklaſſigen Gärtner ſeinen Vater nennen durfte und der noch oben⸗ drein ein Menſch iſt, der in allen Lagen des Lebens ſich klaren Blick bewahrt, der wußte uns auch viel zu erzählen aus unſerer engeren Heimat bis hinüber zum fernen Oſten. Redner behandelte in vollendeter Sachkenntnis die Hauptpflanzen, die uns Deutſche intereſſieren: Südfrüchte wie Drangen und Zitronen, Datteln, Fei⸗ gen, Oelbaum, Kaffee, Tee, Kakao, Zucker. Reis uſw. Frohen Muts traten wir mit unſerem humorvollen Redner die Reiſe an bis Luzern, durch den Gotthard nach Mailand, hinein ins Land wo die Zitronen blühen, im dunklen Hain die Goldorangen glühn. An der Hand hübſcher fabriger Wandtafeln ſahen wir die herrlichen Früchteanlagen, die Delbäume mit ihrem koſtbaren Olivenöl, deren Alter bis in die Zeiten des Vater Noa zurückreicht, die Feigen⸗ bäume, das Haupternährungsmittel der ſüdlichen Bevölkerung. Zitronen und Orangen gelangen täglich in großen Mengen zu uns aus Italien und hauptſächlich aus Californien. Auch Reis findet ſich in Itallen. Den Anamiten im fernen Aſien, die wir auch auf dem weſtlichen Kriegsſchauplatz des Weltkrieges antrafen, iſt Reis das einzige Ernährungsmittel. Trockenheit ruft daher öfters große Hungersnot bei dieſen Leuten hervor. Den Kaffeebaum finden wir zunächſt in Abeſſynien und Arabien(Coffsin arabica), dann aber hauptſächlich in Südamerika, Columbia, Braſilien. In Berlin wurde im Jahre 1721 das erſte Kaffeehaus eröffnet, allerdings nur für bevorzugte Leute. Der Tee hat ſeine Heimat in China und Süd⸗ rußland, Kakao in Südamerika. In Deutſchland iſt der Tee erſt „Und der Herr dort?“ Der Herr dort, das waren Sie. „Der muß ſchlafen,“ ſagte ich.„Er iſt in letzter Zeit die Nächte zu viel aufgeweſen.“ Meine Freunde nickten und gingen. Sie gingen hinten herum. Zwei Minuten ſpäter wurde der blaugekleidete Herr durch einen heftigen Wortwechſel zwiſchen zwei Ausländern in ein Quergäßchen gelockt. Nach einer weiteren halben Minute waren Laplace und ich auf dem Weg zur König⸗Hans⸗Allee, und Sie waren Allein⸗ herrſcher im Hauſe. Laplace folgte mir wie ein Kind, ohne mich eine Sekunde aus dem Auge zu laſſen. Es gelang mir, ſeine Hand⸗ ſchellen vor dem Chauffeur zu verbergen, und er ſelbſt ſchien ſich ihrer noch immer nicht bewußt zu ſein. Das Haus lag ſo da, wie ich es verlaſſen hatte, ganz ebenſo wettergeſchwärzt, geheimnisvoll und ſtumm. Es hatte nun zu regnen begonnen, ein ſtrömender Oktoberregen, der die letzten Blätter von den Zweigen riß und einem durch Mark und Bein ging. Ich be⸗ zahlte den Chauffeur mit einer Summe, die es wahrſcheinlich machee daß er auf Feſtlichkeiten auszog und in den nächſten Stunden taub gegen die Gebote der Pflicht war, auch gegen etwaige tele⸗ phoniſche Anrufe von Detektivs. Dann öffnete ich Laplace das Gartengitter. Wir gingen langſam zum Hauſe hinauf. Laplace ſah ſich mit unruhigen Augen um und ſchöpfte ein paarmal tief Atem. Plötzlich murmelte er: „Hier— wohnt Nevill— hier?“ „Er wohnt hier,“ ſagte ich.„Ihr alter Freund Nevill wohnt in dieſem großen, ſchönen Hauſe. Er wohnt ſeit vielen, vielen Jahren hier. Aber Sie werden ihn vielleicht nicht erkennen. Er hat ſich veründert.“ „Ich werde ihn erkennen,“ ſagte Laplace. Wir waren an der Hausktüre. Hinter dieſer befindet ſich etwas, das Sie kennen. „Sie müſſen vorſichtia gehen, Monſieur Laplace,“ ſagte ich. „Jetzt öffne ich die Türe— ſo. Jetzt mache ich einen Schritt hinein, und Sie folgen mir nach— nur einen Schritt, Menſchenskind, nur einen Schritt!— Nach rechts! Nach rechtsl!“ Es war zu ſpät. Ich packte ihn am Arm, aber er war zu ſchwer, es fehlte nicht viel und ſch hätte ihm ſelbſt Geſellſchaft geleiſtet. So wahr ich lebe, ich habe ehrlich gegen ihn gehandelt. Ich wünſchte ihm nur eines zu zeigen— ſeinen alten Freund Ne⸗ vill, der ihn einmal vor vielen, vielen Jahren den chineſiſchen Behörden angezeiot hatte und ihn in die Strafkolonie Pin⸗Vang einſperren ließ. Die Einzelheiten kannte niemand, und es wird ſie wohl auch niemand je erfahren. Ich halte es ſedoch für wahr⸗ ſcheinlich, daß dieſe Anzeige etwaß mit dem geplanten Revolutiong⸗ ſeit 50 Jahren allgemein im Gebrauch. Aus Kakao und Zucker wird die Schokolade hergeſtellt und mit der Entdeckung Amerikas kam ſie auch nach Spanien, wo ſie heute allgemeines Volksgetränk iſt. Das Zuckerrohr hat ſeinen Urſprung in Oſtindien. Heute haben wir in Deutſchland ſeloſt zahlreiche Zucker⸗Kulturen. Eine kurze Beſprechung von Palmpflanzungn beſchloß die wertvollen Ausfüh⸗ rungen, die vom Vorſitzenden gebührend verdankt Unzeitgemäße verteuerung der Telegrammaufgabe Wie der Bund Deutſcher Fernſprechteilnehmer(vorläufiger Sitz Göttingen)feſtgeſtellt hat, wird bei Aufgabe von Telegrammen durch den Fernſprecher außer der beſtimmungsgemäßen Stundungsgebühr auch noch ein Geſpräch zum Ortsgeſpräch⸗ gebührenſatze von 15 Pfg. berechnet, indem die Verbindung mit der Telegrammaufnahme als gebührenpflichtig angeſehen wird. Der Bund hat infolgedeſſen in einer Eingabe das Reichspoſtmini⸗ ſterium gebeten, verfügen zu wollen, daß von der Berechnung dieſes Geſpräches in Zukunft abgeſehen wird.„Mit dem gleichen Recht“, ſo wird ausgeführt,„mit dem hier ein Geſpräch in Anſatz gebracht wird, könnten die Geſpräche berechnet werden, die man mit dem Fernamt führt zum Zwecke der Anmeldung von Ferngeſprächen. Es könnte mit dem gleichen Recht auch eine Gebühr dafür erhoben werden, daß man an den Poſtſchalter geht und die Zeit des Beamten in Anſpruch nimmt, um Briefmarken zu kaufen oder ähnliches. Im Privatleben könnte der Kaufmann ebenſogut ein: Sondergebühr von ſeinem Kunden verlangen, wenn dieſer das Perſonal in Anſpruch nimmt zu dem Zwecke, Ware zu beſichtigen oder zu käufen. Die Aufrechterhal⸗ tung der Gebühr läßt ſich deshalb aus allgemein gültigen Gepflogen⸗ heiten und Rechtsgrundſätzen nicht rechtfertigen. Auch werden die Telegramme durch ſolche Gebühren verteuert. Wenn die Reichspoſt⸗ verwaltung ein beklagenswertes Defizit beim Telegrammweſen feſt⸗ ſtellen muß, ſo müſſen wir die Anſicht ausſprechen. daß die Ver⸗ teuerung der Telegramme mit zu dieſem Reſultat beiträgt.“ * Ernennung zu Regierungsbaumeiſtern. Die nachgenannten Regierungsbauführer ſind als in der Staatsprüfung im Ingenieur⸗ baufach beſtanden erklärt und zu Regierungsbaumei, ern ernannt worden: Richard Eißenhauer aus Singen, Leopold Hauck aus Durlach, Albert Knobloch aus Offenbuͤrg, Ernſt Krieger aus Karlsruhe, Leopold Ma ger aus Donaueſchingen, Guſtav Rein⸗ hardt aus Magdeburg, Erich Weindel aus Ettenheim. „Wiederkehr der beſchleunlaten Perfonenzüge über die Schwarz ⸗ waldbahn als Wochenendzug Frankfur.—Mannheim—Harlsruhe Triberg—Konſtanz. Die über den badiſchen Schwarzwald gefahrenen beſchleunigten Perſonenzüge 1452/1453 Frankfur.-Mannbeim Karlsruhe—Triberg—Konſtanz waren trotz aller gegenteiligen Be⸗ mühungen Ende Oktober zwiſchen Offenbura und Konſtanz als tem⸗ voräre Züge weagefallen. was von den betroffenen Gebieten bei der günſtigen Lage der billigen Züge und wegen der ausgezeichneten An⸗ ſchlüſſe bis nach Berlin ſchwer empfunden wurde. Die Reichsbahn hat bisher den Bemühungen um Wiedereinführung dieſer Züge entae⸗ gengehalten. daß die zeitlich ziemlich varallel laufenden gewöhnlichen Perſonenzüge der Schwarzwaldbahn 1424/1425 in der Beſetzung lit⸗ ten. Nunmehr wird die genannte beſchleunjate Perſonenzuasverbin⸗ duna über die Schwarzwaldbahn zunächſt mit ſofortiger Wirkung bis auf weiteres als Wochenendzua in der Richtung Frankfurt—Schwarz⸗ wald—Bodenſee derart erſcheinen, daß der BP. 1452 von Offenburg über Triberg bis Konſtanz Samstaa nachmittaas gefahren wird. der Gegenzug BP. 1453 Konſtanz—Tribera—Offenburg Sonntaa nach⸗ mittags. Da auf der Hauptſtrecke die beſchleunigten Perſonenzüge ſtändig laufen. eraibt ſich hiermit für die Tage Samstaag und Sonn⸗ tag die alte aute Sommerverbindung von Frankfurt bis Konſ'anz. Frankfurt ab.22 vorm, Mannheim ab.28, Karlsruhe ab.44. Tribera an.22 nachm., Konſtanz an.30 nachm. an Samstagen. Konſtanz ab 12.56 nachm., Tribera ab.26. Karlsruhe an.56, Mannheim an.15. Frankfurt an 11.16 an Sonntagen. hier mit Anſchluß beſchleunigter Perſonenzua 11.42 nach Berlin. * Falſche Reichsbanknoten über 20 Mark. Von dem im Um⸗ lauf befindlichen Reichsbanknoten über 20 Mark mit dem Datum des 11. Oktober 1924 iſt eine neue Fälſchung feſtgeſtellt worden, die an verſchiedenen Merkmalen unſchwer zu erkennen iſt. Das Papier beſteht aus zwei zuſammengefügten Blättchen, einem kräf⸗ tigeren, leicht gelb getönten und einem hauchartigen, bräunlich ge⸗ färbten Deckblatt. Das in unreinen Linien mangelhaft nachge⸗ bildete Frauenbildnis kennzeichnet die Fälſchung auffällig. * Elternaufmarſch zur Reichserziehungswoche 1926. Vom 24. bis 31. Januar findet über das ganze Reichsgebiet die diesjährige Reichserziehungswoche der evangeliſchen Eltern⸗Großorganiſationen ſtatt. Träger der Veranſtaltung ſind der evangeliſche Reichseltern⸗ bund mit zwei Millionen wohlberechtigter Mitglieder in 4000 Orts⸗ gruppen u. 18 Landesverbänden, der Verband der Schulgemeinden, der Bund für chriſtliche Erziehung in Haus und Schule und andere verwandte Organiſationen. In zahlreichen Orten werden groß⸗ angelegte öffentliche Kundgebungen vorbereitet. Durch die Er⸗ ziehungswoche 1926 ſoll das Verantwortungsbewußtſein für die Auf⸗ gaben der Erziehung in der Gegenwart vertieft und der ent⸗ ſchloſſene Wille der evangeliſchen Elternſchaft zum Ausdruck ge⸗ bracht worden, aus innerſter Verantwortung heraus an der Löſung der Kulturaufgaben mitzuarbeiten. verſuch zu tun hatte, von dem Sie in einer Beilage von anderer Hand leſen können. Laplace hatte ſich ſchon gegen die Behörden ſeines Heimatlandes vergangen, und obgleich dieſe wußten, daß er ich in Pin⸗Nang, in der erniedrigendſten Strafarbeit befand, rühr⸗ ten ſie keinen Finger für ihn. Vor einigen Jahren gelang es ihm, zu entfliehen— es iſt unbegreiflich, daß er nach J hrzehnten in dieſer chineſiſchen Hölle die Kraft dazu aufbrachte. Was er dann getrieben, wo er den chineſiſchen Diener aufgegabelt hat und Ihre ſalzwaſſeräugige Freundin, iſt mir vorherhand unbekannt. Der einzige, der zuverläſſige Aufklärungen darüber geben könnte, iſt er Sß— und er ſtürzte kopfüber durch die Falluke des Eunuchen ung. Ich habe Mirbeau geleſen, aber ich glaube kaum, daß er je eine wunderſamere, groteskere und grauſigere Szene geſchildert hat, als die, die ich am Morgen des 27. Oktober dieſes Jahres im Hauſe des Gegenſtandes Sung ſich abſpielen ſeh. In demſelben Augenblick, in dem Laplace durch die Falltüre verſchwand, lief ich die Stufen zum Keller hinunter. Eine Perſon war dort unten, eine Perſon, die Sie kennen. Ein fettes, gelbweißes, ſchwammiges Indipiduum, das Sie einmal in der Dunkelheit ſagte und Sie in dieſelbe Falle zu locken ſuchte in die Lapſcce hmabgeſtürzt war— der kaiſerliche Eunuch und Antiquitätenhändler, der Gegenſtand Sung. Er ſaß zuſammengeduckt da und umſchlang ſich ſelbſt mit den Armen, wäh⸗ rend er wimmerte wie ein erſchrockenes Kind. „Was iſt? Was iſt?“ murmelte er.„Nicht töten, nicht töten! Was iſt?“ 0 Ich lief an ihm vorbei, zu dem, was den größten Teil des Kellers einnahm— dem Käfig, in den Laplace hinabgeſtürzt war. Der Fall war nicht erheblich geweſen. Laplace hatte ſich, ſoweit ich ſehen konnte, in keiner Weiſe verletzt. Er ſchien nur verwirrt. Er ſaß da und ſah ſich mit leeren, verſtändnisloſen Augen um, ganz ſo, wie ich ihn am Morgen gefunden hatte. „Monſieur Laplace,“ ſagte ich. Bei dem Laut meiner Stimme ſchreckte er auf. „Wo'?“ rief er.„Wo? Er iſt ja nicht hier!“ Ich ſtand ſtumm und überlegte, was zu tun war. Wie ſollte ich Laplace aus dem Käfig bringen? Ihn darin zu laſſen, fiel mir keinen Augenblick ein, das verſichere ich auf Ehrenwort. Aber mie ſollte ich ihn herausbekommen? Der Käfig war aus ſoliden Eſſen⸗ ſtangen und ohne jede Türe. Die einzige Art, ihn herauszubekom⸗ men. wäre ſo, wie er hereingekommen war, durch die Falltüre. Und dazu reichten meine Kräfte nicht hin. Konnte ich ihn mit La⸗ vertiſſes Hilfe hinauflotſen? Und riskjerte ich dann nicht, daß das andere, das ſich im Käfig befand, mitkam? Wortſetzung folgt)... * — Diensfag, den 12. Jauuar 1928 5. Selte. Ar. 18 Atts de Welt der Teehnik Dampf oder Elektrizität: Von E. Pfeiffer Wenn der Techniker irgend eine Lieblingsidee verficht, iſt er manchmal geneigt, das Kind mit dem Bade auszuſchütten. Anders wäre die gelegentliche Erbitterung im Kampf um den Vorrang zwiſchen dem Erbauer von Tampfletomotiven und dem Elektro⸗ fachmann gar nicht zu verſtehen. Monche der letzteren gehen ſogar ſo weit, daß ſie behaupten, es ſei immer noch billiger, von Dampf⸗ kraftwerken erzeugten Strom zum Betrieb einer Eiſenbahn zu ver⸗ wenden, als die Dampflokomotive laufen zu laſſen, denn die.mpf⸗ lokomotive ergebe ja nur einen Wirkungsgrad von—8 Prozent. Da iſt es angebracht, gründlicher Unterſuchungen Erwähnung zu tun, die in den Vereiniglen Staaten von Nordamerika angeſtellt wmurden. Auf Grund von in 8 Dampfgroßkroftwerken vorgenom⸗ menen Aufzeichnungen werden 12,2 Prozent der Kohlenenergie in elektriſchen Strom umgewandelt. Die Uebertragung des elcktreſchen Stromes auf die Motoren einer elektriſchen Lokomotive verringert den Nutzeffekt auf 9,9 Prozent, und die Motorenleiſtung beträgt ſchließlich noch 8,4 Prozent der geſamten aus der Nohle gewonnenen Energie. Dieſer Ziffer gegenüber beträgt der Nutzeffekt einer moder⸗ nen Dampflokomotive mit Feuerbrücke, Ueberhitzer und Speiſewaſſer⸗ vorwärmer unter günſtigen Bedingungen 8,1 Prozent. Obgleich ſchließlich unter gewöhnlichen Verhältniſſen die Uebeclegenheit der elektriſchen Lokomotive viel größer als 0,3 Prozent ſein kann, iſt doch der Vorteil kaum bedeutend genug, um das Großkapital zur Feſtlegung der erheblichen Geldmengen zu veranlaſſen, die beim Uebergang vom Dampfbetrieb zur Elektriſierung nötig würden. Unterſuchungen auf der Sierra Nevada und anderen ſteilen Stei⸗ gungen der Süd⸗Pacific⸗Linien, wo Züge auf einer Strecke von 160 Km. über 2000 Meter Steigung nehmen müſſen, ergaben die Richtigkeit der erwähnten Feſtſtellungen. Sobald man annimmt, daß der Strom von Dampfkraftwerken erzeugt werden muß, ſind die Unkoſten der Anlage dreimal ſo groß als die möglicherweiſe im elektriſchen Betrieb erzielbaren Erſparniſſe. Andere Erwägungen, wie Rauchbeſeitigung und höhere Leiſtung auf ſteilen Steigerungen, könnten die Frage beeinfluſſen. Aber bisher iſt noch kein Fall bekannt geworden, in dem man zum elektriſchen Betrieb übergegangen wäre, um Kohle zu ſparen. wenn dafür dampferzeugter Strom in Frage kam. Die Dampflo onotive iſt keineswegs ſo überlegt, wie ihre Gegner behaupten. Ein Kohen⸗ verbrauch von 50 Kilogramm auf 1000 Brutto⸗Tonnenmeilen wird auf Normalſtrecken unter Normalbedingungen als angemeſſen für elektriſche Lokomotiven bezeichnet. Aber Unterſuchungen über damyf⸗ betriebene Bahnen zeigten 1921. daß der Brennſtoffverbrauch auf 87 000 beſonders herausgeſuchten Kilometern dampfbetriebener Bahnlinſen Nordamerikas kaum mehr als 50 Kg. auf 1000 Tonnen. meilen betrug. Unter dieſen Strecken befanden ſich ſoſche der Nemnork⸗Cenkral, der Allinois Centrel, Cheſawake and Ohio u. a. Auf 60 Prozent der Südpazifiſchen Linien war der Kohlenverbrauch in ein und demſelben Monat ungefähr 50 Ka. während auf den 543 Meilen der Salt⸗Lake⸗Linie der Brennſtoffbericht ſogar nur 45 Ka. auf 1000 Tonnenmeilen herausrechnete. Im oanzen Monat Oktober 1924 bielten 62 Güterzu⸗slokomotiven der Süd⸗Nacifie den Rekord, 1000 Brutto⸗Tonnenmeilen mit einem Brennſtoffverbrauch von 25 bis 30 Kg. gefahren zu baben. und zwar imter Bedingungen, die im allgemeinen auf regelrechten Strecken beſtehen. Das iſt nur die Hälfte von dem, was für elektriſch betriebene Züge noch als ge⸗ rechtfertigter Brennſtoffverbrauch bezeichnet wird. Dabei maren das alltägliche Leiſtunoen. Die Angaben über die Turbinenlokomotiven und ſolche über elektriſch betriebene Züge beziehen ſich aber immer auf Verfuchsfahrten oder auf Leiſtungen unter ausnahmewiiſe gün⸗ ſtigen Bedingungen. Die Leiſtung der modernen Dompflokomotive im alltäglichen Dienſte ohne zurechtgemachte Verſuchsbedingungen zeigt ſich in den Statiſtiken amerikaniſcher Linien. Auf einer von dieſen Strecken fuhren 26 Heißdampf⸗Konſolidation⸗Lokvmotiven im gewöhnlichen Tagesdienſt auf langen Steiaungen von.5 v. T. mit e bee e von 25 bis 32 Kg. auf 1000 Brutto⸗Tonnen⸗ meilen, d. h. mit einem Durchſchnitt von 28.5 Kg. Noch hböher iſt die Leiſtung der Dampflokomotive und ihrer Führer zu bewerten, wenn ſie ſich auf einzelne Fahrten bezieht Ein Lokomotipführer fuhr auf 2 Fahrten Züge von 2809 Tonnen mit einem Kohlenver⸗ brauch von 22 Kg. ſe 1000 Brutto⸗Tonnenmeile. Ein— beförderte auf 8 Fahrten Züge von 2864 Tonnen mit einem 1 5 brauch von 27 Kg., und ein Dritter auf 14 Fahrten Züge von 2411 Tonnen mit etwa dem gleichen Eine Unterſuchung darüber, welche Zahlen in dieſer für duropälſche Berzältnſſſe gelten, würde ſicher intereſſante Einzel · heiten ergeben. Deuten doch ſchon gewiſſe Umſtände darauf ſer⸗ daß infolge Senkung der Kohlenpreiſe die etwas ſtark forclerte Elek⸗ triftzierung der Schwelzer Bundesbahnen wirtſchaftlich nicht durch. d aus befriedigt, obgleich man dort den Strom aus der„koſtenloſen Maaſſertraßt Enn ziemlich vorſichtiger Bericht der Schweiz. Bauzeitung vom 12. 55 7 14715 ꝓr„50 Frs. Tonne Kohle louco Gre N Tcrette n durſe der elektriſche Betrieb wirtſchaftlicher als der Dampfbetrieb ſein ſolle. Im allgemeinen nimmt man ſeit Jahren an, daß das Perſonal der deutſchen Bahnen auf Grund ſeiner— Ausbildung beſonders ſparſam fährt, obgleich die r e Kohlenprämie abgeſchaft iſt. Aber ein Vergleich mit dem ele riſchen Betrieb iſt wohl in dieſem Sinne noch nicht angeſtellt worden. Für engliſche Verhältniſſe werden kleinere Zahlen auftreten, weil eng⸗ liſche Kohle einen viel höheren Heizwert als Feſtlandkohle hat. Beſ Erörterung dieſer Fragen bandelt es ſich nicht herade um keiten, denn der Kohlenverbrauch der deutſchen Reichsbahn beträgt 16 000 000 Tonnen im Jahr. Bei dieſer Gelegenheit könnte es wohl auch lohnen, vergleichs⸗ weiſe den Schiffahrtshetrieb nachzurechnen. wieviel er verbrennt und in teilmeiſe veralteten Anlagen als unwirtſchaftlichen Rauch in die Luft jagt. Auf dem wege zu künſtlichen diamanten! Von Dr. H. Kröncke 1 Wir wiſſen heute, daß ſämtliche Elemente auf der Erde unter ae⸗ eigneten Bedinaungen(Temperatur und Druck) in feſter. flüſſiger oder gasförmiaer Form vorkommen können. Einerſeits gelang es. alle Gaſe dadurch zu verflüſſigen oder in feſte Form überzuführen. daß man ſie genügend ſtark abkühlte. andererſeits kann man ſämt⸗ liche feſten Körper ſchmelzen und verdampfen. wenn man ſie unter geeigneten Bedinaungen genügend ſtark erhitzt. Nur einiae 58 0 Stoffe haben ſich, offenbar ihres beſonders hoch liegenden 0 punktes wegen. der Verflüſſiaung bisber widerſetzt. Unter dieſen ſpielt eine beſonders wichtige Rolle die Kohle. Zwar glaubten ſchon vor einer Reihe von Jahren verſchiedene Beobachter bemerkt zu haben' daß an der Kohle des elektriſchen Licht⸗ bogens u. U. Tröpfchen flüſſiger Kohle auftreten. Vollkommen er⸗ wiefen waren dieſe Beobachtungen aber nicht. weil möalicherweiſe die Lichtbogenentladung zu Täuſchungen Anlaß gab. Um ſicher zu gehen. ſchickte man zunächſt durch einen Kohlenſtab einen ſo ſtarken elek⸗ triſchen Strom. daß die Koble zum Glüben kam. Der Koblenſtab wurde in der Mitte mit einer Einſchnürung verſehen, ſo daß hier die Stromſtärke höher war als an den Enden. Steigerte man die Stärke des Stroms. ſo zerſchmolz der Stab bei einer beſtimmten, auf opti⸗ ſchem Wege gemeſſenen Temperatur an der Einſchnürungsſtelle. Völlig einwandfrei waren aber auch dieſe Meſſungen nicht. weil beim Durchſchmelzen der Kohle ein Lichtbogen entſtand, der wiederum zu Irrtümern führen konnte. Neuerdings haben nun Alterthum und Pirani im Laboratorium der Firma Osram ähnliche Verſuche angeſtellt, bei denen ſie jedoch beſonders dicke Kohlenſtäbe von 37 mm benutzten. Dadurch konnten ſie ſo geringe Spannung anwenden. daß beim Durchſchmelzen des Stabes kein Lichtbogen entſtand. Um den Schmelzvorgang deutlich beobachtbar zu machen, wurde die Kohle ſeitlich bis zur Mitte angebohrt. Der Durchmeſſer dieſes Loches be⸗ trug zwar nur 2 bis 3 mm. aber die Querſchnittverminderung genüate immerhin, um bei einer Stromſtärke von vielen Tauſend Ampere an dieſer Stelle eine derartige Steigerung der Temperatur zu erzielen, daß die Kohle in deutlich beobachtbarer Menge flüſſia wurde und an den Seitenmänden herunter auf den Boden des Loches lief. Auch in der Achſe der Kohle, alſo in ihrer Länasrichtung. angebrachte Boh⸗ rungen, waren nach dem Verſuch vollkommen zugeſchmolzen. Selbſt⸗ verſtändlich dürfen ſolche Verſuche nicht in Luft angeſtellt werden. ſondern nur in Gaſen, die mit der Koble keine chemiſche Verbindung eingehen. Die Schmelztemperatur der Kohle wurde bei dieſen Ver⸗ ſuchen auf optiſchem Wege zu etwa 3500 Gr. beſtimmt. Uebrigens verdampft die Kohle ſowohl aus dem flüſſigen wie aus dem feſten Zuſtande ſehr lebhaft, ſo daß es ſchwierig ſein dürfte, größere Men⸗ den flüſſiger Kohle herzuſtellen und flüſſia zu halten. Das Problem der Verflüfſigung der Kohle iſt nicht nur rein wiſſenſchaftlich intereſſant. es hat auch möglicherweiſe praktiſche Be⸗ deutung. iſt doch die Herſtellungn künſtlicher Diamanten vor⸗ läufig nur auf dem Wege über den flüſſigen Kohlenſtoff denkbar. Schon vor längerer Zeit gelang es dem Franzoſen Moiſſan, künſtliche Diamanten, wenn auch von äußerſt geringer Größe, unter hohem Druck und hoher Temperatur zu erzeugen. Es ſcheint. als ob die Erzeuauna hinreichend hoher Temperatur zur Gewinnung arö⸗ ßerer Mengen flüſſigen Kohlenſtoffs heute keine allzugroßen Schwle⸗ rigkeiten mehr macht. Ob wir damit dem Ziel. auf künſtlichem Wege vollwertige Diamanten zu erhalten. beträchtlich näher gekommen ſind, iſt allerdings noch zweifelhaft. Zwar kennt man neuerdinas gewiſſe Metallverbindungen, deren Schmelzpunkt noch beträchtlich höher liegt als der des Kohlenſtoffes, aber vorläufia ſind wir noch weit davon entfernt, flüſſigen Kohlenſtoff etwa wie ſchwer ſchmelzbare flüſſige Metalle behandeln zu können. Zekämpfung von vergaſerbränden Von Ing. 9. Wollereck Das Geſpenſt des„Vergaſerbrandes“ erfüllt den Flieger, wie den Automobiliſten und den Motorbootsſportsmann mit dem gleichen Schrecken. Kein Wunder, iſt doch ſo mancher auf offener Straße ver⸗ brannte Kraftwagen, 5 manches in Flammen aufgegangene Motor⸗ boot und ſo mancher Todesſturz mit brennendem Flugzeug auf dieſe Urſache zurückzuführen. Die Entſtehung eines„Vergaſerbrandes“ kann recht perſchiedene Gründe haben. Wenn ein Anſaugventil infolge Federbruch, Ein⸗ dringen von Fremdkörpern oder ungenügender Schmierung klemmt, und nicht mehr regelrecht ſchließt ſchlägt die Exploſionsflamme im Zylinder in das mit zündfähigem Gemiſch gefüllte Anſaugrohr zurück und endzündet auf dieſem Wege den Befizinvorrat im Vergaſer. Wenn infolge fehlerhafter Gemiſchzuſammenſetzung(bei Düſenver⸗ ſtopfung u..)„Nachbrennen“ des Gemiſches im Zylinden eintritt, iſt der Kompreſſionsraum bei Oeffnung der Einlaßventile noch mit brennenden Gaſen gefüllt und die Flamme ſpringt auf das friſche Gemiſch für den nächſten Arbeitshub über. Störungen am Magnet⸗ apparat, durch die der gen nicht im richtigen Moment über⸗ ſpringt, brennſtoffarmes Kraftgemenge, Zurückſchlagen des Motors u. a. können ebenfalls zur Entſtehung eines Vergaſerbrandes führen⸗ Unbedingte Verhütung von Vergaſerbränden iſt beim heutigen Stande der Technik noch nicht möglich, da Störungen der beſchrie⸗ benen Art auch beim beſtkonſtruierten Motor nicht ausgeſchloſſen 1225 Um ſo notwendiger iſt ein Mittel ſerb ſofortigen reſtloſen blöſchen eines etwa ausgebrochenen Vergaſerbrandes. Bis vor kurzem war das einzige Miktel gegen einen Vergaſer⸗ brand das Zudrehen des Benzinhahns. Dann ließ man den Motor mit Vollgas weiterlaufen, bis der im aen enthaltene Brennſtoff verbraucht war und die Flammen aus Mangel an + ſelbſt erloſchen. Damit das Feuer bei Flugzeugen nicht auf Rumpf oder Tragflächen baute man den Motor mit unbrenn⸗ barem Material ein und ſchloß den Motorraum durch einen feuer⸗ feſten„Brandſpant“ gasdicht gegen die übrigen Räume des Flug⸗ zeuges ab. Dies Verfahren hat in manchen Fällen tatſächlich Flug⸗ bel und Inſaſſen gerettet, doch bietet es keineswegs völlige Sicher⸗ eit. Erſt mit den ee kam man einer befriedigenden Löſung der Aufgabe näher. Dieſe Apparate ſchleudern eine trockene Löſchpulverwolke(meiſt Natronſtaub) unter Druck auf die Brandſtelle, ſchneiden dadurch dort den Sauerſtoff der Luft ab und erſticken ſo in Sekunden die Flammen. Ein ſolcher Feuerlöſcher iſt beiſpielsweiſe der„Total“. Kohlenſäure, die unter hohem Druck in einer mit dem eigentlichen Löſchpulverbehälter feſt verbundenen Stahlflaſche aufgeſpeichert iſt, ſtößt das. aus. Der Führer es Kraftwagens oder Motorboots braucht nur die Motorverkleidung hochzuklappen, den Apparat zur Hand zu nehmen, das Kohlenſäure⸗ ventil aufzudrehen und den austretenden Löſchpulverſtrahl auf den Brandherd zu richten, um ein raſches Erſticken der Flammen herbei⸗ zuführen. Für Flugzeuge, deren Motor während des Fluges vom Führerſitz aus meiſt nicht erreichhar iſt, baut man eine Sonderanord⸗ nung, bei der die Kohlenſäureflaſche, vom Löſchpulverbehälter ge⸗ Schema des Bechard⸗Löſchautomaten Anordnung des Phylax E= Glocke, r= Röhrchen, 2= Zünb⸗ ſtelle des Zündkabels, v= Vergaſer trennt, im Führerraum eingebaut iſt. Das Löſchmittel wird durch Rohre mit 115 am Vorderende unmittelbar auf die Vergaſer ge⸗ ſpritzt. Dieſe Vorrichtung hat bereits gute Erfolge aufzuweiſen. Einen Schritt weiter geht der ebenfalls erſt kürzlich heraus⸗ gebrachte„Phylax“⸗Trockenfeuerlöſcher. Im Gegenſatz zum„Total“, deſſen Ingangſetzung immer noch von der Geiſtesgegenwart des ührers abhängt, arbeitet dieſer vollſtändig Npen Eine Art locke iſt mit der Deffnung nach unten über dem Vergaſer ange⸗ bracht. An dieſer, das Löſchpulver enthaltenden Glocke 1 ein dicht an den Vergaſer heranreichendes Zündkabel befeſtigt. Sobald bei einem beginnenden Vergaſerbrand eine Flamme das Zündkabel be⸗ rührt, tritt der Apparat ſelbſttätig in Funktion und trelbt das Löſch⸗ mittel in Form einer dichten, den Sauerſtoff abſchließenden Wolke über den Vergaſer. Der Erfolg iſt, wie Verſuche bewieſen, ein augenblickliches, ſchlagartiges Erſticken der Flammen. Etwas umſtändlicher iſt eine von Bechard getroffene Anordnung: Er bringt an allen Stellen, an denen Feuer entſtehen könnte, eine kleine Spirale aus Metallrohr an, die mit Gaſolin gefüllt iſt. Bei unzuläſſiger Erwärmung drückt die Ausdehnung des Gaſes einen Blasbalg auseinander, der mit Hebelüberſetzung ein federgeſpanntes Ventil öffnet. Dadurch wird die Preßluft eines Druckluftbehälters frei gegeben, die durch Druck auf kleine Kolben zugleich die Gas⸗ von3 zufuhr abſperrt, die Magnetzündung ausſchaltet und einen ener⸗ giſchen Feuerlöſcher in Tätigkeit ſetzt. die, Freiſtempelmaſchine Zum Schrecken der Briefmarkenſammler droht ſchon ſeit Jahren die Abſchaffung der Briefmarken und deren Erſetzung durch maſchineile Abſtempelung. Seit einiger Zeit ſind folche Freiſten pel⸗ verfahren im Ausland, z. B. in England, beſonders bei Maſſen⸗ auflieferungen gebräuchlich, während ſich derartige Maſchinen in Deutſchland bisher noch nicht einführen ließen. Zum Teil lag das an den Folgen der Inflationszeit, denn es iſt natürlich unmöglich, Stempelmaſchinen für beliebige Werte bis zu Milliarden hinauf her⸗ zuſtellen. Freiſtempelmaſchinen für nur wenige Werte haben ge⸗ ringen Wert, da ſie bei jeder Aenderung der Portoſätze geändert werden müſſen. Die Reichspoſt bringt aber nunmehr mit mehreren Firmen gemeinſam eine Frankiermaſchine heraus, die den Namen Francry erhalten hat, und beruſen ſcheint, im Geſchäfts⸗ betrieb größerer Firmen künftig eine wichtige Rolle zu ſpielen. Dieſe elektriſch betriebene Maſchine iſt mit Wolzenſtempeln ausgerüſtet und ſo eingerichtet, daß man die frei zu machenden Sendungen bequem zuführen kann. Sie ſtempelt jeden Brief, jede Drucka he, Poſt. arte uſw. mit beliebigen Werten zwiſchen 1 Pfg. und 100 Mark. Auch beliebige krumme Zwiſchenwerte, wie 33 Pfg. für eine Eilpoſtkarte im Ortsverkehr u. dergl., abzuſtempeln, macht keine Schwierigkeit. Die Mühe iſt dabei nicht größer als bei einem gewöhnlichen Brief. Sämtliche geſtempelten Beträge werden in einer mit dem Frei⸗ ſtempler vereinigten Additionsmaſchine zuſammengezählt. Wenn eine beſtimmte Summe erreicht iſt, wird automechſch die Stempel⸗ maſchine blockiert, ſo daß ſie nicht weiter arbeiten kann. Der Grund dieſer Einrichtung iſt, daß die Reichspoſt den Firmen, die ſolche Maſchinen anſchaffen, nicht unbeſchränkten Kredit zur Verfügung ſtellen kann. Sie will im Gegenteil die Portogebühren im voraus bezahlt bekommen Daher iſt eine beſondere Wertmarke erforderlich. um die Inbetriebſetzung des Freiſtemplers erſt einzuleiten. Je nach dem Umfang der bei der Firmo üblichen Poſtabſertigung kauft dieſe ſich eine Reihe ſolcher Wertmarken. Sind mit Hilfe der Maſ hine Sendungen im Wert einer Marke abgeſtempelt, ſo wird automall ch die Maſchine blocklert und erſt wieder durch Einführung einer neuen Wertmarke freigegeben. Die neue Einrichtung dürfte vor allem für Firmen vortellhaft ſein, denn es iſt viel eine kleine 927 von Wertmorken als große Mengen von Freimarken der verſchiedenſten Werte unter Kontrolle zu helten. Die Führung der Portokaſſe wird außerordentlich einſach, Unregelmäßigkeiten werden faſt unmöglich gemacht. Für die Poſt dagegen hat der Frei⸗ templer ſtarke Entlaſtung des Schalterverkehrs zur Folge, denn die Abgabe einzelner Wertmarken von hohen Beträgen iſt einfacher als der Verkauf großer Mengen von Freimarken. Auch die Ueber⸗ wachung der den Firmen zur Verfügung geſtellten Preisſtempler ſcheint praktiſch unnötig. Die Poſt broucht daher nicht etwa, wie die elektriſchen Werke, Beamte herumzuſchicken, um den Verbrauch der Freiſtempler abzuleſen, und danach Rechnungen auszuſtellen. Seloſt⸗ verſtändlich eignen ſich derartige Maſchinen nur für Großbetriebe, es iſt aber vorauszuſehen, daß in nicht ferner Zeit der Freiſtempſer zur unentbehrlichen Büromaſchine jeder größeren Bank, jedes Wa en⸗ hauſes und edes Verlagsunternehmens gehören wird. Kr. Techniſches Allerlei — Gigantiſche Dieſelmaſchine. Die Maſchinenfabrik der Werft von Blohm u. Voß in Hamburg hat eine rieſige Dieſelmaſchine für das Hamburger Elektrizitätswerk in Neuhof fertiggeſtellt. Die neun Arbeitszylinder haben einen Hub von 1,5 Meter und eine Bohrung von 86 Zentimeter. In ihnen werden bei 94 Umdrehun⸗ ben in der Minute nicht weniger als 15 000 PS. geleiſtet. Auf je Sekunde kommen 14 Exploſionen. Jede Exploſion leiſtet eine Arbeit, die der Hebung von 1000 Kg. auf 80 Meter Höhe entſpricht. Die faſt 25 Meter lange Maſchine arbeitet im Zweitakt und braucht um Ausblaſen der Verbrennungsrückſtände aus den Zylindern in jeder Sekunde 80 Kubikmeter Spülluft, die von einem 850 PS.⸗ Kompreſſor geliefert werden. Der Oelverbrauch für eine Pferde⸗ kraftſtunde beträgt nicht ganz 200 Gramm, ſo daß immerhin im Tage 29 000 Kg. Brennſtoff derbrannt werden. Solche Motoren⸗ rieſen können natürlich auch direkt gekuppelt als Schiffsantrieb berwendet werden. Eigentlich hat man ſich ſogar ſchon daran ge⸗ beim Wort„Großdieſelmaſchine“ an die Schiffahrt zu enken. B. — Ein neues Spunbwandprofil. Eiſerne Spundwände zum Befeſtigen von Uferſtrecken, zur Einfaſſung von Baupruben uſw., haben bedeutend höhere Feſtigkeit als die früher vorwiegend ver⸗ wendeten Hoizwände. Das bekannteſte Syſtem ſolcher eiſerner Spundwände iſt die von der Dortmunder⸗Union hergeſtellte Bau⸗ art„Larſſen“. Daßs Profil iſt bei dieſer Anordnung wellenförmig angeordnet und wird in verſchiedenen Stärken geliefert. Für größere Bauhöhen, bei denen rückwärtige Verankerung der Spund⸗ wand wegen Platzmangels und dergleichen nicht möglich iſt, waren die eiſernen Wände unbrauchbar, da ſie den an ſie zu ſtellenden Anforderungen nicht genügten. Eine Verſtärkung des Profils für die einfache Wand berſprach nicht genügenden Erfolg. Daher brachte die Dortmunder⸗Union kürzlich ein Kaſtenprofil heraus, das aus zwei Profilen beſteht, die ſo gegeneinander einge⸗ rammt werden, zwiſchen ihnen ein kaſtenförmiger Raum ent⸗ ſteht, den man zur Erhöhung der Wandfeſtigkeit mit Beton aus⸗ füllen kann. Die Verbindung der einzelnen Kaſten miteinander übernehmen beſondere Schlöſſer aus T⸗trägerartigem Eiſen. Die bedeutende Widerſtandsfähigkeit erſchließt der neuen Bauart ein weit größeres Verwendungsgebiet als den bisher üb chen Syſtemen. Plz. — Ein Heizungswärmemeſſer. Waſſer, Gas und Strom be⸗ zahlt man 55 Zählerangaben, die Zentralheizung dagegen ver⸗ gütete man bisher durch ein Pauſchquantum. Dieſer Zuſtand regt die Sparſamkeit keinesfalls an, und mit Einführung der Fern⸗ heigzwerke wird die Frage der Meſſung der verbrauchten Wärmemengen noch brennender werden. Da wird zur richtigen Zeit eine Erfindung bekannt, die das Problem löſt. Am Heig⸗ körper wird ein kleines, wenige Zentimeter langes Thermoelement ſo befeſtigt, daß es deſſen Wärmeſtrahlung und außerdem die durch die zirkulierende Luft übertragene Wärmemenge zu einem ſen Bruchteil aufnimmt. Die dabei im Element entſtehende elek⸗ tromotoriſche Kraft erzeugt mit einem elektrolytiſchen Elektrizitäts⸗ zähler meßbare Ströme, ſo daß auf dieſe Art die abgegebene Wärmemenge eines oder auch mehrerer angeſchloſſener Heizkörper regiſtriert werden kann. Derartige Meßapparate ſind in Schweden und Dänemark bereits im Betriebe. Als Folge der Einführun hat ſich eine Erſparnis von 25 bis 50 Prozent an Heigzmateri herausgeſtellt. B. — Pulverkraftmaſchinen. Dieſe Idee aus früherer Zeit iſt ſetzt in Amerika Wirklichkeit geworden. Whitney behauptet mit ſeiner Konſtruktion Wirkungsgrade von über 80 Proz. erhalten zu haben, während ſelbſt bei kompreſſorloſen Dieſelmotoren mehr als 40 Proz. ſchon als außerordentlich gelten. Whitnens Maſchine befördert genau abgewogene Mengen rauchloſen Pulvers(Schwarzpulver liefert zu viel Staub und Aſche) in eine ſtarke Zündkammer, in der ſie durch Funkenwirkung entflammt werden. Das hochgeſpannte Gas entweicht durch ein federbelaſtetes Ventil in die als Vorratsraum dienende Vor⸗ windkammer. Von da tritt das Cas, deſſen Druck nicht unter 20 at beträgt, in die zu betreibende Kolbenmaſchine oder Turbine. Nach Ausagleich der Drücke zwiſchen beiden Kammern wird der Zündraum mit Friſchluft ausgeblaſen und mit einer neuen Ladung beſchickt. Vorläufia arbeitet die Maſchine mit etwa einem Impuls je Sekunde. Der Erfinder ſucht zurzeit nach einem Syrenaſtoff. der erſt kurz vor der Exploſion zündfertig gemiſcht wird: falls es ihm gelingt, eipen ſolchen zu finden, kann ſich möglicherweiſe eine gründliche Umwäl⸗ zung des jetzigen Automobil⸗ und fflugweſens ergeben. Dr. Schacht. Um den Wünſchen des deutſchen Handels und der Vorzugsaktien vertreten waren, hieß den Geſchäftsbericht und den ſich wieder auf den Weg zur Höhe erheben und den tiefſten Stand überwunden haben werde. geführt und trotz der beſtehenden Geſchäftsaufſicht ſei es gelungen, neue weiterer bedeutender Aufträge ſeien noch im Gange. Man glaube Arbeiter halten zu können, wenn ſich pielleicht auch in der einen oder anderen Abteilung Beurlaubungen notwendig machen würden. Die Verlängerung der Geſchäftsaufſicht bis zum 15. Febr. wird beantraat werden. Wie der Vorſitzende, Geheimrat Dr. Broſien betonte, iſt mit der Annahme des Sanierungsplans, für deſſen Zu⸗ ſtandekommen der Aufſichtsrat und die Geſchäft⸗aufſicht keine Mühe geſcheut haben, die Weiterexiſtenz des Unternehmens gewährleiſtet, das, wie wenig andere, unter der Zollabſchnürung des Werk Bierbach unter der Frankeninflation, gelitten hat. 5. Seite. Nr. 18 ——————.—..——* Nene menebehnmer Zettraa(nbens · Nassabe) Montag, den 11. Januar 19268 [Neue annbeimer Geitung „Handelsblatt —— rr rr- Ermäßigung dͤes Reichsbankdiskonts Reduzierung von 9 auf 8 Prozent Der Zentralausſchuß der Reichsbank trat heute vormittag 11 Uhr zu einer Sitzung zuſammen. Den Vorſitz führte Reichsbankpräſident deutſchen Wirtſchaft entgegenzukommen, wurde die ſchon lange ver⸗ langte Ermäßigung des Reichsbankdiskonts von 9 auf 8 Prozent beſchloſſen und der Lombard⸗Zinsſatz von 11 auf 10 Prozent herabgeſetzt. Der bisherige Reichsbankdiskont von 9 pCt. beſtand ſeit Februar 1925. 2 dinglerſche Maſchinenfabrik.⸗G., Zweibrücken Der Sanierungsplan genehmigt Die bei der Rheiniſchen Creditbank in Mannheim abgehaltene .⸗V. hatte den Abſchluß und die bereits veröffentlichten Sanierungspläne zu genehmigen. Dieſe gehen bekanntlich dahin, daß die Gläubiger bis 1000.l bis 1. April d. J. voll befriedigt werden, Gläubiger über 1000 R. bis 5000 R. je die Hälfte ihrer Forderungen am 1. April 1926 und 1. April 1927 er⸗ halten. Die übrigen Gläubiger ſollen 40 pt. ihrer Forderungen in Aktien und 60 pct. in ab 1931 mit 8 pCt. verzinsbaren Schuldverſchreibungen erhalten. Für den freiwilligen Vergleich fehlen noch zwei Unterſchriften mit zuſammen 60 000 A, für den Zwangsvergleich ſind die nötigen Unterſchriften bereits geleiſtet. Das Aktienkapital wird unter Streichung der Vorrats und Vorzugsaktien im Verhältnis:1 auf 375 000 R. zuſammengelegt und dann in dem Ausmaß erhöht, wie es für obige Durchführung bei Begebung der Aktien an die Gläubiger erforder⸗ lich iſt. Die Verſammlung, in der 33 Aktionäre mit 17 753 Stim⸗ men von Stammaktien und 5 Aktionäre mit 40 000 Stimmen von Sanierungsplan nach einigen Rückfragen und Erläuterungen ein⸗ ſtimmig gut. Die Verwaltung gab der Zuverſicht Ausdruck, daß das Werk Es ſeien eine Anzahl Reformen durch⸗ Aufträge hereinzubekommen; Verhandlungen wegen daher auch den gegenwärtigen Stand der Beamten und Sgargebietes, dann zuerſt unter der Mark⸗ und ſpäter in ſeinem Die geſamte Verwaltung(Aufſichtsrat und Vorſtand) leate ihr Amt nieder. Neu in den Aufſichtsrat gewählt wurden: Geh. Kommersjenrat Dr. Rickard Broſien⸗Mannheim; Geh. Juſtiz⸗ rat,.d. R. Dr. Albert Zapf⸗Zweibrücken; Oberingenieur Direktor Wilh. Rotenhauſer, Völklingen, Saar; Dr. Fuchs, Direktor der Rheiniſchen Creditbank, Mannheim: Oberbürgermeiſter Röſin ger, Zweibrücken; Kommerzienrat Hans Weimann, Awwei, ücken. gh. Hafenſchutzgebühren! Der Partikulierſchiffer⸗Verband„Jus et Juſtitia“ e. V. in Duis⸗ Hurg⸗Ruhrort hat mit dem Miniſterium für Handel⸗ und Gewerbe in Berlin Verhandlungen wegen des Erlaſſes der Hafen⸗ ſchutzgebühren für die derzeitige Schutzv⸗riode gepflogen und gat dabei zur Begründung auf die beſondere Notlage der weſt⸗ lichen Binnenſchiffahrt infolge des außergewöhnlich ſchlechten Geſchäftsganges und Frachtenſtandes im veroandenen Jahr und auf die zuſätzlichen SKäden verwieſen, die den Betrieben durch das Eis und durch das Hochwaſſer überdies noch zugefügt worden ſind. Dem Verband wurde von dem zuſtändigen Referat zugeſaat „lichen Einfluß Preußens unterſtehenden Rheinhäfen das Hafen⸗ werden ſoll. Es beſteht demnach begründete Ausſicht, daß eine entſprechende Entſcheidung getroffen und für die dem ſtaat⸗ ſchutzgeld für die derzeitige Schutzperiode erlafſen wird. Es iſt zu hoffen, daß die Verwaltungen der kommunalen Häfen die Angelegenheit in gleich wohlwollender Weiſe behandeln und damit der kataſtrophalen Lage in der weſtlichen Binnenſchiffahrt Rechnung tragen. Im übrigen hat der Verband angeregt, daß die Hafenſchutz⸗ beſtimmungen in formalrechtlicher Beziehung überprüft wer⸗ den und zwar namentlich im Hinblick auf eine möglichſt einheitliche Regelung im ganzen Rheingebiet und auf eine Beſchränkung ihrer Wirkſamkeit auf die Fälle, in denen die Fahr⸗ zeuge die Häfen lediglich zum Schutz bei Eis und Hochwaſſer auf⸗ ſuchen, alſo ſich nicht vorher ſchon zur Beladung und zur Ent⸗ löſchung in den Häfen befanden. Dr. R. 2- Vereinigte Trikotfabriken R. Vollmoeller.-., Baihingen. Direktor Rudolf Vollmoeller iſt, wie aus Stuttgart verlautet, aus dem Vorſtand aus internen Gründen ausgeſchieden. Das Unternehmen wird in der bisherigen Weiſe fortgeführt werden. . Eiſen⸗ und Stahlwerk hoeſch. Das Reichsgericht hat in letzter Inſranz die Klage der Stadt Dortmund gegen das Eiſen⸗ und Stahlwerk Hoeſch wegen Abgabe von elektriſcher Energie an Dritte ebenfalls abgewieſen. Es handelte ſich bei dem Streitfall um Belieferung der Maſchinenfabrik Deutſchland G. m. b.., die auf Hoeſch im 85 1 der Fuſion übergegangen iſt. 1 Hamburger Privalbank.⸗G., Hamburg. Die Verwaltung der unter Geſchäftsaufſicht ſtehenden Hamburger Privatbank ver⸗ anſtaltete eine Auktion für die ihr gehörenden G rundſtücke und Gebäude. Die Auktion muß als fehlgeſchlagen be⸗ zeichnet werden, da auf die zu verauktionierenden Grundſtücke, die mit 1,10 Mill. R= veranſchlagt worden waren, nur ein e in ziges Angebot mit 200 000 Re gemacht wurde. Eine Realiſierungs⸗ möglichkeit der Grundſtücke der Bank durch die Auktion iſt ſomit nicht möglich und es iſt jetzt wahrſcheinlich mit der Eröffnung des Kogkursverfahrens zu rechnen. Perſonalien. Die Firma Leopold Weill, Röhren⸗ großhandlung, Mannheim, teilt uns mit, daß ihr langjähriger bewährter Mitarbeiter Herr Alfred Sonder als Teilhaber in die Firma eingetreten iſt. 51 Börſenberichte Mannheimer Effektenbörſe 5 Weiter feſt OMannheim, 12. Jan. Die Börſe war bei lebhaftem Geſchäft weiter feſt. Bevorzugt waren heute Autowerte, von denen Benz auf 29 und Neckarſulmer auf 34 anzogen. Höher notierten ferner wieder Hypothekenbanken, Gebr. Fahr, Nähkaiſer und Germania⸗ Lindleum. Feſtverzinsliche Werte gut gehalten. Es notierten: Pfälz. Hypothekenbank 61, Rhein. Creditbank 80, Rheiniſche Hypothekenbank 65, Badiſche Anilin 114,75, Rhenania 34, Brauerei Sinner 62, Benz 28, 29,50, Bremer Oel 24,50, Gebr. Fahr 39, Fuchs 0,2, Germania⸗Linoleum 103, Knorr 48, Mannheimer Gummi 26, Neckarſulmer Fahrzeuge 34, Nähkaiſer 47,50, Rheinelektra 63, Rheinmühlen 65, Salzwerk Heilbronn 75, Verein Deutſcher Oel⸗ fabriken 26, Wayß u. Freytag 68, Zuckerfabrik Frankenthal 48, Zucker Waghäuſel 42, alte Rheinbriefe 676, Kriegsanleihe 0,22372. Frankſurter Wer tpaplerbörſe Anentſchieden bei feſter Grundſtimmung Frankfurt a.., 12. Jan.(Drahtb.) Obwohl die Reichebank heute eine Ermäßigung des Diskonts eintreten ließ, wies die Börſe doch nicht mehr die außerordentlich feſte Haltung der letzten Tage auf. Die ſchon geſtern ſtark hervorgetretenen Realiſationen wurden heute in noch ſtärkerem Maße fortgeſetzt, doch konnte immer noch verhältnismäßig leicht das herauskommende Material Aufnahme finden. Der bevorſtehende Medio veranlaßt Jlattſtellungen und mahnt die Spekulation etwas zur Zurückhaltung. Wenn ſich trotzdem die Kursabſchwächungen nur auf die Montanwerde be⸗ ſchränken und dort kaum 1 pCt. überſchritten, ſo liegt das darin, daß die Käufe immer noch einen ſehr beträchtlichen Umfang haben. Beſonders für die chemiſchen Werte ergab ſich eine ſtarke Nachfrage, da das Gerücht verbreitet war, daß ein großer Auslands⸗ daß der Antrag in dem von ihm vorgetragenen Sinne behandelt auftrag vorliege. Elektrowerte unverändert, während Banken ſich um Kleinigkeiten beſſern konnten; hier machte der Verkauf eines Aktienpakets von Dresdner Bank an ein amerikaniſches Konſortium einen guten Eindruck. Scheinbar handelt es ſich dabei um Aktien. die die Bank zu Interventionszwecken in den letzten Monaten auf⸗ nehmen mußte. Dadurch hat die Dresdner Bank Luft für eptl. Neuinterventionen bekommen. Berliner Handelsgeſellſchaft plus 1,5. Auf dem Kaſſamarkt blieb die Tendenz weiter ſehr feſt. Vonſeiten des Publikums erfolgten auch heute wieder größere Käufe. Deutſche Anleihen weiter erholt. Kriegsanleihe 0,222,. Auch die aus⸗ ländiſchen Renten weiter feſt, befonders 1902er quſſen begehrt. Der Pfandbriefmarkt war unverändert. Im Freiverkehr ſetzte ſich die Kursſteigerung fort. Becker Stahl 60, Becker Kohle 43,50, Benz 29, Brown Boveri 50, Entrepriſes 8,50, Growag 43, Krügershall 76, Petroleum 60, Ufa 50 und Unterfranken 55. Betliner Wertpapierbörſe Abſchwächungen Berlin, 12. Jan.(Drahtb.) Der Verlauf der heutigen Börſe bereitete eine gewiſſe Enttäuſchung, weil vielfach bei der nunmehr Tatſache gewordenen Diskontermäßigung der Reichsbank mit einer Fortſetzung der bisherigen Aufwärtsbewegung gerechnet worden war. Wie ſo oft an der Börſe iſt aber das Gegenteil eingetreten. Bei einem erheblichen Nachlaſſen des Geſchäfts machte ſich eine gewiſſe Unſicherheit bemerkbar. Die Abſchwächungen wur⸗ den ſpäter allgemeiner, ſo daß auch die anfänglichen Gewinne kleiner wurden und teilweiſe verſchwanden. Dies gilt ziemlich all⸗ gemein von Montan⸗ und Induſtrieaktien. Schiffahrts⸗ aktien waren faſt durchweg feſter und bröckelten nur um Kleinicz keiten ab. Bei Bankaktien waren die Veränderungen unerheblich. Im Verlaufe bekundete die Börſe auf dem leicht abgeſchwächten Stande gute Widerſtandskraft. Berliner deviſen 1 Ams, 1 1 f„.. noltant, 10661 169.08 ie 186.58 168.91 voll Buenos-Atres 1733 1742 1737 17⁴¹ Zruſtel. 19.03 12.07 19,%03 19 07 7 Oslo 95.39 85 61 85. 70 88.92 2 Dansſta 80.70 80.90 80 73 80 93 7 Fopendagen 104.37 103.53 ö 104 38 104.25 0 Liſfadon. 21.305 21.355 5 21305 21¹355⁵— Stoddelm 11128 212.58 5 41234 114282 + Hellinators. 10.352 10592— 10.555 10.595 8 Italten. 18 945 15.985* 16.945 16 985 755 London. 20.350 20,405* 20.863 20.418 8 New-Dor!.10 420⁵— 4105.205 5 Baris 15.93 15 68— 16.055 14085 8 Schwen„ 2105 91. 8 81.00 81.28 05 Spanten 59,58 59,72 59.59 89.72 1 Japan.831.635 1836.84⁰0 1 Konſtantinopel..23.24 12 223 22⁴ 85 Rio d⸗ Janero 0,815 0817 874 226 Wien abg. 580.04.19 1 99.03 59.18 9 Braa.. 13.445 19.255 12415 12.455 7 Jugoflapien.42 744 3 74¹.43 1 Budapeſt..87.89 7.87.89 5 Sof.Ka.985.975 5.95.975 8 Atben.715.785 80 anns, 89755 1 Aenderung der Schiffahrkskontrolle auf dem Rhein 0. Mannheim. 11. Jan. Aus Duisburg wird uns gemeldete Die deutſche Abordnung für Schiffahrtsangelegenheiten im Rhein⸗ land erhielt von der alliterten Binnenſchiffahrtskommiſſion die Mit⸗ teilüng, daß noch in dieſem Monat verſchiedene Schiffahrts⸗ kontrollpoſten aufgehoben werden ſollen. Der Poſten in St. Goar hat ſeine Tötigkeit heute eingeſtellt, während der Poſten in Maximiliansau am 20. dieſes Monats zurück⸗ zogen wird. Die Kontrollbezirke am Rhein werden neu geregelt. Im Binger Abſchnitt wird die britiſche Abteilung die Kontrolle aus⸗ üben, während Koblenz, Mainz und Ludwigshafen der franzöſiſchen Abteilung unterſtellt werden. — f7 ˙—˖ĩ ˖ĩ——————f77r——————————— Herausgeber. Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung, G. m. b.., Mannheim, E 6, 2. Direktion: Ferdinand Heyme. Chefredakteur: Kurt Fiſcher. Verantwortlich für den politiſchen Teil: Hans Alfred Meißner; für das Feuilleton: Dr. Fritz Hammes; für Kommunalpolitik und Lokales: Richard Schönfelder für Sport und Neues aus aller Welt: Willn Müller; für Handelsnachrichten und den übrigen redaktionellen Teil: Franz Kircher; für Anzei⸗en: J. Bernhardt. 1 2 98.50 Reichsſchaß. IV. V.190 0,1904% Prz. Romoie.28 082 — e 1 2 n. 8 22 11. 125 dren'aß. Furtp. 22.— 22.—Volqt& Kad. St. 63.—64.— Zuckerf Seilbronn.— 42. Maairus.⸗ 39. 40.50 Motoren Deu) 33.25 32.— Oberſchl. Eiledd. T 41,12 40.5 Kurszette, ʒ ich. Ind. Malnz 50.— reytaa 87.50 67 75„ eingan—.——.—[Mansfeld, Aktien 69. dldeim Ber;— 84.— 2 0 25 87.28 Ren remene. 70 Zeun Weldsfes. 00— 5.„ Seuttgeer.— 44 80 meg Wes, Aag 1278 127.1 Kegar, Tabie,. 38.— Obbent 860g T 54.28 50 7 ö Ber. Jelltt. Berlin 52..— 53.25 Zuckerr B. ags 44.— 40 75 8 M Genet. 61 61.87] Nordoollfänng7—08. „Zelltt. 88.258.Wagd 41.— 2 8712—8. 5 5 2— 8 80 N 05* Vogtl Moſch. St—., Frankentb.— 47,75l Pöbn ergod 79887757 Aoen Doan 25 7—5 Stcmee 7 2 Die derſehenen Werte ſin Pi 15 eber 28.—23—Roſier Braun.— 5Siemene El⸗.50 88 eeeeeee 2*. 5 1. 8 1 Kätgereswet 4 5 Sinner.⸗ 7 Srankfurter Dividenden⸗Werte.„29.—28. 838 68.— 68. Aieee Naan—.— ee ee 85 25 7 7 Sactee 125 5 1257 Steete VBultar 1157 1153 e, N ſer—.—. en 1—.——.—.—- 50. 1 863.7 alzdetfun. toehr Kamman. 8,2 112 Bank-Aten. A u e fſüden, Kobtnani 8. ö6 861 m—79525535 Saebenen 154. Sd e 7 3 8 ſtahl 5 0—2— 81 25 ppodetend 83.87 f8. Jeichsbanf 14⁴6 142. Berliner Dividenden⸗Werte—— Cdem. 12 8032.1 J Schubert& Sal! 103.8 102.0] Teichgräber 750.35 d Creduudt 80. 32 Berlier Div 0— S. Ssde e d 0 Aben Se e80 8850 8 ort⸗Aktien. Teleph Berliner 42 88 75 B. 5bt Irn 27 80 815 iim-Fement I0.— 88,— 826,.bee 28 0 50 erg Gee Jr dez: Sc. dereete edees 0 eeee J77CCFͤCͤ˙nV. „ Hop. d. Wb 28 80 01 Presbue Bant 10 0 107.5] Wiener Bankver..58 5. Scdamungbahn.828.85.-Auſtral. Deſch. 87.— 88. INorbdeſch grond T 101.4 102.0 Aer.hl Gum. 40.78.40.75] Bostländ Maſch.90.85] Bittener Gußſtab 88,.80 Zaume Banden 4359.45]Jnen Hrr8. 87. 87½ ubre Noneree 108. 323.00Ala. Lok. v. Sn 108.0 110.0 Hb.⸗Amt. Patt. 90 80 88.25JRoland. Einſe 210 222.(Ver. Thm Charl. 58.7560 Wanderer⸗Werke 83. 83.— Volf. Bu zau. 34, 39.— Verliner Handa 129.7 143 2] Metalld u..-G.. 82.— 81.75 Mannb. Berl.Gel.—. 64. Südd. Eiſendahn 87. 88..⸗Südam. O' ſch. T 90.25 8, Berein. Elbeſchiff 87.50 37.50%8 Piich Nichew 10 0108 5 Weſer Akt.⸗Heſ..—81, Jals Verein 34,50 52.50 ee dcte S n 548 8 6 88 rmſt u 00..⸗Bk. 5... 70,— 18, 8 4 5 8 2555 Deniſche Bant 110.2 210.0] Oeſter, Ered Anft.85 6,75 Saee f Sthe J0. 88. 1 Bant-Aletten⸗ Berliner Sreiberkehrs ⸗Kurſe. 375 9 5 88.— 58,80JDeutſche Bank 1110 0 110 Reichsbant....2 142 29 70 5 Vergwerk- Alelien. 4480ldert Henke., fe., aeheer b e aee Age Cerdggenf J048ffble an, 4380 gapung A. Sdge rg, 355 Sochum Bt u. G. 72.— Jo, arpen. Bergbau 99.50 93.25 Oberſchleſ.cgs.⸗B. 42.— 42. 50Berl. Hand.eſ T 138.8 149.30Dise Command I107.s 108.2Süddeutſch. Discv. 84,50 85. Api, Allg Petr.3d—. 2. Hochfrequeng. 65.— 89. omanSalpeter 3.— Buderus Eiſenw—— 109.5 109.5 Pbön—.—.— Com.l. Privatb T 90.,25 100.9 Dresdner Bank 19050 947 5 Baneen 50 ee 252 1 Vhospha—5 4985 5 1 aliw. Salzdetl.—.—— nix Berg 8 Nt.⸗Bk. 0 110. teldk. itb 50 94. e 0 893„— 40, Seawed Berde, 124.9.2 Keli, leheſte, I2c 11.5 Sbein Beaun0l, 1200 J65 Dar'ſt.git.⸗k. T 2090 1100 250 Iduſſ de Pen. g. 6s. Baſeree Galen Guße. 28. 200, Monneanerdd. 50 75 64l50 Sellne Begren 4 4 Iuduſtrie ⸗Alktien. JTVVVVVCC Gelſenk. Gu 200 nn„— V. K. u. Laurahütte 83— 33—. N 5 4 7 Aecumulat. Fabr. 97.-95, Bamag⸗Meguin 3 ,— 91.— Buderus Eiſenw. 80,.——34.75 755 Crausport- Alktlen. Te Segen gter 5 547 fchen Feen 1 82 0 Berliner Feſtverünsliche Werte. e— + e ee eeeee baee ee ee 8 fl Jer Bad Huet 80 er e V 4f Beutbren 2n 80 cden Sagasgelee In 55 88.. 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Goeddardt 32,.— 35, /% Deſt Schatza 13.75.75 f40/ ——8— 20 1975 Kariſtab: 83. 85.— Siſenwerkkaiirslt 13.25 13 25“Beu. Wln 37.85 38.50 S ern de Papier 62,— 62,50 Goldichmidt, Th. 68.15—, 1 5 Fae 12.25 5 5 es 2380 24, 2 605%„ nene Pr.—.——.— G. 0 11451¹4 Stam.200 J. 200 Holvertohl.-5. 4,75 J8. Deutſch. Eiſend. 34,91 3„0 Felten& Guill. 108,0 10,0 Goerz C. P. 47.— 47. 4% eono. Kte..875—, 4½%. St. RI813 10.35 10.50 5% Obligat.—.— 10.,75 Eibert. Jard o. B 51¹ Main⸗ unghansStamm 50, 61,— Donnersmarckd. 45,50 40.[N Friſten 3,..—Hotbaer Wagzgon 28.—28.2 4% Silberet. 110%% 1914 14.65 1½75 4½% Anal. Ser..30.5 e 8, Goldichmidn Tb. 69. 59.90 e e— Dürener Metall 75 5-Fuchs Waggon 0 e 87, 88,75 4%——— 99 9 10%——— 7 1— 40 5— 8 958 1890 8125—— 8.—, 30,50 Dürrkoppwerke + 39.—Haggenau Bry 82.— 40. rkrftw. Mom.6%—.— 4% Türk. Ad.⸗Anl. 7.— 1 5 Krom 0 6 54½%6 5 Emolle S für 22552285 Selefer Nüne,*.61—— Stale. 94346 905 Oynam Nobel 93,75 81,75 Gebhard Texti! 67.50 88, Jebr. 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Wie der Vor⸗ ſitzende Karl Kohler mitteilte, beabſichtigt der Reichsverband deut⸗ ſcher Erfinder ſeine 7. Erfindungen⸗, Neuheiten⸗ und Induſtriemeſſe in der Zeit vom.—13. Juni dieſes Jahres in LZudwigs hafen in der ehemaligen Süga abzuhalten. Der 1. Vorſitzende der Erfin⸗ dermeſſe, Bauinſpektor Beier⸗Ludwigshafen, machte hierzu nähere Erläuterungen. Der Verkehrsverein ſteht der Sache nicht blehnend gegenüber, Bedingung iſt ſedoch, daß die Leitung der Veranſt tung. für die ganzen Koſten aufkommt und die Organiſation der Meſſe ſo aufgebaut iſt, daß nicht die Geſchäftswelt von Ludwieshafen einen finanziellen Ausfall zu tragen hat. Weiter wurde mitgeteilt, daß am 19. Januar ein Radiovortrag für Ludwigshafen vor⸗ geſehen iſt. Der Verkehreverein wird den Radioklub in ſeinen Ve⸗ ſtrebungen unterſtützen und für die Koſten des Vortrags aufkommen. Ebenſo tritt der Verkehrsverein ganz entſchieden dafür ein, daß der 3 der Pfalz zu erbauende Sender in die Großſtadt Ludwigsbafen ommt. Radiovortrag als Einführungsvortrag des Verkehrsvereins Ludwigs⸗ hafen für das Jahr 1926 gelten. Der Eintritt wird frei ſein. Nach Möglichkeit ſoll auch an dem Abend ein Lautſprecher aufgeſtellt werden, damit die Intereſſenten ſich von der tadelloſen Wiedergabe überzeugen können Auch die leidige Hotelfrage wurde wieder angeſchnitten. Der Verkehrsverein wird nach wie vor den Stand⸗ punkt vertreten, daß ein großzügiges Hotel für Ludwigs⸗ hafen ein unbedingtes Bedürfnis iſt und alle Beſtrebunoen nach dieſer Seite hin unterſtützen. Gewünſcht wird auch, daß die Ge⸗ meinden der umliegenden Orte wi rip, Rheingönheim, Dagers⸗ Am Sonntag, den 10 lanuar 1925 starb nach langer chwerer Krankheit unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante, Fräulein 971 Kathe Stumpf im Alter von 36 Jahren. Die Feuerbestattung fand auf Wunsch der Ver- storbenen in aller Stille statt. Mannheim, den 12. Januar 1920. Dle krauernden HInterbliebenen. Auf Vorſchlag aus der Mitte der Verſammlung ſoll der rech heim uwſ., die mit der Stadt Ludwigshafen in engem Konner ſtehen, ſich dem hieſigen Verkehrsverein angliedern. Die Frage, ob man hierdurch nicht in die Kompetenzen des pfälziſchen Verkehrsver⸗ bandes hineingreife, ſei zu verneinen. Bei Wünſchen und Anträgen wurde noch mitgeleilt, daß am 31 Jenuar eine Sitzung der pfälzi⸗ ſchen Verkehrswacht nach Neuſtadt a. H. einberufen ſei. Dieſe finde vormittags 10 Uhr im Johannisgarten ſtatt. Als Vertreter von Ludwigshafen wird Rechtsrat Dr. Zeiler vorgeſchlagen. Zum Schluß wurde vom Vorſtandsmitglied Grünewald darüber Klage geführt, daß der Preis der Zeitungen viel zu hoch ſei und unbedingt ein Abbau einſetzen müßte. Demgegenüber wurde veck verlegeriſcher Seite darauf hingewieſen, daß die Zeitungen nicht zu teuer, ſondern zu billig ſeien. Schon vor einiger Zeit habe man die Abſicht gehabt, den Zeitungspreis zu erhöhen, im Intereſſe des allgemeinen Preisabbaus habe man notgedrungen davon aber ab⸗ geſehen. Die allgemeinen Unkoſten ſeien viel zu hoch. Die Zei⸗ tungen hätten ſchwer um ihre Exiſtenz zu kämpfen. Die Poſt be⸗ käme heute für eine Zeitung allein ſo viel Geld, als dieſe früher ſelbſt gekoſtet hätte. Von einem Abbau der Preiſe könne alſo keine Rede ſein. 1 · Speyer, 12 Jan. Abg. Hildenbrand(B. V..) ſchreibt der„Pfälzer Zeitung“: In der Pfalz zahlt die Regierung für die Rebſtöche, die wegen Reblausverſeuchung vernichtet werden müſſen, 40 bis 70 Pfennig für das Stück, in Franken aber, wo eben⸗ falls Reblausehrde ſich finden, hat die Schätzungskommiſſion—2 Mark für den Rebſtock vorgeſchlagen. Ausbezahlt ſollen die Beträge noch nicht ſein, aber die geſchädigten Bauern beſtehen auf dieſem Preiſe. Eine ſolche Ungleichheit iſt nicht gerechtfertigt. Die geſchä ⸗ digten Pfälzer Weinbauern werden gut tun, ſich zuſammenzu⸗ ſchließen und zu fordern, daß ſie nicht ſchlechter behandelt werden als die Franken. * Landau, 7. Jan. Die Zahl der unterſtützten Erwerbs. loſen im Arbeitsamtsbezirk Landau(Landau, Edenkoben, Ann⸗ weiler, Bergzabern) betrug am 31. Dezember 1925 zuſammen 2323 einſchließlich 47 Notſtandsarbeitern. Dazu kommen 4059 Fa⸗ milienangehörige(Frauen, Kinder und ſonſtige unterhaltungsbe. iagte Angebörige). Zuſammen werden alſo zurzeit etwa 7000 erfonen dus Niſteln der Erwerbeloſenfürſorge unterſtüßt. Nit einer weiteren Zunahme iſt zu rechnen. er der ganzen Pfalz betrug die Zahl der unterſtützten Erwerbsloſen am 12. Dezember 1925 26090. Dazu kommen 36674 Familienangehörige, etwa 15 000 Kurzarbeiter und etwa 774 Notſtandsarbeiter. Die meiſten Erwerbsloſen ſind im Arbeitsamtsbezirk Pirmaſens, es folgen dann die Bezirke Ludwigshafen, Kaiſerslautern, Zweibrücken und Landau. e Biedesheim, 8. Jan. Der 64jährige verwitwete Tagner Chriſtian Deibel von hier geriet am Montag abend auf dem Heimweg von Grünſtadt in den Eisbach und wurde am ande⸗ ren Morgen an deſſen Ufer erſtarrt aufgefunden. Er konnte zwar wieder ins Leben zurückgerufen werden, verſchied dann aber infolge des Unfalls. rDſ—« ̃ i ů ů ů ů ů ů ů ů ů ů ů ů—— ů ů ů ů ů ů ů— ů» ů ů————— Wetternachrichten der Karlsruher Landeswette warte Beobachtungen badiſcher Wet erſtellen(7ꝛs morgens) Luft⸗ Tem⸗; 18 See · SeE S2 Wind 8 2 2 druck pera-SSß SE 38285 öhe 5— Vette: 8 82 105 m Er§s88 8 Richt.Stärte 8 85 Weribeim.———5 3=NUſſchw.ſwoltenſos Kön gſtuhl. 625 772.3—8 44—80, ſſtark 8—— Kar sruhe1727110—4 44—ONO leicht 2—— Baden Ba enſ 2 377ʃ,6—2 2 3 NO leich!—— Villngen 780 771ʃ,50—7—7NO leicht 52—— Neldberg. Ho1497 34,1—14—13] NO ſtart 5—— Badenweilet—————————.—2 St. Blaſien———6 227 ſtill— heiter— Hödenchwd.—!—-—--— Auf der Rückſeite des mit ſeinem Kern über dem Balkan ſie⸗ genden Hochdruckgebiets ſtrömt kalte Luft in ſüdweſtlicher Richtung und führt kei uns zu weiterer Abkühlung. Da das Hoch ſich nach Weſten ausgebreitet hat, iſt eine weſentliche Aenderung der Witte⸗ rung nicht zu erwarten. Vorausſichtliche Witterung für Mittwoch, bis 12 Uhr nachts: Weitere Abkühlung, ſonſt Fortdauer des meiſt heiteren Wetters. Wir reigen hiermit an, daß Fräulein Dahingeschiedenen ein ehrendes Gedenken bewahren. Mannheim, den 10. lanuar 1926. Vorstand und Angestellte Katharina Stumpf heute früh nach langem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die Verstorbene hat übet 206 lahre— zuletzt als Ober-Asststentin— unserer Sektion ihre Dienste in treuer Pilichterfüflul g gewidmet und sich jeder- zeit als eifrige Mitarbeiterin und liebenswürdige Kollegm erwiesen Wir bedauern aufrichtig den zu frühen Heimgang und werden der tar Sektlon I der Sbddeutschen EIsen- und Stanl-Berufsgenossenschaft. Danksagung. Allen Freunden u Bekannten. wielche meiner lieben Tochter Lotte Rodies die letzte Ehie erwiesen haben, sage ich auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank. Mannheim, 12. Jan. 1926. Ruppiechistr. 12 1035 Else ftodies Wwe. prleie u. Härten 3⁵0 am 11. lanuar 1926 verschieden Ist. kapelle Mannheim statt. von tiefen Schmerzes geben wir Kenn'nis, dab der kkrohere Leiter und seit seinem Ausscheiden aus dem Vorstande langjahriges Aufsichisratsmitglied unserer Gesellschaften Herr Richard Post badischer Kommerzienrat Herr Kommerzienrat Post hat mehr als ein Menschenalter unseren Unternehmungen aobveraus wertvolle, nie zu vergessende Dienste geleistet Seinem Weitblick, seiner rastlosen frauszkeit verdanken wir die kraftvolle Entwicklung und das starke Geluge unseres Werkes. Wir detrauern in ihm den hervorragenden, vornehmen Fohrer und Berater, den treuen, lieben Freund, dessen Andenken in uns und unserer Arbeit steis ſortleben wird. 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