Donnerstag, 28. Jauuar Serreprelle: In Mannheim und Umgebung ſrel ins N durch die Poſt monatlich.⸗M..50 ohne Vert Bet eventl. Aenderung der wirxtiſchaſtlichen Ne Wo Nachſorderung vorbehalten. Poſtſchecklonto Gel Güte Karisruhe.— Hauptgeichäfisſtelle E 6. 2. iug e Nebenſtellen Waldhoſſtraße 6. Schwetzinger⸗ Abend⸗Ausgabe eue MannheimerSeitung Preis 10 Pfennig 1926— Nr. 46 Anzeigenpreſſe nach Tariſ dei Vorauszahlung pro emſp. Kolonelzeile für Allgem Anzeigen.40.-M. Neklam. —4.⸗M. Kollektiv-Anzeigen werden höher berechnet. Für Anzeigen an beſtimmien Tagen Stellen und Ausgaben wird teine Veraniwortung übernommen. Höhere Gewalt, 1898 5 0 an U eImer on erad a, I el er Streiks Betriebsſtörungen uſweberechligen zu keinen Exiatz⸗ 4 Meerfeldſtraße 11.— Telegramm Adreſſe.* anſprüchen für ausgefallene oder beſchränkte Ausgaben Seneralan g1 zeiger Mannheim. Erſcheint woͤchentl. zwöllmal. Femniprech- Anichlühe Nr. 7941. 7942. 79138. 7944 u. 79045. oder für verſpätete Aufnahme von Anzeigen. Aufträge durch Fernſprecher obne Gewähr.— Gerichtsſtand Mannheim. Veilagen: Sport und Spiel Aus Zeit und Leben Mannheimer Srauen-Jeitung„Unterhaltungs-Beilage Aus der Welt der Cechnik Wandern und Neiſen Geſetz und Necht 1 — vertrauensvotum In geſpannter Erwartung Wüe Berlin, 28. Jan.(Von unſerem Berliner Büro.) Um die agsſtunde iſt die Situation noch ungeklärt. Ddie Sozial⸗ ̃— okraten freilich ſind mit ihrem Beſchluß fertig. Sie wer⸗ wie wir das von vornherein angenommen hatten, Stimm⸗ uthaltung üben. Das Ergebnis einer zweiſtündigen Aus⸗ lahrgh der Fraktion iſt, daß dieſe Stellungnahme in einer aus⸗ rlichen Erklärung begründet werden ſoll. Somit hängt alles an der Miang der Wiriſlchaftlichen Vereinigung und die iſt te der zweiten Stunde noch nicht gefallen. Die Wirtſchaftliche reinigung, die ſich plötzlich zu einer Bedeutung emporgeſchraubt t, die ihr keineswegs entſpricht, hat auf 1 Uhr eine Fraktions⸗ zung anberaumt, aber die Führer der Fraktoin, die am Vormittag — Dr. Luther in der Reichskanzlei verhandelten, waren bis dahin ſn nicht zurückgekehrt und alſo konnte ſich die Fraktion noch nicht üſſig machen. Trotzdem hat man allenthalben das Gefühl, daß 1* Kelch an dem Kabinett Luther doch noch vorübergehen dürfte, die vielumworbene Wirtſchaftliche Pereinigung doch noch Ja gen und vielleicht auch die Sozialdemokratie noch die eine oder an⸗ ere Abkommandierung vornehmen wird. Aeber die Haltung der Deukſchnatlonalen und 80 die letzten Motive, die ihr zugrunde liegen, wird uns aus konſer⸗ Au 5 Kreiſen berichtet, die Deutſchnationalen würden, wenn die 0 flöfung ſicher wäre, für das Kabinett ſtimmen. Aber ſie glauben wus der Umgebung des Reichspräſidenten erfahren zu haben, daß 1 Luther die Auflöſung noch nicht in der Taſche habe. Somit ſtür⸗ ihre Taktit darauf gerichtet, das gegenwärtige Kabinett zu rzen und durch ein Beamtenkabinett ablöſen zu laſſen. 1 enn auch dieſes Kabinett alsbald verbraucht und geſtürzt iſt, wäre e Auflöſung ihnen willkommen, jetzt nicht. Denn heute müßten ſie en Wahlkampf gegen Hindenburg führen, während ſie ihn bei einer Wpnene im zweiten Falle mit dem Reichspräſidenten führen das Nuflöſungsdekret liegt berett unt Berlin, 28. Jan.(Von unſerem Berliner Büro.) In gut⸗ nterkichteten Kreiſen will man wiſſen, daß der Reichskanzler vom Reichspräſidenten die Ermächtigung zur ſofortigen Auflöſung des eichstages erhalten hat und daß Dr. Luther mit dem Dekret in der aſche heute in die Plenarſitzung kommen wird und von dieſer Er⸗ di chtigung auch zu Beginn der Sitzung Mitteilung machen will, um 5 Deutſchnationalen nicht im Zweifel zu laſſen, über das, was ge⸗ 550 wird. Von den Deutſchnationalen ſollen einſtweilen 8 Mit⸗ Fuder als krank gemeldet ſein. Allerdings fehlen auch bei den kuppen der Mitte einige Mitglieder, die durch Krankheit fernge⸗ halten ſin 94 7 85 2 8 Entſcheidung der Wirtſchaftlichen Vereinigung iſt auch um hr noch nicht bekannt. man, daß nur noch 6 Deutſchnationale fehlen. oder Auflöſung? die Nuflöſung erſcheint ſicher! Berlin, 28. Jan.(Von unſerem Berliner Büro.) Um 2¼ Uhr wird bekannt, daß die Wirtſchaftliche Vereinigung ein⸗ mütig Stimmenthaltung beſchloſſen hätte. So müßten alſo alle Wege zum Ausgleich verſchüttet ſein unddie Auflöſung unwiderruflich heranziehen. Dennoch gibt es viele ungläubige Thomaſe, die der Meinung ſind, Fraktionsbeſchlüſſe und Tatſachen⸗ beſtände bei der Abſtimmung brauchten ſich nicht notwendig zu decken. anr! 2 1 Im Plenum ſtreitet man ſich derweil, ob der kommuniſtiſche Antrag zum Vereinsgeſetz noch mit der Tagesordnung verbunden werden ſoll. Ein Herr Meyer⸗Franken entwickelt anſehnlichen Stimmaufwand. Die Chancen der Abſtimmung glauben ſtatiſtiſch veranlagte Gemüter folgendermaßen einſchätzen zu können: Die Parteien der Mitte zählen 171 Mitglieder, die Oppo⸗ ſition 170, ſomit hätten, wenn ſie vollzählig verſammelt wären, die Parteien der Mitte immerhin noch eine Mehrſtimme. Von dieſen 171 fehlen insgeſamt 9(bei den Demokraten 2, beim Zentrum 3, bei der Deutſchen Volkspartei). Von der Oppoſition fehlen allein 8 Deutſchnationale. Die Deutſchnationalen bemühen ſich eifrig, alle ihre Mannen heranzuziehen. Gegen 3 Uhr verſichert Bei den Völkiſchen ſind Ludendorff und Beſt nicht vorhanden und werden ſich auch nicht heranholen laſſen. Wieviel von den Kommuniſten fehlen, war nicht feſtzuſtellen, jedenfalls die Damen Zetkin und Ruth Fiſcher, von denen die letztere ſich bekanntlich im Moskauer Verwahrſam befindet. Ein Iwiſchenfall im Neichstag Berlin, 28. Jan.(.15 Uhr.)(Von unſerem Berliner Büro.) Gegen 4 Ahr ereignete ſich am Schluſſe der Oppoſitionsrede des völkiſchen Abgeordneten Henning ein aufſehenerregender Iwiſchenfall henning beendete ſeine Ausführungen, die be⸗ reits große Unruhe im Hauſe hervorgerufen hatten, zu Dr. Luther gewendet mit dem Satz, die gegenwärkige Regierung ſei der Haus⸗ knecht am eigenen Bölke. Bei dieſen Worken ſchnellte Reichs⸗ kanzler Or. Cuther von ſeinem Sitz empor, trat bor den Abg. Hen⸗ ning hin und ſchrie ihm blukrot vor Jorn ins Geſicht: Ich ver⸗ bitte mit derartige Bemerkungen ganz energiſch!“!“ Eine ungeheuere Aufregung bemächligk ſich des Hauſes. Nicht nur die Regierungsparteien, ſondern duch die Linke verlangte in ſtürmiſchen Zwiſchenrufen die Eutfernung Hennings. Vize⸗ präſident Bell kommt, nachdem er Ruhe geſchaffen, dieſer Forderung nach und erklärt, daß er den Abg. Henning wegen ſchweren Ver⸗ ſtoßes gegen die parlamenkariſchen Gebräuche von der Sitzung ausſchließen müſſe. henning verläßt darauf widerſpruchslos den Saal. Zur Entwaffnungsfrage Eine anſcheinend offiziöſe Informgtion des Londoner Havasver⸗ keeters ſetzt ſich mit der deutſchen Erklärung über den Stand der Entwaffnung auseinander. Es heißt darin, die deutſche Regierung e eine Erhöhung der Polizeiſtreitkräfte gefordert, ſo für Köln vier ompagnien; das ſei eine Kompagnie mehr als zugebilligt wäre. Die deutſche Behauptung, daß die fünf Punkte der Liſte 4 ſo gut wie er⸗ fünt ſeien, werde nach Erklärungen von unterrichteter Seite keines⸗ weg durch die in London und Paris eingetroffenen Nachrichten be⸗ ütigt. Nach Informationen aus offtziellen olliierten Kreiſen habe Deutſchland nach dem Kontrollbericht nichts unternommen, um die Veränderungen bei der Polizei und dem Oberkommando und die Ver⸗ Pflichtungen betreffend die Geheimperbände durchzuführen. Der Be⸗ dicht des Generals Walch beweiſe den deutſchen Widerſtand ſiben die Verpflichtungen und komme zu folgendem Schluß: Die Ve⸗ ſtimmungen der Liſte 1 und 2 können als ausgeführt gelten, die der di e 3 nur zur Hälfte und die der Liſte 4 gar nicht, ausgenommen ie Uebungswaffen und die Geſchütze von Königsberg. In Berlin age man, die Veränderungen bei den Polizeitrupven hätten ſich ver⸗ zoͤgert infolge von Verhandlungen, die mit der Botſchafterkonferenz geführt werden. Dieſe Erklärung finde in zuſtändigen Kreiſen keinen lauben. Die Antwort des Verſailler Militärkomitees an die Kon⸗ trollkommiſſion in Berlin ſei den alliierten Regierungen mitgeteilt worden, nach deren Billigung die Botſchafterkonferenz ſich mit der An⸗ gelegenheit befaſſen könne. Unter Vorbehalt werde auch mitgeteilt, daß nach gewiſſen Auskünften ein Delegierter der Reichsregierung im Begriffe ſei, nach Paris zu fahren, um die Erörterung mit dem Verſailler Militärkomitee in der Polizeifrage wieder aufzunehmen. Die politiſche pſycholo ie der elſaß ⸗Lothringer Der Pariſer„Figaro“ beſpricht in ſeinem Leitartikel die in leßter de de 88 e Meldungen über die wa hſende Reizborkeit der elſaß⸗lothringiſchen Bevölkerung gegenüber den ver⸗ maltungstechniſchen und poliliſchen Maßnahmen der Pariſer Zentral⸗ degierung und meint, man müſſe ſüh davor hüten, dieſe Reizborkeit duf künſtliche Propaganda zurückzuführen. Die Urſache ſei in den nvermögen der Pariſer Regierung zu ſuchen, die politiſche Pſychologie der elſaß⸗lothringiſchen Bevölkerung zu ver⸗ ſtehen, die Deutſchland„trotz ſeiner enormen Fehler“ ſtets reſpektiert hede. Es ſei eine Torheit ſondergleichen, ja ge⸗ radezu eine Beleidigung, eine Bevölkerung mit einer uralten Tradi⸗ non und hoher Kultur aſſimilieren zu wollen. Frankreich habe in Elfaß⸗Lothringen ein wenig von ſeinem Preſtige als ſiegreiche kon verloren⸗ Amerikas Beitritt zum Weltgerichtshof DeWaſhington, 28. Jan.(Spezialkabeldienſt der United Preß.) Der Senat nahm mit 70:17 Stimmen den Beitritt der Ver⸗ einigten Staaten zum Weltgerichtshof an. Damit ſanktioniert er die neue Amerikapolitik, die mit der Iſolierung Amerikas Schluß macht und die logiſchen Konſequenzen aus der Beteiligung Amerikas am Dawesplan und den amerikaniſchen Inveſtierungen in Europa zieht. Obwohl Amerikas Teilnahme an den europäiſchen Vorgängen noch auf längere Zeit hinaus Gegenſtand heftiger Erörterungen ſein wird, vor allem bei den kommenden Kongreßwahlen und trotz der Reſer⸗ vationen, die bezüglich des Völkerbundes gemacht worden ſind, ſo ge⸗ winnt doch die Anſchauung an Boden, daß die Vereinigten Staaten tatſächlich mit der Zukunft Europas verbunden ſein werden, ohne Rückſicht darauf, ob ſie im Völkerbund ſind oder nicht. Bezeichnend für Cooldiges Politik einer Annäherung an Europa iſt das immer ſtärkende werdende Gerücht, daß der frühere Votſchaf⸗ ter in Berlin, Houghton, der als der Vorkämpfer der amerikani⸗ ſchen Europapolitik angeſehen wird, die Nachfolgerſchaft Kellogs an⸗ treten wird, wenn dieſer zurücktritt, was auch nach Anſicht wohlinfor⸗ mierter Kreiſe ſehr bald geſchehen dürfte. Man rechnet auch mit Mel⸗ lons Rücktritt, den Morgans Partner Deight Morrow, erſetzen dürfte. Dieſer iſt, wie die anderen Mitglieder der Bankgemeinſchaft, ein ſtar⸗ ker Anhänger einer engen Zuſammenarbeit mit Europa. In inner⸗ politiſcher Beziehung bedeutet der Beſchluß des Senats eine ſchwere Niederlage Borahs. Allerdings dürfte er ihm in ſeinem Wahlbezirk Idaho nichts ſchaden, wo er aufgrund ſeiner gegen den Weltgerichts⸗ hof gerichteten Politik mit überwältigender Mehrheit wieder gewählt worden iſt. Dennoch dürfte die wirtſchaftliche Entwicklung auch die Auffaſſung der Weſtſtaaten weſentlich beeinfluſſen, da die Auslands⸗ inveſtierung auch dorthin ſchon ihren Weg fand und dadurch die Be⸗ wohnerſchaft zwingt, direkten Antell an den europäiſchen Vorgängen zu nehmen. * Paraguan kündigt ſeine Handelsverkräge. Paraguay hat durch Geſez vom 19. Januar 1925 die Kündigung ſämtlicher Han⸗ delsverträge mit europäiſchen Ländern beſchloſſen. Demgemäß hat die Regierung von Paragvay auch den Meiſtbegünſtigurgsvertrag mit Deutſchland vom 21. Juli 1887 am 22. Januar 1925 ge⸗ kündigt. Infolge der in Artikel 4 des Vertrages vorgeſehenen Kündigungsfriſt tritt dieſer Vertrag früheſtens am 22. Januar 1927 außer Kraft. Agrarreform und Entdeutſchungsziele Der ſüngſte polniſche Vorſtoß (Von unſerem Warſchauer Vertreter) u. Warſchau, 26. Jan. Als die polniſche Regierung im Winter 1924/25 ihren ſo und ſovielten Entwurf des Agrar⸗„Reform“ genannten Landauf⸗ teilungs⸗Geſetzes einbrachte, wollte ſie ſich den Lehren, die andere agrarreformeriſche Oſtſtaaten inzwiſchen aus bitterer Erfah⸗ rung ziehen mußten nicht völlig verſchließen. Insbeſondere die Methode der grundſätzlichen Enteignung von Gutsland zu Parzel⸗ lierungszwecken, die in den Randſtaaten Anwendung fand, hatte ſich dort als volkswirtſchaftlich ſo zerrüttend erwieſen, daß man in Polen zunächſt davor zurückſchreckte. Man ſuchte nach einem Kompromiß und fand ihn in folgendem Verfahren: Aufgeteilt ſoll ja nun mal werden. Alſo wollte man wenigſtens etwas Reihe und Ueberſicht hineinbringen, indem man je für ein Jahr voraus einen ſogenannten„Koloniſationsplan“ feſt⸗ ſetzte. Der Koloniſationsplan wird nach Kreiſen aufgeſtellt und gibt an, wieviel Hektar in dem betreffenden Landkreiſe im betref⸗ fenden Jahre aus großgrundbeſitzlichem in kleingrundbeſitzliches Eigentum überzugehen habe. Geſchah dieſes tatſächlich im Wege freihändigen Verkaufs beliebigen Gutslandes, ſo hatte— dies war die Abſicht— der betreffende Kreis gewiſſermaßen das Seinige getan und blieb für die fragliche Periode im ferneren ungeſchoren. Nun weiter. Der Koloniſationsplan gibt im übrigen eine Geſamt⸗ ſumme des für die betreffende Periode aufzuteilenden Landes an. Von dieſer Geſamtſumme iſt abzuziehen, was durch freihändi⸗en Verkauf zur Parzellſerung gekommen iſt. Der übriggebliebene Reſt wird zu Beginn des nächſten Jahres nunmehr ganz beſtimmten und in einer veröffentlichten Liſte namentlich aufgeführten Gütern zur Deckung auferlegt. Hierbei wird angegeben, wieviel Hektar jedes der genannten Güter im Laufe dieſes zweiten Jahres nun in Kleinſiedlung überzuführen hat. Es kann dieſes binnen elf Monaten durch Verkauf tun. Geſchzeht dies nicht oder nicht völlig, ſo greift für den noch unverkauften Pflichtteil die Zwangs⸗ enteignung Platz. 135 Ueber dieſe Verfahrensweiſe ließe ſich an ſich reden, wenn fol⸗ gende Bedingungen erfüllt⸗wären. Erſtens wenn die Periode des freihändigen Verkaufs genügend kangfriſtig angeſetzt würde. Die Einjahrs⸗ und Elf⸗Monats⸗Friſten ſind jedoch insbeſondere für Zeiten ſchlechter Konjunktur völlig unzulänglich. Eine zweite Be⸗ dingung für ſinngemäßes Vorgehen wäre, daß die Feſtſetzung des Jahreskontingents ſich in tragbaren Grenzen bewegte, entſprechend dem Bedürfnis und bor allem auch der Erwerbs⸗ Zah⸗ lungs⸗ und Nutzungsfähigkeit des Kleinbeſitzes. Nun ſoll aber das Jahres kontingent() 200 000(!) Hektar betragen. Das iſt natürlich für Polen, insbeſondere angeſichts ſeiner gegenwärtigen Verarmung und Inſolvenz, eine völlig unbezahlbare Bodenfläche. Wie ſoll man denn hier, jetzt und in abſehbarer Zukunft, Jahr um Jahr 2000 Quadratkilometer Kulturland abzuwerten vermögen, jetzt und hier, da Wechſel, Steuern, Mieten, Auslandsſchulden un⸗ bezahlt bleiben? Noch nicht für den ſechſten oder achten Teil ſind zur Zeit die Mittel zum ehrlichen Erwerb und zur ertragbringen⸗ den Kleinbewirtſchaftung da. Eine dritte und letzte notwendige Bedingung, damit das angewandte Syſtem nicht in Räuberei und Schleuderei ausarte, aber wäre laſt not leaſt die gerechte Ver⸗ teilung des angeforderten Kontinoents auf das ganze Stoats. gebiet und auf den Großgrundbeſitz gleichviel welcher nationaler Herkunft, nach rein ſachlichen, agrarwirtſchaft⸗ lichen Zwecken und ohne irgendwelche politiſche und chaupiniſtiſche Nebenabſichten. Wie aber ſteht es nun mit ollem dem in Wirklichkeit? Vor allem iſt jene urſprünoaliche Abſicht der Friſtlaſſung für völlig fraien Verkauf vom Radikalismus des Seſms zunichte gemacht worden. Infolgedeſſen fällt zunächſt mal das Jahr 1926 für den Freiverkauf aus. Es paßte den Witosparteilern, den Wyzwolenieleuten und dem ihnen vorauseilenden agraren Sozſalismus, Halb⸗ und Ganz⸗ bolſchewismus nicht, auch nur ein wenig zu warten. Sie mußten ihren Wählern, untereinander wettlaufend, baldmöglichſt eine Exe⸗ kution vorführen können. Und ſie haben das Ihre erreicht Für dieſes Jahr mußte ſofort eine Güternamensliſte ver⸗ öffentlicht werden und nur mit Mühe iſt es gelungen, im Hin⸗ blick auf die kataſtrophale Goldloſigkeit im Lande und auf die Wirkung, die man für die Auslandsanleihe befürchtete, die Agraxr⸗ demogogen dazu zu bringen, daß ſie ſich weniaſtens zunächſt mit 50 000 Hektar ſtatt 200 000 begnügen. Die Liſte liegt vor. Und was zeigt ſich? 18 Unberhohlen iſt der Grundſatz der nationalen Gerechtigkeit da⸗ bei mit Füßen getreten. 14 Agraramtsbezirke gibt es in Polen; in allen wird zwar Gutsland zur Parzellierung angefordert, aber Poſen und Pommerellen werden allein mit über einem Fünftel des Geſamtkontingents belaſtet, Pommerellen aber— der Korridor! natürlich— gleich mit 7½ Tauſend Hektar von jenen 50, olſo mit mehr als dem Doppelten des Durchſchnitts. Men ober trifft die Zwonasparzellierung in den Weſtmarken? Ueberflüſſige Frage! In 32 von 38 Fällen: Deutſche! Man muß ſagen, daß dieſes Vorgehen denn doch ſelnſt die übelſten Erwartungen übertrifft. Es zeigt die Min⸗ derheitenfeindſchaft und das Entnationaliſierungsprosramm in Polen ohne jede Verhüllung; olle ſchönen Redensarten haben, wie man ſieht, nicht die mindeſte Aenderung in der Praris und in den Tatſachen zu bedeuten gehabt. Hörten wir nicht ſoeben von An⸗ näherung, von Beruhigung, von Frieden? Unter der Verordnung. die die Güterliſte bekanntgibt, ſteht über dem Namen des Agrar⸗ „Reform“-Miniſter Radwan der Name desjenigen. der jene Frie⸗ denstöne in wechſelnden Modulationen unermüdlich zu wiederholen weiß und dafür ja ſelbſt, wo man es nicht vermuten ſollte, aläubige Hörer findet, nämlich weſſen NRame? Der Name des Miniſterpräſi⸗ denten Skrzynski. Da haben wir ſeinen Locarnismus! 2. Seite. Nr. 6 D Donnerstag, den 28. Janngt 122— Lür wietſchaſtliche Annäherung an Oeſterreich Berlin, 28. Jan.(Von unſerem Berliner Büro) Ueber den Zweck von Dr. Dinghofers Berliner Reiſe berichtet die offizielle rteikorreſpondenz der Großdeutſchen Volkspartei in Wien:„3 Gründe hätten Dr. Dinghofer nach Berlin geführt: 1. Gerſächte, die beſagten, daß bel der Konferenz von Locurnt guch über Oeſterreich und die Brenner Grenze geſprochen worden ſel, und daß dieſe Frage den Gegenſtand einer Nan dem Reichskanzler Dr. Lutzer und Muſſolini gebildet habe. Aaandden mit dieſer Frage wollte Dr. Dinghofer auch die uffaſſung der führenden deutſchen Staatsbürger üͤber den bevor⸗ ſtehenden Eintritt Deutſchlands in den Völkerbund kennen lernen. Die dritte Frage betraf einen ausgeſprochenen Initiatipſchritt Dr. Dinghofers, nämlich die Anregung zur Schaffung eines ge⸗ meinſamen Organs, das die Aufgabe hätte, der wirtſchaft⸗ lichen Annäherung Oeſterreichs an das deutſche Reich zu dienen. Die Unterredungen Dr. Dinghofers mit den reichsdeutſchen Staatsmännern haben wegen der Gerüchte über die Brenner⸗ grenze die gewünſchte Klarheit gebracht. Sowohl Dr. Luther wie Dr. Streſemann erklärten, daß alle Nachrichten, die von einer, wenn auch inofftziellen Garantie der Brennergrenze wiſſen wollten, un⸗ richtig ſeien. Beide Staatsmänner wiederholten ſodann nachdrück⸗ lich die mehrfach abgegebene Exklärung, daß ſie es für ſelbſtverſtänd⸗ liche Pflicht des deutſchen Reichs erachten, 8 gegebener Zeit im Völkerdund für die Nechte und den Schuß der deutſchen Minder⸗ heiten einzutreten. Auch die Vorſchläge Dr. Dinghofers für die praktiſche Durchführung der Annüherung ein gemeinſames Organ, beſtehend aus amtlichen Vertretern beider Regierungen und aus Pexrſönlichkeiten des Wirtſchaftslebens zu ſchaffen, fanden in Berlin freundliche Aufnahme und werden jedenfalls den Gegenſtand von weiteren Verhandlungen zwiſchen beiden Regierungen bilden. Reine drohnote Muſſolinls Verlin, 28. Jan.(Von unſerem Berliner Büro.) Die Meldung eines engliſchen Blattes, daß Muſſolini die Auflöſung der bayeriſchen Geſellſchaft der Boykottierung Italiens verlangt und im Weigerungsfalle mit der Sperrung der italieniſchen Grenze gegeet deutſche Reiſende und deutſche Waren gedroht habe, iſt, wie wir an zuſtändiger Stelle erfahren, von Anfang bis zum Ende erfunden. Ein derartiger Schritt Muſſolinis beim Auswärtigen Amt iſt nicht erfolgt. 0 Rudlkale fafziſtiſche Blätter, wie der Mailänder„Imvero“ und der„Tovere“, wetteifern in Schimpfarien gegen das deutſche Volk. Der eine nennt die Deutſchen„Kartoffelfreſſer“ und„feiges Geſindel“, der andere klagt über die„Schmutzfinken mit Ruckſäcken und Berg⸗ ſtöcken, die Italien im vergangenen Jahre überſchwemmt haben und dabel noch nicht einmal Geld ins Land brachten.“ Kußlanòds Ronflikt mit der Schweiz EBern, 28. Jan.(Von unſerem eigenen Vertreter.) Die Verhandlungen zwiſchen der Schweig und Sotojetrußland durch Vermittlung Frankreichs werden immer noch eifrig fortgeſetzt. Es ſcheint, daß große Ausſicht beſteht, 92 75 in der nächſten Zeit zu einer Löſung zu Puned Eine Einigung wurde beteits darüber erzielt, daß der Bundesrat der Sowjetregierung ſein Bedauern über die Ermordung Worowfkis zum Ausdruck bringen ſoll. Heikel iſt aber die Frage der Leiſtung einer Entſchädigung für die Toch⸗ ter Worowſki. Die Schweizer Preſſe betont, daß es ſich dabei nie⸗ mals um ein Entgegenkommen der Schweiz ohne Kompenſationen handeln könne. Sollte ſich die Schweizer Regierung bereit erklären eine Entſchädigungspflicht anzuerkennen, ſo ſei dies nur möglich, wenn Rußland ebenfalls ſeine Bereitſchaft zut Anerkennung ſeiner Schulden an die eiz ausſpricht. Uebet eine de jure Anerken⸗ nung der Sobwfetregierung wird zur Zeit nicht verhandelt. Eine ſolche käme erſt in Frage, wenn die Sowjetregierung die An⸗ ſprüche der Schweig und ihret Staatsangehörigen befriedigt hätte. Programm der Beſprechung Chamberlain⸗Sriand Nachdem Chamberlain den geſtrigen Nachmſtag und Abend in der Boiſſhaft verbracht hatte, wird er heute vor⸗ mittag 10 Uhr mit Briand zuſammentreffen. Gegenſtand der Er⸗ örterung werden nach einer Havasmeldung die bereits genannten Fragen der Beſatzungsſtärke un Rheinland, des Standes der deut⸗ ſchen Entwaffnung und des Zeilpunktes der Abrüſtungskonferenz bilden. Daneben nennt Havos auch noch die Frage des Vorſitzes in der Reqgierungskomiſſion des Saargebiets die im März auf der Völkerbundstagung neu geregelt werden müſſe. „Petit Pariſien“ meint, alles deute darauf hin, daß im Augen⸗ hlick keine Entſcheldung in den Fragen getroffen werde, da Cham⸗ berlain ſchon ſeit mehreren Wochen von London abweſend ſei und vor einer Entſcheidung wahrſcheinlich Fühlung mit ſeinen Kollegen 2— einer——4 der— 28 an Chamberlain s am Freitag nachm London weiterreiſen werde. Kleine Vortragsreiſen Von Oscat Bie Das iſt eine zu hübſche Einrichtung. Man berührt in leichtem Zug ee und Men chen, lernt unverantwortlich allerlei kennen, ſammelt eine Stunde lang ein intereſſiertes Publikum um ſich und iſt ſchon wieder fort. 7 Immer wieder iſt mir 11 wohl in der Bahn, ſo lange ſie noch kein Telephon hat. an iſt geborgen und vergißt. Man iſt neu⸗ gierig auf dieſe oder jene Stadt, die man nicht kennt oder lange nicht geſehen hat. Unter Umſtänden iſt man auch privat eingeladen, dann bekommt man immer intereſſante Einblicke in das Familienleben, in den Stil des Wohnens, und zieht in einem 10 das Reſultat von Schickſalen. Früher in der Inflatlonszeit war das die Regel, jetzt kommt das Hotel wieder mehr 2 und ich geſtehe, daß ich ſeine Neu⸗ tralität eigentlich vorziehe. Es iſt wunderbar nach der Bahnfahrt eine Stunde in einem gleichgültigen Zimmer auf⸗ und auate eine Portion Zigaretten zu rauchen, den Vortragszettel zu überfliegen und dann die fremde Stadt unbeachtet zu durchwandern, die meinen verehrten Geiſt hierher zitierte. Die Einblicke, die man erhält, beſchweren nicht ſehr. Man ſtreift ſie nur, ſie ſind ſich überall ſehr ühnlich und man überläßt ſie gleich wleder ſich ſelbſt. Es iſt ein großer Unterſchied, ob der Ort an einer Hauptſtrecke der Bahn liegt oder an einer Die Per⸗ neue Mannheimer Jeifung(ubend: Ausgabe) Aus dem Rechts ausſchuß EJ Berlin, 28. Jan.(Von unſerem Berliner Büro.) Der Rechtsausſchuß des Reichstags ſetzte in ſeiner heutigen Sitzung die Ausſprache über das Sperrgeſetz fort d. h. über die Frage, ob bis aur reichsgeſetzlichen Regelung der Abfindungsfrage alle Ausein⸗ eſſe der Fürſtenhäuſer ruhen ſollen. Abgeordneter Wunderlich(D. Vp.) tritt für einen in der letzten Sitzung ae ntwurf der Mittelparteien ein, der einen kommu⸗ niſtiſchen Antt 30. Juni 1926 wieder außer Kraft treten ſoll. Abgeordneter Dr. Korſch(Komm.) erklärt ſich mit den Aenderungsanträgen der Mittelparteien einverſtanden, äußert. Bedenken gegen eine Be⸗ friſtung bis zum 30. Juni, erklärt aber auch im Falle der An⸗ nahme dieſer Befriſtung die Zuſtimmung ſeiner Freunde. Das Geſetz müſſe nuuch die Streitigkeiten vor Schiedsgerichten treffen. Mit Rückſicht auf die wichtigen Fraktions⸗Sitzungen größerer Sitzung wird am Dienstag nachmittag ſtattfinden. Auch die ande⸗ ren Ausſchüſſe, die Sitzungen anberaumt hatten, vertagten ſich wegen der Fraktionsſitzungen ohne Beſchlüſſe gefaßt zu haben. Beſſer ſtellung der Altpenſionäre Die Frage des nachttöglichen Aufſtiegs der vor dem 1. April 1920 in den Ruheſtand getretenen Beamten, die den Reichstug mehr⸗ fach beſchäfligt hat, ſoll nunmehr entſprechend den Anträgen mehre⸗ rer Reichstagsparteien erneut aufgegrifſen werden. Der Unteraus⸗ ſchuß des Hauptausſchuſſes des Reichstags hat ſich kürzlich bereits mit der Frage befaßt, die Abſtimmung jedoch ausgeſetzt, um den Stand⸗ punkt der neuen Regierung dazu kennenzulernen. Von beſonderer Wichtigkeit iſt es auch, daß die Frage des Wohnungsgeld⸗ zuſchuſſes an die Penſtonäre endlich behandelt werden ſoll. Sämtliche Penſionäre erhalten bekanntlich ohne Rückſicht auf ihren Wohnort, das Wohnungsgeld nach Ortsklaſſe B, was bei den heutigen Mietspreiſen eine Benachtelligung derjenigen bedeutet, die in Orten der Ortsklaſſe A bezw. Sonderklaſſe zu wohnen gezwungen ſind. Die blutigen Jufammenſtöße in Charlottenburg Berlin, 28. Jan.(Von unſerem Berliner Büro.) Ueber die geſtrigen Zuſammenſtöße in Charlottenburg wird noch berich⸗ tet, die 11 Feſtgenommenen ſollen ſämtlich rechtsſtehenden Verbän⸗ den angehören. Sie wurden heute vormittag von der politiſchen Abteilung des Berliner Poligeipräſidiums vernommen. Daß aber auch die Kommuniſten Schuld an dem Zuſammenſtoß haben, geht daraus hervor daß 172 ſich bis zum Schluß der völkiſchen Verſamm⸗ lung auf den Straßen herumtrieben und den Abmarſch der Völ⸗ kiſchen abwarteten. Es bedarf noch der Unterſuchung, ob es der Poligei nicht ſchon vorher möglich geweſen wäre, dieſe kommuneti⸗ ſchen Anſammlungen zu zerſtreuen. Die Zahl der Verletzten konnte bisher noch nicht feſtgeſteut werden. Die Poligzei erklärt, daß ſie alles getan hätte, um die Zuſammenſtöße zu verhindern. Es waren zu dieſem Zweck hinreichend Polizeikräfte bereitgeſtellt, ſo daß nicht auf die Reſerven zurückgegriffen zu werden brauchte. Das Berliner Polizeivräſidium weiſt im übrigen darauf hin, daß größere Zuſammenſtöße ja verhindert worden wären. Die Abteilung La. des Poligzeipräſidiums beſchäftigt ſich heute intenſiv mit den geſtrigen in Charlottenburg. Als Schütze wurde ein Mitglied des Wiking⸗Bundes feſtgeſtellt, der ein Mitglied des Roten Frontkämpferbundes durch einen Bauch⸗ ſchuß ſchwer perletzte. Die genaue Zahl der Verletzten ſteht noch nicht feſt. Aller Wahrſcheinlichkeit nach hondelt es ſich aber mei⸗ ſtens um leichtere Verletzungen. Während der Schießerei ſind ſechs Schüſſe abgegeben worden, von denen fünf ihr Ziel derfeblt haben. Die Polizei dementiert, die Gerüchte, daß auch ſie geſchoſſen Baben. 8 8 Lord Parmoors 1 Auſicht über Deutſchland nach Locarno In einem Leitartikel in der radikalen„Volpnte“ bedauert Lord Parmoor, der ehemalige engliſche Völkerbundsdelegierte, da Deutſchland durch den Locarno⸗Vertrag nicht die Stellung der Gleichheit, auf die es Anſpruth habe, zugebilliat wurde. Es hätte die ausdrückliche Bedingung des Sicherheitspaktes fein müſſen, daß die Beſetzung deutſchen Gebietes ein Ende nehme da eine der Beſetzung nur die Kritit herausfordere und daß man die Sicherheit, die der Pakt von Locarno gewähre, ür unbefriedigend halte. Das Saargebiet und das Rheinlan tten Deutſchland in voller Souveränität zurückgegeben werden müſſen. Es ſei nicht wünſchenswert, daß ein entwaffnetes Deutſch⸗ land gemeinſame Intereſſen mit den Mächten habe, auf die die ———* der deutſchen Suwa noch nicht angewandt worden ſind. Es ſei nicht der Sinn des Völkerbundsſtatuts, daß die Entwaffnung einſeitig ſei. Wenn die deutſche Entwaff⸗ nung ſtache und gut ſei, woran er nicht zweifle, dann beſtehe die Verpflichtung für alle anderen Völkerbundsſtaaten, ihre Rüſtungen auf den gleichen Stand herabzuſetzen. frei von ihnen wäre. In Geſchäften raſen ſie hin und her und gön⸗ nen ſich nicht die Rube. Da ſitzt im Abteil eine Sängerin. die ihre Partie pfeifend memorlert. Da ſitzt ein Sänger, der mich für ſeine neusſte Bearbeitung einer Händelorer intereſſtierl. Da plaudern wir am Abend über das unerſchöpfliche Thema Theater und Zei⸗ tung und ſtaunen über die Vorwürfe. die ein Theater der Zeltung. der offiziellen Kritik macht, und die die Zeitungen gegeneinander er⸗ heben. Jede Stadt glaubt, daß ſie im Keſſel dieſes bölliſchen Feuers ſitzt und überall iſt es dasſelbe. Wir müſſen aut zureden, daß die ge⸗ —1 Sache einmal ſiegen wird. Heben wir das Pfälzer Glas— pro Die Morgenfeiern, die ſetzt überall die Thegter an Sonntagen veranſtalten, haben uns Vortragenden eine ſchöne Betätiaung ge⸗ bracht. Aber es iſt ſchwerer am Vormittag. als am Abend au ſpre⸗ chen und am ſchwerſten, wenn der Zuſchauerraum dabei dunkel bleibt. Wer iſt da und zu wem ſpricht man? Im hellen Saal am Abend ſieht und gewinnt man ſeine Leute ſchneller. In Hamburg iſt eine Johann Straußfeier. Ein Kammerorcheſter hat Stücke von ihm geſplelt und das Publikum in Laune verſetzt. Ich genieße nachher beim Sprechen den Vorteil dieſer auten Laune und bin mit meinen Zuhörern noch nie ſo in Kontakt geweſen. Ich ſpreche und ſie hören im Walzer · tempo. Am finſteren Theatervormitiag wäre das nie zu erreichen. wehne in einem reizenden Biedermeierzimmer im Exbprin⸗ den zu Meer, l ah 80 8 ö e e e am nächſten Morgen im Nalzonaltheater. Vor mir ſteht ein Mekrophon, das meine Rede über Mitteld d verbreitet. Mein Nefſe aus ſpektive auf Berlin, die überall ſehr bedeutend iſt. immer noch merk⸗ würdig bedeutend, iſt einmal 1 2 einmal ferner. Die Hauptorte ſind geiſtig angeſtrengter, die Nebenorte gemütlicher. Dort weiß man mich ſofort einzureihen, hler muß ich mir Mühe geben, das Terrain zu erobern. Immer ſoll ich doch einen Tag länger bleiben. Man ſſt ſtolz auf die Stadt und will mir die Reize der Kultur und Landſchaft zeigen. Ich möchte es ſo gern. aber ich vergeſſe nie. daß ich doch auf einer Geſchüftsrelſe bin und daß gerade dieſe eigentümliche Miſchung von Praxis und Ausſpannung ihr richtiges Verhältnis berzahren muß. Wie herrlich war dieſer Pfälzer Wein. der mich in einer rbeini⸗ ſchen Stadt bei einem opulenten Souper ſofort in das rechte Klima und die rechte Stimmuna brachte. Man ſpricht über dies und das, einmal beim Weln. einmal beim Bier— die Sorgen löſen ſich in die⸗ fen früchtbaͤren Stunde nach dem Vortrag, die die Herzen näher führt, nachdem die Arbeſt erledigt iſt. Dieſe Stunden liebe ich über alles. Worüber ſpricht man nicht da. Ueberall ſind Qualen, ſind Hemmun⸗ gen und Widerſtände, und man öffnet ſie dem Gaſt aus Berlin, wie einem Beſchtvater, von dem man glaubt, daß er über den Dingen ſteht. Hat ex nicht ſeine Corgen auf die Reiſe vielleicht mitgenom⸗ men? Die Erde hängt voll mit Sorgen, es gibt kein Fleckchen, das Cherrmitz telephoniert mich noch im Theater an, er hätte mich jede⸗ Mnt bac eg Needig getenden. m J e der Nen alten Weumar! Ich ſpreche in Mannheim wieder in einem und ſbeige aus der modernen Stadt hinüber in die 7F.— 0 e N 1 4 e ugen eine au a ücherſ zung, in die die ˖ gen — letzt der alte. 7 dort Und entwickelt mir vor ſeinen V. de ganze, große Kutur des alten Mann⸗ heim. In Hamburg ſtürze ich, die wenigen Mimuten, die ich Ubrig habe, von Johann Strauß hinüber zum Chllehaus, dem erſten ge⸗ lungenen Großbau modernen Stils und taſte ſeine Zukunftsrhyth nen ab. In Solingen verlaſſen eben die Engländer ein Idyll aus ſchwarz⸗grünen Häuſern, das in ſkiller Heimarbeit einer ganzen Welt ie Meſſer lieſert, während die Jugend in einer Kritik meines Vor⸗ trags mich els Untverſitätsprofeſſor en liebſten zum alten Eiſen werfen möchte und ſich für die erotiſche Myſtik des Shimmys be⸗ iſtert. Ich liebe dich, Jugend. Aber in Baden⸗Baden ver⸗ inke ich in eine Schneelamdſchaft, die wiederum die große Welt, die dort ihren Luxl elgeeh hat, in ein undurchdringliches hüllt, tiefe Weiße auf den Kaſtanien der Lichtendhaler Ale, e ag u. a. dahin ändert, daß das Sperrgeſetz am Parteien wurben dann die Verhandlungen abgebrochen. Die nächſte was wird aus der Flugverkehrslinie ZLondon · Ablul Blättermeldungen zufolge ſoll England bekanntlich beabluß tigen, zur Aufrechterhaltung des Flugverkehrs Köln.—London—— nacg der Räumung der erſten Rheinlandzone in Köln ein kle—1 Wachtkommando am Flugplatz zu hinterlaſſen und mit Deutſcht wegen der zukünftigen Durchführung dieſer Linie in direkte handlungen zu treten. 53 Hierzu wird aus Luftverkehrskreiſen geſchrieben: Mit der 2 mung der Kölner Zone und der damit verbundenen reſtloſen 9 ageene der deutſchen fche iſt die Durchführung 15 von der engliſchen Luftverkehrsgeſellſchaft Imperlal airways triebenen Linie 55 158 3 niſſen nicht mehr möglich, da England auf dieſer Strecke zeuge die den Vegrifſebeſtimmungen für bie deutſche 1 luftfahrt nicht entſprechen. Fortführung oder Aufgabe der iſt alfo eine Ftage, die, wie die Entwicklung des geſamten arſe päiſchen Luftverkehrs 1926, abhängt von dem Ausgange der Pa Luftfahrtverhandlungen. Die Entſcheidung über künftige Zulun⸗ menarbeit kann daher nicht in Sachverſtändigenverhandlungen, ſon dern nur in Paris liegen. Reichs auſträge für die Jnduſtrie Zurzeit finden in Berlin zwiſchen den betelligten Nee miniſterien Beſprechungen über die Frage der Schaffung von Ah ſatz. und damit Arbeitsmöglichteiten ſtatt. Das Problem der Kredit verſicherung wird Af Februar mit den beteiligte Verbänden wieder erörtert werden. auch eine Belebung des iuner Narktes herbeizuführen, wird auf Anregung des neuen Re che wirtſchaftsminiſters erwogen, Aufträge, die im Haushaltjahr 192⁰ notwendig werden, teilweiſe ſchon jetzt zur Ausſchreibung zu bringen. Es handelt ſich dabei vor allem um, gewiſſe Telle des Bait⸗ ogranums der Reichsbahn zur Ausführung zu bringen, alſo um Veſtellungen für die Waggon⸗, Brückenbau⸗ und auch für die übrigen Eiſeninduſtrien. Der in der' Preſſe häufig erörterde Gedanke, daß es nutzbringender ſei, der Ardeitsloſigkeit durch Zuweiſung von pro⸗ duktiwen Aufträgen an die Induſtrie zu ſteuern, als ſie durch die fo⸗ genannten Notſtandsarbeiten zu lindern, ſcheint demnah Eingang ie die Regierungskreiſe gefunden zu haben. ee eeeeeeeeeee Letzte Meloͤungen Der Separaliſt im theiniſchen Provinzlallandlag N — Düſſeldorf, 28. Januar. Anläßlich der Eröffnung des 70. rheiniſchen Provinzziallandtages hatte der Landeshauptmann Dr. Horion die Abgeordneten zu einem Bierabend geladen. Unter den Eingeladenen befand ſich auch der Abgeordnete Dr. Zimbourg Bitburg. Die Vertreter des Zentrums und der bürgerlichen Parteien erklärten dem Landeshauptmann, daß ſie unter dieſen Umſtänden davon abſehen, an dem Bierabend teilzunehmen. Dr. Horion hat daraufhin dem Abgeordneten Dr. Limbourg brieflich mitgeteilt, er möge ſich als nicht eingeladen betrachten.(Lim⸗ bourg ſoll dem Separatismus naheſtehen.) 1 Die deulſche fonkurrenz — Tondon. 27. Jan. Die vom Handelsminiſterlum mit der Brik fung der Lage in den von den ausländiſchen Konkurrenzen betroffe⸗ nen Induſtrien beauftraate Kommiſſion unterſuchte heute die Laue in der Emaille⸗Induſtrle. Es wurde feſtageſtellt, daß der Preis der in Deutſchland beraeſtellten Emaillewaren bedeutend niedriger ſel als der Preis der engliſchen Erzeugniſſe. Wirbelſturm in Auſtralien 1295 — London, 28. Jan. Nach Londoner Blättermeldungen wurds Weſt⸗Auſtralien don einem Wirbelſturm heimgeſucht, deſſen Ge⸗ ſchwindigkeit zeitweiſe über 100 Seemeilen betrug. 11 0 er wur⸗ den zerquetſcht. Eine Flotte von Perkfiſcherbarken verſank. 8„ Auch in Neu⸗Südwales hat ein Sturm eine abgehoben. Das Dach eines großen Hotels wurde 800 Fuß weil fortgeſchleudert. 9 Von den Gelehrten werden dieſe Stürme auf das Auftreten 5von Sonnenflecken zurückgeführt, die in Amerika auch dis ſtarke Kälte hervorgerufen haben ſollen. Es wird angenommen, daß dieſe atmoſphäriſchen Störungen noch längere Zeit andauern werden. 175 Der ſapanſſche Miniſterpräſidenk Kato 1 Tokio, 28. Jan.(Spezialkabeldienſt der Unidet Preß⸗ Miniſterpräſident Kato iſt geſtorben. Das Kabinett iſt hierauf zurückgetreten. 5 Retkung aus Seenot 2 Nework, 28. Jan.(Spegialkabeldieuſt der United Preß) Der Dampfer„Präſident Roofevelt“ teilt durch Funkſpruch mit, daß es ihm gelungen iſt, die geſamte Mannſchaft des engliſchen 2000 Tonnen⸗Frachtdampfers„Antinoi“, der ſich ſeit drei Tagen in Seenot befand, zu retten.„Präſident Rooſevelt“ hat ſeine durch die Rettungsaktion unterbrochene Reiſe fortgeſetzt. 5 den ven Fichten bes Schloßparks, aee deee Das wor der wun⸗ derbatſte Tag von allen. Niemand kennt mich, dch draußen, irgendwo im Lebensbilder, dia kurzen und intenſiven, die ſolche Reißen beſcheren. Fika⸗Quartett Drittes Konzert des Konzertvereins Mannheim Kraft und Glanz, Zartheit und Feinheit, techniſche Durchbildung und feuriger Vortrag, alles dies vereinigt das Zika⸗Ouarteétt. Die Ginheit des italteniſchen Klangbildes und der rhythmiſche Schwung, Leben und Leidenſchaft(„Allegro appassionato“), die Kantilene und der gefühlvolle Vortrag kommen hinzu. Endlich: mit welcher Sorgfalt die Weiſungen von Smetana und Doorak befolgt werden. ohne der natürlichen Empfindung etwas zu rauben! Haltung und Schattierung in der ſchönſten Uebereinſtimmung wie echte Muſizier⸗ freude feierten einen Triumph. Die böhmiſchen Künſtler, Richard Zika, Herbert Berger, Ladis⸗ laus Czerny leiner der beſten Bratſcher) und Ladislaus Zikg(Bio⸗ Umcello) brachten uns ihre Muſik: Smetanas Streichchuartett „Aus meinem Leben“ und Dvoraks Quartett in As⸗dur(Werk 105). Dieſe wahrhaft nationale Muſik— uns vertraut durch die verkaufte Braut“ des älteren und die flawiſchen Tänze des jüngeren Meiſters— behalten ihren Wert. Die Friſche, warmquellende Melodik, die Kunſt der vielfach verſchlungenen Rhythmik, die bei⸗ nahe klaſſiſch zu nennende Durcharbeitung, in welcher Harmonie und den engen Schlußtreppen, auf dem ſtolzen Baß des dem] Melodie ſich äuf die ſchönſte Weiſe vereinigen, ſichern den geſtern gehörten zwei Quartetten ein langes Leben. Dazu kommt noch zweterlel, die nalve Erfindung und der echte Zuartettſtil. Ohne Meiſtern wie Schumann und Brahms eitwas zu nehmen, dür⸗ ſen wir den beiden ſlawiſchen Meiſtern zuerkennen, daß ſie als Geigernaturen den dankbaren und wohlklingenden Satz für Streich⸗ inſtrumente mehr beherrſchen als die genannten Klaviernaturen Anſere Gäſte brachten uns noch eine Neuheit, die weder national noch verſtändlich war. Leo Janaſcheks Streichavartett ſoll an⸗ 29 70 ſein durch Tolſtois Novelle„Die Kreutzerſonate“. Aber wer ennt dieſe Novelſe ſo genau. um ſich den ſymphoniſchen Zuſammen⸗ hana der vier Sätze klar zu machen? Und wer findet beim erſten Hören durch den ſogenannten polytonalen Stil hindurch? Und was beſagen die kurzen Themen rein muſikaliſch? Der Beifall aalt wohl nur unſeren Gäſten: jedenfalls wird man ſich nach ſolchen unerfteu⸗ lichen„Tondichtungen“ zurückſehnen: nach Smetana und Dyorak⸗ auch nach Unterhaltungsmuſik beſter Art. So empfänglich wir für jeden Fortſchritt ſind. ſo ſind wir doch mit dieſem Streichquarkett der neueſten Art an einer Grenze angelangt. A. Bl. reee ee Vennerstog. den 23. Jönudt 1926 3. Seite. Nr. 46 RNeue Monnteimer Zeltung(ubend- Ausgabe) s Lämmle aus Laupheim N„Vor einigen Tagen brachten wir die Meldung aus Werlin, daß Herr Lämmle aus den Vereinigten Staaten uim Ramen ſeines Konzerns mit der Ufa⸗Film einen weit⸗ gehenden Vertrag e 8 hat. Ueber die Perſönlich⸗ keit des deutſch⸗amerikaniſchen Filmmagnaten gibt ein Mit⸗ arbeiter der„Rhein.⸗Weſtf. Ztg. folgenden Bericht: Ude it dem Seviathan, der geraubten und umgetauften„Vater⸗ glanzel über Cherbourg ein gewiſſer Mr. Carl Lämmle in Berlin kates ſir ſeines Zeichens„Präſident“ in Amerika. Die United ſicher nd das Land der„Präſidenten“. Jeder zehnte iſt bs, zräſident. nämlich eines Jünglingsvereins, eines Fußball⸗ drüben eimer Korporation oder Bank. Der Begriff des Präſidenten einem umſchreibt den Poſten eines Vorſitzenden in Deutſchland. In dahren oſtfäliſchen Dörflein gab's mal eine fette Senſation, als nach Präſtd vdon einem Ausgewanderten ein Brieflein meldete, daß er ſucht hätte„ geworden ſei:„Wer das wohl hinter dem Jungen ge⸗ gebiete— Auch Carl Lämmle iſt Präſident, aber eines achtung⸗ vork Bür Unternehmens, der Univerſal Films, u, er hat ſein New⸗ Was 5 üro in jener Fifth Avenue, die das Mekka Dollarikas iſt. ſteht 8 an Wall Street oder am Broadway, inſtalliert iſt, das ämmle Weltadreßbuch der Ganzgroßen.„Wer hätte das vom ſenez gedacht!“ Soweit ſind auch ſicher nicht gegangen, die Pläne 3 Karl Cämmle aus Caupenheim, daser mit 5 9 5 Dollars Barvermögen vor 42 Jahren am Hobokenpier — Fünfzehn Jahre war der wackere Schwob, als er mit einer — che von Habſeligkeiten und Heimatandenken den Fuß an und 1 5 Aber + 5 hatte er reiche Fracht: Unternehmungsgeiſt daken illen, ohne die einer beſſer daheim im Schatten des wi ſhen deins bleiben ſollte, ehe er einen Atlantik voll Waſſer 2 Gre alte und neue Heimat legt! Das Karlchen hatte alle Roſinen ſicht, eenhorns daheim und an Bord gelaſſen, er kam mit der Ab⸗ es—— arbeiten. Mit ſolchem Barvermögen im Sacktuch war zu ko aber auch ſchon vor Dezennien in Newyork nicht leicht, weiter — Da mußte ſchnell zugelangt werden. So faßte das am 9 heimer Bürſchle 132 in der Herrgottsfrühe um Viere Poſten Ausſ— der 2 eitung, um das drucknaſſe Blatt auf die und Rein ang von Stellen zu muſtern. Schwindendes Vermögen —1 dugend zogen Berufswahl und Zeit ſehr enge Grenzen, ſo der jugendliche Auswanderer bald zu, und: Lämme verdlente ſeine erſten Dollars als Caußjunge. Das war bei Gott kein Poſten, bei „bei dem es Fett anzuſetzen gab; Mi rperluß. noch in der Börſe. Auc) in Amerfal ſend di⸗ t näxe, die es nur mit der Arbeit geſchafft haben, ſehr dünn dllarland von den augenblicklich 4300 Millionären des gelobten d0 1 ndes(ein amerikaniſcher Statiſtiker dieſer Extraklaſſe be⸗ Meiſte daß„nur“ ein Zehntel unreell daran gekommen ſei) ſind die Eelatinnen rait einer Doſis perſönlichen Glücks oder glücklicher Kon⸗ n(Land⸗, Waren⸗ oder Börſenſpekulation) in dieſe Fbenen angt. Der Menſch muß, zu aller Arbeit,„halt ein Gil „And das hatte auch Carl Lämmle, der inzwiſchen das harte G K mit dem angelſäthſiſchen C vertauſcht und das à im es 15 d0 in die Vokaltrennung ae hatte wandeln müſſen,— aber es Lint 0 bis heute kein Charles aus ihm geworden. Und dies Glück Joſef es beſtand darin, daß er wie durch einen ufall ſeinen Bruder Nenf aufgabelte. Es war die Zeit, da man den Pionieren zur chmerdung die Anweifung gab: Go weſt, houng man! 80 Sieh weſtwärts, ſunger Mann! war um die Zeit, da auch an Broadway und Fifth Ave⸗ nater 9 manche Lũcke im lachenden Gebiß des Dollars Haſſte die r von den Schätzen des Weſtens aufgefüllt wurden. d Naſten das war die lockende Ferne, nicht Manhattan, wo die 1 als Lauf. und Spüljungen hängen blieben. Der Weſten, derriſſen die Prärie mit ihrem Bodenreichtum das waren die wild⸗ odenlenen Canons mit ihren Abenteuern. Da lockte die Freiheit die Arbeit. Das war der große Prüf⸗ und Schleifſtein Aanmentere.— der Weſten. Den meiſten damals, und auch don J„identiſch mit Chicago. Den einzigen Anhalt, den Karl be ſef hatte, war der, daß er ihn irgendwo im Weſten zu ſuchen be. Stracks ſchrieb er eines Tages an einen Verleger einer deut⸗ oſe Zeitung in Chicago, ob er ihm zur Anſchrift ſeines Brüderle 4* perhelfen könne de Und wie fügte es launiſches Glück, daß 8 8 juſt der Privatſekretär jenes Zeitungsbeſitzers war! ie Nachforſchung war, unglaublich, auf den erſten Anhieb delungen, und der Bruder 00 ſchickte umgehend das Reiſegeld miſterdieggo, Schon landete der Jüngling in der Metropole des mußte n. Weſtens, und von dort auf einer Farm. Der Schwabe fatle wacker zulangen, denn für ſolche„Farmhand“ gibts keine Abe Stunde. Tatendrang, weiterzukommen, führte Karl Lämmle Ade wechſelvollen Etappen als Verkäufer im Store, als Buch⸗ 77 und als Kommis ſchließlich zur Gründung eines eigenen Ailähriner in Ofhkoſh. Unterſtützt von ſeiner Frau, die er als iger ine Haus genommen, konnte Lämmle dieſen Eityhandel vom Rinobeſih zur eigenen Filmſtabt auf gutauskömmliche Grundlage ſtellen und dazu Erſparniſſe machen. Immerhin, die Mrs. L. hatte erkannt, daß dem Unter⸗ nehmen Verdienſtgrenzen gezogen waren, und ſie waren doch beide jung und wollten erſt noch verdienen. Alſo verkaufte Lämmle ſein Geſchäft, und in Chicago eröffnete Cämmle ein Klino. Das war 1906. Schon damals hatte ein Filmtruſt das ganze Geſchäft in Händen, und je tkiefer unſer Laupenheimer Lämmle in das Räderwerk der Vertruſtung hineinſah, umſo ſtärker reifte in ihm der Plan, die Kinos von dieſem Octopus zu befreien, der es feſt umklammert hielt. Lämmle bewegte große Pläne in ſeiner Bruſt, ſchier unmögliche. Wie wollte er mit ſeiner knappen Kaſſe gegen die finanzielle Truſtallmacht an? Und er hat es doch geſchafft. Aus dem Lämmle wurde ein Bulle, der den Truſtturm berannte. Und er hat Breſchen hineingelegt. Schon in Newyork, wohin er von Chicago aus überſiedelte. Und erſt recht, als er auf kaliforniſchem Wüſtenſande ſein Studio zauberte, ſeine eigene Filmſtadt Aniverfal City. Lämmle iſt es mit zuzuſchreiben, wenn der von dem auch pennylos in Newyork gelandeten Adolph Zuckor um die ameri⸗ kaniſche Filminduſtrie gelegte Monopolring nicht noch dichter. iſt, obwohl er nach Anklagen unterm Antifilmtruſtgeſetz ſchon 73 der größten Filmſtars, darunter Mary Pickford, umſchließt. Heute ſpielt Lämmnle aus Laupenheim in der amerikaniſchen Filminduſtrie in der ein Kapital von 1,5 Milliarden Dollars intereſſiert iſt und die 300 000 Perſonen Brot gibt und in dieſem Jahre mit 950 Fil⸗ men die wöchentlich 50 Millionen amerikaniſchen Kinobeſucher in 16 000 Kinos mit Flimmerſtoff verſorgt, eine führende Rolle. Sein Name hat Weltruf,— wer hätte das vom Laupenheimer Karl ge⸗ dacht! Dabei iſt er, auch unter ſchweren Anfechtungen, heimat⸗ treu geblieben und hat nur unter bitterem Zwang unumgäng⸗ lichſte Konzeſſionen noch außen hin gemacht, ſein Herz blieb un⸗ berührt, und das dankt er ſa auch der Heimat, die ihm ſein klares Auge, ſein geſundes Empfinden und den Willen mitgab, wenn ſie ihm auch nicht viel ins Handoepäck legen konnte. Die amerikaniſche Tages⸗ und Fachppeſſe unterſtrich das Genie Lämmles, durch den Vertrag mit der Ufa, der er eine Anleihe von 3,6 Mill. Dollars gewährt, ſich ſolchen Vorſprung vor ſeinen Konkurrenten zu holen, 85 91 hinter der Ufa her waren.— Wer hätte das vom Lämmle ge 0 Gadiſche Kirchenſteuern Lebhafte Klagen über die Höhe und den Aufbau der badi⸗ ſchen Kirchenſteuern haben den Badiſchen Induſtrie⸗ und Handelstaa veranlaßt. folgende Eingabe an die Mini⸗ ſter des Kultus und Unterrichts. der Finanzen und des Innern in Karlsruhe zu richten: „Unſere ſchon wiederholt vorgetragenen Bedenken gegen die der⸗ zeitige Höhe der Steuerlaſt waren in der Hauptſache gegen die Steuern des Reichs, des Landes und der Gemeinden gerichtet. Wäh⸗ rend der letzten Monate ſind aber aus allen Kreiſen der Wirtſchaft lebhafte Klagen auch gegen die Beſteueruna der Religons⸗ geſellſchaften laut geworden. Es wird nicht nur die Hö he der badiſchen Kirchenſteuerbelaſtung als ſehr drückend empfunden. ſon⸗ dern insbeſondere auch der Auf bau der badiſchen Kirchenſteuern als abänderungsbedürftia bezeichnet. Man macht nach unſerer Auf⸗ faſſung mit Recht geltend, daß bei der Höhe der badiſchen Grund⸗ und Gewerbeſteuer nicht zu rechtfertigen ſei. daß man dieſe Steuer auch noch zur Grundlage der Kirchenſteuer mache und auf dieſe Weiſe die Laſt dieſer an ſich ſehr reformbedürftigen Steuer noch weiter in die Höhe treibe. Dies erſcheine auch deshalb nicht als angängig. weil dieſe Steuer noch weiterhin durch eine Parallelſteuer, die Gebäude ſonderſteuer, überſteigert ſe.. 758 Dieſe vorgetragenen Bedenken haben dazu Veranlaſſung gegeben, über den Aufbau der Kirchenſteuern in anderen deutſchen Ländern ßfeſtſtellungen zu treffen. Dabei hat ſich ergeben. daß eigentlich nur in Banern(fakultativ auch in Württembera) ein Auf⸗ bau der Kirchenſteuern beſteht. der mit dem badiſchen Kirchenſteuer⸗ recht die Heranziehung anderer Steuern als der Einkommenſteuer zur Berechnung der Kirchenſteuern gemeinſam hat. Weniaſtens ailt dies in Bezug auf die Landeskirchenſteuer. In Preußen, Heſſen. Sach⸗ ſen, Thüringen, Braunſchweig und Mecklenburg werden ſowohl die Landes⸗ als auch die Ortskirchenſteuer nur als Zuſchläge zur Reichs⸗ einkommenſteuer erhoben. Hinſichtlich der Ortskirchenſteuer hat außer Baden und Banern nur noch Württembera den kombinierten Aufbau. Nachdem alſo in der weitaus arößten Mehrzahl der deutſchen Länder die geſamten Kirchenſteuern nur als Zuſchläge zur Reichseinkommen⸗ ſteuer erhoben werden. ſollte der Frage auch in Baden näher getreten werden, den Aufbau der Kirchenſteuern dem in den meiſten deutſchen Ländern anzugleichen und die Kirchenſteuern nur noch als Einkom⸗ menſteuerzuſchläge zu erheben. Damit könnte eine nicht unerhebliche Vereinfachung des Veranlagungsverfahrens erzielt werden. Außer⸗ dem wäre damit für die Kirchenſteuer der Charakter einer Perſonal⸗ ſteuer, was die Kirchenſteuer ihrer Natur nach doch eigentlich ſein Eeine Stunde mit Utrillo utren Pariſer Kunſtkreiſen ſpricht man von dem„Fall alLon, wirft die Frage auf, ob der dem Säuferwahn zur Ved, eutriſſene, in geiſtiger Umnachtung lebende Maler wirklich die im zung beſitzt, die ihm eine dem Pariſer Kunſthändler Bern⸗ eibt etehende„Gruppe des internationalen Bilderhandels“ zu⸗ inde In Frankreich werden Utrillos mit gehntauſend Francs Adeſtpreis bezahlt, in Deutſchland ſcheint man jetzt für die nhaft auf den Markt geworfenen Produktionen des natür⸗ Sohnes des großen Degas(die Mutter, Vallodon, war ein des Meiſters und erlernte bei Degas die Malerei) exorbi⸗ Preiſe zu zahlen. lichen 1 illo, de iſten eeägt r den Namen eines verſchollenen ſpaniſchen Journa⸗ „ſah ich unlängſt im Atelier eines franzöſiſchen Malers. . iche, vorgebeugte Mann ſitzt in einer Ecke und ſpielt mit ir a, Taſchentuch. Sein Blick iſt unruhig, ängſtlich. Sie rufen dal uf der Straße zu:„Der Narr kommt! Der Narr iſt wieder die Sd05 gehe nicht mehr auf die Straße, ich gehe nicht mehr auf ich Vaß Man beſchwichtigt ihn. Langſam beruhigt er meine erſinkt in Schweigen. Plötzlich erhebt er ſich.„Ach, wo iſt . Eiſenbahn, meine Eiſenbahn. Ich will nach Hauſe, mit der bahn ſpielen... Das iſt ſo ſchnn „dem mehr als vierzigjährigen hat ein Kunſtfreund Spiel⸗ e Saachelguf. Darunter die Eiſenbahn. Utrillo baut ſich eine kleine en“ an auf, kombiniert aus dem Blechgeleiſe„die entzückend⸗ macht daurven und läßt das Züglein kreuz und quer fahren. Das befte ihm ungeheures Vergnügen.„Er iſt ein Kind,“ ſagt mir der tremenmdete Maler,„ſeitdem es gelungen iſt, ihn dem delirium Und ns zu entreißen, ſinkt er in einen infantilen Zuſtand zurück. der Knan läßt ihn verſinken. Denn die Kenner meinen, daß dies geeech ſeiner Kunſt ſei. Ueine nheim hat ihm ein Schloß bei Lyon gekauft. Dort ſitzt lich ei in einem Glashauſe und malt nach Anſichtspoſtkarten täg⸗ enſch, Bild in dem bekannten grau⸗weiß⸗blauen Farbendreiklang. Vaſen“„intereſſieren ihn nicht; er ſtellt überall die umgekehrten martre(dicke Weiber, wie ſie ihm aus ſeiner Kindheit im Mont⸗ vollauk- orſchweben) in eine Straße und iſt von dieſer Leiſtung bdefürd befriedigt. Die Bilder werden zu Dutzenden nach Paris Millidert und den Weiterverkäufern zugemjeſen. Utrillo iſt ein ein dnär.. Vielleicht entſteht im Laufe der Maſſenproduktion den M glückliche Schöpfung;: ſie findet aber nicht den Weg auf Mam arkt. Die„Gruppe“ hält ſie zurück, um in einem geeigneten men ent die charakteriſtiſche Arbeit des lanzierten Malers zuſam⸗ mit früheren Bildern auszuſtellen. So wird der Markt mit „Utrillos“ überſchwemmt, aber die wenigen guten Sachen hamſter: die Kunſthändler⸗Geſellſchaft.“ Man ſtreitet nicht ab, daß Utrillo geiſteskrank iſt. Die ge⸗ ſchäftlich Intereſſierten vertreten den noblen Standpunkt, daß ein „geſunder“ Utrillo die Spekulation vernichten würde. Soll es daber bleiben? Wird man nicht dem Rate einiger Freunde des unglück⸗ lichen Malers Folge geben und Aerzte mit der Behandlung des Geiſteskranken betrauen? Das Geſchäft verbietet, was reine Menſchlichkeit für ſelbſtverſtändich hält. iſt zum internationalen Spekulationsobzert geworden 1 5 0 0 Dieſe Ausführungen unſeres Pariſer Vertreters leuchten ſcho⸗ nungslos in das Dunkel ſehr bedenklicher Zuſtände hinein und verdienen in Deutſchland aufmerkſam geleſen zu werden. Anderer⸗ ſeits kann auch er nicht beſtreiten, daß in Utrillos ſchöpferiſch glücklichen Stunden gute Sachen entſtehen; ſehr gute Sachen ſo⸗ gar. Und es wird ſich nur darum handeln, daß man ſich nicht durch den Namen Utrillo auf den ſchlechten Bildern irre machen läßt 5 6 ſie für gut erklärt; wovon nur die Spekulanten Gewinn baben 1 2 Altpfälziſche Faſtnachtsbräuche Der Zug der Pfälzer zum Feſthalten am Al rachten kommt beſonders deim von Volksfeſten und ſonſtigen Feierlichkeiten, ſo auch zur Faſtnacht zun Ausdruck Ein ſehr alter Faſtnachts⸗ gebrauch war hauptſächlich in der Weſtpfolz das ſehr verbreitete ſo⸗ genante„Hannappeln“. Gruppen von Schulknaben mit hölzernen 5 zogen vor die Häuſer des Dorfes und ſangen das Faſtnachts⸗ ied: zHarmappel ha De Faſtmocht geht a, Kicheler raus, Kicheler raus, — Sunſcht ſteih ich in das Hinkelhaus“ Haben die Buben reichlich erhalten. ſo werden Speck und Faſt nachtsküchelein auf die Säbel geſteckt Auch die Hirtenweiber in den Dörfern git nicht leer aus. Sie erhielten Dürrfleiſch. Erbſen und Speck. Zieſe Site beſtand in der Nordpfalz, am 98 im Alſentale und in der Gegend von Alſenborn. Auch der„Brunn⸗ holdisſtuhl“bei Dürkheim, den man im Volksmund„Brummholzer“ oder„Krummholzer Stuhl“ nannte, ſtand mit Faſtnachtsbräuchen in Verbindung. Hier wurden auf Faſtnacht Holzreiſer und Zaſſeln hoch aufgeſchichtet und angezündet, ſodaß die Flammen weit in die Rhein⸗ ebene himaus leuchteten. Die reffere Jugend torizte fröhlich herum bis zum Erlöſchen des Feuers. Dieſer Brauch war noch zu Anfang des 19. Jahrhunderts üblich. Eine Viſitationsordnung des Pfalz⸗ grafen Johannes von Zweibrücken vom 12. Dezember 1579 verbot ſollte, beſſer gewahrt als das heute bei der badiſchen Kirchenſteuer anaeſichts der Zuarundeleguna einer Obſektſteuer der Fall iſt. Was die Höhe der Kirchenſteuern in den einzelnen deutſchen Ländern im Jahre 1925 angeht. iſt folgendes feſtgeſtellt worden: A. Landeskirchenſteuer. Es werden erhoben: in Braun⸗ ſchweia 10.5 Proz., in Heſſen 15 Prok., in Mecklenburg 10 Proz., in Sachſen 5 Proz., in Thüringen 5 Proz., in Preußen durchſchnittlich 15 Proz. von der Einkommenſteuer, in Württemberg ca. 5 Proz. von der Reichseinkommenſteuer und 7 Proz. von der Reichsvermögens⸗ ſteuer. in Bayern ſe 4 Proz von der Reichseinkommen⸗ Grund⸗ und Gewerbe⸗-Vermögensſteuer, in Baden 10 Proz. von der Reichsein⸗ kommenſteuer und.75 Proz. von der Grund⸗ und Gewerbeſteuer⸗ Es wird nicht bezweifelt werden können. daß in den vorſtehend auf⸗ geführten Ländern. außer Bauern und Baden. die Landeskirchen⸗ ſteuern nicht die Höhe erreichen, wie wir ſie in Baden haben, das neben einem 10prozentigen Einkommenſteuerzuſchlag noch.75 Proz. von der an ſich ſehr hohen Grund⸗ und Gewerbeſteuer erhebt. Wenn in Preußen und Heſſen der Einkommenſteuerzuſchlag den badiſchen Satz um 5 Proz, überſteigt, dann muß beachtet werden. daß dieſer höhere Einkommenſteuerzuſchlag in dieſen beiden Ländern kaum eine Belaſtung bringt, die dem badiſchen Grund⸗ und Gewerbeſteuer⸗ zuſchlag von.75 Proz. aleichkommt. Außerdem darf nicht unberück⸗ lichtiat bleiben, daß man in Preußen eine Ortskirchenſteuer arundſätz⸗ lich nicht kennt und ſomit der Satz von 15 Proz. als Geſamtkirchen⸗ ſteuer anzuſehen iſt. Aber auch in Bayern brinat der Satz von 4 Proz. auf drei verſchiedene Einzelſteuern keine ſo hohe Belaſtung mit ſich wie in Baden der 10prozentige Einkommen⸗ und.75 pro⸗ zentige Grund⸗ und Gewerbeſteuerzuſchlag. B. Ortskirchenſteuern. a die Feſtſetzung der ört⸗ lichen Kirchenumlage in den meiſten Ländern den einzelnen ört⸗ lichen Kirchenverwaltungen obliegt, herrſcht begreiflicherweiſe auf dem Gebiet dieſer Steuer eine große Vielgeſtaltigkeit. Auf Grund der vorgenommenen Erhebungen hat ſich aber ergeben, daß Preu⸗ ßen und Mecklenburg eine Ortskirchenſteuer nicht erheben. In Heſſen werden—10 Prozent, in Braunſchweig durchſchnittlich 6,5 Prozent, in Sachſen durchſchnittlich 10 Prozent, in Thüringen durchſchnittlich 5 Prozent von der Einkommenſteuer als Orts⸗ kirchenſteuer erhoben. In Württemberg werden wie bei der Lan⸗ deskirchenſteuer ca. 5 Prozent von der Reichseinkommen⸗ und 7 Prozent von der Reichsvermögensſteuer erhoben. In Baern be⸗ trägt die Ortskirchenumlage durchſchnittlich 5 Prozent von der Reichseinkommen⸗, der Grund⸗ und Gewerbe⸗ und der Reichs⸗ vermögensſteuer. Es iſt uns zwar für Baden nicht gelungen, einen Durchſchnittsſatz für die Ortskirchenumlage feſtzuſtellen. Es iſt uns nur ſo viel bekannt, daß in einer großen Zahl von bedeuten⸗ den Gemeinden der Satz der Ortskirchenſteuer gencn der gleiche iſt wie bei der Landeskirchenſteuer. Es kommen alſo 10 Prozent Zuſchlag zur Reichseinkommenſteuer und 8,75 Prozent Zuſchlag zur Grund⸗ und Gewerbeſteuer zur Erhebung. Dieſe Sätze gehen in ihrer Belaſtung weit über die Höhe der Ortskirchenſteuern in den anderen Ländern hinaus. Es muß demnach zuſammenfaſſend feſtgeſtellt werden, daß die Laſt der Geſamtkirchenſteuern in Baden grö⸗ ßer iſt als anderswo in Deutſchland. Dieſer Tatſache kommt eine umſo ſchwerwiegendere Bedeutung zu, als die badiſche Wirtſchaft ohnehin auch wegen anderer zahlreicher Umſtände ſchwer um ihre Exiſtenz zu kämpfen hat und ihr Weiterbeſtand mit der Ueberwindung größerer Schwierigkeiten verknüpft iſt als wohl in jedem anderen deutſchen Einzelſtaat. Bei den Feſtſtellungen, die bezüglich des Kirchenſteuerrechts in den anderen deutſchen Ländern getroffen wurden, haben wir auch die Beobachtung machen können, daß man in den meiſten deutſchen Einzelſtaaten keine Kirchenbeſteuerung der Erwerbsgeſellſchaften(juriſtiſchen) kennt. So gibt es keinerlei derartige Steuer(weder allgemeine noch Bauumlage) in Heſſen, Sachſen, Braunſchweig, Thüringen und Mecklenburg. Auch im preußiſchen allgemeinen Körchen⸗ ſteuerrecht iſt von der Beſteuerung der Erwerbsgeſellſchaften nichts zu finden, wenn auch die Möglichkeit beſteht, in einzelnen Pro⸗ vinzen auf Grund früherer Beſtimmungen die juriſtiſchen Rechts⸗ perſönlichkeiten zu beſteuern. In Württemberg ſieht die allge⸗ meine Kirchenſteuergeſetzgebung die Heranziehung der Erwerbs⸗ geſellſchaften zur örtlichen Bauumlage zwar vor, ſo viel wir in Erfahrung bringen konnten, iſt das in Ausſicht genommene Son⸗ dergeſetz aber immer noch nicht geſchaffen. Nur in Bayern bat man wie hier in Baden eine Regelung geſchaffen, die es ermög⸗ licht, eine Erwerbsgeſellſchaft an den örtlichen Baulaſten ſämtlicher umlageberechtigten Religionsgeſellſchaften durch Bauſteuern zu be⸗ teiligen. Wir ſind der Auffaſſung, daß mit dem Sinn und Zwech der Kirchenſteuer eine Beſteuerung der juriſtiſchen Perſönlichkeiten ſchwer“' zu vereinbaren iſt und mochten arch hier darum geheten haben, das Kirchenſteuerrecht durch Abänderung der Ge⸗ ſetzgebung aus dem Jahre 1922 der Regelung in der gr5öß⸗ ten Mehrzahl der deutſchen Länder anzugleichen und die Beſteuerung der Erwerbsgeſellſchaften fallen zu laſſen.“ » Wo wohnk man am billigſten? Nach einer neuen amtlichen Zuſammenſtellung hat Waldeck die niedrigſte geſetzliche Miete mit 78 Proz., Preußen folgt mit 82, Mecklenburg⸗Schwerin mit 83 Proz., Baden und Schaumburg⸗Lippe haben 86, Sachſen, Hamburg, Oldenburg, Bremen und Mecklenburg⸗Strelitz 85, Heſſen 88, Thüringen und Lippe⸗Detmold 90, Anhalt 91. Bayern, Würt⸗ temberg und Braunſchweig 95, Lübeck 100 Proz. Nach dem Reichs⸗ geſetz über den Finanzausgleich muß am 1. April die geſetzliche Miete überall 100 Proz. der Friedensmiete betragen. Ein geiſteskranker Maler die„Hagelfeuer“(Halfeuer am Rheine), das„Redder ſchieben“, Bvaten Heyſchen, verbutzen und dergleichen Faſtnachtsſpiele und Gauckelwerk.“ Von den pfälziſchen Städten hatte früher Kaiſerslautern durch ſeine Feier des Karnevals einen Ruf. Schon eujahr wurde mit den Vorbereitungen begonnen. Ein„Kormn-ee⸗ ſtand an der Spitze, wer geſcheidt ſein wollte, mußte ein Narr ſein und er⸗ hielt einen Orden. Der große Karnevals⸗Einzug und die Krönung des Prinzen Karneval war ein wahres Volksfeſt. Die ganze Pfalz war durch Abgeſandte in Tracht vertreten, wozu alle Sorken aus⸗ ändiſcher Narren kamen. Da war der Harlekin, der Pierrot, der Nante, fremde Geſandten in prachtvollen Karoſſen uſw. Emmal wurde an Faſtnacht Karnevals Hochzeit mit der Prinzeſſin gefeiert, wozu Hochzeitsgäſte aus allen Teilen der Erde, ſelbſt vom Monde erſchienen auch das Heidelberger Faß wurde mitgeführt. Die politiſchen Ereigniſſe des Jahres 1848 unterbrachen dieſe Karnevals⸗ feiern und nie mehr kom die Sache recht in Gang. Nur ein Er⸗ innerungszeichen an jene fröhlichen Tage iſt geblieben. das in manchen Sammlungen auch bewahrt wird. Es iſt der ſogenannte zGelbe Zettel“ ein langer ſchmaler Streifen Papier, der mit großer Spannung zu jeder Faſtnacht erwartet und— gefürchtet war. Dieſes literariſche Sittengericht war dem Hoberſeldtreiben des oberbayeri⸗ ſchen Volkes abgelauſcht. Auch in vorderpfälziſchen Städten erſchien W e en jedesmal eine„Faſtnachtszeitung“, die ähnliche irkung hatte. Kunſt und Wiſſenſchafſt Kleine Chronik. Dr. Theodor Hampe, der zweite Direktor des Germaniſchen Muſeums in Nürnbera, vollender am 28. Ja⸗ nuar ſein 60. Lebensjahr. Der Gelehrte, der einer alten Bremer Fa⸗ milie entſtſammt, der ältere Bruder des Heidelberaer Hiſtorikers Karl Hampe iſt von der Literaturforſchung zur Kunſtgeſchichte gekommen. Seit 1893 wirkt er an den Nürnberger Sammluncen. ſeit 1909 iſt er Direktor. Die Wiſſenſchaft dankt ihm eine große Reihe ſorafältia be⸗ arbeiteter Quellenwerke. u. a. über die alten Nürnberger Ratserläſſe, über die Entwicklung des alten Theaterweſens in Nürnberg. In wei⸗ teren Kreiſen verbreitet ſind die auch mit alten Bildern geſchmückten trefflichen Bücher über die fahrenden Leute in der deutſchen Vergan⸗ genheit und über die alten Zinnſoldaten.— In Würzbura ſſt der ehemaliae Dozent für Geſchichte und Aeſthetik der Muſik am dortigen Staatskonſervatorium der Muſik. Profeſſor Hermann Ritter im Alter von 76 Jahren geſtorben. Ritter, ein geborener Mecklen⸗ burger, wurde bekannt durch die Einführuna ſeiner Viola alta. einer arößeren Bratſchenart. Genannt ſeien ſeine Werke„Aeſthetik der Tonkunſt“, ſowie die ſechsbändige„Allgemeine Illuſtriert Enzyklopädie der Muſikgeſchichte“. 4. Seite. Nr. 46 neue Mannheimer Jeitung(ubend · Ausgabes — Daennersiag. den 28. Januar 1920. Sltädtiſche Kachrichten volksſchulentlaſſung Nur noch wenige Wochen und wieder werden aus der Mann⸗ deimer Volksſchule cund 4000 Kinder entlaſſen— hinaus ins Ar⸗ beitsleben, das nicht wie in guten Wirtſchaftsjahren ihrer mit Er⸗ wartung entgegenſieht, das nur für einen Teil Unterkunftsplätze bietet. Manche Eltern machen deshalb von dem Rechte, ihr Kind noch ein Jahr über die Pflichtzeit hinaus in die Volksſchule gehe! zu laſſen, Gebrauch. Andere ſchlagen vor, für dieſen freiwilligen Schulbeſuch beſondere ganztägige Fortbilbungs⸗ kurſe einzurichten. Mit Rückſicht auf die entſtehenden Koſten wird dieſer letzte Wunſch wohl kaum erfüllt werden können; es wird wohl bei der erſten Form ſein Bewenden haben müſſen Von der Schule ins Leben! Ein bedeutungsvoller Augenblick für unſere Kinder, eine Zeit der Sorge für viele gewiſſenhafte Eltern, eine Buſtage Gelegenheit für die Schule, für die Erzieher. einige ernſte orte an die Scheidenden zu richten, die ſelten wirkungslos bleiben. Deshalb werden in allen Schulen beſondere Entlaſſungs⸗ ſeiern veranſtaltet, die Gelegenheit geben, nicht nur mit den Entlaſſenen, ſondern auch mit deren Eltern nochwals eine engere Fühlungnahme zu erreichen. Dieſe Schlußfeiern unſerer Volksſchule werden bis jetzt in ſedem Schulhauſe(gewöhnlich in der Turn⸗ halle als dem größten Raum)„unter ſich“ veranſtaltet. Dafür ſprechen verſchiedene Gründe. Zunächſt bietet dieſe Feier eine der ſeltenen Möglichkeiten, die Eltern der Kinder der betr. Schul⸗ abteilung und nur dieſe zu verſammeln und an ſie manche Wünſche und Anregungen beſonderer mehr„örtlicher“ Art heranzubringen. Dann beſteht in einem ſolchen, gleichſam intimeren Kreiſe begreif⸗ licherweiſe für die einzelnen Schülerdarbietungen lebhaftere Anteil⸗ nahme, als dies bei einer Feier in größerem Rahmen der Fall ſein könnte. Auch ſind hier Einzeldarbietungen müöglich, die in einem großen Raume wegfallen müſſen. An ſeine Stelle müßte der Sprechchor geſetzt werden, mt dem die Mannheimer Volksſchule m. W. noch nicht an die Oeffentlichkeit trat. Dennoch wird von einer Seite der Vorſchlag gemacht, eine Ge⸗ fſamtfeier ähnlich dem jährlichen Spielfeſt zu veranſtalten, der alle Entlaßſchüler und ⸗ſchülerinnen beiwohnen—— Da wir wie ſchon erwähnt, an der Mannheimer Volksſchule rund 4000 Entlaß⸗ kinder jährlich haben, käme nux der Nibelungenſaal in Frage und, um den Eltern und Angehörigen, ſowie den Kindern ſelbſt hin⸗ reichend Sitz plätze zur Verfügung ſtellen zu kännen, zwei Schul⸗ entlaſſungsfeiern: eine für die Entlaßknaben, eine für die zur Ent⸗ laſſung kommenden Mädchen. ür die Entlaßkinder ſollten die Sitzplätze im Saale frei bleiben, während die Eltern und Angehörigen auf der Galerie uff. Platz fänden. Der Verlauf dieſer gemeinſamen Entlaſſungsfeier wird ſo vorgeſchlagen: Der Saal wird zur Erhöhung der Feierlichkeit, zur Vertiefung des Ein⸗ drucks bei den jugendlichen Teilnehmern und ⸗nehmerinnen ver⸗ dunkelt, da die Feier natürlich für nachmittags(etwa 3 Uhr) feſt⸗ geſetzt werde müßte. Bei feſtlicher Beleuchtung betreten, nachdem die Eltern und ſonſtigen Gäſte ihre Plätze eingenommen haben, die Entlaßkinder, nach Klaſſen geordnet, in Viererreihen unter Führung ihres Klaſſenlehrers unter den feierlichen Klängen der Orgel den Saal und nehmen ihre Plätze ein. Die Vortragsſolge, in deren Mitte eine packende Rede eines Lehrers der Entlaßkinder ſteht, wird nicht nur von einem Chor der Entlaßſchüler beſtritten; den been Zuhörrn und Zuhörerinnen ſoll auch etwas Vorbildliches ge⸗ oten werden. Dabei wurde an das Nationaltheaterorcheſter mit ſeinen muſterhaften Darbietungen gedacht. Ein Reigen der Mädchen würde ſehr gut in den ganzen Rahmen paſſen. Als Leitmotiv des Nachmittags könnte etwa genommen werden:„Von der Schule ins Leben!“ oder im Einzelnen:„Nicht für die Schule, ſondern für das Leben, in das wir jetzt treten, haben gelernt!“, oder:„Was uns die Schule fürs Leben gab!“—„Die Schule 7 55 uns fürs Leben!“ An Abwechſelungsmöglichkeiten würde es alſo nie fehlen. Die Koſten könnten von der Stadt übernommen oder durch eine an⸗ zuregende Stiftung aufgebracht werden. Dabei wäre es möglich, Noch einer anderen Anregung, die jetzt ſchon zu verwirklichen wäre, ſtatt zu geben, nämlich beſonders fleißige Schüler und Schüle⸗ rinnen des Entlaßſahrganges mit Preiſen auszuzeichnen. uch hierfür käme eine Stiftung, die gar nicht hoch zu ſein bräuchte, in Frage; denn nicht auf den materiellen Wert der Geſchenke(in der Regel dürften es gute Bücher mit einer Widmung der Schul⸗ abteilung und des Stadtſchulamtes ſein), ſondern auf die Aus⸗ geichnung, auf die hierdurch ausgeübte Anregung kommt es an. (Die Verteilung dieſer Belobigungen könnte vom Stadtſchulamt vor⸗ genommen werden.) Die günſtige Wirkung einer derartigen öffent⸗ lichen Anerkennung auch der geiſtigen Schulleiſtungen, des zguten Schulwillens“, des Lerneifers ohne Rückſicht auf die gegebene Begabung, die meiſt nur ein Fauldett bietet, in den letzten Schul⸗ jahren blieb ſicherlich dei Knaben und noch mehr bei Mädchen nicht aus; zugleich wäre ein wirkſames Gegengewicht zu der Auszeich⸗ nung für körperliche Lelſtungen beim jährlichen Schulſpielfeſt geboten. Natürlich dürfte die Ja 91 dieſer Auszeichnungen, um ihre Wirkung nicht abzuſchwä⸗ßben, nur ganz gering, etwa für jede Schulabteilung nur 2, höchſtens drei. ſein. Dieſe Anerkennung, die bei den meiſten höheren Schulen ſchon lange üblich iſt, ſollte möglichſt bald auch bei allen Volksſchulabteilungen Eingang finden. Als Stifter ſolch billiger Preiſe— es kommen in der gedachten Form für jſede Schulabteilung vielleicht drei Mark in Frage— könnte man ſich beiſpielsweiſe auch die Handwerksinnungen oder Tod und Leben Ein Schickſal von Fr. W. v. Oeſteren (Copyriaht 1923 öy Fr. W. v. Oeſteren, Berlin) 4¹ Nachdruck verboten.] bau? weiß nicht, Kind. Franz wird es wiſſen,“ enigegnete der Ihr Auge ſuchte den Diener. Dieſer wußte nicht ſogleich, was er ſehen ſollte.„Im Atelier.“ ſtammelte er. ie junge Geheimrätin nickte. Vorſichtig beugte ſie ſich auf das Geſicht des Selbſtmördern herab und blickte lange, lange in die von Sterbensqual gezeichneten Züge. Dann berührte ſie behutſam mit ihrem warmen, roten Munde ſeine blutleeren Lippen.„Lebe wohl, Walter!“ Und mit leiſem Tritt verließ ſie das Zimmer. „Kommen Sie, Franz!“ „Es iſt beſſer, die gnädige Frau hält ſich nicht hier auf,“ meinte Dr. Schwind.„Es regt ſie zu ſehr auf. Meinen Sie nicht auch, Herr Geheimrat?“ Dieſer ſeufzte.„Ja, lieber Doktor. Sie wollte ſich zwar nichts anmerken laſſen; aber es i ſt ſo. Ich bin geradezu erſchrocken, wie und in welchem Ton ſie wie einen letzten Abſchiedsgruß dieſes „Lebewohl“ geſprochen hat.“ Inzwiſchen ſchritt Herma durch die Räume des erſten Stock⸗ werks, und Franz folgte ihr beklommen. Er ſpürte in einer Rock⸗ taſche den Schlüſſel des verſperrten Zimmers wie ein Bleigewicht. Sollte er, mußte er der Frau Geheimrätin das von der Kugel durch⸗ bohrte Bild zeigen? O, du lieber Herrgott, gab es denn keinen bda dachte angeſtrengt nach, welche fromme Lüge er er⸗ en ſollte. Herma ſuchte dle kleine Hauskapelle auf, die in einem kleinen, ſeltenflügelartigen Ausbau des Barockſchlößchens lag. Walter ſelbſt hatte die gewölbte Decke und Wände mit Fresken ausgemalt und auch den Entwurf für das große Glasbild des Fenſters geſchaffen. Der Raum war eng und enthielt außer dem Altar, auf dem jetzt die hohen, breiten Wachskerzen in den Leuchtern aus getriebenem Silber brannten, und den drei kurzen Reihen der Kniebänke faſt nichts. Die junge Frau verrichtete kniend ein Gebet und erhob ſich bald wieder.„Kommen Sie, Franzl“ Der Diener folgte ihr. Was er ſagen ſollte, wußte er noch immer nicht. Nun waren ſie im Atelier angelangt. Der Teppich nächſt der Staffelei war noch unberührt. Franz wollte die Blutſpuren nicht wegwaſchen laſſen, wollte nicht, daß an dieſem Fleck, der ihm etwas Heiliges war, gerührt wurde, bis der gnädige Herr ſelbſt eine Be⸗ ſtimmung traf. ähnliche Berufsvereinigungen denken, die hierdurch igre Anteilnahme an der Volksſchule, beſonders an den Entlaßkindern, öffentlich zu bekunden vermöchten. Naturgemäßer wäre die Elternvereinigung jeder Schulabteilung als Stifterin. Hieran fehlt es freilich in Mannheim noch größtenteils. Daß die Durchführung einer ſolch groß angelegten Schlußfeier— abgeſehen von der Aufbringung der erforderlichen Geldmittel— in der kurzen Zeit bis Oſtern ds. Js. nicht möglich iſt, wird ohne weiteres erſichtlich. Die Haupſache iſt die Be⸗ [prechung der Anregung, die Beſchlußfaſſung über Annahme, Ablehnung oder Abänderung. Noch manches wäre auch über die Anſprache uff. zu ſagen, das jedoch zunächſt von geringerer Bedeu⸗ tung erſcheint. Dieſe Anregung hängt natürlich mit der Frage der Zentraliſation oder Dezentraliſation zuſammen, was die Stellung⸗ nahme des einzelnen nicht unweſentlich beeinfluſſen dürfte; es wäre gut, jedem zunächſt dleſe Frage zur klaren Beantwortung vor⸗ zulegen, bevor er zu dem Vorſchlage Stellung nimmt. Den Ein⸗ flüſſen des Unterbewußtſeins widmet man ja ſeit der weitern Verbreitung von Coués autoſuggeſtiver Heillehre beſondere Aufmerkſamkeit, Dr. M. * Warnung vor einem Zeitſchriftenſchwindler. Von einem Be⸗ zieher unſeres Blattes wird uns mitgeteilt: Vor vierzehn Tagen kam ein Mann zu mir und agaitierte für eine illuſtrierte Jeitung. Der Verlaa der„Neuen Mannheimer Ztg.“ gebe als Erſatz für die nicht mehr erſcheinende illuſtrierte Beilage eine neue illuſtrierte Zeitung heraus, die allwöchentlich am Samstaa erſcheine und 15 Pfa. koſte. Ich beſtellte daraufhin die Illuſtrierte und erhielt die erſte Nummer an vergangenen Samstag. Am Sonntag kaſſierte eine Frau die 15 Pfg. Als ich bemerkte, daß ich geglaubt hätte. der Betrag würde mit der Monatsquittung der„Neuen Mannheimer Ata.“ erhoben, ſtellte es ſich heraus. daß das illuſtrierte Blatt in Bad Dürkheim gedruckt und hier kolportiert wird. Nach dieſer Aufklärung beſtellte ich das Blatt ſofort ab. Nach einer halben Stunde kam ein Mann. der mit dem Abonnentenſammler nicht identiſch iſt. und erklärte, daß dieſer und die Frau Schwindler ſeien: er ſei der allein berechtigte Einzieher. Daraufhin wies ich dem neuen Beſucher die Türe.“ Wir teilen dieſen Fall unſeren Leſern zur Warnuna mit. da es nicht aus⸗ geſchloſten iſt, daß die geſchilderte Manipulation auch bei anderen Be⸗ ziebern unſeres Blattes verſucht wird. Die in unſerem Verlaae er⸗ ſchienene illuſtrierte Beilage iſt durch keine andere erfetzt wor⸗ den. »Lebensmüder, In ſeiner Wohnung in der Unterſtadt ver⸗ ſuchte geſtern abend ein 51 Jahre alter Taglöhner durch Einatmen von Leuchtgas ſich das Leben zu nehmen. Er mußte mit dem Sanitätsauto in das Allgemeine Krankenhaus überfühkt werden. Grund zur Tat unbekannt. *Eigenartiger Unfall. Geſtern vormittag iſt im Städtiſchen Krankenhaus ein ſeit Geburt dort befindlicher 1 Jahre alter Knave in ſeinem Bettchen beim Spielen mit der Kehle auf eine Schnur zu liegen gekommen, an der ein Spielzeug an der Beſtſtelle ve⸗ feſtigt war. Der ſchwächliche Knabe hatte anſcheinend nicht die Kraft, ſich ſelbſt aus der Lage zu befreien, ſondern hat den Er⸗ ſtickungstod gefunden. Ein Verſchulden Dritter liegt nicht vor. *Betriebsunfälle. In einem Speditionsbetrieb erlitt geſtern ein 24 Jahre alter Schiffer eine Verletzung an der linken Hand. In einem Neckarauer Betriebe wurde ein 44 Jahre alter Arbeiter am Kopfe verletzt. Die beiden Verunglückten fanden Aufnahme im Allgemeinen Krankenhaus. Benzinbrand in der Jungbuſch⸗Garage. Heute nachmittag um 139 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr zur Junabuſch⸗Garage gerufen. in der verſchüttetes Benzin in Brand geraten war. Beim Eintreffen des Löſchzuges war das Feuer ſchon gelöſcht. Die Garage beſitzt eine ſogen. Martini⸗Hönecke⸗Anlage. die unbedingt feuerſicher iſt. wenn das Benzin direkt in den Autobehälter gefüllt wird. Anſtatt in der vorſchriftsmäßigen Weiſe das Benzin der Anlage zu entnehmen. hatte man es in einen Eimer abgezapft und dabei einen Teil auf den Bo⸗ den geſchüttet. Dieſes verſchüttete Benzin geriet plötzlich in Brand. Schaden iſt nicht entſtanden. *Unbekannter Betrüger. Dieſer Tage wurden in einem hie⸗ ſigen Warenhaus durch Vorſpiegelung unwahrer Tatſachen folgende Maskenkoſtüme erſchwindelt: 1. Ein ſogenanntes Eis, dus blauem ſilberdurchwirktem Stoff und weißem Schwanenpelzkragen, 2. eine Libelle aus Silberſtoff mit roſa Batiſt gefüttert, beſtehend aus kaſackähnlicher Bluſe, Hoſe und Kopfputz, ſowie einem Schwanen⸗ pelzkragen, 3, eine Venezianerin, aus ſchwarzem Samtmieder und weißem und ſchwarzer Stickerei verſehenen Rock, 4. eine Pierette aus ſchwarzem und rotem Satin. Der Täter iſt 25—28 Jahre alt, übermittelgroß, ſchlank, bartlos, hat gewelltes Haar, friſches Aus⸗ ſehen, Aund Dialekt der hieſigen Gegend, trug braune Kniehoſe, graue Windjacke Ledergamaſchen und braune Sportmütze. * Wirtſchaftsdiebſtahl. In der N zum 27. Januar wurden aus einer Wirtſchaft in 7 8 etwa 60 M. Bargeld, 1 Schinken, 1 ſanges und 1 halbes Stück Rauchfleiſch, etwa 10 Luonerwürſte und Schachteln Zigaretten zu je 100 Stück, Marke Dacapo, entwendet. Duß Feſt der ſilbernen Hochzeit begeht morgen Metzger⸗ meiſter Wilhelm Markquart mit ſeiner Gattin Anna geb. Rupp, Gontardplatz 6 Dem Jubelpaar, das ſeit 25 Jahren unſer Blatt bezieht, unſere herzlichſten Glückwünſche. Herma ſchauerte zuſammen, als ſie die denen Blutſpur ge⸗ wahrte, die faſt wie ein Abdruck von Walters Geſtalt war.„Dort?“ Sie wies auf die Stelle, während das fragende Wort leiſe über ihre Lippen zitterte und tonlos verhallte. Die Erinnerung ſtieg dem Diener würgend in die Kehle.„Ja,“ preßte er hervor. Sie ſchritt näher, hütete ſich aber, in die dunkle Blutſpur zu treten. Das wäre, als ob ich ihn ſelbſt mit Füßen träte, ſagte ſie ſich. Dann ſtand ſie vor der Staffelei.„Wo iſt mein Bild, Franz?“ „Ich— ich weiß nicht, Frau Geheimrat.“ Mit ungeſtümem Ruck wandte ſie ſich und ſtarrte den Diener faſſungslos an.„Sie wiſſen nicht? „Nein. Der gnädige Herr hat—— Ich weiß nicht, wo er—“ ſtammelte Franz unſicher. „Sie lügen, Franz.“ Er ſenkte ſtumm den Blick und ächzte.„Frau Geheimrat, ich— ich— ja, Frau Geheimrat, ich habe das Bild weggeſchafft, damit keiner es ſieht.“ „Was heißt das? Warum? Wo iſt es?“ Der Diener zog den Schlüſſel auf der Taſche.„Weggeſperrt reer - axum „Weil—— Mit plötzlichem Entſchluß ging er der Tür zu. „Bitte, Frau Geheimrat!“ 9 55 Sie folgte ihm in eine kleine, nächſt dem Atelier gelegene Stube, die als ſchlichtes Sitz. und Rauchzimmerchen elngerichtet war. Franz ſperrte auf. Hermas erſter Biſck fiel auf das Bild. Wie es ihr ähnelte Aber dort, an der Bruſt, herzensnah— das war doch ein Sprung, ein Riß, ein——! Sie ſchrie leiſe auf und trat äher. Sie begriff und wurde totenbleich. Ihr Herz häm⸗ merte in raſend raſchen Schlägen an die Bruſt. „Dorthin iſt die erſte Kugel gegangen, Frau Geheimrat,“ tönte es hinter ihr.„Ich bitte um Verzeihung, wenn ich—— ich habe 15 2 das brauchen andere Leute doch nicht zu wiſſen und zu ſehen.“ 5 Herma fühlte eine Schwere in ihren Gliedern, einen Druck an den Schläfen. Gottlob, ſetzt pochte das Herz wieder langſamer und ruhiger. Sie holte tief Atem. Das Blut, das aus den Gliedern gewichen ſchien, kehrte in ſeinen Kreislauf zurück. Aber ihre Stimme tönte ihr ſelbſt wie eine fremde in die Ohren, als ſie heiſer ſagte:„Ich danke Ihnen, Franz. Es braucht kein andrer zu wiſſen.“ Langſam wandte ſie ſich und verließ den Raum, den der Diener hinter ihr wieder verſperrte.„Beſtellen Sie meinem Mann, ich erwarte ihn im Wagen, wenn er fertig iſt,“ ſagte ſie, als ſie die Treppen abwärts ſtieg. „Jawohl, Frau Geheimrat.“ Marktbericht Bei dem ſchönen Wetter hatte der heutige Markt auch einen ſtärkeren Beſuch aufzuweiſen. Der Jahreszeit entſprechend g es vorwiegend Gemüſe und zwar hauptſachlich Spinat, Weiß⸗ und Rotkraut, dann Roſenkohl, Wirſing, rote Rüben und lerie. Da auf dem letzten Markttag die Wucherpolizei an den Ständen auftauchte, wo Feldſalat zu verkaufen war, ſo ga. es in dieſem Artitel heute einen großen Breisabbau und zmne von M. 2,40 auf 1,40—1,00. Endivienſalat war in ſchaner Qualität angeboten und fand auch ziemlich Liebhaber. Die Kar toffelzufuhr war gut. Der Preis iſt anhaltend 4,5—5 Pfg. 55 das Pfund. In Südfrüchten gab es Orangen in Hülle un Fülle, dann Zitronen, Maronen und Bananen. Daß eine beſonden Kaufluſt hierfür beſtand, könnte nicht geſagt werden. Nüf! und Trauben gab es nur wenig heute und Aepfel auch m ſoviel wie ſonſt. Dagegen gab es Fluß⸗ und Seefiſche ſovi 8 nur haben wollte. Liebhaber von lebendem und geſchlachtetem Ge a fanden eine reiche Auswahl. In Eier und Butter 1 Geſchäft bei ziemlich unberänderken Preiſen wie immer lebgaß und angeregt. Die Stimmung auf dem Markt war entſchie beſſer als letzte Woche. Auch das Verkaufsgeſchäft war angereg ter, wenngleich die Nähe des Ultimos eine Einſchränkung im Ein kauf vielſach zur Folge hatte. Die Verkäufer waren aus dieſem Grunde nicht ſo recht zufrieden mit dem heutigen Geſchäft. Nach den Feſtſtellungen des Stödtiſchen Nachrichtenomts 130 ſtehen ſich die Preiſe, wo nichts anderes vermerkt iſt, in Pfenn pro Pfund: Kartoffeln 4,5—5, Salatkartoffeln 17—20, 5. dürre, weiße und bunte 20—45, Wirſing 20—25, Weißkraut 10—15 Rotkraut 15—18, Blumenkohl, St. 20—60, Kaxotten 14, dact Räben 10—12, Rote Rüben 10—14, Roſenkohl 60—70, Sp 95 30—35, Zwiebeln 12—15, Knoblauch, St, 10—15, Kopfſalat St. bis 45, Endivienſalat, St. 20—60, Feldſalat 100—140, Tomaten 12% Suppengtünes, Büche 18—20, Schnictlauch, Büsche 15. Peterſt Büſchel 15—20. Sellerle. St. 10—70, Trauben 100—120, Aepfel bis 50. Birnen 40—45, Orangen, St.—15, Jitronen, St, ei, Bananen, St. 10—20, Nüſſe 50—60, Süßrahmbutter 200—240. Lan butter 170—180, Houig m. Glas 170—220, Eter, St. 11—21, Heche 160—180, Karpfen 100—180. Schleien 180—200, Breſem 80—140, Barben 140—100, Kabelſau 50—70, Schellfiſche, Feine 40, Ses ſachs 80, Srockfiſche 80, Backfiſche 60, Hahn, lebend, St. 150—400 Hahn, geſchlachtet 150—850, Huhn, lebend, St 140—400, Hußhn, ge⸗ Lben St. 150—850, Enten, achtet, St. 450—900, Tauben, i Paar 150, Tauben, geſchlachtet,St. 90—120, Gänſe, lebend, St. 500—880, Gänſe, 90 lachtet, St. 1000—1600, Rindfleiſch 100 Kuhſleiſch 60, Kalbfleiſch 130, Schweinefleiſch 120, Gefrier eſch 70—72, Haſen, Ragout 110, Braten 170. ch. veranſtaltungen JFilm⸗Bortrag am Sonntagvormittag. Neben den Sonn⸗ tag⸗Vormittag⸗Veranſtaltungen im Theater werden nun auch Son deraufführungen in den Kinos die Vormittagsſtunden in Anſpruch nehmen. Am Sonntag, 31. Jan., wird in den Alhambra- Lichtſpielen ein Film über Südamerika, insbeſondere Argentinien laufen, bei dem Oberleutnant zur See a. D. Bauer einen begleitenden Vortrag halten wird. Groß und Klein wird in dieſem Film und in dem Vortrag reichliche Belehrung finden. Man wird dieſe Vorführung als beſonders bezeichnen dür⸗ fen, da ſie nicht nur Land und Leute, ſondern auch alle die in den unendlichen Gebieten, angefangen von der arktiſchen Zone Süd⸗ amerikas, bis zu den Petroleum⸗Ouellen Patagoniens, land- ſchaftlichen Schönheiten ſchildert. Seinen ziviliſatoriſchen Höhe⸗ punkt und Abſchluß hat der Füm in Buenos Aires.(Näheres ſiehe die Anzeigen in unſerer Freitag⸗ und Samstag⸗Ausgabe.) CCCPTTPPTCTCTCTCTCTCTGTGTbTGTbT(TbTbT(TͤTT''TbTbTbTbT'TbTbTTbTbTbTb Wetternachrichten der Rarlstuher Landeswetterwarl Beobachtungen badiſcher Wet erſtellen morgens) deuck Pea. S 2 min 272 druck pera-⸗ 8 22 döhe Ss mene 85 892 Richt.Stürt⸗ 888 35 Deridemm— 9 5 1— del— 7 Sön gſiuht. 023 7670% 4][ 8] Sw. ſchw wolg— Kar stuhe 177684]ʃ 4 8 11SSw leich:— 2 Baden da en 2 376833 5 440 O0 ſleicht] balbbed.— Eill ngen 780 770, 2]—1s lleicht] dedect— Feldberg. Ho 1497 640, 0 8 J W(leicht] Nebel 3 Badenweilerr!—!———ſtin-———2 St. Blaſtenn—— 24——— woltig 347 Höchenchww.——-—1——1 Der dichte Nebel, der geſtern andauernd im Mheintal lag, ver⸗ hinderte ſtärkere Erwärmung in der Ebene(Tagesmittel 095 Grab, nur 1 Grad über normal). Oberhalb der Nebelgrenze(5 Meter) war es dagegen ſehr mild, ſo daß der Feldberg ein Maximum von § Grad erreichte.— Der Kern des Tiefdruckgebiets liegt heute über dem Nordmeer. In England und Weſt⸗Frankreich macht ſich eine Abkühlung von durchſchnittlich 8 Grad bemerkbar, die als Vor⸗ läufer der Rückſeite des Tiefs aufzufaſſen iſt. Zu ſtärkerer kühlung bei uns wird es aber wohl erſt übermorgen kommen. Vorausſichtliche Witterung für Freitag bis 12 Uhr nachts: Wechſelnd bewölkt, meiſt trocken, leichte Abkühlung, ſüdweſt⸗ liche Winde. f 1 e, Als ſie die Halle durchſchrſtt, begann Watan in der Küch⸗ Eaeerere Aen. e Jnd 8e e. aen La rzzerreißendes„Sein Hu mir ſeine derin.“ dachte ſie. Am Wagen ſtanden der Chauffeur und der Gärtnen. Letztere hielt einen großen Strauß Treibhausblumen iu der Hand und überreichte ihn Herma.„Frau Geheintat, unſer gnädiger Herr hat nie erlaubt, daß Sie ohne Blumen von un⸗ gehen. Bis der gnädige Herr ſelbſt der Frau Geheimrat wiedel Blumen geben kann, darf ich es vielleicht für ihn.“ „Denke, Neumann.“ Herma nahm die Blumen entgegen und reichte dem Graubärtigen die Hand. Wie verändert meine Stimme klingt! Ich kenne ſie kaum wieder, dachte ſie dabei. Dann ſaß ſie im Wagen, die Blumen zu ihrer Seite und ſann. Ob Walter ſelbſt ihr je wieder Blumen überreichen würde? 1c würde ſich das Leben überhaupt geſtalten? Was würde ſie be⸗ ginnen, wenn er ſtarb? Und was, wenn er am Leben blieb?? Si⸗ vermochte beides noch nicht auszudenken, ſah aber wie eine ver⸗ hüllte dunkle Geſtalt ein Etwas auf ihrem Lebensweg ſtehen, den Namen Leid trug. Die beiden Aerzte traten aus dem Portal.„Iſt dir nicht wohl⸗ Kind? Du biſt ſehr bleich.“ „Es hat mich doch tiefer ergriffen, als ich dachte, Albert.“ „Ich habe es gefürchtet, Herma.“ Der Wegen rollte. Das eiſerne Gittertor ſchloß ſich hinter ihm. Es ging die Parkmauer enklang: die breite, gerade Landſtraße dehnte ſich vor den Blicken. „Albertl“ 1 „Ja, Kind?“ 5 „Ich möchte ihn nicht wiederſehen, bis die Entſcheidung ſällt⸗ „Wie meinſt du das?“ „Bis die Stunde kommt, von der du ſagen kannſt, da über Tod oder Leben entſcheidet.“ ſa0 ane „Sie meinen die Operation, gnädige Frau?“ „Ja, Doktor.“ 7 55 es bis dorthin kommt? Wir hoffen es, wiſſen es aber n „Es kommt dazu,“ ſaate die junge Frau, als ſpräche ſie von einer mmantaſtbaren Gewißheit.„Und dann— dann nimmſt du mich wieder mit, Albert.“ Sie ſtreckte ihm die Hand hin.„Ver⸗ ſprich es mir!“ Bäringer ergriff die Hand ſeiner Frau.„Ich verſpreche es dit. Gott gebe, daß wir es erlebenl“ Fortſetzung folgt) * * N KA ANK. n& * * SSnN rrr eeerrreerre „ Donnerstag. den 28. Janudt 1926 Reue Maunheimer Jeltung(ubend Ausgabe) 5. Seife. Nr. 48 ont und Spiel- Winterſport die„Große Woche von Garmiſch⸗ partenkirchen“ Von Richard Rieß(Partenkirchen) Durch die Hauptſtraßen von Garmiſch und Partenkirchen gleiten muurtwürdig gebaute einſitzige Schlitten, von Pferden gezogen, deren umgreifende Aktion nicht minder für edle Abkunft ſpricht als ihr 5 es Exterieur.„So ſchreiten keine heim'ſchen Röſſer, die zeugete kein roſchengaul“ hätte Schiller von ihnen geſungen. Und er hätte wie mer die Situation richtig erfaßt und ein Zitat aus ihr geboſſelt. Vaber ſoll dieſe Fülle edler Vierfüßler? Mü In den Haupt⸗Lokalen des Doppel⸗Ortes ſind die Koryphäen dez uchner Metzgergewerbes und der ihm verwandten Berufe wahr⸗ zunehmen. Nur vereinzelt verrät landesungebräuchlicher Dialekt lagnwen als„Zuageroaſten“, und auch der iſt nicht immer ein 7 her„Zuſchauer des Lebens“, ein Winterfriſchler oder Luftkur⸗gaſt, von der Klaſſe derer, die in Garmiſch heuer ſo ſelten ſind wie Fliegen nuar— nein, wenn dieſer Norddeutſche ſich reckt, dann kann ſich bisweilen herausſtellen, daß er das Gardemaß gerade nur di Hälfte mißt, und daß reiterliche O⸗Bein⸗ zum Vorſcheine kommen, e kühnſte Erwartungen erwecken. Und wirklich: ſie gehören veri⸗ len Jockeis. 1 Da die mußenfreundlichen Veranſtaltungen in den Hotelſälen in ˖ eſen Wochen meiſt„Renn⸗Ball“ oder„Jockeiball“ genannt werden, o wird der freundliche Leſer merken, was für eine Bewandtnis es mit den edlen Schlittenpferden, den vielen Metzgern und den Jockeis dut zumal auch hochgewachſenes Vollblut, Reitergruppen und Einzel⸗ Felcheinungen zuweilen über den Schnee der noch immer ſtrahlend ſiadden Straßen geht, trabt ader galoppiert. Ja, die Werdenfelſer chen wirklich ſetzt im Zeichen der hier ſo beliebten, Alt und Jung 8 begeiſternden Pferde⸗Rennen; Traber und Galopper haben ſich unter ſpitz“ und„Kramer“ ein Stelldichein gegeben, und wenn der e Berggott vom„Wang“ ſich unter ſeine Partenkirchener miſcht, dann kann es ihm geſchehen, daß er zwölfmal einen totſicheren Tip erlauſcht, und jedesmal einen anderen. 5 Denn der Rennſport iſt in dieſen Tagen, da die Rennplätze der roßſtädte eingeſchneit liegen und die Trainer ihre Schützlinge nur di tund vorſichtig ſpazieren gehen laſſen, ins Ae f und e Freunde des Pferdeſportes, die ſich ſonſt, die ſonſt zu orakeln pflegen, wie die Ausſichten der im Henckelrennen, in der„Union“, im »Derby“ und den mancherorts gelaufenen„Großen Preiſen“ zu dnander ſtehen, ſchauen intereſſiert auf jene Konkurrenzen, die, nach rmiſch⸗Partenkirchener Hotels weislich benannt, den Geſchäfts⸗ namen der Ehrenpreis⸗Stifter alle Ehre machen ſollen. Meiſter⸗ unleute aus Deutſchlands Norden nicht weniger als aus den ſüd⸗ tſch⸗heimiſchen Quartieren haben in Gaxmiſch⸗Partenkirchen ufenthalt genommen, nur zum Telle zwecks tätiger Beteiligung an en Rennen, aber auch als Zuſchauer das Herz des Sportsfreundes erfreuend und die Bedeutung der ſportlichen Veranſtaltung erhöhend. erliner Traberleute wie Jonny Mills, Eugen Treuherz, an deren amen ſich, wie nicht weniger an den des Süddeutſchen Meiſters arl Weidmüller, die Erinnerung an irgendwann(und immer wieder Linmal) gewonnene große, klaſſiſche“ Rennen knüpft, haben es nicht Verſchmäht, eigenfüßig den Renn⸗Schlitten zu beſteigen, und wenn es Lgerade keinem dieſer Koryphäen gelungen iſt, ein Rennen zu ge⸗ wüten en. ſo deutet das auf nichts anderes als auf die ganz unge⸗ öhnlichen Bodenverhältniſſe, unter denen die Rennen Zumal des 3 n Tages abgehalten wurden. Beſſer erging es den fremden ockeis, die in Skijörings und Flachrennen ſtarteten: ein Bismark zu der guten alten Karlshorſter Garde gehört, ſtartete, ritt und liegte. Neben ihm waren die erfahrenſten ſüddeutſchen Reiter, ein atz, ein Keim, ein Breſſel in den Sattel geſtiegen, und ſogar ien eiter der weſtdeutſchen Kartell⸗Bahnen, Starnecker, kam nach Gar⸗ ch. um zu ſtarten. 5 Die erſten beiden Tage boten zumeiſt Trab⸗Rennen, d. h. alſo arenmen, bei denen das Pferd gewinnt, das am beſten, will ſagen: — ſchnellſten traben kann. Dabei 15 bekanntlich das Galoppieren ach minder verboten wie jene, bald als gleg, bald als„Paß kaenünniſch bezeichnete Gangart, die der Daglfinger(auch Wer endorf Ruhlebener7) Jargon kurz und bündig„manſchen“ nennt. ausgiebig galoppiert oder manſcht, wird, bei noch ſo einwand⸗ kelem Siege oder Nlächiſeeg„disqualifiziert“, eine Maßnahme, die die Geſichter der Wetter ſolcher„Sieger ohne Sieg“ bedentlich 150 Palungern pflegt. Nun, am erſten Tage der Großen Garmiſ. Weiteneirchener Rennwoche“ hatten die„Manſcher“ freie Bahn. 2 nämlich die Bahn ſelber alles eher denn frei war. Der Schnee, beuer allzuſpät gefallen war, bot ein Geläuf, das die höchſte Poteng des Gegenteils von„ideal“ darſtellte, die Schlittenkufen Feuben ſich tief in den Voden, die Hufe ſtolperten, und tauſend Un⸗ Aug itan des Geläufes brachten auch die beſten Pferde immer wieder 2 brem traberiſchen Da erſchienen denn im Ziel in denen ſich die ſtolzeſte Traber⸗Schulweisheit nichts hatte Got den laſſen, und Taloquioten an den e durch deren Höhe det tt der Wetter beſtrebt ſchien, was der Wetter⸗ ütt durch die Diſziplinloſigkeit ſeines Winter⸗Benehmens heuer ge⸗ udigt hatte. Wirklich: wenn in zehn Trab⸗Rennen fünfmal zehn⸗ Aibes Geld und mehr an den Kaſſen bezahlt wird und auch die Favo⸗ N n⸗Quote immer noch mehr als 30:10 beträgt, dann weitet ſich Nes Herz des echten, rechten Sportsfreundes 152 handelt 110 bei nennen bekanntlich um„Hebung der Pferdezucht“) und er ruft, frei 805 Ulrich von Hutten, in die friſche, klare Luft des winterlichen be önwetter⸗Tages:„Hei, welch eine Luſt, die Pferdezucht zu neben!) Nur— man muß auch den„Richtigen“ erwiſchen. Schon lele Tage vor dem Rennen ſah ich in Garmiſcher Wirtsſtuben die f urfprofeſſoren, mit den Prgrammen von den beiden letzten Jahren ſt der ſchwieligen Fauſt, Chancen berechnen. Vor den Totokaſſen lachen kernhafte Daglfinger, Skeptiker aus Erfahrung, und ſie uſchen den Worten des Philoſophen, der ſeine Meinung in die entenz bringt: A Schnebahn is eben a Schneebahn, und a ſauberne leabn is a ſaüberne Bahn. Da koſt nir tean.. In finſtere Falten ingt ſich Mar Pallenbergs Männerantlitz. Er iſt ſoeben aus Berlin Frleiner Garmiſcher Villa einpaſſtert und opferte den erſten Tee mit Eathi Maſſary, der Gattin, auf dem Altare des Turfs. Väterchen arl Rößler, der Luſtſpieldichter, aſſiſtiert ihm— denn auch er iſt ergekommen, teils der Trabrennen wegen, teils um einen Roman leboollenden. Als Turfgelehrter wettet er zumeiſt die Nummer ben. Diesmal aber läßt er ſich zwei Punkte abhandeln und einigt mit Pallenberg auf Fünf. Eben wird der Toto vom vorigen iin bekannt gegeben: 146:10. Und eine halbe Stunde ſpäter 9 Nr. Fünf vierfaches Geld gebracht.„42:10?“ meint Rößler. 3Bas iſt beſſer als ein naſſer Regenſchirm im Bett“.„Hm“ erwidert der Schöpfer des„Zawadil“ aus„Familie Schimet“ für 140 hätte ich den naſſen Schirm noch vlel lieber an meine kraute Seite gelegt. Die Herren von Garmiſch⸗Partenkirchen, die gefürchtet hatten, die Rennwoche würde heuer ihre Opferfreudigkeit auf eine 85 de gobe ſtellen, als die ſchlimme Geſchäftslage eigentlch geſtatte ſind neor den Erfolg der erſten Tage höchſt befriedigt, und ſchon erwachte euer Unternehmungsgeiſt: Man vlant, den vorgeſehenen vier Renn⸗ agen einen fünften als„Troſt⸗Tag“ anzugliedern. Die Wetter wer⸗ en auch an dieſem pünktlich zur Stelle ſein. Der Erfolg iſt ihnen ter ja gewiß. Beim Berg⸗Echo, dem Orakel dieſes Landes kann man leicht die Probe aufs Exempel machen. Man frage es einmal: ae bringt uns die Laune des„Wetter“⸗Gottes?“—„Odds“ ant⸗ nicht der ſchickſalskundige Widerhall... Hoffentlich irrt er ſich „ 2 7 1 Winterſport⸗Meiſterſchaſten Die Europameiſterſchaften im Eisſchnellaufen wurden am Sonn⸗ tag in Chamonix mit den Läufen über 1500 und 10 000 Meter beendet und ergaben den Sieg des Finnen Skutnabb, der die 1500 Meter⸗Strecke leicht gegen ſeinen Landsmann Pietilä gewann. über 10 000 Meter aber dem Titelverteidiger Polacſek⸗Oeſterrreich den Vortritt laſſen mußte. Letzterer konnte im Geſamtergebnis jedoch nur den zweiten Platz beſetzen. Sehr gut hielt ſich auch der neue öſter⸗ reichiſche Meiſter Jungblut, der im 10 000 Meter⸗Lauf hinter Po⸗ lacſek und Skutnabb als Dritter einkam. Die Graebniſſe: 1500 Meter: 1. Skutnabb⸗Finnland:26,4: 2. Pietilä-Finnland :31,9: 3. Polacſek⸗Oeſterreich. 10 000. Meter: 1. Polacſek 5 2. Skutnabb 18:50,4: 3. Pietilä: 4. Jungblut: 5. Rumba⸗ and. Bayeriſche Rodel-⸗Meiſterſchaft. In Berchtesgaden kamen am Sonntag die Rodelmeiſterſchaften von Bavern zur Durchfübrung. Prachtvolles Wetter und aute Schneeverhältniſſe begünſtigten die Durchführung der Meiſterſchaften, die auf der bekannten Naturbahn Vorderbrand ausgefahren wurden. Der Start erfolate in 1062 Meter Höhe bei der Ortſchaft Vorderbrand, das Ziel befand ſich in 542 Me⸗ ter Höhe. Die Bahn wies ein durchſchnittliches Gefälle von 12 Proz. auf, 43 Rodel ſtellten ſich dem Starter. darunter 13 Damen. Bei den Herren wurde Meiſter Ludwig Wechſelberager⸗Ober⸗ audorf in:14 vor Tbomas Röch⸗Oberaudorf:15 und A. Seebacher⸗ Oberaudorf:21. Die Damenmeiſterſchaft ſiel an Frl. W. Solger⸗Berchtesgaden in:10 vor Frl. A. Mäller⸗Berchtesgaden :16 und Frl. H. Kurz⸗Berchtesgaden:24. Die deulſche Meiſterſchaft in Eisſchleßen wurde am Sonntag in Tegernſee zum erſten Male als Mannſchaftskampf aus⸗ getragen. Insgeſamt traten ſich 81 Teilnehmer in 105 Spielen gegenüber. Sieger und Deutſcher Meiſter wurde der Eisſport⸗ verein Tegernſee Snueredſche Drechsler) mit 11 gewonnenen Spielen vor dem Eisſportverein Tegernſee(Mannſchaft Wackers⸗ berg) mit 10 gewonnenenen Spielen. Die Bayeriſche Skimeiſterſchaft gelangte am Sonntag in Gar⸗ miſch⸗Partenkirchen unter überaus ſtarker Beteiligung zum Austrag. Der vorjährige Sieger Karl Neuner⸗Partenkirchen konnte ſeinen Titel erfolgreich verteidigen. Die Schneeverhältniſſe waren eſon⸗ ders in der Höhenlage ſehr gut, wurden aber talwärts infolge des Tauwetters merklich ſchlechter. Im 1 über 18 km erzielte Viktor Schneider⸗München mit:32:14 die beſte Zeit des Tages. Erſt in der Sprungkonkurrenz konnte Karl Neuner den Wettbewerb knapp zu ſeinen Gunſten entſcheiden. Er ſiegte 35 mit Note 19,292(36 und 36 m geſtanden gegen G. Müller(Bay. Zell) mit Note 18,958(36 und 30 m) und Martin Neuner⸗Partenkirchen mit Note 18,932(34 und 37). Das Geſamtklaſſement lautete wie folgt: 1. Karl Neuner⸗Partenkirchen Note 17,771; 2. Guſtav Müller⸗Bayr. Zell Note 17,667; 3. Viktor Schneider⸗München Note 17,438; 4. Walter Glas⸗Unterſachſenberg Note 17,396; 5. Martin Neuner⸗Partenkirchen Note 17,043; 6. Joſef Kurz⸗Berchtesgaden Note 16,354. Thüeingiſche Skimeiſterſchaffen. Bei herrlichem Winterwetter konnte der Thüringiſche Winterſport⸗Verband in Oberhof ſeine Meiſterſchaften imSkilaufen für 1926 zur Durchführung bringen. Die Schneeverhältniſſe waren nicht gerade die beſten, immerhin wurden aber ſehr gute Leiſtungen erzielt. Den Skiſpringen auf der Wade⸗ bergſchanze wohnten zirka 4000 Zuſchauer bei. Der vorfährige Sieger Max Kröckel⸗Neuhaus mußte ſeinen Titel an Erich Reck⸗ nagel⸗Oberſchönau abtreten, der den Langlauf über 18 km über⸗ legen in:47:44 gewann. Den kombinierten Lauf gewann Max Kröckel mit 17,847 vor R. Wagner⸗Oberſchöngu mit Note 16,722, M. Wagner⸗Oberſchönau mit Note 15,055 und A. Jäger⸗Oberſchönau mit Note 14,881. Winterſport-Meiſterſchaſtskämpfe im Februar Die erſten Februartage beherrſchen der Bob und die ſchleſiſchen Bahnen. die in der neuen Schreiberhauer Anlage eine wertvolle Be⸗ reicherung erfuhren. Den Auftakt zur„Schleſiſchen Bobwoche“ aibt Flinsbera mit der am 4. Februar ſtattfindenden Zweierbob⸗ Meiſterſchaft von Deutſchland: es folgt Krummhübel, wo ſchon in dieſen Tagen das Training für die Deutſche Fünferbob⸗ Meiſterſchaft aufgenommen wurde, die dort am 6. und 7. ſfe⸗ bruar ausgefahren werden wird. Der intereſſanteſte Teil der Bahn iſt die große Kehre, die infolge der davor liegenden ſchnellen Geraden ziemlich ſchnell angefahren wird und die Mannſchaften zum Einſatz ibres ganzen Könnens zwingt. Auch die Waldkurve und das 8 ſtellen hohe Anforderungen an die Fahrer, zumal die Bahn ein Durch⸗ ſchnittstempo von etwa 65 Km. erlaubt, Von Krummhübel aus wer⸗ den alle Fahrer vom Bobklub Schreiberhau mit Schlitten zu einer Beſichtigung der neuen Schreiberhauer Bahn abgeholt werden. auf der am 9. Februar ein Zweierrennen um den Silberbecher und ein Fünferrennen um den Großen Preis von Schreiberhau. am 10. Februar ein Freundſchaftsrennen mit den deutſchböhmiſchen Fab⸗ rern aus Gablonz und Tiefenbach abgehalten wird. Von Mitte Februar, vom 12. bis 14. Februar, wird in Par! tenkirchen im Rabmen der Kampfſpiele die Deutſche Skimei⸗ ſterſchaft und die deutſche und öſterreichiſche Staffelmeiſterſchaft ausgetragen. Kurt Endler, der Verteidiger der Meiſterſchaft. hat in dem herrlichen Gebiet der Reifträgerbaude ſchon ſeit langem trai⸗ niert und ageht nicht unvorbereitet ins Rennen. Die Kochelberaſchanze iſt nach den letzten Erfahrungen wiederum verbeſſert worden und er⸗ laubt jetzt Sprünge von etwa 60 Meter. Es iſt nicht ausgeſchloſſen. daß es hier den neuen norwegiſchen Rekorden an den Kragen geht. die zuerſt von Carlßen mit 63 Meter in Pontreſina. und wenige Tage darauf von Thams in Fluberg(Norwegen) mit 63,3 Meter aufgeſtellt wurden. Einen ſchweren, ſpannenden Kampf aibt es ſicher, denn die Beteiligung aller Läufer pon Namen ſteht heute ſchon ſeſt. Garmiſch⸗ Partenkirchen bat großzügige Maßnahmen zur Unterbrinauna nicht nur der Teilnehmer, ſondern auch der mit den Sportſonderzügen ein⸗ treffenden Reiſenden vorbereitet, ſo daß nicht nur die Unterbringung ſichergeſtellt ſondern auch die Aufſtellung eines Etats für die Reiſe ermöglicht iſt. Am 28 und 29. Februar wird in Berlin die Deulſche Eis⸗ hocken⸗Meiſterſchaft ausgetragen, zu der die Mannſchafte⸗ infolge der zahlreichen harten Kämpfe dieſes Winters in grober Form antreten werden. Die in Davos ausgetragenen Kämpfe wer⸗ den auf die Spielſtärke der Mannſchaften auch nicht ohne Einfluß bleiben, denn es waren nicht nur verſchiedene Spieler in Davos. um zu lernen, ſondern die Rückwirkungen derartiger Sviele zeigen ſich auch durch die Verbeſſerung der Spielform der teilnehmenden Mann⸗ ſchaften. * „Norddeuſſche Skimeiſterſchaft. Die Wettbewerbe um die Mei⸗ ſterſchaft des Norddeutſchen Skiverbandes, deren erſter Teil mit dem Sprunglauf bereits im Dezember auf der Sprunaſchanze im Berliner Grunewald erledigt worden war, konnten am Sonntaa in dem klei⸗ nen märkiſchen Städtchen Buckow mit dem Lanalauf beendet werden. Die Beteiligung der Sportsleute war recht rege, wenn ſich auch in Anbetracht der ſchlechten Witterung nur wenige Zuſchauer eingefun⸗ n hatten. Sieger im Großen Langlauf über 15 Km. blieb Wer⸗ niche(Raureif), bei den Damen. die nur 3 Km. zu laufen hatten, be⸗ ſetzte Fyrl. Gotthowt(Sti⸗Gilde Berlin) den erſten Platz. Die Errech⸗ nuna des Siegers der Norddeutſchen Skimeiſterſchaft. die aus dem Sprung⸗ und Langlauf erfolat, geſtaltete ſich indes ſo ſchwierig, daß daß Endergebnis erſt in den nächſten Tagen veröffentlicht werden kann.— Die Eraebeniſſe des Lanalaufes: 15 Km.: 1. Wernicke(Rau⸗ reif):19:39; 2. Frech(Raureif):20:24: 3. Leipold(Mittelmark) :21:37: 4. Krüger(Raureif):25:24: 5. Dr. Stern(Skiailde Berlin) :26:40: 6. A. Hölſz(Berl. Schneeſchuh⸗Club):29:20.— Altersklaſſe: (32—40 Jahre): 1. Roſſow(Berl. Sportelub):20:42; 2. Raida(Ski⸗ club Mark Brandenburg):26:00; Altersklaſſe II:(40—50 Jahre): 1. Körber(Deutſcher Skiclub):40:41: 2. Uhſe(Deutſcher Skiclub) .45:33.— Alterskaſſe III(über 50 Jahre): 1. Dr. Schrödter(Ski⸗ club Berlin):52:15.— Damenklaſſe 3 Km.: 1. Frl. Gotthowtl Ski⸗ gilde Berlin) 20:33; 2. Frl. Voß(Berl. Sportelub) 21:16, 8. Frl. Haaſe(Winterſportelub Buckow) 23:58: 4. Frl. Frömmel(Berliner Schneeſchuh⸗Club) 24:24. Ruderſport ur Erinnerung an Johannes Bungert Vor wenigen Tagen hat man die ſterblichen Ueberreſte von Johannes Bungerk zur ewigen Ruhe gebettet. Ein ſeit Jahren ſtiller Mann hat von körperlichen und ſeeliſchen Leiden Erlöſung ge⸗ funden und heute wiſſen es nur wenige, daß er por vier Jahrzehnten eine der volkstümlichſten Erſcheinungen des Maanheimer Ruder⸗ ſportleben war, deſſen Leiſtungen Mannheim in Atem hielten. Er war einer der erſten und erfolgreichſten Mitglieder des Mann⸗ heimer Ruderklubs, einer der mit ganzer Seele am Rudern hing und getragen von dem Vertrauen ſeines Vereins, dieſem eine ſtattliche Reihe von Siegen erkämpfen half. Im Jahre 1878 am 4. Auguſt ſtartete er zum erſten Male als Schlagmann bei der Monn⸗ eimer Regatta und die Art und Weiſe, wie er ſeine Mannſchaft 8. Krieger, G. Voeltz, Eduard Bungert, Johannes Bungert, A. Ever⸗ wein(St.) zum Siege führte, ließ den Schluß zu, daß man es mit einem ſehr gut veranlagten Ruderer zu tun hatte. Bis zum Jahre 108! ſbartete Bungert nur ien mehrruderigen Boot und hatte es bis dahin auf ſieben Siege gebracht, denn die Gelegenheit zum Siegen bot ſich damals nicht ſo oft wie heutzutage. Mehr wie zwei Regatten wurden nicht beſchickt. Im Jahre 1882 verſuchte er ſich zum erſten Male im Sdiff und gewann am 30. Juli 1882 auf der Münchener Regatta ſowohl das Junior. wie das Senkor⸗Rennen, gegen fünf te Mibewerber qus Deutſchlemd und Deſterreich. Hier gab er ſeiner urwüchſigen Kraft und Ausdauer, indem er in dem Zeitwaum zwiſchen dieſen beiden Rennen nicht das Boot verließ und alle Rennen außer der Bahn begleitete. Ein Verſuch im ſelb n Jahre bei der Peusthen Meiſterſchaftsregatta führte zu keinem Er⸗ gebnis, da er beide Rennen, an denen er teiſnahm, aufgab und vor Rudetern wie Achilles Wild, Hintdermeamn⸗Wien und die Flagge ſtreichen mußte. Im nächſten Jahre blieb er im Skiff, zu⸗ nächſt in Ems ſiegreich, gewann am 1. Juſi die Meiſterſchaft vom Zürichſee gegen zwel ſtarke franzöſiſche Ruderer Bei allen dieſen Rennen gab ſeine große Körperkraft den Ausſchlag. Obwohl er nur 1,71 Meter groß war und mit einem Renngewicht von 68 Kilo nur als ein Mittelgewichtsmann anzuſprechen war, ließ er ſtets weit 8 und ſtärkere Gegner hi ſich. Seine große Ausdauer, die frucht des harten Trenings Mannheimer Cub, ſicherte ihm den Erfolg. Der Monnheimer Club erkannte aber, daß in techniſcher Hinſicht noch viel zu verbeſſern war und er engagierte den vom Training des Verliner Ruderklubs frei gewordenen engliſchen Trainer Harry Kelley, vierzehn Tage vor der Frankfurter Meiſter⸗ ſchaftsregatta, um Bungert den letzten Schliff für dieſe zu geben und ihm im ernſthaften Kampf dem auf dem Gipfel der Erfolge ſtehenden Achilles Wild entgegenzuſtellen. Am Tage vor der Meiſterſchafts⸗Regatta gewann Bungert den Preis von der Gerbermühle leicht gegen Reinhard⸗Oberrad und er ſtellte ſich in beſter Verfaſſung dem deutſchen Meiſter von 1882 Achilles Wild. Dieſer, mit relativ gutem Erfolg von der Heuley⸗ Regatta zurückgekehrt, nahm die Gegnerſchaft Bungerts nicht ſehr ſchwer und die ganze Frankfurter Ruderwelt betrachtete den Sieg von Wild als ſelbſtverſtändlich. Dieſer, größer und ſchwerer als Bungert, nahm auch gleich am Start die Führung und dehnte ſie mit Aufgebot aller Kraft raſch auf vier Längen aus, gab ſich da⸗ bei aber derartig aus, daß Bungert auf dem 2500 Meter langen Kurs langſam aber ſicher auflief, kurz vor dem Ziel Wild über⸗ holte und ihm im Endkampf zur der Frankfurter Zu⸗ ſchauer mit drei Längen ſicher ſchlug. ieſer Erfolg löſte in Mannheim unermeßlichen Jubel auz. Mit klingendem Spiel zo⸗ gen Icen Klubgenoſſen an den Bahnhof, begleitet von einer großen Menſchenmenge, die bald zu Tauſenden anſchwoll. Das Einlaufen des Zuges wurde mit tauſendſtimmigem Hipp, hipp, hurral be⸗ grüßt, Bungert auf den Schultern kräftiger Freunde getragen und mit Fackel⸗ und Muſikbegleitung nach der Gaſtſtätte„zur Land⸗ kutſche“ gebracht, wo ein glänzendes Bankett als Siegesfeier ver⸗ anſtaltet wurde. Im nächſten Jahre gelang es ihm nicht, ſeinen Meiſterſieg zu wiederholen, ebenſo brachte ihm ein Start in Henley keinen Erfolg. Er beſtätigte aber den Willen des Mannheimer Ruderklub, ſtets die Beſten aufzuſuchen. Bungert, der mit 3u Jahren die Meiſterſchaft gewonnen hatte, zog ſich allmählich vom Ruderſport zurück. Sein baugewerklicher Beruf erſt bei Werle u. Hartmann, dann bei Grün u. Bilfinger, für dieſe in Afrika, nahm ihn ganz in Anſpruch. Der Tod ſeines im Weltkrieg gefallenen Sohnes, eines gut veranlagten Rennruderers, hat ihn ſchwer niedergedrückt und als ſtiller im Sport vergeſſener Mann hat der weite deutſche Meiſterruderer das Zeitliche geſegnet, einer der ahnbrecher des deutſchen Ruderſports und der denkwürdigſten Ver⸗ treter der Mannheimer Ruderei hat den Sckauplatz verlaſſen und ihm, dem einſt der Siegeslorbeer die Stirne ſchmückte. ſoll auch das ſchlichte Zypreſſenreis nicht verſagt werden, das ſein Andenken in der Ruderwelt wach hält. Hugo Berdoff. Kegelſport Kegler⸗Berband Mannheim und Umgebung Im Bezirk II iſt das 1 ganz er Erreicht ben: Geſ.„Pfefferminz“ 1947, Geſ.„Rheingold“ 1944,„Grotte⸗ oor“ 1891, und„Kugelroll“ 1842 Holz. Die Jahlen ſagen deutlich, daß die Spieler nicht die erforderliche Ruhe bewahrten. Aſphalt⸗ würfe ſollten bei ſolch wichtigen Treffen keinesfalls vorkommen. Der Bezirk III hat die erſten Kämpfe am 31. Januar aufzunehmen. Durch Los wurden hierzu beſtimmt: Geſ.„Fortung“,„Goldene Sieben“,„Junge Stecher und Klub„Pudel. Auch hierbei werden die Reſultate von 8 Mann auf 50 Kugeln bewertet.— In Mainz hat die 1. Mannſchaft den Kampf am 7. Februar, vormittags 10 Uhr gegen Worms, Heidelberg und Neuſtadt aufzunehmen. Es müſſen Zehner⸗ Mannſchaften à 100 Kugeln geſtellt werden. Bei der 51. Kugel Bahnwechſel. Dem Süddeutſchen Gau iſt außer Neuſtadt a. H. auch Kaiſerslautern beigetreten. Der Verband Kaiſerslautern nimmt an den diesjährigen Bezirkskämpfen nicht aktiv teil. Geſ.„Rheinperle“, iitce vom Verband Neuſtadt zu einem Freundſchaftsſpiel ver⸗ pflichtet. Am 7. 1 1925 findet auf der hieſigen Sporthalle Stlerle Senlor⸗Kegeln ſtatt.— Startberechtigt ſind nur Epieler über 50 Jahre. Hlerbei ſind mit 30 Kugeln in die Volle wenigſtens 150 Holz 551 8 5 jedes Jahr über 50 wird die Höchſtgrenze um ein olz zurückgeſetzt. Zur zweiten Mannſchaft gehören: Maier., Rämmele, Lind⸗ ner, Speſer, Beckenbach, Eiſengrein. Froſch. Walter. Kafſer und Maf. Erſatzleute: Weber und Krank. Dieſe Mannſchaft hat die erſte Kampfmannſchaft zu einem 100 Kugeln⸗Kampf herausgefordert. * 4 Aufſtiegskämpfe zur Bezirksliga. Nachdem in den Gauen die Meiſter der A⸗Klaſſe feſtgeſtellt ſind, begegnen ſich dieſe zum Auf⸗ ſtieg in die Bezirksliga. Vom Rhein⸗Neckargau: Sportvereinigung 1884. Mannheim; Neckar⸗Elſenzgau: Germania Ziegelhaufen; Oden⸗ waldgau: Kraftſportverein Rimbach und Pfalzgau: 1..⸗C. Pire maſens Die erſte Begegnung findet am 31. Januar zwiſchen Kraft⸗ ſportperein Rimbach und Sportpereinigung 1884 Mannheim in Rimbach ſtatt. Nach der Papierform dürfte in Sportvereinigung 1884 der Sieger zu erwarten ſein. 6. selte Ar. 46 r Reue Mannheimer Zeitung(ubend⸗ Aus gabe) 2 Dennerstad, den 26. Jenner 1ds ———ñ— eitung Neue Mannheimer Han delsblatt Jur Ablöſung der öffentlichen Anleihen In Baden, Württemberg und Bayern werden vielfach Namens⸗Schuldperſchreibungen von ſolchen Mark⸗ anleihen der Länder, die inſolge Uebernahme der Staatseiſenbahn auf das Reich Markanleihen des Reiches geworden ſind, in dem . Zt. ſtattſindenden Ablöſungsverfahren mit anderen Markanleihen des Reiches durch Banken, Sparkaſſen und Kredit⸗ genoſſenſchaften zum Umtauſch und zur Gewährung von Aus⸗ loſungsrechten eingereicht. Dies entſpricht nicht den geſetzlichen Beſtimmungen. Nach der erſten Verordnung zur Durchführung des Geſetzes über die Ablöſung öffentlicher Anleihen des Reiches ſind nur Inhaberſchuldnerſchreibungen von Mark⸗ anleihen des Reiches durch die Vermittlung von Banken, Spar⸗ kaſſen, öffentlich⸗rechtlichen Kreditanſtalten und Kreditgenoſſenſchaf⸗ ten zum Umtauſch und zur Gewährung von Ausloſungsrechten bei den Reichsbankanſtalten und an die Anleihealtbeſitzſtellen einzu⸗ reichen. Anträge auf Grund von Namensſchuld⸗Urkunden ſind dagegen an die Landesbehörden zu richten, die die umzu⸗ tauſchenden Markanleihen gemäߧ 4 des Geſetzes über den User⸗ gang der Staatseiſenbahnen auf das Reich vom 29. Juli 1922 ver⸗ walten— Landesſchuldenverwaltung. Dies gilt vor allem für Hayeriſche, württembergiſche und badiſche Namensſchuldverſchrei⸗ bungen, zu denen auch die Inhaberſchuldverſchreibungen gehören, die durch den Ausſteller auf den Namen eines Dritten umgeſchrie⸗ ben worden ſind. Umſchreibungen in dieſem Sinne ſind auch die vor dem erſten Januar 1900 eingeichriebenen ſogenannten Vinku⸗ lierungen Dritter, wenn ihnen die Beſtätigung der kataſterführen⸗ den Klaſſen oder Abteilungen des Ausſtellers uͤber die Vormerkung um Schuldkataſter beigefügt ſind. OBenz u. Cie., Rheiniſche Aukomobil⸗ und Mokoren-Fabrik .-., Manuheim. Wir verweiſen auf die Anzeige der Geſellſchaft im Anzeigenteil vorliegender Ausgabe. 8. Gummiwerke Neckar.⸗G., Heidelberg⸗Wieblingen. In der am 1. Februar ſtattfindenden 9,.⸗V. ſoll neben der Erledigung der Regularien auch über die Liguidation der Geſellſchaft Be⸗ ſchluß gefaßt werden. Da die Werksanlagen in Wieblingen im vorigen Jahre verkauft worden ſind und auch die Anlagen in Friedrichsfeld und Ladenburg nicht mehr Eigentum der Geſellſchaft ſind, beſitzt die Geſellſchaft keine Fabrikanlagen mehr. Der Verkauf hat nicht die Erlöſe gebracht, die man erwartete, ſo daß nunmehr die Auflöſung unumgänglich iſt. 50. Konkurſe in Baden. Ueber das Bermögen der Firma Adolf Decker in Zell a. H. und des Spezereihändlers Emil Fritz in St. Georgen(Schwarzw.) wurde am 25. Januar das Konkurs⸗ verfahren eröffnet. .Löſung der Frankfurkter Bank— Deulſche Vereinsbank. Die.⸗V. der Frankfurte. Vank genehmigte die Löſung des Intereſſengemeinſchaftsvertrages mit der Deutſchen Vereinsbank und die Abberufung des Auſſichtsrats⸗Vertreters Adolf Oppenheim. Gegen beide Beſchlüſſe ſtimmte Direktor Lin⸗ der(Deutſche Vereinsbank). Der Beſchluß der.⸗V. iſt auf geſchäftliche Differenzen zwiſchen den beiden Inſtituten zurück⸗ zuführen. „d. Sichel-Konzern. Der Verkauf der 878 Kuxe der Gewerk⸗ ſchaft Düren iſt zu einem, den Buchpreis der Liquidationsbilanz weſentlich überſteigenden Betrag erfolgt. Bei der Duisburger Sichelgeſellſchaft wurde ein Vergleichsvorſchlag auf der Baſis von 40 pCt. genehmigt. In 4 bis 6 Wochen dürfte der.⸗V. der Julius Sichel K. a. A. ein Vergleichsvorſchlag vorgelegt werden Reiniger, Gebert u. Schall,.-⸗G., Erlangen. Die.⸗V. am 26. Januar genehmigte die Regularien und erteilte Entlaſtung. Obwohl das Ergebnis des am 31. Juli 1925 beendeten Geſchäfts⸗ jahres die Verteilung einer Dividende zugelaſſen hätte, wurde im Hinblick auf die Unſicherheit der allgemeinen Wirtſchaftslage davon abgeſehen und der Reingewinn von 161,610/ vorgetragen. Aus der Intereſſengemeinſchaft mit der Siemens u. Halske.⸗G. erhofft die Verwaltung für die beteiligten Geſellſchaften erhebliche Vorteile. Dieſe Vorteile hätten ſich im abgelaufenen Geſchäftsjahre jedoch noch nicht auswirken können, dagegen ſei dieſes mit den Koſten der Umſtellung ſchon belaſtet geweſen. Im neuen Geſchäftsjahr ſei die Beſchäftigung nicht voll befriedigend. Die Verwaltung ſieht die Urſache teilweiſe in dem durch die all⸗ gemeine Wirtſchaftsdepreſſion verurſachten Auftragsrückgang, Kurszettel Attien und Auslandsanleiden in Prozenten. Die mit T verſehenen Werte ſind Terminkurſe(per medio bezw. ullimo! Irankfurter Dipidenden⸗Werte. Bank ⸗Aktien. N. 20, 21. 28, 27, 28 Allg. D. Crsditet 85.50 88.50 D Hypothetend 72, 71.7] Reichsbank. 146 0 144.5 Badiſe Bank 33. 33,.—- Ueberſ.⸗Bank 86,. Ngein. Creditbant 84.— 81 Dank Br. Ind 91.309.— Vereinsdank 60— 60, Rhein. Hyp.⸗Bk. 71.—72½ Banr B⸗CredW ,Dteent.-Geſellſch 111.2 110,5 Südd. Discontog. 88.— 88.— „ Hop. u. Wo 809,80 90—] Dresdner Bank 110,5 110.5 Wiener Bankver. 3 18 8 30 Barmet Bantver. 75.50 73,75 Frkfri. Hyp.⸗Bi. 67.75 63.— Witbra. Notenbk. 109, 109.0 Derliner Handg 140.0—— Metallb. u..⸗G.. 85, 85.5, Mannh. Ver!.⸗Geſ.). 67.50 Com. a. Priotbt 101.2 101.5] Mitteld. Crdit⸗B 95,— 95.35 Frankf. Allg. Verſ. 73, 71.5 Drmſt u Nal.⸗B 115.5 116.5] Nürnberg..-Bk. 105,0 105.0 Sberrh. Ver“⸗Gef.—.—70. 8 Deniſche Bant 1113 114.5 Qeſter. Cred. Anſt.55 6,65 Irkf.Rück⸗ u. Mitv. 51, 81,— D. Effekt u. Wechf 78— 78.— Pfälzer Hyp ⸗Bk. 69,65 70,.— VBergwerk ⸗Alctien. Dochum Bb n. G.—.— 88.50[Harpen. Bergbau 105.,3 108,0 Oberſchleſ. Ed.⸗B. 43.25 46,5 Buderus Eiſenw 39 75 39.50[Kallw Aſchersl. 111 0 116.0 do. Eiſenind. 4,50 41.70 D. Luxem Begw 87.78 80.[Kaliw. Salzdetf.—.—.— e ee 74.— 75,70 Ecchweil Bergw. 122.0 1.0[Kaltwerte Weſter. 118,7 123, Rhein Braunkohle 132,0 133.0 Gelſene Urgwk 99. 5 91.75[Klöckner⸗Werke—.——.—Salzw. Heilbronn—— 60, Gelſenk. Gußſt. 25.— 24 50Mannesmunröh. 73,50 74.50 Tellus Bergdau. 35,— 86, 1 1 V. N. u. Laurahütte 38,25 35.25 CrausportAktien. Schantungdahn..10.—Nrddeulſch. Lion 131.5 137,5 Baltimer⸗&Odio 82.—83,— Obg.⸗Amk Pakeif 114,0 115.5 Setet⸗l S1...———.— 0 Induſtrie ⸗Aletlen. Eichd Müm. Billo 54.— 54.— Bad. Antl. u. Soda 122.0 124.2J Chem. Wrk. Albert 75.——.— HAempf⸗Sterndi 98.50—.— Bad. Elektr.⸗Geſ. 0,15 0,15]. Goldenderg 120.0 120.0 MainzerStamm 115 0 115,0] Bad. Maſch. Durl. 113.0 112 0 Grtesheim. 1220 le4.1 Schöfferh. Bindg. 16/0 168.0] Bad. UhrenFurtw. 18,50 19,75]„ Weiler t. M.—.— 123,7 Schwarz⸗Storch.,—.—Bayriſch. Spiegel 42.— 40.—Cont. Nürnb. Bz 43— 43. 27. 28. Ubrenkab. Furtw. 20.— 20.— Volgt e teuwene in bder wermivberung oer Lager, bie ourch die Zufammen⸗ legung der Vertriebsorganiſation ermöglicht wurde. Immerhin arbeite die Firma auch gegenwärtig noch mit etua zwei Dritteln ihres Höchſtperſonalſtandes. Als Aktionär wollte der Geſchäfts⸗ führer des Handlungsgehilfen⸗Verbandes in Nürn⸗ berg, Schneider, Auskunft darüber haben, ob es zutreffend ſei, daß der vor zwei Jahren aus der Firma ausgeſchiedene Generaldirektot Dr. Zitzmann für zehn Jahre eine jährliche Rente von 50000 gewiſſermaßen als Schweigegeld zugeſichert erhalten habe. Von Verwaltungsſeite wurde demgegenüber erklärt, daß die genannte Höhe der Herrn Dr. Zitzmann zugebilligten Abfindung, ſoweit die Geſellſchaft in Frage komme, nicht zutreffe und daß die Abfindung nicht als Schweigegeld, ſondern auf Grund des Verhältniſſes von Leiſtung und Gegenleiſtung erfolgt ſei. Bezüglich der Zuſammen⸗ arbeit mit der Siemens u. Halske wurde mitgeteilt, daß die Eigen⸗ art der Erlanger Firma auf dem Gebiete der Fabrikation voll gewahrt bleibe und daß die Geſellſchaft zeitweiſe ſogar Aufträge aus dem Spezialgebiet der Berliner Firma zur Ausführung mit⸗ überwieſen erhalten habe. Börſenberichte Mannheimer Produktenbörſe m. Mannheim, 28. Jan.(Eigener Bericht.) Der Markt bleibt ruhig. Inlandsweizen iſt etwas weniger ſtark angeboten, wogegen das Angebot in Auslandsweizen, beſonders in Plata, recht umfang⸗ reich iſt. Man nannte gegen 1275 Uhr: Weizen, inländ. mit 26,25 bis 27,00, ausländ. 32,50—33,50, Roggen, inländ. 18,50—19,00, ausländ. 22,00, Hafer, inländ. 17,75—19,50, ausländ. 20—23, Brau⸗ gerſte 22,25—25,00, Futtergerſte 18,50—19,50, Mais mit Sack 19,50—19,75, Weizenmehl(Spezial 0) 41—41,25, Weizenbrotmehl 31—31,25, Roggenmehl 26,50—27,00, Weizenkleie 10,75—11,00 und Biertreber mit Sack 18—18,25.,, alles per 100 Kg., waggonfrei Mannheim. Maunnheimer Effeklenbörf⸗ Gut erholt OManuheim, 28. Jan. Nach dem geſtrigen kleinen Rückgang waren die Kurſe der Hauptwerte am hieſigen Markte heute gut erholt. Das bezieht ſich beſonders auf Anilin⸗Aktien, die bis auf 125 anziehen konnten. Feſt lagen wieder Knorr, Mannheimer Gummi⸗ und Koſtheimer Celluloſe. Auch feſtverzinsliche Werte waren im Kurſe befeſtigt. Es notierten: Rheiniſche Creditbank 84, Südd. Disconto 87, Badiſche Anilin 1247, Werger 92, Mannheimer Verſicherung 64, Seflinduſtrie Wolf 31,50, Benz 31,25, Dingler 7. Gebr. Fahr 36, Fuchs Waggon 0,21, Karlsruher Maſchinen 80, Knorr 57, Koſtheimer Celluloſe 28, Mannheimer Gummi 35, Mez u. Söhne 61, Nähkaiſer 43, Zement Heidelberg 68,50, Rheinelektra 69, Salzwerk Heilbronn 80, Weſteregeln 122, Sellftoff Waldhof 92, Frankenthaler Zucker 46, Waghäuſel 41, alte Rheinbriefe 6,777⸗. Frankfurter Wertpapierbörſe FJeſte Tendenz „Frankfurt a.., 28. Jan.(Drahtb.) Die Börſe hat den Ultimo bereits überwunden und wenn auch heute namentlich vor⸗ börslich noch etwas Material zu Zwecken der Ultimo⸗Glattſtellung herauskam, ſo wurde dies doch wieder von den ſtärker vorliegenden Aufträgen aus dem Ausland bald abſorbiert. Das Hauptintereſſe wandte ſich neuerdings den Schiffahrts⸗ wmerten zu, die gegen die amtlichen geſtrigen Mittagskurſe um 1,75 pCt. für Hapag und um 4,5 pCt. für Nordd. Lloyd anziehen konnten. Nächſt den Schiffahrtswerten ſtanden die Montanwerte im Vordergrund. Auch ſie hatten Kursbeſſerungen bis zu 3,5 pCt. zu verzeichnen. Beſonders begehrt waren Deutſch⸗ Luxemburger und Gelſenkirchener. Die chemiſchen Werte folgten der Aufwärtsbewegung mit Kursſteigerungen um 1,5 pCt., während ſich auf dem Elektromarkt das Geſchäft ſchwieriger geſtaltete. Bis zur Feſtſetzung der erſten Kurſe lagen nur die AckG.⸗Aktien 0,5 pCt. höher, während Siemens u. Halske 1,5 pcct. verloren. Die übrigen Elektrowerte konnten vorläufig wegen Mangel an Intereſſe nicht notiert werden. Die Zucker werte machten dagegen in ihrer Erholung weitere Fortſchritte. Banken und für Schiffahrtsaktien und Montanwerte nahm es Zeitweiſe einen ziemlich ſtarken Charakter an. Deutſche Anleihen waren gut gehalten. Schutzgebietsanleihen konnten die enorme Kurs⸗ 27. 26. 63.— 60,— Ver. deutſch.Oelfb 29.-—.—Volthom. Seil.K. 5 ſtein Ner, Ulramarimt 78.—.— Zellſt. Waldof St. 92.— 92.— Ber. Zellſt. Berlin 58.——.—Zuckerr. B. Wagg. 40 80 42. Vogtl. Maſch. St. 33,75 34, 1„ Frankenth. 46,90 46,30 Srelderkehrs ⸗Kurſe. 988 em.„„ 80,--28.— Mansfelder. 74.— 74.50 Aenaer Bogg B Elderfelb.Kupfer—..—, Mei Söhne 10.—.—14 8 „ Stuttgart Berliner Dividenden ⸗Werts. Cransport-Aklien. Schantungbdahn 210.30J.-⸗Auftrol. Deſch. 105. 114.0JNorddiſch loyd 7 130.4 137. Allg, Lok. u. Su 1100 110..55.⸗Amk. Pabt. 1127 115.8 Roland⸗Einſe„ 149.8 157.0 Südd. Eiſenbahn 34.75 94.73.⸗Südam.'ſch. T 109.0 111.50 Verein. Elbeſchiff 89.85 80. altimose 8— 83,—[Hanſa D ſchiff..148 5 155, Bank f. el. Werte 62.— 61.— Deutſche Bank I115 6 115,5[Reichsbankt 13.6 145˙2 Barmer Bankv. 75.45 70,50 Dt. Ueberſee Bn.84. 85,.— Nhein Creditbank 8„— 84. Berl. Hand. Geſ T 141.0 141.0 Dise. Command 1110,8 110,6 Süddeutſch. Disco. 88,.— 85,50 Com. u. Privatb T 201,2 101.5 Dresdner Bank II10,5 1 0,2 Aaranſt.Ni.⸗Bk. I 115,2 118,2 JMitteldk. Kreditb 194.80 98,25 waren wenig perändert. Das Geſchäft iſt wieder größer geworden 27. Uen 8 4. Sadegedee 17425 J25 Hetee . 75 44.75 Maanesmanur I 73.25 75,250 Motorb. Mann V ſich. Ind. Mainz 58. 58.—Wapvß& greytag 75.— 76,[„ Rdeingan 40.— 41 50/ Mansfeld. Aktien 74.87 75.— Mäübldeim Ber! 88. 87.— Rathgeber Wagg 25,20 24 50 Roſitzer Braunk 42.— 4 50 Siemens Elelt Relsbols Papier 148,0 118 6 Kofitzer Zucker e 3* 134.2J Kütgerswerk 8 n 5 e80 55.—Rhein. Elektrizitd 65.99 69. heinſtahl Abenani Cdem 12— 81.12JSchudert& Sah 208.5 10.5 Teicharäber.50%½5 Bankk⸗Alttien. anleihe den ihrigen weiter leicht heben. Die ausländiſchen Renten lagen dagegen ſtiller und überwiegend auch leicht abgeſchwächt. Freiverkehr war es ſehr ſtill. Api 0,400, Becker S Berliner Wertpapierbörſe Berlin. 28. Jan.(Drahtb.) Am Schiffahrtsaktienmartt 1 eine allgemeine Befeſtigung der Tendenz ⸗in. Dieſe war in Hauptſache zurückzuführen auf wiedereinfetzende 0 käufe, denen ſich Rückkäufe und Deckungen anſchloſſen, wobei*5 Hoffnungen auf einen Erfolg der Regierung in der Reichs af abſtimmung eine weſentliche Rolle geſpielt haben. Von Sch fahrtsaktien waren Kosmos, Roland⸗Linie und Deutſch⸗ Auſtral ſchon anfangs—5 pCt. höher. Paketfahrt, Hanſa und Nolb. Lloyd zunächſt unverändert. Als letztere dann bei großen— ſätzen in raſchen Sprüngen—6 pCt. anzogen und auch die ande erwähnten Schiffahrtsaktien weiter um—3 pct. ſtiegen, 116 ferner große Käufe in Montan⸗ und Kali⸗Aktien, angen lich auch vom Auslande, von einem bekannten ordentlichen Inſtee u bemerken waren, wurde die Befeſtigung allgemein. apiere der Rhein⸗Elbe⸗Union ſtiegen um—4 pCt. Die anderen Märkten wurden anfänglich einprozentige Rückgänge meh wieder ausgeglichen und ſonſt noch Kursbeſſerungen von 1 pet. erzielt. Ludwig Loewe ſtiegen um 6 pCt. Goldpfandbriefe warer im großen und ganzen wenig verändert und Vorkriegshypothelel, pfandbriefe um 10—15 Pfg. gebeſſert. Am Geldmarkte ſich heute anſcheinend im Zuſammenhange mit dem Ultimo etma⸗ Nachfrage, nachdem ſolche in den letzten Tagen faſt garnicht vor handen geweſen war. Die Sätze für Tagesgeld waren mit—8 p 85 für Monatsgeld mit—9 pCt. und für Geld für einige Tage übe Ultimo mit 7,5—9 pCt. genannt. Gerliner Deviſen Amtlich DL. 27.[. 27. 0. 28 Wienn; 168,40 168,82 168.36 188,78 Buenos.Alres 1756.74½[.0 1½00 Brüſſe!! 1 19,11 19,065 109,105 Oso 85,46 3835.68 85,31 85.53 8 Denzgg 80,91 81,11 80 0 581,0 Kopenhagen„ 104,02 104,28 103,87 104.,18 Dffosn 21.225 21.275 21,275 21.325 Siockhom 112,31 112.59 112.25 112.53 Helſingſors„„ 10,547 10,587 10,545 10.585. e ee eee 16,915 16,95516915 16 955 ee 20.397 20.449[ 20,390 20442 New⸗Hort.195.205.195 4205 ee e 15.565 15,705 15,725 15,705 „ 80 92[81,1⸗ 80,88 8108. 59,27 59 41. 59,31] 589, 1,599 1,909.881 15 Konſtantinopel.„„„.202 2212.205 2,212 Mo de Janeno„ 0,624 0,„626 0,632 0634 Wien abg..% 59.06[ 59.20[ 59 08 59.22 FF 12,413 12.453 12,41 12,45 Jugofſlavien.4¹ 7,43.40 7,42 Bepet 4 5 870 5˙896 5,872 55892 Sofia„%„„%.᷑.895 2,905.885 2,895 Athen„„„„%„6%„.71 5,81 5,71 5,81 Maunheimer Viehmartt Dem Viehmarkt am 28. Januar waren zugetrieben und⸗ wurden bezahlt für 50 Kg. Lebendgewicht(in): 62 Kälber: 60—15 23 Schafe:—. 84 Schwerne lalter Beſtand 185): 64—7, Der Ferkelmarkt iſt ausgefallen. Marktverlauf: Mit Kälbern Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung. G. m. b.., Mannbeim, E 6, 2. Direktion: Ferdinand Hemme. 1 Cbefredakteur: Kuxt Fiſcher. Verantwortlich für den volitiſchen Tei Hans Alfred Meißner; für das Feuilleton: Dr. Fritz Hammes: 5 Kommunalvolitik und Lokales: Richard Schönfelder: für Sport un Neues aus aller Welt: Willy Müller; für Handelsnachrichten und den übrigen redaktionellen Teil: Franz Kircher: für Anzeigen: J. Bernhardt⸗ 28 27, 28. 27. 20, Mosen Dup. 84.Js 215 Oberſchtlens.J 450 75 23.— 21.25„ JLiſenind T 41.70 422 „Lolemerte T 64.75 6750 40.— 41.25 Mech. Wed. Oind. 126.0 148.,0] Neckart. Fabrzg, 38.— 40,—Obrent 4 Kosp T 66 68.— Mirx& Genen. 74. 74.50 Nordd Woll ktämm 98— Pdonn Gengdar T74, 7. IITAUmον,,Ctpp̃aus, 1 120 IZ. 55 Schuder C 1 2 68.— 89.87] Siemenz sHale T 92,5 85.— 167.50 68. 7J Sinnet A⸗. 64.— 28. 51.Sachſenwert⸗ 94 8880 Stetine: Bultan 328 27 Salzdetfurtd 130.1 135.00 Stoehr Kamman. 722,0 120 dein. Maſch 8 22.50 24.70 Sarotti 87.15 98.15 Stoewer Nähm—.89.—10 768.25 69.25 Scheidemanden 22 65 28 75 Südd Immobil 28.78 547 „Chamotie 8 Teleph. Berliner 48 50 44 V. Schh Bru& W 24,05 25,[Wicking⸗Temem 778 Thoeri Oelfabrit 44.— 44 45 B Stahl..d. Jvop—. Giesloch Tonwar. 62, 60,7 Unionwerk Maſch“——. Ver. Ultramarinf. 81, 81.— Wiftener Stahl 70.25 68050 Ver. B. Frkf. Gum. 41.7542.Vogtländ Maſch. 36.15 33, Wittener Gußſtab 39. 8 Ver. Ehm Tharl. 5. 54.Vanderer-Werte 82.75 92,75] Bolf, Buckau. 32,28 3215 Diſch Nickelw 119 0 119 c Weſer Akt.⸗Geſ. 334. * 34.—. Zalle Vereln 37,75 58,.5 B. Glanzſtoff Ebf. 234.0 234,0] Weſterrea. Alfan 1178 2245 Zellfo Walb h 51.25 8245 Vorliner Sreiverkehrs ⸗Rurſe. Adier gang 43.— 48.—JHeiddu 62.— 82. Sichel.G 3,50 959 eee 9 0 19. rügershall et al 33,— 81½4 Berg⸗Moter.75.75 Peteeb. Int.Hand.80.58Me 88.— 8850 Ronnenderg—, 65,75 73.73.— 5„ Deutſche Pet. 3. 4. 750 200 Diamond.. 1,— 21, Ruſſendank Indul re⸗Alkkien. Aecumulat. Jabr. 10.8 107.0 J. P. Bemberg 108,5 103,31 Buderus Eiſenw. J,80 88,15 Abler& Oppeng.“ 35,— 84,75 Bergmann Elek. T 81,25 83, Chem. Hyden Adlerwerkfde 30,[Ber Gub. Hutfbk 124,7 122,5 Chem. Gelſenk. .⸗G. f. Verkhrsw 103,0 103,0 BerlinKarlsr Ind. 6„15.Chem. 1 Alexanderwerk 88,25 68,25 Berliner Maſchb. 1 58,65 60,25 Concord.Spinner. 64.—85,— Allg. Elekte.⸗Geſ. T 93.85 95,65 Berzellus Bergw.“ 28,— 27,—Daimler Motor. 20,— 381.75 Anglo⸗Ct. Guanos“J, 82,— Bing Nürnderg 36,50 36,50 Deſſauer Gas 73,25 72., Aubalr Koplenw 82 8255 Siemarahüte.. r Seſg-Bugember 850 8428 Annener Gußſtadl 18.50 20,50 Bochumer Gußſt.T 84.75 88.50 D. Elſenb.⸗Sign. 52.50 52.50 Jatgeg g Jellſt. 835,7 65.75] Gbr. Böhler& Ko. 240,0—.—2 Augsb⸗AbMaſch 71.— 71.— Braunk. u. Brikets 93,50 98.— + Deu Werger 94,— 95,—[Beck& Henkel 34.— 35,.— Daimler Motor 30.80 31.— Adler Oppenheim—.——.-[Bergmann Elekn 80.50 81.25.Gold⸗ u. S. Anſt. 87. 87, Adlerwerte Rlerer 29 50 30—Bing Metallw 35.75 38,Dyckerhf. KWidm. 30,— 89, 10 A.& G. Stamm 92 25 94.75 Brem.⸗Beſigh. Oel 26,50—.—Dingler Zweibr. 6,50.— Aſcha. Buntpap 80 Aſhaffb. Zellſtoß —. 5 60.50 67.— Cem Heidelberg 68.- 69 50 Cemeni Karlſtadt 92.50 92, 19.— 19. Chamotte Anna. 41.50%0 Dürrkoppwerk. St.———. Düſſeld. Rat Dürr 33.—84 Eiſenwerkftaiſrsl, 13,— 1. Balcke Maſchin.e.70.8) Bamag⸗Meguin 30,— 30.25 Dremer Julkan 58.28 58.50 deutſche Erdöl T 81.-85. „Gußſtahl 68.75 63,50 .⸗Beſigb. Oelfb. 27.— 28.50 Deuiſche Kabelm. 53,.—55,. Verliner Feſtverzinsliche Werte. a) Reichs ⸗ und Staatspapiere. Goldanlelhe .78 81.753¼% D. Reichsanl 0,288.280 J5 ½ B. Kohlenant..18—2 Dollarſchäge. 58.90 98,—3%.„ 90 0340 5% Preuß Rallani 388 28 Reichsſchaz. 1V-V 0,210—.—4% Prß. Könſols 0,252 0,283 genwert. 5,70.59 9,257 0,270[8% Roggenrentd..40 45 0,28 0,2803% Schl. Braunk. 2,2 „ I 0 07%„ 9 22 „Landſch. Rogg.30 6,30 „ 1020er„ 0 55 5% D. Raichsanl..35 0 2454% Badiſche Anl.-—. 4%„ 8 2„ 13½% Bayer. Anl..459 C 255 Deutſche Kaliw 145,0 1, Deutſche Maſch T47.— 48. DeutſcheSteinzg 90.50 99,25 Deutſche Wollw 36,50 36. Ebect. Juto. b. 0 14 C14⁴ Fuchswug Stam.280.47 Holzwerlogl.⸗Jo. 54.50 55,0 Elektt. WMchu.Kro. 100 299. Gan; Lud Main:——. n 69.50 61,— El Zad. Woll,—.——.—]Goldſchmidt Tß.—.— 62.50] Kammga Katſers! 66.— 63.— Emag Frantfur.158—Gritzner M. Durl. 90. 93 50 Karter. Maſchin 28.50 28,25 Emaille St. Ullr. 24— 25,50 Irkrftw. Mhm.6% 10, 10.[Kemp. Steltin 39 Eauingen ⸗Union 6/— 68 Grun u. Bülſungen 9. 80,5 Klein. Sch. Beck. 29,— 20.— Eulnger Spinn. 200 02.0] Halds Neu, Nähm. 30.50 33.)] Knort. Heilbronn 54.— 56,— adet J Wleitn 71.— 77.—Hammet Osnabr. d5,— 84.]Konſerven Braun—-— achwert Müuhld.——. hilper Armaturlb.— 21 50 Krauß& Co. Lok. 40.— 40. ahr Gebt Pirm 37—37.—Hirſch Kupf. u. M. 84. 82 25 Lahmener& Co 78,50%70 elt. Gutll. Carle 1170116.0 Hoch- u. Tiefbau 48.— 45, Lech Augsburg 79,— 79.— etiamech Jetien 522— Höchſter Farbwrt. 122,0 124,2 dederwil. Roths.J runkf. Pot.& Wit. 30.75 30.75 Holzmann, Phil. 53,. 53.45 Eudwigeo. Wat⸗ 40, 75 90075 Pf. Pulo. St. Ing..——.— Philipps.⸗G. Frt 16. 17.— Sneupt. Franl. 99,— 59 Luß Maſchinen—.— 29,0 Shramm Lackſo 63—.65— Luß ſche Indun—.— Porzellon Weſſel 48,— 49. Scuckert, Nürndg. 76.50 78,— alnkraftwerke 75.50 75 75 Rein. Gebb& S 47.— 49,[Schugſabrit Her! 20,10 2. da, Mühld 87, 88.— Rh. zlet M. Stamm 69.— 70.—Seilinduſtr. Wolf 30,— 31,— otoren Deußz.. Rd. Maſch. Ved. 21.—,Std. KCJ. Rain; 4——.— Motorſ. Oderur 31 50 33.50 Roenania Aachen 33. 33,25 Stem.& Bale., Berl 93,50 93,50 Neckarſu Jadrzg. 33.— 88 50 Rieded Montan 71.50 73,50 Südd. Drahnnd.—.— 20.— MNiederrd Ude. Se. 45.— 43,Kodderg Darmt 11.— 11.—.Oed. St.Jngd 1500 151.0 Veter Union Ferk 24.— 53.—Rutgers-⸗Werke 68,50 70.—Tricotw. Befian. 50.— 80..— .Mabm. Kabſer 41.— 4,.— Schlind& d. 55g.—.—— Deutſch. Eiſeng. 37,85 37.25 Donnersmarckd. 51.25 52.50 Elberfeld. Kupfer—.—, Elektr Lieferung 52.— 81.50 Elektr. Lichtu.Kt. T97,50 10%0 Emaille Ullrig 21,— 24 Genſchowe do. 52.— 51 Gelſenk. Bergw. T 87,592,— Srün& Gelſenk. Gußſtahl 25,75————5 eztil. 40 Germ. Portld.-J. 88.—83.50 Hallel Be Maſch. 90 eldmühle Papiei 7J,— 76.50 Goldſchmidt, Th. 6, —5 Guill. 115,7 114,0 G 06 R. Friter 415.25 Jotbder ſacksthal Drah! Sa8 1 50 120 0—92 ſchw. Bergwer 133,0 133. ſelektr. Untet 8 5 0 5 3. 5% Mexlkaner 4223 43.50 14% Türt. untſ. Am.—— 1%„ Golpriot. J. G. Farbenind. 122,0 127.0 Gebr. Goedgardt 555 89.80 4708• Scaga 15.20.13 40% Süds.ag 0 43. 0 0 olbn 8 50 220 34. Sia. 5. 650f% Sildent 189 Leg 1 75 D Dürener Metad 77,75.75] Fuchs—.300—, Grienet Maſchin. 90,„ Dürrkoppwerke 81.75 35.75 Haggenau Br: 80, 30.— Prkeftw. Mzm 9% 10,00 1,404%„ A 5 Dynami Nodel 88,- 53,50 Heogaro Teptil 82.25 g4.50 Hebr. Großmann 82,50 61½0 4% TürtAd.⸗Ant er 78,— 80, 5 18½7. b) Ausländiſche Nentenwerte. 5 .. 0, 2 7⁵.d0 ollod. 1911.3).39.80%—244+ „00-.Los 24. 21..00%„ neue Pr.—— 4½%% l. St.⸗RIgl 13 90 14% Obligat.———12 1811 17.50 15 2½% Uhat. Ser.!.78.55 69 6094% Goidtr, 24.80 11%½%„11 0 87. il.1 945 900 Vde⸗ Steal 1155 1715 30 2 eee, 5 %„.⸗Eiſ. 78„U. Stb. alte 17.20„ uantepec— 77%%%TTTTTTFFCTCTC ö ldrente——19.75 . 1 Hammerſ. Spinn. 81, 05.— Hannod. M. Egeſt. 43.— 50.— Jorchwerte Polipp Holzmann 5,/ 93, 01 Adin Nottwellar 3,50 34.—] Sebr Körunz Jumboldt Maſ h. 31.75 3350 Kotheimer Cell. 28. Fraukfurter Seſtverzinsliche Werte. Iuländiſche. ann, Baggonfo 13.25 14 75——. anſa Lloßgd 28. 21,50 Jw. C. M. Kagſer—„—Kyffbäufer Hütte 81. 31.—Doflarſchges.— 14% D. Sgie.0s.25.57 1% Baor.Gi.-Anl.—.— 1 dg.⸗Wien Gum 47.— 43,— Iſſe 550 11017 102.5 Ca. 19.75 80.15 Holdanleihe..———% do. db. 1911.28.57 ¼% d0. 04⁵⁰⁰ arkori Bergwrt. 40— K. Jüdel& Co, 32,15 52,.— Jaurahütte 185175 4½% Mom v. 1914———Sparprami. 1919—.———% 9o.—5 100 Harpen. Bergdau 105.1 1077] Pebr. Junghans 62.— 62. Ande sAsmaſch 115,5116.7% 50—4% Pe.s Honanu.————% av. Pf.U. 94000.400 arimann Maſch. 28,15 26,50Kaßla Rorzellan 43.78 40 25 Pindenderg. 737,5%%8„ 10904/%—,——, 4% do. do.—.——. 3½% do, 94950 150 69,— 80,5Laliw Alcherel. IIld 1½0 Carl Andſtrömr 105 100% Si. Reich⸗anl.285.245 4% Preuß. Kong. 0,255.4704% Hen. 8. 80 u. 08.1800 20 ilperi Maſ⸗ 20.15 20,50[Karlsr. Maſchin. 29,55 28,93 21.5021.—J% do. unt..1925—.—.%½ 0,27%0 0,26%, abgeſt.„ 0. Hindr.& Aufferm. 98.— 39.85 Kattowitz. Bergb.65 8 75 Jinke& Hoffman 1 42.50.758/% D. Reichsanl 0,235 0,250 3½%—.——% N Hirſch Kupfer.63.— 85.50 C. M. Kemp 0,325.325 Cudw. LoewedCo. 1380 142,0%% do..3400.340%„%eSüch. Si.-A. 10—.—4 Hirſchberg Veder 56,25 58.—Alöcknerwerte 63,25 68,— C. Lorenz. 74.50 77, J%..⸗Schaden—.——.—% Bad Am. v1919.—.——.% do. RNente—.—.— Hoeſch Eiſ..St. T 84.5) 88.50L. H. Knorr. 54,— 58..— Bothr. Peil.GKem.75 17504%% V. u..do.— 3½/ Bad Anl.adg 0,220 0 230% Wuüru. t. ¹⁵6——— Hodenlohe⸗Werk. 9,40 9,30Rolmr.& Jourdan 58,.— 59,78 44%% VI.-IX bo.—.=% da. von 1608.60——1 ſteigerung von geſtern vollkommen aufrechterhalten und die Krieg Becker Kohle 50, Benz 28, Bromn Voperi 61, Entrepriſes“ Growag 47, Krügershall 84. Petroleum 75, Ufa 54, Unterfranken Ausland? Montanwerte zumeiſt 2 und Kaliaktien—5 pCt. Auf den a —........ an rrr PRA r erstag, den 28. Januge 1928 Neue MG... e eeene Aeeeee 7. Seiie. Nr. 49 2— Direftor der Pfälziſchen Chamocte- und Thonwerfe Akt.-Bal. in 0 28 A us dem Lande Gerichtszeitun Binder im Nauß des llchen Jehres ee gemacht, ſulgt Iriedrichsſeld, 28. Jan. Geſtern nathmittag ½5 Uhr er⸗ Schöffengericht Mannhelm die Binder als Beleidigung auffaßte und deshalb klagend gegen L unter ſt 0 Schiffer vorging. Bei einer Gelegenheit ſagte Schiffer u. a. zu oberen e Beteiilgung der ganzen Gemeinde 85„ Mannheim, 26. Jan.(Vorſizender: Amtsgerichtsrat Schmitt. Binder: Ich muß Ihnen ſagen, daß Sie in der näͤchſten Zeit größere erſchlage aſſen die Beerdigung der von ihrem Bruder— Schöffen: Robert Looſe, Baumelſter hier, Johann Heinrich Hark⸗ Aufregungen durchzumachen haben. Ich habe ein ganzes Aklen⸗ e 14jährigen Chriſtina Großmann auf dem hieſigen] mann, Fimmermann in Edingen.— Bertreter der Anklagebehörde: bündel Material gegen Sie. Bei der Stadt hat unter ihrer Veramt⸗ bof ſtatt. De Leichenzug nahm ſeinen Anfang vom Haufe des Staatsanwalt Dr. Engelbertb. wortung die größte Korruptiom eingeriſſen. Bei Beratung über die deraglermeiſterz Heinrich Weinkötz. Die Schulkinder ſangen vor 1 7 85 wer 102 3 Heneg 8— des ere 47 er a. 20 m ril bis November r le rmengießer Heinri eche] kann die Warnung zen Stadbrg begreifen. Ee 8 und auf dem Friedhof, außerdem legten ſie am Grabe ſchm 5 aus Hohenbrunn bej Wunſiedel in Bayern. Schon ſeit] uns nicht beſſer gehen, wie bei der Anſtellung des Berufsbürger⸗ Schö ranzſpende nieder, desglelchen die Konfirmanden Pfarrer1922 treibt der Genannte ein unſtetes Leben und mehrere Strafen meiſters(Binder). mu 4505 hielt eine ergreifende Trauerrede. Rektor Hel⸗ baen Ange 725 rkenſen. Den Vorſitz in der Sitzung— H— neich, i ilt:* ifge⸗darauf ausgeht, dur zunã e ͤ ien eine Eini wectes widerte Chriſtine Großmann als ein braves und aufgs.] Am 28. Apell 1029 wurde Biechſchnüd nach Jerzüßung Anel brel. dereuncgn ne ſcd der Werhanddung eintrelend, wurbe ſeftgeſtelg s Mäͤdche p m. In handlung feſtgef Br 11 monatlichen Strafe aus dem Zellengefängnis Busbach entlaſſen. daß 29 Jeugen, 22 von Schifſer und 7 von Binder geladen Maſchine uchſal, 27. Jan. In Hilsbach wurde der Dachſtuhl der] Alsbald begann er neuerdings ſelne alfgewahnken Betrügereien. An waren. Der Beklagte Dr. Schifſer gab zu, daß er Binder gegenüber dallfündieale der Nebenbahn Bruchſal—Hilsbach, durch Jeuerſ 35 Orten in Württemberg, Babr und in der Pfalz wandte er die in der Anklageſchrift erwähnten Bemerkungen, mit Ausnahrme 40 Den zerſtört. Die Brandurſache iſt unbekannt. ſh an die Vorſtände der Turnvereine und ſchwindelte ihnen vor, zwefer habe. Er habe Binder keinen Vorwurf dahin ge⸗ ſtrece zienzlingen. 27, Jan. Geſtern abend wurde auf der Baber daß er Mitglied der akademſſchen Turnerſchaft ſei und in ſeine] macht, daß dieer⸗ in ſemem Amte afs Bürgermeiſter etwas Un⸗ eines Maſcen Denzlüngen und Buchholz die zerſtümmelte Leiche] Heimat zurückfahren wolle. Weiter gab er fälſchlicherweſſe au, daß ehrliches getan habe. Er habe mar an ſeicer Geſchäſtsführung deſſen z au ſund, e—5— eee ſein Vater 1 ſei und n—5 Kritit geubt Onelien noch nicht bekann„ AUnter Tränen bat Blechſchmid um einen Rei vorſchuß, der ihm Werdg hehn ſchon zwei andere an der ſelben Stelle, Selbſtmordſ jeweils in Höhe von 5 bis 15—9 annſe N Aueree N E 2 * Sch⸗ Briefe gelangten heute zur Verleſung, in„Turnvereins⸗ m ergebnisl 7 8 ef; Bewe 1 h ging iu Haphach b. Wolſach, 27. Jon. Hofbauer Severin Künſtle] vorſtände mitteilten, daß der angebliche Turnfahrer ſie in ſchmäh⸗ 282 11 8 Der jün beee deiden drs n lichſter Weiſe betrogen habe. 1 vo 5 habe. Der Verteldiger Binders kam zu der Auffaſſung enem gdere 12 Jahre alte Sohn Severin hatte eine in der Farbe Der Angeklagte war heute bemüht, den Anſchein zu erwecken, daß abſelſie imo fubjeftiv eine Beleidigung vortiege. Er beantrage q 5 e Enliche Kopfpedeckung In der ild] daß ſeine Angaben voll un Aad auf Wahrheit beruhen. Er ſalne für den Hed. daß der eingettetene f Ahrhelssdeweis Kopfe en, ſein älterer Bruder Emil guf ihn und kraf ihn arn] noch bei, daß er an großer Willensſchwäche leide, auf die er ſeine 19970 Ausſetzung des Be ns zwecks Führung des Gegenbe⸗ die noch N 79 e e 14 85 Hebnder ucherſdige Bezirksarzt a. D. Dr. Schleid bezeich⸗ tde Der Berſtidiger Schiffers kann in dem Anwurf keine Be⸗ N e„feſt. er Sachver„ N. Dr. 9 vertzzelberg 27. Jan. der Streik wurde hier bis auf weiteres nete den Angeklagten als einen daltloſen Menſchen, der von einsr Ner r 1 ſſen war ſee e 9— de een dee e we ele der effiher den en f ede der ades be aledenteenen und grr ke e den dee G ae bageh er⸗ 70 verweigert wird. ſkeineswogs ein Zuſtand, der etwa die freie Willen n ö Biederbach b. Waldshut, 27. Jan. Das Haus der kranken die ſtraftechlliche Verantwortlichkeit ausſchließe. 725 g des Urteils auf den 3. Februat, nachmittags 271 Mi langer S5. Feer ee eee al hen ee aer be feſtzuſetzen. 5 ifens werg wurde e au r Flammen. FTro nisſtrafe von einem r auszuſprechen Es erg rteil: 4— der Feuerwehr konnte mit Ausnahme der Schalherde und Raeben Betrugs in ſtrafverzärfendem Rückfalle acht Monate Neee* +** eneee danmig Pie und einem Kalb nichts mehr gerettet werden. Man Gefängnis, abzüglich Wochen Unterſuchungshaft. II. Schweinfurt hatte ſich der Kaufmann Emi er zu verant⸗ 22 Brandſtiftung Ateend en worten, der troß wiederholter Auffordern Noſte Lörtach, 21 Jan. Beim Rodeln m der Baſler Kolome Amtsgericht Grünſtadt 2 beiden ſander im Alter von öd und 20 Jahren impfen zu * gene dn en dee 8. bee eee 5.— Ein kommunalpolifiſcher Beleldlgungs⸗ Prozeßz. en de eeee 1— 926 5 1¹ 2 die„ Aldanteſch, der von ittenbahn e Grünſtadt(5 wurde am 27. es dem erlaſſenen Impfgeſeß unter allen Umſtänden Geltung ver“ 1— ſchaffen müſſe. Es erkannte daher auf 3 Tage Haft und Tra⸗ den! gung der Koſten. Armt Beleid ter der 8 verhandelt, den Gludt Gr am, Jelet Binder, — kennt war wen 9 2 D konnte den Schlitten des Knaben nicht mehr Vor dem Aben er, Der Nie hat ſeine ogendiiche Feeude mit dem Todeemn 70 — 1 te Todes-Anzeige. Qott dem Allmächtigen hat es ae unsere liebe, herzensgute, treu- desorgie Mutter, Schwiegermuiter, Großmutter, Schwesler, Schwügerin, Tante und Großtante, Fau Margarette Thomin wwe. Mannheimer Zeitung Mannheimer Beneral-Anzeiger nesmlts- u. Aundhmeztellen für inserate und Rezug Hauntgrsckäftsstalle E B. 2 nesrhäftznebenstellen geborene Wolff im 69. Lebensjahre, nach kurzer Krankheit, zu sich in die Ewigkeit abzu- Hekarstadt: Wäeldhofstr. 6 3C00( Schurtzingerstaut: Schy/etzingerstr. 24 45 5 W. Die trauernden Hinterbliebenen: lündenhuf: N eeffel dstr. N FPoamiie Ludwig Thomin Dle Zustellung unseres Blettes an dle Bezlehet dlezer Stoctt· Hermann Thomin teſſe eftolgt von den einzeinen Geschäſtsnebenstelſen àus. Wuhelm Mann u. Frau Käthe geb. Thomin —— Familie Peter Wolft. 2 Mannbeim, Feudenheim, den 28. Januar 1926. Annahmestallen Mur Josefstr. 11 qunebuseh Jungbuschstr. 35 Seckenhelm: Lulsenstr.! 30. mittags pafkring: portring 10 Hockennelm: Unt. Houptstr. 11 2% 7e5 125 e 8 Necketeu: Fnledtichstr. 4 rudwigshefen 8. Rh. Blsmerckestt. 10² enn Nbeineunefen Neuhoferstr 25 lodenburg: NHotitpiatz reudenhelim: Fleuptstt. 2/5 pWeinnelm: Houptstr. 72 Kdfeneli delm Roetheus Schwetzingem Nennhelmerstr. 9 Weldnof: Oppeuerstr. 5 Lompemheim: Kdisetsti. 19 Heldelbeg euptstr. 67. J. VNernhelm: Netheusstr. 16 Sondhefen: Scheneuerst. 14 Phelngonnelm: Slsmerckstr. 6 Heurtgeschöſtsstelſe E& 2: Von vormſttegs 7½ Uhr durehgehend dis Sdends e Umn. Geschbnsneben unc! Annehmestellen. Vormittegs 8 bis 12 Uhr, nech. 73 anlttegs 2 bis 6 Unt, Sodde Nach langerem schweren Leiden entschllef heute nacht unser lieber, treubesorgter Vater, Schwiegervater, Orobvater, Onkeel und Schwager 20 at 5 glerr Karl Keicher im 75. Lebensjahre Mannheim, Flotel Central, 28. Januar 1920 In tiefer Trauer: Heinrich Keicher und Frau Anna geb. Schuhmacher Ssbastian Gölz und Frau Susanne geb Keicher Jakob Betsch und Frau Lina geb. Keicher Josef Schussler und Frau Anna geb. Keicher für Bett⸗ wäſche nimmt Kund⸗ ſchaft an in u. guß. dem aufe Geft. Zuſchriſt. erb. unter G. an die Geſchttan. 8808 „„ee und qann noch eins, Du bist doch ein leidenschaſtſicher Pfeifenraucher und rauchst mit Senuß, während mir eine Pfeife nie so recht zusagt, wie kommt das eigentlichꝰ Weil d immer bei ein und derselben Veronika Specht Narke bleibe, die nur qus überseelschen Klara Greiss e e Rohtabaken hergestelſt wird. und 6 Enkelkinder 581 Und das istꝰ Komische Froge fur einen Raucher, ö*1 ott Roes, kennst eeee natürſich Klepenkerl von Oldenloti- 0 Doch, aber der ist mir nicit fein genug geschnitten. Aber Nenschenskind, das ist doch gerade der weſl er hleht fein geschnitten, ist der Riepenſterl s0 gd und so lelcht. Schſechte, schwere Tabale werden ſein ge- schnitten, sonstbrennen sie nicht, und dann stedet mindestens zur Flalfte Pfdlzer Tabak drin. Ein soſches Kraut rauche ich nicht, Feinschnitt kann mir niemand aufhängen. Nun weiß ic) Bescheſd, das Zeug habe ich bisber ge· raucht, und deshalb ist es mir immer schiecht geworden. ich werde jetꝛt sofort einen Versuch mit Klepenkeri machen. Die Beerdigung findel am Samsiag ½3 Uhr stat 5 e f——— ö 5 75 5 felwA feuswer Mannden eit —7 erſparen Sie, wenn Sie Ihre Wäſche in ſchalt det 1 u. 2 Kompaante mit ſämil 6.ganſſches Walcz; u Heſth beſnduchen lalſerm. and ½% EBunuS ee uer cec im Turnlaal.Haugt. einteg 118 9 17.40 0. 507 2 1N auntreten ache dar enienn In allen einſchläglaen Geſchäften zu 14 — ue das, Du Wirst zufrieden sein; und donn noch eins, nicht berlaſten Hendiaunden kzunnen Hereindatung m d. Sede 10 5 auch die Nqrke Nlacdastra ist von Oidenkott-Rees tigt werden N 5 —05 Iteieigt. Wenden Sie ſich vertrauensvoll unter W.. 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