— — e D — n * N 1 Dienstag, 2. März bepreiſe: In Mannheim und Umgeb ins Zalee durch die Poſt— N. M. obn⸗ Fedge Aamet—— et Mannheim. eint wöchentl zwölfma Fumprech⸗Anich üſſe Nr. 7041 7942 7943. 7944 u. 7945 Mikkag⸗Ausgabe ieue Mannheimerö. dezu 0 Bei eventl. Aend d iriſchaſtliche 1080e e eng e ln Peig een Deſchäft Karlsruhe.— Hauptgeſchäftsſtelle E 6. 2.—= raße 24 Nedenſtellen Waldhofſtraße 6. Schwetzinger Preis 10 Pfennig 1926— Nr. 101 Anzeigenpreiſe nach Tarit det Borauszogiung pro einſp. Kolonelzeile für Allgem. Anzeigen(,ai.. M. Reklam. —4.⸗M. Kollettiv⸗Anzeigen werden böber berechnet. Für Anzelgen an beſtimmien Tagen Stellen und Ausgaben wird teine Veranwortung übernommen. Höhere Gewalt, Streits, Betriebsſtörungen uſw. berechtigen zu keinen Exſatz⸗ anſprüchen für ausgefallene oder beſchränkte Ausgaben oder für perſpätete Aufnahme von Anzeigen. Aufträge durch Fernſprecher ohne Gewähr.— Gerichtsſtand Mannheiem Delagen: Sport und Spiel. Aus Seit und Leben WMannheimer Frauen-Zeitung Unterhaltungs-Beilage-Aus der Welt der Cechnik Wandern und Neiſen Geſetz und Necht — HBriand zum Kampf um die Natsſitze deſpre Paris, 2. März.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Die u echungen zwiſchen der franzöſiſchen und der deutſchen Regie⸗ Oum über die polniſche Frage ſind, wie geſtern abend am fran! Orſay mitgeteilt wurde, in Gang gebracht worden. Der Eultt iſche Botſchafter in Berlin hat geſtern die In⸗ eluſonen des Außenminiſters Briand erhalten. Wilternten dahin, daß Frankreich auf die Zulaſſung Polens in den zößterbundsrat als ſtändiges Mitglied dringe und daß die fran⸗ Jorb Regierung alle bisher von deutſcher Seite gemachten der b ehalte als nicht ſtichhaltig bezeichnen kann. In aus an dem franzöſiſchen Botſchafter bei dem Reichsaußenminiſter Ve ſuführenden Demarche ſoll folgendes geſagt werden: Die 5 ugungen, auf Grund deren Deutſchland den Eintritt in den im erbund angenommen hat, waren folgende: 1. Ständiger Sitz deg uan für Deutſchland, 2. Räumung Kölns, g. Interpretierung cbent rtikels 16 der Völkerbundsſatzungen, 4. Verſprechen für ein daß Kolonialmandat. Das franzöſiſche Argument lautet, die llettſHland jetzt noch eine fünfte Bedingung aufſtelle, nämlich ene llein in den Völkerbundsrat aufgenommen zu werden. KAuf diteche Argumentierung kann aber Frankreich nicht eingehen. 8 die deutſche Regierung ihren Standpunkt nicht preisgeben, ge wieder für ſich in Anſpruch zu nehmen, mit anderen Worten, kuzen die Aufnahme Deukſchlan de in den Bulker. Stre vat zu ſtimmen. Sollte ferner der Reichsaußenminiſter 55 clemann auf die Haltung Schwedens hinweiſen, ſo würde Und on Briand folgende Antwort erhalten:„Sagen Sie Herrn en, Schwedens Außenminiſter, daß Deutſchland ſeine Bedenken zie n die Kandidatur Polens für den Völkerbundsrat zurück⸗ ͥt.“(7) een dieſe Informationen wurden geſtern abend engliſchen und genp ſchen Journaliſten mitgeteilt. Die heutige Pariſer Mor⸗ de reſſe enthält ſie nicht, dagegen veröffentlicht der„Newyork ald“ einen längeren Artikel, in dem er die oben erwähnte bichmentation als Meinung des franzöſiſchen Miniſterpräſidenten „N ergibt. Der„Matin“ erklärt, daß die Ausführungen des Deudor Herald“ auf Richtigkeit beruhen und ſchreibt, ez ſchland würde ſich einer großen Täuſchung hingeben, wenn welenehmen ſollte, daß Briands Expoſée in der Kammer irgend⸗ Feanzz Abweichung von den Richtlinien bedeuten würde, die der absſſche Miniſterpräſident von Anfang an in der Völkerbunds⸗ eingeſchlagen hat. Petins London wird noch berichtet, daß Briand über den n . ſetzt 60 ain e Schritt Chamberlain in Kenntnis ge⸗ die Locarnodebatte in der Rammer . Im weiteren Verlauf der Locarno⸗Debatte in der franzöſiſchen ſunmer ſprach ſich am Montag der Abgeordnete der Mitte Picot die Locarnoverträge aus. Die Mütter würden den Namen ihrenkreichs ſegnen, wenn durch die Locarno⸗Verträge das Leben er Söhne geſchützt und gerettet würde. 1 4 5 5 and ann ſetzte ſich ſachlich und ruhig der Sozialiſt Spicaſſe für 1 Vend ein. Es handle ſich jetzt darum, zu zeigen, daß eine Sache im rſailler Vertrag lebendig ſei: Der Völkerbund. ede zber die verſchiedenen Bemerkungen Briands während der e des Abg. Marin wird noch gemeldet: Als Marin behauptete, tſchland habe einen Verzicht nach dem anderen von den Alliierten ur usgepreßt, erklärte Briand:„Has iſt nicht wagrk Denken Sie komgan Oberſchleſien! Wo wäre Frankreich, wenn Locarne nicht ge⸗ umen wäre, fuhr dann Briand fort. Schließlich erklärte der onniſterpräſident noch, ſchon lange bevor er die Negietung über⸗ ſt inmen habe, ſei der Beweis erbracht worden, daß gew 411 Be⸗ dun mungen des Verſailler Vertrages abſolutun⸗ Teil chführbar ſeien. Es ſei ein Irrtum, zu glauben, daß die lie ung der Völker in Sieger und Beſiegte in Frankreichs Intereſſe zuse, Eine ſolche Polftit der Bündniſſe müſſe früher oder ſpater würzeuen blutigen Konfliken führen. Eine derartige Bündnispolitit Schar zweifellos auch Deutſchland nicht untätig gelaſſen haben. itern ſeien Verſtändigungsverſuche im Gange geweſen, deren Rea⸗ Wü rung Frankreich in eine ſehr gefährliche Situation gebracht haben rden. Daß die Verträge von Locarno in den weiteſten Kreiſen ber ranzöſiſchen Voltes rüahalloſe Juſtimmung gefunden äten, dernelen ja zahlreiche Sympathie⸗Kundgebungen, welche die Re⸗ erh ung von den Verbänden der ehemaligen franzöſiſchen Kämpfer balten habe. Zwiſchen einer unter dem Druck der Gewalt unter⸗ neten Vereinbarung und einer freien Vereinbarung zwiſchen 585 Nationen beſtehe ein großer Unterſchied, der einen der Haupt⸗ eile der Verträge ausmache. * Die Räumung von Köln ſei mit ausdrücklicher Zuſtimmung achilitäriſchen Sachverſtändigen erfolgt und habe erfolgen müſſen, pflddem Deutſchland auf dem Gebiete der Abrüſtung ſeine Ver⸗ füut henn bis auf drei oder vier noch zu regelnde Einzelfragen er⸗ e. * Der Senatsausſchuß für Annahme trz Nach eingehenden Darlegungen Briands über die Locarfo-Ver⸗ üge nahm der Senatsausſchuß einſtimmig eine Reſolution in welcher der Senat aufgeforert wird, die Verträge von Locarno genehmigen. Eine franzöſiſche demarche in Berlin del urden ſich die Franzoſen genötigt ſehen, ihre Handlungsfrei⸗ Briands Reiſeprogramm V Paris, 2. März.(Von unſ. Pariſer Vertreter.) Der Präſi⸗ dent der Republik Doumergue wird am Samstag zur Eröffnung der Meſſe nach Lyon fahren. Briand hatte urſprünglich die Ab⸗ ſicht, Doumergue zu begleiten. Die am 8. März beginnende Ta⸗ gung des Völkerbundes verhinderte ihn jedoch ſeinen Plan auszu⸗ führen. An ſeiner Stelle wird Juſtizminiſter Renault den Präſi⸗ denten der Republik begleiten. Briand reiſt in ſeiner Eigenſchaft als ſtändiger Delegiert“ Frankreichs beim Völkerbund am nächſten Samstag direkt nach Genf, um am Sonntag an den Vorbeſpre⸗ chungen teilzunehmen. Man kündigt ſchon für den Sonntag wich⸗ tige Unterredungen zwiſchen den Delegierten Frankreichs, Englands, Belgiens, Italiens und Deutſchlands über die Frage des Eintritts Deutſchlands in den Völkerbunds an. Ein halbamtliches Kommunique enthält folgenden Paſſus:„Die Beſprechungen zwiſchen den Staatsmännern werden in erſter Reihe den Eintritt Deutſchlands in den Völkerbund zum Gegenſtand haben, ſodann die Zuweiſung eines ſtändigen Ratsſitzes an Deutſchland und ſchließ⸗ lich die eventuelle Aufnahme anderer Mächte in den Rat, ſei es als ſtändigen Sitz, ſei es als proviſoriſche MitgliederT“ Aus dieſer offiziöſen Mitteilung geht hervor, daß Briand und Berthelot bereits die Erweiterung des Völkerbundsrates anläßlich der bevorſtehenden Tagung ins Auge gefaßt haben. Chamberlains Seheimdiplomatie 8 London, 2. März.(Von unſerem Londoner Vertreter.) Mit leb⸗ hafter Spannung ſieht man in leitenden und parlamentariſchen Krei⸗ ſen der Rede des Reichskanzlers in Hamburg entgegen. Man er⸗ wartet von dieſen Erklärungen über die Haltung ſeiner Regierung zur Völkerbundsratskriſe einen entſcheidenden Einfluß auf die noch ausſtehenden Entſchließungen des engliſchen Kabinetts. Hier herrſcht nur eine Stimme unter allen Parteigruppen einſchließlich der Re⸗ gierungspartei, daß ſich an der abſolut einſtimmigen Stellungnahme der öffentlichen Meinung in Egland gegen jede Abänderung des Pöl⸗ kerbundsrates in der kommenden Sitzung außer durch Deutſchlands Zulaſſung zu einem Dauerſitz nichts geändert hat. In parlamenta⸗ riſchen Kreiſen wird allgemein erklärt, daß Chamberlains Rede auf der geheimen Konferenz mit dem parlamentariſchen Komitee des Völkerbundes nicht überzeugend war. Die Beunruhigung über ſeine und des Kabinettes Haltung erhöhte ſich. 35 Die Heimlichkeit des Berfahrens, auf welcher der Außenminiſter beharrt, trägt erheblich zu dieſen Re⸗ ſultaten bei. Die Preſſe war ſtrengſtens ausgeſchloſſen und der Außenminiſter eröffnete die Sitzung damit, daß er um abſolute Ver⸗ ſchwiegenheit bat. Alle, die ſich nicht ehrenwörtlich gebunden hielten, erſuchte er, die Verſammlung zu verlaſſen. Mehrere Abgeordnete entfernten ſich darauf. Während ſeiner Rede unterbrach ſich Cham⸗ berlain mehrmals, wenn eine Tür zufällig offen ſtand und ließ ſie alsdann ſchließen. ͤ Das Reſultat dieſer Geheimdiplomatie iſt, daß nichts authentiſches über die ⸗Mitteilungen des Außenminiſters zu erfahren iſt, daß aber eine Unzahl vager Gerüchte zirkuliert. Doch ſteht, wie von wohl⸗ unterrichteter Seite verſichert wird, folgendes feſt: Die überwältigende Mehrheit der Teilnehmer an der Konferenz beſtand aus Abgeordne⸗ ten der Regierungspartei. Trotzdem wurden Chamberlains Erklä⸗ rungen faſt durchweg mit eiſigem Stillſchweigen und mit Mißtrauen entgegengenommen. Der Außenminiſter ſoll zu ver⸗ ſtehen gegeben haben, daß die Gefahr eines Scheiterns des Locurnopakkes im letzten Augenblick bevorſtehe. Er ſoll dringend verlangt haben, der Regierung freie Hand zu geben, da er die einzige Rettung der Situation in einer freien Ausſprache zwiſchen den deutſchen, franzöſiſchen und engliſchen Delegierten ſehe, wobei er die Rolle des ehrlichen Maklers zu ſpielen hoffe. Am Schluſſe ſeiner Rede legte er beſonderes Gewicht auf eine freundſchaftliche Verſtändigung zwiſchen Deutſchland und Polen. Das gab zu einigen Beifallsrufen Anlaß. Der Außenminiſter erwartet offenbar von einer deutſch⸗polniſchen Verſtändigung die Löſung des Konflikts. „Sämtliche Blätter, einſchließlich der führenden Regierungsblätter, wiederholen daraufhin aufs energiſchſte, daß die britiſche Regierung gegen jede Vergrößerung des Völkerbundsrates in der bevorſtehenden Sitzung feſt bleiben müſſe. Der„Daily Telegraph“ erklärt in einem ausführlichen Leitartikel:„Die britiſche öffentliche Meinung iſt in dieſer Frage ungeteilt. Es iſt bemerkenswert, daß die Konſer⸗ vativen im Völkerbundskomitee in großer Mehrheit ſind. Der Außen⸗ miniſter hat nicht geſagt, daß er für die gelegentliche Aufwerfung der Frage ſei und noch weniger, daß er in der nächſten Woche im Namen der Regierung die zahlreichen Forderungen auf Dauerſitze unter⸗ ſtützen werde. Tatſache iſt, daß vollkommenes Einverſtändnis über die in Locarno verſprochene Zulaſſung von Deutſchland beſteht. Die von ganz England gehegte Anſicht geht dahin, daß, wenn bei dieſer Sitzung eine Vergrößerung des Völkerbundsrates ſtattfindet, man in Deutſchland mit Recht ſagen könnte, der Rat, in den Deutſchland jetzt eintreten ſoll, ſei nicht derſelbe, dem es in Locarnd einzutreten auf⸗ gefordert wurde. Es iſt unnötig, zu betonen, wie ſtark dieſer Appell auf das britiſche Gemüt einwirkt.“ Ein engliſcher vermittlungsvorſchlag! 5 Paris, 2. März.(Von unſ. Pariſer Vertreter.) Das„Echo de Paris“ glaubt zu wiſſen, daß England einen Vermittlungs⸗ vorſchlag nach Paris gelangen ließ des Inhalts, Deutſchla id dürſe, ſolange Polen ſich nicht im Völkerbundsrat befinde, keine ein⸗ zige Frage aufs Tapet bringen, die ſich auf polniſch⸗deutſche Ver⸗ en In politiſchen Kreiſen des Senats wird dieſe Reſolution als bedeutender Erfolg Briands betrachtet. hältniſſe beziehen, alſo weder von dem Korridor, noch von Danzig, Die Bedeutung des türkiſch⸗franzoſiſchen Abkommens (Von unſerm Konſtantinopeler Vertreten) d. Konſtantinopel,“. Febr. Die Verhandlungen des franzöſiſchen Oberkommiſſars uür Syrien ſind in Angora zu Ende geführt; ſie haben Ergebniſſe gehabt, die genau wie bei dem türkiſch⸗ruſſiſchen Vertrag, von beiden Seiten als großer Erfolg geprieſen werden. Sieht man ſich die Vereinbarun⸗ gen näher an, ſo erkennt man, daß die Franzoſen zum mindeſten ſtarken Grund haben, nicht allzu begeiſtert zu ſein, und auch die Türken haben zwar einiges gewonnen, aber das, was ſie wollten und von Jouvenels Beſuch auch erhofften, iſt ihnen nicht beſchieden worden. Das übliche Verdunkelungsſpiel bei ſolchen Beſprechungen hat natürlich auch diesmal nicht gefehlt. Hieß es doch zuerſt, nur das Bereinigen des Streits um die ſyriſch⸗türkiſche Frage ſtände zur Ver⸗ handlung; es iſt aber hier ſchon kürzlich vorausgeſagt worden, daß ganz andere Probleme beſprochen werden würden. So wurde denn neben der Crledigung der ſyriſchen Frage noch eine Art Schiedsver⸗ trag, ein Auslieferungs⸗, ein Kontrebandeabkommen und ein Vertrag zur Bekämpfung der Räuberei verabredet. Das Wichtigſte aber iſt der Neutralitätsvertrag, der, würde er endgültig zur Tat⸗ ſache, die Türken ebenſo von der Sorge um die Haltung der Fran⸗ zoſen in einem Kriege befreien würde, wie das der zwiſchen Tewfik Rüchdi Bey und Tſchitſcherin in Paris abgeſchloſſene Neutralitäts⸗ vertrag bezüglich der Ruſſen getan hat. In dem erſten Punkte, der ſyriſchen Grenzfrage, haben die Tü r⸗ ken eine ſchwere Enttäuſchung erlebt. Sie hatten auf die Rückgabe der Gebiete von Alexandrette, Antiochia und Killis gerech⸗ net, und ſie haben lediglich einige Quadratkilometer in der Umgebung des Dorfes Pajas am Golf von Alexandrette und bei dem Städtchen Islahie am Amanos, außerdem die Zuſage einer Verwaltungsauto⸗ nomie für die beiden erſten der oben genannten Städte erhalten, eine Gabe, für die ſie ſich nichts kaufen können, ſolange die Franzoſen nördlich dieſer Orte die Grenze gegen die Türkei in ihrer Macht haben. Der Neutralitätsvertrag iſt nun offenbar von den Franzoſen als Troſt für die Türken gedacht, um ihnen die Enttäuſchung in ihren ſyriſchen Wünſchen etwas zu verſüßen. Tatſächlich iſt dieſer Vertrag viel wichtiger, viel ver wendbarer für die Türken als für die Franzoſen; die Wendung„en toute occasion“ findet bezüglich der Franzoſen eine Grenze in der Unmöglichkeit der Türken, in abſeh⸗ barer Zeit irgendwie in einen europäiſchen Krieg gegen die Fran⸗ zoſen eingreifen zu können. So bleibt nur beſtehen, daß durch den Vertrag die Türkei gehalten iſt, jede amtliche Unterſtützung der ſyri⸗ ſchen Aufſtändiſchen zu unterlaſſen, jede private zu verhindern, fer⸗ ner iſt bei einem engliſch⸗franzöſiſchen Streit um Syrien Frankreich an ſeiner türkiſchen Grenze der Sorge um einen Angriff in ſeinen Rücken enthoben. Damit ſind ſo ziemlich alle Fälle aufgezählt, in 5 Frankreich ein Intereſſe an der türkiſchen Neutralität haben önnte. Anders in Hinſicht auf die Türkei, die ringsum von Völkern um⸗ ringt iſt, denen franzöſiſche Hilfe in der einen oder andern Form den Antrieb geben könnte, das Gebiet der Türken als willkommenes Beuteobjekt zu betrachten. Weder die Griechen noch die Völker des Balkans, noch endlich das auf den Golf von Adalia lüſterne Italien, können unter dem jetzt vereinbarten Vertrage auf fran⸗ zöſiſche Hilfe rechnen; am bedeutendſten aber wird die franzöſiſche Neutralität im Falle eines engliſch⸗türkiſchen Konflikts. Hier rech⸗ nete man türkiſcherſeits bisher mit einer engliſch⸗franzöſiſch⸗italieni⸗ ſchen Zuſammenarbeit, bei der die Engländer im Jrak die Türken mit etwa 40 000 Mann, die Italiener im Golf von Adalia mit ca. 15 bis 20 Diviſionen angreifen und beſchäftigen würden, während nach altem engliſchen Muſter der Franzoſe die Hauptarbeit zu leiſten hätte, nämlich das Vortragen des Angriffs auf das Herz Ana⸗ toliens von Syrien aus; daß die Türken heute nur zu beſiegen ſind, wenn man ihr ganzes Land erobert und beſetzt, das iſt für jeden Kenner der türkiſchen Seele außer allem Zweifel. Bewahren jeßt die Franzoſen wirklich die Neutralität, ſo iſt die Abwehr der Türken we⸗ ſentlich erleichtert, den Engländern und Italienern dürfte die Er⸗ oberung Anatoliens kaum gelingen. So hätte der neue Vertrag für die Türkei außerordentliche Vorteile, eine weſentliche Stärkung ihrer militäriſchen Lage zur Folge. Wird aber dieſer Vertrag ratifiziert werden? Eine ganze Reihe von Gründen läßt das zweifelhaft erſcheinen. Zunächſt iſt es auffällig, daß die Türken dabei ſo außerordentlich gegenüber den Franzoſen begünſtigt ſind, ein Umſtand, den man für gewöhnlich bei franzöſiſchen Vertragsabſchlüſſen mit ſchwächeren Völkern nicht zu beobachten pflegt. Man möchte daher faſt glauben, daß es den Franzoſen mit dieſen Vereinbarungen nicht ernſt iſt, daß ſie nur Zeit gegenüber den Engländern und zugleich einen Trumpf ge⸗ winnen wollen, durch deſſen Preisgabe ſie vielleicht die Sprengung der ihnen höchſt unangenehmen engliſch⸗italieniſchen Entente erkaufen wollen. Und ferner: Jouvenel hat die Gebietsforderungen der Tür⸗ ken in Syrien mit der Begründung abgelehnt, darüber hätte nicht Frankreich, ſondern der Völkerbund zu entſcheiden, der ihm das Mandat über Syrien übertragen hätte. Was aber für die größeren Forderungen der Türken gilt, das iſt ſelbſtverſtändlich auch auf die kleineren Abtretungen anzuwenden, die Joupenel den Türken tat⸗ ſächlich bewilligt hat. Wie, wenn England, um dieſen türkiſch⸗fran⸗ zöſiſchen Akkord zu ſprengen, ſeine Einwilligung zu den Abtretungen verweigerte und im Völkerbund mit ſeinen Trabanten dafür eine Mehrheit zuſammenbrächte? Endlich hat England dem hieſigen Botſchafter Lindſay neue Inſtruktionen gegeben, mit denen er in den nächſten Tagen nach Angora reiſen und neue Verhandlungen mit den Türken über Moſul aufnehmen ſoll. Dieſe hätten keinen Sinn, wenn die neuen britiſchen Vorſchläge nicht entgegenkommender wären, als die früheren. Auf der anderen Seite aber muß der türkiſchen Re⸗ gierung eine friedliche Einigung mit England ſehr viel wichtiger ſein, als jeder Akkord mit Frankreich. Geht die Einigung zwiſchen Lon⸗ don und Angora raſch von ſtatten, dann dürfte die Ratifizierung des Oberſchleſien und von den deutſchen Minderheiten in Polen ſprechen. neuen Angora-Abkommens ſtark in Zweifel zu ziehen ſein. ———— — — erkennung der deutſchen Sprache einig war. 129 Seite. Nr. 101 Reue Mannheimer Zeifung(Mittag Ausgabe) Nus dem Reichstag Berlin, 2. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Im Reichs⸗ tag wurde nach einwöchiger Pauſe die Etatsberatung beim Haus⸗ halt des Reichsarbeitsminiſteriums fortgeführt. Die Ausſprache galt in erſter Linie der Beteiligung Deutſchlands am Internationalen Arbeitsamt in Genf, an deſſen Methoden man vie⸗ lerlei auszuſetzen ſind. Die Sozialdemokraten wünſchen, daß mehr deutſchſprechende und damit auch deutſchdenkende Beamte im Arbeits⸗ amt tätig ſeien, wie man ſich überhaupt in der Forderung der An⸗ Der Anregung des volksparteilichen Abgeordneten Thiel, man ſolle, bevor dieſe Kon⸗ zeſſion nicht gemacht ſei, keine internationalen Ratifizierungen vor⸗ nehmen, wurde von dem Deutſchdemokraten Schneider widerſprochen: „Das ſei nicht der richtige Weg, um den deutſchen Einfluß zu ſtärken.“ Eine längere Debatte, an der ſich vornehmlich weibliche Ab⸗ geordnete beteiligten, knüpfte ſich an das Kapitel„Gewerbeaufſicht“. 5 88 verſtärkter ſozialer Schutz für Kinder und Frauen ver⸗ angt. Schluß entſpann ſich um die Feſtſetzung der morgigen Tagesordnung ein längerer Streit. Deutſchnationale, Völkiſche und Kommuniſten äußerten das Bedürfnis nach einer außenpoli⸗ tiſchen Debatte noch vor Beginn der Genfer Tagung. Das Haus beſchloß, die Entſcheidung darüber, dem Aelteſtenrat zu über⸗ laſſen. Für alle Fälle wurde der Etat des Auswärtigen Amtes an die Spitze des Dienstag⸗Programms geſtellt. * Die kommuniſtiſche Reichstagsfraktion hat zum Etat des Reichs⸗ wehrminiſteriums folgenden Mißtrauensantrag eingebracht: Der Dr. Geßler beſitzt nicht das Vertrauen des Reichs⸗ ags. Keichspoſtminiſter Stinglüber Höderalismus Der Kreisverband der Bayeriſchen Volkspartei hielt in München em Montag eine ſehr ſtark beſuchte Verſommlung ab, für die Reichs⸗ poſtminiſter Stingl als Hauptredner angelündigt war. Es waren u. d. erſchienen Miniſterpräſident Dr. Held und mehrere bayeriſche Miniſter, der Landtagspräſident Königbauer u. a. Reichspoſtminiſter Stingl ſprach über das Thema„Fö de⸗ ralismus“ und führte u. a. aus: Ein Staatengebilde, doz von Dauer ſein ſolle, müſſe feſt in der kulturellen und wirtſchaftlichen Entwicklung begröndet ſein. Unitarismus und Dezentralisarus ſeien nicht vereinbar. Das Weſen des Bundesſtaates zeige ſich darin, daß ſich eine Anzahl von ſbuperänen Staaten zur gemeinſamen Aus⸗ übung von Teilen der Staatsgewalt verbänden. Die Weimarer Verfaſſung habe dieſe Vorausſetzung nicht erfüllt. Das Reich be⸗ ſchrämke ſich nicht mehr auf die Geſetzgebung. Verſchiedene Momente, wie die Gefahr des Zerfalls des Reiches, die Durchführung des Ver⸗ ſailler Vertrages, wirtſchaftliche Feſſeln uſw. hätten manchen Poli⸗ lüker, der ſonſt kein Unitarier geweſen ſei, die Zuſammenfaſſung aller Kräfte in einem möglichſt einheitlich regierten Geſamtſtaat nützlich erſcheinen laſſen. Die Bayeriſche Volkspartei hobe ſehr bald den bedeutſamen Ver⸗ fuſt an ſtaatlichem Eigenleben erkannt. Sie ſei damit die födera⸗ liſtiſche Partei innerhalb des Reiches geworden und habe in ihrem Bamberger Programm vom Oktober 1922 ihre Grundſätze niederge⸗ legt. Das ſei nicht Reaktion, ſondern Evolution der aus augenblick⸗ lich vorübergehenden Verhältniſſen heraus entſtandenen Verſaſſung von Weimar. Eine der Kardinalforderungen des Bamberger Pro⸗ gramms ſei die Forderung, daß die Selbſtändigkeit der Länder durch neue Geſetze und Verordnungen nicht weiter be⸗ einträchtigt werden dürfe, und daß bei allen Maßnahmen der Reichs⸗ geſetzgebung und ⸗Verwaltung den Landesregierungen Gelegenheit zu rechtzeitiger Stellungnahme gegeben werden ſolle. Dieſe Forde⸗ rungen habe in einem Schreiben an den bayeriſchen Miniſterpräſi⸗ dent Graf Lerchenfeld Reichskonzler Dr. Wirth anerkannt. Faſt ſämtliche bürgerlichen Reichskanzler hätten ſich in einer Weiſe aus⸗ geſprochen, die erkennen laſſe, daß der föderaliſtiſche Gedanke leben⸗ dig ſei. Wenn von einigen Seiten auf den Artikel 18 der Weimarer Verfaſſung geſchielt werde, ſo liege darin eine Gefahr; der Einheit und Unteilbarkeit des bayeriſchen Staates könne einer ſolchen Mei⸗ nung Anſchlußfrage) nicht förderlich ſein, zumal im Hinblick auf ge⸗ wiſſe Beſtrebungen in der Pfalz. Es möge ſein, daß ein Land pon der Größe Bayerns ſeiner konfeſſionellen, kulturellen und wirt⸗ ſchaftlichen Eigenart wegen weniger keicht in allgemeine Normen ge⸗ zwängt werden könne wie andere Staatengebilde. Der ehrliche Wille Bayerns, mit Preußen mitzuarbeiten an dem Wiederaufbau eines mächtigen Deutſchen Reiches, ſollte nicht bezweifelt werden. Es wolle die Ziele eines geſunden Föderalismus im Reich zur Gel⸗ tung bringen und da dürfe nicht politiſche Zurückhaltung geübt werden. Miniſterpräſidenk Dr. Held knüpfte an die Ausführungen des Reichsaußenminiſters Dr. Streſe⸗ mann zu ſeiner(Helds) Rede im bayeriſchen Landtag in der Süd⸗ tiroler Fra ge an und ſagte hierzu u..:„Es iſt mir nicht ein⸗ gegen die Reichsverfaſſung zu verſtoßen. Ich habe nicht als ayriſcher Außenminiſter ausländiſche Beziehungen durch meine Rede regeln wollen, aber was ich als deutſcher Mann gegenüber einer Frage, die uns auf dem Herzen liegt, zu ſagen habe, laſſe ich mir nicht unmöglich machen durch die Stellung, die ich als Miniſterpräſi⸗ dent eines Landes bekleide!“ Anknüpfend an die Rede des Reichs⸗ miniſters Stingl bemerkte Dr. Held zur Frage des Föderalis⸗ mus, es ſei der deutſchen Reichseinheit mehr durch die Rückſicht auf die Eigenart der Stämme des deutſchen Volkes als durch einen Ber⸗ liner Zentralapparat gedient. Eine Reichsregierung, die es verſtehe, die Kräfte der Einzelſtaaten ſich auswirken zu laſſen, werde am beſten ſorgen für des Reiches Größe und Einheit. Der Miniſter führte dann weiter aus:„Heute ſtehen wir in einer ſehr ernſten Zeit, in der die wirtſchaftliche Not alle Kreiſe erfaßt hat. Wir müſſen in dieſer Lage erkennen, daß wir nur alle miteinander in engem Zuſammenhalt in der Lage ſind, aus dieſer Kriſe heraus⸗ zukommen. Wenn aber radikale Elemente die Not des Volkes miß⸗ brauchen, um eine Staatsautorität zu ſtürzen, ſo iſt es doppelte Auf⸗ gabe der Regierung, mit allen Mitteln dafür zu ſorgen, daß Ord⸗ nung und Geſetzmäßigkeit aufrecht erhalten bleiben!“ Dr. Held erklärte weiter, er werde alle Mittel ds Staates dafür einfetzen, daß die Ruhe aufrecht erhaften bleibe. Er lehne jede ra⸗ adikle Agitation in Bauernkreiſen entſchieden ab. Eine Geſundung der Wirtſchaft könne nur auf dem Wege der Geſetzmäßigkeit kommen Der Miniſterpräſident fuhrt fort: Was er nach der einen Richtung geſagt habe, ſage er auch nach einer anderen. Die Staatsregierung trage die Verantwortung und habe die Pflicht, für die Ruhe und Ordmung zut ſorgen. Was ſolle es heißen, wenn man eine andere politiſche Meinung mit Verſuchungen von Verſammlungsſprengun⸗ gen uſw. mundtot machen wollte? Sei das die deutſche Freiheit, wenn man dem anderen drohe, ihnen die Schädel einzuſchlagen? Der geſunde Sinn der Bevölkerung werde es unmöglich machen, daß man wieder zu Verhältniſſen komme, in denen man 1919 gewe⸗ſen ſei und zu denen man 1923 beinahe wieder gekommen wäre. Wir müßten dabei auch auf die Auslandspolitik Rückſicht nehmen, denn wir würden erſt dann wieder in der Lage ſein, eine ſtarke Auslandspolifik zu machen, wenn wir im Innern eine Geſchfoſſenheit der Auffaſſung hätten. Es ſyrachen dann noch Reichstaasabaeordneter Rauch üher „Reichspoſitik“ und Landtaasaboeordneter Stang über„Bayeriſch⸗ pitiſche Verhältniſſe“. Beid⸗ Redner haben in Anlehnung an die Ausführungen des Reichsmin'ſters Stinal die Bedeutung des För⸗ deralismus für das deutſche Vaterland hervor. Die Verſammlung nahm ſodann eine Entſchließung gegen das Volksbegehren über die völlige Enteignung der Ver⸗ mögen der deutſchen Fürſtenhhäuſer an. In Bayern beſtehe für ein ſolches Volksbegehren nicht der geringſte Grund. Die Wähler⸗ ſchaft der Bayeriſchen Volkspartei werde aufgefordert, ſich bei dieſem Volksbegehren der Stimme zu enthalten. Zur heutigen Kanzlerrede in hamburg Berlin, 2. März.(Von unſerem Berl. Büro.) Der Kanzler ſoll in ſeiner heutigen Hamburger Rede ſich vornehmlich über die Probleme der Außenpolitik, insbeſondere auch des Problems der Ratsſitze äußern. So wird Herr Baldwin, wenn er am Donnerstag ſeine Erklärung über die den Genfer Delegierten zu er⸗ teilenden Inſtruktionen abgibt, in der Lage ſein, auf dieſe Aeuße⸗ rungen von deutſcher Seite zurückzugreifen. Die Rede des Kanzlers iſt als Erwiderung einer Begrüßungsanſprache des Bürgermeiſters Peterſen gedacht. Am Mittwoch mittag, wenn der Kanzler wieder in Berlin iſt, will er mit den Parteiführern über die Wahlrechts⸗ reform und die damit im Zuſammenhang ſtehenden Probleme der Verfaſſungsreviſion noch vor feiner Abfahrt ſich unterhalten. Es iſt wohl anzunehmen, daß zu den Gegenſtänden der Ausſprache auch die Regelung der Fürſtenabfindung gehören wird. Daß die 2. Leſung im Reichstag ſchon am Donnerstag aufgenommen werden ſoll, hat ſich ſchon jetzt als unmöglich herausgeſtellt. Man will ſie einſtweilen auf Montag verſchieben. Das Beſte aber wäre ſchon wie wir das ſchon an anderen Stellen ausführten, wenn man die Beratung bis zur Wiederkehr des Kanzlers ausſetzte. Der Staatsbedarf des Neiches Nach einer ſoeben dem Reichstag zugegangenen Ueberſicht über den Staatsbedarf des Reiches und ſeine Deckung für 1926 mit den Vergleichsziffern von 1913 ergibt ſich, daß die Bruttoausgaben nach dem Voranſchlag für 1926 4941,9 Millionen Mark gegen 3605 Mil⸗ lionen im Jahre 1913 betragen werden. Die Ausgaben des Jahres 1926 betragen ſomit im neuen Etatsjahre 1336,9 Millionen Mark mehr als die für das Rechnungsjahr 1913. Erhoͤhte Erwerbsloſenunterſtützung Der Reichsarbeitsminiſter hat entſprechend den in der Vor⸗ woche vom Reichstag gefaßten Beſchlüſſen für beſtimmte Gruppen von Erwerbsloſen, bei denen beſondere Notſtände vorliegen, die Unterſtützungsſätze für die Zeit vom 1. März bis 1. Mai erhöht. Die Erhöhung beträgt zehn bis zwanzig Prozent und kommt ein⸗ mal den Erwerbsloſen zugute, die keine Familie haben und nicht dem Haushalt eines anderen angehören, beſonders den Jugend⸗ lich'“ ferner allen übrigen Hauptunterſtützungsempfängern, die längen als acht Wochen ununterbrochen unterſtützt worden ſind. Reue Beunruhigungsverſuche E Berlin, 2. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Das 2B..“ will von Gerüchten gehört haben, wonach man in„gewiſſen“ deutſchnationalen und rechtsradikalen Kreiſen ähnlich wie im Jahre 1923 Diktatur⸗ und Direktorialpläne wälze. Zu dem Ende hätte man die bisher dem Reichspräſidenten gegenüber geübte Taktik geändert, man überſchütte ihn jetzt mit Ergebenheitsadreſſen. und trüge ſich dabei wohl mit der Hoffnung, auf dem Umweg über den Artikel 48 der Reichsverfaſſung„dem Reichspräſidenten die Ver⸗ faſſungsmäßigkeit der geplanten Schritte vortäuſchen zu können.“ An Stellen, die über derlei Bewegungen unterrichtet zu ſein pflegen, wird uns die Meldung des„B..“ als unſubſtantiiert be⸗ zeichnet. Auch wir halten dieſe Gerüchte, die uns übrigens nicht zu Ohren kamen, für unbegründet. Man iſt im Lager der Rechtsradi⸗ kalen und der ihnen naheſtehenden deutſchnationalen Kreiſe von der korrekten und loyalen Haltung des Reichspräſidenten vielleicht nicht erade entzückt, aber man hat es in der Erkenntnis, daß Hindenburg einen Schritt von ſeiner Pflicht abweichen wird, aufgegeben, ihm irgend welche Schwierigkeiten zu bereiten. Seſeitigung der Cuxusſteuer Angeſichts der in der Preſſe laut gewordenen Gerüchte, daß die angekündigte Beſeitigung der Luxusſteuer auf Schwierigkeiten und Bedenken innerhalb des Reichsfinanzminiſteriums geſtoßen ſei, hatte ein Vertreter der„Dresdener Neueſten Nachrichten den Reichs⸗ finanzminiſter Dr. Reinhold um eine Aufklärung in dieſer Frage gebeten. Der Reichsfinanzminiſter beſtätigte, daß in der Tat Erwägungen darüber geſchwebt haben, ob es aus finanziellen Gründen nicht ratſam wäre, die Luxusſteuer nicht völlig zu beſeitigen, ſondern lediglich auf einen engeren Kreis von Artikeln zu beſchränken, wie Juwelen, Gold⸗ und Silberarbeiten, Pelze, Muſikinſtrumente, Fein⸗ erzeugniſſe der Süßwareninduſtrie und Geheimmittel. Bei näherer Prüfung habe ſich ſedoch gezeigt, daß das finanzielle Ergebnis einer derartig verengten Luxusſteuer außerordentlich gering ſein würde, nämlich etpa 20 Millionen im Jahr.„Aus allen dieſen Gründen“, ſo erklärte Miniſter Dr. Reinhold,„habe ich mich ent⸗ ſchloſſen, an meinem urſprünglich gefaßten Entſchluß, die Luxus⸗ ſteuer völlig fallen zu laſſen, feſtzuhalten. Die Beſei⸗ tigung ſoll bereits vom 1. April ab erfolgen. Sie wird, wie ich hoffe, zu einer Belebung der hochentwickelten deutſchen Qualitäts⸗ induſtrie beitragen.“ Auf die Frage, ob eine weitere Herabſetzung der Umſatz⸗ ſteuer unter den bekannten angekündigten Satz von 0/6 vom Hun⸗ dert für ſpäter ins Auge gefaßt ſei, erklärte der Miniſter, ſeiner Anſicht nach könne, ſolange auf Deutſchland die Laſten aus dem Dawesabkommen ruhen, auf die Ergebniſſe dieſer Steuer nicht ver zichtet werden. Erregte Sitzung des Preußenparlaments Q Berlin, 2.*(Von unſ. Berliner Büro.) Bevor man geſtern im Landtag an die Beratung des Innenetats ſchritt, kam es zu einer kurzen Erörterung des Falles Jürgens, der ſich zu einem Skandal großen Stils auszuwachſen droht. Die Diskuſſton wurde hervorgerufen durch einen Antrag der Kommuniſten, die eine Nach⸗ prüfung ſämtlicher Verfahren fordern, an denen Jürgens in ſeiner Eigenſchaft als Unterſuchungsrichter am Staatsgerichtshof mitgewirkt hat. Den Sozialdemokraten war dieſer Antrag ſogar noch nicht weitgehend genug, auf ihren Vorſchlag, übrigens auch die Deutſchnationalen zuſtimmten, wurde die Angelegenheit dem Rechtsausſchuß überwieſen. Die Etatsberatung ſelbſt begann zunächſt recht friedlich mit einem Plädoyer des Sozialdemokraten Kleinmeyer für die Verwaltungsreform, die dem Widerſtand der Deutſchnationalen zum Trotz kommen müſſe und kommen würde. Der Deutſchnationale Bäcker eröffnete dann die Feindſeligkeiten gegen die Regierung mit einer Oppoſitionsrede ziem⸗ lich grobſchlächtigen Kalibers, die ganz auf die Perſon Severings 5 2 war und unter dem Moto ſtand:„Unſer Kampf gegen Severing läßt nicht nach.“ Dreifache Anklage erhob der Chef⸗ redakteur der„Deutſchen Togeszeitung“ gegen den preußiſchen In⸗ nenminiſter: Einſeitige Perſonalpolitik, Unkerſchätzung der kommu⸗ niſtiſchen Gefahr und— dies wurde beſonders deutlich unterſtrichen — Verkennung der Verdienſte der nationalen Organiſationen und —5 geſunden Geiſtes, der in der ſchwarzen Reichswehr geherrſcht be. Die Linke, die bereits auf dieſes Argument mit lebhaften Gegen⸗ kundgebungen reagierte, brach in zornige Entrüſtung aus, als Herr Bäcker in ſeinen weiteren Ausführungen Severing den Verluſt des Ruhrkriegs auf das Konto ſetzte. Die Begründung blieb in dem Tumult, der ſich darauf hin erhob, unvperſtändlich. Der Präſident war machtlos, bis der deutſchnationale Redner unter freudigen Opationen der Seinigen die Tribüne verließ. Herr Peucker vom Zentrum hatde der noch lange andauern⸗ den Unruhe gegenüber einen ſchweren Stand. Er verteidigte Seve⸗ rings Perſonalſyſtem und wies in erregter Polemik die Angriffe der Deutſchnationalen auf die Zentrumspolitik in Oberſchleſien zurück Man nimmt an, daß der Miniſter ſelbſt heute ſeinen deutſchnationglen Gegnern antworten wird. Morgen Mittwoch, 3. März, abends 8 Uhr, finde ſchäftsſtelle, Lameyſtraße 17, ein geſelliges Beiſammenſein der Frauengruppe nen ſtatt. Hierzu ſind ſämtliche weiblichen Mitglieder und Guusſcuh. der Partei freundlichſt eingeladen. Der Frauenaus Ueberſchwemmung mit Faſziſten Berlin, 2. März.(Von unſerem Berliner Biacple⸗ „Vorwärts“ glaubt eine völlige Umwandlung des liens matiſchen und konſulariſchen Perſonals FIta rcgel in ganz Deutſchland annehmen zu lönnen. Es ſoll rechte Faſziſchierung der italieniſchen Vertretungen in Deutſch Bos⸗ Haupt und Gliedern durchgeführt und außer dem Vetſchaße Von dari nicht weniger als 40 Perſonen entfernt übrng dem bisherigen Stab der Berliner Botſchaft ſoll nicht bi itiſcen bleiben. Der hauptſächlichſte Vertrauensmann der faſs el Regierung, Major Renzetti hätte in ſeinen geheimen t ſtand, berichten jeden denunziert, der auch nur im leiſeſten nenen ſoll dem Duce nicht genügend ergeben zu ſein. Renzetti ſelbet qun zum Berufskonſul in Berlin ernannt werden. Er ließ 1 der italieniſchen Kolonie in Berlin eine Adreſſe an die Reg' Ko⸗ in Rom unterſchreiben. Die meiſten Mitglieder der bieſterſhen lonie wagten es nicht aus Angſt vor Repreſſalien, ihre Unterſe. zu verweigern. Bei dieſer Reorganiſation der italieniſchen ee⸗ tretungen ſollen vornehmlich Offiziere in Vertrauensſtellen 1g ſetzt werden. Das Syſtem ſei ſchon in anderen Ländern, 9. i in Frankreich von Muſſolini erprobt worden. Bahern ſo ſc⸗ unabhängig von den anderen faſziſtiſchen Abteilungen in miſaten land gehalten werden. Zum Leiter der ſaſziſtiſchen Organe⸗ in Bayern mit dem Sitz in München ſei ein aktiver Major maccini ernannt worden, der unmittelbar der faſziſtiſchen Der tei in Rom, nämlich Herrn Farinacci, untergeordnet ſel. Nül.⸗ Major Gramaccini ſei bis heute Mitglied der interalliierten erde tärkommiſſion in München. Das Konfulat in Stuttgart h ſchon jetzt von einem Vertrauensmann des Faſchio, e maligen Hauptmann Vitale geleitet. Ein beſonderes Ju⸗ merk richte der Faſchio nämlich auf das wbeiniſchweſtfcunchen duſtriegebiet. Der Leiter des Faſchio für das geſamte Ween ein Herr Martini, hätte ſeinen Sitz in Dortmund, dort mche auch alle Fäden der Handelsſpionage und dergleichen nlſa⸗ in ſeiner Hand zuſammen. Ihm ſind die faſziſtiſchen Oachen tionen in Düſſeldorf und Duisburg untergeordnet. In el in endlich betreibe Major Renzetti eifrig einen Perſonalwechſ Konſulardienſt, weil ihm die bisherigen Inhaber dieſer Poſten zuverläſſig genug erſcheinen. Aus dieſem Grunde hätte 15 ſchon einen Hauptmann Bonaitti nach Dresden delegiert. Soweit der„Vorwärts“. Auf alle Fälle wird es ſich emen len, dieſe Dinge im Auge zu behalten. Da Deutſchland ſ bel Reſt von Souveränität im Innern immerhin noch gewahr ſollte das auch nicht ſo ſchwer ſein. E40 Letzte meldungen 100jähriges Beſtehen des Karlsruher Rathauſes ng — Aarlsruhe, 2. März. Die Stadtgemeinde Karlsruhe beche geſtern abend die Feier des 100jährigen Beſtehene mon Karlsruher Rathauſes. Unter den Gäſten bemerk den Stagtspräſidenten und die übrigen badiſchen Miniſter, den treler tagspräſidenten Dr. Baumgartner und zahlreiche ier d. taatlicher und ſtädtiſcher Behörden. Der Oberbürgermeiſte 9 de⸗ inter gaß in ſeiner Anſprache ein Bild von der Entſteheeh uet arlsruher Rathauſes, das vor nunmehr 100 Jahren am 28. ein⸗ 1825 eingeweiht wurde und das dem großen Städtebauer deſen brenner ſeine Entſtehung verdanke. Prof. Hans Büh ler, al die Künſtlerhand gegenwärtig noch am Werk iſt, um dem Bür a ſee ihm gebührende Prägung zu geben, ließ ſich über den ti außer⸗ Kunſt aus, die er als ee Kunſt bezeichnete und 15 ruher halb der Richtung jeder Mode liege. Muſikvorträge des Kar ſchbr Orcheſters vom badiſchen Konſervatorium für Muſik füllten die druc 12 5 ließ. die bei allen Teilnehmern einen nachhaltigen Ein interließ. Selbſtmord eines Münchener Sporksmannes jer — München, 2. März. Der bekannte Sportsmann und Pionie auf dem Gebiete des Flugweſens, Direktor Guſtap Otto, bee der Nacht zum Montag in ſeiner Wohnung ſeinem Leben annte willig ein Ende gemacht. Seine geſchiedene Gattin, die bezaee, Autorennfahrerin Ada Hof, wurde, wie noch erinnerlich ſein duuen im Auguſt vorigen Jahres unter aufſehenerregenden Umſta gen in Frankfurt am Main erſchoſſen aufgefunden. Eine damals 9 eis⸗ Otto angeſtellte Unterſuchung erbrachte kein belaſtendes S eoll material. In einem zurückgelaſſenen Brief gibt Otto als der Tat Schwermut an. Kommuniſtiſche Zuſammenſtöße mit der polizei — Chemnitz, 2. März. Geſtern nachmittag kam e⸗z autahſe, kommuniſtiſcher Demonſtrationen zu Zuſammenſtößen mit den e lizei, in deren Verlauf auch ein Panzerwagen eingeſetzt desgleichen berittene Polizei. Zahlreiche Verhaftungen wurden genommen. Tödliche Unglücksfälle in — flöln, 1. März. In einem Hauſe in Köln⸗Mülheim wurdeſe älteres Ehepaar und deſſen 12 Jahre alte Tochter tot aufgefu ertül Als ein Verwandter die Leute beſuchen wollte und die Aimte. ſich tro wiederholten Klopfens nicht geöffnet wurde. verſchaffte er au, gewaltſam Einaana in die Wohnung, wo er den Ehemann to leich⸗ dem Boden hingeſtreckt und Frau und Tochter in ihren Betten aubar falls tot vorfand. während der Schlauch zur Gasleitung unmitteqga⸗ am Herde offenbar durch den Gasdruck geriſſen war und das ſſhe⸗ ungehindert in die Räume ſtrömte. Nach den volizeilichen Erm lungen liegt ein Unglücksfall vor. tur⸗ Am Sonntaa nachmittaa ſtürzte auf dem Bahnbof Beuel en nach der Abfahrt eines Zuges ein 12jägriger Junge aus einem Wuche⸗ deſſen Türe ſich plöglich öffnete. Er ſiel mit dem Konf auf da an I. 1 bengleiſe und war ſofort tot. Ein entaegenkommender Perſon wäre noch beinghe in die auf das Ziehen der Notbremſe aus üäre Zua ſtrömende Menſchenmenge hineingefahren und das Unalück w alsdann unüberſehbar geweſen. Einbruch in ein Poſtamt — Berlin, 1. März. In der Nacht zum Sonntag iſt in anſl Poſtamt bei Frankfurt a d. Oder ein ſchwerer Einbruch weun worden. Es wurden 7000 Mark Bargeld und für 1 300 Mark W zeichen aller Art geraubt. er „Ramek beſucht Berlin. Es verlautet, daß ſich Punbeskanſeh Dr. Ramek noch im Laufe dieſes Monats nach Berlin begeben elbſt⸗ Der Termin der Reiſe ſteht noch nicht feſt, doch wird ſie ſrede verſtändlich noch nicht vor der Rückkehr Dr. Luthers und Dr. S del manns aus Genf erfolgen. Der Beſuch iſt als eine Gegenuiſach ſeinerzeitigen Beſuche von Marx und Dr. Luther in Wien geda Ar. 1 o⸗ E 35 e — 1326 44 Aenslag. denn ——— 3. Seite. Nr. 101 RNeue Mannhzeimei Zeitung(mittag Ausgabe) Der„Fliegende Holländer“ Von Hellmuth v. Mücke Kapitänleutnant v. Mücke ſpricht heute abend im Muſenſaal auf Veranlaſſung des Großdeutſchen Ju⸗ gendbundes über das packende Thema„Mit der Ayeſha⸗Mannſchaft quer durch die arabiſche Wüſte“. Die nachfolgenden Ausführungen des gefeſerten See⸗ helden ſind deshalb von aktuellem Intereſſe. da Schriftleitung. Funkſor Wol von Diegs Garcia war zu Ende. Ein aufgefangener gege bruch hatte dem Kommandanten der Emden“ Kenntnis davon daß die enaliſche Handelsſchiffahrt wieder in Gana gekom⸗ nhrewar und da dieſer von der Regierunasſtation Colombo her⸗ 55 5 Funkſpruch angegeben batte. daß der Handelsweg von dieſe nach Colombo„völlia ſicher ſei“, ſo ſchien es ſich zu lohnen, in enderend noch einmal zurückzukehren. Am 16. Oktober trat wals n„nachdem tagszuvor an der Nordſpitze der Malediven noch.⸗ urſti in See die Bunker ausgefüllt worden waren, ausgerubt und u nach neuen Taten in ihr altes Jaadgebiet weſtlich Cenlons ein. * Rückfahrt dorthin hatte ſtarker enaliſcher Funkverkehr die enheit feindlicher Seeſtreitkräfte in nächſter Nähe angezeiat. a“ T wieder„Hampfhire“. die mit dem Hilfskreuzer„Empreß of ſuche nammen öſtlich der Malediven mit Südkurs nach„Emden“ Die g. As dieſe bereits weſtlich der Inſeln mit Nordkurs zurückfuhr den“ naländer hörten am 15. Oktober in Diego Garcia. daß„Em⸗ Fenlond, 9. Oktober dort gelegen und gekohlt batte. Sie eilten nach 0 15 in der richtigen Annahme, daß der deutſche Kreuzer nördlich am 18 m ſein würde. Nach Kohlenergänzuna ſtanden beide Schiffe Fraht ktober wieder auf Poſten in der Gegend Colombos. als der lie ibnen Kunde brachte von neuen aroßen Erfolgen. die der 1 ende Holländer“— wie„Emden“ dort allgemein ſchon bieß— er nächſten Nähe errungen hatte. keugtn Seegebiet um Minikoi wurde am 16, bis 19. Oktober ge⸗ mohre Die enaliſchen Dampfer„Clan Grant“, Ponrabbel“.„Ben⸗ die Ber„Troilus“.„St. Cabert“.„Erford“ und„Cbilkana“ waren nen Nate Dapon war„Troilus“. der einen Wert von 16.5 Millio⸗ — 1 darſtellte, die beſte Priſe, die„Emden“ überbaupt gemacht dung Für die Kriegsfübrung wertvoll war Erford“ mit einer La⸗ nach on 8000 t Wales-Koble. die er für die enaliſche Admiralität zerlord ong bringen ſollte. Die Betriebsſtoffe von„Buresk“ und bereitſ ſicherten bis auf weiteres die Aufrechterhaltung der Fahr⸗ chaft der„Emden“. Nahrungsmittel und alle nur gewünſchten Nelleſertgegenſtände hatten in übereichem Maßze die anderen Priſen mumert Jetzt galt es aber. dieſes Gebiet beſchleuniat wieder zu mpſe„St. Egbert“ brachte die Beſatzungen der verſenkten kdeter nach Indien und mit„Buresk“ und„Erford“ zuſammen War dobe g um Ceylon herumholend öſtlicher Kurs geſteuert. Es von de Zeit geweſen zu verſchwinden. Bei der kurzen Entfernung 20. Obt Küſte war das erneute Auftreten der„Emden“ dort ſchon am und Erber bekannt.„Jarmouth“ jagte nach Minikol,„Hampſhire“ Ende Mpreß of Aſia“ nach den Malediven. in der Annabme. daß kreuzt n dorthin gehen würde um Kohlen zu ergänzen. Hierbei des 218 ſich die Kurſe der Emden“ und ibrer Geaner am Morgen eſſge Oktober auf nur 10 Seemeilen Entfernung. Das herrſchende etter allein verhinderte. daß die Schiffe ſich ſichteten. Wäh⸗ befand fl die feindlichen Seeſtreitkräfte im Weſten vergeblich ſuchten. ſich der deutſche Kreuzer im Oſten mit Kurs auf die Malakka⸗ mal dem Wege zu einer Tat, die den Stern des Schiffes noch hellſtrahlend aufleuchten ließ. bevor er erloſch. lich Cen Hafen von Penang war das Ziel.„Exford“ wurde füd⸗ hr f nlons entlaſſen auf einen Treffpunkt bei den Keeling⸗Inſeln. an glate„Burest“, nachdem ſie bei den Nikobaren nochmals Kohlen derzot den abgegeben hatte. Die Mitnahme der lanaſamen Tender WoO ſich bel dem beabſichtigten Unternehmen. Der Kommandant feindlianberraſchend in den Hafen eindringen. um dort vermutete nen Berz Seeſtreitkräfte zu vernichten. Durch einen der aufgegriffe⸗ nanampfer war bekannt geworden. daß Kriegfabrzeuge öfters in en dlagen. Es war zu erwarten, daß ein erfolgreiches Vorgehen baltig die feindliche Streitmacht in ihren eigenen Häfen einen nach⸗ üben en Eindruck auf die leicht erregbare indiſche Vevölkerung aus⸗ geltende rde, in deren Augen das Anſehen des als unüberwindlich Asberien Englands ſchon einen ſtarken Stoß erlitten hatte durch die Jeun laen Erfolge der„Emden“. Gleichzeitig würde eine ſchwere Nielſeiubiauna des von Singavore ausgehenden Handels eintreten. ſenkenicht bot ſich auch Gelegenheit. Handelsſchlffe im Kglen au ver, erle, Da ſeder feindliche Kreuzer der„Emden“ an Gefechtskraft Verme gen war. beruhte ein Erfolg auf Ueberraſchung Es aalt unter Calferndung lanadauernden Ge'chütkampfes ein Gefecht auf nächſte aber rnung zu ſuchen und die nur als Nahwaffe brauchbare, dann Die auch tödlich wirkende Tor vedowaffe zum Tragen zu bringen. für Gefen Hafenverhältniſſe Penanas aaben nicht Raum genua her ſich v fechtsbeweaungen bei Nacht. Einlaufen bei Tageslicht verbot mernon ſelbſt. So beſchränkte ſich die brauchbare Zeit auf die Däm ⸗ „die in den Tropen aber nur wenige Minuten dauert. Emd le letzten Schatten der Nacht vom 27. zum 28. Oktober fanden en“ hohe Fahrt laufend dicht vor dem Hafeneingang. Ein ſchon früher für Täuſchungszwecke angeferligter vierter Schornſtein, der dem Schiff aufs Haar das Ausſehen der Kreuzer der Varmouth⸗ Klaſſe gab, war geſeßt. Vor der Einfahrt gelang es mit knapper Not, das Ueberlaufen eines im letzten Augenblick in Sicht kommen⸗ den abgeblendeten Fahrzeugs zu vermeiden. Als wenige Minuten ſpäter die erſten Strahlen des kommenden Tages über die hohen malgyiſchen Gebirgskämme zuckten, wurde der auf dem Kriegs⸗ ſchiffsankerplatz verankerte ruſſiſche Kreuzer„Schemtſchug“ völlig überraſchend angegriffen Auf weniger als 300 Meter Gefechts⸗ abſtand verließ das erſte deutſche Torpedo das Breitſeitrohr. Hoch auf bäumte ſich das getroffene Heck des Ruſſen, um dann guch ſchon langſam zu ſinken. Gleichzeitig hagelte aus den deutſchen Geſchüßzen ein verheerendes, Gegenwehr nahezu erſtickendes Feuer auf den ahnungsloſen Feind hernieder. Die Granaten der im langſamen Vorbeifahren einem feuerſpeienden Berge gleichenden„Emden“ zer⸗ fetzten und zerſiebten Deck und Bordwände des Gegners, überall ſchwelende Brände erzeugend. Unter dem Feuer von drei Seiten, das— allerdings wirkungslos— inzwiſchen„Schemtſchug“ und zweite weitere, zunächſt unſichtbare Stellen auf den Eindringling er⸗ öffnet hatten, wurde nach dem Paſſieren des Ruſſen„Emden“ herum⸗ geworfen. Die Strahlen des jetzt voll aufgegangenen Tagesgeſtirns beleuchteten die quirlende Blaſenbahn eines zweiten deutſchen Tor⸗ pedos, deſſen todbringende Greifarme ſich in unerbittlichem Lauf ihrem Opfer näherten. Mitten auseinander brach der ruſſiſche Kreuzer. Stürzende Maſten, zuſammenbrechende Schornſteine und rote Flammenbrände verſchwanden minutenlang hinter dem dichten Schleier einer rieſigen, von Dampf und Kohlenſtaub gefärbten Waſſerwolke, aus der nur einzelne losgeriſſene, in der Luft ſich über⸗ ſchlagende Schiffsteile ſichtbar wurden. Als der Sprengberg nieder⸗ gepraſſelt war, gähnte die Stelle leer, auf der vor weniger als neun und einer halben Minute ahnungslos noch eins der wehr⸗ haften Schiffe ſchwamm, die mit heißem Bemühen der Fährte des deutſchen Kreuzers im Indiſchen Ozean nachgeſpürt hatten. Gelähmt von der eindrucksvollen Wucht des Schauſpiels ſchwieg das feindliche Feuer überall. Im Umſchauen nach den beiden Stellen, die außer„Schemtſchug“ noch geſchoſſen hatten, wurde von„Emden das weiter innen an der Hafenbrücke feſtgemacht liegende franzöſiſche Kanonenboot„'Iberville“ geſichtet. Der Franzoſe, deſſen Beſatzung bereits an Land flüchtete, entging der Vernichtung, weil in dieſem Augenblick die im Krähenneſt des Kreuzers aufgeſtellten Ausguck⸗ poſten das Erſcheinen eines verdächtigen Fahrzeuges am Hafen⸗ eingang meldeten. Das alte, nahezu wertloſe und nur für Hafen⸗ zwecke noch brauchbare franzöſ che Kanonenboot unbehelligt laſſend, warf„Emden“ ſich dem vermuteten neuen Feind entgegen, der jedoch beim Näherkommen als Handelsſchiff erkannt wurde. Die eben eingeleiteten Maßnahmen zur Aufbringung des Dampfers muß⸗ ten abgebrochen werden. In See kam mit Kurs auf die Hafen⸗ einfahrt ein Torpedobootszerſtörer in Si)9t. Ihm wurde entgegen⸗ gefahren.„Emden“ führte um dieſe Zeit keine Flagge. Auf rund 8000 m Entfernung wurde drüben die Trikolore geſetzt. Es war der Zerſtörer„Mousquet“, der nachts vor dem Hafen auf Vorpoſten geſtanden hatte. In völliger Verkennung der Lage und getäuſcht durch den vierten Schornſtein der„Emden“ kam der Franzoſe auf den deutſchen Kreuzer zu. Als die Entfernung 5000 m betrug, flat⸗ terten auf dieſem die Gefechtsflaggen hoch und Feuer wurde er⸗ öffnet. Trotß tapferer Gegenwehr mit Geſchütz und Torpedowaffe mußte„Mousquet“ dampfumhüllt und zerriſſen von deutſchen Gra⸗ naten nach weniger als drei Minuten die Trikolore mit auf den Grund des Meeres nehmen. 36 Ueberlebende des Zerſtörers, dar⸗ unter ſchwer verwundet ein Offizier und 7 Mann, leicht ver⸗ wundet 18 Mann, wurden von den Kuttern der„Emden“ geborgen. Aus den Angaben der geretteten Franzoſen ging hervor, daß „Mousquet“ ſenes Fahrzeug geweſen war, das dem Sporn der nachts in den Hafen einlaufenden„Emden“ mit Müh und Not ent⸗ rann. Der Zerſtörer hatte den Kreuzer geſehen, aber nicht als Feind erkannt und deswegen kein Signal gemacht. Der vierte Schornſtein war auch hier ſein Verhängnis geworden. So endete das Gefecht von Penang, über das am Tage darauf ein engliſcher Sachverſtändiger ſchrieb:„Einen Vorfall wie den geſtrigen haben die meiſten Marinefachleute als unmöglich bezeichnet“. Wirtſchaſtliches und Soziales Zur Aufwerkung der Kebensverſicherungen! Der Schutzverband der Altverſicherten, Berlm N. 24, Oranienburgerſtr. 91, hat bei der zuſtändigen Behörde den Antrag geſtellt, daß bei bereits fälligen Lebensverſicherungen ſo⸗ fort Abſchlagszahlungen geleiſtet werden, um der dringenden Not, in der ſich eine Unzahl von Altverſicherten befindet, zu ſteuern. Ferner hat der Verband den Antrag geſtellt, daß für alle Lebens⸗ verſicherungen, die bis zum Jahre 1032 fällig werden, Mindeſtauf⸗ wertungsbonds ausgeſtellt werden, als Unterlage für die Kredit⸗ 5 der Altverſicherten. Hierdurch dürfte die Kreditnot, be⸗ onders in den Kreiſen des Handwerks und Mittelſtandes, weſent⸗ lich gemildert werden. Städtiſche Nachrichten der Rampf um den badiſchen Rundfunkſender Als vor Monaten Mannheim bei dem Reichspoſtminiſterium wegen Errichtung eines Rundfunkſenders vorſtellig wurde, antwortete ihm, ſo wird uns geſchrieben, Staatsſekxetär Dr. von Bredow, der Schöpfer des deutſchen Unterhaltungsrundfunks, ein Sender werde in Mannheim nicht aufgeſtellt werden, die Zahl der in Deutſchland vor⸗ geſehenen Sender ſei längſt erreicht. Da aber Baden wider Erwarten doch noch einen Sender erhalten ſoll, als Aufſtellungsort aber nur Freiburg i. Br. und Karlsruhe genannt werden, erheben ſich Vor⸗ würfe, weil Mannheim ſich nicht rühre, um den Sender als größte Stadt Badens für ſich zu erobern. Die Vorwürfe ſind aber nicht berechtigt, da in Bälde Mannheim ohne Ortsſender beſſer daran iſt, wie die beiden genannten Städte. Mannheim liegt nämlich an ſich gegenüber Freiburg i. Br. und Karlsruhe gar nicht ungünſtig im Senderplan des deutſchen Rund⸗ funks in der Mitte der zwei guten Sender Frankfurt a. M. und Stutt⸗ gart, die etwa 80 Km. Luftlinte entfernt ſind. Wenn Mannheim bisher 19 nicht viel davon hatte, ſo läßt ſich dies aus den Störungen durch die Straßenbahn und die Verzögerung des Ausbaus des Frank⸗ e1171 und Stuttgarter Senders zu Großſendern erklären. Die Be⸗ eitigung der Straßenbahnſtörungen iſt in Bälde zu erwarten. Die beiden Sender Frankfurt a. M. und Stuttgart werden in etwa zwei Monaten mit ihren 10 KW.⸗Sendern in Tätigkeit ſein. Dies hat zur Folge, daß wir in Mannheim mit einfachem billigem Detektorgerät und Hochantenne ohne Verſtärkung die zwei Sender hören können, haben doch die Verſuche mit dem neuen 10 KW.⸗Sender in Hamburg einen einwandfreien Detektorempfang bis 100 Km. ergeben. Dieſen ungemeinen Vorzug, gleich mit zwei Sendern durch Detektorgerät in Verbindung zu ſtehen, hat der Hörer mit ſolchem Gerät am Ort eines Senders nicht, es nur auf dieſen einen Sender angewieſen. Am Ort des Senders iſt aber auch ein Fernempfang der europäiſchen Sender nur mit teuerſtem feinſten Gerät möglich, Geräte, die ſich nur wenige kapitalkräftige Leute und unterhalten können. In Mannheim hören wir aber jetzt ſchon, wenn wir einmal von den betrüblichen Straßenbahnſtörungen abſehen wollen, mit einem mitt⸗ leren Empfangsgerät, wie es der Handel heute ſchon zu einem Preis von etwa Mk. 150 vertreibt, am Kopfhörer einwandfrei eine große Zahl der europäiſchen Sender. Durch die Verſtärkung der Sender in Frankfurt a. M. und Stuttgart wird daran nichts geändert. Der, der heute ſeinen Fernempfang mit mittlerem Gerät hat, braucht nicht wie bei der Errichtung eines Ortsſenders zu einem teuren Ge⸗ rät oder teueren Zuſatzteilen zu greifen oder ſich ganz auf den Detek⸗ torempfang zurückzuſtellen. Die Errichtung der vielen Sender in Europa verſtäßt an ſich gegen die Idee des Rundfunks, der ſich über die ganze Welt ver⸗ nehmlich machen will. Wäre die Technik ſchon ſo weit vorgeſchritten, daß wir mit einfachem Gerät nicht ſehr ſtarke Sender auf hunderte von Kilometer hören könnten. ſo würden über ganz Deutſchland verteilt drei oder vier unter ſich verbundene Sender genügen und jeder wäre von jedem Ort in Deutſchland gleich gut zu hören. Dieſe Entwicklung iſt noch zu erwarten, weil wir am Anfang ſtehen. Es könnte die Zeit kommen, wo die, die heute im Ortsſender das einzige Heil ſehen den Ortsſender verfluchen, weil er ihnen die Freiheit in der Wahl der Programme der übriger Stationen be⸗ ſchränkt. Mannheim kann ſomit mit Ruhe dem Kampf um den badiſchen Sender zuſehen. Durch die eingeleiteten Verbeſſerungen: Beſeitigung der Straßenbahnſtörungen, Verſtärkung der Sender in Frankfurt a. M und Stuttgart werden die Forderungen Mann⸗ heims an den Unterhaltungsrundfunk voll erfüllt. * Telephoniſche Opernüberkragung von Mannheim nach der Pfalz Nach dem erfolgreichen Verſuche, eine Münchener Opernauf⸗ führung auf telephoniſchem Wege nach der Pfalz(Speyer) zu über⸗ tragen, iſt man neuerdings in der Weſtpfalz dem Gedemken näher getreten, dieſe telephoniſch übermittelte Opernmuſik im Original vom Mannheimer Nationaltheater zu beziehen. Man hegt dabei die beſtimmte Erwartung, daß die Hörbarkeit und Reinheit der Uebermittlung infolge der geringeren Entfernung bedeutend gewinnt. So hat das Zweibrücker Bürgermeiſteramt an die Fernſprechteilnehmer der Stadt folgendes Rundſchreiben ergehen laſſen:„Preſſenachrichten zufolge hat die Fernſprechübertragung Münchener Opernaufführungen in die Pfalz auch in Zweibrücken lebhaftes Intereſſe gefunden. Nach Erkundigung an zuſtändiger Stelle erfolgt die Einführung bei Anmeldung von mindeſtens 25 Teilnehmern. Wird dieſe Zahl bald erreicht, dann könnte es möglich ſein, daß mit der Einführung in Zweibrücken bald begonnen wird.“ Es wird dann noch darauf verwieſen, daß in der Weſtpfalz große Opern, wie ſie in München aufgeführt werden, ſo gut wie gar nicht zu hören ſind, und weiter dorauf abgehoben, daß für die Pfalz das Mannheimer Nationaltheater in der Nähe liegt. Auf der kürzlich in Stuttgart ſtattgefundenen Tagung der Deut⸗ ſchen Rundfunkgeſellſchaft wurde der Veſchluß gefaßt, die Sender⸗ frage für Baden demnächſt in einer gemeinſamen Beſprechung der beteiligten Stellen zu erledigen. An dieſer Ausſprache, die in Karlsruhe ſtattfinden ſoll, werden Vertreter der Frankfurter und Buckelchen Skizze von J. Th. Fiſchbach(Mannheim) Fri Bucelchen war nun ſechzehn Jahre alt. Sie hieß eigentlich 1500 Förſter, und war 0 5 05 des Lehrers eines kleinen Dor⸗ Aunddas dicht an den breiten Mooren lag. Sie war ein hübſches klene mit wirren braunen Locken, geſunder, friſcher Farbe, einer lachen verwegen in die blaue Luft ſtrebenden Stumpfnaſe, einem faſt lten, Munde, um den etwas Melancholie webte, und kräftigem, matlenokigem Gliederbau. Ihre Augen hatten etwas von dem Nur ſ dunklen Glanze, der über der Landſchaft lag, angenommen. gewa re rechte Schulter war zu einem entſtellenden Buckel aus⸗ chſen, der ihr auch den Namen Buckelchen n 4085 Analemſam brachte ſie ihre Tage hin. Von den Mädchen un Jehben des Dorfes ſchloß ſie ſich ganz ab, lebte nur ſich und ihren fele Freuden im nahen Wäldchen. Sie war ſtets heiter und feineich: nur manchmal, wenn ihr auf dem Wege ein Burſche mit ihre M ädchen begegnete, flog ein verſtörtes, wehes Zittern um Seite zundwinkel. Dann lief ſie ſchneller, ſchaute nach der anderen über das weite Maor. Ebene war an einem Märzentag; ein wilder Wind ſtrich über die de S. auſte die kahlen Bäume, daß ſie zornig knirſchten ſchüttelte Dleſe indeln auf den Dächern durcheinander, daß ſie klapperten. Hünm Stimmung der Natur liebte Fridl, und jagte mit den, am lliege el hineilenden Wolken um die Wette. Als ſie zerzauſt, mit auffalldem Haar, und lachendem Geſicht, aus dem die dunklen Augen deeiſt end hervorſtachen, heimkehrte, begegnete ihr der Onkel Bürger⸗ ſie 955 mit einem ſtädtiſch gekleideten ſungen Menſchen. Er rief denen Zögernd kam ſie näher, gab dem jungen Mann, einem Stu⸗ Hand“ der zu einem längeren Beſuch gekommen war, ſchüchtern die ſprach nur wenig und entfloh bald wieder. duchz die iſt ſcheu“, ſagte der Jüngling mit einem behutſamen i„Wird ſich geben. Kannſt ſie ja einmal beſuchen. Der Lehrer 31 Bruder und entfernt ſo auch mit Dir 5 baug ikglaus Brandt ging ſchon am nächſten Tage in das Lehrer⸗ ſglen Freundlich 28* aufgenommen, und äuch das Mädchen 9 ſetz⸗ nicht mehr ſo ſcheu. Studizauge ſprach der greiſe Lehrer mit dem Jüngling über das ſum bis Fridl die Unterpaltung ſtörte: Komm, Vetter Nik, wir wolfen ins Moor! die 5 ann jefen ſie hinaus, ließen ſich den ſcharfen Märzenwind um Ecke eiden Hßyfe wehen, lachten, wenn ſie ſich in einer gef'brlichen ſeherde rannt hatten, ſprangen weiter. Einmal blieb das Mädchen n, fragte funkelnden Auges: „Sage mal Du, Nik, ſind wir eigentlich verwandt?“ „Wie kommſt Du darauf?“ „Ich dachte nur ſo.“ „Ich weiß nicht. Vielleicht ganz entfernt.“ 2Ganz entfernt?— Das iſt wohl gut ſo!“ Was iſt gut ſo, wollte Nik fragen, aber ſchon tanzte[e wieder voraus, ex ihr nach und freute ſich, wie gewandt ſie war, wie ſchlank und welche zarte Hüften und Feſſeln ſie hatte. Das Gebrechen über⸗ 0 gefliſſentlich, obwohl es ihn zu Anfang eigentümlich berührt „Tag um Tag liefen ſie im Moor umher, aber niemals noch hatte in das Wäldchen geführt, ſo oft er auch den Wunſch geäußert Der März verging und die Zeit ſchritt auf eiligen Füßen in den April hinein. Fridl und Nik waren gute, faſt unzertrenaliche Kameraden geworden. Beider Neigung zum Aufenthalt in der düſteren Nähe des Moores, wal die gleiche. Auch des Jünglings Augen nahmen allmählich den tiefen, dunklen Glanz an, der in denen des Mädchens glimmte. Und dieſer Glanz ſprühte auf zu heller Flamme, wenn ſeine Blicke über ihr Geſicht hinſtrichen. Manch⸗ mal bemerkte ſie es, wie an jenem ſpäten Apriltag, da ſie ſich in einem engen Weg, der mitten im Moor endigte, gefangen hatten, und nun ſchwer atmend nebeneiander ſtanden. da ertappte ſie ihn, wie er mit eben dieſen Augen ihre Geſtalt umfing und liebkoſte. Eine jähe Röte ſchlug in ihrem Antlitz auf; haſtig wandte ſie ſich ab. Lange ſtanden die Beiden dann ſchweigend. Fridl ſchaute in die dahinſagenden Wolken, fühlte, wie er neben ihr zitterte, hörte ſein 1 Keuchen, empfand auch ſetzt noch ſeinen Blick. NMit aber dachte: warum errötet ſie? Und ein Begehren ward 5 10 wach, ihr Geſicht zu ſich herüberzuwenden, ihren Mund zu Da aber ging ſie den Weg zurück, rief ihm nur i babe N zu, ohne ihn anzublicken:„Komm, ich will Dir den Wald zeigen!“ Und ihr Gaug war frei und ohne Haſt! Hinter einer ſanften Anhöhe, die dichtes Gebüſch umwucherke, rockneten Bruch, ließ ihn hielt ſie ein, zeigte in einen kiefen, einge vorangehen. Behutſam, faſt gedankenvoll, folgte ſie dann, ſetzte ſich aufatmend in das feuchte Moos. Dicht ſaßen die zwei jungen Menſchen zueinander, verſunken in ſich. Dann, unvermittelt, zog Nik das Mädchen an ſich. Küßte es. Spät am Abend erſt kehrten ſie heim. Wilden Liebeszanber ſpann die Zeit über die beiden jungen Menſchenkinder. Fridl war anders geworden. Still und verſon⸗ nen ging ſie ihren Weg und ein glückhaftes Leuchten war in ihren Augen, wenn ſie neben Nik dahinſchritt. Sie liefen nicht mehr 15550 das Moor. Sie ſaßen den ganzen Tag in dem Bruche am ald. Mit ſtrahlendem Sonnenglanz, und unzähligen Blüten, war der Mai eingezogen. Langſam ſchritten Fridl und Nik, die Arme voll Blumen, dem Dorfe zu. Vor dem kleinen Gaſthofe ſtand ein Wagen, dem ein älteres Ehepaar und ein junges Mädchen zu ent⸗ ſteigen im Begriffe ſtanden. „Sieh da,— wie hübſch ſie iſt,“ ſagte Nik mit einem leiſen Beben in der Stimme. Die Dame lächelte begehrend, ſprach:„Die ſchönen Blumen.“ Schon war der Jüngling am Wagenſchlag reichte einige von Fridls Blumen mit artigen Worten hinein, aicht etwa der Mutter, dem Mädchen, das gerade ausſteigen wollte. Es lächelte, dankte, auch die Mutter dankte, dann gingen Fridl und Nik weiter. „Die hat ja einen Buckel!“ Das ſagte der Wind noch aus einem ſüßen Mädchenmund herüber... Auch Nik hatte es ge⸗ hört. Stumm gingen ſie nebeneinander her, trennten ſich bald. Sie trafen ſich nun ſeltener. Der Studenk wollte arbeiten: aufs Examen im Herbſt. Auch Fridl hatte keine rechte Luſt mehr, in das Moor hinauszulaufen, und der Bruch am Walde war ihr verleidet. 5 Etwas Fremdes ſtand zwiſchen den beiden Jungen, und ließ ſie ſich aus dem Wege gehen. Und dennoch ſchaute Fridl Tag um Tag aus nach ihm. Einmal, da ſah ſie ihn, als er mit dem frem⸗ den Mädchen über das Moor ging. Da hielt es auch ſie nicht mehr im Hauſe, ſie lief hinaus in das Wäldchen, tauchte im Bruche unter mit ihrem Schmerz, warf ſich in das kühle Moos, weinte lange— lange. Schon war es Abend, als ſie ſich erhob und langſam, mit ſchleppendem Gange das Wäldchen verließ. Da, an einer Biegung des Weges: zwei Menſchen. Er und das fremde Mädchen, ſtrebten dem Hügel zu. Ein Schluchzen unterdrückend, eilte Fridl vorbei mit geſenktem Kopf, hoffte, daß er ſie nicht erkennen würde. Schon atmete ſie befreit auf, da hörte ſie hinter ſich die Mädchenſtimme: „Du, wer war das?“ „Ach— nur Buckelchen!“ Ein Stöhnen brach aus Fridls Kehle, ein heiſerer Schrei, ſchneller hetzte ſie weiter, keuchend floh ſie vor etwas Unbekonntem, lief, ohne aufzublicken, lief, lief. Sie empfand nicht die beängſti⸗ gende Dunkelheit; ſie achtete nicht, welchen Weg ſie eingeſchlagen hatte, ſie hetzte vorwärts immer vorwärts Ach— nur Buckelchen, ach— nur Buckeſchen. Das dröhnte in ißr Ohr, unabläſſig. Sie hörte nicht das Raunen des Schilfes am Wegranbe, nicht das Gurgeln des Waſſers zu ihren Füßen, ſie ſah nicht, wie ſie einſank bef jedom Schritt. ſie füßlte ſich plönlich nur müde, ſo müſde. dos ſie ſich niedergleiten ließ auf, den feuchten Moorgrund, der ſanft ſeine Arme öffnete, ganz ſanft. Und ſie hinabzog in friedbollen Schlaf. — —..——.— ———— —— — ——.— 4. Seite. Nr. 101 RNReue Maunheimer Zeitung(Mittag ⸗Ausgabe) ——— Stuttgarter Seildeſtationen ſowie der Oberpoſldirektion Karlsr und der Städte Mannheim, Karlsruhe und Freiburg 1 5 Nachdem kürzlich für die Stationierung des badiſchen Senders Frei⸗ de der 90 1—5 es 1 der demnächſtigen Be⸗ ung wohl in der Hauptſache no rum handeln, di länge der zeuen Station e 15 In den dauernden Ruheſtand verſetzt wurde Verwaltungsober⸗ 905 i. e. R. Guſtav Eichhorn, 7 beim Bezirksamt a Verſetzt wurden Juſtizaſſiſtent Eugen Herd beim Amtsgericht Mannheim zur Notariat hierſelbſt und Kanzleiaſſiſtent Ernſt dei bei der Staatsanwaltſchaft Waldshut zu jener in Mann⸗ Sonderzüge für den Sonntagsausflugsverkehr. Seit einiger Zeit werden von faſt allen Reichsbahndirektionen Sonderzüge für den Sonntagsausflugsverkehr nach landſchaftlich ſchönen Ausflugs⸗ punkten oder Städten mit beſonders ſchöner Umgebung, mit ſehens⸗ werten Baudenkmälern oder zum Beſuch eines größeren Theaters gefahren. Die Sonderzüge werden beſchleunigt durchgeführt. Die genießen 33 Prozent Fahrpreisermäßigung. ührung am Zielorte durch Verkehrs⸗ und Wandervereine, ſowie freier Eintritt bei Beſichtigung von Sehenswürdigkeiten oder wenig⸗ ſtens Ermäßigung der Eintrittspreiſe ſind weitere Vorteile, die die Sonderzugsteilnehmer genjeßen. Einen derartigen Sonderzug hat die Reichsbahndirektion Ludwigshafen für Sonntag, 7. März von Pirmaſens nach Speyer und Ludwigshafen angeordnet. Im Na⸗ tionaltheater Mannheim ſoll nachmittags die Aufführung der Oper „Violette“(La Traviata) bei kleinen Eintrittspreiſen beſucht werden. * Eine längere Betriebsſtörung tvat heute früh um.20 Uhr auf der einie Käfertal der Straßenbahn ein. Die Ur⸗ ſache der Störung, die auf der Strecke der OEG. eintrat, konnie noch nicht ermittelt werden. Die Schlachthoflinie wuroe zwiſchen Schlachthof und Tatterſall ebenfalls kurz nach 7 Uhr außer Betrieb geſetzt. Hier handelte es ſich um eine Reparatur, die un dieſe Zeit vorgenommen werden mußte, mit der Störung in Käfer⸗ tal aber in keinem Zuſammenhang ſtand. Verhaftung. Der Weinküfer Philipp Weißgerber in Haardt, der in Mannheim eine Filiale der Neuſtadter Weinhandlung Lamour leitete, wurde unter dem Verdacht des Betrugs verhaftet. Die Kindesleiche im Eiſenbahnzug. Im Abteil dritter Klaſſe eines von Mannheim in Offenburg eingetroffenen Perfonenzuges wurde in einer Schachtel verpackt die Leiche eines etwa 8 Tage alten Kindes vorgefunden. Gerichtliche Unterſuchung iſt eingeleitet. * Das Feſt der ſilbernen Hochzeit feiert heute Herr Wilhelm Beck mit ſeiner Ehefrau Margarete geb. Wolf, Gärtnerſtr. 40a. vereinsnachrichten *Der Literariſche Verein der Pfalz, Ortsgruppe Ludwigs⸗ hafen⸗Mannheim, hatte auf Samstag abend zu einem Vortrage des Studienprofeſſors Dr. Gert⸗Buchheid am Mädchenlizeum in Pirmaſens in das Nebenzimmer des„Wilhelmshofes“ in Lud⸗ wigshafen eingeladen. Obgleich der Samstag für derartige Ver⸗ anſtaltungen nicht günſtig liegt, weil gerade an dieſem Tage ſog. „geſellſchaftliche Verpflichtungen“ zu erfüllen ſind, war der Beſuch recht gut, ein erfreulicher Beweis dafür, daß literariſches In⸗ tereſſe lebhaft vorhanden iſt, was zwar in einem literariſchen Ver⸗ ein ſelbſtverſtändlich iſt oder doch ſein ſoll— aber in früheren Zeiten leider nicht immer der Fall war. Dr. Gert⸗Buchheid, ein noch junger Herr, hat in der deutſchen Literatur ſchon einen ſehr Hangvollen Namen, insbeſondere als Mitarbeiter an beſten deut⸗ ſchen literariſchen Zeitſchriften. Das Vortragsthema war über den Dichter Rainer Maria Rilke gewählt, der zwar ein deut⸗ ſcher Dichter iſt, aber doch der europäiſchen, ja der Welt⸗ literatur angehört. Dr. Gert⸗Buchheid behandelte den intereſ⸗ anten Stoff in formvollendeter Sprache, mit rhetoriſcher Meiſter⸗ Kaſt und prachtvoller Deklamation aus Rilkes poetiſchem Werk: 2 Das Stundenbuch“. Es waren genußreiche Stunden! A. K. Rommunale Chronik Kleine Mitteilungen Der Bürgerausſchuß Lahr genehmigte eine Vorlage des Stadtrats, wonach für den Ankauf von Aktien des Elet· trizitätswerkes Mittelbaden.⸗G. mit einem Nenn⸗ wert von 108 000 Mark 63 000 Mark zur Verfügung geſtellt werden. Dem Stadtrat Kaiſerslautern leg erneut ein ſozial⸗ demokratiſch⸗kommuniſtiſcher Antrag vor, zu Gunſten des Volksbe · hrens zur Enteignung des Fürſtenbermögens Stellung zu nehmen Meit 22 gegen 17 Stimmen wurde beſchloſſen, über den Antrag zur Tagesordnung überzugehen. Auf Antrag des Landbauamtes Kai⸗ ferslautern wurde beſchloſſen, die neuen Beamtenwohnungen am Lämmelsberg mit Kanalanſchluß u verſehen unter der Bedingung, daß der Staat die vertraglichen uſſchließungskoſten in Höhe von 25 200 Mark bezahlt. Die vom Staatsminiſterium herausgegebene Muſterſatzung für die Wertzuwachsſteuer wurde von der Stadt an⸗ genommen. Ein Antrag, die Zuwachsſteuer nicht auf den Beſitz anzuwenden, der vor dem Jahre 1919 erworben wurde, wurde ab⸗ gelehnt. Dies ſei uns Regel: Handeln frei und kühn, wie das beſſere Herz in uns gebietet, und nur mit Worten rückhalten gegen Pöbel Chamiſſo. * Iwei Kirchenkonzerte Die beiden Kirchenkonzerte, von denen ich heute berichte, hatten einen Fehler, ſie begannen beide am Sonntage„Reminiscere“, der ja der Erinnerung aller im Kriege Gefallenen geweiht war, um 8 Uhr abends. Und die Lutherkirche, in der Neckarſtadt gar ſchön gelegen, hat von der Chriſtuskirche Mannheim eine Entfernung. die keine verkürzt. Im Gegenteil... Da nun in den Zeiten der Kapitalnot kein Auto meine Fahrt ebnete, ſo mußte ein anderer Weh eingeſchlagen werden. Und hier möge das gedruckte Wort die Brücke bilden. Die Arbeit eines Organiſten, der zugleich Leiter des Kirchen⸗ chores ſein muß, iſt eine überaus ſchwierige, und namentlich in der Neckarſtadt. Der künſtleriſchen Arbeit des Herrn Fritz Leon ⸗ ardt, der ſeit Jahren die Kirchenmuſik der Lutherkirche mit künſt⸗ eriſchem Verſtändnis betreut, iſt alſo zu allernächſt zu gedenken. Er hatte nach ſeiner Art eine Folge muſikaliſcher Vorträge zuſammen⸗ geſtellt, die durch einen liturgiſchen Gedanken verbunden waren. Die fünfſtimmige Fantaſie in C⸗moll, mit der unſer Organiſt begann, ührte uns ein in die Welt Sebaſtian Bachs, wie ſie uns der große ach⸗Biograph Philipp Spitta deutet. Der ſchrille Aufſchrei des Eingangs mag uns tiefe Not, das Zurückfallen ins Piano die große Leere bezeichnen, die der Heiland der Welt in ſeiner Todesſtunde empfand. Dann aber den Jubel deſſen, der den Tod überwunden hat und als Chriſtus auferſtanden iſt. Unterdeſſen iſt die Gemeinde noch mit Paſſionsgedanken belaſtet, und ſo ſingt der Kirchenchor der Lutherkirche im Tonſatz von Bach:„Brich entzwei, mein armes Herz.“ Dieſelbe Stimmung klingt dann hinüber in das Violinſpiel (Dr. Wilhelm Zimmermann⸗Friedrichsfeld), in Bachs Andante -moll aus der gleichnamigen Violinſonate. Nun kommen wir von Bach zu Reger, denn Karl Haſſes Choralvorſpiel„Es iſt vollbracht gehört dem Reger⸗Kreiſe im beſten Sinne an und bietet dem Or⸗ en ugleich eine dankbare Aufgabe... Der zweite Teil der ortragsfolge begann mit Heinrich Schütz, deſſen heiligen Sym⸗ phonien Fritz Leonhardt und ſein Kirchenchor die Mannheimer Stätte bexeitet hat. Zwiſchen Bach und Händel geſtellt erklingt uns der Ton⸗ ſatz des alten Meiſters wie vornehm⸗eklektiſche Nachfolge der Vene⸗ ſiäniſchen Schule, die 1612 ihren großen Meiſter verlor. Die Haupt⸗ ſache! der Kirchenchor ſang Schützens:„Dank ſei unſerm Herrn, der uns erlöſet hat.“ Die Ergebenheit in den Willen des Höchſten klang veranſtaltungen Im Verſammlungsſaal gab am Sonntag Profeſſor Marcel Salzer ſeinen 2. und in dieſer Saiſon letzten ſehr gut beſuchten heiteren Abend. Die Rezitationen ſatiriſcher und lyriſcher Art von Buſch, Keller, Reimann uſw. ließen die„Kinder“, wie er die Beſucher nannte, über zwei Stunden den ſchweren Alltag ver⸗ geſſen machen. Reicher Beifall belohnte den Meiſter der Vortrags⸗ kunſt für die genußreichen Stunden. Geſteigerte Lebenskunſt. Heute ſpricht im Verſammlungsſaal in Fortſetzung der Vorträge über geſteigerte Lebenskunſt Pro⸗ feſſor Joh. Itte n⸗Zürich über das Thema„Körperkultur und ägyp⸗ tiſche Heilgymnaſtik“. Film⸗Kundſchau Ld. Ufa-Theater e„Die Liebe der Baja⸗ dere“. Nicht nur ein Film der Senſationen, die ſich einander jagen, ſondern darüber hinaus eine feſſelnde Schilderung altindſchen Lebens und Sektenweſens mit der uns barbariſch anmutenden Sitte der Menſchenopfer zu Ehren ihrer Götter, durchglüht von der leiden⸗ ſchaftlichen Liebe einer Bafadere zu einem jungen Weißen und dem religiöſen Fanatismus der indiſchen Prieſter. In ſich ſtändig ſtei⸗ gerndem Tempo und doch niemals gemacht erſcheinenden Begeben⸗ heiten rollt hier das Schickſal der ſchönen Bafadere vor unſeren Augen ab, die den jungen Europäer als Opfer der Göttin zuführen ſoll und in der aufkeimenden Liebe zu ihm Gelübde und Raſſe ver⸗ gißt. Sie rettet ihn aus den Händen der fanatiſchen Prieſter, um ſchließlich doch zu verlieren und ihn nach Jahren als Bräutigam der von ihr gleichfalls aus dem Tempel befreiten weißen Frau wieder⸗ zufinden. Groß iſt zuerſt die Freude des Wiederſehens, noch größer dann der Haß. Doch am Tage der Hochzeit werden beide von In⸗ dern überwältigt und im Flugzeug nach Indien verſchleppt. Das ver⸗ folgende Flugzeug wird durch Revolverſchüſſe in Brand geſteckt und gum Abſturz gebracht. Vor dem Opferſtein ſtehen beide, als ihnen durch engliſche Kolonialtruppen die Rettung wird. Die ſterbende Bajadere verbindet die Hände ihres Geliebten mit denen der weißen Frau. Das iſt in kurzen Zügen die logiſch und unkompliziert auf⸗ gebaute Handlung, die in glänzenden Bildern ſich abſpielt. Elefan⸗ ten, die als Arbeitstiere glänzende Dienſte leiſten, Tiger, die in den Dſchungeln beuteſuchend umherſtreifen, das heimtück'iſche Krokodil und Szenen aus dem Kampf der engliſchen Kolonialtruppen mit den Indern ſind in hervorragender Weiſe zur Ausgeſtaltung des Filmes verwandt worden. Die Darſtellung liegt in den beſten Hän⸗ den. Ellen Kürti iſt eine Bajadere, wie ſie beſſer nicht in Wirk⸗ lichkeit ſein kann, ſie tanzt und ſpielt mit gleicher Meiſterſchaft und iſt gleich groß als liebendes, wie als haſſendes Weib. Jack Ribber, der junge Europäer, findet in Julis Meſſaros eine liebenswürdige Verkörperung, während Karl von Barany als William Hold ſich durch Ruhe und Kaltblütigkeit allen Situationen gewachſen zeigt Clara Ney ſti als Mabel Clifford eine reizende Vertreterin der weißen Frau.— Macht dieſer Füm allein ſchon den Beſuch des Schauburg⸗Theaters lohnenswert, ſo läuft nebenher noch das an⸗ ſprechende kürzere Detektivſchauſpiel„Der Krüppel“ ein Fall aus Sherlock Holms Praxis und, damit die Lachmusklen auch in Tätigkeit treten können, die amerikaniſche Humoreske„Monty der Kunſtmaler“. Die Üfa⸗Wochenſchau bringt wie immer aktuelle Tagesereigniſſe im Bild. DIUfa-Theater P 6.„Die Frau, die die Männer bezaubert“. So nennen ſich die ſechs Akte aus dem Leben einer modernen ECirce, die die amerikaniſche Metro⸗Filmgeſellſchaft unter der Regie Robert Z. Leonards mit Mae Murray und James Kickwood in den Hauptrollen gedreht hat. Cecile Brune ſucht wie die mytiſche Göttin Circe die Männer zu betören und verachtet lachend die ihr entgegengebrachte Liebe. An einem aber ſcheitern ihre Künſte: Dr. van Martyn vermag ihren Reizen zu widerſtehen. Er wird zu ihrem Odyſſeus, der, wenn auch erſt nach langer Zeit, das verirrte Menſchenkind mit echter warmer Liebe umfängt und einem ſchöneren Leben entgegenführt. Mae Murray leiſtet in der Rolle der Cecile wirklich Hervorragendes, dabei von ihrem ſympathiſch ſpielenden Partner aufs beſte unterſtützt.— Bei⸗ programm: die zweiaktige Komödie„Das Flunderkind“, ein intereſſanter Sportfilm,„Der Sport des Springens“, der Zeichen⸗ füm„Tintenmännchen im Völkerbund“ und die neueſte Ufa⸗ Wochenſchau. die Aufwertung der Sparguthaben Aus Gemeindekreiſen wird uns geſchrieben: Wie be⸗ kannt. hat die preußiſche Reaierung durch Verordnung vom 24. Okto⸗ ber 1925 den Aufwertunasſatz für ſämtliche öffentliche oder unter Staatsaufſicht ſtehende Sparkaſſen Preußens einheitlich auf 1272 Prozent des Goldmarkbetrages der Sparauthaben feſtgeſetzt. In Baden iſt. einer Regierungserklärung in der Landtaasſitzuna vom 3. Dezember 1925 zufolge. eine aleiche Regelung beabſichtigt. Aus Sparerkreiſen werden nun vielfach Aeußerungen dahin laut, daß eine Höheraufwertung der Srarauthaben ſehr wohl möalich ſei und daher auch gefordert werden müſſe. Zur Klarſtellung der Sach⸗ lage ſei deshalb in Kürze Folgendes bemerkt: Die eigenen Vermögensanlagen der Sparkaſſen ſind durch die Inflation ebenſo hingeſchmolzen wie die Guthaben der Sparer. Das Sparkaſſenvermögen, das zum Teil in Hypotheken und Anleihen an⸗ geleat war, wird ebenſo wie das Vermögen von Privatperſonen dann in der„Symphonia sacra“ für zweiſtimmigen Frauenchor mit Orgelbegleitung(Fräulein Martha Jacobs) und einer Begleitung von erſten und zweiten Violinen harmoniſch aus. Die Worte:„Was betrübſt du dich, meine Seele? Harre des Herrn“ faßte die Stim⸗ mung noch einmal einheitlich zuſammen und gab der Vortragsfolge die erwünſchte Stileinheit und die geſuchte Stilreinheit. Wie ſchwer dergleichen zuſammenzubringen iſt, wieviel Störungen und Hem⸗ mungen zu beſeitigen ſind, ehe alles„klappt“, wer weiß es? Wer es aber aus Erfahrung weiß und kennt, wird über alle Fachkritik den Dank darbringen, der ſolcher auf hohe Ideale gerichteten Arbeit ebührt. Es geriet alles in beſtmöglicher Form, aber dem Organiſten ritz Leonhardt als Bachſpieler ſchulden wir den Vorrang vor dem 17„. So weit mein Vertreter, ich aber ging zur Chriſtus⸗ irche. Hier war ein rechter Bach⸗Kantaten⸗Abend. Die be⸗ rühmte Kreuzſtab⸗Kantate für Baß⸗Solo, Orcheſter und Orgel, die mit dem Chor und Choral:„Komm, o Tod“ ſo würdig abſchließt, war der eine Brennpunkt, die Kantate:„Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“, eingeleitet durch ein herrliches Orcheſter⸗Vorſpiel mit herr⸗ lichen Oboen⸗Klängen der andere. Der Chor, der mit obigen Worten beginnt, drei Arien(Alt, Tenor, Baß) und der Schluß⸗ choral:„Was Gott tut, das iſt wohlgetan“, der zum Chorſatz eine Clarino⸗Stimme zwiſchen Orgel und Orcheſter einſchaltet, alles von der ſchönſten Eingebung! Nur iſt dergleichen nicht leicht zu ſingen, und ſo werden wir den Soliſten Luiſe Heuber, Paul Hieber und Fritz Seefried(der auch die Solo⸗Kantate ſang) volle An⸗ erkennung ſagen dürfen. Arno Landmann führte den Takt⸗ ſtock mit ſtilſicherer Hand den„Continuo“(die Orgelſtimme) ver⸗ trat Elſe Drieſcher, Mitglieder des Pfalz⸗Orcheſters(Ludwigs⸗ hafen) ſpielten ihren Bach mit Verſtändnis,(in den genannten obli⸗ gaten Stimmen ſogar mit vorzüglichem Können) und der kleine Chor, Mannheimer Vokal⸗Quartett genannt, erwies ſich als Ver⸗ einigung ſchöner, wohlgebildeter and gleichheitlicher Stimmen war⸗ mer Klangfarbe. Es geriet mithin alles zur Ehre Sebaſtian Bachs und unſeres verdienſtvollen Kirchenmuſikdirektors. Er hatte außer⸗ dem noch zwei Orgelvorträge übernommen: das Choralvorſpiel: „Vater unſer im Himmelreich“(das er wohl allzu„karfreitaglich“ nahm) und Präludium und Fuge e⸗moll aus dem zweiten Bande der alten Bach⸗Ausgabe von 1844. Zwiſchen Vorſpiel und Fuge hatte Arno Landmann noch einen kleinen Sonatenſatz lein„Orgel⸗ Trio“) eingebaut. Ich fand dieſen Gedanken neu, aber ſehr wir⸗ kungsvoll, die Wiedergabe des Ganzen von der ſchönſten Reife und einer Selbſtverleugnung, die jeden Künſtler ehrt. A. Bl. lediglich in dem durch das Aufwertungs⸗ und Anleibeablöſuraz ele gezogenen Rahmen aufgewertet. Die hierdurch entſtehen r eine lunasmaſſe geſtattet aber bei den meiſten Sparkaſſen an Spol. Aufwertung von höchſtens 8 bis 9 Prozent. Bei wan kaſſen wird nicht einmal dieſer Satz erreicht; bei einer e na von mit der vorhandenen Teilungsmaſſe ſogar nur eine Aufcper 11 .88 Proz. möalich. Eine einheitliche 12756prozentige Aufwenn de Sparauthaben wird daber nur dann durchzuführen ſein. 5. wonl Gemeinden die ſeweilige Differenz aus eigenen Mitteln decken. lichet ſie jedoch aufarund ihrer allgemeinen Büraſchaft nicht 7 5 ihrel ſind. Denn dieſe Büraſchaft bezieht ſich nach Sinn und die geſetzlichen Unterlage ledialich auf die Geſichertheit der Gutha Gedder dadurch alſo gegen Verluſte infolge unſicherer Anlage det geſchüßt oder von Amtspflichtverletzungen der Sparkaſſenbeamten areifen. werden ſollen. Die Büraſchaft kann jedoch keinesfalls Plat fahede wenn die Forderunasrechte der Einleger durch Umſtände 97 gen⸗ werden. auf die die Sparkaſſen ſelbſt und noch weniger auf⸗ den Gemeinden Einfluß baben. Eine Haftung der Gemein arund ihrer Büraſchaft könnte doch nur dann in Fraage kon ninlanen den Cinlegern ſ. Zt. eine wertbeſtändige Rückzablun ibrer be durch verbürgt worden wäre. Nachdem aber dieſe Forderunasreche. ert die Inflation gegenſtandslos geworden ſind und den dunee des durch das Aufwertungsgeſetz wieder ein Anſpruch auf einen e. kann Goldmarkbetrages ihrer früheren Forderungen gewäbrt waaf nun nicht aut gefolgert werden, daß die frühere Gemeindebüraſcha daz ohne weiteres wieder auflebt und ſich nun auch auf die duf Aufwertunasgeſetz geſchaffenen neuen Anſprüche erſtreckt. taſſen in Run ſtezt aber zu boffen. daß die Metrzahl der Srartehere Laufe der nächſten Jabre in der Lace ſein werden. durch ösern⸗ ſchüſſe ibren Aufwertunasfonds ſo zu veraren e, daß die Leiſtung von Zuſchüſſen für die in Frage ene vor⸗ meinden tragbar bleibt. Eine ſofortige Auffüllung der„ Wwürde handenen Teilungsmaſſe zwecks 12 76 prozentiger Aufwertung Er⸗ jedenfalls. wie eingehende Berechnungen eraeben haben, eh. höhung der Gemeindeumlage von 25 bis ee sſh als 200 Pfennigen erfordern. Wollte man gar den Aufwer. biernt für die Sparauthaben auf 25 Prozent feſtſetzen, ſo würden 5 ilweile nötigen Gemeindebeiträge Umlageerbhöhungen von 100 bis, ſchlat über 1000 Pfennigen nötig machen. Auch wenn man ber ſind. daß dieſe Beiträge auf eine Reihe von Jahren zu verteilen nfal dürft es doch keiner weiteren Ausführungen bedürfen. da b. wa ein Aufwertungsſatz von 1235 Prozent das Höchſte bedenle Au, den Sparkaſſen und Gemeinden im Hinblick auf ihre doun Ent⸗ gaben zugemutet werden kann, ſo wünſchenswert ein weiter gegenkommen gegenüber den Srarerkreiſen an ſich auch wäre. 8 Ebenſo müßte es als ungerechtfertigt angeſehen 4 an von den Gemeinden eine beſondere Zuſchußleiſtu npar⸗ ihre Sparkaſſen zu verlangen. die bei dieſen in früheren Jaln e ſo lehen auſgenommen haben. Man könnte verſucht ſein. ein f mlichen Vorausbelaſtung damit zu begründen, wie dies in einer 19 rt vom Anfrage der Abgeordneten Schofer, Baumgartner und d die 3. November 1925 geſchehen iſt.„daß manchen Gemeinden le Aufnahme von Schuldſcheindarleten bei den Sparkaſſen nauſd Vorteile zum Nachteil der geldaebenden Sparkaſſen entſtanden. Durch eingehende Erhebungen iſt ſedoch feſtaeſtellt daß e und rinaſte Teil ſolcher Darlehensaufnahmen zur Bildung 7. im zinstragender Werte verwendet worden iſt. Eine Unterſu ößeren Jahre 1912 hat beiſpielsweiſe ergeben, daß die von den ar⸗ t auf⸗ Städten des Landes in den Jahren 1875 bis 1910 imeaeſinterel⸗ genommenen Anleiben nur zu 31 Proz. für wirtſchaftliche nament⸗ mungen verwendet worden ſind. Die in der Folgezeit und Städten lich während den Krieas⸗ und Nachkriesſabren von den eSrar⸗ Mannheim. Freiburg, Heidelberg und Raſtatt bei nicht kaſſen aufgenommenen Schuldſcheirdarlehen wurden überbaub n 10 die Darlehensaufnahmen der übrigen Städte überwiegen Haupl⸗ einem ganz geringen Teile für werbende Anlaaen verwendet. ben be⸗ ſächlich wurden dieſe Mittel zur Beſtreitung laufender Auocganpes⸗ nötigt, wobei die Kriegsaufwendungen nach 8 59 Abſ. 1 des mitteln ſteuergeſetzes. die Verſorauna der Bevölkerung mit Lebens und ſonſtigen Aufgaben eine weſentliche Rolle ſpielten. t itrer So ſehr der Unmut der Sparerkreiſe über den Verluf o muß Sparpfennige und die niedere Aufwertuna berechtiat erlcheine ge ge⸗ doch auch die durch die allgemeine Finanz⸗ und Wirtſchafts 175 gſic⸗ botene Stellunanahme der Gemeinden zu dieſer Frage Ber tigung und Nerſtändnis finden. 2½ Millionen RMark billiges Baugeld anr 5% Zins wurden zum Bau von Eigenheimen im Jehre 1925, dem ersten proklischen Geschsfisjehr der G. d. F. an 150 Beupgeite dieser rein gemei igen auf Gegenseitigkeit orbeitend d e. zich gestellt. Verfügbares Borvermögen Ende 1925 weit über rwei Milſionen Mark. Tügugee ein Eigenheim scheffen, wer teure Restschuldhypetheken in billige unkündborg C. d. F. dypotfieken umwandeln will, konn dies auf dem Wege des Sparverirags mit der 4 5 bg· 11 Beste Referenzen. Man verlange kestenlos Auskunft bei dez demeinschaft der Freunde. Luftkurort Wüstenrot Württ uinchen O Eine„Geſellſchat für das ſüddeuſche Theater“ In Tianelt iſt eine Geſellſchaft in der Gründung begriffen, die eine Art, A rihut für das füddeutſche Theater“ ſchaffen will. Prof. Dr. 1 die Kutſcher von der Univerſität iſt der Vater de⸗ Gedankens Gel ehrle Spitzen der Behörden ſüddeutſcher Länder und Kommunen, Gebien ferner, die ſich theatergeſchichtlich oder als Forſcher auf lls als der Volkskunde betätigen, ſind teils für den Ehrenausſchuß, 1 Mitarbeiter gewonnen worden.— In der Erkenntnis der Wimiſchen turellen Sinne völkiſchen und nationalen Bedeutung der mi cht in und theatraliſchen Kunſt, ſoll das ſüddeutſche Theater erforſchng ſeinen Grundlagen und ſeiner Entwicklung erkannt und/ rden. hinſichtlich der altüberlieſerten Volks⸗Bräuche— erhalten und Der Aufgabenkreis umfaßt nicht nur das berufsmäßige Theate del⸗ ſeine Entwicklung vom höfiſchen zum Privattheater und den 1 · bühnen, ſondern vor allem die Liebhaberbühne des 0 Volkstheaters, wie es— zumal als religiöſe Spiele,— in Südd land vielſach noch ſeit Johrhunderten unverändert erholten iſt e lokale Vereinsbühne, aber auch den nationalen Volkstanz, Meceſen ſpiele, Umzüge und vielleicht auch das Koſtüm⸗ und Trachte ealet So ſoll, mit der Erforſchung des Teilgebietes Süddeutſches Thedeuß ein Quaderſtein für den Rieſenbau einer großen Geſchichte de⸗ ſtüßz ſchen Theaters geſchaffen werden. Die Tätigkeit der Geſellſchaft en ſich— Prof. Kutſcher vor den im Auto⸗Club verſammelten er, der Vorbereitung der Gründung intereſſierten Herren aus Tl rien, Literatur⸗ und Kunſtkreiſen ausführte— auf die Kulturminiſte 5— auf die Orts⸗Theater und Vereine mit verwandtem Wirkunge net vor allem auf die Berliner„Geſellſchaft für Theatergeſchichte, te⸗ auf Lehrerſchaft und Geiſtlichkeit und wird ihre Arbeit in Zentren verlegen, um überall die Archive, Muſeen u. Bibliotheken, Aufgabe dienſtbar zu machen. In der Oeffentlichkeit wird die Chluch ſchaft zunächſt durch Publikationen ſich bemerkbar machen; aung Monographien(über Theater, Autoren uſw.), durch Veröffentlich alter Handſchriften, vor allem aber durch ein Jahrbuch, das der und ventariſation dienen ſoll, aber auch Stat'ſtiken, laufende Berichte erd. Aufſätze aus allen dem Thema angehörenden Gebieten bringen 1 Die Ortsgruppen München, Stuttgart, Wien, Budapeſt. Innse in⸗ Salzburg und Zürich ſind bereits gegründet. Die Leitung der M ng⸗ chener Gruppe wurde Geheimrat Litzmonn anvertraut, dem laper jährigen Theatergeſchichts⸗Forſcher, der eigentlich der Begründer ihm modernen Theaterwiſſenſchaft überhaupt iſt. Litznann. und nach! 9. Generaldirektor Halm vom„National⸗Muſeum“, dann Prof, lüde Borcherdt und Dr. Rupp vom Theater⸗Muſeum hielten begl wünſchende Anſprachen, bei denen Dr Borcherdt vor allem auch el die poſitive und praktiſche nationole Arbeit hinwies, die die Geſan, ſchaft zu leiſten vermog, indem ſie dem Auslandsdeutſchen ſeiner übe deutſchen kulturellen Tradition bloßlegt und aufzeigt. Die eigentlog, 1 Gründung der Geſellſchaft wird für den Mai d. Is. geplant... F „„ F r rr Denstag, den 2. März 1926 neue Maunheimer Zeitung(mittag⸗ Aus gabe) e. Mãärz Es iſt ein kriegeriſcher Name, der Martius, hängt er doch mit Mars zuſammen, dem altrömiſchen Kampfgott, dem eben dieſer Monat— der erſte bei jenem alten Römer— geweiht und heilig war. Man ſpricht auch vom Lenzmonat. Mit gut kalendermäßigem Recht. Der offizielle Frühlingsanfang gehört in den März. Am 21. März, nachmittags 1 Uhr, tritt die Sonne in das Zeichen des Widders. Mit der Lenzesherrlichkeit unſeres Monats iſt es trotz der Kalenderweisheit nicht immer eine ausgemachte Sache. Manchmal ſcheint ja die liebe Sonne wunderſam laulich und lockend; manchmal wehen aber auch beträchtlich kühle Winterlüfte. Goethes hübſches März⸗Gedicht hebt warnend an:„Es iſt ein Schnee gefallen, denn es iſt noch nicht Zeit, daß von den Blümlein allen, wir werden hocherfreut.“ Die Schulen beenden nun bald ihr Penſumsjahr. Die vielgeplagten Abiturienten verwandeln ſich in glückliche Muli. Bruder Studio geht gleich bei Beginn des März in ſeine ſchönen langen Oſterferien. Betreffs des März⸗Geſchichts⸗ kalenders nur ein paar Namen berühmter Männer, die im März ge⸗ boren ſind: Kaiſer Wilhelm., Sebaſtian Bach, Jean Paul, Auguſt Hermann Francke, Haydn, Paul Gerhardt. Tagungen Tagung des badiſchen und pfälziſchen Transpork⸗ und Verkehrsgewerbes Am vergangenen Sonntag fand unter Vorſitz des Herrn Friedrich Schmidt⸗Mannheim eine Mitgliederverſammlung des Arbeitgeber⸗Verbandes für das Badiſche und Pfälziſche Transport⸗ und Verkehrsgewerbe E. V. im großen Saale des Reſtaurants „Moninger“ in Karlsruhe ſtatt, die außerordentlich zahlreich beſucht war. Syndikus Langenbein⸗Mannheim berichtete über den Entwurf einer Straßenverkehrsordnung für das deutſche Reich, ferner über das Gutachten des finanzpolitiſchen Ausſchuſſes des Reichswirtſchaftsrates betr. Kraftfahrzeug⸗ und Zugtierſteuer, außerdem über den Stand der Verhandlungen bezüglich der Kraft⸗ verkehrsgeſellſchaften. Die Vorſchläge der Geſchäftsführung wur⸗ den einmütig gutgeheißen. Die weiteren Punkte der Tagesordnung behandelten hauptfächlich die wirtſchaftliche Lage des badiſchen und pfälziſchen Transport⸗ und Verkehrsgewerbes, die allgemein als äußerſt troſtlos bezeichnet wurde. Die Sparte„Möbel⸗ ſpedition“ liegt infolge der Wohnungszwangswirtſchaft voll⸗ ſtändig darnieder, ebenſo iſt in der„Speomon und im„Laſt⸗ kraftwagenverkehr“ im Hinblick auf den großen Verkehrs⸗ rückgang die Geſchäftstätigkeit ganz minimal. Wis Nag beauftragte die Geſchäftsführung, ſowohl die badiſche Regierung als auch die pfälziſche Kreisregierung, ferner die Kommunalverwalkungen Badens und der Pfalz zu erſuchen, für ſpäter vorgeſehene Fuhrleiſtungen ſchon jetzt, zur Ausführung zu bringen. der ſtädti⸗ en Führparks erſtrebt werden. 5 Begch 25 Beſchaffung von Krediten für die pfälziſchen Mitglieder wurde zum Ausdrucke gebracht, daß die neugegründete pfälziſche Wirtſchaftsbank bedauerlicherweiſe dem Klein⸗ gewerbe nicht die erhoffte Unterſtüzung bringen wird, es ſollen deshalb Verhandlungen mit der pfälziſchen Kreisregierung aufgenommen werden. Die badiſche Regierung ſoll erſucht werden, bei der vorzunehmenden Prüfung der Frage der Beſchaffung von langfriſtigen Krediten dafür beſorgt zu ſein, daß auch dem Mittel. ſtand bzw. dem Kleingewerbe die notwendige Unterſtügung zu Teil wird. Aus allen Ausführungen der Redner der Tagung klang die Erwartung heraus, daß die zuſtändigen Behörden dem Transport⸗ und Verketzrsgewerbe Schutz und Unterſtützung zuteil werden laſſen mögen, weil ſonſt einem wichtigen Glied der Volkswirtſchaft und damit dieſer ſelbſt großer Schaden zugefügt wird. volkstrauertag uUeber den Volkstrauertag liegen uns noch folgende Meldungen vor: 2 2 8 i 8⸗ 1 Cadenburg, 1. März. Zu einer würdigen Gedächtn feier zu Ehren der gefallenen Heldenbrüder hatte e. 8 Trippmacher im Namen des Volksbundes für Kriegsgril ſorge aufgerufen. Die Vereine hatten ſich vormittag⸗ Marktplatz aufgeſtellt. Die Kapelle der Freiwill. Feuerwehr 17 Trauerweiſen. Die Glocken der Kirchen läuteten, während 1 5 Zug auf den Friedhof begab. Dder Gemeinderat war be⸗ 94 vertreten, ihm folgte der„Kriegerbund“ und— Geſangvereine„Liederkranz“ und„Sängereinheit“, die Tu 1255 Sportgemeinde 78, der„Athletik⸗Sportverein“ u, d. mit ae 05 florten Fahnen. Auf dem Ehrenfriedhof am edeee 8— der„Liederkranz“ das ewig ſchöne Chorlied:„Morgenrot, 82 Dr. Knevels⸗Mannheim hielt de Namen der Stadtgemeinde hielt dann Bürgermeiſter Steien 00 Bargolini eine kurze Anſprache und legte einen Scholl Ehrendenkmal nieder. Die Septanerin Kli⸗Waltraut widmete den Gefallenen mit einem poetiſchen Gruß ein Peisen kreuz, das die Form eines Eiſernen Kreuzes hatte. Kriegervereine ſprach Wernlein und widmete gleichfo⸗ 5 12— 5 fallenen Kameraden eine Blumenſpende. Die„Songe dn d ſtim⸗ dann das Lied: ee iſt dae vor, das die mungsvolle und gutbeſuchte Feier beſ 85 Schwetzingen. 1. März. Der Einladuna der en zur Gedenkfeier anläßlich des geſtrigen Volkstraue 1 Falkenſaale wurde durch die Einwohnerſchaft zahlreich Fo 80 durch Der Falkenſaal war dicht beſetzt. Die Freier wurde eingeleite 58 den Muſikverein mit dem Spielen des Trauermarſches 120 00 hoven. Nach dem Vortraa eines dem Ernſt des Taaes 8 1 175 den Vorſpruchs durch Frl. Erna Gö tz, pielt Stadtpfarrer 9 die Gedächtnisrede. Die vereinioten bürgerlichen 185 gen als Männerchöre„Ich hatt einen Kameraden von ffunt K Ge⸗ „Morgenrot“ in Volksweiſe vor. Frl. Frey e t dichte und der Muſikverein das Largo von Händel zum die rag. d i dem allgemeinen Geſang des Deutſchlandliedes nahm die würdige und eindrucksvolle Feier ihr Ende. Q 7. 21 7, 21 Im Auftrag. versteigere Donners- tag, den 4. März, morgens 11 Unr in der Mannheimer paketfahriges. d 7, 21 folg.: cmademzes fast neues Jhlal- nmer n. Ffalertolette in aler- dasbster Ausfübrung, Lod- olennes ofa 1? Trode Jaszeln Huabiarmat, 1 Jeszel sämtliche angeführte Möbel sind so gut wie neu und in Ausführung nut erstklassig. 1582 Besichtigung 1 Stunde vor Beginn der Versteigerung. Heinrieh Seel, Auktionator 214— Tel. 4500. pp. Baden-Baden, 28. Febr. Der heutige Volkstrauertag wurde ſchon am geſtrigen Abend mit einem Vortrag eingeleitet, den auf Veranlaſſung der Ortsgruppe Baden⸗Baden vom Volksbund der Kriegsgräberfürſorge der Sekretär des Landesverbandes Herr Oberſtleutnant a. D. Fahren trapp aus Karlsruhe hielt. Re⸗ gierungsrat Piazzolo, der die Zuhörer begrüßt hatte, ſagte dem Redner Dank für ſeinen Vortrag und forderte zur Unterſtützung des Volksbundes auf.— Am heutigen eigentlichen Trauertag war trübe und regneriſche Witerung vorherrſchend, entſprach alſo der Stimmung des Tages. In allen Kirchen fanden Trauergottes⸗ dienſte ſtatt, in denen die Geiſtlichen in ergreifenden Worten der Gefallenen im Weltkriege gedachten und auch auf die Bedeutung der Kriegsgräberfürſorge hinweiſen. Die Angehörigen der Militär⸗ vereine hatten ſich zu den Gotlesdienſten ſehr zahlreich eingefunden, ebenſo die Hinterbliebenen der im Weltkriege Gefallenen. * Ludwigshafen, 2. März. Der geſtrige Sonntag war dem Ge⸗ dächtnis der im Weltkrieg gefallenen deutſchen Krieger gewidmet. Auf den ſtaatlichen und ſtädtiſchen Gebäuden und an den Privat⸗ häuſern waren die Fahnen zum Zeichen der Trauer auf Halbmaſt geſetzt und in den Gotteshäuſern wurden Gedächtnisgottesdienſte abgehalten. Darnach bildete die Freiwillige Feuerwehr, das Frei⸗ willige Sanitätskorps, die Kriegervereine Ludwigshafens, der Ge⸗ ſangverein der Badiſchen Anilin⸗ und Sodafabrik und viele An⸗ gehörige der Gefallenen einen Trauerzug und marſchierten unter den Klängen der Stadtkapelle Ludwigshafen nach dem Friedhof, wo ſich bereits eine nach tauſenden zählende Trauergemeinde ein⸗ gefunden hatte. In der einfachen, mit Blumen geſchmückten Ehren⸗ halle des Friedhofes hatten ſich die Spitzen der ſtädtiſchen Be⸗ hörden eingefunden, u. a. Oberbürgermeiſter Dr. Weiß, der ſchon vor der Feier im Namen der Stadt Ludwigshafen einen Lorbeer⸗ kranz niederlegte, Polizeirat Probſt, Polizeiamtmann Buchmann und mehrere Stadträte. Die Trauerfeier wurde von der Sadtkapelle mit dem Choral„Wie ſie ſo ſanft ruh'n“ eingeleitet. Hierauf brachte der Männergeſangverein der Badiſchen Anilin⸗ und Sodafabrik das Lied„Ueber allen Sternen iſt Gottes Friede“ zum Vortrag. Nach⸗ dem das tief zu Herzen gehende Lied verklungen war, ergriff Stadt⸗ rat Béaufort das Wort zu einer ergreifenden Gedächtnisrede in der er u. a. ausführte, daß dieſer Trauertag des deutſchen Volkes, nicht nur ein Tag der Trauer, ſondern auch ein Tag des Dankes ſein ſoll, deshalb, weil Pfälzer und Rheinländer wüßten, was ſie den Toten zu danken hätten, denn die teueren Gefallenen hätten mit ihren Leibern die Heimat vor der Verwüſtung gedeckt. Während die Trauergemeinde in tiefem Schweigen verharrte, intonierte die Muſik das Lied:„Ich hatt' einen Kameraden.“ Mit kurzen, gedenkenden Worten legten alsdann die verſchiedenen Korporationen und Vereine prachtvolle Kränze in der Ehrenhalle nieder. Ein Liedervortrag und der Beethovenſche Trauermarſch ſchloſſen die Gebachtnisfeier. Lampertheim, 1. März. Wie im ganzen deutſchen Vater⸗ lande. ſo wurde auch hier der Volkstrauertaa geſtern würdig begangen. Auf die Traueraottesdienſte in den Kirchen folate am Nachmittag eine öffentliche Trauerfeier im Saale des„Reichs⸗ adler“, an der ſich viele Vereine mit umflorten Fahnen geſchloſſen be⸗ teiligten und auch die übrige Bevölkerung reaſten Anteil nahm, ſo⸗ daß der ganze Raum dicht beſetzt war und viele mit Stehylätzen für⸗ lieb nehmen mußten. Eingeleitet wurde die Feier durch den„Män⸗ nergeſangverein Lampertheim“ mit dem Chor:„Innsbruck, ich muß dich laſſen“. Sodann ſana die gern gehörte einbeimiſche Sängerin, Fräulein Eliſabeth Keilmann die Arie aus Meſſias:„Ich wriß. daß mein Erlöſer lebt“. Herr Friedrich Krämer, als vorzüalicher Nioliniſt bekannt. ſpielte die Cleaie“ von H. W. Ernſt. Hierauf hielt Lehrer Klar eine tiefdurchdachte Anſprache. der er den Leitgedanken zu Grunde legte:„Wenn auch der Leib in Staub zerfalſen. lebt doch der große Name noch.“ In beredten Worten erinnerte er an die außerordentlichen Leiſtungen derer, die vor dem Feind geſtanden. mie ſie gelitten und ihr Herzblut fürs Vaterland hingegeben haben. Ihnen ſind wir ewig Dank ſchuldig. Draußen in aller Welt finden wir ihre Gräber. dieſe müſſen wir betreuen. das iſt Ehrenyflicht. Gar manches Grab iſt ſchon verfallen und niemand kümmert ſich mehr darum. Aber der Seelen derer müſſen wir gedenken, die in beiden Gräbern ruhen. Sie ſind eingegangen zum ewiqen Frieden, durch Chriſtus zum höchſten Gott. Bewahren auch wir den irdiſchen Frieden, laſſen wir Konfeſſions⸗ und Parteiſtreſt vor ihnen ſchweigen. Mit dem Mahnruf:„Seid einia. einig, einjal“ ſchloß er ſeine Aus⸗ führungen. Zwei chriſtliche Lieder„Ave Maria“ von Schubert und „Kanatine“ von Neff und der Chor„Abends“ von C. Schulken, be⸗ ſchloſſen die erhebende Feier. Aus dem Lande 7 Von der Bergſtraße, 28. Febr. Einige wirklich ſchöne Früh⸗ d lingstage hat uns die letztvergangene Woche aus dem Gewoge der *a et ſo ſahr veränderlichen Witterungsverhältniſſe gebracht. Goldner Sonnenſchein glänzte über Wald und Flur. Garten und ½9 Kuch ſbellenweiſe ſoweit abgetrocknet, daß mit der Bear⸗ beitung begonnen werden kann. In den Gärten hat man ange⸗ fangen, die Beete für Frühſämereien unzulegen. Auch auf den 45 5 ein einiges Leben eingekehrt; denn die Vorbereitungen für die rühjahrsſaat Gafer, Gerſte etc.) werden allgemein getroffen. An machen Plätzen iſt ſchon mit der Ausſaat begonnen worden. In an⸗ dern Lagen muß bei der diesjährigen Bodenbefeuchtung noch vorher der trocknende Märzwind ſeine Schuldigkeit tun.— Das Frühobſt iſt verhältnismäßig weit vor, was immerhin bei dem Frühnebel und der Froſtgefahr bedenklich erſcheint. 25 Kehl, 1. März. Im Zuſammenhang mit dew Methyl⸗ alkoholfällen iſt der Inhaber der Branntweinbrennerei und Likörfabrit Friedrich Kaiſer in Hausgereut verhaftet worden. * Offenburg, 28. Febr. In der Methylalkohol⸗Affäre wird wei⸗ ter bekannt, daß außer dem Kaufmann Julius Bruchſaler nun⸗ mehr auch noch der Kaufmann Hermann Bote in Offenburg, jetzt in Kehl und der Kraftwagenführer Franz Braun von Achern Methylalkohol(Methanol) als hochprozentigen neutralen Brannt⸗ haben. Vor Weiterbetrieb und Genuß dieſes gefährlichen Giftes wird durch die Staatsanwaltſchaft nachdrücklichſt gewarnt.— Der Schnellzug BaſelMannheim, der um 2 Uhr nachts Offenburg paſſiert, iſt bei der Blockſtation Apnenweier in eine Schafherde Daos danbbore Seffenpulver- 8/oſzie 0eee ee und 5 ng! Oixin Isi fir ſece eeeeee. Hesocers Oreiſſefl auen fur Maseſinenudsene æz gefahren. Zehn Schafe wurden getötet. AseH⁰Lẽ)ʒ eejgnei veruencen Ounè Giiou. wein zur Vermiſchung mit Trinkbranntwein in den Verkehr gebracht * Lahr, 1. März. Bei einer Zwar gsverſteigerung wurde für ein mit 43 000 RM. geſchätztes, im beſten baulichen Zuſtande be⸗ findliches Haus mit Oekonomiegebäude 25 000 Mark geboten. * Konſtanz, 1. März. Samstag früh wurde der an der Jäger⸗ kaſerne patrouillierender Wachtpoſten, ein aus Straßberg (Hohenzollern) ſtammender Gefreiter der 9. Kompagnie des Jäger⸗ bataillons Konſtanz tot aufgefunden. Der Körper war, offenbar durch Exploſion einer Handgranate, die er am Koppel hängen hatte, furchtbar zerriſſen. Es iſt möglich, daß der Soldat Selbſtmord ver⸗ übt hat. Das Gewehr war abgeſchoſſen und die Kugel durch den Kopf gegangen. Nus der pfalz Jur Verhaftung des Bürgermeiſters Süß⸗Oppau :: Frankenthal, 1. März. Zur Affäre Süß erfährt das„Fran⸗ kenthaler Tageblatt“ folgende Einzelheiten: Süß ſtand bei einem Teil der Bevölkerung ſchon ſeit langer Zeit im Verdacht der Amtsuntreue. Seine auffallend verſchwenderiſche Lebensweiſe, die ſelbſt mit dem Einkommen der ſtaatlichen Beſoldungsaruppe 13 nicht in Einklang zu bringen war. und die brutale Art. wie er ſich in Gemeindengeſchäften freie Hand zu verſchaffen wußte. waren die Ur⸗ ſache der Vermutungen, die allmählich beſtimmtere Formen annah⸗ men. Man hatte ſchon Ende 1924 Beweiſe dafür, daß Süß tatſächlich und wiederholt perſönlichen Nutzen aus Gemeindegeſchäf⸗ ten gezogen hatte. Die unmittelbar vor den Gemeinderatswablen 1924 erfolgten Angriffe gegen Süß in der Ortspreſſe ließ man höhe⸗ ren Orts trotz der Schwere der Anklage als Wahlmanöver unbeach⸗ tet. Die von Süß öffentlich angedrohte Klageerhebung gege die Urheber der Preſſeangriffe unterblieben wohlweislich. Dem bei der Nachricht von der Verhaftung des Bürgermeiſters Süß erwähnten Fall der Beſtechung lieat folgender Tatbeſtand zu Grunde: Die Gemeinde Oppau hatte im Sommer 1924 für die In⸗ ſtallierung eines Volksbades im neu erbauten Peſtalozziſchulhauſe 120 000 Mark ausgeworfen und den Auftrag im Submiſſionswege an eine inzwiſchen in Konkurs geratene Mannheimer Firma er⸗ teilt. Dieſe Firma präſentierte bei Fertiaſtellung ihres Auftrages der Gemeinde eine Abrechnung im Betrage von 227 000 Mark. Ohne dem Gemeinderat einen Cinblick in die Rechnung zu ermöalichen, und auch die Mehrforderung zu beagründen, veranlaßte Süß eigenmächtig wie immer, die Auszahlung des vollen Rechnungsbetrages. Die wie⸗ derholt geforderte Rechnungsauflegung wurde durch Süß unter allen möglichen Vorwänden immer wieder verzögert. und iſt bis heute noch nicht erfolgt. Der Verdacht, daß Suß die Firma in unlauterer Weiſe begünſtiat und auch für ſeine Perſon Vorteile zum Schaden der Gemeinde herausgeſchlagen hat, wurde ſchon im Juli 1925 durch frühere Angeſtellte der Firma beſtätiat. Durch neuerliche eidliche Bekundungen von weiteren Zeugen, wurde der Fall nunmehr vollends geklärt. Süß bezoa für die Abwicklung des Geſchäftes eine Proviſion von annähernd 50 000 Mark. Die Vewaltungsbehörde hat Süß noch nicht vom Amte ſusvendiert, ob⸗ wohl ſieben Gemeinderatsmitalieder dies von dem zuſtändigen Be⸗ zirksamt Frankenthal und der pfälziſchen Kreisregierung forderten. * *Ludwigshafen, 1. März. Am Samstag nachmittag gegen 1 Uhr, entgleiſte im Bahnhof Ludwigshafen der Schnellzug D 87. Die Lokomotive und zwei Wagen ſprangen aus den Schienen. Verletzt wurde niemand der Sachſchaden iſt nicht ſehr groß. Die Urſache des Unfalls ſteht noch nicht feſt. * Oggersheim, 27. Febr. Ueber das Vermögen der Landwirt⸗ ſchaftlichen Warenzentrale„Pfolz“ hier wurde nunmehr durch das Amtsgericht Ludwigshafen der Konkurs eröffnet, ob⸗ wohl die Geſellſchafter beſtrebt waren, einen ſtillen Vergleich mit den Gläubigernd zu tätigen. Der Anmeldetermin wurde auf 13. März feſtgeſetzt. Die Konkursverwaltung liegt in den Händen des Juſtizrat Dr. Strauß(Ludwigshafen). „Kaiſerslautern, 27. Febr. Ein Laſtkraftwagen mit Anhänger einer Weinhandlung ous Pforzheim rannte gegen einen Laſtwagen des Möbeltransporteurs Sander hinter dem Geneſungsheim auf der Mannheimer Straße zuſammen. Der Wagen von Sander iſt mit dem Anhänger vollſtändig demoliert. Die bei⸗ den Inſaſſen des Anhängerwagens ſind ſchwer verletzt. Einem Schwerverletzten mußten beide Beine amputiert werden. Ob er mit dem Leben davonkommt, iſt noch zweifelhaft. Pirmaſens, 28. Febr. Die Holzdiebſtähle im Gebiete des Wasgau haben in der letzten Zeit einen Umfang angenommen der es den Behörden geraten erſcheinen läßt, ganz energiſch dem Mißſtande zu Leibe zu rücken. Sämtlichen Forſtbeamten wie auch den Schlaghütern wurde aufgegeben, die Kontrolle der Fuhr⸗ werke in ſchärfſter Weiſe auszuüben. Jedes Holzfuhrwerk, das im Wadde angetroſfen wird, oder den Wald verläßt, muß ſich der Kon⸗ trolle unterziehen. Bei Nachtſtunden iſt das Abfahren von Holz aus dem Walde verboten. Jeder Fuhrmann muß im Beſitze eines Helz⸗ abfuhrſcheines ſein, Durch dieſe Maßnahmen hofft man, die Holz⸗ diebſtähle zu beſeitigen und damit wieder die ordnungsmäßigen Ver⸗ hältniſſe der Vorkriegszeit herbeizuführen. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat März Rbein-Pigel J 28 24. 25. 26.27. 2. Recar-Pegel] 28. 24 J 25 i T Schuſterinſel⸗.40 1,401.3,.85.35J.25 Mannheim—.40.14.989.J88.8) Kehl..42.40.480242.35 2,27 Jagſtfeld—1 7 Maxau 487.45.60 4,49.41,4.27 Jachf 8 e Mannheim.46335.038.833.65.41 Caud.. 41746390.58,—280 Köln..59.7.83.45.08.31 0— Bei läſtigem Huſten raten wir Ihnen, die von Aerzten als kräftige Huſtenmediz in hervorragend begutachteten„Sagitta“-Huſtenbonbons zu nehmen. Lindern die Schmerzen, löſen den Schleim.„Sagikta“⸗ Bonbous ſind in allen Apotheken erhältlich. Si6 Durch regelmäßigen Gebrauch von Kaneldt's bloehemischen Enkkalk ngs-Tabletten ges. geschũützt nur echt mit dem roten Aufdruck„Vitapral“, Erhältlich in allen Apotheken. Preis RM..30 Emeg Drucksachen-vne IIddelei II. Haaz, U. H..H. — ———AV::———ꝝ 6. Seite. Nr. 101. Neue Mauahein zeung mitiag· Ausgabe) Dienskag, den 2. März 1928 Neue Mannheimer Seitung⸗ andelsblatt Der Jahresabſchluß der Mitteldeutſchen Kreöitbank Wieder 8 v. 5. Gewinnankeil Die Mitteldeutſche Kredilbank, die bei der Goldumſtellung ihr Akkienkapital von 50:1 zuſammengelegt hatte, beweiſt durch ihren Abſchluß für 1925, daß ſie trotz der ſchwierigen wirtſchaftlichen 5 Verhältniſſe verhältnismäßig günſtig arbeiten konnte. Der Rern⸗ gewinn bleibt freilich troz einer Steigerung des Geſamt⸗ umfatzes von 6,9 auf 9,3 Milliarden& und trotz einer weſent⸗ lichen Vermehrung der fremden Gelder etwas hinter dem des Vor⸗ jahres zurück, wohei zu berückſichtigen iſt, daß die Geſellſchaft große Vorſicht und Zurückhaltung ſich auferlegte und auf eine angemeſſene Flüſſigkeit bedacht war. Die Dividende wird wieder mit 8 v. H. vorgeſchlagen, nachdem die Konten Konſortialbeteiligungen und dauernde Beteiligungen bei anderen Banken auch diesmal wieder zum Zwecke der inneren Stärkung des Status auf 1 abgeſchrie⸗ ben wurden. Der Abſchluß zeigt folgendes Bild: Einnahmen 1925 1924 c( 49 212— vviſionen 7957 029 9 453 059 Wertpapiere und Kon ortzalbeteiligungen 454 193 584.182 Berſchiedene Emnahmeenꝰddw 8 339 094 209 386 Ausgaben Gehälter und Geſchäſtsuntoſten 6373 280 7538 802 BWeen 979 062 1288 619 Jy%%⅛wũ ¼ /e/ßßmßñßß.ß. 1447 207 1426 207 Die Zinsgewinne ſind weſentlich geringer als im Vor⸗ jahre, weil das Inſtitut die Anlage in Wechſeln nicht als beſonders flüſſig anſah und weil an kurzfriſtigen Geldern naturgemäß nicht piel zu verdienen war. Die Bank bemerkt dazu im Geſchäftsbericht: zUnſere Bank befleißigte ſich der durch die Verhältniſſe gebotenen Zurückhaltung, ſie war dauernd auf Unterhaltung einer ange⸗ meſſenen Flüſſigkeit bedacht. Von nennenswerten Ver⸗ luſten ſind wir verſchont geblieben, für unvermeidbare Ausfälle iſt hinreichend Vorſorge getroffen. Bei Bewertung unſerer Beſtände und Außenſtände ſind wir vorſichtig verfahren.“ Wenn trotz des Rückganges der Bruttogewinne der Reingewinn ungefähr die Vorfahrshöhe erreichte, ſo hängt dies haupkſächlich mit der Er⸗ mäßigung der Unkoſten durch Perſonalabbau zu⸗ ſammen. Die Bank bemerkt freilich, daß, da hauptſächlich junge Kräfte abgebaut wurden, das Durchſchnittsgehalt faſt doppelt ſo groß ſei als im Frieden. In 1925 wurden 300 Angeſtellte ab⸗ gebaut, am 1. Januar 1926 betrug die Angeſtelltenzahl 1059, das iſt gegenüber dem Höchſtſtande vom Okt. 1923 mit 4200 Angeſtellten ein Abbau von 75 v.., den die Bank aber immer noch als nicht ausreichend bezeichnet. In der Bilanz iſt bei der Zunahme der Kreditoren von 61 auf 90 Mill. zu bemerken, daß die fremden Gelder meiſt kurzfriſtig ſind; ausländiſche Gelder ſind nur in geringer Höhe vorhanden. Die Zunahme des Akzeptumlaufes von 1,1 auf 9,4 Mill. entfiel hauptſächlich auf den Berliner Handel. Was die Verwendung der neu zugefloſſenen Gelder betrifft, ſo ſtieg der Wechſelbeſtand von 18 au, 29 Mill., Reports von 2,7 auf 3,2 Mill. und Debitoren von 34 auf 50 Mill.„1. Im neuen Jahr haben die Reports weiter zugenommen. Eigene Wertpapiere ſind von 1,2 auf 0,7 Mill. durch Abſtoßung zu günſtigen Kurſen zurückgegangen. Die Verpflichtungen werden Durch leicht greifbare Mittel mit 62 gegen 61 v. H. i. V. gedeckt. Die Bank bezeichnet die Beſchaffung langfriſtigen Kredites zu tragbaren Zinsſätzen als das wichtigſte Problem, bezweifelt, ob es mit Auslandskrediten gelöſt werden kann. Ho. l: Verkauf der Kallünkereſſen der Bank für Landwirtſchaft an Wintershall. Wie verlautet, hat die Kali⸗Induſtrie AG. in Kaſſel(Wintershallkonzern) von der Bank für Landwirt⸗ [chaft in Berlin je 90 Kuxe der 100 teiligen Gewerkſchaften Wefensleben, Wolsdorf und Ummendorf gekauft. Außerdem iſt der Kali⸗Induſtrie⸗AG. in Kaſſel von der Bank für Landwirtſchaft ein Optionsrecht auf die 1000 Kuxe Alleringersleben eingeräumt wor⸗ den. Solange die Kupe der Gewerkſchaft Alleringersleben nicht von der Kali⸗Induſtrie⸗AG. übernommen ſind, erhält der Winters⸗ hallkonzern gemäß den Beſtimmungen des bisherigen Verarbei⸗ tungsvertrages die Verfügung über die Abſatzbeteiligung dieſer Gewerkſchaft. . Zuſammenbruch eines Ankwerpener Bankhauſes. Das Antwerpener Bankhaus„Credit Foncier'Anvers“, das vor dem Kriege mit einem AK. von 10 Mill. Fr. gegründet wurde und großes Anſehen in der Antwerpener Metropole genoß, iſt in Bankerott geraten. Die Verbindlichkeiten betragen annähernd 50 Mill. Fr. Zwei bedeutende Bankhäuſer in Brüſſel und zahl⸗ reiche kleine Sparer ſind in Mitleidenſchaft gezogen. Nach der vor⸗ läufigen Unterſuchung, die die Staatsanwaltſchaft vornahm, ſtellte es ſich heraus, daß mit dem Gelde der Sparer in leichtſinniger Weiſe ſpekuliert worden war. Ferner wurde feſtgeſtellt, daß die Bilanzen ſeit Jahren gefälſcht wurden, und daß ganz erhebliche een vorgekommen ſind. Es handelt ſich um einen betrügeriſchen Bankerott. Der Vorſitzende des Aufſichtsrates. mehrere Direktoren und höhere Beamten wurden verhaftet. Neunkircher Eiſenwerk AG. vorm. Gebr. Stumm in Neun⸗ kirchen(Saar). Wie nach dem DHD. verlautet verhandelt eine deulſche Großbank in Amſterdam wegen Uebernahme der 60 v. H. der Aktien des Neunkircher Eiſenwerkes, die ſich im Beſitz der Forges et Acieriers de Nord et de Lorraine befinden. Amerika-Anleihe der Arbed. Die Arbed(Burbach⸗Eich u. Düdelingen) Geſellſchaft plant die Aufnahme einer Anleihe in Höhe von 10 Millionen Dollar in New Pork. 2: Kolbermoor⸗Abſchlüſſe. Bei der Baumwollſpinnerei Kolbermoor ergibt ſich nach Abſchreibungen und Rückſtel⸗ lungen ein Reingewinn von 1071 365, aus dem u. a. 350 000 RI zu Abſchreibungen an Beteiligungen und 625 000 R zu 12,5 (10) v. H. Div. verwendet werden ſollen.— Ddie Spinnerei und Weberei Pferſee weiſt nach Vornahme reichlicher Abſchreibungen einen Reingewinn von 704513 aus, aus dem den go. Rücklagen 100 000 und dem Erneuerungsfonds 125 000 zuge⸗ führt werden und 400 000 R= für eine Div. von 12,5(10) v. H. in Ausſicht genommen ſind.— Bei der Baumwollſpinnerei Unterhauſen beträgt der Reingewinn nach großen Abſchrei⸗ bungen 607 951, aus denen u. a. 300 000 Rückſtellungen auf das in Fertigſtellung befindliche Werk Pfullingen und 225 000.4 für eine Div. von 12,5(10) v. H. verwendet werden.— Die Mecha⸗ niſche Baumwollweberei Kempften ſchließt mit einem Reingewinn von 243 031 ab, aus dem die geſetzliche Reſerve mit 20000 und der Erneuerungsfonds mit 80 000 bedacht werden und 93 000.„ für eine Div. von 6(J) v. H. ausgeſchüttet werden ſollen. 21: G. Schauffelenſche Papierfabrik in Heilbronn a. N. Wie die S. Z. hört, hat ſich eine Gruppe württembergiſcher Papierfabriken durch Aktienerwerb maßgeblichen Einfluß auf die unter GA. ſtehende Geſellſchaft verſchafft. Das Gericht hat den am 13. Febr. angenommenen Vergleichsvorſchlag beſtätigt. .: Auflöſung der Lobers Fleiſchwerke Acz. in Bobingen beſchloſſen. Die geſtrige GV. genehmigte den Verluſtabſchluß und die beantragte Liquidation der Geſellſchaft. Der Verkauf der Fabrik dürfte derzeit wegen des ſtarken Angebots von ſtillgelegten Fabriken ziemlich ſchwierig ſein. Die Ausſichten für ein befrie⸗ digendes Liquidationsergebnis ſeien nicht ſehr gut. Die Organiſakion der deutſchen Luft⸗Hanſa. Die Frage der Organiſation der Einheitsluftverkehrsgeſellſchaft iſt zur Zeit Gegen⸗ ſtand von Beratungen. Es iſt damit zu rechnen, daß die geplante Organiſation bis zum 1. April 1926 beendet iſt. Von dieſem Zeitpunkte ab ſoll von der deutſchen Luft⸗Hanſa die Durchführung des Luftverkehrs über dem deutſchen Reichsgebiet wieder auf⸗ genommen werden. Es beſteht die Abſicht noch mehr Strecken als im vergangenen Jahr zu befliegen. Mit einer weitergehenden erheblichen Steigerung des Verkehrs, die im Intereſſe der Ren⸗ tabilität erforderlich ſſt, kann aber erſt dann gerechnet werden, wenn es der Reichsregierung gelingt, die den deutſchen Luftverkehr emmenden Begriffsbeſtimmungen bei den gegenwärtigen Pariſer Verhandlungen zu beſeitigen. 2: Der Vergleichsvorſchlag bei Kukirol. Die Kukirolfabrik in Groß⸗Salze bei Magdeburg unterbreitet ihren Gläubigern einen Vergleichsvorſchlag, der 40 v. H. und einen Beſſerungsteil von 20 v. H. unterbreitet, Die Geſchäftsaufſicht hatte für den Fall eines Konkurſes nur eine Quote von 18,8 v. H. errechnet. : Amerikaniſches Intereſſe an der Inkernakionalen Schlaf⸗ wagengeſellſchaft in Brüſſel. Nach den jetzt vorliegenden Zahlen über das verfloſſene Geſchäftsjahr verlautet, daß eine Dividende von 70 belg. Fr. auf die Aktie von 100 Fr. entfällt gegen 80 auf die Aktie von 250 Fr. i. V. Ferner wird mitgeteilt, daß ſich eine amerikaniſche Gruppe für die Aktien der Geſellſchaft intereſſiert und alle auf dem Markt befindlichen Papiere durch eine amerika⸗ niſche Bank, deren Sitz ſich in Paris befindet, aufkaufen läßt. „:- Abſchlüſſe. Zwirnerei und Nähfadenfabrik Göggingen: Aus 948 123(1010 260) Reingewinn 675 00(525 000) für 4,5(3,5) v. H. Div. auf Aktien und Genußſcheine, 250 000(450 000) Sonderrücklage, 23 123(35 269)/ Vortrag.— Verein Chemiſcher Jabriken AG. in Zeitz: Verluſt 1832 054 R, zu deſſen Deckung der Reſervefonds von 1,3 Mill. R herangezogen und der Reſt vorgetragen werden ſoll. Verhandlungen wegen en ver⸗ ſchiedener Beteiligungen ſind noch nicht abgeſchloſſen.— Heilmann⸗ ſche Immobiliengeſellſchaft.⸗G.: Verluſt 38 453=IA, der ſich um den Gewinnvortrag von 18 976 auf 19 477 Rel ermäßigt und dann aus der Reſerve gedeckt werden ſoll. Entſprechend der Marktlage wurden nur unbedeutende Grundſtücksverkäufe abgeſchloſſen.— Eiſenwerk Bremerhaven AG. in Bremerhaven: Verluſt 298 946.A. deichsvorſchlag: Kapital von 405 000 auf 85 000=4 herab⸗ geſetzt und um bis zu 185 000 auf 270 000 R⸗„ wieder erhöht. Das Fortbeſtehen des Werkes ſei geſichert.— Allgemeine Rohrleitungs AG. in Hüſſeldorf: Vorausſichtlich kommt Div. nicht zur Verteilung. — Wickingſche Portlandzement und Waſſerkalkwerke Ach., Münſter: 4(wie i..) v. H. Div.— Löhneberger Mühle in Niederlahnſtein: Dividendenlos.— Tederwerke Wieman Ach., Hamburg: 6,5(6) v. H. Div.— Bayeriſche Lederfabrik Franz Vogl. u. Co. Ach., Arrach (Noͤb.): Das unter GA. ſtehende Unternehmen ſtrebt einen Ver⸗ gleich von 25 v. H. an, und zwar ſollen 10 v. H. am 28. Febr. d.., 10 v. H. am 31. März d. J. und 5 v. H. am 30. April d. J. gezahlt werden. Die per 2. Jan. 1926 aufgemachte Vermögensüberſicht weiſt einen Verluſt von 623 219„ aus.— Braunſchweigiſche Bank und Kreditanſtalt Acß. Reingewinn 356 306 7,5(6) v. H. Div. — R. Stock u. Co., Spiralbohrer⸗, Werkzeug⸗ und Maſchinenfabrik Acz. in Berlin⸗Marienfelde: 6 v. H. Div.— Deutſche Telephon⸗ werke und Kabelinduſtrie Ach. in Berlin: 6 v. H. Div.— Kölner Handelsbank Ach.: 7 v. H. Div.— Rieſaer Bank Ach. in Rieſa (Elbe): Nach reichlichen Rückſtellungen wieder 10 v. H. Div.— Ottenſener Bank in Alkong⸗Oktenſen: Wieder 8 v. H. Div.— Dresdner Handelsbank AZ. in Dresden:(Bayeriſche Hypotheken⸗ und Wechſelbauk): Wieder 10 v. H. a. d. StA. und 12 v. H. a. d. VA.— Ach. für Strumpfwarenfabrikakion vorm. Max Segall, Berlin: StA. 7 v.., VA. 6 v. H. Div.— Alexanderwerk A. von der Nahmer Ach., Remſcheidt: Vorausſichtlich wieder 10 v. H. Div! Der Beſchäftigungsgrad. der Geſellſchaft iſt weiterhin befriedigend. — Elitewagen Acz. in Berlin: Nach 120 000 R. Abſchreibungen Ueberſchuß von 24000=I erzielt, der zur Erhöhung des Reſerve⸗ fonds verwendet werden wird.— Skutktgarter Gipsgeſchäft Ach., Antertürkheim: Nach Zuweiſung von 13 400 an Rücklage Rein⸗ gewinn von 31862., woraus 12 v. H. Div. und 10 262 N% Neuvortrag.— Adlerbrauerei Balingen Ac5., Balingen: Aus 52 269 Reingewinn 2(1,40) Re Gewinnanteil je Aktien.— Allgäuer Baumwollſpinnerei und Weberei vorm. Heinrich Gyr in Blaibach: Reingewinn 405 869(287 957)=A, 6 v. H. Vorzugsdiv. und 15(6) v. H. Stammdiv, Betriebseinlagen.132 050(1942 555), Vorräte 953 866(569 629), Kaſſe 14514(142 311), Bankguthaben 102 352(265 508), Debitoren 878 229(691 997, Kreditoren 1 260 057 (1028 854, noch nicht verfallene Traten 138 100, AK. von 2112 000 und Reſerven mit 224 984 Re zu Buche. „. Herabſetzung der Debelzinſen. Die Berliner Stempel⸗ vereinigung hat den Soll⸗Zinsſatz mit Wirkung vom 1. März ab von 10 auf 9 v. H. herabgeſetzt Dieſe Regelung gilt für alle den „Allgemeinen Abmachungen“ angeſchloſſenen Bankenvereinigungen des Reiches. Infolgedeſſen ſich die Geſamtkredit⸗ bedingungen von bisher 12,4 auf 11,4 v. H. J. Einlagenbeſtand der deutſchen Sparkaſſen Ende Dezember. Der Spareinlagenbeſtand bei den deutſchen Sparkaſſen betrug Ende Dez. 1925: 16119 gegen 1551,6 Mill..4 im Nov. Der Giro⸗, Scheck⸗, Kontokorrent⸗ und Depoſiteneinlagebeſtand belief ſich auf 865,7 bzw. 865,2 Mill..Il. 52- Inkernakionale Verſtändigung über Ferromangan. Zwiſchen den deutſchen, engliſchen und norwegiſchen Ferromangan⸗Herſtellern iſt, wie die Köln. Z. zuverläſſig erfährt, eine Verſtändigung dahin⸗ gehend erzielt worden, daß dieſe drei Gruppen ſich gegenſeitig ſchützen und der Reihe nach die Aufträge, die auf dem ſüdweſtlichen Ferromanganmarkt vergeben werden, hereinnehmen. :. Die Kohlenförderung der Welt. Nach den Feſtſtellungen des Bergbau⸗Bureaus der Vereinigten Staaten betrug die Welt⸗ förderung an Kohle leinſchl. Braunkohle) im Jahre 1924 1354,3 gegen 1359,9 Mill. Tonnen im Vorjahr und 1225,5 Mill. Tonnen im Jahre 1922. Der Anteil der Vereinigten Staaten im Jahre 1924 betrug 518,6 Mill. Tonnen(38,29 v..), der Großbritanniens 271,4 Mill. Tonnen(20,04 v..), Deutſchlands 243,2 Mill. To. (17,97 v..), Frankreichs 45 Mill. To.(3,3 v..), der Tſchecho⸗ Slowakei 35,6 Mill. To., Polens 32,3 Mill. To., Japans 31,8 Mill. To., Belgiens 23,4 Mill. Tonnen. Deviſenmarkt Europäiſche Deviſen durchweg abgeſchwächk Der internationale Deviſenmarkt war geſtern ruhiger wie in der Vorwoche. Von New Pork ausgehend verzeichneten faſt ad liche europäiſche Deviſen eine Abſchwächung. Das engliſche Pfund ſtellt ſich international auf 48575 92051 Kabel(48676), London gegen Paris 132,25(13296), London—Brüſſel 106(107), London gegen Mailand 121, Kabel—Schweiz 519,50, London—Schweiz 25,25, Holland—Schweiz 208, Paris—Schweiz 19,10(19,00), Mai⸗ landSchweiz 20,85, Kabel—Holland 249,75, London—Holland 12,14, London—Oslo ſchwächer 22,60(22,50), London—Stockholm 18,10, London—Kopenhagen 18,70, London—Madrid 34,50, Hol⸗ land—Paris 1090, Mailand—Paris 109,25(10956), Brüſſel gegen Paris 123,75(124). In.A laſſen ſich folgende Kurſe feſtſtellen: London 20,40,75(20,41), Paris 15,40, Zürich 80,80, Mailand 16,85, Holland 168,10, Prag 12,44, Oslo 90,35(90,65), Kopenhagen 109,10, Stockholm 112,70(112,75), Brüſſel 19,10, Madrid 59,20, Argentinien 170,80(171,50), Japan 191(191,90). n Teemarkt.(Originalbericht von Hermann Kaufmann, Pagoda⸗Teeimport, Mannheim.) Die Tee⸗Auktlon in Amſterdam am 25. Febr. umfaßte etwa 12 600 Kiſten Java, etwa 2400 Kiſten Sumatra und 400/ Kiſten Chinatee. Die Qualitäten befriedigten im allgemeinen nicht, deshalb verlief die Verſteigerurn⸗ ſehr unregel mäßig. Bruchtes waren ſehr gefragt und mußten z. T. etwa 5 bis 10 Ets. über die Taxen bezahlt werden. Gute Blatt⸗Tees wurden ebenfalls einige Cents teurer gekauft, während geringere Sorten billiger zu haben waren. Nächſte Verſteigerung 18. März. Das Ergebnis der letzten viehzählung Starke Verringerung der deutſchen Viehbeſtände In der deutſchen Viehhaltung iſt nach der letzten Viehzählung am 1. Dez. 1925 bei faſt allen Nutztierarten ein Rückgang gegenüber 1924 erfolgt, darunter an Rindern um insgeſamt 0,8 v.., Schweinen um 4,4 v.., Schafen um 17,3 v. H. und Ziegen um 13 v. H. Dieſe Abnahme dürfte zurückzuführen ſein auf die unzureichenden Erträge der Futtermittelernte 1924 und auf die erſchwerte Wirtſchaftslage der Landwirtſchaft, die allgemein zu einer größeren Abſtoßung von Vieh veranlaßte. Die Ver⸗ ringerung der Viehbeſtände vollzog ſich hauptſächlich bei den für die Nachzucht in Betracht kommenden jüngeren Alters⸗ klaſſen, und zwar durchweg bei allen Tierarten einſchl. der Pferde. Im Vergleich mit der Vorkriegszeit weiſen die Ergebniſſe von 1925 bei den meiſten Tierarten noch einen niedriegren Beſtand auf. Verhältnismäßig am ſtärkſten iſt die Verringerung der Beſtände an Schweinen, bei denen ſich gegenüber 1913 ein Ausfall von 28 v. H. ergibt. Auch der Geſamtbeſtand an Rindern hat ſich bedeutend, und zwar um 7 v.., vermindert. Höher als in der Vorkriegszeit ſtellt ſich nur der Beſtand an Ziegen(um rund 20 v..), ſowie an Pferden(um rund 3 v..). Die Zunahme des Pferdebeſtandes iſt um ſo bemerkenswerter, als die Verwen⸗ dung von Kraftfahrzeugen gegenüber der Vorkriegszeit ſtark ge⸗ ſtiegen und der Bedarf an Militärpferden bedeutend eingeſchränkt iſt. Ho. Mannheimer produktenbörſe m- Mannheim, 1. März.(Eigener Bericht.) Infolge der von den ausländiſchen Getreidemärkten gedrahteten höheren Kurſe und erhöhten Forderungen geſtaltete ſich die Tendenz am hieſigen Markt etwas angenehmer. Das Geſchäft blieb aber weiter ruhig, da die Käufer Zurückhaltung beobachteten. Biertreber mit Sack 16,50 R⸗l. Amtlich wurden nachſtehende Preiſe feſtgeſtellt: Die Kurſe verſtehen ſich per 100 Kilo netto waggonftei Mannheim ohne Sack zahlbar in Reichsmark Preisnotierungen vom 1. März 1925. 8 Weizen inländ. neuer 26.30—27.— Roggenmehl mit Sack 25,50—26,.75 „ ausländ. 31,50—33,.— Weizenkleie mii Sack.——.28 Roggen, inländ, neuer 17.——17,50 Trockentreber 16,50—.— ausländ. 22,.——.— Rohmelaſſe—— Brau⸗Gerſte(neue). 22.——24,50 Wieſenheu, loſe.50— 9,75 Futter⸗„ 16 50—17.50 Rotlleeheu Hafer, inländ. 17,25 19,25 Luzerne⸗Kleeheu loſe 10,.——10,50 „ ausländ. 19,50—22.50 4„ gepreßt—— Mais gelbes mit Sack 18,25—18,50 Preß⸗Stroh 4,80— 5,10 Weizenmehl Spez 0 40.——40,50 Gevundenes Stroh 4,20— 4,70 Weizenbrotmehl Spez. 30.—— 30.50 wWap; mit Sack—.——.— Verteilungspreiſe für die 2. Hälfte Febr. 1926: Weizen, inländ. 2700, ausländ. 28,50 /, Roggen, ausländ. 18,00 /, Hafer, ausländ. 18,00 /, Braugerſte, ausländ. 21,00, Sureuberſe 16,00 1, Mais, gelbes mit Sack 15,50. Kolonialwarenbörſe: Tendenz ruhig. Kaffee Santos 4,10—4,50, gewaſchen 4,70—6,20, Tee gut—8, mittel—10, fein 10—11, Kakao, inländ.—1,20, holländ. 1,40—1,60, Reis Rangoon 0,41, Weizengrieß 0,52, Hart⸗ grieß 0,58, Kriſtallzucker 0,63, alles per Kg. bahnfrei Mannheim. Mannheimer Viehmarkt Dem Viehmarkt am 1. März wurden zugetrieben und bezahlt (Preiſe für 50 Kg. in.): 245 Ochſen: 32—52; 104 Bullen (Farren): 36—49; 550 Küche u. Färſen: 25. 54; zufammen 899 Stück Großvieh; 616 Kälber: 52—75; 68 Schafe:.—38: 2529 Schweine: 68—82 und 6˙Ziegen; zuſammen 4118 Stück. Marktverlauf: Mit Großvieh ruhig, langſam geräumt; mit Kälbern mittelmäßig, ausverkauft; m. Schweinen ruhig, Ueberſtand. Berliner Metallbörſe vom 1. März Preiſe in Feſtmark für 1 Kg. 20 1313*4 28. 1. Elektrolytkupfer 1,35 ½ 1,34 ¼ Aluminium Raffinadekupfer———. in Barren.40..50.40..50 Blei——— inn, ausl.—.——.— Rohzink(Bb.⸗Pr) 7,2-½3.-.3 üttenzinn—.——— 1 Verk.)—.——.— Nickel.40 3 50.40-.50 Plattenzink.-.7 6,6-6,7[Antimon.75-.80.75⸗1. 80 Aluminium.35.40.35..40[ Süber für 1 Gr. 91..92,7 91.292.2 London, 1. März. Metallmarkt(In Lſt. f. d. eng. t v. 1016 Kg. 26 1. J Blei 33.50 33.08 beſtſelect. 63.75 63,75 ink 35.35 35.— cel———.— ueckſilber 14.50 14.50 Zinn Kaſſa 293.— 296,—] Regulus———— Schiffahrt Schiffahrtsbericht vom Oberrhein ee N ü. Mannheim, 27. Februar. Der Waſſerſtand des Rheines iſt immer noch ein ſehr günſtiger. Wenn auch vom Oberrhein etwas„fallend“ gemeldet wird, ſo will das bei dem günſtigen Waſſerſtand nicht viel heißen. Der Hüninger Pegel zeigt heute einen Stand von 1,35 Meter, der Kauber Pegel einen ſolchen von 3,58 Meter. Der Verkehr auf dem Rhein iſt ein ſehr ſchlechter zu nennen, da faſt gar keine Güter z. Zt. am Markt ſind. Beſonders nach dem Arrdeld fahren nur ganz vereinzelte Schleppzüge ab. Der größte Teil der Boote fährt mit zwei höchſtens drel Schiffen im Anhang. Die Schiffe können z. Zt. auf einen Waſſerſtand von 2,20 Meter abgeladen werden. Es kommen daher ſehr wenig Leichterungen vor, nur ab und zu müſſen ganz tief liegende Schiffe geleichtert werden. Als Schlepplöhne werden folgende Sätze notiert: nach Karlsruhe 40—50 Pfg., nach Kehl⸗Straßburg 90—95, Pfg. p. To. der Lade⸗ fähigkeit der Schiffe. Das Talgeſchäft nach der Ruhr iſt in der letzten Zeit do. 3 Monat 60.25 60— 26. 1 Kupfer Kaſſa 59.25 58.90 do. Elektol. 66.50 66.75 ſetwas lebhafter geweſen. Geladene Schiffe gingen viel zu Tal und hatten dieſe meiſtens Ammoniak für Belgien, Abbrände und Erz für den Mittelrhein geladen. Schleppkraft ließ etwas nach und lagen daher Schiffe längere Zeit geladen an der Neckarſpitze und warteten auf Talſchleppgelegenheit. Leere Schiffe gingen faſt gar keine zu Tal, da z. Zt. ſehr wenige hier ſind und die wenigen ſich nach Reiſen hier umſahen. Da auch an der Ruhr das Geſchäft ziemlich nachgelaſſen hat, ſo kamen in letzter Zeit wenige Boote und Schiffe hier an, was zur Folge hatte, daß wie ſchon oben erwähnt, es an Schleppkraft zu Tal mangelte. Der Talſchlepplohn wird z. Zt. noch nach dem Normal⸗Tarif berechnet. An Tages⸗ miete wurden—4,50 Pfg. p. Tag und Tonne bezahlt. Die hieſigen und Ludwigshafener Umſchlagsbetriebe haben auch unter der Stille in der Rheinſchiffahrt ſehr zu leiden und liegen viele Betriebe mehrere Tage in der Woche ſtill. Ddie Hafenboote haben auch nicht vollauf Beſchäftigung und haben Hafenboots⸗ beſitzer, die mehrere Boote fahren haben, einige Bosote ſtill gelegt. Die Neckarſchiffahrt iſt ziemlich lebhaft. Es kommen jeden Tag Kähne zu Tal mit Holz und Salz. Auch geht faſt jeden Tag ein Schlepper mit leeren Schiffen zu Berg. * 1 Frachkengeſchäft in Duisburg⸗Ruhrork vom 1. März Das Geſchäft an der heutigen Börſe war noch immer ſehr ſtill. Es wurden nur wenige Reiſen vergeben, die zu den bekannten Frachtſätzen untergebracht wurden. Ju Berg wurden 70 Pfg. per Tonne ab Ruhrort nach Rheinſtation Baſis Mannheim bezahlt, für Exportkohle blieben die Sätze unverändert. —.—. ——2. · 2e 28 De—— Er — 8 eene enſchen Sehnſucht iſt das Glück, das große alles um⸗ Negenfrei, 4171 FKüc odeen verſtehen darunter Geld oder glauben wenigſtens, das * Unnen. abe mberh n T. 1 lonen. ae ſin zaui elt ein dreſſ nter f bi elwa Daßzer die u ſnbof w ran Glüz icch ſ ee*b t de dem Sei t der Soh n tr m del ct wi ſahren dane Maettdott Sakief a deaf · der 9— daßte dd den Juwele Jepodetig diüc 9 arbere war 1 HKeäleden. iſw und ter dielt. ber Ainen Seet einmal erh * ma 22 Vien— gehabt! dum arme M dihe gelangten, zwei durch das große Los, das in ſeiner vollen oſſt r elten gewonnen wird. eiger durch Erbſchaft die Abh Aaf 5 Aiber war er in einem Baubureau angeſtellt mit einem Iabom Ende geworde Gerocder⸗ die natürlich ſofort einen Verg von Anträgen er⸗ Der tläufig iſt alſo dieſe Familie reſtlos glücklich. alweite iſt ein Gepäckträger aus Barcelona, dem e 55 als gehrer Beſcheid, als der einfache dum gewonnen hatte und deshalb auch die Liſte der Gewinn⸗ eiter, n Geld ab, ür 15 Wochen zum erſtenmal richtig ſatteſſend. Das größte ritte Fall ereignete ſich in Ungarn, wo ein Hotel⸗ 85 damens Adolf Bruck in Budapeſt, die rieſenhafte on hat. Im Jahre 1888 ſtarb in Amerita ein Onkel ſeines r dieſem ſein großes Vermögen als Alleinerben hinter⸗ alen die l inſich u fleradezu kleinen Dörſchen der holländiſchen Küſte wider⸗ ig erLieſer Mann, der ſeit vielen Jahren ſeinem harten und meſg rtragreichen Gewerbe nachging, hatte nicht die mindeſte bar n le Amerika ausgewandert, er ſelbſt beſaß nicht genug, um ſe erie zu ſpielen, und die Fiſcherei iſt ein Handwerk, das en Kröten Mann ernähren, aber doch nur ſelten oder niemals agez öſus werden laſſen kann. nhei ſe dald eit und edlem Glanz enthielt. n Amſterdam, woher ein Waggon voll Juwelenhänd llon er ward die 21 Perlen bald an einen amerikaniſchen ing erkäufen von in holländiſchen Gewäſſern gefiſchten Per⸗ 85 iſt Ausland nur zehn Prozent verdient werden dürfen, und 5 dweifellos, daß der Händler den Prozeß verlieren wird. 1 Sörden dem Fiſcher außer ſeinen 500 000 Gulden noch wei⸗ ung wegen Ankaufs der Muſchel. in der die Perlen lagen. man in London dem Nationalhiſtoriſchen Muſeum einver⸗ angeg leen Vuctt eam ne Dein Kind“.„Du und Dein Volk“.„Du und Deine Seele“ den 2. März 1926 Reue Maunheimer Jeitung /Miſtag · Ausgabe) 7. Seite. Nr. 101 Mãrchenhaſtes Glück Lolteriegewinn und Perlenfund es 5 gebende, alles bringende Glück, das ſelig macht und as loslöſt von den kleinlichen Sorgen des Alltags. was ſie ſich darunter vorſtellen, mit Geld aher w jält ode erkaufen zu ird es ſtets heißen, wenn jemand viel Geld auf r wenn einer plötzlich reich wird: Ja, der hat lle ſind in dieſen Tagen bekannt geworden, in denen enſchen an einem Tage zu ungeheurem Reich⸗ wie Regen aus blauem Himmel kam, und der letzte fiſchen von wundervollen Perlen in einer Bucht, bisher niemals Perlmuſcheln verirrt hatten. Der erſte niker aus Zaragoza, der den Hauptgewinn der en Staatslotterie zog in Höhe von 10 Mil⸗ ehalt, jetzt hat er die ganze Firma aufgekauft und führt einem Namen weiter. Hoffentlich iſt das nicht der An⸗ „denn mancher iſt ſchon über Nacht größenwahn⸗ n. Herr Rodriquez beſitzt eine Frau und eine n n von 4 Millionen zufiel. Natürlich wußte die Mann, der zwar ſeit Jahren in der Lotterie ſpielt, aber noch niemals noch nicht mit der Ziffer ſeines Loſes verglichen hatte. Nachricht erhielt, tat er zuerſt ſeinen Dienſt auf dem bis ſein Tagespenſum erledigt war, dann erſt holte ließ ſich photographieren und ging in ein Reſtau⸗ dieſen Mann wäre es, wenn er keine guten Freunde ihm helfen, das Geld möglichſt ſchnell durchzubringen. ich aber wird er ſie finden. 375 Milliarden Kronen(22 Millionen Mark) nunmehr 38 Jahren ſucht man in ganz Europa nach jenes Univerſalerben, bis man ihn kürzlich in der es Portiers Bruck entdeckte. Der glückliche Erbe hat nke nicht daran, ſeine Portierſtelle aufzugeben, da e, was er mit ſo viel Geld anfangen ſolle. Wer ſo hat, wird es gewiß noch zu etwas bringen. märchenhaftes Glück aber iſt einem armen Fiſcher mals zu Geld zu kommen. Keiner ſeiner Vorfahren Und dieſer Mann fiſcht eines einem Zentner Kleinfiſche zuſammen in ſeinem Netz nmuſchel, die 21große Perlen von herrlicher Das Gerücht drang en ern den armen(jetzt reichen) Mann mit Kaufangeboten Als einer von ihnen 500 000 Gulden auspackte, konnte ſelbſtredend nicht widerſtehen und gab die Perlen hin. los, der anderthalb Millionen Gulden dafür bezahlen s kam dem Fiſcher zu Ohren und ſofort verklagte er nhändler. In Holland beſteht nämlich ein Geſetz, nach im Ganzen alſo 3,3 Millionen Mark zufallen. ſteht der gute Mann mit dem Britiſchen Mufeum in Dieſer Fiſcher(er könnte am Ganges leben) hat Märchen, nur ſind dort(er könnte doch nicht am ) die Menſchen nicht gleich ſo geriſſen. U. E. Nachbargebiete pertheim. 1. März. An den Abenden der vergangenen in der evangeliſchen Kirche eine ſog. Volksmiſſion bei der Studienaſſeſſor Dr. Avemarie aus Darmſtadt Vorträge über Themen vie:„Du und deine Kirche Allabendlich war das Gotteshaus überfüllt und gar man⸗ nen Fragen im Hinblick auf das Evangelium. aleichzeitig aber auch der Geſchehniſſe des täglichen Lebens u. der gegenwärtig ernſten Zeit gedenkend. Seine klaren Ausführungen dürften in gar manchem die Frage wachgerufen„Wo fehlt es bei Dir?“ und ihn auf den rechten Weg zur Gotteserkenntnis gebracht haben. Ai Lampertheim, 1. März. Bei der letzten Brennholzver⸗ ſteigerung aus den Bezirken Untere Wildbahn und Heide der ſtaatlichen Waldungen wurden ganz außerordentlich hohe Preiſe ge⸗ boten. So karmen im Durchſchnitt pro Meter Scheiter: buche 15—18.25 Mk., eiche 11.25—16 Mk., kiefern 14.25—18 Mk.; Knüp⸗ pel: buche 13.75—16.25 Mk., eiche—15 Mk., kiefern.50—12.25 Mk.; Stöcke: buche—.50 Mk. eiche—5 Mk., kiefern.25 bis .25 Mk.; Aſt wellen pro 100 Stück: buche 17—23 Mk., eiche 10 bis 13 Mk., kiefern—13.75 Mk. Größtenteils erreichten die Ge⸗ bote die Höchſtgrenze. Dem armen heſſiſchen Staatsſäckel iſt die Einnahme wohl zu gönnen. Wiederholt hörte man aber auch unter den zahlreichen Stetgluſtigen die leiſe Frage: denkt man auch an das Bezahlen? Stark vertreten waren wieder die benachbarten badiſchen Orte.— Im Gegenſatz zu vorerwähnter Verſteigerung ſtehen die Pachtangebote bei der am ſetzten Dienstag ſtattgefundenen Verpachtung fiskaliſcher Grundſtücke, die ganz erheblich zurück⸗ gingen, ſodaß ein Zuſchlag zunächſt nicht erteilt werden konnte. Während ſich der preis in der abgelaufenen Pachtperiode zwiſchen 50—70 Mk. bewegte, wurden jetzt nur 20 Mark und etwas mehr geboten und nur einige Stücke erreichten die alten Sätze. Auerbach 1.., 1. März. Die Meldung, daß der Gaſthof„Zur Krone“ wieder an ſeinen alten Beſitzer, Herrn Diefenbach, übergehen ſoll und das Erholungsheim in der„Krone“ wieder aufgegeben wer⸗ den ſolle, entſpricht nicht den Tatſachen. Der G..A. denkt, wie er uns ſchreibt nicht daran, ſein Erholungsheim in Auerbach wieder aufzugeben, lediglich tritt demnächſt ein Wechſel in der Heimleitung ein. Die„Krone“ ſteht daher nach wie vor dem öffentlichen Ver⸗ kehr zur Verfügung. * Darmſtadt, 1. März. Im Monat Februar waren in Heſſen zu verzeichnen 26 Konkurseröffnungen und 3 Anordnungen von Geſchäftsaufſichten. Mangels Maſſe wurden 3 Kon⸗ kursverfahren eingeſtellt. *Mainz, 28. Febr Ein ſchweres Flugunglück ereignete ſich auf dem Mainzer Flugplatz, wobei zwei Flieger den Tod fan⸗ den Das Unglück ereignete ſich im Laufe eines Maſchinengewehr⸗ ſchießens von vier Flugzeugen. Eines dieſer Flugzeuge, in dem ſich ein Sergantmajor und ein Mechaniker befanden, ſollte als Zielſcheibe gelten. Bei der Annäherung führte es ein falſch berechnetes Manöver aus und verfing ſich mit dem linken Flugzeug der Gruppe. Dabei brach an dem Flugzeug, das ſich in Höhe von 1200 Meter befand ein Hauptſtück des Apparates. Das Flugzeug ſauſte auf die Erde herab und verlor beide Flügel. Die beiden Flieger fand man etwa 100 Meter entfernt zermalmt vor. Sportliche Kunoͤſchau Lawutennis Der Tenniskampf Frankreich—Amerik. Der Länderkampf der franzöſiſchen gegen die amerikaniſche Nannſchaft brachte den Franzoſen einen weiteren großen Erfolg. Zum zweiten Mal wurde Weltmeiſter Tilden geſchlagen und zwar diesmal von Rens Lacoſte, Frankreichs beſtem Spieler. Tilden chien etwas unruhig und die Ueberlegenheit des techniſch wie taktiſch ehr ausgeglichen und le ſl ſpielenden Lacoſte war offenſicht⸗ lich. Mit:4,:6,:3 mußte ſich der Amerikaner geſchlagen geben. — Ueberraſchenderweiſe verlor Borotra, Tildens erſter Be⸗ ſieger, das zweite Einzelſpiel des Tages gegen Richards. Letzterer beſann ſich auf ſeine bekannt gute„Hallenform“, und trotzdem der Baske den zweiten Satz gewann und im dritten heftigen Widerſtand leiſtete, gewann Richards mit dem Geſamtergebnis:4,:6,:4,:2. Da das Doppelſpiel den Amerikanern kaum genommen werden kann, müßte Frankreich alſo, um den Kampf zu gewinnen, die beiden Einzelſpiele der zweiten Reihe, Borotra—Tilden und Lacoſte Richards für ſl entſcheiden, was angeſichts der bisherigen über⸗ raſchenden Reſultate nicht außerhalb der Möglichkeit liegt. hockey Deulſchland gewinnt den Länderkampf gegen Holland mit:1. Die für einen Hockeykampf immerhin ſtattliche Zahl von etwa 2000 Zuſchauern hatten ſich bei ſchönſtem Frühjahrsweter in Amſterdam zu dem Ländertreffen Deutſchland⸗Holland einge⸗ funden und dürften ſich durch den ihnen gebotenen Sport in jeder Beziehung befriedigt geſehen haben. Der Kampf ſtand in techniſcher und taktiſcher Beziehung auf hohem Niveau; er wurde ſchnell und intereſſant durchgeführt. Die Deutſchen waren ihrem Gegner glatt überlegen. Dieſe Ueberlegenheit kommt in dem erzielten Tor⸗ verhältnis keineswegs zum Ausdruck. Zunächſt waren die Holländer etwas im Porteil und bereiteten der deutſchen Hintermannſchaft bange Minuten. Faſt alle Angriffe wurden von dem ſchnellen holländiſchen Linksaußen eingeleitet, der ſich als der beſte Mann des Sturmes erwies. Nicht lange dauerte es indeſſen, bis ſich die deutſche Elf fand und durch reife Stocktechnik bald in klaren Vor⸗ teil kommt. Der Gaſtgeber wird faſt ausſchließlich in ſeiner Hälfte feſtgehalten. Auch der deutſche Linksaußen gab prächtige Flanken, an deſſen Pforten wieder umkehren. da er nicht einmal zu keinem weiteren Erfolg. Nach Wiederbeginn zieht Holland durch ſeinen Linksaußen gleich. Die Gäſte übernehmen indeſſen ſofort wieder das Kommando und drücken bis zum Schluß des Spieles. Wilkens auf dem Poſten des Mittelſtürmers, gelingt es ſchließlich nach Umſpielung der geſamten holländiſchen Deckung, unhaltbar zum Siegestrefer einzuſenden. Der letzte Teil der 2. Halbzeit verläuft bei drückender Ueberlegenheit der Gäſte, deren Angriffe indeſſen an der ſtarken, aber auch oft glücklichen Verteidigung der Holländer ſcheitern. Motorradſport *Neue Molorrad-Weltrekorde. Der engliſche Motorradmeiſter Temple wartete dieſer Tag auf der Rennbahn von Linas⸗Montlhern günſtiges Wetter ab, um verſchiedene Rekordzeiten aufzuſtellen. Bei Witterungsverhältniſſen ſtürzte er ſich auf die Rennbahn und ſuhr unter offizieller Zeitnehmung folgende drei neue Weltrekorde: 1000 cem-Klaſſe: 50 km in 17:46,58/100 Min. Dieſe Zeit ent⸗ ſpricht einer mittleren Stundengeſchwindigkeit von 168,760 Km. Für 50 Meilen benötigte er 28:32,50/100 Min. Die mittlere Stunden⸗ geſchwindigkeit betrug hierbei 169,160 km. Die Strecke von 100 Em bewältigte er in 35:29,35/100 Min. Die mittlere Stunden⸗ geſchwindigkeit betrug hierbei 169,060 km. Der hervorragende eng⸗ liſche Motorradfahrer iſt auch der Inhaber des Stundenweltrekords für die Klaſſe von 1000 cem, den er mit 164,117 km hält. Schwimmen *Rademacher und Frölich im Training. Nach ihrer am Diens⸗ tag in Newyork erfolgten Ankunft pflegten die beiden deutſchen Meiſterſchwimmer zunächſt einige Tage der Ruhe. Am Freitag wurde ſedoch bereits das Training in ausgiebigſtem Maße auf⸗ genommen. Die beiden Deutſchen trainieren zurzeit im Baſſin des Newyork Athletic⸗Club, wo ihre Uebungen mit größtem Intereſſe verfolgt werden. Beſonders hat der muskulöſe Rademacher auf die Newyorker Sportkreiſe einen guten Eindruck gemacht. Den beiden Schwimmern ſind zahlreiche Einladungen zugegangen, ſie haben ſich aber zurzeit noch für keine einzige entſcheiden können. Boxen *Europa-Boxmeiſterſchaft Domgörgen⸗Devos. Am 10. März wird erſtmalig eine Boxmeiſterſchaft von Europa in Berlin ent⸗ ſchieden. Den Bemühungen der Sportpalaſtdirektion iſt es gelungen, von der Internationalen Box⸗Union die Erlaubnis zu erhalten, den Mittelgewichtskampf zwiſchen dem Europameiſter Rene Devos⸗ Belgien und dem deutſchen Meiſter Hein. Domgörgen als Europa⸗ meiſterſchaft abrollen zu laſſen. Devos, der Beſieger von Molina und Frattini wird für den Deutſchen ein harter Prüfſtein. Dom⸗ görgen konnte bekanntlich gegen Molina nur unentſchieden kämpfen. Als Ringrichter ſoll Henry Bernſtein⸗Paris fungieren. Ein für Europa neuer Mann betritt in dem auſtraliſchen Schwergewichtler Blacky Miller den Ring. Der Münchener Ludwig Hay⸗ mann wird ſein Gegner ſein. Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung, G. m. b.., Mannheim, E 5, 2. Direktion: Ferdinand Hevme. Chefredakteur: Kurt Fiſcher. Verantwortlich für den politiſchen Teil: Hans Alfred Meißner: für das Feuilleton: Dr FFritz Hammes; für Kommunalpolitik und Lokales: Richard Schönfelder; für Sport und Neues aus aller Welt: Willh Müller; für Handelsnachrichten und den aͤbrig. redaktionellen Teil: Franz Kircher: für Anzeigen: J. Bernhardt. Kindertränen ſollten alle Kinderpflegerinnen weniger zu Schlummer⸗ und Scherz⸗ liedchen veranlaſſen, ſondern vielmehr zum eifrigen Bemühen um das körperliche Wohl der Säuglinas. Wie oft werden lange Liedchen ge⸗ ſungen, wo durch Beſtreuen der naſſen und wunden Körperſtellen mit 2 170 Vaſenol⸗Kinder⸗Puder alsbald die Schmerzen des Kindes behoben ind. — ³ ·¹wq1e8 Au.1¹1 ꝛ ꝛ ͤ ·Ü—ßß—— ECCCC Deulſcher bleibe bei der Stange und unterſtütze Deine Preſſel Sie kämpft für Dich und zeigt Dir den Weg zum Aufſtieg. Nur durch ihre Mitwirkung kann der darniederliegen⸗ den Wirtſchaft Hilfe gebracht werden. Sie be⸗ darf zur Erreichung dieſes Zieles des geiſtigen und materiellen Beiſtandes mehr denn ſonſt. Man beſtelle die„Neue Mannheimer Seitung“ für den Monat März bei den Crägerinnen, Silialen, Agenturen oder der Hauptgeſchäftsſtelle E 6, 2. Die bisher erſchienenen Ausgaben werden auf Verlangen nachgeliefert. S8er⁰ deren eine Strantzen in der 15. 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Hiet mit die traurige Mittei ung.daß mein lieber Gaule, Vatei, Buder und Sohn fe Rarl Imhof nach langem, schweren Le den im Alter von 20 Jahfen heute moigen ½5 Uhi Sanft entschlafen 1st. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Auni Imhof nebst Kind Fau Eva Imhof WwòWI. Wwinelm Eisemauu und Frau Familie Otto Auerswald Mannheim, den 1. WArz 1926. Die Beei digung findet Mittwoch, den 3. März. nachmiſiag, ½2 Uht von dei Leichennalle aus siait 60³3⁴ Die Geburt ihres zweiten Sohnes zeigen an Carl Sattinger und Frau Charlotte geb. Koſw. Mannheim, M 6, 16, den l. März 1926 Zi Luisenheim 5968 2 25 Gelucht wer Tuüchtige, ältere Bauſchloſſer Treppengeländer. Arbeitgamt N 6, 3. Alte, deutſche und aut eingeführte Verſiche⸗ rungsgeſellſchaft ſucht für die Kreiſe Mann⸗ heim. Heldelberg, ſowie den Platz Lubwigs⸗ hafen einen 1826 inspektor Der gewillt und in 25 Lage iſt, für weiteren Ausbau und Hebuna der Geſchäfte zu ſorgen. Es mözen ſich nur arbeitsfreudige Herren mel⸗ en. 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September 1925 iſt der Geſellſchaftsvertrag in den 88 4 und 12 entſprechend der eingereichten Niederſchrift, ändert. Alls nicht eingetragen wird veröffentlicht: Der Geſellſchafter Kaufmann Louis Lewinski in Mannheim bringt von der ihm gezen die Ge⸗ ſellſchaft aus Dienſtvertraa und Gewährung eines Kredits zuſtehenden Forderung einen Teilbetrag von 300 000 RM. in die Geſellſchaft ein. Durch dieſes Sacheinbringen iſt die neue Stammeinlage der Geſellſchaſter im Betrage voi 300 000 RM. aeleiſtet. 2. Zur Firma„Otto Greulich, Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung“ in Mannheim Kauf⸗ mann Hans Baumann, Ludwigshafen a. Rh. iſt zum weiteren Geſchäſtsführer beſtellt. Otto iſt nicht mehr Geſchäfts führer. ur Firma„Edinger Lagerhaus-Geſell⸗ ſcbaft mit beſchränkter Haftung“ in Liquida⸗ tion in Edingen: Die Firma iſt erloſchen. Mannheim. den 23. Februar 1926. Amtsoericht. In das Handelsregiſter wurde heute 45 5 77 Zur Firma„Mineralölraffinerie Rheinau Geſelſchaf mit beſchränkter Haftung“ in Rhei⸗ 7277 Dr. Guſtav Ritter iſt nicht mehr Geſchäfts⸗ rer. — Madchen Seriöſes Geſchäft 50 2 575 dr„Koblen⸗ Koks⸗ und Belkel⸗ Tenoulg- Uezeldal man bei Handelsgeſellſchaft mit beſchränkter Haftung“ in Liquidatton in Mannheim. Die Firma iſt erloſchen. 3 Zux Firma„Arnheim&GCo. Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung“ in Mannyeim. Durch Geſellſcha terbeſchluß vom 10. Februar 1920 iſt der Geſellſchaftsvertra) in 8 1 mit einem Zu⸗ ſatz verſehen. Der Sitz der Geſellſchaft iſt nach Heidelberg verlegt. 4. Zur Firma„Geſellſchaft für Induſtrie, Gewerbe u. Handel mit beſchränkter Haftung“ in Mannheim. Der Sitz der Geſellſchaft iſt durch Beſchluß der Geſellſchafterverſammlung vom 3. Februar 1926 nach Grenzach verlegt. 5. Zur Firma„Oberrheiniſche Elektrizitäts⸗ werke Atien eucde in Liquidation in Mannheim. Die Firma iſt erloſchen. 6. Zur Firma„Dresdner Bank Fillale Mannheim“ in Mannheim. Die bisherigen ſtellvertretenden Vorſtandsmitalieder Paul Schmidt⸗Branden und Geora Mosler ſind als opdentliche Vorſtandsmitglieder beſtellt. Bank⸗ direktor Dr. ſur Franz Belitz, Mannheim, iſt zum ſtellvertretenden Vorſtandsmitglied be⸗ ſtellt. Bruno Theusner iſt nicht mehr Vor⸗ ſtandsmit glied. 7. Zur Firma„Mig“ Metall-Induſtrire⸗ Aktiengeſellſchaft“ in Mannheim Die Geſell⸗ ſchaft wird aufgrund des§ 16 der Verordnung über Golbifanzen vom 28. Dezember 1923 als nichtia gelbſcht. Mannheim, den 28. Februar 1928. Amtsgericht. Aigche Verb ent munge! der Staakgeme nde Morgen früh auf der Freibank Kuhtleisch. Anfang Nr 650. 3 Bergstrabg 20. b. Geſchäftsſt. Kauf-Gesuthe E. V. Mannheim. Einladung Die diesjährige ordent⸗ liche Aitabederverzammlung findet am Samstag, den 20. März 1926, abends 6 Uhr im Geſellſchafts⸗ haus ſtatt. Tagesordnung: 1. Jahresbericht; 2. Rechnungslegung; 3. Neuwahlen der Aus⸗ ſchußmitglieder; 4. Wahl der Ver⸗ gnügungskommiſſton; 5. Verſchiedenes. Zur Mitglieder⸗Ver⸗ ſammlung laden wir unſere Mitglieder hier⸗ mit höfl. ein. 553 Mannheim, den 2. März 1928. Der Vorſtand. Tüchtige Buügie in nimmt noch Kunden an Angebote unt. 2. J. 97 B1056 die wohlſchmeckende vitamlinrelche Lebertran⸗ Kraſtnahrung! die Ceſnndhelf und Wider⸗ andskraft der Kinder in jedem Alter und wird, ſelbſt bei Wibertoillen gꝛzen Leberlran, gern genommen diuaſchriften in Apotbeten und Drogerien⸗ ——— iHin Platze ſucht Filtalleiter(in) b. feſt. Gehalt. Kl. Int.⸗ Kapital erfordl. Ang u. A. A. 14 an die Geſchſt. Tüchtiges Naädchen das ſchon in beſſeren Häuſern gedient hat, geſucht B10²7 Vogel. M 7. 20. Solides, treues Mädchen beſtens empfohlen, das in Küche u. Hausarbeit nicht unerfahr., aut. Lohn u. beſt. Behandl. für ſofort geſucht. ohn, Meerlachſtr. 42, üändenhof.*5922 od. unabh. Frau Zmal wöchentl. auf 2 Stund. an Vormitt. geſucht. Fr. Herrwerth. Lager⸗ B1053 ſtraße 7. Zuverläſſ., gut empfohl. 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Joh, Itten aalker und züppeache felcynnastk Matedünnababunpen Tanmlüngssea den bekannlen Vorverkaulsste len und 181⁵ e Talag, gen b. Uerz, Abenls 9 Uüt, 4a8inn f1 HMarttolst Planos E Kauf!. Mleie D 813 Heckel Plano Lager 0 3, 19. Planos Piano- u. Flügel. tabr,k, C 4, 4. 883 Tünanan Duntepn Fahrräder eistkl Fabsikate wie: Dürkopp Miele, Presto, Opel Zubehö.Eisatzteile Reparaturwerkstätte Uanst. Zahl ngsbedingungen L. fablan Hachf. D 5. 7 fel. 3˙38 78049 Passhilder lasch und billigst Berliner Atelier H1. 1 393⁵ Aenash nen gebs-aucht, preiswert zu verkauſen Winkel, 3.. Tel 2488 Si? Prachtvolle Küchen- Einfichtungen preiswert zu verkaufen. Binzenhöfer, Augartenſtr. 38. (Große Auswahl.) B1044 15 Eiche, wirklich billig ab⸗ zugeben. B10⁴3 Binzenhöfer lager, Augartenſtr. 38. 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Ueber- wültigende Bilder aus den Hoch- öien und Hüitenbenieben der Deut- schen Werke in Spandau. Der rohe Jubel eines Kindertestes im Film. Dei Boxer Niko Tu foftt in der erschütternden Heizeis, der den Liebhaber seiner Frau etschlägt nolle eine ſün Fideg n littenartt ben Lebengroman einer Maunpal in 7 Akten in den Hauptrollen: 17795 Hanni Reinwald, E. Rückert, Scehröder-Schrom, Klementine Plessner Ein geheimnlsvoller Duft von lüängst vergangenen Biedermeiertagen ein Rascheln von seidenen Roben— das gütige Lacheln der guten alten Zeit— Spinettklänge — Kerzenschimmer— all das beschwört diese llebenswerte Gestalt der,alten Mamsell“ in der Phantasle des Beschauers.. ,Der Fumam 11.10.25) War es nicht eln glänzender Gedanke, dlie Jüngereg räuiein das ſich in der feineren Küche weiter ausbilden möchte, ſucht in größer. Betrieb auf ein. Wochen unentgeltl. Unterkomm., evtl. auch Privat. An⸗ gebote unt 2 K. 98 an die Geſchäftsſt. dheits-, Vortrag mit bemonsirationen — Nur für Damen! Referentin: Die Schriftstellerin Frau M. Sachs. mema: WIlle und Weg zur Schönhelt Körper- und Schönheitspflege. Haarausfall. nung von Falten und Schönheitsfehlern. taugl oipulenz oder Magerkeit ohne Geheimmittel. Ehe- ven iehkeit der Mädchen von heute. 0 nunflehe. Gattenl ebe— Mutterschaft. Das gefährliche Die Sünden der Frau gegen ihren eigenen Körpet tät. Pflege und Behandlung der Frau in den Welches sind die Hauptanlässe 75 vorzeitigen Todes? Karten von Mk.20, Mk..60, Mk..— Iu. nur an der Abendkasse ab.30 Uhr oun s unr beqinnt em Moniag, den 8. März 1926, im„Hoſel odenheimer“, D 3, 2. Ende 10 Uhr? — Nur für Damen über 16 Jahre.k euer Tanz-Kurs Entfernung Liebesehe oder 1057 Gaumont-Woche Nr. 8 pathischer glückuch wird. Hanni Reinwald spieit mii sym- Schlichtheit das dbiave AMädel, das zum Schluß mit ihrem Märchenprinzen(Ernst Rückert) Gerhard Damman hat die geläklhge Handiung in hülosche und ſesseinde Buder gebracht. die ſege beruistütige Frau mit Spannung ver olgen wird. Menschen des noch heute geradezu verschlun- aenen Werkes der Marlitt— wie sle ja un- vergünglich im Volksmunde heift— Im le- benden Bilde auferstehen zu lassen? Sie er- [wachen und wandeln vor uns: Da ist der gut- herzige Konsul, der das arme, verstoßene Komödiantenmädel in seine Obhut nimmt, da Der Regisseur ist die stolze, kalte Frau Konsul, da sind die beiden so verschiledenartigen Söhne, und da ist die alte Mamsell, die verkörperte Llebe und Antausg.80,.00 u..20 an nrnn adüte. Von den zahlrelchen, volkstümlichen Schritften der Marlitt—„Heideprinzeßchen“, „Die Frau mit den Karfunkelsteinen“,„Gold- geise“,„Reichsgräfin Gisela“ u. a.— ist wWohl .oas Geheimnis der alten Mamsell“ der popu- lirste Roman. Als Film dürfte er dleselbe An- erkennung und Interessennahme in Anspruch nehmen können. TAN.schule 1— Wonnung r 6. 14 Tel. 10917 Privat-Unterrichtssaal ür Kurse, kleine Zirkel und Unterticht jederzeit 8 5, 3, part. Neue Tanzkurse deginnen Freitag, den 12 März, 8 Uhr abends, Anmeldungen baldigst erbeten. Ab heute in unserem Theater Die große Besetzung: bOorije van Dekker, die alte Mamsell. Frida Riqchareg Vladimir Orlowyski, Schaubudenbesitzer Guido Schamberg Felicitas, seine Tochter.. Marcella Albani 30 zel- 81051 Heklame-Verkaul dame 1. Hlche Sübunlet, znkt. mt Mlesten beachen Konsul van Dekker Hans Mierendorff Regina, seine Frauvu.. julie Serda Harry 8 8 Harry Halm 4 750 Söhne des Konsuls Amtel FPoiftger Agnes Sorina/ Hermann Picha/ Gerhard Ritterband droßer Oster- in 178ů06 81062) — Gstngen werden enigegengenommen: Mitfwoch Samsfag ab 5 Uhr und Sonnfag vor- von 10—12 Unr im Hofel Odenhe im er, D 5, 2 90 vie ſederzell in meiner Wohnung Augusta-Arlage 23 — Friedrich Heß. kür Herren. Damen und Konfirmanden. Enorme wunder- — bare Auswahl! 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