—— mietete ſein u faſt a Im Stagelegenheiten erledigt. Wittwoch, 5. Mal Neue Hann nepreiſe: In Manmbeim und Hmgedung wrei ins Vetengeig durch die Poſt monatlich.⸗M..50 ohne Vechalſolg. Bei eventl. Aenderung der wirtſchaftlicher Nr. Uniſſe Nachforderung vorbehalten. Poſtſchecktonty Oeſchä Karlsruhe.— Hauptgeſchäftsſtelle E 6. 2.— fraß ſts„Nebenſtellen Waldhoſſtraße 6. Schwetzinger. e 24. Meerſeldſtraße 11.— Telegramm Adreſſe. Frrnierandeiger Mannbeim. Erſcheint wöchentl. zwölfmal, prech-Anichlüſſe Nr. 7941. 7942 7943. 7944 u. 7945 Wittag⸗Ausgabe annheimer Mannheimer General Anzeiger Preis 10 Pfennig 1926—Nr. 206 Jeitung Anzei reiſe nach Tarif. dei Vorauszahlung pro einſn. iengen für Allgem. Anzeigen 0,40.M. Reklam. —4.⸗M. Kollektiv⸗Anzeigen werden höher berechnet Für Anzeigen an beſtimmien Tagen Stellen und Ausgaben wird teine Verantwortung übernommen. 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Die Anzahl der Kraftwagen Im Art ſcheint ſich plötzlich verdoppelt und verdreifacht zu haben. d geſamten inneren London und auf den Straßen nach dem —8 London, 14—15 Km. weit vom Zentrum entfernt, rinnt ein erbrochenes Gewühl von Kraftwagen. Es ſind meiſt nur Privat⸗ fült z Im Innern der Stadt fohren nur wenig Omnibuſſe, die über⸗ en Nach den Vorſtädten verkehrt nur ganz ſporade einmal ein wiſer us. Der Verkehr iſt aber ſo enorm, daß die Führer nicht en, ob ſie ihr Ziel erreichen werden. Als ich eine Kraftdroſchke 157 um in London herum und in die Vorſtädte zu fahren, zögerte d ührer, da er zweifelte, durchzukommen. Alsdann ging es aber Die Straßen gewähren überall ein ſonntägliches Schauſpiel. ockenem Wetter ſcheint ganz London ins Freie gegangen zu nd überall ſah ich rieſige Mengen von Fußgängern, die aber Faſ wie an einem gewöhnlichen Volksfeiertag, ihres Weges zogen. 8 alle waren gut gekleidet, in ihren Sonntagsanzügen und guter 700 Baſſermannſche Geſtalten oder finſtere leidenſchaftliche Pro⸗ arieranſammlungen ſah ich nicht. Irgendwelche Beläſtigungen des ablitums in den Omnibuſſen und den Autos fanden nirgends ſtatt. 805 Perſonentransport der Hauptſtadt iſt aber am erſten Tage be⸗ iis total zuſammengebrochen. Mit Ausnahme bon einigen wenigen erſonenzügen am Morgen ruhte der Bahnverkehr vollſtändig. Die aenbafe liegen verödet und das geſamte Untergrundbahnnetz geſt geſchloſſen. Der Straßenbahnverkehr iſt ebenfalls völlig ein⸗ ellt. Es gibt in London keine wilden Gefährte wie in Deutſch⸗ nd beim Generalſtreik. Die Millionen Angeſtellter, die in London 9 usſchließlich in den 10—15 Km. weit entfernten Vorſtädten ene mußten zu Fuß wandern, ſofern ſie überhaupt ins Geſchäft Mömt Das Geſchäftsleben iſt daher ſchwer ge⸗ Die Regierung, Büros, Banken und großen Anſtalten 5 ſichtigen die ſchleunige Errichtung von Schlafſälen für ihre An⸗ ſtellten. Der Innenminiſter erließ durch Rundfunk einen an die Bewohner der inneren Stadt, ſolche Angeſtellten 00 der Vorſtadt zu beherbergen. Autodroſchken ſind nur ſchwer Stadd unerſchwinglichen Preiſen zu haben. Es heißt, verſchiedene und Untergrundbahnen ſollen heute einen beſchränkten Per⸗ ehr eröffnen. Es bleibt abzuwarten, wieweit er funk⸗ wird. Die Poſt ſcheint auch vollkommen zu ſtocken. Es ir 1 keine Austragungen ſtatt. Auf den Poſtämtern erklärte man eltab keine kontinentale Poſt befördert werden könnte. Die ſedoch ungen haben ihr Erſcheinen eingeſtellt. Die Regierung gibt der—— offizielles Blatt„Die britiſche Gazette“ heraus. 10 Lebed unt Neugteitendienſt iſt ſehr dürftig. Er kündigt an, daß werden ensmittelzufuhr normal ſei, daß aber die Milch heute teurer Nande würde; alſo die Höchſtpreiſe brechen ſchon zuſammen. Im en erc Ruhe. Verhandlungen fanden nicht ſtatt. Das Par⸗ tagte nur kurze Zeit. Im Unterhaus wurden nur Der Streik wurde nicht erwähnt. ſtatt. Lord Haldane ort 9 Vorwürfe, daß ſie die Verhandlungen nicht arte 82 e nahm für die Regierung Partei und kungre 2 50 egierung die Herausforderung des Gewerkſchafts⸗ datte 5 Es fand ein Kabinettsrat ſtatt. Baldwin erleß ein 5 nz beim König. Der Gewerkſchaftskongreß Icnals— anifeſt, worin er erklärt, daß die Befolgung des Streik⸗ ſteht 8 Seicaft alle Erwartungen übertreffe. Infolgedeſſen wber üibe ft in ganz England ſtill. Die Streikenden bewahren vollkommene Ruhe: Das Publikum iſt mit der den zuhalken ce Zähigkeit entſchlofſen, durch⸗ begen die Bu ie ganze Mittelklaſſe betrachtet den Streik als eine kigu ürgerſchaft und die Verfaſſung gerichtete Vergewal⸗ dieſ ug und ſympathiſiert mit den Bemü Aatern 8 energiſch en emühungen der Regierung, und 5 ee Die Zuverſicht, daß es gelingen müſſe, alb d iknichtlange dauern kann, herrſcht außer⸗ or. Der Rundfunk verbreitet die Na 10 er Arbeiterklaſſe überall v wüag cht. daß in Sheffield die Setzer wieder in die Druckereien zu⸗ wieder aufgenommen haben. ſulgedeebrt ſind und die Arbeit heute Zeitungen erſcheinen. eſſen werden in Sheffield Der amtliche Bericht Der j mend 85 auadi perbreitete amtiche Bericht ſeel, übereinfüm⸗ ö e 85 in Schottland und Wales als itt om Streik ni i telece e te ge müchpres würde egegt. de in, die Ruhe wie der Bericht betont, auf die Streikenden aiſchen Nothilfe in 520 mung zu wahren. Die Werbebüros der Tech⸗ galeaſtgt 91 in den Provinzen ſind ſehr erfolgreich roßen Sym pathieſtrel iſt zurzeit der, daß es ſich um einen dandel eik, aber ni i lſtrei t, d aber nicht um einen Generalſtreik arezwar Unbequemlichkeiten, aber keine ernſten Störungen 5 m W. Lebens bedingt. Auf der Eiſenbahn wurden e rungsmittelzüge gefahren und in Lon⸗ 708 den Die Nordlo 10 mansworth, na icht Oſt⸗Weſt⸗Linie der 55 hnlinien ſind einige ſahr mit Verſpätung die ten ſin Folkeſt ſind auf eine Fahrt Dover—Oſtende, Dover—Calais ſowie Bei tr ruhig, berhaus 15 in. cte— fand eine kurze m ͤden Verkehr wieder auf, ebenſo die Unte rgrundbahn. Auf faſt allen Fernzüge in Betrieb, die ohne Stö⸗ dehnt hat, kann ſelbſt der„Dailiy ndoner Vorortsbahn nach Harrow, Ux⸗ Reiſe vollenden. Ddie Kanalüber⸗ Durch königlichen Erlaß haben die Polizeibehörden die Befugnis erhalten, ohne Hausſuchungsbefehl jedes Gebäude zu betreten, in dem aufreizende Druckſchriften hergeſtellt werden. Der Betrieb in den Läden und Warenhäuſern iſt faſt normal. Das Per⸗ ſonal iſt vollſtändig erſchienen. Die Büros der City und Börſe arbei⸗ ten in ſchwächerer Beſetzung bei ſtark eingeſchränktem Geſchäft. Baldwin erſtattete dem König Bericht über die Lage. Darauf fand ein Kabinettsrat ſtatt zwecks Erlaß neuer Notverordnungen. Die Arbeiterpartei wird im Unterhaus ankündigen, daß ſie vorläufig nur an Sitzungen teilnimmt, in denen die Kriſe öder andere wichtige politiſche Fragen beraten werden. Der Prinz von Wales kam von Biarritz in Paris an und flog abends nach London weiter. Die Flugzeuggeſellſchaften haben ihren Dienſt verſtärkt, fordern aber gleichzeitig doppelte Preiſe für die Ueberfahrt Paris—London. Durchbrechung des Generalſtreiks Der Streik der Eiſenbahner und Transportarbeiter iſt keines⸗ wegs ein voller Erfolg. Die Eiſenbahngeſellſchaften konnten durch ein größeres Angebot von Arbeitswilligen jeder Art bereits geſtern nachmittag einen umfangreichen Notfahrplan der von London aus⸗ gehenden Fernzüge durch Radio ankündigen. Die Streikbrecher ermöglichten auch die Wiederaufnahme des Vorcortverkehrs auf den meiſten Londoner Vorortſtrecken. Auch in Mittelengland und Schott⸗ land iſt der Perſonenverkehr, wenn auch noch unregelmäßig und ſehr ſtark beſchränkt, bereits wieder in Gang gebracht worden. Die wichtigſten Regierungsorgane, die„Times“, die„Morning Poſt“ und der„Daily Erpreß“ haben geſtern nacht den Verſuch gemacht, eine kleine Auflage für den Londoner Straßenverkauf zu drucken. Die Typographen⸗Gewerkſchaft hat dieſe Ankündigung mit einer ſtarken Beſetzung der Eingänge jeder Londoner Zeitung durch je 30 Mann Streikpoſten beantwortet. In Journaliſtenkreiſen iſt man auf Zu⸗ ſammenſtöße zwiſchen Streikpeſten und Polizei gefaßt. Da die ˖ h Herald“, das offizielle Blatt der Gewerkſchaften, nicht erſcheinenn. die Auswirkungen auß die deutſche Schiffahrt Ueber die erſten Auswirkungen des engliſchen Generalſtreiks auf die deutſche Schiffahrt erfahren die„Hamburger Nachrichten“ folgen⸗ des: Die Hamburg⸗Amerika⸗Linie nimmt für den Dampfer„Deutſch⸗ land“ keine Paſſagiere nach Southampton an, da nach den neueſten Meldungen Ausſchiffungen dort nicht ſtattfinden. Ob der Dampfer Southampton anläuft, iſt vorläufig noch unbeſtimmt. Dagegen lag geſtern vormittag in dem Paſſagierbüro des Norddeutſchen Lloyd in Vremen eine Meldung vor, wonach der Dampfer„Columbus“ Southampton anlaufen wird. Die für geſtern angekündigten Aus⸗ fahrten ſind größtenteils bis auf Weiteres verſchoben worden. Auch die engliſchen Reedereien halten ihre Schiffe in Hamburg zurück, da ſie für die Dauer des Streiks hier billiger aufgelegt werden können als in engliſchen Häfen. die Rückwirkung auf Frankreich V Paris, 5. Mai.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) In den franzöſiſchen Gewerkſchaftskreiſen wird der Generalſtreit mit ge⸗ ſpanntem Intereſſe verfolgt. Geſtern abend fand eine Sitzung der Gewerkſchaftsführer ſtatt, in deren Verlauf beſchloſſen wurde, alle Aniſtrengungen zu unternehmen, um dem engliſchen Generalſtreik zum Erfolg zu verhelfen. Vorausſichtlich werden die franzöſiſchen Arbeiter die Bewegung mit Geld unterſtützen. Von einem Solidaritätsſtreik iſt dagegen nicht die Rede. Immerhin traten geſtern in einer Autofabrik in dem kommuniſtiſchen Pariſer Vorort St. Oure 2000 Arbeiter in einen Sympathieſtreik für die eng⸗ liſchen Grubenarbeiter. Die Delegierten der Metallarbeitergewerk⸗ ſchaften, die an den Streikverſammlungen teilnahmen, verſprachen, die verſchiedenen Gewerkſchaften hinſichtlich eines gemeinſamen Sym⸗ pathieſtreiks zu beeinfluſſen.* Aus Boulogne wird berichtet: Der Paſſagierverkehr zwiſchen Frankreich und England iſt ſeit geſtern mittag vollkommen eingeſtellt. Ein einziger Dampfer, der am Vortage aus England eingetroffen war, fuhr gegen Mittag zurück. Seither iſt kein einziges Schiff mehr eingetroffen. Alle Hotels ſind mit Reiſenden, die ſich ein⸗ ſchiffen möchten, überfüllt. Die Hauptſache davon ſind junge Leute, die ſich der engliſchen Regierung als Freiwillige zur Verfügung ſtel⸗ len möchten. Einige engliſche Frachtdampfer, die vor dem Streik⸗ ausbruch Kohlen nach Boulogne gebracht hatten, konnten geſtern mit Lebensmitteln beladen, zurückfahren. Da jedoch die engliſchen Dock⸗ arbeiter nur die unentbehrlichſten Lebensmittel verladen, waren die Kapitäne genötigt, mehrere hundert Kiſten Südfrüchte und 200 Wa⸗ gen neuer Kartoffel zurückzulaſſen. Vorausſichtlich werden bei anhal⸗ tendem Streik die franzöſiſchen Kanalhäfen ſchnell mit Waren ver⸗ ſtopft werden. Namentlich der Export von Frühgemüſe nach London iſt unterbunden. Sympathiekundgebung 5 indiſcher und auſtraliſcher Arbeiter V Paris, 5. Mai!(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Aus London wird berichtet: Die indiſchen und auſtraliſchen Arbeiter haben den im Streik ſtehenden Gewerkſchaften telegraphiſche Sym⸗ pathiekundgebungen übermittelt. Ein Teil der Arbeiterorganiſa⸗ tionen in den Dominions verſprach eine aktive Unterſtützung des Streiks, andere begnügen ſich mit guten Wünſchen. Die ſüdafri⸗ kaniſchen Gewerkſchaften werden morgen über ihre Haltung endgültig Beſchluß faſſen. Einige ihrer Mitglieder empfehlen einen ſofortigen Buchdruckergewerkſchaft die Parole der Arbeitsniederlegung aus prin⸗ zipiellen Gründen auch auf die Arbeiterpreſſe ausge⸗ Neuaufrollung der Flaggenfrage EBerlin, 5. Mai.(Von unſerem Berliner Büro.) Es iſt nicht genug mit der Volksentſcheidskriſe und ihren Begleiterſcheinungen, zu allem Ueberfluß droht nun auch noch der leidige Flaggen⸗ ſtreit die Gemüter gufzuwühlen. Schon im Reichstag hat die Abſicht der Reichsregierung, das Flaggenzeremoniell bei unſeren Auslandsmiſſionen neu zu regeln, viel Aufſehen und ſtarke Erregung hervorgerufen. Wie wir hören, hat den Anlaß zu dieſem Vorgehen der Hamburger Beſuch Hindenburgs gegeben. In Hamburg, wo bei öffentlichen Veranſtaltungen bis zu 80 Prozent Schwarz⸗weiß rot geflaggt zu werden pflegt, hat man ſich dahin geeinigt, die Handelsflagge, die bekanntlich die ſchwarz⸗rot⸗goldene Göſch aufweiſt, zu zeigen. Dieſes Beiſpiel hat offenbar dn Außenminiſter auf den Gedanken gebracht, auf ähnliche Art die vielen Mißhelligkeitzen zu beſeitigen, die der Widerſtreit in der Flaggenfrage zwiſchen den deutſchen Behörden im Ausland und den Auslandsdeutſchen immer wieder ausgelöſt hat. Den Wunſch, dieſem Uebel vorzubeugen, wird man nur be⸗ greiflich finden können. Ob freilich der gegenwärtige Augenblick gerade geeignet iſt, die ganze Frage aufzurollen, kann bezweifelt werden. Das Kabinett einſchließlich des demokratiſchen Miniſters Külz und der Zentrumsminiſter Marx und Brauns hat ohne die ſtimmungspolitiſchen Momſente, die gegen die geplante Neuordnung ſprechen, zu verkennen, doch angeſichts desallgemeinen Wun⸗ ſches der ausländiſchen Miſſionen— auch der So⸗ zialdemokrat Ulrich Rauſcher, der das Reich in Warſchau ver⸗ tritt, war in dieſem Sinne vorſtellig geworden!— dieſer Anregung Dr. Streſemanns folgen zu müſſen geglaubt. Man hat ſich dabei offenbar von der Erwägung leiten laſſen, daß es pſychologiſch zugleich auch auf das Ausland günſtig wirken müſſe, wenn jetzt beide Flaggen nebeneinander gezeigt werden. Gegen die Auffaſſung des Kabinetts wird namentlich von Demo⸗ kraten, aber auch von Zentrumsſeite geltend gemacht, daß aller Wahrſcheinlichkeit nach außenpolitiſch gerade das Gegenteil der be⸗ abſichtigten Wirkung erzielt werden würde. Man befürchtet, daß das Auftauchen der Handelsflagge neben der ſchwarz⸗rot⸗goldenen Reichs⸗ fahne als„Ausdruck wiedererwachender imperialiſtiſcher Hoffnungen“ edeutet werden könnte. Die Bedenken der Fraktionen, der Demo⸗ raten und des Zentrums haben ſich denn auch am Abend bereits zu formellen Proteſten verdichtet. Hoffentlich läßt ſich eine Löſung finden, die die innere Kluft nicht noch mehr erweitert. 2 „„„ 5 1 5 Die„Germania“ wendet ſich in außerordentlich ſcharfer Weiſe gegen die bevorſtehende Flaggenverordnung. Das Blatt weiſt darauf hin, daß die Beweiſe dafür fehlen, daß der größte Teil der Auslandsdeutſchen gegen die jetzige Reichsflagge ſei. Außerdem könne ſich niemand auf den Standpunkt ſtellen, daß die 65 Millionen Heimatdeutſcher in der Flaggenfrage nichts mitzureden hätten. Dann heißt es wörtlich:„Man ſagt oft, es fehle den Deutſchen die Zivil⸗ kourage, der Mut in der Politik. Wir finden, daß man unſerer gegenwärtigen Reichsregierung dieſen Vorwurf nicht machen kann. Wir finden im Gegenteil, daß für eine auf ſchwachen Füßen ſtehende Minderheitsregierung ein gerade erſtaunlicher Mut dazu gehört. in den cegenwärtigen kritiſchen Zeiten ohne einen beſonders dringenden Anlaß in das Weſpenneſt der Flaggenfrage zu greifen; wir ſagen mit Vorbedacht, in den gegenwärtigen kritiſchen Zeiten.“ 1 der Keichstag über Sodenreform EJ Berlin, 5. Mai.(Von unſerem Berliner Büro.) Im Plenum des Reichstags ging es geſtern ſehr ſtill und ruhig her. Man unterhielt ſich in einer mehrſtündigen Sitzung über die Boden⸗ reform. Zu der Erörterung dieſes immer dringlicher werdenden Problems, hatten die Demokraten durch einen Antrag, in dem ſie die Vorlegung eines Bodenreformgeſetzes verlangten, den Anſtoß gege⸗ ben. Es würde ſich um ein Geſetz handeln, dem große volkswirtſchaft⸗ liche und ſozialpolitiſche Bedeutung zukommen müßte, da es den Rahmen ſpannen ſollte für unſere Voden⸗, Siedlungs⸗ und Woh⸗ nungspolitik. Ein Entwurf des ſtändigen Beirats für Heimſtätten⸗ weſen liegt dem Reichsarbeitsminiſter bereits vor, der ihn inzwiſchen an die Landesregierungen zur Begutachtung weiter geleitet hat. Da⸗ mit deutet die Regierung an, daß ſie die Notwendigkeit einer einheit⸗ lichen Regelung der Materie und einer Zuſammenfaſſung der vielen auf den verſchiedenen Gebieten erlaſſenen Verordnungen anerkennt. Im Reichstag ſtieß geſtern die demokratiſche Anregung indes nicht auf die allgemeine Zuſtimmung, die ſich die Antragsſteller wohl verſprochen hatten. Nur die Sozialdemokraten und die Kommuniſten, das Zentrum und auch die Bayeriſche Volkspartei waren im Prinzip einverſtanden. Für die Deutſchnationalen machte dagegen der frühere Verbandsdirektor von Großberlin, Dr. Steiniger, und zwar unter Berufung auf die vielen ſchlechten Erfahrungen, die er in der Praxis geſammelt habe, ſchwere Bedenken gegen ein Geſetz geltend, das die Verwirklichung eines großen Teils der Idee bedeuten würde, die der jetzt 60jährige Bodenreformer Damaſchke ſich zum Lebensziel geſetzt hat. Dr. Steiniger befürchtet vor allem, daß das in dem Heimſtättengeſetz vorgeſehene Enteignungsrecht der Gemeinden zu einem Strangulierungsſyſtem gegen den Grund⸗ beſitz ſich auswachſen könne. Obwohl der Demokrat Rönneburg ſich nachzuweiſen mühte, daß durch die geplante Maßnahme nicht der ſolide Grundbeſitz, ſon⸗ dern die Bodenſpekulation getroffen werde, und daß die Ent⸗ eignung nur dem Zweck dienen ſoll, billiges Wohnland zu beſchaffen, fanden dieſe Argumente auch bei der Volkspartei kein Verſtänd⸗ nis, im Gegenteil: Sie brachten ihre ablehnende Haltung in noch weit ſchärferer Form als die Deutſchnationalen zum Ausdruck. Der Weg, der hier gewieſen würd⸗, führe in die allerſchlimmſte Zwangswirt⸗ ſchaft zurück. Zu einer Entſcheidung über den Antrag kam es nicht, da das Teſtone—Pliſſi 7 mun iſſingen beſchränkt. In i lE. Strei j J der engiiſchen, Secleute— 5 Dover findet die 10 Solidaritätsſtre Haus zu ſchwach beſetzt war, als daß der Präſident die Ab⸗ ſtimmung hätte wagen können. — U Rneue Mannheimer Zeitung(Mittag- Aus gabe) Mittwoch, den 5. Mai 1925 Aus dem badiſchen Haushaltsplan Dder haushaltsausſchuß behandelte am Dienstag zuerſt die Frage der Neubauten und bau⸗ lichen Reparaturen im polizeilichen Arbeitshaus Kißlau. Von —9 85 Rednern wurde gegen die ſummariſche Behandlung dieſer Poſition und ihrer Höhe Bedenken geäußert. Bei der Abſtim⸗ mung wurde die Summe von M. 170 000 für ein Kochküchengebäude von den Regierungsparteien und der Bürgerlichen Vereinigung bei Stimmenthaltung der übrigen angenommen. Darauf begann der Ausſchuß mit der Beratung der Titel des früheren Arbeitsminiſteriums und zwar zunächſt mit Titel 7: So⸗ zialverſicherung. Die Ausgaben hierfür ſind ſeit 1924 von M. 178 620 auf M. 249 000 geſtiegen. Der Berichterſtatter Dr. Glockner hatte nichts zu beanſtanden. Titel 8: Wohlfahrtspflege gab Veranlaſſung zu einer längeren Ausſprache über die Organiſation der Wohlfahrtspflege in Baden und die hierfür beſtehenden geſetzlichen Unterlagen. Der Bericht⸗ erſtatter, Abg. Dr. Glockner(Dem.) behandelte eingehend eine Entſcheidung des Bundesamtes für dasHeimatweſen, durch den die in Baden und in andern Ländern beſtehende Trennung der Zuſtändig⸗ keit für die Wohlfahrtspflege als ungeſetzlich erklärt wurde. Danach müſſe alſo der in Baden zur Zeit beſtehende Zuſtand, daß ein Teil der Fürſorge, nämlich die Armenfürſorge, den Gemeinden, bezw. Kreiſen, der andere Teil, die gehobene Fürſorge den Bezirksfürſorge⸗ verbänden zugewieſen ſei, geändert werden. Die Rechtslage ſei dadurch außeroredntlich unſicher geworden. Der Berichterſtatter fragte die Regierung, in welcher Weiſe ſie hier Abhilfe zu ſchaffen beabſichtige. Die erung keilte mit, daß ein Entwurf für ein Geſetz über die Wohtſahntepflehe im Miniſterium des Innern fertiggeſtellt ſei; die in Betracht kommenden Organiſationen der Wohlfahrtspflege würden jetzt Gelegenheit erhalten, dazu Stellung zu nehmen. Hier⸗ von würde es abhängen, ob mit einer raſchen Verabſchiedung des Geſetzes zu rechnen ſei oder eine die wieder nur einen Uebergangzuſtand ſchaffen würde, notwendig ſei. Auf alle Fälle müſſe auch im neuen Geſetz das Recht erhalten bleiben, ge⸗ wiſſe Aufgaben der Wohlfahrtspflege der Einheitsorganiſation weg⸗ unehmen und anderen Verbänden zu delegieren. Nach der badiſchen usführungsverordnung zur Reichsverordnung über die Fürſorge⸗ pflicht muß das Land Baden ein Drittel des Fürſorgeaufwandes an die Bezirksfürſorgeverbände vergüten. Hierfür ſind im Staatsvoran⸗ ſchlag jährlich M. 4 085 000 vorgeſehen. Die Zahl der hauptamtlich für die Verwaltungen der Bezirks⸗ fürſorgeämter eingeſtellten Perſonen im ganzen Lond beträgt 103. Das desdrittel im Fürſorgeaufwand wurde genehmigt. Weiter debt der Staatsvoranſchlag vor zur Beteiligung an der Tragung Koſten aller oder einzelner Bezirksfürſorgeverbände 24000%½ gegenüber 1924 26 000% weniger und zur Gewährung von Zu⸗ ſchüſſen an Bezirksfürſorgeverbände 28 500% gegenüber 200 Aim Jahr 1924. Der Ausſchuß behandelte dann eine Eingabe des badiſchen Lan⸗ desverbandes des deutſchen Rentnerbundes, in dem gewünſcht —5 75 die badiſche Regierung möge beim Reich die Bereitſtellung er⸗ Mittel für die Rentnerfürſorge vermitteln und in Baden auf eine Erhöhung der Höchſtſätze beß der Rentnerfürſorge hinarbeiten. Die Eingabe wurde der Regierung empfehlend überwieſen. Die Geſamtausgabe für den Landesfürſorge⸗ verband mit 4 375 000„ wurde genehmigt. Für den badiſchen Frauenve rein ſind 28 000 ¼, gegen 21 800 vorgeſehen. Ein e e ſtellte hierzu die Frage, ob dieſe Poſition zu dteilte hierzu mit, 8 5 Beitrag ſei für die Exiſtenz des Frauenver⸗ eins notwendig und diene im weſentlichen für die Krankenſchweſtern. Dann behandelte der Ausſchuß die Frage der Bekämpfung der Tubexkuloſe und den 5 Stand der Tuberkuloſe im Lande Baden. Hierfür ſind im Staatsvoranſchlag 3 Poſitionen vorgeſehen und zwar im ordentlichen Etat M. 19 000 für die Be⸗ Fämpfung der Tuberkuloſe allgemein, M. 11 300 Beitrag zu den Lungenheilſtätten Friedrichsheim und Luiſenheim und M. 120 000 am außerordentl. Etat ebenfalls zur Bekämpfung der Tuberkuloſe ganz allgemein. Ueber die Verwendung dieſer Beträge teilte die Regierung mit, daß der Betrag im ordentlichen Etat der Verwal⸗ tung des Landesverbandes zur Bekämpfung der Tuberkuloſe und zur Unterſtützung von 2 Tuberkuloſeſtellen in Pforzheim und Mos⸗ bach im weſentlichen dienen ſoll, daß dagegen die M. 120 000 im außerordentlichen Etat ausſchließlich zur Durchführung von Heil⸗ verfahren Verwendung finden ſollen. Im Jahre 1924 ſeien 2424 Unterſtützungsgeſuche geſtellt und 2189 Fällen Heilverfahren durch geführt worden. Die Tätigkeit des Landesverbandes zur Be⸗ kämpfung der Tuberkuloſe beſchränke ſich auf nicht verſicherte Be⸗ dürftige. Der größte Teil der Tuberkuloſekranken findet die nötige Unterſtützung durch die Verſicherungsanſtalten. Ueber den Stand der Tuberkuſoſe wurde mitgeteilt, daß ſeit 1914 die Sterblich⸗ keit an Tuberkuloſe um 25 Prozent zurückgegangen ſei, Die Urſache dieſes Rückganges ſei die Tuberkuloſefürſorge. n Jahre 1914 ſeien an Tuberkuloſe allgemein in Baden 3789, an Lungenſchwindſucht 2997, im Jahr 1924 an Tuberkuloſe 3230, an Schwindſucht 2582 und im Jahr 1925 an Tuberkuloſe allgemein 2756 und an Lundenſchwindſucht 2225 geſtorben. Prozentual habe die Sterblichkeit an Tuberkuloſe im Jahre 1914 gleich 11.6, im Jahre 1924 gleich 9,1 betragen. Der prozentuale Anteil der Todes⸗ fälle infolge von Lungenſchwindſucht ſei von 9,5 auf 7,7 zurück⸗ gegangen. 1 Zur Förderung der Krüppelfürſorge ſind im Etat 1400 Mark gegen bisher 4400 M. vorgeſehen. Eine Eingabe des badi⸗ ſchen Krüppelvereins wünſcht die Erhöhung der vorgeſehenen Summe auf 10 000., die von dem Vertreter der Deutſchen Volkspartei befürwortet wurde. Nach den Erklärungen des Regierungsvertreters erhielt der Krüppelfürſorgeverein bisher Mit⸗ tel vom Kreis Mannheim die jetzt gekürzt wurden. Wenn infolgedeſſen der Verein ſeine Aufgaben nicht mehr erledigen könnte, wird ein Zuſchuß notwendig ſein. Ein von den Demokraten, der Deutſchen Volksparkei, der Bürgerlichen Vereinigung und den Sozialdemokraten geſtellter Antrag verlangt die Aufhöhung des Betrages von 1400 M. auf 10 000 M. N SZur Bekämpfung des Alkoholismuns ſind in dem Voranſchlag 11 400 M. gegenüber bisher 13 600 M. eingeſtellt, die dem Verband gegen den Alkoholismus zugewieſen werden ſollen. Der Sprecher der demokratiſchen Fraktion ver⸗ Jangte, daß neue Konzeſſionen für Wirtſchaften ſtreng geprüft und ſeltener als bisher erteilt werden ſollten. Ohne Ausſprache genehmigte der Ausſchuß die vorgeſehenen Beträge zur Förderung der ſozialen Hygiene in Höhe von 3800., der Blindenfürſorge im gleichen⸗Betrage, der Fürſorge für entlaſſene Geiſteskranke in Höhe von 4000 M. und den Beitrag zu dem Aufwand der Erziehungs⸗ und Pflege⸗ anſtalt für Geiſtesſchwache in Mosbach in Höhe von 4000 M. Im außerordentlichen Etat ſind 20 000 M. für dieſe Anſtalt, 80 000 M. für die St. Joſefsanſtalt in Herten, 10 000, M. für die Heil⸗ und Pflegeanſtalt für Epileptiſche in Kork vorgeſehen. Auf eine Frage des Berichterſtatters nach den Gründen der 4. fc dieſer Beiträge wurde von der Regierung geantwortet, daß ſich ihre Höhe nach dem Bedarf richte, der zum Teil durch verſchiedene bauliche Veränderungen bedingt ſei. Dann berichtete der Berichterſtatter über eine Eingabe des Kindererhokungsheims Heuberg, in der gewünſcht, da⸗ Vand möge dem Beſuch dieſer Anſtalt in dieſem Jahre größere In⸗ tereſſe entigegenbringen. Auf Anfrage teilte ein Regierungsnertreter mit, daß die früher für das Erholungsheim eingeſtellten Mittel mit haupt nicht beſchäftigt werden ſollten, des Frqauenvereins ſtändig bleiben ſolle. Die Regierung⸗ Rückſicht auf die Nachwirkungen des Krieges aufgewandt worden ſeien. Mit dem Ausbau des Fürſorgeweſens und der Beſſerung der Verhältniſſe falle der Grund zur Einſtellung neuer Mittel fort. Bau-, Wohnungs⸗ und Siedlungsweſen. In Titel 12 ſind zur Förderung des Wohnungs⸗ weſens im ordentlichen Etat 2000 R gegenüber bisher 10 000 Roll vorgeſehen, während die Koſten der Siedlungsaus⸗ ſchüſſe, die im Jahr 1924 1200 R⸗ betrugen, in Fortfall kommen. Der außerordentliche Etat ſieht an Arbeitgeberdar⸗ lehen des Stagtes zu den Wohnungen für ſeine Beamten und Arbeiter 800 000 Re und für Baudarlehen 1 Million vor. In dieſem Zuſammenhang wurde die Stellungnahme der Regierung zu den Bauſparvereinen, in erſter Linie zu der„Gemeinſchaft der Freunde“! behandelt. Ein ſozialdemokratiſcher Redner verlangte, daß die Regierung vor derartigen Organiſationen warnen ſolle. Die Regierung erwiderte, daß ſie mit aller Kraft gegen dieſe vorgegangen ſei. Von dem geſammelten Gelde der„Gemeinſchaft der Freunde“ ſeien neun Zehntel nach Württemberg gefloſſen, ſodaß die gußer⸗ badiſchen Sparer die Dummen ſeien. In Baden ſolbſt ſeien nur wenig Bauten errichtet worden. Der Bau⸗ und Sparverein Sins⸗ heim habe inzwiſchen ſeine Satzungen entſprechend den Forderun⸗ gen der Regierung geändert, ſodaß gegen ihn keine Einwendungen mehr beſtünden. Der Vertreter der volksparteilichen Frak⸗ tion vertrat denStandpunkt, daß man grundſätzlich alleUntereehmun⸗ gen, die den Wohnungsbau fördern, in ihrer Arbeit nicht hemmen ſolle. Vorgusſetzung ſei natürlich, daß nicht die Gefahr des Betrugs beſtehe. Die Gelder ſollten aber im Lande bleiben. Bezüglich des in Liquidation befindlichen Badiſchen Bau⸗ bundes teilte ein ſozialdemokratiſcher Redner mit, daß bei vor⸗ ſichtiger Schätzung mindeſtens 50 Prozent für die Gläubiger heraus⸗ kommen würden. Im ordentlichen Etat ſind für Gewerbeaufſicht und Arbeitsrecht 290000./ gegenüber bisher 138 900.4 und im außerordentlichen Etat 3 796000 R/ vorgeſehen. Die Poſition des Gewerbeauſſichtsamts mit 188250/ wurde ohne Ausſprache ge⸗ nehmigt. Vei der Beratung der Anforderungen für das Landesamt für Arbeitsvermittlung kam es zu einer längeren Erörterung über die Frage der Arbeitsloſigkeit und der Beſchäftigung von Kriegsbe⸗ ſchädigten und Offizieren. Der Vertreter der Regierung teilte auf Anfrage mit, daß einige Fälle vorgekommen ſeien, daß in den Liſten Arbeitsloſe geführt worden ſeien die nicht vorhanden geweſen wären Dadurch ſei eine ſcharfe Kontrolle notwendig geworden, wodurch ſich der Aufwand für Dienſtreiſekoſten erhöhe. Weiter teilte die Regie⸗ rung mit, daß ſie eine beſondere Abteilung habe, die vor allem die Beſchäftigung der Kriegsbeſchädigten überwoche. Etwa 80—85 Proz. Unternehmungen würden den geſetzlichen Verpflichtungen nach⸗ ommen. Ein Vertreter der Volksparkei wies darauf hin, daß die Beſchäftigung der Kriegsbeſchädigten nicht nur eine materielle ſon⸗ dern auch eine ideelle Frage ſei. Aber nicht nur einzelne Unter⸗ nehmerkreiſe würden ihren Pflichten gegenüber den Kriegsbeſchädig⸗ ten nicht nachkommen, ſondern auch in der Arbeiterſchart herrſche manchmal die Anſicht, daß die Kriegsbeſchädigten erſt in 2. Reihe Arbeit erhalten ſollten, da ſie eine Rente erhielten. Dies ſei unge⸗ recht, denm der Kriegsbeſchädigte beziehe ſeineRente als Entſchädigung für ſein Leiden und könne von ihr nicht leben, ſodaß die Rente auf ſein Arbeitsverdienſt nicht angerechnet werden dürfe. Ein ſozialdemokratiſcher Abgeordneter kritiſierte ſcharf das Ver⸗ halten einzelner Unternehmer gegenüber Kriegsbeſchädiglen und ver⸗ trat den Standpunkt, daß penſionierte Offiziere über⸗ ſo lange es Erwerbsloſe gäbe.() Gegen die ſozialdemokratiſchen Angriffe wandte ſich ein Vertreter der deutſchen Volkspartei, der es als ein Recht auch der Offiziere bezeichnete, ihre Arbeitskraft voll zu verwerten. 15 ee ſich ferner der die in weiten Kreiſe über die Höhe er Bezüge der kriegsbeſchädigten Offiziere herrſchende Aufferſſün und ſtellte feſt, daß gerade deren Bezüge außerordentlich 9 85 ſeien und die Penſionen der höheren Offiziere keineswegs ein Vor⸗ kecht dieſes Berufes wären, ſondern auch von onderen Kreiſen oft bei weſentlich geringer Dienſtzeit bezogen würden. In der Ausſprache griff auch Miniſter Remmele ein, der hierzu bemerkte, daß die Arbeit für jeden Menſchen das Moment ſei, das die innere Zufriedenheit garantiere. Ein arbeitsloſer Menſch würde dauernd ein ſtörender Faktor in der Geſellſchaft bleiben, wes⸗ wegen man vom Standpunkt des Staatsganzen aus dankbar dafür ſein müſſe, wenn jeder eine Arbeitsmöglichkeit erhalte. Dieſe Aus⸗ führungen des Miniſters wurden von dem deutſchvolksparteilichen Sprecher unterſtrichen und gebilligt und darauf verwieſen, daß ein kriegsblinder Offizier im Jahr ingeſamt 1000 Mark erhalte, alſo ein Drittel der Friedensbes üge. Die auch von anderen Parteien geforderte Einwirkung auf die öffentliche Mein zu Gunſten der Beſchäftigung von Kriegsbeſchädigten ſei zu unterſtützen und müſſe von Zeit zu Zeit wiederholt werden. Neuregelung der Erwerbsloſen⸗Jürſorge Auf eine kommuniſtiſche Anfrage wurde von der Regierung mit⸗ geteilt, daß die badiſche Regierung der von der Reichsregierung beabſichtigten Erſetzung der Erwerbsloſenunterſtützung nach Wirt⸗ ſchaftsgebieten durch eine ſolche nach Lohnklaſſen zugeſtimm 55 Auch in Baden habe man die Erfahrung gemacht, daß ſich Arbeitslöhne und Unterſtützungsſätze zum Teil überſchneiden würden. Von ſozialdemokratiſcher Seite wurde der leng Aade die Staatsbeiträge an gemeinnützige Rechtsauskunftsſtellen und Arbeiter⸗ ſekretardate von 5 000 auf 10 000 RM. zu erhöhen. Bei den Koſten des Landesſchlichters wurde von dem ſozialdemokratiſchen und dem Zentrumsredner die Tätigkeit des derzeitigen Schlichlerz anerkannt, der die nötige Ruhe und Umſicht beſitze, um die Parteien zuſammenzubringen. Als Beihilfe zum Abfwand für die Erwerbsloſenfürſorge ſind im außerordentlichen Etat 3 786 000 Mark angefordert. Hierzu teilte der Berichtserſtatter mit, daß bereits inzwiſchen eine Nach⸗ forderung der Regierung in Höhe von 3 168 000 RM. einge⸗ gangen ſei, da die Erwerbsloſigkeit nicht in dem erwarteten Umfang rück, ſei. Der Anforderung und Nachforderung ſtimmte er Ausſchuß zu. Ein Zentrumsredner beſchkoerte ſich über die bürokratiſchen Schwierigkeiten, denen die Ausführung von Notſtandsarbeiten ſehr oft begegne. Von einem Zentrumsvertreter wurde ſchließlich der für die Ausbildung der Betriebsräte in Ausſicht genommene Betrag von 10 000 RM. als zu niedrig erklärt und ſeine Erhöhung auf 15 000 RM. verlangt. In ſeiner heutigen Sitzung wird der Haushaltsausſchuß ſich der Beratung der Anforderung für Landwirtſchaft und Ernäh⸗ rumg im Etat des Miniſteriums des Innern, des Etats des Staats⸗ miniſteriums und ſchließlich des Juſtizminiſteriums zuwenden. Bodenſee⸗Ronferenz der Ehriſtlich⸗nationalen Gewerkſchaſten Am Sonntag ſand unter ſtarker Veteiligung die erſte Bodenſee⸗ Konferenz der Chriſtlich⸗nationaten Gewerkſchaflen in Lindau ſtatt. Es waren zahlreiche prominente Führer der Bewegung des In⸗ und Auslandes erſchienen, u. a. der ehemalige preußiſche Miniſterpröſident Stegerwald, Reichstagsabg. Giesbert, die bayeri⸗ ſchendandtagsabgg. Funke, Kratifiel u. o. m. Namens des Lindauer Ortskartells begrüßte Stadtrat 7 die Gäſte, insbeſondere die Teilnehmer aus der Schweiz und Verarlberg. Am Nachmittag ſtellten ſich die Teilnehmer zu einem Zug durch die Stadt auf, der dann in der Sängerhalle mündete, wo um 2 Uhr die große öffentliche Verſammlung mit einem Hauptreferoat Stegerwalds über das Thema„Die chriſtlichen Gewerkſchaften und die Geſtaltung des deut⸗ ſchen Volkslebens“ begann. Der Präſident der internationalen Ver⸗ einigung chriſtlich⸗natisnaler Gewerkſchaften Nabionclrat Schorer⸗ St. Gallen hielt ein Referat über das Verhältnis dex notionalen und internationglen Bewegung und über das ſoziale Pdblem. der Stand der Abfindungsfrage Ablehnung des Volksbegehrens und der parteiantei Berlin, 5. Mai.(Von unſerem Berliner Büre 0* Rechtsausſchuß des Reichstags ſind geſtern ſowohl 5 bn. ſetzentwurf über das Volksbegehren, wie auch die dag den Demokraten und dem Zentrum geſtellten Abänder 75 anträge mit wechſelnden Mehrheiten abgelehnt worden ſ „Vorwärts“ freut ſich, daß durch dieſe Beſchlüſſe die B ag 955 den Volksentſcheid frei geworden ſei. Das wird ſich m die ſtreiten laſſen. Auch die neue Vorlage der Reichsregierung 110 allem und jedem der alte Kompromißentwurf geblieben in e daran nichts ändern. Es iſt ſchon geſtern im Ausſchuß erklär 110 den, daß das Plebiſzit vorausſichtlich im Juni abgehalken 01 und zwar nimmt man an, daß die Abſtimmung früheſe, 5 13. Juni, vielleicht aber auch noch an einem ſpäteren&⸗ 1 0. ſtattfindet. Vorher ſind auch noch die Wahlvorbereitungen Juß ledigen. Auch die Wahlliſten müſſen 2 Wochen hindurch 15 el ausliegen. Der 18. Juni würde ſich unter dem Geſichtswin 55 fehlen, da an dieſem Tage auch die mecklenburgiſchen La 0 wahlen ſtattfinden. Das würde wenigſtens für einen kle ine zirk im Reich das Abſtimmungsgeſchäft erleichtern. Keichsratsberatungen Der Geſetzentwurf der Reichsregierung, der einen Voll in der Frage der Aufwertung verhindern will, iſt jetzt von ſüime ſtändigen Ausſchüſſen des Reichsrates behandelt und faſt 0 0, angenommen worden. Er ſteht bereits auf der Tagesordn un Vollſitzung des Reichsrates een Donnerstag. Der Regierung dung zur Frage der Fürſtenabfindung macht noch längere Verhaz e i1 in den Ausſchüſſen des Reichsrates notwendig. Er kann wel der nächſten Vollſitzung des Reichsrates noch nicht erlerigt au 1 ſondern wird erſt in der Sitzung des Reichsrates vom 11. Abſtimmung kommen. Anterſuchung durch den Reichswehrminiſter Berlin, 5. Mai.(Von umſ. Berliner Büro) Wie die„e Ztg. von zuſtändiger Seite erfährt, iſt vom Wehrmimiſtenaſhe⸗ Unterſuchung darüber eingeleitet worden, welche Reichswehroſſong an der von den vaterländiſchen Verbänden unter Betelinme Sporwereins Olympia veranſtalteten Maifeier teilge eg ein haben. Vom Reichswehrminiſterium war, abgeſehen davon, Teilnahme on derortigen Veranſtaltungen den Offizieren 0 gemein verboten iſt, noch ein beſonderes Verbot der Teilnahm dieſer Feier ergangen. Eiſenbahner⸗Organiſations fragen T2l Berlin, 4. Mal.(Von umf. Berliner Büro.) wie ece vor einiger Zeit üder die Beſtrebungen innerhalb der Eiſen ſder perbände, ein Kartell ſowohl der Beamten wie der Arbeile ge⸗ ſchaffen Dieſe Bemühungen ſind als geſcheitert zu betrachechhoh Hauptvorſtand des Zentralgewerkſchaftsbundes deutſcher R beamten hat die Veteiligung abgelehnt. Anwötter auf den Geſandtenpoſlen in Wien Berlin, 4. Mal.(Von unſ. Berliner Büro.) Der 9 5 abend in München verſtorbene Dr. Maximilian Pfeiffer den des zenah langem ein aufgegebener Mann und alſo iſt auch der 15 Al, deutſchen Geſandten in Wien ſeit langem heftig umworben. dte im wärter gelten heute u. Herr v. Lucius, der jetzige Geſann 9ß Haag, Dr. Lerchenfeld, der frühere bayeriſche Minifterpröſtdef fen v. Roſenberg der ſchon einmal vor ſeiner Berufung als Auße miniſter in das Kabinett Cuno in Wien das Reich vertrat. au! dem follen lebhafte Wünſche nach dem Wiener Geſandtenpoſten ahe die Herren Viktor Naumann und Ullrich Rauſcher hegen. oits hauptet ſogar, Herrn Dr Viktor Naumann ſei der Poſten 5 füt der„zuſtändigen Stelle“ verſprochen worden. Wir möchten 1loe 5 einen ſchlechten Witz halten. Viktor Naumann ebenſo anſpruc öſte.- wie ſalopp geſchriebenes Buch„Profile“ beweiſt, daß er. 90 reichiſche Problem nie verſtanden hot. Dasſelbe darf g 90 Herrn Ullrich Rauſcher gelten. Nach Wien gehört ein Mann, Bedeutung Oeſterreichs für die deutſche Zukunft begriffen hat. die Tagung des deutſchen Landwirtſchaſtsrols 0 Ueber das Progrämm der Tagung des Deutſchen Lan ſtahl ſchaftsrates, die am Donnerstag und Freitag in Dar kanzle ſtattfindet, erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Reichs a gf⸗ Dr. Luther ſpricht über allgemeine Wirtſchaftspolitik und ulie wertung, der Reichsbankpräſident Dr. Schacht über Kreditreße g⸗ rung und Erntebergungskredite, Ernährungsminiſter Dr. g der linde über die Zukunft der deutſchen Landwirtſchaft.⸗ 1t it Reichsfinanzminiſter Dr. Reinhold an der Tagung teilnimm, ei noch ungewiß. Es werden Vertreter der verſchiedenen in amte der deutſchen Landwirtſchaft zu Worte kommen, um geinen. Forderungen der deutſchen Handels⸗ und Zollpolitik aufzu de Ueber die Schutzzollfrage ſpricht Prof. Dr. Lenz⸗Gießen uen Entwicklung der deutſchen Handelspolitik Regierungspräfiden Gat⸗ Dr. Kutſcher. Es folgen Referate über Obſt⸗, Gemüſe⸗ un hen tenbau, Weinbau, Viehzucht, Weizen⸗, Roggen⸗ und Kartoſſe geeh Zuckerrübenbau und Milchproduktion. Von den zahlreichen ah⸗ nern ſeien noch erwähnt: Freiherr von Schorlemer⸗Lieſcgtaf bol rat a. D. Dr. von Helldorff, Regierungspräſident z. D. Gr Baudiſſin⸗Berlin. Letzte Meloͤungen Der Bankſkandal in Bonn% J0 — Küln, 4. Mai. Der Zuſammenbruch des Bankhauſes ſchen Davids in Bonn, über den wir berichteten, nimmt allem 5 dah nach immer größeren Umfang an. Die Unterſuchung hat ergebe nieh nach vorſichtiger Schätzung bereits heute eine Summe vo a als 3 Millionen Goldmark als Verluſt in Frage ſch Inwieweit der Neffe, Otto David, an dem Zuſammenbruch cuß iſt, ſteht noch nicht feſt. Bei dem Bankkrach ſind auch die haben von Beamten der jüdiſchen Gemeinden und das 1 jüdiſcher und chriſtlicher Gewerbetreibender verloren gegang g. der Unterſuchung der Kaſſenräume durch die Polizei hat Hl zeigt, daß ſämtliche Depots unterſchlagen worden ſind. Husſh ſer ſowie das ganze Mobiliar ſind verpfändet. Nach Au äbil mehrerer Kunden haben ſich ſchon vor längerer Zeit Unrege naeben keiten bei der Bank herausgeſtellt. So wurden zahlreiche in weiſungsaufträge nicht ausgeführt und auf Reklamation 5 Eil die Bank dies ſtets mit„techniſchen Gründen“ entſchuldig ſet⸗ Kunde hatte am 26. April dieſes Jahres eine große Wertpeh einlage gemacht, und zwar ausdrücklich unter Eigentumerpaſ und der Forderung eines Stückeverzeichniſſes. Als er die gaft zurückforderte, wurde ihm erklärt, daß die Depots und leer und die Papiere zum Teil verkauft worden ſeien. Aachtrag zum lokalen Teil ge * Schlimmer Ausgang eines Wortwechſels. In der dergon ah Nacht wurden auf der Straße am Meßplatz ein 42 dagen gdl⸗ Schiffsſchaukelbeſitzer und ein 36 Jahre alter b e torr nach vorausgegangenem Wortwechſel von 4 Männern 5 b5 Taſchenmeſſer und einem Schlagring ſchwerverleßt, ſ eben in das Allgemeine Krankenhaus eingeliefert werden mußken. 4 gefahr beſteht nicht. Die vier Täter, wovon einer flüchte 105 eil⸗ den alsbald feſtgenommen und in das Bezirksgefäng! geliefert, — E — rein „Alttwoch, den 5. Mai 1926 neue mannheimer Jeitung(Mikiag-Ausgabe) 3. Seite. Ar. 206 Das Gemüſe der Nachtigallenzeit Schwetzinger S i bprei pargell Er bedarf keiner Lobpreiſung. Sentle wiſſen, daß er einen Ruf genießt, der weit über die badiſchen iele erp gedrungen iſt, daß er zu den köſtlichſten Frühgemüſen zählt. 1 Mannheimer fahren in dieſen Tagen nach der Spargelſtadt, 5 05 Schönheiten des Schloßgartens zu genießen, zugleich aher auch lic eelle mit dem praktiſchen zu verbinden. Findet doch allabend⸗ den düf den Schloßplanten der berühmte Spargelmarkt ſtatt. ſtehe ie beifolgende Abbildung veranſchaulicht. In langer Reihe afke die Verkäufer und Verkäuferinnen unter den üppig blühenden aaſtanienbäumen vor den Tiſchen, auf denen loſe und in Bündeln eane Srs ausgebreitet i. Schiag 6 Uhr beginm der Markt. Nicht dulde ekunde früher. Das würde der wachſame Schutzmann nicht 8 Aber wenn der letzte Glockenſchlag verhallt iſt, dann darſ das Publikum an die Stände herantreten und zum Einkauf ſchreiten. Der Schwetzinger Spargelmarkt Schnell 5 1 95 wird man handelseinig, denn man hat ſa vorher genügend Rreſe dube die Ware in Augenſchein zu el und ſech 9200 1225 8 zu erkundigen. Daß er immer noch viel zu hoch iſt, wiſſen tie Hausfrauen zur Genüge. Der Spargel braucht warmes 1 in Maſſe aus dem Boden ſchießen ſoll. Die am drü an 35 Abkühlung iſt infolgedeſſen nicht geeignet, preis⸗ 9 mer der bedeutendſten Kochkunſtphiloſophen, Eugen Baron gel 15 einmal die doppelſinnige Bemerkung Spar⸗ Aaaterialiſtſ achtigallengeſang fielen zeitlich zuſammen. — iſtiſcher dachte ein Greis, der dem Baron gegenüber zu⸗ Aroche pries, der größte Vorzug des Spargels ſei der, daß er keine Aunten zu ſeinem Genuſſe die Zähne alſo entbehrt werden Spargel. eit langer Zeit ſchon erklingen die Loblieder auf den 1 die alten Griechen haben ihn geſchätzt, freilich Mittel Linie als— Arzneipflanze. Sie kam in Betracht als Herzleiden und Waſſerſucht, galt vor allem als blut⸗ wieſen Die feinſchmeckeriſch peranlagten Römer aber ver⸗ auf en Spargel nicht in die Hausapotheke, ſondern brachten ihn Schon der würdige Cato bezeichnet ihn als eine 8 hecafel 8 für den Gaumen“, und Plinius ſpricht von ſeiner Be⸗ kömmlich Die erſt i 1565 ſten Spargelbeete in Deutſchland werden Reederrheif tuttgarter Luſtgarten feſtgeſtellt, dann 1578 am en Bald darauf meldet ſich Urm als Mittelpunkt“ der dem 1885 Der alte Hieronymus Braunſchweig berichtet elichen 2 Jahrhundert:„Man pfligt ſeien Spargel zu eſſen in Ehr arden, dieweil er jung iſt gleich einem ſalat.“ Dahingegen rt(Lonicers Kräuterbuch, 1783) warnt:„Spargen iſt eine liebliche Speiſe für die Müßiggänger, doch ſtets genoſſen, ſchwächt er die Natur. Aehnlich drückt ſich Grimond de la Reynièrè, der kenntnisreiche Verfaſſer eines achtbändigen Almanachs für Fein⸗ ſchmecker, in ſeinem Küchenkalender(1803) aus. Der gleiche Küchen⸗ gelehrte beſchreibt auch genau die Zubereitung, die mit weißer Sauce oder mit Hel als Beigabe zu geſchehen habe. Als die gefähr⸗ lichſte Nebenbuhlerin(bezw. Nachfolgerin) erwähnt er die lunge Erbſe, die ſelbſt gegenüber einem ſo vorzüglichen Gericht wie einem Spargel⸗Omelett ſich zu behaupten wiſſe. In dem von K. F. von Rumohr überarbeiteten„Geiſt der Kochkunſt“ des Joſeph König wird der deutſchen Küche vorgehalten, daß in ihr der Spargel zulange geſotten werde. Er ſolle allerdings zart auf der Junge liegen, anderſeits dürften ſeine feinen Salze nicht verſotlen und ausgelaugt werden. Nicht zu lange vor dem Photogr. Oraßmück, Mannheim Gebrauche ſolle man ihn reinigen, ſchnell abwaſchen, ohne ihn in kaltem Waſſer liegen zu laſſen. Nicht eher dürfe er der Zartheit. halber in das Kochgefäß gegeben werden, als bis das Waſſer in vollem Wallen“ ſei. Um ſich zu überzeugen, ob der Spargel„gar“ ſei, faſſe man ihn leicht an den Kopf, nicht etwa an den Stiel. Im beſonderen kommen(nach Rumohr) zwei Arten der Zubereitung in Frage: auf italieniſche, d. h. mit einer Tunke von Oel, Zitronenſaft, Salz, Pfeffer und Senf, oder auf deutſche, d. h. mit einer Tunke von Butter, Mehl und Eidotter. Wie dieſe wenigen Beſſpiele ſchon einleuchten, ſteht der Spargel bei allen Wiſſenſchaftlern des Gaumens in beträchtlichem Anſehen. Nicht unberechtigt läßt ihm der maßgebendſten einer, Brikat; Savarin(1755 bis 1826), die hohe Ehre zuteil werden, bei Rang⸗ ordnung oder ausgeſuchteſten Delikateſſen obenan zu ſtehen. Und zwar iſt es der 5 Zentimeter lange Spargel, dargeboten in Fleiſch⸗ brühtunke, den er beſonders lobt. Die Franzoſen lieben ihn überhaupt ſehr fleiſchig. Im Departement der Meuſe ſtürzt man, ſo bald der Spargelkopf durchs Erdreich kommt, eine Flaſche darüber, damit er bis zu deren umgeſtülptem Boden emporwächſt, dann um⸗ biegend herabſteigt, um wieder aufwärts zu klimmen, bis die ganze Flaſche von dem Fleiſch des Spargels gefüllt iſt. Das gibt dann bei⸗ nahe eine ganze Schüſſel voll. Während wir Deutſchen den Kopf gern weiß eſſen, wird er in Frankreichangegrünt bevorzugt.„In dieſem Falle,“ ſagt Baron Vaerſt,„kann man freilich nur die Spitzen eſſen, der Reſt iſt faſerig und hart; aber dieſes ſpricht eben für den Gourmet, und der Gaſtroſoph findet es aus einem ſicheren Geſichts⸗ punkte gerechtfertigt. Es gehört off ein großer Appargt der Natur dazu, um dem auf einer hohen Geſchmackskulturſtufe ſtehenden Menſchen Genüge zu tun. die ſchlechteſten Spargel hat Vaerſt Siegmund Freud Zum ſiebzigſten Geburtskage am 6. Mai Von Dr. med. J. Löbel(Franzensbad) 2 Kaum 1 Aniſ jemals vorher hat eine wiſſenſchaftliche Lehre, eine medi⸗ kang geſudderte ſo tief in alle Kreiſe der gebildeten— Ein⸗ mnalyſe. 2100 wie Siegmund Freud's großes Lebenswerk, die Pſycho⸗ ſie ſo 2* ielleicht deshalb, weil ſie die Probleme vereinfacht, weil lelleicht auchſtaben und ſo leicht zniß nwerſtehen.. ded be a aee eree ee 8 un nit ihrer Perſon zu befaſſen.„es n uns eee Freuds Bücher geleſen ben ſean zur Pflich, dundet hat 13 0 en das Licht zu benutzen, das er als Erſter ent⸗ Und— ſind nicht Winkel und Souterrgins unſerer Seele gibt. wenig erſtaunt über das, was es da zu Gewi * denen dige 7 1— kadelloſe Ordnung in den Empfangsräumen Dinunterblicke 8 unſeren Freunden ſprechen. Aber könnten wir ſie Worurteillcken laſſen in die Rumpelkammern, in die Keller, wo die Würſche Kindheit und unſerer Ahnen zerbrochene alte Ge. Vir lelhſt ſen Jufallseindrücke durcheinander modern?⸗ ſerümpel, dieſem e ihnen, von dieſem ganzen finſtern 1 d wollen nichfe Gewirr animaliſcher In⸗ mable tießen ein peinlicher Gedanke, ein bergeſch Erinnerung, ein häßlicher Wunſch Kopf choß des Bewußtſeins, ſo ſchlage 8955 Kaſperle dem Teufel. n ihn den Kopf ſcheng pe⸗ der dieſem Gaſt aus der Unterwelt nicht uin eraminierte. Wi. er ihn im Gegenteil intereſſiert betrachtete, die Juſtände im Innern der(ldologen die Lava Auſſchluß gibt über 900 iefe hervorflattert, der Erde, ſo gibt Freud der Fetzen, der aus eiwez das Unterbewußtf das Fragment, das emporguckt, die Hand⸗ n Bild zu mache. zu betrachten, ſich von ſeiner Struktur ſas Unterbewußtſei lachen eriſtierten, 0 ſchon vor Freud; die Taf⸗ Wenn doch einmal aus e abſtoßende Viſion, eine emportaucht in das helle wir ihm gleich auf den bla nur, 8 ſogar; aber kein Menſch v te balten, ſie Verhern 2 0 gebührt das Verdienſlehſte ſeſtge 5— vor ihm Wünſche nterworfen zu haben. Natürlich wurden errz verdrängt, di genüge, T gt, die Pſychologen wußten, daß es machen Aber den Keller zu ſperren, um ſiaſcädiſc zu wie ſie unterirdiſch gezeigt wie ſie im Dunkeln intrigieren, as Unbewußte mitunt ſich in unſer Tun und Laſſen einmiſchen, Und er hat die Mittel aufgedeckt, die es dazu verwendet, er hat die Masken heruntergeriſſen, unter denen es ſich einſchleicht. Er hat in der Pſychopathologie des Alltags, in allen unſeren kleinen Unfällen, in jedem Lapſus, in unſeren Irrtümern. Vergeßlichkeiten. Mißverſtändniſſen den Anteil aufgedeckt, den das Unterbewußtſein daran hat. Er hat gezeigt, daß immer, ach!, zwei Seelen in unſerer Bruſt wohnen, daß wir immer unter beider Einfluß ſtehen, daß jede unſerer Handlungen durch beide beherrſcht wird. Nur in einem Falle, behauptet Freud, hat das eine Element die Alleinherrſchaft: im Schlaf. Im Schlaf, im Traum, nimmt das Unterbewußtſein ſeine Revanche dafür, daß es ſonſt immer vom „oberen Ich“ an der Leine geführt wird. Der Traum iſt die Ent⸗ hüllung unſeres wahren ſens, iſt das Perſönlichſte in uns. Gewiß, der Traum hat immer einen Sinn, er kann uns brauch⸗ bare Aufſchlüſſe über uns geben; deſeendern er iſt die idale Verwirklichung verdängter Wünſche, beſonders wenn alle Symbole ſtimmen ſollten, die Freud aufgeſtellt hat. Aber ſind wirklich alle Ideen des Traumes vardrängte Wünſche? Hat nicht jeder von uns leße Träume gehabt, die ſich viel ungezwungener anders deuten ließen? Idſt wirklich nur das Unterbewußtſein unſer eigentliches Weſen und alles andere nur ein Kunſtprodukt aus Erziehung und Kultur? Immerhin, wer ſich an der Hand Freuds auf den Weg gemacht hat — und er verſteht es wunderbar, unmerklich zu führen, Schriti für Schritt!— dem wird es ſchwer fallen, nicht bis ans Ende mit⸗ zugehen. Obgleich dies Ende ſehr, ſehr weit iſt. Seine Führung, die Erfahrung des Pſychiaters und der Takt des Pſychologen, machen es möglich, die Aeußerungen des Unter⸗ bewußtſeins herborzulocken, ſie feſtzunggeln, ſie zu entlarven und zu erklären. Seine Methode, eben die Pſychoanalyſe, iſt Unter⸗ ſuchung und Behandlung zugleich. Denn die Klarſtellung des Anta⸗ gonismus zwiſchen den beiden Elementen unſeres Bewußtſeins, die Aufdeckung der Urſache, die einer Störung zu Grunde liegt, kann an ſich ſchon Heilung bedeuten; den Gegner ſtellen, ihm ins Auge blicken kann gerade bei einem Gegner unſauberer, infamer Prove⸗ nienz ausreichend ſein, um ihn zu entwaffnen, ihn„abzuregieren“. ihn unſchädlich zu machen.— Wie groß der Anteil an dieſem Erfolge iſt, den eine Begleiterſcheinung des Pſychoanalytiſchen Methode, die Beichte, hat, jene ingeniöſe Erfindung einer Pfychologie, die viel älter iſt als die Freud ſche,— das wird natürlich niemals entſchieden werden können Es wird wohl auch kaum jemals zu entſcheiden ſein, ob die ſouveräne Stellung, die Freud der Erotik zuſchreibt, vollauf gerecht⸗ fertigt iſt. Die Lehre von der Panſexualität, die alles. wovon unſere Schulweisheit ſich nichts träumen ließ, auf einen einzigen übrigens auf 0 renden Briten ſeien eben keine wahren Freunde von Gemüſe. den anderen Gemüſen hat der Spargel den Vorzug, im erſten Frühling das Licht der aus mit einem beſonderen Spargelköpfen einverleibt rg unbeſchreibliche Süße eines milden, aromatiſchen Frühlings; er ge⸗ nießt Winter verdicktes, träges Blut zu neuem Leben erweckt. fleiſchverzeh⸗ dem Tiſche in England gefunden Die Vor Welt zu erblicken; er iſt ſomit von Natur Stimmungsreiz umgeben. In den zarten ſich der empfängliche Eſſer gleichſam die ſſen fleiſchgewordene Köſtlichkeit, die ſein durch den langen — Stäoͤtiſche Nachrichte Der zweite Mairenntag hat ſportlich wieder einen hervorragenden Verlauf genommen. Sämt⸗ liche Rennen zeichneten ſich durch ſtarke Felder und ſeſſelnden Verlauf aus. Dabei iſt als Charakteriſtikum zu regiſtrieren. das bei vier Rennen, alſo genau der Hälfte, ſieben Pferde am Start erſchienen. Im Mittelpunkt des Tages ſtanden wieder die Offiziersxren: nen. Am ſtärkſten, mit 14 Pferden. war das die Wettkämpfe auf dem grünen Raſen einleitende Werder⸗Jaadrennen, beſetzt. Zur nicht geringen Ueberraſchuna Vieler, die nicht gealaubt hatten, daß Amſel mit einem Gewicht von 80 Kilo Chancen haben könnte. ſieate die Fuchsſtute mit ihrem Beſitzer, Lt. v. Gön vom Breslauer 7. Jeiter⸗Regiment im Sattel, allerdings nur mit 71 Längen. Et. v. Götz, der ſo außergewöhnlich vom Glück begünſtigte, iſt nun Be⸗ ſitzer von zwei Vollblutpferden. Zu dem Braunen. dem Siegespreis des erſten Tages. geſellte ſich geſtern ein Schimmel, der ihm von dem Präſidenten des Badiſchen Rennvereins, Geh. Kommerzienrat Auauſt Röchling. nach dem Ablauf der Proteſtfriſt in dem Ring hinter dem Wagraum mit einigen herzlichen Worten der Bealückwünſchung übergeben wurde, die ſich auch an den Kommandeur des Breslauer Reiterregiments. Oberſtleutnant v. Felbert richteten. Geh. Kom⸗ merzienrat Röchlina gab insbeſondere ſeiner Freude darüber Aus⸗ druck. daß ein Mitalied des Offizierkorps dieſes ſportsfreudigen Re⸗ giments nunmehr zwei Vollblüter beſitzt. In einem Karlsruher Blatte war die Nachricht erſchienen, Lt. v. Gö habe das Pferd. das ihm am Sonntag als Siegespreis zufiel, bereits wieder verkauft. Davon kann. wie uns Oberſtleutnant o Felbert verſſcherte keine Rede ſein. Lt. v. Gtz wird beide Pferde behalten. Eine Veräußerung würde ſa auch keineswegs den Abſichten des Badiſchen Rennvereins entſprechen. In dieſem Rennen, das ganz beſonders hervorragend geritten wurde, kam auch der einzige Sturz des zweiten Tages vor⸗ Bonaparte trennte ſich von ſeinem Reiter, OL. Suden vom Artillerie⸗ regiment 1. der eine Gehirnerſchütterung erlitt. die eine vorüber⸗ gehende Bewußtloſigkeit zur Folge hatte. Der Beſuch war trotz der unſicheren Witterung wieder ſehr aut⸗ Im Gegenſatz zum Sonntaa wurde auch der Neckardamm von Tau⸗ ſenden bevölkert, wozu allerdings viel der Umſtand beitrug. daß die⸗ ſer Platz völlig freigegeben war. Das Geſellſchaftsbild, das ſich auf und vor den Tribünen entwickelte, trua infolge der kühlen Witterung einen mehr herbſtlichen als frühlinasmäßigen Charakter. Einige Auslaſſungen über dieſes Kavitel weiter unten. Da da⸗ komplizierte Räderwerk des techniſchen Apparates wieder vorzüalich ineinander⸗ griff, konnten ſämtliche Rennen ohne weſentliche Verſpätungen ab⸗ gelaſſen werden. Da heute, nachdem die Hauptmaitage vorüber ſind. der Himmel wieder ein bei weitem freundlicheres Geſicht zeiat, darf man die Hoffnung hegen., daß der dritte Renntag am kommenden Sonntaa bei warmem Sonnenſchein mit einem Maſſenbeſuch dem diesjährigen Maimeetina einen alanzvollen Abſchluß aibt. Sch. Diesſeits des Renngilters Geſtern war auf dem Rennplatz Mona Vanna⸗Tag. Das iſt natürlich nicht wörtlich zu nehmen, wenigſtens nicht ganz wörtlich oder nicht wörtlich ganz... Wie man will. Aber der Mantel, das Bemäntelte, ſpielte witterungsgemäß die Hauptrolle. Dieſer Mantel und ſeine Urſache bildete ſchließlich auch da⸗ Hemmnis dafür, daß es bei den Renntoiletten nicht zu einem Toilettenrennen kam. aber es ließ doch wenigſtens die Anläſſe zu einem ſolchen durch⸗ ſchimmern, und die Sonne, die ſich hinter den Wolken verſteckt hatte, verbarg ſich auch zum Teil unter ihm. Im übrigen kommt die gegenwärtige ſogenannte Mode dem Bemäntelten ziemlich entgegen. Der Capemantel und das Cape ſelbſt waren urſprünglich ſicher für die ſchlechte Witterung gedacht, nur hat es die Stoffwahl ſo weit ge⸗ bꝛacht, daß dieſe Umhänge, die vor dem Regen ſchützen ſollen, unter keinen Umſtänden naß werden dürfen. Da dieſe Gefahr geſtern trotz einiger Vorzeichen nicht beſtand, waren ſolche wetterfeſten Aus⸗ ſtattungen mehrfach wahrzunehmen. Nicht bloß in der allbeliebten Lilafarbe, auch in karierten Muſtern ſchritten ſie einher. Und von dieſer Wetterfeſtigkeit(mit der obigen Einſchränkung) reichte eine ziemlich vielſeitige Abſtufung bis zum genauen Gegenteil, das trotz der Capeform auch nicht das kleinſte Waſſerſtäubchen vertragen kann. Oder ſtellt vielleicht ſo ein blauſeidenes Pliſſee⸗Cape, unter dem ſich ein weißes Kleid mit einer Blaubordüre verbarg, den Gipfel der Widerſtandsfähigkeit dar? Gewiß ſo wenig wie jenes gelbe Cape⸗ Kleid, das da in der Pauſe zwiſchen dem fünften und ſechſten Rennen.. Vom Cape zum Komplet iſt es nicht einmal ein Schritt. Bloß eine Armbewegung; man ſchlüpft nur in ein paar Aermel, und das Komplet iſt komplett. Nach Möglichkeit. So wie zum Beiſpiel das eine Kaſha⸗Komplet, über das im Hinblick auf das nicht zuſtandegekommene Toilettenrennen nichts weiter ausgeſagt ſei. Eigentlich iſt die allzu große Wetterhürde ja nicht unbedingt zu be⸗ dauern; denn obwohl manche Einſätze ziemlich reſpektabel erſchienen, es uns die Natur ſonſt eigentlich niemals ſo leicht macht: ſie er⸗ laubt uns ſonſt niemals, mit einem einzigen Gedanken alle Tak⸗ ſachen zu beherrſchen. Immerhin, Freuds Anſchauung, daß alles aus dem bekannten einen Punkte zu kurieren ſei, berührt ſich mit der jüngſten mediziniſchen Mode, der Lehre von der„inneren Sekretion“. Hält doch auch dieſe die gleichen Faktoren, die auch den Sexus beherrſchen, für den Regler allen Lebensablaufes! Schon die Fragen, die er aufgeworfen, ganz abgeſehen von den vielen endgültigen Antworten, die er gegeben, rechtfertigen den ungeheuren Einfluß, den Siegmund Freud auf die Medizin die Pſychologie, die Philoſophie, die Pädagogik, die Literatur und Kunſt unſerer Zeit ausübt. Daß es Köpfe gibt, in denen ſeine Lehre ſich falſch malt, die glauben, man müſſe allen ſeinen Trie⸗ ben nachgeben, um nicht an einem Komplex zu Grunde zu gehen, iſt nicht ſeine Schuld. Sein Verdienſt aber bleibt es, die Leute zum Nachdenken über ſich gebracht zu haben; ſchon das iſt unge⸗ heuer viel! In allen Ländern und Erdteilen behandeln Hunderte von Aerzten(und Tauſende von Laien) nach ſeiner Methode. Unzählige Bücher ſind über die Pſychoanalyſe geſchrieben worden und eine ganze Menge von Zeitſchriften beſchäftigt ſich ausſchließlich mit ihr. An einer Reihe von Univerſitäten wird dieſe Wiſſenſchaft vorgetragen und Freud hat begeiſterte Schüler in der ganzen Welt. Am wenigſten in der Stadt, in der er lebt, in Wien. Wien hatte zwei Träger des Nobelpreiſes. Der eine von ihnen, A. H. Fried, fand in ſeiner Heimat keine— Wohnung, der andere, Prof. Barany, keinen Wirkungskreis Erx mußte nach Schweden auswandern. Siegmund Freud erhielt nicht den Nobel⸗ preis, konnte alſo in Wien bleiben. Doch wurde er wenigſtens niemals Ordinarius; er iſt ein„außerordentlicher“ Profeſſor ge⸗ blieben. Runſt und Wiſſenſchaſt die Ausmalung des Bamberger Ddoms. Profeſſor Carl Johann Becker, Gundahl von der Münchener Akademie dem das Barnberger Domkapitel vor mehr als Jahresfriſt den Auftrag zur Ausmalung der einen Apſis des Bamberger Domes erteilte ſſt geſtorben, ohne die Ausführung begonnen zu haben Jetzt hat Pro⸗ feſſor Karl Caspar, der Müt, hener Maler denſelben Auftrag er⸗ halten. Mag auch ſeine Wahl ein glücklicher Griff ſein man hätte nach Becker⸗Gundahls Hinſcheiden die Frage der Ausmalung der Chorwölbung nicht wieder aufrollen ſollen, zumal ja der Widerſtand nicht gegen die Wahl des Künſtlers ging und geht, ſondern gegen den Gedanken überhaupt, die Feierlichkeit des romoaniſchen Raumes und da 155 s Bewußtſein, oft zum Saunden wate Motor zurückführt, verträgt ſich nicht gut mit der Erfahrung, daß Wirkung ſeiner Plaſtik durch farbige Zutaten von heute zu ſtören. * *2— ——— 8 4. Seite. Nr. 206 RNeue Mannheimer Jeifung(Miltag⸗Ausgabe) 1 Mitiwoch, den 5. Mai 192⁰ kann der Geſamtumſatz an dieſem Toto doch nicht über das allzu Zeitbedingte hinaus. Bei den Herren iſt das noch viel ſichtbarer; mit einen oder, nach gewiſſenhafter Zählung, allerhöchſtens zwei Ausnahmen war ſchlechthin niemand in die ſonſt ſo geräumigen Schranken des Rennplatzanzugs getreten; dem zwiſchen Sattelplatz und Tribüne geſchäftig hin⸗ und hereilenden Fachmann merkt man ſeine Eigenſchaft auch ſo an, und der entgegengeſetzte Typ des auf den Rennplatz verirrten Spaziergängers begnügt ſich mit einem etwas 25 als ſonſt nach der einen Seite geſetzten Hut und dem Spazier⸗ 0 Doch ſo ganz war der Sonnenſchein nicht ausgeblieben. Die Kapelle hatte es übernommen, ihn in dem ebenſo beliebten wie anſpruchslos geiſtvollen„Sonnenſchein“⸗Shimmy⸗Schlager über den grünen Raſen herüberzuſenden juſt als ein ganz ſchneeweißes Kleid vorüberging. Aber es war nicht nur ein weißer Pelz dabei, ſon⸗ dern auch ein Regenmantel. O Mona Vanna* Milchpreis und Eiſenbahnfracht Von der Reichsbahndirektion Karlsruhe wird uns geſchreben: In einem auf der„milchwirtſchaſtlichen Tagung“ am 23. und 24. April in Mannheim gehaltenen Vortrage iſt aus der Behaup⸗ tung, die nach Mannheim laufenden Milchkurswagen ſeien hinſichtlich der beförderten Milchmenge ſehr viel günſtiger ausgenützt als z. B die Berlin verſorgenden Wagen, die Folgerung gezogen. die Eiſen⸗ bahn hätte hiernach alle Veranlaſſung. den Milchbezuagsſtellen einen günſtigeren Frachtentarif einzuräumen: die derzeitige Ta⸗ rifpolitik der Reichsbahn kenne beſondere Erleichterungen in den Frachtſätzen für eine gründliche Ausnützung der Wagen leider noch nicht. Durch dieſe, auch in die Tageszeitungen übergegangene Kritik wird der Anſchein erweckt, als ob die Eiſenbahn für die Beförderung der Milch die normalen Frachten erhebe oder einen Frachtvorteil ver⸗ ſage, den man billigerweiſe aufgrund einer beſonderen Leiſtung bean⸗ ſpruchen könne. Man verlangt alſo hier von der Eiſenbahn, daß ſie ein unter ihren eigenen Selbſtkoſten in beſonderen Kurswagen befördertes Gut frachtlich noch weiter begünſtige, wenn dieſe Wagen ihren Zweck exfüllen und in wirtſchaftlicher Weiſe ausgenutzt werden. Da in dem Vortrage auch von den„nicht unerheblichen Transvortkoſten“ geſpro⸗ chen wurde, ſei durch nachſtehende Frachtvergleichung Aufklärung ge · geben, daß an der Perteuerung der Milch ſedenfalls die Eiſenbahn⸗ frachten nicht ſchuld ſind. Fracht Entfernung 1914 1926 f. 100 Kg auf 1 Nettollter f. 100 Kg auf 1 Nettoliter im pf.. Ps. Pſe. 50 75 1,0 35 0,5 100 125.8 61 0,8 150 175 2,3 86 1,2 200 225 3,0 112 1,6 250 270 3,6 135.0 30⁰0 315 4,2 158 2,2 Während alſo die Reichsbahn die Milchfrachten gegen die Vor⸗ kriegszeiten um die Hälfte herabgeſetzt hat, iſt der Verbraucher⸗ preis von etwa 20 Pfa.(Friedenspreis) für 1 Liter auf nahezu das Doppelte geſtiegen und beträgt in Mannheim noch 33 Pfa., das ſind 65 Prozent mehr als vor dem Kriege. Der Unterſchied zwi⸗ ſchen Erzeugerpreis und Verbraucherpreis. der Anfang 1914 etwa —8 Pfg. ausmachte, beträgt heute 13—15 Pia. für 1 Liter, der An⸗ teil der Ciſenbahnfracht an dieſer Unkoſtenſpanne für die von der Mannheimer Milchzentrale errechnete Durchſchnittsentfernung von 163 Km. unter Einſchluß der Ueberfuhr⸗ und Stellgebühr etwa 1% Pfg. für 1 Liter. Neben dieſer außerordentlich ermäßigten Fracht, die noch nicht einmal die Betriebskoſten für die Beförderuna der toten Wagenlaſt, geſchweige denn die Selbſtkoſten der Eiſenbahn deckt, ge⸗ währt die Reichsbahn nach den Beſtimmungen des Ausnahmetarifs 25 noch die frachtfreie Beförderung des Eiſes bis zu 5 Prozent des Faſſungsgehaltes der Gefäße, frachtfreie Rückbeförderung 0 5 Milchgefäße und monatliche Stundung ſämtlicher Milch⸗ achten. Es beſteht nach den bisherigen Erfahrungen kein Zweifel, daß bislana Frachtermäßiaungen für Lebensmittel die Preisbilduna inkeiner Weiſebeeinflußt baben, was durch ie obige Frachtgegenüberſtellung aufs neue bewieſen wird. Die Untertellung, die Eiſenbahntarife würden den Bedürfniſſen der Milchverſorgung nicht genügend Rechnuna tragen, muß zurückgewie⸗ ſen werden. Auch die Forderung nach Beſchleu/iauna der Milchtransporte iſt abwegig: trotz der geringen. nur einen Bruchteil der gewöhnlichen Stückautfracht betragenden Milchfrachten wird die Milch eilautmäßia, d. h. mit Perſonen⸗ und Eilaüter⸗ zugen, befördert.* P. A. „Mufterlag 1926. Am Sonntag, 9. Mai, wird der deutſche Muttertag gefeiert. Er ſoll in erſter Linie ein ſtilles Feſt der Familie ſein, das getragen wird von der Liebe der Kinder zur Mutter. Dieſe Liebe, die uns als Selbſtverſtändliches durch das Leben geleitet, muß in jungen Herzen geweckt werden. So iſt es ſehr dankenswert, daß Lehrerſchaft und Geiſtlichkeit den Gedanken des Muttertages fördern wollen, wie es in Mannheim der Fall iſt. Ueber den Rahmen der Familie hinaus ſoll den Müttern Freude bereitet werden. So haben ſich in Mannheim einzelne Schulen be⸗ reit erklärt, Mütter, die in Krankenhäuſern oder Altersheimen unter⸗ gebracht ſind, mit einem Blumengruß zu erfreuen. Ein ſchöner Ge⸗ danke, deſſen Ausführung ein Lichtſtrahl bedeuten wird. * Eine feine Familie. Im Jahre 1919 zur Zeit der größten Fleiſchknappheit, war auf einem Hof in der Nähe von Hockenheim eine ſchöne Kuh geſtohlen worden und in dem benachbarten Wald abgeſchlachtet worden. Das Fleiſch wurde an einen Mann⸗ heimer Gaſtwirt verkauft. Jetzt iſt es der Gendarmerie ge⸗ lungen, die Täter zu verhaften. Es handelt ſich um drei Männer aus Hockenheim, ein vierter iſt aus St. Ilgen. Unter den Dieben befindet ſich der Taglöhner Stohner, der Ehemann der kürzlich bor den Mannheimer Gerichten wegen Wavenhausdiebſtahls zu 3 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrvperluſt verurteilten Eliſabeth Stohner, und deren Sohn. Gegen den alten Stohner wurde gleich⸗ zeitig Haftbefehl wegen eines Sittlichkeitsverbrechens erlaſſen. Der Verhaftete iſt ein wegen allen möglichen Vergehens vielfach vorbe⸗ ſtrafter Menſch. veranſtaltungen „Der Hausfrauenbund will am Samstag nachmittag Müttern und Kindern ein paar fröhliche Stunden bei einem Kinderfrüh⸗ lingsfeſt bereiten. Im Saale und Garten des Bootshauſes der „Amicitia“ am Neckardamm werden die Hausfrauen und ihre Kleinen angenehme Unterhaltung finden. Karten ſind in der Geſchäftsſtell⸗ von Mittwoch ab zu haben.(Siehe Anzeige.) Nus dem Lande · gadenburg, 4. Mai. Bei den Bauarbeiten der Siedelungs⸗ genoſſenſchaft an der Sickingerſtraße wu⸗den wieder bemerkenswerte Funde gemacht. Es handelt ſich um weitere Teile des römiſchen Ge⸗ bäudes, deſſen Spuren ſchon bei den erſten Häuſern entdeckt worden waren. Je⸗ 55 man he Ecke Ae voll⸗ tündig erhaltenen Abſchnitt der Heizungsan ingeidelberg. 4. Mai. In den Feſthen Geſchäften werden die erſten Kirſchen von der Bergſtratze feilgeboten. Die Preiſe be n ſich zwiſchen 0,80 und.00 Mark je Pfund. 5 Leute u. 4. Mai. Als die Ehefrau des hieſigen Lahn⸗ arbeiters Friedrich Schneck mit Wäſche beſchäftigt war, ſtürzte ichr ijähriges Kind rücklings in einen Kübel kochendes Waſſer. Das— Herteh in Krankenhaus überführt, wo es ſeinen rletzungen erb 2 Teiberg 4. Ma In der in der Oberſtadt gelegenen berühm⸗ ten Wallfährtskirche wurden am Sonntag zu einer belebten Zeit die Opferſtöcke erbrochen und ausgeraubt. Als äter kommen zwei wandernde Geſellen inbetracht, die vor der Tat von zwei Frauen, die ober weiter keine Mitteilung machten, in der Kirche in verdächliger Weiſe beobachtet wurden. Die Täter ſind unerkannt entkommen. Aus der Pfalz * Lud vigshafen, 3. Mai. Ein 17 Jahre alter Tagner 5 beim Abwaſchen der Hausfaſſade am Oberen Rheinufer auf dem Gerüſtdielen aus und ſtürzte aus 6 Meter Höhe ab. Trotzdem der Verunglückte im bem loſen Zuſtande liegen blieb, trug er glück · licherweiſe keine Verleßungen davon. 1 * Ludwigshafen, 4. Mai. Geſtern vormittag verunglückte bei Gebr. Sulzer ein lediger 25 Jahre alter Arbeiter von Schwegen⸗ heim dadurch, daß er von einem umfallenden Schwungrad im Gewicht von etwa 20 Zentner getroffen wurde. Er erlitt einen komplizierten Oberarmbruch und ſchwere Verletzungen im Unterleib. Es beſteht Lebensgefahr. Der Verunglückte war währnd der Arbeit auf ein Holz getreten, das alss Uterſchlag für das hochgeſtellte Schwungrad diente und brachte dieſes dadurch zum Umkippen. Nachbargebiete Worms, 3. Mai. Ein eigenartiger Unglücksfall ereignete ſich in der Haardtgaſſe. Dozt fiel ein Stück des Maperverputzes einer gerade vorbeigehenden Frau auf den Kopf, 9 85 ie be⸗ wußtlos zuſammenbrach. Die Rettungswache nahm 5 der Verun⸗ glückten 5 die anſcheinend einen leichten Schädelbruch davonge⸗ tragen hat. * Frankfurt a. Main, 4. Mat. In Höchſt am Main iſt von Frankfurter Fahndungsbeamten ein großer angelegter Betrug zum Nachteil des Reiches aufgedeckt worden, in den nicht allein Beamte des Tabakgewerbes ſondern auch Reichsbeamde verwickelt ſind. Ge⸗ werbetreibende aus der Tabak⸗Branche hatten es verſtanden, eine Umpackung von hochverſteuerten, angeblich minderwertig gewor⸗ denen großen Zigarettenpoſten in gering verſteuerte neue Packungen vorzutäuſchen, um dadurch die Ausbezahlung des ſich ergebenden Ta⸗ bakſteuer⸗Differenzbetrages zu errsichen. Einer der Beteiligten iſt bereits verhaftet worden. Es handelt ſich bei den Beträgen um die das Reich durch dieſe Manipulationen getäuſcht worden iſt, um ganz erhebliche Summen. Gerichtszeitung der Moroͤprozeß Jrmſcher vor dem Schwurgericht Frankenthal Unter großem Andrang des Publikums begann am 4. Mai. vor⸗ mittaas halb 9 Uhr die Verhandlung im Mordprozeß Irmſcher. Der Angeklagte iſt ein hochaufgewachſener junger Menſch mit langem, nach hinten gekämmten Haar. Als Offizialverteidiger war vom Ge⸗ richt der Rechtsanwalt Koch⸗Frankenthal aufgeſtellt worden. Da der Angeklaate aber in letzter Minute ſich einen Wahlve“!⸗ger in der Porſon des Rechtsanwalts Dr. Weil⸗Ludwiasbafen beſtellte, mußte der geſetzlichen Beſtimmung gemäß die Aufftellung des Offizialver⸗ teidigers vom Gericht zurückgenommen werden. Rechtsanwalt Dr. Weil hatte mit Rückſicht darauf, daß auch zwei Staatsanwälte die Anklage vertreten, um die Zulaſſung eines zweiten Anwalts erſucht. Demgegenüber hatte Staatsanwalt Obes erklärt, daß es unzuläſſig ſei, neben einem Offizialverteidiger auch noch einen Wahlverteidiger zuzulaſſen. Daß zwei Staatsanwälte funaieren, komme daher, daß die Strafhandlungen in verſchiedenen Bezirken begangen worden ſind und demgemäß die Bearbeitung der Angeſegenheit durch verſchiedene Referenten ſtattaefunden hat. Dr. Neiſ bat aus Prutakeitscrünben den Wahlverteidiger zuzulaſſen. Das Gericht beſchloß ſedoch in be⸗ reits oben angegebenem Sinne. Da Rechtsanwalt Koch erklärte. als Wahlverteidiger nicht aufzutreten, verblieb als einziger Verteidiger Dr. Weil⸗Ludwigshafen. Nach Feſtſtellung der Perſonalien und des Vorlebens des An⸗ geklagten, wurden die Vorſtrafen desſelben feſtgeſtellt. Er iſt bereits wegen Diebſtahls und Unterſchlaauns vorbeſtraft. Sogar unter dem falſchen Namen Waldemar Irmſcher hat er ſchon Strafen erhalten, darunter eine vom Schwurgericht Zweibrücken am 19. Okto⸗ bor 1920 mit 2½ Jahren Gefängnis wegen Münzfälſchuna. In ſeiner Vernehmung erläuterte er kurz die ſeinerzeitigen Vor⸗ gänge in Lambrecht. Die Beſetzung Lambrechts ſei von Heinz ſeiner⸗ zeit überraſchend raſch angeordnet worden. Es ſei eine Vergeltung dafür geweſen, daß die Lambrechter Bepölkerung ſich ſo ablehnend gegen die Separatiſten verhalten hätte. In mehreren Laſtautos ſei man nach Lambrecht gefahren. Gleich am Eingana von dem Ort ſeien Schüſſe von der Einwohnerſchaftgefallen. Dies habe die Leute ganz aus Rand und Band gebracht. Sie ſeien aus den Wagen geſprungen und nach allen Seiten vorgeſtürmt. Die Leute hätte man nicht mehr zurückhalten können. Bei der ganzen Geſchichte habe er, der An⸗ geklagte, ſich gar nicht hervorgetan. Er will auch gar nicht geſchoſſen haben. Der Vorſitzende hebt demgegenüber hervor, daß aus den vor⸗ liegenden Akten das Gegenteil hervorgehe. Die Verantwortlichen von ſeinerzeit hätten heute nicht den Mut Farbe zu bokennen und den Mann zu ſtellen, dies überließen ſie heute anderen. Er ſei unſchüuͤl⸗ dig, ſein Gewiſſen ſei rein, er ſei heute nur Untergebener, die Richter möchten richten, damit ihr Gewiſſen rein bleibe. Der Vorſitzende ſtellte an den Angeklagten die weitere Anfrage. warum er ins Ausland ge⸗ flüchtet ſei. Der Angeklagte erwiderte, daß die perſönliche Sicherheit ihn veranlaßt habe, ins Ausland zu gehen. Er habe noch nicht ein⸗ mal gewußt. daß es in Lambrecht Tote gegeben habe. Der Vor⸗ ſitzende machte den Angeklaaten darauf aufmerkſam. daß ihm die Erſchießung des Färbers Seelinger zur Laſt geleat ſei. Der An⸗ geklagte erklärt jedoch erneut auf das ganz beſtimmteſte, daß er nicht einen einzigen Schuß abgegeben habe. Er ſei überhaupt nicht nach Lambrecht hineingekommen, weshalb er gar keine Auskunft über die näheren Vorgänge geben könne. Hierauf kam der Vorſitzende auf die Schifferſtadter Vorgänge näher zu ſprechen. Von Speyer ſei die Alarmnachricht gekommen, daß das Manſche Haus in Schifferſtadt überfallen und zwei Spione ihre Hand im Spiel gehabt hätten. Man habe hierauf auf Befehl mit 14 bis 15 Mann das Manſche Haus umzingelt und nach längerem Suchen die zwei Spione im Haus gefunden. Natürlich hätten die Separatiſten ihre Wut an den beiden ausgelaſſen. denn ſie ſeien wie⸗ derholt mißhandelt worden, ſo daß ſie auf die Straße entwichen. Nach einigen Minuten hätte man mehrere Schüſſe gehört und auf ſein Hinzueilen habe er die zwei Leute mit Namen Volz und Drehner er⸗ ſchoſſen auf der Straße liegen ſehen. Der Angeklaate will den Leuten noch Vorwürfe gemacht haben. warum ſie die beiden erſchoſſen hätten. Er habe die Leute noch erſucht, den Toten weniaſtens die Auaen zuzudrücken und ihnen die Hände zuſammenzufalten. Auch in dem Falle Schifferſtadt verſicherte der Angeklagte aufs allerbeſtimmteſte, keinen Schuß abgegeben zu haben. Die Jeugenvernehmung Zunächſt traten einige Zeugen auf, die baſchen haben, wie der Färber Seelinger von einer Kügel im Rücken getroffen wurde Sie ſahen unter drei Separatiſten einen, der befehligte und der mit einer ſogenannten Fliegerkappe, einer Lederſacke und mit gelben Ledergamaſchen gekleidet war. Alle bekunden, daß es ein ſchlanker, junger Menſch war, der gegenüber dem heutigen im Ge⸗ ſicht etwas voller war. Sie können jedoch nicht mit Beſtimmtheit an⸗ geben, ob der damalige Führer der heutige Angeklagte war. Dieſem gegenüber traten nun eine Reihe Zeugen auf, die alle auf das be⸗ ſtimmteſte verſicherten, das Irmſcher der Täter war. 5 Der Zeuge Arbeiter Wolte⸗Lambrecht erklärte ganz beſtimmt, daß Irmſcher den tödlichen Schuß auf Seelinger abgegeben habe.— Zeuge Arbeiter Peter Poh⸗Lambrecht hatte gehört, wie einer von den Separatiſten gerufen habe, Irmſcher komme runter. Dieſer Irmſcher ſei wie ein Wütender herumgerannt.“ In Irmſcher erkenne er den heutigen Angeklagten wieder. Zeuge Hellmann, Geſchäftsführer des Konſumvereins Lam⸗ brecht, hatte in einem Lokal durch Zufall den Irmſcher kennen ge⸗ lernt, der ihm als Führer vorgeſtellt worden ſei. Der Zeuge habe den Irmſcher gefragt, warum denn Lambrecht beſetzt werden ſolle, worauf dieſer erklärte, daß von Speyer die Weiſung erfolgt ſei. Zeuge Dachdeckermeiſter Müller⸗Lambrecht erkennt in dem heu⸗ ligen Angeklagten den Mann wieder, der ihm ſeinerzeit einen Schlag mit dem Gewehrkolben verſetzt habe. Weitere Zeugen, mehrere Poſtbeamte vom Poſtamt Lambrecht, behaupten auf das beſtimmteſte, daß der Angeklagte der ſeinerzeitige n und 2. N: 7 7 8 be ſo⸗ tändig mit Erſchießen gedroht habe. Der Angeklagte ha gar die Leute getreten und ſie zumteil mißhandelt. Er hob verlangt daß die Beamten auf die autonome Pfalz hwie en Führer war, der in der gemeinſten Weiſe ſich betrage abgelehnt worden ſei. Die Beamten wurden hierauf au Laſtau he gebracht, nacßten die Hönde hechhalten und 1 aufgeſtellt, daß die Vorgänge auf der Straße von ihnen ni 15 blickt werden konnten. eeeee Oberpoſtm wurden ſogar drei Zähne eingeſchlagen. 1 Beugenglfspeſtſcheffner Fiſcher erkennt in dem Angetlag ebenfalls den Führer, der ſich wie ein wildes Tier bi habe. Zeuge Wiegand, Hilfsarbeiter in Lambrecht. hat fult Querſchläger in den rechten Arm bekommen. Er mußte in Hier deſſen in das Krankenhaus nach Neuſtadt verbracht werden. 0 hat er den heutigen Angeklagten mit einer kleinen Verletzung 5 der Hand geſehen. Im Krankenhaus hatte der Zeuge auch gweſen daß Irmſcher der Führer der Lambrechter Expedition 91 ſei. Der Zeuge kennt den Angeklagten heute ganz bein Jen, der. Zeuge Gendärmeriewachtmeiſter Meiſter⸗Lambrecht: 01 ſcher habe ſich ſehr flegelhaft benommen, dem Zeuſſgt die Mütze vom Kopf geſchlagen und ihn für verhaftet erklär pre Damit war die Zeugenvernehmung in dem Falle L 2f zu Ende. Es folgte noch das Gutachten zweier Aerzte. wurde die Sitzung auf nachmittags vertagt. Sportliche Kundſchau die Meiſterſchaſten des Rhein⸗Neckar ⸗Gau 1 s diesſährige vom Verein für Sport⸗ und Körperpflege c gut vorbereitete Gaufeſt am 2. 1 hatte eine große Beteiligung aufzuweiſen. Schon am ae 5 gen begannen die Altersklaſſen und Gewichtsheber den 74 Leben Wettkämpfe. Bald darauf zeigte ſich auch im Boxring. halte Gute athletiſche Leiſtungen auf der einen und choue Boxſport auf der anderen Seite haben oft den Beifall der 3 Aler⸗ hervorgerufen. Bis zur Mittagspauſe waren bereits 1 0. klaſfen abgewickelt und die Meiſter im Gewichtheben 7 laſſen 97 im Boxen hatten in den überwiegend beſetzten Gewicht ſih Ausſcheidungskämpfe ſtatigefunden. Nach der⸗ Pauſe bewegt are der Feſtzug durch die mif Girlanden und Fahnen ge 5 eiſte Straßen nach dem Kampfplatz, wo der Feſtpräſident Burge g 1 Lamberth eine eindrucksvolle Rede hielt. waren + ſeine im Boxen 1 Auden im Gan mit 5 Gewalt zum Ab br. er ung die Kämpfe im Ringen werden am 13. Mai in Werme 7. Mai, abends in der Hildaſchule Mannheim ſtatt und im in werden die Entſcheidungskämpfe bereits heute abend 7 Uhr de 6r Turnhalle der Mollſchule ausgetragen. Bis jetzt ſind folgen gebniſſe zu verzeichnen: Gewicbt⸗ben 4 ee, 5 Wu, S e 4 ühner, 25 u. B. K. 7 Schwere Altersklaſſe: 1. A. Bareikowſti, Sp. Bg. 84 6, i 1. Hch Küchler,.fK. 86; 2. g. Reuteſ Ringen. Leichte Altersklaſſe: 1. H. Biundo, Sp. Vg. 84; .f. L. Neckarau; 3. A. Ewald,..K. 86. 807 K. 10 5 1 8 er, Sp. Vg. 847 upp, Sp. Vg. 84; 3. A. Nees,..K. 86. 5 95 55 72 05 St. u. R. K.— den: 2. arcikowſki, Sp. Vg. 84. 1, ielteſtenklaſſe: 1. S. Tu daſcher,.K. 867 2. Hch. Kuch f. K. 86; 3. J. Neubeck, Sp. Vg. 84. Gewichlsheben der regulären Klaſſen. Iliegengewicht: 1. A. Harant, V. f. L. Neckarau; 2. ſcheck, V. f. L. Neckarau; 3. E. Adam, V. f. K. 86. nerno Bantamgewicht: 1. A. Seckel, V. f. K. 86: 2. L. Stet ertheil, St. u. R. Kl. Ludwigshafen; 3. K. Lahr, St. u. R. Kl. Lamp 1 Jedergewicht: 1. W. Mehrling, St. u. R. Kl. Ludwi 2. O. Geißler, Sp. Vg. 84; 3. A. Friedrich, A. S. V. Ladenburg n Leichigewicht: 1. E. Mühlberger,..K. 86; 2. O. .f. S. u. K. Viernheim; 3 W. Kehder, V. f. L. Neckarau. Kieſel Mittelgewicht: 1. W. Reinfrank, V. f. K. 86; 2. F. Sp. Vg. 84; 3. F. Rübmann, St. u R. Kl. Ludwigshafen Albrech, albſchwergewicht: 1. K. Merkle, V. f. K. 86; 2. W. V. f. K. 86; 3. Ed. Renner, Sp. Vg. 84. 5 Shofel Schwergewicht: 1. G. Gehring, St. u. R. Kl. Ludwigs em, 2. H. Stahl, A. S. V. Ladenburg; 3. K Krauß,..K. 08 Ofters K. C Nadſport 50 cel 4. Karlsruher Wildparkrennen. In der Klaſſe C bis 59210 (10 Runden= 74.100 Km.) wurde Meiſe zahl⸗Man Pele auf Ariel in 56:26,4 80 Kilometer Stundendurchſchnitt nicht ſondern Zweiter. Waſſerſtanoͤsbeobachtungen im Monat Rhein⸗Pegel 28, 29, 30, 1, 4, 3, Neckar⸗Pegel 28, 29, 30, 7. 170 Speſa.J127 J 20 2f 8ſ bencen 2 g88802 Febl.252..7..88 2,5 Jagſiſeld.„7 0,9% ⸗6 660 Maxau.99 3,87.97 3,99.084.07 Maunheim 2,79.77.77.782,752.81 Caud 1,99 1,87.30 4,80J˙81.95 Abln.„ 1,90 1,784,71 1,65 1,60 1 77 —— 5 5 Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerel Dr. Bags/ Neue Mannbeimer Zeitung, G. m. b.., Mannhelm. E Direktion: Ferdinand Heyme. 2 Chefredaktenr: Kurt Fiſcher.— Verantwortliche Nedaktenanet frür Politik: Hans Alfred Meißner.— Feuilleton: Dr. Fritz b und Kommunalvpolitik und Lokales: Richard Schönſelder.— Epune Neues aus aller Welt: Willn Mitller.— Handelsteil: Kurt Ghngh Gericht und Alles Uebelze: Fr Kircher.— Anzeiaen: Koſ. Vern 72 77 Sine, ecen Ooine, haben obe- oen Hochfei, goss sie ſerchi cmuitz onnelt. tnen. Sie mencen wie- oen Strhlend wel&ð, wenn sje fmit + 2 2 7 9 gebleſchit necen N f 1— fortgeſetzt, der Rundgewichtsriegen⸗Wettbewerb findet am 2. 8. Seh 9 Ku — 2 0 nree e een.2 25———— 2 0 * 5 338 1 FF—W — Altwoch, den 5. Mal 1928 Neue Maunheimer Jeitung(Miftag-Ausgabe) 5. Seite. Nr. 206 50 5 5 Chamisso, Rittm. Deßloch's(.-R. 17) 6j. rbr. W. v. Tango, Dr. F. Merck's 6j. br. H. v. Saint Maclou—Tonga, babe Ever Pay, 73 Vv. Waldenfels 0 65,5 v. Moßner) Unterholmer 3 w05 Eighe, Rittm. John v. Freyend's(.-R. 10) a. br. St. v. Snob, IH. Wertheimer's a. Sch.-H. Le Puritain—Stern- ein 2 73 v. Reibnitz 0 schnuppe, 65,5(St. Bencze Weber 0 1 6 Deuts 5 55 Obltn. Holste's(.-R. 6) W.. Karrara, G. Becker's 5. dbr. St. v. eene 5 v. Coronel—, 73 esitzer Kopje,(Bes. tys 12 Arnim, Rittm.., Lenski's(Kav.-Schule) a..-W. v. 9 8 Volz 5j. br. St. v. Laudon—Dulcis, 58 Altgold—, 73 Besitzer 0 W. Baloun) Sauer 0 n partę, Obltn. Suden's(.-R. 1) a..-W. 15 Vero- 0 trumen zieht vom Start weg mächtig 5 8 9 imen 5 nikus—, 79 Besitzer Snob, Fichte und Karrara. Am Luisenpark iegt Fichte au 1 0 etti, Rillm. Graf Schmettow's(.-R. 7) a. br. St. v. dem 2. Platz. Am Neckardamm beim 2. Passieren hat Snob 0 Jusseret—, 73 Oblin. IWand(gestürzt) 0 die Spitze vor Strumen, Fichte war etwas zuräekgefallen. In Hier Heckenröschen, Obltn. Stollbrocks(.-R. 3) a, Sch.- der Geraden holt Fichte wieder prächtig auf und gewinnt a5 V Stute v. Master Magpie oder Djeiran, 73 v. Nostiz 0knapp vor dem glänzend laufenden Strumen und Karrara. 95 EirER Z w* Pan⸗(.-R. 7) a..-W. 5 Bar- 5 Zeit::54,8. „e 888 71 f: 20.10; 19:10 veſe⸗ Ein stattliches Feld von 14 Pferden. Nach ieee gem„Mai Preis. Ausgleich 9 Zweitler Tag Start geht Bonoparte für kurze Zeit in Front. Dann über. Ehrenpreis ke eee ee, 2 800— 300— ſoget oenn von Götz(.-R. 7) Felient 43 5 E Hammlet 300— 200).— Für 4i. u. Alt. infand. Hengste und Stuten, die 5 0 er-Jagdrennen.— Dr. Lohmanns Grea jala mi 2 Aiel Ilit Mühe konnte Amsel den Schiuf ir ab im Jahre 1925 als Sieger mindestens in Sa. 4000 Mk., jedoch precl Staudinger siegt im Maimarkt⸗Preis. 5 ee B0u8 915 84ů- rmee Hinderni 750 Lusser 25 8 seit 1. April 1925 kein Rennen von über 10 000 Mk. gewonnen a 80 Aamen des Nalmacktintensteg sich in 99 75 55 ee 6 3 von denen 15 angenommen.) im immer eine oßen Interesses. Trotz des Weni ichterspruch:——17½. Zeit: 4: s lie de. weundlichen Welters War der Besuch gestern überraschen Tot.: 40.105 Platz 15, 18, 12:10. Great Gala, Dr. F. Lohmann's 4J. schwbr. St v. Great Sowaohl auf der Rennbahn mit den Tribünen, wie auch Sport—Galatia, 49(E. v. Moßner) Staudinger 1 uut dem Neckardamm herrschte reges Leben. Der Besuch II. Waldhof-Rennen Berfram, H. v. Opel's 4j..H. v. Marmor—Bertic, 51 Nar sicher besser wie am Sonntag. Die Offiziersrennen hat- Preise 2100 Mk.(1500— 400— 200).— Für 3j. u. ält. inländ.(A. Winkler) Narr 2 auch diesmal wieder ihre Ahziehungskraft nicht ver- Pferde, die unter Ausschluß der gesetzlichen Gewährleistungs-[Taugenichts, S. Groß' 6j..-H. v. Gulliver II—Tau- kehlt, umso 1 Offiziere in der Uniform flicht betreffs der gesetzlichen Gewährsmängel für 3000 Ak tropfen, 64(V. Rosak Hauser 3 102ʃ ihres Fried mene, an hnt ige baullich sind. 1600 m.(26 Unterschriften, von denen 21fIs on 0. Silberna 142 4j..-H. v. Prunus—Invict N 11 f; ein ungewohnter, eigen- 5 · z 0, O. Silbernagel's 4j..-H. v. icta, Mai, ollder e nebige 85 der Heichas pr⸗ stehen geblieben.) 56,5(R. Mätzig) Buchmann 4 Mol⸗ lzlere. Generaloberst v. Seeckt' mit verschiedenen hôéhe- Es liefen 7 Pferde. Miramar, M. Friediger's 5j. dbr. H. v. Marmor—Minki, n 5 1 den Reren und Oberbürgermeister Dr. Kutzer en 1 75 14 95 175 5 11¹ 54.5 1 0 zebel en Ren ried Die Rennen wickelten sich wie as—Longwy, 58,5(Trainer: R. Mätzig arN alens, P. Heil's a. dbr. H. v. Biniou—Valeneia, 53, 5 Sewohnt auderst püntellich 4 lage alles vorzüglich, Doja n, M. b riediger's 4j. dbr. H. v. Marmor—elila, 55 W. John) Nagy 9 chautt a0 die Rennen bereits vor 7 Uhr beendet waren. Bei(L. Frick) M. Braun 2JLa Paludière, H. Wertheimer's 4J. dbr. St. v. Chateau lien— sehr gut beselzten Feldern wurde c 38 17 10 Engel's a. br. H. v. aene Lafite-La Pameéla, 57,5(St. Bencze) Göbl 0 aht geboten. Nur im Werder-Jagdrennen kam Oberleut- Mätzig auser Im Hauptrennen 6 Pferde am Start. Valens führt bis in 1 nant Sude it B rte zu Fall und zog sich eine Lustgarten, A. Schlofß' 5j. br. H. v. Csardas—Luit. d ̃ 8 Gal ht i n0 leich n mi onaparte 2 8 0 595 1 en Einlaufbogen, dann kommt Great Gala auf und geht in e f0 bachte Cehirnerschütterung zu. Das Treiben vor den Tri- garde, 50(R. Wortmann) Göbl 4 Führung von Bertram und Taugenichts. Valens fällt Weit zu- ückte en wWar am Dienstag bedeutend freundlicher als am Sonn-Rosar j0, A. Gerteis“ a. br. H. v. Star—Rose Noire, 61 ück. t K egen Schluß noch stark auf, mußte sich neiſte ab. Das etwas Wetter hatte verschiedene Damen(St. Bencze) Matz 5 4280 1t de 2 Plats 0 5 5 ampfe ſum Anlegen von sommerlichen Toiletten verlockt. Der Be- Domino, C. Neubauer's a. Sch.-W. v. Reinhart—Blanche Richterspruch:——15. Zeit:.20 ſein dieh em foto war recht lebnan. Dame, 58,5(J. Ignatzet) Flostermann 0—Tot.: 28.10; Platz 1, 13, 180. 1(oie Eröffnungsrennen, das We 05 der-Ja 55 n. en]Na 10 5— a. dbr. St. v. 53,5 9 vVII ee eeee nhe iersrennen), brachte das stattliche Feld von 14 Pfer-„ Baloun auer 1440 u zusammen. Nach kurzer Führung von Bonaparte, der ustgarten, Domino und Rastelbinder liegen vor dem Zu reiten von Offizieren des Reichsheeres sowie Fon ehe· 8015 Päter seinen Reiter Oberleutnant Zaden abwarf, Ent Amsel Feld. Am Neckardamm hat Domino die Führung, dichtauf maligen aktiven und Reserve-Offizieren der alten Armee in in de. Nit Leutnant v. Götz in Führung, die sie bis ins Ziel behält. Rastelbinder und Lustgarten. Im Bogen liegt Rastelbinder Uniform, soweit sie von der Obersten Behörde gem. 8 59 der e En. otz eines Mehrgewichts von 7 Kilo lieferte Amsel ein in Front, dahinter Kopf an Kopf Dojan und Logenbruder. j RO. lizenziert sind. 3400 m.(30 Unterschriften, von denen chones Rennen. Pelzmaus war im Ziel dicht aufgerückt. Nach hartem Kampf geht Logenbruder an die Spitze und zieht 18 stehen geblieben.) —— v. Götz hat mit 888 das zweite 5 55 mit sich. Rastelbinder fällt auf den dritten Platz zu- Es liefen. 4 Sib Wurdt as als Preis gegeben Wurde, gewonnen. Sein Sieg Richt agewald, Frhr. v. Cotta's a..-H. v. Turenne.— nli- von seinen Anhängern lebhaft gefeiert. chterspruch:——2. Zeit::05,4. uity, 66 Obtln. v. Metzsch 1 mig⸗ wurden an den] Tot.: 20:10; Platz 11, 18, 13.:10. Paletle, S. Groß' 6j. br. St. v. Fervor—Palme, 68(V. 2 6. Raataſn ebruder nncn arten Kampf 3 75 ee B 7, Prhr. G. v. Schren ck-N otzing's àa. br. H. 775 2. ide eis, geg itgliedern des Direktoriume Besi t Das Heyden-Linden-Jagdrennen vurde eben- des Badischen Rennvereins, dem siegenden Reiter und 2400 l. E e85 E. 5. br. H 1 Sllere eudes* Mus von 7 Pferden bestritten. Perle mit Oberleutnant von 958— 400— 300— 200). Zu reiten von Offizieren des Gallion—Eperdue, 66(Besitzer) Besitzer 4 aletzsch im Sattel fing ielrersprechend an, sie schlug dann Reichsheeres sowie von ehemaligen aktiven oder Reserve-]Silver Brendan, Major E..- Mofner-s a. schw. W. Ha Neckardamm eine falsche Bahn ein und wurde nach Offizieren der alten Armee in Uniform. 4000 m.(14 Unter⸗ v. St. BredanSilver Iennie, 67,5(Bes.) v. Imhof 0 Seih 95 5 der— die Füngune Anersge. schriften.) Költeken, Maſor Merz, a, 675 Bes „ alte, wurde mit ängen Vorsprung überlegener Sie- nz 18 Das Riese-Jagdrenne h ine den Verlauf. 2. 1757 eeee 8— 0 Föhn II, Obltn. Holste's(.-R. 6) 6l..-W. 99 1 Silver Brendan uhrt und nimmt' am Lauleenbart Jaleche Pann⸗ wih⸗ ierge 5 nahmen. II, Lex e ee, a..-St. v, 198 1 Trche as Wa arkrennen wies die schwächste Be⸗ tn. y. Imhof 2 Esküszegö, Boros und Palette. Im Bogen schießt Hagewald üch, ng mit 5 Pferden auf. Nachdem Opels Farmerin zwei- Wiegenfestfreude, Obltn. Iwand's(.R.), 71,5 h vornen, Palette und Boros mit sich reihend. Eskei 6 nal vom Start weggebrochen war, kam sie auch beim regu⸗ Besitzer 30 War auf den l. P fane e e eee uunen Start in Front weg und ewann sicher, O Strasbur Jugendtraum, Hpim. a. D. H. Blanchar''s 6j.-W. v.— eeeee eeeeeeeerebenee.— 0— tallg 95128 05 bar aeac nenter ehn lassend. 5, Nappteen 00 1 5 6l en 44 Richterspruch:——5. Zeit:.32. EAar an da ddete aüf dem 4. Platz. reuhle, Rittm. d. R. a. D. P. Heif's 6J..-W. v. Arnim, Tot.: 47:10; Platz 13, 12, 11:10. Freis vom Rhein(Jagdrennen) wurde von 6 73 Besitzer 5 5 2 15 Naanen e mĩt aae 7 8 10 Lex(Kav--Sch.) 5l. e 0. 3000 Mk.(2 0— 00 F 1 napp vor Strumen und Tango das Ziel passleren. agpie—, t. v. Reibnitz reise 8.(2000———.— Für]. u. Alt. hafeſ, Snob, der zeitweise führle, kam als 4. Pferd 4 ö Pferd ein. Perle, Best's a. br. St., 72 Obtln, v. Metzsch(angeh.) 0 inländ. Pferde, die seit 1. April 1925 nicht in Sa. 10 000 Mk 50% Malmarkt-Preis, dem Hauptpreis des Tages Perle führt das Feld bis zum Neckardamm und schlägt ewonnen haben. 1450 m.(35 Unterschriften, von denen 28 ö zulſenenen 7 Pferde auf der Bahn. Das Rennen verlief dann eine falsche Bahn ein. Dahinter liegt Föhn II und stehen geblieben.) en dei ie Spe Ferten n Taug 0 75 59 0 1 10 75 85 II, Es liefen 7 Pferde. 1 e, augenichis liegen dicht] Cetheſus, Wiegenfestfreude un reußle. jegenfestfreude cheim's 6f. br. H. v. Ly 5 ehl 8 5 7 der Geraden harter Kampf, aus dem schließlich schiebt sich an der Riedbahnbrücke, auf den 2. Platz. Föhn II 1 84 1 14701 e eee ee N 1 mit Staudinger im Sattel als Sieger vor Bertram] gewinnt das Rennen überlegen vor Kathinka II, die schön nach[ Ponnerwolke, H. v. Opel's 3j. br. St. v. Nuage 1010 5 Delila. 48.5 A Winkler) Narr 2 21 7 n m. erden war wieder ichterspruch:—Weile. Zeit: 5: 1171 1r 8e 8 8ſ. br. H. 825 JVCCGC00%%%/( ine 4 65 zelten auf. In der Führun IV. Waldpark-Rennen steinadler, W. Preiskämper's 6l..-W. v. Laudon— 5 g wurde dauernd chselt, bi 5 6 0 60 2 deo en kageent mit Operlerigant v. Meteecht an, die Prelse 2000 Jlk.(2000— 800— 300— 200.— gr 8 u. alt. 11elerg. Neubdetg 3. br. St. v. Battngdeff-A ell 8. Borhn5 5 5 bis ins Ziel sicher behält. Palette die 99 1 1570 ein Rennen Non 505(5. 5 eeee 0 et ros belegen nächsten Platze. Eskü it Uber. noch in Sa.„gewonnen haben. 5 15 mder aug dein Fei, anie 2elt kührie, flel in Jer Ge. 0 n. bnier erallen von denen 25 fecken Eeblichen) rerreng, Ein 81 Jl.el seehwbr. St. v. Bpe en 4. Platz zurück. s liefen 5 Pferde. der n chlubrennen, dem 5 räümie-R ennen liefen wie⸗ F. armerin, H. v. Opel's br. St. v. Marmor—Fatuité, 44,5 31 eneeee 0 1 drbehe—* Nachdem Hilf dir selbst bis zur Riedbahn-,(A. eee 5 Aschenbrenner 1 Nach gutem start hat Hilf Dir selbst die Spitze vor raden 118 ührt hatte, kommt Traben in Front. In der Ge- O' Straßburg, K, Gau's 4J. br. H. v. Chamisso—Schal- Ponnerwofke. Nach der Riedbahnbrücke liegt Traben vornen, 10% aur gleicher Traben, Hilf dir selbst und Donnerwolke fast mei, 54(O. Möller) Nagy 24gefolgt von Donner wolke und Hilf Dir selbst. Im Einlauf J. derwaltener, Höbe. Traben gewinnt nach Kampf vor Don-]Manetho, W. Pfeifler's 4..-W. v. Gulliver II—-Man. ſiegen diese drei Pferde dicht zusammen, Fraben wird sicher e die Hilf dir selbst gerade noch abfangen konnte. tilla, 53.5(J. Birsghan) Taug 3Sieger vor Donnerwolke, die Hilf Dir selbst knapp auf den verl orlanda, H. v. Opel's 3j. dbr. St. v. Marmor—Orakel, 3. Platz ver weisen konnte Eexlauf der Rennen 48.5 oJ]“ Richterspruch:—II.—33.—1. Zelt:-38,l. , Nrperprede5 Wenuen nsartenen, Omelererenme Engg gi. Watele ns 4 ei. st L. Ferofe. Naper 0] FTor 53 405 Plate 18, 13 210 estehend in einem Vollblutpferd 2 1 geiter; pferde, dem siegenden Farmerin brach zweimal vom Start weg und kommt beim 9 eden 1 1 5 W. Andenken den Reitern des 2. und dritten Start in Führung ab, die sie bis ins Ziel behält. FEvenfualquoten Naer⸗ von aktiven Offizieren des Reichs-O Straßburg Iiegt an zweiter Stelle vor Manetho und Orlanda. 1. Rennen: Wintermärchen 160, Pelzmaus 185, Argenta eeres in Uniform. 3000 Es liefen 14 Pferde. m.(29 Unterschriften.) 0˙ Strabburg kann den zweiten Platz sicher behaupten. 138, Chamisso 348, Eiche 72, Deutscher Held 185, Hamlet 30, 7 Amgel, Ltn. v. Götz R R. 7 Richterspruch: 13—.74—1. Zeit:.21. Arnim 1974, Beate Weddina 70, Bonaparte 1481, Betti 211, 10 80 v. R. 7) a..St. St. v. Tarnese, Tot.: 14:10; Platz 28, 27:10. Heckenröschen 847, Zwerg 2962. elz Reiter: Besitzer 1 2. Rennen: Rastelbinder 44, Dojan 122, Rosario 140, maus, Hptm. Behlendorff- Rh J n Blagueur 735 Fehblendorff's(.-R. 3) a. FE.-St. v. V. Preis vom Rhein. Jagdrennen Domino 202, Naive 62, Lustgarten 83. amlet, Ritim. Frh Besitzer 2JEhrenpreis und 4400 Mk.(Ehrenpreis u. 3000— 700— 400— 3. Rennen: Jugendtraum 117, Preuße 45, Wiegenfestfreude 81 N rmann's av.-Schule.— Für]. u. ält. inländ. Pferde, die seit 1. März„Cethejus und Kathinka Perle 23. 6 dr. W. v. Shilta. v. Lange's(K 300) Für 5 ält. inländ. Pferde, d it 1. März 1925 206, Cethej d Kathinka II 69, Perle 23 Argenta Obltn Be ie 73 Besitzer(kein Rennen von über 6000 Mk. gewonnen haben. 3700 m. 4. Rennen: O' Straßburg 73, Manetho 50, Energie 57. 78„ Fertram's(.-R. 13) a. br. St. v. aen ee N 5 e von denen 18 stehen geblieben.) 90 5 Karrara 101, Tango 31, Dulcinea 267, Strumen sat 1 Obltn. Lex 2s liefen erde. Sno 9 7. 1 0 2 8150 Luz(.-R. 17) 455 St. 1 4 1 5 Hbr. Sk. v. e 117 1. 85 rerg 40, Valens 212, Ber- WMWant 3 esitzer 5 50 1el sen. ränzlein ram 63, Isonzo„La Paludiere 75. Sehule) 5 75 5 e eene(Kav. Stru 5j. br. H. v. 15 5 15 131, Esküszegö und Silver ee sseret—, 7 esitzer—Sternblüte, 60,.Mätzig oV rendan 66, Tyche„Boros 23. 90 977 Mütter ebren, will einen Muttertag feiern. deit een Aul des Lebens, in aller drückenden Schwere der ankbares Rückwärts genblick des Stillſtehens, der Einkehr geben, ein Hiete Nebe, pie ds ſchauen. ein Jurückdenken an die arößte ſelbſt⸗ ſel 8 an feine Mutte Erden gibt. Der Muttertag ſoll ein Dank des n. r, an die heimgegangene und an die lebende Die M muß die Wietter it der Mittelxunkt der Famt i Jamilie. der Familie Slälte in der perunt unſeres Volkes beainnen. ds Nenttze il die duſeothelferin bierfür ic deſfere Zafunktenaat aufgehen muß. Die Epieres Heimes hängt 5 die deuiſche Mutter. Die Traulichkeit wietz öut bedentet, zuſanteder Mukter u. allem, was uns Mücter⸗ 2 urch Geſchlichter ſort Der Segen einer trouen guten Mutter utter! 5 fe r! Name für Hingabe und Opferbereitſchaft. * be; Aadeng! arift der Liebe! Anfangz und Ende des Duldesn und Ver⸗ Mufferta9g 1 Wo iſt das Menſchenherz. das ſich nicht öffnet beim Klana des Mutternamens. Der zweite Maienſonntag iſt der Mullertag! An dieſem Tage wollen wir unſer Heim feſtlich ſchmücken. Der Mutter gehört der Ehrenplatz. Er werde bekränzt, Blumengrütze ſollen ihr unſeren Dank, unſere Liebe kund tun. Weilt die Mutter nicht mehr unter den Lebenden, ſo daß man ihr an ihrem Ehrentaa keine Freude mit Blumen machen kann, ſa gelte ihrem Grabe der erſte Gang an dieſem Tag und iſt das Grab in der Ferne, ſo eilen die Ge⸗ danken der Morgenſtunde zu ihm hin. Wo wir einſame. arm?, kranke Mütter wiſſen, ſorgen wit uns —5 um ſie. Denn der Muttertag ſoll ein Freudenbringer für alle ütter ſein. Bürger und Bürgerinnen von Mannheim, laßt uns miteinander wetteiſern, den 9. Mai zu einem frohen Muttertag zu geſtalten, an dem keine Mutter ohne Bfumenſträußlein, ahne beſonderen Beweis von Liebe und Anhänglichkeit bleibt. 26 Ortsausſchuß für den Deutſchen Mutterkag: Der Oberbürgermeiſter: Der Landeskommiſſar: Dr. Kutzer. Geh. Rat Dr. Hebting. Der Landrat: Dr. Guth⸗Bender, Der Polizeidirektor: Dr. Bader. Prälat Bauer.— Stadt-Pfarrer Hoff.— Rabbiner Dr. Oppen⸗ heim.— Stabtpfarrer Dr. Steinwachs.— Stadtſchulamt.— Gymna⸗ ſium.— Real⸗Gymnaſium.— Oberrealſchule.— Leſſing⸗Schule.— Eli⸗ ſabethſchule— Liſelotte⸗Schule— Lniſeu⸗Inſtitut.— Soziale Frauen⸗ Ichule.— Fröbelſeminar.— Allgemeine Ortskraukenkaſſe.— Badiſcher e— Badiſcher Lehrerrerein.— Verein Babiſcher Lehrer⸗ unen.— Evangeliſches Jugendamt.— Stadt⸗Fürſorgeamt.— Für⸗ ſorgeſtelle für Gemütskranke.— Hausſrauenbund.— Hebammen⸗Ver⸗ ein des Amtsbezirks Mannheim.— Stadt⸗Jugendamt.— Kathiliſches Caritasſekretariat.— Katholiſcher Mütterverein.— Lungenfürſorge⸗ ſtelle— Maunheimer Frauen⸗Vereins⸗Verband— Maunheimer Mut⸗ terſchutz E. V.— Ortskrankenkaſſe für Handelsbetriebe der Stadt Maunheim.— Ortskrankenkaſſe für Hansangeſtellte.— Rechtsſchutzſt. f. Frauen u. Mädchen.— Rotes Kreuz.— Trinkerfürſorgeſtelle.— Verband der Sozialbeamtinnen.— Verein für Arbeiterwohlfahrt.— Wöchnerinnenaſyl. 5 . Seile. Nr. 200 neue Mannheimer Zeitung(Mittag ⸗Ausgabe) Mittwoch, den 5. Mai 1926 [Neue Mannh eimer Seitung⸗ Handelsblatt — 2— 2 vom franzöſiſchen Eiſenmarkt F)( Paris, 3. Mai. Im Monat März hat die franzöſiſche Eiſeninduſtrie mit 772 416 To. Roheiſen(gegen 706 000 im Februar und 762 000 To. im Januar) und 725 611 To. Rohſtahl(gegen 630 000 To. im Febr. und 666 000 To. im Januar) ihren Rekordſtand erreicht, und für den Monat April iſt eine Fortſetzung dieſer auf Monate hinaus ausperkauften Vollkapazität außer Zweifel. Beſonders die loth⸗ ringiſchen Werke haben neueſtens bedeutende Exportabſchlüſſe in Stahlerzeugniſſen getätigt. Die Lieferfriſten verlängern ſich immer mehr. Die inländiſchen Verbraucher beklagen ſich immer lebhafter über bereits ſtark Mangel an Halbzeug. Die Schwer⸗ induſtrie ihrerſeits, die Hauptnutznießerin des Valutadumpings, klagt jedoch gleichzeitig über die Anpaſſung der Steuern, Frachten, Löhne und demnächſt auch des Reparationskokſes an die Währungs⸗ entwertung. Man iſt an dieſe in Wechſelwirkung miteinander ſtehenden Stimmungsexpreſſionen gewöhnt, darf darum nicht alles blutig ernſt nehmen. Die Haupttatſache beſteht, daß die franzö⸗ Hiche Eiſeninduſtrie ſich nach wie vor in vollem Ausmaße ihrer uflationskonjunktur für den Export erfreut, im Inlande aber ſich durch fortgeſetzte Preisſteigerung in Papierfranken möglichſt vor echtem Schaden zu ſichern beſtrebt iſt. Für Roheiſen hält ſich der Exportpreis andauernid um 3 Eſtrl. fob Antwerpen, während für den einheimiſchen Markt der Verbandsbeſchluß einheitlich durchgeführt wird(phosphorhaltiges Gießereiroheiſen Nr. 3.L. Erundpreis, Frachtbaſis Longwy, 420 Fr.; halbphosphorhaltiges Roheiſen ab Werk 437,50 Fr.). Dank der wachſenden Produktion ſind in Roheiſen Lieferungen noch für Mai leicht erhältlich. Die erhöhten Selbſtkoſten laſſen für die kommenden Monate neue nominelle Preishauſſen vorausſehen. In Halbzeug hat ſich neueſtens der Inlandmarkt, aus der Befürchtung verſchärfter Preiserhöhung, belebt, jedoch halten die Hauptwerke ſich zurück. In Lothringen notieren die Blooms 555 Fr. Stabeiſen notiert in Thomasqualität fürs Inland 750—770 Fr., während für den Export die Notiz fob Antwerpen bekanntlich unter 5 Lſtrl. gewichen iſt(man hört neueſtens 99 Sh. und 98 Sh. 6.). Martinqualität wird fürs Inland um 100 Fr. höher berechnet. Walzdraht wird in Lothringen mit 760 Fr. abgegeben; Bandeiſen in Nordfrankreich zu 910—920 Fr.(billigere Saar⸗Notierungen ſind überholt).— Für Schienen ſcheinen ſich die aus der Neu⸗ begründung des Verbandes erwachſenen Mißhelligkeiten mit den Eiſenbahngeſellſchaften hinſichtlich der Preisangleichung für die alten Abſchlüſſe zu bereinigen. Bei Ausſchreibung von 5000 To. eiſerner Schienenſchwellen(45 K. 520) machten ab Werk die billigſten An⸗ gebote de Wendel mit 728,50 Fr. und Micheville mit 730,10 Fr. je Tonne. Träger ſind ſeit letzter Woche ebenfalls 20—50 Fr. je Tonne angezogen; lothringiſche Werke fordern für ſolche über 80 Millimeter 680 Fr. Bleche ſind, und zwar in ſämtlichen Dimenſionen, z. Zt. rege begehrt. Für Grobbleche werden in Thomasgqualität 780 p. in Martinqualität 800—850 Fr. verlangt; für SM.⸗Keſſelbleche, extraweiche Qualität, 890—920 Fr.; Mittelbleche notieren ab Werk 1040—1050 Fr.; Feinbleche 1230—1350 Fr.— In Draht⸗ produkten herrſcht ſehr bedeutendes Ausfuhr geſchäft. Was die Schrottausfuhr betrifft, ſo ſoll die Ausfuhr nach Belgien in der kommenden Woche freigegeben werden: auch iſt ein Vertreter der italieniſchen Regierung in Paris angekommen — allerdings iſt den Italienern der derzeitige franzöſiſche Schrott⸗ preis angeblich zu teuer. Der aus der Abwrackung von Schiffen anfallende Schrott darf bekanntlich mit Erlaubnisſcheinen aus⸗ geführt werden. Wie verlautet, ſoll das Ausfuhrkontingent je nach Land eventuell geändert werden. Zuletzt waren jährlich freigegeben: 120 000 To. für Italien, 60 000 To. für Belgien, 60 000 To. für Großbritannien und weitere 60 000 To. für die übrigen Länder je nach Beſtimmung der Regierung. Die Schrottpreiſe ſind z. Zt., in Erwartung der Dinge, ziemlich unverändert. gerdlnand eberſtadt& Ceie. Nachf. fl.., Mannheim gh. Das Geſchäftsjahr 1925 hat infolge der wirtſchaftlichen Kriſis die Erwartungen nicht voll erfüllt; es kam dem Unternehmen jedoch zuſtatten, daß der Hauptkreis der Kunden ſich aus einem zuverläſſigen Stamm von Abnehmern in der Provinz zuſammen⸗ ſetzt. Unter Berückſichtigung dieſer Momente kann der Vorſtand das Ergebnis immerhin noch als befriedigend bezeichnen.“ Nach 43 818f Abſchreibungen ergibt ſich ein Reingewinn von 28 255 zu folgender Verwendung: 24970 zuzüglich weiterer aus der Rück⸗ lage zu entnehmender 12 550 zur Ausgleichung des Kapital⸗ entwertungskontos und reſtliche 3285 Vortrag auf neue Rech⸗ nung. Die Bilanz verzeichnet gegenüber 748 151% Kreditoren und 167 820 ſonſtigen Verpflichtungen die Außenſtände mit 721 358, die Warenbeſtände mit 508 395, bar 9935 bei 400 000„ AK. Bezüglich des kommenden Geſchäftsjahres laſſen ſich im Hinblick auf die Unſicherheit der Wirtſchaftslage keine Vorausſagen machen. rke-„neue Stulkgarter“, Lebensverſicherungsbank Acch. Der Bruttoüberſchuß beträgt 2 585 539„l. Davon fließen in die Gewinnrücklage der dividendenberechtigten Verſicherungen insgeſamt 2 438 323, d. h. 94,3 v. H. des Bruttoüberſchuſſes oder rund 23 v. H. der gewinnberechtigten Prämieneinnahme. Einſchließlich der Ueberträge aus dem Vorfahre ſtellt ſich die Geſamteinnahme auf 19 888 701„. An Deckungskapital, Beitragsüberträgen und Rück⸗ ſtellungen für ſchwebende Verſicherungsfälle waren am Ende des Berichtsjahres zuſammen 6651040 vorhanden. Die Gewinn⸗ rücklage der dividendenberechtigten Verſicherten beträgt nach der Zuweiſung aus dem Jahresüberſchuß 3 866 701 l. Das Vermögen iſt im weſentlichen in Grundſtücken(763 900 44), Feingoldhypotheken 68517 761), Wertpapieren(351 634) und Guthaben bei erſten Banken(2 337 926 J) angelegt. Die Sterblichkeit war ſehr gering; ſie betrug nur 39,6 v. H. der Erwartung und hat einen Gewinn von 632 981„ ergeben. Nach dieſem günſtigen Abſchluß haben die Verſicherten die beſten Dividendenausſichten. Auch im laufenden Geſchäftsjahr entwickeln ſich Neugeſchäft und finanzieller Aufbau erfreulich; der Verſicherungsbeſtand beträgt mehr als 235 Mill. I. o. 1 Million Verluſt der Kreisbank Acf. Düſſeldorf. Wie aus Düſſeldorf gemeldet wird, hat das Inſtitut einen Verluſt von 1 Mill. erlitten. Er ſoll durch Umlagen im Verh.eltnis von 111 zu den überwieſenen Reichseinkommen, und Körperſchaftsſteuern beſeitigt werden. 2: Der Kapitalbedarf der Reichsbahn. Die Verhandlungen über die Befriedigung des Kapitalbedarfs der Reichsbahn zu Inveſtitions⸗ zwecken werden ununterbrochen fortgeſetzt. Nach dem gegenwärtigen Stand iſt damit zu rechnen, daß noch in dierer Woche ein poſitives Ergebnis erzielt werden wird. Der Gedanke einer Obligations⸗ anleihe dürfte, wie wir bereits mitteilten, endgültig aufgegeben ſein. Es wird vielmehr nur noch die Begebung von Vorzugsaktien, und zwar vorausſichtlich zunächſt 150 Mill. 4, erwogen. Dabei ſpielt natürlich die Möglichkeit einer Einflußnahme im Verwal⸗ tungsrat der Reichsbahn durch die Erwerber der Vorzugsaktien eine beſondere Rolle. Gerade die Frage der Sicherung des deutſchen Einfluſſes bildet zurzeit noch Gegenſtand der Beratungen. Auch die Uebernehmer der zu begebenden Aktien ſtehen noch nicht feſt. „b. Die älteſte deutſche ZJigarektenfabrik. Anläßlich der Um⸗ wandlung der Compagnie Laferme, Tabak⸗ und Zigaretten⸗ fabrik AG. in ein Handelsunternehmen macht„Die Tabakwelt“ (Dresden) Fachzeitſchrift für Induſtrie und Handel des Tabak⸗ gewerbes in ihrer Nr. 18 intereſſante Mitteilungen aus der Geſchichte dieſer älteſten deutſchen Zigarettenfabrik. Sie wurde im Jahre 1862 von Joſeph Huppmann⸗Salbella in Dresden gegründet und zwar mit einem Perſonalbeſtande von einem ruſſiſchen Tabakſchneider und zwei Ruſſinnen, welche vier deutſche Arbeiterinnen das Zigaretten⸗ machen lehrten. Das iſt die Keimzelle der deutſchen Zigaretten⸗ induſtrie. In eine AG. mit einem AK. von 3 750 000„ wurde die Laferme im Jahre 1874 verwandelt und iſt lange Zeit innerhalb der deutſchen Zigarettenherſtellung die einzige Aktiengeſellſchaft geweſen. Erſt im Jahre 1901 entſtand als zweite die Georg A. Jasmatzi AG. -: 8 proz. Hypothekar⸗Anleihe der Aſchinger s Ach. in Berlin. Von einem aus der Dresdner Bank, dem Bankhaus Gebr. Arnhold, Dresden⸗Berlin und der Commerz⸗ und Privat⸗ bank AG. beſtehenden Konſortium wurden 8 000 000 8 proz. Hypothekar⸗Anleihe der Aſchinger's AG. übernommen. Die jetzt zur Zeichnung aufgelegt wird. Wir verweiſen bezüglich der Einzelheiten uſw. auf den in vorliegender Nummer zum Abdruck gelangenden Proſpekt. Bevorſtehende Gründung der vereinigten Stahl⸗ werke A. G. Am Freitag dieſer Woche werden die Abſchlußverhandlungen zwecks endgültiger Gründung der Vereinigten Stahlwerke Ash. ſtatt⸗ finden. Zurzeit iſt man mit der Ausarbeitung der entſprechenden Verträge beſchäftigt. Falls keine unvorhergeſehenen Schwierig⸗ keiten eintreten, wird am Freikag die Gründung vollzogen und das Akkienkapikal der bisherigen Skudſengeſellſchaft auf 800 Millionen erhöht werden. Die prinzipielle Zuſtimmung der einzelnen Geſell⸗ ſchaften, auch des Thyſſen⸗Konzerns, iſt als geſichert anzunehmen. In der Steuerfrage iſt nach langen Verhandlungen mit der Regierung ebenfalls Klarheit geſchaffen worden. Die Wünſche der Vereinigten Stahlwerke wurden entſprechend berückſichtigt. Die Verträge liegen bereits feſt. In Verhandlungen ſteht man noch über die Bildung der Handelsgeſellſchaften der Vereinigten Stahl⸗ werke, da die Handelsgeſellſchaften der beteiligten Werke ebenfalls zuſammengefaßt werden ſollen. Vorausſichtlich werden beſondere Handelsgeſellſchaften in Berlin, Eſſen, Dortmund, Düſſeldorf, Frank⸗ furt uſw. gegründet werden. Ob es auch zur Bildung einer eigenen Schiffahrtsgeſellſchaft kommt, oder ob die Vereinigten Stahlwerke die beſtehenden Verträge nur übernehmen, ſteht noch nicht feſt. Abſchlüſſe Magdeburger Lebens-Verſicherungs⸗Geſellſchaft in Magdeburg. Ende 1925 ergab ſich in der Lebensverſicherung ein Beſtand von 14681 Verſicherungen über 85 618 200 mit einer Prämien⸗ einnahme von 4 504 388 K, in der Unfallverſicherung 4349 Ver⸗ ſicherungen mit 631 343/ Prämie und in der Haftpflichtverſiche⸗ rung 14 646 Verſicherungen mit einer Prämie von 495 00, zu⸗ ſammen 1 126 353 Prämie. Aus dem Jahresüberſchuß von 711634 4 ſollen die mit Gewinnanteil Verſicherten 515 066 und die Aktionäre 150 000, oder 7,50(&4 auf die Aktie als Gewinn⸗ anteil erhalten. Die GV. iſt auf den 19. Mai anberaumt. * Friedrich Wilhelm Lebensverſicherungs⸗A.⸗G. in Berlin(Ger⸗ Im Berichtsjahre 1925 ſind im Ganzen 20 753 An⸗ räge mit worden; am Schluſſe des Berichtsjahres waren einſchl. der alten Feſt⸗ währungsverſicherungen 22 138 Verſicherungen mit 23 507 209 Karptal und 8158„ Jahresrente in Kraft. Die Steigerung des monotlichen Zugangs hat ſich in den erſten Monaten des laufenden Jahres in erfreulicher Weiſe fortgeſetzt. Die laufenden Einnahmen haben an Prämien⸗ und Kapitalerträgen 743 603/ betragen. An fälligen Verſicherungsleiſtungen waren einſchließlich ſolcher aus alten Feſtwährungsverſicherungen 248 584 zu verzeichnen. Der Ueber⸗ ſchuß des Berichtsjahres von 50 604 wird der Gewinnrücklage der Verſicherungsnehmer überwieſen. 20: Helvelia Schweizeriſche Feuerverſicherungs⸗Geſellſchaft in St. Gallen. Reingewinn 801.482 Fr., Dividende 30⁰⁰ Fel e 2: 6 v. 9. Geminnanteil bei Phönix Braunkohle. Die Phönix AG. für Braunkohlenverwertung in Berlin berichtet über eine Steigerung der Leiſtungen gegenüber dem Vorjahre, di⸗ ſich durch weitgehende Mechaniſierung von 66 auf 68 v. H. der Frieensleiſtung erhöht habe. Anfang Februar und im April trat Abſatzmangel ein, ſo daß vorübergehend auf Lager gearbeitet werden mußte. Sonſt hatte man im ganzen G. flotten Abſatz. Aus dem Rohüberſchuß von 1,32 Mill. werden 0,75 Mill. zu Abſchreibungen ver⸗ wendet. Aus dem Reſt werden 6(5) v. H. Gewinnanteil aus⸗ geſchüttet Die Vermögensaufſtellung zeigt ein günſtiges und flüſſiges Bild, 2,11(1,27) Mill. Außenſtänden ſtehen nur 0,97 (0,68) Mill. Gläubiger in laufender Rechnung gegenüber. 21: Bergwerksgeſellſchaft Hibernia, Herne.(Aktienmehrheit im Beſitz des preußiſchen Staates.) Betriebsüberſchuß 5,16 Mill. A, Abſchreibungen 4,94 Mill.. Der Reſt von 225 847& ſoll vor⸗ getragen werden. =h· Siegen-Solinger Gußſtahl⸗Aktien-Berein in Solingen. Eine Dividende kommt für 1925 nicht in Betracht. Die Geſellſchaft unter⸗ handelte ſeit längerem wegen der Aufnahme eines größeren Kredites. Dieſe Verhandlungen ſind jetzt abgebrochen worden, da die Verwaltung glaubt, den Geldbedarf zu günſtigeren Bedingungen decken zu können. :: 6 v. 9. bei der Bergmann⸗Elektrizitätswerke AG. in Berlin. Das Unternehmen erzielte aus 1925 einſchließlich eines Gewinn⸗ vortrages von 621 330 einen Rohgewinn von 8,38(6,94) Mill. Il. Unkoſten erforderten 754926(652 890) /¼, Abſchreibungen 1,37 91510 Mill. J, ſo daß ein Ueberſchuß von 6,26(5,30) Mill. ver⸗ 'eibt. Laſten 906 112(661 261) 1 aufzubringen. Der Reſt von 2,6(2,27) Mill. wird zur Ausſchüttung eines Gewinnanteils von 6(5) v. H. auf 33 Mill. ½ AK. verwandt. Zum Vortrag auf neue Rechnung gelangen 619 650 l. Katheterreform Ac5. in Cannſtalt-Stultgark. Bekanntlich ver⸗ teilt die Geſellſchaft aus 105 452(169 114) Reingewinn 10 v. H. Dividende auf ein AK. von 400 000. Rohgewinn beläuft ſich auf 302 143(271 909), Unkoſten erforderten 165 836(94.324) Abſchreibungen wurden in Höhe von 9463(8470) ausgeführt. Bilanz: Bankguthaben 31093(64022), Wechſel und Wertpapiere 2936(14715), Waren 197 311(159 302), Forderungen an Kunden 159 468(92 906). Schulden 9643(5970), Rücklagen 60 000(2276)% Auffallend iſt, daß keine Schulden an Lieferanten in der jetzigen Vermögensaufſtellung erſcheinen. :: Allgemeine Omnibus Acf., Berlin(Aboag). Das Jahr 1925 war nach dem Geſchäftsberichte ein Jahr des Ausbaus. Betriebs⸗ einnahmen ſind von 9,64 auf 14.98 Mill. geſtiegen, allerdings auch die Ausgaben von 7,06 auf 11,5 Mill. 1. Abſchreibungen 2,43 (1,70) Mill.. Aus 1,05 Mill.(775 697) Reingewinn werden 10 v. H. Dividende auf die StA. und 6 v. H. auf die VA. beantragt. Die Betriebsentwicklung erforderte ſehr erhebliche Anſchaffungen an neuen Kraftwagen. ꝛ: Julius Berger Tiefbau Acz. in Berlin. 1,64 Mill.„ Brutto⸗ gewinn, Abſchreibungen 520 000, Reingewinn 0,74(0,76) Mill., 15 v. H. Dividende. Mit den übernommenen und neu hinzu⸗ gekommenen Aufträgen iſt die Geſellſchaft über das laufende Jahr hinaus beſchäftigt, ſo daß ſie wieder eine zufriedenſtellende Divi⸗ dende in Ausſicht ſtellen kann. Die Kapitalerhöhung um 15 Mill. 4 ſteht auf der TO. der nächſten GV. Bayeriſche Celluloidwaren⸗Fabrik vorm. Albert Wacker Ac. in Nürnberg. Nach reichlichen Abſchreibungen 5(10) v. H. Dividende. : Rekordeinnahme der General Mokors Co. Dieſe bedeutende amerikaniſche Automobilfabrik hat im erſten Quartal Netto⸗ einnahmen von 40 644 576 Dollar erzielt und damit alle früheren Rekorde übderboten. Die Zahl der in den erſten drei Monaten des Jahres abgelieferten Kraftwagen belief ſich auf 227 270, d. h. der Abſatz hat ſich gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahrs um 65 v. H. gehoben. .: 40 v. 5. Dividende und Kapitalerhöhung bei der Anglo⸗ Java Rubber Co. Die Geſellſchaft, eine der größten im britiſchen Beſitz befindlichen Kautſchukplantagen mit einem AK. von 344 320 Pfd. Sterl., hat im Geſchäftsjahre 1925 einen Reingewinn 26 513 890„ Kapital und 8158 ½/ Jahresrente geſtellt An Steuern waren 2,75(2,37) Mill. und an ſozialen die Kohlenkriſis in England und dos deutſche Wirtſchaftsleben dauern Die Frage, welche Rückwirkungen eine längere Zeit en Ausſperrung der engliſchen Kohlenarbeiter auf Deutſchland 15 würde, beſchäftigt augenblicklich weite Kreiſe des deutſchen 5. ſchaftslebens. An ein Uebergreifen des Streiks auf Deutſchlan man angeſichts der ſtarken Arbeitsloſigkeit in Deutſchland und dadurch bedingten Ebbe in den Streikkaſſen nicht recht glauben. 15 Beantwortung der Frage, ob ein engliſcher Kohlenſtreik dem de ſchen Kohlengewerbe Vorteile bringen werde, muß man zunächſ Gegenfrage nach der Dauer der engliſchen Kohlenkriſis aufſe ein Der letzte engliſche Bergarbeiterſtreik vom Jahre 1921 hat ſſchu Viertelfahr gedauert. Ein direkter Kohlenexport von Deutſchla nach England im Falle des Streikes dürfte kaum eintreten, ſ0 die engliſchen Kohlenkonſumenten, Induſtrie⸗ und Gaswerke g angeſichts der kritiſchen Lage ſchon in den letzten Wochen auf pol⸗ Zeit hinaus— man ſagt auf etwa 4 Monate— mit Ko e Fng⸗ verſorgt haben. Einen direkten deutſchen Kohlenexport nach bände land würden auch wohl weder die deutſchen Kohlenarbeiterver Au⸗ noch die engliſchen Transportarbeiter zulaſſen. Sind ſo 117 15 ſichten für einen direkten deutſchen Kohlenexport nach Englan inen gering, ſo dürfte andererſeits das deutſche Kohlengewerbe aus ig indirekten Export, d. h. aus einem Kohlenexport nach denſe t Gebieten, die bisher gleichzeitig von England und Deutſchlaft au⸗ Kohle beliefert wurden, ſowie nach den Gebieten, die ſonſt faf rlelt ſchließlich auf engliſche Kohlenbezüge angewieſen ſind u. U. Lalſche ziehen. Insbeſondere hat bisher Hamburg große Mengen engellden Bunkerkohle zum Zwecke des Weiterexports bezogen. Für ud direkten Export würden ſerner die nordiſchen Länder, Spantt ge Italien in Frage kommen. Man muß ſich dabei vergegenwegaun daß der engliſche Kohlenexport pro Monat über 5 Mill. 2 de beträgt! Um dieſen Mehrexport leiſten zu können, müßt auf deutſche Kohlenproduktion ausgedehnt werden, da die Vorräte, ⸗ den deutſchen Kohlenzechen fur Exportzwecke nicht in Fragie 70. men. Das iſt ſehr zu bedauern, da dieſe Vorräte etwa 9 Mi gelt betragen. Sollte der engliſche Kohlenarbeiterſtreik längere Aſr anhalten, ſo würde das naturgemäß zu einer Preiserhöhigghn Kohle auf dem Weltmarkte führen, von der das deutſche Ko erde profitieren würde.— von 204 096 gegen 35 252 Pfd. Sterl. i. V. erzielt, aus dem ung Dividende von 40 v. H. gegen 7,5 v. H. i.., zur Vertel del gelangt. Gleichzeitig gibt die Verwaltung bekannt, daß 71900 Aktionären noch einen Bonus in Geſtalt eines günf eibe Bezugsrechtes gewährt. Die Geſellſchaft nimmt nämlich alle Kapitalerhöhung vor und bietet den Aktionären auf eine neue Aktie zum Kurs von 5 Sh. an. Die alten Aktien an der Londoner Gummibörſe mit 8 Sh. 3 P. gehandelt. 21: Ueberzeichnung der 4 000 000 Gold⸗Anleihe der Stadt 2 heim-Ruhr. Wir hören, daß die Zeichnung auf dieſe Anleihe wegen Ueberzeichnung geſchloſſen worden iſt. 102 4. Deutſchlands Holzeinfuhr. Deutſchland hat im Jahre ch insgeſamt 6,7 Mill. Tonnen Nutzholz eingeführt oder umgereiche in Robbolz 13,9 Mill. Feſtmeter. Das„Holzhandelsblatt“ be⸗ ge⸗ jetzt, daß die Geſaminutzholzeinfuhr Deukſchlands um 52 v. 5 der ſtiegen iſt. Stark zurückgegangen iſt die Einfuhr von Holz ornehtt Tſchechoſlowakei, während ſich die Einfuhr aus Polen ſtark ver anh hat. Weiterhin weiſen ſehr beträchtliche Steigerung auf: Fin uns Rußland, Schweden und insbeſondere auch Oeſterreich, b ſol 1924 nur 59 600 To, lieferte, 1925 dagegen 285 300 To. Inte dahn⸗ iſt, daß im Jahre 1925 nicht weniger als 276 000 To. Eiſen ſchwellen eingeführt worden ſind. h⸗ :: Jahlungseinſtellung in der Auskunftsbranche. Die Hand eingeſtellt, weil ſie ſich in finanziellen Schwierigkeiten befindel. Ay den Leidtragenden gehören nicht nur die entlaſſenen letzten det geſtellten, ſondern vor allen Dingen auch die Abonnenten n⸗ genannten Auskunftei, die noch im Beſitze bereits bezahlter glch erledigter Anfragezettel ſind. Es heißt, daß bis zuletzt noch aeg Hunderte von Anfragezetteln eingelaufen ſird und, digung ungezählte Reklamationen folgen, ohne daß auf eine Erlebi gerechnet werden kann. Deviſenmarkt Rekordtiefſtand des Franken iſcen Der Währungszerfall der beiden Weſtdeviſen, des belgiſdie und franzöſiſchen Franken, hat weitere Fortſchritte gemacht h, franzöſiſche Währung erlitt geſtern einen neuen er gor⸗ lichen Kurseinbruch. London—Paris, das in den% mittagsſtunden mit 148,50 einſetzte und an der Börſe mit chwöh notiert wurde, ſtellte ſich an der Nachbörſe weſentlich abgeſendol und wird heute morgen aus New York mi. 150,25 gegen et q. gemeldet, was einen neuen Rekordtiefſtan!, bedeute che ., ſtellt ſich der Kurs auf 13,60(13,75). Der bee hun Franken, der monatelang im Werte über der franzöſiſchen zunge⸗ ſtand, hat in der letzten Woche infolſge der geſcheiterten Stüiggch aktion der belgiſchen Regierung einen entſcheidenden Kursel d erlitten und ſtellt ſich nunmehr niedriger als die franzöſiſche N rung auf 15176 gegen London, nach 147 geſtern, was einen eb iu Kurs von 13,45(13,80) entſpricht. Der italieniſche Lire b11%40%0 berührt von den Schwankungen und ſtellte ſich auf 120,75 9 en eher etwas feſter. Kabel—Schweiz feſt 51678(517), Londe gegel Schweiz 25,10(25,12), Paris—Schweiz 16,70(16,90), Mailan olland Schweiz 20,75, Holland—Schweiz 20756(207,75), Kabel 2200 24876(240), London—Holland 12,00(12,10, London.—Oele thol (22,25), London—Kopenhagen 18,60(18,55), London—td Mat⸗ 18,15, London-—Madrid 33,80, Brüſſel-WParis 997(100, 2% Po⸗ land.—Paris 124,25(122,75), Holland—Paris 12,45(122% keini engliſche Pfund ſchwächte ſich infolge des Generalſtreiks eine keit ab und ſtellte ſich gegen Kabel auf 485,50(485,75). 0⁰ In Rm. laſſen ſich folgende Kurſe ermitteln: London 1685 (20.39), Zürich 81,25(81.20), Mailand 16.90, Holland 100 80 (168,70), Prag 12.14, Oslo 91.50(91.70), Kopenhagen 109,70(118000 Stockholm 112,40(112.50), Madrid 60,30(60,40), Argentinien (162.20) Japan 196,20(196,80). Berliner Metallbsrſe vom 4. Mai Preiſe in Feſtmark für 1 Kg. 4 5 3. 4. Elekkrslylkupfer 132.—.32— Aluminium 250 Raffinadekupfer—.——.— in Barren.40..50——.— —5—— Zinn, ausl.—.— Rohzink(Bb.⸗Pr.) 6,35-6,45 ö,35-.45 Hüttenzinn—220 34J05 (fr. Berk.— Nickel 540.50 5401% Plattenzink 5,85.95 5,85..95 Antimon.40.150 83.80 Aluminſum.35-.40.35.40 Silber für 1 Or. 89.-90.0 9 London, 4. Mal Metanmartt(In ſt. f. d eng 1015 70 .8675 3. 4] Biet 37 2061 Kupfer Kaſſa 57.— 56 75 beſtſelect. 61,50 60.25[ Zink 15.25.— do. 3 Monat 57 35 57.65] N ckel—— dieat do. Elektol. 65— 64 75 Zinn Kaſſa 260.— 268.50] Regulus 0 en- Teebericht.(Eigenbericht von Hermann Kaufmann,— am Teeimport, Mannheim.) In der Tee⸗Auktion in Amſten wurden 29. April hatte man einen billigeren Ablauf erwartet, doch 10 Wal die Intereſſenten in dieſer Annahme enttäuſcht Die Stimmun 2700 ſehr lebhaft, ſo daß die etwa 15 000 Kiſten Javatee und etwrten Kiſten Sumatratee faſt durchweg Käufer fanden. Die feinen uchen waren preishaltend,.ährend ordinäre. Mittelſorten und nächſten meiſt einige Cents übel die Taxen bezahlt wurden. In der zertall Auktion am 20. Mai kommen etwa 16 000 Kiſten Tee zum eb, auskunſtei Simon u. Dietze in Leipzig hat ihren Vettg. — — ene Mauuheimer Zeikung(Mittag-⸗Müsgabe)) . Seite. Ar. 206 Nachruf Total-Ausverkauf! 0 ——— Der Vorstand. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, den 6. ds. Mts., nachm. 2 Uhr, und wir bitten unsere Mitglieder, bei dem letzten Geleit recht zahlreich zu erscheinen. 3185 Oeffentliche Zeichnung auf 3806 nom. Ra 8 000 000.— 8% ige Hypothekaranleihe der Aschinger's Akfien-Gesellschafi in Berlin auf Feingoldbasis, rückzahlbar bis 1. Mai 1931 mit 102%, von da ab zu pari innerhalb 20 lahren. Eingeieilt in Stücke zu RM 1000.—, RM 500—, RM. 200.— und RM 100.—. Die im jahre 190⁰0 gegründete Gesellschaft betreibt in Berlin 50 Gaststätten, darunter 25 Bierquellen, 15 Cafés und Konditoreien und 4 erstklassige Hötels: Fürsten· hot, Palasthötel. sowie als Majoritätsbesitzer die Berliner Hötel-Oesellschaft Malserhof und fötel Baltic). Das verantwortliche Kapital der Gesellschaft beläuft sich nach der Bilanz vom A. 12. 1925 auf ca. RMH i3 000 000.—, und zwar betragt das eeeee Aktienkapital B 3 000 000.—, die offenen Reserven ca RM 10 000 000.—. Babei sind die Grund· Fücke, deren Wehrbeltrags- bezw. Frledenswert Ru 50 000 000.— übersteigt, in dieser Bilanz mit nur rund RMA 21 000 000.— bewertet. Als Spezialsicherheit für die Anleihe haften daneben fünf bestgelegene und Wertvolle Grundstücke an 1. Stelle und zwar Weinhaus Rhelinselel, Polsdamer Straße 3 und Bellevuestr 19/20 mit 4922 qm Flächeninhalt. Spittelmarkt(Leipziger Straße 60/ 1) mit 545 qm Flacheninhalt, Friedrichstraße 79a mit 648 qm Flächeninhalt, Friedrichstraße 97(ECKʒhaus am Bahnhof Friedrichstraße) mit 879 qm Flächeninhalt, Fabrikgebäude Saarbrüeker Strage mit 6813 qm Flächeninhalt mit einem Gesamtschätzungswert von Uber RAM 20 000 000.— einschließl. allem beweglichen und unbeweglichen Zubehör. Soweit auf diesen Grundstücken Vorkriegshypotheken(von z. Zt. etwa Reichs- maxk 1 100 000.—) haften, erfolgt die Eintragung an bereitester Stelle mit der Maßgabe, dag, sofern diese Hypotheken Zurückgezahlt werden, die Anleihe entsprechend vorrückt. Die Einführung der Anleibe an den Börsen zu Berlin und Dresden ist beabsichtigt. Die Tilgung der Anleihe ist bis 1950 vorgesehen. Soweit eine solche bis zum 1. Mal 1931 geschieht oder Gesamtrückzahlung bis zu diesem Termin erfolgt, geschlent die Rückzahllung zu 102%, Der Zelchnungspreis beträgt %½% vom Nominalwert zuzüglich Stückzinsen vom 1. Mai und Zeichnungen werden vom 5. bis 12. Mai 1926 einschlieblich in Berlin und Dresden bei der Dresdner Bank, „ dem Bankhause Gebr. Arnhold, „ der Commerz- und Privat-Bank Aletiengesellschaft ferner in Mannheim bei der Dresdner Bank, Filiale Mannheim, „„ Commerz- und Privat-Bank Aktiengesellschaft, Filiale Mannheim nutgegengenommen. Vorzeitiger Schluß der Zeichnung bleibt vorpehalten. Die Zeich- 10. tel en behalten sich auch die Höhe der Zuteilüng vor. Zahlung hat bis zum Mai ds Is. zu erfolgen. Zeichnungen mit mindestens sechsmonatiger Sperr- erpflichtung werden vorzugswelse berücksichtigt. Berlin, im Mai 1926 Dresdner Bank. Gebr. Arnhold. Börsenumsatzsteuer. Commerz-· und Privat-Bank Aletiengesellschaft. ffen Elektr. Dynamobeleuchtung Pieis M 14.— jetzt M..—. Der Verkaul findet in den Räumen der Firma Gebr. Jun9 Ludwigshafen, Mundenheimerstr. 247 vormittags von 10-12, nachmittags von 3·6 Uhr im Hof statt. 3131 Deuische Amerikanische sowie alle andeie Autobereifung auch Michelin billiger im 8116 Spezialhaus Josef B. Rödlein der leistungs ähigen Vulkanisleranstalt E7, 13 (Breitestraße, Ruckseite) Allbbtes Neilenlager.— Uhren all. Art werd. gut bill repar. A. Ringer, Uhrm. H2. 16 neb. Markipl. Tel. 418 23171 Ig Mann, 24 J. alt. ſehr tüchtig u. ſtrebſam, möchte ſich an klein. Ge⸗ ſchäft gleich w. Art mit U0 N. beteiligen. Eilang. unter U. U. 43 an die Geſchäftsſtelle. 3132 Manderer- Motorräder und 923 Fahrrader sind die billigsten. weil sie die besten sind Auadapp das Motoriad 101 jedei mann. Gioße Auswahl in Mahmasdlnen Bequ. Teilzahlung Ralcbemaleper 07, 6 neben Palast-Kaltee e Stefſen & Kohlen. Wir ſuchen zum alsbaldigen Eintritt Aan laehr —— Jahren, durchaus branchekundig, der ſn darg eingeführk bei Induſtrie und Han⸗ mit ürttembera und Hohenzollern. 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Belustigungen im Stal und im Freien Karten ab Miftwoch in dei Geschälisstelle P 6, 20. 3 10 Hauptda kunst. 31 Hoffnung bis einschl. Donnerstag Nur noch ZTagel Der neue deutsche Großfilm Der Trödler Amsterdam nach Motiven des Schauspiels dNebeneinandere von Georg Kaiser Werner Rrauf Als„Tröüdler“: meisterhafte Darstellungs- tührend in seiner ab- 5 göttischen Liebe zu seinem Kind, aufwühlend in seinem Vaterzotn, tragisch in seiner Verzweiflung und Diomira jaruhini als seine Tochtfer: ein edles Prolil, wunderhate Augen Still. rührend das Spiel dieses Mädchen- körpers ist Musik. rsteber ein Paar .. eine neue 8271 5 SchönesBelprogramm! 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