——ree renneee — ̃——⁰ r beſ Freitag, 21. Mai Hangsprelfe: In Mannheim und Umgebung frel ins 8 durch die Poſt monatlich.-M..80 ohne Lerhälin Bei eventl. Aenderung der wirtſchaftlichen ſſe Nachforderung vorbehalten. Poſtſchecktonto Karlsruhe.— Hauptgeſchäftsſtelle E 6,.— naße 2„Nebenſtellen Waldhofſtrage 6, Schwetzinger⸗ eneralh Meerfeldſtraße 11.— Telegramm Adreſſe. 5 prec 5ger Mannheim. Erſchelnt wöchentl. zwölfmal. ech⸗Anſchlüſſe Nr. 7941, 7942, 7943, 7944 u. 7945. Beila deulſche Vorſchläge Rede des Grafen Bernſtorffs in Genf In der agtif 5 Donnerstags⸗Sitzung der Genfer Abrüſtungskommiſſion ſolgend er deutſche Delegierte Graf Bernſtorff das Wort zu tereſſe en Ausführungen: Er ſei der Diskuſſion mit größtem In⸗ nal b gefolgt. Die Art der Reden, die er gehört habe, hätte manch⸗ da ihen den Eindruck hinterlaſſen, als ob die Redner eher daran die Rüt wie man abrüſten könne, als zu erwägen, auf welche Weiſe ſt üſtungsverminderung einſetzen könne. Man ſei ſicherlich ernſt⸗ daß altebt, zu einer Verſtändigung zu gelangen, es ſei aber klar, 15 Geſamtverſtändigung nicht unmittelbar erreicht werden ilie, und daß es notwendig ſei, zu verſuchen, zu einer einſt⸗ n Verſtändigung zu gelangen, um die ſchwierigen Punkte vor bereinigen. Man habe Argumente gehört, die ebenſogut Lage letzten Krieg hätten vorgebracht werden können, denn die worden durch die Gründung des Völkerbundes gänzlich geändert ein ſei der Ueberzeugung, daß jetzt durch den Völkerbund ſei n ſes Maß von Sicherheit gewährt worden ſei, denn heute worde Krieg mit Ausnahme einiger Fälle nicht enöglich ge⸗ deen 5 4e) Er meine, die zwiſchen dem Völkerbund und einem an⸗ de Angreifer. * 9 Alles andere ſtehe außerhalb der Unterſuchung onferenz. durch Es ſei dieſe Sicherheitsbeſprechung andererſeits der aus verſtändlich, da jedes Land Sicherheit wünſche, aber in batt, olution in der letzten Verſammlung, auf der die ganze de⸗ dberufe eruhe, ſei beſtimmt worden, daß die Abrüſtungskonferenz ein⸗ frie ͤ n werden ſolle, wenn hinſichtlich der allgemeinen Sicherheit be⸗ ſch gende Ergebniſſe geſchaffen worden ſeien. Infolgedeſſen müſſe creigt e auf die Annahme gründen, daß dieſe Sicherheit uf der Abrüſtung ſelbſt bemerkte Graf Bernſtorff, Deutſchland habe Er hab em Gebiete mit den Jahren große Erfahrungen geſammelt. Vertre 1 einen tiefen Eindruck von den Ausführungen des belgiſchen auf de. in denen dieſer die Wirkungen des Luft⸗ und Gaskrieges darum Vevölkerung geſchildert habe. Er wolle die Frage ſtellen, man nicht die Abrüſtung damit beginne, Es wü daß man jeden Luft⸗ und Gaskrieg verbielel? lüicer de einen ſehr großen Eindruck auf die Welt machen, wenn ein dert da ortſchritt erreicht würde. De Broucquere habe gefor⸗ zu„ 5 jedes Land in der Lage ſein ſolle, ſeine Gebiete genügend deulſcheidigen. Das ſei in Deutſchland nicht der Fall. ſizen cland dürfe keinen Schutz gegen Luft⸗ und Gasangriffe be⸗ chrä Es ſei das Beiſpiel einer unzweckmäßigen Rüſtungs⸗ deu ce ung. Zur Frage der potentiellen Kriegsſtärke wies der det Gr Delegierte darauf hin, daß Deutſchlands Induſtriezentren an ze gelegen und gegen jeden Angriff wehrlos Aus der Reichstatsſitung 1 Flaggenfrage. Dr. Curtius über das Preisabbaugeſetz kitt Fer Sitzung des Reichsrates am Donnerstag gab vor Ein⸗ Flrande ie Tagesordnung für den Hamburger Senat Senator Im Auft zur Flaggenverordnung folgende Erklärung ab: der j dens meines Senats gebe ich zur Kenntnis, daß Hamburg ſich 500 letzten Vollſitzung von Preußen abgegebenen Erklärung 0 r Auff enverordnung anſchließt. Insbeſondere iſt auch mein Sengt 05 ilalſung, daß die neue Flaggenverordnung gemäß Artikel 67 ung guderfaſſung vor ihrem Erlaß im Reichsrat hätte zur Erör⸗ Arderſgeſtelt werden müſſen. Ich bitte, dieſe Erklärung in die bnder rift aufzunehmen. mſta Vertreter Bremens, Senator Dr. Nebelthau, betonte, der weorzm daß ſich Bremen der preußiſchen Erklärung zur Flaggen⸗ als oh Bo⸗ nicht angeſchloſſen habe, dürfte nicht ſo gedeutet werden, Aegi run remen eine andere Stellung einnehme als die preußiſche bon Bres, Er lege Wert darauf, feſtzuſtellen, daß ſich der Senat zer 1 5 ſeine Stellungnahme ausſchließlich für die Ausſchuß⸗ küßerte d vorbehalte.— Auch der Vertreter von Braunſchweig vlich in ähnlichem Sinne. 5 preu iſch preußiſche Staatsſekretär Weismann bemerkte, die eſtelle Regierung habe deshalb den Antrag auf Ausſchußberatung lärung m keine Regierung irgendwie zu nötigen, ſofort mit der Er⸗ ervorzutreten. Reich er gleichen Sitzung machte wirkſchaftsminieſtr Dr. Curkius Mitleilungen über das der Min; neue Preisabbaugeſetz. em Geſeter erklärte u..: Die jetzige Regierung hat ſich die in zu eigen tentwurf niedergelegten Beſtrebungen ihrer Vorgängerin duen Verdemacht. die Artikel 1 und 5 des Entwurfes, die 0 die gleich zur Abwendung des Konkurſes behandeln ondung unter Ausſonderung des Geſetzentwurfes zur Ab⸗ dom 955 des Konkurſes(Vergleichsverordnung) am 14. Mai dn ethsrat bereits verabſchiedet wurden, werden alsbald em die Rihetag zur Beſchlußfaſſung vorgelegt werden. Zu t ingbildung behandelnden Artikel 2 des Geſetzentwurfes Aron ab eichswirtſchaftsrat ein Mehrheits⸗(15 Stimmen) und ein Aungeſichts dichendes Minderheitsgutachten(13 Stimmen) abgegeben. lieichsregierieſer verſchiedenen Beurteilung des Entwurfes hält die ung von Ergg die Beſchaffung weiteren Materials und die Samm⸗ Wenheit rfahrungen für erforderlich. Sie wird daher die Ange⸗ deietſchafts en Gegenſtand der Erörterung vor der bevorſteßhenden m Entwuenquete machen. Die Regierung wird ferner die in Be Aubiete rf vorgeſehene„Friſt“(darüber, ob bei Ausſchreibungen doſchränkunade an einer Vereinbarung oder einer Maßnahme zur gunge ing des Wettbewerbs beteiligt iſt) zum Inhalt der Be⸗ Grunde achen, die den Ausſchreibungen aller öffentlichen Stellen ſahren alle. Alegt wird. Entſprechend ſoll das Ausſchreibungsver⸗ eeinfl 85 er Betriebe geregelt werden, die von öffentlichen Stellen Art werden könnten. e e 3 des Geſetzentwurfes will die Befugnis der Reichs⸗ ik bezw. der Kartellverordnung auch auf die Zwangs⸗ e ausdehnen. Der Reichswirtſchaftsrat hat dieſer Ab⸗ I icht bes e. kaſpd el der Kohlenſyndikate zugeſtimmt. Bezüglich des Koh⸗ ͤ kam er zu einer Ablehnung. Die Reichsregierung iſt Aiitlag⸗Ausgabe Meue MannheimerSeit Mannheimer Heneral Anzeiger gen: Sport und Spiel. Aus Zeit und Leben Mannheimer Frauen-Seitung. Unterhaltungs⸗Beilage Aus der Welt der Cechnik. Wandern und Reiſen. Geſetz und Necht Preis 10 Pfennig 1926— Nr. 232 U 1. 915 5 9 Anzeigenpreiſe nach Tarif, bei Vorauszahlung pro eimſp. Kolonelzeile für Allgem. Anzeigen.40.⸗M. Reklam. —4.⸗M. Kollektiv⸗Anzeigen werden höher berechnet. Für Anzeigen an beſtimmten Tagen Stellen und Ausgaben wird keine Verantwortung übernommen. Höhere Gewalt, Streiks, Vetriebsſtörungen uſw. berechtigen zu keinen Erſatz⸗ anſprüchen für ausgefallene oder beſchränkte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme von Anzeigen. Aufträge durch Fernſprecher ohne Gewähr.— Gerichtsſtand Mannheim. für die Abrüſtung ſeien. Bei der Beurteilung der Verwendung der wirtſchaftlichen Hilfsmittel des Kriegs müſſe in Betracht gezogen werden, daß gewiſſe Länder darauf angewieſen ſeien, Rohmaterialien und Nah⸗ rungsmittel aus dem Ausland und aus den Kolonien zu beziehen. Auch die Ernährung und Verſorgung Deutſchlands hänge zum großen Teil vom Ausland ab. Der Redner ſtellt feſt, daß in dem Fragebogen viele Fragen nicht geſtellt ſeien, wie vor allem die Frage des Luft⸗ und Gaskrieges und der ſchweren Artillerie. Dieſe ſeien Deutſchland verboten. Ein ſolches Verbot werde auch den Charakter des Krieges ändern. Vielleicht könne man mit der Rüſtungsbeſchränkung dadurch beginnen, daß man gewiſſe Werkzeuge des modernen Krieges verbiele. Was er geſagt habe, wären keine offiziellen Vorſchläge der deut⸗ ſchen Regierung. Er wolle nur wiederholen, daß man in Deutſchland der Anſicht'ſei, daß man zu einer Beſchränkung der Rüſtungen kom⸗ men müſſe, weil die Völker der Welt dieſe erwarteten. Ihre Ent⸗ täuſchung würde außerordentlich groß ſein, wenn nichts erreicht würde. Das Preſtige des Völkerbundes würde lei⸗ den, wenn man nicht zu einer gewiſſen Rüſtungsbeſchränkung ge⸗ langen würde. Man werde Deutſchland ſtets bereit finden, Vor⸗ ſchläge zu maͤchen und an der Aufſtellung von Löſungsformeln mit⸗ zuarbeiten. Sofort nach dem Grafen Bernſtorff erhob ſich Lord Robert Cecil um Graf Vernſtorff zu antworten. Trotzdem ihn einige Bemer⸗ kungen Bernſtorffs irritiert hätten, gäbe er doch zu, das die Worte Bernſtorffs über die durch den Völkerbund geſchaffenen Sicher⸗ heiten durchaus berechtigt geweſen ſeien, und daß der Völkerbund in der Tat eine neue Lage geſchaffen habe, und, um nun dieſer neuen Lage Rechnung zu tragen, ſei die Kommiſſion hier verſammelt. Die Anregung auf ein Verbot des Luft⸗ und Gaskrieges nahm der eng⸗ liſche Delegierte natürlich gern zur Kenntnis und erklärte, daß die genaue Prüfung der Frage Sache der Kommiſſionsführer und der Unterkommiſſionen ſei. In der Nachmittagsſitzung betonte der tſchechiſche Ver⸗ treter Veverka, die Tſchechoſlowakei ſei ſtets bereit, Abkommen über Rüſtungsverminderungen anzunehmen, ſoweit es ſich mit ihrer Sicherheit vereinbaren laſſe. Der italieniſche Vertreter, Generaldde Marini, wandte ſich mit auffallender Entſchiedenheit gegen jedes Kontroll⸗ ſyſtem. Die öffentliche Meinung Italiens ſei gegen jede Kontrolle. Praktiſch werde dadurch nichts erreicht werden. Damit ſchloß die Generaldebatte. Heute tritt das Redaktions⸗ komitee zuſammen. Der Termin der nächſten Vollſitzung der Kom⸗ miſſion iſt noch unbeſtimmt. demgegenüber der Anſicht, daß die Erweiterung der Auf⸗ in beiden Fällen erfolgen muß. Sie will dazu die usführungsbeſtimmungen zum Nüe und zum Kaliwirtſchaftsgeſetz(nicht indeſſen§ 19 der Kartellverordnung) ab⸗ ändern. Sie iſt der Anſicht, daß das auf dem Wege der Vereinfachun der Geſeßgebung 118 durch Zuſtimmung des Reichsrates un⸗ des Volkswirtſchaftlichen Ausſchuſſes des Reichstages geſchehen kann. Dem Reichsrat iſt eine entſprechende Vorlage zugegangen. Ar⸗ tikel 4 des Geſetzentwurfes hatte bekanntlich einen zweifelhaften Inhalt. Einmal ſollte die Ergänzung des§ 73 dee Gewerbeord⸗ nungsvorſchriften zur Regelung des rkehrs mit Brot in Laiben geſchaffen werden. Ferner aber waren Beſtimmungen vorgeſehen, die das Strafrecht der Innungen regeln und das bis⸗ herige Aufſichtsrecht gegenüber den Innungen verſtärken ſollten. Der Reichswirtſchaftsrat hat ſich zu dieſer Materie noch nicht ge⸗ äußert. Der Reichsverband des deutſchen Handwerks hat am 25. No⸗ vember 1925 einen Beſchluß gefaßt, laut dem die Innungen bis zum Wiedereintritt normaler Wirkſchaftsverhältniſſe Ordnungsſtrafen ge⸗ gen Mitglieder wegen Wettbewerbshandlungen nur verhängen ſollen, wenn unlauterer Wettbewerb im Sinne des Geſetzes vom 7. 6. 1909 vorliegt. Ferner ſollen die Innungen oder Fachverbände einſtweilen Preisrichtlinien(Mindeſt⸗ und Richtpreiſe) weder feſtſetzen noch empfehlen oder bekanntgeben. Es haben ſich alſo die in Be⸗ tracht kommenden Verbände erboten, die in den Ziffern 2 bis 6 des Artikels 4 gewollte Regelung aus freien Stücken herbeizuführen. Es iſt in den Beſprechungen der mit Vertretern des Handwerks angeregt worden, die Handwerkskammern mit der Aufgabe zu betrauen, Beſchwerden über Preiſe und Leiſtungen der Handwerker zu prüfen. Dementſprechend erſucht die Reichsregie⸗ rung die Reichsratsbevollmächtigten, den Regierungen der Länder den Wunſch der Reichsregierung zu übermitteln, daß die Handwerks⸗ kammern im Verwaltungswege zur Einrichtung ſolcher Prüfungs⸗ ſtellen veranlaßt werden. Dieſe Stellen würden eine ſummariſche Prüfung von Beſchwerden über Preisforderungen und Leiſtungen aus dem Kundenkreis obliegen. Die Prüfung würde in 0 felbſtde Form zu erledigen ſein und einer gerichtlichen Entſcheidung ſelbſtverſtänd⸗ lich nicht vorgreifen. Die Regierung will den Erfolg dieſer Zwi⸗ abwarten und dann weitere Maßnahmen vor⸗ chlagen. 13 Franzoſiſche verleumdung Deutſchlands VParis, 21. Mai.(Von unſ. Pariſer Vertreter.) Der heutige „Newyorker Herald“ veröffentlicht einen längeren Vericht aus Warſchau, in dem auf die angeblich deutſche Bedrohung Polens hingewieſen wird. In dieſem Bericht wird u. a. mitgeteilt, daß ge⸗ heime bewaffnete deutſche Verbände nur auf den Augenblick warten, um in den Freiſtaat Danzig einzudringen und den polniſchen Teil Oberſchleſiens von Polen loszureißen. Die Nachrichten von der⸗ artigen deutſchen Anſchlägen ſeien von Paris aus nach Warſchau übermittelt worden und hätten in der Hauptſtadt Polens großes Aufſehen erregt. Das ſei auch der Grund, weshalb jetzt innerhalb der neuen Regierung auf ein beſchleunigtes Aufräumen mit den Rechtsparteien hingearbeitet wird. Ueber die Verhaftung des Generals Holler im Hotel Briſtol in Warſchau meldet der„Newyork Herald“, daß durch dieſe Verhaftung die von Haller vorbereitete Gegenrevolution end⸗ gültig im Keime erſtickt und Marſchall Pilſudſki Herr der Situation ſei. Gilder aus den Warſchauer Staatsſtreichtagen (Von unſerem Warſchauer Vertreter) u. Warſchau, 18. Mafj. Als der Schloßplatz genommen war und das 30. Infanterieregi⸗ ment(Regierungstruppe) durch die Judenſtadt etappenweiſe ſich zur Zitadelle zurückzog, entſpann ſich folgendes Geſpräch bei der General⸗ ſtabsberatung im Priger Hauptquartier Pilſudskis. Oberſt Sta⸗ mirowski:„Sofort Sturmangriff aufs Belvedere! Jetzt haben wir die Ueberraſchung für uns!“ General Burkard⸗Bukacki, Pilſudskis Staatschef:„Unmöglich. Erſt müſſen wir die militäriſchen Punkte beſetzen: Generalſtab, Stadtkommandantur, Telephonzentrale, Hauptpolizei.“ Pilſudski:„Laſſen wir etwas Zeit. Ich will Menſchen ſchonen. Inzwiſchen geht ja alles von ſelbſt zu uns über.“ Man entſchied ſich, ſyſtematiſch zu verfahren. Binnen zwei Stunden waren alle jene Punkte beſetzt. Inzwiſchen lagen ſich Pil⸗ ſudskitruppen und Regierungstruppen zwiſchen Schloßplatz und Mi⸗ niſterratspalais regungslos gegenüber. Es war ein lauer, etwas ſchwüler Abend. Liegend, ſo weit es ging, in Deckung,— hier die Sechsunddreißiger, dort die Dreißiger. Kein Schuß fiel. Nur aus der Stadt tönte Geknatter herüber. Pilſudski beſetzte, die Miniſter aber berieten. Sie berieten ſo lange, bis ſie um 9 Uhr Automobile beſtie⸗ gen und, von Polizei eskortiert, ſich ins Belvedere zurückzogen. Zwiſchen 8 und 9 gehe ich für einige Minuten zu meiner Woh⸗ nung herauf. Auch mein Nachbar iſt eben angelangt.„Nun, es ſcheint Ordnung zu werden,“ bemerkt der alte Herr befriedigt.„Die Regie⸗ rung zeigt die ſtarke Hand. Ueberall Truppen.“— Solche Mißver⸗ ſtändniſſe waren häufig und begreiflich. Das iſt der Bürgerkrieg. Weiß doch der Soldat oft nicht gleich: Wer iſt Feind? Wer iſt Freund? 0 0 0 In den ſpäteren Abendſtunden hatte ſich das Bild geklärt. Sah es nicht bereits ſchlechthin nach Sieg aus? Die Straßen angefüllt von einer lebhaft erregten Menge; Hochrufe— wo ſich durchmar⸗ ſchierende Truppen zeigen:„Nieder mit Witos. Es lebe Marſchall Pilſudski.“ Es herrſchte die gehobene Stimmung des erſten Tages geglückter Revolutionen. Um 10 Uhr ſchwieg das Feuergefecht überall. Am Himmelfahrts⸗ tag bei Sonnenaufgang begann es von Neuem. Lauter, dröhnender. Nun ſprachen die Kanonen. Von Praga; vom Weichſelufer. Keines⸗ wegs waren alſo die Regierungstruppen alle übergegangen. Der Sejmmarſchall Rataj, der noch nachts durch die„Front“ gefahren war, hatte alſo vergebens vermittelt. Was zeigt die Uhr? Vier Uhr früh. Aber es iſt doch Him⸗ melfahrtstag. Es wird ſonnig, blau⸗golden. Und nun fängt gar die Kapuzinerkirche zu läuten an, dann Sankt⸗Jan, dann Sankt⸗ Anna. Brum! Brumbrumbruml ſchlägt eine dumpfe Pauke am Weichſelufer. Am Donnerstag um 6 Uhr früh trafen Verſtärkungen für die Regierung aus Poſen ein; dieſe wurden 10 Kilometer von Warſchau auswaggoniert und begannen die Sache ſogleich feldgerecht zu betrei⸗ ben. Vor der Vorſtadt Ochota warfen ſie Schanzen auf und gruben ſich ein. Angenehme Ausſichten. Aufs Belvedere führen mehrede ſchnurgerade Straßen. Es iſt verdammt ſchwer auf ihnen vorwärts⸗ zukommen. Das wußten ſchon die Ruſſen, und daher waren ihnen dieſe langen Straßenzeilen ſehr genehm. Ein paar Maſchinengewehre halten ſie ſauber gefegt, blitzſauber. Die„Kriegslage“ iſt derart, daß ein ſüdweſtlicher Kreisbogen der Stadt, von der Bahn bis zur Weichſel, in den Händen der Regie⸗ rungstruppen geblieben iſt: dazu gehört der Flugplatz, das Kriegs⸗ miniſterium, die Fähnrichſchule, die Kaſerne des Leibregiments des Präſidenten, der Lazienkipark und das Belvedere. Im Belvedere be⸗ finden ſich der Staatspräſident, die Miniſter und die regierungstreuen Generäle; General Rozwadowski kommandiert. Vor dieſer„Regierungs“⸗Zone liegt das beſte Stadtviertel: die Ujazdowska⸗Allee und die anſchließenden Wohnſtraßen mit ihren Villen und modernen Häuſern; hier befinden ſich auch die meiſten Geſandtſchaften: die deutſche, däniſche, franzöſiſche, nor⸗ wegiſche, die päpſtliche Nuntiatur uſw. Dieſes Stadtviertel iſt das eigentliche Kampfgebiet. Hier hinein ſtoßen die Pilſudskitruppen vor. Von hier werden ſie Donnerstag nachmittag von Poſenern vertrieben. Die Geſandtſchaften haben noch ſogenannte Amts⸗Telephonverbin⸗ dungund können auch Privatnummern anrufen. Nun gibts ſtrate⸗ giſche Geſpräche über die Front hin und her.„Wie ſtehts bei Ihnen?“ —„Wir haben jetzt Poſener vor den Fenſtern!“—„So. Bei uns ſtellen die Pilſudskis gerade ein Maſchinengewehr auf.“—„Hallo?— Hallo!— Was macht Ihre Armee. Gehen„Sie“ zurück?—„Ja, wir denken gar nicht daran.„Wir“ rücken vor!“—„Aber wir haben Kanonen.“—„Was glauben Sie: wir nicht?“—„Hallo?“—„Hallol — Können Sie noch vor die Tür gehen?“—„Nein, ſeit heute früh nicht mehr.“—„Haben Sie Treffer in der Wohnung?“—„Sechs oder acht, aber bisher ſind Perſonen unverletzt.“—„Haben Sie noch zu eſſen?“—„Etwas Wurſt und Käſe.“—„Wenn ſich die Front ver⸗ ſchiebt, komme ich heute zum Tee und bringe Proviant mit.“— „Tauſend Dank. Aber Vorſicht. Herr N. kam geſtern zum Abend und konnte ſeither nicht nach Hauſe. Benachrichtigen Sie, bitte, ſeine Frau.“—„Hallo? Hallo?“— Freitag früh war es damit aus. Und es war ſchließlich dem Pilſudskiſtabe nicht zu verdenken, wenn er dieſe Geſpräche über die bewegliche Front hinweg für nicht ganz kriegsgerecht hielt. 0 0 Donnerstag abend hatte wiederum Pilſudski Verſtärkungen er⸗ halten, und die Lage ausgeglichen. Die Nacht zum Freitag brachte ihm das Uebergewicht. Gegen Freitag mittag war ſeine Ueberlegen⸗ heit offenſichtlich. Und nun fügten Präſident und Regierung zu andern Verſäum⸗ niſſen neue hinzu. Sie blieben wo ſie waren. Noch bis Freitag mit⸗ tag beſaßen ſie ein unſchätzbares Plus: den Flugplatz. Flug⸗ zeuge: mehrere Geſchwader. Wie leicht alſo zu entkommen. In zwei — 5 — —— —————— 2. Seite. Nr. 232 Neue Mannheimer Zeitung(Minag⸗Ausgabe) +Freltag, den 21. mal 1928— Stunden konnten ſie in Poſen ſein. Inzwiſchen ſaßen ſie da, berieten, erwarteten neue Verſtärkungen. Da war es zu ſpät. Um 2 Uhr nachmittags war der Flugplatz verloren. Panik. Wohin nun? Auf dem Vorplatz ſtanden Kraftwagen bereit. Aber alle Wege ſind ja beſetzt. Da brauchte man eine letzte kraftloſe Liſt. Der Präſident erſchien im Belvederehof und ſagte laut: „Wir werden die Wagen nicht brauchen.“ Alſo ſie bleiben, meinte die Wache. Indeſſen ſchlich das Häuflein geſtürzter Würdenträger zur Hntertür in den Belvederepark hinaus. Einige Mann des Leibregi ments folgten. So ging es durch den Park, durch eine Lücke im Zaun und zu Fuß zur Landſtraße nach Wilanow. Hier ſtanden Mi⸗ litärwagen. Neben Wofciechowski, der greiſenhaft zuſammengeſun⸗ zen, eine Reiſemütze über die Augen gezogen hatte, ſetzt ſich Witos in ſeinem Bauernrock und ſeinen hohen Stifeln, finſter, wortlos. Alle waren todmüde. Mehrere Glieder des kleinen miniſteriellen Flücht⸗ lingszuges hatten unterwegs kehrt gemacht. Sie zogen vor, in War⸗ ſchau zu bleiben, komme, was wolle. Der Abzug der Geſtürzten iſt nur bis Wilanow gegangen. Hier erfolgte, wie Meldungen bereits bekanntmachten, der Rücktritt der Regierung Witos, die Abdankung Wofeiechowskis. Am Freitag nachmittag um 5 Uhr aber bereits jagte ein Militär⸗ auto mit vier Offizieren in raſender Fahrt die Belpedere⸗Allee hinab zur Stadt, durch die Neue Welt, durch die Krakauer Vorſtadt zur Stadtkommandantur. Sie führten im Wagen eine Fahnenſtange mit wehender Standarte: der weiße Adler auf dunkelrotem Feld. Es war die Präſidentenſtandarte des Belvedere. Ihre Ueberbrin⸗ ger legten ſie Pilſudski zu Füßen. die Marine⸗Meuterei 1918 Aus dem Anterſuchungsausſchuß des Reichskags In ſeinen Schlußausführungen erklärte Abgeordneter Ditt⸗ mann: In ſeinem vorläufigen Korreferat vertrat der Abgeordnete Brüninghaus den Standpunkt, der Flottenvorſtoß von 1918 ſei mit Zuſtimmung der Reichsregierung erfolgt. Als das widerlegt wurde, meinte er, die Zuſtimmung der Regierung ſei ſtaatsrechtlich gar nicht erforderlich geweſen. Tatſächlich war aber der Kern der mit der Berufung des Prinzen Max von Baden verbundenen Verfaſſungsänderung der Uebergang der Verfügungs⸗ gewalt bei ſolchen Maßnahmen an die Reichsregierung. Schon vor dieſer Verfaſſungsänderung aber vertraten die Admirale ſelbſt die Meinung, daß der Einſatz der Hochſeeflotte ein politiſcher Akt ſei, über den die Regierung zu entſcheiden habe. Darum konnten ſie während des ganzen Krieges die Flotte nicht einſetzen. Wie ſollten ſie nun die Berechtigung dazu fühlen, ausgerechnet während des Waffenſtillſtandes? Der damalige Staatsſekretär v. Payer und der damalige Reichskanzler Max von Baden erklären, daß ſie bei den Unterredungen mit Admiral Scheer nicht von dem beabſichtigten Flottenvorſtoß unterrichtet worden ſind. Auch der Beſuch der Admirale v. Trotha und Brüninghaus beim Vorwärtsredakteur Kuttner im November 1918 diente dem Zweck, die Abſicht einer Schlacht mit der engliſchen Flotte zu verleugnen. Im Einverſtändnis mit dem Reichskanzlor Prinz Max und dem ſelretär v. Memm hatte der Vorwärtschefredakteur Stampfer att zur Verbreitung unter den Matroſen verfaßt, in dem ausg rt wird, ein Flottenvorſtoß ſei gar nicht beabſichtigt. Die Admirale halten die Regiemumg belogen. Daß damals eine See⸗ ſchlacht mit England keine Siegesausſichten für die weit ſchwächere Flotle bot, iſt von den verſchiedenſten Marinefachleuten zugegeben worden, cruch von Admiral Scheer, der ſich damit ſelbſt widerſprochen hat. Die Admirale ſuchten ſich damals immer himter der Regierung zu verkriechen. Erſt jetzt werfen ſie ſich in die Heldenpoſe und ſagen, ſie hätten auch ohne Zuſtimmung der Regierung den Flottenvorſtoß unternehmen können. Ein Schuldbekenntmis iſt auch enthalten in dem Brief, den Admiral Scheer am 3. Januar 1919 an den Staals⸗ ſekretär Riiter v. Mann gerichtet hat. Der Admiral dankt da dem Sdbaatsſekretär für die Underſlützung ſeiner Penſionsanſprüche und ſagt:„Der Beſcheid eröffnet mir einige Ausſicht, mit einem blauen Auge aus der Geſchichte herauszukommen.“ Admiral Scheer wußte eben, daß ſein Vorgehen durchaus nicht einwandfrei war. Die Mohrenwäſche des Abgeordneten Brüinghaus an den Admiralen iſt mißglückt. Es bleibt bei der Rebelllon der Admirale: es bleibt dabei, daß die Heizer und die Matroſen ſich gegen dieſe Rebellion der Admirale und nur gegen ſie gewandt haben und daß ſie nicht daran gedacht haben, irgendwie die Verteidigung des eignen Landes lahmzulegen. In einer perſönlichen Bemerkung weiſt Abgeordneier Brüninghaus zunächſt die Annahme zurück, daß er einen großen Teil der Akten gar nicht durchgearbeitet habe. Er kommt dann auf ſeinen Beſuch in der Redaktion des„Vorwärts“ zu ſprechen, den er darauf hin⸗ weiſen wollte, daß der im„Vorweirts“ erſchienene Artikel:„Wie es kam“ nicht den Tatſachen entſpreche, ſondern nur geeignet ſei, Oel ins Feuer zu gießen. Er habe dieſen Beſuch in Begleitung von Admiral v. Trotha und nach einer Rückſprache mit Noske unter⸗ Rommen, um beruhigend zu wirken. Er habe dann mit dem Re⸗ dakteur Kuttner, der ſich als Verfaſſer des Artikels bezeichnete, ge⸗ ſprochen. Dittmann habe heute in ſeinem Portrag zum größten Teil ſeine früheren Behauptungen wiederholt. Durch eine bloße Wiederholung könnten aber unrichtige Behauptungen nicht in rich⸗ tige verwandelt werden. So komme man nicht weiter. Hierauf wird die öffentliche Sitzung geſchloſſen. Die nächſte (nichtöffentliche) Sitzung wird am 8. Juni ſtattfinden. Die Unterſuchung der Fememorde Der Femeunterſuchungsausſchuß des preußiſchen Landtags tpat am Donnerstag zu einer öffentlichen Sitzung zuſammen, um die Vernehmung des Robert Grütte⸗Lehder fortzuſetzen. Im Zuhörerraum befindet ſich der Stiefvater Grütbe⸗Lehderus. Ferner bemerkt man die Frau des wegen Beteiligung an einem Fememord zum Tode verurteilten Feldwebels a. D. Stein. Der Ausſchuß be⸗ ſchließt gegen die Stimmen der Deutſchnationalen und der Deutſchen Volkspartei, dem Stiefvater Grütte⸗Lehders und jeder Perſon, deren Vernehmung durch den Ausſchuß in Ausſicht genommen iſt, den Aufenthalt im Zuhörerraum zu verbfeten. Der Stiefvater Grütte⸗ Lehders verläßt darauf auf Anweiſung des Vorſitzenden den Saal mit dem Bemerken, er füge ſich der Gewalt. Hierauf wird Robert Grütte⸗Lehders von vier Kriminalbeam⸗ ten vor den Ausſchuß geführt. Er hat ſeine letzte Ausſage an ver⸗ ſchiedenen Pumkten berichtigt. Früher hatte er ausgeſagt, Ahle⸗ mann hätte erklärt:„Dieſe goanze Bande(Severing, Regierungs⸗ direktor Weiß uſw.) müßte gehängt werden und es werde auch ge⸗ ſchehen.“ In der berichtigten Ausſage heißt es:„Ahlemani ſagle: Dieſe ganze Bande müſſe gehängt werden.“ Vorſitzender: Die berichtigte Ausſage iſt viel ſchärfer ge⸗ faßt:— Grütte⸗Lehder: Ich halte meine berichtigte Ausſage aufrecht. In ſeinen weiteren Berichtigungen zu ſeiner Ausſage hat der Zeuge Grütte⸗Lehders zweimal anſtelle des früher erwähnten Namens Wulle den des Ahlemann geſetzt. Nachmittags machte der Oberjuſtizrat Tr. Wirth vom preußi⸗ ſchen Juſtizminſterium ſenſationelle Mitteilungen, daß die Nachprüfung der Ausſagen des Grütte⸗Lehders über die völkiſchen Abg. Wulle und Kube die Staatsanwaltſchaft veran⸗ laßt habe, ſofort, ſpäteſtens im Laufe des Freitags, beim Landtag den Antrag auf Aufhebung der Immunität des Abge⸗ ordneten Wulle und beim Reichstag die Aufhebung der Immuni⸗ tät des Abgeordneten Kube zu beantragen. Zur Begründung wurde ausgefühkt, daß die Ausſagen Grütte⸗Lehders durch die Be⸗ kundungen anderer Perſönlichkeiten derart an Bedeutung gewonnen haben, daß ein neues Ermittelungsverfahren eingeleitet worden iſt, und daß die bis jetzt erfolgten Ermittlungen dazu geführt hätten, gegen die genannten beiden Abgeordneten vorzugehen. Keichsregierung und Parteien EBerlin, 21. Mai.(Von unſerem Berliner Büro.) Das Reichskabinett hat geſtern nachmittag ſeine letzte Sitzung vor Pfingſten gehalten. Es handelte ſich im weſentlichen um eine Orientierung über das Arbeitsprogramm. Große politiſche Fragen ſollen erſt nach den Pfingſtferien in Angriff genommen werden. Die Verhandlungen über die Beſetzung des Juſtizminiſterums und des Miniſteriums für die beſetztenGebiete ſind bis nach Pfingſten ver⸗ tagt worden. Der Reichsminiſter des Innern, Dr. Külz, bleibt wegen der angekündigten kommuniſtiſchen Ddemon⸗ ſtrationen während der Feiertage in Berlin. Auch der Reichskanzler verläßt die Reichshauptſtadt nicht. Die übrigen Mi⸗ niſter gehen ſämtlich in Urlaub und kehren erſt Mitte nächſter Woche nach Berlin zurück. Inzwiſchen will im Lager der Regierungs⸗ parteien die Kekte der Konflikle und Unſtimmigkeiten nicht abreißen. Die Deutſche Volkspartei gibt durch die National⸗ liberale Korreſpondenz ihre Parole für den Volksentſcheid aus und fordert ihre Anhänger zur NichtbeteiligQung auf.(Wortlaut ſiehe unten. D. Schriftl.) Dieſe Erklärung, die enit den in der gleichen Sache bereits vom Zentrum und der Bahyeriſchen Volkspartei er⸗ laſſenen Kundgebungen übereinſtimmt, ſteht in Widerſpruch zu dem geſtern bekannt gewordenen Beſchluß des demokratiſchen Parteivorſtandes, der den Wählern die Stellungnahme zum Volks⸗ entſcheid freigibt. Während das Zentrumsorgan die„Germania“ von der demo⸗ kratiſchen Erklärung ohne Kommentar Kenntnis nimmt, urteilt die „Tägliche Rundſchau“ ſehr abfällig. Die Zwieſpältigkeit der demo⸗ kratiſchen Entſchließung entſpräche ganz den verfahrenen und ver⸗ worrenen Verhältniſſen, die in der demokratiſchen Partei herrſchten. Der demokratiſche Parteivorſtand erkenne das Privateigentum zwar an, wage aber aus Angſt vor den demokratiſchen Schreiern nicht, die Konſequenzen zu ziehen. In den deutſchnationalen Blättern herrſcht ob des demokratiſchen Entſchluſſes helle Empörung. Es wird darauf aufmerkſam gemacht, daß die Reſolution im Gegen⸗ ſatz nicht nur zu der Haltung der übrigen Koalitionsparteien, ſon⸗ dern vor allem auch zu der Erktärung des Reichskanzlers Marx über die Ablehnung des Volksentſcheids durch die Reichsregierung ſtehe, eine Erklärung, für die auch die demokratiſchen Kabinetts⸗ mitglieder eingeſtanden wären. Die„Deutſche Tagesztg.“ ſchreibt:„Kaun iſt den Demokraten von ihren Koalitionsfreunden ihr erſter Dolchſtoß verziehen worden, da leiſten ſie ſich den zweiten, beweiſen alſo ihre Unzuverläſſigkeit in eklgtanter Weiſe. Der „Lokalanzeiger“ verlangt geradezu, die demokratiſchen Mi⸗ niſter ſollten den Platz räumen.“ Uns will es ganz und gar un⸗ erträglich erſchienen, daß die demokratiſchen Miniſter unter ſolchen Umſtänden noch länger in der Regierung verbleiben, als wenn Be⸗ ſchlüſſe ihres Parteivorſtandes für ſie gar keine Bedeutung hätten. Es bleibt natürlich nicht aus, daß mehr oder minder dringlich die Deutſchnationalen ſich bei dieſer Gelegenheit den Mittelparteien empfehlenderweiſe in Erinnerung bringen, wie ja auch die Rede des Grafen Weſtarp in Stuttgart den Wunſch der Partei, wieder in die Regierung hineinzukommen, rückhaltlos zu erkennen gibt. Demokratiſche Endſchließung IBerlin, 21. Mai.(Von unſerem Berliner Büro.) In der Vorſtandsſitzung der Deutſchen demokratiſchen Partei wurde in Berlin am Donnerstag nachſtehende Entſchließugn einſtimmig angenommen: „Der Parteivorſtand ſtellt feſt, daß der Reichskanzler Dr. Luther in der Flaggenfrage einen Konflikt unnötig heraufbe⸗ ſchworen und die Beilegung dieſes Konfliktes durch ſeine Nach⸗ iebigkeit gegen die Deutſchnationalen unmöglich gemacht hat. Der Parteivorſfand billigt, daß die Fraktion die Zuſammenarbeit mit dem Reichskanzler Luther abgelehnt hat. Ohne Rückſicht darauf, daß ſeine Außenpolitik, Handelspolitik und Wirtſchaftspolitik nur von den Parteien der Mitte und der Linken getragen werden konnten, hat Dr. Luther durch ſein Verghalten in der Flaggenfrage und ſeine Nachgiebigkeit nach rechts die Vorausſetzungen für die Fortführung der bisherigen Politik unter ſeiner Führung zer⸗ ſtört. Der Parteivorſtand ſpricht dem Parteivorſitzenden 19— uneingeſchränkten Dank aus für die kraftvolle, unbeirrte Führung der Fraktion und weiſt die gegen ihn von rechts in gewohnter e erhobenen perſönlichen Vorwürfe auf das ſchärfſte zurück.“ Wejiter nahm der Vorſtand zur Frage des Volksentſchelds über die einem Beſchluß Stellung, in dem es heißt: Unſere maßvollen Vorſchläge zu einer rechtzeitigen geſetzlichen Regelung waren nicht durchzuſetzen. Auch der Verſuch der Deutſchen demokratiſchen Partei, die Frageſtellung beim Volksentſcheid dadurch u verbeſſern, daß durch einen Zuſatz zu dem begehrten Geſetz die änder zu einer angemeſſenen Entſchädigung der Fürſtenfamilien ver⸗ pflichtet werden ſollten, iſt im Reichstag geſcheitert. Bei der durch eine unglückliche Frageſtellung verwirrten Sachlage lehnt es die Partei ab, eine Parole auszugeben. Sie muß es jedem einzelnen ihrer Wähler überlafſen, ſich nach gewiſſenhafter Prüfung zu entſcheiden. Die Parteileitung erwartet, daß auch die Parteiorganiſation die Gewiſſensfreiheit ihrer Mitglieder in dieſer Frage durch keinerlei Beſchlüſſe beeinträchtigen. Die Entſchließung wurde mit allen gegen zwei Stimmen angenommen. Deutſche Volkspartei und volksentſcheid In der Nattonalliberoalen Korreſpondenz wird ein Aufruf des Reichsausſchuſſes der Deutſchen Volkspartei zur Fürſtenabfindungs⸗ frage veröffentlicht, in dem darauf hingewieſen wird, daß die ent⸗ ſchädigungsloſe Enteignung gegen Moral, Recht und Verfaſſung verſtoße. Der Aufruf verweiſt auf die Mitarbeit der Parbeien zur geſetzlichen Regelung dieſer Frage. Die Deutſche Volkspartei werde mit aller Kraft dafür eintreten, daß die Vorlage der Reichsregierung, der die preußiſche Regierung im Reichsrat zugeſtimmt habe, Geſetz werde. Die Auseinanderſetzung über das Vennögen der Fürſten habe nichts mit der Aufwertung zu tun. In dieſer Frage gelte für die Fürſten das gleiche Recht wie für jeden deutſchen Staats⸗ bürger. Es hemdele ſich nicht un die Wiederherſtellung der Monarchie, ſondern es gehe darum, einen Rechtsbruch zu verhin⸗ dern, der dem deutſchen Volke in allen ſeinen Schichten unermeß⸗ lichen Schaden bringen würde. Der Aufruf ſchließt: Die Deutſche Volkspartei fordert ihre— im Lande auf, das Volk über die große Gefahr aufzullären und der Verhetzung entgegenzutreten. Unſere Parole lautet:„Keine Beteiligung am Volks⸗ entſcheidl“ ——— Aboͤ el Krim flüchtig yVParis, 21. Maf.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Aus Ra⸗ batt wird berichtet, daß der Vormarſch der franzöſiſchen Truppen im oberen Uergha⸗Tal erfolgreich war und die franzöſiſchen Linten um etwa 12 Kilometer nach Norden verſchoben worden ſind. Das Haupthindernis, das noch zwiſchen der neuen Stellung und der Stadl Tarquiſt liegt, iſt der Djebel Hanam, ein an mineraliſchen Schätzen reiches Gebirgsmaſſiv, das von jeher Gegenſtand internationaler Streitigkeiten war. Im Laufe des geſtrigen Tages konnte die er⸗ hoffte Verbindung mit den ſpaniſchen Truppen im Abſchnitt von Alir hergeſtellt werden. Durch eine gemeinſame neue Offenſive der ſpaniſch⸗franzöſiſchen Truppen iſt die Situation, wie ſie 1925 an der Marokkofront beſtand, umgekehrt. Abd el Krim hat die Unter⸗ ſtützung mehrerer Stämme, die ihm bisher treu geblieben waren, ver⸗ loren und iſt mit ſeiner Familie nach Nordweſten ins Gebiet des Stammes der Veni geflüchtet. Die Flucht des Führers ſoll unter den Riffleuten einen großen Eindruck gemacht haben. Badiſche Politik ANus der voranſchlagsberatung Im Haushaltsausſchuß kam über die Liquidierung 5 Baubundes eine Mitteilung des Miniſteriums des Inner run Beſprechung, worin 2 Vorſchläge gemacht werden. Die Regleſa⸗ ſoll ermächtigt werden, mit Rückſicht auf die mißlichen her⸗ niſſe vieler Vaubund⸗Gläubiger, weiter zu verhandeln und zu 526 ſuchen, eine Uebereinkunft auf der Grundlage der Darlegung Miniſteriums vom 10. Mai ein Abkommen zu treffen. Direlen trag wurde mit 11 Stimmen der Sozialdemokraten, Deme 155 Kommuniſten und eines Teils des Zentrums bei 6 Enthaltu 7 der Bürgerlichen Vereinigung, der Deutſchen Volkspartei Zentrumsabgeordneten angenommen. 4g⸗ Sodann wurde die Beratung des Titels„Unterricht ſo ſetzt und ohne weſentlicher Debatte beendet. f Titel 2: Kultus. Der Etat erfordert M. 2 669 000 6 M. 2110 188 in der vorigen Periode. Beim Abßſchnitt: röm. katholiſcher Kultus nimmt der Berichterſtatter S pen auf die dem Landtag auf Grund eines früheren Beſchluſſe hl⸗ 6. 8. 24 vorgelegten Denkſchrift über die Entwicklung der Re bden verhältniſſe zwiſchen dem badiſchen Staat und den bein chriſtlichen Kirchen Bezug, auf die auch im Voranſchlag au d ſchiedenen Stellen hingewieſen wurde. Er verweiſt weiter cg Fußnote zu den Anforderungen für das Domkapitel und für ileh Beitrag zur Beſtreitung der Koſten der erzbiſchöflichen Ka ber worin ausgeführt iſt, daß hinſichtlich der Beſoldungsbezug Mitglieder des Domkapitels und des Beitrags der Koſten i biſchöflichen Kanzlei die Frage der Rechtsberpflichtung ſ elaſſe Jahre 1922 weder bejaht noch verneint, ſondern offen ge auch wurde und daß dieſer Rechtsſtandpunkt von der Regierung an⸗ jetzt eingenommen werde. Ein volksparteilicher Redner reggeſi ob, wie es ſcheint, damit bei dem Aufwand für Gebäude. rden M. 18 160 angefordert werden, die Rechtspflicht anerkannt nten ſoll. Er könne auf Grund der Ausführungen in der gene en⸗ Denkſchrift Seite 13—16 eine ſolche Rechtspflicht wicht ſel im nen, ohne freilich ſie auch ohne weiteres zu vereinen. Cangloſen Jahre 1878 ein Vergleich zwiſchen Staat und Kirche abgeſ he⸗ wordem, wonach eine Verpflichtung des Staates nicht me rbel, ſtünde und die neuen Zuwendungen nur deshalb gemacht wesholt meil die dafür beſtimmten Fonds verluſtig gegangen ſeien; 7 N. ſei auch im Voranſchlag 1924—25 dieſe Poſition von damals zit⸗ 8900 nur bewilligt worden mit dem Bemerken, ſo lange die ichen. tel des Fonds zur Beſtreitung dieſer Ausgaben nicht auige An⸗ Er könne alſo nur unter der gleichen Vorausſetzung für dieſe he forderungen eintreten, alſo indem man die Rechtspfli den bejahe aoch verneine. Ein demokratiſcher Redner ſtellt ſich al gleichen Standpunkt. 1 bal Nachdem der Zentrumsſprecher ſeine Auffaſſung dergel gehute daß er eine Rechtspflicht des Staates annehme, erklären uniſt⸗ der demokratiſchen, der ſozialdemokratiſchen und der kaune dis ſchen Partei, ſowie der Bürgerlichen Vereinigung, da ö Rechtspflicht nicht anerkennen und entſprechend dem heute legten Regierungsſtandpunkt die Frage der Rechtspflicht 1 den laſſen wollen. Der Berichterſtatter ſagt zu, daß er mahſtim. Bericht dies ausdrücklich feſtſtellen werde. Bei der Geſamee mung über Titel 1: römiſch⸗katholiſcher Kultus erklären ehnung, zialdemokraten Stimmenthaltung und der Kommuniſt Able 9 von Beim Abſchnitt 2: altkatholiſcher Kultuß 1 He⸗ volksparteilicher Seite unter Hinweis auf die äußerſt ſchlech gl⸗ zahlung der alt⸗katholiſchen Geiſtlichen angeregt, ob micht aſchuſſe ligkeitsgründen eine angemeſſene Erhöhung des Staatszuſch gon eintreten könnte, einen Antrag wolle er aber nicht ſtellen wäh⸗ der Bürgerlichen Vereinigung wird der Antrag unterſtütz 12 2 rend der Miniſter erklärt, daß er an das Geſetz vom 12 Bei über Aufbeſſerung gering beſoldeter Pfarrer gebunden ſenkeun der Abſtimmung wird die Poſition mit 7 Stimmen des Tollsba, und des Kommuniſten gegen 5 Stimmen(Demokraten,(Soßſel. tei und 1 Bürgerliche Vereinigung) bei 4 Enthaltungen rag im demokratie) abgelehnt. Es iſt zu hoffen, daß dieſer ſind ent⸗ Plenum wieder hergeſtellt und bewilligt wird, jedenfalls f rechende Anträge zu erwarten. Die Ausprd ungen für alt⸗katholiſchen Kultus im 85 10 und für ebangeliſche, ifraelitiſche und fre giöſe Landesgemeinden werden genehmigt, ebenſo die ſchläge zu dem katholiſchen Oberſtiftungsrat und evangen, Oberkirchenrat. CLln N Letzte Meldungen 4 Die Reichsbankgläubiger erneut abgewieſen zuienl — Leipzig. 21. Mai. Geſtern wurden vom vierten Sberſehe des Reichsgerichts als Reviſionsinſtanz die Klagen des Lei 65 wahrmannes Jaenſch und des Betriebsanwalts Winter a 114 hinter denen der Reichsbankgläubigerverband ter A, erkennung der Vorkriegsbanknoten ſteht. unng 17 exlegung der Koſten abgewieſen. Bei der Verkazeigung Urteils machte ſich unter dem Publikum eine gewiſſe Nanerdel Demonſtrationen bemerkbar, die aber vom Vorſitzenden—. hunder wurden. Auch vor dem Gerichtsgebäude erwartelen einig Perſonen die Entſcheidung des Gerichtshofes. 1 Somit findet alſo keine Aufwertung de Recht geſtempelten“ Tauſendmarkſcheine ſtatt. Veoten vertreter der Reichsbank führte aus, daß die alten Bankn 9 vam Eigenſchaft als Inhaberſchuldverſchreibung mit dem Spergen ſaieh 4. Auguſt 1914 verloxen hätten. Von dieſem Augenbli Unterſchi ſie nur ein ein Geldzeichen geweſen. Es beſtehe kein chaus kei zwiſchen den alten und den neuen Ausgaben. Es ſei 1 öneg Unrecht geſchehen. Auch von einer unzuläſſigen Entelge fclneze in keiner Weiſe die Rede ſein. Der Aufruf der Noten ſe zu dem Werte erfolgt, den ſie tatſächlich hatten. 5555 Die RKeviſion des Grans verworfen. iſion des — Leipzig, 21. Mai. Das Reichsgericht hat die Meeiße bes Hans Grans aus Hannover verworfen, der als 22 egen Maſſenmörders Haarmann vom Schwurgericht Hannot. pthau, Beihilfe zum Mord in zwei Fällen zu zwölf Jahren Richt ber⸗ zehn Jahren Ehrverluſt und Stellung unter Polizeiauffieh urteilt worden war. Neuer Schritt in der Beſatzungsfrage? 1 ſt er⸗ — Berlin, 21. Mai. Wie der Demokratiſche Preſſedte O e⸗ fahren haben will, bereitet die Reichsregierung eine ne ſichl marche in der Beſatzungsfrage vor, die vorcen De⸗ kurz nach Pfingſten erfolgen ſoll. Der Grund der. der marche dürfte darin liegen, daß der Abgang von Truppe. iſt als zweiten und dritten eBſatzungszone immer noch gerit geſatungd der Zuſtrom, der aus der erſten Zone kommenden e truppem. Rumäniſche Mobiliſierung — Berlin, 20. Mai. Infolge der Konzentration bolſcaihe ſcher Truppen an der polniſchen Grenze iſt durch die barobiſchen Regierung eine teilweiſe Mobiliſierung an der beſſa u. Grenge angeordnet worden und zwar auf Grund des pe marzen mäniſchen Vertrages. Auch die rumäniſche Flotet im Meer iſt mobiliſiert worden. Das neue belgiſche Kabinett g ſetl ſa — Brüſſel, 21. Mai. Das neue belgiſche Kabine Innerg wie folgt zuſammen: Miniſterpräſident und Miniſter iniſler des Jaſpar; Miniſter ohne Portefeuille Franqui; Mine uſtiß Aeußern Vandervelde; Finanzen und Kolonien Houra Anſeele! Hymans; Wiſſenſchaft und Künſte Hymans; Eiſenbahnen prol⸗ —., ** EE · AAA„ Junduſtrie und Arbeit Wanters; nationale Verteidigung lucville; Landwirtſchaft und öffentliche Arbeiten Baels- 4 — . Freſtag, den 21. Mal 1926 RNeue ntaunbeimer Zeitung(Miſtag-Ausgadre) 3. Seile. Nr. 2320 Beratung des Haushaltplaues der Stadt Maunheim für das Nechuungszahr 1926 am Donnerstag, 20. Mai 1920 Kkein Ende der Spezialberatung abzuſehen— Erſt die Hälſte der Teilvoranſchläge erledigt— vergebliche Anſtrengungen zur Eindämmung der Vedeſtul ſcht aus onzert der Berliner philharmoniker vierter Tag 597 Als geſtern abend gegen halb 9 Uhr nach Erledigung des Teil⸗ i0 Aicnag⸗ der Volksſchule Stv. Röhnert den Antrag ſtellte, er m erhandlungen in der Woche nach Pfingſten fortzuſetzen, fand 5 enig Anklang. Der Oberbürgermeiſter enachte darauf aufmerk⸗ Weit daß in der nächſten Woche die Verwaltungsgeſchäfte die erberatung nicht zuließen und in der Woche darauf ſei der ir ſachrtsdezernent verhindert. Dr. Kutzer meint offenbar, daß die Beratungen zu Ende führen kann. Der Theatervoran⸗ 2 ſei ia erledigt, bemerkte er. Ueberdies habe man mit der aeeng im Vorjahre ſchlechte Erfahrungen gemacht. So ganz hat der Oberbürgermeiſter nicht. Wenn die Stadtverord⸗ kein e Pfingſten mit neuer Kraft die Beratungen fortſetzen, iſt Ver nde abzuſehen. Wir glauben aber auch nicht, daß heute die zurhandlungen zu Ende geführt werden können, zumal mit Rück⸗ auf—5 die vorher ſtattfindende Stadtratsſitzung der Beginn erſt Aelter Uhr feſtgeſetzt iſt. Soll vielleicht eine Nachtſitzung ab⸗ vor en werden? Da nur wenig mehr als die Hälfte der Teil⸗ anſchläge erledigt war, als die Verhandlungen abgebrochen wur⸗ Heil können wir uns nicht gut vorſtellen, wie man in der normalen zum Schluß kommen will. 51 unbeträchtlich wurde das Tempo beſchleunigt, als auf ſe anng des Stv. Moſes der Antrag Annahme fand, daß von 250 Fraktion nur ein Redner bei jedem Teilvoranſchlag ſprechen e. Der Obmann des Stadtverordnetenvorſtandes, Fuhs, hatte Varde un der Sitzung den Appell wiederholt, ſich im Intereſſe der Neerle⸗ des Hauſes weiſe Beſchränkung in der Redſeligkeit auf⸗ un. Dieſe eindringliche Ermahnung half aber nichts. Man würd meinen ſollen, die eigenen Parteigenoſſen des Herrn Fuhs em en ſich darnach richten. Weit gefehlt. Die„Spezialiſierung“ — der ſeitherigen kleinſtädtiſchen Gründlichkeit weiter. Ein⸗ wünſcheotratiſcher Stadtverordneter brachte eine Anzahl Einzel⸗ a e vor, ein zweiter enachte es ebenſo. Und dann erhob ſich ur entrumsſtadtverordnete Heß, der überhaupt nicht mehr fertig lehper⸗ Ein Witzbold meinte, Herr Heß habe Talent zum„Haus⸗ Barr. weil er eine allgemeine Flucht aus dem Hauſe veranlaßte. ſtöße Heß leiſtete ſich u. a. die Redeblüte, man ſollte den Schienen⸗ Fubz der Straßenbahn größere Pflege angedeihen laſſen. Herr Würde hatte wirklich alle Urſache zu der Ermahnung, mehr auf die des Hauſes zu achten. Die Verhandlungen verliefen geſtern im allgemeinen in durch⸗ eehttten ſen Bahnen. Nur beim Volksſchulvoranſchlag ſich ein wenig die Gemüter. Herr Ihrig, der in ſeiner bagenſchaft als Mitglied des Stadtverordnetenvorſtandes dem Mann⸗ er Stadtſchulrat das Wort gab, wies vor allem auf die Raum⸗ ge— die die Errichtung von Schulgebäuden zu einer der drin⸗ di en Notwendigkeiten macht. Es iſt dabei ganz gleichgültig, ob Neubauten für die Volksſchulen oder die höheren Lehranſtalten 55 tet werden, da dieſe bekanntlich eine große Anzahl Volks⸗ — mit Beſchlag gelegt haben. Ein erheblicher Unterſchied Ihri ſich in der Frage der Klaſſenſtärke. Während von Herrn als g und den nachfolgenden Fachleuten die jetzige Kopfzahl ſchon 55 Zu hoch bezeichnet wurde, eneinte der Oberbürgermeiſter, bis zu gan lern könnte nach ſeiner Meinung in der Klaſſenſtärke ge⸗ gen werden. Dr. Kutzer vertrat dabei den ganz richtigen Stand⸗ laſſen daß die Erziehung der Jugend nicht der Schule allein über⸗ n werden dürfe. Wenn die Mithilfe der Eltern fehlt, muß unſerer Anſicht auch die Schule verſagen. Sch. Sitzungsbericht ſewaceckürgernelſter Dr. Kutzer eröffnet um.15 Uhr die nur 0 beſuchte Sitzung. Die Galerie iſt ebenfalls ſchwächer als an en Portagen beſetzt. en Eine Mahnung zur Einſicht erordor Eintritt in die Tagesordnung gibt der Obmann des Stadt⸗ baben entenvorſtandes Fuhs folgende Erklärung ab: Heute r 8 den vierten Tag der Debatte vor uns. Der erſte Tag R eolſtändig ausgefüllt mit der Generaldiskuſſion, in der die gr; der einzelnen Fraktionen die Wünſche ihrer Fraktionen in Einzeld ichtlinien vorlegten. Der zweite und dritte Tag war der bracht ebatte gewidmet, bei der wir es glücklich bis auf Seite 58 ge⸗ Seiten haben. Der Voranſchlag in ſeiner Geſamtheit umfaßt 255 letten ohne die Beilagen. Wenn wir in dem Tempo der beiden Tage fortfahren, ſo wird dieſe und die nächſte Woche kaum duſtriehafens jetzt unterläßt, und daß der Stadtrat, wenn überhaupt hierauf angenommen. ausreichen, um die Voranſchlagsberatungen zu Ende zu führen. Ich fühle mich deswegen verpflichtet, das Kollegium ganz ernſthaft darauf hinzuweiſen, daß jeder einzelnen Fraktion das Recht zuſteht, auf dem Wege über den Stadtverordnetenvorſtand ſchriftliche Anträge und Wünſche an den Stadtrat gelangen zu laſſen, die in jedem einzelnen Falle beantwortet werden. Es entſpricht zweifellos mehr dem An⸗ ſehen des Bürgerausſchußes in der Bürgerſchaft, wenn wir die Ein⸗ zelberatung etwas einſchränken und uns eine weiſe Zurückhaltung auferlegen. Ich möchte deswegen im Intereſſe des Anſehens des Bürgerausſchuſſes bitten, in dieſer Weiſe zu verfahren. Hierauf wird in der Spezialberatung bei Teilvoranſchlag Skraßenbahnamt fortgefahren. Stv. Rikter wendet ſich gegen die Diktatur des Bau⸗ rats Frenz unter Anführung„konkreter Fälle“.— Oberbürger⸗ meiſter Dr. Kutzer 1 um nähere Angaben, damit man unter⸗ uchen könne, ob die Vorwürfe der„Protektionswirtſchaft“ und der „Verſchleuderung von Geld und Gut der Bevölkerung“ berechtigt ſeien.— Generaldirektor Löwit gibt über zwei Fälle, die der Stv. Ritter angeführt hatte, nähere Auskunft.— Sty. Dr. Moekel(Ztr.) wünſcht Beibehaltung der Beamteneigenſchaft für die Straßenbahn⸗ bedienſteten.— Da Einwendungen gegen den Etat an ſich nicht er⸗ hoben werden, iſt er genehmigt. Beſchränkung des Redefluſſes Auf Anregung des Sty. Moſes(D. Ppt.) ſoll bei der weiteren Beratung von jeder Fraktion nur noch ein einziger Redner ſprechen. Nach einer kurzen Pauſe, in der ſich die Fraktionen hierüber be⸗ raten, teilt Obmann Fuhs mit, daß ſich ſämtliche Fraktionen mit Ausnahme der Kommuniſten damit einverſtanden erklärt haben. Oberrheiniſche Eiſenbahngeſellſchaft Stv. Barber(Dem.) wünſcht Beſchleunigung der Vorbereitungen zur Weiterführung der Straßenbahn nach Schwetzingen. Der Vor⸗ anſchlag wird angenommen. Induſtriehafen „Sto. Mayer⸗Dinkel(Dem.) führt aus: Der Herr Oberbürger⸗ meiſter hat in ſeiner Rede zum Voranſchlag— wenn ich ihn richtig verſtanden habe— u. a. kurz erwähnt, daß an Stelle der im Oktober 1921 bezw. März v. Js. bewilligten 394 Millionen für den Bau des dritten Teiles des Induſtriehafens nun im ganzen nur 1¼½ Millionen Verwendung finden ſollen. Das Stichbecken ſoll ganz fallen; dafür ſei der Ausbau der Uferfront in Ausſicht genommen zwecks Herſtellung von Lagerplätzen. Ich bin für den Ausbau des Induſtriehafens immer eingetreten, habe mich aber überzeugt, daß eine Beſſerung unſerer wirtſchaftlichen Verhältniſſe vorerſt leider ausgeſchloſſen ſcheint, und deshalb iſt jede Neuanlage von Lagerplätzen heute überflüſſig. Im Staatshafen gab es noch vor ca. 17½ Jahren bekanntlich keine freien Lagerplätze mehr. Heute iſt das Bild ein anderes. Man kann nicht allein Lagerplätze bekommen, ſondern auch Werfthallen, ſogar ganze Lagerhäuſer. Infolge der vielfach beabſichtigten und zum Teil ſchon voll⸗ zogenen Rationierungen verſchiedener Branchen dürfte der Bedarf an Lagerplätzen ſich noch weiter verringern. Von den vor einiger Zeit von dem Kollegium bewilligten Lagerplätzen an der Eiſenbahn⸗ linie Mannheim—Karlsruhe iſt bis jetzt meines Wiſſens wenig oder vielmehr nichts in Anſpruch genommen. Es iſt nicht zu überſehen, daß vor dem Krieg der Mannheimer Güterverkehr— ankommend und abgehend— in runden Ziffern ſich auf ca. 1000 Wagen im Tag belief. Heute ſind es nur noch 400 Waggons, alſo ca. 40 Proz. Das gibt zu denken. Eine badiſche Hafenpolitik beſteht nicht mehr und von der Reichs⸗Hafenpolitik hat unſer Platz nichts zu erwarten. Es liegt ja alles in der Hand der Reichseiſenbahn⸗Direktion. Ich habe ſchon gelegentlich der Neckarkanal⸗Vorlage auf die Mannheim ſchädi⸗ genden Folgen der Eiſenbahntarif⸗Veränderungen hingewieſen, will deshalb heute nicht weiter darauf eingehen. Aus allen vorgebrachten Gründen beantrage ich, daß man jeden weiteren Ausbau des In⸗ — etwas geſchehen ſoll, dem Bürgerausſchuß eine neue Vorlage unter⸗ breitet. Von den früher bewilligten 394 Millionen darf alſo nichts verwendet werden ohne die Zuſtimmung des Bürgerausſchuſſes.— Nach kurzer Erwiderung des Oberbürgermeiſters Dr. Kutzer wird der Voranſchlag angenommen. N Roſengarten Sty. Perrey(Dntl.) wünſcht, daß im nächſten Jahre die ſtädt. Maskenbälle im Roſengarten nicht mehr abgehalten werden, auch nicht unter anderer Firma. Ferner ſei die Nendogdien des Ver⸗ ſammlungsſaales dringend notwendig. Der Teilvoranſchlag wird 1 Oeffenkliche Bäder und Bedürfnisanſtalten Stvy. Stockert(Ztr.) bemängelt die Zuſtände im Herſchelbad, das nicht den Anforderungen entſpreche, weil es durch die Schulen zu ſehr beanſprucht werde.— Stv. Schwarz(Soz.) erhebt ähnliche Klagen bezüglich des Dampfbades und verlangt weiteren Ausbau.— Sto. Perrey(Dntl.) ſchlägt die Volksbibliothek, die nur proviſoriſch im Herſchelbad untergebracht ſei, als geeigneter Raum zur Erweiterung des Dampfbades vor. Er gibt weiter zur Erwägung anheim, eine Bedürfnisanſtalt auf dem Paradeplatz unter Anpaſſung an die ge⸗ plante Umwandlung des Platzes zu errichten.— Sto. Stoll (D. Ppt.) würde es begrüßen, wenn die Volksbibliothek aus dem Herſchelbad käme. Redner bringt Wünſche bezüglich des Herſchel⸗ bades vor.— Die von deutſchnatlonaler Seite gewünſchte Streichung von 50000 Mk. zur Errichtung eines Flußbades im Altrhein bet Sandhofen wird gegen 3 Stimmen abgelehnt, desgleichen gegen 3 Stimmen der Antrag, auf dem Paradeplatz eine Bedürfnisanſtalt zu errichten. Der Teilvoranſchlag wird angenommen. Städtiſche Juhrverwaltung Bei dieſem Teilvoranſchlag wird zunächſt über die Feſtſeßung der Gebühren für die Benützung der Kanäle, der Müllabfuhr und Straßenreinigungsanſtalt beraten. Der Stadtratsbeſchluß hat folgenden Wortlaut: A. Nach dem Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1926 wer⸗ den die Ausgaben der nachbezeichneten Betriebe wie folgt feſtge⸗ ſtellt: a) für den Straßenreinigungsbetrieb auf 848 800 RM., p) für den Müllahfuhrbetrieb auf 613 200 RM., c) für die Entwäſſerung auf 582 100 RM., die durch Gebühren zu deckenden Einnahmen mie folgt: a) für den Straßenreinigungsbetrieb auf 812 200 RM., b) für⸗ den Müllabfuhrbetrieb auf 606 500 RM., c) für die Entwäſſerung auf 440 000 RM. Die gemäß der Satzung über die Benützung der Kanäle, der Müllabfuhr⸗ und Straßenreinigungsanſtalt vom 27. März 1922 der Gebührenerhebung zugrunde zu legenden Steuerwerte werden a) für den Straßenreinigungsbetrieb auf 949 000 000 RM., ), für den Müllabfuhrbetrieb au/ 753 000 000 RM., c) auf die Ent⸗ wäſſerung auf 875 000 000 RM keinſchließlich der Steuerwerte der ſtädtiſchen Grundſtücke feſtgeſtellt. B. Demgemäß ergibt ſich, da die Erhebung einer von der bis⸗ herigen abweichenden Gebühr techniſch erſt vom 1. Juli 1926 ab möglich ſein wird, folgende Feſtſetzung der Gebühren: a) für die Straßenreinigung für die Zeik vom 1. April 1926 bis! 30. Juni 1926 monatlich 6,59 Pfg. von je 1000 M. Steuerwert und vom 1. Juli 1926 ab monatlich 7,32 Pfg. von je 1000 M. Steuerwert; 5) für die Müllabfuhr für die Zeit vom 1. April 1926 bis 30. Juni 1926 monatlich 5,02 Pfg. von je 1000 M. Steuerwert und vom 1. Juli 1926 monatlich 7,28 Pfg. von je 1000 M. Steuerwert und c) für die Entwäſſerung für die Zeit vom 1. April 1926 aß ebenſo wie auch vom 1. Juli 1926 ab monatlich 4,3 Pfg. von je 1000 Mark Steuerwert; werden Fäkalien nicht eingeleitet, ſo ermäßigt ſich die Gebühr auf monatlich 3,23 Pfg. von je 1000 M. Steuerwert. Stv,⸗V. Kaiſer(Ztr.) empfiehlt die Annahme der Vorlage.— Sty. Horſt(Komm.) lehnt die Vorlage ab, weil die Gebührenſätze für ſeine Fraktion nicht akzeptabel ſeien.— Stv. Robert Haas(Dem.) ſieht von dem Antrag ab. die Gebühren auf die Umlage zu ſchlagen. weil die Umlage eine weitere Erhöhung nicht verträat, obwohl bei einer derartigen Aenderung eine Geſchäftsvereinfachung eintreten würde.— Stv. Röhnert(W. Vag.) meint, es werde zu prüfen ſein, ob die Neuanſchaffungen für die Moderniſierung der Müllabfuhr ſo dringend ſeien. Er müſſe ſich gegen die Erhöhung der Müllabfuhr⸗ gebühren ausſprechen.— Stv. Moſes(D. Vpt.) hält die hyaieniſche Verbeſſeruna der Müllabfuhr im Intereſſe der Volksgeſundheit für wichtiger als die Einſparung von einigen Pfennigen.— Stp. Dreifuß (Soz.) ſtellt feſt, daß die Umlage ſich um 30 Pfa. erhöhen würde. wenn die Gebühren auf die Umlage geſchlagen würden. Der Teil⸗ voranſchlag wird hierauf angenommen. Bei der Abſtimmung über die ſtadträtliche Gebührenvorlage wird der Teil A einſtimmig, der Teil B gegen die Stimmen der Kommuniſten und der Wirtſchaftl. Vereinigauna angenommen. Oberbürgermeiſter Dr. Kuger ſtellt Unter allgemeiner Heiterkeit feſt, daß die überwiegende Mehrheit die Logik der Verbundenheit der beiden Teile des Antrages anerkannt. Desinfektionsanſtalt 8 Bürgermeiſter Böttger ſtellt gegenüber Bemerkungen des Sty. Fröhlig feſt, daß früher ſede Desinfektion bezahlt werden mußte. heute aber ſede polizeilich oder ärztlich angeordnete Desinfektion koſtenfrei ausgeführt wird. Es genüge eine einfache Anzeige. Somit ſei gegen früher eine bedeutende Verbeſſeruna zu verzeichnen. Der Einzelvoranſchlag wird hierauf genehmigt. FEE H der feinste Bohnenkaffee von Feinschmeckern bevorzugt Dirigent: Wilhelm Jurkwängler ſind Hans von Bülow, Arthur Nikiſch, Wilhelm Furtwängler: das drdentli, amen der drei Etappen in der Geſchichte dieſes außer⸗ tüchen Orcheſters. Bülow geſtaltete den Orcheſterkörper, Nikiſch Fulsſch ihm die Seele ein, Furtwängler gibt ihm das Herz. Den Klän chlag der Muſik ſelbſt glaubt man zu vernehmen, wenn die einer Naund Weiſen dieſem Tonkörper entſtrömen. Das Elementare er kü aturerſcheinung lebt darin, das ſich mit dem Bewußtſein letz⸗ künſtlerſtleriſcher Möglichkeiten vereinigt. Der Sammelpunkt dieſer un irtiſchen Triebkraft iſt Furtwängler ſelbſt. Wieder erſchien er große küimem andern Lichte, reicher, menſchlich noch vertiefter; der! dertraunſtleriſche Ernſt, der ſtets von ihm ausging, hat ſeine wohl⸗ er Art noch abgeklärter werden laſſen, doch gleichzeitig wirkt Vitalitch unmittelbare Lebendigkeit jugendfriſcher denn je. Stärkſte ke 55 und raſtloſes Mühen verbinden ſich im dieſer unerhört ſtar⸗ ten Lehlſlererſcheinung und führen ſie auf einen Gipfel geſteiger⸗ geigen ens. Allein die prachtvoll ausgeſchwungenen Bewegungen Geſte 5508 ſich hier Tiefſtes und Letztes emporringt; ein Blick, eine der üb ringen Ungeahntes an Wirkung hervor, das göttliche Spiel ſe eine tauſend Schattierungen gebietenden linken Hand erſcheint kraft 1 unerklärlicher Zauber. Das Geheimnis bleibt die Suggeſtiv⸗ noch eir ſes in jeder Art überragenden Menſchen, der heute nur nen einzigen Rivalen beſitzt: Toscanini, den Prieſter unter irigenten. der Ae Macht der Suggeſtion teilt ſich einem Orcheſter mit, das ſter. Znngſten Regung in jedem Nerv zu folgen weiß. Sein Orche⸗ in der„einem Siegeszug führt er es zur Zeit umher, nachdem er derlo 75 neuen Welt wieder ſtärkſte Erfolge errang, die ihm auch de ende, von ihm jedoch ausgeſchlagene Möglichkeiten des dauern⸗ 5 eibens jenſeits des Ozeans boten. Obwohl das Programm geſamt den Orcheſterreiſe verhältnismäßig nur wenige Stücke ins⸗ hielt Furtraßt von denen man glauhen ſollte, daß ſie längſt„izen, für noimtwängler auch vor dem geſtrigen Konzert noch eine Probe wäh wendig; das bedeutet in dieſem Fall nichts anderes als die der Int höchſter künſtleriſcher Verantwortlichkeit. Hierzu tritt bei 5 erpretation die Macht des Unmittelbaren, das die vorgetra⸗ erke herrlich wie am erſten Tag erſcheinen ließ. Nicht zu⸗ durch den Geſamtklang des Orcheſters, das in der erſten d von Beethoven ſeine acht Keatrabäſſe und die ent⸗ beibetde, auf dieſem wohlfundierken Grunde aufgebaute Veſetzung Das iſt gewiß nicht unrichtig, trotz der für damals recht aufregenden kompoſitoriſchen und inſtrumentalen Kühnheiten; daß aber dies Werk doch ein ganzer Beethoven iſt, das zeigte Furtwänglers Inter⸗ pretation, die ſelbſt den geahnten Beethoven dieſes Werkes noch der Verwirklichung zuführte. Die prächtige Fülle, die große Linie, der reiche Gehalt und die beherrſchte Farbigkeit enthüllte ſich in allen Teilen; das in ſeiner Art vollendete Andante wurde in ſeinem ganzen Reiz ausgebreitet. Und wie die Einleitung des dritten Satzes genommen wurde, zeigte am deutlichſten die ſouveräne Art, in der Furtwängler auf dieſem Orcheſterinſtrument ſpielt. Bruckners vierte Sinfonie ſteigerte ſodann dieſe Eindrücke ins Ungemeſſene. Sie baute ſich zunächſt auf der erſtaunlichen tech⸗ niſchen Meiſterſchaft der Spieler auf. Der Klang der Geigen hatte hier gegenüber Beethoven an Weichheit noch gewonnen, die Hörner, die in dieſer Sinfonie ihre dankbarſte und zugleich ſchwierigſte Auf⸗ gabe finden, ſind an Präziſion gewiß unerreicht, die Figuren der Holzbläſer traten in voller Plaſtik hervor, und die gleiche Virtuoſi⸗ tät, wie ſie 3. B. im Geſang der Bratſchen zu ſpüren war, be⸗ herrſchte alle Gruppen bon den prachtvollen Poſaunen bis zu dem vorbildlich geführten Schlagzeug und der Pauke, an der ein voll⸗ endeter Meiſter waltete; dieſer Ausklang des zweiten Satzes ließ den Atem anhalten. Und wenn wir auch mit den Strichen beſon⸗ ders hinſichtlich des Aufbaus des letzten Satzes nicht ganz einig gehen, ſo liegt es uns dennoch fern, hier in ein Rechten zu treten gegenüber dieſer Interpretation. Die ungeheure Spannung, die das Werk beherrſcht, gab die Grundhaltung für Furtwänglers Wiedergabe. Da es nicht aus einer gerade aufſteigenden Linie, viel⸗ mehr aus einer Reihe von Wendepunkten beſteht, vermag deren Vorbereitung und Auswertung nur ſtärkſte Dispoſitiensgabe gerecht zu werden. Dies iſt Furtwängler gegeben, weil er ſich einem Orche⸗ ſter gegenüber weiß und fühlt, das an Steigerungsmöglichkeiten geradezu unerſchöpflich iſt. Und dieſer Reichtum an Ausdruck, einem klanglichen Höhepunkt einen noch ſtärkeren folgen zu laſſen, ergibt die Geſamtwirkung des Orcheſterſpiels, das demnach nicht bloß ſo ſtark wirkt, weil die Steigerungen in Wirklichkeit, vielmehr und vor allem deshalb, weil ſie der beſtehen. Nur die Kraft ſiegt, die ſich nicht ganz perausgabt; darauf, ſozuſagen auf den Reſerven klanglicher Intenſität, beruht letztlich das Faſzinie⸗ rende dieſer Orcheſterentfaltung. Dies verband ſich mit der Grund⸗ ſtruktur des Brucknerſchen Werkes, in dem myſtiſche Kräfte leben und Wunder des Klanges in höhere Regionen weiſen.„Vor. erregung des Kommenden“ iſt einer der treffenden Ausdrücke, mit denen Ernſt Kurth. der letztlich wegweiſende Brucknerdeuter, dieſe Grundart umſchrieben hat, und dieſe Venerregung beherrſchte Furt⸗ wänglers Interpretation vom Anfang bis zu dem gewaltig getürm⸗ Bald, faſt allzubald auf dieſe geradezu erſchütternd großartige Brucknerwiedergabe folate als Krönung des Abends das Meiſterſinger⸗ vorſpiel. Auch hier wieder reinſte Geſtaltung aus der groß beherrſch⸗ ten Linie: ſo laa in der Gemeſſenheit des Hauptthemas bereits das Vorwärtsdrängen zu der ſchließlichen Vereinigung mit dem Melodi⸗ ſchen, das einzia im Kontraſtieren etwas zu kurz kommen wollte. Wie aber dann die in der Freiheit des Gebundenen behandelten Wei⸗ ſen ihrer Erfüllung ſteigernd zugeführt wurden, war von einzigarti⸗ ger Eindruckskraft. die den Gehalt dieſes klarſten aller„Vor“⸗ſpiele wieder einmal neu und echt empfinden ließen. In Ovationen wurde Furtwängler gefeiert, und ebenſo konnten die Berliner Philharmoni⸗ ker den begeiſterten Dank des Publikums entgegennehmen. Der Schluß der diesjährigen Konzertzeit fiel mit ihrem Höhepunkt zuſam⸗ men. Dr. Kayser. Theater und Muſik Uraufführung eines Madrigals von Vartoſch. In Karls⸗ ruhe fand gelegentlich eines Konzertes der Schulerinnen von Frau Kammerſängerin Mary von Ernſt durch den geſamten Chor der etwa 25 jungen Künſtlerinnen die Uraufführung eines Madri⸗ gals in A⸗dur von Carl Bartoſch⸗Mannheim unter Leitung des Komponiſten ſtatt. Das Werk machte durch den klangvollen, eigen⸗ artigen Satz und die farbige Harmonieführung einen ſtarken Ein⸗ druck und mußte wiederholt werden. „Jedermann“- Aufführungen auf dem Marktplatz in Schwäb.⸗ Hall. zJedermann“ in den von Direktor Robert Braun in⸗ ſzenierten„Jedermann“⸗Aufführungen ſpielt dieſes Jahr an Stelle von Leopold Biberti vom Schauſplelhaus Frankfurt a.., Rudolf Wittgen vom Nationaltheater Manmheim. Die„Guten Werke“ ſpielt Elſe Raſſow eine junge Mannheiener Künſtlerin. 4 Literatut * Otto Anthes: Unter den ſieben Türmen. Lübiſche Geſchichten. Univerſal⸗Bibliothek Nr. 6634. Verlag Phil. Reclam jun., Leipzig.— Dieſe 55 Geſchichten aus der Hanſeſtadt Lübeck, die in dieſem Jahre das Jubiläum ihrer 700jährigen Reichsfreiheit begeht, ſind eine wahre Herzerquickung.„Die Reiſe in den Himmel“ von der jungen Nonne und dem ſtürmiſchen Jochim von Treskow zeugt bei aller Schalkhaftigkeit von einem ſo tiefen, innigen Gemüt, daß ein Vergleich mit Boccaccio hier zugunſten des deutſchen Autors ausfiele. Von den übrigen Ge⸗ ſchichten ſei beſonders„Cordula Königin“ Erwähnung getan. Der an hat dieſer erſten von Beethovens Sinfonien nach⸗ ſie habe ſich noch zu ſehr im Geſchmack ihrer Zeit gehalten. ten Schluß. ſtolze hanſeatiſche Geiſt des großen Kaufmanns tritt typiſch in der Schlußpointe in Erſcheinung. E ——— ———— 4. Seile. Nr. 232 Neue Mannheimer Zeitung(Mitlag ⸗Ausgabe) Freikag, den 21. Mal 1926 Am Samskag, den 22. Mai erſcheint nur eine Ausgabe um 1 Ahr. Wir bitten, Anzeigen für dieſe Ausgabe ſpäteſtens 10 Uhr vormittags aufgeben zu wollen. Die Schalker für Bezug und Offerten bleiben bis 2 Uhr geöffnet. Jeuerſchau und Löſchweſen Stn. Dittmar(Soz.) wünſcht beſſere Kontrolle der Kamine auf Brandgefahr und der weiteren Uebernahme eines Teils der Koſten für die Berufsfeuerwehr auf die Brandkaſſe.— Stv. Perren(Dntl.) unterſtreicht die Klagen bezüglich der Kamine.— Auf eine Anfrage des Stv. Maner⸗Dinkel(Dem.) erklärt Beigeordneter Dr. Zeiler. daß mit dem Bau der Feuerwache in Neckarau vorausſichtlich in der näch⸗ ſten Woche begonnen werde. Man habe zunächſt die Entſcheidung der Induſtriellen über die Beitragsleiſtung abwarten wollen. Oeffenkliche Anlagen Stv. Meißner(Soz.) wünſcht einen Kinderſpielplatz in Waldhof. Im Käfertalerwald fehlten die Bänke und Weaweiſer.— Stv. Schen⸗ kel(D. Vpt.) fordert die Errichtung einer Friedhofkapelle in Sand⸗ hofen.— Oberbaudirektor Zizler tritt für die Einſetzuna von 20 000 Mark für die Erhöhung des Palmenhauſes ein, weil die Erhaltung dreier wertvoller Palmen in Frage komme. Der Antrag der demo⸗ kratiſchen Fraktion, die 20 000 Mk. zu ſtreichen. wird mit Mehrheit abgelehnt. Der Teilvoranſchlag wird hierauf genehmiat. Städtiſche Friedhöfe Sto. Arnold(Soz.) wendet ſich gegen die Verſchandelung der Friedhöfe durch Denkmäler aus Beton und bittet um Freigabe de⸗ Friedhofes in Neckarau als öffentliche Anlage.— Stv. Robert Haas (Dem.) wünſcht Bekieſung der Hauptwege des Hauptfriedhofes. die bei ſchlechtem Wetter unpaſſierbar ſeien.— Stv. Cämmler(J Pyt.) wünſcht Anbrinaung einer Tür am Neckarauer Friedhof und Anbrin⸗ aung eines Vordaches an der Kapelle des Hauptfriedhofes. Bei der Abſtimmung wird der kommuniſtiſche Antrag auf Streichung der für die Benützung allgemeiner Grabſtätten eingeſetzten Einnahmebeträge von 2000 Mk. gegen die kommuniſtiſchen Stimmen abgelehnt und der Teilvoranſchlag genehmigt. 1 Volksſchulen Stadtſchulrat Ihrig macht darauf aufmerkſam, daß vor Jahres⸗ friſt das Volksſchulrektorat in ein Stadtſchulamt umaewandelt wurde. Der Stadtſchulrat hat die Rechte des Kreisſchulrats bekommen und damit einen weſentlich erweiterten Wirkunaskreis. Leider habe man das Perſonal nur um einen Rektor verſtärkt. Die vom Oberbürger⸗ meiſter gewünſchte Sparſamkeit dürfe bei Volks⸗ und Fortbildunags⸗ ſchule eine gewiſſe Grenze nicht überſchreiten. Bedauerlich ſei die Herabſetzung der Gebäudeunterhaltung von 800 000 Mk. auf 220 000 Mark. Ebenſo wendet ſich der Redner gegen den Antrag, den Be⸗ trag für die Einrichtung der elektriſchen Beleuchtung in mehreren Volksſchulen zu ſtreichen, weil der Mädchenfortbildungsſchulunterricht auf den Nachmittaa verlegt ſei und bis 7 Uhr abends dauere. Man brauche den elektriſchen Strom auch für den Lichtbilderunterricht. Die Volksſchube habe 193 Räume an die höheren. Fortbildungs⸗ und Fachſchulen abgeben müſſen. An Oſtern mußten acht Schulräume ein⸗ geſpart werden. Der Bau von Schulhäuſern ſei dringend nötig. Vor allem ſollte für die Mädchenfortbildunasſchule für ausreichende Räume geſorgt werden. Ferner brauche man Turnhallen. Die Korf⸗ ſtärke betrage in der Altſtadt in 58 Klaſſen 43—48 Schüler. in 219 Klaſſen 37—42, in 56 Klaſſen 36 und weniger Schüler. Die Erzie⸗ hung leide unter der zu zahlreichen Kopfſtärke. Der Drana zur Züch⸗ tigung, die nach und nach völlia verſchwinden ſollte, mache ſich ſtärker geltend. Die ländliche Einſtellung des Badiſchen Landtags ſei ſchuld an der geſetzlichen Beſtimmung. daß die Stadtverwaltung die Lehrer⸗ zahl nicht verringern dürfe. Die Zahl 55, die auf einen Lehrer ge⸗ rechnet werde, müſſe zum Senken gebracht werden. Vor der Wieder⸗ einführung der kombinierten Klaſſen, die der Badiſche Städteverband erſtrebe, müſſe er dringend warnen. Der Ausbau der Knabenband⸗ arbeit ſei ſehr wünſchenswert. Für die Kinder. die nicht unbedingt mit 14 Jahren aus der Schule herausmüſſen. ſollten nach dem Muſter der preußiſchen Mittelſchulen 9. und 10. Klaſſen eingerichtet werden. Dadurch würde auch der Drang zu den höheren Schulen etwas nach⸗ laſſen. In dieſem Jahre erfolaten 611 Uebertritte(21,7 Proz.) in die Höheren Lehranſtalten. Die Schulhausmeiſter hingen nur die Flaggen heraus, die ſie haben. Am U 2⸗Schulhaus ſei nur nach dem rückwär⸗ tigen Platz ſchwarz⸗rot⸗gold geflagat worden, weil nur für die rück⸗ wärts untergebrachte Mädchenabteilung die Reichsflagae vorhanden war. Redner ſchließt mit der Verſicherung. daß ſich die Volksſchule beſtrebe, die Kinder zu tüchtigen Menſchen und zu treuen, zuverläſſi⸗ gen Bürgern und Bürgerinnen der deutſchen Republik zu erziehen. Stv. perrey(Dntl.) führt aus: Unſere Volksſchule hat ſtets hohe Ausgaben verurſacht. Wir haben aber dieſe Ausgaben gern übernommen, weil wir glauben, daß das Geld gut angewendet iſt. Die Volksſchule leidet in jeder Hinſicht noch unter den Folgen des Krieges. Die Schülerzahl iſt naturgemäß bedeutend herunterge⸗ gangen von 38 000 auf 24 400, alſo eine inderung gegenüber dem Friedensſtand von rund 14000. Nun müßten eigentlich auch die Koſten entſprechend heruntergegangen ſein, das iſt aber nicht der Fall, weil der weitere Ausbau der Fortbildungsſchule hinzuge⸗ kommen iſt. Dagegen iſt nichts zu ſagen; daß aber 200 Lehrer, die nach Anſicht des Kultusminiſteriums nicht erforderlich ſind, weiter beſchäftigt und von der Stadt bezahlt werden müſſen, dagegen iſt ſehr viel zu ſagen. Nicht daß dieſe nicht er⸗ forderlichem Lehrkräfte auf die Str⸗ geſetzt werden Tuun aber Sache des Staates iſt es, für dieſe Lehrkräfte aufzukommem und an umſere Landtagsabgeordnete ergeht die Bithe, daß dies geſchieht. Eine zweite Sorge iſt die Schulraumnot. Bei dieſer Frage kanm die Raumnot der höheren Schulen nicht von der Raumnot der Volksſchule getrennt werden, denn beide Fragen greifen ineinander. Die Volksſchule hat bereits 193 Klaſſenräume für andere Zwecke eben, darunter 54 allein für die höheren Lehranſtalten, da die Volksſchule umgefähr 1000 Räume beſaß, ſo hat ſie rund ein Fünftel abgegeben, das ſind 7 bis 8 Schulgebäude. Die Schülerzahl wird in den nächſten Jahren erheblich zunehmen, ſodaß mit Sicherheit vorauszuſehen iſt, daß in den nächſten Jahren die jetzt ſchon vor⸗ handene Raumnot ganz unerträglich werden wird, wenn nicht ſofort an Abhilfe gedacht wird. In Käfertal ſoll ein Schulhaus errichtet werden, eine weitere Abhilfe muß dadurch herbeigeführt werden, daß die Volksſchule ihre Räume von den Mittelſchulen zurückerhält. Das iſt aber nur möglich, wenn neue höhere Lehranſtalten ſofort in Angriff genommen werden, denn bis ſie fertig ſind, vergehen wieder noch 2 Jahre. Das Mindeſte iſt alſo, daß zwei höhere Lehr⸗ anſtalten und eine Volksſchule ſofort gebaut wer⸗ den. Danm wären auch die unerträglichen Zuſtände in den höheren Lehramſtalten beſeitigt. Es hat keinen Zweck, ein Volksſchulgebäude in eine höher Lehranſtalt umzuwandeln und Phyſik⸗, Chemie⸗ und ſonſtige Räume einzurichten, denn das iſt fortgeworfenes Geld. Nur Neubauten können helfen. Dieſe 3 Skulgebäude werden 27 Mill. Mark koſten und 1 Mill. Mark iſt erſt in dem Schulhausbaufonds vorhanden. Darum muß überall geſpart werden, um den Schul⸗ hausbaufonds zu ſtärken. Daher auch unſere Anträge, alles irgend Entbehrliche zu ſtreichen. Auch in dem Voranſchlag der Volksſchule iſt nicht mit der unbedingt erforderlichen Sparſamkeit verfahren. fahrt Ich beanſtande folgende Poſten wegen ihrer Höhe: Voranſchlag 38, Ziffer 5: Hier ſind 56 000% für Einrichtung des elektriſchen Licht⸗ in 5 Schulgebäuden nicht unbedingt erforderlich, es muß eben auch noch mit Gaslicht gehen. Ziffer 34: Lernmittel 22 000 ⸗„ und 17 000 für Materiol für den Handarbeitsunterricht Stellen Sie ſich vor, welche Wagenladungen von Holz, Leim uſw. dafür beſchafft werden können. Ziffer 43: 1000 für ürſten. Das wäre doch wohl Sache Eltern. Ziffer 44: 64 100„ für Handtücher, Waſchlappen uſw., ferner allein 5000„ für Seife. Die Kinder er⸗ halten kleine Seifenſtückchen, davon wird vielleicht ein Fünftel ge⸗ breucht und vier Fünftel fortgeworfen. Es muß da eine andere „Löſung gefunden werden. Das ſind nur einige Beiſpiele dafür, daß es unbedingt aufhören muß, daß aus dem Vollen gewirtſchaftet wird. Viele kleine Poſten machen auch ein Viel. Nur durch ſolche Stv. Herkel(Soz.) tritt den Ausführungen des Sty. Perrey ent⸗ gegen und bedauert dieſe Kleinlichkeit. An Hand zahlreicher Bei⸗ ſpiele gibt er einen Ueberblick über die teilweiſe unhaltbaren Zu⸗ ſtände in den Volksſchulen. Der Etat der Volksſchule ſei äußerſt ſparſam aufgeſtellt. Wenn man die gute Erziehung der Kinder wünſche, müſſe man auch dem Lehrer die Mittel dazu an die Hand geben, doch ſei gerade in dem Etet der Volksſchule in unerträglicher Weiſe gekürzt worden. Dem Oberbürgermeiſter werde jede Unter⸗ ſtützung zuteil werden, wenn er die übergeſetzliche Lehrkräfte zu geſetzlichen mache. Im anderen Falle würde er entſchiedenen Wider⸗ ſtand finden. Die Klaſſenfrequenz könne einen Abbau von Lehr⸗ kräften nicht vertragen, Der Aufſtieg der Begabten durch Schaffung des 9. und 10. Schuljahres ſei zu fördern. Wir wollen die ſittliche und geiſtige Vertiefung der Erziehung. Der Redner beſchäftigt ſich ſodann mit den einzelnen Abänderungsanträgen, die er durchweg ablehnt.— Oberbürgermeiſter Dr. Kußer ſteht auf dem Standpunkt, daß die Schule die Erziehung des Kindes nicht allein übernehmen kann. Er perſönlich ſei der Meinung, daß die Klaſſenſchülerzahl um fünf vermehrt werden könne. Für den ordentlichen Unterhalt der Schulgebäude ſeien 50 Proz. mehr als voriges Jahr eingeſtellt. Auch bei den ſachlichen Ausgaben gingen die diesjährigen über die vorjährigen hinaus. Er ſei perſönlich der Meinung, daß von den 223 überzähligen Lehrern etwo 50 abgebaut werden könnten. Da⸗ mit würden auch Schullokale frei. Stv. Menth(D. VPp.) führt aus: Es ſcheint mir nolwendig zu ſein, ganz allgemein auf ein unliebſames Vorkommnis hinzu⸗ weiſen, das ſich bei der Beſchaffung der Lehrmittel er⸗ eignet hat. Nach der Reichsverfaſſung ſollen die Lehrmittel koſten⸗ los durch die Schule geſtellt werden. Mir ſind nun eine Unmenge von Klagen zugegangen, wonach Eltern die gemäß des Stadtrats⸗ beſchluſſes vom 15. März 1923 die Lehrmittel ſelbſt beſchaffen wollten, nachher feſtſtellen mußten, daß die Lehrmittel als für die Schule nicht verwendbar bezeichnet wurden. Wenn ſchon die Stadt⸗ verwaltung Gewicht darauf legt, daß die Eltern den Etat der Stadt in dieſer Hinſicht etwas entlaſten, dann erſcheint es mir aber auch unumgänglich notwendig zu ſein, daß die Stadtverwal⸗ tung in gleicher Weiſe dafür ſorgt, daß die Eltern nicht zu un⸗ nützen Ausgaben verurteilt werden. Entweder ſoll man bei der Anmeldung des Schülers zur Schule den Eltern raten, daß ſie von der Anſchaffung irgend welcher Lehrmittel Abſtand nehmen, da dieſe zum Selbſtkoſtenpreis von der Stadt bezogen werden könnten, oder man ſoll, wie es in anderen Städten der Fall iſt, beſtimmte Geſchäfte kenntlich machen, wo die vorgeſchriebenen Lehrmittel zu beziehen ſind. Ein beſonders ſchlimmes Kapitel iſt die Schule in Rheinau. Die ganze Einrichtung muß als geſund⸗ heitsſchädlich bezeichnet werden. Es beſteht dort nur eine Not⸗ heizung und Notbeleuchtung. Der Fußboden iſt aus Zement her⸗ geſtellt. Schnellſte Abhilfe iſt dringend geboten.— Stv. Stockert (Ztr.) ſteht auf dem Standpunkt, daß das Mannheimer Schul⸗ ſyſtem die übergeſetzlichen Stellen gebracht habe. Die Schulhäuſer ſollten aus Anlehensmitteln erſtellt werden. Den unglückſeligen Gedanken der Wiedereinführung der Kombinationsklaſſen ſollte man fallen laſſen. In der darauffolgenden Abſtimmung werden die kommuniſti⸗ ſchen Anträge, den Elternbeitrag für die Mittagsſpeiſung der in den Schulkindergärten untergebrachten Kinder von 4800 auf 2400 Mark herabzuſetzen und den Betrag von 12 400 M. für die Abgabe von Lernmitteln beim Knabenarbeitsunterricht zu ſtreichen, gegen die Stimmen der Antragſteller abgelehnt, ein weiterer kom⸗ muniſtiſcher Antrag, 9000 M. Beitrag der Kinder zum Arbeits⸗ unterricht zu ſtreichen, mit Unterſtützung der Sozialdemokraten angenommen. Ferner wird der Antrag der Deutſchnationa⸗ len und der Wirtſch. Vgg., die für die Einrichtung der elektriſchen Beleuchtung in fünf Schulhäuſern eingeſetzten 56 000 M. zu ſtrei⸗ chen, gegen die Stimmen der Antragſteller abgelehnt uns der Teil⸗ voranſchlag angenommen. Ein Antrag des Stv. döhnert, die Verhandlungen bis nach Pfingſten zu vertagen, findet keine Mehrheit. Der Oberbürger⸗ meiſter, der auf Grund der vorjährigen Erfahrungen gegen den Vertagungsantrag iſt, beraumt die nächſte Sitzung auf Freitag nachmittag 45 Uhr an. Schluß der Sitzung kurz vor halb 9 Uhr. Stäoͤtiſche Nachrichten Arlaubsſieber Sobald die Schwalben zurückgekehrt ſind, reat ſich das Urlaubs⸗ fieber.Es iſt eine ſeltſame Sache damit. Die Menſchen leaen ſich bei dieſem Fieber gewöhnlich nicht zu Bett. ſondern wollen an die friſche Luft: ſie lieben nicht die Einſamkeit, ſondern trachten nach reaſter Geſelligkeit: ſie bringen. ganz im Gegenſatz zu dem üblichen Fieberzuſtande, ihrem Geldbeutel und den Preiſen dieſer argen Welt ein ſehr aroßes Intereſſe entgenen. Das iſt bei Fieber immerhin ſelt⸗ ſam. Und das Fieber ſchleicht von einem zum andern. Schon im April beginnt man heimlich zu verhandeln. In den großen Betrieben iſt es beſonders ſchlimm. Jeder möchte in der Saiſon fahren nicht vorher und auch nicht nachher. Da die Saiſon aber ſo kurz iſt. müſſen ſich doch einige bereit finden laſſen, ſich zu opfern, gewöhnlich die Jünaſten oder die Gutmütiaſten. Die fahren womöglich ſchon im April oder gar ſchon im Februar. Wie von anderen Krankheiten, ſo wird auch vom Urlaubsfieber gern geſprochen. Beſonders, wenn eine jener bunten Poſtkarten eintrifft, die ohne Worte von der beginnen⸗ den Geneſung eines auswärtigen Patienten ſpricht. Und eines Tages iſt auch der letzte an der Reihe. Glücklich die Urlaubsfieberkranken, die geſunden dürfen. 3 A. W. 22 445 Erwerbsloſe im Amtsbezirk Mannheim. Am 11. Mai betrug die Zahl der beim Arbeitsamt Mannheim, öffentlicher Ar⸗ beitsnachwnis für den Amtsbezirk Mannheim, gemeldeten Arbeits⸗ loſen 22 445(15 394 männliche, 7051 weibliche). Davon entfallen 15846 Erwerbsloſe(11 131 männliche, 4715 weibliche) auf den Stadtbezirk und 6599(4263 männliche, 2336 weibliche) auf den Landbezirk. Da am 4. Mai die Zahl der Vollerwerbsloſen auf 22 741 ſich belief, iſt ein Rückgang um 296 eingetreten; und zwar beläuft ſich die Abnahme bei den männlichen Erwerbsloſen auf 472, während bei den weiblichen Erwerbsloſen die Zahl um 176 geſtie⸗ gen iſt. Die Aufnahmefähigkeit des männlichen Arbeitsmarktes nahm an Umfang zu und führte, obwohl ſie nur auf das Bauge⸗ werbe und die Angeſtelltenberufe beſchränkt war, zu einer Vermin⸗ derung der Zahl der Erwerbsloſen. Der weibliche Arbeitsmarkt iſt durch den ſtändigen Rückgang der Arbeitsmöglichkeiten und durch weitere Entlaſſungen in der Metallinduſtrie, in der chemiſchen In⸗ duſtrie und zum Teil auch im Belleidungsgewerbe ungünſtiger ge⸗ worden. Vereinzelter Bedarf an Arbeitskräften beſtand lediglich im Textilgewerbe, in der Lederinduſtrie und im Nahrungs⸗ und Ge⸗ nußmittelgewerbe. Ju dem ſchweren Aukomobilunglück in Heitersheim bei Frei⸗ burg, über das wir in der Dienstag Mittagscusgabe ausführlich be⸗ richteten, erfahren wir, daß ſich an der Rettung der verunglückten zwei Mannheimer in hervorragender Weiſe beteiligten. Es ſind dies die Herren Emil Schnurr, Einkaufsvorſtand der Benzwerke Mannheim und der Genfer Delegationsfehrer Wik von den Benzwerken. Beide Herren befanden ſich auf einer Auto⸗ von Mamnnheim nach Baſel⸗Zürich. Hinter Heitersheim ent⸗ lang des Sulzbaches kam ihnen eine Dame, die Schweſter des Kon⸗ ſuls, mit aufgelöſtem Haar, naſſen Kleidern und ohne Schuhe ent⸗ egen und erſuchte in frenzöſiſcher Sprache um Hilfeleiſtung. Die Fahrer fuhren mit der Dame zur Unglücksſtelle, wo ſie das Auto des fronzöſiſchen Vizekonſuls umgeſtürzt in der Sulzbach vorfanden; darunter lag eine Frau, die ebenfalls um Hilfe rief. Die beiden Mannheimer machten ſich ſofort an die Rettungsarbeit, kippten das Auto um und retteten dadurch die darunter im Waſſer liegende Frau vom ſicheren Tode des Ertrinkens. Der Vizekonſul war bereits tot. * 40jähriges Jubiläum. Am 24. Mai feiert Herr Franz Jekel, Werkmeiſter bei der Eiſenbahnbaufirma Joſeph Vögele.⸗G., das ſeltene Jubiläum einer ununterbrochenen 40jährigen Tätigkeit. Der Jubilar, ein echter Altmannheimer, abſolvierte ſeine Lehrzeit 80 rſamkeit können wir die Mittel bekommen, der Raumnot abzu⸗ bei der Firma Mohr u. Federhaff und kam ſchon in jungen Jah⸗ ren zu ſeiner heutigem Arbeitgeberin, wo er nach mehrjähriger erfolgreicher Tätigkeit als Schloſſer zum Werkmeiſter aufſtieg. 0 Vorgeſetzten, Kollegen und Mitarbeitern erfreut er ſich allgemel⸗ ner Wertſchätzung. Auch außerhalb ſeines beruflichen Wirkungs, kreiſes zählt der Jubilar viele Freunde und iſt beſonders in 8 gerkreiſen durch ſeine vorzügliche Baßſtimme, womit er in frü 5 ren Jahren oft ſeine Zuhörer durch ſoliſtiſche Darbietungen 1 freute, wohlbekannt. Im Geſangverein„Erholung“ der Schen zinger Stadt verſah Herr Jekel viele Jahre das Amt des Vorſitzenden. Er iſt heute Ehrenvorſtand. Dem Jubilar wünſche wir noch viele Jahre in Geſundheit und Zufr-edenheit im Kreiſ 11 5 8 der ſilb Hochzeit feiert morgigen Samstag as Feſt der ſilbernen Hochzeit feiert am morgig Herr Wühenm r eyer mit ſeiner Ehefrau Ida geb. Halbach, Secken⸗ heimerſtraße 58. veranſtaltungen Theakernachricht. In der Aufführung der„Meiſten ſinger von Nürnberg“ am Pfingſtſonntag ſingt den Dav Wilhelm Gombert vom Opernhaus Köln als Gaſt. 0 * Die Zauberſchau Kaßner teilt uns mit: Die Stadtgemenmn Mannheim hat uns nach Beginn unſeres Gaſtſpiels am 7. 1 eine Luſtbarkeitsſteuer von 20, 25, 30 und 40 Prozent d Billettpreiſe auferlegt, eine Steuer, die noch in keiner andene Stadt Deutſchlands durch uns erhoben werden mußte. W wir das Gaſtſpiel auf dieſes rigoroſe Vorgehen nicht abgebrochen haben, ſo geſchah dies mit Rückſicht auf die Angeſtellten. 55 haben eine Aenderung in den Preiſen eintreten laſſen, indem 11 drei Einheitspreiſe erheben, um die Beſucher vor de⸗z teuerſten Steuerſatz von 40 Prozent zu bewahren.(Weitere Anzeige.) Nus dem Lande Die Exploſionskataſtrophe in Haßloch.— Bisher 9 Tole geborgen * Wertheim a. Main, 20. Mai. Zu dem Exploſionsunglück 5 der Pulverfabrik Haßloch werden folgende Einzelheiten eene Die geſamten Anlagen der Pulverfabrik ſind durch lle Exploſion von Grund auf zerſtört worden. Einzelne 1 der Anlagen brennen noch. Die Räumungsarbeiten der Feuermee und der Sanitätsmannſchaften machen gute Fortſchritte, werden 115 doch immer durch drohende Exploſionen erſchwert. Bisher 1 neun Tote und etwa 30 Verletzte geborgen worden. Durch,. Exploſion iſt der umliegende Wald bis zur halben H5 5 total umgelegt worden. Sämtliche Telegraphenlel“ tungen ſind zerſtört. f 1 Nach dem im Laufe des Tages eingegangenen ergänzendeſ Meldungen iſt das Unglück in ſeinen Auswickungen viel tiger geweſen, als man zu Anfang angenommen hatte. Die 1 brik bildet einen einzigen Trümmerhaufen. Es gibt nahe⸗ zu nicht einen einzigen Stein, der auf dem anderen liegt. K5 Detonation war von einer derartigen Wucht, daß in Werthen nahezu ſämtliche Türen und Fenſter demoliert— den. In Haßloch ſelbſt wurden die Ziegel von den Dächer g 5 boben. Auch hier iſt der Schaden an den Gebäuden ſehr erheblich, Im nahen Walde wurden ganze Baumreihen wie Strelch hölzer geknickt. Die ganze Gegend bietet ein troſtloſes Bi 15 Von den kurz nach der Exploſion in Wertheim eingelieferten 75 wundeten ſind drei kurz darauf geſtorben. Die Zahl der eingeli ferten Verwundeten nimmt ſeandig zu. Genaue Zahlen an To 5 und Verwundeten ſind noch nicht anzugeben, da man unter den Trümmern noch mehr Opfer vermutet. Die Feuerwehr und der die nitätsdienſt von Wertheim waren ſofort zur Stelle und leiſteten erſte Hilfe. Die Urſache der Exploſion ſteht noch nicht feſt. * L. Wiesloch, 19. Mal. Nachdem der Wohnungsverband Wies⸗ loch in ſeiner letzten Bezirksausſchußſitzugn 24 Baudarleh ittel geſuche mit insgeſamt 30 750 Mark bewilligte, ſind ſeine Mag⸗ zur Zeit völlig ausgeſchöpft. Durchſchnittlich werden für jede Woh⸗ nung eines Neubaus 1000 M. bewilligt. + ch. Bargen bei Sinsheim, 19. Mai. Am Sonntag feierte hieſige Geſangverein„Eintracht“ ſein 45jähriges Stiftungs“ feſt, mit dem eine Fahnenweihe und ein Konzertſingen verbunen war. Das Dorf mit ſeinen alten, wohlerhaltenen Fachwerkhäuſen und ſeinem prächtigen Tor zum Friedhof und zum Garten neben del Kirche prangte in Grün und im Farbenſchmuck. rr. Baden⸗Baden, 20. Mai. Wir haben hier eine Veranſtaltung hinter uns, die dem Film gewidmet war. Man hatte ſich 9 der Sache eigentlich mehr verſprochen, als gehalten werden konnte was ſeinen Grund wohl in erſter Linie in dem Umſtand hat, 1 die Zahl der anweſeden Filmſtars keine übermäßig große war 5 von denen manche ausblieben, deren Erſcheinen als ſicher angeken digt war. Zuerſt wurde ein Filmball im Kurhauſe arrangide⸗ der gut beſucht war und ſodann gab es auf der neuen Bühne. Kurhauſes einen„Bunten Abend“ mit humoriſtiſchen Darbietunget verſchiedener Filmgrößen, darunter auch ſolchen, die man ſchon 75 in Lichtſpielhäuſern auf der Flimmerwand geſehen hatte. Der ach. fall hielt ſich in mäßigen Grenzen, denn die Vorträge gingen m ne über das Durchſchnittsmaß hinaus. Im Publikum machte ſich ktor Enttäuſchung bemerkbar. Im Kleinen Theater hielt dann Dire! es Sochaczewer aus Berlin einen Vortrag über die Entſtehung ein Films, der viel des Intereſſanten bot und lebhaften Beifall fand. Verle ungs⸗ Anzezgen fincdden in der Neuen Nennheimer Zeltung weitest e Verbreſtung. Sle werden, wie alle Femillen- Anzeigen sus NMannheim, zu elnem ermôssſgten Preise ver- Offentlicht. Aufträge für qie Pfingst- Nummer bitten wWir uns frühzeſtig 2zu ubermſttein. wae edee, — 15— 2* VsSS pUDER LFssgpb e n5. 32 S S. St S „„ R r. ſid de At n ir ir + 0 — Jreltag, d , den 21. Mai 1928 Neue Mannheimer Jentung(mittag⸗Ausgabez . Seile. Nr. 232 Wirtſchaftliches und Soziales Sozialpolitiſche Irrwege güln nter obigem Titel ſchreibt Profeſſor Dr. Moldenhauer⸗ Fenie d. 5 im„Deutſchenſpiegel“(Verlag„Der Deut⸗ delllſchene Berlin W. 35) über die letzten Beſchlüſſe des ſozial⸗ ha chen Ausſchuſſes zu einer Abänderung des Reichsknapp⸗ Beghas geſehes: Dieſe Beſchlüſſe bringen für den deutſchen nen Ma eine Mehrbelaſtung von 50, wahrſcheinlich ſogar 66 Millio⸗ im A kark jährlich. Die Regierung verſuchte vor der zweiten Leſung 0 usſchuß eine Milderung dieſer Mehrlaſt zu erreichen. Es war Eini im Ausſchuß bei den Regierungsparteien eine dahingehende duchl zuſtandegekommen. Im letzten Augenblick aber hat ſich der 5 der dem Zentrum angehörige Abgeordnete Imbuſch, als auch arbeiten kratiſche Abgeordnete Ziegler, beides Vertreter der Berg⸗ weiler, von den Regierungsparteieß, getrennt und zuſammen mit ſacdemokraten und Kommuniſten und Deutſchvölkiſchen die Be⸗ 5 10 der erſten Leſung des Ausſchuſſes beſtätigt. Wenn dieſe rechn e Geſetz werden, dann kommen nach ſehr ſorgfältigen Be⸗ Ang ungen für die Nuhr jährlich auf den Kopf des Arbeiters für bpſchafts-, Invaliden⸗ und Arbeitsloſenverſicherung rund M. 600, laſtalt ungefähr ein Viertel des geſamten Lohnes. Die ſoziale Be⸗ zurzeis die vor dem Krieg nur 80 Pfg. pro Nutztonne betrug, iſt weit N.— und wird ſich nach den neuen Beſchlüſſen noch um benteke 30 bis 40 Pfg. erhöhen. Das ſind Beträge, die im Wett⸗ Nulled, insbeſondere mit der engliſchen Kohle, eine einſchneidende ein e ſpielen. Für die Arbeiterſchaft werden die Beſchlüſſe zunächſt Lohneechmälerung ihres Arbeitseinkommens bringen, die durch neue lun munpfe wieder ausgeglichen werden muß. Die endgültige Rege⸗ ſaſſen er Frage wird aber einfach dem künftigen Lohnkampf über⸗ aber Durch die Beſchlüſſe des ſozialpolitiſchen Ausſchuſſes iſt es nicche 80 gekommen, daß jeder Uebertagearbeiter, der kaufmän⸗ Recht geſtellte einer Zeche nunmehr vom 55. Lebensjahre an da⸗ ſein) haben ſollte, ſich penſionieren zu laſſen. Was wird die Folge miſ erden nicht Hüttenarbeiter, Glasarbeiter, die Arbeiter der die chen Induſtrie und zahlreicher anderer Induſtrien, in denen 0d rbeit aufreibender iſt als die Uebertagearbein im„Bergwerk mm ie Tätigkeit auf, einem Büro, mit der gleichen Forderung bönnen? und wie wird man dieſer Forderung entgegentreten Rommunale Chronik Aus dem Ludwigshafener Stadkrat Stad Ludwigshafen, 20. Mai. In der geſtrigen geheimen häuf tratsſitzung wurde anſtelle des wegen Arbeitsüber⸗ Rufung zurückgetretenen Stadtrats Kommerzienrat Heinrich Folfsdel der Privatmann Philipp Laubſcher, beide Deutſche börte kartei, in ſein neues Amt eingeführt. Laubſcher ge⸗ dem ſchon einmal von 1919 bis 1924 dem Stadtrat an. Außer⸗ Teil urde in dieſer Sitzung die Aufnahme des zweiten ſloſſen der Inlandanleihe mit vier Millionen Mark be⸗ gebe ſem. Auch dieſer zweite Teil ſoll dem Bankkonſortium über⸗ deſteg werden, das den erſten ebenfalls aus vier Millionen Mark henden Anteil übernommen hat. Bel Kleine Mitteilungen der Bürgermeiſterwahl in Neckarelz wurd Naeete Rppold mit 410 Stimmen gewählt. Sein nkandidat brachte es auf 269 Stimmen. f er Freiburger Stodtrat unterbreitete dem Bürger⸗ da eine Vorlage für die Anſchaffung von Buchungsmaſchinen s ſtädtiſche Rechnungsamt. Die Koſten ſtellem ſich auf 24 000 Für das Waſſerwerk, wird ein außerordentlicher Kredit von A und für die Anſchaffung eines Perſonenwagens für dieſe⸗ ein Kredit von 9000/ angefardert. Für die Inſtandſetzung lugplatzes wird zu dem bereits genehmigten Kredit vem al um einen Nachtragskredit von 5800 erſucht. Die all⸗ nne Erweiterung des Rohrnetzes des Gaswerkes und die Ver⸗ ng der öffentlichen Straßenbeleuchtung erfordern einen Auf⸗ r ddon 21 000. Der Bürgerausſchuß wird um Bewilligung delamten Beträge erfucht. 8 3 — 2825 S + Se⸗ 5 Aus der Pfalz * Ludwigshafen, 20. Mai. Die Entſchädigungen der Ex⸗ ploſionsgeſchädigten in Oppau ſind noch immer nicht vollſtändig geregelt, obwohl ſeit der Erploſionskataſtrophe nunmehr 5 Jahre verſtrichen ſind. Schon mehrere Jahre ſchweben die Klagen vor dem Gericht, ohne daß bis jetzt Entſcheidungen getroffen worden ſind. In einer in Oppau abgehaltenen Verſammlung wurde zu der Frage der Entſchädigung erneut Stellung genommen und in einer Entſchließung von der Landes⸗ und Kreisregierung eine endgültige generelle Regelung der Entſchädigungsanſprüche verlangt. In den bisher getroffenen Abmachungen zwiſchen dem Hilfswerk und der Anilinfabrik erblickt die eine Hintergehung der berechtigten Anſprüche der Geſchädigten und führt zum Beweis da⸗ für an, daß die Anilinfabrik an Abfindungen für ein und dieſelben Fälle der Egploſionsgeſchädigten Geldbeträge ausbe⸗ zahlt und daß ein großer Teil der Geſchädigten überhaupt nichts er⸗ halten habe. * Lubwigshafen, 20. Mai. Auf dem Friedhof ereignete ſich bei den Erweiterungsbauten ein eigenartiger Unfall. Beim Weg⸗ ſchaffen eines Grabmales fiel der verwitterte Kopf einer Frauen⸗ figur auf die linke Hand eines 46 Jahre alten Arbeiters, der dadurch ſolch erhebliche Verletzungen erlitt, daß er nach dem Krankenhauſe verbracht werden mußte. * Landau, 20. Mai. Hier hat ſich ein Lagerarbeiter, der 20 Jahre ununterbrochen bei einer Firma beſchäftigt war und nun⸗ mehr entlaſſen werden ſollte, erhängt. * Pirmaſens, 20. Mai. Eine ſchwere Bluttat ereignete ſich heute früh, als die beiden Polizeiwachtmeiſter Hutzler und Schmit auf Grund eines Vorführungsbefehls des hieſigen Amtsgerichts der in der Löwenbrunnerſtraße 2 wohnhaften Ende der zwanziger Jahre ſtehenden Fabrikarbeiter Paul Thomas Zwick feſtnehmen wollten. Der erſte Verſuch zur Feſtnahme ſchlug fehl, da Zwick nicht zu Hauſe angetroffen wurde. Bei einer ſpäteren Kontrolle ſprang Zwick durch das Fenſter auf die Straße, ſchoß den draußen wartenden Polizeiwachtmeiſter Schmitt mit dem Revolver nie⸗ der und ergriff die Flucht. Auf verſchiedene Paſſanten, die ihn aufhalten wollten, gab er gleichfalls Schüſſe ab, die aber fehlgingen. Dann ſetzte Zwick ſeine Flucht auf einem bereitſtehenden Fahrrad fort und konnte bis jetzt noch nicht feſtgenommen werden. Der Po⸗ ligeiwachtmeiſter Schmitt wurde in ſchwerverletztem Zuſtand ins Krankenhaus gebracht. *Pirmaſens, 20. Mai. Der flüchtig gegangene Paul Thoma⸗ Zwick, der das Revolverattentat auf den Polizeiwachtmeiſter Schmitt verübt hat, wurde in Salwoog feſtgenommen. Zwick ſchlug nach ſeiner Flucht die Richtung nach Ludwigswink ein und verſuchte, die e zu erreichen, um auf franzöſiſches Gebiet zu flüchten. Von hier aus wurde ſofort nach dem Mordan⸗ ſchlag ein ſtarkes Gendarmerieaufgebot angeſetzt, das die Verfolgung des Zwick aufnahm. Beim Verlaſſen des Waldes in Salwoog be⸗ gegnete er einem dort patrouillierenden Gendarmeriewachtmeiſter. Auf ſeinen Anruf griff Zwi“ zum Revolver, was den Beamten veranlaßte, ebenfalls mit ſeiner Dienſtwaffe auf Zwick anzu⸗ legen. Da dieſer keinen Ausweg mehr zur Flucht ſah, brachte er ſich ſelber einen Schuß in die Herzgegend bei. Zwick wurde ins Pirmaſenſer Krankenhaus eingeliefert. Seine Verletzungen ſind nicht lebensgefährlich. Der Verhaftete machte den Eindrcku eines ge⸗ riebenen Hochſtaplers. Sportliche Rundſchau pferòdeſport Pferderennen an Pfingſten in Sandhofen Der Verein für Pferdezucht Mannheim⸗Sandhofen⸗Scharhof hält am Pfingſtmontag(24. Mai) nachmittags auf ſeinem groß⸗ zügig angelegten Rennplatz(ehem. Luftſchiffhafen) bei Mannheim⸗ Sandhofen ein großes öffentliches Pferderennen mit Totali⸗ ſator ab. Das reichhaltige Programm umfaßt: 2 Trabfahren, 1 Hürdenrennen, 1 Jagdreietn und 4 Flachrennen. Nach den bis jetzt vorliegenden zahlreichen Nemnungen verſprechen die Rennen einen äußerſt intereſſanten Verlauf zu nehmen. Die Eintritts⸗ preiſe ſind den heutigen Verhältniſſen entſprechend auf niedrigſter Baſis gehalten, ſodaß es jedermann ermöglicht wird, den reit⸗ 2 ſportlichen Veranſtaltungen des Pferdezuchtvereins Sandhofen bei⸗ wohnen zu können. Für Reſtaurationsbetrieb auf allen Plätzen iſt beſtens geſorgt. An alle Pferdeliebhaber und Freunde des deutſchen Halbblutes ergeht daher der Ruf: Auf, am Pfingſtmon⸗ ſag zum Pferderennen nach Sandhofen. 3 Kleine Sportnachrichten * Zwiſchenrunde um die deulſche Jußballmeiſterſchaft. Am Dienstag wurden die Paarungen zu der am 30. Mai ſtattfindenden Zwiſchenrunde um die deutſche Fußballmeiſterſchaft feſtgelegt. Es treffen ſich: in Nürnberg: Hertha BSC. Berlin— Fußball⸗ ſportverein Frankfurt; in Hamburg: Hamburger SV.— For⸗ ſung Leipzig; in Leipzig! Sp. V. Fürth— Breslau(8; in Ber⸗ lin(Stadion): Norden/ Nordweſt Berlin— Holſtein Kiel. *Erfolge Mannheimer Alhleten. Bei den am Samstag ſtattge⸗ fundenen Rheinlandmeiſterſchaften im Gewichtsheben in Neunkirchen (Saar) errang ſich L. Ohneſorg vom Sportverein 1906 Mannheim der 1. Preis in der mittleren Altersklaſſe. * Polizeihundeprüfung. Anläßlich der am Sonntag, zen 16. Mai 1926, vom Polizei⸗ und Schutzhundeverein Mannheim, auf den Schäferwieſen abgehaltenen Polizeihunde⸗Prüfung konnte Herr Walter Hartmann, Mitglied des Südd. Dreſſur⸗Vereins Mang⸗ heim, mit ſeinem Deutſchen Schäferhunde„Strolch“ die Polizei⸗ hunde⸗Prüfung durch die erreichte Punktzahl von 165 Punkten mit ſehr gut und dem II. Führerpreis beſtehen.“ Neues aus aller Welt — Ein Drama im Bärengraben. Am Dienstag abend fuhren in Zürich, wie die„Neue Zürcher Zeitung“ meldet, zwei Knaben im Alter von 10 und 14 Jahren auf einem Fahrrad in raſender Fahrt gegen den Bärengraben hinunter. Das Rad ſtieß gegen die Mauer des Grabens und die beiden Jungen wurden kopfüber in den Bärengraben geworfen. Die beiden jungen Bären, die ſich im Graben befanden, ſchleppten einen der Knaben in ihr Verließ, während der andere Knabe durch herabgelaſſene Stricke von dem Publikum herausgezogen und gerettet werden konnte. Während dieſes Vorganges, der ſich unter furchtbarer Erregung des zahlreichen Publikums abſpielte, hörte man den in das Verließ geſchleppten Knaben fortgeſetzt:„Mama, Mama! zu Hilfe!“ rufen. Die in ihren tieriſchen Inſtinkten aufgerüttelten Tiere gebärdeten ſich wie toll. Zwei Mal gelang es einem der jungen Bären, die Mauer des Gra⸗ bens zu erklimmen und ſich auf die Brüſtung feſtzuſetzen, doch jedes⸗ mal wurde er durch einen Hydranten in den Graben hinunter ge⸗ worfen. Schließlich ſchwang ſich der Wärter, mit einer Miſtgabel bewaffnet, in den Graben hinunter und zwiſchen dem Bären, der im Verließ im Begriffe war, ſeine Beute zu zerreißen und dem todesmutigen Mann, deſſen Geiſtesgegenwart zu bewundern iſt, ent⸗ ſpann ſich ein erbitterter Kampf. Unter Einſetzung des eigenen Lebens gelang es ſchließlich dem Wärter, das Tier von dem Knaben zu trennen, der blutüberſtörmt und von Kleidern vollſtändig ent⸗ blößt war, und ihn aus der Arena zu bringen. Mit Hilfe von fort⸗ währenden Hydrantengüſſen gelang es dann ſchließlich dem Wärter, die Beſtien in ihre Verließe zu treiben und abzuſchließen. Der von dem Bären zerfleiſchte Knabe heißt Fritz Kellenberger. Er wurde in hoffnungsloſem Zuſtande ins Inſelhoſpital gebracht.(Nach den 0 Meldungen iſt der Knabe inzwiſchen ſeinen Verletzungen erlegen. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Mai niein-Pegel[ 12. 15, 18 19. 20. 21. Necaar-Pegel 12. 15, 18, 19, 20, l, Schuſterinſel 1,75 1,92 1,93 2,002,02.90 Mannheim 3,,48.26J 3,68 8,70 8, 708,70 Kehl..86.86.95 2,98.98.95 Jagſtfeld 85 1,00 1,060,9 ,92 Maxau.52.454,81 4,80.82.83 Mannheim 3,50 3,29 3,86 3,74.75 3,76 Caud.—.272,862.57 2,86.56 Köln 425.68.64.32.77.70 Hersusgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas. Neue Mannbeimer Beitung. G m. b.., Mannheim. E 6, 2. Direktion: Ferdinand Heyme, 38 Chefredakteur: Kurt Fiſcher— Verantwortliche Redakteure: Für Politik: Hans Alfred Meißner— Feuilleton: Dr. Fritz Hammes. Kommunalvpolitik und Lokales: Richard Schönfelder.— Sport und Neues aus aller Welt: Willy Müller.— Handelsteil: Kurt Ehmer— Gericht und Alles Uebrize: Fr Kircher.— Anzetaen: Koſ. Bernhardt wird veröffentlicht: Die Bekanntmachungen gtann Feleenbend Heſclktsküret, Wenn mehr. 0 Autliche Bekanntmachungen Auwofang der Manl. u. Klauenſeuche belr. beſtänzam, 11. März 1926 bezügl. der Rindvieh⸗ deor de der Stadtgemeinde Schwetzingen an⸗ kufzenteten Sperrmaßnahmen werden hiermit gehoben. 12 Bidim den 19. Mat 1020. —iches Bezirksamt.— Abt. 4. Handelsregisfer. wenze das Handelsregiſter wurde heute zu fol⸗ 1 2 Firmen eingetragen: 1¹² karau alter Neumann“ in Mannbeim⸗-Nek⸗ W. die Firma iſt erloſchen. ter gabe adiſches Iſolierwerk Joſef Lemanezick euim⸗Neckarau. Die Prokura des Wal⸗ ekloſchen anczick und des Kurt Lemanczick iſt eim Alexander& Guggenheimer“ in Mann⸗ eſchgz Die Gefellſchaft iſt aufgeloſt und das Er Firumit Aktinen und Paſſiven und ſamt ma auf den Geſellſchafter Kaufmann ſugen 9 Alexander. Mannheim als allei⸗ ber bie inbaber übergezangen, der es unter 4 erigen Firma weiterführt. in Nanntinentale Verſicherungs⸗Geſellſchaft⸗ als Pranbeim. Heinrich Ehret. Mannheim iſt ſam mitkuriſt derart beſtellt, daß er gemein⸗ au zeich, einem Vorſtandsmitalied die Firma J. Tiefznen berechtiat iſt. be Haſſ u. Hochbaugeſellſchaft mit zeſchrauk⸗ Durch Grtan, Zweianfederlaſſung Manabeim: ber 1921 eſellſchafterbeſchluß vom 10. Novem⸗ alt eiſt die Geſellſchaft aufgelbſt. Rechts⸗ Firrdr. Eugen Weingart iſt Liauidator. 6. ima iſt erloſchen. Sweien drenſtein& Kopvel Artiengeſellſchaft⸗ rl. Sal gederlasderkafung Mannbeim. Die Zweig⸗ e—.— iſt aufgehoben. Die Firma iſt bunnz Alter Dupen mit beſchränkter Haf⸗ Geſhtannbeim. Hans Duven iſt nicht eſchäftsführer. Ingenieur Arthur Mannheim iſt zum Geſchäftsführer eueingetragen wurde: .8. ſer Keſenn ⸗Acbra Geſenſcheft wit beſcrant. zabrikate d. Vertriebsgeſellſchaft für Spezial⸗ Macha 800 N aunheimer Gummi⸗, Gutta⸗ delhunheim: Asbeſt-Fabrik Aktiengeſellſchaft“ in 5 ſtn, Der Geſellſchaftspertrag der Ge⸗ Cur beſchränkter Haftung iſt am 24 Flammkad(10. Mai 1026 feſtageſtellt. Das G5 Un pital beträgt 5000 RM. Gegenſtand wnümmiahſänebmens iſt: Der Vertrieb von Vid ver ätzen, Gummiſohlen. Turnſchuhen Gertrieh zendten Artikeln, insbeſondere der Aümmi. Spezialfabrikate der Mannheimer Witengefenſcdartaperchge und Asbeſt⸗Fabrik Poren ſchaft in Mannheim und von Tuennt unter dem Namen„Al bra“. Morkbeim, Nehr beſaerd eſtellt. 2 5 Altſchüler, Kaufmann, Emil Braunſchild. Kaufm imn, drechtigt üprer beſtellt ſind, iſt ſeder derſels 1 1„iſt jeder derſelben e Geſellſeie Geſellſchaft allein zu vertreten. zuft fünfchaſt dauert bis 31. März 1931. Sie Jaßn Geſendahre meiter, wenn nicht von gekündüchafter ſpäteſtens am 1. Oktober aat wird. Als nicht eingetrazen Bad der Geſellſchaft erfolgen nur durch den Deut⸗ ſchen Reichsanzeiger. Geſchäftslokal: L 11, 18. Mannheim, den 15 Mai 1926. Amtsgericht F. G. 4. Fußgleidende Haben Sie Schmerzen in den Füßen, Beinen oder Ballen? Dies ist ein Zeichen beginnen- der Senkung des Fußgewölbes Diese Schmerzen sind leicht zu beseitigen. Lassen Sie sich kostenlos beraten. lch werde Ihnen helfen. A. Winenberg prakt. Orthopãd Tel. 83889 Mannhelim 3 6. 29, part. gegenüber vom Friedrichspark. I 1 11I 1„Zum Falken“, 2e N 2 m Inh. Jean Leonhard vis⸗à⸗vis der Nebenbahn Mannheim—hHeidelberg. kunulinun Anerkannt bürgerlich gute Küche. Auulllun ſineiſtaen Gepflegte Weine. Gute Biere. ſſſſcſſtiutt Lultkurort Weschnitz i. O. In einem herrlichen Wieſental, umgeben von prachtvollen Wäldern, bietet der 6 15 angenehmen Erholungs⸗ Erbacher Hof aufenihelt Penftongpr. bei vorzügl. Verpfl inkl. Nachmitta gskaff. M..50 Für Juli u. Auguſt5 M. Tägl-3 mal Autover⸗ bindung von Heppenheim, Fürth und Erbach. Poſthilfsſtelle i Hauſe. Beſ. Adam Müller. S239 Lum a acac; Erstes bürgerliches Haus Gasthaus u. Pension Joh. Heid Schöne Fremdenzimmer.— Echt bürgerliche Küche, da eigene Land⸗ und Milchwirtſchaft FPenſionspreis Mark.50. Fernruf 13. S231 less Dr. med. S. in L bat mit pebtena Herba-Seife bei unreinem Teint prächtige Erfolge erzielt. Per t. M.—.65, 30% verſtärkt M..— Zur Nachbehandlung iſt Herba⸗Creme beſonders zu empfehlen. Zu haben in allen Apotheken, Drogerlen und Parfümerlen S9 ¹ Rennbesucher schützen sich durch vor Abspan- nung. Der zarte Duft der 4⁴¹ virkt wie eine köstlich er- frischende Wolke, die alles Uner- wünschte fernhält. Fffffadef 27tt- bewabrt die —— kommen. — ——— — der ges. gesch. 2 Glau-Gold-Etikette). Seit 1792 stets in der gleichen, unübertrof- fenen Güte nach ur- enenen Mbs — IIIII Keölnisch Wasser-Seife æ Wsöölnisch Wasser-Badesalz Nervenruhe und laſt Mädigkeit nicht auf· Nlan bediene dich gur 4711-Niederlage für Württemberg u. Baden: Stuttgart, Kernerstr. 19b, Kernerhaus, Fernspr. 41744. Vertreter für Baden: Fritz Hienger, Pforzheim, Bahnhofstr. 1i. Em49 „„FFFFFFE!TTTdT0T7TT———————— Seite. Nr. 232 neue Maunheimer Zeitung(mittag⸗Ausgabe) Freitag, den 21. Mal 1928 [Neue Mannheimer Seitung ö Handelsblatt Amlliche Außenhandelsförderung Mitgliederverſammlung des Süddeulſchen Exportvereins Der Süddeutſche Exportverein, deſſen Aufgabe die Belebung und Stärkung der deutſchen Ausfuhr innerhalb ſeines Gebietes iſt, hielt geſtern unter dem Vorſitz von Generaldirektor Komm.⸗Rat B. Spielmeyer ſeine 18. o. Mitgliederverſammlung ab. Es iſt ſelbſperſtändlich, daß der Verein in ſeinem Geſchäftsbericht und ſeinen Referaten, für die er zwei ſo hervorragende Sachkenner wie Dr. Frentzel und Geh. Legationsrat Boſenick⸗Verlin gewann, die nicht oft und laut genug zu erhebende Forderung auf Steige⸗ rung der deut ſchen Ausfuhr in den Vordergrund ſtellte. Der von Geſchäftsführer Dr. Ulm erſtattete Geſchäftsbericht kennzeichnet eingangs an Hand der Inſolvenzziffern die Entwicklung der Wirtſchaft im Jahre 1925. Was den Außenhandel be⸗ trifft, ſo hat dieſer im Jahre 1925 insgeſamt genommen auch noch nicht die Entwicklung gezeigt, wie ſie im Intereſſe unſerer Wirt⸗ ſchaft notwendig wäre. Der Bericht behandelt eingehend die wirt⸗ ſchaftliche Geſtaltung im einzelnen und führt die für 1925 noch ſtark paſſive Geſamtbilanz auf das hohe Preisniveau und den ſtarken Zufluß an ausländiſchen Kapitalien zurück. Der auf allen wirt⸗ ſchaftlichen Betrieben, ſei es der Landwirtſchaft oder der Induſtrie, beſtehende Druck durch Steuern und durch vermehrte ſoziale Auf⸗ mendungen hält die Kapitalbildung, die zur Geſundung unſerer Wirtſchaft dringend nötig iſt, hintan. Der Bericht geht dann auf die Verſchiebung der weltwirtſchaftlichen Verhältniſſe ein und führt aus, daß der Anteil Europas und insbeſondere der Deutſchlands am Geſamtausfuhrhandel ganz erheblich zurückgegangen iſt. Der An⸗ teil Deutſchlands an der Geſamtausfuhr betrug im Jahre 1924 nur noch 6 gegen 13,5 v. H. im Frieden. Der ungewöhnlichen wirtſchaftlichen Erſtarkung der außereuropäiſchen Welt ſteht eine Schwächung der europäiſchen gegenüber, die zum großen Teil mit der Balkaniſierung von Mitteleuropa zuſammenhängt. Die europäiſchen Zollgebiete ſind um 7 vermehrt worden und alle dieſe Gebieke haben in vollkommener Verke. zung der Lage Geſamteuropas das Beſtreben, ſich national abzuſchließen. Mit Zurückgewinnung ſeiner handelspolitiſchen Handlungs⸗ freiheit am 10. Januar 1925 war für Deutſchland die Grund⸗ lage gegeben, als gleichberechtigter Faktor ſich für ſeine ſo dringend notwendige Ausfuhr von Arbeit durch Regelung der handelspoliti⸗ ſchen Beziehungen in Form von Handelsverträgen die VBahn zu ebnen. Ein ſchwerer Mangel auf dieſem Wege war es, daß Deutſchland ſelbſt noch keinen Zolltarif hatte, mit dem es dieſen Kampf für ſeinen Warenabſatz aufnehmen konnte. Es war keine leichte Aufgabe für die deutſchen Unter⸗ händler, lediglich mit einem Entwurf in der Taſche Handels⸗ vextragsverhandlungen zu führen. Durch eine Zollnovelle, die im Auguſt 1925 zum Geſetz wurde, hat die Reichsregierung verſucht, mit dem Uebelſtand auf dem Gebiete des deutſchen Zolltarifs mit ſeinen nicht mehr zeitgemäßen Zolltarifpoſitionen abzuhelfen und mit den vorhandenen Ein⸗ und Ausfuhrverboten aufzuräumen. In dieſer Novelle waren am lebhafteſten umſtritten die Eiſenzölle und die Wiedereinführung der Agrarzölle. Vom Standpunkt der verarbeitenden Induſtrie, die die Werte für die deutſche Aus⸗ fuhr ſchaffen muß, ſind hohe Eiſenzölle, wie überhaupt hehe Rohſtoffzölle unvereinbar, die Agrarzölle nur zu verankworken, wenn ſie katſächlich in der Cage ſind, die Produklion der Landwirk⸗ ſchaft im Intereſſe des Volksganzen zu fördern. Bis zur Schaffung eines endgültigen Zolltarifs ſind damit die Unterlagen für die Handelsvertragsverhandlungen gegeben. Auf dem Wege der vertraglichen Regelung der Handels⸗ beziehungen zu anderen Ländern hat uns das Jahr 1925 einen beträchtlichen Schritt vorwärts gebracht. Schon zu Beginn des Jahres ſtand Deutſchland mit einer Anzahl von Staaten in Handelsvertragsverhandlungen und im Laufe des Jahres wurden mit insgeſamt 12 Staaten Verhandlungen gepflogen. Sind wir auf dieſem Gebiete der zwiſchenſtaatlichen Handelsvertragsverhandlun⸗ gen auch ein Stück vorwärts gekommen, ſo ſind andererſeits die aukonomen Mittel der Exportförderung noch keineswegs erſchöpft. und genügend ausgebaut. Ddie Exportkreditverſicherung verſucht hier zu einem Teile Neues. Doch auch dem Gebiete der amtlichen Außenhandelsförderung gebührt eine größere Aufmerk⸗ ſamkeit und weiterer Ausbau. Mehr denn je iſt es für die deulſche exportierende Induſtrie und den deutſchen Handel wichtig, Preis⸗ und Abſatzverhältniſſe des Auslandes zu kennen und über die wirtſchaftlichen Vorgänge dort unterrichtet zu ſein. Zu dieſem Zweck erſcheint ein Ausbau der amtlichen deutſchen Auslandsvertretungen angezeigt. Aber alle dieſe Mittel, Regelung der handelsvertraglichen Beziehungen und autonomen Mittel der Exportförderung, können nicht zu einer Steigerung der Export⸗ wirtſchaft führen, wenn es nicht gelingt, die geſamten europäiſchen Wirtſchaftsverhälinſſſe, vor allem aber die Währungen, in Ordnung zu bringen. Geſchäftlicher Teil Für den Verein war das Jahr 1925 ungewöhnlich arbeitsreich. Wenn es der Süddeutſche Exvortverein auch nicht als ſeine Auf⸗ gahe anſehen kann, die Vermittlung von Handelsvertrags⸗ wünſchen derjenigen Firmen, die Fachverbänden angeſchloſſen ſind, zu übernehmen, ſo bot ſich ihm doch ein reiches Betätigungsfeld bei denjenigen ſeiner Firmen, die Fachverbänden nicht angeſchloſſen find und auf dem Gebiete der Auskunftserteilung über die beſtehen⸗ den und abgeänderten Zölle ſowie die Ein⸗ und Ausfuhrverhältniſſe der in Frage kommenden ausländiſchen Staaten. Die Abſatzkriſe innerhalb Deutſchlands hat die Firmen mehr und mehr dazu gedrängt, ihren Abſatz im Ausland zu ſuchen. Der Verein konnke dabei vielen Firmen ſowohl bezüglich der Abſatzverhältniſſe wie der Preiſe und geeigneter Verktreler an die Hand gehen. Da auch im Ausland die wirtſchaftlichen Verhältniſſe heute vielfach recht ſchwierig liegen, bot ſich hier dem Verein eine dankbare Aufgabe, da durch den Nachweis zuverläſſiger Vertreter manche Verluſte vermieden werden können. Pieſe Tätigkeit wurde ausgeübt ins⸗ beſondere auch in Verbindung mit der Außenhandelsabteilung der Handelskammer Mannheim und der Reichsnachrichtenſtelle des Auswärtigen Amtes für Außenhandel in Mannheim. Es hat ſich dabei gezeigt, daß die ergänzende Wirkung beider Einrichtungen für die angeſchloſſenen Firmen von größtem Vorteil iſt und daß mit den geringſten Mitteln der größte Nutzeffekt erreicht werden kann. In 76 Rundſchreiben wurden neben der laufenden Unter⸗ richtung durch die Preſſe die angeſchloſſenen Firmen über die wirt⸗ ſchaftlichen Verhältniſſe des Auslandes, Abſatz⸗ und Preisverhält⸗ niſſe, Vertreter⸗Angebote, Waren⸗Angebote und Waren⸗Nachfragen unterrichtet. Das umfangreiche Nachrichtenmaterial, das täglich bei dem Süddeutſchen Exportverein eingeht, wird auf ſeine Brauch⸗ barkeit für die einzelnen Firmen geprüft und dieſen, wenn irgend möglich, noch am gleichen Tage ſchriftlich zugeſtellt. Da vom Verein ſtändig 195 Zolltarife ſtändig auf dem Laufenden gehalten wurden, war er in der Lage, auch ohne jede Rückfrage bei amtlichen Stellen abſchließende Auskünfte zu geben. Adreſſen⸗ material, Adreßbücher uſw. wurden in erheblichem Umfange für die Mitglieder nutzbar gemacht. Neben dieſer umfangreichen Tätigkeit, die die Verbindung mit den Firmen betrifft, wurden alle Vorgänge auf dem handels⸗ politiſchen Gebiete verfolgt und die Wünſche, die hier nicht einzeln aufgezählt werden können, bei den maßgehenden Regierungsſtellen mit Nachdruck zur Kenntnis gebracht. Der Verein hofft, durch inten⸗ ſivere Arbeit bei günſtigerer Geſtaltung der wirtſchaftlichen Ver⸗ hältniſſe im läufenden Geſchäftsjahr den durch die ſchwere Kriſe betroffenen alten Mitgliederſtand wieder erreichen zu önnen. Die Verſammlung genehmigte einſtimmig die verſchiedenen Anträge der Verwaltung, ſetzte den Mitgliedsbeitrag wieder auf 60,—% feſt und wählte Reviſoren und den ſatzungsmäßig aus⸗ ſcheidenden Vorſitzenden und zwei Beiſitzer wieder. Für die ver⸗ ſtorbenen Vorſtandsmitglieder Dir. Teſcher und Gen.⸗Dir. Zabel wurden Reg.⸗Kat Janſer(Rh. Creditbank) und Herr Ernſt Röchling gewählt. Regem Intereſſe begegneten nach Erledigung der Regularien die Ausführungen Dr. Frentzels vom Deutſchen Induſtrie⸗ und Handelstag, Berlin über Exportkreditverſicherung In anſchaulicher Weiſe machte der Redner die Verſammlung mit den Grundzügen und wichtigſten Einzelheiten der Export⸗ kreditverſicherung unter Beteiligung der öffentlichen Hand bekannt, wobei er beide Projekte, alſo auch das der Hamburger Exporteure objektiv behandelte. Da der Hamburger Plan im all⸗ gemeinen für die hieſige Wirtſchaft nicht in Betracht kommt und ſeine noch nicht endgültige Faſſung wahrſcheinlich ein weſentlich anderes Geſicht bekommen wird, ſo werden wir uns in der Wieder⸗ gabe nur mit dem amtlichen Plan befaſſen. Die dringende Forde⸗ rung nach Belebung und Vergrößerung der Ausfuhr, die Suche nach geeigneten Mitteln führte immer wieder zur Erkenntnis, daß die Fragen der Kreditgewährung und des Riſikos am dringendſten einer Löſung bedurften; dieſe Erkenntnis wiederum gab dem Ge⸗ danken der Exportkreditverſicherung feſte Form. Eine Unterſtützung des Außenhandels durch Verſicherung wurde in Deutſchland zum erſten Mal auf dem Bankiertag im September 1925 durch Hermann Hecht angeregt. Dieſe Anregung fiel bei der Reichsregierung auf fruchtbaren Boden und zeitigte Ende 1925 den Plan des Reichswirtſchaftsminiſteriums einer Exportkredit⸗ verſicherung unter ſtaatlicher Beihilfe. Die finanzielle Unterlegen⸗ heit des deutſchen Exporteurs gegenüber der ausländiſchen Kon⸗ kurrenz ſoll dadurch ausgeglichen werden, oder die Exportkredit⸗ verſicherung ihn in die Lage verſetzen, bei der Gewährung von Zahlungszielen und Zahlungserleichterungen dem Abnehmer das gleiche Entgegenkommen zu zeigen, wie der ausländiſche Lieferant. Eine derartige Stützung von Ausfuhrhandel und Ausfuhrinduſtrie ſoll nach den Erwartungen der Reichsregierung der deutſchen Wirt⸗ ſchaft die Uebernahme von Geſchäften ermöglichen, die ihr ſonſt verloren gehen würden, und durch die Gewinnung derartiger zuſätz⸗ licher Exporte gleichzeitig eine Mehrbeſchäftigung deutſcher Arbeits⸗ kräfte herbeiführen. Zur Verwirklichung des Planes wurde ein Fonds von 10 Millionen/ aus den Mitteln der produkliven Erwerbsloſenfürſorge bereit geſtellt, aus dem die Beteiligung des Reiches an die Verſicherten Exportriſiken beſtritten werden ſollte. Als der Plan des Reichswirtſchaftsminiſteriums erſt in den Grundzügen bekannt war, ſetzte bereits eine ſehr lebhafte Kritik ein und zwar zeigte ſich gerade in denjenigen Kreiſen das größte Mißtrauen, denen die Exportverſicherung Unterſtützung und Förderung bringen ſollte. Die meiſten und entſchiedenſten Gegner der Exportkreditverſicherung befanden und befinden ſich in den Reihen des deutſchen Ausfuhrhandels; insbeſondere leiſteten die Hamburger Exporteure von Anfang an dem Vor⸗ ſchlage der Regierung den lebhafteſten Widerſtand. Die Regierung hat das Gewicht der Bedenken auch nicht verkannt und iſt zuſam⸗ men mit den an den Vorarbeiten beteiligten Wirtſchaftsverkretern bemüht geweſen, die Organiſation in einer Weiſe aufzuziehen, die die vorausgeſagten Mißerfolge ausſchließt. Dieſem Zweck dient vor allem das Prinzip der Selbſt⸗ beteiligung des Exporteurs am Riſiko. Verſichert werden nur 6674 v. H. des Fakturenbetrages, der Verſicherungsnehmer muß in der Regel in Höhe von f des Fakturenbetrages die Voraus⸗ haftung übernehmen. Bei beſonders ſicheren Geſchäften kann die Selbſtbeteiligung vermindert werden, zum mindeſten muß aber Gewähr beſtehen, daß der Verſicherungsnehmer im Schadensfall nicht nur den erwarteten Gewinr einbüßt, ſondern an dem darüber hinaus entſtehenden Schaden beteiligt iſt. Bei Exporten nach beſon⸗ ders unſicheren Ländern wird regelmäßig eine erhöhte Selbſt⸗ betefligung Platz greifen. Die Tragung der 667 v. H. im Schadensfalle regelt ſich nach den Urſachen, auf denen im Einzelfall der Eintritt des Verſicherungs⸗ falles beruhte. Verſichert wird die Uneinbringlichkeit von Waren⸗ forderungen, die entweder auf„normalem Riſiko“ oder auf „gakaſtrophenriſiko“ beruht. Normales Riſiko iſt die Zahlungs⸗ unfähigkeit des Schuldners wegen ſchlechter Vermögenslage, ſie iſt alſo gegeben bei Konkurs, Geſchäftsaufſicht, Präventivakkord, fruchtloſer Vollſtreckung uſw.„Kataſtrophenriſiko“ iſt das Unver⸗ mögen des Schuldners zur Zahlung wegen Krieg in irgend einem Lande, Unruhen, Repolutionen und Erdbeben oder wegen ſtaat⸗ licher Maßnahmen, die die Zahlungsüberweikung hindern. Zum Kataſtophenriſiko rechnet auch ein Moratorkum des Schuldner⸗ landes, das den Schuldner zwar nicht an der Zahlung, wohl aber den Gläubiger an der Ueberweiſung hindert. Die Höchſtgrenze der aus Reichsfonds und Prämien zu deckenden Riſiken beträgt das 10—12 fache des Reichsfonds. In erſter Linie ſollen Verkäufe gegen Akzept oder mit der Klauſel„Kaſſe gegen Dokun enke“ ver⸗ ſichert werden. Unter beſonderen Umſtänden können auch offene Buchforderungen verſichert werden. Die Prämie beträgt für die normale Dauer eines Verſiche⸗ rungsvertrages von—4 Monaten 2 v..; bei einer Verlängerung des Verſicherungsvertrages über die Normaldauer hinaus wird für jedes Viertelſahr nur 1 v. H. erhoben, beim Verkauf„Kaſſe gegen Dokumente“ ermäßigt ſich die Prämie um, auch in anderen Fällen kann eine Ermäßigung erfolgen; für Geſchäfte nach beſon⸗ ders gefährdeten Ländern iſt allerdings auch eine Erhöhung mög⸗ lich. Der Redner behandelte im weiteren Verlaufe die Einzelheiten der Anmeldung, ihre Vorausſetzungen und die Behandlung des Antrages, die wir leider wegen Platzmangel nicht bringen können. F Erwähnen wollen wir noch, daß, wenn die Zahlung des Kunden ausbleibt, ſich Exporteur und Verſicherungsgeſellſchaft über das weitere Vorgehen zu einigen haben. Um jeden Zwang zu allzu rigoroſem Vorgehen auszuſchalten, hat der Exporteur grund⸗ ſätzlich das Recht, Verlängerung des Vertrages zu verlangen. Die Verſicherungsgeſellſchaft hat die Schadensſumme zu zahlen, ſobald die Aneinbringlichkeit feſtſteht. Verzögert ſich die Feſtſtellung der Uneinbringlichkeit, ſo hat die Geſellſchaft eine Vorentſchädi⸗ gung zu leiſten. Das gleiche gilt gegenüber der Bank, wenn die Anſprüche abgetreten worden ſind. Im weiteren Verlaufe ſeiner Ausführungen ging Dr. Krentzel zu der nicht weniger aktuellen und bedeutſamen Frage der Kuſſenkredite über. Exporte nach Sowjet⸗Rußland kommen für die Exporlkredit⸗ verſicherung nicht in Frage. Da die Struktur der ruſſiſchen Wirt⸗ ſchaft als Staatswirtſchaft dem Export nach Rußland das beſondere Riſikomoment verleiht: wir haben es hier mit einem politi⸗ ſchen Riſiko von ganz beſonderer Art und ganz beſonderem Umfang zu tun. Die Löſung der Frage des Ruſſengeſchäfts liegt wiederum auf dem Gebiete, auf dem der deutſche Exporteur am meiſten hinter der ausländiſchen Konkurrenz zurückſteht, auf dem Gebiet der finanziellen Leiſtungsfähigkeit. Der erſte Schritt zur Hebung des Ruſſengeſchäfts durch Kredit⸗ gewährung auf deutſcher Seite war der ſogenannte 75⸗Millionen⸗ kredit, der jedoch den Bedürfniſſen des Geſchäfts nich genügend Rechnung trug. Die Reichsregierung ſah ſich daher vor die Not⸗ mendigkeit geſtellt, mit weſentlichen Beträgen aus öffentlichen Mitteln dem Ruſſengeſchäft zu Filfe zu kommen. Die Finanzlage Beteiligten nicht, Reichs auf die Uebernahme Höhe von 105 Millionen A. unterſtützt werden können. Ausführung der Beſtellung liegt. Berlin.“ werden. der Prüfungskommiſſion gewieſen werden mußte. koſten. Ueber den gerechneten Deutſche Reichsbahn land 124½ Weizenmehl Spez. 0 41.,75—42,25 Weizenbrotmehl Spez. 29,.——32,.— 19. 20. Kupfer Kaſſa 56 50 56.35 beſtſelect. do. 3 Monat 57.35 57.25 Nickel do. Elektol 64.75 64.75 per erlaubte jedoch eine unmittelbare Zuleitung dieſer vielmehr beſchränkt Beteil einer Ausfallbürgſchaf Bei Lieferungsgeſchäften, die deutſche Firmen bis zu 1926 mit ruſſiſchen Handelsvertretungen oder anderen W 12 organten ſchließen, übernimmt das Reich eine Ausfallbürgſchnſig 1 35 v.., ſo daß Verträge bis zur Höhe von insgeſamt 300 N 50n Zur Ausfallbürgſchaft des 35 v. H. tritt eine Ausfallbürgſchaft von 25 v. H. desjeni ſchen Landes, in deen Gebiet der wirtſchaftliche Schwerpun Das Riſiko bei der Lieferung von ſchweren oder leichte tionen wird alſo zu 60 Proz. von der öffentlichen Hand gedeckt, 950e der Lieferfirma ein eigenes Riſiko von 40 v. H. verbleibt. In jeſet von 20 v.., alſo in Höhe des halben Eigenriſikos, hat die Li firma eine Vorhaftung zu tragen. die anderen 80 v. H.(60 p. f öffentlichen Hand und 20 v. H. reſtliches Eigenrifiko der Lieferſſt verteilen ſich im Verhältnis:1 auf öffentlich“ Hand und Liefe Reich und Land haften nur allgemein⸗ſchuldrechtlich, nicht we be mäßig. Organ für die zu treffenden Entſcheidungen iſt der ſoge „Interminiſterielle Ausſchuß“. Geſchäftsführende Stelle iſt 9* 5 rantieabteilung der Deutſchen Reviſions⸗ und Treubands⸗Ac. Der wichtigſte und leider zugleich der dunkelſte Punkt der ga Angelegenheit iſt die Finanzierung, die P überklaſſen bleibt. Die von den Großbanken für die tierung der Wechſel verlangten Koſten erſchienen den Ruſſen 5 während der Standpunkt der Banken durchaus verſtändlich iſt. bare die Feſtlegung beträchtlicher Summen auf vielleicht unüberſeh Friſten ſtellen ſie Bedingungen, die ſich nicht weit von denen dem fernen, die deutſche öffentliche und private Kreditnehmer au Auslandsgeldmarkt tragen müſſen. pe Die anfangs in Ausſicht ſtehende Mitwirkung einer Bankgelen des amerikaniſchen Harriman⸗Konzerns Widerſpruch der amerikaniſchen Regierung. 855 gung nicht gelingen, ſo muß man hoffen, daß der Mangel eine 55 nerellen Vereinbarung über die Diskontierung den praktiſchen ird folg der geſamten Maßnahmen nicht weſentlich beeintrchtigen ital⸗ daß die Ruſſen ihre Forderungen mehr mit der deutſchen Sabehre armut in Einklang bringen und daß die Banken zum mindeſte edingungen an die jeweillgen Umſtände des Einzelfalles an Auf die in der lebhaften Ausſprache geſtellten wurden vom Referenten eingehende Antworten erteilt. möchten wir hier, daß in den bisher abgehaltenen zwei für die Exportkreditverſicherung oßer große Fülle von Anträgen vorlag, von denen bereits ein 9 Prozentſatz genehmigt, aber auch eine erhebliche Anzahl Was die Tragung der Koſten vo notwendig werdenden Prozeſſen gegen ſäumige Zahler anb ſo übernimmt die Verſicherungsgeſellſchaft zwei Drittel der P Durchführung bereits angeordnet. kommen in Bälde auch im Güterverkehr Sgargabfall zur Einführung. kommen künftig die Brückenzuſchläge der Rhei ein⸗⸗ Ludwigshafen⸗Mannheim, Speyer⸗Lußhof, Germersheim⸗ R) ſich heim und Maximiliansau⸗Maxau. aus auf den geſamten Verkehr des Saargebiets mit Baden der Württemberg, mit ſämtlichen bayeriſchen Stationen ſüdli tions⸗ Linie Würzburg⸗Bamberg⸗Bayreuth⸗Hof und mit einigen Sla verbindungen der Bezirke Mainz und Sachſen. Auflaſſung der Rheinbrückenzuſchläge eintretenden Abſchläg ſten tragen—20 Klm. Die durchſchnittliche Ermäßigung in den Stationsverbindungen beträgt 11 Klm. Die durch die kürzungen eintretenden Frachtermäßigungen ſind recht London, 20. Mai Metallmarkt Zinn Kaßga 268.28 267.50 Frachtenmarkt in Duisburg⸗Ruhrort vom 20. Mai. Das Geſchäft an der heutigen Börſe war gegenüber, 900 Mk. tagen unverändert ſtill. Die Bergfracht betrug ab Ruhrort tohlen, per Tonne und ab Rhein⸗Herne⸗Kanal 1,20 Mk. Die fracht nach Rotterdam notiert mit 1,00 bezw. 1,15 5 1 ob Ruhrort und 1,30 bezw. 1,45 Mk. per Tonne ab Rhein⸗ Kanal. Die Frachten nach Antwerpen⸗Gent erfuhren mit per Tonne ab Ruhrort und 1,90 Mk. per Tonne ab Kanal incl. Schleppen keine Aenderung. Beträge an 1 ſich die Beteiligung g m 31. 255 irtſchaft ichs v nigen del⸗ kt del n Juſtal rm„ vecle ſogenange, nzel U 1 Brivate den P Diskon⸗ zu 9275 ent⸗ ſcheiterte leider. eine Verſtänd ſten paſſen ragen nen Sihunge urück⸗ 15 etwa elangt⸗ rozeß⸗ n in Anſchluß hieran gehaltenen Vortrag Geh. Legationsrat Boſenick, Delegierter des Verwa der Zweigſtellen des Auswärkigen Amkes für Außenhandel ichen Reichsnakrichtenſtellen, Berlin, über Fragen der amtli Außenhandelsförderung, der gleichfalls allſeitig Intereſſe begegnete, werden wir im Abendblatt berichten. ——— d0—— )6 Entfernungs⸗Ermäßigungen im Gülerverkehr Sare ten Deuiſche Reichsbahn. Auf das wiederholte Drengen der beteilig Handels⸗ und Induſtriekreiſe hat die Deutſche Reichsbahn⸗ ſchaft die Auflaſſung der zu den verſchiedenen Rheinbrücken epie beſonderen Entfernungszuſchläge ltungetder und ——— gebiel⸗ Geſell⸗ ein⸗ genehmigt und en Die gleichen Ermäßigungn We In deibren Die Ermäßigungen wirken St. Die infol der mei Entfernun bedeutend Deviſenmarkt Jranken und Lira erfolgreich geſtützt Am internationalen Deviſenmarkt ſtanden auch Weſtdeviſen im Mittelpunkt des Intereſſes. tionen von Seiten der beteiligten Regierungen konnten 1 ſich Deviſen weſentlich im Kurſe gewinnen. ſte heute vormittag auf 16084(166), paritätiſch in Rm. 12.70(.. Lodnon⸗Brüſſel 1616(16476), in Rm. 12,70(12,40), London viſen (12534), in Rm. 16,40(16,20). blieben nahezu unverändert mit Ausnahme des ſpaniſ Rm. der international feſt liegt. London⸗Madrid 33,0(33,70), e 45, 60,80(60,50), London⸗Kopenhagen 18,50(18,55), London⸗Oslo London⸗Stockholm 18,18, London⸗Kabel 486/%½. Mannheimer Produktenbörſe Die Kurſe verſtehen ſich per 100 Kilo netto waggonfrei Mannhei zahlbar in Reichsmark. weltschur an Auf ſtarke 19 drei London⸗Paris 120% at⸗ Die anderen m ohne cul Amtliche Preisnotierungen vom 20. Mai 1926.—31— Weizen inländ. neuer—.——.—.— Roggenmehl mit Sack 275— 2 „ ausländ. 30,25—33,25 Weizenkleie mit Sack 14.75—15.— Roggen, inländ, neuer 20.50—20,75 Trockentreber 5,7— 675 ausländ. 22.50——Nohmelaſſe:50— 0 Brau⸗Gerſte(neue) 26.——27,50 Wieſenheu, loſe— utter- 18.—— 19,25 Motkleeheu 10.—— 5 Hafer, inländ. 20,50— 21,50 Luzerne⸗Kleeheu loſe— —ausländ. 19.25—24,.— 5„ bepreßt +0— 50 Mais gelbes mit Sack 17,75——,— Preß.Stroh 20— 4% Gebundenes Stroh 4——. Raps, mit Sack 985 Berliner Metallbörſe vom 20. Mai reiſe in Feſtmark für 1 Kg. 0. 7 10 Preiſ 3 8 ſt f 8 10. 20 ektrolgtkupfer 131,% 1,31½[ Aluminium.40•.4 Raffinadekupfer—.——.— in Barren.40-.50 8 Blei———.— Zinn, ausl.— Nohzink(Bb.⸗Pr) 6,40-6,50 6,40-.50] Hüttenzinn—.00 „,(r. Vert). d. Mickel.40.50..1% Plattenzink 5,90⸗5,95 5,90.5,95 Antimon.25.19 89,2002 Aluminium.35..40..35..40 l Silber für 1 Gr. 89,2-90,2 Ss, (In Kſt. f. d. eng. t. v. 105 852780 0 679% Ale 925 575 5 5* W ibe Deeeen Regulus Vor⸗ Exportteonne Mk. per eche⸗ —60 Rhein⸗Herte, Peſeto⸗ — 2121K.* be) 7. Seife. Ar. 232 Milfag-Ausgabe Frettag, den 21. ma 1026 Reue Mannheimer Jeikung N 8 rr 1* ͤ ittel· lung, daß gestern früh mein 1 5 1 4 0 ter Vater, Bruder, Schwager un 5 i sorgter Vater, Für die Feleriage 0 N h ſü—100 ee K d K r d 0— 0 Jah ach kurzer schwerer Krankheit 85 K 0 8 9 50 10 NAI 0 im Alter von 44 Jahren, n B 155 sanft entschlafen ist. 83 W Ihhd. 0 N Tuu on Mannheim, den 21. Mal 1926, Nes 144 ee weee eee rbsen. ve.90 bIs 2. ee— 15 Kathe Kraft WWwe. 1 2 A eut⸗ 8 Tocler Sitsabetm u...20 lis l. chenserãte bohnen. defe 0. 1 Familie Grieshaber. joung ündet am Samstag, den 22. Mal. 8 0;-u. Tischgeschirr 15 Leichenhalle aus statt. 35 Mir abellen„„„ Doſe 10 mũüssen ebenso Wle Ihr Koch 5 er⸗ 11 1· ausse en. u en —— eamen 75% ee ee nan. ücheneinrich- 1———— 8 45 5 Sie deshalballes, was zu Ihrer Küche 5 ſel 8 5 85 95 5 8 ke 2 tung gehört. mit VINM. das hre Sachen schont 1 Vlarts Holz 55 und Ihnen die Arbeit erleichtert. VIM putzt izen 2 5 Dra f reini E8 7 Dipl-fg. Pr. FErnst Bruci bache otungen ahe Juale Hok, Porzellanund Metalb 55 on⸗ 11 5 f 1 Anlde. Sfuſtgerf 5, j 9 5 wamdem G6. 20 eenapben,unlembgrpne; Preis der handlichen Streudose 30 Plę 5 5 l 0 9 d A f 0 15 0 . Verlo 115 enpffellt ſen de ruben. i e ee ee Raschanualte e ird, STINER II boſer Ausführ. 5 8* 0 175 MOEBRELHAUS pI 770. 930„ ihre Q1115 Tel. + d. 5, Tel. 3319. ſen— 5 einſchl. ſtädt. Getränkeſteuer ohne Glas 1 n 17*—— 25 gen 50 A. H. WOLFFOCO feine Nehle 441= 8 15 C1/ Breitestabe Samtlehe Backartitel cosruxEs- BIAISEN 8 i rten W1 stets das Neueste besten preiswe 2—8 bef a5e ualitäten 2 Tnes Lager 5 a LelDd enn en emefrauent 0 latin Repataturen Woln Ihr zu En Reparaturen n ur Er Sler Buchhalter gewissenhaft, billig dt und bilg einkaufen, s0 ———— bositzer mit 251jähriger Praxis, übernimmt 5 25 MHannneim, 0 7. 138 kauft in dder Wurstfabrik 15 8 aud H. Anel dader) Hedebgtte s 02,21 N 0% ie Laſt mit]; ten und Beratung einſchl. Bilanz u. Steuer⸗ 0 11 1903. M. Röpf, vorm. Laul, 7 5 11, 6. die Mlne 1— Zuſchriften unter G. J. 34 an die 5 75 nächst dem Wasserturm, Se 42021 N. Pf, 5 e, e, WMeden ſchäftsselle dieſes Blattes. Telerhen. e Fäͤba moll TAmmer innehm. möchten, geben eeee ne eeeee inballar g 8 . mit a II 8 8 Laben. 2 b Arbeiten vertraute Per⸗ 1 1 eTa eA. 2 ſtraße 11, 15 e e Hur wenige 284 65N Trdbes gur modl. Inmer il in ur 157 5 Rat erteilt. Anfragen uf 0 keller) mit Büto.od. 2 kleinere, 85 5 ich a 24774 Konkurswaren enten für private Zwecke im Stadt⸗ Jemrum der bit 11 deim. 5975 ö 1 Aren Sne e 1 71* 4. 16, U, ge⸗ 15 1 5 Erbgeſchoß und auze menkegend Stadt sofort eee 15 d. Geſchäftsſt. B2495 2— nee e Slesssſtel ne ies Ween e bdehbetah üf une f. 10 Sane fſll Höbl. Immer t ce, Senfe u. Salzlöffel. Bierabſtrel⸗ rünme. 4282 Geſchäftsſtelle. Se er Frau Salatbeſte Damenhücte elr Zimmer 96— Mannheim. ſofort 9d. 1. 6. zu verm, e⸗ Bessere cher, Reſtpoſten 1 55 gadegt fur Wber, 7 eeeeee Een e 5 süb. in einem Günſtige Geleg baren 5 1 92 Sehr aut und behaglich iſtr. 7, 3. St. links. ' Wahknungstausch! Waeier s See nge 7 1 f 777 1 2 eee eeeee eene e, be ba. dan enn spf Tier Geſchäftsſtelle. o gegenüber Juteſpinnerei a beſſ. 25 t Kuche Licht, ev. Bad, an beff per 1. Juni zu vermiet. FFFK——— 1 2 is 2 mmer mit Küche f t oſition + 1. 5 1— sesucht wird b. Junenft adt beide Woh⸗ 5 5 85 Pof 4608 Näh. R 40 Hertel. 882 Drin Nuitsſtr 20, nar., ſiöll Monnung ‚ 6,2 Bi 1. Ss 28 b. Seele. ſſöbl üro 1. Stock 80 tta— Arak 199155— dut mübt Ammer e geaeee 5 E Gas⸗ und Kohlenherden nhnungstausdi an beſſer. Herrn zu Perſonen ſofort zu ver⸗ „* 2 Jahre Garantie. 9 miet. Länge Rötterſtr. 8, mieten. Adreſſe in der 471¹ mit Zubehör. Richtung tock links. B2477 5 4750 —————8 Zimmer mit 8 Waſſer⸗ 3. S Geſchäftsſtelle 1 25. Grammophone, Gesucht Friedrichspark, Bahnhof., Iumer da möbf. Lehr gut monl. Ammer 1 ſcss — 11¹¹ S— Truhen. Schrank⸗ und ſurmviertel. 5 U it elekt. Licht an beſſ S Tiſchapp. u. Reifekoffer 5 Zimmer, Küche u.— 75 ch m. Penſion zu vermiet. id erer zu ver:miet. ̃ 8 2 8 delene 2. Si. Beboten beneee 5. Seatebehn in Krepbnshglte 28. 10.. Goetheftr. 16, 1 Treppe. S 1 Lenauſtr. 9, 2. Stock. Elektr u. 2 a. d. Geſchſt. 82453 24671 8 Ol 288 8————27— Nen käpeziertes, hübſch Nähe Paradeplaßz 8 öbl. Zimmer 8 hhohnen fein,.Pfd.-D. 65 Pf. Lelpz. ee e Komplettes Wohnungstausdn 8 6. zu verm. 1085 Jut Mobi Uummer SBrechbo lbeeren. 2 Pfd. D. 96 Pf. S—2—4². 6. drbedsenee feltg a ee....Pid.-D. 75 5 Hlalinmer Fen eeeee A 3. 4 2 Tr. N. cer — ittelfein. J- Pfd.-D. 55 Pf.-Pfid.-D..10 S 90 inz in der Nä FCCCT. 295 S 9 tergt an, 1 95 Pl. S. Sie Roſten wengehtee g g cel Jücn mötl. Zmner —— Pfd.-D. 48 Pf. N— ieg., 8 ör. 8 elekt.„ 8 3 — e e 15 4 pf. Selleri in 157 5 8 aune en Aus⸗ Gge, Aleiwertige Wohnuna in 20 p. de per 1. Juni z u S Weiskont.... 2 Pla. P.-Piund-Dos„ S nahmepreis vo im. r 1. 2465 8 390 NMark ecene e 2. L. 101 an zie Geſchfts. 0 b. 14, 3. et. lns Sonidt C. 8. SBrechspargel.. 2. Pfd.-D. i.— verkaufen. B2422 ſtelle dieſes Blattes 8 5 las 95 Pl.— zu verkaufen. 2 8 mer S eeeeee, e a0n ad uer Möbl. Zimmer Gut mäbl 255 Frl, Bismarckheringe. 2 pid-D. 88 Pl 8—.— 1 mit ſey. Eingang ſpfort ſ— S Rollmops, Geleeheringe Dose 25 Pf.— Kichen. prachtu. ap. Mod. 88 zu vermieten. Beilſtr. 12, 3 Treppen. — Oelsardinen— 5 5 echt S„4. 2 8 2et Pose as bf 8 fh S 1[S. 52 4 St. B — Corned- 9965695656564.— Eiche, nußb. u. imit. gr. 5 8 + 8 berdekeueneh dis, Pnt 10 e Aaal- Olel fabhalorame de, Mant Auet. agln mul. Aume Cervelatwurst, fein 86— eiderſchr., Neln mit el. Li 1 m. el. Licht u. Schreibt. Allgäuer 1— ee, e gehörigen großen 75 905 e, e n 8 eee, ee eid Fak. 55 pt— elg aln. Wen n Büroräumen, part. ring. Nähe Nheinſtraße R 7. 4, 3. St., Schmi be e een ilz gelt Weg Erſdarn Jufuhemögl, eee 8 Bieg len n daront 5 e Kabenm. merhede 5 Mieerhelmiſes ganz oder 1 15 — ee 2 Pfund 85 Pf.— Preiſe. 9 2 2—— 8 n, Nar erhe S rein—. ee erdee deeeee ee ee 184 S obstsett..% kiscke 1. creme · cebok. õ Taf ca. Ipid. s5 Pl. S Stundensteſſe an de Ge r N t. Domtal Fortw./ Fl. 28 Pl. Cr-Misch. ½ Pid. 35 Pl. undens 8 eeeeeee kische 275 Gel. Bonbon-Aisch./ 8 fu e bun Watn 2 sehr schöne Hy/p O 1hSeKR 8 5 nl fl.— ls 40 Jahren beſtehendes Pa S aus— 55 wacb. Gefß ung. ee Seit mehr a 1 NHe⸗ Fegsden S Büroraume NIE. 25 600. —— 685 0 8 18 Weißnäherin 19 5 ͤ t egen erſſtellge Sichethelt auf 8— 8 Ulnumnumuut ſucht beſſ. Kundſchaft. in beſter Geſchäftslage 4 38 Lage.—55 Ainuuuuuum Ne ö e, e ee e eeee eee ben le Ae Mannhelim 4 8 2 Näheres unter 2. J. 159 an die Geſchäftsſte — rrrP—— 1 5 50 DDBHB Buster Heaton Groſßtes Lustspiel-Programm! Täglich erdröhnt unser Haus unter den Lachsalven des begeisterten Publikums Pat und Patachon auf hoher See Die haarstraubenden Abenteuer 6 Akte sprudelnden Humors voll köstlichen und tollen Einfällen! zweier Schiffbrüchigen Das beste Lustspiel, welches seit langem über eine Lichtbild-Bühne ging.„Pat und Patachon“ bieten die Gewähr, daß wirklich der Humor zu Worte kommt, und ihr Weltruf als die„Könige des Humors“ begründet ist. entfesselt Lachstürme Monty im Gelängnis in seipem Lustspiel: Die neueste Deulig-Wochenschau N e 5 1 Letzte Vorstellung.30 Uhr 1 Hauplascntur alter angeſehener Verſicherungsgeſellſchaft mit jämtlichen Branchen z U besetzen Hohe Bezüge, evtl. Fixum Eilangebote unker 2. H. 158 an die Geſchäftsſt. 4268 Zur Gründung eines ausſichtsreichen Speilal-Gesdältcs 1 odder 2 Teilhaber mit Kapital gesucht. Fachmann vorhanden. Angebote unt. F. E. 5 an die Geſch. d. Bl. 4740 Für die Anzeigen-Geschäftsstelſſe einer Tageszeitung wird ein mit dem Anzeigen- wesen vertrautet, gewissenhafter Ses02 junger Mann, nicht unter 20 Jahren, zum möglichst so- fortigen Eintritt gesucht. Bewerber wollen selhstgeschriebene An⸗ gebote unter Beitügung von Zeugnis⸗- abschriften und Angabe der Gehalts- ansprüche unter V. H. 148 an die Ge- schaftsstelſſe einreichen. Maschinist (gelernter Maſchinenſchloſſer) zur Bedienung einer Eismas 2 geſucht(Dauerſtellung). Bevorzugt wird, wer ähn⸗ liche Poſten bekleidet hat. 4278 Angebote mit genauer Angabe der ſeitherigen Tätigkeit unter Z. K. 160 an die Geſchäftsſtelle. Tuuteur w Ladtragen geſucht.(Dauerſtellung). 4786 Es kommt nur ein zuverläſſiger Mann in Frage, der auch befähigt iſt, Reparaturen ſelbſtändig aus⸗ zuführen. Angeb. unt. G. G. 32 an die Geſchäftsſt. Sekretärin gesuchl. Eine kaufmänniſch durchaus erfahrene Dame, flotte Stenotypiſtin— womöglich mit franzöſiſch. u. engl. Sprachkenntniſſen— wird von einer hieſigen Firma zur Unterſtützung der Ge⸗ ſchäftsleitung geſucht. Sofortiger Eintritt möglich. — Nur Bewerberinnen, die nachweislich während längeror Zeit eine derartige Ver- ee eee bekleidet haben, mögen ſich unter Angabe von Referenzen, Gehaltsanſprüchen und früheſter Eintrittsmöglichkeit, allenfalls unter Beifügung von Zeugnis⸗Abschriften unt, V. J. 134 an die Geſchäftsſtelle ds. Blattes wenden.(Es werden keinerlei Bei- Iagen zurückgesandt). Falls nicht inner⸗ halb von 8 Tagen ein Beſcheid auf eine Bewer⸗ bung erteilt iſt. ſo bitten wir, ſie als unter unſe⸗ ren Dank für die Bemühung— abgelehnt zu be⸗ trachten. 427⁰ junger Mann f oder Fräulein Vertreterinnen bei hoher Prov. geſucht. energiſch, zuverläſſig, in[ Büro Schwetzingerſtr. Buchhaltung u. Korre⸗ Nr. 16(Hoß, nachmitt. ——45—17 Uhr. 47⁰⁰3 zur Aushilfe von Wein⸗ t. Bei Suche per ſofort aſccdenelend. eitg tüchiges. Jaldes Dauerſtellung. Umgeh. T à Angebote mit Gehalts⸗ II Ein zum Verkauf und Ser⸗ vieren. Nur ſolche, die anſprüchen u. Bild unt. G. H. 33 a. d. Geſchäfts⸗ ſtell⸗ dſs. Bl. 34795 Badte—— 8 in 22 itorei täti aren, Schreibkräfte wolen ſcc welben. Kondit. Wellenreuther, 44794 D 1. 13. In einen Villenhaus⸗ halt auf 1. Juni ge⸗ 1141 t: Ein durchaus Unternehmer kubezläſſiges- fühlides geſucht, der Sportplätze, Anmemmädchen Sport- u. andere Feſte, läßt. Angebote unt 8. das auch bügeln kann. für d. dort. Bezirk ſucht Argo⸗Verlag, Berlin W. 35, Frankenſtr.. Em54 Freibäder ete. beſuchen J59 an die Geſchäfts⸗ Adreſſe in d. Geſchäfts⸗ ktelle dſs. Bl. 4747 ſtelle dſs. Bl. 1353 Zum 1. Juni ein beſſer. Aenmäachen in klein. Haushalt ge⸗ ſucht. Vorzuſt. bis 12 od.—4 Uhr. 4701¹ Werderſtr. 15, 4. Stock. Irdentl. Mäadchen mit guten Zeugniſſ. für kl. Haushalt(ein Kind) geſucht.*4726 86. 32, 1 Tr. rechts. Tages mädchen nicht unter 18 Jahren, womöglich vom Linden⸗ hof oder Stadt, ſofort geſucht. 4770 Gontardplatz 3, part. Stellen-Gesuche Autokundiger junger Mann m. Führerſch. 1. 2 u. 3b ſucht Dauerſtellung als Hausmeiſter od. ſonſtig. Vertrauenspoſten oder Beteiligung an Geſchäft mit—5000. Angeb. unter X. V. 24 an die Geſchäftsſtelle. B2454 Tächt. Schnelder mit Zjähriger Lehrzeit, 17 J. alt, ſucht Stelle, wenn mögl. mit Koſt u. Wohnung im Hauſe. Wilhelm Suntz, T 3. 23, Telephon 9319 4789 Ufden. leig. Mauchen das gut bürgerl kochen kann u. alle Hausarbeit verſteht, ſucht Stelle als Allein, oder Zimmer⸗ mädchen. Zu erfragen Hofmann, O 3. 4. B2493 debild. Mädchen 18 Jahre, ſucht Stelle zu Kindern p. 1. Juni. Zeugnis vorhanden. Angeb. unt. F. K 10 a. d. Geſchäftsſt B3497 faann Jalden . m. gut. Zeugn., ſucht Stelle in kl. Haus⸗ halt, a. liebſt bei älter. Leut., a. 1 Juni Sehe auf gute Behandlung. Angeb unt. F. T. 19 a. d. Geſchäftsſt 34762 26 Jahre altes, ehr⸗ liches, zuverläſſiges, in Kinderpflege erfahrenes fräulein aus gutem Hauſe ſucht Stelle zu Kindern. Zu erfr. Heinr, Lanzſtr. 13, 1 Tu bei Heger. 4780 Häulber. lung. Mädchen ſucht tagsüber Arbeit in gutem Hauſe. Geht auch ſtundenweiſe. Angebote unter D. F. 56 an die Geſchäftsſtelle 44645 Junge Frau ſucht Stellung zum Sorvieren nimmt auch Aushilfe an. Angebote unt F. S. 18 a. d. Geſchäftsſt. 4760 Junge Frau ſucht Stell⸗ z. Servieren in Cafs, beſſ. Bier⸗ od. Weinwirtſchaft. Angeb. unter G. F. 31 an die Geſchäftsſtelle 4785 Mäddien vom Lande ſucht Stelle als Alleinmädchen. Ein⸗ tritt ſofort oder 1. 6. Zu erfrag bei Harff, Lortzingſtr. 27. 4793 Benz 14/30 PS. Sechsſitzer, neuwertig, Buchet 6/20, Vierſitzer, Innenſteuerlimouſine, ſehr gut erhalten, verkauft preiswert. 4766 Valentin Doppler, 0 7, 11 gute Lage Neckarſt., ca. 800 qm, billig verkäufl Angebote unt. F. M. 12 g. d. Geſchäftsſt. B2498 Altbekanntes Veinrestauaut in gut. Lage an kapital⸗ kräftige Fachleute zu verkaufen. Angeb unt. D. O. 66 a, d. Geſchäfts⸗ ſtelle dſs Bl. 44662 Kolonialwaren- Geschäft (Vorort) gute Lage. mit Ware, Einrichtung und 1 Zimmer u. Küche, be⸗ ſchlagnahmefrei, 2800 ¼ ſofort gegen bar zu ver⸗ kaufen. Angebote unter F. F. 6 a. d. Geſchäfts⸗ ſtelle dſs. Bl. 44744 Eiswagen neu, 2 Stück, tadelloſe Ausführg., lack., kompl. 135 zu verk. 4719 F. Vogel, Lortzingſtr. 25 Pritschenwagen Nrädrig, faſt neu, billig zu verkaufen. 4741 Stockhornſtraße 2. 1HIsschrank 2türig, weiß, 1 Metall⸗ bettſtelle m. Kapokmatr. billig zu verkauf. Anzu⸗ ſehen—6 Uhr 4702 Rheinhäuſerſtraße 36, 1 Treppe links. Piano ſchw. pol., faſt neu. ab⸗ zugeben. Angebote unt. F. L. 11 da. d. Geſchäfts⸗ ſtelle dſs. Bl. Goldene 4739 Herrenuhr modern, 30 Gr. ſchwer ſehr billig zu verkaufen. Solda, G 4. 19, 2 Tr. 1 Schreibtiſch ſehr billig zu verkaufen. Große Wallſtadtſtr. 56, 4. Stock links 44731 Pfaffennuber H 3, 2 8122 Die beste und dilligste Bezugsqtielle für. Fahrräder und Nähmaschinen dei kußerst günstigen Lahlungsbedingungen. Wöchentl. Mk..- Odei monatlich Mk. 20.. Filialen in Oppau, Mun- denheim. Sandhofen. 1 Chaiſelongue billig zu verkauf. Luiſenring 62, alter Zollhof. B2474 Sola mit Umbau ſehr aut erhalten, preis⸗ wert verkäufl. 4765 iedfeldſtr. 14. Hof. ähmaschine gebraucht, zu verkaufen. 4716 Sieger, I 5. 11. 1 fabrikneue Nähmaschine u. 1 elegant. Herrenrad billig zu verkauf. ferner Klappwagen o. Verdeck, wenig gebr. 4758 L. 14. 6, 2 Treppen. 1Motorrad 2% PS. Motor in Fa⸗ brik überholt, neu be⸗ reift, f. 280/ zu verk. Traitteurſtr. 17, part. B2494 MHotorrad zu verkauf., Modell 23, in beſt. Zuſtand. Preis Mk. 450.—. 4761 Herren- und Damenrad neu, billig zu verkaufen. Langſtr. 36. 3. St. rechts Hinterhaus.*4784 Fahrräder Nähmaſchinen, Kinder⸗ räder von 15 Mark an zu verkaufen. B2489 Löſch, J 4a. 5. Günſt Zahlungsbeding. enren-Bund Damenrad in tadekloſ. Zuſt. außer⸗ gewöhnl. billig zu verk. Rheinhäuſerſtr. 51, Hof. B2485 Guterhaltener Kinderwagen preisw. zu verk. B2491 Leibnigſtr. 7. 3. Stock. ee e Pfoto-Apparat 912 od. 10415, mögl. Doppel⸗Auszug, ſofort 15 kaufen geſucht. Gefl. ngebote unt G. A. g. d. Geſchäftsſt. 4777 Phofoapparat zu kaufen geſ. Zubehör und Preisangabe erw. Angeb unt. E. U. 95 a. d. Geſchäftsſt. 4721 ca. 3000 om Lager- * 135 birca 30 m Läufker mindeſt. Breite 70 em, zu kaufen geſucht. An⸗ gebote unter G. M. 37 a. d. Geſchäftsſt. 4805 U. Tabrikalionsräume mit Gleisanſchluß möglichſt für Kranbeſchickung von Großunternehmen auf mehrere Jahre zu mieten geſucht. Angebote mit Lage und Hallen⸗ A. Müller, R 6. 18. plänen unter V. V. 146 an die Geſchäftsſtelle er⸗ 42¹6 beten. an verkehrsreicher Straße, 50—70 qm groß, in Mannheim oder Ludwigshafen für ſofort gesucht. G. B. 27 an die Geſch. d. Bl. Grosse Ladenlokalitäten von bedeutendem Unternehmen in erster Lage gesucht. Eilige Angeb. unter Z. Größeres Lager Angebote unter 4779 B2463 Q. 66 an die Geſch. mit Büro u. Autoeinfahrt im Zentrum der Stadt per ſofort 11 Angebote mit Preisangabe unter F. Geſchäftsſtelle dieſes Blattes. 20 an die 4763 Lagerraum cn. 100 q̃iu zu Verſteigerungszwecken im Zen⸗ trum der Stadt angabe unter E. esucht. Angeb. mit Preis- 25 an die Geſchäftsſt. 4775 Einige zurückgeſetzte Wewaaen billig zu verkaufen. H. Reichardt, F 2, 2. 2385 Bernhardiner (Rüde), 9 Monate alt, zu verkaufen.*4767 Kauf-Gesuche büutgehendes Ceschaft in Mannheim oder Umgebung der Lebens⸗ und Genußmittelbranche zu kauſen ober zu mieien geſucht. Flliale gezen größere Kaution. Eventl. Uebernahme einer *4644 Anzgebote an Metz R 3, 1. 2. Stock 2 guterhalt. 5 Tennisschläger aeen Schrülbmäschine neu od. gebraucht. geg. Barzahlung zu kaufen zu kauf, geſ. Ang. unt. geſucht. Angeb unt F. FE. O. 16 d, d. Geſchſt. EEE W. 22 an die Geſchäfts⸗ ſtelle dſs. Bl. 4771 Bülro Ein nach der Straße ge⸗ legenes Zimmer, part. od 1 Treppe, nicht weit von Börſe od. Planken, von ruhig. Mieter, evtl. auch als Untermieter auf 1. Juli geſucht. Angebote unt. A. G. 82 a. d. Geſchäftsſt. B2466 Vohnungs-Tausch Suche: Schöne 3⸗ bis 4⸗Zimmer⸗Wohnung im Zentrum. Biete: Neu ausgeſt. 4⸗Zimmer⸗Wohnung mit Bad u. reichlich. Zubeh., Nähe Fried⸗ richspark. 471¹² Angebote unt E. P. 90 an die Geſchäftsſtelle. eeee Monnungs-Tausdh Angeboten: 3 Zimmer, Küche u. Zubehör in Heidelbrg.⸗Neuenheim. Geſucht: Aehnl. Wohng. i. Mannheim, Innen⸗ ſtadt. 1355 Angeb. unter V. Z. 150 an die Geſchäftsſtelle E Tabtaam-u 3 Zimmer geg. ebenſolche auf dem Lindenhof zu tauſchen geſucht. Angebote unter D. D. 54 a, d. Geſchäfts⸗ ſtelle dſs. Bl. B2484 Geboten: 3 Zimmer ⸗Wohnung, wane B2437 esucht: —4 Zimmer⸗Wohnung, Oſtſtadt oder Nähe des neuen Krankenhauſes. Angeb. unter W. C. 78 an die Geſchäftsſtelle. Geſucht wird eine —3 Zimmer⸗Wohng. mit Zubehör. 4746 Geboten wirp eine 1 Zimmer Wohnung mit Zubehör. Umzua wird vergütet. Angebote unter F. H. 8 an die Geſchäftsſtelle. Ruhiges, einfacheres Zimmer von Fräulein geſucht. Angebote an Malten, Kaffee Waldbauer, O 3. —45⁴³ Gebild, ig. Chepaar ſucht für 15. 6 od. 1. 7. 2 leere od. teilw. möbl. Iimmer mit Küche. möglichſt Neckargegend. Angebote unter B. W. 22 an die Geſchäftsſtelle 4574 Ig. Mann, 21 J. alt, ſucht 4755 leeres Zimmer ſof. zu mieten. Angeb. mit Preisangabe unter F P. 15 a. d. Geſchſt. Von Dame wird leeres Zimmer od. ordl. Manſ. in gut. Hauſe geſucht. Angeb. m. Preis unt. C. J. 34 a. d. Geſchäftsſt. B2478 Möbl. Zimmer von ruhig., anſt. Herrn in ſicher. Stellg, geſucht (Neckarſtadt), Angebote unter F. A, 1 an die Geſchäftsſtelle. 4736 Möbl. Zimmer m. Penſ. von berufstät. Frl. womögl. bei allein⸗ ſteh. Frau geſucht. In⸗ nenſtadt bevorz. Angeb Hübſch möbliertes Zimmef mögl. Nähe Park, d. Zulſenrene, e ertn in gehob. Stell 15. 9925 zu mieten ge Angebote unt. F. N415 ..aee Beſſ. Ehepaar 82405 für ſofork f 59 +2 möbil, Aa mit Küchenbenüt. Bahnhof bevorzugt. Angezote erbet, 11 B. F. 6 d. d. Geſchaftz ſtelle dieſes Blatte Beſſeres Ehepaat oel 2 Kind. ſucht für ſolen 1˙2 möbl. Haan mit Küchenbenütz. 0 Bahnhof bevorzugt, ntes Angebote erbet. 1 ft5 B. E. 5 d. d. eg2405 ſtelle dſs Bl. 5 Ruhiger beſſ. Kaula⸗ ſucht b. I. Jant ſreundl. ſial. Tnae b ſepar., mit Schrenn b. Bülro. Ange evtl. auch Bür 7 an die B. 77unter W. 821⁴v5 K 246801 Geſchäftsſtelle. f· 2 Zimmer(1 großes und 1 kleines) ebenek Aug zwiſchen Rheinſtraße und Jungbuſch(am ten. gelegen, ſofort oder ſpäter zu vermie 42⁴² Angebote unter Z. C. 153 an die Geſch⸗ öbl. Balhen „Beſichtigung des hiſt. eſtzuges zu vermieten. Angebote unt. E. T. 94 a. d. Geſchäftsſt 14718 Zu vermieten; Großer Weindcelleor mit Büro. 44692 Jakob Kling, Q 2. 5. Schön möbl. Zimmer in gutem Hauſe, Nähe Börſe, Rheinſtraße, an gebildeten Herrn oder Dame zu vermiet, evtl. auch leer. D 6, 4, 3. St. 479 7 Elegant möblierte 2- Unmer Monnung in beſt Oſtſtadtlage, an beſſ. kinderloſ Ehepaar ſofort oder per 1. Juni zu vermieten. Angebote unter E. O. 91 an die Geſchäftsſtelle. 4715 Schön, ausgeſtattete 4 Iim.-Wonnung mit Bad und Zubehör, billige Miete u. etwas Möbelübernahme abzu⸗ geben Angebote unter E. O. 89 a. d. Geſchäfts⸗ ſtelle dſs. Bl.*4713 Nähe Waldhofſtraße, Neubau B241⁵ 3 Zimmer Bad Zubeh., auf 1. 6. mit Baukoſtenzuſchuß zu vermiet. Telephon 5702. 2 ſleere Räume i. Abſchl., zu Bürozweck. od. Lager, m. Kloſett u. Keller ſof, zu vermiet. Angeb unter E. W. 97 g. d. Geſchäftsſt. 4725 1 5d. 2 ſeht qut Himimtef,, m. 2 Betten u. he⸗ benütz an 1 0 10 0 od. 2 Herren ſof, 5, J. mieten. 15 7. 15 Aufänger für gre ˖ fiate. der Zuſchriften ache .80 en W— ſtelle dis. unter J. H. Geſchäftsctelle⸗ Thiele upalge ule antisept. Fußbott Scle das Ideal aller, Gieruel, pulver sofoltkeen mele kein Wunduego fig Streudose ährtt 35 jähtig 1, U1.5 bebo ier Zum Fesla, Fenſterplatz Bergllug ſonen gegen e Angebo⸗ Kue 55.f. Geſgagz telle dſs. ee ee b. jie 82 Er e e. — Lottrlea. zeln Weib 2 Aeeltag. den 21. Mal 1928 National-Theater Mannhelm 1 Freitag, den 21. Mai 1920. Nr. 291, Miete E, Nr. 38 B. Nr. 3001—3010, 8281—8294 Vego—Fgsrg, 10 00—10 01s. FpB. Ar. 2081—2068, 2151—2178, 6201— 6281. BOOOGOACCOC10 7 Operette in 3 Akten von Franz v. Supp. ee gesetzt von Alfred Landory.— Musikal. tunzz Gustar Mannebeck.— Bähnenbilder: Heinz Grete. Autang.0 Uhr. Ende 10.80 Uur, Bley Persenem: 5 pi anni Boccaceio Elisabeth Gritsch ero, Prinz von Palermo Robert Vogel Alfred Landory Barbier Marianne Thalau Eritz Bartling Ottilie Linn · Letti als Gast Hugo Voisin Elise de Lank Trude Weber dterinzhi, Faßbinder baabella, tein Weib damdertucef o, Gewürxkrämer Wetronella, sein Welb Flamett Lenette belder Ziehtochter 7(Paul Berger chlen(Marie Enengl r Studenten mit Riebe Emmy Pabst 755 Boccaccie(Therese Weidmann 0 erico befreundet(Anna Tollwig *(Alma Seubert 1(Charl. Scheidemann Undekannter Otto Steege r Majerdomus des Herzogs N Toscana Kolporteur desco, Lehriunge bei Lotte- 8 rin Checco, Bettler wiscometto, Bettler Iit elmo, Bettler dts Nana, Bettler Franz Bartenstein Hermann Trembich Katharina Frank Karl Zöller Karl Schellenberger Joseph Viktor Emil Brandt Bar Mppa(Vera dretta IMagde im Dienste( uiseBötteher- Fuchs Violanta Lambertuceio's Pora Seubert —„Comedia dell' Arte“ 2 alone Hugo Voisin ichells Karl Zöller Colichinen. Adolf Jungmann Flenndian Margarete Ziehl eanehlng Paul Berger n Rolt Arnim di eissino Fritz Bartling adlane apielt u Plerens im Jahre 1331. e ö Hfeler Gh P 6 Enge Planken P 6 Ab heuie der medizinisehe Aufklärungsfiim zum 3 Abschlub der Relchsgesundhelswoche in Mannheim: 11 Vier pisoden aus dem Tagebüch eines Arztes. 1. Epis ode: Wily Kroseh duel Oymnaslasten(Werner 0 D 2, Episode: — Sanitätsrat.... Rudolf Biebrach er Student.. Olat Storm ˖ 3. Episode: er Sanitätsrak„.. Rudolf Blebrach Der Vater.„ Erie Cordell 4 Mutier.„„„„„ Nluta Helling e Amme„„„„„ Karin Svedenberg 0 4. Episode: der Bauer„„„ Klchard Wirih ie Büäuerin„ Erida Richard Beres Nichte,„„„„ Erta Bognar Stadtreisende.„ Ulrich Betiae Der Sanitätsfat... Rudolt Blebrach bie Aulfahrung dieses Films lindet in engster Fühlung mit der Peutschen Ge- Sellschatt zur Bekämptung der E Geschlech' skranſcheiten statt. r ist mit früheten ähnlich lautenden Filmen nicht zu vergleichen. Denn: Jetzt ist man den Dingen erusthafter zu Leibe gégaugen!““ 455 die Kritik des Stadiblattes der, Frank- bie Zeltung“ vom 16. 4. 1926 lauiete: be Auklätung als solche spiegeit sich einen und großen Schicksaten aus dem täglichen Leben. 8270 Schönes Beſprogramm Aclangeseſten der Fiime Wochenlage: 40915 429.430. 6 08,.8, 6 28.636, Kas 8 828. 8 38,.45 pis 10.18 Uhr. senöunung tügl. schon ab& Uhr. eeeeeeeee Prorbmbpel„Mercedes“, günſtig an J218 00 bequeme u Kakalog ne Fee g 8 ercedes“ Lorch/ Wibg. der vortragende Arzt, Arthur Kronburger Keue Mannheimer Jeilung(Mittag⸗Ausgade —— Nähe Friedriehsbrüeke Ab heufe I. Der große Lustspielschlager von dem weltberühmten deutschen Regisseur Ernst Lubitsen 9 N , müch noch einmdl Ein köstliches Spiel in 7 Akten unter dem Motto: frohsinn und Lebenslust! Die weibliche Hauptrolle spielt Marie Prevost Das Schauburg-Orchester wird diesen Lustspiel-Schlager durch orlginelle Musik besondeis Wirkungsvoll gestalten! Zwelter Srobflim in Erstaufführung: Die Ehre geretfteinß Ein Heldenstückchen in 6 Akten, Aeußerst spannende Handlung. Hauptrolle: Richard Barthelmess Beiprogramm! Anlangszeiten der Filme wochentags: .00,.15, 5 30,.40..55,.15,.25, .40 bis 10.55 Uhr Sonntags ab 2½ Uhr. Arhl f A — Die großen pfingst- Vorlührungen Deutsche Herzen amn Deutschen Rhein 6 Akte aus Deufschlands jungster Vergangenheit Aus der Fülle ersiklassiger Schau- spieler 5 H. A. von Schlettow, rete Reſnwald, Hans Albers in glänzendster Weise hervor 9 Die Nöte ges Rhel Der Kampf um die Scholle Henlich— die Milieuschilderung der theinischen Dortbewohner. Rheinstimmung! Rheinzauber! ——— 8 Als zweiten Gioßfum zeigen wir Ihnen: Kann eine schöne Frau treu sein?? (Die Frau des nüchsten Jahres) Eine Gesellschafis- u, Charakterstudie a. d. modern. New-VFoik in 7 Akten Gaumont-Woche 19 Anfang.00,.20, 8. 10 Uhr Jugendliehe haben zu halben Preisen bei Deutsche Herzen am Deutschen Rhein Zutritt alagt-Iheater Homiker Jrümaachnen berufm. Vortragskünſtler gebraucht, 700074 ſich für Feſt⸗ preiswert zu verkanſen chleiten ete. Bzi8dg] WInkel, N3,.-9. K 2. 17, 3. St. links. Tel. 2495. S12 Händler— Hauslerer jetzt günstigste Zeit zu hohem Verdienst durch Verkaut von Madrolin-Insektenschutz. Näh. ed A not- u. Weiswein, Blutwein, Mala- Schokolade. Praliuen in großer Auswahl, SSehr gumsfige Angebote Herren-SekkOrzuge 28, 40. 8, 8 NA Ele de Sje sich rur m efmern Arzuq voru-. fNAben, der feclellos sifzt umd Sie in fedder Bezlerumqg vorfeilheftf Kkleicdet. Wir Hhaber JUr Sie: Frtihfebrs-NMänfel 50, 5S, 24, 08 NA. Ul. DSDBer 1 4, 12 EIGENE FPAPRIKATION(DER GRUND FNUR UNS. BEISPIBELLOSE LEISTUNGSFAHIOKEITi) Gebr. Manes Manngeim Planken Waunkeime S874 nmnn. Abendlich 8½ Uhr Tauberschau Kassner Sommerpreise:.—,.—, 5— Mk. einschl. Steuer Fernsprecher 1624 reeer 10 2 Sonntag, 28. Mai— Montag, 24. Mai, Unchmittags 3½ Uhr Kinderverstellung Erwachsene haben ein Kind frei Ballhau hinterm Schloß S1⁴9 empfiehlt für die Pflingstfeiertage ſeinen DrächfigenGarten 5 und seine geräumigen Säle. Guten bürgerl. Mittagstisch. Kenzert an beiden Festtagen. 5 ſtuaer faeualeg Mannheimer Hulturfilmbühne Inh.: Badische Lichtspiele für Schule u. Volksbildung. im Vortragssaal der Städt. Runsthalle Elngang Friedrichsplatz. S280 22˙UUrrrrrrrrrr———— ch bin Dir treu mein Pfalzersand und „Sbunige Rheinfahrt Vom 21. bis 28. Mai. rr——————— Prels e: Mk.—.80,.—,.30,.50,.80, Erwerbs· lose, Studierende u. Schüler halbe Preise. Jugendliche haben Zutritt. Vorverkauf: Kunsthandlung Heckel, O 3, 10. Vorzugskaitenhefte im Vorverkauf. eheerueee Telephon 10687 Telephon 10687 Salomaddampfer„Fürst Bismarck“ 500 Pers. Rheinbrücke rechts. Freitag, 2½ Uhr, Worms und zurfek,(3 Stunden Aufenthalt) Mk. 1. Sonntag(Pflugsten) 10 Uhr Hafenrundfahrt M.— 15„ 6 Uhr Spazlerfahit Mk.— Pfingstmontag, 6 Uhr Rüdesheim u. zurück, 6 Stunden Aufenth alt) Mk.50 Vorverkauf: Veikehr sverein Kinder die Hälſte. Willst Du Wein zu Festen kaufl beim Fachmaun ein doit gibt's stets den Besten der billig, gut und rein sleh Jedermann dort holen kann das Lier von 75 Pfg. an; in IAühsb'-Meiszelle Jelzi Elienstrasse 16. Billiges Ppfingst-Angehbot, 1924er ſeiner St. Johanner Weißwein per Liter.00 M. ohne Glas, sowie Pfälzer 4290 gu, feine Liköre, der besten Maiken. 4274 Kaffee. Tee, Kakao, Boubons, steis Neuheiten in Erfrischungen. Feine Thüringer Wurstwareni Aufsch, Jalami in ganzen Stücken, Plund 2,00 M. Küse, fst. Süßfrahmbutter. J PId. 50 Pf. Mein gutes Bauernbrot à Pid.-Laib öö 4 Pl. Niederlage des bekannten Köstritzer⸗Bieres. Orangen, Datteln, Feigen. Kadel, Rilttelstr. 5 Nähe zulgte Tel. 6518. (Besichtigen Sie meine Auslagen.) Fohr. Napser8 faal.-Malen Der Gipfelpunkt in Preis und Qualitat! Ein Versueh uberzeugti Oaracas mit Santos Sperlal M..20 d. Pid. auatemalaa..40 Caraoas Hochgewächs..„.60„„ ſirisch gerösſei Alle andeien Waren billigst Gratis(bis Pfingsten) ¼ Pfund Bonbons beim Einkauf von Waren(Zucker ausge- nommen) im Gesamtbstrage von mindestens Mk..75 Aaley daaahceh,ape Filialen in Mannheim: G 5, 10 Gungbuschstraße) 4 1(gegenüber Konkordienkirehe) 7 3 Schwetzingerstr. 106(nahe Traiſteursti.) Meerfeldstr. 28(Lindenhol) 5 Filjale in Ludwigshafen;: Ludwigstr. 20(neben Bäckerel May) Alobten Sie genan zut unsers Firma„Gebr. Aa567“ Inlius Albert, Mannheim, I. 15, 2, Emö⸗ Freiw. FeuerwehrMannheim 75 jähr. Jubiläum amstag, 22. 5. 26, abends 8 Uhr, im Nibelungensaal Festbhankeff Mitwirkende: Frau Jaue Freund-Nauen, Soli für Alt, Fritz Weinreich, Lokalhumorist, 6 Damen vom Nationaltheaterballeit, Gesangverein Flora e.., Mannheim(200 Sänger), Leitung: Mu- sikdirektor Gellert, Feuerwehrkapelle Karlsruhe, Leitung: Musik-⸗ direktor Irrgang. Jonntag, 23. 5. 1986, vorm. ½11 Uhr Fesfak unter Mitwirkung der Feuerwehrkapelle Mannheim, Leitung: Kapellmeister Homanu-Webau. Das Festbuch. Preis RM..50, berechtigt zum frelen Elntritt bel beiden Veranstaltungen, außerdem zum frelen Eintritt in das Schlobmuseum, in die Kunsthalle und die sonstigen städtischen Sammlungen. Es enthält das gesamte Programm der Festtage und ist Üderall erhältlich in allen Buchhandlungen. 42⁰4 eeeeseeeeeeette deeeeeeeeeeeeeeeeeseeeseeeeseeeeeeeetee s * 1 * * * * 4. * * * * Verein fur Pferdezuchi Mannheim— Sandhofen— Scharhof. Pfingstmontag, 24. Mal, nachm. ½3 Uhr auf dem Rennplatz (shem. Luftschiffhafen) Sandhofen Brusses üffentlihes Pferilerennen an Tutalisatur und Restaurationsbetrieb mit niedrigst gehaltenen Eintrittspreisen. Jeseseesesseeeseesseeeeeseeesssessosessessseet Die gröbte Werbekraſt ist dle Zeitungs-Anzeige zur richtigen Zeit in der richtigen Abfassung in der richtigen Form in der richtigen Zeitung xeuen Mannneimer Teliung 9 85 00—— nue— ,, wir du exigen w en 400 Verbaltniſe gezwungen, die Geſchä aufſicht zu beantragen. , Die Geſchäftsaufſicht wurde vor einigen Tagen aufgehoben, und die bellebten, vielmillionenfach be⸗ währten Kukirol⸗Erzeugniſſe ſind nun wieder in all⸗ bekannter Gate ln faſt allen Apotheken und Drogerien Als Neuheit bringen wir ſetzt antiſeptiſch imprägnferte Kuklrol⸗ Einlegeſohlen in denHandel. 5 Paar dieſer neuengukfrol⸗Sohlen koſten nur 50 pfennig,. Wenn Sie dieſe neuen Kukirol⸗Sohlen tragen, ſo werden Sie ſtets trockene Füße haben und badurch viel Strümpfe und Schuhwerk 2— eeeeeeseeeeeeeeee4644 0. Frellag, den 21. Mal 1920 + 10. Seite. Ar. 252 e Auue —— 8— 1 2 2 05— Ee Zu jedem Pfund die 82 Woche“ erat a, Prucksachen ür die gesamte Industrie liefert prompt Druckerel Dr. eer G. m. b.., bein E 6, 2 8 * Freunde eines Teſadeicbef Munnfeim G⁴ FFERVRUE JS Fubrig asſall. Lulen Fincralwassers trinken nur Nugusia Licforia SSsHegs.e,/Lehn, Post LGhaberg PDaes NMinerelwWesser höchsten Quslirär deg eene Schurig 15 N rrul Wei Alleinvekauf und Haupiniederlage: 4296 A. Ballweg Mineralwassergrophandlung— Mineralwasserfabrik S G, 17. Maumeim. Tel. 2911 — emnt cntes Agenturen- Arabenveräuker. Altes Rathaus F 1. Einzelverkauf Jungbusohstr. 33, Parkring ta, Heerfeldstr. 1 Schwetzingerstr. 24, Waldhofstr. 6 am Paradeplatz, Börse, Strohmarkt, Wasserturm, Tattersal, Breite- strabe K 1. Frledriohsbrücke, vor dem Hauptbahnhof Aloshe. am Wasserturm und an der Frledrlobebrüoke. Dahnbolz-BZuchbandlangen. Sohwoetzingen, Bruchsal, Karlsruhe, Offenburg, Lahr Ludwigshafen a. Rh und Landau. in Manphelm, Heldelberg, Welnhelm a d. Bergstr. Diingst- Angcbot! Für die Festtafel: Frisches Schwelnefleisch 1* Bug und Lappen Plund la. Odisenileisdi kurz gefr. Prachtware nur noch als Votrat. la. Ochsenbadten, furz gefr. Tubenkios ia. Omsenleber, für Beton und Eiſen⸗ Belenehngsbörper Kronen 8136 Ampeln Staubsauger gegenRatenzahlung Gordt, N 3, 2 Für die Wanderung: beton geeignet, ſofort Bauernbratwürste franko Waggon Mann⸗ ꝛum Kochen u. Rohessen. Paar 40. im abzugeb beim abzugeben. leeschinken, in bamen 2 Wan e.4 Pfund schwer... Plund r Saunkenspedt 2²⁰ 5 in g. Stücken Pfund Einstenlhale nraunscweig. NHeuwursi für Motorrädder z Weaat und, Salamt ete, auch mit Beiwagen, bei CCCCCCCCCCccCcccccc billiger Monatsmiete. Für Hotels u. WIrtschaften Seckenheimerſtr. 40 5 24776 im Hof. 0 Aippchen, Knöchel, Sohinken, Würste in ſeder Menge vorrätig alnenstangen komplett mit Spitzen liefert in allen Farben Willy Schwender, Rheinau. Relaisſtr. 167. Bꝰ2499 Junge Erbsen 110 mittelfein.. 2 Pfd · D Fst. Stumgen-sehrg, 0. 75 bohnen 2 Pfd-D. aee5. U. eeee 0. 95 4..20 Apfelgelee 119 75 5 Pfd.-Eimer 10 do. 2 91 Eimer 95 Pf. Spargeinbschnt, Hartgrieß-Makkaroni 5 1 4. J5 fl wirabellen Herpglig. 1 Zwetschen Helvetia 0 2 Pid- D..% .P.. Erdbeeren 2 Pfd.-D. 1˙% Hawaiian. 11 05 in Scheiben 2 Pfd. Gem.,Früchte- Marimelade bPfd. Eim. pf do. 2 Pfd.-Eimer 9 Camembert, vollfett rt. 6 teilig Krakauer Nordd. Hartwurst, Cervelat u. Salami Pfd..— „ Schlackwurst in Schweinsd. Pfd..25 „ Schinkenspeckck. Pfd. 2. „%%%%%— 17* Prima Ungsteiner Rotwein 1 Lir. 9 + Prima Bechtheimer. IIIr. 5 VARENνuA GROSSE AUSSTEIIUNC SESUNDREITSPIECE SoOelAlkE FEURSOROCE 6 LEIBESUBUNEEN erbunden mit der Jſſeldorſer 258 r aecre fn-r— g,,],, ,Y.,,,.e