FSͤö;à —. — de vollindaltlich der in Berliner Freitag, 30. Juli Hezugspreiſe: In Mannzeim und Umgebung frei im *—.— die Poſt monatlich.⸗.250 ohne Beſtellgeld. Bei eventl. Aenderung der wiriſchaftlichen Verhältniſſe Nachforderung vorbehalten. Poſtſchecktonio 0 9 Nr 17590 Karlsruhe.— Hauptgeſchäftsſtelle E 6, 2.— Mann eIlmer Enera— lzelger Geſchäfts⸗Nebenſtellen: R1, 4/6(Baſſermannhaus), Wald⸗ 8 hofſtr. 5 Schwetzingerſtr. 24 Meerfeldſtr. 11.— Telegr. Adreſſe: Generalanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. dwölfmal. Fernſprech Nr. 7941;, 7942. 7943, 7944 u. 7945 Abend⸗Ausgabe Preis 10 Pfennig 1926— Nr. 348 finzei reiſe nach Tarih bei Sorauszahlung ole cup. 5 Allgem. Anzeigen.,40.- M. Reklam. —4 R. M. Kollettiv-Anzeigen werden höher berechne:. Für Anzeigen an beſtimmten Tagen Stellen und Ausgaben wird keine Verantwortung übernommen. Höhere Gewalt, Streits. Betriebsſtörungen uſw. berechtigen zu teinen Erſatz⸗ inſprüchen für ausgefallene oder beſchränkte Ausgaben zder für verſpätete Aufnahme von Anzeigen. Aufträge durch Ferniprecher ohne Gewähr.— Gerſchtsſtand Mannbeim. Beilagen: Sport und Spiel Aus Jeit und Leden Mannheimer Frauen-Seitung Unterhaltungs-Beilage · Aus der Welt der Cechnik. Wandern und Neiſen Geſetz und Necht Ne belgiſch⸗ranzöſiſche Währungsbeſprechung Gemeinſame Stabiliſierung Zu den jetzt beginnenden belgiſch⸗franzöſiſchen Währungsver⸗ dandlungen bemerkt der„Matin“, daß es unbedingt notwendig ſei, letzt eine Verbindung Frankreichs mit Belgien herbeizuführen, zumal ja Frankreich ein Stabiliſierungsminiſterium habe, deſſen Pläne von einer ſtarken Mehrheit geſtützt würden. Das Blatt be⸗ dauert es, daß ein ähnliches Zuſammengehen mit Italien wegen r unſicheren Währungslage nicht möglich ſei. Auch das„Journal“ fordert zur Zuſammenarbeit auf, warnt aber davor, ein gemeinſames Heilmittel zu ſuchen. Wie das Blatt weiter zu melden weiß, dürfte bei den Verhandlungen Briands mit dem belgiſchen Miniſter Vandervelde und Francois auch die Aufnahme Deutſchlands in den Völkerbund, die Frage der Rheinlandbeſetzung ſowie die Umbildung des Völkerbundsrats zur Sprache kommen. Eine Gold-Lira für Ilalien? Parts, 30. Juſl.(Bon unſerem Pariſer Vertreter.) Das ansaabtatt Onformation- meſdet aus Nom. daß die ttalieniiche Renaierung vorläufla an etne Rüdtebr zur Goldſtabilität alcht denke. Sollten aber Frankreich und Belgien zu einer Ver⸗ ſtändiauna für die Wiedereinführung des Goldfranken gelangen. ſo wäre auch Italien qenötiat. die Goldlira zu ſchaffen. vertrauensvotum für Herriot Eme Abordnung des Vorſtandes der Radikalen Partei poincarés„Demokratie“ V Paris, 30. Juli.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Alle Vorbereitungen ſind getroffen, um die Finanzdebatte in der Kammer illuſoriſch zu machen. Poincaré verlangt, daß pro⸗ viſoriſch die Unterdrückung aller Zuſatzanträge beſchloſſen werde. Eine ihm naheſtehende Gruppe wird außerdem beantragen, daß die Obſtruktion durch einen Beſchluß lahmgelegt werden ſoll, Kraft deſſen jeder Antrag auf öffentliche Abſtimmung von min⸗ deſtens 50 anweſenden Deputierten unterzeichnet werden muß. Das poincariſtiſche Blatt„Paris Midi“ ſchreibt:„Die Abgeordneten werden raſche und ganze Arbeit leiſten müſſen, wenn ſie nicht die Verantwortlichkeit einer neuen Kriſe auf ſich laden und die dürftigen Ueberreſte von Popularität gänzlich einbüßen wollen.“ Wie Poincaré die Oppoſitionspreſſe mundkok macht Die Oppoſitionspreſſe beſchränkt ſich jetzt nur mehr auf den„Quoditien“ und das Blatt„Volonté“. Wie in publiziſtiſchen Kreiſen bekannt wird, erreichte Poincaré bei dem Senator Lederlin, daß das Blatt„Oeupre“, deſſen Haltung bisher dem Miniſterpräſi⸗ denten unfreundlich war, der Regierung Entgegenkommen beweiſt. Der Senator Lederlin iſt Hauptaktionär des„Oeuvre“. Ferner ver⸗ anlaßte Poincaré die Entlaſſung des Leitartiklers des Abendblattes „Paris Soir“, Froſſard, deſſen Kritik an den Finanzrezepten des Miniſterpräſidenten angeblich das Vertrauen der Heffentlichkeit ſchwäche. Ueber die Mittel, die angewendet werden, um„Paris ſetzte Herriot geſtern abend von einer Entſchließung in Kenntnis, Soir“ auf die Seite Poincarés zu bekommen, braucht nichts mehr daß die Partei ihm auch weiterhin das Vertrauen ausſpreche. Deutſchland und die Erklärungen Chamberlains Wie dereits mitaetellt, aab Chamberlain im Unterhaus die Er⸗ klärung ab. wonach man der deutſchen Regierung keinerlei Zu⸗ ſage gemacht babe. daß die Beſatzunastruppen im Rheinland auf die ahl der deutſchen Garniſontruppen vor dem Kriege vermindert würden. Chamberlain ſügte jedoch ausdrücklich hinzu. daß die enaliſche Realeruna ſich weiter an die Note der Botſchafterkonferenz dom 14. 11. 1925 gebunden halte. Die„Täaliche Rundſchau“, die häufia das Sprachrohr des Außenminiſter Or. Streſemann iſt, bält dies Bekenntnis Cham⸗ rlains zr der Botſchafternote vom 14. 11. mit Recht für wichtig und knüpft hieran den nachſtehenden Kommentar:„In lener Note bat die Botſchafterkonferenz zugeſaat, daß man die Be⸗ ſakungstruppen ſenſiblement“. d. b. fühlbar“ herabſetzen werde, und zwar auf die viel beſprochene„cläffres normeux“, d. h. auf die Normalziffer. Ueber die Bedeutung dieſes Ausdruckes iſt allerdinas eine gewiſſe Meinungsverſchiedenheit entſtanden. In⸗ ſelgedeſſen bat die deutſche Reajerung damals durch den deurſchen tſchafter in Paris dem dortigen Auswärtigen Amt die Ertlärung bgeben laſſen. daß ſie unter Normalaiffer den deutſchen Garniſon⸗ nd vor dem Kriege verſtehe. Dieſer Erklärung iſt nicht wider⸗ lprochen worden. Wenn alſo der enaliſche Außenminiſter an der Deutſchland gegebenen Zuſage feſthält. ſo wird er nicht darüber binweagehen können. daß Deutſchland. ohne Widerſpruch zu finden. er Note eine Auslegung gegeben hat, die die Stärke der deutſchen Garniſontruppen vor dem Kriege als Normalziffer feſleat.“ Wir alauben nach unſeren Informationen dieſen Ausführungen der„Täglichen Rundſchau“ ausdrücklich hinzufügen zu können, daß Regierungskreiſen herrſchenden ſtung entſprechen. Deutſche Kriegsgefangene in Sibirien Nach Mitteilung dezs Deutſchen Konfulates in Nowoſibirſk(früher Notajewſt) ſind ſeit Auguſt 1923 216 ehemalige Krieg«⸗ defangene ermittelt worden, die in Sibirien freiwillig zu⸗ tückgeblieben ſind. Außerdem verfolgt das Konſulat zurzeit noch die von 40 Perſonen, deren Anſchriften und Perſonalien noch nicht genau feſtgeſtellt werden konnten. Wieviel von dieſen 40 Per⸗ ſonen ehemalige deutſche Kriegsgefangene ſein werden, iſt daher noch iß. Von den ermittelten 216 ehemaligen deutſchen Kriegs⸗ defangenen iſt eine Anzahl nach und nach in die Heimat zurückge⸗ kehrt, mit ihnen 21 ruſſiſche Ehefrauen und 33 Kinder. Soweit die Perſonalien bei ehemaligen Militärperſonen auf die Faberen Truppenteile ermittelt werden konnten, können ſie bei den ezirksämtern u. den Bürgermeiſterämtern erfahren werden. Von der Möglichkeit der koſtenfreien Heimſchaffung durch das Konſulat ſind 80 Kriegsgefangnen ſeit 1924 wiederholt benachrichtigt wor Die allgemeine Ermittlungstätigkeit des Konſulates wird weiter fortgeſetzt. Alle neu ermittelten ehemaligen Kriegsgefangenen wer⸗ den von ihm ſofort den beteiligten deutſchen amtlichen Stellen be⸗ teamt gegeben, die für Benachrichtigung der Angehörigen Sorge derden. Völlig zwecklos iſt es, in Sibirien Vermißte zu ſuchen, von nen ſeit der Vermißtmeldung überhaupt kein Lebenszeichen in die imat gelangt iſt oder gar ſolche, die an der Weſtfront in Verluſt geraten find. Um eine vorhandene Spur verfolgen zu können, muß beindeſtens ein Aufenthaltsort des Geſuchten aus der Zeit ab 1920 kannt ſein. Reine Amte müdigkeit Seßlers L IBerlin, 90. Juli.(Von unſerem Berliner Büro.) Aus München iſt die Meldung verbreitet worden, daß der Reichswehr⸗ miniſter Dr. Geßler ſich mit der Abſicht trage, im Herbſt von ſeinem Poſten zurückzutreten. Wie wir an zuſtändiger Stelle er⸗ fahren, iſt dort von einer derartigen Abſicht Dr. Geßlers, der heute nach Berlin zurückkehrt, nichts bekaunt. mitgeteilt zu werden. der Kirchenſtreit in Mexiko Mexiko City, 30 Juſi.(Spezialkabeldienſt der United Preß.) Den ganzen Tag über drängt die Vevölkerung in die überfüllten Kirchen, um vor Inkrafttreten der kirchenfeindlichen Maßnahmen der Regierung, die für morgen angeſetzt ſind, eine Meſſe zu hören und zur Beichte und Kommunion zu gehen. Beſonders in der Kathedrale, die von 60 000 Perſonen beſucht wurde, ereigneten ſich lärmende Szenen. Das Gedränge war ſo groß, daß drei Kinder zu Tode gedrückt wurden und Hunderte von Frauen in Ohnmacht fielen. Erzbiſchof Mora, der ein feierliches Hochamt zelebrierte, erlitt infolge der Hitze zweimal hintereinander einen Schwächeanfall und brach zuſammen, beſtand jedoch darauf, die Meſſe zu Ende zu leſen und die Firmung mehrerer hundert Kinder vorzunehmen. Die Erregung der kirchlich geſnnten Bevölkerung nimmt bedenk⸗ liche Formen an und es beſteht ernſte Beſorgnis, daß es zu größeren Unruhen und Blutvergießen kommen kann. Die Polizei hat Kenntnis davon erhalten, daß ſich die dem Klerus ergebene Bevölkerung in aller Stille bewaffnet. Generalſtaatsanwalt Ortega kündigt deshalb an, daß er die polizeiſiche Beſchlagnahme aller im Beſitz von Privatperſonen befindlichen Feuerwaffen ver⸗ fügt habe. Der Ernſt der Lage geht des weiteren aus dem Umſtand hervor, daß die geſamte Garniſon der Hauptſtadt ſich in Alarm⸗ bereitſchaft befindet und in den Kaſernen zuſammengegzogen iſt. Rriegsſchiffe für Polen Nach polniſchen Blättermeldungen werden auf den Schiffbau⸗ werften Chantiers Navals Francais in Bainville(Frankreich) demnächſt zwei Torpedobootsjäger vom Stapel gelaſſen, die für die polniſche Kieasmarine beſtimmt ſind. Die Schiffe werden je 1545 Tonnen Waſſerverdrängung umfaſſen. Die neuen volniſchen Kriegsſchiffe ſollen die Namen Burza(Gewitter) und Wicher(Sturm) erhalten. Eine überflůſſige Anft age Im ſächſiſchen Landtag haben die Deutſchnationalen eine An⸗ frage eingebracht, ob es wahr ſei, daß zwei Tſchechen als Ober⸗ ärzte an der Leipziger Univerſitätsklinik für Augen⸗ heilkunde eingeſtellt worden ſeien. Zu dieſer Angelegenheit weiß die„Voſſiſche Zeitung“ zu berichten, daß der Leiter der Uni⸗ verſitätsaugenklinik, Profeſſor Hertel, nach Abgang des bis⸗ herigen Oberarztes in der Tat darauf gedrungen habe, daß die frei⸗ gewordene Stelle einem tſchechiſchen Staatsangehörigen Dr. Ku⸗ bik eingeräumt werde. Das Miniſterium hat eine vorläufige Ein⸗ ſtellung bewilligt mit dem Zuſatz, daß das Interim bei Erſcheinen eines vollqualifizierten Reichsan( ehörigen ein Ende erreichen, ſoll. Von entſcheidender Bedeutung iſt jedoch, daß Kubik wegen ſeines Bekenntniſſes zur deutſchen Sache in der tſchechiſchen Armee degra⸗ diert worden iſt. Daraus ergibt ſich alſo, daß dieſer angebliche Tſcheche ein Su⸗ detendeutſcher iſt. Daß man von der Exiſtenz der Sudeten⸗ deutſchen im angrenzenden Sachſen nichts weiß, iſt zwar nicht ganz neu, bleibt aber immer charakteriſtiſch für die angebliche„deutſch“⸗ nationale Mentalität. Rommuniſtiſche Sammlungen für die Streikenden in Englend UBerlin, 30. Juli.(Von unſerem Berliner Büro.) Von heute bis Sonntag ſollten drei Tage von den Kommuniſten Stra⸗ ßen⸗ und Hausſammlungen für die ſtreikenden engliſchen Arbeiter ſtattfinden. Dieſe Sammlungen ſind vom Berliner Polizeipräſi⸗ dium, vermutlich auf Anregung des Auswärtigen Amtes, ver⸗ boten worden. Die Kommuniſten ſcheinen das Verbot trotzdem nicht allzu tragiſch zu nehmen, denn die„Volkswacht“, die als Er⸗ ſatz für die„Rote Fahne“ erſcheint und deren Verbot illuſoriſch macht, fordert immer noch dazu auf, für die engliſchen Streiken⸗ den zu ſammeln und„aktive“ Solidarität zu üben. Keichstagsreform Es war kein Zufall, daß juſt in dem Moment, da der Reichstag auseinanderging, Wünſche zur Parlamentsreform an⸗ gemeldet wurden. Schließlich, wennſchon die Seſſion nicht ganz er⸗ giebig war, blieb ihr Ausklang doch über die Maßen unerfreulich. Und auch von dem Geleiſteten wird vielleicht zu bekennen ſein, daß es trotz dem Parlament und den heute in ihm herrſchenden Sitten erreicht wurde. Ein ſozialdemokratiſcher Autor hat vor einiger Friſt ſich forſch vor den Reichstag geſtellt und den Lobredner temporis praesentis zu ſpielen verſucht. Nicht alle Abgeordneten ſeien Drohnen und Diätenſchlucker: richtig. In den Ausſchüſſen werde viel fleißige und nützliche Arbeit geleiſtet: ebenſo unbeſtritten. Aber die böſen Zeitungen wären an allem ſchuld; die berichteten über die Ausſchüſſe nur zuſammenhanglos oder gar nicht und aus den Voll⸗ ſitzungen lediglich über die Reden der ihnen Naheſtehenden, indes ſie die Sprüche anderer bis zur Bewußtloſigkeit zuſammenſtrichen. Zwiſchen Abgeordneten und Parlamentsjournaliſtik beſteht, ähnlich dem Verhältnis zwiſchen Schauſpieler und Kritik, ein alter Reibungs⸗ zuſtand. Aber es liegt auf der Hand, daß wir nicht weiter kommen, wenn wir fortfahren, einander umſchichtig die Verantwortung zuzu⸗ ſchieben. Die Wahrheit iſt, daß das Intereſſe des Publikums und damit der Preſſe an den parlamentariſchen Verhandlungen ſchwand, als deren Niveau ſank und immer tiefer ſank. Aus dieſem Punkt allein, dann aber auch automatiſch, iſt das Uebel zu kurieren. In dem Augenblick, wo dem Reichstage die Fähigkeit innewohnte, auch dem Höchſtgebildeten etwas zu ſagen und dem Ein⸗ fachen noch das Herz zu rühren, würde er wieder das Ohr des Volkes haben, würden ganz von ſelbſt auch die„umfangreichen Par⸗ lamentsbeilagen“ der alten Zeit ſich wieder einfinden. Denn ſchließlich handelt es ſich hier doch um etwas Geiſtiges. Es geht über die Kraft des Leſers wie des Hörers, von zwölf Partei⸗ rednern oder, bei den herkömmlichen„doppelten Garnituren“, von rund zwei Dutzend Männern und Frauen zu demſelben Gegenſtand in Für oder Wider im Grunde immer wieder das gleiche zu ver⸗ nehmen. Um ſo mehr, wenn, wie das dermalen bei uns Brauch war, das belebende Moment der Improviſation, der plötzlichen Ein⸗ gebung, der eigentlichen Debatte ausgeſchloſſen iſt. In den deutſchen Parlamenten werden in der Hauptſache Monologe vorge⸗ tragen, mehr oder weniger ſorgfältige Ausarbeitungen, die man in Reinſchrift von Hauſe mitbringt. Zwiſchenrufe ſchon werden mitunter ſtörend empfunden, präſidiale Eingriffe können manchen vollends aus dem Konzept bringen. Der ſozialdemokratiſche Ano⸗ nymus ſchlug vor, um der geiſtigen Verödung zu wehren, die Zahl der Parteien zu verringern. Höchſtens fünf Parteien ſollten, jede unter einem„großzügigen und inhaltsvollen Programm“, die Maſſen um ſich ſammeln. Als da wären: eine monarchiſtiſch⸗nationaliſtiſche Partei, eine große bürgerliche Verfaſſungspartei, eine katholiſche, eine ſozialiſtiſche und eine kommuniſtiſche Partei. Ein ſchöner Traum. Einer, den wir alle ſchon einmal geträumt haben und der, wer weiß, eines Tages auch noch Wirklichkeit werden mag. Nur, daß wir ſolcher Wirklichkeit trotz Jarres, Gayl und Wirth wohl heute ferner ſind denn je. Müheloſer möchte, wenigſtens zurzeit, die Einigung über die Anregungen gelingen, die vor ein paar Wochen von der demokra⸗ tiſchen Reichstagsfraktion dem Geſchäftsordnungsausſchuß unter⸗ breitet wurden. Sie zielen darauf ab, das parlamentariſche Tagwerk zu entlaſten, indem man nur für die ſogenannten politiſchen Sitzungen, alſo, ſagen wir,„die großen Tage“, das bisherige Zeremoniell beibehält, alles andere aber, zweite Leſungen, auch die dritten weniger beträchtlichen Entwürfen die einfachen Anträge und Petitionen in Plenarſitzungen zweiter Ordnung(von den Befürwor⸗ tern„Geſchäftsſitzungen“ geheißen) einem beſchleunigten Verfahren unterwerfen läßt. Das knüpft im Grund an alte Vorſchläge an, die der frühere Miniſter Schiffer anzumelden nicht müde wurde. Nur daß er dieſe Geſchäftsſitzungen der Einfachheit halber in die Aus⸗ ſchüſſe verlegt zu ſehen wünſchte. Aber es mag wohl ſein, daß die neuen Formulierungen im Parlament auf beſſere und leichtere Fahrt zu rechnen haben, und dann wird man mit dieſer Reviſion der Schifferſchen Gedanken ohne weiteres ſich einverſtanden erklären können. Andere Anregungen zu dem gleichen Ende ſtammen von dem Reichstagspräſidenten Loebe ſelber: grundſätzliche Verkürzung der Redezeit, Verbot des Ableſens von Reden und ähnliches mehr. Wozu nur in aller Beſcheidenheit anzumerken ſein wird, daß es Virtuoſen im Ableſen gibt, deren lebendigem, von impulſivem Mienenſpiel unterſtützten Vortrag man überhaupt nicht anmerkt, daß nur ein geſchickter, mit Stielaugen begabter Vorleſer am Pult ſteht, kein von ſeinem Daimonion getriebener Redner. Selbſt Scheidemann, behauptet die böſe Welt, gehöre zu dieſer Art von Sprechern. Ganz abgeſehen davon(hier gilt Bülow als Schulbei⸗ ſpiel), daß in verzweifelten Fällen parlamentariſche Reden ſich ja auch Wort für Wort auswendig lernen laſſen. Die Hauptſache, will uns bedünken, wird bleiben, daß wir zunächſt einmal mit den gelten⸗ den Wahlmethoden brechen. Liſtenwahl und Proporz in den Formen, wie ſie heute geübt werden, haben aus dem angeblich „freieſten Wahlrecht der Welt“ ein Zerrbild gemacht. Die Abgeord⸗ neten werden im großen Durchſchnitt bei uns nicht mehr gewählt. Sie werden von Parteibürokratie und Intereſſenvertretungen er⸗ nannt. Und zum anderen: das Wahlrecht der Unmündigen iſt nicht länger zu tragen. Es iſt nicht nur ein Verſtoß wider Vernunft und Logik, iſt ſchlechthin eine Sünde am Staat, daß das verantwortungsſchwerſte Recht der Bürger jungen Leuten ausgefolgt wurde, die noch nicht einmal den ſimpelſten Vertrag rechtskräftig abſchließen dürfen. Man ſoll die Menſchen nicht ſchelten, die man wohl oder übel in das Parlament ſchickte. Man ſoll die Inſtitutionen zu beſſern ſuchen. Das ſoll man aber auch wirklich. Es gibt für uns Deutſche einſtweilen gar keine andere denkbare und mögliche Art des Regierens als den Parlamentarismus. Aber man muß ihn marſchfähig machen und von den Schlacken ſäubern. B 2. Seile. Nr. 348 Nene NRaunhelmer Jeniung(Adend · Rusgade) Jreſtag, den 30. Juſt 1928 Die Parteipolitik und der Magdeburger Mordfall In der Magdeburger Mordaffäre Helling hat ein allgemeines olizeiliches„Revirement“ ſtatigefunden. Der Berlimer Leaentnal kommiſſar Busdorf iſt zurückgezogen worden, ebenſo der Magdeburger Kriminalkommiſſar Tenhold. An ihrer Stelle hat man zwei Berliner Polizeibeamte, die bisher in dieſer Angelegenheit noch nichts zu tun hatten, mit dem weiteren Ermitllungsverfahren be⸗ traut. Die Berliner Linkspreſſe ſuchte dieſes„Revlrement“ als einen Skandal hinzuſtellen. Da ſie bisher den Kriminalkommiſſar Busdorf als ihren Mann gefeiert hat, ſo iſt ihr ſeine Entfernung ſchmerzlich. Sie ſlucht den Skandaf aber an einer falſchen Stelle. Die Polizei iſt ein Hilfsor des Unterſuchungsrichters und dieſer iſt vollkommen berechtigt, ich dieſenigen Beamten zur Mitarbeit auszuwählen, die er dafür geeignet hält, andere aber abzulehnen. Wenn er den Kriminalkommiſſar Busdorf abgelehnt hat, ſo bleibt er damit durch⸗ Rahmen ſeiner Befugniſſe. Nachdem auch Tenhold aus der ing zurlckgezogen worden iſt, wird man annehmen die Zuſammenarbeit zwiſchen Polizei und Gericht jetzt reibungetos vonſtatten geht, zumal auch in der amtlichen Mitteilung ausdrücklich feſtgeſtellt wird, daß die neuentſandten Berliner Beamten ihre Tätigkeit unter Leitung des Unterſuchungsrichters aufzunehmen Wenn man von einem Skandal in bezug auf die Behandlung der Magdeburger Mordaffäre reden will, ſo muß man ihn jedenfalls an einer anderen Stelle ſuchen. Er beſteht darin, daß die Preſſe der Linken eine geradezu gemeingefährliche Hetzkampagne gegen den Magdeburger Unterſuchungsrichter führt, weil dieſer es hat, den mit dem Reichsbanner eng befreundeten Fabrikanten udolf Haas unter Mordoperdacht feſtzuſezen und weil er ſich wei⸗ ſch den Haftbefehl aufzuheben. Wohl ſelten hat die Parteipolitik ich in einem Gerichtsfalle ſo zyniſch entblößt wie in dieſem. Der Magdeburger Unterſuchungsrichter, der mit beſtem Wiſſen und Gewiſſen ſeine Pflicht erfüllt, wird als ein Inſtrument in den Hän⸗ den einer Richterkamarilla hingeſtellt, die angeblich durch die Behand⸗ lung von Rudolf Haas einen Schlag gegen Hörſing zu führen beab⸗ ſicheer Der Linkspreſſe ſind die gemeinſten Mittel der Verdäch⸗ igung recht, um die Lage in dieſem Lichte darzuſtellen. Schamloſer — man noch nie verſucht, der Unabhängigkeit der Rechtspflege in n Arm zu fallen und man muß ſeiner lebhaften Verwunderung Ausdruck geben, daß vom preußiſchen Juſtizminiſterium nichts ge⸗ —* um den Magdeburger zu ſchützen. Die sbannerpreſſe hat nicht das Recht, einen Richter als Freiwild behandeln, weil er in voller Objektwität die Frage prüft, ob Rudolf Fau ſchuldig oder unſchuldig iſt. Ein fehlgegangener Schuß Das 1 Juſtizminiſterium teilt mit:„Der Reichstagsabg Dr. Vevl, der Berichterſtatter des Femeausſchuſſes des Reichstages, ſtellt im rts“ die Behauptung auf, der bayeriſche Juſtizmini⸗ ſter Gürtner ſei in ſeiner damaligen Eigenſchaft als Oberregierungs⸗ rat im Juſtizminiſterium in der Unterſuchung wegen der Ermordung des Kellners Hartung am 14. März 1921 dem Staatsnwalt in den Arm gefallen und habe dadurch bewirkt, daß die Mörder des Har⸗ tung nicht der verdienten Strafe zugeführt werden konnten. Dieſe Behau wird als unrichtig mit aller Entſchiedenheit gurückgewieſen. Sie findet auch nicht wie Dr. Levi behauptet, in den Akten, die das Juſtizminiſterium in Kenntnis ihres halts dem Femeausſchuß zur Verfügung geſtet hat, eine Grundlage. Mit der Unrichtigkeit der Behauptung entfallen ſelbſtverſtändlich auch alle Folgerungen, die Dr. Levi an ſie knüpft. Die Unterſuchung des Falles Hartung durch den Femeausſchuß wird die Behauptung Dr. Lepis in vollem Umſange widerlegen. Es wuß befremden, da Dr. Levi dieſer Unterſuchung vorgreift, obwohhl doch der Femeaus⸗ 111— gerade auf Antrag ſeiner politiſchen Freunde zur reſtloſen Auf⸗ ſärung der Fememorde eingeſetzt worden iſt.“ Nus den Keichstagsausſchüſſen Der handelspolitiſche Ausſchuß lelt heute eine Sitzung ab, um ſich mit der Regierungsvorlage über ie Ermäßigung der Mehlzölle zu beſchäftigen. Die Vor⸗ lage iſt vom Reichsrat bereits mit der Aenderung angenommen wor⸗ den, daß die Reichsregierung den Zeitpunkt des Inkrafttretens der ermäßigten Zollſätze nicht allein, ſondern im Benehmen mit dem Reichsrat und dem beſtimmen kann. Die er⸗ mäßigten Sätze ſollen am 1. Auguſt in Kraft treten. Nach einer ſehr lebhaften und ausgedehnten Debatte ſaſſe mit großer Mehrheit die Regierungsvorlage in der Reichsratsfaſſung endgültige Zuſtim⸗ mung, ſodaß die in ihr genannten Mehlſätze nunmehr am 1. Auguſt in Kraft treten werden. Die heutige Sitzung des zweiten Unterausſchuſſes des Enqueteaus es galt der Beſprechung der Geſamtſtruktur deg inneren Getreidemarktes. Profeſſor Sehring geht davon aus, daß Preisbildung für die landwirtſchaftlichen Produkte in Deutſchland namentlich für Getreide ungenügend ſei. Beim Weizen z. B. ſinke der Preis unmittelbar nach der Ernte ſehr ſtark unter den Weltmarktpreis, weil der kapitalſchwache und über⸗ laſtete Landwirt ſofort mit einem ſtarken Angebot auf den Markt komme. Es ſei durch die Sachverſtändign zu unterſuchen, ob dafür noch andere Urſachen vorliegen. Medͤiziniſche Umſchau ftmungstypus und Leiſtungsfähigkeit der Frau Von Dr. med. G. Zickgraf(Bremerhaven) Wenn man von einem Atemtypus der Frau ſpricht, muß man 5 klar machen, daß das Atmen eine große Anzahl von Muskeln Bruſtkorbs und des Bauches in Bewegung ſetzt, und daß eine Verſchiedenheit darin beſteht, welche Muskelgruppen bei einer be⸗ ſtimmten Perſon zum Atmen bevorzugt werden. So beſteht angeblich ein grundlegender Unterſchied zwiſchen der Art, wie der geſunde Mann und wie die geſunde Frau atmen. Dieſer Unterſchied iſt in den Lehrbüchern als weiblicher und männlicher Atemtypus genau feſtgelegt und beſteht darin, daß die Frau mehr mit den oberen Bruſtpartien atmet, während der Mann mehr die Flanken⸗ und Zwerchfellatmung benutzt. So war wenigſtens bis vor einigen Jahrzehnten in der Regel der Atemtypus verſchieden bei Mann und Frau. Neuere Beobach⸗ tungen haben ergeben, daß dieſe Unterſchiede ſchon lange nicht mehr beſtehen, und daß es nur auf die Lebensweiſe und die Kleidung an⸗ kommt, welchen Atemtypus der Einzelne zeigt. Dabei kann es vor⸗ kommen, daß der ſogenannte weibliche Atemtypus bei Männern ge⸗ junden wird, und der männliche bei Frauen. Das Kind zeigt keinen beſtimmten Typus, es atmet bald mehr mit den oberen Bruſtpartien, bald mehr mit Flanken und Zwerch⸗ Bekanntlich kann das Kind ja in jeder Lage ſchlafen, ſelbſt auf em Bauche. Der Grund, weswegen ſpäter eine Verſchiedenheit in dem Atem⸗ typus eintritt, liegt einmal in der körperlichen Ausbildung und In⸗ anſpruchnahme geſteigerter Leiſtungsfähigkeit. Daß dabei der Knabe beſſer abſchneidet und eine vollkommenere Atmung als das Mädchen ſeigt, iſt ohne weiteres klar, weil der Knabe mehr durch Spiel und ort ſeine Atmungsleiſtung ſteigern muß. Sporttreibende Mädchen nähern ſich aber dem normalen Atmen, das ſowohl obere Bruſt⸗ partien wie Zwerchfell und Flanken umfaßt, ohne weiteres. Der zweite Grund für eine Differenzierung des Atemtypus bei Knaben und Mädchen lag früher und liegt heute noch manchmal an der Kleidung. Jedes Kleidungsſtück, das in der Taille gebunden oder geſchloſſen iſt, und wenn es anſcheinend auch gar keinen Druck ousübt, verurſacht einen Mindergebrauch des Flanken und Zwerch⸗ fellatmung. Wie ſchnell es zum Nichtgebrauch kommen kann, und wie nachhaltig der Nichtgebrauch dieſer Muskeln auf den Atemtypus wirkt, hat man aus Verſuchen geſehen. Man gab Männern für wenige Tage ein Corſett, die genügten, um ſie der normalen Flanken⸗ Sachverſtändiger Dr. Schindler, Leiter der Preisberichts⸗ ſtelle beim deutſchen Landwirtſchaftsrat, beſtätigte, daß es ſchon vor dem Kriege Erfahrung war, daß in den kapitalſchwachen Ländern eine gute Ernte wirtſchaftlich verhängnisvoll ſein könnte, weil es an HKapital mangele, um die Ernte richtig zu nerwerten. Mit einer bloßen Aneinanderreihung und Vergleichung der Preiſe läßt ſich das Preisproblem nicht löſen. Die Preisſchwankungen ſeien es in Wirk⸗ lichkeit, die der deutſchen Landwirtſchaft das Mark aus den Knochen ſaugen und ihr das meiſte Geld koſten. Bei ſteigenden Preiſen halte der deutſche Landwirt mit dem Verkauf zurück, ſobald aber der Preis ſtehen bleibe oder ein wenig fällt, verkaufe er ſofort und drückt ſo auf den Preis. Die Arbeiten des Neichskalirates Wie verlautet, befaßt ſich die vom Reichskalirat zur weiteren Prüfung der Kalipreisfrage eingeſetzte Kommiſſion auch mit der Unterſuchung, ob und wieweit das Kaliwirtſchaftsgeſetz den jetzigen veränderten Verhältniſſen der Kaliinduſtrie entſprechend ab⸗ geändert werden kann. Es wird darauf hingewieſen, daß durch die zwangsweiſe Regelung der Kaliwirtſchaft insbeſondere das Durch⸗ halten unrentabler Betriebe und durch die Uebernahme und Verzin⸗ ſung einer Quote für die leiſtungsfähigen Werke eine hohe Belaſtung entſtehe. Badiſche Politik Aus dem Landtag Der Landtag ſetzte heute vormittag die allgemeine Aus⸗ ſprache über den Voranſchlag des Miniſteriums des Kultus und Unterrichts fort. Da der Etat heute noch erledigt werden ſoll, iſt beabſichtigt, eine Nachtſitzung abzuhalten. Zunächſt kam der ſozialdemokratiſche Abg. Dr. Engler zu Wort, der beachtliche Ausführungen über das badiſche Schulweſen machte und für ſeine Fraktion die Zuſtimmung zu den einzelnen Poſitionen erklärte, Bei der Abſtimmung über die Dodationen für kirchliche Gemeinſchaften werde ſie ſich der Stimme enthalten, ein Teil der Fraktion aber werde aus Paritätsgründen den Anforve⸗ rungen für die altkatholiſche Kirche ee Der Führer der Bürgerlichen Vereinigung D. Mayer⸗Karls⸗ ruhe lehnte das Gehalt für den Miniſter des Kultus⸗ und Unter⸗ richts, Miniſter Remmele, der das Amt proviſoriſch verwaltet ab. Er kritiſterte, daß nach einem Erlaß des Unterrichtsminiſteriums den Schülern die Zugehörigkeit zum Jungdeutſchen Orden verboten, dagegen für das Reichsbanner erlaubt ſei. Er nahm ſchließlich noch zu dem Fall Degen Stellung und n Geheimrat Prof. Hoche gegen die Angriffe des Zentrumsredners in Schutz. Weiter kritiſierte er die Zuſtände am badiſchen Landes⸗ theater in Karlsruhe. Mimiſter Remmele nahm dan zu den Ausführungen der Vor⸗ redner Stellung und erklärte, daß das Staatsminiſterium im Herbſte dem Landtag einen Geſetzentwurf über die Auseinanderſetzung über das Kirchenvermögen vorlegen werde. Das Miniſterium habe vergeblich verſucht, das anthropolitiſche Reichsinſtitut nach Freiburg zu bekommen, um da⸗ durch Prof Fiſcher in Freiburg halten zu können. Auch der Miniſter nahm Prof. Dr. e in utz, der einen internationalen Ruf als Gelehrter genieße und deſſen Aufgabe hauptſächlich auf dem Gebiete der Forſchung und des Lehrens läge. um nahm der Deutſche Volksparteiler Obkircher zum Gtat Stellung und erklärte die Zuſtimmung ſeiner Fraktion zu den Anforderungen. Er bemängelte allerdings das Nebengehalt für den Miniſter, erklärte ſich aber mit der Gewährung eines Aufwen⸗ dungsgeldes einverſtanden. Er ſetzte ſich ferner mit den Ausführun⸗ gen des Zentrumsredners zum Fall Degen⸗Hoche und zur Simultan⸗ 5ſchule auseinander und empfahl dem Miniſter, der Durchführung des nach dieſer Richtung hin Aufmerkſamkeit zu ſchenken. Nach einigen perſönlichen Bemerkungen wurde um 42 Uhr die Sitzung auf nachmittags vertagt. Ein Nachklang zum Kutiſkerprozeſ Berlin, 30. Juli.(Von unſerem Berliner Büro.) Der Bücherreviſor Philipp Lachmann, der von der Staatsanwalt⸗ ſchaft als Sachverſtändiger im ee ugezogen war und wegen ſeiner für Kutiſker ungünſtigen eaueng von der Ver⸗ teidigung angegriffen worden war, hat eine Beſchwerde beim Vor⸗ ſtand der Berliner Anwaltskammer eingereicht. Er wirft den An⸗ wälten Kutiſkers vor, daß ſie durch Verdrehungen und Schein⸗ gründe den Verſuch gemacht hätten, ihn als Sachverſtändigen zu FJall zu bringen. Deshalb beantragt er gegen ſie die Eimleitung eines ehrengerichtlichen Verfahrens. Verurteilt wegen Menſurſchlagens « Konſtanz, 30. Juli. 23 Schüler des Technikums wurden wegen Austragens von Menſuxen mit ſcharfgeſchliffenen Waf⸗ fen zu je drei Monaten Feſtungshaft verurteilt, jedoch erhielten ſte Strafaufſchub auf Wohlverhalten bis 1929. — « Verbok kommuniſtiſcher Zeitungen. Die kommuniſtiſchen Zei⸗ tungen„Arbeiter⸗Zeitung“ in Aachen und die in Remſcheidt erſcheinende„Beraiſche Volksſtimme“ wurden vom Oberpräſidenten der Rheinprovinz wegen Herabwürdigung der beſtehenden Staats⸗ form und Beſchimpfung des Reichspräſidenten für die Zeit vom 31. Juli bis 5. Auguſt verboten. Letzte Meloͤungen Ein neuer Heidelberger Ehrendokkor kr. Heidelberg 30. Juli.(Eig. Drahtber.) Die theologſſche Fv⸗ kultät hat Prälat Kühlewein⸗Karlsruhe die Würde eines Doktors der Theologie ehrenhalber verliehen. Das Diplom hebt die hervorragende ſeelſorgeriſche Tätigkeit des früheren Pfarrers, die umſichtige Arbeit des früheren Kirchenregierungsmitgliedes und die vertrauengewinnende Art des jetzigen Prälaten anerkennend hervor. Wieder ein Eiſenbahnunglück in Frankreich V Paris, 30. Juli.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Der Per⸗ ſonenzug Mülhauſen—Paris, der heute früh gegen 7 Uhr auf dem Pariſer Oſtbahnhof eintrefſen ſollte, iſt 15 Kilometer von der Haupt⸗ ſtadt bei Noify le Sec entgleiſt. Maſchine, Kohlenwagen und 7 Waggons wurden aus den Schienen geſchleudert. 4 Menſchen kamen ums Leben, 12 erlitten Verletzungen. Unter den Wagen⸗ trümmern wurden vormittags noch einige Sterbende hervorgezogen. Die Haupiſtrecke iſt auf 10 Stunden verſtopft. Reuer Weltrekord — Paris, 80. Zuſl. Die beiden Flieger Kapftan Girter und Leutnant Dordilly ſind von ihrem Flug nach Omsk in Le Bourget eingetroffen. Nachdem ſie die 4700 Kilometer lange Strecke Paris.— Omsk in 29 Stunden ohne Unterbrechung durch⸗ flogen und damit einen Weltrekord aufgeſtellt hatten, haben ſie den Rückflug mit zwei Unterbrechungen ausgeführt. Den letzten Teil des Fluges, die 2600 Kilometer von Moskau nach Paris, haben ſte in 15 Stunden zurückgelegt. Großfeuer in Dünaburg — Dünaburg, 80. Juli. In den Eiſen⸗ und Flachsbuden des Dünaburger Trödelmarktes brach ein großer Brand aus, der ſich mit großer Schnelligkeit verbreitete und eine gewaltige Pan ik hervorrief. Während des Brandes ertönten aus den brennenden Gebäuden laute Detonationen. Wahrſcheinlich war das Alteiſen ausgiebig mit Granaten und Handgranaten durchſetzt. Der Brand konnte von einigen Läden mit Benzin und Petroleum ferngehalten und ſchließlich eingedämmt werden. An den Löſch⸗ arbeiten beteiligten ſich auch Militärabteilungen unter Leitung des Garniſonchefs, General Lanker. Im ganzen find zehn größere Bu⸗ den eingeäſchert worden. Nach der Rundſchau“ wird unvorſichtigesumgehen mit Feuer als Entſtehungsurſache des Bran⸗ des angenommen. Der Orkan über den Bahama- Inſeln Newyork, 30. Juli. Der Schaden, der durch den Orkan über den Bahama⸗Inſeln angerichtet wurde, wird auf 10 Millionen Dollars geſchätzt. Mehrere Küſtendampfer und Fiſcherboote werden vermißt und als verloren angeſehen. Am meiſten iſt die Inſel New Providence heimgeſucht worden, wo der Schaden allein 5 Mil⸗ lionen beträgt. In Florida wird der Schaden auf 15 Millionen Dollars geſchätzt. Man zählt dort 10 Tote. Auf San Domingo gab es 50 Tote. 15 kleinere Schiffe werden vermißt. Die ameri⸗ kaniſche Regierung hat mehrere Hilfsdampfer nach den heimgeſuch⸗ ten Gebieten abgeſandt. Die Unwekler⸗Kataſtrophen Miami(Florida), 30. Juli.(Spezialkabeldienſt der United Preß.) Die Zahl der Todesopfer der Sturmkataſtrophe wächſt ſtändig. Bisher hat man im Ganzen 70 Tote feſtgeſtellt. Eine große Anzahl von Perſonen werden jedoch vermißt, von denen man mit Beſtimmtheit annimmt, daß ſie ertrunken ſind. In Miami ſelbſt hat man bisher 10 Tote feſtgeſtellt. Der Material⸗ ſchaden beläuft ſich auf 15 Millionen Dollar. Auf San Domingo hat man bisher 54 Leichen geſammelt, die ans Land geſpült worden ſind und von untergegangenen Schiffen herrühren. Am größten ſind die Verheerungen in Bimini, wo jedes einzelne Haus zer⸗ ſtört wurde. 2% Tyokio, 80. Jufi.(Srezialkabeldienſt der United Preß.) Wie 7 ſeſtſteht, ſind bei der Ueberſchwemmungs⸗Kata⸗ trophe in der Provinz Niigata über 200 Menſchen um? Leben gekommen. Mehr als 17 Häuſer wurden von den Waſſerfluken niedergeriſſen. Der Schaden beträgt ungefähr 15 Millionen Dollar. « eingenfeld bei Germersheim. 29. Jull. Die 15 und 17 Jabre alten Brüder Franz und Karl Ackermann gerieten bei der Arbeit miteinander in Streit. in deſſen Verlauf der jüngere dem älteren mit dem Meſſer einen tiefen Stich in den rechten Ober⸗ ſchenkel verſetzte und ihn ſo erheblich verletzte, daß ſeine Aufnahme ins Germersheimer Krankenhaus notwendig wurde. Der Streit wurde dadurch verurſacht, daß Karl Ackermann den füngeren Bru⸗ der zur Arbeit aufforderte. Der Täter wurde vehaftet. Saarbrücken, 20. Juli. Vor einiger gelt war in elnem in Merzig ein 33jähriges Fräulein tot aufgefunden worden. Die Unterſuchung des Falles hat jetzt ergeben, daß es ſich nicht um einen Selbſtmord, ſondern um die Tat eines Einbrechers handelt, der aus einem Gefängnis ausgebrochen war und ſich in dem Hauſe der alleinſtehenden Flau die nötigen Kleider für die Flucht beſorgen wollte. Als Täter verfolgt die Polizei einen gewiſſen Joſef Köpp, der in der Trierer Separatiſtenbewegung eine Rolle geſpielt und ſich nach deren Zuſammenbruch nach Lothringen geflüchtet hatte. genommenen Unterſchied zwiſchen Mann und Frau garnicht mehr Iwerchfellatmung vollſtändig zu entwöhnen und ihren Atemtypus 15 dem früher als typiſch weiblich geltenden zu machen. Selbſt nach blegen des Corſetts blieb dieſer Zuſtand durch Entwöhnung der Atemmuskeln noch einige Zeit beſtehen. Man ſieht daraus, wle überaus einſchneidende Wirkung eine Kleidungeform haben kann, denn nicht nur das Corſett beeinträcheigt die Flanken⸗Zwerchſellatmung, jeder Nock, jede Bluſe die in der Taille geſchloſſen wird. Man könnte einwenden, daß es ja gleichgültig iſt, mit welchen Muskeln man ctmnet. Dem iſt aber nicht ſo. Der ſogenannte weib⸗ liche Atemtypus, das Atmen mit den oberen Bruſtpartien, iſt lange nicht ſo ergiebig wie die Flanken⸗Zwerchfellatmung, und hier liegt die ganze und große Bedeutung des verſchiedenen Atmungstypus. Die ungenügende Durchlüftung der Lunge ſchafft eine körperliche eine verminderte Leiſtungsfähig⸗ eit. Davon kann ſich jeder überzeugen, der ſchon einmal junge Män⸗ ner und mit unzweckmäßiger Kleidung beim Dauerlauf oder ſonſtiger ſportlicher Betätigung geſehen hat. Auch n der das zweifelhafte Glück hatte, eine unzweckmäßig gekleidete Be⸗ gleiterin zu haben, wird davon ein Liedchen ſingen können. Es iſt eben ſo, daß jede außergewöhnliche Anſtrengung oder Leiſtung ein⸗ fach wegen Luftmangels von unzweckmäßig gelleideten Frauen und Mädchen, die den ſogenannten weiblichen Atemtypus zeigen, nicht geleiſtet werden können. Dasſelbe gilt auch für diejenigen Angehörigen des männ⸗ lichen Geſchlechts, die durch 52 Beruf, durch ſchlechte Ange⸗ wohnheit und körperliche Trägheit ein Leben ohne ſportliche Be⸗ tätigung führen. Auch bei ſolchen iſt Flanken⸗Zwergfellatmung ſpärlich ausgebildet und damit die körperliche Untüchtigkeit und mindere Leiſtungsfähigkeit ohne weiteres gegeben. Unter der Herrſchaft der früheren Mode mit der gerühmten Weſpentaille gab es in bezug auf die Atmung bei weiblſchen Per⸗ ſonen noch ganz beſonders kraſſe Fälle. Hier wurde durch das Schnüren nicht nur die ganze untere Lungenpartie durch Aus⸗ ſchaltung der Flanken⸗Zwergfellatmung ſtillgelegt, ſondern es gab ſogar Fälle, wo das Zwergfell in eine dem Normalen entgegen⸗ geſetzte Haltung hineingezwungen wurde und ſogar dem Normalen entgegengeſetzte Bewegungen machte. Neben der Leiſtungsſteigerung durch eine richtige, normale Atmung gewinnt der Träger derſelben bezw. die Trägerin aber noch einen weiteren geſundheitlichen Vorteil. Man hat Unter⸗ ſuchungen und Beobachtungen angeſtellt, die beweiſen, daß in vielen Fällen durch die geſteigerte Atmungsfähigkeit der weibliche Orga nismus eine Vermehrung der roten Blutkörperchen zeigt. Die Ver⸗ mehrung iſt ſo bedeutend, daß von dem ſonſt normalerweiſe an⸗ die Rede ſein kann. Auch hier ſehen wir, daß eine angeblich typiſche Eigenſchaft für das weibliche Geſchlecht ſich als Folge des veränderten Atemtypus, letzten Endes als Folge einer verbeſſerten Kleidung, ſich nicht mehr als typiſch halten läßt, und gerade ſo wie der weibliche Atemtypus bald einer vergangenen Zeit angehört. Die Folgen der veränderten und vernünftigeren Bekleidung des durch ſportliche Betätigung zunehmend verbeſſerten Atemtypus zeigen ſich heute ſchon. Jeder Arzt weiß, daß ſolche Fälle von Bleichſucht wie früher heute ſetten geworden ſind. Auch jeder Laie kann eine Beſſerung ſehen, wenn er ſich erinnert, wie häufig früher Ohnmachten in Konzerten, Tamgſälen uſw. waren, und wie ſelten das heute vorkommt. Deshalb iſt die heutige Mode vom ge⸗ ſundheitlichen Standpunkt nur zu begrüßen, und zu wünſchen wäre es, daß das Weſentliche daran, die Nichtbeengung des unteren Bruſtkorbes, immer bliebe. Schlaf Von Dr. med. Franziska Cordes Die erſte des Lebens neben der Nahrungsaufnahme iſt das Schlafen. Der Säugling ſchläft faſt ununterbrochen. Kein lieblicheres Bild, als ein ſchlafendes kleines Kind. Wehe der Mutter, die durch Stören des Schlafes Grund zur Nervoſität des Kinde⸗ legt, ſie ſchädigt ſich ſelbſt am meiſten. Schlaf iſt die Nervennahrung; baut die Nervenſübſtanz immer wieder neu auf. Das Fehlen des Schlafes bringt eine derartige Erſchöpfung des Nervenſyſtems her⸗ vor, daß man ſchließlich am Nervenkörper ſelbſt unterm Mlkrofkoß an den Ganglienzellen dieſe Eaſchbaßens bemerken kann. Ein eng' liſcher Forſcher Hodge u. a. haben dieſe Feſtſtellung gemacht, Der Schlaf ſchiebt zwiſchen die Tagesarbeit das Vergeſſen und je tiefer er iſt, um ſo weniger nehmen wir vom Trauminhalt be Erwachen in den Tag herüber, womit freilich nicht geſagt wird, daß er deshalb erquickender iſt. Auch der leichte Schlaf iſt erbolend. An ſich iſt der Schlaf individuell verſchieden, inſonderheit auch hinn; ſichtlich der Dauer. Während der Schlaf des Neugeborenen faſt ein Dauerzuſtand iſt, nimmt er bald an Länge ab und erreicht beim Erwachſenen eine Durchſchnittslänge von 7 bis 8 Stunden. älteren Leuten iſt meiſt eine noch geringere Schlafmenge nölig. Daß Epochen ohne Schlaf von mehr oder minder langer Zeit er⸗ tragen werden, iſt natürlich nichts Ueberraſchendes und von Beruſ⸗ wegen erforderlich, kann aber aus den vorhin genannten Gründen werden, wie ſmarte Amerikaner hoffen beweiſen zu können. 9 rrree eed N — Freitag, den 30. Jul 1928 Neue Manuzeimer Jeitung(Ndend · usgade) 3. Seite. Nr. 348 Die lange lebt man in Deulſchland? Frauen werden 105 Jahte alt— Die älteſten Männer Das Statiſtiſche Reichsamt, das mit ſo ungeheurem Fleiße das ganze Leben unſeres Volkes in Zahlen ſkiziert, hat auch nicht vergeſſen, uns genau vor Augen zu führen, wie groß unſere Lebens⸗ erwartung in Deutſchland iſt. Die größte Ziffer an allen Todes⸗ fällen liefern beim männlichen und weiblichen Geſchlecht die— mutig unter der Rubrik„Ehelich“ und„Ledig“ geführten Perſonen von null bis zu einem Jahre. Die Todesziffer dieſer ledigen, nicht derwitweten und nicht geſchiedenen Perſonen bis zu einem Jahr beträgt beim männlichen Geſchlecht immer 80 000 und beim weib⸗ lichen Geſchlecht ziemlich regelmäßig 60 000 in jedem Jahre. Dazu kommen noch bei beiden Geſchlechtern gegen 18 000 beziehnugsweiſe gegen 15 000 Sterbefälle„lediger“ Perſonen von null bis einem Jahre, die unter der Rubrik unehelich“ geführt werden. In keinem Lebensalter iſt die Sterbeziffer ſo hoch wie im erſten Lebensfahre. An zweiter Stelle ſteht in dieſer Hinſicht das zweite Lebensjahr. Bereits im dritten Lebens⸗ jahr find die männlichen und weiblichen„Ledigen“ aber ſchon bedeutend beſſer dran als beiſpielsweiſe die Lebensalter vom 60. bis zum 75. Jahre. Wer gar das dritte Lebensjahr über⸗ chritten hat, hat auch ſchon eine recht gute Lebenserwartung. Die Sechs⸗ bis Fünfzehnjährigen haben ſo niedrige Sterbeziffern wie die Neunzigjährigen; beiſpielsweiſe ſterben im 6. Lebensjahr kund 1000 Knaben und 1000 neuzigjährige Männer, ebenſo ſterben rund 1000 kleine Mädchen von ſechs Jahren und in der gleichen Beit auch rund 1000 neunzigjährige Frauen. Dieſe beiden Lebens⸗ alter ſtellen merkwürdigerweiſe in dem nahezu Millionenheer der Sterdefälle jedes Jahr den weitaus geringſten Anteil. Das würde bedeuten, daß der Menſch von ſechs Fahren ſehr gute Aus⸗ ſichten hat, das neunzigſte Jahr zu erreichen. Und weiter, daß der Menſch von neunzig Jahren nicht zu berzagen braucht; er kann Ls noch zu einem weſentlich höheren Lebensalter bringen. dem ſiebenten Lebensjahr ſchwillt die Sterbezi er lang⸗ ſam wie er an. Beim männlichen weſblichen 15 clecht 1005 ſie ziemlich gleichmäßig im 18. Jahre auf 9,1 Sterbefäͤlle + Im 20. bef den Frauen auf 6,3, bei den Männern ſchon 10 Während die Sterbeziffer der — auf 7 geſtiegen iſt, ſteigt ſie bei den Männern in der Zeit e 25 2 gh 8 5 aa de ſich dann aber zu 4,7 im 35. Jahre und kletter n bis zum 45. Jahre ebenfalls auf 7 hinauf. In den Lebensaltern von 20 b18 25 n Männeern alſo häufiger als bei den Frauen. Bei iden Geſchlechtern geht dann die Entwicklung bis zum fünfzigfren Lebensjahre ziemlich gleichmäßig weiter. Bei beiden fängt ſetzt die Sterbeziffer aber merklich Tnekk an zu ber er. Im 55 Jahre hat ſie bei den Frauen 9 auf 1000 und den Männern 10 erreicht. In den näͤchſten ahrfünften ſind ie Frauen immer ein wenig ünſtiger dran als die Männer. Die Sterblichkeit der Frauen kulminſert im ſiebenten Jahrzahnt 1. der Sterbeziffer 21. Der Kulminationspunkt bei den Männern iegt ebenfalls im ſiebenten Jahrzehnt bei der Sterbeziffer 18. Nunmehr fällt die Sterbeziffer der Männer fortgeſetzt und die 58 5 e ſtend 923 70* was ſich daraus er⸗ nmehr meiſten Männer ſchon weggeſtorben ſind * ſich automatiſch der Anteil der e an der ferbegi ei[ſte ja im Ueberſchuß ſind, vermehrt. Im Alter von Jahren ſterben nur rund 5000 Männer gegenüber 7000 Frauen. im 85. Jahre nehmen rund 2300 Männer aus dem Leben bſchied enũber 5000 Frauen. Im 90. Jahr iſt die Sterbetziffer der 0 uner ſchon auf 3851 geſunken, während immerhin noch rund 200 Frauen dieſes hohe Alter erreicht haben. Das 95. Fahr ben noch 82 Männer erreicht gegenüber rund 200 Frauen. 96 ahre wurden in letzten Jahr der abgeſchloſſenen Statiſtik 71 änner; das Aller von 97 Jahren erreichten 48, das von 08 nur 105 24, 90 wurden 10 Männer alt, und die FJahre von 100 bis 1 erlangten 8. Die Frauen ſind im 100. Jahre noch mit 38, im batz Jahre 25 mit 16 Todesfällen verzeichnet. Das 102. Jahr 3 tte nur ein Mann erreicht. Es war ein Mitwer. Ihm ſtan⸗ en 16 Frauen gegenüber, von denen 14 verwitwet und 2 ver⸗ datet waren. Während faſt niemals ein Mann 102 Jahre und artder alt wird, ſind die Frauen noch mit 4 Todesfäflen im Kob⸗ einem im 10g, 8 im 104 nd zuweilen auch noch mit alf efälen im 105. Jahr und darüber aufgeführt. Sie haben ſo zweifellos auch nach der Statiſtik eine ungleich größere ebenszähigkelt als die Männer. 0 Sehr intereſſant iſt der Antell der Ledigen und der Marbeirateten an den Todesfällen. Der erſte verhe' tatete 1 ann 05 von der Statiſtik im Alter von 18 bis 16 Jahren»erfaßt“, * gleichen Lebensalter 059 auch die erſte verheiratete Frau. Der ſte verwitwete Mann, der ſtarb, erreichte ein Alter don 21 FJah⸗ en, er hat aber einen Leidensgefährten, der in dieſem Jahre auf 5 auf Frau erſt im 45. Jahre end⸗ ſind die Sterbefälle bei bringen es nur bis 102— Die größere Lebenszähigkeit der Eheleule ſtarb und ſchon geſchieden war. Die erſten verwitweten Frauen und geſchiedenen Frauen ſtanden bei ihrem Tode im 20. Lebensjahr. Der letzte ledige Mann ſtarb im 97. Jahr. Die letzten verheirateten Männer— vier an der Zahl— ſtanden im 100. bis 101. Lebensjahr. Der letzte verwitwete Mann iſt 102 Jahre alt geworden. Bei den Frauen ſtarben die älteſten Ledi⸗ gen im 101. Jahre; die älteſten Verheirateten waren ſchon ein Jahr früher geſtorben; die letzten Verwitweten erreichten das 104. Jahr. Auch wenn man in den weiten, dazwiſchen liegenden Zeit⸗ räumen die langen Zahlenreihen der Statiſtik überlieſt, kann man immer wieder feſtſtellen, daß der Anteil der Ledigen an den Todesfällen den verhältnismäßigen Anteil der berheirateten Männer und Frauen überwiegt. Ein eingefleiſchter Jung⸗ geſelle könnte dazu meinen: Das würde allenfalls bedeuten, daß die lebenszäheren Menſchen in größerer Zahl zur Ehe kommen und auch zähe genug ſind, ſelbſt in der Ehe ein langes Leben zu erreichen. Städͤtiſche Nachrichten Mannheims ſinanzielle Nachteile durch die Sebäudeſonderſteuer Ein Brief des Oberbürgermeiſters Dr. Kutzer an den Abg. Dr. Engler Wie das Städtiſche Nachrichtenamt mitteilt, hat Oberbürger⸗ meiſter Dr. Kutzer unterm 29. Juli an den Abg. Dr. Engker einen Brie gerichtet, in dem auf die Verhandlungen des Landtags ur Gebäudeſonderſteuer Bezug genommen wird, wo ſich Dr. Engler el Behandlung der Frage der Vertei 10 des Steuererträgniſſes zwiſchen Land und Gemeinden wie folgt geäußert hat:„MRManmuß nicht alles glauben, was zFahlenmäßig“ von den Rat⸗ häuſern kommt. Wir alle wiſſen ja, daß man„ſtatiſtiſch mancherlei beweiſen oder manchmal auch nicht beweiſen kann. Hier oh ſich eine Agttation, die nur um der Agitation willen betrieben wit In dem Briefe des Oberbürgermeiſter an Dr. Engler heißt es: Eine derartige Aeußerung darf nicht unwiderſprochen bleiben. Gewiß mag es vorkommen, daß manche Zahlen— aber nicht nur der Städte, ſondern 1 8 er Regierung— nachträglich nicht völlig zutreffen; das iſt nicht vertwunderlich, da die Fahlen ſehr häufig auf Schätzungen aufgebaut werden miſſſen. Die Städte weiſen aber die in Ihren Worlen liegende Unterſtellung, daß a b⸗ ſüchtlich falſche Zahlen geliefert werden, ernſthaft zurück. Ihre Aeußerung wird nur daraus verſtändlich, daß Ihnen, wie ſich aue Ihren weiteren Ausführungen ergibt, einige Irrkümer unterlaufen ſind. Die Gemeinden 1 ſich dagegen gewehrt, ähnlich wie beim Finanzausgleich 1925 behandelt zu werden. Damals hal das Land, weil das Reich für Land und Gemeinden 20 Millionen weniger zuwies, die Gemeinden um 19 Millionen Mark verkürzt, ſich ſelbſt nur um 1 Million. Die gleiche Einbuße ergab ſich aber für bie Gemeinden aus dem Antrag der Reglerungsparteien zum Gebäudeſonderſteuergeſetz. Dieſe Einbuße wurde von Ihnen zu ge⸗ ring angenommen und Sie haben aus dieſer Annahme heraus den Städten den erwähnten ſchweren Vorwurf gemacht. Sle haben unächſt die Ermäßigung des Steuerſatzes nur mit 1 Pfg.(ſtatt—4 Pfennig) berechnet. Ste haben weiler die Aenderung des Verteilungsſchlüſſels nicht berückſichtigt. Auf dieſe Weiſe haben Sie den den Gemeinden für Wohnungsbau entſtehenden Ausfall gegenüber der Reglerungs⸗ vorlage nach Ihrem Zwiſchenruf bei der Rede des Abg. Dr. Glock⸗ ner nur mit„ein paar Hunderttauſend Mark“ geſchügt, während tat⸗ ſächlich nach den von der Jahlen ein Unter⸗ ſchied von 2,65 Millionen Mark beſteht. Sie haben ſchließlich die Zuſtimmung Ihrer Partei zur Ver⸗ kürzung der Gemeinden damit begründet, daß ſich zwar die großen Städte für die Reglerungsvorlage und damit auch für die höheren Steuerſätze ausgeſprochen haben, daß wir aber„in Baden nur 5 große Städte haben, im übrigen jedoch kleinere Städte“ und daß die Verkreter dieſer kleineren Städte erklärt hütten,„wie verkehrt da⸗ Gebäudeſonderſteuergeſetz und wie unmöglich es wäre, die Steuer⸗ ſätze zu erhöhen.“ Nun beſteht der Städteverband, in dem die größeren Städte zuſammengeſchloſſen ſind und der den Säßen der Regierungsvorlage zugeſtimint hat, nicht aus 5, ſondern aus 11 Städten, die ein Drittel der Gefamtbevölkerung des Landes ausmachen und zwei Drittel der Gebäudeſonderſteuer aufbringen. Wegen des Verhaltens der kleineren Städte auf die größeren leiden zu laſſen, dürfte nicht gerechtfertigt ſein. Die Folge der Annahme der Anträge der Regierungs iſt, daß die Stadt Mannheim gegenüber der Lage, die rteien ich aus Jndividuell verſchieden iſt der Schlaf, eine Angelegenheit beſon⸗ ſtader Art iſt er inſonderheit noch beim Großſtädter. Der Groß⸗ — 58 ſchläft im toſenden Leben der Großſſtadt, ihn ſtört die Jazz⸗ de Jimmmmuſik nicht fonderlich, aber er wacht auf, wenn einmal Na gewohnte Autobus ausbleibt, er wacht auf, wenn er die erſte dörcdt in ländlicher Abgeſchledenheit die Tiere im Stall ſich regen — Nur ein neuer Lärm. der uns ſchlaflos macht. wird durch b0 mer neue Retzuna ſtörend empfunden, ſo daß doch noch Einwir⸗ Daß höherer Zentren beim Schlaf angenommen werden milſſen. ſt Geiſtesarbeiter die alleinigen ſind, die beim Schlaf beſonders bödunasempfindlich ſind, ſtimmt nicht. Es iſt eine vielleicht an ſich b. bere neuropſychiſche Belaſtung, die ſolche geringere oder ſtär⸗ dobe Empfindlichkeit ſchafft. Wie es aber auch immer iſt, eine zu Belaſtung des einzelnen zu vermelden, iſt eine öffentliche Not⸗ ülddakelt, der auch durch polizelliche Verordnungen, da ſa dle Er⸗ 8 tung der Nervenkraft eine Angelegenheit der allgemelnen Realene iſt. Rechnung getragen wird. Schlafloſigkeſt iſt eine ſchwere Wevenſtörung und eine ernſthaft zu bekämpfende Krankheit. Der der find manniafache. II. a. wirb in vielen Fällen auf dem Wece Uir Hypnoſe etwas erreicht, zumal es auch eine Tellhypnoſe aibt, die elſtörungen ausſchließt, fülr andere die Wachſamkeit erhalten läßt. la Der Schlaf, insſonderheit die Träme, waren immer ein Gegen⸗ 1— des Intereſſes: beſonders intereſſant ſind ſie durch das ürzt⸗ W Bemühen Freude geworden, der durch ſeine Traumlehre etge bel Kranken wies, daß der Inbalt der Träure Anbaft für u Vebandlung bot. Elnzelhelten führen ins Gebiet der Korſchung, tor weit vom Thema ab. Der Schlaf iſt ein lebensnotwendiger Fak⸗ belez Wer es bislang nicht geglaubt hat, muß ſich durch Eraebniſſe — ten laſſen, die amerikaniſche Verſuche ergaben, Zwel Chica⸗ Nac Aerzte lieferten den Wachrekord. Sie wachten faſt 5 Tage und Nune Am zwekten Tag, als die Nacht eintrat, Ruhe im Haufe führiche. wurde das Wachbleiben ſchon ſchlimm, konnte welterge⸗ 2 werden, am folgenden Taa durch Beſchäflſaung durchgehalten Wer en, erreichte aber am 4. Tag und in der 4. Nacht eſnen ſolchen . deunſch zu ſchlafen, daß eine Depreſſion eintret, nur beherrſcht von 928 Wunſche zu ſchlaſen. Die Mufſt eines Kabaretts, das zur Wach⸗ kon ung beſucht wurde, erreichte auch ihren Zweck. Das Wachen 10 nte aber nur dadurch durckebolten werden, daß der Erperl⸗ Sunteter vom Aylehnen abgehalten wurde, das Wachen war zur 0 aetvorden, Am 5. Taa war nur noch ein Wunſch vorhanden: lſch Zur Ruhe gelegt. ſchlief er 10 Stunden, ohne weſent⸗ 15 5 Schaden an der Geſundheit erlitten zu haben. Schön wär's: —0 Schlaf zu kürzen, keſpektlve ſich ihn abgewöhnen zu können! ſt eſehen davon, daß Schlaf eine ohyſiologiſche Notwendiakeit iſt, Apſicht nach das Schlafen eine Entslehuna aus der rau⸗ 10 Wirklichkeſt und ſomit etwas höchſt Erfreulſches. Schlaf iſt ine Angewohnheſt, iſt etwas geſundheitlich Erforderliches. Literatur „dDie Kunſt“, Monatshefte für frele und angewandte Kunſt. J. Bruckmann.⸗G., München.— Vor uns liegen die beiden neuen Hete Jult und Auguſt der prächtigen Zeitſchrift, gleich aus⸗ ezeichnet durch ben reſchen Wechſel wie die külnſtleriſche Höhe der arbietungen und wiederum überraſchend durch die unübertrefflich reiche und ſchöne Illuſtrierung, die in erſter Linie dieſer ſchönen Zeitſchrift ihre große Anhängerſchaft im In⸗ und Auslande erworben at. Aus dem reichen Inhalt nennen wir nur einiges: zunüchſt die ehr große, reichbebilderte Ueberſchau über die diesjährige Aus⸗ tellung im Münchener Glaspalaſt, dann in dein der an⸗ eröffentlichung über die Bauten von W. Kreis auf der Geſolei in Düſſeldorf. Dieſer wie die anderen Aufſätze zeigen, mit welch glück⸗ licher Hand, Die Kunſt“ die neueſte wie die etwas ältere Kunſt pflegt. Aus dem Gebiele der erſteren erwähnen wir den ausgezeichneten Aufſatz über das auf neuen Bahnen wandelnde, große künſtleriſch Kraft und Ernſt Mae ge graphiſche Werk von A. Kanoldt, die laftiken von Milly Steger und Mayer⸗Faſſold, ausgezeichnete orzellane der berühmten Kopenhagener Manufaktur, Frauen⸗ handarbeiten von Emmy Zweybrlick und Einzelmöbel des Architekten Achilles, ausgeführt von den Münchner Schreinerei⸗Werkſtälten. Auf dem Gebiete der älteren Kunſt zeigl dle Zeitſchrift dieſes Mal einen 80 Aufſatz über die Hamburger Meiſter der erſten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Teil Architekur finden wir das Kreinatorium in Hannover von Architekt Wittmann, ein Sakralbau von tiefſter Stimmung, ſerſch Ruhe und Einfachheit in feltenem Maße ver⸗ elnigend. Die ſchbnen Hefte dieſer ſo ſorgſam redigterten Zeitſchrift 1455 5050 in gleichem Maße Belehrung wie höchſten künft leriſchen enuß. WeSüdweſtdeutſche Aäger-Beltung“. Unter dieſem Titet erſcheint ſeit, Anfanz dieſes N in Frankfurt am Main eine neue Jagd⸗ deltſcheift, bie ſich den Kampf um dle Verbeſſerung ſlldweſtdeukſcher Jagdverhältniſe und um die Vexſtändlaung der füdweſtdeutſchen Staatgregſerungen in jagdlichen Piugen auf die fpabßne geſchrieben hat.„Hahkreicke große und fübrende Klubs in der Umgebunz von Frankfurt ſehen in dieſer Keltung das Jſek ſhrer Wänſche verkörpert, da es ſtets an Mangekl empfunden wurde, kein N Fach⸗ gegan in Slddeutſchkand zu beſſtzen, Uns llegen Heft 6 u. 7 dieſer Zeitſchrift vor. Nach Tert und Inhalk darf man lhr die beſten Ausſſchten vorausfagen, den man ſpürt überall die Hand und den Geiſt des beſonders unſerer Fagdverhältniſſe genau kennenden Weid⸗ manns, Die wirtſchafkliche Seite der Jagd, die immer und immer mehr bervortritt, iſt durch einen gusgedehnten ſazdrechtlichen Teil Aan berückſichtint. Zum Schriftleiter der fübweſtdeulſchen Jäger⸗ Zeitung wurde auf Vorſchlag der Arbeitsgemeinſchaft der jagdlichen Vereinſgungen non ffrankfurt am Main und Umgebunz Herr Otto Specht beſtimmt. dem Regierungsentwurf ergeben hatte, für 1926 etwa 1 Million N en für den Wohnungsbau und faſt 1,4 Mill. Mark weniger für den allgemeinen Finanzbedarf zur Verfügung haben wird. Der Ausfall für den allgemeinen Finanz⸗ bedarf entſpricht einem Mehrerfordernis von 11 Umlagepfennigen. Ob und wie es gelingen wird, einen Ausgleich ohne Umlageerhöhung zu erzielen, ſteht dahin. Wenn ſchließlich bei den Verhandlungen(nicht von Ihnen) darauf verwieſen wurde, daß in anderen Ländern die Gemeinden noch ſchlechter behandelt werden, ſo darf ich vielleicht anführen, was Oberbürgermeiſter Dr. Adenguer kürzlich auf der Tagung der Zentrumskommunalpolitiker in Agchen in ſeinem Vortrag„Der Kampf gegen die Selbſtverwaltung“ in dieſer Beziehung geſagt hat: „Die Stellung der Parlamente— ich ſpreche hier vornehmlich vom Reichstag und vom Preußiſchen Landtag— ſowie die Stellung der Reichstegterung und der eeeee iſt trotz aller ſchönen theoretiſchen Worte, die man gelegentlich hört, der Selbſtverwaltung abſolut feindlich... Die Parlamentarier fühlen ſich etwa⸗ ſehr ſtark als Teilhaber an der Regierungsgewalt Proteſtverſammlung im Stadtteil Neckarau Die am Dienstag abend im„Prinz Max“ abgehaltene Proteſt⸗ verſammlung, die ſich mit den in den letzten Tagen vom Finanzamt Mannheim heraäusgegebenen Einkommenſteuerfeſtſetzun⸗ gen beſchäfligte und von den Gewerbetreibenden aller Stände von Reckarau einberufen war, hatte einen zahlreſchen Beſuch auſzuweiſen. Herr Karl Schuhmacher ſprach einleitende Worte über den Ztheck der Verſammlung. Als erſter Redner ſprach Syndikus Dr. K. Gö tz⸗ Mannheim, über„Die heutige Wirtſchaftskrſſe und die neuen Steuer⸗ geſetze.“ Gleich eingangs ſeiner Ausführungen betonte er, daß der⸗ artige Angelegenhellen nur mit Ruhe behandelt werden können. In längeren Ausführungen erläuterte er die Art und Weiſe der ver⸗ ſchiedenen Steuergeſetze und ihre Handhabung durch die Finanzämter. Es iſt ſehr notwendig, daß jeder Einzelne, der mit den überſandten Steuerforderungen nicht einig gehe, ſofort ſchriftlichen Proteſt erhebe, damit das Finanzamt aufenerkſam gemacht werde, daß ſein Vorgehen große Härten für den Gewerbeſtand enthalte und die Erfüllung der geforderten Steuerpflichten unmöglich ſei. Sodann beſprach er die gegenwärtiz ſo altuelle Gebäudeſonderſteuer und gas wertvolle Aufſchlüſſe über Reklamatlonen, Stundungsanträge und Steuerberatung. Man müſſe Aufzeichnungen über Mose Einnahmen und Ausgaben machen, denn nur dann kann ein Proteſt wlrkungs⸗ poll ſein, wenn das Finanzamt aufgrund zuverläſſiger Unterlagen ent⸗ ſcheiden kann. Als weiterer Referent beſprach Stadtv. Hech. Schneader die Härten, die aus den Feſtſetzungen des Finanzamtes entſtanden und kritiſierte die Art der Einſchätzung, die in Pauſch und Bogen vorge⸗ nommen worden ſei. Die Heranziehung der mittleren Schichten durch die Steuergeſetze ſei zu ſtark und nur durch die Beweiſe jedes Einzelnen müſſe dargetan werden, daß ſich die Feſtſetzung in falſchen Bahnen bewege. Als dritter Redner ſprach noch Stadto. Röhnert, der eben⸗ falls ausdrücklich betonte, daß nur durch ſachlichen Einſpruch eine Aenderung in der Veranlagung erzielt werden könne. Herr Schuhmacher eröffnete die Diskuſſion, die ſich einer ziemlichen Beteilktgung zu erfreuen haute. In manchen Ausführun⸗ den kam die Aufregung und Verbitterung, die die Steuerfeſtſetzungen erzeugt haben, zum Ausdruck, auch waren intereſſante und aufklärende Auslaſſungen zu hören. Zum Schluſſe fand nachſtehende Ent⸗ ſchließ ung Annahme: „Die am Dienstag, 27. Jult 1926 in Neckcrau tagende Proteſt⸗ verſammlung aller gewerbetreibenden Stände erhebt auf das Ent⸗ ſchiedenſte Elnſpruch gegen die ungeheuerlichen Steuernach⸗ träge und gegen die viel zu hohen Einkommenſteuerſätze der ein⸗ zelnen Berufsgruppen. Wir haben bisher unſere Einkommenſteuer nach den voen Finanzamt ſelbſt herausgegebenen Steuerſätzen bezahlt und unſere Gewerbebetriebe nur mit Aufbletung pridafer Hilfsmittel aufrecht erhalten können. An eine Rückl„war, den hohen ebeſad und den fonſtigen Steuerverpflſchtungen, die gerade den bodenſtändigen Gewerbetreilbenden auf das Schlimmſte getroffen haben, nicht zu denken. Aus dieſem Grunde müſſen wir dieſe, unſere Exiſtenz bebrohenden Steuernachforderungen als gänzlich untrag⸗ bar züriſchrweiſen, Wir verwahren uns ferner gegen das Beſtreben, immer und immer wieder den bodenſtändigen Mitteland als einz'gen Steuerträger zu erwählen. Wir appellieren an das Gewiſſen der Verantwortlichen und fordern im Namen der Gerechtigkeit, daß die Laſten für Staat und Koenmunen leichmäßig auf alle Einwohner ſo verteilt werden, daß die wirklich keiſtungsfähigen Schultern in pro⸗ zentualer Weiſe ihren Anteſl an Staats⸗ und Gemeindeſteuern zu kragen haben. Wir hoffen decher auf das Veſtimmteſte, daß man unſerer Not ein wohlwollendes Verſtändnis entgegenbringt und uns nicht durch rigoroſen Steuerdruck zum Aeußerſten treibt. Wir ſind am Ende umſerer Kraft, neue erhöhte Abgaben müßten ſich unbe⸗ dingt am Konſumenten austwwirken was jedoch im Intereſſe des Ver⸗ brauchers vermieden werden muß. Weiter verlangen wir, daß unſeren, durch die Steuererklärungen gemachten Angaben Glauben geſchenkt wird und nicht durch die höhere Veranlagung dieſe Angebe ungezwelfelt werden.“ * Raſcher Tod eines Mannheimer 5 ſer Spitzmarke im heutigen Mittagsblatt veröffentlichten Mittejlung lüber den raſchen Tod des Tauchers Moos wird uns aus Forbach im Murgtal noch gemeldet: Bekanntlich wird noch immer nach dem vor einigen Monaten im Staubecken des Schwarzenbachwerkes ver⸗ unglückten Wllhelm Klefer aus Bruchhorſſen bel Ettlingen geſucht. Da der Ertrunkene ſchwere Wafferſtlefel trug, wird er am Boden des Sees feſtgehalten. Die Angehörigen des Verunglückten beſtehen aus begreiflichen Gründen darauf, die Leiche zutage zu för⸗ bdern. Von ſeiten der Siemens Bau⸗Union ließ man auch nichts un⸗ perſucht, dem Wunſche der Eltern nachzukommen. Sle engagierten im Laufe der Monate mehrere Taucher, die aber ihr Ziel, die Leiche zu finden, nicht erreichten, weil das Staubecken eine lefe bis zu 48 Meter aufweiſt. Dieſem Umſtand iſt es zuzuſchreſben, daß der in dem Vecken arbeitende Taucher tödlſch verunglückte. Am 28. Juli mußte' der Taucher nach einem erfolgloſen Verſuch, die Leiche zu fin⸗ den, ſofort ärztliſche Hilfe in Fe nehmen. Wentge Slunden darauf trat aber bereits ſein Tod ein. *Eine Benz⸗Ehrung. Die Akad. Grup pe für Saaßſabrzeugdge. eine Vereinigung von Diplom⸗Ingenieuren und Studierenden der Techniſchen Hochſchule Hannover, plant mit Unterſtützung des Lehr⸗ ſtuhls für Kraftwagenbau eine großzügig en en Propa⸗ gandafahrt mit einem Benzwagen aus den erſten Anfängen des Automobilbaus von Hannover nach Ladenburg⸗Mannheim, um dort dem Altmeiſter des deutſchen Automobilbaus, Dr.⸗Ing. Cart Benz eine Ehrung darzubringen. Die Fahrt wird vorausſſchtlich am 4. Auguſt beginnen. Schlechter Geſchaftsgang bei heinrich Canz. Wie wir hören, iſt die Firma Heinrich Lanz mit dem Arboitsamt in Karls ruhe in Verhandlungen eingetroten. Sollte ſich bis zum Herbſt der Ge⸗ chäftsgang und der Auftragseingang bel der Firma nicht eſſern, ſo würde dies die Entlaſſung von etwa 1500 Arbeitern im Herbſt zur Folge haben. Auch eine Anzahl Angeſtellten würden ihre Kündigung erhalten. Die Meldung verſchtedener Blätter, daß die Arbeiterentlaſſungen bereits in den nächſten Tagen erfolgen, iſt erfreulicherweiſe nicht richtig. * Ein Schiffsunfall. Heute mittag ½12 Uhr gerlet ein mit Holz hoch beladenes Schiff wahrſcheinlich infolge 1 Steuerung egen einen Pfeiler der Frledrichsbrücke. Das Schiff am quer über den Neckar zu liegen. Ein 8 per, der ober⸗ halb der Brücke 109 machte los, half dem bedrängten Schiff wleder 10 2 755 Fahrbahn und ſchleppte es an den nahegelegenen Lan⸗ ungsplatz. unfall. Heute mittag zwiſchen 1 und 2 Uhr verunglückte an einem Neubau in der Waldhoſſtraße bei der Firmg H. Schumacher ein Mauerer dadurch, daß ihm ein ſchwerer Stein auf den Tauchers. Zu der unter die⸗ 1 len wodurch der Fuß gebrochen iſt. Der Verumgllickte wurde 8 Sanitätswagen der Berufsfeuerwehr ins Diakoniſſenhaus 4. Seite. Nr. 349 Wese wersbege Diwi Gels nesbess Freſiag, den 30. Jull 1928 Veranſtaltungen 3 FJeuerio-Bolksfeſt 1926. Es wird darauf hingewieſen. daß die Direktion der ſtädtiſchen Straßenbahnen ſich bereit erklärt hat, an allen Feſttagen nachmittaas Verdichtungswagen zum Feſtplatz und zurück laufen zu laſſen. Es ſei ferner darauf auf⸗ merdam gemacht, daß ein Teil der Ehrenpreiſe zum Radrennen bei der Firma Engelhorn u. Sturm hier ausgeſtellt iſt. Des großen Andranas an den Tageskaſſen wegen wird wiederholt gebeten. ſich ſchon jetzt Karten im Vorverkauf zu beſoraen. Kinder haben freien Zutritt. Alles Nähere Anzeigen und Plakate. Deuiſchöſterreichiſcher Volkskunſtabend. Auf Einladung der Mannheimer Ortsaruppe und des Schularuppenverbandes des Vereins für das Deutſchtum im Auslande, veranſtalteten geſtern abend im großen Saale der Harmonie Studenten und Studentin⸗ nen aus Wien und Salsburg einen Deutſchöſterreichiſchen Volks⸗ kunſtabend. Die öſterreichiſchen Gäſte, die geſtern abend.24 Uhr hier eintrafen und von den Schulgruppen des VDA. am Bahnhof empfangen wurden, fanden einen gefüllten Saal vor. in dem hauptſächlich Jugend vertreten war. Und ſie wußten ſich ſchnell die Herzen der Mannheimer zu erringen. Der erſte Teil des Abends galt Alt⸗Wien. Ein Original⸗Wiener⸗Schrammelquartett(beſtehend aus zwei Violinen, einer Ziehharmonika und einer=tarre) war anweſend. Tänze und Leder verſetzten uns in die alte Donau⸗ ſtadt. Vor allem waren es die Alt⸗Wiener Tänze. die zum Teil von einer Schülerin der Wiener Hochſchule für Muſik und dar⸗ ſtellende Kunſt ſolo beſtritten wurden, die ſtürmiſchen Beifall er⸗ rangen. Na, und dann gar, als die Sal⸗burger kamen! Die Ju⸗ gend mochte die Feinheiten, die der Wiener Kunſt zuarunde liegen. noch nicht ſo recht verſtehen. Die Salzburger bearüßten die An⸗ weſenden mit dem deutſchen Sängerſpruch. Dann kamen die Tänze. Die Jugend war begeiſtert. Für die Erwachſenen aber war der Abend ein neuer Anſporn. mitzuhelfen an der Vereinigauna der beiden Bruderländer. W. R. BGeſonntes Land Der wilde Wein vor meinem Fenſter gibt den krauſen Rahmen ab für die ſonnige Hintergartenlandſchaft, die ſchon in die Felder einmündet. Faſt iſt der Rauch der Stadt vergeſſen. Hier breitet ſich Ackerſtreifen neben Ackerſtreifen: das Korn ſtrömt wellig, als wohnte ich auf einem Dorfe, und doch bin ich ein Städter. Ich will auch nicht mit dem Gedanken ſpielen. daß ich lieber auf dem Lande leben möchte. Vorübergehend wohl, aber die Stadt hält uns alle doch ſo ſehr mit klammernden Organen feſt, uns alle, denen ſie ihren Zauber getränkt hat. Und nun fange ich mit Liebe dieſes beſonnte Land, als wenn ich einen Anteil daran hätte: Den einſamen Baum dort. das Kleefeld, üper dem Falter gaukeln, die alte Frau, die einſam ihre Ziege am Wegrain hütet. Ein Stücklein Dorf hat eben ſchließlich jede Stadt in oder vor ihren Mauern. Wenn man erſt eines Tages nicht mehr darüber erſchrickt. daß man ein Menſch des Aſphalts geworden iſt, dann wird man auch keinen Sinn mehr dafür haben, was der Winkel Natur will. der einem jetzt noch reine Freude ſchenkt. Es iſt einmal eine Tatſache. daß die Natur beſänftiat und ſtill macht, daß ſie aus⸗ gleicht und Spannungen beſeitiat. Wie mancher aing richtiger floh: hinaus mit ſchwerem Herzen, gemartert und zerfallen mit ſich ſelbſt und lernte draußen etwas vom Leben kennen, das ihn auch mit Menſchenart verſöhnte. Wie eine weiche Hand leat es ſich auf die verarübelte Stirn, ſtreichelt lind und verſcheucht das arau⸗ ſame Ticken in der Schläfe. Da wird man wieder ein Kind an einem langen Sommernachmittag. das Blumen pflückte oder hinter auffliegenden Vögeln herſprang. eitel Freude in der Bruſt. Wie ſchön war damals die Welt. der noch das bittere„Muß“ fehlte. Mir iſt immer, wenn ich an einem ſchönen ſonnigen Tage die Welt ſehe, es wäre alles gar nicht ſo ſchlimm: man könne es ſchon ertragen, wenn man nur ein ganz klein weniga mehr Mut hätte. Und da finde ich auch immer dieſen Mut und gehe getröſtet heim. Wiepiele Menſchen haben keinen wilden Wein vor ihren Fenſtern keinen Blick auf Ackerlandſchaft, ſind dort. ohne es zu wiſſen! Und mir will ſcheinen. das Fahrſcheinheft mit den billigen Fahrten oder die Sonntaasfahrkarte ſeien ein ebenſo wichtiges Kulturgut wie das gelehrte Buch. das von der Erneueruna der deutſchen Seele träumt. Die beſonnte Welt wartet auf euch, ihr Menſchen defte 8 0 Tagungen Rheinſchiffahrtsfragen der Gegenwart Am 29. Juli tagte in Duisburg⸗Ruhrort die gut beſuchte Be⸗ triebsſitzung des Vereins zur Wahrung der Rhein⸗ ſchiffahrtsintereſſen e. V. Duisburg. Aus der um⸗ fangreichen Tagesordnung iſt zu berichten, daß der Tarif 6 C0 in der Waſſerumſchlagtariffrage ſich in weiterm Ausbau befindet und weitere drei Ausnahmetarife bearbeitet werden, wober es ſich um Holz⸗, Schröt⸗ und Getreideverſand handelt. Hinſichtlich der Reichskredite für die Binnenſchiffahrt vertritt man den Standpunkt, daß damit nicht der Schiffahrt ſondern nur den Schiffshypothekenbanken und zwar dieſen mit je 2 Mil⸗ lionen Mark für Hamburg, Berlin und Duisburg, gedient ſei. Beim Neubau der Hochfelder Eiſenbahnbrücke erreichte der Verein bisher nicht, die mitllere Oeffnung für die Talfahrt freizubekommen. Es wird ein allgemeines behördliches Verbot angeſtrebt, um das Anhängen von Sportfahrzeugen an Schleppzüge zu verhindern. Der Bekämpfung der Fiſchdiebſtähle wendet der Verein ſein lebhaftes Intereſſe zu. Die Gepflogenheit deß Kanal⸗ bauamts, bei Beſchädigungen an den Kanalanlagen den betreffenden Kahn gleich feſtzuhalten, beſonders wenn angeſehene deutſche Firmen in Frage kommen, wird bekämpft. Direktor Droſte vom Kohlen⸗ kontor Weyhenmeyer(Duisburg⸗Ruhrort) empfahl, den Rheinau⸗ hafen im Ruhrorter Hafengebiet jetzt aus Mitteln der Erwerbsloſen⸗ fürforge auszubauen. Es ſei doch anzunehmen, daß die Entwicklung des Umſchlags ſich erweitere, ſo daß, um Stockungen in der Verlade⸗ tätigkeit zu vermeiden, raſch für den Ausbau der Ruhrhäfen geſorgt werden wüſſe. Regierumgsrat Hoßbauer von der Verwaltung der Duisburg⸗Ruhrorter Häfen wandte ſich gegen dieſe Anregungen unter Hinweis darauf, daß in nicht allzuferner Zeit der Rhein⸗Lipve⸗Kanal fertig werde, wodurch den Ruhrhäfen viel Gut entzogen werde. Der Umſchlag von Kali neben andern Produkten werde dann in den Ruhrhäfen wohl ganz fortfallen. Kommunale Chronik Stadtverordnelenverſammlung Darmſtadt Nach dem Voraehen des Staates ſoll in Fällen unbilliger Härten Nachlaß der ſtädtiſchen Sonderſteuer gewägrt wer⸗ den. Hierzu wird der Verwaltung Ermächtiaung erteilt. Im Ein⸗ vernehmen mit dem deutſchen Städtetaa ſoll den Zeichnern der nach dem 30. 6. 1920 aufgenommenen Anleihen eine Barablöſuna von 12% Prozent gewährt. bzw. angeboten werden. Urſprünalich hatte man 10 Prozent anbieten wollen, doch hat der Finanzausſchuß die Ablöſung von 12 ½ Prozent vorgeſchlagen. Die Stadtverord⸗ netenverſammlung ſtimmt dem zu.— Beſchloſſen wurde weiter die Uebernahme der Verwaltung der gemäß geſetzlicher Vorſchrift hier neu einzuführenden Wertzuwachsſteuer durch den Oberbürgermeiſter. Nachträgliche Genehmiaung fand der Betraa von 42 000 Mk. für die Stadtaärtnerei. Um dieſen Betrag wurden die Ausgaben für die Herſtellung der Anlagen am Hauptbahnhof, Exerzierplatz und am Orpheum überſchritten. Die Voranſchläge für die 4 köheren Kna⸗ benſchulen für das Rechnungsſahr 1927 wurden genehmiat. Dar⸗ nach werden die Zuſchüſſe der Stadt betragen: für das Ludwias⸗ Georg⸗Gumnaſium 77872 Mk., Real⸗Gumnaſſum 176 726 Mk. Ludwias⸗Oberrealſchule 67811 Mk. und für die Liebias⸗Oberreal⸗ ſchule 75 539 Mk.— Im Weiteren wurde Klage geführt über die Verunreinigungen im Orangeriegarten gelegentlich der ſetzt häufig dort ſtattfindenden Veranſtaltungen. Es wurde beſchloſſen, zunächſt einmal dieſe Veranſtaltungen zu kontrollieren und die Urſache der Verunreinigungen feſtzuſtellen. Auch der neue Radfahrerweg im Herrngarten war ein umſtrittener Punkt. Erſt wurde um ihn ge⸗ kämpft, jetzt ſoll er nicht benutzt werden. Freiburger Brief Freiburg im Hochſommer. Der Sommer hat endlich— wenn auch arg verſpätet— Ein⸗ zua gehalten und mit ihm haben ſich die Fremden in Freiburg eingefunden, ſogar in ſolch gewaltigen Maſſen, daß das in allen Geſchäftszweigen beliebte Aushängeſchild„Beſetzt“,„Ausverkauft“ in dieſem und jenem Hotel aufgezogen werden kann. Da lohnt es ſich ſchon ainmal, von einigen Anziehungasvunkten zu plaudern. die auf die eine oder andere Weiſe die Aufmerkſamkeit der Frem⸗ den erregen und in weniger oder größerem Maße in ihrer Erin⸗ nerung haften bleiben. Bei der Ankunft in Freiburg fällt zunächſt die trauliche Enge des Bahnhofes auf, die ſedoch bereits einen ſo weitverbreiteten Ruf erhalten hat, daß es ſich erübriat, auch heute wieder das ehrwürdige Gebäude aus dem„Staub“ hervorzuziehen. Aber ehe man auf⸗ atmend ſeine gaſtlichen Hallen verläßt und ſich mit einem ängſtlichen Blick nach rechts und links überzeugt, keine Altertumsſpuren an ſeiner Kleidung mitgenommen zu haben, gewahrt man ſtarr vor Erſtaunen ein kleines, intimes Boudoir— genannt„Café und Condi⸗ torei“, juſt an der Stelle, wo bisher die„Auskunftei“ ihr men⸗ ſchenfreundliches Amt verwaltet hatte. Eine Frage an die in ver⸗ ſchwenderiſcher Zahl hier verſtreuten Dienſtmänner verſichert den angekommenen Neuling. daß er ſich tatſächlich in Freibura befindet, und daß dieſes kleine, unſchuldige Stübchen ebenſo das Sinnbild der Erkenntnis neuzeitlicher Erforderniſſe wie des Verzichtes auf einen neuen Bahnhof darſtellt. Wer ſchwache Nerven bat und ſich nach tapferem Durchringen des Bahnhofgewühls erſchöpft auf eine Bank der Anlagen niederläßt, wird ſoagleich eine Probe des be⸗ wundernswerten Sparſinns der Stadtverwaltuna erfahren: die Säuberung der Bänke wird den Fremden ſelbſt überlaſſen! Die Ankommenden zerſtreuen ſich nach verſchiedenen Him⸗ melsrichtungen. Gruppe Meier ſteigt in die Elektriſche nach dem Bertholdsbrunnen, Gruppe Müller zieht auf Schuſters Rappen die Eiſenbahnſtraße hinauf. Beide erleben in der erſten Viertelſtunde ihres Aufenthaltes in Freiburg eindrucksvolle Bilder des„Ver⸗ kehrs“] Meiers ſehen am Bertholdsbrunnen verdutzt ihre„An⸗ ſchlußbahn“ nach Günterstal vor der Naſe davon fahren und werden von dem hier eifria nach allen Seiten freundlich winkenden Ver⸗ kehrspoliziſten belehrt. daß der Anſchluß elektriſchet Bahnen ein Berkehrshindernis darſtelll So haben ſie an dieſer Stelle das erſte⸗ mal Gelegenheit, die praktiſche Anwendung des Mottos des Frei⸗ burger Lebens„Ruhe und keine Uebe⸗ſtürzung“ zu beobachten. Meiers bewundern mit welcher heroiſchen Rube Auto⸗ und Rad⸗ fahrer hinter jeder haltenden Straßenbahn warten: ſie betrachten das ſich fortwährend wiederholende Rennen zwiſchen der Clektriſchen und Fahrzeugen bis zur nächſten Halteſtelle der erſteren, bei dem dieſe auch meiſtens als Siegerin hervorgeht, ſo daß Chauffeure und Radfahrer bei erneutem geduldigem Warten erfahrene Kritiker über Art. Tempo uſw. der Fahrgäſte werden müſſen. Manches Auto wiederum, deſſen Herr ſich ver vedes— um raſcher an Ort und Stelle zu gelangen— in das Gewühl Freiburger Lebens ge⸗ ſtürzt hat, ſteht im brauſenden Verkehr eng an den Büraerſteia ge⸗ drängt und iſt jeden Moment darauf gefaßt. durch einen vorbei⸗ fahrenden Kollegen einen ſchweren Bruch des Vorder⸗ oder Hinter⸗ beines oder eine verunſtaltende Hautabſchürfung zu exleiden, denn Parkplätze zur ungeſtörten Ruhe der hart ſtrapgzierten Autos aibt es in Freibura noch nicht. Meiers warten immer noch auf die „richtige“ Elektriſche und ſehen inzwiſchen Mlüllers mit bleichen Ge⸗ ſichtern und bebenden Knien von der Eiſenbahnſtraße in die Kaiſer⸗ ſtraße einbiegen. Deren Wanderung vom Bahnhof war mit Ge⸗ fahren jeglicher Art verbunden. Die Eiſenbahnſtraße Freiburgs zählt bekanntlich nicht zu den breiteſten Straßen deutſcher Städte. Sie entſpricht in ihrer Größe ungefähr einem Berliner Bürgerſteig. Während ſich Müllers in Todesänaſten vor einem rieſigen Höhenver⸗ kehrsauto, das drei Viertel der Straße einnahm, zu retten ſuchten, knatterte von der anderen Seite ein Motorrad heran. Das Ge⸗ klingel unzähliger Räder, das ſie an ein aroßſtädtiſches Telephon⸗ amt erinnerte. machte ſie vollends nervös, dabei hatten ſie nicht beobachtet, daß einige Marktweiber ſie von der anderen Seite mit ihren— den Eindruck eifriger Hei⸗ eerſucher auf ihren Kleidery hinterließen. Wubrend ſich Meiers ins liebliche Gknterstal begeben, treten Müllers einen Rndgang durch Freiburg an. Auch das herrliche Theater wird in Augenſchein genommen und die Familie iſt ſich ausnahmsweiſe in dem Wunſche einig, ſich auf ihrer Sommer⸗ reiſe, für die ſie das ganze Jahr über geſpart haben, ein ſchönes Theaterſtück anzuſehen. Eine erſchütternde Enttäuſchung harrt ihrer: Freiburg, die große und nach Wunſch der Stadtväter immer größer zu Werd Fremdenſtadt beſitzt in den Monaten fremden⸗ verkehrlichen Hochbetriebs keinerlei Anſtalt, die mit Theater zu be⸗ zeichnen wäre. Vergeblich wird der„Fremdenführer“, der„Ver⸗ gnügungs“anzeiger nach einer Freilichtbühne, nach einem Sommer⸗ theater durchgeſehen. Müllers mit ihrem kurzen Verſtand wollen nicht einſehen, daß man von ihnen nur nach Naturſchönheiten dürſtende Seelen, bei Leibe aber keine Bedürfniſſe nach leichter, erfreuender Unterhaltung erwartet. Noch haben Müllers in ihrem feſten Vertrauen auf Freiburgs großzügige Fremdenpolitik die Hoffnung auf Abendunterhaltung nicht aufgegeben. Sie hörten etwas von„Stadtgarten“ munkeln und ſchon ſind ſie auf dem Weg dorthin. Sie geben ihrer Bewunderung für die reizende Anlage mit Tiſchen und Stühlen und Muſikpavillon, alles in zart heliotroper Farbe gehalten, offen Ausdruck. Aber ein neuer Schlag trifft ſie: das Lila des Pavillons und der hohen Lampenträger macht ſich reizend zwiſchen dem Grün der Bäume und der lauſchig die Tiſche umgebenden Hecken. Wenn Müllers an eine Verwendung dieſer muſeumsartig ausgeſtellten Anlage glaubten, ſo zeigten ſie wieder, daß ſie eben ſelbſt als weitgereiſte Fremde die beſonderen, eigenartigen, geheimnisvollen Gedankengänge Freiburger Fremden⸗ politik nicht zu erfaſſen in der Lage ſind. Freiburgs unvergleich⸗ lich herrliche Umgebung enttäuſchte Müllers nicht; ihre Er⸗ wartungem wurden ſogar noch übertroffen. So kehrten ſie abends befriedigt heim und erlebten am Bertholdsbrunnen ganz koſtenlos eine reizende kleine, höchſt ſtimmungsvolle Nachtunterhaltung zwi⸗ ſchen Studentlein, die zu eifrig ihren Durſt gelöſcht hatten und gar pflichtgetreuen Poliziſten, die bei allabendlichem gleichem Dienſteifer ein wahres Vermögen an Bleiſtift und Notizbüchlein brauchen müſſen. Neidiſche Bürgersleute, die ſich mit der Rolle des Zuſchauens nicht begnügen wollen beteiligen ſich an dem ge⸗ mütlichen Zuſammenſein. Das Pablikum wächſt lawinenartig, wobei jede hinzukommende Partei Stellung nimmt zu der zuletzt aufgetretenen Gruppe. Das Ende des allnächtlichen Freilichtſchau⸗ ſpiels(findet nur bei regenfreiem Wetter ſtatt!): die Grüppchen ziehen diskutierend nach allen Himmelsrichtungen ab, im Notiz⸗ buch des Ordnungsmannes ſtehen falſche Namen, die richtigen „Sünder“ liegen längſt glücklich lächelnd daheim und Müllers ziehen befriedigt von dannen, doch noch etwas Beſonderes, Unterhaltendes in Freiburg erlebt zu haben. Während der Zeitungslektüre am nächſten Morgen ſind Mül⸗ lers und Meiers nicht der Anſicht des Miniſters Remmele, der im Badiſchen Landtag geſagt haben ſoll, Flugdienſt und Fremden⸗ verkehr hätten nichts miteinander zu tun. Sie ſind in dieſen Fra⸗ gen ſehr fortſchrittlich und ſehen wie ein großer Teil des Groß⸗ ſtadtpuhlikums ſchon beute im Luftverkehr ein Beförderungsmittel wie ſedes andere. Schon alleine der rückſchauende Gedanke an die Baßpnankunft in Freiburg läßt ſie den heiligen Schwur tun. in Zufunft Freihurg anzufliegen. Der Rundflua über Freiburg cchließlich entzöckte ſie vollends. So aus der Nogelperſbektine er⸗ ſchien ihnen Freißuros Lace in heſonderem Waße herrlich und ber iprem verſößnlichen Cßarakter vergaſſen Müllers und Meiers da oben raſch die unten erlittenen Enttäuſchungen. So iſt es den Freihurger Stadtyätern pielleicht zu raten, unzufriedene Fremde einfach„in die Luft zu befördern“! 989 E. G. Nocht. eeeeeee eeeen Speyer. 29. Juli. Die 55 Jahre alte ehemalige Klavierlehrerin Frl. Anna Preu von hier, verſuchte auf dem alten Friedhof durch Einnehmen von Lyſol ihrem Leben ein Ende zu machen. Die Lebensmüde ſoll die Tat wegen ihrer beutigen finanziellen Not begangen haben. Sie wurde von den Sanitätern in das Stiftskran⸗ kenhaus eingeliefert, wo ſie in bedenklichem Zuſtande darniederliegt. Aus dem Lande GSchwetzingen, 29. Juli. Die Städt. Sparkaſſe(öffent⸗ liche Spar⸗ und Kreditanſtalt) hat die Zinsſätze vom 1. Auguſt ab wie folgt neu feſtgeſetzt und zwar für Girogelder auf 4,5 Prozent. für Spareinlagen mit täglicher Kündigung auf 6 Prozent, mit monatlicher Kündigung auf 7 Prozent, für Hypothekendarlehen im allgemeinen 10 Prozent, für Neubauten 9 Prozent und für Konto⸗ korrentkredite 8 Prozent(zuzüglich 4 Prozent monatliche Pro⸗ viſion). L. Schwetzingen, 30. Juli. Dieſer Tage fand hier eine Haus⸗ beſitzerverſammlung ſtatt. In der lebhaften Diskuſſton wurde all⸗ gemein verlanat, daß von ſeiten des Staates auf die Hausbeſitzer⸗ intereſſen mehr Rückſicht genommen würde. Die Gebäudeſonder⸗ ſteuer ſtelle eine fan unerträgliche Laſt dar.— Die Realſchule und die Volksſchule hielten am geſtrigen Taa ihr diesjähriges Sport⸗ und Spielfeſt ab. UI weinheim, 30. Juli. Die Beleuchtung beider Burgen iſt auf Sonntag, 5. September anberaumt. Für die Gewerbe⸗ und Induſtrieausſtellung in der„Weinheimer Woche“(5. bis 12. Sept.) haben ſich 118 Ausſteller angemeldet, darunter die hieſige Maſchinenfabrik Badenig. In der Turnhalle des Gynmaſiums wird in der gleichen Woche eine Obſt⸗ und Garten⸗ und Weinbau⸗ ausſtellung ſtattfinden. * Heidelberg, 30. Juli. Die am Freitag vergangener Woche in der Nhe des Schwabenheimer Hofs aus dem Neckar geborgene Leiche eines jungen Mädchens konnte als die Stütze Helene Müller aus Ramſen(Kreis Kirchheimbolanden), die zuletzt in Fronkenthal in Stellung war, erkannt werden. Ob Selbſtmord oder Verbrechen vor⸗ liegt, muß die Unterſuchung ergeben. * heidelberg, 30. Juli. Aufgegriffen wurden zwei Be⸗ trunkene, ein entlaufener 12jqähriger Schüler und ein 10jähri⸗ ger Kaufmoannslehrling, der ſeinem Arbeitgeber in Schwein⸗ nach Unterſchlagung von 740 1 am 8. Juli entlaufen iſt. 364 4 ie der Flüchtige noch hatte, wurden beſchlagnahmt, außerdem ver⸗ ſchiedene Gegenſtände, die er ſich von dem Gelde angeſchafft hatte. L. Wiesloch, 30. Juli. Am Dienstaa morgen brach in einem Hauſe der Hauptſtraße oben in einer Dachſtube ein Brand aus, während die Mieterin in der Fabrik war. Glücklicherweiſe wurde 55 8 von anderer Seite bemerkt und ſofort zum Erſticken gebracht. *FKarlsruhe, 30. Juli. Das fünffährige Töchterchen des im Stadtteil Rintheim wohnenden Kaufmanns Guſtav Raupp wurde an einem unüberwachten Bahnübergang in Tübingen von einem Zuge überfahren, ſo daß dem Kinde beide Beine unter⸗ halb des Knies abgetrennt wurden. Der Zuſtand des Kindes iſt den Umſtänden nach befriedigend. Eine Lokomotivführersfrau, die dem Kinde im letzten Augenblick zu Hilfe eilen wollte, wurde von der Lokomotive zur Seite geſchleudert, glücklicherweiſe ohne Schaden zu nehmen. rr. Baden-Baden. 29. Juli. Die Erſtellung von Wohnunas⸗ neubauten macht in unſerer Stadt erfreuliche Fortſchritte. So wurden in letzter Zeit aus den Mitteln. die der Bürgerausſchuß zur Forderung des Wohnunasbaues genehmiat hat, wieder an 19 Per⸗ ſonen bzw. Firmen Baudarlehen im Betrage von über 600 000 Mk. bewilligt. Mit Hilfe dieſer Darlehen werden 17 neue Wohnhäuſer erſtellt mit insgeſamt 250 Zimmer. Man darf alſo annehmen. daß es mit der Zeit doch gelingen wird. der Wob⸗ nungsnot ein Ende zu bereiten, vorausgeſetzt, daß ſich auch fernerhin Unternehmer finden, die ihr Augenmerk auf den Woh⸗ 1 richten, durch den auch viel Arbeitsgelegenheit geſchaffen wird. * Badenweiler, 29. Juſi. In Neuenweg ſchlug der Blitz in das Elektriſche Werk ein und legte den Betrieb ſtill. Die Unterbrechung der Lichtzufuhr nach Neuenweg war umſo unangenehmer, als dort gerade ein Muſikfeſt abgehalten wurde, ſo daß überall die Kerzen⸗ beleuchtung in Anſpruch genommen werden mußte. *Fotbach, 29. Juli. Hier fiel in der Küche des Fuhrmanns Karl Merkel ein 2½ Jahre altes Kind in einem unbewachten Augenblick in einen auf dem Boden ſtehenden Waſchkeſſel voll heißen Waſſers. Das arme Kind wurde ſo ſtark verbrüht, daß es in der letzten Nacht den ſchweren Verletzungen erlegen iſt. * Bühl, 29. Juli. Bei Bühlertal löſte ſich der Anhänger eines Laſtautos mit Langholz der Firma Konrad Kern los und ſtürzte in der Nähe des Schwanenwaſen beim 145 ſchwarzen Rank die hohe Böſchung hinunter. Ein Auto folgte hinterher, überſchlug ſich mehrere Male und blieb ſchließlich einige Meter vom Langholz⸗ wagen entfernt liegen. Der Führer b el Fritz trug eine ſchwere Rückenmarkverletzung davon, während der andere Führer, Rudolf Karcher mit Bluterguß im Rücken davonkam *Ueberlingen, 30. Juli. Auf der Straße nach Weildorf ereignete ſich geſtern abend ein ſchweres Unglück. Ein Motorradfahrer ſtieß mit einem Fuhrwerk zufammen. Der Landwirt Blaſer aus Ueberlingen ſtürzte dabei vom Wagen und blieb bewußtlos liegen. Er 15 heute morgen im Krankenhaus ſeinen ſchweren Verletzungen erlegen. „Radolfzell. 30. Juli. In Böhringen wurde der mehrfach geſuchte Hochſtapler Ruppert aus Luzern von der Singener Gen⸗ darmerie feſtgenommen. Er betrog einen dortigen Wirt um eine hohe Summe und unterhielt mit einer Angeſtellten des letzteren, die durch Grundſtücksverkouf zu Bargeld gekommen war, Beziehungen, jeden⸗ falls in der Abſicht, dieſe un das Geld zu prellen. Er hatte ſich als Käufer der Wirtſchaft ausgegeben. Aus der pfalz Die Schifferſtadter Gemüſeauktion Schifferſtadt, 30. Juli. Seit ihrer Einführung iſt hier jetzt ſchon die 25. Gemüſeauktion abgehalten worden. Der Umſatz bei der erſten Auktion von 200 Mk. iſt jezt auf über 2000 Mk. ange⸗ Auch der Zuzug von Händlern und das Intereſſe für die uktion hat ſich bedeutend geſteigert, ſo daß heute ein lebhafter Ab⸗ transport der Waren nach jeder Auktion mit Autos und Wagen⸗ ladungen erfolgt. In der nächſten Woche wird nunmehr eine Händ⸗ lertribüne erſtellt. Die Einfuhrrampe wird im Bau nächſthin fertig, die dann die Durchfahrt ganzer Wagenladungen für die Auktion er⸗ möglicht. Die Anſchaffung einer Auktionsuhr, die äußerſt dringend wird, iſt jetzt in Ausſicht genommen, da ein mündliches Ausgebot der heute anlaufenden Warenmengen nahezu undurchführbar wird. Da nun in allen Kreiſen der G⸗müſezüchter auch außerhalb Schifferſtadt der Auktion größtes Intereſſe entgegen⸗ racht wird und auch der Andrang von Waren und Händlern da⸗ urch ſich ſteigert, wird jetzt notgedrungen dazu übergegangen werden müſſen, die Auktion nicht nur dreimal in der Woche, ſondern täg“ lich zu veranſtalten. Den Erzeugern wäre es dann ermöglicht, täglich friſch geerntete Ware zur Verſteigerung zu bringen und ſo die Händler noch mehr wie bisher zu befriedigen. * *Aus der Vorderpfalz. 29. Juli. Aus verſchiedenen Gebieten an der Mittelhaardt, ſo von Deidesbeim. Dürkbeim, Wachenheim wird gemeldet. daß die Peronoſpora ſich vielfach an den jun⸗ gen Blättern und Trieben in verſtärktem Maße zeigt. Die Winzer beſchäftigen ſich eifrig mit dem Ausbrechen und Abſchneiden de⸗ jungen Blattnachwuchſes, der raſch befallen wird. Es zeiat ſich be guter Witterunga auch der Mottenflua in erbeblichem Umfang. Ueberall führen die Winzer Nikotinſpritzungen aus, von denen man auten Erfola erwartet. Der durch die kalte Witterung während der Blütezeit erfolgte Abfall der jungen Beeren iſt ſehr aroß. Man findet Weißwängerte, wo man auf einen Moraen keinen Logel ern? ten wird. Hier iſt natürlich ſede Wurmbekämpfuna nahezu über⸗ flüſſia. Weinverſteigerungen ſind für Monat Auauſt zwei vorae? merkt. Im freien Handel iſt erhebliche Zurückhaltung zu merken nur 7 5 erfreuen ſich auter Nachfrage bei ſteigendem Preis“ angebot. * Pirmaſens, 29. Juli. Im Walde, in der Nähe der Stadt, bat ſich der Werkmeiſter Auguſt Weingärtner erhängt. In einem hinter⸗ laſſenen Brief iſt als Grund für den Selbſtmord Lebensüberdru angegeben. — Freitag, den 30. Juli 1026 Neue MRaunheimer Zeitung(Adend-Ausgade) 5. Seile. Nr. 348 Nachbargebiete Der Brandſtifter von Arheilgen verhaftet Arheilgen, Kreis Darmſtadt, 29. Juli. Die vorgeſtrigen Brände haben raſch ihre Aufklärung gefunden. In der Scheune des Landwirts Heinrich Venz wurde ein 20 Jahre alter Burſche ſeſtgenommen, der ſich dort verſteckt hatte. Es ſtellte ſich heraus, daß es ſich um einen Zwangszögling handelt, der aus der Aumühle bei Wixhauſen vor Tagen ausgebrochen iſt. Der Feſtgenommene gab zu, die Brände in der vorhergegange⸗ nen Nacht angelegt zu haben, um die Einwohnerſchaft von ſich ab⸗ zulenken. Er hatte, wie im vorigen Jahre, ſchon einmal bei Benz einen Anzug und einen Geldbetrag von 450 Mk. geſtohlen während der Brände. Nun verſteckte er ſich zunächſt im Zimmer bei Benz und in der Nacht in der Scheune dieſes Landwirts. Er hatte die Ab⸗ ſicht, auch dieſe Scheune noch anzuzünden. Der Brandſtifter wurde heute nachmittag in das Darmſtädter Gerichtsgebäude eingeliefert. „ Darmſtadt, 27. Juli. Am Freitag abend gegen 8 Uhr ereig⸗ nete ſich Ecke Niederramſtädter⸗ und Schießhausſtraße ein ſchwerer Auto mobälunfall. Ein Motorradfahrer mit Beiſitzer rannte in ein einbiegendes Auto. Der Motvrradfahrer und ſein Begleiter wurden ſchwer verletzt. Einer erlitt einen komplizierten Unterſchen⸗ kelbruch und Kopfverletzungen, der andere ſchwere Oberſchenkel⸗ und opfperletzungen. Die Verunglückten mußten durch die Rettungswache nach dem Stadtkrankenhaus verbracht werden. * Darmſtadt, 27. Juli. In der Heidelbergerſtraße in Darm⸗ ſtadt ſtürzte das vierjährige Töchterchem eines höheren Beamten dom Balkon der erſten Etage herab. Das Kind fiel ſo unglück⸗ lich auf das Staket des Vorgartens, daß es buchſtäblich auf⸗ beſpießt wurde. Es wurde ſofort dem Krankenhaus zugeführt, wo es ſchwer verletzt darniederliegt. Obgleich innere Teile der Magengegend erheblich verletzt ſind, beſteht Ausſicht, das Kind am ben zu erhalten. Mainz, 29. Juſl. Der Raubmord in Flomborn bei Alzey im ein neues Stadium eingetreten. Die beiden Handwerksburfchen, die man verfolgt und ſchließlich auch in Augsburg feſtgenommen datte, mußten wieder auf freien Fuß geſetzt werden, da ſich der dritte Wanderburſche eingefunden hat und nachwies, daß er ſtets mit ſei⸗ nen Kameraden bis zum Tage der Feſtnahme beiſammen wat. Nun⸗ Wehr fehlen alle Anhaltspunkte, die zur Klärung des Raubmordes käbren könnten. Gerichtszeitung Schöffengerichl Mannheim Gewinnſüchtige Urkundenfälſchung Bereits am ſelben Tage, an dem ſich die Pforten des Bruch⸗ ſaler Frauengefängniſſes hinter ihr ſchloſſen, ließ ſich eine junge neiderin ein neues Vergehen zuſchulden kommen. Die Notlage, in der ſie ſich befand, ſie war völlig mittellos, führte ſie wieder Abwege, allerdings recht unbeſonnen. Bei einer Witwe lieh ſie ſich einen Mantel und wußte durch beinahe raffi⸗ niertes Fragen die Adreſſe einer ihr von der Witwe als gutherzig und wohlhabend geſchilderten Frau zu erfahren. Sie fälſchte einen Drief an dieſe Frau. in dem angeblich die Witwe ihre Bekannte bat, ihr doch ſchnell mit 20 Mart auszuhelfen. Alles Weitere würde mündli geklagte felbſt und erklärte der Frau, daß die Witwe einen Silber⸗ kaſten gekauft, von dem die Tochter nichts wiſſen ſollte. Sie erhielt araufhin die 20 Mark, von denen ſie ihre Verpflegung und die Reiſekoſten zu ihrem Bräutlgam beſtritt. Leider hatte ſie nicht das herz, ſich dieſem zu eröffnen, ſodaß ſie verhaftet wurde und erneut die Anklagebank betreten mußte. Da ſie den geliehenen Mantel tat⸗ lächlich in einer hieſigen Wirtſchaft zur Aufbewahrung zurückgelaſſen hatte und das Gericht ihre Rückgabeabſichten als wahr unterſtellte, eutfiel dieſer Anklagepunkt. Wegen der gewinnſüchtigen Urkunden⸗ fälſchung in Tateinheit mit Betrug erhielt die Angeklagte 7 Wochen efängnis umer Anrechnung von 5 Wochen Unterſuchungshaft. Da die Verfehlung eine Folge der erſten Strafe iſt und der Scha⸗ den inzwiſchen voll erſetzt wurde, fielen bei der Strafbemeſſung dieſe Umſtände mildernd ins Gewicht. ſſer wäre es aber immerhin, wenn die Gefüngnisverwaltungen automatiſch alle zur Entlaſſung kommenden Häftlinge mindeſtens für die erſten zwei Tage mit ent⸗ ſprechenden Mitteln ausſtatten würden. Em Bigamiſt und Weltenfahrer Die Ausſagen des 33fährigen Schloſſers Johannes Guth aus Saarbrücken, der in Anſtaltskleidung wegen„Doppelehe“ auf der Anklagebant ſaß, waren von einem eben ſo großen Leichtſinn erfüllt, wie ihn der Lebenslauf des Angeklagten bisher bekundete⸗ Immerhin war ſeine Art der Schilderung für das Publikum trotz des ernſten Hin recht amſſant. Der Angeklagte iſt eine Enammgslose und leichtſinnige Bbenteurernatur, für den ſelbſt das zangehen von mehreren Ehen keine beſonderen Bedenken erregen. 25. Okt. 1918 ſchloß r in Köln eine Ehe, verließ ſeine Frau aber angeblich wegen ihrer Treuloſigkeit. Ohne daß ſeine erſte Ehe ge⸗ geden es Fi e er en d dun deud in edngen eun mere De ein. In dieſer Zeit gehörte., nachdem er früher Angehörige⸗ zines Freikorps war, der Reichswehr an. Seine Frau hatle er ge⸗ beiratel, well ſie nicht ohne ihn leben kötme und in den Neckar ſpringel würde. wenn er ſie nicht beirate. Da er jedoch von ſeinem Schwie⸗ gervater auf angebliche Todesdrohungen bin an die Luft geſetzt wurde. degab er ſich, nach ſeiner Heimat Saarbrücken und aing von rt. ohne ſich um ſeine Frau zu kümmern— die erſte Ehe war un chen geſchieden— nach Frankreich, London, Braſilien, Argen⸗ Nordamerika und kam ſchließlich nach Afrika, wo er in die 55 niſche Fremden⸗Leqion verſchleppt wurde. Bei den Kämpfen in arokko wurde er an der rechten Hand verletzt. Einer bevor⸗ edenden Entſcheidungsſchlacht entzog er ſich, indem er bei Manila BVord eines deutſchen Dampfers ſchwamm und von dieſem nach 11¹ KEIN ScH erklürt werden. Dieſen Brief überbrachte die An⸗ Mannheim, Heidelbergerstraß Antwerpen gebracht wurde. Seiner erſten Frau ſchrieb er von allen Plätzen der Welt aus zuniſche Karten! daß er ein Kind aus dieſer Ehe beſaß, wuffte er überhaupt nicht. Der Sachverſtändige kam zu dem eingangs erwähnten Charakterbild. Ihm entſchlüpfte inbezug der Handlungen des Angeklagten dabei die Aeußerung„daß die Ehe doch keine Affekthandlung ſei“. Das Gericht verurteilte G. unter teilweiſer Zubilliaung mildernder Umſtände zu einer Gefänanisſtrafe von 8 Monaten abzüglich 6 Wochen Unterſuchungshaft. Der Schauſpieler A. vom Nattonaltheater Mannheim wurde heute wegen Vergehen gegen den 8 175 zu 3 Monaten Gefängnis abzüglich 2 Wochen Unterſuchungshaft und Tragung der Koſten des Verfahrens verurteilt. ** Be ſtrafte Republikbeleidiger. Vor dem Schöffengericht Konſtanz wurde die Flaagenſchändung durch Reichswehrſoldaten und Gymnaſtaſten verhandelt. Angeklagt waren die drei Gymnaſia⸗ ſten Kienle. frahr und Ratzebura im Alter von 17 bis 21 Jahren. der 18 Jahre alte Reichswehrſoldat Wildenbrand und der 20führige Reichswehrſoldat Benz. Die Beſchuldigten hatten in der Nacht zum 22. Mai an der Rheinbrücke einen ſchwarz⸗rot⸗goldenen Wimpel heruntergeriſſen. Kienle wurde wegen Veraehens gegen das Re⸗ publikſchutzgeſetz zu 14 Tagen Gefänanis unter Bewährungsfriſt bis 1929 verurteilt. Die übrigen Angeklagten wurden freigeſprochen. Die ſind kurz nach der Tat aus der Anſtalt entfernt worden. § Zuchkhaus für einen Fahrraddieb. Der mehrfach vorbeſtrafte Fahrradmarder Wilhelm Göbler aus Baden⸗Baden wurde wegen Fahrraddiebſtählen, Diebſtahls einer Uhr und eines Mantels, ſowie wegen Zechbetruges, begangen in Raſtatt vom Schöffengericht Karls⸗ ruhe zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Anklage⸗ vertreter hatte 2½ Jahre Zuchthaus beantragt. Wegen eines Er⸗ preſſungsverſuches erhielt der Metzger G. Kratt aus Königsbach 6 Monate Gefängnis. Sportliche Rundſchau Athletik Die Kampfſplelſteger W. Reinfrank u. E. Mühlberger vom.f. A. 86 Die 9. Deutſchen Kampfſpiele bedeuten* die werathletit und hier beſonders im Gewichtheben mehr als die Feſtſtellung der Kappfſpielſieger, ſie waren auch ein Maßſtab über die dertzeitige Stärke Oeſterreichs, in dem beſonders Wien als die Stadt der ſtar⸗ ken Männer angeſehen wird. Der überragende Sieg der deutſchen Mannſchaft im Länder⸗ kampf gegen Frankreich am 18. April in Mannheim ließ aber keinen Zweifel mehr darüber beſtehen, daß Deutſchland jederzeit den Kampf mit Oeſterreich aufnehmen und ſiegreich beſtehen kann. Den Beweis dafür erbrachten die Kampfſpiele in Köln, wo von elsewichtsklaſſen 5 an Deukſchland und nur 2 an Oeſterreich ielen. Von den 5 deutſchen Siegen gingen allein 2 nach Mannheim, die durch die beiden Mitglieder vom Verein für Körperpflege von 186 W. Reinfrank und E. Mühlberger errungen wurden. Den ſchwerſten Kampf hatte Reinfrunk zu beſtehen. Ihm war in dem Oeſterreicher Haas⸗Wien, der den Weltrekord im einarmigen Stoßen rechts mit 200 Pfund beſitzt, ein ſcharfer Rivale erſtanden. Haas erreichte im Fünfkampf 905 81 während Reinfrank mit 910 Pfnud wohl den Sieg an reißen konnte, aber mit 20 Pfund weniger unter ſeiner vorjährigen Weltrekord⸗ leiſtung von 930 Pfund zurückblieb, was daauf zurückzuführen iſt, daß er ſich geſundheitlich nicht in der 9 825 Verfaſſung befand. Immerhin ſollle es ihm bei ſeinem jugendlichen Alter nicht ſchwer fallen, bis zu ſeinem nächſten größeren Kampf, den er 9 5 lich in Wien gegen ſeinen Rivalen aus den Kamufſpielen zu be⸗ ſtreiten haben wird, wieder auf der Höhe zu ſein. Ein Senſation, wie ſie in der Geſchichte der Schwerathletit wohl einzig daſteht, lieferte Mühlbierger, der bereits am 11. Funi durch ſeinen in Paris erzielten fabelhaften Weltrekord im ein⸗ armiges Reißen rechts von 149 Pfund die ganze Sportwelt in Erſtaunen verſetzte. Er an nicht nur die beiden hervorragenden Oeſterreicher Stadler und Andryzek gang erheblich, ſondern er ſtellte im einarmigen Reißen links mit 189,5 Pfund, im einarmigen Stoßen rechts mit 179,4 Pfund, im beidarmigen Reißen mit 179,2 Pfund und im beidarmigen Stoßen mit 229,4 Pfund vier neue deutſche Rekorde an einem Tage auf. Mühlberger war bei den ſchwerathletiſchen Kämpfen in Köln, wie die Zeitungen ein⸗ ſtimmig ſchrieben, der Held des Tages. Sein glänzender Sieg, mit dem er im Füafkampf 870 Pfund zuſammenbrachte, iſt umſo höher einzuſchätzen, wenn man in Bettacht zleht daß Stadler jahrelang 2 hedeutende Weltrekorde beſaß, 1921 Weltmeiſter in Wien, 1922 Kampfſpielſieger in Berlin und 1924 bei den olhmpi⸗ ſchen Spielen 2. Sieger wurde. Er belegte mit 825 Pfund den 2. und Andryzek mit 815 Pfund den 3. Platz in Köln. Andryzef war Inhaber bes Weltrekords im einarmigen Reißen rechts mit 130 Pfund bis zum 11. Junt 1926, wo er bekanntlich von Mühlberger in Paris um 13 Pfund verbeſſert wurde. Auch Mühlberger wird demnächſt Proben ſeiner ausgezeichneten Leiſtungen in einem Kampfe mit Oeſterreichern in Wien ablegen. Mannheim für deſſen Farben ſich Reinfrank und Mühlberger glänzend geſchlagen haben, hat allen Grund, auf ſeine beiden Kampfſpielſieger ſtolz zu ſein. Sie waren die einzigen, die mit der Trophäe der Kampfſpiele heimkehrten. K. C. N* Erfolge der Heichtalhleiik⸗Abteilung des F. K. Phönix Mann⸗ heim. Der Mannheimer.C.„Phönix weilte am Sonntag in Pforzheim beim dortigen V. 1 0 nd konnte unter ſtärkſter Konkurrenz von Stuttgart und Pforzheim 100 Meter⸗Damenlauf: 1. Preis Frl. Röſch.— Hochſprung 19 Damen: 1. Pr. Frl. Röſch.— Weſtlſprung für Domen: 1. Pr. Frl. ſein. olgende Siege erringen: Röſch. 718 für Damen: 1. Pr. Frl. Röſch.— Diskuswerfen für Senioren: 1. Pr. W. Herrmann.— Kugelſtoßen für Jugend: 1. r. H. Latber.— 100 Meter⸗Lauf für Jugend: 1. Pr. H. Lalber.— eitſprung für A..: 2. Pr. A. Wagner.— Dreikampf für A..: 2. Pr. A. Wagner.— 400 Meter⸗Lauf für.: 2. Pr. Ph. Bau⸗ meiſter.— 1500 8. Pr. N. Hereun 2. Pr. Ph. Baumeiſter.— Kugelſtoßen für.: 2. Pr. W. Herrmann. Kugelſtoßen(beid⸗ armig): 2. 155 W. Herrmann.— Weitſprung für Jugend: 2. Pr. H. Laiber.— Dreikampf für Jugend 2. Pr. H. Laiber.— Kugelſtoßen für Damen: 2. Pr. Mina Röſch.— 4 100 Meter⸗Staffel: 2. Preis vor Sportklub Stuttgart, 1. F. C. Pforzheim und weiteren 3 Ver⸗ einen.— 100 Meter⸗Lauf für A..: 3. Pr. A. Wagner.— Schleu⸗ derballwerfen: 3. Pr. W. Herrmann.— 1500 Meter Hindernislauf: 3. Preis R. Lang. 10 Raoſport Die Weltmeiſterſchaft der Straßzenfahrer Deutſchland erringt im Geſamt⸗Klaſſement den 3. Platz „Turin, 29. Juli.(Eig. Drahtber.) Am Donnerstag wurde auf der 182,9 Km. langen Strecke Mailand—Biella—Turin die eeee 1926 zur Durchführung gebracht. Ben ſchönem Wetter ſtellten ſich morgens um.45 Uhr 44 Fahrer dem Starter und begannen unter Führung der franzöſiſchen Teilnehmer ihre Reiſe im 30 Km.⸗Stundentempo. Die deutſchen Fahrer hiel⸗ ten ſich anfänglich etwas zurück, um ihre Kräfte für den Endſpurt zu ſchoͤnen. Schon bei der erſten größeren Steigung, bei Arcona, erwieſen ſich die tſchechiſchen und jugoſlaviſchen Fahrer als zu eee Der Frankfurter Gugau ſtürzte beim Nehmen einer Kurve, am aber glücklich davon und konnte das Rennem fortſetzen. In der Hauptkontrolle Biella, nachdem bereits 111 Km. zurückgelegt waren, langte mit 50 Meter Vorſprung der Franzoſe Aunerle an. Schon bald hinter Biella verſuchten die Franzoſen gemeinſam, dem Feld auf und davon zu gehen, doch konnten ſie ihre Abſicht nicht berwirklichen, ſodaß im Ziel in Turin eine 14 Mann ſtarke Spitzengruppe beiſammen lag. Im Endſpurt belegte der Fran⸗ zoſe Dayen den 1. Platz vor ſeinem Landsmann Merviel, dem Italiener Polano und dem Schweizer Bohrer. Als erſter deutſcher Fahrer endete der Frankfurter Gugau auf dem 9. Platz. Zeißner⸗ Schtoeinfurt und Günther⸗Chemnitz kamen an 11. und 12. Stelle Meyer⸗Leipzig konnte nur den 84. Platz belegen. Auch bet dieſem Rennen benahmen ſich die Italiener wieder wenig ſportlich und ſie proteſtierten im Ziele energiſch gegen den Sieg der Fran⸗ zoſen und verlangten daß der Italiener Polano zum Sieger er⸗ klärt werden ſollte. Das Renngericht ließ ſich indeſſen nicht beein⸗ fluſſen und ließ das Reſultat unverändert. Das genaue Ergebnis war folgendes: 1. und Straßenweltmeiſter 1926 Dayen⸗Frankreich:43:80 Stunden, 2. Merbiel⸗Frankreich 3. Polano⸗Italien, 4. Bohrer⸗ Schweiz, 5. Grande⸗Italien, 6. Breſey⸗Frankreich, 7. Haup⸗Oeſter⸗ reich, 8. Sduthall⸗England, 9. Gugau⸗Deutſchland, 10. Ballo⸗Italien 11. Zeißner⸗Deutſchland, 12. Günther⸗Deutſchland, 18. Kelaſſa⸗ Oeſterreich, 14. Zanong⸗Italien, alle 14 dichtauf. Geſamtergebnis: 1. Frankreich9 Punkte 2. Italien 18. Punkte, 3. Deutſchland 32 Punkte, 4. Oeſterreich z6 Punkte, 5. England 58 Punkte, 6. Ungarn 78 Punkte, 7. Dänemack 78., 8. Jugoſlavien 94 Punkte. Neues aus aller Welt — Gefangenenausbruch. Viler Zuchthäusler ſind aus dem Gefangenenlager in Stapelnermoor(Oldenburg) entwichen und konnten noch nicht wieder ergriffen werden. Ein fünfter über⸗ fiel am ſelben Tage bei einem Transport den Aufſeher und ſchlug ihn mit einer ſchweren Taſche zu Boden. Der zweite Aufſeher gab dar⸗ aufhin einen Schuß auf den Angreifer ab, verfehlte ihn jedoch. So⸗ 175 ei Gefangene auch auf ihn ein, entriß ihm die Waffe und entfloh. — Der Beltſer mit dem Sparkaſſenbuch. In Wies baden iſt dleſer Tage ein aus Meudt(Kreis Weſterburg) ſtammender Mann wegen Bettelns feſtgendommen wörden. Er behaußtete, er ſei in; dal ter Not. Bei der Durchſuchung wurden jedoch zwel Spar⸗ kaſſenbücher bei ihm vorgefunden, die zuſammen auf über 500 Marf lauteten und auf ſeinen Namen eingetragen waren. Erſt kürz⸗ lich hatte er noch Einzahlungen gemacht. wetternachrichten der Karlsruher Landeswetterwarte Beobachtungen badiſcher Wetterſtellen 7 morgens ——— ee, zuft, Tem S Z8 Wint 8 boöze 74 1 775551 285 8 5 8 0 Wetie 32 E .en S Kickt. Stüärte Werſhem 15 1 i S ſſech bededß Königſtuhl625 763.6 91 11 9 W 4 Nebel 3 Karlsruhe127 764,9 14/ 17 12 S88K bedeckt 8 Baden Vaden 213764,7 13 1312 W4„ 15 Villingen780 765,3 11 14 9 N* Regen 2 eldberg. Hoff 1497 639.0 6 6 5 N 1 Nebel 13 adenweiler[— 764,6 13 18 12 W 5 1 7 St Blaſie..—— 10 11 10 N0 25 wolkig 12 Höchenſchwd.—————— Doreusſichtliche Witterung füt Samstad bis 12 Uht nachts: Noch wechſelnd bewölkt, ſedoch zeitweiſe aufheiternd und etwas würmer, meiſt trocken. Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerel Dr. Hags. Neue Mann Zeitung G. m. b.., Mannheim. E 6. 2. neenee en eneice deben a f 5— antwor edakteure: Für Volſak 1. B. Kurt Flicher.— Feuilleton Dr. Fris Dammes.— Nommunalpolitik und Lokgles: i..: Franz Kircher,— Sport und Neues aus aller Welt: Willyn Mäller.— Handelsteil: Kurt Ehmer. Gericht und alles Uebrige: Nr. Kircher.— Anzeigen: i. V. J. Faude SALIAMANDER SCHUHE NU NOch G DREISE 1 1· 3 10 11 10—81 0 71 10 2 1¹ 1* 6 uUH MEH MANETA5 BillidEE 50 e, P 5, 18/8 Freilag, den 30. Juli 1928 eitung⸗ Handelsblatt Annahme der Jollermäßigungen für Mehl durch den Keichsrat „Der Reichsrat beſchäftigte ſich geſtern mit der Verordnung der Reichsregierung, die ab 1. Auguſt bis auf weiteres niedrigere Zoll⸗ ſätze für Mehl und llc Müllereierzeugniſſe feſtſetzt. Nach der Vorlage ſollen die Zollſätze für Mehl bei Hafer und Gerſte 14., für ſonſtiges Mehl 10 /, für Graupen und Grieß ſowie ſonſtige Müllereierzeugniſſe aus Gerſte 14 und 10 pro Doppelzentner be⸗ tragen. Dieſe Zollſätze ſollen am 1. Auguſt in Kraft treten. In der Debatte erklärte der bayeriſche Geſandte von Preger, daß der baye⸗ riſchen Regierung die vorgeſchlagenen Zollſätze auf Mehl für zu niedrig erſcheinen. Im Intereſſe des Abſatzes des inländiſchen Ge⸗ treides ſei es dringend erforderlich, die einheimiſche Müllerei vor der ausländiſchen Konkurrenz zu ſchützen. Um dies zu erreichen, wäre eim Zollſatz von 12,50„ anſtelle des mit 10 I vorgeſchlagenen not⸗ wendig und zwar dies um ſo mehr, als ausländiſches Mehl vorzugs⸗ weiſe Luxusmehl ſei und angeſichts der beſorgniserregenden Höhe der Mehleinfuhr, die von 178 000 Doppelzentnern im Jahre 1913 allein in den erſten fünf Monaten des Jahres 1926 auf 435 700 Doppel⸗ zentner geſtiegen ſei. In namentlicher Abſtimmung wurde dann der bayeriſche Antrag mit 38 gegen 28 Stimmen abgelehnt. Für den bayeriſchen Antrag ſtimmten u. a. Oſtpreußen, Brandenburg, Pom⸗ mern, Württemberg, Thüringen und Bremen. Die Vorlage wurde nach der Regierungsfaſſung mit der Aenderung angenommen, daß der Zeitpunkt des Außerkrafttretens der ermäßigten Zölle nicht allein von der Reichsregierung, ſondern nur im Benehmen mit den Inſtan⸗ gen, die bei der Einführung mitgewirkt haben, beſtimmt werden darf. Die nächſte öffentliche Sitzung des Reichsrates wird vorausſichtlich am 7. Oktober ſtattfinden. 2: Die Reichsbank ſchränkt den Ankauf von Frankendeviſen ein. Zu den Preſſemeldungen, daß die Reichsbank mit Rückſicht auf das ſtarke Valutariſiko ihre Bankanſtalten angewieſen habe, den Ankauf von Frankendeviſen und Liredeviſen nach Möglichkeit abzulehnen, teilt die Reichsbank mit, daß dieſe Nachricht nicht völlig den Tat⸗ ſachen entſpreche. Allerdings ſei in den Beſtimmungen über den Ankauf von Franken⸗ und Liredeviſen durch die Reichsbankanſtalten inſofern eine Aenderung eingetreten, als dieſe nicht mehr wie bis⸗ her von der Reichsbank angekauft und ſofort abgerechnet, ſondern nur noch zum Inkaſſo angenommen werden. Auf Antrag erhält der Verkäufer der Deviſen einen Vorſchuß. Die endgültige Abrech⸗ nung erfolgt erſt nach Verwertung der Deviſen durch die Reichs⸗ bank, um Kursverluſte nach Möglichkeit auszuſchalten. 21: Süddeutſcher Lloyd Transport⸗Verſicherungs⸗-AGG. in Stukt· gart. Der Verlauf des GJ. 1925 wird im Hinblick auf die all⸗ gemeine Wirtſchaftslage als befriedigend bezeichnet. Die Schadens⸗ amfälle bewegten ſich in normalen Grenzen. Von ſchwereren Riſiken hat ſich die Geſeilſchaft grundſätzlich ferngehalten. Die Prämien⸗ einnahme ſtellte ſich auf 82 239(112 289), Unkoſten erforderten 26 506(55 079, Proviſionen 14007(24 268), Rückverſicherungs⸗ Prämien 23 360(19 004), Schäden abzügl. des Anteils der Rück⸗ verſicherung 14187(11 557) 4. Bei 2100(0)& Abſchrelbungen verbbeibt ein Reingewinn von 2078(2483) 4, der wieder vor⸗ getragen wird. Schuldner betragen 38 818(51 480), Baukonto 8800, (10 900), Wertpapiere 2500(), Verpflichtungen der Aktionäre 9804 (11250), AK. 20 000, Rücklagen 13 733(11 250), Schadens⸗ und Prämienrücklage unv. 13 350, Gläubiger 10 760(28 775) A. Ueber den Nennwert und das Stimmrecht der neuen Aktien, die in der letzten GV. beſchloſſene KE. um bis zu 80 000 l. ſoll in der GV. am 31. Juli abändernder Beſchluß gefaßt werden. bee-15 U., Dividende der Juckerkreditbank Ach. Auf ei ünſtiges GJ. kann die Zuckerkreditbank Ac. in Berlin zurüick⸗ gu 5 blicken. Der Abſchluß auf 30. Juni 1926 weiſt einen Reingewinn von 1d. 591 000 auf, aus dem wiederum, wie i.., 15 v. H. Dividende ausgeſchüttet werden ſollen. Außerdem ſoll die Rücklage eine Zuweiſung von 100 000 erhalten. Ueber das laufende GJ. kießen ſich beſtimmte Angaben noch nicht machen. Eine zufrieden⸗ ſtellende Zuckerernte würde dem Inſtitut aber wieder ein erheb⸗ liches Betätigungsfeld bieten. 7 Auflöſung des Bankhauſes C. 9. Aretzſchmar Komm.⸗Geſ. in Berlin. Nachdem unter den Inhabern und Kommanditiſten dieſer Bank Meinungsverſchiedenheiten über den Anteil am Goldvermögen entſbanden und daraufhin ein Schiedsgericht eingeſetzt worden war⸗ haben ſich inmehr die Beteiligten zur Auflöſung des ſeit 1879 beſtehenden Juſtituts entſchloſſen. Von den Inhabern wird Herr Martin Schiff unter ſeinem Namen eine Bankfirma eröffnen, die den techniſchen Apparat und die Beteiligungen der alten Firma übernehmen und fortführen wird. Dabei handelt es ſich im weſentlichen um inländiſche Induſtriebeteiligungen(Krauß Lokomotiven, Kahla, Schomburg ufw.), ferner um eine Züricher Bamkbeteiligung. 2. Bayerſſche Braunkohleninduſtrie Ach. in Schwandorf(Ober- bereit pfatz) dividendenlos. Dem Rohgewinn des GJ. 1925 in Höhe von 538 394(872 657)& ſtehen Generalunkoſten von 345 009(452 762) K und Abſchreibungen von 193 625(201 128) 1 gegenüber, ſo daß der Reingewinn 1518& beträgt. Er ſoll auf neue Rechnung vor⸗ getragen werden(. V. 4 v. H. Diwidende). Kurszettel der Neuen Mannhelmer Zeftung Aktien und Auslandsanleihen in Prozenten. bei Stückenotterungen in Mark je Stück. Die mit T verfehenen Werte ſind Terminkurſe während ſich die mit +T verſehenen noch in Bi⸗/ verſtehen.——,— Zuckerf. Iffſtein.99, Sparprämie. 1919—.——— 4 1575 Schnellpr. Frank. 68,25 63,10 Zuckerf.Rheingau 75,—80,—5% Pr. Schatzanw.—.——.— Frankfurter Börſe vom 30. Juli. Scgramm Lackf.. 78.—78.— Jucerf, Stuttgatt—.—88,— 4½ d0 do.—. 1Schuckert, Nrög. 125.8125,0 Freiverkehrs⸗K 4% Preuß. Konſ. 0,4570,470 Freiverkehrs⸗Kurſe. Vank⸗Alelien. Crausport⸗Aktien. e Sen e—85.—%½%„ 0,4570,460 29. 80. Enzinger⸗Umon.—„ Seilinduſtr. Wolff 49.— 49.— Eld erfeld. dupfer 33 bitbk. 116,0116,8 29..90. Ettlinger Spinn. 195,0.196,0 FSiemensöHalsk 188016,5 Entrepriſe⸗ +7/—%,Babhnt v1519——— Allg. O. Creditbt. 116,0 119,5 Tgthein Braunk.. 179,7172,0 Blei 75,— 77,— Südd. Draht..—.—,— Fntrepriſes. 17123½¼% do. abgeſt. O, 4700, 40 Babiſche Bank.. 142,0 142.0 Faber, Joh. Blei 75, f Draht.—-.—.„Mansfelder 113,7113,8%% do. a geſt. 0, 4700, 460 Zant Bran Sug 1350 l8555 Selds, Peraber 70—.— Je. Farbeninb. 255.6f288.0 ee e ee Raltatter Waggon 14.—f4,54Bagz 5 e e 70.—71.=[S. G. Farbenind. 255, ricotw. Beſigh.-—.——.— l„Bayr. Eiſ⸗Anl.—.——.— des. 85. 132.0188.5 1 59.50 Fahr Gebr.———— e ee—.— 4 5 Abm Kobtnadl.— 85 125%0 55. 0,47000, 470 e14 1 n„3,%8=Felt. Guill. Carls er. deutſch. Oelf. 61,.—65.— 2S 5 0. e e ee Darner Hande⸗ 5 189.0 Javag 12 67 149,5152,9 Jeinme Jetter. 73,— 72.80.f. ch. Ind. Nainz 50,25 80,75 Feſtverzinsliche Werte.% Bay. Pf. æ..———.— 1 9 57 Privatb. 137.(138,0 Prodeutſch. Lloyd 144,9 147,0 Frankf. Pot.& Wit. 76,—73,25 Ber. liltramarinf. 1270182,0%½ Mhm.1914—.——.—%/% do. ee 8 1872 187.0 Jeſter.H. St. 887 8050 Juchewaggon 0,750ſ0, 705 Ver. Zellſt. Berlin 70,8073,—%„„ 1902—.——4% Heſſ. v. 89 u. 96 0, 4800, 450 1. 169.7 170.7 Baltimore& Ohio 80, 2580,50 Golbſchmidt Th...90.08,.—f Pogit. Mach. St. 55087.5 5¼ 1804% abget. 5 Dele—— 70 95 5 Gritzner M. Durl. 92.— 92,.— Boigt& Haff. St. 92,—92,505⸗% Ot. Reichsanl..500ſ0, 497%/%„—.—0 450 3. Mosothetensl. 111.9111.0 Induſtrie⸗Alctien. Grleſtw, Mhm. g/,—.——.— Bolthom. Seil.& 42,50 48,— 4% d0 unt..1928—— e 40% Sgch. St.ule—.—. 8. Hebeee Lent 404 0 104 0 Sige.⸗Magng..e Grun Hufgger: 5080 Wevß 4 Feeziag 16.8Jl08l8·½0 Keichzent o,szrJo S20ſfrl. Wirtk r inis 0e4800 450 D. Bereitsbank. 90,80 50,80 91 aml S. 1500 155,0 Zame Zeabm 3,7837.— H7„Geſ. 154 ainzer St.⸗A.. 160,0—,— Hammer ſen. 92,— ine Ar; I Biesdner Sant 13..189.2 Schöfferh Biurg. 229.0— Jiper urmanef 51 Berliner Börſe vom 30. Juli. Irkſrt. Hyp.⸗Bank 118,2 18,8 Schwarz⸗Storch. 199·9 120,0 HirſchKupfu. Met. 114.0114.0 Bank-Aktien. TAllg. Elektr.-Geſ. 142,8141,7 Deutſche Kall 111.5112,0 Nefaub. u..⸗G. 123,0ſ125,0 Werger..... 12539 42230 Hoch und keftau.535.— Danz f. el. Werte 113.0— Angatteelean 75.—77— Soene Siaſch. 10128. + Mitteld. Ered.-B 124.5 127.0 Adt,. Gebr..... 35,25 35,90 Holzmann, Pgil.. 84,8585.— Barmer Bankver. 113,8 117,7 Anhalt. Kohlenw. 75,—,. Deutſche Steinzg. 128,0128,0 Nürnberg. Bs.B 120,0 120,0 Accumulatoren.———.— Holzverkohl.-Ind. 50,.— 48,— IBerl. Handelsg. 183.5 183,0 Annener Gußſtahl 86,75 36,75 Deutſche Wollw.. 45,.—45,.— Deſter Cesd. Anſt..30 4,20 Adler Oppenheim Junghan⸗ Stan.—80.— Teom.u. Prwatd. J81.218. Alcheßog Sdlaſch 52 68— Deuſſch aien. 58,15 59,.— Pfäl er H.Bk. 114,7 114.7 Adler Kleyer.. 79,5079,50 Sammg. Kaiſersl. 92,.—90.— T Darmſt. u..-B. 18701870 Augsb.-Rb.Maſch 92,—95,— Donnersmarckh.. 71.—78.— Aeichsban 160.0 159,0 A. E. G. St.⸗A. 142,7 142,2 Karlsrüher Maſch. 40.— 41,80 TDeutſche Bank 166,5 170,0]Balcke Maſchin.., Hürener Metall. 28.—42.— Rhein Creditöant 116,0 119,0 Aſchaff. Buntpap.—.— 87. Kemp, Stettin...——.—TSt. Ueberſee Bt. 108.0,103,5 Bamag⸗ Meguin. 43,5043,50 Dürkoppwerke, 60,.—60,50 Rhein. Hyp.⸗Bank 121,0 121,0 Aſchaff. Zellſtoff. 107. 7109.,0 Klein, Sch KBecker 92 THise.Command. 154,5158.5 J. P. Bemberg. 167,2162,1 Dynamit Nobel. 123,0(123,2 S958. Piconta. 121:0 Sagnbeß, darmſt.—.——.—Anork. Jellerann d14 0 u10 Toresdner Bant 131.2139. Bat. un Eltt. 130,0182.0 Elberfeld. Kupfer——.— WMiener Bantver.—.—.,80 Bad. 87..Konſerven Braun 86.50——IMitteld. Kredb. 124.5 127,0 Verl.⸗Gub. Hut, 166.0167,5 Elektr. Lieferung. 137,7135,5 Wüctth Notenbk.—.—116,00Bad. Maſch. Durl. 100,2 102,0 Krauß& Co. Lock.——,Reichsbank.. 1(158,00 Berlin Karlsr. Ind 90,50ͤ1.50 TClktr.Licht u. Kr. 198,0—.— Mannb!Verf-Gef. 90— Baſt.⸗G.. 100,0—.— JLahmeyer& Co. 123.0 124.7 Rhein Ereditbank 116.0 118.0 1Berlin. Maſchb. 91,.—91,.— Emaille Ullrich. 37,.—37.— rankf Allg. Verſ. 95.— 94.50 Bahriſch. Spiegel 46,— 45,15 Lech Augsburg. 102,5100,5 Süddeutſch. Disc.— 122,0(Berzelius Bergw. 49,—51,— Enzinger⸗Unton 78,5977.— Sberrh. Berſ Geſ. 167,0 168,0 Beck& Henkel. 45.15 9,50 Lederwert Rothe 30,.——,— Traus ort⸗Aktien Bing Nürnberg 65,3566,— Eſchw. Bergwerk 131,0137,0 Frankf. N. u Mitv.—.——,— 1Bergm. Elektr.. 1300 138 9 Ludwigsh. Walzm 84,.—84.— S 0 85 Bismarckhütte..—.——.— J. G. Farbenind. 255,0 255,7 rantf...Mitv.—.——— Bing Melallwerte 55,9055,90 Lutz Maſchinen..—38.50 Fchantungbahn 880f37/TVochem Gußſt. 142,7147,6 FeldmühlePapier 120.119.9 VBergwerk⸗Aktien. Brem.-Beſigh. Hel 61.—64— Luriſche Induſtr. 22, 20.— Tag Lok, u. Str. 151,0,153,5 Hebr. Böhlerko.——131,0 Pelten& Guill.. 130,2180.7 TBochumer Guß. 143,0144,5 Cement Heidelb. 109.) 1100 Mainkraftwerte„8 5905,— 70 Eiſenbahn.. ,— Braunk. u. Britets 131,8—.— N. Friſter... 52,2558,.— Buberus Eiſen 94,30 9,75 Cement Kariſtadt 120.0 12,30 Niag, Mühlb... 110,5110,20 Heutſch Kautrol. 79,8580,—[Pr.⸗Beſtgh. Oelf. 50,— 33,75 Fuchs Waggon. 0,7750,725 1D.Luxemb. Berg 148..148, Chamotte Annaw.——50,.— Mez Söhne..—.— Deutſch⸗Auſtral.. 140,0142,00Bremer Vulkan. 52,50 58,50 HGaggengu.⸗A. 47.— 48,— Eſchweil. Bergwrk 130,2180,0 Cont. Nürnb. Bzg.—.—, Mokoren Deutz.—.—.— IHapag.. 495 855 Buderus Eiſenw. 94,—97,75 Gebhard Textil. 78,—79,50 TGelſent, Bergw. 189,8 170,0 Paimler Motor 89,—80,78 Motorf. Oberürſ. 51.— 82,. +9.-Südamerika 135,6 136,00Chem Heyden. 92,35 56,50 TGelſent, Bergw. 169,5 169,7 Gelfentk. Bußſtahi——.Gold⸗u. S. Anſt 140,0 140,9 Necarſ. Fahrzg.. 88.—82.25 T Handd ſcc 144.9148..Kbem. Heiſenk.. 1 Gelſen Eußſeab. 26.— 28.— THarp. Bergbau, 154,8.155,0 Dyckerh. K Widm. 48,— 49,60(Nrh. Leder Spier 55,—88, YRorddiſch iopd 144,0148,0 Chem. Algert„1210128,5 Genſchow& Cg. 58,— 50.— all Aſchersleben 136,2(137,0 Dingler Zweibrück—,——.— Peler Union Frtft. 83,.—88,½5 Roland-Kinie eKöfcord. Spinfet 79,5078,.— German. Portl⸗Z. 180,0,181.0 Kall Sulzbeif.. Hürkoppwert St.—.——— f. Rähm Kayſer 51.— 5J.75 Serein, Gtbees 1882.65 Daumer Wotoren 67 28f8.50 Heeresbeim Glas 127,0 136·0 Kali Weſferegein 144,5 148,0 Hüſſeld-Nat. Oürr 99,— 33.— Philipps A. G. Frt—.—30.— Induſtrie⸗Aktien. Deſſauer Gas 1320135,0 FGeſ..eltt. Unter. 156,8160,0 Klöctner⸗Werkte—.——,— Eiſen Kalſerslaut. 32.5038,— Porzellan Weſſel 53,—53.— Accumulatoren 1220129,0 1 Diſch.-Luxemb, 148,8149,1 Gebr, Goedhardt 65,— 58,— I+ Mannesmannr. 128,0 129.5 JElr. Licht u. Kr. 189,8189,0 Rein. Gebb& Sch. 85,— 85.— Adler& Oppenh. 105.1103,1 D. Eiſenb,⸗Signl. 68,1565.— Goldſchmidt, Th. 9750 94,75 1JOberbedarf.. 71.—71,75 Elf. Bad. Wolle.———.— Rheinmetall... Adlerwerte.. 79,7579,.—Deulſche Erdöl 147,0148,6Goerz C.... 37,—37.75 Tdo, Eifen(Caro) 77.—78,50 CEmagcrankfurt-.240,241 Nheinelektr. Sta. 117.5116,5 Drutſch,ußſtahl 77, 75,— Gothner Waggon 60,75 60,.— 1Pbönit Bergban 118,5 110,0 Emaflle St.Uüich 35,90 36,— Nb. Maſch. Seud. 24.——.— -f Verkhrem.— ½ Mokoren Werke Mannheim. Zu unſerer Mitteilung im geſtrigen Abendblatt bittet uns der vormalige Generalderektor der M. W. M. LOrange um Aufnahme nachſtehender Zeilen: „Als ich Anfang Mai von einer längeren Erholungsreiſe heim⸗ kehrte, wurde mir mitgeteilt, daß das von mir bei meinem Aus⸗ ſcheiden am 31. 12. 25 hinterlaſſene und damals allgemein gebilligte Einſchränkungsprogramm verlaſſen und die Produktion wieder geſteigert worden ſei. Das ergibt natürlich große Vorräte und ermöglicht keine nennenswerte Abzahlung der inzwiſchen fällig ſewordenen 3 Millionen⸗Kredite. Die Verantwortung für dieſe ispoſitionen ſowie für die beiden Bilanzentwürfe— einen mit Gewinn und einen mit Verluſt— wird daher die neue Direktion ſchon ſelber übernehmen müſſen.“ Maſchinenfabrik Augsburg⸗Nürnberg A. Die Lage war im verfloſſenen GJ. nicht günſtig. Immerhin dürfte wieder ein' annehmbarer Ueberſchuß(i. V. 810 000 /) erzielt worden ſein. In der Maſchineninduſtrie zeigen ſich weſentliche Anzeichen einer Be⸗ Itebung des Abſatzes noch nicht. Die Beſchäftigung iſt in den ver⸗ ſchiedenen Abteilungen ungleichmäßig. So ſind die Aufträge, die 3. B. ſeitens der Reichseiſenbahn eingehen, angeſichts der Vielheit der in Betracht kommenden Unternehmen nur bedeutungslos. Das Exportgeſchäft liegt gleichfalls noch ſehr darnieder. - Oeſterreichiſche Brown, Boveri-Werke AG. in Wien. Die GV. genehmigte die Schilling⸗Bilanz, die Umſtellung und den Jahresabſchluß 1925. Auf das AK. von 4 Mill. Sch. bei einer Kapitalrücklage von 2 Mill. und einem Reſervefonds von 0,4 Mill. wird eine Dividende von 1 Sch. pro Aktie aus dem Reingewinn von 469 216 Schilling verteilt. Die ausſcheidenden Mitglieder des AR. wurden wiedergewählt. :: Sktahlwerk Oeking AG. in Düſſeldorf. Wie verlautet, bleibt das am 30. Juni 1926 ahgelaufene GJ. wieder divpidenden⸗ los, obwohl die Geſamtekträgniſſe eine Beſſerung aufweiſen. Die Beſchäftigung entſpricht gegenwärtig der allgemeinen Konjunktur. 21: Die Sanierung von Claviez. Nachdem in der GV. am 17. Juni der Textilouſewerke und Kunſtweberei Claviez AGG. Adorf i. V. die Sanierungsbeſchlüſſe von der TO. abgeſetzt waren, beſchloß die geſtrige ao. GV., das AK. 10: 1 auf 200 000„ zuſammen⸗ zulegen und das VA.⸗Kapital 5: 1 auf 4000 unter gleichzeitiger Umwandlung dieſer Aktien in StA. herabzuſetzen. Sodann wurde beſchloſſen, das Kapitäl wieder zu erhöhen um 1796 Mill. l. Vorläufig ſoll jedoch nur eine Kapitalerhöhung um 596 000 auf 800 000 dürchgeführt werden. Die weitere Erhöhung ſoll ſpät, bis Ende 1927 durchgeführt werden, andernfalls wird der Beſchluß hinfällig. Der freiwerdende Betrag dient zur Beſeitigung der Unterbilanz, zu Abſchreibungen und gegebenenfalls zu Rücklagen. Der geſamte AR. ſtellte ſein Mandat zur Perfügung. Es wurden folgende Herren neu gewählt: Joſef Blumenſtein⸗Berlin, Bankdir. Horſchig⸗Berlin, Fabrikdir. Buhler⸗Oelsnitz i. V.(bislang Geſchäfts⸗ aufſichtsführender), Bankdir. Johannes Levin⸗Leipzig Adoa), Konſul Weißel(Adca) und Generalkonful v. Schoen⸗Leipzig(Adca). Man hoffe, das Unternehmen wieder aufzubauen. Berlin. Die ao. GV. genehmigte einſtimmig die Regularien. Da⸗ nach wird die Geſellſchaft ermächtigt, neue Beteiligungen einzugehen ſowie Grundſtücke und Anlagen aller Art zu erwerben. Gleichzeitig wurden die Verträge mit der Dachgeſellſchaft der Berliner Mühlenvereinigungen, der Betriebsgeſellſchaft Berliner Mühlen m. b. H. u. Co., genehmigt. Die Beteiligung der einzelnen Mühlen iſt wie folgt geregelt: Berliner Dampfmühlen AG. 19 v..; Viktoria Mühle AG. 25 v..; Humboldmühle AG. 22 v..; Weizenmühle Carl Salomon u. Co. AG. 32 v. H. und Betriebs⸗ geſellſchaft Berliner v.., die ſich mit je 0,5 v. H. daf die genannten vier Mihlen verteilen. Wie die Verwaltung mitteilte, hat ſich die Organiſation der Betriebsgeſellſchaft Berliner Mühlen..H. u. Co. ſeit ihrer Gründung am 1. Juni d. J. gut eingeführt. Die Mühlen ſind gut beſchäftigt, arbeiten in drei Schich⸗ ten Tag und Nacht und müſſen zum Teil den Sonntag zur Hilfe z0: Neue Ausdehnung der Berliner Dampfmühlen Ach. in morgen—6 v.., über Ultimo ligung gewünſcht wird, dürften doch wohl einige größere Kommunen in der Anleiheablöſung ſelbſtändig vorgehen. Die endgültige Höhe der Einheitsanleihe bleibt deshalb von den bereits eingeleiteten zahlenmäßigen Erhebungen abhängig, deren Ergebnis vorausſichtlich bis Ende Au guſt vorliegen dürfte. ½. Auguſtausfuhrpreiſe der Rohſtahlgemeinſchaft. Der aus Vertretern der Rohſtahlgemeinſchaft und der Eiſenverbraucher be⸗ ſtehende Ausſchuß hat für die Ausfuhrgeſchäfte der deut⸗ ſchen Eiſenverbraucher im Auguſt folgende Weltmarktpreiſe ermittelt(in RI): Rohblöcke 80, Vorblöcke 83, Knüppel 90, Platinen 95, Formeiſen 93, Stabeiſen 96, Bandeiſen 120, Univerſal⸗ eiſen 118, Walzdraht 112, Grobbleche 110, Mittelbleche 117,50, Fein⸗ bleche 1 mm und ſtärker 135, Feinbleche unter 1 mm 155. Börſenberichte vom J0. Juli 1920 Mannheim anfangs abgeſchwächt, ſpäter feſt Nach anfangs etwas abgeſchwächten Kurſen wurde die Tendenz am Aktienmarkte bei lebhaften Umſätzen ausgeſprochen feſt. Am Kaſſamarkt lagen Bankaktien und Zuckerwerte feſt, außerdem wurden Knorr, Mez u. Söhne, Zement Heidelberg und Zellſtoff Waldhof zu höheren Kurſen geſucht. Es notierten: Rhein. Credit⸗ bank 118, Rhein. Hypotheken⸗Bank 121,50, Südd. Disconto 125, J. G. Farben 256, Goldenberg 158, Rhenania 77, Brauerei Sinner 62, Mannheimer Verſicherung 85., Seilwolf 49,75, Benz 85., Gebr. Fahr 38,50, Mannheimer Gummi 56,50, Knorr 115., Mez u. Söhne 65., N0Sl. 82, Nähkaiſer 51, Zement Heidelberg 110., Rheinelektra 11676, Oelverein 62., Wayß u. Freytag 104., Zellſtoff Waldhof 157, Weſteregeln 147, Zucker Waghäuſel 82, alte Rheinbriefe 9,95 G. Frankfurt ſehr ſchwankend Im vorbörslichen Verkehr ſchien es heute, als ob ſich die feſte Tendenz der Börſe ohne Unterbrechung behaupten bzw. fortſetzen könne. J. G. Farben waren bis auf 256,50, Phönix bis faſt auf 120 und Gelſenkirchen bis 170 hinauf gehandelt worden. Nun kam aber zur erſten Notiz auf Ultimoglattſtellungen und auf Realiſatio⸗ nen infolge der zweitägigen Unterbrechung des Börſengeſchäftes etwas Material heraus, was einen ziemlich ſcharfen Kursrückgang gegenüber den vorbörslichen Kurſen zur Folge hatte..G. Farben verloren faſt 3 v. H. und die meiſten Montanwerte 1,5—2 v. H. Elektro⸗ und Schiffahrtswerte waren wieder ſehr vernachläſſigt, aber jedenfalls nur leicht abgeſchwächt. Auf dem Bankenmarkt erhielt ſich das Intereſſe für Danatbank⸗ und Deutſche Bank⸗Aktien, wäh⸗ rend namentlich Commerz⸗ und Privatbank zur erſten Notiz an⸗ geboten wurden und 2 v. H. verloren. Nach Feſtſetzung der erſten Notierungen und nachdem die Ultimoglattſtellungen erledigt waren, zogen die Kurſe allgemein wieder an. Das Geſchäft wurde auch etwas lebhafter, ſo daß die geſtrigen Abendbörſekurſe bald wieder erreicht werden konnten. Derſm fetttt Kaufaufträge lagen heute nur in mäßigem Umfange vor. Auch das Angebot war ſehr gering. Die Spekulation beſchäftigte ſich hauptſächlich mit Glattſtellungen, die Kursbewegung war infolge⸗ deſſen ungleichmäßig. Recht feſt waren Kaliwerte auf angeblich gebeſſerte Ausſichten für die Preiserhöhung. In Zellſtoffwerten waren nur Zellſtoff Waldhof mehr beachtet und gewannen 25 v. H. Schiffahrtsaktien ſtiegen nach anfänglicher Unſicherheit plötzlich an⸗ geblich auf Hamburger und Bremer Käufe hin um—3 v. H. Dieſe Bewegung gab der Geſamthaltung eine entſchiedene Feſtigkeit. Die Geldſätze hielten ſich ungefähr auf Stand. Geld bis 5,5—7 b. H. und Monatsgeld 5⸗5 bis 6,5 v. H. Privatdiskont auf kurze Sicht 4,75, lange Sicht.50. 1 55 Verliner Veviſenn Diskoulſätze: Reichebaul 6, Lontbard 7, Privat 4½ v. H. nehmen. Auch die Preiſe ſeien feſt. 8 0 Preiſe ſeien feſt. a5 n 5 7 I 3 n R. 158—— 8 45 155 cee des Freiſtaates Goden Sereteee 0 ae gd, eſ 185 Die in den Monaten Dezember 1922 bis März 1923 aus⸗ Sulnes Air · 1 eſ. 999. 8 6IiI! e ee 425 3* 12 die das Datum Januar 1923 tragen, werden mit 12%½ v. H. des Stoctholm 0 Fronen 8 durchſchniktlichen Goldwerks abgelöſt. Demnach wer⸗ Hae dern 100 Saaden 6 60 11760 65 den, da der Goldwert auf 0,0412 v. H. des Nennwerts(41,0 G% Liſſabon.. 100 Estudo 21.48.47 1488 9˙ zu 100 000.) feſtgeſetzt iſt, für je 100 000 Nennwert 5,15./ Helſngfor⸗ 100 finnl. M. 10.545 10.868 10,58 75 gewährt. Anträge eee Se 1 9 85 5 dom 2. Auguſt bis ſpäteſtens 30. Oktober unter Vorlage der Schatz⸗ New⸗ Nori 4 anweiſungen und Zinsbogen bei der Badiſchen Staatsſchuldenver⸗ Sae 35 waltung in Karlsruhe zu ſtellenn. Spne 1 73 . Die Sammelablöſungsanleihe der Kommunen. Die vor⸗ 15 bereitenden Beſprechungen über eine kommungle Einheits 755 15 ablöſungsanleihe ſind nunmehr beendigk und die Ausgabe Pareen 100 Fenen der Anleihe geſichert. Eine Umfroge bei einzelnen Kommunal⸗ Dudlpen: 105 600 Krenen.572] 8s verbänden hat ergeben, daß eine ausreichende Beteili⸗ Aüln 1 100 SBögrwen 145 191 18 gung mit Sicherheit zu erwarten iſt. Wenn auch von der e 923 d. 20.824 20.976 5 preußiſchen Regierung nach Möglichkeit eine generelle Betei⸗ 22 29.J 30. %% O. Relchsanl. 0, 4820,475 44½%.9.Sch. 08 29, 30. Ahenanla Aachen 74.—79.75 Riedeck Montan. 147,7147,5 uckerf. B, Wagh. 78,7581,.— enſt. Baldgof St 184,3157,5 Robderg Darmſt.—— 8. Juckerf.Frantenth 5,—88,50 4% Z. Schugg, 98 5,65 5,85 Nükigerswe 404,5 109,0% uckerf. Heilbronn 80,— 82,50 5,85 804% D. Schußg 14 5,65 50 103,0,Sberpremi 40 Deeoe * Schlinck& C. Hög. Alexanberwerk.. 69, 15 65.25 Deulſche Kabelw. 87,85 29.J 80. 29. Arkrftw. Mhm. 5%————[IOberſchl. E. Bed. 69,— n„I1 Oberſchl. Eiſen. 78,50 Gebr. Großmann 49,.—5 Grün& Bilfinger 91,50 JOberſchl. Koksw. 96,50 47.—JOrenſt.& Koppel 96.— Gruſchwitz Teptil 47.— p Hackethal Draht. 78,.— TPhönix Bergb.. 117,7 Halleſche Maſch.. 137.0 Rathgeber Wagg. 56,25 Hammerſ. Spinn. 91.75 162,5 Hannov..Egeſt. 73.—75,— TRhein Braunkhl. 180,0 Hann. Waggon 16,15 Rhein. Chamotte. 45,.—47 Hanſa Lloyd... 81.—6 116.5 Hbg.⸗Wien Gum. 68,35.69,.— Rhein. Maſch Led. 25,75 65.— 1455 IRheinſtahl.. 140,0 „ Harkort Bergwrk. 65, Harpen. Bergbau 8 Rhenania Chem. 77,15 Heldburg Hochfreque Krügershall 90 Petersb. Int..— 40 Ronnenberg 9 Ruſſenbank Sichel& Co. Sabſer fo del 70˙75 70¹ üdſee Phosphat—,—. Ufa 1 45.— 42⸗4 2) Neichs⸗u. Staatspaß⸗ Goldanleihe 97,6097.— Do llarſchätze.—.— 77 Reichsſchatz. IV. V 0, 447.45 2 E JRomb. Hütten. 16,35 1Hoeſch Eiſ. u. St 132.8 17 Werk. 18.50 Phil. Holzmann. 82,75 Horchwerke.. 67,— Humboldt Maſch. 60,50 IIlſe Bergbau. 136.0 M. Jüdel 8 Co. 81,75 Gebr. Junghans. 88,50 Kahla Porzellan. 80,75 Kaliw. Aſchersl.. 135.5 Karlsr. Maſchin. 40 65 Kattowitz. Berg. 15,15 C. M. Kemp,„ Klöcknerwerke. 116,5 C. H. Knorr.. 13.0 Kollm.& Jourdan 50,.75 Köln Rottweiler. 126.0 Gebr. Körting. 89.75 Koſtheimer Cell.. 48,50 Kyffhäuſer⸗Hütte 55,75 Lahmeyer& Co. 122.2 Laurahütte. 57,75 Linde's Eismgſch. 142,0 Lindenberg. 44.— 1 Carl Lindſtröm 133.0 Lingel Schuhfabr. 43.50 J Linke& Hoffm. 79.— Ludw. Loewe& Co 169,2 C. Lorenz 102,0 Lothr. Portl.⸗Cem—.— Magirus.⸗G. 55 JMannesmann.129,0 Mansfeld. Aktien 113,8113,9 Mech. Web. Lind. 175,0177.0 Mix& Geneſt. 102.0103,3 Motoren Deutz 66,506 Motorb. Mannh. 37.— Müllheim Berg 125.0 Neckar Fahrzg. Hartmann Maſch, 47,25 Hedwigshütte.85,— 85,— Roſitzer Braunk.. 78.—81, VI. IX C,4470 Hilpert Maſch. 51,5031.50 Roſißer Jucker.62—0„ 1240r 0,44/0, Hindr.& Aufferm. 78,7579,— ILRütgerswerke. 104.0 1 50% 5. Rei 55 0,5000,500 Hirſch Kupfer.113,0 17 Sachſenwert 15 97 4% ee 455 0, i— 1 + f„ Hirſchberg Leder! 90, 1 75 San 488 3 ld. Reic ant.552 9500 18.65 Scheidemandel 35,7535,—4% Nen genes 6˙4829. 88.88 Sdubert 4 Selz 449..l88 5 950 67.— TSchucerk& Eb. 125,0125.6½„%„ 98780400 02,— Siemens Elektr.. 4% Bayer. Nnl. 0˙4504 1870 TSiem.& Halste 1687,18959 3/% Paner Anl..44 95.50 Sinner.- G.. 62.4 48.553¼l. Kobtenant. 42.30 39,25 Stettiner Vulkan 47,25%/ g 1 55 835 81,50 StoehrKammgrn 119,7 120,0 5770 2100.25 137,0 Stoewer Nähm. 89.—88,25083, Rreagenwer,.38 6,40 41,— Südd. Immobil. 58,50 5,% Noggenrentb.55 3 15,65 Teichgraͤber.— 5% Sächf. Braunk 3,10 5 —2— Teleph. Berliner. 89.—„Landſch. Bogg..50 te. 117, Thoerl Oelfabrik. 77.85 b) Ausl. Nentenwer 14,0 Unionwerke Maſch 53,.—%% Mexikaner—,— 50,75 Ver. B. Frkf. Gum. 60,.— 4% Oeſt. Schatza.—.— 127,0 Ver. Chem. Charl.—.— 4%„Goldrente 19,50 85.— V. Dtſch. Nickelw. 148,0 4%„conv. Rte. 49.— BGlanzſtoff. Elbf. 270,0 274,7 4½%, Silberrte. 4,20 55,75 B. SchuhfUrna W 47.— 4½10%„Papierrte—.— VStahlw v. d. Zyp 140,0 143,04% Türk. Ad.⸗Anl. 11.50 Ver. Ultramarinj. 126,5 130,0 4%» Bagd.-Eiſz 19 9020 128.0 58,85 142,0 41.— 133,0 43.— 79.85 172, 102.8 56,25 129, Vogtländ. Maſch. 58,.—59.— Wanderer⸗ Werke 148.0148.7 Weſer Akt.⸗Geſ..—.——.— Weſtereg. Alkali. 145,0147,7 Wicking ⸗Cement. 113,5113.7 WieslochTonwar.——87.— Wittener Stahl. 85,.— 86,.— Wittener Gußſtahl 61,—64,.— Wolf, Buckau. 51,5049.— Jelto Verein. 71,5074,75 ellſtoff Waldhof 154,0157,7 Freiverkehrs⸗Kurſe. — Adler Kali.. 30,—30,75 39,50 Bergb. Präſid. 126,0 Benz⸗Motor 66,65 Deutſche Petrol. 70 4 4% Türk.unif Anl.——72 4%„Zollob. 1911 13,40 15 „400-.-Los 24.80 70·50 4½% USt.-R1913 16,8516,— %%„„„ 1914 19.—73˙90 1⁰ 75⁵ 4%„„ Goldrte 19,.— 4%„„ Kronr.—.— 3% Oe. U. Stb. alte 17,75 3% Oe⸗UIX Sr(70—.— 4% Oe. Goldprior. 12,45 .60% Südöc. aß—.— .60%„öneue Pr.—— 5%„Obligat.—— 2 —.——.—%ö Anat. Ser.I 20,50 84.— 86,— 44%„ 11 17,50 80.— 80.—„III 16.— — 65,85 Grizner Maſchin. 98,7594,— 82.— 4½%„ Nocdd Wollfämm 121.0ſtel diamend... 28,8l48—5˙%/ Kehüenteber.—— .50 915 * — 90 8 4* — 2 2 1 .LEi —* ane ennn reeere rerere e ereeeee N Ireltag, den 30. Juli 1926 neue Raunheumer Jeuung(Abeub · Ausgabe) 7. Seite. Nr. 348 Bad Kippolòdsau Rippoldau, 600 m ü. d. M. das höchſte ſüdweſtdeutſche Stahl⸗ bad, liegt im Herzen des Schwarzwalds in dem, von einem waſſer⸗ reichen Gebirgsbach durcheilten und gegen die Wetterſeiten hin durch den 1000 m hohen Kniebisrücken abgeſchloſſenen, romantiſchen Wolf⸗ tal. Ebene und ſanft anſteigende Promenaden und Waldwege er⸗ ſtrecken ſich meilenweit nach allen Richtungen. Das Bad erhebt ſich an der Urſprungsſtelle der Mineralquellen und umfaßt eine Gruppe von ſieben Logierhäuſern(Fürſtenbau, Wirtſchaftsbau, Alter und Neuer Badbau, Brunnenbau, Doktorhaus und Haus Sommerberg) mit allen Nebenräumen, Kurſaal, Garagen uſw. und zuſammen 400 Betten. Die 1909 erbaute und mit allen neuzeitlichen Einrichtungen ausgeſtattete Villa Sommerberg(80 Betten) iſt durch ihre erhöhte Lage amSüdhang des Berges, Liegebalkons, Zentralheizung uſw. für Winterkuren und Diätkuren beſonders geeignet. Ständige Kur⸗ kapelle, Jagd und Fiſcherei, Tennisplätze, im Winter Rodel⸗ und Schlittſchuhbahn, regelmäßige Autoausflüge nach allen Teilen des Schwarzwalds. Der Jahrhunderte alte Ruf des Kurortes gründet ſich auf ſeine Quellen; vier erdigſaliniſche Eiſenſäuerlinge, von denen die Wenzelquelle zu den ſtärkſten Stahlwäſſern Deutſchlands zählt. Die therapeutiſche Wirkung der Trinkkuren beruht auf dem verſchiedenen Gehalt der Quellen an Eiſen einerſeits und Glau⸗ ber⸗ und Bitterſalz andererſeits. Für die Badekuren iſt vor allem der ſtarke Kohlenſäuregehalt bedeutungsvoll. Zu den natür lichen Kurmitteln zählen auch die mit dem Mineralwaſſe⸗ der Badquelle angerichteten Moorbäder, ſowie Moorpackungen. Ferner alle Arten von künſtlichen mediziniſchen Bädern, und in der muſtergiltig eingerichteten phyſikaliſchen Heilanſtalt alle Zweige der Hydro⸗ und Elektrotherapie, Maſſage, ſchwediſche Gymnaſtik, Rönt geneinrichtung, Diathermi, Höhenſonne; Liege⸗ und Terrainkuren, Luft⸗ und Sonnenbäder, ſowie ein großes Hallen bad. 75 74 der Lürſtenbau CCVVVVVDVVVDVUVUVUVUVUVUVUVUVCVCVTVTVTCVVVTVCVTCVVCVCVV Die Deutſchen an der belgiſchen Küſte Wie erinnerlich, iſt es aus Anlaß des franzöſiſchen und belgiſchen Nationalfeiertages in Blankenberghe zu Demonſtrationen ge⸗ ammen, die, namentlich nach Meldungen rheiniſcher Blätter einen gusgeſprochen deutſchfeindlichen Charakter getragen haben ſollen. Aus dieſem Grunde glaubten einige Zeitungen, Organiſationen uſw., don einem Beſuch der belgiſchen Bäder durch Deutſche abraten zu müſſen. Wie die Dinge in Wirklichkeſt liegen, geht aus dem riefe eines Mannheimer Bürgers hervor, der ſich z. Zt. in Blankenberg e mit ſeiner Familie aufhält und ſich dort ſehr wohl fühlt. Er ſchreibt uns: Die Deutſchen, vor allem die Rheinländer, waren vor dem Kriege gern geſehene Gäſte an der belgiſchen Küſte. Von Weſtende bis Jonke zogen hunderte von Penſionen und Hotels lediglich ihren rwerb aus den deutſchen Badegäſten, die dort zu Tauſenden wäh⸗ vdend der Sommermonate Erholung ſuchten. Kein Wunder, daß das rhältnis der Bevölkerung der Flamen zu den Deutſchen immer un⸗ getrübt, ja direkt gut war. Dazu kam, daß ſich die Kölner mit ihrem plattkölſch ſehr gut mit den Flamen, die ſa auch germaniſchen Ur⸗ ſprungs ſind, ſprachlich zurecht fanden. Ohne Zweifel verdankt das Emporblühen der Hotel⸗ und Fremdeninduſtrie an der belgiſchen üſte ein gut Teil der deutſchen Mitwirkung, des deutſchen Geldes. zer Krieg zerriß die Fäden. Wohl waren auch Deutſche von 1914 bis 1918 an der belgiſchen Küſte, ſogar zu vielen Tauſenden, aber nicht als„Badegäſte“, ſondern als kriegführende Truppen. Daß daraus Verſtimmungen erwuchſen, iſt ſo ſelbſtverſtändlich, daß be⸗ geiflicherweiſe in den erſten Jahren nach dem Friedensſchluß kein eutſcher die altgewohnten Badeſtätten wieder aufſuchte. Erſt 1925 war das Eis gebrochen. Die erſten ſchüchternen Verſuche waren er⸗ folgreich, die alten Fäden wurden, wenn auch zunächſt noch loſe, wieder geknüpft. Jedenfalls ſtellte man ſich an der Küſte wieder auf den deutſchen Beſuch ein. Er kam auch in dieſem Jahre, allerdings gleich ſo ſtark, daß man doch etwas überraſcht war. Zweifellos ſpielt auch die Inflation in Belgien dabei eine Rolle. So ſollen in Blankenberghe allein 8000 Deutſche ſein und für den Auguſt er⸗ wartet man einen weiteren großen Zuſtrom. Kein Bett iſt zur Zeit frei. Doch glaube man nicht, daß alles nun übermäßig illig wäre. Die großen, guten Hotels laſſen ſich gute Preiſe zahlen. Es iſt keinesfalls billiger, als in einem gleichartigen deutſchen Hotel, dazu kommt z. Z. ein Luxusaufſchlag von 10 Proz. und weitere Fremdentaxen will der Staat einführen. Auch in den meiſten Läden bezahlt man 10—20 Proz. über den für die Belgier angeſetzten Verkaufspreiſen. In den kleineren Häuſern, Cafés, 75 70 Nunstdruck Deyhle, Stuttgart Wi den uſw. ſind die Preiſe aber ſehr niedrig, was übrigens au 19— dem Kriege ſchon der Fall Bal. Man lebte an der belg. Küſte immer gut und billig. Dazu kommt, daß auch die Reiſe für die Rheinländer nicht ſo weit und bequemer und billiger iſt, als in die viel weiter nördlich liegenden deutſchen Bäder. Man kann 80 über den Sommeraufenthalt im Ausland verſchiedener Meinung ſein. Wollen wir unſer Geld im Inlande laſſen, dann dürfen wir die Grenzen nicht mehr überſchreiten. Wollen wir aber alte 1 817K wieder anſpinnen, wollen wir wieder mehr Geltung in der lt ſuchen, dann müſſen wir hinaus! Kommen Tauſende und Abertauſende von Ausländern wieder nach Deutſchland. Man beſehe ſich einmal die großen Rhein⸗ dampfer, ſie ſind von einer internationalen Reiſegeſellſchaft bevölkert, genau wie vor dem Kriege. Allerdings haben einige deutſche Zei⸗ tungen vor dem Aufenthalt an der belg. Küſte geglaubt, warnen zu müſſen. Es iſt auch richtig, daß am 14. Juli verſchiedene Anrempe⸗ lungen von Deutſchen vorgekommen ſind. Man hat auch, verurſacht von Hetzern, in Blankenberghe einen Demonſtrationszug gegen das Deutſchtum an demſelben Abend veranſtaltet, Hotels und Reſtau⸗ rants, in denen hauptſächlich Deutſche wohnten oder ſich aufhielten, wurden auch von einer Menge, meiſtens Neugierigen belagert. An einer Stelle mußte auch die Polizei Es iſt aber er⸗ wieſen, daß die Regiſſeure dieſer Veranſtalkungen auswärtige Belgier waren, die durch die Hetzpreſſe(„Soir“ und„Nation belge“) aufge⸗ peitſcht waren. Und dann muß man auch bedenken. daß die Belgier mit den Franzoſen das aufwallende Blut gemein haben, das leicht zur Erregung kommt. Nimmt man dazu den Alkohol und die nationale Stimmung, dann kann es leicht zu Dingen kommen, die auch anderwärts paſſieren können. Jedenfalls iſt in deutſchen Zeitungen manches übertrieben worden. In den 14 Tagen meiner Anweſenheit iſt mir nichts antideutſches zu Geſicht ge⸗ kommen, ich habe auch ſelbſt nichts erlebt, was mir zu der leiſeſten Klage Veranlaſſung geboten hätte. Es iſt auch ſeſtzuſtelen, daß ſich die große Mehrheit der Deutſchen zurückhaltend und takt⸗ voll benimmt. Ausnahmen gibt es natürlich auch hierbei, das liegt eben an der Erziehung. Das ſchönſte bei der ganzen Sache iſt aber doch das, daß die Belgier keine Deutſchen ſondern eigene Landsleute verprügelt haben, die ſie für Deutſche hielten. Das war denn das„Reſultat“ der Hetze einiger belgiſcher Blätter. an der Spitze„La Nation belge“, die man austoben laſſen ſoll, an⸗ ſtatt gegen ihr Gift anzugehen. Schließlich fallen ja die Folgen der Ungaſtlichkeit auf das eigene Land zurück. Wir Deutſche hier, die wir uns abſichtlich zurückhalten, ohne allerdings unſer Deutſchtum zu verbergen, kommen mit der einheimiſchen Bevölkerung aufs beſte aus. — Weg. Wand ervorſchläge Tageswanderung Neckargerach, Cäufertsmühle, Fahrenbach, Ziegelhütte, Lohrbach, Mosbach. Wanderkarte Nr. 30, Mosbach oder Wimpfen 3 M. 20 Pfg.— Mannheim Hauptbahnhof ab:.12,.35, Neckargerach an:.19,.43. Vom Bahnhof Neckargerach am Schulhaus ab und über die Seelbach. Hier Zuſammentreffen mit der Hauptlinie 21, rote Scheibe. Mit dieſer im Orte nördlich durch die Eiſenbahnunter⸗ führung, der Seelbach rechts entlang, durch ein ſaftiges Wieſental, wieder über die wilde Seelbach, nach einer halben Stunde die (Läufertsmühle, links des Tals. Gleich rechts auf rauhem Pfad im Wald bergan, meiſtens ſchöner Buchenwald. Später breiter Wenn die Höhe erreicht, über die Straße Mosbach—Weis⸗ bach. Nun eben aus dem Wald und rechts am Waldrand hin bis zum Fahrenbacher Waſſerbehälter. Auf dem Weg hierher und auf dem Reſervoir ſchöner Ausblick auf Fahrenbach und Sattelbach, ſo⸗ wie gegen Süden auf die Höhenzüge des Neckartals bis zu den Waldenburger Bergen bei Heilbronn. Daſelbſt in ſüdlicher Richtung Uebergang auf die Nebenlinie 53, roter zwiſchen gelbem Strich. Im Feld ab nach Fahrenbach. Von der Läufertsmühle bis Fahren⸗ bach 1½ Stunde. Vom Gaſthaus zum grünen Baum rechts direkt ſüdlich durch Wieſen und Feld in den Wald. In dieſem ein wenig auf, hierauf bequem abwärts, an einem Forſtgarten vorbei und aus dem Wald. Jetzt etwas ſteiler ab zum Weiler Ziegel⸗ hütte, 3) St. Gegenüber ſchaut der Kirchturm von Lohrbach über die Höhe. Ueber ein Bächlein und einen Sattel ſowie über die Nebenbahn Mosbach—Mudau. Im Feld auf⸗ und abwärts nach Lohrbach, 4 St. Einkehrgelegenheit. Beachtenswert das Schloß aus dem 13. Jahrhundert, jetzt Leiningſche Förſterei. Südlich durch den Ort und im Feld gemächlich bergan. Der Weg beſchreibt meh⸗ rere Bogen und zieht ſich zum Wald hin. Schöner Rückblick auf Lohrbach. In ſchönem Hochwald auf breiter Straße, mit Aus nahme einiger geringfügiger Schwankungen, meiſtens eben. Nach einer Stunde verläßt die Markierung die Straße, geht rechts zunächſt auf Pfad und ſodann auf Weg im Walde weiter, um nach 5 Minuten links auf einen Pfad abzubiegen. Nun am Abhang her, etwas ſteil bergab. Jetzt prächtiger Ausblick ins Elztal und ins Neckartal, auf Mosbach, rechts auf den Bismarcksturm und gegenüber auf den Hardhof ſowie den Böttingerhof weiter links. Nun auf Zickzack⸗ pfad ſteil hinab ins Elztal, über die Bahn und die Elz nach Mosbach. Von Lohrbach bis Mosbach 134—2 Stunden. Eine romantiſche, einſame Wanderung bis Fahrenbaßh und eine ausſichtsreiche in ihrem letzten Teil. Wanderzett nicht über 5 Stunden.— Mosbach ab:.00,.03,.25, Mannheim an: .22,.11, 10.42. F. Sch. Literatur „Prakliſches Taſchenbuch für die Reiſe“. Ausgabe 1926/27. Herausgegeben vom Reiſeführer⸗ und Landkartenverlag Fr. Paul Lorenz in Freiburg in Baden.— Und praktiſch iſt es wirklich. Eine Seltenheit! Ich habe durch das kleine Büchlein(Brieftaſchen⸗ format) viel Zeit und viel Geld geſpart, habe den Zug immer rechd⸗ zeitig erreicht, weiß jetzt wenigſtens, was ich alles mit meinem Apparat aufgenommen habe, habe wirklich nette Bekanntſchaften ge⸗ macht, deren Adreſſen ich heute noch habe, konnte glänzend unter⸗ halten und mit viel Wiſſen glänzen, konnte als Arzt mit guten Rat⸗ ſchlägen auftreten, habe nichts zu Hauſe vergeſſen, der Kanarienvogel wurde vor der Abreiſe rechtzeitig zu Frau Müller nebenan in Pflege gegeben, habe gute Hotels gefunden, vorzügliche Reiſeführer und Wanderkarten gehabt, die mir meinen Urlaub verſchönerten und viele andere Annehmlichkeiten mehr. Und da ſoll ich dem kleinen Taſchen⸗ buch nicht donkbar ſein, wo ich ihm allein doch meine wunderſchönen Urlaubstage zu danken habe? Im Gegenteil, ſein Lob wig 1 preiſen, damit jeder Reiſende frohe Urlaubstage genießen kann.=. Herrenalb, nördl. Schwarzwald.— Die Kurverwaltun⸗ gab einen neuen„Führer“ heraus, der die hiſtoriſchen und naturwiſſen⸗ ſchaftlichen Beſonderheiten des Kurorts, ſeine Heilmittel, die klimo⸗ tiſchen und landſchaftlichen Verhältniſſe durch wohlunterrichtete Ver⸗ faſſer darſtellt, 54 Spaziergänge und Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung von Herrenalb beſchreibt und reichen Duber⸗ ſchmuck beſitzt. Gleichzeitig hat der Schwarzwaldverein die Wegbe⸗ zeichnungen für die herrlichen, weitgedehnten Waldpfade und nach den beliebten Ausſichtspunkten erneuert, ſo daß der Erholungsbe⸗ dürftige wie der Touriſt für kleinere und größere Unternehmungen zuverläſſige Fingerzeige nach allen Richtungen hin vorfindet. edeutſcher Hotel-Führer 1926“, Führer durch die dem Reichs⸗ verbande der deutſchen Hotels, Reſtaurants und verwandter Betriebe angeſchloſſenen Hotels und Reſtaurants. Verlag„Deutſche Hatel⸗ Nachrichten vereinigt mit Küche und Keller“(Heinr. Eisler, Hamburg.) Bei der überſichtlichen Anordnung iſt ein Zurechtfinden in dem Hotelführer ſehr einfach. Es iſt dies der einzige authentiſche deutſche Hotelführer Es werden hier zuverläſſige und ausreichende Angaben über Art und Preisſtellung faſt aller bedeutenden Hotels und Reſtaurants geboten; denn faſt alle größeren deutſchen Gaſt⸗ ſtätten⸗Betriebe ſind in dem Reichsverband der Deutſchen Hotels, Reſtaurants und verwandter Betriebe e. V. organiſiert. * Neue Literatur über die Fremdenverkehrswerbung. Ein überſichtliches Bild über die in den letzten 20 Jahren entfaltete Verkehrspolitik in Südweſtdeutſchland gibt die anläßlich des 20jähri⸗ gen Beſtehens des Badiſchen Verkehrsverbandes herausgegebene Schrift„20 Jahre Badiſcher Verkehrsverband“. In großen Linien wird in dieſem zuſammengedrängten Rückblick das große Gebiet der Fermdenverkehrswerbung in Baden geſchildert; zahlreiche Aufgaben, die ſich nicht nur auf die Propaganda für die badiſchen Städte und Kurorte erſtreckten, fanden dank der vor⸗ trefflichen Organiſation des Badiſchen Verkehrsverbandes günſtige Löſungen. Was dieſe Broſchüre beſonders wertvoll macht, iſt ihr von hohen Geſichtspunkten aus behandelter Inhalt. Das Fremden⸗ publikum, wie auch die einheimiſche Bevölkerung gewinnen hierdurch einen tiefen Einblick in die verzweigten Arbeitsgebiete einer ſolchen Verkehrsorganiſation und ihrer Unterabteilungen. Baden, eines der beſuchteſten deutſchen Reiſegebiete, hat ſeinen Aufſchwung in verkehrspolitiſcher Hinſicht nicht zuletzt den eifrigen Bemühungen ſeines Verkehrsverbandes zu danken, der außerdem in dem ihm an⸗ gegliederten Badiſchen Reiſebüro(zugleich als Generalvertretung des Mitteleuropäiſchen Reiſebüros MER⸗Berlin) eine Zentralſtelle für die Reiſebüros in Baden beſitzt. Die vom Bad. Verkehrsver⸗ 125 eraugenbenen Werbedruckſachen erfreuen ſich großer Be⸗ iebtheit. * Statiſtik des Fremdenverkehrs in Baden 1925. Eine intereſ⸗ ſante Ueberſicht über die Entwicklung des Fremdenverkehrs in Ba⸗ den bietet die ſoeben vom Badiſchen Verkehrsverband bekanntge⸗ gebene Statiſtik des Fremdenverkehrs. Es betrugen die Beſucher⸗ zahlen im Jahre 1925(die Angaben für 1924 ſind in Klammer bei⸗ gefügt) in: Baden-Baden 71601(69 421), Bad Dürrheim 7433 (7220), Freiburg 129 644(111 524), Heidelberg 145 124(125 978), Korlsruhe 113 873(94 500), Konſtanz 116 180(90 734), Mannheim 108 160(102 682), Neuſtadt i. Schw. 7514(5948), St. Blaſien 7863 (7123), Todtmoos 4992(2126) Triberg 15028 Die Zahl der Be⸗ ſucher der großen Fremdenſtädte hat zwar, begünſtigt durch einen ſtarken Durchgangsverkehr ſowie durch zahlreiche Ausſtellungen, Kongreſſe und Tagungen. nicht unerheblich zugenommen, auch ein⸗ zelne Bade⸗ und Kurorte konnten ihre Frequenz ſteigern, doch iſt die Zahl der Uebernachtungen, der ſicherſte Gradmeſſer für den wirtſchaftlichen Wert des Fremdenverkehrs wie im vorhergehen⸗ den Jahre weiter zurückgegangen. Die Zahl der Ausländer hat beſonders in Heidelberg und Baden⸗Baden eine erfreuliche Steige⸗ rung erfahren, die Zahl der Auslandbeſucher betrug in Baden⸗ Baden 9507, in Heidelberg 18 660, in Freiburg 1040. — — die sehensvr. bad. Landes- Rarlsruhe hauptstadt a. Eingang zum Schwarzwald. Landestheater, Konzerte, Museen. Herrl. Stauigarten. Rheinhaſen. Flugverkehr. Stügp. J. Ausflüge in d. Schwarzw. Ausk. Verkehrsverein. eeereeRNeeneber gesen. d. Hpfbhl. I. Rf. m. ſed. mod, Comfort. Bank. 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Aber etwas Richtiges iſt doch daran: ich erkenne manches aus dem Geſicht des Menſchen, vor allem aus ſeinem Auge.“ Der Profeſſor ſchwieg eine Weile. „Ich muß an einen verſtorbenen Schwager von mir denken,“ ſagte er dann.„Er war der berühmteſte Pferdezüchter der ganzen Umgebung. Der ſah, wenn er ein Pferd kaufte oder es beurteilen ſollte, zuerſt nach ſeinem Geſichte. Das war maßgebend für ihn und trog ihn nie. Warum ſollte man alſo nicht auch im Anllitz und Auge des Menſchen den Spiegel ſeines Seins und auch ſeines Leidens er⸗ kennen? Freilich, eins gehört wohl dazu: ein hellſeheriſcher Blick. „Den habe ich vielleicht vom Vater her.“ Wieder ſchwieg der Profeſſor. Man merkte, daß er etwas ſagen wollte aber noch zögerte? es hervorzubringen.. „Iſt es auch wahr, fragte er endlich langſam,„daß Sie im Auge dez Menſchen den Tod ſehen können?“ „Bei gewiſſen Krankheiten... ja.“ —57 wenn Sie ihn ſahen... gaben Sie dann Ihren Patien⸗ auf?“ „Nein das habe ich nie getan.“ „Was taten Sie dann?“ „Ich rang mit dem Tode, wie es alle Aerzte müſſen.“ „Ich ſehe den Tod auch ſo oft“, ſagte der Profeſſor nach einer langen Pauſe,„... nein, nicht in den Augen. Aber doch ganz ſicher und zuverläſſig, ſelbſt in Fällen, wo andere, auch meine Kolle⸗ gen? hoffen. Und das iſt dann immer ſo ſchwer.. das Schwerſte ten aber von allem iſt der Zweifel. Kennen Sie den auch?“ „Ob ich ihn kennel' rief Werner aus innerſtem Herzen heraus. Der Profeſſor ſah gicht getan hatte. Augen. ihn mit einem vollen Blick an, was er bis jetzt Ein wärmerer Ton trat in ſeine bis dahin müden laſfen und Sie empfangen.“ Ich glaubte früher, es wäre eine Ninderkrankheit des jumgen Mediziners, die überwunden werden muß. So hatte man es mir immer geſagt, und ich habe mich getröſtet, wenn es mich mal zu heftig packte. Jetzt weiß ich: das alles iſt nicht wahr. Je älter man wird, je weiter man in einer Wiſſenſchaft und Erfahrung fortſchreitet, um ſo mehr wächſt dieſer Zweifel an. an ſeiner Wiſſen⸗ ſchaft... an Gott und an den Menſchen. Und wenn einem dann ſolch hoffnungsvolles, blühendes Leben wider alles Erwarten und Berechnung eines Tages hinſtirbt— warum ich gerade Ihnen das „der ich Sie heute zum erſten Mal ſehe. VVielleicht weil Sie fühlen, welche verwandten Saiten Sie da in mir anſchlagen.“ „Es mag ſein. Wir dürfen unſer Innerſtes ja nie zeigen. Dem Kranken nicht, der von uns die ſichere Hilfe erwartet, und ſeinen An⸗ ſehörigen, die getäuſcht werden wollen, erſt recht nicht. Immer müſ⸗ 25 wir unfehlbar ſein.. immer unfehlbar.“ „Nur glaube ich, daß Ihnen die Verſtellung ebenſo ſchwer fällt wie mir.“ „Sie iſt mir unmöglich. Fragt man mich, ſo ſage ich rückhaltlos, was ich denke. Ich kann nun einmal nicht anders. Deshalb bin ich als arob und rückſichtslos verſchrien, wohin ich komme. Man ſchätzt meine Funſt, man ſucht mich, weil ich nun einmal einen gewiſſen Ruf habe. Aber als Menſchen mag man mich nicht. Und ich, den ſie hart nennen, oder, wie vor kurzem eine Mutter, der ich die Hoff⸗ nung auf die Rettung ihres einzigen Sohnes nehmen mußte, gar zbrutal“... ich habe oft ſolch ein Erbarmen mit dieſen geöngſtigten Menſchen, die in ihrer Verzweiflung nach dem letzten Strohhalm greifen, daß ich, wer weiß was, darum gäbe, könnte ich ſie belügen mit frendlichen Worten und lächelnden Lippen. Vielleicht wäre es das Richtige... wäre es Mitleid und Liebe.“ Ein Unterarzt erſchien, um ſeinen Chef eines dringenden Falles halber in den Krankenſaal zu bitten. Der Profeſſor brach das Ge⸗ ſpräch ab und reichte Werner die Hand.„Ich danke Ihnen für Ihren Beſuch, lieber Herr Kollege. Ich glaube, wir beide werden gut zu⸗ ſammenarbeiten. An mir ſoll es nicht fehlen.“ 90 Und abermals ſchritt Werner Torwald durch endloſe Gänge und Säle und ſchließlich über einen großen Lichthof hinweg in den anderen Flügel des mächtigen Gebäudes, das der Chirurgiſchen Ab⸗ teilung eingeräumt war, um ſich bei Profeſſor Scheller, ihrem Leiter, melden zu laſſen. „Der Herr Profeſſor iſt noch mitten in ſeinen Operationen“, ſagte ein junger Aſſiſtenzarzt, dem er ſich vorgeſtellt hatte.„Er arbeitet bereits ſeit dem frühen Morgen. Aber ich werde ſehen.“ Nach einer kurzen Weile kehrte er zurück.„Der Herr Profeſſor iſt in wenigen Minuten fertig. Er wird dann eine Pauſe eintreten Er öffnete die Tür zu einem kleinen, von dämmerndem Licht er⸗ füllten und mit wenigen verſchnörkelten Möbeln ausgeſtatteten Zim⸗ mer. Ein betäubende⸗ Duftgemiſch von Karbol, Jodoform und Aether ſchlug Werner bei ſeinenn Eintritt entgegen. Schädel, medizini Inſtrumente, Gläſer und Gefäße ſtanden auf dem länglichen Ti che in der Mitte und in der Ecke ein großes Skelett, deſſen gelbe Tö⸗ nung ſeltſam durch die Dämmerung blinkte. Zeichnungen menſchlicher Akte, anatomiſch nüchtern aufgefaßt, bedeckten die Wände. Kaum eine Minute hatte Werner gewartet, da ſah er ſich einem Manne gegenüber, deſſen ſehnige, geſtraffte Geſtalt ein weißer, hier und da mit Bluttropfen beſpritzter Mantel umſchloß. „Ich habe noch einen Arm abzunehmen. Aber während der Vorbereitung bin ich zu Ihren Dienſten. Was wünſchen Sie von mir?“ Er hatte eine rauhe Art zu ſprechen, die nicht unfreundlich, aber kurz bemeſſen und ein wenig eilig klang. Und nachdem Werner Torwald den Zweck ſeines Beſuches in knappen Worten vorgetragen hatte:„Nerven? Ja, hören Sie, da⸗ von verſtehe ich nichts. Das ſind Spezialitäten. Die gehen mich nichts an. Die intereſſieren mich auch gar nicht. Mich intereſſiert nur der Menſch.“ „Den gerade ſuche ich.“ „So? Den ſuchen Sie? Hm.. vielleicht iſt der Menſch, den wir beide ſuchen, doch ein wenig verſchieden. Aber ſetzen wir uns.“ Es waren in dem ganzen Zimmer nur zwei altertümliche, mit rotem, verſchoſſenem Damaſt bezogene Stühle, die noch dazu mit Büchern und Papieren bedeckt waren. Profeſſor Scheller reite den ihm zunächſt ſtehenden, ſeinem Beſucher ein gleiches überla end, mit einem ſchnellen Griff von ſeiner Laſt und ließ ſich nieder. Werner ſah es mit ſtillem Entſetzen. Er dachte, der wurm⸗ ſtichige Stuhl müßte unter der Wucht dieſes Körpers zuſammen⸗ brechen. Er krachte zwar auch in allen Fugen, fügte ſich dann aber und ertrug die herkuliſch auf ihm thronende Geſtalt. „Sie ſagten eben, auch Sie ſuchten den Menſchen. Darf ich Sie fragen, wie Sie das meinen?“ „Ich meine“, erwiderte Werner, die Worte nach ſeiner Art ein wenig ſchwerfällig zuſammenfügend,„daß eine Medizin überlebt iſt, die heute mit dem Anſpruch ihres zuverläſſigen Wiſſens als eine Art von Dogmatik auftritt. Die Medizin als Wiſſenſchaft iſt für mich im letzten Grunde, wie alle Wiſſenſchaft, nur Technik. Gewiß eine not⸗ wendige Technik. Aber nicht mehr. Man darf auf ſie nicht ſchwören. Den ganzen Menſchen muß man ſuchen, will man ihm beikommen.“ (Fortſetzung folat) 2000 Herren-emden nur elegane moderne Karomuster qus Angeboies Oat uns vroßg der TLate beranlagi æu einem Ein groger posten Binder ZSinslem MUdkKKO-Zeir mil Sduinsfreifen. In unserer bekannt ersiklassigen VDerarbeliung. SRic 82 Vorrdtrig in den Weifen 33 bis 43. Der aqugergemobnliche Erfoig unseres lesien Ecira- dei Beschaßfung dieses grogen Quqnmums ersikiassiger weiſen Sonderverłkauf. 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Er starb als Opfer seines Mannheim(H 7, 31), den 28. Juli 1926. Die tioftrauernde Batin und Kinder, NB. Die Beerdigung wird noch bekannt gegeben. Anzeige bewahren. 2008 Wir erfüllen hiermit die schmerzliche Pflicht, unsere Mitglieder von dem am 28. juli 1920 erfolg⸗ ten Ahleben unseres verehrten und treuen Kollegen und Mitgliedes Herrn Jchann Nadner, termester geziemend in Kenntnis zu setzen. Der Verstorbene hat an seiner Berufs“ u. Witt⸗ schaftsvertretung in früheren Jahren lange Zeit hin⸗ durch als Vorstands- und Aufslehtsratsmitglied regen und uneigennütrigen Anteil genommen zum seines Berufes. Wir werden ihm allezeit ein ehrendes Andenken Maler-Zwangsinnung Mannheim Maler-Einkaufsgenossenschaft e. G. m. b. H. Die Feuerbestattun 31. Juli, nachmittags 2 Mitglieder, dem verstorbenen Kollegen recht zahlreſch die letzte Ehrung zu erweisen. Nachruf Wohle Mannheim findet am Samstag, den hr, statt. Wir bitten uinsere entschlafen ist. Mannheim, 30. Juli 1926. H 4, 20 In tiefer Trauer: Todes-Anzeige Schmerzerfüllt machen wir Freunden und Be- kannten die traurige Mitteilung, dass mein geliebter Mann, unser treubesorgter guter Vater Heinrich Karl Kantinier der BSahnpost gestern nachmittag nach kurzer Krankheit sanft Frau Emma Karl geb. Ballweg und Kinder Die Beerdigung findet am Samstag, den 31. Juli 1926, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle aus statt. 2020 Amtliche Bekanntmachungen Straßenſperre. Wegen Vornahme von Straßenarbeiten wird die Landſtraße Mannheim—Heidelberg im Ort Seckenheim vom Mühlwezg bis Schloß⸗ ſtraße für Fuhrwerke aller Art mit ſofortiger Wirkung geſperrt. Die Umleitung erfolgt über Mühlweg— Kreisweg 7— Friedrich⸗ ſtraße und Schloßſtraße. Mannßeim, den 29. Fuli 1928. Badiſches Bezirksamt— Abteilung V. Die Straßenpolizeiordnung für die Stadt Maunheim betr. 30 Mit Zuſtimmung des Stadtrats und mit Vollziehbarkeitserkläruna des Herrn Landes⸗ kommiſſärs in Mannheim vom 15. Juli 1926, erhält§ 77 der Straßenpolizeiordnung für die Stagt Mannheim— aufarund des 8 396 Biff. 10 R. St. G.., 8 280 bab. P. Str. G. B. und § 23 der Kraftfahrzeugverkehrsordnuna— folgenden Abſatz 9: Abſatz 9: 5 „Der Neue Mannheimer Weg von der Emil⸗Heckelſtraße bis Neckaxau 1 iſt für jeden durchgehenden Verkehr 5 mit Kraftwagen, Krafträdern und 25 Wagen aller Art, ausgenommen Handkarren, geſperrt.“ Mannheim, den 19. Juli 1298. Polizeidirektion.. Bis auf das letzte Stück Mäntel-Kostüme Saison-Ausverkauf Schlugtag: Mittwoch, 4. August zu spottbilligen Preisen soll mein Lager durch meinen geräumt werden. Nur Qualitstswaren 2 10. 2 n Kaufeſte, bighſfainöe. Lasbge Rips- Mänte Selden- Ma Rips-Kostüme-N C. W. WANNER ſe= flotte Formen 1. N. an Mäntel Les, 59.— 8 9. an Mit Auſtimmuna des Stadtrats und Voll⸗ kiehbarkeitserkläruna des Herrn Landeskom⸗ miſſärs vom 13. Juli 1920 wird in die Ver⸗ kehrs⸗ und Betriebsordnung für die ſtädtiſche Straßenbahn. die Oberrheiniſche Eiſenbahn⸗ geſellſchaft und die Rheinhaardtbahn vom 80 Mai 1926 folgender 142 eingefſtat: „Eine über die Vorſchriſten des Reichs haftpflichtgeſetzes hinausge. hende Schadenshaftuna aufgrund des Beförderungvertrages iſt aus⸗ geſchloſſen. Mannheim, den 17 Juli 1928. Bezirksamt. Polizeidirektion C. Bekauntmachung. Die Oberrheiniſche Eiſenbahnge ſellſchaft.G. in Mannheim hat auf Grund des Geſetzes v. 23. Juni 1900 über das Genehmigungsverfah⸗ ren bei Eiſenbahnanlagen und des K 29 des Straßengeſetzes vom 14. Juni 1884 um die Genehmlgung zum zweigleſſigen Ausbau der Nebenbahn Mannhbeim⸗Heidelberg innerhalb der Gemeinde Seckenheim nachzeſucht. Die Pläne des Unternehmens liegen inner⸗ Halb 14 Tagen von dem Taae des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung in den in Betracht kommenden Mannheſmer Tageszeitungen an gerechnet beim Bezirksamk Mannheim und auf dem Rathaus in Seckenheim auf. Etwaige Einſprachen gegen das Unternehmen ſind innerhalb Heſer Neig beim Bezirksamt Mann⸗ heim oder bei dem Bürzermeiſteramt Secken⸗ beim vorzubringen. 4 Karlsruhe. den 20. Juli 1926. Der Miniſter der Finanzen: In Vertretungt gez. Unterſchrift. Die Anfuhr des Unterhaltungsſchatters für die Land⸗ u. Kreisſtraßen ſowie Aswege der Straßenmeiſterbezirke Schwetzingen und Mannheim ſoll öffentlich vergeben werden. Die Angebote ſind bis zum 11. Auauſt vorm. 10 Uhr, beim Waſſer⸗ u. Straßenbauamt Hei⸗ 5 delbera einzureſchen. Anzebotsformulare könten daſelbſt, oder bei den Herren Straßen⸗ meiſter Röſſnger. Mannheim, Langſtraße 39a und Oberſtraßenmeiſter Dengel. Schwetzin⸗ gen. furfürſtenſtr. 21 erhoben werden. Berichtigung Metzgerei L. Mannheimer, H.38 In der heute mittag erſchienenen Anzeige muß richtig heißen: oteleits, Brust u. z. Hiumachenu per Pfd. 85 Pfg. raten„ lerenbrateun„„ 90 bel 3 Pfd. 88 * * Madpe abensnitte! fmeln. Apfelgelee r 95, Eeinkost in Weinsulz Pid.-D..20 Ochsenmaulsalat.. 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Der Tdter wurde wie folgt beschrieben: 50 Jahre alt,.75 Meter groß, schlank, nach vorn gebeugte 1 Kopthaltung und vorgestreckte echte Schulter. Das Gesicht ist gelblich, krankhalt, häßlich, eingefallene Backen, starke Backenknochen, 1ölich-blonder, jelzt grauweißer, stalker heiunterhängender Schnurrbait, bieutißgelige, schiefgeformte LNase, etwas kiumme, sogenannte-Beine, schmale, weidge Hände, gewähite Redeweise. Er tlug schw'izen Jacketianzug. schwarzer Cheviotüberzieher und schwarzen, steiten Hut. ALuletzi ist er in Rixdorf gesehen worden. Aus der Tagespresse Oktober 1906 829s Der Hauptmann von Köpenick im alast-Theater? 12. Seite. Nr. 340 greſtag. den 30. Jul 1928 Bis einschllend Hittwoch, den 4. August Damen-Hlelder Klelderstelle En Posten SHKleider bedi uekt Wollmousseline Ein Posten Hagskleider prakt. ä( 223* Ein Posten Damen-Hleider neue mod. Muster in Wollmousseline u. 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