Dienstag. 22. Sebruar elle Bezugspreiſe: In Mannheim u. Umgebung frei ins Haus Wittag⸗Ausgabe lannheimer Seilun Preis 10 Pfennig 1927— Nr. 87 Anzeigenpreiſe nach Tarif bei Vorau 7. 98f einſp. Kolonelzeile für Allgem. Anzeigen 0,40.⸗M. eklamen der durch die Poſt monatl..⸗M. 2, 50 ohne Beſtellgeld. 1 ſocde evtl. Aenderung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe Nach⸗ 0 0 34 R. M. e— 5——.— 1 1 Sſtelle E6, 2..R1,-6, 3 FF nhel d ee Abreſſe. Meaundeim erscheirt möchentl. oder für verſpätete Aufnahmne von Anzeigen. durch Temal. F 4 5 24958 hne Gewähr. Gerichtsſtand iſt Mannheim. ernſprecher 24944, 24945, 24951, 24952 u. 24958 Fernſprecher o Beilagen: Sport und Spiel.Aus Seit und Leben. Mannheimer Frauenzeitung. Unterhaltungs⸗Beilage. Aus der Welt der Technik. Wandern und Neiſen. Geſetz und Necht eeeeeeeee eeee ee eeee eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee⸗x ¶f¶᷑k᷑n; ññ ñxß??v—ʃͤü8— Ankerredung mit dem Neichskanzler Dr. Marx über Deutſchlands Friedenspolitik M Der linksſtehende Pariſer„Soir“ veröffentlichte am ontag abend ein längeres Intervtew, das Reichskanzler r. Marx ſeinem Berliner Korreſpondenten gewährt hat. ieſer hatte zu Beginn der Unterredung den Kanzler auf die efürchtungen aufmerkſam gemacht, die der Eintritt der öffentſchnattonalen in die Regierung bei der delenklichen Meinung des Auslandes und vor allem bei den erſtändigungsbereiten Kreiſen in Frankreich gemacht hat. arx erwiderte darauf, daß er ſehr wohl um die Befürch⸗ wiſſe, die die Erweiterung der deutſchen Regierung gatt vechts im Auslande ausgelöſt habe. Es handle ſich hier 925 einfach um eine völlige Verkennung der. Tat⸗ liche e, daß heute die unabänderliche Notwendigkeit der fried⸗ Sroße Zuſammenarbeit der europäiſchen Völker ſelbſt von der Mehrheit der deutſchnationalen Partei anerkannt We 155 Die Beunruhigung im Auslande ſei lediglich das ik tendenziöſer Berichterſtattung von der Art des„Ech o He Paris“, die ſyſtematiſch durch Verbrehung der Tatſachen die öffentliche D Meinung vergiftet. artdelte Beweis für die Bekennung der Deutſchnationalen 5 ei ſei das zwiſchen ihr und dem Zentrum vereinbarte ogramm, deſſen Hauptpunkt der Kanzler analyſierte. gläubtater dieſen Umſtänden fuhr er fort, werde man gut⸗ etzi ig nicht länger behaupten können, daß die Zuſammen⸗ der neuen deutſchen Regierung die Stabilität der ſie ſchen Außenpolitik beeinträchtigen könne. Im Gegenteil dieſeertärke die Staßilität, nachdem die einzige Partei, die 8 Politik bisher nicht vollakzeptiert habe, ſie ſich nunmehr gale zu eigen gemacht habe. Der Entſchluß der Deutſch⸗ 5 Partei, in die auf die Politik von Locarno geſtützte ſtändecungskoalitlon einzutreten, könne der Politik der Ver⸗ igung zwiſchen Deutſchland und Frankreich nur nützlich 2 ſein. erkln Zu der Spannung in Polen 5 ürte der Kanzler, daß es lediglich zu einer Unterbrechung, en aber zu einem Abbruch der Handelsvertragsverhandlun⸗ —25 gekommen ſei und das nur zu dem Zwecke, die ſehr deli⸗ höri Frage des Niederlaſſungsrechtes deutſcher Staatsange⸗ degz ger mit Polen zu regeln. Mit der Zuſammenſetzung der en Regierung habe dieſer Zwiſchenfall nicht das geringſte Behhrt Schon ſeit Monaten habe die Haltung der polniſchen afte rden gegenüber den deutſchen Staatsangeſörigen zu leb⸗ Ausm Klagen in Berlin Anlaß gegeben. Die neuerlichen ſchleſt eiſungen von vier deutſchen Ingenieuren aus Ober⸗ Wahnne habe die deutſche Regierung gezwungen, Gegenmaß⸗ könn en zu ergreifen. Die Polen hätten dies vermeiden die en, wenn ſie den wiederholten deutſchen Proteſten gegen von ihm begangenen Verletzungen des Völkerrechtes Rech⸗ ng getragen hätten. unrichtiger ſei es, den deutſchen Schritt als Symp⸗ habe aggreſſiver Abſichten auslegen zu wollen. Deutſchland berechtigtes Intereſſe an einem Modus vivendi mit 8 irger und ſeine ganze Politik ſei darauf abgeſtellt geweſen. der 85 werde es mehr bedauert als in Deutſchland, daß dieſes angelnde gute Willejenſeits der Grenze 8 nicht habe erreichen laſſen. Male eit mich Präſident Ebert im Jahre 1924 zum erſten an die Spitze der Regierung berufen hat, ſchloß der Aus dem Reichstag — Berlin, 22. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Im Reiche dalztag hat die Erörterung der Einzeletats des Haus⸗ das blanes für 1927 begonnen. Geſtern beſchäftigte ſich aus mit der Frage der Penſionen und Verſor⸗ gen, ein Kapitel, das durch die veröffentlichte Denkſchrift rückt mür rung bereits in den Mittelpunkt der Diskuſſion ge⸗ er m ar. Verglichen mit der heftigen Preſſekampagne, bei an ſich gegenſeitig das Schlagwort von der Futter⸗ enpolitik an den Kopf warf, verlief die Ausein⸗ etzung im Reichstag verhältnismäßig ruhig. Zwar der ſozialdemokratiſche Sprecher den Etat den ka rovokation, auch zog er die übliche Parallele zwiſchen der Ofſtern Renten der Kriegsbeſchädigten und den Gehältern kratiſche ziere. Aber da dieſer Vergleich von der ſoztaldemo⸗ er Preſſe ſchon reichlich abgenutzt worden iſt, ſo übte le Her er Rechten keinen ſonderlichen Eindruck mehr aus. ſozſalde ren Laverrenz und Brüninghaus traten dem eine für dr, ratiſchen Redner entgegen und verſicherten, der tei, da die Deutſchnationalen, der andere für die Volkspar⸗ beff 2* nach Maßgabe der Reichsfinanzen man ſich die Ver⸗ werde amns des Loſes der Kriegsbeſchädigten gierungsbeelegen ſein laſſen. Brüninghaus kritiſierte die Re⸗ Bild vomdenkſchrift höchſt abfällig: Sie gebe ein völlig ſchiefes die Sozianden tatſächlichen Verhältniſſen. Bekanntlich haben zialdemokraten ſchon ſeit längerer Zeit auf ein Penſionskürzungsgeſetz e Forderung erhoben ſie auch geſtern wieder, falls ihrem Verlangen nicht endlich ſtatt⸗ gun 8 aag ngen. Dief ſie drohten Kanzler zuſammenfaſſend, mit Streſemann iſt es im Einverſtändnis das vornehmſte Ziel meiner Politik geweſen, die Schwierigkeiten zwiſchen Dentſchland und Frank⸗ reich auszugleichen, eine politiſche Verſtändigung zwiſchen bei⸗ den Ländern herzuſtellen und Frankreich und Deutſchland zum Zentrum einer großen Aktion zur Befriedung Europas zu machen.“ In dieſem Geiſte ſei die deutſche Regierung nach London und ſpäter nach Locarno und Genf gegangen. Wenn auch dieſe Aufgabe noch weit von ihrer Vollendung ſei und wenn Hinderniſſe noch immer zahlreich ſeien, ſo habe er doch die abſolute Ueberzeugung, daß der Friede ſeine Konſolidie⸗ rung erfahren werde. Beide Völker ſeien einig in dem Wunſche, nach Frieden und für Frankreich und Deutſchland gebe es keine andere Zukunft als die Verſtändigung. Wiederverſöhnt wird es den beiden Völkern vorbehalten blei⸗ ben, die weſtliche Kultur vor drohenden Kataſtrophen zu be⸗ wahren. Die Sachlieferungen an Frankreich Paris, 22. Febr.(Von unſerem Vertreter.) Die Frage der Naturalleiſtungen Deutſchlands wird heute in dem links⸗ ſtehenden Blatt„Ere Nouvelle“ eingehend erörtert.„Ere Nouvelle“ glaubt zu wiſſen, daß in letzter Zeit deutſch⸗franzö⸗ ſiſche Sonderabkommen über Sachleiſtungen abgeſchloſſen wor⸗ den ſind, die der franzöſiſchen Induſtrie infolge der in Frank⸗ reich herrſchenden Arbeitsloſigkeit erheblichen Schaden zu⸗ fügen ſollen. Das Blatt betont, daß der Dawesplan nicht dazu benützt werden dürfe, die wirtſchaftliche Lage Frankreichs noch weiter zu ſchwächen. Alle geplanten großen öffentlichen Arbeiten, die mit Hilfe deutſchen Materials und deutſchen Ar⸗ beitskräften hier verwirklicht werden ſollen, wären, wie das Blatt meint, bis auf weiteres zurückzuſtellen. Im Intereſſe Frankreichs ſei es gelegen, Rohſtoffe, hauptſächlich Kohle, aus Deutſchland einzuführen, um die teuere engliſche Kohle durch die deutſche zu erſetzen. Es iſt bedauerlich, ſchreibt das Blatt, daß bisher weder von deutſcher noch von franzöſiſcher Seite praktiſche Vorſchläge gemacht worden ſind, um die gegen⸗ wärtige Kriſe im Sachleiſtungsverkehr zu beſeitigen. Frank⸗ reichs Intereſſe iſt es, ſeine zerſtörte Proſperität mit Hilſe der deutſchen Naturalleiſtungen wieder herzuſtellen: doch wäre es verfehlt, wenn man die franzöſiſche Kriſts durch Einführung deutſcher Fabrikate und Verwendung deutſcher Arbeiter noch weiter verſchärfen wollte. Zentrum und Vayriſche Volkspartei Berlin, 22. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Seit einiger Zeit erhält ſich das Gerücht von einer bevorſtehenden Wiedervereinigung von Zentrum und Bayriſcher Volkspartei. Daß es ſich dabei nicht um ein leeres Gerede handelt, ging aus dem letzten Sonntagsartikel Joſef Wirths hervor, wo er ſich einigermaßen ſarkaſtiſch, wenn nicht gerade höhniſch, mit dieſen Plänen beſchäftigt. Das„B..“ glaubt, daß die Rede Stegerwalds bei dem Zentrumsparteitag der Pfalz, wie die andere, die drei Wochen zuvor, gleichfalls in Neuſtadt a. d. H. der bayriſche Miniſterpräſident Held bei der Tagung der Bayriſchen Volkspartei gehalten hat, mit die⸗ ſen Vereinigungsbeſtrebungen in Zuſammenhang bringen zu dürfen. Stegerwalds Ausführungen ſeien ſozuſagen das Echo auf die Kundgebung der Bayriſchen Volkspartei. Wie bei⸗ läufig hat ſich Stegerwald auch dieſer Tage auf einer Zu⸗ ſammenkunft des Reichsvorſtandes der Windhorſtbünde ähn⸗ lich über das Problem der Wiedervereinigung ausgeſprochen. gegeben würde, mit einem Initiativantrag. Man ſcheint indes innerhalb der Regierungsparteien einem derartigen Antrag wenig Bedeutung beizumeſſen, denn ſchon geſtern wurde den Sozialdemokraten bedeutet, daß die erforderliche Zweidrittel⸗ Mehrheit für eine ſolche Maßnahme im Reich ſich ſicherlich nicht finden werde. Der Zentrumsredner drückte die Hoffnung aus, daß man bis zur dritten Leſung des Etats ſich über eine Erhöhung der Kriegsbeſchädigtenſätze würde einigen können. Auch von den Demokraten wurden durch Herrn Ziegler beſondere Anträge zur Frage der Miniſter⸗ und Offizierspenſionen an⸗ gekündigt. Zu einer lebhaften Diskuſſion gab der Fall Lüttwitz Anlaß. Aus der Erklärung des Regierungsver⸗ treters läßt ſich erkennen, daß von der formal juriſtiſchen Seite her das Urteil, durch das Herrn.' Lüttwitz noch Bezüge in Höhe von 28 000 Mark zuerkannt wurden, kaum anfechtbar iſt. Die Abdankungsorder, aus der Herr v. Lüttwitz ſeine An⸗ ſprüche mit Erfolg herleitet, iſt vom damaligen Reichskanzler Hermann Müller unterſchrieben worden, der natürlich nicht ahnen konnte, daß er damit die Forderungen des Generals legaliſterte. * Verſtaatlichung von Polizeiverwaltungen. Wte ver⸗ lautet, wird demnächſt die Polizeiverwaltung in nachſtehenden Städten verſtaatlicht: Tilſit, Elbing, Schneidemühl, Ratibor, Merſeburg, Harburg, Münſter, Hagen, Hamm, Duisburg, Krefeld,.⸗Gladbach. Die Ernennung von Polizeipräſiden⸗ ten für eine Anzahl dieſer Städte wird in den nächſten Tagen erfolgen. * Kellog erkrankt. Staatsſekretär Kellog leidet gegen⸗ wärtig an Grippe und iſt gezwungen, das Zimmer zu hüten. Der Hanſabund zum Finanzausgleich Der Hanſabund für Gewerbe, Handel und Induſtrie hat in einer ausführlichen, der Reichsregierung und dem Reichsrat zugeleiteten Eingabe zum Finansausgleichs⸗ proviſorium für 1927 eine Reihe von Forderungen erhoben, die deutlich erkennen laſſen, wie energiſch von der Wirtſchaft die in der bisherigen Behandlung dieſer Frage zum Ausdruck kommende Auffaſſung zurückgewieſen wird, als handle es ſich hier um eine interne Angelegenheit zwiſchen Reich, Ländern und Gemeinden. Die Eingabe fordert vor allem Beſchleunigung der Vor⸗ bereitung des endgültigen Finanzausgleichs, lehnt alſo die von Reichsfinanzminiſter Dr. Köhler angekündigte Verlänge⸗ rung des Proviſoriums bis zum Jahre 1929 entſchieden ab. Sie fordert weiter die Aufhebung der in 8 35 des beſtehenden Finanzausgleichsgeſetzes liegenden Reichsſubventionierung wirtſchaftlich lebensunfähiger, kleinſter Einzelſtaaten, die Auf⸗ hebung der Gemeindegetränkeſteuer zu dem ſchon 25 in Aus⸗ ſicht genommenen Zeitpunkt, alſo zum 31. März 1928, ſowie endlich auch noch zum gleichen Zeitpunkt die Ausſchaltung des Zuſchlagsrechts zur Grundgewerbeſteuer in Fällen, in denen reichsrechtlich ein Wertzuwachs hier nicht vorgeſehen iſt. Sehr eingehende und formulierte Vorſchläge des Hanſa⸗ bundes liegen hinſichtlich der Gewerbeſteuerfrage vor. Er zeigt die Wege zu einer Verreichlichung der Veranlagungs⸗ grundlage der Gewerbeſteuer durch enge Anlehnung an das Reichseinkommenſteuerrecht, und fordert die formale Be⸗ ſeitigung des für die Gewerbeſteuer noch das Objektſteuer⸗ prinzip aufrechterhaltenden 8 10 des gegenwärtigen Finanz⸗ ausgleichsgeſetz und legt auch im Zuſammenhang mit der vom Hanſabund ſeit Jahren vertretenen Forderung eines Steuerhöchſtlaſtengeſetzes einen Antrag nach der Richtung vor, eine feſte Relation zwiſchen den Gewerbeſteuern in ihrer Ge⸗ ſamtheit einerſeits und der Reichseinkommen⸗ oder Körper⸗ ſchaftsſteuer andererſeits zu ſchaffen. Der Vorſchlag läuft darauf hinaus, daß gegenüber den einzelnen Steuerpflich⸗ tigen den Auforderungen aus der Gewerbeertragsſteuer, Ge⸗ werbekapitalſteuer und der Gewerbelohnſummenſteuer ins⸗ geſamt nicht höher ſein dürfen als 30 Prozent der aus dem gewerblichen Einkommen möglichen Steuerpflicht aus dem Reinchseinkommen⸗ oder Körperſchaftsſteuerrecht. Soweit die Gewerbeſteuerforderungen dieſen Prozentſatz überſchreiten, ſollen die Mehrforderungen durch die vom Steuexpflichtigen zu verlangenden Reicseinkommen⸗ oder Körperſchaftsſteuer⸗ zahlungen und ſeine Gewerbeſteuerzahlungen in Abzug ge⸗ bracht werden, ſodaß die ſich etwa aus der Relation ergebende Minderung der fiskaliſchen Anſprüche nicht etwa allein auf die Kommunen fallen, ſondern ſich zugleich auf die Reichs⸗ Länder⸗ und Gemeindefinanzen verteilen. Sozialdemokratiſche Enthüllungen“ Berlin, 22. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Den ſozialdemokratiſchen Reichstagsabgeordneten Künſtler läßt ſein Ruhm als Enthüller nicht ſchlafen. Er hat ſich durch den Stettiner Hafen Kai auf, Kai ab hindurchgefragt und glaubt jetzt Neues über die ſogenannte Sowjelgrandten berichten zu können. Das Ergebnis ſtellt ſich unter Verzicht auf die Frage⸗ und Antwortform dieſer ſeltſamen Enquete etwa ſo dar: Im September 19286 iſt bei Stettin ein Dampfer „Artushof“ entladen worden, der, wie die Hafenarbeiter ver⸗ ſicherten, direkt aus Leningrad kam und nach denſelben Be⸗ kundungen etwa 3000 Tonnen Artilleriemunition enthielt. 500 Tonnen Granaten dieſer Ladung ſeien dann auf den Seg er „John Brinkmann“ für Kiel verſtaut worden. Die Erzählungen anonymer Hafenarbeiter werden wohl kaum als ernſthafte Geſchichtsquellen in Anſpruch genommen werden dürfen. Ueber den Geſchmack ſolcher Enthüllungen braucht man nicht erſt zu kreiten. Schreckensherrſchaft in Schanghai 8London, 22. Febr.(Von unſerem Londoner Vertreter.) Das Schreckensregime in Schanghai wird heute durch eine An⸗ zahl weiterer Berichte über die unglaubliche Grauſamkeit der chineſiſchen Militärbehörden beleuchtet. Dutzende von abgeſchla⸗ genen Köpfen krönen die Telegraphenſtangen außerhalb der Fremdenniederlaſſungen, Leichen von Hingerichteten liegen in den Straßen. Die meiſten Opfer ſind Studenten. Die Maſſenhinrichtungen werden durch Patrouillen von Soldaten ausgeführt, denen ein Henker mit einem großen Säbel folgt. Auf einen Proteſt der internationalen Verwaltung gegen dieſe Hinrichtungen erklärte der Verteidigungskommiſſar Li, daß er auf Befehl von General Suntſchuafang handele, der entſchloſſen ſei, den Bolſchewismus um jeden Preis auszurot⸗ ten. Man glaubt, daß die Terrorherrſchaft ſchlimme Folgen haben wird, wenn die Kantoneſen die Stadt erobern ſollten. Dem Kommiſſar Li wird bereits in Flugblättern die tödliche Rache der Nationaliſten angedroht. Die Erregüng unter der Bevölkerung iſt ungeheuer groß und angeſichts der Grauſam⸗ keit der Partei Suns wächſt die Sympathie mit den Kanto⸗ neſen. Die Arbeiterunion hat erklärt. daß der General⸗ ſtreik, der urſprünglich für drei Tage vorgeſehen war, jetzt bis auf weiteres fortgeführt werden wird als Proteſt gegen die Barbarei der lokalen Militärbehörden. Inzwiſchen hat jedoch die Verwaltung der Internationalen Niederlaſſung an die chineſiſche Poſtbehörde ein Ultimatum gerichtet, in dem es heißt, wenn der Streik der Poſtbeamten nicht bis Dienstag abgebrochen werde, würden die Fremden den Poſtbetrieb über⸗ nehmen und zeitweiſe als internationalen Betrieb weiterfüh⸗ ren. Freiwillige ſind alarmiert worden, um im Bedarksfafl das Poſtgebände von den Streikenden zu räumen. 2. Seite. Nr. 87 Neue Manuhelmer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Dienstag, den 22. Februar 102 e Befriedung Europas und die europälſche Politik II.*) (Nachdruck verboten.) Die Abhängigkett der europätſchen Politik vom Geſchehen in der Weltweite iſt im Vertrag von Verſailles zur Ver⸗ ſtrickung geſteigert worden. Dieſer ſeltſame Vertrag, der zu⸗ gleich das reaktionärſte und das revolutionärſte Manifeſt dar⸗ ſtellt, das jemals von einer Koalition zur Grundfeſte eines neu zu ordnenden Staatenſyſtems ausgeſonnen worden iſt, wirkt ſogar auf die Entfaltung des chineſiſchen Pro⸗ blems, vor dem heute die Weltvölker mit gerungenen Hün⸗ den ſtehen. Man darf baher nicht von dem Gedanken ausgehen, dieſe „Chinoiſerien“ lägen unverbunden mit dem europätiſchen Problem in der fernöſtlichen Zone außerhalb der abendlän⸗ diſchen Sphäre, ſondern muß ſich ſtets vor Augen halten, daß, was auch immer in der Dſchungarei, in der Mandſchurei und in den Ländern des gelben Stromes und des gelben Meeres geſchieht und vorgekehrt wird, in engem Zuſammen⸗ hang mit europäiſchen Dingen ſteht, und daß die Stellungnahme der Mächte zu den chineſiſchen Konflikten in erſter Linie durch den Stellungszwang bedingt wird, der den Vertragsmächten im Vertrage von Verſailles auferlegt worden iſt. Gerade die Sieger werden dadurch am ſchwerſten getroffen. Sie haben ſich in Verſailles ſelbſt Schlangenfeſſeln geſchürgzt, als ſie alles andere der Niederhaltung Deutſchlands nachordneten. Dieſer Stellungszwang iſt von der ſiegreichen romaniſch⸗angelſächſiſchen Koalition gewiß nicht als eine gegenſeitige Bindung, ſondern nur als eine Zirkum⸗ vallation Deutſchlands gedacht worden, aber er wirkte auf den Bund der Sieger verhängnisvoll zurück. Die Politik, die heute von England und Frank⸗ reich im fernen Oſten verfolgt wird, erſcheint in neuem Lichte, wenn ſie dieſer Betrachtungsweiſe unterſtellt wird. England iſt heute unfähig, ſich rückſichtslos im fernen Oſten einzuſetzen, weil es in Europa am Rhein und an der Weichſel Verpflichtungen eingegangen iſt, die es nicht abſchütteln kann, obwohl es im Vertrage von Locarno, dank der entgegen⸗ kommenden Haltung Deutſchlands, die Gefahr beſchworen ſah, am Rheine in ein einſeitig gedachtes Garantiebünbnis ver⸗ ſtrickt zu werden. England iſt aber auch unfähig, in China mit dem alten Ueberlegenheitsgefühl aufzutreten, weil es im Vertrag von Vexſailles ſelbſt die Vorausſetzungen ſchaffen half, die von den Chineſen heute als moraliſche Rechte an⸗ gerufen werden. Frankreich dagegen, das nicht weniger eifrig war, im Vertrag von Verſailles den Chineſen deutſche Pripilegien zu überantworten und dadurch Privilegien und Konzeſſionen der imperialiſtiſch tätigen Großmächte in China zu erſchüt⸗ tern, kann der Entwicklung im fernen Oſten ruhiger entgegen⸗ ſehen, nachdem es in Locarno zur Defenſive am Rhein übergegangen iſt, ohne jedoch den deutſchen Boden zu räumen. Frankreich hat ſeine europäiſche Politik ſeit dem Abſchluß des Vertrags von Locarno auf eine breitere Baſis ſtellen und ſeine geſchichtliche Rheinpoltik mit ſeiner mediterraniſchen Politik in Uebereinſtimmung bringen können. Dieſes Mo⸗ ment verkennen hieße auch die Stärkung verkennen, deren Frankreich ſich ſeit jenem Vertragsabſchluß erfreut, nachdem es den Gipfel des Erfolges auf dem Vorprall an die Ruhr überſtiegen hatte. Der Kampf zwiſchen Poincars und Briand iſt nicht ein Kampf zwiſchen einem verſtockten und einem auf⸗ geklärten, einem reaktionären und einem fortſchrtttlichen, einem militariſtiſchen und einem paziftiſtiſchen Frankreich, ſon⸗ dern einfach der Kampf zwiſchen der franzöſiſchen Kontinen⸗ C talpolitik im engeren Sinne, die ſich völlig am Rheine ſättigte, und einer europäiſchen Kontinentalpolitik im weitern Sinne, die Frankreichs Vorherrſchaft am Rheine lebiglich abſtützen, im Mittelmeerkreis aber tunlichſt erweitern und befeſtigen will, alſo als abendländiſche Politik bezeichnet werden könnte. Poincaré und Briand ſind die Exponenten dieſer beiden politiſchen Richtungen. Poinears blickt über den Rhein nach Oſten, Briand auf das Mittelmeer und in die Levante. Jeber von beiden vertritt eine Seite der großen hiſtoriſchen Polittk Frankreichs, keiner von beiden aber ſymboliſtert die franzöſiſche Polittk ganz. Würde heute eine Denkmünze zur Verſinnbildlichung der franzöſiſchen Machtpolitik geſchlagen, ſo müßte ſie auf der einen Seite den Kopf Poincarés und auf der andern den Kopf Briands tragen. Wie das Goldſtuck aber auch fiele, wenn es im Wett⸗ ſpiel geworfen würde, ob der eckige Charakterkopf des Lothringers Poincaré oder das artiſtiſch anmutende Haupt der Vollblutromanen Briand oben läge— es bleibt ein „Napoleon“. Aber das napoleoniſche Prinzip der Befriedung Europas u durch Unterjochung mit Waffengewalt und der Aufrichtung eines antibritiſchen Kontinental⸗Imperiums hat ſeine Gültig⸗ keit eingebüßt, denn die Kraft Frankreichs iſt, an den Welt⸗ verhältniſſen gemeſſen, nicht mehr groß genug, das Ganze mit den Mitteln der Gewalt zu beherrſchen, und die Verlagerung des Weltſchwergewichts, die auf ein angelſächſiſches Condo⸗ minium mundti zielt, geſtattet ſolche kontinental gebundenen Herrſchaftsträume nicht mehr. Dieſe Erkenntnis hat der Briandſchen Theſe, die auf De⸗ fenſive am Rhein und eine franzöſiſch geordnete Verſtändigung mit Deutſchland geſtellt iſt, um die vorherrſchende Stellung Frankreichs im Mittelmeerkreis zu befeſtigen, zum Siege ver⸗ holfen. Die Befriedung Europas erſcheint daher, aus der Perſpektive dieſer Briandſchen Formel betrachtet, in freund⸗ licherem Lichte, zumal der franzöſiſche Staatsmann ſeine Po⸗ litik neuerdings in einen von franzöſiſcher Geiſtigkeit und von egozentriſchem franzöſiſchem Weltgefühl erhellten Satz zu kleiden wußte, indem er den Völkern über den Bankettiſch hinweg, an dem die Vertreter der franzöſiſchen Ortentarmee tafelten, zurief:„La Frange glorieuſe vous declare la paix.“ Mit dieſen Worten bekannte Brland ſich zu einem nicht mehr einſeitig franzöſiſch geordneten, jedoch immer noch franzöſiſch gedachten europäiſchen Frieden, der zwar die Verſailler Vertragsbaſis mit nichten preisgibt, aber offenkundig auf den Verſuch verzichtet, ganz Europa Aunter franzöſiſchem Waagedade halten, um ſich der Genfer Vertragspolitik als Machtſtütze zu bedienen. Wie ſich dieſe Polittk im mediterraniſchen Machtkreis auswirkt, zeigt Frankreichs Zuſammenrücken gegenüber den ttalieniſch⸗ſpaniſchen Anſprüchen in Nordafrika, wie ſin in der Okk Weltweite wirkt, verrät die große Zurückhaltung, die Frank⸗ ergt. Nr. 0 vom 10, Hanuar 1097, Schrifttettung. Von Profeſſor Dr. Hermann Stegemann 906 ſich im fernen Oſten auferlegt, wo ſein indochtneſiſcher Beſitz im Bereich des Funkenwurfs des chineſiſchen Rieſen⸗ brandes liegt. Frankreich läßt England in China willig den Vortritt im Kampf um die gefährdeten Konzeſſionen, denn es weiß, daß Englands Bindung in Aſien die franzöſiſche Stellung im Abendland erleichtert. Englands Machtauf⸗ gebot und Frankreichs Zurückhaltung im fer⸗ nen Oſten ſind nicht nur in der verſchiedenen Lagerung der Intereſſen beider Mächte begründet, ſondern ergeben ſich auch zwangsläufig aus der Weltcharte, die im Vertrag von Ver⸗ ſailles und in dem mit dieſem uerknüpften Völkerbund Geſtalt gewonnen hat. Der Chineſe aber, der in ſeiner 5000 Jahre alten Geſchichte den Kampf zwiſchen dem Norden und dem Süden immer wieder erneuert hat, iſt heute dem expanſiven Imperialismus der Weltmächte gegenüber ungleich ſtärker ge⸗ wappnet, weil er den nationaliſtiſchen Antrieb des Abend⸗ landes in ſich aufgenommen hat und den Vertrag von Ver⸗ ſailles ſamt der Völkerbundsakte als Stütze und Grund⸗ lage ſeiner Bie benützen kann. Es iſt nicht ſo ſehr der Weltkrieg, der den Chineſen ſo ſelbſtſicher auf⸗ treteß läßt, ſondern die Erkenntnis, daß dieſer Krieg durch einen Friedensſchluß beendet wurde, in dem die Grund⸗ ſtellung der Kolonialvölker preisgegeben wurde. China iſt dadurch in die moraliſche, rechtliche und materielle Lage verſetzt worden, heute nicht nur gegen Belgien, ſondern auch gegen England Front zu machen und auf Grund eines Weltmanifeſtes ſeine Souveränität zurückzufordern und das Selbſtbeſtimmungsrecht der Völker für ſich in Anſpruch zu nehmen. Dazu iſt jede Nation berufen, die die Kraft in ſich fühlt, nicht nur an die„immanente Gerechtigkeit“ zu appel⸗ lieren, ſondern auch ſo gewichtige Trümpfe wie einen all⸗ gemeinen Handelsboykott und die latente Kraft vieler Millio⸗ nen Menſchen dahinterſetzen kann. Wir finden die Vorausſetzungen zu dem gewaltigen poli⸗ tiſchen Schauſpiel, das ſich im fernen Oſten vorbereitet, in den Artikeln 128—132 des Friedensvertrages von Verſailles und in den Artikeln 10, 11 und 19 der Gründungsakte des Völkerbundes aufgezeichnet. Sehen wir zu, wie die Fäden laufen! Uum Deutſchlands Weltgeltung zu brechen, iſt Deutſchland von den Siegern im Friedensvertrag über⸗ all ausgeſchaltet, aus ſeinen Rechten geſetzt und aus ſeinem Beſitz vertrieben worden, wo dies zur Sicherung der Kon⸗ kurrenten notwendig ſchien, ſah ſich alſo folgerichtig auch gegenüber China völlig entrechtet. Im 128. Artikel des Vertrages wurde beſtimmt, daß Deutſchland auf alle Vorrechte und Vorteile verzichten müſſe, die ihm aus dem Boxerprotokoll vom Jahre 1901 erwachſen ſeien. Im 129. Artikel wurde China aller Verpflichtungen entledigt erklärt, die ihm in den internationalen Abkünften vom Jahre 1902 und vom Jahre 1905 überbunden worden waren. Der 130. Artikel zwang Deutſchland, alle Anlagen, Einrichtungen, Kriegsgeräte und Schiffe, die der deutſchen Regierung in den Konzeſſionen von Tientſin und Hankau gehörten, an China abzutreten. Im 131. Artikel wurde Deutſchland verpflichtet, die aſtronomiſchen Inſtrumente zurückzugeben, die es auf Grund des Boxerprotokolls im ahre 1901 von Peking nach Potsdam verbracht hatte, und im 132. Artikel ſteht klar und kalt:„Deutſchland willigt in die Aufhebung der von der chineſiſchen Regierung zugeſtandenen Verträge, auf denen die deutſchen Konzeſſionen in Hankau und Tientſin gegenwärtig beruhen. China, das damit den Vollbeſitzſeiner Hoheitsrechte über die genannten Gebiete wiedererlangt. erklärt, daß es beabſichtigt, ſie der internationalen Niederlaſſung und dem Handel zu öffnen.“ In dieſen Beſtimmungen wurzelt die Kraft des chine⸗ ſiſchen Widerſtandes gegenüber den Mächten, die ſich noch im Beſitze von Konzeſſionen und Privilegien wiſſen. Die Tatſache, daß China ſelbſt am Kriege gegen Deutſchland teilgenommen hat, ändert daran nichts, denn die Erſchütterung der Ver⸗ tragsgrundlagen ergibt ſich als 1% Wir⸗ kung von ſelbſt. Nicht nur der ſowjetiſtiſch angehauchte Süden hinas, ſondern auch die ſchattenhafte Zentralgewalt, die in Peking zwiſchen den rivaliſierenden Gewalthabern und den Vertretern der fremden Michte auf⸗ und untertaucht, bedient ſich dieſer Verſailler Plattform, um gegen erzwungene Ver⸗ träge und Verpflichtungen zu FJelde zu ziehen. Nichts aber iſt bezeichnender als die Tatſache, daß China ſich gegen die Erneuerung des einſt mit Belgſſen geſchloſ⸗ ſenen Handelsvertrages mit der Begründung wehrte, daß dieſer Vertrag als„tralté insquitable“ den Grundfätzen der Verſailler Friedenscharte wiberſtrebe, und daß es die Beurteilung des chineſiſch⸗belgiſchen Streitfalles deshalb nicht dem Haager Gexrichtshof, ſondern dem Völkerbund übertragen wiſſen wollte. China rief damit den 19. Artikel der Völker⸗ bundsakte an, der von Verträgen handelt, deren Anwendung nicht mehr in Frage kommt und internationale Verhältniſſe beſchlägt, deren Aufrechterhaltung den Weltfrieden gefährden könnte. Als Belgien vor dieſem chineſiſchen Einſpruch zurück⸗ wich, iſt der Vertrag von Verſailles zum erſten Mal von der borz eines Schwächeren als ſchlagkräftige Waffe gehandhabt worden. Heute ſieht England ſich demſelben Prinzipgegen⸗ ber, und keine Flottenmacht, keine Landungsarmee wird es davor bewahren, der eee zu zollen, die es ſelbſt mit heraufgeführt hat, als es Deutſchland im Friedens⸗ vertrag entrechten half und in der Völkerbundsakte die Un⸗ verletzlichkeit des Territortums der Völkerbundsmitglieder anerkannte. Hier ſtarren die Artikel 10 und 11 der Grün⸗ dungsakte als Klippen im Fahrwaſſer des britiſchen Staats⸗ ſchiffes. Den Briten wird daher nichts übrig bleiben, als ein Kompromit zu ſuchen, um nicht in Genf als Vertragsbrecher zu erſcheinen. Das chineſiſche Problem als ſolches ſoll durch dieſe Feſt⸗ ſtellungen nicht zur Erörterung geſtellt werden. Es galt nur die jetzt im fernen Oſten vor ſich zu zeigen, daß die Dinge, ehen, nicht nur inſofern mit der europälſchen Wandlung zu⸗ ammenhängen, als das revolutjonäre Rußland, das klüglich auf alle zariſtiſchen Konzeſſionen in China verzichtete, eute hinter das revolutionäre Chineſentum getreten iſt, und Frankreich ſich zurückhält, weil es nach dem Abſchluß des Ver⸗ trags von Locarno und nach der Engerknüpfung der italieniſch⸗ engliſchen Beziehungen keinen Grund mehr hat, ſich in Oſt⸗ aſten heftiger ins Sptel zu miſchen, als ſeine verletzlichen eige⸗ nen Intereſſen fordern ſondern daß auch die ganze Entwick⸗ lung des chineſiſchen Problems durch das europäiſche Irkedensſtatut beeinflußt worden iſt. Wo aber gäbe es einen Vertrag, auf den die Bezeichnung ztraité inéquitable“ mit größerem Recht angewendet werden könnte, als auf den Vertrag von Verſfailles ſelbſt, der para⸗ doxer Weiſe die Rechtsſtellung der Chineſen ſtärkte, indem er die Rechtsſtellung Deutſchlands zer⸗ ſtörte? Wie ſeltſam müßte ſich all das ausnehmen, wenn China wirklich vor das Genfer Forum träte und Deutſchland unter den Richtern ſäße, um über die Wahrung der chineſiſchen Sonveränität, die Aufrechterhaltung des chineſiſchen Selbſt⸗ eee und die Rützlichkeſt einer militäriſchen upation zu urteilen, während Deutſchland ſelbſt weder ſeine volle Souveränität ausüben, noch das Selhſtbeſtim⸗ mungsrecht wahrnehmen, noch die Räumung der Rheinlande erlangen kann? Wahrlich, die„Sieger“ haben Grund, China den We nach Genf zu verſperren. Aber die europäiſche Politik wir 55 trotzdem eines Tages vor die Frage geſtellt ſehen, wie ſie Befriedung Europas mit dieſem Monſtrevertrage in Einklang bringen will, denn die Befriedung Europas iſt umſo naee diger, je größer die Reibungsflächen im mediterraniſchen Machtkreis werden und je höher im fernen Oſten die Fla 15 menzeichen der imperialiſtiſchen Weltkrif Vabiſche Polili Beamtentagung ber D. B. N. Der Landesverband der Deutſchen Volkspartet Badens hielt am Sonntag in Freiburg eine außerordentlich beſuchte Tagung ſeines Fachausſchuſſes für Beamte ab. Der Verſammlungsleiter, Hauptlehrer Hofherne Fretburg eröffnete an Stelle des am Erſcheinen verhinderte Vorſttzenden des Fachausſchuſſes die viel verheißende Tagung und überbrachte die Grüße des Ortsvereins Freiburg und 50 Landesverbandes Baden mit den herzlichſten Wünſchen fü einen harmoniſchen und gedeihlichen Verlauf. 1 Landtagsabg. Obkircher⸗Freiburg behandelte in eine 5 vorzüglichen Referate das Thema:„Beamter 1 Staat“. Er verglich die Stellung, Pflichten und Rechte 2 Beamten von früher mit dem Tätigkeitsgebiet und der* dankenwelt der Staatsbiener von heute und formulierte 17 erſte Forderung der D..P. nach der Erhaltung unſeres währten, deutſchen Beamtentums, für das die D. B. P.—. jeher eingetreten ſei. Ein großes Opfer hat die Beamteſ ſchaft zur Stabiliſierung der Währung beigeſteuert, indem ſich einen 25prozeutigen Beamtenabbau gefallen laſſen muß 16 der nicht immer nur überflüſſige und ungeeignete erch eliminiert habe, ſondern in vielen Fällen die Handhabe 15 zur Verabſchledung politiſch rechts eingeſtellter Beamten kräfte. Die Beamtenſchaft wehre ſich mit Recht gegen eine weiteren ſchematiſchen Abbau und verlange eher eine Verein⸗ fachung der Verwaltungsarbeit, die nur allein geeignet ſich das erforderliche Maß von Kräften zu beſtimmen. Weßüchß des Beamtenvertretungsgeſetzes ſtellte der Redner feſt, 12 ſchon der frühere nationalliberale Reichstagsabg. Beck⸗Heid 5 berg, ein Beamtenvertretungsgeſetz gefordert habe, und unte 8 zog den vorliegenden Geſetzentwurf einer kritiſchen 17 tung, in die er auch die vor ſhrer endgültigen Faſſung tehing Reichsdienſtſtrafordnung einſchloß. Er forderte nach ein 5 Gegenüberſtellung der Gehälter von 1914 und 1925 eine R egze⸗ ſion der Beſoldungzordnung, die den unteren 17 amten wieder ihr Exiſteuzminimum zu geben, den unee und mittleren Beamten eine KAuſſtiegsmöglichkeit zu bien⸗ und den höheren Beamten wieder auf die Höhe des Kaulen minimums zu bringen hätte. Der Redner wies in auf die Wichtigkeit eines in ſeiner Exiſtenz 1 15 bedrohten, berufstreuen Beamtenſtandes hin, der ſchon 9 ine Zeiten höchſter, ſtaatlicher Not ſeine Berufstreue vor ſe politiſche Einſtellung geſtellt habe. tete Reichsbahninſpektor Frablichmannheim verichen⸗ in kurzer al er prägnanter Form über die Reichsbeam—* tagung in Berlin und betonte die Richtigkeit der Auffaſſ 17 die Beamtenwünſche in den Parteien vorzutragen. Er gele den Zuſammenhang zwiſchen Finanzausgleich und 25 dungsreform und erläuterte die von der D. V. P. zuſaninſeg geſtellten, in den li Abſchuitten brauchbaren Nichenen für die Beamtenpolitik der..P. Sein Appell richlele 112 an die Beamtenorganiſation der.V. P. in Baden zur en rigen Mitarbeit bei der Reichsgeſetzgebung. e⸗ Beiden Referaten wurde durch ſtarken Beifall herzlich 7— dankt. In der Ausſprache wurde manch neuer Punkt noch getragen und die Stellungnahme der Redner des öfteren inen nachdrücklich unterſtrichen. Bevor der Vorſitzende in ſe der Schlußworken auf die ſederzelt bewiefene Bereitwiligkeit en Beamtenſchaft, einträchtig und Aaennſchti mit dan übrigen Volksteilen und Volksſchichten am lederaſcher Deutſchlands mitwirken zu wollen, hinweiſen konnte anſög⸗ Beamtenſchaft die 1 der D..P. im Rahmen des J ber lichen und Erreichbaren verſprach, wurde das Ergebni 16 Tagung in ſolgender, einſtimmig gefaßter Entſchlleßu niedergelegt: ſchuß „Der am 20. Nagte in Freiburg tagende Fachaus 11 für Beamte des Landesverbandes Baden der D. B auth wartet von der Reichs⸗ und Landtagsfraktion der D. VB. P. an fernerhin ein unbedingtes Eintreten für die Erhaltun Rechte unſeres bewährten, deutſchen Berufsbeamtentums als⸗ amtenvertretungsgeſetz und Reichsdienſtſtrafordnung ſi ine bald in* erene Faſſung zu bringen. Wir fordern 2 2 umgehen euregelung der Beſoldungso nung, deren Hinausſchiebung bis zur Verabſchtebdine, nen definitiven Finanzausgleichs nicht zu ertragen iſt und 5 die das Syſtem der Betihilfen ab, da dadurch nur Unruhe kliche Bevölkerung getragen und den Beamten ſelbſt keine wintung Hilfe zutell wird. Wir fordern eine unbedingte Erhaltchen und Sicherung unſerer bewährten, badiſchen. chriſt Simultanſchule und lehnen alle Beſtrebungen na lichkeit führung der Konfeſſtonsſchule in Baden mit aller Dean len⸗ ab. Wir lehnen mit allem Nachdruck eine Ste ſichts⸗ beſetzung nach parteipolitiſchen und religibſen der vunkten ab, denn dieſe untergräbt nicht nur die Mora und⸗ Beamtenſchaft, ſondern gefährdet und bedroht auch die 105 in ſeſten des Staates, der auf eine wirtſchaftlich geſihe ſich ihren Rechten unbedrohte, berufstreue Beamtenſchaf ſtützen muß. Lohntarifkündigung der Reichsarbeiter 3 Die angekündigte Beſprechung zwiſchen den ſchließenden Arbeitnehmerorganiſationen um die Künd 40 u⸗ der Lohntarifverträge für die Arbeiter der Reicha4 geſekiſchaft die Reichsv oßt ſowie der ubrigen ſie ſea und Staatsbetriebe hat am Montag in 41. gefunden. Das Ergebnis der Beſprechung iſt, daß mieben, weſenden Vertreter der Gewerkſchaften ſich dahin enſchgeits⸗ ihren Vorſtänden zu empfehlen, die Lohn⸗ und n⸗ bedingungen mit Wirkung vom 1. April d. Js. 3 u werk⸗ digen. Wie wir hören, werden die Vorſtände der Ge Uuns 1291 in den nächſten Tagen zu dieſem Beſchluß Ste nehmen. Ausſperrung von 23 000 Textilarbeitern * Breslan, 23. Febr. In Mittelſchleſien ſind infolge ſtreitigkeiten 28 000 Textilarbeiter ausgeſperrt worden. 25 Perſonen im Sturm umgekommen allan⸗ — ant 22. Feör. Durch den Sturm an deß Por⸗ tiſchen Küſte ſind nach den blsherigen Ermittlungen 25 5 ſonen getötet und 150 verletzt worden. Der Schaden rden auf 10 Millionen Dollar Mafnst. Durch den Sturm vor allem die Staaten a Zahlreiche 9 55 wurden von den Ankerplätzen losger und aufs Meer abgetrieben. Lohn⸗ — — * ne und Delaware beimgeſſſſen g⸗ 10 1⸗ 8⸗ t⸗ t⸗ k⸗ 9 —. durch entſprechend lange Leitungen an Dienstag, den 22. Februar 1927 Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) 3. Seite. Nr. 87 Die Gasfernverſorgung in der Pfalz Der Gedanke der Großgasfernverſorgung wird zur Zeit ſeiteus verſchiedener Kreiſe lebhaft behandelt. Aus beſtehen⸗ en oder noch zu erbauenden Kokereien ſoll hiernach das Gas Ste die verſchiedenen tädte und Gemeinden Deutſchlands unter möglichſter Stil⸗ gung der einheimiſchen Gaswerke geleitet werden. Der Gedanke der Fernverſorgung hat auch ſchon für die Pfalz und zwar zunächſt für die Vorderpfalz eine Behandlung erfahren, bei der man weniger an eine Verſorgung aus Ko⸗ kereien, als vielmehr aus vorhandenen ſtädtiſchen Gaswerken denkt; im Weſten der Pfalz ſcheint ſich die Entwicklung in anderer Richtung einſtellen zu wollen. Die Frage der Fern⸗ verſorgung pfälziſcher Gemeinden mit Gas, d. h. der Ver⸗ orgung aus einem oder mehreren großen Gaswerken er⸗ ſtreckte ſich zunächſt nur auf die Bedürfniſſe der Vorderpfalz; ſie kam dadurch in Fluß, daß die Aktiengeſellſchaft für Licht⸗ —15 Kraftverſorgung in München, die„Luk“, mit einigen Ge⸗ meinden nördlich und ſüdlich von Neuſtadt a. H. Verträge über Gaslieferung abgeſchloſſen hat. Die Verſorgung dieſer emeinden war ſo gedacht, daß das Gas für die Gemeinden nördlich von Neuſtadt in dem der Luk gehörenden Gaswerk kußbach, das heute die Gemeinden Mußbach und Gimmel⸗ ingen verſorgt, erzeugt, das Gas für die Gemeinden ſüdlich von Neuſtadt aus dem ſtädtiſchen Gaswerk Neuſtadt bezogen werden ſollte. Als das Miniſterium des Innern von dieſen Plänen Kenntnis erhielt, befaßte es ſich mit der Angelegenheit und wirkte darauf hin, daß ſie in größerem Zuſammenhang erfaßt werde, und daß die Ausführung der Verſorgung von kleinen eilgebieten nur im Rahmen der einheitlichen Ver⸗ orgung größerer Gebiete geſchehe. Es ging dabei offenbar von der Erwägung aus, daß die einheitliche Ver⸗ orgung größerer Gebietsteile aus großen Gaswerken für den erbraucher vorteilhafter ſei, als die Verſorgung aus kleinen erken, weil ähnlich wie bei der Elektrizität ſowohl Herſtel⸗ ung wie Betrieb für größere Werke wirtſchaftlicher ſich ſtellt. Veiter war auch wohl der Gedanke noch von Einfluß, ob es ich empfehle, die Verſorgung der kleineren Gemeinden mit as der Führung einer Privatfirma zu überlaſſen, oder ob es nicht beſſer ſei, wenn öffentliche Verbände ſich der Sache an⸗ nehmen. Mit Kenntnis des Miniſteriums intereffterte ſich der Verban d pfälziſcher Gaswerke um die Angele⸗ genheit und beſchloß in ſeiner Sitzung vom 24. April 1928, einen Arbeitsausſchuß zur Prüfung der einſchlägigen Fragen einzuſetzen. Er wurde gebildet aus Vertretern des Verbandes er pfälziſchen Gaswerke, des Landgemeindeverbandes, der falzwerke und der Luk. Die Pfalzwerke ſind an der Angele⸗ genheit dadurch unmittelbar beteiligt, daß die Stromliefe⸗ rungsverträge mit vielen Gemeinden den Pfalzwerken auch * die Verſorgung mit Gas gewiſſe Rechte einräumen. Dem rbeitsausſchuß legte die Luk ein Projekt vor, wie die zen⸗ rale Verſorgung des größten Teiles der Vorderpfalz zu ge⸗ zalten ſei und ein Teilprojekt im Rahmen des erſteren für ſta Verſorgung der Gemeinden nördlich und ſüdlich von Neu⸗ Der Arbeitsausſchuß verhandelte in mehreren Sitzun⸗ gen auf Grund dieſer Projekte, iſt aber zu einer endgültigen And abſchließenden Stellungnahme nicht gelangt. 0 Da ſowohl die Luk wie einzelne Gemeinden drängten, das Miniſterium des Innern auf 16. Juli 1926 zu einer eſprechung der Sache in größerem Kreiſe ein. Das Ergebnis war auf Antrag des Miniſterialvertreters die Bildung eines rganiſationsausſchuſſes, der zu den Vorlagen der Luk Stellung nehmen und gegebenenfalls die Organiſation 855 Unternehmens beſorgen ſolle. Der Ausſchuß wurde ge⸗ ildet aus 1. dem Vörſitzenden des Kreistages, 2. dem Ober⸗ ürgermeiſter von Ludwigshafen, 3. dem Bürgermeiſter von euſtadt a.., 4. einem Vertreter des Landgemeindeverbandes, tr einem Vertreter der mittelbaren Städte, 6. einem Ver⸗ reter der Pfalzwerke, 7. einem Vertreter der Luk, 8. Ober⸗ endirektor Lieſe, als ſachverſtändigem Berater. In der erſten feutung dieſes Ausſchuſſes teilten die Mitglieder, die dem rüheren Arbeitsausſchuß angehört hatten, mit, daß das Ge⸗ amtprojekt nach der techniſchen Seite geprüft und feſtgeſtellt worden ſei, daß es die Verſorgung des in Ausſicht genom⸗ enen Gebietes in einer techniſch entſprechenden Weiſe vor⸗ ehe. Eine Prüfung nach der wirtſchaftlichen Seite habe weder Der Ausſchuß beſchloß daraufhin, durch Dr. Lieſe, Direktor Mühlhaus(Leiter des ſtädtiſchen Gaswerkes Neuſtadt) und Baurat Stephan(Vertreter der Luk) ein eingehendes Gut⸗ achten über die Wirtſchaftlichkeit des vorgelegten Teilprojektes fertigen zu laſſen. Die Wirtſchaftlichkeit des Geſamtprojektes feſtzuſtellen, ſchien nicht veranlaßt, da ſeine völlige Durch⸗ führung in abſehbarer Zeit nicht wohl in Ausſicht ſteht, viel⸗ leicht kaum jemals zu erwarten iſt. Die Bedeutung des Ge⸗ ſamtprojekts liegt auf der techniſchen Seite: es muß geſichert ſein, daß die Ausführung von Teilprojekten die Verſorgung in größerem Rahmen nicht hindert. Da eine Prüfung nach der wirtſchaftlichen Seite noch nicht ſtattgefunden hat, ſo liegen für den Geldbedarf zur Durchführung der Projekte nur die Angaben der Luk vor. Darnach würden die Koſten bei Ausführung des Geſamt⸗ projektes ſich auf 7 Millionen Mark berechnen, wozu noch etwa 159 000 Mk. Betriebskapital vorzuſehen wären. Die Koſten ſind für die Fernleitungen nach den Preiſen von Auguſt 1925 berechnet, für die Ortsnetze auf Grund der Ein⸗ wohnerzahl geſchätzt. Mit der Durchführung des Geſamt⸗ projektes würden 192 000 Einwohner mit Gas verſorgt. Dieſe Aufſtellungen haben nur einen geringen Wert, denn, wie oben geſagt, wird an die volle Durchführung des Geſamtprojektes nicht zu denken ſein. Wichtiger iſt die von der Luk auf⸗ geſtellte Wirtſchaftlichkeitsberechnung für das Teilprojekt, weil deſſen alsbaldige Ausführung möglich iſt. Es ſieht nördlich und ſüdlich von Neuſtadt die Verſorgung folgender Gemeinden vor: Wachenheim, Forſt, Niederkirchen, Deidesheim, Ruppertsberg, Königsbach, Mußbach, Gimmel⸗ dingen, Hambach, Diedesfeld, Maikammer, Kirrweiler, St. Martin, Edenkoben, Rßodt und Edesheim, mit zuſammen 34 100 Einwohnern. Die geſamten Koſten für die Durch⸗ führung dieſes Projektes einſchließlich der Ortsnetze werden von der Luk berechnet auf 1176000 Mk. Der Kapitalbedarf wäre einſchließlich eines angemeſſenen Betriebskapitals un⸗ gefähr 1230 000 bis 1 300 000 Mk. Nach den Angaben der Luk würde eine Verzinſune dieſes Kapitals bei annehmbaren Gaspreiſen möglich ſein. Wie erwähnt unterliegen dieſe An⸗ gaben gegenwärtig ſachverſtändiger Nachvrüfung. Ein wei⸗ teres Projekt für die Verſorgung von Schifferſtadt durch Ludwigswafen liegt ebenfalls vor und ganz neuerdings iſt die Verſorgung von Böhl und Iggelheim angeregt worden. Das Projekt Schifferſtadt gilt als zweifellos rentabel. Was die Organiſation des Unternehmens an⸗ langt, ſo wird ſich aus der vorſtehenden Darſtellung ergeben, daß es anfangs nur beſcheidenen Umfang haben wird, aber ſo elaſtiſch eingerichtet werden muß, daß es ohne weiteres ſeinen Geſchäftskreis erweitern kann, wenn das Bedürfnis der Ver⸗ ſorgung weiterer Gemeinden eintritt. Unter der Voraus⸗ ſetzung, daß die Angaben der Luk über die Höhe der erwachſen⸗ den Koſten ſich als richtig erweiſen, würde für die Ausführung des Teilprojektes nördlich und ſüdlich von Neuſtadt ein durch Beteiligung(Aktien, Geſchäftsanteile) aufzubringendes Kapi⸗ tal von—600 000 Mark genügen, während der Reſt des Be⸗ darfs durch Anleihen aufgebracht werden könnte. Wenn das Unternehmen ſich ausſchließlich in der Hand öffentlicher Kör⸗ perſchaften befindet, iſt es nach der gegenwärtigen Geſetz⸗ gebung von der Körperſchaftsſteuer und Vermögensſteuer be⸗ freit, was für die Entſtehungskoſten des Gaſes immerhin ins Gewicht fällt. Hinſichtlich der Gasfernverſorgung der übrigen Teile ber Pfalz liegen zur Zeit nennenswerte Vorarbeiten noch nicht vor. Da der Kreis an einem ſo wichtigen Problem, wie dies zweifellos eine weite Teile der Pfalz erfaſſende Gasferuver⸗ ſorgung iſt, nicht achtlos vorübergehen konnte, hat ſich die außerordentliche Tagung des Kreistages damit heſchäftigt. Es iſt freilich nicht möglich, eine abſchließende Stel⸗ lung hierzu zu nehmen, ſolange nicht die wirtſchaftliche Seite des ganzen Fragenkomplexes unterſucht und geklärt iſt. Soll⸗ ten die Unterſuchungen ergeben, daß vom wirtſchaftlichen Standvunkt aus die Weiterverfolaung des Planes empfehlens⸗ wert iſt, dann mird vielleicht die Rückſicht auf die Bevölkerung erheiſchen, daß der über den Einzelintereſſen ſtehende Kreis bei der Durchführung des Problems nicht ausgeſchaltet iſt. In welcher Art und insbeſondere auch in welchem Umfange dann die Beteiligung einzutreten hat, wird allerdings erſt der auf Grund völliger Klarſtellung möglichen Entſcheidung vorbehal⸗ ten ſein. Grundſätzlich dürfte aber die Einſtellung des Kreiſes mohl heute ſchon in der Richtung ſich ausdrücken, daß er unter Umſtänden, insbeſondere vorbehaltlich des Ergebniſſes der endgültigen wirtſchaftlichen Prüfung der ganzen Angelegen⸗ heit, nicht abgeneigt ſein dürfte, ſich an einer zur Durchfüh⸗ rung der Gasfernverſorgung zu bildenden Organiſation zu beteiligen und zwar auch dann. wenn zunächſt die Verſorgung ſich nur auf Teile der Pfalz erſtrecken wird, ſofern nur eine ſolche ſich darſtellen wird als ein Teil einer allmählich durch⸗ zuführenden Allgemeinverſorgung. Städͤtiſche Nachrichten Ein Feſt der Jugend Man muß die Feſte feiern, wie ſie fallen, ſagte ſich die Mannheimer Jugend. Schon taut der Schnee. Deshalb ſchnell hinaus zum Rodeln. Und ſo konnte man am geſtrigen Nach⸗ mittag im Schloßgarten, im Waldpark, im Luiſenpark, überall da, wo ſich eine Böſchung befindet, feſtſtellen, daß dem Rodel⸗ ſport mit Begeiſterung gehuldigt wurde. Selbſt die Kleinſten fanden ſich in Begleitung Erwachſener hierzu ein. Am lebhaf⸗ teſten ging es wieder am Gockelsberg im Schloßgarten zu. Lange gelbe Striche, die ſich an beiden Seiten bis zum Fuß des Abhanges hinunterzogen, machten darauf aufmerkſam, daß hier ſchon gerodelt worden war. Am ſtärkſten wurde die Oſt⸗ ſeite in Anſpruch genommen. Fünf, zehn und mehr Schlitten ſauſten gleichzeitig den Abhang hinunter. Das war ein Juch⸗ zen und Jubeln. Und unten auf der Wieſe, in die der Gockels⸗ berg ausmündet, ſtanden die Erwachſenen und freuten ſich mit der Jugend über das Feſt, das ihnen in ſo üherraſchender Weiſe Frau Holle bereitet hatte. Auf der andern Seite lieferte ſich eine Bubenſchar eine hitzige Sichneeballenſchlacht. Bilder, die wert geweſen wären, auf der photographiſchen Platte feſtgehalten zu werden. Als wir nach dem Schnickenloch weiterwanderten, konnten wir gerade noch rechtzeitig zur Seite ſpringen. Vom Radfahrerweg her kam eine Kinder⸗ ſchweſter mit der ihr anvertrauten Kleinen auf dem Rodel⸗ ſchlitten den Weg hinuntergeſauſt. Vielleicht wiederholt ſich heute nachmittag noch einmal das Winterſportfeſt, da der Schnee vor allem draußen im Waldpark nicht ſo ſchnell wie in der Innenſtadt wegtauen wird. Herrliche Winterbilder boten ſich dem Natur⸗ freunde, der über die Stephanienpromenade hinaus weiter⸗ wanderte. Da der Schneepflug ſelbſt da draußen ſeine„ahn⸗ brechende“ Funktion ausgeüht hatte, brauchte man nicht erſt einen Fußpfad zu treten. Beſonders reiznoll war der Farben⸗ kontraſt, der oͤurch die blendend weißen Rheinufer und das dazwiſchen fließende Waſſer, das dunkelbraun ausſah, her⸗ vorgerufen wurde. Dazu die Belebung der Szenerie durch die Schleppzüge, die, wenn ſie zu Berg fuhren, einen auffallend ſtarken Wellenſchlag erzeugten. Und dann ganz draußen bin⸗ term Birkenhäuschen— wie wohltuend die Stille und die reine, kräftige Luft. Man braucht wirklich nicht immer nach Heidelberg zu fahren, um Naturfreuden genießen zu Cll. * Ernannt wurde Gewerbelehrkandidat Dipl.⸗Ing. Auguſt 1 7 755 an der Gewerbeſchule in Mannheim zum Gewerbe⸗ ehrer. * Die Säuberung der Straßen hat bis heute früh gute Fortſchritte gemacht. Aber es bleibt noch viel zu tun übrig. Die Schneehauſen, die ſelbſt auf den Planken noch aufgetürmt ſind, müſſen in den Hauptſtraßen ſo ſchnell als möglich ver⸗ ſchwinden. Die Temperatur iſt ſelbſt in der vergangenen Nacht nicht unter den Gefrierpunkt gegangen. Das Minimum be⸗ trug 0,7 Grad Celſius über Null. Genau der gleiche Stand wurde heute früh feſtgeſtellt. Die Höchſttemperatur betrug geſtern 2,5 Grad Celſius über Null. Veranſtaltungen * Die große Redoute im Roſengarten, die ſich ſeit Wie⸗ dereinführung der Maskenbälle infolge der ermäligten Ein⸗ trittspreiſe und des auf„dunklen Anzug oder Maske“ be⸗ ſchränkten Koſtümzwanges allgemeiner Beliebtheit erfreut, findet in dieſem Jahre am kommenden Faſchingsſamstag ſtatt. Von den Ueberraſchungen der großen Maskenbälle ſind Un⸗ tergrundbahn, Weltteil Atlantis und Bierkeller auch für den Betrieb der Redoute ſichergeſtellt. Die Maskenvrämiierung ſieht Geldpreiſe bis zu 600 Mark vor. Drei Tanzkapellen löſen ſich in den Räumlichkeiten ab.(Weiteres Anzeige.) Der Don⸗Koſaken⸗Chor gibt heute abend im Nihe⸗ lungenſaal des Roſengarten ſein letztes Konzert in dieſer Saiſon, da er bereits für eine Tournee nach Oeſterreich, Un⸗ garn, Tſchechoſlowakei und Skandinavien verpflichtet iſt. * Voranmeldungen und Vorauszahlungen auf die Umſatz⸗ ſtener. Da die Umrechnungsſätze für die nicht notierten aus⸗ ländiſchen Zahlungsmittel aus techniſchen Gründen nicht vor Mitte des Monats Dezember feſtgeſetzt werden können, werden ebenſo wie im Dezember 1926 und Januar 1927 auch im Februar und März 1927 allgemein Zuſchläge nach § 170 Abſ. 2 der Reichsabgabenordnung und Verzugszinſen nicht erhoben, wenn die Voranmeldungen und Voraus⸗ zahlungen auf die Umſatzſteuer bis einſchließlich 15. Februar und 15. März 1927 beim Finanzamt(Finanzkaſſe) eingehen. für das Geſamtprojekt noch für das Teilprojekt ſtattgefunden. Vom Tanz Von Julius Kreis Mein Freund Fritz und ich, wir wollten ſchon läugſt gern ehreal tanzen lernen. Wohl hatte uns ein hilfreicher Turn⸗ vofter, als wir noch im Flügelkleide gingen, die Elemente Es Terpfichorenz beſchwingter Kunſt einzuimpfen verſucht.— gr blieb aber beim Verſuch. Sei es, daß unſere Jünglings⸗ 80 noch zu zart und keimhaft war, um ihr zu ſtarke Be⸗ vo ungsproben aufzulegen, ſei es, daß wir damals noch nicht hohen ſtrategiſchen Wert der Tanzkunſt auf dem Felde warerebens und der Liebe durchdrungen waren— wir beide Tauen ſozuſagen die ſchmerzlichſten Schmerzenskinder des Sittolebrers. Nun und als uns das Leben in ſeine von allen ent enpredigern mit Recht ſo geſchätzte, rauhe Hand nahm, da glitten uns auch die kümmerlichſten Elemente. atht ach dem Krieg, als das Nichttanzenkönnen noch ver⸗ ſeh eter war, als der Analphabetismus, ſchämten wir uns ſo au aß wir aus der Tiefe des Gemüts heraus zu tanzen unſergen. Die Mode kam uns zu Hilfe, und wir bauten wirere Amateur⸗Trotts, ⸗Steps und Javas ſo weit aus, daß tüm mit der uns eigenen Kaltblütigkeit uns kühn in das Ge⸗ wir mel der Tanzenden ſtürzen konnten. Anſangs verblüfften tan⸗ ie Tänzerinnen noch, und ſie ſagten: Mein Herr Sie zen dieſen Twoſtep mit ganz eigenartigen Figuren. letzterawohl, ſagten wir kühn: Das iſt die Allerletzte, und (nä er kann die Mode des Tanzes garnicht mehr ſchreien mlich: dernier eri de la mode). . ſchließlich merkten es auch die Letzten, daß wir aus im Tart eine Tugend machten, und wenn wir jetzt irgendwo eing anzſaal erſchienen, ſo ſtoben die Damen panikartig aus⸗ in Velnz ſtießen erſchreckte Schreie aus, und manche fielen rämpfe. wir ie Väter, Brüder und Gatten bewaffneten ſich ſobald Bierans nur einem Tiſche tanzluſtig nahten, mit wurfbereiten Schal äſern, und die Mütter breiteten über die Töchter einen einesdd konnte das nicht weiter gehen, und wir beſchloſſen. Zeilun aründlichen Unterricht im Tanzen zu nehmen. In der Feitfade laſen wir eine Anzeige:„Der perfekte Tänzer“ ein en zur Erlernung des Tanzes ohne Lehrer. Sämtliche ernen Taänze und Schrittarten, Shimmi, Blues, Boſton mebſt einem Anhang!„Der gewandte Plauderer.“ Auſt as kam uns eben recht. Wir ließen uns das Buch zur K cht ſenden; denn wir hofften, in 14 Tagen ſowohl in der ntod lche des Tanzens als auch in der des Plauderns eine ziem⸗ eiſterſchaft zu erreichen. Freund Fritz legte auf ſein Grammophon die Univerſal⸗ tanzplatte„Aennuchen von Tharau iſt's, die mir gefällt“ und danach verſuchten wirs zunächſt mit einem Twoſtep. Fritz hatte den Leitfaden in der Hand und gab die Anweiſungen. Ferſe übereck⸗linke Fußſpitze Vierteldrehung rechts, auf drei rechtes Bein vor und auf vier linkes nach.. Als Tän⸗ zerin hatte uns der Nachbar ſeine Modellpuppe zur Verfügung geſtellt. Es war ein ſchon älteres und in den Gelenken etwas ſaloppes Mädchen, aber recht geduldig und willig. Wir leitſadeten uns zwei Wochen lang durch die modernen Tänze, zählten mit vor Eifer rotem Kopf Vierviertel, Sechs⸗ achtel, Dreiviertel und belegten uns, wenn's nicht klappen wollte, mit markerſchütternden Beſchimpfungen. Nun man kann wohl ſagen: wir machten Fortſchritte. Das Buch mußten wir freilich bezahlen; denn Fritz hatte es mir in der Hitze des Unterrichts mehrmals um die Ohren geſchlagen, während ich wiederum der Tänzerin ein neues Bein einſetzen laſſen mußte, da das andere bei einer Auseinanderſetzung mit Freund Fritz Schaden gelitten hatte. Auch die Kunſt Plauderns ſchien uns ſo leidlich in Fleiſch und Blut überzugehen. Wechſelweiſe fi⸗ gurierte jeder von uns als Dame, manchmal unterhielten wir uns mit Amanda, der Modellpuppe, um auch ſozuſagen im Kreuzfeuer der Konverſation nicht verlegen zu ſein. Hin⸗ gegen vermieden wir peinlich, jene Redewandungen zu lernen, die ſich auf die Herbeiſchaffung von Wein, Sekt, Eis oder auf ſonſtige koſtſpielige Kavalierlaunen bezogen. Wir übten uns darin, gefährliche Wendungen nach dieſer Richtung durch ge⸗ wandte und feſſelnde Ausblicke auf Kunſt, Literatur und Muſik zu überreden. So gerüſtet betraten wir nach wochenlanger Enthalt⸗ ſamkeit wiederum den Ballſaal und genoſſen ſchon im Voraus die Triumphe, die wir auf Grund unſerer ſyſtematiſchen auf dem glatten Parkett einzuheimſen ge⸗ achten. Es iſt ein trauiges Zeichen der Zeit, daß die wirkliche und ernſte Ausbildung in einer Fertigkeit von der großen Maſſe nie ſo geſchätzt wird wie jenes aalglatte Blendertum, das, durch theoretiſches Studium unbeſchwert, banale Praxis an Stelle durchdachten Syſtems ſetzt. Um kurz zu ſein: ſowohl unſere Kunſt wie auch unſer Tanz des Plauderns ſcheinen auf unfruchtbaren Boden ge⸗ fallen zu ſein. In dem Ballbericht hieß es am anderen Tag:. Leider ſtörten die Harmonie zwei arme Irrſinnige. die ſchon anfangs durch ihr exentriſches Benehmen beim Tauz auffielen. dann aber durch wirre Redensarten die Damen ſehr in Angſt und Schrecken verſetzten.— Durch gütliches Zureden konnte man ſie bewegen, den Saal zu verlaſſen.— Auf Bälle gehen wir jetzt nicht mehr. Aber mein Freund Fritz und ich, wir haben eine„Schule für rythmiſche Gym⸗ naſtik“ aufgemacht, und ſie hat bereits großen Zulauf. In einem Rhytmus von je 14 Tagen heben wir das Honorar ein und jagen im übrigen unſere ſchlank werdenwollende Schü⸗ lerinnen lund Schüler) nach unſerem Tanzleitfaden in der Manege herum, daß die Pfunde nur ſo wegfliegen. Warum Frauen zanken Die zänkiſche Frau, die an ihrem Mann ſo unendlich viel auszuſetzen hat, iſt ſeit den Tagen der ſeligen Kantippe aus der Weltliteratur und aus dem Leben nicht mehr ver⸗ ſchwunden. Woher mag es wohl kommen, daß die Frau in der Ehe ſo viel häufiger Streit anfängt als der Mann? Dieſe Frage ſucht die amerikaniſche Pſychologin Dorothy Dix, wie die„Münchner Ztg.“ mitteilt, aus der verſchiedenartigen Ent⸗ wicklung der beiden Geſchlechter zu beantworten.„Ein kluger Mann hat mir einmal geſagt“, ſchreibt ſie,„daß die Frauen die Männer deshalb nicht verſtehen, weil dieſe einfache und naive Gemüter ſind. Din Mann ißt z.., wenn er hungrig iſt, lacht, wenn er vergnügt iſt, kauft etwas, wenn er es braucht, und ſagt, was er denkt. Das ſind alles Dinge, die Frauen ſchwer verſtehen. Sie haben meiſt noch irgendwelche andere Beweggründe, und was ſie tun, wird durch tauſend verſchiedene Wünſche und Pläne beſtimmt. Deshalb ſucht die Frau beim Mann immer nach einem Geheimnis, das nicht vorhanden iſt, ſchiebt ihm Motive unter, an die er nicht im Traum denkt, und beurteilt ihn nach ihrem eigenen kompli⸗ zierten Empfinden. Jedenfalls behält der Mann, auch wenn er noch ſo alt wird, etwas vom Kinde, während das Mädchen ſich zu einer reifen Frau entwickelt. Dieſer ewige Junge im Mann iſt es, der der Frau ſo viel zu ſchaffen macht und ſie ſo oft in Zorn bringt. Die Frau hat dieſe kindiſchen Dinge längſt vergeſſen; ſie ſpielt nicht mehr mit ihrer Puppe, ſon⸗ dern ſie hat mit richtigen Kindern zu tun. Die Sorgen des Lebens, die ſie ſtärker empfindet als der Mann, machen ſie reif und nachdenklich. Sie denkt an die Zeit, da die Kinder erwachſen ſein werden, da das Alter kommt. und ſie fühlt, daß man bei Zeiten für die Zukunft ſorgen und ſich plagen muß. Der Mann aber, das ewige Kind, nimmt die Sache ſehr viel leichter; er genießt den Augenblick, iſt verſpielt, fühlt nicht ſo die Verantwortung und erblickt in ſeiner Frau noch immer ſo etwas wie ſeine Mutter, der er ſeine kindlichen Sorgen auflud. Weil die Frau dieſe ſeeliſche Einſtellung des Mannes nicht begreift, fühlt ſie ſich veranlaßt, ihm beſtändig den Ernſt des Lebens vor Augen zu führen, und ſo hat ihr Zanken und Tadeln einen tieferen Sinn.“ 7 ————————————.——92— Dienstag, den 22. Jebrnar 197 4. Seite. Nr. 87 Sankt Peter Sankt Peter trommelt an die Becken, Daß er die Untier mög erſchrecken. Im katholiſchen Kalender iſt der 22. Februar mit dem Namen„Petri Stuhlfeier“ bezeichnet. Die katholiſche Kirche begeht dieſen Tag als Erinnerungstag an die Beſteigung des erſten Biſchoffsſtuhles in Rom durch den Ayoſtel Petrus. In Rom feierte man zu dieſer Zeit die heidniſchen Feralien, das Feſt der Manen an dem man den Toten opferte. Nicht bloß üppige Mahlzeiten waren mit dem Feſt verbunden, ſondern man ſetzte auf die Gräber der Toten allerlei Sneiſen und Ge⸗ tränke, um die böſen Geiſter zu verſöhnen. Mit dem chriſt⸗ lichen Feſt„Petri Stuhlfeier“ am 22. Februar glaubte man die„Chriſten von der heidniſchen Feier der Feralien wegzu⸗ bringen“; doch darin täuſchten ſich die Kirchenväter. Wir wiſſen aus den Verßandlungen der Snnode von Tours 567, daß hier gegen die Teilnahme der Chriſten an der heidniſchen Jeier gewaltig genredigt wurde. Vormittags kämen ſie als gute Chriſten zur Kirche. bieß es, ließen ſich ſogar das heilige Abendmahl ſpenden. und darnach gingen ſie zu den Gräbern, um dort nach heidniſcher Sitte den Toten Speiſen zu bringen. In deutſchen Landen aber wurde ſpäter der„Peters⸗ tag“, wie er im Volksmund gengunt wird, als Früh⸗ lingsanfang bezeichnet. Im Schwarzwald beißt er Storchentag, weil Freund Adebar um dieſe Zeit ſein alte? Domie⸗ik auf hoher Warte wieder bezieht. Ein Bauern⸗ ſprichwort ſagt: Wenn St. Peter geht zu Stuhl, Sucht der Storch ſchon nach im Pfohl[⸗Sumpfj). In den Gärten läuten die Schneeglöckchen den kom⸗ menden Früßling ein, die Kätzchen an den Weidenzweigen beginnen zu treiben und die Tiere erwachen aus ihrem Win⸗ terſchlaf. An dieſem Tag nun ſucht man die böſen Dämonen aus dem Hauſe zu vertreiben. Nach altem Glaußen baben ſich Schlangen, Molche und anderes Ungetier unter der Haus⸗ ſchgelle verborgen. Damit meinte man eben jene finſteren, Anßbeilbringenden Mächte, die nor dem Klang der geweihten Kirchenglocken eiligſt flohen. Der Bauer ſagt: St. Peter trommelt an die Becken, Daß er die Untier mög erſchrecken! Dieſer Spruch kennzeichnet deutlich den alten Brauch: denn die Becken ſind nichts anderes als die Kirchenglocken und die Untiere die böſen Dämonen. Da aber der Schall der Glocken nicht überall bindringen kann, ſucht man durch beſon⸗ dere Bräuche nachzuselfen und klonft mit einem Hammer an die Eckpfoſten der Häuſer. an die Pfoſten der Stalltüre und die Schwellen und ſpricht dazu: Heraus, heraus. ſeraus! Schlangen aus Stall und Haus, „Schlangen und Viehmollen(Molche) Hier nicht herbergen ſollen. St. Peter und die liebe Frau BVerbiet euch Haus und Hof und Stall. Viehmonlen und Schlangen heraus! Ueber Land und Sand, Ueber Laub und Gras, Durch Hecken und Sträuch, „In die diefen Kußlen, 5 Da ſollt ihr verfulen.“ Anderwärts trägt das Unge⸗iefer den Namen„Schwellen⸗ vogel“, und die Zauberverſe beginnen: Heraus, heraus du Schwellenvogel, St. Peters Stuhlfeier iſt kommen, Verbaut dir Haus, Hof und Stall, Heuſchonnen. Scheuer und anders all, Bis auf dieſen Tag übers Jahr, Daß hier kein Schade widerfahr. Im Vintſchgau iſt am Tag Petri Stublfeier das„Langas⸗ wecken“ Lenzeswecken üblich. Die Kinder laufen durch das Dorf und ſchreien laut oder künden auch mit ihren feftig klappernden Kuhſchellen den Len⸗tag an. Nach Petri Stuhl⸗ feier beginnt dann die Frühlingsarbeit. Der Peterstag iſt auch ein Lostag für das Wetter. Wie an dieſem Tage das Wetter iſt, ſo bleibt es noch 40 Tage. Petri Stublfeier kalt, Wird vierzig Tage alt, d. h. wir haben noch vierzig Tage lang mit Kälte zu rechnen. Eine andere Wetterregel ſagt: Wenn es friert auf Petri Stuhlfeier, „ Friert es vierzehn mal noch heuer. Zu ſpaßen iſt noch nicht; denn zwei Tage darauf, am 24. Februar, ſchreibt man Matthias“ im Kalender, von dem der Volksmund ſagn: 7755 St. Mattheis Bricht das Eis. Find't er keins, E Aenderungen So macht er eins. rechnen, wenn das Sprichwort wahr iſt:„Nach St. Mattheis geht kein Fuchs mehr übers Eis!“ In bäuerlichen Kreiſen iſt die Redensart bekannt, daß die an Petri Stuhlfeier zum Br üten geſetzten Hühner ganz beſonders vom Glück be⸗ günſtigt ſeien. Wo ſich daher um dieſe Zeit eine brütende Henne findet, bereitet man ihr das Neſt zum Brüten. Man ſagt:„Sie geht mit St. Peter zu Stuhl!“—Ad. Kommunale Chronik Das Hauptwohnungsbauprogramm der Stadt Ludwigshafen * Ludwigshafen, 21. Febr. Die heutige Stadtrats⸗ ſitzung hatte ſich mit der Aufſtellung eines General⸗ wohnungsbauprogramms zu beſchäftigen. Dem Stadtrat lag hierzu eine Denkſchrift vor, in der u. a. aus⸗ geführt wird: Für das Jahr 1927 iſt der Stadt Lubwigs⸗ hafen a. Rh. an ſtaatlichen Baudarlehen der Betrag von 700 000 Mark zugeteilt worden, der günſtigſtenfalls zur Beleihung von 180 Wohnungen ausreicht. Ob und inwieweit im Laufe des Jahres weitere Mittel für den Wohnungsbau noch bereit geſtellt werden, ſteht dahin. Ohne daß ein öffent⸗ liches Ausſchreiben erfolgt wäre, liegen zur Zeit Anträge für etwa 460 Wohnungen vor, für deren Befriedigung ein Be⸗ trag von rund 1,8 Millionen Mark erforderlich wäre. Nicht eingerechnet ſind hierbei die noch vorliegenden Geſuche von Schwerkriegsbeſchädigten, die für minderbemittelte kinder⸗ reiche Familien zu erſtellenden Wohnungen und das große Bauprogramm der Gemeinnützigen Aktiengeſellſchaft für Wohnungsbau. Der Neuzugang an Wohnungen im Jahre 1928, die ohne ſtaatliche oder gemeindliche Hilfe er⸗ ſtellten Wohnungen eingeſchloſſen, beträgt 376 Wohnungen. Dem ſteht ein Neubedarf von 650 Wohnungen gegenüber. Es ergibt ſich alſo eine Minderproduktion von 274 Wohnungen. Dieſe Gegenüberſtellung, die für die vorher⸗ gehenden Jahre ungefähr das gleiche Bild ergeben würde, zeigt, daß die ſeitherigen Maßnahmen von Reich, Staat und Gemeinde auf dem Gebiete des Wohnungsbaues durchaus un⸗ zulänglich ſind. Nach drei Jahren Baudarlehenswirt⸗ ſchaft ſteht feſt, daß andere Wegiee beſchritten werden müſſen, wenn nicht Wohnungselend, Wohnungszwangswirt⸗ ſchaft und Mietzinsſteuer verewigt werden ſollen. Die Woh⸗ nungsnot kann nur durch Neubau von Wohnungen behoben werden. Die freie Wirtſchaft iſt nicht in der Lage, Wohnungen, deren Mieten für die Allgemeinheit tragbar wären, zu bauen. Beim Wohnungsamt ſind z. Zt. rund 7400 Wohnungsſuchende vorgemerkt. Der derzeitige Geſamtbedarf an Wohnungen be⸗ trägt 30)5 Wohnungen. Will man die Wohnungsnot bis ſpä⸗ teſtens 31.⸗Dezember 1930 beheben, ſo kommt hinzu ein Neu⸗ bedarf von 1700 Wohnungen, zuſammen rund 4800 Woh⸗ nungen. Unter Berückſichtigung der Wohnungen, die im Jahre 1927 erſtellt werden, und da anzunehmen iſt, daß ſich die zuſchußloſe private Bautätigkeit bei der Verflüffigung des Geldmarktes und dem Zurückgehen der Zinsſätze in nächſter Zeit heben wird, ſchließlich auch im Hinblick darauf, daß für die nächſten Jahre mit einem Abzug der Beſatzung und Frei⸗ gabe der von ihr belegten Wohnungen gerechnet werden kann, dürfte eine Zahl von 3600 Wohnungen genügen, um die dring⸗ lichſte Wohnungsnot zu beſeitigen und die öffentliche Bewirt⸗ ſchaftung aufzuheben. Der Wohnungsbau dürfte dann wieder vollſtändig in die private Hand übergeführt werden können. Nach dem bisher Geſagten müßten alſo don Jahren 1928—1930 einſchl. alljährlich 1200 Woh⸗ nungen erſtellt und finanziert werden. Techniſch iſt dies ohne weiteres durchführbar. Insbeſondere laſſen ſich die erforderlichen Bauſtoffe und Arbeitskräfte hierfür auf⸗ ſtreiben, ohne daß eine künſtliche Preisſteigerung eintreten wird. Es darf angenommen werden, daß die Gelder für die erſte Hypothek und das Eigenkapital ohne beſondere Schwie⸗ rigkejten aufgebracht werden können. Der Geſamtbedarf an zweitſtelligen Hypotheken für 3600 Wohnungen beläuft ſich auf rund 12 000 000 Mark. Dieſer Betrag müßte nun durch eine Anleihe ſichergeſtellt werden, ſei es, daß der Bayer. Staat für das ganze Land eine entſprechende Anleihe aufnimmt und an Anleiheweg ſelbſt beſchreitet. Für den Zinſendienſt und die Tilgung wäre der Ertrag der Mietzinsſteuerheranzuziehen. Es wurde daher in Uebereinſtimmung mit dem Bau⸗ und Finanzausſchuß beantragt, die Einleitung geeigneter Schritte bei der Bayer. Staatsregierung gutzuheißen und das Bür⸗ germeiſteramt zur Führung von Verhandlungen im Sinne der gemachten Ausführungen zu ermächtigen. Nach längerer Ausſprache ſchloß ſich der Stadtrat grundſätzlich den Vor⸗ ſchlägen der Stadtverwaltung an. Das ſtädtiſche Unterſuchungsamt wird vom Schlachthof nach Jägerſtraße 11 verlegt. Die Koſten ſind auf 30 000 Mark vorgeſehen.— Ferner wird verſchiedenen im Ebertpark zuge⸗ ſtimmt. Intereſſant dürfte ſein, daß der Ebertpark, die ehe⸗ JZwei Mannheimer Kirchenkonzerte Das 187. Orgelkonzert in der Chriſtuskirche Mannheim bedarf diesmal nur weniger Worte. Max Regers große Sonate in D⸗moll(Werk 60), eine„deutſche Singmeſſe“ für gemiſchten Chor a capella von Joſef Haas und Enrico Boſſt's Thema und Variationen aus dem 115. Werk war die Vortragsfolge. Ueber unſeren vortrefflichen Kirchen⸗ muſikdirektor Arno Landmann und ſeine auf hoher Stufe angelangten Orgelvorträge wüßte ich unſeren Leſern nichts Neues zu ſagen. Ueber Reger und Boſſi ebenſowenig. Nur über eine Bewandtnis wollen wir uns nicht täuſchen: Reger iſt vielen Muſikfreunden annoch zu hoch gegeben. Eine rechte Reger⸗Miſſion müßte alſo an die kleineren Werke des Mei⸗ ſters Anlehnung ſuchen, den Weg von Brahms zu Reger bahnen und Bruckner⸗Nachfolge ſuchen! Auch ausländiſche Orgelmuſik, obwohl unſerer deutſchen nicht ebenbürtig, mag gute Dienſte tunnn Ueber Joſef Haas und ſeine deutſche Singmeſſe lin drit⸗ ter Aufführung) ausführlich zu ſein, verbieten mannigfache Rückſichten. So viel darf aber dennoch geſagt werden: Dieſe „Meſſe“ iſt ſehr unkirchlich, oft weltlichen Humors, und paßt ſeltſam zu dem„Cherubiniſchen Wandersmann“, der ſich einſt um 1650 Angelus Sileſius(Bote von Schleſien) nannte. Höchſt ſonderliche Ehren hat ihm Joſef Haas angetan, der ſogleich mit allzuhohem, allzuhellen Klang anhebt:„Blüh auf, gefrorner Chriſt, der Mai ſteht vor der Tür“. Es iſt möglich, daß man etwa um 1950 ſolche Töne in der prote⸗ ſtantiſchen Kirche liebt!! Aber heute? dazu noch in den hohen Sopranlagen, die Joſef Haas gar oft anwendet... Jedes Ding hat ſeine zwei Seiten. Nummer 2 und 4 ſind ſehr ſchöne Muſtk, ein ſehr beachtenswertes Talent ſchaut auch aus dem großen Schluß⸗Halleluja heraus, das„Menſch, Gott und Er⸗ löſer“ zu edlen Harmonien zuſammenfaßt... Das überaus ſchwierige Werk in ſieben Sätzen wurde vom Beethoven⸗ ch or Ludwigshaſen a. Rh. in der beſten Weiſe zu Gehör ge⸗ bracht. Es waren überaus ſchöne Leiſtungen des jungen, ſicheren, muſikaliſch ſingenden Chores. Größte Achtung dem Chormeiſter Fritz Schmidt, deſſen Sänger⸗Muſikertum dieſen Aufſtieg vollbrachte!k! Der Cäeilienchor der Unteren Pfarrei Mann⸗ heim zeigt alljährlich in der Form einer„Kirchenmuſtkaliſchen Andacht“ ſeine Fähigkeiten. Franz Braxmaier arbeitet Ausbildung ſeines hbres, und dieſer Chorgeſang, erzogen ſan den Meiſterwerken der altitalieniſchen Kirchenmuſik, iſt ſehr erfreulich. Schöne Stimmen(vor allem weiche, jugend⸗ friſche Tenöre), ſchöner Ausgleich, ſchöne Schattierung: dies alles, in der wünſchenswerten Reinheit der zonſätze, ſtimmt zur Andacht. Und ſo hörten wir geſtern eine der berühmten Improperien nach den Klageliedern des Propheten Jeremias von Ludovico da Vittoria in vorzüglicher Ausführung, Dieſe Charfreitags⸗Motette, vormals auch in Schul⸗ geſangheften zu finden, verſetzte uns in die Zeit, die wir kurz⸗ weg Paleſtrinazeit nennen. Aber Orlando di Laſſo, der große Meiſter aus den Niederlanden(von dem wir hernach vier Stücke hörten), verdient gewiß neben Paleſtrina genannt zu werden. Und wenn neulich ein Kunſtfreund meinte, Laſſos Miſerere⸗ und Jubilate⸗Chöre ſeien überhaupt die ſchönſte Kirchenmuſik und ſeien ihm lieber als„der ganze Bach“, ſo mag man dies offene Bekenntnis einmal bedenken. In jedem Fall klingen dieſe Chöre herrlich, denn ſie ſind von einem Sänger geſchrieben, ihre Harmonie(mit Vorliebe fünfſtim⸗ mig) geht über Paleſtrina hinaus: in die um 1560 modernen Geſtlde neuer Tongänge, ihr Stil iſt der Würde der Kirche angemeſſen. Der ſchönſten Roſe gleich erblüht uns dieſe Muſik, und in der Kirche ſchöner als im Konzertſaal. So war auch geſtern Laſſo der Gipfel, das„Conkitebor“(Ich will dich prei⸗ ſen, Herr, mein Gott, aus ganzem Herzen) wird noch lange in uns nachklingen ˖ Inzwiſchen hatte der Organiſt uns mit bedeutſamen Wer⸗ ken von Girolamo Frescobaldi erfreut. Eine Toccata cromatica war unſere beſondere Freude. Römiſche Orgel⸗ kunſt vor dreihundert Jahren, noch heute friſch! Wem dieſe melslichter zeigen: wie G. B. Pescettis Orgelſtück, das beveits die Opernſchule von Neapel verrät. Wohlklingende Muſik in der Kirche. In der Kirche ging es bereits um 1750 ziemlich weltlich zu. Aber der Organiſt Alfred Bachſtein brachte alles auf ſeiner, der kleinen Kirche angepaßten Orgel mit Glück und Geſchmack heraus; der Uebergang von Laſſo zu J. Rheinbergers Orgel⸗„Viſion“ war allerdings ſchroff. Aber als Ueberleitung zu der Meſſe in E⸗moll von Dom⸗ kapellmeiſter J. Renner(Regensburg) war ſie notwendig und gut; denn dieſe Meſſe— eine Art Quadragesima-Meſſe, die von dem E⸗moll und ihren Terzverwandten ſich gar nicht trennen kann— iſt im Rheinberger⸗Münchens Stil geſchrie⸗ die Stadt Ludwigshafen einen Anteil in der angegebenen Höhe abtritt, ſei es, daß die Stadt Ludwigshafen für ſich den einer Verlegung nach Homburg v. d. H. ſprachen. Die Sonne ſcheint, der darf nicht gucken, ob ſich noch andere Him⸗ . Doch' mit allzuſtarkem Froſt brauchen wir nicht mehr zuf malige Süga, im vergangenen Jahre von 370 000 Perſonen, ohne die Abonnenten, beſucht war. Für Erſtellung von Not⸗ wohnungen in Baracken werden 11 600 Mark zur Ver⸗ fügung geſtellt. * Seckenheim, 18. Febr. Aus der jüngſten Gemeinde⸗ ratsſitzung iſt mitzuteilen: Die den Erwerbsloſen gewährten Sonderleiſtungen ſollen teilweiſe zur Dek⸗ kung der Mieten, des Waſſergeldes ete. herangezogen werden. — Die Dung⸗ und Farrenverſteigerung wird genehmigt.— An dte Familie Georg Leonhard Seitz wird das Familiengrab Nr. 81 abgegeben.— Die Lieferung der Lernmittel für die hieſige Volksſchule wird an Behringer und Zimmermann zu ihrem Angebot übertragen.— Der Vertrag mit dem Kraſt⸗ werk Rheinau über die Lieferung von Licht⸗ und Kraft⸗ ſtrom wird auf 1. Januar 1928 gekündigt.— Dem An⸗ trag der Baukommiſſion über die Verteilung der Bau⸗ darlehen für das Jahr 1927 wird zugeſtimmt.— Für die Vornahme der Kanalanſchlüſſe, Anbringung der Dachkandeln und Anſchluß an die Kanaliſation wird für ſämtliche Straßen des Ortes eine letzte Friſt von 14 Tagen beſtimmt.— Die Lieferung der Hudrantenſchilder wird an die Firma Boos⸗Mannheim zu ihrem Angebot übertragen. 955 8 Wallſtadt, 20. Febr. Aus der jüngſten Gemein de ratsſitzung iſt mitzuteilen: Als Sitzungstag des Ge⸗ meinderats wird für die Zukunft der Mittwoch beſtimmt.— Zur Linderung der Not der Erwerbsloſen ſoll im Be⸗ nehmen mit dem Arbeitsamt eine Reihe von Notſtands⸗ arbeiten alsbald in Angriff genommen werden.— Der Gemeinderat beſchließt die durchaus unzureichenden Woh⸗ nungsverhältniſſe verſchiedener Familien durch Vornahme zweckdienlichen Wohnungstauſches zu verbeſſern.— Die Er⸗ richtung einer Benzinpumpſtation in einem Anweſen der Wormſerſtraße wird genehmigt.— Dem Geſuch eines Aus⸗ wärtigen um Zulaſſung als Milchhändler konnte nicht ent⸗ ſprochen werden.— Die Ueberführung zweier Jugendlicher in Fürſorgeerziehung wird gebilligt.— Das Amt des Toten⸗ gräbers wird dem Taglöhner Jakob Cartano übertragen.— Von der Anſchaffung eines Saatgut⸗Trockenbeizapparates durch die Gemeinde wird Abſtand genommen, da der Bauern⸗ verein eine ſolche Einrichtung für alle Landwirte treffen will. V. Bruchſal, 18. Febr. Die Nachfrage nach Kunſteis aus Stadt und Land hat ſo zugenommen, daß die Erweite⸗ rung der Eisgewinnungsanlage im ſtädtiſchen Schlachthof nötig iſt. Es ſollen künftig 340 Zentner Eis täglich hergeſtellt werden können. Der Aufwand von 30 000. wurde in der jüngſten Bürgerausſchußſitzung ge⸗ nehmigt.— In der ehemaligen Dragonerkaſerne ſoll eine Kreiswinterſchule eingerichtet werden: Der Bürger⸗ ausſchuß iſt mit dem Abſchluß einer Vereinbarung mit dem Kreisrat Karlsruhe einverſtanden, nach der die Stadt die nötigen Räume und Einrichtungsgegenſtände ſowie Heizung, Beleuchtung und Bedienung unentgeltlich zu ſtellen hat.— Mehrere Geländekäufe, Verkäufe und Tauſche, die zur Ge⸗ winnung von Bauplätzen nötig waren, wurden genehmigt, ebenſo die vorgelegte Wertzuwachsſteuerordnung. RDD———————— Schon sein allein ist nicht genug. Das Faszinierende im Aussehen einer Dame von Welt liegt immer in der glücklichen Kombination von Schönheit und Eleganz, die nur erreicht werden kann, wenn der Stil der Frisur die Gesamt-Erscheinung harmonisch ergänzt. Um locker und anmutig zu fallen und um das Haar leicht frisierbar zu machen, braucht das Haar unbedingt— Pixavon. Nur mit Hilfe von Pixavon erreicht man jene reizvolle undefinjerbare Lebendigkeit der Frisur, die der schönen und eleganten Frau eigen ist. Keine der gewõhnlichen ſtlissigen Huurwaschi- seifen hat auch nur annähernd die Vir- kungen oon Pixuoon. Bestehen Sie fest auf Pixuoon“ ſnur in gesch lossenen Original. faschen), sowohl fur die hũusliche Haar- wäschie, ie auch für die im Frisiersalon. Abbildungen neuer Buben- kopfschnitte, Mode Frũhjahr 1927, auf Vunsch gratis. LIVCNER-· VEREKE Dresden 08 Verlegung des Donaueſchinger Muſikfeſtes nicht nach Homburg, ſondern nach Baden⸗Baden. Den Bemühungen der Stadtverwaltung Baden⸗Baden iſt es gelungen, wie uns unſer Baden⸗Badener khs.⸗Mitarbeiter ſchreibt, die Donaueſcheſes Muſikfeſte ſich für die Zukunſt zu ſichern. Im Jali dgoch Jahres wird dieſe für die ganze muſikaliſche Welt. 9 bedeutſame Veranſtaltung zum erſten Male in Baden⸗B E ſtattfinden. Damit werden die mannigfachen Bermutungon hinfällig, über die auch wir berichtet haben und die Aona⸗ 9 5 19 850 i⸗ eſchinger Muſikfeſte haben ſeit ihrem Beſtehen einen beſon deren Ruf in der Muſikwelt, weil ſie in erſter Linie den jungen zeitgenöſſiſchen Komponiſten Gehör verſchaffen. der Stadt Baden und der Landesregierung kam nun 17— Vereinbarung zuſtande, wonach die Muſikveranſtaltungetz, ch⸗ drei Abenden zukünftig in Baden⸗Baden zur Zeit 9700 10 5 ſaiſon abgehalten werden. In Donaueſchingen waren die 28 eigneten Räume für größere muſikaliſche Vorführuzefer namentlich für Opern, nicht vorhanden. Ein Ausbau in 195 5 Hinſicht hätte alfo in der kleinen Schwarzwaldſtadt etzt Schwierigkeiten gemacht. Die Veranſtaltung wird ab den Namen„Deutſche Kammermuſik Ba Baden“ führen. Im Muſikausſchuß ſind diejenige lingen anſtalter vertreten, die auch bisher ſchon für das Ge Lin der Feſte in Donaueſchingen beſorgt waren, in erſter ührer der Frankfurter Komponiſt Hindemith, einer der Finger der jungen Muſikergeneration, dann auch der Donaueſch chen⸗ Muſikdirektor Burkard und der Prof. Haa h 1908 Ein Kammer⸗Symphonie⸗Abend wird die dre 5 Veranſtaltung einleiten, ein zweiter Abend wird decöntel führung mechaniſcher Muſikinſtrumente genguſtz⸗ ſein, der dritte wird Kammeropern bringen. Das der ſeſt wird verkunden ſein mit der Hochſchulwoche 2851 deutſchen Jugend⸗Mufikbewegung, die von ert⸗ ſogenannten Muſikantengilde ausgeht und die Pro⸗ volle Volksmuſik pflegt. Bekanntlich iſt der bisherige 1. 85 tektor der Donaueſchinger Muſikfeſte der Fürſt zu 0 ſtenberg. Auch ſeinen Bemühungen und guten Beziehunem zu Baden⸗Baden iſt es mitzuverdanken, daß nun im Zentrun unſeres Landes und zugleich an der Stätte einer grotzen muſi⸗ kaliſchen Tradition von internatlonaler Bedeutung dasjenige ben, klingt gut und ſtimmt zur heutigen Frömmigkeit 5 mit ebenſo viel Fleiß wie kirchenmuſikaliſchem Sinn an der folgten„Ausſetzung und Segen“. Muſitkfeſt einen breiteren Raum finden kann, wel es als reprä ſich überall Geltung verſchafft hat. ** 4 —— i erinnern daran, daß z. B. auch der Mannheimer Komponiſt Ernſt Toch mehrfach dort zu Worte kam. Mit Unterſtützene 5 n Ver⸗ entativer Ausdruck moderner deutſcher Tondichtung N 83 ee e.. S „35300000 a — des 5e„J.13/½ Dienstag, den 22. Februat 1927 * 1 Zellend Mile N Nene Maunheime aee 5. Seite. Nr. 87 Tagungen Badiſcher Gärtnereibeſitzertag Nampfanſage gegen die Auslandskonkurrenz— Eine Denk⸗ ſchrift uber den Schwetzinger Schloßgarten Var der, Vandesverband Baden im Reichsverband deutſcher tenbauvetriebe hielt am Samstag und Sonntag in dem nen Weinheim a. d. Bergſtr. eine gut beſuchte Lan des⸗ ſaenn m mlung ab, die bei auregendem Verlauf einen um⸗ ſenden Ueberblick über die bisher vom Verband geleiſtete Elbrießliche Arbeit gab. Die Verhandlungen begannen am amstag vormittag und erſtreckten ſich bis abends 8 Uhr, wo m Anſchluß daran im Hotel Pfälzer Hof, der aus dieſem An⸗ 85 eine prächtige Saal⸗ und Tafſeldekoration aufwies, ein S egrüßung vabend ſtattfand. Anſprachen hielten Herr 6 chropp⸗ Weinheim, Fritz Kocher⸗Mannheim und Ball⸗ diedgenau. Oberbürgermeiſter Huegel⸗Weinheim begrüßte Erſchienenen im Namen der Bürgerſchaft und des Stadt⸗ 28155 dog in feinſinnigen Worten eine Parallele zwiſchen den interſtürmen und den herrlichen Kindern der Göttin Flora m Saale und bezeichnet die Gärtner nicht nur als Blumen⸗, onbern auch als Lebenskünſtler. Am Sonntag nachmittag 2 Uhr eröffnete der Vorſitzende 9 Landesverbandes Baden, Fritz Kocher⸗Mannheim die Sauptverſammlung, zu der ſich Vertreter der Regierung, der zadt, des Kreiſes, der Landwirtſchaft und Verbandsange⸗ wirige aus ganz Baden eingefunden hatten. Zur Hebung der gertſchaſtlichen Notlage der Gartenbaubetriebe verlange Red⸗ ein bor allem eine Rationaliſierung, eine Spezialiſierung und keit Zentraliſierung der Betriehe. Man müſſe die Oeffentlich⸗ 5 darüber aufklären und dafür ſorgen, daß die deutſchen Gausfrauen nur deutſches Obſt und deutſches müſe kaufen, um dadurch auch an ihrem Teile die zütſche Volkswirtſchaft zu unkerſtützen. Viele Milliarden zeutſchen Geldes, das bisher ins Ausland floß, ſtehen dann em Inlande zur Verfügung. Die Einfuhr von ausländiſchem mßömüſe bedeute eine Vergeudung des deutſchen Volksver⸗ arbgens. 77800 Rat dunmehr folgten Begrüßungsanſprachen von Ober⸗Reg.⸗ rat SDuber⸗ Karlsruhe, Oberbürgesmeiſter Huegel, Land⸗ Aus Dr. Pfaf f, Obſtbaurat Blaſer⸗Ladenburg u. a. mehr. jahr dem Tatigkeitsbericht über das abgelaufene Geſchäfks⸗ nehn den H. Löhmann⸗Karlsxuhe erſtattete, iſt zu ent⸗ Nipn da; daß das Jahr 1926 reich war an Enttäuſchungen, die ſchl 85 die ungünſtige Witterung und die dadurch bedingte 10 L hte Ernte den Gärtnern bereitet hat. Außerdem wurde nenbadiſchen Gärtnern burch die in keiner Weiſe gut zu neu⸗ er en Kontingentserhöhungen in Gemüſe⸗ Schada niſſen in den erſten Frühjahrsmonaten ein großer dezo en zugefügt. Die mit viel Fleiß und Riſiko heran⸗ geſtazenen, Frühgemüſeerzeugniſſe erfuhren durch dieſes Zu⸗ chmönts an Frankreich eine Preisſenkung und große das erigkeiten im Abſatz, ferner wurden die Gärtner durch kra Februar 1926 mit Frankreich, getroffene Handelsver⸗ Fra abkommen auf das empfindlichſte getroffen. In der ge der Unterhaltung des Schwetzinger Schloß⸗ ſprach eus nimmt der Landesvorſtand nach wiederholter Aus⸗ lerif ze hierüber den Standpunkt ein, daß dieſe gartenkünſt⸗ Ga e Schöpfung unbedingt der Leitung eines be fähigten rtengeſtakters unterſtellt werden muß. bro eber Zollfragen hielt Dr. Reiſchle⸗Berlin, ein Heil⸗ nachner Gärtnersſohn, einen Vortrag, in dem er ſtatiſtiſch für Sts welch viele Milliarden deutſchen Geldes alljährlich ſchickt üdfrüchte, für Obſt und Gemüſe ins Ausland ge⸗ 1 7 werden. Ueber Pflanzenzucht ſprach Joſ. Ill⸗ bohe Mannheim. Er befürwortete die Selbſtzucht guten ber fiſtändigen Samens, ſo wie es die Mannheimer Gärtner letzt rüheren Jahrzehnte gemacht haben. Man habe ſich in der ßen Zeit viel zu ſehr auf die angebotenen Saaten ver⸗ Kam Er appellierte an die deütſchen Gärtner, ſich zum zuschti fe gegen die Auslandskonkurr enz zuſammen⸗ Gärt ießen. Erſt wenn dieſe ausgeſchaltet iſt, gehe es dem Qnifaer wieder beſſer. Redner ſtreifte ſodann kurz die Or⸗ Schlſation der badiſchen Pflanzenzüchter und polemiſierte am Gart gegen die unerträglich hohe ſteuerliche Belaſtung der tenbaubetriebe. Ws neſſg uß eine Anfrage aus der Mitte der Verſammlung be⸗ 2 end des Schwetzinger Schloßgartens, erwiderte der Vor⸗ 97 f Fritz Kocher, daß ein Vorſtandsmitglied eine Denk⸗ zung ſt über den Schloßgarten für die badiſche Regie⸗ Anträzausarbeite. Nachdem noch eine Anzahl Wünſche und dig 9e bekannt gegeben, ſchloß der Vorſitzende nach Aſtün⸗ hohem auer die von einem ſelten einmütigem Geiſte und Idealismus für den deutſchen Gartenbau getragene ammlung. 7 8 ch. Aus dem Lande —Weinheim, 22. Febr. Architekt Emil Müller von hier wurde vom Gemeinderat in Schopfheim zum dortigen [Stadtbaumeiſter gecoählt. Um den Poſten hatten ſich zahlreiche Bewerber von nah und fern bemüht, darunter meh⸗ rere Vollakademiker. * Baden⸗Baden, 21. Febr. Für die Faſtnachtsver⸗ anſtaltungen im Kurhaus in Baden⸗Baden werden dies⸗ mal ganz beſondere Anſtrengungen gemacht, um dieſen tradi⸗ tionellen Maskenbällen am Faſtnachtsſamstag und Faſtnachts⸗ dienstag einen ſtimmungsvollen Rahmen zu geben. Geſchmack⸗ volle künſtleriſche Ausſchmückung aller Räume, beſondere Be⸗ leuchtungseffekte und ausgezeichnete Tanzkapellen erwarten die Beſucher. Als beſondere Neuerung iſt am Faſtnachts⸗ ſamstag und auch am Faſtnachtsdienstag die Wahl einer Kar⸗ nevals⸗Königin aus der Mitte der anweſenden Damen vorgeſehen.(Näheres ſiehe Anzeige.) Nachbargebiete Folgenſchwerer Hauseinſturz in Fraukfurt a..— Vier Tote * Frankfurt a.., 21. Febr. Ein entſetzliches Bau⸗ unglück ereignete ſich heute mittag gegen 1 Uhr auf der Mainzer Landſtraße. Dort befindet ſich das Lagerhäu einer Fellhandlung, das in ein Kino umgebaut wird. Man war gerade dabei, ſchwere Eiſenträger einzubauen und Rabitzwände einzuziehen. Das aus Erdgeſchoß, erſtem Stock und Dachgeſchoß beſtehende Gebäude ſtürzte mit donners ähnlichem Gectöſe kurz nach 1 Uhr, nachdem ſich ſchon eine Anzahl Arbeiter nach dem Mittageſſen wieder an ihre Arbeit begeben hatten, zuſammen. Mehrere Perſonen, die ſich vor den einſtürzenden Mauermaſſen retten wollten, gerieten andererſeits in die Gefahr, vom elektriſchen Strom getötet zu werden, da ſich an dem Gebäude eine Verankerung der elektriſchen Leitungsdrähte der Straßenbahn befindet, die bei dem Zuſammenbruch des Obergeſchoſſes abgeriſſen würden, wodurch ſie auf die eiſernen Träger ſielen und dieſe an den Stromkreis anſchloſſen. Ein Arbeiter, der über einen Zaun andere ſchwer verletzt. Die ſoſort von der Feuerwehr⸗ und der Polizei vorgenommenen Aufräumungsarbeiten waren mit großen Gefahren verbunden. Soweit bis jetzt feſt⸗ ſteht, hat das Unglück vier Todesopfer gefordert. Unter den Trägern des zuſammengebrochenen Dachgeſchoſſes wurden im Lauſe des Nachmittags noch zwei Leute, ſcheinbar ſchwer verletzt, hervorgezogen. Ueber die Urſachen des Unglücks ſteht im Augenblick noch nichts feſt. Sachverſtändige, die vor einigen Tagen das Ge⸗ bäude beſichtigt hatten, kamen zu folgender Auffaſſung: Auf dem Boden des alten Gebäudes ſollte eine Decke entfernt werden, um eine.t größeren Raum zu ſcha⸗fſen. Anſcheinend hat man zu dieſem Zwecke nicht die nötigen Stützen ange⸗ bracht. Durch die ſtarken Schneemaſſen, die auf das Dach niederfielen und die immer ſchwerer und wuchtiger wirrten, trat eine Senkung ein, die ſchließlich das Dach einſtſirzen ließ. Durch das einſtürzende Vach wurden nun die Nord⸗ wände zum größten Teil herausgedrückt. Die Hauptmaſſen ſtiürzten aitff die Straße und wurden bis au' das Straßenban gleis geſchleudert, wodurch die Oberleitung der Straßenbahn be wurde und ſo Stromſchluß bekam mit den Eiſon⸗ rägern. Die Gasvergiftung im Motorboot * Wiesbaden, 21. Febr, Zu dem bereits gemeldeten Un⸗ das Boot auf einer Probefahrt beſunden haben ſoll. Die Paſſagiere hatten ſich auf der Rückfahrt auf dem Rhein in der Kabine zum Schlafen niedergelegt. Erſt kurz vor der Landung in Biebrich erwachte eine Frau, die, weil ſie Kopf⸗ ſchmerzen und einen ſüßlichen, verdächtigen Geſchmack ver⸗ ſpürte, ſofort die Tür aufriß. In Biebrich wurden dann die 7 bewußtloſen Perſonen ins Krankenhaus verbracht. Sie be⸗ finden ſich ſämtlich außer Lebensgefahr. Die fünf Toten ſind die drei Kinder des Steuermanns Markowski aus Mainz, der Schuhmachermeiſter Scharper und ein 23 Jahre alter junger Mann namens Bock, beide aus Biebrich. Das Unglück ſoll dadurch entſtanden ſein, daß das Aus puff⸗ rohr des Benzinmotors beſchädigt war, ſodaß die ſpringen wollte, wurde vom elektriſchen Schlage getötet, glück auf dem Motorbobt wird noch gemeldet, daß ſich giftigen Gaſe in die Kabine einſtrömen konnten. Gerichtszeitung Der Prozeß Forthuber⸗Eiſenhammer * Frankenthal, 18. Febr. Am 22. Februar beginnt vor dem hieſigen Landgericht der Prozeß des erſten Bürgermei⸗ ſters von Neuſtadt, Dr. Forthuber, gegen die national⸗ ſozialiſtiſche Wochenſchrift„Der Eiſenhammer“ wegen Beleidigung durch die Preſſe. Zu dem Prozeß, deſſen Dauer auf etwa drei Tage berechnet wird, ſind etwa 80 Zeugen geladen, darunter auch Perſonen, die in der Separatiſtenzeit und ſpäter irgendwie hervorgetreten ſind. Bürgermeiſter Dr. Forthuber wird in dem unter Anklage ſtehenden Artikel der Vorwurf gemacht, daß er in der Separatiſtenzeit bei der Beſatzungsbehörde vorſtellig geworden ſei, den kommuniſti⸗ ſchen Stadtrat Kumpfauszuweiſen. In einem weiteren Artikel wird dem Bürgermeiſter vorgehalten, daß er den Be⸗ fehl erteilt habe, die nachts vom Rathaus heruntergeholte Separatiſteufahne wieder aufzuhiſſen. Ferner wird ſein Verhalten mit dem des ehemaligen Bürgermeiſters Horländer von Edenkoben in Beziehung gebracht. Forthuber wird weiter zum Vorwurf gemacht, daß er gelegentlich der „Winzinger Kerwe“ drei ſtädtiſche Beamte beauftragt habe, drei Offiziere des Beſatzungsamtes dorthin mitzunehmen. Teilweiſe ſind die Artikel mit beleidigenden Abbildungen verſehen. 7 * §Verurteilung eines Einbrechers. Vor dem Schöffen⸗ gericht Karlsruhe hatte ſich der 25 Jahre alte erheblich vorbeſtrafte, lebige Bautechniker Robert Müller aus Mannheim wegen mehrfachen ſchweren Diebſtahls zu verantworten. Er ſtand ſchon wiederholt vor pfälziſchen Ge⸗ richten wegen ſchwerer in der Pfalz begangener Einbruchs⸗ diebſtähle. In Karlsruhe hat er zwei ſchwere Diebſtähle ver⸗ übt. Das Berhalten des Angeklagten nach ſeiner Verhaftung war recht eigenartig. Bei der Feſtnahme wartete er mit einem hyſteriſchen Anfall auf, der ſeine Ueberführung ins Krankenhaus notwendig machte. Eine zeitlang ſimulierte er. Bereits dreimal wurde er von pſychiatriſchen Sachverſtändigen als pſychopathiſche, aſoziale Perſönlichkeit, für die jedoch der Schutz des§ 51 nicht in Frage kömmt, erklärt. Das Gericht erkannte wegen mehrfachen Diebſtahls unter Einrechnung einer noch zu verbüßenden Strafe von einen Jahr fünf Mo⸗ naten auf eine Geſamtgefängnisſtrafe von zwei Jahren, neun Monaten und Aberkennung der bürger⸗ lichen Ehrenrechte auf drei Jahre 5 S Milchfälſchung vor dem Jugendgericht. Der ſeltene Fall, daß ſich das Jugendgericht mit einer Milchfälſchung be⸗ ſchäftigen mußte, ereignete ſich beim Amtsgericht Kirchheim⸗ bolanden, vor dem die 16jährige Ella Planz von Weiters⸗ weiler angeklagt war, im Oktober v. Is. in mehreren Fällen der in ihrem elterlichen landwirtſchaftlichen Betriebe erzeugten Milch beim Verkauf an die Molkerei Schäffer⸗Mannheim 48,3, 50 und 52 Prog. Waſſer zugeſetzt zu haben. Das Gericht berurteilte das Mädchen zu 2a Monaten Gefängnis und 400 Mark Geldſtraße und Veröffentlichung des Urteils in drei Blättern und am Gemeindebrett in Kirchheimbolanden. Die Eltern der Angeklagten erklärten, von den Fälſchungen nichts gewußt zu haben. §S Teurer Kuß. Ein junger Mann von Otterstal bet Zabern batte eine auswärtige junge Dame angehalten und ſie trotz Sträubens geküßt. Das Zaberner Gericht diktierte ihm wegen des gewaltſam geraubten Kuſſes die Mindeſtſtrafe Uon Arbefitstag zunu. 8 § Das Todesurteil mit Lachen entgegengenommen. Nach mehrtägiger Verhandlung wurde in Augsburg der Biſchofs⸗ rieder Mörder, der 26jährige Knecht Klein wegen Ermor⸗ dung ſeines früheren Freundes Blau zum Tode verurteilt. Der Mörder nahm das Urteil mit lachender Miene ent⸗ Rer 1 Waſſerſtandsbeobachtungen im Monaf Februar Rbein-Pecel[ 18. 18. 17. 18. 18. 22. Recfar- Pegel 18. 16 17. 18.J 18. 27, Schuſterinlen 8840.380...95.80 Mannhefm.0,2.04 7U02.f75 16 · malnn: 55 5 5 3 80 Jacſeſead 050.77 578.96. gab. Maxau⸗.298.29.0 3,3.7 00½... Mannheim.01,1.97.99.02.62,4 5 Caub 144.42.86.38 1 381.54 Köln 145.40 183012.2501.84 Ferausgeber, Drucker und Verleger: Druserel Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim 6. 2 Direktion: Ferdmand Heyme. Che redakteur: Kurt Fiſcher— Berantwortl. Redafteure: Für Politie: Hans Alkred Meißnet Zeuilleten: Dr S. Kauyſer— Fommungl⸗Politik und Lokales; Richard Schönfelder ⸗ „Sport und Neues aus aller Welt: Willy Müfter T. Handelsteil: Kürt Ehmer Gericht und alles Uebrige: Franz Kircher— Anzeigen: Dr W. E. Stötzner. Vel: und ag* K Fund dick 5 FerurpfoaderAKropin ünindenelg uncteg Argilich erbrcoß, Nach mmt. in z. den Apotheken erhältlich, be⸗ in der Schwanapotheke, E 3, 14. Ed336 Auto-Versteiuerunn. e bahurgge verſteigere ich(mit behördl. ung) am Mkittwi 3 beb Junazvormftta ittwoch, 23. Febrnar 98 abuſchgarage, 11 Uhr in der e⸗ Aitielendgen ſofortige Barzahlung an den 8 8ftꝛor wasnen.dt Opel 2/50 PS Beſt * icht ung! 8 ag 7 75 175 Verſteige⸗ 1 en beauftragten N 5. 10. richter Tulins Kua 5 b, Telephon 23 086. r d Gieben. zballt ener — ililla berag peß ofeber.-ge in enren, huianger, CeSl. æd 2n desen PNeltè eim ꝛcneger Her. Zaeruesvt- Seeꝛbseclisſiimꝙ anmelime æie neasssen. MDetrel asſan et. aber: Hlelob an derelbe Seanache tcb.. Ledcugiioli emne achte, CASANOV HAUSORDEN Cigareiten æit Lialde etmdd am desm Selie ed gich ein Tertet. Sei ddenm Scci dder ætasbehatbmnbe Carieechsles. Fi, den Seltlenen Semtiss Seambie, den er Songg diecil ſeisten funne. 2. einem fiammqas eu Zalcetot mis Lvierteſollem Jnnadt abianden gebommei zind geelem hangen ge- geatibte, eine adwiñuoWe Dte er- a am nachden abend in Nellꝭ uiinq Selb'et d,. Sul. zumateqetastęt. dirtſeharts · und Keue Manuheimer Zeitung[Mittag⸗Ansgabe) Dienstag, den 22. Februar 1927 andelszeitung Die Genußſcheine von Ilſe⸗Bergbau War ſchon im Laufe des vorigen Jahres eine durchſchnitt⸗ liche Höherbewertung von 50 v. H. der Ilſeaktien gegenüber den Genußſcheinen feſtzuſtellen, ſo hat ſich dieſer Bersen bei den letzten fe.altis erweitert: 5 8 19. II Aktien 269 v. H. 300 v. H. 339 v. H. 345 v. H. Genußſcheine 161 v. H. 176 v. H. 186 v. H. 175 v. H. „Dieſe Differenz erſcheint auf den erſten Blick auffällig, weil bekannt iſt, daß beide die gleichen Rechte haben. Dieſe Gleichmäßigkeit bezieht ſich jedoch nur auf die Gewinnvertei⸗ klung. Ste wird ſchon völlig durchbrochen bei der Auflöſung der Geſellſchaft, die allerdings heute nur theoretiſch denkbar iſt. Hier würde auf die Genußſcheine zunächſt nur der Nenn⸗ wert nach den Aktien aus der Liquidationsmaſſe ausgeſchüttet zund dann erſt der Reſt gemeinſam verteilt. Was aber hin⸗ Eſichtlich der Bewertung zur Vorſicht mahnt, iſt das Damokles⸗ ſchwert einer jederzeitigen Kündigung mit Dreimonatsfriſt, wobei der Rückzahlungswert auf zwei Arten errechnet werden kann, deren Anwendung im Belieben der Leitung ſteht. Ent⸗ weder kommt der Durchſchnittswert der Stammaktien im vor⸗ hergegangenen Vierteljahr in Frage, oder der des Genuß⸗ ſcheines am Tage vor der Einlöſung. Da als ſelbſtverſtänd⸗ lich anzunehmen iſt, daß im Falle der Geſamttilgung oder der Ateilweiſen vermittels Ausloſung nur der für den Inhaber un⸗ günſtige Modus gewählt wird kann der Kurs ſoweit ſteigen, bis kein Unterſchied mehr zwiſchen beiden Ausrechnungsarten beſteht. Nach Lage der Dinge könnte heute noch ein Kurs von 220 v. H. als gerechtfertigt angeſehen werden, wenn man dieſen als Durchſchnittskurs der Aktien zu Grund legt. Ob eine Kündigungsabſicht überhaupt beſteht, wird wohl . nie rechtzeitig in Erfahrung zu bringen ſein; ausgeſchloſſen iſt ſie heute nicht, um ſo weniger, als der neue Großaktionär kein Intereſſe daran haben kann, daß lediglich dividendenberechtigte Mitläufer in Geſtalt der Genußſcheinbeſitzer vorhanden ſind, die aber im Falle einer Kapitalerhöhung zu Aktionären wer⸗ den, weil das Bezugsverhältnis gleich iſt. Bernunftmäßig muß deshalb vorher auf eine Bereinigung der Beſitzverhältniſſe ge⸗ ſehen werden, obwohl den Genußſcheininhabern ein Stimm⸗ recht nicht verliehen iſt. Bei keiner Geſellſchaft hängen die Genußſcheine ſo von den Kurſen der Aktien ab, wie hier, die deshalb ſorgſam verfolgt werden müſſen. Zu Zeiten lebhaften Hauſſetaumels werden aber leicht weſentliche Merkmale eines Papieres vergeſſen. Daß lediglich gleiche Ertragsausſichten eine Ueberpari⸗ hewertung nur dann rechtfertigen, wenn die Dividende den Geldverhältniſſen angepaßt iſt, darf nicht vergeſſen werden. Der erſte Abſchluß des Stahlvereins 3 v. H. Dividende für 9 Monate IJIn der geſtrigen Ag.⸗Sitzung der Ver. Stahlwerke AG. wurde beſchloſſen, der demnächſt einzuberufenden o. HV. für das exſte Geſchäftsjahr der Geſellſchaft(14. Jan. bis 30. Sept. 1926) die Ausſchüttung eines Gewinnanteils von g v. H. vorzuſchlagen. In der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung exſcheint nach Abzug von „Steuern und ſoztialen Aufwendungen in Höhe von 42,129 Mill. und nach Abſchreibungen auf Werksanlagen in Höhe von 26,14 Mill. ein Reingewinn von 20 457 355%½, über deſſen weitere Ver⸗ wendung, abgeſehen von der Gewinnausſchüttung, erſt der endgültige Geſchäftsbericht Aufklärung geben wird. Die Vermögensaufſtellung ſchließt auf beiden Seiten mit 1852,57 Mill.& als Geſamtſumme ab. Unter den Aktivpoſten ſind die Bergwerks⸗ und Hüttenanlagen mit 1135,88 Mill. aus⸗ gewieſen, das ſind 58,17 Mill. 4 mehr als ſeinerzeit im Börſen⸗ einführungsproſpekt für den 1. 4. 1926, den Tag des rechnungs⸗ mäßigen Uebergangs der Anlagen auf die Ver. Stahlwerke AG. ausgewieſen waren. Der Zugang erklärt ſich in erſter Linie durch den bekannten Erwerb weiterer Werksanlagen, wie der Charlotten⸗ hütte, der Rombach⸗Betriebe uſw. Das Konto„Beteiligungen und Wertpapiere“ hat ſich von 92,9 auf 199,8 Mill.&u erhöht, und zwar in erſter Linle durch den Zugang der von den Gründerwerken über⸗ nommenen Beteiligungen, wie in⸗ und ausländiſchen Eiſenhandels⸗ geſellſchaften, der Raab, Karcher G. m. b. H. uſw., ſowie der Be⸗ teiligungen an den früheren Stumm⸗Werken u. a. Die Warenbeſtände erſcheinen mit 203,8 Mill., alſo einſchl. der Ueber⸗ nahme der Vorräte der Charlottenhütte der Rombach⸗Betriebe uſw., mit faſt dem gleichen Betrag wie zum 1. 4. 1926(209,2). Ferner werden ausgewieſen(in Mill.): Forderungen mit 269,5, Wechſel⸗ und Scheckbeſtand mit 5,8, Kaſſen⸗, Reichsbank⸗ und Poſtſcheckbeſtan? mit 2,83. Zum Zwecke der allmählichen Tilgung der Anleihekoſten iſt unter„Anleiherechnung“ ein Betrag von 34,3 eingeſtellt worden. Auf der Paſſipſeite ſind hervorzuheben: das AK. mit 800 Mill. I1, dte geſetzl. Rückſtellungen mit 79,9, Genußſcheine mit 125, Anleihen mit 402,7, Vorkriegsanleihen und Vorkriegshypotheken mit 23,8, Langfriſtige Verpflichtungen mit 144,5, kurzfriſtige Verpflichtungen mit 86,5. An beſonderen Rückſtellungen(für Ofenerneuerungen, Bexraſchäden, zweifelbafte Forderungen, noch nicht abgerechnete Ver⸗ pflichtungen uſw.) erſcheint ein Betrag von 98,6 Mill. J/, ſo daß gegenüber dem zum 1. 4. 1926 ausgewieſenen Betrag von 75,2 eine Erhöhung der Rückſtellungen um 23,3 Mill./ eingetreten iſt.— Wie die Verwaltung mitteilt, ſind die Zechen und Hütten der Geſell⸗ ſchaft zurzeit voll beſchäftigt. 5 — beu⸗ Schweizeriſche Nationalbank. Der Schweizer Bundesrat hat, wie unſer Schweizer Vertreter drahtet, zum Präſidenten der Schwei⸗ zzeriſchen Nationalbank den auch im Ausland als Autorität auf dem Gebiete des Bankweſens bekannten Vorſitzenden der ſchweizeriſchen Bankiervereinigung, Dr. A. Saraſin in Baſel, gewählt. eg⸗ Gewerbebank Triberg. Die im April 1926 gegründete Bank Aftkernahm eine durchaus günſtige Entwicklung. Die Zahl der Mit⸗ lieder hat ſich im erſten 77 Monate umfaſſenden GJ. von 82 auf 208 erhöht. Der Monatsumſatz ſtellte ſich auf 8,25 Mill., der Saldo des Geſchäftsanteiltontos beträgt über 60 000 /, der Reingewinn. 2010 /, aus dem 6 v. H. Dividende gleich 1141, ausgeſchüttet werden und 840/ in Reſerve gehen. Die günſtige Entwicklung macht die Errichtung einer beſonderen Zahlſtelle in Furtwangen notwendig. *Banque Generale du Luxembourg. Dieſe im Jahre 1919 ge⸗ gründete Luxemburger Filiale der Brüſſeler Societe Generale de Belgique, die mit einem Stammkapital von 15 Mill. Fr. arbeitet, verteilt für das Jahr 1926, je Aktie zum Nennwerte von 500 Fr., eine Dividende von 99 Fr. netto gegen 35,10 Fr. i. V. *Banuque de Credit Commerial. Das Inſtitut beruft zum 4. März eine ao. HV. zwecks Beſchlußfaſſung über eine Kapital⸗ erhöhung um 10 Mill. Fr. von 34 auf 44 Mill. Fr. durch Neu⸗ ausoabe von 20000 Anteilſcheinen ohne Wertbeſtimmung, die zu je 528 Fr. emittiert werden. ‚ Auch Gelſenkirchen dividendenlos. Wie die Phönir Ach., ſo wird auch die Gelſenkirchener Bergwerks⸗AG. in Eſſen für das am 30. Sept. 1926 abgelaufene GJ., wie von zuſtändiger Seite beſtätigt wird, dividendenlos bleiben(AR.⸗Sitzung 23. Febr.) * Eſſener Bergwerksverein König Wilhelm, Eſſen⸗Borbeck. Wie verlautet, iſt der Geſchäftsgang bei der Geſellſchaft entſprechend der allgemeinen Konjunktur befriedigend geweſen. Der endgültige Ab⸗ ſchluß auf 1. Januar 1927 liegt zwar noch nicht vor, doch dürften ſich öie Gewinnziffern im Rahmen der bekannten letzten Kohlen⸗ zechenabſchlüſſe des Reviers halten. Die Dividende mit 12 v. H. für die StA. bzw. 17 v. H. wird entſprechend den Abmachungen mit der Gebr. Stinnes G. m. b.., der die Geſellſchaft naheſteht, auch für das abgelaufene GJ. wieder zur Verteilung kommen. *Deutſche Nähmaſchinenfabrik von Joſ. Wertheim AG. in Frank⸗ furt a. M. Bei der Gefellſchaft verbleibt für 1925/6 nach 31000 32.000). Abſchreibungen einſchl. 62 084/ Vortrag ein verminderter Reingewinn von 1668(66 084) J¼, ſp daß das AK. von 1 Mill. 4 mikder dividendenlos bleibt. Pfalz AG. für Handwerk und Gewerbe in Kaiſerslautern. Die Geſellſchaft vereinnahmte Gewinn aus Waren 33 432 J¼, Zins⸗ gewinn 1669, wozu 769/ Vortrag treten. Nach Abzug von 28 682. proviſoriums ſowie Von unſerem ſtändigen Saarbrücken, 19. Februar. Die am Mittwoch abend am Quai d Orſay unterzeichnete Verlängerung des deutſch⸗franzöſiſchen Handels⸗ der beiden Saarzollab⸗ kommen befreit die Saarwirtſchaft mindeſtens bis zum 31. Mai von den letztwöchigen Sorgen hinſichtlich der Unſicher⸗ heit der Zollverhältniſſe. Da bis dahin der neue franzöſiſche Zolltarif⸗Entwurf hinausgegeben und vielleicht auch parlamen⸗ tariſch behandelt ſein wird, ſo dürfe die Weiterführung der deutſch⸗franzöſiſchen Handelsvertrags ⸗Verhandlungen auf alsdann geſchaffener Baſis die franzöſiſcherſeits ausbedungene zehntägige Kündigungsfriſt vor genanntem Termin nicht in Wirkſamkeit treten laſſen. Bekanntlich läuft vor allem der geſamte franzöſiſche Weinbau ſowie die elſäſſiſche Tertil⸗ induſtrie Sturm gegen die Aufrechterhaltung der Zollſätze des Proviſoriums, mit dem Hinweis, daß dieſes(nach zwei⸗ jährigen Verhandlungen) zu Anfang Auguſt 1920 nur unter den Bedingungen des Frankenſturzes abgeſchloſſen worden ſei. Ob und wie immer man ſich in einem Dauervertrag einigen möge, ſichert die Tatſache der einſtweiligen Ver⸗ längerung dem Saargebiet auf ein weiteres Vierteljahr die derzeitigen Erleichterungen für den Bezug deutſcher Waren ſowie für die Ausfuhr ſeiner Induſtriefabrikate ins Reich. Daß das Damoklesſchwert des„Zollkriegs“ über der Saarwirtſchaft noch aufgehängt iſt, enthebt ſie ſelbſtperſtändlich nicht der ihr beſonders durch die Revaloriſterung der„geſetz⸗ lichen“ Frankwährung aufgedrängten Rationaliſierung. Zwiſchen der unmittelbar vor dem Kriege nach dem neueſten Stande der Technik neuaufgerichteten lothringiſchen Induſtrie und der nach Kriegsende ſowohl techniſch als ganz heſonders verwaltungsorganiſatoriſch moderniſierten deutſchen Induſtrie erſcheint die Schlüſſelinduſtrie des Saargebiets veraltet und zurückgeblieben, weil die Unſicherheit der wirtſchaftlichen Gegenwart und Zukunft am wenigſten ſelbſtverſtändlich die ſeit der Okkupation durch franzöſiſches Kapital überfremdeten Werke der eiſenſchaffenden und verarbeitenden Induſtrie zu den erforderlichen gewaltigen Inveſtierungen verlocken konnte. Die im Außmaße der Frankbeſſerung erfolgte Er⸗ höhung der Selbſtkoſten bei gleichzeitig entſprechend verknapptem Valutadumping nötigt hauptſächlich die Eiſen⸗ induſtrie des Saargebiets zu möglichſter Selbſtkoſten⸗Erſpar⸗ nis, zumal die Kohlenpreiſe der franzöſiſchen Saarbergwerks⸗ direktion auch nach der ab 1. Februar eingetretenen gering⸗ fügigen Ermäßigung noch immer etwa 20 Proz. über den gleichartigen Ruhrkohlenpreiſen liegen. Daher die„vorſorg⸗ liche“ Tarifkündigung des Arbeitgeberverbanddes, der Die Schwierigkeiten der Saar⸗Wirtſchaft Saarbrücker Vertreter. Einzelwerke der Schwer⸗ und Fertiginduſtrie folgte Die werkſchaften ſämtlicher Richtungen erheben ſelbſtverſtände leidenſchaftlichen Einſpruch und können ſich ihrerſeits auf 25 zweifelloſe Tatſache berufen, daß die Lebenskoſten zu 3. zeitim Saargebiet höher als im benachbarten Reichr, gebiet, höher auch als in Frankreich ſind. Bemerkenswerte 4 weiſe hat die franzöſiſche Saararubenvermenen tung den im Arbeitgeberverband einheitlich organiſier deutſchen und franzöſiſchen Induſtriellen das Odium 8555 Angriffs auf die Löhne, bei gegenüber dem tiefſten Frankel ſturze kaum erniedrigten Lebenskoſten, überkaſſen, mit⸗ Zweifel, daß für dieſe ihre Taktik politiſche Gründe mt ſprechen— denn für die Bergarbeiter kann es ſich nur beine„Galgenfriſt“ handeln. Die einſtweilige Zurückhalngen des franzöſiſchen Bergfiskus dürfte agitatoriſch im gleich Sinne der„Reichsverdroſſenheit ausgen uen werden, wie die allgemeine Unzufriedenheit der ſämtliche⸗ Arbeitnehmer des Saargebiets über die zwar ſehr gut ge⸗ meinte, aber recht ungeſchickte„Betreuungsakti 285 der Reichsregierung, deren Genuß praktiſch ziemlich willküs⸗ lich nur der Kategorie der vom Reiche der Saar⸗Regſerunen kommiſſion„zur Verfügung geſtellten“ deutſchen Beam 755 aber durch Einſpringen der Saarregierung in gleicher Hes auf Koſten der Saarbevölkerung, auch der geſamten au ländiſchen(franzöſiſchen) Saarbeamtung zugute kam. 55 Der allgemeine Auftragsrückgang in der ländiſchen gleichwie in der geſamten weſteuropäiſchen Eipe induſtrie hat dagegen bis jetzt nur die(zu 60 Proz. 5 Kapitals in franzöſiſchen Händen! Dillinger Hitteen werke zu nennenswerten Arbeiterentlaſſunge veranlaßt. In Dillingen wurde 250 Arbeitern gekündin Außerdem wurden Feierſchichten für das Blockwalzwerk—— die Grobſtraße eingelegt, während im Thomas⸗Stahli en der produktive Betrieb nur noch in 2 Achtſtunden⸗Schich geführt wird. Die Minderbeſchäftigung des Dillinger werks erklärt ſich aber weſentlich daraus, daß der kone lierende franzöſiſche Konzern(Socicté des Mines et Ufin 5 de Redange⸗Dilling) ſeine lothringiſchen Beteiligungswe 3• (Rombach ete.) bei der Diſtribution des Geſamtauftrazen beſtands bsvorzugt, ſodaß dis jetzt in Dillingen eingehen Beſtellungen auf Schienen, Platinen, Winkeleiſen, Rund⸗. Vierkanteiſen ſowie Flacheiſen nach Frankreich 1 155 wieſen werden. Dies iſt natürlich eine gerade für Kr 1 5 zeiten vorausgeſehene Folgewirkung der Ue fremdung der ſaarländiſchen Eiſeninduſtrie, neben der Hüttenarbeiterſchaft der geſamte Handel llten Wandel des der„Treuhand“ des Völkerbundes unterſte aſt am 14. ds. Mts. die tatſächliche Kündigung ſämtlicher Stunden⸗ löhne, Akkord⸗ und Prämienvereinbarungen ſettens der P Unkoſten ergibt ſich ein Reingewinn von 7185 J. Die geſtrige o. HV. beſchloß daraus 6 v. H. Divibende auf die StA. und 10 v. H. auf die VA. zu verteilen, Neuvortrag 820 J. sBachmann u. Ladewig AG. in Chemnitz. Der AR. beſchloß die Verteilung einer Dividende von 12(9) v. H. in Vorſchlag zu bringen. Nach Mitteilung der Verwaltung iſt das Unternehmen auf längere Zeit hinaus in allen Abteilungen gut beſchäftigt. ·Hanſwerke Fuſſen⸗Immenſtadt Ach. in Füſſen. Nach Abzug aller Abſchreibungen, Gratifikationen und Tantiemen wird für 1926 ein Reingewinn von 670 808(1 148 520)/ ausgewieſen, ſo daß zuzüglich Vortrag 861 708/ zur Verfügung der HV. am 21. März ſtehen. Vorgeſchlagen werden wieder je 4/ Dividende auf die Aktien und Genußſcheine 100 000 ¼/ ſollen der ordentlichen Reſerve und 50 000 dem Penſionsſonds überwieſen werden. Bremer Gummiwerke Roland AG. in Bremen. Das GJ. 1920 erbrachte nach Abſetzung von 21 899(21671)/ Abſchreibungen einen Reingewinn von 60 293(28 809) ¼, aus dem 5(0) v. H. Dividende auf die Stel. und 6(6) v. H. auf die VA. verteilt werden. Württ. Portland⸗Zement⸗Werk zu Laufſen a. N. Die geſtrige HV. genehmigte den bekannten Abſchluß. Von dem Reingewinn in Höhe von 535 997/ werden 12 v. H. Gewinnanteil mit 336 000 ¼ bezahlt, 230 000/ als Sonderrücklage verwendet und der Reſt non Geſchäftes laſſe ſich noch nichts Beſtimmtes ſagen, ſie hängen von der Bautätigkeit ab. Das Elektrizitätswerk macht gute Fortſchritte. * Portland⸗Zenent⸗Werk Schwauebeck Ach. in Schwanebeck. Der AR. beſchloß, der GV. am 30. März die Verteilung einer Dividende von 9(7) vorzuſchlagen. 9 0 „Die deutſchen Inlandsanleihen ſeit Jahresbeginn. Mach einer für die Zeit vom Januar bis Mitte Februar vorliegenden Aufſtellung der deutſchen Inlandsanleihen wurden in dieſer Zeit rund 720 Mill./ an den Markt gebracht, darunter die 500⸗ Nill.4 Anleihe des Deutſchen Reiches, von der 200 Mill. feſt unter⸗ gebracht waren. Auf die Länder entfielen 25 Mill.„(Baden und Thüringen), auf die Kommunen einſchl. der Anleihen des Deutſchen und des Bayeriſchen Sparkaſſen⸗ und Giroverbandes 69,5 Mill. ¼ und auf die induſtrielle Wirtſchaft 105,75 Mill.% Bei den letzteren handelt es ſich u. a. um 45 Mill.“ der Krupp⸗Werke, 20 Mill. der Mitteldeutſchen Stahlwerke, 15 Mill./ der Gewerkſchaft Miniſter Achenbach und 10 Mill./ des Bezirksverbandes oberſchwäbiſcher Elektrizitätswerke. Der Verwendungszweck bei dieſen Inlands⸗ anleihen iſt teilweiſe nicht bekannt. Von 694,50 Mill. J, über deren Verwendung Aufſchlüſſe gegeben wurden, entfielen 500 Mill.(des Reiches] auf nicht werbende Zwecke, 47 Mill./ auf werbende Zwecke, 77,50 Mill./ auf Verſtärkung der Betriebsmittel und 70 Mill. auf verſchiedene Zwecke. VVCV Die Realkreditaufnahmen des deutſchen Hausbeſitzes. Die Deutſche Hauptbank für Hypothekenſchutz AG., die bekanntlich die Realkreditorganiſation des im Zentralverband Deutſcher Haus⸗ und Grundbeſitzervereine E. V. organiſierten deutſchen Hausbeſitzes iſt, hat ſeit der Düſſeldorfer Zentralverbandstagung im Auguſt ver⸗ gangenen Jahres eine weitere erfreuliche Entwicklung gemacht. Seit Ende Juli 1926 hat ſich die Zahl der Hypothekenſchutznehmer nahezu verdoppelt. Ende Januar 1927 ergab der Ausweis der Deutſchen Hauptbank einen Beſtand an geſchützten Objekten von rund 400 Mill. Goloͤmark. Weitere Schutzanträge gehen täglich ein. Ermäßigung der Pfandbrieſvergütung ab 6. März. Ab 1. März 1927 wird die Pfandbriefvergütung wiederum etwas ermäßigt wer⸗ den. Der Satz für Vermittler ſoll 1 v. H. bleiben, hingegen der für Unterbringer größerer Poſten auf 1,25 ſtatt bisher 1,50 v. H. und der für Verwaltungsbanken, die wirklich große Poſten abſetzen, auf 1,50 ſtatt bisher 2 v. H. herabgeſetzt werden. Dieſer Vereinbarung haben ſämtliche Realkreditinſtitute, alſo auch die Landſchaften und die öffentlich⸗rechtlichen, zugeſtimmt. ⸗l⸗ Mark⸗ und Kronenverſicherungen bei ſchweizeriſchen Geſchäfts⸗ ſtellen deutſcher Lebensverſicherungs⸗Geſellſchaften. Der Schweize⸗ kiſche Bundesrat hat kürzlich einen Beſchluß gefaßt, der von großer Bedeutung iſt für die in Deutſchland wohnenden Inhaber von Lebensverſicherungen in Mark oder öſterreichiſchen Kronen, die durch ſchweizeriſche Geſchäftsſtellen deutſcher Geſellſchafſten gelauſen ſind. Der Schweizeriſche Bundesrat hat nämlich beſchloſſen, auf derartige Verſicherungen eine Zuwendung zu gewähren und ſie damit abzu⸗ finden. In Betracht kommen a) die Verſicherungen, die ſeit dem 1. Januar 1893 abgeſchloſſen ſind, b) ſämtliche Verſicherungen, die ſeit dem 1. Auguſt 1919 durch Tod oder Ablauf fällig geworden ſind. Durch eine Bekanntmachung vom 10. Januar 1927 in allen ſchweize⸗ riſchen Zeitungen werden die Inhaber der Verſicherungen auf⸗ geſordert, ihre Anſprüche unverzüglich, ſpäteſtens bis zum 10. März 1927 bei dem Eidgenöſſiſchen Verſicherungsamt in Bern anzumelden, dabei ihre genaue Anſchrift anzugeben und den Verſicherungsſchein oder Hinterlegungsſchein ſowie die Quittung über den zuletzt an die deutſche Geſellſchaft bezahlten Beitrag bei⸗ zufügen. Können dieſe Belege nicht beigebracht werden, ſo iſt der .ie 74997„ auf neue Rechnung vorgetragen. Ueber die Ausſichten des Anſpruch auf andere Weiſe nachzuweiſen. Die Anmeldepflicht gilt Muſter⸗„Arbeiterſtaates“ jeweils in ſchwerſte Mitleidenſcha gezogen wird. auch für Deutſche, deren Verſicherungen ſchwekzeriſchen Geſchäſts ſtellen deutſcher Geſellſchaften zugeteilt waren. ande „Rückgang des amerikaniſchen Außenhandels. Das 8 über departement gibt für den Monat Januar folgende Ziffern batte den amerikaniſchen Außenbandel bekannt: die Ausfuhr onat einen Wert von 419 Mill. Doll. gegen 467 Mill. Doll im Vormeda⸗ und 399 Mill. Doll. im entſprechenden Monat des Vorfahres. 5— von entfielen auf den Goldexport 14,.89 Mill. Doll. e 7,20 Mill., entſprechenden Monat des Vorfahres 3,09 Mill. Doll. auf den Silberexport entfielen 7,39(5,61 bzw. 9,76) Mill. Die Einfuhr bezifferte ſich auf 359 Mill. Doll. 5 Deviſenmarkt Lira befeſtigt 2* 3. Mailand ſetzte am internationalen Deviſenmarkt ſeine Aufwä: adrid Die Kurſe verſtehen ſich per 100 Kilo netto waggonfrei Mannheim mit Sack. Amtliche Preisnotierungen vom 21 Februar 1927..90.60 ——[Wieſenheu loſe Weizen inl. neuer 29,75.30.— Hafer ausländ. „ ausl. 30.50 32.50 Mais gelbes m Sack 18.75-19.— Rottleehen.10. 9 00 Roggen inl. neuer27.50 27.75'mehl. Spez.0 Sp. 40 49.25 Luz.-Kleeh. 0e 0C0⸗ 9·90 „ ausl. 27.50 28.50 Weizenbrotm—* 85.— 30.25 8 460 Brau⸗Gerſte(int ⸗ Koggenmehl mit S. 30.50.39.— Preß-Stroh 400 4. ausl.) 25.—.30.— Weizenkleie m. Sact 18.75.—.— Gebund. S Foies en 21.—.22,50 Trackentreder 16.75 17 25 Raps mit Sa ofer inländ. 21.—-22.—Rohmelaſſe—.—.— 0 3 0(Morris 8. Hamburger Kaffee⸗Wochen⸗Bericht vom 9. 2 te in der A. Heß G. m. b.., Hamburg.] Der Kaffeemarkt barkete Braſil⸗ abgelaufenen Berichtswoche unter dem Druck ermäßigter Woche offerten zunächſt in flauer Haltung. Erſt gegen Ende mer ni⸗ trat eine leichte Erholung ein. Die Ankünfte in zentralambenlenz ſchen Kaffees mehren ſich, ſo daß auch die Preiſe dieſer Troggedarf gedrückt waren. Der Konſum kauft gur den dringendſten Santos Heutige Großhandelspreiſe je nach Güte und Beſchreibunaneritane ſſuperior bis extra⸗prime 1,55—1,90 /, gewaſchene Jentrala Kg. rol —2,55 ¼; gewaſchene Maragogypes 2,70—2,85„ für verzollt ab Lager Hamburg. Verliner Metallbörſe vom 21. Jebruar Preiſe für 1 Kg. Elektrolytkupfer 125.50 12ꝛ5⁵,25 Raffinadekupfer—.——— Blei Rohzink Bb.⸗Pr.)—.—— „ Ffr. Verk.)—— Plattenzint 56.—-57,.— 56,.—57.— Aluminium.10.10 London 21. Februar. Metallmarkt(In Lſt. f. d. eng. t. o. 101 1³ 17 1 75 61.5 n Suechd...l 308.28 311.50J Regulus 21. 24⁴ —— Aluminlum in Barren inn ausl. 5 2 7 Aide 245.960„14-10 Antimon 128.4725 01.25. Silber für 1 Gr 8 7 9925 17.5⁰ —* 2,14 1 Kupfer Kaſſa 54.— 85,15 beſtſelect. do. 3Monat 55,45 55,65 Nickel do. Elektrol. 61,25 62,.—] Zinn Kaſſa Schiffahrt Schiffsverkehr in den Mannheimer Häfen n: kommen In der Zeit vom 12. bis 18. Febr. 1927 ſind ange e und talwärts: 3 Dampfer mit 46 To., 2 leere Schlepptänſ 9⁴⁰⁴ 3 beladene mit 459 To., bergwärts: 28 beladene Daripiez To. 97 Tonnen, 3 leere Schlepprähne und 110 beladene mit 50 90 0. 45 gefahren ſind: talwärts: 20 beladene Dampfer mit 91 ts: J be⸗ leere Schleppkähne und 31 beladene mit 9623 To. bergwe beladene ladene Dampfet mit 246 To., 1 leerer Schleppkahn und 1 m m e n: mit 1792 To. Auf dem Neckar ſind talwärts angeko abren 23 beladene Schleppkähne mit 2767 To., bergwärts abgefe ſind: 1 leerer Schleppkahn und 20 beladene mit 1454 To. — bewegung fort und ſtieg von 18,90 auf 18,20. London und etwaß gegen die Vorwoche leicht abgeſchwächt. Oslo und Holland ondon feſter ebenſo die.“; Paris weiter abgeſchwächt, gegen luſten 123,90 nach 123,80. Das Geſchäft vollzog ſich unter kle Schwankungen. 22. 10. 22 aan 171 London⸗Parts 123,90178 70 Maild.-Schwz.] 22.56 22.95 Lond.⸗Stockh. 12885 28.85 Lond.-Brüſſel 34.89, 34.87 Holland-Schw. 208.10 208.15 Lnd.-Madrid 11 112.50 Lond.⸗Maild. 111.75 110,06] Kabel Holland 249,800.498 Matland-Paris 11 00 355,00 Kabel Schweiz 5,20/520.00J Lond.⸗Holland 12.1212.112 Brüſſel-Paris 10.2 Lond.-Schweſz 25.22 25.72 London-Oslo. 18,88 18,850Holland-Paris 185 0.850 Paris-Schweiß 20.87 20,38] Lond.-Kopenh. 18.20 18.20 Kabel London 4 In.⸗Mk. laſſen ſich ſolgende Kurſe jeſtſtellen: 10 70.90 London.. 20,465 20.26] Prag.12,50 12.40 JMabetd.. 1,755 1,755 Paris. 16,54 16.52 Os[lo 108,50 108.50 Argentinien.062 2706 Zürich.. 51.10 81.15Kopenbagen. 112.40 113.40 Japan 4219 4,215 Ratland.. 18.30 18,70] Stockbolm. 1280 112.50 Rew-Dort. 4 Holland... 168.901168.90 Brüſſel.58.70l 58.55 Mannheimer Produktenbörſe an 0 ablbar —— 882— SSl —— 888 * Dienstag, den 22. Februar 1927 Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) 7. Seite. Nr. 87 Sportliche Voxabend im Roſengarten Der erſte diesjährige Boxabend den F. C. P hönix am Sonntag im ausverkauften Verſamm lungsſaal des ſtädtiſchen Roͤſengartens veranſtaltete, wurde zu einem ſportlichen Ereignis für Mannheim. Dank beſten inverſtändnis der Mannheim⸗Ludwigsafener Boxklubs und er trefflichen Aſſiſtenz von Offenbach, Heidelberg und Darm⸗ eine Reihe beſter Kämpfer in den Ring adt war es möglich, Iu ſchicken, die ganz Mittelpunkt des ſchaftskampf der tannheim)— Wißler(V. f. hervorragendes Können zeigten. Programms In R. tatlsruhe, ſo auch ein P entſchieden, ergab. lich d urze Zeit ziemlich hoch ſchlagen. och die verhältnismäßig raſchen vnn B Leiſtungen von Henſel(V. f..) Ludmigshafen). ſt Mit den Entſcheidungen des Kampfgerichts konnte man t 2 oben erwähnten Fliegengewichts⸗ ampfes jederzeit einverſtanden erklären. Nachſtehend brin⸗ mit Ausnahme des gen wir die Ergebniſſe: (Pa bapiergewicht: Kirſch(Phönir Ludwigshafen)— Huber 'Pßönte Mannheim). Slngewicht: Wißler(Vif..)— Heuberger(Phönir Mannheim) teger nach Punkten Heuberge Nang(Darmſtadt)— v. d. Heyd(Phönir Mannbeim). ſtimmiger (...) Funkten Ha Haarmann Punktſieger Hermang.— Federgewicht: Henſel — Steinkönig(Phönixr Mannheim). Sieger nach Henſel.— Leichtgewicht: Klöpfer T(...)— J(Phönir Ludwigsbafen). Sieger nach Punkten 57 armann J. Leichtgewicht: Schwarz(Heidelberaf— Barth Phönir Mannßeim). Sieger durch k. v. in der erſten Runde (Bi ahb— Weltergewicht: Theis(Heidelberg)— Wohlfarth W,. Siecer Wohlfarth durch Aufgabe des Gegners.— 5 eltergewicht: Stetter(Heidelberg)— Haarmann II(Phönir Tudwiasbafenj. Einſtimmiger Punktſieger Haarmann II. SiHalbichwergewicht: Frank(...)— Hartmann(Offenbachj — ger Frank durch Aufgabe des Gegners.— Schwerge⸗ 5 uobt: Trumpfheller(Darmſtadt)— Weiler(Phönir Ludwigs⸗ Aeen. Sieger Trumufheller durch Aufgabe des Geg⸗ 8.— Mittelgewicht: Manteuffel(Heidelberg)— Alhrecht Whönix Ludwigshafen). Sieger Albrecht nach Punkten. cl. Winterſport 5 Sonja Henie Wellmeiſterin in Kunſtläufen Proteſt von Frau Jaros/ Szabo ge Als eine der letzten großen eisſvortlichen Veranſtaltun⸗ meizwurden am Samstag und Sonntag in Oslo die Welt⸗ gebsterſchaften im Eiskunſtlaufen der Damen zum Austrag racht. Die Titelverteidigerin Frau Jaros/ Szabo⸗Wien, die eutſche Frau Brockhöft und die Norwegerinnen Frau Sim⸗ enſee und Frl. Sonja Henie waren am Start. Das Schieds⸗ t beſtand aus drei Norwegern, dem Oeſterreicher Mül⸗ und dem Deutſchen Vieregg. Beim Pflichtlauf ſchon waren wähn JarosSzabo und die junge Sonja Henie die Beſten, ſcheidend Fran Simmenſee und Frau Brockhöft für die Ent⸗ die dung nicht mehr in Frage kamen. Im Kürlaufen konnte füh leine Henie nicht reſtlos gefallen, Frau Jaros dagegen zwar kein allzu ſchweres Programm auf, zeigte aber fa 81 3 1 8 1 gericht 1 vollendete Sicherheit. Trotzdem entſchied das Kampf Proteſt ür die Norwegerin, wogegen der Oeſterreicher Müller erhob. Sonja Henie wurde Weltmeiſterin mit Platz⸗ Tieferschũttert machen wir Verwandten, und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein lieber Mann, unser freubesorgter Vater, Sohn, Bruder, Schwager u. Onkel Adolf Groß nach kurzer, schwerer Krankheit, am Sonntag Alter von 49 jahren trün 4 Uhr tasch im Sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Käthe Groß Wwe. nebst Kindern Mannheim. 22. Februar 1927 eckenheimerstr. 53 jooPie Feuerbestattung findet am Mittwoch. 23. Febr nachm. 4 Unr statt. Von Beileidsbesuchén iitet—5923 — man Abstand zu nehmen. Osef Haller Maris Haller geb. Effler 5880 Vermählfe dierrhelm. Nedtetgv, 22. februer 1027. — — 5 Pllssce stan Kantent amenzg: zun 70% dn Kofiknöple die glüdellche Geburt emnes aller Art ſchneu und heim 2„den 18. Februer 1027. f duwelsingeretrae 150. 9885 dges billig 340⁰0 10 unden Riadels 1, 10. En bocdeigem en Zum 70b Dan 2 2 2 2 enn fudcinter u auann Jeppicreingen Mann gebe Stanm u. ſonſtigen Aufträgen empfiehlt ſich b. tadel⸗ loſer Ausführung Dienſtmann Engel. T 4. 5, Tel. 3319. der Mannheimer ſtand der Revanche⸗Meiſter⸗ beiden Fliegengewichtler Heuberger(Phönirx Mannheim). Aehnlich wie bei em Meiſterſchaftskampf in Karlsruhe wurde auch bei dieſer euauflage der Phönixler Sieger, während wie damals in geſtern in Mannheim, derkampf zweifellos lus für Wißler, zum Allermindeſten aber ein klares Un⸗ i Dieſes unbedingte Fehlurteil ließ natür⸗ ie Wogen der Mißſtimmung ſeitens des Publikums für Beſonders regiſtriert ſeien Siege der beiden Meiſter aden⸗Württemberg Frank(V. f..) und Barth(Phönir annheim). Von den Rahenkämpfen überragten die präziſen und Haarmann 1(Phönix Sieger nach Punkten Hu ber.— Flie⸗ r.— Bantamgewicht: Her⸗ Ein⸗ Manthey⸗Häußler und Thomas⸗M. Buyſſe aus dem Rennen Nachbezeichnete Straßen am alten Exer⸗ zierplatz bei den Kaſernen werden wie folgt benannt? aqa) die Straße zu den neuerſtellten Not⸗ Auf erstklass. wohnungen neben dem früheren Proviant⸗ Mohn- u. Ge- amt zwiſchen Hochufer⸗ und Exerzierplatz⸗ schäftshäuser ſtraße in bester Lage Für die bisbene ee ſtraße zwiſche 11 Für herige Gre 1 n 8 Landwehr⸗ und Hochuferſtraße wird dieſer ereue Mamnbelner Rame infolge Aenderung der Planlegung blecherungs-.-., und Wegſalls der Straße entbehrlich. Hezirksbifeniſon b) die Straße am Nordweſtrande des alten Mannneim 5„ zwiſchen Hochufer⸗ und Schei⸗ 5 enſtraße 755 5 DLE 8, 19 Mannheim, 14. Februar 93 25 Oberbürgermeiſter. Groß, ſel. 2569 war: 1027 verſteigert werden. Rundſchau ziffer 7 und 364,576 Punkten vor Frau Jaros/ Szabo, die Platz⸗ ziffer 8 und 364,540 Punkte erhielt. An dritter Stelle folgte Frau Simmenſee mit Pl. 17, 311,25 Punkte vor Frau Brock⸗ höft Pl. 18, 295,15 Punkte.— Dieſe Weltmeiſterſchaft dürfte wahrſcheinlich aber noch aus Anlaß des Proteſtes ein Nachſpiel haben. Zumindeſt wird ſich der Internationale Eislauf⸗Ver⸗ band mit der Angelegenheit zu beſchäftigen haben. Breslauer Sechstagerennen Nach 90 Stunden Die Nacht vom Sonntag zum Montag verlief ziemlich er⸗ eignislos. Von der glanzvollen Beſetzung dieſes Rennens hätte man eigentlich einen anderen Rennverlauf erwarten können. Wie am Kaiſerdamm, ſo erlebt man auch hier nichts von den großen Jagden, wie ſie der Sportpalaſt zu verzeich⸗ nen hatte. Fächerfahrten und ſchlechte Ablöſungen machen wirkliche Jagden ſaſt unmöglich. Zudem halten ſich gerade die ſtärkſten Paare auffallend zurück. So die Franzoſen Wambſt⸗ Laquehay, die ſehr viel können, wenn ſie nur wollen. Auch von van Kempen⸗Rielens ſieht man nicht viel. Der„fliegende Hol⸗ länder“ hat ſcheinbar ſein Spurtvermögen verloren, denn in den Wertungskämpfen merkt man wenig von ihm und bei den Jagden kann er ſich nur mit Mühe behaupten.— Gegen 1 Uhr nachts gab es einige kleine Plänkeleien: 15 Minuten lang waren einmal alle Fahrer auf der Bahn. Es gab aber nur einige Verluſtrunden wegen ſchlechter Ablöſung; am härteſten wurden davon die Paare Letourneur⸗Thollembeck und Feja⸗ Rieger betroffen, weil ſie damit aus der Spitzengruppe ver⸗ ſchwanden. Die Sypitzengrupve beſteht jetzt nur noch aus den drei Mannſchaften Kroll⸗Miethe, Tonani⸗Knavpe und Wambſt⸗ Laquehay. Bei den Wertungskämpfen der Nacht waren Lon⸗ gardt und Kroll zweimal, Behrendt, Mühlbach, Ehmer, Thol⸗ lembeck, Manthey und Bauer je einmal ſiegreich. In den frü⸗ hen Morgenſtunden wurden die weit zurückliegenden Paare · genommen, ſodaß jetzt alſo nur noch elf Paare beteiligt ſind. Vor und nach der Nachtwertung gab es einen Flieger⸗ kampf O. Rütt— Poulain— Kaufmann. Der Sohn des Weltmeiſters befand ſich in glänzender Form. Er konnte im Fliegerdreikampf beim erſten Lauf Poulain und beim zwei⸗ ten Lauf Kaufmann ſchlagen. Den dritten Lauf gewann Kauf⸗ mann vor Poulain. Im Dreierfahren kam dagegen Rütt gegen die ſtarke Kombination Kaufmann⸗Poulain nicht auf. Kaufmannn erreichte 9, Rütt 7 und Poulain 5 Punkte. Auch nach der Aufhebung der Neutraliſation am Montag nachmittag verlief das Rennen ziemlich ruhig! Bei den Wer⸗ tungskämpfen des Nachmittags zeichnete ſich das Paar Tonani⸗ Knaype beſonders aus; es gelang ihm auch, Kroll⸗Miethe von der Spitze zu verdrängen. Nach 90 Stunden. in denen 2385.740 Km. zurückgelegt wur⸗ den, war der Stand des Rennens wie folgt: 1. Tonani⸗Knaype 170 Punkte; 2. Kroll⸗Miethe 165.: 3. Wamßſt⸗Laquehay 73.: —Eine Runde zurück. 4. Bauer⸗Tietz 295.; 5. nan Kempen⸗ Rielens 159.; 6. Letourneur⸗Thollembeck 130.; 7. Feja⸗ Rieger 123 P.— 2 Runden zurück; 8. Longardt⸗Behrendt 169 Punkte; 9. Skuninski⸗Junge 91.;— 3 Runden zurück; 10. Ehmer⸗Kroſchel 137 P.— 4 Runden zurück; 11. Mühlbach⸗ Seifferth 110 Punkte. Die Verbandsſpiele im Vorderpfalzkreis Von den 3 angeſetzten Treffen kamen nur zwei zum Austrage, da V. f. R. Landau gegen Rheingönheim nicht an⸗ trat und auf die Punkte verzichtete. Im Spiele V. f. R. Oggersheim—V. f. R. Frieſenheim:2(:1) ſicherte ſich Oggersheim endgültig vor dem Abſtiege. Oggers⸗ heim kämpfte mit großem Elan und legte durch gutes Stürmerſpiel bereits 4 Tore vor. Noch vor der Halbzeit brachte ein Strafſtoß Frieſenheim einen Gegentreffer. Nach der Pauſe wurde Frieſenheim weſentlich beſſer. Oggersheim verwirkte einen wefteren Strafſtoß, den die Gäſte zum 2. Tore ausnutzten. Im Endkampfe hatten aber die Einhei⸗ keine„Ente“! miſchen wieder die Oberhand. Durch das ſcharfe Spiel ver⸗ wirkte Frieſenheim noch 2 Elfmeter, aber nur einer konnte verwandelt werden, ſo daß beim Schlußpfiffe die Partie mit :2 Toren für Oggersheim endete. Ein hartnäckiges Spiel lieferten ſich Viktoria Neuhofen—Fv. Frankenthal:2(:1) Trotzdem Neuhofen mit allen Mitteln verteidigte, war Frankenthal durch ſeine beſſere Angriffsreihe ſchon in der 1. Spielhälfte im Vorteil und konnte auch durch den Halblinken ein Tor vorlegen. In der 2. Halbzeit wehrte ſich Neuhofen verzweifelt und das Spiel wurde ausgeglichen. Eine ſchöne Dreiinnenkombination brachte aber den Gäſten ein 2. Tor, womit ſie ſich den Sieg ſicherten und nun endgültig den 2. Tabellenplatz innehaben, der vielleicht bei der neuen Spiel⸗ ſyſtemregelung von Bedeutung ſein kann. S. Neues aus aller Welt — Der Jahrgang 1926. Wenig Wein, aber gute Qualität! So läßt ſich das 1926er Ergebnis nach Mitteilungen von ſach⸗ kundiger Seite zuſammenfaſſen. Die Ernte kann den Bedarf nicht decken, die Qualität befriedigt durchaus. 1920 brachte einen Mittelherbſt, 1921 iſt das Sonnenjahr, 1922 war an Quantität ein Rekordjahr, das an Qualität ein Mittel ergab, 1923 brachte wenig Wein und durchweg„kleine Qualität“, 1924 brachte einen Normalherbſt mit raſſigen Weinen, 19²⁵5 wieder eine beſſere Ernte mit recht guten Geſamtqualitäten. Das letzte Jahr gewährte die geringſte Ausbeute. — Auf der Jagd angeſchoſſen. Der Baßbuſſo Biehler vom Staatstheater in Wiesbaden wurde auf der Jagd von dem Operettentenor Schorn angeſchoſſen und ſchwer verletzt. Biehler hatte ſich, ohne das verabredete Signal zu geben, von ſeinem Anſtand entfernt, worauf Schorn, der in der Dunkelheit ein Stück Schwarzwild vor ſich zu haben glaubte, einen Schuß abgab, der Biehler ins Bein traf. Schorn gab noch einen zweiten Schuß ab, der glücklicherweiſe fehlging. Biehler verhinderte einen dritten Schuß dadurch, daß er Schorn anrief. Schorn ſchleppte den Verwundeten zwei Stunden lang durch den Wald zu einer Waldhütte, von wo Biehler ins Krankenhaus transportiert wurde. — Vereitelter Mordanſchlag auf einen Geldbriefträger. Der Sohn eines Fabrikdirektors, ein Kaufmann Fuchs aus Schweidnitz, hatte ſchon ſeit Wochen Nachnahmen üund an ſich ſelbſt adreſſierte kleine Geldbeträge in einem hieſigen Hotel erhalten. Er wollte dadurch den Geldͤbriefträger möglichſt oft bei ſich ſehen, um ihn bei Gelegenheit zu berauben. Der Poſtbehörde ſielen die vielen kleinen Geldſendungen auf und ſie benachrichtigte die Kriminalpolizei, die unvermutet bei dem jungen Mann eindrang und ihn verhaftete. Bei Durch⸗ ſuchung des Zimmers fand die Polizei einen ſchweren Schmiedehammer bereit geſtellt, über deſſen Verwendung die widerſprechendſten Angaben gemacht wurden. Fuchs hatte erſt vor kurzem durch einen fingierten Raubüberfall im Breslau⸗ Görlitzer Zuge von ſich reden gemacht. — Immer hübſch verkehrt. Eine luſtige Feſtſtel⸗ lung wurde unlängſt in Jugoſlawien und Ru⸗ mänien gemacht: Deutſche Firmen in Oeſterreich und der Tſchechoſlowakei ſchreiben aus Aengſtlichkeit und Mangel an nationalem Bewußtſein an jugoflawiſche und rumäniſche Firmen franzöſiſch. Nun aber verſtehen gerade die wirtſchaft⸗ lichen Kreiſe der beiden Balkan⸗Staaten in viel größerem Maße deutſch als franzöſiſch. Dies wiſſen franzöſiſche Firmen genau und ſchreiben daher ihre Geſchäftsbriefe deutſch. —. Der Hirſch bei Kaffee und Kuchen. Aus Tiefenbach (Kr. Wetzlar) wird mitgeteilt: Mehrere Holzhauer hatten ihre Ruckſäcke abſeits ihrer Arbeitsſtelle zuſammengelegt, als ſie plötzlich einen Hirſch bemerkten, der in aller Seelenruhe die Ruckſäcke beſchnupperte. Als ſie das Tier umkreiſen und ein⸗ fangen wollten, ergriff es die Flucht, dabei eine Kaffeeflaſche mitnehmend, die man ſpäter einige hundert Meter weiter entleert fand. Außerdem hatte der Hirſch aus einem Ruckſack ein großes Stück Kuchen gepirſcht. Anſcheinend hat ihm Kaffee und Kuchen ſehr gut geſchmeckt. Hoffentlich war der Hirſch Annll. Peräffenkichungen der 8tadt Maunheim Die Pfänder vom Monat Auguſt 1926 und 31 Lit. A Nr. 8081 bis 10 220(rote Scheine), Lit. B Nr. 19 750 bis 24 500(weiße Scheineß, Lit. C Nr. 14 209 bis 17 409(grüne Scheine) müſſen bis ſpäteſtens Ende Februar 1927 aus⸗ gelöſt werden, andernfalls ſie Anfangs März Städt. Leihamt. fülh-Anbuse Q3. 22 Tel. 32 518. Tägl. Radiovorführg. und Verkauf.:21 uAnge S1¹⁴4 Erstklassige Standuhren Eiche in allen Farben, Nußbaum, Mahagoni Bestecke in Silber, versilbert u. Alpaka Trauringe Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten Ludwig Groß F2. 4a reiepnon 28 203 F2, 48 92 8 Direkt ab Fabrik S0O-GS=SO-οDνe˙ 89¹ Mifa-Fabrikverkaufsstelle: Mannheim, N 4. 10 Leiter: I. 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Vermischtes Nb 2 Chaiſelongue, Diwan Bettchaiſelongue, Klubſofa und Seſſel, Roßhaar⸗ und Edel⸗ wollmatratzen aus eigener Werkſtätte 8 — * Eintrittskarten und Tischreservierung: bei Lotterieeinnehmer. 5 J. Stürmer, Mannheim, O 7. 11, Telephon Nr. 29500—29501 oder 55 euwalpach e, Stadt. Kurdireknon Baden-Baden, Telepnon Nr. 151—1I60. zwiſchen B 6 u. B 7. 5 5 fe — DD eneeeeeeeeeeeeeeeeeeneeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeneeeeeeeeneeeeeeeeemem BLACK BOTTONI CHARLESTON ENGLISH WALTZ Lelzte Richfung— Infernaflonaler Siil Neuer Kurs beginnt Anfang März. Aumeldungen werden entgegengenommen. Einzelunterrieht zu jeder Tageszeit. 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