Neuo 22 Donnerskag, 17. Mär: Bezugspreiſe: In Mannheim u. Umgebung frei ins Haus oder durch die Poſt monatl..⸗M. 2,50 ohne Beſtellgeld. Betevtl. Aenderung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe ach⸗ forderung ſchatstene Poſtſcheckkonto 17590 Karlsrühe. Haupt⸗Geſchäftsſtelle E6, 2. Haupt⸗Nebenſtelle. R1, 46, Saapermamurg, Geſchäfts⸗ Nebenſtellen Waldhofſtr.6, Abbeſſe Gente 19/20 u. Meerfeldſtraße 11. Telegramm⸗ Adreſſe: Generalanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. 12mal. Fernſprecher 24944, 24945, 24951, 24952 u. 24953 Beilagen: Sport und Spiel Aus Seit und Leben 2 — Junnheimer Heneral Alzeiger Aantheiner Sakehkun 5— Aus der Welt der Cechnie Preis 10 Pfennig 1027— Nr. 128 Anzei euprei e nach Tarif, bei Vorauszahlung je einſp. 5 Allgem. Anzeigen 0,40.⸗M. ere 4R.⸗M. Kollektiv⸗Anzeigen werden höher berechnet. F An, eigen⸗Vorſchriften für beſtimmte Tage Stellen u. 15 en wird keine Verantwortung a be Höhere Ge⸗ walt, Streiks, Betriebsſtörungen uſw. keinen Erſaß anſprüchen für ausgefallene od. beſchränkte Ausgaben oder e von Anzeigen. Aufträge durch verſpätete Aufna ee age Gewähr. Gerichtsſtand iſt Mannheim. Wandern und Neiſen Geſetz und Necht Aus dem Sleueraus Ausſprache über Steuerfragen und Smaneusdleich J Berlin, 17. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Der Steuerausſchuß des Reichstages ſetzte heute unter dem Vorſitz des Abg. Hertz(Soz.) die allgemeine Ausſprache den Finanzausgleich fort. iſt ein Antrag der Regierungsparteien, das Reich ſolle den Ländern und Gemeinden den Geſamtaufwand für die Er⸗ werhsloſenfürſorge bis zum Inkrafttreten der Arbeitsloſen⸗ verſicherung erſetzen.— Der Vertreter Württembergs ſtütekolgende Erklärung ab: 1. Die Staatsſteuer auf Grund⸗ ſtücke, Gebäude und Gewerbe wird vom 1. April 1927 ab ge⸗ ſenkt werden. 2. Die Regierung wird auf die Gemeinden einwirken, daß ſie, was ſie an Einkommen⸗ und Körperſchafts⸗ ſteuer. mehr erhält, zur Senkung der Gemeindeumlage Faf Prundſtücke, Gebäude und Gewerbe verwenden. Der Vertreter Badens erklärte, de badiſche Regierung ſtehe vollkommen auf dem Stand⸗ punkt des Ausſchuſſes, daß die Realſteuern der Länder nach öglichkeit geſenkt werden ſollen. Erſt wenn das Ergebnis der erſten Veranlagung vorliegt, kann indeß beurteilt wer⸗ en, ob die Notwendigkeit und Möglichkeit einer weiteren enkung vorliegt. Wenn dies der Fall ſein wird, wird die adiſche Regierung eine Senkung eintreten laſſen. Finanzminiſter Dr. Höpker⸗Aſchoff erklärte, auf dem Gebiete der Realſteuern ſei die Gewerbeſteuer durch die kürzliche Novelle zur Gewerbeſteuerverordnung vom „ April 1927 ab gerade mit Rückſicht auf das beyorſtehende inanzausgleichsproviſorium bereits um 5 0. J0 Mil⸗ lionen Mark geſenkt worden. Die preußiſche Staats⸗ regierung würde es nicht zulaſſen, daß dieſe Senkung durch eine allgemeine Erhöhung der gemeindlichen Zuſchläge gur Wewerkeſteuer wieder ausgeglichen wird. Ein Vertreter Bayerns ſtellte feſt, das Geſetz von 1019 begründe den Anſpruch der ſüddeutſchen Länder auf die in dem 2 Antrag der Regierungsparteien vorgeſchlagene Erhöhung er Bierſteuerentſchädigungen. Ueber die Senkung der Real⸗ ſteuern⸗ gab der Redner eine Erklärung dahin ab, daß die nieeriſchen Grundſteuern im Reichstag ſchon mehrfach als zu Ruedig bemängelt wurden. Die Forderung nach einer Sen⸗ ung werde ſich alſo auf dieſe Steuern nicht beziehen. Für ie Zuſchläge zur Grundſteuer(Kreis⸗, Bezirks⸗ und Ge⸗ meindeumlage) ſeien geſetzlich bereits Höchſtgrenzen feſtgeſetzt. 7 ie Hausbeſteuerung ſei in Bayern ſogar zu hoch, da dort ie Hauszinsſteuer in Form von Zuſchlägen zur Hauszins⸗ Neu eingegangen chuß des Reichstags ſteuer erhoben werde: Man werde zunächſt abzuwarten haben, wie das Reich die Hauszinsſteuer geſtalten werde. Die Ge⸗ werbeſteuer ſei im Jult 1926 neu geregelt worden. Die Re⸗ gierung hat damals verſprochen, die Steuer ſofort zu ſenken, wenn der Ertrag dieſen Betrag überſchreiten werde. Dieſes Verſprechen ſoll auch gehalten werden. Abg. Keinath(D. Vp.) bezeichnet die ſächſiſche und württembergiſche Erklärung zur Realſteuerſenkung als befrie⸗ digend, nicht aber die Erklärung Preußens. Die bayeriſchen Verhältniſſe ſeien etwas undurchſichtig. Abg. Dr. Gereke(Dutl.) bezieht ſich auf die Erklärun⸗ gen der Länder und weiſt darauf hin, daß Preußen einen Schlüſſel eingeführt habe, der einem Teil der Gemeinden bei der Einkommen⸗ und Körperſchaftsſteuer weſentlich weniger geben will als bisher. Dieſen Gemeinden bleibe doch nichts ee übrig, als die Realſteuern zu erhöhen. Abg. Dr. Fiſcher(Dem.) erklärt ſeine Bereitſchaft zu Verhandkungen⸗ über den Geſamtinhalt des Finanzausgleichs. Daß die ſüddeutſchen Länder die Verſicherung zur Senkung der Realſteern leichter abgeben könnten als Preußen, ſei verſtändlich, da man ja den ſüddeutſchen Staaten in der Bier⸗ ſteuer und in anderen Fragen viel weiter entgegenkomme. Abg. Dr. Becker⸗Heſſen(D. Vp.) betont nochmals die Notwendigkeit, Länder und Gemeinden durch äußeren Zwang zur Herabſetzung ihrer Ausgaben zu veranlaſſen, da dies auf andere Weiſe nicht möglich zu ſein ſcheine. Die allgemeine wird am Freitag vormittag fortgeſetzt. Im volkswirtſchaftlichen Ausſchuß des Reichstages wurde heute vormittag das Lebensmit⸗ telgeſetz in zweiter Beratung ohne weſentliche Aende⸗ rungen angenommen. Durch das Lebensmittelgeſetz werden die in den verſchiedenen Verordnungen und Spezialgeſetzen enthaltenen Beſtimmungen über den Handel mit Lebens⸗ mitteln einheitlich zuſammengefaßt. Im bevölkerungspolitiſchen Ausſchuß des Anblſchen Landtages wurde heute ein von 34, vor⸗ wiegend dem Zentrum angehörenden Abgeordneten unter⸗ ſchriebener Antrag beſprochen, der die Staatsregierung zum Einſchreiten gegen eine beſtimmte Kategorie von Theaterrevuen, Nacktdarſtellungen und gegen die Verbreitung eindeutiger Schlager, Couplets uſw. durch Grammophon⸗Schallplatten erſucht. Der Antrag wurde mit den Stimmen der Deutſchnationalen, des Zentrums und der Deutſchen Volkspartei angenommen. Dagegen ſtimmten die Demokraten, Sozialdemokraten und Kommuniſten. Aus zer heutigen Aeichstansſtzung N Berlin, 17. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Im wichstag wurde heute die Ausſprache über den Lan d⸗ irtſchaftsetat fortgeſetzt. Wie es heißt, beabſichtigt . Ernährungsminiſter Schiele zum Schluß zuſammenſaſſend och einmal auf die während der Debatte an ihn ergangenen ufragen zu antworten. Man hofft trotzdem noch mit der eratung des Innenminiſteriums beginnen zu können. Der Reichstag erledigte heute zunächſt ohne jede Debatte thet Geſetzentwurf über die Verzinſung aufgewerteter Hypo⸗ 15 en und ihre Umwandlung in Grundſchulden durch Ueber⸗ eiſung an den Rechtsausſchuß. Dann ſetzte das Haus die geſtern abgebrochene Beratung des Landwirtſchaftsetats fort. ˖ it Deutſchnationale Kemeter begründete dann eine Ent⸗ teßung der Regierungsparteien. in der zum Schutze der Audemiſchen Geflügelhaltung und ihrer Verwertung eine ärkere Kontrolle der aus dem Ausland ſtammenden Eier ge⸗ ordert wird. Der Redner verlangte ferner ein Pflanzenſchutz⸗ 92 etz, um die Einſchleppung ſchädlicher Kraukheiten aus dem uslande zu verhüten. Die bisher beſtehenden Einzelverord⸗ ganden zur Verhütung der Einſchleppung der Reblaus, des ligrtoffelkäfers und Kartoffelkrebſes, der Silslauts und ah ſte er Krankheiten genügen nicht. Ferienpläne des Reichstags Der Reichstag beabſichtigt, am 8. April in dte⸗ Oſter⸗ der rie n zu gehen und am 2. oder 3. Mai die Beratungen wie⸗ P0 aufzunehmen. Da am 22. Mai die Sozialdemokratiſche 55 ihren Parteitag in Kiel beginnt, wird der Reichstag imeld ieſem Zeitpunkt ſeine Beratungen abbrechen müſſen. ldungen, daß der Reichstag dann ſchon bis zum November ie Sommerferien geht, ſind nach Auskunft parlamen⸗ ſcher Kreiſe verfrüht, da wegen der noch ſchwebenden Ver⸗ dlungen über verſchiedene komplizierte Geſetzesmaterien 5 handl erl edi auſe für nicht unwahrſcheinlich gehalten wird, ſo wird doch un maßgebenden Kreiſen mit einer e e von gefähr drei Wochen gerechnet. — aen„Eine Naenedenſn ad Aus Athen wird eldet, daß die Regierung die Abſicht habe, im Parlament beſo einzubringen, wonach ausländiſche Touriſten eine ondere Steuer bezahlen ſollen, die für den Unterhalt der bevorſteht“. äbzuſehen iſt, welche Geſetze noch vor den Sommerferien 5 igt werden müſſen. Wenn auch eine längere Sommer⸗ Kulturſragen Berlin, 17. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Im preußiſchen Landtag hat ſich geſtern der Kultusminiſter Becker zur Konkordatsfrage geäußert, aber wie immer, wenn es ſich um ein„ſchwebendes Verfahren“ handelt, war man binterher ſo klug als wie zunor. Herr Becker konnte nur mit⸗ teilen, daß der Abſchluß des Konkordats„nicht unmitlelbar Wenn man will, mag man freilich auf dieſer diplomatiſchen Wendung die Beſtätigung der Tatſache heraus⸗ leſen, daß die Kurie auf eine Entſcheidung drängt und daß man wohl in nicht allzu ferner Zeit Stadium der Prüfun⸗ gen beendet ſehen will. Weit weniger zurückhaltend, ja mit einer Offenheit, die lebhafte Bewegung im Hauſe auslöſte, nahm der Miniſter zu dem mit dieſer Frage eng verknüpften Problem der Zu⸗ kunftsſchule Stellung. Reſigniert gab er zu, daß das in der Weimarer⸗ Verfaſſung verankerte Prinzip der Simultan⸗ ſchule eigentlich nur noch auf dem Papier ſtände, in Wahrheit ſeien die konfeſſionellen Schulen auf der ganzen Linie im Ausdi e ſo wen ſie vorausſichtlich in der 1 der F wurdjeben werde, ſo kann man nicht behaupten, daß dieſe Worte einen beſonders zuverſicht⸗ lichen Eindruck hinterließen. Mit umſo mehr Entſchiedenheit verſicherte er, daß er ſich allen Verſuchen, die geiſtliche Schul⸗ aufſicht, deren Abſchaffung eine der größten Errungenſchaften der Revolution ſei, durch die Hintertüre wieder einzuführen, widerſetzen werde. Im allgemeinen trat der Miniſter der von rechtsxadikaler Seite aufgeſtellten Behauptung entgegen, daß Deutſchland ſich in einem kulturellen Niedergang befinde. Er rühmte die Bereitwiillgkeit der Parlamente und Parteien, die ſich jederzeit geneigt gezeigt hätten, die für kul⸗ turelle Zwecke unnumgänglich erforderlichen Mittel zur Ver⸗ fügung ön ſtelken. 0 Aus dem n aewselben Ausſchüß erlin, 17. Mönz (Von unſerem Berliner Büro⸗ 15 Auswärtigen Ausſchuß des Reichstages bildeten die Gen⸗ fer Verhandlungen den Gegenſtand der Beratung. Den Vor⸗ ſitz führte Abg. Wallraf(.⸗Natl.). Reichsminiſter des Aus⸗ wärtigen Dr. Streſemann erf lete einen ausführlichen Be⸗ richt, an den ſich eine längere Ausſprache anſchloß. Be⸗ ſchlüſſe wur den nicht gefaßt. Der Ausſchuß wird walen der Bölietbeken und der öffentlichen Anſtalten Ver⸗ nng finden ſoll. ſae Beratungen am e 40 fort⸗ Die Bertrauenstrite und der Fall Jürgens Im Grunde hat der Fall des Landgerichtsdirektors Jür⸗ gens, den die Moabiter Richter am Montag der Freiheit wiedergegeben haben, nichts damit zu tun, was wir ſeit einigen Jahren die„Vertrauenskriſe der Juſtiz“ zu nennen uns ge⸗ wöhnten. Vertrauenskriſe der Juſtiz: das iſt ſozuſagen ein terminus technicus. Und man verſteht unter ihm die angeb⸗ liche oder wirkliche Neigung der deutſchen Richterſchaft oder ihres weitaus größten Teils, Leute, die von rechts kommen, weniger ſcharf anzupacken denn ſolche, die mit ihren politiſchen Anſchauungen irgendwie in der Linken wurzeln oder aus den unteren Schichten der Geſellſchaft ſtammen. Das iſt, wenn unſer Gedächtnis uns nicht täuſcht, die Entſtehungsgeſchichte des in dieſen Tagen wieder vielfach abgewandelten Begriffs. An ihr gemeſſen, wird zunächſt doch wohl auszuſprechen ſein: die Affäre Jürgens iſt ein Beiſpiel für das Gegen⸗ teil. Da iſt ein Mann in der immerhin gehobenen Lebenslage eines Landgerichtsdirektors. Einer von denen, die, wenn es in einer mittleren oder ſelbſt einer größeren Provinzialſtadt eine Honoratiorenſpeiſung gibt, immer„oben ſitzen“. Zudem ein unzweifelhaft rechts gerichteter Mann. Von einer, wenn man es ſo ausdrücken darf, Bürgerblocksgeſinnung, die ſchon an Fa⸗ natismus ſtreift. Doch auch ihn ſchlugen die Häſcher in Bande. Die Verdachtsmomente ſind einigermaßen ſeltſam, beinahe ſchon abenteuerlich. Aber ſie genügen der Anklagebehörde, den Landgerichtsdirektor und ſeine Frau als überführte Verbrecher zu behandeln. Die Kommuniſten brüllen„Barrabam, Barra⸗ bam“ und ſelbſt in Organen, die fern ab von den kommu⸗ niſtiſchen Tollburgen liegen, wird ganz ernſthaft der groteske Gedanke erörtert, alle Prozeſſe, in denen Jürgens mitgewirkt hat, zu annullieren und von neuem führen zu laſſen. Im üb⸗ rigen ſpricht man von den beiden Verhafteten nicht anders als von dem„verbrecheriſchen Ehepaar“ und findet es ganz in der Ordnung, daß ihr Aufenthalt im Unterſuchungsgefängnis von Monat zu Monat ſich dehnt, bis aus der düſteren Kette ern rundes Jahr geworden iſt. So einfach— hie ſchwarz, hie weiß — liegt das Problem keineswegs. Rechtsgeſinnung und geſell⸗ ſchaftliche Stellung bedeuten noch durchaus keinen forenſiſchen Freibrief, können unter Umſtänden vielmehr dem in ein Ver⸗ 3 verwickelten zum Verhängnis werden. Soll⸗ man nun— auch derlei S Stimmen hört man zuweilen — erklären: es gibt überhaupt keine juriſtiſche Ver⸗ trauenskriſer Ein leerer Wahn, der bei näherem Zu⸗ ſehen zerflattert? Ja und nein. Nur tappt man, wie uns ſcheinen möchte, auf dem Irrweg, ſo man ſie ausſchlienß⸗ lich bei der Juſtiz und deren Organen ſucht. Kann ſein, daß Recht und Leben wieder einmal auseinanderklaffen. Daß für manche, zugegeben: ſehr viele, Fälle das jus ſtrietum nicht ausreicht und das freie Ermeſſen— auch Richter ſind ſchließ⸗ lich Menſchen und an Ort und Zeit gebunden— die rechte Straße verfehlt. Das wird ſich ändern, wenn wir auch die geiſtige Inflation und nach ihr— der Ablauf iſt hier der gleiche— die Verknappung der ſeeliſchen Kräfte und ihrer Ausdrucksmittel überwanden. Die Abhilfe liegt in den Dingen ſelber, die früher oder ſpäter durch den Rückſchlag des Pendels in die natürliche Lage wiederkehren. Auch die Tanzſeuche und die atonale Kakophanie werden eines Tages von uns ab⸗ fallen. Anders, weil es da um bewußte und gewollte Vor⸗ gänge ſich haͤndelt, ſteht es um die unheilvolle Sucht, aus der Rechtſprechung. mehr noch: aus jedem einzelnen Prozeßfall, öſterreichiſch geſprochen, ein„Politicum“ zu machen. Das fängt, wenn es nicht gerade um einen erprobten Straßen⸗ räuber oder anerkannten Prominenten der Kaſchemmenwelt geht, in dem Augenblick an, wo das Verfahren eingeleitet wird oder der Verdächtige ins Unterſuchungsgefängnis ein⸗ zieht. Von dieſem Moment iſt, wie man ehedem anzunehmen geneigt war, nicht nur der Angeklagte ſub judice, beſindet ſich vielmehr, zugleich mit ihm, auch der Richter in der Obhut der mit Argusaugen ausgerüſteten ſogenannten öffentlichen Meinung. Man hat zunächſt einmal ſchnell feſtgeſtellt, woher der Beſchuldigte kam der Fahrt. Aus welchem Lager er ſtammt, wer ſeine Zeitgenoſſen waren. Ob und wie er und ſeine engere Freundſchaft ſich parteipolitiſch zu ſtellen pflegen. Und nun wird jeder Schritt der Juſtiz bewacht, beargwöhnt, bekrittelt. Werden, was ſchon eine ſittliche Barbarei iſt, mitten in das Verfahren hinein Artikel geſchrieben, in denen ohne Akten⸗ und Perſonenkenntnis, je nachdem, drohenden Tons Schuld⸗ oder Freiſprüche ausgeteilt werden. Bis die verehrte Themis dann zwar nicht mehr blind, doch rettungslos a ee t. Es iſt gar kein Zweifel, daß in den letzten Jahren hier und da von deutſchen Gerichten Urteile gefällt worden ſind, die man nicht recht verſtand und in deren Begründung ſich hineinzufin⸗ den für den oft und gern zitierten Normalbürger nicht immer leicht war. Die meiſten von ihnen, wennſchon ſicher nicht alle, erwuchſen doch wohl in dieſer unfreundlichen, erregten und überhitzten Stimmung, die durch das fortgeſetzte Trommelfeuer der Preſſe erzeugt ward. Nicht alle Menſchen— ſelbſt nicht alle Richter— haben Nervenſtränge von Eiſendraht. Die einen, die Schwachmatten, fallen um. Die anderen, die von Natur eeee die Arme in die Hüften und fauchen: iuſtamentnöt! Schließlich enden beide dann bei Erkenntniſſen, die man als Fehlſprüche empfindet. Hier, will un? bedün en, wäre vor allem Einkehr zu halten. Und juſt dieſe Affäre Jür⸗ gens— ein wahres Schulbeiſpiel— möchte zu ihr einladen. In führenden Berliner Blättern, die mit den Kommuniſten um die Wette das Haupt des Landgerichtsdirektors Jürgens verlangt hatten, hoben dexen Gerichtsſpezialiſten nämlich plötz⸗ lich an, den Caſus mit ganz anderen Augen anzuſchauen. Man böbnte d die Sadehe Polizei. ee keing überlegenen ..——— 3 ———— —— — —* ͤ—v—————— —— —— — 2. Seite. Nr. 128 Neue Mannheimer Zeitung[Abend⸗Ausgabe] Donnerstag, den 17. März 1927 Ironien ſpielen über der ja nicht gerade glücklichen Geſtalt des! dortigen Oberſtaatsanwalts. Man ſchlug die Hände über dem Kopf zuſammen und fragte mit dem Entſetzen des preziöſen und feuilletoniſtiſchen Schriftſtellers: wie konnte man nur? Ich hätte dieſelben Blätter ſehen mögen, wenn man nicht„ge⸗ vor Jahr und Tag in Stargard nicht die Anklage ge⸗ wäre das mindeſte,„Juſtiz⸗ konnt“, rüſtet hätte.„Vertrauenskriſe“ ſchande“ noch lange nicht das ſchärfſte Wort geweſen. Alſo, wir müſſen wieder einmal umkehren. Und zunächſt, Goethe b ale J Tür fegen. Zwieſpälte ſchließen zwiſchen Rechtſprechung und Volksempfinden. Aber ein Gutteil näher werden wir dieſem wünſchenswerten Zuſtand doch wohl kom⸗ eine einfährige unterfuchungs⸗ de. geben. Der Gedanke, daß dieſes Da⸗ moklesſchwert über jedem von uns ſchwebt, iſt einfach 1 was ja ſchon einſt Das wird vielleicht noch nicht alle men. Und im übrigen: haft darf es nicht träglich. Die ſaarländiſche Zentrumspartei zum Genfer Kompromiß AJn einer außerordentlich ſtark beſuchten Verſammlung der Zentrumspartei des geſamten Saargebiets, die am Mittwoch jn die den Referaten wieder abend in Saarbrücken ſtattfand, wurde nach Die nächſte Matstagung nicht in Berlin Berlin, 17. März.(Von unſerem Berliner Bürv.) Die nächſte Tagung des Völkerbundsrats findet, wie die„B..“ meldet, vom 6. Juni ab in Genf ſtatt. Der Plan, die nächſte Ratstagung nach Berlin zu verlegen, iſt alſo wiederum fallen gelaſſen worden. In Berlin ſollen lediglich die Tagun⸗ gen der Unterausſchüſſe für Verkehrsweſen und für Sanitäts⸗ fragen im Mai bezw. September ſtattfinden. Daß die De⸗ zembertagung des Völkerbunds nach Berlin verlegt wird, wird als nicht unwahrſcheinlich angeſehen. Schulſireik im Memelland Vor einigen Tagen berichtete die„Memelländiſche Rund⸗ ſchau“, daß in der Schule Augskiken, Kreis Pogegen, ein Schulſtreik ausgehrochen ſei, weil das Direktorium Schwellnus angeordͤnet hatte, die Unterrichtsſprache an der Schule in Augskiken ſolle fortan die litauiſche ſein, während bisher dort in der deutſchen Sprache unterrichtet wurde. Die Eltern des Schulbezirks ſandten ihre Kinder erſt wieder Schule, als der Lehrer die Erklärung gab, es würde in der deutſchen Sprache unterrichtet werden. Das des erſten und zweiten Vorſitzenden Rechtsanwalt Levacher Direktorium bat nun verfügt, daß trotz der unzweideutigen und Kiefer über das Genfer Ergebnis noch folgende bemer⸗ kenswerte Entſchließung angenommen: 11 „Die Saarbevölkernug kämpft ſeit Jahren um das geringe Recht, das ihr der Verſailler Vertrag gelaſſen hat, Obwohl der Völkerbundsrat bei allen ſeinen früheren Beſchlüffen bei der Militärfrage den Rechtsſtandpunkt anerkannt hat, iſt durch die dauernde Errichtung der ſogenannten Bahnſchutztruppe der Rechtsboden verlaſſen worden. Gegen dieſe Rechtsverletzung proteſtiert die Zentrumspartei des Saargebietes mit aller Ent⸗ ſchledenheit. Weiterhin bedauert die Zentrumspartet es außerordentlich, daß wiederum eine neutrale Zuſammenſetzung der Regie⸗ rungskommiſſion nicht gewährleiſtet worden ſei. palb d a eſe Partei erklärt, daß ihre Genfer Delegationsmitglieder (die bekanntlich in der franzöſiſchen Preſſe und auch von Briand angegriffen worden ſind) als gewählte Vertreter des Volkes in ihrem Auftrage handelten und ſpricht ihnen wieder⸗ holt ihr volles Vertrauen ſowie ihren uneingeſchränkten Dank für ihr entſchloſſenes Eintreten für die Intereſſen der Saar⸗ dringenden Erwartung Ausbruck, daß möglichſt gut gemacht wird. e bepölkerung aus. Die der Saarbevölkerung als auch dem Anſehen des Völ⸗ kerhundes ſchwer abträglichen Ergebniſſe der letzten Rats⸗ haben erneut den Beweis erbracht, daß nur die Er⸗ füllung der von der Zentrumspartei oft erhobenen Forde⸗ rung nach baldiger Rückkehr zum Reiche eine Geſundung der unhallbaren Verhältniſſe herbeiführen könne.“ Erklärungen Coßmanns zur Saartruppenfrage Die„Tägliche Rundſchau“ hatte in einer Beſprechung der in Genf geſtern zu dem Bericht der Regierungs⸗ kommiſſion des Saargebietes an den Völkerbund bemerkt: Die Schwierigkeiten der deutſchen Vertretung in Genf lagen darin, daß dieſer Bericht der von dem Völkerbund ſelbſt einge⸗ ſetzten Regierungskommiſſion auch ſeitens des 17 0 eiden⸗ ſchaftlich bekämyft worden iſt, ſondern daß das deutſche unter den fünf Mitgliedern der Regierungskommiſſion ſich bei der Abſtimmung über dieſen Vorſchlag ledͤglich der Stimme ent⸗ hielt und im Protokoll hatte vermerken laſſen, daß er„in tagung Ratsſitzung gliedes in der Regierungskommiſſion nicht etwa einigen Punkten nicht einverſtanden wäre“. Gegen dieſe Verſion, die auch in anderen deutſchen Zeitun⸗ gen aufgetreten iſt, wendet ſich Herr Coßmann mit einer Erklärung, deren Faſſung nach der Meldung eines deutſchen Nachrichtenbüros folgendermaßen lautet:„Zu keiner Zeit und bei keiner Beſprechung über die zu bildende Eiſenbahnſchutz⸗ ktruppe bin ich für dieſe Einrichtung geweſen. Im Gegenteil, habe ich mich in einem Gutachten klar und deutlich gegen das Verbleiben von Militär bezw. militäriſchen Formationen ausgeſprochen. Auch bei den Verhandlungen über die Eiſenbahnſchutztruppe Ende Februar habe ich die Eiſenbahnſchutztruppe ausdrücklich abgelehnt. Bei der Ab⸗ M ſtimmung über den Geſamtbericht der Regierungskommiſſion habe ich, wie aus dem Protokoll hervorgeht, erklärt, daß ich für dieſen Bericht nicht ſtimmen könne, da ich alle ſeine Punkte nicht annehmen könne. Zu dieſen Punkten gehört in erſter Linie die Bildung der Eiſenbahnſchutztruppe. * Eröffuung einer deutſch⸗evangeliſchen Kirche in Paris. Wie die Pariſer Blätter melden, wird die vor etwa einem Jahre von der franzöſiſchen Regterung freigegebene deutſch⸗ evangeliſche Kirche in Paris demnächſt wieder eröffnet werden. Die Verwaltung der Kirche hat der evangeliſche Kirchenaus⸗ ſchuß in Berlin übernommen, von dem auch der Pfarrer ge⸗ eingeräumt wird, Ablehnung, die die Verfügung durch die Eltern erfahren hatte, an der Augskiker Schule in der litauiſchen Sprache zu unterrichten ſei. Daraufhin iſt der Schulſtreik an der er⸗ wähnten Schule erneut ausgebrochen und ſeit Montag nimmt kein einziges Kind mehr an dem Unterricht teil. Die Wirtſchaftsverhandlungen mit Frankreich Berlin, 17. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Ueber den Stand der deutſch⸗franzbſiſchen Handelsvertrags⸗ verhandlungen wird von unterrichteter Seite mitgeteilt, da eine Einigung über das Weinkontingent noch immer nicht erzielt ſei und daß man ſich vor übertriebenem Optimis⸗ mus hüten müſſe. Ob den Franzoſen ein Weinkontingent hängt nach wie vor von der Höhe der Gegenleiſtungen ab. Die Liſte der deutſchen Gegenforde⸗ rungen ſoll ziemlich umfangreich ſein. Ein furchtbarer Militarismus“ Das mit bedenklicher Eile und ſeltſamer Einmütigkeit— 500:31 Stimmen— in der franzöſiſchen Kammer durchgepeitſchte Gaſetz über die allgemeine nationale Mobilmachung aller Fran⸗ zoſen ohne Unterſchied des Alters und Geſchlechts wird i m Elſaß, wo man aufrichtig eine deutſch⸗franzöſiſche Verſtändi⸗ gung wünſcht, als höchſt gefährlich für den Frieden empfunden. Der bekannte„Elſäſſer Kurier“ ſchreibt darüber wörtlich:„Ein Gefühl des Grauens bringt man nicht los über dieſes Geſetz. Es liegt darin ein furchtbarer Militarismus, der alles bisher Gekannte in den Schatten ſtellt. Was wird auf der Welt, wenn in gleicher Weiſe alle Völker ihr Militärweſen auf dieſer Baſis aufbauen? Und niemand fand ſich in der Kammer, um ernſthaft zu ſagen, daß derartige Vorſichtsmaßnahmen und Vorberei⸗ tungen abſolut unnötig ſeien. Nur die Kommuniſten vom par⸗ teitaktiſchen Standpunkt aus bekämpfen das Geſetz. Der Reſt der Kammer rechnet mit der Kriegsmöglichkeit als wie mit etwas ſelbſtverſtändlich Gegebenem. Worte eines überzeugten und abmahnenden Pazifismus haben die Debatte nicht geſtört.“ Die Kämpfe bei Nanking Nach den aus China vorliegenden Nachrichten finden etwa 12 Meilen von Nanking entfernt Kämpfe zwiſchen den Nord⸗ truppen und den Kautoneſen in unverminderter Heftigkeit ſtatt. Man befürchtet, daß die nächſten Stunden wichtige Ent⸗ ſcheidungen bringen werden. Auf Befehl ihrer Konſuln haben die Außländer meiſt die Stadt verlaſſen und ſind nach Schanghal geflüchtet. Die Flüchtlinge berichten, daß die Nord⸗ truppen Ausſchreitungen begingen, indem ſie plünderten und chineſiſche Frauen mißhandelten. Vom ganzen Land kommen zählreiche chineſiſche Frauen nach Nanking in die iſſionen, um auswärtigen Schutz zu erhalten. In ameri⸗ kaniſchen Kreiſen Schanghais hat die Beſchlagnahme der in der Nähe der Fremdenniederläffung von Schan hai ge⸗ legenen Regierungswerkſtätte und des Docks durch General Fiſchiang große Beſorgnis hervorgerufen, da auf dem Dock ſechs Kanonenboote für die amerikaniſche Jangtſeflotte ſich im Bau befinden. Nach weiteren Blättermeldungen haben chineſiſche Soldaten in den letzten Tagen ungefähr 50 Fluß⸗ boote, Dſchunken und Pontons beſchlagnahmt. Man nimmt an, daß das eine vorbereitende Maßnahme zur Räumung von Schanghai bedeutet. Zwei von den Chineſen beſchlag⸗ nahmte Fahrzeuge der Standard⸗Oil Company konnten von amerikaniſchen Marineſoldaten wieder zurückerobert Franzöſiſch⸗ ruſſiſche Annäherung 8 London, 17. März.(Von unſerem Londoner Vertreter.) In Londoner politiſchen Kreiſen erörtert man lebhaft die Nachricht, daß Frankreich im Laufe der nächſten Woche die diplomatiſchen Verhandlungen mit Sowfetrußlan wieder aufnehmen wird. Obwohl nach den vorliegenden Be⸗ richten die franzöſiſch⸗ruſſiſchen Erörterungen rein techniſcher Natur ſeien und ſich auf wirtſchaftliche, finanzielle und ju⸗ riſtiſche Fragen beſchränken ſollen, mißt man in London der Tatſache der erneuten Fühlungnahme zwiſchen Paris un Moskau die größte politiſche Bedeutung bei. Es werden be⸗ reits weittragende außenpolitiſche Kombinationen erörtert. Nachdem die engliſch⸗ruſſiſchen Beziehungen ſich in der letzten Zeit ſo rapide verſchlechtert haben, ſucht Rußland in Frank⸗ reich die fmanzielle und politiſche Anlehnung, die es in Eng⸗ land nicht zu haben können glaubt. Die franzöſiſch⸗ruſſiſche Annäherung werde aber, wenn ſie auch nur einigermaßen zu⸗ ſtande käme auf dem Balkan und im fernen Oſten die größte Gefahr mit ſich bringen. Das Wort von der goldenen jugoſlawiſchen Brücke, die Frankreich den Ruſſen baue, erhalte durch die Ratifikation des beſſarabiſchen Ver⸗ trages durch Italien neue Bedeutung. Alle dieſe Befürchtungen haben vermutlich ſtark zur wei⸗ teren Beruhigung der engliſch⸗ruſſiſchen Beziehungen bei⸗ getragen, die ſich in der Tat trotz der andauernden Plänke⸗ leien der Rechten, denen geſtern wieder einmal Lord Birken⸗ head in einer Rede beigetreten iſt, merklich zu konſolidieren begonnen haben. Tſchiſcherin kommt nach Paris 7 Paris, 17. März.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Der ſowjetruſſiſche Außenmintſter Tſchitſcherin, der ſi gegenwärtig in Fraukfurt einer ärztlichen Behandlung une zieht, wird vorausſichtlich in den nächſten Tagen in Pariiz eintreffen. Bei dieſem Anlaß wird Tſchitſcherin mit Brian ſich über die Wiederaufnahme der franzöſiſch⸗ruſſiſchen handlungen ausſprechen. Geſtern nachmittag verbreitete 05 das Gericht, Tſchitſcherin ſei bereits unterwegs und werde am Abend in Paris eintreffen. An maßgebender Stelle wurde jedoch erklärt, er werde ſeine Reiſe erſt in einige Tagen antreten. Sein Aufenthalt in Paris wird übrigen? von kurzer Dauer ſein, denn er gedenkt nach dem Süden Frankreichs weiter zu reiſen, um dort eine Woche zu bleiben. Letzte Mielöungen Sitzung des Reichskabinetts Berlin, 17. März.(Von unſerem Berliner Büro.) 7 5 Neenet wird, wie wir hören, ſich heute nachmittan 4 Uhr mit Finanzfragen befaſſen. Es handelt ſich 58 die Mehrforderungen über den Etat 1927 hinaus, mit 17755 ſich bereits geſteru der interfraktionelle Ausſchuß beſchäf 12 hat, und die eine Höhe von etwa 750 Millionen Mark erreichen. 1 Trauer im Hauſe Geßler 5 Berlin, 17. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Reicen wehrminiſter Geßler hat nun auch ſeinen zweiten und les 85 Sohn verloren. Der junge Karl Geßler iſt heute nacht in——— burg an den Folgen einer Gehirnhautentzündung geſto Die Beiſetzuna findet in Lindenberg im Allgäu ſtatt. wo der Geßler ein Gut beſitzt und wo auch ſchon der älteſte 5 egt. im November 1924 einem Herzſchlag erlegen iſt, begraben Halbmaſt über Berlin 10 Berlin, 17. März.(Von unſerem Berliner Büro.) bie den verſtorbenen lettländiſchen Stagtspräſidenten Tſcha fatt. findet morgen in der Matthäikirche eine Trauerfeier nie Die Reichsregierung, das diplomatiſche Korps und die Ko 19 5 lettländiſcher Staatsbürger in Deutſchland werden der Trat 1 feier beiwohnen. Die Beiſetzung des Präſidenten findet 55 in Riga ſtatt. Die diplomatiſchen Behörden Berlins ha Halbmaſt geflaggt. Die Korridorfrage vor dem Botſchafterrat — Paris, 17. März. Die Botſchafterkonferenz hat een dem„Petit Journal“ geſtern auch mit den Angelegen betr. den Danziger Korridor beſchäftigt. Ein Vertrauensvotum für die engliſche Regierung — London, 17. März. Das Unterhaus hat mit 241 gegtel 116 Stimmen kroß der heftigen Oppoſttion der Arbelternm⸗ den Antrag des konſervativen Abgeordneten Bill ange lück⸗ men, worin die Regierung zu ihrer Chinapolttik beg wünſcht wird. Kein amerikaniſches Ultimatum an Mexiko — Waſhington, 17. März. Staatsſekretär Kellog hat gef ärt, den Preſſevertretern gegenüber auf das Beſtimmteſte 8 daß die amerikaniſche Regierung nicht beabſichtige, ein ſtellt wird. werden. tum an Mexiko zu überſenden. ———....'.''uuutr ⅛ ˙ ũ dm„.!.x Die Munch⸗Ausſtellung in Berlin Von Oscar Bie Das lange porbereitete Werk iſt endlich pollendet. Dieſe Ter ane Munch⸗Ausſtellung iſt eine der größten und ſchön⸗ ſten Unternehmungen, die Berlin in letzter Ber erkebte. Das ganze Krönprinzen⸗Palais iſt für ſie zur Verfügung geſtellt wyrden. Während drüben in der National⸗Galerie die alte, herrliche Malerkunſt des verſtorbenen Münchner Soldaten⸗ malers Faber du Faur nur wenige Beſucher lockt, iſt das Kronprinzen⸗Palais nach ſeiner feierlichen Exöffnung durch den Miniſter zur Senſation für das kunſtliebende Publikum geworden. Wie haben ſich die Zeiten verändert., Vor 35 Jah⸗ ren hatte der Berliner Künſtlerverein den norwegiſchen Maler zu einer erſten Ausſtellung ſeiner Werke eingeladen, aber nach wenigen Tagen mußte man die Räume ſchließen, da ſich ein gradezu hölliſcher Widerſpruch gegen dieſe Kunſt erhob. Heute hängen dieſelben Bilder auch in dieſer ſtaatlichen Aus⸗ ſtellung und kein Menſch begreift mehr die Aufregung. Man erinnert ſich, daß damals der Kampf um Munch den Anſtoß zur Gründung der Berliner Sezeſſion gab. Die Sezeſſign hat F dann ſpäter durch mehrfache wichtige Ausſtellungen ſich Munch dankbar erwieſen. Sie ſtellte 1902 den„Lebensfries“ aus und 1913 die Studien zu den Aulabildern der Osloer Univerſität. Eine der wichtigſten Munchausſtellungen in Deutſchland fand vorigen November in Mannheim ſtatt. Die Bilder ſind faſt alle hierher übernommen, aber 141 Stück kamen noch aus Norwegen hinzu, aus Muſeen und Privatbeſitz. Juſtk reiſte mit dem Biographen von Munch, Kurt Glaſer, nach Oslo und arrangierte die geſamte Ausſtellung, die ganz vorzüglich auf⸗ gehäugt iſt. Man vereinigte, ſo gut es geht, Bilder der frü⸗ heren Jahre, Porträts in ganzer Figur, zuſammengehörige Zyklen. Selbſtporträts und verteilte im übrigen die Arbeiten ohne Chronologie in wirkſamer Weiſe, ſo daß durch alle drei Stockwerke das Auge des Beſuchers friſch bleibt und der Ein⸗ druck ſich ſogar ſteigert. Muunch hat im Weſentlichen durch ſein ganzes Leben die⸗ ſelben Motive hehandelt. Mit Vorllebe ſtudtert er das Por⸗ trät in ganzer Figur, dann wieder die Landſchaft ſeiner nähe⸗ ren Umgebung, dann in verſchiedenen Formen den Akt und vor allem jene Viſtonen der Eiferſucht oder des Haſſes oder der Trauer, die er in der allerperſönlichſten Weiſe geſtaltet hat, wohei man ſeine hier nicht mit ausgeſtellte Gravhik als ſchwerwiegendes Material mit heranzuziehen hat. Die Ent⸗ wickkung ſeiner Technik iſt zunächſt die gleiche, wie bei allen Zeitgenoſſen. Aus dunklerxen und feſteren Förmen geht er zur Flockigkeit, ſchimmernder Luft und zur bunten Harmonie des Impreſſionismus über, aber er erſtarrt dann nicht in dog⸗ matiſchem Stil, da die Stilelemente bei ihm immer von ſelbſt mit unterlaufen, ſondern er gewinnt auf der Grundlage ſeiner Delbſtſchulung eine Größe und Freiheit des Ausdruckg, die ihn als Perſönlichkett weit über alle Richtungen erhebt. Sein Gipfel werden die Osloer Univerſitätsbilder, in denen Stil und Natur, Phantaſte und Form zu einer ſolchen Syntheſe zu⸗ ſammen wachſen, daß man ſie als eines der höchſten maleriſchen Dokumente unſerer Zeit anſprechen darf. Munch, det jetzt in den Sechzigern ſteht, hat ſich niemals beruhigt. Niemals ſteht er ſtill. Niemals verliert er ſich in einer Sackgaſſe. Die Ge⸗ walt der maleriſchen Erfaſſung bleibt ſeine Leidenſchaft und ſucht immer neue Wege. Nur die wirklich Großen, wie bei uns Corinth, haben ſich Leben und Kunſt ſo eingerichtet. Der Impetus ſeiner Schöpfung ſpricht zu uns faſt aus jedem Bild. Das gibt das Erregende und Unvergeßliche dieſer Ausſtellung. Von 1880 an verfolgen wir ſeine Tätigkeit. Porträts aus der nächſten Umgebung in traditionellem Stil. Die Karl⸗ Johannſtraße in Oslo umgibt ſich mit matter Luft. Munchſche iguren in ihrer eigentümlich beredten Schweigſamkeit er⸗ ſcheinen in der„Abendſtunde“ von 1889, einem der Bilder, die damals auf der erſten Berliner Ausſtellung Entſetzen erweck⸗ ten. Hans Jäger, der Dichter, und andere Literaten in natura⸗ liſtiſchen Porträts. Das exſte viſionäre Porträt iſt Munchs Schweſter von 92, ſtarr en ſace, Das erſte Bild, in dem ſeine myſtiſche Art deutlich zu uns ſpricht, iſt der„Mondſchein“ von 93. eine Frau am weißen Zaun und weißen Fenſter, geſpen⸗ ſtiſch in der Nacht. Das Motiv der Mädchenakte tritt in der „Pubertät“ von 94 ausgeſprochen hervor. Der„Lebensfries“ vereinigt jene Reihe von Darſtellungen über die Themen Angſt, Sterbezimmer. Eiferſucht, Tod der Mutter. die die eigentüm⸗ lich gebannte Stimmung ſchickſalsſchwerer Ereigniſſe aus der Erinnerung beſchwören. Jetzt bevölkert ſich die Harl⸗Fohann⸗ ſtraße wit einer Gruype viſionär geſchauter Menſchen, in denen Munchſche Träume ſpuken. Die Mädchen auf der Brücke, eines ſeiner bezeichnendſten Motive in der Kontra⸗ voſition von Menſchen und Natur variieren ſich ſetzt dauernd. Der Fries für Dr. Linde in Lübeck, einem ſeiner heſten Protek⸗ taren, ſnielt ähnlich üßer Menſchen in der Natur. Pörträts von Meier⸗Gräfe bis Rathenau. Ewig abgewandeltes Motiv: die Mörderin. Ein grußer Schritt die„Trinkgeſellſchaft“ von 1909, eine Gruppe von Menſchen. die den Cezanneſtil vorausneh⸗ men. Die Entwürfe für Reinßardts Geſpenſteraufführung und für den jetzt abgelegten Fries der Kammerſpiele. Das kommenden Maskenzug betrachtete, aus dem ewig wiederholte kranke Mädchen. Die Skizzen zu, aus Triptychon badender Männer. Das Sammelbild„Leben Dresden. Und nun von 1010 an die Univerſitätsbidez chte, unglaublich ftarke Alma maler, die Darſtelung der Ceſunen⸗ mie aus dem Bauernleben entnommen, aber ins in paat tale überſetzt Wir denken bei dieſer Gelegenheit an eis ank⸗ heutige Freskenentwürfe für die Marienkirche in ttl uff in furt a. O. in der Akademie ausgeſtellt, Schmidt⸗Ro Stil feierlichſter Koloriſtik, Kowalski in archiſterendem fachhei welche Arbeit wird hier vertan, gegen die ſtarke 91 Sune mit der Munch ſeinen Stoff faßt und geſtaltet. Pieder An⸗ ſtrahlt unter ſeinen Freskenentwürfen als Mittelſtück 8 ande⸗ lage in einem Glanz, in einer Muſik hervor, die keine ren Malers Auge je erſchaute. eheure Wir ſolgen ihm auf ſeinem Wege weiter. Eine un⸗ Wucht beſchwingt ſeine Kompoſitionen. Pferde, von 2 heimlichen konzentrierten Kraft. Schneeſchipper, 5 Arbei⸗ arbeiter, Bauer im Kohlacker, Schnitter, heimkehren Mädches ter,— welches ſoziale Temperament! Die ſitzenden zen Wil⸗ werden das Arbeitsfeld des ungeſtümſten maleriſche amal lens. Hochzeit und Tod des Bohemiens erinnern an die Epoche der viſionären Interieure, ius Dämont zen“ ge?⸗ 2 viſ ſteigert, Aufnahmen von ſeinem Landſitz bringen eine nit den Note hinein, beſonders die Winternacht non titt un transparenten Sträuchern ein genialer Naturausdaenhlt das rote Haus herum. Ich vergleiche wieder einen n Flecht⸗ neuere deutſche Bilder etwa Karl Hofer. der en teaſten, in beim ausſtelt: neue Sachlichkeit in füdlichen Lenoſcheetende Ringer. in Nachtlokalen— hier iſt ein aroßer Künterlich⸗ ſich in der ſtarren Materie. in der unſentimentalen Munch keit nach mancherlei Wandkungen zu beruhigen ſucht. überflüggelt ihn in allen Wirkungen. n. er Munch iſt frei geblteben. Er zießt die wannmentaeſes zieht die In-iſchen Reoiner auf. ſe nach der Witterung a, dor Herzens. Er ßönat nicht an der Gegenwort ee in Erinneruna. Und daru geßt ſer leicht und dac bebe und un⸗ eine unendliche Zukunft ein die aus einer t neu gebeugten Innerſichkeit von Fahrzehnt 1 Jahrzehn heraufwächſt, die Gnade des wirklichen Meiſters. Silves⸗ Der Erfinder der Okarina verunglückt. Lutab Kakkon rini, der Erfinder der Okarina, der mit der 7 rdient hat, neſes Inſtrumentes ein anſehnliches Vermögen ver bei 2 0 4 vo el⸗ 1 fiel in einer Ortſchaft bei Venedig, als er Fenſter eines Hauſes auf die Straße und war auf der Stelle bl. ————.4392————„. ScgcggSeegar ereerade os er Donnerstag, den 17. März 1927 1 neue Mannheimer Zeitung(Abenb⸗Ausgabej 3. Seite. Nr. 128 Wirtſchaftliches · Soziales Neuer Abſchluß des Reichstarifvertrages im 5 Bankgewerbe 75 Der Schiedsſpruch vom 23. Februar ds.., wonach eine gige Gehaltserhöhung ab März zu zahlen iſt, bleibt mit olgenden Aenderungen beſtehen: Die Urlaubsregelung wird 51 Gunſten der Angeſtellten verbeſſert. Der Urlaub beträgt bis zum dritten Berufsjahr 12 Werktage, im 4. und 5. Berufs⸗ 335 15 Werktage, vom 6. bis zum 12. Jahr 18 und vom 8 Jahr ab 21 Werktage. An Stelle der bisher vorgeſehenen wrifvertraglichen Regelung zur Auszahlung eines halben onatseinkommens am 15. Dezember übernahm der Reichs⸗ verhand der Bankleitungen die Verpflichtung, ſeinen Mit⸗ gliedern die Auszahlung zu empfehlen. Die Kommerz⸗ und Disvatbank, Darmſtädter⸗ und Nationalbank, Deutſche Bank, Oiskontogeſellſchaft und Dresdner Bank haben ſich ſchon leßt bereit erklärt, dieſer Empfehlung ſeinerzeit Folge zu teiſten. Der allgemeine Verband der deutſchen Bankangeſtell⸗ en lehnte dieſe Abmachung ab. Städtiſche Nachrichten Bezirkstagung des Edcka⸗Verbandes 5 Der Edeka⸗Verband des Bezirkes Württem⸗ erg⸗Baden hielt am geſtrigen nachmitktag im Hotel National“ ſeine diesjährige erſte Bezirkstagung ab. zer Obmann der kaufmänniſchen Genoſſenſchaften des Be⸗ Arkes Baden⸗Württemberg, Adolf Meyer⸗Lörrach, eröff⸗ nete die Tagung, indem er die zahlreich erſchienenen Vertreter er badiſchen und württembergiſchen Genoſſenſchaften, ſowie äſte und Preſſe begrüßte. Es waren u. a. vertreten: Direktor einel von der Landeszentrale des badiſchen Einzel⸗ handels, Dr. Krieger von der Handelskammer, Ed. Mar zi, orſtand der Nahrunga Mannheim und Herr Albers vom k forzheimer Einzelhandel. Der Edeka⸗Verband deutſcher aufmänniſcher Genoſſenſchaften iſt die Organiſation der ge⸗ noſſenſchaftlich organiſierten Kolonialwaren⸗Einzelhändler. kit ſeinen 450 Einkaufsgenoſſenſchaften, denen rund 35 000 inzelhändler angeſchloſſen ſind, bildet er einen der größten ittelſtandsverbände, deſſen Bedeutung nicht verkannt werden arf. In ſeinen Zentralorganiſationen, der Edeka⸗Zentrale und der Edeka⸗Bank, hat ſich der Verband zwei Einrichtungen geſchaffen, die für die Einzelhandelsgenoſſenſchaften von Froßem wirtſchaftlichen Werte ſind. Der Redner warf einen *— ückblick auf die Entwicklung des Verbandes und fuhr dann keiter fort: Was wir wollen, liegt klar vor aller Welt, näm⸗ ich: Zuſammenſchluß aller Kolonialwaren: händ W Dadurch verſchaffen wir uns die Möglichkeit, die v aſſe der Konſumenten mit billigeren und beſſeren Waren zu artſorgen. Damit dienen wir unſerem Stande und damit uch unſerem Volke und Vaterland. Von dieſem Gedanken ßeleitet wollen wir auch unſeren heutigen Bezirkstag durch⸗ füh 5 Darauf warf Direktor Schwaiger⸗Berlin einen Rück⸗ bick und Ausblick auf die Selbſthilfe des Be⸗ Fesſtandes der Kolonial⸗, Lebensmittel⸗ und benko ſthändler. Die genoſſenſchaftliche Selbſthilfe kaete die einzige Möglichkeit im Kampfe mit den groß⸗ Apitaliſtiſchen Strömungen. Der Staat müſſe ein größeres ntereſſe am Wiederaufbau und an der Erſtarkung des kauf⸗ joszmniſchen Mittelſtandes an den Tag legen. Denn nicht die Eſtaliſierten Betriebe ſeien ſtaatserhaltend, ſondern die le zelexiſtenzen. Der Redner ſprach dann über die Mittel, M. die Selbſthilfe anwenden könne. Dazu gehörten Rabatt, farkenartikelpreiſe, gemeinſchaftliche Reklame u. dgl. mehr. güſtkaufsgruppen dürften nicht geduldet werden. Die Jahres⸗ goſchlüſfe wären mit einer halben Million Gewinn ab⸗ 0 ſchloſſen worden. Markenartikel ſollten nur noch vom Ver⸗ and und nicht mehr von den Großiſten bezogen werden. ueiter wandte ſich der Redner gegen das Zugabe⸗ verweſen, daß z. B. für 50 Pakete Kaffee ein Kaffeeſervice Dfabreicht wird. Das gehe zu weit. Zum Schluſſe wünſchte f irektor Schwaiger, daß das Band genoſſenſchaftlicher Treue mer enger geſchlungen werde. baOSbmann Meyer ſprach dann über den Ebeka⸗Ver: ſchnds tag in Eiſenach, der am 16. Mai ſtattfinden ſoll und 2 mit den großen Problemen des Berufsſtandes und des T noſſenſchaftsweſens zu befaſſen haben wird. Da bei dieſer voſung keine Ausſtellung ſtattfindet, wird dafür in der Woche n 13. bis 21. Auguſt in⸗Berlin die„Rekofa“ abgehalten Jerden ſchafteoſt und Lebensmittel. Es iſt dies die erſte gemein⸗ erbtliche Ausſtellung des Edeka⸗Verbandes und des Reichs⸗ das andes. Sie wird das größte Unternehmen dieſer Art, Vertisber in Deutſchland veranſtaltet wurde, werden. In ind mit dieſer Ausſtellung findet ein Klein⸗ ler zu gemeinſamem Einkauf. große Rekofa heißt Reichsausſtellung für Kolonialwaren, ren. 88 elstalg ſtatt, der als eine gewaltige Demonſtration es geſamten Berufsſtandes im Kolonialwaren⸗, Feinkoſt⸗ und Lebensmittelhandel gedacht iſt. Im Anſchluß daran gab Direktor Schwaiger einen Bericht über den 7. Edeka⸗Genoſſenſchaftskurſus im Edeka⸗ hauſe in Berlin, an dem 17. Teilnehmer teilgenommen haben, und der geleitet wurde von Herren des Vorſtandes, führen⸗ den Wirtſchaftlern und Wiſſenſchaftlern. Weiter ſprach der Redner über Einrichtung und Ausbau der Be⸗ zirkseinkaufstage. Um dieſem Ziele näher zu kom⸗ men, ſei eine ſtraffere Organiſatton und Zentraliſierung not⸗ wendig. Die Genoſſenſchaften müßten ihren geſamten Bedarf bei der Zentrale decken. Die Genoſſenſchaften ſtellen ihren Bedarf zuſammen und ſetzen alle 14 Tage einen Einkaufs⸗ tag feſt. Dadurch, daß die Beſtellungen nun in großen Men⸗ gen, waggonweiſe, erfolgen, ſtelle ſich die Ware billiger. Bei der Neuwahl des Vorſtandes des Be⸗ zirksverbandes wird anſtelle des ausgeſchiedenen Mit⸗ glieds Röhnert Bühler⸗Karlsruhe gewählt. Als nächſter Tagungsort wird Stuttgart einſtimmig beſtimmt. Dar⸗ auf ſchloß Obmann Meyer die Tagung. W. R. * * Die Einweihung des Planetarinms erfolgt am Diens⸗ tag, 22. März, nachmittags 5 Uhr. Seinen 85. Geburtstag begeht am morgigen Freitag in körperlicher Rüſtigkeit und geiſtiger Friſche Uhrmacher Kon⸗ rad Wunder. Tagtäglich ſieht man ihn elaſtiſchen Schrittes durch die Straßen unſerer Stadt ſchreiten, um ſeinen Abon⸗ nenten die Hausuhren aufzuziehen oder zu reparieren. Da Wunder gleichzeitig 60 Jahre aktives Mitglied der„Mann⸗ heimer Liedertafel“ iſt, ſo werden ihn die Sänger am Sams⸗ tag abend durch ein Bankett beſonders ehren. An dieſer Ehrung wird auch der Hauptausſchuß des Bad. Sängerbundes, der gerade hier eine Sitzung abhält, teilnehmen. Ein Bubenſtreich, der ſehr ſchlimm hätte ausgehen können, wird uns aus Ilvesheim berichtet: An der Halteſtelle der Autolinie Mannheim—Schriesheim benutzte am Montag abend ein 6jähriger Junge den Augenblick der Haltezeit dazu, ſich an der Anhängevorrichtung feſtzubinden. Als ſich der Autobus wieder in Bewegung ſetzte, ſprang der Knabe ein Stück Weges mit, bis er nicht mehr laufen konnte. Er wurde etwa 100 Meter weit mitgeſchleift. Durch Zurufe von Paſſanten konnte das Fahrzeug zum Halten gebracht und ein größeres Unglück verhütet werden. Marktbericht Bei dem ſchönen Frühlingswetter war auch der Markt gut beſchickt. Da ſich ziemlich Hausfrauen einſtellten, ſo er⸗ hellten ſich die Mienen der Verkäufer, die während der letzten Regenwoche ſehr ſchlechte Geſchäfte gemacht hatten. Der Ver⸗ kehr war heute im allgemeinen etwas angeregter, ſo daß von einem mittelmäßigen Marktgeſchäft geſprochen werden kann. Rege Nachfrage und Kaufluſt herrſchte namentlich an den Fleiſchverkaufsſtänden, dann um den Denkmalsplatz herum, beſonders bei den Fiſchbottichen und Seefiſchen. Der Ver⸗ kauf von Gemüſe ging etwas ſchleppender. In Salaten herrſchte Ueberangebot. In Hülſenfrüchten, wie Erbſen, Bohnen, Linſen und. Grünkern fanden die Konſumenten reiche Auswahl. Der Preis für Kartoffeln ging etwas zu⸗ rück. Eier koſten—16 Pfg. Der Butterpreis behauptet ſich ebenſo hartnäckig die das Regenwetter der letzten Tage und Woche. Innerhalb des Bretterzaunes wird fieberhaft gear⸗ beitet, damit der Zaun endlich verſchwindet, da der Platz für den jetzt immer größer werdenden Markt dringend gebraucht wird. Nach den Feſtſtellungen des Städtiſchen Nachrichten⸗ amts verſtehen ſich die Preiſe, wo nichts anderes vermerkt iſt, in Pfennig für das Pfund: Kaxtoffeln—9, Salatkartoffeln 14—17; Wirſing 20—25; Weißkraut 15; Rotkraut 14—17; Roſenkohl 30—35, Schwarzwurzeln 35—50; Blumenkohl 20 bis 80; Gelbe Rüben 10—12; Rote Rüben 10—12; Spinat 20—30, Zwiebeln 10—14; Grünkohl 15—20, Lauch—10; Kopf⸗ ſalat, Stück 25—35,; Feldſalat 80—120; Kreſſe 60—120; Lattich 100—120, Meerrettich, Stück 15—60; Suppengrünes, Büſchel 10 Schnittlauch, Büſchel 10; Peterſilie, Büſchel 10—12; Sel⸗ lerie, Stück 10 Tomaten 100—120; Aepfel 30—80; Birnen 25—60; Orangen, Pfund 25—40; Zitronen, Stück—10; Bananen, Stück 10—25; Nüſſe 60—70; Süßrahmbutter 200 bis 240 Landbutter 180; Weißer Käſe 45—55; Honig mit Glas 150—250; Eier, Stück—16; Hechte 180; Barben 100—140; Karpfen 140—170; Schleien 180—200; Breſem 100—130; Kabeljau 30—40; Schellfiſche 35—70; Goldbarſch 40; Seegal 40—50; Seehecht 70; Stockfiſch 40—50; Backfiſche 50—70; Hahn, lebend, Stück 150—500; Hahn, geſchlachtet, Stück 200—750; Huhn, lebend, Stück 150—500; Huhn, geſchlachtet, Stück 200 bis 1000; Enten, geſchlachtet, Stück 500—1000; Tauben, ge⸗ ſchlachtet, Stück 120—200; Gänſe, lebend, Stück 750; Rind⸗ fleiſch 110, Kuhfleiſch 70; Kalbfleiſch 120; Schweinefleiſch 110; Gefrierfleiſch 70; Zicklein 100—110. 5 Beranſtaltungen Stahlhelm⸗Werbe⸗Abend Einen in allen ſeinen Teilen wohl verlaufenen Werbe⸗ abend, mit dem gleichzeitig eine Ehrung unſerer ge⸗ fallenen Helden verbunden war, veranſtaltete geſtern abend der„Stahlhelm“, Bund der Frontſoldaten, im großen Saale des Geſellſchaftshauſes in F J. In großer Zahl waren die Kameraden der Ortsgruppe Mannheim und die geladenen Gäſte verſammelt, als das Stahlhelm⸗ Orcheſter den Abend mit einem Eröffnungsmarſch einleitete. In herzlichen und kernigen Worten begrüßte darauf der ſtell⸗ vertretende Ortsgruppenführer, Kamerad Haupt, die An⸗ weſenden, worauf man gemeinſam das Bundeslied ſang. Nach dem„Adagio“ aus der„Pathetique“ von Beethoven, das das Stahlhelmorcheſter ſehr fein zu Gehör brachte, wurde eine ganze Anzahl neuer Kameraden verpflichtet. Spielmanns⸗ zug und Orcheſter wechſelten dann in ihren Vorträgen ab, bis Kamerad Lippel das Wort über„Entſtehung, Zweck und Ziele des Stahlhelm“ ergriff. Der Redner führte. u. a. aus: In den breiten Maſſen unſeres Volkes ſind ſoviele Entſtellungen und falſche Begriffe über die Bedeutung und den Werdegang des Stahlhelms verbreitet, daß es notwendig iſt, dieſen Unwahrheiten entgegenzutreten. Ein charakteriſtiſches Symptom ſind ſchon die Ausdrücke, mit denen man Stahlhelm⸗ kameraden beſchimpft. Auch die ſtaatlichen Behörden ſtehen dem Stahlhelm zum Teil noch mit Mißtrauen gegenüber, das der Bund wahrlich nicht verdient. Der Stahlhelm, Bund der Frontſoldaten, iſt die vom Ausland und von den Gegnern im Inland am meiſten bekämpfte vaterländiſche Organiſation. Während der Unruhen 1918, wo der rote Terror die Brand⸗ fackel ſchwang, war es Franz Selte, der, im Feld ſchwer ver⸗ wundet, mit 8 beherzten Kameraden in Magdeburg den Ent⸗ ſchluß faßte, ſich dem roten Anſturm entgegenzuſtellen und die in den Schmutz getretene ſchwarz⸗weiß⸗rote Fahne wieder hoch⸗ zuheben. Auf Anregung Seltes ſammelten ſich immer mehr Kameraden, die den Stahlhelm ins Leben riefen. Der Bund der Frontſoldaten hatte es ſich zur Aufgabe gemacht, für Ruhe, Zucht und Ordnung zu ſorgen und die Polizei zu unterſtützen. Inzwiſchen hat man manchen Verſuch gemacht, den Stahlhelm zu verbieten. Doch aufrecht iſt er ſeinen Weg weitergegangen, ſo daß er heute zu einer Bewegung geworden iſt, die über 2 Millionen zu den ihren zählt. Geboren aus dem Selbſt⸗ ſchutzgedanken, getragen von der Liebe zum Vaterland und unter treueſter Erfüllung der Pflichten iſt er zu ſeiner heutigen Stärke herangewachſen. Stahlhelmarbeit iſt letzten Endes Dienſt am Volke und am Vaterland! Darum hat es der Stahl⸗ helm nicht notwendig, ſich als Freiwild betrachten zu. laſſen. Weite Kreiſe des Volkes ſtehen dem Bund noch abwartend oder feindſelig gegenüber. Kameradſchaft, Opferwilligkeit für Volk und Vaterland, treues Gedächtnis der gefallenen Kame⸗ raden, Abwehr jeder gewaltſamen Aenderung der Staats⸗ form, Erziehung zu geſundem Deutſchtum, Durchdringung des Volkes mit dem Frontgeiſt, Pflichterfüllung bis zum äußerſten ſind die Wurzeln des Stahlhelms. Mit Speiſungen und Samm⸗ lungen, Behebung der Wohnungsnot, indem Wohnungen aus eigenen Mitteln errichtet wurden, Hilfeleiſtungen aller Art hat ſich der Bund in den Dienſt der Allgemeinheit geſtellt. Darum iſt Stahlhelmdienſt ein Ehrendienſt an Volk und Vaterland! 11 Beifall dankte den Ausführungen des Kameraden Lippe Der zweite Teil des Abends, in dem noch verſchiedene Anſprachen gehalten wurden, war dem Gedächtnis der ge⸗ fallenen Kameraden geweiht. Eindrucksvolle lebende Bilder erinnerten an die kleinen Hügel und die Kreuze mit dem Stahlhelm, draußen, irgendwo, die anzeigten, daß da ein deutſcher Bruder für Deutſchlands Freiheit gefallen war. Stumm ſtanden die Männer und gedachten der gefallenen Kameraden, während das alte Lied wehmütig in die Nacht er⸗ klang:„Ich hatt' einen Kameraden, einen beſſern ſin du iFRN 77 Scen e leken v, Kukirol⸗Verkaufsſtellen: Adler⸗Apotheke, H 7. 1; Bahnhof⸗Apotheke, Bismarck⸗, Ecke Tunnelſtr.; Einhorn⸗Apotheke, R 1.—3; Humboldt⸗ Apotheke, Ecke Waldhof⸗ u. Lortzingſtr.; Keppler⸗Apotheke, Ecke Kepp⸗ ler⸗ und Schwetzingerſtr.; Luiſen⸗Apotheke, Luiſenring 23; Löwen⸗ Apotheke, E 2. 16; Drogerien: Becker, Friedr., Michaelis⸗Drogerie: Gebr. Ebert, G. 3. 14; Th. Henzler, Inh. P. Herrdegen, Jungbuſch⸗ ſtraße 22; Hof⸗Drogerie, O. 4. 3; Merkur⸗Drogerie, Gontardplatz 2; Müller⸗Egg, Traitteurſtr. 24; Neckar⸗Drogerie, Mittelſtr. 28 a; Viktoria⸗Drogerie, Schwetzingerſtr. 26..⸗Neckarau: Marien⸗ Apotheke, am Marktplatz. In.⸗Waldhof: Luzenberg⸗Drogerie, Waldhof⸗Drogerie, Oppanerſtr. 237 Fakob am Bahnhof Luzenberg: Em130 m Höckel, Stolbergerſtr. 18. Theater und Muſik Schülerkonzert der Volksmuſikpflege. Der rührige uß hatte geſtern zu einer Veranſtaltung für die Ausſch 91 sſchulen eingeladen, die von 2500 in Mannheim zur E utlaſſung kommenden Schülern und einem entſprechenden Aunwigshafener Kontingent von nahezu 1500 befucht wurde. achblend waren die Spitzen der Schulbehörden der beiden ew)barſtädte ſowie einige Stadtväter. Aus dem Stimmen⸗ ſprucr rang ſich wie der Chor, von dem er ausging, die An⸗ irrhe von Kerl Eberts„Hoch empor“, der in ſinnigen, e ungsvollen Worten die ins Leben tretenden jungen Nachſchen für die Ideale der Klingenden zu gewinnen ſuchte. der Leinem Orgelvorſpiel(Organiſt Ludwig Gaber) ließ horwehrergeſangverein unter Leitung des Ehren⸗ bervneiſters Carl Weidt in gleicher Tonart den bereits Stimmgehobenen, ſinnnbildlichen Chor mit vortrefflicher weitemverteilung der über 150 Sänger erklingen. Im reſcheren Verlauf der Vortragsfolge kamen abwechflungs⸗ wohe Volkslieder und volkstümliche Geſänge zum Vortrag, 505 die friſchen Stimmen des Ober⸗ und Mittelkurſes der Kontuheimer Singſchule einen wirkſamen klanglichen bietunaſt zu den markigen und dabei wohl abgetönten Dar⸗ erwi ugen der Lehrerſänger ſchufen. Als kundiger Leiter manſen ſich dabei die Hauptlehrer Hofmann und Hart⸗ ie ſt Die außerordentlich dankenswerte Veranſtaltung, werfecßh kaum über Stundenlänge ausdehnte, verdient in ihrer barſteſchaffenden, in die Zukunft weiſenden Bedeutung dank⸗ e Anerkennung. Kunſt und Wiſſenſchaft Die Figdorſche Kunſtſammlung kommt nach Deutſch⸗ Beſi m Alter von 84 Jahren iſt am 22. Februar der als ſamtber einer der größten und wertvollſten privaten Kunſt⸗ Alberlungen der Gegenwart bekannte frühere Bankier Dr. Fiadet. Figdor in Wien geſtorben. Die Sammlung, die Dr. keit or als Frucht mehr denn fünfzigjähriger Sammlertätig⸗ und bereinigt hatte, iſt gleichermaßen durch Reichhaltigkeit der„Qualität ausgezeichnet; ſie umfaßt vom Tafelbild und über doßen Plaſtik bis zur Plakette und zum Zahnſtocher— gar 75 ie koſtbaren Zahnſtocher der Sammlung Figdor iſt ſo⸗ der In eigenes Buch erſchienen— alle Zeitalter und Gebiete ſich teinen wie der Gebrauchskunſt, und darunter befindet 0 lan 95 der Renaiſſance, italieniſche, niederländiſche und deutſche Ge⸗ mälde, Plaketten, koſtbare Gläſer und Töpfereien, Gobelins und Teppiche, Spitzen, Gewänder, Rüſtungen, Hauben und Schuhe, Holz⸗ und Eiſenarbeiten uſw., auch zahlreiche Merk⸗ würdigkeiten oder Andenken, wie etwa die Hausapotheke des Papſtes Paul V. oder zeitgenöſſiſche Bilder von Goethe und Haydn ſind hier. zu einem Ganzen von unüberſehbarem Reich⸗ tum vereinigt. Wie man hört, wird die Sammlung aber nicht in Wien verbleiben, ſondern zum größten Teil nach Deutſch⸗ land an die Nichte des Verſtorbenen fallen, die als Gattin des Bürgermeiſters Dr.) Walz in Heidelberg lebt; nur die auf Wien bezüglichen Stücke ſollen als Schenkung an die Ge⸗ meinde diefer Stadt erhalten bleiben. Ein unveröffentlichter Roman Stendhals. Unter Papieren Stendhals in Grenoble iſt ein Werk von ihm aufge⸗ funden worden, von deſſen Vorhandenſein nur wenige wußten Es iſt ein kleiner Roman, betitelt„Une poſiton ſociale“, ge⸗ ſchrieben September und Oktober 1832; der Held iſt ein Selbſt⸗ porträt, Ort der Handlung die franzöſiſche Botſchaft beim Vatikan um 1830. Das Manuſkript, in dem ſich fertiger, wenn auch noch nicht durchgearbeiteter Text, Entwurf und charakteriſtiſche Randbemerkungen miſchen, iſt um ſo wert⸗ voller, als nur wenige Romane Stendhals in der Handſchrift erhalten ſind. Die Herausgabe wird durch den Finder, Henry Debraye, erfolgen. Die Farbenänderung des Sirius ſeit dem Altertum iſt ſchon oft Gegenſtand wiſſenſchaftlicher Studien geweſen. Man hat dabei meiſt ſeinen„feurigen“ Glanz als Ausdruck für das lebhafte Funkeln genommen. In einer ſoeben erſchienenen Abhandlung zeigt J. J. See, daß man bei kritiſcher Abwägung aller Angaben nicht umhin kann, anzunehmen, daß der Stern bis zu Ptolemäus(etwa 150 n. Chr.) rot war und von da an bis zur Zeit von Al Sufi(um 1000 n. Chr.) weiß geworden iſt. Dieſer für das Sterndaſein ſehr ſchnelle Uebergang wird von 0 mit einer kosmiſchen Kataſtrophe in Verbindung ge⸗ achl 5 Die koſtbaren Spielzeuge der garen „Nichts gibt einen ſonſt überwältigenden Eindruck von dem unermeßlichen Reichtum, den einſt die ruſſiſchen Zaren beſaßen, als eine Beſichtigung der koſtbaren Spielſachen aus ihrem Be⸗ ſitz.“ So ſchreibt der amerikaniſche Journaliſt Walter Duran⸗ ty, der Gelegenheit hatte, dieſe Gegenſtände zu beſichtigen. in und icht ein minderwertiges Stück. Florentiner Bronzen ſonſtige Plaſtiken, gotiſches Mobiliar und Goldſchmuck * der New⸗Yorker„Times“. Man begreift, wie dieſe Phan⸗ taſien aus Gold und Edelſteinen die Einbildungskraft jener⸗ Herrſcher beſchäftigten, die des ganzen Erdballs ihr eigen nannten. Da iſt der 18 Zoll lange Eiſenbahnzug mit fünf goldenen Wagen und einer Lokomotive aus Platin, ein ge⸗ naues Modell des Zuges, in dem Nikolaus die transſibiriſche Bahn einweihte. Ein Sowjetbeamter zieht den Zug, der durch ein feines Uhrwerk in Bewegung geſetzt wird, mit einem winzigen goldenen Schlüſſel auf, und der Zug rollt über den mit ſchwarzen Sand belegten Tiſch. Mit ſardoniſchem Lächeln ſieht eine Gipsbüſte von Lenin zu. Dieſe winzigen Waggons enthalten eine Privatkapelle, eine Badeeinrichtung, einen Speiſeraum, kurz alles, was der Luxus des Zarenzuges bot. Auf dem Tiſch vor uns ſind Juwelen ausgebreitet, dꝛe man auf eine Viertel Billion Dollar ſchätzt. Die Platinlokomotive hält jetzt wieder an. Das war alſo eine von den vielen Spiel⸗ zeugen, an denen ſich Nikolaus II. erfreute. Eine winzige Uhr, die den Kopf einer Nadel bildet, iſt ein Meiſterwerk Schweizer Uhrmacherkunſt; ſie iſt von reinem Gold, hat weniger als Zoll im Durchmeſſer, iſt nicht dicker als ein Fingernagel und geht vorzüglich. Dann iſt da ein kleiner Orangenbaum, 8 Zoll hoch, in einer Perlmutterröhre; er iſt über und über mit Rubinen und Perlen beſetzt, mit ſmarag⸗ denen Blättern und diamantenen Blüten; man drückt auf einen Knopf: der Baum öffnet ſich und zeigt eine kleine Nachtigall, die auf einem goldenen Zweig ſitzt, ſingt und mit den Flügeln ſchlägt. Ein kleiner goldener Pfau in einem kriſtallenen Oſterei breitet ſeinen juwelenſchimmernden Schweif aus und ſchreitet majeſtätiſch auf und ab. Eine goldene Staats⸗ kutſche, deren Räder ſich drehen, iſt 4 Zoll lang und ½ Zoll hoch; ihre Laterne beſteht in einem 20 karatigen Diamanken. Da gibt es wohl ein Dutzend goldener Oſtereier, mit den ſchönſten Edelſteinen beſetzt; eines dieſer Eier, ein Geſchenk an Alexander II., iſt ein Wunderwerk der Filigranarbeit und ſtellt den Erdball dar. Ein 6 Zoll langes goldenes Ei iſt mit winzigen Miniaturen aller xüſſiſchen Zaren geſchmückt. Ein anderes Oſterei aus Bergkriſtall enthält diamantenen Schnee, auf dem Perlen als Schneeflocken liegen und aus dem Sma⸗ ragdblätter ſprießen. Eine Miniatur des deutſchen Kaiſers, in Diamanten eingefaßt auf einer goldenen Schnupftabaks⸗ doſe, liegt neben einer von den wunderbarſten Diamanten ſtrahlenden Kette, die der Zar als Großmeiſter des St. An⸗ dreasordens trug und die von Katharina d. Gr. herſtammt. Eine Klaue aus Goloftligran enthält einen Spiegel ſo groß wie eine Armbanduhr, der aus einem Diamantſtück hergeſtellt iſt. Man ſchätzt, daß ein 100⸗karatiger Diamant zertrümmert werden mußte, um dieſe dünne. durchlchtige Scheibe zu er⸗ halten. Noch viele ſolcher unvergleichlichen und unbezahlbaren Spielſachen birgt die Schatzkmmer der Zaren.“ ——— — — —— ——ͤ —————— — ———————«k ————— — Der Gemeinderat hat Nene Maunheimer Zeltung[Abenb⸗Ansgabe) Donnerstag, den 17. Märg 1027 . Seite. Nr. 128 Kommunale Chronik Gemeinderatsſitzung in Lampertheim A Lampertheim, 16. März. Vor Eintritt in die Tages⸗ ordnung der geſtrigen Sitzung wurde die Anfrage geſtellt, ob auch für die Bahnhofſtraße das Rohrnetz der Waſſerleitung vorgeſehen ſei. Es iſt vorgeſehen, in dieſer Straße die Wagen⸗ hallen der elektriſchen Bahn Mannheim Lam⸗ pertheim zu errichten. Da ſich der Gemeinderat in ſeiner nächſten Sitzung mit dem Bahnbauprojekt zu beſchäftigen hat, ſo ſoll die Frage dann dort geklärt werden.— Es erfolgt dann die Vorlage der Gemeinde⸗ und Gaswerks⸗ rechnung aus dem Jahre 1925. Darnach betragen bei der Gemeinderechnung: in Abteilung 1, für den Betrieb: die Einnahmen 628 229,88 Mk., die Ausgaben 556 989,28 Mk., ſodaß ein Rechnungsreſt von 71240,60 Mk. verbleibt, der ſich aus 46.837,27 Mk. barem Geld und 24 403,33 Mk. liquidierten Aus⸗ ſtänden zuſammenſetzt; in Abteilung 2, für das Vermögen: die Einnahmen 169 002,65 Mk., die Ausgaben 63 980,58 Mk., mithin ein Rechnungsreſt von 105 022,07 Mk., der in barem Gelde beſteht. Das Gemeindegaswerk erbrachte einen Ueber⸗ ſchuß von 15 817.85 Mk. Für die Abhörung der Rechnung wurden die Gemeinderatsmitglieder Bär und Griesheimer beſtimmt.— Das Polizeiamt hat eine Ortsſatzung über den Verkauf von Backwaren bei der Bürgermeiſterei in Vorlage gebracht. Darnach iſt in jedem Bäck Brottaxe über Preis und Gewicht auszuhängen, ebenſo hat eine Wage zur Verfügung zu ſtehen, 9 der ſich das Publikum die Backwaren vorwiegen laſſen kann. Der Ge⸗ meinderat erteilt ſeine Zuſtimmung zu der Satzung.— Da ſich bis jetzt keine Mittel zur vollſtändigen Vertilgung der Ratten und Mäuſe als wirkſam genug erwieſen haben, ſo wird von dem Erlaß einer entſprechenden Polizeiverord⸗ nung zunächſt Abſtand genommen. Der Geflügelzuchtverein 1903 hat um Nichtanwendung des Art. 39 Abſ. 2 des Feldſtrafgeſetzes, betr. das Einſperren der Tauben zur Saatzeit, erſucht. Dem Geſuche wird verſuchsweiſe auf 1 Jahr ſtattgegeben.— Gegen das Konzeſ⸗ ſionsgeſuch des Philipp Ußmann für die Uebernahme der Wirtſchaft Viernheimerſtr. 26 beſtehen keine Bedenken, da es ſich um einen Uebergang handelt. Dem Karl Selb wird die Konzeſſion für ein neues Kaffee mit Wein⸗, Bier⸗ und Likör⸗ gusſchank für das Haus Bürſtadterſtr. 26 mit 20 gegen 6 Stim⸗ men genehmigt.— Als Gebühr für den Anſchluß an den Orts⸗ kanal werden dem Bäckermeiſter Adam Heß und dem Philipp Illius 3. je 25 RM. gefordert. 1 Bei dieſem Punkt erhält die Bürgermeiſterei den Auftrag, einen Staffeltarif über Anſchlußgebühren für Private, Klein⸗ und Groß⸗ betriebe auszuarbeiten und demnächſt in Vorlage zu bringen. — Die Ausführung der Kanaliſation in der Mann⸗ heimer⸗ und Viernheimerſtraße in der Filial⸗ gemeinde Hüttenfeld wird für notwendig erachtet und deshalb der Vorlage zugeſtimmt.— Die Lieferung von 403 Ifd. Meter Randſteinen in Stampfbeton, Miſchung 1 zu 4, mit Baſaltvorſatz, Miſchung 1 zu 2, wurde dem Wenigſtfordernden Friedrich Hüter[II für 1196,91 RM. übertragen. Die Ge⸗ meinde behält ſich Lieferung von Proben und die Ueber⸗ wachung der Anfertigung vor.— Das Legen der Randſteine und die Goſſenpflaſterung in der Wormſerſtraße werden an Friedrich Kirſch zum Preiſe von 450 RM. vergeben.— Als Wenigſtnehmende haben für die Kanalbauarbeiten ge⸗ fordert: Adam Maiſchein für Bürſtädterſtraße 4354,70 RM., der gleiche für Aliceſtraße 4433 RM. und Adam Rhein für Ernſt⸗Ludwigſtraße 6074 RM. Den Beiden wird die Aus⸗ führung der Arbeiten übertragen. Der Lehrer Malior und die Lehrerin Paul verſahen ſeither zwei Schulſtellen an der evangl. Schule kommiſſariſch. Den Beiden werden jetzt dieſe Stellen definitiv übertragen. 5 hiergegen keine Bedenken.— Der Fleiſchbeſchauer Keller in Hüttenfeld bittet um Erſatz ſeiner Unkoſten für einen zwöchigen Ausbildungskurs in Darmſtadt. In Aubetracht, daß monatlich nur etwa 5 Schlachtſcheine für Hüttenfeld ausgeſtellt werden, mithin der Verdienſt des Ge⸗ ſuchſtellers ſehr gering iſt, wird ihm die Hälfte ſeiner Aus⸗ lagen vergütet.— Der Gemeinderechner Keim war ſeither in Gehaltsgruppe 6, Stufe 6 eingereiht. Er wird jetzt nach Gruppe 8, Stufe 1, verſetzt. Die Bürgermeiſtereiſekretäre Mink und Wetzel werden in ihrem alten Beſoldungsver⸗ hältnis belaſſen. Dem Stadtdiener Klotz wird die nach⸗ geſuchte Gewährung der Kinderzulage für ſeinen in der Aus⸗ bildung begriffenen Sohn abgeſchlagen. Gleichfalls verfällt das Geſuch der Tochter des verſtorbenen Holzſetzers Hils⸗ heimer um Gewährung eines Sterbegeldes von 400 RM. der Ablehnung.— Zur Behebung der Wohnungsnot wird be⸗ ſchloſſen, neben der erſten Wohnbaracke alsbald eine zweite zu erſtellen.— Gegen die Veräu ßerung der Ameiſenlache in Hüttenfeld haben 40 dortige Ein⸗ wohner Beſchwerde geführt. Es wird deshalb von dem Ver⸗ kauf Abſtand genommen. Das Gelände ſoll nach Einteilung in Stücke von /, Morgen Größe und nach einer Einigung mit Der gefeſſelte Strom Von Hermann Stegemann Hermann fragte ihn, wohin er gehe, und ſperrte ihm dabei den Uferweg, damit er das ſchöne Mädchen nicht ſehe, deſſen weißes Kleid eben noch hell aus den Weiden geleuchtet hatte. „Ich beſichtige meine Beſitzungen, old kellow. Wer weiß, ob es dem Karl Gilgen oder dem Peter Hohwald nicht einfällt, ſich wieder als Herren zu betrachten, weil mich die Rheinauer mit meiner Weisheit heimgeſchickt haben!“ Eifrig fiel Hermann ein: „Hans, ich hab' auch geleſen, was du geſchrieben haſt. Und ich und Fräulein Ruth—“ Er brach ab. Als er am Abend von Ruth weg zu Hanns geeilt war, hatte er ſeinem Bruder nichts von ihrer Anweſenheit geſagt. Auch jetzt bedrückte ihn das Gefühl, beinahe ihr Vertrauen mißbraucht zu haben. Eine rote Flamme ſchoß in ſein Geſicht. Er ſprach nicht weiter. Hanns zuckte zuſammen, als Ruths Name genannt wurde. Der Sinn des abgebrochenen Satzes war ihm entgangen. Nur der Name haftete in ſeinem Ohr. Eine ungeheure Sehnſucht brach ſich plötzlich in ihm Bahn und ſchwemmte alle Pläne und Enttäuſchungen, alle Sorgen und Kämpfe fort. Er richtete ſich auf und fuhr ſich über das zuckende Geſicht, umfaßte noch einmal die Heimat mit einem langen, inbrünſtig heiſchenden Blick, als könnte er ſie an ſich ziehen und in ſich ſaugen, und legte dann beide Hände auf Hermanns Schultern. „Bub, ich hab' hier keinen Menſchen außer dir—“ „Und ich glaube an dich!“ rief der Knabe mit rauher Stimme, warf die ſilberne Beute ins Gras und packte den Bruder an den Hüften. Im ſommerſproſſigen Geſicht leuchteten die Augen ſeltſam grün und blau wie der Rhein, wenn die Sonne ſchräg in die Flut ſtach. Die hohe weiße Stirn tauchte glänzend aus dem wilden roten Haar, das er im Aufblicken ſtürmiſch zurück⸗ warf. Seine Finger gruben ſich in die Hüften des Bruders und vreßten ihn an ſich. 9 Feſtumklammert ſtanden ſie auf dem grünen Uferſtreifen, vom Rauſchen des Rheins umtoſt, und den feuchten Luftſtrom atmend, der von den Schnellen herüberſtrich. „Hermann, Bub, ich muß dir Adieu ſagen. Ja, Adieu. Ich reiſe morgen. Hier iſt nichts mehr zu tun. Aber ich komme wieder. Und wenn i derkomme, bringe ich die Konzeſſion und die Millionen„die nötig ſind, und baue das Werk und ſprenge den Lauſfen.“ „Und wann kommſt du wieder, Hanns?“ ereiladen einef deu derzeitigen Pächtern auf 27 Jahre verpachtet werden.— Dem wiederholten Erſuchen des Jean Haumüller l um käufliche Ueberlaſſung eines Straßenteiles vor ſeinem Auwe⸗ ſen in der Römerſtraße kann nicht entſprochen werden; ebeuſo können dem Schreiner Grimm, der für ſeinen Betrieb in der Blücherſtraße von einem anliegenden Bauplatz 50 Qm. wünſcht, dieſe nicht ablgegeben werden. Hingegen erhält Karl Ludwig Seelinger 200 Qm. Gelände neben ſeiner Hof⸗ raite in der Biedenſandſtraße, wofür er je Qm. 1,50 RM. zu zahlen hat. Schon ſeit dem Jahre 1919 ſich der Gemeinde⸗ rat mit der Erbauung eines Faſelſtalles. Nunmehr wird ein Plan über einen ſolchen, der Raum für 5 Faſel, 12 Eber und 12 Ziegenböcke enthält, vorgelegt. Die Koſten würden ſich für das Projekt auf 13 475 Mk. belaufen und wird be⸗ ſchloſſen, den Bau zur Ausführung zu bringen.— Der Ge⸗ meinderechner i. R. Adam Steffen hat durch die Rechts⸗ anwälte Dr. Jäger und Kollin in Darmſtadt eine Schaden⸗ erſatzklage gegen die Gemeinde eingereicht. Dieſe iſt da⸗ mit begründet, daß er ſich beim Baden am 8. 12. 24 in der Badeeinrichtung des Gaswerks dadurch, daß ſie fehlerhaft ge⸗ weſen ſei, eine Gasvergiftung zugezogen habe, infolgedeſſen ſein Gedächtnis geſchwächt und er berufsunfähig geworden ſei. Seit 1. Januar ds. Js. iſt er in den Ruheſtand getreten. Sein Geſamtjahreseinkommen betrug 5650 Mk. Er bezieht jetzt eine Penſion von zuſammen 3250 Mk. Er fordert für eine Kur Erſatz von 999,90 Mk., für Arzt 32 Mk. und weiter⸗ hin als Erſatz für Erwerbsunfähigkeit 6000 Mark. Von die⸗ em allem nimmt der Gemeinderat Kenntnis und läßt der Klage ihren Lauf.— Die chemiſche Fabrik Neuſchloß ſchließt mit dem 1. April ihren Betrieb. Es ſollen des⸗ halb mit der Geſellſchaft„Rhenania“ Verhandlungen wegen Rückkauf des ſ. Zt. zur Errichtung einer Wartehalle an der Fabrikbahn abgetretenen Geländes gepflogen werden.— Die Schulverhältniſſe ſind durch den beſtehenden Saalmangel auf die Dauer unhaltbar. Es fand deshalb im Laufe der ver⸗ gangenen Woche auf dem Rathaus eine Beſprechung der Fraktionsführer der einzelnen Parteien mit dem Kreis⸗ direktor Reinhart und Kreisſchulrat Kremer von Bensheim ſtatt. Es wurden hierbei drei Projekte ins Auge gefaßt, wie dem Uebelſtonde durch Neu⸗ bezw. Umbau ab⸗ geholfen werden könnte. Der Bürgermeiſter unterbreitet dem Gemeinderat die Angelegenheit. Allgemein iſt man von der Dringlichkeit der Abhilfe überzeugt, nur iſt die Gelbdfrage ſchwierig zu löſen. Es wird deshalb eine Kommiſſion ge⸗ wählt, die unter Führung des Bürgermeiſters und in Ge⸗ meinſchaft mit einem Vertreter des Kreis⸗ und Kreisſchul⸗ amtes beim Miniſterium vorſprechen ſoll, um wenn möglich zu exreichen, daß der Staat die Hälfte der Zinſenlaſt für ein zum Bau aufzunehmendes Kapital trägt. Bei der Größe des Ortes und der Zahl der beſtehenden Fernſprechanſchlüſſe, hat es ſich als notwendig erwieſen, daß das Fernſprechamt auch bei Nacht benuutzt werden kann. Die Bürgermeiſterei wird deshalb beauftragt, alsbald bei den Fernſyrechteilnehmern eine Liſte in Vorlage zu brin⸗ gen, damit dieſe ihren Wunſch dartun können. Die Liſte ſoll alsdann beim Poſtamt abgegeben werden.— In nicht⸗ öffentlicher Sitzung werden alsdann noch verſchiedene Anträge auf Bürgſchaftsübernahme durch die Gemeinde er⸗ Aus dem Lande Schwetzingen, 17. März. Heute vormittag ſtießen an der Straßenecke bei der Wirtſchaft zum Badener Hof wieder einmal ein Laſtauto mit Anhänger und ein Perſonenauto zu⸗ ſammen, Dem Führer des Perſonenautos gelang es im letzten Augenblick noch, ſeinen Wagen auf den Bürgerſteig zu lenken und ſo den Zuſammenprall abzumildern. Größerer Schaden wurde nicht angerichtet. ( Neulußheim, 17. März. Geſtern abend ereignete ſich in⸗ folge der Rückſichtsloſigkeit eines Motorradfahrers an der Bachbrücke ein ſchwerer Verkehrsunfall. Der drei⸗ zehn Jahre alte Schüler Albert Villhauer befand ſich, aus dem Walde kommend, auf dem Heimweg. Der Junge fuhr auf einem Fahrrad und war einem entgegenkommenden Auto vor⸗ ſchriftsmäßig nach der rechten Straßenſeite ausgewichen. Im gleichen Augenblick kam hinter dem Radfahrer ein Motorrad in ſcharfem Tempo angebrauſt und fuhr zwiſchen dem Anto und dem Radfahrer hindurch. Das Fahrrad wurde dabei erfaßt, auf die Seite geſchleudert und faſt vollſtändig zer⸗ trümmert. Der Junge erlitt durch den Sturz erhebliche Verletzungen. Der Motorradfahrer kümmerte ſich um den Jungen in keiner Weiſe, ſondern raſte rückſichtslos weiter.— Die Gemeindewaſſerverſorgungsanlage iſt ſo weit fortgeſchritten, daß mit der Inbetriebnahme der Leitung in drei bis vier Wochen gerechnet werden kann. sch. Reilingen, 15. März. Am Sonntag hält hier der Evang. Bund ſein Bezirksbundesfeſt unter Mit⸗ wirkung der evang. Kirchenchöre von Hockenheim, Retlingen, Alt⸗ und Neulußheim ab. Abends erfolgt die Aufführung eines Lutherfeſtſpiels. „In ſieben Tagen, in ſieben Mongten oder in abermals ſieben Jahren! Ich weiß nut eins, ich kontme!“ 8 „Und ich, Hanns, und ich?“ ſtammelte Hermann. „Du bleibſt bei dem Vater, bis ich dich rufel Nimm die Stunden bei Rektor Schnell, wie wir ausgemackt haben, ſie ſind im voraus bezahlt, und hab' Geduld. Jetzt geh', trag' den ſtachligen Herrn in die„Poſt“, ſie ſollen ihn ſchuppen und braten, ich will in ihm Abſchied feiern, und künd' dem Vater, ich käm' ihm heute abend Lebewohl ſagen.“ N „Hanns!“ Wild warf ſich der Knabe an ſeine Bruſt und umſchlang ihn, als müßte er ihm alle Rippen brechen. Dann bückte er ſich nach dem Fiſch und rannte davon. Hanns Ingold ſtieg vom feſten Ufer auf die Kieszunge hinab, die ſpitz in den Strom lief, und ging bis zu ihrem äußerſten Ende. Vor ihm ſtrudelten die Wellen, der Lauffen netzte ihm das Geſicht mit Sprühſchauern. Der rote Pflock, den er bei den Meßarbeiten als Merkzeichen eingeſchlagen hatte, ſteckte noch im weißen Kies. „Ich zwing' dich doch,“ murmelte er und ſah die Waſſer ſchäumen und brauſen und die Klippen trotzen und ragen Ein Eisvogel ſchwang ſein buntes Gefieder an ihm vorbei und leuchtete wie ein farbiger Edelſtein, als er am anderen Ufer auf einer Baumwurzel Fuß faßte. Langſam ging Hanns am Rhein entlang, St. Joſeph zu. Das Korn, das ihm gehörte, ſtand blaßgrün und ſteckte die erſten Fahnen aus. Die Kartoffelſtauden hockten als kleine Häuflein dicht an die gelbe Erde gedrückt. Vom Kloſter her kam Blumenduft gezogen. Das Haus verſchwand in den Obſt⸗ bäumen. Die Gartenmauer war von Efeu und Myrten wild überwachſen. Auf der Terraſſe ging ein ſchlankes Kind im weißen Kleid langſam auf und ab. Hanns Ingold dachte an Ruth. Ssit ſie ihn über die Grenze verwieſen hatte, waren ſie nicht mehr zuſammengekommen. Er würde ihr nicht Lebewohl ſagen. Engelhardt hatte ihm in der Verſammlung Gemein⸗ ſchaft und Nachbarſchaft gekündigt, ihn als einen Menſchen brandmarken wollen, dem nichts heilig iſt, der den Frieden der Natur mordet und die Heimat verſchachert. Er nahm den Hut ab und ging den Feldweg entlang zum Wald hinauf. Als er die Schienen überſchritt, klirrte ein Sig⸗ nal in den Drähten, und gleich darauf ſchlug auf der Station das Glockenwerk. Im Wald ſetzte ſich Hanns auf einen Moosfelſen und zog noch einmal ſeine Briefſchaften hervor. Die Morgenpoſt Aus der Pfalz Gasvergiftungen in der Anilin— Eine Richtigſtellung Ludwigshafen, 17. März. Die„Arbeiterzeitung“ bringt in einem aufſehenerregenden Axtikel die Mitteilung von einem gräßlichen Unglück in Oppau, wobei 30 Arbeiter mehr oder weniger ſchwer an Gasvergiftung erkrankt ſeien, zum Teil unter gräßlichen Schmerzen ins Krankenha gebracht werden mußten und dauernden Schaden an ihrer Geſundheit erlitten haben. Vom Werk haben wir hierüber folgendes erfahren: Am 14. März um 2 Uhr mittags wurde der Sicherheitstop des Waſſerausſcheiders einer Gasleitung durchſchlagen, ſoda Gas kurze Zeit ins Freie austrat, bis ein Schloſſermeiſter, der dies ſofort bemerkte, den Waſſerausſcheider außer Betrie geſetzt hatte. Durch ungünſtige Witterung und ungünſtigen Wind wurden die Gasſchwaden zu ebener Erde in den Bau getrieben in Richtung auf einen in Reparatur befind⸗ lichen Generator. Dadurch erhielten 26 Schloſſer un Maurer, die hier arbeiteten, Gas. Sie gingen entweder zur Ambulanz oder wurden mit Wagen und Elektrokarren dahin gebracht, konnten aber zum größten Teil bald wieder in den Betrieb entlaſſen werden. Außer Uebelbefin⸗ den treten bei derartigen Gasvergiftungen bekanntl Schmerzen nicht auf. Vier Leute, die ſich weniger ſchne erholten, wurden mit Krankenwagen nach Hauſe entlaſſen. Davon haben zwet mittlerweile den Dienſt wie dez aufgenommen, während die anderen zwei Arbeiter bi ſpäteſtens Montag wieder arbeitsfähig ſein werden.“ Serichtszeitung Ein jugendlicher Mörder zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt In dem Mainzer Prozeß gegen den 17jährigen 2 5 mannslehrling W. Konraßd, der am 14. Oktober vergange Jahres ſeine Stiefmutter durch Meſſerſtice nge⸗ mordet hat, beantragte der Staatsanwalt gegen den eigt klogten, der nicht die geringſte Reue über ſeine Tat geddas habe, die höchſtzuläſſige Strafe von 10 Jahren Gefängnis. ſicht Gericht kam auf Grund der Beweisaufnahme zu der An 5 daß der Angeklagte mit voller Ueberlegung den Mor end⸗ gangen habe. Er wurde daher zu der Höchſtſtrafe für Juzünf liche von 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Monate der Unterſuchungshaft wurden ihm angerechnet. 1 8Wegen Unterſchlagung verurteilt. Ein Steuerscunſthe des Finanzamtes in Oberhauſen(Rh.) beging umfan älſchte Unterſchlagungen und Urkundenfälſchungen. Er er⸗ Steuerſchätzungen und beging Betrug bei privaten Fhahen, aufſtellungen. Der Beamte will aus Not gehandelt Gerich da ſeine Frau ſeit langer Zeit kränklich iſt. Das verurteilte ihn zu 10 Monaten Gefängnis.—— Wetternachrichtener Karisruherandeswenerwarle Beobachtungen badiſcher Wetterſtellen(7 morgens! „Luſt. TemS g z 2 Wind 22 e ae c ee ee m mm ce Scss Se s Richt. Stärre Wertheim———9 10—2 ſtill Nebel Königſtuhl ˙ 7705—[7 1 80 ſeeicht wolkenl. Karlsruhe 127 770,33 0 10—1 ſtill ded Bad.⸗Bad.213 770.—1 9—2 No lleicht 927 Villingen 780 771,7—1 4—1 80 lleicht 9 75 Feldbg. Hoff 1497 640,3—1—1—4 NW leicht wolken!. Badenweil.—— N—— 5 4—5 ſtill— Höchenſchw.“———1——1—— trockene Die Hochdruckwetterlage und damit die heitere und ſudlicher Witterung hält bei uns noch an. Das Aufkorne Nachtfroſt⸗ Winde ſtellt weitere Erwärmung in Ausſicht. Die gefahr in der Ebene beſteht jedoch weiter. 5 Wetteransſichten für Freitag, 18. März: Wärmer, lich heiter und trocken mit Nachtfroſtgefahr.— H leger: Drucerel Or. Hgas, dn ieerr Aen., Mannheim. E G, 2 5 Direktion: Ferdinand Heyme. K ans Alfced Meibn— Chefredakteur: Kurt Fiſcher— Berantwortl. Redakteure: Aetale,& 0 d Schön elder— Foanen; Dr. S. Kayfer— Kommunal-Politik und Lokales: 17 75 rt Sumen port und Neues aus aller Welt: Willy Müller— Hundeieteng E, Stößner⸗ Gericht und alles Uebrige: Franz Kircher— Anzelgen: Dr. W.—. eer,. — nt auf 55 iges Recht an rung. Die Fiſchereigenoſſenſchaft hatte ihr ewige einen den Lauffen proklamiert, und die Zeitungen. batter Vorſchlag als phantaſtiſch oder ſträflich vernend berweigerte genieurverein zweiſelte ſeine Berechnungen 3Berbandsorgen. ihm die Aufnahme eines Aufſatzes in das Er war auf der ganzen Linie geſchlagen. Bilanz Tannen. Auf einem Briefumſchlag zog er die b hatle rieſeneg nadeln, die der Tritt eines Eichhorns gelbf lohnte und da auf und nieber. Wenn er die Techniker arend Nart 12 Bureau auflöſte, blieben ihm noch ſisdentamaren in Land⸗ barem Geld, ſiebenundzwanzigtauſend Mark w 5 erwerb und Propaganda aufgegangen. die Hand. Ein Anſichtskarte aus Napel fi iſe nach Sie war von Gheude, der ſich auf der Ausreif usgezeichne. befand.„Kommen Sie nach, die Kondition iſt a—55 atte der Freund geſchrieben. wieder⸗ Und 25 ihn das große hinaus⸗ der Zug in die Weite, die Luſt, als Kulturpio vorbeizu zuziehen, auf dem Pony an den Arbeitskolonnad Plänen galoppieren, in Wellblechbaracken über 1 rengen un zu hocken, Ströme zu ſperren und Berge 55 in denken. die einen fremden Himmel über ſich, an die Heima 2 eingeſpon ſtill 1795 unberührt im Dämmern der Erinneru Ae nen lag. I3 m auf und warf die Arme in die Höhe, a er die Weite erfaſſen und an ſich euagiee in Rheinau ſ⸗ Ein Eiſenbahnzug kam gefahren und bie der„Alten Po Ingold ſah vom 5 aus die Chaiſe der„Alke 800 nach St. Joſeph hinausrollen. en Wal h Fußle Er hatte den Namen plötzlich laun ruſt D15 gerufen. Ein ungeheurer Schmerz zerriß 1 2 e Zeit, keine Rar 855 1150 4 5 geſchlagen, ſtand er lang klaren Gedankens fähig. N Als er ſeiner wieder Herr geworden 115— Hauſe. Er kündigte—55 Leuten, zahlte ſie ihnen die Freiheit zurück. retär, Im Herrenſtübchen der„Poſt“ waren der ſehen ſier i0 15 Propiſor und der Oberlehrer, die als Jandgez erückt, Heune Mittagstiſch hatten, ſchon lange von ihm augone Gruß a fühlte er ſich plötzlich ganz als Amerikaner ging iſch ihnen vorbei und ſetzte ſich breitbeinig an Lzei ſeinen tamm, Der Wirt kam, blieb einen Augenblick bei 9 plöslich vo gäſten N und behaglich und ſtan 1 Ingolds Tiſch, um zu ſagen: „Ein Mordskerl, drei Pfund geſchupp ibt. Ein ſo⸗ der Laufſen eine Fiſchfalle, wie es keine 75 laſſen ion doch ziem⸗ er nach 96 und gab der ren hatte ihm die letzten Abſagen gebracht. Der Abgeordnete des Kreiſes hatte ſich ebenſo ablehnend verhalten wie die Regie⸗ lennes Abſchiedseſſen, Herr Ingenieur, und wi 0 rund herumgehen, nicht wahr??(Gortſetzung —— el ihm in ach Kanten RSN —(. — 2— „57 „„ — S i * aaann Frr R Stellung der wird“. Geſamtpartei ihr Intereſſe WMzdabel, daß dieſe zur Mitarbeit in der Armen⸗ ſpektion. mit 5 Daft aber bedarf der Da Se 1 odert 5 en. ärme beinah mehs reſlich, ſo hübſch ein Donnerstag, den 17. März 1927 Neue Maunheimer Zeitung(Abend⸗Ausgabe) 5. Seite. Nr. 128 Nalionalliberale Partei und Frauen In dieſen Tagen, da wir auf das 60jährige Beſtehen der Nationalliberalen Partei zurückblicken, iſt es für uns Frauen und vielleicht von allgemeinem Intereſſe, etwas über die Nationalliberalen zur Frauenbewe gun zu erfahren. Man hat oft behauptet, daß die Nationalliberale Partei und ihre Führer bis zum Umſturz Gegner der Frauen⸗ bewegung geweſen ſeien und ſich in keiner Weiſe für die polt⸗ tiſche Betätigung intereſſiert, noch viel weniger eingeſetzt hät⸗ ten. Dem iſt nicht ſo. Als im Beginn des 20. Jahrhunderts die Frage des Frauenwahlrechts immer brennender wurde, haben ſich auch die Nationalliberalen dieſen Dingen nicht verſchloſſen. weis dafür iſt, wenn ſie in ihrem Arbeiterinnenſchutzforderungen. Be⸗ Programm vom Jahre 1907 Witwen⸗ und Waiſenverſiche⸗ rung ſowie die Einſtellung weiblicher Gewerbeinſpektoren ver⸗ angen, ferner im politiſchen Handbuch des gleichen Jahres in einer ziemlich ausführlichen Abteilung„Frauenbewegung, Frauenrechte“ zu dieſen Fragen Stellung nehmen. Es braucht gar nicht verſchwiegen zu werden, daß u. a. hierin geſagt wird, daß für ein Frauenſtimmrecht im weiteſten abſehbare Zeit eine parlamentariſche Dies war im Sinne der zürgerlichen Männer Sinne„auf Mehrheit nicht erſtehen Mehrzahl, zumindeſt aller und auch eines großen Teiles der rauen. Viele von uns, mögen ſie vor oder nach dem Kriege ſich der Nationalliberalen Partei angeſchloſſen haben, ſtehen noch heute auf dem Standpunkt, daß ein langſames Hinein⸗ wachſen in die politiſchen und anderen öffentlichen Pflichten, ein Eintreten zuerſt in die kommunalen Organe und danach in die Landes⸗ bezw. das Reichsparlament im Intereſſe der rauen und der Geſamtheit unſeres Volkes geweſen wäre. Das neue Vereinsgeſetz des Jahres 1908 gab den Frauen die Möglichkeit, ſich am politiſchen Vereinsleben zu beteiligen. 1s erſte änderte die Kölner Nationalliberale Partei ihre ungen, um die Mitarbeit der Frauen zu gewinnen.— olgerichtig war es im Gange der Entwicklung, wenn die zunächſt der Neuordnung des ädchenſchulweſen zuwandte, welches die notwendigen rundlagen für eine zukünftige Betätigung der Frauen im fentlichen Leben geben mußte. In einer Reſolution vom 12. März 1910 ſpricht dann der Zenktralvorſtand die beſtimmte Erwartung aus, daß ſeitens er Landesorganiſationen und Vorſtände der nationallibe⸗ zalen Vereine der Heranziehung von Frauen zur politiſchen Zetätigung größere Beachtung geſchenkt werde. Intereſſaut Forderung weſentlich von den führenden ännern erhoben wurde. In den bald darauf veröffent⸗ lichten-Zielen und Beſtrebungen der Nationalliberalen artei“ wird für die Frauen gefordert: Erweiterung der echte in der Gemeinde, insbeſondere ſtärkere Heranziehung Waiſen⸗ und Jugend⸗Fürſorge, uſtellung non Schulärztinnen und Polizei⸗Aſſiſtentinnen, erwendung von Frauen für Zwecke der Wohnungs⸗In⸗ Ferner verlangte die Partei Sicherung eines all⸗ gemeinen ſowie eines obligatoriſchen Fortbildungsunterrichts ür beide Geſchlechter.— In der Partei ſelbſt ging man aran, die Frauen in die praktiſche Geſamtarbeit hinein⸗ zuziehen; außerdem bildeten ſich Frauen⸗Gruppen, wie in Belnz Mannheim, Groß⸗Stuttgart, Hamburg, Wiesbaden, zerlin, Göppingen u.., tatkräftig unterſtützt von den männ⸗ — Parteifreunden, an deren Spitze Baſſermann Auslandsdeutſchtum und deutſche Frauen f Die Frage des Auslandsdeutſchtums iſt eine Schickſals⸗ grege unſeres Volkes. Jedes Stück der deutſchen Reichs⸗ tenze trennt Deutſche von Dentſchen. 40 Millionen Deutſche eben außerhalb unſerer Grenze. Dieſe 40 Millionen bilden en 60 Millionen Reichsdeutſchen die Einheit, von der akob Grimm auf dem erſten Germaniſtenkongreß 1846 in 1 kankfurt a. M. ſagte:„Was iſt ein Volk?— Die Gemein⸗ aft aller derer, die eine Sprache ſprechen.“ Alle Gemein⸗ Pflege, Volksgemeinſchaft vor allem. de haben wir Deutſche ſpäter erkannt als andere Völker; 8155 ſelbſt als nach der Reichsgründung in der Freude am eimgen ſtarken Staat einige wenige Weitſchauende eine Ver⸗ Deigung gründeten zum Schutz der vom Reich getrennten 8 utſchen, blieb Jahrzehnte hindurch das Intereſſe für die ewegung gering. zerriß der Verſailler Frieden willkürlich jahrhun⸗ Bande, daß Schmerz, Zorn und Liebe gleichermaßen Mit den zuletzt verlorenen Brüdern und weſtern wurden auch die wärmer in die allgemeine Für⸗ 1 955 zeiugeſchloſſen, deren Familien ſchon ſeit Jahrzehnten W länger jenſeits der Grenzen leben und heute mehr denn Eine Mutter Skizze von Hedowig Stephan⸗Altona Biſt Du heut abend zu Haus, Theo?“ Theodor blies ſorgfältig ein Stäubchen von ſeinem Rock⸗ eineel.„Leider nein, Schatz. Ich habe mich mit Bekannten zu nichte kleinen Bummel verabredet. Aber ſpät wird es beſtimmt die Vulabeth ſeufzte, als der Gatte leiſe vor ſich hinpfeifend ohnung verließ. ine Verabredung— eine Beſprechung— eine Sitzung— aufebe täglich gab es für Theodor einen Grund, den Abend 9 ißer dem Hauſe zu verbringen. Aber ſie durfte ja nicht kla⸗ wie oft hatte er ihr geſagt:„Bei Euch am Tiſch hinter Ei Hängelampe kann ich keing Geſchäfte machen, liebes Kinz kun Kaufmann muß Verkehr haben, muß neue Verbindungen pfen und die alten befeſtigen. Schick Dich in Dinge, die nicht ändern kann.“ 1 as wollte ſie ja auch— aber es war doch ſo ſchwer, e der allein zu ſitzen, wenn Ruth zu Bett war! Und wenn an die erſten Ehejahre dachte— ob Theodor es nicht viel⸗ ich nt doch einrichten könnte, ab und zu bei ihr zu bleiben, Aes ihn ernſtlich danach verlangte? und luſtig wie damals war ſie nicht L' allerlei Sorgen und große und kleine Leiden hatten ſie do wenig müde und vor der Zeit alt gemacht. Aber ſie konnte 0 noch recht gut ausſehen, oh gewiß, zum Beiſpiel in dem unzen mandelgrünen Tuchkleid, und wenn ſie ſich ſorgfältig ſmodern das Haar machte. es eünd da kam ihr plötzlich ein verlockender Gedanke. Ob ſie 1 zeinmal wagte, Theodor abzuholen und ihn zu bitten, mit dag duszugehen, anſtatt mit den Freunden? Zwar, er liebte gebticlbolen nicht, und Ruth war abends noch niemals allein doch eben— äaber ſchließlich war ſie mit ihren zwölf Jahren oft kein kleines Kind mehr, und es ging ohnehin ſchon viel zu N ihrem hübſchen, eigenwilligen Kopfe. wöhnken g gab es denn auch noch einen Tanz mit der ver⸗ n Einzigen. ullort willſt Du, Muttt? Den Vater abholen? Ach, ukti. geht Ihr dann in ein Muſikhaus? Mutti, nimm mich Nachdem im Dezember 1911 eine erſte nationalliberale Frauenverſammlung in Köln und im Oktober 1912 in Wei⸗ mar eine aus allen Teilen des Reiches beſchickte Frauentagung gunter dem Vorſitz von Julie Baſſermann ſtattgefunden hatten, kam es im November des gleichen Jahres zu einer großen allgemein beachteten Frauenverſammlung in Karls⸗ ruhe. Profeſſor Moldenhauer⸗Köln, der tatkräftige Förderer aller Frauenarbeit, begrüßt es in dieſem Zu⸗ ſammenhange, daß die Nationalliberale Partei ſich ent⸗ ſchloſſen habe, die politiſche Frauenbewegung in ihren Reihen zu unterſtützen, und er rät den noch in alten Anſchauungen befangenen Parteifreunden ernſte Erwägung und Meinungs⸗ änderung gegenüber dem Worte:„mulier taceat in evolesia et in rebus politicis“.„Wir haben,“ ſagt er,„gezeigt, wie die Frauen ins Leben hineingeſtellt ſind; ſollen wir da vor der Politik Halt machen?“ Moldenhauers Forderung entſprechend wurde die politiſche Frauen⸗Organiſation der Partei aus⸗ gebaut und 1911 ein Reichsfrauenausſchuß gebildet. Der erſte Rheiniſche Frauentag in Köln im April 1913, auf dem Frau Julie Baſſermann das Hauptreferat über die„Frauen in der Politik“ hielt, beſchäftigte ſich auch mit dieſen wichtigen Organiſationsfragen, die den Zweck hatten, die Frauenarbeit in den einzelnen Parteiorganen zu verankern. Die Stellung der Nationalliberalen Partet als ſolcher zum Frauenwahlrecht geht klar hervor bei den Verhand⸗ lungen des Preußiſchen Landtages im Oktober 1912, bei wel⸗ chen Petitionen um Verleihung des kommunalen Wahlrechts an die Frauen vorlagen. Während die Konſervativen für Uebergang zur Tagesordnung ſtimmten, traten die National⸗ liberalen mit dem Zentrum für„Ueberweiſung als Material“ ein(dementſprechend wurde verfahren); ſie wünſchten eine nochmalige Prüfung der Frage. Wohl war man in der Nationalliberalen Partei noch unentſchieden; aber liberale Weltanſchauung verhinderten naturgemäß, den kategoriſch ablehnenden Standpunkt der Konſervativen etwa mit⸗ zumachen. Gemäß der Entſchließung des rheiniſchen, natio⸗ nalliberalen Frauentages wurde zunächſt die Gewährung des aktiven und paſſiven Wahlrechts an die im Erwerbsleben ſtehenden Frauen zu den Berufsvertretungen, den 1910 er⸗ hobenen Forderungen hinzugefügt: Die Zulaſſung der Frauen als Schöffen bei Jugendgerichten wird verlangt, desgleichen die Ermöglichung gemeinſamen Unterrichts für Knaben und Mädchen an Orten, wo letztere keine Gelegenheit haben, ſich zur Reifeprüfung vorzubereiten.— Die Entwicklung fand eine naturgemäße Beſchleunigung durch die Kriegsleiſtungen zahlreicher Frauen, deuen ſich auch die Nationalliberale Partei nicht verſchließen konnte. So entſchied ſie ſich Anfang No⸗ vember 1918 dafür, das Frauenſtimmrecht mit den Mehr⸗ heitsparteien zu beantragen. Heute ſtehen wir volksparteilichen Frauen mitten drin im Getriebe des politiſchen Lebens, ſtehen feſt in unſerer Partei. Ihre frühere Stellung zur Frauenfrage mag einigen vielleicht zu zögernd erſcheinen, mag von anderen gebilligt oder zum mindeſten verſtanden werden. Wir werden weiter werben um Verſtändnis und richtige Einſchätzung der Frauen⸗ arbeit in der Partei, mit der wir uns eins wiſſen im natio⸗ nalliberalen Gedanken; ihn wollen wir in erſter Linie ſtärken, wollen mitarbeiten, daß immer weitere Kreiſe unſeres Vol⸗ kes ihn erfaſſen und ihm dienen. National und liberal ſei weiterhin unſer Panier. M. S.— St. je in erbittertem und aufreibendem Kampfe um ihr Deutſch⸗ tum ſtehen.— Insbeſondere der Verein für das Deutſchtum im Ausland(B. D..), dem ſich in der Erkenntnis der Gefahr immer neue Mitglieder anſchloſſen, tritt überall da helfend ein, wo deutſches Volkstum um ſein Daſein ringt. Er leiſtet im beſten Sinne Pionierarbeit, Brückenbau hinüber und her⸗ über; und in dieſer großen, überparteilichen Bewegung ſtehen die Frauen nicht nur der Zahl nach, ſondern vor allem was praktiſche Arbeitsleiſtung angeht, unbeſtritten im Vorder⸗ grund. Naturgemäß wendet ſich die Frau dieſer Arbeit zu, die ihrem mütterlichen Empfinden entkſpricht. Dies iſt auch wohl der Grund, daß man die Verfaſſerin gebeten hatte, bei der 13.—15. November v. Js.) über Fragen tums zu ſprechen. Mancherlet läßt ſich ſchon ſagen über die praktiſche Arbeit des V..A. und ſeiner Frauen.— Die reichsdeutſche Mutter, der die gute Schulbildung ihrer eigenen Kinder am Herzen liegt, hat Verſtändnis für das, was eine deutſche Mutter im Auslande empfinden muß, wenn ihren Kindern die Möglich⸗ keit genommen iſt, eine deutſche Schule zu beſuchen, an dem Reichtum deutſchen Kulturlebens teilzunehmen. So iſt Frauenarbeit und Jugendpflege eins geworden, die Erhal⸗ es Auslandsdeutſch⸗ doch mit— die Irma Bieber geht auch immer mit ihrem Vater— da werden immer ſo feine neue Schlager geſpielt— „Die Blanka, ja die Blanka“ oder„Ich weiß was von Dir“— „Aber Ruth!“ Eliſabeth war ganz entſetzt.„In ein ſolches Kaffeehaus werden wir ſicher nicht gehen— und Du bleibſt natürlich zu Haus und legſt Dich hübſch artig um halb neun zu Bett— hörſt Du, Liebling? Ich bring' Dir auch Schokolade mit!“—— —— Als Eliſabeth in ihrem neuen Kleide mit roten Wangen und glänzenden Augen im Geſchäft ankam, muſterte 30 ſie ſehr erſtaunt. Der Buchhalter rieb ſich verlegen die Hände. „Herr Straßmann iſt ſchon fort— ja— leider——.“ „Schon fort? Iſt er denn nicht immer bis ſieben Uhr hier?“ „Gewöhnlich wohl, aber heut—“ Ach, er ſagte etwas von einer Verabredung— da haben die Herren ihn wohl abgeholt?“ „Die Herren—? Ah ſo, ganz recht— ja, die Herren haben ihn abgeholt— er wird lebhaft bedauern——.“ Bitter enttäuſcht und von einer Unruhe befallen, für die ſie ſelbſt keinen rechten Grund wußte, verließ Eliſabeth das Haus und ging die Straße hinunter. Das Menſchengewimmel, die gellenden Hupenſignale, die blendende Lichtfülle um ſie her verwirrte und ängſtigte ſie— wie lange war ſie aus ihrem ſtillen Vorort nicht des Abends hierher in dieſen Trubel gekommen! An einer Kreuzung machte ſie zögernd Halt— der Polisiſt hatte ſoeben die Hand erhoben, und für einen Augenblick ſtockte die Wagenreihe. Ein geſchloſſenes Auto hielt dicht neben ihr— eng aneinandergeſchmiegt ſaß ein Liebe paar in der Ecke; der Mann beugte ſich über die Hand des Mädchens und küßte ſie zärtlich; dann hob er den Kopf— der helle Strahl der Straßen⸗ laterne fiel gerade auf ſein Geſicht—— und wie ein ſcharfes Schwert fuhr es Eliſabeth durchs Herz. „Theodor— Theodor!“ Ste ſchrie es laut beraus, aber der Wagenzug hatte ſich ſchon wieder in Bewegung geſetzt. Wie feſtgewurzelt blieb ſie an derſelben Stelle ſtehen und ſtarrte dem Wagen nach, mit einem ſeltſam leeren Ausdruck in den Augen. Erſt als der Poliziſt auf ſie zutrat und ſie arg⸗ wöhniſch muſterte, zuckte ſie auf und ſchritt ſchwerfällig die Straße hinunter. Reichsfrauentagung der Deutſchen Volkspartei in Jeng(pvom f ———— Ailannheimen Frauen-Jeitung tung der von Gefahren umbrandeten deutſchen Schule im Auslande ihr Hauptziel. Von der Heimat aus muß den Kämpfern draußen der Rücken geſtärkt werden durch Beweiſe der Anteilnahme und auch durch materielle Hilfe. Hier ſtehen die Frauengruppen des V..A. ſtändig in Bereitſchaft und er⸗ zeugen das Bewußtſein:„Man hat uns nicht vergeſſen!“ Neben der deutſchen Schule gehört die Arbeit der deutſchen Frau der deutſchen Familie in der Fremde. Der Austauſch von Haustöchtern ſoll jene der Stammesheimat näherbringen, ſoll die andern die ſtändige Kampfſtellung draußen erkennen laſſen und damit deutſchbewußter machen. Der V..A. will nur um ihr Volkstum kämpfende Deutſche ſtützen, deutſches Weſen pflegen und ſtärken; er ver⸗ folgt nicht das Ziel der franzöſiſchen Propagandaſtelle „Alliance frangaise“, die auch Nicht⸗Frauzoſen im franzöſiſchen Volkstum aſſimilieren wollte. Der Arbeit des V. D. A. braucht aber das Verſtändnis des ganzen Volkes, denn ſie iſt wie keine andere geeignet, volkstümlich zu werden. Dafür ſich einzuſetzen, die moraliſche Verpflichtung zu wecken, iſt Ziel und Wille der Frauen, die im Auslandsdeutſchtum mit⸗ arbeiten, im Sinne des Wortes:„Man muß den Mut haben, an eine große deutſche Zukunft zu glauben.“ Henny Pleimes-Frankfurt a. M. Die Frauen im Wirtſchaſtsleben Vadens Ein beſonderes Merkmal der Nachkriegszeit iſt das ſtarke Anwachſen der Frauenarbeit. Die ſchnellere Zunahme der weiblichen Bevölkerung gegenüber der männlichen, die Ver⸗ armung ganzer Volksſchichten und die Verſchärfung des Da⸗ ſeinskampfes haben zuſammen dieſe Erſcheinung hervorge⸗ rufen. Von der 1925 feſtgeſtellten badiſchen Bevölkerung von 2312 462 Perſonen waren 1 196 985 weiblich, d. b. es kamen auf je 1000 männliche 1073 weibliche Einwohner. Gegenüber 1910 hatte bis zu der letzten Volkszählung im Juni 1925 die männ⸗ liche Bevölkerung Badens um 5,28 Prozent, die weibliche aßer um 10.5 Prozent zugenommen. Die Zahl der geſamten Er⸗ werbstätigen Badens ungerechnet mitßelfender Familienange⸗ hörigen iſt von 1907 bis 1925 um 24,4 Proz. die der weiblichen Erwerbstätigen aber um 27,4 Proz. gewachſen. Rechnet man die mithelfenden Familienangehörigen dazu, ſo ergeben ſich entſprechend die Zahlen 20,5 und 23,3. Von dem weiblichen Teil der badiſchen Bevölkerung ſind 508 346 Perſonen oder 42,5 Proz. erwerbstätig, 623 459 oder 52,1 Proz. Angehörige ohne Hauptberuf, davon 262 900 Ehefrauen. Unter den Berufs⸗ loſen, Renten⸗ und Unterſtützungsempfängern wurden 65 180 oder 5,4 Proz. der Frauen, viel weniger als in den anderen deutſchen Ländern, gezählt. Der Anteil der Ehefrauen an der Bevölkerung Badens ſtieg von 1907 bis 1925 von 39,8 auf 42,5 Prozent. Die 10 Gebote der Frau Von Hede Linz 1. Wenn dein Mann vom Geſchäft heimkommt, beſtürme ihn nicht gleich mit Fragen, ſondern warte ab bis er zu reden anfängt; bedenke, daß er müde iſt und ſeine Gedanken erſt umſchalten muß. 2. Wenn er eine andere Frau hübſch findet, verarge ihm das nicht— denn er hat ja dich zur Hüterin ſeines Lebens ausgewählt und Eiferſucht iſt eine Quelle fortwährender Quälereien. 3. Wenn du denkſt er ſei herzlos, erinnere dich, daß er einen Magen hat; durch gute, wohlſchmeckende Speiſen, mit Liebe ſerviert, wirſt du bald ſein Herz entdecken. 4. Laß ihm von Zeit zu Zeit das letzte Wort und handle nach 11 Angaben— es wird ihn freuen— und dir ſchadet es nichts. 5. Wenn er einmal nicht zu ſeinem Kegelklub geht, ſo mache ihm den Abend recht behaglich; vielleicht zieht er Parallelen und bleibt künftig zu Hauſe. 6. Miß deinen Mann nicht an dem Ideal deiner Mädchen⸗ träume; er iſt kein Halbgott, ſondern ein Menſch. 7. Ehe du auf andere Leute hörſt, befroge deinen Mann, er ſteht dir am nächſten und wird beſſer wiſſen, was du tun ollſt 8. Sei in den Meinungsverſchiedenheiten nicht hart noch aggreſſiv, du mußt ihn immer als deinen Vorgeſetzten anſehen. (2 Schriftl.) 9. Achte die Eltern deines Mannes, vor allem ſeine Mutter, denn ſie hat ihn früher geliebt, als du. 10. Du ſollſt dich freuen, wenn du einen klugen charakter⸗ feſten Mann haſt, der ſein Geſchäft mit Umſicht verwaltet und ſollſt du ihm ſeine Freundin ſein, die ihm ſeine Frei⸗Stunden beſonnt. beſitzt er dieſe Eigenſchaften nicht, ſo ſei ihm nicht nur Freundin, ſondern auch Kamerad und Beraterin. CCCCC dd Alſo das waren die Geſchäfte, die Theodor immer des Abends von zu Hauſe fernhielten! Meit leichtfertigen Mädchen vertat er Zeit und Geld, und die andern wußten davon— man lächelte wohl ſchon über ſie und zuckte die Achſeln— des⸗ halb war auch der Buchhalter vorhin ſo verlegen geweſen—— oh, dieſe Schmach, dieſe unerhörte Schmach! Aber nun war es aus zwiſchen ihm und ihr— ganz und für ewig! Wie wäre auch ein Zuſammenleben möglich mit einem ſolchen Manne, der ſie belog und hinterging? Und gottlob, ſie beſaß ja noch eine Heimat, ſie konnte ſich in den einſamen Heidehof flüchten da oben am Meer, wo ſie immer mit Ruth die Schulferien verbrachte. Ruth— ihr Kind——— Ihr ſchwindelte plötzlich, und ſie mußte ſich an eine Hauswand lehnen. Ja, auf Ruth würde ſie verzichten müſſen, die gab Theo⸗ dor fretwillig nicht her, das wußte ſie ganz genau. Und Ruth würde ſie bald vergeſſen, die unbequeme Mutter, die ſo oft tadelte und in der Regel verbot, was Ruth gerade gern mochte. Beim Vater würde ſie es ſchon gut haben, oh ja— der verzog ſeine niedliche Puppe nur zu gern; ihren Trotz fand er„raſ⸗ ſig“, und wenn ſie Gaſſenhauer ſang, die ſie nicht verſtand, wollte er ſich totlachen. Er würde ſie überallhin mitnehmen, mit dem ſüßen Gift ſeichter Freuden ihr das allzu empfäng⸗ liche Herz füllen— ihre Seele würde verloren gehen, dieſe junge, noch reine Seele, die ſie hätte lenken, halten können. War ſie dazu nicht ihren Händen anvertraut worden?— Von widerſtreitenden Gefühlen hin⸗ und hergeriſſen, kam Eliſabet zu Hauſe an. Ruth war eben zu Bett gegangen und ſtreckte ihr beſeligt die Arme entgegen. „Wie herrlich, daß du kommſt, Mutti! Ich habe mich ſchon ſo nach dir gebangt! Einzige Mutti, nun ſing' mir vor'm Einſchlafen noch was vor, ja? Das Lied, das du nenlich abends ſangſt:„So nimmt denn meine Hände— und füßhre mich——“ Das iſt doch viel, viel ſchöner, wie der Schlager von der Irma Bieber!“ Da atmete Eliſabet ganz tief auf und beugte ſich zu ißrem Kinde herab. Sie preßte die zarte Geſtalt feſt, feſt ans Herz 925 8 0 in das weiche Blondhaar Worte, die Ruth nicht verſtand. Ein Dank waren ſie und ein Gelöbnis. 7 — —— — —— ————— . Seite. Nr. 128 1 Maunheimner Zeitung bwbenb⸗Ansguße) Donnerstag, den 17. März 1927 Wirtſehakts · und Handelszeitung Zur Geldmarkt, und Vörſenlage In ihrem Wirtſchaftsbericht für Mitte März führt die Disconto⸗Geſellſchaft aus, daß in den letzten Wochen eine allmähliche Zunahme der Anſpannung am Geldmarkt durch das Anziehen der Sätze für Privatdiskonten und Report⸗ geld zum Ausdruck kommt. Auch die Entwicklung des Reichs⸗ bankſtatuts deute auf tiefgehende Veränderungen in der Kre⸗ ditmarktlage hin, wie bei den privaten Kreditbanken der ge⸗ ſteigerte Eingang von Diskontmaterial. Im einzelnen wird dazu u. a. ausgeführt: In gewiſſem Umfange wird man die Tatſache, daß der Geldmarkt an Flüſſigkeit ſtark eingebüßt hat, auch in Zuſam⸗ menhang mit den Anforderungen bringen müſſen, denen der deutſche Kapitalmarkt im Verlaufe der letzten Monate aus⸗ geſetzt war. Die Einzahlungen auf die Reichsanleihe machen ſich nunmehr doch bemerkbar, ſeitdem durch ſie ein Betrag von etwa 150—200 Millionen.““ dem offenen Geldmarkt zu⸗ nächſt mehr oder weniger entzogen iſt. Auch die ſonſtigen um⸗ fangreichen Kapitalanforderungen, weniger von privatwirt⸗ ſchaftlicher als von öffentlicher Seite, ſind nicht ohne Wirkung geblieben. Die hinter uns liegende, ſehr ſtarke Beanſpruchung des heimiſchen Kapitalmarktes dürfte für die nächſte Zeit um ſo weniger ohne Einfluß bleiben, als damit zu rechnen iſt, daß noch weitere namhafte Beträge dem Markte entzogen werden, die bis dahin wohl in erſter Linie der Börſe zur Verfügung geſtanden haben. Als ein für die weitere Geldverſorgung günſtiges Moment kann demgegenüber die Leobachtung ge⸗ macht werden, daß mit anziehenden Zinsſätzen auch ſofort wieder die Neigung des Auslandes, Geld herzugeben, ſich ver⸗ ſtärkt.— Die Beurteilung der Geldmarktfrage und ihrer zu⸗ künftigen Geſtaltung kann ſodann ſelbſtverſtändlich nur im engſten Zuſammenhang mit derjenigen der allgemeinen Kon⸗ junkturentwicklung erfolgen. Daß die letztere neuerdings den Kreditbedarf der Wirtſchaft hat anſteigen laſſen, kann nicht zweifelhaft ſein. Die langſame Beſſerung der Beſchäftigungs⸗ lage der Induſtrie ſchreitet fort. Nachdem der Konjunktur⸗ anſtieg bereits ſeit längerem ſich in einer Belebung des Ge⸗ ſchäftsganges der meiſten Konſuminduſtrien(Textil⸗ Schuh⸗, Nahrungsmittelinduſtrie) ausgewirkt hatte, geht die Auf⸗ wärtsbewegung nunmehr auch zu den Produktionsmittelindu⸗ ſtrien weiter. Man wird damit zu rechnen haben, daß die angedeuteten Tatſachen, Verengung des Geloͤmarktes und zu⸗ nehmende Kreditanſprüche aus allgemeiner Geſchäftsbelebung, auch für die Börſe und ihre Weiterentwicklung veränderte Vorausſetzungen geſchaffen haben. Die häufigen und ſtarken Tendenzſchwankungen der letzten Wochen haben die Luſt am Bürſengeſchäft ſichtlich verringert. Stehen zudem für dieſes weniger Mittel zur Verfügung als in den Zeiten der Geld⸗ abundanz, die offenbar vorüber ſind, ſo fehlt ein wichtiger Auftriebsfaktor. Ein anderer faſt ebenſo wichtiger Faktor waren für die Börſe monatelang die großen an den Konjunk⸗ turauſſchwung ſich knüpfenden Erwartungen und Hoffnungen. Sie ſind lange voraus und in ausgiebigem Umfange eskomp⸗ tiert worden. Stärker als die nunmehr in zunehmendem Maße ſich verwirklichenden Ergebniſſe dieſes Konjunkturauf⸗ ſchwunges wirken auf die Börſe deſſen Nebenwirkungen am Geldmarkt. Wenn es auch nicht an Momenten fehlt, die Rückſchläge großen Ausmaßes unwahrſcheinlich zu machen, ſo iſt doch jedenfalls daran zu denken, daß die Börſe Wellen⸗ bewegungen nicht liebt. Bereinigte Stahlwerke van der Zypen und Wiſſener Eiſen⸗ hütten AG. in Köln⸗Deutz. In dem vorliegenden Abſchluß für das vom 1. Juli 1926 bis 28. Febr. 1627 laufende Zwiſchen⸗GJ. konnte auf Grund beſonderer Vereinbarungen der bekanntlich auf 3 v. H. ſeſtgeſethte Gewinnanteil der Ver. Stahlwerke AG. in Düſſeldorf auf die im Beſitz befindlichen Ver. Stahlwerke⸗Altien bexreits berückſichtigt werden. Hierzu treten die für das GJ. 1926 ausgeſchütteten Ge⸗ winne der Gewerlſchaft Hürtherberg, ſo daß die Geſellſchaſt, wie bereits angekündigt, in der Lage iſt, ihren Aktionären einen Gewinn⸗ anteil von 8 v. H. zu zahlen. Die Gewinn⸗ und Verluſtrechnung gibt wiederum nur unzureichenden Aufſchluß über das rechneriſche Erträgnis. Es wird lediglich ein„Rohgewinn aus dem Geſchäfts⸗ betrieb“ von 1357 505(26 924) ausgewieſen, ſo daß bei Berück⸗ ſichtigung des Gewinnvortrages von 74 723„ der Reingewinn ſich auf 432 227 gegen 74 723 i. V. beläuft. Gegenüber dem Stande vom 30. Junt 1926 weiſt die vorliegende Vermögensaufſtellung eine weſentliche Entſpannung auf. Gläubiger ſind von 4144 624 i. V. auf 1945 076& vermindert, wobei noch zu berück⸗ unter den Aktiven ſind im allgemeinen nur geringfügige Verände⸗ rungen feſtzuſtellen. Schuldner erſcheinen mit 11191 546(11 292 603) 4, Wechſel mit 31 875(30 000) 4 und Kaſſe mit 3791(2206) J. Die Verhandlungen zwiſchen Burbach und Wintershall. Die Verhandlungen zwiſchen Gerhard Korte vom Burbach⸗Konzern und Generaldirertor Roſterg vom Wintershall⸗Konzern haben zu einer Einigung geführt. Dieſe beſteht darin, daß Herr Korte und einige andere noch nicht beſtimmte Herren des Burbach⸗Konzern in den Aufſichtsrat von Wintershall bzw. die Kali⸗ Induſtrie AG. eintreten. — Holzverkohlungs⸗Induſtrie AG. in Konſtanz. Die Aktien der Geſellſchaft haben in den letzten Tagen einen ſtärkeren Kursrückgang erfahren. Aus dieſem Anlaß ſind Gerüchte aufgekommen, in denen von der Möglichkeit einer Kapitalzuſammenlegung(an⸗ geblich:1) geſprochen wird. Nach den Informationen des DHD. haben dieſe Verſionen etwas für ſich. Es würde ſich dabei um eine Reviſion der Goldumſtellung handeln, da die Gewinnchancen der Ge⸗ ſellſchaft infolge der Konkurrenz des ſtraff zuſammengefaßten Far⸗ bentruſtes nicht mehr ſo groß ſind wie früher. Eine beſonders ſcharfe Konkurrenz findet bei der ſynthetiſchen Herſtellung von Metylakohol und Eſſigſäure ſtatt. Das frühere Verfahren, dieſe Stoffe aus Holz zu gewinnen, iſt bei der Holzverkohlungs⸗AG. zu⸗ gunſten der ſynthetiſchen Herſtellungsart aufgegeben worden. Durch die geringe Verzinſungsmöglichkeit werden Erwägungen angeſtellt, ob nicht eine Rekonſtruktion zum Zwecke einer Ermäßigung der bei der Goldumſtellung feſtgeſetzten Buchwerte des Unternehmens an⸗ gebracht erſcheint. Allerdings iſt dieſe Erwägung augenblicklich nicht aktuell, ſondern dürfte ſich erſt in der Bilanzſitzung im Laufe des April konkreter geſtalten. Die Holzverkohlungs⸗Induſtrie AG. hat bekanntlich auch Anſpruch auf ein amerikaniſches Guthaben von rund 900 000 Dollar, das in der Bilanz nicht bewertet iſt. Der Eingang dieſes Guthabens iſt durch die Verzögerung der Freigabeangelegen⸗ heit in abſehbarer Zeit nicht zu erwarten, ein Argument, das mög⸗ licherweiſe zu den Verkäufen der jüngſten Tage beitrug und die Re⸗ konſtruktionsabſichten fördern dürfte. Bei dieſer Gelegenheit ſei daran erinnert, daß ſchon ſeit Jahren ein engeres Verhältnis mit dem Verein für chemiſche Induſtrie AG. in Frankfurt a. M. beſteht. einer Geſellſchaft, deren Intereſſen mit der Holzverkohlungs⸗In⸗ duſtrie AG. übereinſtimmen. Das Abkommen zwiſchen den beiden Geſellſchaften hat ſich bisher ſtets von Jahr zu Jahr verlängert. Es iſt wahrſcheinlich, daß die Verhandlungen über eine engere Geſtal⸗ tung der ſchon, beſtehenden Gemeinſchaft im Kauf und Verkauf der Erzeuaniſſe in nicht allzu ferner Zeit energiſcher betrieben werden. Vor etwa 14 Tagen hat in dieſer Richtung eine erneute Fühlung⸗ nahme ſtattgefunden, die aber noch kein endgültiges Ergebnis brachte. Eine Aufſichtsratſitzung iſt dem Vernehmen nach vorläufig noch nicht anberaumt. Der Verein für chemiſche Induſtrie hat be⸗ kanntlich ſoeben ſeine Rohſtoffbaſis durch den Intereſſengemein⸗ ſchaftsvertrag mit der holländiſchen Norit erweitert. Abſchlüſſe er⸗ Gewinnverdoppelung, Dividendenerhöhung und Kapital⸗ erhöhung der Süddeutſcken Bodenkreditbank, München. Der AR. beſchloß in ſeiner geſtrigen Sitzung, der HV. am 11. April für 1926 aus einem Reingewpinn von 544 526(i. V. 252 941)„ nach den üblichen Rückſtellungen die Verteilung von 8(). v. H. Dividende vorzuſchlagen. Ferner wurde beſchloſſen, der HV. vorzuſchlagen, das Stammaltienkapital um 4,60 auf 8 Mill. 4 zu erhöhen, das Bezugsrecht der alten Aktionäre auszuſchließen, die Aktien einem Konſortium zu einem von der HV. zu beſtimmenden Kurs zu über⸗ geben mit der Verpflichtung, hiervon 3,40 Mill. den alten Aktionären im Verhältnis von:1 anzubieten, ſo daß auf 5 alte Aktien zu je 40% eine neue zu 200 4 und auf 5 alte Aktien zu je 80%/ 2 neue zu 200/ entfallen; Dividendenberechtigung der jungen Aktien ab 1. Juli 1927. Oehringen Bergban AG. in Berlin. Nach Abſchreibungen von 288 204(149 545)„ Reingewinn 271 219(121 555), woraus 13 560 (6078) der Reſerve überwieſen und 5 v. H. Dividende(i. V. für 9 Monate 2 v..) verteilt werden ſollen. 8. Diridendenrückgang der Geſellſchaft für Spinnerei und Weberei in Ettlingen. Der AR. beſchloß der HV., die auf den 23. April d. J. einberufen wird, die Verteilung einer Dividende von 8(i. V. 12) v. H. aus dem nach Vornahme der Abſchreibungen verbleibenden Reingewinn von 409 332(i. V. 635 230) in Vor⸗ ſchlag zu bringen. Sinner AG. in Karlsruhe⸗Grünwinkel. Das Unternehmen berichtet über erhöhten Ausſtoß der Brauerei, der den Friedens⸗ ausſtoß überſchritt. Der Abſatz in Preßhefe war normal, doch habe die Preisſchleuderei wieder um ſich gegriffen. Das finanzielle Er⸗ gebnis der Mühlenabteilung ſtehe keinesfalls im Verhältnis zum aufgewendeten Kavital und der geleiſteten Arbeit. Die Nährmittel⸗ und Kynſervenabteilung leide unter ſtarker Konkurrenz, dagegen mache ſich im Likörgeſchäft eine Beſſerung geltend, nachdem die aus der Inflationszeit herrührenden Beſtände gelichtet ſind. Die Land⸗ wirtſchaft liege beſſer als im vergangenen Jahre. Ein weiteres 215 Morgen großes Gut mit ſtändiger Waſſerkraft von 50 PS. wurde hinzucekauft. Die Beteiligungen brachten aute Verzinſung. Der Betriebsüberſchuß ſtellt ſich auf 2,24(2,20) Mill. J, zu dem noch 121 005(30 2100„ Vortrag und 6,50 Mill.„/ Gewinn aus der am 5,50(0,29) Mil.& zu Abſchreibungen verwendet, während der Reſt von 1 Mill.„ in Sonderrückſtellung kommt. Wie ſchon gemeldet, werden aus 925 567(531 005) 4 Reingewinn 650 000 4 zur Ausſchüttung von 10(3) v. H. Divtidende bereitgeſtellt, ſo daß nach 35 100% AR.⸗Vergütung ein Reſt von 240 467/ für Neuvortrag verbleibt. Aus der Bilanz(in Mill.): Grundſtücke und Gerät⸗ ſchaften 7,36(10,41), Wertpapiere und Beteiligungen 1,94(2,99), Vor⸗ räte einſchl. 0,096(0,061) flüſſige Mittel 4,72(5,29), Außenſtände 4,08 (3,09); demgegenüber bei unv. 1,30 geſetzl. Rücklage und der erwähn⸗ ten Sonderrücklage von 1(), Hypptheken 1,58(1,71), Darlehen 0,4 (0,338), Verpflichtungen 6,22(4,93). Vörſenberichte vom 17. März 1927 Mannheim ſchwach Bei anhaltender Luſtloſigkeit lag die heutige Börſe weiter ſchwach⸗ Die erſten Kurſe am Terminmarkt notierten etwa—3 v. H. ſchwächer⸗ Auch der Kaſamarkt hatte auf allen Gebieten Kursabſchwächungen zu verzeichnen. Im Freiverkehr waren Rhein. Handelsbank⸗Aktien zu 115 geſucht. Gegen Schluß machte ſich, anſcheinend auf Deckungen, eine kleine Erholung bemerkbar. Frankfurt luſtlos und ſchwach Die Börſe hat noch ſelten um dieſe frühe Jahreszeit bereits einen derartigen Grad von Geſchäftsſtille erlebt. Die Umſatztätigkeit von Büro zu Büro allein hat nicht nur vollkommen aufgehört, au an der Börſe ſelbſt kann man kaum von einem Geſchäft ſprechen. Selbſt Makler, die in ihrem Skontro mehrere der führenden Werte haben, hatten heute bis zur Feſtſetzung der erſten Kurſe noch keine Abſchlüſt⸗ getätigt. Die Kursabbröckelung macht daher fortgeſetzt weitere Fortſchritte, denn von einer Aufnahmeluſt für das heraus⸗ kommende Material kann kaum geſprochen werden. Banken ver⸗ loren 2, Montanwerte bis 3, von den Chemiewerten JG. Farben 375, Scheideanſtalt 1½ und Holzverkohlung nach ihrer geſtrigen Erholung wieder 5½ v. H. Auch der Elektromarkt hatte mit Kursverluſten von 1½—3 v. H. unter der mißlichen Börſenlage zu leiden. werke waren etwas feſter auf höhere Dividendentaxen. Deutſche Anleihen luſtlos und etwas ſchwächer, beſonders Schutzgebiets⸗ anleihen wurden angeboten. Von Ausländern hatten Türken einiges Geſchäft, die erzielten Kursbeſſerungen konnten aber im Verlaufe nicht behauptet werden. Später machte die Abſchwächung bei ganz kleinen Umſätzen weitere Fortſchritte. Nur für Stahrverein machte ſich etwas Intereſſe geltend, auf den guten Bericht über die Beſchäf⸗ tigung dieſes Unternehmens. Die Börſe ſchloß luſtlos und ſchwach⸗ Tägliches Geld 4,5 v. H. 5 Berlin weiter rückgängig Beſorgniſſe vor weiterer Verknappung des Geldmarktes ſchrecken die Kaufluſt ab und veranlaſſen weitere Realiſierungen. Das An⸗ gebot fand daher nur zu gedrückten Kurſen Aufnahme. Die Kurs⸗ rückgänge erreichten bei einigen Werten, die in der vorangegangenen Hauſſeperiode beſonders in die Höhe getrieben waren, einen ziemlich erheblichen Umfang. So verloren Stolberger Zink über 14, Glan ſtoff 8, Salzdetfurth 6,5, Bemberg 6,25, Nationale Auto 5,5, Löwe Nordd. Wolle 5, Hammerſen 3,5 v. H. Montanwerte büßten bis 110 5 v. H. ein, auch JG. Farben verloren über! 4 v. H. Elektromert⸗ gleichfalls durchweg angeboten und gingen bis um 4 v. H. a11 Nur wenige Papiere machten eine Ausnahme. So Rütgerswenen die auf hohe Dividendenſchätzungen noch über den geſtrigen hohe Nachbörſenkurs anzogen, Junghans, die auf Frankfurter Anregung 5 v. H. gewannen, Thörls, die ſich anfangs um 3,25. v. H. höher ſtellten den Gewinn aber nicht voll behaupten konnten. Am Bankenmaen erfuhr Mitteldeutſche Creditbank gegenüber der ſonſt auf dieſen Gebiete erfolgten—3 proz. Abſchwächung eine Aufbeſſerung ſen 5,5 v.., die auch gut behauptet werden konnte. Schiffahrtsaltis gaben etwa 2 v. H. nach. In der zweiten Börſenſtunde machte 855 eine leichte Erholung bemerkbar, die aber lediglich auf Dechtiag it der Tagesſnekulation zurückgeführt wurde; an innerer Feſtig en ſchien der Markt nicht gewonnen zu haben, und von außenſtehen Kreiſen fehlte es nahezu vollſtändig an Kaufaufträgen. eies Mannheimer Produktenbörſe vom 17. März.(eigenberich Der Produktenmarlkt iſt ruhig bei etwas erhöhter Kaufluſt. bfl Auslandweizen iſt angeboten: Manitoba I, ſchwimmend zu 16,80 5l. Manitoba II 16,30, Manitoba III 15,80, Kanſas für April 15,0%; alles eif Mannheim; Baruſſo 79 Ka. für April 13,67%, Mai a Roſa Fe 78,5 Kg. April 13,90, Mar 13,97 hfl., alles eif Rotteng 77 Auſtral März 15,30 hfl. cif Mannheim. Inlandweizen 20,50—530,0%5 Inlandroggen 27,50, Auslandroggen 27,50—28,00, Inlandhafer 30, bis 22,50, Platahafer 21,50, Inlanögerſte 25,50—0,00, Ebilegerſter⸗ Futtergerſte 20,50—21,50, Mals, gelbes, mit Sack 18,50—18,75, 3— treber 10—17, Malzkeime 16,50—17705, Weizenmehl, ſüdd. 0 Wemdehl brotmehl, ſüdd. 32, Weizenbrotmehl, rhein. 28,50, Welzenfutte 00, 15,50, Roggenmehl 60/70 proz. 35,75—38,00, Weizenkleie, fein 16 Roggenkleie 14,50 l. „: Maunnheimer Viehmarkt vom 17. März.(Eigenbericht.) 0 Kg⸗ heutigen Viehmarkt waren zugetrieben und wurden für 5 Lebendgewicht bezahlt(in.(): 72 Kälber: 72—76, 68—70, 19 Schafe: 36—46; 139 Schweine: 62—63, 62—63, 63—64, 61—62, 864 Ferkel und Läufer: 16—40; zufammen 1094 Stück. M — Nur Rütgers⸗ 9 Iick Jer lar tei! ſichtigen bleibt, daß die in der letzten Vermögensaufſtellung mit 28. Dez. 1926 beſchloſſenen Kapitalzuſammenlegung:1 von 13 auf 2 einen 521154/ ausgewieſenen Akzepte völlig geſchwunden ſind. Die 6,5 Mill. treten. Allgemeine.zoſten erforderten.02(.08), Zinſen verlauf: Mit Kälbern mittelmäßig, geräumt; mit Fiermäßig. übrigen Paſſivpoſten zeigen nur unweſentliche Veränderungen. Auch 0,39(0,49). Der Zuſammenlegungsgewinn 6,50 Mill.„ wird mit ruhig, langſam, ausverkauft; mit Ferkeln und Läufern mit— .. 11 tt 1 L 1 ue N hel Zelt 1225 1geg. l. Fah 12841138)9 u5 fabr. Furtw 855 36.100 Tellent. 1844 1olm kt. u Kühlh 170ʃ19840 Wickina-Cement 181.0 161⁰ rke Füßen 122,.5—,— Neckarſ. Fahrzg. 1286,112 re ifabr. Furtw. 38,.—86. elſenk. Bergw. 194. arkt- u Kü 1* r Urszeitel er euen Mannnelmer eltung Zükrt Aenderd. 28. G8.—. Arp. Leder Spier 125.0—, Ber. deutſch. Oell.—.—.— Iellent. Guglt. 2,75ſ1,⸗ miech web. Lind 287988 5 Wieslen donenf 127.0 Aktien und Auslandsanleihen in Prozenten. bei Stückenotierungen in Mart je Stüc Hurſchsupf u. Mel 140 9119,9 Petersuniongetft 128.0 122,0 B.ch. Ind. Pain; 1270,1278 Genſchon a ce 5 sſme Sühne.878ſ8.80 Wiſſene en 59,—82— Die mit k verſehenen Werte ſind Terminkurſe während ſich die mit T. verſehenen Hoch- und Tiefbau 187.2139½0 Pf, Rähm Kayfer 54.— 84.— Ter, Stahlwerke 144.0ſ143.5] German. Bortl.Z. 229,99,0 miag⸗Mühlen.. 159.9157.0 Witſener hußſtab 68.— 65.— noch in Bi⸗h, verſtehen.. Holzmann, Phil. 188,0 183.0 Philipps A-G. Frk 67.—67.— Ver, Ultranarinſ 153.9159.0 Gerresheim.Glas 155,5155,0 Mir& Geneſt. 145,0144.0 Wolf. Buckau 5529 237 2 kohl.⸗Ind. 75.—70,75 llan Weſſel 69.——.— 1 JGeſ..eltt Unter 245,0238,2 Mokoren Deutz 82,.—81,.— Zellſtoff Verein Mannheimer Effektenbsrſe vom 17. März Holzverkoh Porzellan Weſſe Ber. Zellt. Berlin——159,0 Gebr. Goedhardt 117.5,118,0 Motoren Mannb. 34.5034.— Te Waldho; 2585 258, 1 17. 16. 17 18. 17. Junghans St⸗A, 113,0 120,5 Rein Gebb& Sch 180,5,130.0 Bogtl. Maſch. St.—.—115.0 715 2 125 IIIJJJJVVJVCVVCJCCCTCTTCT CTCCCCCCCCCCC% ̃T 188. 1 100,095.— 5 in..—.———[Aheng chen 7170.. 00192, ein 12 er AHyvoth Bant 218,9 219.9 Oderrh. Betſ. 200.02000 Aedarſeun. Fhreg..0 128,0 Kein.Sch Beter 1840—— Kiebe! Montan 18.9l88.0 7gen Waldhof S1 258,0.250.0 e ee 50esrovencue Bed 114.5 4779 Bengz-Nater, 192070 R9.⸗G für Seillnd 93,5091.— Piun Mühlen 770 170,0 Knorr, Heilbronn 190.0,190,0—.—1 11 15„eddes Gebr. Großmanſt 88.2883.— e.75 17 Saande 5 7 850 S..172, 4 4„Zem. Heid. 182, 5—.— r. 12. 4 f 5 00Deu 90.—095 §ech Farden 28 0 2870 80. Cr.6. 102 9452 0 Kralt 2 Co. Boc. 20.——.— Hep, Boeder.148 9 leg.h Sreiverkehrs⸗Kurſe. 85.— Grün& Bilfinger 188,0183,0(130.2. Diamond 0 8 Durlacher Hof 157,0,157,0 2885,0284,0 Nh. Elektr..-G. 172,9178,0 5 Gruſchwitz Teztil 98.5088,.—TPhönix Bergb. 131,7130,2 Diamond: 97.5097, Klelnlein Heidelb. 215,0217.0 Rhenanta 72.—7¹ 90 Rheinmühlenw. 148,0143,0 TLahmeyer& Co. 172,0.168.5 TRüttgerswerke. 130,5133,2 Benz 1900 loburg. 721, 2 22 TRatbgeb Wagg. 110.0f108.0 gach regnenz Ludwigsh Akt. Br. 220.0220.0 W 0,5000.480 Wayß& Freyiag 194,0181.0 186.5 Schlinck& C. Hbg. Krown, Bov.& C. 17.0,172,0 Hackethal Drapt. 101,9400,0 ö 288,0280,0 Hoch reg 135.0 SbbwarzeSturch 179.0 428.0 Hecdnantg gknol. 224.2 288,0 Jelfteff Baldhef 250.)24,0 Feße weßf Niolhe.. 80 80 Scnellpr. Frant. 114.2 15 Ne Baggen—.——— Jallecte Maſc 18188:0 Fethenn brauchl 288.0 280e Leree ön Höib 5 Derger Worms 180,0 175,0 Karlsruher Maſch.—— Südd. Zucker—.——.— Ludwigsh. Walzm 131,0 131,0 Schramm Lackf.. 195 0ſ108.9 97.— Petersb. 95.01 Bad. Bank Pfälz Hypoth Br——278,0 Nannheim. B * — — —— — 104.1103. 0 5403 138,0 132,7 ohne Auslöſgsrecht 1004 J00% 130.50184,00 Goldanleihe 4 a. Hammerſ. Spinn. 158,5450,0 Rhei 97.2597 0 5 5 127,0 Rbein Chamotte 4 Ronnenberg 1.95 18 aſchinen—.——,— Schuckert, Nrbg. 172,0168.5 Hannov. M. Egeſt. 128,5 127,0TRhein Elektri it. 172.7172,0 50.% Bad Aſſeküranz 299.0293.0 Luß ſche Andur⸗ 40,59 40,50 Schuhf. Verneis 78,— 72,25 Feſtverzinsliche Werte Hann. Waggon—.—— Nhemnſelden Kraft 193,0 192,0 Auſſenbag⸗ 1—85 Frankfurter Börſe vom 17. März Mez Söhne—.——.—[LSiemenssHalst 251,10249,008% Mh Stadt 26—.——.—Harkort Bergwrk. 52,— 115 TRhenania Chem 71.8570,15 ap Tcgelſenk. Bergw. 183,7181,7 Baſt.⸗G. 94198,00 Miag, Mühlb. 158.0155,5 Südd. Orahl...—8¼ RhHychldpfd/!—.——.— IHarpen. Bergb. 217/44 75 TRiebeck Montan 25 165.0 a) Neichs ·.Staatsp 0 Badiſche Bank. 170.0 170,9 TKall Aſchersleb. 196.0 Bing Metallwerke 35.— 36.— Hindr.& Aufferm. 113,0119,0 Ruckfort d Bankfran. Iud. 287,0 238,5 TKall Weſteregel. 198.5 Brem.⸗Beſigh. Oel—.—71.— Hirſch Kuper 119,0ſ10,0 Paalkerse 1. 13.50(13 Bayr. Bodencr. B—.——„ Mannesmanm 204.5 Ch. Brockh..-⸗W 104,5.—.— THirſchberg Leder 122,0119,0 5% B. Kohlenanl. 18,3 665 f— i 7 Schuhfabrik Herz—.——.— l. Ablö—Hanſa Lloyd. 65,—65.—, 9,.—43,— Sloman Sa— Mainkraftwerke 135,5135,0 Schuhf Herz D. Anl. Ablöſgsſch. 23,5023, 90g. Wien Gum. 93.—90.75 eine 216.2 88 Pbospbar. er. 196. 1 TöGelſenk. Gußſt.——20.— Bayriſch. Spiegel 70,2568.— S 0 74.—.Led. St. Jugbert—.——.—8ʃ Gldpfs)?—.———]Hartmann Maſch. 65.5003,40 0 1510,0 4 50 00320. Bauk-Alktien. foerp. Bergee 227.0 1900 Jed 4 Heeilt 02— Roberen Dau 8,Sadd Jaue.——— 4% f. Schußg 50 2. 11.4 Jedigene 0e Boſber Bpaunf. 148.0 130 Dan utelzg 320 5640 9 Bahr. Hyp. u. Wb 79207089 Mansfeld Akt 110% Cement Heidelb. 162,0188,5 Berliner Vörſe vom 17. März 1 8 18 7 Sneeg 14300 10 5 225 2 T Sarmer Bankv. 790 5 TOverſchl. E. ed.—— Cement Karlſtadt 190,0177,0 Bauk⸗Akkien. Concord. Spinner 158,0159,0 P9ll. Holzmann 188.5 25% 10Seroftſ 212„Mh.—5 88888 2288828822 S 29% Peh. Stadt. 28.— Metallgeſ. Frantf. 185..1870 Seilinduſtr. Walff 92.—90—10¼ liß Stadt 25—.——.— TAlg. D. Creditbt 184,5184,5 1Ilſe Bergb. St. A 325.0 JBergm. Elettr. 18170 178.7 Motorf. Oberur.—.——.— Tricotw.Beſigh⸗—.———4% D. Schußg. 1412,25 11.400 Hilpert Maſch. 86.— ft Roſther Jucker— Induſtrie⸗Aktien. 215.002 J Serliner Hand 259,9.384,7 Otavl, Min Ant. 40,2540,— Chamotte Annaw 81,.—81 165,0 J Daimler Benz 115,0114,0 Horchwerke.. I8,0.115,00Scheidemantel. 84.7584,5 5% Roggenwerl.•70 2 .65 TCom. u. Privatb. 2070005 TPhönix Bergbau 133,0,13 300 81.— 168,5 ö 2 8 0/236 1 Accumulatoren 5 0 Ternten er 5 27u 9 fa genr 80 fuz e 018 0 Barwalt Bander, 170 08 Ablbewsrte. 128. 1e0 5 dicc aan Tel 110% l. Hanbelb ntase 8le-Jel.-TScugeg 6. 11 0 5 Gaadſch.49.60 IJDeutſche Bank 163,5 Salzw. Heilbronn 175,0175,0 9„ Bank f. el. Werte 217,0215,0 N 1 7 2 327,0 328,1 7 0.— ˙ a 2 Elett.u. Wechl. 159. 1570 Telus Vergben. 128.0 128.9 5. 0.e S 2090 JSgerl Henbelsg. 2288 55578 feen—4— 154.0 1220 e 120.5ſ182 fStenensaet l. Neutenw 7TTTSWSSSSSVCVVVV%%%(%%%%%%%/ ¼ↄ ̃ ̃̃ ̃ ̃ß½½)%/% ¶( D Waelsdent 124.0 240 Cransport⸗Akkien. Dingler Zweibrüc———.— Teuch Baa; 184.7 1835 Ammendorf Pap. 249.5 243.0 Heutſch. Gußſtaht——53.— Kahla Porzellan. 126,0125,0 Stettiner Bulkan. 88.—. 173 eeee 0 25 Pdtseonte⸗Geſ. 179.0 40.0— Dürkoppwerk St.—.——.— J Dt. lleberſee Br. 128.0 427,5 Anglo-Cr. Guans 110,2 110,2 Deutſche Kabelw. 128 7125,0J TKaliw. Aſchersl. 195,014,7 StoehrKammgrn. 169.5,f0 465 8 1 277⁵ 17— ur 179.5 179,0 Schantungbahn 1065 10,85 Düſſeld.Rat.Dürt 57.—56.— 1 Dise.Com mand. 178,5 178,0 Angalt. Kohlen. 188,0 135,0 Deutſche Kau 149.0 145,2 Karler. Maſchin.—.— 40.— Stoewer Rähn..51 0½%„ 5 179,0 S 5„Nte. 2, Feziee Bop. Vant 20010 205.5 fHavag. 148,0 1470 Kükens dang 230 58 25 Teredner en: Jegtc Leste negaſeg Heile 2699 57 0 Heg le. 210 f00 Lu Ken..8, Sid den. 183 9 0 0% Slbene 0. 1215 5 5,1 Südd. Immobil. 103.5 102,04¼% Metallb. u..⸗G 155.0 152,0 Nordb. Llond. 143,0141,5 Telektr. Licht u. K. 104.0194.0 1680,0 161.5 Aſchaffbg. Zellſt..—171,7 Deutſche Steinzg. 217,0214.0 Klögnerwerke 172.70170.10Sü 108.5102,044% TRigeld Ered. 224.0 266 0 Heſeren. 92.— Cſl. Bad. Nolle, 84.90 Aelen Abebb. 219 2240 Augsb. Je Maſch 158 Eiſenh. 101.0,100 0 Kedbn 2. Jaurvan 192 0 ksi,5 Teteph erüne, 4 50 08.c 4% Türk.A5.-An 14 r. ſter. 5 1 8 1 1 Ne 1 F fe M 355.— 1* 2 en„„ 2—— Aicer Jp.- Bt 260 25.0 Induſtrie-Aktien. Eoiince mac 88.105 70 Ralch zankebeb.. J8 461 J. f. Pemzerg. 205 875 eneen Reichsbank. 182,7 183.0 Cichb.⸗Mannh.. 215,01220.0 Eßlinger Maſch. 60.10ſ80.10 Rbein Ereditbank 150,0 150,0 PVergmann Eikt. 181.0178.5 17555 naun 0 bel 1447 1217 Krauß 1U1 80.— 111.6 Unionwerke Maſch 80,—30,—4%. JZollob. 18 2 Aheln Leditdan 15 100f. Kempf.Sternd.—.—.189.0 Eiing. Spinn 1. 200.0220, 0J Süddeutſch. Dise.—.—,I78,0 Pert.Hut. Nul. 805.0 805,0 Dbene en le Konaner⸗Hurte.50.— Parziner Papter 134.84%„091615 23 Ngein.Hyp.-Bank—.—40.0 Rainzer St.-A.—.—253,0 Faber, Joh. Blel 129,0128. 0 Berl. Karlsr. Ind. 97,50,85.25 Elettr. Lleferung. 194,6,192,00 ofpäuf.—Ber. B. Frtf. Gum. 109.5104, Trausport-Alckien. 8 85— 87 8485 55 Kr 1890— 7 90 Co 34555 170 8. A 19755 1051 1% 1 n rnber 5 maille 59,8158.8] Laura e 3 5 B. 5. 25 0 5 Warttb. Notenbt—.——.—[Werger 176,0175,0 Cahr Gebr. Pirm. 42,6542,65 ID. Reichsbahn.— Batun. Gußſt 134.0 181.5 Enzinger⸗Union 94.)93.— Linde's Eismaſch. 193.0480, TBGlanzſt Elb 551.035,%4% 1 Buen, 2—.23.25 Deanag ger e 825 Gelt.Gulü. Carls 183.7 160,7 Scantungnagn 2 03015 Hebr. Zöhiersko—.——,— Eſchw. Bergwer, 170,0 175.5 Andenberg: 84,0,—.Shunforng 72.57,5% de. Ste——— rael Ads dern 181.0 l6z0 fdt 6 neim 1370(l90 Ceinmech. Jetter, 111. Aug er e 2 5 Sraunt, U. Bettets 2255 284 ö0/on TCarl Eindſtröm 220..220 LWer. Stahlwerte 1. 1,70%%Se-t Srd:—.——— 8 Derrg. Berſ.-Gel.—,——— Adler Oppenbeim 138,0199.0 Grankf. BobWit. 106,0.104,0 Aachener Kleinb,—— Br ⸗Beſigh. Bell. 73,—72,— Fahlb. Liſt& co 149,7445.7 vingel Schuhfabr 89,956,50 B Stahltd v. d. 39p 272.0279,0 40% Oe. Goldprie.,———.— Fragtf. R. u. Mitv.—.——.— Adler.8 A. 181 15 Huch + 0,51800,515 Südd. Eiſenvahn 286,0 280.0 Hremer Linoleum 247 5445 00T3.G. FJardbenind. 236,5292,2 F Linke& Hoffm. 85,7585,— Der. Ultramarinf. 152,0.151,7.00% Sab.8 2.— Adeſ Zuerpep. 197 0Jleg.0 Tceloſcn: T5. 142 114,1(L Heuſch Aufre Lremer Bultan 148,0 148 0 Feamnde d 137 5 2810, Teud⸗Locwe cde 213.2J218,0 Pogel ketenrapp 118.,105 460 be g 7 VBergwerk⸗Alktien. Afcaſf. Jeuſtof 173. 68l. Durl. 125.0128,0 I Hapach Aral 5 I4 Sremer wole: 169 9 29.0.Feen Gain 1039 183. K. doren 140.8.2 Rolg Heefſer 140ſ148 2„0 5%„* Oblgel, 27 65 ſchaff. Zellſtoff 173.7173,5 Gritzner M. Durl. 125,0125,0 e Buderus Eiſeno 117.5 117,0 R. Friſter 103,8105,2 Lothr. Portl.-Cem—.——.—Vogtländ. Maſch. 115.0 111.0 4% Anat. 27 1 2 5 5 Grerſtw Nbm.8/—.—r 98. 8 Fuchs Waggon 0,5250,500 i* 25. BBB ee, 5181.— 5d. 15„Gelſenk. 107,7107.2 en„A. 5275½2, 208,108, 1 Tiweſe Berdnet— 70,0 Sad-ielg. Nr 15140 e Derefn. Elbeſdß 88.8086. 1+ Albern 18.2104.5 Gegherd Terelt. 128.728.8J TMansfelb. Alt. 16,ll45 5FWeſtereg. Alkalt J88.2J85.2% Tefuunteb * 0*. 8* 8 N* erte· 97*— Sadd. Disconto 172.01700 Schoſſery. Binog 343,0(320,0 Caber& Schleicher 128·5127.9 20,50 Wiener Banktvei—— 6,80 177.0 1J. G. Fardenino., 295,8,293,1 20 Goldrte 250 —.—80.— —.— — Näh.— mmerſen rreeee eree FFRreeeeeee 5 N 4 —— ——— Der Neue Maunheimer Zeitung(Abend⸗Ausgabe) 7. Seite. Nr. 128 „Donnerstag, den 17. März 1027. ien— Das Herz auf dem falſchen Fleck— Orgiasmus Ein Blick über die Welt er Fiſch mit dem Eiſernen Kreuz— Der wahnſin nige Brandſtifter im Auto— Großer Zollbetrug in im Tanzſaal— Die ſiameſiſche Katze— Der gefährliche anbfroſch— Eine amtliche Räuberbande in Rußland— Geheimnisvolles Verſchwinden einer Perlenkette Die jüngſten Großmütter Amerikas Deutſchlaud 8 Das Fiſcherglück war einem Zunftgenoſſen aus Harlen in li eſtfalen beſonders hold. An ſeiner Setzangel hatte ſich näm⸗ 55 ein Fiſch angebiſſen, den er allein nicht ans Land zu Ben vermochte. Erſt mit Hilfe eines zweiten Fiſchers ge⸗ — 75 das ſchwierige Werk, das einen rieſigen Stör von fünf⸗ ka ſiebzig Pfund zutage förderte. Die größte Ueberraſchung Aale aber, als man ſich daran machte, den Rieſenfiſch zu zer⸗ 55— Man fand im Innern nämlich folgende, recht ſchwer Zig auliche Gegenſtände vor: Zwei Blechdoſen, gefüllt mit doflaretten, einſge Büchſen mit Oelfardinen, Geldoͤbörſen, die —50 ändiſches Silbergeld enthielten und Angelhaken von allen ir erdenklichen Größen. Den ſeltſamſten Fund aber, den man machte, ſtellte ein wohlerhaltenes Eiſernes Kreuz 2. e dar! Wo mag der weitgereiſte Burſche dieſen Orden ablgleſchluckt haben— und wem, und auf welche Art mag er handen gekommen ſein? T In der Nähe von Großenhain gingen vor einigen n. vier große Scheunen in Flammen auf. Die zu r Söſcharbeiten herbeieilende Landbevölkerung entdeckte in ſeſt Nähe der einen Brandſtelle ein im ſumpfigen Ackerboden eſtgefahrenes Auto, von dem aus der Inhaber des Wagens, 022 Dresdener Kohlenhändler die Folgen ſeiner Brandſtiftun⸗ beobachtete. Der Händler, der offenbar geiſtig unzu⸗ begebenssfäbig iſt, hat ſeine Tat der Polizei gegenüber zu⸗ Oeſterreich S Die Wiener Behörden ſind einem großangelegten oiſchm ug gel auf die Spur gekommen. Es handelt ſich dabet ſenbar um ſeit vielen Monaten verübte Schiebungen mit kanſitgütern, die aus Italien und Polen kommend über mi en und Südſlawien abgehen ſollten. Während die Kiſten it hochwertigen Textilwaren im Tranſitlager des Hauptzoll⸗ 35 es eingeſtellt waren, wurden ſie entleert, und die unver⸗ rer en Waren wurden in Wien in den Handel gebracht, wäh⸗ ſl. nd das fehlende Gewicht für den Weitertrausport nach Süd⸗ awien durch Steine, Sand und Holzſtücke ergänzt wurde. 5 wurden ſieben Textilwarenhändler und Syediteure in delt denommen. Das Haupt der verhafteten Schmuggler iſt —95 Textilwarengroßhändler Aladar Back. Außer ihm nomde auch ein Beamter des Wiener Zollamtes in Haft ge⸗ mmen. Die Unterſuchung wird fortgeſetzt. ö Schweiz In dem Dorfe Seethal in dem Schweizer Kanton Aar⸗ dau iſt bei der Operation eines Schulknaben eine ſeltſame Ladte über heftige Schmerzen auf der linken Magenſeite. weil Arzt hielt eine Blinddarmentzündung für ausgeſchloſſen, ſh! die Schmerzen auf der linken Seite auftraten, entſchloß ſchl aber doch ſchließlich, als das Befinden des Jungen immer hetechter wurde, zu einer Operation. Es ſtellte ſich dann deralts, daß der Junge einen anormalen Wurmfortſatz auf We linken, anſtatt auf der rechten Seite des Körpers hatte. gater wurde feſtgeſtellt, daß das Herz ſich in der rechten ſüwrerhälfte befand. Die Operation war außerordentlich ierig, nahm aber einen guten Verlauf, ſo daß der Patient wieder vollſtändig erholt hat. Die anormale Lage des Verzens war dem Jungen bis dahin überhaupt noch nicht zum ewußtſein gekommen. Frankreich in In Naney artete am vergangenen Sonntag ein Tanz einen wilden Charleſton aus, der ſtundenlang dauerte ſonnpon dem, außer den Gäſten des Ballſaals, ſogar das Per⸗ dekl. des Hotels, in dem der Ball ſtattfand, vom Tau z⸗ Vercrtu m fortgeriſſen wurde. Es war kein geſellſchaftliches ſichnügen mehr, ſondern eine Prodnktion tanzender Der⸗ ten e. Einige Tänzerinnen wurden ohnmächtig, andere muß⸗ Lni in Ambulanzwagen fortgeſchafft werden, weil ſie ſich die deturzerſtoßen und die Füße blutig getanzt hattn. Die Schil⸗ Tanzigen der Zeitungen berichten von Epiſoden, die an die zorgien des Mittelalters erinnern. ꝛ* Eine 70 1 grauſige Geſchichte aus dem Leben wird in einer üneſſſchen Zeitung erzählt: Eine junge Dame, ebenſo reich ſchön, iſt mit einem eleganten Induſtriellen verlobt, den erkehrtheit innerer Organe feſtgeſtellt worden. Der Junge ſeine Geſchäfte öfters nach Indochina führen. Vor der Hoch⸗ zeit muß er noch einmal hinüberfahren und verſpricht ſeiner Braut, ihr als Hochzeitsgeſchenk mitzubringen, was ſie ſich wünſche. Die junge Dame bittet ſich eine ſiameſiſche Katze aus. Der Bräutigam hält ſein Verſprechen; er bringt ihr ein ent⸗ zückendes Kätzchen mit, ein wahres Juwel ihrer Raſſe. Die beglückte Braut will ſich von dem Tierchen gar nicht trennen; ſie liebkoſt es, ſie ſpielt mit ihm, und wie das bei Katzen vor⸗ kommt, ritzt dieſe die Herrin mit ihren feinen Krallen ein wenig am Arm. Das Mädchen beachtet erſt den kleinen Riß gar nicht und begnügt ſich dann damit, ihn etwas mit Jod zu pinſeln. Aber der Arm ſchwillt an; es zeigt ſich ein merk⸗ würdiger Ausſchlag, und die beſorgte Mama beſchließt, einen erfahrenen Spezialiſten um Rat zu fragen. Als dieſer die Wunde und den Ausſchlag erblickt, erbleicht er und bittet, die Mutter allein ſprechen zu dürfen. Sobald ſich das Mädchen zurüggezogen hat, ſagte er mit zitternder Stimme:„Llebe, gnädige Faru, ich muß Ihnen etwas Jurchthares eröffnen: Sie müſſen Ihre Tochter als verloren betrachten. Für Sie, für ihren Bräutigam und die Welt. Man muß ſie ſofort iſo⸗ lieren und in einem Krankenwagen nach einem Ort führen, den ich Ihnen bezeichnen werde.“ Die Mutter glaubte zu⸗ nächſt, der Arzt ſei verrückt gewoͤrden; aber ſie begreift, als dieſer ihr das Leiden der Tochter nennt: Das entzückende ſiameſiſche Kätzchen hatte in ſeinen Krallen den Ausſatz mitgebracht. Ungarn Einer Budapeſter Dame paſſierte kürzlich auf einer Grenzſtation zwiſchen Ungarn und der Tſchechoſlowakei fol⸗ gende tolle Geſchichte: Sie reiſte von Ungarn nach Preßburg. Unter anderem wollte ſie einer Freundin, die ſich ſchon lange einen Laubfroſch gewünſcht hatte, dieſen Wetterpropheten mit⸗ bringen und kam mit dieſem ungariſchen Meteorologen an der Grenze an. Als nun die tſchechiſchen Grenzbeamten das furchtbare Ungeheuer erblickten, verweigerten ſie ihm den Grenzübertritt— nicht, weil es weder Paß noch Viſum hatte, ſondern aus zwei anderen ſchwerwiegenden Gründen. Erſtens fehlte nämlich das tierärztliche Zeugnis über den Geſund⸗ heitszuſtand des Einreiſenden, und zweitens erklärten ſie, es ſei wohl nicht ausgeſchloſſen, daß der arme Froſch Diamanten verſchluckt habe, die auf dieſe Art gepaſcht werden könnten. Der Dame blieb nichts anderes übrig, als das verdächtige Tier wieder auf ungariſchem Boden auszulaſſen, worauf ſie die Grenz paſſieren durfte...„Straj ſtrany!“ ſagt der Tſcheche, wenn er ſich fürchtet. Rußland In der ruſſiſchen Stadt Piſchpeck, die zum Andenken an den verſtorbenen ruſſiſchen Kriegsminiſter den Namen Frunſe trägt, iſt ſoeben einem gewiſſen Babakhanoff, dem oberſten Sowjetbeamten des. Kirgiſen⸗Landes, der Prozeß ge⸗ macht worden. Seit mehreren Jahren hat Babakhanoff ein Schreckensregiment über das ganze Land ausgeübt, wobei er ſich, wie die gerichtliche Unterſuchung feſtgeſtellt hat, von den wohlhabenden Einwohnern beſtechen ließ und die arme Be⸗ völkerung drangſaliert. Im Laufe ſeiner Amtstätigkeit ver⸗ übte er zwei Mordtaten, die eine mit eigener Hand, die andere durch Vermittlung vton drei gedungenen Mordgeſellen. Ein anderer kommuniſtiſcher Beamter war ſein Helfershelfer, Die Beiden bildeten eine Organiſation,⸗die in den amtlichen Ver⸗ waltungsdienſt eingegliedert wurde und im Volksmunde den Namen„Ur⸗Tokmak“ trug, d. h.„Schlagt ſie auf den Buckel“. Die Organiſation arbeitete aber lediglich für die perſönlichen fer. Zu dieſem Zweck plünderten ſie die Bevölkerung aus, verübten Gewalttaten aller Art, ließen ſich beſtechen und nah⸗ men blutige Rache an allen denfenigen, die ſich ihrem Willen nicht fügen wollten. Es iſt bezeichnend, daß dieſes amtlich or⸗ ganiſierte Räuberſyſtem jahrelang beſtehen konnte. Baba⸗ khanoff wurde zu zehn Jahren Gefängnis und ſein Haupt⸗ genoſſen zu ſteben Jahren Gefängnis verurteilt. Die Strafe erſcheint in dem Verhältnis zu den verübten Verbrechen recht milde. England Die Londoner Detektive ſtehen einer Aufgabe gegenüber, deren Löſung eines Mannes wie Sherlock Holmes würdig wäre. Eine Dame der Londoner Geſellſchaft ſchickte zwei Per⸗ Bedürfniſſe der beiden Sowjetbeamten und ihrer Helfershel⸗ lenketten, die eine im Werte von einer halbe. Million, die andere im Werte von etwa 400 000 Mark, zur Neufaſſung in das Juweliergeſchäft von Cartier in der New Bond⸗Straße. Die Beſtellung wurde noch an demſelben Tage erledigt und nach Schluß des Geſchäftes überbrachte ein älterer und durch⸗ aus zuverläſſiger Angeſtellter der Firma die beiden Ketten der Beſitzerin. Die Ketten waren in dem Geſchäft, wie durch Zeugenausſage nachgewieſen iſt, beide zuſammen in eine Schachtel verpackt und die Schachtel war dann zugeſiegelt wor⸗ den. Als die Beſitzerin ſie dann in Anweſenheit von Zeugen⸗ öffnete und das vollſtändig unverletzte Siegel aufbrach, fand ſich nur eine Kette vor, die andere. die wertvollere von den beiden, fehlt und niemand weiß, wo ſie geblieben iſt. Die Londoner Polizei hat bisher nicht vermocht, das völlige Dun⸗ kel dieſer geheimnisvollen Angelegenheit auch nur etwas zu lichten. Amerika Die füngſten Großmütter Amerikas leben in Kalifornien. Sie ſtehen beide in dem für Großmütter ſehr jugendlichen Alter von 29 Jahren. Die eine, Frau Reilly, lebt in Hollywood und heiratete im Alter von 13 Jahren. Ihre Tochter, die jetzige Frau Cordero in Santa Barbara, ging in demſelben Alter eine Ehe ein und wurde mit 14 Jahren Mutter. Der Enkel von Frau Reilly iſt gegenwärtig neun Monate alt. Die andere jugendliche Großmutter iſt eine Frau Graham. Sie lebt in Oakland und hat einen vier Monate alten Enkel. Die beiden jüngſten Großmütter blühten bisber im Verborgenen. Als aber kürzlich eine Frau Wade in At⸗ lanta(Georgia) von 32 Jahren in den Zeitungen als die jüngſte Großmutter gefeiert wurde, machten die beiden Kali⸗ fornierinnen ihr den Rang ſtreitig. Frau Wade hat eine Tochter von 16 Jahren, eine Frau Stegall, die kürzlich einem Sohn das Leben geſchenkt hat. Sportliche Rundſchau Athletik Schwerathletikveranſtaltung in Oggersheim Der Kraftſportklub Oggersheim— der neben dem von Schifferſtadt— erſt unlängſt dem D. A. S. V. beigetreten iſt, veranſtaltete vergangenen Sonntag eine wohlgelungene Werbe⸗ veranſtaltung. Ein ausgezeichnetes Sportprogramm, das in bunter Reihenfolge vor dem ſtark beſuchten Hauſe zur Abwick⸗ lung gelangte, dürfte den Zweck, der Schwerathletik neue An⸗ hänger zuzuführen, erfüllt haben. Neben dem Mannſchafts⸗ kampf im Ringen der Brudervereine Schifferſtadt und Oggers⸗ heim— die ſich in voller Ebenbürtigkeit techniſch gleichwertige Kämpfe lieferten— ſtand im Mittelpunkt des Intereſſes das Gewichtheben der Leichtmittelgewichtklaſſe. Hier ſtanden ſich gegenüber: Kieſer(Sp. Vg. 1884 Mannheim), Hoffmann (Oggersheim), Rüttmann(Ludwigshafen). Dieſe prächtig ge⸗ bauten Sportler lieferten ſich einen ſchönen Kampf, der in an⸗ ſchaulicher Weiſe die Technik des Gewichthebens demonſtrierte und daher den Beifall der zahlreichen Zuſchauer hervorrief. Das Zuſammentreffen endete in einem Zweikampf Kieſer⸗ Hoffmann. Während Hoffmann Favorit in den einarmigen Uebungen war, überzeugte Kieſer durch ſeine korrekt ausge⸗ führten beidarmigen Uebungen. Nachſtehend die Leiſtungen: Rüttmann R. einarm. 130, St. beidarmig 190; Hoffmann St. einarm. 170, Reiß. einarm. 145, St. beidarm. 210 Pfd.; Kieſer R. einarm. 145, R. beidarm. 180, St. beidarm. 220 Pfd. Schwimmen Die deutſchen Schwimmer in Brüſſel An dem Jubiläums⸗Schwimmfeſt des Royal⸗Swimming⸗ Club Brüſſel am kommenden Samstag werden insgeſamt 6 deutſche Schwimmer teilnehmen, nämlich Erich Rademacher, Frölich, Derichs, Schumm, Luber und Frl. Reni Erkens⸗ Oberhauſen. Der Kölner Derichs hat die ſchwerſte Konkur⸗ renz, da er im Freiſtilſchwimmen auf den Weltrekordmann Arne Borg⸗Schweden trifft. Die Europameiſterſchaft im Bruſtſchwimmen erfährt eine Neuauflage durch die Begeg⸗ nung Erich Rademachers mit dem Belgier van Parys. Die übrigen Starter Decombe⸗Belgien und der franzöſiſche Meiſter Bouvier haben hier nur Platzausſichten. Im Rücken⸗ ſchwimmen trifft Guſtavr Frölich auf den belgiſchen Meiſter Thienpont, ſowie auf engliſche und ſpaniſche Konkurrenz. Im Kunſtſpringen ſind der Belgier Parker und der Italiener Delamare die Konkurrenten der beiden Deutſchen Luber⸗Ber⸗ lin und Schumm⸗Köln. Vier Landesmeiſterinnen beſtreiten das Damen⸗Freiſtilſchwimmen und zwar neben Frl. Reni Erkens⸗Oberhauſen die Holländerin Fr. Baron, die Fran⸗ zöſin Frl. Ledoux und die Belgierin Frl. Bouvier. Frl. Baron dürfte von allen die gefährlichſte ſein. Im Waſſerballſpiel trifft der veranſtaltende Verein auf den Club Natation Barcelona. Am Dienstag. den 15. März verstarb unser Mitglied Johan Bausch im 50. Lebensjahre. 8806 ir werden demselben stets ein ehrendes An- denken hewahren. Haztirta- Jereinigung fraie unung Maunheim Der Vorstand. Die Beerdigung findet am Freitag. den 18, März, nachm. 4 Uhr von der Leichenhalſe in Käfertal aus statt und ersuchen wir die Kollegen um zähl- reiche Beteiligung. Durch Dick u. Dünn Schnee, Eis und Berge U Viktoria i Mnapen det Wirterfcfrf Garmisc Perterkirchen schneller els sämliche 10 len dioloträdet sowonl in der Solo- els. auch in der Be wegen- vn und begern demif sq on wiedet seine Stegesleufdenn für 1027. dengen Sie Prospekle un br Fequeme Telzehlupg Motorrad-Zenirale Karl Lövenich Tel. 22833 NMannheim, D 4, 8 Plenken) wallics amliche Febrschele füt Aulo- und Polotradlabrer- Allestes und größles Molorted- Spezleheus. 2878 8 Immer so fris Kruschen-Salz erhält den gesunden Menschen frisch und elastisch, Kruschen-Salz reinigt das Blut, Kruschen-Salz bedeutet für Leber und Nieren eine Hilfe in den normalen Funktionen, Kruschen-Salz regt den Stoffwechsel an, die Folge ist: Kruschen-Salz wirkt belebend und erfrischend auf den ge- samten Organismus. In allen Apotheken und Drogerlen M..— pto Glas, für 3 Monate austeichend. BBEUTHIEN A ScRLTZz G. M. 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