SNN — — — Dienstag, 10. Mal Vezugspreiſen g 0 iſe: In Mannheim u. Umgebung frei ins Hau Baco. Adeſt—.— ant gd he getalhe pordermn erung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe Nach⸗ ſaene Poſtſcheckkonto 17590 Karlsruhe. Naſſermachte telle E6, 2. Haupt⸗Nebenſtelle R 1,4·6, weg annhaus). Geſchäfts⸗Nebenſtellen: Waldhofſtr.6, 155 2 0——— renin 0 Telegramm⸗ 5 eiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. mal. Fernſprecher: 24944.24945.24951.24952.—4985 WMitlag⸗Ausgabe Neue Mannheimer Seitung Mannheimer General Anzeiger Frunkreichs militärpolitiſche Borbehalte Pointaré hinter den Kuliſſen der Wirtſchaftskonferenz Deutſche Gegenvorſchläge wohl e 9. Mai.(Von unſerem Sonderberichterſtatter.) Ob⸗ achtſtündigen Sitzungen der Handels⸗ u. der Induſtrie⸗ ——— über die Generaldebatte noch nicht hinauskamen, — man ſich heute ein ſehr intereſſantes allgemeines Bild auf und Gegenſtrömungen verſchaffen, die im —5 1 ieſer äußerſt verwirrten und langwierigen Konferen⸗ die Oberhand kämpften. Daß es ſchließlich zu einer Wrel von Komprom iſ ſen in Geſtalt handelspolitiſcher wie ft kinngen und zu einigen grundſätzlichen Empfehlungen, ren auf der Brüſſeler Finanzkonferenz zuſtandekamen, füh⸗ wird, iſt nach dem heutigen Tag ſo gut wie ſicher. Der erſte greifbare Erfolg iſt in der Handelskommiſſion feſtzuſtellen, die an und für ſich Intereſſen genereller Natur vertritt, In⸗ tere —— die Privatorganiſationen gewiß weitaus weniger be⸗ pon 5 als dies in der Induſtriekommiſſion, einem Gremium em roßunternehmern, der Fall iſt. Wenden wir uns zuerſt n Ergebnis des heutigen Arbeitstages der Handelskommiſ⸗ Perſön im Hinblick darauf, daß in ihr die zwei bedeutendſten nlichkeiten, Staatsſekretär von Trendelen⸗ 8 g und der Direktor des franzöſiſchen Handelsminiſte⸗ e Serruys, wirken. Serruys brachte einen großzügi⸗ höch in ſeinen Umriſſen wertvollen, jedoch in feinen Prinzipien ſt anfechtbaren, dem Geiſte internationaler Wirtſ chafts⸗ gla ungen ſtark widerſprechenden Vorſchlag ein. Dieſer Vor⸗ ag läßt ſich kurz dahin reſumieren, daß ein erſter Antrieb wird. die Vereinheitlichung der Handels⸗ 3 Produktionsſtatiſtiken, die Vereinheitlichung eementee im Laufe kurzer Zeit zu⸗ reicht zu bringen. Baldmöglichſt ſoll ein ſolches Ergebnis er⸗ 10 werden, um handelspolitiſche Beſtrebungen zwiſchen zwei aaten und Kollektipvereinbarungen geſchäftlicher Natur zu rleichtern. Die franzöſiſche Propoſition macht einen kleinen Schritt vorwärts, bleibt aber in der Schwelle der großen ent⸗ nden Probleme ſtehen, weil ſie den Gedanken der Lan⸗ bnuerteidigung und der Selbſtverſorgung einer Nation die de über den Zollſchutz der Induſtrie beſchließen ſoll, mit 3 Entſchiedenheit vertritt. Serruys, der aus Paris zu⸗ ko gekommen iſt, wo er mit dem Handelsminiſter Bokonowski nferierte, ſchiebt denjenigen Beſtrebungen, die ſich auf eine erallgemeinerung der antiprotektioniſtiſchen Denk⸗ weiſe richten, einen kleinen Riegel vor. Man hörte das Veto — Franzoſen aus den Nebenſätzen, die er in die ſchein⸗ 0 küien nmenden Wendungen über die Forderung einer pro⸗ e Zollpolitik einſchachtelte. Frankreich arbeitet in ſte itäriſcher Hinſicht mit dem Kriege potential, deſſen wichtig⸗ Alle Faktor die chemiſche Induſtrie iſt. Deshalb lehnte Serruys 5 e verallgemeinernde Foxmulierung ab und ſagte:„Wir wol⸗ an der Senkung der Zollſchranken mitarbeiten, aber 7 die nationale Verteidigung und der Volkswille e Wagſchale fallen, laſſen wir uns durch internationale nicht beeinfluſſen.“ Um die ſichtlich enttäuſchten 5 rer zu tröſten, ſprach Serruys die Hoffnung aus, daß es Ueicht möglich ſein werde, in 20 Jahreneine andere ichtung einzuſchlagen. Schweizer Dubois gab dem Franzoſen die Antwort:„Wir können nicht mit der Beſeitigung uß efahren zwanzig Jahre lang warten. Die Feuerwehr dan ans Werk gehen.“ Dieſe Replik wird von i tellungnahme der Franzoſen in keiner Weiſe beeinflußt. —5 können nach der heutigen Eröffnungsſitzung der Handels⸗ einwandfrei feſtſtellen, daß die Pariſer Regierung te hungsweiſe Herr Poincaré, der, wie ich aufs beſtimm⸗ 1 weiß, die Fäden der franzöſiſchen Wirt⸗ latioftspokittt feſt in Händen hält, den ſtreng Standpunkt unnachgiebig in allen weiteren Ver⸗ ein ungen vertreten wird. Nach dieſer Richtung hin iſt alſo allt Ueberraſchung im günſtigen Sinne zu erwarten. Die 10 ung Frankreichs auf der internationalen Wirtſchafts⸗ nferenz iſt auf den Schutz der ſogenannten Kriegsinduſtrien . kertteſten Sinne des Wortes eingeſtellt. Da aber der erbund nicht mit anderen Mitteln zu arbeiten vermag, i mit denen freier, ungehemmter Entſchließungen ſeiner ſielicteder, ſo beſitzt Frankreich die Gelegenheit, ſeinen grund⸗ Vorbehalten Geltung zu verſchaffen. Um das Schei⸗ ver der Konferenz in zoll⸗ und handelspolitiſcher Hinſicht zu nes wird man die Einſchränkungen Frankreichs zur laſſ ntnis nehmen und in die endgültigen Beſchlüſſe einfügen Dies ſei ſchon heute feſtgeſtellt, denn es wird ohne ie eifel zu dem Verſuch der franzöſiſchen Delegation kommen, 1 in der Weltmeinung zu erwartende Enttäuſchung auf Rech⸗ 7 eines anderen Landes als Frankreich zu ſtellen. Der wähntas von Serruys enthielt Poſitives in der eingangs er⸗ kei nten Forderung für die Klarſtellung der Unverſtändlich⸗ iplor in den beengenden Statiſtiken zu ſorgen. Eine *0 omatiſche Konferenz ſoll in naher Zukunft dafür Sorge Wb n nachdem die Weltwirtſchaftskonferenz die Grundlagen die Richtlinien geſchaffen hat; Betrachten wir die Rede des deutſchen Hauptdelegierten von Trendelenburg, ſo können wir ſagen, daß es dem Staatsſekretär voll und ganz gelungen iſt, die wertvollen Anregungen Serruys in den Vor⸗ dergrund zu rücken und die erwähnten Vorbehalte mit ihren militärpolitiſchen Beſtrebungen gleichſam als Warnungstafel aufzuziehen. Trendelenburg iſt ein Anhänger der wirtſchaft⸗ lichen Verſtändigung mit Frankreich, ein eminenter Vertei⸗ diger des Standpunktes, daß alle Völker Europas zu einer ge⸗ meinſchaftlichen Tat ſich aufſchwingen können, um die ökono⸗ miſchen Vorbedingungen für die Geſundung des Kontingents zu ſchaffen und der Neuen Welt den Beweis zu liefern, daß ſich Europa ſelbſt zu helfen verſteht. Das iſt das einzig rich⸗ tige Mittel, um jenſeits des Ozeans den effektiven Willen zur Beteiligung an dem europäiſchen Wirtſchaftsleben zu ſichern. Die deutſchen Gegenvorſchläge, die Trendelenburg auf Grund der Propoſition des Franzoſen Serruys entwickelte, laſſen ſich folgendermaßen zuſammen⸗ faſſen: Deutſchland erſtrebt ebenſo wie Frankreich die wirt⸗ ſchaftliche Entſpanung. Es ſieht vorwärts und nicht rückwärts, und es hofft auf eine beſſere Zukunft. Uebereilte Schritte be⸗ günſtigt es nicht. Dort wo die Zollſchranken den Konſumenten empfindlich treffen, tritt es für deren Abbau ein und es kennt keine Vorbehalte militärpolitiſcher Natur, wie ſie Frankreich proklamiert. In der Verwirklichung eines deutſch⸗franzöſiſchen Handelsvertrages erblickt Deutſchland den entſcheidenden Schritt auf dem Wege des ökonomiſchen Aus⸗ gleichs auf dem Kontinent. Wenn Frankreich und Deutſch⸗ land über die Vereinheitlichung ihrer Warenbezeichnung einig werden, wenn ſie eine einheitliche Baſis für die Handels⸗ beſprechungen durch Herſtellung einer übereinſtimmenden Warenbezeichnung ſchaffen, ſo wird die Ausſicht auf den Erfolg günſtig ſein. Anders aber nicht. Man hatte den Eindruck, daß heute nachmittagg ein entſcheidendes Wort über das Schickſal der deutſch⸗franzöſiſchen Wirt⸗ ſchaftsverhandlungen geſprochen wurde. Ebenſo wie auf politiſchem Gebiet, konnte feſtgeſtellt werden, daß der Kernpunkt des europäiſchen Wirtſchaftsproblems in der ökonomiſchen Verſtändigung zwiſchen Deutſchland und Frank⸗ reich gelegen iſt. Trendelenburg wies in die Richtung der Entente. Bald wird ſich zeigen, ob die franzöſiſche Regierung den guten Willen aufbringen wird, den Worten des deutſchen Hauptdelegierten Folge zu geben. Jedenfalls wird hier in Genf der Grundſtein zur praktiſchen Weiterbehandlung der Handelsvertragsfragen gelegt werden müſſen. Engliſch⸗ruſſiſche Annäherung § London, 10. Mai.(Von unſerem Londoner Vertreter.) Kaum ſind die Ruſſen mit konkreten wirtſchaftlichen Vor⸗ ſchlägen in Genf aufgetreten, da wandelt ſich auch ſchon der Ton der engliſchen Preſſe. Wir haben von dem erfreulichen Appell zur engliſch⸗ruſſiſchen Zuſammenarbeit berich⸗ tet, den der„Daily Telegraph“ des Lord Beaverbrouck am Tage der Eröffnung der Weltwirtſchaftskonferenz in Genf veröffentlichte. Dieſer Schwenkung des konſervativen Blat⸗ tes ſind inzwiſchen ähnliche Wandlungen in allen Kreiſen gefolgt. Nicht nur die liberalen Blätter, wie die„Weſtminſter Gazette und die„Daily News“ weiſen heute darauf hin, daß den Ausführungeſt der ruſſiſchen Delegierten in Genf große Bedeutung zukäme und England Grund habe, ſeine Politik gegenüber Rußland nachzuprüfen; auch in den kon⸗ ſervativen Kreiſen wird ſeit einigen Tagen eine ſolche Aen⸗ derung der engliſchen Politik erörtert. Das geht in negativem Sinne aus der außerordentlichen Erregung hervor, die ſich der ſcharf antiruſſiſchen„Daily Mail“ bemächtigt hat. „Die britiſche Zahmheit hat dazu geführt“, ſo ſchreibt das Blatt,„daß bolſchewiſtiſche Vertreter jetzt auf der Genfer Wirtſchaftskonferenz auftreten, wo die Delegierten zivili⸗ ſierter Nationen den lächerlichen Belehrungen über die Tu⸗ genden des Kommunismus zuhören müſſen.“ Der diplomatiſche Korreſpondent des„Daily Tele⸗ graph“ hat die Wandlung gemäßigter engliſcher Kreiſe gegenüber Rußland ebenfalls mitgemacht. Dieſer Korreſpon⸗ dent weiſt dabei auf eine wichtige maßgebende Urſache dieſer Wandlung hin, nämlich auf die Möglichkeit, daß die ruſſiſchen Vorſchläge über Auslandskredite gegen Wirtſchaftskonzeſ⸗ ſionen von Amerika angenommen werden önnen. Eine Reihe amerikaniſcher Geſchäftshäuſer, ſo ſchreibt der Korreſpondent, ſei bereits geneigt, große kommerzielle Kredite an Ruß⸗ land zu gewähren. Der Reichspräſiöent in Wilhelmshaven Wie ſchon gemeldet, hat der Reichspräſident am Sonntag am Regimentstag der ehemaligen 91er teilgenommen, des Re⸗ gimentes, das er drei Jahre lang als Oberſt geführt hat. Von Oldenburg begab ſich der Reichspräſident nach Wilhelms⸗ haven, wo er die Marinewerft und die Schiffsliegeplätze beſichtigte. Nach einem Frühſtück reiſte er zu einem privaten Beſuch nach Leer und Gloga. Er gedenkt, am Mittwoch wie⸗ der in Berlin einzutreffen. Preis 10 Pleunig 1927— Nr. 214 Anzeigenpreiſe nach Tarif, bei Wüi einſp. Kolonelzeile für Allgem. Anzeigen 0,40.⸗M. Reklamen —4R.⸗M. Kollektiv⸗Anzeigen werden höherberechnet. 1 Amzeigen⸗ m den für beſtimmte Tage, Stellen u. Aus⸗ aben wird keine Verantwortung übernommen. Höhere Ge⸗ walt, Streiks, Betriebsſtörungen uſw. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene od. beſchruntte sgaben oder für verſpätete Aufnahme von Anzeigen. Au ae nnheim. 8 Fernſprecher ohne Gewähr. Gerichtsſtand iſt eilagen: Sport und Spiel. Aus Seit und Deben. Mannheimer Frauenzeitung Unterhaltungs-Beilage. Aus der Welt der Cechnik. Wandern und Neiſen. Geſetz und Necht Der letzte Tagungsabſchnitt Im Reichstag hebt am heutigen Dienstag der letzte Abſchnett der heurigen Tagung an. Der letzte oder eigent⸗ lich der vorletzte. Denn man wird zunächſt nur ein paar Wochen bei⸗inander bleiben, etwa bis zum 21. Mai, um dann nach dem Feſt— nach dem ſozialdemokratiſchen Parteitag und der Hochflut der Pfingſtkongreſſe— ein Ende zu machen. Aber dem Ende geht es unaufhaltſam zu. Das Kern⸗ und Hauptſtück, der Etat, iſt— anders als in Preußen— im Reich ja auch längſt erledigt. Und vielleicht würde man nach Pfingſten überhaupt nicht mehr zuſammenkommen, wenn nicht ein paar Mußpenſen den Reichsboten betlemmend auf der Seele lägen. Das geht nicht auf das Schulgeſetz, das ſchwerlich mehr die kurze Sommerſeſſion belaſten dürfte. Auch nicht auf die Straf⸗ rechtsreform, zu der man in Deutſchland wie in Oeſterreich jetzt ausholt. Der Entwurf des neuen Strafgeſetzbuches, das die beiden deutſchen Staaten gemeinſam zu ſchaffen ſich mühen, wird dem Reichstag zwar wohl noch in dieſer Woche, dem neugekürten Nationalrat bald nach deſſen Zuſammen⸗ tritt zugehen. Aber hüben wie drüben wird man vorläufig mit formalen erſten Leſungen ſich begnügen und dann den in Berlin und Wien im Austauſch miteinander arbeitenden Ausſchüſſen es überlaſſen, die mancherlei Hemmniſſe aus dem Weg zu räumen, die bei aller grundbſätzlichen Zuſtimmung hier wie dort vor dem Werk e noch türmen. Indes zwei Materien müſſen, ſo oder ſo, vor dem großen Ausſchwärmen über Berg und Tal und fremde Länder geregelt werden. Das iſt das Republikſchutzgeſetz und die Fürſtenabfin⸗ dung, die, ein wenig der Amfortaswunde gleich, nie ſich ſchließen will. Hier laufen die Friſten, in einem Fall im Juni, im anderen Fall im Juli, ab. Es muß alſo, wohl oder übel, vor der Vertagung noch irgendwie für Erſatz geſorgt werden, wenn man nicht einfach ins Leere fallen ſoll. Das eigentliche Pentagramm heißt dabei das Republik⸗ ſchutzgeſetz. Im Zentrum und in der Volkspartei wünſcht man dabei eine grundſätzliche Neuregelung vor den Neuwahlen zu vermeiden. Darum plädiert man für eine Verlängerung des Geſetzes um zwei Jahre. Man argumentiert etwa: ſind die Mehrheitsverhältniſſe dann un⸗ gefähr die gleichen wie heute, die Deutſchnattionalen immer noch am Ruber, ſo gleitet das Geſetz mehr oder weniger laut⸗ los in die Verſenkung. Stehen im Wechſel der Gezeiten die Sozialdemokraten auf der Kommandobrücke, ſo hat die deutſch⸗ nationale Oppoſition es in ihrer Macht, das Geſetz zu Fall zu bringen, oder nach ihren Wünſchen es zu modeln. Denn dann bedarf es einer qualifizierten Zweidrittelmehrheit und die iſt, wie immer die Wahlen ausgehen mögen, ohne die Deutſchnationalen nicht herzuſtellen. Wir haben einiger Grund anzunehmen, daß dieſe Argumentation nicht ohne Ein⸗ druck auf die deutſchnationalen Miniſter geblieben iſt. Aber es iſt ihr Unglück(und unſeres mit), daß ſie von jener grund⸗ ſchiefen Auffaſſung des Parlamentarismus ſich nicht loszurin⸗ gen vermögen, die man ehedem nur bei der Sozialdemokratie beheimatet glaubte. Sie fühlen ſich, vielleicht den einen Hergt ausgenommen, nur als Beauftragte und Delegierte ihrer Fraktion. Sie möchten wohl, aber ſie g etrauen ſich nicht! Immer wieder hört man aus den Kreiſen der Aemter die Klage: dieſe deutſchnationalen Miniſter ſeien liebenswürdige, zugängliche, perſönlich durchaus wohlmeinende Männer. Doch zu keinem Entſchluß zu bewegen. Sie müßten, hieße es, zuvor mit ihren Partei⸗ und Fraktionsfreunden ſich beraten. Bei ihnen Deckung ſuchen: das verlange nun einmal das politiſche Syſtem. Es liegt auf der Hand, daß beſagtes Syſtem ſo ad absurdum geführt, genauer, ſein Sinn gröblich verfälſcht wird. Regieren ſollen auch im Zeichen des Parlamentarismus die Miniſter. Selbſtändig, auf eigene Verantwortung. Sind die Parteien mit ihnen nicht einverſtanden, ſo können ſie ſie abberufen und das Kabinett ſtürzen. Doch ein Regieren durch die Fraktionen treibt ins Chaos. Miniſter mit einem imperativen Mandat, das ſie von Fall zu Fall aus der per majora entſcheidenden Fraktiosſitzung ſich holen, ſind eine Un⸗ möglichkeit. Man erzählt ſich: Bisher hätte die kleine Zufalls⸗ mehrheit bei den Deutſchnationalen die Löſung, die unter den obwaltenden Umſtänden die beſte iſt, zu verhindern gewußt. Man darf wohl annehmen, daß nun ein ſanfter Druck aus den Reihen der Volkspartei und des Zentrums einſetzen wird. Schließlich wird man, wennſchon nicht ohne manchen neuen Strauß, vermutlich doch bei der Verlängerung des Geſetzes landen. Wobei über die eine oder andere Abänderung, z. B. die Beſeitigung des immer etwas nach dem Revolutionstribunal duftenden Sonderſtaatsgerichtshofs, ver⸗ hältnismäßig leicht eine Einigung zu erzielen ſein wird. Aber die Vorſchriften des Republikſchutzgeſetzes in das ordentliche Recht hineinzuarbeiten— die Deutſchnationalen haben es verlangt— geht wirklich nicht. Das würde die Verewigung drakoniſcher Beſtimmungen bedeuten, die ſelbſt den ſozial⸗ demokratiſchen Anregern und Schöpfern des Geſetzes nur als befriſtet, vorübergehende Ausnahmemaßregeln tragbar erſchie⸗ nen. Damit wäre die Bürgerfreiheit in Deutſchland dann ungefähr auf den Zuſtand nach den Karlsbader Beſchlüſſen zurückgeſchraubt. Freilich in jenen Zeitläuften, genauer, in eine noch frühere Epoche, die um den Reichsdeputationshauptbeſchluß, führt auch die Fürſtenabfindung, oder das, was von ihr noch übrig geblieben iſt. Mit den meiſten Fürſtenfamilien, die Hohenzollern mit eingeſchloſſen, hat man ſich ja nun ſchied⸗ lich⸗friedlich verglichen, um ihretwillen wäre die Sperrfriſt nicht mehr vonnöten. Es bleiben im weſentlichen nur noch die thüringiſchen Dynaſten, die Mecklenburger, die Lipper, zu befriedigen. Auch hier wäre ein Kompromiß vielleicht längſt erreicht, wenn die Herren nicht auf die unglückliche ——— 2 Seite. Nr. 214 5 e „Nene Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) 2 97 7 Dienstag, den 10. Mat 192 Idee verfallen wären, juſt den„aufrechten“ Dr. Fritz Ever⸗ Iling mit ihrer— ihrer aller— Generalvertretung zu be⸗ trauen. An dem Sancha Panſatum dieſes Herrn ſind bisher die Verſuche gütlicher Einigung geſcheitert. Aber es mag wohl ſein, daß ſie allmählich begreifen, den Bock zum Gärtner gemacht zu haben und die Verhandlungen nun glatter zu laufen beginnen, Dann ſtünde immer noch die Frage der Mediati⸗ ſerten auf dem Reſtenzettel. Dieſer zwiſchen 1803 und 1866 Mediatiſierten, die, was gemeinhin gar nicht bekannt iſt, bis in unſere republikaniſchen Tage hinein Staatspenſionäre und zwar recht reichlich dotierte, geweſen ſind. In Sachſen hat man das Problem mit einem Federſtrich bezwungen. Man hat ſich dort auf den Standpunkt geſtellt, daß nur per⸗ ſönliches Eigentum entſchädigt werden kann, nicht aber der Verzicht auf die Ausübung öffentlicher Rechte. Wir ſind ſonſt nur mäßige Verehrer der ſächſiſchen Staatspraxis. In dieſem Fall aber traf man in dem damals völlig ſozialiſtiſch orien⸗ tierten Sachſen ins Schwarze. Es wirkt nachgerade wie eine Groteske, daß ſo und ſo viele hochadelige Familien lein paar ehemalige Reichsſtädte() drängen ſich beiläufig auch in die Reihe) noch heute aus unſeren Steuergroſchen geſpeiſt werden ſollen, weil ihre Ahnen und Urahnen einmal den Judenſchoß bezogen oder das Poſtregal beſaßen. Heute wieder Reichstag Berlin, 10. Maf.(Von unſerem Berliner Büro.) Der heutigen Reichstagsſitzung wird nach monatelanger Pauſe wieder Herr Loebe präſidieren. Er hat inzwiſchen in Bad Mergentheim eine Kur gebraucht und iſt wohlbehalten nach Berlin zurückgekehrt. Der Plenarſitzung, die voraus⸗ ſichtlich nur ſehr kurz ſein wird, geht mittags um 12 Uhr eine Sitzung des Aelteſtenrats voraus. Streſemanns Reiſe nach Oslo J Berlin, 10. Mai.(Von unſerem Berliner Büro.) Ein Berliner Blatt hatte letzthin gemeldet, daß Dr. Streſemann ſeinen Sommerurlaub in Skandinavien verbringen werde. Aus der Umgebung des Miniſters wird dieſe Nachricht demen⸗ tiert. Dr. Streſemann wird ſich lediglich, wie ſchon gemeldet, nach Os lo begeben, um als Träger des Friedenspreiſes der Nobelſtiftung, den in den Stiftungsſatzungen vorgeſehenen Vortrag zu halten. Franzoſen und Stahlhelmtag V Paris, 9. Mai.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Auch heute muß der Berliner Stahlhelmtag die Koſten der Pro⸗ baganda gegen die deutſchen Rheinlandforderungen beſtreiten. Daß die Stahlhelmleute ſich in Berlin zuſammenfanden und ſich aller Ausſchreitungen enthielten, iſt für die franzöſiſche Preſſe ziemlich ärgerlich, denn man hatte die öffentliche Mei⸗ nung bereits auf eine gewaltige Heerſchau des militäriſchen und reaktionären Deutſchlands vorbereitet. Man hilft ſich je⸗ doch, wie man kann. Die Blätter erklären, es komme garnicht auf die Zahl der Demonſtranten an, die Tatſache, daß eine ſolche Veranſtaltung überhaupt von der Regierung geduldet wurde, ſpreche ſchon deutlich genug für den Geiſteszuſtand, der in Deutſchland herrſcht. Der Leitartikler der„Infor⸗ mation“ ſchreibt, es zeuge von einer merkwürdigen Unver⸗ frorenheit, wenn der Reichsaußenminiſter von den Alliierten Milderungen des Beſatzungsregimes verlangt im gleichen Augenblick, wo er derartige Verſtöße gegen den Verſailler Vertrag begünſtige. Für Frankreich ſei der Fall klar. Es liegt ihm nichts daran, ſeine Truppen weiter am Rhein zu belaſſen. Wenn in Deutſchland die Nationaliſten Herr und Meiſter ſeten und die deutſche Entwaffnung nicht vollſtändig —— werde, ſo würden die Franzoſen am Rhein eiben. Immer deutlicher läßt ſich in hieſigen politiſchen Kreiſen die Tendenz erkennen, Deutſchland alle Zugeſtändniſſe mit dem Hinweis auf die angebliche nationaliſtiſche Gefahr zu verweigern. 130 000 Teilnehmer am Stahlhelmtag Nach den Zuſammenſtellungen der Reichsbahndirek⸗ tion über die mit den Sonderzügen nach Berlin beförderten Stahlhelmmitglieder wird die Zahl amtlich mit 120 000 Per⸗ ſonen berechnet. Die Zahl der Berliner Teilnehmer dürfte mit etwa 5 bis 10 000 angenommen werden. Insgeſamt dürf⸗ ten demnach an dem Berliner Stahlhelmtag etwa 120 000 bis 130 000 Perſonen beteiligt geweſen ſein. Nachklänge zum Wiking und Olympiaprozeß Berlin, 10. Mai.(Von unſerem Berliner Büro.) Von dem in den Wiking⸗ und Olympia⸗Prozeß verwickelten Refe⸗ rendar Friedrich war gemeldet worden, daß er nicht zum Aſſeſſorexamen zugelaſſen worden ſei. So tragiſch iſt, wie ſich jetzt herausſtellt, die Sache aher nicht ganz verlaufen, es iſt nur, wie der Spieckerſche Reichsdienſt für die. Deutſche Preſſe mitteilt, der Prüfungstermin aufgeſchoben worden. Es ſoll zunächſt nämlich feſtgeſtellt werden, ob wegen ſeines Ver⸗ haltens im Leipziger Prozeß gegen Friedrich ein Diſziplinar⸗ verfahren einzuleiten iſt. Dieſe Frage ſoll zunächſt geklärt werden und zwar insbeſondere, ob und wie weit Friedrich dem Kapitän Ehrhardt unbedingten Gehorſam gelobt hat, ſelbſt für den Fall, daß die Befehle Ehrhardts ungeſetzlich ſein ſollten. Nach Prüfung dieſer Frage wird dann entſchieden werden, ob Friedrich, der am 2. Mai ſeinen Aſſeſſor bauen ſollte, zur Prü⸗ fung zugelaſſen werden wird oder nicht. Die Pfingſtfeier der Kommuniſten Berlin, 10. Mai.(Von unſerem Berliner Büro.) Die Kommuniſten fahren fort, der ungeheuren Mehrheit der Berliner Bevölkerung auf die Nerven zu fallen und ſie zu terroriſieren. Nachdem durch das vernünftige Eingreifen der Polizei es den Kommuniſten nicht möglich geweſen iſt, die Stahlhelmtage für ſich zu Reklame, und wenn es der Zufall ſo bringen ſollte, auch zu blutiger Propaganda auszunutzen, ſoll ein„Pfingſttreffen des roten Frontbundes“ inſzeniert werden. Die„Rote Fahne“ verſichert, nach der„Stahlhelm⸗ provokation“ ſei beſagtes Pfingſttreffen eine„Sache der ge⸗ ſamten Arbeiterſchaft“ geworden. Die Reparationszahlungen im April Nach der Ueberſicht des Generalagenten für Reparations⸗ zahlungen betrug die Einnahme im April 215,17 Millionen Mark, in der geſamten dritten Jahresannuität alſo bisher 874,34 Millionen Mark. Die Aprilzahlungen ſetzten ſich wie folgt zuſammen: 9,17 Mill. Mark normale Haushaltsbeiträge, 18 Mill. Mark beſondere Haushaltsbeiträge, 22,5 Mill. Mark Beförderungsſteuer, 40 Mill. Mark Verzinſung der Reichs⸗ hahnobligationen und 125 Millionen Mark Verzinſung der Induſtrieobligationen. Nach Verteilung der Zahlungen auf die Mächte iſt der Kaſſenbeſtand des Generalagenten abermals auf 139,63 Millionen Mark angewachſen. Von den Zahlungen entfallen 6,40 Millionen auf Beſatzungskoſten, 48,66 Millionen auf Sachlieferungen, 27,75 Mill. auf Reparations⸗Recovery⸗ Aet und 108,18 Mill. auf Barüberweiſungen. Von den letzteren entfallen 56,71 Mill. Mark auf Frankreich, 23,62 Mill. auf Eng⸗ land, 8,0 Mill. auf Italien und 11,70 Mill, auf die Vereinigten Staaten. Unter den Sachlieferungen ſtehen wieder die Lie⸗ ferungen von Steinkohlen, Koks und Braunkohlen an Frank⸗ reich und Italien an erſter Stelle. ee Polniſcher Terror in Oberſchleſien J Berlin, 10. Mai.(Von unſerem Berliner Büro.) Der polniſche Weſtmarken⸗Verein hat an ſeine ſämtlichen Orts⸗ vereine in Polniſch⸗Oberſchleſien ein als ſtreng vertraulich bezeichnetes Flugblatt geſandt, in dem eine Art Schlacht⸗ plan gegen das deutſche Schulweſen entworfen wird. Es ſind Anweiſungen für den Kampf gegen die deut⸗ ſchen Schulen. Es wird empfohlen, Verbindung mit den Schul⸗ leitern herzuſtellen, die den Vertrauensmännern des Weſt⸗ markenvereins die Liſte über die Anmeldungen für die deut⸗ ſchen und polniſchen Schulen zuſtellen ſollen. Sodann wird ein ganz genauer Plan für die Agitation zugunſten der pol⸗ niſchen Schulen entworfen, wobei die Vertrauensleute aufge⸗ fordert werden, bei ihrem Auftreten nach außen hin peinlichſt den Eindruck zu vermeiden, als ob ſie mit den Behörden in Verbindung ſtünden. In der Oeffentlichkeit ſoll für die pol⸗ niſchen Schulen beſonders mit dem Hinweis agitiert werden, daß die Kinder in der deutſchen Schule weder richtig Deutſch noch richtig Polniſch lernten, und daß Ausſicht auf Anſtellung in den polniſchen Staatsdienſt nur der habe, der die pol⸗ niſche Schule durchlaufe. Auch die Geiſtlichen ſollten in der Kirche für die polniſche Schule agitieren. Am vorgeſtrigen 8. Mai ſollte in allen Kirchen in der Predigt auf die Pflicht zur Anmeldung in den polniſchen Schulen hingewieſen wer⸗ den. Endlich ſoll der Vertrauensleiter Liſten für die in den deutſchen Schulen angemeldeten Kinder beſchaffen und dabei Name und Stand der Väter angeben. Nach dieſem geheimen Flugblatt arbeitet der Weſtmarken⸗ verein ſchon ſeit einigen Wochen. Die Zuſammenarbeit mit den Behörden beſteht alſo vermutlich wohl längſt. Die franzöͤſiſch⸗rumäniſche Freundſchaft yParis, 10. Mai.(Von unſ. Pariſer Vertreter.) Anläß⸗ lich des rumäniſchen Nationalfeſtes veranſtalteten geſtern abend die Freunde Rumäniens in Paris ein großes Bankett, an dem zahlreiche franzöſiſche Politiker, u. a. auch der Pen⸗ ſionsminiſter Louis Marin und der Marineminiſter Ley⸗ gues teilnahmen. Miniſterpräſident Poincare war in letzter Stunde am Erſcheinen verhindert und ließ durch den Marine⸗ miniſter eine Rede verleſen, in der er die franzöſiſch⸗rumä⸗ niſche Freundſchaft in überſchwenglichen Worten verherrlichte. Poincare ſagte u..:„Rumänien und Frankreich täten großes Unrecht, ihre koſtbaren verwandtſchaftlichen Beziehungen zu vernachläſſigen. Es liegt in unſerem Intereſſe, ſie durch einen Austauſch auf intellektuellem Gebiete enger zu geſtalten. Aber auch unſere landwirtſchaftlichen, kommerziellen und indu⸗ ſtriellen Beziehungen müſſen wir ausbauen und die morali⸗ ſchen und wirtſchaftlichen Bande, die uns vereinen, weiter knüpfen. Denn alle Nationen, ſeien ſie auch noch ſo ideal, ſind den harten Notwendigkeiten ausgeſetzt, und oft genug iſt ein Intereſſenwiderſpruch die Urſache für eine Entfremdung. Auf die Rede Poincares erwiderte der rumäniſche Ge⸗ ſandte in Paris, Diamandi, der ſich ebenfalls für ein enge⸗ res Zuſammenwirken zwiſchen Frankreich und Rumänien ausſprach. Chamberlains Chinapolitil § London, 10. Mai.(Von unſerem Londoner Vertreter.) Die mit großer Spannung erwartete Unterhauserklärung Cham⸗ berlains über die Chinapolitik hat heſtätigt, was ſeit dem Rückzug Amerikas aus der ſogenannten diplomatiſchen Ein⸗ heitsfront ſo gut wie ſicher war, daß nämlich England nicht noch einmal das Odium der iſolierten Gewaltpolitik in China auf ſich nehmen kann. Dabei iſt es dem Außenminiſter mit bewährtem Geſchick gelungen, aus der chineſiſchen Note eine engliſche Tugend zu machen. England wird ſich zur Mäßigung zwingen, um nicht die Bildung einer neuen Regierung in Han⸗ kau zu gefährden. Wie es aber auch mit den Urſachen der Wandlung in Wirklichkeit ſtehen mag, ſo bleibt doch als Er⸗ gebnis der geſtrigen Erklärung, daß von Sanktionen und von kriegeriſchen Interventionen nicht mehr die Rede ſiſt. Innerhalb des Kabinetts hat es, wie der diploma⸗ tiſche Korreſpondent der„Weſtminſter Gazette“ mitteilt, hef⸗ tige Meinungsverſchiedenheiten gegeben, bevor die gemäßigte Chingpolitik ſich gegen den Widerſtand derjenigen Miniſter, die für eine direkte Aktion in China eintreten, durchſetzen konnte. Damit ſind offenbar Churchill und Birken⸗ head ſowie die militäriſchen Staatsſekretäre gemeint. Die liberalen Blätter begrüßen die Rückkehr zu einer Po⸗ litik des Abwartens als einen Sieg des Außenminiſters gegen die Dihards, eine Darſtellung, die, wie oben ausgeführt, etwas gezwungenes an ſich hat. Die imperialiſtiſchen Blätter ſind natürlich unzufrieden, daß ihre Ratſchläge von der Regierung nicht befolgt worden ſind. Allen voran ſteht der„Daily Tele⸗ graph“, der in den letzten Wochen die anſtrengendſten Verſuche unternommen hat, die engliſche Chinapolitik vor den Augen der ziviliſterten Welt zu diskutieren.„Die öffentliche Mei⸗ nung,“ ſo ſchließt das Blatt einen erregten Leitartikel,„wird ſich nicht mit einer Politik der Untätigkeit zufrieden geben, die darauf hinausläuft, wichtige britiſche Intereſſen aufzugeben und abzuwarten, bis eine Wandlung zum beſſeren vom Him⸗ mel fällt. Die nächſten Wochen werden zeigen, ob man 50 000 Soldaten in die Welt hinausſchicken kann, ohne damit auch einen gewiſſen politiſchen Einfluß zu gewinnen und ob den Erklärungen Chamberlains die entſprechende Politik folgen wird und kann.“ Wiedereröffnung der Kammer * Paris, 10. Mai.(Von unſerem Pariſer Vertreter) fah heutige Wiederzuſammentritt der Kammer dürfte ctli zu ſenſationellen politiſchen Ereigniſſen geben. Voraus mil wird der ſportfreundliche Präſident Briſſot die Sitzun ten einer Lobrede auf die franzöſiſchen Flieger einleiten, 1 und Ueberſeeflug heute das eigentliche Tagesgeſpräch 1 10 das Publikum mehr intereſſiert, als alle politiſchen Re 15 10 internationalen Streitigkeiten. Obwohl die Geſchüftsn tiger für die kommende Sitzungsperiode eine Reihe äußerſt w Voche Projekte enthält, wird ſich die Kammer in der nächſten Kom⸗ mit allerlei Kleinigkeiten zu beſchäftigen haben, da Militer⸗ miſſionsberichte noch nicht fertiggeſtellt ſind. Die 5 Mai geſetze und der neue Zolltarif werden erſt gegen den 55 ſich dem Parlament zur Behandlung zugehen. Ferner wir die Kammer dann auch über die Abtretung des Zündholzmonopols an einen inter⸗ nationalen Truſt 5 zu beſchäftigen haben und zwar noch vor dem 15. Juni, dieſem Tage die von dieſer Geſellſchaft der Regierung Was geräumte Friſt für die Annahme ihrer Vorſchläge abläuft. der das Budget für 1928 anbetrifft, ſo wird ſich die Kammer in Cs gegenwärtigen Seſſion damit nicht zu beſchäftigen haben. ellt dürfte erſt nach den großen Parlamentsferien fertiggatn⸗ ſein und kaum vor Oktober zur Diskuſſion gelangen. P unter caré hofft trotzdem noch vor Jahresſchluß das Budget idget⸗ Dach zu bringen ſo daß er auch im nächſten Jahr ohne Bidnen zwölftel auskommen könnte. Die üblichen Interpellatt ſind diesmal in verhältnismäßig kleiner Zahl eingege eils Vorausſichtlich wird die Freitag Nachmittagsſitzung ewere für die Beantwortung dieſer Interpellationen reſerviert eine den, vorausgeſetzt, daß die Regierung ſich bereit erklärt, Antwort zu geben. auch Wie gewöhnlich bei ſolchen Gelegenheiten, zirkulieren 10 diesmal wieder zahlreiche Gerüchte über beborſtehende ge zu bingtionen und Miniſterkriſen. Es iſt tatſächlich nich er verkennen, daß die wichtigſten Projekte der Regierung von ig Kammer nicht ohne weiteres geſchluckt werden. Gegen er⸗ Militärgeſetze und den Zolltarif macht ſich eine ſtarke„ 25 ſchaft bemerkbar, die unter Umſtänden für das Kabinett 9 fährlich werden könnte. Ueber die Frage, was nach elglg⸗ etwaigen Sturz des Kabinetts geſchehen würde, gehen die tet, ſichten weit auseinander. In manchen Kreiſen wird behaup Poincaré wäre unter dieſen Umſtänden bereit, ähnlich W Jahre 1924, ein gegen links gerichtetes Kabinett zu bilben Demgegenüber erklärt der„Petit Pariſien“ in der Lage ſein, auf das feſteſte feſtſtellen zu können, daß Poincars 125 weigern würde, ein neues Kabinett zu bilden. Der Minis 15 präſident habe unfehlbar die Abſicht, ſich nach einem Sturz z rückzuziesen. Oeſterreich und die Anſchlußfrage Berlin, 10. Mai.(Von unſerem Berliner Büro.) ſeit neue Regierungsmehrheit in Oeſterreich wird, wie ſchon len, geraumer Zeit vorauszuſehen war, aus Chriſtlichſozia er Großdeutſchen und Landbund beſtehen. Dann werden e che Mehrheit von 94 bürgerlichen Stimmen 71 ſozialdemokratiſg gegenüberſtehen. Die Zuſammenſetzung des Miniſterin lte dürfte, ſoweit wir unterrichtet ſind, im weſentlichen das den bleihen, nur iſt anzunehmen, daß das Ackerbauminiſterium ach Landbund zufallen wird. Das Neue an der Stituation be⸗ den Wahlen in Oeſterreich iſt, daß jetzt alle Parteien u ine dingten Anſchluß wünſchen. Von dem Landbund, der eas Schweſterorganiſation des Landbundes im Reiche iſt, war 115 ohnehin ſchon bekannt, aber auch die Chriſtlichſozialen 1155 jetzt durchweg, man kann faſt ſagen ausnahmslos, in Lager der Auslandsfreunde abgewandert. Konflikte zwiſchen Oeſterreich und Angarn Der Wiener„Morgen“ berichtet: Es wird gemelbdet, die ungariſchen Geſandten in Berlin, Wien und Prag er Budapeſt berufen ſeien, wo man ſie auf die Möglichkeit ein ungünſtigen Wendung in den Beziehungen Ungarns ahrt Oeſterreich aufmerkſam gemacht hat. Ergänzend dazu erfäße⸗ der„Morgen“, daß nicht nur die Geſandten nach Budapeſt, en rufen worden ſeien, ſondern auch der Sohn des ehemali ungariſchen Miniſterpräſidenten Lukacz, der ſich in Spezialmiſſion in Wien aufhalte. Auch er habe gleich mit den Geſandten in Budapeſt neue Inſtruktionen erhallk Wie der„Morgen“ von gut informierter Seite erfährt, wöze den die unggriſchen Geſandten dahin unterrichtet, daß ſich eich ungariſche Regierung auf einen Zollkrieg mit Oeſternn⸗ vorbereite. Es verlautet, daß Italien an Ungarn Zuſichern gen gegeben habe, Ungarn in einem Handelskonflikt da⸗ Oeſterreich hilfreich beizuſtehen. Der zu der heute in Abete peſt beginnenden Fremdenverkehrskonferenz eingela eſt öſterreichiſche Handelsminiſter hat ſein Erſcheinen in Budaſße⸗ abgeſagt. Bundeskanzler Seipel und der Unterrichtsmini ſollten auch an der Fahnenweihe einer katholiſchen ungari liſe Studentenverbindung feilnehmen. Auch dieſe ungariſche wurde abgeſagt. n me. Mindelheim, 8. Mai. Am Samstag früh entſtand der Werkſtätte des Schreinermeiſters Simon Huber ahe Kirchdorf durch Kurzſchluß Feuer, das auch auf das Kiff. Anweſen der Landwirtswitwe Katharina Braun übergt Beide Anweſen brannten vollſtändig nieder. Gee 5 2 100 10 ekrankefurt n Art 7 loblz Das Uberschwſemmungsgebief des Mississippi umfasst 200 bOO gqukm., das ist mehr als dzis Halfte Deufschlands. In Deufschland wurde diesem bebief das Land z2wischen Veser und Oder entsprechen, wozu noch ſeile Folens u d Jschechoslovakei kãmen J0 ee 2* 7 22 7 ke 1 0 Sfeiti g 7 ab. 1 eeee eee 4 51 0 F NEN 5 7 70 10 0 ae War Sh 5 Maggeguſſe 165 70 etef ee 10 00 775 00 0 5 olode FSsfo SDertmund 0 4 0 9 ee all deß ſberf · Welkpricd MNere + lbecker. 0 0 ene a 12 2 sinz SurrBUU Pyag 9 0 ſeiceſberq 5 45 Gee 18 H. 282 eeer 8 üörnbepg 1 2 hee 2, e K¹ g Hge 2 75 60 Jeutschland ist Mοονquum gross. ö 5 qaͤugzbüßg inz um 6 30 105 20⁰ 300 4⁰0 — 2 ureben 1 5 ie pross isf das Hochvassergebiei n Alerike Dienstag, den 10. Mat 1927 Neue Maunheimer Zeitung[Mittag⸗Ausgabe) 8. Seite. Nr. 21 J Staͤotiſche Nachrichten 85 Die erſten Schultage Juſt als di 1 käal: s die Maienſonne zuerſt über die Dächer ins werk⸗ ebebetlecben der Straße lugte, trippelten heuer wieder tau⸗ erſten Maler Erdenbürger an der Hand der Mutter zum —4 ale zür Schule: zaghaft die einen, friſch⸗fröhlich die goldene S aber alle. Und juſt wenn nun draußen die teß onne dem nahenden Sommer den Weg bereitet, juſt deckunden Tagen gehen die kleinen Hoſenmatze an die Ent⸗ nun 11. und Eroberung der neuen Welt. Langſam werden ſie ſein Gebar. Längſt iſt dem Mechanismus der Tintenfaßdeckel 5 eheimnis genommen, die Menſchen und Tierlein auf der W. Itdenbildern grüßen vertraut als alte Bekannte aus 25 der erſten Kindheit, da die Mutter dem Büblein vor Kerlch chlafengehen vom Dornröschen erzählte, bis dem ag gen die Augen zufielen. In gar manches Mutterherz ge in den letzten Tagen vor dem Schulanufang ein leiſes daben dgeſchlichen und die Frage auf die Lippen gedrängt leicht Was wird die 1 meinem Kinde bringen? Viel⸗ an auch zog ihr ein leiſes Ahnen durch die Seele, daß ſie 9 55 Stück ihres Kindes pretsgibt an das Volksganze. 228 Feues weitet ſich nun der Kreis, dem das Kind angehört: er Gemeinſchaft der Familie wächſt es hinein in die Ge⸗ mei nſchaft der Schule. Daß aber in der neuen Ge⸗ Kdargft die alte weiterlebe, das iſt der tragende Gedanke Elte r Verſuche, die auf ein enges Zuſammenarbeiten zwiſchen erſtern daus und Schule hinzielen. In dieſer Hinſicht ſind die eiligt Schultage von einſchneidender Bedeutung für alle Be⸗ alles en: für den jungen Menſchen, um deſſen Wohl und Wehe geht, für die Eltern, die die bisherigen Hüter des Kindes auf 10 für den Lehrer, der nun einen Teil der Erziehungs⸗ 2 en übernimmt. Scheidet das Kind als willentlich mit⸗ leibt oke Faktor bei der Zuſammenarbeit vorerſt aus, ſo menwzals richtunggebende Forderung beſtehen: das Zuſam⸗ eltigbirken von Schule und Elternhaus möge ein gegen⸗ den 1— Ergänzen ſein. Nicht darum gehe es: Wer hat von zum zen das erſte Wort und das größte Recht?, ſondern da⸗ * Welches ſind die Pflichten eines jeden und wie wer⸗ n ſte erfüllt? pn nſere Schule hat mit der Zeit Schritt gehalten! Das 5 kein Hinweis ſein auf Schuken, wo pädagogiſche Beſtre⸗ Weren gewiſſermaßen in der vorderſten Linie auf ihren von geprüft werden, ſondern das will heißen, daß die Schule kult heute in ihrer ganzen Breite die Züge des allgemeinen ſpiegmellen Wachstums in ſich trägt. Unſere geſamte Schule Erzelt das Wollen unſerer Zeit wider: ſie will wie jene die ellt inerung des inneren Menſchentums. Sie r ſich ganz in den Dienſt der Herausarbeitung des keitenhenkups, der in gläubiger Verehrung aller Ewig⸗ Nä werte, in innerer Wahrhaftigkeit beim Verkehr mit dem der dſten, in richtig verſtandener Freiheit und in fruchtbringen⸗ ſind Arbeitsfreude ſeine Hauptweſenspunkte findet. Freilich Wo auch die Führermaßnahmen in der Schule andere ge⸗ Lehnen So mag es denn oft kommen, daß das Tun des N vielen Eltern heute als nicht richtig erſcheint, weil eman es zu ihren Zeiten ganz anders gemacht hat.“ Elt Hter ſei nun angeknüpft, wenn wir der Stellung der gr ern zur Schule einige Worte widmen wollen. Unſere undlegende Darſtellung der Art der Zuſammenarbeit hat 9985 angedeutet, daß jeder der beiden Teile ſeine beſonderen ni gaben hat. Es gibt viele Dinge in der Schulpraxis, die n t ſo ohne weſteres von den Eltern beurteilt werden kön⸗ wer. Es ſtört daher die Harmonie einer Zuſammenarbeit, Aenn die Eltern Erziehungsaufgaben löſen wollen, die ihrer 9 rt und ihrem Weſen nach in den Aufgabenkreis des Lehrers ehören. Was aber die Eltern der Schule entgegen bringen unen und im Hinblick auf die hohe Bedeutung der heutigen Di ule entgegenbringen müſſen, das ſind vor allem zwei uge: Intereſſe und Vertrauen. Das aber bedeutet erſter Linie kein Aufwand an Kraft,— die ſtellt, wie ſein es gebietet, der Lehrer voll zur Verfügung,— ſondern di bedeutet die Einſtellung, die innere Haltung zur Schule, 7 Geſinnung. Dieſe aber beweiſt ſich in tauſend Klei⸗ gkeiten beim alltäglichen Verkehr mit dem Kinde, zeigt ſich kleinen Aeußerungen, die oft von ſehr großer erziehlicher edeutung ſind. 2 erden die vielen jungen Menſchen, die nun ſeit einigen Fuden zur Schule gehen, getragen von einer ſolchen Zu⸗ alg nenarbeit, die das freudige Schaffen der Schule und die reges Intereſſe und als Vertrauen ſich kundtuende Ge⸗ unung der Eltern in ſich vereinigt, ſo bleibt ihnen auch die ft ule eine Stätte der Freude und des Froh⸗ alla 18. Dann weiten ſich die einzelnen Familien ſo, daß ſie e miteinander zu einer großen Familie werden. Dann wird Schule auch immer frohe Menſchen hinausleiten können 8 Leben: Menſchen, die dank einer ſonnigen Jugend die Baſem de mitnehmen als ein Rüſtzeug für den Kampf ums aſein. Friedrich Hupp. M Süngererfolg. Das Männerguortett 1913 Pferebeim errang unter ihrem Dirigenten Oskar eiffer beim Sängerwettſtreit in Leimen bei Heidelberg Punf, 16 Bereinen den I a⸗Preis der 2. Stadtklaſſe mit 184 und ten⸗ beſtehend aus Diplom, goldener Medaille, Pokal 185 Mark. * Die Arbeitsvermittlung im Amtsbezirk Mannheim. Die Zahl der beim Arbeitsamt Mannheim, öffentlicher Ar⸗ beitsnachweis für den Amtsbezirk Mannheim, gemeldeten Arbeitsgeſuche im Monat April betrug 21 062(14052 männ⸗ liche, 7010 weibliche), denen 5550 offene Stellen(3289 für männliche, 2261 für weibliche Arbeitſuchende) gegenüber⸗ ſtanden. Beſetzt wurden 4816 Stellen(3022 von männlichen, 1794 von weiblichen Arbeitſuchenden). * Sonderzug nach Heilbronn⸗Weinsberg. Der Sonntags⸗ Sonderzug von Mannheim nach Heilbronn⸗Weinsberg wies eine ſo geringe Beteiligung auf, daß man die mitfahrenden Mannheimer bequem in drei Waggons hätte unterbringen können. Von der Pfalz war überhaupt niemand herüber⸗ gekommen, obwohl ſich die Pfälzer ſonſt immer gerne an ſol⸗ chen Sonderzügen beteiligen. Die Veranſtalter hatten in⸗ ſofern eine Unterlaſſungsſünde begangen, als ſie nicht ge⸗ nügend Reklame für die Blütenfahrt ins ſchöne Schwaben⸗ land gemacht hatten. Im übrigen klappte der techniſche Appa⸗ rat ausgezeichnet. In Weinsberg wurden die Ausflügler mit Muſik empfangen und durch den Stadtſchultheißen begrüßt. In Trupps von je 15 Mann wurde alsdann unter der Leitung eines Führers das reizend gelegene Weinsberg, die hiſtoriſche Burg„Weibertreu“ und das Kerner⸗ Haus eingehend beſichtigt. Truppweiſe ging es auch zur Einnahme des Mittageſſens, für das vorher ſchon vom Stadtſchultheißenamt Vorſorge getroffſen war. Nachmittags halb zwei Uhr war Standkonzert der Weinsberger Stadtkapelle und um halb drei Uhr Abfahrt nach Heil⸗ bronn. Hier hatte der Verkehrsverein Führer bereitgeſtellt. Es wurde zunächſt das Rathaus, die Kilianskirche und dann die anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt beſichtigt. Darnach vereinigte man ſich bis 8 Uhr abends im Ratskeller. Nach zweiſtündiger Fahrt landete man wieder wohlbehalten in Mannheim. * Die hochſommerliche Schwüle, die geſtern herrſchte, wurde abends durch eine merkliche Abkühlung abgelöſt. Die Urſache iſt offenbar in ſchweren Gewittern zu ſuchen, die geſtern nach⸗ mittag ſich in der Landauer Gegend entluden. Noch heute früh war die Temperatur, obwohl das Thermometer ſchon wieder 13,5 Gr. C.(gegen 15,3 Gr. C. am Montag Morgen) anzeigte, köſtlich friſch, weil ein auffallend kaltes Lüftchen durch die Straßen blies. In der verfloſſenen Nacht ging die Tempera⸗ tur bis auf 12,5 Gr. C.(14,7 Gr..) zurück. Das Maximum betrug geſtern 20,9(23,8) Gr. C. * Städtiſches Geneſungsheim in Neckargemünd. Infolge ſeiner herrlichen, ruhigen und waldreichen Lage iſt das Städ⸗ tiſche Geneſungsheim Neckargemünd zur Erholung vorzüglich geeignet. In dem Heim, das das ganze Jahr geöffnet iſt und unter ſtändiger ärztlicher Aufſicht ſteht, können jederzeit weibliche Erholungsbedürftige(Kaſſenmitglieder und Selbſtzahler) aufgenommen werden. Im übrigen ſet auf die Bekanntmachung der Direktion der ſtädtiſchen Kranken⸗ anſtalten im Anzeigenteil verwieſen. * Ständchen und Sommertagszug. Die Inſaſſen des Lungenſpitals wurden am Sonntag vormittag durch ein Ständchen einer 15köpfigen Muſikkapelle erfreut, nicht minder durch den Sommertagszug, den die Kinder der Inſaſſen veranſtalteten. Im Auftrage der Kranken ſanden ſich geſtern zwei Kranken bei uns ein, um uns zu erſuchen, durch Veröffentlichung der ihnen bereiteten doppelten Freude zugleich dem innigen Danke Ausdruck zu geben. * Jubiläum. Am vergangenen Samstag konnte der Dozent der Ingenieurſchule, Herr Oskar Scholl, auf eine 25jährige Lehrtätigkeit zurückſchauen. Das gab den Studie⸗ renden der Ingenieurſchule Anlaß, den Jubilar durch eine ſchlichte Feier zu ehren. Der Vorſitzende des Allg. Studen⸗ tenausſchuſſes der Ingenieurſchule, Herr cand. ing. Fried. Langenbacher, überbrachte im Namen der Studenten⸗ ſchaft die beſten Glückwünſche und überreichte ihm als Dank und Anerkennung für ſeine Lehrtätigkeit ein Geſchenk. Der Jubilar war nicht nur ein eifriger Lehrer, ſondern auch ein ebenſo gütiger Berater für die Studierenden. Auch die Ab⸗ ſolventen der Schule haben ſich anläßlich des 25jährigen Jubiläums an ihren verehrten ehemaligen Lehrer beſonders erinnert. Die derzeitigen Studierenden wünſchen dem Jubi⸗ lar noch weiterhin eine recht lange und ebenſo erfolgreiche Lehrtätigkeit. Zuſammenſtoß. Heute morgen ſtieß ein Radfahrer mit einem Flaſchenbierfuhrwerk in der Breiteſtraße am Marktplatz zuſammen. Das Fuhrwerk fuhr mit allen Rädern über das Rad, dem Radfahrer paſſierte dabei nichts. Das Fahrrad wurde vollſtändig demoliert. Der Zuſammenſtoß rief eine größere Menſchenmenge hervor. * Zum Autounglück bei Waldſee wird noch berichtet: Es handelt ſich um die Kraftwagen des Kaufmanns Karl Elſer aus Mannheim und ſeines Schwagers Adolf Binſinger aus Graben⸗Neudorf. Binſinger fuhr in der Nacht von Sams⸗ tag auf Sonntag von Mannheim in Richtung Speyer. Zwi⸗ ſchen Waldſee und Speyer, bei der Straßenkreuzung Olter⸗ ſtadt.—Waldſee, hat er angeblich einen Reifendefekt bekommen. Als Binſinger auf freier Landſtraße an ſeinem Wagen herum⸗ hantierte, fuhr ſein Schwager unvorſichtiger Weiſe auf das haltende Auto auf. Dadurch entſtand an beiden Wagen eine Motorexploſion, worauf beide Fahrzeuge in raſcher Folge niederbrannten. Zur Klärung der Sachlage wurde be⸗ reits eine gerichtliche Unterſuchung eingeleitet und, wie ver⸗ lautet, die Ueberreſte der verbrannten Autos durch die Stagats⸗ Veranſtaltungen Maifeſt im Lehrergeſangverein Am vergangenen Samstag hielt der Lehrergeſang⸗ verein im Friedrichspark einen wohlgelungenen Unter⸗ haltungabend ab. Im Hinblick auf ihren Rhythmus— jede geſellige Unterhaltung trägt einen ſolchen in ſich— und auf die Stimmung, von der ſie getragen wurde, konnte man die Veranſtaltung eine Maifeier eigener Art nennen; Der Mai iſt der Monat der Jugend mit ihrem lachenden Froh⸗ ſinn, ihrer ſeligen Gefühlsſchwärmerei und ihrem impulſiven Bekennen zur Freude des Lebens. Zu dem farbenfrohen Bilde, das die neuen Frühjahrskleider der weiblichen Jugend boten, zu der ſorgloſen Fröhlichkeit, die aus den Augen ſtrahlte, gaben die harmoniſchen Klänge der Laute und der goldene Humor von Haus Ebbecke die Ergänzung. Haus Ebbecke, der wackere Kämpe, iſt der Typus des Menſchen, der mit froher Lebensbejahung ſein hartes Schickſal meiſtert und in einer mit köſtlichem Humor begnadeten Seele ſich immer wieder das Bewußtſein erkämpft, trotz des Schickſals⸗ ſchlages ſeinen Mann als vollwertig anerkanntes Glied der menſchlichen Geſellſchaft zu ſtellen. Seinen ſonnigen Humor ließ er in vielen Schnurren und Schauerballaden erſtrahlen, wobei er den geſanglichen Vortrag mit wohlklingenden Lau⸗ tenakkorden und mit charakteriſtiſchem Mienenſpiel wir⸗ kungsvoll unterſtrich. Ein kleiner Schwank„Er iſt nicht eiferſüchtig“, der von der Spieltruppe des Vereins unter Leitung des unermüdlichen Herrn Kotyrba flott geſpielt wurde, fand eine freundliche Aufnahme. Herr Kotyrba ſpielte mit vornehmer Gelaſſenheit den Arzt, Fräulein Fath mit entzückender Anmut die Rolle der Gattin, Herr Gushurſt war ein biederer alter Diener und Herr Freiburger gab der Rolle des alten, aber immer noch von jugendlichem Feuer durchglühten und liebebedürftigen Oheims ſehr charak⸗ teriſtiſches Gepräge. In vorgerückter Stunde lud endlich die Kapelle Homann⸗Webau, die auch die Pauſen gus⸗ gefüllt hatte, die Jugend zu fröhklichem Tanz. FAR 1* 3 Theaternachricht. In der Neueinſtudierung von Bigetes Oper„Carmen“ am nächſten Sonntag, 15. Mat, ſingt Roſe Pauly⸗Dreeſen die Titelpartie und Adolf Loeltgen die Partie des„Joſe“. * fyriedrichspark. Die Parkleitung hat im Anzeigenteil in⸗ folge des ſchönen, warmen Wetters bereits Abendkon⸗ zerte angezeigt. Es iſt ſomit der Zeitpunkt zum A bo nne⸗ ment gekommen, eine Ausgabe, die in Anbetracht des ſchönen und geſunden Aufenthaltes in den Anlagen ſehr gut angelegt iſt. Heute Dienstag abend und morgen Mittwoch nachmittag finden Konzerte ſtatt.(Weiteres Anzeige.) * Der Lehrling im Haushalt. Ueber dieſes Thema ſpricht im Mannheimer Hausfrauenbund Frau Emma Kromer⸗Ziegelhauſen am morgigen Mittwoch nachmittag in der„Harmonie“ Lindenhof(Schloßgarten). Als Vorſitzende des Bildungsausſchuſſes im R. W. R. hat Frau Kromer die Lehrlingsfrage ſehr eingehend bearbeitet. Der Vortrag wird allen Hausfrauen— insbeſondere denen, die Lehrfrauen und Lehrlingsmutter werden wollen— einen inereſſanten Ueberblick über die praktiſchen Ergebniſſe dieſes Arbeits⸗ gebietes im Reich geben.(Weiteres Anzeige in letzter Nummer.) * Die 5. Bayeriſche Erſatz⸗Infanterie⸗Brigade veranſtaltet vom 14. bis 16. Mat im Friedrichspark ihre erſte Wieder⸗ ſehensfeier nach dem Kriege. An der Feier nehmen ſehr viele höhere Offiziere der alten Armee teil. Dem Empfang der auswärtigen Kameraden mit Muſik am Samstag mittag folgt abends ein Feſtbankett. Sonntag früh iſt Feldgottes⸗ dienſt mit anſchließender Gefallenenehrung. Als Redner ſind Oberkonſiſtorialrat D. Dreſcher und Domvikar Biſony aus Speyer und ein Vertreter des Kronprinzen Rupprecht von Bayern vorgeſehen. Dem Gedächtnisakt folgt die Kranznieder⸗ legung auf den Ehrenfriedhöfen in Mannheim und Ludwigs⸗ hafen. Nachmittags iſt gemütliches Beiſammenſein, am Mon⸗ tag eine Rheinfahrt nach Oppenheim⸗Nierſtein. * Sommertagszug und Kinderfeſt in Waldhof. In har⸗ moniſcher Zuſammenarbeit mit den verſchiedenen Vereinen Waldhofs veranſtaltet der Gemeinnützige Verein Waldhof am Sonntag, 15. Mat, einen Sommertags⸗ zug, der etwa um 1 Uhr mittags vor der Spiegelfabrik⸗ kantine Luzenberg ſeine Aufſtellung nimmt und präzis.30 Uhr durch die Hauptſtraße Luzenbergs, Waldhofs und der Gartenſtadt ſeinen Weg durchführt. Nach Auflöſung des Zuges in der Gartenſtadt werden den Kindern durch ein bei den alten Schießſtänden ſtattfindendes Kinderfeſt mit Be⸗ luſtigungen aller Art und Gabenverteilung auch materielle Freuden geboten. „Mloro“ ſo⸗ wie Kloro⸗ ſeife bleichen und * Le e 7 25 F—— 4 inde in kurzer Zeit rein weiß. irkſam erprobte unſchädliche en unſns Hautfarbe, ae le Lcbenflele elbe Fece. ee anwaltſchaft beſchlagnahmt. genauer Anweiſung in allen Chlorodont⸗Verkaufsſtellen zu haben⸗ Die Augen Von Max Heidler Hachenn ſaß im Salon der ſchönen Frau und trank aus kleinen ſtand z Schalen den duftenden Mokka. Auf einer Staffelei end das Bildnis Frau Jrenes. Es war ein künſtleriſch voll⸗ 05 0 gemaltes Bild: Das Geſicht blaß und ſchmal, ein kühles Au eln um die ſeinen halbgeöffneten Lippen, aber in den 85— das Feuer verhaltener Leidenſchaftlichkeit. Dieſe Augen Dauh. das war es, was dem Bild einen eigenartig ſeſſelnden er verlieh— waren voll auf den Beſchauer gerichtet. täts Das Bild iſt wirklich ausgezeichnet,“ ſagte der alte Sani⸗ we 55 und, ſich zu dem jungen Maler wendend,„ein Meiſter⸗ Sie werden Ihren Ruhm damit begründen.“ tets' dch weiß nicht,— aber mich machen die Augen, die einen und ſtralolgen, nervös“, meinte der Gatte der ſchönen Frau Bild reifte die Aſche ſeiner Zigarette ab,„ſonſt hätte ich das a0m gern über meinem Schreibtiſch gehabt, doch es würde mich gefäh er Arbeit abhalten.— Deine Augen können immer noch Lächellich ſein, Irene!“ ſetzte er, mit einem feinen, galanten n zu ſeiner Frau gewandt, hinzu. . rau Jrene hatte die Augen geſenkt, und das Lächeln um ippen vertiefte ſich noch ein wenig.— Stim er junge Malexr beugte ſich zu ihr, und ſeine leiszitternde um ime flüſterte:„Ich kann nur arbeiten, wenn Ihre Augen neic ind... Wann kommen Sie noch einmal, Frau wich e, daß ich noch ein Bild von Ihnen male... nur für nur einmal noch kommen Sie...“ 300h Teum Irene lächelte... ſanft.. lockend... gewährend: Auge omme. vielleicht...“ Sie hob ihre Augen— einen ung ublick nur— eine Flamme traf die bittenden Blicke des die Gn Malers. Aber ſchon in der nächſten Sekunde erloſch ſorſch ut. Im Spiegel hatte Jrene die Augen ihres Gatten mit kompendem Ausdruck auf ſich gerichtet geſehen...„Nein, ich nem Tonicdt.. niemals!“ ſagte ſie auf einmal in entſchloſſe⸗ aufgedrene““ bettelte der junge Maler— doch ſie war ſchon * ſtanden und vor ihr Bild getreten. Feindſelig beinahe be⸗ chtzte die es ſetzt. Kür“ ind Sie nicht zufrieden mit dem Werk unſeres jungen ünſtlers Der Sanitätsrat ſtand neben ihr. „Ach ja, aber mein Mann hat Recht, dieſe Blicke, die einen nicht loslaſſen, machen wirklich nervös!“ Sie ſetzte ſich wieder. aber ſo, daß ſie dem Bilde den Rücken kehrte. „Ja“, der Sanitätsrat ſetzte ſich neben ſie und rührte be⸗ dächtig in ſeinem Mokka,„la, Augen können gefährlich werden. Ich erinnere mich da eines ſeltſamen Falles..“ „Erzählen Sie doch,“ bat Frau Jrene, und ſie vermied es, den Blicken des jungen Malers zu begegnen. Der ſaß verſun⸗ ken vor ſeinem Werke. Frau Jrenens Gatte ſaß etwas abſeits und blickte jetzt geſpannt zu dem Sanitätsrat hinüber. „Er war Maler,“ begann dieſer,„als Porträtmaler ſehr beliebt. Er war ſehr beſchäftigt, und beſonders die Frauen ließen ſich gerne von ihm malen. Man munkelte allerhand über ihn, und es hieß, von beinahe jedem Frauenbildnis be⸗ hielte er eine Kopie.. Und immer waren auf ſeinen Bil⸗ dern die Augen mit beſonderer Sorgfalt ausgeführt, und immer waren die Blicke auf den Beſchauer gerichtet... ſo wie hier auf dem Biloͤnis Frau Jrenens.“ Dann fuhr er fort:„Der Maler war damals in eine Lie⸗ besaffäre verwickelt. Es war die Frau eines angeſehenen Rechtsanwalts, die ſich das Leben nahm.. Dem Künſtler war dieſe Frau nur eine unter vielen geweſen.. aber das junge, ſchöne Weib zerbrach an dieſem Manne.“ Der Sanitätsrat machte eine kleine Pauſe. Frau Jrene ſaß regungslos mit geſenkten Augen da, nur ihre ſchmalen Kinderhände, die müde und hilflos im Schoß lagen, zitterten leicht. Der junge Maler hatte den Kopf in die Hände geſtützt, ſodaß man ſeine Züge nicht erkennen konnte. „Der Maler,“ fuhr der Erzähler jetzt fort,„verließ nach dieſer unliebſamen Affäre die Stadt. In dem Städtchen., wohin er ſich zurückgezogen hatte, führte er das Leben eines Sonderlings. Niemand, außer einem Freunde, hatte Zutritt zu ihm. Dieſer Freund, der mein Intereſſe für pſychologiſch verwickelte Fälle kannte, hat mir dann ſpäter die Aufzeichnun⸗ gen des Malers aus dieſer Zeit übergeben. Es waren nur wenige, loſe Tagebuchblätter— aus den immer wirrer und zerriſſener werdenden Worten konnte man erkennen, daß ein halb Wahnſinniger ſie geſchrieben hatte. Der Fall mit ſeinen merkwürdiger Einzelheiten hat mich ſo gepackt, und ich habe mich ſo oft mit dieſen Aufzeichnungen beſchäftigt, daß ich ſie noch faſt wortgetreu in der Erinnerung habe.“ Der Sanitätsrat hielt einen Augenblick inne, nahm einen hedächtigen Zug aus ſeiner Zigarre und ſah traumverloren dem blaugrauen Rauch nach, der langſam zur Decke ſtieg. „Sonderbarxe Vorſtellungen und Einbildungen finden in dem erſten Teil dieſer Tagebuchblätter ihren Niederſchlag: ihm iſt, als ob aus den Bildniſſen die Augen der Frauen, die ihn einſt geliebt, ihn Tag und Nacht anſehen. Und in dieſen Augen liegt nicht mehr hingebende Liebe,— liegt vielmehr höhntſche Kälte, tödlicher Haß. Es iſt wie eine Rache, die dieſe Frauen nun an ihm nehmen... Dann heißt es:„Heute habe ich noch einmal alle ihre Augen geküßt, und es war mir, als erſchauer⸗ ten ſie wieder unter meinen Küſſen.„ aber nun Schluß! 75 will ſie nicht mehr ſehen.. alle ſollt ihr weg.. heraus! Ich weiß ſchon wie... es ſoll nicht weh tun.. ganz raſch und ſchnell, das Meſſer... und dann ins Feuerl!... die Flamme ſoll euch zerſtören, dann könnt ihr mich nicht mehr quälen!— Aber.. niemand darf es wiſſen, niemand darf mich ſehen Heimlich, Nacht für Nacht werde ich es tun Etwas ſpäter heißt es:„Noch drei, dann ſind ſie alle tot. Tot, wie die eine, die mich zu lieb hatte, die um mich ſtarb.“ Wieder weiter?„.... nun iſt es getan, aber Ruhe finde ich doch nicht!— Dort, wo keine Augen mehr ſind, ſehe ich ſie noch immer, und alle ſehen ſie mich an mit dem verglaſten Blicke der Toten... Warum nur hab' ichs getan?“ Und dann das letzte Blatt:„. Ich bin ſo müde... Ich will ſchlafen... Wenn ich die Augen ſchließe, dann habt ihr Erbarmen.. dann ſeid ihr wieder alle um mich wie früher. TEure Hände ſtrecken ſich mir entgegen.. Ach, bleibt ſol. Ich mag die Augen nicht mehr öffnen. ſo will ich ſchlafen 4 Man fand ihn mit durchſchoſſener Schläfe in ſeinem Atelier. An den Wänden hingen zahlreiche Bildniſſe ſchöner Frauen. und bei allen waren mit grauenhafter Genauigkeit die Augen — herausgeſchnitten. Die Lippen lächelten, ſie ſchienen zu blühen und zu locken, und leer und hohl klaffte die Leinwand, wo früher helle und dunkle Augenſterne geleuchtet und ge⸗ glüht hatten.“ Es war beinahe ſchon dunkel im Salon, als der Sanitäts⸗ rat ſeine Erzählung beendet hatte. Im Dämmer ſchimmerte das bleiche Antlitz Frau Jreuens, und die ſchmalen Kinder⸗ hände lagen ineinander verkrampft in ihrem Schoß. Aus der Dunkel der Ecke leuchtete die Zigarette ihres Gatten. Der Plat vor dem Bildonts war leer ————— e —.— ———— 4. Seite. Nr. 215 mene Mannheimer Zeitung(Wittag-Ausgube) Dienstag, den 10. Mai 1927 Kommunale Chronik Beſteuerung der Berliner Luft In dem begreiflichen Beſtreben, ſich neue Einnahmequellen zu erſchließen, iſt die Stadt Berlin außf die zweifellos griginelle Idee gekommen, es auch mit einer Beſteuerung der Luft zu verſuchen. Anders wenigſtens laſſen ſich die Ge⸗ bührenforderungen einzelner Bezirksämter der Stadt Berlin für den an der Außenfront von Geſchäftshäuſern durch Licht⸗ xeklameſchilder beanſpruchten Luftraum nicht erklären. Es handelt ſich alſo nicht um eine Beſteuerung der Reklame, ſondern darum, daß die Stadt Berlin u. a. aus 8 905 B. G. B. das Recht ableitet, den Luftraum über dem Bürgerſteig als ihr Eigentum zu betrachten, für deſſen Benutzung Gebühren verlangt werden. Die durch dieſe ſmarte Fiskalität wenig angenehm überraſchten Ladeninhaber haben die Wahrnehmung ihrer Intereſſen dem Verband Berliner Spezialgeſchäfte über⸗ tragen mit dem Erfolge, daß auf Grund einer vom Verband Berliner Spezialgeſchäfte angeſtrengten Feſtſtellungsklage die II. Zivilkammer des Landgerichts 1 Berlin den Anſpruch der Stadt Berlin zurückgewieſen hat. Die Stadt Berlin iſt alſo nicht berechtigt, Lichtreklameſchilder zu beſeitigen oder deren Beſeitigung zu verlangen, wenn die betreffende Firma ſich weigert, die für die Inanſpruchnahme von Luftraum durch ein ſolches Schild verlangten Gebühren zu bezahlen. Ob ſich die Stadt Berlin dabei beſcheiden wird, ſteht noch nicht feſt. * 3 Nezarhanſen, 3 Mat. Aus der jüngſten Gemeinderats⸗ ſitzung iſt mitterienswert: Die Verſteigerung der Gemeinde⸗ fuhren für das Jahr 1927/8 wird genehmigt.— Der Gras⸗ ertrag der Neckarvorlandwieſen ſoll ſofort verſteigert werden, da das Gras durch die Stauung des Neckars unter Waſſer ge⸗ ſetzt wird.— Von der Anbringung eines Blitzableiters auf dem Rathaus wird Abſtand genommen.— Die Holztreppe im Rathaus ſoll mit Linoleum belegt werden.— Zu der ſtaatlichen Hundeſteuer ſoll ein 100prozentiger Gemeindezuſchlag er⸗ hoben werden.— Der Waſſerzins wird in der gleichen! Höhe feſtgeſetzt wie im vergangenen Jahr.— Köhler Joſef, Sohn des Friedrich Köhler., wird vorerſt bis 1. Dezember 1927 als Hilfsfeldhüter eingeſtellt.— Für die am 16. Mai vorzunehmende Reichswohnungszählung werden die Zählbezirke feſtgelegt und die Zähler beſtimmt.— Sämtliche Mieter der Gemeindewohnungen ſollen erneut darauf aufmerk⸗ ſam gemacht werden, daß jedwede Untervermietung verboten iſt und daß der Gemeinderat im Falle der Zu⸗ widerhandlung das Mietverhältnis kündigt und das Räu⸗ mungsverfahren durchführt.— Der Gemeinderat iſt bereit,— die Zuſtimmung des Bürgerausſchuſſes bleibt vorbehalten— ſich an der Legung der Waſſerleitung zum Anweſen Kaſtner mit einem Betrag von 300 Mk. zu beteiligen. Die Arbeiten müſſen unter fachmänniſcher Leitung ausgeführt werden.— Die von verſchiedenen Landwirten vermieteten Gebäudeteile werden zwecks Veranlagung zur Gebäudeſonderſteuer neu ein⸗ geſchätzt.— Der Vermietung der Wohnung bei Frau Herre Wwe. an Karl Wirt wird zugeſtimmt. Kleine Mitteilungen Der Bürgerausſchuß Lörrach hat verſchiedene Vorſchläge genehmigt. Der wichtigſte Beſchluß betrifft die Schaffung einer Kraftwagenverbindung mit Hau⸗ ingen und Rümmingen, zu welchem Zwecke eine G. m. b. H. der Stadt mit zwei Garagenbeſitzern gegründet wird, in der jedoch die Stadt die Maforität der Anteile beſitzt und ab 1. Ja⸗ nuar 1929 das Recht hat, die übrigen Anteile zu erwerben. Das Projekt bedarf noch der Genehmigung der Reichsbahn⸗ geſellſchaft, die auf nach ihrer Anſicht konkurrierenden Auto⸗ verbindungen ein Einſpracherecht beſitzt. Weiter wurden die Planbearbeitung und die Bauleitung für das neue Volks⸗ ſchulhaus in Stetten den beiden preistragenden Archk⸗ tekten zum feſten Honorarſatz von 15 000% übergeben. Der Schulhausneubau ſoll mit großer Beſchleunigung durchgeführt werden, um der Schulraumnot, die ſich bei dem auf Oſtern nächſten Jahres vorgeſehenen völligen Ausbau der oberen Realſchule noch verſchärfen dürfte, abzuhelfen. ——ů— Tagungen Generalverſammlung des badiſchen Einzelhandels * Karlsruhe, 8. Mai. Zur 8. Generalverſammlung der Landeszentrale des badiſchen Einzelhandels konnte am Sonn⸗ tag vormittag der Vorſitzende Hugo Dietrich als Vertreter der Regierung Miniſterialrat Dr. Scheffelmeier, als Vertre⸗ ter der Stadt Karlsruhe Oberbürgermeiſter Dr. Finter, eine Reihe Landtagsabgeordneter verſchiedener Parteien, General⸗ ſtaatsanwalt Hafner, Oberregierungsrat Hecht, Reichsbahnrat Kraus, Poſtrat Schlegel, Vertreter aller badiſchen Handels⸗ kammern und der heſſiſchen und pfälziſchen Verbände be⸗ grüßen. Dr. Finter ſprach dem badiſchen Einzelhandel die Nur zehn Minulen Der Wecker raſſelt. Am Abend zuvor war er auf die Mi⸗ ſtöre pünktlich geſtellt, daß er nicht zu früh den Schlummer re. Für die meiſten Menſchen beginnt dann der tägliche Kampf um das Aufſtehen. Erſt läßt man den Wecker ablaufen und freut ſich, wie ausdauernd die Feder iſt. Solange er weckt, darf man noch liegen bleiben. Dann aber? Ach, wer kennt die vielen kleinen, kleinlichſten und großen Entſchuldigungen, die halb im Unterbewußtſein das menſchliche Gehirn erſinnt, um dem Körper noch ein wenig faule Ruhe zu gönnen; denn daß ſie faul iſt, daran wird keiner zweifeln. Merkt er es doch, wenn er endlich mit einem gewaltſamen Ruck oder zö⸗ gernd ſich aus den warmen Federn losgeriſſen hat. Ja, ſobald der Frottierhandſchuh über die Bruſt fährt, ſobald der Raſierpinſel ſein allmorgendliches Verſchönerungs⸗ werk beginnt, ſobald der Bubikopf vor dem Spiegel verliebt gebürſtet wird, dann erkennt man plötzlich, daß man eigentlich nicht mehr müde iſt, daß man ebenſo gut ſofort hätte aufſtehen können. Nervös blickt man auf den braven Wecker. Er zeigt unerbittlich, daß es ſchon ſpät iſt. So ſpät, daß die Nachraſur unterbleiben muß, daß die Krawatte ſchlecht gebunden wird, daß der Strumpf ſchief ſitzt, daß man die Schuhe grau anzieht, daß der Kaffee heiß und im Stehen heruntergegoſſen wird, daß man das Frühſtücksbrot vergißt, daß man die Kontor⸗ ſchlüſſel liegen läßt, daß kein friſches Taſchentuch eingeſteckt wird, daß, daß... Es endet beim Vorgeſetzten, der wegen ein Geſicht zieht. Der ganze Tag iſt ver⸗ orben. Wegen zehn verbummelter Minuten. Was nützen alle guten Vorſätze und Willensübungen? Es gibt nur ein Heilmittel: Wenn der Wecker ertönt, raus aus dem Bett! Verſuch's nur mal, es geht und wird dir gefallen. Den Tag in heiterer Ruhe beginnen, heißt die Grundlage für erfolgreiche Arbeit, für gute Stimmung und Freudigkeit ſchaffen. Wie viele Menſchen haben verlernt, den Wert einer gemütlichen Morgenkaffeeſtunde richtig zu genießen. Ganz verſchmitzte Genießer, die dem Leben mit einfachſten Mitteln behagliche Annehmlichkeiten abzuluchſen verſtehen, ſtehen ſo⸗ gar ſo früh auf— es genügen ja Minuten—, um nach dem Kaffeetrinken noch Muße für eine Zigarre, eine Zigarette und einen Blick in ein gutes Buch zu finden. Auch die Morgen⸗ zeitung iſt willkommen. für die Wirtin oder Familienangehörige, für den Briefträger Glückwünſche zu ſeinem 25jährigen Jubiläum aus, das in und verſchiedener Schiffahrtsgeſellſchaften wurde die Verbindung mit der Generalverſammlung und den Fach⸗ ſitzungen gefeiert wird. Vorſitzender Dietrich erſtattete den Jahresbericht und berührte in kurzen Ausführungen Geſetze wie das der Kündigung der älteren Angeſtellten, das dem Einzelhandel bedeutende Nachteile bringe, während andere Geſetze, wie das über die Arbeitszeit und über die Berufs⸗ bildung, zu begrüßen ſeien. Er forderte ſchließlich das Ver⸗ bot der Wandermeſſen und Abſchaffung des Straßenhandels. Darauf ſprach der Vizepräſident der Mannheimer Handelskammer, M. Rothſchild, über die Konzentrationsbewegung im Einzelhandel. Die Macht des Einzelhandels beruht auf der gleichmäßigen Zahl⸗ kraftder Mitglieder. Die Organiſation muß möglichſt billig arbeiten und vermeidet vor allem das Riſiko des Lagers. Anſchließend referierte Dr. Sommerfeld, Rektor der Mannheimer Handelshochſchule, über neuzeitliche Bilan⸗ zterung, die auch den Abſchluß von Verträgen zur Siche⸗ rung übereigneter Gegenſtände, Beſſerungsſcheine, Eigen⸗ tumsvorbehalte uſw. als Riſiken berückſichtigen muß, wenn ſie einem Dritten gegenüber tatſächlich das wirkliche Bild der Vermögenslage geben will. Sodann hielt Syndikus Kitzin⸗ ger⸗Berlin einen Vortrag über die ſteuerliche Ueber⸗ laſtung des Einzelhandels, in dem er vor allem be⸗ tonte, daß ſich die Parlamente bei der Aufſtellung des Etats darnach richten müßten, wie weit die Wirtſchaft in der Lage iſt, die Steuern aufzubringen. Die Heranziehung des Han⸗ dels zur Beſteuerung ſei ſo ſtark, weil die Maſſe ihm allcs durch ihre zahlreichen Volksvertreter aufbürdet. Geſpart könne vor allem in der Verwaltung werden. Zu be⸗ grüßen ſei die geplante Vereinfachung der Steuererklärung, die Zentraliſierung und damit wichtige Erſparniſſe bedeute. Zum Schluß ſprach Generaldfirektor Borrmann⸗Berlin über Genoſſenſchaftsweſen im Einzelhandel. Mit der Haupt⸗ tagung war noch eine Reihe von Einzeltagungen der Fach⸗ gruppen verbunden. Aus dem Lande Schweres Unwetter über der Landeshauptſtadt Betriebsſtörung durch Blitzſchläge bei der Albtalbahn * Karlsruhe, 10. Mai. Schwere Gewitter zogen am Montag mittag über unſere Stadt. Kurz vor 1 Uhr ver⸗ düſterte ſich der Himmel durch die vom Weſten her treibenden grau⸗ſchwarzen Wolkenmaſſen, daß der Tag zur Nacht wurde. Und dann brach das Unwetter los. Blitze zuckten, Donner krachten und wolkenbruchartig ergoſſen ſich die Waſſermaſſen auf alles was da kreucht und fleucht. Zwei volle Stunden lang dauerte das Kampfgetöſe in den Lüften und erſt gegen 5 Uhr ſah man wieder die erſten Sonnenſtrahlen.— Der Blitz hat bei dem Gewitter an verſchiedenen Stellen in Tele⸗ phonleitungen eingeſchlagen, ſodaß verſchiedene Linien der Rathauszentrale geſtört wurden. Durch den Platz⸗ regen wurden ferner in einem Fabrikgebäude erhebliche Ueberſchwemmungen verurſacht, ſodaß die Feuerwehr als Waſſerwehr zur Hilfe gerufen wurde. Abends kamen Mel⸗ dungen über Hochwaſſer der Alb. Beſonders ſchwere Schädi⸗ gungen erlitt die Albtalbahn durch das Gewitter. Zwi⸗ ſchen Karlsruhe und Buſenbach ſchlug der Blitz an drei ver⸗ erhebliche Zerſtörungen entſtanden. An allen Einſchlagſtellen waren die Kabel vollſtändig durchgeſchlagen. Volle vier Stunden lang mußte der Zugverkehr eingeſtellt werden, bis es gelungen war, die Schäden wieder auszubeſſern. Schlechte Straßen im Neckartal * Vom oberen Neckartal, 7. Mai. In dieſer Woche kamen die Vorſtände der Verkehrsorganiſationen des unteren Nek⸗ kartals in Hirſchhorn zuſammen, um gemeinſam bei der Kreisdirektion Heppenheim wegen der außerordentlich ſchlech⸗ ten Zuſtandes der Neckartalſtraßen vorſtellig zu werden. Auch die Kraftwagen⸗ und Motorradorganiſationen haben dieſerhalb ſchon Beſchwerde geführt und um umgehende Ab⸗ hilfe erſucht, da ſie ſonſt eine Sperrung für den Kraftfahr⸗ zeugverkehr eintreten laſſen müßten. Gleichzeitig wurde dar⸗ über geklagt, daß in den verkehrsreichſten Jahreszeiten im Neckartal mit längeren Straßenſperren und infolge⸗ deſſen mit zeitraubenden Umwegen zu rechnen iſt. Es wurde beſchloſſen, ſchnellmöglichſt Eingaben an die zuſtändigen heſſiſchen und badiſchen Behörden zu richten und auch durch eine Kommiſſion perſönlich vorſtellig zu werden. Es wurde lobend hervorgehoben, daß die Straßen des Amtsbezirks Mosbach ſowie die angrenzenden württembergiſchen Straßen ſich in einem brauchbaren Zuſtand befinden. Eine Ferienzugskonferenz in Baden⸗Baden * Karlsruhe, 6. Mai. Unter Beteiligung von Vertretern der Hauptverwaltung der Deutſchen Reichsbahngeſellſchaft, faſt ſämtlicher Reichsbahndirektionen, einer Anzahl Privatbahnen und für den Straßenbahnſchaffner. Ueberall erklingt ein wohltuendes Echo. Und das alles wegen zehn Minuten. Theater und Muſik Vom Kölner Opernhaus. Die nach dem 1 Luſtſpiele des Spaniers Tirſo de Molina von alter Braunfels geſchaffene muſikaliſche Komödie„Don Gil vondengrünen Hoſen“ gelangte, nachdem ſie zuerſt in München, dann in mehreren anderen Städten aufgeführt worden, am 6. Mai auch im hieſigen Opernhauſe erſtmalig zur Darſtellung. Als Schwerpunkt der durch das Werk erzielten Eindrücke erſchien mir ein voller Triumph des tonſetzeriſch geiſtigen Elements, während die eigentlichen Opern⸗Effekte durch die Art des Buches in etwa geſchmälert ſind. Das Text⸗ liche iſt bei der durch den Komponiſten ſelbſt vorgenommenen Bearbeitung des Luſtſpiels allzu breit geraten, was zur Folge hat, daß der Wortlaut vielfach für die Hörer in der Muſik un⸗ tergeht, aͤnderſeits ſich Längen ergaben und eine konziſe Pla⸗ ſtik dem Gefüge des Ganzen auf eiten Strecken verſagt blieb. Die Weitſchweifigkeit im Textlichen und demgemäß notgedrun⸗ gen auch im Muſikaliſchen ſchließt in der Abwicklung der Oper das rechte flotte Luſtſpieltempo umſo gewiſſer zeitweilig aus, als humoriſtiſch frohgemutes Treiben und Wortwitz mit län⸗ geren ernſten Geſängen lyriſcher Natur und ausgiebigen, lediglich verſtandesgemäßen Betrachtungen abwechſeln. Einige weitere, nicht zu ängſtliche Kürzungen der Originalkomödie würden dem Opernſtoffe gutgetan und zweifellos eine ſtraffere Vertonung veranlaßt haben. Jedenfalls war die muſikaliſche Aufgabe, die ſich Braunfels bei der vielverſchlungenen Hand⸗ lung mit allen ihren Verkleidungs⸗ und Verwechſlungsſcherzen geſtellt hat, eine außerordentlich ſchwierige. Ein Meiſter im Kombinieren, hat der Komponiſt für die meiſten Szenen eine äußerſt prägnante orcheſtrale Illuſtrierung geſchaffen und dabei viel feinen, öfters ganz köſtlich wirkenden Humor ent⸗ faltet. Seine Art der muſikaliſchen Geſtaltung und tonalen Konzeption iſt ſtreckenweiſe im Sinne von Richard Strauß ge⸗ halten; in Arien, Duetten und Enſembleſätzen, unter welch letz⸗ teren ſich Perlen feinkünſtleriſcher Linienführung und klang⸗ licher Dispoſition finden, erfreut vielgeſtaltige, durch Geſchmack und Anmut ſich auszeichnende Melodik die Hörer, indes zumal beim heitern Element aparte Rhythmen nicht ohne Wirkung Lautrup. Man findet ein freundliches Wor: hleiben. Die Perſonen der Oper haben nicht gleichmäßig gute ſchiedenen Stellen in die Oberleitung der Albtalbahn, ſodaß J Charakteriſierung erfahren, von gewiſſen unbewußten Anklän⸗ gen in der Orcheſterſprache braucht bei einem Tondichter von dies⸗ jährige Ferienſonderzugskonferenz im Kurhau Baden⸗Baden eröffnet. Reichsbahndirektor Geh. Rat Kne⸗ bel beleuchtete Zweck und Aufgabe der Konferenz, die darin gipfelte, zu prüfen, ob und wieweit ſich die für den Bere ſonderzugsverkehr getroffenen Maßnahmen bewährt habe⸗ und ob und wieweit Verkehrsrückſichten und ⸗Bedürfniſſe Aenderungen und Verbeſſerungen erheiſchte Hiernach tr man in die Plenarverhandlungen ein, in Aben für Fach plan, Tarif und Abfertigung gemeinſame Fragen zunäghg beſprochen und dann mit den in der Tarifgruppe und in 5„ Fahrplangruppe getrennt zu behandelnden Punkten de Tagesoronung in dieſe zur weiteren Beratung überwieſen wurden. Wenn die beiden Gruppen, die je von dem Per⸗ ſonentarif und Fahrplandezernenten der Reichsbahndirektint Frankfurt am Main geleitet werden, ihre Arbeiten erledig haben, wird am 7. Mat die Plenarſitzung die Ergebniſſe ⸗ ſammenfaſſen und den Beſchlüſſen, ſoweit ſie von der verwaltung genehmigt werden, den Weg in die Oeffentlichkei in Geſtalt von Fahrplänen, Tarif⸗ und Beförderungs⸗ bedingungen freimachen. Eine intereſſante Pilz⸗Statiſtik Schwetzingen, 8. Mai. Im Jahre 1926 wurden aus dem Staatswald Schwetzingen⸗Haardt folgende Pilzmengen geſammelt: 36 000 Pfd. Pfifferlinge, 4600 Pid. Stein⸗ pilze, 6800 Pfö. Grünlinge, 300 Pfd. Brätling, 650 Pfd. Butterpilze, 300 Pfd. Morcheln. Der Geſamtwert beträgt rund 15 000 l. * Ladenburg, 7. Maf. In die Sexta der hieſigen Real⸗ ſchule wurden 34 Schüler neu aufgenommen(gegen f˖ Vorfahr).— Für den als Profeſſor an die Realſchule in Eppingen verſetzten Lehramtsaſſeſſor Bittighofer wurde Lehr⸗ amtsreferendar Wilhem Rädle vom Realgymnaſium chen nach hier verſetzt. 3 ? Heddeszeim, 9. Mal. Das Pferderennen, da vom hieſigen Pferdezuchtverein auf den geſtrigen Nachmittag auf der Fohlenweide veranſtaltet wurde, verltef bei ſchönſten, Maienwetter programmäßig und allenteils gelungen, ohgg jeglichen nennenswerten Unfall. Es waren dazu nahezu Nennungen von hier und Umgebung(von Seckenheim, Laden⸗ burg, Leutershauſen, Laudenbach uſw.) erfolgt, die mit wenig Ausnahmen erfüllt wurden. Die für die teilnehmenden Pferde angeſetzten acht Felder wurden nach der Zuchtwahl(Kalt⸗ Warm⸗, Vollblut) für Fahrer, Galopp⸗ und Trabreiter ſo aufgeteilt, daß die einzelnen Felder von—15 Fahrern reſſt Reitern belegt waren. Uebrigens wurde das Fahrerfeld 5 anfänglich 15 Nummern ſchließlich in zwei Felder geteilt un durch Stechfahren ausgeglichen. Die drei erſten Sieger eig hielten zunächſt je einen geſtifteten wertvollen Ehrenpreis 1 einen Geldpreis(10—30 Mk.). Die flotte Abwicklung des Rennens iſt der tatkräftigen Vorbereitung des Unternehme durch das Rennkomitee zu danken. Mehrere tauſend Teil⸗ nehmer aus hier und der nächſten Umgebung wohnten dieſent Schauſpiel an. Von der Bergſtraße, 7. Mak. Die Obſtbaumblute iſt größtenteils vorüber; nur dem im blanken Silberglanze prangende Apfelbaum grüßt noch aus dem grünenden Blätter⸗ dach der Obſtgärten und Straßenalleen dem vorüberzieben den Wanderer freundlich entgegen. Sonſt haben ſich beſonder bei den Birnen und dem Steinobſt die Fruchtanſätze öftaf überreichlich gebildet. Die Frühkirſchen ſind manchma ſchon in der Entwicklung vorgeſchritten und können voraus⸗ ſichtlich auch dieſes Jahr wieder zeitig zum Markte kommen. n den Gärten ſind bei derzeitiger Sommerwärme und gärt⸗ neriſcher Pflege die Dickrüben und Tabakpflanzen in den Gutſchen ſo kräftig herangewachſen, daß erſtere in den nächſten Tagen, die Tabakpflanzen auch vielfach ſchon aus⸗ gangs dieſes Monats ins Freie verpflanzt werden können. Der allgemeine Saatenſtand iſt recht befriedigend, ebenſe laſſen die meiſten Kleefelder und Wieſen reichen Heu⸗ ertrag erwarten. Das Ausſtecken der Spätkartoffeln iſt beendet und haben dieſe bei dem erwärmten und immerhin noch feuchten Boden Gelegenheit zum baldigen Wachſen un Gedeihen. Die Reben haben den verfloſſenen Winter 915 überſtanden und befinden ſich in normaler Entwicklung. Di Hoffnung, auch aus dem Weinberg einen, wenn auch nur ſcheidenen Habe⸗poſten am Ende des Jahres buchen zu dür fen, iſt üblich und auch nicht unberechtigt. * Wiesloch, 7. Mai. Die ſommerliche Hitze nach der lan⸗ gen Regenperiode hat in den Wäldern unſerer Umgebung frühen Pilzwuchs gezeitigt. Steinpilze ſind zahlreich er ſchienen, auch Ziegenlippen zeigen ſich in ſchönen Exemplarz⸗ die von den Pilzfreunden eifrig geſammelt werden. En April und Anfang Mai pflegen bei der günſtigen Witternng alljährlich die erſten Steinpilze, doch nur in wenige Exemplaren, zu erſcheinen. Braunfels' Qualitäten nicht viel Weſens gemacht zu werden ſeine ſeltene Eleganz des Ausdrucks aber dürfte vielen unſee heutigen Komponiſten als Vorbild dienen. Dann die ho Kultur im Harmoniſchen dieſer ganzen glänzend ausgear teten, geiſtreichen Partitur!(Klavierauszug in der Univer Edition, Wien, erſchienen). Wenn die eigentliche Erfindun da oder dort einen beſonderen Höhepunkt nicht gezeitigt ge⸗ ſo hängt das offenkundig mit dem Muß der mufikaliſchen wältigung der breiten Textmaterie zuſammen. Des vie ie Schönen in dem Werke wurden ſich die Hörer und vorweg 8 ſachverſtändigen unter ihnen, hier zweifellos klar bewußt. A merkte man zunächſt an der ſehr warmen Aufnahme der ger haltvollen, prächtigen Ouvertüre. Die Aufführung nahm unt 1⸗ Eugen Szenkars feinſinnig beredter Leitung einen vo züglichen Geſamtverlauf, deſſen Grundlage in einer üheraher ſubtilen und ſchwungvollen Orcheſterleiſtung beruhte. An 0 Spitze des vielvermögenden darſtelleriſchen Enſembles, da⸗ te recht nach des Komponiſten Intentionen gewirkt haben dürtgh, zeichneten ſich vor allem Henuy Neumann⸗Knapp(Inen Käte Herwig(Juana], Ventur Singer(Manuel) 55 Carl Hammes(Rodriguez) durch zielbewußt gefeilte 0 ſtaltungen aus. Die nach des Regiſſeurs Hans Stroh hie Entwürfen angefertigte dekorative Ausſtattung mag mehr der Anhänger des Expreſſionismus als die Allgemeinheit die Theaterfreunde befriedigt haben, auch hatte Strohbach be⸗ Löſung der Koſtümfrage in nicht gerade glücklicher Weiſe 15 einflußt. Werk und Darſtellung erzielten ſtarken Erfolg u! am Schluſſe mußten Braunfels und Szenkar an er⸗ Hand der Hauptrollenträger oftmals vor ihrem Publikum e ſcheinen. Paul Hillef. 2 Wiederherſtellung von Schillers erſter Begräbnisſtättz⸗ Seit längerer Zeit hat die Stadt Weimar die bemerketen werten Grabſtätten auf dem Jakobsfriedhof wieder herrich 5 laſſen; jetzt wird auch das ſogenannte Kaſſengewölbe wiederder ſeine urſprüngliche Geſtalt verſetzt. Nachdem man in im zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Sandſteinaufban tte Rokokoſtil abgebrochen hatte, war dieſe erſte Begräbnisſtan⸗ Schillers nur noch durch eine Inſchrift an der Wand de das ſchließenden Hauſes bezeichnet. Wie man annimmt, iſt 85 Gewölbe urſprünglich von einem ungetreuen Kaſſenbeande⸗ angelegt worden; es wurde dann beſchlagnahmt und für f. ſtattungen angeſehener Perſönlichkeiten verwendet. 15 wurde die Göchhauſen dort beigeſetzt. Schillers Geßthe ruhten an dieſer Stelle 22 Jahre, bis ſie in die Großherzog en Bibliothek und von da nach der Fürſtengruft auf dem a Friedhof überführt wurden. — wund b in dem W̃ Sado iſt wegen ſeines Sonnenſcheins berühmt. lundheit geſorgt iſt. Dienstag, den 10. Mai 1927 Nene Maunheimer Zeitung[Mittag⸗Ausgabe) 5. Seite. Nr. 214 Ein Blick über die Welt Ein geriebener Schwindler verhaftet— Franzöſiſcher Bürokratismus— Der ſichere Juſtinkt des Tieres— as Laud der Hundertjährigen— Selbſtmordzunahme in der Türkei— Hochflutbabies— Erhöhter Andrang indiſcher Pilger nach Mekka Deutſchland 95 einem urch Zufall iſt man nach einem Bericht der„Voſſ. Ztg.“ 28 bef geriebenen Schwindler auf die Spur gekommen, dem 1ä einahe gelungen wäre, hohe Reichsbehörden um hohe Be⸗ Kauf zu ſchädigen. Im Büro eines Bankiers wurde der Max Leſkowſki aus der Bückhſtraße in Berlin 5 t, daß er durch einen gefälſchten Brief ſich eine ſuch ung in einer Firma verſchaffen wollte. Bei der Haus⸗ der ung in der Wohnung des L. fand man gefälſchte Stempel wartbochſten Reichsbehörden. Nun wurde es auch erklärlich, fälſchte in der letzten Zeit bei verſchiedenen Poſtämtern ge⸗ auf 5 Poſtanweiſungen mit Stempeln der Reichsbehörden mini aucht waren. L. hat auch verſucht, auf dem Reichswehr⸗ Kalſchter r. ſich zu bereichern durch Vorlegung eines ge⸗ Botf en Empfehlungsſchreibens des Chefs einer deutſchen Su chaft, in dem empfohlen wurde, dem Ueberbringer größere Fätte ren für wichtige Dokumente, die er angeblich im Beſitz 3 7 auszuzahlen. Auf einer andern Seite des Briefs war Ar angebliche Anweiſung des Reichspräſidenten v. Hinden⸗ liefe Enthalten, dem Ueberbringer für Dokumente, die er ge⸗ erb hätte, 75 000 Mark auszuzahlen. Leſkowſki iſt ein alter derber⸗ der bereits mit 13 Jahren Zuchthaus wegen Ur⸗ udenfälſchung vorbeſtraft iſt. Frankreich franzöſiſchen Richter haben die für ſie außerordentlich dote Aen Eigenſchaft, ſich nicht zu überarbeiten. Sie pflegen, kten monatelang liegen zu laſſen und die armen Klien⸗ utaen auf ihre Urteile bis ins Aſchgraue warten. Ein Anf ſchreiben des franzöſiſchen Juſtizminiſters wollte dieſem ͤ— einen Riegel vorſchieben und ſchrieb vor, daß jeder älle er eine beſtimmte Anzahl von Urteilen im Monate zu — n habe. Eines Tages kommt ein Advokat zu einem Rich⸗ uh—50 bittet, einen bereits angeſetzten Termin wieder auf⸗ .„Der Richter lehnt das ſchroff ab.„Aber um Got⸗ * meint der Advokat,„der Termin muß ja auf⸗ oben werden. Es handelt ſich um eine Eheſcheidung und de Ehepaar hat ſich wieder pertragen. Der Streit iſt alſo üchtigtandslos geworden.“„Mir ganz egal“, antwortet der ˖ eilenge Richter,„ich brauche meine beſtimmte Anzahl von Ur⸗ 7 im Monat. Ob ſie ſich nun vertragen haben oder nicht Sache iſt anhängig und ſie werden trotzdem geſchieden.“ England rei—. ſichere Inſtinkt des Tieres ergibt ſich in höchſt lehr⸗ ma cht eiſe aus einer Beobachtung, die man in England ge⸗ reß hat. Dort ſind auf den Bahnlinien, auf denen die Ex⸗ verkehren, unterirdiſche Waſſertanks angebracht, aus ein n die Züge ſich, ohne ihre Fahrt zu unterbrechen, mit Hilfe Jeben Schlauchleitung mit Waſſer verſorgen. In dieſen Tanks 5 n eine Unmenge kleiner Fiſche. Man hat ſich immer ge⸗ friſt ert, wie es dieſen Tieren möglich iſt, ihr Leben dort zu artn, Ihne daß ſie von der Saugvorrichtung, durch die der farüber hinwegfahrende Zug mit Waſſer verſorgt wird, ver⸗ be Bagen werden. In letzter Zeit hat man einen Tank genauer 0 achtet und auf dieſe Weiſe die Löſung des Rätſels gefun⸗ Es gibt in dem Tank einen beſtimmten Teil, der nicht in wendegung gerät und nicht in Mitleidenſchaft gezogen wird, inenn die Saugvorrichtung in Tätigkeit tritt. Sobald ſich nun zeich aſſer das geringſte Zittern bemerkbar macht, als An⸗ erbßter daß ein Zug herandonnert, ſammeln ſich die Fiſche mit Sich er Geſchwindigkeit alle an der ruhigen Stelle, wo ſie mit Dbeit abwarten können, bis die Gefahr vorüber iſt. Wenn ſich onnern des Zuges allmählich verhallt, ſo verteilen ſie 82 8 dem Waſſer des Tanks wie vorher. Die Sicherheit, mit 5 er tieriſche Inſtinkt ſich in dieſem Beiſpiel äußert, er⸗ 9 an die Ratten, die in unterirdiſchen Kanälen und Gän⸗ enrg verkehren und die es ausgezeichnet verſtehen, die Berüh⸗ m elbent lebensgefährlichen elektriſchen Leitungen zu ver⸗ Spanien Pändan hört oft die Behauptung, daß die Bewohner warmer ſſt Ner am längſten leben. Nach den ſtatiſtiſchen Ermittlungen ieſe Auffaſſung aber ſchwer aufrecht zu erhalten. So hat and Bulgarien, das nicht entfernt ſo warm iſt wie Griechen⸗ Bu den, Verhältnis zu ſeiner Bevölkerung fünfmal ſo viel kebi ertjährige. Auch in Deutſchland iſt die Bevölkerung lang⸗ N als in Frankreich. Seltſamerweiſe kann die Schweiz, Kli aus allen Himmelsrichtungen wegen ihres geſunden eſan von Kranken und Kurgäſten aufgeſucht wird, nur un⸗ 1155 ein halbes Dutzend Hundertjährige aufweiſen. Der vhne hied zwiſchen warm und kalt ſcheint aber doch nicht ganz b än Bedeutung zu ſein, denn in Schweden, Norwegen und bn 5 7755 bringt es ſelten einmal jemand zum Alter von 155 ert Jahren, während in Spanien mindeſtens 400 hundert⸗ eſ ge Perſonen leben ſollen. In Frankreich gibt es eine 5 undheitsinſel. Es iſt das Dorf Aumone. Dort wohnen ö 3 0 Perſonen, doch ſind von ihnen 20 mehr als 80 Jahre alt. damf uropa hält nur das ſpaniſche Dorf Cobena den Veragleich 5 mit aus. Hier iſt in den letzten acht Jahren nicht ein ein⸗ ger Todesfall vorgekommen. Einen Arzt gibt es dort nicht. lebenſowenig kann dort ein Leichenbeſorger von ſeinem Beruf en. Der Ort Denver im nordamerikaniſchen Staate Colo⸗ Ta Nur an neun des Jahres ſcheint dort nach dem Durchſchnitt der letz⸗ krocd abre die Sonne nicht. Außerdem iſt die Gebirgsluft dort en und die Nacht kühl, ſo daß hier am meiſten für die Ge⸗ Türkei Die Entwicklung der Türkei zu einem modernen Staat äußert ſich auch in der Zunahme der Selbſtmorde. Während der Selbſtmord in früheren Zeiten den Türken etwas faſt Un⸗ bekanntes war, iſt die Durchſchnittsziffer in den letzten zehn Jahren von 30 auf 180 in die Höhe gegangen. Die Tat wurde in der Mehrzahl der Fällen von Mädchen begangen, während in allen anderen Ländern der männliche Selbſtmörder über⸗ wiegt, und zwar faſt um das Doppelte. An dem alljährlichen Candy⸗Feſt wurden diesmal in Konſtantinopel während der dreitägigen Dauer ſechs Selbſtmorde begangen. Auf Anord⸗ nung der Regierung führen die Zeitungen einen energiſchen Aufklärung⸗ und Abwehrkampf gegen den Selbſtmord. An der Konſtantinopeler Univerſität iſt ein Profeſſor mit der beſon⸗ deren Aufgabe betraut worden, Vorleſungen gegen die Schäd⸗ lichkeit und Sinnloſigkeit ſolcher Taten zu halten. Amerika Aus dem Ueberſchwemmungsgebiet des Miſſiſſippi wird die Geburt der erſten Hochflutbabies berichtet. Zwei Kinder erblickten auf einer Eiſenbahnbrücke in der Nähe der Mün⸗ dung des Arkanſasfluſſes das Licht der Welt. Ihre Mütter gehörten zu einer kleinen Flüchtlingsgruppe, die ſich auf der Eiſenbahnbrücke, als der einzig ſicheren Stelle inmitten einer meilenweiten Waſſerwüſte zuſammengefunden hatte. Ret⸗ tungsboote des Roten Kreuzes, die die Gegend abſuchten, kamen gerade noch zurecht, um die beiden Mütter und die neu⸗ geborenen Kinder aufzunehmen. Indien In der letzten Zeit hat aus politiſchen Gründen in Indien eine Bewegung gegen die jährlichen Pilgerfahrten nach Mekka eingeſetzt. Trotzdem iſt die Zahl der Pilger, die ſich von Bom⸗ bay und Karachi zur Pilgerfahrt einſchiffen wollen, ſtändig im Wachſen begriffen. In den letzten Jahren ſind von Bombay durchſchnittlich 15.000 indiſche Pilger nach Mekka abgefahren. In dieſem Jahre wird die Zahl 20 000 vorausſichtlich erheblich überſchritten werden. Die Zunahme wird darauf zurückge⸗ führt, daß der König der Wahabiten den Pilgern den Zugang zu der geweihten Stätte beſonders erleichtern will und zu dieſem Zweck die Koſten der Beförderung erheblich herabge⸗ Aus der Pfalz Schweres Unwetter in der Südpfalz * Landau, 9. Mai. Heute nachmittag gingen über das Ge⸗ biet der Südpfalz furchtbare Unwetter nieder, wie ſie die Bewohner ſeit Menſchengedenken nicht mehr erlebt haben. Mit dieſem Unwetter kann nur das von 1881 verglichen wer⸗ den, das jedoch von älteren Leuten als nicht. ſo erheblich wie das heutige bezeichnet wird. Die Wolkenbrüche dauerten anhaltend drei Stunden. Im Pfälzer Wald wurden un⸗ geheure Schuttmaſſen, ganze Baumſtämme und Stein⸗ blöcke bis zu vier Zentner Schwere in die Täler ge⸗ ſchwemmt, wo z wei Bauernhäuſer in Aeußerthal niedergeriſſen wurden. Der Zugverkehr auf der Strecke Zweibrücken—Landau mußte eingeſtellt werden, da die Bahndämme teilweiſe ganz unter Waſſer ſtanden. Aus Wollmersheim wird gemeldet: Hier ſtand das Waſſer 1 Meter hoch in den Häuſern. Die Trinkwaſſer⸗ leitung, die von zwei Quellen von Leisweiler geſpeiſt wird, iſt durch das Unwetter zerſtört. In Lan dau ſelbſt war das Unwetter nicht ſo ſchwer wie in den weſtlichen Gebieten; doch war innerhalb einer Stunde der Waſſerſtand der Quaich ſo hoch geſtiegen, daß ernſte Gefahr für die angrenzenden Häuſer beſtand. Aus Eſchbach wird gemeldet, daß die herabſtrömen⸗ den Fluten Steinblöcke mit mehreren Zentnern Schwere mit ſich führten. Die Gärten wurden ſtark mit⸗ genommen. Weniger ſchwer ſcheinen die Reben gelitten zu haben, da das Unweter keinen Hagel mit ſich brachte. Die Telephonverbindungen Frankweiler— Landau— Gleisweiler ſind unterbrochen. Aus Birkweiler wird gemeldet: In Birkweiler wurde viel Kleinvieh vernichtet. Ein über 60 Jahre alter Mann namens Oſter, der mit der Fütte⸗ rung ſeiner Schweine beſchäftigt war, konnte durch die herein⸗ ſtrömenden Fluten den Stall nicht mehr verlaſſen. Einige Leute kamen auf ſeine Hilferufe herbei und retteten ihn in letzter Minute durch die Fenſter. Mehrere Fuder Wein ſind in den Kellern der Winzer ausgelaufen. Am ſchwerſten heimgeſucht wurde die Ortſchaft Ilbes⸗ heim. Hier ſtand das Waſſer in den Häuſern des Unter⸗ dorfes teilweiſe über 1,50 Meter; auch hier iſt der Verluſt von Kleinvieh zu beklagen, das von den Fluten vollſtändig weggeſchwemmt wurde. Ein Bauer, der ſeine Kuh aus dem Stalle retten wollte, wurde von den vom Berg herab⸗ ſtrömenden Fluten einige hundert Meter mitgeriſſen und konnte ſich das Leben nur dadurch retten, daß er⸗ſich in letzter Minute an einem Gartenzaun feſthalten konnte. Der Schaden in den Weinbergen iſt verhältnismäßig gering. Außerdem iſt ein großer Warenſchaden zu beklagen. So wurde das geſamte Warenlager eines Lebensmittelhändlers Nachbargebiete ar Lampertheim, 9. Mai. Der Ortsgewerbeyerein hatte auf geſtern nachmittag ſeine Generalverſamm⸗ Ilung einberufen, mit der die Verteilung der Geſellen⸗ briefe an die männlichen und weiblichen Prüflinge ver⸗ bunden war, die ſich der Frühjahrsgeſellenprüfung mit Erfolg unterzogen haben. Nach kurzer Rechnungs⸗ ablage ſtand als weiterer Punkt der Zuſammenſchluß der Bauhandwerker auf der Tagesordnung. Leider hatten ſich nur wenige Bauhandwerker eingefunden, die für die Sache Intereſſe zeigten.— Für den Beſuch der Münchener Gewerbeausſtellung werde es der Mangel an Zeit und Geld nur wenigen ermöglichen, dieſe zu beſuchen.— Bei der Wahl des Vorſtandes waren vier ältere Herren be⸗ reit, von ihren Aemtern zurückzutreten, um jungen Kräften Platz zu machen und dadurch mehr pulſierendes Leben in den Verein zu bringen. Es wurden deshalb die Maurer⸗ und Tünchermeiſter Ludwig Bloch, Jak. Friedr. Thomas, Georg Lerch und Elektromeiſter Jakob Schmidt gewählt. Nach Erledigung der Tagesordnung fand dann die Ueber⸗ reichung der Geſellenbriefe an die 18 Prüflinge ſtatt. Im großen Saale war eine Ausſtellung der Geſellen⸗ ſt ücke veranſtaltet. Leider mußte man die Wahrnehmung machen, daß manche Eltern und Lehrmeiſter der Junggeſellen ſehr wenig Intereſſe für dieſe zeigten, da ſie es nicht für nötig fanden, an der in ſchönſter Weiſe verlaufenen Feier teilzu⸗ nehmen, was auch ein auswärtiger Teilnehmer entſprechend kritiſierte. Der Vorſitzende des Prüfungsausſchuſſes, Zimmer⸗ meiſter Weidenauer leitete die Feier ein, indem er den Herren des Prüfungsausſchuſſes und den Lehrern der Berufs⸗ ſchule für ihre Mitwirkung herzlichſten Dank ſagte. Hierauf ergriff Lehrer Weber das Wort und ermahnte die Jung⸗ geſellen, ſtets auf ihre Weiterbildung bedacht zu ſein und ihrem Handwerk Ehre zu machen. Auch Bürgermeiſter Keller war zu der Veranſtaltung erſchienen und richtete an ſie die Mahnung, jetzt zur weiteren Ausbildung hinaus in die Welt zu gehen, um ihre Kenntniſſe zu bereichern und dann als gereifte und vollendete Handwerker in die Heimat zurück⸗ zukehren, wo ſie mit Freuden wieder aufgenommen würden. Die beiden Anſprachen fanden lebhaften Beifall. Der Jung⸗ geſelle Karb dankte darauf den Lehrern und Meiſtern für das, was ſie während der Lehrzeit und der Prüfung für ſie getan. Ein Rundgang durch die Ausſtellung beſchloß die Feier. Serichtszeitung Schöffengericht Heidelberg Vor dem Heidelberger Schöffengericht wurde gegen den 26jährigen Kraftfahrer Hiefner aus Eppelheim wegen fahr⸗ läſſiger Gefährdung eines Eiſenbahntransports, fahrläſſiger Tötung und fahrläſſiger Körperverletzung ver⸗ handelt. Hiefner war als Lenker mit einem Laſtauto am 11. 2. in der Nähe von Eppelheim gegen einen Eiſenbahnzug gefahren. Hierbei erlitt der im Auto mitfahrende Bauunter⸗ nehmer Stephan ſehr ſchwere Verletzungen, an denen er noch am gleichen Tage ſtar b. Der betreffende Uebergang hat keine Schranke, was der Angeklagte nicht gewußt haben will. Er habe außerdem den Zug nicht geſehen, weil er auf die ſehr ſchlechte Straße achten mußte. Von Zeugen wird beſtätigt, daß der Zug kurz vor der Unfallſtelle ſchlecht zu ſehen iſt und daß man auch die Läuteſignale unter Umſtänden nicht hören kann. Früher war übrigens an der Unfallſtelle eine Schranke, die 1923 aus-Erſparnisgründen ent⸗ fernt wurde. Der Oberſtaatsanwalt hielt den Angeklagten für ſchuldig im Sinne der Anklage; der Verteidiger wies auf die großen Gefahren der ſchrankenloſen Uebergänge hin und plädierte auf Freiſpruch. Das Gericht verurteilte Hiefner zu 6 Monaten Gefängnis und Tragung der Koſten. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Mai Rhein-Pegel]8. 2, 5, 6. 7, 10, Reckar-Pegelſ3, 4, 5,6, 7,10, Schuſterinſel]— 2,45 2,49 2,60 2, 75 2,72 Mannheim 4,74.4,77.71 4,63.604.62 Kehl. 3,68 3,65 3,62 3,62 3,78 3,83 Jagſtfeld.67.301.72.52 1,39 1,56 Maxau J5.50 5,49 5,48 5,41 5,47 5,53 Mannheim 4,72 4, 78.73 4,66 4,62 4,68 Caub 3,02 3,45.533.48 3,478,82 Köln.69 8,648.62 3,58 3,468,37 Waſſerwärme des Rheins 14,5 — ſ————— T— 8— Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim, E 6, 2 Direktion: Ferdinand Heyme. Chefredakteur: Kurt Fiſcher— Verantwortl. Redakteure: Für Politik: Hans Alfred Meißner Dr. S. Kayſer— Kommunal⸗Politik und Lokales: Richard Schönfelder— port und Neues aus aller Welt: Willy Müller— Handelsteil: Kurt Ehmer— Gericht und alles Uebrige: Franz Kircher— Anzeigen: Dr. W. E. Stötzner. von den Fluten zerſtört. Ferner wurde die Einrichtung einer Bäckerei und der geſamte Mehlbeſtand vernichtet. — Nes is Odu As 18 ao ODO ist kein Mundwasser im landläufigen Sinne, sondern ein ange- nehmes Antiseptikum, dessen täglicher Gebrauch uns einen stets reinen und frischen Mundhauch verschafft. Seine stark desinfizierende Wirkung hemmt die Entwicklung jener Gärungs- und Fäulniserreger, die unsere Zähne krank und häßlich machen. ODO“L verhilft uns zu schönen und gesunden Zähnen und damit zu Lebensgenuß und Lebensfreude. Es ist Hrai in jedem Trogfen“ e —— ů—— ————————— 22—————— ———————— —... ͤ—— 22 ——— -· und Handelszeit Man darf ſich darüber keinem Zweifel mehr hingeben, daß 80 die Rheinſchiffahrt in dem Zuſtande einer dauernden, ch we ren Kriſe befindet. Dieſer Zuſtand heſteht eigentlich ſchon ſeit Kriegsende. Allerdings hatten in den Inflations⸗ jahren verſchiedene zufällige Umſtände zu einer zeitweiſen und vorübergehenden Belebung des Rheinſchiffahrtsgeſchäftes geführt, ſo daß man bei oberflächlicher Betrachtung der Dinge an eine dauernde Kriſe noch nicht glauben mochte. Als dann die Geldentwertung in ſprunghafter Weiſe fortſchritt, ging überhaupt jeder Maßſtab für die wirklichen Erträgniſſe des Rheinſchiffahrtsgeſchäftes verloren. Nach der Ende 1923 er⸗ ſolgten Stahiliſierung der Mark, die allmählich klarere, über⸗ ſichtlichere Verhältniſſe in der Wirtſchaft ſchuf, ſchienen die Optimiſten, deren es damals in der Rheinſchiffahrt noch viele gah, recht zu behalten, wenn ſie der Meinung Ausdruck gaben, daß ein Wirtſchaftsinſtrument, wie das der Rheinſchiffahrt, für den Verkehr immer eine ſolche Anziehungskraft ausüben würde, daß eine rentable Betriebsführung auf die Dauer geſichert ſei. So brachte das Jahr 1924 unmittelbar nach Ab⸗ ſchluß der Inflationszeit noch ein erträgliches Geſchäft. Die Wirtſchaft befand ſich aber im Jahre 1924 noch nicht in dem Gleichgewichtszuſtand, der ein endgültiges Urteil über Lage und Ausſichten der einzelnen Geſchäftszweige zuließ. Das Nabe 1925 ſchuf jedoch in der Rheinſchiffahrt hierüber volle Klarheit und führte zu einer geradezu vernichtend wirkenden Erkenntnis der ungeheuren Gefahren, deuen ſich dieſer Exwerbszweig gegenübergeſtellt ſah. Die immer ſchärfer ge⸗ wordene Konkurrenz der Eiſenbahn, die mit Hilfe ihrer Tarifmaßnahmen mit vollſter Abſicht ein wichtiges Ver⸗ kehrsgut nach dem andern von der Waſſerſtraße abzog, machte lich in wirkſamſter Weiſe fühlbar. In gleichem Maße ver⸗ ſtärkte ſich als Folge des Rückgaugs der Verkehrsgüter die Konkurrenz unter den Schiffahrttreibenden ſelbſt im höch⸗ ſten Maße, ſo daß der Kampf um die Erlangung von Trans⸗ portgütern in der Rheinſchiffahrt zu einer ſeit Jahrzehnten unerhört niedrigen und verluſtbringenden Frachten⸗ lage führte. Dieſer Zuſtand beſteht ſeit Anfang 1925 bis zum heutigen Tage, und es iſt ſelbſt für die größten Optimiſten keine Aus⸗ ſicht vorhanden, daß etwa in baldiger Zukunft eine weſentliche Aenderung im günſtigen Sinne erwartet werden könne. Die Dauerkriſe in der Rheinſchiffahrt iſt eine Tatſache, die durch das flotte Rheinſchiffahrtsgeſchäft während des engliſchen Bergarbeiterſtreiks im vorigen Jahre nicht widerlegt werden kann. Dieſe Periode dient eher zum Beweis dafür, daß eine ſolche Kriſe vorhanden iſt. Nur eine gewaltige Steigerung des Güterzulaufes hatte es vermocht, die Frachtenlage vor⸗ übergehend zu heben. Eine ſolche Gütervermehrung iſt in dem normalen Wirtſchaftsverlauf zu keinem Zeitpunkt zu exrwarten, namentlich dann nicht, wenn die Eiſenbahn in der Lage iſt, ihre gegen die Schiffahrt gerichtete Tariſpolitik fort⸗ zuſetzen. Die normale Kohlenabfuhr zu Waſſer ab Ruhr⸗ häfen iſt mit etwa.—1,5 Millionen Tonnen im Monat zu veranſchlagen. Im Juli 1926, dem Rekordmonat während des Bergarbeiterſtreiks, betrug die Abfuhr.57 Millionen. Es war dies alſo eine Steigerung von rund 1 Million gegenüber dem gewöhnlichen Koglenverkehr vor und! nach dem Streik. A Wenn man die Durchſchnittsgröße der beladenen Schiffe mit 1250 To. berechnet, ſo konnten durch dieſe Verkehrsſteigerung monatlich 800 Schiffe mehr als zu gewöhnlichen Zeiten mit Kohle ab Ruhrhäfen verfrachtet werden. Ab Rhein⸗Herne⸗ Kanal betrugen die Verladungen vor dem Streik durchſchnitt⸗ lich rund 600 000 To. im Monat. Im Juli betrug die Verlade⸗ ziffer rund 970 000 To. Die Kohlenabfuhr geſtaltete ſich im 2855 1926 und in den erſten Monaten dieſes Jahres wie olgt: ab Dsbg.⸗RRnhror ter ab Rhein⸗Herne⸗ Die Dauerkriſe in der Rheinſchiffahrt Von Dr. Reinig⸗D.⸗Ruhrortk) Häfen: avon zu Verg · Kaual Januar 1926 1259 275 236 672 596 756 Februar 1926 1630 927 340 589 625 780 März 1926 1427 748 327 057 591 975 April 1926 1503 922 331 637 606 300 Mai 1926 1956 276 335 341 660 175 Juni 1926 2449 766 321 746 803 623 Juli 1926 2577 777 367 678 960 579 Auguſt 1928 2419 388 991 475 970 643 September 1926 2249 420 373 122² 905 942 Oktober 1926 1917 579 928 673 819 372 November 1926 1725 242 322 478 944 290 Dezemher 1928 1496 764 426 086 869 310 285 1927 1262 771 320 827 956 893 Februar 1927 + 341 391 35¹ 055 836 759 März 1927 171²2 341 556 302 992 140 An den Geſamtziffern des Kohlenverkehrs ab Duisburg⸗ Ruhrorter Häfen iſt normalerweiſe der Bergverkehr, wie aus der ohigen Tabelle erſichtlich iſt. durchſchnittlich nur mit etwa 4— beteiligt. Aus dem Umſtande, daß die Zifſern des Bergverkehrs das ganze Jahr 1926 hindurch keinen weſent⸗ lichen Schwankungen unterlagen, ergibt ſich, daß die Verkehrs⸗ ſteigerung in der zweiten Jahreshälfte 1926 nur der Talfahrt ah Ruhrhäfen zugute kam und allein auf die des engliſchen ee zurückzuführen war. Schon im Dezember 1926 zeigen die Geſamtziffern abh Ruhrhäfen ungefähr wieder den Stand, wie er vor dem Streik verzeichnet worden iſt, trotzdem im gleichen Monate der Bergverkehr in Kohlen etwas anſtieg, was auf die Bevorratung der in ein⸗ zelnen Sorten abgeräumten Lager am Oberrhein zurückzu⸗ führen war. Der März 1927 brachte aus ähnlichen Gründen eine gewiſſe Anſchwellung, die im weſentlichen dem Bergver⸗ kehr zugute kam. Dieſe verſtärkte Kohlenabfuhr war jedoch nur von kurzer Dauer. Die bisherigen Wochenziffern des Kohlenverkehrs bis zum 23. April erweiſen bereits, daß kaum mit einer größeren Kohlenabfuhr als der gewöhnlichen von 13—1, Millionen Tonnen für den April zu rechnen ſein wird. Die Abfuhr ab Kanal hat ſich einen höheren Stand auch nach Beendigung des Streiks erhalten, doch konnte dieſer Um⸗ ſtand, ebenſowenig wie die Märzſteigerung im Verkehr ab Duisburg⸗Ruhrorter Häfen eine ſtetige Senkung der Frachten verhindern. Es ergibt ſich daraus, daß Schwankungen im Kohlenverkehr von wenigen 100 000 To. auf den Frachtenmarkt in vielen Fällen, ſo wie im März, ohne Wirkung bleiben. Wenn der Bergverkehr in Kohlen zeitweiſe etwas lebhafter wird, ſo kommen die entſprechenden Mengen nicht auf den freien Markt, da das Kohlenkontor dieſe unmittelbar an die ihm angeſchloſſenen Kohlenreedereien verteilt, deren Schiffs⸗ raum im übrigen ſeit Jahren in der Bergfahrt bei weiten. nicht voll beſchäftigt werden kann. Dies war auch im März 1927 nicht der Fall, und die Kohlenreedereien haben daher nach wie vor einen Teil ihres Schiffsraums für die ihnen früher unbekannte Talverfrachtung vorgelegt. Es fehlt in der Rheinſchiffahrt an Berggütern. Einmal iſt der Kohlenverkehr zu Berg ſtark zurückgegangen, während auf der anderen Seite der Einfuhrverkehr über die Auslandshäfen ſeit langen Jah⸗ ren völlig darniederliegt. Die Bergfahrt bildete ſtets das Rückgrat der Rheinſchiffahrt, und der lebhafte Verkehr im 8) Entnommen der Binnenſchiffahrtszeitſchrift„Das Rheinſchiff“ Nr. 5 vom 1. Mai 1927, Mannheimer Hafen in der Vorkriegszeit im Vergleich mit der jetzigen außerordentlich ungünſtigen Lage dieſes Hafens gibt hiervon ein beredtes Zeugnis. Syo iſt der überwiegende Teil der Rheinſchiffahrt, nament⸗ lich der der Partikulierſchiffer, auf die Kohlenfahrt zu Tal angewieſen, wobei zu beachten iſt, daß auch die ausländiſche lagge an der Kohlenfahrt einen beträchtlichen Anteil nimmt. ie Folge iſt, wie ſchon geſagt, eine ungeheure Konkurrenz unter den Schiffahrttreibenden, die bei dem erheblichen Man⸗ gel an Verkehrsgütern zu einer ungewöhnlichen, verluſt⸗ bringenden Senkung der Frachten am freien Markt führen mußte. In entſprechender Weiſe ſenkten ſich naturgemäß auch die Uebernahmefrachten der Reedereien für langfriſtige Transporte, ſo daß ſolche zu auch nur einigermaßen lohnen⸗ den Sätzen überhaupt nicht abzuſchließen ſind. Es ſind keine Anzeichen dafür vorhanden, daß bei dem relativen Ueberangebot von Schiffsraum, das bei dem ſchon ſeit Jahren beſtehenden Zuſtande der Rheinſchiffahrt geradezu als ein abſolutes angeſehen werden muß, dieſe prekäre Lage ſich ändert. Die außergewöhnlich ungünſtige Frach⸗ tenlage in der Rheinſchiffahrt iſt ſeit Anfang 1920 bis zum heutigen Tage, mit Ausnahme der Periode des engliſchen Bergarbeiterſtreiks, im weſentlichen unver⸗ ändert geblieben. Die Talfracht iſt von 1%/ und die Berg⸗ fracht von 1,35—1,40„ im Januar 1927 in beiden Beziehun⸗ gen auf 60 Pfg., ſo wie im vorigen Jahre vor dem Streik und ähnlich wie im Jahre 1923, herabgeſunken. Dieſer Satz deckt hei weitem nicht die unmittelbaren Selbſtkoſten, ſo daß jede Reiſe mit Verkuſt abſchließen muß. Da dieſer Zuſtand im weſentlichen ſeit Anfang 1925 beſteht und eine Aenderung zum Beſſeren nicht erwartzt werden kann, ſo muß in der Tat von einer Dauerkriſe in der Rheinſchiffahrt geſprochen wer⸗ den. Ihre Beſeitigung iſt nur durch Ergreifung energiſcher Maßnahmen möglich. Auf der einen Seite iſt es höchſte Zeit, daß in der Eiſenbahntarifpolitik, die der Rheinſchiffahrt die größten Schäden zufügt, eine baldige Wandlung unter ge⸗ bührender Berückſichtigung des Binnenſchiffahrtsverkehrs ein⸗ tritt. Sodann iſt es Aufgabe der Rheinſchiffahrt ſelbſt, mit allem Ernſt an die Löſung der Frage heranzugehen, auf welche Weiſe die Schäden zu beſeitigen ſind, die ſie ſich ſelbſt durch die ſcharfe Konkurrenz der einzelnen Betriebe untereinander zufügt. Die Zeit zu grundlegenden Aenderungen in der Or⸗ ganiſation und der Betriebspolitik der an der Rheinſchiffahrt Beteiligten iſt zwangsläufig in allernächſte Nähe gerückt. Die Zukunft wird es erweiſen, ob die Rheinſchiffahrtsbetriebe rechtzeitig den Entſchluß finden werden, um im Hinblick auf ihre äußerſt gefährdete Lage das ihrige zur Beſeitigung der gefährlichen Auswirkungen der beſtehenden Dauerkriſe zu tun. Die Not der Zeit zwingt zur Ergreifung außerordentlicher Maßnahmen, wobei unter Umſtänden auch alte Traditionen aufgegeben werden müſſen, wenn die Rheinſchiffahrt nicht untergehen ſoll. ( Verſchmelzung bayeriſcher Banken. Die Baye riſche Kohlenhandelbank.G. in München(AK. 100 000 4 wird von der Bayexiſchen Landesproduktenbank G. in München(AK. 225 000%) auf dem Wege ber Ver⸗ ſchmelzung aufgenommen. Das Kapital der Bayeriſchen Lan⸗ desproduktenbank ſoll zu dieſem Zweck um 100 000/ erhöht werden. * Kapitalserhöhung der Chemiſche Werke Carl Buchner u. Sohn.⸗G. in München. Die Verwaltung ſchlägt vor, das:1 zuſammengelegte.⸗K. von 0,4 auf 0,93 Mill.—4 zu erhöhen. Der nach der vorjährigen Sanierung verbliebene Ueberſchuß von 9459/ ſoll vorgetragen werden. Grün u. Bilfinger AG. in Mannheim. Die geſtrige o. HV., in der 13 Aktionäre mit 15 217 Stimmen vertreten waren, genehmigte einſtimmig den bekannten Abſchluß und die Anträge der Verwaltung. Für das abgelaufene Geſchäftsjahr gelangen ſonach aus 1065 059 Reingewinn 10 v. H. Dipidende zur Verteilung, während ein Reſt von 224 050„ in Neuvortrag gelangt. sEin weiterer Zuſammenſchluß in der weſtbeutſchen Maſchinen⸗ induſtrie. Die Maſchinenbau⸗A. vorm. Gebr. Klein, Dahlbruch (AK. 1503 000 4) wird von der der AGG. Charlottenhütte, Nieder⸗ ſchelden, naheſtehenden Siegener Maſchinenban⸗AG., Siegen(AK. 3 500 000) im Wege der Verſchmelzung aufgenommen werden. Der Aktienaustauſch erfolgt mit der Maßgabe, daß gegen Gewährung von nom. 1000 Siegener Aktien und Zahlung von 60/ je nom. 3000%/ Gebr. Klein⸗Stel. und gegen Gewährung von je nom. 1000 4 Siegener je 1000%/ Gebr. Klein⸗VA. ausgetauſcht werden. Eine neue Jutereſſengemeinſchaft in der Elbe⸗Schiffahrt. In der HV. der Vereinigten Elbeſchiffahrts⸗Geſellſchaften AG. in Dresden, die§ v. H. Dipidende genehmigte, wurde mitgeteilt, daß ab 1. April mit der Neuen Norddeutſchen laß: Pemgfſchiffahris ⸗Geſeuſchaſt in Fiasee eine.G. auf folgender Grundlage abgeſchloſſen wurde: inheitliche Geſchäftsführung unter ulemmenfaffun der beiber⸗ ſeitigen dem Elbeverkehr dienenden Betriebsmittel, Betriebs⸗Ein⸗ nahmen und Ausgaben gehen zu Rechnung der Gemeinſchaft, wobei gründlegend für die beiberſeitigen Anteile am gemeinſamen Ertrag die Betriebsergebniſſe für 1920 ſind. Die reſtlichen Verwertungs⸗ aktlen ſind im Zuſammenhang damit begeben worden. Der Vorſtand erklärte, daß die erſten vier Monate einen günſtigeren Geſchäftsgang brachten, als die gleiche Vorfahreszeit. Abſchlüſſe Mannheimer Gewerbebank e. G. m. b. H. Das Unternehmen berichtet, daß es die ihm geſtellten Aufgaben im G. 1926 gewiſſenhaft erfüllen konnte. Die Umſätze haben von 124,44 auf 174,18 Mill. 4, die Bilanzſumme von 2,04 auf 3,61 Mill., Spareinlagen und das Konto⸗Korrentgeſchäft haben gleichfalls bedeutend zugenommen und die Geſchäftsguthaben haben ſich um 125 256 auf 332 804/ erhöht. Der Reingewinn des Jahres 1928 ſtellt ſich auf 43 434 gegen 33 778 ¼ i. V. Nach Ausſchüttung von 8 y, H. Dividende an die Mitglieder gelangen 10000 in die geſetzliche und ehenfalls 10 000 in die Spezialreſerve, ſo daß nach 3534 Abſchreibung auf Mobilien ein Reſt von 1500 4 neu vorgetragen wird. Die Mitgliederzahl iſt von 1099 auf 1157 geſtiegen. * Dividendenerhöhung der Chemiſchen Fabrik von Heyden AG. in Radebeul⸗Dresden. Im Abſchluß 1926 wird einſchl. 34 160% Vor⸗ trag ein Rohgewinn von 6 280 877(4977 848) ausgewieſen. Für allgemeine Unkoſten wurden 3 524054(3 294 863) J¼, für Ausbeſſe⸗ rungen 649 033(576 757)/ benßtigt. Nach Abſchreibungen von 495 428(502 565) verbleibt ein Reingewinn von 1584 028(488 474)&4, aus dem auf die StA. 4(3) v.., auf die WA. wieder 7 v. H. verteilt werden ſollen. In der Jahresrechnung wurde zum erſtenmale die Beteiligung an dem amerikaniſchen Unternehmen der Heyden Chemical Corporation in New Vork aktiviert, nachdem dieſe Geſell⸗ ſchaft nunmehr in regelmäßigen Betrieb genommen iſt. Im eigenen Betrieb hätten ſich die Umſätze in der zweiten Jahreshälfte erfreulich geſteigert, trotz der großen Konkurrenz, die ſich beſonders im Ausland⸗ geſchäft bemerkbar gemacht habe. Bilanz: Rohſtoff und ſertige Waren 5,023(4,49), Materialien 0,06(0,77), Beteiligungen 1,345(0,325), Außenſtände 3,39(2,897) Mill.“.; dagegen Verpflichtungen 2,90 10 Mill. /. Im laufenden Jahre haben ſich die Umſätze weiter gehoben. s: Werft AG., Speyer a. Nh. Die Geſellſchaft ſchließt das Geſchäftsjahr 1926 mit einem Verluſt von 9726 ab, wo⸗ durch ſich der Verluſtvortrag auf 18 502 /erhöht. Die o. GW. beſchloß, da in abſehbarer Zeit an eine Inbetriebſetzung der Werft nicht zu denken iſt, den vorhandenen Maſchinen⸗ park zu veräußern, um die im Material feſtgelegten Gelder zinsbringend zu machen, bei geeigneter Sachlage aber Die Zuſammenſchluß⸗Werhandlungen in der Ahreninduftrie geſcheitert Gründung von örtlichen Einheitsgeſellſchaften möglich Die geſtrigen Verhandlungen in Stuttgart über den Zu⸗ ſammenſchluß der Uhreninduſtrie haben ergeben. daß die ge⸗ plaute Errichtung eines Gemeinſchaftswerkes zunächſt als ge⸗ ſcheitert anzuſehen iſt. Es ſoll die Zuſammenarbeit der Uhren⸗ induſtrie auf neuen Wegen angeſtrebt werden, und zu dieſem Zweck in erſter Linie die im vorigen Herbſt aufgelöſte Preis⸗ konvention unter neuen Geſichtspunkten wieder aufgebaut werden. 8 Vom wirtſchaftlichen endpunkt aus betrachtet iſt das Scheitern dieſer Verſchmeungsverhandlungen zu bedauern, zumal es eigentlich um einen recht untergeordneten Punkt zum Scheitern kam. Während man über die ſchwieriger aus⸗ ſehende Bewertungsgrundlage einiger war, konnte man ſich über den Sitz der Einheitsgeſellſchaft nicht einigen. Schram⸗ berg beſtand unbedingt darauf, daß der Sitz der Einheits⸗ geſellſchaft nach Schramberg gelegt würde, Becker⸗Frei⸗ berg neigte auch mehr für Schramberg, dagegen verlangte Sichwenningen, daß ein neutraler Ort gewählt würde — bekanntlich war hierfür Rottweil vorgeſchlagen—, man wäre aber auch mit Stuttgart oder auch ſogar mit Berlin zufrieden geweſen. Da aber die Schramberger Gruppe an⸗ geblich bereits gewiſſe Bindungen gegenüber der Stadtver⸗ waltung Schramberg eingegangen war, kam es zu keiner Eini⸗ gung. Dagegen war man ſich vollſtändig einig darüber, zur Ausſchaltung des Konkurrenzkampfes die im Herbſt v. J. auf⸗ gelöſte Preisvereinbarung wieder herzuſtellen. Mit dem Scheitern dieſer Verhandlungen dürfte aber die Zuſammenſchlußbewegung in der Uhreninduſtrie noch nicht zu Ende ſein. Nach der„Südd. Ztg.“ dürfte eher die Möglichkeit der Gründung von zwei Einheitsgeſellſchaften jetzt in den Vordergrund rücken. Es iſt ſehr leicht möglich, daß man zu einer Teillöſung kommt und daß ſich in erſter Linie Schwen⸗ ningen zu einer Einheitsgeſellſchaft zuſammenſchließt. Schram⸗ berg wird dann ſicher folgen und die zwei großen Geſellſchaf⸗ ten werden dann eher zu einer Intereſſengemeinſchaft kom⸗ men. Dieſe Löſung ſcheint auch die wirtſchaftlichere zu ſein, beſonders mit Rückſicht auf die Ausfuhr. Die Verwaltung dürfte bei zwei Einheitsgeſellſchaften leichter ſein, zumal ſie ſich hauptſächlich nur mit Finanz⸗, Rechts⸗, Bilanz⸗, Steuer⸗, Arbeiterfragen u. allg. Richtlinien zu beſchäftigen haben wird, während die einzelnen Unternehmen ſelbſtändig weiterarbei⸗ ten. Es iſt auch einfacher, die Rationaliſierung in techniſcher Beziehung bei zwei örtlichen Geſellſchaften durchzuführen, wie den Austauſch von Typen auf die einzelnen Firmen. Der Uhrenvertrieb im Ausland wäre durch eine einheitliche Ver⸗ kaufsgeſellſchaft wahrſcheinlich doch nicht durchzuführen ge⸗ weſen, man hättte ſelbſt bei Zuſtandekommen der großen Ein⸗ heitsgeſellſchaft mehrere Vertreter beibehalten müſſen. Vom wirtſchaftlichen Standpunkt alſo aus erſcheint der Zuſammen⸗ ſchluß zu zwei örtlichen Einheitsgeſellſchaften der richtigere. auf den Gedanken zur Inbetriebnahme der Werftanlagen zu⸗ rückzukommen. Die ausſcheidenden AR.⸗Mitglieder, Bank⸗ direktor Richard Hammel(Darmſtädter u. Nationalbank)⸗ Ludwigshafen, Kaufmann Adolf Mülberger⸗Speyer und Karl Leiling⸗Speyer wurden wieder⸗ gewählt. * Pfälziſche Motorenwerke i.., Speyer a. Rh. Die ber HV. am 6. Mai vorgelegte Bilanz verzeichnet für das GJ. 1926 einſchl. Verluſtvortrag von 65 570 einen Geſamtverluſt von 116 741 ,, der auf neue Rechnung vorgetragen wird. Wie der Vorſtand aus⸗ führte, wurde laut dem Beſchluß der ao. HV. vom 17. Jan. mit der Veräußerung der Maſchinen und Vorräte begonnen. Es war der Geſellſchaft möglich, im Verlaufe der letzten Monate einen Teil der Beſtände zu relativ annehmbaren Preiſen zu verkaufen, ſo daß das Liquidationsergebnis zweifelsohne ausreichen wird, die beſtehenden Verbindlichkeiten der Geſellſchaft zu regeln. Ob darüber hinaus noch ein Vermögensbeſtand zur Verteilung an die Aktionäre übrig bleiben wird, erſcheint zweifelhaft. Geſchäftsauſſichten und Konkurſe im Handelskammer⸗ bezirk Mannheim Geſchäftsaufſichten: keine angeordnet und aufgehoben. „Konkurſe: eröffnete: Möbelfabrik H 18 o Hauſer, Werkz ſtätten f. Innenausbau in Mannheim, H 2, 4(.⸗Verwalter: Rechts⸗ anwalt Hardung, Mannheim, CO8,); aufgehobene: Arthut Hertel u. Co., Schokolade⸗, Back⸗ und Zuckerwaren in Mannheim, Roſengartenſtr. 32(nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins und Vornahme der Schlußverteilung). Deviſenmarkt Mailand heachtet Am internationalen Deviſen⸗Markt hat ſich das ganze Intereſſe der ttalteniſchen Valutg zugewanbt; das Pfund rgenkle zwiſchen 89,50 und 88,50 und nottert heute frith wieder 89,25. N. den Übrigen Deviſen iſt das Geſchäft ſehr klein, Valuten gegen.%/ auf 9 erhöhtem Nipeau gefragt. Heute vormittag notſerten: Ae Pee te, dt n e. don- 8 5—.L27.7J 28.27[Vond.-St 8. 8. Lorde seaſſer 3 e 2. gegend⸗S.76e 00 8eeodenend. 4 2755 Lond.⸗Maild, 9195 89,50 Kabel Holland 2,40 2,49 Mailand-Paris 184,700188,8 Kabel Schweſz 5,19] 5,20 Lond.⸗Holland 12,18/ 12,14/ Srüſſel-Paris 884.70384,78 Lond.⸗Schweih 28.26 28,20 London-Oslo. 18,77] 15,80 Hofland-Parſs 10,21 Paris-Schweiz 20.37 20,871 Lond.⸗Kopenh.] 18.20 18,20lKabel London 488.8 4. In.⸗Mk. laſſen ſich folgende Kurſe feſtſtellen: Londan... 20,59J 29,50 Prag. 12.49 12,40 Madrid. 74.88 74. aila 0„* 1 ew⸗ 0 Holland: 13890 18809 Srüſe. 8868 88668 e Mannheimer Produktenboͤrſe Die Kurſe verſtehen ſich per 100 Kilo netto waggonfrei Mannheim mit Sack, zahlbar in RM. Amtliche Preisnotierungen vom 9. Mai 1927. 08 Weizen inl. neuer——.——] Hafer ausländ. 23.25.24.50 Wieſenheu loſe.20.10.— „ ausl. 91.—83.— Mais gelbes m Sack 19.50—.— Rotkleeheu—.—.— Roggen inl. neuer..—..'mehl. Spez, O Sp. 40.75-41.25 Luz.⸗Kleeh. loſe 11.—11.90 „ ausgl. 28.25.28.50 Weizenbrotm m. S. 32.75.38.25„„ò neues.00-.00 Vrau⸗Gerſte(inl · Roggenmehl mit S. 37.50-39,.— Preß⸗Stroh.50-.90 ausl.).—]Weizenkleie m. Sack 13.75⸗14.— Gebund. Stroh.00-.60 utter-Gerſte 23.—24,50 Trackentreber 16.—.16 50 Raps mit Sack.— ofer inländ. 24.50-25.— J Rohmelaſſe—.—.— BVerliner Metallboͤrſe vom 9. Mai Preiſe in Feſtmark für 1 Kg. 8. 5 8 Elektralyt 125,25 125,25 Aluminium in 5 Raffinabekupfer———.— Barren 2,14 27¹⁴ Roh int Bb.⸗P ene eeee 12— 2— ohzink Bb.⸗Pr.)————.— enzinn 5 WAe icel 8,408,30 3,40-9,50 Alchrenſent 55.—.36.— 85,—-58,.— Antimon 110-118 110.115 Aluminſum.10 2 l0 Silber für 1 Gr. 7,78.J8,75 77,50J8,50 London, 9, April. Metallmarkt(In Lſt. f. d. eng. t. v. 1016 Kg. 6. 9. Biei 26.18 26,05 Kupfer Kaſſa 55.— 88,38 beſtſeleet—— 61.— Sua 29,58 29,75 do. 3Monat 35,50 55,85 Nickel.——.— Gueckitb. p. Fl. 28,.— 28,.— do. Elektrol. 61.75 61.78[ Zinn Kaſſa 298.80 299,25 J Regulus—.—— Frachtenmarkt in Duisburg⸗Rubrort vom 9. Mai Das Geſchäft an der heutigen Börſe war weiterhin ſehr flau. Die Frachten zu Berg und zu Tal blieben die gleichen, wie in der Vorwoche. VVVVDVVVTPTVVVT——ffwfff f Pp ̃³⅛ re—..̃ 7˙———————....̃ Frtil1I.—. ˙ 2* 111ͤĩðV:»‚ ¾ ,̃ ¾ ᷣͤ-üm— D tenstag, den 10. Mai 1927 Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) 7. Seite. Nr. 214 Sportliche Runoſchau amis- 2 annsLänderkampf Deutſchland-Amerila —Hunter gewinnen auch das Doppel— Amerika daun⸗Tennig tag war der Beſuch der Anlage des Berliner h am Purfdernier⸗Clubs Rot⸗Weiß im Geunewald ſtärker Platz, und rtage. 4000 Zuſchauer umſäumten diesmal den Doppelſpi 55 kamen ganz und gar auf ihre Koſten. Das Kleinſchrot zwiſchen Tilden—Hunter und Dr. Landmann—Dr. verlief ſtändiörachte wirklich ſportlich wertvolle Momente und e intereſſant und abwechslungsreich. Dr. Klein⸗ Jartner Wies ſich als ein wahrer Flugballkünſtler. Sein orm, 1 Landmann erreichte zwar nicht ſeine größte Jedenfalls. te aber doch ſichtlich beſſer als am Tage vorher. Satz zu——. es ihnen, in dem Spiel wenigſtens einen wieder Ei innen und ſich ſo zu rehabilitieren. Tilden zeigte Größe—50 Spiel, beſonders im Aufſchlag. Dank ſeiner Ecken 8 Meter plazierte er die Bälle in die äußerſten das Spiel jagte die Gegner hin und her. Auch taktiſch wurde zentrierten Tilden hervorragend geleitet. Die Amerikaner ſhen dagegten ſich vornehmlich auf Dr. Landmann die Deut⸗ Aumänen Mi mehr auf Hunter. Das Spiel wurde von dem de tehu geleitet und begann mit dem Aufſchlag von ſchon 3. n die Deutſchen gewannen. Die Deutſchen führten len Satz mußten aber dann den Satz:6 abgeben. Im zwei⸗ Naun—Kleinen die Amerikaner klar überlegen und Land⸗ Leſelnde einſchroth konnten nur ein Spiel an ſich bringen. Eätze. in dugballdnelle brachten dann die beiden nächſten glichen— 8. Satz führten die Deutſchen:2, die Amerikaner erhöhten— wieder riſſen die Deutſchen die Führung an ſich, unter ork uf:3, gaben wieder ein Spiel ab und konnten dann dieſem Ländartigem Beifall der Menge den erſten Satz in noch gelun, ertreffen gewinnen. Beinahe wäre es ihnen auch don g. den 4. Satz zu gewinnen, aber beim Stande kemerkbar achte ſich die Ueberlegenheit der Amerikaner doch %9 un Tilden zeigte jetzt ſeine wahre Größe, markierte endete dDnn ſchließlich den Satz:3. Im Geſamtergebnis 10 851,.6 80 5— 5 eführt Siege, 5 Amerikaner von 0 Sig. 16,:3. merika führt im Länderkampf jetzt mi Siegen, 91 Sätzen und 51:52 Spielen. Ae e Amerika gewinnt mit:1 Siege 5 1 der Abſchlu ß des Tennis⸗Länderkampfes Deutſchland⸗Amerika Froitzheim ſchlägt Hunter bünen ſtrahlender Sonne und demgemäß dichtbeſetzten Tri⸗ Känderkaurde am Sonntag der deutſch⸗amerikaniſche Tennis⸗ auch die ſchh zum Abſchluß gebracht. Der letzte Tag brachte ſuc enen beuten und intereſſanteſten Kämpfe ſowie endlich gßerſt 69 eutſchen Sieg. Froitzheim war es, der in einem 4 dunt harten und zäh durchgeführten Vierſatzkampf Francis duſſchlanblagen konnte. Hunter plazierte gut und ſcher, ſein geſchickt g, er überaus hart kam, wurde aber von Froitzheim friſch uns hiuckgegeben. Der Altmeiſter ſpielte ungewöhnlich derlor Unterließ einen ganz vorzüglichen Eindruck. Hunter rung über Aufſchlag und mußte Froitzheim mit:0 die Füh⸗ unterlag rlaſſen. Dann holte der Amerikaner ein Spiel auf, Hunter aber dann doch:1. Im zweiten Satz änderte Alteren 2sſchickt ſeine Taktik und verſuchte den um 10 Jahre Te po eutſchen durch ein aufs äußerſte angeſpanntes heim— zermürben. Tatſächlich gelang es ihm auch, Froitz⸗ ſich an brzumüden und nach ſcharfem Kampf den Satz 10:8 an die Anſt ingen. Wer nun erwartet hatte, daß Froitzheim durch enehm rengungen dieſes Satzes abfallen würde, wurde an⸗ 0 10 enttäuſcht. Froitzheim führte:0, gab noch ein Spiel gewann den Satz:1. Im vierten Satz, der nach einer kleinen Pauſe geſpielt wurde, gewann der Altmeiſter zwar den Aufſchlag, mußte dem Amerikaner aber dann drei Spiele überlaſſen. Man glaubte ſchon an einen Satzgewinn des Amerikaners, als Froitzheim mit aller Energie und Zähigkeit weiterkämpfte,:3 aufholte, dann ausglich und die nächſten drei Spiele und damit den Satz und Match gewann. Mit 61,:10, :1,:3 gewann Froitzeim den erſten und einzigen Punkt für Deutſchland. Nach ſeinem Sieg ſprang Froitzheim über das Netz und reichte ſeinem Gegner unter ungeheurem Beifall die Hand.— Der letzte Kampf zwiſchen Dr. Landmann und Til⸗ den endete erwartungsgemäß mit einem Sieg des Amerika⸗ ners, obwohl Dr. Landmann weit beſſer ſpielte als vorher und ſogar einen Satz gewinnen konnte. Die Ueberlegenheit Tildens mußte er neioͤlos anerkennen. Das Können des Amerikaners kam im dritten Satz ſo richtig zur Geltung, wo Landmann nicht ein einziges Spiel zu gewinnen vermochte. Nach der Pauſe legte Dr. Landmann im vierten Satz zwar zwei Spiele vor, aber Tilden ließ ihn dann nicht mehr an ſich herankommen und nur noch das achte Spiel, beim Stande von:5, konnte der Deutſche noch für ſich buchen, ohne am Endreſultat etwas zu ändern. Mit:6,:1,:0,:3 blieb Tilden Sieger. Der Länderkampf endete ſo insgeſamt mit :1 Siegen, 13:5 Sätzen und 87:68 Spielen für Amerika. Autoſport Der Große Preis von Deutſchland für Sportwagen Die Meldungen Für den Großen Preis von Deutſchland für Sportwagen, der am 17. Juli auf dem Nürburg⸗Ring ausgefahren wird, ſind bisher insgeſamt 7 Meldungen abgegeben worden. Es meldeten in der Wertungsgruppe 1 P. von Guillaume⸗Berlin einen 6⸗Zylinder⸗Steyr mit 5000 cem Inhalt, Kimpel⸗Lud⸗ wigshafen einen 6 Zylinder⸗Mercedes⸗Kompreſſor mit 6000 cem, von Moſch⸗Hannover ebenfalls einen 6 Zylinder⸗ Mercedes⸗Kompreſſor mit 6240 cem, ferner in der Wertungs⸗ gruppe 2 Franz Baader⸗Mannheim einen 8 Zylind er⸗ Bugatti⸗Kompreſſor mit 1992 cem, H. Stuck⸗Gut Sterz einen 4 Zylinder⸗Dürkopp mit 1996 com, ſowie außerdem in der Wer⸗ tungsgruppe 3 Urban Emmerich⸗Prag einen 4 Zylinder Tal⸗ bot⸗Kompreſſor mit 1500 cem und die Automobil⸗Fabrik Zella⸗ Mehlis einen 4 Zylinder⸗Pluto⸗Kompreſſor mit 1054 bem. Maoſport Harz⸗Rundfahrt 1927 Die Harz⸗Rundfahrt über 271 Kilometer, die der Gau 42 (Magdeburg) des..R. am 15. Mai mit Unterſtützung des „Sport⸗Telegramm Magdeburg“ veranſtaltet, darf mit zu den erſten Prüfungen im Straßenrennſport gerechnet werden, da die Harzſteigungen die Strecke überaus ſchwierig geſtalten. Die Fahrt führt von Magdeburg über Halberſtadt, Quedlin⸗ burg, Nordhauſen, Sangerhauſen, Bernburg und Schönebeck wieder nach Magdeburg und ſieht außer den Berufsfahrern die beſten B...⸗Amateure in Wettbewerb. Bei den Profis werden ſich wie im Vorjahre Opel, Mifa und Diamant erbitterte Kämpfe liefern, deren Ausgang bei dem wechſeln⸗ den Gelände kaum vorauszuſehen iſt. Opel ſtützt ſich vor allem auf die Ausländer Belloni, van Hevel, Sellier, Debaets uſw., Diamant auf Huſchke, Paul Kohl, Nebe, Linari, Sacco⸗ mani und Blattmann, während Mifa den Sieger des Vor⸗ jahres, Oskar Tietz, ferner Manthey, Kroll, Nörenberg, H. Suter, Notter, Tonani u. a. im Rennen hat. Auch die Fahrt der Amateure dürfte ſich zu einem äußerſt ſcharf umſtrittenen Wettbewerb geſtalten. Gebr. Wolke, Meyer⸗Leipzig, M. Gün⸗ ther, Röſen, Gugau, Keßmeier, Geisdorf uſw. werden am Neues aus aller Welt — Kampf mit Einbrechern. In der Nacht zum Samstag fand in der Kaſtanienallee in Berlin in einem Möbelgeſchäft ein ſenſationeller Kampf mit Einbrechern ſtatt. Innerhalb der letzten zwölf Tage wurde das Geſchäft fünfmal hinter⸗ einander von Einbrechern heimgeſucht. Der Inhaber des Ge⸗ ſchäftes und ſein Sohn hielten nun abwechſelnd jede Nacht Wache. Der Sohn hatte um ein Uhr nachts noch einmal den Laden durchſucht und nichts Verdächtiges gefunden. Als der Vater um drei Uhr in den Laden hinunterkam, ſtolperte er über einen zuſammengerollten Teppich. In dem Teppich war ein Menſch eingewickelt, der ſofort aufſprang, und es folgte nunmehr ein wilder Ringkampf zwiſchen dem Ladenbeſitzer und dem Einbrecher, dem es ſchließlich gelang, zu entfliehen. Inzwiſchen waren Hausbewohner un das alarmierte Ueber⸗ fallkommando erſchienen. Im Laden fand man eine Brief⸗ taſche des Einbrechers, in der ſich u. a. auch mehrere Photo⸗ graphien von dem Einbrecher befanden. Die Poliziſten er⸗ kannten in der Photographie einen Mann, der ſelbſt den Ein⸗ brecher mit hat ſuchen helfen. — Der betrügeriſche Detektiv. Der Leiter des Detektiv⸗ inſtituts, Dr., Franke, der 42 ehemalige Polizeibeamte um ihre Penſionsſummen betrogen hat, iſt jetzt von der Berliner Kriminalpolizei feſtgenommen worden, ebenſo ſein Sozius Müller. Ein endgültiges Urteil über den Umfang der Be⸗ trügereien der beiden kann zunächſt noch nicht abgegeben wer⸗ den, da noch eine große Zahl von Zeugen vernommen wird und die Geſchäftsbücher der beiden Verhafteten nachzuprüfen ſind. Feſtgeſtellt wurde jedenfalls, daß Franke ſich den Doktortitel widerrechtlich angeeignet hatte. — Unele Sam weiß Rat. In Kalifornien führen die Be⸗ hörden ſeit langem einen hoffnungsloſen Feldzug gegen die Autofahrer, die in jenem ſchönen Land noch mutiger als anderswo dem Tod der Fußgänger ins Auge ſehen. Weder Geld⸗ noch Haftſtrafen können der mörderiſchen Raſerei auf den herrlichen Zementſtraßen etwas anhaben. Je ſtrenger die Gerichtsurteile werden, deſto häufiger wurden die Unfälle. Der Rat der guten Stadt Berkelay hat nun einen Beſchluß ge⸗ faßt, der hoffentlich Evoche machen wird: In Zukunft wird der Motoriſt, der einen Menſchen überfährt, frei ausgehen, ſtatt deſſen aber das ſchuldige Automobil für einige Wochen oder Monate im Stadtgefängnis eingeſchloſſen werden. Eine be⸗ ſondere Garage iſt für perurteilte Autos eingerichtet worden. den Eindruck auf die kaliforniſchen Motoriſten gemacht hat, die im allgemeinen lieber im Gefängnis ſitzen, als in Freiheit zu Fuß gehen. Nebenbei bringt es dem Stadtſäckel noch eine ſchöne Summe— Garagegebühren ein. — Erſte Hilſe für Vergeßliche. In Brooklyn bei New⸗ hork hat ſich ein junger, unternehmender Blumenhändler die unvergeßliche Dankbarkeit aller männlichen Weſen verdient, deren Gedächtnis inbezug auf Hochzeitstage oder Geburtstage ihrer Frauen rettungslos defekt iſt. Er hat eine umfangreiche Karthothek eingerichtet, auf der neben den Einzelheiten des Falles auch die Lieblingsblumen der Frau, Freundin oder Erbtante verzeichnet ſind, an die gedacht werden ſoll. Das Syſtem arbeitet tadellos und ſoll das Familienglück der Brooklyner ſchon merkbar gehoben haben. Doch kann der findige Blumenmann auch von ſolchen Kunden berichten, die, nach Hauſe kommend, von ihrer beſſeren Hälfte mit leiden⸗ ſchaftlichem Dank für liebendes Gedenken empfangen wurden und in höchſter Verlegenheit den Lieferanten von Ehefrieden anriefen, um zu erfahren, welcher von den verſchiedenen Start erwartet. Bis jetzt liegen rund 100 Meldungen vor, die Zahl dürfte ſich aber noch bedeutend erhöhen. 8—— 7 Jahrestagen auftragsgemäß„gefeiert“ worden iſt: Geburts⸗ tag, Hochzeitstag oder Intimeres. 4 —— ſa — S. Wronker J Moden-Schau der qparlen Wema Modelle jo? 8 Sma- Badeanæüge 8 Forma. Büstenhaller Wyrma, Hüftgurte. Corsethaus Büchelbadi HNachf., N 2,7 Bill& Müller, IB. Hirschland& Co. Gebr. Nofhschild Hermann&Sdimoller& Go. Beltij Vogel, B.& AH. Meczera, Gebruder MVirth, Wollwarenhaus Dauſ Hermann Vronker NJ.-G. H.& H. Veczeru Der Eintritt ist nur Damen gesfaſlel 8 am J2. Mal, nachmittags 4 Uhr und abends Uhr im Friedriehs parłk— Vorverkauſskarfen aum Preise von IIIR..— inkl. Steuer, Jſee und— Gebdek beaw. Erfrischungen bei den Bezugsquellen:— InAnEEIMN: J. e. agggaageondaaaanaa P5, 15/16 0O3, 40 06.7 532 D685AFEN: faadaangaame &E Co., Badij. —— dduudwwwdwwodddddddddddddddddodmʒdddddddddddwdddooꝛʒ Es heißt, daß die neue Strafmethode bereits einen tiefgehen⸗ —— e —— eh en,„ leben Alfen Herm Akſiy 1886-87 geziemend in Kennmis zu sefzen. Umerferfigie gesfeffef sich, alle Bundesbrüder und Verbandsbrüder von dem Ableben ihres Df. Phil. Ernst Stutzmann m flefer Trauer: „Die Akfiviſas der Landsmannschaff i. d. D. IL. Zaringia-Heidelberg I..: Kirsch, XaI. 5135 Nachruf Durch und Wertschätzung erworben. wahren. MANNHEIXM. den 9. Mai 1927 Am Sonntag vormittag verschied nach kurzer Krank- heit unsere langiährige Beamtin Fräulein Klara Müller ihre außerordentliche Gewissenhaftigkeit und Treue hat sich Fräulein Müller unser aller Achtung Wir werden ihr stets ein ehrendes Angedenken be⸗ Heinrich Lanz Aktiengesellschaft 5 75 die schäumende Sauerstoff. Zahnpasta wird von Zahnärzten allgemein als beste existierende Zahnpasta bezelchnet. Wer BIOX-ULTRA elnmal probiert hat, gebraucht keine andere Zahnpasta mehr. innigsten Dank aus. dJacob Dan ksagu ng. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben unvergeßlichen Sohnes sprechen wir hiermit allen, insbesondere aber für die trost- reichen Worte des Herrn Stadtpfarrers Maier unseren Mannheim, den 9. Mai 1927. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 4826 Räch u. Frau. Infolge ſeiner herrlichen, ruhigen und waldreichen Lage iſt das ſtädtiſche Gene⸗ ſungsheim Neckargemünd zur Erholung vor⸗ züglich geeignet. In dem Heim, welches das ganze Jahr geöffnet iſt und unter ſtändiger ärztlicher Aufſicht ſteht, können jederzeit weibliche Erholungsbedürftige(Kaſſenmit⸗ glieder und Selbſtzahler) aufgenommen werden. Aufnahmegeſuche ſind an die Direk⸗ tion der ſtädtiſchen Krankenanſtalten hier zu richten, woſelbſt auch nähere Auskunft er⸗ teilt wird. 30 Direktion der ſtädtiſchen Kraukenanſtalten. Morgen früh auf der reibank: Kuh⸗ fleiſch. Anfang Nr. 160 — Taan Haeg U. Tbraeibesgat befindet sich jetzt D 3, 12 vis--vis P 4, früher Q 1, 8 8 8. Strauss, Uhrmachermeister egr. 1889 4600 Tel. 27508 Feine und billige Mafanzüge udgl. a. g. deutſch. u. engl. Stoffen bei ku⸗ lanten Zahlungsbedingungen liefert 4816 Fr. Berlinghof, Lauge Rötterſtraße 1. Telephon 32 112. vornehme DAMRHHRHHTe groſe Auswahl von 4. 80 RM. an d Putzgeschäft A. d o os, U 7, 20 ll. Iinks. 47+71 Wir verweisen nochmals auf unseren vom 1. Dis 15. Mai stattfindenden SONDER-VERKAUE MOBEL Elisabethenstr. 34 Franko Lleferung. ALTER'S DARMSTADT Gewerbe- u Kunst- Haus eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee Wir haben dazu ca. 40 Zimmereinrichtungen (darunter Schlaf-, Speise- u. 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Is. 11—12 Fiſcher, Uebungen in der Technik des inländiſchen Zahlungsverkehrs, A 1, 2 Saal 15. 12— 1 Fleege⸗Althoff, Uebungen in Finan⸗ zierungen, A 1, 2, Sagal 7. Die bereits begonnenen Vorleſungen und Uebungen werden planmäßig forgeführt. Sümtliche Beſucher(Studierende und Hörer) haben ſich jeweils vormittags von 10—12 u. nachmittags von—6 Uhr(Sams⸗ ſag ausgenommen) im Sekretariat der Han⸗ dels⸗Hochſchule O 2, 1, anzumelden. 60 Mannheim, den 9. Mai 1927. 5 Rektor. IJuwe len Niodernesleger müin mänderung Go dwaren Repar a t uren schnell, gewissenhaft, billig 848 7 Ap el 3, 14 Planken 2 gegenüber Hirschland früh. Heidelbergerstr. seit 1903 Tel. 27 635. Kreiswegbrücke Ladenburg. einer Probebelaſtung Trauer- Garderoben Wörten 8198. Sohnellstens gefärbt Färberei F. NMeier 10 Mannkelm, P 1. 6 Schlafzimmer mit Ztürig. Spiegel⸗ ſchrank, 180 em breit und Ovalgläſer nur Mark 345.— B2157 Adolf Freinkel 2, Nr. 4. Elegant. Birkepol. 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