2. * 9 — eeeedeeee 2 —5 hie lel e jebung frei ins Haus monat K. N280 9995 Beſtellgeld. Sezugspreiſe: In derd 1 5 ei evtl. aftlichen Verhältniſſe Nach⸗ vo 1⸗Geſchäfts ſtelle E6, 2. Haupt⸗Nebenſtelle R.4⸗6, Ba ee e ebenſtellen: Waldhofſtr.6, chwetzingerſtr. 19/20 u. Meerfeldſtraße 11. Telegramm⸗ Adreſſe: Generalanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. 12mal. Fernſprecher: 24944,24945.24951.24952 u. 24958 derun Poſt Saee 17590 Karlsruhe. Abend⸗Ausgabe e Mannbeimer Geikun Mannheimer General Anzeiger 1027— Nr. 358 Anzei reiſe nach Tarif, bei Vorauszahlung je einſp. Koldnelzele 5 Allgem. Anzeigen 0,40.⸗M. Reklamen —4.⸗M. Kollektiv⸗Anzeigen werden höher berechnet. Anzeigen⸗Vorſchriften für beſtimmte Tage, Stellen u. Aus⸗ wird keine Verantwortung übernommen. Höhere Ge⸗ walt, Streils, Betriebsſtörungen uſw. u keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene od. beſchränkte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme von Anzeigen. Aufträge durch Fernſprecher ohne Gewähr. Gerichtsſtand iſt Mannheim. Beilagen: Sport und Spiel Aus Seit und Leben Mannheimer FSrauenzeitung. Unterhaltungs⸗Beilage. Aus der Welt der Technik. Wandern und Neiſen Geſetz und Recht Die Probe für den deutſchen Amerikaflug Vereits nächſte Woche ſoll zum Ozeanflug geſtartet werden Die Glanzleiſtung der Junkerswerke Berlin, 5. Auguſt.(Von unſerem Berliner Büro.) Die beiden Junkers⸗Piloten Riſticz und Edzard ſind, was wir durch Aushang noch heute vormittag bekannt geben konnten, um 10 Uhr 11 Minuten 8 Sekunden glatt auf dem Werk⸗ flughafen der Junkerswerke gelandet. Sie waren 52 Stunden 1 Minuten 8 Sekunden unterwegs und haben den bisher von den Amerikanern gehaltenen Dauerflugweltrekord um 1 Stunde, 11 Minuten und 8 Sekunden über⸗ boten. Kurg nach 10 Uhr wurde aus dem Flugzeug eine weiße Leuchtrakete abgeſchoſſen und dann hob die Leitung der die Abſperrung auf, damit die Angeſtellten und Arbeiter das Flugfeld betreten könnten. Bereits wenige Minuten bdarnach ſetzte das Flugzeug zum Landen an und kam glatt auf den Boden. Ein Anto brachte Profeſſor Junkers And die leitenben Angeſtellten des Werkes zu ihm, um die Flieger zu begrüßen und zu beglückwünſchen. Alles rannte auf das Flugzeng zu, weil jeder den beiden Piloten eine Ovation barbringen wollte. Man überſchüttete die Flieger mit Blumen, hob ſie auf die Schultern und trug ſie davon. Die Flieger, die man noch nicht ſprechen konnte, machten einen durchaus friſchen Eindruck. Die„B..“ läßt ſich weiter melden, daß nach dem Erfolg des deutſchen Weltrekordfluges nunmehr für die Junkers⸗Werke unumſtößlich feſtſteht, den Ozeauflug durchzuführen Es werben vor dem Start keine weiteren Verſuchsflüge mehr Anternommen, da Maſchine und Triebwerk durch dieſen Flug And frühere Rekordflüge genügend ausgeprobt ſind, um einen Ozeauflug antreten zu können. Bleibt das Wetterglück den gur Entwaffnungs⸗ und Kontrollfrage Berlin, 5. Auguſt.(Von unſerem Berliner Büro.) Das Schreiben Briands an den Völkerbund, in dem Briand als Porſitzender der Botſchafterkonferenz dem Völkerbund Mit⸗ lung mit der Auflöſung der Kontrollkommiſſion und den Rebergang der Befugniſſe dieſer Inſtitution an den Völker⸗ macht, wird mehrfach ſo von der Preſſe gedeutet, daß zieſer Schritt des franzböſiſchen Außenmintſters ein Glied in r Kette der jüngſten von Paris und London aus unter⸗ nommenen Vorſtöße in der Kontrollfrage bedeutet. In den Berliner maßgebenden Kreiſen teilt man nach ünſerer Kenntnis dieſe Auffaſſung nicht. Man ſieht vielmehr n dem Schritt Briands einen rein diplomatiſchen Geſchäfts⸗ Organg. Daß das Schreiben in eine Zeit fällt, in der ſich die debzenfſion über die Inveſtigationsfrage zugeſpitzt hat, dürfte 85 iglich ein Zufall ſein. Der unmittelbare Anlaß zu dem Seneiben iſt offenbar der jetzt erſt in Paris eingegangene ericht der Experten über das Ergebnis ihrer Inſpektion er Oſtbefeſtigungen geweſen. Die Tätigkeit der Bot⸗ afterkonferenz iſt, ſoweit ſie ſich auf die Durchführung des erſailler Vertrages erſtreckt, beendet. Die Botſchafter⸗ nferenz als ſolche bleibt natürlich beſtehen, da ihr ja nicht te Ueberwachung des Verſailler Vertrages, ſondern ermtlicher Friedensverträge zuſteht. Die in dem Schreiben gegebnten Anlagen liegen in Berlin noch nicht vor. Sie ruhen 3 denwärtig im Archiv des Völkerbundes und es iſt um deren zuſtellung gebeten worden. Sie dürften bei Eingang ver⸗ de ntlicht werden. Ebenſo beabſichtigt die Reichsregierung in zen nächſten Tagen den Terminkalender für die Durchführung er Reſtpunkte des Abrüſtungsprogramms bekannt zu geben. Die Wirtſchaftsverhandlungen mit Frankreich Berlin, 5. Auguſt.(Von unſerem Berliner Büro.) 50 ſiger zuſtändiger Stelle hat man den Eindruck, daß der ſc dinß des deutſch⸗franzöſiſchen Handelsproviſoriums, das 5 vorausſichtlich auf ein Jahr erſtrecken wird, unmittel⸗ 1 r bevorſteht, da es in den letzten Tagen gelungen ſein Aber noch ausſtehenden Schwierigkeiten im weſentlichen zu koninden. Ueber die Einzelheiten und den Umfang des Verlanteng wird jedenfalls noch Stillſchweigen bewahrt. Es t, daß die Einigung auf Grund von Vorſchlägen erfolgt iſt, die der ein⸗ degangen in der letzten Zeit von Paris aus hier ein Der Nachfolger Hörſings 8 Amtliche Preußiſche Preſſedienſt teilt mit: Das ſitun iſche Staatsminiſterium hat in ſeiner Donnerstags⸗ 8 Autbeſchlofſen, den Miniſter des Innern zu ermächtigen, kommiſſaverſitätsprofeſſor Dr. phil. Waentig in Halle die der Pane Verwaltung der Stelle des Oberpräſidenten ie Sachſen zu übetragen. Gleichzeitig wurde der aſſn er ermächtigt, das gentäß Art. 86 der preußiſchen Ver⸗ un erforderliche Einvernehmen des Provinzialausſchuſſes or winz Sachſen mit der endgültigen Ernennung Pro⸗ Waentigs herbetzuführ n. Junkersleuten auch weiterhin hold, ſo iſt nicht daran zu zweifeln, daß der erſte Flug Europa— Amerika ſehr bald Tat⸗ ſache wird. Der Weltrekord bei Deutſchland Die Spitzen der ſtädtiſchen Behörden, Vertreter des Staates ſowie größerer Verbände waren gleichfalls auf dem Flugplatz bei der Landung zugegen. Profeſſor Junkers mußte andauernd Beglückwünſchungen entgegennehmen und dem Kreuzfeuer der Kinvoperateure und Photographen ſtand⸗ halten. Auch der Staatspräſident von Anhalt war bei der Landung zugegen. Mit dieſem Rekordflug iſt Deutſchland wieder an die Spitze der Weltfliegerei getreten, da die von den Franzoſen und Amerikanern bisher gehaltenen Rekord⸗ flüge wieder an Deutſchland zurückgefallen ſind. Wann der Start zu dem Ozeanflug erfolgt, ſteht noch nicht feſt. Man ſpricht jedoch davon, daß die Flieger wahrſcheinlich Anfang nächſter Woche zu dieſem Transozeanflug aufſteigen wollen. Die Reihenfolge des Aufſtieges iſt folgende: Zuerſt wird Looſe, deſſen Maſchine geſtern wieder fertiggeſtellt worden iſt, von der Startbahn in Deſſau aufſteigen und zwei Stunden ſpäter ſoll dann Edzard mit ſeiner Maſchine, die er bei dem jetzt vollendeten Rekordflug geführt hat, folgen. Man hofft, daß bis dahin der vor einigen Tagen verun⸗ glückte Pilot Köhl wieder ſo weit hergeſtellt ſein wird, daß er als Begleiter Looſes den Flug mitmachen kann. In dem Flugzeug Looſes ſoll auch, wie weiter verlautet, als Paſſagier der Vertreter der Hearſtpreſſe ſeinen Platz finden. Als Be⸗ gleiter des Piloten Edzard iſt Riſtiez auserſehen. Die Flug⸗ zeuge werden zuſammen den Ozean überqueren und ſollen in Amerika in genau demſelben Abſtand landen, in dem ſie in Deſſau aufſteigen werden. Paris zum„WenſchheitsDementi yParis, 5. Aug.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Das deutſche offiziöſe Dementi zu den Veröffentlichungen der „Menſchheit“ wird von der führenden Morgenpreſſe einfach unterſchlagen. die nebenſächlichen Umſtände, unter denen die Tatſachen be⸗ kannt wurden, als auf die Tatſachen ſelbſt. Aber das De⸗ menti zeige, daß die deutſche Regierung ſich des Ernſtes der Situation bewußt ſei. Man könne in dem Dementi eine Desavouierung der militäriſchen Umtriebe erkennen, wenn es leider auch nicht wirkſam ſei. Es liege an der deutſchen Re⸗ publik, ſolche Gefahren, die zu ihrem Niedergang führen könnten, zu unterdrücken. Die Feier des Verfaſſungstages Ei Berlin, 5. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) Das offizielle Programm für die Verfaſſungsfeier im Reichstag liegt nunmehr gedruckt vor. Die Feier findet mittags um 12 Uhr ſtatt. Sie wird mit muſikaliſchen Darbietungen einge⸗ leitet. Die Feſtrede hält der volksparteiliche Reichstagsabge⸗ ordnete von Kardorff, an die ſich eine kurze Anſprache des Kanzlers ſchließen wird. Den Beſchluß wird der gemein⸗ ſame Geſang des Deutſchlandliedes machen. Während der Feier wird auf dem Platz vor dem Reichstag der Erckeſche Männergeſangverein muſizieren. Die preußiſche Regierung hält ihre Feier in der großen Funkhalle am Kaiſerdamm ab. Auch hier wird der Reichskanzler kurz das Wort ergreifen. Die Hauptrede hält der preußiſche Kultusminiſter Prof. Dr. Becker. Der Verfaſſungstag in Bayern Die bayeriſchen Staatsminiſterien erlaſſen eine Kund⸗ gebung über den Verfaſſungstag. Danach ſind am 11. Auguſt die Staatsgebäude und die Gebäude der Univerſitäten und der ſtaatlich verwalteten Anſtalten und Stiftungen in den Landes⸗ farben zu beflaggen. Den Arbeitern, Angeſtellten und Beam⸗ ten der Staatsverwaltung kann auf Erſuchen am Verfaſſungs⸗ tag zur Teilnahme an Verfaſſungsfeiern dienſtfrei gegeben werden, ſofern dies die Verhältniſſe zulaſſen. Beneſch über den Anſchluß Einem Sonderberichterſtatter des„Echo de Paris“ in Prag äußerte ſich der tſchechiſche Außenminiſter Beneſch über die Anſchlußfrage. Man müſſe dieſe Frage als gegenwärtig noch nicht aktuell bezeichnen. Der Anſchluß könne auch nicht aktuell werden, da er den gegenwärtigen Aufbau Europas zu ſehr be⸗ rühre und allzu mächtige Intereſſen in Mitleidenſchaft ziehen könne. Nach Anſicht Beneſchs müſſe ein Zeitpunkt kommen, an dem dieſes ganze Problem ſein Intereſſe verliere. Das ſolle jedoch nicht heißen, daß man ſich mit dieſer Frage nicht mehr beſchäftigen werde. Im Gegenteil, man werde ſie auf allen beteiligten Seiten prüfen und alle werden ſich gegen den Anſchluß ausſprechen. Einzig das„Oeuvre“ nimmt davon Notiz und verſucht es mit einigen abfälligen Bemerkungen herabzuſetzen.„Oeuvre“ behauptet, es erſtrecke ſich mehr auf die Rechtzunjicherheil im bejehten Geblet (Von unſerem pfälziſchen Vertreter) Neben der weit über den Rahmen des Rheinland⸗ abkommens hinausgehenden kautſchuckartigen Geſetzgebung der Rheinlandskommiſſion und neben der im Widerſpruch mit den Verträgen ſtehenden Erweiterung der Zuſtändigkeit der franzöſiſchen Militärgerichtsbarkeit im beſetzten Gebiet, ge⸗ genüber der deutſchen Bevölkerung, iſt die Rechtsunſicherheit im beſetzten Gebiet auf das Jehlen der Rechtsgarantien vor und während der Hauptverhandlung zurückzuführen, wie ſie in der Rechtspflege eines jeden Kulturſtaates üblich ſind. In dem Artikel 2 der Verordnung 2 der Rheinlandkommiſſion wird zwar ausdrücklich beſtimmt, daß der Militärrichter die Geſetzgebung der betreffenden Armee anzuwenden hat. Da⸗ mit ſoll, wie in der grundlegenden Abhandlung:„Franzöſiſche Militärjuſtiz und Militärpolizei im beſetzten Gebiet“ dar⸗ gelegt wird, vor allem der Grundſatz zum Ausdruck gebracht werden, daß der deutſche Angeklagte vor dem Militärrichter des beſetzten Gebietes dieſelben prozeſſualen Garantien ge⸗ nießen ſoll, wie ſie nach der heimatlichen Geſetzgebung der Armee, alſo in der franzöſiſchen Zone nach der franzöſiſchen Militärſtrafprozeßordnung in der Faſſung vom 18. Mat 1918 dem franzöſiſchen Angeklagten zuſtehen. Eines der wichtigſten Grundrechte des Angeklagten iſt, daß er binnen kürzeſter Friſt ſeinen Richtern zur Vernehmung vorgeführt wird. Nicht minder bedeutſam iſt für den Angeklagten die Möglichkeit raſcheſtens mit einem Rechtsbeiſtand in Verbindung zu treten und ſeine Verteidigung vorzubereiten. Wenn die Ver⸗ hängung der Unterſuchungshaft in allen Kulturſtaaten mit be⸗ ſonderen Rechtsgarantien Sgeſtattet iſt, ſo muß dies erſt recht bei einer fremden Militärgerichtsbarkeit der Fall ſein. Der fremde Militärrichter muß ſich daher gerade bei der Ver⸗ hängung der Unterſuchungshaft, die in das höchſte Gut des Menſchen, ſeine perſönliche Freiheit eingreift, größte Zurück⸗ haltung auferlegen. Die franzöſiſche Militärſtrafprozeßord⸗ nung trägt dieſer Forderung auch Rechnung. Die nötigen Rechtsgarantien ſind ſomit rechtlich gegeben, ſie werden aber im beſetzten Gehiet faſt ausnahmslos nicht beachtet. Wenn dies von der Rheinlandkommiſſion damit begründet wird, daß jene Rechtsgarantien durch das franzöſiſche Geſetz vom 15. Juni 1899 zwar auf die ſog.„Ständigen Kriegs⸗ gerichte“, nicht aber auch auf die außerhalb Frankreichs in beſetzten Gebieten tätigen Kriegsgerichte erſtreckt worden ſeien, ſo iſt das kein rechtlicher Hinderungsgrund. Denn es bedarf ja nur der im beſetzten Gebiet ſonveränen Rheinland⸗ kommiſſion, um die für die ſtändigen Kriegsgerichte vorge⸗ ſehenen Rechtsgarantien im beſetzten Gebiet anzuwenden. Darüber hinaus aber ſind auch Reformen nötig, die ſich daraus ergeben, daß die franzöſiſchen Kriegsgerichte über eine Bevölkerung, die eine andere Sprache ſpricht, zu Ge⸗ richt ſitzen. Dadurch entſtehen ſchon häufig in der Vorunter⸗ ſuchung bei der Abfaſſung der Protokolle große für den Ange⸗ klagten gefährliche Irrtümer, wie der Ronzier⸗ Prozeß bewies, wo es dem deutſchen Verteidiger, Dr. Grimm, nur mit Mühe gelang, einige derartige Mißverſtändniſſe, die ſein ganz ſchiefes, natürlich für die deutſchen Angeklagten ſehr ungünſtiges Bild über die Vorgänge gaben, vor der Ber⸗ handlung aus den Protokollen auszuräumen und den Sach⸗ verhalt den wahren Tatſachen entſprechend zu klären. Die Faſſung der in der Vorunterſuchung angefertigten Protokolle iſt in der franzöſiſchen Strafprozeßordnung von viel größerer Bedeutung, als in der deutſchen, weil die franz. Protokolle im Gegenſatz zu der deutſchen Strafprozeßordnung auch für die Hauptverhandlung maßgebend ſind. Daraus ergibt ſich. erſt recht die Notwendigkeit der Verwendung der deutſchen Sprache bei der Abfaſſung der Vernehmungsprotokolle. Das⸗ ſelbe gilt von der Hauptverhandlung, die in franzöſiſcher Sprache geführt wird. Nur die Anklage wird dem Ange⸗ klagten überſetzt. Bei der Beweisaufnahme wird das Ueber⸗ ſetzen ſehr mangelhaft durchgeführt. Es kommt häufig vor, daß die Ausſagen franzöſiſcher Belaſtungszeugen garnicht überſetzt werden, wodurch dem Angeklagten die Möglichkeit erſchwert oder gar genommen wird, die belaſtenden Aus⸗ ſagen zu entkräften. Dazu kommt noch, daß vielfach die franzöſiſchen Dolmetſcher die Ausſagen des Angeklagten und der Zeugen ſehr ungenau und ſogar ſinnentſtellend wieder⸗ geben zum Nachteil des Angeklagten. Das hat ſich erſt kürz⸗ lich wieder bei einer Verhandlung vor dem franzöſiſchen Militärgericht Landau gezeigt, bei der ein Dolmetſcher tätig war, der ſeinem verantwortungsvollen Amte ſich in keiner Weiſe gewachſen zeigte, wie das franzöſiſche Gericht ſelbſt zu⸗ geben mußte, das ſich wegen des völligen Verſagens des Dolmetſchers entſchuldigte. Mit der Entſchuldigung freilich war dem Angeklagten wenig gedient. Einer von ihnen, ein pfälziſcher Redakteur, der wegen Veröffentlichung eines Artikels über die Fremdenlegion angeklagt war, und zu 1 Monat Gefängnis und 500 Mk. Geloͤſtrafe verurteilt wurde, wäre beinahe das Opfer des völligen Verſagens des Dol⸗ metſchers geworden. Wenn der deutſche Verteidiger nicht ſo⸗ fort eingegriffen und die falſch überſetzte Ausſage des Angeklagten richtig geſtellt hätte, wäre der Redakteur, wie der franzöſiſche Staatsanwalt erklärte, auf der Stelle im Gerichtsſaal wegen einer Beleidigung der franzö⸗ ſiſchen Beſatzungsarmee, welche der franzöſiſche Staats⸗ anwalt aus der falſchen Ueberſetzung herauslas, verhaftet worden. Jeder, der einmal einer Verhandlung vor einen franzöſiſchen Militärgericht im beſetzten Gebiet beigewo! t hat, weiß, wie ſehr die Verteidigung des Angeklagten da⸗ durch, daß die Verhandlung in franzöſiſcher Sprache geführt und dazu noch ungenügend und ungenau überſetzt wird, er⸗ ſchwert und eingeſchränkt wird. Preis 10 Pfeunig 53 —— Jammern und Nr. 858 A Neue Mannheimer Zeitung(Abend⸗Ausgabe) Freitag, den 5. Auguſt 1927 Der Strafvollzug muß grundſätzlich durch die deut⸗ ſchen Behörden erfolgen. Mit dieſer Reform wäre auch die Deportation deutſcher Verurteilter ins franzöſiſche Gefängnis im Innern Frankreichs unmöglich gemacht. Erſt wenn alle dieſe Rechtsgarantien gegeben und alle dieſe Reformen durchgeführt ſind, wird die Rechtsunſicherheit der Bevölkerung des beſetzten Gebietes, ſoweit ſie auf die franzöſiſche Militär⸗ juſtiz zürückzuführen iſt, beſeitigt, und damit eines der größten Hinderniſſe auf dem Wege der Befriedung und Ver⸗ ſöhnung aus dem Wege geräumt ſein. Die Beſeitigung der Rechtsunſicherheit der deutſchen Bevölkerung iſt daher nicht miſtder wichtig, als die Verringerung der Beſatzungstruppen auf die Normalziffer im Intereſſe der Verſtändigung Deutſchlands und Frankreichs und damit im Intereſſe des Friedens in Europa. Am das neue Strafgeſetzbuch Berlin, 3. Auguſt.(Von unſerem Berliner Büro.) Wie das„B. T“ aus parlamentariſchen Kreiſen hört, dürfte im Herbſt, ſpäteſtens im Frühjahr eine Zuſammenkunft reichs⸗ Deutſcher und öſterreichiſcher Politiker ſtattfinden, der auch Perſönlichkeiten aus dem Richterſtande, ſowohl deutſche wie öſterreichiſche, beiwohnen werden. Die Zuſammenkunft hat den Zweck, über den gemeinſamen Strafgeſetzbuchentwurf, der ſowohl im Reichstag wie auch im öſterreichiſchen Nationalrat eingebracht wurde, einen Meinungsaustauſch herbetzuführen. Aenderung des Weingeſetzes Berlin, 5. Auguſt.(Von unſerem Berliner Büro.) Auf Anregung des Moſelweinbaues beabſichtigt die Reichs⸗ regierung den geſetzgebenden e eine Aenderung des Weingeſetzes vorzuſchlagen. Es haändelt ſich um die Wünſche des Moſelweinbaues, bei ſchlechten Jahrgängen eine Höhere Zuckerung vornehmen zu können. Bisheér waär eine Zuckerung bis zu 20 v. H. des Volumens erlaubt, eine Zucke⸗ rung bis zu 25 v. H. wird vom Moſelweinbau angeſtrebt. Eine Palcach Abenderung kommt in der Frage des Verſchnitts in ekracht, da ſich hier zahlreiche Mißſtände ergeben haben. Der Zerfall der Kommuniſtenpartei Berlin, 5. Auguſt.(Von unſerem Berliner Büro.] Es gewinnt immer mehr den Anſchein, daß ſich aus der Maßlow⸗ Erban⸗Gruppe eine neue kommuniſtiſche Reichstagsfraktion ranbilden will und zwar mit Rückſicht auf die kommenden Vahlen. Die„Rote Fahne“ gibt dieſe Gefahr jetzt kleinlaut zu und muß heute wieder den Austritt eines Reichstagsabge⸗ ördneten aus der Partei melden. Der Jall Satto und Banzelti Das amerikaniſche Komitee zur Befreiung von Saceo und Panzettt gab nach der Beſtätigung des Todesurteils des Gouverneurs Fuller von Maſſachuſetts eine Erklärung her⸗ aus, worin geſagt wird: Die Entſcheidung ſtellt ein unglaub⸗ lich brutales Beiſpiel von Parteilichkeit dar, die beſonders darin zum Ausdruck kommt, daß Tatſachen, die zugunſten der Beſchuldigten ſprechen, nicht in Beträcht gezogen wurden. ir wenden uns daher an die Millionen unſerer Mitbürger mit dem Aufruf, uns bei dem letzten verzweifelten Verſuch, dem Henker in den Arm zu fallen, zu helfen Das Komitee hat nach dem Entſcheid Fullers die gauze Nacht hindurch Pläne zur Rettung von Socco und Vanzetti ausgearbeitet. Darin ſind Eingaben an den Oberſten Gerichts⸗ hof des Staates Maſſachufetts, au das Bundesgericht in Boſton und ſchließlich an den Oberſten Gerichtshof der Ver⸗ einigten Staaten in Waſhington vorgeſehen. FParis, 5. Aug.(Von unſerem Partſer Vertreter.) Die kommuniſtiſche Arbeitergewerkſchaft veranſtaltete geſtern eine Berſammlung, in deren Verlauf eine Proteſtreſolution gegen die verweigerte Begnadigung von Saeco und Vancetti ange⸗ kommen wurde. Es wurde beſchloſſen, am 8. Auguſt einen Zaſtündigen allgemeinen Proteſtſtreik durchzuführen. Das Teſtament Konig Feroinands Bei Durchführung des Teſtaments des Königs Ferdinand 10 ſich große Komplikationen ergeben. Ferdinand hinter⸗ eß ſein Schloß Pelem und ſein Landgut Predeal dem König ichgel mit der Beſtimmung, daß bis zu deſſen ee keit die Königin Maria die Nutznießung haben wurde aher jetzt feſtgeſtellt, daß dieſe beiden Objekte mehrꝛ als die Hälfte des königlichen Vermögens ausmachen, ſodaß die übrigen Kinder um ihr geſetzliches Pflichtteil gebracht Der Regentſchaftsrat teilte dies der Regierung mit, ie erklärte, daß das Teſtament nicht burchgeführt werden könne Es wird vorgeſchlagen, daß das Schloß und Landgut Bom Stagte erworben und mit dem Erlös die Pflichtteile der brigen Kinder ausgezahlt werden. Der Staat würde dann —455 König Michael das Schloß und Landgut zum Geſchenk en. e. Es 1* 1 1242 Arbellgeber und Sozialpolitik Vor kurzem iſt der Geſchäftsbericht der Vereinigung der deutſchen Arbeitgeberverbände für die Jahre 1925/6 her⸗ ausgegeben worden. Dieſer Geſchäftsbericht iſt wieder einmal ein Beweis dafür, daß auch die Arheitgeberſchaft heute mehr deun je bereit iſt, ſich mit den Problemen der Sozialpolitik auseinanderzuſetzen. Dahei ſind dieſe Prohleme, wie ein⸗ leitend feſtgeſtellt wird, nicht einfacher, ſondern ſchwieriger geworden. Wenn auch die deutſche Wirtſchaft nach Neurege⸗ lung der Währung aus den Jahren des größten Tiefſtandes herausgekommen iſt, wenn ſich auch unſere Währung in⸗ zwiſchen als Grundlage der Neugeſtaltung unſeres Wirt⸗ ſchaftslebens bewährt hat, ſo werden wir doch den iederauf⸗ ſtieg der deutſchen Wirtſchaft ohne Schwankungen und Rück⸗ lehene nicht erreichen. Dadurch entſtehen im Mittſchafts⸗ eben wechſelnde Bilder, die auch für die ſozialpolitiſche Ge⸗ ſtaltung vielfach entſcheidend ſein müßten. Aber auch in der Soztalpolitik ſind wir erſt in einer Zeit des Uebergangs und Suchens, nicht in einer ſolchen der Erfüllung. Feſt liegt nur und darin geben wir den einleitenden Bemerkungen des über 300 Seiten ſtarken Berichtes recht,„daß die alte Form nicht mehr genüge, daß bei aller notwendigen Verknüpfung unſerer Zeit mit der Vergangenheit der Strom der Jortentwicklung heute ſtärker fließt als vordem, daß es gilt nach vorwärts zu ſchauen und weithlickend die Ziele zu erkennen, nach denen hingeſteuert werden ſoll.“ Nach Anſicht der Arbeitgeher hängt davon, wie es gelingt, den Neubau zu fundieren, unſere ganze Zukunft ab. Des⸗ halb ſei eine große Verantwortug in die Hände unſerer Ge⸗ neration gelegt, beſonders auf dem das ganze Volk ſo viel berührenden und bewegenden Gebiet der ſozialen Frage. Im einzelnen nimmt der Geſchäftsbericht eingehend Stellung zu den Fragen der Organiſation, ſowohl auf Arbeitgeber⸗ wie auf Arbeittehmerſeite, zu Sozialrecht, Sozialverſicherung, Arbeitsmarkt, Arbeitsnachweis, Erwerbsloſenproblem, Ar⸗ beitszeit, Lohn⸗ und Tarifweſen, internationaler Sozialpoli⸗ tik und derjenigen des Auslandes. Es iſt ganz klar, daß der.̃ Bericht nicht die Zuſtimmung jedes Sozialpolitikers finden will. Er iſt ein außerordentlich ergiebiges Nachſchlagewerk, auch für denjenigen, der in der ſozialpolitiſchen Praxis ſteht; daneben zeigt er, und das ſcheint uns das wichtigſte, die Grundlinie ſozialpolitiſchen Denkens, wie ſie heute an füh⸗ vender Stelle der Arbeitgeber gepflegt wird. Denn die Ver⸗ einigung deutſcher Arbeitgeberverbände iſt führend auf dieſem Gebiet. Will man dieſe ihre Stellungnahme charakteriſieren, ſo wird man vorausſchicken müſſen, daß ſich aus dem ganzen Bericht keine grundſätzliche Ablehnung ſozlaler Geſichtspukte ergibht. Gewiß, es wird da und dort teilweiſe ſehr ſcharf an eigelnen ſozialpolitiſchen Maßnahmen Kritik geübt. Es wird insbeſondete erklärt, daß ſeit November 1918 vielſach über⸗ ſtürzte geſetzgeberiſche Aktionen durchgeführt wurden, daneben wird non Geſetzen feſtgeſtellt, daß ſie teilweiſe geſetztechniſch Unzulänglichkeiten und Unklarheit zeigten. Es wird auch an dex Sozialpolitik des Reichstags Kritik geübt und erklärt, daß es nicht richtig ſei, wenn das ernſte Gebiet der Sozial⸗ 1 mit Rückſicht auf die hier zu behandelnden Wünſche er großen Maſſe der Wähler bevorzugt und zum Tummel⸗ platz von Kompromiſſen und Konzeſſionen gemacht würde, Den Behörden gegenüber wird insbeſondere in der Frage des Schlichtungsweſens feſtgeſtellt, daß ſie ſich aus rein polltiſchen außerhalb des Gebietes bder Sozialpolitik liegenden Erwägun⸗ gen möglichſt fernhalten ſollen. Die Vereinigung deutſcher Arheitgeberverbände iſt der Auffaſſung, daß vielſach partet⸗ politiſche Momente ſtärker berückſichtigt worden ſind, als es mit der unbedingt hochzuhaltenden und das Primat des Staa⸗ tes begründenden Stellung der Regierung über alle Partei⸗ und Intereſſentengruppen vereinbar ſei. All das iſt jedoch eine Kritik, die im Rahmen der Aufgaben einer leitenden Stelle der Arbeitgeber liegt. Aber diefe Kritik iſt nicht etwa einfach verneinend. Das Primat des Staates gegenüher der Wirtſchaft in all ihren Lebensäußerungen wird ſehr ſtark herausgeſtelt. Der Staatsleitung liegt es ob, aus dem Widerſtreit der Intereſſen diejenige Geſtaltung des ſoziglen Lebens herausgrbeiten zu helfen die für die Geſamtteit die zuträalichſte ſe. Wenn dabei die Vereinigung darauf hinweiſt, daß die ſozialen Wünſche auch mit den gegebenen wirtſchaftlichen Tatſachen in Einklang bringen ſind, die einer geſunden Soßzialpolitik die Grenze rer Betätjaung ziehen, ſo wird man dieſe Geſichtspunkte ſehr wohl in Betracht ziehen müſſen. 2 Zum Schluß ſei noch ein kurzes Wort über die Stellung der Vereinigung zu den Arbeitnehmern angefügt. Es wird in dem Bericht offen zugegeben, daß ſich beide Teile wieder auseinandergelebt hätten, aber niemand könne die jetzige Lage mit Befriebiauna empfinden, die von Mißtrauen und Halbheit durchſetzt ſei. Zuſtimmen wird man der Auffaſſung, daß die weitere Geſtaltung der Beziehung zwiſchen Arbeitgebern und Arheitnehmern eine Frage der Schulung der Geſinnung auf heiden Seiten ſei. Deshalb war es klug und beachtenswert, daß der Bericht an anderer Stelle ausführt,„wir möchten die Schuld hieran(an dem gefpannten Verhältnis zwiſchen Arbeit⸗ gebern und Arbeitnehmern) keineswegs nur der anderen Seite zumeſſen. Auch auf Seite der Arbeitgeber werden Feh⸗ ler gemacht.“ Dieſe offene Erklärung nimmt vor allem den⸗ jenigen Teilen der Arbeitnehmerſchaft, die bewußt aus ihrer klaſſenmüßigen Einſtellung heraus jede Zuſammenarbeit mit den Arbeitgebern ablehnen, den Wind aus den Segeln. All das zeigt, in welch obſektiver, dem Zuſammenarbeiten mit Ar⸗ beitnehmern bereitwilliger Weiſe det Bericht der Vereinigung abgefaßt iſt. Er bringt deshalb den Bemeis, daß die vielfachen Angriffe, namentlich von ſozialiſtiſcher Seite, als ob die Ver⸗ einigung nur ſoziale Reaktion treibe, unberechtigt ſind. Ge⸗ wiß iſt die Vereinigung eine Intereſſenvertretung, ſie hat da⸗ Anfall eines Verkehrsflugzeuges Nach einer Meldung aus Rottwpeil mußte das Verkehrs⸗ flugzeug der Linie Frankfurt a..—Stuttgart—Zürich am Donnerstag abend in der Nähe des am Fuße des Lemberges gelegenen Ortes Wallendingen in einer Talmulde bei außer⸗ ördentlich ſtarkem Nebel eine Notlandung vorneh⸗ men. Dabei wurde das Flugzeug ſchwer beſchädigt. Von den Paſſagieren rettete ſich einer durch Abſpringen. Ein Kauf⸗ mann aus Stuttgart blieb ebenfalls unverletzt, ſeine Frau trug Kopfverletzungen davon. Der Begleiter des Piloten er⸗ der Pilot und ein dritter Paſſagier namens Dr. Wolf aus Köln leicht verletzt. Aerztliche Hilfe war auf telephoniſchem Anruf aus Rottweil ſofort zur Stelle. Der Nebel war ſo dicht, daß man von der Straße aus den etwa 200 Meter ent⸗ fernten Wald nicht mehr erkennen konnte. Letzte Meldungen Blinder Alarm Berlin, 5. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) Durch zwei kommuniſtiſche Funktionäre wurde geſtern die politiſche Polizei von dem Vorhandenſein eines angeblichen affenlagers in Lichterfelde bei einem ehemaligen Kriminalkommiſſar benachrichtigt. Die ſofort angeſtellten Nachforſchungen hahen ergeben, daß es ſich um blinden Alarm handelte. Es wurden nämlich nur 30 Gewehre des Modells 71 ohne Schloß entdeckt. Die Gewehre waren ſchon im Jähre 1921 auf eine kommuniſtiſche Anzeige hin beſchlagnahmt worden, aber wieber freigegeben worden, nachdem ihre gänzliche Unbrauchbarkeit feſtgeſtellt wurde. Selbſtmord des perſiſchen Handelsattachees — Berlin, 5. Aug. Der 38 Jahre alte Handelsattache der kaiſerlich⸗perſiſchen Geſändtſchaft in Berlin, Seyed Abol Haſſan Alawi, ſtürzte ſich Nachts auf dem Bahnhof Alexander⸗ platz vor einen einfahrenden Zug und wurde von den Rädern zermalmt. Alawi war ſeit fünf Jahren Mitglied des Ber⸗ liner diplomatiſchen Korps. Der Handelsattachs lebte in kinderloſer Ehe. Die Motive zum Selbſtmord ſind noch völlig unklar. Der Legationsſekretär der perſiſchen Geſandtſchaft ermächtigt uns, mitzuteilen, daß irgendwelche dienſtlichen Verfehlungen nicht in Frage kommen. Neue Art der Legionswerbung — Breslau, 5. Aug. In der Grenzſtadt Ramslau erhielt der Sohn einer angeſehenen Familie und ſein Freund ein Stellungsangebot nach Luxemhurg mit den denkhar glänzend⸗ ſten Ausſichten. Die Angehörigen der jungen Leute, die in⸗ folge des überhohen Gehalts ſtutzig wurden, zogen Erkundi⸗ gungen ein, die ergaben, daß die Firma, von der das Angebot angeblich ausging, gar nicht beſteht. Weiter konnte feſtgeſtellt werden, daß ein franzöſiſches Werbebüro auf dieſe Weiſe verſucht, Leute der Fremdenlegion zuzuführen. Todesſturz ins Meer —. Paris, 5. Aug. Geſtern ſtürzte in der Nähe von Barcelona ein ſpaniſches Flugzeug aus 4000 Meter Höhe ins Meer. Der Pilot, der ſich nicht von ſeinem Sitz frei machen konnte, erkrank. Seinem Begleiter gekang es zwar, aus demt Aparat zu ſpringen, bevor dieſer die Oberfläche des Waſſers berührte; er ertrank aber ebenfalls. Das Ungluück iſt darauf zukückzuführen, daß der Apparat in ungewöhnlich heftige Böen hineingeriet. Die Türkei will in den Völkerbund neue kürkiſche Sondierungen zu berſchten, die darauf hinaus⸗ alufen, eine baldige Zulaſfung der Türket zum Völkerbunde, ja ſogär eine Zuerkennung eines Mandatsſitzes durch⸗ zuſetzen. Die Türkei beabſichtigt, erſt nach Zuſicherung der dieſer Wünſche einen offtziellen Zulaſſungsantrag zu ſtellen. Freigabe deutſchen Eigentums in Italien „Rom, 5. Auguſt,. Im geſteigen Miniſterrat wurde einem Antrag des Finanzminiſters entſprechend ein Verordnungs⸗ entwurf verabſchiedet, der den Verzicht des Staates auf die iguigation des noch nicht ſequeſtrierten oder liquidzerte eindlichen Eigentums in 4 ausdrückt. Die Liqui⸗ attonsbehörde wurde aufgelöſt. Naturwiſſenſchaſt Ein Geheimnis der Tiefe Von L. Stael v. Holſtein⸗Dorpat Unſere ſichtbare, laute und lärmende Welt iſt von einer ewig ſtillen umgeben, die ihr nicht ganz un⸗ Hälich iſt, denn auch auf dem Meeresgrunde ſind Berge und Täler vorhanden, weite Sandwüſten, üppige Wieſen und von Schlingpflanzen durchwachſene Dickichte. Phantaſtiſche Korallenbäume exrinnern an den winterlichen Wald in ſeiner Todesſtarre. Wie unſere obere, iſt auch dieſe untere Welt pon unzähligen Tierarten bevölkert. In tauſendfacher Ge⸗ kalt und in allen nur irgend möglichen Farben und Schat⸗ erungen wimmelt es da unten durcheinander: Schwarz⸗ raun bis ſilberweiß— grün und blaugoldig ſchillernd— rot⸗ funkelnd und in roſigem Schimmer— perlmutterglänzend gekupft— geſtreift— pantherärtig gefleckt kriecht, ringelt ſich's und liegt es am Boden— flattert, ſchwebt und gleitet es in unermeßlicher Menge daher— geſpenſtiſch lautlos. Nur an der Oberfläche plätſchert der Delphin ſpielend im onenlicht und peitſchen die Rieſenleiber der Wale die See, rauſende Waſſerſtrahlen aus ihren Nüſtern ſchleudernd. uten in den wunderbaren Hallen von Kriſtall, im ſchim⸗ mernden Reiche des Schweigens, ziehen die gewaltigen See⸗ eräuſchlos dahin, wie die Scharen der winzig ingeheuer 15—39 Lebeweſen, die harmlos im matten Lichtſtrahl ndeſn. Aher auch hier, in der Tiefe, herrſcht wie oben, nur ohne Wehklagen, der grauſame, furchtbare Kampf Aums Daſein: kalte Mordluſt lauert, mit ſcharfgezahntem, auf⸗ geſperrtem Rachen— harten Krehsſcheren— langen Fang⸗ d armen— mit weitaufgeklappten Muſchelſchalen und noch in e anderer Geſtalt gierig auf Beute, Eines iſt die ahrung des andern— alles werdend, lebend, handelnd und vergehend, dem ihm innewohnenden Geſetz gehorchend wie der Sternenreigen über unſern Häuptern und wie die Biene, 5 das Kunſtwerk ihres Zellenwabenbaues fehlerlos voll⸗ ringt. Wir aber wiſſen nicht, warum NI ſo— und e m nahe verwandtes ganz ander— warum z. B. der 00 ſich durchaus nicht wie ein anderer, ihm üähnlicher [Fiſch benmmt? Wir finden vielleſcht ſogar, daß er ſich viel einfacher und zweckmäßiger einrichten könnte— eine An⸗ nahme, mit der wir kurzſichtigen Menſchen uns ſehr wahr⸗ ſcheinlich im Irrtum befinden— iſt ſein abſonderliches Treiben doch erſt kürzlich erforſcht worden, nachdem es feit Jahrhunderten zu allerlet Fabeln Anlaß gab. Als Brehm ſein berühmtes„Tierleben“ ſchrieb, gehörte der Aal noch be⸗ züglich ſeiner Herkunft zu den Rätſeln der Tiefe. Wir alle kennen den glatten, ſchlangenartigen, braun⸗ grtinen Fiſch, mit dem fetten weißen Fleiſch, das gekocht, in Eſſig und Gewürz eingemacht, ganz beſonders aber geräuchert fas ereſſc nngde„Manger on n bet aen eßt ſekböſt mit dem die 45 Tauwurm, einem Stückchen Weißfiſch oder einem armen Froſch Pe— mit 05 oder Netz ge⸗ fängen.— Einer und der andere behauptet ſogar, ihm in Klee⸗ und Erbfenfeldern, in beträchtlicher Entfernung vom Waſſer begegnet zu ſein— öfter noch auf der feuchten Wieſe— nächtlicher Weile auf Schnecken und Regenwürmer Jagd machend. Beglaubigt ſind 9951 Berichte zwar nicht, aber auch durchaus nicht unglaubwürdig, da er eine An heſitzt, die feine Kiemen feucht erhält und es ihm ermöglicht, ſich geraume Zeit auf dem Trockenen zu erhalten. Wir ſprechen vom Aal als von einem alten guten Be⸗ kannten und kennen doch nur die Hälfte ſeines Geſchlechts — die weibliche— freilch die beſſere Hälfte, die ein Gewicht von 12 Pfund erreicht, während die erſt neuerdings enk⸗ deckten Männchen in der Größe bedeutend zurückſtehen. Wahrſcheinlich wiſſen nur wenige von uns, daß auch der älteſte Aalfiſcher, durch deſſen Hände Hunderttauſende geglitten ſind, niemals ein Aaͤlmäunchen geſehen hat. Wo leben die Aalmännchen, und wo kommen die jungen Aale her? das ſind uralte ane welche erſt durch die neueren Tiefſeeforſchungen im altlantiſchen Ozean beantwortet wor⸗ den ſind. Dort lebt der männliche Aal in großen Scharen in Tiefen, die bisher unzugänglich waren. Dort ſuchen ihn die Rieſenſchwärme der Weibchen auf. Wenn es für ſie an der Zeit iſt, wandern ſie autz der Oſt⸗ und Nordſee und aus allen Seen und Strömen, die mit dieſen Meeren und mit dem mittelländiſchen Meer in Verbindung ſtehen, einem unauf⸗ altſamen Naturtrieb folgend, dem Ozean zu, überkriechen Wälle und Dämme, zwängen ſich durch enge Rohre, gleiten ber anſehnliche Landſtrecken, ſchlüpfen durch eee und Wehren. Unzählige gehen dabef, von Menſchen un Raubzeug abgefangen, zu Grunde, allein ungeheure Mengen erreichen doch ihr Ziel und damit auch ihres Daſeins Zweck.— Nun bleibt ihnen nſchts mehr zu tun übrig, als ihre reifen Gier in großer Tiefe abzulegen und danach zu verenden, Gegenſatz zu anderen Fiſchweibchen, die das Geſchäft de Eierlegens alljährlich betreiben, ohne dadurch im geringſten Schaden zu leiden. Warum muß nun das Kalweibchen ſterben? Hier ſtehen wir wieder vor einem Rätſel. Die winzigen Aalkinder, die ihren Eltern gar nicht gleichen, teilen ſich wieber in geſonderte Schwärmet die mäu⸗ lichen verbleiben im Gebiete ihrer Väter, und die weibliche Haber die. mütterlichen Wohnſtätten auf. Ungefüähr naß Jahresfriſt im Frühjahr erſcheinen ſie in unbeſchrhehliche Menge im wärmeren Waſſer flacher Küſten, in Lagunen 112 Mündungen der Ströme, wo ſie ſich wochenlang in de Miſchung von Salz⸗ und Süßwaſſer offenbar an letzteres ge⸗ wöhnen ſollen. Es ſind 11½ßzöllige, breite, waſſerhelle Fiſg chen, die gar nicht an den Aal erinnern, weshalb man ſie bi vor kurzem für eine eigene ausgewachſene Art hielt. In Un⸗ Uebrig bleiben natürlich noch ungeheuer viele, teils im Maeſf teils ſich in die Binnengewäſſer verteilend. Nach einiger Ze verwandeln ſich die Fiſchchen in jedermann kenntliche Jung⸗ aale. Von dieſen werden, noch ehe ſie gebrauchsfüähig ſenn biele gefangen, um mit ihnen Teiche, Fiſchzuchthaſſins Torfgruben zu beſetzen. Letzteres geſchieht namentlich 1 Schweden ſehr ausgiebig. Kommt der Aal in Behälter, 5 keinerlei Zugang zum Meer haben und aus denen er 12770 keinerlei Weiſe entſchlüpfen kann, ſo findet er ſich in das Ug vermeidliche— wird unter günſtigen Lebensbedingungen ſenz fett, viel ſchwerer als der freilebende— und erreicht, wie e⸗ ſcheint, ein Alter von Jahrhunderten. Aus tiefen Berg⸗ E Waldſeen hat man einzelne ſolcher ehrwürdigen Exemplar herausgefiſcht.— 1 Spielt ſich nun auch der Lebenskauf dteſes Rerkwürbigge Schlangenfiſches ganz deutlich vor unſeren Augen ab, ſt⸗ bleibt doch noch manche Frage offen, z. B. warum dieſes 65 weite Getrenntſein der Geſchlechter, diefe qualvolle Reiſe d weiblichen Rieſenheeres in den ſicheren Tod?— Die Zahl der Schöpfungsfragen, Nrig ſelbſt beantworten kann, iſt Legion. Uns bleibt nichts 16 10 als unermüdlich zu forſchen, uns jeder neugewonnenen der Schöpfung uns in Demut und Ehrfurcht zu beugen. bei aber immer auch das Wohl des ganzen Volkes vor Augen. 1 litt Wunden an den Händen und am Kopf. Ferner wurden London, 5. Auguſt. Der„Daily Telegraph“ weiß über maſſen werden ſie als Enten⸗ und Schweinefutter aus de 0 Meer geſchöpft und ſogar als Dünger auf den Acker geführk die nur der Schöpfer 1 kenntnis zu erfreuen nud vor den unerforſchlichen Wundern 1 rrrrrrrreeer 2 E ˙!l ꝛ n. 8⸗ 8 r⸗ 9⸗ n ⸗ N t8 e 0 ie en 1 1 re ge it, „een ben u ragaft 127 Rene Maunheimer Zeitung(Abend⸗Ausgabe) 3. Seite. Nr. 358 Stäbtiſche Nachrichten Beſteuerung des Bubikopfes Dte Maunheimer Damenwelt braucht nicht zu erſchrecken. Der Ort, in dem von der Stadtverordnetenverſammlung der Beſchluß gefaßt wurde, eine Bubikopfſteuer einzuführen, nicht in der Nähe zu ſuchen. Er liegt im fernen Oſt⸗ Jreußen. Wartenburg heißt das Städtchen. Die Art und Weiſe des Beſchluſſes iſt pſychologiſch nicht unintereſſant. Verhetratete Frauen haben den doppelten Betrag zu ent⸗ krichten. Man ſcheint darnach in Wartenburg mit den Frauen⸗ bubiköpfen ſehr ſchlimme Erfahrungen gemacht zu haben. Vielleicht beherbergt das Städtchen nicht den richtigen Damen⸗ friſeur. Es iſt bekanntlich nicht ſo einfach, einen kleidſamen Buvikopf zu ſchneiden. Vielleicht huldigen die Stadtväter bon Wartenburg dem Grundſatz, daß der Bubikopf eine Modetorheit iſt, dazu berufen, den Steuerſäckel zu füllen. Für weibliche Weſen im Alter bis zu 15 Jahren bleibt der Bubikopf ſteuerfret. Man ſcheint darnach die modernſte Haartracht für die Schönen von Wartenburg, wenn ſie die Kinderſchuhe ausziehen, für unweiblich zu halten. Wie dem auch ſei. Der Beſchluß von Wartenburg wird Rberall das größte Aufſehen erregen und das Hauptgeſprächs⸗ thema in allen Kaffeeſchlachten bilden. Wartenburg— wer ennt Wartenburg. Ueber Nacht iſt es plötzlich berühmt ſeworden, in aller Munde. Gegner und Anhänger dieſer Keueſten Steuerart werden ſich melden. Vielleicht iſt der Beſchluß der Anfang einer ſich von Oſtpreußen über ganz Deutſchland ausbreitenden Anti⸗Bubikopfbewegung unter dem Deckmantel der Beſteuerungsnotwendigkeit. Und ſo iſt es nicht unmöglich, daß eines Tages die Mannheimer ſtädtiſche Steuerbehörde den Entſchluß faßt, eine Bubikopf⸗ gählung zu veranſtalten, um zu ermitteln, ob ſich die Ein⸗ führung der Steuer lohnt. Bis dahin aber werden wohl hier noch viele Bubiköpfe geſchnitten werden, weil allem Anſchein nach der Zuſtrom zu den Mannheimer Bubtkopf⸗Regimentern Roch lange nicht erſchöpft iſt. 8 Sch. Tätigkeit der Berufsfenerwehr. Nach Mitteilung des Städtiſchen Nachrichtenamts wurde die Mannheimer Berufs⸗ ſeuerwehr im Monat Juli 31 mal alarmiert: 10 mal nach der Neckarſtadt, 8 mal nach der Innenſtadt, 4 mal nach dem Lindenhof, je 2 mal nach dem Waldhof und nach Neckarau, je 1 mal nach der Oeſtlichen Stadterweiterung, Schwetzinger⸗ ſtadt, nach dem Jungbuſch, nach Jeudenheim und Rheinau. Nach der Art der Brände handelte es ſich in 3 Fällen um Mittel⸗ feuer, in 11 Fällen um Kleinfeuer. In 17 Fällen wurde die Berufsfeuerwehr zu ſonſtiger Hilfeleiſtung in Anſpruch ge⸗ nommen. Die Alarmierung erfolgte 22 mal in der Zeit von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends und 9 mal in der Zeit von 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. Der Kranken⸗ transportwagen wurde in 379 Fällen benötigt; hiervon mtfallen 15 Fälle auf Krankenanſtalten, 24 Fälle auf öffent⸗ liche Straßen und Plätze, 324 Jälle auf Wohnungen, Fabriken uſw. 10 Füälle auf auswärts. Reue 50⸗Pfeunigſtücke aus Nickel. Im Reichsgeſetzblatt wird ſoeben auf Grund des Münzgeſetzes vom 30. Auguſt 24 eine Bekanntmachung über die Ausprägung von Rein⸗ Rickelmünzen im Nennbetrag von 50 Reichspfenti⸗ gen veröffentlicht. Die Münzen beſtehen aus reinem Nickel, ſo heißt es in der Bekanntmachung, und dürfen eine Bei⸗ miſchung fremden Metalls im Betrage von mehr als 2 Proz. Richt enthalten. Bei der Ausprägung werden aus 1050 er Nickel 309 Stücke zu je 50 Reichspfennig ausgeprägt. Die ein⸗ zelne Münze hat ſomit ein Gewicht von 3,5 Kr. Der Durch⸗ meſſer beträgt 9% mun, 20 mm. Die in gerippte Ringe ge⸗ prägte Münze trägt auf der Adlerſeite in der Mitte den von einem Seilkranz umgebenen Reichsadler. In dem oberen Teile des Zwiſchenraumes, der ſich zwiſchen dem Seilkranz und dem aus einem flachen Stäbchen beſtehenden erhabenen im der Innenſeite mit einem Seilkranz verſehenen Rande be⸗ indet, iſt in Antiqua die Inſchrift„Deutſches Reich“ und die Jahreszahl angebracht. Der untere Teil des Zwiſchenraumes iſt durch zwei als Verzierung dienende gekreuzte Eichenzweige ausgefüllt. Die Schriftſeite der Münze trügt innerhalb eines n einem Seilkranz biaten en Kreiſes, deſſen Grund mit erttefgeprägten radikalen Wellenlinien verſehen iſt, die Kbentbedeichnung„50“ und darunter am unteren Rande des ſcheiſes das Münzzeichen. In dem unteren Teile des Zwi⸗ chenraumes, der ſich zwiſchen dem Seilkranz und dem aus einem flachen Stäbchen beſtehenden erhabenen, an der Innen⸗ Ai e mit einem Seilkranz befindlichen Rande befindet, iſt in Intiqua die Wertbezeichnung„Reichspfennig“ angebracht. zer obere Teil des Zwiſchenraumes iſt durch zwei als Ver⸗ dterung dienende Eichenzweige ausgefüllt. —— Theater und Muſit jere. Orgelkongert von Arno Laudmaun, Die fronzerte un⸗ Kres einheimiſchen Meiſterorganiſten ſind für viele zu wahren Nalerſtunden geworden, und ſo zeigte auch die geſtrige, nach N und Zeit etwas außerordenkliche Veranſtaltung— ſie Hadein der Konkordienkirche ſtatt— eine erfreulich zahlreiche antergemeinde. Landmanns Vermittlung von Werken Jo⸗ 555 Sebaſtian Bachs hält ſich ganz frei von ſeglicher Proble⸗ 855 tk. in die ein Zuptel an Diskuſſion über die an ſich gewiß benveſentlichen Orgelfragen ſo mauchen Organiſten gefühet rejchn mag. Was Landmanns Spiel gerade in polyphon ſo 1210 en Werken wie der gehörten Fuge und der Toecata aus⸗ gibt iſt die unbedingte Klarheit, mit der er ſie wieder⸗ 5 Die ſchlichte Art, mit der er, durch einfachſte Mittel der beid ſtrierung, aber pon reichſter Empfindung getragen, die ruf en Vorſpiele„Chriſt du Lamm Gottes“ und„Ich tief zu dir Herr Jeſu Chriſt“ vortrug, blieb von ganz weihevoller Wirkung. Daß Bach immer noch der Gipfel unſerer Orgelkunſt darſtellt, wird auch Paſtocnerkennen, dem ein ſo feines Werk, wie da⸗ merk rale von Ceſar Franck(in der für eine Paſtorale höchſt erſchepſlrdicen Tonark E dur) als ein ſehr kulkurdolles Siaſc aſt ine gewiſſe Kontraſtwirkung, die es hirgt, ſcheint die f le ein Programm zu wirken, doch hält man ſich lieber an reinechimmernd lichten Stellen, die ſeine Melodik in einen feinſte Aether muſikaliſchen Genuſſes, vom Interpreten aufs ſehr 5 erfühlt, emportragen. Daß Arno Landmann auch ein 15 ächtlicher. bei der heutigen Armut an wirklich wert⸗ zeigte 5 rgelliteratur viel zu wenig beachteter Komponiſt iſt. eren Kan wieder ſein Frühwerk, die Paſſacaglia in ein moll, mag. Diage wohl n einigen Opfern Anlaß gegeben haben ſein große wundervolle Polyphonie dieſes Variattonenwerkes, te l Farbenreichtum und ſeine abgründige Tiefe hiel⸗ an eine 7 0 ſichtlich in Bann. Als charakteriſtiſch ſet nur ſo echt o telle daraus erinnert, die durch ihre weite Spannung dig ur Deimatg iſt, daß man ſte dem Beſten dieſer Art wür⸗ 5 ſtellen kann: wenn ſich ein prachtvolles Figuren⸗ Baſſes er tskant üher den fortſchreitenden Klängen des Spieler) Ar rn kann nur ein wahrer Empfinder(und Lſchreiben. D ür d 6 Abend wird ihm gewiß ſein. er Dank für dieſen ſch 15 Vorläufig kein Auftreten Harry Domelas! er Som⸗ wesce 54 Wheaters am adendor plat Heßr Cwalz Der Himmel im Auguſt Der langſame Abſtieg der Sonne, der ſie im Verlaufe dieſes Monakes am 24. in das Zeichen der Jungfrau eintreten läßt, wird im Erntemonat noch durchaus als wohltuend empfunden, während der September uns meiſt ſchon zu raſch an den beginnenden Herbſt mahnt. Für unſere Beobachtungen iſt es günſtig, daß vollſtändige Dunkelheit ſchon bald nach 22 Uhr am Anfang und um 20% Uhr gegen Ende des Monats eintritt. Wir haben daher Gelegenheit, das Studium des Stern⸗ himmels noch bei angenehmer Wärme zu beginnen. Das Zu⸗ rechtfinden wird diesmal durch das ſog. große„Sommerdreieck“ — 1— erleichtert, das durch die Hauptſterne der Bilder Adler, Leier und Schwan gebildet wird. Die Hauptſterne der drei genannten Bilder, Wega in der Leier, Altair im Adler und Deneb im Schwan kommen ſchon frühzeitig nach dem Einbruch der Däm⸗ Führer Hindenburg Aufſchauen zum ſturmerprobten Führer Hindenburg ward deutſchem Volk die ſtärkſte Kraft im Glauben an ſich ſelbſt. Reichskanzler a. D. Dr. Hans Luther. . Vergeßt die Hindenburgſpende nicht! Annahmeſtellen ſind alle Poſtanſtalten, Eiſenbahn⸗ ſchalter, Banken, Sparkaſſen uſw. merung hervor, ſodaß der angehende Sternfreund noch nicht durch die Fülle der übrigen Geſtirne verwirrt wird. Der untere Streifen des Kärtchens wird von den Tierkreisbildern Skorpion, Schütze und Steinbock eingenommen. Im Skorpion mit dem roten Hauptſtern Antares ſteht gegenwärtig der Sa⸗ turn, ſodaß dieſes Bild heute ohne Mühe aufgefunden werden kann. Die Orientierung im Bereiche des Herkules und Schlangenträgers iſt verhältnismäßig ſchwierig, ſodaß man dieſe Bilder wohl nur durch ſchrittweiſes Vergleichen des Kärt⸗ chens mit dem Himmel aufſuchen kann. Auf der gegenüber⸗ liegenden Seite des Kärtchens fällt uns unterhalb des Schwa⸗ nes ein hübſches kleines Sternbild durch ſeine regelmäßige Ge⸗ ſtalt ſogleich auf, der Delphin. Neben dieſem oberhalb des Adlers liegt eine kleine Gruppe, die als Fuchs mit Gans und Pfeil bezeichnet wird. Es erweiſt ſich als lohnend, die hier entlang ziehende Milchſtraße mit dem Opernglas zu durch⸗ muſtern oder gar mit einem kleinen Fernrohr die in ihr ge⸗ legenen Sternhaufen aufzuſuchen. Der Mondlauf beginnt mit dem erſten Viertel am., Vollmond folgt am 13., letztes Viertel haben wir am 19. und am 27. tritt Neue ein. Die Zuſammenkünfte des Erd⸗ begleiters mit den Planeten werden ſich in nachſtehender Folge abſpielen. Mit Venus am., mit Saturn am., mit Jupiter am 16., mit Merkur am 26., mit Venus und Mars am 28. Unter den Wandlern beendet Venus im Laufe dieſes Monats ihr Gaſtſpiel als ſtrahlender Abendſtern, ſie taucht ſchon um die Mitte des Monats allmählich in der Dämmerung unter. Mars, der viel lichtſchwächer iſt, wird kaum noch ge⸗ ſehen werden können. So bleiben nur noch die größten Wand⸗ ler Saturn und Jupiter übrig. Saturn ſinkt zu Beginn des Monats etwa um Mitternacht und gegen Ende um 22 Uhr unter den Geſichtskreis hinab. Dafür erhebt ſich Juptter an⸗ fangs um 21.30 Uhr und gegen Ende ſchon um 19.45 Uhr. Beide Planeten ſind für den Liebhaberaſtronomen die dank⸗ Berichtigung:„Von einem Auftreten Harry Domelas kann vorläufig keine Rede ſein, da derſelbe(J) erſt ſeine ſprachtech⸗ niſchen Studien vollenden muß, um als Schauſpieler vor die Oeffentlichkeit treten zu können.“ Kunſt und Wiſſenſchaft 427 Eine ſeltſame Anſicht. Die genaue Herkunft Shake⸗ ſpeares iſt bis auf den heutigen Tag noch immer nicht ein⸗ wanbfrei ermittelt worden und deshalb nach wie vor umſtrit⸗ ten. Kürzlich hat der italtentſche Profeſſor Paladino die Zahl der Theorien über die Abſtammung des großen Dichters um eine weitere bereichert. Prof. Paladino iſt auf Grund ein⸗ ehender Forſchungen zu der Ueberzeugung gelangt, Shake⸗ peare ſei ein gebürtiger Italiener geweſen und habe Michelangelo Florto geheißen. Er ſei evangeliſchen Glaubens geweſen, und ſeine Dichtungen hätten ihn in Kon⸗ flikt mit der katholiſchen Kirche gebracht. Erſt daraufhin floh er nach England und lebte dort bis an ſein Ende als Schau⸗ ſpieler und Verfaſſer dramatiſcher Werke. Ein großer Teil der italieniſchen Schriften Shakeſpeare⸗Florio's ſoll nach An⸗ ſicht Prof. Paladinos im„Hamlet“ verarbeitet worden ſein Die Theorie dieſes Forſchers, der obendrein ſeinem Lande auf billige Weiſe ein weiteres Ruhmesblatt verſchaffen möchte, ſteht auf reichlich ſchwachen Füßen. e Das Dürer⸗Jahr 1928. Im Jahre 1928 feiert Deutſch⸗ land den 400. Todestag Albrecht Dürers. Nürnbera, die Stadt, in der der Meiſter den größten Teil ſeines Lebens ver⸗ brachte und auch dort begraben wurde, hat für dieſes Jahr eine ſchöne, umfaſſende Bezeichnung gefunden:„Dürer⸗Jahr 1928“/. Unter dieſem Motto werden in Nürnberg im kommen⸗ den Jahre eine Reihe feſtlicher Veranſtaltungen ſtattfinden. Ihren Mittelpunkt wird eine gtoße Ausſtellung von Original⸗ werken Dürers(ſowohl Oelgemälde wie Aquarelle, Hand⸗ zeichnungen, Holzſchnitte uſw.) im Germaniſchen National⸗ muſeum bilden, die am 8. April eröffnet, zunächſt bis in den Juni durchgeführt und danach mit teilweiſer Veränderung bis in den Herbſt fortgeſetzt werden wird. Die von vlelen Galerien Deutſchlands und des Auslandes vorliegenden Leihgabezuſa⸗ gen laſſen ſchon jetzt erkennen, daß die Werke Dürers in einer noch nie gezeigten Vollzähligkeit zuſammenkommen werden. Für etwa die gleiche Zeit iſt eine große deutſche Kunſtausſtel⸗ lung in Vorbereitung, die einen Querſchnitt durch das künſt⸗ Huth, ſendet dem Berliner ebenngrt die nachfolgende barſten Beobachtungsobjekte, da ſchon ein kleines Fernrohr das Ringſyſtem des Saturn und die Streifen erkennen läßt. Schließlich kann am Morgenhimmel Merkur kurze Zeit geſehen werden, der am 8. ſeine größte weſtliche Ausweichung von der Sonne erreicht. Er erhebt ſich dann gegen 3 Uhr etwa eine halbe Stunde nach Beginn der ſog.„aſtronomiſchen Däm⸗ merung“ und könnte etwa mit Hilfe eines Opernglaſes in den Zwillingen bezw. im Krebs aufgeſucht werden. Schkießlich machen wir auf die„Feurigen Tränen des Hei⸗ ligen Laurenttius“ aufmerkſam, auf die Sternſchnuppen, die um den 10. Auguſt vom Bilde des Perſeus auszuſtrahlen pflegen. Dr. H. H. Kritzinger. Zuſammenſtoß. Heute vormittag ſtießen zwei Rabler, wovon der eine aus der Breiteſtraße, der andere aus der Kunſtſtraße kam, zuſammen. Das eine Rad wurde dadurch derart beſchädigt, daß der Mann nicht mehr weiterfahren konnte. Der eine Radler hatte anſcheinend kein Signal gegeben und ſo den Zuſammenſtoß verurſacht. * Brand auf dem Schuttabladeplatz. Geſtern abend wurde der Löſchzug der Berufsfeuerwehr nach Feudenheim gerufen. Der Schuttabladeplatz auf dem Aubuckel war aus unbekannter Urſache in Brand geraten. Die Gefahr wurde durch die um .42 Uhr alarmierte Berufsfeuerwehr ſchnell beſeitigt. Kommunale Chronik Der Streit um die Kanaliſation von Neuſtadt a. d. H. : Neuſtadt a.., 4. Auguſt. Das Bezirksamt Neuſtadt er⸗ teilte der Stadtgemeinde Neuſtadt in widerruflicher Weiſe die Erlaubnis zur Herſtellung einer Kanaliſation und Einleitung der Kanalwäſſer in den Speyer⸗ bach. Gegen das Unternehmen proteſtierten die Diakoniſſen⸗ anſtalt Speyer, der Beſitzer der Haidmühle, die Gemeinde Lachen, der Mühlenbeſitzer Trautz in Speyerdorf, der Ver⸗ band der Triebwerksbeſitzer in Speyerbach. Neben ſachlichen Einwendungen wurde geltend gemacht, daß die Intereſſenten keine Gelegenheit bekommen hätten, ſich zu der Angelegenheit zu äußern. Aus dieſem Gründe hat die Kreisregierung die Beſchlüſſe des Bezirksamts Neuſtadt und des Stadtrates Neu⸗ ſtadt aufgehoben und die Sache an den Stadtrat zu einer neuen Beſchlußfaſſung zurückverwieſen. Stabtratsſitzung Kaiſerslautern :: Kaiſerslautern, 4. Auguſt. Der Stadtrat gab in ſei⸗ ner heutigen Sitzung in einer Erklärung ſeinem Befremden Ausdruck, daß in den Haushaltsplan 1927/8 keine weitere Rate für den Neubau eines Technikums in Kaiſers⸗ lautern eingeſetzt wurde, obwohl die Staatsregierung ſchon vor langer Zeit die Dringlichkeit des Profektes anerkannt habe. Er proteſtierte gegen die Verſchiebung des Profektes auf unbeſtimmte Zeit, ohwohl bereits ein Zuſchuß von der Stadt eingezogen wurde. Gleichzeitig ſpricht er die beſtimmte Er⸗ wartung aus, daß der Landtag außerordentliche Mittel bereit⸗ ſtelle, um den Bau des Technikums zu ermöaglichen. Weiter nahm der Stadtrat ſcharf Stellung gegen den Finanzaus⸗ gleich. Regierung und Landtag werden erſucht, grundſätzlich einen wahren Ausgleich zu ſchaffen, der die ſchwierige Lage der Pfalz und des beſetzten Gebtetes berückſichtige. Ferner ge⸗ nehmigte der Stadtrat zur Unterſtützung der Hochwaſſergeſchä⸗ digten in Sachſen 1000 Mark. Die nächſten Jahrmärkte ſollen verſuchsweiſe auf dem Ausſtellungsgelände und nicht mehr auf dem Barbaroſſaplatz abgehalten werden. Schließlich wurden 250 Mark für die Einrichtung einer Bibliothek im Mittelſtandserholungsheim Heidelberg genehmigt. * 11 Triberg, 3. Aug. Die Bemühungen, mit den an dem Stauweiher oberhalb des Waſſerfalls intereſſterten Waſſer⸗ werksbeſitzern eine Einigung für eine freiwillige Waſſergenoſſenſchaft zu erzielen, haben nicht zu einem poſt⸗ tiven Ergebnis geführt. Es ſoll daher nun der Antrag auf Errichtung einer Zwangsgenoſſenſchaft geſtellt werden.— Für die Anſchaffung eines Feuerwehrmannſchafts⸗ und Geräte⸗ wagens mit Spritze und Leiter ſoll beim Bürgerausſchuß ein Kredit bis zu 31 100./ gefordert werden.— Zum Aus bau der Stadtgärtnerei und zur Errichtung eines Gewächs⸗ hauſes ſollen 8000 R./ angefordert werden.— Nach einem Beſchluß des Gemeinderats ſoll dem Triberger Gewerbe⸗ verein, der im nächſten Jahre auf ſein 75fähriges Beſtehen zurückblicken kann, eine Jubiläumsgabe von 2000.&4 ſtadtſeitig überreicht werden. Der Betrag wird auf zwei Rechnungsjahre hälftig verteilt. Kleine Mitteilungen In Gaiberg(Amt Heidelberg) wurde der Gemeinde⸗ rechner Wilhelm Müller zum Bürgermeiſter gewählt, nachdem das ſeitherige verdiente Gemeindeoberhaupt Kling⸗ mann ſein Amt niedergelegt hat. Der Stadtrat Raſtatt ſchlägt zur Deckung des Fehl⸗ betrages von 487 000./I folgende Umlageſätze vor: Grund⸗ vermögen 1./J, Betriebsvermögen 50,4 Rpf., Gewerbeertrag 6,30 Rpf. bezw. 7,88./. leriſche Schaffen der neueren und neueſten Zeit geben ſoll. Da⸗ neben werden feſtſpiele in den ſtädtiſchen Theatern unter Zu⸗ ziehung erſter Kräfte ſtattfinden, ferner denkt man an die Auf⸗ führung volkstümlicher Hans⸗Sachs⸗Stücke. Auch die Errich⸗ tung einer großen Albrecht⸗Dürer⸗Stiftung iſt in Ausſicht ge⸗ nommen. Schwarze Memolren Joſefine Baker, die berühmte ſchwarze Tänzexin, die durch ihre Darbietungen in Kabaretten und Varketes und noch mehr ihre Lebensauffaſſungen ſo viel Aufſehen er⸗ regt, hat, wie bereits berichtet wurde, ihre Memoiren ge⸗ ſchrieben. Genau genommen hat ſie nicht geſchrieben, ſon⸗ dern ſich bewegen laſſen, etwas über ihre früheſte Jugend und die erſten a ſc ihres Künſtlerdaſeins zu erzühlen. Zu dieſem Zweck ſicherte ſie ſich die Mithilfe eines jungen Autors, der das Buch verfaßte. „Hat die Arbeit Sie viel Mühe Seee fragte man den jungen Schriftſteller, der die Aufgabe auf ſich genommen hatte, die Erinnerungen der Negerin, die in Paris das Geld ſcheffel⸗ weiſe verdient, zuſammenzuſtellen.„Und ob!“ ſeufzte der Autor. Als man ihn fragte, warum er eine ſo ſaure Miene mache, erklürte er:„Als ich zu der halbwilden Katze kam, um Stoff für das Buch zu ſammeln, war ſie keinen Augen⸗ blick ruhig. Sie tanzte, ſie ſang, ſie lachte, turnte und er⸗ zählte Witze. Und wenn ſie endlich für einen Augenblick ernſt wurde und ſich auf einen Berg von Pölſtern und Kiſſen auf dem Diwan hinwarf, dann, nun dann wußte ſie ſich an abſolut nichts aus ihrer früheſten Jugend zu erinnern.“ Siteratur * Weſtermanns Monatshefte bringen mit dem Auguſtheft ihren 71. Jahrgang zu einem würdigen Abſchluß. Aus dem Inhalt ſeien hervorgehoben: ein farbig illuſtrterter Künſtler⸗ aufſatz üher den Maler Fritz Rhein von Dr. Feltx Kuet⸗ gens'(Aachen). Sommerfreude atmet ein Aufſatz von Alfred Seeger„Von Faltbooten und Inſeln“ mit 12 Aquarellen von Anne Seeger, Arbeiten von einer wundervollen Duſtig⸗ keit und Grazie.— Unter der Fülle von Bildbeigaben fallen zwei Tiefdruckblätter auf:„Steinbruch“ von Ernſt Neuſchul ſaus der Galerie Neumann⸗Nierendorf, Berlin) und eine Ra⸗ dierung von Paul Gerhardt,„Aus dem Leunawerk bei Merſeburg“, beide in Tiefdruck prächtig wiedergegeben. 4. Seite. Nr. 358 Neue Mannheimer Zeitung(Abend⸗Ausgabe) Freitag, den 5. Auguſt 10 55 Aus dem Lande * Schwetzingen, 3. Aug. Im Monat Juli wurde der Schwetzinger Schloßgarten von 39900 Perſonen N beſucht. Neckargemünd, 3. Aug. Die weit über unſer Städtchen hinaus bekannte und geachtete, unter dem Namen„Sannchen“ bekannte Frl. Suſanne Ke. elſchläger feierte heute ihren ſtebzigſten Geburtstag. Beliebt bei Arm und Reich, verſah ſie nahezu 40 Jahre pflichtgetreu den Dienſt der Hebamme. IL. Untergrombach, 2. Aug. Der 7jährige Knabe des Bahn⸗ arbeiters Joſef Btedermann wurde von einem Auto über⸗ fahren nud ſo ſchwer verletzt, daß er in das Krankenhaus nach Karlsruhe verbracht werden mußte. *Menzingen, 2. Auguſt. Der 46 Jahre alte Friedrich Wößner von hier ſtürzte von der Scheune der Gebrüder Huber aus einer Höhe von etwa 2 Meter und brach das Rück⸗ grat. Der Bedauernswerte, der eine Witwe und acht un⸗ mündige Kinder hinterläßt, iſt ſeinen ſchweren Verletzungen erlegen. *Villingen, 2. Aug. Im benachbarten Pfaffenwei⸗ Ler ereignete ſich eine Meſſerſtecherei mit blutigem Ausgang. Ein 21 Jahre alter Burſche aus Tannheim hatte nach einer Zecherei vor der Wirtſchaft das Meſſer gezogen, das ihm andere junge Leute abzunehmen verſuchten. Dabei ſtach der Burſche, namens Lukas Durler, um ſich und traf den 20 Jahre alten Schloſſer Johann Mahler in die Herzgegend. Darauf wurde er von den übrigen Burſchen mit Latten und Holz⸗ ſtücken derart verhauen, daß er ſchwere Kopfverletzungen da⸗ vontrug. Beide Verletzten mußten ins Krankenhaus gebracht werden. Lebensgefahr beſteht jedoch in keinem Fall. * Raitbach, 2. Auguſt. Während dem Landwirt Oswald infolge eines Blitzſchlages die Scheuer niederbrannte, war ein Teil des Heues auf einem Wagen beiſeite geſchafft worden. Einen Tag ſpäter bemerkten Nachbarn, daß aus dem Heu⸗ wagen die hellen Flammen emporſchlugen. Das Feuer konnte gelöſcht werden, ohne daß weiterer Schaden entſtand. Da durch das Waſſer auch das Wohnhaus Schaden gelitten hat, muß es abgebrochen werden. Aus der Pfalz Alte Grüfte in Bad Dürkheim Bad Dürkheim, 4. Aug. Bei den Umbauarbeiten ber hieſigen Schloßkirche, die früher den Namen St. Jo⸗ hann trug, werden fortgeſetzt intereſſante Alter⸗ tumsfunde gemacht. Im ganzen kamen bis jetzt unter dem Plattenbelag des Fußbodens 15 teilweiſe recht gut erhal⸗ tene Grabſteine aus dem 12. und 16. Jahrhundert zum Vor⸗ ſchein. Unter den Steinen befindet ſich einer mit dem Wappen der Sickinger, mehrere mit dem der Dalberge. Auch ein Grab⸗ ſtein des Abtes Wernher Breder von Hohenſtein, der von 1509 bis 1531 Abt zu Limburg war und langjährige Streitigkeiten mit den Grafen von Leiningen um die Vogtei Dürkheim hatte, wurde geſtern ausgegraben. Dieſer Grabſtein iſt ſehr ſchön erhalten und zeigt das prächtige breite Wappen des Stiftes Tinburg. Auch ein Stein mit dem Dürkheimer Wappen aus ſehr alter Zeit wurde ausgegraben. Für die Dürkheimer Ge⸗ ſchichte ſind die Funde von großem Werte. * Frankenthal, 2. Aug. Wie das„Frankenthaler Tagebl.“ meldet, handelt es ſich bei dem geſtern abend auf dem Fran⸗ kenthaler Bahnhof tödlich verunglückten Beſatzungsangehöri⸗ en, um den dreißig Jahre alten franzöſiſchen Gen⸗ darm Renée Romsas. Das Unglück trug ſich nach dem Blatt folgendermaßen zu. Der Gendarm begleitete einen Herrn zu dem fahrplanmäßigen Schnellzug 17,56 Uhr nach Ludwigshafen, der geſtern aber mit Verſpätung abging, guf dem 2. Bahnſteig und überquerte unmittebar hinter dem letzten Wagen des ausfahrenden D⸗Zugs das Gleis. Dadurch war ihm der Ausblick auf die Schienen genommen. Trotz Zu⸗ rufen und Warnungen, die er nicht beachtete, lief er in die Maſchine des um dieſe Zeit fälligen Perſonenzuges von Lud⸗ wigshafen, wurde erfaßt, kam unter die Räder der Maſchine und wurde etwa 50 Meter weit geſchleift. Gräßlich verſtüm⸗ melt blieb er tot liegen. * Speyer, 2. Aug. Der kürzlich vermißte Steuerwacht⸗ meiſter Joſef Bauer von hier iſt nunmehr wieder zu ſeinen Angehörigen zurückgekehrt. Der an einer hartnäckigen Ner⸗ venkrankheit leidende Mann hatte ſich planlos in der Mann⸗ heimer Gegend herumgetrieben. Er wird nun einer Heil⸗ anſtalt zugeführt.— Einen ſchnellen Tod fand der pen⸗ ſionierte Zugführer Idam Schmidt von hier. Als er ſich auf der Rückfahrt nvon Kaiſerslautern befand, traf ihn ein Gehirnſchlag. Der Arzt konnte nur mehr ſeinen Tod feſtſtellen. * Kaiſerslautern, 3. Aug. Die„Newyorker Staatsztg.“ widmet dem im Jahre 1857 in Schallodenbach(Ffalz) ge⸗ Schatten der Wolkenkratzer Ein Roman aus dem modernen Newyork Von Erich Frieſen (Nachdruck verboten.) Im 595 „Du irrſt geliebter Vater.“ „Goddam! Was denn ſonſt?“ Higgins jun. beäugelt angelegentlich ſeine roſenrot polier⸗ Fingernägel. „Well— die Schoſe iſt für mich erledigt.“ Higgins ſen. ſteht auf und pflanzt ſich vor ſeinen Sohn hin. „Erledigt? Soll das etwa heißen, daß Hetty—“ „— meinen Antrag zurückgewieſen hat. Allerdings.“ „Zurückgewieſen?“ „Kurz und bündig. Klar und deutlich. Sela!“ Die Zornesader auf Uriel Higgins' Stirn ſchwillt an. „Du biſt ein Schafskopf.“ Higgins jun. will auffahren. Doch beſinnt er ſich eines beſſeren. Gelaſſen lehnt er ſich in ſeinen Stuhl zurück und erwidert gleichmütig: „All right! Du mußt es ja wiſſen! Du biſt der Vater! Laſſen wir lieber die animaliſchen Beziehungen ruhen! Wie⸗ viel Millionen bringſt du mit? Hoffentlich eine ganze Maſſe!“ Higgins ſen. faucht. „Eine Maſſe? Eſel du! Gar nichts!“ „Was heißt, gar nichts? Du biſt doch nach Antwerpen ge⸗ fahren, um die Brillanten—“ „Brillanten? Hahahaha! Wütend lacht Uriel Higgins auf. Schöne Brillanten, die mir mein Herr Sohn angebracht hat. Dreck! Miſt! Keine hundert Dollars wert.“ „Wieſo?“ Nichts weiter!“ ten „Si— mi— li? Der Mund bleibt Edward offen ſtehen. Er muß ſich feſt⸗ halten, um nicht auf den Rücken zu fallen. Higgins ſen. aber bullert los:. „Ja, genc führt! Beſchummelt! Betrogen! Ganz ge⸗ meines Glas anſtatt Brillanten! Ausgelacht hat män mich! Verſpottet! Gehänſelt! Es hätte nicht viel gefehlt, hätte man mir die Polizei auf den Hals gehetzt! Wegen verſuchten Be⸗ trugs! Aber o was kriegt auch bloß mein Herr Söhn fertig! Keinen Schuß Pulver wert! Keine Spur von Kaufmanns⸗ grips! Verſtand gleich null! Gehirn wie eine Ziege—“ borenen Deutſch⸗Amerikaner Stefan Michel, Präſident des Pfälzer Volksfeſtevereins, anläßlich ſeines 70. Geburtstages warme Worte. Er iſt ſeinem Deutſchtum immer treu ge⸗ blieben, iſt ſeit 15 Jahren Präſident des Pfälzer.⸗U.⸗Vereins und 92 ahren Präſident des Pfälzer Volksfeſtevereins in ewyork. * Seebach, 2. Auguſt. Das ſchwer mit Pflaſterſteinen be⸗ ladene Laſtauto des Joſef Hifler von hier geriet kurz na der Wegfahrt vom Steinbruch in Brand. Als der Bran bemerkt wurde, konnte ſich der Chauffeur an einer engen und ſteilen Kehre nur durch kühnen Abſprung retten. Das bren⸗ nende Auto ſtürzte dann den ſehr hohen, mit lauter Fels⸗ blöcken bedeckten Abhang hinunter, wo es vollſtändig zer⸗ trümmert und ausgebrannt liegen blieb. * Otterſtadt, 2. Aug. Seit 27. Juli wird die 15 Jahre alte Maria Matillo, Tochter des Arbeiters Matillo hier, ver⸗ mißt. Sie befand ſich zuletzt bei ihrer Großmutter in Speyer zu Beſuch. Dort hat ſie ſich wahrſcheinlich aus Furcht vor einer Strafe eigenmächtig entfernt. Sie iſt ſchlank, hat ſchwar⸗ zes Haar, dunkle Augen und trug ein roſafarbenes Som⸗ merkleid. * Weidenthal, 3. Auguſt. Der Gemeindeförſter Karl Hentz ſchoß geſtern einen kapitalen Bock mit vier präch⸗ tigen Stangen. * Ilmenſtein, 3. Aug. Der im Alter von etwa 26 Jahren ſtehende Wilhelm Gandert von hier erlitt am Montag nach⸗ mittag beim Baden im ſogenannten Schmilzweiher einen Herzſchlag und ertrank, ehe Hilfe zur Stelle war. Die Leiche konnte bald darauf geborgen werden. * Eſchollbrücken, 3. Aug. Die hier wohnhaften vier Brü⸗ der Leichtweiß haben zuſammen ein Alter von 304 Jah⸗ ren. Der eine iſt 82, der zweite 76, der nächſte 74 und der vierte 72 Jahre alt. * LCauterecken, 4. Aug. Ein geiſtesſchwacher bejahrter Ein⸗ wohner erdroſſelte im Walde ſeine verheiratete Tochter underhängte ſich dann bei ſeiner Rückkehr im Hauſe. Die unglückliche Frau war einige Tage vermißt. Nachbargebiele Motorradunfall mit tödlichem Ausgang * Mainz, 4. Auguſt. Vergangene Nacht kurz nach 1 Uhr verunglückte auf der Hochheimer Landſtraße der 21jährige Motorradfahrer Heinz Wagner aus Mainz⸗Kaſtel und deſſen Beifahrer Martin Kullmann aus Hochheim, wobei der erſtere ſchwere Kopf⸗ und Geſichtsverletzungen davontrug, während der Beifahrer ſofort den Tod 2 Worms, 4. Auguſt. Einbrecher drangen in das Ge⸗ bäude der Sparkaſſe ein und ſtahlen aus der Wohnung durch ein Nachbargebäude eingedrungen und kehrten auf dieſem Wege wieder zurück. Sie entkamen unerkannt. sw. Bensheim, 2. Auguſt. Ein Vorkommnis— ſo ſchreibt das„Bergſträßer Anzeigeblatt“— macht eben von ſich reden. Stieg da in Bensheim ein Mann aus einem Nachbarorte mit einem Ruckſack in den Autobus ein. Unterwegs, man weiß nicht recht wie, ſtieß der Paſſagier mit dem Ruckſack wider, es tat einen Krach und eine Korbflaſche mit Eiſenlack war zer⸗ brochen. Nicht nur der ganze Ruckſack und ſein Träger, ſon⸗ 1555— das Unglück ſchreitet ſchnell— auch andere Paſſagiere, ie von buchſtäblich lackiert. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu ſorgen. * Erbach i.., 4. Auguſt. Auf dem Wieſenmarkt ſtürzte ein junger Mann aus Vielbrunn aus der Schiffſchaukel und brach beide Arme. * Miltenberg, 4. Auguſt. Die 16 Jahre alte Tochter des Steinhauers Otto Umſcheid im nahen Großheubach war in der Lehmgrube damit beſchäftigt, Lehm in die Körbe zu füllen, Neues aus aller Well .— Ein Pferd durch Bienen getötet. Dieſer Tage kam auf einem Donauwörth benachbarten Gutshof ein Pferd in den Bienenſtand. Durch Schlagen nach den Bienen wurde das Pferd durch die Inſekten derart übel zugerichtet, daß es einige Stunden darauf verendete. Der Gutsverwalter und ein Praktikant, die das Pferd befreien wollten, konnten ſich nur mit Mühe vor den wildͤgewordenen 17 Bienenvölkern retten. —. Der Juwelendiebſtahl am Kurfürſtendamm. Zu einem Schaukaſtendiebſtahl am Kurfürſtendamm in Berlin erfahren wir, daß ſich bei der Kriminalpolizei ein 24 Jahre alter Arnold Knolk gemeldet hat, der erklärte, daß er der Dieb ſei. Knoll iſt ſeit längerer Zeit arbeitslos und es geht ihm ſehr ſchlecht. Um zu einer Unterkunft und ordentlichem Eſſen zu kommen, ſchlug er die Scheibe des Schaukaſtens ein und nahm zwei eines dort untergebrachten Beamten 70 /. Die Täter waren dieſem Intermezzo garnicht ergötzt waren, wurden als ſich plötzlich Erdmaſſen löſtten und das Mädchen, das ge⸗ bückt ſtand, verſchütteten, ſodaß die Bedauernswerte erſtickte. noch zwei Stunden in der Nähe des Schaukaſtens ſtehen un! wartete darauf, daß jemand ſeinen Griff 2 haben und ihn feſtnehmen laſſen werde. Aber nichts dergleichen geſchah Als er ſeine Erwartung getäuſcht ſah, begab er ſich ſelbſt zuk Polizei und brachte zum Beweis, daß er der Dieb ſei, dis beiden Schmuckſtücke gleich mit. Tatſächlich iſt es bisher noch nicht gelungen, auch nur einen einzigen Zeugen zu ermitteln, der den Vorgang beobachtet hat. Von den geſtohlenen Sachen fehlen noch ſechs kleine Damenarmbanduhren an ſchwarzem Moiréband im Geſamtwert von 400 4. Ob Knoll dieſe Wert⸗ ſachen irgendwo verſteckt hat und nur die Bijouterien vor⸗ zeigte, um eine gerinere Strafe zu erhalten, wird noch unter⸗ ſucht. Er wurde vorläufig feſtgenommen. — Die Maffia von Palermo. Im Kampfe gegen die ſizilianiſche Maffia gelang es der Polizei, eine Verbrecher⸗ bande unſchädlich zu machen, die in mehreren Ortſchaften um Palermo ihr Unweſen trieb. Die Bande hatte die Bevölke⸗ rung ſeit längerer Zeit unter Terror gehalten. Die Behör⸗ Bande zur Laſt fallen. Unter den 200 Verhafteten befinden ſich zahlreiche heimliche Führer der Maffia, denen es ſogar teilweiſe gelungen war, öffentliche Aemter zu bekleiden. Dt= r Weiternachrichten der Karlsruhergsandeswetterwarte Beobachtungen badiſcher Wetterſtelen(7* morgeng) Luft⸗ Tem⸗ Se 2 22 See⸗ SeE 82 Wind 88322 den. N r eeee, e maium Ci SSSiEſ Richt. Stärte S Wertheim 151— Königſtuhl 563 763,5 16 18 15 N0(leicht bedeckt Karlsruhe 120 763,1 18 2316 ONO* 5 Bad.⸗Bad. 213 762,6 17 23 19 80 lleeicht wolkig Villingen 712 764,44 17 21 16 NO„ bedeckt 5 Feldbg. Hof 1275 641,5 13 13 12 8 eicht Vadenweil.— 763,1 16 22 3 ſtin Rebel St. Blaſien 780— 15 1910 bedeckt Höchenſchw.!—— 7—— Hoher Druck bedeckt auch heute noch faſt ganz Europa, doch iſt über dem ſüdweſtlichen Teil ſeit geſtern fortgeſetzter Druck⸗ fall zu beobachten. Durch die Lage des Hochdruckkernes über Nordeuropa hält jedoch vorläufig die Nordoſtſtrömung und damit das ziemlich heitere und ſchöne Wetter an. Da voraus⸗ ſichtlich nach Auffüllung der noch über Weſtrußland erkenn⸗ baren Tiefdruckrinne ein Zuſammenſchluß des nordruſſiſchen Hochdruckgebietes mit dem über Innerrußland liegenden ſich vollziehen wird, werden die über Weſtfrankreich auftauchenden Störungen nur eine vorübergehende Unterbrechung des hei⸗ teren Wetters herbeiführen. Wetterausſichten für Samstag, 6. Anguſt: Noch überwie⸗ gend heiter, trocken und warm, vorübergehende Gewitternei⸗ gung. Herausgeber, Druger und Verleger. Druckerei Dr. Haas Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim, E 6, 2 Direktion: Ferdinand Heyme. Chefredakteur: Kurt Fiſcher(beurlaubt). Verantwtl. Redakteure: Für Politik: H. A. Meißner Feuilleton. Dr. S. Kayſer.— Kommunal⸗Politik u. Lokales: Richard Schönfelder— Sport und Neues aus aller Welt. Willy Müller— Handelsteil: Kurt Ehmer Gericht und alles Uebrige: i..: Richard Schönfelder— Anzeigen: Dr. E. Stötzner wenn es auf Wanderungen und Touren eine schmadchafte, warme Mahlzeit geben soll. Ich bin praktisch verpackt, schnell zubereitet und nicht teuer. NMoꝛz CAGD⁰ν,upst und andere Suppen in Wurstſorm Doch Higgins die temperamentvolle Charakteriſtik ſeiner Wort„Simili“ haben. Wie geiſtesabweſend ſtarrt er vor ſich hin. Und murmelt nur immer wieder mechaniſch: 5 „Simili? Simili?.. Coddam!“ „Ja, goddam!“ wiederholt der andre finſter.„Ein Klü⸗ gerer iſt uns zuvorgekommen. Hat die Pretioſen weggeholt und Glas hineingelegt. Wir waren die Dummen!“ Lange Pauſe Higgins ſen. trommelt einen Sturmmarſch auf der Tiſch⸗ platte. Higgins jun. ſtarrt noch immer wie blöde vor ſich hin. Dann fragt der ältere Mann: „Haſt du Sorge getragen, daß der da unten—“ ſein Dau⸗ men macht eine Bewegung zum Fenſter hin, um den Kirch⸗ hof draußen zu kennzeichnen—„keine unnützen Ausgaben verurſachte? Großer Pomp und derlei Klimbim?“ „Hab' mich nicht drum gekümmert.“ ble Char ter Perſon. Das ſcheint ihn für dergleichen immun gemacht zu gangen. Nachtlokale und ſo was?... Haſt du ſeinen Kor⸗ pus e Geldtaſche? Portefeuille?“ „Nein.“ „Warſt aber doch wenigſtens bei der Aufnahme des Be⸗ 1 8 zugegen?“ „Nein. „Idiot! Wo iſt der Sniff?“ „Weiß nicht. Iſt mir auch gleichgültig.“ Higgins ſen. packt ſeinen Sprößling beim Rockknopf und ſchüttelt ihn hin und her. n Bengel du! Wozu ſetzt man ſowas in die elt!“ „Well! Da mußt du dich ſelbſt und Muttern fragen!“ Urtel Higgins knirſcht vor Wut. Am liebſten möchte er dem Frechling da vor ihm eine Ohrfeige geben. Links und rechts. Daß es nur ſo knallt. Aber was nützt's? Lieber ver⸗ ſuchen, ihn wo anders hinzuſchubſen, wo's was zu ergattern gibt! Und wo er nicht wieder reinfallen kann, wie bei den Gould⸗Brillanten! Er reißt ſich alſo trotz ſeiner Wut zuſammen und ſagt: „Jetzt heißt's Geld ſchaffen! Die Reiſe koſtete unbändig. Zwei Perſonen. Immer 1. Klaſſe. In Erwartung der Mil⸗ lionen! Alles in den Wind! Und jetzt auch noch die Begräb⸗ niskoſten! Das halte der Teufel aus!“ Well—? Dein Wolkenkratzer jun. iſt nicht im geringſten beleidigt über! „Arbeitet ſeit Wochen nicht. Seit meiner Abreiſe. Wenn ich nicht da bin, ruht ja alles. Faules Pack, ihr ganze Ge⸗ ſellſchaft! Seit der da—“ wieder die Daumenbewegung nach dem Fenſter zu—„in unſere Familie kam, hat er ſich nicht wieder im Wolkenkratzer blicken laſſen. War ja— Esquire geworden! Hahaha! Na, und du—? Haſt wohl überhaupt noch nicht die Naſe hineingeſteckt? Ob da Giftgas fabriztert wird oder Knallbonbons oder Leichenſteine oder Dollarnoten — iſt dir verflucht piepe! Und was die ſchwarze Bande in⸗ zwiſchen getrieben hat? Was Geſcheites ſicher nicht. Muß mich mal gleich drum kümmern. Inzwiſchen mach du deine Dumm⸗ heit wieder gut und ſchaff Geldl“ „Geld? Woher?“ „Pumpen!“ „Von wem?“ „Von Hetty Gould!“ 5 „Eh—? Nachdem ſie meinen Antrag zurückgewieſen hat? „Das iſt doch zweierlei! Deshalb kann ſie uns doch Geld pumpen! Sie iſt dir ſowieſo noch eine Genugtuung dafür imili— „Das wußte ſie doch nicht!“ „Egal! Sie hat uns beſchummelt! In ihrem Schmuck⸗ ſchrank hatten die Gould⸗Brillanten zu liegen! Keine Similt! Vorſpiegelung falſcher Tatſachen! Wenn auch unbewußt! Na alſo—l⸗Wann gehſt du hin zu Miß Gould? 3 Edward kneift die Lippen zuſammen. Er denkt an Hette brüske Worte, an ihren verächtlichen Blick. Und ein letzte Reſtchen von Ehrgefühl regt ſich in ihm. „Gar nicht!“ knirſcht er. 9 ſen. ſtößt einen ziſchenden Laut aus. er ſich hoch. „So tu ich's ſelber. Iſt auch geſcheiter! Du biſt 75 veritabler Eſel! Spinnweben ſtatt Hirn im Schädel! 1 ein ſaures Geſicht wie ein Laubfroſch! Das ſoll der Broa way⸗Dandy ſein? Der Löwe der der society? Oha! Na daß du mir aus den Augen kommſt! Wundere mich 305 nicht, wenn eine ſchöne, junge Dame wie Miß Gould dir de Laufvaß gibt! Der Miſter Blackburgh hat mehr Schmi als du!“ ht ſchadenfrohes, faſt diaboliſches Grinſen verzienz Dann reckt Ein e Edwards hübſche Züge. Die gute Regung in ihm iſt berei verflogen. „Miſter Nelt Dahl Der iſt kalt geſtellt! „Kalt geſtellt? eſo?“ 5 CFortſetzung folgt) „Sitzt hinter Schloß und Riegel!“ kleine Schmuckgegenſtände heraus. Wie er behauptet, blieb 1 den ſtellten Hunderte von ungeſühnten Verbrechen feſt, die der i di lt hat von wegen der „Hahabaha! Natürlich nicht! Biſt nieber Bummeln ge⸗J SinilLaß ſie dich ſo beſchummelt hat v 4 10 Frettag, den 5. Auguſt 1927 5 dis 5. Seite. Nr. 358 Ein Wagen rollt die Straße herunter. Die Pferde haben alle Mühe, ihn zurückzuhalten, daß er nicht in ſauſende Fahrt ch ck⸗ er nd 8. Nn⸗ en ich E* t⸗ e⸗ AN 1 8 t ⸗ 5 WWlee ob — 1 48 . 1 Das Berner Oberland Das Berner Oberland bildet ſchon von jeher einen großen Anziehungspunkt für Fremde. Man findet auch kaum wohl in der Schweiz auf ſo kleinem Raume eine ſo große Fülle von Naturſchönheiten vereinigt, wie gerade im Berner Ober⸗ land. Bald iſt es die Majeſtät der Alpen, bald ſind es die lieblichen Alpentäler oder die blauen Seen, die mit ihrem Zauber den Naturfreund immer wieder erfreuen und für ſich einnehmen. Zahlreiche Bergbahnen haben dieſe Gegend er⸗ ſchloſſen, das Maſſiv von Jungfrau, Mönch und Eiger ſind bis in die Nähe der Gletſcherwelt(3457 Meter) zugänglich gemacht worden. Das Berner Oberland umfaßt das Gebiet des Thuner⸗ und Brienzerſees mit ihren herrlichen Ufern bis zu den höch⸗ ſten Bergkämmen und Gipfeln der Kette der Berner Alpen von der Grünſel bis zum Simmental. Im Zentrum liegen einerſeits Lauterbrunnen und Grindelwald am Fuße der Jungfrau⸗, Schreckhorn⸗ und Wetterhorngruppe, andererſeits Kanderſteg und Adelboden am Fuße der Blüemlisalp⸗ und Wildſtrutelgruppe. Zwiſchen dem Simmental(von Spiez nach Zwei⸗ ſimmen) und den Lütſchinentälern(von Interlaken nach Grin⸗ delwald und Lauterbrunnen) liegt das Tal der Kau der. Durch dieſes Tal führt die Berner Alpenbahn nach Kander⸗ ſteg und durch die Berner Alpen nach Brig. Die Lötſchberg⸗ bahn durcheilt von Thun bis Brig eine Strecke von 84 Kilo⸗ metern. Sie iſt im Gegenſatz zur Simplonbahn keine inter⸗ Blümlisalpgruppe nationale Linie. Ihre internationale Bedeutung erhält die Bahn durch ihren Zuſammenſchluß mit der Simplonlinie, an deren großen Tunnel Brig⸗Iſelle ſie unmittelbar hinführt. Sie rückt dadurch eine Reihe ſchweizeriſcher, deutſcher und franzöſiſcher Städte, namentlich das Touriſtengebiet Berner berland bedeutend näher an die großen Handels⸗ und Fremdenplätze des nördlichen Italiens heran, an Mai⸗ land, Genua, Turin und Venedig. Die Lötſchbergbahn beginnt auf der Schwelle des Berner Oberlandes, in Thun. Als Hauptdurchgangsort nach dem Berner Oberland gilt Bern. Die ſchweizeriſche Bundesſtadt liegt reizvoll auf der frucht⸗ Guren Hochebene zwiſchen dem Jura und den Alpen. Die tadt liegt an der Grenze des deutſchen und franzöſiſchen Sprachgebiets. Von allen größeren Städten der Schweiz weiſt ie Bundesſtadt am meiſten ſchweizeriſches Weſen auf und bietet dem Fremden ein Städtebild von oanz beſonderer Altcnart. Wenn man ſo dirch die 5 tſtadt wandert und alle paar Schritte ſtehen bleibt, gefeſſelt feinch kunſtreiche, kronengeſchmückte Wappen über den Türen, Balgearbeitete Fenſterfrieſe und graziös geſchweifte Erker und Tolkone, dann glaubt man ſich aus dem raſtlos haſtenden ſchtomen, der Neuzeit in die beſchauliche Ruhe längſt ent⸗ bchwundener Jahrhunderte zurückverſetzt. Als idealſter Aus⸗ 55 alter Baukunſt erhebt der ſpätgotiſche Bau des Münſters edlen Formen über den Kern der Altſtadt. Vielſeitig, Tun das Stadt⸗ und Landſchaftsbild, iſt auch das geiſtige und dierleriſche Leben Berns. Am ſüdöſtlichen Horizont zeigt ſtre Hochalpenwelt ihre ſchönſten Gipfel; in leuchtender Hoheit reben die ſchneebedeckten Bergrieſen empor. Nach dem Thuner⸗See 1 Zwei Eiſenbahnlinien verbinden Bern mit Thun, das — 5 Anfangsſtation der Berner Alpenbahn bildet. Die Stadt, Thunc eine Keltenſiedelung(Dunum), gibt auch dem unerſee den Namen. Der See mißt in der Länge 18,2 3,8 Km. und eine größte Tiefe von 217 Meter. Seine eigen⸗ tümliche blaue Farbe erhöht den Reiz ſeiner herrlichen Ufer, von denen man ein prächtiges Alpenpanorama bewundern und genießen kann. Das Dorf Merligen liegt in maleriſcher Bucht. Jäh erheben ſich die ſteilen Felſen; die ſagenumwobene zHohe ſpitze Fluh“ auf der einen und der Beatenberggrat(2000 Meter) auf der anderen Seite, bilden einen impoſanten Hin⸗ tergrund und einen würdigen Abſchluß zu dem maleriſchen Bilde, das die Ortſchaft bietet. Thun iſt genau wie Bern von eigenartiger Bauart. Sein innerſter Stadtteil weiſt originelle, mittelalterliche Formen auf. Die Kurortzeit Thuns datiert von 1835 an. Von wei⸗ teren Orten am Thunerſee ſind noch zu nennen Goldiwil, Hilterfingen, Oberhofen, Gunten uſw. Ueberall findet man einen prachtvollen Erholungsaufenthalt. Die windgeſchützte Lage geſtattet bis in den Herbſt einen ausgedehnten Kur⸗ gebrauch. Thun und Interlaken ſind leicht erreichbar und bieten angenehme Unterhaltung. Nach Spiez und Interlaken Von Thun aus gelangt man nach herrlicher Dampferfahrt nach Spiez. Vom Bahnhof genießt man einen umfaſſenden Rundblick auf den See und die Berge und den von der Bucht ſanft anſteigenden Kurort Spiez. Dieſer wird beherrſcht von der mächtigen Landwarte des Nieſen. Von hier aus hat man eine ſchöne Ausſicht weit ins Land hinaus. Eine Stunde von E. Gyger, Phot., Adelboden Spiez entfernt liegt der kleine Ort Aeſchi, der als Ausgangs⸗ punkt für lohnende Bergtouren gilt. Von Spiez aus führt auch eine elektriſche Bahn nach dem Simmental, bekannt durch das Simmentaler Alpenfleckvieh. Von Zweiſimme n, dem bekannten Sommer⸗ und Winterkurort, gelangt man mit der elektriſch betriebenen Montreux⸗Berner Ober⸗ landbahn über die Saanenmöſer, die Waſſerſcheide zwiſchen Simmen⸗ und Saanental, nach Gſtaad und Saanen im Saanenland, den äußerſten Vorpoſten des Berner Ober⸗ landes nach 15 5 und weiter über Chateau⸗d Oex über Montbovon und Les Avants nach Montreu x am Genferſee. Von Spiez nach Interlaken berührt man mit dem Damp⸗ fer Merligen, Beatenberg mit den intereſſanten Beatushöhlen Faulenſee, Leiſſigen und Darligen. Interlaken ſelbſt zählt zu den erſten europäiſchen Kurplätzen. Es liegt auf dem zwiſchen dem Thuner⸗ und Brienzerſee befindlichen, ebenen Bödeli und bildet den Mittelpunkt des Berner Ober⸗ landes. Die Heimwehfluh, auf die eine Bergbahn geht, liegt 150 Meter über Interlaken und bictet eine herrliche Ausſicht auf die Jungfraugruppe. Der Harder, der 740 Meter höher als Interlaken liegt, gewährt ein großes Alpenpanorama. Der Brienzerſee Vom Oſtbabnhof Interlaken gehen die Züge der Berner Oberlandbahnen hinein in die beiden Lütſchinentäler nach den berühmten Kur⸗ und Fremdenplätzen Lauterbrunnen, Grin⸗ delwald, Wengen und Mürren. Vom ſelben Bahnhof geht auch die Brienzerſeebahn aus, die über Brienz nach Mei⸗ ringen führt, von wo die Reiſe nach Luzern und das Rhonetal führt. Brienz iſt der Hauptort am Brienzerſee. Brienz verdankt ſein Anſehen als Kurort in erſter Linie der präch⸗ tigen Lage am Brienzerſee, der zu beiden Seiten von Ge⸗ birgszügen flankiert iſt, während der Hintergrund im Oſten von der Gletſcherwelt der Suſten⸗ und Dammakette gebildet wird. Die zentrale Lage ermöglicht eine Menge intereſſanter Ausflüge. Der See bietet reichlich Gelegenheit für Waſſer⸗ ſport jeder Art. Zu erwähnen iſt in dieſem Zuſammenhang Kilometer und hat bei Merligen eine größte Breite von noch der Kurort Gießbach, der Brienz gegenüberliegt.* Die Dorfſtraße Von Karl Witzel Denng ſchmiegt ſie ſich dem Gelände an. Krumm iſt ihr Lauf. deit 5eauwille gab die Richtſchnur ab, weshalb ſie nicht wie windet nLineal gezogen erſcheint. Tief unten ſetzt ſie an, in 5 ſich rechts und links, wächſt zur Höhe hinan, um dann ſtr aße d Jeldweg überzugehen. Ihr Geſicht gleicht der Land⸗ e, die die größere Schweſter von ihr iſt. Mit ein wenig hat toſchaut ſie auf dieſe. Obwohl ſie mehr Tage geſehen hat, auch 91 litzvandſtraße den Vorrang abgenommen. Iſt ſie doch ſorgen länger, und der Kreis hat für ihre Unterhaltung zu weilen e 05 5 5 eine 8 nud zu⸗ r Herr Kreisſtraßenmeiſter, ob ſei getreulich erfüllt„ re Kinder bilden die Häuſer, die meiſt unmittelbar an R. batreten. Am Anfang das Haus des Beigeordneten. Argermetſter woßnt im Nachbardorf, da drei Gemein⸗ den zu einer Bürgermeiſterei zählen. Dann das Schulhaus, alt und baufällig, in dem der junge Lehrer mit ſeinen wenigen Hilfsmitteln ſeinen Kindern die Kunſt des Leſens, Rechnens und Schreibens und noch allerlei Nützliches beibringt. In der Pauſe A ſie auf der Straße herum, da der Schulhof ziemlich klein iſt. Der Milchwagen vor dem Anweſen des Aufkäufers, der die Erzeugniſſe nach der nahen Stadt bringt. Luſtig rollen Sonntags die Kugeln auf der Kegelbahn des Dorfwirtshauſes, das in aller Behäbigkeit Trank und Speiſe bietet. Blöken einer Kuh dringt aus dem an der Straße ge⸗ bauten Stall des Nachbars. Ein Miſthaufen thront vor dem Hauſe. Je größer der Miſthaufen, um ſo größer der Vieh⸗ beſtand, der Reichtum. Die Scheune des Großbauern kriecht voll Neugterde bis an die Straße heran. Anweſen an An⸗ weſen reiht ſich. Oben, wo der Weg zum Berg mit der zweiten Ausſicht anhebt, das Landhaus des Steinbruchbeſitzers. Biegt ein kleiner Seitenweg ab zu einem Haus, das abſeits liegt, Durch die Wieſenmulde ſchlängelt ſich der Fahrweg zu der Mühle drüben am Abhang. gerät. Hängen der Ziehketten. Peuſche in Ruheſtellung. Rauchwolken aus der Pfeife des läſſig daſitzenden Kutſchers, der zur Bahnſtation ſich begibt. Tiere fallen in Trab, da der Wagen ihren Hufeiſen unliebſam nahekommt. Anſtrengaunden des Fahrburſchen. Bremſe kreiſcht. Hühner ſtieben in ängſt⸗ licher Haſt vor ihnen her. Endlich weichen ſie zur Seite aus. Fahrſpuren preſſen ſich in ihre Eingeweide. Eiſen und Nägel der Schuhe malen ſich ab. Tierkot gibt ihr das Gepräge. Ihr Wochentagsgeſicht. Aber Sonntags ſtellt ſie ſich im Staate vor, da Samstags ſie viel Beſen fegend überſtreichen. Regen netzt ihr Antlitz. Eine Pfütze ſpritzt hoch auf, wie der Radfahrer ſie durchſchneidet. Das Waſſer bindet den Staub. Oft kennt der Himmel in ſeiner Freigebigkeit keine Grenzen, und die Kraft des Wolkenbruches reißt alles mit, was lösbar iſt. Im Winter ſtrömt Schneezucker auf ſie, und in Schnee⸗ ballſchlachten mißt die Dorfjugend ihr Können. Bei Glatteis unausſtehliches Rutſchen und Ausgleiten. Geringer Beſuch. Jeder hütet die Nähe des wärmenden Ofens, wenn er nicht unbedingt hinaus muß. 8 Steckt der Himmel freundliche Miene auf, wird ſie fleißig getreten. Für die Kleinen iſt der Schornſteinfeger aus der Kreisſtadt ein putziger Geſelle. Die Großen dürfen in der Schule einen freien Aufſatz über ihn zu Papier bringen. Alle Augen lugen hinter Fenſterſcheiben, wohin der Gendarmerie⸗ wachtmeiſter ſeine Schritte lenkt. Ein regſames Grüßen nach dem Polizeidiener, der allerlei Amtsgeſchäfte zu erfüllen hat. Dreimaliges langes Schellen:„Es wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß..“ Fenſter fliegen auf. Alles lauſcht. Weniger gern geſehen iſt der Gerichtsvollzieher, der etwas holen will. Der Gerichtsdiener ſtellt Amtspapiere zu. Ware aufzukaufen ſucht der Handelsmann. Flott raſt ſein leichtes Wägelchen mit ſeinem raſchen Pferdchen dahin. Tagtäglich mißt die Dorfſtraße der Poſtbote. aute und ſchlechte Nach⸗ richten ins Haus werfend. Der Herr Pfarrer macht ſeinen Beſuch bei einem Schwerkranken. Im Sommer beleßben die vielen Touriſten, die mit ſicht⸗ lichem Intereſſe die Schönßeit der Häuſer muſtern, ſie. Oft bleiben ſie einen Augenblick ſtehen, etwas beſonders Anziehen⸗ des näher zu ſchauen. Der ſchwere Stiefel ſtapft weiter. Artig grüßen die Kinder. Der Herr Lehrer mit der langen Pfeife ſchreitet ſie ent⸗ lang, wenn die Dienſtgeſchäfte ruhen, er Verbindung mit dem Volke ſucht, um ſeinem Herzen recht nahe zu ſein. In den angenehmen Monden wälzt ſich reicheres Leben über ſie. Kaum gelangt ſie zum Aufatmen, ſo wird ſie be⸗ ſchäftigt. Nachts aber, wenn in einer dunklen Ecke ein Liebes⸗ pärchen verſtohlen tuſchelt, träumt ſie von all dem Geſchauten und Gehörten, um ausgeruht am nächſten Morgen zu neuem Treiben zu erwachen. Machen ſich die Beſuche ſelten, ſo will ihr Herz faſt brechen, ſo leidet ſie unter der tödlichen Langeweile. Eine Träne ſinkt auf ihre Wange, wenn einer der Dorf⸗ bewoßner zur letzten Ruhe gebettet wird. Mit dem Monde verbrüdert ſie ſich nachts, der gleißendes Silber auf ſie gießt, wenn er ſie nicht wie in Aſchenbrödel im Schwarz ihrem Schickſal überantwortet. ann ſtöhnt ſie tief vor Herzeleid auf, daß die hohe Fichtenbäume ihre Klage ſchlucken müſſen. Wandervorſchlage Tageswanderung Hirſchhorn, Hämmelsbach, Unterhainbrunn, Nothenberg, Ruine Freienſtein, Gammelsbach, Beerfelden Sonntagsfahrkarte nach Hirſchhorn.90 Mk., Anſchluß⸗ karte Hetzbach—Hirſchhorn.10 Mk. oder Sonntagsfahrkarte nach Hetzbach.30 Mk. 7 Hauptbahnhof ab:.12,.45, Hirſchhorn an:.36,.00. Beim Kreuzweg in Hirſchhorn links, nördblich, mit der Hauptlinie 11, rotes Kreuz. Vor der Eiſenbahnunter⸗ führung, links Wegweiſer, rechts dem Finkenbach entlang durch Hirſchhorn. Nach 200 Meter geht das Wegzeichen über eine, Brücke. Von da, ohne Markierung, links des Finken⸗ bach's weiter. Bald rechts Wald(Fichtenſchlag), links ein ſaftiger Wieſengrund und das rauſchende, ſprudelnde Flüßchen. Immer am Waldrand auf. Nach 40 Minuten links die Mündung des Brombachs in den Finkenbach. Nach 20 Minuten kurz Wieſen und Feld. Hämmelsbach, genannt der Gaishof, bleibt rechts oben. Ueber ein Bächlein, immer links am Waldrand hin, nach 15 Minuten Unterhain⸗ brunn. Daſelbſt wieder über ein Bächlein und ſogleich rechts geſchwenkt, nordöſtlich. An dieſem Wäſſerlein rechts ziemlich ſteil aufwärts, nach einer Viertelſtunde wieder Wald. Jetzt ſehr ſteil bergan, beim Bächlein bleiben, nach einer Viertelſtunde eine idulliſch gelegene Waldwieſe mit der Quelle des Bächleins. Von da direkt nördlich noch anſtei⸗ gend, kurz vor Rothenberg aus dem Wald und hinein nach Rothenberg. Vorher ſchöner Blick ins Finkenbachtal. Von Hirſchhorn bis Rothenberg etwa—2˙ Std. Wer den romay⸗ tiſchen Weg von Unterhainbrunn bis Rothenberg nicht ſuchen mag, ſchwer zu finden iſt er nicht, denn das Bächlein gibt die Richtung an, wandere naſt Oberhainbrunn weiter bis über das Finkenbachtal die Nebenlinie 40, liegendes rotgelbes Kreuz einmündet. Bei einem Kaſtanienbaum rechts— Bald eine Schwenkung rechts, in Wald und Feld ſteil auf⸗ wärts, am Friedhof vorüber nach Rothenberg, 45 Minuten. Vor Rothenberg ebenfalls ſchöner Ausblick in's Finkenbachtal. Gute Einkehrgelegenheit. Mit dem Wegzeichen rotgelb liegen⸗ des Kreuz öſtlich im Ort auf, dann im Wald etwas ſteil ab⸗ wärts, ſpäter weniger ſteil, über einen Bach und Schwenkung, links, nordöſtlich, nach Gammelsbach. Den langgeſtreckten Ort auf, meiſtens am Waldrand her, zur Ruine Freien⸗ ſtein. Von Rothenberg bis hierher 1 Stunde. Die Beſich⸗ tigung der auf einem Bergkegel gelegenen Ruine empfehlens⸗ wert. Dieſe gehörte im 14. Jahrhundert dem Grafen von Erbach. Wann die Ruine erbaut wurde, ſteht urkundlich nicht feſt, auch nicht wann und von wem ſie zerſtört wurde. Wahrſcheinlich zerfiel die Burg nach und nach, denn 1887 ſtürzte der Torbau an der inneren Seite des Burggrabens ein. Ueber den Gammelsbach und links, direkt nördlich auf der Straße nach Beerfelden. Links Wieſen, der Gammels⸗ bach und zerſtreut liegende Gehöfte von Gammelsbach, rechts auch noch mehrere Höfe, ſowie Feld. Bei den letzten Häuſern links, dabei eine Mühle, noch eine Viertelſtunde Wald. Vor Austritt aus dem Wald, links der Straße die Quelle des Gammelsbachs. Noch etwas auf, eine Viertelſtunde Beer⸗ felden. Von Gammelsbach bis dahin etwa 1 Stunde. In Beerfelden ſehenswert in der Kirche ein Fenſter mit Glas⸗ malereien aus dem 15. und 16. Jahrhundert, ferner die ge⸗ waltige Mümlingquelle, die ſofort 12 Brunnen ſpeißt, endlich 10 Minuten von Beexfelden, an der Straße nach Nirlenbach ein Galgen aus dem Mittelaltar, mit Zentlinde Wanderzeit etwa 4% Stunden. Fahrkarte Beerfelden—Hetzvach 20 Pfg. Beerfelden ab: 18.30, 20.20, Hetzbach an: 18.44, 20.34, Hetzbach ab: 18.48, 20.43, letzterer beſchl. Perſonenzug bis Eberbach. aſelbſt umſteigen, Mannheim an: 20.37, mit beſchl. Perſonen⸗ 22 den Gpbebach 51s Maunbeim und 324 F. Sch. I — BApr--BAnrx Waldhotel Fischkulfur Wundervoll mitten im Walde. Denkbar beste Verpflegung und 55 Erholung.— Pensionspreis Mark.— ALTelephon 624 Bes.: Hermann Lischke. 5 N. angenehmer, gesunder Luftkurort herrliche Spaziergänge Gute preiswerte Gaststatten, Wildbads-Heilquellen, sein moderner Kurbetrieb mit Bahn od. Auto in 5 Min. erreichbar eekteenere Ophenau! Jchn. Hatel u. Pension,, Boldener uler“ Württhg. Schwarzw. 400 m, Post Gernsbach Lautenbach l. MHurglal gasth. u. pens., Lautenfels“ ruh., waldr., staubfr., neuzeitl. eing. ged. Veranda, art..-Pr.Mk. 4. 50. Angeneh. Herbstaufenth. Tel.84 * f 88 22 N. 2411. an Oimmeraudeveibene Baslth. u. Denslon Sommerauer Hol neu renoviert. Ged. Veranba. Gute Küche. für Erholungsbeqdürktige einzig“ Wo bringe ſch melne Auskunft durch Verkehrsverein. Em72 walr Buchenbacd Stat. Himmelreich—— k. t 6 ter Aelten, Hers e. lage. Aig. meg. Eiuterle eig. Landwirtſch. F. Kurgäſte u. Touriſt. beſt. empfohl. Nähe Tannenwald. Staubfr. Lage. Penſionspr. 5 b. voll. Verpfleg. Telephon (Enztal) Gasthaus Hirsch, altbek. hürgerl. Haus, in nächſt. Nähe des Wald. Sch. neu einger. Fremdenz. Sehr g. Küche u. Kell. Mäß. Penſionspr. Eig. Milch. Forell. Bad i. Hauſe. Autogar. Tel. 1. Bef.: Karl Maſt. S219 Bei guter Penſion (pro Tag 4% emp⸗ Proſpekte gratis. fiehlt ſich Gaſthaus u. Vorzügl, Küche u. Keller. Penſion v. 5 an. Bäder, Garage, Telephon Nr. 7. S294 Penſtonspreis 5 4. Telephon St. Georgen Schwarzwald Nr. 144. Beſ.: J. Keru. S280 Schön alx Wiesental, Gasthaus und penslon„Zur Krone“ Eig, Metzgerei u. Landwirtſchaft. Empfiehlt ſich beſtens bei vorzügl. Verpflegung. Pen⸗ ſionspr. Jult u. Aug. v. 5& an u. Sepkl. v. .50 an. Proſp. d. den Beſ. Rob. Steiger. Sommnerferles u? Beſ. Otto Roth. Penſion„zum Rößle“. Kirchzarten 24. Beſ.: A. Wörnert. S237 Stat. d. Albtalbahn. Sz17 Busenbach Gasth. u. Pens. Waldhorn 4. Waldrand gel, ſchöne Zim., gute Verpfl., mäß. Preiſe, In Nähe: Schwimm⸗ u. Sonnenbad. [Garage. Tel. Ettlingen 130. Beſ.: E. Schnurr. Enzklösterle Schöne Fremdenz. m. Veranda, anerk. g. Küche. Ganz in der Nähe d. Wald, in ruh. geſ. ſtaubfr. Lage. Tügl. 2 mal Autoverb. v. Wildbad. Elektr. Licht. Tel. Nr. 11. Mäß. Preiſe. Kurgäſten und Touriſten beſtens empfoh len. S23 Beſitzer: Schul th. a. D. Klalber. bei Wildbad Pension KLAIBER Tolensll Herrl. gel. Ort mitten im Schwarzw., 620 m 5 üb. d. Meere, 7/ Std. v. Herrenalb entfernt. nenemmdmmddmmmmmmmmd Pfullendorf„Grüner Baum“ Anerkannt vorzügl. Unterkunft u. Verpflegung Penſionspr. bis zu.50 M. Proſpekte. In un⸗ mittelbarer Nähe d. Stadt, prächtige Wald⸗ ſpaziergänge, Tel. 133. Beſ.: Karl Walter. S235 nemeemmemdemmdmmmdmd Herbstierien-Aufenthalt 18 92. 1 mafft Schwarzw. Höhen⸗ 2 We 2 luftkurort 800 m ̃ Fost flausen-Raltbach Pension, Alpenblick! Angen. Sommeraufenh. beſ. ſ. Frühfahrs⸗ u. Herbſtkuren zu empf. Gut bürgerl. Kuüche, freundl., luft. Zim., eig. Landwirtſchaft u. Fuhrw. Voller Penſtonspr. inkl. Nachmittas⸗ Hotel Bahnſtation Herrenalb uemn Anmnnnneenunmmenmmnmnnunmmnnm [ealmbach b. Widbad Sreee Schwarzw.) Sehr empfehlensw. Kurfremden⸗Penſion v. Frau [Gottl. Seyfried, b. Bahnh. Schöne reinl. Frem⸗ denz., herrſchfl. Speiſez. gute kräft. Küche; in 5 Min. m. d. Bahn Wildbad erreichbar. Herrl. [Wälder. Für Ende Auguſt u. Sept. 4,50 pr. Ta und Perſon. Nrer Wildbad 105. Gasthof Homnisgrinde a p. Höchſtgeleg. Punkt des nördl. Schwarzwald, 1166 m ü. M. Bahnſtation Ottenhöfen oder Bühl⸗Obertal. Herrl. Ausſicht ins Rheintal, Vogeſ. u. Schweiz.⸗Alpen. Schöne 3 gſow. Schlafſaal. Gute Verpflegung b. mäß. Preiſen. Poſthilfsſtelle und Telephon über Amt Achern. Beſ.: Franz Maier. oder Frauenalb. Für Vereine u Ausflügler groß. Saal m. Klavier vorhanden. Edg7 belm Sasbachwalden T. 251(Achern] Beſ. Gasth..Pens. Gaishöhle Poſtautoverb. mit Achern am Eing. d. bek. Gaishöhle gel. Neu einger. Zim. Gut Haus. Penſ. v..50 an. kaffee f. Juli⸗Aug. 5,50, d. übr. Mon..50. Gasthaus z. Uzenfeld in Wissental„Anee Hahnstation und Posfautohaltesteſle Line Freiburg-Schönau J. W. Idylliſche Lage, ſchattiger Garten u. Wald b. 5. K 5 . emes, l. Küchench Hauſe, eig, Milchwirtſchaft; altbekanntes gut immer, Drue N Scheuern S220 neeeneeeenennmmmmnnmeeneem Tbersteinburg FHshenluftkurort, herrliche Aussicht, Post- Autoverbindung Baden-Baden Gernsbach. Waldkurhaus Wolfsschlucht, anerkannt Taanaaneagaagagearareaan Rönigsfeldut Sobenkafn e Gastof der Brüdergemeine, Hotel und Pensſon vollſtändig eeerr waldreiche, ru Poſthilfsſtelle. Sachen bei Gernsbach(Murgtal) Poſt⸗Autolinie.⸗Baden— Gernsbach— Herrenalb Wildbad. 1 0„Zum Auerhahn“ ſchöne „Lage. G Garten, Preis.50 mit anerk. gut. Verpfl. Beſitzer: Otto Fritz. hürgerl. Haus. Ruhiger Sommeraufenthalt. Penſionspreis von.50. an. Es empfiehlt ſich beſtens A. Locherer, Beſitzer. S289 Bad Wildhad Kunler Gut hürgerlich. Haus in ruhiger freier Lage. Groß. ſchatt. Garten. Bei mäßigen Preiſen Gedeckte Veranda m. S223 2 125 Preiſe. Tel. 4. Uefert schnell gute Küche, stets Forellen, mäßige Preise, Jagd- u. Fischereigelegenheit. Eig. Autoverbind, Tel. Baden-Baden 482. Bes.: Wilh. Spielmann. Hotel Krone mit„Sehwelzerhaus“ Altbekanntes Haus, neu renoviert, Ruhige ummm Lultkuront Mageld Schwarzwald Basthof und Pension„Zum Löwen“ Württ. bei Gernsbach(Murgtal) Haus Nr. 25 Schöner Land- aufenthalt, mit 4 Mahlzeit. zu Mk..50 pro Tag. Anfrag. mit Rückporto M Friedrich Hetzel. anerkannt vorzügliche Verpflegung.— Auto⸗ S218 Garage. Telephon 74. Daadgnn D Heat ſſeſeeddddddddddddenneeadde elne Perle des bag, Schvarwaldles, siner der sehönsten Luftkurorte Deutschlands. 264 bis 650 m über dem Meer Lage am Walde, Eigene Jagd.— Telephon Baden-Baden 179. Bes.; B. Falk. Waldfrieden, Pension, Kaffee u. Bestauration am Fuße der Ruine. Telephon 1097 Baden- Baden, Bes.: Karl Kunzmann. Neu renoviert, Nähe des Waldes. Erholungs⸗ bedürftige finden ſehr gute und reichliche Ver⸗ pflegung bei billigſter Berechnung, Schöner Privatgarten in ruhiger, ſtaubfreier Lage zur Verfügung. Autohalle. 822²3³ Tel. 91 Beſitzer Franz Kurlenbaur, Koch.“ Sülalfcher badisch. Schwarzwald S22¹ b. fl. b. H. Angenehmer Landaufenthalt in Mannheim Steinen i. B. Gastn. l. Metzger. 2, Hschen Proſpekte, Beſ.: K. Gebhardt. S290 E 6, 2. Aettt Schwarzwaldbahnlinie Offenburg-Hausach-⸗ Wolfach-Freudenstadt. 8282 Tiefernadelbad. Herrliche Berg- und Waldwanderung. Zivile Preise. Auskunft durch den Verkehrsverein. Aulofreie Wanderwege bei den Eriberger Waſſerfällen Die Zunahme des Kraftwagenverkehrs hat für den Wan⸗ derer das Bedürfnis in ebenſo raſchem Maße wachſen Iaſſen, auf ſeinen Wegen den Begegnungen und der Staub⸗ entwicklung der Autos möglichſt enthoben zu ſein. Unter dieſem Geſichtspunkt ſind bereits in vielen Gebirgen und nicht zuletzt im Schwarzwald in allen ſeinen Teilen beſondere Wege, teilweiſe von berückendem gieiz, entſtanden, die als gautofreie“ Wege geführt und beſonders geſchätzt werden. Die Wandervereine wie Schwarzwaldverein haben ſich hierin be⸗ ſondere Verdienſte erworben, aber auch Gemeinden ſind neuer⸗ dings auf den Plan getreten, um ihren Gäſten eine möglichſt weite Freiheit von den Straßen, auf denen ſie dem Kraft⸗ wagen ausgeſetzt ſind, zu ſchaffen. Zu dieſen Orten darf ſich auch Triberg zählen. Das Gebiet der Triberger Waſſerfälle, alſo der ganze Komplex eines ungemeinen Wegereichtums, der ſich im Mit⸗ telſchwarzwald mik Triberg als Mittelpunkt des Verkehrs gusdehnt, erfreut ſich nun von Haus aus ſchon des Vorzugs, daß er in einem Maße wie nicht leicht eine andere Gegend, nach allen Seiten und Richtungen den Gäſten die Abkehr von der autobefahrenen Straße als große Annehmlichkeit bieten kann. Dies rührt neben der Weitläufigkeit des auswahl⸗ reichen Gebietes auch daher, daß das Straßennetz, auf dem ſich der Kraftwagen bewegen kann, ſich auf wenige Hauptrichtun⸗ 15 beſchränkt, ſodaß ſchon ein leichtes Ausbiegen ermöglicht, em Verkehr dieſer Art aus dem Beg zu gehen, Von Triberg aus ſind es nur folgende Hauptrichtungen, die als Autoſtraße in Frage kommen: 1. Triberg—Hornberg ängs des Gutachtales über Schonachbach und Steinbis— iederwaſſer; 2. Triberg St. Georgen über Nußbach—Som⸗ merau; 3. Triberg—FJurtwangen über Schönwald und 4. Tri⸗ berg—Schonach. Dazu könnte man als fünftes Glied noch die Stadtſtrecke in ihrer Längenausdehnung von der Bahnhofs⸗ gegend gegen Schönwald und Schonach rechnen. Die Umgehungen dieſer Hauptrichtungen des Autover⸗ kehrs ſind nicht nur leicht, ſondern ſie haben auch den Vorzug der landͤſchaftlichen Schönheit und Erſchließung mancher Strecken, die— weniger gegangen werden. Im folgenden ſollen einige kurze Hinweiſe dafür gegeben werden: Für die Straße Triberg⸗Hornberg beſteht eine Ausweichmöglichkeit auf der ganzen Länge nicht. Die in der leichen Richtung laufenden anderen Wege ſind, ſo ſchön ſie andſchaftlich ſind, Steigungen dur Umgehung der Weg vom Bahnhof über den Haldenhof nach Alpirsbach und von dort auf verſchiedenen Wegen hinunter G nach Schonachbach oder Niederwaſſer, auf der rechten Talſeite die Wege über den Hohnen nach Gremmelsbach und weiter über Steinbis und Althornberg nach Hornberg. Ganz anders wird das Bild auf der Strecke Triberg St. Georgen. Hier hat die Stadt Triberg einen beſon⸗ deren autofreien Fußweg bauen laſſen, der am Ger⸗ wigdenkmal am Bahnübergang in mehreren Kehren auf den Rigi führt und von dort auf der Schattenlage des Nußbach⸗ kales hinter dem Gaswerk oſtwärts durch Wald und über Wie⸗ ſen nach Nußbach zieht, wo er auf die alte Straße nach Som⸗ merau ſtößt, die wiederum autofrei iſt. Es iſt hier ein ungefähr zwei Stunden weiter Spaziergang ohne Auto ermöglicht. Auf der Paßhöhe, wo man die Straße wieder trifft, iſt ein Aus⸗ biegen heiderſeits über die Höhen nach St. Georgen möglich. „Mehrſache Auswahl natürlicher Art beſteht auch in der Richtung Triberg— Furtwangen. Die wenigſten wiſ⸗ ſen, daß man die Straße durchaus vermeiden kann. Längs der Waſſerfälle bleibt ſie ſowieſo abſeits. Von der Höhe der Waf⸗ ſerfälle kann man links oder rechts auf die Kammhöhen gehen und dort auf ſchönen Pfaden, kaum nennenswert weiter, nach Schönwald gelangen: ab dort geht die alte Straße auf die Eſcheck, von dort der ſchöne Waldweg über den Meiſterberg teilweiſe kompliziert und mit etlichen D etzt. Es kommen in Frage linksſeitig als 3 Triberg durch das Priſental über die Gutenhöhe nach Schön⸗ wald oder direkt zur Eſcheck, die durch eines der urſprüng⸗ lichſten Täler des Mittelſchwarzwaldes führt. Abzweigungen nach mehreren Richtungen ſind daher jederzeit möglich. Nach ſees ein angenehmer Waldweg durch den Wäſſerlewald oder Wittenbach vorhanden. In der Richtung weſtwärts Triberg— Schonach ſteht wieder eine alte Straße als autofreier Weg zur Verfügung. Man zweigt bereits im Stadtweichbild beim Krankenhaus ab und hat bei der Wallfahrtkirche ſchon die Haupthöhe erreicht, geht weiter beim Bergſee und Friedhof vorbei. Beim Bergſee kommt auch der Panoramaweg heran, der als Zugang benützt werden kann, von der Doldſtraße und dem Jägerhaus her die Fußwege über die Halde des Faulberges. Weiter auf der Höhe führt der vorerwähnte Weg durch den Wäſſerlewald.—Witten⸗ bach, gegenüber auf der nördlichen Talſeite vom Jägerhaus her der ebenfalls ausſichtsreiche Weg über Roßgrund—Vogel⸗ ebenfalls mit mehreren Abzweigungen nach Be⸗ ieben. 5 Bliebe als letztes das Stadtgebiet ſelhſt. In dieſem kann man dem Autoverkehr mit Hilfe der weitreichenden Fußweg⸗ anlagen gut aus dem Weg gehen. Schon beim Gang vom Bahnhof aur Stadt laſſen ſich links und rechts die Endſtücke des Panoramaweges benützen, wenn man am Bahnhof gleich zur Bahnausſicht und am Bahnübergang zum Rigi anſteigt und zur Stadt gelangt, links in die Villenſtraße der Berg⸗ ſtraße mündend, rechts etwas weiter bis Oberſtadt mit mehre⸗ ren Abgängen in die Mittelſtadt. Alle ſonſt von Triberg ausſtrahlenden kleineren Straßen und Sträßchen, wie z. B. auf die Geutſche, werden von Kraft⸗ wagen wegen ihrer ſchmalen Beſchaffenheit und Steigung ſo gut wie nicht befahren und bieten daher ohne weiteres Frei⸗ heit von Staubplage. Dazu kommt das reiche Netz von ſon⸗ ſtigen Wegen und Pfaden, ſodaß die Gebirgszone, in der als Herz die Triberger Waſſerfälle pulſteren, zu den hegünſtigſten Strecken des ganzen Schwarzwaldes überhaupt zählen. W. Romberg(Triberg). Im Wellkurort Von Auguſt Fiſcher Wo unten im Südoſten Deutſchlands die Grenze durch ein Land ſich zieht, an deren beiden Seiten die gleichen Menſchen wohnen, die die gleiche Sprache ſprechen, die gleichen Wälder ſtehen, die gleichen Häuſer gebaut werden; dort wo die Sage eutſchlands größten Kaiſer ſchlafen läßt, dort wo ſeit ewigen eiten ein ſaures Waſſer läuft, um das ſich Fürſten und Bi⸗ ſchöfe jahrhundertelang ſtritten, dort wo die Urſachen zur ründung Münchens liegen, dort wohin heute in gut einer halben Stunde das Flugzeug Menſchen und Poſt von München aus befördert: da liegt Bad Reichenhall. Wo fjährlich 40 000 Menſchen Erholung ſuchen, wo London ſo gut bekannt iſt wie Moskau und New⸗York wie Kairv, wo jedes Haus in einem Park ſteht, da mag es wohl ſein zu bleiben. Wo die Symbole ſich in jedem Auge paaren: Bad und Alpen; gepflegteſte Kultur— gebundene Natur; Genuß— Wer dächte nicht noch an mehr? An ein D⸗Zug⸗ abteil mit Ferienſonne vom Himmel und im Herzen; an Kur⸗ parkmuſeſtunden, Theater, ee Reunion und Flirt; an Bergtouren und Alpenſeen! Wo die helle Hoſe und die blaue Leinenjoppe mehr gilt als Cout und ſteifer Kragen, wo im Kurpark bei großem Konzert einheimiſche Tracht wandelt, neben der fremder Länder, wo man ſich grüßt, weil man ſich vom Sehen kennt und weil das Beglücktſein im Genießen dieſes ſchönen, feingeſtimmten Fleckchens Erde in einander ſonſt fremden Menſchen, ſo was die dankbare Zuſammenge⸗ hörigkeitsgeſinnung auslöſt, wo jede Annehmlichkeit der Groß⸗ ſtadt mit der Ungezwungenheit des Landes und die Heilkraft der Soole mit der Pracht der Alpen ſich vereinigt, dort liegt das Weltbad. Wo im geographiſchen und geſellſchaflichen Mittelpunkt nach Furtwangen. Eine landſchaftliche ſchͤöne Variante iſt ab der Stadt, im erſten Hotel— Alexmannſtein— eine faſt 1000⸗ Weſten iſt von der zweiten Straßenkehre oberhalb des Berg⸗ ährige Tradition wohnt, dort wo im Winter und Frühjahr auf großer, breiter, warmer Glasteraſſe eine ſüdliche Sonne über ſchneebeh kte Berggrate und Gipfel leuchtet; dort wo beim Mokka eine Geige den Rythmus für bewegliche Paare auf weichem Teppich ſingt, dort in dieſem Hotel, wo mancherlei Fremde, eigenartig und nicht ohne Steifheit ſich miſchen: Schichten, Nationaglitäten, Geſchlechter, ſo wahrhaft ein Platz, um mal auch einige Zeit nicht gereizt zu ſein, nicht gehetzt zu ſein und ſich Zeit laſſen zu können in jeder Lebenslage, dort waltet die ruhige Romantik des Welthotels.— Aus Vädern und Kurorten * Bad Soden a. T. Seit Erſtellung des neuen Kurhauſes, Freiluft⸗Schwimmbades uſw. und der völligen Reorganiſation des Kurbetriebes hat eine erfreuliche Zunahme der Frequenz eingeſetzt. Ferner geben die außerordentlichen Heilerfolge bei Aſthma und Katarrhen Anlaß zu vermehrten Beſuchen durch mediziniſche Kreiſe: ſo weilten in dieſen Tagen Profeſſoren und Kliniker ſowohl der Univerſität Marburg, wie auch der Univerſität Frankfurt a. M. in ſtattlicher Zahl hier. Endlich veranlaſſen die prächtigen Feſtſäle und Nebenräume in ſtei⸗ gendem Maße zur Abaltung von Tagungen und Kongreſſen. * Starke Frequenz im fübdlichen Hochſchwarzwald. Die Fremdenziffer iſt in den Kurgebieten und Höhenſommer⸗ friſchen des ſüdlichen Schwarzwaldes nach einlaufenden Be⸗ richten erheblich größer, als um die gleiche Zeit des Vor⸗ jahres. Die ſtärkſte Beſucherzahl weiſt wieder Hinter⸗ zarten auf, dank ſeiner überaus idylliſchen Lage von Rhein⸗ ländern und Norddeutſchen, aber auch von badiſchen Er⸗ holungsreiſenden immer beſonders bevorzugt. Die Hotels ſind hier faſt vollſtändig beſetzt und auch die Privatpenſionen haben alle Zimmer belegt. Eine erhöhte Frequenz verzeichnet Titiſee, das hauptſächlich wegen ſeinen Strandbädern, der Boot⸗ und Segelfahrtgelegenheit und der Fiſcherei viel 605 geſucht wird. Schließlich iſt in dieſem Gebiet noch Neuſta! t zu nennen, das gleichfalls eine höhere Fremdenziffer, als im Vorjahre aufweiſt und überhaupt einer vielverſprechenden Hauptſaiſon entgegenſieht. Die zentrale Lage Neuſtadts im Mittelpunkt der Höllentalbahn und als Ausgangspunkt der Linien nach Titiſee⸗Seebrugg und nach Bonndorf, die leichte Erreichharkeit der Wutach⸗ und Gauchachſchluchten, ſowie des 1200 Meter hohen Hochfirſtes mit ſeiner überwältigenden Fernſicht ſicher ihm ſtets bedeutenden Wanderer⸗ und Sommer⸗ gäſte⸗Verkehr. * * Führer der Stadt Ludwigshaſen a. Rh. Herausgegeben vom Verkehrsverein Ludwigshafen. Der Text wurde von Direktor Dr. A. Zwick verfaßt. In gefälliger Aufmachung bietet ſich der Führer dar, der in kurzen Zügen die Ent⸗ ſtehung, Entwicklung und Eigenart der Stadt ſchildert. Prächtige Bilder halten wichtige Punkte der Stadt feſt. Einen Mangel weiſt der Führer auf, er enthält keine Karte von Ludwigshafen. Dem Fremden wird er aber eine wertvolle Hilfe bei einem Gang durch die Stadt ſein. * Flugzeughöchſtleiſtungen. Dabet denken wir beute eigentlich nur an die Ozeanflüge. Was für gewaltigs Lei⸗ ſtungen die Ueberquerungen der Oſt⸗ und Weſtalpen, nament⸗ lich die München—Mailand⸗Flüge bedeuten, ſchildert uns der geiſtige Urheber dieſer Flüge, der gleichzeitig auch alle Flüge mitmachte, Major Franz Hailer, im letzten Hefte der Deut⸗ ſchen Alpenzeitung(Bergverlag Rudolf Rother, Mün⸗ chen, Hindenburgſtr. 49). Im gleichen Hefte berichtet der eben⸗ ſo gut bekannte Schweizer Walter Mitteryolzer, der Direktor der Ad Aſtra Aero, Zürich, über eine Ueherfliegung des Demawend. In den Rahmen dieſer beiden Auffätze fügt ſich ein reich bebildertes Preisausſchretiben. Es gilt, zehn Flugzeugaufnahmen aus den Oſt⸗ und Weſtalpen möglichſt genau zu beſtimmen. Für dieſe Leiſtung ſtehen 17 Freiflüge zur Verfügung. Das Heft wird ergänzt durch einen pröchtig geſchriebenen Aufſatz üher einen der hervorragendſten Berg⸗ maler überhaupt, den Münchner Profeſſor Otto Bauriedl. FRRrrrrre ⁵̃ ̃ ̃ ᷣ̃ß ̃⅛——tlfffrrrrrrf!.!.!. ĩ⅛ôVX»QUXT—XL—.—— ͤ ¼ ̃èͤßß]¾qr—ͤä33 5 1 — Vereine. Erſtkloſſige Speiſen u. Getränke. Kaffee u. Kuchen. 228 — Bierhe Schönſter Ausflugsort für Geſellſchaften u. Iderhof be— Großer ſchattiger Garten. 5. Schwinn. eeeeeeeeeeen eee eneneeeeeeeeeeeeeeeeeneen Stanlpad Hönigei0. Gaſthaus u. Fremdenheim z. Schönberger Hof altbekanntes gutempfohl. Haus, vorz. reichl. Verpflegung bis.50 4. Auneneeeeeeeeeeeeeeneneenem aeee nuneneeeeeeen AKurorte und Penſion. Angenehme m. 4 Mahlzeiten Penſionspr. 4 Tel. i. H. Beſ. K. Flechſenhaar. 2 Ladenburg a.. Bahnhofhotel gegenüb. d. Bahnhof, Halteſt. d. Autobuslinie 'heim⸗Schriesheim. Gut bgl. ute Küche, beſtgepfl. Weine u. Biere. Große okalit. Schön. ſchatt. Garten. Neu einger. Fremdenz. Tel. 124. Ad. Bechtold, Beſ. S227 Haus, anerk. Fam neeßberg Im bayr. Odenwald(Bahnstatien Stracke Mittenberg ä..) Ruhige, zahlr. Wald⸗ u. Cate e. Freibäder. pension und Ca Peuſionspreis.50& b. erſtkl. Verpflegung. ſchöne Lage, Ausgangspunkt für 6 K. Schwab Beſte Mannheimer Referenzen. S238 Sommerfrischen Weinheim virir lar Gut bürgerliches Weinreſtaurant; am Eingang des herrlich. Birkenauertals gelegen, Fremden⸗ zimmer mit und ohne Aufenthaltsräume mit altdeütſcher Weinſtube. Gedeckte Autounterkunft gratis. Bekannt für Ia. Küche— reine Weine— mäßige Preiſe. S226 Beſ.: Richard Lang, Fernruf 133. Sommer- und Herbst-Kuren GeSUõ RNhheit und ſelle Haftſausend fache Hejfeffolge Ausfühflichen Nospekfcufeh. BAD-S HURIIOTEL,STERNEN BADEN bei Zürich. —— Landaufenthalt Sommergäſte finden noch Aufenthalt Ende Aug. u. Sept.in ſehr ſchön., obſtreich. Gegend im Unterſtelnbacher Tal. Penſionspr. pr. Tag .50. Gute Verpflegung zugeſichert. S239 Albert Barth, Gaſthanus zum„Ochſen“, Unterſteinbach O. A. Oehringen, Tel. Nr. 5. eeenenncerm TTinmenultriuumenitinmenifll eus Park-Hotel; Neusfedf à. Haerdf 2 Deufsche Niviera neu eröffnet euf der Hembeacher Hôhe) Telephon Slo0 Vornehmsfes Haus em Pletze. Zusemmen- S treſſen der qufen Gesellschell. ee Hmeni der dien—Fhothaieilaben mit prächtigen Landschaftsbildern. Nähere Auskunft und Fahrpläne durch die Verkehrsbüro's und die Direktion in Heilbronn, Fernsprecher Nr. 38. „Aanpbödifabt nWISsoehen (8237 ee ffferpepee dchorheim Lae e batee rholungsbedürft. angen. Aufenth. Großer E Saal Preiſe. Tel. . Vereine u. Gellſch. koſtenlos. Mäß. Aagmpaamnanmmgmmamnmmmm Sage direkt am Wald. Für 8. Beſ.: Wilh. Krämer. S227 Mittelalt. Stadt m. prä .-ate Mathudera ſchönſte Lage u m. herrl. Fern O. Dathe,(fr. t. Baut, Hohenſtaufen⸗ pfalzſereuzgänge Kirch. 200 m hoch üb. d. Neckar, „Ausſicht Wimpfens. Café⸗Terraſſ. bl. Soolbäd. i. 5. Mäß. Penſ.⸗Pr. Holl's Weinſtube Heilbronn a..) Hönenluftnurort Scheuern, ualion Gernsbach auf der Linie Rastatt—Forbach liegt 1 nächster Nähe vom ochwalde, 300 Meter über dem M. schönsten ozonreichen Tannen- eere, in staubfreier, ßegen Nord- und Ostwinde geschũtzter Lage, mit präch- Uger Aussicht erstein. hat ins romantische Murgtal und auf Schloß ausgezeichnetes Ouellwasser und ist wegen er aui die Gesundheit wirkenden reine belebenden, heilzamen, ozonreichen Luft ärztlich ben empfohlen. les di ieten. en vereinigt sich, um dem Kurgast dasjenige zu und Was er in nd lagt den Höhenluftk einem ländlichen Aufenthalte sucht, urort Sch n als Aufenthalts- 155 für Erholungsbedürftige und Rekonvaleszenten in dohem G rade geeignet erscheinen. Eine Fülle der präch- Alen, Spazier wege, die Berg und Tal erschlieien, mi 1 en, mit den elelen Wegweisern und Ruhebänken versehen, la- Gele im Freien ein und geben dem Wandrer zu Senheit, die sehenswerten Punkte der Gegend bequem ehen. Eing Wanderung von 84 bis%½ Stunden ex rei Achten nächsten Höhen genügt, um die schönsten Aus- 0 en anen—. Murgtal, Albtal und Rheintal genießgen zu Kreuzungspunkt der Murgtalstraßle Rastatt F Pfoudenstadt und der Verkehrsstraſſe Baden-Herrenalb- oryheim be 12 2. Hopchönheiten und Ausflugsorten gelegen, rbindungen 5 ſuftkurort 55 er kür bequeme und bergesfrohe Wanderer. Wildbad und inmitten bedeutender Na- bietet der Scheuern ein überaus günstiges Stand- Auto- Gernsbach-Baden-Baden—HerrenalbWild- „Bad Teinach-—Calw, Liebenzell-Neuenbürg, s0 Wie Dernsbach—F orbach—Freudenstadt ermöôglichen des wei- 2 bunktes Besuch entfernter liegender Grte und Höhen- lange 5 un Ne en trennt ze. * 082(d. K. lange Insel) liegt östlich von Norderney, zwischen Baltrum im 5 üeie Wos im Osten, geschieden von die- e Wasserrinnen, Seegaten genannt; im das Wattenmeer sie vom Festland, im 7 e 15 apesten, Norden und Nordosten ist ale in ihrer gan- 14 kin ige von der Nordsee umfaflt. Die Insel ijst zleng und 1 pis 2,5 km breit. Sie zerfällt in vierkn ger Teile: im Flinthörn—— äußersten Westen das Flinthörn mit den esten und Aune Unterbre das Westende mit seinen mächtigen Dü- das Dorf im groſlen Sũüden, ſordstrande Norden umfassend, sich am da Melkhörn ſchung bis zum grollen Schlopp hinziehen; 5 ch-vorneh Srohstadtu euschaft, der Unte 5 durchkunft, auch nehmlich ern langen, 4 Str adg udeen macht. Fer blie lich NMatu b Nsel übessonne durc 1 Teil aus artenrei, ewachsene Fangeoogs emes Hochgebirges dich Vorstellundb oss ist reisbine M 2. Nen 8 herrsch omme zebkltuende* Fubluns bringen und hen der 15 Femtster, imder eerbennan egebar und Szeiten weit 0 erbd 55 zwangloses, die oilettenrücksichten nicht verzichten Bön, keiten der Städte wie baderselektrisches Licht. 4 0 die Insel auch selte bieten Baehbare grüne Wiesenflachen auf der Watt⸗ iek gdaen dem Auge Gelegenheit, sich von dem An- lchen Vegetati Jahstendliger Be ation. und das Ostende mit der groffen Vogel- Langeoog ist kein Luxusbad, sonde i 18 rn das ein- ine Familienbad der von Berufsarbeit und mast wirklich Erholung suchenden guten Ge- es ankommt auf gute Verpflegung, gute weder durch Platzmangel noch eingeęengtes Strandleben, und möchte auf gewohnte An- asserleitung, Kanalisa- Vor, allen anderen Nordsee- t Langeoog ausgezeichnet dure f urchaus sauberen, nerſel ünstlche durch keinerlei künstliche unvergleichlich schönen zum Idealbad für EKinder verunzierten, über ewig wechselvoll t 8 88 selvollen Meeresfläch trömten weilſen Strandes echen. Für den gehnte 58 von besonderer ogelkolonie und die Für den edeutung ist die ausge- 8 unter dem Einfluß der esonders starke Farben ausgezeichnete, che Blumenwelt. Gewaltige, zum grofien Dünenketten die 0 am imfolge der insularen ein Leines 7 ilde zeigt 8 5 in der oben erwähn- e reine, ozonrei 1 ewegung: während des—— Aell des n Westliche Winde, die selbst im heiße- den Stoffwechsel in 1 22 5 allmählich stattz daher ind 4 ungen zwischen den Tageszeiten kaum die Wärmeunterschiede zwischen den geringer als auf dem Festlande. eise anregen. und dem Me 2 figandanmaaduaaaamgana ieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeneeeeeneeeen. FößsfEMHBERG-AHEMAGEI Das Hotel am Rhein eeeeeeeeeeeeeeeeneeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeene Jaaaggeagmamaaaaaa (früher Caracciola) Leset die MNeimatzeitung ¹,iitf uaunf der Neise! anr Nußerbeb Böde Babnſtunden von Frankfurt a. ,—— durch feine idulliſche⸗ Lage und ſeine Heil⸗ en bei Rüeumatismus, Jöchias, S W. „e eblenf altige Solquellen, Lithium, Stabl⸗ u. Schweſelauellen Höbenſonne, nbalatortum onnenbad mit Solduſche. Herrlicher großer Park un 8. EA El Eeiekt Nurch Helliicde Badedirektion Bad Salsbanten: Staailiches Gol⸗Bad in Sberheſſen ofuloſe, Rachitis uf Ersfklàssige Erholungssfäffe E scheffiger Perk, staubſtele Lege, entzüdtender 3 S Ausblick auf die elfe Sfadf, Heerdigebirge =Und auf die veife Nheinęebene Die Damen Mannheims trinken mit Ihren Krenzschwesfem im Kur⸗ haus PARK. HOTEI. einen gufen Nocca und ſinden vorzügliche Aufnahme. S Auserlesene Nafurweine von ersfsſelligen S Edelveingufern, Münchener Pschorr- Bier, S Bellhelmer Exporſbier, Eis, Liköre, kelfes E Bülteft, ziviler Preis bei Wochenende. Ange⸗ S nehmsfer Ferienaufenfhelf, herrlich gelegene Zimmer mif ſliehendem Vasser. S 8238 Besitzer: L.&TIZler S 1 NMinufe von der Healfesfelle der elekfr. Ober- S lend Bebi-7 Un. v. Hetpfbehrhof gelegen. SaneehhemenHlumennmeh unmellff —— emill CU Inſel öͤſtlich Norderney. Täglich Dampferverbindg. üb. Norddeich u. Eſens. Anf dieſen Inſeln findet man wirklich Rube und Erbolung. und reichliche Berpflegung. Alle Leiſtungen zu tatſächlich 8 hů Malerisches Schwarzwaldstädtchen mit + NAdll. nerrlicher Hochgebirgsumgebung, 542 Meter über dem Meer, in einem weitbuchtigen Talkessel der Wiese gelegen. Verschönerungsverein, Behörden und Einwohnerschaft wetteifern seit Jahren in dem Bestre- ben, das schöne Fleckchen Erde, die„Schöne Au“ ihrem eigentlichen Zweck, als idyllischer komfortabler Kurort, zu erschlieſſen. Hier sieht man noch die ent- zückenden Schwarzwaldhäuser zahlreich und unver- fälscht. Anmutige Schwarzwaldbilder und Szenerien, aus denen der berühmte Hans Thoma mit seinem Pinsel unvergängliche Kunstwerke geschaffen. Naturfreunde u. Maler kommen hier mehr als anderswo auf ihre Rech- nung. Geschützt vor rauhen Winden durch die mäch- tigen Berggipfel der Umgebung, Belchen, Hochgescheid usw., umgeben mit prächtigen Wald-Parkanlagen, die ihresgleichen suchen, in nächster Nähe mächtige Hoch- waldungen, das Tal belebt durch das silberne Band des Wiesenflusses und anderer forellenreicher Gebirgsbäche, 80 bietet Schönau alles was der Erholungsbedürftige chens. Ein vorzügliches Gebirgsquellwasser speist die gewürzte, stärkende Waldluft und idyllische Naturbilder. Keine rauchenden Fabrikschlote verderben die Luft, keine larmende Industrie stört die Ruhe des Städt- chens. Ein vorzüglichs Gebirgsquellwasser speist die Wasserleitung, ein Schwimmbad, elektrisches Licht und noch veile andere Vorzüge machen den Aufenthalt in Schönau zu einem angenehmen. Nach ärztlichen Aus- sprüchen eignet sich Schönau vor allem auch als Sta- tion für Rekonvaleszenten, als Uebergangsstation von u. zu alpinen Kurorten, sowie als heilwirkender Aufer?- halt für Blutarme, Bleichsüchtige, Neurastheniker und für Kranke, die an Verdauungsstörungen leiden. ** Eh 181 inbure In unmittelbarer Nähe von 2 2 Baden-Baden, dem welt- berühmten Kurorte mit seinen schon zur Römerzeit be- kannten Heilquellen, liegt etwa Stunden entfernt, der Höhenluftkurort Ebersteinburg.— Schon infolge seiner landschaftlichen Reize und seiner Höhenlage eignet sich dieser idyllisch und ruhig gelegene Ort mit reizender, abwehslungsreicher Umgebung zum Kur-Aufenthalt für Erholungsbedürtige und Rekonvaleszenten, wie auch für Nervöse und Schwächliche ganz hervorragend. Den den Ort rings umschlieſenden, weithinzlehenden Tannenwal- dungen entströmt eine àußerst ozonreiche, staubfreie Luft, ebenso ist es das milde und doch erfrischende Klima, das geeignet ist, dem menschlichen Organismus Stärkung und Kräftigung zuzuführen und das einen Frũh- jahrsaufenthalt ebenso angenehm gestaltet wie ein Auf- enthalt zur Sommerfrische, oder zur Nachkur. Die klima- tischen Vorzüge Ebersteinburgs sind äàrztlicherseits auch anerkannt und gewürdigt, was schon darin zum Aus- druck kommt, dall bier vor einigen Jahren das weit⸗ hin bekanrte Dr. Rumpf'sche Sanatorium errichtet wurde.— Ebersteinburg, das auch durch die Uhlandsche Ballade„Graf Eberstein“ in der Sagengeschichte bekannt lst, Hegt 500 Meter über dem Meere, hat eigene Ouell- wasserleitung mit vorxüglichem eisenhaltigen Trinkwas- zer. Eine Fülle von gutgepflegten Spazierwegen, die sich nach allen Richtungen hin erstrecken, laden zu abwechs- lungs- und genuflreicher Wanderung ein, und die Nähe Baden-Badens mit seinen gesellschaftlichen Veranstal- tungen, Konzerten, Theatervorstellungen und glanzenden Festlichkeiten ermöglichten es, großstädtischen Lebena- komfort mit Iändlichem Stinleben zu vereinen. So besſtzt Uebertriebene Unterhaltungs⸗Gelegenheiten werden nicht geboten. dafür aber ſaubere Unterkunft. geſunde zeitgemäßen Preiſen. Auskünfte. Führer. Fabrpläne uſw. bereitwilltaſt u. koſtenlos durch die Badeverwa — Eh B 15 Kurz vor Beendigung sei- Er Ac 2. nes 200 km langen Laufes vom Schwarzwald durch die schwäbischen Lande bis zu seiner Einmündung in den Rhein, durchläuft der Neckar tief eingefurcht das Sandsteingebirge des sũd- lichen Odenwaldes. Jahrtausende bedurfte der Fluſ, um sich 300 und 400 Meter tief bis auf sein heutiges Bett einzugraben. So schuf uns die Natur auf der 50 km langen Strecke von Neckarelz über Eberbach bis Hei- delberg jenes reizvolle Gebirgstal, dessen Schönheit uns heute so greifbar entgegentritt. In der Mitte dieser Ge- birgsstrecke weitet sich kesselartig das Tal in einer Länge von 4 km und einer Breite von 1,5 km, so in ver- schwenderischer Fülle eine Gegend hervorbringend, die wie geschaffen zu menschlicher Siedlung war und hier ist es, wo das so schön und lieblich gelegene Neckar- städtchen Eberbach vor nun bald 700 Jahren entstand. Viel Interessantes birgt das Städtehen mit seinen alters- grauen Mauern und Türmchen. Seine waldreiche Um- gebung, durch das blaue Band des gemächlich dahin- fließenden Neckars belebt, ist so recht zur Erholung für die den Lärm der Großstadt Fliehenden geschaffen, Zahlreiche bequeme Spaziergänge, àuch zu Terrainkuren geeignet, führen durch schattige Buchen- und Tannen- waldungen an murmelndem Quell und plätscherndem Bach vorbei. Schöne Aussichtspunkte vermitteln herr- liche Ausblicke in den Eberbacher Talkessel und rufen durch ihre stete Abwechslung immer neue Bewunderung dei dem Wanderer und Erholungssuchenden hervor. Die Wasserfläche des Neckars, wie die Talwinde der Oden- Waldtälchen bringen gegen Abend eine angenehme Ab- kühlung, sodaß dem ruhebedürftigen Großstädter in heiſſer Sommerzeit ein erquickender Schlaf sicher ist. Schnaken sind in Eberbach unbekannt., isch Rhein- 0 een 2 5000 Ein- Remasen- Rrinn. wohnern, in schönster Lage am Rhein, mildes Klima, -Zugstation, Ausgangspunkt der Ahrtalbahn, Dampfer- anlegestelle der beiden groſſen Rheinschiffahrtsgesellschaf- ten, regelmäſige Fährverbindungen nach der rechten Rheinseite, Verkehrsautolinien mit festen Fahrplänen, Gaststätten aller Art, auch für verwöhnteste Ansprüche, ausgedehnte Wälder in unmittelbarer Nähe, mustergül- tige, gesundheitliche Einrichtungen, viele Sehenswürdig- keiten aus der Römerzeit. E Herrenwies liegt in elnem reizenden Hochtal eingebettet, unterhalb der Höhen- züge der Badener Höhe, in der Nähe des Weltbades Baden-Baden.. Ein frischgrünes Wiesental dehnt sich aus, durchrauscht von klaren Gebirgsbächen, und um- kränzt von blauen Höhen, die mit prächtigen, oft einem Naturschutzpark zu vergleichenden Forsten bestanden sind. Die aussichtsreichen Berggipfel der nahen Badener Höhe, des Ochsenkopfes, ferner des Mehliskopfes, und der etwas eyntf. liegenden groflartigen Aussichtswarte der Hornisgrinde, laden ebenso zu genuſlreicher Wanderung ein, wie die Wege durch wildromantische Schwarz- waldtäler, entlang den rauschenden Bergwassern und Wasserfällen des Schwarzenbaches und der Raumũnzach einerseits, und dem Gertelbach und Grobbach anderer- seits. Zwischen den Höhen grüßen wie dunkle, ge- heimnisvolle Augen, die sagenumw. hochgelegenen Wasser- becken des Herrenwieser Sees, des Mummelsees, Schurm- sees u. Wildsees. Es ist, als wollte die Natur hier allen Zauber einer ernsten und doch 8o unendlich anmuten- den Schwarzwaldlandschaft über dlese Höhen und Täler ausgleſlen, um ein Stück Waldpoesſe von seltener Schön- Ebersteinburg Vorzüge, wie sle kaum ein anderer Höhen- kurort aufzuweisen vermag. heit erstehen zu lassen. Ein Bild stillen Waldfriedens, entrückt dem Alltagsgetriebe, und doch nahe einem mächtigen Fremdenverkehrsstrom; ein Platz zur Ruhe und Erholung wie geschaffen. Wer einmal hier ge⸗ weilt, wird den Aufenthalt in diesem lieblichen Schwarz- wald-Idyll nie vergessen. 1* Badenweiler im südlichen bad. Schwarz- wald, an der Strecke Frank- furt—Freiburg—Basel gelegen,— Station Müllheim, von dort elektrische Bahn bis Badenweiler. Von Frankfurt in fünf Stunden, von Berlin in 18 Stunden(durchgehende Wagen) erreichbar. Badenweiler gilt nicht nur als Thermalbad und Luftkurort, sondern vor allem auch wegen seiner einzigartigen landschaftlichen Reize für eine der meistbegũnstigsten Stationen Deutschlands und des gesamten Festlandes. Am Abhange des Hochblauen, der stolzen Südwestwarte des deutschen Mittelgebirges, daut sich, 450 m über dem Meere, in bergumschlossenem Rahmen ein Bild von einer Lieblichkeit und stillen Größe auf, wie es selbst das reichgeschmückte Badnerland nur einmal bietet. Im Hintergrunde die mächtige Bergkette mit hrem anmutigen Wechsel von Höhe, Schlucht und Tal in jenen tiefen, satten Farben, welchen der Schwarz- wald seinen Namen verdankt— in der Tiefe das Weiler- tal mit seinem hellgrünen, mattenreichen, bachdurch- rauschten Gelände— links Oberweiler, am rebenumspon- nene Vorberge, warm und behaglich hmiegt rechts oben endlich Badenweiler, die Perle in der Krone, vor anderthalb Jahrtausenden aus römischem Kultur- boden entsprossen, eine Erinnerungsstätte wildbewegter Vergangenheit, heute der fröhliche Tummelplatz eines bunten Badelebens, wo sich vor dem Weltkriege alle Völker und Stämme der zivilisierten Neuzeit begegneten. Hier baute der Römer zu den Zeiten des Kaisers Ha- drian, müde der ewigen Stadt, am germanischen Heil- quell seine reichen, marmorstrotzenden Thermen, deren Trümmer— die besterhaltenen nördlich der Alpen— noch heute den Sohn des 20. Jahrhunderts an die üppige Pracht jener längst versunkenen Kulturepoche gemahnen. Altertum, Mittelalter und Neuzeit aber umfängt gemein- sam die ewig junge Natur. Aus dem vom warmen Quell getränkten Boden ist unter der zugleich schonenden und pflegenden Hand des heutigen Geschlechts der berühmte Kurpark Badenweilers entstanden, nicht nur dem Natur- freund, sondern auch dem Pflanzenkenner erfreulich, und mit seinen wechselreichen, bald nördlichen, bald südlichen Baumformen ein beredter Zeuge des günstigen Himmels, der sich über das Ganze ausspannt und die erquickende nordische Kraft mit südlicher Milde und Weichheit glücklich vereint. Das Klima des Kurortes ist subalpin; ausgesprochenes Waldklima. Vorzüglicher Windschutz gegen Norden und Osten, reine Luft, mäaſlii- ger Feuchtigkeitsgehalt. Außerordentlich mildes Früh- Iings- und Spätjahrsklima; mittlere Temperatur im April .3 Crad. Mai 11,58, Juni 16,26, Juli 17,48, August 17,54. September 14,82, Oktober 8,14 Grad Celsius. Daraus er- gibt sich, daſ Badenweiler sich schon im frühen Früh- ling und bis ins späte Spätjahr als Luftkurort bewährt. Gleichmäßiger Temperaturgang, Fehlen schroffer Schwan⸗ kungen, infolgedessen sehr geeignet zu täglichen, lang- andauernden Freiluftkuren. Die Therme ist neben dem Klima das wichtigste Kurmittel; sie ist kalk- und Uthiumhaltis, kochsalzfrel, enthält nicht unbeträcht- Uche Mengen Radiums, hat eine Temperatur von 20 Celsius, ist klgr, farb-, geschmack- und geruchlos, li anderthalb Millionen Eiter in 24 Stunden. Sie wird wiegend benutzt zu Badekuren und auch zu Trinkkuren Zu Terrainkuren sind nicht nur die Wege im Kurpark geeigvat. sondern besondere nach Oertel eingeteilte vor- züglten unterhaltene Waldwege durchziehen in einer Ausdehnung von 67 km die bis an den Ort sich hin- ziehenden Wälder des Hochblauen. Auch als Sommer- krische besitzt Badenweller einen bedeutenden Ruf und ist zu dauerndem Aufenthalt vorzüglich geeigpet. 1 Angaben enthalten. Uttien und Ausland Aus dem Siemens⸗Proſpekt Die im Jahre 1926 von der Siemens und Halske.⸗G. und der Schuckert.... ausgegebene 6,5zinf. Anleihe in Höhe von 25 Mill. iſt jetzt auf Grund eines von der Deutſchen Bank, der Mitteldeutſchen Creditbank, der Commerz⸗ und Privatbank und der Fa. Dreyfuß u. Sohn unterzeichneten Proſpektes zum Handel⸗ an der Berliner Börſe hugelaſſen worden. Inzwiſchen ſind die Siemens Schuckert⸗Werke bekanntlich bereits in eine.⸗G. Augewandelt worden; allerdings iſt die Eintragung in das Handels⸗ regiſter noch nicht erfolgt. Der Erlss der vorliegenden Anleihe, die im Herbſt vergangenen Jahres neben einer gemeinſamen Dollar⸗ anleihe von 24 Mill. aufgelegt wurde, floß den beiden Geſellſchaften zu gleichen Teilen zu und dient zur Verſtärkunf der Be⸗ kriebsmittel, zur Errichtung eines Schaltwerks der Siemens Schuckert Werke...H. in Siemensſtadt und zum Bau einer Stichbahn von Jungfernheide nach Stiemensſtadt. 8 Mill. werden zur Ablöſung von Aufwer⸗ kungsbeträgen der Angeſtelltenſparkonten beider Geſellſchaften ver⸗ wendet. Bilanzmäßig iſt der Proſpekt auf den bekannten Abſchluß⸗ bilanzen vom 30. September 1926 aufgebaut. Neuere Zahlen werden nicht bekanntgegeben. Auch über die Beteiligungen ſind keine neuen Zur Geſchäfts lage wird ausgeführt, daß die Beſchäftigung der Werke der Siemens⸗ u. Halske.⸗G. und der Siemens⸗Schuckert⸗ Werke.m. b. H. befriedigend ſei. Die Verwaltungen nehmen daher an, daß beide Unternehmungen auch im laufenden GJ. angemeſſene Erträgniſſe aufweiſen werden.(1925—26: Siemens u. Halske.⸗G. 10 v. H. Gewinnanteil auf 91 Mill. StAg., Siemens⸗Schuckert 8,5 b. H, Gewinnausſchüttung auf 90 Mill. ¼ Stammkapital). Be⸗ ſchäftigt waren im Mat bei der Siemens und Halske.⸗G. ein⸗ ſchließlich der Siemens Bau⸗Union rö. 10 200 Angeſtellte und 27 700 Arbeiter. Die ausländiſchen Fabriken ſind hierbei nicht mitgerechnet. Die Siemens⸗Schuckert⸗Werke.m. b. H. beſchäftigte im gleichen Mo⸗ Rat rd. 16 500 Angeſtellte und 34 200 Arbeiter. Metallbauk und Metallurgiſche Geſellſchaft A⸗G. in Frank⸗ urt a. M. In Finanzkreiſen will man wiſſen, daß bei der Ge⸗ ellſchaft mit einer Dividendenerhöhung von 8 auf 10 v. H. zu rechnen ſei, doch hängt die Entſcheidung darüber von den Ab⸗ ſichten der bei dem Unternehmen dominierenden Merton⸗ gruppe ab. Keine neue Fabrik der American Glauzſtoff Corporation. Wie mitgeteilt wird, handelt es ſich bei der Meldung über die Errichtung einer neuen Kunſtſeidenfabrik der American Glanzſtoff Corporation nicht um die Neuerrichtung einer Fabrik ſondern um das berekts bekannte Unternehmen, deſſen Pläne zur Konzeſſion eingereicht worden ſeien. Die Inbetriebnahme ſoll auch nicht im September erfolgen, ſondern im September ſoll der Bauanfang erfolgen. Das Werk würde früheſtens im September 1928 fertig, ſeine Produktions⸗ kapazität werde jährlich 4,5 Mill. engl. Pfund betragen und würde 4000 Arbeiter beſchäftigen. Bis zur Fertigſtellung der erſten Fabrit⸗ anlagen befaſſe ſich die American Glanzſtoff Corporation ausſchließ⸗ lich mit dem Vertrieb der aus Deutſchland und Oeſterreich impor⸗ tierten Glanzſtoff⸗Erzeugniſſe. Das Kapital der American Glanz⸗ ſtoff Corporation beträgt nicht 37, ſondern 7 Mill. Dollar. Dividenden⸗Verdoppelung bei der Gladbacher Wollinduſtrie .⸗G. vorm. L. Joſten? Infolge des günſtigen Geſchäftsgan⸗ ges wird die Hinidende aller Vorausſicht nach ein» teigerung von 6 auf 12 v. H. erfahren. Die Ausſichten für das neue Jahr lauten bisher ebenfalls günſtig. Eine Kapitalserhöhung kommt zur Zeit nicht in Frage. (e) Neufinanzierung des Citroön⸗Abſatzes. Die neue Eitroén⸗Geſellſchaft hat ſich durch Umbildung ihrer bisherigen Finanzierungsbank in eine Kreditgeſellſchaft für die Auto⸗ Mobil⸗Induſtrie eine neue Organiſation geſchaffen, die durch Beleihung der Citrosn⸗Vorräte an Fertigwaren den Verkauf auf Kredit in größerem Maßſtabe ſichern ſoll. * Neue Gründungen des Kodak⸗Pathé⸗Konzerns in Hol⸗ land und der Schweiz. Nach der Gründung der franzöſiſchen Kodak⸗Paths⸗Geſellſchaft iſt die Errichtung einer Kodak⸗Ge⸗ ſellſchaft Nattonalttät und einer ſolchen 1211 iſcher Nationalität geplant. Dieſe Geſellſchaften, eren Kapital genügend groß ſein wird, werden ſich mit der Bearbeitung und Ausbeutung derjenigen Länder zu befaſſen ben, die von den Abkommen berührt werden, die zwiſchen 1 5 Kodak und Pathes⸗Cinsma beſtehen. Die Soeiete Pathé⸗Einsma wird für ihre Einbringung in dieſe G. 6 v. H. kumulative VA. erhalten, die von Eaſtman Kodak in Rocheſter garantiert werden. * Igetro.⸗G. in Stuttgart⸗Zuffenhauſen. Die„eg. v..⸗V., beſchloß auf die Vorzugsaktten Lit. C. eine Divibende von 5 v. H. für das Jahr 1926 auszuſchütten. Ueber den Geſchäftsgang im erſten Halbfahr 1927 wurde vom Vorſtand berichtet, daß er zu⸗ iedenſtellend ſel. Auf Grund der im erſten Halbjahr 1927 erzielten mſätze darf erwartet werden, daß der Umſatz ſich im Jahr 1027 gegenüber 1926 etwa verdoppeln wird. durch einige inkändiſche Werke ):( Reichelbräu,.⸗G. in Kulmbach. Bei der Geſellſchaft ſchätzt man die Dividende für das am 30. Juni abgelaufene Geſchäftsfahr auf 20 v. H.(wie im Vorfahre). Eine Er⸗ höhung dieſes Satzes dürfte nicht eintreten. * Abſchlüſſe in der Hermann⸗Tietzgruppe. Aus der Hermann Tietz⸗Gruppe veröffentlicht nunmehr eine Anzahl von Tochterunter⸗ nehmungen die Abſchlußziffern für 31. Dezember 1926. Die mit einem.⸗K. von 6 Mill.„ arbeitende Deutſche Boden⸗A.⸗ Berlin, die eine Reihe von Geſchäftshäuſern und Grundſtlicken zuſammenfaßt, hat das Geſchäftsjahr 1926 mit einem Verluſt von 81275/ abgeſchloſſen.— Die Brandenburgiſche Grund⸗ wert⸗A.⸗G. Berlin(.⸗K. 3,6 Mill.), die ebenfalls eine Reihe bedeutender Immobilienwerte in ſich birgt, ſchließt das Geſchäfts⸗ jahr 1926 mit einem Verluſt von 251853 ¼ ab, der ſich durch den Verluſtvortrag aus 1925 in Höhe von 110 469 auf insgeſamt 302 322/ erhöht.— Die Gubener Haar⸗ und Velourhut⸗ Fabrik.⸗G. Berlin(250 000 /) ſchließt das Jahr 1926 mit einem Verluſt von 50 405 ab.— Die Bekleidungshandels⸗ .⸗G. Berlin(100 000„ weißt für 1926 einen Reingewinn von 42 068/ aus. le„Bauwag“ Baumwoll⸗Web⸗ waren ⸗.⸗G. Berlin(500 000 /) erbrachte einen Verluſt von 286 /, die Transconta, Transcontinentale Han⸗ dels⸗A. ⸗G. Berlin, bei einem.⸗K. von 5000 einen Rein⸗ gewinn von 1888 /, die„Wowag“ Wollwebwaren.⸗G. Berlin(5000 ½) einen Verluſt von 283 /, die.⸗G. für rituellen Bedarf(5000 /) einen Verluſt von 28 401 /, und eine Reihe weiterer Geſellſchaften mit kleinem Aktienkapital meiſt Verluſte. Newyorker Diskontfatz auf 3½ v. H. ermäßigt Nachdem erſt kürzlich die Federal Reſerve Bank of Kanſas City und am Mittwoch die F. R. L. of St. Louis ihre Diskontraten von 4 auf 3,5 v. H. Herabgeſetzt hatten, wurde am 4. ds. Mts. auch der Diskontſatz der Federal Reſerve Bank von Newyork auf 3,5 v. H. feſtgeſetzt. * Gebieten der F. R. L. Kanſas und St. Louis leitete mit ihren durch den frühen Ernteſchluß bedingten günſtigen Status der be⸗ treffenden F. R. Banken die Herabſetzungen der amerikaniſchen Diskontraten ein. Man erwartete darum ein baldiges Folgen der Newyorker Bank, umſomehr, als die Geldmarktverhältniſſe in New⸗ hork durchaus leicht waren; immerhin kommt die Nepwyorker Herab⸗ ſetzung ſchneller, als man vorausſah. Newyork hat auſcheinend einer Bewegung, die bei den anderen landwirtſchaftlichen Gebteten gleich⸗ falls zu erwarten iſt, vorgegriffen, und um die Führung im amerikaniſchen Markte zu behalten, ſeinen Diskontſatz ebenfalls von 4 auf 3,5 v. H. ermäßigt. Der Maßnahme kommt natürlich er⸗ hebliche weltwirtſchaftliche Bebeutung zu, da hierdurch die Bank von England der Notwendigkeit einer Diskonterhöhung, die ſpäteſtens im Herbſt zwingend geworden wäre, unter Umſtäünden ent⸗ hoben wird, was auf die Verhältniſſe am internationalen Geldmarkt und dementſprechend auch für Deutſchland von maßgebenden Ausſchlag ſein dürfte. Vörſenumſatzſteuer bei Verſchmelzungen Die Berliner Stempelvereinigung hat den Beſchluß gefaßt, die Hingabe der Aktten der aufgenommenen Geſellſchaft durch den Ak⸗ tionär ebenſo wie die Ausreichung der Aktien der aufſgenommenen Ge⸗ ſellſchaft bis zum Aktionär börſenumſatzſteuerfrei zu be⸗ handeln, weil das Anſchaffungsgeſchäft bei Verſchmelzungen ledig⸗ lich zwiſchen den zuſammengehenden Geſellſchaften abgeſchloſſen wird und alle anderen damit in Zuſammenhang ſtehenden Trans⸗ aktionen nur Erfüllungsgeſchäfte ſind. Der Beſchluß der Stempelvereinigung geht darauf zurück, daß das Reichsfinanz⸗ miniſterium auf eine Anfrage des Centralverhandes des Deutſchen Bank⸗ und Bankiergewerbes, in der unter Bezugnahme auf eine Reichsgerichtsentſcheidung aus dem Jahre. 1904 die Berechtigung der Börſenumſatzſteuerfreiheft für die erwähnten Geſchäfte begründet wurde, ene poſitive Stellungnahme nicht äußern zu können glaubte. Man wird abwarten müſſen, ob die Finanzämter die Durchführung des Beſchluſſes im Einzelfall beanſtänden werden und ſo im Rechts⸗ mittelverfahren eine Entſcheidung herbeigeführt wird. * Neue Verſuche zur Kohlenpreiserhöhung? Der Preis⸗ ausſchuß des Kohlenſyndikats beſchäftigt ſich, nach dem 2B..⸗A.“, erneut mit der Frage einer Preiserhöhung. Es ſei zu erwarten, daß bereits in der nächſten Zeit an die zu⸗ ſtändigen amtlichen Stellen ein derartiger Antrag ergehen wird, obgleich von dort ein gleicher Antrag bereits innerhalb kurzer Zeit zweimal abgelehnt worden iſt. * Kampfpreiſe auf dem Zinkblechmarkt. Der Verband des Rheiniſch⸗Weſtfäliſchen Zinkblech⸗Groß⸗ handels hat die Verkaufspreiſe entſprechend der Aufwärts⸗ bewegung des Zinkpreiſes abermals erhöht. Sie betragen jetzt 732,50 Mk. bzw. 737,50 Mk. für die Tonne Frachtbaſis Ober⸗ hauſen. Dieſe Preisſtellung iſt jedoch mehr und mehr fiktiy geworden, da ausländiſche, d. h. praktiſch belgiſche Kon⸗ kurrenz ſich im Arbeitsgebiet des Verbandes in immer ſtärkerem Maße bemerkbar macht. Auch würden die Preiſe Die beſondere Situation in den vorwiegend landwirtſchaftlichen die dem Zinkwalzwerksver⸗ band nicht angehbren, unterboten. Der Verband hat daher ſeinen Mitgliedern die Möglichkeit gegeben, die offiziel⸗ klen Preiſe bis zu einer beſtimmten Greuze zu unter⸗ ſchreiten und in die Konkurrenzpreiſe der Außenſeiter und der Belgier einzutreten. Danach haben die bisher ſchon für einige Bezirke geltenden Kampfrabatte, die bis über 10 v. H. des offtziellen Preiſes gingen, ſich alſo nicht als ausreichend erwieſen. Vörſenberichte vom 5. Auguſt 1927 Frankſurt feſter An der Börſe konnte ſich heute eine feſtere Stimmung durch⸗ ſetzen. Schon vorbörslich entwickelte ſich in verſchiedenen Spezial⸗ werten lebhafteres Geſchäft. Anregend wirkte die Meldung, daß die Verhandlungen über den Abſchluß eines einjährigen deutſch⸗fran⸗ zöſiſchen Handelsproviſoriums unmittelbar vor dem Abſchluß ſtänden. Dann wurde die offizielle Erklärung des Verwalters der Freigabe⸗ werte Sutherland, daß die Freigabeangelegenheit einer der erſten Punkte der.⸗O. des amerikantſchen Kongreſſes ſein wird und die Regierung auf Beſchleunigung dringe, mit Genugtuung aufgenom⸗ men. Vor allem aber verſpricht man ſich von der Herabſetzung des Diskontſatzes der Federal Reſervebank in Amerika eine günſtige Wirkung. Weiter wurden die günſtig verlaufenden Verhandlungen zwiſchen J. G. Farben und Standard Oil beachtet. Die Geſchäfts⸗ tätigkeſt blieb jedoch auch heute eingeſchränkt. Auf Wochen⸗ ſchlußdeckungen ergaben ſich aber durchſchnittliche Kursbeſſerungen von—3 v. H. Eine bemerkenswerte Steigerung erfuhren Voigt u. Häffner mit plus 5 v. H. Rentenmärkte weiter verödet. Im Ver⸗ klaufe wurde es allgemein etwas ruhiger, auch in Mon⸗ tanwerten trotz der Meldung, daß die belgiſche Regierung einen Entwurf über Kohlenlieferungen vom Kohlenſyndikat auf Repara⸗ tionskonto gebilligt habe. Auch J. G. Farben lagen ſtill. In Elektro⸗ aktien wurden jedoch die Deckungen fortgeſetzt. Täglich Geld war mehr geſucht bei 7 v. H. Berlin freundlicher, etwas erleichterter Geldmarkt Die Ermäßigung der New Norker Bankrate auf 3,5 v. H. lüßt nach Meinung der Börſe bei der engen Verbundenheit der inter⸗ nationalen Geldmärkte die Hoffnung zu, daß die Bank von England und die deutſche Reichsbank trotz der für den Herbſt zu erwartenden Anſprüche um eine Erhöhung der Diskontraten herumkommen wer⸗ den. Die beſſere Beurteilung der Geldverhältuiſſe äußerte ſich be⸗ reits in einer größeren Geneigtheit ſeitens der großen Geldgeber zur Hergabe von Tagesgeld. Die Sitze ermäßigten ſich zum Teil nicht unerheblich, und zwar für Tagesgeld auf 5,5—7 v.., während Monatsgeld mit 7,75—8,75 v. H. unverändert genannt wurde. In⸗ folgedeſſen war auch die Tendenz der Börſe weſentlich freund⸗ licher als an den Vortagen. Zu den erſten Kurſen erfolgten Dek⸗ kungen und verſchiedentlich auch Meinungskäufe, ſodaß am Schif⸗ fahrts⸗ und Elektromarkt, den beiden führenden Gebteten Kurser⸗ höhungen von—3 v. H. und verſchiedentlich auch harüber erfolgten, Bergmann ſtiegen ſogar um 7 v. H. Bemberg und Glanzſtoff um 5 v. H. und Ludwig Löwe um 8 v. H. Auch Montanwerte ſchloſſen ſich den Kursſteigerungen von—4 v. H. an. Später erneuerten ſi für Phönixaktien die Abgaben angeblich für holländiſche Rechnung, wodurch dieſe, ſowie auch ſpäter Stahlvereinsaktien um—2 v. H. edrückt wurden. Das anfangs etwas lehhaftere Geſchäft wurde Kach Erlebigung der Kaufaufträge gleichfalls ruhi⸗ ger, und die Kurſe bröckelten unter dem Einfluß der wieder Platz greifenden Geſchäftsſtille um—2 v. H. ab, zumal auch die nicht unbeträchtlichen Anfangsſteigerungen weſentlich durch Ma⸗ tertalknappheit hervorgerufen waren. Der Privatdiskont blieb ent⸗ gegen den anfänglichen Erwartungen mit 57 v. H. unverändert. Verliner Deviſen Diskonkfätze: Neichsbauk 6, Lombard 7, Privat 5¼ v. 5 Amlich T. Nügn J. Nuguft 51 in.⸗M. für B. Bisfonit ſätze ¹ —0 100 Gulden n e 100 Drachmen.49 100 Belga= 500.-Fr. 100 Gulden 100 finnl. M. 100 Lire 100 Dinar „100 Kronen 100 Eskudo „100 Kronen 100 Franken 100 Kronen 100 Franken „ 100 Leva 100 Peſeten 100 Kronen 100 Schilling 8418 1855 166,31 5,504 168,65 5,550 59.52 81.4 10.60 22,885 7 — D οnNAnne Athen Brüſſel Danzig Helſingfors. Italien Südflawien Kopenhagen Liſſabon. Oslo„ Paris Prag Schweiz So fia Spanien. Stockholm Wien Budapeſt 100 Pengo Buenos Aires eſ. Canaba... 1 Canad. Dollar en airo 5 Konſtantinopel, Londoͤn New Dore Rio de Janeiro Uruguag * S8888. 8 — 52„„„%„öB%„%„„„„ 25„„525„„„„„„ „„„„„„%„„„„„ — S. 18 — — „ „„ Dollar „„1 Milreis 1 Gold Peſ. acee Kurszettel der Neuen Mannheimer Zeltung leihen in Proz bei Stückenotterungen in Mark je Stück Die mit T verſehenen Wette ſind Terminkurſe während ſich die mit +. verſehenen noch in Bi⸗ /% verſtehen. Mannheimer Effektenbörſe vom 3. Auguſt 4. 5. 240.0 85.— 184,0 182,0 162,0 98.—98,.— 0318,0 64.— 54,.— 260,0 45 4. Karlsruher Maſch. 29.— H. Knorr 185,0 Nacae Gummi 45,.—48 Neckarſulm Fhrzg 117,.0 Pfälz. Mühlenw. 156.001 Portl. Zem. Heid. 149,0 Rh. Elektr,.⸗G. 162,016 Rheinmühlenw. 140,0 Wayß& Freytag 163,0 Sat ſtoff Waldhof 335,0 üdd. Zucker 142,01143.0 240,0 95.— C 184,0 4J.. Bad. 1 7 172,0173,00Bad. Aſſekuranz. 351 1—.——.—Continentale Verſ. 25 29291 ank 171,0171,00 Mannheim. Verſ. ü Oberrh. Verſ. — Creditbank 134,8184,5 Südd. Disconto 147,0147,0 Durlacher Hof 165,0 Kleinlein Heidelb. 225,0 Hudwigsh,Akt. Br. 225,0 Schwartz⸗Storch. 180,0 WVerger Worms 182,0 Frankfurter Vörſe vom 3. Auguſt TGelſſenk. Bergw. 160,0159,2 Baſt.⸗GG. 237,0235,0 Vault⸗Aletien. TGelſenk. Gußſt.— 7010 Bed ,ienel 584807 8 Nung. O. Creditot 148,9147.0 9 5 ITHarp. Bergbau, 200.5 Beck& Henkel.75, 2 5 3 5 ank.. 174,0175,2 272˙0 195 Ba 2 185, 225,0 228,0 180,0 102,0 Gebr. Fahr Deutſche Linsl. 260,0 1 585 192.0 1773 Deeeee. 183,0198,5 a chersleb. 17a,[Bing Metallwerke 34,—23,50 nk e 213,0214,2 TKall We ſteregel. 184, 7186,0 Breſn.⸗Beſigh. Oel 70,.—70, 150 168.0 ee! Mannesmannr. 185,7 186,0 Ch Brockh..⸗W. 37.—6 1Nansfeld Akt. 135,5 l38.) Tement Hedelb. 1475 TBertiner Hand. 249..249.5 Sperſch.ded.533.8 Fement Korlſtadt 4070 1—.5— 7 177˙2 1Otavi⸗Min. Ant. 34,9035,— Chamotte Annaw. 93,— T Darmſt. u. Nat. 5 230,1 Ipböneergbau 110 1 900 Ehem, W. Albert 150,0 O. Hopothekenbt. 1948 IRhein Braunt.. 281, Cont. Nürnb. Bzg. 182,0 I1Deutſche Bank 161,0 Salztw. Heilbronn 185,0 185.0 1Daimler Motor. 121,7 .Gfeltea. Wech. 133.5,6 94 90(.Golh-.SAnſt 214,2 21575 D. Ueberſee⸗Bank 180[Dyckerh.& Widm. 38,5038,50 Vereinshank 105,9 Tdisconto⸗Geſ. 159,51 Transport- Aktien. e e e ITDresdner Bank 1 — 143,0 189,0 121,0 74.75 43.— 195,0 36.— Dürkoppwerk St. 97,30 chantungbahn.—— 8,75 Düſſeld. Rat. Dürr 74,75 rt. Hop.⸗Bank—, apag 180,0152,0 1———— Ailers.A 4285 eſter.⸗li. St... Elſ. Bad. 77.— Nürnberg. Bs.⸗B.—=Baltimore& Ohio 100,0101,0.ee on 275 Emagßrankfurt⸗— ſter. Cred. Anſt.05 8 8 21 25, Zudultrle⸗Altien. ginger⸗imen 80.— 271.0 9p.— gere dan 1478 88 eichsbank.. 170,171,7 Cichd.⸗Mannh. Sgde. Jeenden 174,0 17,00J. Kempf-Sternb. 199.0 Südd. Disconto. 145,0—.—Nainzer St.⸗A.„240,0 Wiener Bankver. 6 80 0 Jauhx 150.2 annherſ.⸗Geſ.—.— Frant 352 0 1050 Gberrh. Berſ.⸗Geſ. 160,0 180 Frautf..u. Mitv.—,— etallb. u..-⸗G 144, 7 .Miitteld. Cred.-B 248,0 40.— 60.—60,.— 40 7 Maſch. 90,—79.— Eltling. Spinn.+ 230,0 250,0 aber, Joh, Blei 96,.—86,50 aber KSchleicher 104,5105,0 J. G. Farbenind. 317,20317,2 ahr Gebr. Pirm. 54.1054,.— Felt. Guill. Tarls 137.0185,5 —Feinmech. Jetter. 98,—96 Frankf. Pok.& Wit. 74,.— Fuchswäggon-.———.— 184,0 TGoldſchmidt Th. 129,9184,9 5„Durl. 119,5120,0 Grkrftw. Mym.6⸗ 271.0 —.——— Orgahmeyer& Co. 171.5 IDeutſche Bank. 161,5 4 Uhrenfabr. Furtw.—.— Ver, deutſch, Oelf. 87.— V..ch. Ind. Mainz 107,0/107¼,5 JVer. Stahlwerke—.— Ver. Ultramarinf. 188,0 Ver. Zellſt. Berlin 163,0 Vogtl. Maſch. St. 102,2 Voigt& Häff. St. 144,2 Volthom. Seil.K 78.25 Wayß& Freutag 164,0164,8 aTZel Waldhof St 335,71840,0 Freiwerkehrs⸗Kurſe. Denz„ Brown, Bov. Kc. 170,0 17¹0 Waggon—.——.— 4. 5. Neckarſ. Fahrzg.. 117,9116,5 Nrh. Leder Spier 115,0—.— PetersUnionFrkft 116,0! Pf. Nähm. Kayſer 68,.— Philipps.-G. Frk 67.25 Porzellan Weſſel 48.— Rein. Gebb de Sch. 130.5 Theinelekt. St.A—.—1 Rh. Maſch. Leuder—.——.— Rhenania Aachen 65,.— Riebeck Montan.— Riedinger Maſch. 143.0 Rodberg Darmſt. 9, Gebr. Roeder, D. 140.5 1Rüttgerswerke. 97,7597,10 Schlinck& C. Hbg.—.—— Schnellpr. Frank. 103,7 Schramm Lackf.. 99.—9 ISchuckert, Nrbg. 200.0204,5 0 Berneis 83,50 Schuhfabrik Herz 69.— Seilinduſtr. Wolff 93,.— TSiemensdHalsk 287,7288,2 Südd. Draht“.—.——.— Wrnn ert— üdd. Zucker.. 142.2142,1 4 8. Hanfwerke Füßen 141,7142,2 Hilpert Armaturf. 81.—81, HirſchKupf, u. Met. 118,0,115.0 Hoch⸗ und Tiefbau 133,5133,5 Holzmann, Phil.. 193.0,194,0 Holzverkohl.⸗Ind. 72,5078,— Junghans St.⸗A, 120,7121,5 Kammg. Kaiſersl. 195,0.194.0 Karlsruher Maſch. 29,.— 29,25 Kemp, Stettin..—., Klein. Sch& Becker 141.7140.0 Knorr, Heilbronn 193.0,184.0 Konſerven Braun 64,5063,.— Krauß d Co., Lock.—.—(—.— 1710 122,%0 123.0 48,.— 123,0 187,5 — 75.— Lech Augsburg. 122,0 Lederwerk Rothe—.— Ludwigsh. Walzm—.— Lutz Maſchinen.43,.— Luß ſche Induſtr.— Mainkraftwerke 128,.0 Metallgeſ. Frankf. 186,0 Mez Söhne.—— iag, Mühlb.. 138,0136.0 oenus St. A. 86,7585,25 Motoren Deuz..—72.— „„„„„ FJeſtverziusliche Werte. .Anl. Ablöſgsſch. 16.25.16,30 10% Nh. Stadt. 25—.——.— 6% Mh. Stadt. 26 99,—99,— 8% RhHychlopfs/ 99.5099.75 %% PfHyGldpfog 106,5 100,5 4% D. Schußg. 08 10,1010,— Genſchow& Co. 81.— 30.—6 5. 5. 177,0] Wicking⸗Cement.— Wiesloch Tonwar. 107.0 Wiſſener Metall 130,0129 Wittenerchußſtahl 147.0152 Wolf, Buckau 57,2587, Naule Verein. 184,5,167 Zellſt. Waldhof 389,1340% Freiverkehrs⸗Kurſe. Adler Kalt„ 80,.— Benz⸗Motor. Brochn, Bov,& C. 170.0 Deutſche Petrol., 88,84 Diamond.. 18, 17 Heldburg.. 80.— 7075 2950 Hochfrequenz.. 65.5 1500 262˙5 Krügershall. 150,0 280%5 eeee 2, 65 IRonnenberg 100,9 Ruſſenbank. ,85 5. 4. 187,60 Markt u. Kühlh. 190,0 —.—[Mech. Web. Lind. 294,0 81,25 Mez Söhne 210,00Miag⸗Mühlen. 183,0 144,7 Mir& Geneſt. 150.0 Motoren Deutz 72,80 123,4 Motoren Mannh.—.— 182,7J Mülheim Berg 167.7 „„—Reckarſulm. hrzg 118,0 Gothaer Waggon———zTNordd. Wällt. 170,5 Gritzner Maſchin. 119,5119,0 Toberſchl. E. Bed. 98,50 Grerftw Mem.5% ,oſTSberſchl.Koksw, 96,— Gehr. Großmann 149..111.8 Torenſt,&K Koppel 186,2 Grün& Bilfinger 179,0178,% Grüſchwitz Teßtil 108,0 16,0ſ7 Phönir Bergb.. 120,0 TRathgeb. Wagg.—, ackethal Draßt. 99,75 Reishalz Papies. 284.0 ann S. 0 ene. —„ 5 n. r eee e eeeee 81˙ einfelden Kra 0 12 Steman Salpeter 80-90 ee Harkort Bergwrk. 1 7* 65,3088,.— 55 IHarpen. Bergb. 200,308 0Tiebect Montan 178,0177,0 a) Reichs ⸗u. Staalspaß 27,75 5 3 Hartmann Maſch, 27 ITRomb, Hätten. 108.(I0% 8 O Ant Aplalgsſgn 22—— 575 4. TGelſenk. Bergw. 159,1—— ITGelſenk. Gußſt.—.— 107 German. Portl⸗3Z. 209,7 Gerresheim. Glas 144,7 TGeſ. f. eltt. Unter. 250,0 Gebr. Goedhardt 124,0 Toldſchmidk kb. 130,2 Goerz C. P 70,50 168,0 117⁰5 170.5 96,50 95.75 158,5 115,0 — — — — Motorf Oberürf. 69,—70,—Tricotw. Beſighf—.—%½ D. Schußg, 14—.——, Auguſt Concord. Spinner 142,7 TDaimler Benz. 2175 Berliner Börſe vom 3. Bauk⸗Aktien. Juduftrie⸗Aktien. 141.n0 122,2 Bank f. Brauind. 218,9(213,00Mceummlatoren 188,83 7 Bankver. 147.7 140,2/Adler& Oppenh. 12˙1 Bank f. el. Werke 175,175 Adlerwerke... 44,1l, TBerl. Handelsg. 248,0247-Gef. Verkhrow. 170,5 8 0 T Deſſauer Gas. 208, Otſch.⸗Atlant⸗ Tel. 102,0 Ftſch.⸗Luxemb.—.— .Eiſend..—.— TdDeutſche Erdöl 154,0 Deutſch. Gußſtahl 110,5 Deutſche Kabelm. 100,0108,0 Deutſche Kali.—, TDeutſche Maſch. 92,25 Deutſche Steinzg 20.5 Wollw.. 61,.— Deutſch. Eiſenh. 90,.— Donnersmarckh. 138.5 Dürener Metall. 154,8 Dürkoppwerke„, 89,50 TDynamit Nobel 150,5 50Elektr. Lieferung. 103,0 Tlktr. Licht u. Ke. 198,7 Emaille Ullrich—— Enzinger⸗Union 60,30 Eſchw. Bergwerk 215,2 Fahlb., Liſt& Co. 125, 1J.G. Farbenind. 317,0 e 214,0218,2 FJelten& Guill. 1358,7(133,2 R. Friſter. 109,7103,0 289.7 1086,0 Tcom.u. Pripatb. 176,1078,0 lherandermere.8 Tdaneſt k 230.0230,5 LAllg.Elekt., Geſ. 188,ß Ammendorf. Pap. 287, Anglo⸗Ct. Buano 114,0 Anhalt. Kohlen. 109,0 Aceſeg el. 789 ſchaffbg. Zellſt.; 202, Augsb d Naſ 140.2 Balcke Maſchin.. 122,0 Bamag⸗Meguin 40,—45 P. Bemberg.563,0 Bergmann Elkt. 192,0 Berl.⸗Gub. Hut. 387,7 Berl. Karlsr. Ind. 90,.—7 1 Berlin, Maſchb. 134,2 Bing Nürnberg 23.50 I1Bochum. Gußſt.———.— Gebr. Böhlerck Braunk. u. Brikets 191,0190,5 Br.⸗Beſigh. Oelf. 70,—7 Bremer Kinoleum 246,0 Bremer VBulkan. 149,0 Bremer Wolle. 212,2212, Buderus Eiſenw. 114,0112,2 1Dt. Ueberſee Bk. 107,7107.0 IDisc, Command. 160,2 1Dresdner Bank 166, Frankf. Allgem. 147.5 TMitteld. Krebb. 250,0,250,0 Oeſterr. Creditbk.—.— Mannh. Verſicher.—.— Reichsbank.. 171.5 Rhein Creditbank 139,5 Süddeutſch. Dise, 145.7 Trausport⸗Aktien. 1D. Reichsbahn—.——.— Schantungbahn 9,38 6770 Allg. Lok. u. Str. 180,0180,2 „Eiſenbahn—1— Fa 11 109,3 10l. 2 eutſch⸗Auſtral.—— 19.260 150,2 155.0 19.»Südamerita 228,/230,5 90 115.0 134.5 143, 181,0 183.0 193,5 60,25 220,0 135,2 317.0 ee 212,2 Grün, Bilfinger bmeu. Rüh 1 52.— ſen!. 55 1780 .139,2(129 7 1. W85fa edtg l. f FJuchs Waggon 5— IHanſa Oiſchiff. 228.0 1155 222 11 K 185,0 Bebk. Zunghans. 120,0 110,0 Kahla e r ——Karlst. Maſchin. 28,80 92.—[C. M. K 5 230,00 Ktöckaerwerke 10,0 61.65 H. Kgorr. 185,0 192,7 Koſtheimer Cell. 57,30 62780 Rrauß& Cie, Lok. 6 Roffhäuſer⸗Hütte 72,—70, girus.-⸗G.. 70,——Wanderer- Werke 288.0261, . W 0 Hülpert Maſch..81,—1 Koſizer Jucker.. ,0 Aindr. e Aufferm. 122,9123, 0Rückforth, Ferd. 99,— 178, Reicean. 2 8,10 6,1 1Rütgerſwerke. 97,88 Hedwigah atte. 420 Roſitzer Btaunk. 5 5 1 45 0 ohne Auslöſgsrecht 16,10ʃJ6 Hirſch Kupfer.115,5113,2 + 27 Leder 114,5 ThHoeſch Gf. u, St 118,1 1 Thohenlohe⸗Wrk. 1775 1832 Serold e Scheidemantel Goldanleihe 97,40½% 18,78% B. Kohlenanl. 12,60 14.40 286,08% Prß. Kalianl. 6,32/ 6% 198,010% Mh. Stadt 25—.—. 25,—% Mh. Stadt. 26 99,25 289,05% Roggenwert..— 27* Ae 7,72 5% Landſch. Rogg.—.— 7725 7,350 b) Ausl. Aentenwerit, 78[% mexitaner 37,49032 785,0184,7(4% Veſt,Schatza., 25,5045— 10,254%„ Goldrente—,— 280,04%„conb, Rte.—— 89,75 40„Silberrte.— 92,50 4/%„ Papierrte.—, 105,04% Türt. Ad.-Ant. 14,10f% 156,04%„, Bagd.⸗Eiſ.1 48,0 2138,04%„„ 4% Turt.unif Anl. 15,50 4%„ Zollob. 1811—1 „.-L08 14,85 21e %„„ 4%„ Goldrte 24,82 0 Kronr. 1 3% S 9% Oe-HIX Sr(74) 4% De. Goldprlor.— .0% Südöck. aß—— *— 15 al— U at.—7 5044% Anat. Ser.! J8, %„„„ 25,50 42,30ITSchuberts Salz. 389,0 „TSchuckert& Co. 200,8 274,/[Schuhfabeie Herz 68,.— 188.0 e 286, 120,2Sinner.⸗G. 77.— 107, 7 Stettiner Bulkan. 174,50StoehrKammgrn. 28,350 Stoewer Rähm.. 72.— Stolberger Zint 240.5 Südd. Immabil. 91,15 158,0 dee 4 oerlDelfabrik⸗- 104. 02,00Tietz, Leonhard 188. —ATrausrabis. 132, 6750unionmerte Maſch—.——.— 10 Varziner 1. 75— 1972 140,2 Ber. B. Felf. Gum. 104, Taahmeger& Co, 172,017l,0Ber.Chem, Charl. 185,71 Laurahükte. 93,8593,153, Otſch. Nickelw. 184,2 Linders Eismaſch. 161,0163½0 FBzlanzſt. Eſof. 748,0 Zindenberg... 53,.—53,75 B. Schuhf Brnd 64,.— TCarl Lindſtröm 273,52775[TVer. Stahlwerke 133,7 Lingel Schuhfabr. 78,5082,508 Stahlw.d. 30p—— L Hinte& Hoffm.—,—Ber. Ultramarinf. 153,0 Tud.Ooerde GCo 279.0283,0 Bogel Telegraph. 107,0 C. Lorenz 122,7128,0]Poigt& Haeffner 144,7! Lothr. Portl.⸗Cen—.———Dogtländ. Maſch. 103,0 orchwerke.12, Humboldt Maſch. 42,50 TIſſe Bergbau„ 269,0 M. Gadel& Co. 138,5 TKaliw. Aſchersl. 171. „ Remp). ollm.& Jourdan 60, Gebr. Körting 101½ 5 Kronprinz Metall 1170 1 „* — elln —1 2— ettag den. Auguſt 1027 ene Mannbeimer Zettung(elbend⸗KAnsgabe) 2. Seite. Nr, 358 Gerichtszeitung Schöoͤffengericht Mannheim Wie man es nicht machen ſoll Die wirtſchaftliche Notlage unſerer Tage hat Verhältniſſe gezeitigt, die man früher entweder gar nicht kannte oder doch Aütr itk ganz beſchränktem Umfange. Das Abzahlungsweſen mit all ſeinen Mängeln und Erleichterungen iſt ein echtes Kind unſerer Zeit. Sehr oft werden vor allen Dingen Klei⸗ dungsſtücke auf Abſchlagszahlung gekauft. Wenn alles ge⸗ regelt verläuft, kann man recht wenig dagegen ſagen. Wenn man es aber macht wie ein 22jähriger Friſeur aus unſerer Stadt, kommt man mit den Strafparagraphen in Kynflikt. Er erwarb ſich unter falſchem Namen einen Gummimantel im Werte von 39 /. 13% wurden gleich anbezahlt; der Reſt iſt ünterdeſſen gedeckt worden. Dieſe Dummheit brachte dem un⸗ edachten Manne, wegen Urkundenfälſchung und Betrugs, zwei Wochen Gefängnis unter Strafaufſchub bei Wohl⸗ verhalten und 50 Buße ein. Wegen 80 Pfg. ins Gefängnis K Wie man wegen 80 ee ins Gefängnis kommen ann, zeigte ein Fall, der den ſchon vorbeſtraften N. Sch. aus Hainſtadt vor den Strafrichter brachte. In der Straßenbahn, te nach Käfertal führt, fälſchte der Angeklagte einen Fahr⸗ ſchein, indem er den blauen Strich auf dem Schein weg⸗ kädierte. Aber der Kontrolleur hatte die Sache gleich ſpitz und ließ den Mann, bei dem noch drei weitere falſche Scheine gefunden wurden, verhaften. Auf der Wache ließ ſich der An⸗ geklagte auf den Boben fallen und ſpielte den„oten Mann“ Heute wurde nun von ihm geltend gemacht, ſeine Frau ſei rank geweſen, er wollte ſchnell nach Hauſe und habe plötzlich zein Geld dabei gehabt. Durchaus glaubhaft. Doch hätte er das dem Schaffner ſagen können. An der nächſten Halteſtelle wäre der Angeklagte eben abgeſttegen und der Fall wäre er⸗ lebigt geweſen. So machte ſich der unbedachte Mann ſtrafbar And ſtand nun heute unter der Anklage der gewinn⸗ fühkigen Fälſchung und des Bekrugs. Das Gericht billigte dem Angeklagten milderne Umſtände zu und ver⸗ ürteilte ihm zu 3 Wochen Gefängnis auf Wohlver⸗ alten und zur Tragung der entſtandenen Gerichtskoſten. zetzt man dieſe auf ungefähr 150% feſt, ſo hätte der Ange⸗ lagte dafür fein ganzes Leben lang ſeine Straßenbahnfalirten hegleichen können. Untrene, Unterſchlagung und Urkundenfälſchung 8 gweier Bankbeamten a In Anweſenheit einer zahlreichen Zuhsrerſchaft hatten ſich vor dem erwelterten 59feg4 1271. Ban der 27 Jahre alte ledige, in Karlsruhe wohnhafte ankbeamte Rudolf Köhrer und ber 98 Jahre alte, verhei⸗ Iptete Kanzleivorſtand Emil Gaugler wegen Untreue, nkerſchlagung und Urkundenfälſchung zu ver⸗ antworten. Gaugler war als Kanzleivorſtand einer Bank Köhrer als Geſchäftsführer bei dieſer Bank tätig. Die nklage legt letzterem zur Laſt, in dieſet Eigenſchaft Beträge an d884 und 3300 Mark Anterſchlagen zu haben. Als Kaſſen⸗ auch beren Sicherheit zu gefährden. Der Axtiket„Der Frankr Tas 3on 5 7 5 lazt⸗ mit der Straßenbahn zu fahren. In dieſer Redewendung er⸗ ſchen ra nee Piſafter F gedre len gecen S blickte die franzöſſſche Militärvolizet eine Herabrotrdigung pf der franzöſiſchen Beſatzungstruppen. Der Militärſtaats⸗ ngeklagte erklärte anwalt in Landau beantragte in Anbetracht der Tatſache, daß die Aeußerung ein Zitat aus der„Humanite“ ſei, die Wer⸗ ſprechung des angeklagten verantwortlichen Leiters der atfachen, die ſich Wilerpoltger 151 1 1 15 9 gor der Erſchießung Schlageters ereignet hätten, Die in dem Militärpolizeigericht kam jedoch zu einer Verurteilung de Artikel„Die Hölle der fraſtgöfiſchen Fremdenlegkon⸗ enthalte⸗ Angeklagten Ean e nen Schilderungen über die Zuſtände in der franzöſiſchen fungsinſtanz Fremdenlegion ſtammten von einem ehemaligen Fremden⸗ ˖ führer wird er beſchuldigt, geeignet zu haben und dur Buchungen die Unterſchlagungen verſch Fällen in Tateinheit mit Monaten Gefängnis verurteilt. Franzöſiſches Militärpolizei⸗Berufungsgericht in der Fremden Das für Berufun Militärpoltzeigerichte tier der franzöſiſchen gegen deutſche Angeklagte zu heſchäftigen. 1. Der verantw. Rebakteux ber pfälziſchen natlonalſozia⸗ liſtiſchen Wochenſchri eur der pfälziſcher onalſozia ſt„Der Eiſenhammer“, Förſter, ſtand unter der Anklage, die Würbe der franzöſiſchen Beſatzungs⸗ truppen dadurch verletzt zu haben, daß er in der genannten 17 ang 2 iſchen Fremdenlegion“ 1 ag iſſel⸗ delveree dae deren dek va Kaſc er N⸗ ipere Caan galedeten zarzer Feie owane ber⸗ klagebehörde unwahr und geeignet ſei, nicht nur die Würde 15 der 0 18trige rn franzöſiſchen Soldaten infolge der ſchlechten ährung in und das Anſehen der Beſatzunge ruopen Au verteben ſondern Frankreich ſchlecht gekleidet und nicht mehr in der Lage ſeien, ſiſchen Kriegsgericht Düſſeldor eter wegen Sabotage im Ruhrk, Aſchteßen vollſtreckte Todesurteil. Der aß der Artikel über Schlageter keinerlei Werturteil oder eine Herabwürdigung bezüglich der fränzöſtſchen Beſatzungs⸗ armee enthalte, ſondern nur objektiv richtige 855 n des ehemalige en gegen Uxteile der franzöſtſchen 2s beſetzten Gebietes als Hauptquar⸗ Farklich erhartet. Rheinarmee in Ma in z zuſtändige nämlich„Die Hölle der franzö⸗ ührkampf ennee And durch legionär, der in der Legion Sergeant geweſen ſei und eine diesbezügliche eidesſtattliche Erklärung zu den Akten gegeben habe. Zweck der Verhf ſchen vor dem Eintriit Nach Anſicht des Angeklagten hat die Frembdentegion mit den 8 n nichts zu tun. franzöſiſchen Fremdenlegion, ſchützt. Der Art aus einem Buch, Der Militärſtaat Verwandten und Freunden zur Nach- riekt, daß unsere treubesorgte Mutter, Oroß- mufter, Schwiegermulter und Tante Efllsabeih VolK wWẽe. geb. Reinfurth im Alter von nahezu 75 jahren heute nach- mittag 12½ Uhr durch einen sanften Tod von langem, geduldig getragenem Leiden erlöst wurde im, 4. August 1927 Wb- Die trauernden finterbiiebenen. Die Beerdigung findet Montag, den 8. August, nachmmiſtags 2 Uür von der hiesigen Leichenhalle aus statt. 4958 —— Danksagung. Für die vielen Beweise der Liebe und Teilnahme, sowie die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden anläßlich des Flinscheidens meines lieben Gatten, Herrn 4971 Georg Gögele sage ich allen meinen herzlichen Dank. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Anna Gögele Wwe. Mannheim, im August 1927. 22 zu be Bergſtraße! Einfamilien⸗Landhaus 6 Zim., Küche, Badez., mit ca. 500 am Obſta. für nur 14 500. bei 5000.— Anzohl. ſof. zu verkäuf. Villa i. Luftkurort ſofart zu vermiet. Preis fährlich 600.—. Näh. durch Rud. Ebert, Immob., Anuerbach a. d. B. 2959 Prohant-okerkoct bereits eingeführt und täglich im Betrieb, fof. preisw. zu verkaufen. Angebote unt. C IV 24 an die Geſchſt. 84988 Ein Motor 3 58.Eld. 1 Nudelwellmaſchine und 1 Poſten Nudel⸗ borden zu verkaufen. 925 9J0eb Reiß 7 41 ieeee, e clorrad ahrbereit zu herkauf. arl Benzſt aße 15U. 48040 Bim metr dunkel Eiche, wie neu billig zu verk. 4906 Mittelſtruße 9(Pof). Wed. plabun moder Spelsezimmer flund Küche billig zu verkaufen. Adreſſe in der Geſchäftsſt. 4910 Lerien delrecke Lalch. Böcherschrauk dunkel gebeitzt u. gut erhalt, zu verkaufen⸗ Gontarbſtz, 3, II, l. —4868 in faſt neuer Gshrock-Anzu een Größe, für 40 zu verkaufen. Abreſſe in der Ge⸗ 1 an e. Bl. 84885 Faſt neues 84871 Uobrz- nenan 6 E it. Mee 8 3 5 an die Geſchſt. 14871 Fahrrad m. Freilauf preiswert zu verkäufen. 44909 2. 1, Kurt. Lacerſbele neu, 1 05 lang, äuß. rkaufen bei Joh. Vellinger, 0 Fabsld ſtr. Ne relepheg.: 988. Tültarre as Ve We ondern die franzöſiſchen Beſatzungstruppen ſeten durch die de n enae ikel über Schlageler e das im beſetzten Gebiet nicht verboten ſei.— Zanwalt beantragte Verwerfung der Beru⸗ fung, weil der Artfkel geeignet ſei, die Bevölkerung des be⸗ ſetzten Gebietes gegen die Beſatzungstruppen aufzureizen. Der Verteidiger, der e Dr. Führ beantragte Freiſprechung, weil der Ange Beſatzungstruppen in der öffentki nicht gehabt habe und der Inhalt bei die Strafbeſtimmungen der Rheinlan entlichung ſei geweſen, ſunge Men⸗ 3 n die Fremdenlegion zu warnen. vor abfälltger Kritik ge⸗ i übrigens ein Auszug lagte die ſubjektive Abſicht, die chen Meinung herabzuſetzen, er Artikel nicht unter ordonnanz 308 fallen. 12 chen Charakter mit N euge zu erſcheinen. Rité“ zitiert hatte. „Die verantwortlichen Redakteure der in Ludwigshafen erſcheinenden Zeitungen„Neue Pfälziſche Landeszeſtung“ und„Pfälziſche Rundſchau“ Dr. Fink bezw. Nicht die waren vom franzöſiſchen Militärgericht in Landau wegen Hinweiſens auf Regimentstage im unbeſetzten Gebiet zu Geloͤſtrafen verurteiſt worden. In der Berufungsverhand⸗ kung heantragte der Mtlitärſtaatsanwalt Freiſprechung beider Angeklagten, weil nach einer neueſten Entſcheidung der nteralltierten Rheinlandkommiſſion vom W. Jult die Preſſe es beſetzten Gebietes wegen Hinweiſens auf Regiments⸗ feiern im unbeſetzten Gebiet nicht mehr ſtrafrechtlich 5 werden ſolle, wenn die Regimentsfeiern keinen provo Nhue — ueeeeeeee=eee ſogenannte Treuerabatte an⸗ Letztere ſchütze drückl ch Nae von Necgungen und die Belalüngsde Irde, u e öffentlichten Artikels auf die autete auf Rieder ber Zeſae weil in der Verſammlung keine Mitglieder weſend waren und der tragen un ſei. Das Berufungsgericht ſprach die Angeklagten auf Grund 1 Entſcheidung der Interalliierten Rheinlandkommiſſlon Tegfäbigleit des Chassie NN 36 61 nür bie Beſatzungstruppen und jorde t aber die übrige franzöſiſche Ar⸗ jert zu haben. Gaug⸗ mee, insbeſondere nicht die ler iſt beſchuldigt, Rabattproviſtonen, die der Beamtenver⸗ Kritik. Eine I 5 einigung hätten zugute kommen ſollen, in die eigene Taſche wahre Tatſachen 1 geſteckt zu haben. Nach ſechsſtundiger Verhandlung wurde Angeklagte darauf hin, daß auch engliſche und franzöſiſche Köhrer wegen ebe in drei Fällen, in zwei Schriftſteller auf ähnliche Zuſtände in der franzöſiſchen Frem⸗ IUkundenfälſchung zu ſechs Monaten denlegion hingewieſen hätten, wie ſie in dem inkriminierten Gefängnis abzüglich drei Monate Unterſuchungshaft Gaug⸗ Arkikel des„Eiſenhammer geſchildert worden ſeien. Der ler wegen Untkreue in zwei Jällen, teilweiſe in Takeinheit Angeklagte nennt u. a. den franzöſiſchen Schriftſteller Loud⸗ mit Unterſchlagung und ſchwerer Urkundenfälſchung zu vier res, den Schwiegerſohn des Mintſters Sarraut, und einen engliſchen Journaltſten, und ſpricht die Ueberzeugung aus, daß die oberſte Heeresleitung üher die Zuſtände egton nicht unterrichtet ſei. Die Schilderun⸗ n Legionärs im„Eiſenhammer“ ſeten eides⸗ Der Verfaſſer habe ſich bereit erklärt, als 120 5., 1 55 Feaeie 125 eſatzungstruppen habe ihm, Förſter, ferngelegen, ſondern Appelf at tonsgericht hatte ſich am Mittwoch mit vierer habe bei 15 Artikel nur eine publtziſtiſche Pflicht erfüllt. durch zag dhſcen deikiterbendegericht in Landan gefäuten Das Gericht erklärte die Berufüng des Angeflaglen bezhglich urch das Rechtsmittel der Berufung angefochtenen Urteilen der Höhe der Strafe für begründet, hob das Urteil des tärpolizeigerichts Landau, ſoweit es auf Gefängunsſtrafe lautet, auf, beließ es aber bei der erkannten Geldſtrafe von 500„A. 2. In einem von der Deutſchnationalen Volkspartei in Parze geh abgehaltenen Verſammlung hatte der zur gleichen artei gehörige Abgeordnete v. Dryander in ſeiner Rede an Hand eines in der von dem franzöſiſchen Kommuniſten⸗ e ſei der inkriminierte Artikel, der nur ekundet. In ſeine Verſammlungsrebner aus der„Huma⸗ feel 1 N* 5 kembenlegion vor ohjektiver Schlußwort wies der ili⸗ atſache hingewieſen, daß die er⸗ er Beſatzungstruppen an⸗ trſchner ato⸗ der Hinweis objektiv geweſen l 2 5, AM MAIN Bau⸗ und Cmabenfün erleben eck vollzugsreifes 8 des 1 rats vom 23. Junt 1 iee Planes für feſtgeſtelt erklärt. Die Einſicht des Ortsſtraßenplanes iſt je⸗ dermann wäßrend der üblichen Dienſt⸗ Miftwoen, den 81. August, in unserem * im Rathaus N 1— 8. Stock SAimmer großen, eleganten Privatsaal Izis- 140— 99 8 marckplatz 16, nachst Hauptbhf. Bages Pier7? 4 Babiſches Vezirksamt Abt. II. Antl. Teröffentiehangen der dtadt Mannhaim Für die am Sonntag, den 2. Oktober 1927 beginnende Meſſe werden die Plätze für Karufſels, Schiffsſchaukeln, Hypodrom, Pho⸗ tographie, Schieß⸗, Zucker⸗, Speiſeeis⸗ und gaffelbuden, ſowie 10 Ballonverkaufsplätze am Dienstag, den 28. Anguſt 1927 vorm. 9. Uhr im alten Rathaus an den Meiſtbie⸗ tenden verſteigert. 11 annheim, den 28. Juli 1927. Der Oberbürgermeiſter. Sielbaumaterialien. Die Lieferung von ca. 100 000 kg Zement, 288 lföm. Etiſenbetonröhren in den Ei⸗ profilen.50/0.75,.40/.60 und.85/0.525 m 10 ſchiefwinklige Seiteneinläſſe hierzu, 350 lföm. Steinzeugſohlſchalen, 150 am Knauff'ſche Platten, 856[foͤm. Stein⸗ zeugröhren.30,.25 und.20 m l.., 274 ſchtefwinklige Abzweige hierzu, 110 Stein⸗ zeug⸗Anſchlußſtutzen von.20 l. W. und 500 Verſchlußteller von.15 und.20 m l. W. für die Sielbauten in der 18. Sandgewann bei Käfertal ſoll öffentlich vergeben werden. Verdingungsunterlagen erhältlich zu.60, .70 und.80.4. im Zimmer 137 neues Rathaus N 1. S44 Angebote verſchloſſen und mit ent⸗ ſprechender Aufſchrift verſehen bis 15. Auguſt 1927,—— 11 Uhr beim Tiefbauamt, Abt. Stelbau 5, Zimmer 160/1 einzu⸗ reichen. Zuſchlagsfriſt: 4 Wochen. Arbeitsvergebung. ür die Wohnhausbauten an der Gar⸗ niſonſtraße ſollen die Glaſerarbeiten in öf⸗ fentlichem Wettbewerb vergeben werden. Die Bedingungen und Zeichnungen liegen auf unſerem Baubüro, onprinzenſtr. 54 auf, woſelbſt auch die Angebotsvordrucke 5 Entrichtung von 1,50 4 75 Angebote ſind verſchloſſen und mit ent⸗ ſprechender Aufſchrift verſehen bis ſpäteſtens Freitag, den 12. Anguſt vormittags 11 Uhr — N Nr. 21 im Rathaus einzu⸗ Gentelunatiae r Mannheim . Mandelwwarketer-Jerein Fl. Maandein Wir laden hierdurch*4715 Sͤmtliche Handelsvertreter Mannheims und Umgebung 15 einer Berſammlung auf Samstag, en 6. Auguſt 1927, nachmittags 5 Uhr im ene Saale der Handelskammer, Mann⸗ eim, L. 1, 2, höflichſt ein. Die Beſtimmungen des Grund⸗ und Ge⸗ werbeſteuergeſetzes insbeſondere der neuen Gecwerbeertirasssiener und ihren Auswirkungen auf den Handels⸗ vertreterberuf ſollen in dieſer Verſammlung eingehend beſprochen und Proteſt gegen die 1927 wurden die und Straßenfluchten am Kreuzungs⸗ punkt ber Wingert⸗ und der Gteßenſtraße Stadtteil Neckarau nach Maßgabe des „ TaNz- scMölE Ludw. Pfirrmann& Sohn- fol. 31908 Von der Tagung und Fachschule des Reichsverbandes Deutscher Tanzlehrer aus Köln zurück. Gründlich vornehmer in sämtlichen Tanzneuheiten eginn unserer Herbsttanzkurse: + Jahrzehnte bewährtk. Raseh und mi 5 Pulv.-Pokg. Mle..15, 10 Obl,.-Polg. Prospekte e otte& urtſnain-Süd empfiehlr und versenbetf Lokkerie 0 e 0e 21398 Ciste u. Porio 35 Pfg. Vachnahme 20 Pfü. welter eeeeeee, Stürmer, Möhler, Burger; ferner bei Alb. Hoffmann, Adr. Schmitt, W. wirkend. Mle..30 Fenbere r ee Stundenfrau welche perfekt Kochen Jaun ſofort geſucht. Mö'heimer Teigwaren⸗ Vertrieb, H t, 20. 44950 Ein ädchen vom Lande, 21 Jahre, ſucht Stellung im Haushalt. Angeb. unter C M 12 an die Geſchſt. D8— Bl. 44862 Te dad abzugeben. 44927 Näheres T 6, 31/32. Kinderwagen (Brennabor) preisw. abzugeben.* 4933 1 enenen billig zu verkaufen. Adreſſe: Bißdorf, Hafeuſtr. 26.* 4922 Deutsche Dogge 2 J. alt, preisw. zu verkaufen. Reinmuth, zweckmäßig und behaglich sind bei bester Verarbeitung außerordentlich preiswert Ausstellungshaus U A N u 1 1 L Aaunhaln, Karlsruhe, Pforzhein, Rastait, Frelburg, Konstanz, e a. M, und Stuttgart Süddeutsche Möbel-Industrie GFEBERGDERTREFZ GER G. f. B.., RRNSTRTT., B. faaden: debauer, Jos. Schroth. Rheinhäuſerſtr. 43. ſteuerliche Ungerechtigkeit gegenüber den B3561 Handelsvertretern eingelegt werden. Der Vorſtand. ene elen [III Aaxauen croßer Versſcherungskonzern alle Zweige betreibend, sucht für den platz Mannhelim einen daeldlägenler mit guten Beziehungen zu Handel und Induſtrie. Bei guten Leiſtungen wird außer hohen Proviſionen und einem Zu⸗ Geschäftshaus ſchuß eine feſte Garantie gewährt; auchbei 5000 Anzahlg. kann größerer Beſtand überwieſen werden. zu kaufen geſucht. Nichtfachleute werden eingearbeitet. Angebote u. D 2 41 an die Geſchſt. 4932 Haus mit Raum f. Flaſchen⸗ biergeſchäft und Tor⸗ einfahrt zu kauf. geſ., a. liebſt. Neckarſt.⸗Oſt. Angebote unt. E C 53 an die Geſchſt. 4961 Auto —16 PS. offen 4 ſitz. in nur beſt. Zuſtand zu kauf. geſucht. 4844 Angeb. unter C D 4 an die Geſchſt. d8. Bl. Ein guterhaltener follenschrank zu kaufen 9 Angebote u. O 2 1 an die Geſchſt. 2870 Angebote unter K E 1659 an Ala⸗ eeee& eee deen e Tehrmädehen aus gut. Jam. geſucht. IFriſenſe welche gut oduliert, für ſofort oder ſpäter Hangen, eſu L. Bbertts,„ 19ſ/20. B3550 Lohfmadehen für Büroarbeiten v. hieſiger Großhandlg. ſofort geſucht. Angeb mit Schulzeugniſſen unter D T 44 an die 44938 Rauner, 1 Tüchtig. Friseuse nach Ludwigsh. a. Rh., gegen Höchſtlohn per ſofort geſucht. Angeb. unter D U 45 an die Geſchſt. ös. Bl. Bg3558 15G6Stle! 2 20 Zentner Tragkraft, Boschlicht zum Preise von Mk. 600.— Zu Verkaufen. Angeb. unter R T 124 an die Geschst. Woln. oder 77 7858 dute fletzgerel geſucht. Stadt oder größere Ortſchaft, mache gr. Anzahlung. Angeb. unter R 2 125 an die Geſchäftsſtelle. 14964 Metzgerei zu kaufen geſuücht. evtl. auch paſſendes Grundſtück. Anzahlg. 1 10—15 Mille. Agenten nicht erwünſcht. Ang. unter R L 111 an die 2 Geſchäftsſtelle. 14892 Gebrauchter Faffstalt Angebote an Evgl. ded egeiee pfarramt, 0 10. Teleph. 28 907 1. Buchhalter 27 Jahre, kath., leb., Mittel⸗ u. Handels⸗ Geſucht eine ſchöne J daer Un beſchlagnahmefrei per ev. hochſchulbildung, vollkommen vertraut mit: Aufſtellung d. Monats⸗ u. Abſchluß⸗Bilanz., Mahn⸗ u. Klageweſ., Lohn⸗ u. Gehalts⸗Ver⸗ rechnung, Soziale Verſicher., Statiſtik, Aus⸗ gaben⸗ Kontr.„ Rentabllitäts⸗ Berechnungen, Steuer⸗Angelegenheiten, bisher bei Bank, Induſtrie, Verſicherung, Druckerei u. Zeitg. Met Suche *4863 M Oktober oder ſpäter, Neubauwohnung. Angebote mit Preis ſucht neue 0 Taagrae 15 unter G N 13 an die Geſchäftsſtelle. pät., Bicaedes. Geballsanfvr. 150—200 Mark Beschlasnahmefreie monatl., beſte Zeugniſſe. Gefl. Zuch unter B H 59 an die Geſchäftsſt. Intelligenter junger Mann? 20 Jahre, bisber Rhei ktra Neuſtadt, e. Want, G D fg an öte 6 2 mieten ſtelle e aes Blattes erb -3 Zimmer-Wohnung ute unter A 11—4 an die Lager und 1 Büroraum part., im Zentrum der Stadt geſucht. Angeb. unter C 2 25 an die Geſchäftsſtelle.*4891 schönes Wohnhaus 4 Zimmer, Küche und Zubehör, gegen eine ene in Mannheim zu tauſchen geſucht. Angebote unt. G VM 21 an die Geſchſt. 44882 4 inen Zimmer- Wolnüle zu mieten geſucht. Gefl. Angebote mit Preis unter C P 15 an die Geſchſt. 4867 Staatsbeamter mit Kind ſucht 44857 4 Anernchng Zimm.⸗Wohn. kann i Tauſch gegeb. werd. Angebote unter C 9 an bie Geſchäftsſtelle. 1 ält. ruhiges kinderl. Ehepaar ſucht •J Iinmerwohnung Dringl. ⸗Karte vor⸗ handen, evtl. Unkoſten⸗ vergütung. Angebote unter R M 112 an die Geſchäftsſt.* 4902 Tmer üd Ncht ſonnig, geg. 1 großes Zimmer und Küche zu tauſchen geſucht. Angeb. unt. D N 38 an die Geſchſt. 44919 Wohnungstauſch Gebot. 2 gr. Z. u. K. mit 39 875 c 2 od. 3 Zimm. u. K. Adreſſe 220 15 Geſchſt. choh Suche 2 Zim. u. Küche. Biete 1 Zim. u. Küche Schwetzingerſtadt. Aoͤreſſe i. d. Geſchäfts⸗ 2[ſtelle öſs. Bl. Miet Gesu Angeb. mit Preisang. 4902 H Berufst. Dar me ſucht gut möbl. Zimmer unter C Hu8 an die Geſchäftsſtelle. 44856 +.) bleg möbl. Ammer Nähe Schloß, mögl. m. ſep. Eingang u. Tel., v. beſſ. Herrn geſucht. Angebote unt. C S 18 an die Geſchſt. 44875 LI. 2 Höbl. Inmer nur in gutem Hauſe, im Zentrum der Stadt zu mieten geſucht. Angebote unt. R K 110 an die Geſchſt. 44873 Ig. Herr aus guter Familte ſucht für ſof. ein ſchön eingerichtet. E R m. Badbenütz. in gut. ruh. Hauſe m. fr. Lage. Augeb. mit Pfeisan. einſchl. Frühſtück an Beckh, 44914 Werderſtr. 32, I. links. Möbl. Zimmer elektr. Licht in ruhiger Lage, b. netten Leuten von ſol. beruftst. led. errn, für dauernd geſucht. Angebote unt. D A 33 an die Geſchſt. *4893 Möbl. Zimmer ſep. Eingang, elektr. Licht, 9 75 trum, auf 15. v. beſſ. Kfm. mit Preis D V 46 an d. Gſchſt. 499 Vermietungen Schöne 2·J Ammerwohnung ſofort zu vermieten. Rheinau, Pfingſtberg, e ee 1Aamer und Fin Heſe ſofort zu vermieten. Anzuſ. nach 5 Uhr Wbenturen vor Mioske. Einzelverkauf Aanrebenstsle- N 1, 4/ assemm11 „Jungbuschs tr. 38, Parkring 1a, Moer feldstr. 11 „Schwetzingerstrage 20, 5 Farsdeplate, Bötse, Stroh-NX I, Ftrabewerkäufer:— Wusserturm, Tattsrsal., Breitestraße K 1. „am Wasserturm und an der Frledrichsbrücke. Dahnhofs-Zuchhanclungen. Schwetzingen— Bruchsal— Karlsruhe— Offonbu Lahr— Freiburg— Ludwigshafen a. Rh. und Lan Waldhofstraße 6. Frledrichsbrũcke, dem Hauptbahnhof, Altes Rathaus Fl. „ in Mannheim, Heidelberg Welnheim a. d. Wer, ant 9 kumunn n 13 neben der in zentraler Lage Mannheims mit Bad ete., olksstimme. an Zuzugsberechtigten ſofort zu vermieten. f Näheres unter C u 157 durch die Ge: Landbutter ſchäftsſtelle dieſes Blattes. 7806 U. Landeler ne Möbliert. Zimmer Große Sendungeg zod 4sehzne helle mit ſev. Eingang fär aus eigener Sammel Züroräume ſof. zu verm. B4877 stelle frisch eing „ 7, troffen. e Iuu 7 Billigster Verkauff 2u vermieten dut möbl. Ammer Lebtenie auf ate ae Angeb. unt D 0 39 an beſſeren Herrn ſo⸗ hängenden Preistaieln an die Gef chäftsſt fort zu verm. 44898 2965 an die Geſchäftsſt. Nag. 5 15 Stock. 4 B8557 m mmer ſünr.elt f e deufetane Anmer U. Auche, z. r j 3 benſttzun ahnhof, m elligem Einf 5 kinderk es⸗ LI 2. U. el werk, Kontrollſtreiſen zu vermieten. B3555 Snt möbl 3¹ und Kundenzäß len Angebote u. D R 42 8 immer liefert von 285%/ a an die Geſchäftsſtelle. Leeres Zimmer, neu herger., ſof. zu verm. Angebote unt. D G 32 an die Geſchſt. 44904 Gut möbl. Wolr- l. dehlatamm. m. Küchenben. an beſſ. kinderl. Ehep. ſof. zu vermieten. L 12. 15, 3. Stock bei Schmitt. *4858 Gut möbliertes öhn- U. Schatammer in beſter Oſtſtadtlage, Nähe Waſſerturm ſo⸗ zu vermieten. 4874 Werderſtr. 32, part. l. Windmühlſtraße 8, 2 Treppen links möbl. Zimmer ſof. zu vermiet. 44912 Freundl. möbl. Zimmer auf 15. 8. zu vermiet. Mittelſtr. 11, 4. St. J. *4908 Mohn- U. Schlatzmmer m. el. Licht u. Klavier zu vermiet. Zeppelin⸗ ſtraße 49, IV. links. * 4907 Möbl. Zimmer zu vermieten. 14910 D 5, 15, III. Möbl. einfache Mansarde ſof. billig zu vermiet. Gontardplatz 3, part. *4968 Gut möbl. Zimmer evtl. leer, mit Küchen⸗ benützg. zu vermieten. Eichelsheimerſtr. 7, 44951 4. St. rechts. n. Bahnhof an ruh. Herrn zu vermieten. Heinrich Lanzſtr. 24, 4. Stock.*4929 unperbindi K. Schmitt, H 3. 10 16 Teleph. 30 817. Vermischtes andaufenthalt Schön möbl. Zimmer mit zwei Betten über Ferientage billig zu verm. Nahe am Wald geleg. in Schriesheim. Zuſchrift. unt. D D 29 an die Geſchſt. 44896 Rufen Sie an: Tel. Mr. 26087 Laſtkraftw.⸗Verk. für Nah⸗ u. Fernfahrten bei billigſter Berechn. *4967 Tücht. (ſucht Geſchäftsmant ca. 24926 Mk. 3 bis 60008. bei guter Sicherheit 5 hoh. Zins. Ang. unt D P 40 an die Geſchſt .——— Aaune für Anfänger Stu 1 Mark. Adreſſe der Geſchäftsſt. 4% Sommerſproſſen verſchwinden, ſelbſt in ganz veraltet.*— garant. ſicher dch. handlung derſelb.—— Sommerſproſſen ereme Cehafin. Nehmen Sie aber nichts anderes. Erhältl. t. all. Apoth., Droger. u. Parfümer. Fabr.: C. Figge, chem. Fabrik, Nürnberg. S204 Kindergarderoben werden eleg. u. billigſt angefertigt. Angebote unter B Q 67 an die Geſchſt. ds. Bl.—4810 Suche Iellhaperin mit 1000 Mark bar. Garant. gut. Jahres⸗ einkommen. Angebote unter D L 36 an die Geſchäftsſtelle. 44913 Kaufmann, 32 2 90 mit eigenem Geſche fucht die Bekanntſch⸗ einer einfachen gebie Dame zwecks ſpätere Heirat Vermögen erwünſcht jedoch nicht Bedine Gefl. Zuſchrift, miögz mit Bild unt. D 10 an die Geſchſt. 10 Gefunden! Geldbentel m. Inhalf auf der Hauptpoſt. 3¹ erfragen in der ſchäftsſt. s Bl. 4 P 6, 20 b. Kullmann gut mbl. Zimmer mit Penſion ſof, zu verm. B3554 Mansarde zum Möbel⸗Einſtellen zu vermieten.* 4941 Kaiſerring 24, part., Telephon 20 232. In ſehr gutem Hauſe, bei alleinſt. Dame ſind 2 elegant möblierte MMER (Wohn⸗ u. Schlafzim.) ev. mit 2 Betten, Bad und Küchenbenützg. zu vermieten. Adreſſe in der Geſchäftsſt. 44947 M 1. 2a, 3 Treppen 4936 Seget 19, 3. Stock, links. 4944 ul nöbl. Ammer Ffferl-Brſere die nicht die richtigen Zeichen i0 Hummern der betr. An z6 1ge enth erschweren die Welterleitung oder machl ste üirekt unmögllch. Es legt desfe im interesse der Einsender von Angebotb Zelchen und Mummef genau zu böachten, damit unllebsan Verwechslungen vormieden 0 Teschaktsstele der Ueran Maunh. Teal., — ſof. zu vermiet. 44962 1 — Se grg Gge S. du Kr SS