— ö ſien⸗ 9. —— er letzter Zeit in der Welt feſtſtellen könne, komme zum Teil von deut Jatt cate er, mit 5 von Locarno, wie die gegenſeitigen Sicherheitsver⸗ Freitag, 26. Auguft Ne Bezugspreiſe: In aame u. Umgebung frei ins Haus per durch die Poſt monat.⸗M. 2,80 ohne e eld. t eievtl.Aenderung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe Nach⸗ rd vorbehalten. Po 17590 Karlsruhe. t⸗Geſchäftsſtelle E6, 2. Haupt⸗Nebenſtelle E 1,4⸗6, a Waldhofſtr.6, chwetzingerſtr. 19/0 u. Meerfeldſtraße 11. Telegramm⸗ ſſe: Generalanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. mal. Fernſprecher: 24944. 24945, 24951.24952 u. 24953 Mittag⸗Ausgabe Preis ONleung 1927— Nr. 309 e MannheimerSeitung Mannheimer General Anzeiger Anzeigenpreiſe nach Tarif, bei Vorauszahlung je einſp. Kolonclzeile für 0,40 M. Melamen —4R.⸗M. Kollektiv⸗Anzeigen werden höher berechnet Für Anzeigen⸗Vorſchriften für beſtimmte Tage, Stellen u. Aus⸗ gaben wird keine Verantwortung Höhere Ge⸗ walt, Streiks, uſw. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene od beſ Ausgaben der fü ätete Au A Fern— 8 88 Gewähr. Gericteſtnd iſt Mannheim. Beilagen: Sport und Spiel Aus Seit und Leben. Mannheimer Frauenzeitung. Unterhaltungs⸗Beilage. Aus der Welt der Cechni. Wandern und Neiſen Geſetz und Necht Ein neuer ſranzöſiſcher Vorſtoß Rheinlanbräumung ſoll nur gegen ein Oſt⸗Lotarno erfolgen Pointaré und Löbe Hochpolitiſche Reden auf einem internationalen Pariſer Kongreß In Paris wurde am Donnerstag die 24. Seſſion der imterparlamentariſchen Union im Beiſein von über 500 Dele⸗ gierten aus 39 Nationen eröffnet. Miniſterpräſident Fotnearé begrüßte den Kongreß im Namen der franzö⸗ chen Regierung. Der Miniſterpräſident erinnerte zunächſt an den Krieg, in dem ſich die Menſchheit gegenſeitig zerfleiſcht und dem Tode einen entſetzlichen Tribut gezahlt habe. Aber ſo blutig auch der Krieg geweſen ſei und ſo tief auch die Nach⸗ wehen feten, die er in den Herzen zurückgelaſſen habe, ſo habe er doch auf der anderen Seite dazu beigetragen, das große Werk der Annäherung zwiſchen den Völkern, das er dorübergehend unterbrochen habe, wieder zu ſtärken. Gerade — ſeine Mitleidsloſigkeit habe der Krieg allen Beteiligten 25 unſchätzbaren Wert des Friedens zum Bewußtſein ge⸗ racht und die Erkenntnis reifen laſſen, daß kein Volk für allein zu leben imſtande ſei. te Verſammlung erhob ſich hierauf von ihren Sitzen und bereitete Poincaré eine begeiſterte Ovation. Nur wenige der Delegierten blieben ſitzen, unter ihnen die Mehrzahl der Deutſchen. weiteren Verlauf der Sitzung ſprach nach dem Dandurand Reichstagspräſident Löbe u. d. etwa Folgendes ausführte: Die Unruhe, die man in benddder der werfälligen Apparat des Völkerbundes, gar die Völker von neuem zu mehr oder weniger heimlichen inzelverhandlungen anrege. Mit Befriedigung habe er feſt⸗ llen können, daß Poincaré dem Friedenswillen Frankreichs zusdruck verliehen habe. Aber es fehle immer noch in der elt der Uebergang von der Rede zur Tat. Es fehle der ſnoße Zug des Entgegenkommens, der zu einer poſitiven Tat ren müſſe. Wenn beiſpielsweiſe Frankreich, ſo erklärte debe, am 1. Januar alle ſeine Truppen vom Boden zurückziehen würde, ſo würde da⸗ wertvolles Werk der Menſchenverſöhnung vollbracht. mit Jchland gehöre dem Völkerbund an und ſei gleichberechtigt den anderen Nationen in ihn eingetreten. Es habe die 8 unterzeichnet. Es habe auf die Befreiung deutſchen beten nach dem Abſchluß der Locarnoverträge gehofft. Es 5. dieſer Hoffnung getäuſcht worden. Andererſeits wäre aß ne Tat, wenn Deutſchland Frankreich erklären würde, 5 jede Vermehrung der deutſchen Armee auf reguläre oder Weiſe nicht mehr erfolgen würde(1) und daß man würde ſchen Kinder in einem Geiſte des Friedens erziehen nach Nach einer ſolchen Tat riefen die Völker. Sie riefen idem Staatsmann, der dieſe Tat vollbringen könne, denn 5 gehören ebenſoviel Mut und Kraft, wie auf dem achtfelde zu kämpfen. n Rede des Reichstagspräſidenten Loebe wurde mehrfach ebhaftem Beifall unterbrochen. Ein ernſter Zwiſchenfall in 11 Nachmittagsſitzung der interparlamentariſchen Union geſchloſa einem ernſten Zwiſchenfall, der als noch nicht ab⸗ oſſen zu betrachten iſt. an das(hstagspräſident Löbe hatte in der Vormittagsſitzung bn franzöſiſche Volk appelliert, die Rheinlande bis zum ſtzung ur 1928 zu räumen. Zu Beginn der Nachmittags⸗ 1585 antwortete ihm als erſter der franzöſiſche Se⸗ ger Jon Hubert, der als franzöſiſcher Delegierter Nachfol⸗ keilnehmernels) an der Septembertagung des Völkerbundes d wird. Hubert wies darauf hin, daß Frankreich, weitem Iin verſöhnlichen Geiſt zeige, Deutſchland bereits in franzöſt mfange entgegengekommen ſei. Wohl ſei die deutſch⸗ doch ſei ſche Verſtändigung ein Eckpfeiler des Weltfriedens, Jolgen es nicht leicht, von einem Tag auf den anderen die 15 jahrhundertelanger Kämpfe zu verwiſchen. rollun 25 wandte ſich de Jonvenel heftig gegen die Luf⸗ die Reichele Frage der Schuld Frankreichs am Weltkriege und Derarti agsveröffentlichungen über die belgiſche Neutralität. eziehnn Unterſuchungen würden nur die internationalen ſpätere 2 zwiſchen den Staaten verſchlechtern. Erſt eine urteilen würde mit der Objektivität eines Richters rungen L e Dann wandte ſich de Jouvenel den Ausfüh⸗ bes zu. Der Reichstagspräſident hätte nur, be⸗ Das f 177 gewiſſen Zögern von dem Frieden geſpro⸗ ſchiedene val die Folge der Tatſache, daß in Locarno zwei ver⸗ ſeien: ein daeſche Situationen in Europa geſchaffen worden enropa mi eſteuropa mit anerkannten Grenzen und ein Oſt⸗ mit nicht anerkannten Grenzen. S 2 blange 5 Oſtgrenze nicht wirklich anerkannt ſei, Ein 1 müſſe Frankreich im Rheinland bleiben ſei auch neuer Unruhefaktor in der europäiſchen Geſchichte der gleichzeitig mit e g Deutſchlands Völkerbundseintritt worden. Wenn Herr Loebe die Rheinlandräumung zum 1. Januar 1928 fordere, ſo müſſe ihm geantwortet werden, daß die Beſetzung der Rheinlande die einzige Garantie für die Aufrechterhaltung des Friedens in Oſteuropa darſtelle. Was würde von der deutſch⸗franzöſiſchen Freundſchaft übrig bleiben, wenn die Franzoſen das Rheinland räumen würden, im Lauf von zwei oder drei Jahren die Daweszahlungen nicht innegehalten werden und die Franzoſen ihren neuen deutſchen Freund im Kampfe mit ihren früheren Verbündeten er⸗ blicken müßten?!(Jouvenel meint augenſcheinlich Polen.) Seit langem Verfeindete dürften nur langſam die Bande der Freundſchaft knüpfen. Frankreich wünſche den Frieden, aber es wolle nicht ſeinen Frieden von dem Frieden der Anderen trennen. Frankreich wünſche ein Europa, einen gemein⸗ ſamen Frieden. De Jouvenel ſchloß mit den Worten, daß unter der Vorausſetzung, daß vorher erſt ein Oſt⸗ locarno geſchaffen werden würde. Seine Ausführungen, die von Beifallsſtürmen auf den Bänken der Polen unterbrochen wurden, wurden von den deutſchen Parlamentariern mit lebhaftem Hört, Hört! und mit den Worten„Unerhört“ begleitet. Nach de Jouvenel betrat der deutſche Senator Heller aus der Tſchechoſlowakei die Tribüne und erklärte, es ſei für jeden Deutſchen ſchmerzlich geweſen, die Ausführun⸗ gen de Jouvenels anzuhören, die ſicherlich nicht der Gemein⸗ ſchaftsarbeit in der interparlamentariſchen Union nützlich ſein werden. Der Widerhall in Verlin IBerlin, 26. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) Die Locarno⸗Ausſprache, die eigentlich den Außenminiſtern in Genf vorbehalten bleiben ſollte, iſt durch die geſtrige Aus⸗ einanderſetzung auf dem Kongreß der interparlamentariſchen Union im Palais Luxemburg in Paris, der gleichſam der Auftakt zur Genfer Tagung bildet, bereits ſehr lebhaft in Fluß gebracht worden. Dabei haben Poincaré und der Senator de Jouvenel ſehr geſchickt mit verteilten Rollen den Standpunkt Frankreichs zur Geltung gebracht. Aus Herrn Poincarées Munde vernahm man eine Friedensrede mit faſt ſentimentalem Einſchlag, die ſich in höchſt auffallen⸗ der Weiſe von ſeinen zahlreichen berüchtigten Sonntagsreden unterſchied, offenbar aber nur die Verſammlung ſtimmungs⸗ reif machen wollte, für die bedeutſame Rede de Jouvenels, in der ſich die franzöſiſche Politik unverhüllt in ihren wahren Abſichten zeigte. Dieſe Rede des franzöſiſchen Senators, der erſt kürzlich aus der Delegation für den Völkerbund austrat, war in Form einer Replik auf Löbes Mahnung gekleidet, einen Strich unter die Vergangenheit zu ziehen und durch Zurückziehung der Beſatzung ſtatt ſchöner Worte einen ſicht⸗ baren Beweis ehrlichen Friedenswillens zu geben. De Jou⸗ venels Antwort kann kaum anders als eine Demonſtration gegen Briands Außenpolitik aufgefaßt werden, denn darin gipfelt wohl die unzweideutige Erklärung, daß die Rheinlandräumung nur gegen ein Oſt⸗Locarno gewährt werden könnte. Von deutſcher Seite wird offiziell bereits für heute eine Erwiderung auf Jouvenels Vorſtoß angekündigt. Der Zwiſchenfall iſt alſo mit der geſtrigen Diskuſſion nicht er⸗ ledigt. Die deutſche Reichsregierung hat nie einen Zweifel darüber gelaſſen, daß eine Verknüpfung des Räumungs⸗ problems mit der Frage der Oſtgrenze für ſie undiskutierbar iſt. An dieſem Standpunkt kann und wird ſich nichts ändern. Der ganze Locarnopakt würde für Deutſchland ſeine eigent⸗ liche Bedeutung verlieren, wenn an dieſem Grundprinzip der Politik Dr. Streſemanns auch nur im mindeſten gerüttelt würde. Mit Recht bemerkt der„Vorwärts:„In Deutſchland wird man aus der Rede de Jouvenels den Wunſch heraus⸗ leſen, die Beſatzung zu verewigen.“ Die deutſche Delegation gegen Jouvenel Wie die„Tägl. Rundſch.“ aus Paris meldet, wird dir deutſche Delegation höchſtwahrſcheinlich heute(Freitag) eine Erklärung abgeben, um auf die Rede de Jouvenels zu ant⸗ worten, weil ſie den Eindruck habe, daß dieſe Rede ſich gegen die Locarnopolitik richte. Senat und Kammer in Frankreich hätten den Locarnovertrag gebilligt, ſo erklärt man, während de Jouvenel ihn jetzt, mit ſo großen Zweifeln umgebe. Seine Rede ſei ein Angriff geweſen gegen das Prinzip der ſchieds⸗ gerichtlichen Verſtändigung. Beſonders, wenn er die Bajon⸗ nette als einzige Garantie des Friedens bezeichne, während die Interparlamentariſche Union doch gerade die ſchieds⸗ gerichtliche Verſtändigung an die Stelle der Bajonnette ſetzen wolle. * Zaleski noch immer krank. Der polniſche Außenminiſter Zaleski, der zum Führer der polniſchen Delegation für die Völkerbundstagung beſtellt wurde, wird an den erſten Sitzun⸗ auch er für die Räumung des Rheinlandes ſei, wenn auch Die„Autonomie des Memellandes (Zu den Neuwahlen des memelländiſchen Landtages am 30. Auguſt) Von Dr. Reinhold Zenz, Königsberg Der litauiſche Staat hat ſich nach der Annexion des Me⸗ melgebietes im Jahre 1923 der Botſchafterkonferenz gegenüber verpflichtet, die im Memelſtatut feſtgelegten ſelbſtherrlichen Rechte des Gebietes zu wahren. Der Völkerbund, der über die Ausführung des Statutes zu wachen hätte, kümmerte ſich aber jahrelang nicht um litauiſche Vertragsbrüche, bis ſich endlich Deutſchland im Frühling dieſes Jahres der memelländiſchen Beſchwerden annahm und auf der Junitagung in Geunf die Stellungnahme des Völkerbundes erzwingen wollte. Als die Litauer ſahen, daß es ernſt wurde, gab ihr Miniſterpräſident Woldemaras das feierliche Verſprechen ab, die memelländiſchen Beſchwerden abzuſtellen und die Selbſtändigkeit des Memellandes in vollem Umfang wieder herzuſtellen. Das einzige, was Woldemaras von dieſem Verſprechen eingelöſt hat, iſt die Anberaumung der Neuwahlen zum memelländiſchen Landtag auf den 30. Auguſt dieſes Jahres, das heißt, auf den ſpäteſten Termin, den er ſeinem Verſprechen gemäß wählen konnte. Daß die Wahlen ſoweit hinausgeſchoben wurden, genügt ſchon, um den ſchlechten Willen Li⸗ tauens zu beweiſen, denn auf dieſe Weiſe ſoll es vermieden werden, daß die neuen Verſtöße gegen das Autonomieſtatut, die zur Wahlverfälſchung begangen werden, ſchon auf der Sep⸗ tembertagung des Völkerbundes zur Sprache kommen. Wenn ſoeben von neuen Verſtößen die Rede war, ſo ſei zunächſt darauf hingewieſen, daß der normale Zuſtand, den Woldemaras wieder herſtellen wollte, in keiner Weiſe vorhan⸗ den iſt. Auch heute noch ſteht das Memelgebiet völlig ungeſetz⸗ mäßig unter Kriegsrecht und Preſſezenſur, die bei dem letzten Umſturz in Litauen, am 17. Dezember 1926, einfach auch auf das Memelgebiet übertragen wurden. Iſt unter Kriegsrecht und Preſſezenſur überhaupt ſchon kein unbeeinflußter Wahl⸗ gang möglich, ſo erſt recht nicht, wenn ſie von Litauern aus⸗ geübt werden. Es war der litauiſche Kriegskommandant, der es durchſetzte, daß der ihm unbequeme erſte memelländiſche Landtag aufgelöſt wurde. Er arbeitet mit dem ungeſetzmäßigen Landesdirektorium zuſammen, dem der Landtag das Ver⸗ trauen verſagt hatte, weil er nur aus Großlitauern beſteht, und läßt von dieſem Landesdirektorium aus politiſchen Grün⸗ den Maſſenverabſchiedungen von deutſchen Lehrern vorneh⸗ men. Auf einen Proteſt der beiden bürgerlichen Parteien gegen die Zerrüttung der memelländiſchen Schulverhältniſſe, bei der auf Woldemaras' Genfer Verſprechungen hingewieſen war, gab das Direktorium die bezeichnende Antwort:„Von einem Verſprechen Woldemaras' in Genf iſt dem Direktorium nichts bekannt. Dem Kriegskommandanten ſcheint von dieſem Verſprechen ebenfalls nichts bekannt zu ſein. Obgleich der Miniſterpräſt⸗ dent in Genf feierlich verſicherte, die Rechte der juriſtiſchen und natürlichen Perſonen würden in vollem Maße gewahrt, gehen die Eingriffe des Kriegskommandanten in die perſönliche Frei⸗ heit des Einzelnen ſo weit, daß er einen harmloſen Uhrmacher verhaften ließ, weil ein ihm befreundeter Landrat vergeſſen hatte, die erſtandene Uhr aufzuziehen, und daher glaubte, be⸗ trogen worden zu ſein. Einer der Hauptpunkte der memel⸗ ländiſchen Beſchwerden, die abgeſtellt werden ſollten, war die um Weihnachten erfolgte Ausweiſung der drei reichsdeut⸗ ſchen Redakteure im Memelgebiete, für die kein Erſatz zu ſchaf⸗ fen iſt. Die Auswelſung wurde damals ſuſpendiert, iſt aber bis heute noch nicht aufgehoben. Als dieſer Tage einer dieſer Herren an einer Preſſefahrt in Deutſchland teilnehmen wollte, wurde ihm erklärt, daß er auf eine Erlaubnis zur Einreiſe nicht rechnen könne. Den gleichen Beſcheid erhielt die Gattin eines anderen Redakteurs, die am Begräbnis threr Mutter in Deutſchland teilnehmen wollte. Dieſe Beiſpiele genügen zur Erläuterung, wie der Kriegskommandant im Wahlkampfe vor⸗ gehen wird. Schon heute ſind alle Maßnahmen getroffen, um auf alle Fälle zu verhindern, daß der neue Landtag wiederum 27 deutſche Abgeordnete gegenüber 2 Groß⸗ litauern zählen wird. In die Wahlliſten mußten auch Perſonen aufgenommen werden, die nach dem Memelſtatut nicht als memelländiſche Bürger zu zählen ſind. Um aber das Wahlergebnis noch in letzter Stunde fälſchen zu können, hat der großlitauiſche Vorſitzende der Wahlkreiskommiſſion als Vorſitzender der Stimmbezirkskommiſſion 200 Stocklitauer eingeſetzt, unter denen ſich außer ſolchen, die kein Wort deutſch verſtehen, auch Analphabeten befinden, die, neben⸗ bei bemerkt, in Litauen nicht ſelten ſind. Da die Stimm⸗ bezirkskommiſſionen darüber zu beſchließen haben, in welcher Sprache das Wahlprotokoll zu führen iſt, werden wohl die meiſten Protokolle litauiſch geführt werden, deſſen die Memel⸗ länder nicht mächtig ſind. Selbſt die Umgangsſprache der im Memelgebiet eingeborenen Litauer, die alle die deutſche Sprache beherrſchen und 1925 bei der erſten Landtagswahl mit der Stimmabgabe für deutſche Liſten ihre Zugehörigkeit zum deutſchen Kulturkreis bewußt betont haben, iſt grundverſchie⸗ den von der litauiſchen Schriftſprache. Wo der Kriegskommandant nicht unmittelbar eingreifen kann, arbeitet für ihn der Zenſor. Er hat es ſogar fertig gebracht, daß die Erklärungen, die Woldemaras in Genf ge⸗ geben hatte, von der memelländiſchen Preſſe nicht gebracht werden durften. Heute, mitten im Wahlkampfe iſt es der deutſchen Preſſe im Memelgebiet noch nicht geſtattet, Lügen und Verhetzungen der litauiſchen Preſſe richtig zu ſtellen. gen in Genf nicht teilnehmen können, da er von ſeiner zuſtand egek deutſch⸗ruſſiſche Vertrag ge⸗ ſchweren Krankheit noch nicht wieder hergeſtellt iſt. Der litauiſche Gounerneur in Memel verſprach zwar auf einen Proteſt der bürgerlichen Parteien hin, die unterſchied⸗ rr————— — 2. Seite. Nr. 391 Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Freitag, den 26. Auguſt 1927 liche Behandlung der Preſſe zu beſeitigen, aber die memel⸗ ländiſche Preſſe durfte nicht einmal den Proteſt veröffent⸗ lichen, geſchweige denn, daß ſich die Verhältniſſe geändert hätten. Noch heute muß jede Zenſurlücke durch anderen Text oder Inſerate unkenntlich gemacht werden. Geſchieht dies nicht, ſo wird der verantwortliche Redakteur verhaftet, was bereits einmal geſchehen iſt. Wie unter ſolchen umſtänden die Wahlen am 30. Auguſt den unverfälſchten Willen der memelländiſchen Bevölkerung zum Ausdruck bringen ſollen, iſt unerfindlich. Die Hoffnung, daß im letzten Augenblick ein Wandel eintritt, beſteht nicht, weil Woldemaras, ſelbſt wenn er wollte, nicht die Macht dazu Hat, ſeinen Willen durchzuſetzen. Deutſchland, das ſich ſeined pergewaltigten Stammesgenoſſen auf der letzten Völker⸗ bundstagung annahm, hat daher die moraliſche Pflicht, heute ſchon mit allem Nachdruck darauf hinzuweiſen, daß Litauen ſein Verſprechen nicht gehalten hat, daß die Verhältniſſe im Memelgebiet ſchlimmer ſind als zuvor und daß von einer Wahlfreiheit für den kommenden Landtag nicht die Rede ſein kann. So wird es ſich dann vielleicht erreichen laſſen, daß die Memelfrage ſchon wieder auf der Septembertagung des Völkerbundes zur Sprache gelangt, damit Litauen nicht bis zum Frühjahr freie Hand bleibt, ſeine gewaltſamen Entdeutſchungsmethoden im Memelgebiet durchzuführen. Die Verſicherung der Arbeitsloſen Berlin, 26. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) Die Arbeiten für die praktiſche Durchführung des kurz vor der Sommerpauſe verabſchiedeten Arbeitsloſenverſicherungs⸗Ge⸗ ſetzes ſchreiten, wie wir hören, rüſtig vorwärts. Das Geſetz, das wie erinnerlich die Gemeinden von den finanziellen Laſten der Arbeitsloſenunterſtützung befreit, bedingt einen völligen Neuaufbau der Verwaltung, da der bisherige behördliche Apparat durch die Reichsanſtalt und ihre Organiſation erſetzt wird. Die Schwierigkeiten der Umorganiſation liegen vor⸗ nehmlich auf dem Gebiete der territorialen Abgrenzung der einzelnen Bezirke und in der Auswahl des neuen Perſonals. Es iſt anzunehmen, daß die Zahl der Arbeitsämter, die bis⸗ her 22 betrug, beträchtlich herabgemindert wird. Als ſicher Harf gelten, daß von den 900 Arbeitsnachweiſen mehrere hundert durch Zuſammenlegung in Zukunft fortfallen werden. Durch die auf ſolche Art erzielten Erſparniſſe hofft man die Erhöhung des monatlichen Aufwandes, die ſich nach dem alten Syſtem auf 72, nach dem jetzigen auf 78—80 Mark pro Kopf belaufen, wettmachen kann. Alles in allem iſt man alſo zu der Annahme berechtigt, daß ſich das jetzige Ver⸗ fahren nicht teurer ſtellen wird als das alte. In der Perſonalfrage iſt, wie uns verſichert wird, Bisher noch keinerlei Entſcheidung getroffen worden. Dieſe Dinge ſtehen noch völlig offen, weil die Auswahl abhängig ſein muß von der Abgrenzung ber einzelnen Bezirke und der hl der Aemter. Da die Reichsanſtalt gänzlich außerhalb des Parteiſtreits und des Parlaments bleiben will, wird lebiglich die praktiſche Eignung für die Beſetzung der ein⸗ zelnen Stellen ausſchlaggebend ſein. Meichstag und Veamtenbeſoldung Berlin, 26. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) Gegenüber den aus Reichsratskreiſen kommenden An⸗ regungen, die Septembertagung des Reichstags auf Anfang Oktober hinauszuſchieben, um eine gründliche Durchberatung des Reichsſchulgeſetzentwurfs im Reichsrat zu ermöglichen, wird von parlamentariſcher Seite geltend gemacht, daß der AUrſprünglich angeſetzte Termin ſchon um deswillen inne⸗ gehalten werden müßte. da die Frage der Beamten⸗ Heſoldung, die bis zum 1. Oktober erledigt ſein muß, einen olchen Aufſchub nicht ertragen könnte. Die Beſoldungsreform, die inzwiſchen vom Reichsfinanzminiſter Dr. Köhler in aller Stille während ſeines Marienbader Kuraufenthaltes ausgearbeitet und in den letzten Tagen mit den verſchiedenen Beamtenvertretern des Reichstags beſprochen wurde, nähert ſich ihrem Abſchluß. In den Kreiſen der politiſchen Beamten Uund vor allem in den Reihen der Beamten der Berliner Zentralbehörden, fühlt man ſich beunruhigt durch eine Nach⸗ richt, daß das Reich dieſer Beamtenkategorie nicht ſoweit ent⸗ als es von Preußen vorgeſchlagen ſein 0 Oeſterreichs Finanzen „Berlin, 26. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) Ueber die zukünftige Geſtaltung der öſterreichiſchen Finanzen, insbeſondere des Anleiheprojekts, ſind vielfach irreführende Meldungen vorbereitet worden. Nach unſerer Kenntnis ſind die Arbeiten über die Aufſtellung des Voranſchlags für das nächſte Jahr im Wiener Finanzminiſterium im vollen Gange. Es wird nur wenige Wochen dauern, bis das end⸗ gültige Bild feſtſteht. Selbſtverſtändlich iſt, daß bei den meiſten Reſſorts gewiſſe Erhöhungen Platz greifen müſſen, die ſich zum größten Teil automatiſch ergeben aus der Gehaltserhöhung des Perſonals, der Ueberführung in höhere Ortsklaſſen uſw. Von einer beſtimmten Erhöhungsziffer kann deshalb nicht geſprochen werden. Keinesfalls iſt mit einer mehr als 10prozentigen Steigerung des Etats zu rechnen. In der Anleihefrage geht das Beſtreben der Regierung dahin, im Kreditweſen genügend Mittel aufzubringen, um auf eine Reihe von Jahren— etwa 3 bis 5— produktive Inveſtittonen in ungefähr gleichem Umfange vornehmen zu können, wie ſie im letzten Jahr aus den Bölkerbundskrediten beſtritten wurden. Wie hoch der Anleihebetrag ſein wird, hängt ganz von den Verhandlungen mit dem Kontrollkomitee und nicht zuletzt von der Lage des Geldͤmarktes ab. Hausſuchungen bei iſchechiſchen Faſziſten Aus Prag wird gemeldet: Am Mittwoch vormittag wurde im Sekretartat der Faſziſten in Prag eine Haus⸗ fuchung vorgenommen, bei der auch der Exgeneral Gajda an⸗ weſend war. Die Hausdurchſuchung dauerte 2½ Stunden. Ueber das Ergebnis bewahrt die Polizei vorläufig Still⸗ ſchweigen. Nach den Meldungen eines halbfaſziſtiſchen Blattes wurden bei der Durchſuchung alle Protokolle und alle Richtlinien beſchlagnahmt, ebenſo das geſamte Adreſſen⸗ material und verſchiedene Manuſkripte. Zu gleicher Zeit wurden auch bet faſziſtiſchen Führern Hausſuchungen vorgenommen und ſechs dieſer Leute der Polizei vorgeführt. Prager Blätter bringen dieſe Hausſuchungen in Zuſam⸗ menhang mit der Nachricht, daß in der Nacht zum Mittwoch aus der Wohnung eines Mitgliedes des Diſziplinarausſchuſſes gegen Gajda Dokumente, die dieſe Affäre betreffen, ge⸗ ſtohlen wurden. Die Polizeidirektlon teilt mit:„Geſtern morgen drangen ſechs bewaffnete Männer, die in einem Automobil angefahren kamen, in die Sommerwohnung des Miniſterial⸗ rates im Verteidigungsminiſterium, Vorel, in Saſawa bei Prag ein und verlangten von ihm mit ſchußbereiten Revolvern die Herausgabe gewiſſer amtlicher Dokumente, die ſich allem Anſchein nach auf die Gajda⸗Affäre beziehen. Der Miniſterialrat erklärte jedoch, daß er die betreffenden Akten nicht heſitze. Darauf hielten ihn einige der Angreifer mit dem Revolver in Schach, während die übrigen ſeinen Schreib⸗ tiſch durchwühlten und verſchiedene Aktenſtücke an ſich nahmen. Das Auto fuhr dann mit ihnen in raſender Fahrt davon. Die Prager Poltzei hat bereits zwei Prager Faſziſten, die als Täter in Betracht kommen, verhaftet. Der neue Berliner Flaggenftreit Berlin, 26. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) Der Flaggenſtreit zwiſchen Magiſtrat und Hotels hat allmählich ein ſolches Ausmaß angenommen, daß ſelbſt das Kabinett nicht umhin können wird, ſich mit dieſer leidigen Angelegen⸗ heit, die eigentlich eine Frage des Taktes iſt, nun aber ſich bereits zu einer regelrechten politiſchen Affäre ausgewachſen hat, eingehend zu beſchäftigen. Heute tagt der Vorſtand und der Beirat des Vereins der Berliner Hotelbeſitzer. An dieſer Sitzung wird auch der Reichstagsabgeordnete Nolte in ſeiner Eigenſchaft als Vorſitzender der Reichsorganiſation der Hotelbetriebe teilnehmen. Von den Berliner Betrieben wird, wie eine Berliner Korreſpondenz wiſſen will, der Antrag ge⸗ ſtellt werden, die Bewegung von Berlin aus nicht nur auf das ganze Reich auszudehnen, ſondern es ſoll auch an die im Ausland beſtehenden deutſchen Hotels die Auf⸗ forderung ergehen, die ſchwarz⸗rot⸗goldene Fahne künftig nicht mehr zu hiſſen. Man kann ſich freilich ſchwer vorſtellen, daß ein ſolcher Antrag die Billigung der Verſammlung finden wird. Die Reichsregierung hat ſich bisher bemüht, in dieſem Zwiſchenfall Zurückhaltung zu üben. Es iſt über die im Auswärtigen Amt herrſchende Auffaſfung ſo viel bekannt geworden, daß ſchon aus Gründen des außenpolitiſchen Preſtiges von den großen Hotels an offiziellen Feiertagen die Hiſſung der Reichsfahne verlangt werden muß. Aufgrund dieſer Auf⸗ faſſung iſt bereits dem„Lokalanzeiger“ zufolge am 12. Auguſt ein Vertreter der Reichsregierung bei der Direktivn eines der größten Hotels vorſtellig geworden und hat darauf hin⸗ gewieſen, daß es zu unangenehmen Konſequenzen führen 5en wenn der gegenwärtige Zuſtand beibehalten wer⸗ en ſoll. Ueber dieſe Vorſtellung hinans, deren Erwägung von der Hotelleitung zugeſagt wurde, hat ſich die Reichsregierung je⸗ doch nicht für kompetent erachtet, weitere Schritte zu tun, deshalb verhält ſie ſich auch gegenüber dem Vorgehen des Berliner Magiſtrats, dem ſich die preußiſche Regierung im Jaufe des heutigen Tages durch einen offiziellen Beſchluß an⸗ ſchließen wird, zunächſt neutral. Welche Stellung das Ka⸗ binett, ſohald es wieder vollzählig in Berlin beiſammen iſt, zu der offiziellen Eingabe des Berliner Oberbürgermeiſters mit den darin enthaltenen Mitteilungen von ſeinen gegen die e ergriffenen Maßnahmen einnehmen wird, bleiht ab⸗ zuwarten. Vlutige Ausſchreitungen auch in Hamburg Auch in Hamburg kam es am Donnerstag anſchließend an kommuniſtiſche Demonſtrationen zu ſchweren Zuſammen⸗ ſtößen zwiſchen der Polizei und Angehörigen des Roten Frontkämpferbundes, die es namentlich auf verſchiedene Po⸗ lizeipatrouillen abgeſehen hatten. Ein nicht im Dienſt befind⸗ licher Unterwachtmeiſter wurde von Demonſtranten aus einem Straßenbahnwagen herausgeholt, mißhandelt und bei einem Fluchtverſuch dann ermordet. Die Polizei wurde ſchließlich gezwungen, von der Schußwaffe Gebrauch zu machen, zumal auch ſie beſchoſſen wurde. Mehrere völlig un⸗ betetligte Privatperſonen wurden von den Demonſtranten gleichfalls ſchwer mißhandelt. Zahlreiche Feſtnahmen ſind erfolgt. Das Hamburger Polizeipräſidium hat auf Grund dieſer Vorgänge alle weiteren Demonſtrationen verboten. . Die Streikverlufte der engliſchen Kohleninduſtrie 90 Millienen Mark 5 § London, 26. Aug.(Von unſerem Londoner Vertreter.) Die engliſche Kohleninduſtrie hat ſeit Beendigung des großen Streiks durch immer weitere Herabſetzung der Preiſe um die Wiedergewinnung der verlorenen Märkte kämpfen müſſen. Der Zuſtand veralterter und unrationeller Produktion iſt heute noch ausgeprägter als vor dem großen Induſtriekou⸗ flikt. Heute werben zum erſten Male einige Zahlen über die Verluſte bekannt, die der engliſche Bergbau ſeit dem letzten Streik erlitten hat. Die Verluſte werden von dem gewöhnlich ausgezeichnet informierten offiziellen Arbeiterorgan auf 90 Millionen Mark angegeben. In weiten Kreiſen macht ſich ſteigende Beſorgnis über die Zukunft des engliſchen Bergbaues bemerkbar. Aufloſung des iriſchen Parlaments 9 London, 26. Auguſt.(Von unſerem Londoner Vertreter.) Das iriſche Parlament iſt geſtern zur allgemeinen Ueber⸗ raſchung von dem Generalgouverneur aufgelöſt worden, ob⸗ wohl es ſich zur Zeit in Ferien befindet. Zwei Nachwahlen, die geſtern in Dublin ſtattfanden, haben mit dem Sieg der Regierungspartei geendet, ſo daß Cosgrave wieder über eine Mehrheit von zwei Stimmen im Parlament verfügt. Die⸗ ſer Erfolg dürfte die Regierung veranlaßt haben, dem Gene⸗ ralgouverneur den Rat zur Auflöſung der beiden Häuſer des Parlaments zu erteilen. Die Generalwahlen ſind bereits für den 15. September angeſetzt worden. Die Ausſichten der Re⸗ gierungspartei werden im allgemeinen als ſehr gut bezeichnet, da die Republikaner durch ihre Unterwerfung unter die Ver⸗ faſſung viele Anhänger verloren haben, während andererſeits die Ermordung des Juſtizminiſters'Higgins weite Kreiſe des Bürgertums gegen die Radikalen eingenommen hat. Wie aus Dublin gemeldet wird, iſt dort geſtern ein angeſehener Bürger Scan Me. Bridge unter dem Verdacht, an der Ermor⸗ dung'Higgins teilgenommen zu haben, verhaftet worden. Beſſerung der franzöſiſchen Finanzen y Paris, 25. Aug.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Wie in finanziellen Kreiſen verlautet, wird die Bilanz der Banecque de France auf Ende dieſes Monats eine beträcht⸗ liche Verminderung der Vorſchüſſe der Bank an den Staat aufweiſen. Dieſe Vorſchüſſe ſollen von 36½ auf 32 Milliar⸗ den zurückgeführt ſein, wodurch die Rückzahlung des Staates ſeit der Bildung des gegenwärtigen Kabinetts auf insgeſamt 8 Milliarden gebracht wurde. Dieſe Verbeſſerung würde ein neuer Schritt auf dem Wege zur Geſundung der franzöſiſchen Währung bedeuten. Wie das„Echo de Paris“ wiſſen will, iſt Poincare entſchloſſen, ſein Programm für die Geſundung des franzöſiſchen Geldweſens konſequent durchzuführen; er würde. gegebenenfalls auch nicht davor zurückſchrecken, die Kammer aufzulöſen, wenn ſie dieſes Programm durchkreuzen wolle. Trotzki plaudert aus der Schule Nach einem Bericht der„Voſſ. Ztg.“ empfing Trotzki eine amerikaniſche Delegation von Arbeitern und bürgerlichen Ele⸗ menten, die zur Zeit wie viele andere Ausländer zu wirtſchaft⸗ lichen oder touriſtiſchen Zwecken in Moskau weilen. Er be⸗ nutzte die Gelegenheit, um durch ruhige Beantwortung ihm vorgelegter Fragen für die wirtſchaftliche Annäherung Ameri⸗ kas und für die offizielle Anerkennung Rußlands zu werben. Er gab dabei zu, daß im Lande viel Unzufriedenheit herrſche, daß die Freiheit der Meinung beſchränkt ſei und von Demokratie nach rechtlichen Begriffen keine Rede ſein könne. Dieſe Erklärungen Trotzkis haben eine ſcharfe Zurückwei⸗ ſung durch die kommuniſtiſche Parteileitung gefunden. Die offt⸗ Lebr⸗„Prawda“ wirft Trotzki Abweichung von der Lenin'ſchen ehre vor. 7 155 1 Schon wieder eine Eiſenbahnkataſtrophs 18 Tote und zahlreiche Verletzte yVParis, 26. Aug.(Von unſerem Pariſer Wie aus Anneey gemeldet wird, ereignete ſich geſtern au der Zahnradbahn Chamonix⸗Montevers ein furchtbares Un⸗ glück, bei dem 15 Perſonen getötet und 30 verletzt wurden. Der mit Touriſten angefüllte Zug trat um 5 Uhr in Montevers die Pilgerfahrt an. Kaum hatte er 250 Meter zu⸗ rückgelegt, als plötzlich die Bremſen eines Wagens ver⸗ ſagten. Mit immer raſenderer Geſchwindigkeit ſauſte der aus Lokomotive und zwei Wagen beſtehende Zug zu Tal, Im zweiten Wagen hatte ein Touriſt die Geiſtesgegenwart, die Notbremſe zu ziehen. Mit einem furchtbaren Ruck blieb der Wagen im Geleis ſtehen. Die Paſſagiere wurden tüchtig durcheinandergerüttelt, blieben aber unverletzt. Unterdeſſen ſetzte die Lokomotive mit dem anderen Wagen die entſetzliche Fahrt fort und ſtürzte ſchließlich über eine 10 Meter tiefe Böſchung herunter. Der Lokomotivführer war ſofort tot, während der Heizer durch einen Stoß von der Lokomotive herabgeſchleudert wurde, ohne ernſten Schaden zu nehmen. Unter den Trümmern wurden durch die Paſſagiere des geretteten Wagens, die zur Hilſe herbeieilten, weitere 14 Tote und 30 Verletzte geborgen, von denen ſich die meiſten in be⸗ ſorgniserregendem Zuſtand befinden. Von Chamonix aus wurde ſofort ein Hilfszug und eine Autokolonne abgeſandt, um die Opfer der Kataſtrophe zu bergen. Drei der Schwerverletzten ſinb im Laufe der Nacht noch geſtorben. Kämpfe in Ehing, Aufruhr in der Manoͤſchurei § London, 26. Aug.(Von unſerem Londoner Vertreter] Der Pekinger Korreſpondent der„Chicago Tribune“ mel⸗ det, daß Nanking von den Truppen des Generals Su n⸗ ſchuanfang eingenommen worden ſei. Eine Be⸗ ſtätigung dieſer Meldung liegt von anderer Seite nicht vor. Der Korreſpondent der„Times“ berichtet im Gegenſatz dazu, daß die beiden Flügel der Südpartei eine neue Kon⸗ ferenz in Kaling abgehalten haben, auf der die Vereint⸗ gung der militäriſchen Streitkräfte zum Schutze Nankings endgültig beſchloſſen worden ſei. Die Nordarmee werde je⸗ doch an fünf Stellen am Südufer konzentriert und man er⸗ wartet, daß ein Verſuch zur Ueberquerung des Pangtſe in der Breite von Nanking zu Tſchiankiang unmittelbar bevor⸗ ſtehe. e Schwere Zwiſchenfälle werden neuerdings aus ber Mandſchurei gemeldet, wo Japan nunmehr ähnliche Schwierigkeiten zu ſpüren bekommt, wie ſie England ſchon ſeit langem in Südchina erfahren mußte. In den Kohlen⸗ und Eiſenwerken in der Nähe der Hauptſtadt Mukden, die ſich in japaniſchen Händen befinden, brach ein Streik aus, der zu ſchweren antijapaniſchen Ausſchreitungen führte. Große Maſſen von Arbeitern ſtürmen mit Keulen und Aexten bewaffnet die Büros und Wohnungen der Jarn paner, töteten einen von ihnen und verwundeten viele. Während der Erhebung wurde auch das Elektrizttank⸗ werk geſtürmt und ſtillgelegt, wodurch ganz Mu den ohne Licht blieb. Die Polizei konnte erſt nach längere Zeit genügend ſtarke Kräfte heranziehen, um einen Gegen⸗ angriff gegen den Mob zu unternehmen. Es kam zu eine; Straßenſchlacht, bei der auf beiden Seiten zahlreiche Pe ſonen getötet wurden. Die Unruhen in der Mandſchurei trafen die empfind⸗ lichſte Stelle der japaniſchen Chinapolitik. Daß ſie nicht nu⸗ lokale Urſachen haben, ſondern planmäßig gegen Japan 5 richtet ſind, geht daraus hervor, daß Agenten aus A unter den Aufſtändiſchen erkannt worden ſind. Der japaniſche Geſandte in Peking Noſhizawa beſuchte geſtern den Diktate. Tſchangtſolin und legte ihm die dringende Notwendigkeit Aenderung der manſchuriſchen Zuſtände mit aller Deutlichke nahe. Japan hat auch Grund, ſich über den Bruch ſeiner Ver träge mit Mukden zu beſchweren. Entgegen den Abmachungen den Bau von zwei Eiſenbahn hat die Mandſchurei kürzlich 17 linien in Angriff genommen, die der ſüdmandſchuriſche Bahn eruſte Konkurrenz machen und damit Japan ſchädigge Ebenſo werden die Siedlungsrechte, die ſich Japan in 1 5 Mandſchurei ausbedungen hat, hintertrieben. Die Verhä niſſe in der Mandſchurei treiben immer mehr auf eine In⸗ tervention Japans hin. Letzte Meldungen Deutſchland zahlt Reparationszinſen + Berlin, 28. Aug. Wie amtlich witgeteilt wird, hat d Bank für Induſtrie⸗Obligationen heute den Betrag In⸗ 125 Millionen Goldmark gemäß den Beſtimmungen des 5 duſtrie⸗Belaſtungsgeſetzes als zweite Halbjahresrate der 1 das dritte Reparationsfahr vorgeſehenen Jahreszinsleiſti von fünf Prozent auf die fünf Milliarden⸗Belaſtung ral⸗ deutſchen Induſtrie friſt⸗ und ordnungsgemäß dem Geneez agenten für die Reparationszahlungen für Rechnung über⸗ für die deutſchen Induſtrie⸗Obligationen u wWieſen. Dauer⸗Regen und Ueberſchwemmungen in Berlin 4 1 J Berlin, 26. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) Piy Dauerregen, der faſt einen Tag und eine Nacht anhält, baſſich Berlin viel Unheil angerichtet. Die Spree iſt außerordenkim geſtiegen, namentlich in den Außenbezirken, vor allen nen. Weſten ſind zahlreiche Ueberſchwemmungen zu verzeich nter Die Feuerwehr wurde ununterbrochen alarmiert, um Waſſer geſetzte Straßen auszupumpen. Der Verkehr 49 an verſchiedenen Stellen umgeleitet, teilweiſe auch völl elhof ſperrt werden. Am ſchwerſten iſt der Flughafen Temſſllig in Mitleidenſchaft gezogen worden, der Flugplatz iſen braſt, unter Waſſer geſetzt, das ganze Gelände gleicht einem in dem Autos und Pferdefuhrwerke ſtecken bleiben. Sämtedie Zufahrtsſtraßen waren geſtern völlig unpaſſierbar. um Feuerwehr mußte Dampfpumpen in Betrieb nehmen, einen einigermaßen erträglichen Zuſtand herzuſtellen. Deutſchland als Oelproduzent a⸗ — Montreal, 25. Aug. Auf einer Konferenz der un⸗ ſchineninduſtriellen berichtete der nach Deutſchland zu Deutſch⸗ kohlenunterſuchungen entſandte Sachverſtändige, daß 1 el land in ſpäteſtens 10 Jahren ſeinen Geſamtbedarf 5 du⸗ durch Verwendung von Braunkohlen ſelbſt Deutſch⸗ zieren könne und werde. An Hand ſeiner in Kanada land gewonnenen Erfahrungen forderte er, daß aufchhaltigen unverzüglich an die Nutzbarmachung ſeiner re Braunkohlenlager gehe. Dem Tode verfallen — Moskau, 25. Auguſt. Das Präſidium 4 Exekutiv⸗Komitees lehnte die Begnadigung des k 55 Tode verurteilten ehemaligen Generals Annenkow u Stabschefs Deniſſow ab. gentralt 7 3u 0 feines innalt e zufolge erklärte Vizepräſident General Dawes in eprä⸗ Schreiben, er beabſichtige nicht, ſich als Kandidat für ſidentſchaftswahlen aufſtellen zu laſſen. * Dawes kandidiert nicht. Einer Meldung aus Cine nem —— jLvVV ee Senan Reacmc r 4 geſpeiſt wird. Frettag, den 28. Auguſt 1927 Neue Maunhetmer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) 8. Sette. Nr. 301 Slaͤoͤtiſche Nachrichten Amſpannwerk Rheinau . In dieſen Tagen vollzleht ſich, dem unmittelbaren Ge⸗ riehe unſerer Stadt entrückt, die Inbetriebſetzung des von der Badiſchen Landes⸗Elektrizitäts⸗ verſorgung(Badenwerk) Karlsruhe der hieſigen Firma Brownu, Bopveri u. Cie. in Auftrag gegebenen U m⸗ [pannwerkes Rheinau. In dieſem Werk werden die für die Stromverſorgung weiter Landteile wichtigen Kraft⸗ zentren, Murgwerk und Großkraftwerk Mannheim, mit jenen des Rheinlandes(Rhein.⸗Weſtf. Elektrizitätswert) und der Rheinpfalz zuſammengeſchloſſen. Das Badenwerk hat in weitblickender Weiſe eine Anlage von einer Großzügigkeit entſtehen laſſen, der heute kaum eine zweite in Deutſchland an die Seite geſtelltz werden kann. Der Zuſammenſchluß der beteiligten Werke iſt teils über 100 000 Volt⸗, teils über 20 000 Volt⸗Uebertragungsleitungen vorgenommen. Die Verbindung mit dem REW. erfolgt über eine in unmittelbarer Nähe erſtellte REW.“⸗ Freiluftanlage, die zur Zeit mit 110 000 Volt, ſpäter mit 220 000 Volt Die architektoniſch neue und eigenartige Form des in Dornehmer Sachlichkeit als Klinkerbau erſtellten Umſpann⸗ werkes iſt ganz aus dem Verwendungszweck heraus auf Grund der tatſächlichen Erforderniſſe eines ſolchen Werkes in enger Wechſelarbeit zwiſchen den ſtaatlichen Inſtanzen(Be⸗ zirksbauamt Bruchſal), den Ingenieuren des Badenwerkes und der Firma Brown, Boveri u. Tie. und dem von der letzteren für den Bauentwurf gewonnenen Architekten K. W. Ochs aus Frankfurt a. M. entſtanden. Die einen Flächeninhalt von etwa 15 000 Quadratmeter(davon etwa 3000 Quadratmeter überbaut) einnehmende Anlage befindet ſich auf der Gemarkung Seckenheim in unmittelbarer Nähe des kürzlich dem Betrieb übergebenen neuen Waſſerwerkes der Stadt Mannheim, deſſen elektriſche Ausrüſtung ebenfalls von der Firma Brown, Bovert u. Cie. geliefert und erſtellt wurde. Die Inbetriebnahme des Umſpannwerkes iſt für unſere Featt inſofern von großer Wichtigkeit, als man nunmehr damit rechnen kann, daß Stromſtörungen, ſoweit das Ortsnetz nicht in Betracht kommt, ſeltener vorkommen, weil eine größere Reſerve zur Weikdae ſteht. 9 Frequenz im Herſchelbab. In der Woche vom 14. bis 20. Auguſt wurden 6941 Badekarten ausgegeben. Hiervon entfallen auf: Große Schwimmhalle 2971(Männer 2129, Fa⸗ miltenbad 808, Schülerkarten 37), Frauenhalle 1272(darunter Schülerkarten 37), Halle 3 47, Wannenbäder 1. Kl. 496, Wan⸗ denbäder 2. Kl. 987, Dampfbäder 205, Kohlenſäurebäder 9, kerankenkaſſenbäder 954(Dampfbäder 177, Lichtbäder 38, Fich⸗ ennadelbäder 587, Solbäder 81, Kohlenſäurebäder 52, Schwe⸗ felbäder 19). Regen, nichts als Wehen, Geſtern, heute und jedenfalls auch morgen. Troſtlos. an fühlt ſich in den November parſetzt. Ein kläglicher Sommer. Die Sommerfriſchler, die lic hohen Schwarzwald am geheizten Ofen ſitzen, ſind wirk⸗ 15 zu bedauern. In der vergangenen Nacht betrug die nie⸗ Frigſte Temperatur 11(11.4) Gr. C. Heute morgen wurden 11.4(1g, 18 auf 18J1 e Die Höchſttemperatur belief ſich Kongreſſe und Veranſtaltungen in Mannheim „, In nächſter Zeit werden wieder mehrere Veranſtaltungen und Tagungen zahlreiche auswärtige Gäſte in unſere Stadt führen. In der Zeit vom 27.—29. Auguſt, alſo über den gchſten Sonntag, veranſtaltet der Ortsverband der wwannheimer Kleingarten⸗ und Gartenbau⸗ 7 reine eine umfangreiche Ausſtellung kleingärt⸗ 5 chafſte Erzeugniſſe, verbunden mit einer ſtatiſtiſch⸗wiſſen⸗ hatklichen und techniſchen Abteilung. Vom.—5. September 5 der Deutſche Werkmeiſterbund(Sitz Eſfen) ſeine 2 ordentl. Bundestagung in unſerer Stadt ab. Ferner hat fen die gleichen Tage der Badiſche Landesverband alltändiger Sattler, Tapezierer und Deko⸗ 6 5 1 ure für Baden ſeine Mitglieder zu ſeinem 10. Ver⸗ Mudstag, der mit der Feier des 75jährigen Jubiläums der fällt heimer Zwangsinnung der Tapeziermeiſter zuſammen⸗ wirz hierher zuſammengerufen. Am Sonntag, 4. September —955 die Herbſtregatta der Mannheimer Ruder⸗ Dend ne battfinden. Wie bereits gemeldet, hat auch der jäh tſche Werkbund unſere Stadt zum Ort ſeiner dies⸗ Auß gen Haupttagung vom.—29. September beſtimmt. de erdem wird in der Zeit vom 29. September bis 1. Oktober BVearband der Polizeibeamten Badens in Mosen zu ſeinem Jahresverbandstag ſich treffen. Mit ſtatt em Intereſſe werden die am 11., 15. und 18. September mit dndenden Mannheimer Herbſtrennen erwartet, 501 enen gleichzeitig am 11. und 12. September der Mann⸗ Wner Herbſthauptpferdemarkt verbunden iſt. Pegel 5,45 Meter(geſtern 491 Meter) an. Verkannte und darum verfolgte Tiere Es iſt leider Tatſache, daß auch viele nützliche Tiere von den Menſchen verfolgt werden, obgleich gerade dieſe ent⸗ ſchieden Schonung und Schutz verdienten. Meiſtens ſind die Menſchen über die Lebensweiſe dieſer Tiere falſch unterrichtet. Ein einmal gefaßtes Vorurteil läßt ſich nicht ſo leicht beſei⸗ tigen. Von Geſchlecht zu Geſchlecht pflanzt ſich die Abneigung gegen ſolche ſchutzloſe Weſen fort. Der Turmfalke und der Mäuſebuſſard z.., beide zur Sippe der Raubvögel gehörend, werden, weil ſie eben Raubvögel ſind, und mit Sperber und Habicht Aehnlichkeit haben, für ſchädlich gehalten und deshalb verfolgt, bögleich ſie durch Vertilgung von Mäuſen und Kreuzottern ſehr nützlich ſind. Der Natur⸗ forſcher Brehm ſchreibt vom Turmfalken:„Wer den Turm⸗ falken kennt, weiß, daß er zu unſeren nützlichſten Vögeln zählt und unſeren Feldern nur zum Segen gereicht.“ Alle Arten von Eulen ſind nützlich und doch werden leider ſolche immer noch von törichten Menſchen geächtet. Das kleine Käußchen, auch eine Eulenart, fürchten abergläubige Men⸗ ſchen geradezu. Sie nennen es Totenvogel, weil ſie es wegen ſeines nächtlichen Geſchreis„kuiwitt“(komm' mit) als einen Vorboten des Todes halten. Der Maulwurf wird, wo er ſich zeigt, vom Landwirt und Gärtner verfolgt. Es iſt ja nicht zu leugnen, daß er in Gärten durch Aufwerfen von kleinen Erdhügeln ein unange⸗ nehmer Gaſt wird. Aber er wirft die Erde eben auf bet ſeiner Jagd nach ſchädlichem Ungeziefer. Der Nutzen, den er durch Vertilgung von Engerlingen und anderen Schädlingen ſtiftet, überwiegt weitaus den Schaden, den er anrichtet. Unſer Heimatdichter Peter Hebel hat dem verkannten angeblichen, „Miſſetäter“ im„Rheinländiſchen Hausfreund“ eine ausge⸗ zeichnete Berteidigungsrede gehalten. Ringelnatter und Blindſchleiche verdienen ihrer Nützlichkeit wegen eben⸗ falls Schonung, werden aber oft wie Giftſchlangen behandelt und getötet. Von den Amphibien wäre noch eine Art zu er⸗ wähnen, die unhedingt Schutz verdient, ihn aber nicht genießt, es iſt die Kröte. Sie iſt ja gewiß kein ſchönes Tier, die meiſten Menſchen haben Abſcheu vör ihm. Doch iſt ſie ein harmloſes, äußerſt nützliches Weſen. Sie vertilgt in Gärten eine Unmenge ſchädlicher Inſekten. Und doch wird ſie viel⸗ ſach verfolgt. Dem Schreiber dieſes Artikels klagte vorigen Sommer ein Gartenbeſitzer, daß die Samenbeete jeden Mor⸗ gen zerwühlt ſeien. Er behauptete ſteif und feſt, eine Kröte, die er in den Beeten ſah, ſei die Uebeltäterin. Trotzdem man ihm dies auszureden verſuchte, verharrte er bei ſeiner Mei⸗ nung. Er lauerte der Kröte auf und tötete ſie. Erſt als an⸗ anderen Tages das alte Uebel ſich wieder zeigt, war er über⸗ zeugt, daß er eine Unſchuldige getötet hatte und daß die Maulwurfsgrille oder Werre die Schuldige war. Der zierlichen Spitzmaus, von Inſekten lebend, wird ihre Aehnlichkeit mit den ſchädlichen Nagern, den eigentlichen Mäuſen, zum Verhängnis. Unter den Inſekten findet man außer Biene und Seidenſpinner wenig nützliche. Der durch Vertilgung von Larven nützliche Laufkäfer verdient un⸗ bedingt Schutz, findet ihn aber ſelten. Wie oft ſieht man ihn zertreten am Wege. Die Spinne gar, obwohl ſie eine flei⸗ ßige Fliegenfängerin iſt. wird aus ihren Schlupfwinkeln her⸗ vorgeholt und vernichtet. Noch ſei ein beſonders Verkannter und Geächteter erwähnt, der Regenwurm. Er iſt ein wich⸗ tiger Gehilfe des Landmanns, da er den harten Ackerboden lockert, indem er ſich gleichſam durch die Erde hindurchfrißt. Er ſchafft die unteren Schichten des Bodens nach oben und die oheren nach unten. Durch das Bohren wird ferner die Erde durchlöchert und dadurch der Luft und dem Waſſer der Zutritt erleichtert. Was er verzehrt, ſind faulende Blätter und Halme. Seine Tätigkeit wird ihm aber ſchlecht gelohnt. Wo er zu Tage tritt, iſt es um ihn geſchehen. Die Tiere können ſich nicht ſelbſt verteidigen; ſie ſind wehrlos. Sache der Verſtändigen iſt es, durch Wort und Schrift auf⸗ klärend zu wirken. Beſonders im naturkundlichen Unterricht in der Schule bietet ſich hierzu reichliche Gelegenheit. Keinem Würmchen tu' ein Leid Schau'! in ſeinem ſchlichten Kleid Hat's doch Gott im Himmel lieb. Kein Würmchen im Sommer iſt ſo gering, Es findet ein Blümchen; es findet ein Blatt, Davon es ißt, wird froh und ſatt. * * Hoher Waſſerſtand. Infolge des regneriſchen Wetters ſind Rhein und Neckar ſtark angeſchwollen. Der Rhein iſt hier von geſtern auf heute von 4,06 auf 5,35 Meter geſtiegen. Von Waldͤshut wird Rückgang des Waſſerſtandes gemeldet Dagegen iſt der Strom in Maxau noch von 5,76 auf 6,12 Mtr. geſtiegen. Die Hochflutwelle des Neckars hat uns noch nicht erreicht. Aus Jagſtfeld wird ſtarkes Steigen gemeldet: von 1,98 auf 2,80 Meter. In Mannheim zeigte heute der erhöhung und zwar werden 71 Pfg. erhoben. Veranſtaltungen * Im Planetarium beginnen am Dienstag, 30. Auguſt wieder die regelmäßigen Vorführungen. Der erſte Vortrag wird von Dr. Scheifele gehalten. * Für das Standkonzert der Kapelle Seezer am Sonntag, 28. Auguſt von halb zwölf bis halb ein Uhr am Friedrichsplatz iſt folgendes Programm aufgeſtellt: Marſch„Alte Kameraden“(Teike); Ouvertüre„Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien“(Suppé); Intermezzo „Amina“(Lincke); Pilgerchor und Lied an den Abendſtern (Wagner);„Schatz⸗Walzer“(J. Strauß). * Im Lungenſpital hat in der vergangenen Woche das Erſte Mannheimer Schrammel⸗Quartett zwei⸗ mal konzertiert. * Preußiſch⸗Sübddeutſche Klaſſenlotterie. Geſtern fielen in der Vormittagsziehung 4 Gewinne zu je 10000 Mk. auf die Nummern 190 279, 242 407, 4 Gewinne zu je 5000 Mk. auf die Nummern 48 143, 162 184, 14 Gewinne zu je 3000 Mk. auf die Nummern 4064, 33 326, 40 587, 52 208, 164 735, 165 972, 229 450.(Ohne Gewähr.) * Herbſt⸗Luftverkehr. Am 1. September tritt für den deutſchen Luftverkehr der Herbſtflugplan in Kraft. Er umfaßt insgeſamt 80 Strecken, von denen 77 von der Luft⸗ hanſa und 3 von der Nordbayeriſchen Verkehrsflug⸗G.m. h. H. beflogen werden. Im allgemeinen ſind die Strecken die glei⸗ chen geblieben wie im Sommerverkehr; in Fortfall kommen nur die Verbindungen mit den Nordſeebädern und die An⸗ ſchlüſſe, die bisher auf den Strecken Eſſen⸗Osnabrück nach den Nordſeebädern führten. Ab 10. September wird dann nach⸗ einander noch eine Reihe von Linien ausgeſchaltet und damit auf den Winterdienſt vorbereitet, der am 17. Oktober in Kraft tritt. Für den Herbſtflugverkehr ſind Flugzeiten und Flug⸗ dauer im allgemeinen die gleichen geblieben, nur hat man teilweiſe die ſehr frühen Startzeiten auf eine ſpätere Zeit verlegt. Schließlich werden om 1. September ab nur nach Bedarf geflogen die Linien Krefeld⸗Köln und Krefeld⸗Eſſen⸗ Mülheim. ——— Kommunale Chronik Kleine Mitteilungen In Külsheim(Wertheim) entfielen bei der Bu rger⸗ meiſterwahl von 860 abgegebenen Stimmen 593 auf den früheren Bürgermeiſter Spengler, der ſomit zum Ober⸗ haupt der Gemeinde gewählt iſt. Der Bürgerausſchuß Biberach bei Offenburg be⸗ ſchloß einſtimmig den Einbau eines Volksbades in das Erd⸗ geſchoß des Rathauſes. Der Bürgerausſchuß Singen hat in ſeiner letzten Sitzung den Voranſchlag des Gemeinderats gegen die Stimmen der Kommuniſten genehmigt. Der durch die Umlage zu deckende Aufwand beträgt 474718 Mk. Zur Deckung des Fehlbetrages wurde ein Umlageſatz von 180,3 Prozent beſchlof⸗ ſen. Auf die Steuerwerte umgelegt, bedeutet dies ein Satz non 72 Pfg. auf je 100 Mk. der Grundvermögenswerte, von 20 Pfg. der Betriebsvermögenswerte und von 541 Pfg. auf ſe 100 Mk. des Gewerbeertrags.— Der Bürgermeiſter machte auch die Mitteilung, daß der Stadt Singen eine Anleihe von 500 000 Mark möglich war. Ebenſo wird die Bezirksſparkaſſe Singen in nächſter Zeit die Summe von 500 000 Mk. als Spareinlagen erhalten und damit die Baudarlehen auszahlen können. Zum Schluſſe wurde dem Gemeinderat die Ermächtigung zur Auf⸗ nahme eines Darlehens in Höhe von einer Million Mark für die Häuſerbaukaſſe erteilt. Eine Seltenheit in der politiſchen Einteilung Badens bildet die Gemarkung Tiefenſtein, deren Einwohnerſchaft als ein an ſich wirtſchaftlich völlig ſelbſtändiger Ortsteil aus Tiefenſtein gerne eine ſelbſtändige Gemeinde gebildet wiſſen möchte. Dem ſtehen jedoch alte Gerechtſamen gegenüber, die geändert werden müßten, womit ſich die Beteiligten nicht ohne weiteres einverſtanden erklären. Die Gemarkung Tie⸗ fenſtein gehört zum Bürgermeiſteramt Rüßwihl, das Groß⸗ teil der Schappeſpinnerei gehört zu Niederwihl, die Poſt unten an der Alb und die Säge gehören zu Etzwihl, die Mühle und die Häuſer darum zu Schachen, dazu noch ein Teil der Fabrik, und die Gemarkung gehört pfarramtlich zu Görwihl. Das einzige, was vorhanden iſt, iſt wenigſtens eine eigene Schule. Alle Verſuche, eine eigene Gemeinde zuſammenzubringen, ſind bis jetzt geſcheitert. Der Bürgerausſchuß Radolfzell genehmigte ein⸗ ſtimmig die Erweiterung der Waſſerleitung und die Vornahme eines außerordentlichen Holzhiebs. Ferner fand der Vor⸗ anſchlag ebenfalls einſtimmige Annahme. Der Voranſchlag für das laufende Rechnungsjahr bringt eine merkliche Umlage⸗ Der Eroͤſtoß im Engadin Von Oscar Bie We tteun wird es bald Zeit zum Reiſefeuilleton. Es iſt ſo gutes Arb er dies Jahr in Pontreſina, daß kaum ein Regen unſere daß iiß ſchützt. In dieſer ſtrahlenden Sonne laufe ich lieber als etwalbeſchreibe. Fern iſt der Berliner Beruf, Theater kaum 1 55 Wichtiges, Muſik überall anders als zu Hauſe, ich weiß bemehr, was ich getrieben habe und ſchreiben werde. Aber beſch euilleton muß geboren werden. So einfach die Gegend 1 deiben, oder wie man ſagt, Land und Leute ſchildern, das ofnkiſtert weder mich noch andere. Das Feuilleton muß eine 95 chden haben, Es muß etwas ganz Beſonderes ſein. Ich werde Zettekuken, Ich ſitze unter Blumen im Walde, nehme einen Abe el auf das Knſe und verſuche, Gedanken zu formulieren. ahenz das klingt alles wie Literatur. So geht es nicht. Heut und ö ſchlafe ich unter dem Rauſchen des Fluſſes langſam ein gemzterliere die letzten Gedanken über dies durchaus unzeit⸗ ckt be Feuflleton. Es iſt zwei Uhr. Ein furchtbares Geräuſch vern 1235 Es donnert in der Erde, Fenſter und Türen klap⸗ es ſol as Bett wird erſchüttert, es dauert ein paar Sekunden, barn eine unheimliche Ruhe, aber ſchon höre ich meine Nach⸗ paarniaf angiehen, die Leute ſtrömen auf die Straße, noch ein wieberal wiederholen ſich die Stöße und ich auter Meuſch ſchlafe Sünde ein. Wäre es ſchlimmer geworden, ſo wäre es eine Erdbeßz geweſen, den Gedanken an das Feuilleton mit dieſem nur 870 zu verbinden. So aber— warum nicht? Es war ja Als ich ne harmloſe Mahnung der dunklen Kräfte da unten. der Kr 1 mir am nächſten Morgen überlegte, ſchloß ſich ſofort Feulllet ͤ in meinen Gedanken, ich hatte das Feuilleton. Das von Ideen war nicht etwa bloß der Erdſtoß, ſondern die Reihe Je een, die er perurſachte. Maldja iſt dar perübmten Engadmorte hat ſeinen Chorakter. in den Se ernſt und ſtreng, Sils⸗Marta iſt ein Idyll mitten g unz Ft, Moritz iſt eine Grußſtadt in bezaubernder Um⸗ behrt 0 Pontreſina iſt am geſchloſſenſten in ſich. Es ent⸗ guten u 5 Seenkette, aber auch den nervöſen Wind, der an ſtreicht 99 ſchlechten Tage über das eigentliche Engadir der W1 dem Pontreſina ein Nebental iſt. Der Sommer iſt mehr inter wählt die Orte verſchieden aus. St. Moritz ring e 19 77 mehr eine Winterſchönheit gemorden und Cele.] mir intenſſp eigentlich nur im Schnee. Es kommt „als ob dieſes Jahr Pontreſina der beſondere Lieb⸗ Stegfried Ochs feiert das 50. Jahr ſeiner marſchiert ſchon mit derſelben Beſtändigkeit auf. Furtwäng⸗ ler hat ſeine Villa vis⸗a⸗vis von St. Moritz, Pollack reſtdiert in der Alpenroſe, Klemperer in der Margna. Nietzſche hat zuerſt behauptet, daß hier das trockenſte Klima der Alpen herrſche. Dieſes Jahr hat er ſicher recht behalten. Beſonders die geiſtige Welt findet hier eine Erfriſchung der Nerven, wie nirgends ſonſt. Es iſt ein Kongreß der Intellektuellen. Und alle kommen ſie wieder. Die landſchaftliche Schönheit eines Gebirgsortes wird von der Struktur ſeiner Täler beſtimmt. Ich kenne keinen Platz, der dieſe Topographie ſo beiſpielhaft zeigt, wie Pontreſina. Das Tal ſteigt auf der einen Seite in die Berninagegend herauf, auf der anderen Seite fällt es in das liebliche Inntal herab. Gegenüber dem Ort öffnen ſich zwei Nebentäler, die vor Gletſchern endigen, das Morteratſchtal, mit einem etwas eintönigen Waldweg, der aber unmittelbar in die Eiswelt hineinführt, und das Roſeggtal, deſſen Linie ſich in einer unglaublichen landſchaftlichen Abwechflung ent⸗ wickelt, in die Perſpektive einer Gletſcherwelt hinein, ſo reich, ſo luftig, ſo überirdiſch, daß dieſer Roſegg, der Pontreſina den Stempel gibt, für jeden Kenner dem berühmteren Fextal bei Sils bei weitem vorzuziehen iſt. Dieſe Schönheit iſt geradezu ſyſtematiſch geordnet und ich verfolge das Syſtem weiter. Grade über dem Ort liegen zwei Vorhöhen zwiſchen den Nebentälern, die Muottas Pontreſina und die Muottas Celerina, beide genau entgegengeſetzter Art, dort ein Weg von raffinierter Abwechſlung mit mäßigem Höhenblick, hier ein gewöhnlicher Waldweg mit der Belohnung einer auf⸗ regenden Perſpektive. Hinter Pontreſina aber liegt ein einzig ſchöner, gewaltiger Bergrücken, der mit den viel beſuchten Muottas Muraigl beginnt und über den Schaf⸗ berg zum Languard führt und einen Höhenweg trägt, der mit ſeinem dauernd verwandelten Blick auf das ganze Engadin und die Berninagruppe ohne Vergleich iſt. Dies iſt die Ordnung der Landſchaft in Pontreſina. Ich weiß nicht, wie es kam, daß ich diesmal gerade dem Syſtem mehr Intereſſe zuwandte, als dem Detail. Es gibt ja ver⸗ ſchiedene Arten des Naturgenuſſes, auch bei demſelben Men⸗ ſchen zu verſchiedenen Jahreszeiten ſeines Lebens. Der eine freut ſich an der Farbe der kleinen Blume oder Baumrinde, der andere ſtrebt nur nach Ausſichten, ohne die Entwicklung der Wege zu heobachten. Wieder einer üßt nur ſeine geogra⸗ vlliſchen Kenntniſſe, manche ſehen maleriſch, manche plaſtiſch. Mit irgend einer Entwicklung unſerer Zeit kam es üßer mich, diesmal in der Form die größte Genugtuung zu finden. Die lederkehr, Wo f Wo gibt es ſonſt ſolche freiwillige Wahlverwandt⸗ ſten der Muſtker zur Natur? Die jüngere e Natur bietet ſich allen Richtungen dar. In der Jugend be⸗ rauſchten mich die großen Uebergänge über Gletſcherjoche, im vor meinen Augen liegt. Ich habe Momente, in denen i die Landſchaft vor mir ſozufagen auswendig lerne, nicht a ihren lyriſchen Klang hin, ſondern auf ihren Bau und ihre Form. Ich gliedere ſie in meinem Inneren, modelliere ſie nach und füge ſie meinem Weſen ein. Ob es an Pontreſina liegt, daß es dieſe geiſtige Einſtellung förderte, oder ob es umgekehrt war, iſt ſchwer zu entſcheiden. Es war nicht der erſte Fall, daß ich die künſtleriſche Entwicklung, die im Win⸗ ter an mir vorübergezogen war, in dieſer Weiſe auf der Sommerreiſe beſtätigt fand und der Natur zurückgab. Nun ſteht das Feuilleton da. Es iſt die Aeußerung eines nachdenklichen Menſchen. Er iſt nicht leichtſinnig durch die ſchöne Landſchaft gewandert, er hat an ihr Jormgefühl und Feſtigkeit ſtudiert und gewonnen, die ſchließlich in irgend einer Beziehung zu ſeinem inneren Weſen ſtehen müſſen. Mein liebes Erdbeben, du haſt nur den Anſtoß gegeben zu dieſer Gedankenreihe. Du haſt verſucht, mich daran zu er⸗ innern, daß auch der Bau der Natur nur ein Erlebnis iſt, von irgend einem Gott uns geſchenkt, aber zerſtörbar in jeder Minute ſeiner Laune. Laßt uns die Ruhe! Alter halte ich mich an die Feſtigkeit der Plaſtik, die a Der Beaumarchais⸗Preis. Vor ungefähr einem Jahr wurde ein eigenartiger Literaturpreis, der Beaumarchais⸗ Preis, gegründet. Er bezweckt die Prämiierung derjenigen literariſchen Leiſtung, die am geſchickteſten einem Reklame⸗ zweck dient; er war daher durchaus ſtilgerecht nach demfenigen großen franzöſiſchen Dichter benannt, der Literatur und Geſchäft am vollkommenſten in einer Perſon vereinigte. Es beteiligten ſich nach der„Literariſchen Welt“ an dieſer Konkurrenz u. a. ein paar namhafte Schriftſteller: Frau Colette, die Prinzeſſin Bibesco, Eugsnie Marſan, Pierre Boſt; ſie heimſten nur Ermunterungsprämien von 1000 Franken ein. Den erſten Preis(20 000 Franken) erhielt James de Coquet, ein Mitarbeiter von„Figaro“ und„Comoedia“, Ein neuentdeckter Stern. Der Leiter der Stern⸗ warte auf dem Königſtuhl, Profeſſor Wolf, entdeckte in der Nacht vom 30. auf 31. Juli dieſes Jahres auf vier vom ſüdlichen Teil des Sternbildes Adler aufgenommenen vhotographiſchen Platten nordweſtlich(rechts oberhalb) von dem Sterne 4. Größe Lambda ein Steruchen 878. Größe, das auf Aufnahmen derſelben Gegend bisßer nicht zu finden war, mithin außerordentlich lichtſchwach gemeſen ſein muß. Aus dieſem Grunde vermutete Profeſſor Wolf ſyaleich. daß der Stern»iolſeicht neu ſein könne und dieſe Vermutung wurde 5 auch von anderen Sternwarten(Hamburg) be⸗ ſtätigt. —— „„ 4. Seite. Nr. 391 Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Freitag, den 26. Auguſt 19027 Aus dem Lande 4. Seckenheim 26. Aug. Verſchiedene Landwirte haben bereits mit dem Tabakbrechen angefangen. Zu Beginn kommender Woche dürfte der Tabakherbſt voll in Gang kom⸗ men. Man hat ſich wie alljährlich die benötigten weiblichen Hilfskräfte geſichert. Es werden ſich in der nächſten Zeit viele fleißige Hände regen, ſei es auf den Tabakfeldern, die durch⸗ weg ſehr ſchön ſtehen, oder in den Scheunen beim Einnähen, wo richtig im Akkord gearbeitet wird, weil die Bezahlung nach der Anzahl der eingenähten Büſchel erfolgt. Hoffentlich trit auch bald einigermaßen beſſere Witterung ein.— Ein hieſiger Landwirt wurde dadurch ziemlich geſchädigt, daß ſein Fuhrwerk von einem Auto angefahren wurde und die Kuh mehrere Fleiſchwunden erlitt. J. Edingen, 25. Aug. Geſtern wurde hier eine 24jährige Landwirtsfrau zu Grabe getragen, die auf tragiſche Art 195 ihr Leben kam. Beim Geizen des Tabaks in den letztver⸗ gangenen heißen Tagen wiſchte ſie ſich den Schweiß von der Stirn mit der Hand, die mit dem Saft des Tabaks getränkt war. Ein unbedeutendes Pickelchen an der Stirn, das ſie nicht achtete, wurde dabei berührt. Am Abend ſchon ſchwoll das Geſicht an. Der herbeigerufene Arzt riet dringend die Ueber⸗ führung nach Heidelberg ins Krankenhaus, da alle Anzeichen einer beginnenden Vergiftung zu Tage traten. Obwohl der ärztlichen Anordnung ſofort Folge geleiſtet wurde und die Aerzte in Heidelberg alles verſuchten, was das Leben der fleißigen Frau nicht mehr zu retten— am Sonntag ſtarb ſie. Vor Jahren ſtarb in Ladenburg eine Landwirtsfrau, die eine unbedeutende Hautſchürfung an der Hand hatte und künſt⸗ lichen Dünger im Feld ſtreute. Auch ſie wurde ein Opfer der Blutvergiftung. Daher äußerſte Vorſicht, wo eine kleine endzündliche Stelle der Haut vorliegt. Hockenheim, 25. Aug. Der Zimmermeiſter Michael Keller von Hockenheim erlitt vor einigen Tagen bei der Ausübung ſeines Handwerks eine Fingerquetſchung, die auch eine Anſchwellung verurſachte. Um die Wunde zur ſchnelleren Heilung zu bringen, ſtach er die entzündete Stelle auf; es trat Blutvergiftung ein, die die Ueberführung nach Heidel⸗ berg notwendig machte. Trotz einer Operation gelang es nicht mehr, das Leben des Unglücklichen zu retten. Huttenheim, 24. Auguſt. Das Augenlicht einge⸗ büßt hat hier auf eigenartige Weiſe der Landwirt Joſef Wittemann. Beim Wenden mit dem Pflug ſchlug ihm das Pferd mit dem Schwanz in das linke Auge, das zuſehends an Sehſchärfe abnahm und nach acht Tagen überhaupt keinen Lichtſchein mehr aufnahm. L. Philippsburg, 23. Aug. Unter dem Vorſitz von Langin Odenwald fand hier die Schlußſitzung der Spargel⸗ baugenoſſenſchaft ſtatt. Die Geſamtproduktion belief ſich in dieſem Jahre auf etwa 700 Zentner im Geſamtbetrage von rund 50 000 4. Der Ertrag wäre noch beſſer ausgefallen, wenn der Markt durch die Konkurrenz nicht überſchwemmt worden wäre. Neu geſetzt wurden in dieſem Jahre wieder 60 000 Pflanzen, ein ungeheurer Aufſchwung der Spargel⸗ kultur.— In der Verſammlung des hieſigen Winzer⸗ vereins, der ſich im Laufe der letzten Jahre nach langen Mühen konſtituierte, wurde, vor allem auf die Befürwortung durch den 1. Vorſitzenden Chriſtoph Hechler hin, einſtimmig der Anſchluß an den Winzerverband ausgeſprochen. eh. Schwarzacherhof, 23. Aug. Das Jahresfeſt der Erziehungsanſtalt Schwarzacherhof, das am Sonntag als ein Sommerfeſt abgehalten wurde, ließ einen Blick tun in die Arbeit an der Jugend, die ſich in der Anſtalt befindet. Nach Lieder⸗ und Gedichtvorträgen und einer Auſprache führten einige Zöglinge auf der herrlichen Natur⸗ hühne beim Spielplatz der Anſtalt die Apfelſchußſzene aus dem Schauſpiel Wilhelm Tell auf. Es war eine Luſt zu ſchauen und zu hören, wie ſich die Spieler in ihre Rollen fanden. Die zahlreichen Gäſte ſpendeten reichen Beifall. An die Aufführung ſchloſſen ſich dann ſportliche Darbietungen an: ein 100 Meterlauf, ein Staffettenlauf und ein Fußballſpiel. ei den Darbietungen wurden beträchtliche Leiſtungen erzielt. en Schluß des Feſtes bildeten dann einige Beluſtigungen der Zöglinge durch Tauziehen, Klettern am Kletterbaum. Leider mußte das Feſt wegen des einſetzenden Regens vor⸗ zeitig abgebrochen werden. * Badenweiler, 24. Aug. Der König von Schweden iſt am Dienstag in Badenweiler zum Beſuch des ehemaligen Großherzogs eingetroffen. Er reiſte noch am gleichen Tage weiter nach Baden⸗Baden. Lörrach, 22. Aug. Ein Fuhrwerk des Reitervereins Lörrach wurde am Sonntag abend kurz vor Birsfelden von einem ſchlecht beleuchteten Auto angefahren. Das Brett des uhrwerks wurde zertrümmert, die Inſaſſen herabgeſchleu⸗ derl. Zwei davon wurden ſo erheblich verletzt, daß ſie von vorb fahrenden Privatautos in das Baſler Spital ver⸗ kracht werden mußten. 135 Nachbargebiete Ein gefährlicher Liebhaber * Darmſtadt, 25. Aug. Ein 24jähriger Handlungsgehilfe von hier verübte an ſeiner Geliebten am Schlackenweg in der Nähe der Ziegelhütte einen Totſchlagsverſuch. Der Begleiter des Mädchens, der von dem Täter mit Erſchießen bedroht wurde, flüchtete und holte Hilfe herbei. Mit Gewalt konnten zwei Männer den Täter von ſeinem Opfer abbringen. Er wurde feſtgenommen und kam in Unterſuchungshaft.— Hierzu erfahren wir noch: Das Mädchen hatte das Verhältnis mit dem Handlungsgehilfen gelöſt. Letzterer erklärte in den letzten Tagen Bekannten gegenüber, er käme bald ins Zucht⸗ haus. Am fraglichen Abend ging ſeine frühere Geliebte mit einem jungen Manne in der Nähe der Ziegelhütte ſpasteren. Dort lauerte ihnen der Täter auf und als er den Begleiter nach Bedrohung entfernt hatte, warf er das Mädchen zu Boden und würgte es. Bei ſeiner Feſtnahme fand man ein Raſiermeſſer, ſodaß die Annahme beſteht, er habe das Mädchen damit ermorden wollen. Großfeuer in Markgröningen * Markgröningen, 25. Aug. Sonntag nacht gegen 3 Uhr ertönte durch die nächtliche Ruhe unſerer alten Reichsſtadt, die ſich eben zur Feier des weitbekannten hiſtoriſchen Schäfer⸗ laufs anſchickt, gellender Feueralarm. In der Mitte der Stadt, in der Enge der dort dicht gedrängt ſtehenden alten Häuſer, ſtand eine Scheune, mit neuen Erntevorräten ge⸗ füllt bis zum Dache, lichterloh in Flammen. Kaum war das Wüten des gierigen Elements bemerkt, als auch ſchon vier andere Scheuern, dicht nebeneinandergebaut, faſt gleich⸗ zeitig vom raſend um ſich freſſenden Feuer erfaßt wurden. Die Weckerlinie von Zuffenhauſen war die erſte Hilfe von aus⸗ auswärts; bald darauf rückt die Motorſpritze von Ludwigs⸗ burg an. Beiden gelingt es im Verein mit der Markgrönin⸗ ger Feuerwehr, in hartem Ringen eine kataſtrophale Aus⸗ dehnung des Feuers zu verhindern; verhüten konnten aber auch die größten Anſtrengungen der tapfer vorgehenden drei Mannſchaften nicht mehr, daß auch das große Wohnhaus der Witwe Kaupp ein Raub der Flammen wurde. Morgens gegen 6 Uhr konnte die Gefahr einer weiteren Ausdehnung als gebannt betrachtet werden. Man vermutet allgemein Brandſtiftung, da es vor etwa ſechs Wochen in der gleichen Stadtgegend ſchon einmal gebrannt hat. Das Mobi⸗ liar aus dem Kauppſchen Anweſen konnte nur zum Teil gerettet werden. Beſonders hart wurde auch Straßenwart Krämer betroffen, der bei dem Brand während des Kinder⸗ feſtes vor einigen Wochen ſchwer geſchädigt wurde und nun kurz nach ſeinem Umzug wiederum ſeines Heimes beraubt iſt. Gerichtszeitung Die unerwünſchte Kritik an der Fremdenlegion— Die gefährlichen Trommeln und Pfeifen :: Landau, 24. Auguſt. Heute hatte ſich zum zweiten Male der verantwortliche Redakteur der„Pirmaſenſer Zeitung“, Steigner, vor dem franzöſiſchen Militärpoli⸗ zeigericht zu verantworten. Diesmal handelte es ſich um „eine das Anſehen der franzöſiſchen Beſatzungsarmee gefähr⸗ dende Veröffentlichung“ in Nummer 155 des Blattes. Sie war betitelt„Eine Legionärstragödie“ und ſtellte einen Auszug aus den Veröffentlichungen des Engländers Harry Peele dar, die im„Daily Expreß“ erſchienen waren. Als erſchwerender Umſtand wurde dem Angeklagten angerechnet, daß in der glei⸗ chen Nummer ein Bericht über die Verurteilung des Redak⸗ teurs des„Eiſe hammer“, Förſtex, durch das franzöſiſche Mi⸗ litärpolizeigericht wegen eines ähnlichen Artikels veröffent⸗ licht worden war. Steigner hatte den Aufſatz einer Zeitungs⸗ korreſpondenz entnommen und hatte, wie das Manuſkript be⸗ weiſt, in dem Text einige Stellen geſtrichen, die ihm zu draſtiſch ſchienen. Daß der Artikel gleichzeitig mit dem Bericht über die Verurteilung Förſters erſchien, iſt reiner Zufall geweſen. Der Artikel war ſchon vorher geſetzt und für die Veröffent⸗ lichung in Nummer 155 beſtimmt worden. Steigner erklärte, daß er in keiner Weiſe die Abſicht gehabt habe, die franzöſiſche Beſatzungsarmee zu verletzen, er habe nur vor der Legion warnen wollen und dies umſomehr, als in letzter Zeit die Werbung dafür ſtark zugenommen habe. Chefredakteur Hart⸗ mann⸗Neuſtadt a.., der als Zeuge anweſend war, äußerte ſich über die in Frage kommenden techniſchen Umſtände der gleichzeitigen Veröffentlichung der Berichte und über die Ein⸗ ſtellung der deutſchen Preſſe zur Legionsfrage.— Staatsanwalt O deé brachte wieder die aus dem Förſterprozeß bekannten Tatſachen vor, daß ein Angriff auf die Fremdenlegion einen Angriff auf die Beſatzungsarmee bedeute. Es läge eine Ueber⸗ tretung der Ordonnanz 308 Artikel 19 vor, der jeden Angriff auf die Beſatzungsbehörden unter Strafe ſtellt. Die Tatſache, daß Steigner aus dem Korreſpondenzbericht einige Stellen ge⸗ ſtrichen habe, gelte als erſchwerender Umſtand, denn damit habe Steigner gezeigt, daß er die Angriffe für„übertrieben“ halte. Er beantragte 15 Tage Gefängnis mit Bewäbrungsfriff und 500 Mark Geldſtrafe. Rechtsanwalt Dr. Führ führte den Wortlaut der Ordonnanz 308 an, der ausdrücklich, von der „Beſatzungsarmee“ ſpreche und nicht von der Fremdenlegion oder den franzöſiſchen Kolonialtruppen. Er beantragte Frei⸗ ſprechung. Das Gericht verurteilte Steigner zu 300 Mark Geldſtrafe und 20 Tagen Gefängnis mit Bewährungsfriſt, Steigner legte ſofort gegen das Urteil Berufung ein. Außerdem war vor dem Militärpolizeigericht der Stadtrat Reinecke aus Ludwigshafen angeklagt wegen Uebertretung des kürzlich von der Rheinlandkommiſſion erlaſſenen Verbotes des Trommelns und Pfeifens im beſetzten Gebiet. Bei dem am 24. Juli in Ludwigshafen abgehaltenen Kreisturnfeſt der Deutſchen Jugendkraft führten zwei Vereine aus dem Saar⸗ gebiet Trommler und Pfeifer mit ſich. Reinecke hatte vorher das Verbot ausdrücklich bekanntgegeben. Der Staatsanwalt beantragte 20 Mark Geloſtrafe. Rechtsanwalt Dr. Führ ver⸗ langte Berückſichtigung des Artikels 129, nach dem die„Abſicht“ berückſichtigt werden müſſe. Reinecke habe eine ſolche Abſicht der Uebertretung nicht gehabt. Dr. Führ empfiehlt daher Frei⸗ ſprechung. Das Gericht erkannte auf eine Reichsmark Geld⸗ ſtrafe. Wegen Zweikampf verurteilt * Karlsruhe, 25. Aug. Das erweiterte Schöffen⸗ gericht verurteilte heute den 22 Jahre alten Studenten Jakob Renner aus Viernheim, wohnhaft in Mannheim, wegen Zweikampfes mit tödlichen Waffen zu 4 Monaten Feſtungshaft. Der Verurteilte hatte am 14. Juni im Saale einer Gaſtwirtſchaft in Bulach mit einem Darmſtädter Studenten eine Säbelmenſur ausgetragen, die unter er⸗ ſchwerten Bedingungen vor ſich ging. Es handelte ſich um eine Beſtimmungsmenſur, der ein Ehrenhändel zweier Alter Herren in Köln zugrunde lag. Der andere Paukant war vorige Woche zu der gleichen Strafe verurteilt worden. Der Staatsanwalt hatte ſechs Monate Feſtung und die Einziehung der bei dem Duell verwendeten Waffen beantragt Letzterem Antrag entſprach das Gericht nicht. In der Begründung wird ausgeführt, die wahren Schuldigen ſeien nicht die beiden Angeklagten, die unter gewiſſem Zwang der Satzungen ihres Korps handeln mußten, ſondern die, die nicht gewußt haben, dieſen höchſt überflüſſigen Zweikampf zu verhindern. eiter⸗ hin wird betont, daß es andere Mittel zur Sühne von Belet⸗ digungen gebe und der Zweikampf mit tödlichen Waffen unſerem heutigen Volksempfinden widerſpreche. Der Haft⸗ befehl gegen Renner wurde aufgehoben. Unte chlagungen eines Buchhalters Wegen Unterſchlagung von 90 000 Mk., die⸗ der 30 Jahre alte Buchhalter Philipp Schwarz von Ludwigshafen in einem hieſigen Kaufhaus, wo er ſeit vier Jahren als Buch⸗ halter angeſtellt war, begangen haben ſoll, hatte ſich dieſer vor dem Schöffengericht Ludwigshafen du verant⸗ worten. Wegen Differenzen wurde Schwarz eines Tages von dem Chef des Kaufhauſes entlaſſen. Der neue Buchhalter der an ſeine Stelle trat, ſtellte nun nachträglich feſt, da Schwarz Unterſchleife begangen hatte. Er hatte einen Teil der Gelder, die zur Begleichung von Rechnungen beſtiiamt waren, für ſich verwendet. Ein Sachverſtändiger ſtellte die unterſchlagenen Summen auf etwa 15 000 Mk. feſt. Der An⸗ geklagte gab die Unterſchlagungen zu. Durch einen von ihm vorgenommenen Wohnhausneubau, der größere Beträge ver⸗ ſchlungen habe, ſei er in Geldverlegenheit gekommen, wes⸗ halb er ſich an den fremden Geldern vergriff. Es kommen aber nur etwa 11000 Mk. in Betracht, die er aber zurück⸗ erſtattet hätte, wenn er inzwiſchen nicht entlaſſen worden wäre. Nach kurzer Verhandlung wurded Angeklagte, der nach Zeugenausſagen keinen perſönlichen fwand betrieben hatte, zu ſieben Monaten Gefäng abzüglich der Unter⸗ ſuchungshaft verurteilt. Maſſerſtandsbeobachtungen im Monat Auguſt Rhein-Pegef J 19,] 20, 23. 24. 25. 28 ſReckar-Pegel 19, 20, 28. 24.25.24 Schuſterinſel l2.57.772.60.58.43.58 Mannheim 4,85.61.28 4,79.915.45 Kehl 3,683.88.85 3,88 4,18 4,500Jagſtfeld 1,05 1,11 1,38,1,45 1,98 2,89 Maxau.54.53.65 5,715,766,12 Mannheim.78.70 4,85.86 4,965.85 Caub 9,07 3,20 3,453.45.42 3,55 Köln.053.108. 0.78.63.60 Maſſerwärme des Rheins 13,5 Herausgeber, Druger und Verleger. Druckerei Dr. Haa Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim, E 6, 2 Direktion: Ferdinand Heyme. Chefredakteur: Kurt Fiſcher(beurlaubt). Verantwtl.Redakteure: Für Politik:.A. Meißner Feuilleton: Dr. S. Kayſer.— Kommunal⸗Politik u. Lokales: Richard Schönfelder Sport und Neues aus aller Welt: Willy Müller— Handelsteil: Kurt Ehmer— Gericht und alles Uebrige: i..: Richard Schönfelder— Anzeigen: Dr. E. Stötzner Dað beſte iſt gerade gut geung für Ihr Kind. wählen Sie deshalb Kußete„ Milth? Der gute Erfolg wird Ihnen Freude machen. Die alleinreiſende Dame Von Margret Halm Sie ſind noch immer ängſtlich, allein zu reiſen, meine Gnädigſte? Aber ich bitte Sie, heute, da Ihre Geſchlechts⸗ genoffinnen mit ſoviel Stolz auf ihre Selbſtändigkeit pochen! Sie gehören nicht zu den beherzten Frauen— ſind nervös— ſtammen aus einem kleinen ruhigen Ort und ſind noch nie allein gereiſt? Nun, ſo will ich Ihnen hier ein paar Ratſchläge geben, die Ihnen, wenn genau befolgt, ſicherlich gute Dienſte tun werden. Eine alleinreiſende Dame beſtellt ſich zeitig einen Dienſt⸗ 8— 7 einen Wagen und begleitet ihr Gepäck ſelber an e n. Hier löſt ſie zuerſt eine Fahrkarte und gibt die großen —5— auf. Es iſt ſehr weſentlich, immer die Nummer des tenſtmannes oder des Trägers ſich zu merken, um gegebenen Falles nach dem Manne fragen zu können. Nur für die num⸗ merierten, angeſtellten Träger haftet die Bahnverwaltung. Dem Träger ſagen Sie genau, mit welchem Zug Sie fahren wollen und laſſen ſich von ihm einen Platz belegen und Ihr Handgepäck verſtauen. Damit die Mitreiſenden zu beläſtigen, iſt eine überflüſſige Zumutung. Wollen Sie unterwegs Ihren Hut abnehmen, ſo binden Sie einen ſtaub⸗(und ondulations⸗) ſicheren Schleier um den Kopf; dieſer muß nicht in den grellſten Farben ſchillern! An einer Umſteigeſtation, oder am Ziele angekommen, winken Sie ſchon beim Einfahren des Zuges in die Bahnhofs⸗ halle wieder einem Bahnträger und laſſen ihn möglichſt ins Coupé hereinkommen. Wieder merken Sie ſich ſeine Nummer und geben beim Umſteigen den Anſchlußzug an, mit dem Sie weiterfahren und laſſen ſich wieder wie am Ausgangspunkt von dem Manne behilflich ſein. Nach Möglichkeit gehen Sie gleich mit, müſſen Sie aber durch einen unterirdiſchen Gang, ſo laſſen Sie ihn getroſt den ihm geſtatteten kürzeren We⸗ über die Geleiſe nehmen— Sie wiſſen ja ſeine Nummer und er findet Sie ſchon wieder! An Ihrem Reiſeziele angekommen, ſteuern Sie ſofort auf den Hausdiener des Hotels zu, in dem Sie Zimmer vorausbeſtellt hahen und übergeben dieſem Ihre Handkoffer und den Gepäckſchein. Haben Sie ein anderes feſtes Ziel, ſo geben Sie den Schein dem Träger(immer wieder die Num⸗ mer merken!!) und laſſen Ihr Gepäck an die gewünſchte Adreſſe oder zu einem Wagen bringen. Möchten Sie zuerſt ein Hotel oder eine Penſion ausſuchen, ſo entledigen Sie ſich am praktiſchſten aller Handkoffer, des Liftboy, auch dem Kellner eine Kleinigkeit geben. vielleicht überflüſſigen Mantels oder Regenſchirmes auf der Handgepäckannahme. Das Gepäck verſichert man am klügſten ſchon zu Hauſe mit einer— relativ billigeren— Jahrespolice gegen alle Ge⸗ fahren, ſchon deshalb, weil heute die Hotels durchweg ihre ge⸗ ſetzliche weitgehende Haftung durch Unterſchrift des Gaſtes einſchränken. Bei der Suche nach einem Zimmer befrage man ſich, bevor man zuſagt, genau, was im Preiſe inbegriffen iſt, um ſpätere unangenehme Ueberraſchungen und Reklamationen zu ver⸗ meiden. Sicheres beſtimmtes Auftreten, präziſe ſachliche Fra⸗ gen, keine unnötigen Wünſche, keine Erörterung von Selbſt⸗ Nichts unterſchreiben, ohne genau durchzu⸗ eſen Beim Ausſuchen des Zimmers achtet man darauf, daß es nicht gerade über der Küche oder der Jazzkapelle liegt; reiſt man mit Kindern, ſo iſt für etwaige Indianertänze ein Eck⸗ zimmer beſonders angenehm. Sind Trinkgelder auf der Rechnung abgelöſt, ſo braucht man an ſich das Perſonal nicht zu beſchenken. Das Bedie⸗ nungsgeld gilt jedoch nur für die normalen Arbeiten. Jür Sonderleiſtungen wird man dem Zimmermädchen— dem Bei der Abreiſe laſſe man ſich die Rechnung frühzeitig geben, um ſie in Ruhe durchleſen und etwaige Irrtümer höf⸗ lich aufklären zu können. Ich glaube, meine Liebe, wenn Sie ſich nach dieſen An⸗ weiſungen richten, werden Sie ſich manche Unannehmlichkeit und Aufregung erſparen. Theater und Muſik Spielzeitbeginn im Wiesbadener Staatstheater. Das Große Haus eröffnete die Spielzeit mit einer Aufführung von R. Wagners„Fliegendem Holländer“, in der drei dem En⸗ ſemble neuverpflichtete Künſtler, Harbich in der Titelrolle, Hölzlin(Daland) und Cremer(Steuermann) Proben einer beachtlichen geſanglich⸗darſtelleriſchen Begabung ablegen konn⸗ ten. Als Orcheſterdirigent errang der von Kaſſel gekommene Kapellmeiſter Dr. Zulauf ſeinen erſten Wiesbadener Erfolg, während der Nachfolger Klemperers, Joſef Roſenſtock, mit einer ſehr feinſinnigen, ſtil⸗ und empfindungsſicheren Leitung des„Roſenkavalier“ ſich ebenfalls recht günſtig einzuführen verſtand. Das Kleine Haus brachte ſchon mit dem erſten Spiel⸗ genähert bis zum kaum mehr Unterſcheidbaren.„Nicht tage eine Neuheit, Flotows komiſche Oper„Fatme!, ein faſt verſchollenes Werkchen, das Dr. Benno VBardi textlich auf⸗ 1 gefriſcht und mit geſchickten Retouſchen dem modernen Ge⸗ ſchmack angepaßt hat. Die Ausgrabung dieſer alten, von echtem und quellendem Humor erfüllten Oper iſt dem Bear: beiter wie auch der Staatsbühne als unbedingtes Verdien, anzurechnen, denn ſie ſteht weit über ähnlichen, in ihrer Komi meiſt gezwungenen und allzubewußten Erzeugniſſen unſeret Tage, und gewinnt durch Flotows entzückend beſchwingte un melodienreiche Muſik feinſten künſtleriſchen Reiz. Die Auf⸗ führung wußte die Stimmung märchenhafter Exotik(das Libretto iſt geſchrieben um die Geſtalt des Kalifen Harun al Raſchid, welcher der von ihren Schuldnern betrogenen Fatme zum Recht verhilft) unter der Regie von Mebus und mit far⸗ benprächtigen Bühnenbildern von Buchholz ſehr eindrucksvoll herauszuheben; Dr. Tanner bewährte ſich als taktfeſter Or⸗ cheſterleiter, während bei guter Darſtellung die liebliche Fatme Th. Müller⸗Reichels und Biehlers ſchelmiſcher Babuk beſon⸗ ders gefielen. Erfolg bedeutete auch die erſte Schauſpielnen⸗ heit„Week⸗End“, eine Charakterkomödie mit lebendiger Büh⸗ nenwirkung, die in allen Spielarten des Humors vom Tragt⸗ komiſchen bis zum Burlesken ſchillernd, unter Herrmann tüchtiger Reaie und mit feinabgetöntem Enſembleſpiel einen recht erfreulichen Eindruck hinterließ. H. L. GHofmannsthal an die Kritiker. In der letzten Sitzung des Internationalen Kritikerkongreſſes in Salzburg begrü te Hugo von Hofmannsthal im Namen der Salzburger ih ſpiele und insbeſondere im Namen ſeiner Freunde Richar Strauß, Franz Schalk und Max Reinhardt die verſammelteſt Kritiker. Die Antitheſe zwiſchen Künſtlern und Kritikern iſt nicht mehr, erklärte Hofmannsthal. In einer ſtändigen Gerg lution hat ſich die Stellung des Kritikers und des Kun eh 0 halten Sie uns Künſtlern die feſten Maßſtäbe einer ſchul⸗ mäßigen Aeſthetik entgegen, die noch einem Hebbel zu ſchaffen machten. Sondern auf furchtbar ſchwankendem Boden ringen Sie zugleich mit uns ein Feſtes. In dieſem Sinne begrn ich die Kritiker namens der ganzen Theaterwelt, das nich. das Theater von geſtern und von heute, ſondern das Thearg aller Zeiten iſt, das Theater Mozarts und Shakeſpeares, Beethovens und Schillers. Sie, die Kritiker, ſind Künſtleſf und ebenſo ſehr wie wir. Indem Sie den Geſetzen der Kung nachſpüren, die ſich nicht aufbewahren laſſen, ſondern. von neuem erobert werdͤen müſſen, folgen Sie Goethe, de ein Dolmetſch von Sophokles und Voltatre war; folgen Sie Delacroix, der Rubens verſtändlich machte; folgen Sie Ber⸗ lioz und Schumann, die Beethoven und Bach erklärten. Sie gehören zu uns. Nichts trennt uns, alles verbindet uns. —— Frveitag, den 26. Auguſt 1927 Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) 5. Seite. Nr. 391 Sportliche Rund ſchau Zum Beginn der HandballVerbandsſpiele Vorüber iſt die zwangsweiſe Ruhepauſe, zu Ende geht die Leichtathletik⸗Saiſon. Das iſt die Zeit, wo die Hand⸗ baller mit ihren Vorbereitungen für die kommenden Ver⸗ bandsſpiele beginnen. Die rein auf Hanbdball eingeſtellten Abteilungen der Vereine ſind in dieſer Beziehung ſchon etwas weiter fortgeſchritten als die, athletik befaſſen, denn ſie wollen das Eine nicht miſſen und das Andere nicht laſſen. Deshalb ſcheint auch der in dieſem Jahre für den Beginn der Verbandsſpiele feſtgelegte Termin — 28. Auguſt— ſehr früh. Dem iſt jedoch nicht ſo. In unſerem Bezirk beteiligen ſich auch in dieſem Jahre wieder 7 Mannſchaften der Liga. Das gibt 12 Spielſonntage. Mit⸗ hin wären die Bezirks⸗Meiſterſchaftsſpiele Ausgangs Novem⸗ ber beendet. Es geht aber bei Verbandsſpielen nicht ſo glatt ab— Pryteſte, Unbeſpielbarkeit der Plätze—, ſodaß man ruhig damit rechnen kann, daß die Spiele erſt bis Weih⸗ nachten am Ende ſind. Die verbleibende Zeit für den Meiſter, den Tabellenzweiten des Bezirks und für den vorjährigen okal⸗Meiſter, werden dieſe Mannſchaften bitter notwendig aben, um ſich auszuruhen und neue Kräfte zu ſammeln für die ſchweren Spiele um die badiſche Meiſterſchaft. Alſo bleibt den auch Leichtathletik treihenden Abteilungen nichts anderes übrig, als auf die Spätjahr⸗Starts zu versichten und ſich intenſiv mit Handͤball zu befaſſen, denn der Meiſtertitel wird chwer erkämpft werden müſſen. Wie ſind nun die Ausſichten der einzelnen Vereine und wer wird Bezirksmeiſter werden? Dieſe Fragen ſind nicht.s leicht zu beantworten. Der vorjährige badiſche Meiſter, V. f. R. Kannheim, hat im letzten Jahre Mannheim, unſeren Be⸗ zirk und Landesverband ſehr gut vertreten. Nicht nur die Spiele um die ſüddeutſche Handballmeiſterſchaft waren in man⸗ cher Hinſicht ein voller Erfolg. Auch in anſchließender Privat⸗ pielzeit mußten beſte ſüddeutſche Handͤballmeiſterſchaften das zonnen des badiſchen Meiſters anerkennen. Nehmen wir noch ie füngſten Erfolge der Raſenſpfeler hinzu— Turnierſieger et den Jubiläumsſpielen des Mannheimer Fußballklub Phö⸗ nir und der Doppelſieg gegen den badiſchpfälziſchen Gau⸗ meiſter, Turnverein Hockenheim— ſo muß man B. f. R. für ſe kommende Spielzeit wieder eine erſte Chance geben. Die Mannſchaft weiſt keine neuen Geſichter auf, iſt in allen Teilen gut beſetzt, was ausſchlaggebend ſein dürfte. Schon am kom⸗ dernden Sonntag wird ſie beweiſen müſſen, was in ihr ſteckt, enn kein geringerer als der M. F. C. Phönix iſt ihr Gegner. M. J. C. Phönix hat im vergangenen Jahre nicht das gehalten, was man allgemein von ihm erwartet hatte. Dar⸗ 81 Schlüſſe für die kommendenSpiele ziehen zu wollen, wäre b. zoch falſch. Die Grün⸗Weißen vertraten unſere Vaterſtadt ei einem Turnier in Nürnberg überaus glänzend. Der miſteger einer Spielvereinigung Fürth, 1. F. C. Nürnberg, ſich mit 43 geſchlagen bekennen und damit dem Phönix Por 1 Platz des Turniers überlaſſen. Auch der badiſche 5 it Meiſter, Sportverein Waldhof, mußte die Ueberlegen⸗ 5 der Leute von der Fohlenweide anerkennen. Sie ge⸗ hoch mit 713. Die Mannſchaft weiſt einige junge eute auf, die ſicherlich von Vorteil ſein werden. 5 Mit wechſelvollen Leiſtungen wartete bisher 08 Lind en⸗ of auf. Das war nur natürlich, denn die Mannſchaft der indenhöfer beſteht aus lauter jungen Spielern, denen ebeon 1555 die Erfahrung mangelte. Der von der M. T. G. zu ihnen ſtiraetretene Torwart bedeutet für ſie eine erhehliche Ver⸗ wirung und mancher der ihnen bisher überlegenen Klubs Uche Are Ueberlegenheit anerkennen müſſen, was der neuer. iche Sieg gegen M. T. G. beweiſt. Schon von jeher bildete der Polizeiſportverein iee en das Zünglein an der Wage. Und ſo wird es 2 iesmal wieder ſein. Die Mannſchaft ſtützt ſich nach wie 5 auf dieſelben Spieler, die nur einen Fehler haben: ſie ſen ſich vom Gegner das Spiel diktieren. Kann die Mann⸗ ———————— furt am Main(Süd). Jahr Iote bewährt, rasch u. mifawirxend/ Oblaten RM..30. Prosp. kostenl. dureh Otto& Co., chem.-pharm. Lab. Frank- Pak. à 5 Pulver RM. I. 15, Schachtel à 10 Kopfschmerz Nedralgie Zahnschmerz In Apomeken Vorzügl. Vorbeugungsmittel gegen Grippe Rleiderschränke 20 Au. ohne Spiegel, Waschkommoden, Bett- 85 5 und Nachttische, nubßbaum, eichen od. —„solide Schreinerarbeit, billig abzugeben. 7 Schwalpbech sühne „4 zwischen BEu.B7 Tel. 26 505 —ͤ— Verkaufe -stöck. 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Die Ausſichten für dieſes Jahr ſind vorerſt noch ſehr gering, trotz dem guten Spiel gegen die Raſenſpieler bei em obenerwähnten Jubiläumsturnier. Zwar bedeutet Neu⸗ mann eine ſehr große Verſtärkung. Es bleibt aber fraglich, ob damit das Minus im Tor ausgeglichen wird. Am beſten hat es der Sportverein Waldhof. Durch die Erringung des Pokal⸗Meiſtertitels braucht er ſich in den eigentlichen Verbandsſpielen nicht ſonderlich anzuſtrengen, weil ihm die Teilnahme an den Schlußſpielen um die badiſche Meiſterſchaft ſo wie ſo geſichert iſt. Von der Spielvereinigung 07 hat man in der verbandsſpielloſen Zeit kaum etwas gehört oder geſehen. Es iſt daher ſchwer, einigermaßen ein Urteil abzugeben. Es wird ihr jedoch kaum gelingen, vom letzten Platz wegzukommen. Anders, wäre es die größte Ueberraſchung. Aber im Sport iſt alles möglich. Die Handͤball⸗Behörde hat in der vergangenen Spielzeit ſehr gut gearbeitet und wir wollen hoffen, daß es auch in der kommenden Spielzeit ſo bleibt. Nur eines muß geändert merden: das Spielſyſtem. Im letzten Jahre waren die Mann⸗ ſchaften in zwei Gruppen zuſammengefaßt. Dieſe Einteilung hat ſich nicht als günſtig erwieſen und führte zu Unzuträglich⸗ keiten. Der Beginn der Verhandsſpiele iſt ja ſo frühzeitig angeſetzt. daß der Spielbetrieb ruhig im Einrundenſyſtem durchgeführt werden kann. Um eventuellen Terminnöten ab⸗ zuhelfen, könnte man auch dazu übergehen, daß die Samstag⸗ nachmittage herangezogen werden. Die Spiele an dieſen Nachmittagen hätten den großen Vorteil, daß die erſt am Sonntag beſchäftigten Mannſchaften dieſen Spielen beiwohnen könnten und umgekehrt. Ferner wäre es auch für die Schieds⸗ richter von Vorteil, da wir leider in dieſer Beziehung noch große Lücken haben. Ebenſo würden ſich die Vereine finan⸗ ziell beſſer ſtellen, was man ſehr berückſichtigen muß. Und nun„Glück auf“ für und im neuen Spielfahr. Hoffen darf jeder und alles. Rebe. Tennis Schluß des Berliner Tennisturniers Moldenhauer— Dr. Landmann ohne Spiel Der letzte Tag des vom Berliner Schlittſchuh⸗Club ver⸗ anſtalteten Tennis⸗Turniers brachte nicht die mit allſeitigem Intereſſe erwartete Begegnung zwiſchen Moldenhauer und Dr. Landmann. Landmann, der am Sonntag ſchon mit leichtem Fieber gegen Axel Peterſen geſpielt hatte, konnte krankheits⸗ halber nicht antreten. Die Begegnung wird ſpäter an einem noch nicht anzugebenden Termin nachgeſvielt werden. Die Silberſchleife verteidigte Frau von Reecznicek erfolgreich gegen ihre Gegnerin Frl. Kallmeyer. Das Spiel ſtand auf keiner ſonderlich hohen Stufe, da beide Damen Flughbälle und Netzſpiel ängſtlich vermieden. Immerhin gaben ſich beide viel Mühe und ſo ſah man einen ſcharfen, wenn auch meiſt mono⸗ tonen Kampf. Frau von Reeznicek war im Erlaufen und Plazieren beſſer und gewann:5,:7,:2. Pferbeſport Mannheimer Herbſt⸗Pferderennen Der dieſer Tage erfolgte Nennüngsſchluß für die 15 Altersgewichtsrennen des am 11., 15. und 18. September ſtattfindenden Herbſt⸗Meetings iſt ſehr befriedigend aus⸗ gefallen, indem 391 Unterſchriften abgegeben wurden. Ein⸗ ſchließlich der ſechs Handicaps vereinigen demnach die Herbſt⸗ rennen 585 Nennungen. Das bedeutendſte Jagdrennen über die 4800 Meter Diſtanz, der Mannheimer Herbſt⸗ umfaßt 32 Pferde der beſten Klaſſe; für das wert⸗ dann muß ſie unbedingt als Verlengen Sie austohrlone Kostenenschlage! 2 455 2 e vollſte Flachrennen, den Baden⸗Preis, ſind 20 Verpflich⸗ tungen eingegangen. Zu den am mittleren Renntag ſtatt⸗ findenden Herrenreiten wurden 26 Nennungen für das Flachrennen und 33 bezw. 24 für die Jagdrennen abgegeben. Da die Qualität des verpflichteten Materials ſehr gut und eine ſtarke Verſchmelzung des Weſtens und des Nordens mit den in Süddeutſchland trainierten Pferden zu erwarten iſt, verſpricht das Meeting ſportlich einen intereſſanten Verlauf. & Rennen zu Karlshorſt 1. Lilien⸗Jagdrennen. Lehrlingsrennen. 2300 44. 3400 Meter. 1. M. Obermaiers Mumpitz(F. Paſchke), 2. Philiſter, 3. Treu⸗ herz. Ferner: Eigilolf, Caeſar 2, Sieglinde, Karrara, Kariſſima, Tullius. Tot.: 42, Pl. 22, 23, 22:10.—1 Lg. 2. Gulliver⸗Jagdrennen. Herrenr. 3000 J. 4000 Meter. 1. E. Gottſchalks Rößling(Lt. Jay), 2. Traumlieſe, 3. Trompeter. Fer⸗ ner: Wetterhexe, Irkutſk, Barcarole, Baladin. Tot.: 74, Pl. 17, 14. 12:10.—4 Lg 3. Märkiſches Hürdenrennen. Für Dreij. 3500 4. 3000 Mtr. 1. Geſt. Grabigs Lanz(R. Dippelt), 2. Das Lied, 3. Altpreußen. Fer⸗ ner: Flämin, Rivalin. Tot.: 21, Pl. 14, 20:10. 6— Weile. 4. Preis von Großbeeren. Jagdr. 3000. 4000 Meter. 1. U. Cleves Ozema(Ackermann), 2. Räuberhauptmann, 3. Lauf. Ferner: Grille, Liebhaber, Mirabelle, Javari, Primavera, Roſenkönig, Sa⸗ hara, Girant. Tot.: 125, Pl. 28, 16, 21:10. 72—Kopf. 5. Deutſches Hürdenrennen. Ehrenpr. 7000 4. 3000 Meter. 1. Graf E. Henckels Panna(G. Moritz), 2. Sigtuna, 3. Ilſenſtein. Ferner: Merkur 2, Alarid, Ofando, Lefels. Tot.: 21, Pl. 12, 13, 14:10. 14—1 Lg. 6. Preis von Hafenwinkel. Für Zweij. 3000 4. 1000 Meter. 1. Frhr. v. Schlotheims Sanſſouci(K. Elflein), 2. Minnelied, 3. Heidelerche. Ferner: Fürſtenruf, Forelle, Hadrian, Tanit, Königs⸗ krone, Latona, Roſenherzog, Sangesluſt, Altenau, Statius Cascara, Maskerade, Empfehlung. Tot.: 252, Pl. 46, 58, 18:10..—H. 7. Turandot⸗Jagdrennen. 3000 /. 3000 Meter. 1. L. Janſens Sperrmal(W. Hauſer), 2. Großfürſtin, 3. Lebensmut. Ferner: Ofterdingen, Irrmal. Karodame, Prüm, Chryſolide, Feierabend. Tot.: 21. Pl. 12, 19. 31:10.—3 Lg. Naues aus aller Welt — Einſturz einer Eiſenbahnwerkſtätte. Die Reparatur⸗ werkſtätte im Lokomotivpſchuppen des Bahnhofes Fürfeld ſtürzte am Mittwoch plötzlich zuſammen. Schuld an dem Un⸗ glück iſt die Anlage eines Waſſergrabens, der der Verlegung einer Waſſerleitung dienen ſollte und verſehentlich zu nahe an die Fundamente des Gebäudes herangeführt worden iſt. Der Materialſchaden beläuft ſich auf mehrere tauſend Mark. Menſchenleben ſind bei dem Einſturz glücklicherweiſe nicht in Gefahr gekommen, was indeſſen ſehr leicht hätte geſchehen können, da noch wenige Stunden zuvor Handwerker an dem Gebäude gearbeitet hatten. — Naffinierter Heiratsſchwindler. Ein lediger Schwein⸗ furter Arbeiter bewarb ſich um die Tochter eines Maurers in Au bei Königshofen. Er verlangte von ſeinem zukünftigen Schwiegervater, daß ihm dieſer ſein Anweſen, ein Haus mit verſchiedenen Wirtſchaftsgebäuden und Grundbeſitz überſchrei⸗ hen laſſe, damit er dann als gemachter Mann in ein größeres Geſchäft als Teilhaber eintreten könne. Der Schwiegervater erfüllte dieſen Wunſch, worauf das Aufgebot beſtellt wurde. Am Tage ror der Hochzeit iſt aber der„Freier“ verſchwun⸗ den. Wie ſich dann herausſtellte, hat er inzwiſchen das ge⸗ ſamte Anweſen heimlich verkauft. — Großfeuer. Großfeuer hat in Würzburg ein Haus am Marienplatz, die ſogenannten alten Falkenſäle, völlig ein⸗ geäſchert. Das Feuer brach, aus noch nicht geklärter Urſache, in einem Packraum der im erſten Stock untergebrachten Un⸗ terfränkiſchen Elektrizitätsgeſellſchaft dadurch aus, daß ein Poſten Holzwolle in Brand geriet. Das Feuer ergriff bald das ganze Haus. Da das große Lager der Geſellſchaft an Beleuchtungskörpern und elektriſchen Apparaten vernichtet wurde, iſt der Schaden ſehr groß. In dem alten Haus ſtürzten während des Brandes mehrere Decken ein. Die Feuerwehr konnte nur mit großer Mühe löſchen. Ein Feuer⸗ wehrmann erlitt eine Rauchvergiftung, ein anderer Ver⸗ letzungen durch Einklemmung zwiſchen Balken. 95147 Briefe gingen auf Chiffre-Anzeigen im ersten Halbjahr 1927 bei uns ein. Das sind 11454 Briefe mehr als im vorangegangenen Halbjahr. Diese Zahl zeigt das bestehende Vertrauen zur N. M. Z. für die Ver- breitung von Chiffre-Anzeigen. Jeder sollte wissen, dag die„Kleine Anzeige' in der N. M. Z. den größgten Erfolg bringt, weil die N. M. Z. in Mannheim die höchste Auflage und die größgte Verbreitung aufweisen kann. Zu seinem eigenen Vorteil inseriere daher jeder in der Neuen Mannheimer Zeitung Vermietungen anch. dun Lagerplatz .Lanerräumedteler mif Gleisanschluß Bahnhofsnähe, ſof. od. und darauf gebantem offenem Schuppen und ſpät. zu vermieten. Zu Bürogebäude im hieſigen Hafengebiete, ca. erfr, bei Münz, Lin⸗ 1500 aqm groß, ſofort zu vermieten. denhofſtr. 13 od. Mö⸗ Anfragen unter K H 11 an die Geſchäfts⸗ ſinger, L 8, 11. Em41ſtelle dieſes Blattes erbeten. 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St.⸗Mitarbeiter ihre Anſicht über die Meſſe ausge⸗ ſprochen haben, läßt ſich ein anſchauliches Bild über die Aus⸗ ſichten der Meſſe gewinnen. Auch diesmal wieder iſt die Meſſe ein Spiegelbild unſeres Wirtſchaftslebens. Waren⸗ und Kaufhäuſer Direktor Bach vom Verband Deutſcher Waren⸗ und Kaufhäuſer, Aufſichtsratsmitglied des Leipziger Meſſeamts, hält ein normales Geſchäft für wahrſcheinlich: Das Sommergeſchäft iſt normal geweſen, erheblich beſſer als im Jahre 1926, und die Eindeckung für das Herbſt⸗ und Weihnachtsgeſchäft wiro darum umfangreicher ſein, als bei der vor⸗ jährigen Herbſtmeſſe. Beſonders wird ſich das in der Spielwaren⸗ branche, in der keramiſchen Branche und wahrſcheinlich auch in der Textilbrauche auswirken, die für die Herbſtmeſſe einen lebhaften Zu⸗ zug an Ausſtellern aufweiſt, ſodaß faſt 2500 am Ausſtellungsfläche von neuen Firmen belegt worden iſt. Der Zuzug des Auslandes wird, wie das zu allen Zeiten geweſen iſt, erheblich hinter dem zur Frühjahrsmeſſe zurückbleiben, weil die Beſtellungen auf der Herbſtmeſſe meiſt nicht mehr rechtzeitig zum Herbſtgeſchäft an Ort und Stelle ſein können. Immerhin werden auch diesmal zahlreiche Ausländer die Leipziger Meſſe beſuchen, zumal im Augenblick noch eine große Anzahl, namentlich von Amerikanern, auf dem Feſt⸗ lande ſich befinden. Porzellan Die keramiſche Branche bildet von altersher den Grundſtock des Leipziger Meſſehandels, ſie hat ſich hier im Laufe der Zeit eine Repräfentation der geſamten keramiſchen Induſtrie geſchaffen, wovon die immer zunehmende Beteili⸗ gung der Ausſteller zeugt. Ueber die Ausſichten der Luxus⸗ porzellan⸗Induſtrie ſpricht ſich W. Goebel, Porzellanfabrik Oeslau und Wilhelmsfeld, wie folgt aus: Die Leipziger Herbſtmeſſe muß der Lurngporzellanbranche die deutſchen Weihnachtsaufträge bringen, und die Fabrikanten bemühen ſich daher, durch beſonders ſchöne Neuheiten einen möglichſt großen Anreiz zum Kauf zu geben. Leider wird manche Firma wegen des immer noch knappen Betriebskapitals nicht ſo große Einkäufe tä⸗ tigen können, wie ſie gern möchte. Aus dieſem Grunde iſt zu befürch⸗ ten, daß auch dieſes Jahr wieder das Inlandgeſchäft zur Herbſt⸗ meſſe nicht über ein beſcheidenes Maß hinausgehen wird. Das Aus⸗ land ſchickt aber erfahrungsgemäß zur Herbſtmeſſe weſentlich we⸗ niger Einkäufer nach Leipzig als zur Frühjahrsmeſſe, und wenn auch zu hoffen iſt, daß vielleicht Nord⸗ und Südamerika einiger⸗ maßen erfreulich in das Geſchäft eingreifen werden, ſo werden doch 8. B. von Frankreich und Italien wegen ber dort noch herr⸗ ſchenden wirtſchaftlichen Kriſen nur wenige Orders plaeiert werden können. Mit England würde ein größeres Geſchäft zu machen ſein, wenn von den engliſchen Geſchäftsfreunden die Preiſe nicht zu ſehr herabgedrückt würden. Die Luxusporzellanbranche, die in dieſem Sommer im allgemeinen zur Zufriedenheit beſchäftigt war, erhofft von der Herbſtmeſſe eine entſprechend große Zahl Aufträge, um in den Betrieben auch noch wenigſtens bis Schluß des Jahres woll arbeiten zu können. Spielzeng Zu dei atten Meßinönſtrken gehsren auch die Spfet⸗ waren, Ueber ihre Ausſichten auf der Herbſtmeſſe läßt ſich die Vereinjgung Bayer. Spiel⸗ und Metall⸗ waren⸗Fabrikanten in Nürnberg wie folgt aus: Wenn auch die Beſchäftigung der Spielwaren⸗Induſtrie in den letzten Monaten nicht als ungünſtig anzuſprechen iſt, ſo dürfte es doch verfehlt ſein, von der bevorſtehenden Herbſtmeſſe noch eine be⸗ ſondere Belebung zu erwarten. Es iſt ja eine bekannte Tatſache, daß ihr nicht die gleiche Bedeutung zukommt, wie der Frühflahrsmeſſe, auf welcher die ausländiſchen Intereſſenten, vor ullem die von Ueber⸗ ſee, ihre Aufträge erteilen. Der ausländiſche Käufer wird alſo, von vereinzelten Ausnahmen abgeſehen, kaum in Erſcheinung treten. Aber auch das Inlandgeſchäft wird ſich nicht viel über den bisherigen Rahmen erheben, da die belangreichen Aufträge ebenfalls ſchon lange vergeben worden ſind; nur für ausgeſyprochene Weih⸗ nachtsartikel iſt zu erwarten, daß noch Beſtellungen erfolgen. Eine ganz beſondere Rolle wird natürlich die Preisfrage ſpielen. Der Fabrikant iſt gewohnt, auf der Meſſe von allen Seiten einen Anſturm auf Preisſenkung über ſich ergehen laſſen zu müſſen, und es ſoll garnicht geleugnet werden, daß gar manchesmal ein Nachgeben erfolgt iſt, das nur im Hinblick auf die im allgemeinen völlig un⸗ genügende Beſchäftigung zu erklären, wenn auch nicht zu rechtfer⸗ tigen war. Der aufmerkſame Beobachter der Preisentwicklung in unſerer geſamten Wirtſchaft muß feſtſtellen, daß in den letzten Mo⸗ naten ſich faſt überall eine ſteigende Tendenz fühlbar gemacht hat: daß dieſe auch auf die Erzeuaniſſe der Spielwaren⸗In⸗ duſtrie übergreift, iſt eine ſelbſtverſtändliche Folge. Muſikinſtrumente Die Ausſichten der Muſikinſtrumenten⸗Induſtrie, die ge⸗ meinſam im Meßhaus⸗Konſervatorium ausſtellt, werden von mehreren Seiten als nicht ungünſtig bezeichnet. So gibt der Berband Deutſcher Pianofortefabrikanten, Borſitzender Paul Weſtermayer, folgende Vorſchau: Für das Inlandgeſchäft werden die Ausſichten günſtiger als in den Vorfahren beurteilt, zumal die anhaltende Beſſerung der Inlandskonfunktur beſonders unter Berückſichtigung des ſtändigen Rückganges der Arbeitsloſen auf den Abſatz der Induſtrie nicht ohne Einfluß bleiben kann. Ein ungünſtiges Moment ſtellen jedoch zweiffellos die Preiserhöhungen dar, die auf Grund be⸗ trächtlicher Lohnerhöhungen zur Durchführung gelangen mußten. Das Kusklandsgeſchäft hat ſich in der erſteren Hälfte dieſes Jahres etwas freundlicher angelaſſen, da eine Anzahl von europäiſchen Län⸗ dern, die früher im großen Umfange in Deutſchland kauften, mit Heſſerung ihrer wirtſchaftlichen Verhältniſſe wieder als Käufer auf⸗ treten. Eine volle Beſchäftigung der Induſtrie wird indeſſen ſolange nicht eintreten, bis es gelingt, den Export nach England als dem wichtiaſten ausländiſchen Abſatzgebiete für geutſche Pianos wie⸗ der zu heben. Unter der Herrſchaft der Mae⸗Kenna⸗Zölle ſind die Ausſichten hierfür ſehr gering. Erſchwerend kommt hinzu, daß die Nachwehen des Kohlenſtreiks in Enaland immer noch nicht über⸗ wunden ſind, ebenſo wie dort die große Arbeitsloſigkeit anhält. Zu⸗ fammenfaſſend iſt zu ſagen, daß die Beſchäftigungsausſichten der Jnduſtrie bis Ende des Jahres nicht ungünſtig ſind. Immerhin därften die Betriebe nur zu 60—70 Prozent ausgenutzt werden. Tertilmeſſe Eine außerordentliche Entwicklung hat die Teptil⸗ induſtrie auf der Leipziger Meſſe genommen. Sie hat auch auf der Herbſtmeſſe gute Ausſichten, namentlich für hoch⸗ wertige Textilien, die für Innenausſtattung verwendet wer⸗ den, da der Bedarfals Folge der Bautätigkeit nach der ſtillen Ferienzeit wieder einſetzen muß, und das laufende Jahr ein verhältnismäßig gutes Geſchäßt gebracht hat. Nahrungs⸗ und Genußmittel Ueber die Nahrungs⸗ und Genußmittel⸗Meſſe ſpricht ſich Dr. Häberlin, Syndikus dieſer Meſſe, wie folgt aus: Eine einheitliche Stimmung über die Herbſtmeſſe iſt im Nah⸗ rungsfach nicht vorhanden. Immer mehr tritt die Meinung auf, nachdem wieder gereiſt werden kann, und der letzte Winkel des Reiches von Verkretern überlaufen wird, ſei der Meſſebeſuch nicht mehr lohnend. Beſonders in der Süßwareninduſtrie hält man den Einkauf auf der Meſſe nicht für erheblich. Es dürfte daher mit be⸗ ſonderen Erwartungen nicht zu rechnen ſein. Dies umſomehr als der Konſum in Schokgladen und and. Sußwaren infolge der Mode der ſchlanken Linle erheblich nachgelaſſen hat. Herbſt⸗Meſſe Baumeſſe Der Vorſitzende des Vereins der Baumeſſe⸗Intereſſenten Dr. Albert Müller in Leipzig berichtet über beſondere Ver⸗ anſtaltungen der Leipziger Baumeſſe und glaubt ihr infolge der Bautätigkeit ein günſtiges Prognoſtikon ſtellen zu nnen: Es wird ſomit auf der Baumeſſe alles geboten, was für die z. Zt. aktuellſten Baufragen— Wohnungsbau und Straßenbau— Intereſſe bietet. Auf beiden Arbeitsgebieten hat die Bautätigkeit in dieſem Jahre ſich weſentlich vergrößert. Intereſſe und Bedarf für alle Fortſchritte im Wohnungs⸗ und Straßenbau ſind dadurch im Wachſen. Hierdurch und durch, die mit der Baumeſſe verbundenen Sonderver⸗ anſtaltungen erſcheinen die Vorbedingungen für einen erfolgreichen Verlauf der Baumeſſe gegeben. Die Leipziger Herbſtmeſſe und das Ausland. Das Ausland nimmt an der bevorſtehenden Leipziger Herbſtmeſſe(28. Auguſt Jis 3. September) regen Anteil. In ſteigendem Maße macht es von der Möglichkeit Gebrauch ſeine Produktion in Leipzig auszuſtellen, wie es ebenſo ſeinen Warenbedarf auf den Leipziger Meſſen deckt. Aus einer Um⸗ frage unſeres Dr. L. St.⸗Mitarbeiters ergibt ſich in großen Zügen nachſtehendes Bild: Oeſterreich Der öſterreichiſche Beſuch wird durch die vpolitiſchen Er⸗ reigniſſe, die zum Brand des Juſtizpalaſtes in Wien geführt debend Doch iſt die Ausſtellerzahl zufrieden⸗ ellend: Im ö5ſterreichiſchen Meſſehaus ſind bereits über 100 Ausſteller angemeldet und auch die übrigen Meſſehäuſer, inkl. der techniſchen Meſſe, ſind öſterreichiſcherſeits ganz gut beſetzt. Das Gros der öſterreichiſchen Ausſteller⸗Branchen umfaßt in der Hauptſache Kunſt⸗ gewerbe, Bronzen, Raucherartikel, Wirkwaren, Konfektionen, Leder⸗ waren und Reiſeartikel, Wachspuppen, Chinaſilberwaren und ver⸗ ſchtedene Neuheiten. Schweiz n der Schweiz hat die Wirtſchaftslage ſich gebeſſert, und die Kaufleute werden ſich auf der Meſſe für das Weihnachts⸗ geſchäft eindecken. Ein bedeutender Faktor für die Beſſerung der deutſchen Ausfuhr nach der Schweiz bildet jedenfalls der Wegfall des franzböſiſchen Va⸗ lutabumpings, der ſich nunmehr, nachdem die zu Valutapreiſen hereingebrachten Beſtände aufgebraucht ſind, auszuwirken beginnt. udem iſt unverkennbar ſeit Anfang des Jahres eine Beſſerung der ſchweizeriſchen Wirtſchaftslage im allgemeinen eingetreten. Ueber das Bedarfsgeſchäft wurde in der letzten Zeit keine Klage geführt, ſodaß wohl anzunehmen iſt, daß man die kommende Herbſtmeſſe benutzen dürfte, um ſich für das Weihnachtgeſchäft einzudecken. Holland Guten Beſuch aus Holland, wie auch aus Niederländiſch⸗ Indien und Weſt⸗Indien iſt nach den Anmeldungen zu er⸗ warten. Auch zahlreiche holländiſche Ausſteller werden in Leipzig vertreten ſein. Belgien Die Bedeutung der Leipziger Muſtermeſſe für die belgi⸗ ſchen Geſchäftsleute vergrößert ſich von Jahr zu Jahr, Die Zahl der belgiſchen Geſchäftsleute, die ſich vorbereiten, die Leipziger Meſſe zu beſuchen iſt verhältnismäßig größer als im Jahre vorher. Die Geſchäftsabſchlüſſe werden begünſtigt durch die überall zu beobachtende Tendenz, die Valutg zu ſtabiliſieren. 7 Großbritannien Englands Beteiligung an der kommenden Herbſtmeſſe wird im Verhältnis zur Herbſtmeſſe 1926 eine nicht un⸗ weſentliche Steigerung ſowohl in der Zahl der Ein⸗ käufer als auch in der Zahl der engliſchen Ausſteller auf⸗ weiſen. Beſonders zahlreich werden in dieſem Jahre Ein⸗ käufer aus den engliſchen Kolonien vertreten ſein. Nach Aeußerungen von den ſich anmeldenden Einkäufern beſteht rege Nachfrage nach Waren aller Art von billiger ſowie auch teuerſter Herſtellung. Italien Weniger günſtig liegen augenblicklich die Verhältniſſe in Italien, wie aus folgenden Mitteilungen des ehrenamtlichen für Italien Th. Mohwinckel in Mailand her⸗ vorgeht: Wir leben hier in ſchärfſter Induſtrie⸗ und Handels⸗Kriſis in⸗ folge der Wertbeſſerung der Lira und es tiſt noch nicht abzuſehen, wann und wie dieſe Kriſis ein Ende nehmen wird. Eine italieniſche Ausſtellung in einer größeren Gruppe wird zum Herbſt nicht ſtatt⸗ finden, wogegen aber im Frühjahr mit einer geſchloſſenen italieni⸗ ſchen Ausſtellung größeren Stiles zu rechnen iſt, die durch das Iſtituto Nazionale per'Eſportazione“ organiſiert werden ſoll. In Einkauferkreiſen wird das Intereſſe den mißlichen allgemeinen Ver⸗ hältniſſen entſprechend noch nicht einmal ſchlecht, aber es iſt heute im Lande Italien nicht leicht, Päſſe für das Ausland zu bekommen. ———— ⁹ * Der Abſchluß der Bank Elektriſcher Werte.⸗G. in Berlin. Das dem AEG.⸗Konzern angehörende Unter⸗ nehmen konnte in dem am 30. Juni beendigten GJ.(1926/7) den Rohgewinn einſchl. des Vortrages von 2394 470.“ auf 8 097 065./ ſteigern. Der Reingewinn iſt auf 2407 940 (1829 968) R. angewachſen. Die Gewinnausſchüttung auf die StA. erfährt, wie bereits gemeldet, eine Erhöhung von gauf 10 v.., obwohl an der Gewinnverteilung diesmal ein Kapital von 15 458 140./ Aktien Lit. A(i. V. 8 305 440./8) und daneben die Aktien Lit B und C in unverändeter Weiſe teilnehmen. Die 1,2 Mill../ WA. erhalten wieder 4,5 v. H. Gewinnanteil. Jerner werden aus dem Reingewinn für die Genußrechte der Teilſchuldverſchreibungen(Altbeſitz) 112 482 (114 390)./ und als Aufſichtsratsanteil 75 075(58 995)./ abgeſondert. Eine Zuteilung an die Rücklagen wurde dagegen nicht vorgenommen, da dieſe durch das Aufgeld der Kapitals⸗ erhöhung vom März d. J. auf die Höhe von mehr als 10 v. H. des Grundkapitals gebracht worden iſt. Die Kapitalserhöhung auf 24 200 040./ iſt durchgeführt. Die jungen Aktien nehmen (mit Ausnahme von 1 536900./ Verwertungsaktien] bereits an der Gewinnausſchüttung teil und ergeben einen Aufgeld⸗ gewinn von 2 779 007./I, um den ſich die Rücklage auf 3 179 007 R. erhöht hat. 416 Millionen Reingewinn der Michael⸗Bank. Die Induſtrie⸗ und Privatbank AG. in Berlin, die Kopfgeſellſchaft des Michael⸗ konzern, erzielte im verfloſſenen Geſchäftsjahr einen Rohgewinn von 18 Mill. J/. In der Bilanz erſcheinen bei 5 Mill. ½% AK. und 500 900%/ Rücklagen, die fremden Gelder mit 17,5 Mill. /, die Schuldner mit 18,15 Mill. 4. Eigene Wertpapiere und Beteili⸗ gungen ſind mit 16,1 Mill./ bewertet. Der Reingewinn errechnet ſich auf 15,8 Mill., der mit Rückſicht auf den engen Zuſammen⸗ hang mit der Firma J. Michael u. Co., bei der ſich das Geſamt⸗ aktienkapital befindet, zum Rückkauf der 4 Mill. eigene Aktien zum Zwecke der Einziehung verwandt werden ſoll, um in Zukunft die bisherige Doppelbeſteuerung wenigſtens teilweiſe zu vermeiden. Das AK. der Bank wird demnach auf 1 Mill./ zurückgehen. Die übrigen nom. 4 Mill./ werden der offenen Reſerve zugeführt. ):(8 240 HGB. bei Koweco. Die Heidelberger Federhalter⸗Fabrik Koch, Weber u. Co..G. in Heidelberg, die das GJ. 1925/6 mit einem Verluſt von 248 542/ abſchloß und ſich im Frühjahr dieſes Jahres be⸗ kanntlich unter Geſchäftsaufſicht ſtellen mußte, beruft jetzt ihre b. HV. zur Erledigung des Abſchluſſes auf 16. September 1927 ein. Der Verluſt hat ſich im GJ. 1926/27 noch erhöht, ſo daß der HV. gleichzeitig Anzeige gemäß 8 240 HGB. vom Die Deutſche Bank über die Konjunktur Dem Auguſtheft der Wirtſchaftlichen Mitteilungen der Deutſchen Bank entnehmen wir: Börſe und Publikum werden von zweierlei Sorgen beeindruckt: Einmal iſt es die geſpannte Geldlage während der Sommermonate, die normalerweiſe beſonders flüſſig ſind, zum andern ſind es die geteilten Anſich⸗ ten über die Beſtändigkeit der augenblicklichen Konjunktur. Die hauptſächlich zur Beurteilung heran⸗ gezogenen Produktionszahlen, die allerdings den um Monats⸗ friſt zurückliegenden Zuſtand ausdrücken, zeigen, daß in der Urproduktion ſeit einigen Monaten kaum eine weitere Stei⸗ gerung eingetreten, die Kohlenförderung ſogar merkbar rück⸗ läufig iſt. Eine ſtärkere Konjunkturentfaltung zeigen im zwei⸗ ten Jahresviertei allerdings die verarbeitenden Induſtrien, die, wie vor allem die Textilinduſtrie, unmittelbar Konſum⸗ güter herſtellen. Das erklärt ſich u. a. aus dem Umſtand, daß ſeit Ende 1926 rund 1,3 Mill. Menſchen in den Arbeitsprozeß wieder eingeſchaltet worden ſind, deren Einkommen und Ver⸗ zehr wöchentlich um 30—40 Mill. Mk. größer ſein mögen, und die nun ergänzende Anſchaffungen vornehmen. Es iſt auch zu berückſichtigen, daß nicht nur die Stärkung der Verbraucher⸗ ſchicht, überhaupt die anſteigende Wirtſchaftskonfunktur, zu einer erweiterten Lagerhaltung führt, ſondern auch Eindeckun⸗ gen des Handels für das Herbſt⸗ und Wintergeſchäft ſich bexeits bemerkbar machen. Volle Aufmerkſamkeit erfordert auch die Tatſache, daß die bisherige Konjunkturgeſtaltung zwar nur eine geringe Stet⸗ gerung des Großhandelsinder im Verlauf des Jahres 1927 mit ſich gebracht hat, daß dieſe Steigerung aber mit einer entgegengeſetzten Richtung auf dem Welt⸗ markt zuſammentrifft, ſo daß beiſpielsweiſe die Großhandelsmeßzahl in den Ver. Staaten, die im Jahre 1927 um 8,5 v. H. zurückgegangen iſt, nunmehr faſt vollkommen mit der unſrigen übereinſtimmt. Dieſe entgegengeſetzten Preis⸗ bewegungen beeinfluſſen zweifellos die Geſtaltung der Außenhandelsbilanz. Es kommt hinzu, daß Deutſch⸗ land, das zum Ausbau ſeines Produktionsapparats Kapital einführen muß, durch politiſchen Zwang in die un⸗ gewöhnliche Lage verſetzt iſt, zu gleicher Zeit Barzahlungen auf Entſchädigungsrechnung zu leiſten, mithin Kapital auszuführen, daß alſo Umſtände, die mit den Entſchädigungsverpflichtungen zu⸗ ſammenhängen, bei uns den periodiſchen Ablauf etner Konfunktur über den Haufen werfen können; ſie erſchweren zum mindeſten das Urteil über den Konjunkturſtand. Daß aber bereits heute in der Oeffentlich⸗ keit nach einem verhältnismäßig kurzen Konfunkturanſtieg Erörterungen über die vermutliche Dauer der Konfunktur ge⸗ führt werden, muß nachdenklich ſtimmen. Verluſt von mehr als der Hälfte des AK.(500 000%) gemacht werden muß. Sanierung der AG. Papyrolinwerk und Couvertfabrik in Konſtanz(Bad.). Die Geſellſchaft ſchließt das GJ. 1926 nach 12 944(13 315)„ Abſchreibungen mit 51562(33 176)%¼ Verluſt. Zur Tilgung der Unterbilanz und zur Vornahme von Abſchreibungen ſoll das AK. von 200 000 auf 100 000% zuſammengelegt werden. Die Lage in der Brief⸗ umſchlaginduſtrie habe ſich verſchlechtert: durch den Kon⸗ kurrenzkampf ſeien Preisunterbietungen bis 30 v. H. an der Tagesordnung geweſen. Die Briefhüllenfabrikation hat die Geſellſchaft aufgegeben, da die Einigungsverhandlungen in dieſer Induſtrie ergebnislos verlaufen ſeien. Die Bilanz (31, Dez. 1926) verzeichnet Gläubiger mit 175 406(140 605) ½ andererſeits Schuldner mit 95 047(92 047), Vorräte mit 166 988(123 356) 4, Anlagen mit 166 988(171 148). Die Ausſichten ſeien günſtig, zumal zur Zeit die Beſchäftigung in der Papyrolin⸗Abteilung lebhaft ſei. :?: Gumpel erwirbt Gummi⸗Elbe. Wie verlautet, iſt bei der Gummiwerke Elbe AG6. in Pieſteritz ein Mehrheitswechſel erfolgt. Etwa die Hälfte des AK. ſind aus dem Beſitz der alten Mehrheitsgruppe unter Führung des Berliner Bankhauſes Bett, Simon u. Co. in die Hände der Bankfirma Gumpel in Hannover übergegangen.(Den Abſchluß für das abgelaufene GJ. 1926— 90 045/ Reingewinn— haben wir bereits veröffentlicht.) :?: Keine Verhandlungen der Vereinigten Glauzſtoffabriken mit der franzöſiſchen Kunſtſeideinduſtrie. Die Verwaltung der Ver⸗ einigten Glanzſtoffabriken in Elberfeld teilt mit: Die vom Aus⸗ land verbreitete Meldung über neue Verhandlungen zwiſchen den Ver. Glanzſtoffabriken, Courtauld und der Snia Viscoſa mit den franzöſiſchen Erzeugern ſind unberechtigte Mutmaßun⸗ gen. Die in Frage kommenden Perfönlichkeiten der Glanzſtoff⸗ verwaltung befinden ſich gegenwärtig ſämtlich in Urlaub. Mit den franzöſiſchen Herſtellern ſei zwar vor mehreren Monaten eine Füh⸗ kungnahme in die Wege geleitet worden, die Angelegenheit ſei aber noch nicht weiter gedͤiehen und ruhe zur Zeit vollkommen. Deviſenmarkt Nachfrage nach Deviſen Die Deviſennachfrage hat wieder zugenommen, der Dollar ſtieg von.1990 auf.2015. Holland ſchwächer, gegen Dollar 4006% na 4007; Sponien und Oslo ebenfalls abaeſchwächt, gegen London 28.8 nach 28.85 bezw. 18.71, nach 18.69. Die übrigen Deviſen unverändert. Heute vormittag notierten: 25. 26 25. 288. 25 256. London-Paris 124,01124, 0% Malld.-Schwa.] 28 25 28,28d ond.-Stocth J 18,11 1095 Lond.-Brüſſel 34,2 34.92 Holland-Schw. 20, 85207, 800Snd.-Mabrid 28.522.50 Lond.⸗Maild. 89.20 89,25 Kabel Holland.4050 Mailand-Baris 139,90 f⸗ 10 Kabel Schweiz 5,185.187 Lond.-Holland 12.180 Srüſſel-Waris 355.10 51922 Lond.-Schweig 25,21 28,21] London-Oslo. 1,71“Holland-Paris 197 4863 Paris-Schweiz 20,38] 20,33J Lond.⸗Kopenh. 18.15J[Kabel London.86,J 4. In.⸗Mk. laſſen ſich folgende Kurſe feſtſtellen London 20,42 12.40 12,45I Mabrid Paris 16,47 09,170109,15 Argentinien ürich 81,00 Kopenhagen. 112.45112.30 J 70 22 10.00 1391 1200 1281 1 4,19% 401 Japann ailand 22.89 Stockbol m 112,70112,89 New. hori* Holland. 169,30J Brüſſel. 59.45 58.48 Mannheimer Produktenbörſe Die Kurſe verſtehen ſich per 100 Kilo netto waggonfrei Mannheim mit Sack, zahlbar in Ne Amtliche Preisnotlerungen vom 25. Auguſt 1927..6⁰ Weizen inl. neuer 28.50.29.—] Haſer ausländ. 22.50.24.—J Wieſenheu loſe.—.—— „ ausl. 81.—-32.50 Mais gelbes m Sack 20.——.—]Rottleehen 1 Roggen inl.neuer25.—.25.50'mehl. Spez,O Sp. 40—.— Liz.⸗Kleeh. loſe.20-.80 „ausl 25.50.25.75 Weizenbroim m. S. 52.——., neues.40..80 Vrau-Gerſte(inl · Roggenmehl mit S. 34.—-80,25 Preß⸗Stroh 3. ausl.) 28.50-28.— Welzenkleſe m. Sack 13.25-—.— Gebund, Stroh 4 tter⸗Gerſte 22.—-24.— Trackentreder 16.—16 250 Rape mit Sac 38.—— ofer inländ. 20.50-21.50 J Rohmelaſſe—.—.—Kleeſamen 225 Verliner Metallbsrſe vom 25. Auguſt Preiſe in Feſtmark für 1 Kg. 25. 24,. 28, 24. Elektrolytkupfer 126.— 126,.— Aluminlum in Raffinadekupfer—.——.— Varren 24 Blei—.——.— Zinn ausl. bes— 0 Rohzink Bb.⸗Pr.,———. Hüttenzinn 5278.40•880 (kr. Verk.)— Nickel 9,40-8. 085-9,90 Plaltenzink 50.— 1 50,—-51.—] Antimon Aluminium 2,10.10 Silber für 1 Gr. 8 London. 25 Auguſt. Metallmarkt(In Lſt. f. d. eng. t. v. 1016 Kg. 24. 25. Zint beſtſelect 61.50 61.25 Zin db. 3 Monat 55.25 84,95 dace ueceſtb..Gl.— do. Elektrol. 62.25 62.25][ Zinn Kaſſa 292,25 290,25 J Regulus Frachtenmarkt in Duisburg⸗Mubrort. Das Geſchäft der heuti Börſe ziem* au nicht viel F es doch hielten ſich die Frachten dem ſeitherigen Stand. 24. 25. Kupfer Kaſſa 54,85 84,45 —25 ſte; 18 ür ur J * Freitag, den 26. Auguſt 1927 55 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) haben an allem überführte dan lern, der das Kreuz — sei es durch Kranzs besonders sein Walter Lehmann oll-Realschule sonderen Dank. Alfred Honeck u. Frau Danksagung Allen denjenigen, die im Herzen Anteil genommen dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres Sohnes Alfred ken wir für sein penden und trostreiche Worte oder im Gebet sagen wir unsern herzlichsten Dank. Vor dem unerschrockenen Hochw. Herrn Pater Zettelmeier, der die Leiche ba Ig und sie nach hier e aufopfernde Tat und le trostreichen Worte am Grabe. Dem geistlichen Seelsorger, sowie seinen Mitschü- em Kameraden Kurt Sauerwein, vom Allgäu trug und seinem Freunde „der im Namen seiner Klasse der einen Kranz niederlegte, unseren be- Emai U1, 7, Breite Straße 702⁴ plaun 0 dwaren H. Ape 7 Von der Reise zurück 20 Dr. med. Fritz Lux Facharzt für Haut-, Harn- und 8eschlechtslelden Lichtbehandlung Sprechstunden von 10-1 ½4-6 Uhr DSS TꝓT——xt.—————— Juvwelen NModernesLager schnell, gewissenhaft, billig P3, 14 Planken neben dem Thomasbräu früh. Heidelbergerstr. seit 1903 Tel. 27635. Tel. 32716 Fl Neuanfertigung Umänderung Reparaturen 848 FILIT rernichtet Stechmücken Wespen. Motten. Wanzen Schaben. Ameisen samt Brut. 4 7. Seite. Nr. 391 — belkentfahe dur * inkommenſteuer, Die St mſatzſteuer ſtenſteue euer ſi temberf nd i chriebenen Vordrucke Zur Abgabe einer die Ei om men 5 Steuerpflichtige n der Zei iche Bekanntmachungen Aufforderung gabe der Steuererklärung für die körperſchaftſteuer und für 1926/1927. euererklärungen für die Einkom⸗ r. Körperſchaftſteuer und Umſatzm⸗ t vom 1. bis 15. Sep⸗ unter Benutzung der vorge⸗ wie folgt abzugeben: Steuererklärung für ſteuer ſind verpflichtet: (Landwirte, Forſtwirte, mertenbautreibende uſw.), deren Einkom⸗ Betrag vo n 8000 8 Stcſicht auf winn Ni ihrer Bücher 58 pflichtet: 8 derſchaf Grundlage zu ermitteln iſt. im Wirtſchaftsjahre 1926/1927 den RM. überſtiegen hat; die Höhe des Einkom⸗ ige, bei denen der Ge⸗ des Abſchluſſes Abgabe einer Steuererklärung für tſteuer ſind ver⸗ 1 2. ülnerpflichtige Erwerbsgeſellſchaften; übri und 0 lichen Rechts gen ſteuer pflichtigen Körperſchaf⸗ ermögensmaſſen des bürger⸗ ben roflichtige Betriebe und Verwaltun⸗ von Rechts waltun keit, * örperſchaften des öffentlichen öffentliche Betriebe und Ver⸗ gen mit eigener Rechtsperſönlich⸗ III. nes Fut Rückſicht auf die Höhe des Gewin⸗ g bei B F 90 dandwirtſchaft, au ſonſtig nd 1 b) dlneenbeirtſchaktung, m ewerbebetrieb, z. B. einer offe⸗ 9 8 eine Einkommens⸗ eteiligung meh⸗ r an den Einkünften aus orſtwirtſchaft, Garten⸗ er nicht gewerblicher Handelsgeſellſchaft oder Kommandit⸗ nen die geſellſchaft Fur befugten Pe t mſ a bkagrefliget tzſteuer der bende en, di Anzahl ander e nach 8 ungen n Um haben, 105 genden Kaumt ift fer geilei fol ſst — be Offene tägli eineg dan leig eichtv * melden ie ſich nĩ Maunheim S00 IV die ur Abgabe einer gen verpflichtet, n raßenbändler, Wandergewerbetref⸗ 57 Durchf. Beſt.UStG. zu teuer 12 7 2. der enbeſtes verpflichlet ſind; ihre zbtbuchführenden Landwirte, geltendenauszahlungen nach den jeweils ſoweit nicht in der nach⸗ Wollen Sie 10.— oder ſal⸗-R Geſchäftsführung oder Vertretung rſonen! Steuererklärung für ſind alle Umſatz⸗ mit Ausnahme en Umſatzſteuerpflichti⸗ zur Führung des die tzſteuerdurchſchnittſätzen 3 etwas Abweichendes Stellen ehr durch Verkauf 8 m erkäuflichen Artikels verdienen, umgehend bei der egiſter⸗Cie., wetzi i 0 Bagrg traße 16(Hinterh.) 16 Noch elclge Jüngorg Peenertelae al7l⸗ roviſion, Laden Q 5, 16. rechts. geſucht. RM 100.— Prämie, Feſtanſtellg. und eiſe ildes unte ds. Blatte ausbursche Jof. geſucht We 22 81 ungbuſch⸗ handelsfirma Zuckerwarenbrauche) ſucht zur Bearbeitung der annheim und Umge⸗ n rka fei Angabe der min und Einſendung Gehaltsan⸗ r N O 9g an die Ge⸗ *6988 Lehrling geſucht f. erſtes Archi⸗ tekturbüro hier. Es iſt Gelegenh. zur gründl. Ausbildung gegeben. Ang. u. M. M. T 1808 an Ala⸗Haaſenſtein& Vogler, Mannheim. Eal71 Anläng erin nicht über 18., die ſtenographieren u. Ma⸗ ſchinenſchreiben kann f. Anwaltsbüro per ſof. od. ſpät. geſ. Ang. unt. NG 86 a. d. Geſchäftsſt. 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Die Erklärungen für die Einkommen⸗ ſteuer, Körperſchaftſteuer und Umſatzſteuer ind a) von den Pflichtigen, die Einkünfte aus Landwirtſchaft, Forſtwirtſchaft, Garten⸗ bau und ſonſtiger nicht gewerblicher Bo⸗ denbewirtſchaftung bezogen haben, für das Wirtſchaftsjahr vom 1. Juli 1926 bis 30. Juni 1927; bei reiner Weidewirtſchaft und reiner Viehzucht ſtatt deſſen für das Wirtſchaftsjahr vom 1. Mai 1926 bis 30. April 1927, 5 von den Pflichtigen, die Handelsbücher nach den Vorſchriften des Handelsgeſetz⸗ buchs zu führen verpflichtet ſind oder, ohne dazu verpflichtet zu ſein, Handels⸗ bücher nach den Vorſchriften des Handels⸗ geſetzbuchs tatſächlich führen, für das Wirtſchaftsjahr, für das ſie regelmäßig Ab⸗ ſchlüſſe machen, ſofern es in der erſten Hälfte des Kalenderjahres 1927 geendet hat, abzugeben. 2. Steuerpflichtige mit mehreren Wirt⸗ ſchaftsfahren, von denen ein Wirtſchaftsjahr in der zweiten Hälfte des Kalenderfahres 1927 endet, ſind auch dann nicht zur Abgabe einer Einkommenſteuerereklärung verpflich⸗ tet, wenn ein Wirtſchaftsjahr in der erſten Hälfte des Kalenderjahres 1927 endet. Dieſe Steuerpflichtigen werden vielmehr erſt nach Ablauf des Kalenderjahres 1927 zu einer Einkommenſteuererklärung aufgefordert wer⸗ den. 3. Die Steuererklärungen ſind bei dem Finanzamt abzugeben, in deſſen Bezirk die zu J und IV bezeichneten Steuerpflichtigen ihren Wohnſitz oder dauernden Aufenthalt, die zu II und III bezeichneten Pflichtiaen den Ort der Leitung hbaben. Iſt im In⸗ lande weder ein Wohnſitz, noch ein dauern⸗ der Aufenthalt, noch ein Ort der Leitung vorhanden, ſo iſt die Steuererklärung bei dem Finanzamt abzugeben, in deſſen Bezirk das Unternehmen betrieben oder ſtändig ver⸗ treten wird oder die Tätigkeit vorwiegend ausgeübt wird oder Vermögensgegenſtände ſich befinden. ellen-Gesuche Vollkaufmann 27., bilanzſ. Buchhalter, ſelbſtändiger Kor⸗ reſpondent, perfekt im Mahn⸗ und Klage⸗ weſen, im Steuerweſen bewandert, Maſchi⸗ nenſchreiber, ſucht per ſofort Stellung. Prima Zeugn. Würde auch aushilfsweiſe arbeiten od. Poſten f. halbtagweiſe annehm. Gefl. Zuſchriften unter N B 81 an die Geſchäftsſtelle ds. Blattes erbeten.*6965 Schwerkriegsbeſchädigter, 46 Jahre alt, gut zu Fuß, mit ſehr gutem Leumund, ſucht leldmere Bescäftigung als Wächter, Ausläufer., Kaſſier oder dergl. Kaution kann geſtellt werden. B3820 Angebote unter L T 47 an die Geſchäfts⸗ ſtelle dieſes Blattes erbeten. . 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Die vom Stadtrat beantragte Neueintei⸗ lung der auf Gemarkung Mannheim gelege⸗ nen Grundſtücke Lgb.⸗Nr. 596, 596a, 596b, 596n, 5960, 596p, 5969, 597, 598a, 598p, 599, 6016, 602, 607%, 17 156, 17 157, 17 158 wird hiermit nach Maßgabe des darüber entwor⸗ fenen, vom Stadtrat genehmigten und mit entſprechendem diesſeitigen Vermerk ver⸗ ſehenen Planes vom 7. März 1927 auf Grund der§ 19 und 21 des Ortsſtraßenge⸗ ſetzes für vollzugsreif erklärt. Als Zeitpunkt für den Uebergang des Eigentums und der Rechte dritter Perſonen wird der 1. September 1927 beſtimmt. Karlsruhe, den 22. Auguſt 1927. Der Badiſche Miniſter des Innern. Im Auftrag gez. Feißt. 19 L. S e- Tbent Am 14. September 1927, vormitt. 10 Uhr, wird in Schwetzingen, Kellerei„Rotes Haus“, eine größere Partie Tlalspork Ind acertäsger zu günſtigen Bedingungen verſteigert. Die Fäſſer ſind teilweiſe neu u. gebraucht, haben runde und ovale Formen und faſſen 50 bis 2700 Liter Inhalt. 8404 Vorherige Beſichtigung geſtattet. 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Das Todesurteil Besinn 306 58 J85⁰ 8 wurde auf Grund eines Indizienbeweises ausgesprochen. * Darl nur der Indlizlenbeweis zu einem Todesurteil führen? 5 8 7 I e WMischen den Vorstellungen eine halbe Stunde pause Nschuldie 2Um Tode perurteilf Wir bitten daher die Anfangszeiten genau zu beachten Der elektrische Siuhb Ein Problemfilm nie gesehener Art. Vorverkauf ab Samstag täglich—. JuSs TIZNMORPD en de be e wene eine immer wiederkehrende Erscheinung. FECTCCCCCTCCTT1T11 Ehren. und Freikarten haben zu den en, Sondern die gesamte Menschheit interessiert an mu 141 1 FCCCTFCCC0T000 Abend-Vorstellungen keine Gültigkeit 45 angerest wird. So heikel dieses Thema auch sein mag, 3 abicher wurde es bewältigt, sowohl vom Regisseur als auch von A ſITN Aa e en üe 7— ů ˖ 5 Lobes Man hat U U Aata e ae nn. ieeeeene In ungewöhnlich packenden Bidern ein furchtbaccs DoRucogt der Gewalt. 4A4pPpOLLO“ Nacht-Morstellung Ein Großfilm für die Abschaffung der Todesstrafe, eeee Nur. ee Samstag, 27. August 11 Uhr abends Tötet nicht mehr Ein Mahnwort an alle Kultur völker.— Ferner läuft der Film: Der Soldai der Niarie mit Harry Liedike und Xenia Desni. nfang 5 Uhr, Sonntag 4 Uhr, letzte Vorstellung.30. Für dugendliche verboten. SCALA-THEATER knendhs bashl des gerſter ſedtenestts EIIf8t und Scherz in der Erotik mit dem Lustspielschlager 05 Die schöne Melusine wirkende: 3 Akte von Rudolf Lothar. 8314 Marla West. Wolf Ritscher, Marthe Arendt, Otto Kronenburger, Hans Ritter. Titelrolle: NARIA WEST. Preise.50 und.— Mark einschl. Steuer Vorverkauf: Theaterkasse, Heckel, Musik- haus, Ludwigshafen: Reisebüro. Ab 1 Unr ffferpencnagepepdpneaggggeag esenschafts 1nz. Srrrrrr 10. Seiks.—— Freitag, den 28. Auguſt 10* Woichkd AISOY ANNHEIN DAS HAUS D EHD DANHENHODEN METNLGI e 0 PAHHDEPLATZ bEACHTEN SS UNSEDE SchAuFFENSTENR. Kein Laden daher die billigen preise Nur II. 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