eeeeee eeeeee leee eeee. ĩ²˙ 2 74 3 1 58 be⸗ ar, er⸗ — uh. ꝶm. St, 287 Freitag, 7. Oletober Bezugspreiſ— preiſe: In Mannheim u. Amgebung frei ins Haus Sder durch die Poſt monatlich.⸗M..80 ohne Beſtellgeld 15 evtl. Aenderung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe Nach⸗ orderung vorbehalten. Poſtſcheckkonto 17590 Karlsruhe Baßte-Geſchäftsſtelle E6, 2. Haupt⸗Nebenſtelle R 1,4⸗6. aſſermannhaus).Geſchäfts⸗Nebenſtellen. Waldhofſtr.. chwetzingerſtr. 19/0 u. Meerfeldſtraße 13. Telegramm⸗ 2 keſſe Generalanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl mal. Fernſprecher: 24944, 24945, 24951, 24952 u. 24953 Beilagen: Sport und Spiel. Aus Seit und Leben Eine Rede Valdwins § London, 7. Oktbr.(Von unſerem Londoner Vertreter.) England hat ſeine große politiſche Woche. Die beiden wich⸗ tigſten Ereigniſſe vor dem Wiederzuſammentritt des Parla⸗ ments, der Kongreß der Konſervativen und der Arbeiterpartei, lagen diesmal in einer Woche. Wäh⸗ rend die Arbeiterpartei in Blackpool tagt, iſt der Verſamm⸗ lungsort der 2500 konſervativen Delegierten Cardiff. Der Parteitag der letzteren erreichte geſtern ſeinen Höhepunkt, als die Frage der Oberhausreform zur Sprache kam. Be⸗ kanntlich geht vom rechten Flügel der Konſervativen Unio⸗ niſten⸗Partei eine ſtarke Bewegung aus, dem Unterhaus ein ebenſo mächtiges Oberhaus entgegenzuſetzen, das alle Rechte zur Intervention gegen Beſchlüſſe des Unterhauſes haben ſoll, die ihm vor 13 Jahren durch das letzte liberale Vorkriegs⸗ kabinett genommen worden ſind. Innerhalb der Konſer⸗ vativen Partei gab es bisher eine außerordentlich ſtarke Oppoſition gegen dieſen Verſuch, eine Zweite Kammer zu chaffen. Aber nach der geſtrigen Abſtimmung zu urteilen, cheint dieſe Oppoſition ins Hintertreffen geraten zu ſein. Von den Anhängern der Oberhausreform war eine Reſolution eingebracht worden, die die Regierung zu der Vorbereitung einer ſolchen Reform beglückwünſcht und ſie bittet, dem eng⸗ liſchen Volke eine wirklich machtvolle Zweite Kammer zu ſchenken. Dieſe Reſolution wurde gegen 4 Stimmen der Oppoſition angenommen. Die Oppoſition, die von Lord Lon⸗ onderry geführt wurde, hatte eine Gegenreſolution ein⸗ gebracht, die mit gewaltiger Mehrheit verworfen wurde. Lord Londonderry erklärte, daß es ſich nicht mit den Grund⸗ prinzipien des Konſervativismus vertrage, ein Geſetz, wie die Parlamentsakte, plötzlich umzuſtoßen, aber durch Zurufe machte ihm der Dihard⸗Flügel der Partei klar, daß man den Umſturz in der vor 13 Jahren durchgeführten Reform ſähe. Es ſtellte ſich nun das ſeltſame Paradox ein, daß die Aberalen Teile der Partei ſich auf konſervative Prinzipien, die ſchärfer konſervativen Teile aber auf demokratiſche Grund⸗ ſätze in ihrer Stellungnahme beriefen. Die Anhänger der Oberhausreform glauben, daß nur ein machtvolles Oberhaus im Sinne der Parlamentsakte dem Willen des Volkes ent⸗ ſpreche. Das Oberhaus müſſe aus ſeinem Scheindaſein heraustreten und wieder Zuſammenhang mit den Volks⸗ maſſen finden. Der Leitartikler der„Daily Mail“ glaubt dies heute dahin interpretieren zu können, daß man eine in⸗ direkte Wahl zum Oberhaus, ähnlich wie bei den zur fran⸗ Der Kampf um die Futterkrippe EBerlin, 7. Okt.(Von unſerem Berliner Büroh Es ſcheint, daß nun endlich ein entſcheidender Anlauf zur Ver⸗ einfachung der großen Berliner Verwaltung genommen wer⸗ den wird. Wie notwendig ein ſolcher Schritt iſt, ergibt ſich aus der Tatſache, daß es zur Zeit nicht weniger als 20 Ber⸗ liner Bezirke gibt, mithin auch 20 Bürgermeiſter, die nur den Titel Bezirksvorſteher führen, 100 beſoldete Stadträte und über 1000 Bezirksverordnete, ie in 20 Miniaturparlamenten tagen, Diäten erhalten und allerhand Vorrechte, wie beiſpielsweiſe Freifahrten, genießen. 85 Entwurf, den der Oberbürgermeiſter zur Beſeitigung ieſer nachgerade unhaltbaren Zuſtände jetzt zur Debatte ge⸗ ſtellt hat, ſieht, wie bereits kurz gemeldet, eine Beſchränkung er Zahl der Bezirke auf—10 vor, wodurch die ganze Ver⸗ waltungsmaſchinerie ſehr vereinfacht würde. Ein beſoldeter und ein unbeſoldeter Stadtrat der Bezirke ſollen beſeitigt wer⸗ en. Ein zweiter Entwurf will unter Kaſſierung der Bezirks⸗ zarſammlungen die Verwaltung der Bezirke lediglich durch 0 bis 30 unbeſoldete Bezirksvorſtände vornehmen laſſen. ieſe hätten einen beſoldeten Vorſtand zu wählen, der dem agiſtrat als Mitglied angehören wird. 55 Schon jetzt läßt ſich feſtſtellen, daß die Pläne des Ober⸗ ürgermeiſters auf Widerſtand bei ſämtlichen Par⸗ eten ſtoßen, wie es immer der Fall iſt, wenn es um die utterkrippe geht. Man möchte trotzdem hoffen, daß es gelingt, dieſen mammuthaften Verwaltungsapparat Ber⸗ ins, der neben einem gewaltigen Leerlauf ungeheure Koſten verurſacht, auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Theaterumbau für 16 Millionen Mark Berlin, 7. Oktober.(Von unſerem Berliner Büro.) Der Berliner Opernhausneubau läßt ſich nachgerade 85 einem großen Finanzſkandal aus. Urſprünglich war der de kanſchlag auf 4 Millionen Mark angeſetzt worden, dann hat das preußiſche Finanzminiſterium zugeben müſſen, aß die Koſten bereits auf 8 Millionen angelaufen ſind, und neuerdings heißt es nun, es würde alles in allem nahezu das oppelte, nämlich 16 Millionen erreichen. Für dieſe körmme hätte man einen komfortablen Neubau errichten Fnnen. Die preußiſche Bauverwaltung aber hat mit einer kezaſtirnigkeit ſondergleichen an dem Plane des Umbaues ketgebalten, durch den der hiſtoriſche Opernhausplatz aufs aurigſte verſchandelt wird. Wie wir hören, beabſichtigt das ntrum durch eine große Anfrage die Angelegenheit im eußiſchen Landtag zur Sprache zu bringen. Mannheimer Srauenzeitung Zöſiſchen Kammer üblichen Wahlen denke, doch hat es allen Wittag⸗Ausgabe 0 0 1 Anzeigen⸗Vorſchriften für n gaben wird keite Verantwortung übernommen. Höhere Ge⸗ 82 walt, Streiks, Berriebsſtörungen uſw. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene od. beſchränkte Ausgaben Unterhaltungs-Beilage Die Kongreſſe der Konſervativen und der Arbeiterpartei Anſchein, als werde das plötzlich ſo lebhaft propagierte Aus⸗ hängeſchild der Demokratie von den Ultrakonſervativen nur als Mäntelchen für ihre durchaus undemokratiſchen Wünſche gebraucht. Das Ergebnis der Abſtimmung zeigt, wie ſtark der Dihard⸗Flügel der Konſervativen Partei geworden iſt. Im⸗ merhin darf man die Bedeutung dieſer Abſtimmung nicht allzu ſehr überſchätzen, da es ſich ja um keine Reſolution zum Ober⸗ hausproblem, ſondern vielmehr um eine Adreſſe an die Re⸗ gierung handelt. Am Spätabend erſchien Baldwin vor dem Parteitag und hielt vor einem Auditorium von etwa 4000 Zuhörern eine Rede, in der er die politiſchen Probleme des Tages auf⸗ fallend wenig berührte. Er betonte, daß er keinen Grund zum Peſſimismus bei der Betrachtung der politiſchen Lage ſehe und daß Englands Handelsausſichten durch⸗ aus hoffnungsvoll ſeien. In der Frage der Ober⸗ hausreform ſprach Baldwin dem Parteitag den Dank der Re⸗ gierung aus, die im Laufe der Parlamentsſeſſion weitere Schritte zur Reform einleiten werde. Am Ende ſeiner Rede machte Baldwin noch einen ziemlich ſcharfen Ausfall gegen den Zeitungsbeſitzer Lord Rothermer. Er warf der übrigens ſelbſt ſtark rechtskonſervativen„Daily Mail“ vor, daß ſie keine Parteidiſziplin halte und daß er, Baldwin, in ihr nur Oppoſition fände. Rothermer unterſtütze mehr Lloyd George als die Regierung. Dieſer Ausfall des Premierminiſters iſt außerordentlich erſtaunlich. Er bezieht ſich auf eine Polemik zwiſchen der „Daily Mail“ und der„Moringpoſt“, die ſchon mehrere Wo⸗ chen zurückliegt. Zalewski und Chamberlain in Paris VParis, 7. Oktober.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Der polniſche Außenminiſter Zalewski, den eine längere Krankheit verhindert hatte, an der letzten Völkerbunds⸗ verſammlung teilzunehmen, wird heute in Paris erwartet. Zalewski wünſcht mit Außenminiſter Briand, den er ſeit mehreren Monaten nicht mehr geſehen hat, wieder in Fühlung zu treten. Eine Zuſammenkunft zwiſchen den beiden Mi⸗ niſtern, in der ſie alle politiſchen Fragen, die die beiden Län⸗ der intereſſieren, beſprochen werden, iſt für morgen, Sams⸗ tag, vorgeſehen. Es iſt möglich, daß Zalewski auch eine Unter⸗ redung mit Chamberlain herbeiführen wird, der heute abend aus Marſeille in Paris eintrifft. Sitzung des Reichskabinelts [Berlin, 7. Okt.(Von unſerem Berliner Büro.) Geſtern mittag fand, wie angekündigt, eine Chefbeſprechung ſtatt, die ſich in der Hauptſache mit der Preispolitik und der Anleihe beſchäftigte und die im weſentlichen der Vorbereitung der heutigen Sitzung des Reichskabinettes dient. An dieſer wird der Reichsbankpräſident Dr. Schacht teilnehmen. Wann der Reichsaußenminiſter über Genf berichten wird, ſteht noch im⸗ mer nicht feſt. Wie der ſozialdemokratiſche Preſſedienſt behauptet, ſollen der geſtrigen Beratung im engeren Kreiſe der Reſſortminiſter beſtimmte Vorſchläge des Reichsbankpräſidenten für eine Aenderung der Richtlinien vorgelegen haben, die eine Aende⸗ rung derſelben für die Tätigkeit der Anleihe⸗ beratungsſtelle und deren Organiſation verlangt. Es ſoll ſich insbeſondere um die Neuregelung des Abſtimmungs⸗ verfahrens und um die Schaffung einer Beratungsſtelle han⸗ deln. Bis jetzt waren die Anträge auf Genehmigung einer Auslandsanleihe mit Stimmenmehrheit gutgeheißen. Nach dem eingebrachten Vorſchlage Dr. Schachts ſoll jetzt die Ge⸗ nehmigung Einſtimmigkeit erfordern. Das würde in der Praxis die Ablehnung einer beantrag⸗ ten Anleihe für den Fall bedeuten, daß ſich der Vertreter der Reichsbank in der Beratungsſtelle gegen dieſen Antrag aus⸗ ſpricht. Als Berufungsinſtanz gegen den Spruch der Be⸗ ratungsſtelle, der bisher endgültig war, wird das Reichs⸗ kabinett vorgeſchlagen. Ferner wird mitgeteilt, daß in der Frage der Preispolitik den Schlichtern neue Richt⸗ linien an Hand gegeben werden ſollen, um ein zu ſtarkes Anſchwellen der Lohnbewegung zu verhindern. Der Kampf um die Schule JBerlin, 7. Oktbr.(Von unſerem Berliner Büro.) Wie das„Berliner Tageblatt“ erfährt, wird das Reichs⸗ ſchulgeſetz vorausſichtlich in einer Doppelfaſſung dem Reichsrat zugehen. Nämlich in der Geſtalt des Keudell⸗ ſchen Entwurfes und zugleich in der Faſſung, die der Vor⸗ lage auf der Grundlage der preußiſchen Anträge vermutlich im Reichsrat gegeben wird. Man rechnet damit, daß bereits heute die erſte Leſung des Entwurfes in den Reichsrats⸗ ausſchüſſen zu Ende geführt werden kann. Die zweite Leſung würde dann am Montag beginnen und die Vorlage voraus⸗ ſichtlich ſchon für die Plenarberatung am Dienstag verhand⸗ lungsfertig gemacht werden. 0 nheimerõ Aus der Welt der Cechnik ꝓreis 10 Pfennig 1027— Nr. 4067 Anzeigenpreiſe nach Tarif, bei Vorauszahlung je einſp. Kolonelzeile für Allgem. Anzeigen 0,40.⸗M. eklamen 34R.⸗M. Kollektiv⸗Anzeigen werden höher berechnet. ür beſtimmte Tage, Stellen u. Aus⸗ oder für verſpätete Aufnahme von Anzeigen. Aufträge durch Fernſprecher ohne Gewähr. Gerichtsſtand iſt Mannheim. Wandern und Neiſen Geſetz und Nocht Genf und die deutſche Zukunft Von Staatsſekretär z. D. Frhr. v. Rheinbaben, M. d. R. Die Hindenburgfeier iſt verklungen. Sie gab der großen Mehrheit unſeres Volkes Gelegenheit, in Huldigung für die ehrwürdige Geſtalt unſeres Reichspräſidenten dem tiefgefühl⸗ ten Wunſche Ausdruck zu geben, an einer neuen deutſchen Zu⸗ kunft tatkräftig mitzuarbeiten und das Vaterland zu Größe und Freiheit zurückzuführen. Doch der Alltag iſt wieder da und mit ihm Sorgen und Pflichten für das Heute und Morgen. Nüchtern und klar ſtellt ſich hier an erſter Stelle die Frage, 9ob in dem abgelaufenen Monat September die diesjährige Völ⸗ kerbundsverſammlung Deutſchland die Möglichkeit geboten hat, im Rahmen des Ganzen die eigenen Ziele zu fördern, die„ in der Richtung der ſoeben millionenfach geäußerten Wünſche liegen? Wo haben wir in Genf wirkſam mitgearbeitet? Haben wir Deutſchlands Geltung vermehrt? Haben wir eine hellere Zukunft vorbereitet? Sind wir der deutſchen Fre 1h von der in dieſen Tagen ſoviel die Rede war, nähergekommen? Bei dem Verſuch einer kurz zuſammengefaßten Beantwor⸗ tung dieſer Schickſalsfragen wollen wir mit der Feſtſtellung beginnen, daß die 8. Völkerbundsverſammlung die zweite war, an der eine deutſche Delegation teilnahm. Wir, die wir zu ihr gehörten, fühlten vom erſten Tage an, daß diesmal das ſich im Vorjahr anläßlich unſeres erſtmaligen Erſcheinens ge⸗ zeigte äußerliche Intereſſe für Deutſchland ſehr viel we⸗ niger bemerkbar machte. An ſeine Stelle war nach Innen die Möglichkeit vermehrter ſachlicher Arbeit in Reih und Glied getreten, von der auf allen Gebieten kräftiger Gebrauch ge⸗ macht wurde. Nicht nur in großen zuſammenhängenden Re⸗ den in der Vollverſammlung, ſondern in der vielſeitigen lau⸗ fenden Arbeit der Kommiſſion iſt Deutſchland voll zu ſei⸗ nem Rechte gekommen. Es hat ſogar ganz den Anſchein, als ob deutſche Sachlichkeit und Gründlichkeit auf dieſem letzteren Gebiet ganz gewiß ſich in Zukunft maßgebenden Einfluß ſichern wird. Das Wichtigſte und auch für die Praxis Nütz⸗ lichſte wird hier das Gebiet weltwirtſchaftlicher Gemeinſam⸗ keiten ſein. In den Ratsverhandlungen hat vor anderem Deutſchlands Stimme es vermocht, in drei wichtigen Fragen(ungariſch⸗rumäniſcher Streitfall, Danzig, Kreuzer Salamis) vorbereitete politiſche Entſcheidungen umzuſtoßen und wenigſtens durch vorläufigen Zeitgewinn die Möglichkeit objektiver Rechtsentſcheidungen zu verbeſſern. Vor ſolchen Tatſachen ſollte nun endlich jene heimiſche Kritik, die in Bauſch und Bogen verdammt und in Verkennung eingetretener Wandlung immer noch von„hohler Völkerbundspolitik“ redet, ſchweigen und zugeben, daß ſich innerhalb dieſer nimmer ruhenden durchaus wichtige Dinge entſcheidenden Völker⸗ bundsmaſchinerie zum mindeſten die vor zwei Jahren durch den Reichskanzler Luther aufgeſtellte Theſe bewahrheitet hat: „Beſſer drinnen als draußen!“ Noch wichtiger jedoch als dieſes war der unter den nun einmal im Völkerbund üblichen For⸗ men erheblichen Redeaufwands geführte ernſte poli tiſche Kampf, der ſich äußerlich um die urſprünglichen pol⸗ niſchen Vorſchläge, dann um holländiſche und franzö⸗ ſiſche Reſolutionen drehte. Er iſt im tiefſten Grunde auf die ganz einfache Formel zurückzuführen: Soll der in Europa durch die Friedensverträge herbeigeführte Status quo durch immer neue Verträge und generelle Zuſatzregelungen von Ar⸗ tikeln des Völkerbundspaktes aufrechterhalten und verewigt werden oder ſoll jene andere Tendenz die Oberhand gewinnen, die auch ohne Anwendung von Gewalt die Möglichkeit künf⸗ tiger Reviſion unhaltbarer Verhältniſſe einſchließlich gewiſſer Grenzen offen läßt? Und eng verknüpft mit dieſer deutſche Zukunft im Oſten entſcheidenden Frage ſtand die andere nicht minder wichtige zur Diskuſſion, ob und in welcher Weiſe ſich der Deutſchland und ſeinen ehemaligen Verbündeten ver⸗ tragsmäßig zugeſicherte Anſpruch auf allaemeine Abrüſt ung und Rüſtungausgleich zwiſchen Siegern und Beſiegten verwirklichen laſſen wird. Die klare Erkenntnis der für die deutſche Politik ſich in dieſen entſcheidenden Zukunftsfragen bietenden Möglichkeiten iſt deshalb ſo ſchwer, weil die völkerrechtlichen Grund⸗ lagen dafür außerordentlich ſchwierig und vielſeitig ſind. Sie laſſen ſich in den innerhalb der Tagespolitik gebräuchlich ge⸗ wordenen Schlagworten und Formulierungen zwar andeuten, aber keineswegs erſchöpfen. Die öffentliche Meinung der be⸗ teiligten Völker wird deshalb in ihrer Kritik und Stellung⸗ nahme ſtets nur an der Oberfläche bleiben können und ihre Führer werden in noch größerem Ausmaß als bisher verlan⸗ gen müſſen, daß man ihrer überlegenen Sachkenntnis ver⸗ traut. So können wir für uns ſelbſt nur immer wieder die alte Forderung aufſtellen, daß neue vertragliche Bindungen über die bisher beſtehenden hinaus nur dann in Betracht kommen können, wenn ſie Lebens⸗ und Exiſtenz⸗ wünſche deutſcher Zukunft nicht verbauen. In dieſem Sinne haben wir als bisßer einzige Großmacht durch Unterzeichnung der ſogenannten Fakultativklauſel des Haager Protokolls das Syſtem des Schiedsgerichts erweitert und im Gegenſatz zu der bloßen Vielrednerei anderer Länder durch die Tat unſeren Friedenswillen erwieſen. In demſelben Sinne werden wir umgekehrt aber auch den Kampf durchfüh⸗ ren, der nun auf lange Jahre hinaus vor uns liegt: Abrüſtung der Andern auf Grund des Rechtstitels des Verſailler Ver⸗ trages, ſowie des durch die Locarnpverträge und den allgemei⸗ nen Stand der europäiſchen Politik bereits erreichten Grades von„Sicherheit“ für die beteiligten Völker. 7 Was bedeutet das in die Sprache der praktiſchen Politfk überſetzt? die diesjährige Völkerbundsverſammlung hat durch die einſtimmige Annahme der Abrüſtungs⸗ und Sicherheits⸗ reſolution ſich ſelbſt dazu gezwungen, entweder vorwärts zu gehen oder den Unterſchied zwiſchen allgemeinen Friedens⸗ 8 2. Seite. Nr. 463 Reue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) HBreitag, den 7. Oktober 1027 reden und dahinter verborgener Machtpolitik zur Kriſis 5 des Völkerbundes ſelbſt heranwachſen zu laſſen. Mir ſcheint, empfehlen wäre, die in Skepſis von vornherein abwartet, bei⸗ ſeite ſteht und auf eigene Vorſchläge verzichtet. Die allgemeine politiſche Zukunftsentwicklung der nächſten Periode wird durch die Neuwahlen des Jahres 1928 in Deutſchland, Frank⸗ reich und Amerika beſtimmt werden. Im folgenden Jahre 1929 finden Neuwahlen auch in England ſtatt und der im November 1928 neugewählte amerikaniſche Präſident wird, falls Coolidge nicht wieder kandidiert— erſt dann ſein neues Amt antreten. Auf der anderen Seite zeigt der Blick auf die füngſte Entwicklung in Polen, der baltiſchen Rand⸗ ſtaaten und Rußland, daß in Oſteuropa alles andere als end⸗ 70 und ſtabile Verhältniſſe eingetreten ſind. Soll die eutſche Politik alſo tatenlos einer Völkerbundsentwicklung Anſehen, die in Entwertung beſtehender Verträge unter dem Schlagwort der„Sicherheit“ neue allgemein gültige Re⸗ gelungen und Bindungen plant, während gleichzeitig ganz 8 unabhängig von Deutſchland und nicht zuletzt durch die Schuld der Sieger des Weltkrieges Gärung und Uebergangs⸗ ſymptome die Lage öſtlich der eigenen unmöglichen Grenzen kennzeichnen? Kann ſich die deutſche Politik damit begnügen, daß die engliſche Politik ſich in dieſem Jahre neuen allge⸗ meinen Sicherheitsregelungen nach dem Rezept Frankreichs und Polens ebenſo verſagt hat, wie im März 1925 durch Nicht⸗ ratiftzierung des Genfer Protokolls? Oder wird es nicht rreichtiger ſein, in dieſem kommenden Kampf der äußerlich um Fortentwicklung des Völkerrechts zwecks Vornahme der Ab⸗ 4 buns. im Kern aber— jedenfalls. für Frankreich und ſeine Verbündeten— nach wie vor um Sicherung des unrecht⸗ mäßigen Beſitzes der Sieger voy 1919 geht. die Offenſive zu ergreifen und ſeinerſeits Vorſchläge zum Ausbau jenes Ar⸗ tikels 19 des Völkerbundspaktes zu machen, der die Nach⸗ prüfung unanwendbar gewordenen internationaler Verträge ermöglicht? Wenn die internationale Lage uns bezüglich der Be⸗ freiung im Weſten zunächſt leider ein Abwarten und Aus⸗ keifenlaſſen deſſen gebietet, was 1914 bis 1926 mit Opfern geſät wurde, ſo fordert ſie von der deutſchen Politik im Blick gaf die Zukunft im Oſten aufmerkſamſtes Verfolgen der Pläne Frankreichs und ſeiner Gefolgſtaaten, den Völkerbund aaauch jetzt noch in zähem Feſthalten einſtiger Zielſetzung zum Inſtrument des Sieges auszunutzen. Im großen Zuſam⸗ menhang geſehen, ſtehen wir jetzt in den erſten Stadien einer dritten eriode der Nachkriegspolitik. In der erſten haben wir bis zum Ruhrkampf um unſere Exiſtenz als Staat und Viistſchaftskörper ringen müſſen. In der zweiten haben wir dureh die Annahme des Dawesplanes, durch Locarno und den Eintritt in den Völkerbund in einer Uebergangsperiode uns zunächſt einmal die Möglichkeit verſchafft, wieder han⸗ delnd und aktiy auf vorläufigen Grundlagen Politik zu trej⸗ ben und Wirtſchaft und finanzielle Baſis wiederaufzubauen. In der dritten Periode, die nun begonnen hat, kämpfen wir mit allen Mitteln des Friedens und des Völkerrechts um die Wiedererlangung deutſcher Freiheit und Selbſtändigkeit. Wir können uns das Zeugnis aus⸗ ſtellen, daß die letzten Verhandlungen des Völkerbundes uns au die in dieſem Kampf zu löſenden Probleme ſehr viel näher herangebracht und unſere Kenntnis, über ſie vermehrt haben. Mit Schlagworten und Gefühlsäußerungen werden wir nicht viel weiterkommen. Poſitive Einſtellung zum Völkerbunde, ausgehend von dem üherall fühlbaren natfſonalen Wiedererſtehungswillen, kluges Benutzen der Me⸗ thoden der Gegenſeite, gründlichſtes Vertrautmachen mit den üblich gewordenen divlomatiſchen Waffen der Völkerrechts⸗ terminologie ſind neben ruhiger Fortſetzung innerpoli⸗ tiſch er und wirtſchaftlicher Konſolidierung das Pützeng für die friſche Luft nicht nur der Wahlkämpfe des Doßbres 1928. ſondern für den bevorſtebenden ungleich bedeut⸗ ſameren neuen Abſchnitt deutſchen Freiheitsringens nach Anßen! Der gerfall der Kommuniſtenpartei Berlin, 7. Okt.(Von unſerem Berliner Büro.) Wie ſich der„Vorwärts“ berichten läßt, iſt die kommuniſtiſche Reichstagsfraktion von Fürth geſchloſſen zur — gzialdemokratie übergetreten. Zur Begründung dieſes außerordentlichen Schrittes wird angeführt, daß die ammuniſtiſche Partei mit ihren Unterminierungsmethoden als unfähig erwieſen habe, dem Ziel einer einigen Machtnollen Arbeiterpartei zu dienen. Die Veſthäftigung Ausgeſtenerter bei Notſtandsarbeiten Zur Frage der Beſchäftigung von Ausgeſteuerten bei öffentlichen Notſtandsarbeiten hat der Reichsarbeits⸗ miniſter auf Anfrage eines Landesarbeitsamtes einen Be⸗ ſcheid erteilt, demzufolge der Reichsarbeitsminiſter nicht ver⸗ kennt, daß es aus ſozialen Gründen erwünſcht wäre, wenn auch für den ausgeſteuerten Erwerbslofen zuſätzliche Arbeits⸗ durch öffentliche Arbeiten geſchaffen werden könnte. leichwohl kann ſich aber der Miniſter nicht damit einver⸗ tanden erklären, daß auch künftig noch Ausgeſteuerte gegen Erſtattung der Grundförderung aus Mitteln der Wohlfahrts⸗ pflege, aber unter Anrechnung bei der etwaigen verſtärkten nach den Beſtimmungen vom 30. April 1925 zu 5 otſtandsarbeiten zugelaſſen werden. Die produktive Er⸗ der ſoll vor allem den Abbau der Erwerbs⸗ loſen⸗ fürſor loſen und die Kriſenunterſtützungsempfänger bei weitem nicht auspeicht, ſo hält es der Miniſter für möglich auch die aus⸗ geſtenerten Erwerbsloſen zu den Arbeiten zuzulaſſen, für die das Bedürfnis zur Aufnahme in die Kriſenfürſorge nicht an⸗ erkannt werden kann. Der deutſche Ozeanflug Das deutſche Ozeanflugzeug D 1230 wurde am Donners⸗ tag von Santa Cruz, wo es aufs Meer niedergegangen war, durth einen Dampfer bis zur Mündung des Tajo geſchleppt. Das Flugzeug erhob ſich dann von neuem in die Luft und flog, dem Laufe des Fluſſes folgend, bis nach Liſſabon, wo es einige Kreiſe über der Stadt beſchrieb und ſchließlich um 15.40 Uhr auf dem Tajo in der Nähe des Kloſters Belem niederging. Die Bevölkerung begrüßte die Ankunft der deutſchen Flieger mit großem Enthuſiasmus. Der Start zum Weiterflug nach den Azoren wird voraus⸗ ſichtlich bereits heute(Freitag) nach Ergänzung der Benzin⸗ und Oelvorräte ſtattfinden. 0 Ermordung eines Generals in Südſlavien — Belgrad, 7. Okt. In Stip in Südſerbien wurde geſtern 4 Brigadegeneral Mihaflo Kovatchevitſch durch drei Revolverſchüſſe auf offener Straßeermor⸗ det. Nach Angaben eines Lehrers, der ſich in Begleitung des Generals befand, wurde das Attentat durch zwei dunkel ge⸗ kleidete Männer verübt, die ſogleich die Flucht ergriffen. Vor der Woßnung des Generals wurde eine Bombe bulgariſcher erkunft gefunden. Die Nachricht von dem Attentat hatte in 5 als ob diejenige Politik für Deutſchland am wenigſten zu Intereſſante Reden (Von unſerem Sonderberichterſtatter) Wie bereits im geſtrigen Abendblatt gemeldet, beging der Verein zur Wahrung der Rheinſchiffahrtsintereſſen am 6. Okt. in Duis burg die Feier ſeines 50jährigen Beſtehens unter reger Beteiligung in⸗ und ausländiſcher Gäſte. Der eigentlichen Feier ging um 9 Uhr vormittags eine Mitgliederverſammlung im„Börſenſaal“ in Duisburg voran, an der außer den Ver⸗ einsmitgliedern auch die Chefs der Waſſerſtraßenbehörden des Rheingebietes beteiligt waren. Der Vorſitzende des Vereins, Generaldirektor Wilker⸗Duisburg, eröffnete die Verſamm⸗ lung. Nach Erledigung der Regularien fanden die Erſatz⸗ und Neuwahlen zum Vorſtand und Ausſchuß des Vereins unter beſonderer Berückſichtigung der mittleren und kleineren Betriebe ſtatt. Der bisherige Vorſtand und der Ausſchuß wurden wiedergewählt. Neu hinzugewählt wurden in den Vorſtand: Generaldirektor Huber von der Gelſenkircher Bergwerksgeſellſchaft und in den Ausſchuß: Kommerzienrat Saegler⸗Konſtanz, Guſtav Panzel ſen.⸗St. Goar, Dir. Kirchhoff⸗Duisburg(Hugo Stinnes) und Dir. Hanſen in Fa. Hanſen u. Neuerburg. Alsdann gab das geſchäfts⸗ führende Vorſtandsmitglied des Vereins, Dr. Schmitz, in einem längeren Vortrag einen Ueberblick über die Tätigkeit des Vereins in den letzten drei Jahren. Der Redner ging zunächſt auf die Behandlung der Fragen des praktiſchen Schiffahrtsbetriebes durch den Verein ein. So habe der Ver⸗ ein der Inſtandhaltung des Fahrwaſſers auf den verſchiedenen Rheinſtrecken, den Maßnahmen zur glatten Abwicklung des Verkehrs auf der Duisburger und Binger Reede. der Ver⸗ beſſerung des Sicherheitsdienſtes auf dem Strom und in den Häfen, der Durchbildung des Hochwaſſerſchutzes und Nach⸗ richtendienſtes, den Schiffahrtsverhältniſſen auf dem Main und Rhein⸗Herne⸗Kanal und dem Ausbau der verſchiedenen Rheinhäfen ſeine volle Aufmerkſamkeit geſchenkt. Weiter er⸗ ſtreckte ſich die Tätigkeit des Vereins auf die Regelung der Bemannungsvorſchriften, die Neuregelung der Schif⸗ ferpatente, den Nachwuchs des Perſonals und auf das Gebiet von Schiff und Ladung, wobei die Ausrüſtung der richtendienſtes hervorzuheben iſt. Im weiteren Verlauf des Vortrages wurden die finanzpolitiſchen Fragen behandelt. Hierbei intereſſieren insbeſondere die Geſtaltung der Hafenabgaben, der Schiffahrtsabgaben, der Schlepplöhne und Gebühren. Zahlreiche Spezialfragen auf dem Gebiete der Steuern und Zölle, die näher dargelegt wur⸗ den, haben den Verein in der Berichtszeit beſchäftfat. Schließ⸗ lich wurde in dieſem Zuſammenhange auch die Ausführung des Erſatzes der Ruhrſchäden behandelt. Der Redner gelangte alsdann zu einer Schilderung des Kampfes zwiſchen der Reichsbahn und der Binnenſchiffahrt. Im Anſchluß daran wurde inbezug auf die Tarifpolitik der Eiſenbahn die Forde⸗ rung erhoben, daß die Eiſenbahn bei ihrer Politik die Belange des zweiten Großverkehrsmittels, und zwar desjenigen der Binnenſchiffahrt nicht vernachläſſigen dürfe. Dies ſei bei der unterſchiedlichen Behandlung der Seehaſfenausnahmetarife und der Binnenumſchlagstarife leider der Fall. Der Vor⸗ ſitzende ſtattete darnach den Erſchienenen ſeinen Dank für deren Mitwirkung ab und ſchloß die Verſammlung gegen 11 Uhr. Darauf begaben ſich die Teilnehmer zum Stadttheater über den zu Ehren der Binnenſchiffahrt von der Stadt feſtlich geſchmückten Königsplatz, wo bereits auch der Zuſtrom der vom In⸗ und Auslande geladenen Ehrengäſte zum Stadttheater zu bemerken war. durch den Verein ſtatt. fang der Gäſte der FJFeeſtakt im Stadttheater an, der mit der 3. Leonoren⸗Ouverture von Beethoven, vor⸗ getragen von dem ſtädtiſchen Orcheſter unter der Leitung des Generalmuſikdirektors Scheinpflug, eröffnet wurde. Im An⸗ ſchluß daran begrüßte der Vorſitzende des Vereins, General⸗ direktor Welker die Anweſenden, insbeſondere die Vertreter der Reichs⸗ und Landesbehörden, der Waſſerſtraßenverwal⸗ tung, der Städte und Hochſchulen und diejenige der befreun⸗ deten Verbände und Vereine und führte etwa folgendes aus: Ein freundliches und zufriedenes Lächeln wirrde über die kraftvollen und verwitterten Züge des Vater Rhein gleiten, wenn er ſeinen Blick über die in dieſem Hauſe vereinigte Feſtgeſellſchaft gleiten laſſen könnte; denn wohl noch niemals ſei ſeine Familie ſo vollzählig an einem Tage verſammelt ge⸗ weſen. Es dürfe daher die feſtliche Stimmung nicht ſtören, es möge dieſe vielmehr mit dem bleibenden Eindruck eines Strebens von hohem Ernſt und idealer Größe erfüllen, wenn er im Sinne ſeiner Berufsfreunde ſeinen Ausführungen auch einige Bemerkungen ſachlicher Art hinzufüge. Die hohe Be⸗ deutung des Rheinſtroms für Wirtſchaft und Kultur ſetner Völker ſei namentlich in den letzten 50 Jahren erkannt wor⸗ den. Aus dieſer Erkenntnis ſei durch tatkräftiges Handeln die praktiſche Wirtſchaft gezogen worden. Staat, Städte und Wirtſchaft hätten hier faſt wie nach einem Plan, jedoch aus ſelbſtändiger Einſicht und freiwilliger Einmütigkeit eine Groß⸗ tat vollbracht. Wenn auch die Strom⸗ und Hafenbauten, die Schaffung einer leiſtungsfähigen Rheinflotte mit entſprechen⸗ den Umſchlagseinrichtungen ſich aus einer Fülle von Einzel⸗ arbeiten zuſammenſetze, ſo ſei doch das Ergebnis der letzten 50 Jahre auf dieſem Gebiete als ein Faktum und als ein Ganzes aufzufaſſen, das als der Ausbau des Rheins zum Großverkehrsmittel unſerer Zeit zu kennzeichnen ſei. Hierauf, auf den Wert des Werkes und auf die Arbeit verdienſtvoller Männer die Aufmerkſamkeit der Oeffentlichkeit zu lenken, ſei der höhere Sinn der heutigen Feier. Hierauf hielt das geſchäftsführende Vorſtandsmitglied Dr. Schmitz eine Anſprache, in der er u. a. Folgendes aus⸗ führte: Die Arbeit eines halben Jahrhunderts ſei nieder⸗ gelegt in dem Werk„50 Jahre Rheinſchiffahrtspolitik“, das aus Anlaß des heutigen Tages erſchienen ſei. Unſcheinbar und einfach ſei jene Gründung des Vereins am 13. Januar 1877 geweſen. Bedeutung habe ihr erſt der Umſtand verliehen, daß die damals gemeinſam geſtellte Aufgabe, alle Voraus⸗ ſetzungen für einen Großverkehr des Rheinſtroms zu ſchaf⸗ fen, ſofort wirklich und ernſthaft erfüllt und ihrer Löſung durch erfahrene Männer beſtimmte Geſtalt verliehen wurde. Mit der fortſchreitenden Verkehrsentwicklung habe ſich die Aufgabe geweitet und erfaßte nicht mehr die Strom⸗ und Hafenverhältniſſe allein, ſondern auch das Eiſenbahnverkehrs⸗ weſen, die ſoziale Geſetzgebung, das Zollweſen, die Finanz⸗ politik. die Rechtsbildung, kurz all die mannigfaltigen Ge⸗ biete der Verwaltung, die in das Rheinverkehrsweſen hinein⸗ greifen. Der Verein ſei immer beſtrebt geblieben, den Rßein⸗ verkehrsbetrieben gemeinſam zu dienen und damit der Wirt⸗ ſchaft die Lebensbedingungen ſo günſtig wie möglich zu ge⸗ ſtalten. Der Zukunft ſchreiten wir unnerdͤroſſen und getroſt wie unſere Kapitäne bei Aufnahme der Fahrt mit ihrem alten Spruch entgegen:„In Gottes Namen“. Alsdann ergriff der Reichsverkehrsminiſter. Dr. Foch, das Wort. Miniſter Gout⸗Paris, Um 12 Uhr ſchloß ſich dem Emp⸗ tiv größte Beſtürzung hervorgerufen. Kovatchevitſch war -hervorragendſte nationale Vorkämpfer im Stiper Kreiſe. Präſident der Zentralkommiſſton für die Rheinſchiffahrt, be⸗ tonte, daß der Verein zur Wahrung det Rheinſchiffahrts⸗ * Dit deulſche Rheinſthiffahrt FJahrestag des Vereins zur Wahrung der Rheinſchiffahrtsintereſſen Fahrzeuge mit Rundſunkgerät zur Verbeſſerung des Nach⸗ Hier fand um 11.15 Uhr der Empfang B e intereſſen zu der Zentralkommiſſion für die Rheinſchiffabrſ ſtets in Beziehungen geſtanden hat und bemerkte dann u. a. Ich kann nicht behaupten, daß die Kommiſſion Ihren Verein von ſeiner Geburt an auf das Angelegentlichſte begrüßt hat. Das iſt nun einmal ſo. Die Zentralkommiſſion war eben ſchon eine alte Dame, und ſelbſt die vernünftigſten alten Leute bringen jugendlichem Eifer immer ein gewiſſes Miß⸗ trauen entgegen. Sie bildeten eine große Intereſſengemein⸗ ſchaft, Sie hatten neue Gedanken und Grundſätze und Sie ver⸗ langten die Erfüllung gewiſſer Wünſche. Es iſt ſelbſtverſtänd⸗ lich, daß eine Körperſchaft, die auf dem großen Strome eine Art Großmeiſterſchaft innehatte, überraſcht war, bei einem Neugeborenen ſo viel Kühnheit zu finden. Seitdem haben die Beziehungen zwiſchen den beiden Körperſchaften trotzdem weiterbeſtanden und ſind vertrauensvoll und herzlich gewor⸗ den. Sie können verſichert ſein daß die Kommiſſion in eihrer jetzigen Zuſammenſetzung die Mitarbeit, die Sie infolge Ihrer praktiſchen Erfahrung in Schiffahrtsſachen leiſten können. mehr und mehr begrüßen wird. In dieſem Sinne dürften mich wohl die Mitglieder der Kommiſſton gebeten haben, Ihnen ihre freundſchaftlichen Grüße zu übermitteln, Sie zu den glänzenden Ergebniſſen, die Sie durch Ihre Ausdauer und Einiakeit erzielt haben. zu beglückwünſchen und den Wunſch auszuſprechen. daß auch in Zukunft der Eifer, den Sie friedlicher Arbeit widmen, neuen und berechtigten Erfolg er⸗ zielen möge. Für die rheiniſchen Hochſchulen ſprach Prof. Dr. von der Leyen⸗Köln Er dankte zunächſt für die verſtändnisvolle Würdigung der Hochſchulen durch den Vorſitzenden und übermittelte deren Glückwünſche. Unter Hinweis auf die weitblickende und ſach⸗ kundige Tätigkeit des Vereins geht er auf das Intereſſe ein, das die Hochſchulen mehr und mehr an der Entwicklung des Rheinverkehrsweſens genommen hätten, und er wünſche, daß die Zuſammenarbeit der Praxis und der Wiſſenſchaft ſich in Zukunft noch inniger geſtalten möge. Die philoſophiſche Fakultät der Univerſität Köln habe ſich entſchloſſen, dem Vor⸗ ſitzenden des Vereins, Generaldirektor Welker, eine beſon⸗ dere Ehrung zu Teil werden zu laſſen. Es geſchehe dies durch die Verleihung der Würde und Rechte eines Doktor h. c. Der Redner überreichte dem Vorſitzenden die Urkunde unter großem Beifall und wies darauf hin, daß ſie gegeben ſet dafür, daß Herr Welker in ſchwerſter Zeit der Not ſich in den Dienſt zur Errettung der Rheinſchiffahrt geſtellt habe. 5 Als Vorſtand des Hafenverbandes des Rhein⸗ gebiets erſtattete Dr. Külb, Oberbürgermeiſter der Stadt Mainz die aufrichtigſten Glückwünſche. Der Hafenverband habe wohl das Recht, ſeinen Wünſchen beſonderen Ausdruck zu ver⸗ leihen. Die Entwicklung der Häfen ſei von der Entwicklung des Schiffahrtsbetriebes abhängig. Zum Schluß überreichte der Redner dem Verein ein in Silber getriebenes Schiff zum Dank für das, was der Verein in 50 Jahren geleiſtet habe. Die Glückwünſche des Zentralvereins für deutſche Binnenſchiffahrt überbrachte der Vorſitzende dieſes Vereins Generaldirektor Dr. h. c. Ott⸗Köln indem er u. a. ausführte: Der Zentralverein bringe durch ſeine heute hier erſchienenen Mitglieder und die anweſenden Vorſitzenden der ihm angeſchloſſenen Binnenſchiffahrtskörper⸗ ſchaften aller Waſſerſtraßen ſeine aufrichtigen Glückwünſche zum 50jährigen Beſtehen des Vereins dar. Beziehungen von ſeltener geſchichtlicher Eigenart verbänden den Zentralverein mit dem Rhein. Der Redner gedenkt alsdann mit Dank der regen Mitarbeit des Vereins an den Zielen des Zentral⸗ vereins und gibt dieſem Dank im Namen des Zentralvereins dadurch äußeren Ausdruck, daß er unter großem Beifall eine 100 nce, die einen Lotſen darſtellt, als Ehrengabe über⸗ reicht. Der Vizepräſident der Niederrheiniſchen Induſtrie⸗ und Handelskammer Duisburg⸗Ruhrort übermittelte die Glückwünſche der geſamten rheiniſchen Handelskam nern und überreichte eine von ſchmückten Vaſe, die der Staatlich⸗Preußiſchen Porzellan⸗ Manufaktur entſtammt. Im Anſchluß hieran überreichte der Oberbürgermeiſter, Dr. Jarres ⸗Duisburg namens der Stadt Duisburg dem Verein ein prachtvolles Oelgemälde. Damit wurde die Reihe der Begrüßungsanſprachen be⸗ ſchloſſen. Es ergriff hierauf der Miniſterialdirigent im Reichsverkehrsminiſterium, Geheimrat Koenigs⸗Berlin, das Wort zu einem Vortrag über„Verkehrsvolitik“, der mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. Der Vorſitzende ſtattete alsdann den herzlichen Dank des Vereins ſo zahlreich übermittelten Wünſche ab und dankte beſonders für die Ehrung, die ſeiner Perſon zuteil geworden ſei. Er trage die ihm verliehene Würde als Zeichen für die Arbeit, die alle Betriebe im Laufe der vergangenen 50 Jahre für die geleiſtet hätten. Alsdann ging er zu dem er Verleihung der Rheinflagge über. Es ſei im Verein beſchloſſen worden, die Rheinflagge folgenden verdienſtvollen Männern zu verleihen: dem Herrn Oberpräſidenten der Rheinprovinz, Dr. Fuchs, für die Verdienſte, die die Rheinſtrombauverwaltung in den 75 Jahren ihres Beſtehens ſich durch den Ausbau der Rhein⸗ waſſerſtraße erworbene hat. Dem Herrn Jongheer von Eyſinger, dem holländiſchen Delegierten in der Zentral⸗ kommiſſion, für die Leiſtungen der niederländiſchen Regierung inbezug auf den Ausbau des Niederheins und ſchließſlich dem Kapitän Heinrich Zeh bei der Köln⸗Düſſeldorfer Dampfſchiff⸗ fahrtsgeſellſchaft dafür, daß er unter Einſatz ſeines eigenen Lebens in 8 Fällen 9 Perſonen das Leben gerettet hat. Letzte Meldungen Auch Dr. Weber geſtorben — Frankfurt a.., 7. Okt. Geſtern nachmittag iſt auch der nach dem Einatmen von Phosgengas im Offenbacher Werk der J. G. Farbeninduſtrie erkrankte Chemiker Dr. Weber geſtorben. Neue Ueberſchwemmungen in Rumänien Tagen haben in vielen Teilen des Landes Ueberſchwemmun⸗ gen verurſacht. Bei FJaſſy iſt der Pruth über die Ufer getreten und hat die tiefer gelegenen Stadtteile unter Waſſer geſetzt. Beſonders verwüſtet wurde die Dobrudſcha. Zahlreiche Städte ſammengeſtürzten Häuſer wurden insgeſamt 15 Leichen ge⸗ borgen. Der Schaden überſteigt 100 Millionen Lei. Eine neue Taifunkataſtrophe —. Manila, 7. Okt. Ein ſchwerer Taifun hat die Inſel Mindoro an der Sudküſte von Luzon verwüſtet. Nähere Einzelheiten ſind zur Zeit noch nicht erhältlich, da die telegra⸗ phiſchen und telephoniſchen Verbindungen geſtört ſind. Gerücht⸗ weiſe verlautet jedoch, daß eine große Zahl von Men⸗ ſchenleben der Sturmkataſtrophe zum Opfer gefallen ſind. * Die Sammlungen für die Hindenburgſpeude haben be⸗ reits die Höhe von 3 Millionen überſchritten, den Kammern geſtiftete mit Blumen ge⸗ für die ihm — Bnukareſt, 7. Okt. Die heftigen Reoengüſſe in den letzten und Dörfer wurden überflutet. Aus den Trümmern der zu⸗ „ e „ re re 9 — maßge 4 3 6 Mi 19 8 on Dieſe Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) 8. Seite. Nr. 463 e Reichsnusſtellung für Kolonialwaren und Feinkoſt Wirtſchaftliche und organiſatoriſche Bedeutung de, Nichts hätte wohl beſſer und treffender die in Berlin noonnſtalkets„Rekofa“ bezeichnen können, als die Geleit⸗ beſtte des Reichswirtſchaftsminiſters Dr. Curtius, deſſen ülndere Verdienſte— in ſeiner parlamentariſchen Tätigkeit ſur die Sonderintereſſen des badiſchen Landes— uns allen 5 kinnerung ſind.„Stete Entfaltung und kraftvolle Be⸗ bdeung der mittelſtändiſchen Wirtſchaftskreiſe ſpiegeln ſich er Reichsausſtellung für Kolonialwaren und Feinkoſt. Im ampfe des Einzelhandels um ſeine Exiſtenz und ſeine aufdererſtarkung ſind der Edeka⸗Verband, Verband Deutſcher euänniſcher Genoſſenſchaften, und der Reichsverband Lebeiſcher Kaufleute des Kolonialwaren⸗, Feinkoſt⸗ und ſedensmittel⸗Einzelhandels durch Verbreiterung und Ver⸗ Ich ng des Genoſſenſchaftsgedankens wegweiſend geweſen. 55 wünſche der Reichsausſtellung einen vollen Erfolg, der zu Ha Weiterentfaltung der auf der Ausſtellung vertretenen andelsgruppen beitragen möge!“ . Was Dr. Curtius hiermit ausgeſprochen, das ſuchten die ebenden Spitzenverbände unter tatkräftiger Mitwirkung Berliner Meſſeamtes bezüglich ihres Strebens und ihrer die burch die Rekofa überzeugend zu veranſchaulichen. Von Sta; beteiligten deutſchen Organiſationen vermittelte das Kofobild des VBerbandes Berliner Kaufleutedes Abnuialwarenhandels mit dem charakteriſtiſchen zeichen—„Bär mit Zuckerhut“— ſehr intereſſante e in die Theorie des Kolonialwarenhandels, die fach⸗ erufsausbildung und die Heranziehung eines boden⸗ gen Nachwuchſes. Der Edeka⸗Verband ſelbſt repräſen⸗ e ſich durch die ſymboliſche Darſtellung ſeiner Wirtſchafts⸗ Hund Produktionsfähigkeit innerhalb der umfangreichen oſſenſchaftsbetriebe. Die außerordentlich rege Beteiligung des Auslandes 74 + (6b aber gerade dieſer Ausſtellung ein beſonders impoſantes tigt age. So war die Schweiz vor allem durch die mäch⸗ vertreicganiſation der Schweizeriſch en Käſeunion ein Hauptproduzent des weltberühmten„Emmen⸗ der„von dem jährlich 43 Millionen Kg. erzeugt und in den eudbie denſten Formaten nach allen Ländern exportiert Serden. Spezialitäten an Schachtelkäſe brachten die weizer Weltfirmen Roethlisberger u. Sohn, Langnau, mit Rinde ärenmarke, als„Alpenveilchen“⸗Emmenthaler ohne marke— Hoffer u. Co., Herzogenbuchſee, als Spezialhaus⸗ 8 e„Blume“ M. Luſtenbergers Söhne u. Gebr. Dürſt Krz Cbam, Auch die Genoſſenſchaftſchweizeriſcher echlen terkäſefabrikanten in Glarus hatte außer tſe n Emmenthaler Schachtelkäſe, den Glarner Alpenkräuter⸗ 5 und Delikateß⸗Kräuterkäſe„Glaris“ in ſauberen zentringen ausgeſtellt. Die T..⸗Sülze(Aſpik) iſt als kon⸗ kutrierte Trockenfleiſch⸗Sülze der Haco⸗Geſellſchaft Gebi Berlin(Gümlingen Schweiz) eine Neuheit auf dem 5 iete der Nahrungsmittel⸗Konſerven in konzentrierteſter Form, die durch ihre unbeſchränkte Haltbarkeit alle ſchon ge⸗ rauchsfertigen Gallerten des Handels übertrifft.— Gchte 1 weizer Schokoladen in den mannigfachſten Aufmachungen Verarbeitungen bot der Stand der Chocolat Tobler G. m. aund durch ſeine Generalvertretung Berlin⸗Charlottenburg in ziger Repräſentation der ſchweizeriſchen Spezialfirmen. ſendie Däniſchen landwirtſchaftlichen Genoſ⸗ an ſchaften bewieſen ihre Leiſtungsfähigkeit in hochwertig galitativen Molkerei⸗ und Schlächtereiprodukten und dem Kabig unehmenden Eierexport. Das Griechiſche Nent en⸗Syndikat und die Griechiſche Han⸗ zn skammer gaben den handekswirtſchaftlichen Bezie⸗ drieden Griechenlands zu Deutſchland Ausdruck und ſtellten aug Biſche Süß⸗ und Medizinalweine, Feigen, Roſinen uſw. zu Im Rahmen einer Berliner Ausſtellung beteiligte ſich 5 merſten Male die Handels⸗Delegation der Union her Sozialiſtiſchen Sowfet⸗Republiken in einem dewundernswert arrangierten Ausſtellungsraum, wo alle für Hit deutſchen Markt beſtimmten Exportprodukte: Getreide, Ooftkoffürbte. Oelſamen und Pflanzenöle, friſches Obſt und als konſerven, Konditoreiwaren, Kekſe, Pfefferkuchen und die daſt Spezialitäten bekannte„Chalwa“ und„Paſtila“(Frucht⸗ 9575 von Obſt und Beeren) uſw. neben Zigarren⸗ und Tr matiſch gelben Zigarettentabaken) aus dem Kaukaſus und ſterelskaukaſten zur Schau geſtellt wurden. Künſtleriſch, Bodelvp ausgearbeitete Ueberſichtspläne zeigten die Fülle der St learſchätze und deren Bedeutung für die Entwicklung der tun nkohlen⸗ Naphtha⸗ Glas⸗, Hütten⸗ und Metallbearbei⸗ tu Jsinduſtrie, der Zündholz⸗ und allgemeinen Holzbearbei⸗ Bams⸗ wie der chemiſchen Induſtrie. Salz, Edelmetalle, vor wolle, Wolle, Leder, Gummi, Garne, fertige Gewebe und Bedenlem Pelze haben für den ruſſiſchen Exvort derart an utung gewonnen, daß die fortſchrittliche Reorganiſation Anerkennung gefunden hat. Von den ſüdamerikaniſchen Staaten hatten Guatemala und Columbien die Ver⸗ tretung übernommen, die den deutſchen Verbrauchern die beſten Sorten an Kaffee bieten und auch einen erheblichen Bananenexport betätigen. Die columbianiſche Ausſuhr für Kaffee nach Deutſchland beträgt allein nahezu 1% Millionen Säcke im Jahr. Ferner werden Smaragde und Platin in Columbien gewonnen, wie Columbien auch das erſte Land Südamerikas in der Goldgewinnung iſt. Ueber den Kaffee⸗ anbau und die Kaffeegewinnung in Guatemala konnte man ſich vom Landſchaftsbild der Kaffeeplantagen bis zur verſandfer⸗ tigen Kaffeebohne aus bildlichen Darſtellungen informieren. In ihrer Geſamtdarſtellung war die„Rekofa“ nach den Branchen in neun Gruppen gegliedert, die ſich aum Kolonialwaren, Landesprodukte und Feinkoſt⸗ waren, auf die Süßwaren⸗, Getränke⸗ und Tabakinduſtrie, auf Hausbedarfsartikel und Ausſtellungsgegenſtände, ſowie eine techniſche Abteilung für Maſchinen und Apparate einſchlägiger Art und auf die fachliterariſche und Reklameabteilung bezogen. Die Halberſtädter Wurſt⸗ und Fleiſchkonſerven⸗ fabrik Heine u. Co,, die als größte und leiſtungsfähigſte Fabrik ihrer Branche zu gelten hat, brachte als beſondere Spezies Heines Sport⸗ und Jagdͤkonſerven in Doſen von 500 Gramm bis 1½ Kg. mit etwa 25 verſchiedenen Füllungen, darunter auch die beſonders nahrhaften und ſchmackhaften Kon⸗ ſervenmiſchungen von Hülſenfrüchten mit Wurſt, Rauchfleiſch oder Speck. Weitere Qualitätserzeugniſſe boten die Schinken⸗ und Konſervenfabrik Georg H. Koberſtein, Berlin und der beſonders reich beſchickte Ausſtellungsſtand der Wurſt⸗Aufſchnittwaren⸗ und Fleiſchkonſervenfabrik Joha nn Weishäupl, Hannover. Für Suppenkonſerven haben die Knorrwerke in hand⸗ lichſter Form und beſter Darſtellung eine große Auswahl von Nahrungsmitteln, wie die Knorrſuppen in Wurſtform und die Knorr⸗Teigwaren als Hahn⸗Makkaroni und Kätchen⸗Eier⸗ nudeln uſw. zur Ausſtellung gebracht. Die Maggi⸗Ge⸗ ſellſchaft verabreichte Koſtproben ihrer Maggiſuppen und der aus Maggis Fleiſchbrühwürfeln hergeſtellten Bouillon. Die Ludwigshafener Walzmühle, Ludwigshafen a. Rh. die in ihren Großmühlenwerken Weizenmehl, Roggen⸗ mehl, Hartweizengrieß und Graupen herſtellt, konnte ihre erſt⸗ klaſſigen Mühlenprodukte mit voller Berechtigung den Inter⸗ eſſenten der Retofa empfehlen.— Deutſchlandsgrößte Konſerven brik„Helvetia“.., Groß⸗Gerau legte in der tabelloſen Darbietung ihrer vorzüglichen Frucht⸗ konſerven: Helvetia⸗Fruchtmark von Aprikoſen, Erdͤbeeren, Himbeeren und Pfirſichen, Helvetia⸗Gewürz⸗ und ⸗Senfgurken, ein beredtes Zeugnis ihrer Leiſtungsfähigkeit ab. Zu weiteren Einführung der an ſich beliebten Milchkonſerven hielt ſich beſonders die Natura⸗Milch⸗Exportgeſell⸗ ſchaft Boſch& Co., m. b.., Waren in Mecklenburg durch ihre evaporierte Vollmilch mit„Löwenmarke“ empfohlen, eine der älteſten deutſchen Fabriken, die nur mit deutſchem Kapital arbeitet. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß eine unſerer bekann⸗ teſten und namentlich in Hausſrauenkreiſen immer wieder bevorzugten Nährmittelfabriken, die Dr. A. Oet⸗ ker⸗Werke in Bielefeld alles aufgeboten haben, um ihre mehr als 25jährige Einführung zu rechtfertigen und ihre vorzüglich bewährten Fabrikate, die vollen Anſpruch auf Reinheit und Bekömmlichkeit erheben können, in allen ein⸗ geführten Küchenpräparaten darzubieten. Zu dem urſprüng⸗ lichen Haupterzeugnis„Backin“ als Backpulver haben ſich im Laufe der Zeit eine ganze Reihe anderer Spezialitäten, wie Dr. Oetkers Gala⸗Puddingpulver, die erfriſchende Oetker'ſche Götterſpeiſe als Gelee mit vorzüglichem Fruchtaroma, Ein⸗ machhilfe, Vanillinzucker, Saucepulver, Dr. Oetkers Guſtin u. a. geſellt, die zur Bereicherung und Verbeſſerung des Küchenzettels in jedem Haushalt beitragen.— Die Bern⸗ hard⸗Zwieback⸗Fabrik, Friedrichsdorf i. Tau⸗ nus, beſchickte die Rekofa mit ihrem vielfach prämiierten Ori⸗ ginal⸗Friedrichsdorfer Zwieback. Als Lieferantin für Freiburger Brezeln war die Brezelfabrik Fried⸗ rich Meyer⸗Marthe, Freiburg i. Br. als Aus⸗ ſtellerin vertreten. Die„Fünf Frankfurter“ der Speyer& Grund G. m. b.., Frankfurt a.., die ſich als verſchiedene Spezial⸗Eſſigeſſenzen erwieſen, wurden den Verbrauchern für die Einmachzeit empfohlen. Die Wein⸗ eſſig⸗, Konſerven⸗ und Senffabriken Richard Hengſten⸗ berg in Eßlingen a. Neckar gaben ein reiches Sortiment ihrer beſten Eſſigkonſerven in Gebinden, Blechdoſen und Glaspackungen den Konſumenten zur Auswahl. Unter den an der Rekofa beteiligten Margarine⸗ Fabriken lenkte Van den Bergh das Augenmerk alle: Beſucher durch den weithin ſichtbaren„Blauband⸗Silberturm auf ſich. Ein zweiter, kleiner gehaltener Turmbau, in den Hausfarben blau⸗orange, war mit dem großen Ausſtellungs⸗ turm durch einen Zwiſchenbau mit vier Muſterſchaufenſtern verbunden, in denen der kontinuierliche Arbeitsgang von den Rohprodukten bis zur Kirne und dem fertig verpackten Er⸗ zeugnis dargeſtellt wurde, das als Feinkoſtmargarine unter der Bezeichnung„Blauband— friſch gekirnt“ in Wirtſchafts⸗ und Haushaltungsbetrieben längſt überzeugte Anhänger ge⸗ wonnen hat.„Ein Verſuch, der ſich lohnt“, wurde durch Back⸗ proben mit„Rama⸗Margarine— butterfein“, einem deutſchen Edelerzeugnis der Margarinewerke Goch im Rhein⸗ land, jedem Intereſſenten bewieſen, der auch dieſem intereſ⸗ ſanten, als Gebirgspanorama angelegten Ausſtellungsſtand einen Beſuch abſtattete.— Die Kaffee Hag, Bremen. kredenzte ihren kofſeinfreien Kaffee; die Kat 0 reiners Malzkaffeefabriken luden zum„richtiggekochten“ Kathreiner ein und auch der alteingeführte Kornfrank und Frankkaffee⸗Zuſatz be auptete ſeine Stellungen, die er ſich für die Hauswirtſchaft erworben hat. Die Orient⸗ Kaffee⸗Import⸗Geſellſchaft„Moka Efti“(Ber⸗ lin) verabreichte den duftenden Mokka nach orientaliſcher Art, um auch den echten Bohnenkaffee in gebührende Würdigung zu bringen.— Sehr zahlreich war die Beteiligung der bekannten Tee⸗Importhäuſer, worunter die P. M. Kousmichoff& Sons, die ſchon 1867 in Petersburg gegründet wurde, durch die Berliner Generalvertretung auf die richtige Zubereitung und die verſchiedenen Qualitätsmarken des ruſſiſchen Kusmi⸗ Tees binwieſen, Lyons Tee durch den Teeimport Juttke& Spiecker, Berlin, den Weltruf der feinſten indiſchen Tees in Qualität, Ausgiebigkeit und Sparſamkeit beſtätigte, während Rer⸗Tee und die Spezialitäten der Tee⸗ kanne⸗Ko, Dresden⸗A. u. a. weiter mit in Wett⸗ bewerb traten. In noch größerem Umfange hat die Getränke⸗Induſtrie an der Rekofa teilgenommen.„Asbach⸗Uralt“, und As bach⸗ Privatbrand der As bach&k Co, Weinbrennereien, Rüdesheim a. Rh., die im Laufe der Jahrzehnte ſich zu einem der bedeutendſten Weltunternehmen entwickelt haben, verkörperten auf der Rekofa ihren angeſtammten Grundſatz: qualitativ nur das Beſte zu liefern; ſie dürfen wohl be⸗ haupten, daß ihnen dadurch die Beherrſchung des deutſchen Marktes vollſtändig gelungen iſt. Der Meiſterbrand⸗ Pavillon der Weinbrennerei Scharlachberg.⸗G., Bingen a. Rh., ließ gleichfalls Einladungen ergehen, um für die Eindeckung zur Herbſt⸗ und Weihnachtsſaiſon einem weiten Kundenkreiſe auch die Güte der Scharlachbergbrände nahezulegen.— Die Ausſtellungserzeugniſſe der H. A. Win⸗ kelhauſenwerke.⸗G., Magdeburg, erſtreckten ſich auf die deutſchen Brände„Hausmarke“,„Original Dreiſtern“, „Alte Reſerve“,„Jubiläumsbrand“ uſw. Der Ettaler⸗ Vertrieb, München, brachte die Original⸗Ettaler brand und Ettaler⸗Bitter. trotzdem die alten Stämme Curacao, Gordial Medoc, Rum Negrita uſw. noch immer ihren Ruf behaupten. Durch die Weinbrennerei Jakobi,. Stuttgart, iſt der alte „Jakobi 1880“, der übrigens auch in handlichen Reiſe⸗ packungen verabreicht wird, ſicher zu ſeinem Recht gekommen. — Als höchſt leiſtungsfäßig darf die Cointreu G. m. b.., Angers Berlin⸗Charlottenburg, bezeichnet wer⸗ litäten herſtellt, worunter Original⸗Cointreau Triple⸗ſee und der aus altem, mit Orangenſchalen parfümierte Mafeſtie Cointreau, Kümmel⸗Criſtalliſe und Orangeade den verwöhn⸗ teſten Kenner über:eugen kann. Auch die aus der Berliner ([Frankreich) erzeugt.— Als unverkälſchte, ſtarke Alkoßolware an Rum und Arrak ete. bieten Pott⸗Rum und Pott⸗ Arrak(Flenspurg) die beſte Gewähr für ein probates Anti⸗ Grippemittel. Dagegen ſind die Trinktabletten Frigo(Ro⸗ hbert Friedel, Stuttgart) mit reinem Fruchtaroma für den Sportsmann und Touriſten und den Ließhaßer alkoholfreier Getränke ein billiges und bequem zu bereitendes ,— An Tabakſpezialitäten zeigten e C. F. Qualitätsmarken konſumiert werden. Aher auch eine der älteſten Tabakfabriken. P. J. Landfried⸗Heidelberg, —5 Wirtſchaftsleben der.d. S..R. längſt wieder allgemeine Stiller Herbſttag Leiſe löſt vom Baum ſich Blatt um Blatt; Sinkt zur Erde müd und lebensſatt. Erde, die ihm Saft und Leben gab, Gibt ihm zum Vermodern auch ein Grab. Immer ernſter, immer ſtiller wird der Wald: Nicht ein einz'ges frohes Liedchen mehr erſchallt. Nur zuweilen noch ein Vogel klagend ruft. Kühl umweht dich feuchter Hauch und Moderduft, Alle frohen Klänge nahm der Sommer mit. Mit dir geht die Einſamkeit auf Schritt und Tritt. Und in Buſch und Baum, in Feld und Hain Flüſtert's leiſe: ſchlafe ein, ſchlaft ein! A. Weber. Der großmütige Löwe Eine orientaliſche Geſchichte von Manfred Ludwig gun dem mächtigen Sultan Saladin erging es wie einſt dem waner David. Als er auf dem Dache jeines Palaſtes luſt⸗ ſc6 elte, erblickte er im benachbarten Garten eine wunder⸗ Ezne Frau und entbrannte alsbald in heftiger Liebe zu ihr. Ruſtacr Fatime, die Gemahlin ſeines Großveziers Kara Mußtefa. Und Aehnliches wie einſt der Feldhauptmann Urtas eine e der Großvezier nun erdulden: Saladin ſchickte ihn mit D. Erlaß in eine entfernte Provinz ſeines Reiches, nen arauf begab ſich der Monarch unverzüglich zu der ſchö⸗ Fatime. Aber die Frau erwies ſich als klug und mutig. ehrfurchtsvoller Verneigung empfing ſie den Gewal⸗ „Verſchmäht der Löwe nicht eine Speiſe, an der ſich der unreine Hund geſättigt?“ Den Sultan entwaffnete Worije ünheit. Er ſtand betroffen; dann entfernte er ſich J0ds und in überſtürzter Eile. mitzune hatte aber der Großvezier den Erlaß ſeines Herrn urück baten vergeſſen. Schleunigſt kehrte er in ſein Haus rau Doch wie erſtaunte er, als er im Vorgemache ſeiner kerdegef goldenen Pantoffel ſtehen ſah, die der Sultan dort verdelaſſen hatte. Er glaubte alles zu durchſchauen, aber Ariet ſeinen Argwohn nicht im geringſten. und ls Kara Muſtaza jedoch ſeine Dienſtreiſe beendet hatte Muſtafa. bor ſch wieder bei ſeiner Frau einfand, da ſchwindelte er ihr er Sultan habe ihm zur Belohnung für den ſo glücklich erledigten Auftrag einen neuen Palaſt geſchenkt, den er nun mit den Möbeln ſeines alten Hauſes ausſtatten wolle. Fatime möge ſich daher— um der Unordnung zu entgehen— zu ihren Eltern begeben. Die junge Frau gehorchte, ohne zunächſt den leiſeſten Ver⸗ dacht zu ſchöpfen. Als aber die Tage verſtrichen, ohne daß der Gemahl ſich blicken ließ, ſchickte ſie ihren Vater zu Kara Doch dieſer antwortete dem Alten ausweichend; er ſtellte ihm anheim, beim Sultan über ihn Klage zu führen. Fatimes Vater war recht vorſichtig, als er vor Saladin trat. Er ſprach zu ihm:„Beherrſcher aller Gläubigen! Dei⸗ nem Großvezier habe ich einſt einen wunderſchönen Garten vermietet. Aber Kara Muſtafa hat ihn ſeiner prächtigſten Blumen beraubt und will ihn nun, den Vertrag brechend, wieder an mich zurückgeben.“— Darauf erwiderte der Groß⸗ vezier, der dieſer Unterredung beiwohnte:„Wohl würde ich mich gern auch weiterhin dieſes köſtlichen Gartens erfreuen. Aber ich habe die Fußſpuren eines Löwen darin entdeckt. Ich kann an ſolch gefährlichem Aufenthalt keinen Gefallen finden.“ Der Sultan verſtand.„Kehre in den Garten zurück, Kara Muſtafa!“ ſprach er zu ſeinem Großvezier.„Der Löwe hat darin keine einzige Blume geknickt; er ſoll ihn auch nicht wieder betreten.“ Freudig eilte der Großvezier in die Arme ſeiner getreuen Fatime und liebte ſie von Stund an mehr als zuvor. Theater und Muſik 2 Freiburger Kammerſpiele. Seit 1926 hat Freiburg eine Kantmte ſiel e Im Kornhausſaal auf 1958 Münſterplatz hat ſie ihre erſte Herberge gefunden. In dieſem Jahr hat es nun auch eine Kammerſpielgemeinde bekommen, was der eif⸗ rigen Tätigkeit der Gefellſchaft unter Leitung von A. Manz zu danken iſt. Man begann dieſes Mal mit Webekind und hatte ſich zwar keinen echten aber doch einen theaterfeſten Wedekind, ſein ruſſiſcher Schwank„FJritz Schwiegerling“ aus 0 5 bei dem es ſich um das Brauen eines Liebestrankes handelt, deſſen Manager(Fritz Schwigerling) ſchließlich mit der Angebetenen des Liebesdurſti⸗ en durchgeht. Joſef Stauder verſuchte ſich in Tairoffs egteſtil, ein Verſuch, der ſo überwältigend neu er für Freiburg auch war, allgemeine Zuſtimmung fand und die Fähigkeiten des neuen Regtiſſeurs wieder deutlich machte. Das expreſſiont⸗ ſtiſche Bühnenbild Kolterten Hoontes ſchrie den Zuſchauern in betrunkenen Buchſtaben„Wir ſind in Rußland“ entgegen. Eine Meiſterleiſtung war der ſenile Koſakenfürſt Teo Mar⸗ tins eines leider bisber nicht ſehr beachteten Künſtlers, er * kam den Abſichten des Regiſſeurs auch am nächſten. Im übri⸗ gen würde Wedekind ſicherlich dem Regiſſeur verziehen haben, daß er ſeinen Schwank ins Groteske überſetzt hat, wenn er dieſe Aufführung, von der ganz Freiburg ſpricht, geſehen hätte, die vom Regiſſeur mit allen Zirkusuſancen in Frack und Zy⸗ linder geleitet wurde. Ein ſammengeſtellte Weiſen von„Guter Mond, du gehſt“ bis zum modernſten Schlager vor, zwiſchen und während des Zirkus⸗ treibens auf der Bühne, über das das Auditorium nur eine Meinung hatte und alle Mitwirkenden einſchließlich der dies⸗ ſchüt mitſpielenden Souffleuſe mit Beifall über⸗ üttete. 05 e Ein neues Stück von Georg von ber Gabelentz. Am Dienstag rlebte der dreiaktige Schwank„Der Schweden⸗ könig“ von Georg von der Gabelentz ſeine Uraufführung in der freundlichen Elbeſtadbt Rieſa, das ſich die ſächſiſche Landesbühne unter der Leitung ihres ebenſo fleißigen wie energiſchen Direktors Maximus Rensé auf einige Zeit zur Stätte ihrer Wirkſamkeit erkoren hat. Georg von der tätigt und namentlich in ſeinen Romanen ſtarke Erfolge er⸗ zielt. In dieſem Schwank, der eigentlich mehr Luftſpiel iſt, betritt er ein von ihm noch nicht gepflegtes Gebiet, und man muß ſagen, daß er auch hier in Ehren beſtanden hat. Er iſt ein viel zu guter Bühnenkenner, um nicht zu wiſſen, wie die Handlung wirkſam geſteigert werden muß, um zu feſſeln. Sie ſpielt in einer kleinen Reſidenzſtadt Thüringens am Tage des Geſchäftsjubiläums eines Nudelfabrikanten mit dem Spitz⸗ namen Schwedenkönig, der gern Kommerzienrat werden und einen Orden haben möchte und deshalb Summen zu wohltä gen Zwecken opfert. Er hat auch die Freude, die Landes⸗ fürſtin bei ſich zu ſehen, wo ſie auch einen ruſſiſchen Grafen lich verfolgter Nihiliſtenführer iſt und die Hofgeſellſchaft und die Stadtoberhäupter, als die Sache herauskommt. in nicht ge⸗ ringe Verlegenheit verſetzt. Dazu kommen eine heimliche Liebesgeſchichte des Fabrikanten und der Ruſſin und die Detektivarbeit eines Redakteurs, der ſtändig auf der Su nach Skandalgeſchichten iſt. Das Ganze geht natürlich g aus und dem Jubilar winken ſchließlich auch Titel und Orden, Manche Szenen würden noch mehr wirken, namentlich im führung unter der umſichtigen Spielleitung Renéss, dem auch 905 nette Bühnenbild zu danken iſt, ſtend auf künſtleriſche e. Kloſtermarken als 42—44 Proz.⸗Liköre gelb und grün, Wein⸗ Ein Sondererzeugnis den Bardinet⸗A.⸗G., Berlin, bildet neuerdings auch die alkoholfreie Orangeade als angenehmes Erfriſchungsgetränk, den, die an Edellikören unübertroffene, erſtklaſſige Quga⸗ Niederlaſſuna bervorgehenden Cointreau⸗Liköre werden unter Garantie nach denſelben Rezeyten des Stammhanſes Angers Vogelſana⸗Tabakfabriken. Bremen, ihre Sonderfabrikate an Rauchtabaken, die ſeit 70 Jahren als Jazzorcheſter ſpielte raffiniert zu⸗ Gabelentz hat ſich auf allen Gebieten der Schriftſtellerei be⸗ 2 mit ſeiner Nichte kennen lernt, der in Wahrheit ein ſteckörief⸗ 3. Akt wenn ſie knapper zuſammengefaßt würden. Die Auf⸗ Dem Werke wurde ein voller Erfolg zu teil. GBleorg Irrgang maſchine bis zur Haarwäſche) eingehend erläutert. 4. Seite. Nr. 463 Neue Mannheimer Zeitung([Mittag⸗Ausgabe7 le e e eeeeee Frettag, den, Ortober 18s die 1810 gegründet wurde und heute für Rauchtabak⸗, Kau⸗ tabak⸗ und Zigarrenfabrikation über 2000 Arbeiter und An⸗ geſtellte beſchäftigt, hatte ſich bei der„Rekofa“— dem an⸗ geſtammten Ruhme in Raucherkreiſen entſprechend— in wür⸗ diger Weiſe repräſentiert. Abgeſehen davon, daß ſich nach dem Charakter der Aus⸗ ellung die Induſtrien der Nahrungs⸗ und Genußmittel⸗ ranche vorwiegend beteiligen mußten, ſo wurde doch auch hier der Eindruck gewonnen, wie ſich die Technik immer wieder für alle Zwecke und für alle Sparten des Wirt⸗ ſchaftslebens hilfsbereit zur Verfügung ſtellt. Der Monopol⸗ Kaffeeröſter der Dr. Achenbach u. Richter G. m. b. H. Brandenburg(Havel), ſtellt einen vollſtändig neuen voll⸗ kommenen Röſtapparat mit elektriſchem Antrieb und Gas⸗ oder Spiritusbeheizung dar, der ein ideales Röſtprodukt lie⸗ fert und das Entſtehen von Dämpfen beim Brennen durch Exhauſtorabzug durchaus beſeitigt.— Elektro⸗Kaffeemühlen brachten die Elka⸗Werke.., Hamburg, als„Sie⸗ gerin“⸗ und„Elka“⸗Qualitätsmaſchinen, während die„Alltrix“⸗ Hochleiſtungs⸗Elektromotor⸗Kaffeemühle mit ſelbſttätiger Aus⸗ ſchaltung eine Spezialkonſtruktion des„Alltrix⸗Maſchi⸗ nenbau Karl'cke, Hamburg, iſt, die auch den Anfor⸗ derungen der Großbetriebe entſpricht.— Aufſchnitt⸗ Schneidemaſchinen„Weſtfal ia“ mit wagerecht lau⸗ feudem, tellerartige Kreismeſſer bewieſen in ihren neueſten Konſtruktionsformen ſich ebenſo als bewährte Standardfabri⸗ kate der Alexanderwerk A. von der Nahmer A. G. [Remſcheid⸗Berlin) wie eine Reihe anderer Hilfsmaſchinen mit Protosmotor.— Zum Etikettieren der verſchiedenſten Verpackungsformen hatte die Maſchinenfabrik L. An⸗ kex, Hamburg, ſpeziell für die Konſerveninduſtrie ihre Etikettiermaſchinen ausgeſtellt und zur konſumfertigen Ver⸗ arbeitung von Flüſſigkeiten eine kombinierte Füll⸗ und Kork⸗ maſchine, die nach dem bekannten Heberſyſtem gebaut iſt; die Flaſchen ſind in Kreisform um einen kupfernen, innen ver⸗ ziunten Behälter angeordͤnet und die verſtellbaren Flaſchen⸗ halter ermöglichen Füllungen für alle Flaſchengrößen. Für die hygieniſche Aufbewahrung und Darbietung der in Fein⸗ koſt⸗ und Kolonialwarengeſchäften verabreichten Lebens⸗ und Genußmittel haben die Spezialwerkſtätten Otto E. Meiß⸗ nmer, Berlin, durch moderne Ladentiſche mit Marmorbeklei⸗ dung, Kriſtallglasaufſätze und⸗Deckplatten, durch Schaufenſter⸗ Einrichtungen, Glasvitrinen und⸗Schutzwände jedem Intereſ⸗ ſenten wertvolle Anregungen geben können. Vollautomatiſche Schnellwagen von 10 und 15 Kg. Tragkraft als„Tacho“⸗Tafel⸗ und Neigungswage bis zur Brücken⸗Schnellwage(ohne Ent⸗ laſtungsvorrichtung, für eine Tragfähigkeit von 250 Kg. bis 10 Tonnen) brachte die Schnellwagenfabrik G. m. b.., Großenbaum(Kreis Düſſeldorf), einem weiteren Kunden⸗ kreiſe in Erinnerung.— Und wie ſich ſchließlich der Ver⸗ band Deutſcher Eiſenwarenhändler— mit Rück⸗ ſicht auf den gemiſchten Betrieb der Kolonialwarenbranche in provinzialen Verhältniſſen— an der„Rekofa“ gleichfalls beteiligte und alle erdenklichen Gebrauchsgegenſtände für den Haushalt zur Ausſtellung brachte, ſo wurde auch den übrigen ſtändigen Bedarfsartikeln für die Hygiene und Reinlichkeit im Reiche der Hausfrau Rechnung getragen.— Die Dreiring⸗ werke Krefeld, die ihr altehrwürdiges Beſtehen auf das Jahr 1771 zurückführen können, haben außer einem reichhalti⸗ gen Sortiment an vorzüglichen deutſchen Toiletteſeifen⸗Fabri⸗ katen vor allem ihre Sprühſeife als anerkannte Marken⸗ U ware in humorvoller, draſtiſcher Weiſe empfohlen und die ſparſame, bequeme und vielſeitige Anwendung(von 565 ür das organiſche Waſchmittel„Burnus“, das eine verbilligte, ſcho⸗ nende Schnellwäſche geſtattet, wurde durch die Auguſt Ja⸗ kobi A.., Darmſtadt, geworben. Dr. Thomſens Seifenpulver mit der Schwanmarke wurde in Verbin⸗ dung mit dem modernen, unſchädlichen Bleichmtitel„Seiftx“ den Verbrauchern ebenſo nahegelegt, wie das„Ozonil“ der Dr. Thomſon⸗Fabriken in Düſſeldorf als moder⸗ nes, ſelbſttätiges Waſchmittel.— Selbſt die Lederkonſervie⸗ rungsmittel haben eine entſprechende Beachtung gefunden, wie die beliebteUrbin⸗Terpentinölware alsSchuhputz in den neuen Patentdoſen mit Deckelheber, Urbin⸗Tubencreme und Lack⸗ glanz, ⸗Fett, Blendol, Lederappreturen, Kaltpoliertinten und Oele neben Montanin Bohnerwachs ete. ete. der Urbin⸗ werke Urban u. Lemm) Berlin⸗Charlotten⸗ burg zeigen konnten. Die an der„Rekofa“ beteiligten Verbände haben mit dieſer einzigartigen Reichsausſtellung nicht nur zugleich ihre Einheitstagungen begehen können, ſondern auch den weiteſten Verbraucherkreiſen die Bedeutung des deutſchen Lebensmittel⸗ handels in muſtergültiger Weiſe vor Angen geführt und einen glänzenden Beweis für die wirtſchaftliche Kraft der zuſam⸗ mengeſchloſſenen Organiſationen gegeben. Ing. K irs ch. Stäoͤtiſche Nachrichten Nichtöffentliche Sitzung des Vürgerausſchuſſes In nichtöffentlicher Sitzung des Bürgerausſchuſſes vom 4. Oktober wurde die Veräußerungeiner Reihe von Grundſtücken behandelt und den hierüber gefaßten Be⸗ ſchlüſſen des Stadtrats zugeſtimmt. Hiernach werden für Woh⸗ nungsbauzwecke verkauft: In der Oſtſtadt 3 Plätze, in Neu⸗ oſtheim 1 Platz, im Lindenhof 1 Platz, in der Neckarſtadt 2 Plätze, in Käfertal 9 Plätze, in Neckarau Erweiterungs⸗ gelände für einen Bauplatz und im Vorderen Riemen in Rheinau 12 Plätze. 1 * Perſonenſtandsaufnahme. Am 10. Oktober findet die diesjährige Perſonenſtandsaufnahme für Steuerzwecke ſtatt. * Inbetriebnahme des Altersheims der Stadt Mannheim. Wie wir erfahren, erfolgt die allgemeine Inbetriebnahme des ſtädtiſchen Altersheims am Meeräckerplatz im Stadtteil Lin⸗ denhof beſtimmt am 1. November. Ein großer Teil der Woh⸗ nungen iſt bereits vermietet. In den letzten Tagen ſind der große Saal und das Leſezimmer fertiggeſtellt worden; die noch verbleibenden Arbeiten werden ſo beſchleunigt, daß ſte gleichfalls bis zum Bezugstermin beendet ſind. Das mit der Wirtſchaftsführung betraute Schweſternperſonal zieht am 15. Oktober ein. * Die Bautätigkeit in Mannheim. Im September wurden in Mannheim zum Teil durch Neubauten, zum Teil durch Umbauten 128 Wohnungen neu geſchaffen; darunter ſind 108 Wohnungen mit—3 Zimmern und 20 Wohnungen mit 4 und mehr Zimmern. Die Zahl der neuen Wohngebäude belief ſich auf 44(davon 12 Kleinhäuſer mit—2 Wohngeſchoſſen und höchſtens 4 Wohnungen), die der Umbauten auf 4. * Brand im Laboratorium. Durch Selbſtentzündung geriet geſtern abend in einem Laborgtorium in der Friedrich⸗ ſtraße in Neckarau eine Phosphorbüchſe in Brand. Das Feuer war beim Eintreffen des um.42 Uhr alarmierten Löſchzuges der Feverwache II ſchon gelöſcht. Der Raum war aber ſo verqualmt, daß er nur mit Gasmasken betreten werden konnte. Durch Oeffnen der Fenſter und Türen wurde für Rauchabzug geſorgt. Der Schaden beträgt etwa 10 Mk. * Unaufgeklärte Diebſtähle. In letzter Zeit wurden u. a. entwendet: Eine braunlederne Aktentaſche mit einem weißen Herren⸗Makkohemd, einem Raſierapparat ſowie einer braunen Brieftaſche mit verſchiedenen Papieren, auf den Namen Guſtav Mohr lautend, aus einem Auto am Gontardplatz.— Ein noch neuer, ſchwarzer, einreihiger Herrenmantel mit ſchwarzem Futter in einem Hotel am Kaiſerring.— Ein beige⸗ farbiger Herren⸗Uebergangsmantel, mit der Firmabezeich⸗ nung„Karſt Frankfurt“ eingenäht, ein Paar Nappa⸗Leder⸗ handſchuhe, ſowie ein dunkelgrauer, ſteifer Herrenfilzhut mit ſchwarzem Band und grauem Futter in P3. Die weiblichen Schutzleute in Mannheim Unten am Hauptbahnhofe ſtehen ſie. D. h. ſie patroufllie⸗ ren gemeſſenen Schrittes auf und ab. Ein dunkles Jakettkleid, hohe Schaftſtiefel und ein einfacher ſchwarzer Hut, das iſt die niform, die die weiblichen Vertreter der heiligen Hermandad ganz ausgezeichnet kleidet. Die größte rechts und die kleinſte links, ſo marſchieren ſie daher, hocherhobenen Hauptes, ſtolz in ihrer neuen Würde. Soweit wäre alles in Ordnung, aber nun kommt als erſchwerender Umſtand dazu, daß man dieſe Töchter Evas nicht nur ſehen, ſondern daß man ſie ſogar auch anſehen kann. an kommt ja förmlich in Verſuchung, irgend eine Fenſterſcheibe einzuwerfen oder einem geliebten Zeitgenoſſen eine auf den Zylinderhut zu hauen, daß er blau und roſarot nicht mehr unterſcheiden kann, nur um von den Damen nach der Adreſſe gefragt und— man wagt die Seligkeit nicht auszudenken— evtl. noch nach der Wache geführt zu werden. Das Erſcheinen weiblicher Polizei in Mannheim iſt unbe⸗ dingt zu begrüßen, denn es gibt eine ganze Reihe von Fragen des öffentlichen Lebens, die von einer Frau heſtimmt takt⸗ voller gelöſt werden kann, als es einem Manne je möglich ſein wird. Die Polizei von heute unterſcheidet ſich von der der Vorkriegszeit vorteilhaft dadurch, daß ſie nicht mehr wie 1 her den Paſſanten mit Drohmitteln zur Ordnung weiſt, ſon⸗ dern, daß ſie zu einem willkommenen Berater geworden iſt. Gerade hier öffnet ſich für die Frau ein weites und großes Betätigungsfeld, beſonders wenn es 115 um diskreter Natur handelt. In ſozialen Fragen überhaupt, ſo⸗ weit ſie im Regelungsbereich der Poltzei liegen, wird der neue weibliche Wachtmeiſter gax bald ein gern geſehener und beliebter Ratgeber ſein. Man denke nur an die verſchiedenen Großſtädte, in denen Polizeibeamtinnen ſchon ſeit langer Zeit mit großem Erfolge tätig ſind. D2 Walderlebnis Vom Heſſiſchen Forſtamt Lampertheim e halten wir unter Bezugnahme auf die in Nr. 447 veröffen nehn Schilderung eine Erwiderung, der wir folgendes entl nehmen: „Eine umzäunung mit Draht, wie ſie der Artikel⸗ ſchreiber für vorſchriftsmäßig hält, iſt nun einmal nicht vor geſchrieben und im allgemeinen auch nicht ausführbar; ſt würde auch nicht lange im Walde vorhalten, ohne durch went⸗ ger anſtändige Neeer als willkommenes„Geſchenk“ an⸗ deren Zwecken zugeführt zu werden. Die in der Förſterel Heide in Hege 198 Abteilungen ſind durchweg an den vier Ecken mit Warnungstafeln verſehen, die genü⸗ gendaugenfällig ſind. Wer quer durch die Waldbeſtände gehen will, ſollte ſich vorher davon überzeugen, ob es verlaubt iſt. Forſtleute ſehen nun einmal die Leute nicht gerne im Walde, die quer durch die Beſtände gehen. Wenn es lauten anſtändige Leute wären, würden wir nichts dagegen einzuwen⸗ den haben. Gerade unter dem Vorwand des Pilze⸗ ſuchens werden die meiſten Schandtaten im Walde verübt. U. a. ſchleicht wohl jeder Wilddieb als Pilzeſucher durch den Wald. Jeder, der etwas ausbaldowern will, ſucht angeblich Pilje, wenn er betroffen wird. Wenn daher ein Förſter gerade in der Nähe einer Großſtadt die Zügel feſt in der Hand behält, ſo ſollte man ihn darum nicht ſchelten, ſondern loben. Wir ſind noch nicht ſo weit, daß wir ohne Verbote aus⸗ kommen können und ohne behördliche Autorität können wir auch heute noch nicht leben, ſodaß es unbegreiflich erſcheint, wenn wegen einer ſo geringfügigen Strafe von zwei Mark der Verſuch gemacht wird, behördliche Maßnahmen in Miß⸗ kredit zu bringen. Die Beſtraften haben ja faſt ebenſoviel Geld an Porto für ihre vielen Schreibereien und für den Ge⸗ ſuchſtempel ausgeben müſſen, als die Strafe betrug. Was den Vorfall ſelbſt anbetrifft, ſo ſind gerade die beiden Herren, wie uns der Förſter damals gleich mitteilte, vorher verwarnt worden. Als er ſie eine halbe Stunde ſpäter abermals in derſelben Abteilung und in ganz geringer Entfernung von der Stelle, an der er ſie beim erſten Betreten vorfand, betraf, ſind ſie mit Recht zur Anzeige gebracht worden. Der Förſter iſt nicht in nächſter Nähe des fraglichen Geheges, ſondern in ſeiner Wohnung an einem Herzſchlag geſtorben. Das frühe Hinſcheiden dieſes aufrichtigen und gerechten Mannes be⸗ dauern wir noch heute ſehr.“ Zu dieſen Ausführungen iſt zu bemerken. daß wir ſehr wohl begreifen, daß ein energiſcher Forſtſchutz in der Nähe der Großſtadt notwendig iſt. Andererſeits iſt es aber auch nicht zu viel verlangt, daß man ſich die Pilzſucher etwas genauer an⸗ ſieht. Die beiden Mannheimer haben jedenfalls nicht wie Wild⸗ diebe ausgeſehen. Daß gegen die Beſtrafung Einſpruch erhoben wurde. iſt durchaus begreiflich. Man läßt ſich nicht beſtrafen, wenn man glaubt, nichts ſtrafbares begangen zu haben. Im übrigen hatte das„Walderlebnis“ vor allem auch den Zweck, die Mannheimer Pilzſucher darauf aufmerkſam zu machen, wie gefährlich es iſt, den Lampertheimer Staatswald zu be⸗ treten. Dieſer Zweck iſt erreicht. * * Falſcher Feueralarm. Auf einem Dache in der Garten⸗ feldſtraße waren geſtern nachmittag Spengler mit einem Löt⸗ ofen beſchäftigt. Ein Paſſant, der glaubte, das Dach ſei in Brand geraten, alarmierte um.05 Uhr die Berufsfeuerwehr * Hugiene im Schlafwagen. Seit kurzem geht die Mitropg dazu über, die beiden Schlafdecken in den D ſeſt einzuziehen; auf der vierten offenen Seite nach der Wagen⸗ wand hin kann der Ueberzug geknöpft werden. Bisher war um die Decke nur loſe ein Umſchlag gelegt, ſo daß bei Bewe⸗z gung der Körper leicht mit der Wolldecke in Bexührung ka Es iſt ſehr erfreulich, daß jetzt auch in den Schlafwagen di hygieniſch ſaubere Methode, die Decke feſt in die Wäſche ein⸗ zuziehen, in Anwendung kommt. Vorläufig iſt die Neuerung Jahres, noch nicht reſtlos durchgeführt, doch werden bi szum ende ſämtliche deutſche Schlafwagen dieſe Art der Nerene tung aufweiſen. RDMW. Bonbons schützen jederzeit Vox Kafarrh, Husten, Heiserkeit. CTorphn Bonbons: Aetlrylslycolssure· Mentholester) Originalpackung RIA.— u..50 in Apoſheken und Drogerien. Iſt Jliegen überhaupt, ſind Luſtreiſen gefährlich? Von Hauptmann a. D. Schreiber, Berlin Die Häufung der tödlichen Unfälle im deutſchen Flug⸗ eſen der letzten Zeit, beſonders der Abſturz des Dornier⸗ Hochdeckers bei Schleiz, bei dem die bewährte Beſatzung und Bier Fluggäſte ihr jähes Ende fanden, rückt dieſe bedeutſame Frage wieder einmal in den Mittelpunkt des allgemeinen Intereſſes. Es iſt eine ſtets zu beobachtende Tatſache, daß die Oeffentlichkeit, ſelbſt bei einemweniger ſchweren Flugzeug⸗ unglück, dieſen Unfall in einer Form behandelt, die der Wel⸗ terentwicklung unſerer Fliegerei ſehr hinderlich iſt. Hieran mag eine zu geringe Sachkenntnis, zuweilen aber auch eine gewiſſe Senſationsluſt ſchuld ſein. Man wird alſo immer nach dem wahren Grunde forſchen müſſen und dabei oft feſtſtellen können, daß ſich der vermeintliche Abſturz als ein für die In⸗ ſaſſen harmlos verlaufener Bruch herausſtellt: ein Vorgang, der etwa der„Pane“ bei einem Automobil gleichkommt. Der Nimbus des„Gefährlichen“, welcher leider der Fliegerei auch heute noch anhaftet, rührt wohl von den Verluſten der Flie⸗ gertruppe im Kriege her. Kein Menſch bedenkt dabeti aber, daß die Urſache dieſer Verluſte nicht das Fliegen an ſich, ſon⸗ dern hauptſächlich die Waffe des Feindes war. Der Abſchuß eines Feldfliegers war beim Publikum nicht gleichbedentend mit einem„Abſturz“. Heute ergeben ſich für den Einflieger bei Verſuchs⸗ und Werkſtattflügen beſondere Gefahren⸗ momente, oder für den Sportflieger, wenn er infolge mangelnder Geſchicklichkeit oder Ueberanſpruchung ſeiner Maſchine während der Ausführung von Kunſtflügen die Herrſchaft über das Flugzeug verliert und ſo leicht zu Schaden kommen kann. Ganz anders dagegen im regelmäßigen Luftverkehr! Bei der Beförderung von Perſonen, Poſt und Gütern durch Duftfahrzeuge in planmäßigen Flügen ſpielt nur die ſchnelle und hindernisloſe Ueberwindung einer beſtimmten Flugſtrecke eine Rolle. Jedes ſcharfe Kurven⸗, Sturz⸗, oder aar Rücken⸗ fliegen wird ſelbſtverſtändlich aus Gründen der Annehmlich⸗ keit und Sicherheit der Fluggäſte vermieden. Unſer friedlicher Luftverkehr hat gerade in den Jahren 1926 und 27 einen unge⸗ ahnten Auſſchwung genommen, der nicht allein aus der Ver⸗ dichtung des Streckennetzes erſichtlich iſt. Eine richtige Vor⸗ ſtellung der ungewöhnlichen Entwicklung gewinnt man viel⸗ mehr erſt aus den Leiſtungen der Flugzeugführer, ausgedrückt in den von ihnen zurückgelegten Flugkilometern. Un⸗ ſere Verkehrspiloten ſind meiſt Leute, die ohne nennenswerte Unfälte ihre rund 300 000 Kilometer geflogen ſind und trotz oder gerade wegen dieſer gewaltigen Strecke, die dem ſieben⸗ maligen Umfliegen des Aequators entſpricht, an Gefahr nicht denken und jedem neuen Tag froh entgegenſehen. Es ſind übrigens keine„Luftchauffeure“, ſondern angehende„Luft⸗ kapitäne“, die in allen Fragen der Aeronautik wohl unter⸗ richtet ſind. Die Entwicklung der Luftfahrt zu einem Trä⸗ ger des Weltverkehrs ſtellt an den Verkehrspiloten naturgemäß ganz außerordentlich hohe Anſprüche. Um dieſen vielſeitigen Aufgaben gerecht zu werden, wurde bereits an⸗ fangs der Flugkampagne 1925 in Staaken die„Deutſche Ver⸗ kehrsfliegerſchule“ gegründet, woſelbſt die Ausbildung des Anfängers zum Verkehrsflieger unter ſachgemäßer Leitung erfolgt. Neben praktiſchem und theoretiſchem Unterricht, Vor⸗ ſorge für ſportliche Ertüchtigung, iſt man bemüht, den jungen Leuten ethiſchen Halt zu geben, der nun einmal unerläßlich iſt bei der großen Verantwortung, die ſpäter auf ihren Schultern laſtet. Zum Führer des heutigen„Luftexpreß“ gehört eben ein allſeitig durchgebildeter Menſch, der überdies befähigt iſt, in der Heimat und vornehmlich im Auslande dem deutſchen Namen Ehre zu machen. Daß das Reiſepublikum ſich fetzt auch in Deutſchland in erhöhtem Maß an die Benutzung des Flugzeuges gewöhnt hat, iſt wohl der ſchlagendſte Beweis für die angeſtrebte und auch erreichte Sicherheit und Annehmlichkeit unſeres regelmäßigen Streckendienſtes in der Luft. Es dürfte ſich erübrigen, an dieſer Stelle auf die vielfache Betriebsunſicherheit der Stra⸗ ßenbahnen oder ſogar der Omnibuſſe hinzuweiſen. Auch mit unſerer Reichsbahn, die von jeher als beſonders betriebsſicher in der Welt galt, hält die junge, aufwärtsſtrebende Verkehrs⸗ luftfahrt einem Vergleich ſtand. Wie hoch von Kennern die Flugſicherheit eingeſchätzt wird, ſagt ſchon die Maßnahme der Verſicherungsgeſellſchaften, die nämlich ihre Prämien erheblich herabſetzten und dennoch dabei verdienen. Die große Menge des leicht zu beeinfluſſenden Publikums ſollte wiſſen, daß ſich Verkehrsunfälle trotz aller Fortſchritte nirgends vermeiden laſſen. Menſchenwerk iſt eben Stückwerk, das mitunter nicht kontrollterbare Mängel aufweiſen kann. Und letzten Endes beſtehen auch heute noch die Worte:„Wo gehobelt wird, da fallen Spähne!“ zu Recht. Auf demWeg zur Vervollkommnung werden Opfer an Menſchenleben nicht ganz zu umgehen ſein. Sie werden nicht umſonſt gebracht, wenn ſie zum Ziel führen. Noch ſtehen wir unter dem Eindruck der furchtbaren Flug⸗ zeugkataſtrovhe, der neben unſerem Botſchafter in Waſhington Frhrn. v. Maltzan fünf andere deutſche Männer zum Opfer fielen. Auch ſie wird die Nachwelt als Pioniere der Luftfahrt zu ehren haben. Die Unterſuchung durch die amtlichen Sach⸗ verſtändigen ergab die Tatſache, daß menſchliches Ver⸗ ſchulden nicht vorlag. Die Deutſche Lufthanſa braucht ſich des⸗ halb keine Sorge zu machen, wenn ſie im Augenblick unbe⸗ rechtigterweiſe als betriebsunſicher VBerdächtigt wird. Die ſtaunenswerte Regelmäßigkeit und die bei 97 v. H. her⸗ umliegende Sicherheit, ſind die beſte Propaganda für ihr Unternehmen. Selbſt dieſes vielbeſprochene, folgenſchwers Ereignis vermag nicht ihre vortrefflichen Endergebniſſe auch nur etwas herabzudrücken. Die anerkannten Leiſtungen und Fortſchritte auf allen Gebieten unſerer heutigen Fliegerei werden ihr doch im Lauf der Zeit den Verdacht der Gefahr mehr und mehr nehmen und die Benutzung des Flugzeuges ſo volkstümlich geſtalten, wie es gerade dieſes jüngſte Beförderungsmittel des 20. Jahrhunderts zum Wohle der All⸗ gemeinheit verdient, zumal es längſt in der Reihe der anderen Verkehrsmittel ſeine Vollwertigkeit bewieſen hat! Was bedeutet die Rebensart: Eine Gardinen⸗ paedigt halten?“ Die deutſche Sprache enthält viele Bilder und bildliche Redensarten, mehr als man gemeinhin annimmt; denn man hat ſich ſo an ſie gewöhnt, daß man ſie kaum noch als ſolche empfindet. Wenn man aber einmal darauf achtet, dann merkt man, wie oft ſie eigentlich vorkommen. Dabei ſtellt es ſich auch oft heraus, daß man bei Bildern, die man ſchon ſehr oft gehört und auch ſelbſt angewendet hat, ſich im Grunde nichts zu denken vermag und nicht ahnt, was ſie eigentlich bedeuten. Einmal haben ſie ſich im Anſchluß an beſtimmte Sitten und Vorgänge herausgebildet und ſind erſt allmählich in erweiter⸗ tem, übertragenen Sinne angewandt worden. Die Redensart blieb dann erhalten, als der äußere Anlaß, an den ſie an⸗ knüpfte, längſt verſchwunden war, daher kann man den Zuſam⸗ menhang nicht mehr erkennen. So iſt es auch mit der Redens⸗ art:„Eine Gardinenpredigt halten“. Man wendet ſie oft an, wenn man zum Ausdruck bringen will, daß man jemanden eine ſtrafende, ermahnende Rede gehalten hat, jemandem etwas vorgepredigt hat. Warum aber Gardinenpredigt? Man könnte annehmen, daß einſtmals ſolche Reden hinter einer Gardine hervor gehalten worden ſind. Und ſo war es auch, und zwar verbarg ſich der Prediger(oder vielmehr Predi⸗ gerin) hinter den Gardinen, die in früheren Zeiten die Betten unſerer Großeltern zu ſchmücken pflegten. Gehalten wurde dieſe Gardinenpredigt von der Ehefrau und der ſie anzuhören ſeiner ehelichen Lebensgefährtin allzu ſpät nach Hauſe zurück⸗ kehrte. Da rächte ſie ſich denn dafür, daß ſie ſtundenlang ſchlaf⸗ los gelegen und mit Unruhe auf ihn gewartet hatte, und er⸗ goß hinter ihrer Bettgardine hervor einen kräftigen Wort⸗ ſchwall über den Heimkehrenden. Man muß wohl annehmen, daß ſolche Szenen ſich nicht allzu ſelten abzuſpielen pflegten, wenn ſie zum Aulaß wurden, daß der Ausdruck, der ſich auf ſie bezog, zu einer allgemeinen Gültigkeit erhoben wurde. h. hatte, das war der Ehemann, falls er einmal nach der Anſicht An ASrrNen u d N* rSn öe rdr de 2 Frettag, den 7. Oktober 1927 Neue Maunheimer Zeitunz(Mittag⸗Ausgabe) 5. Seite. Nr. 49 Die Dluttat im Käfertalerwald Der Neue Tagungen Tite5 18 im Käfertalerwald iſt zu daß 5 7 0 ſber 1 75 11 5 Ae 8 1175 18 deſſen Spur, wie mitgeteilt, in Saarbrücken auf⸗ Herbſt ſpendet. In der Pfalz neunt man ihn Bitzler un Evangeliſch⸗Kirchlich⸗Sozialer Kong gefunden wurde. noch nicht ergriffen werden konnte. Es han⸗ ederweißer, in Baden Reißer, Riſſer und Süßer. Bezeich⸗ 185 delt ſich um einen 26 Jahre alten Arbeiter namens Kettner, 98 50 Nametz, von denen der„Reißer“ wohl der prägnanteſte In der Rheinhalle in Düſſeldorf begann am 4. Okto⸗ 5 dem in Saarbrücken ein Bruder anſäſſig iſt. Als die aarbrücker Polizei ſich Mittwoch abend dem Hauſe in dem brort Jägersfreude, in dem ſich Kettner aufhielt, näherte, gean ex aus demerſten Stock und floh in den nahe⸗ fe⸗ egenen Wal d. Obwohl der Wald durch ein größeres Po⸗ deiaufgebot abgeſucht wurde, gelang es nicht, die Spur des üchtlings zu entdecken. Kettner, der zeitweilig von einem teraßenphotographen als Hilfskraft beſchäftigt wurde, ſtand bis zu dem Tage vor der Tat hier in Arbeit. aldt e Kriminal⸗Inſpektion in Saarbrücken 10 eine amtliche Meldung heraus, nach der der am 10. April ſi in Mannheim geborene Zäcter Fritz Kettuer ler nennt bas mit Vornamen auch Fred), der in dem dringenden Ver⸗ niid elkeht die Anna Becker getötet zu haben, ein Verhaltnis M dem Mädchen unterhielt, dem gegenüber er ſich als Fred führe ausgegeben hatte. Die Becker, die von dieſen Irre⸗ n und dem nicht einwandfreien Lebenswaudel Kett⸗ 28 Kenntnis erhalten hatte, löſte das Verhältnis. Ket Geſchenke und frühere Briefſchaften auszutauſchen, hatte ſattner das Mädchen am Sonntag nach dem Käfertalerwald Gigen wo es am Montag früh tot aufgefunden wurde. Feſt⸗ Eſtellt wurde, daß Kettner nach der Tat vermutlich nach aarbrücken zu ſeinem im Vorort Jägersfreude wohnenden al der Georg Kettner geflüchtet war. Fritz Kettner konnte, ſol dort am Mittwoch vormittag ſeine Feſtnahme erfolgen ber te, vom Fenſter aus beobachten, daß mehrere Perſonen, in 5 er Kriminalbeamte vermutete, das Haus betraten. In leſem Moment ſprang er aus einem im zweiten Stock ge⸗ egenen Fenſter und flüchtete nach dem unweit der Wohnung gekegenen Walde in der Richtung Dudweiler. 210 Soweit die amtliche Meldung, der nach dem„Saarbrücker aubendblatt“ noch anzufügen iſt, daß in Wirklichkeit ſchon Jaen 11 Uhr vormittags drei Kriminalbeamte, einer aus in unheim und zwei aus Saarbrücken, erſchtenen waren, um noß Jägersfreude⸗Sld die beabſichtigte Verhaftung vorzu⸗ zohmen. Das Haus, in dem ſich Kettner bei ſeinem dort in Jpats befindlichen Bruder aufhielt, liegt in der erſten in Nagersfreude neu erbauten Kolonie, direkt am Waldrande. Irt iſt der Geſuchte am Montag abend angekommen. Verhäftung Kettners 1 Wie uns kurz vor Redaktionsſchluß mitgeteilt wird, ge⸗ ang es der Kriminalpolizei in Saarbrücken, Kettner heute morgen zu verhaften. * te* Das Geſchenk von Daimler⸗Benz an den Reichspräſiden⸗ 9 Die Firma Daimler⸗Benz hat dem Reichspräſidenten zon Hindenburg zu ſeinem 80. Geburtstage einen ihrer neuen ſüddlinder⸗(12/55) Wagen nach Wahl geſchenkt, der beſonders r das ihm übereignete Gut Neudeck beſtimmt ſein ſoll. * Das Feſt der ſilbernen Hochzeit feiert am heutigen Tage HLeerr Narkus Schenk. Inhaber der Firma Markus Schenk, mi e, Butter⸗ und Käſegroßhandlung, Lange Rötterſtraße ßa, it ſeiner Ehefrau Roſa geb. Emmert. und„Nachgebühren für unzureichend freigemachte Poſtkarten ud Briefe. Der Bayriſche Induſtrie⸗ und Handelskammer⸗ die hat an den Kuutſchen Induſtrie⸗ und Handelskammertag 88 Bitte geſtellt, dafür einzutreten, daß der Mindeſt⸗ ztrag der Nachgebühr für unzureichend fret⸗ bamach te Briefe und Poſtkarten, der derzeit 10 Rpf. 5 rägt, auf 5 Rpf. herabgeſetzt wird. Zur Begründung Mies Antrags wurde darauf hingewieſen, daß die derzeitige Brndeſtnachgebühr, die ja nicht nur bei Poſtkarten und rtefen, ſondern auch bei Druckſachen, Geſchäftspapieren, arenproben und Miſchſendungen im Falle ungenügender Anankierung erhoben wird, viel zu hoch iſt und vor allem bet bes ureichend frankierten Druckſachen(Fehlbetrag 2 Rpf.) und alz unzureichend franklerten Poſtkarten(Fehlbetrag 3 Rpf.), da ungerecht empfunden werden muß. Dabei iſt zu beachten, 5 die hohe Strafgebühr nicht dem für die unzulängliche ſiranklerung verantwortlichen Abſender, ſondern dem Emp⸗ woirder, dem keinerkei Verſchulden zur Laſt fällt, auferlegt ſchroſ die hohe Strafgebühr vermag deshalb nicht einmal ab⸗ reckend oder beſſernd zu wirken. 76 Beranſtaltungen * Die volkstümlichen Sonntagsveranſtaltungen im Roſen⸗ dorten nehmen wieder ihren Anfang und zwar am kommen⸗ 1 Sonntag mit einer einmaligen Gaſtvorſtellung der olksſpiele aus der alten Reichsſtadt Rothenburg ob der Sanber, die mit luſtigen Schwänken des Schuſtervoeten Haus achs Se ilic Mittelalter wachrufen werden. Von den Schwänken ge⸗ erſgen„St. Peter vergnügt ſich“ und„das böfe Weib“ zum ͤlen Male hier zur Aufführung. Die Rothenburger Gäſte, ſueez in echten hiſtoriſchen Koſtümen auftreten, ſind allen Be⸗ lobern der alten romanttſchen deutſchen Stadt ob ihrer Ur⸗ Suchſigkeit bekannt und haben erſt vor kurzer Zeit im großen fur e des Wiesbadener Kurhauſes ein erfolgreiches Gaſtſpiel ur Durchführung gebracht. 8 Klavierabend Karl Ninn. Karl Rinn, der ſich ſchon oft in ſelbſtloſer Weiſe für das muſikaliſche Schaffen der Zenwart eingeſetzt hat, ſtellt auch für ſeinen heutigen end im Harmonieſaal ein modernes Programm zuſammen. pielt eine Sonate von Emil Behnke, der von ſeiner Akeit als Bratſchiſt im Buſch⸗Quartett her, noch beſtens 1% zdiit und fetzt der Dirigent des Blüthnerorcheſters in Ber⸗ 1iſt, eine Sonate von Joſef Haas und die Sonate A⸗moll in Waldemar v. Baußnern. * ſo 0 1 und mit den Vorträgen ihrer Stadtpfeifer⸗Truppe ein ſein dürfte. Denn daß er„reißt“, der Neue, wenn er im rich⸗ tigen Stadium iſt, wird wohl niemand beſtreiten, der ſchon einmal intimere Bekanntſchaft mit ihm gemacht hat. Er reißt zum Gotterbarmen, er verlegt den Schwerpunkt und durch⸗ bricht ſomit ſouperän ein wichtiges phyſtkaliſches Geſetz, er begeiſtert und reizt zum Krakeelen, er erzeugt höchſte Erden⸗ luſt und heulendes Elend. Und er jagt auch das ruhigſte Blut mit Geſchwindigkeiten, wie ſie beim Rennen von Autos der Motorräder üblich ſind, durch die Adern, rötet die bleichſten Geſichter und beflügelt die ſchwerfälligſten menſchlichen Stan⸗ der. Und er hat auch rein okkultiſtiſche Eigenſchaften. Denn er macht hellſehend. War's nicht voriges Jahr um dieſe Zeit in dem weinfröhlichen Neuſtadt a.., da einer, erleuchtet von den Geiſtern des Neuen, genau ſchilderte, wie es auf dem viel⸗ umſtrittenen Mars ausſehe, wie die Menſchen dort leßten, wie ſie aber trotz allem arme Teufel ſeien, weil nur die Erde fähig ſei, Wein zu erzeugen, Wein, Federweißen und Bitzler — und Handkäs und hausmacher Wurſt dazu. Und als dieſer Gelehrte geendet hatte, da ſtimmte die Tafelrunde begeiſtert zu und da ſtieg mit vielen Diſſonanzen das ſchöne Lied: Freund, ich bin zufrieden! Ja ſo, Handkäs und Hausmacher! Kenner des Bitzlers behaupten, man müſſe, wenn man mit ihm ſchmolltere, immer etwas dazwiſchen eſſen. Knuſpern nennt man das. Ein Hand⸗ käs leiſtet vortreffliche regulierende Dienſte und ein Stück Schwartenmagen dito. Gebratene Kaſtanien— Keſchte— ſind auch nicht zu verachten und neue Nüſſe erhöhen den Genuß. Nur wird bei den letzteren zuviel Zeit verloren. Die junge Haut um den Kern ſchmeckt bitter und muß erſt abgezogen merden, ehe die Kauwerkzeuge in Aktion treten, und unter dieſem Geſchäft leidet, wie beim Kartengeben, das Trinken. Man muß aber ſchon der Geſundheit wegen die kurze Zeit des Bitzlers„voll und ganz“ ausnützen. Denn einen geſün⸗ deren Trank wie ihn gibt es nicht. Wo der Bitzler genoſſen wird, kann man es immer aus dem Munde Erfaßrener und Geeichter vernehmen, daß er„putzt“. Die menſchlichen Ge⸗ därme haben es nun einmal an ſich, daß ſie in Jalten gerne allerhand Rückſtände von Speiſebrei aufſtapeln, die dann zu den bedenklichſten Komplikationen führen können. Die ge⸗ fährliche Maſſe verdichtet ſich zu richtigem„Prah“, gegen das die Medizin, die homßopathiſche wie die allopathiſche, abſolut machtlos iſt. Da hilft nur einer: der Bitzler. Er ſäubert Magen und Darm er iſt ein Hygieniker im Quadrat, im Ku⸗ bus, und er rettet kraft ſeiner purgierenden Qualität alljähr⸗ lich Tauſenden von braven Zechern das Leben. Es iſt auf⸗ fallend, daß ihm nicht ſchon längſt von ſämtlichen mediziniſchen Fakultäten der Welt der Dr. h. e. mit Stern verliehen wor⸗ den iſt, daß er ſich nicht Dr. Bitzler nennen darf. Was ihm dieſe mediziniſche Kraft noch beſonders verleiht, iſt der„Satz“, der Rückſtand im Glaſe. Wer ihn wegſchüttet, verſündigt ſich ſchwer, ja unverzeihlich am eigenen Leibe. Frauen pflegen ihn regelmäßig dankend abzulehnen, wenn ſie überhaupt ſich am Bitzler vergreifen. Hierin liegt zweifellos die Urſache vieler Frauenleiden und man kann es in der Tat nicht begreifen, daß die moderne Medizin an dieſem groß⸗ artigen Heilelexier achſelzuckend und verächtlich vorübergeht. Welchen Segen könnte das grandioſe Heilmittel ſtiften, wenn es in nuverfälſchter Beſchaffenheit allgemein therapeutiſch ver⸗ wendet würde! Und was könnten Diplomaten lernen, wenn ſie ſich dazu herablaſſen würden, gebiegene Einkehr in einer Straußwirtſchaft zu halten und bdort zu hören, wie eigentlich eine richtige und bekömmliche Politik gemacht werden muß! Der Neue wird überall in deutſchen Landen gerne getrun⸗ ken, am liebſten aber in der Pfalz. Und zur Pfalz gehören in dieſem Sinne auch Mannheim und Heidelberg. Nur hul⸗ digt man ihm an der pfälziſchen Haardt mehr in den Strauß⸗ wirtſchaften, während der Mannemer und der Neckarſchleimer ihn am gewohnten Stammtiſch ſchlürft. Kapitalräuſche gibt es hüben wie drüben, aber— ſo behaupten wenigſtens die Sach⸗ verſtändigen— ſie hinterlaſſen keinen Katzenſammer. Der abends erworbene Affe, der gar nicht ſelten ſich zu einem Go⸗ rilla auswächſt, kennt— angeblich— nicht die ſchaurige Meta⸗ morphoſe, die ihn zu nachtſchlafender Zeit in einen Angora⸗ kater rieſigſter Sorte verwandelt. Schon aus dieſem Grunde iſt es ſehr zu bedauern, daß die Periode, da man den Bitzler ſchänkt, nur beſchränkt iſt. Wer ſeinen Organismus von allem O Unreinen befreien will, der muß ſich alſo beeilen und muß ſich dann tröſten bis zum nächſten Jahr. Es iſt erfreulich, daß dieſe Bitzler⸗Periode von den Kennern in der Tat bis auf die Neige ausgenützt wird, bis auf den„Satz“, und noch er⸗ freulicher iſt es, daß das Volk geradezu inſtinktiv aus dieſer Heilquelle neue Lebenskraft ſchöpft. Die Begleiterſcheinungen dieſer Kur, die ſich unter Umſtänden auch in anmutigem Kra⸗ keelen und ſogar in Handgreiflichkeiten äußern können, darf man nicht tragiſch nehmen. Und der Kalk, der mitunter bei einer Bitzler⸗Sitzung von der Wand fällt, darf nicht anders bewertet werden, als eine ganz natürliche, mde völlig logiſche Reaktion des mächtigen Stimmaufwandes, zu dem der Bitzler anfeuert. Und ſchließlich: kommt es wirklich zu ſolchen Begleiterſcheinungen, ſo tritt ſchon am folgenden Morgen die berſöhnende Wirkung des Göttertrankes in geradezu glorioſe Erſcheinung. Die ſich abends vorher die Meinung ſagten, finden ſich andern Tags wieder friſch, fromm, fröhlich und frel zuſammen und ſetzen ihre hygieniſchen Uebungen mit löblichem Eifer fort. Es iſt ſicher— ja ſicher!—, daß die leitenden Männer der Völker ſofort zu einer erſprießlichen Verſtändigung kämen, wenn ſie anſtatt in Genf ſich in einer pfälziſchen Straußwirt⸗ ſchaft träfen und anſtatt an Kaffee in Thoiry ſich am Bitzler gründlich labten, am Verſöhner Bitzler! Vielleicht bedarf es nur dieſer Anregung, um die Herren zu einem weltgeſchicht⸗ D lichen Konzil in der Pfalz oder am Kaiſerſtuhl zu veranlaſſen. f Vielleicht! Hoffen wir das Beſte! Darauf ein Proſt und ein: Vivat der Bitzlerl anz Mohr. ſchuſſes ſtatt, die ber die 25. Tagung des Kirchlich⸗Soztalen Bundes. Die Ta⸗ gung war ſehr aut beſucht. Neben berufenen Vertretern aus Wirtſchaft und Induſtrie iſt eine ganze Anzahl Vertreter der Reichsregierung, der preußiſchen Staatsregierung und eine Reihe Vertreter der Chriſtlich⸗Nationalen Arbeiterſchaft er⸗ ſchienen, um zu den zur Beratung ſtehenden Problemen Stel⸗ lung zu nehmen. Die erſte Hauptverſammlung ſtand im Zei⸗ chen eines Referates des Geh Rats Sombart über das Thema„Rationaliſierung der Wirtſchaft.“ An der ausgedehn⸗ ten Ausſprache beteiligten ſich u. a. Verkehrd miniſter De. Koch, Pfarrer D. Mumm und Hellmuth Poensgen. Letzterer legte beſonders die Rattonaliſierungsmaßnahmen der Vereinigten Stahlwerke, denen er angehört, dar. In⸗ tereſſant war dabei zu erfahren, datz ſeit April 1926, dem Ter⸗ min des Zuſammenſchluſſes der Vereinigten Stahlwerke die Arbeitsleiſtung auf den Arbeiter pro Tag von 3,82 Auf„18 Tonnen Rohſtahl geſtiegen iſt. Aehnliche Zahlen gelten für Hochöfen und Walzwerke. Als das Ziel aller Rationaliſte⸗ rungsmaßnahmen bezeichnete Dr. Poensgen die Sicherung des arößten Ertrages der Wirtſchaft bet gerinaſtem Kräfte⸗ aufwand. Alle Rationaliſierungsarbeiten ſeien aber ohne Angleichung an die ſozialen Forderungen der Arbeiterſchaft zur Erfolgloſigkeit verurteilt. Eine Volkswirtſchaft, die, wie die deutſche, durch Krieg und Kriegsfolgen ſchwer belaſtet ſei, könne nicht gleichzeitig die Reallöhne ſteigern und die Ar⸗ beitszeit verkürzen. Alle, Regierung, Arheitnehmer wie Un⸗ ternehmer, müßten ſich unter Verzicht auf ſoztale Experimente und Eingrifſe zuſammenfinden. denn nur ſo könne man mit Zuverſicht der Entwicklung unſerer Wirtſchaft wie der ſozialen Lage entgegenſehen. Ein Weltkongreß der Hotel⸗ und Reſtaurant⸗ Augeſtellten in Genf Der Internationale Genfer Verband die in Hotelkreiſen bekannte und über die ganze Welt verbreitete Organiſation der Hotel⸗ und Reſtaurant⸗Angeſtellten. hält in den Tagen vom 11. bis 14. Oktober 1927 in Genf ſeige XIIl. Große Delegierten⸗Verſammlung ab. Dieſe Delegjertenverſammlung wird als Jubiläumstagung anläßlich der vor 50 Jahren in Genf erfolgten Gründung des Internationalen Genfer Verbandes feſtlich ausgeſtaltet wer⸗ den. Im Vordergrund der ſachlichen Beratungen ſtehen der Ausbau der internationalen Altersunterſtützungskaſſe des Verbandes, die Fragen der Wiederherſtellung der internatis⸗ nalen Freizügigkeit für das Hotelperſonal und der Beſei⸗ tigung der Trinkgeldentlohnung in allen Kulturſtaaten ſer⸗ ner Bildungs⸗ u. Arheitszeitfragen, in internationalem Lichte betrachtet. Zu dieſer bedeutungsvollen Tagung ſind zahlreiche Vertreter aus den wichtigſten Staaten Europas und Amerikas angemeldet. * Heidelberg, 5. Okt. Die Herbſtperſammlung der kirch⸗ lich⸗poſitiven Veretnigung ſoll am 12. Oktober im Evang. Ver⸗ einshaus, Plöckſtraße 18, ſtattfinden. Die Ausſprache ſoll das Thema„Kirche und Volkstum“ zum Gegenſtand haben im Ant⸗ ſchluß an die Gedanken, die auf dem Königsberger Kirchentag ausgeſprochen wurden. Die Ausſpruche wird durch Pfarxek Lic. Weber von St. Georgen eingeleitet. Ebenſo plant die Vereinigung eine Herbſtfreizeit auf dem Markenhof bei Fref⸗ hurg für den 18. und 19. Oktober.„Unſere gegenwärtige Auf⸗ gabe in Haus, Schule und Kirche“ ſoll dort das Geſamtthema ſein. Kommunale Chronik .. Wiesloch, 5. Okt. Unter dem Vorſitz von Bürgermeiſter Dr. Gröppler fand hier eine Sitzung des Bürgeraus⸗ 5 olgende Punkte behandelte: 1. Grund⸗ ſtückerwerb für 300 Mk., 2. Erwerbung und Veräußerung von Baugrundſtücken im Baugebiet„Mittlere Heſſel“, 8. Erwerb eines Anweſens für 12000 Mk. Punkt 4 u. 5 betrafen Grund⸗ ſtücksveräußerungen, Unter Punkt 6 wurde die Totengräber⸗ gehühr erhöht, Punkt 7 behandelte den Beitritt der Gemeinde chſenbach zum Fortbildungsſchulverband Wiesloch, Vor⸗ lage 8 die Dienſtverhältniſſe des Bürgermeiſters. Sämtliche Pünkte wurden angenommen. I. Reilingen, 5. Okt. Der Bür ee hat in der geſtrigen Sitzung den Voranſchlag mit 27 gegen 28 Stimmen in zweiter Leſung genehmigt. Es kommen daher folgende Umlageſätze zur Erhebung: Grund⸗ und Liegen⸗ aſtswermtgen 130 Mk., Betriebsvermögen 32 1 und Gewerbeertrag 9 Mk.— In der jüngſten Gemeinderaks. litzung wurde von der Hypothekenbewilligung für ſechs Wohnungsbauten in Höhe von je 1100 Goldmark Kenntnis genommen.— Das von der Fürſorgekaſſe Karlsruhe zur Ver⸗ fügung geſtellte Teildarlehen zum Bau von Wohnungen wurde an vier Bauherren in Höhe von je 1000 Goldmark zur Ver⸗ teilung gebracht.— Von dem Erlaß der badiſchen Waſſer⸗ und Straßenbaudirektion über Gewährung von Abſchlagszah⸗ lungen zum Bau einer Waſſerleitung wurde Kenntufs ge⸗ nommen.— Ein Antrag auf Einführung der allgemeinen Lehrmittelfreiheit wurde zurückgeſtellt. Kleine Mitteilungen In der Darmſtädter Stabtverordnetenver⸗ ſammlung ergab ſich eine längere Debatte über das Auf⸗ treten des Meſſingkäfers im Sertlt Grafenſtraße ie von Dr. Raſch vom ſtädtiſchen Vertilgungsamt Frank⸗ urt a. M. vorgenommene Unterſuchung ergab daß es ſich tatſächlich um dieſen berüchtigten Käfer handelt, der in dem Hauſe ſtark aufgetreten iſt. Es wurde angeregt, daß durch die Stadt Maßnahmen getroffen werden ſollen. —————— eines angehenden Hlausmurteraheus fonnem durdhß ſelnen besseren Rat unterstiltet erdem, als den die Mutter gibt,§ie sagt srets:„NMumm Dr. Oetler-s wenn Dein Ruchen geraten soll“. Mit freudiqem Jrolgs wurden Milſſonen von Haugſrauen dlasseſbe sagen, ienn sie an ißr erfoſhreiches Bacten mit, Baalintt denlen. 1 vortdiiq, gegen Cinsendung von Marbes von Backpulver„Backin“ Heute ist es Hindorſeicht, dis schdnstem Rudben, Torten und Nleingebdabs alſar Art seillst zau bacfen, moll Ihnen ale Soſgſalfi ausprobiortem Rercpte und die zußſteiaßen naturgetreuem farbigen Abbiſdunqen in Dr. Oeikers neuem Rezepibuch, Ausg. Feine reime Auswalt und ibillfſommenen Aubalt Hioten. Jie ſesen in dem Buch auad Naberes ubor den voreiipiſaßen Bacamparas Huchenwunder“, uit dem Sie anf Heiner Gas- Hocherflamme Hauſen, Fruten und focben fonnen. Osr, Oerſers Rarenthudh J ist in alſen einschſuqipen Geschdſen ſur I Hfann erbaliſiu, enn mibl Dr. Augusr Oerxer, Bielefeld. 9• 1* 9. Seite. Nr. 46 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Freitag, den 7. Oktober 1927 — S 4 9 E Wirlſchaflliches · Soziales Die Vereinheitlichung des Steuerrechts und der Handelsvertreter Vom Verband reiſender Kaufleute Deutſch⸗ lands wird uns geſchrieben: Seit einiger Zeit wird in der deutſchen Preſſe der„Ent⸗ wurf eines Geſetzes über die Vereinheitlichung des Steuer⸗ rechtes“(Vereinheitlichungsgeſetz), der bereits dem Vor⸗ läufigen Reichswirtſchaftsrat wie auch dem Reichsrat zur Be⸗ ratung vorliegt, lebhaft erörtert. Ebenſo haben einzelne Wirtſchaftsgruppen in ihren Organen zu dem Geſetzentwurf Stellung genommen und ihre Wünſche und Forderungen formultert. So erſcheint es angebracht, daß auch der Stand der Handelsvertreter, der einen wichtigen Faktor auf Grund ſeiner umſatzvermittelnden Tätigkeit im deutſchen Wirtſchafts⸗ leben darſtellt, mit ſeinen Wünſchen in der breiten Oeffent⸗ lichkeit gehört wird. Für den Handelsvertreter gewinnt der in dem Mantelgeſetz enthaltene Entwurf eines Gewerbe⸗ ſteuerrahmengeſetzes beſondere Bedeutung. Es muß offen und ohne Umſchweife ausgeſprochen werden, daß die Er⸗ hebung der Gewerbeſteuer vom Handelsvertreter ein„ſteuer⸗ liches Unrecht“ iſt, um deſſen Beſeitigung ſchon ein jahre⸗ lauger Kampf der Berufsorganiſationen mit den maßgeben⸗ den Stellen geführt worden iſt, der auf eine vollkommene Freiſtellung des Handelsvertreters von der Gewerbeſteuer abzielte. Der Handelsvertreter arbeitet, nicht wie der Gewerbe⸗ treibende, mit einem in ſeinem Betrieb inveſtierten Kapital, bezweckt insbeſondere nicht Gewinnerzielung durch den Um⸗ ſchlag eigenen Kapitals in Verbindung mit perſönlicher Ar⸗ beitsleiſtung, ſondern bezieht in ſeiner Proviſion als ſeiner einzigen Einnahmequelle, ein Entgelt lediglich für ſeine Ar⸗ beitsleiſtungen. Es ſteigt und fällt mit ſeinem perſönlichen Hinausgehen in den Kreis ſeiner Geſchäftsverbindungen. Wenn er nicht eigenhändig in die Taſten greift, ſo verſtummt die Melodie ſeines kaufmänniſchen Erfolges. Es handelt ſich alſo bei dem Handelsvertreter um ein Einkommen aus Arbeit im Gegenſatz zu dem Einkommen des Gewerbe⸗ treibenden, das ſich aus Arbeitseinkommen plus Kapitalertrag zuſammenſetzt. Schon dieſe Tatſache allein, die keines wei⸗ teren Beweiſes bedarf, hätte für die maßgebenden Stellen hinreichend ſein müſſen, den Handelsvertreter auf Grund ſeiner Berufseigenart, wenn ihm auch nicht die Ausübung eines freien Berufes zuzuerkennen, ſo doch ihn mindeſtens ſteuerrechtlich den freien Berufen gleichzuſtellen, die der Ge⸗ werbeſteuerpflicht nicht unterliegen. Die Begründung, die in dem vorläufig durch die Gewerbeſteuerverordnung vom 23. November 1923 erſetzten Entwurf des Preußiſchen Gewerbe⸗ ſtenergeſetzes für die Freiſtellung der freien Berufe von der Gewerbeſteuerpflicht angeführt wird, trifft aber nicht nur für die Art des Einkommens wie bei den freien Berufen zu, ſon⸗ dern läßt auch in anderer Hinſicht dieſelben Merkmale, wie ſie die freien Berufe aufweiſen, erkennen. Der Handels⸗ vertreter iſt, ebenſo wie ein Angehöriger eines freien Be⸗ rufes, nicht in der Lage, ſeinen Gewerbebetrieb zu veräußern, obwohl ſeine berufliche Tätigkeit durchaus ſelbſtändig und auf Erwerb gerichtet iſt. Als weitere Vorausſetzung für die Heranziehung des Handelsvertreters zur Gewerbeſtener fehlt die Möglichkeit, dieſe abzuwälzen, wie dies den übrigen Ge⸗ werbetreibenden perſönlich dadurch gelingt, daß ſie dieſe in den Warenpreis als Unkoſtenelement einkalkulieren. Nach § 84 H..B. hat der Handelsvertreter für das Gewerbe eines anderen lediglich Geſchäfte zu vermitteln oder für Rechnung des anderen abzuſchließen. Auf die Preisgeſtaltung hat er nicht den geringſten Einfluß. Die Preiſe werden ihm viel⸗ mehr von dem vertretenen Hauſe bindend vorgeſchrieben. Er erhält von den Rechnungsbeträgen lediglich beſtimmte Pro⸗ viſionen. Es gilt von dieſer feſten Proviſion genau das⸗ ſelbe, was als Begründung für die Freiſtellung der durch feſte Taxen gebundenen freien Berufe, von der Gewerbe⸗ ſteuerpflicht in dem Preußiſchen Gewerbeſteuergeſetzentwurf angeführt, daß nämlich deſe feſten Abgeltungsſätze eine Ab⸗ wälzung der Steuer, wie ſie dem Gewerbetreibenden gelingen wird, unmöglich machen. Dieſe Ausführungen ſind den maßgebenden Stellen mehr⸗ ſach zur Kenntnis gebracht worden. Eine Freiſtellung der Handelsvertreter von der Gewerbeſteuerpflicht ſieht auch der jetzt zur Beratung ſtehende Entwurf eines Gewerbeſteuer⸗ rahmengeſetzes nicht vor, während die freien Berufe von der Gewerbeſteuer befreit ſind. Wird in Erwägung gezogen, daß die Gründe für die Freilaſſung der freien Berufe von der Gewerbeſteuer ebenfalls für den Hanbelsvertreter zutreffen, ſy erſcheint die Forderung der Handbelsvertreter einfach gerecht und billig, wenn verlanglt wird, daß im Entwurf eines Ge⸗ werbeſteuerrahmenggeſetzes eine Beſtimmung aufgenommen werden muß, die entweder generell die Gleichſtellung der Handlsvertreter mit den freien Berufen ausſpricht, oder aber den Ländern die Ermächtigung erteilt, von ſich aus die Be⸗ freiung der Handelsvertreter von der Gewerbeſteuerpflicht vorzunehmen, damit endlich das den Hanbelsvertreter in ſtarkem Maße arg belaſtende Gewerbeſteuerunrecht aus der Welt geſchafft wird. Beſoldungserhöhung, Handwerk und Preiserhöhung Vom Reichsverband des deutſchen Hand⸗ merks wird uns geſchrieben: Angeſichts der bevorſtehenden Beſoldungsreform hat der Reichsfinanzminiſter kürzlich in Magdeburg auf die Gefahren hingewieſen, die ſich daraus er⸗ geben könnten, wenn die Gehaltserhöhungen der Beamten willkürliche, ſachlich nicht begründete Preiserhöhungen nach ſich ziehen würden. Es iſt vorausgeſchickt, daß ungerechte Preiserhöhungen zu verurteilen ſind. Es kann auch nicht im Intereſſe der Wirtſchaft ſelbſt liegen, der durch die Beſoldungs⸗ erhöhung eintretenden vermehrten Kaufkraft durch höhere Preiſe zu begegnen. Nicht zu billigen iſt ferner, wenn die Kundſchaft unter Hinweis auf eine mögliche Preiserhöhung zu kaufen angeregt wird, da hiermit zweifellos eine Beun⸗ ruhigung der Käufer verbunden iſt. Insbeſondere darf auch der Erwartung Ausdruck gegeben werden, daß neben ſämt⸗ lichen produzierenden und veräußernden Gruppen auch Kar⸗ telle und Syndikate angeſichts ihrer monopolartigen Stellung in ihrer Preisſtellung die notwendige Zurückhaltung üben. Gegenüber etwaigen Preiserhöhungen hat der Miniſter bereits das Eingreifen der Reichsregierung in Ausſicht ge⸗ ſtellt. Solcher künſtlichen Beeinfluſſung der Preiswirtſchaft begegnet das Handwerk mit ſchwerſten Bedenken, da es aus Erfahrung weiß, daß ſich derartige Preiſe lediglich gegen die Letztverteiler, wie Handwerk und Einzelhandel, richten und Hoffnungen hervorrufen, die meiſt nicht erfüllt werden können. Wenn die Städte erklären, daß die kommunalen Be⸗ ſoldungserhöhungen nur durch ein vermehrtes Auf⸗ kommender Realſteuern ausgeglichen werden können, wird es recht ſchwer ſein, eine Preiserhöhung zu vermeiden. Naccr Aus dem Lande —.—. Ilpesheim, 6. Okt. Bei der am kesten Sonntag unter Leitung des Dekan Koppert⸗Weinheim abgehaltenen Pfarrwahl der hieſigen evangeliſchen Kirchengemeinde wurde Pfarrer Dr. Engelhard aus Köln⸗Lindental mit 23 von 35 abgegebenen Stimmen gewählt.— Der Dirigent des ieſigen Männergeſangvereins„Aurelia“, Herr Muſikdirektor dgard Hanſen⸗Mannheim, leitete ſeiner An⸗ weſenheit in Wildbad einige ſinfoniſche Konzerte des dortigen Kurorcheſters mit Werken und moderner eiſter. Herr Hanſen lieferte dabei wiederum den Beweis ſeiner hervorragenden Beſähigung worauf begreiflicherweiſe auch der Geſangverein„Aurelta“ ſtolz iſt. Plankſtadt, 6. Okt. Wie verlautet, hat der elegante „Herr Doktor“, der dieſer Tage einen hieſigen Wirt um hun⸗ dert Mark ßprellte, auch in Seckenheim, Eppelheim und Ziegel⸗ hauſen das gleiche Betrugsmanöver verſucht bezw. durch⸗ geführt. Er hatte auch dort erzählt, daß in nächſter Zeit Bohrungen und Bodenunterſuchungen vorgenommen würden. Je Seckenheim hatte er keinen Erfolg, dagegen ließ er ſich an den anderen Orten Vorſchüſſe in beträchtlicher Höhe geben, die er in Anweſenheit der Leute in einem „Wertbrief“ verwahrte, um ſie an Heidelberger Univerſitäts⸗ inſtitute oder an Profeſſoren einzuſenden. Bei den Heidel⸗ berger Stellen ſollen auch ſchon mehrere Briefe eingelaufen ſein. Die Kriminalpolizei fahndet eifrig nach, dem raffinier⸗ ten Schwindler. sch. Hockenheim, 6. Okt. In der hieſigen Fabrik der Tabakgenoſſenſchaft herrſcht gegenwärtig Hochbetrieb, da etwa 600 Zigarrenarbeiter dort beſchäftigt ſind. Darunter ſind etwa 200 auswärtige Arbeiter von Neu⸗ und Altlußheim, Reilingen, Speyer uſw.— Wie verlautet, ſoll demnächſt nach Speyer Autobusverkehr eingerichtet werden, damit die Arbeiter von dort bequem her⸗ und zurückkommen können. * Heidelberg, 6. Okt. Geſtern abend explodierte, vermut⸗ lich durch angeſammelte Gaſe, ein neuer Dampfbackofen in der Ingrimſtraße. Durch die Exploſion wurde das ganze Haus erſchüttert und der Backofen aus den Fugen getrieben. Drei Sack Mehl fingen Feuexr, das aber ſofort von den Bäckergehilfen gelöſcht wurde. In der Bäckerei wurden einige Fenſterſcheiben zertrümmert und in dem über der Bäckerei liegenden Wohnzimmer hat ſich ein Teil des Deckenputzes gelöſt. Menſchen kamen nicht zu Schaden. Sinsheim, 5. Okt. Im neuen Saal des Stadtparks wird am Samstag die mit großer Umſicht vorbereitete Aus⸗ ſtellung in Obſt, Gartenbau und Bienenzucht eröffnet, die dazu berufen iſt, den Bezirk Sinsheim als eine Heimat⸗ und Pflegeſtätte echten Obſtbaues erkennen zu laſſen. Die Ein⸗ richtung u. der Aufbau iſt in ſeinen Einzelheiten beendet. Er⸗ ſreulicherweiſe beteiligt ſich eine große Anzahl von Obſt⸗ züchtern an der Schau. * Farlsruhe, 6. Okt. Eine aufregende Szenue ſpielte ſich im Hofe eines Hauſes in der Karlſtraße ab. Ein 15 Jahre alter Blechnerlehrling, der mit Dachreparaturen beſchäftigt war, rutſchte vom Dach ab. Er konnte ſich aber noch am Dachkandel feſthalten, ſodaß er frei in der Luft ſchwebte. Plötzlich brach die Dachrinne, ſodaß der Lehrling vom 5. Stocke in den Hof ſtürzte. Der junge Mann wäre kaum mit dem Leben davongekommen, wenn nicht im letzten Augenblick ein im Hof ſtehender Arbeiter, der den Vorgang beobachtet hatte, den Abgeſtürzten aufgefangen hätte. Natürlich war es ihm nicht möglich, den Lehrling ganz vor Schaden zu behüten, denn man kann ſich vorſtellen, welche Aufſchlagskraft ein vom 5. Stock herabſtürzender menſchlicher Körper hat. Immerhin kam der Lehrling mit leichteren an den Beinen davon. Der Arbeiter, der den Lehrling aufgefangen hat, wurde durch den Anprall auch mit zu Boden geriſſen. * Offenburg, 6. Okt. Der Kaufmann Albert Hornecker von Freiburg, der am 17. Mai vom Schwurgericht Offenburg wegen Mordes und Mordverſuchs bei Urloffen zum Tode verurteilt worden war, wurde begnadigt. Schabenhaufen bei Villingen, 5. Okt. In dem allein⸗ ſtehenden Hannislehof brach vergangene Nacht Feuer aus, das in kurzer Zeit das Anweſen in Schutt und Aſche legte. Den der Gemeinde gehörigen Hof bewohnten zwei Familien, die durch den Brand obdachlos geworden ſind. Das Inventar konnte nur teilweiſe gerettet werden. Es verbrannte viel Heu und Stroh. Brandſtiftung wird vermutet. —— Freiburg, 6. Okt. Der bisherige Landgerichtspräſi⸗ dent Dr. Alfred Groſch iſt nach Erreichung der geſetzlichen Altersgrenze am 1. Oktober in den dauernden Ruheſtand getreten. Ex war als Staatsanwalt bezw. erſter Staatsanwalt in Karlsruhe, Freiburg und Offenburg tätig, kam dann nach e als Landgerichtsdirektor, wurde Landgerichtspräſt⸗ dent in Mosbach und 1924 in 55 Eigenſchaft nach Freiburg verſetzt. Sein Nafolger iſt der bisherige Miniſterialrat im Juſtizminiſterium, Guſtav Brugier, der am Montag in ſein Amt eingeführt wurde. Gerichtszeitung Aus den Mannheimer Gerichtsſälen Ein dummer Streich trug einem hieſigen Prokuriſten zwei Monate Gefängnis und die Gerichtskoſten ein. Er hatte ſich als Chef ſeiner Firma ausgegeben und ſich dadurch in den Be⸗ ſitz von 2750 Mk. geſetzt. Die Summe wurde wieder zurück⸗ bezahlt. Schaden iſt weiter keiner entſtanden. Da der noch nicht vorbeſtrafte Angeklagte geſtändig iſt, wird ein Monat der Gefängnisſtrafe in eine Geldſtrafe von 150 Mark um⸗ gewandelt und für den Fall guter Führung für den Reſt der Strafe iſt vom Gerichtsvorſitzenden, Amtsgerichtsrat Dr. f Wolfhard, Strafaufſchub auf Wohlverhalten bis 15. Oktober 1930 erkannt. Das raſende Tempo der Kleintaxameter Am 28. Juli, nachmittags gegen 5 Uhr fuhr ein Klein⸗ taxameter durch die Kunſtſtraße in Richtung Waſſerturm und überholte dabei vor dem Hauſe N 7, 6 einen Handkarren. In⸗ folge der naſſen Fahrbahn und der großen Fahrgeſchwindigkeit rutſchte das Kleinauto nach links und ſtieß dabei mit einem ihm entgegenkommenden Privatauto zuſammen und zwar mit ſolcher Heftigkeit, daß das Kleinauto ſchräg über die Kunſtſtraße zu ſtehen kam. Die Zeugen verſichern, daß das Privatauto ſehr vorſichtig und langſam gefahren ſei, wie es bei naſſer und ſchlüpfriger Fahrbahn Vorſchrift iſt. Wäre das Kleintaxameter auch ſo gefahren, ſo hätte es keinen Zuſam⸗ menſtoß gegeben. Ein Fahrgaſt des Taxameters wurde gegen die Glasſcheibe des Wagens geſchleudert, wodurch er eine Ge⸗ hirnerſchütterung erlitt und am Kopf mehrere Schnittwunden bekam. Der Vorſitzende, Amtsgerichtsrat Schmitt, ver⸗ Urteilte den Lenker des Kleintaxameters wegen fahrläſſiger Körperverletzung zu einer Geldͤſtrafe von 100 Mark. ch. urze Man verlange ausdrücklich MAGGIs Wirze. Große Unterſchlagungen beim Steueramt in Stuttgart Angeklagte waren zwei Beamte des Städtiſchen Steueramts in Stuttgart, die beide ſchon mehr als 20 Jahre in ſtädtiſchen Dienſten geſtanden hatten und ſich nun unter der Beſchuldigung der ſchweren Amtsunterſchla⸗ gung vor dem Großen Schöffengericht Stuttgart zu verant⸗ worten hatten. Sie waren beide im weſentlichen geſtändig. Im Juni bemerkte eine Hilfsbeamtin des Städtiſchen Steuer⸗ amts, daß ein Steuerrechnungsbogen über das Konto einer Stuttgarter Brauerei bei der Abteilung„Hausgebührenſtelle auf einmal ganz andere Zahlen enthielt, als dies früher der Kontobogen friſch angelegt und der richtige vernichtet ſein mußte. Die Unterſuchungen führten ſehr bald zu dem über⸗ raſchenden Ergebnis, daß dieſe Fälſchung deswegen vorgenom⸗ men worden war, weil eine Unterſchlagung verdeckt werden ſollte. Die Fälſchung aber hatte der 46 Jahre alte ver⸗ heiratete Stadtſekretär Karl Fieß vorgenommen. Es ſtellte ſich weiter heraus, daß auf dem neuen Kontobogen rund 10 000 Markweniger Eingänge verbucht waren, als die Brauerei tatſächlich bezahlt hatte, und in dem zweiten Kaſſier des Städt. Steueramts, dem ebenfalls 46 Jahre alten Rechnungsrat Georg Broß von Calw, entdeckte man den Be⸗ amten, der offenſichtlich mit Fieß zuſammengearbeitet haben mußte. Auch dieſer konnte ſehr bald nichts mehr beſtreiten und räumte noch weitere Unterſchleife ein, ſo daß dieſe insgeſamt mit 14 451 Mark beziffert werden mußten. Die Verfehlungen begannen im letzten Herbſt. Broß will während ſeines damaligen Urlaubs an Fieß herangetreten ſein, um von dieſem ein Darlehen zum Antrit t einer Reiſe zu erhalten. Fieß habe ihm ein ſolches aber nicht ge⸗ währen können, ihm vielmehr davon Kenntnis gegeben, daß er ſelbſt in ſchweren Nöten ſei, weil er ihm nicht gehörige Gel⸗ der von einer privaten Hausverwaltung angegriffen habe. Im Verlaufe dieſer Beſprechung habe Fieß aber weiter auf die Möglichkeit hingewieſen, wenigſten vorübergehend Geld aus der Kaſſe des Steueramts dadurch zu entnehmen, daß er falſche Buchungen bei der Steuerſchuld einer Brauerei mache, während Broß dann dieſe Gelder aus der Kaſſe entneh⸗ men könne. Auf dieſen Vorſchlag einigten ſich die Beiden. nötig gehabt, wenn er nicht der Wettleidenſchaft ge⸗ frönt hätte. Insgeſamt hat Fieß von dem geſamten Geld etwa 5000 Mark erhalten, womit er vor allem das von ihm in ande⸗ rer Sache unterſchlagene Geld wieder erſetzte. Alles andere aber verwendete er im Haushalt, während das von Broß zu⸗ rückbehaltene Geld bis auf etwa 2000 Mark verwettet Bei Fieß lagen ganz andere Verhältniſſe vor als bei roß. ſein älteſter Sohn wurde 1925 von einer ſchweren Nerven⸗ krankheit befallen, deren Behandlung nicht nur große geldliche Mittel erforderte, ſondern auch an die Eltern Anforderungen hinſichtlich der Pflege ſtellte. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten Broß als den Hauptſchuldigen zwei Jahre Zuchthaus, gegen den Angeklagten Fieß ein Jahr ſieben Monate Zuchthaus. Das gegen die Angeklagten ausgeſprochene Urteil lautete It.„Südd. tg.“ bei Broß auf zwei Jahre und ſechs Monate Gefängnis, bei Fieß aufein Jahr undſechs Monate Zuchthaus und 150 Mark Geldſtrafe. Karlsruher Schöffengericht. Einen unverbefferlichen rradmarder, den vorbeſtraften Bürsdangeſtellten ert e. 8 Jah wegen Diebſtahls, Urkundenfälſchung und Betrug zu einem ſuchungshaft. Der ee hatte in Raſtatt und andere Städten eine Reihe Fahrräder geſtohlen. Bei ihrem Verkau machte er ſich der Urkundenfälſchung ſchuldig, indem er Kopf⸗ bogen ſeines Bruders, der Fahrradhändler iſt, verwendete und mit falſchem Namen unterſchrieb.— Wegen M ünzver! brechens wurde der 2jährige vorbeſtrafte Wel e Johann Beyer zu einem Jahre Gefängnis und drei J Ehrverluſt, der 23 Jahre alte Kaufmann Jürgen Henſen von Karlsruhe und die 19jährige Kellnerin Margarethe Zettel⸗ mayer zu je vier Monaten Gefängnis verurteilt. Beyer hatte im April ds. Is. in Schweinfurt mit der er, mit der er ein Verhältnis unterhielt, etwa für 80 bis 100 Mark falſche Ein⸗ und Zweimarkſtücke angefertigt, die dort, ferner in Würz⸗ burg und Bamberg in Verkehr gebracht wurden. Im Sie ds. Js. betrieb er mit Henſen zuſammen in Karlsruhe die Falſchmünzerei. Bei dem Verſuch, ein falſches Zweimarkſtück bei einem Händler in Karlsruhe auszugeben, wurde das Ver⸗ brechen aufgedeckt.— Wegen ſchweren Diebſtahls im Rückf erhielt der 46 Jahre alte vorbeſtrafte Gärtner Ludwig Go hofer aus Saarbrücken ein Jahr Gefängnis. Er hatte a⸗ 11. Mai ds. Is. einen Karlsruher Gaſtwirt, bei dem er wohnte, um eine Reihe Wertgegenſtände beſtohlen, die er in Freiburg und Karlsruhe verſetzte. 8 Nach dem Fußballſpiel. Das Schöffengericht Neuſtabt den Schneider Fritz Fens zu vier Wochen Gefäng⸗ nis, den Maurer Peter Linnebacher zu acht Tagen Gefängnis⸗ und den Arbeiter Helmut Ludwig zu acht Tagen Gefängnis wegen Körperverletzung. Die Verurteilten ſtammen ſämtlich aus Hambach u. verprügelten im Frühjahr nach einem Fußball⸗ ſpiel einige Zuſchauer, die zu dem Spielergebufs ihren Beifall äußerten. Wegen Unterſchlagung verurteilt. Der 33 Jahre alte Reiſende Wilhelm H. von Speyer, Sohn des Bäckermeiſter., hatte ſich vor dem Schöffengericht Speyer wegen Unterſchla⸗ gung zu verantworten. Als Reiſender einer Firma aus dem Saargebiet hat er einen Sack Mehl und 250 ¼. die er ſelbſt einkaſſierte, unterſchlagen. Das Gericht verurteilte ihn unter e mildernder Umſtände zu einem Monat Ge⸗ ängnis. § Verworfene Reviſion. Vom Schwurgericht zu Gießen waren am 31. März 1927 der Kaufmann Ernſt Schwing wegen verſuchten Totſchlags zu 1½ Jahren Gefängnis, der Bankbeamte v. Salomon zu einer Zuſatzſtrafe von 1 Jahr 3 Monaten Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverluſt verurteilt und der Schriftleiter Heintz freigeſprochen worden. Der Angeklagte Salomon war am Rathenau⸗Mord beteiligt und vom Staatsgerichtshof zum Schutze der Republik bereits früher zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Es handelte ſich bei der Gießener Verhandlung um einen den Angeklagten zur Laſt gelegten Verſuch, den Oberleutnant Wagner. der mit Verrat bei der Polizei gedroht hatte, am 4. März 1922 in Bad Nauheim zu„erledigen“. Wagner konnte ſich jedoch retten und erſtattete Anzeige. Der Staatsanwalt hatte gegen das Gießener Urteil Reviſion eingelegt, da der Angeklacte Heintz als Anſtifter in Frage komme. Dies ſei aber vom Ce⸗ richt unberückſichtigt gelaſſen worden. Er verlangte deshalb die Aufhebung des Urteils und die Zurückverweiſung der Sache an die Vorinſtanz. Das Reichsgericht verwarf ge⸗ mäß dem Antrage des Reichsanwalts die Reviſion des Dünne Suppen und Fleiſchbrühe, Gemüſe und Soßen erhalten ſofort kräftigen Wohlgeſchmack durch Zuſatz einiger Tropfen Maggi's Würze. Vorkeilhafteſter Bezug in großen Or ginalflaſchen zu Rm..50 Staatsanwaltes und beſtätigte das Urteil. aren. Fall geweſen war. Sie kam zu dem Ergebnis, daß dieſer daß Broß. der ein auskömmliches Gehalt hatte, hätte dies nicht Fieß hatte großes Unglück in der Familie, denn — Robert Unger aus Baden⸗Baden verurteilte das Gericht Jahre vier Monaten Gefängnis abzüglich ein Monat Unter⸗ ren den enn — SoK LE Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) 7. Seite. Nr. 48 Freitag, den 7, Oktober 1927 VPyportliche Großflugtag in Mannheim Ubet gegen Detroyat⸗Frankreich. Der Flugtag am Sonntag auf dem Flugplatz in Neu⸗ oſtheim verſpricht alle bisherigen Flugtage weit zu überbieten. Der Badiſch⸗Pfälziſchen Lufthanſa iſt es zuſammen mit der Frankfurter Rundflug..b. H. gelungen, den erſten inter⸗ nationalen Flugtag Deutſchlands in Mannheim zu veran⸗ ſtalten. Noch kein ausländiſcher Flieger nahm bis jetzt an deutſchen Flugveranſtaltungen teil. Unſere Flieger konnten bei ausländiſchen Veranſtaltungen jeweils ſehr gut abſchnei⸗ den, obwohl lange Zeit Hemmungen jeder Art für die Ent⸗ wicklung des Flugſports bei uns beſtanden. Es iſt daher be⸗ ſonders intereſſant, wie geſtern abend anläßlich einer Preſſe⸗ beſprechung mitgeteilt wurde, Udet im friedlichen Wett⸗ bewerb mit dem beſten franzöſiſchen Kunſtflieger Detroyat zu ſehen. Obwohl das ganze Programm aus erſtklaſſigen flugſportlichen Darbietungen zuſammengeſetzt iſt, dürfte Udets Zuſammentreffen mit dem Franzoſen den Höhepunkt der Veranſtaltung bilden. Neben den Kunſtflügen der anderen bekannten deutſchen Kunſtflieger wie Buckler, Jährling, artens uſw. dürfte die Teilnahme des engliſchen Him⸗ melsſchreiberfliegers Herne beſondere Beachtung finden, der mit einer engliſchen Militärmaſchine mit einem 240 P..⸗ Motor ſtarten wird. Neu iſt das Ballonhüpfen, das von zwei alten erprobten Fliegern vorgeführt wird. Der Ballon hat ungefähr das gleiche Gewicht wie der Mann, der die gSprünge“ mit ihm vornimmt. Bei einigermaßen günſtigem Wind ſind Sprünge bis weit über 100 Meter Höhe möglich. Herr Röhrig⸗Darmſtadt wird an einer acht Meter langen Strickleiter unter dem Flugzeug halsbrecheriſche Uebungen zeigen. Nach verſchiedenen uftſpielen(Ballonjagen uſw.) wird das Abſchießen von Feſſelballons den Abſchluß bilden. Man ſieht eine Flugveranſtaltung, wie ſie in Deutſchland bis letzt noch nicht gezeigt wurde. Gerade die Kunſtflüge tragen mit dazu bei, von der Gefahrloſigkeit des Fliegens zu über⸗ zeugen, da z. B. bei Verkehrsflugzeugen durch direktes Flie⸗ gen von einem Flughafen zum anderen die Gefahrenmomente bedeutend geringer ſind als beim Kunſtfliegen. Die Veranſtal⸗ tung dient der Werbung für den Flugſport, ſie wird dieſen Zweck beſtimmt erfüllen.— Die Straßenbahnverwaltung wird den Verkehr zum Flugplatz am Sonntag durch Einlegung von 80 Motor⸗ und 40 Anhängerwagen verſtärken, außerdem werden noch verſchiedene Sonderlinien laufen, um den Maſſenandrang zu bewältigen. Pferbdeſport Reunen zu Frankfurt a. M.(vom 6. Oktober) Der zweite Tag des Frankfurter Schlußmeetings litt unter einem ſehr ſchwachen Beſuch. Das Wetter war gut, wenn auch reichlich kühl. Der gebotene Sport gipfelte in den Herren⸗ xeiten, die das Hauptintereſſe auf ſich zogen. Im Johannis⸗ berg⸗Jagbrennen kam Fuchſie, die vom Start weg die Führung übernommen hatte und zeitweilig bis zu 20 Län⸗ gen vorgelegen hatte, zu einem leichten Siege, da Herr Schnitzer, der mit dem Endſpeed von Snob gerechnet hatte, zu ſpät einſetzte. Anfangs hatte Ueberkäufer, ber fehlerhaft ſprang, den zweiten Platz gehalten, vor den Tribünen verlor er aber ſeinen Reiter. Dadurch kam Snob an zweite Stelle und rückte auch im Einlauf ſtark auf, konnte aber Fuchſie, die —— Rundſchau ihre Vorſprung vergrößerte, nicht mehr gefährden. Ueberaus ſpannend verlief das Herbſt⸗Jagdrennen. Die Füh⸗ rung hatte zuerſt Durbano, ſpäter Kritiſcher Tag. Das letzte Hindernis nahm Le Gerfaut vor Durbano, dem dichtauf Sturm folgte. In der Flachen wurde Sturm innen vorge⸗ ſtoßen und im Endkampf gegen Le Gerfaut und Durbano zum Siege geführt. Das Hauptereignis auf der Flachen, das Ulrich von Oertzen⸗Erinnerungsrennen ſah zu⸗ erſt Valor vor Tarzan und Caro Bube in Front, denen ſich vor den Tribünen der Opelſche Ruzilo zugeſellte. Gegenüber ging Iſonzo in Führung bis zum Bogen, wo Valor bereits geſchlagen war, während Caro Bube ſich die Spitze ſicherte. In der Geraden entwickelte ſich ein ſcharfer Kampf zwiſchen Caro Bube, Ruzilo, Iſonzo und der Weinbergerin Marcheſa, den Caro Bube ſicher für ſich entſchied. Die Ergebniſſe: 1. Preis v. Hochheim. Für Zweif. 2700 4. 1200 Meter. 1. H. v. Opels Fonta(K. Narr). 2. Fervida. 3. Wink. Ferner: Graskäfer, Strug, Herkus Monte. Tot.: 26, Pl.: 14, 17:10. 2. Preis von Schwalbach. 2700. 1400 Meter. 1. Frau Dr. E. Lindenbergs Idol(K. Narr), 2. Farmerin. 3. Blocksberg. Ferner: Diavolo, Mazeppa, Hilf dir ſelbſt, Metis, Venezianerin. Tot.: 45, Pl.: 13, 21, 13:10. 3. Johaunisberg⸗Jagdreunen. Herrenreiten. 2700 I. 3600 Meter. 1. G. Kucklicks Fuchſte(Frhr. v. Moreau). 2. Snob. 3. Trapper: Ferner: China, Donnerwetter, Roſario, Ueberläufer, Bandola. Tot.: 103, Pl.: 26,15, 24:10. 4. Ulrich v. Oertzen⸗Erinnerungsrennen. Ehrenpreis und 3300. 2500 Meter. 1. Lt. M. Gerteis' Caro Bube(V. Tauß. 2. Ruzilo. 8. Iſonzo. Ferner: Marcheſa, Tarzan, Rheinſtein, Valor. Tot.: 132, Pi ii eie, 5. Herbſt⸗Jagdrennen. Herrenreiten. 3300. 4000 Meter. 1. Dr. Deutſch⸗Zeltmanns Sturm(Frhr. v. Egloffſtein). 2. Le Gerfaut. 3. Durbano. Ferner: Kritiſcher Tag, Fata Morgana, Tango. Tot.: 58, Pl.: 19, 16:10. 6. Mitteldick⸗Ausgleich. 2700 J. 1800 Meter. 1. E. Sechſers Dollar(Braun) 2. Mira II. 3. Südwind. Ferner: Patriotin, Pa⸗ rades, Chronos, Momney, Stalliebling, Pandora, Rochebelle, Ori⸗ een e Ruſſe, Quick, Giſelher, Catania. Tot.: 38, Pl.: 24, 23, 13:10. . Rennen im Grunewald(vom 6. Oktober) 1. Preis von Bockſtadt. Lehrlingsr. 2800. 1600 Meter: 1. A. v. Negeleins Pallas(H. Oſang), 2. Ping Pong, 3. Maifahrt..: Licht⸗ Alberich, Schneeberg, Kasbek, Palladio, Finſternis, Dämmerſtunde, Goldalma. Tot: 24, Pl.: 14, 15, 22:10. 2. Preis von Iſerbrook. Für Zweijährige. 2800&. 1000 Meter. 1. F. Föſtens Eisbraut(E. Grabſch), 2. Locuſta, 3. Sturmbraut..: Oetave, Foxtrott, Eskimo, Goldamſel, Vincula, Certoſina, Königs⸗ kerze, Tirili, Rheinſonne, Mohrenblume, Paradenia. Tot: 28, Pl.: 14, 52, 65:10. 9. Preis der Lauvenburg. 3900 J/. 2200 Meter. 1. Heinz Stahls Borgia(O. Schmidt), 2. Oſiris, 8, Gourmet..: Maillebois, Lind⸗ 1 Robert, Triebkraft, Morgenſtern. Tot: 27, Pl: 14, 55 Preis vom Römerhof. F. Zweif. 5200 J/. 1400 Meter. 1. A. u. .: Orlamünde. Tot: 21, Pl.: 18, 16:10. 5. Preis von Mausbach. 7800. 2000 Meter. 1. A. u. C. v. Weinbergs Palamedes(O. Schmidt), 2. Freiweg 2, 3. Wacholder. .: Gralsritter, Schneeball. Tot: 42, Pl. 16, 20:10. 6. Preis von Weſterberg. F Zweij. 2800 l. 1200 Meter. 1. Stall Halmas Irländer(A. Sajdik), 2. Aſſuan, 3. Tintoretto..: Mienen⸗ könig, Dietmar, Marcion. Maskerade. Tot: 18, Pl.: 12, 14, 12:10. C. v. Weinbergs Pelopea(O. Schmidt), 2. Normanne, 3. Narciß. 7. Preis von Bildern. 2800. 1400 Meter. 1. Abteilung: 1. Fran M. Ungers Fegefeuer(§. Schmidt), 2. Tannkönig, 3. Arndt,.; Stammherr, Eichkatze, Pedro, Princeß Frohſinn, Mondnacht. Tot: 95, Pl.: 26, 17, 23:10.— 2. Abteilung: 1. A. u. C. v. Weinberg Fabuliſt(O. Schmidt), 2. Arſis, 3. Modewelt..: Primadonna 2 Orla, Roſenracker, Agraria, Die Afrikanerin Tot: 40, Pl. 16, 15, 88:10, Fechtſport * Sport⸗Fechten. Das vom Deutſchen Fechter⸗Bund ge⸗ plante große tnternationale Fecht Tournier, daß zur Olympia⸗Vorbereitung dienen ſoll, findet nicht in Fra furt a. M. ſtatt, da dort geeignete Räumlichkeiten nicht zu haben waren; die Veranſtaltung iſt dem Fecht⸗Klub Offen bach von 1863 übertragen worden, der ſie in den Tagen vop 24. bis einſchl. 27. November durchführen wird. Ausgeſchri Florett für Damen. Der Deutſche Fechter⸗Bund rechnet mit einer ſtarken Beteiligung aus dem Auslande, da eine Reihß namhafter ausländiſcher Fechter ihre Beteiligung an dem Tournier bereits zugeſagt hat. Neue Vücher Beſprechung einzelner Werke nach Maßgabe ihrer Bedeutung un des zu Verfüpung ſtehenden Raumes vorbehalten. Prof. Dr. h. e. Koch. Koch u. Sterzel.⸗G. Leipzig(159). Badiſche Heimat, Mannheim Jahresheft 1927.(160) Sigismund v. Reitzenſtein d. Begründer des bad. Staates. Fra Schnabel. J. Hörning, Heidelberg(161). Anno Dazumal. Eberhard Buchner. Deutſche Buchgemeinſchaft, Urteile v. Künſtlern und Muſikfreunden. Berlin(162). Der deutſche Buchhandel der Gegenwart— Eugen Dierichs. Prof, Dr. G. Menz. Felix Meiner, Leipzig(168). Der geſpaltene Menſch. Brund Schönlack. Volksbühnenverlag, Berlin(164). 192 Sonette. Shakeſpeare. Gg. Müller, München(165). Tagebücher und Briefe. Dürer. Gg. Müller, München(168). Catulls Gedichte. Catull. Gg. Müller, München(167). Der Scharfrichter. Paul Ernſt. Gg. Müller, München(168). Hochzeiter und Hochzeiterin. Joſef Rüderer. Gg. Müller, Mü.(169) Der Kannetabel. Alfr. Neumann. Gg. Müller, München(170). Geſchichten im Zwielicht. Oskar A. H. Schmitz. Gg. Müller München(171). 8 Hiſtoriſche Miniaturen. Strindberg. Gg. Müller, München(172), Die Venus von Ille. Mérimése. Gg. Müller, München(178). Deutſche Minneſänger. R. Zoozmann. Gg. Müller, München(17 eeee Gipfel. Gg. v. Ompteda. Deutſche Verl.⸗Anſt⸗ u. 5 Hermann Eris Buſſe. Deutſche Buchgemeinſch. (17 Gutenberg⸗Jahrbuch. ee einſt war. Karl Hans Abel. Ad. Bonz u. Co. Stuttg, 0 Hie Pflicht zu ſchweigen. Fr. W. v. Oeſteren. Guſdo Hackebeil, Berlin(179). Charlotte von Mexiko. Curt Elwenſpoek. Walter Hädecke, Stu.(180) Wagniſſe in aller Welt. Egon Erwin Kiſch. Univerſum⸗Bücherel, Berlin(181). Ins Lüfte. Johannes Poeſchel. R. Voigtländer, Leip⸗ zig Frag mich was! Arthur Rundt. E. P. Tal u. Co., Wien(183). Die Juwikinger. Olar Duun. Rütten u. Loenning, Ffurt.(184 Bund deutſcher Frauenvereine Jahrbuch 1927. Dr. Elſe Ulich⸗Beil, J. Bensheimer, Mannheim(185). Menſch atme! Rechtsbund Deutſchl. Standesbeamten(188). Vereinigte Staaten Europas. Dr. A. Pulinenos. Otto Stollber Berlin(187). Neue Kunſt, Berlin⸗Darmſtabt⸗München. Neue heſſiſche Arbeit gemeinſchaft für bildende Kunſt(188). 5 Nere — 8 Dieſer ſeil befindet ſich jetzt im Bau. 1¹ n 2 * 5 —— 25 25 8 7 2 2 NH 255 5 ——— 5 Die hervorragende&. rechtfertigt allein eine Marke Wie, SNEILINGAUSLESE die an Aſilde, roma und Bekmmlichkeit unubentroffen iſt. denerai · Vertreteri Otto Lehibach, Mannhelm, F 2, 9b. Fabriklager BBokstraße 7. Telephon 286 76. wurde noch geſteigert. nachdem wir unſeren Jabrik-yeubau hezogen haben. Meueſte Miaaſchineii ſind aufgeſtellt, die Arbeits methoden vereinfacht und da- durch die unloſtem aufeinſlſinimum herahgedriſckt worden. Die Qualitat des Jababs konnte aber mals erheblich verbeſſert werden. Je mehr Wir Un⸗ koſten ſparen, deſto mehr können wir die Guite der Zigaretten heben, unſeres Hauſes in der Zigaretten-l nduſtrie N Neue Mannheimer geitung(Mittag⸗Ausgabe) Freitag, den 7. Oktober 1927 eie jehakts · und S andelszeitung duſtrie vorm. Ferdinand Wolff in Mannheinn „Die Geſellſchaft verzeichnet auf 30. Juni 1927 einſchl. 8984% Gewinnvortrag 95 V. 44 938 Vortrag) einen von 683 705 auf 746 186 erhöhten Rohgewinn. Nach Abzug Der verringerten Geſamtunkoſten von 569 354(i. V. 661747 und nach 58 348(57911) Abſchreibungen verbleibt bekannt⸗ lich ein Reingewinn von 127467 4, aus dem, wie ſchon mitgeteilt, die Ausſchüttung von 6 v. H. Dividende auf die B. A. und von 5(0) v. H. auf die St. A. vorgeſchlagen werden, während für 7249% verbleiben. In der Bilanz ſind unter Aktiven Fabrikanlage(in Tauſend Mark) mit 1785, Beteiligung mit 50 und Waren⸗ beſtände mit 1241 bewertet. An Kaſſe und Wechſel waren 15,4 vorhanden und an Schuldnern, einſchl. Bankguthaben, 4818,8 aus. Auf der Paſßipſeite ſind bei unv. 2300 Atk. und 363 Rücklage Teilſchuldverſchreibungen mit 14,05 119,97), Hypotheren mit 1196(unv.) und Verbindlichkeiten mit 1593,34(1493,3) ausgewieſen. 2 Ueber den Verlauf des Geſchäfts jahres 1926/7 und die Ausſichten des lfd. Jahres läßt ſich der Vorſtandsbericht aus: ⸗Die im letzten Bericht für die erſten Monate des abgelau⸗ fenen Geſchäftsjahres. erwähnte Beſſerung der Ver⸗ hältniſſe hat auch in deſſen weiterem Verlauf und bis zur Ayfaſſung dieſes Berichtes(1. Sept.) angehalten. Wir glauben . für Seilin daher erwarten zu dürfen, daß, falls nicht Rückſchläge irgend welcher Art eintreten, auch für das laufende Geſchäfts⸗ fah reunfere Aktionäre auf ein zufriedenſtellendes Srgebnis rechnen können. Von den noch ausſtehenden Deilſchuldverſchreibungen der Emiſfion 1920 iſt im Laufe des Geſchäftsjahres ein Poſten, der uns zum Rückkauf angeboten Wurde, von uns aufgenommen worden. Das Konto Teilſchuld⸗ berſchreibungen(Emiſſ. 1920) zeigt in der Bilanz eine dem⸗ Lulſprechende Ermößigung“ VT 275 Arbeitsgemeinſchaft des Agrippina⸗Verſicherungskonzern und der„alria. Der Agrippina⸗Konzern und die Patria ⸗AG. ſar Handel und Induſtrie in Köln, die bekanntlich dem Cnzelhandel, den Warenhäuſern und vielen wirtſchaftlichen Ver⸗ Eiden ſehr naheſteht, ſind eine Arbeitsgemeinſchaft ein⸗ Zgangen, nach der die umfangreiche Organiſation des Agrippina⸗ 9ern in den Dienſt der großen Verbindungen der Patria⸗AG. Mllen wird. 5 Gutehoffnungshütte verteilt 6 v. H. Dipidende. Die Gute⸗ Heffzuagshütle, Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb in Nernberg wird der demnächſt einzuberufenden Hauptverſammlung 17 Ausſchütung einer Dividende von 8 v. H.(i. V. 5 v..) vor⸗ hlagen. 5 35. J 5 * Eine mitteldeutſche Braunkohlen⸗Gasgeſellſchaft. Die von der Mitteldeutſchen. Braunkohleninduſtrie geführten wiſenſchaftlichen und techniſchen Vorunterſuchungen darühber, ob ſich guch die mitteldeutſche Braunkohle zur Ferngasverſorgung eignet, nd mit dem für die mitteldeutſche Braunkohleninduſtrie wichtigen Urgebnis beendet worden, daß die mitteldeutſche Braunkohle, nach enem neuen techniſchen Vergaſungsverfahren mit größ⸗ em wirtſchaftflichen Erfolg vorbereitet, ferngeleitet werden lann. Nunmehr wird weiterem Vernehmen nach eine Braun⸗ kohlengasgeſellſchaft, die alle maßgebenden Zechen des tteldeutſchen Braunkohlenbergbaus umfaßt, die Auswertung dieſer Vorunterſuchung und techniſſchen Erfindungen in die Hände nehmen Und dabei auch die wirtſchaftlichen Belange des mitteldeutſchen Braun⸗ kohlengebiets in der Erzeugung und Verteilung von Braunkohlen⸗ gas wahrnehmen. * Die Konkurrenzfähigkeit des ſynthetiſchen Ammoniaks der J. G. Farben. Aus Kreiſen, die der Verwaltung der J. G. Farben⸗ Induſtrie naheſtehen, wird jetzt mitgeteilt, daß der ſynthe⸗ iſche Ammoniakk der Z. cher Herabſetzung des Chileſalpeterpreiſes konkurrnzfähig Fleibt. Dies iſt wichtig im Zuſammenhang mit den von cghileniſcher Seite angekündigten Maßnahmen zur Forcierung des Salpeter⸗ epports. Durch Sinken der Verkaufspreiſe, durch die Produktions⸗ ſteigerung des Leunawerkes und durch die zu erwartende Stickſtoff⸗ mehrerzeugung des Ruhrbergbaues ſei in abſehbarer Zeit eine Aenderung der Stickſtoffmarktlage zu erwarten. Die J. G. Farben⸗ induſtrie iſt der Anſicht, daß die durch rationellere Produktions⸗ mothoden und durch Mehrerzeugung bedingte Senkung der Ge⸗ ſtehungskoſten der Landwirtſchaft zugute kommt. Im Gegen⸗ ſas zu der in Ruhrbergbaukreiſen beſtehenden Auffaſſung glaubt die Lerwaltung der J. G. Farbeninduüſtrie nicht, daß der größte Teil der zn erwartenden Stickſtoffmehrerzeugung von der deutſchen Landwirt⸗ ſchaft aufgenommen werden kann. Auf alle Fälle ſei die deutſche Stickſtoffinduſtrie in der Lage, jeder Konkurrenz des Chileſalpeters, ſelbſt eventuellen Dumpingsmaßnahmen zu begegnen. *Elektriſche Licht⸗ u. Kraftanlagen AG. in Berlin. Der AR. beſchloß, der GB. am 28. Okt. für das am 30. Juni beendete Ge⸗ ſchäftsjahr die Verteilung von wieder 10 v. H. Dividende vorzu⸗ ſchlagen. Die Ausſichten im laufenden Geſchäftsjahr wurden vom Vorſtond wiederum als günſtig bezeichnet. Armaturen⸗ und Maſchknenſabrit Ac. vorm. J. A. Hilpert, Nürnßerg. Nach Börſengerüchten hat die Geſellſchaft im laufenden Giſcchäftsſahr einen weſentlichgrößeren Abſatz erreicht als 1956; ſte verfüge auch gegenwärtig über bedeutende Auf⸗ tragsbeſtände. Der gute Geſchäftsgang rechtfertige die An⸗ nohme, daß die Dividendenzahlung für 1927 wieder aufge⸗ nommen werden könne, und man rechne mit einer Dividende von von ograusſtcktlich 5 bis 8 v. H. Hierzu wird von Verwaltungsſeite mitgetéilt, daß dieſe Angaben hinſichtlich Abſatz und Auftragsbeſtand mit den Tatſachen übereinſtimmen. Dagegen ſei eine Schätzung der für 1927 zu erwartenden Dividende noch nicht möglich, da das Ge⸗ ſchäntsſfahr erſt mit dem 31. Dezember d. J. abläuft. 22 Nener Verluſt der Berlin⸗Borſigwalder Metallwerke Löwen⸗ berg AG., Borſigwalde. Der auf neue Rechnung vorzutragende Ver⸗ luſt beläuft ſich nach Ahſchreibungen von 71895 auf 167 675 l, ſo daß ſich der Geſamtverluſt demnach auf 677 000 4 erhöht. Automobilfuſion in den U. S. A. Die Rennwagenfirma Dueſenbeig hat ſich mit der Auburn Automobile Co., in Auburn(Indiana) fuſioniert. Letztere Geſellſchaft hat ferner die Lyeoming Mfg. Ep in Williamsport und die größte Karoſſerie⸗ fabrik in Amerika, die Zimouſine Body Co., erworben. Die nier fuſtonterten Geſellſchaften verfünen über ein Kapital von 2 Millionen Dollar. In den U. S. A. wird die neue Gruppe als die Hleine General Motors Co.“ bezeichnet. Ein ſchwediſcher Gummikonzern. Die ſeit mehreren Jahren gepflogenen Verhandlungen über einen Zuſammenſchluß der ſchwe⸗ iſchen Gummifabriken haben fetzt zu dem Ergebnis geführt, daß die Mtienmaforitäten der„Hälſingborg Gummifabrikaktiebolag“, der Rusſa Gummifabrikaktiebolag“ und der„Skandinaviska Gummi⸗ itieboſag“ in Biskafors zu einer Geſellſchaft vereint worden ſind, mit einem Aktienkapital von 24,4 Millionen Kronen 5 Gründung einer finniſchen Zellnloſefabrik. Zu Blättermel⸗ dungen über die Errichtung einer internationalen Zellu⸗ loſefabrik in Finnland, an der auch deutſche Unter⸗ keßmungen beteiligt ſein ſollen erfährt DHD. auf Anfrage bei in Frage kommenden deutſchen Geſellſchaften, daß dieſen lediglich be⸗ kannt iſt, daß die finniſche Regierung die Errichtung einer Zellu⸗ loſefabrik beſchloſſen hat, die in Verbindung mit der dem finni⸗ chen Staat gehörigen Sägemühle Veitſilucto ar⸗ heiten ſoll. Im finniſchen Budget dieſes Jahres iſt eine Summe von 20 Mill. Mark für die Errichtung der Fabrik vorgeſehen, deren Geſamtkoſten 60 Mill. Mark betragen ſollen. Man kann alſo von einer Beteiligung deutſcher Unternehmungen an einer Zelluloſe⸗ fabrik in Finnland nicht ſprechen. Dividendenrückgang bei der Zuckerfabrik Frauſtadt. Wie ver⸗ Jauſet, wird in der am 10. Oktober ſtattfindenden Bilanzſitzung aller Vorausſicht nach eine Dividende von 8(i. V. 10) v. H. in Vorſchlag gebracht werden. 5 Ver. Nürnßerger Lebkuchen⸗ und Schokoladenfabriken Heinrich Hälterlein und F. G. Metzger AG. in Nürnberg. Die Geſellſchaft ſchließt nach Abſchreihungen von 250 810(256 103) mit 299 976. 24% 16 Reingdeminn, aus dem die GV. wieder 10 v. H. Dinidende heſchſon. Der Einvang an Aufträgen für die Weihnachtsſoiſon ſei Pis fetzt nicht ungünſtia, ſo daß auch für das neue Geſchäölrtszcor mit einem entſprechenden Umſatz gerechnet werden könne. Farbeninduſtrie auch bei erheb⸗ Das Rheiniſch⸗Weſtfäliſche Kohlenſyndikat in 192627 Die Entwicklung des Ruhrkohlenbergbaues Auf den 20. d. M. hat das Rheiniſch⸗Weſtfäliſche Kohlen⸗ ſyndikat ſeine o. GV. einberufen, der unter anderem auch der Rechenſchaftsbericht des Vorſtandes für das Geſchäftsjahr 1926/27 unterbreitet werden ſoll. Im Berichtsfahre blieb, wie hier ausgeführt wird, die deutſche Volkswirtſchaft von großen Erſchütterungen verſchont. Die deutſche Induſtrie durchlief ſeit den unſeligen Inflationsjahren drei Stufen: Zunächſt mußte man ſich dazu entſchließen, die wenigerleiſtungsfähi⸗ gen Betriebeund Betriebsteile zu opfern. So⸗ dann mußte verſucht werden, die Werke auf den Stand höchſtertechniſcher Leiſtungsfähigkeit zubrin⸗ ge n. Dieſe beiden Prozeſſe gingen in den letzten zwei Jahren gewiſſermaßen ruckartig vor ſich. Dadurch waren die Vor⸗ bedingungen für beſſere wirtſchaftliche Leiſtungen geſchaffen: aber um ſie ausnützen zu können, fehlte noch ein Drittes: die Abſatzmöglichkeit 257 Hier aber kam im Jahre 1926 eine unerwartete Anregung durch den engliſchen Bergarbeiterſtreik. „Seine Wirkung zeigte ſich erſt allmählich, zuerſt bei der Kohle, dann beim Eiſen, ſchließlich auch in den übrigen In⸗ duſtriezweigen. In den Erlöſen hat ſich dieſe Wirkung bei weitem nicht ſo ſtark geäußert. wie in den Abſatzmengen; denn wir verfolgten den Gedanken, lieber nicht alle Möglichkeiten der Tagespreiſe auszunutzen, ſondern mehr auf längere Abſchlüſſe zu ſehen. Daß unſere Ausfuhr und ihr Durchſchnittserlös allmählich wieder ſinken mußten, war nach dem Wiedererſcheinen der engliſchen Kohle ſelbſtverſtändlich. Vermeidbar aber war der Schaden, der uns auf dem Inlands⸗ markt durch die Zwangswirtſchaft zugefügt wurde, indem der Reichskohlenrat und der Reichswirtſchaftsminiſter nach der vom Reichsarbeitsminiſter verfügten Lohnerhöhung vom 1. Mai 1927 und die Einſchränkung der Arbeitszeit uns daran hinderten, für dieſe Erhöhung der Selbſtkoſten einen Ausagleich in einer Erhöhung der Preiſe in Kohlen und Briketts zu finden, die nach der Marktlage noch möglich war. Der Berabau iſt als einzige deutſche Induſtrie einer ſo weitgebenden Zwangswirtſchaft unterworfen. Ihre Hand⸗ habung trifft uns um ſo härter, als die Belebung der ganzen deutſchen Induſtrie in den letzten Monaten unſeren Abſatz an Induſtriekohlen nur wenig geſteigert hat. Dieſer relative Rückgang des Kohlenbedarfs der teils auf den Wett⸗ bewerb von Oel und Waſſerkraft. teils auf die wirtſchaftliche Ausnutzung der Kohle durch Elektrifizierung und verbeſſerte Wärmetechnik zurückzuführen iſt, wirkt nicht nur in Deutſch⸗ land, ſondern in allen Induſtrieländern. Die Steinkohlengewinnung Deutſchlands 1926 hat infolge des engliſchen Bergarbeiterſtreiks eine erhebliche Steigerung erfahren. Sie war mit 145 363 000 Tonnen um Die Konvention in der Schleppſchiffahrt dem Rhein Zu der kurz gemeldeten Nachricht ſchreibt die„K..“, daß ſchon ſeit längerer Zeit unter den größeren Reedereien Verhandlungen ſtattgefunden haben zur Gründung einer Schleppkonvention, die leider nicht zu einem greifbaren Ergebnis geführt haben. Seit Ende vorigen Monats haben ſich die Kʒͤohlenkontorreedereien zuſammengetan, um unter ſich ſchon eine loſe Vereinigung zu bilden, die den Zweck haben ſoll, einen ſchnelleren Umlauf der Dampfer herbeizuführen. Zu dieſem Zweck iſt bis zur endgültigen Feſtſetzung dieſer geplanten Vereinigung ab 1. Okt. für den Aus⸗ tauſch von Spitzen in Ruhrort eine proviſoriſche Schlepp⸗ meldeſtelle eingerichtet worden. Von den Kohlenkontor⸗ reedereien, die dieſer vorläufig loſen Vereinigung angehören, ſollen der Meldeſtelle die Spitzen angegeben werden, d. h. die Dampfer, die Schleppgut zur Komplettierung nötig haben, und Schleppgut, welches mit eigenen Schleppdampfern nicht prompt abgeſchleppt wer⸗ den kann. Dieſer Schleppmeldeſtelle ſollen auch die kompletten Schleppzüge mit Dampfernamen und Anhangkähnen aufgegeben werden. Für die vorläufige Beſetzung dieſer Schleppmeldeſtelle ſind. einzelne Herren von den verſchiedenen angeſchloſſenen Reedereien gewählt worden. Weiter wurde beſchloſſen, daß keine dieſer Firmen ab 1. Okt. Schleppgut von den Schleppagenten annimmt, ſondern nur von der Schleppmeldeſtelle, die wiederum notfalls mit den Schleppagenten arbeitet. Dieſe geplante loſe Vereinigung ſoll vor⸗ läufig für oͤrei Monate Gültigkeit haben und, falls bis zum Ablauf dieſer Zeit die große Schleppkonvention nicht zuſtande gekommen iſt, für ein weiteres Jahr mit einmonatlicher Kündigung verlängert werden. Die Bergſchlepplöhne von Ruhrort nach Mʒann⸗ heim ſollen zunächſt mit.50 je Tonne feſtgelegt werden. Eine Erhöhung der Talſchlepplöhne ab Straßburg und Mannheim wurde weiter in Ausſicht genommen. Dieſes ſoll aber im Einvernehmen mit den Oberrheinreedereien durchgeführt werden. Es iſt beab⸗ ſichtigt, die Talſchlepplöhne ab Mannheim um 50 v. H. herauf⸗ zuſetzen. Seit dem 1. Oktober wird auch ſchon von den dieſer Vereinigung angeſchloſſenen Re⸗dereien in Mannheim und Mainz verſucht, dieſe höheren Talſchlepplöhne durchzudrücken. Mit den nicht zu dieſer Vereinigung gehörenden Frachtreedereien werden zurzeit noch Verhandlungen geführt. Eine weitere Sitzung findet in der nächen Woche ſtatt. auf :?: Weiteres Anwachſen des Sparkapitals bei den ländlichen Kreditgenoſſenſchaften. Der Reichsverband der deutſchen landwirt⸗ ſchaftlichen Genoſſenſchaften hat durch die ihm angeſchloſſenen 27 Landes⸗ und Provinzialverbände erneut eine Erhebung über den Einlagenbeſtand der bei ihm zuſammengefaßten ca. 13 000 länd⸗ lichen Spar⸗ und Darlehnskaſſen mit dem Stichtag vom 1. Juli 1927 vorgenommen. Das Ergebnis iſt ein Geſamtbetrag von 678,7 Mill. 4 (am 1. Januar 1927: 584,5 Mill.), wovon auf Spareinlagen 446 Mill. 4(343 Mill.) und auf Einlagen in Rechnung 230 Mill. 4(241 Mill. 4) entfallen. Die Verringerung des letztgenannten Poſtens wird dadurch bedingt, daß die Erhebung gerade in die Zeit der größten Geldknappheit des Landwirts fällt. Um ſo erfreulicher iſt die nicht unbedeutende Zunahme der länger befriſteten Einlagen, die zeigt, daß die Wiederbelebung des Spar⸗ ſinns in der ländlichen Bevölkerung erneut Fortſchritte gemacht hat. Ein Vergleich mit den Ziffern der Vorkriegszeit, die bei den Kredit⸗ genoſſenſchaften des Reichsverbandes einen Einlagenbeſtand von 1575 Mill. ausweiſen ergibt die Feſtſtellung, daß 43 v. H. des Ein⸗ lagenbeſtand von Ende 1913 wieder erreicht ſind. Die landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften im Monat September. Nach der Statiſtik des Reichsverbandes der deutſchen landwirtſchaft⸗ lichen Genoſſenſchaften waren am 1. Oktober 1927 vorhanden: 108 Zentralgenoſſenſchaften, 20 682 Spar⸗ und Darlehenskaſſen, 4566 Be⸗ zugs⸗ und Abſatzgenoſſenſchaften, 4055 Molkereigenoſſenſchaften, 10 648 ſonſtige Genoſſenſchaften, zuſammen 40 059 landwirtſchaftliche Ge⸗ noſſenſchaften. Der Monat September hat für das landwirtſchafliche Genoſſenſchaftsweſen keine Veränderung der Geſamtbeſtandsziffern gebracht. Was die Bewegung in den einzelnen Genoſſenſchaftsarten betrifft, ſo überwogen bei den Spar⸗ und Darlehnskaſſen mit 7 Neu⸗ gründungen und 18 Auflöſungen und bei den Bezugs⸗ und Abſatz⸗ genoſſengſchaften mit 3 Neugründungen und 10 Auflöfungen die Abgänge, während bei den Molkereigenoſſenſchaften die anſteigende Tendenz wieder in ſehr ſtarkem Maße, und zwar mit 23 Neugrün⸗ dungen und nur 2 Abgängen erhalten geblieben iſt. In der Gruppe der ſonſtigen Genoſſenſchaften ſtehen 36 Zugängen 39 Auflöſungen gegenüber. 85 2⸗? Die Preisbildung für Zündhölzer. Zu der Neufeſtſetzung der Preis⸗ und Lieferungsbedingungen des Zündholzſyndikats und der daran geknüpften Kritik wird von zuſtändiger Seite mitge⸗ teilt, daß das Reichswirtſchaftsminiſterium keine Veranlaſſung habe, 12 741 000 Tonnen, das ſind 9,61 v.., höher als die Förderung des Vorjahres und um 4610 000 Tonnen, das ſind 3,28 v.., höher als die Förderung im Jahre 1913, bei Zugrundelegung des jetzigen Gebietsumfanges ohne Saar und Oberſchleſien.— Die Förderung des Ruhrgebiets betrug 112 192 000 Tonnen, das ſind 8 133 000 Tonnen oder.82 v. H. mehr als im Vorjahre, ſie blieb jedoch hinter derjenigen von 1913 mit 114 833 000 Tonnen noch um 2641 000 Tonnen, das ſind 253 v. ., zurück. Unter dem Einfluß des enaliſchen Bergarbeiter⸗ ſtreiks konnte die deutſche Kohlenausfuhr eine erhebliche Ausdehnung erfahren. Sie ſtieg von 32 718 000 Tonnen im Jahre 1925 auf 54 013 000 Tonnen im Jahre 1926, d. h. um 65,09 v. H. An der Steigerung waren alle Empfangs⸗ länder beteiligt. Die Einfuhr ging infolge des Ausbleibens der engliſchen Kohle erheblich zurück und betrug nur 2677 000 Tonnen, das ſind 5 013 000 Tonnen weniger als 1925 und 8 683 000 Tonnen weniger als 1913. Die Einfuhr aus England in Höhe von 1234 000 Tonnen entfällt faſt reſtlos auf die erſten vier Monate des Jahres. Der Rückgang des Abſatzes in das beſtrittene Gebiet iſt langſamer vonſtatten ge⸗ gangen, weil die Abſatzyolitik des Syndikats während des Streiks auf den Abſchluß langfriſtiger Verträge gerichtet war, die erſt allmählich abliefen. Die Wagengeſtellung der Reichsbahn erreichte in den Monaten Oktober bis Dezember 1926 eine Höhe, welche die Ziffern der verkehrsreichſten Monate der Vorkriegszeit übertraf. Wenn es anfangs ſchien, daß die Reichsbaßn ſelbſt hohen Anforderungen an die Wagengeſtellung gewachſen war. ſo ſtellte ſich doch von Mitte Oktober. bis Ende November eine empfindliche Verknappung ein, die erſt durch beſondere Maß⸗ nahmen der Bahn im Dezember beboben werden konnte. We⸗ bere Schwieriagkeiten bereitete die Bewältigung der geſtei⸗ gerten 15 Ausfuhr auf dem Waſſerwege Die Duisburg⸗Ruhrorter Häfen erlebten einen Kohlenumſchlag, der um 27 v. H. über den des Jahres 1913 hinausging und der in den Monaten Juni und Juli auf Ta⸗ gesleiſtungen von mehr als 100 000 Tonnen ſtieg. Im ganzen erfuhr der Waſſerverſand von Ruhrkohle einen derartigen Aufſchwung, daß die 1926 auf Waſſerſtraßen erzielte Leiſtung in tem allein 44 v. H. der geſamten Ruhrkyhlentransporte ausmachte. Sehr drückend wird nach wie vor die Höhe der deut⸗ ſchen Eiſenbahnfrachten empfunden: vor allem beim Kohlentarif liegen die Frachten ſo hoch über denen der Vorkriegszeit, daß der Wettbewerb mit dem Ausland außer⸗ ordentlich erſchwert wird.— zu beanſtanden und berabzuſetzen, wenn ſie in volkswirtſchaftlich nicht berechtigter Weiſe geneigert oder hochgehalten werden. Die letzte Preisfeſtſetzung habe aber eine Heraufſetzung der Zündholzpreiſe nicht herbeigeführt. Auch die Befürchtung, daß durch die Einführung von zwei Konſumqaualitäten nur die beſſere am Markt ſein werde und daher eine Preiserhöhung eintrete, habe ſich bisher al⸗ unbe⸗ gründet erwieſen. In der erſten Zeit nach dieſer Regelung ſeien tatſächlich 77 v. H. des Geſamtumſatzes auf die billige Qualität ent⸗ fallen. Sollte ſich das weſentlich ändern, dann beſtünde f⸗derzeit die Möglichkeit und auch die Abſicht des Reichswirtſchafts⸗ miniſteriums, regulierend einzugreifen. Weiter wird mitgeteilt, daß die Lieferungsbedingungen der Zündholzverkaufs⸗ geſellſchaft nur inſoweit dem Einſpruch des Reichswirtſchafts⸗ miniſteriums im Aufſichtsrat unterliegen, als dieſe Bedingungei direkt auf die Preisgeſtaltung einwirken. Im übrigen treten die Vorſchriften des Kartellgeſetzes in Kraft. :? Internationaler Zuſammenſchluß des Fahrradhandels. In einer in Frankfurt abgehaltenen Sitzung, an der Vertreter der Groß⸗ handelsverbände des Fahrrad⸗ und Fahrradteilhandels aus ver⸗ ſchiedenen europäiſchen Ländern teilnahmen, wurde nach ausführ⸗ licher Erörterung der wirtſchaftlichen Lage die Gründung eines inter⸗ nationalen Komitees zur Wahrung der Intereſſen des Fahrrad⸗ und Fahrradteilgroßhandels beſchloſſen. Dem Komitee, deſſen Bür o ſich vorerſt in der Schweiz befindet, gehören folgende Länder an: Die Schweiz, Belgien, Deutſchland, England und Holland. Die internationale Organiſation erblickt ihre Aufgabe vornehmlich in einer gegenſeitigen Hilfeleiſtung bei der Anerkennung der Stellung durch den Fabrikanten als Vermittler bei der Waren⸗ verteilung. Schmediſche Handelsbilauz im Auguſt aktiv. Die Zuſammen⸗ ſtellung über die ſchwediſche Aus⸗ und Einfuhr im Auguſt zeigt, daß die Einfuhr einen Wert von 130 381 000 Kronen repräſentiert hat, mährend die Ausfuhr 148 288 000 Kronen betrug. Mit anderen Worten iſt ein Exportüberſchuß von etwa 18 Millionen Kronen zu verzeichnen. Im aleichen Monat des Vorjahres betrug der Exportüberſchuß nur 10 Millionen Kronen. 2: Noch keine deutſch⸗belgiſche Zementverſtändigung. Die Ver⸗ handlungen zwiſchen der deutſchen und der belgiſchen Zement⸗ induſtrie über die Lieferungen nach Hokland wurden geſtern in Köln fortgeſetzt. An den Beratungen nahmen auch Ver⸗ treter der Maaſtrichter Fabrik teil. Eine Einigung ließ ſich auch diesmal nicht erreichen. Es wurde fedoch in Ausſicht genommen, die Beſprechungen demnächſt weiterzuführen. Erhöhter Abſatz des deutſchen Kaliſyndikats. Der Abſatz des deutſchen Kaliſyndikats im September 1927 betrug, wie wir ungefähr geſchätzt haben, 1 186 290 Dz. geaen 825 890 Dz. Reinkali im gleichen Monat des Vorfahres. Der Abſatz in den erſten fünf Monaten (Mai bis September) des laufenden Düngejahres beträgt 4180 277 Dz. Neinkali gegen 3 957 233 Dz. Reinkali in den erſten fünf Monaten des Düngefahres 1926/7. Der Abſatz in den erſten neun Wobate des ſaufenden Kalenderfahres beträgt 10 069 953 Dz. Ren on 8 725 012 Dz. Reinkali in den erſten neun Monaten d⸗ jahres 1926. Deviſenmarkt Italien nach der plötzlichen Befeſtigung wieder auf den atter Stand, 89.15 gegen London. Spanien ſchwächer, gegen London 28 g⸗ nach 27,92. Oslo feſter, 18,46 nach 18,48. Die Reichsmark war noch der Steigerung der letzten Tage wieder angehoten. Der Dollar wurde mit 4,1970 nach 4,1930 gehandelt. 81 7 8. 77. 6 7 London-Par 124,02124, 7 Vaild.-Schwe.] 28.87 28, 30J ond.-Stockd 1 hf 1100 Lond.-Brüſſe.] 34,5] 34.05 Jolland- Schw. 208.0,207.9 and.-Madrid 27,9[ 8,74 Lond.-Maild. 38.15 89.10[Tabel Holland.495.404] Nafland-Par 40.65189.10 Kabel Schweiz 5,186.186 Lond.-Holland 12.13] 12,13/ Brüſſel-Paris 354.80 284.90 Lond.⸗Schweiz 25,245 25,24London-Oslo. 18.48 18,480Holland⸗Paris.025.621 Paris-Schweiz 20.33 20.35[Lond.⸗Kopenh. 18.175 19.17[Kabel London.86 3.Cf 8 In.⸗Mk. laſſen ſich kolgende Kurſe ſeſtſtellen; London.20.41J 20,4 JPraa 12.4350 12.44] Wadrid 73,08J 72.8f5 Paris 16.46 16.4/[Oslo 110.4J110,65 Argentinien.78.79 Zürich 80.80 80.92 Kopentzagen 12.30112.40 Japan. 185.84 Mailand 23.160 22 91 Stockbol m 112 87112,97] New-Dorf..199.196 Holland J186.17168.27] Brüſſel 58.41 58.46 Lendon 6. Oktober Metallmarkt(In Sſt. f. d. eng. t. b. 1018 Kg. 5, 0. 5. 6% J Slen 20.85 20.25 Kupfer Kaſſa k413 85 deſtſeleci 61,78 61.75 ink 26 25 25.25 do. 3 Monat 84.38 54.28 Nickel uecklld..Fl. 22,.— 22,— Zinn Kaſta 267.50 284.75 Frachtenmarrt in Duisburg ⸗Ruhrort vom 6. Okt. Die Nachfrage nach Kahnraum war an der heutigen Börſe ziem⸗ do. Elektrol. 62.25 62.25 Regulus aufgrund des Zündholzſperrgeſetzes einzugre if en. Dieſes Geſetz lich ruhig. Die Frachten zu Tal und zu Berg blieben unverändert. gebe dem Reichswirtſchaftsminiſterium nur dann ein Recht, Preiſe während die Schlepplöhne tal⸗ und bergwärts ſich etwas erhöhten. ——— 18 ttag, den 7. Oktoder 1927 Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ansgabe) 9. Seite. Nr. 46 57 . 1 8 2* bel dem Zus einer leicht teilg wagen den Pfalz des O Ruh ente Arpteſt Odberkir am Dreſz 8 reichſt in ſe ein den g bnle allſeits Lieb möglich ſowi 8 wichte echsle, in agen ſtellt——— 70 G erbſt m gleicher e ſt cher er Weiſe 15 ſtloſer un es Ki Ift hat e roß chten Aus der Pfalz Der Weißherbſt au der Unterhaarbdt uſtadt, 6 e beim d a5 K berkirchenrates and ent Verdienſte i ntiſch Kleinbo auf 32„1. In Großbockenheim war Sob Moſtgewichte und die Preiſe be e. Okt. In Sauſenheim betrugen die Moſt⸗ iesjährigen Weißherbſt 65 bis 70 Grad nach ckenheim 60 bis 65 Grad, in einzelnen rad. Der Preis für die Logel Weißherbſt der Weiß⸗ wegen ſich * Ludwigshafen, 6. Okt. Geſtern vormittag ſtürzten vier antinenbau der Höhe von 4 Me ere Verletz ns Kranken) m Laufe des Tages wieder e Sreyer, 8. Okt. Abat in ihrer Si Reichsbahn beſchäftigte Maurer tern ab und erlitten teils ſchwere, ungen. Sie wurden mit dem Rettungs⸗ aus verbracht. Zwei der Verletzten wür⸗ ntlaſſen. Die proteſtantiſche Kirchenregierung der tzung vom 6. Oktober d. J. das Geſuch Dr. Dreſcher um Verſetzung in den gegengenommen und ihm in Anerkennung n faſt 50jähriger Amtszeit im Dienſte der en Kirche der Pfalz den Titel eines Geheimen rchenrates verliehen. Als ſein Nachfolger wurde Kir⸗ Hans Stichter⸗Queichheim gewählt, der ſein Amt anuar 192 hat ſi age rchenbu r die ba en Welt kannte e 8 antreten wird.— Geh. Oberkirchenrat Dr. ch während ſeiner langen Amtsdauer in erfolg⸗ um das evangeliſch⸗kirchliche Leben der Pfalz d hingebenſter Weiſe bemüht und bis in die nein a n der Ausarbeitung und Drucklegung ches hervorragendſten Anteil genommen. Sehr diſche und die pfälziſche Kirchenregierung auf ⸗Kirchenkongreſſen vertreten. Als gebürtiger r Land und Leute in der ganzen Pfalz, wo e und Hochachtung entgegengebracht wird. Landwirtſchaſt Der Staud der Feldgewächſe in Baden ne Kleeſchn fämtl onats ernliche Rabreitete R weniger ſchönen Tage im erſten Septemberdrittel er⸗ die Einbringung der reſtlichen Getreideernt e, itte und des Oehmds an manchen Orten. rauf einſetzende und mit kurzen Unterbrechungen ende andauernde Schlechtwetterperiode behinderte Feldgeſchäfte wieder erheblich. Starke, weit ſetztenniederungen, aul liche 1 L erleide 1 der elo ſtan leibe hen fr 5 uchernd facgt. tieriſch * ah m 4 51 nae rohende 4 aaten 2 10 0 85 für zen 8 ger 1 b das ing⸗. nſtigt e rheh daslte Duufitäf z neuer arto t ei —5 en S zieml auf 38 v augehfet egengüſſe verurſachten da und dort(3. B. in den im Bodenſeegebiet uſw.) Hochwaſſer und dings große Flächen unter Waſſer. Durch die an⸗ äſſe ging in dieſen Gegenden das noch im Freien hm d 15 n im Bo iger e 11 berichtet. A ren Be ffenden Land elernte, Db.. s v.., ver lalnig di nis 155 an ſtezen man größtenteils zugrund. Die Kartoffeln den und die jetzt in vollem Gang befind⸗ von der man ſich reiche Erträge verſprach, fall, der je nach Gegend und Bodenart, einzelt ſogar noch höher veranſchlagt wird. e weißen und die gelben Sorten werden von geſteckt, während die roten Sorten ſich wider⸗ rweiſen. Auch die Dickrüben und Zuckerrüben cherorts unter der Ungunſt der Witterung und hzeitig ab, z. en Unkrauts. orhanden, jedoch gkeit vielerorts chädling 0 der Mäuſe T. auch infolge des ſtarken, alles über⸗ Grünfutter und Herbſtweide iſt reich⸗ verhindert die überaus ſtarke Boden⸗ die wirtſchaftliche Ausnutzung. An en wird ganz vereinzelt über Zu⸗ und über Vorkommen von Enger⸗ Häufiger ſind die Meldungen über cker ckengefahr für die jungen Winter⸗ ellu ich im Rückſtand iſt. rboſſenden über den Stand der Reben und über 0 ni ng in den meiſten Bezirken allerdings Weinmoſterträge lauten im allge⸗ cht ſehr erfreulich. Die Geſamtnote der Beurteilung im ganzen hat ſich ſeit Anfang September von .H. verſchlechtert, ſteht alſo zurzeit auf„nahezu Der Sau erxrwurm hat im vergangenen Monat, be⸗ urch die naſſe, kühle Witterung, in manchen Wein⸗ en(Markgräflergegend, Bühlergegend uſw.) z. T. en Schaden angerichtet und damit die Herbſt⸗ Nachbargebiete Großfeuer im Odenwald Beerfelden i.., 6. Okt. In der vergangenen Nacht gegen 2 Uhr brach in der Scheune des Betriebsmeiſters Reuling Feuer aus, dem in kurzer Zeit weitere drer Scheunen mit Frucht, Heu und Stroh zum Opfer fielen. Die Entſtehungsurſache des Brandes iſt noch unbekannt. Die Staatsanwaltſchaft von Darmſtadt weilte heute an der Brand⸗ ſtätte Die Löſchung des Feuers war ſehr erſchwert durch den Waſſermangel. Günſtig war allerdings, daß Wind⸗ ſtille herrſchte und ſo durch das Flugfeuer kein weiterer Schaden angerichtet wurde. Selbſtmordverſuch im D⸗Zug * Mainz, 6. Okt. Eine 30jährige Bürvangeſtellte aus Köln verſuchte im D⸗Zug Köln—Mainz ihrem Leben ein Ende zu machen, indem ſie ſich mit einem Raſier⸗ meſſer die Pulsadern öffnen wollte. Ihr Vor⸗ haben wurde jedoch rechtzeitig bemerkt und das Mädchen bis aur Ankunft in Mainz überwacht. Hier wurde ſie ins ſtädt. Krankenhaus gebracht, wo feſtgeſtellt wurde, daß es ſich um eine Geiſteskranke handelt. ———— Neues aus aller Welt —Zu den Unterſchlagungen bei der Kölner Stadtſparkaſſe. Zu den Unterſchlagungen in der Kölner Stadtſparkaſſe, die bei der Bevölkerung große Erregung hervorgerufen haben er⸗ fährt das„Kölner Tageblatt“: Der Sparkaſſenvorſteher Mu l⸗ ler teilte einigen Kunden mit, daß ſie beſſere Zinſen erhalten könnten. Dazu ſei aber notwendig, daß ſie ein Separatkonto eröffneten, das unter ſeiner perſönlichen Leitung ſtehe und über das er auch ganz allein der Direktion gegenüber Rechen⸗ ſchaft ablege wegen der ſtreng vertraulichen Art der Konten. Einige Leute glaubten Müller dies tatſächlich und Müller hat auch in einigen Fällen die vereinbarten 7 Prozent Zinſen zur Auszahlung gebracht. Die Sache war an ſich nur dadurch möglich, weil Müller als eine durchaus vertrauenswürdige Perſönlichkeit galt. Die Aufdeckung des Schwindels erfolgte durch einen der Sparkaſſe fernſtehenden Beamten, der durch Zufall von der Sache hörte und darauf Anzeige erſtattete. — Der Deutſche raucht am meiſten. Nach der Statiſtik ſcheint der Deutſche der ſtärkſte Raucher zu ſein: je Kopf der Bevölkerung wurde an Tabak verbraucht in Deutſchland 1,8 Kilogramm, in Oeſterreich 1,6, in Schweden 1,4, in Frank⸗ reich 1,4 und in England 1,3. Betrachtet man den Zigaretten⸗ verbrauch für ſich, ſo ſteht England an erſter Stelle. Es wur⸗ den nämlich Zigaretten pro Einwohner verraucht: In Eng⸗ land 652, Oeſterreich 586, Deutſchland 483, Frankreich 250 und Schweden 197 Stück. Auf 10 000 Einwohner entfallen in Deutſchland 83 Tabakgeſchäfte, die jährlich durchſchnittlich je 53 000 Zigaretten verkauften, in Schweden 52 Tabakgeſchäfte mit einem Umſatz von 62 000 Zigaretten, in Oeſterreich 24 mit einem Umſatz von 243 000 Zigaretten, in Frankreich 12 Tabak⸗ geſchäfte mit einem Umſatz von 200 000 Zigaretten. — Beim Transport von glühendem Eiſen verbrannt. Auf einem Hüttenwerk in Villerupt bei Nanecy hat ſich ein furchtbarer Unglücksfall ereignet, dem zwei Arbeiter zum Opfer gefallen ſind. Ein Maſchiniſt und ein Heizer hatten eine Werkslokomotive beſtiegen, um einen mit glühendem Eiſen gefüllten Behälter zu transportieren. Da dieſer aber nur mit einem Sicherheitshaken befeſtigt war, verlor er das Gleichgewicht, ſodaß ſich der ganze Inhalt auf die Erde ergoß. Es entſtand eine Exploſion und die Kleider der beiden Ar⸗ beiter ſtanden ſofort in hellen Flammen. Die Unglücklichen verbrannten bei lebendigem Leibe. — Goldene Haare.. Die in Wien tagenden inter⸗ nationalen Friſeure haben ihre eingehenden Beratungen über die Winterhaarmode mit einſtimmigen Beſchlüſſen beendet, die für die elegante Frauenwelt von beſonderer Bedeutung ſein werden. Auf Vorſchlag des Friſeurs Fritſch(Budapeſt) müſſen die Friſuren der Bekleidung entſprechen. Das Haar ſoll 8.., wenn goldene Schuhe getragen werden, ebenfalls vergoldet. werden. Die Bemalung von Bubiköpfen ſei durchaus nicht zeitraubend, ſondern vielmehr ſehr raſch durchzuführen. Die Akademie der Damenfriſeurkunſt erließ ein Preisausſchreiben, en in quantitativer Hinſicht verringert. Ueber die es neuen Weines verlautet bisber noch wenig. u dn Nben TAMMEE eben d Bamh kür Herbst- u. Winter-Beda nach dem bis zum 15. Oktober neue Friſuren nach dieſen Vor⸗ ſchlägen in Bildern vorzulegen ſind. 5 Pulv. Pekg. Mx 1. 15, 10 Obl.-Pek Prospekte kostenfrei. Otto& Co, Frankfurt Main(Süd). 2 g. 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Vor wenigen Tagen iſt es ihnen unter Führung von Giovanni Cabianca in 27ſtündiger Arbeit ge⸗ lungen, die tiefſte Stelle dieſes Schachtſyſtems, einen kleinen See, 637 Meter unter der Erdoberfläche, mittels Strickleitern zu erreichen! Damit iſt der bisher tiefſte Ab⸗ grund der Erde bezwungen und auch ſportlich für die Kletterei auf der Strickleiter ein Rekord aufgeſtellt. Die Höhle wurde „Abiſſo Muſſolini“(Muſſolini⸗Abgrund) genannt. — Seegefecht mit Alkoholſchmugglern. In der Nähe des Leuchtturms von Söderſkär lag eines der dort bekannten Schmugglerſchiffe ror Anker, um bei einbrechender Dunkelheit ſeine Alkoholladung an die Motorboote abzugeben, die dann im Schutz der Herbſtnacht aus den Schären heran⸗ kommen, um die verbotene Ware an Land zu bringen. Von einem der Motorboote der Zollbehörde bemerkte man nun, daß ein ſolches Schmugglerboot bereits am Tag am Schmuggler⸗ ſchiff angelegt hatte. Der Zollkutter begab ſich zum Schiff, und der Beſatzung des Motorbootes wurde befohlen, die Taue zu kappen und vom Schiff abzulegen. Statt dieſem Befehl Folge zu leiſten, kletterten die Männer vom Motorboot auf das Schiff. Der Chef des Zollkutters ließ nun zwei Zollbeamte das Motorboot beſteigen, um es vom Schiff wegzubugſieren. Dieſe wurde jedoch von der Beſatzung des Schmugglerſchiffes mit einer Gewehrſal ve empfangen, die zum Glück nieman⸗ den traf. Der Zollkutter bugſierte nun das Motorboot nach Helſingfors und meldete die Angelegenheit der Zollbehörde. Der Zolldampfer Nordvakten begab ſich hinaus und fand das Schmugglerſchiff, das den Namen Hvalen führte und unter öſterreichiſcher Flagge fuhr. Der ZJolldampfer wurde jedoch vom Hvalen mit Gewehrfeuer empfangen. Er meldete dies durch Funkſpruch nach Helſingsfors, worauf die Militär⸗ behörde den Kreuzer„Matti Kurki“ hinausbeorderte. Vor den Kanonen des Kriegsſchiffes ſtrich nun endlich das Schmuggler⸗ ſchiff die Flagge und wurde vom Nordvakten als gute Beute nach Helſingfors bugſiert. — 4 Zentner Juwelen beſchlagnahmt. Nach vielen Be⸗ mühungen iſt es der Warſchauer Polizei gelungen, eine in⸗ ternationale Juwelenſchmugglerbande un⸗ ſchädlich zu machen. In den Morgenſtunden des Sonntag drangen Polizeibeamte in die Wohnung des Anführers der Bande ein und fanden dort bei einer gründlichen Durchſuchung Perlen, Brillanten und andere Edelſteine im Werte von vielen Millionen und im Geſamtgewicht von 13 Kilo. Es wurde feſt⸗ geſtellt, daß die Schmugglerbande hauptſächlich über die deut⸗ ſche und tſchechiſche Grenze hinüber gearbeitet hat. Der An⸗ führer der Bande dürfte über die Grenze entkommen ſein. — Panzerautos gegen Kälber. Große Heiterkeit erweckte, wie aus Belgrad gemeldet wird, in ſüdflawiſchen Kreiſen ein „Grenzzwiſchenfall“, der ſich in der Nähe von Sufak bei Fiume ereignet hat. Einem Bauern aus der unmittelbar an der italieniſch⸗ſüdſlawiſchen Grenze gelegenen Dorfe Kuſtar waren zwei Kälber nachts aus dem Stall gelaufen und hatten ſich auf italieniſches Gebiet verirrt. Italteniſche Wach⸗ ſoldaten hörten ein verdächtiges Geräuſch im Gebüſch und alarmierten ſofort durch Schüſſe die italieniſche Garniſon in Klana, die eine Abteilung Soldaten in vollſtändiger Aus⸗ rüſtung entſandte, welche ein Maſchinengewehrfeuer eröffnete Auch zwei Panzerautos rückten aus und es entſtand eine blinde Schießerei. Am Morgen fand die ſüdſlawiſche Grenzwache im Gebüſch, von unzähligen Kugeln durchlöchert, während das andere in den letzten Zügen lag. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Sept. Okt. Rhein-Pegel 30.1. 14 8. 67. Reckar- Pegelſ 50. 1. 4. 5. 6, 77. Schuſterinſel 3,90 2,93.2,70 2,65.802.4 Mannheim.47.52.85f 5,38J 8. 10J.0 Kehl 4853725.84.828.78.3, 1 Jaaſtfeld.65.70.50.25 1,89,172 Maxau.85.51.05.90 5,80 5,66 Mannheim(.51 6,31,5,62.422.235, Taub—.——..0508,87— Köln.10,5.01,4,34.12.9208. Herausgeber, Druger und Verieger Druückerel Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung G. m. b. H. Mannheim E 6, 5 Direktion Ferdinand Heyme. Chefredatteur Kurt Fiſcher— Verantwortl. Redakteure: Für Politit: H. A. Meißner Feuilleton. Dr. S. Kayſer.— Kommunal⸗Politik u. Lokales: Richard Schönfelder= Sport und Neues aus aller Welt: Willy Mliller— Handelsteil,. Kurt Ehmer=⸗ Hericht und alles nehrige. Franz Kircher— Anzeſgen: Dr. E. Stötzuer besorldos Ubriqe Eine angefeuchtete Bürste, ein wenig VIRI, und fort ist aller Schmutz— wie weg⸗ geꝛaubert! VMu scheuert Flolz, Metaſ, Glas, Stem- gut, Email und Linoleum, ohne zu kratzen und anzugreifen. Prãchtig reinigt VI schmutzige Hande. „Sunlicht“ Mannheim 10. Seite. 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Der drohende Schatten der Zuchthausmauern steht hinter ihnen— 30 sind sle verfemt und geächtet, bis sle ihren Weg, den Weg der aus der menschlichen desellschaft Ausgestoßenen vollendet haben Dieses Meisterwerk wurde vom Zentralinstitut ſür Erziehung und Unterricht als k Unst- leriseh hechstehend begneichnet. Anfang nachmittags 3 Uhr. Regins-Lichtspiele Mannhelm-Neekarau Ab heute und folgende age! Das gewaltige Filmwerk ETROPOEIS die Weltstadt der Zukunft, ihre phantastische Pracht, das Hämmern ihrer gigantischen Maschinen— eine Menschheitssymphonle von brausender Melodik und ehernem Rhythmus. 8270 wiſchen B6 u. B7 Tel. 26 505 Beginn nachmittags 6 Uhr. b. Seite. Nr. 43 Elne dramatische Ulebeskomödie in T Akten Die tiefe Tragik, gepaart mit unverfälschtem Humor, geben diesem deutschen Film einen eigenartigen Reiz, der seine Wirkung auf den Beschauer nieht verfehlt. Dazu: — müͤhlen u. der Liebe Mahlsteinen 5 6 Akie. Anfang.00,.15,.45,.15 Uhr —— neben Apotheke— gegenüb. d. 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