deee Donnerstag, 20. Oletober 4 Neuo Pezugspreiſe: In Mannhei it ſe: eim u. Umgebung frei ins Haus der durch die Poſt monatl..⸗M. 2,80 ohne Beſtellgeld ſprbertt, Aendetung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe Nach kderun———. Poſtſcheckkonto 17590 Karlsruhe. B0 teGeſchäftsſtelle E6, 2. Haupt⸗Nebenſtelle. R1,•6, aſſermannhaus) Geſchäfts⸗Nebenſtellen: Waldhofſtr.6, Aüwetzin erſtr 19/20 u. Meerfeldſtraße 13. Telegramm⸗ 12 eſſe. Generalanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. Jernſprecher 24944, 24945, 24951, 24952 u. 24953 Bellagen: Sport und Spiel Witlag⸗Ausgabe annheimer Geit Aus Seit und Leben Alannheimer Frauenzeitung. Unterhaltungs-Beilage. Aus der Welt der Cechnik Preis 10 Pfennig 1927— Nr. 485 je einſp. eklamen Anzeigenpreiſe nach Tarif, bei Vorauszahlun Kolonelzeile für Allgem. Anzeigen 0,40.⸗M. 2 —4R.⸗M. Kollektiv⸗Anzeigen werden höher berechnet Für Anzeigen⸗Vorſchriſten für beſtimmte Tage, Stellen u. Aus⸗ 0 4 00 gaben wird keine Verantwortung übernommen. Höhere Ge⸗ 511 walt, Streiks, uſw. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene od. beſchränkte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme von Anzeigen. Aufträge durch Fernſprecher ohne Gewähr. Gerichtsſtand iſt Mannheim. Wandern und Neiſen Geſetz und Necht Verminderung der Der Abbau beginnt am 25. Oktober N Berlin, 20. Okt.(Von unſerem Berliner Büro.) Der 5 eichstagsausſchuß für die beſetzten Gebiete auhm nach der Ferienpauſe geſtern ſeine Sitzungen wieder 5 Vor Eintritt in die Tagesordnung ſtellten die Abgeord⸗ 102 en Hofmann⸗Ludwigshafen(Ztr.) und v. Dry⸗ nder(Dutl.) Anfragen nach der angekündigten Verminde⸗ 1 ng der Stärke der Beſatzungstruppenzahl, beſonders auch ach der Stärke der Truppen in der Pfalz. Staatsſekretär chmid gibt hierfür folgende Darſtellung: bi m Auftrag des Reichsminiſters für die beſetzten Ge⸗ mete hat ſich der Reichskommiſſar zum General Guillau⸗ 5 nach Mainz begeben, um dort in eingehenden Ausfüh⸗ Airzen die deutſchen Wünſche vorzutragen. Beſtimmte Er⸗ ürungen ſind hierfür nicht gegeben worden. Es iſt zugeſagt orden, die Wünſche dem franzöſiſchen Kriegsminiſterium eiterzugeben. Inzwiſchen iſt dem Generaldelegierten der nandsvermögensverwaltung eine Mitteilung zugegangen, ſa der am 25. Oktober die Truppenverſchiebung der Be⸗ sungsarmee folgendermaßen vor ſich gehen wird: N J Aus der belgiſchen Zone werden etwa 800 Mann aus n Orten Geilenkirchen und Lindern zurückgezogen. 10 b) Die britiſche Rheinarmee verläßt Idſtein völlig und eht aus Königſtein einige Kompagnien zurück. Geſamtab⸗ gang etwa 1050 Mann. e) Die franzöſiſche Rheinarmee nimmt aus Dü⸗ den einen Diviſionsſtab ſowie eine Artillerieabteilung zurück, agegen wird ein Jägerbataillon dorthin gelegt. Aus Ems⸗ zürchen wird ein Jägerbataillon zurückgezogen, aus Koblenz⸗ hrenbreitſtein werden zwei Maſchinengewehrbataillone, ein Aaderbataillon und ein Infanteriebataillon mit zuſammen 1 Mann zurückgezogen. Aus Ems verſchwindet ein Infan⸗ kriebataillon, das aber durch ein anderes erſetzt wird. Aus etz werden 2 Bataillone mit 1496 Mann zurückgezogen, aus bet uenach wird ein Stab zurückgezogen, in Trier verſchwin⸗ ab der Stab des 33..K. mit 342 Köpfen, eine Telegraphen⸗ teklung, eine Traineskadron, ein Automobiltrain und ein wnierbataillon, dagegen kommt ein Diviſiosſtab und drei teilungen Artillerie neu hinzu. Aus Mainz wird eine Pio⸗ derrtompagnie zurückgezogen, in Worms wird ein abziehen⸗ pft Truppenteil durch einen neuen erſetzt, während Worms⸗ 5 ligheim von einem Infanteriebataillon mit 800 Mann Wideit wird. In Landau werden 2 Truppenteile mit 1280 el ann erſetzt durch 2 andere, die 758 Mann umfaſſen, ſo daß n Abgang von 522 Mann feſtzuſtellen iſt. Aus Germers⸗ Der Reichstag zur Schutvorlage Ue Berlin, 20. Okt.(Von unſerem Berliner Büro.) nakerlich nahm der zweite Tag der Schuldebatte einen noch irbeſtörteren Verlauf, als der erſte. Obſtruktionsverſuche 3005 welcher Art wurden nicht mehr unternommen und die nolltionellen Redner beſchränkten ſich auf eine ſachliche des Keudellſchen Entwurfes. Das Hauptintereſſe be⸗ Veuruchten naturgemäß die Ausführungen des Volkspartei⸗ rtreters. Die Volkspartei birgt in ihrer Toga die tſcheidung. Wenn ſie nur wollte, ſo könnte der Geſetzent⸗ en z in der Verſenkung verſchwinden. Das aber will ſie, um die useinanderfallen der Koalition zu vermeiden und damit 1 WWerantwortung für eine Regierungskriſe auf ſich 11 aden, wie immer offenkundiger wird, nicht. Obwohl das ſchlopsſchulgeſetz ſchwere Opfer verlangt, iſt ſie dennoch ent⸗ bingllen den Weg des Kompromiſſes zu beſchreiten. Aller⸗ * auf 5 ſtellt ſie ihre Bedingungen. Den Hauptwert legt ſte erh die Erhaltung und Sicherung der Simultanſchule. Sie * Aent weiter Widerſpruch gegen die in dem Entwurf vor⸗ ſchlzbene Behandlung der Simultanſchulländer und verwirft urehlich die geiſtliche Schulaufſicht. Wie weit ſie in dieſen in ukten eine Korrektur durchzufetzen vermag, wird ſich erſt laute: kommenden Verhandlungen ergeben. Allerdings ver⸗ weitet im Reichstag, daß hinter den Kuliſſen ſchon eine ſehr 9 gehende Verſtändigung über die Einigungsformel erzielt en ſei. Sichtbar verſchnupft aber iſt man im Koalitions⸗ 105 er über die ſehr nachdrückliche Geſte, mit der Dr. Runkel Nei amen ſeiner Fraktion von dem Kabinettsbeſchluß zum zelubsſchulgeſetz abrückt. Ein deutſchnationales Blatt be⸗ ladnet dieſe Erklärung über die Bindung der volkspartet⸗ zuſen Redner als„anfechtbar“ und kündigt eine Gegen⸗ den daren ſchon die Einwände des Volkspartei⸗Redners gegen 5 eſetzentwurf recht ſchwerwiegender Art, ſo geht die Komeokratiſche Sprecherin, Frau Bäumer, in ihren Rkounſequenzen noch viel weiter. Sie fürchtet, daß der Entwurf auf, neuen Konfliktſtoff ſchaffen und die Gegenſätze der Welt⸗ wird nung verſchärfen werde. Die demokratiſche Fraktion beff zwar durch Abänderungsanträge im Ausſchuß zur Ver⸗ ihrsrung der Vorlage beizutragen verſuchen, lehnt ſie aber Ubem ganzen Grundcharakter nach, als reaktionär und antt⸗ eral entſchieden ab. ieder Reſt der Debatte bot nur wenig Bemerkenswertes e greiſe Löwin, Klara Zetkin, erſt füngſt aus Sowjer⸗ nd zurückgekehrt, hielt eine immerhin erſtaunliche Beſatzungstruppen Aulhentiſche Mitteilungen im Reichstagsausſchuß für die beſetzten Gebiele heim wird eine Artillerieabteilung mit 190 Mann zurück⸗ gezogen. In Neuſtadt verſchwindet das Fliegerregiment und die Maſchinengewehrabteilung, wogegen zwei Infanterie⸗ bataillone dorthin verlegt werden. In Speyer wird ein Jägerbataillon erſetzt durch ein anderes Bataillon. Demnach werden die Truppenkontingente vermindert: das belgiſche um etwa 800 Mann, das engliſche um etwa 1050 Mann und das franzöſiſche um etwa 6500 Mann. Die weitere Verminderung des franzöſiſchen Kontingentes, alſo neben der Zurücknahme der Stäbe und geſchloſſenen Truppenkörper ſoll dadurch erreicht werden, daß einmal die Mannſchaften, die ſeit der letzten Einſtellnug in Abgang gekommen ſind, nicht wieder erſetzt werden, daß ferner im November weniger Rekruten eingeſtellt werden und daß die Verwaltungsdienſtſtellen ent⸗ ſprechend der Verminderung der Truppenſtärke verkleinert werden. Insgeſamt ſoll die Beſatzungsſtärke ſich künftig für das⸗franzöſiſche, engliſche und belgiſche Kontingent auf 60000 Mann ſtellen. Ob die vollen 10000 Mann erreicht werden, kann heute noch nicht abſchließend geſagt werden. Es liegt indes bisher kein Grund vor, an der loyalen Durch⸗ führung der gegebenen Zuſage zu zweifeln. Die Note der Botſchafterkonferenz bildet die Grundlage der Zuſage. Sodann wird die Frage der Saargängerunter⸗ ſtützung behandelt. Es liegen einige Anträge vor, die eine Wiederaufnahme der im Sommer eingeſtellten Hilfsmaßnah⸗ men bedeuten. Staatsſekretär Schmid gibt folgende Erklä⸗ rung ab:„In Anerkennung der dringenden Notlage der Sa ꝛr⸗ und Elſaßgänger hat die Reichsregierung unter Zurückſtellung ernſter grundſätzlicher Bedenken in der Kabinettsſitzung am 18. Oktober beſchloſſen, die Gewährung von Fahrtentſchädi⸗ gung mit Wirkung vom 1. November 1927 nach Maßgabe näherer Beſtimmungen des Reichsminiſters für die beſetzten Gebiete bis auf weiteres wieder aufzunehmen. Die erforder⸗ lichen Mittel ſollen in den Nachtragshaushalt des Reichs⸗ miniſteriums für die beſetzten Gebiete eingeſtellt und ſoweit nötig, ſchon vorher vorſchußweiſe zur Verfügung geſtellt wer⸗ den. Dagegen muß die Reichsregierung die Gewährung von Unterſtützungen an die Saar⸗ und Elſaßgänger neben der Fahrtentſchädigung ablehnen.“ Unter Ablehnung weitergehender Anträge fand ein An⸗ trag Hofmann⸗Ludwigshafen Annahme, durch den die im Sommer angenommene Entſchließung an Saar⸗ und Elſaßgänger die Fahrgeldentſchädigung zu gewähren, wieder aufgenommen wird. Hierauf behandelte der Ausſchuß Pe⸗ titionen. Philippika gegen die Bourgeviſie, Handelsobjekt ſei. Der ſozialiſtiſche Schulreformer Löwenſtein rief mit großer Zungenfertigkeit die weltliche Schule als Ideal an. Heute ſoll die Debatte zum Abſcheuß gebracht werden, da ein kommuniſtiſcher Antrag zunächſt die Streikinterpellation zu behandeln, abgelehnt worden iſt. Nach Ueberweiſung des Schulgeſetzes an den Bildungsausſchuß, wird man die Be⸗ ſoldungsvorlage in erſter Leſung in Angriff nehmen. Vadiſche Deutſchnationale gegen den Entwurf Die Badiſche Gruppe des„Evangeliſchen Reichs⸗ ausſchuſſes der Deutſchnationalen Volkspartei“ hat in einer in Karlsruhe veranſtalteten Tagung folgende Entſchließung angenommen:„Die Badiſche Gruppe des„Evangeliſchen Reichsausſchuſſes der Deutſchnationalen Volkspartei“ bittet die Parteileitung aufs dringendſte, für die Erhaltung unſerer badiſchen chriſtlichen Simultanſchule nachdrück⸗ lichſt einzutreten nach Maßgabe der beſtehenden badi⸗ ſchen Schulverfaſſung.“ Am Maltzans Nachfolge Berlin, 20. Oktober.(Von unſerem Berliner Büro.) In der Preſſe iſt, wie kurz berichtet, wieder die Meldung auf⸗ getaucht, daß höchſtwahrſcheinlich der frühere Reichsfinanz⸗ miniſter Dr. Reinhold den Poſten des deutſchen Botſchaf⸗ ters in Waſhington eralten werde. Hierzu berichtet der Tages⸗ dienſt deutſchnationaler Zeitungen: der Reichsaußenminiſter hat Dr. Reinhold den Poſten vor einiger Zeit tatſächlich ange⸗ boten. Dr. Reinhold hat aber bis heute noch mit ſeiner Ant⸗ wort gezögert. Inzwiſchen haben ſich in den Kreiſen der Koa⸗ litionsparteien und zwar beſonders beim Zentrum Beſtre⸗ bungen gegen Dr. Reinhold bemerkbar gemacht, ſo daß in poli⸗ tiſchen Kreiſen ſeine Berufung noch nicht für ſicher gilt. Als neuer Kandidat für die Nachfolgeſchaft des Freiherrn von Maltzan wird der Direktor der deutſchen Bank von Stauß genannt. der die Jugend nur ein * Heroenkult in Polen. Das Herz des volniſchen Volks⸗ helden Kosciusko, das bisher in dem Muſeum in Rapperts⸗ wil aufbewahrt wurde, iſt nach Warſchau überführt. Anläßlich der Ueberführung wurden große Feierlichkeiten veranſtaltet. Das Herz wird in dem königlichen Schloß in Warſchau auf⸗ bewahrt, 100 Jahre,Wetterwinkel Europas“ 20. Oktober 1827: Die Seeſchlacht bei Navarino. Von Dr. Arthur Dix Der Balkan, der eben in dieſen Tagen ſeine Eigenſchaft als alter politiſcher Wetterwinkel uns wieder ſo recht deutlich vor Augen zu führen weiß, kann am heutigen 20. Oktober die hundertjährige Wiederkehr des Tages begrüßen, der die entſcheidende Schickſalswende in der Geſchichte der Balkanländer herbeigeführt hat: Am 20. Oktober 1827 wurde im Rahmen des vereinigten engliſchen, ruſſiſchen und fran⸗ zöſiſchen Eingreifens in den griechiſchen Befreiungskrieg die Seeſchlacht in der Bucht von Navarino(am äußerſten Süd⸗ weſtzipfel Griechenlands) geſchlagen, in der die engliſchen und franzöſiſchen Streitkräfte die türkiſch⸗ägyptiſche Flotte vernichteten. Von dieſem Tage an führt ein langer Zickzack⸗ weg der europäiſchen Großmachtpolitik bis mitten hinein in unſere Gegenwart— ein Weg langſamer Verdrän⸗ gung der Türkei vom europäiſchen Boden, ſchritt⸗ weiſer Einbeziehung der Balkanhalbinſel in die europäiſchen Staatsformen unter fortwährender, oft ſehr ſchnell wechſeln⸗ der Umgruppierung der Mächtekoalitionen in ihrem Verhält⸗ nis zu der Türkei und zu den neu entſtehenden Balkan⸗ ſtaaten. Nachdem der Wiener Kongreß die europäiſche Land⸗ karte neu gezeichnet hatte, ſetzten auf dem Balkan Freiheits⸗ bewegungen in verſchärftem Maße ein. Aber das offizielle Europa nahm zunächſt noch keinen Teil an ihnen, denn nach dem Wiener Kongreß war die Heilige Allianz verſteinert, wie nach dem Frieden von Verſailles die Entente der Weſtmächte verſteinerte. Erſt als Kaiſer Alexander J. die Augen ge⸗ ſchloſſen hatte nud ſein Bruder Nikolaus I. ihm auf den Zarenthron gefolgt war, begannen auch die europäiſchen Kabi⸗ nette Anteil zu nehmen an dem Befreiungskampf der Grie⸗ chen, für den die Völker des Weſtens ſich ſchon nach ſeinem Ausbruch im Jahre 1821 mit einem wahren Fanatismus eingeſetzt hatten. Die furchtbaren Blutbäder, die von den Türken wiederholt unter den Grtechen angerichtet worden waren, brachte die Volksſeele in Weſt⸗ und Mitteleuropa in Erregung gegen die deſpotiſche Macht, die durch faſt ein halbes Jahrtauſend eine orientaliſche Tyrannei nicht nur über die Balkanhalbinſel aufgerichtet hatte, ſondern auch lange Zeit die Randgebiete des Schwarzen Meeres in ihrer Geſamtheit beherrſchte. Kultureuropa befand ſich damals freilich in einem doppelten Irrtum bezüglich der Beurteilung Südoſt⸗ europas. Ein Irrtum war es, in romantiſcher Aufwallung die Griechen von damals noch gleich zu ſetzen mit jenen des griechiſchen Altertums. Die an der ganzen Levante weitverbreiteten griechiſchen Kaufleute hatten nichts mehr gemein mit der klaſſiſchen Vergangenheit ihres Stammlandes. Der andere Irrtum war der, das Freiheitsſtreben aller Balkanvölker als eine rein griechiſche Bewegung zu be⸗ trachten und auch die Bewohner der Rumpf⸗Halbinſel mehr oder weniger mit den Griechen in der ſüdlichen Zipfelhalb⸗ inſel zu identifizieren. Nur in Rußland wußte man etwas von den ſlaviſchen Bulgaren auf dem Balkan, deren Eigenkultur völlig unterdrückt war, bis im Jahre 1824 die erſte bulgariſche Fibel in Kronſtadt gedruckt wurde. Weſteuropa ließ ſich durch den Umſtand täuſchen, daß die Türkei das orthodoxe Bulgarentum grie⸗ chiſchen Popen überautwortet hatte, um durch inneren Zwieſpalt unter den Balkanvölkern die Fortführung ſeiner eigenen politiſchen Herrſchaft zu erleichtern. Weſt⸗ europa meinte Griechenland als Erben des alten Hellas, Rußland meinte die Bulgaren und Serben als Balkan⸗ ſlaven, als im Jahre 1827 endlich England, Rußland und Frankreich ſich zu gemeinfamem Vorgehen gegen die Türken zuſammenſchloſſen und den entſcheidenden Seeſieg bei Navarino erſtritten. Aber freilich, gerade dadurch, daß dieſer Sieg ſo vollſtändig war, empfanden die Eng⸗ länder alsbald, daß ſie ſich ſozuſagen„überſiegt“ hatten, ſo etwa, wie kurze Zeit nach der deutſchen Unterſchrift in Verſailles Lloyd George zu empfinden begann, daß die Entente ſich gegenüber Deutſchland überſiegt hatte. England erkannte die Gefahr, daß es im weſentlichen die Arbeit Rußlands geleiſtet habe, und ſchlug ſich ſehr raſch wieder auf die türkiſche Seite, um der Gefahr zu begegnen, daß der Zerfall der Türkei lediglich die Uebermacht Ruß⸗ lands auf dem europäiſchen Feſtland ſteigere. Der Friede zu Adrianopel von 1829, der den griechiſchen Befreiungskrieg und das Vordringen der Ruſſen DDDr——Btt—————rrrr..... Bestelle zeitig Deine Zeitung FURNOVEUBER an den Beſchlüſſen der — 2. Seite. Nr. 488 über den Balkan bis Adrianopel abſchloß, brachte denn auch nur die Unabhängigkeit Griechenlands, erhielt aber unter gewiſſen Modifikationen die Oberhoheit der Türkei über die ſlawiſchen Balkanſtaaten ſowie über die Moldau und Walachei aufrecht. In der Folgezeit fuhr Rußland fort, an den nördlichen und öſtlichen Geſtaden des Schwarzen Meeres ein Stück nach dem anderen der türkiſchen Herrſchaft zu entreißen, Weiterhin ging Frankreich daran, ſich auf Koſten der Türkei große Einflußgebiete an der Nordküſte Afrikas zu ſchaffen. England blickte voller Sorge ſowohl auf das ruſſiſche wie auf das franzöſiſche Vorgehen, weil von beiden Seiten aus die Sicherheit der engliſchen Herrſchaft über Indien bedroht erſchien: Von Rußland aus direkt auf dem Wege zwiſchen dem Schwarzen und dem Kaſpiſchen Meer, von 1 aus mit aller Deutlichkeit in der Zeit, in der rankreich ſich anſchickte, den in Aegypten gewonnenen Ein⸗ fluß zum Bau des Suez⸗Kanals zu benutzen. Unter dieſen Umſtänden war die Orientpolitik Englands wiederholt darauf angewieſen, ſich auf die türkiſche Seite zu ſchlagen. In der Zeit des Krim⸗ krieges konnte England ſich mit Frankreich gemeinſam gegen die ruſſiſchen Eroberungsgelſſte auf türkiſchem Gebiet wen⸗ den. Als aber Frankreich die Erbauung des Suez⸗Kanals durchgeführt hatte, war Englands Politik im Intereſſe der indiſchen Herrſchaft antifranzöſiſch eingeſtellt und erfolgreich darauf bedacht, den Freuzoſen dieſes große Verkehrswerk aus der Hand zu winden. Der ruſſiſch⸗türkiſche Balkan⸗ krieg, der zur Befreiung Bulgariens führte, und der Friede zu San Stefano im Jahre 1878 brachte Eng⸗ land wieder ganz an die Seite der Türkei und bewirkte auf dem Berliner Kongreß die weitgehende Reviſion jenes Friedensſchluſſes zu Ungunſten Rußlands. Die Zurückdrängung der Türkeiaus Europa freilich ging unaufhaltſam vorwärts. Nach Griechenland waren Serbien und Montenegro und Bulgarien befreit, die Fürſtentümer nöroͤlich der Donau durch die Aufrichtung Rumäniens Eurova zugeführt, weitere Gebiete der nördlichen Balkanhalbinſel an die Habsburgiſche Monarchie gefallen. Es folgte der Anſchluß Oſtrumeliens an Bulgarien, ſo daß nur noch Albanien, Mazedonien und Thrazien unter türkiſcher Herrſchaft verblieben. Auch dieſem Zuſtande ein Ende zu bereiten, waren die neu entſtandenen Balkanſtaaten aus eigener Macht ohne die Hilfe des alten Europa befähigt, nach⸗ dem das Vorgehen Italiens in Tripolis das Signal zu einer weiteren Aufteilung der Türkei gegeben und die Balkankriege nach ſich gezogen hatte. Inzwiſchen aber hatte die weltpolitiſche Konſtellation eine weſentliche Veränberung dadurch gefunden, daß ſich nunmehr England in der Sicherheit ſeiner indiſchen Herrſchaft bedroht wähnte durch die deutſche Betätigung beim Bau der Bagdad⸗Bahn. Englands Argwohn gegenüber der Er⸗ ſchließung des Weges aus Mitteleuropa nach dem Perſiſchen Golf war ſo groß, daß es ſelbſt den alten Gegenſatz gegen Ruß⸗ land, der durch die Indienpolitik bedingt war, zurückſtellte und bh mit Rußland und Frankreich gegen Deutſchland verbün⸗ ete. Daß dieſe neue Bündnispolitik auch durch viele andere Motive geleitet war, braucht in dieſem Zuſammenhang nicht weiter erwähnt zu werden. Der Ausgang des Weltkrieges hat dann die Tür⸗ kei mit Ausnahme von Konſtantinopel und einem winzigen Hinterland am Bosporus ganz vom europäiſchen Bo⸗ den abgedrängt, und die neue Lage veranlaßte die Tür⸗ ken, auch den Regierungsſitz nach Klein⸗Aſien zurückzuziehen. Die Einbeziehung der geſamten Balkanhalbinſel außer Konſtantinopel hat nun aber dieſem Südoſten durchaus nicht den alten Charakter des Wetterwinkels St ommen. Eben erſt in dieſen Tagen beſtätigte die ſcharfe uſpitzung des jugoſlaviſch⸗bulgariſchen Kon⸗ flikts, wie ſehr es da unten nach wie vor gärt. Es war wohl mehr als ein nur zufälliges Zuſammentreffen, daß dieſer Konflikt zeitlich zuſammenfiel mit den Erörterungen über eine geplante Verlobung des bulgariſchen Zaren Bo⸗ 1is mit einer italieniſchen Prinzeſſin; denn durch jede bul⸗ gariſch⸗italieniſche Annäherung fühlt ſich das ſüdſlaviſche Kö⸗ nigreich zwiſchen dieſen beiden Nachbarn in die Zange ge⸗ nommen. 195 Uebrigens erinnerten die Meldungen über die religis⸗ ſen Schwierigkeiten, die einer ehelichen Verbindung zwiſchen bulgariſchem und italieniſchem Herrſcherhauſe im Wege ſtehen, zugleich auch wieder an die kirchlichen Dif⸗ ferenzen auf der Balkanhalbinſel. Für den römiſch⸗katho⸗ liſchen Fürſten Ferdinand war es ja bekanntlich der ſchwerſte Schritt ſeines Lebens, als er ſeinen älteſten Sohn der ortho⸗ doxen Kirche zuführen und dafür den päpſtlichen Bannſtrahl auf ſich ziehen mußte. Während des Weltkrieges, der das frü⸗ her Rußland hörige Bulgarien an der Seite der Gegner jener orthodoxen Weltmacht ſah, haben Erzberger und her⸗ vorragende deutſche Gelehrte römiſch⸗katholiſchen Glaubens die Frage ſtudiert, ob und wie es möglich ſein würde, das bul⸗ gariſche Volk Romnäherzuführen. Durch Stamm und Sprache, durch Glaubensbekenntnis und Schriftzeichen ſind die Völker der Balkanhalbinſel ge⸗ ſpalten. Was aber die Gegenſätze am meiſten vertieft, das iſt And bleibt vor allen Dingen die mazedoniſche Frage. Sie muß daher baldigſt eine Löſung finden, wenn nicht neue Brände auf dem Balkan auflodern ſollen. Englands Völkerbundspolitit 8 London, 20. Okt.(Von unſerem Londoner Vertreter.) ODie Abkehr der offiziellen engliſchen Politik vom Völkerbund 15 ſchon während der letzten Oeſſen Tagung heftige Oppo⸗ tion in weiten Kreiſen der Oeffentlichkeit hervorgerufen. ord Cecils Proteſt gegen die Völkerbundspolitik der Regie⸗ rung gab das Signal zur Organiſierung des Widerſtandes, der heute in einem überaus intereſſanten Manifeſt der Liberalen Ausdruck findet. Das Manifeſt fordert die Regierung auf, zu einer loyalen Mitarbeit im Völkerbund zurückzukehren und ſtellt im beſonderen 4 Punkte auf: 1) England müſſe die akultative Schiedsgerichtsklauſel unterzeichnen, 2. die eng⸗ iſche Regierung müſſe allgemeine oder ſpezielle Schiedsver⸗ träge abſchließen, 3. England müſſe ſeine eigenen Rüſtungen abbauen, die weit über die Notwendigkeit der gegenwärtigen Situation hinausgingen und jeden Gedanken an ein Flottenwettrüſten mit Amerika aufgeben, 4 der engliſche Einfluß müſſe für die beabſichtigte neue Kodi⸗ N ſisterung der Völkerrechtsgrundſätze eingeſetzt werden. Das Manifeſt erklärt ſich ferner für die weitere Arbeit 0 eltwirtſchaftskonferenz, nen die engliſche Regierung mit Lauheit gegenüber⸗ tehe.„Die Abrüſtungsidee ſollte der herrſchende Programmpunkt der Politik aller Länder ſein, fährt das Manifeſt fort, denn das Vorhandenſein großer Rüſtungen hat bisher ſtets als Zündſtoff für den Ausbruch von Kriegen edient. Die Alliierken haben außerdem im Verſailler Ver⸗ rag die Verpflichtung übernommen, der deutſchen Entwaff⸗ nung eine allgemeine Abrüſtung folgen zu laſſen. Eine ehr⸗ liche Unterſtützung des Völkerbundes iſt zweifellos der beſte Teg, dieſe Politik durchzuführen.“ Lloyd George und Lord Grey werden in den nächſten Wochen in Verſammlungen der Völkerbundsunion ſprechen. Auch Lord Ceeil wird am Freitag ſeine erſte öffentliche Rede ſeit ſeinem ſenſationellen Rücktritt aus der Regierung alten. Die Akten über Englands Völkerbundspolitik ürften alſo durch Chamberlafus ablehnende Erklärung in Genf noch nicht geſchloſſen ſein. Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Der Streik im Braunkohlenrevier Die Lage unverändert Auch am Mittwoch war ein Abflauen des Streiks noch nicht zu bemerken. Im Gegenteil tobt der Kampf unvermin⸗ dert fort. Die Grube„Alwine“ bei Halle iſt von der Streik⸗ leitung ſtillgelegt worden, da von den noch 200 verbliebenen Arbeitern 170 zurückgezogen wurden. Von der oberſten Streik⸗ leitung in Halle wird beſtätigt, daß ſie nicht beabſichtigt, die Werke Golpa und Tſchornewitz ſtillzulegen. Allerdings gelten die Zuſicherungen nur bis Samstag oder Sonntag. Im Falle des Scheiterns der Berliner Verhandlungen haben ſich die Streikleiter in Golpa und Tſchornewitz freie Hand vorbehalten. Heute(Donnerstag) vormittag 11 Uhr wird der Sch 1i ch⸗ tungsausſchuß zuſammentreten zu Verhandlungen über den Braunkohlenſtreik. Der Schlichter iſt in ſeinem Urteil vollkommen ſelbſtändig. An mehreren Stellen haben die Angehörigen der ſo⸗ genanuten Werkgemeinſchaften, d. h. wirtſchaftsfriedliche Ver⸗ bände, am Mittwoch die Arbeit niedergelegt. Für heute er⸗ hofft die Streikleitung eine weitere Ausdehnung des Streiks. Von der Streikleitung wird darauf hingewieſen, daß einige Werkleitungen verlangt haben, daß Streikende, die den Wer⸗ ken gehörende Wohnungen bewohnen, dieſe verlaſſen. Die Arbeiter haben ſich jedoch geweigert und machen geltend, daß die Wohnungen bis Wochenende bezahlt ſind. In dieſem Punkte kann es leicht zu Konflikten kommen. Die Nothilfe in Tätigkeit Zum Einſetzen der Techniſchen Nothilfe in Hirſchfeld und Boehlen bei Leipzig wird vom ſächſiſchen Wirtſchaftsminiſte⸗ rium erklärt, daß ſie erfolgt ſei, weil die Streikleitung ſich geweigert habe, die Stromverſorgung für gewerbliche oder landwirtſchaftliche Betriebe ſowie für die Straßenbahn ſicher⸗ zuſtellen. Im Streikgebtet Borna, Leivzig und Grimma hat ſich die Lage nicht weſentlich verändert. Die Zahl der Streikenden hat zugenommen. Der Zechenverband lehnt Lohnerhöhungen ab Der Zechenverband hat dem Bergarbeiterverband auf ſeine Forderung nach einer außertariflichen Lohnerhöhung mitgeteilt, daß in eine Erörterung über eine Abänderung des Lohnabkommens nicht eingetreten werden könne. Die Wirtſchaftlage im Ruhrbergbau habe ſich in den letzten Monaten derart verſchlechtert, daß vielmehr beſſer in eine Erörterung über eine Lohnherabſetzung eingetreten werden könnte. „Einwirkung der Lohnpolitik auf die Preiſe⸗ Auf einer ſtark beſuchten Tagung des Reichsausſchuſſes für Handel und Induſtre der Deutſchen Volkspartei, auf der auch Reichswirtſchaftsminiſter Dr. Curtius erſchienen war, hielt Abg. Dr. Moldenhauer eine Rede über die Ein⸗ wirkung der Lohnpolitik auf die Preisbildung. Er legte dar, daß die Wirkungen einer Lohnſteigerung in verſchiedenen Fällen außerordentlich verſchieden ſeien. Am meiſten gingen die Meinungen über die Frage auseinander, ob eine im Augenblick techniſch nicht gerechtfertigte Lohnſteigerung ohne Preiserhöhung ertragen werden könne. Die bei der Export⸗ induſtrie gegehene Abhängigkeit brauche an ſich nicht gefährlich zu ſein. Gefährlich werde ſie erſt dann, wenn, auf die Dauer geſehen, keine Kapitalneubildung im Inlande erfolge, um der Verſchuldung an das Ausland eine Gegenmacht entgegenzuſetzen und ſie wieder abzuſtoßen. Wie ſollten wir den Reparationsgegnern die Ueberzeugung beibringen, daß wir die Daweslaſten nicht aufbringen könnten, wenn wir ſelbſt das Dreifache ausgäben für öffentliche Zwecke als 19132 Es müſſe daher ernſt gemacht werden mit der Verwal⸗ tungsreform und der Reform der ſtaatsrechtlichen Ver⸗ hältniſſe zwiſchen Reich und Ländern. In die Ausſprache griff auch Reichswirtſchaftsminiſter Dr. Curtius ein, wobei er ſich ebenfalls für die Verwaltungs⸗ reform einſetzte. Zentrum und Finanzausgleich Wie das„B..“ erfahren haben will, wurde in der geſtrigen Sitzung der Zentrumsfraktion einmſttg feſtgeſtellt, daß eine Aenderung des Finanzausgleiches nach den Wünſchen der Bayeriſchen Volkspartei aus innen⸗ und außen⸗ politiſchen Gründen nicht möglich ſei. Die Zentrumsfraktion vertrete den Standpunkt, daß die finanzpolitiſchen Verhält⸗ niſſe in den Ländern auf der Grundlage einer eingehenden organiſchen und ſyſtematiſchen Verwaltungsreform er⸗ örtert werden müßten. Zu den Wirtſchaftsverhandlungen mit Polen Berlin, 20. Oktober.(Von unſerem Berliner Büro.) Der bisherige Handelsattaché der polniſchen Geſandtſchaft in Berlin, Sokolowski, iſt zum Miniſterialrat im Warſchauer Handesminiſterium ernannt worden. Dieſe Ernennung iſt inſofern bemerkenswert, als Sokolowski während der bis⸗ herigen Handelsvertragsverhandlungen auf polniſcher Seite die Zolltariffragen bearbeitet hat. Sokolowskis Berufung in eine leitende Stelle des Warſchauer Handelsminiſteriums wird von der„Voſſiſchen Zeitung“ dahin gedeutet, daß den im War⸗ ſchauer Handelsminiſterium vorhandenen Kräften, die als Ex⸗ ponenten der polniſchen Induſtrie nicht vertragsfreundlich eingeſtellt ſind, nunmehr eine Perſönlichkeit gegenübertritt, die 1 0 der Notwendigkeit des Vertragsabſchluſſes über⸗ zeugt iſt. Die litauiſche Veſchwerde in Genf Die ſoeben vom Völkerbundsſekretariat veröffentlichte Klageſchrift der litauiſchen Regierung gegen Polen um⸗ faßt 11 große Schreibmaſchinenſeiten und bezeichnet die von der polniſchen Regierung angeführten Gründe für ihre Ver⸗ geltungsmaßnahmen als lügenhafte Vorwände. In Wirklichkeit, ſo führt die Note aus, haben die Differenzen ihren Ausgang durch das Verlangen von Privilegien pol⸗ niſcherſeits in Schulfragen genommen, während die litauiſche egierung ſich außreſtande geſehen habe, für die polniſchen Schulen eine Vorzugsbehandlung gegenüber den litauiſchen, ruſſiſchen und deutſchen Schulen zu gewähren. Die Note weiſt dann auf die politiſch verheerende Wirkung der Hetz⸗ kampagne hin, die polniſcherſeits eröffnet worden ſei und führt alsdann den Beweis, daß es ſich für Polen ſeit langem darum handele, die litauiſchen Schulen auf polniſchem Gebiet abzuſchaffen und im allgemeinen die litauiſche Nattonal⸗ bewegung zu unterbinden. Beſonderer Nachbruck wird in der Notée auf den Umſtand gelegt, daß von polniſcher Seite überhaupt zu den ſogenannten Vergeltungsmaßnahmen ge⸗ griffen werden konnte und ſie ſtellt feſt, daß da weder das Verfaſſungs⸗ noch das Verwaltungsrecht den Begriff der Vrgeltungsmaßnahmen kenne, dieſer ausſchei⸗hſ dem Gebiete des internationaſen Rechts angehöre, womit die polniſche Regierung vor der Welt eingeſtehe und den ſchlagen⸗ 85 Beweis dafür gebe, daß ſie die Gebiete von Wilna und rodno als nicht dem poluiſchen Hoheitsrecht unterſtehend und alſo der polniſchen Republik nicht angehörende Gebiete anſehe, ſondern als feindliche, militäriſch beſetzte Provinzen, denen gegenüber ſie Maßnahmen des inter⸗ nationalen Rechtes glaubt in Anwendung bringen zu können. Die Einnahmen des Reiches an Steuern, Zöllen und Al. gaben haben im September 1927 im ganzen 581,8 Mill. tragen gegen 544,8 Mill.& im September v. Is. und Mill.„ uim Auguſt d. Js. Im einzelnen erbrachten(in Mi Reichsmark): die Einkommenſteuer aus Lohnabzügen 115 (93,2), Körperſchaftsſteuer 23,5(20,6). Steuerabzug vom 996 talertrag 2,3(1,4), andere Einkommenſteuer 77,1(63,5), 1 mögensſteuer 14,6(15,5), Erbſchaftsſteuer 5,6(2,1), Umſe, ſteuer 25,4(60,8), Grunderwerbsſteuer 29(2,1), Kapitalgg kehrsſteuern insgeſamt 9,0(12,9), Kraftfahrzeugſtener 15 (8,4), Verſicherungsſteuer 3,5(3,0), Renn⸗, Wett⸗ und Lottener ſteuer 3,9(6,2), Wechſelſteuer 4,0(2,8), Beförderungsſtete 34,(20,, Obligatfonenſteuer 16(.2, Die verpfändeln, Zölle und Verbrauchsabgaben erbrachten im Jale zen 242,9(221,1) Mill. A, und zwar im einzelnen die 555 95,7(70,1), Tabakſteuer 71,5(67,7), Zuckerſteuer 20.7(%% Bierſteuer 36,4(27,1) und das Spiritusmonopol 18,7(19 Aus den übrigen Verbrauchsabgaben gingen im ganzen Millionen/ ein. 30 Das Aufkommen an Steuern, Zöllen und Abgaben lt erſten Halbjahr des Rechnungsjahres 1927 überſteigt a115 4115 Millionen/ die Hälfte des Jahreshaushaltsſen von 3 875 Mill./ um 240 Mill, ½. Dieſe Mehreinnahee entfällt faſt gänzlich, nämlich mit rund 234 Mill., auf be⸗ Zölle und Verbrauchsabgaben, wogegen die fortdauernden 63 ſitz⸗ und Verkehrsſteuern faſt genau die Hälfte des Jahrzie anſatzes, die einmaligen nur knapp 5 Mill. mehr als b⸗ Hälfte des Jahresanſatzes ergeben haben. Mehreinn chen men gegenüber der Hälfte des Haushaltsſolls haben 9 15 Beſitz⸗ und Verkehrsſteuern in der Hauptſache die Einſen menſteuer um 18,5, die Körperſchaftsſteuer um 39.6, die Kegl, talverkehrsſteuern um 12,5, die Kraftfahrzeugſteuer um die Lotterieſteuer um 6,6 und die Beförderungsſteuer ben 18.6 Mill. J ergeben. Bei den Zöllen und Verbrauchsabga 1 haben die Zölle 183, die Tabakſteuer 24,5, die Bierſtener 1 das Spiritusmonovol 11 u. die Schaumweinſteuer.2 Miſl ſe mehr als die Hälfte des Jahresſolls erbracht, während 100 anderen Verbrauchsſteuern im allgemeinen dem Voranſch im entſprochen haben. Das Mehraufkommen an Zöllen iſt 5 weſentlichen Teil auf die außergewöhnlich hohe Getreidee f fuhr zurückzuführen, die infolge der ungünſtigen Ernte chen Vorjahres und teilweiſe auch wegen der unzulänglige Qualität des Getreides aus der diesjährigen Ernte erfor dle lich geweſen iſt. Die Zuckerſteuer hat zwar bisher genau ag Hälfte des Jahresanſatzes erbracht, vom 1. Oktober an tz⸗ ſich jedoch die Herabſetzung dieſer Steuer auswirken. 0 15 dem kann, wie die Erläuterungen bemerken, zuſammenfaſſen geſagt werden. daß die Geſamteinnahmen an Reichsſteuern der erſten Hälfte des Rechnungsfahres 1927 die bisteren günſtige Beurteilung des Steueraufkommens rechtfertig Ein neuer preußiſcher Flaggenerlaß In der geſtrigen Beſprechung der Ober⸗ und Reaterungſ präſidenten beim preußiſchen Innenminiſter wurde u az⸗ Erlaß bekanntgegeben, in welchem es das preußiſche Staſch miniſterium als eine nationale Pflicht und ſtaatsvoliger, Notwendiakeit erachtet, bei Veranſtaltungen, an denen Ve⸗ treter der Stagtsregierung oder der ihr nachgeordneten und hörden teilnehmen, dem Gedanken der Reichseinheit g5⸗ Reichstrene durch eine würdige Hervorhebung der verfaſſund, mäßigen Reichsfarben ſchwarz⸗rot⸗gold dentlich Ausdruck 927 ltehen wird. Das Staatsminiſterjum ordnet ſtal⸗ heran daß alle preußiſchen Staatsbehörden an Verannan tungen, bei denen Flaggenſchmuck verwendet wird, nur dcher teilnehmen dürfen, wenn die Reichsfarben an hervorragen Stelle gezeigt werden und ihnen überhaupt ein angemeſſengg und würdiger Anteil an dem Flaagenſchmuck einaeräcr, wird. Vor der Entſcheidung über die Teilnahme der 910 denvertreter iſt. ſoweit die Veranſtaltung nicht von Rel et⸗ Staats⸗ oder Kommunalbehörden ſelbſt vorbereitet wird, Er⸗ zuſtellen. ob und inwieweit den Anforderungen dieſe ans⸗ laſſes genügt iſt und nötigenfalls auf eine entſprechende ſchmückung in den Reichsfarben hinzuwirken. Abbruch des Koennecke⸗Fluges? ber Der Berliner Vertreter der„Aſſockated Preß“ ſtellt, 1 Berliner Preſſe eine Information zur Verfügung, derzufe der Koennecke⸗Flug abgebrochen werden ſoll, weil der Beg ter Koenneckes, Graf Solms, ſich eine Verletzung zugeson habe. Koennecke beabſichtige angeblich, den Grafen 12 Bagdad zu bringen, von wo aus er nach Deutſchland zur kehren könne. Letzte Meldungen Zwei Deutſche auf dem Schwarzen Meer verunglückt — Bruchſal, 20. Okt. Nach Blättermeldugen wurden 1 Leichen der beiden Deutſchen Martin und Bösler von bund die in einem Faltboot eine Fahrt um die Welt machten t⸗ auf dem Schwarzen Meere während eines Sturmes* unglückten, bei Conſtanza an Land geſchwemmt. Ungetreue Kaſſiere — Düſſeldorf, 20. Okt. Von der Kriminalpolizei wurbe zwei Kaſſierer der Düſſeldorfer Hauptſtadtkaf 8 weg. Unterſchlagung und Untreue zum Nachteil der Stadt be⸗ genommen. Die bisher feſtgeſtellte veruntreute Summe trägt 120 000 Mark. Nach Breitenſträter auch Prenzel 0 7 Berlin, 20. Okt. Nachdem der deutſche Bor⸗crmeſn, Breitenſträter die Eheſcheidungsklage gegen ſeine Frau inen gereicht hatte, hat nun auch Exmeiſter Kurt Prenzel ſe ine Rechtsanwalt beauftragt, die Scheidungsklage gegen ſe Gattin Fern Andra einzureichen. Ein Drama auf hoher See te — Paris, 20 Okt. Ein abſcheuliches Verbrechen erelgnaf ſich in Breſt. Ein Fiſcher warf ſeinem Berufskollegen den hoher See bei Ausübung der Fiſcherei vor, ſeiner Frau n⸗ Hof zu machen, worauf dieſer in Anweſenheit mehrerer derer Fiſcher ſeinen Ankläger erdolchte. Der Mörder veg, anlaßte darauf alle Anweſenden, mit über der Leiche erhn. denen Armen zu ſchwören nichts über die Tat aus zuſgaze Dann band er ber Leiche ein ſchweres Eiſenſtück an die b7 und warf ſie in den Fluß. Auf unaufgeklärte Weiſe erſſeſe der Bruder des Getöteten von der Ermordung und erſtat it⸗ Anzeige. Der Mörder wurde verhaftet und gegen ſeine M wiſſer ein Verfahren eingeleitet. Diebſtahl in einer Pariſer Bank n Paris, 20. Okt. Geſtern wurde in der Pariſer Bgen Societe Generale ein ſchwerer Diebſtahl verübt. Den Die der fielen nach den Feſtſtellungen der Direktion während Mittagspauſe zwei Geldkaſſen mit je 500 000 Franken geld in die Hände. Von dem oder den Tätern, die mit ſchlüſſeln arbeiteten, fehlt jede Spur. Nach⸗ * 4 + Polniſche Kriegsſchüler in Paris. Augenblicklich 5 findet ſich eine Gruppe von 30 polniſchen Offtzieren un val Führung des Direktors der Warſchauer Kriegsſchule. Geneſt Keßler und mehrere Profeſſoren in Paris. Die Miſſion von dem Oberſten Faury von der franzöſiſchen Militär⸗ kommiſſton in Polen begleitet. —, — 1 —— Bar⸗ 2 — j⸗ e ⸗ 5 . t 7 1 — keh gelegt. „Donnerstag, den 20. Oktober 1927 Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe] 8. Seite. Nr. 488 Stäoͤtiſche Nachrichten Mannheimer Verkehrspolitik II. In die Erörterung der brennenden Mannheimer Ver⸗ 0 röfragen platzte die vorzeilige Bekanntgabe des beabſich⸗ Rücktritts des Oberbürgermeiſters hinein. Wir wollen cht in den Fehler verfallen, den wir einem Teil der hieſigen aldde vorwerfen müſſen, heute dem Stadtoberhaupt ein albes Jahr vor ſeinem Ausſcheiden eine Hymne des Lobes 5 ſingen und morgen der Stadtverwaltung, deren verant⸗ ortlicher Leiter der Oberbürgermeiſter iſt, die ſchwerſten elten irke eines hemmungsloſen Bürokratismus und aus⸗ 5 ießlich bürokratiſcher Einſtellung zu machen. Wir gehen N t den Entſchließungen der Stadt ſehr oft nicht einig. Aber 0 bezweifeln doch, ob es möglich geweſen wäre, den kauf⸗ ünniſchen Sitz der..⸗Farben.⸗G.„in der Nähe ihrer rfabrikationsſtätte“ zu erhalten. Solche Gefühlsmomente 4615 bei induſtriellen Unternehmungen keine Rolle. Es rd in abſehbarer Zeit, wenn es gilt, die maßgebenden Po⸗ en in der ſtädtiſchen Verwaltung zu beſetzen, Gelegenheit geben, ſich mit dieſen Fragen der Induſtriewertung, die den ſtadensnero der Stadt berühren, auseinanderzuſetzen. Die 0 idche Souveränität ruht nach der neuen badiſchen Ge⸗ 05 ndeordnung nicht mehr beim Stabtrat, ſondern beim Ober⸗ würgermeiſter. So iſt nun einmal die Form vom Geſetze feſt⸗ Den Inhalt aber beſtimmt die Perſönlichkeit. Ein eluchſel in der Perſon des Oberbürgermeiſters bedeutet oft nen Wechſel in der Entwicklungslinie einer Stadt. Das ſoll erade auch im Hinblick auf induſtrielle Werbe⸗ und Ver⸗ ehrspolitik hier grundſätzlich geſagt werden. ‚ f Ausgangspunkt der Betrachtung war die Frage, ob Ver⸗ ehrsverein, ob Städtiſches Verkehrsamt. Der gegebene ügenblick läßt aus den angeführten Gründen eine Entſchei⸗ er nicht zu. Aber reihen wir einmal ein paar Gedanken ſcltinander über Wertung und Verwertung vorhandener In⸗ tuttonen, ſo muß man erſchrecken. Keine Ausnutzung, keine das bagierung. Ueber das Kapitel Verkehr in Mannheim, Leidenskapitel mit der Ueberſchrift„Städtiſche bli raßenbahn“, könnte man Bücher ſchreiben.„Du, Pu⸗ elikum, mußt parieren.“ Gegen den Willen des leitenden 11 ſoll die Linie durch die Auguſta⸗Anlage endlich kom⸗ 9 en; ſie ſoll, wie man hört, ganz großſtädtiſchen 12⸗Minuten⸗ erkehr erhalten. Ob der Tatterſallplatz weiterhin Wettrenn⸗ ahn für anſchlußſuchende Fahrgäſte bleibt, muß man abwar⸗ Nahe bei der Straßenbahn liegt die Vorortbahn: in nelc liebenswürdiger und freundnachbarlicher Zurückhaltung leßen wir Heidelberg den Vorzug der Straßenbahnverbin⸗ ung mit Schwetzingen. Zum Nachteil natürlich der aunheimer Gewerbetreibenden. Für das Planetartum een amtliche Notizen des Städtiſchen Nachrichtenamts im utiquierten Amsſtil mit trockenen Zahlen, obwohl jeder weiß, 05 die Beſucher, die nicht vom Lehrer hingeführt werden, ehr ſeltene Erſcheinungen ſind. Ja, für das Planetarium tte eine moderne Werbepropaganda vor dem Tage der Er⸗ lfnung einſetzen müſſen. Sie hätte allerdings nur dann wirk⸗ um ſei können, wenn das Gefühl der Allmacht des Welthim⸗ mels nicht von bleierner Erdenſchwere eines unzulänglichen Wortrags ertötet worden wäre. 1 Werben wir ernſthaft für unſere Kunſthallep Gewiß irbt die Arbeit ihrer Leitung für ſich, aber die großzügige kopaganda einer Verkehrsſtelle fehlt. Werben wir für das 05 chloßmuſeum? Wiederum nein. Man müßte gerade Plakakaſten am Eingang der Anlagen in Heidelberg für ne moderne Propaganda halten! Das Schloßmuſeum müßte erbekraft in großem Stil haben, wenn wir es genügend be⸗ 0 gemacht hätten. Man zog vor, es im Winter zu nlleßen. Ihm widmet der Bädecker, den immer noch die eiſten Reiſende in der Hand halten, in einem neuen Band ne imponierend ausführliche Betrachtung. Aber in welchem 8 In Bädeckers Schwarzwald. Mannheim liegt un aber ſchließlich nicht im Schwarzwald. In den Bänden „Süddeutſchland“ und„Rheinland“ iſt Mannheim überhaupt ur nebenſächlich genannt. Bahnhof, Schloß, Roſengarten, unſthalle. Das Zeughaus, vielleicht der ſchönſte alte Fau Mannheims, und ſein reicher Muſeumsinhalt, ſind in erm Bänden„Suddeutſchland“ und„Rheinland“ nicht einmal er wähnt. Da muß der leitende Verkehrsmann eingreifen, ob ſtädtiſch iſt oder halbſtädtiſch. De. eitende Verkehrsmann 10 ßte auch einmal ſeine Mitglieder ſammeln und im In⸗ kreſſe des Mannheimer Verkehrs dafür eintreten, daß die ———.—-ꝶ!———— Reißinſel etwas anderes ſein ſollte, als eine natur⸗ hiſtoriſche Reliquie, die weder der Fuß eines Ein⸗ heimiſchen, noch eines Fremden betreten darf. Auch der Roſengarten iſt nicht geeignet, Wenbekraft zu zeigen. Seine Bewirtſchaftung iſt unzureichend. In an⸗ deren Städten flutet an den Hauptverkehrspunkten von den Abendͤſtunden an die Lichtreklame bis zu den modernſten Arten der farbigen Wanderſchrift. Mannheim iſt lichtarm, trotz der vielen farbigen Straßenſchilder. Dem Bahnhofs⸗ platz fehlt die Beleuchtung, die das Entree einer Großſtadt verlangt. Die Beleuchtung iſt kümmerlich. Hier Überall müßte die mittelbare Werbung einſetzen. Denn der Fremde, der gute und großſtädtiſche Eindrücke aus Mannheim mitnimmt, wirbt für Mannheim. Aber auch an neue Einrichtungen, die Verkehr in die Stadt bringen, ſollte man denken. Der Tierpark der Stadt Karlsruhe iſt von einem Zoologiſchen Garten, deſſen Anlage enorme Koſten machen würde, noch ſehr weit entfernt. Aber er zieht Fremde an. Gewiß keine Weltreiſende und keine Ausländer, die große Summen in der Stadt zurücklaſſen, aber immerhin Fremde aus der Umgebung, die ſchließlich dieſe Stadt als Zielpunkt ihrer Fahrt aus⸗ wählen. Wieviele Verſager hat es in dieſem Jahre bei den öffentlichen Veranſtaltungen gegeben, die— frei nach Jagow— dem Verkehr dienen ſollten. Nur ein Fiasko wollen wir andeuten: Die ſogenannte Serenade im Schloßhof anläßlich der Badiſch⸗Fränkiſchen Woche. Da ſtellte man den hunderten von Sängern, die teilnahmen, nicht einmal die Muſik zur Verfügung, die ſchließlich zu einer Serenade gehört. Schlimme Propaganda für Mannheim. Den vorhandenen Werbeſtellen fehlt auch die Verbindung mit der Preſſe, vor allem der hieſigen, aber auch mit der aus⸗ wärtigen.„Das Städtiſche Nachrichtenamt teilt mit“ heißt es. Es klingt wie aus der Kanzlei eines Duodezfürſten vor mehr als hundert Jahren. Lebendige Zuſammenarbeit aller Faktoren mit der Preſſe iſt aber unentbehr⸗ lich, wenn für den Verkehr geworben werden ſoll. Werben heißt unter Zuſammenfaſſung aller geiſtigen und materiellen Kräfte ſich in der Richtung auf ein Ziel betätigen. Deshalb bebarf es eines konzentriſchen Willens. Es ſcheint uns, daß eine konſtruktive Veränderung der Inſtrumente not⸗ wendig iſt, denen in Mannheim die Verkehrswerbung * * Ein Kaminbrand entſtand geſtern nachmittaa im Hauſe K 2, 20 infolge Glanzrußbildung. Beim Eintreffen des um 1015 5 alarmierten Löſchzuges war die Gefahr bereits be⸗ eitigt. * Tätigkeitsbericht der Freiwilligen Feuerwehr Mann⸗ heim. Die Freiwillige Feuerwehr ſtellte in der Zeit vom 1. Juli bis 30. September an Feuerſicherheitswachen: Im Nationaltheater bei 40 Wachen 40 Offiziere und 440 Wehr⸗ leute, im Roſengarten bei 20 Wachen 16 Offiziere und 53 Wehrleute, im Apollotheater bei 95 Wachen 95 Offiziere und 380 Wehrleute, ſonſtige Wachen 5 mit 5 Wehrleuten. Insge⸗ ſamt wurden alſo 160 Wachen mit 151 Offizieren u. 878 Wehr⸗ leuten geſtellt. Außerdem wurde die Alarmmannſchaft der 1. und 2. Komp. zu dem Großfeuer in Seckenheim am 1. Aug. d. Js. alarmiert. * Ein Zigenner⸗Wohnwagen, der geſtern abend auf der Hochuferſtraße zu nahe an den Rand kam, ſtürateum. Der um.07 Uhr alarmierte Löſchzug der Berufsfeuerwehr brachte den Wagen wieder in Gang. Der Schaden beträgt etwa 150 M. * Exleichterte Einreiſebeſtimmungen für F n an Allerheiligen. Wie in den Vorjahren iſt auch in dieſem Jahre eine erleichterte Einreiſe nach Elſaß⸗Lothringen zum Gräberbeſuch an Allerheiligen in Ausſicht ge⸗ nommen. Wie das Miniſterium des Innern in Karlsruhe dem Badiſchen Verkehrsbund auf Anfrage mitteilt, ſollen von den Grenzübergangsſtellen auch diesmal voraus⸗ ſichtlich Ausnahmeſichtvermerke auf 4 Tage zu einer weſentlich herabgeſetzten Viſumgebühr von.50 RM. ausgeſtellt werden. Nähere Anordnungen über die Regelung dieſer Einreiſe während der erſten Nopember⸗ tage werden von den maßgebenden Regierungsſtellen im Ein⸗ verſtändnis mit der franzöſiſchen Regierung noch getroffen. Vorausſetzung 52 die Einreiſe zum Gräberbeſuch iſt der Nachweis, daß der Einreiſende Angehörige auf einem Fried⸗ hofe in Elſaß⸗Lothringen ruhen hat. Dieſer Nachweis iſt durch Vorlage einer Beſcheinigung des Bürgermeiſteramts der betr. Gemeinde zu erbringen. Wir machen darauf auf⸗ merkſam, daß die ſ. Zt. mit Ausweiſungsbefehlen aus Elſaß⸗Lothringen vertriebenen Perſonen bei Betreten Elſaß⸗ eee⸗ Bannbruch begehen und beſtraft werden nnen. ͥ ·².AAA DTV Vortrage Vortrag über die Welteislehre Der.H. V. hatte ſeine Mitglieder 115 vorgeſtern abend in die Harmonie zu einem Lichtbildervortrag Hannus Fiſchers„Wunder des Welteiſes“ eingeladen. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt und die Zuhörer lauſchten mit größter Aufmerkſamkeit den intereſſanten Aus⸗ führungen des Redners, der an Hand ſehr guten Bilder⸗ materials die Welteislehre Hanns Hörbigers veranſchau⸗ lichte, Die Anſichten dieſer n im Widerſpruche zu den Forſchungsergebniſſen der Wiſſenſchaft. Baut ſie ſich doch gerade auf dem Gegenteil von dem 05 was bis vor kurzem als unumſtößliche Tatſache galt, nämlich, daß der Kosmos nicht wie bisher angenommen ein völlig luftleerer Raum ſei, ſondern daß er, wenn auch ſtark verdünnt, tatſächlich durch Eisverdampfung entſtandene Sauerſtoffmengen enthalte. Der Redner ſprach alsdann über die Einflüſſe des Mondes und die damit zuſammenhängende Eiszeit und Sintflut, über untergegangene Welten und Kulturen und behandelte zum Schluß noch die Zukunft unſerer Mutter Erde, die nach Jahrzehntauſenden vielleicht erſt(gottſeidank wir haben alſo noch Friſt) 5 kosmiſche Einflüſſe der Kälte des Welten⸗ raumes, ca. 270 Grad minus, ausgeſetzt ſein wird, ſo daß jedes Leben erſtarrt. 25 Veranſtaltungen Theaternachricht. In der Erſtaufführung von E. Kreneks Oper„Jonny ſpielt auf“, die am Sonntag, 28. Oktober im Nationaltheater ſtattfindet, ſpielt Sydney de Vries di⸗ Titelrolle, ferner wirken mit: Paula Weißweiler, Marianne Keiler, Helmuth Neugebauer, Chriſtian Könker, Karl Mang, Fritz Bartling, Walther Friedmann, Heinz Berghaus, Sieg⸗ fried Tappolet, Dirigent: Richard Lert, Inſzenlerung: Dr. Richard Hein, Bühnenbilder: Dr. Eduard Löffler, tech⸗ niſche Leitung: Dipl.⸗Ing. Walter Unruh. * Ein mexikaniſches Nationalorcheſter im Nibelungenſaal. In der Reihe der ſonntäglichen Nibelungenſaal⸗Veranſtal⸗ tungen konzertiert am kommenden Sonntag unter Leitung ſeiner Dirigenten, der Profeſſoren Torreblanca und Mangas, auf ſeiner Europa⸗Tournee ein mexika⸗ niſches Orcheſter in Nationaltracht. In ſeiner Begleitung befinden ſich ein Geſangsquartett und eine Tanzgruppe, ſodaß das Programm ſich nicht nur ſehr eſſelnd geſtalten wird, da die alten mexikaniſchen Original⸗ nſtrumente(Marimba, Saltertio u..) 15 Verwendung kommen, ſondern auch abwechſlungsreich durch die Volks⸗ tänze und Volksgeſänge. Das Konzert findet bei Beſtuhlung 915 Erhöhung der Eintrittspreiſe ſtatt.(Weiteres An⸗ zeige. Wohlfahrtsſtaat In den Mitteilungen der Geſellſchaftfür deulſche Wirtſchafts⸗ und Sozialpolitik wird folgende in⸗ tereſſante Kalkulation gemacht: „1. Wenn ein junger Menſch mit 14 Jahre zu arbeiten an⸗ fängt und jeden Zahltag 10 Mk. zurücklegt, die mit 8 v. H. ver⸗ zinſt werden, ſo hat er im 30. Lebensfahr 7802 Mk. Wenn er dann ein Mädchen heiratet, das gerade ſo zurückgelegt hat, dann haben ſie zuſammen 15 604 Mk. Iſt das nicht intereſſant? Ein ſolches Pärchen kann dem Familienzuwachs mit Freuden entgegenſehen. Die Frau kann ohne Sorge zu Hauſe bleiben. ſie haben ja allein 1248 Mk. Zins zu verbrauchen, und wenn ſie das Kapital angreifen, ſchadet es auch nichts. Für ſolche Zeiten iſt es ja geſpart. 2. Ein Vollarbeiter bezahlt durchſchnittlich vom 15. bis 65. Lebensjahr an die Alters⸗ und In validenver⸗ ſicheru +5 einen Wochenbeitrag von 0,50 Mk., der als Aus⸗ aleich für die Altersverſorgung angenommen werde. Der gleichhohe Betrag des Arbeitgebers diene zum Ausgleich der Invalidenverſorgung. Der Arbeiter erhält dann planmäßig vom 65. Lebensjahr ab eine Rente von 688 Mk. fährlich. Hätte er dagegen den Wochenbeitrag einer Sparkaſſe übergeben, die die Kapitalien mit dem bei der Dawesanleihe ſich ergeben⸗ den Zinsſatz von etwa 8½ v. H. verzinſt und fährlich die Zin⸗ ſen autſchreibt, ſo würde er nach 50 Jahren erſpart haben aß ein Kapital von 18 520 Mk: bſ eine ewige Rente von .085& 18 520= 1574 Mk. Die ewige Rente beträgt olſo etwa das 2½ fache der geſetzlichen Rente, ganz abaeſehen davon, daß das Kapital etwaigen Erhen ungeſchmälert binterlaſſen mer⸗ den könnte. Bei Angeſtellten ſeſ ein durchſchnittlicher Mo⸗ natsbeitrag von 8 Mk. für die Zeit vom 20. bis 65. Lebensjahr angenommen. Dann ergibt ſich nach Fahren a) ein Fayftal von 45 080 Mk., bj eine ewige Rente von.085* 45 080. 3830 Mk. Die geſetzliche Rente beträgt demgegenſiber 1776 Mk. Das iſt noch nicht einmal die Hälfte der ewigen Rente, Wohin verſchwindet nun die ungeheure Differenze In dem Räderwerk einer unrotionell arbeitenden ſchwerfälli⸗ gen Bürokratie. Gegen eine ſolche Verſchleuderung nationalen Vermögens ſoll man ſich nicht weßren?!“ Nationaltheater Mannheim „Spiel im Schloß“ Ein Stück von Franz Molnar 11 Franz Molnar iſt auch nicht mehr der Jüngſte: es geht aut mehr ſo wie früher. Mit dem dramatiſchen Luſtſpiel⸗ keimngleins iſt er zu Ende, mit Bruchrechnen hat ſich auch noch n Autor ohne Not abgegeben, er verlegt ſich auf das Rech⸗ en mit Potenzen. 9 Potenz iſt in dieſem Fall noch nicht das Gegenteil von Rarvotenz. aber man kann weniaſtens etwas damit anfangen. Debmen wir die erſte, die Potenzierung zulaſſende Zahl: Zwei. gel haben wir ſchon das Spiel: Annie und Adam, eine etwas zwockerte kleine Schauſpielerin und einen Komponiſten. Die — ſollen ſich und einander kriegen, erſtens deswegen und eitens weil damit eine neue Operettenpremiere gemanaget Oued. Adam iſt eine funge, romantiſche Seele lund ſchreibt licherstten?). Unfreiwillig muß er belauſchen, wie das nied⸗ tr ge Bräutchen ihn mit einem prunkvollen Komödianten be⸗ ſolgz der ihre Ausbildung in Sprech⸗, Atemtechnik uſw. be⸗ 0 Die gehörte Boudoirſzene: dadurch unterſcheidet ſich das gatater noch vom Film, Aber Adam, der Komponiſt. will 70 nichts mehr augenſcheinlich vorgedreht bekommen; er hat dir0 gehört, iſt zerſchmettert, vernichtet., greift zum Renol⸗ nar Aber davor wird er noch rechtzeitig bewahrt— bei Mol⸗ elle iſt noch nie ein Revolver losgegangen— und ſchlteßlich iſt Epiel ieder aut. Dieſe dürre Angelegenheit iſt das ganze * und Aber dabel bleibt es nicht. Auch Molnar vpirandellodert, Suieſe ergeht er das Spfel in bie zweite Potenz, macht zum kibtel noch ein Spiel. Dazu braucht er Spſel⸗Sgieler, und er Suegt ſie in den heiden Librettiſten Korth und Mansky. Der miſtauiniker und der Choleriker, der Optimiſt und der Peſſi⸗ Sikzwie man will, die Beiden ſind ſehr hübſch charakteriſtert. Geſchale 50 Papas des kleinen Komponiſten, deſſen Muſik ihr Aft iſt. ſche Doch mit dem einen, Korth, geſchieht etwas ſehr Unwahr⸗ ſbeinliches; er hat einen Einfall. Man denke: ein Operetten⸗ rettiſt und einen Einfall! Das kommt nicht oft vor. Aber 51 ſt ſo und man muß dieſe Tatſache hinnehmen. Er ſetzt ſich E8 und ſchreibt, während der Kompagnon den geknickten Echlagerſäualina ins Deidel aebracht bat. einen Einakter. der Wort für Wort die belauſchte Boudoirſzene enthält, alſo einen nachträglich erbrachten dramatiſierten Alibaba⸗Beweis. Abends ſoll dieſes Spiel dann in dem Schloß— daß es ein Schloß iſt, bleibt nebenſächlich, aber es hört ſich beſſer an— aufgeführt werden. Man ſieht, mit dem Theater ſoll Theater geſpielt werden: das Syfel in der Quadratur. Aktſchlüſſe werden geſucht. ißer das Theater raiſonniert. Der Schakten Pfrandellos erſcheint vor der Rampe, aber mit freundlichem Geſicht und mit dem verbindlichen budapeſter Lächeln des Herrn Molnar. „Aber dieſe zweite Potenz genügt nur für zwei Akte. Im dritten kommt noch einmal ein Spiel dazu: da wird im Spiel das Spiel geſpielt. Der Leſer braucht nicht zu erſchrecken, das iſt leichter getan als geſagt. Die hochoffizielle Vorſtellung im Schloß ſieht man nicht, nur die Generalprobe. Und wie die gehörten Details aus dem Schlafzimmer Annies dabei dem Augenſchein interpretiert werden, das ſehe man ſich an. Der Apfel aus dem Sündenfall, den man nur akuſtiſch wahrnahm. wird in einen harmloſen Pfirſich verwandelt. den Eva(Annie geheißen) ihrem Adam präſentieren kann, der ihr darob ſelig überzeugt, daß jene Liebesnacht nur ein Rollenſtudium war, in die Arme fällt. Das iſt der Erfolg des in die bdritte Potenz erhobenen Spiels. Soweit dieſe Parodie auf das Theater nicht neu iſt. erfordert es die Gerechtigkeit, ein Stück zu nennen. das ſie von allen am witziaſten, geiſtpollſten, komiſchſten durchführt: es iſt der„Häuptling“ von Apel, ein Luſtſpiel, das in unſerer ſtückarmen Zeit unbedingt beachtet und gegeben werden ſollte. Es iſt tauſendmal unterhaltender als dieſer aanze Molnar und führt die Adee des potenzierten Theaters. der Parodie auf das eigene Stück ungleich oriaineller und geiſtvoller durch. Das wirklich nur der Gerechtiakeit halber. Aber Apel iſt ein deutſcher Autor, und deshalb lädt man ißhn nicht ſo gern zum Spiel im Schloß ein. Man kann das in einer Woche verſtehen, in der Heinrich von Kleiſt an einem Nationaltheater immer⸗ hin hätte gefeiert werden Die dreifache Potenzierung des Spiels war das Kunſtſtück des Regiſſeurs Dr. Gerhard Storz, der eine Aufführung zuſtande brachte, die beſſer war als das Stück. Der Abend zeigte künſtleriſche Hochpotenz. Storz hat den Molnarſchen Text geradezu in Muſik geſetzt, dialogiſch ausgezeichnet kontra⸗ punktiert, Enſembleſätze von feinſter, eleganteſter Führung geſchaffen, kurz, er hat dieſes Spiel ſpieleriſch bewältigt. Die Dekoratlonen bat man ibhm zwar aus Weismanns verſchwun⸗ dener„Leonce und Lena“ hingeſtellt. aber was ſich davor abſpielte, war erſter Klaſſe. Voran Ernſt Lanaheinz in der Rolle des Librettiſten Korth: ſchon in der Maske ein vrachtvoller Typ, ſodann in der unbedingten ſchaufniekeriſchen Sſcherheit. in der Selbſt⸗ verſtändlichkeit der Bühnenbeherrſchuna. und nicht zuletzt durch ſeinen mitreißenden Humor gewinnend, bezwingend. be⸗ geiſternd. Neben ihm bot Raobul Alſter als ſein kollegiales Gegenteil ebenfalls eine his ins kleinſte durchdachte, ebenfalls ausgezeichnet typiſterte Leiſtung, die vortrefflich unterhielt. Willy Krüger aibt das Komponiſtenbaby mit Jugendfriſche und tadelloſem Sportoͤreß. Erneſtine Coſta iſt die geeignete Darſtellerin für die um⸗ ſpielte Annie, leicht, fein, kapriziös. Hans Godeck in der Rolle des groß aufgemachten Hofſchauſpielers von köſtlicher— und vor allemvornehmer!— Parodie. Eine vortreffliche Leiſtung dieſes außerordentlich humorbegabten Schauſpielers. Fritz Linn bot als böhmiſcher Kammerdiener wieder ein Kabinettſtück feinſter Charakteriſierungskunſt, und das Un⸗ hedeutende der Rolle des Sekretärs wurde durch Gert Wolffram nur boſtätigt. Man unterhielt ſich und klatſchte. Auf das Spiel mit dem Spiel reagtert das Publikum immer, weil es ſtets ein wenig mitbeteiligt ſein will. r. e Geheimberichte über Geſpräche mit Napoleon l. Wie die„Wiener Allgemeine Zeitung“ erfährt, ſind im Fuſtiz⸗ valaſt unmittelbar vor deſſen Einäſcherung Aktenſtücke von höchſtem hiſtoriſchen Wert gefunden worden. Es handelt ſich um die bisher vollkommen unbekannt gebliebenen Geheim⸗ berichte des Polizeikonfidenten Ettori üÜber die Ge⸗ ſpräche, die er mit Napoleon auf Elba geführt hat. Der Wie⸗ ner Hiſtoriker Dr. Robert Grünwald, deſſen beſonderes Forſchunasgebiet die Zeit des Wiener Kongreſſes iſt, hatte in den im Juſtiznalaſt befindlichen Archiven vergeßlich nach dem Bericht über die Ungültiakeitserklärung der Ehe Navoleons mit Joſephine geſucht, bei dieſer Gelegenheſt aber die Geheim⸗ herichte Ettoris gefunden. Ettorfi hatte ſich das Vertrauen Napoleons dadurch verſchafft, daß er dem Kaiſer ein von die⸗ ſem verlorenes Manuſkript zurückerſtattete, in dem Napoleon die Idee eines Paneuropa entwickelte. Ettori hatte ſich dem Kaiſer als italieniſcher Freimauxer vorgeſtellt. Die Ge⸗ ſvräche, die gegenwärtig von Dr. Grünwald und Dr. Kurt Sonnenfeld bearbeitet und mit Erläuterungen verſehen wer⸗ den. beſchäftigen ſich mit den manniafaltiaſten Problemen. Wohnungen mit 99 gegen nimmt der Gemeinderat Kenntnis. Dch werde an Sie denken Papiere dem hinter dem Tiſch Sitzenden überreichte. tiger Blick Antwort mehr geben. zurückkommen!“ 4. Seite. Nr. 488 „ Neue Maunhelmer geitung(Mittag⸗Ansgabey Donnerstag, den 20. Oktober 127 Beſtattung von Oberregierungsrat Vender Geſtern nachmittag erfolgte in Anweſenheit einer überaus großen Zahl Leidtragender die Beſtattung von Ober⸗Reg.⸗ Rat a. D. Karl Friedrich Bender, der am Sonntag abend durch einen Herzſchlag aus einem arbeitsreichen Leben ab⸗ berufſen wurde. Eine große Anzahl von Blumen und 5555 Kränzen waren Beweiſe der großen Wertſchätzung und Liebe, deren ſich Karl Bender erfreuen konnte. Stadtpfarrer Dr. Hoff entwarf ein charakteriſtiſches Lebensbild des Verſtor⸗ benen, wobei er beſonders deſſen Pflichttreue, Arbeitsfreudig⸗ keit und Charakterfeſtigkeit hervorhob. Durch dieſe Eigen⸗ ſchaften, die bei Karl Bender beſonders ausgeprägt waren, erwarb er ſh allſeitiges großes Vertrauen. Nach der An⸗ prache des Geiſtlichen würdigte Ober⸗Reg.⸗Rat Stich vom räſidium des Landesfinanzamtes Karlsruhe die hervor⸗ ragenden Verdienſte des Verſtorbenen um das Finanz⸗ und Zollweſen. Es ſei unvergeßlich, was Karl Friedrich Bender auf dieſem Gebiete geſchaffen habe. Reg.⸗Rat Herrmann ebenfalls der aufopfernden Tätigkeit und unermüd⸗ ichen Schaffenskraft des Dahingeſchiedenen, der dem Haupt⸗ zollamt Mannheim ein Vierteljahrhundert als Leiter vor⸗ geſtanden und in Handels⸗ und Induſtriekreiſen hoch geſchätzt wurde. Namens des Hauptzollamtes Mannheim⸗Hafen legte ex eine Kranzſpende nieder. Ein Vertreter der Sänger⸗Ver⸗ einigung„Arion“„Alt⸗Straßburg“, Ortsgruppe Ludwigs⸗ hafen, ſtellte ſeſt, daß mit Ober⸗Reg.⸗Rat Bender einer der beſten und treueſten Freunde der Vereinigung dahingegangen ei. Der Verein akademiſcher Finanzbeamter Badens ließ Ern ſeinen Vorſitzenden, Reg.⸗Kat Gottwald, als letzten Gru iß eine Kranzſpende niederlegen. Der Schiffer⸗Verein Mannheim E. V. war durch eine Fahnen⸗Deputation ver⸗ treten. Die Berbindung„Stauffia“ Heidelnerg hatte ebenfalls eine Abordnung delegiert. Unter wegiautsvollen Orgel⸗ ſenkte ſich der Sarg langſam zum Flammengrabe Kommunale Chronik Einſtimmige Genehmigung der Aenderung des Ver⸗ — trages mit Oberbürgermeiſter Fieſer Baden⸗Baden, 19. Okt. Der Bürgerausſchuß nahm am Dienstag nachmittag von der Zurückziehung des Rücktrittsgeſuches des Oberbürgermeiſters Fileſer Keuntnis. Einſtimmung und ohne Wortmeldung genehmigte er die vom Stadtrat erreichte Vertragsände⸗ rung, die dem Oberbürgermeiſter das Recht gibt, jederzeit nach freiem Ermeſſen, ſofern es ſein Geſundheitszuſtand ver⸗ langt, von ſeinem Amte zurückzutreten. Die ganze Sitzung dauerte knapp 20 Minuten. Die zuſtimmende Haltung der Stadtverordneten kam lt.„Bad. Preſſe“ ſchon dadurch zum Ausdruck, daß die Zuſtimmungserklärung der Demokraten, der Deutſchen Volkspartei, des Zentrums, der Sozialdemokraten und der Rechtsſtehenden Vereinigung gemeinſam für eine Wiederwahl abgegeben wurde. Auch die kommuniſtiſche Rat⸗ bausfraktion ſtimmte dem ſtadträtlichen Antrag zu, allerdings aus anderen Geſichtspunkten heraus. Ablehnung des Berliner Wohnungsbauprojektes Nach teilweiſe ſehr erregter Debatte lehnte die Ber⸗ Uiner Stadtverordnetenverſammlung am Dienstag in vorgerückter Stunde das vom Magiſtrat empfohlene Bewagprojekt über den Bau von etwa 8000 87 Stimmen ab. *X I. Reilinigen. 18. Okt. In der fünaſten Gemeinde⸗ ratsſitzung wurde von der Hypothekenbewilliaung dreier Bauherren von ſe 3000 Mk. für Wohnungsbauten zu Gunſten der Gemeinde Reilingen Kenntnis genommen.— Ebenſo wurde Kenntnis genommen von dem Erlaß der badiſchen Lan⸗ desfeuerwehrunterſtützunaskaſſe Karlsruhe über Bewilliaung eines Beitrages zur Anlage einer Hydrantenanlage.— Ein Antrag auf Zuweiſung von Baudarlehen zur Erſtellung zweier Wohnhäufer mußte mangels verfüabarer Mittel bis auf Wei⸗ teres zurückgeſtellt werden.— Von verſchiedenen Kaſſen und Banken ſollen Angehote zwecks Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 10000 Mk. zur Unterſtützung von Bauluſtigen eingeholt werden. Alsdann erfolgt weitere Beſchlußfaſſung. —Votbehaltlich der Zuſtimmung des Bürgerausſchuſſes ſol⸗ len an zwei Bauliebhaber in der Wilhelmſtraße zwei Bau⸗ plätze zum Preiſe von 1,35 Mk. je Quadratmeter abgegeben werden.— Zum Hilfsfeldhüter wurde vorläufig Jakob Krä⸗ mer ernannt. Er erhält einſtweilen eine tägliche Vergütung von 4 Mk.— Von der Gewährung von Zuſchüſſen an die Ge⸗ meindeheamten bis zur Beſoldungsneuregelung gemäß des Erlaſſes des Reichsfinanzminiſtetktums vom 24. September Aus dem Lande Ein ſchweres Unglück auf dem Rhein— Drei Todesopfer * Rheinfelden, 19. Okt. Bei den Kraftwerksbauten für das Großkraftwerk Niederſchwörſtadt ereignete ſich am Dienstag nachmittag ein ſchwerer Unfall, der drei Menſchen das Leben koſtete. Ein über den Rhein fah⸗ rendes Boot, das mit ſechs Arbeitern beſetzt war, kippte zum. Drei Mann konnten von den ſofort herbeigeeilten Ret⸗ tungsmannſchaften noch gerettet werden, drei andere aber wurden abgetrieben und konnten unterhalb der Unglücks⸗ ſtelle geborgen werden. Die ſofort angeſtellten Wieder⸗ belebungsverſuche waren erfolglos. Die Namen der drei Ertrunkenen ſind: Der verheiratete Schloſſer und Elektriker Pius Rotzinger von Rheinfelden, der verheiratete Elek⸗ triker Heinrich Vogel aus Oberſchwörſtadt und der ledige Monteur Johann Jakob aus Harbach(Unterbayern), der zuletzt in Karſau bei Rheinfelden wohnte. Aus der Pfalz Vollſitzung der Handelskammer Ludwigshafen * Ludwigshafen, 20. Okt. In der geſtrigen Vollſitzung der Induſtrie⸗ und Handelskammer Ludwigshafen gab der Präſident, Geheimrat Dr. Troeltſch, einen Ueberblick über die derzeitige Wirtſchaftslage im Reich und in der Pfalz. Die Zahl der Arbeitsloſen ſei weiter zurück⸗ gegangen. Die Vollerwerbsloſen ſeien in der Pfalz von 41 000 Mitte Januar auf rund 19 000 Ende Juni und auf rund 14000 Ende September zurückgegangen. Es ſei zweifel⸗ los im Intereſſe unſerer Volkswirtſchaft gelegen, wenn die Reichsbank die ihr zuſtehenden Mittel ſo zeitig anwendet, daß dadurch ſpätere noch ſchärfere Maßnahmen entbehrlich wer⸗ den, durch die Kriſen heraufbeſchworen oder verſchärft werden würden. Man höre jetzt wieder viel von Preisſteige⸗ rungen und daran würden unzutreffende Folgerungen ge⸗ knüpft. Die Steigerungen ſeien natürlich höchſt unerwünſcht. Aber ſie kämen nicht von der Geldſeite her. In Wirklichkeit lägen die Dinge ſo, daß die Preiſe lediglich infolge der ver⸗ mehrten Nachfrage geſtiegen ſeien, wie ſie die aufſteigende Konjunktur der Wirtſchaft in der zurückliegenden Zeit mit ſich gebracht habe. Hierauf wurde in die Tagesordnung eingetreten und dieſe wie folgt erledigt: Entwurf eines Steuer⸗ vereinheitlichungsgeſetzes. Der Syndikus wies als Referent zunächſt darauf hin, daß die Kammer ſich mit dem Gegenſtand, ſoweit er die Gewerbeſteuer betrifft, bereits in der Sitzung vom 13. Mai beſchäftigt habe. Der Zweck des Entwurfes, durch Vereinheitlichung der Realſteuern eine Ver⸗ gleichbarkeit und Vereinfachung herbeizuführen, ſei grund⸗ ſätzlich zu begrüßen. Bezüglich des Gewerbeſteuer⸗ Rahmengeſetzes wies der Referent ſodann darauf hin, daß der Entwurf als weſentliche Grundlage außer dem Gewerbeertrag und dem Gewerbekapital auch die Lohnſumme vorſehe. So unerwünſcht dies ſei, ſo beſtehe doch keine Aus⸗ ſicht, daß hiervon abgegangen werde. Man müſſe aber ver⸗ langen, daß das Recht der Länder, neben der Ertragsſteuer wahlweiſe das Gewerbekapital oder die Lohnſumme heran⸗ zuziehen, beſeitigt werde. Bezüglich des Grundſteuer⸗ Rahmengeſezzes wurde ebenfalls die Beſeitigung des Rechtes der Länder befürwortet beſondere Befreiungen vor⸗ zunehmen und den Umlagenſatz auf unbeſtimmte Zeit feſtzu⸗ ſetzen. Bei der Gebäude⸗Entſchuldungsſteuer be⸗ fürwortete der Referent, die gewerblich benutzten Grundſtücke ebenſo anzunehmen, wie dies für landwirtſchaftliche Gebäude der Fall iſt. Im übrigen wünſcht er einen Abbau der Ent⸗ ſchuldungsſteuer ebenſo wie ſie im 8 15 des Entwurfes für die Werterhaltungsſteuer vorgeſehen iſt. Steuer⸗An päſſungsgeſetzes verlangte der Syndikus, daß die Sollvorſchriften des Artikels III 8 9 betreffend An⸗ hörung der amtlichen Berufsvertretungen und Genehmi⸗ 90 58 n der Landesbehörden in Mußvorſchriften umgewandelt werden. In der Ausſprache teilte das Mitglied des Steuer⸗ ausſchuſſes des pfälz. Induſtriellenverbandes Kommerzienrat Helfferich mit, daß der Verband ſich auf den gleichen Standpunkt wie die Kammer ſtelle. Nur wünſcht er, daß die Lohnſummenſteuer aus dem Referat herausgenommen wird. Stapf⸗Pirmaſens konnte als Vertreter des pfälziſchen Einzelhandels ſich für dieſen Entwurf nicht erwärmen, weil die vielen kleinen ſelbſtändigen Exiſtenzen wieder ihrem Schickſal überlaſſen würden. Die Bevorzugung der Konſum⸗ vereine müſſe verſchwinden. Kommerzienrat Kopp⸗Pirma⸗ ſens hatte mancherlei Befürchtungen, daß verſchiedene Indu⸗ ſtriezweige wieder neu belaſtet würden. Syndikus Dr. Kehm zerpflückte verſchiedene Befürchtungen der Vorredner und Bezüglich des glaubte, daß auch dem Einzelhandel in manchen Forderungen noch entgegen gekommen werden könnte.— Ein ſchließl von Kommerzienrat Helfferich geſtellter Antrag, die Lohn⸗ ſummenſteuer nur in den Ländern zu erheben, wo ſie bereits eingeführt ſei, wurde mit 19 gegen 18 Stimmen angenommen, Der Vorſitzende hatte ſich der Stimme enthalten. Der Syndikus wies als Referent zur Handwerker⸗ Novelle darauf hin, daß der Entwurf in einer Reihe von Punkten auch die Intereſſen von Handel und Induſtrie erheb⸗ lich berühre. Dies gelte namentlich von der Frage der Ab⸗ grenzung des Handwerks von der Induſtrie, von der Frage der Behandlung der juriſtiſchen Perſonen und von der Frage der Eintragung von Handwerkern ins Handelsregiſter. Weiter ſprach ſich der Referent gegen die Heranziehung der Aktien⸗ geſellſchaften und Kommanditgeſe⸗ ſchaften auf Aktien zu den Organiſationen des Handwerks aus, da ſie dem Handwer weſensfremde Rechtsformen ſeien. Auch die Geſellſchaften mit beſchränkter Haftung ſollen nur dann in die Organiſatio⸗ nen des Handwerks einbezogen werden können, wenn die Mehrheit der Anteile ſich in Händen von Handwerkern befinde handwerkliche Tätigkeit in der Geſellſchaft ausübt. 3 übrigen wandte ſich der Referent vor allem gegen die Ein⸗ tragung von Handwerkern ins Handelsregiſter. Auch hierzu gab die Kammer ihr Einverſtändnis. Der Syndikus wies als Referent über das Thema„Aufrecht⸗ erhaltung der Freigabeverordnung für gewerbl. Räume un weiterer Abbau der Wohnungszwangswirtſchaft“ darauf hin, daß das geltende Mieterſchungeſetz und das Reichsmietengeſetz, die am 30. Juni d. J. ablaufen ſollten, bis 31. Dezember d. J. verlängert worden ſind. Die Regierung beabſichtige die weitere Verlängerung des Schutzes und habe bereits einen entſprechenden Entwurf vorgelegt, der demnächſt im Reichstag beraten werden ſoll. Dieſer Entwurf halte im weſentlichen nur in der Form eine gewiſſe Erleichterung. Was die Frage der gewerblichen Räume anlange, ſo habe die Kammer über ihre Wirkungen eine Rundfrage veranſtaltet, die ergebeg habe, daß ſich die Freigabe in den großen Städten beſten bewährt habe, die Preiſe ſeien zwar geſtiegen, hätten ſich aber in den Grenzen der Angemeſſenheit gehalten. Nach Erledigung der Tagesordnung wurde beſchloſſen, der Internationalen Handelskammer mit einem Beitrag von 300 ¼ beizutreten.— Weiter machte der Vorſitzende die Mi teilung, daß der erſte Stenographenprüfungskurs für Kalſere lautern ausgeſchrieben iſt. 50 Prüflinge haben ſich gemelde Am Sitze der Kammer wird ein aus mehreren Herren beſtehendes Prüfungsamt eingorichtet werden. Direktor Dr. Heerwagen⸗Ludwigshafen wird decnächſt einen Vor⸗ trag über ſeine Reiſe nach Rußland halten, zu der die Tammer noch Einladungen ergehen laſſen wird. Ein ſchwerer Autonnfall— Das Anto zertrümmert * Bad Dürkheim, 19. Okt. Am Dienstag abend erlitt der Bäckermeiſter Gottfried Bachmann auf der Staatsſtraße nach Kaiſerslautern, zwiſchen den Straßenmündungen nach Forſthaus Iſenach und Saupferch einen ſchwereß Autounfall. Bachmann befand ſich auf der Fahrt 1 Bad Dürkheim. Zwiſchen den beiden Straßenmündunge. begegnete ihm ein in entgegengeſetzter Richtung fahrende Kraftwagen, der nicht abgeblendet hakte, wodur der Führer, Gottfried Bachmann, den genauen Ueberbig⸗ über die Straße verlor. Bei dem Verſuch, nach rechts—7 zuweichen, geriet der hintere Teil des Fahrzeuges an ein Telegraphenſtange, wobei der Anprall ſo ſtark war, daß das Fahrzeug in entgegengeſetzter Richtung zu ſtehen kam Ein Juſaſſe des Autos wurde—8 Meter weit die Böſchun während ein anderer auf die Straße fiel achmann ſelbſt 1 hinter dem Steuer ſitzen blieb und durch die zertrümmerte Windſchutzſcheibe ſchwere Verletzungen im Geſicht erlitt. Während die beiden Inſaſſen Heſnrich Her⸗ mann Müller in Grethen und der zur Zeit in Hardenburg wöhnhafte Ludwig Schäfer, der nur geringe Schnittwunden an den Händen davontrug, ihre Wohnung wieder aufſuchee konnten, wurde Gottfried Bachmann von der an die Une ſtelle geeilte Sanitätskolonne Bad Dürkheim in ſeine Wae nung verbracht. Zur näheren Feſtſtellung des Unfalles wei 17 die hieſige Polizei an der Unglücksſtelle. Das Auto iſt vo ſtändig zertrümmert und mußte abgeſchleppt werden. fremde Auto konnte noch nicht feſtgeſtellt werden. *AIPURSA 1 Machdruck vervoten.) Szene: Vor dem Bureautiſch ſteht jemand, Uch⸗ Achſelzucken. Schon hat er die Papiere wieder in der Hand, während man ihm verſichert:„Ich werde an Sie denken!“ Dann ſteht er draußen. Mechaniſch ſteckt er die betreffen⸗ den Papiere wieder in die Taſche und geht langſam ſeiner „Ich werde an Sind Sie ſchon Es iſt Wege. Im Ohr hört er noch immer das: Sie denken!“ Ach, das Wort kennt er nur zu gut! einmal jemand begegnet, der an Sie gedacht hat?! die gedankenloſe Form, auf gute Manier läſtige Stellung⸗ und Bittſuchende loszuwerden. Denn auf dieſes:„Ich werde an Sie denken!“ läßt ſich eigentlich nichts mehr ſagen, keine 1. Warum hat man nicht den Mut der Barmherzigkeit, gleich zu ſagen: Es iſt keine Ausſicht vorhanden!“ Statt deſſen gibt man einen Wechſel auf die Zukunft, der niemals ein⸗ gelöſt wird. Zuweilen ſagt man auch:„Ich werde ſpäter noch auf Sie (Was ſoviel heißt als:„Sie werden nie mehr etwas von mir hören, noch ſehen!) Ob es noch immer Menſchen gibt, die auf dieſe Redensarten hereinfallen! Dann ſind ſie auf jeden Fall zu bedauern; denn bekanntlich iſt ja nichts peinlicher, als in Erwartung von Dingen zu leben, die niemals eintreffen werden. 45 15 Leider hat ſich der Menſch eine Anzahl ſolcher Ausreden 7 mit denen er bei paſſender Gelegenheit flott um ſich wirft. „Ich werde an Sie denken..“ „Sie können auf mich rechnen“ „Ich komme ſpäter noch auf Sie zurück.“ „Ich notiere mir Ihre Adreſſe...“ 55 „Sie werden noch von mir hören „Sie bekommen ſo bald wie möglich Beſcheid.“ .. Und langſam verrinnt das Leben, dieſe einmalige Koſtbarkeit. Es wird zum Geduldſpiel, zur Rätſelfrage, gegen die alle Kreuzworträtſel der Welt nur Kinderſpiel ſind!„Ich werde an Sie denken!“ iſt ein trübes Lebensmotto! 5 J. Adams. wieder einmal zu Theater und Muſik Oktettabend mit Felix von Weingartuer. Dem erſten Abend mit Weingartner auf dem Dirigentenpult folgte ein zweiter mit ihm am Flügel, mit der Gefolgſchaft des vielerprob⸗ ten und treubewährten Kergl⸗Quartetts und einiger weiterer Herren aus dem Bläſerbereich des Nationaltheater⸗ orcheſters. Alſo ein Kammermuſikabend in verdoppeltem klang⸗ lichen Ausmaß, eine muſikaliſche Beſonderheit, ein Ereignis! Leider nur für wenig Auserleſene, denn der Harmonieſaal wies bedenkliche Lücken auf. Wenn dies ſchon am grünen olze geſchieht... 1 Gottlob wurde aber dadurch nicht die uſizierfreudigkeit der ausübenden Künſtler beeinträchtigt. Das Oktett op. 78 von Weingartner iſt kein eigentliches Kammermuſikwerk, ſondern eine auf ein Kammerorcheſter zu⸗ ſammengedrängte Sinfonie, von modernem Geiſt erfüllt, aber ohne klangliche Kühnheiten, tonale Vergewaltigungen und Akrobatenkunſtſtücke der einzelnen Inſtrumente. Teils ein friſch⸗fröhliches, unbekümmertes Drauflosmuſtzieren, teils ſorgfältigſte akademiſche Arbeit, im Ganzen ein Werk, das ohne Ewigkeitswert eines außerordentlichen Eindrucks auf die Hörer gewiß iſt, zumal wenn ſolche muſikaliſchen Kurioſi⸗ täten wie das Trio der Menuetts oder die hämmernden Rhyth⸗ men des letzten Satzes die Ohren in Aufruhr bringen. Unter der ſichtbaren und unſichtbaren Führung des Komponiſten am Fabie erſiegte ſich das Oktett den brauſenden Beifall des ublikums, das Weingartner und die übrigen Künſtler wiederholt auf das Podium zwang. Der zwefte Teil des Abend war Franz Schubert gewidmet, deſſen Oktett F⸗dur (op. 166) leider zu den ſeltener gewordenen Koſtbarkeiten der Kammermuſikabende gehört. Umſo erfreulicher, daß man es hören bekam; allein um der ſüßen Clari⸗ nettenkantilene des Andantes willen gebührt dem Werk Un⸗ ſterblichkeit. Die Mitglieder des Kergl⸗Quartetts Kergl, Bernhard Tonradi, Franz Neumaier, Cark Müller) ſowie die Herren E. Schmidt(Klarinette), M. Schellenberger(Horn), Otto Lenzer(Fagott), Max Flechſig(Kontrabaß), vereinigten ſich zu einem Spiel, das von allen Muſen geſegnet war. Daß der Beifall der örer ſich entſprechend ausmaß, iſt darnach Konzert und Theater in Heidelberg. Hermann Diener hat ſeine„Hausmuſikabende“ in den Saal des Neuen Kol⸗ legienhauſes verlegt und den erſten Abend gemeinſam mit Walter Rehberg dem Schaffen Brahms' geweiht. Was bei dieſen beiden fungen Künſtlern vor allem beſticht, iſt der hei⸗ ſt, mit dem ſie ans Werk gehen, die natürliche Mu⸗ „ lige Ern ſikalität, die ihnen das Werk erſchließt. Rehberg iſt vielleicht * 8 (Max die um einige Grade ſtärkere muſikaliſche Potenz, die ſich ge rade in der diskreten Art, wie er den Geiger oft führt, 755 Diener hat ſeinem Ton noch mehr männliche Kraft gegebe! 1 ohne ihm von ſeiner geſunden Wärme und Weichheit etwas ⸗ nehmen. Im Horntrio hat ſich der Heidelberger Mu aß hauſen gleichwertig den beiden Künſtlern zugeſellt.— Adolf Buſch mit ſeinem Quartett hier immer freudig ße grüßt wird, iſt eine Selbſtverſtändlichkeit. Obwohl der Hroet Saal der Stadthalle ſich wenig für Kammermuſik Kiafall haben die vier Künſtler doch reichen, wohlverdienten Bei 155 gefunden.— Aus dem Theater verdient eine Wiederholnez der„Farmen“ beſondere Erwähnung in der Frl. Gortig vom Mainzer Stadttheater eine echte, raſſige Carmen ſa en und ſpielte und damit dem zweiten Akt, den ich hörte, 8 Elan gab, den man bisher vermißte. Erwin Riba iſt eiſt kraftvoller und erfolgbewußter Escamillo, die Stimme er⸗ umfangreich, aber in den höheren Lagen etwas hart.— Uebe nt aus eindrucksvoll war die„Kleiſt⸗Feier“, die Intendſeſt Keller am Dienstag abend inſzenierte. Richard Benz 5 in die Gedenkrede, zeigte in einer Fülle von Gedanken un vollendeter Form Kleiſt als den tragiſchen Menſchen guß tragiſchen Künſtler. In zwingender Logik wies er nach, og⸗ der Dichter und ſein Werk letzte Ergänzung und Vervng kommnung in der Muſik finden. In ſtarkem Creſcendo 3 Inſzenierung vorüber. Roßert Vogel hat den Rhythmu 7 der Sprache und des Geſchehens im Bühnenbild erfaßt, N 975 bert war ein kräftiger Guiskard, Maria And o, klar 55 der Sprache, ſtärker noch in der ſprechenden Mimik, 1 en Vogel als Ahälard ſtanden ihm gleich. Von den uhrge rf fiel Laubenthals wachſende Geſtaltungskraft auf; er lich. ſich tonlich nur nicht übernehmen, ſonſt wird er unverſtän at Den Abſchluß bildete— nach dem Programm der erſte 2 von Beethovens 9. Symphonie. J. Evas Apfelbaum 4 Auf Ceylon gibt es einen Baum, der„Evas Apfelbaulz genannt wird. Dieſer Baum hat eine ſehr ſchöne, dufteg Blüte und die Frucht hat die ungefähre Form eines Apfede der außen Orangefarben hat, und innen Scharlachrot. deht Frucht trägt nun ein merkwürdiges Zeichen, das ausſtene wie wenn ein Stück davon abgebiſſen wurde. Dieſe ſeltſann Erſcheinung ſowie die Tatſache, daß die Frucht giftig iſ ene zu dem Glauben geführt, man habe hier die vverfaßre⸗ Frucht“ aus dem Paradies vor ſich, durch deren verfü in⸗ riſches Ausſehen Eva dazu gebracht worden ſei, in ſie bapfel⸗ zubeißen. Daher hat der Baum den Namen„Evas Ap baum“ erhalten.- den bisherigen Schutz in vollem Umfange aufrecht und bringe und mindeſtens ein Geſellſchafter oder Geſchäftsführer 355 dann Kleiſts Fragment„Kobert Guiskard“ in Kellenz —kh— — Donnerstag, den 20. Oktober 1927 Neue Manuheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) 5. Seite. Nr. 485 Gerichtszeitung Der geſtörte Heilsarmee⸗Gottesdienſt Unter der Anklage der Störung eines Gottesdienſtes ſtanden vor dem Schöffengericht Neukölln der Dekorateur Hellmuth und ſein Bruder, der Arbeiter Herbert Stachek. Am g. April 1927 hielt die Heilsarmee in ihrem Verſammlungshaus in Neukölln einen Paffionsgottesdienſt ab. Schon vorher bemerkte der leitende„Offizier“ der Heilsarmee, daß im Saal ch einige junge Leute befanden, die wiederholt bei ähnlichen Gelegenheiten ſich in unliebſamer Weiſe bemerkbar gemacht hatten. Der Offizier forderte die beiden Angeklagten auf, den Saal zu verlaſſen, um Zwiſchenfälle zu verhindern. Die Brüder Stachek blieben jedoch ſitzen. Während der Predigt machten ſie dann Zwiſchenrufe wie:„Alles Quatſch, das glaubſt Du ja ſelber nicht!“ uſw. Die Frau des Offiziers ging an die beiden Angeklagten heran und bat ſie, doch ruhig zu ſein. Darauf antwortete Hellmuth Stachek:„Wenn Du mit mir zur Bußbank gehſt, halte ich das Maul“. Die beiden Brüder vollführten ſchließlich ſolchen Lärm, daß andere empörte Anweſende die Polizei benachrichtigten. Eine Streiſe nahm die Ruheſtörer feſt, und nun hatten ſie ſich vor Gericht verantworten. Das Gericht ſprach Herbert Stachek aus angel an Beweiſen frei, während der zweite Angeklagte zu einer Gefängnisſtrafe von 14 Tagen verurteilt wurde. Der Vater als Ankläger „Das Gericht bedauert, daß es ſtatt der Gefängnisſtrafe nicht auf eine Prügelſtrafe erkennen kann; jede Woche 25 hinten darauf wäre die beſte Erziehungsmethode für ſolch einen nichtsnutzigen Bengel.“ Mit dieſen Worten leitete Tandgerichtsdirektor Crohne das Urteil ein, durch das das Er⸗ weiterte Schöffengericht Charlottenburg Robert Stockfiſch, einen jungen Burſchen von etwas über 20 Jahren wegen ſchwerer Sachbeſchädigung und Diebſtahls zu acht Mona⸗ ten Gefängnis verurteilte. Gegen den Angeklagten trat der eigene Vater auf, der ſich gegen den Tunichtgut nicht anders zu helfen wußte, als ihn dem Strafrichter zu über⸗ liefern. Stockfiſch hatte aus Wut mit einem Hammer ſeinem ater die ganze Wohnungseinrichtung in Stücke geſchlagen und überdies noch den Kleider⸗ und Wäſcheſchrank erbrochen und den geſamten Inhalt an einen Händler verkauft. Auf die Frage, weshalb er das getan habe, erwiderte der Bur⸗ kaltblütig: Aus Rache!“ Wie der Vater bekundete, bekam der Junge von ihm wöchentlich 15 Mark und mußte dafür die ohnung und die Arbeitsſtätte in Ordnung halten. Da er aber die ganze Woche alles vernachläſſigt hatte, verweigerte der Vater ihm am Samstag das Taſchengeld. Dafür nahm der Burſche in der oben geſchilderten Weiſe„Rache.“ Das Gericht lehnte es auch ab, Stockfiſch aus der Haft zu entlaſſen. Der Vorſitzende erklärte, daß das Gericht ihn im Gefängnis im Auge behalten werde. Erſt wenn er aufrichtige Reue über ſeine chlechte Aufführung zeigen ſollte, und beweiſe, daß er ein an⸗ tändiger Menſch werden wolle, will das Gericht eine Begnadi⸗ zung in Erwägung ziehen. Dem Angeklagten ſchienen die ein⸗ ringlichen Ermahnungen des Vorſitzenden wenig zu Gemüte zu gehen, denn in trotzigem Tone erwiderte er, daß er ſelbſt⸗ verſtändlich Berufung einlegen werde. *. 8 Bades und Fahrraddieb. Weil ihnen im Elſaß der Bo⸗ den zu heiß geworden, ſtatteten der mehrfach vorbeſtrafte 39 Jahre alte Ludwig Heitzler und ſeine Ehefrau dem Breisgau und dem Schwarzwald einen Beſuch ab. Kaum hatten ſie Freiburg erreicht, da wurde die Gemahlin wegen Bettels für 14 Tage eingelocht. Als dieſe herum waren, wollte H. ſeine Frau abholen, doch war die Wiederſehensfreude kurz, denn 2 hatte die der Trennung nützlich angewandt. Zunächſt atte er zwiſchen Müllheim und Badenweiler ein Fahrrad annektiert, war damit ſpazieren geſahren und auch nach Brei⸗ ſach gekommen, wo er am Rhein die Kleider dort Badender viſitierte und 1 Aktentaſche mit Photo⸗Apparat und 2 Geld⸗ taſchen mit etwa 50 Mark Inhalt mit ſich gehen hieß. Zum Andenken ließ er den Beſtohlenen ſeinen Paß zurück. Er kehrte nach Freiburg zurück und vertauſchte hier ſein Rad, das keine Luft mehr hielt, mit einem beſſeren. Die Akten⸗ taſche deponterte er auf dem Schloßberg. Das vertauſchte Rad itt nun aber nicht das in Müllheim entwendete, er will es mit dem großen Unbekannten getauſcht haben; wahrſcheinlicher iſt, daß er auch dieſes geſtohlen und das Müllheimer verkum⸗ melt hat. Wegen dieſer Diebſtähle erhält H. unter Zubilligung mildernder Umſtände 8 Monate Gefängnis. Gt. 1 Ein Stadtoberinſpektor wegen Unterſchlagung ver⸗ urteilt. Dem Stadtoberinſpektor Johann Krach, der ſeit 20 Jabren als Beamter bei der Stadtverwaltung Mülheim aA. Rh. tätig war, war vor einigen Jahren die Stelle eines Kaſſierers der Stadtkaſſe Mülheim übertragen worden. Er jührte eine Tageskaſſe von rund 10 000.“, während er die darüber hinausgehenden Einnahmen dem Treſorbeſtand zu⸗ zufügen hatte, der auch unter dem Verſchluß des Stadt⸗ rentmeiſters ſtand. Seit einiger Zeit beteiligte ſich der An⸗ geklagte an Rennwetten. Wettliebhaber wirkten nach ſeiner Angabe ſortgeſetzt auf ihn ein, und ſo ſetzte er immer höhere Beträge. Er verlor. Um weitere Mittel zu bekom⸗ men, nahm er zunächſt wiederholt Beträge von 3000—3500./ʃ aus ſeiner Tageskaſſe. Am 20. Auguſt hielt er das zum Treſorbeſtand abzuführende Geld zurück. Er wußte, daß der Aberlaſtete Bertreter des beurlaubten Stadtrentmeiſters an dieſem Tage die Kaſſe nicht revidieren würde. Am nächſten Tage ſetzte er ſehr hohe Beträge und verlor alles. Als der Stadtrentmeiſter vom Urlaub zurückkehrte und eine unver⸗ hoffte Reviſion der Kaſſe vornahm, wurde ein Fehl⸗ Detrag von 21 722,62.& entdeckt. Der Angeklagte geſtand ſofort die Veruntreuungen ein. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisſtrafe von einem Jahre und ſechs Monaten. er Angeklagte wurde mit einem Jahre Gefängnis beſtraft und wegen Fluchtverdachts ſofort verhaftet. Verurteilte? e Vor dem erweiterten engericht Landsberg a. W. wurde gegen 10 Für⸗ lorge zöglinge verhandelt, die ſeinerzeit mit Gewalt am B. September die Fürſorgeanſtalt in Berlinchen ſchwer be⸗ Pabigt und den Direktor Arndt ohne jeden erſichtlichen rund geſchlagen hatten. Der Fürſorgezögling Mölnis gab offen zu, ſeine Kameraden zur Zerſtörung des Gebäudes Kufgefordert zu haben. Das Urteil lautete für die zehn ngeklagten nach dem Antrag des Oberſtaatsanwaltes auf Befängnisſtrafen in Höhe von 8 Monaten bis zu Jahr 4 Monaten. Allen Angeklagten wurde ein Monat Unterſuchungshaft angerechnet. Teilweiſe wurde auch Straf⸗ ausſetzung gewährt. Sportliche Rundſchau Die Gruppe Rhein bei Halbzeit Hipp hipp, hurra, der halbe Weg iſt geſchafft, ruft eine zu⸗ friedene Spielleitung, rufen je nach den Erfolgen mehr oder weniger erfreut die Herren Vereinsvorſtände und ruft ſchließ⸗ lich voll geſpannteſter Erwartung ein liebes Publikum, denn jetzt kommen die beſonderen Leckerbiſſen, jetzt naht mehr und mehr die Entſcheidung. Doch nicht von Zukünftigem ſoll hier die Rede ſein, wir wollen rückblickend das bereits Vergangene kurz Revue paſſieren laſſen und eine Bilanz der erſten elſ Verbandsſpielwochen aufſtellen. Hie Soll⸗, hie Habenſeite, den genauen Stand der Konten gibt uns die Tabelle an: Vereine Spiele Punkte S. V. Waldhof 10 19:1 V. f. L. Neckarau 9 14:4 V. f. R. Mannheim 9 14·4 Phönix Ludwigshafen 10 12:8 1903 Ludwigshafen 10 12:8 1 V. Speyer 10 10:10 hönix Mannheim 11 7·15⁵ Pfalz Ludwigshafen 9:12 Sp. Vag. Sandhofen 10:14 1908 Mannheim 10:14 Germania Friedrichsfeld 10:18 Da fällt zunächſt die dreiköpfige i de der großen Mannheimer Vereine auf, die Waldhof drei Verluſtpuulte günſtiger als ſeine Hauptrivalen Neckarau und V. f. R. anführt; wiederum in„reſpektvollem“ Abſtand folgen in der goldenen Mitte die beiden Ludwigshafener Vereine Phönix und 1903; Phönix in dieſem Jahre vom Glück wenig be⸗ günſtigt und 1903, das auch diesmal wieder reichlich ſpät erſt zu großen Taten erwachte.— Den Uebergang bildet Speyer, während Phönix Mannheim in kraftvollem Endſpurt ſich an die Spitze des Schlußquintetts zu ſetzen vermochte. Faſt ausſichtslos liegt hier Friedrichsfeld am Schluß, doch auch die dicht Schar der gleichermaßen ge⸗ fährdeten Vordermänner wird wie an der Spitze auch am Ende noch heftige Poſitionskämpfée bringen und eine Schluß⸗ runde in Ausſicht ſtellen, wie wir ſie uns intereſſanter kaum wünſchen können. Soweit die Sprache der nackten Zahlen, die uns allerdings nichts verraten von dem bunten Wechſel von Freud und Leid; denen vor allem das zeitliche Moment fehlt; die nackten Zah⸗ len, aus denen vor allem auch nicht hervorgeht, ob es Siege auf eigenem oder fremdem Platz waren, ein großer Unter⸗ ſchied natürlich in der Chancenbewertung. Doch begnügen wit uns im Folgenden mit einer Betrachtung der zeitlichen Ent⸗ wicklung in der oberen Hälfte. Da iſt 1903 Ludwigshafen, eine Elf, die erſt nach der ge⸗ waltigen Schlappe in Waldhof die richtige Aufſtellung und da⸗ mit Erſolge zuwege brachte und ſeither in mächtigem Auf⸗ ſchwung begriffen iſt.— Phönix Ludwigshafen war der erſte Meiſterſchaftsanwärter, der zu einer Zeit, als das Spitzentrio noch von Sieg zu Sieg eilte, ſich bereits im Auguſt die erſte Niederlage holte.— Der 18. September war der dies ater für den Meiſter; gewiß ein ſchwarzer Tag, ließ ſich doch Neckarau auf eigenem Platz von Speyer ſchlagen. Da hie. gleichzeitig Waldhof bei Phönix Ludwigshafen einen Punkt liegen laſſen mußte, ſo war der V. f. R. allein noch ohne Punktverluſt Doch drei Wochen ſpäter ereilte auch ihn ſein Geſchick. Wieder war es Lindenhof, das ſtolze Hoffnungen jäh zunichte machte. Damit waren aber auch die Kämpfe der Vorrunde in das ent⸗ ſcheidende Stadium eingetreten, mußte doch mit dem Zuſam⸗ mentreffen der Spitzenverbände in kurzer Zeit weitere Klä⸗ rung eintreten. Am gleichen Tage vermochte auch Waldhof in Stil dem Meiſter auf eigenem Platz eine klare iederlage beizubringen und eine Woche ſpäter fiel am Schluß der Vorrunde eine weitere bedeutſame Entſcheidung; Waldͤhof ſchlug auch ſeinen anderen ſchärfſten Gegner, den V. f. R. Mannheim überlegen aus dem Felde, während Neckarau mit Glück den Anſturm der Ludwigshafener Phönix abzuwehren vermochte. Noch ſteht die V. f. R.— Neckarau aus und doch haben wir wohl als Fazit der Vorrunde: Der Favorit auf die Meiſterſchaft: S. V. Waldhof. Der 1. Anwärter auf den 2. Platz: V. f. L. Neckarau. Tabellendritter wird wohl: V. f.., 1903 oder Phönix Ludwigshafen. Und wie wird es werden? Das weiß bis jetzt niemand und kann auch niemand vorausſagen. H. B. Pferdeſport Rennen in Krefeld(vom 19. Oktober) 1. Preis von Wieſenhof. F. Zweij. 3000. 1400 Meter. 1. R. Nunbergs Signora(E. Grabſch); 2. Nix; 3. Paſtete..: Panzer, Hortari, Wink, Feuerſtein, Gral, Toscana. Tot: 16, Pl.: 12, 18, 21:10. 2. Preis von Niep. 3000 4. 1650 Meter. 1. R. Haniels Pers (F. Williams); 2. Poſtinlon; 3. Pallas..: Aſparagus, Lauffeur, Helmzier, Miſtral, Traben, Ortwin, Steinabler, Mazeppa, Cyrano. Tot: 27, Pl. 17, 86, 17:10. 8. Rheinbahn⸗Jagdreunen. Herrenr. Ehrpr. u. 3000 3200 Meter. 8 120 1 7 9 v. 9 7755 g 3. Stankt Gott⸗ ſardt, 2..: Mozar ugendliebe, archeſe, Erlköni ans Gerd, Iſonzo. Tot: 28, Pl.: 15, 45, 20210. 1 4. Preis von Moyland. 4500/ 1200 Meter. 1. P. Mülhen's Tur⸗ nierdame(§. Schmidt); 2. Chanterella; 3. Waldmeiſter..: Con⸗ ſtant, Sun Orb, Freiſchütz, Goldwert„Tutankamen, Lauſitzer, Gold⸗ röschen, Goldrente. Tot: 18, Pl.: 13, 16, 20:10. 5. Preis des Weſtens. Ehrpr. 9000. 2000 Meter. 1. E. Küchs Salzig(E. Pretzner); 2. Teutone; 3. Freiweg 2..: Polfino, Schnee⸗ ball, Sinz, Mea Diana, Lux Gralsritter, Tot: 107, Pl.: 20, 16, 14:10. 6. Budberger Jagdrennen. Herreur. Ehrpr. u. 4500/ 3700 Met. 1. Ch. Kellers Jenoe(Et. v. Holtay); 2. Vögerchen; 3. Arion..: Le Gerfaut, Mail, Grwin, Fenelon, Hungaria, Fechterin, Mutterlos, Ocolno. Tot: 325, Pl.: 90, 25, 42:10. 7. Vierſener Ausgleich. 9000. 1400 Meter. 1. Abtlg.: 1. A. Morawez Impatiens(5. Morawez); 2. Diavolo;. Conſulat..: A Dalk, Saxifraga, Orizaba, Heimatliebe, Stammheim, Gambetta, Staffelei, Harlekinade. Tot: 52, Pl.: 22, 20, 146:10.— 2. Abteilung: 1. Frau Schunks Sit Tight(J. v. d. Vlugt); 2. Modewelt; 3. Tuck⸗ ühnchen und Ajax. F: Sonderbündler, Noailles, Königstreu, rancois 1, Rondo, Mohrenpeter, Hofgarten. 15 17, 7, 20:10. peter, Hofg Tot: 118, Pl. 19, K 250 000 Mark für einen Zweijährigen. Auf der Vollblut⸗ Auktion in der engliſchen Trainingszentrale Newmarket wurden für einen namenloſen zweijährigen Fuchshengſt von Grand Parade a. d. Comedienne nicht weniger als 12 000 Guineen(rund 250 000 Mark) angelegt. Als Käufer trat die Britiſh Bloodſtock Ageney auf, die den der Zucht des verſtor⸗ benen Mr. Frank Curzon entſtammenden Hengſt für den amerikaniſchen Admiral C. T. Grayſon aus Waſhington er⸗ warb. Dieſer will den Fuchs im Kentucky⸗Derby laufen laſſen und dann der Zucht zuführen. 8 Denn dieſe bayeriſche Kernmargarine aus den V. M Schönheitspflege zu geben. Neues aus aller Welt — Von Sandmaſſen verſchüttet. Ein eutſetzliches Unglück ereignete ſich in Harburg am Montag abend in der Nähe des Stadtparks bei der Außenmühle. Dort lagern große Sand⸗ maſſen, vor denen mehrere Kinder ſpielten. Plötzlich ſackten die Sandmaſſen in ſich zuſammen und drei Kinder wurden verſchüttet. Ein Knabe namens Roedel wurde lebend geborgen. Bei den anderen beiden Knaben waren die Wiederbelebungsverſuche vergeblich. Die beiden Kinder Sembera und Waldmann hatten bereits zwei Stunden unter den Sandmaſſen begraben gelegen, bis ſie von ihren Vätern wurden, die lange Zeit die Umgegend abgeſucht atten. — Ein furchtbares Familiendrama. In Werbig an der Oſtbahn hat der 28jährige Arbeiter Oskar Wilde ſeine Frau, die ſechs Jahre alte Tochter aus erſter Ehe der Frau und die Witwe Auguſte Fleiſcher, die als Altſitzerin bei ihm wohnte, mit einer Axt erſchlagen und dann ſich ſelbſt erhängt. Drei vorgefundene Briefe Wildes laſſen trotz des ziemlich wirren Inhalts erkennen, daß der Mann, durch häufige Reibereien zur Verzweiflung getrieben, in einem Anfall geiſtiger Trübung die Tat beging. — Verhaftung eines Brandſtifters. Unter dem Verdacht der Inbrandſetzung eines Gehöfts wurde der Landwirt Heller aus Wittenfelde(Kreis Naugard) ver⸗ haftet. Der Brand in dem Gehöft Hellers, bei dem drei Pferde verbrannten, war auch auf das Nachbargrundſtück über⸗ geſprungen und hat eine mit Erntevorräten gefüllte Scheune und einen Stall eingeäſchert. Im Laufe der letzten vier Jahre hat es bei Heller dreimal gebrannt. Am 5. Nopbr. ſollte ſein Grundſtück zwangsverſteigert werden. — Schwerer Unfall an der Brennerbahn. Beim Bau der elektriſchen Leitung für die Brennerbahn hat ſich ein ſchwerer Unfall ereignet. Bei der Station Goſſenſaß kamen vier Arbeiter beim Aufſtellen eines Maſtes den Drähten der Starkſtromleitung zu nahe. Drei der Unglück⸗ lichen wurden ſofort getötet, der vierte trug ſchwere Brandwunden davon. — Zwanzig Feuerwehrleute durch eine einſtürzende Maner getötet. Beim Brande eines Fabrikgebäudes wurden in Pittsburg durch eine einſtürzende Mauer zwanzig Feuer⸗ wehrleute erſchlagen. 5 Briefkaſten Sir bitten für den Briefkaſten beuimmte Einſendungen auf dem Umſchlag als ſolche kenntlich zu machen. Mündliche Auskünfte können nicht gegeben werden. Beantwortung juriſtiſcher, medizini⸗ ſcher und Aufwertungsfragen iſt ausgeſchloſſen. Jeder An⸗ frage iſ die Bezugsquittung beizufügen. Anfragen ohne Namens⸗ neunung werden nicht beantwortet. Alavier. Hiergegen können Sie nichts unternehmen, in geſchloſſe⸗ ner Wohnung darf bis 11 Uhr nachts Klavier geſpielt werden. M. Anonyme Anfragen werden nicht beantwortet. C. Mü. Es muß richtig heißen D. Bernauer und nicht Dr. Danauer, Schloß linker Flügel. M. K. Auf anonyme Anſragen geben wir keine Antwort. E. N. 1001. 1. Ungefähr 26 Jahre, verheiratet. 2. Caruſo ſtarb im Alter von 48 Jahren und begann ſeine Lauſbahn zwiſchen 18 und 20 Jahren. K. A. Die Wahl bis zu einem beſtimmten Betrag muß der Hausbeſitzer Ihnen überlaſſen. 5 A. J. 100. Wenn der Vertrag unterſchrieben iſt, muß er auch eingehalten werden. A. H. 100. Uns unbekannt, wenden Sie ſich an das ſtatiſtiſche Reichsamt in Berlin. K. L. Bei einer 25 Watt⸗Lampe koſtet die Brennſtunde 1,18 Pfg., bei einer 40 Watt⸗Lampe 1,8 Pfennig. A. Ru. 1. Nein. Zeitungswihenſchaftliche Inſtitute beſtehen in Heidelberg, München, Münſter, Leipzig und Berlin. Vielleicht wenden Sie ſich einmal dorthin. 2. In der neuen Ausgabe von Soergel wird Löhns ausführlicher behandelt. Es ſchadet gar nichts, wenn er nicht ſo ausführlich behandelt wird, hoffentlich wird er dafür umſo eifriger geleſen. Mietwucher. Am 1. ni 1923 betrug die Miete 38,6%0 und ſtieg dann auf 40, 75%, 84%, 86%, 939% und am 1. Juli 1926 auf 1007. Am 1. April 1927 betrug die geſetzliche Miete 110% und am 1. 120%. Genaue Auskunft gibt Ihnen das Mieteinigungs⸗ amt. B. S. Der Suezkanal iſt 9,5—10 Meter tief. Er war urſprünglich 8 Meter tief, 1889 wurde dann eine Erweiterung und Vertiefung vorgenommen. H. Ba. Durch die Trauung ſind Sie exkommuniziert, die katho⸗ liſche Kirche verweigert eine kirchliche Beerdigung. A. N. 9. Der Artikel„Kataſtrophenfahr“ erſchien am 24. September in Nr. 441 der„Neuen Mannheimer Zeitung.“ .Ha. Das Patentamt iſt in Berlin, von dort erhalten Sie auch auf alle Anfragen Antwort. K. G. 1907. In Karlsruhe befindet ſich das Staatstechnikum, an dem Sie die ſtaatliche Prüfung als ſtaatl. geprüfter Baumeiſter uſw. ablegen können. M. L. Holmhorſt, Vollſtändige Ueberſicht der gegen S. geführten Unterſuchungen. Wenden Sie ſich an die Schloßbibliothek. 8 W. Da von Fall zu Fall beſondere Beſtimmungen beſtehen, müſſen Sie ſich bei der Krankenkaſſe ſelbſt erkundigen. H. Sch. Die geſtellten 3 Fragen kann Ihnen das Amtsgericht mit genauen Unterlagen beantworten. Karlchen. Die genaue Größe iſt uns unbekannt, ſie dürfte aber unge'ähr 1,82—1,85 betragen. Arima. Laſſen Sie ſich die Rechnung vorlegen und zahlen von dieſer den auf Sie entfallenden Teil. Th. H. Wette. Rechtsauskünfte gibt der Briefkaſten nicht. B. 19. Darüber iſt bis jetzt noch kein Beſchluß gefaßt worden. Maſſerſtandsbeobachtungen im Monat Oktober Nheln-Begel] 1314[15[18[15 J 20 Hedter-Pegel 18. 14.J 15. 18 18. J28, Schuſterinſe!.92 1,25.80.55.50.46 Mannheim.19.088.98 8,6103,518.48 Kehl.22 8,143.55.81.752,42“Jagſtfeld.101,19.02 1,05 17051.— Maxau 5,05.99.91 4,63 4,57.51 ö Mannheim.23 4,154.03 3,65.57.48 Taub.84— 2,75—— 2,87 Köln 2,88.762.65 2..19 Herausgeber: Drucker und Verleger Druckerei Dr. Haas Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim, E 6, 2 Direktion Ferdinand Heyme. Chefredakteur Kurt Fiſcher— Verantwortl. Nedakteure: Für Politik: H. A. Meißner— Feuilleton: Dr. S. Kayſer— Kommunalpolitik und Lokales: Richard Schönfelder— Sport und Neues aus aller Welt: Willy Müller— Handelsteil: Kurt Ehmer— Gericht und alles Uebrige: Franz Kircher— Anzeigen: Dr. E. Stötzner. Geſchäftliches Das Warenhaus Hermann Wronker.⸗G. Mannheim hat eine Vertreterin des Schönheitsinſtituts Eliſabeth Arden dazu veranlaßt, in ſeinen Räumen koſtenloſe Ratſchläge über (Siehe Anzeige.) der W. Nürnberg vereinigt zum erſten Mal höͤchſte Nährkraft, und höchſten Wohlgeſchmack: Vitamine und Alpenmilch. Zu jedem Pfund der Tafelmargarine„FTrische Resi“ verlange man tratis den neuesten Band der Resi-Hausbücherei! 0. Seite. Nr. 485 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ansgabe) Der Tarifkampf Hamburg-Trieſt Die deutſche Reichsbahn lehnt die Vorſchläge der Adriakonferenz ab Aus Wien wird uns geſchrieben: Die deutſche Reichsbahn hat ſoeben die auf der Marien⸗ der Konferenz von den am Adriaverkehr intereſſierten Bahnverwaltungen gemachten Vorſchläge zur Beſeitigung 15 des Wettbewerbes zwiſchen Hamburg und Trieſt bgelehnt, aber ihre Bereitſchaft betont, über etwaige neue orſchläge vor Ablauf des bis Ende des Jahres laufenden ropiſoriums zu verhandeln. Die hiermit abgelehnten arlenbader Vorſchläge enthielten drei Punkte: Erſtens es ſollte ein Hauptverband zu dem Zweck gegründet werden, die Wettbewerbsverhältniſſe der beiden Seehafenverkehre zu iegeln, wobel dem Grundſatz der Parität möglichſt Rechnung ge⸗ tragen werden ſollte. Zweitens wollten ſich die Adriaverwaltungen 31 Hbsi zur definitiven Regelung berelt erklären, ſich an den von der Reichsbahn zur Zeit gewährten Frachtnachläſen durch Kürzung ihrer Lokaltarife unter gleichzeitiger Erhöhung der Anteile oder Durch⸗ fſuhrtarife der Reichsbahn zu beteiligen, wobei die Geſamtfracht von und nach den Nordſeehäfen unverändert bliebe. Beide Teile ſollten duf die Donauſchiffahrtsgeſellſchaften einwirken, daß von dieſen der Zweck der Vereinbarungen nicht durchkreuzt werde. Drittens ſollte Definftivum auf folgenden Grundfätzen aufgebaut werden: FBrachtermäßigungen aus volkswirtſchaftlichen Gänden ſollten auch weiter zugelaſſen ſein; wenn es ſich um überſeeiſche Lünder handelt, die zu dem natürlichen Bedienungsgebiet des Hafens gehören, ohne Einvernehmen mit der anderen Hafengruppe, andernfalls nur nach vorherigem Einvernehmen. Sache des Hauptverbandes ſollte es ſein, die Ueberſeegebiete nach dieſem Geſichtspunkte einzuteilen. Die deutſche Reichsbahn hat nun ihre Ablehnung wie folgt begründet: Die Gründung eines Hauptverbandes wird adgzelehnt, weil die einungen über deſſen materielle Aufgaben zu fehr außeinandergehen Auch das Ziel der Beſchränkung des gegenſeitigen Wettbewerbes werde durch Vorbehalte ſtark beſchwert. Gegen denPunkt drei wird ingewendet, daß die Siffahrtsgeſellſchaften und der Handel in der Lage wären, Vereinbarungen der Eiſenbahnen zu durchbrechen, auch würde im großen und ganzen an den beſtehenden Tarifverhältniſſen nichts geändert werden, denn in den wichtigſten Verkehren hätte Trieſt freie Hand, während die deutſchen Norödſeehſfen in faſt allen wicht den Verkehren ein Einvernehmen pflegen müßten; Ohne Be⸗ nachte igung der deutſchen Norbſeehäfen, die den ganzen Weltverkehr bedienen, ließe ſich eine Einſtellung der überſeeiſchen Verkehrsgebiete zwi chen Trieſt und den deutſchen Häfen nicht durchführen, wenn RNaicht eleichzeitig auch für Antwerpen und Rotterdam ähnliche Be⸗ ſchrän'ungen eintreten würden. An dem Gedanken einer kurzen unvoränderten Verlängerung des Proviſoriums koͤnne die deutſche eichsbahn nur dann herantreten, wenn ihre Vorſchläge der riaverwaftung vorgelegt würden, die ſichere Gewähr hieten daß es in kurzer Zelt zu einer Einigung kommen könne. Eine Fort⸗ flüßrung des Proviſoriums auf unbeſtimmte Zeit ſei ausgeſchloſſen. Von öſterreichiſcher Seite(die öſterreichiſchen BBundesbahnen gehsren auch zu dem ſogenannten Adriabahn⸗ konzern) verlautet dazu: Die nächſte Konſerenz, deren Ab⸗ hualtung urſprünglich für September angeſetzt war, iſt noch Rnicht beſtamt. Doch haben die Adriaperwaltungen ſich ſchon aauf der Marſenbader Konferenz erbötig gemacht, im Falle der Ablehnung neue Vorſchläge za erbringen. Man hofft hier daher, daß es nicht zur Wieberaufnahme des Tarifkampfes Hamburg⸗Trieſt kommen, ſondern, daß zunächſt eine neuerliche kurzfriſtige Verlängerung des Proviſoriums vereinbart werden wird. Dr. Gr. e Auszaßlung der Nentenbankauleite am 27. Oktober. Von der neuen Dollarankeihe der Deutſchen Rentenbankkreditanſtalt ſind außer dem für Holland beſtimmten Abſchnitt von 4 Mill. Dollar noch rund 300 000 Dollar in Schweden untergebracht worden. In der Schweiz konnten annähernd 1,25 Mill. Dollar unter der Hand unter⸗ gebracht werden. Der Betrag der in London verkauften Bonds iſt gioch nicht bekannt. Der Erlös der neuen Anleihe wird der Renten⸗ Bankkrebizanſtalt am 27. Oktober überwieſen. 5 yrßz, Pfandbriefe der Sächſiſche Bodenereditanſtalt in Dresden Auch dieſes Jnſtitut beabſichtigt, wieder zum Szinſ, Pfandbrief ÜUberzugehen. Nachdem mit den zuſtändigen amtlichen Stellen bereits HFuühlung genommen worden iſt, wird jetzt eine neue 8 v. H. Ausgabe ie 8 Benleh. 8 Die Hauptkokerei der Ver. Stahlwerke in Betrieb. In Dange 72 er iſt nunmehr die große Hauptkokerei der Ver. Stahl⸗ werte auf der Zeche Bruchſtraße in Betrieb genommen worden. Jede der Koksbfenbaterien beſteht aus 36 Oefen, die mit Gas gehetizt werden. Täglich werden 2000 To. Feinkohle verarbeitet, woraus 1900 To. Koks gewonnen werden. Später ſoll um das Werk eine Erzeugungsanlage Schwachgas erbaut werden, das zur Heizung der Koksöfen dienen ſoll. Das Starkgas dagegen, das die Kokeret herſtellt, ſoll in der Ferngasverſorgung Ver⸗ wendung finden. Her Zuſammenſchluß Mausfeld— Stelberger Zink. In der am 26. d. M ſtattfindenden AR.⸗Sitzung der AG. für Bergbau, Blei⸗ und an zu Stolberg und Weſtfalen, Aachen in Duis⸗ Durg ſoll u a. auch der ſeit längerer Zeit ſchwebende Verſchmelzungs⸗ plan Stokberger Zink— Mansfeld Gegenſtand weiterer Verhand⸗ lunden ſein. Das Ergebnis dieſer Verhandlungen iſt noch ungewiß. ihrend Otto Wolff als AR.⸗Mitalteb beider Geſellſchaften einem uſtandekommens noch Zweifel beſtehen. In der AR.⸗Sitzung wird Verwaltungskreiſe ziemlich ablehnend verhalten, ſo daß wegen eines ZBuſtandekommens noch Zweifel beſtehen. In der 1R.⸗Sitzung wird wah ſcheinlich auch über die Lage des Zinnmarltes geſprochen werden. Stahlwerk Werver verkauft? Die ſeit langem von der Kon⸗ ursverwaltung der Stahlwerke Werner AG. in Ererat) bei Düſſeldorf geführten Verhandlungen wegen Verkau 18 er Werltsanlagen ſind, wie verlautet, nunmehr zu einem Ergebnis geeommen. Das Unternehmen iſt von einer Gruppe übernommen, die es unter der Firma„Stahlwerk Erkrath“ weiter betreiben wird. Die Inbetriebnahme ſoll ſofort nach der am 21. Oktober ſtatt⸗ findenden Gründungsverſammlung erfolgen. Die Produktion wird lich wie beim Stahlwerk Werner vornehmlich auf Stahlgeß erſtrecken. Der Kaufpreis beträgt 0,04 Mill. 4. Welche Kreiſe hinter dem Käufer ſtehen, iſt zur Zeit noch nicht bekannt, es ſteht nur feſt, daß ie Familie Werner nicht meyr daran beteiligt iſt. :? Vereinigte Königs⸗ und Laurahütte. In der geſtrigen AR.⸗ itzung ßerichtete der Vorſtand über die Ergebniſſe des am 30, Junt 1927 abgelaufenen Geſchäftsjahres 1920/27. Da die pol⸗ niſche Königs⸗Laurahütte für ihr erſtes Geſchäftsjahr 1926 eine Dividende nicht zur e e gebracht hat, be⸗ trügt der Reingewinn der deutſchen Geſellſchaft nach Abzug der Geſchäftsunkoſten und Abſchreibungen nur 208 179 /,. Der GV. am „Noy. wird vorgeſchlagen, dieſen Gewiun zum Vortrag auf neue Rechnung zu verwenden. Um der Vorſchrift der Regterungsverord⸗ nung vom 7. Juli 1927 zu genügen, muß dan AK, der Geſellſchuft um einen Spigenbetrag von 40 erhöht ſowis gleichzeitig die Stücke⸗ ung der Aktien, ſoweit ihr Neunbekrag nicht durch 100 teilbar iſt, 55 eändert werden. Ein entſprechender Antrag wird von der Ver⸗ tung angekündigt. »„Die erin Sachtleben⸗Harkort— Kapitalserhöhung bei Sachtle 15 Mill. I. Die Sachtleben AG. für Bergbau und Eb, miſche Induſtrie und die Harkortſche Bergwerke und Chemiſche Fabriken Ach. berufen nunmehr ihre Hauptverſammlungen zur Be⸗ Leuube ung über die in(Nr. 481) angekündigte Verſchmelzung auf en 5. bezw. 8. November ein. Aus den Tagesordnungen ergibt ſich daß die Sachtleben Ach., die bekanntlich die aufnehmende G. ſein oll, ihr A. um Mill.& auf 15 Mill.“ erhzhen wird. Ein Teil der neuen Aktten wird zum Umtauſch der 3 Mill. 4 Stel., ſowie der 5 0 BVil. der Harkort⸗Aktien dienen. Wie bereits gemeldet, bdürfte da; Umtauſchverhältnis auf 3500%/ Harkort⸗Aktien gegen 50)% Sachtleben⸗Aktien feſtgeſetzt werden. Neben den StA. und Bil beſtehen bei der Narkort⸗Ach. noch insgeſamt 2,5 Mill./ Genuß⸗ Deutſchland mehrere ſcheine wovon 1 300 800„ im Umlauf befindlich ſind, während ſich der 3 Teil der Genußſcheine noch im Beſitze der Uebernahme⸗ arnppe befindet. Die im lmlauf beſlndlichen Genußſcheine ſollen gegen verfügbare Vorratsaktien der Harkot⸗AGG. im Verhältnis 171 umgetauſcht werden. Die in Händen der Uebernahmegruppe befind⸗ lichen Genußſcheine dürften vermutlich eingezogen werden. In welcher Weiſe Harkort⸗Vorzugsaktien gegen Sachtleben umgetauſcht werden, iſt einſtweilen noch nicht klar erſichtlich, da ſich das angekündigte Um⸗ tauſchverhältnis möglicherweiſe nur auf Harkort⸗Stammaktien vezieht John Brunner von der Leitung des engliſchen Chemietruſtes zurückgetreten. Der Vizepräſident der Imperial Chemical Indu⸗ ſtries, Sir John Brunner, iſt ohne Angabe der Gründe plötzlich von ſeinem Poſten zurückgetreten. Brunnek, der einen Teil ſeiner Er⸗ ziehung in Deutſchland genoſſen hat, war Mitgründer ds engliſchn Chemietruſtes und hat ſich um die Zuſammenarbeit mit dem deutſchen Farbeutruſts ſehr verdient gemacht. Brunners Vater und der Vater 170 waren die Gründer der bekannten Firma Brunner tonds u. Co. *Günſtiger Abſchluß bei Buderns. In der.⸗R.⸗Sitzung der Buderusſchen Eiſenwerke.⸗G. in Wetzlar wurde über einen gün⸗ ſtigen Abſchluß für das 1. Halbjahr 1927 berichtet. Nach Lage der Verhältniſſe könne auch für das geſamte.⸗J. 1927 mit einem be⸗ friedigenden Ergebnis gerechnet werden.(In den letzten Jahren 15 St.⸗A. ohne Dividende, während die.⸗A. je 5 v. H. erhielten. * Borausſichtlich doch Dividende bei der Emag Elektrizitüts⸗AG., Frankſurt a. Main. Nach der letzten Proſpektveröffentlichung hat ſich die Geſellſchaft verpflichtet, Erträgniſſe aus dem laufenden Geſchüfts⸗ jahr zur Abdeckung eines 1920 irrtümlich verbuchten Aktivpoſtens zu verwenden. Eine Dividendenzahlung für das laufende und ſogar für das übernächſte Geſchäftsjahr war ſomit in Frage geſtellt. Wie ver⸗ lautet, war das Ergebnis der erſten neun Monate 1927 jedoch derart günſtig, daß der fragliche Poſten von 0,13 Mill.„ bereits aus dem Reingewinn abgebucht werden konnte, ſo daß das Anhalten der günſtigen Geſchäſtslage vorgusgeſetzt, bereits für 1927 eine Divldende (i. V. 6 v..) weitergezahlt werder dürfte. *Erweiterungspläue der amerikaniſchen Kälteindnſtrie für den deutſchen Markt. In Ergänzung zu den Meldungen über den vor einigen Tagen zuſtandegekommenen ſüd⸗ und norddeutſchen Zuſam⸗ menſchluß der deutſchen Kälteinduſtrie wird no mitgeteilt, daß E. G. Biechler, Präſident der Frigidalge Forporatſon, amerikaniſche Kälteanlagen am europälſchen Markte als beſonders gut bezeichnete. Nach weiteren Meldungen aus Newyork erwartet man für dieſes Jahr eine Verdoppelung der Abſatzziffern der euro⸗ päiſchen Vertretungen gegenüber dem Vorſahre. Die geſteigerte Nach⸗ frage veranlaßt die Frigidaire Corporation, die bekanntlich auch in Filialunternehmungen unterhält, ihr euro⸗ päiſches Geſchäft nach amertikaniſchem uſter weiterauszubauen. Der Präſident der Frigidalre Corporation wird in den nächſten Tagen in Berlin erwartet. *Nühmaſchinen⸗ und Fahrräderfabrik Bernhard Stoewer Ach. Wie von der Verwaltung mitgeteilt wird, war der Geſchäfts⸗ gang in der erſten Zeit des laufenden Jahres wenlg zufrieden⸗ ſtellend; dagegen hat er ſich in der zweiten Hälfte erheblich gebeſſert, was auch auf die fortſchreitende Rationaliſterung im Betriebe zurück⸗ zuführen iſt. Der finanzlelle Status ſei einwandfrei, wenngleich bei der Geſellſchaft den geſtiegenen Außenſtänden auch erhöhte Ver⸗ bindlichkeiten gegenüberſtehen., Der Umſatz hat ſich degenüber dem Vorjahre um 25 v. H. gehoben. * Gebr. Junghaus.⸗G. in Schramberg. Wie aus Verwal⸗ tungskreiſen berichtet wird, beabſichtigt die Geſellſchaft eine Re⸗ duktion ihrer Vorfahrsdibidende(6 v..) ein⸗ tretenzu laſſen, vielleicht ſogar die Dividendezahlung für das abgelaufene Geſchäftsjahr völlig ausfallen zu laſſen. Ver⸗ anlaſſung zu dieſer Maßnahme gibt der mit der Hamburg⸗amerika⸗ niſchen Uhrenfgbrik.⸗G. in Schramherg und den Vereinigten Frei⸗ burger Ührenfabriken.⸗G. abgeſchloſſene JcH.⸗Vertrag, wie auch die Konjunktur der geſamten Uhrenſuduſtrie im Verlauf des Ge⸗ ſchäftsjahres durch dieſes Abkommen beeinflußt worden iſt. Speziell das mit den beiden genannten Unternehmungen getroffene Abkom⸗ men veranlaßt die Gehr. Junghans.⸗G. zu vorſichtiger Bilanz⸗ politik. Defſinitive Beſchlüſſe behält ſich die Verwaktung für die Mitte November ſtattfindende Sitzung vor. Die Geſchäfkstage ſoll in dieſem Jahre eine Beſſerung erfahren haben. 2· Dolerit⸗Baſalt AG. in Köln. Wie mitgeteitt wird, ſoll von den etwa 1,5 Mill.„ jungen Aktien aller Vorausſicht nach ein Betrag von 1 Mill.& von einem Garantiekonſorti um übernommen werden, das dieſe Altien den Aktlonären zum Bezuge an⸗ bieten dürfte. Es wird ſich nur um ein beſcheidenes Bezugsrecht handeln. Näheres über die Modalitäten der Begebung war indeſſen noch nicht zu erfahren, da man ſeitens der Verwaltung beſtrebt iſt, die weitere Börſenentwicklung abzuwarten und den Ausgabekurs der jungen Aktien nach Möglechkeit der Börſenlage zur Zeit der be⸗ kanntlich am 15. Nov. einberuſenen GP. anzupaſſen. Die Verhand⸗ lungen über die Verwendung der reſtlichen etwa 500 000 ,/, die im weſentlichen zum Ausbau der Werke dienen dürften, ſind, noch nicht abgeſchloſſen. z5: Eilenburger Kattun⸗Manufaktur Ach. in Eilenburg. Die Ge⸗ ſellſchaft nimmt die Dividendenzahlung mit 6 v. H. wieder auf. Der Reingewinn beträgt nach 36 299(26 661) Abſchreibungen und 20 000% Piacben 69 186(8832)„ bei 1,05 Mill. Aktienkapital.(GV. 4 tober). *4 v. H. bei der Ednard Lingel Schuhfabrik Acz, in Erfurt. Die o. HV. den Abſchluß für das GJ. 1996/27 und ſetzte dem Antrag der Verwaltung gemäß die Dividende aus dem Reingewinn von 190 209(24 447) für die StA. auf 4(0) v. H. und für VA. für die Jahre 1924/5, 1925/6 und 1026/7 auf je 7 pv. H. feſt und be⸗ ſchloß ferner, 5,368 vorzutragen. Nach der Gewinn⸗ und Verluſt⸗ rechnung ſind die Geſamteinnahmen von 3 892 609% auf 2 965 620% zurückgegangen. Daß ein höherer Reingewinn erzlelt werden konnte, lag daran, daß die Geſchäfts⸗ u. Betriebsunkoſten ſich von 3 789 887% ermäßigten. Die Abſchreibungen betrugen 99 311 78 77 1 „Erbllwitzer Lktienpaplerfabrik in Falle. Die G. zeſchtoß die Ausſchüttung einer Dividende von 10(0) v. H. Auf Anfrage eines Aktionärs teilte der Aufſichtsratsvorſitzende mit, daß die Grube Ferdenande, well der Abbau der Kohten nicht rentabel ſet, nach Be⸗ endiaung des Braunkoßlenbergarbeiterſtreiks ſtiflgekect werden würde. Weiter wurde mitaeteilt, daß die Geſellſchaft beſtrebt ſei, eine Ver⸗ billigung der Produftion herbeizuführen. Dazu würde auch die Reſerve von 300 000% Obfigationen herangezogen werden. Gebr. Himmelsbach A6z. Freiburg l. e. Am 24. Oktoder findet in Freiburg eine neue Gläubigerverſammlung mit fol⸗ gender Tagesordnung ſtatt: Berichterſtattung durch die Konkurs⸗ verwaltung, Erörterung der bisherigen Berichte, Erörterung über die während der Geſchäftsaufſicht eingegangenen Verbindlichkeiten, deren Bezahlung durch die Konkurseröffnung verhindert wurde. 26: Hildebrandiſche Mühlenwerke Ach. in Böllberg bei Halle. Die Geſellſchaft bleibt wieder dividendenlos. 2000(7893)/ Reingewinn werden vorgetragen. Scharfer Rückgang der deutſchen Aulomobil⸗ einfuhr Nach der ſtarken Verſchlechterung des Automobitaußenhandeis im Juli zeigt die Entwicklung desſelben im Monat Auguſt ein etwas freundlicheres Bild. Wenn auch die Ausfuhr gegenüber dem Vor⸗ monat einen kleinen Rückgang erfahren hat, ſo ergibt ſich doch anderer⸗ ſeits eine, die Automohilaußenhandelsbilanz ſtark beeinfluſſende Senkung der Automobileinfuhr. Der Wert der Einfuhr belief ſich nämlich im Berichtsmonat auf.11 gegen 11,0 Mill.„ im Juli, wäh⸗ rend die An l von 3,77 auf 3,20 Mill./ zurückging. Es ergibt ſich ſomit ein Einfuhrüberſchuß von nur 2,91 Mill. gecenuber einem ſolchen von 7,24 Mill. uim Vormonat. In erſter Linie iſt dieſes günſtigere Ergebnis auf eine erhebliche Berminderung der aus Amerika während der Berichtszett zurückzuführen. Bei 981(1332] Wagen Einfuhr erreichte der Wert derſelben 4,56 Mill.& gegenüber 7,87 Mill.. Auch Teſle von Untergeſtellen für Motorwagen wurden diesmal nur im Gewichte von 384 dz eingeführt gegenüber 57083 dz im Vormonat oder dem Werte nach 762000 gegzen 2,44 Mill. I. An Laſtkraftwagen wurden eingeführt 10(12) Stück im Werte von 34 000(76 000) und an Motorräbern 583(692) im Werte von 352 000(619 000) 4. Auf der anderen Seite ermäßigte ſich die Ausfuhr an Perſonenwagen dem Werte nach auf 1,35(1,80) Mill. Kund der Einzelteile auf 684 600 781 000) Dagegen zeigt die Laſtkraftwagenansfuhr eine fleine Erhöhung auf 864 000(825 000) und die Motorräberausfuhr eine ſolche auf 399 000(305 000)— Im einzelnen wurden u. g. ein⸗ gefühtt aus Amerika 405(783) Perſonenwagen, 137(174) Motor⸗ räder und 3940(5497) d Teile von Untergeſtellen, aus Italſen 332 (280) Perſonenwagen, aus Oeſterreich 95(71) Perſonenwagen, aus Die polniſche Amerika-⸗Anleihe Das Problem der Stabiliſierung des Zloty Wird die polniſche Amerika⸗Anleihe die endgültige Stabilt⸗ ſterung des Zloty bringen? Dieſe ſteptiſche Frage drängt ſich unwill⸗ kürlich auf, wenn man die Aeußerungen des Freudenrauſches det polniſchen Preſſe über den Abſchluß der volniſchen Amerika⸗Anleihe beobachtet. Zweifellos ſchafft die Amerita⸗Anleihe von 72 Millionen Dollar(da der Emiſſihnskurs 92 v. H. beträgt, erhält Polen nur 65 Mill. Dollar) endlich die Grundlage für eine Währungsſtabili⸗ ſierung. Das Kapital der Bank Polfſti ſoll aus dem Erlös der An⸗ leihe um 50 p. H. auf 150 Mill. Zloty erhöht werden, die Schelde⸗ münzen, die Polen ſeinerzeit nach dem Zuſammenbruch der Rück⸗ ſührung des Zloty auf ſeine Goldparität während der dadurch her⸗ vorgeruſenen neuen Inflation ausgegeben hatte, ſollen bis au 280 Mill. Zloty aus dem Verkehr gezogen werden, die Bank Polſk ſoll eine eiſerne Budgetreſeroe von 75 Mill. Zloty erhalten. Die voll⸗ niſche Staatsbank wird alsdann über Valuta⸗ und Metallvorräte von etwa 150 Mill. Doller verfügen, ſodaf ie ihre Kredittätigkeit weſentlich wird erweitern können. Der Zlotykurs ſoll auf 8,9141 ür 1 Dollar ſtabiliſtert werden. Die großen europäiſchen Noten⸗ banken, darunter auch die Reichsbank, werden der Bank Polſki für die Durchführung der Stabiliſierung Bereitſchaftsrcedite zur Ver⸗ ſügung ſtellen. Da ein Amerikaner als„Beobachter“, in Wirklich⸗ keit natürlich als Kontrollinſtanz, in den Aufſichtsrat der Bank Polſki eintritt, ſo iſt anzunehmen, daß die Stabiliſierung durchge⸗ führt und feder neue Rückfall in eine verkappte Inflation ver⸗ hindert werden kann. Es darf aber nicht vergeſſen werden, daß die Amerika⸗Auleihe der polniſchen Wirtſchaft ſehr große Laſten auf⸗ wirft. Dieſe Laſten wird die polniſche Wirtſchaft nur dann tragen können, wenn ſie ihre Produktion ſtark ſteigert. Die Amerika⸗An⸗ leihe ſchafft aber nur Mittel für die Stabiliſterung und für die Bank Polſki. Die Bank wird zwar die polniſchen JZinsſätze herabmin⸗ dern und der Wirtſchaft kurzfriſtigen Kredit gewähren können. Da⸗ gegen bleißt es vorläufig unkkar, woher die Iangfriſtigen Kredite für die polniſche Induſtrie herkommen ſollen. Nur dann, wenn die polniſche Induſtrie W Inveſtitionskredite für ihre Ausdeh⸗ nung und Moderniſterung erhätt, wird ſie die ſchweren Laſten tragen können. Wenn die polntſche Preſſe ſetzt Vergleiche mit den Amerika⸗ Anlethen Deutſchlands anſtelt und der Erwartung Ausdruck glbt, daß die Leiſtungsfähigreit der polniſchen Wirtſchaft durch den auz⸗ ländiſchen Kapitalzufluß ebenſo ſtark und ebenſo ſchuell ſteigen wird, als es in Deutſchland der Fall war, ſo vergißt man in Polen gang, daß der Produktlongs⸗ und Organiſationsapparat der polniſchen In⸗ duſtrie mit dem ber Induſtrie nicht verglichen werden kann, ganz abgeſehen davon, daß Polen Exvortausſichten infolge der geographiſchen Lage und kufolge des Fehlens des ruſſiſchen Abſatz⸗ gebietes ganz weſentlich ungünſtiger ſind als die Exportausſichten der deutſchen Induſtrie. 7C.CC.CC ͤ ͤdTdß(TT7TfT7TfT7T7TfTTfT reich 75(100) Perfonenwagen und aus England 281(847) Motor⸗ rüder. Deutſchland führte ans an Perſonenwagen: nach Ungarn 82 (17)% der Schweiz 30(40), Oeſterreich 42(16), Tſchechoflowakei 10(28), an Faſtkraftwagen nach Braſilien 17(), Ungarn 8(1) und Spauſen 8(ö3) Stück. Für deutſche Motorräder bleibt die Tſchechoflowakel weiterhin der Hauptabnehmer mit 147 es Oeſterreich mit 72(90), Rumäuien mit 15(52) und die Schwe Zunahme der europäiſchen Zuckerproduktion Eine Schätzung der Juternationalen Vereinigung für Zucker⸗Statiſtik, Die im Mai., J. in Wien gegründete Internationale Vereini⸗ gung für Zucker⸗Statiſtik veröffentlicht ſoeben eine eingehende Schätzune der vorausſichtlichen Ergebniſſe der diesfährigen Rüben⸗ kampagne zum 7. Oktober und der erwarteten Zuckerproduktion in den einzelnen europälſchen Ländern. Danach wird die europäiſche Zuckererzeugung auf 4889 569 Tonnen geſchätzt(Rohzucker) gegen 4 475 411 Tonnen in der vorfjährigen Kämpagne. Die Menge des verarbeiteten Rüben iſt von 28 688 883 Tonnen auf 32 358 904 Tonnen geſtiegen. Die Zahl der an der Kampagne teilnehmenden Fabriken beträgt im laufenden Jahre 646 gegen 687 im Vorjahre. Für alle europäiſchen Länder zufammen betrügt demnach die zu erwartende Zunahme der Zuckererzeugung 9,1 v. H. Fuür Deutſchland beläuft ſie ſich auf nur 0,8 v.., für die Tſchechoflowakel auk 18,5 v.., für Polen auf 19,1 v.., für Italien dagegen wird ein Rückgang um 8,8 v. H. angenommen. Außerordentkich ſtark geſtiegen iſt die Zucker⸗ produktfon in Schweden und Finnkand, ſowie in Irland. Für Deutſch⸗ land wird die Zuckererzeugung auf 1 068 925 Tonne⸗ geſchätzt und die Menge der verarbeiteten Rüben, die gegenüber dem Vorjahre um 5,2 v. H. geſtiegen iſt, auf 11 207 450 Tonnen. „Ein nener Ausnahmetarif für Nohſtazt. Mit Gültigkeit vom 17. Oktoher 1027 tritt ein neuer Ausnahmetarif für Rohſtahl in Rorm von Rohblöcken und Rohbrammen als A. T. 170 in Kraft. Der Aus⸗ nahmetarif ſtellt eine weitere Ergänzung zu dem Erzlieferungs⸗ abkommen Alpine Montangeſellſchaft⸗Stalkruſt dar, keine Befriſtung. Um die internationale Drahtgemeinſchaft. In Duſſeldorf haben Verhandlungen ſtattgefunden die die Verlängerung des zu Ende Oktober gekündi 1 5 gten Vertrages der Fnter⸗ nationalen Drahtgemeinſchaft bezweckten. Der Meinungsaustauſch zwiſchen der deutſchen und den beiden belgiſchen Hauptgruppen brachte das Ergebnls, daß man den Bertrag 175 Wuirnr veränderten Grundlage ſortſetzen und in Brüſſel weiter verhandeln will. Beviſenmarkt Dullar auf Deckungen etwas erholt Nachdem der Dollar von.1830 ereicht hatte, machte ſich etwas Nachfrage na Deviſen bemerkbar und der Dollar zog bis.1850 an, wWäs au Verliner Metallbzeſe vom 19. Oktobber Preile in Feſtmark für 1 Kg. 95 18. 1 Gleftrolyttupfet 110 12330 Aluminium in Raffinadekupfer—.——.— Darren 2,14 2,16 Blei—.——.— inn ausl,——.— Rohzint Bb.ePr.—— üttenzinn—.——.— „(fr. Verk. Nickel 240-3,0 ,40-.50 Plaltenzin 49.—.45.— 48.—..— Antiman 735.084 9,89•U Aluminium.10.10 Silber für 1 0r. 77—.— 7,257½25 London 19. Oktober. Metallmartt(In Bſt. f. d. eng. t. v. 1016 gg. 19. 109, 6. 19. Blei 21.— 12 Kupfer Kaſſa.08 55 65 beſtſeler) 68.— 68.— ink. 26.85 26 do. 8Mona 85.15 55.65 Nickel—— weckſüb. p. Fl. 22,75 84½7 d% Elettro 63.75 52.75] Ziun Kaſſa 261,85 265.50 Rogulus—j—— Arachte martt in Duisburg ⸗ Muhrort vom 19. Okt. Bei ſtillem Geſchäft blieben die Frachten unverändert. Belgien 45(83) Perſonenwagen und 67(10f) Motorräder, aus Frank⸗ mit 10(30) Stück⸗ denn der Geltungsbereich des neuen Tarifs iſt begrenzt von Paſſau nach Düſſeldorf. Der Ausnahmetarif gilt bis auf weileres und hat nächſte Woche gegen Reichsmark einen Tieſpunkt Deckungen zurückzuführen iſt. Spanien ſchwankte gegen Lon⸗ don awiſchen 28,35 und 28,45. Oslo auf Grund des Wahl⸗ ergebniſſes ſchwächer, gegen London 18,58 nach 18,50. Halland und Schweiz gegen Newyork feſter, 4024 bezw. 1028. Heute vormittag notierten: 19, 19. 20. 10. 20. London-Rarte124. 124,06 maftd. Schwz.] 20 g8 28.3% bond.-Stocch.18.b7f 18.68 Lond.⸗Brüſſel] 34.98 34, fdolland⸗ Schw. 209.55 208.80 Ond.⸗Madrid 28.80J 28.40 Lond.⸗Malld. 8907 89,10[Fabel Holland.4882.18 5 Matland⸗Paris 139.75 129.80 Kabel Schwelz.185 5,184 Lond.⸗Holland12,11 12.10 Brüſſel-Paris 354.75384/0 Fond.-Schweſh 25.25 287285Sondon.Oslo. 18,4 18,580Holland⸗Paris.624 197 Paris-Schwelz 20.88, 20.35 Lond.-Kopenh.] 18.17, 18.J7Kabel London 46 1483 In.⸗Mk. laſſen ſich kalgende Kurſe feſtſtehen: London.. 20.38 20,8 Pragg 12.40 12.40 Madrid.. 72.00/ 7175 Parls... 18.3 1,Hels... II0.15179.87 Argentinlen 1,789.769 Zürich.70] 80.71 Kopenbagen 112.5112.17 Japan. 1,845.86 Malland 22 69 22,37 Stockbol m 112.67112. New⸗ ork 4,184 4,184 Holland.. 168. 30168.37 Brüffel 58.26 58.66 —2— W3 + Donnerstag, den 20. Oktober 1927 Neue Maunheim 7. Seite. Nr. 48⁵ Schwägerin und Tante Tod erlöst. frau Rixa geb. Mayer Statt besonderer Anzeige. Unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Oroßmutter, Schwester, Itern wurde kurz vor Vollendung ihres 70. Lebensjahres durch einen sanften Mannheim, New-Vork, Berlin, Cincinnati, 19. Oktober 1927. In tiefer Trauer: paul I. Stern u. Frau Aenne geb. Oerner Alfred Stern u. Frau Martha geb Altschul Winelm Kolmar u. Frau Grete geb. stern Ernst E. Stern u. Frau Martemarie geb. Kitz und 5 Enkel. Die Einãscherung findet Freitag mittags 12 Uhr im hiesigen Krematorium statt. Von Beileidsbezuchen bitten wir gütigst absehen zu wollen. 10556 und Groſ vater Dank. Mannheim. den 19 Oktober 1927. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns nuf tragische Weise entrissenen Gatten, Vater Jakob Hundsdorf sagen wir auf dlesem Wege unseren herzlichen Besonderen Dank für die trostreichen Worte des Redners, sowie des Herrn Direktor 5 Thomas des Städtischen Rosengarten. Im Namen aller Hinterbliebenen: Frau Susanna Hundsdorf. 3940 Elsa Kaufmann Alfred Hoffmann Verlobte 3956 ne Ial. Erröttandtekungen ddr deadt Maunbein lleibtorgen früh anf der Freibank: Kuh⸗ ich. Anfang Nr. 200 88 Versteigerung. Mit behördlicher Genehmigung ver⸗ beigeen wir im Auftrage am Freitag, en 21. Oktober, nachm. 272 Uhr in un⸗ ſerem Lokal Mittellraße 2(Pof) gegen 2087 Zahlung: 1 weißes Schlafzimmer, 1 Schlafzimmer Eiche, 2 Eßzimmer Eiche, Küche, 2 Büfetts, 1 Salon, 1 Bett mit ſtwbban kmatraße. 1 Diwan, 1 Küchen⸗ chrank, 2 Wohlmuth⸗Apparate; eine Fabrikations⸗Aulage zur Her⸗ ſellung von Wäſche, beſtehend aus: einer oppelreihigen Kraftanlage m. 8 Plätzen u. Mulden, 7 Pfaff⸗Nähmaſchinen Kl. 10, 1 Knopflochmaſchine, 1 Zuſchneidemaſch., otor 1 PS., 1 Treibriemen; ſerner: 1 Diplomaten⸗Schreibtiſch, 1 Schreib⸗ taſchine, 1 Seſſel mit Decke, 5 Arbeits⸗ iſche und viele andere Sachen. 65 orverkauf zu den Anſchlag⸗Preiſen, ebeuſo Beſichtigung: am Donnerstag nachmittag—5 Uhr und Freitag vor⸗ ——12 Uhr. W J. Berſteigerungs⸗ u. Vermittlungsbüro del 20 undn f. Se Tel 27387, Maunheim, Mittelſtraße 3. Twangsversteigerung. lon Im Verfahren der Zwangsvollſtreckung beledas in Mannheim⸗Neckarau, Neugaſſe 7, egene Grundſtück Lgb. Nr. 10 643 am ienstag, den 25. Oktober 1927, dur vormittags 97 Uhr deiech das unterzeichnete Notariat in Mann⸗ zung, A 1 Nr. 4, verſteigert werden. Schät⸗ swert: 14000.⸗Mk. unt te näheren Bedingungen können beim erzeichneten Notariat eingeſehen werden. annheim, den 15. Oktober 1927. 4⁵ Iud. Notarſai 6 als Vollſtreckungsgericht. Mannheimer Aerzte haben nach immer gahlreicher gewordenen Vorbildern in eirderen deutſchen Städten und Gauen Verrechnungsſtelle für ärztliche rivatpraxis gegründet. Die Verrech⸗ riingsſtelle bezweckt den rein rechne⸗ Sſcben Verkehr zwiſch. Kranken u. Arzt. dete äbermittelt die nach den Angaben Arztes aufgeſtellte Rechnung an den ranken und nimmt alle Zahlungen im Stenen u. Auftrag des Arztes entgegen. e iſt dadurch in die Lage verſetzt, das Kertrauensverhältnis zwiſchen Arzt und ſchannken zu pflegen und den rein wirt⸗ chaftlichen Verkehr zwiſchen Arzt und Fdanken auszuſchalten. Die diskrete orm der ärztl. Rechnungſtellung bleibt krotzdem in vollem Umfange gewahrt. Verrechnungsstelle für die ärztliche Privatpraxis Mannhelm, I. 13, 1. Em52 Mutter Herrn Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herz- licher Teilnahme, sowie für die letzten Blumengrühe beim Heimgang meiner lieben Frau, unserer unvergebhlichen Elisabeth Waldecker sagen wir au diesem Wege unseren innigsten Dank. Ganz besonderen Dank Stadtptarrer Walter für die trostreichen Worte am Grabe. Mannheim, den 19. Okt. 1927. 3911 f Drucksachenine eſcrr e romp! Druckerel Dr. flaas, 6. m. b.., Mannheim, E 6. 2 er Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Selbsi- Nasierer! Kauft im Fachgeschäft: Rasiermesser und Klingen, Mulcuto- u. Gillette- Apparate Abziehmaschinen, Streichriemen, Abziehsteine, Rasierpinsel Rasierseife, Alaunsteine Mich. Hoffmann Spezlalgeschäft Solinger Stahlwaren jetzt E 5, 14 planken (Nähe der Börse) S425⁵ Als besonders preiswert empfehlen wirf kin Posten nüchterne Holland-Nälber per Pfund 38 und 98.3 Halbsgehnge mit Herz p. Pfd. Halbsleber bra l. 40 Ia Ochseniteisch kurz gefr. per Pfd. 70 J, 62 la. Schweineileisdi von nur erstklassig. gemästeten Tieren — bllligst Urole Frankfurter Würstehen Daar 55 FHilialen überall Mannheim, N 4. 10 Leller: L. Jung Telephon 20433 60, 38. 04 fb, Seſamderwas ſr Frauen und Mädchen Sprechſtunden Montag u. Donnerstag 11—12 Telephon 28 130 während der Sprechſtuuden Der leekenner verlangt nul fullers Ne in Originalbackungen. NierCesuch 5 hübſche, ineinand.⸗ gehende, teilw. möbl. Timmer Wonhnnungstausech 5K2 Zimmer und Küche gegen 2 5 1* 1 1 1—3 7* 1 1 1„—4 6 1 1 1—5 —8 7 in jed. Lage Mannheims IOſtſtabt, Lindenhof) Näheres durch Immobilien-Büro Richard- MWagnerstrage 16, Telephon 21032. Ed?81 Gfohbrauerei 12 Aimmer u. Küche pachtet Wirtſchaften. Angeb u. V P 90 an die Geſchſt. B4825 Beſchlagnahmefreie JAn-Nonnun mit Bad geſucht. Angeb u. X R 71 an die Geſchſt. 53882 -3 Zimmerwohnung in Neubau od. ſonſt. beſchlagnahmefreie Wohng. etvl. a. möbl., von ig. kinderl. Ehe⸗ paar p. ſof. geſ. 3922 Angeb. unt. Z J 88 an die Geſchäftsſtelle. Ig. berufstät. Ehe⸗ paar ſucht* 941 -2 Zimmer u. Küche bis 1. Nov. Dringl.⸗ Karte vorhanden. Zu⸗ ſchriften unt. Z2 V 100 an die Geſchäftsſtelle. 2 schöne, leere Zimmer geg. zeitgemäße Miete N geſucht., 4053 Angeb. u. D V 152 an die Geſchäftsſtelle. Leeres Zimmer od. a. 2 J. Zim. von berufst. Frl. ſof. geſ. Angeb. u. 2 T 98 an die Geſchſt 53936 Zum 1. Nov. möbl. Zimmer geſucht, Nähe Peſta ozziſchule bevorz. Angeb. u. E E 136 an die Geſchſt. B4831 WO findet berufstät. Herr einfaches Zimmer bei kl. Fam., womögl. m. Verpflegung. 43755 Angeb. u. W K 10 an die. Geſchäftsſtelle. Ein Zimmer mit 2 Betten für 14 bis 21 Tage zu mieten geſ. Angebote unt. Z X 3 an die Geſchſt. 13944 ev. auch Seitenbau od. Hinterhaus, v. kinder⸗ loſem Ehepaar geſucht. Angebote erbet. unter A B 6 a. d. Geſchäfts⸗ ſtelle dſs. Bl. 13951 Beſſeres Mohn. u. Shla zmmer in gutem Hauſe von alleinſtehendem älter. Herrn ſofort geſucht. Angeb. u. X M 66 an die Geſchſt. B4848 D Helle Aanonäame ca. 70 qm, ſofort abzugeben. Näheres: Twele, E 2. 1. 4065 Lagerraum zu vermieten. 13889 4. 6. Werkstelle od. Laden Riedfeldſtr., m. Kraft⸗ betrieb, zu verm. *3918 Tel. 29 110. Großger Laden (2 Schaufenſt.) in ver⸗ kehrsr. Lage ein. gr. induſtr. Vororts Mh. zu verm. Angeb. unt. F K 165 a. d. Geſchſt. *3963 R7, 58 Laden, 2 Zimmer und Küche zu verm. B4858 Einfach möbl. Zimmer von berufstätig. fung. Kaufm. per ſofort ge⸗ ſucht. Schwetzinger Vorſtadt bevorzugt. Angeb. u. Z2 F 85 an die Geſchſt. 13913 Möbl. Zimmer geſucht a. 1. Nov. v. gedieg. Geſchäftsfrln., . Bahnh. od. B 1. Ang. an Frlu. A. Lamprecht. Heidelberg, Ladenburgerſtr. 3. *3916 Gemütl. möbl., ung. Z IMMER von berufstät. Dame geſucht, mögl. Zentr. Angeb. unter Z2 0 93 an die Geſchſt. 3930 Suche auf 1. Novbr. möbl. Zimmer Ang. m. Preisang. u. 2 N 92 an d. Geſchſt. *3928 Frl. ſucht bei anſtänd. ſaub. Leut. ein möbl. Zimmer, evtl. mit Penſion. Angeb. unt. F J 164 a. d. Geſchſt. *3962 4 Zimmer-Wonnung ohne Bad, Zentr., zu verm. Tel. 29 110. *3919 3 Zimmer und Rüche Schloßnähe, an ruhige ſolvente Mieter mit Dringlichkeitskarte p. ſof. zu verm. 13942 Angeb. u. 2Z W 1 an die Geſchäftsſtelle. Laaldnelael A. im Zentr., mit Neben⸗ raum für Büro oder Wohnzwecke, 3. Stock, zu vermieten. 13937 Angeb. u. 2 U 99 an die Geſchäftsſtelle. Erholungsbed. Herr oder Dame findet bchaphches Ammer mit el. Licht, Waſſer⸗ heizg. u. Bad in Ein⸗ familienhs., i. Walde gelegen, Nähe Schries⸗ heim⸗Bergſtr. Sehr ruhige Lage f. Herbſt⸗ u. Winterkur geeignet bei bürgerl. Preis. Angeb. u. F G 163 an die Geſchſt. 3947 ca. 50 qm, mit ſepar. Eingang, elekt. Licht, Gas u. Teleph., Nähe Hauptpoſt, für Büro ſehr geeign., auf 1. 12. zu vermiet. Ausführl. Angebote erbt. unter S8 A an die Geſchſt. B4779 2 Zimmer m. Notküche möbl. u. teilw. möbl., in gut. Hauſe u. Geg. an n. beſſ. Miet. abzg. Angeb. u. X 8 72 an die Geſchſt. 13889 Amger u. lche (Innenſtadt) m. Dgl.⸗ Karte zu verm. 5. St. Angeb. u. V N 88 an die Geſchſt. B4824 2 leere part.-Zimmer mit ſep. Eing., beſte Lage(Roſengarten) p. 1. Nov. zu vermieten. Möbelübernah.(Wohn⸗ ſäu. Schlafz., faſt neu), zu günſt. Bed. Auch f. Büro beſtgeeignet. *3912 Tullaſtr. 11. Schön. leeres Zimmer v. d. Abſchl. Licht, 1. 11. zu verm.*9952 .2, 16, 2 Treppen. Wohn⸗ u. Schlafzim. mit el. Licht ſofort zu vermieten. B4812 G., 8, 2 Treppen. 2 gut möbl. Zimmer m. kl. Küche u. ſepar. Glasabſchl. an ruhig. koͤl. Ehep. p. 1. Nov. zu vermiet. G 7, 26, 2 Tr., a. Luiſenring. 49974 Möbl. Zimmer in d. Oſtſtadt zu ver⸗ mieten. Adreſſe in der Geſchäftsſtelle. B4819 Beſſ. ſol. Herr findet gemütl. Heim B4843 Moln- v. alahmmer mit el. Licht u. Bade⸗ benützung. Max⸗Joſefſtr. 4, 2 Tr. rechts. Fyl. möbl. Zimmer mit el. Licht u. guter Penſ. p. 1. 10. zu vm. B4813 K 1, 10, 2 Tr. Sehr ſchön möbl. e mit 2 Betten an 2 ſol. Herren oder beſſ. be⸗ rufst. Ehepaar, Nähe Meßplatz, ſofort oder 1. Nov. preiswert zu verm. Waldhofſtr. 22, 1 Tr, rechts.*8978 Verfrſefüffgerß 1Imöbl. Zimmer mit el. Licht an Frl. od. Herrn ſofort oder 1. Nov. zu vermieten. Rheindammſtr. 60, B4829 3 Trepp. Gut möbl. Zimmer m. Schreibtiſch, n. d. Ebertbrücke, ſof. oder 1. Nov. zu vm. 3895 Adr. in der Geſchſt. Gut möbliert. Zimmer m. el. Licht, ganz in d. Nähe d. Bahnhofs, an ſol. Herrn auf 1. Nov. zu vermieten. Meer⸗ feldſtr. 14, hochpt. r. *3822 Schön möbl. Zimmer el. Licht, m. 1 od. 2 Betten, ſof. od. ſpäter zu vermieten. 73898 Lenauſtr. 49, 3 Tr. r. *3898 Möbl. Zimmer an 1 od. 2 Herren od. Fräul. per 1. Nov. z. vermieten. Schimper⸗ ſtraße 37, Müller. *3877 Anmer. dette zu vermieten. 13906 Langſtr. 68, Wirtſchaft Schön möbliertes Zimmer per ſofort zu vermiet. 4. 17, 1 Tr. links. Zimmer ſofort billig zu vermieten. 23970 Rheindammſtr. 43, II. Cut möbl. Iimmer mit Penſion ſofort zu vermieten.*9957 S 29 1. 3. Stock rechts Möbl Zimmer in jed. Preislage per 1. Nov. 1927 zu verm. 43945 M 3, 7 Frdl. möbl. mmer elektr. Licht(ev. Bad⸗ benütz.) ſof. an ruhig. Herrn zu vermieten. Franz Meier, Egell⸗ ſtraße 9, 3 Tr. rechts. 43925 Keur gut mönl. Immer mit 2 Betten, el. Licht u. Frühſtück an zwei Herren für 60 zu vermiet. Näh. Bä869 S 2. 22, Bäckerei. [Filial 64 85* 96 1 105 RM Hassapreis IIS. Begueme Vochen- und Monafsrafen Ee e eneeed Aet e ee 2 2 k N Aalolog au Wunsch grofis eer cuneRi 8 NopfschagR2 NEURALGIE ZANScHAERE 5 Pulv.-Pekg. Mk 1. 15, 10 Obl.-Pekg. ME..30. Prospekte kostenfrei. Otto& Co, Frankfurt/ Main(Süd). Vermietungen Großges Part.-Zimmer (23 am) leer o. möbl. zu verm. Tel. vorh. Zuſchr. unt. F O 169 an die Geſchſt. B4862 Lindenhof! dt mäbl. fr. Ammer p. 1. Nov. zu verm. Meerlachſtr. 11, 2 Tr. r. B4860 Fehön möbl. Ammer in guter ruhig. Lage, elektr. Licht, eventl. Klavierbenützung und volle Penſion zu ver⸗ mieten.*3933 Emil⸗Heckelſtr. 10, 2 Treppen rechts, Lindenhof. Kautbesuche Pelzjacke od. Mantel (Fohlen) nur gut er⸗ halten, zu kaufen geſ. Angeb. m. Preisang. u. E Z 157 an Geſchſt. B4854 Suche laufend gebr. Nähmaschinen zu kaufen. S58 K. Pfaffenhuber, H 3, 2. Meimischtes Indonehren 1 1. 7 Echte MNemdlemn- Friftoline wundervolle Muster 8188 gute Sorten, direkt v. Lande, größere Partie oder Waggons. Lief. auch kommiſſionsweiſe. Angeb. unt. A O 7 an die Geſchſt.*3975 Zigarren-Filiale Deſtg. Dame wünſcht von hieſiger oder aus⸗ wärtiger Großfirma a Le zu über⸗ nehmen.*3921 Angeb. u. Beding. erbitte u. Z2 H 87 an die Geſchäftsſtelle. —29 Jahre altes Kind wird in gute, liebev. Pflege genom. Angeb. unt. 2 2 4 an die Geſchſt. B4861 Schweres Nebelünmer kompl., mit oder ohne Standuhr, zu verkauf. Schwarz, Schreinerei, Gartenfeldſtr. 39. *3953 A Speck 8 63[̈acl. Teitungs- makulatur abzugeben. Se s08 Heuꝛ Maunbefmer veung Unterricht 11 E 8 S — 8 614 8 n Zuy 2uels Aallleleg 40% apumng oad ranzösisch! Englisch- Französiseh .— monatl. Her⸗ vorragende Erfolge. Anfr. unt. 2 R 98 an die Geſchſt. B4859 Geprüfte Lehrerin erteilt B479 ſachhike-Unterrant in allen Fächern ſowie engl. u. franzöſ. Kon⸗ verſationsſtunden. Friedrichsring 38. pt. Klauier- u. Vielin- Unterricht ert. gründl. in u. auß. d. Haus ſtaatl. gepr. Muſiklehrer. Std. u. 2 /. Ang. u. X G 61 an die Geſchſt. 3865 2 Unterricht im Friſier., ndulieren u. Maui⸗ kure. Sprechſt. 127½ b. %. Müller, N 7, 12, 2 Treppen.*3923 n Uipl. Musizgehrerin ert, gründl. Klavier⸗ unterricht, monatl. 3 mal 12 Mk. Nebenbei Theoriekurs. Anfr. u. X F 35 an d. Geſchſt. * 9804 Geldverkehr Die Beamten⸗Kredit⸗ Geſellſchaft Hamburg, Filiale Frankfurt am Main, Kaiſerſtr. 72, vertreten in Ludwigs⸗ hafen durch den Ver⸗ trauensmann Carl Köſtlmaier, Frauken⸗ thalerſtr. 185, gewährt Darlchen au Deamte Sprechzeit 11—1., —7 Uhr. Dienſtbe⸗ ſcheinigungen ſind mit⸗ zubringen. B4834 Ca. 1000 RM. von Ziegelei geg. pa. Sicherh. u. hoh. Zinſ. bis Frühfahr geſucht. Angeb, u. F H 163 an die Geſchſt. 23950 Wer leiht 250 M. gegen gute Sicherheit. Frau ſucht gleichzeitig ab 3 Uhr Beſchäflig. Gefl. Ang. u. K A 5 18948 Mark 1 Million l. Hypotheken auf nur erstklassige Geschäfts- und Wohnhäuser zu äusserst günstigen Bedingungen auszuleihen. Alig. Finanz- u. Handelsges. m. b. N.(ν Mannheim, 0 2, 7a.— Telephon(308 11). Geschäftsführung: Otto Henne. Em52 —— Jee kam ſ d Ufes-Theater: Ab nächste Woche POLANEGRI „achelurahk' uanddose Fümd bflter-bendbhunag Ein normannisches Bauernmädchen liebt einen deutschen Kriegsgefangenen, wird darum von den Dorfbewohnern geächtet und 30ll aus ihrer Heimat vertrieben werden. Da kehrt ihr totgeglaubter Bruder aus deutscher Kriegs- gelangenschaft zurück und legt die Hände des Deutschen u. seiner Schwester ineinander. Er predigt den von Haß erfüllten Bauern das Evangelium der Völker-Versöhnung und be- sänftigt die erregten Oemüũter mit der Erzäh- lung seiner eigenen Erreitung aus Todesgefahr Me habeg uns entschſossen unserm verehrten Publilu nugqſe SOitgenſime den weltproquftion zu zeigen. BkEsucnEN StiE UNs 1 1 4 5 Romanze des Films.— 3. Teil. „Gibt es das wirklich im Theater?“ fragte die junge Dame.„Ich glaubte, das gäbe es nur im Lichtſpielhaus.“ Sie— dort drüben iſt die Promenadenſeite.“ ährend die beiden über den Fahrdamm gingen, ſagte der Herr:„Ich habe einmal Alexander Moiſſi auf der Bühne geſehen. Er ſpielte in einem Stück, deſſen Titel mir entfallen iſt. Stellen Sie ſich bitte folgende Szene vor: Moiſſi blickt zum Fenſter hinaus, lange; offenbar ſieht er etwas Erſchütterndes. Flammen. Theater fühlte und ahnte bei dieſen Worten den feuerſpeienden Berg.“ Die Dame warf einen Blick auf den Eingan verheißungsvoll durch die bläuliche Dämmerung ſchimmerte. „einen Film ſehe— etwa wie den Ch 0 bedarf ich keines Schauſpielers, der mir die Lebensgefahren der Wildnis ſchildert. Dann wendet er ſich um und ſagt: Der Atna dort „Wenn ich was nach„Schauſpieler“ ausſieht, würde die Wirkung nur beeinträchtigen. Denn: im Filmerlebe ich den Kampf der Wildnis gegen die Ziviliſation— die Urfehde zwiſchen Tier und Menſch; vor meinen Augen fallen Tiger und Leoporden die geänſtigten Herden an— und ich ſelbſt ſehe mich unter den zitternden Menſchen, über deren Köpfe die Herde der wildgewordenen Elefanten— hinwegtrampelt. Das Theater vermittelt das Leben— der Film iſt das Lebe Der Strom der Promenierenden trennte einen Augenblick die beiden; der benutzte die Pauſe, um Mut zu neuem 2 zu ſchöpfen. „Ich war einmal in einem Londoner T Jacht, die im Atlantik kreuzte. dieſer Jacht zu ſein. Wenn die Tür ſich öffnete, blickte man gegen Schluß des Aktes begann die Jacht im Seegang 15 ſchaukeln.“ „Das Meer, das Sie geſehen haben“, antwortete die Dame,„dieſes Meer war und ein paar Theaterarbeiter waren im Schweiße ihres Angeſichts bemüht, Seegang Im Film, Herr Doktor— im Film bin ich auf der Jacht.“ Eben zog der Doktor den Hut; ein alſſt füs dilmd grüßte.„Wiſſen Sie, wer das war? Das war ein berühmter Architekt, der Spezialiſt für Filmbauten iſt. Es iſt ein glück der mir hier zu Hilfe kommt: gerade dieſer Herr hat mir oft erzählt, daß ſeine Attrappen ſind, daß nach dem Schüfftan⸗Verfahren ein Stockwerk gebaut und durch Vervielfältigung ein Wolkenkratzer vorgetäuſcht wird. Nein, gnädiges Fräulein, da hört's für mich auf: Burch Vorſpiegelung falſcher Tatſachen will uns der Film glauben machen, daß dies das Leben ſei.“ Brennende Lava ipieh ſich gegen Catania.“ Sie dürfen es mir glauben: das ganze des Kinopalaſtes, deſſen gedämpftes Licht ich im Kino“, ſagte ſie, ang“—, der mich in die Oſchungeln Indiens führt, ſo eater. Der erſte Akt des Stückes ſpielte auf einer Wollen Sie mir glauben— man hatte das Gefühl, ſelbſt auf inaus auf das wogende Meer; und drüben ſpeit Ja: alles, 11255 unge Doktor Scala-Theater Meerfeldstr. 56 ab Freitag, den 21. Oktober das glänzende Sensations.Lustspiel 0 1 1 mit SAII&N O' Nel1 in der Hauptrolle. aus Pappe, zu erzeugen. licher Zufall, N Häuſer nur (Schluß folgt) 16 —— Angabe der Gehaltsanſprüche unter durch einen deutschen Soldaten. ſhclnau-Laptspelg Reinhold schunzel Mannheim- Rheinan ab Donnerstag, den 20. Oktober der große Lustspiel-Schlager mit Hierzu: „Die verkaulte frau mit allen Sparten, ſucht ſpeziell für Groß⸗ und Kleinleben, Kinder⸗, Unfall⸗ u. Sterbe⸗ mit Monats⸗ und Wochen⸗ tige 10 390 iträgen tü gen feſte Bezüge und Direktlonsvertrag. Beſtand zur Um⸗ und Nacharbeit wird zur Verfügung geſtellt. Reichliche Unterſtützung zum Erfolg wird gewährt. Nichtfachleute werden eingearbeitet. Ernſtgemeinte Angebote unter B F 162 an die Geſchäftsſtelle dieſes Blattes. Exisfenz! eiſtungsfähbiger, eingeführter Verſicherungs⸗ konzern(Lebens⸗, Unfall⸗, Haftpflicht⸗ und Heuerverſicherung! vergibt für Mannheim mit größerem Bezirk Ba4855⁵ Beneralvertretung zu günſtigſten Bedingungen. Gehalt u. Pro⸗ Hiſionen. Zielbewußte Intereſſenten, die be⸗ ähigt ſind, eigene Produktion zu leiſten und das beſtehende Geſchäft auszubauen, werden um Angebote gebeten unter 2 D 83 an die Geſchäftsſtelle oͤteſes Blattes. T8d0s Imporſſaus sucht per sofort einen Buhalter unter 22 Jahren mit Obersekundateife. Angebote unter M NM W 4691 an Ala- Hassenstein& Vogler, Mannheim. Faz00 Wenbanclung gucht Vertbeter Nur ſolche, welche nachweisbar mit Erfolg gearbeitet haben, wollen ſich melden. Angebote unter F P 170 an die Geſchäfts⸗ ſtelle dieſes Blattes. 9848 Vertreier die induſtrielle Betriebe und Anto⸗ keparaturwerkſtätten beſuchen, zur Mitnahme eines leichtverkäuflichen Artikels(Dichtungsmaſſe) geſucht. Angebote unter F F 163 an die Geſchäftsſtelle öſs. Bl. 4 915 Zum alsbaldigen Eintritt ſucht bedeutende, großeingeführte Tigarettenfabrik r den Bezirt Mannheim, Ludwigsbaſen, ag mit nächſter Umgebung einen telzigen, au änzerſt intenſives Arbeiten ge⸗ Pel wöhnten im Alter bis 11 Heerett 0 igarren⸗Spezlalgeſchäften gute ung hat. vole⸗ Angebote mit Lichtbild, und 1 ae 9 5 en die Geſchäftsſtelle d. VI. Einteichen. senden Tog- U... ucth Heisspüd für konkurrenzloſe Sache bei ſehr hohem Ver⸗ dienſt geſucht. Angebote unter 2 P 94 an die Geſchäftsſtelle dieſes Blattes. 3932 Tüchtige Emb2 Worberſinnon) von chriſtl. Unternehmen bei ſofortig. beſtem Verdienſt geſucht. Weitgehende pfarramtl. Unterſtützung. Zuſchriften oder Meldung an NHaaàs, Mannheim, T 2, 6. Lolrer-Gesangveten Wapste Iadünsdste Wir ſuchen für unſere Ende Januar 1928 zu eröffnende Reſtauration in N Nr. 7 einen tüchtigen Kautionsfähigen Pestaurateur. Angebote mit Referenzangaben vorerſt nur ſchriftlich an Oberingenienr A. Fries, Mann- heim. Gutenbergstr. 14a. 10582 Tüchtig. Bäck Ucntig. Backer ſpeziell für fabrikmäßige Herſtellung von Salzſtangen, mit nachweisb. beſten Zeugniſſ. nach auswärts für ſofort geſucht. ugebote unter 7T R 42 an die Geſchäftsſtelle. 4794 Wir bieten beſſeren, arbeitsfreudigen Damen und Frauen hoßhes Einkommen u. ſichere Exiſtenz. Ver⸗ dienſtmöglichkeit wöchentlich 100—150.⸗Mk. Zu melden unter X V 50 an die Geſchäfts⸗ ſtelle dieſes Blattes.* 847 Poffokte Stenotypistin die auch in ſonſt. Kontorarbeiten bewandert iſt, zum bald. Eintritt in gute Dauerſtellung geſucht. Angebote mit Zeugnisabſchrift. erb. unter U N 63 an die Geſchäftsſtelle. B4804 Wir suchen zum Eintritt am 1. Novemb. 1027 eine Jungere, perfekte + 0 Stenotypistin' mit gu ter Handſchrift. Angebote mit Zeugntisabſchriften erbet. an Nahrungs⸗ mittel— Industrie- Berufsgenossen- schakt, Mannheim, Augusta- Anlage 24. Für Villenllaushalt, tüchtiges umſichtiges NMädchen das perfett kocht, für Küche u. Hausarb. per 8. 97 an die Geſchäftsſtelle LTelephon 21498. eeee eeee Angebote unt. Z2. ds. Bl. oder 43985 Klavief- u. Geigspieler Bes8, Alleinmägohen für Samstag u. Sonn⸗ in Vertrauensſtellung geſucht. 3081 geſuch 886 J1. 11. 27 geſucht. 158946 M Geſucht energiſcher bagerist evtl. auch ig. fleißig. Kaufm., desgl. junge Stenotypistin für ½ Tage bezw. Abende. Evtl. Auf⸗ nahme als Haustocht. Angeb. mit Bild be⸗ fördert unt. D M 608 Rudolf Moſſe. Mann⸗ heim. Em52 Laufjunge nicht über 17., zur Erledigung kleinerer Kommiſſionen geſucht. Zu erfragen in der Geſchäftsſtelle. Seö5os Jüngere, tüchtige Verkäuterin aus der Konditorei⸗ brauche für großes Kuchenbüfett per ſo⸗ fort geſucht. 4061 Perſönl. Vorſtellung Freitag vorm. zwiſch. 11 u. 12 Uhr im Pa⸗ laſt⸗Kaffee erbeten. Braves, ordeutliches Hausmädehen auch im Plätten, Näh., Servieren erfahren, i. Privathaushalt ge⸗ ſucht. Gute Zeugniſſe aus herrſchaftlichen Häuſern Bedingung. Hoher Lohn. 4041 Abreſſe in der Ge⸗ ſchäftsſtelle ds. Bl. Jüngeres Nonabmadchen geſucht. B4841 I. 13, 19, 1 Tr. Gut empfohlenes ſauberes Madchen das gut bürgerlich kochen kann, p. 1. No⸗ vember geſucht. 4057 Lanbmann. NM 7, 9a, IV Jüngeres, kochſchulfr. Hadchen für Zimmerarbelt per . Tüchenmädafen bomig Hausbursche für Zentralheizg. uſw. eſucht. B4836 -Weinberg“, D 3, 4. Fleißiges, braves Nadchen f. Küche u. Haush. i. Alter v. 18—20 Jahr. bis 1. Nov, geſucht. Kond. Weller, Dalberg⸗ ſtr. 3[Luiſenring). 2 4063 Stellengesuche Kaufmann 25 Jahre alt, ſucht Beſchäftigung, gleich welcher Art, auch für Reiſe ſowie ſchriftliche Heimarbeiten. Angeb. u. W W 22 an die Geſchſt. B4840 Kautionsfähiger jung. Mann ſucht Beſchäftig. gleich welcher Art, auf Büro od. Lager. Zuſchr. v. Agenten od. Vertret, zwecklos. 48885 Angeb. u. J T 73 an die Geſchüftsſtelle. Strehs, jg Mann mit Ia. Zeugn., ſucht p. ſof, Stelle a. Regiſt., Expedient, Ausläufer. Gefl. Ang, u. X R Nr. 46 an die Geſchſt. ds. Bl. ereb. 43884 00 zuverläſſiger Aufteur gelernter Auto⸗ und Maſch.⸗Schloſſer, mit eizg. vertraut, ſucht tellung.*9926 Angeb. u. 2 L. 90 an die Geſchäftsſtelle. Aungo gebüd. Pan kaufmänn. firm, ſucht baldigſt einen Ver⸗ trauenspoſten auzu⸗ nehmen. Am liebſten wird Filtale über⸗ nommen, Kaut. kann geſtellt werden. Angeb, u. F D 160 an die Geſchſt. 73917 1 Maclchen 29., ſucht Stelle als Haushälterin od. ähn⸗ lichen Poſten. Gute Zeugn. vorhanden. Adreſſe: Sandhofen, Weinh. Weg. Behelfs⸗ bauten A 7. 3955 Tücht. Servierfraulein ſucht Stelle ſofort od. ſpät. in gut bürgerl. Reſtaurant. Angb. u. 2 G 86 an d. Geſchſt. 3920 Verkäuf wonn und Aeschäftshäuser zu verkaufen. 3949 Gottiieb Woelff Immobilien— KHypotneken Meorfeldetr, 66- ſel. 28549 Kompl. eingerichtete Wäscherei bei kleiner Anzahlung ſofoert zu verkaufen. Angeb, u. F E 161 an die Geſchſt. 43914 Motorrad 2½ PS, 2 Gang, Kick⸗ ſtarter, fahrbereit, in autem Zuſtande, neu bereiſt, zum reis v. N4. 250.— zu verkaufen. 8860 Hirſch, Erlenſtr. 44 Nähe Waldhofſtr. Sehr gut erhaltenes lavier in Privathand ſof zu verkauf., ebendaſelbſt 2 Herrenwintermäntel und Damen⸗Winter⸗ mäntel mit Opoſſum. Anzuſ. v.—4 u.—8 Uhr abds. Adreſſe in dex Geſchäftsſt. 4059 Gebrauchtes Ladenregal m. Iueke für Kolonialwaren z. verkaufen.*3969 Näh. Geſchäftsſtelle. Ig. Frau in geſeg. Umſtänden bittet edle Menſchen um leichte Beſchüftigung da in großer Notlage. Angeb. u. F N 168 an die Geſchſt. 43968 ale fläle ſucht Stelle in kl. frauenl. Haushalt od. als Köchin. Langfähr. Zeugniſſe. 43866 Angeb. u. T H 62 an die Geſchäftsſtelle. faager Maachen das ſelbſtändig kochen kann, für kl. Haushalt zum 1. 11. geſucht. Gute Zeugniſſe Be⸗ 855 t. 7 Sladi Oſterburken, F61 Abr. In der Weſchſt. Suche für ſofort od. ſpäter Stelle als Alleinmädehen Bin 28 F.., Zeugu. ſtehen zur Verfügung. Angeb, u 8 70 ingun 8972 Beun Uteiler, b. 40 b„ u. X.7 an bie Geſchſt, 49880 Billig zu verkaufen: Aasenocha ut erhalten, 1,50 Mtr. och, 65 Ztm. breit, 55 Zentimeter tief. Fr. W. Burſchell, Ludwigshafen a. Rh., Oggersheimerſtr. 5. 960 a. dage neu(National), elekt. ſofort zu verkaufen. S 6, 6. Wirtſchaft. 73924 Diwan. Chaiſelongue, und Matratzen billig zu verkaufen. B4857 G. 2 Schanzen atze 20. AEI NModerne nampibgckerel, in la. Lage Mannheims zu verkaufen! 125 wert,— bei größerer Anzahlung. Julins klet (R. D.). Zmmobflien⸗ u. Seeee Maunheim, 0 7, 22. Fernſpr. 298 Einfamilienhaus e⸗ in Feudenhei m, mit Garten, ſokord be ziehbar zu verkanſen. Preis Mk. 22 0400 Anzahlung Mk. 10 000.—. 7 Immobilien T h. Schmitt, N 5. Spessammel Aaog und e⸗ ſeit 35 Jahren Lllppsnüdle-dammir ta. 5 fn zu verkaufen. Ba839 pachten. Angeb. unge⸗ Dr. Leimbach, M 91 an di 2 087 Pring Wilbelmſtr. 21. ſchäftsſtelle. Sehr gut erh. kleines ie e et. A Aabcs Kommode, 1 runder faſt neu, Tiſch m. Stühl. preis⸗ 12 ed zu berkent ere Trapipörtabbsge, zuſehen pon—3 Uhr für Fahrrad, Kaft 1 ſöreirad, Marke Guß⸗ Große Merzelſtraße 2 9 Tr. rechts. B4842 ner, auch auf Teilzeh, 1 illig zu. Wegen Flatmangel 458 Bültett, Credenz r⸗ aig Auszugtiſch m. Stüh⸗ len zu verkaufen. Zu 85 bet 43869 oms, Rheinſtr. 9. Ha u5, m. Toreinf., Mag bei Anzahlg. v. uchl. & ſof. z. kauf. geſ ing⸗ Oeſtl. Innenſt., ge⸗ nahe oi eben* ſtadt. ng. u. Nr. 107 an d. Geſc * 966 1 Rentenhaus in gut. Lage zu wie. gel. Angabl, 00 f. Angeb. unt. F 1g966 an die eirad Dreira ebraucht, mit chließbar. Kaſten, kaufen Zu verkaufen: Gr. u. kl. Grubeherd, 3fl. Gasherd, Kinder⸗ wagen, Stühlchen. Berg, Rich.⸗Wagner⸗ ſtraße 15, IV. 3929 Gut erhaltener Pelroleumofen bill. zu verk. 3954 M 2. 10, 1 Treppe. Aus Privathand einige Cuta mit geſtr. Hoſe. Gute warme Herren⸗ und Knaben⸗Mäntel billig zu verkaufen. 33939 Näh. M 7, 13, 2. St. Kinderwagen Brennabor, dklbl., u. Stubenwagen preisw. zu verkaufen. 8964 Waldparkſtr. 27, III. er⸗ 96 Gut erhaltener Nandwagon n⸗ zu kaufen geſußt gebote unter 54306 an die Wilche Arlefe die nloht die richtigen Zelchen 5 Hummern der hetr. An 26 19 enlhe erschweren dle Weiterleitung oder nacl sie dtrekt unmüögüch. Es leht des 0 in interesss der Einsender von Angebe Zelchen und Mumme genau zu beachten, damit unllebs verwochslungen vermieden t Ia beschekäötaln Jar lendnMarnk. Tal Gelabelghe, 84844 UU 1. 5 e —1 * r. nee NKSr rrr Donnerstag, den 20. Oktober 1927 Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Nationaſ- Theater Mannheim. 6r Mongerstag. den 20. Oktober 1927 toh—— eatergemeinde— Freie Volksbühne ietererkaut) Gruppe C. G. L. u. S —— Mnent des Schieksais“ Bil 5 inem Vorspiel und drei Akten(neun 5 0 Dem Italienischen des F. M Piave Manse 5 gedichiet und für die deutsche Opern- dog 01 Sarbeitet von Franz Werfel— Musik Hein useppe Verdi— Inszenierung: Dr. Rich. — Musikal. Leitung: Erich Orthmann 1e: Werner Gößgling Ende nach 11 Uhr Wareh Pe rs Onen: ese von Calatrava Heinz Berghaus Ahee de Vargas Jseine Gertr. Bindernagel de Vargas Kinder Hans Bahling Cho Anfang 8 Uhr Der Le D 5 Adolf Loeltgen Pea e Guardian Wilhelm Fenten Karl Mang Eealgelne g WahrsagerinErna Schlüter Ee APOrrle ehengneh 1 „DER HEXER. Hauptrollen: Friedrich Lobe, Hans Mieren- dorf, Marion Heiden u. u. — d. Spannungsgehalt. dies. Stückes 25 nteresse der fſernerenBesucher bitt. wir, 990 15 Lösung des Stückes, resp. üb. die Per- es,Hexers“ Stillschweigen zubewahren V Waaa ket Ineaterkasse, Konzertkasse Heckel, Kohl Musikhaus— Ludwigshafen: Reisebüro Uur— Tageskasse von 10— ½1 Uhr und ab r geöfinet— lelephon 21 624. 8315 Das Ein Fiim mit Musik von rrEd. Künneke nur noch bis Sonniag im Casino, R 1, 1 Uhr 3½ Uhr Jugendliche haben Zutrltt. Karten Mk..—,.60,.—. Kinder Mk.—.50 und—.80 an der Konzertkasse. K. Ferd. Fobel O 3. 10, 1. Mannh. Musik- haus, O 7. 13 und in allen Blumengeschäften 3976 Ae.33377 Adler's fel.3337 Nafenrundfahrten jeden Werktag 3 Uhr Vonntage von 10 Uhr vorm. ½ ſtündl. Abfahrt. ote ſind geheizt. Einſtieg Friebrichske 5(Stadtſeite.) 9500 — ndustrie- Kartoffe K Ware zum Einlegen, frei Haus in jeder e, billig abzugeben. S 2, 22/28. 4806 Heute Deunelslag die groge 9 Ein Volksstück v. Walter Reisch, das den Welter- tolg ler„Försterchristel“ noch weit übertreff. wird DARSTELLE R: Kaiserin Maria Theresia JIulla Serda Kaiser Josef II. Harru Liedike Fürst Kaunitz, Kanzler Erih KHauser IIIz Prinzessin Maria Josepha Lolte Bartheel des Schurl Schramseis, Kaisers Bereiter LIVio Davanelll Schopfinger, Schuh- machermeister Hermann Didia Stasi, des Schusters Töchterle'n Xenia Desni Hart Liedtke der Unwiderstehliche, Elegante Charmante als Kaiser Josef 5 begeistert wWieder alle Herzen! uncꝭ 45 0 222 beidloclei Der Geselle Titz Hampers Jugendliche bahen Zulritt! Mnümerrener. 3, J, 7,.30 Uhr. Hoclister Komfort · Beste deutsche Kücke · Deutsche Bedienung · Niedrige Prei- ge: Kajuùten-Klasse& 145,.—. II. Klasse 3 1852 III. Tour.- Kaj.-Kl. S 122.50, II. Klasse 5112,50-Auskunft u. Fahr- Karten durck dle Agentur Adolt Burger, Mannneim S1. 5 Breitestraße Em1⁰ NMorgen] Freitag, abds. 7½, Harmonie, D 25 6 1. Meister-Aarieraben Max.pauer Werke v. W. F. Bach. Beethoven Schumann. Jos. Haas, Frz. Liszt Karten-,.-,., 3,—,.— à. d. be-. kannten Vorverkaufsstellen und Abendkasse. 43977 K er TTTir TELEFN Jonntag. 23. Glt. vorm. 11½ Uhr, Rermonis 5 15 icht 25 Gesellschaft Einst Kienek wwr Über seine Oper— Jonny snielt auf 61 Karten zu Mk..50 an der Konzertkasse K. Ferd. Heckel, O 3, 10, i. Mannh. Musik- haus, O 7, 13 und an der Tageskasse. Eintritt für die Mitglieder frei! eeseai ſdſr neue Nus Achtun9g 3 Hochglanz pol. Birkenſchlafzimmer, eeee 2 Herrenzimmer Eichen dunkel, 2 Speiſezimmer werden räumungs⸗ weiſe zu äußerſten Preiſen abgegeben. Be⸗ ſichg ge ohne Kaufzwang auch Sonntags. Lechner jr., Schreinermeiſter Aglaſterhauſen. Ba48 1 Lily Damta Tuydamta Uiy damte Uy damte Uudante Tuydanta l Uiy Vdamta Uiy danſta Liiy Damte 1 Mib n l Ml faal le Wule II Mdng ¹ Ae fald le Wn b uee n bbin Ula-Incaler 6 zge Flanken 5 8 Der Flim ungeahnier wunder Aul. Kampf und Leben in den Dschungeln Nord-Siams. Wie die Mannheimer Presse sich Außert: Neue Mannh. Zig.: Pir alle, die wir das Wunderdare in der Natur lieben, werden uns von dieser Dochungelsym· phonie berauschen lassen. LTandes- Zettung: voll fierer Berucung. Hine selt. same Welt gluht au. Fine Welt, die vor Leben Ktrotzt. Lasen oir uns durch dimen Hiin begeulern Volbsblatt:. Ein Fkimiwerlk von höcheter Klasse. Er gtellt die Bigenschaft des Lieltopiels als unenthehrliohen Kullurfutor erneut unter Beieis. KI4602 Beginn fagli.00,.30,.30, 8 eeeee“ ——— 2zu aufergewöhnlich günstigen Preisen pamen den M. 275. Besatz-Felle belehacken en 5t. 150.— 22 Hunxse, Wölfe, füchss us, eparaturen u. Maßanferti- Felle, beste Qualität M. 14.— Wellin-Kanin, prima Seal elektr. Felle Sung in eigener Kürschnerei Kein Laden, daher billigste Preise Seizhaus Schiüritz, O, Warum lst dieser Raum trei Ihnen scheint dieser Raum unausgenutzt; aber bekanntlich fällt das weiße in der Anzeige mehr auf wie das schwarze. Dies ist der Grund, warum obiger Raum frei ist. Wissen Sie schon, daß der große und unerhört spannende deutsche Film „Das Frauenhaus von Nie“, nach dem bekannten Roman von Norbert jeden Abend im e bei 15 Jacques Plüsch und Plümonski, ausverkauftem Hause den ungeteilten Beifall der Menge tindet? Beginn der Vorstellungen: 4, 6, 8˙ Uhr. 8 35 Gocle pelzwarenverkauf Austr. Oposs. von M..50 an Amerk. Oposs. große, schöne „.50 2.— Sämtil. andere Besatzfelle billigst 10 Nur Qualität. 10294 Der Sonnlag-Nbend Iim Hinelungen- Sasl oiesen Sonntag, den 23. Oktober 1927, 20 Uhr [Sonderveranstaltung ohne Wirtschaftsbetrieb Eintritt: RM..40 bis.40. Das Mexikanische Mationalorchester unter Leitung von Prof. Juan N. Torreblanca und Prof. Ernesto Mangas mit Gesangsquartetten, Tänzen und Musikdarbietungen iIm Naflonaltracht. Karten im Rosengarten, Verkehrsverein, auch bei Spiegel& Sohn. 102 feleun Anetenten bgdee ehe Plangs Kauf uul Miete 2. Hunsch m. Laufbergehftgung bei 813 Heckel Plano-Lager 0 3, 10. Tüchfige Flickerin empfiehlt ſich in und außer dem Hauſe. Angeb. unt. P 69 ie degenwart in Olfenbaruagslckt! Oeffentl. Herbsttagung vom 27.—380. Okt. in den Beae der Harmonie 10542 Eröffnungs Vortrag Donnerstag abend Jon le. Dr Friedr. Ntteimeger vorausgehend'd Uhr abds. pünkt! Rezitation eines Sprechehors vom Goetheanum bei Basel. bBintritt 130 M. Studierende und Jugend die Hälfte. Erwerbslose frei Tentralhelzungen S' aller Systeme liefert seit 1878 Bedem& D081 8. f. 8 26 Mannheim rel. 201 05 Aaun kungen F 3, 19, 20 u. 21 Telephon Nr. 26 650, 26 658, 26 659 55870 10. Seite. Nr. 485 Rene Maunheimer Zeitung[Mittag⸗Ausgabe) * Donnerstag, den 20. Oktober * 1 UHsERFE PREISE- 33.-59-5 Uosmnnus FEIDHANMNMERE C MANNHEIN 4, 1 TEL. 25009 CFOFFNET--7e zENfeAH efRlin WOCHENRATEF DDDD .„ die Möbel erhalten haben. Wir sind mit denselben zufrieden und sprechen Ihnen unseren besten Dank aus. Wir werden Sie in unserem Bekanntenkreis empfenllenn Lahr, 14. Oktober 1927. Hch. F.(Stadt-Beamtet). Nur 80 ist der täglich wacksende Massenumsatz erklärlich! Bi d nußsb. pollert, Eich d Eiche imit., Schlafzimmer k. 848.— G18. 778. 648-, 580 B4. 448.— 345. 95 1 suννοðοOοο. Herrenzimmer rie.. 245.- 60.— ba6-- 44b.- Sbo- 328. 285. Küchen ne Modele Ik. 428.- 380.- 87B.- 388.- a8B.- 238. 165. ————————————* ELIZABRETH ARDEN hal hre pervõnliche Stelloertreterin, velche fahrelange Praæis in den Amen Salon- in London bat, entaandt æum Beoucbe ungerer Toiletten-Pruparaten-Abteilung am Donmnerstag. den 20. Ofrtoſber Bis Jamtsag. den 22. CRHiober. Benulzen Sie die Gelegenbeil eine Eæpertin æu con · aullieren und ibie Nalacblage enſgegenunebmen fur die aangemdae rieblige Pſſege and Beband. lung Ibres Teinta. Noulenlase Priunl- Nonoiilinlionen- Nermann Uronfer Agtien-Gesellschaft:: N mmmenmn. 841641 2 Dasch- 10 Hſeſcheſoco cdosolbeudihrfe Cheichmiel. EINHEINISCHE KEKS, WaFFETIN UND dESR(CKE sind Iimmer frisen! Die Vielsenigkeit unserer Brzeug- Nisse soll cdurch besondere Kosf- Proben-Tage veiferen KFreiser bekarru gernacru Vercdern GRATIS-KestrpReBEN DER ERSTKTLASSIGEN SEETBERG- EREEUGNISSE MVERABTCTT EREITAGd u. SSTAdä(21.. 22. I 27) oKGTADENHAUZ AGER-P 7, 16. sen L. J FUR NovEB8Q Borho, 0 Die Vorzũüge der Fischwaren be- cstſtehen in hohem Oehalt an Nähr- 75 stoffen, leichter aus frischen Fi dart weißfleischig in pikant. Sauce 5 gismarokheringe und Poumops offen und in Dosen besonderer Preiswũrdigkeit Marinaden Einzelmöbel, Kleinmöbel, Polsterwaren selten billigl Seanmemstfe Feiſaafalumag gestattet! Autolleferung allerorts frel Haus! Cn. 4000-Mtr. Ausstellungs- und Lagerriume! KHupfermann co. rb 9 Schaufenster. begf. 1006 1065² Oaus flimrende Nuus flir Mitteilstamndsmäöfßer! Fahrtvergütung! jeder Käufer erhält ein praktisches deschenk NMöibel Kkaufft Jedermann: EIIIig Bei Kupgfermann 1 eee fec 11, 16/17 bdie Massenschlachtung von 160 Stücek schwerer, fetter, junger Verdaulichkeit u. Tel. 31711 schen hergestellt Hämmel und Schafe bieten jeder Hausfrau den Vorteil Geld zu sparen. Hammelfleisch zum Gemüse 15„ 2. Ragout Pfd. Geling mit 8 5 60.20 „„„ Uemarckheringe n. Mollmopz 1Ulter Dose 83 Sehr beliebte Portionpackung zum Kochen und Braten Auerbeste, frische Qualitätsware Pfund 1 2* Mark 8 allerfeinstes Qualitäts-Schweinefleisch ff. delikate Räucherwaren— ff. rohen und gekochten Schinken— i anemhee u and gülhlalnrep 5, umene lemecng Npemg bnen Iune 2l 45 5 dn big J gekochte Rippchen— alle Sorten Wurst- und Aufschnittwaren, u. a. prima Krakauer prima weißer und roter 170 90. 9, 9ö 0 prima Koscher u. Servela Pfd. Pfd. Schwartenmagen Pfd. Eine Delikatesse zum Rotkt aut sind meine das das 10 d 10 Paar— Zauernbratwürste— Paar E Freitag vormittag frisch eintreffend. ein Waggon frisch geschlachtete 2 5 boll. nüchterne Ka 5 75 Verkaufspreise L Pfund 88 Pig- Und 1 2 Aud 10 pfannig Habefat Im Laden I 1, 6 i. ganzen Fisch Pfd 52 im Ausschnitt Pfd. 56 nerabgesetzt nur 905 Ab Freitag mittag: Kalbsgelinge m. Herz Pfd. 60 J, Kalbsleber Pfd..40 selbstausgel. selbstausgel. 145 bb⸗ Ochsenfett Pfd. Mischfett Pfd. Flomenfett Pfd. 100 2 Miet-Gesuche dud lüntnt eipe: 0, Ju on en wir eine Mannheim oder Umgebung zu mieten oder uch 3 000 4 Timmer-Wonnung, zu pachten. Angebote unter X T 53 an die gegen Erſtattung der Umzugskoſten ete. ö Geſchäftsſtelle dieſes Blattes.*3852 8 Musikapparate Ia. wie vorstehend Mk. 50.- 58.- 68.- usw. Schrankapparaie in allen Preislagen Platten Mk..— Elektr. Mk..25 usw.. Werke, Tonärme, Schalldosen, und S47 sonstige Zubehörteile. eilzahlung. Musikhaus Mayer H 1, 1u1 Mannkeim Marktnlatt Vornehme Damenhiütg schöne Auswahl Umarbeitung. vorjähr. Hüte billigst pelzreparaturen jeder Art schnellstens Hutwäscherei für Damen- u. Herren- Filzhüte Pulzgeschäft Joos 85 7. 20 Wegen Räumung billig zu verkaufen: 1 Glas⸗ bzw. Ausſtel⸗ lungsſchrank, 1Schreib⸗ tiſch, dpplſg. m. Schub⸗ laden u. Schränkchen, 1 Zeiß⸗Archivſchrank mit 8 Einl.⸗Mappen leichen), 1 oval. Tiſch (nußb. pol.), 2 Laden⸗ regale, 2c2 m(Eiſen verſtellb.), 1Nachtſtuhl⸗ ſchränkchen(nußb. pol.), 1 Leiterwagen, Bilder u. Spieg. uſw, Näh. b. 7. 8 i. Gol, 900 In größ. Städtchen, Nähe Mannheims, ſucht Geſchäftsfrau m. ſchön. Laden eine Filiale od. Kommissionsware zu übernehm. Günſt. für Handarbeiten, Ge⸗ ſchenkartikel. Strick⸗ u. Webwaren. Angeb. u. F O 159 an d. Geſchſt. *8905 Belliedern werden gereinigt. Frieda Hautz, C 7, 21. 34845 an die Geſchäftsſtelle dſs. Bl. mieten. Dringlichkeitskarte iſt vorhanden e 2 1 Mainz-Mannheim. Zuſchriften erbeten unter A M 143 an Geſchäftsſtelle dieſes Blattes.—.— Geſucht wird in Mannheim: 3 Zimmer⸗Wohnung mit Küche, Bad, Wer tauscht gegen Dringlichk.⸗Karte 1 ſchöne 2 Zim Geboten in Mainz: wohnung, Jungbuſchgegend, bis 1. vll n 2 Zimmer⸗Wohnung mit Küche, Bad, früher mit 8 od. 4 Zimmer mit Bad, Geg elektr. Licht. 10 558 Colliniſtraße—Zollamt, mögl. Ring.—75 Wenn nicht im Tauſch, ſo auch beſchlagnahme⸗ unter V L 86 an die Geſchäftsſtelle.—— freie Wohnung erwünſcht. Angebote erbeten unter B I 150 an die Geſchältsſtelle oſs. Sl. Junges Ehepaar suchi Schöne 3 Zimme-Wopnung-3 möbnerte oder in der Oſtſtadt zu mieten geſucht. um⸗ unmöblierte Zimmer zugskoſten werden vergütet. Dringlichkeits⸗ An⸗ karte vorhanden. Zuſchriften unter A e mit Küchenbenützung. Miete im voraus. gebote Poſtfach 596.— 2 er hohe Nuf öer Feinkoſtmargarine Blaubanoò iſt unbeſtritten und oͤurch ihre her⸗ vorragenoͤen Eigenſchaften begrunöͤet. Laßen Sie ſich keine anoͤere Margarine als ebenſogut auf⸗ oͤrůngen, auch wenn ſie zum gleichen Breĩs mit ſogenannten Zugaben ooͤer Geſchenten angeboten wiroͤ. Blaubano iſt Qualitãtsware. ʒu oer nie⸗ manod etwas verſchenten kann. luhr lolt r fermunn Höbell Speisezimmer 2 8. 10.- 278.— GBO-- 408.-- 47;. 44B. 375.. ..