—— — PPaſſeGeſchäftsſtelle E6,2. Haupt⸗Nebenſtelle. R1, 4˙6, a1 e Neabanle In Mannheim u. Umgebung frei ins Haus eeennge 5 33 Salenl geon Post monact N. 280 aßne Beſtentgeld erung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe Nach⸗ ſaſeee Poſtſcheckkonto 17590 Karlsruhe. chwerannhaus). Geſchäfts⸗Nebenſtellen: Waldhofſtr.6, Macfeenſe 19,20 u. ienn l Dele L2mal. Fernſeralanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. Ben. ſprecher 24944, 24945, 24951, 24952 u. 24958 deilage n: Sport und Spie!l Aus Seit und Leben daush Berlin, 8. Dez.(Von unſerem Berliner Büro.) Der at Vera altungsausſchuß des Reichstages ſetzte heute die zweite un Loe be des Beſoldungsgeſetzes fort. Reichstagspräſident amte egründete einen Zuſatzantrag, wonach für die Be⸗ bente des Reichstages die Amtsbezeichnung durch den Präſi⸗ ündert es Reichstages erfolgt. Der§ 34 ſelbſt blieb unver⸗ belder Kunmehr wird zur Abſtimmung der 8s 1 bis 5(Warte⸗ Ablehn uhegelder, Hinterbliebenenbezüge) geſchritten. Unter de Nerung aller anderen Anträge wird der Antrag der Jaſſun igsparteien, der den erſten Abſchnitt durch eine neue dem erſetzt, genehmigt. Dieſer Antrag beſtimmt, daß zu derveſen Ddie Berechnung des Ruhegehalts, bisher maßgebend alg 6000 Grundgehalt, bei einem Grundgehalt von mehr ſein. e M bis einſchließlich 12000 16 v. H. hinzutreten. terbei als neuer Grundgehalt ergebende Vetrag iſt ark aufzurunden. Er darf nicht mehr wie 13 200% 8 Mergleichen wird folgende Entſchließung der Re⸗ Der deutſche Standpunkt erſuche ngsparteien genehmigt: die Reichsregierung zu e iegen, u. baldigſt eine Vollendung des dem Reichs kabinett vor⸗ ſtreich 1 Warteſtands⸗Geſetzentwurfes durchzuführen, um zu im Dien, daß Warteſtandsbeamte, deren Wiederverwendung fihtt wolte ausgeſchloſſen erſcheint, in den Ruheſtand über⸗ merden können. Wohne Beratung befaßte ſich nunmehr mit der Anlage 5 Maagengzgeld). Abg. Schulz und Dietrich(Dem) be⸗ Geh 55 eine Verſchiebung der Wohnungsgeldzuſchüſſe nach träge grenzen zu Gunſten der unteren Klaſſen: Die An⸗ tele; e abgelehnt. leien 5 igt wird folgender Antrag der Regierungspar⸗ keterzur Diätenordnunge Die zur Zeit des Inkraft⸗ ns göi en de dieſes Geſetzes im Dienſt befindlichen außerplanmäßi⸗ Nerkelketen erhalten ihr um zwei Jahre verbeſſertes Diäten⸗ geoldunge bet der erſten planmäßigen Anſtellung auf das An. Angsdienſtalter angerechnet. Darauf tritt eine Pauſe ach der Pauſe nahm das Reichsfinanzminiſter Dr. Köhler 05 eint, id in geerung 5 leiner Erklärung. Er führte aus: Die Reichs⸗ wöat aß at bei der Einbrinaung der Beſoldunasvorlage zu⸗ er A ſie im einzelnen zwar nicht unabänderlich ſei. daß zuten weſe rungen, deren finanzielle Auswirkuna die Geſamt⸗ int keine ntlich erhöhten. nicht möglich ſeien. Die Regieruna 100 Laufe 55 edenken gegen verſchiedene Anträge erhoben. die Ad. S; ber erſten Leſung geſtellt und angenommen worden E 55 uſeſſſezuat auch keine Einwendungen gegen den Antrag auf ung der Bezüge der Regierungsratsgruppe geltend Im litauiſch- polniſchen Konflikt G. ſen deſh 8. Dez.(Von unſerem eigenen Vertreter.) Ueber rage könden Standpunkt in der litauiſch⸗polniſchen Streit⸗ Huftger Nat wir folgendes mitteilen: Um eine Löſung vor⸗ de zu erreichen, wird es zweckmäßig ſein, einen flänbte urtrarbeiten, der auf die polniſche Note an die nz ung, ückgeht. Dieſe Note enthielt die ausdrückliche Er⸗ zud nicht aß Polen die Unabhängigkeit Litauens anerkenne gegen die territoriale Integrität des Landes aus⸗ 0 rage enke. Ohne den Standpunkt Litauens in der wug de zu präfudizieren, könnte die Regierung von utrete eine Erklärung der Aufhebung des Kriegszuſtandes ungen 5 die Wiederherſtellung verkehrstechniſcher Bezie⸗ Aubertukellenn, jedoch die diplomatiſchen Beziehungen wie⸗ müſen deit 1 wird man von Litauen wohl nicht verlangen. dlen, ein wird ſich Polen zu dem Zugeſtändnis herbeilaſſen golkerbundte Grenzkommiſſlon unter dem Patronat des un. eonkrolle ce zur Nachprüfung der Lage und gleichzeitig zur lulunehme 25 die Durchführung der getroffenen Entſcheidung dunerfteun belten oblettiv osrates Selbſtverſtändlich ſpll ein Druck des Völker⸗ mmen der Einſetzung des Fünfmächte⸗Komitees abge⸗ keleuf die kläufig ſtehen die Dinge ſo, daß Polen in Be⸗ 0 inſetzung einer Kommiſſion Schwierig⸗ acht und andererſeits Woldemaras gegen die Wie⸗ gen Eind wirtſchaftlicher und verkehrstechniſcher Bezie⸗ wenidl Po enendungen erhebt. Jedoch iſt zu erwarten, daß Heriden Tane wie auch Litauen den Weg der Einigung in dertdterſtatter beſchreiten werden. Was die Perſönlichkeit des 0 den, nachbem betrifft, ſo mußte der Holländer gewählt b08. die Vertreter Japans den ihm gemachten Vor⸗ dan Haltun erichterſtattung zu übernehmen, abgelehnt hat. fhudlungen, Deutſchlands im Verlauf der heutigen Ver⸗ en iſt von allen großmächtlichen Vertretern als beg nen Re gewürdigt worden. In der von Zaleſki ge⸗ Nete ſollen enkommt die Stelle vor:„Man hätte es ſich über⸗ geen wichtig emelan Litauen zu geben. Es wird von 55 gen Gebiet von Litauen ein ſchlechter Gebrauch kungen ieſe Stelle veranlaßte Vertreter amerikaniſcher orten e Dr. Streſemann anzufragen, ob er aus Zaleſkis die Abſicht habe, daß das Memelland bloungsreform der 2 Ausſprache im Haushaltsausſchuß Elkarunzen des Reichsfinanzminiſters bekenntnisfreie Schulen.“ s nicht ausgeübt werden. Infolgedeſſen iſt man 5 Abend⸗Ausgabe 0 5 Anzeigen⸗Vorſchriften für beſtimmte Tage, Stellen u. Aus⸗ gaben wird keine Verantwortung übernommen Höhere Ge⸗ 0 IK 17 walt, Streils, Bettiebsſtörungen uſw. berechtigen zu keinen 8 Erſatzanſprüchen für ausgefallene od. beſchränkte Ausgaben 9 Mannbeimer Frauenzeitung. Unterhaltungs⸗Beilage. Aus der Welt der Cechnik Wandern und Neiſen gemacht, weil durch die Ausführung dieſes Antrages keine weſentliche Mehrbelaſtung entſtehen würde. Die geſtrige Aus⸗ ſprache im Ausſchuß. in der bereits verſchiedene Rückwirkungen angemeldet wurden. hat der Regierung jedoch Anlaß gegeben. die Lage erneut zu prüfen. Sie iſt einhellig zu dem Ergebnis gekommen, daß ein weiteres Entgegenkommen gegenüber Wünſchen und Anträgen auf Aenderuna der Bezüge einer Be⸗ ſoldungsgruppe über die Beſchlüſſe der erſten Leſung hinaus aus finanziellen Gründen unmöglich ſei. Der Kampf um die Schule IBerlin, 8. Dez.(Von unſerem Berliner Büro.) Im Bildungsausſchuß des Reichstags wurde heute der§ 12 des Reichsſchulgeſetzes mit Abänderungsanträgen der Regierungs⸗ parteien in der Form angenommen, daß ein rechtswirkſam abgelehnter Antrag früheſtens nach 4 Jahren wiederholt wer⸗ den kann, es ſei denn, daß weſentliche Veränderungen in der Zuſammenſetzung der Bepölkerung der Gemeinden einge⸗ treten ſind. Vor der Entſcheidung über den Antrag iſt ein befriſtetes Anmeldeverfahren einzurichten. Abg. Dr. Runkei (D. Vp.) begründet einen Antrag auf Einſchiebung eines wei⸗ teren§ 19a, der beſagt:„Von amtswegen einzurichtende neue Schulen ſind als Gemeinſchaftsſchulen einzurichten, ſoweit nicht die Erziehungsberechtigten der Mehrheit derjenigen Kin⸗ der, die der neuen Schule zugeführt werden ſollen, eine an⸗ dere Schulform beanträgen. Der Beſchluß der Behörden, eine neue Schule zu errichten, iſt unter Hinweis auf das Antrags⸗ recht ſo rechtzeitig öffentlich bekannt zu geben, daß Anträge auf Einrichtung einer anderen Schulform ſchon vor der Ein⸗ richtung geſtellt werden können. Das Antragsverfahren er⸗ übrigt ſich, inſoweit als die Zuſammenſetzung der Bevölkerung den Schulcharkater von vornherein beſtimmt. Das nähere beſtimmt das Landesrecht. Ein weiterer Antrag Dr. Runkels iſt in 8 2 den Charakter der Volksſchule dahin feſtzulegen: „Die Volksſchulen ſind nach näheren Beſtimmungen dieſes Geſetzes Gemeinſchaftsſchulen oder Bekenntnisſchulen oder 5 Reichsinnenminiſter v. Keudell: „Ich habe volles Verſtändnis für die Tendenz, die der For⸗ derung des Antrags Runkel zu§ 2 zu Grunde liegt. Die Ent⸗ ſcheidung des 8 12a würde aber eine grundſätzliche Abweichung von den Aufgaben des Entwurfs bedeuten. Auch die heutige Diskuſſion hat wieder ergeben, wie ſchwer eine Einigung über die Frage der Verfaſſungsmäßigkeit möglich iſt. Die Reichs⸗ regierung hat dieſe Frage offen gelaſſen und den Ländern die Regelung überlaſſen. Die Reichsregierung wird ſich ihre Stellung bis zur zweiten Leſung vorbehalten. Die Beratungen werden am Donnerstag fortgeſetzt. wieder Deutſchland zurückgegeben werden ſoll. Der Reichs⸗ außenminiſter konnte natürlich auf dieſe Frage nicht ant⸗ worten, und ſo wandten ſich die Amerikaner an Zaleſki, der gleichfalls eine aus we ichende Erwiderung erteilte. Streſemann-Chamberlain EGeuf, 8. Dez.(Von unſerem eigenen Vertreter.) Um 11 Uhr fand im Hotel Beau Rivage zwiſchen Chamberlain und Streſemann eine faſt einſtündige Unterredung ſtatt. Es wurden Fragen allgemeiner Natur erörtert. Unter anderem beſchäftigte man ſich auch mit der Rheinlandfrage. 15 Die Ausſprache Briand⸗Muſſolint Geußf, 8. Dez.(Von unſerem eigenen Vertreter.) Ein Pariſer Nachmittagsblatt veröffentlichte heute eine Genfer Meldung, der zufolge die Zuſammenkunft Briand-Muſſolini unmittelbar bevorſtehe. Dieſe Nachricht hat nach einer bei der franzöſtſchen Deleagation zingegangenen Nachricht in der De⸗ putiertenkammer ungewöhnlich ſtarken Eindruck gemacht und zwiſchen verſchiedenen Polltikern zu Auseinanderſetzungen ge⸗ führt!. Briaud, der heute abend die franzöſiſchen Preſſever⸗ treter empfing, erſuchte ſie, die Meldung nicht zu dementieren, er fügte hinzu, daß die ganze Angelegenheit ſies noch in einem Anfangsſtadium befindet. In der Form, wie das Pariſer Blatt die Meldung verbreitet, könne geſagt werden, daß es ſich um eine verfrühte Nachricht handelt; wie man hier ver⸗ nimmt, dürfte in—4 Tagen die Ankündigung einer Aus⸗ ſprache zwiſchen Briand und Muſſolini erfolgen. Der hieſige Vertreter der halbamtlichen Havas⸗Adentur iſt angewieſen worden, die Nachricht über eine unmitttelbar bevorſtehende Zuſammenkunft BriandMuſſolini als verfrüht zu be⸗ zeichnen. Pilſudſki in Genf Genf. 8. Dez.(Von unſerem eigenen Vertreter.) In polniſchen Velegationskreiſen wird bekannt, daß Marſchall Pilſudſki gleich nach ſeiner Ankunft in Genf eine Be⸗ ſprechung über die ruſſiſch⸗polniſchen Beziehungen gehabt habe. Eine Entſcheidung über die litauiſche Streitfrage wird vor Samstag nicht erfolgen, aber auch nicht ſpäter, denn Chamberlain hat erklärt, daß er genötigt ſei, am Samstag nach London zurückzureiſen. (Weitere Meldungen hierzu auf Seite 2 PVreis 10 Pfennig 1927— Nr. 569 Anzeigenpreiſe nach Tarif, bei Vorauszahlung je einſp. Kolonelzeile für Allgem. Anzeigen 0,40.⸗M. Reklamen —4.⸗M. Kollektiv⸗Anzeigen werden höher berechnet Für der für veripätete Aufnahme von Anzeigen. Aufträge durch Fernſprecher ohne Gewähr. Gerichtsſtand iſt Mannheim. Geſetz und Necht Chinas Teilung Von Prof. Dr. Waldemar Oehlke Tſchiang Kei Tſchek, der auf ſeiner letzten Nord⸗Expe⸗ dition beſiegte— genauer:„aufgelöſte“— Marſchall des chineſiſchen Südens, iſt von Japan nach Nanking zurückgekehrt und hat den Oberbefehl wieder übernommen. Ende Sep⸗ tember hatte er China verlaſſen mit einer Abſchiedsbotſchaft an ſeine alte Whampoa⸗Militärakademie, ſie ſolle ſich vor dem Bolſchewismus hüten. Das war ſicherlich mehr an die Adreſſe ſeines japaniſchen Reiſeziels gerichtet. Gegen Japan war es nicht gegangen, nun mußte es mit Japan gehen. In Tokio und anderen Städten hielt er ſchöne Reden über die Notwen⸗ digkeit eines engeren chineſiſch⸗japaniſchen„Zuſammen⸗ ſchluſſes; habe doch Dr. Sun die Kuomingtang⸗Pläne einſt in Japan entworfen. Zwar wurden gleichzeitig in Nanking Propaganda⸗Blätter verteilt u. a. mit der freundlichen Ein⸗ ladung:„Nieder mit den japaniſchen Militariſten“, mit denen Tſchiang— bereits am 20. Oktober neu von der Nanking⸗ Regierung in den Exekutiv⸗Rat gewählt,— zufällig gerade Tee trank; aber das iſt in Oſtaſien kein Widerſpruth, und eine Art Exekutive war das auch ſchon, wie die Brüder— Dr. Sun nannte Chineſen und Japaner politiſch immer Brüder— ganz genau wußten. Eigentlich wollte Tſchiang nun nach Amerika fahren. Doch das mag den Japanern unangenehm geweſen ſein, und ſo haben ſie es dann vorgezogen, ſich mit ihm allein zu verſtändigen, wäre es auch nur, um ihren Mann in Norden, Tſchang Tſo Lin, nicht zu übermüdig und ſelbſtän⸗ dig werden zu laſſen. Ein einiges, ſtarkes, zentraliſiertes Ehina wäre für Japan eine unmittelbare Bedrohung ſeiner Vormacht⸗Stellung im Fernen Oſten. Darum müſſen die chineſiſchen Generale einander weiter z. T. mit Japans Geld und Waffen, in Schach halten, beunruhigen und aufreiben, nach der alten Weisheit:„Teile und herrſchel“ß“ Was anders könnten die neuen Auslaſſungen in der japa⸗ niſchen und angelſächſiſchen Preſſe bedeuten, die mit auffallen⸗ der Uebereinſtimmung von dem Segen eines Staatenbundes und danach Bundesſtaates China ſprechen! Der Gedanke ſelbſt iſt gewiß geſund, wenn er aus chineſiſchen, nicht aber, wenn er aus ausländiſchem Munde kommt, denn in dieſem Fall läuft es einfach auf die alten, nur beſtimmter abzugren⸗ zenden Intereſſenſpha Anela. ver⸗ hüllte Teilung Chinas azl dann ein gut bezählter chineſiſcher Strohmann, und ein ganz neues geeinigtes China wäre fertig. Aufgerührten Ideen von ſtaatlicher Selbſtherr⸗ lichkeit muß man äußerlich Konzeſſionen machen. Der Chineſe merkt es dann vielleicht nicht, daß in der neuen Form der alte Kuchen ſteckt. Berichtete doch ſoeben der amerikaniſche Delegierte Silas Strawn daheim, unter 100 Chineſen der Straße habe nicht einer etwas von Zoll⸗ und andern Ver⸗ handlungen gewußt oder den Nationalismus anders ver⸗ ſtanden als eine Pietäts⸗Pflicht, die Staatsregierungen zu⸗ gunſten der eigenen Familie nach Kräften zu ſchädigen oder zu berauben. Und der Präſident der größten amerikaniſch⸗ patifiſtiſchen Schiffahrtsgeſellſchaft erzählt jetzt nach ſeiner Rückkehr aus China, er habe dort die Zeitungs⸗Reporter ge⸗ fragt, warum ſie ſtatt nationaliſtiſch gefärbter Fremdenhaß⸗ Telegramme nicht die liebe Gotteswahrheit drahteten, daß alles nur künſtlich hochgetrieben, ruſſiſche Propaganda und chineſiſch garnicht ſchlimm ſei, und habe die Antwort erhalten: „Für die bloße Wahrheit das viele Geld? Wir müſſen doch etwas kabeln!“ Leider iſt es wirklich ſo zum größten Teil. China war immer das Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten, zu denen auch ein vom Ausland begrüßter und bezahlter chineſiſcher Bundesſtaat gehören würde. Die fähigſten chineſiſchen Generale irren, wenn ſie glauben, ein Staat wie das ſtamm⸗ verwandte Japan hätte etwas anderes bei einer„Verſtän⸗ digung“ im Auge als das eigene Intereſſe, trotz noch ſo großer Abneigung gegen die weiße Raſſe, wovon freilich die erneute Aufforderung der Zeitung„Aſahi“ in Tokio, die engliſche Sprache als Pflichtfach der Schulen ganz abzuſchaffen, wie⸗ derum Zeugnis ablegt. Andererſeits haben die Angelſachſen eingeſehen, daß ſie ohne Japan in China doch in gefährliche, allzu koſtſpielige Abenteuer hineingeraten. Darum zeigen ſo⸗ gär die Amerikaner, beiſpielsweiſe ihre ſonſt garnicht ſo japan⸗ freundliche„Chicago Tribune“, neuerdings viel Verſtändnis für Japans„korrekte Haltung“, auch in Schantung und der Mandſchurei, weil China nun einmal noch nicht imſtande ſei, im eigenen Hauſe Ordnung zu ſchaffꝶn. Eine ſtaatenbundliche bzw. bundesſtaatliche Teilung Chinas würde natürlich den chineſiſchen Norden abſolut Japan überlaſſen. Die Briten ſchicken ja nicht einmal einen eigenen Generalkonſul nach Harbin, ſodaß anſtelle des japaniſchen 3. Zt. der deutſche als Doyen fungiert. Japan blickt längſt über die Mandſchurei hinaus, tiefer ins Feſtland hinein. Speben iſt der japaniſche Anthropologe Dr. Torii von ſeiner mongoliſchen Reiſe zurückgekehrt. Er berichtete zuhauſe, die Japaner ſeien den Mongolen überaus ſympathiſch, und dieſe wüßten meiſt überhaupt nicht, daß die Mongolei zu China ge⸗ höre. Und das iſt ja auch ein ganz überflüſſiges Wiſſen; denn liegt nicht Japan ebenſo nahe? Um eine ſolche Teilung Chinas ohne Lärm in die Wege zu leiten, bedarf es chineſiſcher Bürgerkriege und„nationa⸗ liſtiſcher“ Generale. Tſchang Tſo Lin könnte zu eigenwillig werden, nachdem er ſeine letzten Gegner Ven und Feng— deſſen Soldaten ihren Feldherrn zum großen Teil verlaſſen haben, nicht wegen Mangels an Vertrauen, ſondern an Wu Pei Ju vor Nankings Häſchern nach Szechuan geflohen iſt. 5 Augenblicklich feiert Tſchang ſeinen Sieg noch nach alter Weiſe mit Verhaftungen und Hinrichtungen. Allein von Kaſſe— zurückgewieſen hat, und nachdem ſein früherer Feind für Ausbau der militäriſchen Fernſprech⸗ und Funkanlagen 2. Seite. Nr. 509 Nene Maunheimer Zeitung[Abend⸗Ansgabeſr ——— 7 Donnersktag, den 8. Dezenber meiner früheren Univerſität Peking hat er wieder 30 Stu⸗ denten als Kommuniſten und Anhänger Fengs eingeſperrt. Zur Ruhe aber darf er nicht kommen, ſonſt wird er gegen ſeinen Zwingherrn Japan allzuchineſiſch und auffäſſig. Und ip bat denn Tſchiang im Süden wieder den Oberbefehl und wahrſcheinlich japaniſche Verſprechungen dazu. Man kann ja auch nicht ſagen, daß China von Truppen entblößt ſei, falls die chineſiſchen Generale keine Soldaten metzr haben ſollten, denn in Tientſin ſtehen 10 600, in Peking 3000 und in Schanghai gar ungezählte: Briten, Japaner, Amexrikaner, Franzoſen und Italiener. Sie alle helfen dem Nationalismus in ihrer Weiſe weiter, bis das chineſiſche Volk ſoweit iſt, an die Stelle tönender, von den Bolſchewiſten ge⸗ lernter Worte die ſtille Tat zu ſetzen. Genf und die Polen in Danzig Genf, 8. Dez.(Von unſerem eigenen Vertreter.) Heute nachmittag wird in öffentlicher Sitzung die Frage der Weſtern⸗ platte zur Erörterung gelangen. Wie bekannt, veranlaßte der Berichterſtatter Villegas, die beiden Juriſten Hurſt und Pi⸗ lotti über den Gegenſtand ein Sachverſtändigenautachten aus⸗ Mmarbeiten. In Rom fand eine Konferenz ſtatt. Das Gut⸗ achten läßt ſich in aroßem Rahmen folgendermaßen ſkizzie⸗ ren: Polen befindet ſich in derſelben Poſttion wie irgend eine andere fremde Regierung, die eine Konzeſſion auf dem Gebiete eines anderen Staates für einen beſtimmten Zweck erhalten hat, Polen hat beim Erhalt der Konzeſſion auf der Weſtern⸗ platte die Souperänität Danzias in dem durch das Abkommen umſchriebenen Maße anerkannt. Danzia hat da⸗ durch, daß es Polen den Platz zur Verfüagung ſtellte. Abſtand davon genommen, gegen den Gebrauch zu dem erwähnten Zwecke durch Polen zu proteſtieren. Eine öffentliche Autorität muß der polniſchen Regierung auf der Weſternplatte zuerkannt werden. Polen hat das Recht. auf der Weſternplatte eine mili⸗ triſche Macht in Form einer Wache, die zum Schutze des Kriegsmaterials beſtimmt iſt. zu unterhalten. Danzia ſteht es zu. durch eine gemiſchte Kommiſſion die Einhaltuna der Verträge zu ſichern. Danziger Beamte ſind ermächtiat, auf die Weſternplatte ſelbſt einzudringen und ihre Pflicht nach Maß⸗ gahe ihrer Funktionen zu erfüllen, wobei die Zahl dieſer Funktionäre möalichſt gering ſein ſoll. Polen iſt nicht ermäch⸗ tlat. die Danziger Beamten der Zollverwaltung aus dem Ge⸗ biete auszuweiſen und dieſe Verwaltung anderen Perſonen anzuvertrauen. Das jfuriſtiſche Gutachten gibt ſodann auf Grund der Entſcheiduna des hohen Kommiſſars die Definie⸗ rung für den Ausdruck„Krieasmaterial“ wieder. Beneſch in Paris Der tſchechiſche Außenminiſter Dr. Beneſch iſt geſtern, non Genf kommend, in Paris eingetroffen. Er hat bereits mit den führenden politiſchen Perſönlichkeiten Fühlung ge⸗ nommen. Ueber den Inhalt ſeiner Miſſion verlautet jedoch nichts. Am Freitag verläßt Beneſch wieder Paris. Die Ausgaben der Reichswehr J Berlin, 8. Dez.(Von unſerem Berliner Büro.) Aus parlamentariſchon Kreiſen wird dem Demokratiſchen Zeitungs⸗ dienſt mitgeteilt: Die Geſamtausgaben für die Reichswehr be⸗ tragen im kommenden FJahr 689,8 Millionen gegenüber 690,3 Millionen für 1927. Da nach dem neuen Beſoldungsgeſetz etwa 24 Millionen mehr an Perſonalausagaben zu leiſten ſind, ſind die Sachausgaben entſprechend herabgeſetzt. Dieſe Senkung beträgt für das Heer 7Millionen. für die Marine 5 Millionen Mark. Angeſetzt ſind ferner bel der Re⸗ montierung 2 Millionen. bei den Ausgaber für Waffen und Munition 7 Millionen. Eine Steigerung haben erfahren bei den Sachausgaben die Anſätze für den Ausbau del bürger⸗ lichen Unterrichtes. Lohnerhöhnna der Bekleidungsarbeiter, und für erhößte Poſtgebühren. Die Wirtſchaftsverhandlungen mit der Tſchechei Berlin, 8. Dez.(Von unſerem Berliner Büro.) Die Meldung verſchiedener Blätter, daß am 12. Dezember die Handelsvertragsverhandlungen mit der Tſchechoflowakei wie⸗ der aufgenommen werden würden, treffen, wie wir erfahren, nicht zu. Es iſt vielmehr damit zu rechnen, daß der Termin um ein weniges hinausgeſchoben werden wird, da die vorbereitenden Beſprechungen noch nicht abgeſchloſſen worden ſind. Man hoft, daß noch im Laufe des Dezember ſich die beiderſeitigen Delegationen zur weiteren Beſprechung zuſam⸗ menfinden werden. — New Nork, 7. Dez. Ein überfüllter Straßenbahn⸗ wagen fuhr in einen andern hier hinein, wobei mehr als 40 Perſonen verletzt wurden. Das Unglück ſoll durch eine Eisdecke auf den Schienen hervorgerufen worden ſein. JCCCCC ͤv ². Steuerfragen Die Senkung der Lohnſteuer Nach einer parlamentariſchen Korreſpondenz ſollen die dem Reichsrat vorliegenden Vorſchläge zur Senkung der Lohnſteuer ſolgendermaßen ausſehen: Der Steuerſatz bei der Lohnſteuer ſoll von 10 auf 9 v. H. herabgeſetzt werden, das ſteuerfreie Exiſtenzminimum ſoll wie bisher jährlich 1200 ¼ (monatlich 100„) betragen. Dafür ſollen aber die Fami⸗ lienermäßigungen geſteigert werden: für die Chefrau von 120 auf 180 ¼ jährlich, für das erſte Kind von 120 auf 180 jährlich, für das zweite Kind von 240 auf 360/ jährlich, für das dritte Kind von 480 auf 600 Mark, für das vierte von 720 auf 840 ¼, für das fünfte und die folgenden Kinder von 900 auf 1080/ jährlich. Dieſe Sätze ſollen wie bisher Min⸗ deſtſätze ſein. An ihre Stelle treten die bisher ſchon geltenden prozentualen Abzüge(1 v. H. für jedes Familienmitglied), wenn dieſe in der Summe höher ſind als die feſten Abzüge. Mit der Reform der Lohnſteuer ſoll auch eine Ermäßigung der veranlagten Einkommensſteuer in den unteren Steuerſtufen eintreten. Der Tarif ſoll betragen: für die erſten 8000% 9,5 v.., für die nächſten 2000/ 11,5 pv.., für die nächſten 2000 13 v.., für die nächſten 4000%/ 15 v. H, für die nächſten 4000/ 20 v.., für die nächſten 8000%/ 25 v.., für die nächſten 18 000 J 30 v.., für die nächſten 34 000/ 35 v. H. und für die weiteren Beträge 40 v. H. Gleichzeitig ſollen die Abzüge für Verſicherungsleiſtungen und dergleichen von 480 auf 600 erhöht und die Abzüge für Familienmitglieder auf je 250/ erhöht werden. Auch die Kavitalertragsſteuer ſoll um ein Zwan⸗ zigſtel auf 9,5 v. H. ermäßigt werden. Die ganze Neuregelung ſoll am 1. Januar in Kraft treten, aber erſt mit Wirkung für das neue Kalenderfahr. Im Einklang mit der Senkung des Tarifes ſollen die Vorauszahlungen im nächſten Jahre um ein Zwanzigſtel, höchſtens aber um 30/ im Jahr vermin⸗ dert werden. Die Kraftfahrzeugſteuer Der Reichsverband der Automobilinduſtrie hatte ſich in einer Denkſchrift zu der Frage der Kraftfahrzeugſteuer ge⸗ äußert und darin eine Herabſetzung der Steuer bei Perſonen⸗ kraftwagen gefordert. Die Konferenz der Landesdirektoren der preußiſchen Propinzen hat dazu nunmehr Stellung ge⸗ nommen. In der Entſchließung heißt es u..: Der Reichsverband begründe ſeine Forderung einer Herabſetzung der Steuer hauptſächlich damit, daß durch die Zunahme der Zahl der Kraftfahrzeuge auch eine weſentliche Skeigerung des Aufkommens an Kraftfahrzeugſteuer zu erwarten ſei. Dieſe Vermehrung könne aher eine Herabſetzung der Kraftfahr⸗ zeugſteuer in keiner Weiſe rechtfertigen, denn mit der Zu⸗ nahme der Zahl der Kraftwagen ſtiegen auch die Koſten der Unterhaltung der Landſtraßen, wenigſtens auf abſehbare Zeit. Die Landesdirektorenkonferenz ſtehe auf dem Standpunkt, daß die Kraftfahrzeugſteuer keineswegs herabgeſetzt werden dürfe und daß im Gegenteil eine weſentliche Erhöhung der Sätze der Steuer unerläßlich ſei. Die Provinzen könnten den weiteren Ausbau der Straßen unmöglich fortſetzen, wenn ihnen nicht neue Mittel zugeführt würden. Ein Verzicht auf den Ausbau bedeute aber den Verfall der Straßen, da es wirtſchaftlich und techniſch von Jahr zu Jahr ſchwieriger werde, Straßen in der bisherigen Weiſe zu unterhalten. Die Finanzmiſere des Freiſtaates Thüringen E Berlin, 8. Dez.(Von unſerem Berliner Büro.) Das thüringiſche Etatsjahr 1927 ſchließt, wie aus Weimar ge⸗ meldet worden iſt, mit einem Fehlbetrag von un⸗ gefähr 22½ Millionen Mark ab. Für das nächſte Jahr rechnet man mit einem Fehlbetrag von mindeſtens 30 Millionen Mark. Infolgedeſſen hat man in Thüringen ganz ernſthaft über die Grenzen und die Möglichkeiten der Eigenſtaatlichkeit nachzuſinnen begonnen. Im Plenum des thüringiſchen Landtags hat, wie aus Weimar gemeldet wird, der Finanzminiſter erklärt, die Landesregierung habe be⸗ ſchloſſen, von ſich aus eine Denkſchrift über Verbilligungs⸗ maßnahmen ausarbeiten zu laſſen lein Gutachten des Reichs⸗ ſparkommiſſars iſt gleichfalls erwähnt). In dieſer Denk⸗ ſchrift ſoll u. a. vorgeſehen ſein: Zuſammenlegung einzelner Abteilungen in den Miniſterien, Uebertragung von Zuſtändig⸗ keiten an nachgeordnete Stellen und eine Abgabe von Landes⸗ aufgaben an das Reich Beſonders ſoll die Verwaltung der thüringiſchen Realſteuer an das Reich übergehen, worüber be⸗ reits ſeit längerer Zeit erfolgreiche Verhandlungen geführt werden. Man denkt auch daran, das thüringiſche Oberver⸗ waltungsgericht aufzuheben. Den ſozialdemokratiſchen Abgeordneten Fröhlich hat dieſe Darſtellung zu der Anregung veranlaßt, wenn Thüringen ſeinen Etat nicht ins Gleichgewicht bringen könne, ſo ſoll es Reichsprovinz werden, und damit anderen deutſchen Ländern mit gutem Beiſpiel vorangehen. D³rrrrn 10) Deutithe Bolkspattel Der Bezirkslehrerverein Mannhei aal ſtaltet morgen, Freitag, abends 8 Uhr, im Nibelungenſ große Kundgebung, in der Staatsminiſter a. D. Profeſſor Dr. Hellya 0 125 ie über den Reichsſchulgeſetzentwurf und di Simultanſchule ſprechen wird. dgebung rech Wir bitten unſere Mitglieder, an dieſer Kundg zahlreich teilnehmen zu wollen. 8 Vorſtanb. Letzte Meldungen 5 8 rlin Herrenabend beim polniſchen Geſandten 2 1 gult Berlin, 8. Dez.(Von unſerem Berliner Bpolen 10 Abſchluß der Berliner Verhandlungen zwiſchon iſchen 1 Deutſchland fand geſtern bei dem Berliner 9 e 11 ſandten Alſchewski ein Herrenabend ſtatt, bei drerklinne Zeit in Berlin weilende Kiepura ſeinen Tene hüben ue, ließ. Die Stimmung zwiſchen den Unterhändlern ehoben c90 drüben ſoll nach den bisherigen Erfolgen ſen rbeginnen weſen ſein. Man freut ſich auf das wiederbe Geſchäft. Glücksſpiel in der Schweiz 1 5 eriſche — Baſel, 8. Dez. Geſtern wurde im Aabſeh 15 Nationalrat mit 110 gegen 56 Stimmen Volk e W Kurſaal⸗Initiatiue angenommen, wodurch dem der Kurorge dexeinführung von Glücksſpielen in den Schweis wird. 2 bei der Volsabſtimmung zur Annahme empfogeſe ge Exrichtung von Spielbanken foll zwar durch Ge er B bleiben, dagegen ſollen die Kantone nach vorherten digung mit dem Bundesrat berechtigt ſein, dort entliche der Fremdeninduſtrie oder das ſogenannte öffe, es erfordert, die Glücksſpiele in den Kurſälen. gteigen. dle Der Höchſteinſatz ſoll zwet Franken nicht ütem iſſe a ſe⸗ Viertel der Einnahmen aus dem Glücksſpiel eld zur 9 00 Bundesregierung abgeführt werden, die das Genßige Zween⸗ leiſtung bei Elementarſchäden ſowie für genterunch di Ent verwendet. In Genf ſeien zum Beiſpiel 95 gebs nahmen aus den Spielbanken zwei Kirche worden. Ein Attentat in Albauien le⸗ ſchangele — London, 8. Dez. Aus Tirana wird dem weee graph gemeldet. daß gegen den früheren Stag bbün ich Senator Bercaci ein Attentat verübt wur eſedoch 5 volperſchüſſe wurden auf ihn abgefeuert, die ihn töteten flos trafen, ſondern einen Diener, der ihn begleitete ſe den Chauffeur ſchwer verletzten. Das Attentat ſident politiſcher Natur; der gegenwärtige Staatspra Bogu iſt mit der Tochter des Senators verlobt. te narbei Ende des Streiks der Melbonrner Haſe — London. 8. Dez. Aus Melbourne wird gemeldet⸗ nberre Premierminiſter Bruce in der Bundeshauptſta raen die erklärt hat, daß die Hafenarbeiter am Donnerstal m Arbeit wieder aufnehmen. Eiſenbahnunglück in Spanien 5 — Madrid, 8. Dez. In der Nähe von Oviedo ſtie rden Perſonenzug und ein Güterzug zuſammen. 50% zwei Tote und zahlreiche Verletzte geborgen. man, daß noch weitere Opfer unter den Trümm ſind. and b1 gien, Flucht polniſcher Abgeordneter nach Sowfed ahn 10 — PWarſchau, 8. Dez. Nach dem Ablauf erei berelle orge⸗ immunität hat die polniſche politiſche Poli er et Reihe von Verhaftungen ehemaliger Abgerrdnn, von g nommen. U a. wurde auch der Abgeordnete De Betätig tei polniſchen Bauernpartei wegen ſtaatsfeindliche auernpg en U dnele 1 verhaftet. Andere Verhaftungen bei der 75 kleine Wyzwolecie und den faſt kommuniſtiſch orientie Abgeor Bauerngruppen ſollten folgen. Jedoch ſind die über die ſowjetruſſiſche Grenze entflohen. gerth biß — Madrid, 7. Dez. An der Grenze der Prarm woßel 100 ſtießen ein Güter⸗ und ein Perſonenzug zuente fürchtel jetzt zwei Tote gezählt wurden. Man weitere Opfer. 1 125 Jahre Dorpat Von Dr. Eruſt Seraphim Am 12. Degember ſind es 125 Jahre her, daß Kaiſer Alexander J. jene Urkunde beſtätigte, welche die am 2. Auril bereits eröffnete Hochſchule unter den beſonderen Schutz des Kaiſers nahm. Die neue Gründungsakte er⸗ klärte als Aufgabe der Univerſität„die Erweiterung der menſchlichen Kenntniſſe in Unſerem Reich“ Die ihr damil Ubertragene Miſſion hat die Univerſität Dorpat, ſolange ſte eine deutſche Hochſchule war, treu erfüllt. Daß ſie die bal⸗ Iſche Heimat, deren Landesuniverſität ſie war, mit den Männern verſorgt hat, die ſie auf allen Gebieten der Arbeit bedurfte, iſt ſelbſtverſtändlich. Und wer den Werdegang bal⸗ tiſchen Lebens im 19. Jahrhundert perfolgt, ſieht überall die Söhne Dorpats am Werk: in ber Kirche und in der Schule, im Landesdienſt, in der Juſtiz, in der Verwaltung und in den freien Beruſen. Die große Reformzeit, die in den 60er und 7ber Jahren das Baltenland erfüllt, iſt ohne den tlef⸗ eingehenden Einfluß Dorvats nicht denk⸗ und erklärbar. Be⸗ ſonders die theologiſche Fakultät unter dem beſtimmenden Einfluß Moritz von Engelhardts und Alex. von Oettingens, aber auch andere Profeſſoren wie der berühmte Hiſtoriter Sühne der alten alma mater Dorpatenſis und ihre Freunde Karl Ernſt von Baer, 72 Dorpater Profeſſoren, 100 Pro⸗ in Ende machen würde, hat damals keiner von denen geahnt, die der unvergetzlichen Gedenffeier beiwohnten. Heute heſteht in Dorpat die eſtniſche Landeshochſchule. Noch wirken an ihr zum Teil Profeſſoren der älteren Zeit, noch wird zum Teil deutſch vorgetragen. Aher die heutige Uninerfität als eine Fortſetzerin der alten, Dorpater Trabition ſchlachthin anzu⸗ ſehen, iſt doch nicht angängig. So wendet ſich denn der Blick heute in alte Zeiten zurück. In der alten haltiſchen Heimat im Reiche aber, in Sonder⸗ deit in Roſtock, wo ein großer Völkerkommers bie alten verſammeln ſoll, wird man mit Stolz ſich deſſen erinnern, weſche Ströme von von der alten beutſchen Hochſchule ausgegangen ſind, die kein geringerer als Adolf Wagner die deutſcheſte aller deutſchen Univerſitäten genannt hat. Aeuger⸗ lich betrachtet drückt ſich das, was Dorpat dem ruffiſchen Reich der baltiſchen Heimat und dem deutſchen Mutterlande ge⸗ geben hat, unter anderem darin aus, daß 18 Akademiker, unter ihnen die beiden berühmten Aſtronomen Struve und ſeſſoren an anderen Univerſitäten Rußlands und 39 Profeſſo⸗ ren an meiſt deutſchen Hochſchulen gewirkt haben, ehe die Univerſität 1889 ruſſifiztert wurde. Auch das ſei angemerkt, daß faſt 400 Exzellenzen ſich unter den Söhnen Dorpats be⸗ i und all den veränderten Zeitumſtänden uns Leitſtern Forpats ehie ſein. In bieſem Ses bekennen uch alle Jünge 105 5 Ge 18561 Kar 570 t 11 1912 A der Hoch dewißheit der Unverganglichkeit der L och auf der ſie einſt ihre Ausbildung erhalten haben. e Hichl 00 Sderariſcher Berein Maunhetatt Pfslziſhe Bee gbenß. Der Tüel deß gettern vom Literee Mannheim veranſtalteten Dichterabends— ker beſuhig en liebgewonnene Einrichtung, nur daß ſie beſſe inhin 175 4 könnte— iſt etwas weit gegriffen, denn gener Dichten go erwarten, daß mehrere Vertreter der Pfälde Arden Worte kommen, bazw. zum Vortrag gelangen ngen 515 aber war es ein Retitz⸗Abend. Der zu den euſtadt 4. Eih Dichtern gehöbrende Leopopld Reitz aus ee⸗ u vor, n las geſtern in der Harmonie aus eigenen Weſter y 10h ſſh ſchon äußerlich in feder Beziehung den Pfäls ſteßt, acſeef Erſcheinung, die feſt und bieder auf der Erde Spiele ſeſe der Dichter in liebevoller Verſenkung dieſe G Muſenkinder hin. Wie er ſelbſt. ſo waren auch er ſo e ten ſeines inneren Schaueys geboren aus artigen Miſchung, die man kurz Pfälzer Art neu und gebunden. mit allen Sinnen dem Gegenſtändli jener Schwere dur — — EFE TCCccc — — ee SSASS=WGS Ssr =. Sosr SS=OS e e SSWS S. 3 ̃ 0 Schi ö8li lt Leben jener finden. Darauf aber legen wir befonderes Gewicht, daß Dor⸗ baren ergeben und aus askezeßensbef Karl Schirren gehören unlöslich zum baltiſchen Leben j pat nicht nur der vom deutſchen Mutterlande empfangende] Sonne und Wein zu einer freudigen ibik eccz c Jahrzehnte. Aber nicht nur die Wiſſenſchaft fand hier eifrige 0 Nilge ſondern 5 55 das war 101 5 Eſngigartige 12190 Teil geweſen iſt, ſondern ihm bis 1889 eine ganze Reihe her⸗ eee—55 e e Seine eſondef ein deutſchen Hochſchule— die Erziehung der Studentenſchaft zu vorragender Gelehrter geſchenkt hat. Der erſte der in der Dichter die ganze A 58 verraten eine der ſchge Freihelt und Selbitwang im Dienſte des Ganzen wurze Deulſch and titigen Profeſoren war garl Ernſt von Baer. ſeine Erzählungen und An behaglich aus rugend od ee Jehl 1 durch die ſtudentiſchen Verbindungen, von denen heute die 1819—34 aen in, Königsberg. Dann folgen der Phi⸗ Freude am Wort, mit dem ud Landſchaft ſchildert ungeten es vier alten Korporationen landsmannſchaftlichen Charakters iuf e ann Eduard Erdmann in Halle und der Hiſtoriker[gefaßt Menſchen, Dinge un! N0 entlich ſeine, ſch 10 a auf über hundert Jahre zurückſehen können, in einer Weiſe Ernſt Adolf Hermann in Jena und Marburg. Die Berufung Pfalz lebendig werden läßt. 1 80 chen“ aus dab 5 A durchgeführt, die wohl ohne Beiſpiel iſt. des Theologen Theoboſius Harnack, des Baters von Adolf Bauernhochzeit der Begiun 19 71 5 800 125 behagli blichen des Die Verruſſung der blühenden deutſchen Hochſchule in Harnack vom Lehrſtuhle in Dorpat nach Erlangen eröffnetſum den Kindelsbrunnen“ rauf 15 15 868 Gegenfkollgenbe die den Jasren 1889—91, die unter Kaiſer Alexander III. brutal die Reihe der Dorpater Profeſſoren baltiſcher Herkunft, die und hat neben inniger Kleinma 5 5 lögelben b f auſ, durchgeführt wurde, unterband die deutſche Miſſion Dorpats. nach Deutſchland beruſen worden ſind. Damit trat Dorvat]das manchmal an Idyllen 1 Malz 0 herzhehinder ſait Mit dem ruſſiſchen„Jurjem hatte Dorpat nichts zu ſchaffen gleichberechtigt neben die Hochſchulen im deutſchen Mutter⸗ Humor, der aus dem klaren Wein 75 10550 vom Egee und die hunderte von ruſſiſchen Seminariſten, mit denen die lande. Aus der großen Zahl dieſer hervorragenden Gelehr⸗ſſteigt. Und die von Reitz geformten Ane ten in denn me, Regierung die ſonſt verödeten Hörſäle füllte, waren alles ten nennen wir nur einige beſonders bekannte Namen: den hannes aus„Schelm Schinderhannes ed von Neahingen 1 anbere, als deutſche Burſchen. Der deutſche Burſchengeiſt er⸗ Hiſtoriker Karl Schirren in Kiel, den berühmten Chirurgen] der Darſtellung einen humorvollen Wrieele 55 rliche 1 gielt ſich freilich auch nach dem Verbot der Farben in den Ernſt von Bergmann, die Theologen Adolf Harnack und noch einiges erwarten kann.— Leopold 7205 im bürge ſeine Kreiſen der alten Korporationen, wenngleich deren entſchei⸗ Reinhold Weber in Berlin, den Hiſtoriker Theodor Schie⸗ in der Pfalz geboren und ſeit 1911 Lehre 1t 1921 ſtteran dender Einfluß auf die Geſamtſtudentenſchaft für immer da⸗ maun in Berlin, den Kunſthiſtoriker Dehlo in Straßburg, Leben. Neuſtadt a. d. H. beherbergt ihn ſetSchundlt leitel mals ein Ende nahm. Strümpel und Oſtwald in Leipzig, die beiden Stieda, den Mauern, wo er u. a. die Beratungsſteſle für derban 28,„He⸗ Noch einmal wie ein Meteor aus dem Dunkel emporſtei⸗ Anatomen in Königsberg und den Nationalökonomen in bekämpfung des Pfälz. freien Polkabildungt und wir del geud ſchien es ein Auferſtehungswunder zu geben: Inmitten Leipzig. Seine Gedichte„Lieder und Gedanken“, 3 Plaß dichenn des Weltkrieges rief Kaiſer Wilhelm Alt⸗Dorpat wieder Als die Wiedereröffunug der deutſchen Univerſität Dox⸗ ſtalten und Bilder“ nehmen einen ach Die Heimal en 4 nar els deutſche Hochele ins Leßen und am 3J. September lols pat am 15. September 1918 ſtattfand, ſagte der preußſſche neueren Dichtung ein und ſeine Karte%in Erſchelnen konnte in erheben.. eiſe die Feier der Wiederbegründung Kultusminiſter in der Aula der Univerſität:, Die deutſche im deutſchen Sprachgebiete“ wurde bei ihre nor ſich gehen. Daß der Nonemlerſturg dem Traum ſo bald! Kultur kann nicht untergehen.“ Dieſes Wort ſoll auch unter günſtig bewertet. — 22 — den 8. Bezember 1027 6 Net e Maunhelmer geitung teibenb⸗Ausgabe) 5 9. Seite. Nre 569 Nach und 15 Vean ſaegen 8 * 8 gewi icht Geſ mern bei . er gen be n füer ern un 000 o le ſowi Kälz herv Städtiſche Nachrichten dleiſchverbrauch in Mannheim 1926/27: 13 681 046 Kg. dem Verwaltungsbericht des Städt. Schlacht⸗ ehhbofes für 1026/7 ſetzte ſich die Verwaltung aus 0— zuſammen. Die Zahl der Arbeiter betrug im Vieh⸗ 8. In gahnittlich 29, im Schlachthof 20 und im Maſchinenhaus zunder Eisfabrik wurden 73 284 Zentner Eis erzeugt benöti 5 940 Zktr. i..). Für den geſamten Betrieb wurden ir Higt: 326 284 K' Elektrizität für Kraftzwecke, 17419 KW Un zwecke, 421 727 cbm Waſſer aus der eigenen Waſſer⸗ „ güigsanlage. 205 174 ebm aus dem ſtädtiſchen Leitungs⸗ 100 10600 le Eierbriketts für n Gaskoks. Seit 1. September 1926 wird das geſamte itun Schlacht⸗ und Viehhof benötiate Waſſer dem ſtädtiſchen 0 nnes entnommen. ebalten urde ſtillgelegt und nur noch für Notbehelf bereit⸗ für Die eigene chlachtet wurden im Berichtsjahre(die in Klam⸗ geſetzten Zahlen ſtellen den Monatsdurchſchnitt dar): Ochſen, 3 674(306) Farren, 4447(370) Kühe. 4886 „ zuſammen 19 489(1 624) Stück Großvieh(mehr 6 6 a Kleinvieh wurden geſchlachtet: 20 490(2 458) Kälber. Zickle0 Schweine, 4 520(376) Schafe, 697(58) Ziegen. 117 68432 Sein⸗ 29(2) Ferkel, 88(7) Lämmer, zuſammen 101.186 tück Kleinvieh. Das Mehr von 11679 Stück wurde orgerufen durch die Zunahme der Schlachtungen in 5 mit 2808, Schweinen mit 9036. Die Pferdeſchlachtun⸗ rugen 343 Stück(9 Stück weniger). Die arößte Schlacht⸗ urde im Dezember mit 1963 Stück Großvieh, 3 121 Käl⸗ 681 Schweinen erreicht. Im Berichtsjahre wurden Gefrierfleſch und 65 650 kg friſches Inlandsfleiſch. den Maſchinenbetrieb. Waſſergewinnungs⸗ Aund laſſen kaum meterweit ſehen. Die Geräuſche der Das i aus Gefrierfleiſch 1004 934 feg, zuſammen 13 681 046 kg. me 2ale ber Freien felub 038 kg friſches Auslandsfleiſch in den Schlachthof ein⸗ den Man Während das eingeführte Friſchfleiſch vollſtändia in ſeführternzeimer Verbrauch überging, wurden von dem ein⸗ Uauchten Gefrierfleiſch nur 1 004934 e in Mannheim ver⸗ tadt bet er geſamte Fleiſchverbrauch in hieſiger der 12888ugg ſonach im Berichts ahr: aus hieſiaen Schlachtun⸗ 8650 K 5 424 kg. aus eingeführtem friſchen Inlandsfleiſch ſe Kon b auf den Kopf und Tag der Bevölkerung 0,151 kg oder und Jahr der Bevölkerung 54.94 ke gegen 0,135 lig und datand in Jahre 1925. Damit iſt der normale Vorkriegs⸗ Fleiſchve beinahe erreicht. Eine Berechnung des fährlichen Jahren erörguchs auf den Kopf der Bepölkerung in den letzten ergibt: 1923: 25,39, 1924: 38. 1925: 49,1. 1926: 54,94 kg. dohen den Märkten wurden aufgetrieben: 13159 9029 798 Farren, 33 918 Kühe und Rinder. 128 361 Schweine, K. 0803 8 5 310 Schafe, 710 Ziegen. 117 Zicklein. 110 Läm⸗ Stück H15 Ferkel, 6178 Pferde, zuſammen 25492(246 425) nuar Uis dörbeieſt zu berückſichtigen, daß in den Monaten Ja⸗ degen E einſchließlich Mat die Abhaltung der Ferkelmärkte Aältrießenchengefahr verboten war, was einem Ausfall am Haöbkſt an Ferkeln von etwa 16 000 Stück bedeutet. Die Aoonat In Marktzutriebe ſielen bei Großvieh in den felt uttkober mit d 546 Stüc, bei Kälbern in den Monat ü, Po Stück, bei Schweinen in den Monat Oktober asumzt Stück, Die Bedeutung des Mannheimer Marktes uor Es chlagsokatz geht aus folgender Berechnung her⸗ kflört: 100 den von den aufgetriebenen Tieren wieder aus⸗ 115 24 6 63,.14 Proz. Rinder(gegen 64.98 Proz. im Jahre und 21,05) Proz. Kälber u. 48,40(43.78) Proz Schweine. ud Aus Rechnungsergebnis betrugen die Einnahmen Ebäbren abben. 1436 068 Mk. Die Markt⸗ und Schlachthaus⸗ Aden Ageöbrachten 783 488 Mk., der Verkauf von Futter und 10100 957 Mk., ſonſtige Gebühren 11562 Mk. Mieten 08 ME. Verausgabt wurden für Gehälter und Löhne Mcan„Unterhaltung der Liegenſchaften 277799 Mk., für 1 eite, nterhaltung und Belrſeb der, Einrichtunaen ſlaung für Futter und Streu 153 087 Mk. Verzinſung, Flark. A nnd Ahſchreibungen der Schulden erforderten 207 637 keichum die Stadtkaſſe wurden für Benügung ſtädtiſcher nan ds dgen 60 000 Mk. abgeführt. Nach der Vermöaen s⸗ Bautant ſtellung ſtanden am 31. Märs 1927 Gelände Wlorde en und Anlagen mit 3 195 687 Mk. zu Buch. Die Ka⸗ 02 04 Mk. gen an die Erneuerungsfondskaſſe beliefen ſich auf illamtve„die Einnahme⸗Rückſtände auf 105 594 Mk. Dem fl gtun rmögen von 3 674.189 Mk. ſtanden 352 885 gen gegenüber. * Feaneteenterten 1028, Vom 13. Dezember ab werden die an clt— für 1928 durch die Schutzmannſchaft den Haus⸗ bed l0. Oktor zugeſtellt. Lohnſteuerpflichtige Arbeitnehmer. die in aften ber 1827 ihren Wohnſit oder Rufenthal in Rann⸗ mer eten und bis 15. Dezember 1927 von ihrem Hauseigen⸗ hei der zuſtändigen ſtädtiſchen Dienſtſtelle inner⸗ de Neenerkarte für das Jahr 1928 nicht erhalten haben, die Boltchen Dienſtſtunden abholen. Im übrigen wird unteir ekanntmachung des Oberbürgermeiſters im An⸗ eeſen. 8 gonzert Voksbühne Mannheim Ufdtan Leitung: Dr. Kurt Böhm⸗Darmſtabt Iches kaun das Programm dieſes Abends ein litera⸗ dete Werimnen, die beſondere Form war, daß nur Muſik⸗ fb für Orcheſter zu hören waren, die in Be⸗ 55 eſem Dichtern und Dichtungen beſez. wurden. Es iſt kionträgen Gebanken heraus eine Folge von muſikaliſchen eren unt eutſtanden, die rein äußerlich, weil durch Rezita⸗ de Epreche rochen angenehme Abwechflung herzubrachten. Viabefſiſcherr war Profeſſor Karl Ebert, Generalintendant unheſter en Landestheaters in Darmſtadt; das ausführende done Leitu Frankfurter Sinfonie⸗Orcheſter, muſizierie m beffiſchen des Generalmuſikdirektors Dr. Karl Böhm 11 en Landestheater Darmſtadt. or ro 1 K 15 Karl Ebert iſt uns bekannt geworden als Rezi⸗ beg, Böhm er Erſtaufführung von Honeggers König David, Aahann und der ſeine Laufbahn in der Vaterſtadt Graz lot⸗ an umeiſter innerhalb dreier Jahre dort zum erſten Opern⸗ ſicherer aufſtieg— war uns neu. Um es kurz zu ſagen: ſehlbeſter 5 Führer, begabter Muſiker, auch Dr. juris. Sein es und dar gediegener Durchbildung. Nur das Geigeriſche guch ülte Arr Schluß der Egmont⸗Ouvertüre war zu ſchnell; Ale der dren Beethovens Brio von 1810. Es mußte des ard aungende Schluß ſehlen, weil man bereits im Wanziaſte, dam Pathetiſchen⸗Beethovenſchen(in den Ftit uvertu en Jahrhundert) herangekommen war... Auf re folgte Egmonts letzter Monolog mit der be⸗ ud abſchließenden Muſik von Beethoven. Hier Pauſe eingelegt werden müſſen, denn der 7 Beetßoven⸗Gbethe zu Richard Strauß und derdalkowe Duan war doch allzu grell. Hernach kam ſornzuſſiſche Mons ſehr freie„Fantaſie⸗Ouverture“, wie ſie ellate. Näh eiſter nach Shakeſpeares„Romeo und Julie“ Shafer Eine 7* nach ſeinen Eindrücken von der alten No⸗ klſtelpearezſonderbare muſikaliſche Orcheſter⸗Novelle. Und ſhe Wirkli Schon hier waren literariſche Idee und muſi⸗ Fauſt chkeit ohne Vergleichs⸗Taugenten ker“e von 1020 tudierzimmer“, Goethe im ſprachlichen Ge⸗ echt de der folgte. Man ſprach früber anders. Und ſchö⸗ ei Heetor g de Betfall der Tauſende gaß bem Serecker erlioz Tanz der Irrlichter wie ſein Ra⸗ nannten Berein zu erfragen. Stadt FJuhr⸗ werke und Fahrzeuge erklingen gedämpfter als ſonſt. Die Beleuchtungen aller Art ſcheinen auf Dauerbrand eingeſtellt zu ſein. Am Gockelsmarkt wird gehämmert. Verſchläge werden zurechtgezimmert und aufgerichtet. Weihnacht ſteht vor der Türe und ſchickt ihre Boten voraus. In Karlsruhe waren die erſten davon, bereits feſtlich geſchmückt, ſchon am Sonntag zu ſehen. Nun ſind ſie auch zu uns gekommen, die ſchlanken Bäume der deutſchen Wälder und füllen die Straßen und Märkte mit ihrem harzigen Duft. Wagen holpern heran und laden ihre Bürde ab. Nun ſtehen ſie da auf dem weiten Markt in langen Reihen und in allen Größen, eng an⸗ einander geſchmiegt und raunen einander leiſe zu, wie mau ihnen bald ihre Strohfeſſeln löſen und ſie ſchmücken wird zur Feier der Weihnacht. Kein Baum würde ihnen dann gleichkommen, ihnen, die in den Kronen Sterne tragen. Am Abend kam ich nochmals am Gockelsmarkt vorüber. Ein würziger, weihnachtlicher Duft verbreitete ſich rings⸗ umher, während am nächtlichen Himmel tauſend winzige Lichter glitzerten und Nachtwächter Mond vergnügt herunter blinzelte. Die Tannen ragen wie mahnende Finger nach oben. Gab es für uns überhaupt bekanntere und ſchönere Bäume als die deutſche Eiche und die deutſche Tanne? Iſt jene das Sinnbild der Kraft und Stärke, ſo iſt dieſe das Symbol des Geiſtes. Die Tanne iſt zum Baum der deutſchen Weihnacht, zum Symbol deutſchen Geiſtes geworden. Sie, die mit unſerm ſchönſten Feſt unzertrennlich verbunden iſt, iſt ein Stück Volkslied, ein Stück Deutſchtum. Und wenn die Glocken das Feſt der Liebe und des Friedens einläuten, dann iſt der Chriſtbaum nicht nur zur Zierde unſeres Heims ge⸗ worden, ſondern zum ernſten Mahner, der uns zuruft: Ihr Deutſchen, laßt Hader und Zwietracht ruhen, ſeid groß und frei genug, um euch vor dem Kind in Bethlehem in Einig⸗ keit zuſammenzufinden! Nebel wogen durch die erwachenden Straßen der 4 10 260 Erwerbsloſe im Amtsbezirk Maunheim Am 30. November betrug die Zahl der beim Arbeitsamt Mannheim, öffentlicher Arbeitsnachweis für den Amtsbezirk Mannheim, gemeldeten Arbeitſuchenden 10 260(6974 männl., 3286 weibl.). Davon entfallen 8415(5616 männl., 2799 weibl.) auf den Stadtbezirk und 1845 auf den Landbezirk. Von den Haupt⸗ unterſtützungsempfängern erhalten 3226(2583 männl. 643 weibl.) Arbeitsloſenunterſtützung und 1529(1069 männl., 460 weibl.) Kriſenunterſtützung. Da am 23. November die Zahl der Erwerbsloſen auf 10 158 ſich belief, iſt eine weitere Steigerung um 102 eingetreten. Die Beſchäftigungslage hat durch weitere Entlaſſungen in der Landwirtſchaft, in ver⸗ ſchiedenen Betrieben des Metallgewerbes der ortsanſäſſigen ſowie der linksrheiniſchen Induſtrie, im Baugewerbe, das früher als erwartet wurde, zu umfangreichen Arbeits⸗ einſtellungen genötigt war, ſowie im Gaſtwirtſchafts⸗ u. Muſiker⸗ gewerbe eine abermalige Verſchlechterung erfahren, von der außer Facharbeitern auch zahlreiche Hilfskräfte betroffen wur⸗ den. Nur die Elektroinduſtrie, die chemiſche Induſtrie und daͤs Textilgewerbe boten noch einigermaßen günſtige Beſchäf⸗ tigungsmöglichkeiten für Facharbeiter, einzelne Spezialkräfte und für jüngere Arbeiterinnen. * Die Milchhändlerſpanne. Nach einer dem Frankenthaler ſtädtiſchen Senat vorgelegten Ueberſicht beträgt zurzeit die Spanne zwiſchen Stall⸗ und Kleinverkaufspreis für Milch in Lubwigshafen—7,5, Oppau 8, Neuſtadt—9, Grünſtadt 8, Worms 6, Mannheim 4,5, Speyer 9 und Frankenthal 11 Pfg. 2* Ihren Verletzungen erlegen iſt eine 14 Jahre alte Hilfs⸗ arbetterin, die am 26. November in einem Schokoladengeſchäft damit beſchäftint war, die auf dem Herd aufgeſtellte Maſſe zu rühren. Dabei haben ihre Kleider Feuer gefangen. wo⸗ durch das Mädchen ſchwere Brandwunden erlitten hat. Die Verunglückte wurde ſofort nach dem Allgem. Krankenhaus verbracht, woſelbſt ſie in der Nacht zu geſtern geſtorben iſt. * Zuſammenſtoß. Heute vormittag fuhren Ecke Meerfeld⸗ ſtraße und Gontardſtraße zwei Radfahren in ſo raſendem Tempo gegeneinander, daß der Radlet, der die rechte Straßenſeite nicht eingeßalten hatte, mit hlutenden Wunden zum Arzte gebracht werden mußte, während der andere Rad⸗ ler, der ſich die rechte Hand verſtauchte end erhebliche Haut⸗ ann davontrug, nach ſeiner Wohnung gebracht wurde. * Koloniſation in Argentinien. Wiederholt iſt in den letzten Monaten in der Oeffentlichkeit durch Wort und Schrift auf beſondere Siedlungsmöglichkeiten in Südamerika auf⸗ merkſam gemacht worden. Unter anderem wurde auch ein Unternehmen der argentiniſchen Eiſenbahngeſellſchaften ge⸗ nmannt. Auf die ſich dort bietenden Ausſichten iſt vielfach mit den größten Hoffnungen hingewieſen worden. Nun erfährt der Evangeliſche Hauptverein für deutſche Auswanderer in Witzenhauſen, daß zunächſt nur mit 30 altanſäſſigen Kolo⸗ niſtenfamilten der Verſuch gemacht worden iſt, ein neues Dorf mit Loſen von 100 Hektar Ackerbauland zu gründen. Näheres über dieſe Sieblungsmöglichkeiten iſt bei dem ge⸗ koczy⸗Marſch gaben den Effekt des Abends. Mit Goethe hat Berlioz keine Verbindung, auch mit Lenaus Fauſt nicht. Dr. Karl Laur hat einen geiſtreichen verbindenden Text zu der geſtrigen Vortragsfolge gegeben. A. Bl. Herbſtkonzert des„Liederkranz“⸗Ludwigshafen. Bundes⸗ Dirigent W. Daniel weiß ſeinen Chorkonzertprogrammen von jeher eine beſondere Note zu geben durch Feſthaltung eines beſtimmten Gedankens. Dadurch herrſcht künſtleriſche Einheit, der deshalb keineswegs die Mannigfaltigkeit zu fehlen braucht.„Abend wirds und wieder Morgen“ war das Motto, das dieſer Veranſtaltung zu Grunde lag. Und in dieſen Grundgedanken hatte auch die Soliſtin des Tages, Toni Bollenbach, Ludwigshafen Rh. ihre Vorträge eingeordnet. Lieder von Brahms, Pfitzner, Strauß, A. Schmitt und B. Bollenbach hatte ſie gewählt und ſang ſie mit der ganzen Schönheit ihrer umfangreichen und wohlgebauten Altſtimme. Der reiche Beifall erzwang von ihr als Zugabe noch das Trunk'ſche„Getroſt“, bei dem ſo recht die wundervolle Tiefſe des Organs zur Geltung kam. Dr. Bollenbach war ſeiner Gattin der zuverläſſigſte Begleiter. An größeren Werken brachte der Chor des Dirigenten„Abend⸗ frieden“, A. Schmitts„Tageserwachen“ und das„Morgenlied“ von Rietz. Der ſchönſte Vorzug des Vereins iſt ſein glänzen⸗ des Material, auffallend ſchöne und wertvolle Tenbre, präch⸗ tige Bäſſe und ein urgeſundes Singen, von lebendigen Im⸗ pulſen getragen, demgegenüber fallen zweifellos noch be⸗ ſtehende ſtimmtechniſche Unfertigkeiten wenig ins Gewicht. Der ſtark beſetzte Saal ſpendete lebhafteſten Beifall, der guch vom Chor eine Zugabe erzwang. E. K. Die großen Ausgrabungen in Trier „Trier beſitzt von allen Städten nördlich der Alven die größten, teilweiſe fetzt noch völlig aufrecht ſtehenden Reſte von Bauwerken aus der Römerzeit. Ihre Entſtehung erklärt die Tatſache daß es, zuerſt Handelsmittelpunkt. ſeit dem Ende des dritten Jahrhunderts n. Chr. hundert Jahre Kaiſerreſidenz geweſen iſt, ihre Erhaltung hat die Fortdauer des Lebens über die Völkerwanderunaszeit hinüber in das chriſtlich⸗germaniſche Mittelalter bewirkt. So iſt Trier recht der Ort, an dem die noch heute eindrucksvollen Denkmäler das Ineinanderwachſen dieſer beiden Kulturwelten dem Beſchauer ſinnfällia werden laſſen. Doch was die anderthalb Fahrtauſende, die ſeit Er⸗ Ehriſlbäume 5 Birnen die Orange das Feld. 0 laden die goldgelben Früchte zum Kaufe ein. markt zeigte eine ſehr Preiſe etwas angezogen, Wirſing und Zwiebeln. rückgegangen, beſonders Schweine⸗ Markt zu Markt größer. Marktberictt Wenn der heukige Marktbetrieb auch auf keinen Fall den ſtarken Verkehr der Spätſommerzeit aufzuweiſen hatte, ſo war da Geſchäft doch bedeutend lebhafter wie an den letzten Markt⸗ tagen. Die Auffuhr war r Ke im Großen und Ganzen zufriedenſtellend. Kleine Chriſtbäume, über und über mit weißen Flocken bedeckt und kleinen roten Kerzchen geſchmückt, erzählen von naher Feſtesfreudes gut und der Zuſpruch der Käufer Auf dem Obſtmarkte beherrſchte neben Aepfeln und In großen Körben verpackt Der Gemüſe⸗ gute Beſchickung, jedoch haben die beſonders für Weiß⸗ und Rotkraut, Auch die Eierpreiſe beginnen Während auf der einen Seite eine Ver⸗ ſind die Fleiſchpreiſe etwas zu⸗ und Gefrierfleiſch. Auf dem Geflügelmarkt ſetzt das Maſſenſterben der Gänſe fort. Die Zahl der ſchmackhaften Federviehes wird von Auch Enten, Hühner uſw. waren reichlich vorhanden und bei den Wildprethändlern war Meiſter Lampe im Vordergrund. Die Beſchickung in Fluß⸗ und Seefiſchen war ſehr gut. 55 Nach den Feſtſtellungen des Städtiſchen Nachrichtenamts verſtehen ſich die Preiſe, wo nichts anderes vermerkt iſt, in Pfennig für ein Pfund: Kartoffeln—6; Salatkartoffeln 157 Wirſing 12—15; Weißkraut 10—12; Rotkraut 15—48; Blumen⸗ kohl, Stück 20—130; Roſenkohl 25—30; Gelbe Rüben 10—12; Rote Rüben 10—12; Spinat 12—15; Zwiebeln 15—18; Knob⸗ lauch, Stück—10; Endivienſalat, Stück—20; Feldſalat 60 bis 120, Schwarzwurzeln 40—60; Meerrettich, Stück 20—60; Suppengrünes, Bſchl.—10; Tomaten 50—70 Peterſilie, Bſchl.—10; Aepfel 10—35; Birnen 12—35: Nüſſe 50—80, Kaſtanien 25—40; Orangen 25—30; Mandarinen 35—45 Zitronen, Stück—12; Bananen, Stück 10—45; Süßrahm⸗ dutter 220—260; Landbutter 200—210; Weißer Käſe 50; Honig mit Glas 160—180; Eier, Stück 11—24; Hechte 140—1690; langſam zu ſteigen. W teuerung eingetreten iſt, Barben 120: Karpfen 140—160; Schleien 180; Breſem 80—4120f Kabeljau 40—50; Schellfiſche 35—80; Goldbarſch 35—40; See⸗ hecht 60—70; Stockfiſche 50; Backfiſche 50—60; Hahn, lebend, Stück 150—350; Hahn, geſchlachtet, Stück 250—750; Huhn, lebend, Stück 150—350; Huhn, geſchlachtet, Stück 250—800: Enten, geſchlachtet, Stück 600—700; Tauben, geſchlachtet, Stück 100—130; Gänſe, lebend, Stück 650—800; Gänſe, geſchlachtet, Stück 800—2000; Rindfleiſch 110—120; Kuhfleiſch 70 Kalb⸗ fleiſch 130; Schweinefleiſch 100—110; Hammelfleiſch 120; Ge⸗ frierfleiſch 70; Feldhaſen⸗Ragout 120; Feldhaſen⸗Braten 180 Reh⸗Ragout 100; Reh⸗Bug 150; Reh⸗Rücken und Keule 200 bis 250; Wildenten, Stück 250—300; Faſanen, Stück 350—450, Vereinsnachrichten * Bezirksgruppe Unterbaden⸗Mannheim des Landesver⸗ bandes der badiſchen Preſſe. Dem als Dozent zum Zeitungs⸗ inſtitut nach Heidelberg berufenen bisherigen erſten Vor⸗ ſitzenden der Bezirksgruppe Unterbaden⸗Mannheim des Lan⸗ desverbandes der badiſchen Preſſe, Hauptſchriftleiter Alfred Scheel, wurde in der geſtrigen Bezirksgruppenſitzung vom zweiten Vorſitzenden, Hauptſchriftleiter Fiſcher⸗Mannheim, warme Worte der Anerkennung für ſein verdienſtvolles Wir⸗ ken gewidmet, das ſeinen Namen für immer mit dem badiſchen Preſſeverband verbunden laſſe. Der Landesverband der badi⸗ ſchen Preſſe, deſſen Ehrenvorſitzender Scheel bleibt, hat ihm zugleich mit einem Dankſchreiben ein Erinnerungsgeſchenk überreichen laſſen. Die Neuwahl des Geſamtvorſtandes ergab als 1. Vorſitzenden Fiſcher, 2. Vorſitzenden Dr. Rumpf, 1. Schriftführer Dr. Englram, 2. Schriftführer Dufar⸗ din, Rechner Haller, Beiſitzer: Würth, Dr. Cron, fämtlich in Mannheim, und Perkow⸗Heidelberg, als Kaſſen⸗ prüfer Kircher und Eſpenſchied. Kölnische Nlustrierte Jeitung morgen neu. zu bezishen in der neuptinebenstelle k 1, 4½, in den Mebenstellen Waldhefstrage 6, 0 Schwetzingerstraße 19/20 und neerfeldstrage 11, sowWie durch die Trägerinnen. Einzelverkaufspreis: 20 Pfg. — gen ſind, uns erhalten baben, iſt nur ein kleiner Teil deſſen waz einſt in vier Fahrhunderten feit der Gründung durh Kaiſer Auguſtus über dem Erdboden erſtanden iſt an dieſem noch heute ſo anziehenden Flecken deutſcher Erde, wo ehedem das keltiſche Gallien im Weſten mit dem Germanentum der Rheinlande ſich traf. Die Eigenart dieſes daraus hervor⸗ gewachſenen Volkstums iſt uns aber erſt lebendig geworden, ſeitdem vor über drei Jahren im Altbachtale ſüdlich des Amohi⸗ theaters jene große Ausgrabung begonnen hat. die in nie ge⸗ ahnter Weiſe uns einen Einblick in das religiöſe Leben der keltiſch⸗germaniſchen Trevere eröffnet hat. Eine ganze heilige Stadt von bis jetzt über 30 Kultſtätten der Einheimiſchen, oft bisher unbekannten Gottheiten entlockt hier der Spaten der Erde, alles in nordiſchen Bauformen und römiſcher. Technik ausgeführt. Erſt als ſie den Heilsbedürfniſ⸗ ſen einer ſpäteren Zeit nicht mehr genügten, zog auch hier der perſiſche Lichtgott Mithras ein, um in neuer Form Erlöſung zu predigen. Unter ſeinem Heiligtum. das zu Beginn des 4. Jahrhunderts die Chriſten zerſtört haben, iſt in den letzten Wochen erſt ein kleines Theater herausgekommen in vier⸗ eckiger Ummauerung von 57 auf 43 Meter; weiter wird eben eine große Anlage von 50 auf 50 Meter mit zwei apſidenarti⸗ gen Bauten an den Ecken unterſucht; nach Norden und zu iſt der Säulenhallenabſchluß des heiligen Bezirks gefunden. Unter den Steinbauten der römiſchen Zeit konnten in der Erde auch noch die Reſte früherer Holzbauten feſtgeſtellt werden. Wenn dann über dem römiſchen zum erſten Male fränkiſche Wohnbauten des frühen Mittelalters, die bisher völlig un⸗ bekannt waren, zutage gefördert ſind, ſo iſt ſchon aus dieſem Durchriß die unglaubliche Fülle hiſtoriſcher Erkenntnis für den Werdegang unſerer deutſchen Kultur im Rheinlande er⸗ ſichtlich, die dieſe Ausgrabung zu einer wirklichnationalen Unternehmung hat werden laſſen. Noch nie hat eine auf deutſchem Boden von ſolchem Umfang ſtatt⸗ efunden. Die Grabungsmittel werden gemeinſam vom Reich, dem Land Preußen und der Rheinprovinz aufgebracht. Eine beſon⸗ dere Kommiſſion, aus führenden Männern der Wiſſenſchaft, Behörden, Reichstagsabgeordneten und angeſehenen Trierer Bürgern zur Erforſchung der römiſchen Kaiſerreſidenz und frühmittelalterlichen Biſchofsſtadt Trier gearündet. hat ſich dieſer Aufgabe angenommen. Erſt am 14. Nonember hat ſie unter dem Vorſitz des Oberpräſidenten der Rheinprovinz mit größter Befriedigung die Ergebniſſe des letzten Jahres unter Führung des Leiters der Ausgrabung. Prof. Dr. Sisaſxie löſchen der Römerherrſchaft an Rhein und Moſel dahingegan⸗ Loeſchcke von Trier beſichtiat. eſten ——— —— — 4. Seite. Nr. 569 Nene Maunhelmer Zeitung(Abend⸗Ausgabe7 ————— 22 Donnerstag, den 8. Dezember 192 Der sSkernenhimmel im Dezember Die Sternkarten ſtellen die ſüdliche und nördliche Hälfte des bei uns im Dezember in den Abendſtunden ſichtbaren Hingnels dar. In der Gegend von Mannheim ſtimmen ſie am Anfang des Monats gegen 10.30, Mitte des Monats gegen.30 und Ende des Monats gegen.30 Uhr abends mit dem Sternenhimmel überein. erlauben aber auch ſchon gut zwei Stunden vor und noch gut zwei Stunden nach den an⸗ gegebenen Zeiten eine leichte und weilgehende Orientierung Anter den Sternen. Die unterſtrichenen Namen ſind Namen von Sternbildern, nichtunterſtrichene Namen ſind Eigennamen von Einzelſternen. Die neben der Mond⸗ bahn angeſchriebenen Zahlen geben das Datum des Dezembertages, an dem der Mond an der bezeichneten Stelle ſteht. Die geſtrichelten Pfeile deuten Richtung und Ge⸗ ſchwindigten der Bewegung an. die die Sterne bet ihrer gemeinſamen Umkreiſung des Polarſternes in zwei Stunden ausführen. An der ſüdlichen Himmelshälfte fällt vor auem der Orion durch die Helligkeit einzelner Sterne wie Rigel und Beteigeunze zuf, mehr aber noch durch die Eigenart ſeiner Sternfigur Die drei in gerader Linie angeordneten Sterne innerhalb des großen Vierecks iragen den Namen Ja obsſtab. Der Orion kann leicht dazu dienen, die Stelle des ſüd⸗ öſtlichen Horizonts aufzufinden, an der zu den oben ange⸗ gebenen Zeiten der Sirius. der hellſte Fixſtern des ganzen Himmelsgewölbes aufgeht. Von ihm findet der Blick leicht ſeinen Weg über den Procvon nach den Zwillingsſternen Caſtor und Pollux. Eine kleine Wendung nach rechts bringi dann die Sterngruppen der Hyaden und Plejaden in das Blickfernd. In den Plejaden, die auch Siebengeſtirn heißen, erkennt das normale unbewaffnete Auge 6 Sternchen. Links über ibnen glänzt in hellem gelblichen Lichte die Capella, die zu den letzt nahe im Zenit ſtehenden Siern⸗ bildern überleitet. Hier iſt der Perſeus und die Caſſiopeia zu nennen Machen wir jetzt eine Kehrtwendung und blicken nach Norden, ſo finden oin mühelos den Fimmelswagen im Großen Bären Zwiſchen ihm und der Capella ſteht der Polarſtern für den Beobachter ſtets an derſelben Stelle des Himmets. Es gelingt unſchwer. von ihm aus den Kleinen Himmelswagen im Kleinen Bären aufzufinden. Größere Mühe erfordert ſchon ein Studium des Sternbildes des Drachens. Der Drachenktopf aber, jene vier in faſt quadrati⸗ ſcher Anordnung ſteyenden Sterne zwiſchen Wega und Kleinem Bäxen, fällt auch dem ungeübien Beobachter auf. tag wurde der Betrieb der hieſigen Zigarrenfabrik wieder Zee, 5 5 Zale 2 Aus em Lande Lobenfeld(Amt Heidelberg), 7. Dez. Trotz Garantie⸗ übernahme aller in Betracht kommenden Orte der beabſich⸗ tigten Autolinie Neckargemünd—Haag ſcheint wenig oder keine Ausſicht mehr vorhanden, daß die Linie noch vor Frühjahr in Betrieb genommen wird. Schon im vergangenen Jahre und in dieſem Sommer erſt hat ſich gezeigt, daß der Verkehr im kleinen Odenwald ſehr nachgelaſſen hat. Wald⸗ wimmersbach mit ſeiner herrlichen Waldumgebung hat dies am meiſten geſpürt. Wird durch die Autolinie dieſer Ort le icht erreichbar, dann kommen auch wieder die Fremden aus Mannheim. Anläßlich des Kathreinemarktes war die Linie in Betrieb genommen. Intereſſant iſt die Feſtſtellung, daß die Benützung von der Endſtatkon Haag aus gering war, alle anderen Orte ſie jedoch ſtark in Anſpruch nahmen. * Meckesheim(Amt Heidelberg), 7. Dez. Am letzten Frei⸗ aufgenommen.— Infolge eines Defekts am Transfor⸗ mator im hieſigen Elektrizitätswerk wurde die Zufuhr von Kraftſtrom faſt gänzlich unterbrochen. Nur der im Werk ſelbſt erzeugte Strom ſtand noch zur Verfügung. Die hieſige Zündholzfabrik ſah ſich deshalb genötigt, den Betrieb einige Tage ſtillzulegen. Auch die Hausbeleuchtung war während dieſer Zeit ſo ſchlecht, daß ein Arbeiten bei Licht faſt ausgeſchloſſen war. EPhilivpsburg, 8. Dez. Beim Umbruch ſeines Ackers im Gewann„Hohewieſen“ fand ein Landwirt ein Lager von 24pfündigen Vollkugeln, im Ganzen 13 Stück, die zwar nom Roſt ſtark zerfreſſen, ſonſt aber noch gut erhalten waren. Man wird nicht fehlgehen, wenn man annimmt, daß an dieſem Orte ehemals ſich eine Geſchützſtellung der Feſtung Philipps⸗ burg befand. * FFreiburg, 6. Dez. Nachdem am 28. November in Karls⸗ ruhe eine Ortsgruppe der Evang. Akademikerver⸗ einigung gebildet worden iſt, wurde nun auch hier am vergangenen Freitag den 2. Dezember die Gründung einer Ortsgruppe vollzogen. Eine dazu einberufene Verſamm⸗ lung im Univerſitätsgebäude war von etwa 150 Perſonen be⸗ ſucht. Eingeleitet wurde ſie von Geheimrat Prof. Dr. Im⸗ miſch, der den Gedanken betonte, daß die Lage des Proteſtan⸗ tismus und der evangeliſchen Kirche eine Ueberwindung der Anſchauungsgegenſätze und Meinungsverſchiedenheiten und eine ſtärkere Beteiligung der führenden Schichten auf dem Gebiete des religiös⸗kirchlichen Gemeinſchaftslebens fordere. Darauf übernahm Geheimrat Dr. Aſchoff den Vorſitz. Der Leiter der Apologetiſchen Zentrale, Profeſſor Dr. Weckeſſer von Karlsruhe, legte in längeren Ausführungen die Ziele der Evang. Akademikervereinigung dar. Die Verſammlung beſprach nunmehr die Konſtituierung einer Freiburger Orts⸗ gruppe durch Wahl eines Vorſtandes und die für die nächſte Zeit zu unternehmenden Schritte. In den geſchäftsführenden Ausſchuß wurden Geheimrat Dr. Immiſch, Profeſſor Höcker und Profeſſor Daiber berufen. Nachbargebiete * Bellheim, 7. Dez. Der angebliche Krankenpfleger Ge⸗ org Ebner aus Jonhofen(Bayern) wurde hier von der Gendarmerie feſtgenommen und in das Germersheimer Amtsgerichtsgefängnis eingeliefert. Er bettelte auch hier in einem Spezereigeſchäft. Als er den Laden betrat und die günſtige Gelegenheit zum Stehlen wahrnahm, verſuchte er ſofort die Ladenkaſſe zu plündern. Dadurch, daß die Kaſſe mit einer Signalvorrichtung verſehen war und der Geſchäftsinhaber durch das Oeffnen der Kaſſe von dem Dieb ſelbſt alarmiert wurde, gelang es, den Täter auf friſcher Tat zu ertappen. * Darmſtadt, 7. Dez. Ein großes Schadenfeuer ent⸗ ſtand in der vergangenen Nacht im Lager der Firma Welz u. Ohler in der Ludwigſtraße. Das Feuer war vermutlich durch einen nicht gelöſchten Gasofen entſtanden. Die ge⸗ ſamten Lagerbeſtände, meiſt Lebensmittel, wurden teils durch die Flammen, teils durch die Waſſermengen beim Löſchen vernichtet. Der Schaden iſt bedeutend. * Fraukfurt a.., 7. Dez. In der Nacht zum Mittwoch drangen Geldſchrankknacker in die Geſchäftsräume der Orts⸗ krankenkaſſe und erbrachen die Geldſchränke durch„An⸗ wendung von Sauerſtoffgebläſen. Es fielen ihnen ein Geld⸗ betrag von 15000 Mark in die Hände. Eine größere Menge gerolltes Geld und einen Sack Silbergeld ließen ſie unberührt. Es iſt ein Rätſel, wie der Einbruch gelingen 1 + He 7 Blickrichtung nach Süden Celele 8 Blickrichtung nach Norden Die Umgebung der Wega iſt wohl eine Berbachme durch ein Opernglas wert. Der linte obere Paraciceinbare Stern ſowie das dem unbewaffneien Auge uncasgpann Sternchen linkts über der Wega erweiſen 5 lſtern doppelt, wobei beſonders der zuletzt genannte Doppe recht farbenprächtig erſcheint. ilch⸗ Das Sternbild des Schwans, das ganz in die bachter ſtraße eingebettet iſt, kann im Dezember noch gut beo licken werden, während es in den kommenden Monaten den B entſchwindet. it Von den Planeten iſt nur Jupiter am Abendolmmge ius, bloßem Auge ſichtbar. Er iſt noch beller als der Sie⸗ nimmt aber langſam an Helligteit ab. Ein guies Drerginte zeigt ganz in ſeiner Nähe 3 bis 4 kleine, in gerader nren angeordnete Lichtpünkichen, die ſchon in wenigen Täune ihre Stellung untereinander und zum Juptter verän fetl⸗ Es ſind dies die vier bellſten Jupitermonde Die mers richtung gibt an, wie ſich der Jupiter während des Dezem langſam unter den Fixſternen bewegt. Der Mond erreicht ſein erſtes Viertel am 2. Dezemee Am 8. iſt Volmond. Am 14. tritt er aus dem Bereich unſ Sternkarten aus. Aene, Gee. W, 5 Aodbala? 7 Gerichtszeitung Der Schwarzbrennerprozeß Müller in Landan Vor dem Großen Schöffengericht Landau begann am 7. De⸗ zember vormittags der Prozeß gegen den Brennereibeſitzer Geora Müller aus Landau, dem zur Laſt liegt, arößere Mengen reinen Alkohol ſchwarz gebrannt zu haben und da⸗ durch die Zollbehörde um hohe Beträge gebracht zu haben. Nach dem Eröffnungsbeſchluß iſt der Angeklagte verdächtig. ſeit Auguſt 1926 bis zur Aufdeckung ſeines Tuns insgeſamt 37 763 Liter reinen Alkohol in ſeiner in Landau be⸗ findlichen Brennerei hergeſtellt zu haben. ohne die Brenn⸗ befuanis bei der Zollbehörde eingeholt zu haben. Dadurch hin⸗ terzoa er den Branntweinaufſchlag. Der Angeklaate betreibt feit 1916 eine Brennerei. In der Verhandlung aibt der Angeklaate an, aus wirtſchaftlicher Not⸗ lage etwa 2000 Liter ſchwarz gebrannt zu haben, um ſeine rückſtändigen Steuerſchulden in Höhe von 107 800 Mark zu be⸗ galeichen. Die Vernehmung des Anageklagten dauerte etwa drei Stunden. Das Gericht ſuchte ſich zunachſt Klarheit darüber zu verſchaffen, in wieviel Fällen und in welchen Mengen der An⸗ geklagte ſchwarz gebrannt hatte und aus welchen Weinmiſchun⸗ gen die Brennmaiſche hergeſtellt wurde. Der Angeklagte aibt zu. die Brennmaiſche in allen Fällen aus Obſtwein. Hefe und Zuckerwaſſer hergeſtellt zu haben. Sehr ſchwieria geſtaltete ſich die Feſtſtelluna der Branntweinmengen, die der Angeklaate verwandte. Zunächſt wurde der Zollbeamte Wittmer von der Zoll⸗ fahndungsſtelle Ludwigshafen vernommens Dieſer gab an, bei der erſten Unterſuchung in der Müllerſchen Brennerei ins⸗ geſamt 48 Säcke Zucker, zwei Fäſſer Bierhefe und eine arö⸗ ßere Menge brennfertiger Brennmaiſche aufgefunden zu haben. Weiter konnte feſtgeſtellt werden, daß Müller bereits vorher 400 Zentner Zucker verarbeitet hatte. Belaſtend für den Angeklagten ſind ferner die Ausſagen des Zollfahndungs⸗ beamten Franz Sonnbaß⸗Ludwigshafen, der die Kontrolle lei⸗ tete. Dieſer gab Aufſchluß über das Geſchäftsgebaren und die Geſchäftsführung des Angeklagten. Insgeſamt wurden 1800 Liter Bierhefe, die von der Brauerei Silbernagel in Bellheim ſtammten. beſchlaanahmt. In der Nachmittagsverhandlung wurde die Beweisauf⸗ nahme fortgeſetzt. Der Andrang des Publikums war außer⸗ ordentlich aroß. Sachverſtändiger Dr. Reichard von der ſtaat⸗ lichen Unterſuchungsanſtalt Speyer machte autachtliche Aus⸗ führungen über die Gewinnung von Alkohol aus Zucker. Von einem Kilo Zucker gewinne man etwa einen halben Liter rei⸗ nen Alkohol.— Insgeſamt wurden 14 Zeugen vernommen. Nach einſtündiger Pauſe begannen um 5 Uhr die Plai⸗ doyers. Staatsanwalt Dr. Schmitt bezeichnete den Fall als die arößte Steuerhinterziehung. die je das Lan⸗ dauer Gericht beſchäftigt habe. Durch die Kontrolle der Zoll⸗ fahndungsſtelle Ludwigshafen ſei feſtgeſtellt. daß Müller ins⸗ geſamt die ihm zur Laſt geleaten Mengen von 34 763 Liter rei⸗ nen Alkohols hinterzogen und ſo die Zollbehörde um eine Summe von 101 988 Mk. Monopolſteuer betrogen habe. Der Angeklagte habe mit der Feinbrennblaſe Veränderungen vor⸗ genommen. Es ſei ihm gelungen, die Beamten zu täuſchen. Auch die doppelte Bücherführung belaſte den Augeklaaten ſchwer. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefänanisſtrafe von ſechs Monaten, außerdem eine Geldſtrafe von 594 290 Mk. oder weiteren 199 Tagen Gefänanis. Für den nicht mehr zu erfaſſenden Branntwein in Höhe von 19 634 Liter ſei unter Zugrundeleaung eines Liter reinen Alkohols ein Wert von 98 170 Mk. anzurechnen. Außerdem beantraate der Staats⸗ anwalt die Einziehung von insgeſamt 24094 Liter reinen Alkohols und der Feinbrennblaſe und der bei der Firma Meyer in Bingen lagernden 2978 Liter reinen Alkohol. Der Nebenkläger. Regierungsrat Dr. Lutz vom Zollamt Landau. das Gericht, von einer ſo hohen Geldſtrafe abzuſehen. Nach einſtündiger Beratuna fällte das Gericht folaendes Urteil: Der Angeklagte wird wegen fortgeſetzten Schwarzbrennens zu fünf Monaten Gefängnis und zu einer Geld⸗ ſtrafe von 348000 Mark oder weiteren drei Monaten Gefängnis verurteilt. Außerdem wird ihm ein Werterſatz für den nicht mehr zu erfaſſenden Branntwein in Höhe von konnte, da die Ortskrankenkaſſe in einer Straße liegt, die nachts durch drei große Bogenlampen taghell erleuchtet iſt. 98 170 Mark auferlegt. Die Koſten hat der Angeklagte zu' ſchloß ſich dem Antrag des Staatsanwalts an.— Der Vertei⸗ Gvefredatteur Kurt Fiſcher Veramwoktl. Redakteure: diger ſuchte in 1½ſtündigem Plaidoyer nachzuweiſen, daß der aente Wi Müller— Handelsteil. Kur jytſ 0 eues a 155 Angeklagte aus wirtſchaftlicher Not gehandelt habe und batSvort cgerchr und alles llebriae, Frane Kirchen— Anzeicen i. B. Ja Alkohol. Freigegeben werden 24 194 Liter und die F blaſe. daß dem In der Urteilsbegründung wurde feſtgehalten. Angeklagten die für ihn ſprechenden Momente a berückſich, angeſehen werden. Bei der Strafbemeſſung ſei zu einer mi tigen geweſen, daß ſich der Angeklagte wirklich in die falſcht lichen Lage befunden habe. Erſchwerend ſei aber 5 Buchführung und der finaierte Brief des Unterſinage Der § Fünf Jahre Zuchthaus wegen Landesvernwoch nach Strafſenat des Reichsgerichts verurteilte am Mi achtmeiſte; zweitägiger Verhandlung den früheren Poligen ainz und jetzigen Kaufmann Friedrich Deubel au ilitäriſche wegen fortgeſetzten Verbrechens des Verrates 114 Geheimniſſe im Zuſammentreffen mit Lan des ve 1 Zucht⸗ wegen fortgeſetzten Diebſtahls zufünf Jahne. au haus, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrech ute 5 Dauer von 10 Jahren und Zulaſſung der Stellung ſmann a 3 zeiaufſicht. Sein Bruder Ernſt Deubel, Kauf gegen 5 Mainz wurde wegen eines verſuchten Verhrechens Monale, des Spionagegeſetzes zu einem Jahr ſeche nzöſiſchel Gefängnis verurteilt. Beide hatten ſich dem 5 0 Deubet Spionagedienſt zur Verfügungg geſtellt. Frie Polis“ hatte ſich durch Diebſtahl wichtige Schriftſtücke der angeeignet, die er den Franzoſen auslieferte. D Per⸗ § Freiſpruch in einem Milchfälſchungsprozeß⸗ zinger handlung gegen die Frau des bayer. Abg. An J5. den, Landſtuhl wegen Milchfälſchung, die im Jun einzuholez⸗ tagt werden mußte, um noch weitere Gutachten tes L af ſtand erneut auf der Tagesordnung des Amtsgerich dige 5 ſtuhl. Zur Verhandlung waren als Sachvergein chen d, Dr. Gehrung von der Landesverſuchsanſtalt M Fiſſen Kieferle von der Forſchungsanſtalt Weihenſtepaz Tieräczi mann von der Kreisverſuchsanſtalt Speyer und dladen. Dr. Frick⸗Landſtuhl und Dr. Seel⸗Blieskaſtel ge peiziehung Verhandlung mußte am Vormittag zwecks Her Gutachlan weiterer Zeugen unterbrochen werden. Nach den nterliegg der Sachverſtändigen konnte es keinem Zweifel zar, obole daß die Milch durch Waſferauſaß gefälſcht dern der m⸗ Gegengutachter die Veränderung mit dem Rin 951 5 Anklae⸗ treffenden Kuh erklärten. Der Amtsanwalt hielt chen 616 aufrecht und beantragte gegen Frau Munzinger 2 lädierte 19 9 kängnis und 600 Geldſtrafe. Der Verteidiger nagen Faſ Freiſpruch, zumindeſt auf eine Verurteilung muheben, 9 läſſigkeit. Aus der Urteilsbegründung iſt bervordt 21115 56 das Gericht auf dem Standpunkt tand, daß woßl cht ſelbg ſchung vorliege, daß aber die Angeklagte die Meilch ilchbetrie gefälſcht habe und auch nicht ungenugend auf den 51 geachtet habe. Deshalb mußte ein Freiſpruch erfolg 10 nerwar Weliernachrichten ae e Beobachtungen badiſcher Wetterſtellen(7— *+ 35 Luft. Tem S2 8 828 Wind E 3 ren m um Cn SSs SehKicht. Stärte Lig Tertheim I5I=I?=2 N ſſchwwafenl. Königſtuhl 563 7573 0 5 0 80 ſſchw. e Karlsruhe 120 757,6 2 7 9 ſtill Nebel Bad.⸗Bad. 20 757.6 9 8 2 Villingen 780 758.4— 85 ter Feldbg. Hoſ 1275 630.0( 5 10 5 ſtill heit VBadenweil.“——— St. Blaſien 750— Höchenſchw—-— 5 14 750 Kagen Wetterausſichten für Freitag, 9. Dezember: 2 heilel wolkig(Hochnebel) bei leichter Abkühlung, Ge Nachtfröſte. 8 0 1 2 erei Dr Paas Herausgeber: rucker und Verleger Dructerer 2 2 Neue Mannheimer Zeitung 5 1 4„„„ E d, 5 4— i rdina. Direktion Fe⸗ Für Politit: 2 Sghönfelpe 5 1 Ehme litik und Lokales: Richard, e. Faube tragen. Beſchlagnahmt werden insgeſamt 2029 Liter reiner * 4 eeee di duase deutſche Ernte in Hackſrüchten ſber 192 2 in Kartoffeln von 26 v. H. gegenüber 1926, 4 v. H. gegen⸗ Rückgang der Zuckerrübenernte 18 v. H. gegenüber den 1 N Vorkriegsernten. artoffeln ergibt ſich je Hektar eine vorausſichtliche Ge⸗ ben dics Mill. Dz. Im Gernleich zur vorlabetger Kor⸗ edeutet dies einen Mehrertrag von rund 79,5 Mill. Dz. heruſeler wobei allerdings zu berückſichtigen iſt, daß die vorfährige neszeit ute eine der geringſten ſeit den erſten Jahren der Nach⸗ ſchtlich geweſen iſt. Immerhin ſtellt ſich die neue Kartoffelernte die der Mengenergebniſſe noch etwas— um 4,3 v. H.— höher Wniſe in Kartoffelernte des Jahres 1924 und erreicht auch die chen Er i Durchſchnitt der letzten Vorkriegsjahre mit den reich⸗ 0 tehen iträgen der Jahre 1912 und 1913, die als Spitzenerträge mse n ſind. Am günſtigſten lauten die Schätzungen für Spät⸗ 1 im Bezt Anhalt, im bayeriſchen Regierungsbezirk Unterfranken Dz. den Leipzig, wo ſich Durchſchnittserträge von 174 Dz., zurden wei 171 Dz. je Hektar ergaben. Recht hohe Hektarerträge urg( terhin in den Regierungsbezirken Merſeburg und Magde⸗ autzen ezw. 160 Dz.) ſowie in den Bezirken von Dresden und e 1 und 157 Dz.), in Rheinheſſen(159 Dzz.) und in der baye⸗ einpfalz(150 Dz.) verzeichnet. Am geringſten ſind die ebi er diesjährigen Ernte an Spätkartoffeln in den weſt⸗ ew eten von Württemberg mit einem Hektarertrag von nur 10 ˖ en ßy Dz., in Hohenzollern(03 Dz.) und in den ſüdbadiſchen kudektar Freiburg und Konſtanz mit Erträgen von 99 und 100 Dz. ſhadlhaduch nokläche. Außerdem liegen unter dem Reichsdurchſchnitt acden Jah noch die Küſtengebiete. Aller Vorausſicht nach wird in der 777 im allgemeinen mit einem höheren Prozentſatz cnen ſeln kten Kartoffeln als in normalen Jahren zu ei ˖ ee lie 1 Zuckerrüben überſteigt die Ernte in einer Geſamt⸗ oder 8 J Mill. Dz. die vorjährigen Ergebniſſe um rund 8,4 Mill. Aa ene. 5. Troß dieſes mengenmäßig beſſeren Ausfalls bleibt auglonittgere aber noch um 26,5 Mill. Dz.(18,0 v..) hinter den vugenſ ergebniſſen der letzten drei Vorkriegsernten zurück. Im kanlotedentun den im allgemeinen höheren Ernteerträgen wird aber Male 28 Zuckergehalt geringer beurteilt, ſodaß hl 85 ampagne zu erwarten ſteht. er u. Ruh Ach., Karlsruhe i. B. Dem Geſchäftsbericht Wwartwit, baß, während ein Teil des ſtebenten Geſchaitslahrer den ungen nicht entſprach, die letzten Monate gekennzeichnet leen wiedenſſtieg zu einer Hochkonzunttur waren. Die Unkoſten kttſuhne er von außerordentlicher Höhe und das Hinaufdrängen 9 Steuern verhindert jeden normalen Verdienſt der 4 hBei einem Bruttoerträgnis von 905 340(i. V. (aenelt ſich der Kerngewiun auf Ten„een Ifersgeſgder s v. H. Dipidende auf diens Mill Stal. und Ftanz wonttet und 20697„ neu vorgetragen werden. In der Ailten Drrrden die Kreditoren mit 18(. V. 101 Mill, die long. en erſcleben mit 1,95(2,2) Mill. ausgewieſen. Unter den eete eie Bebitoren mit 26() Wei Worete wit Wbsffille gung der Firma Maſchinenfabrik Karl Haberer Neuſtadt. Die An Karl Haberer ewegen Mangel an Rohſtoffen und Mangel an Betriebs⸗ n Betrieb ſtillgelegt. Früher war die Firma urder griz ſen dießten Metallwarenfabriken in Metz. Nach dem Kriege ſalt oͤgeng ea ausgewieſen und hat dabel den größten Teil ihres alankedergelrtoren. Sie hat ſich daun mit wenig Kapital in Neu⸗ kegdes kelaſſen, wo ſie durch die Auswirkungen des paſſiven Wi⸗ ſeſte ler drnent Verluſte erlitt, ſodaß die Verhältniſſe immer A du urden. Die Gläubigerverſammlung, die bebnde, hat beſchloſſen, daß das Moratorium, das bis Neieſehehegewährt worden war, hinfällig iſt, weil die Firma Alldonſtiuegen mußte. Durch dieſe Stilegung wird eine Mes bat don Arbeitern brotlos, Auf Grund des Lrzegsſchuden 85 läßt ft Firma noch Anſprüche an das Reich. Ob dieſe erfüllt ber 90 Adle heute noch nicht ſagen. 5 ahled. am 50 A Oppenheimer AG. in Berlin⸗ Der AR. beſchloß, beßezen. Di Dez. die Verteilung von 6 v. H. Dividende vor⸗ Nane! ie Ausſichten werden als nicht ungünſtig u 3, Wied eeen Pruemfnahme der Dividendenzahlung bei Conti⸗Cautchoue. Alen kenbeſtdett über die Zulaſſung von 4 Min., auf den Nor⸗ auf zum Haen des Unternehmens ſtammender, neuer Stamm⸗ J00 böin, a der an der hieſigen Börſe weiſt die Verwaltung ktedut beß die Geſellſchaft in den abgelaufenen 11 Monate dieſes Tg ſe als deſchäſtiat geweſen iſ. Die Umſarde ſind ſorohl deen 0 der Menge nach höher als i. B. Der Geſchäfts⸗ 0 döskrtedigend bezeichnet werden, ſo daß mit der Wie⸗ hme leinere Zuckererzeugung als während der Bilanz per 31. Dez. 1926 entnehmen, daß die Wertpapiere und Be⸗ teiligungen von 3,14 Mill, auf 7,084 Mill. J, Wechſel auf 2,96(0,687) Mill./ geſtiegen ſind. Vorräte haben ſich um etwa 600 000 ½ auf 15,41.Il./ vermindert. Debitoren erhöhten ſich von 29,07 auf 34,10 Mill. /, darunter ſind 1,38(3,18) Mill. Bankguthaben und 8,03(8,80) Mill. Forderungen an Verkaufsgefellſchaften enthalten. Andererſeits ſind die Kreditoren von 13,94 auf 16,69 Mi..„, ange⸗ wachſen. Unter dieſen haben ſich im einzelnen die Bankſchulden von 5, Mill. auf 1,39 Mill./ verringert. Außerdem werden 6,02 Mill. Mark Azrepte ausgewieſen. Die im Beſitz des Unternehmens noch befindlichen 6 Mill./ VA., die nicht börſenmäßig veräußert werden ſollen, dürfen an den Börſen Berlin und Hannover erſt nach ihrer erfolgten Verwertung eingeführt werden. Dieſe Vorrats⸗ altien ſollen entweder den Aktionären mit einer angemeſſenen Marge gegenüher dem jeweilgen Börſenkurs angeboten, oder aber zu Angliederungszwecken verwendet werden. Das bisher fünf⸗ fache Stimmrecht der Vorzugsaltien wird in den bekannten drei Fällen auf das Vierfache herabgeſetzt. * Leipziger Wollkümmerei in Leipzig.— Günſtiges deutſches Woll⸗ geſchäft, zu hohe Selbſtkoſten. Die Geſellſchaft ſchreibt, daß das Jahr 1927 für das deutſche Wollgeſchäft infolge des anhaltenden lebhaften Inlandbedarfs als ein ausnahmsweiſe günſtiges Wirtſchaftsfahr zu gelten haben wird. Zum erſtenmal ſeit der Markbefeſtigung konnten die Maſchinen das ganze Jahr Loll beſchäftigt werden, odurch es möglich geweſen iſt, die ſehr notwendige Rationaliſierung des Be⸗ triebes fortzuſetzen, die ſteigenden Lohnanſprüche der Arbeiter zu befriedigen und die ſtark erhöhten Stenern und Abgaben zu bezahlen. Die Verteuerung der Erzeugniſſe ſei jetzt ſo groß geworden, daß nach Anſicht der Verwaltung das geringſte Nachlaſſen der Konjunkur empfindliche Betriebsverluſte oder die ſehr erwünſchte Notwendigkeit einer Kammlohnerhöhung ergeben müßte. 1 7: Ein Bitterſalz⸗Syndikat. Die deutſchen Bitterſalzfabriken haben ſich am 3. Dezember zu einem Bitterſalz⸗Syndikat zuſammen⸗ geſchloſſen. Nach der Induſtrie⸗ und Handelszeitung gehören dem Syndikat an die durch die; Chemikalien⸗AG. vertretenen Fabriken, die Fabriken der Firma Vereinigte Chemiſche Fabriken zu Staß⸗ furt⸗Leopoldshall, Conſolidkerte Alkaliwerke, Kaliwerk Krügershall und Concordia. *Alpurſa AG., Bieſſenhofen im Allgäu. Die GB. genehmigte bie 6(i. V. 5) v. H. Dividende aus 308 165(208 722) Reingewinn. 43000„ werden der Rücklage überwieſen und 55 165 vorgetragen. :7 Holſten⸗Brauerei AG. in Altona. Aus einem Reingewinn von 1294 631(1 059 267) wieder 12 v. H. Dividende, Vortrag 82 753(27 900) lJ. 3 * Frankreich offiziell bei der Leipziger Meſſe. Die Pariſer Ge⸗ ſchäftsſtelle des Leipziger Meſſeamts teilt mit, daß die franz ö⸗ ſiſſche Regierung beſchloſſen habe, ſich offizlell an der Leipziger Frühfahrsmeſſe Wzu beteiligen. Vorſitzender des Organiſationstomitées für die Abteilung„Frankreich“ bei der Leipziger Meſſe ſet der Präſident der Lyoner Mehſe, Fugere. * 1585 Mill. Dollar Dividendeneinnahme der Ameri!aner im Fahe 1927. Die Induſtrieunternehmungen der Vereinigten Staaten verteilen in dieſem Jahre Dividenden im Geſamtbetrage von 1585 Mill. Dollar, d. h. 446 Mill. mehr als im Vorjahr und 577 Mill. mehr als 1925. Dagegen hat ſich der Betrag der Dividenden, die von den Eiſenbahngeſellſchaften zur Verteilung gebracht werden, gegen 1925 um 56 Mill. und gegen das Vorjahr um 35 auf 474 Mill. Dollar er⸗ höht. Bemerlt ſei, daß in obigen Ziffern nur die in bar gezahlten Dividenden berückſichtigt ſind. Vörſenberichte vom 8. Dezember 1927 Frankfurt feſter An der heutigen Börſe konnte ſich die Haltung weiter be⸗ feſtigen. Die Stimmung war allgemein wieder etwas.erſicht⸗ licher, da man in Börſenkreiſen damit rechnet, daß das Inkraft⸗ treten der Arbeitszeitverordnung um einige Zeit hinausgeſchoben wird. Dann wirete der Kruppabſchluß wetker günſtig. Ferner ver⸗ wies man auf die Hauſſebewegung der deutſchen Anleihen in New⸗ hork. Die Umſatztätigkeit blieb jedoch meiſt beſchränkt, da die Beteiligung des privaten Publitums am Bhrſengeſchäft nach wie vor ſehr gering blieb. Zur Zurückhaltung mahnte der unüber⸗ ſichtliche und immernoch angeſpannte Geldmarkt. Man vermutet hier wieder ſtärkeren Bedarf von kommunaler Seite in⸗ folge des Ausfalles der geplanten Auslandsanleihen. Lebhaftere Umſätze verzeichnete der arbenmarkt im Zuſammenhang mit der AR.⸗Sitzung der J. G. Färben am 10. Dez., deren Aktien bereits zum erſten Kurs 4 v. H. anzogen. Gegenüber den Kurſen der ge⸗ ſtrigen Abendbörſe wurden im übrigen durchſchnittliche Kursbeſſerungen von 1 bis 3 v. H. erzielt. Stärker gefragt Rheiniſche Braunkohlen mit plus 5,5, Th. Goldſchmidt 4, und Zell Waldhof 3,75 v. H. Vernachläſſigt und eher angeboten lagen Schif⸗ fahrtswerte, Hapag verloren 2 v. H. und Norddentſcher Lloyd 1,25. Elektrowerke konnten überwiegend 1 bis 3 v. H. anziehen. Am Bankenmarkt blieben Deutſche Bank nach ihrer geſtrigen Kurs⸗ ſteigerung nur behauptet; Dresdner Bank; eher etwas ſchwächer. Der Ankeihemarkt hatte nur geringes Geſchäft; Ablöſung blieb be⸗ hauptet, Türken rückgängig. Nach den erſten Kurſen wurde das Geſchäft vom Farbenaktienmarkt ausgehend allgemein leb⸗ mann und Rheinſtahl ein, die erneut 4 bezw. 2 v. H. gewannen. Farben plus 2 v. H. Eleltrowerte wurden vernachläſſigt. Es machte ſich wieder ein gewiſſer Materialmangel bemerkbar. Später brhckelten die Kurſe auf Realiſationen ver⸗ ſchledentlich etwas ab. Tägliches Geld ſchließlich mit 7 v. H. etwas leichter. Berlin befeſtigt Noch im heutigen Vormittagsverkehr war eine einheitliche Ten⸗ denz nicht zu erkennen. Die Kursentwicklung war recht un⸗ ſicher, da eine Preſſenotiz über ungünſtige Dividendenausſichten beim Stahlverein verſtimmt hatte, und die Axtien dieſes Unter⸗ nehmens mit 97,5 v. H. angeboten lagen. Später griff jedoch eine be⸗ ruhigtere Auffaſſung Platz. An der Börſe ſelbſt traten dann nur die günſtigen Momente in den Vordergrund, und beſonders die guten Zahlen des Kruppabſchluſſes fanden Beachtung. Man bezeichnete die ſeit einigen Tagen anhaltende Bewegung als techniſche Hauſſe, die noch verſtärkt werden könnte, wenn eventl. laufende Stellagen umge⸗ worſen würden, denn in erſter Linie wurden auch heute nur Dek⸗ Lungen in gro ßem Stile beobachtet, denen ſich allerdings die Spekulution mit kleinen Meinungsläufen anſchloß, während ſich bei den Banken der Ordereingang kaum vergrößert haben därfte. Auch heute traten zwei Großbanken als Käufer auf, die man ſchon in den letzten Tagen mit Auslandsläufen angeblich für ein internationales Hauſſekonſortium in Zuſammenhang gebracht hatte. Die Kursge⸗ winne zu den erſten Notierungen betrugen im Durchſchnitt—4 v. H. Spezialwerte bis 10 v. H. geſteigert. Im Verlaufe der erſten Bör⸗ ſenſtunde änderte ſich die Tendenz mindeſtens dreimal, doch blieb der Grundton immmer feſt und per Saldo erzielten die Mehrzaghl der Werte neue—2 v. H. Gewinne. Später trat eine leichte Realiſat onsneigung hervor. Deviſen relativ kleine Umſätze. Mark ſeſter. Geldſätze unverändert, nur Tagesgeld erfuhr eine weitere Erleichterung auf—8,5 v. H. 15 * Mannheimer Produktenbörſe vom 8. Dez.(Eigenbericht). Der Produltenmartt iſt ruhig, nur Futtermittel liegen nach wie vor feſt. Von Auslandsweezen iſt angeboten:(alles in hfl.) een 1 zu 17, 3, 14,15, 4 13,25, Auſtral 14,70, Kanſas 2 14, Baruſſo 79 Kilo 13,90, Moſafé 79 Kilo 14, Redwinter 2 14, alles diſp. eif Mannheim. Inl. Roggen(alles in /) 25,75, ausl. Roggen 27, inl. Weizen 26,50—27, ausl. Hafer 25, knl. Hafer 21,50—24, inl. Braugerſte 28,50—80,50, Futergerſe 23—24, Mais gelbes mit Sack 21,50, Biertreber 18—18,50, Welzenmehl füdd. 38, Weizenbrotmehl ſüdd. 29—30, Roggenmehl 60 bis 70proz. 34,50—36, Weizenſuttermehl 15,75, Weizenkleie 13,75(fein) Roggentlete 14,75.— * Viehmarkt in Mannheim vom 8. Dezember. Preis für 50 Kg. Lebendgewicht in. Zufuhr insgeſamt 641 Stück. 75 Kälber b) 66 bis 68; e) 60—64); d) 52—58. 14 Schafe, das Stück 40—46. 54 Schweine e) 62—63; d) 61—62; e) 58—60. 493 Ferkel und Läufer, das Stück —27. 5 Ziegen. Marktverlauf: mit Kälbern ſchleppend, langſam geräumt, mit Schweinen ruhig, langſam geräumt, mit Ferreln und Läufern mittelmäßig. * Karlsruher Produktenbörſe vom 7. Dez. Abteilung Ge⸗ treide, Mehl und FJuttermittel. Am Brotgetreidemarkt hat die etwas peſſimiſtiſchere Beurteilung der argentiniſchen Ernte eine kleine Befeſtigung gebracht, allerdings begegnet ſie vorläufig einiger Zurückhaltung. Beſſere Gerſtenqualitäten bleiben nach wie vor feſt. Auch Kraftfuttermittel ſind immer noch gefragt. Deutſcher Weizen 26,50—27, deutſcher Roggen 25,50—.28,75, Sommergerſte, je nach Qualität 27,25—29,50.(Ausſtichware über Notiz). Futtergerſte je nach Qualität 22,25—23,50, deutſcher Hafer, je nach Qualität 21 bis 24(Fabrikatonsware über Notiz), Plata⸗Mais, prompt und ſpäter 21,50—22, Weizenmehl, Mühlenforderung 38—38,25, Roggen⸗ mehl, Mühlenſorderung, ſüdd. Fabr. 36—36,75, Weizenfuttermehl 15,75—16,50, Weizenkleie, fein, ſpätere Monate 13,75—14, Weizen⸗ kleie, grob, ſpätere Monate 14—14,25, Roggenkleie 14,25—14,75(Spe⸗ zialfabrikate entſprechend teuerer), Biertreber, je nach Qualität, 18,25—18,75, Malzkeime 17,50—18, Trockenſchnitzel, per Dezember 11, per Januar 11,50, Rapstuchen, loſe 17,25, Erdnußkuchen, Mannheimer Fabrikate, loſe, 24,50, Soyaſchrot, Mannheimer Fabrikate, mit Sack 21,50, Spe ſekartoffel: gelbfl. 7,50—8, weißfl. 5,255,75.—Rau h⸗ füuttermittel: Loſes Wieſenhen, gut, geſund, trocken 88,50, Luzerne—9,50, Weizen⸗ und Roggenſtroh, drahtgepreßt%—4 7e keime mit, Getreide und Trockenſchnitzel ohne Sack, Frachtparität Karlsruhe bezw. Fertigfabrikate Parität Fahrikſtation. Waggon⸗ preiſe. Kleinere Quantitäten entſprechende Zuſchläge.— Alle Preiſe von Landesprodukten ſchließen ſämtliche Speſen des Handels, die vom Ankauf beim Landwirt bis zur Frachtparität Karlsruhe ent⸗ ſtehen, und die Umſatzſteuer ein. Die Erzeugerpreiſe ſind ent⸗ ſprechend niedriger zu bewerten. Ahteilung Weine und Spirituoſen. Abgeſehen von kleinen Preisrückgängen für ver⸗ beſſerte Konſumweine in der Pfalz, iſt der Markt unverändert. 99 Metallbörſe Heidelberg vom 7. Dez. Der in Heidelberg vom Verband ſüd⸗ und ſüdweſtdeutſcher Eiſenmetall⸗ und Schrottgroß⸗ händler abgehaltene Trefftag(Metallbörſe; hatte regen Beſuch auf⸗ zuweiſen. Das Geſchäft in Schrott iſt nach wie vor ruhig. Lebhafte Nachfrage herrſchte dagegen in Metallen, in denen große Abſchlüſſe getätigt wurden. Man hörte folgende Preiſe(alles pe. Tonne, ſran.o Ruhrrevier): Stahlſchrott 60, Kernſchrott 56, Blechabfälle 50, Eiſenſpäne 50, Schmelzetſen 40—41, Kupfermaterial wurde mit 111 Nb Lettel der Meuen Mannheimer Zeitung T derſeandsanlet bel Stückenotli im Mart je Stüc dalchenen Wezte Ind Farindeſe—— ſich die mit noch in Bi⸗% verſtehen. Effektenbsrſe vom 8. Dezember 8. 1700 N neimer 5 199 Karlsruh. Maſch 18,50 C. 5. Knorr. 1863,0 Mannh. Gummi 35.— Neckarfulmßhrza 101,0 Pfülz. Mühlenw. 152,0 Portl. Zem Heid. 129,0 —.——.—Rh. Elektr..⸗G. 148,0 28,5 258,0 Rheinmühlenw. 135,0 52,—52,.— 115 11917 tag 190,0 44.— 44,.— Zellſtoff Waldhof 249,0 Südd. Zucker 135,0ʃ184,0 Bad. Aſſekura 2202500 Continent. Verſ. 85.—92.— Mannheim. Verſ. 128,0128,0 Oberrh. Verf. 161,5 161,8 1285 Naag 15 60080 Anenddet 880.⸗G. fur Seilind 77.—.— 155,0 Beng& Cle. 220˙0 J. G. Farben 0 210,0 Rhenania 175,00 Jebr. Fahr„. 44, 0ʃ160,0 Deutſche Linol. 238,0240,0 Frankfurter Vörſe vom 8. Dezember TGelſenk. Gußſt. 126,7 129,00Baſt.⸗G.. 10 a— 5 5 95 2 67,50(68,10 Jiſe Bergb. St. A. 200,„Ol[Be enkel!. Tda Aſchersleb⸗ 1 THergm. Elektr, 188,0185,0 221,0 —.— „[TKali Weſteregel 150,7167,0 BingMetallwerke—,—— IMannesmannr. 187,7 141,0 Brem.⸗Beſigh.Oel 70.—70.— TMansfeld Akt. 111,7 118,5[Chg. Brockh..⸗W. 81.—85.— 109berſchl. E. Bed. 51.—65,.—Fement Heidelb. 130,9.88,3 1Otavt⸗Min. An. 36.78.38,— Cement Karlſtadi 1815178,0 IPhönix Bergbau 95,2589 25 Chamottenlnnaw 9725100, Ithein. Braunk. 220,5228,0 Chem. W. Albert 121.5 125,0 —2—9 1 1178870 Cönt.Nürnd. Bzg. 153,0155,0 Felkus Bergbau 137.98790TDaimler Motor 78,50ſ89,50 BK..Laurahütte 75,.—75,75 5Gold⸗u S 192.0ʃ1922 00,5101, Dyckerh K Widm.—.——.— 1205 12) Transport⸗Alctien. Diagler Jweſor.—.— 151.205 b ee Dürkoppwerk St. 64,.—71.— 1870 faL 5 Topag ahn 14.5 1482 Düſſeld.Mat. Dürr 66,—68.— IRordd. Sloyd 149,5 Eiſen Kaiſersl. 84,—34,— Qeſterr.⸗U. Sl. B.—, IElektr. Licht u. K. 192,0 194.7 Baltimore& Ohio 99,.— Elſ. Bad. Wolle—.— 26,50 5 0 7 mailleSt.—23.— Induſtrie⸗Alktien. Enzinger⸗Union 52,50 52,50 Eichb.⸗Manny.+ 271,0 Eßlinger Maſch. 57,15 68,50 „Kempf⸗Sternb 168,0 Ettling. Spinn.+ 230,2 230,0 Mainzer St⸗A. 235,0 Faber, Job. Blei—89.— 2—5 S 110 955 Sctege 889 8f Schwartz⸗Stor 5,0—.—fg..Farbenind. Wecger.162.016250 W 0 Adt, Gebr...——47.50 Fahr Gebr. Pirm. 44,.—44.—. Felt.Guill. Carls 118,5 119,0 Adler Oppenheim——— Adler 75„ 81.—83,.— rtſ. Pok. Feinmech. Jetter 91,.—91.— 9 EWit. 71,—71.— TA..G. St.⸗A. 153,155.0 Fuchswaggon.—.—— AſchaffBuntpap. 128,0127,0 TGoldſchmidt T. 102,5108.9 Aſchaff. Zellſtoff 165,2170,5 Gritzner M. Durl 114,0115,5 Grkrftw. Mm.6/—.—— Sabeng Weir 21.50 31.50 Grün, Bilfinger 1588159,0 Bad. Elektr. HaidsReu säh. 40,—46.—. 14572 148.0 0 100,0 271.0 187,0 E — —.——. Bad. Maſch. Wal 137½0 187,5 Hammerſew. 18700156/0 0Lederwerk Rothe . —.——.— e* Dividendenauszahlun u rechnen iſt. Einer — vom 31. lüßt ch im Vergleich mit der hafter. Am Montanmarkt trat ſtärlzre Nachfrage nach Mannes⸗! bis 115 4 pro 100 Kg. bezahlt. — zn„„%—.:—..ʃK—̃ͤͤf:-;!:;!nñ—̃-᷑E᷑—᷑ö᷑! Nurs 7 Uhrenfabr. Jurtw Ver. deutſch. Oelf 83,.—84.59 B..ch.Ind. Mainz 98,.—105,0 1Ver. Stahlwerke—— Ver. Ultramarinf. 131,0138,0 Ver. Zellſt. Berlin 136.0,138,0 Vogtl. Maſch. St. 78,.—74.— Doigt& Häff. St. 189,8172.0 Volthom. Seil.K 59,75 89.— Wayß& Freytag 129,9 18„0 Tgell Waldhof St 244,) 251,0 Freiverkehrs⸗Kurſe. Benz — C. 80,— Raſtatter Wagg.—.— L2le üfe 30.— 9— Feſtverzinsliche Werte. 92— .— D. Aln! Alg 13800f— 10% Mh. Stadt 29 103.0—.— 8. Neckarſ. Fahrzg. 100,5101,0 Nrh. Leder Spier—.——,— 48 5 Unionßerkf 103,0 106,0 f. Nühm. Kayſer 50,.— 49.— hilippsd G. Ark—— orzellan Weſſel—.—. Junghans St.⸗A. 82,78 80,— Rein. Gebb& Schz 102,9ʃ109,0 Kammg.Raiſersl. 188,0 190,0 TRheinelekt. St. u 143,049,0 Karlsruh. Maſch 16,80 18,.— me 13.—19.— 185 Hanfwerke Füßen 191.2132,2 Haleden kenne, 7475075— irſch Kupf u. M. 100108.0 och⸗ u. Tiefbau 62.50 84, olzmann, Phil, 155, 159,0 olzverkohl.⸗Ind 69,.— Kemp, Stettin. enania Aachen 54,—54,.— Klein, Sch.K Becker 110,0 110.0 Riebeck Mantan———— Knorr, Heilbronn 188.0187,0 Riedinger Maſch.———.— Konſerven Braun 55,.——.— Rodberg Darmſt.—. Kraus& Co Lock.——58,— Gebr. Roeder, D. 133,0134,0 TLahmeyer& Co. 159,8 161,5 IMüttgerswerke 87.—37,50 Lech Augsburg, 117,0 416,5 Schlinck& C. Hg. Schnellpr. Frank. 50,.— Ludwigsh. Walzm 119,0 119.2 Schramm Lackf. 122,0 Lutz Maſchinen.——28,.— ISchuckert, Nrbg. 166,0 duſſce Jubuit. be Sguhfabeit oer 62,80 Mainkraftwerke 114..113,9 Sezti nutte80l—.— Metallgef Frankf. 180.0 180,0. Seilinduſte⸗ olff e Mez Söhne 1Siemenss Halsk. 262,0265,5 8½% Mh Stadt. 23 90,50 Miag, Müht. 14570 al0 S d Srcheder———.— Moenus St. A. 65,—67,28 S. ded. St Angbert 8775 Motoren Deutz. 81,— 81,— Südd. Zucker.. 135,7184, Motorf. Oberurſ. 78,5078,50J Tricotw. Beſigh⸗f⸗——. Verliner Börſe vom 8. Dezember Bank- Alktien. Iuduſtrie⸗Alctien. Cben ulgen 229,22. 149 5 010 Concord. Spinner 136,2137,7 Bank f. Brauind 177,5 Accumulatoren 149 Darmer Bankver. 134,0 Adler& Oppend. 10755 165.0 e 1 125 0 1770 Bant f. el. Werte 149,7 Adlerwerke.. 81,2588, Diſch Aulttant⸗l 102,5104.0 Terl. Handelsg. 484,0 A⸗G. f. Berkhrsw. 148,5451.5 758 eee TCom. U. BPtivatb. 108, Alexanderwerk 57,0. 9 Alſend 8it 1Darmſt. u. ⸗B. 218.2 TAug. Elektr.⸗Geſ 153,2155.5 Fdeuſche Grobl 113.0 120.5 e 5 219,0222,0 aneh Gußſtayl 90,30.109.0 JDt. Ueberſee Bk. 101, Anglo⸗Ct. Guano—— Ich. J Dise. Command. 1477 Anhalt. Ko len +. 105,0,100, 955 1 0 TDresdner Bank 150,5 Annener Gußſt.—.— Fpenliſche Maſch. 52,150 Frankf. Augem. 152,5154,7 uſchaffpg. Zeilſt. 172.0 95. Sleinzg. 243,0 IMitteld. ſtredb. 199,0208.0 Augsb. Nb.Maſch. 99.— 88 75 92 Wollie. 4875 Felung Perſicher.—.—[Palce Maſchin. 114,0 Peutſch Eiſenh. 81,50 Maunb. Berſicher. e amag⸗Meguin 0.—[Donnersmarck)h.— ee. Vemberg 414,0 Dürener Meta! 190,0 Agein, 1 15 1 5 IBergmann Elkt. 185,0 Dürkoppwerke 63,30 Süddeutſch. Dise 133, JBerl.⸗Gub. Hut. 328,2 f Dynauit Nobel—.—121,0 Crauspori⸗Aletien. Betl. Karlsr. Ind 74.50 FBerlin. Maſchb 113,0 1550 1875 Bing Nürnberg.———,Elktr, vicht u. fer. 1 Le Neuceenon 2½ 7 Bechan Guen————nale Ule 37 7 77 191 N 10 18˙0 Gebr. Böhlers Co. 15—.—Enzinger⸗Union 1 J Aachener Kleinbd.— 180ʃ56 Eſchw. Bergwerk 19,5 Südd. Eiſenbahn 80,50 4 GBraunk. u. Britett 181.0 gerkeng u, 52 8 8 5 ein ae 1 Bremer Linoleum——— 0 eee Bremer Bulkan 145,0 140.5 8,c,.Farbenind. 284,2248.d — 5 uſtra 5 2Bremer Wolle. 185,0198,0]5 11 119 5 8 Ianee deif 0 0 N. Friſter. 105,8 1060 —.——.— —.——.—.— — 22* 19955 yGlopfs/ 96,50 96,50 9% Pf Hpldpfe)9 98,—98.— 4% B. Schutzg. 08 7,30,.30 4% D. Schußg. 14—.—. 179,2 135,0 15,0 283,0 169,8 219,7 153,5 108.5 149.5 152.7 16370 99,75 1135,0 131.5 Chem. Heyden„ 128,0.128,0 Brown, Bov. K G. 181..152.0 0500213.0 f 1Rordd. Llond 5595835 Juchs Waggon.— elſenk. 7,80,— Buderus Eiſenw 1729 Berein Elbeſchiff. 6550 66/25 Ghem. Gaggenau.⸗A. 30,—8,45 — IWeſtereg. Alkalt 192,0,164,5 Wicking⸗Cement. 150.0158.0 Wieslochronwar 9850ſe 50 ..8, 1Mansfeld. Akt. 120142 Markt⸗ u. Kühlh. 164.7 165,0 Mech. Web. Lind. 226.2 231,5 7. 8. Gebhard Tertil 128,9,129,0 TGelſenk. Beraw. 127,0129,0 IGelſenk. Gußſt.—.—.— Genſchow& Co. 90.— 90,.— Mez Söhne 650 65,.— Wiſſener Metall 187.5199.0 Germenderce⸗g 6r ae weinee 12 Jerg Bilener ußf 288 125 5 Gerreshelm. Glas 129.0129.0 Mix& Geneſt 137.7 187,5 Wolf, Buckau 62,— 80 Theſ. flelkt. Unter. 289,9970,9 Gebr. Goedhardt 183.5 134.0 TGoldſchmidt Ty 103.0 104 0 Goerz C. P. Gothaer Waggon. Gritzner Miſchin. 114.0 Motoren Deutz 60.—61,50 Motoren Mannh.—.— Mühlheim Berg. 128,5 129.0 Neckarſulm. Fhrza 101,0 102,0 50 TRordd Wollk. 164,0 166,0 —Ioberſchl. E. Bed. 82,.— 87,50 Pougaff Verein 156,0139,2 Zellſt. Waldhof 244,2252,0 Freiverkehrs⸗Kurſe. Adler Kali —. Grerftw. Myms/ dae= Fee= TSberſchl. R Benz⸗Motor Gebr. Großr 98.75 93.75.Sberſcht Rokzw 90788 59.— Deuiſcheßetrol. 88.—65,.— Grün& 155.0 189.0 ee Koppel 123,2 127,5 Diamond.. 19,1518,.— Gruſchwitz Textll 92,—98.50[Phönix Bergb. 07.25 88.50 1 2 1 7 75 275 Hackethal Draht 82. 88,—IRathgeb. Wagg. 71— 77½75 Lelgeshalt 125,51290 Reishoölz Papier 239,0 240,0 IRheinBBraunkhl. 220,2 224.1 Rhein Chamotte 51.— 51,50 TRhein Elektrizit. 143,7148,5 Rheinfeldenſtraft—— 182.5 1 8 5 Maſch.Led. 19,75 19,/75 5 en„ 183.71577 IRhenania Chem 53,50 88,5 TRiebeck Montan 141,0 148,0 Romb. Hütten.—.— Roſiter Braunk. Halleſche Maſch. 148.0153.0 Petersb. Int.Hdb. 2,28 annenſ pinn. 158,0 158,0 e 39.50— Hannov. M. Egeſt. 60,— Ruſſenbauk. 880] 8,88 Stoman Salpeter 80/85 80,85 Südſee Phosphat e Afü. 6¹,— ann. Waggon.—.——.— anſa Lloyd— Hbg.⸗Wien Gum. 80.—80.— Hartort Bergwerk 28/—26,— IHarpen. Bergb. 180.0182,5 Hartmannchkaſch. 23,50 25,80 Hedwigshütte 109,5 18 2 pert Maſſhy. 75.— 10 uerm. 10870570 ———10,.— a) Neichs⸗u. Staatspap. DAnlAblöſgsſch.! 52,9052,80 dto—.—.— ohne Auslöſgsr. 12,9018,.— 6% Reichsanl. 27 87,5087,80 Goldanleihe.„ 93,60f93,80 5% B. Kohlenanl. 1270 5% Prß Kallanl.—55— 6,44 10% Mh. Stadt.25—.—— 8% Mh. Stadt. 28—— 5% Roggenwert. 9,15 9,18 5% Roggenrentb. 9,08 8,12 5% Vandſch.Rogg 8,02].— b) Ausl. Nentkenwerke. 5% Mexikaner. 39,5038, 40 4½ Oeſt. Schatza. 32,20—, 4%„ Golödtente—,— 38,80 4%„conv. Rte.—,— 1,70 4¼55%„ Silberrte.—— 1½%„ Papierrte.———.— 68,50 —.— 72.— 90.— 86,15 109,0 75.,50 98.— 88,50 11¹.0 229,5 179.5 26,35 330,0 167,77 indr& Aufferm. Roſther Zucker Hirſe 1 106,0 106,5 Rückforth. Jerd. ſeſcn Kurfer 117.2 TRütgerswerke — [Hirſchberg Leder 1210 TSoeſchlf. u. St. 185,5138.0 Sachſenwerk Thohenlohe⸗Wrk. 17,6518.75[Salzdetfurth 224.5 Phil. Holzmann 150,8150,00Sarotti 175,5 orchwerke. 108,2103.5 Scheidemantel„ 26,80 HumboldtMaſch 31,— 31.50 0* 80 53 65 1 8 Schuckert K Co 165,0 7ꝓ795 1 Herz 37.—36.50 Gebr. Junghans 83,89.— Stemensäßalske 262,5266,2 2.⸗G. 18 455 15 90 95,.—99,— Stettiner Bulkan 22. 21.75 Tah Wcers. 1525,0 156,7 Stoehr Kammgrn 160,5157,1 Karlsr. Maſchin, 17,2517,35 Stoeter Nähm. 50. 58.— C. M. Remp—.——.—Stoloerger Zin 195,5201,0 Klöcknerwerk⸗ 1 75 117.0 Südd Immobi 77,.— 78.— C. H. Knorr 8,0186,0 Teleph. Berlinen 58,50.69.—4% Türk. Ab.⸗Anl. 8,75 Kollm.& Jourdan 80, 80,— Thoer Oelfabr. 4. 109, 09.100.9%„ Bagd⸗Eiſt 14,814.28 Gebr. Körting% F. 2,75 12,40 82,—83,— Tietz, Leonhard 167,9167,5 4% 5 Koſtheimer Cea— Transradio 121,0128.04% Fürkunifülnl.——— eee 2.-Los Koffhauſer⸗Hütte 60,50 beerf Nu 134,5136.0 4% et. Mi8—— 58 bae e baadmeder& G6 J09,0,Jc2s Ber Ghen Cart 1890 4d.9% Gbete 2470 Laucagüte 44 J. Diſch. Nickelw. 159,5 100,5%—„ Kronr— Ainde Elsmaſch 14470 ſen Glanzſt. Elbl. 5400847,0 3% Og lül. Stb alte———.— Lildenbeeng...Schuhf Ben W 62.2562,—3/ Oe. X Sr74)——, Carl Lindſtehm 219,0 J. Stahlwerke 9,59 98,85 40% Oe.Goldprior.—— iigte 181955—— eee 48 948 0% SudöE..5—.— ee 2.P—7 1909 Ver Ultramarknf. 130,6134.7.606% neueßr.—— 7* 58.— 105.0 547 162.8 77.— 147.0 812,0 67.— 242,5 Pogel Telegraph 90,—.,78 C. Lorenz 109,2 Volgt& Haeffner 72.—76,50 175 Maer 18.— 18.50 Lothr. Portl. Cem. i Bogkländ, Maſch. 77,5078,.—%% Maairus.⸗G. 40,50.40.— Wanderer ⸗Werke 218,8222,0%%„ 111½75 Mannesmann 187,20141,0 Weſer. Akt.⸗Geſ.——•% 13,75—.— Alles per 100 Kils, Mühlenfabrikate, Mais, Biertrebern und Malz⸗ Sicher ſind viele unter Euch, die kleine Ge⸗ Donnerstag, den. Bezenber— Wenn Ihr abends in der warmen Stube alle beiſammen ſitzt, ſo leſen Vater und Mutter meiſtens in der Zeitung. Das muß aber wichtig ſein! Denn, wenn ſie da ſo andächtig hinein⸗ ſchauen, dann dürft Ihr nicht laut ſein und nicht„ſtören So wie Vater und Mutter ihre Zeitung haben, ſo ſollt Ihr in regelmäßigen Abſtänden eine Beilage zu leſen bekommen, die nur für Cuch da iſt. In dieſes Blatt ſoll alles das hinein, woran Ihr Freude findet. Nun kann ich und will ich das alles aber nicht alleine machen, o, nein, Ihr ſollt mir fleißig dabei helfen! ſchichten ſchreiben, ſchöne Zeichnungen und nette RNätſel machen können. Ich würde mich ſehr freuen, wenn Ihr mich durch Einſendung ſolcher rbeiten etwas unterſtützen würdekt. Als richtiger Onkel habe ich Euth nun gleich was mitgebracht! An alleKinder bis zum v ollendeten 12. Jahre geht mein Nuf. Wenn Ihr die nebenſtehende Jeichnung ſchön ausmalt, dann dürfen die 650 Beſten, auch mit Mutter oder ſonſtiger Begleitung und das wunderſchöne Weihnachtsmärchen vom Rotkäppchen anſehen. Macht Euch gleich an die Arbeit, ſchickt mir das fertige Bild bald ein. Was Ihr zu tun habt, erfahrt Ihr aus den Mitteilungen über dem Bild! Auf Wiederſehen im Weihnachtsmärchenl 8 Onkel WALTE N. Euere Arbeit beſteht darin, das untenſtehende Bild, das Ihr auf autem Papier gedruckt in allen unſeren Geſchäfts⸗ ſtellen unentaeltlich bekommen könnt, auszumalen und 5 ganz ſo, wie ihr Euch das vorſtellt, aber ohne fremde ilfe. Das ſo ausgemalte Bild ſendet Ihr mit Euerem Namen, Altersangabe und genauer Adreſſe verſehen alles deutlich ge⸗ ſchrieben, bis zum Dienstag, den 13. Dezember, mittags Zum Ausmalen 5 2 Mann' 12 Uhr an:„Onkel Walter, Jugendbeilage der„Neuen heimer Zeitung“, E 6. 2. 100 lungen Für die Kinder, die uns die 650 beſten Ausmggeihnacht ſenden, läßt die„...“ am Sonntag vor, Theater 17 dem 18. Dezember, vormittags 11 Uhr, im Apollo⸗Die Karte das Weihnachtsmärchen Rotkäppchen aufführen. dafür bekommt Ihr rechtzeitig zugeſchickt. Von Wilhelm Matthießen Es war einmal ein Tannenzapfen, ein großer, ſchöner Tannenzapfen, der hing hoch in der Tanne und ſchaukelte ſich im Wind. Auf einmal, da iſt an einem Abend das Eichhörn⸗ chen auf die Tanne geklettert, hat den ſchönen Tannenzapfen geſehen und hat geſagt:„Das iſt mal ein feiner Tannen⸗ zapfen! Den will ich gleich aufbeißen. Gewiß ſind ſchöne dicke Samenkerne drin!“ Das hat der Tannenzapfen gehört. Und da hat er gerufen:„O ich armer Tannenzapfen, was ſoll ich nun tun? Jetzt kommt das Eichhörnchen und beißt mich tot.“ Und wie er das ſagte, da iſt gerade der Wind durch die Tanne geflogen. Und er hat zu dem Tannenzapfen geſagt:„Ich hab dich im Sommer immer ſo ſchön geſchaukelt, und jetzt will ich dir auch helfen.“ So hat der Wind geſagt. Und dann iſt er in die alte Tanne geflogen, daß die Zweige von der Tanne gerauſcht haben und daß das Eichhörnchen ſich mit den Krallen feſthalten mußte. Sonſt wär' es von der Tanne gefallen. Und immer mehr hat der Wind in die Tanne geblaſen. Da iſt der ſchöne Tannenzapfen auf einmal losgegangen von der Tanne und iſt auf die Erde gefallen ins tiefe Moos. Und im Moos hat er ſich verſteckt. Da konnte ihn das Eichhörnchen nicht mehr finden. Und der Tannenzapfen war froh. Und hat geſagt:„Jetzt liege ich hier im weichen Moos, und kein Eichhörnchen kann mich mehr finden.“ „Hihi, du dummer Tannenzapfen!“ hat es da geſagt. „Wer iſt da? Wer ruft da?“ fragte der Tannenzapfen.„Ei“, hat es wieder geſagt,„ſchan doch mal aus deinem weichen Moosbett heraus, dann kannſt du uns ſehen!“ Da hat der Tannenzapfen aus dem Moosbett geſchaut, und da hat er noch viele andere Tannenzapfen geſehen, kleine und große, die haben alle unter der Tanne im Moos gelegen und„Du dummer Tannenzapfen!“ geſagt.„Ach Brüderchen, ihr ſeid es!“ hat der große Tannenzapfen gerufen.„Ja“, haben die anderen geſagt;„und du freuſt dich, daß dich das Eichhörn⸗ chen nicht finden kann. Aber hier im Moos ſinden uns die kleinen Waldmäuſe, und die beißen uns auf und freſſen unſere Kerne.“—„Ja, was ſollen wir denn da tun?“ hat der große Tannenzapfen geſagt. Aber das wußten die anderen auch nicht. Und weil es Abend war, haben ſie ſich in ihr Nur der große⸗ idden Wald gefahren. Moosbett gelegt und haben geſchlafen. Tannenzapfen hat nicht geſchlafen.„„„ Und da iſt der Mond aufgegangen und hat mitten in den Wald geſchienen.„Ei“, hat der Tannenzapfen gedacht,„ich 4. will doch ein bißchen in den Mondſchein ſpazieren geh'n. Und er iſt von ſeinem Moosbett aufgeſtanden und mitten in den Mondſchein ſpaziert. Und da hat er ausgeſehen, als wenn er ganz von Silber wäre. Und die Mäuſe ſind an ihm vorbei⸗ gegangen und haben ihn nicht gekannt, haben die Mützchen abgenommen und geſagt:„Guten Abend, ſilbernes Männ⸗ chen!“ Da hat der Tannenzapfen gelacht. Und wie er ſo daſtand und lachte, iſt ein kleiner Zwerg vorbeigegangen, und der Tannenzapfen hat zu dem kleinen Zwerg geſagt:„Sieh doch mal, lieber Zwerg, ich ſehe aus, als wenn ich von Silber wäre!“—„Ja, das tuſt du, ſchöner Tannenzapfen,“ hat der Zwerg geſagt;„und es iſt ſchade, daß du nicht richtig von Silber biſt. Denn wenn du richtig von Silber wäreſt, dann könnten dich die Mäuſe nicht freſſen.“—„Da haſt du recht, kleiner Zwerg,“ hat der Tannenzapfen geſagt,„ach, wenn ich doch nur von Silber wäre!“—„Warte nur,“ ſagte der kleine Zwerg,„ich will dich mal ein bißchen verſilbern.“—„Ja, tu das, lieber Zwerg,“ ſagte der Tannenzapfen. Da hat der Zwerg mit ſeiner Schere, ſchnipp! ein Stückchen vom ſilber⸗ nen Mondſchein abgeſchnitten und hat den Tannenzapfen dareingewickelt. Nun war der Tannenzapfen verſilbert. „Lieber, guter Zwerg,“ hat der Tannenzapfen jetzt geſagt, „willſt du nicht auch die anderen Tannenzapfen verſilbern? Sonſt werden ſie ja von den Mäuſen gefreſſen, meine armen Brüderchen.“ Da hat der Zwerg ſeine Schere noch einmal aus der Taſche genommen, hat ein großes Stück vom Mond⸗ ſchein abgeſchnitten und hat alle Tannenzapfen unter der großen Tanne verſilbert. Da haben ſich die Tannenzapfen gefreut. Da haben ſie ſich wieder in ihre Moosbettchen unter die Tanne gelegt. Und die Mäuſe haben ihnen nichts getan. Und viele Tage haben ſie da gelegen, da hat es zu ſchneien angefangen im Wald. Nur unter der großen Tanne hat es nicht geſchneit. Hier konnte der Schnee nicht durch. Und nun iſt der ganze Wald verſchneit geweſen. Und die Tannenzapfen haben ſich den ſchönen Schnee beſehen und haben des Abends in den Wald gehorcht, ob ſie nicht dem Chriſtkind ſeinen Schlitten hören könnten. Denn wenn es ſchneit, dann fährt das Chriſtkind mit ſeinem Schlitten durch den tiefen Wald und ſucht ſich Chriſtbäume. Und richtig, an einem Abend, da ging es auf einmal Klinglingling im Walde. Und dann iſt es ganz hellſ geworden. Und wieder Klinglingling! Da iſt der goldene »Schlitten vom Chriſtkind mit ſeinen ſilbernen Schellchen durch Und wie der Schlitten an der altenßn Tanne vorbeikam, hat das Chriſtkind aus dem Schlitten ge⸗ ſchaut und hat zu den Engeln im Schlitten geſagt:„Ei, was + 1 hat liegen denn da für ſchöne Tannenzapfen?“ 977 und 155 Schlitten gehalten, da ſind die Engel ausgeſtiege Chriſ 177 die ſilbernen Tannenzapfen aufgehoben und engapfen fen gebracht. Und das Chriſtkind hat die Tann nenöapfſſ, geſchaut und hat geſagt:„Das ſind mal feine Die wollen wir mitnehmen. Und ich will ſie zie 9 baum tun im alten Hauſe! Dann freuen ſi alten Haus.“ Und dann iſt es weitergefahren zum ehängt, und hat die Tannenzapfen an den Ehriſthaue Groß mnng waren die Tannenzapfen froh, da hat ſich alten Haun gefreut, da haben ſich die Kinder gefreut vom a nun iſt das Märchen aus. geo (Aus dem Märchenbuch„Das alte Haus“ Her Freiburg.) Miu lurlioſa vanlyenbill- Von Richard Schmidt⸗Cabanis „Insbeſonders, hochverehrter Menſch, du ſiehſt, die Zeit iſt wetterwend'ſch, 10 der Schnee liegt hoch, kalt weht der 9 5„ das Vöglein darbt mit Weib und Kind. Drum bitt ich auch in dieſem Jahr, du wolleſt unſrer nehmen wahr 0 und ſpenden, was an Korn und Spe von deinem reichen Tiſche fällt. Jed Krümchen nehmen wir voll Dank, und ſind an Zwitſchern und Geſang dereinſt in holder Sommerzeit zu jedem Gegendienſt bereit. Beauftragt vom beſchwingten Chor, trug ich dir dies geziemend vor; nun öffne deines Mitleids Schatz! Ergebenſt Dein getreuer Spab n 1 aenang un⸗ in⸗ ien, ten Auuerstag, den 8. Dezember 1927 Neue Mannheimer Zeikung(Abend⸗Kusgabe) 7. Seite. Nr. 509 . J bin ſewar nicht immer ein Gummiball— o nein! Aber jetzt purbe wiir und zwar ein ſehr ſchöner und wie ich einer ſehr ich Euch jetzt erzählen. Ueberhaupt habe ich eine vor 14 acdildung genoſſen und weite Reiſen gemacht. Bis diettenſtraen war ich in einem Spielwarengeſchäft in der alnl 55 e. Ich ſaß direkt auf dem Kamin einer großen bunte motive. ſodaß ich die Straße beauem überſchauen 15 rittli a war es luſtig. Nur der Hampelmann. der neben obe— auf dem Tender hockte. machte immer ſo anzüg⸗ gutt—maerkungen. Es war manchmal furchtbar veinlich. ei meine hält doch auf eine gewiſſe Diſtanz. Ich bitte Euch. wregter U Bildung. Alſo vor 14 Tagen, ich war eben in an⸗ in neinenterhaltung mit einem Sioux⸗Häuptlina. als ich Ilect ſchönen Platze heruntergeholt und in eine Tüte kltektor rde. Ich börte nur noch:„Auf Wiederſehen. Herr wüben 8 Dann war es Nacht um mich her. Nun bin ich a die Direktors. Ihr wißt doch. da vorne. aleich rechts Fedliches i Sehr feine Leute. Meine Herrin heißt Gretl. ein ſerllich lie eines Mädchen, das ich ſchon vom erſten Tage an . immer Peisonnen habe. Nur eines iſt unangenehm, daß ſter it dereter auf mich hetzt. Ihr kennt Peter nicht?— lans und ſer,Hauskater. der ſchmerzende Zahn meines Da⸗ gü er zwef füble. wie er noch zu meinem Schickſal wird. Erſt 60 bätte mal vorſichtia um mich herum. und beroch mich. züch bef ner Entrüſtung lauf aufweinen mögen. Icch bitte ſwizes 0 Bildung, wagt es ſo ein vierfüßiges. lana⸗ debeberrſ 0 beſchwanztes Ungeküm mich zu beriechen. Doch karüßn ichte mich: vielleicht war das eine unter Katzen übliche wat n—5 chon wollte ich mich mit ein paar freundlichen ſanten 5 ellen. da haut mir dieſes ungebildete Tier mit der igdtend untervfote eine Ohrfeige berunter. daß ich laut auf⸗ daß dollte G er den Diwan flüchtete. Es war furchtbar! Aber Aaled ia meinen Lebenslauf ſchildern. Erlaubt mir. Veine Wiech zunächſt vorſtelle: Baroneſſe Rund v. Gummi. gaeln ich ane ſtand in Braſilien auf einer Anhöhe am Meer. Nad wehmzmeine Jugend zurückdenke, wird es mir immer mlde Muttetia ums Herz. Ach. waren das ſchöne Zeiten. ſhle Jahr er war ein alter Gummibaum, der ſchon viele. ichte er sndort ſtand und uns Kindern manche ſchöne Ge⸗ uit Nenſch len konnte von Indianern und aroßen Schiffen dutderen drauf. Aber am ſchönſten war es. wenn ſie ſich e viel— Wind unterhielt. Der kam ſo weit. weit her und geſehen und erlebt. Er kannte meine Mutter ſchon dümern blieb er immer ein wenig bei ihr. Da wurden ſiudar bei in ausgetauſcht und von Neuerlebtem berichtet. en konn olchen Anläſſen immer aanz ſtill. damit ich ſa alles 0 lte ſort e und auf einmal packte mich die Sehnſucht. Ich t wich eirollte auch all das Schöne ſehen. Meine Mutter nulede itt en naſeweiſen Milchſafttropfen. der mit nichts wdde. Auei und bebielt mich von da an aanz oben in der N. fand 10 nem unbewachten Moment ſchlüpfte ich aber durch un Ah 77 langem Suchen endlich einen Ausgang in die weſeid in eis war ſchön...Bevor ich aber ſchauen konnte. Aſper Brüdn Gefäß gefallen. wo ſchon eine ganze Anzahl wicht al er erwartunasvoll beiſammen ſaßen. Ich war — das aab mir Mut, denn ſonſt.. ich weiß —— Min ii nin Ngiulborll noiueln nicht. Endlich kam ein Menſch. Puuh.. wenn ich an den Schrecken denke. So hatte ich mir die Menſchen nicht vor⸗ geſtellt. Dieſer war ganz ſchwarz. Ich war einer Ohnmacht nahe. Wir wurden nun alle auf ein langes Stück Holz gelegt und in den Rauch gehängt. Da bekam ich zum erſten Male Heimweh und fing an. meinen jugendlichen Leichtſinn zu be⸗ reuen. Wir alle weinten zum Herzzerbrechen. Aber es half alles nichts. wir waren einmal da und mußten nun den Din⸗ gen ihren Lauf laſſen. Nach langer Zeit kam der ſchreckliche Menſch wieder und ſchnitt uns von dem Holz herunter. Dann wurden wir zuſammengepackt und verſchnürt und in ein aro⸗ ßes Schiff gepfercht. Wie hatte ich mich auf die Seereiſe ge⸗ freut, auf alles, was es da zu ſehen und zu hören aibt. Nichts zu machen. in ein tiefes ſchwarzes Loch wurden wir geſteckt— und da lagen wir. 4 Ich war dem Erſtickungstode nahe. als endlich die Luke wieder geöffnet wurde. Doch wir kamen vom Regen in die Traufe. Nie ſoll man den Menſchen trauen, ſie ſind falſch und hinterliſtig. Erſt leate man uns in ein warmes Bad. Das tat wohl. Endlich kann man den Reiſeſtaub abſpülen und mau fühlt ſich wieder als anſtändiger Gummiſaft. Ordentlich wohl wurde es mir und wenn ich nun noch bei meiner Mutter ge⸗ weſen wäre, hätte nichts mehr zu meinem Glücke gefehlt. Aber — da kam der Menſch, dieſes Scheuſal, hinter deſſen gefälligen und alatten Mienen die Grauſamkeit wohnt und ſteckte uns in eine ſeiner teufliſchen Erfindungen. Wir wurden gepreßt. durcheinandergeſchüttelt und auseinandergeriſſen, daß einem alle Knochen im Leibe brachen. D. h. ich hatte ja eigentlich keine Knochen. aber wenn ich welche gehabt hätte, ſie wären zu Brei zermalmt worden. Unſere Wunden wurden dann mit kaltem Waſſer ausgewaſchen und wir wieder zuſammengeknetet mit einem gelben ſtinkenden Pulver, das unſere Peiniger Schwefel nannten. Und dann wurde es auf einmal ganz heiß. Wir wurden vulkaniſiert. Ihr könnt Euch keinen Begriff machen, was das heißt. Erſt wird man zuſammengeklebt und in ein tiefes Loch geſteckt; dann aufgeblaſen und von allen Seiten ge⸗ drückt; dazu eine Hitze, daß einem der Schweiß aus allen Poren läuft. Als wir nach einigen fürchterlichen Minuten wieder aus der Folterkammer herausgenommen wurden— wie hat⸗ ten wir uns verändert. Faſt kannten wir uns ſelbſt nicht mehr: wir waren rund wie Kugeln. Es war zum Schreien komiſch. Aber das Spaſſiaſte kommt noch. Aus Verſehen fiel ich vom Tiſch und— ob ich wollte oder nicht, ich mußte einfach hüpfen. Die anderen Bälle wollten ſich faſt ausſchütten vor Lachen. Sie beugten ſich alle über den Tiſchrand, um mich zu ſehen und— purzelten ebenfalls herab. Nun war das Lächen an mir. Was nachher kam. ſöhnte mich mit meinem Schickſal wieder einiger⸗ maßen aus. Wir wurden bemalt und ſchön gemacht und jetzt— aber entſchuldigt mich. dort drüben kommt Gretel: ich muß zu meiner Herrin! Ach Gott. ſie hat wieder dieſes entſetzliche Katzenvieh bei ſich, Peter, den Inbeariff allen Erdenjammers. die dräuende Gewitterwolke an dem ſonſt ſonnenbeſtrahlten Himmel meines Daſeins. Ach, wäre ich doch bei meiner Mut⸗ ter in Braſilien. Ich wollte ganz beſtimmt nie mehr ſein. 2. chaie liſlim Jovluis Von Gerhard Birck⸗Glöwen „Glaubſt Du. daß ein Taler ebenſo groß iſt wie ein Zehn⸗ pfennigſtück?“ fragt Karl ſeinen Freund Fritz.„Ach Unſinn!“ „Wenn der Taler aber durch ein Loch hindurchkann, das nur ſo groß iſt wie ein Zehnpfennigſtück?“—„Das mache mir erſt mal vor!“ ſagt Fritz. Karl legt ein Zehnpfennigſtück auf ein Blatt Papier, zieht mit Bleiſtift einen Kreis um den Rand nach und ſchneidet den gewonnenen Kreis ſorgfältig aus. Fritz ſieht zu und muß zuerſt ſein Heil verſuchen. Das Papier darf aber nicht eingeriſſen werden. Es gelingt ihm nicht, den Taler hindurch zu bekommen.„Ich habe es Dir ja gleich geſagt“, meint er ſchließlich, und„Du kriegſt es auch nicht fertig.“ Karl legt den Taler halb auf die Oeffnung, biegt das Papier vorn und hinten hoch und dann die beiden Enden noch etwas an. Der Taler iſt durchgeſchlüpft.„Das iſt fein!“ ſagt Fritz;„Das hätte ich nicht für möglich gehalten! Damit muß ich heute abend gleich unſern Vater reinlegen.“ Seltſam vermummte Geſtalten zogen einſt in der Um⸗ gegend von Angermünde und Schwedt zur Weihnachtszeit von Haus zu Haus: fäbelbewaffnete Männer mit geſchwärzten Geſichtern und bunten, turbanähnlichen Tüchern. Nicht ſelten trugen ſie einen viereckigen Kaſten mit ſich und zeigten darin von Kerzen beſtrahlte Bilder aus der Weihnachtsgeſchichte. Scheinbar handelte es ſich hierbei um eine Verſchmelzung ur⸗ alter dramatiſch⸗bewegter kirchlicher Weihnachtsſpiele mit rein marionettenhaften Krippenſpielen, als deren letzten Ausläufer etwa das magiſch beleuchtete papierene Krippenhäuschen, das früher als Tannenbaumſchmuck diente, anzuſehen iſt. Auch in der Danziger Gegend trieb früher das ſeltſame Gefolge des Nätklas(Nikolaus) allerlei Kapriolen. Ein altes Weib mit einem Korb, ein Jude mit Bündel, ein Muſikant ſowie Schim⸗ mel, Ziege und Bär zogen tanzend von Hof zu Hof und neck⸗ ten Knechte und Mägde. In Ermeland ſtellten Tiermasken, die ſogen. Höllkröſt, den luſtigen Teil dieſer Truppe: Bock, Storch, und Bär vereinigten ſich mit drei Juden ſowie mit dem un⸗ erläßlichen Schimmelreiter ohne Kopf. Wie drückte dich des Alltags Bürde nieder, Der Rätſel Laſt im wirren Zeitverlauf! Nun aber ſchlägt in deiner Seele wieder Das Chriſtuskind die reinen Augen auf. Sie ſchaun dich an, daß ſich die deinen feuchten, Sie ſtrahlen liebesmächtig, göttlich⸗groß O halte Weihnacht!— Dieſer Augen Leuchten. Spricht unſer Herz von allen Qualen los. Anna Enders⸗Dix. * * Die erſte Erwähnung des Weihnachtsbaumes ſtammt aus dem Jahre 1680. Sie findet ſich in einem lateiniſch ge⸗ ſchriebenen Werk und lautet:„Auf Weihnachten richtet man Tannenbäume zu Straßburg in den Stuben auf. daran hängt man Roſen aus Papier, Aepfel, Oblaten, Ziſchgold, Zucker uſw. Man pflegt darum einen viereckigen Rahmen zu machen.“ Bearbeitet von Walter Heyme⸗Mannheim. 7. . 0 Mame, Paps Großge Auswahl. ich will meine Splelwaren nur vom Beste Qualitäten. im Rathaus — ds wsschenk von Fehlbusch ahre Festgeschenk Fah Velenn Aedernn bttetpepleren urcd Lederweren — Unser Unser Spielwaren-Massen-Verkauf bietet Ihnen Vorteile und den Kindern eine erhöhie Fesifreude. Nürnherger Spielwarenhaus nur B1, 2 beim Schlog Achten Sie bitte auf genaue Adresse! nux B 1. 2 Spielwaren debr. Marschall jetztBl. 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Schließlich blieb Robinſon nichts anderes übrig, als vorſichtig auf die Beziehungen des Grafen zu Etty anzuſpielen. Und als auch das ſeine Wirkung verfehlte, als der Graf,— wie es ſchien, aus 5 ̃; ukli iten her ſagte er wieder mit ſeiner ruhigen Stimme, mit einem Geſicht, eine ganz andere Stimme aus undenklichen We eit. das nichts verriet: 8 15 geflogen; als wäre alles halb Traum, halb „Sie nannten ſo ungefähr die Summe des Tagesumſatzes innere Unruhe. gen⸗ von Mr. White oder vielleicht des Wochenumſatzes. Aber, dicn bez A laß, de ſi Hand in Hand ibra ſeine Kl 2 9 meine Herren, wenn ich in dieſer Angelegenheit mir ſelbſtſ ſeſtige Nähe empfanden, da ſie ſein klares Antlitz in ihr n ugheit, weil er vor zwet Leuten ein hart an Erpreſſung Klarheit verſchafft hahen werde,— ich will Ihnen offen ge⸗ offene Sprache vernahm, da ſchien wieder nur Lie 5 ſagte grenzendes Thema nicht erbörtern wollte.— war es viel⸗ ſtehen, daß ich ſie jetzt ſelbſt noch nicht habe,— dann werde zu wirken. Aber durfte es denn ſein? Immer 10 leicht der Gedanke, daß ihm eine Falle geſtellt werden ſollte, ich mit Mr. White perſönlich zu verhandeln wiſſen. Und ſie ſich, daß kein Glück auf einer Lüge aufgebaut wer 15 ſich auch weiterhin nicht äußerte, verſuchte es Robinſon nun— entſchuldigen Sie michl“ ſo es Beſtand haben ſoll. Immer wieder drängke uſinken Wit einer Drohung. Er ſpielte auf die geſellſchaftlichen Er wandte ſich zum Gehen und bevor noch einer der ſeine beiden Hände zu umfangen, neben ihm hinzundem Skandale an, deren Mittelpunkt Conte Zinelli bäufig genug Rechtsanwälte ein weiteres Wort hätte ſagen können, ſtand ihren Kopf in ſeinen Schoß zu betten und in 91 eſem gro⸗ eelen war. Man ließ durchblicken, daß man über die bereits die rieſengroße Figur des Negers mit den blitzenden Schluchzen alles zu geſtehen. Sie ahnte, daß mit dieſe! Beziehungen Zinellis zu den Akoholſchmugglern unter⸗ Zähnen vor ihnen und wenige Minuten ſpäter waren ſie ßen Opfer alle Schuld abgebüßt werden könnte. zu richtet ſei und ſchließlich ſagte er dem Grafen auf den Kopf vor dem Eingang des Hotels angelangt. Und hart 8 dieſen ſchmerzvollen Weang Zu, daß er verheiratet ſei und daß er ſeine Frau und ſeine„Und jetzt?“ fragte Murris ſeinen älteren Kollegen. bde ur Befriedigung ihre Seele und zur Geſta Kinder in den mißlichſten Verhältniſſen in Neapel zurück⸗„Jetzt können wir unſere ſo fein errechnete Proviſton Schickſals geführt hätte. m Zelaſſen habe. Aber die Ruhe des Italieners war nicht zu auf die Koſten des Ehevertrages daraufſchlagen, denn in der 5 88 Falſche Schne erſchüttern, en id Sache mit dieſem italieniſchen Va⸗banque⸗Spieler iſt nichts Aber dann wieder kam Furcht über ſie. eweſen Wagn „Und? war die einzige Entgegnung Zinellis,„iſt dies zu verdienen!“ vor einer Schwäche, die ja eigentlich gar berrhcer 5 John alles, was Sie mir zu ſagen haben? Haben Sie irgend⸗ Beide ſahen ſich verdutzt an, brachen dann unwillkür⸗ lenkte ſie ab. Sie, die immer eigenwillige Mann offenba 115 welche Beweiſe für Ihre Behauptungen? Nein? Das dachte lich in ein ſchallendes Gelächter aus, welches ſie allerdings White, ſollte ihre Seele, ihr Herz, an Geldbege, ich mir! Nun, meine Herren, meine Zeit iſt beſchränkt!“ keineswegs für den entgangenen Gewinn zu entſchädigen der nach ihren anerzogenen und unau iner bis ins Er blickt iner U rmocht fen doch nicht ebenbürtig war! Der Fluch eine r blickte nach ſeiner Uhr. vermochte. gantiſche überſteigerten Geldariſtokratie laſtete auſ kal Da verſuchte es Murris auf andere Weiſe. Er ſprach zu jungen Geſchöpf und an Stelle des befreienden Wein dem Grafen von Etty, er ſagte ihm, daß das funge Mäbd⸗ Anton von Bellmar hielt die zierliche und dennoch der ſieghaft dünkende Wille zur Tat. 1 ö chen endlich einen Mann gefunden habe, der ihrer wert ſei, durch vielfachen Sport durchtrainlerte Hand Ettys in der Etty White ſchwi Ab⸗ der ſie liebte, dem ihr Herz gehörte, mit dem ſie die Ehe ſeinen. Es war ein großes Gefühl der Hülfloſigkeit über 9 echwiag. fläche, welche den und singeben werde. Er wollte mit Gefühlsargumenten ein ihn gekommen, ein Gefühl, das ſich ihn vollkommen in ſein Vor ihnen ſpielten auf einer Aaſcgſe hloften einber 1 Verſprechen des Grafen bekommen, daß er die Wege Ettys Schickfal ergeben ließ. Er verſuchte immer wieder, dieſe ſchluß der Allee bildete, zwei Dpgen den von Stennhe nicht mehr kreuzen würde. ſich ihm unbegreiflich aufdrängenden Gedanken an das, Efeen een mit Iritne läche, und in chden was früher einmal war, fernzuhalten, aber ſchließlich ſah Ftrauch und wieder zurück auf die 9 Teude beſeligende „Miß White hat gefehlt,“ ſagte er offen und ehrlich. 5 „Ihr Vater iſt über alles unterrichtet. Er hat ſeinem Kinde er das Vergebliche dieſer Verſuche ein. Er fühlte nur, daß— tönte die ganze aufquellende Freude irgendwo auf dieſer Welt etwas Gütiges war, das ihn und Lebens. verziehen und der Mann, der ſie zum Altar führen ſoll, 127 ſie z ar führen ſo Anton von Bellmar blickte den Tierchen or berge — — — 104 — wird nie von dieſer Irrung des jungen Mädchens etwas ſeine Gedankenwelt ausfüllte, und er 8 glaubte, daß es Etty 4 15 erlabren. Ich verlange Jör Wort, daß Sie das junge Glück ſei. Eine ſtarke Sehnfucht nach Liebe und Güte umhüllte Ettu ſah ihn an. Und da begriff er igre Rähe, d nicht zerſtören werden!“ ihn. Wem ſollte ſie gelten und von wem ſollte ſie kommen, Da ging ein eigentümliches Zucken über das Geſicht des wenn nicht von dieſem Menſchen, der ſeit ſeinem Erwachen Italteners. Dann ſagte er— und ſeine Stimme zitterte um ihn war?... Und da trotz des aufkeimenden Gefühls ganz eigentümlich und ungewohnt: ihn immer wieder ein Verſinken in unaufhellbare und un⸗ „Sie verlangen von mir als Mann, daß ich der Frau, durchdͤringliche Ferne erfaßte, löſte die Nähe des Geſchöpfes die ich liebe, entſagen ſoll!? Sie verlangen wahrlich viel,! ſeine Lippen. 13 nde ahtz⸗ die Frage ſeiner Seele, da übertönte die jauch en dee vl der Sehnſucht alles Grübeln und Nachdenken. bte 0le 15 lich an ſich bedeckte ſie mit Küſſen und war ſelig erer ihre Liebe fein zu nennen. Ihre Güte fühlte! ihre Liebe glaubte er zu fühlen. Fortſetzung folat) 7 flula Ausverkaut Damen- Infergzieghose 75 in schönen Farben sorllert. Ny. i wanen eesghnnaulg:ne! 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