Eliſab, a Barb. . Hilda ina. Jakob. Eliſab. 8 riedrich, a. maußer, 9 T. a. hriſtopt Spitzer, 10 T. g. rivatin, 2 M. a. „ Lotb, ſtandes 13 mal wegen bürgerlicher Delikte. Abonnement: Tägliche Ausgabe: 70 Pfennig monatlich. Bringerlohn 20 bg. monatlich, durch die 9 855 inel. Po aufſchlag M..42 25 Quartal. nzel⸗ Nann 8 Pfg⸗ Nur Sonntags⸗Ausgabe: 20 Pfeunig monatlich, ins Haus od. durch die Poſt 25 Pf. Inſerate: Die Colonel⸗Zeile. 20 Auswärtige Saeten 3 1 8 Die Reklame⸗Zeile 5 (Badiſche Volkszeitung.) E 6, 2. der Stadt Ma und Umgebung. Unabhängige Tageszeitung. Erſcheint wöchentlich zwölf Mal. Geleſenſte und verbreitelſte Zeitung in Rlaunheim und Umgebung. Schluß der Inſeraren ⸗Anuahme für das Mittagsblatt Morgens 9 Uhr, für das Abendblatt Nachmittags 3 Uhr. — FZür unverlaugte Manuſkripte wird keinerlei Gewähr geleiſtet. (Nannheimer Volksblatt) Telegramm⸗Adreſſe: „„Journal Maunheim“ In der Poſtliſte eingetragen unter Nr. 3021. Telephon: Direktion und Druckeret: Nr. 841 Redaktion: Nr. 377 Expedition: Nr. 218 „ Fillale: Nr. 815 E 6, 2. Nr. 435. Samstas, 19. Setember 1 Mittaablatt. 5 Arimimalſtatiſtik für das 14. Armee⸗ korps 1002. .K. R. Von den Militärgerichten des 14. Armeekorps wurden im Jahr 1902 im ganzen 424 militäriſche und 240 bürgerliche Delikte verfolgt. Darunter waren 78 bezw. 85 Sachen der niederen Gerichtsbarkeit. 4 miltäriſche Delikte bei der niederen und 19 bei der höheren Gerichtsbarkeit und 7 bezw. 22 von den bürgerlichen Delikten endeteten mit Frei⸗ ſprechung. Bei 2 militäriſchen Deliktfällen wurde das Ver⸗ fahten eingeſtellt. Angeklagte waren bei den 664 Fällen 718 beteiligt; bei den 52 Freiſprechungen 61. Zuchthaus wurde für 5 militäriſche und 3 bürgerliche Delikte erkannt, in 3 Fällen ſogar von 5 und mehr Jahren. In 341 Fällen wurde auf Ge⸗ fängnis, in 7 auf Haft im 220 auf Arreſt einſchließlich Stuben⸗ arreſt, in 89 auf Geldſtrafen(ausſchließlich für bürgerliche Delikte), in 181 Fällen ausſchließlich der höheren Gerichts⸗ barkeit auf Ehrenſtrafen, darunter 9 mal auf Entfernung aus dem Heer, 24 mal auf Degradation und 137 mal auf Verſetzung in die zweite Klaſſe des Soldatenſtandes erkannt. Hiervon erfolgte die Entlaſſung aus dem Heer 5 mal, die Degradation 7 mal und die Verſetzung in die zweite Klaſſe des Soldaten⸗ Rückfällige waren wegen militäriſcher Delikte der gleichen Art 26, beliebiger Art 40; wegen bürgerlicher Delikte der gleichen Art 48 und be⸗ liebiger Art 199, von 655 Verurteilten im ganzen alſo 213, faſt ein Drittel.(!) Als im trunkenen Zuſtand verübt wurden 12 militäriſche Delikte angeſehen, alſo 2/8 Proz., während der Reichsdurchſchnitt 5,5 Prozent beträgt. Von den 399 abgeur⸗ teilten militäriſchen Verbrechen und Vergehen betreffen 30 Proz. Fahnenflucht und unerlaubte Entfernung aus dem Heer, eben⸗ ſoviel die Vergehen gegen die militäriſche Unterordnung, be⸗ ſonders Ungehorſam, worunter 3 Fälle wegen tätlichen Angriffs Vorgeſetzter von Untergebenen; 15 Proz. den Mißbrauch der Dienſtgewalt, worunter 47 Fälle(alſo faſt 12 Proz. der ſämt⸗ lichen Fälle) wegen Mißhandlung Untergebener; faſt 17 Prozent Diebſtahl und Unterſchlagung. Die übrigen Fälle zerſplittern ſich. Wegen vorſchriftswidriger Anbringung von Beſchwerden wurde kein Fall, Körperverletzungen infolge unvorſichtiger Be⸗ handlung von Waffen und Munition wurden im ganzen 8 abgeurteilt. Hinſichtlich der Verurteilungen wegen Fahnen⸗ flucht und unerlaubter Entfernung überſchreitet das 14. Armeekorps den Reichsdurchſchnitt mit 20 Prozent nicht uner⸗ heblich; es bleibt aber ebenſo erheblich bei den ſtrafbaren Hand⸗ lungem gegen die militäriſche Unterordnung hinter demſelben (40 Prozent!) zurück. Hinſichtlich des Mißbrauchs der Dienſt⸗ gewalt iſt der Durchſchnitt des 14. Armeekorps mit 15 Prozent nicht ſehr erheblich höher als der Reichsdurchſchnitt mit 13 Proz.; das gleiche gilt für die Mißhandlung Untergebener mit 10 Prozent Reichsdurchſchnitt. Die Beſchlüſſe gegen abweſende Fahnenflüchtige, welche im Reichsdurchſchnitt nur 12,7 Prozent der ſämtlichen Gerichtsfälle ausmachen, belaufen ſich im 14. Armeekorps auf 168, alſo 28 Prozent, was auch dem höheren Prozentſatz der Fahnenflüchtigen und ſich unerlaubt vom Heer Entfernenden entſpricht.— Von den zur militärgerichtlichen Aburteilung gekommenen 211 gemeinen Vergehen und Ver⸗ brechen betrafen 60, alſo über ein Viertel, e ſchwere oder— Körberverletzung dag dagegen nur 4 leichte Körper⸗ DRRDD werde, N 5, Betrug in 9 Fällen zur Beſtrafung; Sittlichkeitsvergehen nur in 4. Dagegen kam von den 2 Fällen Zuwiderhandlungen gegen das Geſetz betreffend den Verrat militäriſcher Geheimniſſe, 1 auf das 14. Armeekorps. 62 Fälle betrafen Uebertretungen. Politische Uebersicht. Manunheim, 19. September 1908. Kaiſer Wilhelm in Wien. Kaiſer Wilhelm ſtattete geſtern nachmittag der Königin Mutter von Spanien einen Beſuch ab. Auf der Fahrt von der Wiener Neuſtadt nach Wien hörte der Kaiſer den Vorkrag des Reichskanzlers Grafen v. Bül o w. Bei der Galatafel in der Hofburg brachte Kaiſer Franz Joſeph folgenden Trink⸗ ſpruch aus: Herzlichſt willkommen heiße ich Ew. Majeſtät und gebe der auf⸗ richtigen Freude Ausdruck, den treuen Freund und Bundesgenoſſen heute in unſerer Mitte a3u empfangen. Eure Majeſtät ſind darch Ihre Hierherkunft dem von mir gehegten Wunſche eines Wiederſehens mit einer Bereitwilligkeit entgegengekommen, die in mir das Gefühl war⸗ mer Erkenntlichkeit wachruft und die das ſchon ſo feſte Gefüge unſerer gegenſeitigen Beziehungen gewiß mit neu erhöhter Lraft ausſtatten wird. Von dieſer Zuverſicht durchdrungen bitte ich Eure Majeſtät zu geſtatten, daß ich mein Glas auf Ihr Wohl ſowie auf unſere unerſchütterliche Freundſchaft erhebe und dabei ausrufe: Se. Maje⸗ ſtät, Kaiſer Wilhelm lebe hoch! Die Anweſenden ſtimmten begeiſtert e ein. Die Muſik into⸗ nierte„Heil dir im Siegerkranz“. Auf den Trinkſpruch des Kaiſers Franz Joſeph erwiderte Kaiſer Wilhelm: Von tiefer Dankbarkeit erfüllt, bitte ich Ew. Majeſtät, in Gnaden den Ausdruck meines innigen Dankes entgegennehmen zu wollen für die freundlichen Worte, mit denen Ew. Majeſtät mich doeben bewill⸗ kommnet haben ſowie für den herzlichen und glänzenden Empfang, den mir die ſtets gaſtfreie, ewig ſchöne Kaiſerſtadt an der Donau, Elv. Majeſtät Reſidenz, bereitet haben. Nichts kounte mir willkom⸗ mener ſein, als den Wünſchen Ew. Majeſtät entſprechend hierhereu⸗ eilen, um meinen in e geliebten erhabenen Freund und Bun⸗ desgenoſſen zu begrüßen. Der Anblick Ew. Majeſtät Regimenter war mir eine Herzensfreude, denn deß Bund unſerer Länder tragen und feſtigen unſere beiden Heere zum Wohle des Friedens in Europa. Wenn ich mein Glas nunmehr auf das Wohl Ew. Majeſtät erhebe, bitte ich zugleich, der Dolmetſch der Gefühle aller Deutſchen un gteich ſein zu dürfen, wenn ich dem Wunſche Ausdruck gebe: Gott ſegne und erhalte Ew. Majeſtät und Ihr erlauchtes Haus. Se. Majeſtät Kaiſer und König Franz Joſef hurrah! Die Verſammelten ſtimmten begeiſtert ein. Kaiſer Wilhelm verlieh Zahlreiche Ordensauszeichnungen, darunter dem Bürger⸗ meiſter Dr. Lueger den rolen Adlerorden zweiter Klaſſe mit dem Stern. Die Erregung in ungarn jüber den kaiſerlichen Armeebefehl wächſt andauernd. Die Mit⸗ glieder der Oppoſition wollen ſpäteſtens auf Mittwoch eine außerordentliche Sitzung des Abgeordnetenhauſes einberufen laſſen. Auftritte und Ruheſtörungen befürchtet. In ſehr ernſten Kreiſen heißt es, daß in dieſem Falle, oder wenn beleidigende Aeußerun⸗ gen gegenden König fallen ſollten, Khuen einen Erlaß vorleſen durch den der Neichseg aufgelöſt wird. Sollten die Diebſtahl kam nur in 13, Arterſchtgene nur in angeboten 1 7 Grenzbewachung, die bisher ungenügend iſt und den Uebertritt Geſchlechtskrankheiten für die Geſundheit und die Verb welche die Erkrankungen glaubwürdigen Nachrichten Grade erwünſcht erſcheinen, daß die Studierenden in größer ſchehen, wobei neben den Dozenten der mediziniſchen Fakult Hauptmann zum Kompagniechef im 1. Garderegiment z. F. e In der außerordentlichen Sitzung werden ſtürmiſche ſchen Lloyd Transport⸗Akt.⸗ ⸗Geſ., 1 Düſſeldorf Wilhelm Qan U. Co. iſt, einen dem⸗ Naheſtbrungen fortadet 60 man Gewalt 75 Gewalt be⸗ antworten. Unter dem Eindruck des Armeebefehls hat die Stadt Felegyhaza beſchloſſen, die Staatsſteuern während des Ex⸗lex⸗ Zuſtandes nicht einmal dann anzunehmen, wenn ſie freiwillig Türkiſche Maßnahmen. Der Wali von Bruſſa, Halib Paſcha, wurde zum Wali von Beirut und der frühere Wali von Beirut zum Wali von Bruſſa ernannt. Nachrichten aus Adrianopel zufolge trafen in Kirkiliſſe bisher 500 Wagen mit mohamedaniſchen Fa⸗ milien aus den Grenzdörfern ein, welche in den umliegenden Dörfern untergebracht werden. Die bulgariſchen Flüchtlinge werden dagegen zur Heimkehr gezwungen. Zur Säuberung des Sandſchaks Kirkiliſſe ſind von Norden und Süden her um⸗ faſſende Truppenoperationen im Zuge. Der montenegriniſche Miniſter des Auswärtigen, Wukowitſch, ſtattete dem Großweſir einen Beſuch ab und überreichte dabei die Photographie des Fürſten Nikolaus ſowie den Großkordon des Danielordens. Die erſte Nachricht über die Mobilmachung von drei bulgariſchen Diviſtionen beunruhigte in Konſtantinopel. Die richtig geſtellte Meldung, daß nur ſechs Infanteriejahrgänge und drei der ſüdlichen bulgariſchen Diviſtonen einberufen werden, wird nicht als Kriegsvorbereitung betrachtet, ſondern als Verſtärkung der der Bandem nicht zu hindern vermochte. hierüber eine Weſe ing e bulgariſcherſeits. Deutsches Reich. * Berlin, 18. Sept.(Der preußiſche Kultus⸗ miniſter) hat an die Univerſitätskuratoren den folgenden Erlaß über der Studierenden vor den Gefahren der Geſchlechtskrankheiten gerichlet: Die Gefahren der itung, lge Die Pforte 5 unter der ſtudierenden Jugend erlangt haben, laſſen es Ausdehnung als bisher vor dieſen Gefahren gewarnt und mit den Maßregeln zu ihrer Bekämpfung in eindringlicher, gemein⸗ verſtändlicher Weiſe bekannt gemacht, wie auch auf die ethiſche Seite der Frage nachdrücklich hingewieſen werden. Dieſes hätte am zweckmäßigſten in kurzen öffentlichen Vorleſun gen für Studierende aller Fakultäten zu g auch geeignete VBertreter der Philoſophie o de Theologie beteiligt werden könnten. Ew. Hochwohlgeboren erſuche ich ergebenſt um baldige Vorſchläge zu einer möglichſt zweckentſprechenden Geſtaltung dieſer Vorleſungen. —(Der Kronprinz) iſt unter Beförderung zum nannt worden. Er übernimmt die Kompagnie des Grafen zu Rantzau, der dem Regiment unter Beförderung zum Aberce n Major aggregiert worden iſt. * Hamburg, 18. Sept.(Verkehrserleichtern Die Hamburger Rhedereifirma A. C. de Freitas u. Co. tra wie die„Hamburger Nachrichten“ erfahren, mit dem phei deſſen Vertreter in 95— kines Jonderlings. Roman von 85 bon Tryſtedt. Nachdruck verboten. 62)(Fortſetzung). Da fühlte ſie ihre Hand erfaßt Döring ſtand neben ihr und ſah ſie aus traurigen, zärtlichen Augen an. „Zürnſt Du mir ſehr, mein liebes Kinde · Sie warf ſich, wie ſie es gewohnt war, an ſeine Bruſt. „Nein, Papa, gewiß nicht. Nur mußt Du mich von nun ab meine eigenen Wege gehen laſſen! Segen gebracht, wir wollen deshalb auch nicht weiter daran denken, als es für den armen Paul in Betracht kommt!“ „Was ſoll das heißen? wie Deine Mutter? Komme mir doch nicht mit ſolchen Dingen, Stephanie! Geld allein iſt die Baſis des Glückes, ohne das allbe⸗ herſchende Geld ſind wir Sklaven, verurteilt, zeitlebens in den Ketten zu ſchmachten, die Andere nach ihren Launen für uns ſchmieden!“ „Aber man kann es ſich erwerben, Papa, und dann beſitzt es auch hohen Wert! So lange man ſich auf die Wohltätigkeit Anderer verläßt, iſt man ein unglücklicher Menſch, das lehrt uns wohl unſere Erbſchaftsgeſchichte!“ Döring ließ die Arme ſinken. Er fühlte, daß er ſein Kind in dieſer Stunde verloren hatte, unwiderbringlich verloren! Und ſie war die Letzte, die abtrünig wurde von ihm— nun ſtand er ganz allein mit ſeinen Anſchauungen, ſeinen begehrlichen Wünſchen— und ſeinen Reden, die er ſo gern vom Stapel ließ! Welch eine Befriedigung hatte es ihm gewährt, wenn dieſes ſchöne, kluge Mädchen, Sieh, das Geld hat uns keinen Fängſt Du auch romantiſche Grillen ſein Lieblingskind, ihm mit verhaltenem Atem Sie 0 5 nur er hatte ſie getwiſſermaßen ſuggeriert! Ihr Vertrauen zu ihm, ihr Glaube an ſeinen Edelmut, ſeine Wahrheitsliebe waren ſo groß geweſen, daß ſie ihm blindlings folgte! Elend und verlaſſen fühlte er ſich, nun ſie ſelbſtändig zu denken und zu handeln begann— er wußte nicht, wie er das tragen ſollte. Dazu das Unglück des armen Paul— das war entſchieden ein Unglückstag heute! „Vorläufig wollen wir Mama von der Angelegenheit mit Paul nichts ſagen—“ bemerkte Stephanie leiſe. Döring fuhr entſetzt in die Höhe. Fahle Flammen züngelten über ſein Geſicht bis in die Stirn hinauf. Er wußte es ja, wie verächtlich er gehandelt hatte, er war ſich keineswegs im Unklaren darüber, aber mit der, ſchwachen Naturen eigenen Bereitwilligkeit, ſich ſelbſt zu entſchuldigen, verſtand er es, ſich hinter einen Wall von Motivierungen zu flüchten, die freilich nur ihm ſelbſt gegenüber ſtandhielten, vor Marthas klarem, leidenſchafts⸗ loſem Urteil aber nimmermehr beſtehen konnten! Ihren durchdringenden Blick, wie die Gattin ſich bei ſolchen Gelegenheiten ſtumm, gewiſſermaßen ergebungsvoll abwandte, wäh⸗ rend die tief herabgezogenen Mundwinkel allein die Verachtung ver⸗ rieten, die ſie für denjenigen empfand, der ihr Schützer, ihre einzige Stütze hätte ſein ſollen, dieſe ſtummen Kundgebungen hatte er fürch⸗ ten gelernt! „Wie es auch kommen mag,“ flüſterte er haſtig,„Mama darf hiervon nichts erfahren— nie! Hörſt Du? Verſprich es mir, zu ſchweigen!“ Sie nickte Zuſtimmung, Geſicht. über den Fall beraten, zuſammen die Laſt des Kummers tragen wür⸗ den— ſie wünſchte nur nicht, daß die Mutter vor der Unterredung mit Eckhoff beunruhigt werde, und nun ſollte dieſe nichts ſchwand im Nebenzimmer, noch ehe Stephanie ihr monotones laſſe bitten!“ ausgeſprochen hatte. überſtand mit den kalten, hochmütigen Zügen, nur den brenne Schatten! Das ſind die, welche den jungen Tag künden, welche wurde, erſchien ſeine Miene eiſiger, undurchdringlicher, denn je zweiten Male täuſchen.“ aber ſie tat es mit abgewandtem teph atte es für ſelbſtverſtändlich ehalten, daß die Eltern e ee 0 doch von neuem zu regen Begee als ſie dieſem kühlen, v folgt ſind, ſagte ſie ruhig. Drittes Kapitel. Inſtinktiv fühlte ſie, daß ihr neue Ueberraſchungen, dieleicht E täuſchungen noch bevorſtanden, aber Zeit nicht 63110 8 klopfte. 5 Kellner trat ein und überkeichle ihr eine Karte „Bernhard von Eckhoff,“ las ſie mit Beſtürzung. Julius hatte mit langen Schritten die Tür erreicht und ve Da ſtand ſie Eckhoff wieder gegenüber. Er verneigte ſich ſtumm und ernſt. Die Veränderung, die mit ihr vorgegangen, fiel ihm 101 Kaum war mehr als eine Stunde verfloſſen, wo ſie ihm ge Durſt nach Gold in den dunklen, tiefen Augen, und ſchon zeigte dieſ Antlitz einen ganz anderen Ausdruck. Schatten zogen darüber hin,— aber es gibt auch freundli Morgenröte vorangehen. Seltſam bewegt ward Eckhoff, aber ſobald er ſich deſſen bewu vor.„Was ſie alles beginnt, um in den Beſitz des Geldes zu g langen,“ dachte er,„jetzt wird ſie die Sentimentale, Empfindu volle ſpielen— aber ich bin auf meiner Hut, ſie kann mich nicht zu Stephanie wies mit einer ruhig aumutigen Gandbeweg ig eit ladend nach dem nächſten Seſſel. Der Ernſt der Situation, die Miſſion, die ſie zu erfüll machten es ihr leicht, Scham und Verlegenheit zu bekämpfen nen Antlitz gegenüberſtand. 755 „Ich danke Ihnen, Herr Rittmeiſter, daß Sie m inen „Ich bitte ich 2. Selte. General⸗Anzeiger. Mannheim, 19. September. zufolge ſie von ihren Mittelmeeranlaufhäfen nunmehr Güter auf direktes Konnoſſement bis Düſſeldorf übernimmt. Es beſteht die Abſicht, die ſich hieraus ergebende Erleichterung im Handelsverkehr, welche zunächſt nur für Düſſel⸗ dorf vorgeſehen iſt, demnächſt auch an deren Inlands⸗ ſtationen am Rhein und Main zugute kommen 3u laſſen. Sozialdemokratiſcher Parteitag. Dresden, 18. Vollmar gegen Bebel. Wie die Bebelſche Rede die geſtrige Nachmittagsſitzung, ſo füllte die Vollmarſche Antwort die heutige Vormittagsſitzung vollſtändig aus. Vollmax erklärte, nach dem Bericht der„Köln. Ztg.“, daß für ihn die Vigepräftdentenfrage, nachdem ſie nun einmal ſo verpaßt worden ſei, erledigt geweſen ſei. Wenn der Parteitag dieſer Erledigung einen ſachgemäßen Ausdruck geben wolle, dann könne die Sache ſchnell ahgeſchloſſen werden. Aber, ſo fährt er fort, ein ſolcher natürlicher Abſchluß iſt manchem zu nüchtern und zu undramatiſch. Niemals iſt ein Prinzipienſtreit unnötiger vom Zaun gebrochen worden wie dieſer. In welchem Ton hat man zu uns geſprochen! Ich werde nicht — Sept. dulden— ich werde denen und denen den Kopf waſchen— ich — ich hoffe, meinen Freunden und Feinden noch manche böſe Stunde zu bereiten— ich habe die Maſſen hinter mir— ich meine es ehr⸗ lich— an mich kann man nicht tippen!(Vollmar ſchlägt auf den Tiſch.) Ich— ich— und wieder ich! Ja, ich frage Sie, iſt das nicht die Sprache des Diktators? (Großer Tumult und anhaltende Bewegung.) Leſt einmal die Ge⸗ ſchichte der engliſchen Revolution nach. Hat nicht ſo Lord Cro m⸗ wel! im Rumpfparlament geſprochen? Iſt das die Sprache wie zu einer demokratiſchen Partei? Das muß einmal geſagt werden, damit es nicht notwendig wird, noch einmal ſpäter auf dieſe Sache zurück⸗ zukommen. Bebel ſprach vom elementaren Ausdruck der Volksſeele, die ſtehe in hellen Flammen. Ich bin zu ketzeriſch, um bei ſolchen all⸗ gemeinen Wendungen gleich aufzuhorchen. Ich bin bei verſchiedenen ſolchen elementaren Ausbrüchen der Volksſeele mit dabei ge⸗ weſen. An vielen Orten hat man die Sache kühl und ruhig be⸗ handelt, und aus der Preſſe wie aus mündlichen Aeußerungen habe ich vernommen, wie viele Leute denn eigentlich an ſolchen Orten, wo es aufgelodert hat, dabei geweſen ſind.(Heiterkeit rechts.) Ich bin ferner der Meinung, daß eine Schmeichelei genau ebenſo bverwerflich iſt, ob ich ſie an einen Potentaten oder an das Volk richte.(Großer Tumult. Stürmiſcher Beifall rechts.) Und als eine ſolche Schmeichelei betrachte ich es, wenn es ſo dargeſtellt wird, als ob das Gefühl der Maſſen untrüglich und un⸗ fehlbar ſei. Ich habe keine geringe Meinung von der Maſſe, von Volksempfinden; aber das hat mich die Geſchichte aller Volksbeweg⸗ ungen gelehrt und unſere eigene Parteigeſchichte, daß dieſes Volks⸗ gewiſſen ſich auch täuſchen oder auch getäuſcht wer⸗ den kann. Alſo mit dieſem vagen Begriff kann ich nichts machen, ich muß ſchon ſubſtantiiertere Dinge haben, und da ſuche ich vergeb⸗ lich nach einer Erklärung, wie die Sache plötzlich ſo aufgebauſcht wer⸗ den konnte, oder vielmehr ich würde mich vergeblich danach fragen, wenn ich den Freund und Parteigenoſſen Bebel erſt ſeit heute kennen würde. Es iſt mir außerordentlich angenehm, daß Behel mit einer gewinnenden Offenheit ſelbſt von ſeinem Temperament geſprochen hat, das ihm ſchon manchen Streich geſpielt habe. Aber er ſagte, er beguſpruche, daß man ſtets an die Ehrlichkeit ſeines Wollens glaube. Das hätte er gar nicht zu ſagen brauchen, und ich will hinzufügen, wir haben das Recht zu verlangen, daß jeder einzelne Parteigenoſſe das für ſich in Ari⸗ ſpruch nehmen kann. Wir haben verſchiedene Temperamente, ſehen dieſelbe Sache verſchieden an und empfinden verſchieden. Ich bin wahrlich nicht ſo verliebt in mein eigenes Temperament, daß ich es für das beſte halte; ich möchte umgekehrt ſagen, ich habe viel zu oft ge⸗ ſehen, daß ein konzentrierter Wille„der abſolut und um jeden Preis die Gemüter ſich unterwerfen will, daß ein Aufgehen in einem einzelnen Punkt ganz andere Reſultate erzielt, als wenn man mik ruhiger Beſonnenheſt und Ueberlegtheit an die Sache herantritt, Aber die Verſchiedenheit iſt gut: das möchte eine nette Zucht werden, wennallemiteinander mit dem Kopf durchs Dach hinausfahren wollten.(Großer Lärm. Zurufe Bebels.) Ja, ja, Bebel, wenn ich und andere nur ein Zehntel von der Art hätten, loszulegen, dann hätten wir ſchon ſeit langen Jahren einen gaus andern Krach gehabt. Bebel wird wahrſcheinlich nicht ſagen können, daß die ganze Partei, daß jeder einzelne von uns mit Rückſicht auf die unvergleichliche Stellung Bebels und ſeiner Verdienſte um die Partei keine Rückſicht auf ſein Temperament nähme; aber eins muß doch angeſichts der Beſcherung geſagt werden, die uns jetzt angerichtel worden iſt, es muß geſagt werden bon einem Mann wie ich, der ſeit Jahren von Bebel und andern angegriffen worden iſt, ohne daß er kaum ein einziges Mal den Kopf gerückt und ein einziges Wort erwidert hat. Zur bayriſchen Wahlrechtsgeſchichte zielte im vorigen Jahr Bebel direkt auf meine Perſon mit den Worten: die ganze Situation ſei verdorben und verführt durch den bößen Geiſt der Staatsmänniſchkeit. Bollmar reißt der Geduldfaden. Ich habe mir gedacht: der Bebel hat ja eine andere Ausdrucks⸗ weiſe wie andere Leute. Auch unter den Muſikern gibt es manche, die immer fortiſſimo ſpielen(Heiterkeit), aber endlich reißt mir anch einmal der Geduldfaden. Einen Freibrief für alles und jedes kann ein Temperament doch nicht geben. Wenn geſagt iſt, daß die Partei nicht die Aufgahe habe, den Einfällen eines jeden Reviſioniſten zu folgen, was ich nicht recht verſtehe, weil ich nicht weiß, was das für ein Ungetüm iſt, ſo kann man doch damit einverſtanden ſein, da niemand das billigt, daß ſo was geſchieht. Dann darf aber auch die Partei nicht der Spielball übertriebener Einbildung, der Kraft und Nervoſität eines einzelnen Menſchen ſein. Innerhalb einer demokratiſchen Partei kann niemand eine ſolche Ausnahmeſtellung beanſpruchen. Das impul ſive, unge⸗ zügelte Temperament ſchadet nicht nur auf Fürſtenthronen, ſondern auch auf Parteithronen (anhaltende Kundgebungen und großer Lärm), und wer Dinge und Menſchen lenken will, muß erſtverſtehen ſich ſelbſt zubeherrſchen.(Stürmiſcher Beifall rechts. Großer Tumult.) Und wer ſo empfindlich gegen die leiſeſte Berührung ſeiner Perſon iſt, wie es nicht immer, aber zuweilen Bebel iſt, ſollte ſich umſomehr hüten, gegen jeden, der augenblicklich einmal unbequem iſt, miteiner Wahlloſigkeit der Sprache und Mittek loszufahren, wie es in dieſer Debatte geſchehen iſt. Fällt denn Bebel gar nicht ein, wie ſeine Art auf die Parteigenoſſen wirkt?(Stürmi⸗ ſcher Beifall.) Hoch ſteht ſeine Leiſtung, aber das muß ich ſagen, allein tut er denn doch nicht alles. Gs gibt auchnoch andere Leute, die ihr Leben, ihre Geſundheit und Zeit opfern und die Anſpruch darauf haben, daß man ihnen nicht ihre ganze politiſche Tätigkeit vor den Gegnern verekelt(ſtürmiſche Kundgebung), daß man ihnen nicht die Luſt nimmt, öffentlich zu wirken, ſie allen Schlägen efner Kritik ausſetzt, mit der man über ſie herfällt.(Lärm.) Bebel'ſche Tyrannei. Bebel ſagt, ſo fährt Vollmar fort, wir verſtünden uns allmählich auch nicht mehr über Demokratie. Das ſcheint ſo, Bebel, das ſcheint ſo, denn ſonſt wäre es ganz unmöglich, daß in einem ſolchen Ton zur Partei geſprochen würde. Bebel urteilt in den letzten Tagen über alles und jedes, Perſonen, nur nach ihrer politiſchen Tätigkeit, nach ihrem politiſchen Charakter, ſondern er maßt ſich au ch an, über ihre perſönliche Ehre zu urteilen. Richtungen hin, er wendet ſich perſönlich nicht nur an Parteigenoſſen, nein, auch an Gäſte, Er ſagt, daß er dies und jenes veranlaſſen wolle, und ſolche erſter und zweiter Güte(großer Tumult), in wahre und falſche, nämlich halbe Sozialdemokraten.(Lärm.) Bei ihm haben die Arbeiter einen untrüglichen Klaſſeninſtinkt, aber nur ſo lange ſie nicht anderer Mein ung ſind; ſind ſie das, oder wie man jetzt ſagt, reviſioniſtiſch, dann iſt das auf einmal erloſchen, dann ſpricht er davon, daß die gehobene Lebensla ge gewiſſer Arbeiter ſie verdorben hat.(Lärm.) Das Argument iſt ſchon früher da⸗ geweſen, im Jahr 1894. Da hat Bebel es gegen Grillenberger gebraucht, und ich weiß, daß Grillenberger deshalb unverſöhnt mit Bebel aus dem Leben geſchieden iſt, weil er es nicht hat verwinden können(Hört, hört!) Und merkwürdigerweiſe verſchwindet bei andern Leuten, deren Lebenshaltung auch gehoben iſt, der Klaſſen⸗ inſtinkt nicht. Um ſeine Aufſtellung zu beweiſen, daß die Partei in Gefahr ſei, hat Bebel von zwölf Jahren alle Meinungsverſchieden⸗ heiten zuſammengeholt, zum Teil längſt erledigte Sachen aus den Parteitagen 1891 und 1894, zum Teil verkehrte Darſtellungen und ſchließlich eine Menge Kleinkram. Allein die Ingredienzien dieſes politiſchen Tendenzprozeſſes(großer Lärm) will ich nicht weiter unterſuchen. Im Jahre 1891 war ich in Erfurt an den Indianerpfahl gebunden. Da dachte ich, ich ſtände allein. Es zeigte ſich allmählich aber, daß der Beifall zu meiner Rede immer größer wurde. Da erklärte Bebel ſeine Entrüſtung, daß Vollmar mehr Beifall gefunden habe, als er eigentlich erwartete (Lärm), und er ſagte: Stellt ſich heraus, daß die Mehrheit für Vollmar iſt, dann muß dieſe Richtung auch die Leitung der Geſchäfte in die Hand nehmen. Das heißt, er wollte abdanken. Aber, fügte er hinzu, Parteigenoſſen, wenn ihr nach Hauſe kommt, dann werdet ihr die Rebellion vorfinden. Er werde der ſein, der die Jahne der Rebellion erhebt. Jawohl, es war hier wie immer, Rebellion gegen die, die nicht einverſtanden ſind, und die übrigen müſſen ſich kuſchen.(Lärm.) Es iſt nicht richtig, was Bebel behauptet, daß die Kämpfe in der Fraktiyn zugenommen hätten. Wir haben nicht mehr Kämpfe wie früher, und Meinungsverſchiedenheiten müſſen beſprochen werden. Wenn das verboten werden ſollte, laſſen wir uns lieber gleich eine Uniform machen oder beſſer ein Zwangshemd. Frei im Rat, einig in der Tat. Nein, es iſt etwas anderes; meines Wiſſens iſt im Laufe der letzten fünf oder acht Jahre Bebel öfter in die Minder⸗ heit gekommen als früher.(Stürmiſches Hört! Hörtl) Sollte das der eigentliche Grund ſein, weshalb die Partei in Ge⸗ Ffahr iſt?(Große Erregung.) Natürlich wächſt dieſe Gefahr mit der Zunahme der Fraktion. Die Formel ſollte alſo eigentlich dahin lauten, daß die Partei leider zu groß geworden iſt, und, Partei⸗ genoſſen, ich bin ſehr geneigt, in dieſer Größe die Haupturſache zu erblicken, warum man gegenwärtig die Gefahr ſieht. Niemand anders als Bebel hat 1884 geſagt:„Wir werden jetzt Krethi und Plethi in der Partei haben; es wäre piel beſſer, ein Häuflein, aber feſte Männer, das ſollte heißen, zehnmal geſtebte.“ NEEL ee eine lange Geſchichte, die ich Ihre Geduld auf eine beſondere Probe ſtellen müſſen.“ Er verneigte ſich verbindlich.„Sie dürfen ganz über mich ver⸗ fügen, mein gnädiges Fräulein!“ „Ich danke Ihnen!“ Sie ſandte ihm einen warmen Blick, der aber gänzlich unbeachtet blieb. Dann begann ſie zu erzählen von den Enttäuſchungen, Vater in ſeinem Fache erlebt habe, von den berechtigten Hoffnungen auf dieſe Erbſchaft und der Miſere, mit der ihr„armer“ Vater ſtets au kämpfen hatte. Wie ſie es verſtand, ihn zu ſchützen, zu ſchonen, ſeine Lebensweiſe zu motivieren, ohne daß es ihr doch gelingen konnte, die Erbärmlichkeit dieſes Charakters zu verdecken. »„Wo hinaus ſie nur wills“ dachte Eckhoff,„jetzt wird ſie gleich behaupten, dieſer„arme Vater“ werde ſich aus Verzweiflung das Leben nehmen! Ob ſie wirklich an ſolchen„Spuck“ glaubt, oder ob ſie gemeinſam mit ihm ein Komplott ſchmiedet?“ (Fortietzung folgt.) Buntes Feuilleton. — In der Millionenſtadt verſchwunden. Ein eigenartiges Experiment hat der Londoner„Daily Expreß“ veranſtaltet, das über den Wert einer„ſteckbrieflichen“ Verfolgung einige Aufſchlüſſe zu eben vermag, Ganz London iſt bekanntlich in Aufregung über das erſchwinden einer Aerztin; alle Welt ſucht nach ihr, und nirgends iſt eine Spur bon ihr zu entdecken. Das Blatt hat alſo eine Journaliſtin, Miß Watſon, beauftragt, freiwillig in London zu„verſchwinden“; es veröffentlichte ihr Porträt und ihre genaue Perſonalbeſchrelbung und verſprach demjenigen, der die Geſuchte, die in London umherging, entdeckte, eine Belohnung von 2000 Mark, Am erſten Tage iſt es niemand gelungen. Miß Watſon ſchildert nun ſelbſt ihre Erfahr⸗ ugen wie folgt:„Ich ſollte in London bleiben und habe es getan. Montag war der erſte Tag, an dem die Nachricht von meinem Ver⸗ ſchwinden bekannt gemacht war, an dem die Suche alſo beginnen e. Ich kann kaum meine Gefühle beſchreiben, als ich beim die ihr Ihnen zit erzählen habe— ich werde meinem Verſchwinden auf der erſten Seite des„Expreß“ las. Bald ſprachen alle über die vermißte Journaliſtin. Ich fühlte, wie mir das Blut in die Schläfen ſtieg, und ich ſchien abwechſelnd rot und weiß zu werden; denn obgleich ich unter gewöhnlichen Umſtänden nicht leicht erregbar bin, war das doch ein bischen zuviel für mich. Jeden Augenblick hatte ich das Gefühl, man würde zneine Ver⸗ wirrung bemerken und die verhängnisvolle Frage an mich richten, aber ſeltſamerweiſe geſchah das nicht. Nach dem Frühſtück ſchlenderte ich bis 10½% Uhr langſam umher und fuhr dann mit der„Twopenntz Tube“ von der Station Britiſches Muſeum nach Bond⸗ſtreet. Im Wagen hörte ich, daß einige Perſonen über das Verſchwinden von Miß Watſon ſprachen. Ich bemerkte, daß mehrere Perſonen jeden in Schußweite prüften, aber ſtets gingen ihre Augen über mich bin⸗ weg. Im Aufzug war es ebenſo. Von der Station Bond⸗ſtreet ging ich langſam die Osford⸗ſtreet zum Marmorbogen hinauf. Hier ſah ich, wie ein Mann an vier Frauen herantrat, ſie augenſcheinlich etwas fragte, dann den Hut lüftete und ſich abwandte. Er folgke mir einige Meter, machte es mit mir ebenſo und fragte: Sind Sie Miß Watſon?“ Ueber dieſes unmännliche Benehmen war ich ent⸗ rüſtet, ich drehte ihm alſo den Rücken und ſah in ein Schaufenſter hinein. Hätte er mir geſagt, er halte mich für Miß Watſon, und hätte er mir die Gründe dafür angegeben, anſtatt nicht jede Vorüber⸗ kommende auf gut Glück anzuſprechen, ſo hätte ich mich gleich er⸗ geben. Vom Marmorbogen fuhr ich in einem Omnibus bis Sloane⸗ ſtreet. Ich tat das nur, um in Berührung mit dem Publikum 3u ſein. Wohin ich ging, fühlte ich, daß Luchsaugen mich bewachten, und jeden Augenblick hielt ich für den letzten meiner freien Knecht⸗ ſchaft.“ Sie blieb jedoch, wie erwähnt, unerkannt. — Der weibliche Handlungsreiſende iſt endlich auf der Bild⸗ fläche erſchienen; dies iſt die neueſte Phaſe im Eroberungszuge der Frau. Ein Londoner Blatt berichtet darüber: Der Name der mutigen Pionierin iſt Mrs. Blackſton; ſie vertritt in England eine große, von der öſterreichiſchen Regierung organiſierte Induſtrie. Oeſterreich gibt ſeinen Armen Arbeit und Lohn, und dieſe Beſchäf⸗ So können Frühſtück in einem Logierhaus in Bloomsburh die Nachrſcht bon erobern wir nicht die Macht. man von Opportuniſten und Optimiſten. Ich ſage, ja zum Kuckuck, wer wählt ſie denn anders als die Maſſe? Man ſtelle doch einen Index auf für die zehnmal Geſiebten; ſolange das nicht der Fall iſt, iſt der blanke Widerſpruch vorhanden, Bebel ſagt, ich ſei der richtige Millerand für Deutſchland, wofür ich mich ſchönſtens bedanken möchte, ſchon aus dem Grunde, weil die Regierung in Berlin liegt(große Heiterkeit, Bebel ruft: Weil wir da ſind), na, na, weil ich mir einen angenehmern Aufent⸗ halt weiß.(Heiterkeit). Vollmar erinnert hierauf an die Szene im Reichstag, wo der Reichskanzler jene Bemerkung über Millerand machte. Wenn das, was damals geſagt wurde, eine ſo große Ge⸗ fahr wäre, dann hätte doch Bebel ſofort allarmiert, aber in Wirklich⸗ keit antwortete er dem Kanzler nur:„Ich weiß nicht, ob der Kanzler es hat ſagen wollen, daß er, wenn jemand von uns bereit wäre, die Rolle Millerands zu übernehmen, ihn als Kollegen im preußiſchen Miniſterium nimmt.“ Bebel machte dann eine Pauſe und fuhr fort: „Der Reichskanzler gibt keine Antwort. Ich kann nur das eine ſagen: wenn dieſer deutſche Millerand ins Miniſterium käme, ein Sozialdemokrat müßte er bleiben, ſonſt würde er von uns gerade ſo ſchlecht behandelt werden wie die andern Miniſter.“ Alſo da hört man nichts von Gefahr.(Hier wird Vollmar wiederum von Stadt⸗ hagen und einer Gruppe von Abgeordneten, deren Chorführer dieſer iſt, durch verblümte Zwiſchenbemerkungen und alle möglichen Ge⸗ räuſche wie ſchon mehrmals im Laufe ſeines Vortrags unterbrochen.) Vollmar ruft Stadthagen unter lebhaftem Beifall der Rechten zu: Ja, reicht denn Ihr Gehör bloß für Bebel hin und nicht für mich? Der Reichskanzler ſagte damals weiter:„Wenn die Geſellſchafts⸗ klaſſen ungern Opfer bringen, ſo iſt es Pflicht des Staates und der Monarchie, ausgleichend einzugreifen, auf daß die Klaſſenunterſchiede immer mehr zuſammenſchrumpfen und die ärmern Klaſſen immer wohlhabender werden; mit andern Worten, für den ſozialen Auf⸗ ſchwung.“ Dazu ſagte Bebel:„Ein ſchönes Programm, Herr Kanzler, untd wenn der Kanzler ſeinen Einfluß benützen will, es zu verwirk⸗ lichen, ſo werden wir Sozialdemokraten die beſten und treueſten Bündesgenoſſen ſein.“(Stürmiſches Hört, hört!) Nun bin ich nicht der Großinquiſitor, der mit dem Rotſtift in der Hand herumläuft nach Stellen in der Rede, die nichthaſenrein ſind. Ich komme zu einem andern Schluß: Ich ſage, weil man ſich im Parlament in dieſer zuſammengezogenen Weiſe ausdrücken muß, kaim man auch nicht mit dem Rotſtift in andern Reden herumgehen. Wenn ich das geſagt hätte, dann wäre der Teufel los ge⸗ weſen(ſtürmiſche Kundgebung rechts), dann wäre der Klaſſen⸗ ſtandpunkt ſchon verraten geweſen. Bebel ſpricht von einem Lobe der Gegner. Ich wünſchte, er wäre ebenſo abgeſtumpft da⸗ gegen, wie ich es bin. Uebrigens würde er zu einer ganz andern Auffaſſung kommen bei unſern Wahlverſammlungen. In Bayern antworteten wir ſehr oft auf dieſes Lob mit Zitaten, die Bebel uns als Muſter hingeſtellt hat. Beſſer wäre es übrigens, ßenn wir proteſtierten gegen den widerlichen Byzantinismus, der in der eigenen Partei in geradezu ſkandalöſer Weiſe wieder in einem jüngſten Artikel der hieſigen Arbeiterzeitung zum Ausdruck gekommen iſt, in einem Artikel:„Bebels Tag“,(Bebel; Ich habe ihn ſcharf verurteilt!) Na, da wiſſen wir's das iſt ſehr ſchön. Der Reviſionismus ſoll die Partei ſchädigen. Ei ja, etwas Schlimmeres, als daß man plötzlich den drei Millionen Arbeitern zu⸗ ſchreit, daß wir bisher gegenſeitig Komödie geſpielt haben, die zu Ende gehen müſſe, kann der Partei nicht geſchehen. Was müſſen die Wähler, denen die Führer in derartigen häßlichen Fratzen gegeigt werden, in die ſie ihr Vertrauen geſetzt haben, von der Partei für einen Begriff erhalten?(Stürmiſcher Beifall rechts.) Die Wähler wiſſen nicht, daß Bebel derartige Dinge, von denen ſein Herz nichts weiß, im Zarn herausſchleudert, ſie noch eine Jeitlang aufrecht erhält, und daß ſie dann immer in Nebel gerflie ßen,(Beifaſl und Lärm.) Ich frage aber, wo und wann iſt ein ſolches Komödienſpiel 5 geſpielt worden? Mir iſt nichts davon bekannt und der Sinn könnte doch nur der ſein, daß es Leute gebe mit Plänen zur Unſchädlich⸗ machung ihrer Kollegen, die nur auf den gegehenen Moment warten, ihre Auffaſſung zu proklamieren und die Maske abzuwerfen. Ich pröteſtiere aufs entſchiedenſte gegen den Ausſpruch und ſage, daß das ein Schaden iſt, gegen den Willen Behels ſelbſtyerſtändlich, wie erſeitlangemſchwerer der Partei nicht zugefügt warden iſt, und der auf Jahre hinaus uns nachgehängt wird. (Lärm.) Wenn eine Gefahr in der Partei iſt— ich glaube nicht daran— dann beſteht ſie nur darin, daß Leute meinen, ihre efgene Meinung um jeden Preis durchſetzen zu müſſen, eigenſinnig, ſtreitſüchtig und mit dem Verſuch, autoritär zu wirken, nicht durch die Mittel der Ueberzeugung, von anderen Dingen gar nicht zu ſprechen. Ich hätte eine gute Luſt, auf dieſe Dinge, die außerhalb der Anweſenden, aber innerhalb der Partei ge⸗ ſchehen, einzugehen. Das ſind die dummen Drohungen mit Gewalt, die immer noch nicht ganz ausgeſtoßen ſind, aber um ſy täxichter ſind, wo ohnehin die Gefahr nahe genug gerückt war. Jch meine den Kampf bei der Obſtruktion, wo man jene hlöüden Aytikel von„Des Meſſers Schneide“ und„Des Schwertes Spitze“ abgedructt hat. Ich gehe davon ab, weil ich die Sachen nicht zu⸗ Algung beſtehr in ſFung bon Flechtwerk. In Gaällzſen wer⸗ den in dieſer Weiſe gegen 300 000 Arme beſchäftigt. Jetzt hat Mrs⸗ Blackſtons Bruder ſich von der öſterreichiſchen Regierung das Monopol geſichert, dieſe Flechtarbeit im britiſchen Reich und in den Vereinig⸗ ten Staaten zu liefern, Als die Proben aus Oeſterreich kamen, hatte der Agent keine Zeit dafür, und deshalb nahm ſeine Schweſter, eine funge Witwe, die Sache in die Hand.„Ich war zu nervös, um in London zu beginnen,“ erzählt ſie,„deshalb fuhr ich mit einer Aus⸗ wahl Stühle, Körbe und anderer Proben nach der Südküſte,. Ich ſtellte meine Proben auf einen Wagen und engagieete einen Träger, der mit mir kam. Zuerſt wartete ich faſt zwei Stunden draußen vor dem Laden, ehe ich Mut faſſen konnte; dann wagte ich den Sprung, fand eine ſehr befriedigende Aufnahme und bekam einen großen Auf⸗ trag. Bald wurde jedoch bekannt, daß eine weibliche Handlungs⸗ reiſende auf der Tour war. In Brighton zeigte ſich, daß ich bei den männlichen Kollegen durchaus nicht warm begrüßt wurde, Sie ſchickten eine Abordnung in mein Hotel, die mir einen Vortrag über die„Sphäre der Frau“ halten ſollte; abet ich wurde gue Zeit ge⸗ warnt und entkam. Meine Kunden ſind indeſſen ſo höflich, wie man es nur wünſchen kann. Man hat mir häufig eine Unterredung ge⸗ währt und die männlichen Reiſenden warten laſſen.“ Mrs. Blackſton hat in dieſem Jahr mehr Aufträge bekommen, als die öſterreichiſche Regierung ausführen kann, die auf eine ſo große Nachfrage nicht gefaßt war. Man hofft jedoch, im nächſten Jahr 200 bis 300 Schiffsladungen Flechtwerk verkaufen zu können⸗ — Acht Gebote für den Raucher. Ueber die Rehabilitierung des Tabaks ſchreibt Dr. Caze in der„Revue“;„Man wird unge⸗ ſtraft rauchen können, wenn man folgende acht Gebote beachtet: 1. Man nehme nur milde Zigarren. 2. Man rauche nur gute Zigarren. 3. Man rauche niemals die letzte Hälfte einer Zigarre oder das Ende einer Zigarette. 4. Geht die Zigarre oder Zigarette aus, ſo ſtecke man ſie nicht wieder an. 5. Man ſetze ſich nicht in Wolken von Tabaksrauch. 6. Man kaue nicht das Ende einer Zigarre. 7. Man brauche eine mit Baumpolle gefütterte Zigarren⸗ oder Zigarettenſpitze Das Nikotin wird ſich an das Futter ſetzen wir verfahren, wenn wir eine Sekte ſein wollen, aber damit Man ſagt, die Maſſe iſt den Reviſio⸗ niſten entgegen. Den Namen wechſelt man jedes Jahr; früher ſprach und nur in kleinen Mengen dem Raucher zugeführt werden. 8. Man PPbwbw.ßwwß//cc0//(///(ꝙcßccc/cc/ en nt rbeEn 0 —— ſfammenſtellen und den Gegnern Narghileh. zu und verſanken in tiefes Entzücken. . Weneral⸗Anzeiger. nicht präſentieren will.— Mit Kautsky habe ich mich noch beſonders zu beſchäftigen. Nicht Bebel, ſondern Kautsky iſt die Hauptperſon. Er iſt der Fanatiker der Theorie, der Partei gewordene deutſche Profeſſor, der lieber die Welt und die Partei zugrunde gehen Jäßt, als daß aus ſeinem Lehrgebäude ein Span ausgezogen wird. Er hat ja oft ausgeſprochen, was er von der Denk⸗ und Meinungs⸗ freiheit bei uns hält. Die Denkfreiheit„und der⸗ gleichen“, pflegt er zu ſagen, und er hat einmal geſagt, dieſelbe Forderung wie an den Staat auch an die Partei zu ſtellen, ſei lächer⸗ lich. Die„Neue Zeit“ ſei kein Sprechſaal der verſchiedenen Meinungen, ſie müſſe die Einheitlichkeit der Partei verfechten. Ein⸗ heitlichkeit der Partei, das heißt die Alleinherrſchaft ſeiner Meinung“...(Es entſteht wieder einmal ein großer Lärm in der Gegend von Stadthagen und Hoffmann.) Vollmar wendet ſich nach der Seite: Ich werde warten, bis Sie zeigen, daß wenigſtens hier noch ein ganz klein wenig Meinungsfreiheit beſteht.(Lärm.) Ich denke, wenn Ihr Bebel angehört habt, dann iſt es GEure ver⸗ dammte Pflicht, auchmichanzuhören(ſtürmiſcher Bei⸗ falls rechts), ſonſt ſähe es aus, als ob Ihr tperroriſiert.(Ruf rechts: Die ſind zu allem fähig! Lärm.) Der Vorſitzende Sin ger greift ein. Vollmar fährt dann fort:„Kautsky glaubt, jetzt ſei die Gelegenheit günſtig, weil die Stimmung der Partei gegen Ede ver⸗ ärgert und verbittert iſt. Jetzt oder nie; auf ſeine Privatrechnung hat er ja früher ſchon geſagt, daß er Ede nicht als Parteigenoſſe anſteht. Jetzt ſoll das offizielle Siegel darauf kommen und zugleich alle diejenigen mit verdammen, die Ede Berſtein nicht gleich ſeinen wiſſenſchaftlichen Widerſachern ohne weiteres ver⸗ dammen. Manches iſt beherzigenswert, was er ſagt. Der Mhte muß ich ein Ende machen, als hätten wir Vernſtein zugejubelt, ihn uls neuen Meſſias gefeiert.(Bebel: Du nicht, du biſt zu kühl daenll) Ja, warum ſprichſt du denn immer von den Reviſioniſten, oder bin ich nicht dabei?(Bebel ruft: Du biſt das Hauptl) Gerade Heine hat Bernſtein bekämpft. Nach langen Mühen iſt es Kautsky gelungen, eine Formel für den Rebiſionismus fertigzuſtellen. Ich frage aber laut und bitte um Antwort: Wo und von wem iſt das in Deutſchland befürwortet worden, was Kautsky aufſtellt? Es iſt ein Tendensprozeß ſchlimmſter Art. Ich fordere Beweiſe. Kautsky ſchreibt, die Kritik müſſe eine Zeitlang eingeſtellt werden! Ich habe mir das Wort gemerkt, weil es mich an die Religionsſtunde in meiner Jugend erinnerte. Alſo das iſt: die Meinungsfreiheit wird nicht verboten, aber vertagt.(Stürmiſcher Bef⸗ fall rechts.) Ich will Ihnen etwas ſagen: Das können Sie beim Papſt und der katholiſchen Kirche haben. Machen wir einander nichts vor. Ein ſolches Recht iſt ganz, oder es iſt gar nicht. So gibt auch der Staat ſeina Lehrfreiheit, wo es heißt: Du mußt dich anſtändig aufführen. Nein, ſo haben wir nicht gewettet. Es iſt beſchämend, daß das ausgeſprochen, ja daß es in der Welt nur ge⸗ dacht werden kann. Das geht an die Lebenswurzel, dadurch werden wir zur Kirche, zur Sekte. Geiviß, unſere Bewegung witrde eine Zeitlang ebenſo impoſant bleiben, vielleicht noch impoſanter, weil es eine eingige uniformierte Meinung wäre. Aber die notwen⸗ dige Folge wäre die Verknöcherung. Dann lieber das Wort„demokratiſch“ hinweggeſtrichen aus unſerm Namen, dann ver⸗ zichten wir eben auf freie, lebendige, warmblütige Menſchen.(Lerm und Unterbrechungen.) Wenn man mir einen Maulrorb zumutet, iſt es mir ziemlich gleichgültig, ob einen politiſchen, einen kirchlichen, oder einen ſogenannten demokratiſchen.(Stürmiſcher Beifall rechts.) Da wäre es mir wahrlich nicht der Mühe wert, mein Leben einzuſetzen im Kampf, die alten Autoritäts⸗Götzen umzuwerfen, um neue auf⸗ zupflanzen. Das kann gar nicht geſchehen in unſerer Partei, die nicht nur eine wiſſenſchaftliche Schule, ſondern auch eine politiſche Partei iſt. Die Sätze über die Reviſioniſten ſind falſch; das Wort Rebiſionismus iſt ein Popanz. Will aber der Parteitag damit ſagen, daß ſolche Meinungen einmal kommen könnten und ver⸗ werflich ſind, dann iſt ja alles einig, denn mir iſt nicht bekannt, daß ſolche Auffaſſung beſteht. Vollmar verwirft den letzten Satz der Reſokution, der ihm nicht radikal genug ſei.(Heiterer Beifall rechts) Er berlangt an Stelle des farbloſen Ausdrucks„Intereſſen der Ar⸗ beiterklaſſe“ eine genaue Bezeichnung der bevorſtehenden wichtigen Aufgaben.(Einen betreffenden Zuſatzantrag hat Timm⸗München inzwiſchen eingebracht.) Vollmar fährt fort, indem er an das fran⸗ zöſiſche Sprichwort erinnert:„On est toujours le réactionair de queldu'un!“ Keiner ſoll ſich einbilden, daß er auf der äußerſten Rechten oder auf der äußerſten Linken ſei. Ich weiß auch keinen Fall, wo im Reichstage ſogenannte Reviſioniſten gegen die andern geſtimmt hätten.(Stürmiſches Sehr richtig! und Hört, hört!) Wenn es Ihnen aber darum zu tun ſein ſollte, mit der Reſolution perſönliche Zwecke zu berfolgen— ich unterſtelle das niemand und glaube es nicht— dann wäre es etwas anderes. Aber ſagen muß ich: In den letzten Tagen ſeit meinem Eintritt in dieſen Saal habe ich von verſchiedenen Seiten gehört, es geht die Abſicht dahin, einzelne Sätze ſo zu faſſen, daß ſie beſtimmten Perſonen unannehmbar werden.(Große Erregung und Lärm.) Ich bitte Sie, kann man denn nicht mehr ſagen, was man im Saal hört? Wenn es nicht richtig iſt, dann um ſo beſſer. Wenn es nechtig wäre, dann wäre es keine ſachliche Entſcheidung, ſondern ein Verſuch, un⸗ bequeme Perſonen hinauszudrängen. Wer das wollte, der müßte aber Namten nennen, damit jeder weiß, daß er vor dem Ab⸗ grund ſteht und ſich entſcheiden kann. Ich wünſchte, daß es mir gelingen würde, den Parteitag zu überzeugen. Es iſt wohl Un⸗ zufriedenheit, daß vorher kaum gekannte Parteigenoſſen zu Ehren⸗ ſtellen kommen, daß ſie Offizier⸗Epauletten erhalten, noch ehe ſie den Truppendienſt gemacht haben. Aber zum Kuckuck, wer hat f ie denn aufgeſtellt? In der Hitze des Gefechts haben wir häufig heftig geſtritten. Fehler von beiden Seiten ſind gemacht. Ich bin nicht ſo, daß ich unter allen Umſtänden recht haben will. Aber gegen Bebel bemerke ich: nie iſt weniger Anlaß geweſen zu einem prinzipiellen Streit wie jetzt. Die Einigkeit und Einheit iſt in Wahrheit nicht geringer, ſondern größer geworden.(Sehr richlig! rechts.) Große Aufgaben ſtehen uns bevor, laſſen wir den törichten Bruderzank! Bebel ſagt, unſer Verkehr und unſere gegenſeitige Ach⸗ tung habe durch den Streit nicht gelitten. Nun, in der Bibel heißt es: man dient Gott auf die verſchiedenſte Weiſe. Richtig wird es ſein, daß die verſchiedenartigen Kräfte einander nicht rauche zu Hauſe nur Pfeifen mit langem Rohr und beſonders den Das iſt der Kodex nach den letzten Errungenſchaften der Wiſſenſchaft, die den Tabak rehabilitiert. Wäre es nicht nützlich, dieſe weiſen Vorſchriften in allen Tabaksläden, in allen Cafés und ſelbſt auf den Straßen anſchlagen zu laſſen?“ — Die Muſik und die Tiere. Im Newyorker zoologiſchen Gar⸗ ten hat man kürzlich Verſuche angeſtellt, um die Wirkung der Muſik auf die verſchiedenen Tiere zu ſtudieren. Der Kapellmeiſter Prince⸗ horn hat den wilden Tieren ein Konzert gegeben und während des Liedes„On the road to Mandalay“ folgende Beobachtungen gemacht: Große Tränen entrollten den Augen„Baſils“, des großen Elefanten im Garten; augenſcheinlich erweckten die harmoniſchen Töne bei ihm Erinnerungen an die Heimat, und er wurde von Heimwehr ergriffen Die Löwen, die gerade ſpeißten, verſchlangen jedes Stück Fleiſch mit noch mehr Vergnügen. Die Wölfe hörten mit geſchloſſenen Augen Bären, Hirſche und Rehe fin⸗ gen an zu tanzen und zu ſpringen. Als das Orcheſter mit dem Stück fertig war, ſtanden alle Tiere aufrecht und heulten,— das war ihre Art„Dacapo“ zu rufen. Das Heulen hörte tatſächlich ſofort auf, als der Dirigent den Mufikern das Zeichen gab, das Stuck noch etnnta au ſpielen. 5 zuwider werden. Weiſen Sie die Führer von rechts und kinks auf ihre Poſten zurück, damit ſie ihre Augen toider den gemeinſamen Feind richten!(Stürmiſcher Beifall rechts.) *.**. * Dresden, 18. Sept. Am Nachmittag wurde die Erörte⸗ rung unter teilweiſe lärmenden Szenen fortgeſetzt. Kolb verteidigte den Reviſionismus, Stückler und Meiſt vertraten das Syſtem des Stuhl⸗vor⸗die⸗Tür⸗Setzens. Ehrhard erklärte, wenn der Zank weitergehe, komme es zur Spaltung; vom Centrum könne man die Organiſation lernen. Hauptredner war Auer. Er erklärte, die Frage der Taktik ſei längſt durch die Vergangenheit der Partei entſchieden. Aus Stadt und Cand. * Mannheim, 19 September Aus der Stadtratsſitzung vom 17. September 1908. (Mitgeteilt vom Bürgermeiſteramt.) Dem Baugeſuche des Baumeiſters Georg Waibel, Erſtellung eines Wohnhauſes Ecke Windeckſtraße 20 und Meerfeldſtraße 47 betr., und des Kaufmanns Valentin Hoock, Erſtellung eines Wohnhauſes Gcke Luiſenſtraße und Wingertſtraße in Neckarau betr., wird die Zu⸗ ſtimmung erteilt. Der vom Tiefbauamt aufgeſtellte Entwurf eines Bebauungs⸗ blanes für das Gebiet der unteren Mühlau(nörd⸗ lich der Neckargärten) wird dem Großh. Bezirksamt vorgelegt mit dem Antrag, auf Einleitung des geſetzlichen Feſtellungsverfahrens; der Plan von 1874 ſoll dabei teilweiſe aufgehoben, reſp. abgeändert werden. Wegen Beſetzung einer Reallehrerſtelle an der Oberrealſchule ergeht Antrag an Großh. Oberſchulrat. Die auf 1. September neu ernannten 17 Hauptlehrer und die auf 5. September nach Mannheim verſetzten 18 unſtändigen Lehrkräfte wurden in den Gehalt eingewieſen. Dem Vorarbeiter Friedrich Krämer wird die Obergärtner⸗ ſtelle übertragen. Perſonalangelegenheiten werden nach Antrag verbeſchieden: Ur⸗ laubsgeſuche 2, Gehaltsdekreturen 3, Arbeiterunterſtützungsgeſuche 2. Dem Kaufmann Julius Wagenländer hier wird eine Schreibgehilfenſtelle bei der Stadtkaſſe übertragen. Dem Viktor Harras, z. Zt. beim ſtädt. Feuerverſicherungs⸗ bureau hier und dem Joſef Müller, z. Zt. bei der 11. Kompagnie des hieſigen Grenadier⸗Regiments, werden Bureaugehilfenſtellen Heim ſtädt. Gas⸗ und Waſſerwerk und dem Inſtallateur Stefan Horſch⸗ ler hier die Stelle eines Hilfsheizers bei der Friedrichsſchule über⸗ tragen. Die Ausführung der Neueinmauerungsarbeiten bei Aufſtellung die zwei neuen Bouilleur⸗Dampfkeſſel im Gaswerk Lindenhof wird der Firma Chriſtian Herrmann u. Sohn hier übertragen. Die Armenkommiſſion hat im Monat Juli J. J. folgende Unter⸗ ſtützung abgegeben: 1. Baarunterſtützung an 1030 Familien und Einzelperſonen 14540 M. 82 Pfg., 2. Geldgeſchenke an 62 Perſonen 717 M. 10 Pfg., 3. Pfleggeld für arme Kinder: a) in Familien 5106 M. 64 Pfg., b) in Anſtalten 3436 M. 36 Pfg., zuſ. 8543 M. 4. An Naturalunterſtützungen wurden bewilligt: Brot 8959 Kgr., Suppe 39 650 Portionen. 5. Außerdem hat eine Anzahl Stadtarmer, Lehr⸗ und Pfleglinge Schuhe und Kleidungsſtücke erhalten. Der Sanitätswagen wurde im Auguſt 48mal in An⸗ ſpruch genommen. 386 Transporte erfolgten nach dem allgemeinen Krankenhaus. Bakteriologiſche AUnterſuchungsämter für anſteckende Krankheiten. Mit dem 1. Oktober d. J. werden im Großherzogtum Baden awei Unterſuchungsämter für anſteckende Krankheiten in Wirkſamkeit treten. Die Einrichtung dieſer Unterſuchungsanſtalten beruht auf der Erwägung, daß es den in der Praxis ſtehenden Aerzten, auch den⸗ jenigen, welche ſich über die Fortſchritte auf dem Gebiete der bakterio⸗ logiſchen Unterſuchung auf dem Laufenden erhalten haben, doch im gegebenen Falle vielfach nicht nur an der einzig durch fortgeſetzte Uebung erreichbaren techniſchen Sicherheit und Fertigkeit, ſondern vor allem auch an der für ſolche Unterſuchungen notwendigen Zeit ge⸗ bricht. Die Benutzung der Unterſuchungsämker wird nun in Zukunft eine frühzeitige bakteriologiſche Diagnoſe ermöglichen, welche die Ausſichten auf erfolgreiche Behandlung weſentlich verbeſſert; die An⸗ ſtalten werden aber auch darüber hinaus von größter Bedeutung für die öffentliche Geſundheitspflege ſein, weil durch ſie der Ent⸗ ſtehung und Weiterverbreitung von Epidemien in der allein erfolg⸗ reichen Weiſe, nämlich durch ſofortige Feſtſtellung und Iſolierung der erſten Erkrankungsfälle vorgebeugt werden Kann. Bei der Ein⸗ richtung der zwei badiſchen Anſtalten waren die Erfahrungen maß⸗ gebend, die ſchon anderwärts in Deutſchland mit der Schaffung und der Tätigkeit ſolcher Unterſuchungsämter gemacht worden ſind. Die Koſten der Einrichtungen und ihres Betriebes werden vom Staate getragen. Die Unterſuchungsämter werden bei den hygieniſchen Inſtituten der Univerſitäten Heidelberg und Freiburg errichtet, und zwar in Heidelberg für die Kreiſe Karlsruhe, Heidelberg, Mannheim und Mosbach, in Freiburg für die Kreiſe Konſtanz, Villingen, Waldshut, Lörrach, Freiburg Offenburg und Baden. Die Unterſuchung erfolgt, um eine ausgiebige Benutzung der Anſtalten und damit die ganze Entfaltung ihres Wertes für die Allgemeinheit zu ermöglichen, völlig koſtenlos. Sie erſtreckt ſich auf die gemeingefährlichen Krankheiten Cholera und Peſt und von den übrigen übertragbaren Krankheiten auf Tuberkuloſe, Unterleibstyphus, Diphtherie, Gonorrhoe, Wund⸗ infektionskrankheiten und eventuell auch auf Influenza und Pneu⸗ monie(Lungenentzündung); zugleich dienen dieſe Anſtalten auch zur Ergänzung der Lebensmittelprüfungsanſtalten bei der Unter⸗ ſuchung von Nahrungsmitteln und Getränken in Fällen, in welchen bakteriologiſche Unterſuchungen zur Feſtſtellung etwaiger Erreger von Menſchen⸗ und Tierkrankheiten in Frage kommen. Die Mit⸗ teilung des Ausfalls der Unterſuchung, welche in der Regel 10—12 Stunden beanſprucht, erfolgt je nach Wunſch mündlich, ſchriftlich, telephoniſch oder telegraphiſch, und ſtets nur an den behandelnden Arzt, in keinem Falle an den Kranken ſelbſt. Es ſteht zu erwarten, daß die praktiſchen Aerzte des Landes von der ihnen durch die Unterſuchungsämter gebotenen Gelegenheit, auf einfache und bequeme Weiſe in unklaren und verdächtigen Fällen zu einer raſchen und ſicheren Diagnoſe zu gelangen, gern und regel⸗ mäßig Gebrauch machen werden. * Angeſtellt wurde Ober⸗Poſtpraktikant Wilhelm Trey aus Steinmauern in einer Bureaubeamtenſtelle erſter Klaſſe bei der Kaiſerlichen Ober⸗Poſtdirektion Konſtanz. *Verfetzt wurde Kulturinſpektor Friedrich Siebert bei der Kulturinſpektion Karlsruhe zur Waſſer⸗ und Straßenbauinſpektion Offenburg. * Schulverhältniſſe in Baden. Nach dem Statiſtiſchen Jahrbuch für 1902 beträgt die Zahl der ſchulpflichtigen Kinder in Baden bei einer Bevölkerungsziffer von 1 867 944 Einwohner nur 301 570. Die Volksſchule beſuchenden Kinder werden in 1579 Schulverbänden unterrichtet; das Lehrerperſonal an den einfachen Schulen des badiſchen Landes betrug 3240 Köpfe,(2984 Lehrer und 356 Leh⸗ rerinnen), an den erweiterten Schulen insgeſammt 685(567 Lehrer und 118 Lehrerinnen); an Bürger⸗ und Töchterſchulen wirkten 206 Lehrträßte(140 Lehrer und 66 Lehrerinnen]. Es haben zu unter⸗ 3. Seite. ri Nba—* chtens an sinſtnhen Schulen 3240 Lehrkräfte 238 309 Schüler⸗ an erweiterten Schulen 685 Lehrkräfte 34 727 Schüler; an Bürger⸗ und Töchterſchulen 206 Lehrkräfte 6462 Schüler. Im Durchſchnit kommen auf eine Lehrkraft an einfachen Schulen 74 Kinder, an erwei. terten Schulen 50 Kinder, an Bürger⸗ und Töchterſchulen 31 Kinden An den 6 Privatſchulen im Lande(der einfachen und erweiterten Volksſchule entſprechend) wirkten bei 817 Schülern 10 Lehrer un⸗ 31 Lehrerinnen. In den 4 Seminarien des Landes wurden in 13 Jahreskurſen mit 17 Klaſſen 556 Zöglinge unterrichtet(132 evan⸗ geliſche, 417 kathol. und 7 israel.). Die 2 Präparandenſchulen zähler 117 Zöglinge, wovon 67 intern ſind. * Zwölfte Konferenz der Zentralſtelle für Arbeiterwohlfahrts⸗ einrichtungen am 21. und 22. September 1903 in Mannheim in der Aula der ſtädtiſchen Realſchule. Der Vorſtand der Zentralſtelle für Arbeiter⸗Wohlfahrteseinrichtungen hat beſchloſſen, das Thema: „Die Muſeenals Volksbildungsſtätten“ auf die Ta⸗ gesordnung der diesjährigen Konferenz zu fetzen. Er iſt hierzu durch die Erwägung veranlaßt, daß es erſprießlich ſein möchte, eine Ueber⸗ ſicht über im In⸗ und Auslande angeſtellte Verſuche zu gewinnen, wie die Schätze der Muſeen weiteren Schichten des Volkes nutzhar gemacht werden können, und über die mögliche und tunliche Förderung dieſer Beſtrebungen zu beraten. Namentlich für die weitere Aus⸗ geſtaltung oder Neubegründung von Provinzial⸗ und kleineren Mu⸗ ſeen, die in erſter Linie berufen ſind, Volksbildungsſtätten im weiteren Sinne zu ſein, ließen ſich vielleicht Geſichtspunkte aufſtellen, welche bis zu einem gewiſſen Grade auch bei größeren, wiſſenſchaftlichen Zwecken dienenden Sammlungen zur Anwendung gebracht werden könnten, ſoweit ſie dieſe nicht in der Verfolgung ihrer Hauptſache behindern. Freilich wird auch nicht jedes Provinzialmuſeum das Moment der Volksbildung in den Vordergrund ſtellen können. Aber namentlich in Amerika, wie auch in England und in den ſkandina⸗ viſchen Ländern ſind auf dem bezeichneten Gebiete bedeutſame An⸗ ſätze gemacht. Auch in Deutſchland regt es ſich allerorten, und wir beſitzen in dem Provinzialmuſeum in Altona, im geologiſchen Muſeum in Berlin, im ſtädtiſchen Muſeum in Bremen und in ähnlichen In⸗ ſtituten muſtergültige Einrichtungen dieſer Art. Die Zentralſtelle für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen, die alle Fragen der Volksbildung mit lebhafter Teilnahme beobachtet, hat die Beſtrebungen im Mu⸗ ſeumsweſen ſeit Jahren verfolgt. Es ſcheint ihr der Zeitpunkt ge⸗ kommen, wo es wünſchenswert geworden iſt, durch Rückſchau, Um⸗ ſchau und Ausſchau Begonnenes zu ſtärken und Umſtrittenes zu klären. Obwohl die Muſeumsfragen nicht vom Standpunkt der Arbeiterfürſorge allein zu beurteilen ſind, hat die Zentralſtelle in der Ueberzeugung, daß auf dieſem Gebiet die Intereſſen des Arbeiter⸗ ſtandes mit denen des Mittelſtandes und höher gebildeten Schichten vielfach identiſch ſind, ſich entſchloſſen, zu einer Konferenz über die Frage der Muſeen als Volksbildungsſtätten einzuladen. Da ſie das Intereſſe der Empfangenden vertritt, hat ſie im Vorwege bei den deutſchen Muſeumsberwaltungen angefragt und iſt zu ihrer Befriedi⸗ gung auf lebhafte Sympathien geſtoßen. Eine Anzahl führender Männer auf dem Gebiete des Muſeumsweſens hat ihre Teilnahme und Mitarbeit zugeſagt. Die folgende Tagesordnung iſt dieſen Er wägungen entſprechend zuſammengeſtellt worden. Tagesord⸗ nung. Montag, den 21. September, 9½ Uhr morgens: J. Zur Einführung: Die Muſeen als Bildungsſtätten. Berichterſtatter: Direktor Profeſſor Dr. Lichtwark, Hamburg. II. Die Geſchichte der Muſeen im 19. Jahrhundert. Berichterſtatter: Direktor Dr. Jeſſen, Berlin. Mitberichterſtalter: Oberſtudienrat Dr. Lampert, Stuttgart. III. Darſtellung einiger bisher gemachter Verſuche, die Schätze der Muſeen weiteren Schichten des Volkes nutzbar zu machen. 1. Das ſtädtiſche Muſeum für Natur⸗, Völker⸗ und Handelskunde in Bremen. Berichterſtatter: Direktor Profeſſor Dr. Schauinsland, Bremen. 2. Das Provinzialmuſeum in Altona. Berichterſtatter: Direktor Dr. Lehmann, Altona. 3. Das vaterländiſche Muſeum in Celle. Be⸗ richterſtatter: Direktor W. Bomann, Celle. 4. Das Römer⸗Muſeum in Hildesheim. Berichterſtatter: Direktor Profeſſor Dr. Andreae, Hildesheim. 5. Das geologiſche Muſeum in Verlin. Berichterſtatter: Profeſſor Dr. Jaekel, Berlin. 6. Das Folkwang⸗Muſeum in Hagen. Berichterſtatter: K. E. Oſthaus, Hagen. 7. Die Mufeen in Paris. Berichterſtatter: Direktor Dr. Graul, Leipzig. 8. Das Ruskin⸗Mu⸗ ſeum in Sheffield. Berichterſtatter: Kurator Gill Parker, Sheffield. 9. Die Muſeen in den Vereinigten Staaten von Amerika⸗ Kurzer Vorbericht von Direktor Dr. A. B. Mezer, Dresden. Dienstag, den 22. September, 9½ Ubr morgens: IV. Die Einrichtung der Mu⸗ ſeen. 1. Der Muſeumsban(Grundriß und Faſſade). Berichterſtatter: Direktor Profeſſor Dr. Lichtwark, Hamburg. 2. Die Aufſtellung und die Bezeichnung(Etikettierung) a) in Kunſtmuſeen. Berichterſtatter: Profeſſor Dr. Groſſe, Freiburg i. B.)s in naturhiſtoriſchen Muſeen. Berichterſtatter: Direktor Dr. Lehmann, Altona. V. Die Bildungs⸗ mittel der Muſeen. Schriftliche Belehrung(Bibliothek, Kataloge, Führer, Monographien, Flugblätter) und mündliche Belehrung(Vor⸗ träge, Führungen). a) in Kunſtmuſeen. Berichterſtatter: Profeſſor Dr. Kautzſch, Halle a. S. b) in naturhiſtoriſchen Muſeen. Bericht⸗ erſtatter: Profeſſor Dr. Fraas, Stuttgart. VI. Wechſelnde Aus⸗ ſtellungen in Muſeen. Berichterſtatter: Direktor Dr. Deneken, Kre⸗ feld. Mit der Konferenz ſoll eine Ausſtellung verbunden wer⸗ den. Ueber dieſe wird ein vor der Konferenz an die Teilnehmer zu verſendender Katalog des Näheren unterrichten. Desgleichen wer⸗ den einige der Herren Berichterſtatter Vorberichte liefern, die vor der Konferenz verſandt werden ſollen. Der Unterzeichnete bittet ihm unter gefälliger Benutzung der beiliegenden Poſtkarte eine recht baldige Benachrichtigung zugehen laſſen zu wollen, ob Sie beabſichtigen, an der Konferenz teilzunehmen. Anträge, betreffend die Ausſtellung etwaiger weiterer Eintrittskarten, werden mit Angabe der Namen deꝛ Betreffenden ebenfalls recht bald an den Unterzeichneten erbeten. * Zu der morgen ſtattfindenden Sanitäts⸗Uebung hat Her! Generalmajor z. D. Limberger von Karlsruhe als Inſpizien und Vertreter des Bad. Landesvereins vom roten Kreuz und des Prä ſidiums des Bad. Militär⸗Vereins⸗Verbandes ſein Erſcheinen gu. geſagt. Bei der Uebung werden verſchiedene neue Improviſations arbeiten für Krankentransporte vorgeſehen werden, u. a. eine von der Akt.⸗Geſ. für Seflinduſtrie Mannheim⸗Neckarau hergeſtellte Hänge⸗ Vorrichtung aus Drahtſeil für Krankentragen in Eiſenbahnwagen Dieſes Syſtem iſt bereits in Deutſchland und Frankreich patentien und hat anderen Vorrichtungen gegenüber den Vorteil, daß es überal leicht angebracht werden kann, ſehr wenig Raum in Anſpruch nimm und gegen Stöße beim Bahntransport ſozuſagen abſoluten Schut gewährt. Die Beſichtigung iſt allen Intereſſenten und Sachverſtän⸗ digen ſehr zu empfehlen, ebenſo die von dem hieſigen Sanitäts⸗ obmann, Zimmermeiſter Carl Meinhardt conſtruierten und nack langen Verſuchen und Verbeſſerungen erſtmalig vorgeführter Krankenfahrbahren aus Fahrrädern. Es gibt verſchiedene derartig: Konſtruktionen, die Meinhardt'ſche dürfte ſich aber als ſehr brauchbar bewähren, beſonders zum raſchen und ruhigen, d. h. ſchonenden Transport von Kranken oder Verunglückten. Die Uebung beginnt halb 3 Uhr in der Nähe der Station Wohlgelegen, Halteſtelle der elektriſchen Bahn, bei der Fabrik der Firma Browon, Boveri u. Co. *Sanitäts⸗Schlußprüfung. Am Sonntag, 20. ds. Mts., nachmittags 2 Uhr 0 Min., findet die Schlußprüfung der frei⸗ willigen Sanitätskolonne des Männerhilfs⸗ und Milttärvereins Mannheim ſtatt. Sammelplatz: ſüdöſtliche Ecke des Exerzierplatzes und der chem. Fabrik Wohlgelegen an der Käferthaler Straße. „Die Religion der Perſönlichkeit“ lautet das Thema, mit deſſen Behandlung Herr Prediger Schneider am kommenden g. 20. September, Vormittags 10 Uhr, ſeine Vortragstätigkeit für das Winterhalbjahr beginnt. Laut Kirchenanzeiger ladet die freireligiöſe Gemeinde zu dieſem Vortrage Jedermann freundlichſt ein. Deffentlicher Vortrag. Heute Samstag abend halb 9 Uhr, findet in der Aula der Friedrichsſchule ein öffentlicher Vortrag ſtatt über„Bekämpfung des Alkoholelendes ein Kulturfortſchritt“ Referent Herr Oberſtabsarzt a. D. Dr. Matthaei⸗Leipzig. Im Apollotheater veranſtalten die„Teegernfeer“ am Sonnta⸗ zwei Vorſtellungen und zwar nachmittags um 4 Uhr gu Einheits⸗ 4. Seile. General⸗Anzeiger. Mannheim, 19, September. preiſen und abends 8 Uhr zu gewöhnlichen Preiſen. Zur Aufführung gelangt nachmittags„Almenrauſch und Edelweiß“ und abends„Der Dorfpfarrer“. Beide Stücke ſind vorzüglich und iſt ein Beſuch des Apollotheaters angelegentlichſt zu empfehlen. *Milchpantſcher. Milchhändler Martin Reſch aus Katzweiler, der die für die Kunden beſtimmte Milch um 25 Proz. entrahmte und dann noch als Vollmilch verkaufte, erhielt geſtern vom Schöffen⸗ gericht 50 M. Geldſtrafe event. 10 Tage Gefängnis. * Mutmafiliches Wetter am 20. und 21. Sept. Der kräftige Hochdruck von 780 mm über Finnland und dem nördlichen Rußland dringt wieder weſtwärts vor und hat auch die neue Depreſſion an der Weſtküſte Irlands auf 760 mm abgeflacht. Im übrigen liegt über ganz Europa durchweg ein Hochdruck von 763 mm im Süden bis zu dem erwähnten Maximum im hohen Nordoſten. Demgemäß iſt für Sonntag und Montag zunehmende Auflöſung der Nebeldecke bei wärmerer Temperatur in Ausſicht zu nehmen. Polizelbericht vom 19. September. 1. Aus noch unbekannter Urſache entſtand geſtern mittag 12 Uhr in dem Lagerſchuppen eines Trödlers Lange Rötterweg Nr. 10 Feuer, das durch hinzukommende Perſonen wieder gelöſcht werden konnte. Verbrannt ſind einige Säcke Abfallpapier und mehrere Bretter. Die Berufsfeuerwehr war zur Stelle, brauchte jedoch nicht mehr einzu⸗ greifen. 2. Als ein 11 Jahre alter Volksſchüler geſtern mittag auf ein tzwiſchen B 6 und 7 durchfahrendes Bierfuhrwerk aufſpringen wollte, kam der Knabe zu Fall und wurde ihm durch das Vorderrad des Wagens der rechte Fuß überfahren und gequetſcht. Nach Anlegung eines Notverbandes wurde der Verletzte in ſeine elterliche Behauſung verbracht. Ein Verſchulden von ſeiten des Fuhrmanns liegt nicht vor. 8. Wegen Körpervperletzung gelangten zur Anzeige: a) ein Schloſſer von hier, welcher vor dem Hauſe 15. Querſtraße Nr. 59 eine Frau durch Schlagen mit einem Lattenſtück körperlich verletzte; 5) ein Schmied von hier, welcher geſtern abend in der Wirtſchaft Collini⸗ ſtraße Nr. 24 einem Wagenführer Fauſtſchläge in das Geſicht ver⸗ ſetzte. 4. Verhaftet wurden 9 Perſonen wegen berſchiedener ſtrafbarer Handlungen. Aus dem Großherrogtum. 2. Weinheim, 19. Sept. Heute Nacht 1 Uhr ertönte bei uns das Feuerſignal. Es brannte das Maſchinenhaus des Porphyr⸗ werkes der Firma Hildebrand u. Herbel im Weſchnitztale, welches vollſtändig niederbrannte. Die einſtürzenden Mauern demolierten die wertvollen Maſchienen und Geräte desſelben. Der Schaden ſoll ſich auf 130—150 000 Mark belaufen. Pfalz. Heſſen und Umgebung. Ludwigshafen, 18. Sept. Da die Mannheimer Großvieh⸗ händler ab 14, ds. Mts. jede Garantie für Großvieh gemeinſam ab⸗ lehnten, haben die hieſigen Metzgermeiſter geſtern Abend einen Schlachtviehverſicherungsverein gegründet, um gegen etwaige Schäden durch tuberkulöſes oder mit Finnen behaftetes Großvieh verſichert zu ſein. Die Prämie pro Stück des verſicherten Vites beläuft ſich je nach Gattung auf 3, 4, 5 und 7 /. Letztere Prämie bezieht ſich namentlich auf ältere Kühe. Am nächſten Montag tritt die Verſiche⸗ cung, welcher bereits die meiſten hieſigen und auch Metzger aus der Umgegend angehören, in Kraft.— Zum hieſigen Spätjahrsmarkt, welcher am nächſten Sonntag und Montag ſtattfindet, ſind bereits eine beträchtliche Anzahl Schauſtellungen eingetroffen.— Die amtliche Zu⸗ ſammenſtellung über die Zahl der Geburten und Sterbefälle der Stadt berzeichnet pro Auguſt 264 Geburten und 152 Sterbefälle. Von den Geſtorbenen ſtanden 98 im erſten Lebensjahre. * Frankenthal, 18. Sept. Von einem bedauerlichen Unglücksfall vurde geſtern abend die Familie des hieſigen ſtädtiſchen Bademeiſters Lutz betroffen. Der 16 Jahre alte einzige Sohn des Lutz, der vor gem Schlafengehen häufig eine Zeit lang aus dem Fenſter ſeines im zweiten Stockwerke befindlichen Schlafzimmers hinausſchaute, iſt bei bieſem Beginnen geſtern bom Schlafe überraſcht worden. Als er plötzlich erwachte, war er derartig von Schlafſucht befallen, daß er, vohl in dem Glauben er ſteige in ſein Bett, aus dem Fenſter ſtieg Ein Sturz in den mit Steinen gepflaſterten Hof war die Folge dieſes Unternehmens. Der Arme wurde erſt am andern Morgen hilf⸗ und bewußtlos aufgefunden. Er hat innere und äußere Verletzungen davongetragen und das Bewußtſein erſt heute Nachmittag zurück⸗ erlangt.— Eine wohlverdiente Strafe wurde von der hieſigen Straf⸗ kammer heute dem 23 Jahre alten Fabrikarbeiter Philipp Kühn von Mundenheim zudiktiert. Kühn, der ſeinen eigenen Vater in brutalſter Weiſe mißhandelte, auch einen Polizeiſergeanten, der dem ſchwer be⸗ drohten Angehörigen des Angeklagten Hilfe leiſtete, Widerſtand ent⸗ gegengeſetzt hat, wurde mit 1 Jahr 8 Monaten Gefängnis belegt. Sport. * Preisfliegen. Am 6. Sept, d. J. veranſtaltete der Brieftauben⸗ berein Phönix Mannheim ein Preisfliegen mit jungen Tauben, ab Elm, 135 Kilometer. Dieſer Flug war von gutem Erfolg und ſind ſämtliche Tauben in kurzer Zeit eingetroffen. Da das Wetter beſon⸗ ders günſtig war, erreichten die erſten Tauben eine Fluggeſchwindig⸗ leit von 1250 Meter pro Minute und waren 18 Preiſe in 12 Minuten bergeben, Bei dem Wettfluge ab Königsberg, 1010 Kilometer, mit alten Tauben, erhielt Herr Fritz Schroth vom Phönix Mannheim 2 Tauben zurück und war dieſes Reſultat das beſte was bis jetzt in Sübdeutſchland geleiſtet wurde. CTCheater, Runſt und iſſenſchaft. Im Frankfurter Opernhauſe ſang Herr Buckſath geſtern in der„Walküre“⸗Vorſtellung, dem 8. Abend des„Wagner⸗Zyelus“ aushilfsweiſe den Wotan. Die„Frankf. Ztg.“ ſchreibt darüber: Da die Leiſtung des Mannheimer Gaſtes vor wenigen Monaten erſt eingehender hier beſprochen wurde, ſo können wir uns heute mit einem ſummariſch gehaltenen Urteil begnügen. Auch diesmal fand Herr Buckſath durch die ſtattliche Repräſentation des nordiſchen Götter⸗ baters, durch ſeine guten Stimmittel und deutliche Ausſprache die höfliche Beachtung des zahlreich erſchienenen Publikums. Um jedoch tiefere Wirkungen zu erzielen, müßte der Sänger darauf bedacht ſein, ein lebhafteres Mienenſpiel zu entfalten, und den muſikaliſchen Vor⸗ trag ausdrucksvoller und abwechslungsreicher zu geſtalten. In der permanenten Ausſtellung des Kunſtvereins ſind neu aus⸗ geſtellt: Prof. L. Braun: Bayr. Wirtshaus, Wilh. Ritter: Weih⸗ nachtsmarkt in Nürnberg, J. Scheuerer: Concordia, N. Helm: Der Ortler, Fritz Bayerlein: 3 Gemälde, M. Reinshagen: 2 Gemüälde, eine Kollektion von 11 Gemälden und Zeichnungen des Italieners . Prepiati, ſowie die Kollektivausſtellung der Kunſtgenoſſonſchaft Karlsruhe, darunter Gemälde von Otto Propheter, Ferd. Keller, C. Ritter, W. Nagel u. a. ermin gebäude, ſchiedene Stadtteile niedergebrannt. Eine Greiſin im Siechenhaus iſt in den Flammen umgekommen. Der Schaden wird auf mehrere Millionen beziffert. 1500 Gebäude, darunter 600 Wohn⸗ häuſer, ſind niedergebrannt. Vis jetzt ſind 7 Leichen gefunden. Viele Perſonen ſind verletzt.— Der„Lokal⸗Anzeiger“ meldet aus Reichenberg in Böhmen: Der Oberförſter Ernſt iſt von Wild⸗ dieben erſchoſſen worden. Berlin, 19. Sept. Das„Berliner Tageblatt“ meldet aus Kiel; Der Abgeordnete Barth iſt endgiltig von der Landtags⸗ kandidatur in Kiel zurückgetreten.— Die„Voſſiſche Zeitung“ berichtet aus Budapeſt: Die Stimmung der oppoſitionellen Kreiſe iſt dadurch gekennzeichnet, daß ſchwarze Armbänder mir Silberſtickung„Chlopy 16. September“ an die Bürgerſchaft verteilt wurden, die zum Zeichen der Trauer ſchon von zahlreichen Bewohnern der Hauptſtadt getragen werden. Auch läßt die Oppoſition eine Menge ſchwarzer Trauerfahnen anfertigen, die bei der nächſten Kaiſer⸗ Ankunft in Budapeſt ausgehängt werden ſollen. München, 19. Sept. Die„Münch. N. Nachr.“ melden aus Berlin: Die Frage der Grſchließung neuer Ginnahme⸗ quellen für das Reich iſt aus dem Stadium der perſönlichen Er⸗ wägungen noch nicht herausgekommen. Es fand bisher, ganz ab⸗ geſehen von einer Beſchlußfaſſung, weder eine Beratung der zuſtän⸗ digen Stellen ſtatt, noch nahm inſonderheit der neue Staatsſekretär des Reichsſchatzamtes zu dieſer Frage irgendwie Stellung. * Belgrad, 18. Sept.(Wiener Korr.⸗B.) Die im Auslande verbreiteten Gerüchte, wonach König Peter er⸗ mordet ſei, ſind vollſtändig unbegründet. Cleveland(Ohio), 19. Sept. Die Dampfer, welche die United States Coporation auf den großen Seen in Betrieb haben, werden infolge des Ausſtandes der Schiffsführer und Steuerleute in die Winterquartiere geſandt. Infolge des Ausſtandes ſind 2500 auf den Schiffen Angeſtellte, ſowie eine ſehr große Anzahl Betriebskräfte der Geſellſchaft in ihren Gruben und ihren Stahl⸗ werken beſchäftigungslos. * Newyork, 19. Sept. Einer Depeſche aus San Domingo zufolge ſetzte der amerikaniſche Geſchäftsträger Powell die domi⸗ nikaniſche Regierung davon in Kenntnis, daß die Veréinigten Staaten die Einreichung des Projektes an den Kongreß, wonach die Neutralität der dominikaniſchen Gewäſſer und gewiſſe Freihäfen geſchaffen werden ſollen, nicht im vorliegenden Sinne auffaſſen könne. Die Vereinigten Staaten würden die Errichtung von Kohlenſtationen in den Häfen von San Domingo oder eine Gebiets⸗ abtretung an irgend eine europäiſche Macht nicht zu geben. Auch würde ſie keiner Nation die ausſchließliche Benützung der domini⸗ kaniſchen Gewäſſer zu Friedenszeiten, viel weniger zu Kriegszeiten geſtatten, noch ſich damit einverſtanden erklären, daß irgend ein Gebiet für neutral erklärt werde. Der Kaiſer in Wien * Wien, 18. Sept. Kaiſer Franz Joſeph Kließ dem Reichskanzler Grafen v. Bülow ſein vom Horowitz gemal⸗ tes lebensgroßes Bildnis überreichen. Reichskanzler Graf v. Bülow ſtattete heute nachmittag dem Grafen Goluchows⸗ kh einen 1½ gſtündigen Beſuch ab. Zur Miniſterkriſe in England * London, 19. Sept. In einem Schreiben vom 18. September an den Vorſitzenden der Tarifreform⸗Vereinigung ſagte Chamberlain: Wir haben genügend Material in Tatſachen und Ziffern. Wir müſſen jetzt die Folgerungen daraus aufſtellen und das Volt dazu bringen, ſie anzunehmen, nemlich: J. engere Verbindung mit den Kolonien durch Vorzugstarife und das Beſtreben, das Reich, was die Nahrungsmittelverſorgung anbelangt, auf eigene Füße zu ſtellen; 2. Anwendung des Tarifs als Waffe, um von andern Nationen größere Gegenſeitigkeit zu erlangen und um, wo ſolches Abkommen nicht erreicht wird, durch Vergeltungsmaßregeln zu verhindern, daß den infolge Wett⸗ bewerbs durch Schutzzölle geſchützten Staaten der Markt in Eng⸗ land und dem britiſchen Reich verloren gehe.„Spectator“ meint, Balfour werde, mit ſeinem neuen Schutzzoll⸗Programm be⸗ laſtet, nicht die Mehrheit im Lande erlangen können, der Wahl⸗ ausgang dürfte zum Verſuch eine Kabinetts Roſebery führen, das ſich aber nicht lange halten wird. Die Uuruhen auf dem Balkan. * Konſtantinopel, 19. Sept. Eine Mitteilung der Pforte an die hieſigen diplomatiſchen Vertreter, Miſſionen, ſeeſchiffahrt⸗ treibenden Staaten beſchäftigt ſich mit dem Dyhnamitattentat, das auf dem ungariſchen Dampfer Vascapu ausgeführt wurde. Der Anſchlag hätte in dem hieſigen Hafen ſtattfinden ſollen, wodurch ein großes Unglück geſchehen wäre. Die Pforte regt Verhütungsmaß⸗ regeln für die Zukunft an und hofft, die betreffenden Staaten würden ſelbſt entſchiedene Vorſichtsmaßregeln treffen, worüber ſie baldige Verſtändigung erwarte. Schließlich weiſt die Pforte darauf hin, daß die Polizei die Schiffe bei ihrer Ankunft und Abfahrt nicht unter⸗ ſuchen könne, was die Verhütung von Altentaten ſehr erſchwere. Jolkswirtschaft. Maunheimer Petroleum⸗Rotirung vom 19. Septbr. Amerik. Petroleum disponibel M. 23.30, ruſſiſches Petroleum M. 22.10, öſlerreichiſches Vetroleum M. 22.10 pro 100 Kilo neito verzollt ab hieſtgem Lager. W Brüſſel, 18. Sept.(Schluß⸗Kurſe.) Spanter 90¾, Italtener —, Türten C 84.40, Türken D 30,80, Warſchau⸗Wiener—.—, Prinz Heinrich — Liſſabon, 18. Sept, Gelv⸗Agio 24½ Proz. Wechſel auf London 42 ½ Pence. New⸗Nork, 18. Sept. 5 Uhr Nachm. Effecten. London 60 T. Sichiſ4.82.25.89.45 Nerw⸗Hork Central 1205/ 119% Lond. Cable Tranf..88.75.86.90] Novth. Pacifte Pref 87¼ 875/ Paris k. S..20—.20— North. Pac. Com.——-.— Deutſchland k. S. 94½e 94% N. Bac. 3% Bonds 70% 705/ Atch, Top. Santa Fe 65¼ 65.— Norfolk. Weſt. Pref 611/½ 61˙½ Canadian Pacifte 122— 121½ Union Pacifie Sh. 72/ 721½ Southern Paciſie 48¼ 42% 4% Bds. p. 1925 135½ 135½ Chic. Milw.& St.P. 139/ 139½ Silber 578/8 5740 Denv. Nio Gr. Pref. 76— 75—Kanſas City Sh. 447/“C 44% Illinois Central 181½ 131¾ United T. Steel 19 18.— Lale Shore————!]„ Pref. 690%/ 68% Louisville& Naſhv. 108/8 1083— RNRewyork, 18. Sept.(Schluß.) Weizen eröffnete auf enttäuſchende Marktberichle aus Gütopa, ſowie da die Baſſe⸗ on durch argentiniſche Kabelmeldungen begünſtigt wur Spitäler, 2 Kirchen und der Pfarrhof eingeäſchert und ver⸗ weichend infolge Liquidationen, günſtiger Witterung im Weſten, dann gebeſſert auf Nachfrage ausländiſcher Firmen für Loko⸗ ware, auf lokale Deckungen und kleinerer Zufuhren aus dem Innern. Gegen Schluß wieder etwas beſſer auf geringe Export⸗ verſchiffungen von den Seeplätzen. Schluß ſtetig, Preiſe 1 bis 176 C. niedriger. Für den Export wurden 24 Bootsladungen verkauft. Umſatz: 1 900 000 Buſhels. Mais ſetzte bei Beginn des heutigen Marktes, da ent⸗ täuſchende Marktberichte aus Europa zu Liquidationen Ver⸗ anlaſſung gaben villig— mit Dezember ½ e. niedriger ein und hielt die ſchwächere Stimmung auch im ferneren Verkehr auf Ausſichten für umfangreichere Ankünfte im Innern, im Ein⸗ klang mit der Mattigkeit in Chieago, wärmerer Wetterprognoſt und reichlichen argentiniſchen Verſchiffungen weiter an. Wäh⸗ rend den ferneren Börſenſtunden war die Tendenz wieder beſſer auf lokale Deckungen ſowie im Einklang mit dem Weizenmarkt, ermattete aber gegen Schluß wieder und ſchloß bei ſtetiger Ten⸗ denz zu 78 bis 1 c. niedrigeren Preiſen. Für den Export wurden 15 Bootladungen verkauft. Umſatz 110 000 Buſhels. Kaffee höher auf beſſere europäiſche Kabelberichte als man erwartet hatte, Deckungen der Baiſſiers und lebhaftere Be⸗ teiligung des Publikums. Schluß behauptet. Baumwölle höher auf Deckungen unter Führung der Platz⸗Spekulation, dann niedriger auf günſtigere Wetterberichte und umfangreichere Zufuhren als man erwartet hatte. Zum Schluß wieder höher auf Vorausſage großer Ausfuhr. Schluß behauptet. *Chicago, 18. Sept. Schluß.(Tel.) Weizen er⸗ öffnete mit Dezember 36 c. und Mais ½(. niedriger. In den ferneren Börſenſtunden wurden die Märkte von denſelben Einflüſſen beherrſcht wie in Newyork. Schluß ſtetig. Weizen 1% bis 1½ c. und Mais 1½ bis 1½ c. niedriger. Chieago, 18. Sept, 5 Uhr Nachm. „ 18. Weizen Sept. 80%½ 79—Schmalz Jannar.55].50 lk——., Pork Sept. 18.50 18.60 F„ 81/% S800%„ Dez. 13.6913.76 Mals Sept. 52½ 52/„ Jan. 18.55 13.80 „——„ Sept..900.— „ Dez. 51¼ PFOoοY„ Stt..02 9,15 Schmalz Sept..30.47 Speck.75.75 0 Dez..27.25 Liverpool, 18. Sept.(Schlußkurſe), 18, 18. Weizen per Sept..04% ruhig.04ʃ½, willig per Dezbr..05%/.057%/ Mais per Sept,.06 ½/½ träge.05% willig per Okt..06˙½/.05½ Eiſen und Metalle. Glasgow, 18. Sept.(Schluß.) Roheiſen misecd numbers warrants per Kaſſa 50/4½, per Monat——. ſtetig. Cleveland, 18. Sept.(Schluß.) Roheiſen per Kaſſa 45/5 ½ per Monat 45/, ſtetig. London, 18. Sept.(Schluß). Kupfer per Kaſſa 56 12.6 Kupfer 3 Monate 56..3, träge.— Zinn p. Kaſſa 190 10.— Zinn 3 Monate 120.15.0, träge.— Blei ſpaniſch 11.9, Blei engliſch 11..6, träge.— Zink, gewöhnlich 21.9, Zink ſpezial 21 .3, ruhig. Queckſilber—. Waſſerſtandsnachriehten vom Monat Sept. Pegelſtationen Datum: vom Rhein: 14. 15. 16.17.18. 19.[Bemerkungen Nonſtannz 4,88 3,85 3,84 3,88 3,80 1 Waldshut 2,68 2,89 3,072,812,78 2,68 Hüningen f2,2 2,482,542,88 2,24 Abds. 6 Uhr Kehl 2,61 2,76 2,98 2,94 2,04 2,72] N. 6 Uhr Lanterburg„.85 3,864,164,2 4,19 Abds. 6 Uhr Maxau„„J3,98 4,05 4,31 4,46 4,36 Uhr Germersheim 3,72 3,78 4,074,28 4,28.-P, 12 Uhn Maunheim 3,43 3,41 38,55 3,82 4,01 8,88 Morg. 7 Uhr Mainz J0,94 0,91 0,96 1,101,28.-P. 12 Uhr Bingen„ 1‚„70 162„78 1576„92 10 Uhr Kaulöbz 1,87 J,84 1,89 2/05 2,22 2 Uhr Koblenz 2,05 2,04 2,04 2,09 10 Uhr Köln„„ 2,00„95 1,95 1798 2,08 2 Uhr 75 Nuhrort ,65 1,58 1,501,461,96 6 Uhr vom Neckar: Maunheim J3,41 3,40 3,533,814,028,86] V. 7 Uhr Heilbronn J0,55 0,70 1,00 1,20 0,96 0,94., 7 Uhr Verantwortlich für Politik: Chefredakteur Wr. Paul Harms, für Lokales und Provinztelles: Eruſt Müller, für Feuilleton, Kunſt und Volkswirtſchaft: i..: Karl Apfel. für den Inſeratenteil: Karl Apfel. Druck und Verlag der WDr. H. 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