adiſche Gadiſche Volkszeitung.) 70 Pfennig monatlich. Bringerlohn 20 Pfg. monatlich durch die Poſt bez. incl. Poſt⸗ aufſchlag M..48 pro Quartal. Einzel⸗Nummer 3 Plg. Inſeratez Die Colonel⸗Zeile. 20 Pfg. Auswärtige Inſerate 25„ Die Reklame⸗Zeile„„„ 60 3 E G, 2. Unabhängige Tageszeitung. Erſcheint wöchentlich zwolf Matl. Geleſeuſte und verbreilelſie Jeilung in Raunheim und Amgebung. Schluß der Inſeraten⸗Annahms für das Mittagsblatt Morgens 9 Uhr, für das Abendblatt Nachmittags 3 tihr. — Far unverlangte Manuſkripte wird keinerlei Gewähr geleiſtet.. (Mannheimer Volksblatt.) T4⸗ Aülbieſſe „Journal Mannheim Telepbon⸗Numunertz Direktion u. Buchhaltung 144 Druckerei⸗Bureau(An⸗ nahme v. Druckarbeiten 84 Redaktion„ 37 Expedition? 32„ 01 Flliale(Friedrichsplaz) 8889 E 6, 2. Nr. 257. Montag, 5. Juni 1905. (Abendblatt.) Noblesse oblige. Es gibt Leute, die allemal des Reiches Säulen wanken ſehen, ſobald ſich irgend ein Landtag erlaubt, ein Wörtlein in die Reichspolitik dreinzureden. Von geſunden Nerven zeugt ſolche Aengſtlichkeit gewiß nicht. Es iſt gut und nütze, wenm die Einzelſtaaten nie vergeſſen, daß ſie Teile eines größeren Ganzen ſind. Von ihnen verlangen, daß ſie nie das Intereſſe am Reiche verlieren, bedeutet aber zugleich, ihnen das Recht einräumen, zu Angelegenheiten des Reiches Stellung zu nehmen, die ihre eigenen Angelegenheiten aufs innigſte berühren. Und wo wäre das mehr der Fall, als in den finanziellen Fragen? Am und für ſich alſo wird nichts dagegen einzuwenden ſein, daß das pre u⸗ ßiſche Herrenhaus einen Sitzungstag der Reichsfinanz⸗ reform widmete. Nur die Art, wie das geſchah, fordert doch zu einem Worte der Kritik heraus. Eine große, grundſätzliche Erörterung hat ſchwerlich jemand von den Inſaſſen der preußi⸗ ſchen Herrenſtube erwarbet; aber elwas über die Höhe, wie im Gemeindekollegium eines oſtpreußiſchen Landſtädtchens Polititk gemacht zu werden pflegt, hätte ſich der Wortſtreit doch ſchon erheben dürfen! Wie die Vorlage der Reichsfinanzreform ausſehen wird, darüber iſt genaueres noch nicht bekannt; nur daß ſie eine Erbſchaftsſteuer enthaltew werde, kann als ſicher angenommen werden. Mehr begehrte das Herrenhaus von dem Abſichtem der Regierung auch gar nicht zu wiſſen; es genügtze ihm vollkommen, um ſie für höchſt verwerflich zu erklären. Herr von Man⸗ teuffel— der ſo gern einen Blick in Hammerſteins Nachlaß geworfen hätte, bevor er der Oeffentlichkeit übergeben wurde—, er war es, der den Antrag einbrachte: Das Herrenhaus wolle beſchließen, die königl. Staatsregierung zu erſuchen, gegen die Einführung einer Reichserbſchaftsſteuer grundſätzlich Stellung zu nehmen und ihren Einfluß im Bundesrat dahin geltend zu machen, daß die Erbſchaftsſtelter der Geſetzgebung der Einzelſtaaken vorbehalten bleibt. Daß die finanzielle Wirtſchaft im Reiche ſo nicht weiter gehen kann, darüber ſind alle einſtchtigen Politiker, ohne Unber⸗ ſchiied der Partei, längſt einig. Daß, wer die Finanzen des Reiches auf eine geſunde Grundlage ſtellen will, ihm etwa 150 Millionen neuer Einnahmen ſichern muß, darüber herrſcht Unter praktiſchen Politikern auch kein Zweifel mehr. Daher der Vorſchlag einer Erbſchaftsſteuer, der ſich von Tag zu Tag mehr Anhänger wirbt, weil niemand einen ausſichbsreſcheren an ſeine Szelle zu ſetzen weiß. Nur an den geborenen Geſ etzgebern des preußiſchen Oberhauſes gehen alle praktiſchen Erwägungen und Erfahrungen ſpurlos vorüber. Daß ergiebige, indirekte Steuern im Reichstage keine Ausſicht auf Annahme haben, wiſſen die Herren ja zur Not auch; aber iſt das wohl ein Grund, einen andern, gangbaren Weg zu ſuchen? Im Gegenteill Wieder und wieder haben die Kreiſe, denen die ſtaatsmänniſche Begabung des Herrn von Manteuffel vollauf genügen kut, die Regierung auf Wege zu drängen verſucht, die zum Konflikt mit dem Reichstage führen. Denn für den Fall einer allgemeinen Trübung und Verwirrung haben die Herrſchaftem das Allheil⸗ mittel bereit: die Politik der ſtarken Fauſt. Wobei es ihnen als ſelbſtverſtändlich gild, daß der Kaiſer und König den dazu⸗ gehörigen„ſtarken Manm“ nur den Reihen der berufenen Thron⸗ und Altarſtützen der konſervativen Partei ent tehmen könnte. In dieſer Annahme würden ſie ſich, Dank dem törichten Kokettieren der Dreimillionenpartei mit Umſturz und Internationalismus, wohl nicht täuſchen; ein ſtarker Mann, der Preußen⸗Deutſch⸗ land vom Hemmſchuh des Agrarkonſervativismus befreite und allen Hemmniſſen zum Trotz auf die Bahnen eines freiem und befreienden Fortſchritts brächte, der iſt wohl bis auf weiteres eine„imaginäre“ Größe. Andererſeits iſt aber doch auch die Tatſache nicht aus der Welt zu ſchaffen: daß alle vier Kanzler des neuen Deutſchen Reiches nach Geburt, Erziehung und poli⸗ tiſcher Laufbahn den Zirkeln der preußiſchen Konſervativen an⸗ gehörten, und daß ſie ausnahmslos aus dieſen Zirkeln die bitterſte Feindſchaft ihres Lebens erfahren haben. Im Rahmen friedlicher Staatsentwicklung ſcheint alſo mit den Kon⸗ ſervativen nicht zu regieren zu ſein. Mit dem, was am Samſtag im Herrenhauſe als„geſunder Partikularismus“ verkündet wurde, gewiß nicht. Denm das läuft hinaus auf nackte Intereſſenpolitik, die dadurch nicht lieb⸗ licher anzuſehen wird, daß man ihre Blöße mit gemütvollen Redensarſen behängt. So malte Graf Pork das rührſelige Bild des Erben, der trauernd am Sarge des geliebten Vaters ſteht, und nun durch die rauhe Hand des begehrlichen Steuerfiskus noch tiefer darniedergebeugt wird. Und Graf Stollberg ſtellte dem kleinen bäuerlichen Beſitzer, den die Abfindung von Ge⸗ ſchwiſtern ſchon genug belaſtet, den großen Kapitaliſten gegen⸗ über, der ſeiner Tochter die Zinſen von Hunderttaufenden als Mitgift anweiſt. Das umgekehrte Bild, den kleinen Geſchäfts⸗ mann, dey aus Mangel an Kapital nicht vorwärts kommt, und den Fideikommißherrn, den eine wohltätige Geſetzgebung vor wirtſchaftlicher Erſchütterung ſchützt: das zu zeichnen vergaß er. Einen verſtändnisvollen Zuhörer hatten dieſe Gefühlsergüſſe am preußiſchen Finanzminiſter Rheinbaben, der ernſthaft verſtcherte, die Mahnung, mittels einer Erbſchaftsſteuer nichb die Grund⸗ lagen der deutſchen Familie zu zerſtören, werde er ſich geſagt ſein laſſen. Was doch die Selbſtſucht für ſchöne Bilder und Worte findet, wo es gilt, ihren Mangel an Gemeinſinn gefällig zu verhüllen! Mit großer Mehrheit ward der Antrag Man⸗ dbeuffel angenommen; ein Antrag des Grafen Stollberg, im Falle der Einführung der Steuer gewiſſe Härtem zu vermeiden, woran die Regievung vielleicht wie gedacht hat, kam gar nicht erſt zur Abſtimmung. Da man aber einmal beiſammen war, hätte man die gute Stimmung benützen und ganze Arbeit machen ſollen; ein Antrag:„Uns iſt jede Reichsfinanzreform recht, die uns, die Beſitzenden, mit Opfern verſchont,“ wäre ſchließlich der An⸗ nahme auch ſicher geweſen. Und ein ſolcher Beſchluß erſt hätte dem treffenden Ausdruck verliehen, was das preußiſche Ober⸗ haus unter„geſundem Partikulavismus“ verſteht. Noblesse oblige, Adel verpflichtet. Fragt ſich nur, wozu. — Alte Vorrechte zu erhalten und neue Laſten abzunehmen, meinten die Vertreter des preußiſchen Hofadels.— Mit gutem Beiſpiel voranzugehen, meinte der bürgerliche Oberbürgermeiſter Struckmann von Hildesheim, und der Bericht verzeichnet„fort⸗ geſetzte, große Unruhe“ als Begleitmuſik zu ſolcher Ketzerei. Trotzdem wind die Reichserbſchaftsſteuer kommen. Denn kein anderer Vorſchlag löſt ſo wie ſie die Aufgabe, die ſchwächern Schultern zu ſchonen und auch die ſtärkern nur da zu treffen, wo ſie's am eheſten aushalten können: nämlich wenm ihr Beſitz ſich mehrt. Aber wenn ſie kommt, ſo wird es nicht überflüſſig ſie am allerwenigſten ſein, ſich zu erinnern, woher ihr der heftigſte Widerſtand ge⸗ leiſtet ward, der Widerſtand sans phrase: aus den Kreiſen des führenden Bundesſtaates, die den Patriotismus in Erbpacht zu haben behaupten. Der Krieg. Eine japaniſche Kritik der Strategik Roſhdjeſtwenskyis, Ein japaniſcher hoher Marimneoffizier veröffentlicht im „Kokumin“ die folgende Kritik der Strategik Roſhdjeſtwenski's: Nach den Angaben der gefangenen ruſſiſchen Offtziere und anderen Informationen war es Admiral Roſhdjeſtwenski's Ab⸗ ſicht, eine Entſcheidungsſchlacht zu vermeiden und Wladiwoſtok mit möglichſt geringen Opfern zu erreichen und dann eyſt, nach⸗ dem er ſeine Flotte im dortigen Hafen repariert und ſchlag⸗ fertig gemacht, die Herrſchaft zur See uns ſtreitig zu machen. Seine Haltung war deshalb defenſiv und er verlor dadurch jede Gelegenheit unſerem Geſchwader Verluſte beizubrüngen. Er hatte zwei Gründe für die Wahl der Tſuſchimaſtraße: nämlich Kohlenmangel und ſchlechte, iyrefühvende In⸗ formation.(Der ruſſiſche Intelligenzdienſt ſcheint alſo zur See ebenſoviel zu wünſchen übrig gelaſſen zu haben, als er es ſtets zu Lande bis heute getaw hat. D. Red.) Nach Verſiche⸗ rung der gefangenen Offiziere war der in Honkohe eingenommene Kohlenvorrat nur gerade genügend, ſie auf dem kürzeſten Wege nach Wladiwoſtok zu bringen, d. h. durch die Tſuſchimaenge. Die Wahl dieſes Weges war alſo unvermeidlich. Admiral Roſhdjeſtwenski war benachrichtigt, daß unſere Flotte in drei Geſchwader geteilt ſei, die je die Meerengen von Tſuſchima, Tſugaru und den Soyalkanal bewachten. Er erwartete des⸗ halb nicht mehr als ein Dritteil unſerer Flotte bei Tſuſchüma zu finden. Darüberhinaus aber behielb er noch, auch nachdem er unſere ganze Flotte entdeckt hatte, eine Formatiom bei, die ſich nur für den Kampf gegen eine minderwertige Streibmacht eignete, und bevor er ſich noch von ſeinem Erſtaunen erholt hatte, unſere ganze Flotte dort zu finden, hatte er bereits eine Nieder⸗ lage erlitten. Die Urſachen der Niederlage Roſhdjeſtwenskys nach Anſicht 5 gefangener ruſſiſcher Offiziere. 8 In verſchiedenen Interviews mit gefangenen ruſſiſchen See⸗ offizieren, die in den Blättern Tokios erſcheinen, habem letztere die Urſachen ihrer Niederlage in den meiſten Fällen darauf zurückgeführt, daß 1. die ruſſiſchen Geſchützmannſchaftem ihre Geſchütze nur höchſt ungenügend zu bedienen verſtanden und daß zielen konnten; 2. daß die ruſſiſche Munition traurigſter Qualität war, wieder eine Folge der be⸗ kannten Lotterwirbſchaft im der ruſſiſchen Admäralität. Infolge dieſer Uebelſtände explodierten die meiſten ruſſiſchen Geſchoſſe jüberhaupt nicht und fielen, ſo weit ſie nicht einfach die Wellen bombardierten, flach wie Ziegelſteine auf die Decks der japa⸗ niſchen Schiffe. Dieſe ſelbſt wurden nur ganz ausnahmsweiſe und wie zufällig getroffen, und auch dann nur meiſt in den Maſten und Schornſteinſpitzen. Im kraſſen Gegenſatz; dazu hätten die japaniſchen Geſchoſſe zu ihrer Beſtünzung nicht nur niib tötlicher Sicherheit die ruſſiſchen Schiffe getroffen, ſondern ſtets auch deren„edelſten“ Teile. Auch die Qualität der japa⸗ niſchen Munttion ſei erſtklaſſig geweſen. Beſonders furchtbar Cagesneuigkenen. Bismarck auf dem Sterbebette. Ueber das in der Lenbach⸗ Ausſtellung der internationalen Ausſtellung in München befindliche Bild Bismarckauf dem Sterbebette“ wird der„Augsbd. dhendgtg.“ geſchrieben: Ungefähr vier Wochen nach dem Tobe des Fürſten Bismarck kam ich wieder einmal in bas Akelier des Meiſters. Abſesla bon den anderen in Arbeit begriffenen Bildern ſtano das in einen dunklen Rahmen gefaßte, erſt kürzlich vollendete„Bismaeck guf dem Sterbebette“ oder richtiger geſagt auf dem„Totenbette“. Tief ergriffen von der wahrhaft idealen Auffaſſung des großen Toten und zugleich gerührt won der Einfachheit der Darſtellung wendete ich mich wortlos zum Meiſter, der mir ſagte:„Ich habe Ihn ſo nur kurz geſehen, aber ich glaube, es iſt mir doch gelungen.“ Dabef nahm Lenbach das Bild und trug es wieder an einen be⸗ ſonderen Platz; denn es war ſeinem Herzem tzu teuer, als daß er es allen Beſuchern ſeines Ateliers hätte zeigen wollen. Nach kurtzer Unzerbrechung kam Lenbach auf die Entſtehung des Bildes zurück und beklagte ſich dabei in ſeiner heftigen Weiſe üer die wenig ent⸗ gegenkommende Form, die mam ihm, bem Maler des großen Toten, hei dieſer Gelegenheit getzeigt. Gleich nach dem Bekanntuerden don des Fürſten Tode reiſte er nach Friedrichsruh mit der Ab⸗ ſicht, nicht nur den großen verehrten Mann noch einmal zu ſehen, ſondern durch ein Bild der deulſchen Nation zum ewigen Gedenken die Geſtalt des Helden auf dem Totenbette zu erhalten. Er konnte dis Abſicht, die er hatte, nicht nach Wunſſch durchfführen. Es wurde ihm bedeutet, daß er nur für wenige Minitten den Toten betrachten und ſkiggteren dürfe; denn es ſſei der Wunſch des Fürſten geweſen, daß man ſſeinen Leichnam nicht zu einer Schauſtellung verwenden dürfe. Lenbach konnte und bpollte dies von ſeinem Künſtlerſtand⸗ punkte aus nicht gelten laſſen. Er perteidigte ſeine Anſicht mit der Begründung, die deltzſche Nation hätte ein Intereſſe daran, auch Bismarck auf dem Totenbette“ zu ſehen. Nicht einmal eine Toten⸗ maske habe man von ihm nehmen laſſen. Lenbach ließ ſich nicht von der Idee aböringen, man habe den Wunſch Bismarcks falſch ge⸗ deutet— denn Bismarck habe nie ſo kleinlich gedacht. Vielleicht hatte der Künſtler nicht Unrecht! 2 Franz Strauß, der langjährige erſte Horniſt des Münchener Hoforcheſters, der Vater Richard Strauß', iſt geſtorben. Strauß war ein ganz hervorragender Vertreter ſeines Inſtruments. Künſtleriſch eniſtammte er der Lachnerſchen Periode des Münchener Muſiklebens: der Gigenart wie der Geſinmung nach fußte er voll⸗ kommen auf ihren Prinzipien und gehörte der muſitaliſchen äußerſten Rechten, den ſtveng Konſervativen an. Die Epoche des Orcheſters unter Bülow gehörte deshalb nicht zu den glücklichſten Jahreß von Strauß' Leben. Als eines der namhafteſten und zugleich Lin⸗ flußreichſten Mitglieder der ügl. Inſtrumentaltapelle machte er da⸗ mals It.„M. N..“ auch als Parteiführer viel von ſich reden. Senne ſpäteren Ghefs Wüllner und Levi ſchätzten ihn wieder ungemein hoch; ja Levi legte z. B. ſehr großes Gewicht darauf, daß Strauß — trotz ſeines allbekannten heftigen Antagonismus gegen Wagner und alles, was mit dieſem zuſammenhing— im Jaßhre 1882 mit der übrigen k. Inſtrumentalkapelle zur Mitwirkung nach Bayveuth ging; und Lebi, der feine, liebenswürdige„Diplomat“, erreichte das überraſchenderweiſe wirklich. Zu Mitte der achtziger Jahre ſchied Strauß dann aus der aktiven Stellung im Orcheſter, gerade zu jener Zeit, als das Geſtiun ſeines Sohnes Richard auftzugehen be⸗ gant und dieſer durch Bülow die erſten Weihen ſeiner Kunſt er⸗ hiell. Aus jener Zeit ſtammt das bezeichnende und berühmt ge⸗ wordene Diktum:„So rächt ſich Hans b. Bülow.“ In den ſpäteren Jahren ſöhnte ſich Strauß dann mehr und mehr mit der„Welt der Neuen“ aus. ̃ — Kriegsberichterſtatter und der alte Wrangel. Wie gegen alle „Federfuchſer“, ſo hatte der alte Wrangel einen beſonders großen Widerwillen gegen Kriegsberichterſtatter. Er tat alles mögliche, um zihnen das Daſein ſchwer zu machen und freute ſich königlich, wenn er wieder einmal einen„rausgeekelt“ hatte. Während des Feldzuges ſpondent der„Times“ auch im preußiſchen Lager. Kaum hatte das einem Empfehlungsſchreiben Bismarcks verſehen. Das mußte aller⸗ zer den Empfehlungsbrief ſchweigend geleſen hatte, lud er mit großer Prinzen Friedrich Karl. Hier ſtellte er ihn mit folgenden, überlaut heute hier erſchienen ſind, überraſcht mich umſomehr, als ich daraus erſehe, daß ich Ihnen durchaus unbekannt bin. und ich bin derjenige, der Sie in der Rechtsphiloſophie zu unter⸗ weiſen hat.“ Das Auditorium nahm dieſe Worte mit großer Heiter⸗ leit auf, worauf der Profeſſor fortfuhr:„Sie ſind die Zierden der Wrangel erfahren, als er den Mann unbarmherzig daraus entfernen ließ. Jener kam aber, mit dringenden Berliner Empfehlen verſehen, bald zurück. Wrangel wies ihn ab. Allein der Sohn Albions er⸗ ſchin mit echt engliſcher Beharrlichkeit ein drittes Mal, fetzt mit dings Papa Wrangel reſpektieren, insgeheim ſchwur er aber, dem „Zeitungsmenſchen“ den Aufenthalt gründlich zu verleiden. Nachdem Artigkeit den Gentleman zur Tafel ein. Als er erſchien, cilie Wrangel auf ihn zu, faßte ihn bei der Hand und führte ihn zum geſprochenen, aber im Ton äußerſt artig gehaltenen Worten vorz „Königliche Hoheit, ich habe die Ehre, Ihnen den Korreſpondenten der„Times“ vorzuſtellen, es iſt derſelbe, der jahrelang die infamen Artikel über preußiſche Politik ſchrieb, wir ſollen ihn gut behandeln, läßt Bismarck mir ſagen, dann wird er wohl beſſer über uns ſchrei⸗ ben.“ Der Korreſpondent hielt ſich von da ab in ſtiller Zurück⸗ gezogenheit im Lager auf— bei der Tafel Wrangels ließ er ſich nicht mehr ſehen. — Ein witziger Profeſſor. Aus Peſt wird unter dem 25. Maß berichtet: Dr. Julius Pikler iſt außerordentlicher Profeſſor der Rechtsphiloſophie an der hieſigen Univerſität. Als der junge Ge⸗ lehrte geſtern ſeinen Hörſgal betrat, war er ſehr überraſcht, das Auditorium geradezu Kopf an Kopf gedrängt zu finden. Selbſtver⸗ ſtändlich! Der Herr Profeſſor hatte an diefem Tage die Indices zu unterſchreiben. Der überraſchte Gelehrte richtete an ſeine Hörer folgende Anſprache:„Meine Herren! Die große Maſſe, in der Ste 8 Ich habe hiermit die Ehre, mich Ihnen vorzuſtellen: Mein Name iſt Julius Pikler, Nation, die dereinſt berufen ſein werden, mit Pünkklichkeit den Beruf zu erfüllen, für welchen ich Sie heranbilde. Ich aber, der ich von dieſem Katheder aus die ideale Wahrheit verkünde, bin ver⸗ Seite. General⸗Anzeiger. arahelm, 8. Jurl. und die ruffiſchen Mannſchaften erſchreckend habe die Sicherheit der Torpedo⸗Angriffe gewirkt. Die Torpedos verſenkten inner⸗ halb 20 Stunden 7 ruſſiſche Kriegsſchiffe. Die Kapitulation Nebogatows. Der„Copriere della Sera“ erhält aus Tokio folgende Eintzel⸗ heiten über Nebogatows Kapitulation: Die Japaner ſichteten im Morgengrauen des 28. Mai Nebogatows Geſchwader, das unbeweglich mitten unter den Riffen der Liancourtinſel lang. Ein Schiff ent⸗ floh, und nach der erſten Salve forderten die Japaner den Feind auf, die Schiffe zu übergeben. Die Ruſſen antlvorteten nicht. Die Japaner dampften näher heran, gaben eine zweite Salbe ab und erneuerten die Aufforderung zur Uebergabe der Schiffe. Die Ruſſen, die keinen Schuß erwidert hatten, ſenttem die ruſſiſche und hißten die Flagge der aufgehenden Sonne. Während der Kommandant des Kreuzers„Aſhima“ ſich anſchickte, nach dem ſchen Admirals⸗ ſchüffe zu fahren, wurde vom Bord des„Orel“ eine Schaluppe nieder⸗ gelaſſen, die Nebogakow mit zwei Offizieren an Bord des„Aſhima“ brachte. Die Ruſſen waren in Paradeuniform; kreideblei⸗) traten ſie wor dem Kommandanten des„Aſhima“, und Nebogatow ſagte: „Ich komme, die Uebergabe meines Geſchwaders vorzuſchlagen.“ Kommandant Aſhiro antwortete:„Ich nehme Ihren WVorſchlag an. Er erſpart uns unnützes Blutvergießen und einen Verluſt an Menſchenleben.“ Die drei Ruſſen legten ihre Schwerter guf den Tiſch und ſagten kein Wort. Als die Japaner die ruſſiſchen Schiffe beſuchten, fanden ſie das Deck des„Orel“ mit Blut bebeckt, die umteiſten Geſchütze waren geborſten, die Lafetten zerbrochen. Die Unordnung war greulich. Alles ließ erkennen, daß die Mann⸗ ſchaften ſich geweigert hatten, die Befehle des Abdmirals auszuführen. Die Matroſen waren ſchmutzig, verwahrloſt, hatten zerriſſene Schuhe und Kleider. Das Schiff „Orel“ war vierzigmal getroffen worden, aber es hätte noch bämpfen können. Das Geſchwader dwurde nach dem Hafen von Maiguru gebracht. Das auf ber Landungsbrücke verſammelte Volk brach, als es die Schiffe ſah, in jubelnde Banſai⸗Rufe aus. In bdem Bericht heißt es ferner: Das Meer ſchwemme an der Gdüſte von Nagata, Jwami und Zumu Tauſende bon Leichen heran. Die meiſten ſeien ſchwarz vom Rauch und unkenntlich. Auf der Leiche eines Offigziers, namens Sebanime, fand man einen Brief mit folgendem Schlußpaſſus:„Der Feind in Sicht, bom Admiral ſtein Befehl. Wir fühlen alle den Tod herankommen. Wir bverden unſere Pflicht tun. Adieu!“ Das Meer iſt woll von Trümmerm und zerſtückelten Leichen. ö Der Tod des Admirals Fölkerſham. Aus Shanghai wird dem„Rußkoje Slowo“ gemeldet: Fölker⸗ ham ſtarb am 23. Mai an Magenkrebs. Roſhdjeſtwensky, der ihn auf der„Osljablja“ einige Tage vor ſeinem Tode beſuchte, berbot, das Ableben des Admirals dem Geſchwader bekanntzugeben. Nur ihm ſolle das Ereignis durch ein verabredetes Zeichen mitgeteilt werden. So wwehte die Admiralsflagge während der(Schlacht auf der„Osliablja“. Vor ſeinem Tode bat Fölkerſham, ſeine Leiche mach Rußland zu bringen. Wie der Zerſtörer„Muraſame“ das Flaggſchiff„Kniges Suworow e vernichtete. (Bericht des Kommandafiten der„Muraſame“ ſelbſt.) Nach dem vorgeſchriebenen Plane hatten wir eine beſtimmte Waſſerſtraße zu bewachen. Der Hauptteil des dritten Ge⸗ ſchwaders und eine Zerſtörer⸗Flottille, der wir beigegeben waren, lockte den Feind in die Gewäſſer von Iki und drängte ihw dann gegen Genkainada. Unſere Flolte, die„Mutſuſchima“ an der Spitze, eröffnete, an einer vorgeſchriebenen Stelle verſteckt, das Feuer; die Ruſſen konnten unſeren Standpunkt mit ihren nicht Jo weit treffenden Geſchoſſen nicht erreichen. Wir bedrohten ſte nur und ſie gingen in die Falle und erwiderten das Feuer. In dieſem Augenblicke drängte die japaniſche Hauptflotte den Feind von Norden her zurück und die große Seeſchlacht begann. Mein Zerſtörer befand ſich außerhalb des eigentlichen Schlacht⸗ kreiſes und beobachtete die Bewegungen der Ruſſen, deren Schie⸗ ßen traurig war. Viele ihrer Geſchoſſe gingen weit über die gegen ſie fechtende japaniſche Flotte weg und fielen weit darüber hinaus ins Meer. Eines der ſo verirrten Geſchoſſe traf uns im Stern. In dieſem Augenblicke erhielten wir Befehl, das Flaggſchiff des Feindes anzugreifen. Obwohl unſer Boot beſchädigt war, ſchoſſen wir doch mit Volldampf diurch das ſchwer gehende Meer grade auf das feindliche Schiff zu: auf hundert Meter Entfernung angekommen, feuerten wir unfer erſtes Torpedo, einen fiſ chförmigen 183zölligen Whitehead. Wir ſahen, wie er den Stern des„Kniaes Suworoff? traf und bemerkten gleich darauf daß er ſein Steuer zertrümmert hatte. Von dieſem Augenblicke an war das Bombenfeuer der japani⸗ ſchen Flotte einfach auf Roſhdjeſtwenskis Admiralſchiff kon⸗ zentriert. Seine Schornſteine waren bald in Klumpen ge⸗ ſchoſſen und ſeine Maſten ſtürzten mit furchtbarem Krachen zu⸗ ſammen. Nur von einem ſtand noch der untere Teil. Um ihn drängtem ſich, wie betäubt und ihrer Sinne beraubt Offi⸗ ziere und Mannſchaften. Jetzt feuerten wir unſer zweites Torpedo. Es fuhr direkt in den Maſchinenraum und ſofort legte ſich das Flaggſchiff faſt auf den Rand des Waſſers. In⸗ deſſen war der Geſchoßhagel der ganzen japaniſchen Flotte, als wirrde er durch einen automatiſchen Drücker geregelb und kon⸗ trollierb, auf den Haufen von Offizieren und Mannſ chaften gerichbet, die um den letzten Maſtſtumpf ſich drängte, und in wenigen Sekunden waren ſie alle wie trockenes Laub vom Winde e pflichtet, Ihnen dies mit meiner Unterſchrift zu bezeugen. Es gibt keine ſchönere Sache als die Wahrheit und darum unterſchreibe ich. Die ungariſche Jugend quittierte dieſe Zurechtweiſung mit ſtür⸗ miſchem Applaus, worauf der Profeſſor ſeine Vorleſung begann. — Bismarcks Friedensliebe kennzeichnet von neuem ejne Aeußerung, die er dem Generalfeldmarſchall Frhrn. v. Loé gegen⸗ über am 4. Juni 1867 getan hat und die dieſer in den Erinnerungen aus ſeinem Berufsleben mitteilt, die gegenwärkig in der Deulſſchen Revue zu leſen ſind. Los war am 6. März zum Kommandeur des Königshuſarenregiments in Bonn ernannt, aber wegen der Stei⸗ gerung der Kriegsgefahr noch bis Anfang Juni auf ſeinem Poſten bei der Botſchaft in Paris belaſſen worden. Als er ſich nun am 4. Juni, einen Tag vor der Abreiſe des Königs Wilhelm zur Pariſer Ausſtellung, bei dieſem meldete, traf er den Grafen Bis m ar ck im Vorzimmer.„Herr Oberſt,“ ſagte der Miniſter,„ich gratuliere Ihnen zur Uebernahme Ihres ſchönen Regiments. Ich habe Ihre Pariſer Berichte mit großer Aufmerkſamkeit geleſen.“ Als Los ſich ſtumm verbeugte, fuhr Bismarck fort:„Ich weiß ſchon, was Sie ſagen wollen. Sie denken, der Miniſterpräſident iſt 1866 nicht kriegsſchen ſen; warum war er es denn jetzt, wo er den Sieg ſicher hatte? Das iſt richtig. Kriegsſcheu bin ich nie, wenn ich die Notwendigkeit für mein Vaterland erkenne, Krieg zu führen. Dieſe Notwendigkeit iag 1866 vor. Eine andere Möglichkeit, die jahrhundertealten Kon⸗ flikte mit Oeſterreich zu löſen, gab es nicht. Nachdem dies aber ge⸗ ſchehen, wurde der Frieden ein ebenſo unbedingtes Erfordernis. Denn ich kann nicht, nur weil Frankreich ſchwach iſt, zu einem Kriege raten. Niemals werde ich zum Kriege herausfordern, weil wir die Stärkeren ſind, und um die Gelegenheit zu benutzen, einen ſpätern in Fragmenien in die Luft verſtreut. Faſt gleichzeftig bäumde ſich das Flaggſchiff kerzengerade wie eine in den Boden gepflanzte Stange in die Höhe und fuhr untertauchend auf den Meeres⸗ grund nieder.“ „Es iſt genug!“ Der Petersburger„Slowo“ ſchreiht: Wir glaubten an Kuro⸗ patkin— umd er wurde geſchlagen, wir glaubten an Port Arthur — und es wurde dem Feinde übergeben,(wir glaubten an das baltiſche Geſchwader— und es exiſtiert nicht mehr... Iſt das der Zorn Gottes? Iſt es die Buße für die Sünden der Vergangen⸗ heit, für den verhängnisvollen Fehler des großen Reorganiſators, Das Gefühl der chriſtlichen Demut befiehlt uns, die neue Prüfung geduldig zu tragen, aber das menſchliche und nationale Gefühl iſt empört und ſucht einen Ausweg, muß ihn finden und lvind es auch. Es iſt genug!.. Wir ſind geduldig geweſen, ſolange wir an die rettende Kraft der Geduld glaubten— jetzt aber ernten wir die Früchte dieſer Politik der Geduld und erkennen klar, daß eine Rück⸗ keihr zu ihr undenkbar iſt. Das Schickſal zieht das Fazit unſerer zweihundertjährigen Politik, und dieſes Fizit läßt bas Herz des Koloſſes bon 130 Millionen krampfhaft erzittern... Es iſt genug! Man hat Rußland zu Niederlagen geführt. Mit Geſang und Muſitk führte man uns angeblich zum Siege, tatſächlich aber in eine Falle, in der wir ſelbſt und unſere Ghre untergehen. Zweihundert Jahre lang ſind wir mit verbundenen Augen umhergeirrt, und jetzt ſtehen wir am Rande des Abgrundes. Unſere Führer haben ſich hinter unſerem Rücken berſteckt und wollen die Binde nicht von unſeren Augen nehmen. Wir aber haben es ſchon ſſelbſt getan, denn ber Krieg veranlaßte uns dazu; wir ſehen, wohin man ums geführt hat und dürfen ausrufen: „Es iſt genug!“ Möge das ruſſiſche Volk jetzt ſelbſt ſagen, was weiter geſchehen ſoll. Bis jetzt hat es ſchweigend geduldet, nun aber iſt die Zeit gekommen, wo es reden muß. Die Bureaukratie hat alles geſagt, was ſie konnte, und ihr Werk mit einer neuen nationalen Schmach gekrönt. Möge ſie jetzt hören, was ihre Ernährer ſagen, was jene mit denn Vertrauen ausgerüſteten Leute veden, deren ſofortige Berufung ſeit dem heutigen Tage ſſo notwendig geworden iſt wwie die Luft zum Atmen... Es iſt genug, genug! Deutsches Reſch. * Berlin, 4. Juni.(Die Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten von Nordamerika) wegen beſſerer Geſtaltung unſerer handelspolitiſchen Beziehun⸗ gen zu ihnen ſind mit ziemlicher Beſtimmtheit in nächſter Zeit zu erwarten. Dabei wird es ſich in erſter Linie nicht um die Höhe von Zollſätzen handeln, ſondern darum, in dem Syſtem der jenſeitigen Zollabfertigung Aenderungen zu ergielen. Die diesſeitigen Beſchwerden ſind zur Genüge wiederholt erörbert worden. —(Die Militärpenſionsgeſetze.) Wie der „National. Korr.“ aus Kreiſen des Heeres und der Marine mit⸗ geteilt wird, hat in ihnen die Nichberledigung der Militär⸗ benſionsgeſetze ſeitens des Reichstags tief verſtimmt. Und dies umſomehr, als das Tempo der Verabſchiedungen in letzter Zeit bereits augenſcheinlich beſchleunigt wurde in der Vovausſetzung, das Zuſtandekommen des Geſetzes ſei geſichert. Die verabſchiedeten Offiziere und ſonſtigen Indereſſenten wer⸗ den micht unaufgeklärt darüber bleiben, wem ſie die Verſchlep⸗ pung ihrer als berechtigt anerkannten Anſprüche weſentlich zu verdanken haben — Gei der Reichstagsnachwahl in Eſſen,) die durch den Tod des Zentrumsabg. Stötzel notwendig gewor⸗ den iſt, wird es vorausſichtlich zu einem harten Kampfe zwiſchen der Reichspartei, den Sozialdemokraten und der Zentrumspartei kommen. —(Die diesjährige ulkramontane Heer⸗ ſchau) findet, wie gemeldet, vom 20. bis 24. Auguſt in Straß⸗ burg i. Elſ. ſtatt. An der Spitze der Rednerkommiſſion ſteht der Weihbiſchof Freiherr Zorn von Bulach. Die Feſt⸗ halle, die eigens für den Zentrumstag in Holzbau hergeſtellt worden iſt, ſoll 8000 bis 10 000 Perſonen bequemen Raum bieten. —(Der„gute Ton“ bei den Genoſſen.) Dem kranken Eugen Richten bringen bekanntlich die Sozialdemo⸗ kraten keine freundlichen Gefühle entgegen, weil er der ſchärfſte Kritiker der zukunftsſtaatlichen Phantaſien geweſen iſt. Das Blatt des Genoſſen Franz Mehring aber entblödeb ſich nicht, in Ausdrücken gegen Eugen Richter vorzugehen, die nur die tiefſte Verachtung dieſer ſozialdemokratiſchen Kampfesweiſe hervorrufen können. Die„Leipz. Volkszig.“ überſchreibt einen Artikel gegen Eugen Richter:„Ein Strolch noch im Sterben.“ —(Der 9. deutſche Handlungsgehilfen⸗ tag) wird vom 17. bis 20. d. M. in Hamburg ſtattfinden. Die Verhandlungen beginnen am 17. mit den Berichten der Aus⸗ ſchüſſe. Am 18. werden die Vorträge gehalten. Der Tagung ſchließt ſich am 19. der Verbandstag des deutſch⸗ nationalen Handlumwgsgehilfenverbandes an. Nach den bisher erfolgten Anmeldungen werden mehr als 600 Städte auf der Tagung vertreten ſein. und Gott gegenüber die Verantwortung für die ſchweren Opfer, die jeder Krieg dem Lande auferlegt. — Der Kandidat für einen Scharfrichterpoſten.Bei einem mähriſchen Gerichtshof iſt nach dem Brünner„Tagesboten“ folgen⸗ des Geſuch eingelangt: Ich bitte Herr Präſident, ab Sie ſo ge⸗ enennu bereeerenene. Jfällig ſein wollen und mir Auskunft geben, op ich einen Scharfrichter⸗ poſten gleichfiel wo bekommen kännte, welcher mir jährlich 3000 Gulden gebet(gäbe) und wwo ich die Reiſeköſten in Dienſt nelbſt den Gelhalt bekommen könnte und den Gehalt monatlich in Vorhinein; ich denſelben Poſten gerne annehmen möchte und wenn mir der Dienſt der Geſundheit unerträglich wäre, daſs ich denſelben gleich berlaſſen dörfte. Das Geld kwelches ich meiner Geſundheitswidrig nicht abgedient hätte, mächte ich retouriren. Am günſtigſten wäre es, wenn man mir die Delikwenten an meinen jetzigen Poſten ein⸗ liefern(1) mächte, weil mir meine Kurgzfichtigkeit beim Reſſen hinderlich iſt. Bei dieſem Fall könnte ich die Delikwenten von gans Oeſterreich ſcharfrichtern; ich bitte um genauen Unterricht, was bei Hinrichtung der Debißwenten Alles zu tun haben werde und erſuche um längſtens monntliche Kündigung, wenn mir ber Dienſt zünftig nicht genehmig wäre.“ „ Die Laſt der Krone. Im einem intereſſanten Artikel über den Werkt und das Gewicht von Kronen, welchen eine engliſche Zeitſchrift weröffentlicht, heißt es, daß die bei weitem leichteſte europäiſche Krone diejenige von Großbritannien iſt, die beſonders für die Königin Viktoria angefertigt wurde. Sie wiegt nur 2½ engliſche Pfunde, alſo noch etwas aveniger als 2½ deuſſche Pfunde. Der Wert dieſer Krone beträgt 6 Millionen Mark. Einer der rieſigen Krieg vielleicht zu vermeiden. Ich trage dem Könige, dem Vaterlande Saphire, die ſich in bieſer Krone befinden, ſtammt noch aus der⸗ Plötzenſee vor Gericht. (Von unſerem Korreſpondenten.) sh. Berlin 3. Junf. Die Grörterungen über den Fall Groſſe wurden heute fort⸗ geſetzt. Der bereits geſtern vernommene Zeuge M. wurde vom Ver⸗ teidiger.⸗A. Dr. Liebknecht eingehend über den Selbſtmord⸗ verſuch Groſſes befragt. Er bekundete, daß Groſſe plötzlich aus dem Bett geſprungen ſei und den Verſuch gemacht habe, ſich an dem in der Nähe des Bettes befind⸗ lichen Spind aufzuhänge Ferner ſagte der Zeuge aus, daß Groſſe in der Tobzelle wie ein wildes Tier getobt habe. Auch Groſſes de⸗ monſtrative Auflehnung gegen die Hausordnung habe ihn zu der Ueberzeugung gebracht, daß Groſſe nicht normal ſei.— Ein Zeuge H. der ſchon vielfach in Zuchthäuſern und Gefängniſſen geweſen iſt, bekundete, daß er den Groſſe perſönlich nicht kenme, ihm ſei aber erzählt worden, daß Groſſe von den anderen Geſangenen ſämtlich für verrückt gehalben wurde. Groſſe iſt ferner nach des Zeugen An⸗ ſicht zu oft mit Arreſtſtrafen belegt worden. Als er weiter erklärt, er wiſſe noch etwas über„Dr. Unbedenklich“(gemeint iſt Dr. Pfle⸗ ger) auszuſagen, beantragt Erſter Staatsanwalt Schönian gegen den Zeugen eine ſofort zu vollſtreckende Haftſtrafe von einem Tage, weil er ſich erkühnt habe, in öffentlicher Sitzung den Nebenkläger mit einem ſo ehrenkränkenden und herabwürdigenden Spottnamen gen. zu bezeichnen.— Der Gerichtshof gibt dem Antrage des Staats⸗ anwalts ſtatt.— Der nächſte Zeuge C. bekundet, daß Groſſe häufig ohne erſichtlichen Grund Wutanfälle gehabt hat und bei Meinumgs⸗ verſchiedenheiten über ſeine Mitgefangenen hergefallen ſei. Der Aufſeher habe von dieſen Wutanfällen in den ſeltenſten Fälken etwas bemerkt. Groſſe habe mit den Händen gezittert und habe ausgeſehen, als wenn jemand Krämpfe habe.— Zeuge M. erzählt, was für Um⸗ ſinn Groſſe getrieben habe. Eines Abends habe Groſſe zerknirſcht dageſeſſen und zu dem Zeugen geſagt: Wenn ich noch einmal ſo n Ding mache, was kriege ich da wohl? Der Zeuge hat darauf geant⸗ wortet: Wahrſcheinlich wieder 15 Jahre. Na, dann hat es gar keinen Zweck, habe Groſſe darauf erwidert. Dann könnten ſie mich lieber um einen Kopf kürzer machen. Als Groſſe aus dem Lazarett kam, hat er zum Zeugen geſagt, daß man ihn mit Waſſer und Hunger habe kurieren wollen. Ein anderes Mal habe Groſſe er⸗ zählt, daß er eine Flugmaſchine erfunden habe und ſie am Körper verſteckt trage. Die Flügel gingen die Beine entlang und an den Armen habe er das Steuer. Aus allen dieſen Dingen ſchließb der Zeuge, daß Groſſe verrückt ſei. Hierauf wird nochmals der Bruder des Groſſe vorgerufen Willi Groſſe macht eingehende Angaben über die Verhaftung ſeines Bruders und erklärt, daß er kurze Zeit nach der Verhaftung Veran⸗ laſſung genommen habe, Herun Medizinalrat Baer über die Ge⸗ ſundheit ſeines Bruders zu befragen. Dr. Baer habe darauf er⸗ widert, daß der Zuſtand ſeines Bruders kein normaler ſei. Allein zur Anwendung des Paragv. 51 des Str.⸗G.⸗B. reiche es nicht aus.— Gegen die nunmehr vom Vorſitzenden beabſichtigte Verneh⸗ mung des Sachverſtändigen Arthur Schulz erhebt.⸗A. Du Liebknecht Einſpruch. Erſt müſſe die Beweisaufnahme über den Fall Groſſe beendeb ſein, ehe mit der Vernehmung der Sach⸗ verſtändigen begonnen werden dürfe. Außerdem beantragt Dr. Lieb⸗ knecht die Verleſung der Perſonalakten Groſſes.— Vorſ.: Ich werde das ſpäter tun.— Vert. Dr. Liebknecht: Damm ſtelle ich den Antrag.— Vorſ.: Ich bitte mir nicht ins Wort zu fallem Wollen Sie eiwa meine Anordnung als ungeſetzlich beanſtanden? Veyt.: Ja.(Bewegung.) Es kommt nun zu einer erregten Szene zwiſchen dem Vorſitzenden und den Verteidigern, die ſich alle erhoben haben und ums Wort bitten. Der Vorſitzende ſucht ſie zu überſchreien und erklärt, er erteile niemanden das Worb—. Vert. RA. Dr. Halpert: Ich muß das Wort haben.— Vorſ.: Wollen Sie gegem die Vernehmung des Sachverſtändigen proteſtieren— Vert.: Jawohl.— Vorſ.: Dann haben Sie das Work.— Verk. Dr. Halpert: Ich beantrage, Herrw Dr. Schulz wegen Beſorgnis der Befangenheit abzulehnen. Er iſt der Amtsnachfolger des Herrn Dr. Pfleger geweſen und die Beſchuldigungen gegen dieſen treffen auch Dr. Schulz.— Der Staatsanwalt widerſpricht und das Gerichh lehnt danm auch den Antrag des Rechtsanwaltes Dr. Halpert ab.— Dr. Schulz bekundet dann: Er ſei Ende 1904 bis Frühfahr 1905 Hilfsarzt in Plötzenſee geweſen. Er habe Groſſe wiederholt beham⸗ delt, aber es ſei ihm nie der Gedanke gekommen, daß Groſſe nicht normal ſein könnte. Allerdings wolle er damit nicht geſagt haben daß Groſſe geiſtig ganz geſund ſei. Groſſe ſei Hyſteriſch, was bei ihm auf degenerativer Grundlage beruhe. Groſſe ſei erblich be⸗ laſtet geweſen.— Darauf wurden die tweiteren Verhandlungen auf Montag vertagb. Der Raubmord im Pfarrhauſe. (Von unſerem Korreſpondenten.) sh. Gie ßen, 2. Juni⸗ Die Ermordung des greiſen katholiſchen Pfarvers Thöbes in Heldenbergen durch den Schlächtergeſellen Oskar Hudde wird kommenden Montag vor dem hieſigen Schwurgericht ihre Sühns erhalten. Wie noch erinnerlich ſein dürfte, war der aus Schalk in Weſtfalen gebürtige Mordbube Hudde das Haupt einer gefähr lichen Einbrecherbande, die ſeit Jahren das weſtliche und ſüdweſt⸗ liche Deutſchland durchſtreifte und ſpeziell die Pfarrhäuſer den Ortſchaften aufs Korn nahm. Huddes Genoſſen waren im den Hauptſache Landſtreicher, die der Angeklagte in den Herbergen am warb und durch ſein großſprecheriſches Auftreten, wie auch durch ſeine rieſigen Körperkräfte an ſich zu feſſeln wußte. Dem Räuber; hauptmann fehlte auch nicht die Geliebte. Hudde hatte ſich zu dieſem Zweck die hübſche Sängerin einer oberbayeriſchen Jodber⸗ und Schuhplattler⸗Geſellſchaft erkoren, die zuletzt in Aachen auf⸗ F weene— jenigen Eduard des Bekenners. Zwei weitere leichte Kronen be⸗ finden ſich in der Schatzkammer des Vatikans. Gine von ihnen twurde von Napoleon dem Papft Pius VII. geſchenkt und enthält den größtem Smaragd der Welt. Dieſe Krone wurde auf 8 Mill. Mark geſchätzt. Die andere iſt ein Geſchenk der Königin Iſabella von Spanien an Pius IX. Sie repräſentiert einen Wert bon 4 Millionen Mark und jede der beiden Kronen wiegt nicht mehr als etwa drei Pfund. 15 — ueber die Familie von Unruhe, die im kippiſchen Thronſtreit bekanntlich eine ſo große Rolle ſpielt, macht die „Preuß. Korr.“ einige mitteilenswerte Bemerkungem: Die Lippes ſind zweifellos ein ſehr altes Geſchlecht. Die Unruhes aber, deren Namen übrigens erſt vor wenigen ſtändliche Form gemadelt iſt, während er vom 8. bis 18. Jahrhun⸗ dert vorwiegend Unroch, Unruch oder die Unrugher lautete, waren ſchon zu Karls des Großen Zeiten eine uralte Edelfamilie. In dem Monum. German. hiſtor. werden ſie vom Jahre 802 ab a Grafen im Dienſte und in der Umgebung Karls des Großen ge⸗ nanmm und ſpäter häufiger dwie auch in Urkunden aus allen Jahr⸗ hunderten ſeither erwähnt. Unter Otto dem Großen Haben ſie ſich in den Kämpfen gegen die Slawen und in Italien, unter König Ottokar in Preußen, unter den Habsburgern, im Südoſten wie in den Niederlanden, nicht minder unter den Hohentzollern, als Felb⸗ Herrn und tüchtige Soldaten bewährt. In dieſen gölf Jahrhun⸗ derten haben ſie ſich nabürlich ſo durch ganz Mitteleuropa berbreitet I le ls! und zerſplittert, daß eine zweifelsfreieeuiftundung derelbkunft jedes einzelnen gar nicht mehr erwartet, verſtändigerweiſe nicht melhr ae⸗ fordert werden kann Jaßrhunderden in dieſe mißver⸗ 8 — eee N e e „Mannheim, 5. Jum. General⸗Anzeiger 8. Selte. Felrelen war und Hudde auf allen ſeinen Fahrten begleitete. Dieſe Zingen ziemlich unſtet vor ſich. Heute hatte Hudde noch als„Kunde“ in einem oberheſſiſchen Dorfe vorgeſprochen, morgen wohnte er, elegant gekleidet, in einem der vornehmſten Hotels in Köln oder Frankfurt a. M. und übermorgen raubte er in einer Meßbude der Weltausſtellung Lüttich einen Betrunkenen aus. Zwiſchendurch aber zog er genaue Erkundigungen über die Vermögensverhältniſſe und die Lebensgewohnheiten der Pfarrer in den betreffenden Ge⸗ genden ein und plötzlich erfuhr man dann von einem mit ſeltener Frechheit ausgeführten Raubzuge durch eine Reihe Pfarrhäuſer, wobei den Einbrechern ſtets gutgefüllte Behälter, oft auch ganze Kirchenvermögen in die Hände gefallen waren. Die Unſicherheit Ramentlich im Heſſiſchen, nahm ſchließlich ſo überhand, daß ſich im vorigen Jahre das biſchöfliche Ordinariat in Mainz veranlaßt ſah, an ſämtliche Pfarrgeiſtlichen ein beſonderes Rundſchreiben zu richten, in dem die Geiſtlichkeit eindringlich vor der Räubergeſell⸗ ſchaft gewarnt und darauf hingewieſen wurde, daß gerade die ka⸗ tholiſchen Pfarrhäuſer gern zum Schauplatz der verwegenſten in⸗ brüche gemacht würden. Auch wurde den Geiſtlichen größte Vor⸗ ſicht und Wachſamkeit empfohlen und ihnen verſchiedene Winke zur beſſeren Sicherung der Kirchenvermögen gegeben. Trotzdem gelang es Hudde, im Verein mit zweien ſeiner verwegenſken Kumparde, dem früheren Barbier Otto Walter aus Naugard i. Pommern und dem Kellner Emil Del le aus Erlangen, noch wiederholt, ſo in Herdorf am Rhein, in Garbeck bei Koblenz, in Heppenheim an der Bergſtraße, in Haden bei Osnabrück und in Klein⸗Schwalbach am Taunus die dortigen Pfarrhäuſer in der unverſchämteſten Weiſe Huszuplündern. In Herdorf beſaß er ſogar die Frechheit, nach ge⸗ ſchehener Tat ſich an dem Kommunionswein und den Speiſevorräten des Pfarrers gütlich zu tun, nachdem er den im Nebenzimmer ſchla⸗ fenden Geiſtlichen eingeſchloſſen hatte. Alles dies geſchah kurze Zeit por der Tat, die jetzt zur Aburteilung ſteht. Als am 12. November v. J. die Einwohner des kleinen Ortes Heldenbergen in Heſſen zum Frühgottesdienſte erſchienen, warteten ſie zu ihrem Erſtaunen vergebens auf den Geiſtlichen. begab ſich der Kirchendiener in das Pfarrhaus, um den Pfarerr zu rufen. Erſt daraufhin klopfte die Haushälterin, die den Geiſt⸗ lichen noch ſchlafend wähnte, an deſſen Schlafzimmer an, ohne eine Antwort zu bekommen. Dadurch ſtutzig gemacht, wagte es der Kirchendiener und die Haushälterin, das Schlafzimmer zu be⸗ greten und nun bot ſich ihnen ein ſchrecklicher Anblick. In ſeinem Bette lag entſeelt mit durchſchnittenem Halſe der Pfarver, neben ihm ein der eigenen Küche entnommenes großes, blutiges Meſſer, mit dem die Mordtat offenbar vollbracht worden war. Im übrigen war im Zimmer alles bunt durcheinander geworfen und durchwühlt, ſodaß man ſofort auf einen Raubmord ſchließen konnte. Num erſt fiel es der Haushälterin ein, daß ſie in der Nacht über lautes „Gurgeln“ des Pfarrers wach geworden war; ſie hatte aber an⸗ genommen, er räuſpere ſich wegen einer Erkältung. Sicherlich hatte ſie das Todesröcheln des ſterbenden Pfarrers gehört, ſonſt aber einen verdächtigen Ton vernommen, ſodaß ſie ſorglos wieder ein⸗ ſchlief. Der Mörder hatte dem Pfarrer einen Stich in die rechte Packenſeite und einen zweiten in den Hals verſetzt, der die Schlag⸗ gder traf und den Tod des Pfarrers herbeiführte. Der unglück⸗ fliche Manm konnte ſich nicht wehren, weil er die Hände verbunden krug. Er hatte nämlich eine Wunde im Geſicht, und ſollte dieſe meit den Händen nicht berühren. Nach der Tat wuſch ſich der Mörder im Waſchbecken des Schlafzimmers die blutigen Hände und Hocknete ſie an dem daneben hängenden Handtuch. Ein Kampf zwiſchen dem Mörder und ſeinem Opfer hat nicht ſtattgefunden. Der Tod des Pfarrers erregte in der 1300 Einwohner zählenden Ge⸗ kmeinde allgemeine Teilnahme, ſchon deshalb, weil der ziemlich ver⸗ mögende Geiſtliche ein Wohltäter der Armen war und auch für die Gemeinde manches Opfer brachte. Er amtierte ſeit fünf Jahren in Heldenbergen. Dem Täter war keine große Geldſumme in die zände gefallen. Nur ein in einer Kaſſette aufbewahrter Betrag ben etwa 1000 Mark, den der Pfarrer für Vereine bereinnahmt hatte, fehlte, außerdem zwei goldene Herrenuhren, die auf dem Tiſche lagen. Zwei weniger wertvolle Uhren ließ der Mörder un⸗ berührt, ebenſo alle Wertpapiere und auch das über 70 000 Mark betragende Kirchenvermögen, das in einer Wäſchetruhe verborgen, en Blicken des Täters entgangen war. Die ſofort eingeleiteten Recherchen führten ſehr bald auf die Spur des verwegenen Pfarr⸗ ausräubers Hudde, um ſo mehr, als die Einzelheiten des Ein⸗ bruchs, der dem Morde vorausgegangen war, genau mit denen frü⸗ Taten der Huddeſchen Räubergeſellſchaft übereinſtimmten. Frotzdem wußte ſich Hudde noch geraume Zeit vor ſeinen Häſchern zu derbergen. Er beſaß ſogar noch die Frechheit, weitere Raub⸗ züge in die Pfarrhäuſer von Rüdesheim und Kanten am Nieder⸗ chein zu unternehmen und ſetzte ſich darauf in der Grenzſtadt Aachen feſt, wo er gerade einen Konditor Sander aus Hannober und einen Kutſcher Schulte aus.⸗Gladbach zu einem neuen Raub⸗ zuge nach Brüſſel bereden wollte, als ſeine Feſtnahme erfolgte. Die Uhr des toten Pfarrers, die er in Köln verſetzte, war ihm zum Verräter geworden. Als die Poligef ihn ſtellte, nannte er ſich zunächſt Oskar Hültermann. Als er dann aber den Ab⸗ heferungsſchein unterſchrieb, ſollte ihm ſeine innere Aufregung zum Verderben werden. Denn er unterzeichnete Oskar Hudde. Dem Selpſtverrat folgte dann auch ein teilweiſes Geſtändnis. Hudde hat ſich daher am Montag im Verein mit ſeinem bei dem Einbruch in Klein⸗Schwalbach beteiligten Komplizen Walter unter der Anklage des Raubmordes bezw. des Einbruchs zu berantworten. 5* w. Gießen, 5. Juni. Unter großem Andrange des Publi⸗ zums nahm heute früh vor dem hieſigen Schwurgericht die Verhand⸗ ſung gegen den Metzgergeſellen Oskar Hudde wegen Raub⸗ mordes an dem Pfarrer Thöbes in Heldenbergen ihren An⸗ fang, Mitangeklagt wegen verſchiedener außerdem verübter gemein⸗ ſamer Einbrüche iſt der Schneider Otto Walkler Den Vorſttz führt Landgrichtsrat Praetor ius, die Staatsanwaltſchaft ver⸗ kritt Oberſtaatsanwalt Theobald und Staatsanwalt Hoos. Zunächſt wurden heute früh die verſchiedenen gemeinſam verübten ömbrüche verhandelt. Von den 60 Zeugen iſt nur ein Teil für den en Verhandlungstag vorgeladen. Nus Stadt und Land. Maunheim, 5. Junt. Zu einer würdigen Gedenkfeier geſtaltete ſich am Samstag nachmittag die Uebergabe beztw. Ueber⸗ 5 der Gedenkſteine, die Verehrung und Dankbarkeit auf den Gräbern der auf dem bieſigen Friedhofe ruhenden Hauptlehrer Wir haben bereits mitgeteilt, 12 Zug und chler errichtet haben. 15 die 5 des 25jährigen Beſtehens, die im vorigen Jahre das „Badiſche Lehrer⸗Witwen⸗ und Waiſenſtift“ hier begehen konnte, den Anſtoß zu einer Sammlung freiwilliger Beiträge in den Lehrerkon⸗ ferenzen gab, um die Gräber der beiden um das Stift hochverdienten Jugendbildner mit einem äußeren Zeichen der Dankbarkeit zu chmücken. Die Gedenkfeier, die anläßlich der Aufrichtung der Denk⸗ mäler am Samstag nachmittag in Gegenwart der Herren Bürger⸗ meiſter v. Hollander, Stadtſchulrat Dr. Sickinger, Stadt⸗ zäte Duttenhöfer und Hirſchhorn, Kreisſchulrat Dr. Engel, einer Deputation der Karlsruher Lehrerkonferenz und eimer großen Anzahl Lehrer von hier und der näheren Umgebung ſlattfand, legte ein beredtes Zeugnis davon ab, daß die badiſche Schließlich von welcher Seite er wolle. Lehrerſchaft die Verdienſte hervorragender Kollegen bis über das Grab hinaus in vollem Maße zu würdigen weiß. Die Gedenkfeier am Grabe Hugs. Zunächſt begaben ſich die Erſchienenen zu dem Grabe des auf dem alten Teil des Friedhofes ruhenden Hauptlehrers Andreas Hug, wo die Feier mit dem Vortrag eines Liedes durch den Lehrer⸗ geſangverein ſtimmungsvoll eingeleitet wurde. Dann trat Herr Lehrer Gitel⸗Edingen, das älteſte Mitglied im Vorſtand des Badiſchen Lehrer⸗Witwen⸗ und Waiſenſtifts, an die letzte Ruheſtätte des trefflichen Schulmannes, um in längerer vorzüglicher Rede deſſen Verdienſte um die Sache des badiſchen Lehrervereins im all⸗ gemeinen und des Stifts im beſonderen zu würdigen. Der Redner beſprach zunächſt die Gründung des Stifts, deſſen Schaffung lediglich auf die Initiative Hugs zurückzuführen iſt. Am 5. Januar 1879 konnte Hug gelegentlich der erſten Vorſtandsſitzung das Stift als konſtituiert erklären. 25 Jahre ſegensreicher Tätigkeit waren am 1. Januar 1904 verfloſſen. Der Stiftsvorſtand glaubte nun dieſes Jubiläum nicht ſchöner und beſſer begehen zu können, als ſich mit dem Vorſtand des Lehrerbereins ins Benehmen zu ſetzen und gemein⸗ ſam einen Aufruf zur Sammlung von Beiträgen ergehen zu laſſen, um auf den Gräbern der langjährigen Leiter und Gründer Andreas Hug und Guſtag Iſchler Denkmäler errichten zu können als Beweis der Dankbarkeit der Lehrerſchaft. Als in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein lebendiger Strom nach Einigung alle Stämme Deutſchlands durchzog, da folgten auch viele Lehrer einem Rufe begeiſterter Kollegen nach Eiſenach, um daſelbſt einen deutſchen Lehrerverein ins Leben zu rufen. Dies geſchah und infolgedeſſen wurden auch viele Landes⸗ und Provinzialvereine gegründet, die alle als Zweigvereine des deutſchen Lehrervereins galten. Wenn auch manche dieſer Gründungen durch beſondere Ereigniſſe bald wieder ihre Tätigkeit freiwillig einſtellten oder dazu gezwungen wurden, ſo war doch der Keim gelegt, der bald unter einer wärmeren Sonne aufgehen und Früchte tragen ſollte. Auch bei uns in unſerem viel⸗ geliebten ſchönen Vaterlande regte ſich dieſer Geiſt. Hug war es, der das Steuerruder ergriff. Er ſchrieb in die Schulzeitungen, wobei beſonders ſein Streben dahin gerichtet war, das ganze Volk für die Schulintereſſen zu gewinnen. Redner ſchilderte dann, wie durch das raſtloſe Vorarbeiten Hugs die Gründung des Badiſchen Lehrervereins zuſtande kam. Hug wurde Obmann des Vereins, er führte die Redaktion der Schulzeitung, er gründete das Witwen⸗ und Waiſenſtift. Welche Fülle von Arbeit lag in dieſen Aufgaben. Hug war kein Redner, der alle mit ſich fortzureißen wußte. Es war im ganzen ein Mann, der mit mathematiſcher Pünktlichkeit und Genauigkeit arbeitete. Seine größten Erfolge erzielte er durch den Appell an den Verſtand. Da regte er die Geiſter an durch ſeine unerbittliche ſcharfe Logik und Konſequenz. Ein Greis an Jahren, war er noch ein Jüngling an geiſtiger Friſche. Selbſt auf dem Krankenbette verließ ihn ſein guter Humor nicht. Hugs Leib iſt von uns geſchieden, doch ſein Geiſt nicht. Dieſer lebt fort in ſeinen edlen Werken. An uns aber iſt die Pflicht herangetreten, unſere Liebe und Dankbarkeit zu ihm und durch ihn dem ganzen Stande zu bezeugen und zu beweiſen, daß wir dieſes Führers würdig waren. Wir wollen dies tun durch das eifrige Beſtreben, das Erbe, das er uns hinterlaſſen hat, weiter auszubilden, hauptſächlich durch unſere treue Mitgliedſchaft im Lehrerverein, durch eine Mitgliedſchaft, die keinen Keil in ſich treiben läßt, mag er kommen, 8 Zum Zeichen, daß dies der ernſtliche Wunſch aller ſei und als lebendiger Ausdruck dankbarer Geſinnung legte Redner ſodann einen prächtigen Kranz nieder. Dann trat der Obmann des Badiſchen Lehrervereins, Herr Lehrer Baur⸗Weitenung bei Bühl, an das Grab. Dem früheren un⸗ vergeßlichen, hier zur letzten Ruhe beſtatteten Obmann, dem Ver⸗ treter der Intereſſen des badiſchen Lehrerſtandes und ſeiner Ange⸗ hörigen während eines Menſchenalters, dem Freund und Berater der Jugend widmete Redner im Namen des Badiſchen Lehrervereins eine koſtbare Kranzſpende mit dem Gelöbnis, daß man das Andenken des Verblichenen ehren werde durch Nachahmung ſeiner Tugenden und Befolgung ſeiner Grundſätze. Den letzten Kranz legte Herr Lehrer Thum⸗Karlsruhe im Namen der Freien Konferenz Karls⸗ ruhe nieder mit dem Verſprechen, das Vermächtnis des Verſtorbenen ehren zu wollen, und mit dem Gelöbnis: Wir wollen ſein und bleiben ein einig Volk von Brüdern! Damit war am Grabe Hugs die Feier beendigt. Der aus Odenwälder Syenit beſtehende, etwas über einen Meter hohe, roh behauene, kegelförmige Gedenkſtein trägt auf der Vorderſeite auf geſchliffener Platte in Goldbuchſtaben die Inſchrift:„Andreas Hug, Hauptlehrer, geb. 1810, geſt, 1890. Gründer des Badiſchen Lehrervereins und des Witwen⸗ und Waiſen⸗ ſtiftes. Geſpidmet von der badiſchen Lehrerſchaft.“ Zwei gekreuzte Palmenzweſge in Bronze, die ſich unter der Inſchrift befinden, ſind der einzige Schmuck des Denkmals, das gerade wegen ſeiner Ein⸗ fachheit einen umſo gediegeneren Eindruck macht. Die Feier am Grabe Iſchlers. Bei der Feier am Grabe Iſchlers, das ſich auf dem neuen Teil des Friedhofes befindet, hielt Herr Hauptlehrer Stürer, der derzeitige Obmaun des Witwen⸗ und Waiſenſtifts, die Gedächtnis⸗ rede. In inniger Freundſchaft verbunden, ſo führte der Redner aus, mit dem Manne, deſſen Ruheſtätte wir eben verlaſſen haben, und in hoher Begeiſterung für die Ideale unſeres Berufes erglüht, war der uns unvergeßliche Kollege Guſtav Iſchler, an deſſen Grabe wir uns verſammelt haben, über 50 Jahre in treuer Arbeit ſeinem Berufe zugetan. Das Badiſche Lehrer⸗Witwen⸗ und Waiſenſtift verehrt in ihm nicht nur den Mitbegründer, ſondern auch den eifrigen Förderer ſeines wohltätigen Zweckes. Von Anbeginn der Gründung an bis an ſein Ende war er unausgeſetzt in der Verwaltung tätig mit einer Selbſtloſigkeit, die unſer aller Bewunderung einflößte. Aber nicht nur hier, ſondern überall, wo es galt, ſich in den Dienſt der werktätigen Nächſtenliebe zu ſtellen, wo es galt, den Bedrängten unſeres Standes hilfreich die Hand zu bieten, war er dabei, un⸗ ermüdlich zu arbeiten aus dem Innern ſeines Herzens heraus. In dieſem edlen Tun, wie in ſeinem ganzen uneigennützigen, ſchlichten Weſen, das ihn kennzeichnete, war er ein wahrer Jünger Peſtalozzis. Es wird unſere heiligſte Pflicht ſein, die Grabſtälten der hoch⸗ geſchätzten Nebihenen in treue Obhut und Pflege zu nehmen. Redner ſprach ſodann allen Anweſenden den Dank für die Teilnahme an der Feier aus und ſchloß mit dem Wunſche, daß der gute Same, der von beiden Männern ausgeſtreut wurde, herrliche Früchte tragen möge. Mitß dieſen Worten legte der Redner die wohlverdiente Kranzſpende nieder. Mit entſprechenden Widmungsworten ſchloſſen ſich an Herr Obmann Baur im Namen des Badiſchen Lehrer⸗ vereins und Herr Hauptlehrer Kraut im Namen der Karlsruher Lehrerſchaft. Kurz nach 6 Uhr war auch dieſe Feier, die ebenfalls mit einem Geſangsvortrag eingeleitet wurde, beendigt. Der Gedenk⸗ ſtein, der in derſelben Weiſe wie derjenige auf dem Grabe Hugs ausgeführt iſt, trägt die Inſchrift:„Guſtav Iſchler, Hauptlehrer, geb. 1828, geſt. 1902. Langjähriger Leiter des Bad. Lehrer⸗ Witwen⸗ und Waiſenſtifts. Gewidmet von der bad. Lehrerſchaft.“ Bei der Feier waren von Angehörigen der beiden Verſtorbenen zu⸗ gegen zwei Enkel Hugs, der Sohn Iſchlers, Herr Kreisſchulrat Iſchler⸗Mosbach und eine Nichte Iſchlers, Frau Lehrer Kaſper⸗ Durlach. Geliefert wurden die Denkmäler bon Herrn Bildhauer Sommer⸗Schriesheim. 5„ 5 25jähriges Jubiläum der Mannheimer Rudergeſellſchaft. Die Mannheimer Rudergeſellſchaft feierte am verfloſſenen Samstag und Sonntag ihr 25jähriges Beſtehen durch Feſtkommers und Dampferfahrt. Beide Veranſtaltungen nahmem einen ſchönen, der Bedeutung des Jubelfeſtes würdigen Verlauf. Der Verein hat anläßlich deß Jubiläums eine mit verſchiedenen Abbildungen ver⸗ ſehene. bon dem atpeiten Schriftführer Herrn Karl Lüdecke ver⸗ Gäſten. faßte Feſtſchrift herausgegeben, die in knapß zuſammenfaſſender, aber dabet doch erſchöpfender Weiſe die Entwickelung des Vereins im erſten Vierteljahrhundert ſchildert. Am Samstag Abend fand in dem prächtigen Bootshauſe der Geſellſchaft ein äußerſt zahlreich beſuchte Feſtkommers ſtatt. In Vertretung des 1. Vorſitzenden, Herrn W. Stachel⸗ haus, hieß der 2. Vorſitzende, Herr Herm. Künzig, die Er⸗ ſchienenen herzlich willkommen und knüpfte daran den Wunſch, daß der Abend dazu beitragen möge, ſowohl die ſportlichen Beziehungen zu den Ruderbereinen als auch die freundſchaftlichen Beziehungen zu den andeven Vereinen zu kräftigen. Sein von den Vereinsmit⸗ gliedern begeiſtert aufgenommenes Hipp, Hipp, Hurra! galt den Herr Rechtsanwalt Dr. Al t, der frühere langjährige Vor⸗ ſitzende des Jubelbereins, beſprach in längeren, mit großem Bei⸗ fall aufgenommenen Ausführungen die Enttvicklung der Geſellſchaft in den letzten 25 Jahren, ihr freundſchaftliches Verhältnis zu den zandern beiden hieſigen Rudervereinen und die hohen erzieheriſchen Eigenſchaften des Ruderſports im allgemeinen. Hierbei wies der Redner auch auf die jüngſte Rede unſeres Großherzogs über die Disziplin und die Unterwerfang unter ein höheres Ziel hin, Worte, die auch ausgezeichnet für die Anhänger des Ruderſports paßten⸗ Dann gedachte der Redner des Großherzogs in ſeiner Eigenſchaft als Protektor des Regattavereins und des Kaiſers, der dem Ruder⸗ ſport gleichfalls großes Intereſſe entgegenbringe, und ſchloß mit zeinem jubelnd aufgenommenen Hipp, Hipp, Hurra! auf den deutſchen Ruderſport, Großherzog und Kaiſer. Im Anſchluß daran wurde ſtehend die Nationalhymne geſungen. Nun folgten in langex Reihe unter Ueberreichung von Geſchenken die Gratulationen der Vertreter anderer Vereine. Den Reigen eröffnete Herr Pfeffer vom Mannheimer Ruderklub. Dann folgten Herr Daniel Lutz vom Manmheimer Ruderverein„Amicitia“, Herr Prof. Dr. Ulrich vom Ruderklub Heidelberg, Herr Schweizer von der Rudergeſell⸗ ſchaft Heidelberg, Herr Wüller vom Ler Klub, Herr Fiemeher vom Rheinklub Alemannia Karlsruhe, Herr Rocke von der Ruder⸗ geſellſchaft Worms, Herr Dr. Wolfhard vom Turnverein Mann⸗ heim und Herr Direktor Irſchlinger von der Lindertafel. Herr Künzig dankte für die zum Ausdruck gebrachten Wünſche, in denen er einen Anſporn dazu ſehe, auf dem betretenen Wege weiter⸗ zuſchreiten. So weit es an der Geſellſchaft liege, würden auch die guten Beziehungen zwiſchen ihr und den andern Vereinem immer ſbandhalten. Sein Hipp, Hipp, Hurra! galt der Freundſchaft. Der 1. Schriftführer, Herr Schneider gedachte ſodann mit ehrenden Worten der noch der Geſellſchaft angehörenden Gründer Wilhelm Kappes, Ludwig Back und Jakob Schröder, ſowie des ver⸗ dienten 1. Präſidenten, Herrn W. Stachelhaus, worauf Herr Künzig unter großem Jubel bekannt gab, daß man die Genannten zu Ehrenmitgliedern ernannt habe. Herr Back dankte namens der neuen Ehrenmitglieder für die Ehrung. Im Verlauf des Abends wurde noch eine außergewöhnlich große Anzahl tele⸗ graphiſcher und brieflicher Glückwünſche berleſen. Man kann ſagen, daß ſämtliche deutſchen Rudervereine auf dieſe Weiſe ihre Teil⸗ nahme an der Jubelfeier zum Ausdruck gebracht haben. Auch das Hoch auf die Damen, in Knittelreimem ausgebracht vom Mitglied Temmler, fehlte nicht. Zur Verſchönerung des Abends trug in her⸗ vorragender Weiſe das rühmlichſt bekannte Doppelquartekt der „Liedertafel“ mit herrlichen Liedervorträgen bei. Ferner ließen ſich die beiden ſtimmgewaltigen Liedertäfler Jakob Groß und Joſef Dann mit Soli und Duetten hören und ernteten ebenſo wie ihre Sangesbrüder ſtürmiſchen Beifall. Nicht minder großen Anklang fand Herr Lebkuchen mit humoriſtiſchen Vorträgen. Schließlich brachte noch die Hauskapelle ſchöne Abwechslung in das Programm⸗. So verſchwanden die Stunden in feuchtfröhlicher Runde und bei gemütlicher Unterhaltung wie im Fluge, ſodaß ſchon der Morgen angebrochen war, als die letzten das ſtattliche Heim des Jubel⸗ vereins verließen. Die Rheinfahrt nach Speyer verlief ebenfalls in der ſchönſten Weiſe. Der Frachtdampfer „Stachelhaus u. Buchloh No.“, auf dem die Exkurſion unter⸗ nommen wurde, war zur Aufnahme der Teilnehmer— es werden elwa 400 Perſonen geweſen ſein— geſchickt hergerichtet. Die⸗ jenigen allerdings, die kein Plätzchen mehr unter dem Sonmendach erwiſchen konnten, waren anfangs übel daran, da die Sonnenſtrahlen unbarmherzig herniederbrannten. Gegen halb 4 Uhr ſetzte ſich das in Flaggengala prangende Schiff vom Bock der Köln⸗Düſſeldorfer Geſellſchaft aus ſtromaufwärts in Bewegung. Während der Fahrt geſtaltete ſich der Aufenthalt an Bord etwas angenehmer, da die Bewegung des Schiffes einen wenn auch geringen, ſo doch dankbar begrüßten Luftzug erzeugte. Da zudem auch Reſtauration, durch Wirt Hummel vom„Weinberg“ geſtellt, vorhanden war, ſo kommte dem Körper dasjenige Quantum Feuchtigkeit, das ihm durch die allzugroße Tätigkeit unſerer Wärmeſpenderin entzogen wurde, in Form von hellem Bier und edlem Rebenſaft wieder zuge⸗ führt werden. Auf der Höhe von Speyer wurde nach Aufenthalt von einigen Minuten gewendet und nun gings wieder talwärts, leider allgu ſchnell, denn jetzt erſt war der Aufenthalt an Bord wunderbar ſchön. Daß während der ganzen Fahrt reges Leben auf dem Schiffe herrſchte, braucht wohl nicht erſt beſonders hervorgehoben zu werden Die Kapelle, eine Abteilung unſerer Grenadierkapelle, ſpielte fleißig auf und auch die Liedertafel erfreute durch Geſangsvorträge. Von einer Huldigung Terpſichorens, zu der man mit einer Polonaiſe einen kleinen Anlauf machte, mußbe der engen Raumperhältniſſe wegen allerdings abgeſehen werden. Kurz vor 8 Uhr wurde gegenüber dem Bootshaus, in dem man danm noch einige Stunden im gemütlichen Kreiſe verbrachte, gelandet. 4 8 * Herr Geh. Kommerzienrat und General⸗Konſul Karl Reiß, der Ehrenbürger unſerer Stadt, wurde nunmehr auch, in Anerken⸗ nung ſeiner vielfachen Verdienſte zum Ghrenmitglie de des Badiſchen Militär⸗Vereins⸗Verbandes ernannt. * Folgendes Ausſchreiben wird uns von Herrn Staatsanwalt Groſſelfinger zur Veröffentlichung übemmittelt: Am 26. Mai J. Is. erſchien in einer Wirtſchaft in Neckarau ein unbekannter Mann, der unter Uebergabe eines mit der gefälſchten Unterſchrift eines Werkmeiſters verſehenen Schriftſtückes erklärte, er ſei beauftragt für den Unterzeichner des Schriftſtückes ein Packet abzugeben und dafür den Betrag von.22 M. in Empfang zu nehmen. Bei der Oeffnung des Packets ſtellte ſich ſpäter heraus, daß es nur Papier und andere wertloſe Gegenſtände enthielt. Vorausſichtlich wird der Unbekannte auch andenweit verſuchen, ſich in ähnlicher ſchwindel⸗ hafter Weiſe Geld zu verſchaffen. Es wird gebeten, Anhaltpunkte, die zur Ermittelung des Täters führen können, unverzüglich der Kriminalpolizei hier mitzuteilen. Beſchreibung des Täters: Alter: zwiſchen 30 und 40 Jahren; Größe: 1,70 Meter; Körperbau: unter⸗ ſetzte Statur; Farbe der Haare: duntzel; Geſichtsform: vund; Ge⸗ ſichtsfarbe: geſund; Barthaare: dunkler Schnurrbart; Kleidung: dunkle, guterhaltene Arbeiterkleidung. * Die Elektriſche beförderte im Monat April 1657 786 Perſonen. Der Geſamterlös betrug 161 622,45 M.(gegen 145 829,04 M. i..) * Theaterfrequenz. Das Hoftheater ſtand im Monat April im Zeichen des Schillerchklus. Vor allen Vorſtellungen haben„Wallen⸗ ſteins Lager“ und die„Piccolomini“ mit 1408 die höchſte Beſuchs⸗ giffer aufzuweiſen, in abſteigender Reihenfolge kamen die„Jungfrau von Orleans“,„Wallenſteins Tod“ und„Don Carlos“.„Lohen⸗ grin“, der traditionelle Liebling des Publikums, mußte ſich diesmal A Sen. Seneral⸗ernzeiger. Mannhelm, 5. Jun duit der fünften Stelle begnügen. Am ſchlechteſten beſucht war Radelburgs„Familientag“, der als Sonntag⸗Nachmittagsvorſtellung ſeben wurde. Nur 257 Perſonen wohnten dem Schwank bei. Im en Theater im Roſengarten erreichte im Berichts⸗ mit 1060 Perſonen die Am wenigſten zog die zweite Aufführung des an deſſen luſtiger Handlung ſich nur 330 monat Roſſinis„Barbier von Sevilla“ Zöchſte Beſuchsziffer. Kilometerfreſſer“, Perſonen ergötzten. * Die Reihen der Kriegsveteranen von 1870 71 lichten ſich zmmer mehr. So wurde letzten Donnerstag(Himmelfahrtstag) ber Veteran Werle, langjähriger Diener der Rheiniſchen Credit⸗ bank, zu Grabe getragen. Zahlreich hatten ſich Freunde und Rameraden eingefunden, u. a. ſein Feldzugshauptmann Exzelleng General von Böcklin aus Karlsruhe, um dem Heimgegangenen die letzte Ehre zu erweiſen. Namens des hieſigen Militär⸗Vereins widmete Herr Kunſtgärtner Paul Dippolter in hertzlicher Weiſe dem Dahingeſchiedenen einen Nachruf. Der Redner pries die ſoldatiſchen Tugenden des Verblichenen und legte namens des Militär⸗Vereins einen Kranz nieder. Drei Ehrenſalven, die über das Grab ſchmetterten, gaben Zeugnis, daß wieber einer jener Männer heimgegangen, die für Deutſchlands Größe und Einigkeit kämpften. * Der Allgemeine Deutſche Stenotachygraphen⸗Verband hält in den Tagen vom 10.—18. Juni in Halle a. S. ſeinen 7. Ver⸗ bandstag ab. Den wichtigſten Punkt der Beratungen bildet Reben der Aufſtellung neuer Satzungen die Herausgabe eines Zentral⸗ Organs im eigenen Verlage. Der Badiſch⸗Pfälziſche Stenotachh⸗ graphen⸗Verband wird durch ſeinen Vorſitzenden, Verwaltungs⸗ aſſiſtenten Wilhelm Schweigert⸗Mannheim, der Central⸗ Verein für Stenotachygraphie Mannheim⸗Ludwigshafen durch ſeine Porſtandsmitglieder Ernſt Plag und Karl Soyez vertreten ſein. Nus dem Grossherzogtum. Kleine Mitteilungen aus Baden. In Stockach wurde Kunſtmüller Ernſt Winter wegen Wechſelfälſchung und be⸗ ſtrügeriſchen Bankerotts verhaftet.— In Oberſchefflenz brannte das Gaſthaus zum„Roß“ vollſtändig nieder. Die Be⸗ wohner konnten nur das nackte Leben retten.— In Pforgzheim wurde Samstag früh 6 Uhr im Gießereiraum der Metallſchlauch⸗ fabrik G. m. b. H. vorm. Witzernmann der 32jährige Hilfsarbeiter Pfeil erſtickt aufgefunden. Pfalz, Heſſen und Umgebung. Hirſchhorn, 5. Juni. Zu ſchweren Ausſchrei⸗ bungen ließen ſich Mitglieder des Petersthaler Kriegerbereins geſtern bei einem Beſuch unſeres Städtchens hinreißen. Die Leute hatten ſchon verſchiedene Wirtſchaften beſucht und befanden ſich ſchließlich im„Fürſtenauer Hof“ in recht animierter Stimmung, in der ſie einen unerhörten Skandal machten und die Wirtſchaftsein⸗ richtungen demolierten. Unſer 76 Jahre alter Bürgermeiſter, Herr Zipp, wollte Ruhe gebieten, worauf die Zurechtgewieſenen auf ihn eindrangen und mit einem ſchweren Bleiknüppel verſehenen Stock auf den Kopf ſchlugen. Die Schädeldecke zerſprang und das Hirn wurde bloßgelegt. Vier der rohen Burſchen wurden verhaftet, jedoch ſoll ſich der Täter nicht darunter befinden. Der Zuſtand des Bürgermeiſters iſt tl.„Heidelb. Tgbl.“ ſehr bedenklich. §Königsmühle bei Neuſtadt a.., 3. Junj. Ein fröh⸗ liches Leben und Treiben entwickelte ſich heute in unſerer idylliſchen Waldeinſamkeit. Das Beamten⸗Perſonal der„Vita“, Verſiche⸗ rungs⸗Akt.⸗Geſ. in Mannheim(ca. 70 Perſonen) hatte ſich nebſt den Direktions⸗Mitgliedern der Geſellſchaft im Kurhaus ein⸗ gefunden, um ein paar Stunden der Erholung in unſerem roman⸗ tiſchen Schöntal zu verbringen. Beſuchern ein Bild lebensfroher Gemütlichkeit, welches Zeugnis ab⸗ legte von dem harmoniſchen Verhältnis, das im Beamtenkörper der „Vita“ herrſcht. Bei Muſik und einem Tänzchen vergnügte ſich die Geſellſchaft aufs beſte, ſodaß ſie ſich nur ſchwer von dem herrlichen Platz zu trennen wußte. 1 Sport. *Paris, 4. Junj. Bei der Grand Steeple Chaſe von Auteuil um den Preis von 125 000 Frs. wurde Erſter„Canard“, Zweiter Jusqu'au Bout“, Dritter„Hipparque“. Wien, 4. Juni. Das öſterreichiſche Derbh gewann des Grafen „Patience“ leicht mit 8 Längen vor„Kingroh“,„Kevely“ und „Horkay“. Am Totaliſator wurden 18: 10 geboten. * Im Großen Preis von Baden ſind auf deutſcher Seite der Graditzer Pathos und die drei Weinberg'ſchen Pferde Brapbur, Jeſtino und Slabh ſtehen geblieben. Sie werden keinen leichten Stand gegen die franzöſiſchen Pferde haben, unter deeen ſich Clhde, Fifre II, Gouvernant, Lorlot, Macdonald II und Rataplan befinden. Im Fürſtenberg⸗Memorial ſind u. a. die Graditzer Ganges und Roſenkranz und die Franzoſen Clyde und Phoenix be⸗ laſſen worden. Cheater, Kunſt und Wiſſenſchalt. Der Meſſias. 8 Aufführung in der evangeliſchen Stadtkirche in Karlsruße. Die Feier des 25jährigen Beſtehens des evangeliſchen Kirchen⸗ geſangvereins wurde am Samstag abend durch eine würdige Auf⸗ führung von Händels„Meſſias“ in der Stadtkirche in Karlsruhe er⸗ öffnet. Ein im beſten Sinne des Wortes populäres Werk, ein Dirigent von den Fähigkeiten des Prof. Dr. Wolfrum, ein aus den bier bedutendſten Kirchenchören zuſammengeſetzter Geſamtchor konnte im Verein mit hervorragenden Soliſten und dem Großh. Hoftheaterorcheſter ſchon zum Voraus eine gewiſſe Garantie für einen künſtleriſchen Erfolg bieten. Die weitgehendſten Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, ſondern ſogar noch um ein Bedeutendes übertroffen. Händel hat ſich in ſeinem„Meſſias“, der 1742 in Dublin ſeine Uraufführung erlebte, ein unvergängliches Denkmal geſetzt, nicht bloß als Tondichter, ſondern auch als bibelkundiger, frommer Chriſt. Denn der Text iſt von ihm ſelbſt aus Stellen der heikigen Schrift zuſammengeſtellt. Gerade in dieſer Urſprünglichkeit dürfte eine Utſache der bei aller Einfachheit ſo imponierenden Gewalt der Elöre zu ſuchen ſein.„Da ſchlägt er ein wie der Donmer“, äußerte 5 Baber einmal ſehr bezeichnend über die fascinievende Kraft erſelben. herrliche„Hallelujah“ mit ſeiner impoſanten Steigerung, ſeiner Volkstümlichkeit und geradezu blendenden Pracht? Dann das freudig bewegte„Denn uns iſt ein Kind geboren“ in G⸗dur, in dem zu⸗ nächſt der Soloſopran das Thema intoniert, das vom Solotenor aufgenommen ſich zum Hauptthema des Chores entwickelt. Es würde zu weit führen, wollten wir alle die wunderbaven Chornum⸗ mern aufzählen, die Händels„Meſſias“ zu einem unvergänglichen Werkle deutſcher Kunſt erhoben. In den Chören konnte Händel ganz er ſelbſt ſein und von jedem Zwange befreit, ſein Beſtes geben. Hier geigt ex, wie höchſte polhphone Kunſt mit größter Klarheit und Ein⸗ fachheit dar Konzeplion dereinbart ſind, und hier äußert ſich die glaubensfrohe Zuverſicht, welche einen Grundgug des Charakters unſeres Meiſters bildete, am unmittelbarſten. In den Arien und Duetten mußte Händel noch vielfach dem Zeit Rechnung tragen. Und ſo ſtolzieren noch einige in Gar bald entfaltete ſich unter den Wer kennt nicht die gewalkigſte aller Hymnen. Das bes erſten Teils mit Ausnahme der ſich durch edle Einfachheit und Innigkeit auszeichnenden B⸗dur⸗Arie„Er weidet ſeine Herde“, die von Frau Hiller⸗Rückbeil mit zarteſtem Empfinden geſungen wurde u. unter feinſter Begleitung zu ſchönſter Geltung kam. Wie in dieſer, ſo erhebt ſich Händel auch in vielen andern Sologeſängen inbezug auf Wärme und Innigkeit, glückliche Verſchmelzung von Ton und Wort nicht nur weit über ſeine Zeit, ſondern übertrifft ſich vielfach ſelbſt. Wir rechnen hierzu vor allem die gewaltige Baßarie„Warum toben die Heiden“, die Sopranarien„Ich weiß, daß mein Erlöſer lebt“ und„Er weidet ſeine Herde“, ſowie die ergreifende Es⸗dur⸗ Arie„Er ward verſchmähet“ des erſten Teils. Die Orcheſterpartie hatte Händel nach der Weiſe ſeiner Zeit in einem bezifferten Baß oft nur flüchtig notiert. Die Orgel und Cembali, Streichorcheſter, Trompeten und Pauken waren die Haupt⸗ inſtrumente der damaligen Orcheſterbegleitung. Die fortſchreitende Entwickelung der Inſtrumentalmuſik des 18. Jahrhunderts ließ auch dieſe urſprüngliche Inſtrumentierung dürftig erſcheinen und den Wunſch nach einer Verbeſſerung wach werden. Mozart war es, der ſich dieſer Arbeit unterzog und mit derſelben ein glänzendes Zeugnis ſeinem kollegialen Edelſinn und ſeiner Genialität aus⸗ ſtelte. Später machte Robert Franz noch manche inſtrumen⸗ talen Zuſätze. Leider hat Franz der Orgel zu wenig Beachtung ge⸗ ſchenkt. Dieſem Mangel der Franz'ſchen Bearbeitung, die der vor⸗ geſtrigen Aufführung zugrunde lag, half Prof. Wolfrum durch eine Neubearbeitung der Orgelſtimme ab, die als aus dem Geiſte Händels geboren und wohlgelungen allgemein empfohlen werden kann. Die Aufführung ſelbſt hatte Prof. Dr. Wolfrum mit einer Gewiſſenhaftigkelt vorbereitet, wie wir das von dem trefflichen Künſtler und Menſchen gewohnt ſind. Mit ſtarker Hand hielt er Chor und Orcheſter zuſammen, und ſo erſtrahlte der gewaltige Jubelhymnus in unverwelkter Jugendpracht. Von den Soliſten ver dient in erſter Linie Frau Kammerſängerin Emma Hiller⸗ Rückbeil uneingeſchränktes Lob, die mit dem Glanz ihrer Silber⸗ ſtimme, ihrer einwandfreien Geſangstechnik und dem poeſievollen Vortrag die Sopranpartien in beſter Weiſe interpretierte. Mit ihr wetteiferte Kammerſänger Pinks, der mit Wärme und Aus⸗ druck, ſorgfältiger Phraſierung und Nuancierung ſang und in der -moll⸗Arie„Du zerſchlägſt ſie“ die ſcharfen Akzente nicht fehlen ließ. Die Altpartie vertrat Frau Wakther⸗Choinanus mit gutem Erfolge und Herr Weidt, der für den auf dem Programm verzeichneten Herrn Siſtermanns eingeſprungen war, wurde ſeiner Aufgabe, beſonders nach der muſikaliſchen Seite, beſtens ge⸗ recht. Herr Fritz Stein aus Heidelberg bewährte ſich wiederum als vorzüglicher Orgelakkompagnateur und das Großh. Hoftheater⸗ orcheſter fügte ſich willig den Intentionen ſeines Dirigenten. Der Erbgroßherzog beehrte das Konzert mit ſeiner Anweſenheit. ck. Vom Theater. Wie wir hören, iſt Fräulein Gabriele Mülker, die neulich im„Barbier von Sepilla“ und in„Markha“ gaſtierte, vom Herbſt ab verpflichtet worden. Das Wormſer Roſenfeſt wurde geſtern unter außerordentlicher Teilnahme des Publikums mit Muſtkvorträgen, Deklamationen und Lebenden Bildern aus ber Nibelungenſage glanzvoll gefeiert. Vom Mannheimer Hoftheater wirkten Herrn Direktor Auer mit, der ſich in die künſtleriſche Leitung der vorzüglich gelungenen Bilder mit dem Maler Muth⸗Worms und dem Bildhauer Hirt⸗Karlsruhe teilte; ferner Frl. Toni Wittels, die„in ihrer fein empfindenden und ſicher geſtaltenden Art“ drei Gedichte von Guſtad Falke vortrug und zzu jedem ber 8 Bilder einen Prölog von G. Roeß ſprach,„mit eindringlicher, ſtellenweiſe hinreißender Beredſamkeit“, wie das Wormſ. Tagbl. feſtſtellt. Ein Gartenfeſt und ein Baſar beſchloſſen den Tag. Frankfurter Schauſpielhaus.(Spielplan.) Dienstag, 6. Juni:„Don Carlos.“— Mittwoch,.:„Kyritz⸗Pyritz.“— Donnerstag,.: Gaſtſpiel der Frau Irene Trieſch:„Die Frau vom Meere.“ Freitag,.:„Gaſtſpiel der Frau Irene Trieſch: „Nora.“— Samstag, 10.:„Die beiden Leonoren.“— Sonn⸗ tag, 11.:„Alt⸗Heidelberg.“ Gaſtſpiel der Frau Frene Trieſch: „Wenn wir Toten erwachen.“— Montag, 12.:„Im bunten Rock.“ Gaſtſpiel der Frau Jrene Trieſch:„Die Frau vom Meere.“ Oberregiſſeur Joſef Kainz. Im Wiener Burgtheater gehen wich⸗ tige Veränderungen vor. Es handelt ſich vor allem um eine Neu⸗ organiſation der Oberregie, die bereits im Herbſt d. J. in Kraft treten ſoll. Das Programm des Burgtheaters ſtellt immer neue und immer höhere Aufgaben, und ſo wird auch der Poſten eines Ober⸗ regiſſeurs, denn Sonnenthal ſeit langem nur noch nominell verſieht, nunmehr einer wirklichen Kraft anvertraut werden. Und ähnlich wie mit Sonnenthal, ſteht es auch mit den anderen regieführenden Per⸗ ſönlichkeiten, den Herren Baumeiſter und Lewinsky. Auch ihnen ge⸗ ſtattet ihr Alter nicht mehr, den anſtrengenden, verantwortungsvollen Boruf zu erfüllen, und ſeit geraumer Zeit haben ſie dieſen Teil ihrer Stand gegen die franzöſiſchen Pferde haben, unter denen ſich Clyde, alſo die Loſung. In dieſem Sommer ſchon wird die Entſcheidung fallen. Und wenn nicht alles täuſcht, wird man Joſef Kainz das Amt eines Oberregiſſeurs des Burgtheaters erteilen, in der Hoff⸗ nung, in der ſicheren Erwartung ſogar, daß unter ſeiner„Regie⸗ rung“ ein neuer, moderner, friſcher Geiſt in die Räme des alten Hoftheaters einziehen wird. Deueſte Hachrichten und Telegramme. Orivat-Telearamme des„General-Hnzeigers“ * München, 5. Juni. Durch allerhöchſte Entſchließung werden die Urwahlen zum bahyheriſchen Landtage auf den 10. Juli, die Abgeordnetenwahlen auf den 17. Juli feſtgeſetzt. * Straßburg, 5. Juni. Den„Neueſt. Nachr.“ zufolge iſt der Schlepper„Joh. Knipſcheer IX“ 2 Kilometer unterhalb der Grefferer Schiffsbrücke auf Grund geraten. Der Schleppzug fuhr vorige Woche mit einem mit Kohlen beladenen Schleppnachen bon Mannheim nach Baſel. Beim Verſuch, den Kahn durch„Joh. ee IX“ zu ſchleppen, brach das Kohlenſchiff plötzlich mitten entgwei. *Meißen, 5. Juni. Infolge Vevſagens dek Bremſe über⸗ führ geſtern mittag der aus Dresden 11 Uhr 21 Min. hier ankom⸗ mende Perſonenzug die Drehſcheibe und durchbrach die den Bahnhof von der Straße trennende Mauer, worauf er zum Stehen kam. Am erſten Perſonenwagen wurde die Stirnwand eingedrückt. Zehn Per⸗ ſonen erlitten Kontuſionen, nur bei vier von ihnen war ein Verbandd nötig. „ Lübeck,., Juni. Sämtliche Bauarbeiter, Maurer und Zimmerleute haben heute die Arbeit niedergelegt, um die 15prozen⸗ tige von den Unternehmern für ſpäter zugeſtandene Lohnerhöhung ſofort durchzuſetzen. * Hamburg, 5. Juni. König Chriſtian von Dänemark iſt geſtern nachmittag mit ſeinen Brüdern Prinzen Hans und Prinzen Waldemar von Dänemark hier eingetroffen. Die Weiterveiſe des Königs nach Wiesbaden erfolgt heute mittag. Die Vermählung des deutſchen Kronprinzen. * München, 5. Juni. Der Prinzregent mehmigte, daß morgen am Vermählungstage des Kronprinzen Wilhelm die Staatsgebäude in München mit bayeriſchen und deutſchen Flaggen geſchmückt werden. * Berkin, 5. Juni. Der Kaiſer machte heute Vormittag in der ruſſiſchen Botſchaft bei dem Großfürſten Michael Alexandro⸗ witſch und der Großfürſtin Wladimir einen 17 ſtündigen Beſuch. Heute Vormilleg um 11 Uhr empfing der Kronprinz und die Her⸗ + Kronprinzen und die Herzogin⸗Braut in der Braunſchweigiſchen Galerie des Schloſſes ſprachen zunächſt die Präſidenten des Reichs⸗ tages, des preußiſchen Herrenhauſes und des Abgeordnetenhauſes ihre Glückwünſche aus. Dann erfolgte die Ueberreichung der Ge⸗ ſchenke der Hanſaſtädte und die Ueberreichung der Glückwunſch⸗ adreſſen bezw. die Beglückwünſchung durch die Vertreter der Aka⸗ demie der Wiſſenſchaften und der Akademie der Künſte, der Univer⸗ ſitäten Berlin und Bonn, die Ueberreichung der Geſchenke der ein⸗ zelnen Provinzen, bezw. Bezirksverbände, ſowie der brandenburgi⸗ ſchen Landwirtſchaftskammer und des Landeskommunalverbandes zu Sigmaringen. Ferner gratulierten die rheiniſchen Adelsgenoſſen⸗ ſchaften, die ſchleswig⸗holſteiniſchen Prälaten und die Ritterſchaft. Geſchenke brachte dar der deutſche Landwirtſchaftsrat, die Städte der preußiſchen Monarchie, vertreten durch 20 Bürgermeiſter ete., eine Vereinigung von 458 mittleren und kleineren Städten. Eine Ergebenheitsadreſſe überreichte der Städteverband Sachſen⸗Anhalt, eine Glückwunſchadreſſe die Stadt Dresden. Geſchenke brachten weiter dar die Städte Bunzlau, Bernau, Werder a. H. und Hoch⸗ heim, das Offigierkorps des Regiments Nr. 1, die Regimenter Nr. 101 und Nr. 120 und das bayeriſche 1. Ulanenregiment, der preußiſche Landeskriegerverband, ſowie eine Reihe weiterer Ab⸗ ordnungen, darunter die deutſche Kolonie in Moskau, die ehemaligen Korpsbrüder des Kronprinzen und die Bremer Studentenſchaft. Der Aufſtand in Deutſch⸗Südpeſtafrika. * Berlin, 5. Juni. Ein Telegramm aus Windhuk mel⸗ det: Gefr. Bruno Klunker, am 31. Mai in der Krankenſammel⸗ ſtelle Narudas am Typhus verſtorben. Reiter Heinrich Schreiber, infolge eigener Unvorſichtigkeit auf einem Streifzuge im Sandfeld durch einen Schuß am rechten Unterſchenkel verwundet. * London, 5. Juni. Einer Meldung der„Central News“ aus Kapſtadt zufolge verlaute von Eingeborenen, Warmbad ſei von Eingeborenen genommen und die Garni⸗ ſon umgekommen.(Dieſe Nachricht bedürfte doch ſehr der Beſtätigung. Bis dahin erſcheint ſie recht unwahrſcheinlich. D..) Der Beſuch des Königs von Spanien in England. * Paris, 5. Juni. König Alfons lud geſtern im Laufe einer Unterredung den Präſidenten Loubet ein, nach Spanien zu kommen. Präſident Loubet nahm die Einladung an. Man glaubt, daß ſich der Präſident Ende Oktober nach Madrid begeben werde. * Cherbourg, 5. Juni. Der König von Spanien iſt heute früh hier eingetroffen und hat ſich alsbald auf der Yacht „Victoria and Albert“ eingeſchifft. * Cherbourg, 5. Juni. Der König von Spanien beauf⸗ tragte den Marineminſter Tompſon vor ſeiner Abreiſe nach Eng⸗ land, dem Präſidenten Loubet für die ihm in Frankreich bereiteten unvergeßlichen Stunden ſeinen Dank zu übermitteln. Die Jacht „Viktoria und Albert“, auf der ſich der König einſchiffte, wird auf der Fahrt nach England von einem franzöſiſchen Torpedoboot be⸗ gleitet. Die marokkaniſche Frage. * Tanger, 5. Juni. Ein Rundſchreiben des Vertreters des Sultans, das hier eingegangen iſt, fordert bie Vertreter der Mächte auf, bei ihren Regierungen um den Zuſammentritt einer Konferenz nachzuſuchen, auf der die vom Maghzen vorgeſchlagenen Reformen beraten werden ſollen. Die Konferenz würde aus den Vertretern der Mächte und Abgeordneten des Maghzen beſtehen. Die Geſandten in Tanger erbaten von ihren Regierungen Inſtruktionen. Der Krieg. Amerikaniſche Friedens⸗Vermittelung? * London, 5. Juni. Der„Standard“ meldet aus Waſhington, der ruſſiſche Botſchafter Graf Caſſinſ habe ſich bezüglich eines Beſuches im Weißen Hauſe geſtern dahin geäußert, der Beſuch bei dem Präſtdenten habe nicht mehr Bedeutung gehabt, als ingend ein anderer, den er während der letzten zwei oder drei Monate gemacht habe. Rooſevelt und er hätten lediglich über Angelegenheiten allgemeiner Natur geſprochen, aber nichts in der Richtung auf die Erzielung eines endgiltigen Abſchluſſes über irgend eine Frage.— Das Blatk meldet ferner, der italieniſche Botſchafter Mayor des Planches habe nach ſeiner mit dem ruſſiſchen Botſchafter gepflogenen län⸗ geren Beſprechung Rooſevelt beſucht; danach ſei der japaniſche Geſandte Takahira durch ein dringendes Telegramm au gefordert worden zu einer Beſprechung im Weißen Hauſe aus New⸗York nach Waſhington zu kommen; dieſe habe in ſpäter Abendſtunde ſtattgefunden und längere Zeit gedauert. Man nehme an, Rooſevelt habe dem Geſandten Takahtra vor der Er⸗ öffnung von Friedensverhandlungen die ruſſiſchen Bedingungen übermittelt. Der japaniſche Geſandte habe daraufhin erklärt, in dieſer Sache könne nichts weiter geſchehen, bis man ſich in Petersburg geäußert habe. * New⸗PNork, 5. Juni.(Durch Kabel über Azoren⸗ Emden.) Der deutſche Botſchafter Speckvon Sternburg hatte eine zweiſtündige Konferenz mit dem Präſidenten Rooſe⸗ velt. Zweifellos wurden lt.„Frkf. Ztg.“ die Beſtrebungen zur Anbahnung des Friedens erörtert. 5 Die gefangenen Ruſſen *Nagaſaki, 5. Juni.(Reuter.) Wie aus guter Quelle mit⸗ geteilt wird, werden alle in Gefangenſchaft geratenen ruſſiſchen Seeleute, ſowohl diefenigen, die ſich ſelbſt ergeben, wie die in anderer Weiſe gefangen genommen wurden, nach Rußland ge⸗ ſchickt,(2) ***. wo geſtern Abend 5000 Perſonen verſ lt waren, kam es an? läßlich der Niederlage in der Koreaſtraße zu einer Demon⸗ ſtration. Das Publikum verlangte einen Trauermarſch. Es wurden Reden gehalten. Das frühere Stadtoberhaupt ſprach von der Notwendigkeit, den Krieg einzuſtellen. Die in den Saal ein⸗ dringende Polizei wollte Nowikotv verhaften. Es lam zum H an d⸗ gemenge. Die Polizei zog blank. Das Publikum verteidigte ſich mil Stöcken und Stlhlen. Eine Viertelſtunde herrſchte im Saal ein wildes Durcheinander. Schließlich wurde das Publikum in den Garten gedrängt, wo eine Abteilung des Schützenbataillons aufge⸗ ſtellt war. Voller Schrecken drängte die Menge in den Saal zurück⸗ erreichten glücklich den Bahnſteig, wo ſie auf zwei zur Rückfahrt zun Stadt ſtehende Wagen flüchteten. Auch auf dem Bahnſteig wurden noch Reden gehalten. Sowohl unter dem Publikum, ſowie auch unter der Polizei befanden ſich Verwundete und einige Schwers verletzte. * Hongkong, 5. Juni. Der britiſche Dampfer„Ping⸗ ſuſh“ berichtet, man habe von ihm aus geſehen, wie zwei Kreuzer der ruſſiſchen Freiwilligenflotte vier Handels⸗ dampfer 50 Meilen nordweſtiich von Hongkong durch⸗ ſuchten. * Schanghai, 5. Juni.(Reuter.) Admiral Urin zogin Cecilie in Gegenwart der Kaiſerin im Schloſſe die Deputatio⸗ iſt an den Guetzlaßinſeln angekommen. om: Er beaibt ſich boraus⸗ *Berlin, 5. Juni. Bei dem heutigen Empfange durch den „ Petersburg, 5. Juni. In dem Konzertſaal Pawlowwsk, * + 5 5 mten, M Un peeee Seneral⸗unzelger. 5 55 . Seite eEe Volkswirtschakt. Mannheimer Handels⸗ und Marktberichte. Seder. (Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeigers“) Das Geſchäft in feineren Oberledern hat keine weſentliche Aenderung erfahren. Die einlaufenden Ordres ſind etwas häufiger und betreffen in der Hauptſache Box⸗Calf und Chevreaux. Auch farbige Artikel verkehrten etwas lebhafter. Die Preiſe ſind feſt, ſeilweiſe werden Erhöhungen verlangt. Hopfen. (Originalbericht des„Mannheimer General⸗Angeigers“) Aus Schwetzingen wird uns geſchriebent In der ver⸗ gangenen Woche hat ſich nicht allein am Markte, auch im hieſigen Rayon das Geſchäft weſentlich belebt, es wurde ſehr viel gehandelt und zwar zu ſteigenden Preiſen. Die Preiſe waren bis zu M. 20 pro Ztr. höher, wobei noch die Qualitäten vorrückten. Am Markte waren böhmiſche und Kundſchaftshändler. Vorausſicht⸗ lich wird ſich das Geſchäft in den nächſten Tagen weiter beleben, wogu alle denkbaren Ausſichten beſtehen, einmal der noch ohnedies offene Bedarf und das warme Wetter. Was die Pflanzungen an⸗ belungen, ſtehen dieſelben ſehr gut, es wäre jedoch verfrüht, heute ſchon weiter hierüber zu ſprechen. 5 Hols. (Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeigers) Auch während der zu Ende gegangenen Berichtswoche behielt der Brettermarkt ſeine feſte Tendenz. Die Preiſe ſind wiederum in eine ſteigende Richtung eingetreten, die erkennen ließ, daß beden⸗ tende Nachfrage, bei kleinem Angebot in Brettern, wovon die breiten am gefragteſten ſind, vorhanden iſt. Auch in Hobelholz mehrt ſich die Nachfrage und hatte dieſe eine bedeutende Höherſetzung der Preiſe im Gefolge, dabei iſt der Vorrat ein ſehr minimaler, Am Rund⸗ holzmarkte war gerade das Gegenteil feſtzuſtellen. Die Notirrungen ſind durchweg ſehr gedrückte. Die getätigten Verkäuſe waren in der Hauptſache auf vorjährige Stämme gerichtet und wurden darin auch nicht unbedeutende Quantitäten abgeſetzt, ſodaß die hieſigen Lager wohl als geräumt gelten können. Neue Ware kömmt bis jetzt wur ſpärlich an den Markt. Ob ſt. (Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeigers“.) * Aus Süddeutſchlanb, 1. Junſ.(Obſt.) Am ſüd⸗ deutſchen Obſtmarkte fehlte in letzter Woche jegliche Lebhaftigkeit. Infolge Eintretens der Kirſchenernte und infolge der Zufuhr von füdländiſchen heurigen Kirſchen und Birnen, war der Verkehr mit borjährigem Obfſt äußerſt gering. In Baden wurden in den Städten Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Konſtanz, Weinheim, Bruchſal und Heidelberg Tafeläpfel zu Mk. 20—24, Tafelbirnen zu M. 21—25, italieniſche Birnen zu M. 36—40 und Kivyſchen zu M. 25—30 der Zentner gehandelt.— In der Rheinpfalz hat Fvreinsheim den Reigen der Kirſchenernte eröffnet. Der Ausfall der Frühkirſchenernte iſt giemlich gering, hingegen wird das Grgebnis der ſpäteren Sorten in vielen Orten ein gutes werden. Schloß⸗ kirſchen wurden zu M. 27—80 der Zentner abgeſetzt. In Weiſen⸗ heim a. S. wurden nennenswerte Poſten Aepfel zu M. 18—22 und Birnen zu M. 20 und darüber die 50 Kilo in den Handel gebracht. — In Rheinheſſen koſteten in Mainz, Worms und Bingen Aepfel M. 18—24, Birnen M. 20—25 und Kirſchen durchſchnittlich M. 30 der Zentner. Kaffee. (Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeigers Ueber den verfloſſenen Monat iſt wenig Intereſſantes zu be⸗ richten. Der Geſchäftsgang war im allgemeinen ſchleppend und auch an den Terminmärkten herrſchte durchgehends große Unluſt zu neuen Unternehmungen, ſo daß die Umſätze in ſehr engen Grenzen blieben, Importe aus Braſilien ſpielen bei den hohen Koſtfrachtforderungen ſchon ſeit Monaten keine nennenswerte Rolle mehr. Abgeſehen von den zentralamerikaniſchen Ernten, deren Anfuhren intereſſanten Ge⸗ ſchäftsſtoff brachten, ohne daß indeſſen der Konſum bei der bei ihm gur Tradition gewordenen Zurückhaltung ſich gerade darum geriſſen hätte, beſchränke ſich das Angebot auf das von den Terminmärkten gebotene, meiſt aus früheren Braſtlernten ſtammende Material, das aber in Qualität immer mehr zu wünſchen übrig läßt, und es wird Aunter dieſen Umſtänden täglich ſchwieriger, den hohen Anforderungen des Konſums gerecht zu werden, um ſo mehr, als derſelbe eine be⸗ ſtimmte Preislage nicht zu überſchreiten wünſcht. Im übrigen iſt der Artikel ſozuſagen auf einem toten Punkte angelangt, inſofern als die zu ſeinen Gunſten ſprechenden Faktoren momentan durch die Unſicherheit über die Geſtaltung der künftigen Ernten kompenſiert werden und der Stimulus der regelmäßigen Konſumfrage fehlt. Die Abnahme der Weltvorräte im April um 611 000 Sack, die kleinen Zufuhren und im Verband damit die für den Monat Mai neuerdings erwartete bedeutende Beſſerung der Statiſtik, ſowie die infolge des hohen Wechſelkurſes unerſchwinglichen Forderungen der Braſilianer bilden einen Wall gegen Baiſſe⸗Beſtrebungen. Was ferner die Un⸗ ternehmungsluſt hemmt, iſt eine unbeſtimmte cht vor einer Rie⸗ ſenernte für die Saiſon 1906/7, deren erſte Müte im Auguft/ Sept. gu erwarten iſt. Es iſt in letzter Zeit ſo viel über den wohltuenden Einfluß des anhaltenden Regens auf die Kaffeehäume geſchrieben wo daß ängſtliche Gemüter jetzt ſchon von einem Schauder bor künftigem Kafeeliberfluß ergriffen werden und keinen Sack mehr, als 515 den dringendſten Bedarf nötig, kaufen wollen. Wir möchten uns r dahin zuſammenfaſſen, daß für die allernächſte Zeit aum etwas anderes auf die Preisgeſtaltung wird einwirken önnen, als einerſeits die Braſilzufuhren und anderſeits die Statiſtiken pr. An⸗ fang Juni und Anfang Juli. Daß letztere beiden ausfallen werden, daüber beſteht wohl kein Zweifel und dürfte dies ebentuell e plötzlich anſchwellende Zufuhren, oder—5 eintreten„nur borgerufen werden können, dürften, wenn ſte borübergehender Natur ſein, denn ſeitdem Kaffees unter 40 Pf. baprictert, N 0 nicht ſo leicht zu beſchaffen ſind, er, Gepflogenheit, vorzugsweiſe Aſchwügende— ſeinen Ein⸗ käufen und bildet dadurch wieder ein Gegengewicht gegen größere Entwertung. Wir glauben deshalb nicht, daß wir in dieſem Monat Preisänderungen von Bedeutung werden. Wochenmarktbericht über den Biehverkehr vom 29. Mal bis zum 3. Iumi. (Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeigers.) Der Rindermarkt war mittelmäßig bfahren. Der Auftrieb belief ſich auf 805 Stck. Großvieh. Handel und Umſatz ge⸗ ſtalteten ſich vecht lebhaft. Preiſe enorm hoch. 5 88 155 räumt. Notierungen pro 50 Kg. 57 en Mark. Bullen 60—68 M. Rinder 75—76 M. Kühe 52—72 M. Kälber ſtanden am 29. Mai 146 Stück, am 2. Juni 305 Stück zum Verkauf. Auch hier war der Geſchäftsverkehr ſehr lebhaft. Preiſe ſehr hoch; pro 50 Kg. 85 bis 100 M. Auf dem Schweimemarkt waren diesmal nur 1678 Stück an⸗ getrieben. Reger Geſchäftsgang. Preiſe hoch, mit ſteigender Ten⸗ denz. Bezahlt wurden für 50 Kg. Schlachtgewicht 67—70 M. Der Ferkelmarkt war wit 284 Stiick mittelmäſzig bezchickt. Sandel Hotl. 12—16 M. wurde hry Stück begahlt. auf die Paſſageraten. Von maßgebender Seite Mamitheimer Produktenbörſe. Beeinflußt durch die ſchtvä⸗ cheren ſamstägigen amerfkaniſchen Kurſen, war der Verkehr unſeres heutigen Marktes ſpeziell für Weizen etwas ruhiger, zumal ſich der Konſum abwartend berhält. Für Roggen war dagegen die Stimmung, angevegt durch das bei uns herrſchende trockene Wetter, bedeutend feſter und es wurden einige Abſchlüſſe in ruſſiſcher Ware 9 Pud 15/20 per Mai/Juni(alt) zu 115—116 Mark per Tonne eif Rotterdam getätigt. Mais, Hafer und Futterartikel ſind andauernd begehrt bei feſten Preiſen.— An auskändiſchen Offerten wird angeboten, die Tonne, Kaſſa, eif Rotterdam: Weigen Ulka 9 Pud 20/25 prompt M. 187, do, 9 Pub 30/85 prompt M. 189½, do. 10 Pud prompt M. 142%½. Bulgariſcher 76/ 7 Kg. 10 Proz. blanfrei p. Aug./ Sept. zu 128½, Saxonska 180/81 per Juni lalt) M. 140%, Bahia⸗Blanka ſemence ruſſe 81 Kg. per Juni M. 142%, Bahaia⸗Blanka⸗Barletta 88 Kg. ſchwimmend M. 145½, La Plata⸗ Roſario⸗Santa Feé. 76 Kg. ſchwer per Juni/ Juli zu 189 Mark. Roggen ruſſ. 9 Pud 18/20 Mai/ Juni(alt) M. 118, 9 Pud 28/80 per Zuni M. 120½, Gerſte 60/61 Kg. b. Aug./ Oktober M. 957½ Hafer wuſſ. 47/48 Kg. Jumi M. 107—110, do. Juni/ Juli M. 104—108, 50/51 Kg. P. Junt M. 111—115. Mais migeb per Juni M. 101, Lu Plata per Juni 101¾ Mark. Abrechnungsverkehr der Reichsbank. Die Clearing⸗Umſätze des Mai haben gegen den Vormonat eine Steigerung erfahren es ergibt ſich gegen April ein Plus von M. 222.88 Mill.(4. V. Mark 191.85 Mill.), gegen Mai vorigen Jahres aber ein ſolches bon M. 882.05 Mill. Die erſten fünf Monate 1905 haben einen Ge⸗ ſamtumſatz von M. 15 588.96 Mill. zu verzeichnen und überſchreiten damit die entſprechende Periode aller früheren Jahre, die von 1904 um M. 1745.08 Mill. Deutſche Militürdienſt⸗ und Lebens⸗Verſicherungs⸗Anſtalt G. a. in Hannvver. Der füngſte Geſchäftsbericht weiſt folgende Reſultate auf: Der Geſamtzugang im Jahre 1904 betrug: 9846 Anträge über M. 20 742 660 Verſicherungsſumme; zum Abſchluß gelangten: 8941 Verſicherungen über M. 18 772 750 Kapital. Beſtand Ende 1904: 209 052 Verſicherungen über M. 800 829 088.20 Kapital. Es betrug insgeſamt: bie Prämieneinnahme M. 8 960 814.90, die Prämien⸗ Reſerve und Prämien⸗Ueberträge 121 090 526.98, die Hypotheken 119 086 100, die Wertpapiere 3 501 496.55, die Zinſeneinnahme M. 5 131 295.17, der Ueberſchuß M. 586 555.10, die Sicherheits⸗ und Garantiefonds 1 534 154.70, der Dividendenfonds und der Dividenden⸗heſervefonds 4 687 069.21, der Hypotheken⸗ und Effek⸗ tenreſervefonds 120 000, der Kriegs⸗Reſervefonds der Abteilung II M. 258 458.86, der Extraprämienfonds M. 52 553.88. Motor Akt.⸗Geſ. für angewandte Elektrizität in Baden(Schweig). Die Generalverſammlung genehmigte die Anträge der Verwaltung, insbeſondere die Verteilung von 5 Proz.(i. V. 4 Proz.) Dividende und die Erhöhung des Aktienkapitals um Frs. 5 Millionen auf 15 Mill. Frs., wovon zunächſt Frs. 2 500 000 begeben werden. Basler Lägerhaus⸗Geſellſchaft, Baſel. Der Verwaltungsrat ſchlägt die Verteilung von 6 Prog. Dividende(wie i..) vor. Helios Elektrizitäts⸗Geſellſchaft, Köln. In der Unterſuchungs⸗ ſache gegen einige Mitglieder der früheren Verwaltung der„Helios“ Glektrizitäts⸗Geſellſchaft ſind nach der„Köln. Ztg.“ dem Antrage der Slaatsanwaltſchaft entſprechend die Angeſchuldigten außer Ver⸗ folgung geſetzt worden. 5 Die außerordentliche Hauptverſammlung der Hera⸗Prometheus⸗ Aktiengeſellſchaft für Carbid und Acetylen genehmigte die Herab⸗ ſetzung des Kapitals um 488 200 M. zur Beſeitigung des Fehl⸗ betrags. Die Vorzugsaktien werden im Verhältnis von 5 zu 1 und die Stammaktien im Verhältnis von 10 zu 1 zuſammengelegt. Gasmotorenfabrik Deutz. Die außerordentliche Generalver⸗ ſammlung genehmigte die Ausgabe von M. 7 Millionen Aprog. Obli⸗ gationen, die der A. Schaaffhauſenſche Bankverein zu 102 Proz. übernimmt. Mit der neuen Anleihe will die Geſellſchaft die alte 44% prozent. bon M. 2½% Millionen ablöſen, Bankſchulden decken ſo⸗ wie Erweiterungsbauten der Filiale in Philadelphia vornehmen. 8 ſoll ſich, wie mitgeteilt wurde, in guter Entwicklung be⸗ n. Der Jahresbericht des Verbandes der Vereine Kreditreform e. B. zu Leipzig auf das Geſchäftsjahr 1904/05 iſt ſoeben erſchienen. In ſeinem allgemeinen Teil äußert er ſich über die Geſchäftslage, die als befriedigend geſchildert wird. Weiter behandelt der Bericht die wichtigſten das Kredit⸗ und im Heenenehen damit das Aus⸗ kunftsweſen betreffenden Fragen. Beſondere Beachtung verdient auch das Kapitel„Mittelſtand“, worin ausgeführt wird, daß gerade dieſer beſonders hart von Verfuſten aus der Kreditgewährung ge⸗ troffen wird. Dieſe auffallende Erſcheinung wird darauf zurück⸗ geführt, daß in dieſen Kreiſen bei den Ausgaben für die Sicherung des Kredits vielfach noch nach dem Grundſatze verfahren wird: Je billiger, deſtg beſſer! während der Mittelſtand beiſpielsweiſe inbezug 25 das Submiſſtonsweſen die verſtändige Anſchauung vertritt, daß Leiſtung und Gegenleiſtung in einem richtigen Verhältnis zu einander ſtehen müſſen. Von Intereſſe iſt auch der Vergleich unferes Aus⸗ kunftsweſens mit dem im Auslande, insbeſondere in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Nach dem ſtatiſtiſchen Teil des Berichtes gehören dem Verbande 867 Vereine und 377 Filialen und Vertre⸗ tungen im In⸗ und Auslande an, in denen ca. 1700 Perſonen be⸗ ſchäftigt werden. Wie die weiteren Zahlen beweiſen, hat der Ver⸗ band im Berichtsjahre eine ſehr günſtige Entwickelung genommen. Die Mitgliederzahl ſtieg auf 74 256; Legitimationskarten für die Ginholung 1 Auskünfte wurden ausgegeben 40 886; die Zahl der ſchriftlich erteilten Auskünfte betrug 2 182 960; zum Mah⸗ nen wurden angemeldet insgeſamt M. 18 786 440.73, wovon Mark 1+ 7 50 wurden. en ker Penſtons⸗ und Lebensverſicherungsgeſellſchaft er e Ne 11 5 in 11 M. 84 613(i. V. 170 886 pinm ohne den Vortrag von M. 30 839. Es werden 4 Proz. e e 0 erliner Schiffahrtskonferenz findet am 9. d. M. 55 Die e mit der Cunard⸗Linie hatten bisher keinen Eifenß wird der Geſchäfts⸗ gang 5 Packetfahrt als unverändert günſtig bezeichnet. lutus. Kritiſche Wochenſchrift für Volkswirtſchaft und Finanz⸗ weſen(Herausgeber: Georg Bernhard). 22. 2 5 zweiten Jahrganges: Rothſchild; Aus Sachſens Induſtriewell. Vom Reichstagsabgeondneten Edmund Fiſcher⸗Briesnitz; Robhſchilbs Wnen; Repne der Preſſe; Börſenkritik; aus der Bankenwelt; Nutz⸗ loſe Einſchreibegebühr; Warſchau⸗Wiener Bahn; Der Wiener Licht⸗ zank; Kaufmänniſche Engherzigkeit; Porzellan⸗Aktien; Geldmarkt; Plutus⸗Archib. Mannheimer Effektenbörſe vom 5. Junf.(Offizieller Bericht.) Die Umſätze an der heutigen Börſe erſtreckten ſich auf Süddeutſche Bank⸗Aktien zu 113.30 pCt., Elefantenbräu⸗Aktien zu 104 pCt., Pfälz. Nähmaſchinen⸗ und Fahrräderfabrik⸗Aktien zu 128 pEt. und Freiburger Ziegelwerke⸗Aktien zu 160 pCt. Sonſtige Veränderungen: Badiſche Bank 129., Pfälziſche Hypothekenbank 204.10 G. 204.25., Rheiniſche Creditbank 145.25., Anilin 460., Bad. Aſſecuranz⸗Aktien 1230., Continentaſe Verſ.⸗Aktien 440., Aktien⸗Geſellſchaft für Seil⸗ induſtrie 115., Zellſtoffabrik Waldhof 302 G. 308.50 B. und Zuckerfabrik Waghäuſel⸗Aktien 119 B. Obligationen. 4˙½% Bad:.⸗G. f. Rhſchiff. u. Seetransvort 103. 4½% Bad. Anflin⸗u. Sodaf. 106.— B 40% Kleinlein, Heidlbg. M. 10 150 N 50% Bürgl. Brauhaus, Bonn 102.50 G 4½% Speyerer Bauhaus Akt.⸗Geſ. in Speyer 101.50 G 41½ 0% Oberrh. Eleklrizität 98.—8 4½% Pfälz. Chamotte u. Tonwerk.⸗G. Eſſenb. 102.— G 4½% Ruß..⸗G. Zellſtofff. Pfandbriefe., 4% Rhein. Hyp.⸗B.unk. 1902 100.60 bz 3½%*„ alte M. 97.— bz 3%„„ z unk.1904 97.205 8½,„„ Kommunal 98.— bz Städte⸗Anlehen. 3½% Freiburg i. B. 98.30 G 3½% Hdlbg. v. J. 1903 99.— G 4% Karlsruhe v. J. 1896 90.30 G 3½% Lahr v. J. 1902 98.50 G 40%½ Ludwigshafen v. 1900 100.— G ** 4½% Ludwighafen 100.50 0 Waldhof bei Pernau in 40% 100.— Livland 102.50 G 3½ 0% 5 5 98.50 B4% Herrenmühle Genz 99.— B 4% Mannh. Oblig. 1901 101.— B4½% Mannh. Dampf⸗ 4%„ 1900 100.50 G ſchleppſchiffahrts⸗Geſ. 103.25 „„ 1885 99.— Gf4iſ, Mannh. Lagerhaus⸗ 3%„„ 1895 99.—6 Geſellſchaft 102.50 „ 1892 99.— G4½ Speyerer Ziegelwerke 102.80 G 39 ⁰„ 1904 99.— 54½0% Südd. Drahtinduſtr. 37½% Pirmaſenſer 98.—6 Waldhof⸗Mannbeim 101.25 Juduſtrie⸗Obligation. G 41½ Verein chem. Fabriken 102.—G 44½ 0% Akt.⸗Geſ. f. Seilindu⸗ G %½ Zellſtofffabr Waldhof 105.— G ſtrie rückz. 105%. 108.50 G Aktien. Banken Brief Geld Brief Geld Badiſche Bant—.— 129.— Br. Schroedl.) Hdelbg.—.— 208.— Ered. u. Depb., Zbckr.——„Schwartz, Speyer 133.50—.— Gewbk. Speyer 50% E—.— 130.75]„Ritter, Schwez. 30.——. Oberrhein. Bank—. 109.25„ S. Weltz, Speyer 98.——. Pfälz, Bank—.— 104.90„ 3. Storch, S.„—.— 107.— Pfälz. Hyp.⸗Bank 204.25 204.10„ Werger, Worms 104.50—.— Pf. Sp.⸗ u. Cdb. Land.— 135.— Worms, Br. v. Oertge 108.— Rhein. Creditbank.—.— 145.f250Pflz. Preßh. u. Spfbr. 149.75—.— Rhein. Hyp.⸗Bank—— 204.—- Transport Südd. Bank— 113.30 n Nhſch, Selt 92.— Giſfenbahnen N.⸗G. Noſch. Seetr. 88 wfflz Ludwigsbahn—.— 24.60 Wannh. gawes „MParbafn.— 148.— B08. Rück⸗ u. Mitverf, 320.— 810.— 5 Nordbahn 140.— 85 Wfſerin dan—5 1280— Heilbr. Straßenbahn—.— 80.— Continental. Verſ. 440.——.— Chem. Induſtrie. .⸗G. f. chem. Induſtr.—. Bad. Anilzu. Sodafbr. 460.——.— Chem. Fab. Goldenbg.—.— 167— Mannh. Verſtcherung—.— 552.— Oberrh. Verſ.⸗Geſ. 580.— 525.— Wülrtt. Transp.⸗Lerſ.—— 700.— Induſtrie. .— Verein chem. Fabriken—.— 325,—.⸗G. f. Seilinduſſr)—.— 115.—. Vereim B. Oelfabriken—.— 184 750Dingteröſche Mſchfbr. 104——.— Wſt..⸗W. Stamm—.— 268.—Emajfllirfbr. Kirrwefl.—..— „ Vorzug—.— 108.— Cmaillw. Mafkammer—.— 110.— 8 Ettlinger Spinneret 97.—— rauereien Hüttenh. Spinneref 102.—. Bad. Brauerei— 128.— Karlsr. Maſchinenbau—.— 240.— Binger Aktienbierbr.——. Nähmfbr. Haid u. Neu—.— 261.— Durl. Hof vm. Hagen—.— 255.— Koſth. Cell.⸗u. Papierf. 210.—— Eichbaum⸗Brauerei 162.25 162.— Mannh. Gum. u. Asb. 103.— 102.— Elefbr. Rühl, Worms—.— 104.—Maſchfbr. Badenſa 199 50—. Ganters Br., Frelburg—.— 110.— Pfälz. Näh. u. Fahr. F.—.— 128.— Kleinlein, Heidelberg—.— 200.—Portl.⸗Cement Heidlb.—.—132 25 Homb. Meſſerſchmitt 79.——.—Verein Freib. Ziegelw.—.— 160.—. Ludwigshaf. Brauerei—.— 251.50„ Speyr.„—— Mannh. Aktienbr.—.— 142.— gellſtofff. Waldhof 303 50 302.— Pfalzbr. Geiſel Mohr—.——.— Zuckerf. Waghäuſel 119.— Brauerei Sinner—.— 252.—Zuckerraff. Mannh. 159..— Kursblatt der Mannhelmer Produktenbörſe vom 5, Juni, Weizen bierländ. 18.70——.—[Hafer, bad. 15.50—16.— „ Rheingauer—.———„vuſſiſcher 14.75—15.75 „ noypddeutſcher 18.70——.—„norddeutſcher—. „ kuſſ. Azima 18.50—19.25 Hafer, württb. Aly. „ Ulka 18.30—18 80„ amerik. weißer. „ Theodoſia 19.50—19.75 Maisamer. Mixed—.——12.50 „ Taganrog 18.25—18.80„ Donau———ůͤ— „ Saponska 18.60—18.90„ La Plata 14.———.— „ rumäniſcher 18.60—19.— Kohlreps, d. neuer—.—24.28 „ am. Winter—.[Wicken 17.50—— Manitoba I Walla Walla- ——̃— 0 Kleeſamendeutſch. 1 100.—105.— II 95.—100.— 7* „ Lanuſas II———„neuerpfälzer——. „Auſtralſer—.——.. Luzerne 100.—105.— „ Nuß „ La Plata 18.85—18.75„ Provene. 105.—112.— Kernen 197——„Eſparſette 32.——53.— Roggen, pfälz.—16.35geinöl mit Faß—.——44.—. „ neuer„55„ bei Waggon———43.50 „ ruſſiſcher 16.—][Räbsl in Faß—.—52.— rumäniſcher 2255 bei Waggon——5150 norddeutſcher 99 Ailt. Petroleum Faß 1 „ merit, 5— r. mit 20% Tara Gerſte, hierl. 1T.—. Am. Petral, AWag.—.——19.80 „ Pfälzer 17.28—17.50 Am. Petrol. in Giſt 5 4, Ungariſche—.——..100konettoverzollt——19.— Futter——18.26Rohſprit, verſteuert—— 188.50 Gerſte vum. Brau—.——— oer Sprit—.—67.— 90er do. unverſt.———51,50 r. 00 0 1„„ 4 Weizehmet 1 28.50 24.50 28.50 23.50 20,0 Roggenmehl Nr. 0) 22.— 1) 19.50. Weizen ruhiger. Roggen preisha ltend. Futtergerſte, Hafer und Mais ſe „Oeſterreichiſches N nottert bis auf Weiteres: in Ciſternen Mk. 16.—, in Faß(Barrels) Mk. 18.80 per 100 kg netto verzollt ab hieſtgem Lager⸗ Frankfurter Effektenbörſe. (Privattelegramm des General⸗ Anzeigers.) W. Frankfurk, 5. Junj. Die Börſe eröffnete bei etwas belebtem Verkehr und feſter Tendenz. Es herrſcht heute mehr Deckungsbedürfnis vor, infolgedeſſen auch einzelne Wertt deiunden konnten. Die amerikaniſche Intervention betreffs Her⸗ ſtellung des Friedens ſcheint wieder zu verſtummen und wird trotz des günſtigſten Eindrucks dieſer Nachricht an die Weiterfüh⸗ rung des Krieges gedacht. Eine 11 8 des Krieges wäre für die Börſe ein weiterer Grund zur Zurückhaltung. Der Banken⸗ markt lag im Allgemeinen ruhig. Montanwerte zeigten feſte Haltung und waren Laurahütte und Bochumer zu höheren Kurſen gefragt. Hibernia 260, gefragt. Schiffahrtsaktien aus bereits wiederholten Gründen anziehend. Italieniſche Mittel⸗ meerbahn auf italieniſche Käufe feſt. Induſtriewerte eher ſchwächer. Staatsfonds im Allgemeinen behauptet. Ruſſen⸗ werte gedrückt auf Paris. Im weiteren Verlaufe war die Stim⸗ mung der Börſe ſchwächer auf ſchwache Londoner Goldminen⸗ kurſe und Gerüchte von neuen Zahlungsſchwierigkeiten. Börſe blieb gegen Schluß ruhig, doch zeigte ſich befeſtigende Haltung. Hamburger Paketfahrt 152 bezahlt. 3½ proz. An⸗ leihe der Stadt Bingen am Rhein 1905 gela vom 6. d. Mts. an zur Notierung. Die Lieferung erfolgt per Kaſſa in definitiwen Stücken abzüglich Zins vom 1. Nult 1905 1 Die 8. Selde General⸗Auzeiger Mannheim, 5. Juni. Telegramme der Continental⸗Telegraphen⸗Compagnie⸗ Schluß⸗Kurſe. Reichsbank⸗Diskont 3 Prozent, Wechſel. 2. 5. 2 5. Amſterdam kurz 169.85 169.35Paris kurz 81.883 81.30 Belgien 81.225 81.183] Schweiz. Plätze„ 81 238 81.20 talten„ 81.888 81.288 Wien 85.188 85.183 ndon„ 20.472 20.480 Napoleonsd'or 16.25 16.25 4 lang.—-— Privat⸗Diskont%46 Staats papiere. N. Deuiſche. 2 5 2. 5. 98 20 96.95 52.— Tamaulipaß 98.— Bulgaren 96.80 %½% Griechen 1890 51.75 5 italien. Rente 106.50 4 Oeſt. Faplerr 10120 4¹5 apierr.—.— Oeſterr. Goldr. 101.95 .—s Portg. Serie 1 66 75 101.703 dto. 1II 67 15 100.804½% do. neue 1905 94.65 89 70 89.804 Ruſſen von 1880 88.— 104.— 104.—4 ſpan. ausl. Rente 91 80 3 Selten 87.70 87.60 4 Türken v. 1903 88 30 8 achſen 88.70 88.70 4 Tütrk en unif. 88.40 %/ Mh. Stadt⸗A.05 4 Ungar. Goldrente 99.60 4„ Kronenrente 98.10 5 Ag. i. Gold⸗A. 1887——. 34% Ehineſen 1898 96.50 96 50] Verzinsl. Loſe. 4 Egvpter uniſizirte—.— 106.50 3 Oeſt. Loſe v. 1860 160,50 5Mexikaner äuß. 102.80 108.— Türkiſche Loſe 187.50 ö 15 inn. 66.65 67 50 Aktien induſtrieller Anternehmungen, Bad. Zuckerſabrik 118.10 118.50 Ektr.⸗Geſ. Schuckert 135.70 Eichbaum Mannh. 162 60 12.60 Allg..⸗G.Siemens 186.40 Mh. Akt.⸗Brauerei 142.50 142.50 Ver. Kunſtſeide 519.— Parkakt. Zweibr. 120.— 120.— Lederw. St. Ingbert 62— 85 3. S. Speyer 99.— 96.8[Spicharz 105.50 ementw. Heidelb. 13280 134..Walzmühle Ludw. 177.50 Cementf. Karlſtadt 116 50 116.20] Fahrradw. Kleyer 285.50 286.— Bad. Anilinfabrik 459 50 458.— Maſch. Arm. Klein 92.— 92.— Ch. Fbr. Griesheim 269.70 270 50] Maſchinenf. Baden. 198.50 198.— chſter Farbwerk 377.50 876.20 Dürrk 447.— 447— Pereinchem. Fabrik 327.50 327.50 Maſchinf. Gritzner 210.— 210.50 hem. Werke Albert 386.50 336.20 Schnellprf. Frithl. 188.80 184.— 31½ Dſch. Reichsanl 101.55 101.80 dos.88 81½ pr.konſ. St.⸗Anl 101.50 101.30 3 5 5 90.50 90.45 4 bad. St.⸗A.„ 103.90 103.70 31½ bad. St.⸗Obl. fl 99.70 99.— 3¹⁰¹ N. 5 99.90 100— 15 00, e 4bayer..⸗B.⸗A. 101.50 8 do. u. Allg.⸗A. 100.25 4 Heſſen 101.25 101.25 102.,15 66.95 67.— 94.35 87 20 9180 88 30 88.45 99.60 98.20 —— 1—2 160.30 187.10 185.70 187.— 518.50 62.— 105.50 177.50 Aocumul.⸗F. Hagen 214.— 213.— Oelfabrik⸗Aktien 184.70 183.50 Aed. Böſe, Berlin 84.50 85.0 Seilinduſtrie Wolff 118.50 115.— Allg. Elek.⸗Geſellſch 237.— 237.— Zellſtoff Waldhof 318.50—.— Lahmeyer 142.90 142.25 Bergwerks ⸗Aktien, Bochumer 240.30 241.20 Gelſenkirchner 227.50 227.— Buderus 124.— 124— benne 212.80 218.80 Concordia 827.— 822.— Hibernia— Deutſch. Luxembg. 200.— 199.70] Weſterr. Alkali⸗A. 268 80 268.70 Eiſenwerke Lollar 151.— 151.— Oberſchl. Eiſenalt. 131 10 181.20 FJriedrichsh. Bergb. 122.— 121.50] Ver. Königs⸗Laura 264.80 267.— Uktien deutſcher und ausländiſcher Transport⸗Anſtalten. Ludwh.⸗Bexbacher 283 50—. Oeſterr. Süd⸗Lomb. 18 90 18.89 Pfalz Maxbahn 147.— 147.— Oeſterr. Nordweſtb 105.50 105 50 o, Nordbahn 137.75 138.50]„ Lit, B. 11270 112.70 Südd. Eiſenb.⸗Geſ. 134.80 134.80 Gotthardbahn—— amburger Packet 151 30 15180 Ital. Mittelmeerb. ordd. Lloyd 124 50 124.30]„Meridionalbahn Heſt.⸗Ung, Staatsb. 143 20 142,70 Baltim. Ohio Pfandbriefe, Prioritäts⸗Obligattionen. rl. Hyp.⸗Pfob, 101.10 10110 f 4% Pr. Pfob. unk. 14 108.20 108.20 4.. Pfdb⸗ 100.30 100.55 3%„„ 12 100.— 100.— 4%„ 1910 101.60 101.60 14 100.78 100.75 dn.dles 10160 101.60 95.50 95.50 —— 887 15450 155— 116.90 10720 * 3405 1 „ 08 37 0 101.20 101.10 15 0 . Unk. 09 102.90 108.— 40—¹ bhr..O1 1 0 unk. 10 108.20 108.20 7 br..O8 9% PfenJ2 104.10 104 40 40 dbr..86 „W. 04 90.80 93.208,„„ 1901 9½20 97.20 96.40 96.40 3½ 1914 98.— 98.— „Com.⸗Obl. 31½% Rih..⸗B..O 98.— 98.— .0 1,unk 10 104.50 104.50 4% Rhein. Weſtf. „ Com.⸗Obl..⸗G.⸗B. 1910 101.90 101.90 5.87,unk.91 99.20 99.20 4, Pf. B. Pr.⸗Obl.—.— 101.20 B„ Com.⸗Obl. 31½% Pf. B. Pr.⸗O. 99.50 98.50 v. 96006 99.50 99.60%½/ö1 Iꝗtal.ſttl..G...: %% Pr. Pfdb.unk. 09 101.50 101.50 40ů 1„ 12 102.— 102.— Mannh. Verſ.⸗G.⸗A. 564.— 564.— Bank⸗ und Verſicherungs⸗Aktien. Badiſche Bank 129.50 129.— Oeſterr.⸗Ung. Bank 118.50 118.70 Berl. Handels⸗Geſ. 169.25 168 75 Oeſt. Länderbank 117.— 116.50 Comerſ. u. Disk.⸗B. 121.90 122.50 Kredit⸗Anſtalt 208.80 208.— Darmſtädter Bank 140.40 140.60] Pfälziſche Bank 104 20 104.20 Deutſche Bank 267 40 287.40] Pfälz. Hyp.⸗Bank 204 10 204 80 Deutſchaſtat. Bank 175.30 174.90 Preuß. Hypothenb. 128 20 128— D. Effekten⸗Bank 112 30 112.40] Deutſche dieichsbt. 155.60 155.70 Disconto⸗Comm. 187.30 187.70 Rhein. Kreditbank 145.30 145.80 Dresdener Bank 154 80 154 20] Rhein. Hyp. B. M. 204.70 204.20 rankf. Hyp.⸗Bank 212.20 212.20] Schaaffh. Bankver. 144.10 144.50 Naage 168.40 162.90 Südd. Bank Mhm. 112.50 118.80 Nationalbank 132.40 132.— Wiener Bankver. 141.30 140.80 berrhein. Bank 109.50 109.50 Bank Ottomane 121.—121.20 raukfurt a.., 5. Juni. Kreditaktien 207.90, Staats bahn J42. Lombarden 18 80, Egypter—.—, 4% 1775 Goldrente 99.60, Gotthardbahn 188.—, Disconto⸗Commandit 187.80, Laura 267.—, Gelſenkirchen 227. 0, Darmſtädter 140.60, Handelsgeſellſchaft 168.78, Dresdener Bank 154.50. Deutſche Bank 287.50, Bochumer 241.—, Northern—.—, Tendenz: ruhig. Nachbörſe. Kreditaktien 208.—, Staatsbahn 142.70, Lombarden 18.80, eonto⸗Commandit 187.70. Berliner Effektenbörſe. (Privattelegramm des General⸗Anzeigers.) FP. Berlin, 5. Junj. Die Woche eröffnete in feſter Gtundtendenz jedoch ohne belangreichen Geſchäftsumfang. Die Unternehmungsluſt blieb eingeengt, da aus Petersburg ver⸗ auteſe, daß die Kriegspartei noch immer die Oberhand hat id im Hinblick auf die bevorſtehenden Feiertage. Von Lokal⸗ mn Kohlenaktien beſſer gefragt, angeblich darauf, daß wie⸗ neuerdings verlaute, die bayetiſche Staatsverwaltung beab⸗ eim beſtehendes Kohlenwerk zu erwerben. Hüttenaktien 3½ Pr. Pfobr.⸗Bk. 0 Ke „unkündb. 12 10%— 100.— 4% Rh. H. B. Pfb. 09 100 60 100.60 „ 1007 101.20 101.20 „ 1912 108.— 109.— alte 97.— 97.— i„„ „ 5 99.20 99.20 397 2 55 1 56 97.— 97.— 9% Pr. Vod.⸗Er. 95.50 95.508ſ Pr. Pfdbr.⸗Bl.⸗ ſele Pr. Vod.⸗Er⸗ 5 9 b. 04 96.10 96.10 Berliner Straßenbahn feſt. Hamburger Paketfahrt höher angeblich auf Hamburger Käufe. ſchlag unverändert. Später Kanada beſſer auf hohes Wochen⸗ plus. In 2. Börſenſtunde trat wegen vollſtändig ruhendem Geſchäft in den meiſten Märkten Ausfall der Kurſe ein. Die Börſe wartet Paris und London ab. In 3. Börſenſtunde ſtill. Induſtriewerte des Kaſſamarktes unregelmäßig. Terrainwerte feſt. Berlin, 5. Juni(Schlußkurſe.) Ruſſennoten 216.— 216 10 Hamburg. Packet 161.20 151.60 3½% Reichsanl. 101.40 101.40 Nordd. Llayd 124.20 124.— 3% Reichsanleihe 90.30 90.40] Dynamit Jruſt 194.— 188.40 4% Bad. St.⸗Anl.—.— 103 90] Licht⸗ u. Kraftanl. 130.— 132.60 3½ B. St.Obl. 1900 99.70 99.90] Bochumer 240.60 241.— 3½0% Bayern 100.25 100.25 Konſolidation—— 4% Heſſen—.— 104.— Dortmunder 87 90 83.20 30% Heſſen 87.60 87.60 Gelſenkirchner 227 50 227.50 30% Sachſen 88.60 88.60 Harpener 212.50 213.70 40% Pfhr. Rh. W. B. 101 20 101.20 Hibernig—— 5% Chineſen 101 50 101.80 Hörder Bergwerke 172.50 172.— 40% Italiener 106.50—.—Laurahütte 265.40 266.— 1860er Loſe 160 40 160.40 Phönix 189.25 180 25 Ruſſ. Anl. 1902 88.— 87.40 Ribeck⸗Montan 215.10 215.50 4% Bagdad⸗Anl. 89.— 89.— Schalk G. u. H. V. 57650—.— Kreditaktten 208 80 20820 Wurm Revier 166.40 166.50 Berk.⸗Märk. Bank 166 30 166.50 Ynilin Treptow 368.— 369.— Berl. Handels⸗Geſ. 168 40 169.—Braunk.⸗Brik. 219.— 218.70 Darmſtädter Bant 140 80 140.70 D. Steinzeugwerke 279.75 270.70 Deutſche Bank(alt) 286.90 237.20 Düſſeldorfer Wag. 289.50 291— 5„(4g.) 237.10 237.50 Elberf. Farben(alt) 520.50 520.50 nd 187 10 187.80 5„(4g.)-——.— Dresdner Bank 154.10 154.70 Aſchersleb. Alkaliw. 185.— 185 70 Schaaffh. Bankv. 144.20 144 90] Weſtereg. Alkaliw. 268 70 269.— Lübeck⸗Büchener—.——.—] Wollkämmerei⸗Akt. 161.— 162.50 Staatsbahn—.——.—[Planiawerke 191.— 192.— Lombarden 18 80 18.70 Chemiſche Charlot. 223 75 228— Canada Pacifie 145 50 146.— Tonwaren Wiesloch 170.20 170.60 Privat⸗Discont 2¼% W. Berlin, 5. Juni.(Telegr.) Nachbörſe. Kredit⸗Aktien 208 90 208.— Staatsbahn 143,10 142 60 Diskonto Komm. 186.10 187.70 Lombarden 18.90 18 70 Pariſer Börſe. Paris, 5. Juni. Anfangskurſe. 3% Rente 99.80 99.62 Türk. Looſe 137.— 185— Italtener 106,50 106.60 Banque Oktomane 615— 615— Spanier 91.70 91.50[Rio Tinto 1519 1528 89.07 88.82 Condoner Effektenbörſe. Türken unif. trockene Wetter hat den Einfluß der ſchwächeren ameritaniſchen Berichte, ſowie die ſtarke ruſſiſche Weizenausfuhr außgegſichen. 8 Tendenz war bei ruhigem Geſchäft feſt zu aufbeſſernden Preiſen für alle Artikel. Mais auf Deckungen höher. Rüböl ſtetig. Wetter: heiß. 5. Juni.(Telegramm.)(Produkten b ör ſe.) Preiſe in Mlart 15 100 Kg. frel Berlin netto Kaſſe. 8 li 176.50 176.50] Mais per Juli 129.— 121.25 Fenibr, 171.50 172.—„Septhr. 118.28 118.75 „Degbr. 178.50 174— 19 1. Daler er Jul! 152.50 153.75 Rüböl per Oetbr e Ser, 145.— 146.—„ Dezbr. 50.50 „ Dezbr. 145.75 146 75 ee —— * Wer ſucht nicht in der jetzigen Jahreszeit nach wirklich guten durſtſtillenden Erfriſchungsgetränken? Bei den bielen im Handel befindlichen iſt eine Wahl ſehr ſchwer und dürfte es ſich daher empfehlen, die Aufmerkſamkeit der Leſer auf die weltberühmten Original⸗Reichel⸗Eſſenzen„Marke Lichtherzz zu lenken, welche nicht nur zur ſchnellen und leichten Selbſtbereitung bon Kognak, Rum, Likören Verwendung finden, ſondern mit denen man ſich auch die feinſten Himbeer⸗, Kirſch⸗, Erdheer⸗ Ananas⸗, Zitronen⸗, Limetta⸗ uſw. Limonadeſyrupe ſofort ſelbſt herſtellen kann. Ferner geben Reichels Bowlen⸗Extrakte, aus friſchen Früchten bereitet, zu jeder Jahreszeit hochfeine Weinbowlen in Ananas, Erd⸗ beer, Pfirſich, Waldmeiſter uſw. Reichels Eſſig⸗Eſſenz in bekannten Originalflaſchen iſt von höchſter Reinheit und gibt billigſten und beſten Speiſe⸗ und Einmacheeſſig. Ueberall erhältlich, Verkaufs⸗ ſtellen urch Plakat Truſtdynamit 6 Proz: Ab⸗ London, 5. Junt.(Telegr.) Anfangskurſe der Effektenbörſe. 3 o% Reichsanleihe 89— 885/] Southern Pacifte 63— 6310 5% Chineſen 102½ 102/[Chicago Milwaukee 177— 176“ 4½% Chineſen 97½ 971 Denver Pr. 875/ 88 2% eſ% Conſols 905 30½ Alchiſon Pr. 1047% 104 4 9% Italiener 105/ 105/ Louisv. u. Naſhv. 146¼ 147/ 4 9% Grtechen 54½ 54ʃ%½ Unfon Paeifie 124˙% 124% 3 0ſ%o Portugieſen 68½— Unit. St. Steel com. 26% 26½ Spanier 910/—„„„ pie,. D Türken 875½— Eriebahn 41— 40¼ 4 0% Argentinier 88¼ 88½] Tend.; träge. 3% Mexikaner 35—— Debeers 17½ 17ʃ½ 4 0% Japaner 88 0 875/ Chartered 2— 2— Tend.: beh. Goldfields 71 7— Ottomanbank 14% 145/ Randmines 98 95% Rio Tinto 60½ 605/8 Eaſtrand 8— 77% Braſilianer 85½ 85½ Tend.: beh. Berliner Produktenbörſe. * Berlin, 5. Juni.(Tel.) Produktenhörſe. Das Weibezahns Hafermiel e 1 140 75 141.25 Spiritus 70er loeo———.— Septer 169— 139.75 Weizenmehl 23.25 23.25 „Dezbr.————Roggenmehl 19.70 19.70 Peſt, 5 Juni.(Telearamm.) Getreldemarkt. 2. 5 Weizen per A 1——— feſt 1 1———————— „„Okt. 1640 16 42 16 16 38 156 40 1 Mai——— feſ—— 85 85 150 Okt. 1828 13 30 5 1824 13 26 75 Mai——— fe—— 2 0 5 Olt. 1134 11 85 1188 11 40 5 ais per Juſt 1476 14 78 ſef 9 60 18 Na 1142 1144 Kohlraps p. Aug. 28 70 23 90 ſeſt 23 80 24 00 ſtetig Wetter: Schön, bewöͤlkt. Siverpool, 5. Juni.(Anfangslurſe.) 2. 5 Weizen per Jult 6 Ogeſs feſt.09 ruhig per Sept..078ͤ ü.077% Mais per Juli.06¼ f“.057½ ruhig per Sept. nom. Bom. „——:—:::: œmꝛ— Geſchäftliches. lich. Man achte aber ſtets auf Marke lierung im Haushalte“ wird gratis an Intereſſenten abgegeben und wo nicht erhältlich, koſtenfrei von Otto Reichel, Berlin., Eiſen⸗ bahnſtr. 4,. verſandt. Verantwortlich für Politik: Chefredakteur Dr. Paul Harms, für Feuilleton und Kunſt: Fritz Kayſer, für Lokales, Provinziales u. Gerichtszeitung: Richard Schönfelder, für Volkswirtſchaft und den übrigen redaktionellen Teil: Karl Apfel für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Franz Kircher. Druck und Verlag der Dr. H. Haas'ſchen Buchdruckeret. G. m. b..: Ernſt Müller. Auch ein Arbeiter mit geringem Wochenlohn iſt imſtande, ſeine Kinder mit Kufeke's Kindermehl und Kuhmilch zu ernähren, da dasſelbe den Kindern nur als dünne Suppe gereicht wird, welche in 34 Liter nur ein Eßlöffel Kufeke's Kindermehl enthält. Dieſe geringe Quantität des Kindermehles genügt, um die Kuhmilch leichter verdaulich zu machen und den Nährgehalt derſelben zu er⸗ höhen. Kufeke's Kindermehl fördert die Knochen⸗ und Muskel⸗ bildung, regelt in hervorragender Weiſe die Verdauung und zeichnen ſich die damit ernährten Kinder durch gutes Gedeihen aus. 3226 iſt die aus allerfeinſtem Roh⸗ K 0 nk urrenz 08 matertalten hergeſtellte und für die zarteſte Haut der Frauen* rr H 0 Nnse ife und Kinder ſeit Jahren bewährte Der Muttermilch in Nährkraft am 4 3 Mil kt 8 i nächſten iſt Jüe el 1— fleherall erheleh, d direkt von der Fabrik Frankfurt a. M. 3908 Diners u. Soupers im Abonnement. 10 Karten MKkK. 12.— beliebig zu benutzen. 401⁴ Wuademnd. , Vie che verderben die Speisen, wenn sie nicht 5—— 5 „Citrovin-Essig“ verwenden, denn jedes Liter ; nält den Säure-; „Citrovin“ enthatettewemure- 30 Citronen. Vorzüglichstes und bekömmlichstes Mittel zur Bereitung schmack⸗ hafter Salate, saurer Saucen und Speisen ete.— Nur bei Verwendung von„Oitroyin“ kann man sich die Speisen gesundheitsmüssig be⸗ reiten, da Citronensäure ein hervorragendes Heil- und Vorbengungs⸗ mittel gegen vielerlei Leiden ist.— Der Gehalt an dieser, dem deutschen Arzneibuch entspr. Citronensäure beträgt ca, 40 Proz. der Gesamtsäure und dürfte„Citrovin“ daher auch zu empfehlen sein bei Gicht, Rheumatismus und ähnl. Leiden, ganz besonders aber filr schwache Magen, bei schlechter Verdauung, Magendruck, Apetit⸗ losigkeit ete., wofür zahlreiche Anerkennungen, welebe wir Interessenten auf Wunsch gerne übermachen. „Citrovin“ kostet per Literflasche ohne Gas Mk..20, wird mit 2 Liter Wasser verdünnt und ergibt 8 Liter fertigen Speiseessig à Liter 40 Pfg., ist also kaum teurer als gewöhnlicher Essig.— „Citrovin“ ist weder selbst eine Essenz, noch wird zu seiner Herstellung Essenz verwendet.— In allen besseren einschlägigen Geschüften zu haben.— Wo noch nicht zu haben, versenden die alleinigen Fabrikanten Fritz Scheller söhne in Homburg vor der Möhe 3 Liter(Postkolli)„Citroyin“ in einer Korbflasche zum Preise von Mk..50 inklusive Korbflasche gegen Nachnahme.(Diese 3 Liter ergeben 9 Liter Essig.) Hervorragende Vertreter, wo nicht vorhanden, gesucht. Solvente Firmen können noch für einzelne Bezirke Alleinverkauf erhalten. Verkaufsstellen: Carl Friedrich Bauer, U I, 18. Becker's Delikatessenhaus, E 4, 1. Adolf Burger, 8 1, 5. Georg Dietz, am Markt. Peter Disdorn, EHlisabethstr. 7. Th. v. Eiehstedt, N 4, 12. Franz Flügler,(Beckers Nachf.) Mittelstr. 124. Greu⸗ lich& Herschler, H 2, 1 und Mittelstr. 29. R. Gund, R 7, 27. M. Hannstein, L 14, 1. Jak. Harter, N 4, 28 u. N 8, 15. Jako) Hess, P 2. Fr. v. d. Heydt, U 4, 17. Gebr. Imberger, R 1, 7. P. Karb, E 2, 13. J. M. Kern, C 2, 10. Josef Knab, Q1, 5, Link-Correll, Kepplerstr. 28. Ludwig& Schütthelm, 0 4, 8. Jakob Liehtenthäler, B 5, 11. Wilh. Küller, U 5, 26. Heinrich Reger, K 8, 17. Jakob Schick, B 1, 7 u. Friedrichspl. 5. Joh. Schreiber, T 1 und Filialen. E. H. Schury Nachf., Gontardplatz. Inkob Uhl, M 2, 9. Carl Weber, Friedrichsplatz 10. Georg Wissner, Lameystrasse 19. Vertreter für Mannheim und Umgebung: Andree& Wilhelm, Mannheim. 3992 Weibezahn's Hafermehl ist der beste Zusatz zur Kuhmilch und ein rationelles und billiges Kinder- nahrungsmittel. Muskel- und Enochenbildend. 22 mal = prami Niederlagen durch Plakate kenntlich. 3986 Pension Kurhaus Lindenfels⸗ Comfort. Arztliches Famillenheim für Nervöse und Erholungs bedürftige, Lungenkranke ausgeschlossen. 52995 Lelter und Besitzer: Dr. Schmitt. Meilirinsgen an der Brünigbahn(Schwelz).— Herrlicher Alpenluftkurort „Hötel Oberland“ ist wieder erbffnet.— Prospekte versendet bereitwilligst der neue Besitzer; Bernh. Oesterhaus, aus Mannheimn. Baden-Baden. Zum Frühjahrs- Aufenthalt hesonders gesignet. Hötel Minerva Vornehmes Familienhotel allerersten Ranges. Beste und ruhige Lage in grossem Parke an der Lächtenthaler Allee.— Mässige Preige. 9 Pensions-Arrangement, 990 F. Babler. 10 WManuhelm, 5. Junt. Genueral⸗Anzeiger. 7. Seite. „Sekanntmachung. No. 264. Aus der Profeſſor Dr. A. Bensbach⸗Stiftung da⸗ kier iſt auf 24. Juli ds. Is. zu vergeben: 1. Ein Ausſtattungspreis von 500 Mark an ein hier wohnendes, unbemitteltes Mäd⸗ chen. Dasſelbe muß unbe⸗ ſcholtenen Ruf genießen, darf nicht unter 18 Jahre und nicht über 38 Jahren alt ſein und deſſen Vater oder Mutter mindeſtens drei Jahre in Mannheim gewohnt haben. Geſuche, welchen behördliche Zeugniſſe über Alter, ſittliches Verhalten, Armut der Be⸗ werberin und über Dauer des Wohnſitzes ihrer Eltern in hieſiger Stadt beizufügen ſind, wollen binnen 4 Wochen bei uns eingereicht werden. 2. die Summe von 250 Mark zur Unterſtützung von pier hier wohnenden, armen unbeſcholtenen, zu dem Stande der Handwerker, Taglöhner oder Fabrikarbeiter gehörigen amilien in Beſtreitung ihrer Neuenlete 30000/73 Bewerbungen um dieſe Mietzinsunterſtützungen ſind ebenfalls binnen vier Wochen guher einzureichen. Mannheim, 31. Mai 1905. Der Verwaltungsrat: von Hollander. Gögele. Bekauntmachung. No. 20411J. Die Feuer⸗ zerſicherungsbeitrags⸗Tabellen der Gebäude hieſiger Stadt, der Stadtteile Waldhof, Käferihal und Neckarau für das Jahr 1904 liegen während 8 Tage in dem Geſchäfts⸗ zimmer des Feuerverſicher⸗ ungs⸗Bureaus N 6, 5, 2. St., Zimmer No. 7 zur Einſicht aller Beteiligten auf. Mannheim, 30. Mai 1905. Bürgermeiſteramt: 30000/372 Beck. Die Coakslieferung für die unterzeichnete Anſtalt iſt vom 1. Auguſt d. J. ab auf ein Jahr zu vergeben. Es ſind ausſchließlich A. Rühr-Brech-OOaks 40%70 mm erſtklaſſige Syndikats⸗ marke zu liefern. Die Offerten verſtehen ſich per 200 Zentner⸗Waggon franko Bahnſtation Sinsheim a. E. Jahresbedarf 20—30 Wagg. Sinsheim a.., 4. Juni 1905. Direktion der Kreispflegeanſtalt. 11t1 KreditIKredit! b Kredit] Kredit! ATeAd1tT Kredit! H e Die Hundstape betr. Es wird darauf aufmerk⸗ ſam gemacht, daß für alle über ſechs Wochen alte Hunde in der Zeit vom 1. bis 15. Juni die Hunds⸗ taxe bei der Großh. Steuer⸗ einnehmerei III zu entrichten iſt. Wer die rechtzeitige Anmeldung eines Hundes und zugleich die Entrichtung der Taxe unterläßt, hat neben der Taxe den doppelten Be⸗ trag derſelben als Strafe zu entrichten. In der Stadt Mannheim wird die Taxe von der SteuereinnehmereiIII im Großh. Schloſſe, linker Flügel, erhoben. Es liegt im Intereſſe der Zahlungs⸗ pflichtigen, mit der Entricht⸗ ung der Taxe nicht bis Mitte Juni zuzuwarten, da ſonſt wegen des um dieſe Zeit ohnedies großen Andrangs des Puplikums an der Kaſſe der Steuereinnehmerei III eine ſofortige Abfertigung der Zahlenden ſich nicht er⸗ möglichen läßt. 57252 Mannheim, 1. Juni 1905. Großh., Finanzamt: Dr. Bernauer. Heugras⸗Verſteigerung. Das Heugras von den kirchen⸗ ärariſchen Wieſen Gemarkung Hockenheim im Maße von 216 ha 21 ar 46 qm wird am Donnerstag, den., Freitag, den 9. und Samstag, 10. ds. Mts., jeweils vormittags 10 Uhr, im Auſchluß an die Verſteiger⸗ ungen des Gr. Domänenamts 981 Am.: Von den oberen Bach⸗ wieſen, den Allmend- u. Bühler⸗ wieſen, den Wieſen im Herren⸗ teich, Altwaſſer⸗ und der Wurf⸗ lache: Am.: In der Ketſchau die Loſe Nr. 1 bis mit Nr. 164. Am 10.: Die Loſe daſelbſt Nr. 165 bis mit Nr. 511. Auskunft erteilen Güterauf⸗ ſeher Seßler in Hockenheim und Wieſenaufſeher Jünger in Ketſch. Mannheim, den 3. Juni 1905. Evangeliſche Kollektur. Zwangsverſteigerung. Nr. 5535. Im Wege der Zwangsvollſtreckung ſoll das in der Gemarkung Fendenheim belegene, im Grundbuche von Feudenheim zur Zeit der Ein tragung des Verſteigerungsver⸗ merkes auf den Namen des Kounkers Friedrich Humblet in Feudenheim eingetragene, nachſtehend beſchriebene Grund⸗ ſtück am Dienstag, 16. Juli 1905, vormittags 10 Uhr durch das unterzeichnete Notariat i Rathauſe zu Feudenheim verſteigert werden. Der Verſteigerungsvermerk iſt am 2. Mai190s in das Grund⸗ buch eingetragen worden. Die Einſicht der Mitteilungen des Grundbuchamts, ſowie der übrigen das Grundſtück betreffen⸗ den Nachweifungen, insbeſondere der Schätzungsürkunde iſt jeder⸗ mann geſtattet. Es ergeht die Auſſorderung, Rechte, ſoweit ſie zur Zeit der Eintragung des Verſteigerungs⸗ vermerks aus dem Grundbüch nicht erſichtlich waren, ſpäteſtens Um Verſteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn Wee haft zu machen, widrigenfälls ſie bei der Feſtſtellung des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und bei der Vertellung des Verſteiger⸗ ungserlöſes dem Anſpruche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgeſetzt werden. Dieſenigen, welche ein der Verſteigerüng entgegenſtehendes Recht haben, werden aufgeſordert, vor der Erteilung des Zuſchlags die Aufhebung oder eiuſtweilige Einſtellung des Verfahrens her⸗ beizuführen, widrigenfalls für das Recht der Vexſteigerungs⸗ erlös an die Stelle des ver⸗ ſteigerten Gegenſtandes tritt. Beſchreibung bes zu verſteigernden Grund ſtückes: Grundbuch von Fendenheim, Band 11, Heft 19, Beſtandsver⸗ zeichnis I. .-Z. 1, Lſde. Nr. der Grund⸗ ſtücke im BV. I 1, Lagerb⸗Nr 1986, Flächeninhalt 14 a 25 am Hofraite mit Hausgarten. Auf der Hofraite ſteht ein einſtöckiges Wohnhaus mit Schienenkeller, angebauter Holzremiſe und Abort, gelegen im Unterfeld au der Mannheimer Straße. Schätzung Mk. 9000 Maunheim, 2. Juni 1905. Großh. Notariat IX als Vollſtreckungsgericht: Breunig. Zwangs⸗Verſteigerung. Dirnstag, 6. Juni 1905, nachmittags 2 Uhr werde ich im Pfandlokal 4, 5 dahier gegen bare Zahlung im Vollſtreckungs⸗ wege öffentlich verſteigern: 10 ſeidene Kleider, mehrere neue Wagen, 2 aviere, verſch. Stoffe für Herrenan⸗ züge, Möbel aller Art und Sonſtiges. 25507 Mauheim, 5. Juni 1905. Gegründe Gewinn- und t 1886. Verlust-Conto Der Aufsichtsrat: Der gez. Oskar Oberrheinische versicherungs-Gesellschaft in Mannheim. 57803 Grund-Kapital: 6 Millionen Mark. Emittiert: 4 MIilionen Mark. Rechnungs ⸗Abſchluß des am 31. Dezember 1904 abgelaufenen achtzehnten Geſchäftsjahres. Einnahmen. Ausgaben. a T Teenspert Werſichern. e e A. Transport⸗Verſicherung. 1. Nuckverſicherungs⸗Prämſen. 2685 30458 1. Schaden⸗Reſerve aus 1908 586 448— 2. Bezablte Schäden 130 8eſe 2. Prämien-Ueberträge 7225 5 352 04907 15 eee tei 10 Rück⸗ 1681 3. Prämien pro 1904 abzü„Prämienalleberträge verſicherer 5660217 1900 Wüutkag abzüglich grabatt 4864 072/27 5. Agentur⸗Proviſion u. Verwaltuugs⸗ 4. Policegebühren 1951/5¹ ef e 5. Kapftalerträge, anteilige Zinſen ToAi 806 861%85 B. Unfall⸗ und Haftpflicht⸗ B. Unfall⸗ und Haftpflicht⸗ Berſicherung. Verſicherung. 1. 1176 9 S. f 891121ʃ6 1. Schaden⸗Reſerve aus 1908s 514082ſ1 Bezahlte Schäden 25 Pelnlen-Aederten 7 1 445 98062 3. Schnebende Schäben 3. Prämienreſerve(Seckungskapital für 4. Prämienelleberttäge... 05896,94 Renten, Prämienrückgewähr ꝛc.)). 788 056ſ40. Piämienkeſerve(Deckungskapftal für 4. Prämien pro 1904 2 286 85807„Nenten, Piämienrückgewähr ete.) 1027 448(66 8, Policegebſhren. 16 708056 6. Gewinnanteile und Zahlung für vor⸗ 6. Vergükungen der Rückperſicherer„1398 15564 7 agetnre roe in 5 3844%13 a 1 2418 95 6 278 945317. Agentur⸗Proviſion u. Verwältungs⸗ Kapftalettecige, ankeili Siner edesſei boſen„378040 8210 165 CO. Glas⸗Verſicherung. C. Glas⸗Verſicherung⸗ 1. Nückverſicherungs⸗Prämſen 10002260 5 127 5 5 738052 2. Bezahlte Schäden abzüglich An⸗ 47056/58 2. Vehnden Aeberkage 2925 30167/74 3. Schwebende e der Rück⸗ 6673065 3. Prämien pro 1904„19734309 4. Prämien⸗-Meberträge verſicherer 90 96895 4. Polieegebühren 2 638092 5. Agentur⸗Proviſion u. Verwaltungs⸗ 5 5. Kapitalerträge, anteillge Zinſen. 1603 88 287 40% f6% koſſen— 2883 884.99 D. Einbruch⸗ und Diebſtahl⸗ D. Einbruch⸗ und Diehſtahl⸗ Beerrſicherung. Verſicherung. 1 Bachet ene e 51844 1 1. Schaden⸗Reſerve 1888.— 2. Bezahlte Schäden Jabzüglich Au⸗ 759 5 e e— 32003ʃ10 3. Schwebende Schäden fl der Rück⸗ 1894052 3. Peenten pro 1904 1 305 9749148 4. Prämien⸗-Reberlräge verficherer 43573089 e eeen, 8 1397 55 5. Agentur⸗Proviſion u. Verwaltungs⸗ 5 128061ʃ7 5. Kapitalerträge, antellige Zinſen 64010 138 86sſcJkeoſten„„%%%%» E. Feuer⸗Rück⸗Verſicherung. E. Feuer⸗Rück⸗Berſicherung. 1. Feiceeſendenen„ 3681761ſ0% Sch„Reſerv 187 807,26 2. Bezahlte Schüäden Jabzüglich An⸗] 660227— 75 e eiege 382 501/15 3. Schwebende Schäden fteil der Rück⸗ 8109249 3. Pränuen pro 1904 444574 587088 4. Prämien-Ueberträge] verſicherer 43186768 5 4. Kapitalerträge, anteilige Zinſen 7650— 5102 516245. Proviſtonen und Verwallungskoſten[23824417 5099 198 FH. Sonſtige Ausgaben. 5 1. Abſchreibungen: F. Sonſtige Einnahmen. 10 e 0 5 0 18800 38 Ziiſfü 5 Akti e 3 4 2. Verlüſt aus Kapitalanlagen: 2. Aktien⸗Umſchreibungsgebühren 261— 9 0 Aat 8. e 2 88000[ 128 550ſo8 Buchmäßiger Kursverluſt.9—20421%8 — Rehnſeeßß 226 27469 16729471ʃ18 1672977 U5 Aktiva. Bilanzꝝ. Paàssiva. „„„„„. 1. Wechſel der Aktionſre 3 000 000— I. Akttenkapitask 4000 000— II. Hypotheken 1620 300— II. Neſervefonds(nach Zuſchreibung III. Wertpapiere: pro 1904 M. 130 000- 100 000 1. mündelſichere Wertpapiere 2526 528070 III. Prämienreſerven 25 2. Pfandbriefe deutſch.Hypotheken⸗ 1. Deckungskapital für laufende Aktien⸗Geſellſchaſten(in Baden Neiter:r: daa9 mündelſicher 145˙722— 2. Prämienrückgewährreſerven 86 587 52 3. ſonſtige Wertpapfere 750.— 2672995870 8. 12215 rechnungsmäßige Re⸗ IV. Wechſel 5 4464/58 erven 6 0 34083/74]/ 1027448066 V. Guthaben: IV. Prämienüberträge 1688 329ſ24 1. bei Bankhäuſern 694884%05 V. Reſerven für ſchwebende Ver⸗ 2. bei anderen Verſicherungs⸗ ſicherungsfälle(Schadenreſerve) 1199 413082 unternehmungen 106839951 1762783056 VI. Spezialreſerve(nach 8090 0 Fnige Zint it gi 75 904 M. 254837.03 200 000— VI. Ju 1905 fällige Zinſen ſoweit ſie hung pro 1do M. 2 auteilig das Jahr 18904 freſſen 24458/40 VII. Guhaben andererVerſtcherungs⸗ VII. Ausſtände bei Generglagenten I unteinehn ungen e 1620049ʃ59 bezw. Agenten 5 881 T709ſ90 VIII. Sonſtige Paſſiva und zwar: VIII. Varer Kaſſenbeſand. 89 55196 1. Nückſtellung behuſs Schaffung IX. Inventar inkl. Motorbogt und eines Beauten., Witwen- und Druͤckſachen 5 350.— Waſſen⸗Unterſtützungsfonds 5 8 nach Zuſchreibung pro 1904 M. 50402.50) 40 402ʃ50 2. Uẽerhobene Dividende 4695— 45097 50 IX. Ueberſchuß*„ 2262749 Geſamitbetrag 10056618ʃ50 Geſamtbetrag 5 5 1005661350 2 0 7 Verleilung des Arberſchuſſes nach Beſchluß der General⸗Berſammlung vam 27. Mai 1905. sJ% + 4 Ueberſchuße 5„226 274691. Zur Kapital-Reſerve(8 37 der Statuten anſtatt 8 8 9% mit M. 11 818.75) 80900— 2. Zur Spezial-Reſerve„ͤ„„ 3. Dividende M. 27.50 11% pro Aktie 110 000— 4. Statutgriſche und vertragl. Tantjemen„21437 66 5 Rückſtellung behufs Schafſung eines Beamten⸗ — Witwen⸗ und Waiſen⸗Unterſſützungsfonds 10000— 25——— Vorstaund: Sternberg, Direktor, Käferthal wird dus nachver⸗ zeichnete auf Gemarkung Mannheim⸗Käferthal belegene Hausgrundſtück am: Montag, den 19. Juni 1905, vormittags 11 uhr auf dem Rathaus zu Käfer⸗ thal öffentlich verſteigert. Die Verſteigerungsgedinge können bei dem unterzeichneten Notariat eingeſehen werden. .⸗B.⸗Nr. 6681, 4 a 17 am Hofraite, 2 a 53 qm Haus⸗ garten, 10 à Ackerland, zu⸗ fammen 16 à 70 qm im Orts⸗ etter an der inneren Wingerts⸗ ſtraße Nr. 8. Auf der Hofraite ſteht: a) ein einſtöckiges Wohnhaus mit gewölbtem Keller, b) eine Scheuer und eine Stallung, c) Schweineſtälle. Anſchlag 5000 Mk. Mannheim, 29. Mai 1905. Großh. Notariat IX: Breunig. 2252 eberflecke, Miteſſer, Geſichts⸗ röte u. Sommerſproſſen, ſice alle Unreinheiten des Ge⸗ ichts und Hände werden durch⸗ Bernhard's Lilienmilch radikal beſeitigt und die rauheſtet ſprödeſte Haut wird über Nach. weich, weiß u. zart a Glas M..50, Medleinal-Drog. Z. Toten Treuz von t, N4A 12 2 Fanloe 24803 delgrüs⸗Verſeigerungen. den diesjährigen Heugraserwachs von den äratiſchen Wieſen ſeines Bezirks wie folgt: 57284 Samstag, den 10. Juni.., vormittags 11 Uhr, auf ſeiner Kanzlei im linken Schloß⸗ flügel von 5 hg Herzogenried⸗ wieſen(Loſe 83 bis mit 91) auf Gemarkung Mannheim; Dienstag, den 13. u. Mitt⸗ woch, den 14. Juni l.., je⸗ weils vormittags 9 Uhr, in „Pflug“ zu Brühl von 33s8 ha der Gemarkungen Brühl und Edingen; Donnerstag, den 15. Juni I.., vormittags 9 Uhr, im „Relaishaus“ zu Mheinau von 35 ha Backofen⸗ u. Riedwie⸗ ſen der Gemarkung Seckenheim, ſowie von 9 ha in den Gewan⸗ nen„alte und neue Nachtweide“, „Dammſtücker“ und„Wieſen außer dem Damm“ auf der früheren Gemarkung Rohrhoꝛ: Freitag, den 16. Juni l.., vormittags 9 uhr, im„Kar⸗ fen“ zu Sandhofen von 121 auf der Frieſenheimer Inſel; Samstag, den 17. Jüni l. ., vormittags 10 Uhr, in Sandtorf von 41 ha auf dieſer Gemarkung. Nichtbadiſche Steigerer und Bürgen haben ſich über ihre Zahlungsfähigkeit durch glaub⸗ hafte Zeugniſſe ihrer Heimats⸗ behörde auszuweiſen. taunbeim, den 1. Juni 1905. Großh. Domänenamt: Vierling. 57284 Mk. 29.000 auf erſte Hypotheke, à 4% hat Ang, rentgg Rechtstonſulent, 0, 18. Koks⸗Kohlen und Holzlieferung. Für klommenden Winter wer⸗ den benötigt: a) für Gr. Gymnaſium hier: ca. 2200 Ztr. Nuhrbrechkoks für Zentralhetzung. „ 180„ Nußkohlen J. oder II. Korngröße. „ 80 Fetiſanot * 14 Sier tann. Scheiterholz. b) für Gr. Blindenerziehungs ⸗ anſtalt Jlvesheim. cg. 2500 Ztr. Ruhrbiechkols für Zentralheizung. „ 200 Nußkohlen 1. Gefl. Angebote zu a mit Preis für Lieferung frei in den Keller, zu b mit Preis ab Schiff oder Lagerplatz wollen bis 20. Juni d. Is., anher eingereicht werden. Mannheim, den 29. Mai 1905. Gymnaſiumsverrechnung: Föhrenbach. 25315 3, 16 Große U 3, 16 Möbel⸗Verſteigerung Im Auflrag verſteigere ich am Dienstag, den 6. Juni 1905 in meinem Lokal à, 16 an den Meiſtbietenden: 4 vollſtändige Simmereinrichtungen beſtehend aus: Vollſtändige nußbaum polirte Beiten, Waſchkommoden mit Marmorplatten und Spiegelauf⸗ ſatz, Nachttiſche mit Marmor⸗ platte, Handtuchhagiter Chalſe⸗ lougues Divaus, Tiſche, Stühle, feine Gasiye: Bilder und Anderes mehr. Fritz Beſt, Auktionator 2 3, 16. 2, 18. Imaugsverſteigernng. Dienſtag, den 6. d. M. Nachmittags 2 Uhr werde ich im Pfandlokale Hier, Q 4, 5, gegen bare Zahlung im Vollſtreckungs⸗ wege öffentlich verſteigern: Möbel verſch. Art. Mannheim, 5. Juni 1905, Ningel, 25511 Gerichtsvollzieher. Zwangsuerſteigernng. Dienstag, 6. Juni 1905, nachmittags 2 Uhr werde ich im Pfandlokal 4, 5 dahier gegen bare Zahlung im Vollſtreckungs⸗ wege öffentlich verſteigern: Wirtſchaftstiſche, Stühle, Kochherd, 1 Ladenthete, ein Eisſchrank, 1 Kiſte Glas und Sonſtiges. 25505 Daran anſchließend unter mündlicher Bekanntgabe des Verſteigerungsortes: verſchiedene Holzvorräte, Leitern, Karren, Schaufeln, Bütten, Gerüſtböcke, dielen u. a. m. Mannheim, 5, Juni 1905. arder, Gerichtsvollzieher. Sofort Geld auf Möbel und Waren jeder Art, welche mir zum Ver⸗ kauf oder zum Verſteigern übergeben werden. 22971 Heinrich Seel Auktionator C2, 24, 3. St. 2 Iwangsuerſteigerung. Im Wege der Zwangsvoll⸗ ſtreckung ſoll das in Gemarkung Feudenheim belegene, im Grund⸗ uche von Feudenheim zur Zeit der Eintragung des Verſteiger⸗ ungsvermerkes auf den Namen des Bäckermeiſters Jakob Büch⸗ ler in Feudenhe eingetragene, nachſtehend beſchriebene Grund⸗ tück am Dienstag, den 18. Juli 1905, vormittags ½9 Uhr, 11 deu. eigerungsver 1905 in das G den. tteilungen 8 ſowie der übrigen das Grundſtück betreffen⸗ den Nachweiſungen, insbeſondere der Schätzungsurkunde iſt jeder⸗ mann geſtattet. Es ergeht die Aufforderung, Rechte, ſoweit ſie zur Zeit der Eintragung des Verſteigerungs⸗ germerkes aus dem Grundbuch nicht erſichtlich waren, ſpäteſtens im Verſteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden ünd, weun der Gläubiger widerſpricht, glaubhaft zu machen, widrigen⸗ falls ſie bei der Feſtſtellung des geringſten Gebotes nicht berück⸗ ſichtigt und bei der Verteilung des Verſteigerungserlöſes dem Anſpruche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgeſetzt werden. Diejenigen, welche ein der Ver⸗ ſeigerung entgegenſtehendesRecht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuſchlags die Aufhebung oder einſtweilige Ein⸗ ſtellung des Verfahrens herbei⸗ zuführen, widrigenfalls für das Recht der Verſteigerungserlös au 1 Stelle des verſteigerlen Gegen⸗ kandes tritt. Beſchreibung des zu verſteigernden Grundſtückes: Grundbuch von Feudenheim, Band 30, Heft 21, Beſtandsver⸗ zeichnis J. 57286 .„Z. 1, Lfd. Nr. d. Grundſt. im BV. I 2, Lgb.⸗Nr. 1287, Flächen⸗ inhalt 13 à 96 qm Ackerland im Weiherweg. Schätzung Mk. 1400, Mannheim, 2. Juni 1905. Großh. Notariat IX als Vollſtreckungsgericht:; Breunig. 5 Haug⸗erſteigerung. Am—47 Samstag, den 10. Juni d.., vormittags 11 Uhr, läßt Unterzeichnete ihr an der Bahnhofſtraße in Wies⸗ loch gelegenes zweiſtöckiges Wohnhaus mit großem Ma⸗ gazin, Hof und großem Haus⸗ garten, welches ſich zu jedem Geſchäfte eignet, auf dem Rathaus in Wiesloch öffent⸗ lich zu Eigentum verſteigern, wozu Steigerungsliebhaber einladet. Ph. Anniſer Wiwe. 8. Selke FHärberei Printz. 2705 55192 BErouunte Bedienung. Tadelloſe Ausführung.— Mäßige Preiſe. —— Basler Jura Höhenkurort üb 600 K. N II. AAihen a 2. Soaſbad Sehauenburg ene Die Perle der Soolbäder, touristischer Centralpunkt. Reichgegi. romant. Gebirgalagcsah., präclit. Buchen-, Tannen- u. EShramwald, unmitielbar fl. d. Park stossend. Zahlr. Spa⸗ Zlergänge an histor. interessaale Orte. Ausged. Rundsicht v. Sleichnam. Schlosse anf Vogesen, Schwarzwald, Jura u. d. ganze Alpenketie. Gesch. Lage. Telegr. Ganz vorzügl. Pension zu bHl, Preisen: Familienarrangement b. läng. Aufenth. Kohlen- Säarchait. Soolbäder. Moorbäder. Gesamtes Wasserheilver- fahren.(887) Emil Flury. Tiefbetrübt machen wir Mutter, Tante und Schwägerin Fanmnvo HKess geb. Kuhn Dles statt besonderer Anzeige. OD-ANZHFETGN. nach schwerem Leiden gestern abend sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Die tiefgebeugten Kinder. Maunbeim, den 4. Juni 1905. Die Beerdi des Isr. Friedhofes hier statt. Algem. Dellſcher Verſſcerüngs⸗Berein g. G. in Skuftgarl. Haftpflicht⸗, Unfall⸗ und Lebens⸗Verſicherung Stuttgarter zalit-& Kütkverſicherungs⸗Akliengeſellſchaft Einbruchdiebſtahl⸗, Glas⸗, Sturmſchaden⸗, Waſſerſchaden⸗ und Maſchinen⸗Verſicherung. Agenten wie ſtille Vermittler, auch nur für einzelne Branchen, finden allerorts Anſtellung. Auch werden noch einige Reiſeninſpek⸗ toren gegen hohe, feſte Bezüge geſucht. 3664 Subdirextion Ludwigshafen a. Rh. Friedr. Hafner. Waterländische Feuer-Verssonsrüngs-Aoffon- Gssellschaft in Elberteld. Gegründet 1822. Der Geſchäftsſtand war am 1. Januar 1905 folgender: Die laufende Verſicherungs⸗Summe Mk. 5,329,077,353.— Die Prämien⸗ und Zinſen⸗Einnahme 5 9,988,394.02 Die Kapital⸗ und Prämien⸗Reſerven für eigene Rechnunng 15 9,772,542.24 Das Grund⸗Kapital der Geſellſchaft„ 6,000,000.— Die Geſellſchaft verſichert Gebäude, Mobilien, Waren, Maſchinen und Vorräte aller Art gegen Brand⸗ Blitz⸗ und Exploſtonsſchäden zu feſten Prämien. 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