Gadiſche Volkszeitung.) Abonnement: 70 Pfennig monatlich. Btingerlohn 20 Pig. monatlich, durch die Poſt bez. tnel. Poſt⸗ aufſchlag M..42 pro Quartal. Einzel⸗Nummet 8 Pfg. E 6, 2. In ſerate: Die Colonel⸗Zeile. 20 Pfg. Auswärtige Inſerate 25„ Die Reklame⸗Zeile 60„ der Stadt Mannheim und umgebung. Unabhängige Tageszeitung. Erſcheint wöchentlich zwölf Mal. Geleſenſtt und verbreitetie Zritung in Manuheim und Amgebung. Schluß der Inſeraten⸗Annahme für das Mittagsblatt Morgens 9 Uhr, für das Abendblatt Nachmittags 3 Uhr. Werliner Redaktions⸗-Bureau: Berlin W 50. Redakteur: Dr. Paul Harms, Würzburgerſtraße 15. (Nannheimer Volksblatt.) Telegramm⸗Adreſſe: „Journal Maunheim“ Telephon⸗Nummern: Dfrektion u. Buchhaltung 1449 Druckerei⸗Bureau(An⸗ nahme v. Druckarbeiten 841 E 6, 2. 8 Nr. 467. Mitbürger! Samstag, 7. Oktober 1905. (Abendblatt. Am 10. ds. Mts. ſeid Ihr berufen, die Neuwahl für 18 ausſcheidende Stadtverordnete zu vollziehen. Wie für die bevorſtehende Landtagswahl, ſo haben ſich, Freiſinnige Partei— zu gemeinſamem Vorgehen vereinigt, womit e Unſere Gegner vom Zentrum behaupten, Zweck dieſ ies das Herrſchen einer Partei, während es ſich h 115 ihre volle Selbſtändigkeit und keine derſelben wird auf dieſe in ihrer praktiſchen Tätigkeit verzichten. ib hren, ſo wäre das für die Bürgerſchaft kein Schaden, ſondern ein Vorteil, weil es dan eifall findenden Zuſtänden, insbeſ Denn das Weſen einer Parteiherrſchaft iſt doch eralen Bürgerausſchuß⸗Fraktionen ſchaft gegenüber manchen nicht ihren heſitzen, brauchen wit nicht weiter zu betonen. Heute iſt unſere Aufgabe, in großen Zügen die Forderungen zu verzeichnen, Daß wir nur ſolche Männer in Vorſchlag bringen, Gemeindewähler der II. Alaſſe! wie Ihr wißt, auch bei dieſer Wahl die liberalen bürgerlichen Parteien— Nationalliberale, Deutſche Volkspartei und inem lang gehegten Wunſche unferer Bürgerſchaft entſprochen iſt. er Vereinigung ſei die Errichtung einer nationalliberal⸗demokratiſch⸗freiſinnigen Parteiherrſchaft. Nichts iſt widerſinniger als ier um das taktiſche Zuſam engehen mehrerer Parteien handelt. Sollte jedoch unf n eiſer als möglich ſein wird, dem Willen der Bürger⸗ ondere gegenüber dem Bureaukratismus, mit Erfolg zur Geltung zu Zudem behält jede er jetziges Zuſammengehen zu einer weiteren Annäherung der ringen. welche die zur Bekleidung des Amtes eines Stadtverordneten erforderliche Fähigkeit, Erfahrung und Charakterfeſtigkeit Unbeſchadet weitergehender Forderungen treten wir ein für: Abänderung der Bauordnung in dem Sinne, daß die fühlbar gewordenen Härten derſ Vereinfachung des Schreibwerks in der ſtädtiſchen Verwaltung, beſonders ra elben beſeitigt werden; größeres Entgegenkommen bei ſchere Erledigung der eingereichten Rechnungen. deren Erfüllung uns im Intereſſe unſerer Stadt vor allem nötig erſcheint. Behandlung der Baugeſuche, Beſeitigung der im Submiſſionsweſen noch immer vorhandenen Mißſtände, beſonders durch vermehrte Vergebung im Turnus und vorzugsweiſe Berückſichtigung der hieſigen 4 Gewerbetreibenden. Uunterhaltung der vorſchriftsmäßig hergeſtellten Gehwege durch die Gemeinde. Bereinfachung der Fäkalienanſchlüſſe, ſoweit es die Rückſichten auf die Haltbarkeit der Röhren und auf die Berechnung des Waſſermehrverbrauchs nach dem Jahresdurchſchnitt ſtatt nach dem onſun Herabſetzung des Grundpreiſes für das elektriſche Licht und Berechnung desſelben nach einem einheitl Vierteljahreskonſum. Erleichterung des Kochgasbezuges beſonders durch unentgeltliche Aufſtellung der Gasmeſſer Erweiterung des Vorortbahn⸗Netzes, beſonders baldigſte Fortſetzung der elektriſchen Linie nach dem Waldhof. Beſchleunigte Fertigſtellung der Jungbuſchbrücke; größſere Berütkſichtigung der Intereſſen der Weſtſtadt. Baldigſte Erſtellung eines ſtädtiſchen Schwimmbades; Erſtellung eines Rheinbades für Neckarau. Beſchleunigte Erbauung eines neuen Kraukenhauſes; bis dahin tunlichſte Beſ örderung aller hygieniſchen Maßregeln, beſonders ausreichende Beſprengung der Straßßſen und Promenaden bei trockener ndliche Inangriffnahme des Projekts einer(eventuell offenen) Markthalle. Ausbau der Reformſchule unter Angliederung einer Gymnaſial⸗Abteilung; Errichtung einer Baugewerkeſchule. Errichtung einer ſtädtiſchen Kleinkinderſchule; vermehrte Anlegung von Kinderſpielplätzen. Mäit dieſen Forderuugen iſt natürlich keineswegs Alles das erſchöpft, was wir im Int reſſe der Weiterentwicklun ittels zu bedienen, zahlloſe Dinge zu verſprechen, die nicht zu verwirklichen ſind, darauf, uns des naheliegenden ſtellen, der ſie nicht gewachſen ſein würde. Aus demſelben Grund werden die von uns vorgeſchlagenen Männer dafür eintreten, größtmögliche Sparſamkeit geübt und jeder unnötige Luxus vermieden wird. Mitbürger! Dies ſind in kurzen Zügen die Leitſätze, welche wir für die Tätigkeit unſerer Stadtverordneten⸗Ver Wohl iſt die Machtvollkommenheit dieſes Kollegiums in Folge der veraltete wählt, welche die Wünſche der Bürgerſchaft in der Form höflich, 8 er Geltung zu verſchaffen. ma Maunheim, im Oktober 1905. Deshalb tretet für unſere Vorſchlagsliſte ein, auf welcher Männer aller er von uns Vorgeſchlagenen vollzählig an der Wahlurne! n Beſtimmungen der Städteorderung eine ſehr begrenzte, allein wenn Ihr Männer in aber in der Sache entſchieden vertreten, ſo wird es trotzdem möglich ſein, dieſen Wünſchen künftig mehr als Hygiene geſtatten. ichen Tarif unter Gewährung von Rabatt für die Großkonſumenten, eitigung der im jetzigen Krankenhaus beſtehenden Mißſtände. Witterung. g unſerer Stadt für notwendig erachten. Aber wir verzichten ohne die Steuerkraft des mittleren Bürgerſtandes auf eine Probe zu daß bei Ausführung der von uns in erſter Linie als notwendig erachteten Programmpunkte ſammlung für die nächſten Jahre aufzuſtellen für richtig hielten, den Bürger⸗ bürgerlichen Parteien ſtehen und erſcheint zur Ddas Wahlkomitee der Nationalliberalen, der deutſchen Volkspartei und der freifinnigen Partei. Berliner Streifzüge. * Berlin, 6. Oktober. (Von unſerm Berliner Bureau.) Anno dazumal. Wiſſen Sie ſchon? Geſtern haben wir unſer Wiederſehn ge⸗ jert— nach ſiebzehn Jahren— ich und Berlin— Berlin und Ich war ſehr bewegt— Verlin blieb gefaßt. Nun natürlich, dem der fort war, geht das Wiederſehen immer zäher als dem, der zu Hauſe blieb. Schon daß man nicht alles ſo Wiederfindet, wie man ſichs gedacht hatte, iſt eine aufregende Sache. rſt wenn man im neuen Geſichte die Spuren altvertrauter Züge wiedergefunden hat, wird man ruhiger. Und alsbald, ſo wird man ſeiner Pflicht als eines Angehörigen des Volkes der Dichter und Denker bewußt: man vergleicht, man kritiſiert, man verurteilt. Mit einem Worte, man beginnt ſich jener Tätigkeit behaglich hin⸗ geben, der der deutſche Staatsbürger mit Vorliebe und der utſche Zeitungsſchreiber berufsmäßig obliegt: man nörgelt. Ehe wir indeß an dies anmutige Geſchäft gehen, noch einen Vlick der guten, alten Zeit! Jener Zeit, da man das Alles kritiklos g6 weil man ſo jung, und das Leben ſo ſchön, und ſozuſagen die einzige Beſchäftigung war, wozu man wahrhaftigen Beruf in ſich fühlte. Hab mich damals ein paar Jährlein„ſtudierenshalber“ hier aufgehalten. So lange man nicht weiß, welcher Platz im Staate r Gegentpaxt oder der Zukunft nur darauf wartet, von der eiänen, Mentbehrlichen Perſönlichkeit eingenommen zu werden, pflegt man zu ſtudieren— bis man— deficiente pecunia, oder aus andern, ebenſo zwingenden Gründen— die Entdeckung macht, daß Probieren über Studieren gehe. Wohl dem, wem dann der erſte Rock, in den er ſchlüpft, auch gleich paßt! 8 Für jene Zeit des Schwankens und Suchens aber, da man noch Dicht vecht weiß, was man will und wohin man ſoll, iſt Berlin kin bürtrefflicher Ort. Man hört und ſteht doch mancherlei, was man für's Leben brauchen kann; man unterhält ſich daneben nicht da iſt. übel— ünd man erlebt auch was, wenn man zur richtigen Zeit Das Dreikaiſerjahr zum Beiſpiel, das doch als ein Mark⸗ ſtein in unſerer neuern Geſchichte aufragt. Saßen wir da im räucherigen Kolleg des großen Literatur⸗ profeſſors— nicht nur Generale, ſondern auch Profeſſoren ſind, wie Frh. v. Schlicht ſagt,„immer groß“— und lauſchten traum⸗ verloren, wie der„feſche“ Wiener im Fauſt nach Schätzen grub und Regenwurm auf Regenwurm feierlichſt hervorzog und in ganzer Länge vor uns ausbreitete. Da weckten uns aus grauer Däm⸗ merung der Goethephilologie militäriſche Klänge! Wir wußten: Draußen zieht die Schloßwache am Palais des alten Kaiſers vorbei. Täglich das gleiche Bild: am Denkmal des alten Fritzen hat eine dreifache Menſchenreihe Poſto gefaßt, nicht etwa nur Fremde auf der Durchreiſe. Ach nein, wen ſein Weg um die Mittagsſtunde dort vorüberführte, der blieb gern einen Augenblick ſtehen— wird gar mancher darunter geweſen ſein, der zu Auguſt Bebels über⸗ zeugteſten Jüngern gehörte!— und wartete, bis die Schloßwache angerückt kam. Dann erſchien, eine kurze Weile, am hiſtoriſchen Eckfenſter, das kein Eckfenſter war, ſondern das zweite von links, der„alte Herr“, nickte ernſthaft grüßend ein paar Mal, und ber⸗ ſchwand. Und die da unten ſchwenkten Hut und Mütze, und riefen Hoch— hurra, hurra, hurra war damals noch nicht Mode— und freuten ſich, daß der Kaiſer munter war und gehen und ſtehen konnte. Der alte Kaiſer! Es webt etwas wie warmer Sonnenſchein um den Namen, und wie ein Sonnenſtrahl wirkte ſein gütiges Lächeln, wenn er im Vorüberfahren aus ſeiner Wagenecke grüßte, ein ſchlichtes, altes Männlein, tief in ſeinen grauen Militärmantel gehüllt, die einfache Mütze auf das ehrwürdige Haupt gedrückt. Unauslöſchlich lebt in meinem Gedächtnis aber auch ein feuchtkalter Märzmorgen. Ein feiner Sprühregen ging nieder, und dennoch wogten Tauſende ruhelos unter den Linden hin und wieder. Zum Palais neben dem Standbilde des alten Fritzen drängte alles, nie⸗ mand wußte, was er da wollte, noch einmal hinüber grüßen, viel⸗ leicht einen Blick aus dem Innern erhaſchen, denn da drinnen— da lag der alte Kaiſer tot, und es war wie ein Gefühl des Verwaiſt⸗ ſeins über die große, ſonſt gar nicht gefühlsſelige Stadf gekommen. An einem klaren, kalten Morgen trugen ſie ihn hinaus durch die umflorte Siegesſtraße Berlins, zwiſchen lodernden Fackeln hin⸗ durch, Wilhelm den Siegreichen, dem's beſchieden war, ſich die deutſche Kaiſerkrone, die unſichtbar ſchon über dem großen Ahnherrn geſchwebt hatte, auf's ſtolze Greiſenhaupt zu ſetzen. AUAnd wiederum— diesmal an einem ſtrahlenden Frühlingstag im Mai oder Anfang Juni, drängte und ſchob ſich ganz Berlin die Linden hinauf und hinab. Ein Geröcht durchſchwirrte die Luft, der totkranke Kaiſer Friedrich wolle in ſeine Hauptſtadt kommen. Man harrte und harrte und wollte ſchon enttäuſcht nach Hauſe gehen. Da, fern vom Brandenburger Tore her, ein Brauſen und Toſen, das ſich mit der Schwellkraft der Lawine näher wälzt. Die Menſchen drängen nach borwärts, ſind nicht mehr zu halten, ſtürzen auf die Fahrſtraße, der kaiſerliche Wagen muß vor der leben gen Mauer Halt machen— Jemand legt mechaniſch die Hand auf den Wagenſchlag— und man kann einen deutlichen Blick ins Innere tun. Da ſitzt, in ſich zuſammengeſunken, ein müdes Lächeln auf dem bleichen Antlitz, ein Mann mit einem kaſtanienbraunen Voll⸗ bart.— Als ich„unſern Fritz“ zum letzten Male geſehen hatte, bei bollen Geſundheit, wie er vor ſeinem Palais elaſtiſch aus dem Wagen ſprang und hochaufgerichtet zurückgrüßte, da war der pracht⸗ volle Bart ſtark graumeliert.— Von dem Kranken, der trotz des warmen Wetters im geſchloſſenen Wagen fährt, ſchweift mein Blick zum nächſten, offenen Wagen; darin ſitzt, kopfſchüttelnd über den rückſichtslos heißen Ausbruch der Zärtlichkeit eines Volkes, ein Herr mit glatt raſtertem Oberkellner⸗Geſicht. Das ift Sir Morell Mackenzie, des Kaiſers engliſcher Leibarzt, den die Berliner elend geprügelt hätten, wären ſie ſeiner in jenen Tagen habhaft ge⸗ worden. Vor einem Zigarrengeſchäfte gab's einmal einen wilden Auflauf, als behauptet wurde, ſoeben ſei Miſter Mackenzie hinein⸗ gegangen. Der Beſitzer ſelbſt mußte herauskommen und ſich dafür berbürgen, daß der Herr mit der fatalen Kehnlichkeit ein guter Be⸗ kannter von ihm und nicht der verhaßte Engländer ſei. Eine ſeltſame Unraft hatte in jenen Tagen des Langens und Bangens die Menſchen erfaßt, zumal uns jüngere Leute. Nur um 2. Seite: General⸗Anzeiger. Mannſeeim, 7. Oktober. Die heutige Abendausgabe umfaßt im ganzen 20 Seiten. *—en Wir, die Franzoſen und der lachende Dritte. (Von unſerem Berliner Bureau.) Hs, Berlin, 6. Oktbr. Ging es nur um das„bißchen Marokko“, man könnte wirk⸗ lich die Geduld verlieren, und man könnte fragen: wozu denn wir der Konferenz gar ſo ſehr nachlaufen, und ob es nicht Mittel und Wege gebe, uns auf eigne Fauſt zu unſerm Recht und unſern Intereſſen zum nötigen Schußze zu verhelfen? Aber es geht eben nicht nur um das bißchen Marokko, es geht um weit mehr! Wer's wiſſen will, worum es geht; der achte nur auf den Ton, worauf die engliſchen Preßſtimmen zu den Bülow⸗Inter⸗ views geſtimmt ſind. An der Themſe wird man nervös, ſowie nur die Möglichkeit einer Annäherung Frankreichs an Deutſch⸗ land auftaucht. An der Themſfe iſt man nämlich ſehr unkex⸗ nehmungsluſtig, ſeit fremde Tapferkeit das britiſche Reich vom ruſſiſchen Albdrucke befreit hat. Man will rüſtig daran gehen, die Früchte japaniſcher Siege einzuheimſen, und den engliſchen Einfluß überall da neu zu befeſtigen, wo er in den letzten Jahren ein wenig ſchadhaft geworden war: in Oſtaſien, im Vor⸗ kande der indiſchen Grenze, in Perſien. Um ungeſtört arbeiten zu können, bedarf der Britte der Spannung zwiſchen Deuiſch⸗ kand und Frankreich; franzöſiſches Mißtrauen mu ihm einen Teil der Kräfte ſeines rührigſten Nebenbuhlers auf dem Welt⸗ markte gebunden halten; was noch die angenehme Nebenwirkung hat, daß der gegen Deutſchland mißtrauiſche Franzoſe nicht ſiehl oder nicht ſehen darf, wie England die Knotenpunkte des Welt⸗ verkehrs unter die wohlwollende Obhut ſeiner Kanonen ſtellt. Wenn Singapore z. B. in einen britiſchen Kriegshafen erſter Güte verwandelt wird, ſo ſoll der Franzoſe ſich freuen, daß damit ein engliſcher Wachtpoſten am Wege nach Kiautſchou auf⸗ geſtellt iſt; und in ſeiner Herzensfreude über den Poſſen, den det biedere John Bull dem böſen Deutſchen ſpielt, gar nicht datan denken, wie Singapore dem franzböſiſchen Beſiz in Indo⸗ 85 voch viel unbeguemer in die Flanke rückt. Die Erhaltung ines unfreundlichen Verhältniſſes zwiſchen Deutſchland und ltpolitik, daß man ſich nicht zu wundern braucht, wenn die engliſche Preſſe jeden Schritt zur Beſſerung dieſes Verhältniſſes mit hämiſchen Gloſſen begleitet. Nun hat aber die Politit Wilhelms II. auf kaum einem undern Gebiete ſo folgerichtig gearbeitet, wie auf dem der fran⸗ zöſiſch⸗deutſchen Beziehungen. So ſeltſam es auf den erſten Blick anmuten mag: aber auch das ſchroffe Vorgehen Bülows gegen Delcaſſs paßte in den Rahmen dieſet hartnückigen Be⸗ ſtrebungen, die alten Gegner von 70—71 einander näher zu bringen. Der Griff an den Degenknauf hat unter Umſtänden einen hohen, erzieheriſchen Wert, und nachdem den Franzoſen die deutſche Freundſchaft oft genug angeboten worden, konnte es nichts ſchaden, wenn ihnen zur Abwechslung einmal wieder das Schwergewicht der deutſchen Feindſchaft in Erinnerung gebracht wurde. Nachdem das geſchehen, mit vollem Erfolge geſchehen, kommt es der deutſchen Politik offenbar darauf an, Die abgeriſſenen Fäden eines beſſeren Einverſtändniſſes neu zu knüpfen. Dieſem Zwecke ſollen die Baden⸗Bavener Interviews dienen, und daß ſie das ſollen, hat niemand raſcher begriffen, als der politiſche Geſchäftsſinn unſerer lieben Vettern jenſeits des Kanals. Ob man in Frankreich geneigt ſein wird, in die Bahnen derſöhnlicher Annäherung an Deutſchland einzulenken, muß die Zeit lehren. Gut Ding will Weile haben, und noch iſt man ſenſeits der Vogeſen ſehr mißtrauiſch. Auch die wohlwollendſten Fteunde Deutſchlands können ſich nicht entſchließen, die„Rück⸗ verſicherung“ bei England fahren zu laſſen; bei demſelben Eng⸗ Land, das doch das allergrößte Intereſſe daran hat, ede Neigung Frankreichs zu Deulſchland im Keime zu erſticken und das n Franzoſenvolk immet wieder in Mißtrauen und erbitterung gegen den öſtlichen Grenznachbar hineinzuhetzen. Mit umſo größerer Vorſicht ſollte man deutſcherſeits dieſe Frage behandein und ſich nicht gleich zu Phantaſien vom„neuen Drei⸗ bunde“ Frankreich, Deutſchland, Rußland verſteigen. Das einzige Mal, wo dieſer Dreibund in Tätigkeit getreten iſt— als es galt, den Japanern die Früchte des Sieges über China zu entteißen— hat allen Beteiligten nur Schaden gebracht: Deuiſchland das unüberwindliche Mißtrauen der Japaner, Ruß⸗ land den verlorenen Krieg, und Frankreich den ruſſiſchen Milliardenpump. Den Vorfeil davon hatte dagegen der zurück⸗ haltende Britte, dem ſich die Japaner mit Haut und Haaren verſchrieben, um ihm— ſeine Schlachten gewinnen zu dürfen. Von dergleichen Seitenſprüngen haben wir hoffentlich vor der —.'.—————U.!———— die Zeit totzuſchlagen, hatte ich einem Vetter vom Rheine, ber ſein heißes Vemühen um der Themis abgründige Weisheit mit dem Aſſeſſor krönen wollte, die Nationalgalerie gezeigt. Wir ſchreiten gerade die Treppe wieder hinab, und wie ich verloren einen Blick durch eines der Fenſter werfe, pack ich meinen Begleiter jäh am Arm und weiſe hinaus: drüben, auf dem altersgrauen Hohen⸗ zollern⸗Schloſſe, ſenkt ſich die Fahne auf Halbmaſt.— Des deutſchen Reiches zweiter Kaiſer hat nach einer Regierungszeit von 99 Tagen ausgelitten. *** Wieber liegt heiterer Sonnenglanz über den Linden. Wieder Tauſende erwarkungsvoll hin und her. Da geht eine ewegung durch die Menge, ein einheitlicher Zug reiht alles zu bdeiden Seiten der ſüdlichen Fahrſtraße auf, aber auf dem Jahr⸗ damm drängt niemand. Wär auch gefährlich, denn vom Pariſer Plas donmts herangebrauſt: eine halbe Schwadror Garde du Corps vorauf, eine halbe Schwadron hinterher, in der Mitte der junge Kalſer mit der Kaiſerin und großem Gefolge. Und als der Zug wie die Windsbraut vorüber iſt, da löſt ſich in der zuſchauenden Menge ein dumpfes Gefühl, das heute erſt, vor dem rückſchauenden Auge, ſchärfere Umrißlinſen annimmt; das Gefühl: Das iſt die neue Zeit! 7 Dr. Lynkeus. Tagesnenanetten. ..K. Vieomte A. B. L. Requetti de Mirabeau und ſeine Grab⸗ Kintte zu Freiburg 1. Br. Im Jahre 1799 befanden ſich in dem, damals vorderöſterreichiſchen, Breſsgau viele Emigrierte, eine ſtatt⸗ liche 905 dieſer bildete das Korps des Prinzen L. J. Conde und hatte bei den oberbreſsgauiſchen Orten Krotzinger und Heitersheim Lager bezogen. Zu Freiburg ſelbſt lag die Vorhut des Korps die Aägerleaſon des Vieomte Vonif. Mirabeau, des jüngeren Bruders frankreich iſt von ſo hervorragendem Nutzen für die engliſche Hand genug, wie es denn überhaupt mit dem ruſſiſchen Bündnis ſolche Eile nicht hat. Eine wohltemperierte Freundſchaft mit Rußland— recht gern, ſchon um der Milliarden willen, die auch wir im Zarenxeiche angelegt haben. Im übrigen aber vergeſſe man nicht, daß der ruſſiſche Koloß für mehr als dekora⸗ tive Zwecke im Augenblicke wohl kaum zu gebrauchen iſt. Frankreich und Deutſchland dagegen ſind recht 11 in der Lage, ſich gegenſeitig tatkräftig zu unterſtützen, ohne einander ins Gehege zu kommen, Und ſie werden auf ſolche Unterſtützung umſo nachdrücklicher hingewieſen, je engmaſchiger das Angel⸗ ſachſentum die Welt mit den Netzen ſeiner Herrſchaft umſpannt. Das iſt der Hintergrund von weltgeſchichtlicher Weite, worauf die ⸗Marokko⸗Politik ſich abſpielt. feſthalten will, daß die marokkaniſche Frage gelöſt werden kann, ohne Frankreich und Deutſchland ihrer weltpolitiſchen Aufgabe zu entfremden und ſie weiter auseinander zu bringen, als ihren Intereſſen dienlich wäre; ſo braucht man ſich dazu nicht nur durch geſchäftspolitiſche Gründe beſtimmen zu laſſen. Franzoſen und Deutſche haben nicht nur weltpolitiſche Geſchäftsintereſſen zu wahren; ſie haben auch Kulturwerte auszutauſchen und da⸗ durch ſich und die Menſchheit auf ideellem Gebiete vorwärts zu bringen. Nicht zuletzt um dieſer Aufgabe willen möchte man wünſchen, daß beide Völker ſich dauernd zuſammen fänden. Politische Uebersicht. Maunheim, 7. Oktober 905. Der Lohnkampf in der Berliner Elektrizitätsinduſtrie. hat keine weſentlichen Aenderungen erfahren. Beide ſtreitenden Parteien nehmen eine abwartende Haltung ein; trotzdem treffen ſie Maßregeln zur Fortſetzung des Kampfes. Die zuletzt aus⸗ geſperrten zehntauſend Akkordarbeiter, die bei ihrer Entlaſſung die übernommenen Arbeiten noch nicht fertiggeſtellt hatten und daher nur einen Durchſchnittslohn ausbezahlt erhielten, fühlen ſich dadurch benachteiligt und wollen Maſſenklagen gegen die Fabrikleitungen anſtrengen. In einer Verſammlung dieſer Unzufriedenen, die heute Mittag im Gewerkſchaftshauſe tagte, wurden die Beſchwerden eingehend erörtert. Dem Antrag auf Erhebung von Maſſenklagen wurde jedoch von den an⸗ weſenden Gewerkſchaftsſekretären Körſten und Behrendt ent⸗ ſchieden widerſprochen. Beide machten geltend, daß ein ſolches Vorgehen taktiſch unklug ſei. Denn in Zukunft könnten dann im Falle eines Streiks auch die Unternehmer mit demſelben Recht Erſatzanſprüche gegen alle Arbeiter geltend machen, die vor der Arbeitsniederlegung ihre Akkorde nicht er⸗ ledigt hätten.— Die Arbeiter der Firma Siemens und Halske haben der Direktion die Mitteilung zukommen laſſen, daß ſie die Abſicht haben, die Sparkaſſe, die unter der Leitung der Firma ſteht, aufzulöſen. Den Statuten entſprechend ſoll die Auflöſung am Montag erfolgen. Einzelne Arbeiter haben in dieſer Sparkaſſe Einlagen von 30 bis 100 Mk. Verſchiedenen alten nach Anſicht der Vorgeſetzten zuverläſſigen Arbeitern ſind Schreiben zugegangen, in denen die Erwartung ausgeſprochen wird, daß ſie wieder zur Arbeit erſcheinen werden. Dieſe Briefe ſind mit den Unterſchriften der betreffenden Werkmeiſter ver⸗ ſehen. Eine Anzahl alter Arbeiter ſoll der Aufforderung bereits nachgekommen ſein. Der Ausſchuß der Berliner Gewerkſchaftskommiſſion ver⸗ öffentlicht im„Vorwärts“ einen Auf ruf an die Arbeiter von Berlin und Umgebung, worin der Beſchluß mitgeteilt wird, für die Unterſtützung der ausgeſperrten Arbeiter ſofort Samm⸗ lungen zu veranſtalten. Die Arbeitgeber ſehen ſich ebenfalls nach Hilfstruppen um. In erſter Linie wird hierbei an den Verband der Metallwarenfabrikanten gedacht, der eine große Zahl mittlerer und kleinerer Metallwarenfabriken umfaßt. Obgleich dieſer Verband in den beiden vorhergehenden Jahren ſelbſt umfangreiche Lohnkämpfe zu beſtehen hakte, iſt doch Ausſicht vorhanden, daß er ſich mit dem Verbande der In⸗ duſtriellen jetzt ſolivariſch erklärt und ſeine Fabrikeneben⸗ falls ſchließt. Dadurch würde dann der Kampf zu un⸗ gunſten der Arbeiter verſchärft werden. Nicht nur, daß die Zahl der Arbeitsloſen und Unterſtützungsbedürftigen ſich um viele Tauſende vermehrte, es würden auch erhebliche Summen von Streikgeldern, die ſonſt von den beſchäftigten Metallarbeitern zu entrichten wären, fortfallen. Es beſteht übrigens das Gerücht, die Streikkommiſſion wolle die Ausſperrung zum 14. d. M. gar nicht abwarten, ſondern die Parole ausgeben, daß die Arbeiter den Unternehmern zuvorkommen und ſchon in den nächſten Tagen die Arbeiteinſtellen ſollen. Trotz⸗ dem darf man die Hoffnung noch nicht aufgeben, daß es den Bemühungen des Gewerbegerichtsdirektors von Schulz und an⸗ derer einflußreicher Perſonen noch gelingen wird, neue Eini⸗ gungsverhandlungen mit Erfolg herbeizuführen. des Grafen Honoré Mirabeau, des in der Geſchichte wohlbekannten Mitgliedes der Nationalberſammlung. Vieomte Bonif. Mirabeau war, nachdem er im nordamerikaniſchen Freiheitskriege ſich ausge⸗ zeichnet, in das obengenannte Jägerkorps eingetreten. Allein ſchon am 17. September 1702 ſetzte der Tod ſeinem Leben ein frühes Ende: kaum 38 Jahre alt ſtarb der Vicomte Mirabeau und wurde zu Freiburg beerdigt. Sein Leichnam war nach der glaubwürdigen Darſtellung Schreibers, des Freiburger Geſchichtsſchreibers, begleitet vom Kaiſerl. Regiment Schröder; dazu ertoieſen 5000 Franzoſen berſchiedener Regimenter dem ſo jach aus dem Leben Geſchiedenen militäriſche Ehren; die Spitze des Trauerzuges führte, an der Seite des Feldmarſchall⸗Leutnants Fürſten Eſterhazy, der Pring von Condé ſelbſt, und drei Kanonen donnerten den letzten Gruß über das Grab eines tapferen Kriegers. Fern ſeiner Heimat, entrückt dem brauſenden Sturm, der dieſe, wie auch andere Länder in den Grundveſten erzitterte, aber auch neu erſtarken ließ, fand Vieomte Mirabeau ſo in der vorderöſterreichiſchen Stadt Freiburg ſeine letzte Ruheſtätte. Lange Jahre hindurch wurde dieſe, gleich derjenigen eines Landeskindes ſelbſt, würdig in Stand gehalten. Es konnte jedoch nicht ausbleiben, und es ſei auch Niemandem ein Vorwurf daraus erhoben, daß mehr und mehr, nachdem die Generationen ſchon ſich abgelöſt hatten, das Andenken an einen der erſten Kämpfer des FJahres 1792 erblaßte. Keine Hand ſchmückt« mehr das Grab; deſſen Hügel fiel in ſich zuſammen und nur der Stein ſelbſt mit der verwitterten Inſchrift gemahnte noch an das Gedächtnis deſſen, den die ſtille Stätte barg. Eine wohltuende Aenderun ſollte jedoch ein⸗ treten. Seit einiger Zeit iſt die Inſchrift auf den Stein in Gold wieder kunſtvoll erneuert, der Stein ſelbſt wieder vom Staub und Moosbewuchs der Jahrzehnte befreit. Zu Füßen des Steines iſt ein neuer Hügel, den der pietätvolle Sinn der Erneuerers mit Blumen ſinnig bepflanzt hat. So fand denn ein altes Soldaten⸗ grab nach über hundert Jahren den Mann, der Verſtändnis für das Andenken auch für Angehörige des Nachbarvolkes hat, und dieſes menſchenfreundliche Verſtändnis in ſolch edler Weiſe zu betätigen Wenn man die Hoffnung liefern. hat ſich herausgeſtellt, daß der von der Anſtedlungskommiſſion zu erwartende Kaufpreis ſo weit hinter dem polniſchen Angebol zurückblieb, daß der Uebergang in polniſche Hände einigermaßen Geheime Rat Reinhold Kraetke vollendet am 11. Oktobet Abſchütteln Böhtlingks ſeitens der Blockparteien. Grabes, und durch dieſen Achtungserweis für das franzöſiſche Vog ſchon ein etwas freierer Wind, und eine der erſten Regierungz Auch die Automobildroſchlenführer Berlins wollen ſtreiken, wenn ihre Arbeitgeber die Abſicht, die Löhne zu reduzieren, durchführen. Die Automobildroſchkenbeſitzer wollen 4 in Zukunft keinen feſten Lohn von 1,50 Mark bis 2 Mark pro 8 Tag zahlen, ſondern nur noch die auch bisher bewilligten 8. Prozent der Einnahme. Die Koſten für die Unterhaltung den Automobfle ſollen ſo hoch ſein, daß ſich dieſe Maßnahme der ge Beſitzer als notwendig erweiſt. In zwei Verſammlungen pro⸗ teſtierten die Chauffeure gegen dieſe Maßregel und faßten den Beſchluß, zu ſtreiken, wenn die Arbeitgeber ihre Abſicht aus⸗ führen ſollten. Der Güterhandel zwiſchen Deutſchen und Polen. Die Nachricht von dem Verkauf eines großen deutſchen Territoriums durch den Grafen Kospoth an den polniſchen Agitator Biedermann findet leider ihre Beſtätigung. Nach der„Schleſ. Ztg.“ handelt es ſich um die den Landrat von Buddenbrockſchen Erben gehörigen Rittergüter Oſſen, Honig und Nieflen. Dieſe Güter hat Graf Kospoth, mit deſſen Schweſter det verſtorbene Landrat von Buddenbrock verheiratet war, als Bevollmächtigter der Buddenbrockſchen Erben an Biedermang für mehr als 1 100 000 Mark verkauft. Der„Dziemick Posnemski“ jchreibt dazu: Die Herrſchaft Oſſen wird entweder im ganzen verkauft oder bärzelliert, da die Bevölkerung in der Umgegend faſt ausnahmslos polniſch iſt. Generalbevollmächtigter des Rittergutes Oſſen und der Exben des Barons v. Buddenbrock⸗Hertersdorf, mit welchem der Kaufkontrakt abgeſchloſſen wurde, iſt Herr Graf Kospoth, Ma⸗ joratsherr auf Schloß Brieſen bei Oels, erbliches Mitglied des Herrenhauſes, Inhaber hoher Orden, wirklicher geheimer Ober⸗ regierungsrat, Kurator der Ritterakademie in Liegnitz uſw. Es mag dem polniſchen Blatt ein nicht geringes Vergnügen bereiten, durch die Aufzählung der deutſchen Würden des Grafen Kospoth dem preußiſchen Volke die Röte der Scham ins Geſicht zu treiben. Doch Graf Kospoth iſt nicht der einzige der Edel⸗ ſten der Nation, die den Polen uralten deutſchen Boden aus⸗ In den letzten Tagen iſt wieder ein gröcßeren Beſitzim Kreiſe Glogau, das dem Grafen Tal ley⸗ rand⸗Périgord, Oberſtleutnant à la sufte der Armee ng Berlin, gehörige Rittergut Alt⸗Strunz 0 lraf 12 — in polniſche Hände Übergegangen. Erworben hat es der v. Tucholko aus Poſen für den Preis von 865 000 Mk. Talleyrand iſt Offtzier. Ob ihm nun auch das Schickſal desg Oberſten v. Keszycki winkt? Intereſſant wäre noch, zu hören, wie ſich in dieſem Falle die Anſtedlungskommiſſion verhalten hat. In dem ſeinerzeit vielerörterten Fall des Oberſten Keszyckk entſchuldbar war. Deutsches Relch. — Der Bundesrat verſammelte ſich Freitag zu einet Plenarſttzung; vorher hielten der Ausſchuß für Juſtizweſen ſo, wie die vereinigten Ausſchüſſe für Handel und Verkehr und fhr Juſtizweſen Sitzungen. Wie verlautet, wird man zunächſt zuf allgemeinen Finanzlage des Reichs Stellung nehmen und Klarheik ſchaffen, welche Ausgaben im Reichshaushalt durch neue Finanz⸗ quellen zur Verhütung des chroniſchen Fehlbetrages zu dechen ſind. Die dann folgende Durchberatung der im Reichsſchatzamm auszuarbeitenden Steuervorlagen wird jedenfalls die zuſtändigen Ausſchüſſe des Bundesrates längere Zeit beſchäftigen, ſo dacg anzunehmen iſt, daß die Finanzreform wohl nich! vor Ende Oktober an das Plenum des Bundesg⸗ rates zur Vorlage gelangen kann.— In der nächſten Woche werden die zuſtändigen Bundesratsausſchüſſe in die zweite Leſung des Geſetzentwurfs über den Privatverſicherung!? bertrag eintreten. 4 — Der Staatsſekretär des Reichs⸗Poſtamts, Wirklicht —Af ̃˙—oÄi%¾ 2. 4 0 ſein 60. Lebensjahr. Zur Wahlbewegung.—5 * Karlsruhe, 7. Okt.(In 690 e ten Wählerverſammlung) des Blocks ergelff Profeſſor Böhtlingk das Wort, um in ſeiner bekannten Weiſe gegen das Zentrum loszuziehen. Gegen ihn ſprachen Vertreter der freiſinnigen, jungliberalen und demokratiſchen Partei und zuletzt der Kandidat Dr. Binz, der die Vöhtling“ ſche Kampfesweiſe ſcharf verurteilte unter lautem Beifall det Wähler. Es war, ſo meint die„Frkf. Ztg.“, ein energiſches 6ßßEEFCSCCCCTFCPFPCC verſtand. Und gang gewiß hat der hochherzige Erneuerer dieſe ſelbſt, auch ſich ein ehrenvolles Zeugnis pietätvoller Gedenkens aus geſtellt. Möge neben dem Danke, dem ihm alle daraus geivißß ſchulden, die Erinnerung an ein ebles Tun ihn auf viele glückliche t Jahre begleiten. Dr. Fridolin Schinzinger⸗Freiburg 9 — Aus einer kleinen Reſidenz. Eine bürgerliche. dame hat, wie man dem„B..“ aus Neuſtrelitz ſchreibt, deß ſe dortige mecklenburgiſche Hof ſeit einigen Tagen. Ein Fräulein h0 Brand aus Wiesbaden iſt zur Hofdame der regierenden Groß Al herzogin ernannt worden, und dieſe Tatſache erregt in dem Strelſtzt Ländchen ein nicht unerhebliches Aufſehen, das ganz erklärlich iſ, 1 wenn man daran denkt, daß Mecklenburg nun einmal das Land it m in dem der Menſch bisher immer erſt beim Baron anfing. Seit der dis Thronbeſteigung des Großherzogs Adolf Friedrich weht allerdingz maßregeln des neuen Landesherrn war die Aufhebung der Be⸗ ſchränkung, daß nur Adelige Oberförſterſtellen erhalten dürften. Aber von dieſer Maßregel, ſo ſehr auch ſie ſchon überraſchte und kommentiert wurde, war doch immerhin noch ein weiter Weg zu der Erſchließung des Allerheiligſten des Hofes für eine bürger⸗ liche, alſo gar nicht hoffühige Dame! Die Berufung des Fräulein Brand ſoll auch erſt erfolgt ſein, nachdem man vergeblich bel den abeligen Damen des Großherzogtums nach einer geeigneten und ⸗ willigen Perſönlichkeit Umſchau gehalten hatte. Und wie man en zähkt, ſoll dieſe Umſchau auch deshalb ergebnislos ausgefallen ſein, weil zur Zeit zwiſchen dem Hof und dem Adel von Strelſtz nicht mehr das frühere gute Einvernehmen beſteht,— ſeit die Familienver, hältniſſe der regierenden Familie nicht mehr die glücklichſten ſindd und namentlich zwiſchen der ſtreng kirchlichen Großherzogin und 8 ihren Töchtern, der Gräfin Jametel und der e bon di Montenearo, kein ſonderlich herzliches Einvernehmen beſteht. „ennbeim 7. General⸗Anzeiger 1 Seit. * Baden Baden, 6. Okt. In der geſtern vdormittag hier abgehaltenen Stadtratsſitzung brachte der ultramontane Stadtrat Roman Schmid die Sprache auf die liberale Land⸗ ktagskandidatur und legte Herrn Oberbürgermeiſter Dr. Gönner nahe, ſeine Kandidatur aufzugeben. Der bisherige Ab⸗ georbnete der Stadt Baden wies jedoch bieſes Anſinnen zurück. *Freiburg, 7. Okt.(Die Wahlbewegung) iſt dieſe Woche in vollen Gang gekommen; es finden faſt täglich Verſammlungen ſtatt. In einer ſehr gut beſuchten Verſamm⸗ ſung der nationalliberalen Partei im Stühlinger ſtellte ſich der Randidat des 2. hieſigen Wahlbezirks, Stadtv. Gärtner Bauer, den Wählern vor; ſein Auftreten und ſeine Aus⸗ führungen fanden eine ſehr günſtige Aufnahme und lebhaften Beifall. Es ſprachen noch Anwalt Dr. Mezger und Land⸗ gerichtsrat Obkircher. Deutſcher Kolonialkongreß. (Von unſerem Korreſpondenten.) sh. Berlin, 6. Okd. (Zweiter Tag.) In der heutigen zweiten Plenarverſammlung ſprach an erſter Stelle Profeſſor Dr. Rathgen⸗Heidelberg über die Auswanderung als weltgeſchichtliches Problem. Der frühere Gouverneur von Oſtafrika, Generalleutnant z. D. bh. Liebert⸗Berlin, erörterte die politiſche, militäriſche und volkswirtſchaftliche Bedeutung ſtarken Seemacht. Er führte aus: Es bedürfe wohl eigentlich kaum noch des Nach⸗ Heiſes, daß Kolonialerwerb und die dauernde Erhaltung des Kolo⸗ Malbeſitzes unbedingt von einer ſtarken Seemacht abhängen. Soweit tir in die Geſchichte zurückblicken, zeigt ſich immer von neuem, daß die ſeegewaltigen Völker und Staaten die Vorherrſchaft in einem be⸗ ſtiminten Länderkreiſe oder über einen Erdteil oder gar über die Erbkugel gewonnen haben. In der günſtigen Lage, ſelbſt unangreif⸗ bar zu ſein, vermochte England ſeine ganzen Machtmittel der See 5 und wurde dadurch allen anderen Mächten überlegen, ie in erſter Linie an die Landrüſtung zu denken hatten. In der langen Zeit von 1805 bis etwa 1880 übte Großbritannien dieſe Alleinherrſchaft aus, es ſicherte ſich den Beſitz aller wichtigen Punkte zum Schutze ſeines Handels und als es den ganzen Welthandel an ich geriſſen, predigte es aller Welt das ſo liberal klingende Geſetz des Freihandels, der tatſächlich nichts anderes bedeutete, als die Zusſchließliche Herrſchaft der engliſchen Flagge und damit in Ver⸗ indung des engliſchen Handels. Wir Deutſche, ſo bemerkt der 8 zeigten leider ſeit Jahrhunderten das negative Beiſpiel für einer politſſche Bedeutung einer ſtarken Seemacht. Wir haben uns burch den Abfall der Niederlande vom Reiche von der Mündung unſeres größten Stromes und vom offenen Weltmeer abdrängen laſſen. Daher die machtloſe Stellung Deutſchlands und die Ver⸗ kchtung, die bis 1870 den Deutſchen im Auslande zuteil wurde. Erſt die damals erfolgte ſtarke Zunahme der Vevölkerung, das außer⸗ rbentliche Anwachſen der Induſtrie und die Milliarden⸗Aus⸗ und Fee über See haben ganz von ſelbſt das Deutſche Reich in die ſtellung einer Welt⸗ und Seemacht hineingeſchoben, und eine Flotte iſt jetztein Bedürfnis der im nationalen Sinne gebotenen Politik.(Lebh. Beifall.) Der Redner erörterte Hierauf die militäriſchen und maritimen Verhältniſſe der haupt⸗ jächlich in betracht kommenden Staaten und betonte dabei wieder⸗ olt, daß eine ſchwache Flotte eine Verſchwendung „nur eine ſtarke Flotte ſei eine Bürgſchaft für die Erhaltung des riedens. Was endlich die volkswirtſchaftliche Bedeutung der Seemacht anlange, ſo habe die Sozialdemokratie allerdings fieben dem Worte Militarismus noch den Begriff Marinismus auf⸗ ſtellt, um der großen Belaſtung des ſteuerzahlenden Volkes Aus⸗ ruck zu geben. Demgegenüber behaupte er, daß die Kriegs⸗ Joite die beſte Stütze und Sicherheit für den Bolkswohlſtand, für das Anwachſen des Reichtums und für de Mackuſtellung jeder Nation ſei. Vor allem aber bedürfe dfe duſtrie einer ſtetig und gleichmäßig geſicherten Zufuhr der Roh⸗ ſtoffe und ebenſo des geſicherten Exports. Mit Ausnahme der Hütten⸗ 177 Stahlwerke und der Privatwerften fließe das ganze darine⸗Budget in die Taſchen der Arbeiter, der Ugternehmergewinn falle hier fort. Wenn Bebel es heute durch⸗ ſetzte, daß keine Kriegsſchiffe mehr gebaut würden, ſo wäre das für die Arbeſter eine ſo folgenſchwere und verhängnisvolle Maßregel, daß ſie vorausſichtlich mit Revolution antworten würden. fedner ſchließt mit der Hoffnung, daß ſeine Forderung offene Herzen ſinden werde, dann werde ſich das Motto bewahrheiten: Das 20. Jahrhundert gehört den Deutſchen! Den mit großem Beifall aufgenommenen Darlegungen des General⸗ feutnants von Liebert folgte eine längere Debatte. Oberſtleutnant Morgen verkangte als alter Afrikaner eine Verſtärkung unſerer Holonjalmacht, bezw. die Schaffung einer beſonderen deutſchen Koloniglarmee. Pater Elsholtz vom Orden der Kapu⸗ giner meinte, daß man in erſter Linie an den nationalen Sinn des Eutſchen Volkes appellieren u. es auffordern ſollte, mit freiwilligen Peiträgen eine deutſche Flotte zu erbauen.(Beifall und Ziſchen.) Konful Vohſen erwidert, daß das deutſche Volk ſelbſt im Aus⸗ Jande zu ſolchen Opfern gern bereit ſei. Er weiſe daxauf hin, daß der Verband der deutſchen Flottenvereine im Ausland dem Reiche beveits einen Kreuzer mit dem Namen„Vaterland“ geſtiftet habe. Allein damit komme man natürlich nicht aus. Es folgte dann ein Referat von Profeſſor Jannaſch⸗Ber⸗ Uin über Argentinien als Wirtſchafts⸗ und Auswanderungsgebiet. Nach einer eingehenden Schilderung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe Argentinzens, die die denkbar günſtigſten für deutſche Auswanderer ſezen, erörterte der Redner die politiſchen und wirtſchaftlichen Ver⸗ Hältniſſe unſerer jetzigen Auswanderungsländer, vor allem Nord⸗ Amerika's, die über kurz oder lang jede weitere Einwanderung un⸗ Fiöglich machen würden. Da ſei es notwendig, nach Neuland Aus⸗ Mlick zu halten und das reiche, fruchtbare jungfräuliche Argentinien Wit ſeinen Nebenländern ſei ſeines Erachtens der beſte Boden für die fünftige deutſche Austvanderung. Als letzter Redner ſprach Profeſſor Dr. Störk⸗Greifswald, üiber„Die völkerrechtliche Staatengeſellſchaft und das koloniale Problem“. Hlus Stadt und TLand. 55 Mannheim, 7. Oktober. Aus der Stadtratsſitzung vom 5. Oktober 1905. (Mitgeteilt vom Biirgermeiſteramt.) Der Vorſitzende teilt mit, daß eine Abordnung von Vertretern ſder Städteordnungsſtädte am 29. v. M. von ſeiner Exzellenz dem Herrn Miniſter Dr. Schenkel zu einer Rückſprache über die gegen die derzeitige Fleiſchteuerung zu ergreifenden Maßnahmen . kiipfangen worden ſei. Die Abordnung habe die ſchweren Miß⸗ haände geſchüldert, welche die Teuerung für die Einwohnerſchaft der Städte und zwar nicht nur für die ärmere Bevölkerungsklaſſe, ſon⸗ dern auch für den Mittelſtand mit ſich bringe, und habe dringend gewünſcht, daß durch eine, wenn auch nur vorübergehende und be⸗ ſchränkte Oeffnung der Grenzen für die Einfuhr von Schlachtvieh dem unzweifelhaft vorhandenen Notſtande entgegengewirkt werde⸗ Der Miniſter habe darauf erklärt, daß er ſchon Ende Auguſt Er⸗ hebungen über die Fleiſchteuerung, über ihre Urſachen und Folgen und ihre vorausſichtliche Dauer angeordnet habe. Dieſe Erhebungen ſeien noch im Gange und er könne vor ihrem Abſchluß nicht ſagen, ob und welche Maßnahme ſie der Gr. Regierung als geboten und zweckmäßig erſcheinen laſſen würden. Er erkenne an, daß die hoch⸗ geſtiegenen Fleiſchpreiſe eine Kalamität für die ſtädtiſche Bevöl⸗ kerung ſeien und er werde gerne wohlwollend prüfen, was ſich zur Beſeitigung derſelben innerhalb der durch die Rückſicht auf die land⸗ wirtſchaftliche Bevölkerung gezogenen Grenzen tun laſſe. Der Stadtrat nimmt mit Bedauern davon Kenntnis, daß die Gr. Regierung nicht in der Lage zu ſein glaubt, alsbald wirkſame Schritte gegen die beſtehende Fleiſchteuerung zu unternehmen, indem— nach Anſicht des Stadtrats— der durch die Teuerung bedingte Notſtand ſchon jetzt klar zu überblicken iſt und auch über das zur Abhilfe dienliche Mittel ein Zwei⸗ fel nicht beſtehen kann. Ueber die Verhandlungen der Oberbürgermeiſter⸗ Konferenz vom 2. d. M. wird vom Vorſitzenden Vortrag er⸗ ſtattet. Der Stadtrat beſchließt, den auf der Linie nach Käferthal ver⸗ ſuchsweiſe eingelegten Spätwagen ſtändig verkehren zu laſſen. Ueber den Verkauf bezw. die Vermietung von 3 Induſtrie⸗ hafenplätzen wird Entſchließung getroffen. Die Erſtellung einer Bedürfnisanſtalt im Hofe des alten Gymnaſiums wird genehmigt. Der Stadtrat nimmt Kenntnis von der Erteilung der Staats⸗ genehmigung zum Beſchluß des Bürgerausſchuſſes vom 25. Juli 1905 über den Beizug der Angrenzer zur Tragung der Herſtellungs⸗ koſten für die Gabelsbergerſtraße. Beim Bürgerausſchuß ſollen die Mittel angefordert werden zur Herſtellung: 1. der äußeren Wingertſtraße im Stadtteil Käferthal im Betrage von 28 963 Mark, 2. der Fabrikſtationsſtraße im Stadtteil Neckarau im Betrage von 4055 M. Für die vorbehaltlich der Zuſtimmung des Bürgerausſchuſſes in Ausſicht zu nehmende Herſtellung der Landteilſtraße von der Rheindamm⸗ bis zur Meerfeldſtraße wird das geſetzliche Ver⸗ fahren wegen Beizugs der Angrenzer zur Tragung der Herſtellungs⸗ koſten eingeleitet. Der Stadtrat erklärt ſich mit der Herſtellung der Straßen zwiſchen A—A 3, D—D 83, I.-M 1 und L-M 2 mit Stampfasphalt einverſtanden. (Schluß folgt.) Einige wichtigere Veränderungen im Mannheimer Winterfahrplan. (Mitgeteilt von der Handelskammer.) 1. Fernverkehr. Von dem Schnellzug 155, Wien ab.30 abends, Salzburg ab .25 nachts, München ab.25, Augsburg ab.23, Ulm ab 10.50, Stuttgart ab 12.40, mit Anſchluß von Nürnberg ab.10 nach Germersheim ⸗Metz über Bretten ⸗Bruchſal wird in Graben Anſchluß an den Schnellzug 95(Mailand⸗Baſel und Boden⸗ ſee⸗Mannheim⸗Köln) hergeſtellt dadurch, daß Zug 95 einen Halt in Graben erhält und Zug 155 in Graben 19 Min. früher angebracht wird. In Zug 95(und ſeinen Gegenzug 92) wird ein neuer direkter Wagen Baſel⸗Mannheim⸗Köln eingeſtellt. Zug 155 trifft in Mann⸗ heim 25 Min. früher(.10 ſtatt.35) ein als im letzten Sommer⸗ fahrplan, wo er nicht über Graben, ſondern über Heidelberg geführt wurde. Auch der bisher zur Erreichung des Anſchluſſes von Zug 155 an Zug 95 nötige Umweg von München über Karlsruhe wird jetzt beſeitigt. Zug 95 verläßt Mannheim künftig.13 ſtatt.00 nachm. und erreicht Köln um.55 abends(ſtatt.52 abends). Rechts⸗ rheiniſch ſind direkte Anſchlüſſe nach Hagen, Düſſeldorf, Elber⸗ feld, Gſſen uſw. vorhanden. Durch dieſe Verſchiebungen wird eine gute Verbindung zwiſchen München und Köln⸗Düſſeldorf, über Mannheim als Durchgangsſtakion geſchaffen. Die künftig in Graben auf Zug 95 übergehenden dixrekten Wagen Verona- Mannheim⸗Neunkirchen und Mün⸗ chen⸗Mannheim⸗Neunkirchen werden von Mannheim mit einem neuen Schnellzug 40(ab Mannheim.20, an Ludwigshafen.29) bis Neuſtadt a. H. geführt, wo ſie auf einen Perſonenzug übergehen, während ſie bisher ſchon von Mannheim aus mit Perſonenzug 418 (ab Mannheim.45) nach der Pfalz geführt wurden. Der neue Schnellzug 40 vermittelt in Ludwigshafen den Anſchluß an den .37/41 Ludwigshafen berührenden direkten Schnellzug Hannover und Dresden⸗Frankfurt und Wiesbaden⸗Worms⸗Weißenburg⸗ Baſel⸗Mailand. Dagegen iſt der Anſchlußzug von Mannheim (bisher ab.15 abends nach Ludwigshafen) zum Schnellzug Frank⸗ furt Mülhauſen i. Elſ. beſeitigt worden. In Zug 159(ab München 12.55, an Mannheim.26 abends) wird ein neuer direkter Wagen Ulm⸗Mannheim geführt. Bis⸗ her mußte man in Ulm und Heidelberg umſteigen. Im Sommer⸗ dienſt 1904 konnte man ohne Umſteigen von München(über Graben) nach Mannheim gelangen. Die Nachtverbindung München⸗ Mannheim mit.⸗Z. über Bretten⸗Heidelberg wird durch ſpäteren Abgang in München(.00 abends ſtatt.30 abends) um ½ Stunde beſchleunigt(an Mannheim wie bisher.25 nachts). Die Anſchlüſſe von Friedrichshafen und Lindau an den genannten Zug 2 ſind ebenſo wie eine Reihe anderer Verbindungen nach und von den Boden⸗ ſee⸗Stationen Bayerns und Württembergs infolge Wegfalles von Schnellzügen Ulm⸗Friedrichshafen, die nur im Sommer gehen, be⸗ ſeitigt worden. Durch den Wegfall der Saiſonzüge 185/186 Frank⸗ furt⸗Mannheim⸗Bodenſee iſt der Anſchluß von Mannheim nach München über Karlsruhe(ab Mannheim.85, in München.10) verloren gegangen. Der bisherige Schwarzwaldbahnzug 144, der im vorigen Winter via Rheintalbahn Mannheim erſt um 12.12, im Sommer um 10.50 verließ, geht künftig um 11.10 von Mannheim nach Karlsruhe. Dadurch wird die Wartezeit in Karlsruhe bis zum Abgang des erſt dort zu erreichenden Zuges 94(Hamburg⸗Baſel) von 23 auf 11 Minuten verkürzt und dementſprechend die Verbin⸗ dung mit Zürich und Luzern beſchleunigt. Dagegen kommt Zug 144 von Karlsruhe ab für den Anſchluß nach dem Schwarz⸗ wald und Bodenſee wie im vorigen Winter nicht mehr in Betracht. Bis Offenburg wird er durch Zug gä erſetzt, zu dem bis zum 25. Oktober eine direkte Abteilung Mannheim⸗Offenburg geführt wird, von Offenburg bis Hauſach durch.⸗Z. 1439, von Hauſach bis Konſtanz fehlen Anſchlüſſe. Durch die Späterlegung des Zuges 144 um 20 Min. iſt ferner der Anſchluß an den Perſonenzug 1217 Karlsruhe⸗Pforzheim verloren gegangen. Der im vorigen Winter weggefallene Abendzug über Hei⸗ delberg nach Stuttgart(ab Mannheim.24 nachts, an Stuttgart 11.59 nachts) iſt im gegenwärtigen Winterfahrplan be⸗ ſtehen geblieben. Ebenſo iſt beſtehen geblieben der Nachtzug.45 Nachts ab Heidelberg mit Anſchlüſſen bon Paris, Straß burg, Appenweier und Oſterburken(ab Straßburg 11.12 Nachts, an Mannheim.03 Nachts), endlich die Anſchlußzüge Mannheim Heidelberg(ab 12.52 Nachts) an Zug 24 Frankfurt⸗Baſel und(ab.10 Nachts) an Zug 132 nach Baſel, die ſämtlich im borigen Winterfahrplan fehlten. Perſonenzug 445 Mannheim⸗ Neckarelz geht um.10 Abends ſtatt.55, Perſonenzug 378 Mannheim⸗Würzburg um.10 Morgens ſtatt.00. Im Verkehr mit Frankfurt iſt der Riedbahn D⸗Zug 180 (ab Frankfurt.10 Morgens, an Manheim.20) um 10 Minutem beſchleunigt worden. Der Main⸗Neckarbahn⸗Perſonenzug 922 geht jetzt ſtatt um 11.40 Morgens bereits um 11.18 von Frankfurt ab, wird aber faſt zur ſelben Zeit wie bisher—.34 Morgens ſiatt.36— in Mannheim angebracht. Urſache dieſer Verlang⸗ ſamung um 20 Minuten iſt die Einführung von 6 neuen Halten. Ein neuer Perſonenzug 953 wird zur Ausfüllung der Lücke zwi⸗ ſchen 12 53 Mittags und.54 zur Bedienung der Bergſtraße um .17 Mittags von Mannheim über Friedrichsfeld nach Frankfurt geführt. 155 Im Verkehr zwiſchen Mannheim und Sachſen ſind einige Verbeſſerungen anzuführen. Der Morgenzug.55 nach Leip⸗ zig und Dresden wird ſtatt über Kaſſel⸗Halle über Bebra⸗ Erfurt zefahren und dadurch in Leipzig um.30 Nachmittags (ſtatt.15), in Dresden um.48(ſtatt.17) angebracht. Der Parallelzug verläßt Dresden künftig erſt um.15 morgens ſtatt wie bisher.50(an Mannheim.17 abends), was dadurch er⸗ reicht wird, daß er von Dresden bis Leipzig Schnellzug ſtatt wie bisher Perſonenzug iſt. Mag deburg erreicht der mittags 12.37. Mannheim verlaſſende D⸗Zug um 10.54 gegen 12.12 bisher, 2. Lokalzugsverkehr. Abgeſehen von den regelmäßig mit der Verlegung der Ar⸗ beitszeit im Winter vorzunehmenden großen Veränderungen im Fahrplan der Nebenbahnen und der Strecke Mannheim⸗Lampert⸗ heim find namentlich folgende Aenderungen zu vermerken: Der Morgenzug.23 von Mannheim nach Heidelberg iſt fort⸗ gefallen, da der Zug.10 Nachts für den Winter wieder eingeführt iſt. Der bisherige Sonntagszug ab Heidelberg.35 Abends wird täglich geführt, dagegen der bisherige Perſonenzug.45 Abends nur Saonntags im Oktober und April. 54 Auf der Rheintalbahn ſind folgende weſentliche Ver⸗ änderungen eingetreten: Mit Eröffnung der Nebenbahn Rheinau⸗ Brühl iſt die Rheintalbahn⸗Station Brühl aufgehoben worden, da⸗ gegen wurde die bisherige Halteſtelle Rheinauhafen(früher Stengelhof) Perſonenzugsſtation. Lokalzug 3018 geht ab Mann⸗ heim.50 Morgens ſtatt.02 und wird bis Hockenheim durch⸗ geführt, die Abfahrzeiten der Lokalzüge 3028 und 3044 ab Mann⸗ heim ſind von 10.45 Morgens auf 10.55 und von.10 Mittags auf.02 verlegt. Von Waghäuſel geht ein neuer Morgenzug 8009 .20 nach Mannheim(an.30), Lokalzug 3031 fährt von Schwe⸗ tzingen 12.52 Mittags ſtatt 12.40 ab und trifft in Mannheim um.20 ſtatt.09 ein. * Vier Bezirksverſammlungen der Bürgerparteien finden heute und morgen hier und in den Vororten ſtatt. In der Gaſt⸗ wirtſchaft„Zum Kurfürſten“, Jungbuſchſtr. 15, wird heute abend um halb 9 Uhr eine Verſammlung für den Stadtteil Jungbuſch⸗ Müßhblau abgehalten. Sprechen werden die Herren Dutten⸗ Heöfer, Phil. Ficks, Glaſer, Vögtle und Vogel. Für den Bezirk Waldhof findet ebenfalls heute abend eine Verſammlung in der Wirtſchaft von Metzger am Bahnhof mit den Herren Anſelm, Dr. Koch, Stoll und Voger als Referenten ſtatt und die dritte Verſammlung am heutigen Abend wird in Neckaraſt im Gaſthaus zum„Lamm“ abgehalten. Dort werden die Hepren Gſch, König, Mainzer und Teſcher zum Wort kommen. Morgen Sonntag, um 4 Uhr nachmittags, wird endlich ebenfalls eine Bezirksverſammlung mit den Referenten Dr. Koſch, Dr. Stern und Vogel abgehalten. Hoffentlich bekunden die lieberalen Wähler durch recht zahlreiches ihr Intereſſe an der lüberalen Sache. * Das Apollotheater iſt jetzt Abend für Abend ſo gut wie aus⸗ verkauft, der beſte Beweis dafür, daß die Direktion auf dem rich⸗ tigen Wege iſt. Mit außergewöhnlichem Erfolge iſt ſtets das Auf⸗ treten der Geigenvirtuoſfin Ada Pagini berbunden, die, wie mitgeteilt, von der Königin von Italien zur Kammervirtuoſin er⸗ nannt wurde. Der begeiſterte Beifall, die ſtürmiſchen Anerken⸗ nungen, die nach dem Abtreten der Künſtlerin faſt kein Ende nehmen wollen, ſind nur zu begreiflich. Mit wie vornehmer Auf⸗ faſſung und blendender Technik weiß die Dame zu ſpielen, wie wun⸗ derbar klingt das koſtbare Inſtrument, wie edel und rein jeder Ton, den die Künſtlerin den Saiten enklockt. Speziell nach der techniſchen Seite leiſtet die Virtuoſin ganz Hervorragendes. In dieſer Be⸗ ziehung ſcheint es für ſie keine Schwierigkeiten zu geben. Wie ſpielend werden die ſchwierigſten Läufe und Paſſagen bewältigt und doch wird dabei nicht zu ſehr das Virtuoſenhafte, das manchmal die Schnelligkeit auf Koſten des Präziſen und Abgerundeten in der Tongebung forciert, in den Vordergrund gerückt. Wie geſagt, das Spiel der Künſtlerin läßt keinen Wunſch mehr übrig, allerdings wohl bei jedem Zuhörer den einen, daß ſie nicht zu ſchnell wieder hinter der Gardine verſchwinden möchte. Für jeden Muſikfreund ſind die wenigen Minuten, die man dem vollendeten Spiel lauſchen darf, ein ſelbſt in Mannheim ſelten gebotener Genuß. Des gleichen Erfolges hat ſich wieder Coſtantino Bernardi zu erfreuen⸗. Seit wir ihn nicht geſehen haben, hat dieſes Univerfalgenie ſein Repertoir noch bedeutend erweitert. Er vereinigt nicht nur eine ganze Anzahl Perſönlichkeiten in ſeiner Perſon— das wußten wir ſchon früher zu ſchätzen—, ſondern er iſt auch in allen Künſten, die man auf der Varistéebühne zu ſehen bekommt, einzigartig. Am beſten wird dieſe neue Seite ſeiner Künſtlerindividualität bei ſeiner Varietevorſtellung offenbar. Wer Bernardi noch nicht in dieſer Beziehung kennt, verſäume ja den Beſuch des Apollos nicht. Aus⸗ gezeichnet ſind auch die farbigen Modemenſchen Johnſon u nd Dean. Sonntag finden zwei Vorſtellungen ſtatt; nachmittags, wie üblich, zu ermäßigten Preiſen und außerdem ſteht jedem Er⸗ wachſenen das Recht zu, ein Kind frei ins Theater einzu⸗ führen. Im Café Apollo findet morgens 11 Uhr ein Früh⸗ ſchoppenkonzert bei freiem Entree ſtatt. * Saalbau Variete. Welch' großer Beliebtheit ſich das gegen⸗ wärtige Enſemble im Saalbau⸗Theater erfreut, bewies wieder die geſtrige Abendvorſtellung, welche dem beliebten Etabliſſement eine äußerſt ſtark beſuchte Vorſtellung brachte. Die Hauptanziehungskraft dürfte das Wiederauftreten von Lene Land ausgeübt haben. Die Künſtlerin war infolge Erkrankung einige Tage verhindert, ihre Kunſt als Parodiſtin und Kopiſtin zu zeigen. Sie hatte zwar auch geſtern Abend noch mit ſtarker Indispoſition zu kämpfen, doch er⸗ freute ſich das Publikum ſichtlich an ihren Darbietungen. Und dann Walter Skinex, der mit ſeinen ſcharfpointierten Ein⸗ und Aus⸗ fällen die Herzen der Mannheimer im Sturm gewonnen; die Picecad⸗Company, die das Raffinierteſte und Tollſte an amerikaniſcher Exzentrik bieten; die Glanznummer der Der⸗ ringtontruppe, unzweifelhaft die beſten Kunſtradfahrer, die jemals in einem Mannheimer Vaxriete auftraten. Auch das übrige Programm macht in der Ueberfülle effektvollſter Darbietungen ge⸗ radezu Senſation, und jeder Abend bedeutet ſtürmiſchen Erfolg, der in dem dichtbeſetzten Hauſe prägnanteſten Ausdruck findet. Da mor⸗ gen Sonntag zwei Vorſtellungen ſtattfinden, die eine bald darauf. 2 Sein General⸗Anzeiger. Mannheim, 7. Oktober ilttags um 4 Ühr zu bedeuſend ermäßigten, abends um Uhr u narmalen Preiſen, verſäume ja niemand die günſtige Ge⸗ Iegenheit, dieſes wirklich hervorragende Programm zu genießen. *Kaiſerpanorama, D 3, 13. Von morgen ab gelangt im Panorama eine„Wanderung in den bayeriſchen Alpen“ zur Aus⸗ ſtellung mit Partien vom Loiſachtal, der Zugſpitze uſw. Der Zyklus iſt an landſchaftlichen Schönheiten überaus reich, Der erſte Hauptgewinn der Badiſchen Ruten Kreuz⸗Latterle ſiel in die Hauptkollekte von J. J. Lang Sohn in Heddesheim. Das Los wurde nach Heidelberg verkauft. „Zur Milchteuerung. Vor einigen Tagen verſammelten ſich die pfälziſchen Milchproduzenten in Neuſtadt a. H. zur Beratung der geplanten Erhöhung der Milchpreiſe. Angeſichts des energiſchen Proteſtes der Milchhändler gegen einen Preſsaufſchkag wurde bon einem ſolchen abgeſehen.— Die Stadtgemeinde Karlsru he hat für den Betrieb des ſtädt. Krankenhauſes und für die Armen⸗ pflege jährlich über 80 000 M. für den Bezug von Milch aufzu⸗ wenden. Es wird nun die Frage der Produzierung der Milch in eigener Regie der Stadt erwogen. *Kyloſſeumtheater. Morgen Sonntag gelangt nachmittags 4 Uhr und gbends 8½ Uhr das oberbayeriſche Volksſtück Die Amelſenher“ oder„Der Schwärzer und ſein Dirndl“ zur Auf⸗ führung.— Repertoir vom.—14. Ort.; Montag:„Die Ameiſen⸗ hex“, Mittwoch:„Ein Strafrapport“, hierguf:„Er iſt nicht eifer⸗ füchtig“, Donnerstag:„Jägerblut“, Freitag:„Die Ameiſenhex“, Samstag, halb 5 Uhr, Kindervorſtellung;„Sneewittchen und die 7 Zwerge“. Zur Beſichtigung ber hieſigen ſtüdtiſchen Einrichtungen ſind die Herren Oberbürgermeiſter Schuſtehrus, Stadtrat G. Beringer, Stadtbaurat Brediſchneider und die Stadt⸗ bauinſpektoren Hermann Meyer und Kaynn, alle aus Ehar⸗ lottenburg, hier eingetroffen und im„Hotel National“ abgeſtiegen. HFrankfurt a.., 6. Okt. Die Sektion des im Stabt⸗ wald betvußtlos aufgefundenen und ſpäter geſtorbenen Arhbeiters Adam Joſef Hainz aus Heppenheim a. d. Bergſtraße hat als Todes⸗ urſgche Hungertyphus ergeben. Gerichtszeſfuna. Mannheim, 7. Okt. Ein blutiger Blaumon⸗ tags⸗Eyzeß war es, der die fünf Burſchen, die ſich heute vor den Geſchworenen zu verantworten hatten, auf die Anklage⸗ bank führte, Es waren angeklagt: der 24 Jahre alte Steinbrecher Wilhelm planz aus Doſſenheim wegen Körperverletzung mit nach⸗ gefolgtem Tode, der 20 Jahre alte Steinbrecher Ludwig Planz, der 28jährige Peter Riedling, der 29jährige Taglöhner Adam Uhrig und der 10 Jahre alte Steinbrecher Hermann Ried⸗ king, alle von Doſſenheim wegen Betelligung an der Schleigerel, in der Wilhelm Planz den tötlichen Stſch führte. Der Streit, um ben es ſich handelte, war am 21. Auguſt ds. Irs. in der Wirtſchaft zur „Frone“ in Doſſenheim entſtanden. Wegen einer harmloſen Be⸗ merkung waren die Angeklagten und weitere Kameraden über den Taglöhner Valentin Mildner hergefallen und atten ihn in barbari⸗ ſcher Weiſe mißhandelt. Nachdem der Wirt die Raufbolde aus dem Lobal entfernt hatte, kam Wilhelm Planz nochmals in die Wirtſchaft und hatte heimtückſſch dem Mildner das Meſſer in den Unterleib gebrückt, ſodaß die Gedärme hervortraten. Auch nach der Verletzung wurde Mildner von der Bande noch ſchwer mißhandelt. Er ſt ar b 5 Titter wie Verletzter waren verheiratet. Unter Zu⸗ billigung mildernder Umſtände wurden verurteilt: Wilhelm Plans zu 4 Jahren ſ Monaten Gefängnis, Ludwig Planz und Peter Riedling zu je 1 Jahr Gefängnis und Uhrig zu 6 Wochen Gefängnis. Hermann Riedling wurde freigeſprochen. H. Frankfurt, 6. Okt. Von der hieſigen Strafkam⸗ mer wurde heute der Schutzmann Johannes Reifſchneider, ber ein Liebespaar auf einem verbotenen Feldweg vor der Stadt an⸗ ktraf und, nachdem er den Mann fortgewieſen hatte, ſich ſpäter an dem Mädehen nach deſſen Ausſage verging, zuefnem Jahr Ge⸗ fängnis berurteilt. Geſchäftliches. Ausſteſlung. Es ſoll nicht unterlaſſen werden, auf die der⸗ geitige Erker⸗Ausſtellung der Firma Ciolina u. Hahn, Möbel⸗ und Teppichhaus, N 2, 9e, hinzuweiſen. Die Firma bringt wöchentlich wechſelnd Kollektiv⸗Ausſtellungen einzel⸗ ner Artikel ihrer Branche zur Schau und wird ſich eine wieder⸗ holte Begchtung derſelben ſehr empfehlen. ö Theater, Runſt und Uiſſenſchaft. Großh. Hof⸗ und Nationaltheater Mannheim.(Spielplan.) Genntag, 8. Okt.:(B3)„Die Meiſterſinger“.— Montag,.:(C) „Der Strom“,— Dienstag, 10,:(B)„Das Glöckchen des Ere⸗ miten“.— Mittwoch, 11.: Zum erſten Male:(A)„Der Schwur der Treue“.— Donnerstag, 12.:(D)„Tannhäuſer“.— Freitag, 13,(4)„Die Geiſha“.— Samstag, 14.:(B)„Der Schwur der Treue“.— Sonntag, 15.:(C) Ferdin. Langer⸗Gedächtnisfeier: „Gilpana“, Neueß Theater.(Spielplan.) Sonntag, 8. Okt.:„Hans Huckebein“.— Mittwoch, 11.:„Die Juxheirat“.— Sonntag, 15.: Pormittags halb 11 Uhr: Ferdin. Langer⸗Gedächtnisfeier, Abends: Zum erſten Male:„Die Notbrücke“. Großfh. Hof⸗ und Nationaltheater. In der morgigen Auffüh⸗ kung von„Die Meiſterſinger“ wird an Stelle des erkrankten Herrn Marx Hofſchauſpieler Joſef Geis vom Münchener Hoftheater die Partie des Beckmeſſer ſingen. Dom Theater. Welch guten Rufes ſich die Mitglieder unſerer Oper in den weiteſten Kreiſen, auch im Auslande, erfreuen, geht daraus hervor, daß die Herren Carlén und Kromer in dieſen Tagen eingeladen wurden, bei zwei am 9. und 11. November d. Is. uu Amſterdam ſtattfindenden Aufführungen des„Triſtan“ ie Partien des„Triſtan“ und des„Kurwenal“ zu ſingen. Vie Aufführungen werden von der rühmlichſt bekannten und ob ihrer treuen Pflege der Kunſt hochgeſchätzten„Wagnerver⸗ eeniging Amſterdam“ veranſtaltet. Wie wir aus guter Quelle vernehmen, werden die beiden Herren der ehrenvollen Be⸗ Tufung 1+ leiſten. Auch an Herrn Fenten war man heran⸗ gtreten, bei genannten Vorſtellungen den„König Marke“ zu ſingen. Der Künſtler mußte indeſſen, da er vorher für dieſe Zeit ſich bereits anderweitig verpflichtet hatte, ablehnen. Herr Kromer hat ſich Ubrigens ſchon jetzt des weſteren verpflichtet, am 20. Juni kommen⸗ den Jahres ebenfalls in Amſterdam, und von der gleichen Ver⸗ einigung veranſtaltet, in einer Aufführung des„Parſival“ den „Klingſor“ zu ſingen.— Unſer Hoftheaterballett, das ſchon lange nichts von ſich hören, d. h. ſehen ließ, bereitet, wie wir erfahren, eineeneinſtudierung von„Die Pup⸗ penfee mit einer gründlichen Neubeſetzung der pantomimiſchen Partieen vor und ſoll auch damit beſchäftigt ſein, eine Tanz⸗ novität herauszubringen.— Die Strauß'ſche Operette,„Der tgeunerbaron“, ſoll, wie wir hören, neuerdings wieder dem Gpielplan einverleibt werden.— Das neue Schönthan'ſche Luſt⸗ ſpiel„Hlein⸗Dorrit“, das auch hier in Ausſicht genommen war, ſoll, neueren Nachrichten zufolge, als nicht geeignet befunden worden ſein, über die Bretter unſerer Bühne zu gehen. In der morgen ſtattfindenden Aufführung von„Die Meiſterſinger“ dürfte an Stelle des Herrn Marx, der unpäßlich iſt, eine auswär⸗ tige Kraft als Erſatz herangezogen werden. Michard Wagner⸗Stipendienſtiftung. Man ſchreibt uns: Das Programm des am 17. Oktober, akends 7½ Uhr im Muſenſgal ſtattfindenden Konzerts verdient beſondere Aüfmerkſamkeit. Fer⸗ uns zum Beginn mit der 4. Simfonie von Anton Bruckner in ſeines Meiſters„romantiſches Land“. Dann tritt das Werk Richard Wagners, in deſſen Zeichen die Veranſtaltung ſteht, in der „Siegfriedsidylle“ ſelbſt vor uns. Die„fünf Gedichte für eine Singſtimme und Klavier“, die dann zur Wiedergabe ge⸗ langen, ſind früher oft als„Studien“ zu Triſtan und Iſolde be⸗ zeichnet worden. Heut weiß man aus Wagners Briefen an Mathilde Weſendonk, welche tragiſche Bedeutung die Kompoſition der von Frau Weſendonk gedichteten Lieder für das Leben und Werk des Meiſters hatte. Es war darum ein feiner und glücklicher Gedanke, das Triſtan⸗Vorſpiel zum weihevollen Schluß des Konzerts zu machen. Von Intereſſe iſt, daß das Vorſpiel zu„Triftan und Iſolde“ in dieſem Konzert in der Faffung gegeben wird, die Wagner, wie er in einem Brief an Frau Weſendonk ſchreibt, zuerſt für ein Kon⸗ zert in Paris im Jahre 1859 beſorgt und in welcher er es dann auch in ſeinem berühmten Mannheimer Konzert 1871 hier ſelbſt dirigiert hat. Aufs Glücklichſte iſt übrigens die Soliſtenfrage des Kongerts gelöſt. Frau Direktor Lochert, die Tochter unſerer Seu⸗ bert⸗Hauſen, hat ſich in den Dienſt der guten Sache geſtellt. Die Klavierbegleitung der„fünf Gedichte wird Hofkapellmeiſter Kähler dankenswerter Weiſe übernehmen. Der Wiener Kapellmeiſter Ferdinand Löwe wird, wie wir bereits mitgeteilt haben, am 17. ds. Mts. ein zu Gunſten der Richard Wagner⸗Stipendienſtiftung hier im Muſen⸗ ſaal veranſtaltetes Konzert dirigieren. Ueber Löwe, der auch Feſt⸗ dirigent anläßlich der heurigen Tonkünſtlerverſammlung des All⸗ gemeinen Deutſchen Muſikvereins war, ſchreiht der Münchener Muſikkritiker Dr. Rudolf Louis im letzten Maiheft der„Neuen Zeitſchr. f. Mufik“ u. a. wie folgt:„Dieſer hervorragende Muftker iſt gegenwärtig zweifellos der bedeuterdſte Konzertdirigent Oeſter⸗ reichs, ja darüber hinaus; einer der imponierendſten und zugleich ſympathiſchſten Vertreter der reproduzſerenden Tonkunſt unſerer gerade auf dieſem Gebiet Erſtaunliches leiſtenden Zeit.“— Auf beſonderes Erſuchen geben wir im weiteren unſeren Leſern nach der gleichen Nummer der„Neuen Zeitſchr. f. Muſik“ noch eine Reihe von Daten aus dem Leben des intereſſanten Künſtlers: Im Jahre 1865 in Wien geboren, empfing Löwe die muſikaliſche Ausbildung auf dem Konſerbatorium ſeiner Vaterſtadt, wo er u. g. Anton Bruckner zum Lehrer hatte. Nachdem ſich Löwe hier zu einem aus⸗ gezeichneten Pianiſten ausgebildet hatte, wurde ihm ſelbſt das Amt eines Lehrers für Klavier und Chorgeſang am Miener Konfer⸗ vatorium übertragen. Für den erſt zwanzigjährigen, jungen Künſtler war dieſe Anſtellung gewiß auszeichnend; aber man muß es doch bedauern, daß eine Dirigentenbegabung wie Abwes volle 11 Fahre(1885—18g96) in einem ſolchen Dienſte auszuharren ſich gezwungen ſah. Nachdem Löwe im Jahre 1892 anläßlich der Wiener Thegter⸗ und Muſikausſtellung ſich bereſts als Orcheſterdirigent in hervorragender Weiſe bewährt hatte, dirigierte er 1896 die erſte Wiener Aufführung des Liſgtſchen„Chriſtus“, die pon der Oeſter⸗ reſchiſchen Leo⸗Geſellſchaft veranſtaltet war, und als Folge dieſer Aufführung erhielt der nunmehr 31jährige die Berufung zum erſten Dirigenten des Kaim⸗Orcheſters in München, als Nachfolger Herm. Zumpes, der an das Schweriner Hoftheater gegangen war. Unter Löwe begründete das Kaimorcheſter ſeinen Ruf außerhalb Münchens, unter ihm machte er ſeine erſte große Kunſtreiſe, u. a. nach Wien, wo die Erſtaufführung von Bruckners 5. Symphonie(in B⸗dur) dem Werke wie ſeinem Interpreten einen langnachhallenden Triumph bereitete. Schon im folgenden Jahre(1898) wurde Löwe als Kapell⸗ meiſter an die Wiener Hofoper berufen, eine Stelle, in der er jedoch mur ein Jahr verblieb. Unter ſeiner Mitwirkung wurde im Jahre 1899 der Wiener Konzertverein begründet, und als erſter Dirigent des von dieſem Voreine ins Leben gerufenen großen Symphonie⸗ orcheſters Ißwe ſelbſt berufen. 5 Bom„Ritter“ in Heidelberg. Nach einem Erlaſſe des Großh. had. Miniſteriums der Juſtiz, des Kultys und Unterrichts wird die Ausarbeitung der Aufnahmen der Faſſade, der Grundriſſe und In⸗ nenarchitektur des Gaſthauſes„zum Ritter“ in Heidelberg bis Ende dieſes Monats weſentlich beendet ſein. Ferdinand v. Richthofen, Profeſſor der Geographie an der Berliner Unfverſität, iſt geſtern Abend geſtorben. Ferdinand von Richthofen iſt 72 Jahre alt geworden. Er war ein geborener Schle⸗ ſier. Seine Reiſen führten ihn um die ganze Erde. Der deutſche Philologentag in Hamburg wurde geſtern ge⸗ ſchloſſen. Der nächſte findet in Baſel ſtatt. Huchſchulnachrichten. Die philoſophiſche Fakultät der Uni⸗ verſität in Leipzig ernannte den Oberbürgermeiſter Dr. Troend⸗ lin anläßlich der bevorſtehenden Rathausweihe zum Ehrendoktor. — Zum Rektor der Marburger Univerſität für das Studienzahr 1908/06 iſt Prof. Dr. jur. Fritz Andreé gewählt worden. Vom Internationalen Tuberkuloſe⸗Kongreß. Die Inter⸗ natjongle Tuberkuloſe⸗Vereinigung ernannte auf Vorſchlag Fraenkels zu korreſpondierenden Mitgliedern: Lexis⸗ Göttingen, v. Glaſenapp⸗Rixdorf, Brauer⸗Marburg, Koſel⸗Gießen ſowie Hoffa, Ravene, Venn, Leſſer, Becher, Benda und Lenhoff ſämtlich in Berlin.— Das Bureau des Internationalen Tuberkuloſe⸗Kongreſſes in Paris übermittelte dem Präſidenten Rooſevebt den Ausdruck ſeiner ehrerbietigen, herz⸗ lich ſympatiſchen Gefühle, mit dem Hinzufügen, das Bureau werde glücklich ſein, wenn die Vereinigten Staaten ein zweites Mal als Verſammlungsort für die Beratungen über das Werk des Friedens und humanitärer Verbrüderung gewählt werden. „Das ſchwarze Holz“, ein neuer Roman Ernſt v. Wilden⸗ bruchs iſt in der Groteſchen Sammlung zeitgenöſſiſcher Schrift⸗ ſteller geſtern erſchienen. Die Teufelskirche. Von Adolf Paul, dem Dichter der„Dop⸗ pelgängerkomödie“, erſcheint demnächſt ein neues Bühnenwerk, be⸗ titelt„Die Teufelskirche“. Es iſt eine ſatiriſche Komödie, die auf einer erſten Berliner Bühne zur Aufführung gelangen wird. Das Stück erſcheint bei Schuſter u. Loeffler in Berlin. Mendelsſohn⸗Preis. Den diesjährigen Mendelsſohnpreis für Kompoſition hat Frl. Eliſabeth Kuyper aus Amſterdam erhalten, eine Schülerin der Meiſterklaſſe des Heren Dr. Max Bruch. Auch von der niederländiſchen Regierung iſt der talentvollen Dame, deren fünfſätzige Orcheſterſerenade das Berliner Philharmoniſche Orcheſter kürzlich in Scheveningen mit großem Erfolge geſpielt hat, ein nam⸗ haftes Staatsſtipendium zur Fortſetzung ihrer Studien verliehen worden. Das Frauenſtudium an der Roſtocker Univerſität hat eine be⸗ merkenswerte Erweiterung erfahren. Bisher waren die Frauen nur als Hörerinnen in der philoſophiſchen Fakultät zugelaſſen. Sie ſollen aber jetzt auch zu den Vorleſungen der anderen Fakultäten zugelaſſen werden. Bermiſchte⸗ — Das Aufgeboteines Dr. med. mit einer Stu d. me d. hängt zurzeit im Rathaus in Jena aus. Es betrifft den Dr. med. Th. Aug. Adolar Karrs⸗Berlin und Stud. med. Agnes Marie Luiſe Gertrud Hindenberg⸗Nerſchenrode. — Ein Alter von 105 Jahren hat die in Bal⸗ tupönen(Kreis Ragnit) lebende Frau Scharreiks erreicht. Die Greiſin weiß ſich aus ihrer Jugendzeit noch der franzöſtſchen Durchzüge zu erinnern, die ſie als zwölfjähriges Mädchen zu beobachten Gelegenheit hatte. Die Frau iſt körperlich und geiſtig vollſtändig rüſtig; ſte arbeitet in ihrer Wirtſchaft mit und ſucht zur Pilze⸗ und Beerenzeit den Wald auf, um iht Körbchen zu füllen. dinand Döwe, der von Wien berufene Dirigent des Abends, führt —Ein ſchrecklicher Unglüczfalf ereignete ſe auf dem Gute Viernatz ki(Prov. Poſen). Der Gutspächtz Adamſchewski ging übers Feld, die geladene Jag flinte über der Schulter. Als er ſeinen Jagdhund züchtigeg wollte und ſich bückte ging das Geehr los, und dem danehe, ſtehenden Landwirt Woicſechowski drang die Ladung in den Kopf. Er war ſofort tot. — Attenlat aufeinen Perſonenzug. Hiner Göntrop bei Eſſen(Ruhr), wurden auf einen Perſonenzug Revolberſchüſſe abgegeben. Eine Dame wurde verletz Der Täter iſt entkommen. Das Feuer in der Harburger Gummtwan fahr! aam um 6 Uhr zum Skillſtand. Letzte hachriehten. Vom Kolonialkongreß. * Berlin, 7. Okt. An dem heutigen letzten Arbeitz tag des Kolonialkongreſſes wurden 22 Vortrüge in den Sektiong ſitzungen gehalten. Dr. Wegene r⸗Berlin behandelte diß wirtſchaftliche Bedeutung des Yangtſegebſe tes, des weitaus wertvollſten Teiles Chinas. Trotz des Auf⸗ ſchwungs Japans werde doch in der wirtſchaftlichen Entticklung Oſtaſtens ſtets Ching das Hauptintereſſe beanſpruchen infolg⸗ ſeiner unermeßlichen Schütze und der Arbeitskraft. Die Kaiſerfamilie in Königsberg, *Königsberg, 7. Okt. um 12 Uhr 25 traf der Kaiſeg mit Sonderzug von Rominten auf dem hieſigen Bahnhof ein. Defß Kaiſer begab ſich mit dem Prinzen Auguſt Wilhelm und den Herreß des Gefolges im Automobil nach der Kaſferne des Grenadier regiments Nr. 3, wo der Kaiſer das Frühſtück einnahm, Während der Fahrt nahm der Kaiſer die an der Südſeſte des Schloſſes bor, genommenen Freilegungsarbeiten und auf der Nordfeite die An⸗ lagen in Augenſchein, Die Straßen der Stadt ſowie die Schiffe ig Hafen hatten feſtlichen Flaggenſchmuck angelegt. Das Publitug hereitete dem Monarchen begeiſterte Kundgebungen. Die Kaiſerin verblieb guf dem Bahnhofe im Salon, wo ein Diner eingenommen wurde. Sodann begas ſich die Kaiſerin mit der Prinzeſſin Vietongg Luiſe nach dem Schloſſe. Ein engliſch⸗franzöſiſches Schutz⸗ und Trutzhündnis 9. „Paris, 7. Okt. Der„Makin“, welcher eine zumtel anſcheinend auf Mitteilungen Delegſſes bes tuhende Darſtellung der Marokkoangelege hekt veröffentlicht, erzählt u. a. über die Miniſterzgig ſttung, in welcher Deleaſſs ſeine Entla ung einreichte: Deleaſſs habe damals auseinandergeſetzt, daß Englan be⸗ reit geweſen ſet, Frankreich bis zum außerſten z unterſtützen und ſich im Falle eines unporhergefehenen Kriegeß auf ſeine Seite zu ſtellen. Das Blatt fügt hinzu: England abt in der Tat die franzöſiſche Regferung wiſſen laſſen, daß es, Frankreich angegriffen werden ſollte, bereitſei, ſeine Flolt zu mobiliſieren, den Kieler Kanal gu beſetzen un 100,000 Mann in Schleswig⸗Holſtein gu landen, Die franzöſiſche Regierung ſei ſogar ſpäter berſtändigt worden, daß, ſa ſie es wünſche, dieſes Anerbieten ihr ſchriftlich gemacht werdeg würde. 5 Die franzöſiſche Regierung wird nicht umhin können ſg offiziell und unzweideutig zu dieſer Alarmnachricht zu äußern, die allgemein berechtigtes Aufſehen erregen wird. Falls leſe offenbar von Delcaſſs inſpirjerte Darſtellung zutrifft, dann wirg dadurch zur Evidenz bewieſen, daß der Sturz Delcaſſes iß Intereſſe der Wahrung des Weltfriedens gerade noch zur rech Zeit gelang, bevor dieſer ſkrupelloſe Miniſter weiteres Unhe anrichten konnte. Auf die deutſch⸗ franzöſiſchen Beziehunge werden die Enthüllungen ohne nachteiligen Einfluß bleiben, we die Rouplerſche Politik eine unverdächtig deutſchfreundliche und guf eine Annäherung Frankreichs an Deutſchland gerichtete ſe, Kritiſche Lage in Myskau. N * Moskau, 7. Okt. Geſtern Abend gaben Demonſtran⸗ ten auf vorübergehende Dragoner Revolverſchüſſe ab und ver⸗ wundeten zwei Dragoner. Um Mitternacht wurden an zwee Punkien Demonſtranten von den Truppen mit der blanleg Wafſe auseinandergetrieben, wobei einige Perſonen verwundes wurden. Bei einem Zuſammenſtoß von Ruheſtzrern miß Gendarmerie wurde ein Rittmeiſter ſchwer verwundet. Die Bäcker ſind in den Ausſtand getreten. Der vorhandene Vorrg von Weißbrot reicht zwei Tage. Stuttgart, 7. Okt. Die Königin hat anläßlich ihreß bevorſtehenden Geburtsfeſtes größere Summen zu einer außer:⸗ ordentlichen Zuwendung für Wohlfahrtszwecke beſtimmt, beſonder!g für die durch Hagelſchlag Geſchädigten. 8 Mainz, 7. Okt. Zum erſten Bürgermeiſter von Malnz wurde heute mit 33 von 39 abgegebenen Stimmen der bisherigs? Bürgermeſſter Dr. Göttelmann gewählt. Köln, 7. Okt. Die„Köln. Volksztg.“ veröffentlicht eig Erklärung des Abg. Grzberger, wonach er der Verfaſſer deg Artikels gegen das Kolonialamt iſt. Bei der Vorlage der Schrifte ſtücke im Reichstag werde erſt entſchieden werden, ab die Angabey richtig oder unrichtig ſeien. Der Zentrumsabgeordnete Ersberger iſt in unterrichteten poll⸗ tiſchen Kreiſen und in der Preſſe von vornherein als Verfaſſer desß Artlkel bezeichnet worden, durch die die„Köln. Volksztg.“ ſo böſ⸗ hineingefallen iſt, er hätte alſo ruhig ſchon früher aus der Reſervbs heraustreten können. Daß ſeine Angaben falſch ſind, braucht übrigens nicht erſt bewieſen zu werden, das hat Kolonjaldirekios Stübel bereits getan. 2 Berlin, 7. Okt. Zur Silberhochzeit des Kaiſen paares will der Deutſch⸗israelitiſche Gemeinde bund eine Anſtalt für ſchwachſinnige Kinder errih ten, die den Namen Wilhelm⸗Auguſtaſtiftung tragen ſoll und welcher auch, ſoweit es der Raum zuläßt, chriſtliche Kinder Unter⸗ kunft finden ſollen. Hamburg, 7. Okt. Das Verbot der Veförderung ruſſiſchen Auswanderer iſt aufgehoben worden. Es iſt nur noch eine Quaxan täne von 6 Tagen erforderlich. * Konſtantinopel, 7. Okt. Die ſoeben in Salonik eingetroffenen Finanzdelegierten Deutſchlands, Frank⸗ reichs, Englands und Italiens für Mazedonien begaben ſich auf Weiſung ihrer Regierung nach Uesküp um mit den Zivilagenten Oeſterreich⸗Ungarns und Rußlands die Arbeiten zu beginnen. Durch eine Note wurden die Botſchafter der Pforte hiervon be⸗ nachrichtigt. 5 Verantwortlich für Politik: Richaro Greupner, für Feuflleton und Kunſt: Fritz Kayſer⸗ für Lokales, Provinziales u. Gerichtszeitung: Richard Schönfelder, für Voltswirtſchaft und den übrigen redaktionellen Teil: Karl Apfel für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Franz Kircher. Druck und Verlag der Dr. H. Hoas'ſchen Buchdruckerei, G. m. b..: Direktor Ernſt Müher, — ereereegngrwer gger %ͥͤ ⁵ĩ˙!A—rß ̃ ̃ ²⅛—60ed)..¼è p77«... ̃ꝗ——½cꝙ!.............,.... Wamhelm, 7. Dfb General⸗Anzemer. 5.— —985 7 8 marktes für ſich zu erohern. Bon den Direktoren mehrerer 1 Aktien induſtrieler Unternehmungen⸗ 125 Volkswirtschalt. cene denge beesen ead en denane de e belhee unß dig Haee, d 18g e 8h 1 958 dacß anke Stchbaum Mannh. 64—„Allg..⸗G. S 8 184.90 185 * Abeprozent. Mannhetmer Stadtanleihe von 1905. en 125 franzöſiſche Geſellſchaften ſich mit ähnlichen Abſichten tragen. Mh. Akt-⸗Braucres Ner. Kunſtfeibs 492 50 75 5 U utheuſern E. eee und. 0 an 05 45 Zur Frage der Einfuhrſcheine macht die Krefelder Handels⸗ Parkakt. Zweibr. 119.90 120.10 Lederw. St. Ingbert 57.— 57— Eirektion der Diskontogeſellſchaft, d weae eeeee kammer folgende Vorſchläge: Es ſollen für ausgeführtes Getreide, Weltz z. S. Speyer“.— 108.— Spicharz 32 1 Pank, der Frankfurter Filiale der Deuiſchen Vank und 91 Pfälzer das weder deutſchen Urſprungs iſt, noch nach dem 1. März 1906 in] Cementw. Heſdelb. 129— 12.— Walznſihle eudw 91.— 192.50 Fenk iſt der untrag auf Jufaſſune ven in Millienen gveprozent. das Zollinland eingeführt iſt, in der geit vom 1. Märg 1906 bis Cementf. Karlſtadt 121,80 121.90 Tahrradw. Kleyer 308.— 608.—. Stadtanleihe von 1905 zur Frankfurter Börſe geſtellt worden. zum 1. Juni 1906 nur Einfuhrſcheine auf der Grundlage des Zoll⸗ Bad. Anilinfabrik 459.80 459 50 Maſch. Arm. Klein 95. 95.— ö Mannheimer Effektenbörſe.(Offizieller 95 wertes des alten Zolltarifs ausgegeben werden. Für Getreide, das Ch. br; Grlesheim 268— 288.20 Waſchinenf. Baden, 220.29 221.— 0 ie Börſe war ziemlich belebt. Kleinere Umſätze erfolgt nachweisbar deutſchen Urſprungs iſt oder vom 1. März 1906 ab in Höchſter Farbwerk 386 60 887— Dlirrkopp 477 75 477.— kicht.) Die Börſe war ziemlich 5 92 Ni 4 in Aktien der Spar⸗ und Kreditbank Landau zu 138 el. das Zollinland gelangt iſt, ſollen auch ſchon während der genannten 1 0 17 08 11 K 7 it Einfuhrſche! en Zollſe„Chem. 1 378—.—Schn N 9 186. amheimer Dampfſchiffahrtsgeſellſchafts⸗Aktien zu 95 ßCt.,] lebergangszelt Einfuhrſcheine zu den neuen gollſctzen erkeilt wer⸗ eeummleh Hagen 200— 290.—] Belſagit⸗ulkten. 139.75 188.80 Me 5 8 * Badiſche Aſſecuranz⸗Aktien zu 1380 Mark bpro Stück und in den. Dieſen Vorſchlägen der Kammer haben ſich die rheiniſch⸗weſt⸗ e W 22 1 0 1 55 0 7 55 fäliſch 51E 4 f»rofſa ſchloſſen 1 Anbuüßrie Wotrf · 150. Mannheimer Gummi⸗ und Aſbeſtfabrik⸗Altjen zu 115 pet. fäliſchen Getseideintereſſenten angeſchloſſen. Allg. Glt:⸗Geſellſch. 1 60 21.50 delitoff Waldhef 313 8 818 80 Von Banken blieben noch geſucht: Rhein. Hypothekenbank zu Telegramme. Lahmeiner 146.50 147.0 Südd, Immob. 124.— 128,60 2* 1 5 i1 5 n Berlin, 7. Okt.(Tel.) Produktenbericht.) Die 204.50 bEt. 5 e 15 Srunet zunehmende Nachfrage nach Roggen wirkte neben den feſteren Aus⸗ Berliner Effektenbör e. emlich unverändert, Pfälz. Nähmaſchinen⸗ und Fahrräder⸗ 11 tierten 141.28 G. 142.25 B. und Zuckerraffinerie landsberichten befeſtigend. Weizen merklich gebeſſert. Hafer im Berlen. 7. Oktober.(Schluß kurſe.) aane 445 en un Lokomarkt und auf Lieferung feſter. Mais höher bezahlt. Rüböl nden 21640 216 40J Kapada Pacifte 174 90 170 10 afts⸗ fetig. Nuff. Anl 12 9150 91.40 Hamburg, Vach“ 170.J0 170 60 Maſchinenbaugeſellſchaft Karlsruhe. Nach den 1 Frankfurter Effektenhö ſe 31½% Neichsanl. 100.80 100.80 Pordd. Hlovd 184.70 164.40 bericht pro 1904/05 war der Umſatz zwar größer geweſen a 1 7785 8 el ge. 3% Reichsanleihe 89.60 89.60 Pynamit Lruf 184.10- ⸗ Vorjahre, 15 1 ſehr(Privattelegramm des General⸗Anzeigers.) 1 85—.— Liſcht⸗ u. Kraftanl. 2575 20 jnen⸗ und Keſſelbau. Infolgedeſſen hat ſich die Geſa 8„St. Obl. 1000 99.80 100.— Wochume 257.60 257.— .59 Mill. Mark(i. B..08 Mill. Mark) verringert. Kelegramme ber Continentat⸗Telegraphen⸗Compagnie. 9705. Haen 06 18. fee 4470 5— . Außerdem wirkte noch die im Berichtsjahre beendete Verlegung des Schluß⸗Kurſe, 40% Heſſen 103.25 106.25 Dorimuftder 102.20 108 90 Betriebes ungünſtig auf die Betriebskoſten bezw. das Ergebnis Reichsbank⸗Diskont 5 Prozent⸗. 30% Heſſen 87.— 86.90 Felſenkirchner 246.90 246 70 ein. Die Brutto⸗Einnahme des Berichtsjahres ſtellt ſich auf Wechſel. 30% 101 0 955 190 Harpener 224.10 228.60 786593 M.(i. V. 716982.), wovon die Unkoſten 587 884 4% Pfbr. Nh. W. B. 10 2 Hlbernic 1 M.(i. V. 364154.), die Abſchreibungen 51407 M. erfor⸗ 6. 7. 6. 75 5% Chineſen 102 50 102.60 Hörder Bergwerke 198.20 201,89 derten(im Vorjghre wurden keine Abſchreibungen vorgenommen] Amſierdam kurz 163 67 169 72 Baris kurz 81.238 81.25 4% Italſener 105.50 105.60 gurabütte 270.40 270— 1 mit der Begrlündung, daß der Buchwert bereſts außerordentlich Belgien„ 51916 81.010 Schweiz. Plätze„ 81.175 81.175] 4½ Japaner(neu) 96.50 95.20 Roönir 154 10 195,60 0 niebrig ſei), ſo daß ſchließlich ein Reingewinn von 195 928 Mark Palten 8125 81,288 bien 85 088 85.035 1880er Loſe 16190 161.50 Ribeck⸗Montan 218 25 218.25 N. 5 11 ſi Ver⸗London 20 420 20.480 17 16.28 16.238 4% Baab ad⸗Anl. 89 90 89.90] chalk G. u. H. V. 652— 644 85 (849 248.) verbleibt, für den der Aufſichtsrat folgende Ver 65 f 86. 5 5 5 eee e 6 5 ita 3. wendung in Vorſchlag bringt: 18 774 M.(11411.) der Un⸗. lang Privat⸗Diskont 8˙00 15 1 85 19 1 1 0 9 5 581 70 0 koftenreſerve, 14500 M. zu Tantiemen, 140 000 M. zur Hahlung Bergwerks⸗Aktien. Berl. Handels⸗Gef. 176.50 175.20 Sraunt⸗Beit, 290.10 220.50 von 8 Proz. Dividende(. V. 12½ Prog.= 218 750.), 3847 M. Bochumer 256 25 257.75 Lelſenkirchner 246.10 246,70] Darmſtädter Bank 151.80 151 20 D. eee 26056.— 294 50 0 als Zuweifung zur Penſionskaſſe und 28 807 M.(84 263.) zum Juderus 189 40 189.60] Harpener 24— 228 80 eutſche Bank(alt) 242.70 242.70] Düſſeldorſer Wag. 295— 206.— 5 Vortrag auf neue Rechnung. Die bis Ende September d. Is. fak⸗[Concordia ee eee ee„(.) 242.20 242 50 Eberf. arben kalt) 584— 584.50 0 zurierten und noch in Arbeit befindlichen Beſtellungen gibt der Deutſch. Luxembg. 288.25 288.— Weſterr. Alkali⸗A. 258 75 260 50 Dise-Kommandil 194. 198 20 Aſchersleb. Alkaliw. 175.90 178.— Bericht mit insgeſamt 2,39 Millionen Mark an gegen 1,76 Mill.] Eiſenwerke Lollar—.——.— Oberſchl. Eiſenakt 1838 20 13875 Prrsdner Bank 168.60 167.90] Jeſtereg. Alkaliw. 260 10 26.—. Mark in der gleichen Vorjahrszeit; die Verwaltung glaubt deshalh Friedrichsh. Bergb. 1845 15.— Ver. Königs⸗Laura 270.50 270.50 Rhein. Kreditbank 144.— 144.— Mollkämmerei⸗Akt. 162.10 162— Ur das laufende Geſchäftsjahr ein beſſeres Ergebnis in Ausſicht Aktien deutſcher und ausländiſcher Transport⸗Anſtalten. achaaffth. Bankyv. 166.70 166.90] Plantawerke 191.— 191.— ellen zu können udwb⸗ Berbacher 295 7g Jag 80] Oeſterr. Süd,Lomb. 22.10 ag b0 Sbeugdachener 4570 4 95 Chemiſche Gharlot 101— 191 31 1 f 0 5„ 22,.50[ Staat 17.90 11—— Eu ropäiſche Lebens⸗herſicherung eckeſellſchaften in ſal, aeh 148.40 148.“] Seſterr. Nordweſtb———0 Tonwaren Wiesloch 1 Eine Anzahl europäiſcher Lebensverficherungs⸗Geſellſchaften, welche Nordba 140— 140.30 Lit B. 5 Privat⸗Discom 3% hisher in den Vereinigten Staaten noch nicht tätig geweſen ſind, d. Eiſenb.⸗Geſ. 184 60 134 40 Götthardbahn f* 1⁰ agen, wie berichtet wird, die Abſicht zu erkennen gegeben, aus den Hamburger packet 00 140 80] Ital Mitelmeerb. 64.50 94.50 W. Berlin, 7. Oktober.(Telegr.) Nachbörſe, ekannten Vorkommniſſen und Enthüllungen der letzten Monate Nordd, Lloyd 134 60 18.90 Meridionalbahn———— Kredit⸗Aktien 218.60 213,.— Staatsbahn 146.— 145.90 Nutzen zu ziehen und einen Teil des amerikaniſchen Verſicherungs⸗] Oeſt,⸗Ung, Slaateb 146 10 146/0] Haltim Ohio 16.20 115 90] Diskont, Komm. 191 10 198—Lombarden 22.20 22.60 Leiſtet hollen Fleischpreise Billigſter Bezug in großen, plombierten Originalflaſchen zu M..— MAGGT WUnZU mit dem Kreuzſtern der Hausfrau unſchätzbare Dienſte, um auf billige 1 0 gute, ſchmackhafte Gerichte zu bereilen, 591 Zu baben in e von 35 an, 2⁵ 3 —— K————„%.„ — eun e gluale⸗ Elſenbahnen. Bekanutmachung. 9. Wirkung vom 10. Oktbr. d. I, au werden mit höverer Ermächtigung die Ladefriſten für lolche Wagenladungsgüter, welche . auf Privatgleiſen oder aguf Lagerplätzen und an ae die an einem Bahngleis liegen und einer beſtinimten Perſon(Firma) Todes-Anzeige. 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Juni 1899 die Kiaftloserktärung des ge nannten Sparbuchs erſolgen würde, wenn dasſelbe nicht innerhalb eines Monats vom Erſcheinen dieſer Bekanntmach⸗ ung au gerechnet von feine derzeitigen Inhaber unter Gel⸗ tendmachung ſeiner Rechte auhei vorgeſegt wird. 6772 Arn erm, 6. Oktober 1905. Städtiſche Sparkaſſe: Schmelhber Iwangsverſteigerung. Montag, 9. Oktober 1905, nachmittags 2 Uhr werde ich im Pfandlokal 4 6 gegen bare Zahlung im Vollſtreckungswege öffent⸗ lich verſteigern: 29 1 7 25 und Gegenſtände verſchledener Art. Mannheim, 7. Olt. 1905. Weller, Gerichtsvollzieher, L. 4, 12. Jwangsperſteigerung. ig. 9, Oktober 1905, fichmittags 2 Uhr werde ich im Pfandlokale 4 s hier, gegen bare Zah⸗ lung im Vollſtreckungswege öſſentlich verſteigern: 29524 Möbel verſchiedener Art und ſonſtiges. Männheim, 7. Okt. 1905. Müller, Gerichtsvollzieher, Riedfeldſtr. 46. Awangs⸗Verſteigetung. Montag, 9. 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Jahresfeier des Miſſions⸗ und Guſtav⸗Adolf⸗Vereius. In allen Gottesdienſten wird eine Collekte für den Mifſions⸗ und Guſtav⸗Adolf⸗Verein erhoben. Triuitatiskirche, Morgens ½9 Uhr Predigt, Herr Stadtvikax Zette mann.— Collecte. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadtpfarrer Achtnich.— Collecte, 12 Uhr Kindergoitesdienſt, Herr Stadtvikar Schüſſelin. Nachmit⸗ tags 2 Uhr Cbriſtenlehre, Herr Stadtpfarrer Achtnich. Coucordienkirche. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Kirchenrat Ruckhaber.— Colleete. Morgens ½1: Uhr Kindergottesdienſt, Herr Stadlorkar Lemme. Nachmittags 2 Uhr Cyriſtenſehre, Herr Kirchenrat Ruckhaber. Abends 6 Uhr Predigt, Herr Stadtvikar Schüſſelin.— Collecte. Luthertirche. Morgens ½10 Uhr Predigt, Herr Stadtpfarrer Sinon. Collecte. Morgens ½11 Uhr Kindergottesdienſt, Herr Stadtoikar Duhm Aula des Realgymnaſiums(Eingang Tullaſtraße). Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadtpfarrer von Schöpffer. — Collecte. Morgens 11 Uhr Chriſteutehre, Herr Staädt⸗ pfarrer von Schöpffer.— Nachmittggs 3 Uhr: Glocken⸗ weihe beim Neubau der Friedenskirche. Johanniskirche(Lindengof). Morgens 10 Uhr Predigt, Herr cand. tbeol. Chriſt.— Colleete. Morgens 11 Uhr Cariſtenlehre Herr Stadtpfarrer Sauerbrunn, Neckarſpitze. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadt⸗ pfarrer Hitzig.— Collecte. Diakoniſſenhauskapelle. Morgens 11 Uhr Predigt Herr Pfarrer Kühlewein. Stadtmiſſion. Evaug. Vereinshaus, K 2, 10. Sonntag 11 Uhr: Sonntagsſchule, 3 Uhr: Allgemeine Eibauungsſtunde, Stadtmiſſionar Mafſer. Ausflug des Jung ſrauenvereins nach Schriesheim. Abfahrt 12 Uhr 10 Min, voilt Unter 4392 Bahnhof der Nebenbahn. Montag 3— er: Frauenderelſt UArbeltsſtüunde Mittwoch ½ Uhr: Allgem. Bibelſtunde, Stadtmiſſtionar Krämer. Dounerstages Uhr: Jungfrauenverein(Arbeitsſtunde). Treitag ½9 Uhr: Probe des Geſangvereins„Zion“. Samstag—2 Uhr: Piennigſvarkaſſe der Sduntagsſchule, ½9 Uhr: Vorbereitung zur Sonntagsſchule. Schwetzinger⸗Stadt, Traitteurſtraße 19. Sountag vorm. 8 Uhr: Sonntagsſchule. Abends ½9 Uhr allgem. Bibelſtunde, Stadtmifſionar Mühlematter. Montag ½9 Uhr: Bibelſtunde für Männer und Jünglinge. Dienstag 8 Ühlr: Jung'rauenverein. Mittwoch ½9 Uhr: Allgem. Bibelſtunde. Mühlematter⸗ Samstag ½9 Uhr: Jugendabteilung Schwetzingerſtadt. Neckarſtadt, Gärtnerſtraße 17. Sonntag 1 Uhr: Sonntagsſchule. Dienstag“9 Uhr; allgemeine Bibelſtunde. Stadtmiſſionar Matter. Lindenhof, Bellenſtraße 52. e 5 Uhr: Sonntagsſchule. Freitag ½9 r: allgem. Bibelſtunde Mütfenattes Zu den allgem. Bibelſtunden der Stadtmiſſion iſt jedermann freundlich eingeladen. Evang. Mäuner⸗ u. Jünglingsverein. E. 9. Wochenprogramm vom.—14. Ottober. Sonntag, 8, Oktober, ältere Abteilung: Abends ½9 Uhr Bibelbeſprechung. Leiter: Herr Sekretär Matter, Jugendabteilung: Beſuch des Ludwigshaſener Vereins. Abgang Uhr von U 8, 28. Montag, 9. Oktbr., abends ½9 Ubr Bibelſtunde der älteren Abteilung in U s, 28 lber Pfalm 26, Herr Stadtmiſſionar Krämer, in Traitteurſtraße 21 über Pfalu 25. Dienstag 10. Okt., abends ½9 Uhr allgemeine Bibelſtunde auf der Neckarſpitze, Herr Stadkvikar Schüſſelin, abends%9 Uhr Turnen im Gr. Oy naſtum, Probe des Poſaunenchors. Meittwoch, 1i. Oktbr, nachmittags—7 Uhr Bibelkränzchen für Schüler höherer Lehranſtalten in U 3, 23. Donnerstag, 12. Oktbr., nachmittags von 2 Uhr an Chriſt⸗ liche Bäckervereinigung in U 3, 23, abends ½9 Uhr in U, 28 Spiel⸗ und Leſeabend, abends ½9 Uhr in U 8, 28 Probe des Jugendchors. Freitag, 18. Oktbr., abends ½9 Uhr Bibelſtunde der Jugend⸗ abteilung, über! Avoſtelgeſch. 26, 24—32, Herr Stadtvtlar Schüſſelin⸗ Saſstag, 14. Oktober, abends ½9 Uhr, Verſammlung der Jugendabteilung der Schwetzinger⸗Bolſtapt, Trallteurſtr. 21, Abends ½10 Uhr Gepelsbereinigung in U 3, 75 Jederſchriſtlich geſiunte junge Maun und Jüngling iſt zum Beſuch der Verſammlungen herzlich eingeladen. Auskunft in Vereins Angelegenheiten erteilen: dee 1. Voſitzende, Stadtoikar Schüſſelin, T 6, 24; der Sekretär, Stadkmiſſionar Matter, U 3, 23. 5 7 2— 7 7 Apoſtoliſche emeindt, Schmetzingerſtr. 124, Hinth. Gottesdienſt: Sonntag vormittag 10 Uhr, nachmittags 5 Uhr. Dounerstag Abend 8¼ Uhr. Eben⸗Ezer⸗Kapelle, Augarteuſtr. 26. (Methodiſten⸗Gemeinde.) 5 Sonntag vorm. ½10 Uhr und nachm. ½4 Uhr Predigl, Nachmittags ½2 Uhr Kindergottesdienſt. Abends 3 Uhr Vorttag, Thema:„Was die Kirche von den Methodiſten weiß und was wir darau erwiedern.“ Montag abend ½9 Uhr Predigt. Dienstag abend ½9 Ubr M ſſionsvortrag. Mittwoch abend ½9 Uhr Geſgnggotlesdienſt. Donnerstag abend ½9 Uhr Predigt. Iidermann iſt freundlichſt eingeladen. Falholiſche Gtmeinde. Jeſuitenkirche. Sonntag, 8. Oktober. 6 Uhr Früh⸗ meſſe. 7 Uhr heil. Meſſe. 8 Uhr Amt.%10 Uhr Predigt und Amt. 11 Uhr hl. Meſſe mit Predigk für die Kinder, 2 Uhr Chriſtenlehre. ¾ Uhr Chriſtenlehre füür den 8. Jahrgang Mädchen im Saal. ½3 Uhr Herz⸗Marick⸗Bruder⸗ chaſtsandacht mit Segen. Abends 7 Uhr: Roſenkranz⸗ andacht zugleich Warian. Männer⸗Sodalität mit Predigt, Andacht, Prozeſſion und Segen Untere katholiſche Pfarrei, Sonntag, 8. Okt. 6 Uhr Frühmeſſe. 7 Uhr heil. Meſſe. 8 Uhr Singmeſſe mit Predigt. ½10 Uhr Predigt, nachher Amt. 11 Uhr heil. Meſſe mit Predigt. ¼2 Uhr Chriſtenlehre für die Mädchen, ſ½6 Uhr Roſenkranzandacht mit Segen. ½4 Uhr Verſammlung der martaniſchen Jungfrauenkongregatibn mit Vortrag, Andacht und Segen, Kathol. Bürgerhoſpital. Sonntag, 8. Oktober. ½% Uhr Hochamt ſit Predigt. 10 Uhr Gottesdienſt fülr die Schüler der Mittelſchulen. 4 Uhr Nachmittagsgottes⸗ dienſt. 5 Herz⸗Jeſu⸗eirche(Reckarſtadt), Sonntag, 8. Okt. Von 6 Ubhr an Beicht, ½ Uhr Frühmeſſe. 8 Uhr Sing⸗ meſſe mit Predigt. ½10 Uhr Predigt und Amt. 11 Uhr heil. Meſſe. à Uhr Chriſtenlehre. ½8 Uhr Roſenkranz⸗ andacht mit Segen, Heiliggeiſttirche. Sonntag, 8. Oktober. 6 Uhr Früh⸗ meſſe und Beicht. 7¼ Uhr heit Kommunion. 8 Uhr Sing⸗ meſſe mit Homtlie. ½10 Uhr Predigt und Amt. 11 Uhr hl. Sladtmiſſionar Meſſe mit Predigt. 2 Uhr Coriſtenlehre. ½8 Uhr Herz⸗ Marlä⸗Bruderſchaft. 3½¼ Uhr Verſammlung des chriſtl. Müttervereins mit Vortrag und Andacht. Predigt und Roſenkranzandacht mit Segen. Liebfrauenkirche. Sonntag, 8. Oktober. Von 6 Uhr an Beicht. 7 Uhr Frühmeſſe. 8 Uhr Singmeſſe mit Predigt. ½0 Uhr Predigt und Amt. Uhr dl. Meſſe mit Predigt. 2 Uhr Chriſtenlehre, ½8 Uhr Bruderſchaftsandacht vom Ahſerheiligſten Altarſakrament. ½4 Uhr Verſammlung der Jungfrauenkongregatton. St. Joſefskuratie, Lindenhof. Sonntag, 8. Oktober. Von 7Uhr an Beicht. 7 Uhr Austeilung der heil. Kom⸗ munion. ½8 Uhr hl. Meſſe mit Predigk. ½2 Uhr Chri⸗ ſtenlehre. 2 Uhr Corp.⸗Chriſti⸗Bruderſchaſts⸗Andacht mit Segen (Alt) Katholiſche Gemeinde. (Schloßtirche). Sonutug, den 8. Oktober, morgens 10 Uhr: Deutſches Amt mit, Predigt.— 11¼ Uhr: Cyriſtenlehre.— Collecte. Herr VBikar Czermak. In der Hauptſynagoge. BVerſöhnungstag 1905. Souutag, 8. Oktbr, abends 6 Uhr Predigt: Herr Stadt⸗ rabbinen De Steckelmacher 6½ Uhr, Monſſag, 9. Okk, norgens 2½ Uhr Vorleſen der Tora: Uhr, Predigt: Herr Rabbiner Dr. Oprenheim 1½¼ Uhr, Muſſaf: 12 Uhr. Mincha: 2½ Uhr Seelenſeier: 4¼½ Uhr. Herr Stadtrabbiner Dr. Steckel macher Schluß! 6 Uhr 25. In der Hauptſynagoge ſind für Primaner und Sekun⸗ daner der Mittelſchulen Plätze reſerviert. Betſaal im Ballhaus. Beginn und Ordnung des Goltesdlenſtes wie in der Haupk⸗ ſynagoge. 5 Montag, 9. Okthr., Abends 4½ Uhr: Predigt, Herr Rabbiſſer Dr. Oppenbelm⸗ In der Clausſynagoge. Sonntag, den 8. Okibr, abenps 6¼ Usr, Predigt, Herr Rab⸗ biner Dr. Uſga. Betſaal in der Lamey⸗Loge. Beginn und Ordnung des Gottesdienſtes wie in der Claus⸗ ſynagoge. In der Haupt⸗ und Clausſynggoge haben nur Inhaber feſter Plätze Zutritt. Seeleufeſer. 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