(Badiſche Volkszeitung.) Mhonnement: 70 Weeuntg monatlich. Bringerlohn 20 Pig. nionatlich, durch du Poß bdez ncl Voſt⸗ aufſchtag M..42 prt Quartal. Emzei⸗Numme 8 Pg. —.—. Jnerate: Die Golonel⸗eilt. 0 Pfg. Auswaärtige Inſerate 28 E 6, 2. di Relangel, ñ erliner Nedaltions⸗Bureau: Berlin W 50. im und Umgebung. Unabhängige Tageszeitung. Erſcheint wöchentlich zwölf Mal. Geltſenſe und verbreilell Jeitung in Raunheim und Amgebung. Schluß der Inſeraten ⸗Annahme ſiht das Mittagsblatt Morgens 9 uhr, für das Abendblalt Nachintitags 3 ithr. Redakteur: Dr. Paul Harms, Würzburgerſtraße 15. Nr. 575. rrnt ere Die heutige Mittagsausgabe umfaßt 16 Seiten. — n Ein großer Tag im Reichstag. Der deutſche Durchſchnittsbürger pflegt ſonſt den Verhand⸗ lungen der Parlamente wenig Intereſſe entgegenzubringen. Meiſt begnügt er ſich damit, die Berichte raſch zu überfliegen, um oherflächlich informiert zu ſein und am Biertiſch oder auf der Kegelbahn über die Tagesfragen mitreden zu können. Es macht das einen guten Eindruck und man gibt ſich den Anſchein eines klugen und mit allerlei Wiſſen vollgepfropften Menſchen. Nur ein ſehr kleiner Bruchteil der Staatsbürger findet in der jagen⸗ den Haſt nach Erwerb und in der immer höher anſchwellenden Flut der Vergnügungen und Zerſtreuungen aller Art ſo viel Zeit, den großen wirkſchaftlichen, ſozialen und nationalen Fragen der Gegenwart diejenige Aufmertſamkeit zu widmen und das⸗ jenige Verſtändnis entgegenzubringen, das ihnen infolge ihrer immenſen Bedeutung für die Weiterentwickelung unſeres ſtaat⸗ lichen Gemeinweſens, das fernere Aufblühen unſeres Volkstums und für Behauptung unſerer politiſchen und wirtſchaftlichen Machtſtellung gebührt. Und wie nichtig, wie armſelig erſcheinen die Dinge, mit denen weite Kreiſe der⸗deutſchen Staatsbürget ihre freie Zeit auszufüllen pflegen, wenn ſie gemeſſen werden an der gewaltigen Tragweite der unſer heutiges ſtaatliches und politiſches Leben ausfüllenden Fragen, an dem hohen Fluge der Gedanken, die ſich durch die Reden unſerer hervorragenden Parlamentarier ziehen. 15 Allerdings kann dies nicht von allen Reden geſagt werden; manche erheben ſich nicht viel über das ſeichte Biertiſch⸗Niveau, andere ſtoßen aß durch den engen Geſichtskreis, von dem ſie aus⸗ gehen und der ſo gar nicht paßt zu dem ſtürmenden Vorwärks⸗ drängen der Gegenwart. Aber von Zeit zu Zeit gibt es große Tage in unſeren Parla⸗ menten und vor allem im deutſchen Reichstag, Tage deren Glanz' weit hinausleuchtet in das Dunkel der politiſchen, wirtſchaft⸗ lichen und nationalen Unſicherheit, die uns heute umgibt. Und ein ſolcher Tag war letzten Samſtag im deutſchen Parlament. Baſſermann ſprach! In einer zweiſtündigen groß⸗ angelegten Rede wußte der bedeutende Mann den Reichstag nicht nut zu feſſeln, ſondern das Intereſſe desſelben fortgeſetzt zu ſteigern. Er zog die Grundlinien für eine geſunde, nationale, wirtſchaftliche und ſoziale Politik und zeigte die Wege, die ein⸗ zuſchlagen ſind, um unſerem deutſchen Vakerland eine glückliche Zukunft zu ſichern. Aber er ſparte auch nicht an Tadel da, wo er Tadelnswe indet, Mit erfriſchender Teimütigkeit le ſbnders a (Mannheimer Volksblatt.) Telegramm⸗Adreſſe: „„Journal Maunheim““, Telephon⸗Nummerm: Direktion u. Buchhaltung 1449 Druckeret⸗Bureau(An⸗ nahme v. Druckarbetten 841 Redaktton. Expedition 3 E 6, 2. Montag, 11. Dezember 1905. 10 er den Finger auf die Wunden, die ſich in unſerer Reichspolitit und in unſerer ganzen Entwicklung befinden und gab auch die Mittel an, die zur Heilung führen können. Freudig bekannte er ſein nationales Empfinden aber ebenſo ernſt und eindringlich verwies er auf die ſozialen Pflichten, die unſer Volk noch zu erfüllen hat. Er will keinen Stillſtand in der ſozialpolitiſchen Geſetzgebung, ſondern ein geſundes Vorwärtsſchreiten, denn er lebt der Hoffnung, daß die Zeit kommt, in der auch der deutſche Arbeiter ſich auf ſich ſelbſt beſinnt und dem nationalen Empfin⸗ den wieder zurückgewonnen wird. Baſſermanns Ausführungen waren eine glänzende Pro⸗ grammrede für die deutſche nationalliberale Partei und ihre fernere Tätigkeit auf den verſchiedenſten Gebieten des politiſchen Lebens: ſie verband nationales Bewußtſein mit offener freier Kritik; tiefes Verſtändnis für die weltwirtſchaftlichen Fragen mit der Erkenntnis von der Notwendigkeit des inneren Aus⸗ haues unſeres Staatsweſens in liberalem fortſchrittlich geſinn⸗ ten ſozial empfindendem Sinne. Die Rede Baſſermanns wird in den weiteſten Kreiſen des deutſchen Bürgertums warme Zuſtimmung und freudiges Echo finden: das beweiſen auch die ſchon jetzt vorliegenden Preß⸗ ſtimmen, von den wir unten einige folgen laſſen. Ein ausführ⸗ licher Auszug aus Baſſermanns Rede, ſowie die hochintereſſante Entgegnung des Reichskanzlers Bülow und die ſonſtigen Reichs⸗ tagsdebatten am Samstag bringen wir in der Betläge dieſer Nummer zum Abdruck. M. *K 1** Der nationalliberale„Hannov. Cour.“ wirft zunächſt einen kurzen Rückblick auf den Verlauf des erſten und zweiten Tages der Generaldebatte, der nicht den großen Erwartungen ent⸗ ſprochen habe, die man auf ihn geſetzt habe. angeſehene Blatt fort: So kam es eigentlich ganz von ſelbſt, daß der heutige dritte Tag in einer leis apathiſchen Stimmung begann. Wir haben ſchon in unſerem Vorbericht geſchildert, wie mäßig beſetzt das Haus zu Be⸗ ginn war; wie nur die Tribünenbeſucher ſich nicht in der Zuverſicht irxe machen ließen, daß es doch noch einen großen Tag geben müſſ Dieſe Zuvorſicht ſollte auch nicht zuſchanden werden. Der Abg. Ba ſermaun iſt wohl kaum, was man einen faszinierenden Redi nennt. Dazu iſt er zu ruhig, zu klar, zu nüch⸗ tern. Der Verſtandsmenſch überwiegt in ihm; daß ihn je Gefühle überwältigen könnten, mag man ſich nur ſchwer vorſtellen. Aber Herr Vaſſermann iſt ein ungemein gründlicher Redner, ſeine Etatsvor träge ſind in ihrer ſorgfältigen Anordnung immer wahre Muſter⸗ beiſpiele der Gediegenheit. In ihrem wohldisponiertem Gefüge findet alles ſeinen Platz, äußere Politik und innere, Leſefrüchte und per⸗ ſönliche Beobachtungen. So hört man ihm gerne zu, wie man einem klugen und unterrichteten Manne, der über Menſchen und Welt mit Geiſt zu plaudern weiß, immer gern zuhört. Und nach und nach ge⸗ lingt es dieſem Redner, der immer feſſelt und anregt, doch auch ſein Publikum hinzureißen. Wenn er über Dinge ſpricht, die ihnf be⸗ 5 ſen ſind, und die durchzuſetzen ihm mitunter kliberalen Partei erklärt hierbei ausdrücklich, daß Baſſermann Sodann fährt das (1. Mittagblatt.) ht leicht geworden ſind, dann röten ſich ſeine Wangen, er findes einen wärmeren Ton, und dann beginnen auch im Hörer die Ge⸗ mütsſaiten mitzuklingen. Herr Baſſermann hat heute, was wir ihm ch anr n wollen, ein klares Vekenntnis für die Fortführunz f werks abgelegt. Dann hat er auf das Beden; ſogialen Refor liche hingewieſen, da und dort in den Einzelſtaaten Inſtitutionet veraltet und überlebt em⸗ konſerbieren zu wollen, die von uns pfunden werden, und in unſerer kritiſchen Zeit die Monarchie mit myſtiſchen Schleiern zu umhüllen, für die wir nüchternen Söhne deß zwanzigſten Jahrhunderts leider ſo gar kein Verſtändnis haben. Achnliche Bedenken ſind ja auch von uns ſchon gelegentlich aus⸗ geſprochen worden; es war aber auch gut, daß man ſie einmal von der Tribüne des Reichstags vernahm. Man ſoll eben die Kritik nicht nur der grundſätzlichen Oppoſition überlaſſen. Gerade wer als ſor⸗ gender Patriot ſich mitverantwortlich fühlt für die Geſchicke des Vaterlandes, hat die Mannespflicht, zu warnen, wo und wann er ſelbſt nicht mehr mitgehen mag. So hatte ſchon die Rede Baſſer⸗ manns die Diskuſſion auf eine ſtolze Höhe gehoben. Daß ſie von der nicht wieder herunterglitt, war dann das Verdienſt des Fürſte Bülo w.— Die unparteiiſche aber national geſinnte„Tägl. Rundſchau ſagt in der Einleitung zu einem längeren Artikel: 3 Das Intereſſe des Hauſes an der allgemeinen Erörterung über die inner⸗ und außerpolitiſche Lage iſt, nach den ſchlecht beſetzten Bänken zu ſchließen, ſchon im Abflauen begriffen; aber redneriſch war der Samstag der bisherige Höhepunkt der Debatte. 0 ührungen unterſchieden ſich vor⸗ lhe beiläufigen Aeußerungen aus dem Hauſe, und F te einen ſeiner beſten Tage, Eingehend beſpricht die„Nationalliberale Korreſpondenz“ die Debatte am Samſtag. Das offizielle Organ der national⸗ allen Fragen die Anſchauungen der Gefamtpartei wiedergegebe habe, ein ſehr erfreuliches Moment, das die mancherlei Gerücht von Differenzen in den Grundanſchauungen innerhalb de Reichstagsfraktion vernichtet. Die„Natl. Korx.“ ſagt: Im Reichstag herrſchte während der erſten Stunden der Sa tag⸗Sitzung unter dem Eindruck der Baſſermannſchen und der darauf⸗ folgenden Ausführungen des Fürſten Bülow tiefſter Ernſt und eine Spannung, die dem Ernſt und der Spannung in unſerer güswärtigen und inneren Lage durchaus entſprach. 5 Unter größter Aufmerkſamkejt folgte das Haus der Ekatsxrede Baſſermanns, die in präganter Form alle großen, unſer politiſches Leben berührenden Fragen umfaßte und erſchöpfte, und dort, wo Kritik am Platze ſchie auch in rückhaltloſer, freimütiger Weiſe anlegte. Seine Daxlegungen entſprechen ſowohl in ihren Grundzügen der poſitiven Politet wie in ihrem kritiſchen Teil durch⸗ aus den Anſichten und Wunſchen der Geſamtpartei, ſowohl was die jetzt zur Erörterung ſtehende. Materie der Reichsfinanz reform, der Steuervorlagen, der Flottenvorlage, der Kolonialpoli wie der im Vordergrund ſtehend großen Fragen der deutf inneren und äußeren Politik betrifft. Getragen von dieſe einmütigen Geſamtſtimnung der Partei, übte die Rede Baſſermanns den unmittelbarſten tiefen Eindruck auf die Zuhörerſchaft im Reichs ktag; ſie wird auch noch lange Zeit im Mittelpunkt der Erörterungen inner⸗ halb der nationalliberalen Parlei ſtehen und ihr als leitender Weg im Labyrinth der ſo vielfach verſchlungenen uno verworrenen poli⸗ ktiſchen und ſozialen Fragen dienen können. Zu dem augenblicklich aktuellen Thema der Steuerfrage hielt es Baſſermann für unmöglich, den Wählern eine Steuerbewilligung ſum belaſten, Steuern, die in ihrem 8 Roman vnn Georges Ohnet. Deutſch von Ludwig Wechsler. (Nachdruck berboten.) Weg zum Außme. 50(ortſetzung.) Eva umſchmeichelte, liebte und verwöhnte ihn; ihr erſchien das ſüße Nichtstun, in dem ſich der große Mann gefiel, als etwas ganz Natürliches, und ſie war überzeugt, daß es bloß einer neuerlichen Anregung bedürfe, um aus dem fruchtbaren Boden ſeines Genies die Quelle der dichteriſchen Begeiſterung mit unverminderter Fülle und Reichhaltigkeit hervorbrechen zu laſſen. Hier war er wenig⸗ ſtens ganz von ihr in Anſpruch genommen ulid durch keine äußer⸗ lichen Einflüſſe abgelenkt, und mit wahrem Entzücken bergaß ſie i ihm den Künſtler um des Mannes willen, der ihre Liebe zu ge⸗ winnen verſtand. Jung, liebenswürdig und bezäubernd ſah die ihn vor ſich, und in der Aufrichtigkeit ihres Charakters erwog ſie bereits die Frage, ob ſie Derſtal nicht ebenſo lieben würde, wenn er nur ein einfacher Dilettant und nicht der Schäpfer unvergleich⸗ licher Melodien wäre, und ob der Zauber ihrer Perſönlichkeit ihn nicht ebenſo zu feſſeln vermocht hätte, auch wenn ſie nicht die Ver⸗ künderin ſeines Genies hätte ſein können. Doch in den Momen⸗ ten, da ſie von derartigen Gedanken heimgeſucht wurde, ſagte ſie ſich immer wieder, daß es eigentlich viel beſſer wäre, dieſen Dingen nicht auf den Grund zu dringen, ſondern ſich mie dem Glück zu begnügen, ſo wie es ſich ihr darbot, das heißt vollkommen und ſchrankenlos wie immer, wenn es ſich mit der ganzen Herrlichkeit der Jugend ſchmückt. 1 Semmer neigte ſich bereits ſeinem Ende zu, als mit einem Male ein Schatten den ſtrahlend blauen Himmel zu ver⸗ dunkeln begann. Derſtal war eines Tages nach Paxis gegangen, und als er zum Speiſen wieder zurückkehrte, verriet ſein Blick ein Unruhe, ſein ganzes Benehmen eine Aufgexregtheit, die Eva ſofort in Angſt und Sorge verſetzte. Doch waren Lapiron und Pinchart Zugegen, ſo daß ſie den Geliebten nicht gleich ausfragen konnte, und mit zunehmender Furcht ſah ſie, daß er zen Abends mürriſch und ſchweigſam war, lauter 3 her an ihm nicht gekannt. Vergebens tiſchte Laviron, der gerade heute„gut im Zuge war“, ſeine glänzendſten Theorien auf; Derſtal hörte ihen mit einem zerſtreuten Lächeln zu, man ſah ihm deutlich an, daß ſein Geiſt anderwärts weilte, und ohne jede Gegenrede ließ er den Kritiker ſprechen, was er wollte. Dafür blies er dichte Rauch⸗ wollen aus ſeiner Zigarette vor ſich hin, als wollte er ſich in einen undurchdringlichen Dunſtkreis hüllen, um ſein Geſicht dem forſchen⸗ den Blick Evas zu ent ſehen. Doch kaum waren Laviron und Pin⸗ chart fort, als die junge Frau ihn mit Fragen zu beſtürmen be⸗ gann. Es währte aber lange, bis er ſich zu ſprechen entſchloß. berſicherte ſie, daß ſie ſich täuſche und ihn keinerlei Unmut heim⸗ geſucht habe. Nur müde ſei er ein wenig und infolgedeſſen viel⸗ leicht weniger geſprächig geweſen als ſonſt. Da ſie ſich aber nicht überzeugen ließ, auch nicht müde ward, mit liohevoller Beharrl'i keit in ihn zu dringen, ſo geſtand er ihr endlich, daß er mit ma riellen Schwierigkeiten zu kämpfen habe. Er habe mehr aus⸗ gegeben, als er vernünftigerweiſe hätte ausgeben dürfen; ſeine Eitelkeit habe ihn veranlaßt, ſich eine recht koſtſpielige Lebensweiſe zurechtzulegen, und nun müſſe er Verbindlichkeiten nachkommen, die er vergeſſen hatte, kaum daß er ſie eingegangen war, ganz ab⸗ geſehen davon, daß er gar nicht in der Lage war, ſie zu erfüllen, da ihm die Mittel dazu fehlten. Im Laufe des Tages habe er ſeinen Agenten aufgeſucht, der ihm aber nur einen ſehr beſchei⸗ denen Betrag der eingelaufenen Tantiemen abliefern konnte, der lange nicht hinreichte, um ſeinen Verpflichtungen Genüge zu leiſten. Auch bei ſeinem Verleger ſei er geweſen, der Klage darüber führte, daß er ihm bereits zu große Beträge vorgeſtreckt habe und nun leine neue Note von ihm zu erhalten imſtande ſei. Die Auf⸗ führungen von„Erin“ hatten getragen, was man nur erhoffen durfte, und es ſei ſchon die höchſte Zeit, um die„Italienkrin“ herauszubringen. Hier ließ ſich Eva mit allem Nachdruck ver⸗ nehmen: „Die„Italienerin' wird gegeben werden, ſobald ſie Deinen Anforderungen nach jeder Richtung hin entſprechen wird, keinen gegenwärktig kommt nur eine Sache in Betracht und das iſt der Ruhm. Sollten wir bielleicht aus materiellen Rück⸗ ſichten auf Deinen Erfolg verzichten? Das wäre der helle Wahn⸗ ſinn! Erinnere Dich nur, über was wir jüngſthin mit Laviron ſprachen. Ein Künſtler darf nur arbeiten, venn er frei und unge⸗ feſſelt iſt nach jeder Richtung hin; die dichteriſche Begeiſterung ent⸗ flieht aber, geht man um des Geldes willen an die Arbeit. Nimm Dir Zeit, höre nur auf die Stimme Deines Gebiſſens und ſchreibe keine Note nieder, ohne überzeugt zu ſein, daß ſie für die Größs Defnes Werkes unumgänglich notwendig iſt!“ „Sehr ſchön geſagt,“ meinte Derſtal erbittert.„Und woher nimmt man das Geld, um die laufenden Ausgaben zu beſtreiten und die verſchiedenen Lieferanten zu bezahlen, die ſich mit ſolchen Worten nicht abſpeiſen laſſen? Leider leben wir nicht im Himmel. Die Theorien Lavirons ſind ja wunderſchön, das beſtreite ich keinen Augenblick, aber nur am Rande der Hippokrene, im Umgange mit den Muſen und unter dem Vorſitze Apolls, an irgend einem elyſäiſchem Ort, wo man keinerlei materiellen Bedürfniſſe kennt. Das alles gibt vortreffliche Vorwürfe für das Bemalen bon Bühnenvorhängen ab. Doch in der Wirklichkeit verhalten ſich die Dinge einigermaßen anders. Vor allem muß man eſſen, dann begahlen, was man ſchul⸗ dig iſt, und ſchließlich darf man ſich in keine finanziellen Schwierig⸗ keiten verwickeln laſſen, denn nichts lähmt die Arbeitskraft und ⸗freude ſicherer, als wenn man Verdrießlichkeiten mit ſeinen Gläu⸗ bigern hat.“ Ach,“ rief Eva aus,„wenn Du Geld brauchſt, ich habs welches!“ 8 75 Bei dieſen Worten, die von aufrichtiger Liebe und Opferfreudig⸗ keit eingegeben waren, glitt ein Schatten über Derſtals Stirne Er ließ den Kopf ſinken, und mit einer Zurückhaltung, von der ſich die junge Frau recht ſchmerzlich berührt fühlte, erwiderte er: „Ich danke Dir für Deinen guten Willen. Doch was Du mir da vörſchlägſt, kann ich nicht annehmen. Denle nur einen Momtent über die Sache nach, und Du wpirſt ſelbſt einſehen, daß das Wort dem Verſtande vorauseilte. Mit anderen Worten, Dein Herz hat früber rü herl Baſſermanns 2. Sene, 2— General⸗Anzeſgen Männherm, 11. Dezember Endziel den Zweck haben, die Sozialdemokratie zu vermehren. Dem Zentrum gab Baſſermann die bündige und entſchiedene Erklärung ab, die nationalliberale Partei könne und werde auch diesmal nicht für den Toleranzantrag des Zentrums ſtimmen. Das Zentrum konnte ſich übrigens hinſichtlich der Stellungnahme der Nationalliberalen in dieſer Frage keiner Illuſion hingeben.— Die patriotiſche Ueber⸗ zeugung Baſſermanns und ſeine Zuverſicht auf die Erfüllung der kulturellen Aufgaben Deutſchlands löſten wiederholt lebhaften Beifall des geſamten Hauſes— mit ſelbſtverſtändlicher Ausnahme der Sozialdemokratie— aus. Seine Ausführungen über unſere Kolonialpolitik gaben dem Reichskanzler Fürſten Bülow Anlaß, ein⸗ gehend über die deutſche Kolonialpolitit, unſere Kolonien, die auf afrikaniſchem Boden kämpfenden Truppen und die Neuorganiſation der Kolonialverwaltung ſich zu verbreiten und dabei vor allem dem ſo ſchmählich im Reichstag angegriffenen General v. Trotha und unſeren Truppen in Südweſtafriba Schutz angedeihen zu laſſen. Eine kleine Senſation verurſachte die Mitteilung, daß die Reiſe des Kaiſers nach Tanger bereits im Februar ds. Is. geplant geweſen ſei; der Reichskanzler decke ſie mit ſeiner vollen polititiſchen Verant⸗ wortlichkeit. Das Schwergewicht und die Bedeutung des heutigen Tages lag indes weniger in ſeinen ſtreng politiſchen Momenten als vielmehrn in der ſcharf prononzierten Stellungnahme der Regierung durch den Reic nzler gegenüber der Sozialdemokratie. Nachdrücklich betonte Fürſt Bülow: die Sozialdemokratie weiß nicht, was natio⸗ nale Politik iſt; die Regierung werde daher auch in Zukunft jeden Verſuch, ſich in dieſe Politik zu miſchen, energiſch zurückweiſen.— Dem Abg. Bebel, der vorgeſtern der Regierung die Anklage ins Ge⸗ ſicht geſchleudert hatte, ſie provoziere einen Krieg mit England, gab der Reichskanzler unter Beifall des Hauſes zurück:„Wenn man eine Prämie darauf ſetzen wollte, was am meiſten Mißtrauen und Haß zwiſchen Deutſchland und England ſäen könnte, ſo hätte Herr Bebel dieſe Prämie berdient.“ Daß dieſe Worte ſotvie die Parallele der deutſchen mit der franzöſiſchen Sozialdemokratie das Richtige trafen, bewies die leb⸗ hafte Unruhe der Sozialdemokraten während der Bülowſchen Rede. Was hat die Sozialdemokratie nicht verſucht, um in Deutſchland die Stimmung gegen Rußland aufzuwiegeln; wenn es nach den Wünſchen der Sozialdemokratie ginge, ſo würde Deutſchland wieder⸗ holt mit Rußland in offene Feindſchaft geraten ſein—— der poli⸗ tiſchen Führerſchaft der Sozialdemokratie wird ſich die Regierung nicht anbertrauen, ihrem Joche wird ſich— wir hoffen dies mit dem Reichskanzler das deutſche Volk nicht beugen. Dem Artikel der natl.⸗lib.„Nationalzeitung“ entnehmen wir folgende bemerkenswerte Aeußerungen: Die Debatte an ſich war in den erſten drei Stunden auf der Höhe. Der Abg. Baſſermann erörterte zunächft die auswär⸗ tige Lage, und fertigte hierbei auch Herrn Bebel in trefflich wirk⸗ ſamer Weiſe ab, inſofern dieſer Jahr um Jahr dieſelben Zuſam⸗ menbruchsprophezeiungen ſich leiſtet und mit kindlichem Eigenſinn bei der Erwartung bleibt, daß Deutſchland überhaußt je Kriege führen könnte, deren Urſprung und Zweck ernſthaften Leuten un⸗ Har wäre Im zweiten Teil ſeiner Darlegungen unterſtützte Abg, Baſſer⸗ mann zunächſt die Forderungen für die Flotte. Dazu ſprach er den Wunſch aus, ein kolonialpolitiſches Programm vom Regie⸗ rungstiſch aus zu vernehmen, wobei er gleich ſelbſt eine Reihe von Uebelſtänden hervorhob, die auf Fehler im Syſtem zurückzuführen ſind, namentlich betreffs der Auswahl und des häufigen Wechſels bon Bezirksbeamlen. Hiernach kamen auch die Finanzrefor m⸗ fragen zu ihrem Recht. Die Verpflichtung, die fehlenden Ein⸗ nahmen bereitzuſtellen, erkannte Abg. Baſſermann dürchaus an⸗ Aber das Verlangen, dieſes Steuerbukett als etwas„Einheitliches“ zu behandeln, wies er glatt zurück. Zuſtimmung kindet bei der nationalliberalen Fraktion die Erbſchaftsſteuer und der Vorſchlag einer beſonderen Zigarettenbeſteuerung und einer Automobilſteuer. Als weitere Steuer berlangt die Fraktion eine Wehrſteuer. Für höhere Tabak⸗ und Bier⸗ und für neue Verkehrsſteuern eröffnet ſich aber keine Ausſicht bei unſerer Fraktion. Einzelne Mitglie der mögen vielleicht gewillt ſein, der eine an der Quittungs⸗ der andere an der Fahrkartenſteuer mitzuwirken, um ſie brauchbar zu geſtalten. Aber dabei handelt es ſich überall nur eben um einzelne Stimmen. Eine Mehrheit iſt mit ihnen im Reichstag nicht zu erreichen. Die nach Anſicht der Finanzverwaltung wichtigſten Steuervorſchläge ſind damit ſo gut wie beſeitigt. Dann hielt Abg. Baſſermann noch dem Zentrum den Toleranßzſpiegel vors Geſicht und vertrat bie ſorgſame weitere Entwicklung ſozialpolitiſ cher Re⸗ formen. Auch eine Reihe von Mittelſtands forderungen, die mit dieſem Reichstag recht wohl erfüllt werden könnten, fanden ihren Fürſprecher in dem nationalliberalen Redner, der zum Schluß mt der Regierung ſcharf ins Gericht ging, daß ſie auf der einen Seite die Diäten berſagte und den Reichstag aber rückſichtslos behandle, um ihm auf der anderen Seite Arbeit für Jahre vorzulegen, als ob er ſie in einer Tagung bewältigen könnte, Das freiſinnige„Berliner Tageblatt“ ſchreibt u..: Die Reichstagsſitzung wurde durch eine lange Rede des Fihrers der nationalliberalen Partei, Vaſſermann, eingeleitet, die einen ſtarken patriotiſchen Einſchlag hatte. Beſonders ging der Redner ſcharf mit England ins Gericht, das uns bei den anderen Staaten als Störenfried und Raufbold verdächtige. Wenn indeſſer Abgeordneter Baſſermann die Sicherung nach außen nicht vern läſſigt wiſſen wollte, ſo trat er doch zugleich für eine freiheitlichd Entwickelung im Inneren ein. Das demokratiſche Hauptorgan, die„Frkf. Itg.“, die es ſonſt nur ſchwer über ſich bringt, der politiſchen Tätigkeit Baſſer⸗ manns einige Worte der Anerkennung zu zollen, dagegen ſtets mit in vorderſter Reihe ſteht, wenn man glaubt, dieſem national⸗ liberalen Führer etwas am Zeuge flicken zu können, kann ſich dem Eindruck der Samſtags⸗Rede Baſſermanns nicht entziehen. Sie ſchreibt: Die Verbindung der drei großen Vorlagen: Etat, Finanzreform und Flotte, erweiſt ſich, wenn auch Zweckmäßigkeitsgründe dafür ge⸗ ſprochen haben, doch inſofern als ein Fehler, als es auch einem ge⸗ wandten Redner nicht gegeben iſt alles das, was über und bei dieſen Vorlagen zu ſagen iſt, in eine Rede zuſammenfaſſen, ohne die Zu⸗ hörer zu ermüden. Der nationalliberale Herr Baſſermann war eigentlich der erſte, der in dieſer ungewöhnlichen Generaldiskuſſion tatſächlich über alles geſprochen hat, was mit dieſen Vorlagen zu⸗ ſammenhängt, das heißt alſo über unſere geſamte Politik und Ver⸗ waltung, von den auswärtigen Fragen bis zu den kleinen internſten Wünſchen des Reichstages ſelbſt. Es war eine ſehr gut disponierte Rede, die faſt zwei Stunden dauerte und in der ſich der national⸗ liberale Führer ſichtlich bemühte, die einzelnen Gebiete des über⸗ veichen Stoffes möglichſt kurz und in ſcharfen Zügen zu behandeln. Herr Baſſermann und ſeine Partei ſind in allen größeren Fragen der Reichspolitik mit den Zielen der Regierung einverſtanden, nicht immer mit dem Tempo und nicht immer mit den Mitteln, durch 928 dieſe Ziele verfolgt werden. Es fehlte da nicht an freimütiger ritik. Proteſtverſammlungen. 8Karlsruhe, 10. Dez. Die Anti⸗Ultramontane Vereinigung bielt geſtern Abend im Eintrachtsſaal eine Verſammlung ab, um gegen die verhetzende Tätigkeit der katholiſchen Geiſtlichkeit bei den hinter uns liegenden Landtagswahlen öffentlichen Proteſt zu erheben. Der Hauptredner des Abends war Profeſſor Boehtlingk, nach deſſen bekannten Ausführungen folgende Reſolution angenommen wurde. „Im Intereſſe der bürgerlichen Freiheit und des konfeſſio⸗ nellen Friedens ſieht unſer badiſches Kirchengeſetz vom Jahre 1860 mit gutem Grund vor:„Geiſtliche, welche aus Anlaß öffentlicher Wahlen ihre kirchliche Autorität anwenden, um auf die Wahlberechtigten in einer beſtimmten Parteirichtung ein⸗ zuwirken, werden an Geld von 60—600 Mark beſtraft.“ Dieſe unzweideutige Geſetzesbeſtimmung hat den Erzbiſchof Nörber nicht abgehalten, auf dem Katholikentag zu Mannheim die Gläubigen aufzufordern, ſich als„praktiſche Katholiken mit dem „Stimmzettel“ in der Hand zur Geltung zu bringen; da in der römiſch⸗katholiſchen Kirche der Laie keinerlei Wahlrecht hat, ſollte und konnte dieſe Aufforderung keinen anderen Sinn haben, als„gebt bei den öffentlichen bürgerlichen Wahlen eueren Stimmzettel ab für das Zentrum!“ und ſo hat Erzbiſchof Nörber dem Geſetz zum Trotz ſeine kirchliche Autorität ange⸗ wendet, um auf die Wahlberechtigten bei öffentlichen Wahlen in einer beſtimmten Partetrichtung einzuwirken. Der Erzbiſchof hat außerdem wiederholt in Hirtenbriefen und auch perſönlich von der Kanzel aus, beiſpielsweiſe in Pfullendorf, ſo nachdrück⸗ lich als möglich für die Zentrumspreſſe geworben, was ebenfalls einer Beeinfluſſung der öffentlichen Wahlen im Sinne einer Parteirichtung mittelſt ſeiner kirchlichen Autorität gleichkommt. Dieſes Vorgehen des Oberhirten iſt für die geſamte ihm unter⸗ ſtellte Geiſtlichkeit maßgebend geworden. Es gibt keinen Zentrumsabgeordneten, der ſeine Wahl nicht dieſem ſyſtema⸗ tiſchen Mißhrauch des prieſterlichen Amtes verdankt. Durch dieſe Vergewaltigung der Gewiſſen der Gläubigen wird das bürgerliche Wahlrecht illuſoriſch gemacht und von den ſtaatlich geſchützten Spendern der Sakramente dazu mißbraucht, die Politik des Ultramontanismus durchzuſetzen, welche die Unterwerfung des ganzen Staatsweſens zum Ziel hat. Der Staat, welcher ſich ſolches bieten läßt, gibt ſich ſelbſt auf, daher fort mit der römiſchen Prieſterherrſchaft aus deutſchen Landen!“ Die Sozialdemokratie hjielt heute Vormittag im Ko⸗ loſſeumsſaal eine Proteſtverſammlung ab gegen die Flotten⸗ und Steuervorlagen. Zum erſten Male ſeit langer Zeit hatte die Behörde eine ziemliche Polizeimacht aufgeboten, die auf der Straße, in dem zum Saale führenden Hof und im Saale ſelhſt unter der Führung eines Kommiſſärs Aufſtellung genommen halte, außerdem wohnte in offizieller Weiſe ein Beamter des Bezirksamts der Verſammlung an. Der Abg. Kolb, der die Verſammlung er⸗ öffnete, nahm natürlich Veranlaſſung, dies in ſeiner Weiſe zu kriti⸗ ſieren. Wenn die Polizei vielleicht meine, die Karlsruher Arbeiter⸗ ſchaft werde revolutionieren, ſo irre ſich dieſelbe allerdings. Das Referat erſtattete Dr. Quark⸗Frankfurt a.., der die be⸗ kannten und oft gehörten Gründe gegen die Flotten⸗ und Steuer⸗ politik des Reichs vorbrachte. In dieſer Richtung wurde auch eine Neſolution vorgeſchlagen, die eine Neuheit in folgend Schlußſatz aufwies:„Die Verſammlung fordert gleichzeitig den Parteivorſtand der Sogialdemokratie auf, ſich mit den Führern hen Ar⸗ beiterbewegung zum Zwecke e gemeinſamen t gleicher Richtung, Beſeitigung der Diff mund Aufrech altung des Friedens zwiſchen England und utſchland ins Benehmen zu ſetzen.“ In der ſich anſchließenden lüngk für die Flottenpolitik d ſtraße ſei das Weltmeer. Ohne K ien habe das Reich aber keinen Stützpunkt auf der Weltſtraße. England ſei infolge deſſen zur Welt⸗ macht gelangt. Habe die Sozialdemokratie in dieſer großen Well⸗ fvage abermals ein Nein, dann werde der„Junker und Pfaff“, den die Sozialdemokratie ja bekämpfen wolle, weiter an der Regierung bleiben. Der nationalſoziale Profeſſor Hausrath trat gleichfalls für die Flottenvorlage ein; wer für die Weiterentwicklung des In⸗ duſtrieſtaats ſei, müſſe gewiß ein Gegner der Getreidezölle ſein, aber ebenſo eintreten für die Flotte, denn wer den Induſtrieſtagt wolle, müſſe auch die Flotte wollen, und wie Englands Handel einen Schutz durch die Flotte habe, ſo bedürfe auch Deutſchlands Handel eines ſolchen. In England wäre eine Proteſtverſammlung gegen eine Flottenvorlage unmöglich— bekommen wir in Deutſchland die Flotte nicht aus der Hand der Liberalen, ſo bekommen wir ſie aus der Hand der Junker und Pfaffen und dafür muß auf anderem Gebiet manches bezahlt werden, denn wer das Geſchäft ſchließe, liquidiere auch die Koſten. Sei im Reichstag eine ſtarke Linke, dann könnte auch die Deckungsfrage eine andere Löſung finden, als heute, dann würde es nicht ſchwer ſein mit einer geſunden Erb⸗ ſchaftsſteuer die Deckungsfrage zu beantworten. Mit ſolchen Reſo⸗ lutionen, wie die heute vorgeſchlagene, werde man aber nicht weiter kommen. Abg. Kolb wendet ſich gegen beide Vorredner, deren gute Abſichten er nicht berkennen wolle— er müſſe ſich aber doch gegen die Tendenz wenden, als ob an der Herrſchaft der Junker und Pfaffen die Sozialdemokratie ſchuld ſei, daran trage lediglich der Liberalismus ſchuld. Gern gebe er demgegenüber zu, daß die Ent⸗ wicklunng in Baden eine erfreuliche ſei, doch werde man auch hier die Zukunft abwarten müſſen. Wenn er überzeugt ſei, daß die Ver⸗ mehrvung der Flotte eine Vermehrung des Nationalreichtums bedeute, ſo würde er dafür offen eintreten, aber dieſe Ueberzeugung habe er nicht und könne ſie nicht haben. Er bitte deshalb die Reſolution an⸗ zunehmen, was geſchieht. Em Debatte ſprach Profeſſor Boerh⸗ Rei denn die heutige Welt⸗ — Deutsches Reich. * Berlin, 10. Dez.(Der Zentralvorſtand dernationalliberalen Partei) tritt am 28. Januar 1906 zu einer Beratung in Berlin zuſammen. —.(Der Kaiſer) empfing heute Mittag um 12½% Uhr das Präſidium des Reichstages und darauf das Präſtdium des Landtages. Die Kaiſerin empfing im Neuen Palais im Anſchluß an die Audienz beim Kaiſer die Präſidien des Reichs⸗ tages, des Herrenhauſes und des Abgeordnetenhauſes. —(Deutſcher Reichstag.) Nach den bedeutenden Reden Baſſermanns und des Reichskanzlers kamen geſtern nur noch die Parteiführer der freiſinnigen Volkspartei(Dr. Müller⸗Sagan) und der Reichspartei(Abg. v. Kardorff) zu Work. Letzterer machte den Sozialdemokraten den Vorſchlag, ob ſte in Konſequenz ihrer ſteten Lobpreiſungen der engliſchen In⸗ ſtitutionen nicht das engliſche Wahlrecht auch in Deutſchland einführen wollten. Wahrſcheinlich würde dann die Zahl der Sozialdemokraten im Reichstage von 78 auf kaum ein Dutzend herabſinken.— Es läßt ſich zurzeit noch gar nicht überſehen, wann dieſe Generaldebatten beendigt werden können und ob die Lüderitzbucht⸗Bahn, für die der Reichskanzler geſtern noch lebhaft plädierte, vor Weihnachten erledigt werden kann. Nur das eine läßt ſich leider mit Beſtimmtheit vorausſehen: länger als bis Freitag, den 15. Dezember iſt kein beſchlußfähiges Haus zuſammenzuhalten. —(Daspreußiſche Abgeordnetenhaus) über⸗ wies geſtern die beiden Geſetzentwürfe über die Einkommenſteuer und das Kreis⸗ und Propinzialabgabengeſetz einer Kommiſſion von 21 Mitgliedern. Während letztere Vorlage kaum größeren Schwierigkeiten begegnen dürfte, ſtößt die Nopelle zum Ein⸗ kommenſteuergeſetz hinſichtlich der Heranziehung der Geſellſchaf⸗ ten mit beſchränkter Haftung zur Steuer auf ſehr ſtarke Be⸗ denken, die ſich nicht leicht überwinden laſſen werden. —(General b. Trotha) iſt auf der Rückreiſe von Deutſch⸗Südweſtafrika in Antwerpen angekommen. als die Vernunft geſprochen. von Dir nicht annehmen „Von mir? Nicht einmal von mir?“ fragte Eva bebenden Tones.„Iſt denn alles, was ich beſitze, nicht auch Dein Eigentum? Machſt Du einen Unterſchied zwiſchen mein und Dein? Haben wir Deine Schulden nicht gemeinſchaftlich gemacht? Sind ſie nicht die Folgen unſrer gemeinſchaftlichen Lebensweiſe? Wir haben beide das gleiche Elend kennen gelernt, und nun wollleſt Du in dem Ge⸗ winn unſrer beränderten Lage einen Unterſchied machen? Was ich Dir anbieie, bin ich Dir ja ſchuldig..“ (Jortſetzung folgt.) Buntes Feuſlleton. — Ein ſehr inhumanes Geſetz beſteht im Staate Virginia der Nordamerikaniſchen Union. Dort müſſen die Hinterbliebenen eines zum Tode verurteilten Mörders nicht nur die Koſten des Gerichts⸗ verfahrens, ſondern auch die Koſten der Hinrichtung bezahlen. In der vorigen Woche mußten die vier Kinder eines gewiſſen Me. Cue, der wegen Gattenmordes zum Tode verurteilt und durch den Strang hingerichtet worden war, die Rechnung über die Koſten des gericht⸗ lichen Verfahrens und die Hinrichtung ihres Vaters bezahlen. Der Betrag der Rechnung belief ſich auf etwas mehr als 3000 Dollars. Ein an die Behörden gerichtetes Geſuch um Zurücknahme der Rech⸗ nung war zurückgewieſen worden. — Eine Anklage gegen die Frauenklubs Im klaſſiſchen Lande der Frauenklubs, in Amerika, iſt dieſer modernſten Inſtitution, die auch bei uns immer mehr an Verbreitung gewinnt, eine erbitterte Gegnerin erſtanden. Miß Olga Cadiah aus Ohio macht ſie in einer Aufſehen erregenden Veröffentlichung für den„Raſſenſelbſtmord“, den Präſident Rooſevelt ſchon wiederholt ſo lebhaft beklagt hat, ver⸗ antwortlich, und ſie ſucht ihre Behauptung durch eine Fülle von ſtatiſtiſchem Material zu beweiſen. Sie ſagt, daß die verheirateten Frauen, die einem Klub angehören, im Durchſchnitt nur zwei Kin⸗ der haben, während bei den Müttern dieſer ſelben Frauen die Durchſchnittszahl 3% war. Das Durchſchnittsalber der Mitglieder von Frauenklubs iſt 38 Fahre, das Durchſchnittsalter der jüngſten Ich darf und will einen ſolchen Dienſt 1 Kinder der verheirateten Klubdamen— Elf Jahre, Von ſechzehn Frauen wird nur eine verheiratete Frau noch Mutter, nachdem ſie einem Frauenklub beigetreten iſt, und im Laufe von acht Jahren iſt nur eine von 48 Frauen nach ihrem Eintritt in einen Klub Mutter zweier Kinder geworden. Man kann ſich denken, daß dieſe Feſt⸗ ſtellungen von Seiten der Anhänger der Frauenklubs nicht un⸗ widerſprochen bleiben.Die Mitglieder des Allgemeinen Verbandes der Frauenklubs erklären, ſie wollten auf dieſe Anklagen eine„er⸗ ſchöpfende Antwort“ erteilen. Zunächſt wollen ſie die Richtigkeit des Zahlenmaterials in Zweifel ſtellen, und wenn ihnen das nicht ge⸗ lingt, ſo bleibt ihnen der Ausweg zu behaupten, daß„die Qualität, nicht die Quantität der Kinder das Entſcheidende“ wäre. — Was der Deutſche gern hört. Alljährlich wird der von der Firma Breitkopf u. Härtel herausgegebene deutſche Bühnen⸗Spiel⸗ plan mit Spannung erwartet, weil er ſehr lehrreich für die Wand⸗ lungen iſt, die der Geſchmack des großen Opernpublikums durch⸗ macht. Auch der ſoeben erſchienene Spielplan für die Zeit vom September 1904 bis Auguſt 1905 gibt lehrreiche Aufſchlüſſe. In die Augen ſpringt, daß Bizets„Carmen“, die in dieſem Jahre frei⸗ geworden iſt, zuſammen mit Wagners„Lohengrin“ an der Spitze ſteht und 841 Aufführungen erreicht hat. Dann folgen„Tannh 326,„Freiſchütz“ 261,„Mignon“ 241,„Cavallerig“ 229,„Fauſt“ (Gounod) 220,„Bafazzi“ 218,„Zar und Zimmermann“ 201,„Der * Troubadour“ 197,„Die Meiſt er“ 192,„Martha“ 187, Lortzings „Undine“ 185,„Fidelio“ 182, O„Hoffmanns Erzählungen“ 182,„Waffenſchmied“ 179,„Zauberflöte“ 175,„Walküre“ 1868, „Hänſel und Gretel“ 158,„Luſtigen Weiber von Windſor“ tes, „Alda“ 148,„Barbier von Sevilla“ 142,„Trompeter von Säkkingen“ 127,„Glöckchen des Eremiten“ 126,„Regimentstochter“ 100. Von Operetten erreichten die höchſten Aufführungsziffern Joſef Strauß' „Frühlingsluft“(459), Joh. Strauß'„Fledermaus“(422), Herblays „Schwalbenneſt“(208), Millöckers„Jung⸗Heidelberg“(201). Auch die Tatſache, daß das Intereſſe für die komiſche und Spieloper im Steigen begriffen iſt, geht aus dem Spielplan 1904/05 hervor. Von neueſten Schöpfungen dieſer Gattung erreichten'Alberts„Abreiſe“ 29, Humperdinck eirat wider Willen“ 12, Kienzls„Evangelimann“ 55, Siegfrieb gners„Kobold“ 19, Wolf⸗Ferraris„Neugierige Frauen“ 70 Aufführungen. Von Werken aus neudeutſcher Zeit e. erreichten Cornelius'„Barbier“ 27, Götz„Der Widerſpänſtigen Zähmung“ 28 Aufführungen. — Aus den Fliegenden Blättern. Baron:„Wie, Sie trinken aus meiner Flaſche, Jean?“— Diener: „Herr Baron haben doch geſagt, ich ſoll jedem Gläubiger, der kommt, einen Kognack einſchütten... und ich habe doch auch dieſen Monat noch kein Geld gekriegt!“—— Romanblüte. Ein wonniges Gefühl durchzitterte den Füngling, als er mit ſeinem Regenſchirm den Schirm der Stillgeliebten berührte.—— Erkannk. Feld⸗ webel(zu einem ſich in Urlaub abmeldenden Soldaten):„ Na, alſo adien... und bringen Sie mir einige ſchöne Roſen aus Ihres Vaters Garten mit!“— Soldat:„Zu Befehl, Herr Feldwebel— durchwachſen oder fett?!“—— Doppel⸗Jubiläum. Feſt⸗ redner(zugleich Vereinskaſſier):„... Wir feiern eigentlich ein doppeltes Jubiläum, verehrte Sangesbrüder! Zehn Jahre gehört unſer Freund dem Vereine an, und gerade fünf Jahre iſt er heut ſeine Beiträge ſchuldig!“ — Die Braut des Königs Alfonſos und die Kaiſerin Eugenie. Es ſcheint kein Zweifel mehr daran möglich, daß die Prinzeſſin Ena von Battenberg auserſehen iſt, die Gemahlin Alfonfos XIII. und Königin von Spanien zu werden. Die Prinzeſſin, eine Nichte König Eduards, iſt das Patenkind der Kaiſerin Eugenie; die Witwe Napoleons III. hat das junge Mädchen von früher Kindheit an ſo ſehr in ihr Herz geſchloſſen, daß man wohl nicht mit Unrecht an⸗ nimmt, ſie werde nicht nur die Koſten der Ausſteuer und Ausſtattung der Prinzeſſin tragen, ſondern ihr wahrſcheinlich auch einſt den größten Teil ihres Vermögens hinterlaſſen. Nicht ohne romantiſchen Anklang iſt die zärtliche Neigung, die die greiſe Ex⸗Kaiſerin für die 18jährige Tochter des Prinzen Heinrich bon Battenberg und der Prinzeſſin Beatrice von Großbritannien und Irland empfindet. Der innigſte Wunſch der Kaiſerin war es vormals, ihren einzigen Sohn Louis mit der Prinzeſſin Beatrice verheiratet zu ſehen. Und als Prinz Lulu unter den Speeren der afrikaniſchen Kaffern geender hatte, übertrug die völlig gebrochene und in all ihren Hoffnungen ſo grauſam enttäuſchte Fürſtin ihre ganze Liebe auf die, die ſie einſt als ihre Schwiegertochter und vielleicht gar als Kaiſerin der Franzoſen zu ſehen gehofft hatte, und ſpäter dann auf deren einzige Tochter Zu genau befolgt. ene VVVVVVVVV—wwTTTTT———. c ß Ir Mannheim, 11. Dezember. General⸗Anzeiger 3. Seite. Vadiſche Politik. oc. Karlsruhe, 10. Dez. Eine Vorbeſprechung der Mitglieder des Landtages findet Montag Abend im Stände⸗ hauſe ſtatt. Se. Baden⸗Baden, 10. Dez.(Die neue Ver⸗ mögensſteuer.) Unter dem Vorſitze des Oberbürgermeiſters Dr. Gönner fand geſtern eine Konferenz der Städtevertreter ſtatt, in der ſämtliche Städteordnungsſtädte durch ihre Oberbürgermeiſter vertreten waren. Als vichtigſter Punkt der Tagesordnung ſtand der Entwurf der neuen Vermögensſteuer zur Beratung. Aus Stadt und Land. Mannheim, 11. Dezember. Aus der Stadtratsſitzung vom 7. Dezember 1905. (Mitgeteilt vom Uurgermeiſteramt.) Der Stadtrat gibt ſeinem warmen Mitgefühl über die unber⸗ ſchuldete Notlage ſo vieler durch die politiſchen und ſozialen Wirren ins Unglück gekommenen ruſſiſchen Einwohner Ausdruck, muß aber, ſowohl der Konſequenzen wegen als Angeſichts der in der ganzen Bürgerſchaft durch die derzeitige Sammlung zum unzweideu⸗ ligen Ausdruck gekommenen Teilnahme, ferner bei der Schwierig⸗ ſeit, eine für Ruſſen ohne Unterſchied der Konfeſſion beſtimmte Spende bei den heutigen Zuſtänden ſofort in die richtigen Hände ge⸗ langen zu laſſen, ablehnen, einer Reſolution von Stadtverord⸗ neten zufolge eine Spende aus ſtädt. Mitteln zu bewilligen. Der Stadtrat beſchließt, dem Bezirksverein gegen den Mißbrauch geiſtiger Getränke hier zum Betrieb einer Volksleſehalle in der Volksküche der Schwetzingerſtadt bezw. zur Deckung des dabei entſtehenden Fehlbetrages eine jähr⸗ lſche Beihilfe von 1400 M. durch Einſtellung ins nächſtjährige Ge⸗ meindebudget zu bewilligen und erklärt ſich mit der Eröffnung dieſes Unternehmens am 1. Januar 1906 einverſtanden. Der Stadtrat ſtimmt einem Gutachten zu, das zugleich im Namen der übrigen der Städteordnung unterſtehenden Städte, auf Erſuchen Gr. Miniſteriums des Innern über den dem Bundesrckt zugegangenen Entwurf zu einer Novelle zum Unterſtützungs⸗ wohnſitzgeſetz erſtattet wurde.(Schluß folgt.) Handelshochſchulkurſe. An den Stadtrat der Hauptſtadt Mannheim bat die Handels⸗ kammer für den Kreis Mannheim am 7. Dezember 1905 folgendes Schreiben gerichtet: „Die Handelskammer hat in ihrer Plenarſitzung vom 0. Dez. 1905 beſchloſſen, dem ihr von ihrem Vertreter im Kuratorium der Handelshochſchulkurſe, Herrn Direktor Hofſmann, vorgelegten Erſuchen des Kuratoriums um Bewilligung eines einmaligen Zu⸗ ſchuſſes von M. 600 zur Beſchaffung einer Handbibliothek für die Handelshochſchulkurſe zu entſprechen. Bei dieſem Anlaß können wir nicht umhin Stellung zu einigen Ausführungen der vom verehrlichen Stadtrat vor einigen Tagen dem Bürgerausſchuß gemachten Vorlage betr. Bewilligung von Koſten⸗ anteilen der Handelshochſchulkurſe zu nehmen. In dieſer Vorlage wird, nachdem unſer Veſchluß vom 8. September 1905 wegen Ueber⸗ nahme eines Drittels des nach Abzug der Einnahmen ſich ergebenden Ausfalles bis zur Höhe von 2000 M. erwähnt iſt, ausgeführt, daß das Unternehmen von Handelshochſchulkurſen wie überhaupt die Verwaltung des kaufmänniſchen Fachbildungsweſens in erſter Liwe zum Aufgabenkreis der geſetzlichen Vertretung des Handels und der Induſtrie, d. i. der Handelskammer gehöre, und die ſichere Erwar⸗ tung ausgeſprochen, daß ſich in nicht ferner Zeit die Möglichkeit er⸗ öffnen werde, dieſe Verpflichtung auf die hierfür in erſter Reihe be⸗ rufenen Faktoren, d. i. nach dem vorher Ausgeführten, die Handels⸗ kammer, zu überwälzen. Eine an ſo bedeutſamer Stelle ausgeſprochene Behauptung, die nach unſerer Meinung der Begründung durchaus entbehrt, dürfen wir nicht unwiderſprocken ihren Weg in die Oeffentlichkeit fortſetzen kaſſen. Nach unſerer Anſicht iſt es die Pflicht des Staates oder der Gemeinden oder beider, und zwar eine ihrer vornehmſten Pflichten, für die ausreichende Vorbildung der dem Kaufmannsberuf ſich wid⸗ menden Jugend zu ſorgen, eben ſo wie dies von Seiten dieſer Fak⸗ koren in Bezug auf alle anderen Berufe, für Gelehrte und Beamte, für Landwirtſchaft und Gewerbe, für Kunſt und Handwerk ſtets und überall geſchieht. Wenn, wie auf faſt allen Gebieten, ſo auch auf dem Gebiete des Handels unſere Zeit Anforderungen an die Vorbil⸗ dung und Ausbildung ſtellt, denen die vorhandenen Unterrichtsein⸗ richtungen nicht genügen, ſo verlangt es das allgemeine, öffentliche das Staatsintereſſe, daß dem Mangel abgeholfen wird. Weder der Erkenntnis dieſer Tatſache noch der Anregung und Mithilfe bei der Abſtellung ſolcher Mängel auf dem Gebiete des kaufmänniſchen Un⸗ derichtsweſens haben wir uns je entſchlagen. Wir haben im Gegen⸗ deil bon der uns durch das Geſetz verliehenen Befugnis in aus⸗ giebiger Weiſe Gebrauch gemacht; wir geſtatten uns an unſere Mit⸗ bliedſchaft und tätige Mitarbeit im deutſchen Verband für das kauf⸗ Männiſche Unterrichtsweſen, an unſere langjährige Unterſtützung der Anterrichtsbeſtrebungen des Kaufmänniſchen Vereins, an die Unter⸗ flützung des Lehrlingsheims dieſes Vereins, an die auf unſere An⸗ kegung und unter unſerer Koſtenbeteiligung während der letzten ſeben Winter hier abgehaltenen akademiſchen Vorleſungskurſe, an die Bewilligung eines Beitrages von jährlich 5000 M. für die ſtäd⸗ kiſche Handelsforthildungsſchule, an die von uns beantragte Schaf⸗ fung eines zweiten Lehrſtuhles für Nationalökonomte an der Uni⸗ berſität Heidelberg zum Zweck der Gewinnung einer weiteren Lehr⸗ kraft für hier zu beranſtaltende Kurſe, an unſere Beteiligung an der Tragung der Koſten der Handelshochſchulkurſe, an die Exöff⸗ Kung unſerer Vihliothek für die Kursteilnehmer, an den eben be⸗ willigten Veitrag für Bibliothek der Handelshochſchul⸗ kurſe u. a. m. ergebenſt zu erinnern, gewiß eine lange Reihe von Vorgängen, die unſer tätiges Intereſſe für die Vervollkommnung der kaufmänniſchen Vor⸗ und Ausbildung dartun. Und wir werden dies Intereſſe auch künftig im Rahmen unſerer Mittel gern be⸗ kätigen. Daß aber aus dieſer uns zuſtehenden Befugnis zur Mitarbeit auf dem Gebiete des kaufmänniſchen Unterrichtsweſens eine weit⸗ bebende Verpflichtung in der von der Vorlage angedeuteten Rich⸗ zung und Ausdehnung abgeleitet werden ſoll, dagegen entſchieden Verwahrung einzulegen, halten wir für gehoten zur Wahrung der Intereſſen unſerer Befkragspflichtigen, die ſchon heute zu den Iffenilichen Laſten aufs Schärfſte und von allen Seiten herange⸗ dogen werden.“ die Kaufmannsgericht Mannheim. Sitzung dom 2, Dezember 1905. BVorſitzender Herr Rechtsrat Dr. Erdel; Beiſitzer aus dem FKkreiſe der Kauflente: die Hetren Julius Darmſtädter und Heinrich Freiberg; aus dem Kreiſe der Handlungsgehilfen: die Herren Gottlob Gberhard und Franz Fallenſtein. 1. Steindrucker J. P. klagte als geſetzlicher Vertreter ſeiner Tochter Henriette gegen die Firma Schm. u. Co. hier auf Nachzahlung von 90 M. Gehalt für die Zeit vom 1. November v. Is. bis 81, Okt. ds. Is. Seine Tochter war als Lehrmädchen vom 1. Nov. 1903 an 2 Jahre lang bei der Firma Schm. in Stellung. Für das 8. und 4. Halbjahr behauptet Kläger eine Gehaltsvereinbarung von 80 bezw. 40 M. pro Monat, während die Beklagte, unter Berufung auf die bei ihr üblichen Gehaltsſätze, nur 25 bezw. 30 M. aus⸗ gezahlt hat. Dem vom Kläger für ſeine Behauptung als Zeugen angerufenen früheren Geſchäftsführer L. der Beklagten gelingt es, einen Vergleich herbeizuführen, wonach die Klägerin die Hälfte der eingeklagten Summe mit 45 M. erhält. 2. Die Verkäuferin M. M. iſt von der Firma Schm. u. Co. am 11. Nobember entlaſſen worden, weil ſie— am 6. November erkrankt — es unterlaſſen habe, entſprechend der Vorſchrift der Arbeits⸗ ordnung ſpäteſtens am 8. November durch Vorlage eines ärztlichen Zeugniſſes oder„des Krankenkaſſenſcheines“ ſich zu entſchuldigen. Unbeſtritten iſt, daß Klägerin am erſten Tage ſchon mündlich und ſchriftlich ſich entſchuldigt hat, ſowie daß ſie am 8. November die ihr von der Ortskrankenkaſſe ausgehändigte„Anweiſung an den Kaſſenarzt“(zur ärztlichen Behandlung) der Beklagten vorgelegt hat; gleichwohl hält die Beklagte die Berechtigung der Entlaſſung aufrecht, weil nach der Arbeitsordnung die Vorlage des vom Kaſſen⸗ arzte unterſchriebenen, für die Ortskrankenkaſſe beſtimmten „Krankenſcheines“ hätte erfolgen müſſen. Die Klage geht auf Zahlung des Gehaltes für den ganzen November mit 100 M. Auf Vorhalt des Vorſitzenden, daß die Arbeitsordnung nicht zweifelsfrei beſage, welcher„Krankenkaſſenſchein“ vorgelegt werden müſſe, daß aber auch im Falle eines Verſtoßes der Klägerin gegen den Wort⸗ laut der Arbeitsordnung die Entlaſſung wegen eines ſo minimalen Grundes gegen Treue und Glauben verſtoßen würde— umſomehr als Klägerin ein Exemplar der Arbeitsordnung anſcheinend über⸗ haupt nicht erhalten habe,— iſt Beklagte bexeit, der Klägerin das Gehalt auf die Dauer von 14 Tagen vom Tage der Erkrankung an, alſo bis zum 20. November, mit 66 M. 66 zu bezahlen. Die Klägerin muß auf dieſen Vorſchlag eingehen, da ſie z. Zt. noch krank iſt, die Beklagte aber nach ihrer Arbeitsordnung im Krankheitsfalle das Gehalt nur auf die Dauer von 14 Tagen weiter zu zahlen braucht. Aenderung der Straßen⸗Briefkaſtenentleerung. Die erſte Leerung beginnt ſtatt wie bisher um halb 8 Uhr vorm. bereits um halb 7 Uhr vorm. und iſt um ½8 Uhr vorm. beendet, die 5. jetzt zwiſchen 3 und 4 Uhr nachm. ausgeführte Leerung kommt als nicht im Bedürfnis liegend in Wegfall. Dafür wird zwiſchen 7 und 8 Uhr nachm. eine neue Leerung eingeſchoben, die zwiſchen%8 und ½8 Uhr nachm. ihren Anfang nimmt und um 8 Uhr nachm. zu Ende iſt. Durch dieſe Aenderung wird erreicht, daß die in den Nachtſtunden in die Briefkaſten eingelegten Sendungen am anderen Tage mit den Morgenſchnellzügen nach dem badiſchen Oberland, nach Württem⸗ berg, Bayern, Elſaß⸗Lothringen und nach der Rheinpfalz befördert werden und daß die Abſendung der zwiſchen ½8 und ½8 Uhr nachm. in die Briefkaſten eingeworfenen Sendungen mit dem um 9 Uhr 44 nachm. hier abfahrenden Schnellzug nach Frankfurt a. M. mit ſeinen Anſchlüſſen nach Norddeutſchland und Bayern unter allen Umſtänden ſichergeſtellt iſt. * Auszeichnung von Hebammen. Geſtern Vormittag wurden im Bezirksratsſaal in Anweſenheit von Vertreterinnen und Vertretern des hieſigen Frauenvereins und des Stadtrats, den Hebammen Marie Gdinger, Karoline Hirth und Emma Weigold die ihnen von der Großherzogin verliehenen ſilbernen Ehrenmedaillen für 25jährige Dienſtleiſtung durch den Gr. Bezirksarzt Medizinalrat Dr. Kugler überreicht, * Der Fahrplan des Perſonenzugs Nr. 379 auf der Strecke Mannheim⸗Heidelberg iſt ſo geändert, daß der Zug Mannheim .36 Nachm. verläßt und in Heidelberg.04 Uhr eintrifft. Das Weitere iſt aus dem Inſerat in dieſer Nummer zu erſehen. * Zwangsverſteigerungen. Das Hausgrundſtück der Metzger⸗ meiſter Gottlieb Wüſt Eheleute hier, Rheindammſtr. 58/Rheinpark⸗ ſtraße 4, wurde dem Architekt Hch. Gramlich hier um M. 63 000 zugeſchlagen. Hypotheken ſind keine zu übernehmen. Geſamtkoſten⸗ preis des Grundſtücks einſchließlich der vom Erſteher nicht ausge⸗ botenen eigenen Hypotheken 78 200 M. Amtliche Schätzung 80 000 Mark.— Das Hausgrundſtück der Robert Lenkbeil Ehefrau von Worms, Lit. T 6, 7, wurde der Firma Joh. Schreiber in Mann⸗ heim um M. 19 700 zugeſchlagen. Hypotheken ſind zu übernehmen in Höhe von 47 000 M. Geſamtkoſtenpreis 66 700 M. Amtliche Schätzung 61000 M.— Das Hausgrundſtück der Gummitechniker Carl Haak Erben in Mannheim, Schwetzingerſtr. 134, wurde von der Mannheimer Guttapercha⸗ und Asbeſtfabrik.⸗G. hier meiſtbietend erſteigert mit 8200 M. Hypotheken ſind zu über⸗ nehmen in Höhe von 3398.43 M. Zuſchlag in einer Woche. * Mittelrheiniſcher Fabrikanten⸗Verein. Am Donnerstag, den 14. ds. Mts., nachmittags 3½ Uhr, hält der Mittelrheiniſche Fabrikanten⸗Verein in Mainz(Caſino⸗Hof zum Gutenberg) eine Vereinsberſammlung ab. Auf der Tagesordnung derſelben ſtehen nachfolgende Gegenſtände: 1. Vortrag des Herrn Profeſſor Dr. Gckert, Studien⸗Direktor der Handelshochſchule in Köln über „Bedeutung und ſeitherige Erfahrungen der Handelshochſchulen“, 2. Vortrag des Herrn Syndikus Meesmann⸗Mainz über„Die Vereinheitlichung der Arbeiter⸗Verſicherungsgeſetze“. *Die Bürgerpflichten der Frau in der Gegenwart. Ueber dieſes intereſſante Thema wird Frau Anna Edinger⸗Frankfurt im Verein Frauenbildung—Frauenſtudium, Abteilng Mannheim, am 13. d.., nachmittags halb 5 Uhr, einen Vortrag halten. Nicht mehr ſoll ſich die Frau im heutigen öffentlichen Leben als nebenſächlicher Art betrachten; ſie erkennt die Mitarbeit an der Beſſerung der wirt⸗ ſchaftlichen Verhältniſſe als ihre ernſte Pflicht. Was Frau Edinger hierzu zu ſagen hat, das ſind ernſte Mahnworte, Worte, aus denen wir hören, daß es ſich nicht immer um große Taten handeln kann, ſondern daß jede Frau in ihrem kleinen Kreis mithelfen kann und münßte. Der Vortrag hat in Danzig bei der Generalverſamm⸗ lung des Bundes deutſcher Frauenvereine großen Beifall gefunden. Des vorausſichtlich ſtarken Andranges wegen findet er nicht im gewohnten Lokal, ſondern in der Loge Carl zur Eintracht ſtatt. Verein für Volksbildung. Herr Dr. Gckard wird heute abend(Montag) einen Vortrag über„Atmung und Kreis⸗ lauf“ halten. Der Vortrag findet im Rathausſaale(F 1) pünktlich um halb 9 Uhr ſtatt und iſt für Jedermann unentgeltlich zu⸗ gänglich. Dieſer Vortrag dürfte, wie die vorhergehenden ärztlichen Vorleſungen lebhaftes Intereſſe in allen Kreiſen der Bevölkerung finden und deshalb ſtark beſucht werden. 5 * Aus Ludwigshafen. Die degen Erpreſſung im hieſigen Amts⸗ gefängnis internierte Ehefrau Roſine Veith aus Mannheim hat ſich letzte Nacht erhängt. Solizeibericht vom 7. Dezember. Selbſtmör d. Am 9. d. Mts., morgens 8 Uhr, hat ſich der verh. 55 Jahre alte Invalide Mathias Haag von Kirrlach in ſeiner Wohnung Seckenheimerſtr. 29 durch einen Revolverſchuß in die Herzgegend entleibt. Motiv der Tat: unheilbare Krankheit. Unfall. Auf der Kreuzung Schwetzingerſtraße⸗Kaiſerring wurde am 9. d. Mts., abends 7½ Uhr, ein Hausburſche von einem „Frauenfrage“ bis jetzt noch unbekannten Droſchkenkutſcher, der im Galopp vom Bahnhof gegen das Parkhotel fuhr, überfahren und am linken Knie verletzt.(Schluß folgt.) Stimmen aus dem Publikum. Der Prinzenſtall. „Prinzenſtall in C 7, 1, jetzt ſtädtiſches Baubureau, architektoniſche Sehenswürdigkeit der Großſtadt Mannheim“ ſo iſt zu leſen im Bericht des Bürgerausſchuſſes vom 6. Dezember 1905.— Unſer verehrtes Stadtoberhaupt würde ſich den größten Dank der Weſtbewohner erwerben, wenn es ſich für Erhaltung dieſes architektoniſchen Prachtſtückes recht bald und energiſch bemühen wollte!— doch um Gotteswillen ja nicht an ſeinemalten Standorte, vielmehr wäre der geeignetſte Platz hiefür— im ſtadtgeſchichtlichen Muſeum. Doch Spaß beiſeite. Ich möchte hier gleich bemerken, daß vor einiger Zeit im Parterre dieſes ſtädtiſchen Baubureaus, das übrigens nur einſtöckig iſt, ein ganzer Kreuzſtock heraus auf die Ifflandſtraße ſtürzte und ein Steinpfeiler hievon eine vorüber⸗ gehende Dame noch am Kleide ſtreifte. Wäre die Dame nicht noch rechtzeitig vorbeigekommen, hätte ſie ebenſogut totgeſchlagen werden können. S erſte Jetzt ſind die beiden Steinpfeiler mit einem alten Balken abgeſprießt. Doch nicht allein die Entfernung dieſer elenden Hütte erſtreben die Bewohner der Ifflandſtraße und mit ihnen noch Hunderte andere ſchon ſeit 20 Jahren, ſondern auch die der angrenzenden drei Ge⸗ häude, und zwar nicht etwa ihres abſcheulichen Ausſehens wegen, ſondern weil ſie ein Verkehrshindernis bilden, wie in ganz Mann⸗ heim ſamt ſeinen Vororten kein zweites zu finden iſt! Nicht allein allein, daß hier ein Bürgerſteig überhaupt nicht exiſtiert, nein, dieſe Hütten ſtehen— ſage und ſchreibe— bis in die Mitte der Fahr⸗ ſtraße hinein. Laut Bericht über die letzte Bürgerausſchußſitzung wurden eine ganze Anzahl Straßen⸗Herſtellungen und Straßen⸗ Verbeſſerungen genehmigt. Alles Mögliche wird verbeſſert und ber⸗ ſchönert, große Prachtbauten(Bildergalerie ete.) werden in Schnell⸗ tempo erſtellt, damit der Oſten anno 1907 im ſchönſten Morgenrot erſtrahle!— Aber der Weſten? Nun, der muß Steuern zahlen und— ruhig ſein, da bleibt die Welt mit Brettern vernagelt und die Ifflandſtraße mit Hütten verſperrt! Hoffentlich hat unſere löb⸗ liche Stadtverwaltung, voran unſer verehrter Herr Oberbürger⸗ meiſter, Einſicht und ſchafft hier bald, ja recht bald die dringend nötige Aenderung. Der Dank aller Bewohner dieſer Gegend iſt ihm ſicher. P. P, *** Das Hutabnehmen!! Warum es nur in Mannheim ſo ſchwer hält, die gebildet ſein wollenden Damen dauernd zur Ordnung zu bringen? Kaum ſind wenige Wochen verſtrichen, daß es allgemein jubelnd begrüßt wurde, daß's verehrten Damen endlich ſo weit gebracht waren, daß ſie in den Vorträgen, hauptſächlich in ſolchen mit Lichtbildern, ihre Hüte abnehmen. Leider mußte ſchon in dem intereſſanten Vortrage des Herrn Profeſſor Furtwängler im Kaufmänniſchen Verein von neuem der Ruf„Hut ab“ erſchallen. Verſchiedenen Damen fiel es gar uicht ein, der gerechten Bitte Folge zu leiſten, ſo daß jedenfalls binnen kurzem alles wieder beim alten ſein wird. In unſerer Zeit iſt die an der Tagesordnung und von Frauenbildung, ⸗Studium, Stimmrecht und ⸗Wahlrecht ſchwirrt es nur ſo um unſere Ohren. Es iſt aber wohl nicht zu viel geſagt, wenn wir behaupten: So lange die Frau nicht imſtande iſt, in ihrer Be⸗ qucmlichkeit und namentlich Eitelkeit das kleinſte Opfer für ihre Mitmenſchen zu bringen, iſt ſie auch noch nicht fähig, in den großen Zeit⸗ und Tagesfragen mitzuſprechen. Eine vernünftigdenkende Frau falz, geſſen und Umgebung. Mainz, 7. Dez. Die Lehrmittelfrejheit für die Volksſchulen wurde vom Finanzausſchuß mit Einſtimmigkeit beſchloſſen. Die Lehrmittel wurden in dem letzten Jahre von 60 pEt. aller Schulkinder in Anſpruch genommen, was ungefähr 14000 M. Koſten verurſachte; die volle Lehrmittelfreiheit wird, wenn die Stadt⸗ berordnetenverſammlung dem Beſchluſſe des Finanzausſchuſſes bei⸗ tritt, etwa 20—21000 M. Koſten.— In der Stadtverord⸗ netenſitzung wurde die Mitteilung gemacht, daß die Stadt den Oktroiprozeß gegen die Militärbehörde nun auch am Reichs⸗ gericht gewonnenen hat. Dadurch wird der Stadt erſpark, daß ſie etwa 300 000 M. an den Militärfiskus zurückzahlen müßte, außerdem ſteht ihr aber auch für die Zukunft das Recht der Oktrof⸗ erhebung zu.—Für eine Kläranlage wurden geſtern die Pläne von der Stadtverordnetenverſammlung bewilligt. Die Ausführung iſt nur für das untere Kanalſyſtem gedacht, verurſacht aber infolge der Vorſchriften der Regierung, der die Pläne zur Genehmigung vorgelegt werden müſſen, einen Koſtenaufwand von 1 500 000 bis 1600 000 M. Cheater. Runſt ung Wifſenſchaft. Neues Theater im Roſengarten. Roſenmontap, die Hartlenben'ſche Offizierstragödie, kam geſtern Abend im Muſenſaal zur Aufführung. Die Vorſtellung zeigte einen friſchen, lebendigen Zug, wofür das Verdienſt allen Beleiligten, insbeſondere den Herren Eckelmann, Godeck, Kökert, Köhler, Lu d⸗ wig, Möller und Tiet ſch zufällt. Die Gertrude Reimann fand diesmal in Fräulein Blankenfeld eine geſchickte, routi⸗ nierte Vertreterin. Die Dame iſt, wie ich zu vermuten Anlaß habe, für eine erkrankte Kollegin eingetreten, die urſprünglich die Rolle zu ſpielen hatte. Fräulein Blankenfeld berdient dafür Dank, zumal ihr die Partie eigentlich gar nicht liegt; und es iſt zu entſchuldigen, daß die Künſtlerin mehr eine Dame der Welt als ein heißblütiges, hingebendes, junges Mädel auf die Bretter ſtellte. Wahre Gefühls⸗ töne fand ſie indes im vierten und fünften Akte. Als neu in der Beſetzung wäre ſchließlich noch Herr Röbbeling zu nennen, der den Kommerzienrat recht anſprechend ſpielte. K. W**** Frankfurter Streichquartett. Die zweite Matinée des Frank⸗ furter Streich⸗Quartetts wurde auf Sonntag den 28. Januar 1906 verlegt, weil Herr Prof. Heermann erſt zu dieſer Zeit von ſeiner Reiſe zurück ſein wird. Kirchenkonzert in Ludwigshafen. Der Verein für klaſſiſche Kirchenmuſik Ludwigshafen veranſtaltete geſtern Abend in der oberen evangeliſchen Kirche ein Konzert, das ſich regen Beſuches zu erfreuen hatte. Der unter der Leitung des Herrn Muſikdirektors Bieling ſtehende Chor bewies damit aufs Neue ſeine Leiſtungs⸗ fähigkeit und zeigte, daß er auch ſchwierigeren Aufgaben auf dem Gebiete der Kirchenmuſik gewachſen iſt. Dies gilt namentlich von der Wiedergabe des äußerſt ſchwierigen Laſſen'ſchen Chors„Domine salvum“ mit Harfen⸗ und Orgelbegleitung; hier konnten die Sänger⸗ innen und Sänger zeigen, daß ſie unter der Leitung ihres wackeren Dirigenten etwas tüchtiges gelernt. Auch in den anderen zum Vor⸗ trag gebrachten Chorliedern,„Bußgebet“ von Loſſus und„Bitten“ von Beethoven, ſowie dem 121. Pſalm von Müller⸗Hartung war der Vortrag ein äußerſt korrekter, nur waren die Tenöre etwas ſchwach bertreten, gegenüber den gut geſchulten kräftigen Frauen⸗ ſtimmen, die wacker eingriffen und ganz vorzüglich ſangen.— Als Gäſte wirkten mit die Herren Konzertſänger Wilhelm König von Ludwigshafen, Hofmuſikus Steegmann und Organiſt Adolf Sillib, letztere beide von Mannheim. Herr König, den wir als tüchtigen Konzertſänger kennen, erzielte mit der Wiedergabe A, Serte. Generai⸗uanzeiger. Mrannheim, 17. Dezemper. der Arie„Gott ſei mir gnädig“ aus dem Oratorlum„Paulus“ von Mendelsſohn einen bedeutenden Erfolg, desgleichen mit der„Li⸗ danei“ von Schubert, während u ns desſelben Komponiſten„Wan⸗ derers Nachtlied“, welch r gleichfalls vorzüglich ſang, doch mehr für den Konzer als für den großen Raum einer Kirche geeignet ſchien.— Herr Hofmuſikus S teegmann ſpielte „Reverie“ und„Prieére“ für Harfe von Haſſelmans, zwei Kompoſi⸗ kionen, die der Künſtler mit der an ihm gewohnten Meiſterſchaft zum Vorkrag brachte.— Herr Adolf Sillib, hat ſich ſeit wir ihn das letzte Mal hörten, in der Technik des Orgelſpiels bedeutend vervoll⸗ kommnet, das bewies der„Zwiegeſang“ von Rheinberger, welcher eine tadelloſe Wiedergabe fand und auch den erſten Satz der B⸗dur⸗ Songte von Rheinberger brachte Herr Sjllib ganz vorzüglich zu Ge⸗ hör,— Die Vegleitung der Sologeſänge war auf dem Programm nicht berzeichnet, doch ſchien es, als ob auch dieſe von Hrn. Sillib gusgeführt wurde; ſie war äußerſt zart und diskret. 12 5 Frl. Faßbender vom Karlsruher Hoftheater iſt für das Fach der hochdramatſſchen Sängerin am Hofthegter in München an Stelle der ausgeſchtedenen Frau Senger⸗Bettaque verpflichtet worben. Die Nobelpreiſe, Den diesjährigen Nobelpreis erhielten: In der Medizin Profeſſor Robert Koch für ſeine Arbeiten und Entdeckungen auf dem Gebiete der Tuberkuloſe, in der Phyſik Profeſſor Lenard⸗ Kief für ſeine Arbeiten über bie Kathodenſtrahlen, in der Chemie Profeſſor von Baeyer⸗München für ſeine Unterſuchungen über das Indigo und das Tiphenylmethan, in der Literatur Henrys Sienklewiez als Vertreter der Literatur und der geiſtigen Kultur ſeines Voltbes. Der Friedenspreis wurde der Baronin Berta v. Suttner zugeſprochen. Die vieraktige Komödie„Die Inſel der Seligen“ von Max Halbe fand bei ihrer Erſtaufführung im Münchener Schauſpielhaus nach den beiden erſten Akten eine freundliche Aufnahme. Vom dritten Akt an, der ſtatt der erwarteten Löſung des Konflikts nur ſeine Hin⸗ ausſchiebung bringt, ſetzte ſtarker Widerſpruch ein, der guch am Schluß die Oberhand behtelt. Das Stück, das von der Wandlung eines Idealſſten zum Mann der Tat handelt, dazu das Milieu der Bohsme wählt und mit Epfſoden allzu wenig belaſtet iſt, fand lt. „Irkf, Zig.“ eine im allgemeinen angemeſſene Darſtellung. *** dle Drittes Konzert des Mannheimer Streichquaptetts. In raſcher Aufelnanderfolge erſcheinen die diesjährigen Darbietungen Anſrer helmiſchen Künſtlervereinigung. Die geſtrige drüite Matinee der Herren Konzertmeiſter Hans Schuſter, Arthur Poſt, Adolf Fritſch und Karl Müller wurde mit Robert Schumanns A⸗-mol1⸗ Quartett Op. 41, Nr.! eröffnet, Es iſt eines der drei Streich⸗ quaxtette dieſes Meiſters, die 1842 erſchienen und durch ihren Phantgſie⸗ reichtum und ihre Formpollendung zu dem Beſten ehören, was Schumann und die Kammermuſik überhaupt hervorgebracht. Im Leben dieſes Tondichters bezeichnen ſeſne Kammermuſikwerke eſnen ſehr wichtigen Wendepunkt. Er hatte ſich bis dahin faſt ausſchließlich mit Klavier⸗ und Lied⸗ kompoſition befaßt und wandte ſich erſt aus der erwähnten Kunſt⸗ gattung zu größeren, mehrſützigen Formen,. In der Introduzione wird das von der Primgeige interpretierte Eingangsmotiv in kanoniſcher Weſſe von den übrigen Inſtrumenten aufgenommen und es zeigen ſich alsbald die Kennzeichen der Schumannſchen Muſe: Melodie, Wohllaut und tiefe Empfindung. Der kurſen Einleitung folgt ein länger aus⸗ geſponnenes Allegro in Fedur, das wie der zweite 1 0 namentlich in rhythmiſcher Hinſicht höchſt originell iſt, aber guch in ſeiner kontrg⸗ punktiſchen Durchfüührung ſelnesgleichen ſucht. Das Scherzo krägt ſlawiſchen Charakter. Ein kurzes Intermezzo mit intereſſanter Synkopierung und Chromatil unterbricht höchſt wirkungsvoll den Fluß der melodiſchen Linienführung. Das Adagio iſt von faſt beethovenſcher Tiefe. Das beſchließende Preſto zeichnet ſich durch einen beſonderen Reichtum melodiſcher und rhythmiſcher Feinheiten aus. Eine ganz retzende Klangwirkung erzielt der Komponiſt gegen Schluß des letzten Satzes, wo er von dem ſanſten-moll in das glänzende-dur toderato übergeht, das namentlich in ſeinem von ganzen und halben Noten getragenen Schlußteil einen geradezu myſtiſchen Klangreiz ausübt. Das zum Schluſſe des Konzerts geſpielte As-dur⸗Quartett op. 105 von Anton Dporal gehört zu dem Reifſten, was dieſer geniale Böhme auf dem Gebiete der Kammermuſik geſchaffen. Dyoraks Erfindung iſt ſpontan und eigenartig, die konkrapunktiſche Durchführung iſt eine ungezwungene und meiſterhafte, Ein zartes, warmes Empfindungsleben ſprlcht guß den pler Sätzen des As⸗dur⸗Qugrtetts. Ganz beſonders feinſinnig iſt das Scherzo molto vivase erfunden und das Allegro non tanto intereſſtert durch die Konſeguenz im rhytmiſchen der mottviſchen Durchführung, ſeine hübſchen Soloepiſoden und Zwiegeſpräche der einzelnen Inſtrumente. Die beiden genaunten Werke umrahmten eine Nopität, Ernſt v. Dohnänvils Serenade für Violine, Viola u. Violoneello op. 10, Dohnänyi iſt 1877 zu Preßburg geboren und verdankt ſeine Ausbüldung der Landesmuſikakademie in Budapeſt, Er machte ſich erſt als Klaviervirtuoſe bekannt und zeigte hier ein glänzendes lechniſches Können und eine intereſſante Art der Wiedergabe, Erſt ſeit 1900 iſt er auch als Komponiſt hervorgetreten und zeigt, wie die geſtern ehörte Serenade beweiſt, Elgenart und Sinn flülr hübſche Klaugwirkungen, Die Themen ſind allerdings noch etwas aphoriſtiſch geſtaltef die thema⸗ üſche Durchführung erſcheint vielfach noch allzu⸗frei, wie in dem ylerten aße(Tema con Varlatlonſ.) Dagegen machte die melodiſche Romanze und das hübſche Scherzo den beſten Eindruck, Unſere Mannheimer Künſtler ſpielten die drei Werke mit einer Hingabe und einem künſtleriſchen Verſtändnis, die den reichlich ge⸗ ſpendeten Beifall des Audltoriums als wohlverdient erſcheinen lleß. has Konzert hätte einen beſſeren Beſuch verdient. ** Lelzte Hachrichten und Telegramme. Meuterer in der Mandſchureiarmee. London, 11. Deg.„Daily Telegraph“ meldet aus Tokio: In der ruſſiſchen Mandſchureiarmee iſt eine Meuterei ausgebrochen. Die Meuterer plünderten Charbin gemeinſchaftlich mit Chunchuſen und brannten die Getreideſpeicher und den Vahnhof nieder. Viele unbeteiligten Leute wurden niedergemacht. Zwiſchen den Meuterern und den treu⸗ gebliebenen Truppen kam es zu einem wil den Kampf. NIII n — I0 KhHer 855 Uhren, Gold- u. Silberwaren jeder Art — Führe nur gute und bewährte Fabrikate. Gelegenheitskauf in goldenen Herrenketten 14 kar..585 gestempelt, von Mk. 45.— an. Ato. lange Damenketten, schöne Schieber, mit echten Steinen, 0,585 gestempelt, von Mk. 4.— an. Lager in Schweizer Uhren Uhron der Deutschen Unrmacher-Genossenschaft. NMAglaedl des igerneilmnen Rebgatt-SHG-Vereilns. Die Lage in Rußland. * Petersburg, 10. Dez.(Petersb. Telegr.⸗Ag. Ueber Eydtkuhnen.) Der Vorſitzende des Rats der Arbeſterdeputierten Chruſtalew iſt verhaftet worden. Die Poſt⸗ und Telegraphen⸗ beamten hielten geſtern eine Verſammlung ab, die von 2000 Perſonen beſucht war und in der mit allen gegen eine Stimme die Fortſetzung des Ausſtandes beſchloſſen wurde.— Der„Ruß“ meldet vom 7. Dezember, daß in Zarskoje Sſelo die Einſetzung einer Militärdiktatur beraten würde. Die Einführung werde bis zum Ausbruch eines bedeutenden Ausſtandes verſchoben. Die Stellung Durnowos gilt in den Hofkreiſen für erſchüttert.— Von dem Kommandanten der Feſtung Kuſchka, Generalmajor Praſſolow, ging dem Kaiſer die telegraphiſche Mitteilung zu, daß die Propaganda, die von einigen Zivilbeamten unter den Truppen zur Beſeitigung der Militärobrigkeit der Feſtung ge⸗ macht wurde, ihn veranlaßte, über die Feſtung den Belagerungs⸗ zuſtand zu verhängen und die Schuldigen zu verhaften.— Aus Kiew vom 8. Dezember wird gemeldet, daß der Ausſtand der Poſt⸗ und Telegraphenbeamten beendet iſt. * Berlin, 11, Dez. Das„Berl. Tgbl.“ meldet aus Petersburg: Das Exekutivkomitee der Arbeiterdeputierten bereitet einen allruſſiſchen Generalſtreik für den 22. Januar vor. Trepow formierte gemiſchte Regimenter zum Schutze des Hofes. Die Gerüchte von einer Militärdiktatur ſind verfrüht.— Der„Berl. Lokalanz.“ meldet aus War⸗ ſchau: In Gorakalwarja meuterte das 6. Sappeurbataillon. Die Offiziere beruhigten die Mannſchaften vorübergehend. In Lublin demonſtrierte ein Infanterieregiment auf den Straßen mit roten Fahnen. In Groino ſtreiken alle Schutzleute. Paris, 11. Dez. Das Geſetz über die Trennung von Kirche und Staat wird morgen im Amtsblatt veröffentlicht werden. Madrid, 10. Dez. Eine amtliche Depeſche aus Cadix meldet, daß heute früh um 1 Uhr in den Werkſtätten des Arſenals von La Carraca eine Feuersbrunſt ausbrach, die Fahr⸗ zeuge von geringem Tonnengehalt ergriff und nach drei Stunden gelöſcht wurde. Bei dem Brande wurden auch zwei in Reparatur befindliche Torpedoboote„Ariette“ und„Rayo“ zerſtört. Dex Schaden wird auf 3 Mill. Peſetas geſchätzt. Vermiſchtes. — Mammuthknochen im Rhein, Von Fiſchern wurden bei Worms abermals zwei Knochen aus dem Rhein gefiſcht, die in der dortigen Wirtſchaft zur Rheinluſt bei Herrn Feickert zu ſehen ſind. Der eine Knochen, vermutlich Beinknochen eines Mammuths, hat eine Länge von über einem Meter, einen Durchmeſſer von 15 Zentimetern und wiegt etwa 50 Pfund. Der zweite Knochen ſtammt von einem Elch. — Die„Allianz“ der Feldwebel. Der Feldwebel der 1. Kompagnie des Gardefußartillerieregiments in Spandau hat von einem Feldwebel(sergeant major) eines gleichartigen Regiments in Frankreich ein freundlich gehaltenes, deutſch abgefaßtes Schreiben erhalten, worin er gebeten wird, mit dem Abſender in kameradſchaftliche Korreſpondenz zu treten. Er hat an den Franzoſen ein in demſelben Ton gehaltenes Ant⸗ wortſchreiben gerichtet, worin er erklärt, daß er auf das An⸗ erbieten eingehe. Volkswirtſchaft. Rheiniſche Kreditbank. Die Direktion teilt uns unter allem Vorbehalt mit, daß die diesjährige Dividende auf mindeſtens 6½ pCt. (wie im Vorfahre) zu taxieren ſein dürfte. Die Süddeutſche Bank teilt uns unter Vorbehalt mit, daß, wenn nicht unvorhergeſehene Verhältniſſe eintpeten, die Dipidende für das laufende Geſchäftsjahr mit 6 pCt.(gegen 5 pCt. im Vorjahpe) in Ausſicht genommen werden dürfte. Tabakaubau im(roßherzogtum Baden. Mit dem Anbau von Tabak beſchäftigten ſich im Großherzogtum VBaden im Ernteſahr 1904 38 878 Pflanzer, die zufammen eine Fläche von 683 785 Ar bebauten. Gegen 1903 hat ſich die Zahl der Pflanzer umt718 und die Anbau⸗ fläche um 38 505 Ar vermindert. Der Geſamtwert der Tabakernte des Jahres 1904 betrug nach den erzielten Durchſchnittspreiſen 6 677 103 M.(gegen 1903 mehr 200 354.). Das Gewicht betrug der„Südd, Reichskorr.“ zufolge trotz der nicht vollen Entwicklung des Tabaks und trotz der geringeren Anbaufläche rund 19 840 Dztr. mehr als im Vorjahre. Wie in früheren Jahren waren die Ab⸗ nehmer des Tabaks hauptſächlich inländiſche Händler und Fabri⸗ kanten. Die niedrigſten Preiſe ſtellten ſich für dachreifen Tabak im Durchſchnitt für Obergut guf 39, Sandblatt auf 30, Grumpen auf 17 M. für den Dötr., die höchſten Preiſe für Obergut auf 52, Sand⸗ blatt auf 50, Grumpen auf 31 M. Durchſchnittlich wurden in Baden bom Pflanzer 45 M. für den Dabr. erlöſt, d. i. 5 M. weniger wie 1908, was lediglich der minderwertigen Beſchaffenheit des Tabaks zuzuſchreiben iſt. 1906 beträgt die Zahl der Pflanzer 31 163(gegen 1904 weniger 2215), der Flächeninhalt der mit Tabak bebauten Grundſtücke 606 898 Ar(27 392 Ar weniger als im Vorjahre). Münzprägung. In den deutſchen Münzſtätten wurden im No⸗ vember M. 25 276 920 Doppelkronen und M. 1 608 960 Kronen, alles für Privatrechnung, M. 4 327 968 Zweimarkſtücke, M. 296 650 Einmarkſtücke, M. 1 562 332 Fünfzigpfennigſtücke, M. 211 403 Zehnpfennigſtücke, M. 18 244 Fünfpfennigſtücke, M. 27 988 Zwei⸗ pfennigſtücke und M. 39 728 Einpfennigſtücke ausgeprägt. Vom ſüddeutſchen Kohlenmarkt. Der„Köln. Zig.“ wird von geſchrieben: Das Geſchäft hat auch in der zweiten November⸗ hier hälfte ſowie im Anfang dieſes Monats ſeinen ſteten Gang bel⸗ behalten. Die gegenwärtigen Anforderungen können pünktlich be⸗ friedigt werden; die immer noch zu milde Witterung hat ein ſtär⸗ keres Geſchäft in Hausbrandkohlen nicht aufkommen laſſen. Da ihren nach wie vor ſehr gering ſind, ſo genügt der ſtjährige Lieferungen, nicht hervorgerufen allein durch katſäch⸗ lichen Mehrbedarf, ſondern auch durch die bereits bekannt ge⸗ wordenen oder noch befürchteten Preiserhöhungen. Was dieſe an⸗ belangt, ſo bleibt nur zu wünſchen, daß ſie ſich nicht allzu fühlbar machen. Denn erfahrungsgemäß hat noch jede als ungerechtfertigt empfundene Erhöhung in unſerem vielumworbenen Gebiet zu ber⸗ ſtärkter Heranziehung fremden Wettbewerbes beigetragen. Wenn alle Kohlen, die gegenwärtig aus den oberrheiniſchen Umſchlagsplätzeg berladen werden, auf Rechnung des Kohlenkontors oder des Kohlen⸗ ſyndikats oder der Ruhrkohle überhaupt zu ſetzen wären, ſo könnten wir in der Tat von einem blühenden Geſchäft berichten. Mannheimer Marktbericht vom 11. Dez. Stroh per Ztr, M..80 bis M..50, Heu M..00 bis M..00, Kartoffeln M. g50 beſſere M..50 bis M..—, Bohnen per Pfd. 00—00 Pfg., Blumen⸗ lohl per Stück 3040 Pfg., Spinat per Portion.18 Pfg., Wirſin per Stück.10 Pfg., Rotkohl per Stück 15.25 Pfg., Weißkohl per Stück.10 Pfg., Weißkraut 100 Stück 6⸗8., Kohlrabi, 3 Knollen 00-10 Pfg., Kopfſalat per Stück.08 Pfg., Endivienſalat v. Stüch %.08 Pfg., Feldſalat ver Portion 00 Pfg., Sellerie p. St..10 Pfg., Zwiebeln per Pfd.-7 Pfg., rote Rüben p. Pfd., 0⸗08 Pfg., weißg Rüben per.04 Pfg., gelbe Rüben per Pfd. 00.6 Pfg., Karotten per Bliſchel 4 Pfg., Pflückerbfen per Pfd. 00⸗00 Pfg., Meerettig per Stange 20.25 Pfg., Gurken ver Stück 00.00 Pfg., zum Einmachen per 100 Stück 0,00., Aepfel per Pfd. 15⸗18 Pfg., Birnen per Pfd. 20.25 Plg., Kirſchen per Pfd. 00⸗00 Pfg., Trauben per Pfd. 90,00 Plg., Pfirſiſche p. Pfd..00 Pfg., Aprikofen v. Pfd. 00 Pfg,, Nüſſe per 25 Stück 20 Pfg., Haſelnüſſe per Pfd. 35.40 Pfg., Gier ver 5 Stück 30.50 Pfg., Butter per Pfd. M..00-.80, Handkäſ⸗ 10 Stück 50 Pfg., Breſem per Pfd. 00⸗50 Pfg., Hecht per 15 M..20, Barſch p. Pfd. 00-80 Pfg., Weißſtſche p. Pfd. 00.40 15 Laberdan per Pfd. 50 Pfg., Stockfiſche per Pfd. 25 Pfg., Haſe pei Stück.908.50., Reh per Pfd. 00⸗80 Pfg,, Hahn(ig.) per Stüc ..50., Huhn(fung) per Stück-.70 Mk., Feldhuhn per Stüg .00-.00., Ente p. Stück 2,20⸗3., Tauben p. Paar 1⸗0.00., Gans lebend per Stück 0⸗0., geſchlachtet per Pfd. 90⸗00 Pfg., Aal..00., Zwetſchgen per Pfd.—0 Pfg. Ueberſeeiſche Schiffahrts⸗Nachrichten Southampton, 9. Dezbr.(Drahtberſcht der Amerkan Line Southampton). Der Schnelldampfer„New⸗York“, am 2, Dezbr. von New⸗Nork ab, iſt heute hier angekommen. New⸗Pork, 9. Dezbr. Drahtbericht der American Line, Sout⸗ hampton. Der Schnell⸗Dampfer„Philadelphia“ am g. Dezbr, von Southampton ab, iſt heute hier angetommen, Mitgeteilt durch das Paſſage⸗ und Reiſe⸗Bureuu Gund⸗ dach& Bärenklau Nachf. in Mannheim, Bahnhofplat Nr. 5. direkt am Hauptbahnhof. Waſſerſtandsnachrichten im Monat Dezember, Pegelſtatlonen Datum: vom Rhein: 6. 2. 3 9. 10. 11.[Bemerkungen Ronſtanz 5 Wldsgüutfk 2,25 2,20 Züningen....93 1,91 1,86 1,80 2,13 2,35 Abds, 6 Uhr Keh/„„2,17 2,14 2,11 2,08 ,17 ,52 N. 6 ubs Lauterbuergg J3,81 8,75 Abds. 6 Uhr Maxau„ J8,88 3,84 8,82 3,79 8,90 4,18 2 U Germersheim,„„„ 3,57 3, 8.-P. 19 Manuheim 3,½39 8,2e 8,20 3,20 8,24 8,60 Morg. 7 N Majinzz„J0,95 0,0 0,90 0,98.—E. 12 10 Uhr Ranlbb„ 98 1,95 1,92 1,96 2,00 2 1 Koblenzz J,88 2,26 10 Uhr Rön 2,42 2,32 2,28 2,30 2,40 2 Uhr Rüter!t; ſi 6 Uhr vom Neckar Mannheinmm J3,30 8,26 3,24 3,25 3,32 8,76] V. 7 ng Heilbronn 0,68 0,70 0,80 0,0 1,35 1,66 V. 7 Uhi 2— ů——ů— Verantwortlich für Politik: J. V. Fritz Kayſer, für Kunſt, Feuilleton und Vermiſchtes: Fritz Kayſer, für Lokales, Provingiales u. Gerichtszeitung: Richard Schönfeldes für Volkswirtſchaft und den übrigen redaktionellen Teil: Karl Apfel für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Franz Kircher⸗ Druck und Verlag der Dr. H. Hons'ſchen Buchdruckerei, G. m. b..: Direktor Ernſt Müller. f e ee Ks, Per Meuheiten Vbsiener, blsen. 301 8 W. P elzstolas H 1 e ofleriert zu billigsten Preisen. Herculesa-Baleine-Corsets. 0 4Orand Prize St. Louis 1904. Jedes Corset muss den Stempel„Hercusa-Baleine“ tragen. — 1 1 xu den billigsten Preisen- Ich habe mich als Rechtsanwalt beim Grossherzoglichen Oberlandesgericht Karls- ruhe niedergelassen. meinschaftlich mit derjenigen des Herrn Rechts- anwalts Dr. Ludwig Haas im Hause Laiserstrasse No. 209. Karlsruhe, den 9. Dezember 1905. Dr. Oskar Netter, Rechtsanvalt. Vitte. Der Evangeliſche Hilfs⸗ verein der Friedenskirche bittet auch in dieſem Jahre ſeine Freunde und Gönner ihn bei der Weihnachts⸗ beſcheerung armer Familien mit freundlichen Zuwend⸗ ungen unterſtützen zu wollen. Die unterzeichneten Vor⸗ ſtandsmitglieder nehmen herz⸗ lich dankend Gaben entgegen. Frl. A. Seib, I 6, 28. den Frau Direktor Boveri, Mollſte. Frau Baumeiſter Nuzinger, 60986 Meine Kanzlei verbleibt ge- Friedrichsfelderſtr. 8. gute Fabrikate. 60683 ———— Wein⸗ u. Hiqueurs Sfiqueffen Frühitückskarten, Weinkarten Ar. 5. Saasie Ruchidrucſterei S. m. b.& Frau Direktor Noſe, Prinz Wilhelmſtraße 18. Frau Hanptlehrer Saner, R 7, 26. Frau Wolf, Tatterſallſtr. 31. Frau J. Ziegler, Traitteurſtr. 21. Stadtpfarrer v. Schöpffer, empflehlt dle Mollfiraße 10. Stadtvikar Hoſer, 445 on rungeim, 11. Dezemder. Soun⸗ und Feiertagen(mit Ausuahme des Karfreitags, des Fronleichnamsfeſtes und des erſten Weihnachtsfeier⸗ tages) und jeden Mittwoch von 11—1 und—5 Uhr(vom 15,. Oktober bis 15. April von—4 Uhr). Zu anderen Zeiten öffnet der Mufeumsdiener auf Anläuten gegen Löſung von Gintrittskarten, und zwar iſt zu entrichten für—2 Perſonen 1,00 Mark für—4 Perſonen 1,50 Mark für—6 Perſonen 2,00 Mark für 7 und mehr Perſonen je 0,30 Mark Kinder unter 10 Jahre ſind frei, haben aber nur in Begleitung Erwachſener Zutritt. Klaſſen hieſiger Schulen unter Führung ihrer Lehrer, ſowie wiffenſchaftliche und gemeinnützige Vereine hieſiger Stadt ſaben freien Eintritt, wenn ſie ſich mindeſtens 4 Stunden vorher beim Vorſtand des Maunheimer 5 Altertumsvereins anmelden. 8 Vor 9 Uhr vormittags und nach Eintritt der Abend⸗ dämmerung ſowe Montag vormittags iſt das Muſeum nicht zugänglich. 4. Das Mitbringen von Hunden und das Tabakrauchen iſt nicht geſtattet. 5. 5 Das Berühren der Sammlungsgegenſtände iſt ſtrengſtens unterſagt. 0— Stöcke, Schirme und Gepäckſtücke jeder Art müſſen am Eingang gegen eine Gebühr von 10 Pfg. abgegeben werden. Familienangehörige können gegen die einfache Gebühr von 10· Pfg auch—3 Stücke zuſammen abgeben. * Die Beſucher haben den Anordnungen des Aufſichts⸗ perſonals, dem ein freundliches und zuvorkommendes Verhalten zur Pflicht gemacht iſt, Folge zu leiſten Sie haften für jeden durch ihre Schuld an den Sammlungs⸗ oder Einrichtungsgegenſtänden verurſachten Schaden. Mannheim, den 4. November 1905. 5000% Der Stadtrat: Der Vorſtaud des Mannheimer Beck Altertums⸗Vereins: Seubert. ſlefentf in geichmack⸗ Piliten⸗Karten pollſter Ausfünrung Ur. B. Buus e Buchdruckerel 6. m. b. 5. de Fntäbfen zon E Wisa-e an ein Ffachtedendef er Fegactes Aarcherdach gratis! M. 12.50 M. 1I. 90 M. 9,50 Hemdblouse aus Pauns-Sammt, neut Tarhen Hemdblouse, Vodsnns, naus strtten Hemdblouse, u lonisinctaft Hemdblouse, nd. Wollnansl“-streltan M.90,.50 Hemdblouse, uu rouetuen M..50 Seidene Blousen, vom Fenster trülh ſMert dns dbel 5, 8, 10 M. Baumw. Blousen, neus Strelfen M..75 Wollene Blousen, bBialdkareans 4. 9 Unterr ock, Mwolle mit hohem vollant, mit Irassen und Bordenbesatz M. S. 15 Unterrock, wole ntt hahem Pussé-Volant H..90 Unterr OOk, Molré mit hohem FPIlss6-Valant M. 4. 75 Unterrock, Tuch mit pltssirtem Tafft-Volant M. 8. 75 Unterrock, men utt boten Volant und brettem Tressenbesst- M.. 35 Seidene Röcke, letzter Saison mit.. 40% Rabatt. 60981 Sludigeſhichlüähts Muſeum Manuheim. Das Muſeum iſt unentgeltlich geöffnet an allen] die traurige Mitteilung, dass mein innigstgeliebter Gatte, unser treubesorgter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Hlerr J. H. Bachm gestern Mittag 1 Uhr, uns plötzlich und unerwartet dureh den Tod entrissen wurde. nachmittags ½3 Uhr von der Leichenhalle aus statt. desellscksftsspiele— Auker-Steinbaukasten, Brilckenkasten in allen Grössen. 60963 A. Bender's Antiqu. u. Buchh.(E. Albreehit, 0 4, 17. 2 2 2 I88e-Brennerel Auszacken von Stoffen aller Aut. Aug, Rolle. Iuhaber: Alrren loos Mannneim Tatterzaler 22. Todles-Anzeige. Piefbetrübt machen wir PFreunden und Bekannten JTa. Gascoke grob und zerkleinert liefert prompt jedes Quantum frei Keller zu billigsten Tagespreisen. 1282 rer 288 Otto Reinhardt, Kalkwerk, Im Namen dler tleftrauernden Hinterbliebenen: Trau J. K. Bachmann und Kinder. MANNHEITIM(OC 1,), den 11. Dezember 1905. Die Beerdigung findet Dienstag, den 12. Dezember, Militär⸗Verein Maunheim. Todes⸗Anzeige. Unſer Kamerad, Herr oggs Rudolf Belb Stett qedler besomderen Amgeige. Lopkwascben für Damen und Kinder nach bestem hygienischen Verfahren empflehlt: 29835 Ghr. Richter, D 4, 17. Des Kleine Nursbuch ist zu haben in der Dr. H. Haas'schen Drugkerel G. Il. B. H. Nudelfabrikant, Q 2, 17 pahier welcher den Feldzug 1870%1 mitgemgcht hat im 1. Bad, Leib Grenadier⸗Regintent Nr. 109, iſt am 9. Dezembe, abends 8 Ubr geſorben. Die Beerdigung findet Dienstag, den 12. Dezbr., nachmittags ½4 Uhr, von der neilen Leichenhalle aus ſtati. Sammlung des Vereins um ½4 Uhr an der Leichen⸗ halle. Zahlreiche Beleiligung am letzten Ehrenigeleite dieſes brapen Vereins⸗ und Kriegs-Kameraden erwartet Maunheim, den 10. Dezember 1905. Der Vorſtand. Awounement: 80 Pfennig monatlich, Trägerlohn 10 Piennig. Durch die Poſt bezogen inkl. Poſt⸗ gufſchlag M..91 pro Quarlck. Telephon: Nedaktion Nr. 377. Amks⸗ und Kreisverkündigungsblatt. Juſerate: Die Kolonel⸗Zeile Auswärtige Inſerale 25 Die Retrame⸗Zeile 60„ Expedition Nr. 218. Nr. 233. Fageserdnung zu der am Donnerstag, 14. Dezbr. 1905, vormittags 9 Uhr Hattfiudenden 15 Mezirksrals⸗pitzung, 1. In Sachen der Funa Louis Landauer in Mannheim gegen die Stadigemeinde Maunheim, VBe as aul Warenhausſteuer btr. S. der Firma M. Hirſch⸗ Comp. in Mannheim einde Mann⸗ Warenhaus⸗ land Aegen vie Stadtge! Am, Beizug zur let vetr. 3. J. S. der Armenkommiſſion Maunh gegen die gemein⸗ ſame ktskraukenkaſſe Sand- hofen, Sandtorſ und Kirſchgarts: Hguſen, Erſtattung von Ver⸗ eee betr. 4. Geſuh des Karl Dommers- hauſen hier um Erlaubnis zum Beirteb einer Schankwirtſchaft Ihne Branntwein inm Hauſe Jungbuſchſtr. 14. 5. Geſuch der Adam⸗ Applei Ehefrau in Mannbeim⸗Nedarau Uil Erlaubms zum Betrieb einer Schautwirtſchaft mit Brannt⸗ wein im Hauſe Katharinenſtr. 68. 6. Desgl. des Valentin Kun- zelmann in Seckeuheim im Hauſe Haupiſtr. 201. 7. Geſuch des Jakob Weickel III in Sandhofen um Erlaubnis zün Beirieb einer Realgaſtwirt⸗ ſchaft„Zun badiſchen Hof“(in Scharhoß). 8. Gezuch des Friedrich Nägele hiee um Ertauonis zur Ver ug ſeines ankwirtſchafts⸗ one Branntwein vom Hauf Fliedrſchſtr. 40a in Neckarau Ugch G 5, 7. 9. Desgl. des Peter Jakob Zorn in Waldhof mit Bi Wwein, vonr Hauſe Saud raße 40 nach dem Hauſe Mann⸗ heimerſtr. 42 in Kaferthal. 10. Desgl. des Heiur Drapp hler, mit Baunlwein, von Nad 6, 40 nach dem Hauſe Waldhofſtr. 1. 11. Geſuch der Fetiſäure⸗ und Glyceri ⸗Fabrik G. m. b. H. um Geuehmigung zur Errichtung einter Glycerindeſtillatton. 12. Geſuch des Georg Heuß A Erlaubuis zum Betrieb eines Stellenvernuttlungsbuteaus. 13. Abhaltung der Bezirksrats⸗ ſitzungen pro 1908. Sätntliche auf die Tagesord⸗ nung bezügluven Akten liegen während 3 Tagen zur Eiuſicht der Herren Bezüksräte auf dies⸗ ſeniger Kanziei auf. Mannhein, 9. Dezember 1905. Großh. Bezirksamt: Lang. Großh. Badiſche Staaks⸗ Eiſeubahnen. 4 170 Gütertarif Teil II Heft! zum füddeutſch⸗öſter⸗ veichiſch⸗ungariſchen Verband find beim Ausnahmetarif Nr. 82 in der Anmerkung 7172 die Worte„vorläufig bis 81. XII. 1905“ geſtricheu worden. 6 8 Karlsruhe, 8. Dezbr. 1905. Or. Generaldirektion. Bekanntmachung. Aufgebol bon Yfandſcheinen. Ueber den Pfaudſchein des Städt. Leihamts Maun eim: Lit. A Nr. 79914 vom 13. Deze nber 1904, Welcher angeblich abhanden ge⸗ Iommen dt, wurde das Au Ebolsverfadren nach§ 23 der Keigamtszatzungen beautragt. Der Inharer dieſes Pfand⸗ ſcheines wird hiermit aufge⸗ ſordert, ſeine Auſprüche unter Vorlage des Piandſche nes inner⸗ gald 4 Wochen vom Tage des Erſche neus an gerechnet beim Städt. Leihamt, Lul. G 5 No. i, geltend zu machen, widrigenfalls die Praftloserkärung oben ge Agunten Pandſcheies ertolgen wWird. Maunheim, den 9 Dezbr. 1905. Städt. Leihamt: Hoilmaun. 28900% r Waugs⸗Verſteigerung. enstag, 12. Dezbr. 1908, Rnachmittags 2 Uhr, werde ich im Pfaadlokal, 4, 5 hier, im Vollſtreckungs⸗ wege gegen Berzahlungöffent⸗ ich verſteigern: .Pfeid, braune Stute, 1 Avier, 2 Spiegelſchränke, Büffet, 1 Badeeinrichtung, er chied ne Bodenteppeche u. lder, 1 Saloneinrichtung lezend aus 1 Sopba mit elembau, 2 Seſſel, 1 Stuhle, 1 1. klonſchränkchen, rſchiedene Sdage Seſſel onſtiges. 31728 Montag, 11. Dezember 1905. Konkurs⸗Perfahren. Nr. 11156. In dem Konkurs⸗ Verſahren über das Vermögen des Vergolders Friedrich Kor⸗ wan in Maunhelun iſt zur Ab nahene der Schlußrechnung des Beiwalters, zur Echebung von Einwendungen gegen dasSchluß verzeichuis der bel der Verteilung zu berückſichtigenden Forderungen und zur Beſchluß aſſung dei Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögensſtücke Schlußter min beſtimmt au Mittwoch, 3. Januar 1906, vormittags 11 Uhr, vor dem Amtsgerichte hierſelbſt, 2. Slock, Zumimer Nr. 112 SaulB Mannheem, 7 Dezember 1905. Der Gerichtsſchreiber Großherzogl. Amtsgerichts J. Mohylr. Aufgebot. Die Firma Benz u. Cie., Rbein ſche Gasmotorenſabrit, Aktiengeſellſchaft in Mannheim, vertr. duſch den Rechtsanwalt D. J. Roſen eld in Mannheim, hat das Auigebot eines am 11. November 1902 auf C. Strauß, Malz- u Eiswerke in Schwerin, von der Antragnellerin au eigene Ordre gezogenen, von C. Strau angenommenen, am 15. Mai 1903 fälligen Wechſels über 29900 M. beautragt. Der Jubaber der Urkunde wird aufgeſordert, ſpa⸗ teſteus in dem auf den 16. Jun: 1906, mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anbe⸗ daumten Auigebotstermine ſeine Rechte anzumelden und die Ur⸗ kunde vorzulegen, widrigenſaus die Kraftloserktarung der Urkunde erfolgen wird. 7166 Schwerin, 27. Nov 1905. Großh. Amtsgericht. Genoſſenſchafloregiſter. Zum Genoſſenſchaftstegiſter Band 1 wurde heute eingetragen: Firma:„Landwirtſchaft⸗ liche Eein- und Verkaufs- genoſſenſchaft, einge⸗ tragene Genoſſenſchaft mit beſchränkter Haft⸗ pflicht“ in Wallſtadt. Gegenſtand des Unternehmens iſt gemeinſchaftlicher Einkauf von Verbrauchsſtoffen und Gegen⸗ ſtänden des landwirtſchaftlichen Betriebs und gemeinſchaftlicher Verkauf landwirtſchaftlicher Er⸗ zeugniſſe. Geſchäftsführer ſind: Peter Hecker, Bürgermeiſter, Friedrich Sohn, Landwirt, Adolf Will, Sch mied, Georg Burkhardt Laudwirt, Chriſtof Dünkel, Landwirt, alle in Wallſtadt. Das Statut iſt vom 22. Ok⸗ tober 1905. Bekanutmachungen erfolgen unter der Firma im Wochenblatt des landwirtſchaſtlichen Vereins iim Großherzogtum Baden. Die Willenserklärungen des Vorſtau⸗ des erfolgen durch mindeſtens zwei Mitglieder; die Zeichnung geſchieht, indem zwei Mitglieder der Frua ihre Namensunter⸗ ſchrift beifügen. Die Einſicht der Liſte der Genoſſen iſt wäh⸗ rend der Dienſtſtunden des Ge⸗ richts Jedem geſtartet. 7169 Maunherm, 6. Dezbr. 1905. Großh. Amtsgericht J. Großh. Badiſche Skaals⸗ eiſenbahnen. Mit Gültigkeit vom 10.Dez. J. J. werden die Stationen der K K. öſterr. Staatsbahn Roßleiten und Spital.Pyhrn in die Abteilung III für Holz des Ausnahme K. tariſs für Holz und Rinde, Teil IV Heft Nr. 1 des ſüddeutſch⸗öſterr.⸗ ungariſchen Verbands auf⸗ genommen. Ueber die Höhe der Fracht⸗ ſätze geben die Verbands⸗ ſtationen Auskunft. 60988 Karlsrube, 8. Dezbr. 195. Gr. Generaldirekt on. CF——— 7„* waugs⸗Verſteigerung. Dienstag, 12. Dezbr. 1905, nachmittags 2 Uhr, werde ich im Pfandloka! 4, 5 hier gegen bare Zab⸗ lung im Vollſtreckungswege öffentlich verſteigern: 3143 1 Pferd, ſowie Möbel verſchiedener Arten, Federn und anderes. Mannheim, 11. Dez. 1905. 1+ Nr. 9758 Ueber das Vermögen des Pierdehändlers Löb Marx hier K3 würd⸗ heute Vormittag 11½ Uhr das Koukursverfahren eröffnet. Zum Konkursverwalter iſt er⸗ nannt: Kaufmann Friedrich Bühler hier. Konkursforderungen ſind bis zum 24. Dezem ber 1905 bei dem Gerichte auzumelden. Zugleſch iſt zur Beſchlußfaſſung üher die Wahl eines definittven Verwallers, über die Beuellung eines Gläubigerausſchuſſes und ein retenden Falles über die in § 132 der Konkursorduung be- zeſchueten Gegennände, owie zur Prüfung der angemeldeten For⸗ derungen auf;: Mittwoch, 3. Januar 1906, vormittags 11½ Uhr, vox dem Gr. Amtsgerichte ubt. 2, Schöfſengerichtsſaal II, Termin anberaumt. Allen Perſonen, welche eine zur Konkurs aſſe gehörige Sache in Beſitz haben oder zur Kou⸗ kursmaſſe eiwas ſchuldig ſind, wird aufgegeben, nichts aun den Geimeinſchuldner zu verabſolgen oger zu leiſten, auch die Ver⸗ pflichtung auierlegt, von dem Beſitze der Sache und von den Fordez ungen, für welche ſie aus der Sache abgeſonderte Befriedi⸗ gung in Aſpruch nehmen, dem Konkursverwa ter bis zum 24. Dezember 19⸗5 Anzeige zu machen. Maunheim, 7. Deze ber 1805, Der Gerichtsſchreiber Gr. Amtsgerichts Abt. 2. Moy x. 7170 Sekauntmachung. In Str.,S. 1. Iſgal Roſengarten in ſchafſenburg, 2. Abraham Sperber in Mannheim wegen Wa dergewer⸗ belleuerhinterziehung. Nr. 60872. Unter Bezugnahme auf die an Gr. Hauptneueraſnt hier und von dieſent hierher ab⸗ gegebene Rechuung von 15. Roveurber ds. Is. über 17 Mt 60 Pig. wird Ihnen erwidert, daß nach§ 12 Jiſſer 4 der G. .⸗Ordnuuſig Einrückungsge⸗ bühren für Bekanntmachungen in Straſſachen erſt dann zu Zahlung geiangen, wenn eine zum Ersgtz werpflachtete zahlungs ſähige Perſon vorhanden i. Dies iſt im vorliegenden Falle bis jetzt noch nicht der Fall. Manunheim, 5. Dezember 1905. Großherzogl. Amtsgericht Abteilung XI. 7167 Zwangs⸗Verſteigerung. Nr. 10245. Im Wege der Zwangsvollſtrecküng ſoll das in Mannheim belegene, im Grund bnche von Maunbeim zur Zeit der Eintragung des Verſteiger⸗ ungsvermerkes auf den Namen des Karl Specht ein Maunheim eingetragene nachſtehend beſchrie⸗ beiſe Grun ſtück an Mittwoch, 13. Dezember 1905, vormittags 9½ Uhr, durch das unterzeichnete Notariat in deſſen Dienſtraumen in Maun⸗ heim B 4, 3 verſteigert werden. Der Verſleigerungsvermerk iſt am23. Septör. 1905 ſndas Grund⸗ buch engetragen worden. Die Einſicht der Mitteilungen des Grundbuchalnſts, ſowie die übrigen das Grundſt ilck beireſſen⸗ den Nachweiſungen, insbeſondere der Schätzungsurkunde, iſt jeder⸗ mann geſtattet. Es ergeht die Aufforderung, Rechte, ſoweit ſie zur Zeit der Eintragung des Verſteigerungs⸗ vermerkes aus dem Grundbuch nicht erſichtlich waren, ſpäteſtens im Verſteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Gebolen anzumelden und, wenn der Gläubiger widerſpricht, glaubgaft zu machen, widrigen⸗ falls ſie bei der Feſtſtellung des geringſten Gevots nicht berück ſichtigt und bei der Verteilung des Verſteigerungserlöſes dem Anſpruche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgeſetzt werden. Diejeuigen, welche ein der Ver⸗ ſteigerungen'gegenſtehendesqRecht haben, werden aufgekordert, vor der Erteilung des Zuſchlags die Aufhebung oder einſtweirlige Ein⸗ ſtellung des Verfahrens herben⸗ zuführen, widrigemalls für das Recht der Verſteigerungserlös an die Stelle des verſteigerlen Gegen⸗ andes tritt. 59787 Beſchreibung des zu verſteigernden Grundſtückes: Grundbuch von Mannheim, Band 171, Heft 40, Beſtands⸗ verzeichnis I. Lagerb.⸗Nr 2440, Flächenin 2 ar 70 qm Hofratte, Litera C7, Hierauf ſteht ein unierkelleriee vierſtöckiges Wohnhaus längs dei traße intit B mit mugebaute n L. 1bo. Schätzung 82.000 Mk. Mannbeim, den 20. Okt. 1905. Großh. Notariat III. als Vollſtreckungsgericht. Schleck. E rechts e kürſe über das Vermögen des Vergolders Friedrich Korwan hier ſind M. 1391.21 verfügbar. Dabei ſind zu berückſichtigen: M. 31.11 bevorrechtigte. Mark 10,999 35 upbevorrechtigte For- derungsbeträge. 7171 Mannhbeim, 8 Dezember 1905. Friedrich Bühler, Ko kursverwalter N Belauntnacgung. Nr. 42547J. Am Donners⸗ tag, den 14. Dezember l.., vormittags 11 uhr, werden im hieſigen aten Nathauſe— großer Saal— die ſämtlichen Eckplätze des Hauptmarktes zur Beuſttzung während des kom en⸗ den Jahres und am Samstag, den 16. desſ. Mits., vormit⸗ tags 11½ Uhr, die Brot⸗, Fie ſch⸗ und Wildbret⸗ verkgufspläze des Hau tmarftes und der Nebenmärkte den Merſt⸗ bietenden öffentlich verſteigert. Die Brot und F eiſchverkaufs⸗ plätze des Hauptmarktes werden vorerſt nui für die erſte Hälfte 1906 abgegehen; von dem in Monatsraten zum voraus zu e irichlenden Steigpreiſe iſt das Betreffuns pro Janugr unmittel⸗ bar nach denn Zuſchlage zu be⸗ zahlen. 30000/%08 Nähere Auskunt wid auf Zimmer Nrs des alten Rat hauſes in der Zeit von—9 Uhr vormittags ertellt. Mannheim, 27. Nov. 1908. Bürgermeiſteramt: Ritter. Schieß. Vergebung von Straßenbau Alaterialien. Nr. 14692 J. Die Lieſerung von %00 lid. m Grauitrandſteine 2840 obm Pflaſterſteine 1000 ungeſchlag Deckſteine 10430 Scholter 1060„ Schottergrus 500 Porp yrabpfall und 6170„ Slückſteine ſoll im Submiſſionswege ver⸗ geben werden. Auge de, welche nach üſd. m bezw. obm geſtellt ſein müſſen, ſind portoſrel, ver⸗ egelt und mit entſprechender ufſchrift verſehen, ſpäteſtens am Montag, 16. Dezor. d. Is., vormittags 11 Uhr bei unterzeichneſei A iszelle ein⸗ zureichen woſelbſt Bedingungen ind Angevotsformulare gegen die Erſtattung der Vervpielfaltig⸗ ungskonen in Empfang genom⸗ men werden können. Den Bie⸗ ſte tes ſreu der Eröffnung Aufforderung. Wer an den Nachlaß des ver⸗ ſtorbenen Schreinermeiſters Meinr. Karl Sehreiber hier etwas zu fordern hat oder ſchuldet, wird aufge⸗ fordert bei dem Unterzeich⸗ neten binnen 14 Tagen ent⸗ ſprechende Anmeldung zu machen. Mannheim, 7. Dez. 1905. Franz Becker, LI0, 9, Nachlaßpfleger. 82 Aus dem Rachlaß des Heinrich Karl Schreiber hier wird die Geſchäftsein⸗ richtung für das Schreiner⸗ und Tünchergeſchäft, ſowie Holz, eine große Partie ge⸗ zogener Leiſten, Farben, Lack, Oele ꝛc. verkauft. 81881 Schreiner⸗ u. Tüncherwerk⸗ ſtätte werden per ſofort oder ſpäter vermietet. Reflektanten belieben ſich an den Nachlaßpfleger Franz Becker, .10, 9, parterre, zu wenden. .Az. Digkoniſsenverein .„n. Maunheim. Weihnachts⸗Bitte für unſere Kleinkinderſchule in den Neckargärten. Jn unſerer Kleinkinderſchule in der Neckarvornadt haben wer über 200 meiſt arme Kind, denen wir au? dieſes Jahr wie⸗ de eine lleineWeihnachtsfreude bere ten möchten. Wir itten daher unſere verehrten Freunde, uns mit freundlichen Ga en an Geld. Keeidern. Wollſaſben uſw. bedeuken zu wollen. Außer dein Unterzeichneten ſind auch unzere Kinderſeweſtern in der 12 Quer⸗ ſtraße zur Aunnahme von Gaben bereit. 60620 Stadtpfarrer Achtnich. G 4, 2. Piarrer Kühlewein, F 7, 26 b. III. F. A. Walter, C 8,(0 b. W. Berrer, Friedrchsplatz 16. 115. Jahrgang. DPB—— Bekauntmachung. Die Weihnachtsſendungen betreffent Die Reichs⸗Ponverwaltung richtet auch in dieſem Jahr an das Publikum das Erſuchen, mit den Weihng chts⸗ vorſendungen bald zu beginnen, damil die Paketmaſſen ſich nicht in den letzten Tagen vor dem Feſte zu ſehr zu⸗ ſammendrängen, wodurch die Pünktlichkeit in der Beſör⸗ derung leidet. Bei dem außerordentlichen Anſchwellen des Verkehrs iſt es nicht tunlich, die gewöhnlichen Beförderungs⸗ ſriſten einzuhalten und namentlich auf weitere Entfernungen eine Gewähr für rechtzeitige Zuſtellung vor dem Weih⸗ nachtsfeſte zu ürernehmen, wenn die Pakete erſt am 29. Dezember oder noch ſpäter eingeliefert werden Die Pakete ſind dauerhaft zu verpacken. Diiune Pappkaſten, ſchwache Schachteln, Z garrenkiſten ꝛc. ſind nicht zu benutzen. Die Aufſchrift der Pakete muß deut⸗ lich, vollſtändig und haltbar hergeſtellt ſein. Kann die Aufſchrift nwicht in deutlicher Weiſe auf das Paket ſelbſt geſetzt werden, ſo empfiehlt ſich die Veiwendung eines Beatles weißen Papfers, das der ganzen Fläche nach feſt aufgeklebt werden muß. Bei Fleſſchſendungen und ſolchen Gegenſtänden in Le nwandverpackung, die Feuchtigkeit Fett, Blu zc. abſetzen, darf die Aufſchrift nicht auf die Um⸗ hullung geklebt werden. Am zweckmäßigſten ſind gle⸗ druckte Aufſchriften auf weißem Papier. Dagegen dürſen Formulare zu Poſtpakrtadreſſen ſür Paketaufſchriften nicht verwandt wer en. Der Name des Beſtimmungs⸗ orts muß ſtets recht groß und kräftig gedruckt oder guſchrieben ſein. Die Paketaufſchrift muß fämtliche Au⸗ gaben der Begleitadreſſe enthalten, zutreffendenfalls alſo den Frankover nerk, den Nachnahmebetrag nebſt Namen und Wohnung des Abſenders. den Vermerk der Eilbeſlel⸗ lung uſw., damit im Falle des Verluſtes der Poſtpaket⸗ adreſſe das Paket doch dem Empfänger a s dehändigt werden kann. Auf Paketen nach größeren Orten iſt die Wohnung des Empfängers, auf Paketen nach Berlin auch der Buchſtabe des Poſtbezirks(.,., So. uſw.) anzugeben. Zur Beſchleuniaung des Betriehs krägt es weſenflich bef, wenn die Pakete frankiert aufgeliefert werden. Die Vereinigung mehrerer Pakete zu einer Begleit⸗ adreſſe iſt für die Zeit vom 10. bis 25. Dezember im inneren deutſchen Verkehr(Reichs⸗Poſtgebiet, Bayerß und Württemberg) nicht geſtattet. Auch für den Auslands⸗ verkehr empfiehll es ſich im Intereſſe des Publikums, während dieſer Zeit zu jedem Pakete beſondere Begleit⸗ papicre auszufertigen. Der Staatsſekretär des Reichs⸗Poſtamts Im Auftrage: 60592 Gieſeke. N Frau Med. R Stehberger, BI, Frau A. Nuppert, Parkr. Frau G. Cleß. Carolaſtr. 5. Fiau E. Leicht, N 7, 7. E. Auch in dieſem Jahre möchte die hieſige Stadthziſſton den Kleinen der allge einen Klein⸗ der eingelauſenen Ange ote an genaunten Termine geizuwohnen. Nach Eröffnung der Submiſ⸗ ſion können Angebote nicht mehr angeno umen werden. Zuſchlagsfriſte8 Wochen. Mannbeim. 1 Dezeneber 1905. Tiefbauamt: Eiſenloor. 000, ** 8— 1 Grundflücks verftei erung. Auf Autrag der Georg Wacker Witwe Margarethe geb. Zeilfelder in Mannheim⸗Neckarau und deren Kindern werden a Mittwoch, den 13. Dez. d.., vormittags ½10 Uhr, im Rathauje zu Neckarau nach⸗ beſchrießene Grunduucke der Ge⸗ markung Maunheim⸗Neckarau öffentlich verneigert, wobei der Zuſchlag erſolgt,wenn mindeſtens der Anſchiag erreicht wird. Ab. Nr. 12359: 9 4 31 qm Ackerland im Aufeid II. Tleſ⸗ gewann, geſchatzt zu 2 M. pro qm. „Igb. Nr. 14775: 6 àa 15 qm Ackerland im Kloppeuhel⸗ merfeld, bei der Kirche, ge⸗ ſchätzt zu 60 Pfg. pio qm 3. Igb. No. 13394: 8 a 84 dm Ackerland im Caſterield in den alten Wieſen geſchätz zu 1 M. 20 Pig. pro qm. 4. Lab. No 15810: 24 a 39 qm Ackerland im Heemsheinter Großfeld, Remiſe geſchätzt zu 80 Pig pro am 5. Lgb. No 12189: 6 a 48 qm Weideugebüſch, Gießenſtuck geſchätzt zu 1 M. pro qm. 6. Egb. No. 14888: 8 a 88 qm Ackerlandim᷑Kloppenhetn er⸗ ſeld, Rudszunge, geſchätzt zu 80 Pig. pro qm. 7 Lgb. No. 14008: 18 à 82 qm Ackerland im Reff, geſchützt zu 2 M. proqm. v Gießenſück geſchatzt zu 1 M. uio am Die weiteren Steigerungsde⸗ dingungen lönnen im Geſchäſts⸗ zimmer des Notarigts eingeſehen werden. Mannheim, 30. Novbr. 1905. Gr. Notariat I: Mayer. 60784 Sofort bares Held!! uf Mobel u. Waren aller Art, die mir zum Verkauf oder Ver⸗ ſteigern übergeden werden 0 Ankauf gegen Kaſſa. Aufbewahrungsmaga zin. Fritz Beſt, Auktionator, tinderſchule des Evaug. Vereins bauſes, K 2, 10, eine Weihnachts⸗ beſ eerung verantalten. Wir wenden uns daher wieder ver⸗ tauensvoll an unſere Freunde und Gönner mit der herzüſchen Bitte, uns zu dieſem Zwecke günge Gaben an Geld zuwenden zu wollen. 60618 Da während des Winteis auch viele Arme be uns Unterſtützung uchen haben wir für Kleidungs⸗ ſtücke und Lebensmittel ebenfalls gute Verwendung. Die Unterzeichneten ſind bereit, Belträge jeder Art in Empfang zu nehmen und ſagen ſchon zu Voraus allen ſreundlichen Gebern autrichtignen Dank. Maunheim, 28. Nov. 1908. Frau Siadipiauſer Achtnich, G 4, 2, Frau G. Cleß, Karola⸗ ſtraße 5, Frau O. Dörflinger Wöüwe. I 6, 23, Fran M. Hei⸗ denreich, U 3, 9, Frau Hoffiu⸗ weſer Heisler Wiwe, L 7, sa, Fräuſeenm E. Nüſſeler, E 5, 8 Frau Direkt. Poſt, Katſeiring is Fau Bauinſeektor Rümelin, L II. 23 Frau O. Schmidlin, Jungbuſchit. 13, Kinderſchweſter Marie Gebhardt, K 2, 10, Kauf Wilh. Hauß, Q7, 15, Stadtmiſſton. Krämer, K 2, 10. „ 5 8 Klein⸗Kinder ſchule N 6, 9,(E..). Beim Herannahen des Weih⸗ nachtsfeſtes erlauben wir uns auch dieſes Jahr wieder alle Gonner und Freunde unſerei Anſtalt um Gaben an Geld, Kleidungsſtücken uſw. zu bitten, damit wir unſern Kleinen ein frobes Feſt bereiten können. Dankbare Entgegennah ne i! Schulgebäude N 6, 9 ſowie auch durch die Miiglieder des Aus⸗ ſchuſſes: Frau B. Röchling, Vorſitzende, Wer derſtr. 52. Frin. A. Zechbauer, ſtellv. Vor⸗ ntzende, C 7, 8. Filn. J. Fiſcher, N 4, 16. Frau C. Hafter, L 8, 7a Fit. M. Heckel. O 3, 10. Frau O erbauinſo. Kupferſchmid, 9. 2 7. 17 Reg⸗Raf Lang, L 6 ſtabsarzt Müller, B 6,23 Frl. A. Mohr, L II. 20. F au Bauinmelt.Nümelin, L11,2 Fil. E. Thorbecke, B 6, 25 60859 Herr Detan Baner, A 4. 2. Herr Otto Glöglen, J 5, 12. Herr Kerchenrat Kuckhaber, R1,3. A Bekanntmachung. Mit Wirkung vom 11. ds. Mts. wird der Fayr⸗ plan des Perſonenzugs Nr. 379 af der Steecke Mannheim⸗Heidelberg wie folgt geändert: Maunheim ab 632 Nachm. Seckenheim„ Friedrichsfeld„ 642„ Wieblingen„ Heibelberg In Mannheim nimmt der Zug 379 den Anſchluß von Lokalzug 3065 an 634 nach m. aus Richtung Neckarau auf. 60987 Mannheim, 8. Dezember 1905. Der Gr. Betriebsinſpektor. Städt. Handelsfortbildungsſchule Mannheim. Die Zeugniſſe betr. Die nach 8 17 des Ortsſtatuts vorgeſchrſevenen Tertial⸗ Zeugniſſe gelangen von Dienſtag, den 5. Dezember ab zur Ausgaßbe. Die Lehrherren, Prinzipale, Eltern oder Vormünder unſerer Schüler werden hier it erſucht, die Kenntmisnahme der Zeugniſſe gefl. ſo zu beſcheinigen, daß d eſelben mit der Unterſchrift verſehen in der eiſten Schulwoche nach den Weihnachtsferten den betr Klahenlehrern zurückgegeben werden können. Mannhei„ den 4. Dezember 1905. WDr. Werubhard Weber. 30000/818 Schwere Woll. Pferdedeeken von 5 Mk. an das Stück empfiehlt 59593 J. Gross Nachf., Marktplatz. An- und Verkau! Tauben aller Art, Tausch. Verein für Briefnarke ukund Maunheim. Lokal: Cafe gold. Stern, * 2, 11. Jeden Dienstag, abends 9 Uhr: 8558 2; Groze Auswahl in Marlen. Die bedeutendſten Philateliſ. Zeliſchriften llegen auf. 2915 Sammler ſind ſtets willkommen. Liederkranz. Heute abend ½9 Uhr Geſamt⸗Probe Specialität: gereiste Rrieftauben. Saufgefässe für Taubenu. Hühner, Geflügelpillen, Ossapennin, Taubennester, Taubenfutter, Diph- teritispinselung, Augenwasser Flugellähmepinselung. St. F. Mitteldorf, 0 35 16. Tel. 2705. Leit Aug. Scheubly, L 8. 2. 60994 Der Vorſtand. + 2. 16. ndeim, 11. Dez. 1005.] Weber, Gerichtsvollzieher, Lindenmeier, Dammſtr. 29. Gorichtsvollzieher. 9 5 Eigentümer& Iarzal emtworetbss eeene, eeene r er — Diuc und Verfrfez ** Haätsſde Buoruckerei G m. d 8 GDOD ee 82 .nene Uni rot, braun und gedruckt n.— f fosen larten in hochmodernen u. eleganten Dessins 51810 Mtr. Mk. f. 20 Br 1 Alb zahz Nibelungenſaal. 0 133 b reler Albert, fheinnäuserstr. 20 5 urchge 1 Sppiche Ehuntag, den 17. Dezember 1905, gbends 3 Uhr 5 Heintze Rudolt, Mittelstrasss 24 Spezial-Teppich-Geschäft 55287 375 f VolRsROnzerf Moritz Rrumlik Rölen Adlolf, Mittelstrasse 35 OFPIIA PUHR 1 unserem Vereine nicht mehr ange- iter Mitwirkung der vollſtändigen Kapelle des F I, 9. MANNHEIM. F 1, 9. hören und daher nicht mehr berechtigt hieſ. Grenadierregiments— Feitung: PelepH¹HOm 8184. sind, unsere Rabattmarken auszu- Httr Muſikdirigent Max Nollner— des VVVVCCC geben. Geſangvereins„Mannheimer Sänuger⸗ Mannheim, den 9. Dezember 1905. Nur noch 5 Tage 60993 das glänzende Dezember-Programm. Leg Killward. Engelbert Sassen(Raacht'r dir) Harry Lamore und die anderen Attraktionen. Im Wiener Café Apoſl o und American Büffet: Konzerte der Magnaten-Kapelle Makai. Jeden Sonntag: Frühschoppen⸗ Konzert. Von 5 Uhr ab Lonaerte bei Deirleb im bund“— Feitung: Herr Hofmuſikus Johaun Stegmann— und des Alaviervirtuoſen Herru Egon Stuart⸗Wilfort aus Wien. Der Eintrittspreis beträgt 20 Pfg. pro Perſon; über⸗ dies ſind von Perſonen über 14 Jahren die vorſchrifts⸗ mäßigen Einlaßkarten zu 10 Pfg. zu löſen. Die Eintrittskarten ſind nicht nummeriert. Granit- und Inlaid- bino aum-Reste ausrejichend zum Auslegen von Zimmern, vollständig durchgehende Farben und Muster in den neuesten Moirée-, Parquet- und Teppich-Dessins mit 0 0 Ermässigung, welche sofort in Abzug gebracht werden. Franz 108. Leisel verteilt an seine Kunden von jetzt bis Weihnachten je nach Einkauf von und ins Spar Ausschneiden Bekanntmachung. Wir bringen einem verehrl. Publikum hiermit zur gefl. Kenntnisnahme, dass die Der Vorstand des Aigemeigen Pabat-öpanefels Mannheim u. 7. Seite buch Kkleben: Umgebung. 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