—— Badiſche Volkszeitung.) Aornement: 70 Miennig mouatlich. Bringerlohn 20 Pig. monatlich; durch die Poſi bez ncl Poſt⸗ gufſchlag W.42 prp Quartal. Einzel⸗Nummer s Pig. E 6 2 Inſerate: Die Colonel⸗Zeile. 20 Pfg. Auswaärtige Inſerate, 25„ Die Reklame⸗Zeile 60 der Stadt Mannheim und umgebung. Unabhängige Tageszeitung. Erſcheint wöchentlich zwölf Mal. Geleſeuſte und verbreiletſte Zeitung in Mannheim und Imgebung. Schluß der Inſeraten⸗Annahme für das Mittagsblatt Morgens 9 Uhr, für das Abendblatt Nachmittags 3 Uhr. Werliner Redalttions-Buregaqu: Berlin W 50. Redakteur: Dr. Paul Harms, Würzburgerſtraße 15. 4 2 (Mannbeimer Volksblatt.) Telenramm⸗Adreſſel „Journal Maunhetim“ — Telephon⸗Nummerm Direktion u. Buchbaltung 1449 Druckeret⸗Burean An⸗ nahmen Druckurbetten Nedaktton„ 1111 E., 2. 87⁷ 2¹0 Baſſermaun und Bülow. (Von unſerem Berliner Bureau.) Hs. Berlin, 10. Dez. Noch einmal erreichte die Etatsberatung im Reichstag einen überragenden Höhepunkt. Sie dahin geführt zu haben, iſt das Verdienſt des Abg. Baſſermann, der zu Beginn der Sitzung am Samstag zu Worte kam. Baſſermann iſt ein ſympathiſcher Redner gerade für den Reichstag; er ſpricht mit wohlklingender Stimme, klar und in vornehmer Form, und er poſiert nicht. Man hat während ſeiner 1½ſtündigen Rede ſtets die Empfindung, daß das, was er ſagt, ſich mit dem vollkommen deckt, was er denkt. Darin iſt Baſſermann moderner als— mancher andere, der ſich mit der neuen, von Bismarck geſchaffenen Form der Staatskunſt, für die die Sprache nicht mehr dazu dient, die Gedanken zu verbergen, noch nicht recht befreunden kann. Der Eingang der Rede des nationalliberalen Parteichefs war eine energiſche, aber ruhige Abwehr der Maßloſigkeiten, womit Bebel die deutſche Politik überſchüttet hatte. Es war notwendig, daß dieſe Abwehr auch aus dem Hauſe heraus kam, und in würdigerer Form hätte ſie kaum erfolgen können. Der Haltung des Reichskanzlers in der Marokkofrage ſtimmt Baſſer⸗ mann im Ganzen zu, er gibt nur zu bedenken, ob es zweckmäßig ſei, in ſolchen Fragen gerade die Perſon des Kaiſers ſelbſt ein⸗ zuſetzen. Warme Worte hat der Redner für den Ausbau der Flotte und auch für die aufklärende Agitation des Flotten⸗ bereins. Indem er dem Staatsſekretär der Marine nahelegt, ob nicht bei den nötigſten Erſatzbauten etwas raſcher vor⸗ gegangen werden könnte, ſpricht er einen Wunſch aus, den gewiß weiteſte Kreiſe teilen, auch wenn ſie für überſtürzte Eile bei Neubauten nicht zu haben wären. Kräftige Worte der Kritik findet Baſſermann gegen den Bureaukratismus namentlich in der Koloniglverwaltung, während er dem„neuen Herrn“ zu⸗ gleich ſeine Anerkennung dafür ausſpricht, daß er mutig daran gehen will, hier neu aufzubauen. Was die Deckungsfrage für die großen Aufgaben der Reichspolitik angeht, ſo behält der Redner ſeiner Partei die Stellungnahme im einzelnen vor, was umſo mehr zu billigen iſt, als ja über Bier und Tabak beſon⸗ ders debattiert werden ſoll. Für ſeine Perſon läßt er aber durchblicken, daß er kein Freund der chikanöſen Verkehrsſteuern iſt und daß er einen Ausbau der Erbſchaftsſteuer, über die Vorſchläge der Regierung hinaus, ſehr wohl für möalich hält. Namens ſeiner Partei empfahl Baſſermann die Wehrſteuer. Gar nicht genug beachtet werden kann, was er im zweiten Teile ſeiner Rede ausführte, und es wäre ſehr zu wünſchen, daß die, ſo es angeht, hier auch zwiſchen den Zeilen zu leſen ver⸗ ſtünden. Es waren eine ganze Reihe wunder Punkte, woran der Abg. Baſſermann, in der ihm eigenen gehaltenen Form, uber doch für jedermann, den Finger legte. So, als er daran erinnerte, wie durch die gewaltige Zunahme der Ausſperrungen, die ja als Zeichen der Zeit begreiflich genug ſind, doch eine bedenklich große Zahl von Arbeitern geradezu in die ſozialdemokratiſchen Organiſationen hineingetrieben werden. In dieſen Zeitläuften, wo die ſozialen Gegenſätze ſich immer ſchärfer zuſpitzten, dürfe nichts unterlaſſen werden, was Briefe aus Rußland. 1 5 Nach Moskau. Falls dieſer erſte meiner Briefe aus Rußland rechtzeitig in Ihre Hände gelangt, verdanken Sie das bei dem gegenwärtigem all⸗ gemeinen Poſt⸗ und Telegraphenſtreik, der ſelbſt Diplomaten Kopf⸗ ſchmerzen macht, nur meinen freundſchaftlichen Beziehungen zu einem früheren Leibdiener des Prinzen von Oldenburg, der zürs⸗ lich nach Deutſchland gereiſt iſt. Mit dem Reiſenden meime ich den unermeßlich reichen und ſehr wohltätigen Printzen, der die Schweſter des Zaren geheiratet hat, der Generalsrang bekleidet und deſſen eine Beſitzung kürzlich von plündernden Bauern heimgeſucht worden iſt. Sein Leibdiener a. D. reiſt zwar auch, reiſt ſogar ſtändig, aber nicht um ſein Geld in Sicherheit zu bringen, ſondern um es zu verdienen. Er verdient monatlich 32 Rubel und iſt prowodnik Eiſenbahnkondukteur. Hinter Breſt⸗Litowsk fährt die Moszauer Bahn ſtundenlang durch unermeßliche, hier und da ſchon ſtark gelichtete Waldungen der Goubernements Grodno und Minsk. Noch unlängſt wurden die Stämme als Heizmaterial für die haushohen, vorn oben mit einer wagenradgroßen Laterne verſehenen Schnellzugslokomotive benutzt; jetzt iſt, wie auf Schiffen und ſelbſt in vielen Fabriken der Moskauer Gegend Maſutfeuerung üblich.— Geſpenſtiſche dunkle Tannen, freundliche ſchanke Birken rücken immer näher an das fauchende, bisweilen mit dumpfen Stirenentönen heuleerdn Ungetüm mit langgegliedertem Eiſenleib hexan; die ſchaukelnde Bewegung macht müde; mein Viſavis mit breitem, ſchaufelförmigem Vart, ein Gutsbeſiter aus Minsk, der„ſteinernen Stadt“(kamen⸗ nhi gorod), hat ſoeben erſtaunlich radikale politiſche Anſichten ge⸗ Außert, die ich ziemlich unverändert in dem neben ihm liegenden revolutionären Organ„Sſym Otetſcheſtwwa“ wie derfand, und iſt beim Eintritt eines übermäßig ſchlanken Koſakenoffiziers in grüner Uni⸗ form plötzlich verſtummt. Ich trete auf den Korridor. Erſtaunlich Dezember 1905. Montag, 11. 5 fung von Arbeitskammern beſonders empfahl. Ganz ſtreifte Baſſermann die bedenkliche Erſcheinung, daß nord⸗ deutſche Bundesſtaaten es verſäumt haben, ihr Wahlrecht bei⸗ zeiten modernen Forderungen entſprechend umzugeſtalten. Es iſt in der Tat ein nicht genug zu beklagender Mißſtand, daß einzelne Staaten gegenüber dem Reiche mit ſeinem freieſten Wahlrecht der Welt zurückgeblieben ſind und keinen Schritt vorwärts tun können, ohne ſcheinbar einem Druck von unten gewichen zu ſein. Der weiteſtgehenden Zuſtimmung wird der Redner auch ſicher ſein, wenn er auf die Reformbedürftigkeit unſerer diplomatiſchen Vertretung im Ausland und unſerer Rechtspflege im Innern verwies. Baſſermann hat in dieſem Teile ſeiner Rede mit Geſchick und Takt ein Gebiet vertreten, das gerade von den nationalen Mittelparteien nur zu leicht vernachläſſigt wird und wogegen ſich unbegreiflicher Weiſe auch in der nationalliberalen Partei immer noch Widerſtand regt: das der Kritik mit poſitiven Zielen. Hätten es Parteien, deren Reichs⸗ und Kaiſertreue über jeden Zweifel erhaben iſt, hier nicht gar zu oft und gar zu lang an ſich fehlen laſſen: die rein negative Kritik der Sozialdemokratie hätte es nimmer zu dem Dreimillionen⸗Erfolg bringen können. Am dichtbeſetzten Bundesratstiſche erhob ſich ſofort der Reichskanzler, um dem Redner auf ſeine Ausſtellungen namenk⸗ lich am Syſtem unſerer Kolonialpolitik Red und Antwort zu ſtehen. Das war natürlich wieder dankbarer als die zweite Aufgabe, die Fürſt Bülow ſich geſetzt harte: die Abrechnung mit der Sozialdemokratie. In tiefernſtem Tone hielt der Kanzler dem ſozialdemokratiſchen Führer vor, wie niemand unſere Stellung zu England ſo erſchwere, wie gerade er mit ſeiner ewigen Behauptung, unſer Flottenbau müſſe England herausfordern. Energiſch wahrte er der Reichsleitung das Recht, über Krieg und Frieden zu entſcheiden, und drohend warnte er die Sozialdemokratie davor, außerhalb des Hauſes die landesperräteriſche Auffaſſung zu vertreten, als ſtünde es in ihrem Belieben, dem Fahneneid zu folgen oder nicht. Die ſcharfe Kritik von zwei Seiten hatte Bebel doch erſichtlich in Harniſch gebracht; in ſtarker Erregung ſprang er die Stufen zum Präſidium hinan und meldete ſich zum Worte, das er freilich an dieſem Tage nicht mehr erhalten konnte. Es ſprachen noch Müller⸗Sagan und der unverwüſt⸗ liche Herr v. Kardorff, doch war die Höhe des Tages mit Bülows Ausführungen überſchritten. Am Montag ſoll die Debatte weiter gehen. (Einen ausführlichen Auszug aus den Reden Baſſermanns und des Reichskanzlers haben unſere Leſer bereits in der Bei⸗ lage der heutigen Morgenausgabe finden können. D. Red.) politische Ilehersſeht. * Mannheim, 11 Dezember 19085. Beirat für Arbeiterſtatiſtik. Der Beirat für Arbeiterſtatiſtik war am 4. und 5. Dezember d5 W. unter dem Vorſitz des Präſidenten des Kai erlichen wenig Reiſende. Viel Militärs, Infanterie⸗ und Kavallerieoffiziere, auch ein General mit breitem Nilpferdgeſicht, Hängebacken, Trief⸗ äuglein, Bauch wie ein Kiſſen. Der Belagerungszuſtand im Polen iſt ſoeben aufgehoben worden; möglich, daß da ein paar Offiziere abkommandiert ſind. Bei meiner Durchreiſe vorgeſtern morgen wimmelte es auf den elend gepflaſterten, ſchmierigen, in leichten Froſtnebel gehüllten Straßen von ruſſiſchem Militär. Zu zweien, in loſen Trupps oder in geſchloſſenen Abteilungen zogen die In⸗ fanteriſten, die in ihren grau⸗braunen Mänteln mit Baſchiks(Ka⸗ puzen) ſtets einen ſchlampigen Eindruck machen, mit aufgepflanz⸗ tem Seitengewehr zwiſchen harmloſen Kleinbürgersleuten, Juden mit Korkzieherlocken, Bauern in langen Pelzen, die friedlich Heu in die Stadt brachten, dahin. Niemand achtete ihrer. Nur auf dem Bürgerſteig, hinter der einen halben Kilometer langen, auf fünk Pfeilern rubenden, eiſernen Weichſelbrücke mit gitterartigem Ober⸗ bau, berurſachten ein paar hin⸗ und hertorkelnde, mutwilſia mit dem Bafonett in der Luft herumfuchtelnde Soldaten einen Auflauf. Uebrigens weiſt Warſchau aus ganz beſtimmten Gründen auch in ruhfgeren Zeiten als gegenwärtig eine mindeſtens doppelt ſo große Beſatzung auf wie die Berliner Garniſon. Und es fann nur irreführend wirken, wenn Rußlandreiſende in allem und jedem An⸗ zeichen der Revolution erblicken wollen. Die Revolution wird in Rußland noch nſcht auf der Straße gemacht, aßer man ſtrebt daßin, ſie auf die Straße zu bringen. Die ganzen Streſks, die beiſpiels⸗ weiſe hier in Moskau das öffentliche Leben nahezu völlig lahm legen und den Reiſenden jeden Tag vor die„Exiſtenzfrage“ ſtellen könnem— man verſteht, was ich meine— dieſe Streiks bilden ſchließlich nur die Ouvertüre zu dem Thema: Revolution. Daß in unſerer Zeit der Schnellfeuergeſchütze und kleinkalibrigen Gepehre bas bewaffnete Proletariat dem organiſterten Militär gegenüber jederzeit den Kürzeren ziehen muß, iſt klar. Und ſo hat man denn gunächſt zu einer Waffe gegriffen, die zweiſchneidig und furchtbar zugleich iſt. Das iſt der Generalſtreik. Durch Unterbindung des geſamten Verkehrs wird die Regierung der Möglichkeit beraubt, Truppen von einem Ort zum andern zu werfen. Truppenbeförder⸗ (Abendblatt.) Statiſtiſchen Amtes, Dr. van der Borght, zu ſeiner 13. Sitzung zuſammengetreten. In der Hauptſache handelte es ſich in dieſer Sitzung um die mündliche Vernehmung von Aus⸗ kunftsperſonen über die Lohnbücher in der Kleider⸗ und Wäſchekonfektion. Eine frühere, am 18. und 19. Mai ds. Is. vom Beirat für Arbeiterſtatiſtik veranſtaltete Vernehmung über dieſe Frage hatte über verſchiedene Punkte noch keine genügende Aufklärung gebracht, ſodaß eine ergänzende Vernehmung weiterer Sachverſtändiger erforderlich wurde. In der Herren⸗ und Knabenkonfektion und in der Damenkonfektion ſollte vor allem das Verhältnis der Zwiſchenmeiſter einerſeits zu den Unternehmern, anderſeits zu ihren Arbeitnehmern auf⸗ geklärt und die Frage des Bedürfniſſes für Beibehaltung, Ab⸗ änderung oder Abſchaffung des Lohnbuches geprüft werden, während es bei der Wäſchekonfektion darauf ankam, die mit den Lohnbüchern gemachten Erfahrungen bei der Werkſtattarbeit und bei der Heimarbeit genauer kennen zu lernen. Aus der Herren⸗ und Knabenkonfektion wurden 10, aus der Damenkonfektion 4 und aus der Wäſchekonfektion 12 Auskunftsperſonen vernom⸗ men. In der Mehrzahl äußerten ſie ſich dahin, daß die Bei⸗ behaltung eines Lohnbuches zur Vermeidung von Lohnſtreitig⸗ keiten wünſchenswert ſei, daß aber das durch die Bekannk⸗ machung vom 9. Dezember 1902 vorgeſchriebene Formular den beſtehenden Bedürfniſſen nicht entſpreche, ſondern eine Reihe von Abänderungen und Erweiterungen erfahren, vor allem zu einem Lohnabrechnungsbuch umgeſtaltet werden müſſe. Unter den übrigen Gegenſtänden der Tagesordnung kamen auch verſchiedene Veröffentlichungen des deutſchnationalen Handlungsgehilfen⸗Verbandes in Hamburg in deſſen Verbands⸗ ſchriften zur Sprache, in denen die Unparteilichkelt des Beirats gelegentlich der mündlichen Vernehmungen von Auskunftsperſonen aus dem Stande der Arbeitgeber und Arbeitnehmer des Handelsgewerbes angezweifelt wird. Nach⸗ dem dieſe Angriffe fämtlich als völlig haltlos befunden waren beſchloß der Beirat, die Angelegenheit durch Uebergang zut Tagesordnung für erledigt zu erachten. Die Folgen der Tabakſteuer⸗ Die„Südd. Tabakztg.“ fürchtet, daß die neue Tabak⸗ ſteuer das Tabakgewerbe auf ein Jahrzehnt beunruhigen werde. Sie ſagt: Die Möglichteit der Vorverzollung auf zwei Jahr e und die zweijährige Staffelſteuer bringen das geſamte Tabakgewerbe in Unordnung auf viele Jahre hinaus. In unſerer ſozialpolitiſchen Zeit, da die Mittelſtandsfürſorg in beſonderer Blüte ſteht, will man ein Gewerbe vernichten, das Hunderttauſende kleiner Leute redlich nährt. Man ſteuert aufs Monopol los, wenn man, wie es den Anſchein hat, die klei Elemente in dieſem Gewerbe ausſchalten will. Drei Viertel der kleinen Fabrikanten müſſen ihr Rohtabake auf Kredit kaufen, denn elf Zwölftel der geſamten Detailliſten bleiben die vom Fabrikan gekauften Zigarren neun Monate ſchuldig. Nun ſollen dieſe ſich auf zwei Jahre vorſehen! Reichlich vorſehen können ſich wohl einige Millionäre, die jene kleinere Fabrikation, der ein ausreichender Bankkredit nicht zu Gebote ſteht, aus dem Geſchäft treiben. Die Grofen würden zwei Jahre nur mit einem kleinen oder keinemm Aufſchlag verkaufen, dank ihrer Vorräte zu dem alten Satze von 85 anſtatt 125., während die vielen tauſend Mittelſtandsfabri⸗ ungen von Odeſſa nach Sebaſtopol ſind beiſpielsweiſe ſoeben von ruſſiſchen Dampfergeſellſchaften verweigert worden. Was nützt der Regierung dieſer Pyrrhusſieg in einem Kampfe, der bereits 5000 Opfer erforderte und deſſen Folgen gar nicht abzuſehen ſind! Witte wird bereits in einem Atem mit Trepow genannt! Das Nichb⸗ empfangen der ruſſiſchen Poſt⸗ und Telegraphenbeamten⸗Deputier⸗ ten, die nunmehr, trotz Verbotes, ihre konſtituierende Verſamm⸗ lung abgehalten haben und weiterſtreiken werden, bis ihre Forder⸗ ungen bewilligt ſind, hat aufs neue böſes Blut gemacht. Der offigzel verantwortliche Miniſter des Innern Durnowo wird als früchers Kreatur Plehwes nur als Statiſt angeſehen. Sein Scheiden aus dent Amte würde wenig ändern. Und ſelbſt, wenn Witte eines Tages im Titanenzampf gegen den ehernen Gang der Ereigniſſe unterliegt, ſo wird man ſagen müſſen: er hat das unleugbare Vers dienſt, eine mit Raturnotwendigkeit hereinbrechende Kataſtrophe hinausgeſchoben zut haben, aber er hat ſich mit zu ſchwachen Kräften gegen die Speichen des Rades der Geſchicke geſtemmt Ich ſagte vorhin, man ſtrebte hier bereits darnach, die Rer volution auf die Straße zu tragen, die Hegemonie des Proletarigts zu erllären. Zum Veweiſe füßre ich einen Artikel des neuen Gor⸗ kiſchen Organs„Nopaja Shisnj“ vom 30. November an. Die lüberalen und radikalem Blätter ſchießen hier gegenwärtig wie Pilge aus dem Boden. Das Gorkiblatt— als verantwortlicher Redak⸗ teur zeichnet Gorkis Freimdin Andrejewna— wird von„Natſcholo und„Sſyn Otetſcheſtwa“ an Schärfe der Tendenz übertroffen „Nofraja Shisnj“ iſt ſozialdemofratiſch,„Sſyn Otetſcheſtna“ ſozia revolutionär.— In dem genannten Artikel finden ſich Sätze, wie? „Das Hineinzieben breiter Vofksmaſſen in das revolutſonäre Fahr⸗ waſſer und das Zuſammenſchließen(splotschenjie) dieſer Maſſe⸗ zur Apantgarde der Revolution bildet geoenwärtig die doppelte Aufoabe der ruſſiſchen Sozialdemokratie. Nur die Bewegung brei Volksmaſſen ſchafft die notwendigen Vorfämpfer bei der Liguſder⸗ ung des ancien régime.“ Der Artikel ſpricht dann weiter in et doktrinär⸗verſchrobenen aber darum nicht minder deutlichen Worten unverholen aus, daß nur das Hinaustragen der Revolution auf elteransngeiger. Mannheim, 11. Dezember. kanten ſchon nach„drei Monaten à dato“ aus dem Sattel gehoben wären. Bis dahin reichten ihre billigen Vorräte, aus welchen die 5 Pfennig⸗Zigarre 4½ Mark und weniger koſtet, allenfalls aus. Dasſelbe Bild bei den Detailliſten! Die Herren, man verzeihe, wenn wir einmal auch Namen nennen, die Herren Loeſer u. Wolff und andere können ihre Magazine und Fillalen auf zwei und auch vier Jahre mit Rohtabaken verſehen, aber die bielen tauſend kleinen Jabrikanten und Zwiſchenhändler in Stadt und Land ſind mit ihrem billigen Vorrat zu alten Sätzen bald fertig. Ihr Einmaleins iſt bald zu Ende. Mit welcher braben Branche wir es bei Tabak zu tum haben, geht ſchon daraus hervor, daß die großen Zigarrehn⸗ fabrikanten ſich im Intereſſe der Kleinen für die Nachſteuer erklärten. Man will ſich nicht bereichern auf Koſten des kleinen Kollegen. Vor allem will man ein reelles Vor⸗ wärtsſtreben in einem Geſchäfte, das man von den Vätern ererbt, um es den Söhnen zu überlaſſen. Frauzöſiſche Preßſtimmen zur ſamstägigen Rede des Reichskanzlers Der„Temps“ ſchreibt, die Rede des Reichskanzlers vom Hbergangenen Samstag ſei von großem Intereſſe wegen der leb⸗ haften Angrifſe gegen die Sozialdemokratie und wegen der Erkläkung betreffend die Reiſe des Kaiſers nach Tanger. Der Reichskanzler ſei der Anſicht, daß die Reiſe nur nützliche Folgen hatte, aber in Deutſchland ſei dieſe Anſicht keineswegs eine allgemeine. Der„Temps“ ſucht ſodann den Widerſpruch zwiſchen den Interviews am Anfange des Oktobers und den jüngſten Ausführungen des Reichskanzlers heraus⸗ zufinden und ſagt, wenn Deutſchland wirklich wolle, daß die Bikkerkeit der letzten Monate vergeſſen werde, warum beharrt es ſo nachdrücklich auf Forderungen, welche Repreſſalien gleichkommen? Warun iſt es in dieſer Angelegenheit nicht ſo objektiv, wie es ſich ſonſt zu ſein rühmt? Warum gibt es ſich den Anſchein der Obſtruktion und widerwilliget übler Launee — Das„Journal des Debats“ ſagt: Der Reichskanzler ſprach forkhauernd bon den ſeit ſechs Monaten verſchwundenen Grün⸗ den, die Deutſchland in der Marokko⸗Angelegenheit beran⸗ laßten und welche in der Reiſe des Kaiſers nach Tanger ihren deutlichſten Ausbruck fanden. Die allerdings ſehr proviſoriſchen und oberflächlichen deutſch⸗franzöſiſchen Uebereinkommen vom Jult und September beweiſen, daß die Politik des Schweigens, über die man ſich in Berlin ſo lange beklagte, aufgehbrt hat. Wenn die deutſche Regierung nichk ernſte Zweifel inbetreff des von ihr berfolgten eigentlichen Zieles auf kommen laſſen will, dann wird ſie gut tun, mehr von der leßtzten Periode zu ſprechen, die zu einer Verſtändi⸗ gung geführt hat, und weniger von einer durch lange diplo⸗ matiſche Arbeit ausgelöſchten Vergangenheit.— Die„Liberts“ ſchreibtt! Wir erfahren es wieber einmal und deuklicher als je, daß Deutſchland mit unverſehrter Willens⸗ kraft ſeine Politik der nattonalen Ausdehnung und des ünſtillbaren Imperialismus verfolgt. Es handelt ſich darum zu wiſſen, ob Frankreich dem ſein durch ſeine Politik nicht geſtörte Verteivigung entgegenſtellen wird.— Der „Gaulois“ ſagt, der durch die erſte Rede hervorgerufene un⸗ günſtige Eindruck werde durch die zweite weder verſchlechtert och berbeſſert. Die Zurückweiſung der Einmiſchung der Soztaldemokrafte in die auswärtige Politik ſei ſtaatsmänniſch und beweiſe die Kraft der deutſchen Regierung. Dies ſei leider ein Vorkeil, den die deutſche Regierung vor der franzöſtſchen boraus hab⸗ —— Dertechee Peſeh. Berlin, 10. Dez.(Ein dritter Nachtrags⸗ ekat für die Schutzgebiete pro 1905) iſt dem Reichstage zugegangen. Er fordert 2 407 875 Mark Ausgaben für Oſtafrika infolge des Eingeborenenaufſtandes, davon 456 575 Mork an forldauernden, 1951 300 Mark an einmali⸗ gen Ausgaben, die Ausgaben werden gedeckt durch einen Reichs⸗ zuſchuß in der gleichen Höhe. Bei Ausbruch der Unruhen iſt die farbige Schutztruppe auf 2010 Mann erhöht worden, die in 15 Feldkompagnien, 1 Rekrutendepot, 1 Maſchinengewehr⸗ abteilung und 1 Signalabteilung eingeteilt wurden. Das meiſte Perſonal wurde erhöht um 5 Hauptleute, 5 Oberleutnants, 8 Leutnants, 4 Aſſiſtenzärzte, 2 Zahlmeiſteraſpiranten, 14 Unterofftztere, 4 Sanitätsunteroffiziere zu Anfang September 1905, für die das Gehalt zu 7 Monaten nachzuforpern iſt. Am J. Dezember 1905 wurden eingeſtellt 14 Offiztere, 5 Aerzte, 28 Unterofftziere, für dieſe iſt das Gehalt für 4 Monate nach⸗ zufordern. 2 bigen ſoll dauernd beſtehen bletben, kehrt alſo im Etat für 1908 wieder. Die Erhöhung des farbigen Perſonals betrug Unteroffiziere, 45 Gefreite, 68 Sudaneſen, 405 ſonſtige Dieſe Stärke des weißen Perſonals und des far⸗ Farbige, für dieſe iſt das Gehalt auf 7 Monate nachzufordern. Zu beſonderen Maßnahmen im Bereiche der Zivilverwaltung aus Aulaß der Unruhen werden 73 500 Mark gefordert, ſonſt noch 971 100 Mark für Ausrüſtungen der Verſtärkungen, 57 800 Mark für die geſteigerte Inanſpruchnahme der Flottille, für Bauten für die Verſtärkungen 375 000 Mark, zur Be⸗ kämpfung der in Tringa, Zanzibar ausgebrochenen Peſt 85 000 Mark. Achtzehn Initiatibanträge ſind dem Reichs⸗ tage außerdem von der Wirkſchaftlichen Vereini⸗ gung unter berſchiedenen Namen der Antragſteller zugegangen. Schließlich ging noch die Denkſchrift betreffend die Errich⸗ tungeines neuen Kolonialamts demgeichstage zu. Der Denkſchrift iſt ein Anhang beigegeben, der eine Ueberſicht über die Häufung der Geſchäfte der Kolonialabteilung von 1890 bis 1905 gibt, aus denen die Umwandlung in ein Kolonial⸗ amt als dringend notwendig hervorgeht. 1890 gab es 6 Referenten, jetzt 14 Referenten, 1890 betrugen die Journal⸗ nummern der Abteilung 7030, 1905 115 374. —(Bei dem Empfang der Reichstags⸗ präſidenten) ſprach ſich der Kaiſer ſehr ernſt über die Verhäliniſſe Rußlands aus. Er fragte den Vize⸗ präſidenten Paaſche nach Oſtafrika und gab die Hoffnung kund, daß die Entwickelung der Kolonien jetzt vorwärtsgehen werde. —(Eine Proteſtverſammlung gegen die Brauſteuererhöhung.) Heute fand die vom Steuer⸗ ausſchuß des deutſchen Brauerbundes einberufene, von etwa 2000 Vertretern des Braugewerbes beſuchte Proteſtverſammlung gegen die geplante Brauſteuererhöhung ſtatt. Den Vorſitz führte Kommerzienrat Henrich⸗Frankfurt a.., der nach ein⸗ gehenden Darlegungen den Wunſch ausſprach, daß der Reichs⸗ tag den Steuergeſetzentwurf ablehnen möchte. Nachdem eine Anzaähl weiterer Redner geſprochen hatte, nahm die Verſamm⸗ lung eine Reſolution an, in der es heißt, die Erhöhung der Steuer um mehr als 60 Millionen bedeute für die Brauereien der Norddeutſchen Brauſteuergemeinſchaft eine Mehr⸗ belaſtung, der ſie nicht gewachſen ſeien und die zum Niedergange des Braugewerbes ſowie des Gaſtwirtsſtandes und aller beteiligten Hilfsinduſtrien führen werde. Die Verſamm⸗ lung erwarte daher, daß der Reichstag die geforderte Verdrei⸗ fachung der Brauſteuer ablehne. * Dresden, 10. Dez.(Die Wahlrechtsdemon⸗ ſtrationen) haben ſich heute nicht wiederholt. * Leipzig, 10, Dez.(Der Alldeutſche Ver⸗ band) hält Sonntag, den 17. Dezember hier einen außer⸗ ordentlichen Verbandstag, um zu der Flotten⸗ borlage der Regierung an den Reichstag Stellung zu nehmen. Die Beratung über eine zu beſchließende Kundgebung wird von Kapitänleutnant a. D. Bruno Weyer in Koblenz eingeleitet werden. Vorausſichtlich werden zu der Frage auch General⸗ leutnant a. D. von Liebert, Exzellenz, und andere Kenner der Sache das Wort nehmen. * Oldenburg, 10. Dez.(Der oldenburgiſche Juſtigminiſter Ruhſtrat) hat dem Miniſterium einen Geſetzentwurf vorgelegt, der den Gefängnisſtrafvoll⸗ zug des Großherzogtums neu regeln ſoll. Aus Stadt und Land. Männheim, 11. Dezember. Aus der Stadtratsſitzung vom 7. Dezember 1905. (Mitgeteilt vom Hurgermeiſteramt.) (Schuß.) Die Stadtkaſſe wird angewieſen, dem Kunſtberein zur Deckung der Koſten, die durch die Inſtandſetzung ſeiner Räume anlüßlich der Wanderausſtellung der Kunſtfreunde in den Ländern am Rhein entſtanden ſind, zu deren Beſtreitung die Gintrittsgelder nicht hingereicht haben, einen Zuſchuß von 649 M. Ai Pfg. auszuzahlen. In dem ſtadtgeſchichtlichen Muſeum ſollen auf An⸗ trag des Altertumsveteins während der öffentlichen Beſuchsſtunden ulißer dem ſtändigem Diener zur Aufſichtsführung zwei Hilfgs⸗ perſonen verwendet werden. Zu der am Sonntag den 10. ds. Mts., mittags 12 Uhr, im Besirksamtsſaale durch Gr. Bezirksarzt Herrn Medizinalrat Kugler ſtattfindenden feierlichen Ueberreichung der von FIhrer Kgl. Hoheit der Großherzogin für 25jährige Dienſtzeit verliehenen ſilbernen Ehrenmedaille an mehrere hieſige Hebammen und Armenhebammen werden die Stadträte Barber und Denzel delegiert. Wegen Ablebens des Stiftungsratsmitgliedes der Dabid und Jeanette Aberle⸗Stiftung, Herrn Kommerzien⸗ rät Bernhard Herſchel, ſowie wegen Ablaufs der Dienſtzeit der Stiftungsratsmitglieder des Isr. Hoſpitalfonds, Herrn Wilhelm Nauen, Kaufmann, Auguſt Oppenheim, Privatmann und Dr. S. Stern, Rechtsanwalt und Stadtrat, werden dem Gr. Bezirksamt gemeinſame Wahlvorſchlagsliſten des Stiftungsrats und Stadtrats zur Zuſtimmung unterbreitet. Es wird die Erwerbung von 3 der Stadtgemeinde auf der ehemaligen Gemarkung Käferthal angebotenen Aeckern be⸗ ſchloſſen. Nachdem die Gr. Forſt⸗ und Domänendirektion den Verkauf des zur Herſtellung eines Vorflutkanals zur Entwäſſerung d es Stadtteils Käferthal erforderlichen domänenärari⸗ ſchen Geländes in der Untermühlau genehmigt hat, erklärte ſich der Stadtrat mit den an dieſen Verkauf geknüpften Bedingungen ein⸗ verſtanden. Infolge Geländetauſches mit der Preußiſch⸗Heſſiſchen Eiſen⸗ bahn fallenm auf Gemarkung Käferthal Almendablöſungen nölig. Die entſprechenden Geldrenten lwerden bervilligt. Die am 28. November vorgenommene Verſteigerung der Plätze für den Weihnachts⸗ und Chriſtbaummarkt wird ge⸗ nehmigt. Der Stadtrat erklärt ſich mit der Aufſtellung von 4 Gas⸗ laternen in der Gewann Unterhellung und Welſchen Gärten einver⸗ ſtanden; desgleichen wird die Aufſtellung von 2 Gaslaternen am der Straßenkreuzung bei der Rheinluſt genehmigb. Die Anſchaffung zweier Transformatoren für das Gleitri⸗ ditätswerk wird genehmigt. Vergeben werden: a) die Lieferung der Podeſtabdeckungen für die Heizkorper in der Gewerbeſchule an die Firma Karl Kappler; b) die Schreinerarbeiten für den Kaufhausumbau(nördl. Teil) Los 1 an Karl Fried, Los 2 an Friedrich Brenmels, Los l an Emil Leger; e) die Glaſerarbeiten für den Kaufhausumbau(nördl. Teif) Los 1 an Th. Lehmann, Los 2 an Adam Lamerdin. Die Verträge über Lieferung von Pflaſterſteinen für den Stadtteil Neckarau pro 1906 und 1907 werden genehmigt. Dem Ratſchreibergehilfen Karl Stein aus Ilbesheim wird eine Schreibgehilfenſtelle beim Gas⸗ und Waſſerwerk übertragen. Das Volksſchulrektorat wird erſucht, Anmeldungen von de⸗ gabten Knaben der 8. Klaſſe zum Eintritt als Schreiblehr⸗ linge an mächſten Oſtern bei der Stadtverwaltung zu vermitteln: Ein wibderruflich bewilligter Witwengehalt wird auch für 1908 genehmigt und zu einer Unfallrente in tulderruflicher Weiſe ein Zuſchuß von 100 M. gewährt. Für eine Einladung des Kaufmänniſchen Vereins zu feiner am Samstag, 9. d.., abends 8 Uhr, ſtattfindenden Abendunierhaltung im Nißhelungenſaale wird der Dank aus⸗ geſprochen. Zur Kenntnis gebracht wird der Jahresbericht pro 1904 und der neue Katalog der öffentbichen Bibliothek. Die mit Valerian Albert beſtehende Vereinbarung kvegen Bedienung der Wochenmarktswagen wird vom 1. Februar 1906 ab um 1 Jahr verlängert. Gegen die Errichtung einer Verzinkungsanſtalt an der Lager⸗ ſtraße im Induſtriehafen durch den Fabrikanten Karl Renminger werden ſeitens des Stadtrats keine Einwendungen erhoben * Vom Hofe. Der Großherzog und die Großherzogim fim Samstag mittag halb 1 Uhr von Schloß Baden in Karlsruhe ange⸗ kommen. Am Bahnhof in Baden waren zur Verabſchiedung an⸗ weſend Prinzeſſin Amélie zu Fürſtenberg, Herzog Alexander von Oldenburg, der Amtsvorſtand Regierungsrat Haape und Ober⸗ bürgermeiſter Dr. Gönner. Der Großherzog hörte machmittags den Vortrag des Geheimerats Dr. Freiherrn von Babo urkd ſpäter denjenigen des Staatsminiſters Dr. Freiherrn von Duſch. * Volkszühlungs⸗Ergebniſſe. Poſen 135 743(mehr 15,98 Proz.), Hirſchberg i. Schl. 19 818(17 867), Emden 20 728(mehr 38 Prog.), Meißen 32 175(mehr 741), Koblenz 54 000(44 975), Köln 425 944(mehr 58 415), Mülheim a. Rh. 50 738(mehr 12 Proz.), Gotha 36 718(34 648), Erfurt 98 640(86 191). Fleiſchabſchlag. letzten Tagen der Preis für Schweine verſchiedentlich um 1 bis 2 Pfg. zurückgegangen iſt, haben die Schwetzinger Metzger⸗ meiſter beſchloſſen, das Schweinefleiſch von heute ab 4 Pfennig billiger und zwar für 86 Pfg.(bisher 90 Pfg.) zu verkaufen. Auch iſt zu erwarten, daß in Bälde ein bveitever Abſchlag folgen wird. * Zur Milchteuerung. Neuerdings tritt, wie uns unſer Fraſt⸗ kenthaler V⸗Korreſpondent meldet, auch im dortigen Kanton eine Steigerung der Milchpreiſe ein. In einer in Flomersheim ſtaltgefundenen Verſammlung von Milchproduzenten wurde be⸗ ſchloſſen, ab 1. Januar den Preis für den Liter Milch ab Station auf 15 Pfg. und ab Station franko auf 16 Pfg. zu erhöhen. Händlern, die ſich dem Aufſchlag nicht anſchließen, ſoll keine Milch mehr geliefert werden. * Die Holspreiſe ſind im Schwarzwald, inmitten der Wal⸗ dungen, ſehr hoch. Bei Steigerungen wurden für Langholz und Abſchnitte 1724 M. per Feſtmeber, je nach Kaſſe, bezahlt. Buchen⸗Nutz⸗Scheitholg 60—70., tannemes Scheitholg koſtete bis zu 40., Tannen⸗Stockholz bis 24., buchenes Brennhbols ſchwankte im Preiſe von 20—32 Mark. Straße und die Hegemonie des Proletariats davor bewahren könne, daß die Revolution ſchließlich im Sande verliefe reſp. im liberalen Mürgertum aufginge, das ſeinerſeits mit der Monarchie paktieren würde.„Die Hegemonie des Proletarſats auf der Straße bietet die einzige Garantie dafür, daß die„Straße“ ihre ganze Macht enttoickelt, daß ſie über die liberale Bourgeobiſte und den Radikalis⸗ mus(1) binwegſchreitet, daß die Rebolution zu Ende geführt und kicht etwa Blut vergoſſen wird, damit die Bourgeois mit der Monarchie paktieren.“ Dieſe Probe wird genügen, Ihnen einen ungefähren Begriff on zu geben, ſple es in den Köpfen der radikal geſinnten Intel⸗ Uienz ausſtieht. Gemäßigte Politiker, wie Peter Struwe, der Her⸗ Autsgeber der„Oswoboſhdenje“, den man als Führer der Giron⸗ n bezeichnen kann, werden bereits des Verrats bezichtigt. Sogar Vater Gapon, zugleich der Vater der ruſſiſchen Revolution, der gegenwelrtig hier in Rußand bpeilt, ſoll ſich mäßigend ausgeſprochen haben; ſeine Aeußerungen, die in der„Naſcha Shisnj“ erſchtenen ſind und mehrfach— mir ſcheint mit Recht— angezweifelt werden, machen allzuſehr den Eindruck des berechnenden Friedensſtifters und nd in keiner Weiſe mit den Proklamationen Gapons vom./22. Jantlar in Uebereinſtimmung zu bringen. So weiſt denn alles darauf hin, daß wir uns mit Rieſen⸗ kten der Kataſtrophe nähern. Die Gegenſätze ſind nicht mehr Uberbrücken. Es mutet wie Hohn an, daß, während die von an beſiegte Flotte gegen ihresgleichen bei Sebaſtopol ſiegreich bh im Miniſterrat im Marinski⸗Schloß der neue Wahlmodus en wird. Je 2500 Untertanen wählen einen Wahlmann und 280 Wahlmänner entſenden einen Abgeordneten in die Reichs⸗ Selßſt liberale Blätter bezeichnen damit das allgemeine cht als nahezu erreicht. Aber können jetzt Regierungsver⸗ mn überhaupt noch—5 5 Der Terrorismus der Radikalen ſchließlich alles in ſeinen Bann. Spricht man mit einzelnen ſonen, ſo erhält man ſtets die Antwort:„Ich will keinen Umſturz, will nur der Geſellſchaft dienen.“ Mein Eiſenbahnkondukleur ch mich auf der Fahrt nach Moslau längere Beit unterhielk, alaubt 93— B. den ich etvas aus den Augen verloren habe, und nrit dem der Geſellſchaft zu dienen, wenn er tut, was die andern tun: Streikt, wenn ſie ſtreiken, arbeitet, wenn ſie arbeiten. Er will beileibe keinen gewaltſamen Umſturz! Hat Frau und Kinder in Petersburg⸗ Macht in ſeiner propperen braunen Schlafwagenkondukteuruniform einen ſehr ſoliden Eindrück. Rühmt mir gegenüber ſeinen früheren Herrn und einſtigen Korpskommandeur— mein Freund hat bei der Moskauer„Garde“ gedient— als ſehr leutſeligen und zugleich energiſchen Charakter und weiß nebenbet eine Menge intimer Familiengeſchichten zu erzählen.. Aber wenn es ſoweit kommt, wenn aufs neue der Ruf ergeht, wird dieſer Beamte genau wie alle andern folgen, und ich weiß nicht, ob ein neuer Bahnſtreik ſo ſchnell wie der erſte beendet wird. Destvegen habe ich Ihnen zunächſt einige allgemeine Mit⸗ tetlungen gemacht, die ich ſpäter zu prätziſieren hoffe. Ich gedenke heute abend nach Jaßnaja Poljana zu reiſen. Ob ich hingelange und borgelaſſen werde, iſt fraglich. Tolſtoi it ſchon lauge leidend⸗ Gorki ſoll wegen einer neuen Pneumonie auf dem Wege in die Krim hier weilen. Ich perde es erfahren. Moskau, 20. Nov.(3. Dez.) 1905. Dr. Adolf Heß. Tagesneuianeſfen, — Küchendragoner. Es wird wohl jeder anſſehmen, daß das Wort Küchendragoner eine ſcherzhafte Begeichnung iſt, die ihren Urſprung der Erwägung verdankt, daß die an unſeren Kochherden waltende holde Weiblichkeit manchmal wenig Feenhaftes an ſich hat. Aus dem jüngſten Hefte der„Urkundlichen Beiträge zur Geſchichle des preußiſchen Heeres“ geht jedoch hervor, daß die Bezeichnung „Külchendragoner eine dienſtliche war. Die in genanntem Heft veröffentlichte, vor kurzem aufgefundene Stammliſte der preußiſchen Regimenter vom alten Deſſauer aus dem Jahre 1729 ſagt vom Reiter⸗Regiment von Blanckenſee Nr. 4, aus dem das jetzige Leib⸗ kllraſſterregiment in Breslau hervorgegangen iſt, daß es„Anno 1674 von denen Hofſtaats⸗ und Küchendragonern des Oberſchenken Grumbkotw“ errichtet ſei. Man erfährt dabei in einer Bemerkung, adese daß dieſes Regiment zwar offigiell dieſen Namen nicht geführt hat, daß hingegen drei Dragonerregimenter dienſtlich den Titel„Hof⸗ ſtaats⸗ und Küchendragoner gehabt haben, weil ſie von 1689 bis 1704 den Dienſt vom Hofſtaat verſahen. — Aus dem Simpliziſſimus. Der Streber. Ein Land⸗ gerichtspräſident, der durch ſeine Majeſtätsbeleidigungsprozeſſe zu hohen Ehren gelangte, kam zum Sterben.“ Als er ſein Ende her⸗ annahen fühlte, bat er ſeine Frau, ſie möge ihm alle Gotkẽsläſte⸗ rungsakten in den Sarg legen, damit er ſich im Himmel als guten Chriſten ausweiſen könne. Dies aber war ſein Ungück, denn es ſtellte ſich heraus, daß er für Gottesläſterungen weit mildere Stra⸗ ſen ausgeſprochen hatle.— Ein Unterſchie d.„Wie geht das zu? Ihre Frau kommt ſo pompös daher und Sie kleiden ſich ſo ein⸗ fach?“—„Das kommt daher, ſie kleidet ſich nach dem Modejournal und ich mich nach dem Hauptbuch.“ — Aus der Jugend. Ehrung für die deutſchen Steuerzahler. Da die zukünftige deutſche Flotte hauptfäch⸗ lich von den Erträgniſſen der Tabak⸗ und Bier⸗Steuer erbaut werden ſoll, beabſichtigt man, zu Ehren der Steuerzahler die Einheits⸗Kom⸗ mandos„Bier⸗Steuer⸗Bord“ und„Tabak⸗Steuer⸗Bord“ einzufüh⸗ ren, eine Idee, die auch in der Gallion Figur zum Ausdruck kommt. — Hoftheater. Junger Autor(bei ſeinem Friſeur):„Sie ſchneiden der Kammerfrau der Prinzeſſin Elfriedikck immer Hühneraugen.. könnten Sie nicht mein neues Stück au der Hof⸗ bühne anbringen!“—— Wahres Geſchichtchen. Be⸗ kanntlich wird ein Bataillon in Rotten eingeteilt, der Unteroffizier hält darüber eine große effektvolle Rede und erklärt alles aufs Ge⸗ naueſte. Schließlich fragt er den biederen Polen Przodewski:— „Alſo was ſind Rotten?“—„Rrrotten ſind grroße Mäuſe.“—— Die Autoren.„Meine Stücke werden von den Theaterdirek⸗ toren gar nicht geleſen,“ jammerte Einer, den mam nie aufführt.— „Tröſten Sie ſich— meine auch nicht,“ ſprach der andere, den man aufführt.—— Ein Held der Feder.„Haben Sie die letzte Wagnerauffüßhrung beſucht?—„Nein, aber ich habe eine Kritif dar⸗ über geſchrieben.“ —— Nachdem auf den großen Märkten in den err —] 707,˖n g0 ⏑. ‚ ⁰ ‚ ,˖errr ² ͤꝗ ernrn r FCC.. AAAcGccCcccGcßoGooßoocoGcoocooccccccccc W wrannheim, III Vezemder. Fgur letzten Sdeaeeenee wee— e Fi huftellen, daß Herr Stv. Dr. Weingätt eohü; oberi u. CTo. meinte, als er das„Vorgehen der Firma als „fair“ bezeichnete. *Jübdiſcher Vortragsverband. Zum Gedächtnis an den 800. Todestag des für das üdiſche Volk unſterblichen Meiſters„Raſchi“ wird am morgigen Dienstag Herr Rabbiner Dr. Cohn aus Baſel die Gedenkrede halten. Zu dieſer Veranſtaltung, die um 8½ Uhr im Saale der Auguſt Lamey⸗Loge, C 4, 12, beginn, hat jedermann frejen Zutritt.(Siehe Annonce.) * Der Frauenverein Feudenheim hat der Großherzogin zu ihrem Geburtstag gratuliert, worauf folgende Antwort eingetroffen iſt: Die freundlichen Glückwünſche, welche Sie mir im Namen des Frauenvereins Feudenheim zum Geburtstage darbringen, haben mir Line herzliche Freude bereitet. Impfangen Sie meinen aufrichtigſten Dank und meine beſonderen Wünſche für die weitere Entwicklung und eine geſegnete Tötigkeit Ihres jungen Vereins unter Gottes gpnädigem Beiſtand. Großherfogin.“ * Die Abendunterhaltung des Kaufmänniſchen Vereins fand am Sar stag zum erſten Male im Nibelungenſaal ſtatt. Die Ab⸗ haltung dieſer beliebten Veranſtaltung in unſerem größten Eaal hatte ſich, wie die Erfahrungen im Vorjahre zeigten, als unum⸗ gänglich notwendig erwieſen und es iſt nur dankbar zu begrüßen, daß der Vorſtand dem einmütigen Verlangen der Mitglieder in der gewünſchten Weiſe Rechnung getragen hat. Die Ueberſiedlung in Unſeren prächtigen Roſengarten, der ja dazu beſtimmt iſt, derartige große Vereine gaſtlich aufzunehmen, konnte um ſo leichteren Her⸗ nß exfolgen, als man infolge des Umſtandes, daß die Stadt die chon längſt ſehnlichſt herbeigewünſchte Bühne endlich zur Ver⸗ fügung ſtellen konnte, nicht genötigt war, von der langgewohnten Zuſammenſtellung des Programms abzuweichen und theatraliſche Darbietungen auszumerzen. Wir möchten gleich vorausſchicken, daß tie Bühnenfrage ſo gut gelöſt wurde, als es bei der Anlage des Saales möglich war. Etwas unangenehm machte ſich bei dem ſamstägigen Andrang, bei dem jedes Plätzchen ausgenützt werden mußte, allerdings der Umſtand bemerkbar, daß die Emporelogen zu beiden Seiten und ein großer Teil der vorderen Emporeplätze nicht benutzt werden können, weil man von da aus die— Seitenwände der Bühne bor ſich hat. Das iſt aber auch der einzige Mißſtand, im übrigen hat ſich die Bühne, die in ihrem Aeußeren dem Charakter des Jagales ſehr gut angepaßt iſt und ſich in ihrer ganzen Ausſtat⸗ kung ſehr vorteilhaft präſentiert, vortrefflich bewährt. Daß der Andrang zu der Veranſtaltung wieder enorm war, braucht wohl nicht erſt beſonders hervorgehoben zu werden. Bereits vor 8 Uhr war kein Platz mehr im Saal und auf der Empore zu haben, ſodaß diejenigen, die ſpäter kamen, entweder ſich auf die Galerie begeben oder mit einem Stehplatz vorlieb nehmen mußten. Daß das Pro⸗ gramm des Abends wieder exquiſit war, verſteht ſich von ſelbſt. Wurden ſämtliche Nummern doch von Mitgliedern unſeres Hof⸗ kheaters ausgeführt. Wenn wir die geſanglichen Darbietungen zu⸗ erſt erwähnen, ſo müſſen wir zunächſt Frl. Linkenbach nennen, die vier Lieder von Schumann, Schubert, P. Cornelius und Brahms mit prächtiger Tongebung und großartigem Empfindungsvermögen bortrug und ſtürmiſchen Beifall erntete. Frl. Hein rich iſt, wenn ſie Couplets zum Beſten gibt, in ihrem Elemenk. Auch am Samsterg wußte ihr temperamentvoller Vortrag alles mit ſich fortzureißen. Man kann ihr ſogar in dieſem Falle nicht böſe ſein, wenn ſie ein wenig boshaft wird. Herr Voiſin ſang weiter mit gutem Ge⸗ lüngen drei Lieder von Kaun, Hch. Hofmann und Meyer⸗Helmund und Herr Hecht errang wieder mit ſeinen beliebten Couplets einen durchſchlagenden Heiterkeitserfolg. Sehr amüſant waren guch zwei weitere Darbietungen humoriſtiſchen Genres, das von den Damen Heinrich und Sanden und Herrn Voiſin wieder⸗ gegebene Terzett„Der Teufelstrank“ und ein Duett von Frl. Heinrich und Herrn Hecht. Humoriſtiſche Quartette der Herren Baſil, Sieder, Traun und Voſſin bildeten den wohlgelungenen Abſchluß des geſanglichen Teils. Entzückend gab ſich wieder Frau Gckelmann, die verſchiedene unterhaltende Sächelchen deklamierte und auch Fräulein Wittels hatte mit den gleichen Darbietungen modernen Genres die Lacher auf ihrer Seite. Zwei flottgeſpielte Einakter brachten gute Abwechslung ns Programm, das noch durch treffliche orcheſtrale Darbietungen der Kapelle unſerer 110er bereichert wurde. Die Klavierbegleitung wurde durch Herrn Friedrich Gellert vorzüglich durchgeführt. Ein Tanz, der der Unterhaltung folgte, gab der äußerſt zahlreich bertretenen jungen Welt Gelegenheit, Terpſichoren ausgiebig zu huldigen. Verein kaufmänniſcher Waren⸗Agenten E.., Mannheim. In der Freitag abend im Vereinslokal„Wilhelmshof“ ſtattgefun⸗ denen Verſammlung ſtand eine vom Oberlandesgericht in Breslau behufs Einholung eines Gutachtens dem Aelteſten⸗Kollegium der Kaufmannſchaft vorgelegte und von dieſem dem Zentralverband beutſcher Waren⸗Agenten weitergegebene Frage auf der Tagesord⸗ nung:„Ob es Handelsgebrauch ſei, daß von Geſchäften, welche in Eußmiſſionswege geſchloſſen werden, insbeſondere bei Eiſenbahn⸗ lieferungen, der Bezirksagent Proviſion nicht zu beanſpruchen⸗ habe.“ Nach Verleſung des eingegangenen ausführlichen Schrift⸗ latzes über den beim Oberlandesgericht Breslau ſchwebenden Prozeß brachte der Vorſitzende, Herr Vögtle, die Schreiben zweier Mit⸗ welche verhindert waren, perſönlich zu erſcheinen, zur untnis. Darin wird die Frage auf Grund langjähriger prak⸗ liſcher Erfahrung in der gleichen Branche bedingungslos berneint. Das gleiche Reſultat ergab die in durchaus objek⸗ tivem Sinne geführte Diskuſſion, ſo daß in dem dem Zentralver⸗ bande überſandten Gutachten die Exiſtenz eines ſolchen Handels⸗ hebrauches einſtimmig beſtritten wird. * Mannheimer Beamtenverein. Einen vorzüglichen und all⸗ ſemein befriedigenden Verlauf nahm die geſtrige Abendunter⸗ altung des Mannheimer Beamtenvereins im Friedrichspark. der Verein nur eine einzige größere feſtliche Veranſtaltung im hr bietet, ſo war der Beſuch auch ein ganz enormer. Herr Be⸗ kriebsaſſiſtent Welz, der Vorſitzende des Vereins, begrüßte in wohlgeſetzten Worten alle Anweſenden und gab ſeiner Freude über den ſchönen Erfolg des abgelaufenen Jahres, in dem 51 638 Mark zur Auszahlung an die Mitglieder gelangten, Ausdruck. Dieſe Sur me entſpreche einem Geſchäftsumſatz von 1 Million Mark. Den erfreulichen Erfolg verdanke man in erſter Linie den Damen des Vereins, welchen hiefür Dank und Anerkennung gebühre. Die Aus⸗ führungen des Redners endigten mit einem begeiſtert aufgenom⸗ menen Hoch auf die Frauen. Hierauf wurde in die geſchäftlichen Verhandlungen eingetreten. Aus dieſen verdient erwähnt zu wer⸗ ken, daß der Verein im abgelaufenen Geſchäftsjahr einen Zuwachs von 229 Mitgliedern zu berzeichnen hatte, ſodaß diecheſamtmitglieder⸗ 5 nun 3045 beträgt. Des weiteren wurde der Beſchluß gefaßt, aus dem allgemeinen deutſchen Beamtenverband auszutreten und den bisher hierfür verwendeten Betrag hilfsbedürftigen Mitgliedern zugute kommen zu laſſen. Bezüglich der Milchfrage wurde von mehreren Rednern erſucht, vom 1. Januar ab die Milch nur noch bon den Lieferanten des Vereins zu beziehen. Nach Erledigung der Tagesordnung hielt Herr Poſtſekretär Rehſe die Feſtrede, welche nach Form wie Inhalt eine rhetoriſche Leiſtung erſten Rang⸗s Sodann wurde in dem unterhaltenden Teil des reichhaltigen Programms weitergefahren. Der Vexrein beſitzt neben der unter eitung des Herrn Wilke ſtehenden, vortrefflich geſchulten Kapelle kuch einen Geſangverein, deſſen Vorträge allgemeinen Beifall ern⸗ ten. Auch ſonſt erfreuten verſchiedene Vereinsmitglieder durch the Fönnen die Anweſenden, ſodaß überall die denkbar beſte Stimmung Ferſchte. Der großartige Gabentempel der 685 Gewinne enthielt, hwar ſtets von einer zahlreichen Menge Neugieriger umlagert. Die Loſe fanden einen reißenden Abſatz und die Verteilung der Gewinne, e heroht Der ganze Abend verlief garn cher W und dürfte allen Anweſenden in angenehmer Erinnerung bleiben. * Die Weltſprache Eſperanto bat im Sommer 1905 in Boulogne⸗ fur-mer beim erſten Eſperantiſten⸗Kongreß die Probe glänzend be⸗ ſtanden. Die erſchienen ca. 1500 Eſperantiſten aus europäiſchen, aſiatiſchen und amerilaniſchen Ländern unterhielten ſich mit beſtem Erfolge nur in Eſperanto. Die vorbereiteten, als auch die frei ge⸗ ſprochenen Reden und Verhandlungen ſind durchaus fließend und ſchlagend geführt und verſtanden worden. Die franzöſiſche Regierung zeichnete den Erfinder des Eſperanto mit dem Kreuz der Ehrenlegion aus. Gegenwärtig erſcheinen berelts 40 Eſperantozeitungen. Um die neue Hilfsſprache auch in Mannheim bekannt zu machen, hat die hieſige Ortsgruppe des Deukſchnationalen Handlungsgehilfen⸗Ver⸗ bandes Herrn Profeſſor L. Mainzer aus Karlsruhe für Mittwoch, den 18. Dezember zu einem Vortrage gewonnen, welcher abends 9 Uhr im Saale der Bäckerinnung beginnt. Jedermann iſt dazu herzlich eingeladen. * Einen Akt brutalſter Roheit verübte der ledige Taglöhner Wilhelm Adam Heger von hier in der Nacht vom 28. auf 29. Okt. Der Taglöhner Adam Reichert war aus der Wirtſchafs zum „Diamant“, J 5, 1, herausbefördert worden und hat am letzten Mittwoch wegen Hausfriedensbruchs im genannten Lokals 10 Mark Geldſtrafe erhalten. In ſeiner Wut ſchlug er bei der Affaire auf der Straße einen mitgenommenen Stuhl entzwei. Heger kam mit ſeinem Fveunde Ph. Bernion in dieſem Momente vor der Wirtſchaft vorbei, nahm ein Bein von dem zertrümmerten Stuhle und ſchlug dem detrunkenen Reichert, den er nicht einmal kannte, das Naſenbein entzwei, ſodaß er zeitlebens entſtellt iſt. Das Schöffengericht ver⸗ ſagte bei der Verhandlung dem Angeklagten Milderungsgründe und erkannte auf das Mindeſtmaß: zwei Monate Gefängnis. * Eine ſchwere Meſſeraffaire ſpielte ſich in der Nacht vom 28./24. September in der Stehbierhalle„Zum Sauſchwänzchen“ (E 6, 18) ab. Zwiſchen zwei gerichtsbekannten Perſonen, dem Tag⸗ löhner Gg. Fahlbuſch und dem Hafenarbeiter Wollen⸗ ſchläger entſpann ſi eine kleine Reiberei. Fahlbuſch warf ſchließlich beim Verlaſſen der Wirtſchaft ein Glas nach ſeinem Gegner, traf ihn aber nicht. Bei der ſich nun entſpinnenden Rauferei wurde der verheiratete Taglöhner Karl Wilh. Kittel gegen Fahlbuſch geſchleudert und dieſer, in der Meinung, er habe einen Angreffer bor ſich, ſtieß ihm ein dolchartiges Meſſer in die Bruſt, das in die Bruſthöhle eindrang und die Lunge verletzte. Lange ſchwebte der Verletzte zwiſchen Leben und Tod, der Kunſt der Aerzte gelang es ſchließlich, ihn am Leben zu erhalten. Fahlbuſch hat erſt kürzlich wegen erſchwerter Körperverletzung 6 Monate Gefängnts erhalten, die ſich im ſelben Lokale abſpielte. In Anbetracht der Roheit der Tat und ſeiner Vorſtrafen wegen ſolcher Delikte, wurde der An⸗ geklagte vom Schöffengericht mit Einſchluß der genannten Strafe zu 10 Monaten Gefängnes verurteilt. Der Angeklagte hat erſt am Dienstag Hochzeit gehalten. Die Flitterwochen kann er im Gefängnis zubringen, denn er wurde zur Verbüßung ſeiner Strafe ſofort abgeführt. Geſtorben iſt am Samstag vormittag in Heidelberg Pfarrer a. D. Heinrich Nadler. Der Verſtorbene war ein Sohn des Heidelberger Dichters Gottfeied Nadler. Polizeibericht vom 11. Dezember. (Schluß.) Körperverletzungen: Nach vorausgegangenem Wort⸗ ſtreit brachten zwei in einer hieſigen Brauerei angeſtellte Kaufleute bor dem Hauſe U 3. 17 einem daſelbſt wohnenden 29 Jahre alten ledigen Kaufmann ſo erhebliche Meſſerſti che am Halſe und 9 bei, daß er ins Allg. Krankenhaus auſgenommen werden mußte. In ihrem Schlafzimmer im Hauſe K 1. 8/9 gerieten 2 Metz⸗ gerburſchen in vergangener Nacht in Streit, wobei einer den andern mitlelſt eines Faſchinenmeſſers am Kopfe, an der Bruſt und am rechten Arm erheblich verletzte, ſodaß auch dieſer ins Allg. Krankenhaus verbracht werden mußte. In beiden Fällen ſind die Täter verhaftet. Weitere, weniger erhebliche Körperverletzungen wur⸗ den verübt: auf der Straße zwiſchen 8S 5 und 6, vor dem Hauſe UU1, 15, auf der Käferthalerſtraße, vor dem Hauſe T 4, 20a, in der Wirtſchaft zum„kleinen Kaſino“, K 4, 7, im Hauſe Dalberg⸗ ſtraße 30 und in der Wirtſchaft Müller, Schanzenſtraße 9. Verhaftet wurden 28 Perſonen, darunter ein vom Amts⸗ gericht Duisburg wegen Erregung öffentlichen Aergerniſſes aus⸗ geſchriebener Bergmann aus Plattweiler, ein vom Amtsgericht Tauberbiſchofsheim ſteckbrieflich verfolgter Dienſtknecht wegen Selbſtverſtümmelung, ein Taglöhner von Oagersheim wegen Kör⸗ berverletzung, ein Kaufmann von Zotzenbach wegen Verleitung gum Meineid, ein Schmied von Friedrichshagen und ein Dreher von Biſch⸗ weiler beide wegen Jagdvergehens. Stimmen aus dem Publikum. Mehrere ſehr eifrige Theaterbeſucher richten an verehrl. Hof⸗ theaterverwaltung die höfl. Bitte, doch wieder einmal die reizende Operette„Frühlingsluft“ zur Aufführung zu bringen. Auch auf dem Gebiete der Oper ließen ſich einige Stücke empfehlen, z. B. die „Afrikanerin“,„Der Prophet“,„Der Rattenfänger“ u. v. g. Vor⸗ ausgeſetzt, daß ſich der Beſetzung der betr. Rollen keine Schwfertg⸗ leiten entgegenſtellen. Wäre es nicht möglich, einmal einige Stücke von„Goethe“, ev. d. Goethezyklus, in das Repertoire aufzunehmen, da dieſer große Meiſter unſeres Wiſſens das ganze Jahr wenig zu Wort gekommen iſt.(Der Goethezyklus kommt noch in dieſer Spiel⸗ ſaiſon. D. Red.) Wir geben uns der zuperſichtlichen Hoffnung hin, daß es an maßgebender Stelle am Entgegenkommen nicht fehlen wird, denn ein gutes Wort, findet bekanntlich einen guten Ort. Des Dankes des ganzen Theaterpublikums darf die Verwaltung ver⸗ ſichert ſein. Mehrere eifrige Theaterbeſucher. ** Die hieſigen Konzertpreiſe. Zu unſerm Bedauern müſſen wir konſtatieren, daß die Eintritts⸗ preiſe für die hieſigen vornehmen Konzert⸗Veranſtal⸗ tungen, wie Kaim⸗, Akademie⸗Konzerte ete., enorm hohe ſind und es dadurch manchem weniger bemittelten Muſikfreund unmöglich gemacht iſt, dieſe Konzerte zu beſuchen. Gerade dieſe künſtleriſche Muſik wirkt am meiſten erzieheriſch und erhebend auf das Volk, vas an dieſer Stelle nicht näher begründet zu werden braucht. Des⸗ halb ſollten derartige Veranſtaltungen nicht nur als ein Privileg der oberen Zehntauſend betrachtet werden. Wie mancher junge Kauf⸗ mann, Beamter, Lehrer und Arbeiter wollte ſchon einmal ein ſolches erwähntes Konzert beſuchen, aber der hohe Eintrittspreis hat ihm die Türe verſchloſſen. Wir wollen gewiß nicht beſtreiten, daß die hervorragenden Konzerte auch großer Mittel bedürfen, aber es iſt wohl kein unbilliges Verlangen, wenn wir den Anſpruch erheben, daß bei den obengenannten Konzerten wenigſtens Plätze zu 1 M— bereit gehalten werden, welcher Betrag noch eher hin und wieder guch von einem weniger Bemittelten beſtritten werden kann. Wir hoffen, daß unſere Anregung auf einen fruchtbaren Boden fällt und die Konzertleitungen unſeren berechtigten Wünſchen vom nächſten Konzert ab entſprechen. Einer im Namen vieler Kunſtfreunde. Aus dem Grossperzoqſum. Weinheim, 9. Dez. Zwei bebeutende indu⸗ ſtrielle Etabliſſements des hjeſigen Platzes planen eine Verlegung bezw. Einſchränkung ihrer Betriebe. Die Handels⸗ „„ 1785 Hildebrand und Söhne beabſichtigt, wie eteftt, wahrſcheinlich ſchon im Laufe des nächſten Früh⸗ jahres den größten Teil ihres Geſchäfts und der Geſchäftsführung nach Mannheim zu verlegen. Zur Ausführung dieſes Projekts hat die Firma bereits ein größeres Gelände im dortigen Hafengebiete erworben. Der Betrieb in der größeren der beiden hieſigen Mühlen ſoll in beſchränktem Umfange, beſonders zur Deckung des Bedarfes der Umgegend, weitergeführt werden, dagegen ſoll die ſogen. Ober⸗ mühle vollſtändig eingehen. Die Verlegung ſoll hauptſächlich zus Verringerung der Betriebsunkoſten und beſonders zun Umgehung der bedeutenden Eiſenbahnfrachtgelder, die der Transport von Mannheim bis hierher koſtete, geſchehen.— Die Stickſeiden⸗ fabrik W. Rücker, Inhaber Heinrich May, wird einen Teil ihres Betriebes, nämlich die Färberei, einſtellen und hat be⸗ reits den in dieſem Geſchäftszweige beſchäftigten Arbeitern gekün⸗ digt. Die Spinnerei dagegen wird unverändert weiter betrieben werden. Aus dem Odenwald, 9. Dez. Die Chriſtbaum⸗ Saiſon hat nun wieder begonnen. Die Bäume werden eben maſſenweiſe von Großhändlern der benachbarten Städte von den Waldbeſitzern aufgekauft und in die Stadt gebracht. Der Preis bewegt ſich zwiſchen 25 und 35 Mk. per Hundert. Der Verkauf dieſer Chriſtbäumchen bietet unſeren Landwirten eine um dieſe Zeit recht willkommene Einnahme. *„ Kleine Mitteilungen aus Baden. Gewerbe⸗ ſchulvorſtand K. O. Hartmann in Lahr hat einen höchſt ehren⸗ vollen Ruf von der württembergiſchen Regierung erhalten. Herr Hartmann tritt als ſchultechniſcher Referent mit dem Titel Profeſſor in die aus einem Miniſterialrat und drei Regierungsräten be⸗ ſtehende königliche Kommiſſion für die gewerblichen Fortbildungs⸗ ſchulen in Stuttgart und übernimmt die Neuorganiſation und Lei⸗ tung des geſamten württembergiſchen Gewerbeſchulweſens.— In Großſachſen verſtarb Frau Weingärtner geb. Schuhmann im Alter von 89 Jahren. Es war ihr noch vergönnt, vor Kurzem das höchſt ſeltene Feſt der eiſernen Hochzeit mit ihrem Gatten zu feiern.— Zu der Familientragödie in Grötzingen(A. Dur⸗ lach) iſt zu melden, daß der Grund der Tat des 32 Jahre alten Malers Reuſch in ehelichen Zwiſtigkeiten liegt. Die Verletzung der Frau iſt ſchwer, doch nicht lebensgefährlich.— In Nittersbach bei Mosbach wurde das Wohnhaus und die Scheuer des Zieglers Karl Riedling ein Raub der Flammen. t Pfalz. Reſſen und Umqebung. * Siegelbach, 11. Dez. Der 18 Jahre alte Ackerer Auguſt Hermann hat geſtern morgen aus Unborſichtigkeit beim Hantieren mit einem geladenen Flobertgewehr die hier in Dienſten ſtehende Emma Eichſer von Rothſelberg erſchoſſen. Die Kugel drang dem Mädchen in die Bruſt und führte den ſofortigen Tod herbei. Gerichtszeſtung. *Kiel, 10. Dez. Der Maſchiniſtenmaat Pelikan und der Torpedoheizer Wunnenberg vom Torpedobobt„G 100“, die wegen Beteiligung an mflitäriſchem Aufruhr und Angriffs auf Vorgeſetzte am 10. November kriegsgerichtlich zu fünf Jahren Ge⸗ fängnis verurteilt waren, ſind auf ihre Verufung hin vom Ober⸗ kriegsgericht der Oſtſeeſtation freigeſprochen worden. Thealer, KRunſt und(Oſſenſchaft. Biertes Honzert des Bachvereins in Heidelberg. Das vierte Kongert des Bachvereins bot eine der ſelten gehöd⸗ teſten und dennoch herrlichſten Blüten der deutſchen Tonlhrfk: 2 Brahms' fünfzehn Romanzen zu Tiecks„Wunderſamer Liebes⸗ geſchichte der ſchönen Magelone und des Grafen Peter aus der Provence“. Die beiden erſten der fünf Hefte Magelonen⸗Romanzen, welche der Komponiſt dem ihm befreundeten Sangesmeiſter Skock⸗ hauſen widmete, entſtanden bereits während eines Kuraufenthalts in Münſter am Stein bei Kreuznach. Hier befanden ſich damals auch Frau Klara Schumann mit ihren Kindern, ſowie A. Dietrich, der getreue Schüler Rob. Schumanns, zur Sommerfriſche. Der Haupt⸗ inhalt der Hiſtorie Tiecks, zu welcher Brahms' Romanzen als ein⸗ geflochtene Stimmungsilluſtrationen erſcheinen, iſt folgender: Den jungen provengaliſchen Grafen Peter drängt es hinaus in die weite Welt hier deſſen ſchöne Tochter Magelone kennen. Es entſteht eine beider⸗ ſeitige tiefe Neigung, welche die gemeinſame Flucht der beiden Lie⸗ benden zur Folge hat. Schon ſind die Fliehenden in der Nähe der Himat Peters angelangt, als ſie ein ungünſtiges Geſchick trennt und erſt nach langer Zeit— nach Art der zur Zeit Tiecks üblichen Schäf geſchichten— als Schäfer und Schäferin wiederfinden läßt. D Dichtung Tiecks atmet die Naivität jener Zeit. Brahms Romanzen reihen ſich würdig an Schuberts Liederzyklen und bleiben auch an Tiefe und Innigkeit hinter Beethovens Liederkreis„An die ferne Geliebte“ keineswegs zurück. Bewundernswert iſt die Kunſt Brahms', den Stimmungsgehalt der lyriſchen Dichtung zu er⸗ ſchöpfen und dabei bei dem verſchiedenartigſten Empfindungsausdruck die Einheit des Stiles zu wahren. Herr Dr. Wüllner, der auch in Mannheim beſtens eingeführte Deflamator und Sänger, wirkt bekanntlich nicht durch Größe und Reiz ſeines Stimmorganes, als vielmehr durch die intellfgente Art ſeiner Stimmbehandlung, wie eine verſtändige, wohlartikulierte Arz der Deklamation. Weiſe und trug auch die fünfzehn Romanzen völlig frei aus dem Ge⸗ dächtnis, dazu in einer ſo feinſinnig geſtaltenden Weiſe vor, daß über dem Reichtum ſeiner Ausdrucksnuancen und der Empfindung und Verinnerlichung ſeiner Interpretation, ſeine ſtimmliſchen Schwächen ganz wie von ſelbſt in den Hintergrund traten. Herr Hermann Zilcher aus Frankfurt begleitete den Sänger ſehr gewandt und feinfühlig am Flügel. Das Konzert war gut beſucht und bildete was es nach dem veröffentlichten Generalprogramm ſein ſollte einen wirklichen populären Liederabend. 5 **** Die Inſel der Seligen. Komödie von Max Halbe. (Uraufführung im Münchner Schauſpielhaus.) Es iſt ein weiter Sprung, den Max Halbe gemacht hat, von der Tragödie der oſtpreußiſchen Bauernfamilie im„Strom“ bis zu ſeinem neueſten Werke„Die Inſel der Seeligen“. Wenn die Komödie bom Publikum auch abgelehnt wurde, und der Erfolg nur ganz gering war ſo iſt ſie doch zum mindeſten eine treffende und feine Satire, die kunſtvoll angelegt und in der Hauptſache auch kunſtvoll durch⸗ geführt iſt. Dies iſt etwa der Inhalt: Brund Wiegand, der in verſchiedene Stadien, die verſchiedenartigſten Berufe des menſchlichen Lebens habt hat, der zuerſt Prinzenerzieher und ſpäter Anarchiſt geweſen iſt, hat, um ſeinem unbegrenzten Idealismus zu huldigen, eine reiche Erbſchaft dazu berwendet, um auf einer fernen, entlegenen Infel ein eigenes kleines Reich zu gründen für ſich und Gleichgeſinnte, ein Land der Freiheit, die„Inſel der Seligen“. Hier geſellen ſich Elemente mannigfachſter Art um ihn und Wiegand ſchwelgt in dem Gedanken, ſeine Genoſſen zur Mutter Erde, zur Natur zurückzuführen und ſo der ganzen Menſchheit ein leuchtendes Vorbild zu geben. Der Pamphletiſt Dubsky, der Nebenbuhler Wiegands, weiß durch In⸗ triguen Zwieſpalt unler die Bewohner der Inſel zu bringen, er ver⸗ ſpricht ihnen das Letzte und Höchſte, was ſie erſehnen, die Güter⸗ gemeinſchaft, wenn ſie ihn zu ihrem Herrn machen. Wiegands Fr Er kommt an den Hof des Königs von Neapolis und lernk Er erzählte die verbindende Dichtung in freier * Dm Sencral⸗Anzeiger. Mannheim, 11. Dezember Dorethee, die das Unhaltbare des Zuſtands erkennt, die ſich keinen Augenblick wohl gefühlt hat auf der„Inſel der Seligen“, bittet ſhren und Brunos Freund, den Baron von Marenholdt, aus der Heimat zu ſich, um Bruno wieder zurückzuführen zur übrigen Menſchheit. Der Baron kommt und bietet ihm im Namen ſeines ehemaligen Zöglings, der inzwiſchen zur Regierung gekommen iſt, das Minjſterportefeuille an. Aber Bruno ſchlägt das Anerbieten, uhne mit ſich ſelbſt ein'g zu ſein, kurzerhand ab. Da greift Dorethee zur Liſt. Sie erzählt Dubsky, daß Bruno Miniſter werde, in der pichtigen Ueberzeugung, daß er dann umſo intenſiver gegen Wiegand wühlen werde und hierdurch der Weggang erleichtert würde. Es kommt zwiſchen Wiegand und Dubsky zu einem Disput, aber immer noch zu keiner Entſcheidung. Da entſchließt ſich Dubsky das Letzte zu verſuchen. Beim Feſte zur Feier der dritten Wiederkehr des Tags der Gründung der „Inſel der Seligen“ will er Wiegand in einem offenen Brief des Verrats an der gemeinſamen Sacht beſchuldigen, da kommt die Nach⸗ icht, daß Jürgen, Wiegands fünfzgehnjähriger Sohn, mitten in der Nacht geflohen und ins Meer hinausgerudert ſei. Der Junge wird eingeholt und erklärt unumwunden, er habe nur dem Vater ein Beiſpiel geben wollen, denn er habe wie die Mutter das Unerträg⸗ liche des jetzigen Aufenthaltes gefühlt. Da erkennt Wiegand, daß die Jugend ſich nicht mehr wohl fühlt auf der„Inſel der Seligen“ und da die Jugend ſich losreißen will, ſteht er das Unerreichbare ſeines Strebens ein und entſchließt ſich, dem Freunde zu folgen. Dubsky wird in ſeiner ganzen Gemeinheit entlarvt und auch er wendet der„Inſel der Seligen“ den Rücken. Einzelne Perſonen der Inſel ſind ganz hervorragend gezeſchnek, ja man iſt berſucht, bei einzelnen Geſtalten an beſtimmte Perſonen der Gegenwart zu denken. Daß unter ſoviel Satire und Sarkasmus einige Worte zündeten, iſt ſelbſtverſtändlich. Wenn z. B. Jürgen Dubsky fragt, wozu denn ein Miniſter da ſei, und die prompte Ant⸗ wort erhält, um den Leuten Sand in die Augen zu ſtreuen, ſo lann das ſeine Wirkung nicht verfehlen. So freute man ſich zuerſt über die hübſche Milieuſchilderung mit hen feinen Pointen und klarſchte nach den Aktſchlüſſen, aber ſchon nach dem dritten Akt war eine kleine Oppoſition zu merken. Zum Schluß war ber Widerſpruch ſo ſtark, daß die kleine Gemeinde, die für Halbe ſprach, nur mit der größten Mühe den Dichter vor die Rampe bringen konnte. Die Wiedergabe unter Stollbergs Leitung war ganz vortrefflich. Von den Darſtellern ſind in erſter Reihe Frau Gerhäuſer und Fräulein Marberg, die den fünfzehnjährlgen Jürgen in Haltung und trefflich verkörperte, neben ihnen die Herren Lackner, Connard und Jeſſen zu nennen. F. W. ** Die Premiere von Strauß„Salome“. Vor einer europäiſchen Elite künſtleriſch intereſſierter Zuſchauer ging die Wildeſche„Sa⸗ lome nach der Opernkompoſition von Richard Strauß Samstag abend zum erſtenmal über die Dresdener Hofbühne und endete mit einem unbeſchreiblichen Erfolg. Vierzig und mehrmal wurden lt. „Beit“ alle Beteiligten, voran Richard Strauß und der verdienſtvolle Schuch herausgerufen. Die wunderbare Leiſtung des Orcheſters kam in dem vollen Hauſe zur trefflichen Geltung. Es war eine revolutio⸗ näre, geiſtſprühende Muſik in einer ſelbſtverſtändlichen Schönheit. Wildes litrariſcher Text verlangte nach dieſen Tönen, die dem künſtleriſchen Weſen von Strauß ganz beſonders liegen. Die Johan⸗ neiſchen Partien drangen durch die Gäſte ihres Stils, der von un⸗ mittelbarer Wirkung iſt, tief in unſer Herz. Der Tanz iſt ein kolo⸗ riſtiſches Bild, das keine Ballette eines modernen Muſikers bisher erreichten. Wie weit das Publikum mit dieſer Kühnheit mitgehen wird, wird ſehr intereſſant zu beobachten ſein. Frau Wittich iſt wohl nicht die geborene Salome, aber heute ging ſie ſo weit aus ſich heraus heraus, daß ſie wenigſtens dramatiſche Farbe gab. Aus⸗ gezeichnet charakteriſtiſch für den Herodes iſt der helle, behagliche Tenor von Burrian. Perrons Johannes war eine edle und ſtarke Geſtalt, Herr Jäger war bemerkenswert als junger Haupt⸗ mann, Fräulein v. Chavanne eine verſtändnisvolle Herodias. Dr. Max Pohl, Vorſitzender der Deutſchen Bühnengenoſſenſchaft und Hofſchauſpieler in Berlin, beging geſtern ſeinen 50. Geburtstag. Ein römiſches Gräberfeld wurde bei Mülfort(Rheinprovinz) aufgefunden. Bis jetzt ſind drei Steinſärge bloßgelegt. Der letzte enthält Münzen, Gefäße und Schmuckſtücke. Wiener Theater. Bierbaums Stilpe⸗Komödien„Das Cenacle der Mauleſe!“ und Die Schlangendame“ hatten im Jubiläums⸗Theater nur einen ſchwachen Heiterkeitserfolg. Der Mangel an Handlung und an Humor ließ eine rechte Stimmung micht aufkommen. Ein Sereniſſimus⸗Zwiſchenſpiel nach altem Muſter, doch mit wenig Witz, übte auch keine Wirkung. Beifall erſcholl nur vereinzelt. Das Publikum verhielt ſich kühl, doch ohne Widerſpruch.— Im Deutſchen Volkstheater hatte Oskar Wildes genial übermütige witzfunkelnde„Komödie für ſeriöſe 55 1 e“ bei guter Beſetzung der Damenrollen einen beträchtlichen rfolg. Nachtrag. *Eine blutige Schlägerei ereignete ſich geſtern Abend gegen 11 Uhr in der Nähe des Gaſthauſes zum„Adler“ in Ladenburg. Ein 19 Jahre alter Arbeiter namens Gropp aus Friedrichsfeld berletzte nicht weniger wie vier Perſonen ſchwer. Am ſchwerſten verletzt iſt der verheiratete Elektrotechniker Betzwieſer, Sohn des Adlerwirts, der einen Schuß in die Len⸗ den und Stiche in Hals und Rücken erhielt. Der zweite erhielt den Arm aufgeſchlitzt, der dritte einen Stich ins Genick und der bierte einen Schuß durch die Hand. Der Täter iſt verhaftet. Maſchinenfabrik Wery.⸗G., Zweibrücken. In der General⸗ berſammlung wuürde die Dividende auf 7 Proz. feſtgeſetzt, welche bei der Geſellſchaftskaſſe oder bei der Rheiniſchen Kredit⸗ bank Mannheim und deren ſämtlichen Filialen ſofort gahlbar iſt. In den Aufſichtsrat wurden wiedergewählt die Herren: Fabrikant Chr., Werhy in Zweibrücken, 1. Vor⸗ fitzender, Kommerzienrat Adolf Schwinn in Zweibrücken, J. Vor⸗ ſitzender, Bankdirektor J. Haas, Mannheim, Graf Viktor von Helmſtatt, Gutsbeſitzer, Neckarbiſchofsheim, Reichstagsabgeord⸗ neter Staufer II, Gutsbeſitzer, Oberſülzen. Badiſche Politilk. oc, Karlsruhe, 10. Dez.(Die geſtrige ſozial⸗ demokratiſche Verſammlung) beſchäftigte ſich, wie ſchon im heutigen Morgenblatt mitgeteilt, mit dem Thema„Die Flotten⸗ und Steuerpläne der deutſchen Reichsregierung“. Im folgenden geben wir die mit überwiegender Mehrheit angenommene Reſo⸗ Jution im Wortlaut wieder:„Die heute im Koloſſeum tagende Volksverſammlung proteſtiert auf das entſchiedenſte gegen die neuerdings dem Reichstage zugegangene Flottenvorlage, die eine abermalſge Vermehrung unſerer Flotte und damit eine weitere ſchwere Belaſtung der Volksmaſſen mit ſich bringt⸗ Die Verſammlung erblickt in den fortwährenden maritimen Rüſtungen keine Garantie für den Frieden, ſondern im Gegenteil eine Gefahr für den Frieden. Die Beſtrebungen, die darauf abzielen, Deutſchland auch in mari⸗ KAmer Veziehung zu einer Macht erſten Ranges zu machen, haben naturgemäß entſprechende Gegenmaßregeln derjenigen Nation zur lIge, gegen die dieſe Maßnahmen gerichtet ſind. Es wiederholt ſich er dasſelbe, was auf dem Gebiete der ſonſtigen militäriſchen Rüſtpaigen in den letzten Jahrzehnten ſehon zu beobachten war. Die maritimen und militäriſchen Rüſtungen führen zu einer immer Güöbepen Zerrilttung der Reichsfinansen und in Verbindung dauit maſſen. zu einer immer ſckwereren ungerechten Belaſtung der breiten Volks⸗ Die neuen dem Reichstag zugegangenen Steuervorlagen bringen den klarſten Beweis, daß man auch die Laſten der neuen Flottenvorlage wieder den Maſſen des Volkes aufzubürden bemüht iſt. Die fortgeſetzte Belaſtung der notwendigſten Lebens⸗ und Ge⸗ nußmittel des Volkes mit indirekten Steuern bedeuten aber eine Verteuerung aller unentbehrlichen Lebensmitbel und damit eine ſchwere, die kulturelle Entwicklung bedenklich ſchädigende Beeinträch⸗ tigung der Lebenshaltung der großen Maſſen des Volkes. Die Ver⸗ ſammlung proteſtiert gegen dieſe Politik, durch die die Rechte und Pflichten der Volksmaſſen in immer größeren Widerſpruch zu ein⸗ ander kommen und durch die auch die Gefahr nach außen anſtatt gemindert immer mehr vergrößert wird. Die Verſammlung fordert angeſichts dieſer ernſten Situation das Proletariat auf, ſeine Or⸗ ganiſationen zu ſtärken, um gegen dieſe gefahrdrohende Politik der herrſchenden Klaſſen mit Erfolg ankämpfen zu können. Die heutige Verſammlung fordert aber gleichzeitig den Parteivorſtand auf, ſich mit den Führern der engliſchen Arbeiterbewegung zum Zwecke ge⸗ meinſamen Wirkens in der gleichen Richtung— Beſeitigung der Differenzen und Aufrechterhaltung des Friedens zwiſchen England und Deutſchland— ins Benehmen zu ſetzen.“ * Bonndorf, 10. Dez.(Wahlkaſſierung.) Die nationalliberalen Parteileitungen hier und in Waldshut haben nunmehr die Kaſſierung der Wahl Wittemanns in aller Form beim Landtag beantragt. Vom hieſigen Bezirks⸗ amt iſt lt.„Konſt. Ztg. feſtgeſtellt worden, daß ungeſetzlicher⸗ weiſe Perſonen mit Armenunterſtützung wählten. Der Partei⸗ antrag gründet ſich zudem auf ungehörige Wahlbeeinfluſſung ſeitens der Gegner. In jedem Fall wird das in der 2. Kammer eine hitzige und intereſſante Debatte geben. Leizte Hachrichten und Telegramme. Landau(Pfalz), 11. Dez. In Rülzheim fand eine große Verſammlung von Tabakbauern, Tabakarbeitern und Tabak⸗ intereſſenten ſtatt. In einer an den Reichstag gerichteten Reſo⸗ lution wurde gegen jede weitere Belaſtung des inländiſchen ſowie des ausländiſchen Tabaks durch Steuern proteſtiert. * Stuttgart, 11. Dez. Kurz vor 12 Uhr traf der König von Sachſen hier ein. Am Bahnhof fand großer Empfang ſtatt. Der König von Württemberg geleitete König Friedrich Auguſt unter Eskorte einer Schwadron Dragoner ins Reſidenzſchloß, wo ihn die Königin begrüßte. Am Schloßportal war eine Ehrenkom⸗ pagnie aufgeſtellt, von der beide Könige die Parade abnahmen. Hierauf fand Familienfrühſtück im Wilhelmspalaſt ſtatt. Heute nachmittag wohnte der König von Sachſen einer Wiederholung des kürzlich gegebenen Reiterfeſtſpieles durch das Offizierskorps des Dragoner⸗Regiments„König“ bei. Am Abend findet Galatafel im Schloſſe, dann Feſtvorſtellung im Hoftheater ſtatt. Der König hat nach dem„Staatsanzeiger“ den König von Sachſen zum Chef des in Ludwigsburg garniſonierenden Infanterie⸗Regiment„Alt Württem⸗ berg“ Nr. 121 ernannt. König Georg und Georg Albert von Sachſen waren früher Chefs dieſes Regiments. * Dresden, 10. Dez. Der nationalliberale Reichsverein be⸗ ſchloß, von der ſächſiſchen Regierung eine die Landwirtſchaft in gleicher Weiſe wie die Induſtrie, den Handel, das Gewerbe, die geiſtigen Berufe bertretende Erſte Kammer zu verlangen und die nationalliberale Landtagsfraktion zu erſuchen, gegen eine dieſe Jor⸗ derung nicht zuſtehende Regierungsvorlage zu ſtimmen. * Berlin, 11. Dez. Geſtern Abend iſt hier der General der Artillerie von Hoffbauer, im 70. Lebensjahre geſtorben. Die Fleiſchnot. * Freiburg, 11. Dez. Dem Vorbilde der Mann⸗ heimer Handwerkskammer folgend, hat auch die hieſige Hand⸗ werkskammer in ihrer letzten Vollverſammlung auf Grund ein⸗ gehender Beratung über die herrſchende Fleiſchnot be⸗ ſchloſſen, den Einſpruch des deutſchen Fleiſcherverbandes zu unterſtützen und ſich dem weiieren Vorgehen der deutſchen Han⸗ delskammern anzuſchließen. Der Präſtdent der Kammer gab noch dem dringenden Wunſche Ausdruck, daß den Intereſſen des Handwerks von den Regierungen die gleiche Beachtung zuteil werden möge, wie denen der Landwirtſchaft. Ein deutſch⸗hraſilianiſcher Zwiſchenfall. * Köln, 11. Dez. Der„Köln. Zig.“ wird aus Berlin vom 10. ds. telegraphiert: Nach hier vorliegenden Depeſchen aus Rio de Janeiro und Itajahi(Braſtlien) war von dem deutſchen Kriegsſchiff„Panther“ ein Matroſe deſertiert, anſcheinend auf An⸗ ſtiften des in Itajahi lebenden Reichsdeutſchen Steinhoff. An Land befindliche Unteroffiziere des„Panther“ prügelten den Steinhoff durch, ſchleppten ihn aber nicht auf den„Panther“. Der Aufenthalt des deſertierten Matroſen iſt unbekannt. Daß Braſilianer in den Streit verwickelt waren und auf den„Panther“ gebracht wurden, davon iſt hier nicht das mindeſte bekannt. Etwaige Verſtöße gegen das internationale Recht würden ſich bei dem freundſchaftlichen Ver⸗ hältnis Deutſchlands zu Braſilien zweifelsohne befriedigend beilegen laſſen. Unrichtig iſt, daß braſilianiſche Kriegsſchiffe wegen dieſes Zwiſchenfalles in Dienſt geſtellt und nach Süden geſchickt wurden, um den„Panther“ an der Wiederholung ſolcher Uebergriffe zu ver⸗ hindern. Ueber den„Panther“⸗Fall wurden von der braflianiſchen Regierung ganz offene Erklärungen abgegeben. Weitere Preßäußerungen zur Samstagsrede des Reichskanzlers. (Siehe Ueberſicht! D. Red.) * Paris, 11. Dez. Der„Petit Pariſien“ bemerkt: Die ſamstägige Rede des Reichskanzlers zeigt, welche große An⸗ ziehungskraft Frankreich auf das Ausland ausübe. Bülow habe zu wiederholten Malen in curtoiſievoller Weiſe von Frankreich, den franzöſiſchen Staatsmännern und Generalen geſprochen. Das franzöſiſche Volk beklage ſich nicht darüber, vorausgeſetzt, daß man es bei ſeiner Arbeit und in Frieden die eigenen Ge⸗ ſchicke lenken laſſe.— Das„Echo de Paris“ ſchreibt: Die neue Rede des Reichskanzlers zeige nur, daß die Angriffsluſt Frank⸗ reich gegenüber fortdauere. Beſonders bezeichnend ſei, daß Bülow die Verantwortlichkeit der Kaiſerreiſe auf ſich nehme, da er fühle, daß die Reiſe im Reichstage keineswegs einſtimmig bewilligt werde. Deutſcher Reichstag. wW. Berlin, 11., Dezember. Am Bundesratstiſch Graf Poſadowsky, Freiherr von Stengel und Admiral von Tirpitz. Der Geſetzentwurf, betreffend die Verlängerung der Gültigkeits⸗ dauer des Geſetzes über die militäriſche Strafrechts⸗ pflege im Kiaulſchougebiet bis 1912 wurde debattelos angenommen. Es folgte die Beratung des Handelsvertrages mit Bulgarien. Graf Reventlow(wirtſch. Vereinigung) will dieſen Ver⸗ trag ſowie das Handelsproviſorium mit England nur von einem beſchlußfähigen(9) Reichstag behandelt wiſſen. Kempf(Freiſ. Volksp.) erkennt an, daß die deutſchen Unter⸗ händler ſich große Müße gegeben haben, die füe den deutſchen Handel aus der bulgariſchen Geſetzgebung ſich ergebenden aus dem Wege zu räumen. Bachem(Zentr.) beantragt Verweiſung an die Bugdet⸗ kommſſion. Staatsſekretär Graf Poſadowsky wirft einen Rückblick auf „* Schwierigkeiteg die Entwicklung der politiſchen Verhältniſſe Fulgariens und der wirtſchaftlichen Verhältniſſe zu dem Berliner Vertrag. Der neug Tarifvertrag mit Italien bedeute auch für uns eine Verbeſſe⸗ rung unſerer handelspolitiſchen Intereſſen gegenüber Bulgariens und derjenigen Bulgariens 0 deute ein durchaus ſegensreich Staatsſekretär bittet ſchließlich dem Vertrag zuzuſtimmen. Unterſtaatsſekretär Wermuth erläuterr eine Reihe Poſi⸗ tienen des Vertrages und weiſt nach, daß deutſche Intereſſeg durch den Vertrag nicht geſchädigt werden. Der Redner bittet um möglichſt ſchnelle Abfertigung des Vertrages, wenn angängig, noch vor Weihnachten, um die Ratifikation zu beſchleunigen. Bernſtein(Soz.) bezeichnet den Vertrag als unannehm⸗ bar, weil er auf demſelben Boden ſtehe, wie die disher abgeſchloſ⸗ ſenen Handelsverträge. Staatsſekretär Poſadotosky erklärt: Der Vertrag ſei dem Reichstage ſo ſpät zugegangen, mit Rückſicht auf Bulgarien, das den Vertrag ſeiner parlamentariſchen Vertretung zur gleichen Zeit vorlegen wolle. Paaſche(natlib.) erklärt die Bedenken gegen der Vertrag durch die Erklärungen des Staatsſekretärs und des Unterſtaats⸗ ſekretärs für beſeitigt. Potthoff(freiſ. Vergg.) bittet um möglichſt ſchnelle Er⸗ ledigung des Vertrages, damit die Geſchäftswelt wiſſe, woran ſie iſt. Nach weiterer Debatte, an der ſich die Abgeordneten Wolff (Wirtſch. Vergg.) und Gothein(Freiſ. Vergg,) beteiligten, wurde die Vorlage der Budgetkommiſſion über wieſen. Es folgte die Beratung des Geſetzentwurfes betr. Verlänge⸗ rung des Handelsproviſoriums mit England bitz zun 81 Dezember 1907. Graf Kanitz(konſ.) führte aus: Unſere Stellung England gegenüber ſei gegen früher völlig geändert, ſeitdem einige engliſche Kolonien eine Art Autonomie vom Mutterlande gefordert hätten. Der Redner ſchlug vor, das Handelsproviſorium nur bis Ende 1900 zu verlängern. Bernſtein(Soz.) erklärte, zu der ſchlechten Behandlung unſerer Einfuhr in Kanada gebe die Einführung des Schutzzoll⸗ geſetzes in Deutſchland, beſonders aber des Getreidezolles Ver⸗ anlaſſung. — Die Lage in Rußland. Petersburg, 10. Dez.(Ueber Eydtkuhnen. Petersb, Tel.⸗Ag.) Ein Tagesbefehl des Miniſters Durnowo vom 9. Deg, erklärt kategoriſch, der Verband der Po ſt⸗ und Telegraphen⸗ beamten werde unter keinen Umſtänden geſtattet und diejenigen Beamten, die den Ausſtand fortſetzen, würden unbedingt vom Die aſt ausgeſchloſſen werden. Diejenigen, die außerdem Unruhen anſtifteten und eine Beſchädigung der Leitungen, ſowie der teueren Apparate veranlaßten, würden auch noch gerichtlich verfolgt werden, Derartige Handlungen bedeuteten öffentliche Auflehnung und Re⸗ bellion. Mitte November ſeien zu Unterſtützungen für Poſt⸗ und Telegraphenbeamten 500 000 Rubel angewieſer worden. Bei der Verteilung derſelben würden von den wieder in Dienſt tretenden Beamten nur ſolche berückſichtigt werden, die ſich früher durch ihren Dienſteifer ausgezeichnet hätten. * Petersburg, 10. Dez.(Ueber Eydtkuhnen.) Oitz Bauernunruhen nehmen einen immer drohenderen Umfang an. Jetzt beginnen ſolche in nächſter Nähe der Bahn Moskau⸗Kurzk⸗ Die Bauern zünden nicht nur Landſitze an, ſondern bedrohen auch die benachbarten Bahnſtationen. Die friedliche Bevölkerung des Reiches erblickt kein anderes Mittel zur Beruhigung der Gemüter, als die ſchleunige Einberufung der Reichsduma. Auf Geſuche in dieſem Sinne antwortete Graf Witte, die Reichsduma werde bald zuſammentreten; ein abgeändertes Wahlgeſetz iſt aber bisher noch nicht bekannt gegeben worden. Die Verhaftung des Organiſators und der Mitglieder des Bureaus des Verbandes der Poſt⸗ und Tele⸗ graphenbeamten in Moskau dürfte die Bewegung eher nähren als aufhalten. * Petersburg, 10. Dez. Die„Nowoje Wremja“ meldet aus Moskau: Die Börſe iſt ſehr beunruhigt durch Meldungen aus Wiſchnij Wolotſchek(Gouv. Twer), wo die Arbeiter die Fabrik⸗ verwalter mit dem Tode bedrohen und einen erdolchten. Auf der Tberſchen Manufaktur beſchloſſen die Arbeiter, die Leitung der Fabrik zu übernehmen.(Das nennt man bündige Arbeit! D. Red.) * Petersburg, 10. Dez.(Ueber Eydtkuhnen.) Auf dem Privatwege aus Riga hier eingegangene Meldungen berichten, daß am Freitag Abend eine Verſammlung der Eiſenbahnbeamten mit Waffengewalt aufgelöſt wurde. Hierbei gelangten auch Ma⸗ ſchinengewehre zur Anpendung. Die Zahl der Getöteten ſoll bedeu⸗ tend ſein. Vermiſchtes. — Ein Ehedrama auf hoher See. Auf dem Amerikadampfer„Batavia“, der vorgeſtern in Hamburg ankam, wurde der Konditor Sorg, ein geborener Ungar, ſchwer⸗ verwundet eingebracht. Er hatte während der Ueberfahrt in einem Anfall von Tobſucht ſeine Frau erſchoſſen und dann einen Selbſtmordverſuch begangen. 55 — Am Gelben Fieber ſind in Habana ſeit dem Ausbruche der Krankheit 48 Erkrankungen und 14 Todesfälle vorgekommen. — Falſchmünzer. Wie die„Braunſchweiger Landes⸗ zeitung“ aus Velyke meldet, wurde der Stationsvorſteher Engelmann und ſeine Frau verhaftet. Beide ſind geſtändig, ſeit längerer Zeit falſches Geld angefertigt und verbreitet zu haben. — Schiffsunfall. Der mit einer Ladung Zucker nach England beſtimmte engliſche Dampfer„Sphene“ wurde beim Verlaſſen des Hamburger Hafens durch den vom La Platg kommenden franzöſiſchen Dampfer„Canarias“ in Grund gerannt. Die Mannſchaft wurde vom Schleppdampfer gerettes Niederlage: Kropp's photographrsches Sperlalgeschäft 8 5 D 1. 1. illig. Bezugsqueſſe, 60.9 /8 Die in den weiteſten Kreiſen bekannte Firmä Adam Noll u. Sohn, Geſchäftsbücher⸗Fabrik, Papier handlung und Buchbin⸗ derei, Tullaſtraße 10, hat vor wenigen Tagen im weſtlichen Stadt⸗ teil, im Hauſe Lit. B 6 Nr. 7, gegenüber der neuen Zentral⸗(Ge werbe⸗) Schule, ein Zweiggeſchäft errichtet. Es iſt ſtaunens⸗ velches reichhaltiges Lager in Geſchäftsbüchern, Bureau⸗ Ar hul⸗ und Zeichen⸗Utenſilien ete. dieſe Firma verfügt Auch zu Weihnachtsgeſchenken paſſende Luxus⸗Papier⸗ und Galanteriewaren ſind in reichſter Auswahl und zu billigſten Preiſen zu haben. PPrrn ——————————— Mannherim, 11. Vezember. Genueral⸗Anzeiger 8. Seite Oolkswirtschaft. Baumwolle. (Wochenbericht von Hornby, Hemelryt& Co., Baumwollmäkler in Liverpool.) Die Umſätze während der Woche belaufen ſich auf 46 340 Ballen. Amerikaniſche Sorten ſind für middling und darunter 26 und für höhere Grade 28 Punkte höher. Die Nachfrage war gering, da Spinner, eingeſchüchtert durch die rapide Aufwärtsbewegung, ſich von Einkäufen möglichſt enthielten. In Braſilianiſcher war das Geſchäft gut. Preiſe 28 Punkte höher. Perupianiſche mäßig ge⸗ fragt, unverändert für„rough“ Sorten und 26 Punkte höher für „ſmooth“, Aegyptiſche hübſches Geſchäft,„brown“ und„upper“ ein Sechzehntel d höher. In Oſtindiſcher war das Geſchäft verhältnis⸗ mäßig groß. Preiſe ½ d höher. n. Mannheimer Produktenbörſe. Die Tendenz des heutigen Montagmarktes war für alle Getreidearten ziemlich gut behauptet. Hafer liegt ſpeziell andauernd feſt und die Notierungen konnten bei guter Nachfrage des Konſums eine weitere Aufbeſſerung erfahren. Vom Auslande wird offeriert die Tonne, per Kaſſa eif Rotterdam: Weizen ruſſ. Ulka 9 Pud 20/25 ſchwimmend Mark 143.50, do. 9 Pud 30/35 prompt M. 147, do. 10 Pud 5/10 prompt M. 152—160, Rumänier 77/78 Kg. 3 Proz. blaufrei per Nov.⸗ Dez. zu M. 144.50, do. 78/79 Kg. 2 Proz. blaufrei per Nov.⸗Dez. zu M. 145; Roggen bulgar⸗rumain 75/76 Kg. prompt zu Mark 131; Gerſte amerik. 48 lbs. p. Dez.⸗Jan. zu M. 106.50 Hafer amerik. Nr. 2 weiß Clipped 38 lbs. per Dezember zu M. 123; Mais bunter Amerikaner per Dezember zu M. 104 und La Plata ſchwimmend zu M. 111. Mühlburger Brauerei in Karlsruhe⸗Mühlburg. Der Reingewinn des Geſchäftsjahres 1904/05 beträgt nach 140 383 M.(144 043.) Abſchreibungen einſchließlich 18 891 M.(19 717.) Vortrag Mark 168 844 M.(168 891.), woraus wieder eine Dividende von 7 Proz. auf das 1500 000 M. betragende Aktienkapital gezahlt wird. Nach dem Vermögensausweis ſtehen die Wirtſchaftsanweſen mit 1 225 456 Mark(im Vorjahr 1274972.) zu Buch. Die geſamten Aus⸗ ſtände betragen 554 796 M.(446 732.) Die Vorräte ſind mit 171 463 M.(195 697.) bewertet. In bar ſind 11082 M.(11 889 Mark) vorhanden. Außer 900 000 M.(920 000) Anleiheſchulden und 707 400 M.(i. V. 710 400.) Hypothekenſchulden ſind noch 128 525 Mark(185 056.) ſchwebende Verbindlichkeiten vorhanden. Vierbrauerei zum Sternen vorm. J. Graf, Akt.⸗Geſ., Gott⸗ madingen(Baden). In 1904/05 ſtieg der Abſatz um 572 Hl. auf 43 056 Hl., während der Reingewinn nach M. 69 301(i. V. Mark 66 755) Abſchreibungen von M. 129 330 auf M. 117 476 zurückging. Daraus werden wieder 6 Proz. Dividende verteilt und M. 25 000 (M. 30 000) zu Extraabſchreibungen auf Immobilien verwandt. Für das neue Fahr ſei wieder ein gutes Reſultat zu erwarten. Pfälziſche Preßhefen⸗ und Spritfabrik.⸗G., Ludwigshafen. In unterrichteten Kreiſen wird die Dividende wiederum auf 8 Proz. geſchätzt. Ludwigshafener Walzmühle,.⸗G. Die Verwaltung dbeilt mit, daß die Geſellſchaft vorausſichtlich eine Dividende von 9 bis 10 Proz. zur Verteilung bringen wird, im Vorj. 10 Proz. Zuckerfabrik Frankenthal. Die Dividende für 1904/05 ſoll mit 80 Proz.(i. V. 25 Proz.) vorgeſchlagen werden. Für die Süddeutſche Immobilien⸗Geſellſchaft Mainz wurde für das laufende Jahr eine gleich hohe Dividende wie im Vorjahr(10 Prozent) in Ausſicht genommen. Kölner Ruß⸗Fabriken Akt.⸗Geſ. Die Aktionäre werden jetzt auf den 9. Januar zu einer Generalverſammlung berufen mit folgender Tagesordnung: Beſchlußfaſſung auf Erhebung der Klage ſeitens der Geſellſchaft gegen die Gründer, die Gründergenoſſen, den Vor⸗ ſtand und den erſten Auffſichtsrat der Geſellſchaft auf Erſatz des Schadens, welcher der Geſellſchaft durch Uebernahme des Bente ſchen Anweſens und der Benteſſchen Fabrik(Kaufakt vom 25. Februar 1901) entſtanden iſt, und Wahl beſonderer Vertreter zur Führung dieſes Rechtsſtreits. Etabliſſements Herzog,.⸗G. in Logelbach. Wie neuerdings gemeldet wird, ſoll der Status der Geſellſchaft ein ſehr ungünſtiger ſein. Die Bilanz wurde ſeit Jahren unregelmäßig aufgeſtellt, indem die Aktiven zu hoch bewertet wurden. Das geſamte Aktienkapital von 4 794 000 M. und die Reſerven in Höhe von 557 000 M. ſind ver⸗ loren; darüber hinaus ergibt ſich noch ein Defizit von 29½ Mill. M. Immobilien und Einrichtungen, die die letzte Bilanz mit 6 230 000 Mark bewertete, betragen tatſächlich nur 5 Mill. Mk., Warenvorräte ſtatt 5 410 000 nur 8 190 000., Außenſtände ſtatt 6 080 000 nur 1460 000 M. Die geſamten Paſſiven einſchließlich der Hypothekar⸗ anleihe betragen 12 410 000 M. Es verlautet, daß die Geſellſchaft Einbußen durch Spekulationen erlitten hat, und daß die daraus ent⸗ ſtandenen Verluſte als Debitoren in die Bilanz eingeſtellt worden fein. Die Gläubigerverſammlung des Etabliſſements Herzog be⸗ ſantoß einſtimmig, den Konkurs möglichſt zu vermeiden und einen lusſchuß zu bilden, welcher verſuchen wird, von der Familie und deren Kreis Mittel zum Fortbetriebe des Unternehmens zu erlangen. An der Inſolbenz ſind beſonders beteiligk die Banque Dalcaſe und das Comptoir'Escompte de Mulhouſe mit je über 1 Million, welche teilweiſe gedeckt ſind, ferner die Allgemeine Elſäſſiſche Bankgeſell⸗ ſchaft und die Banque de Mulhouſe, deren Straßburger Filiale 500 000 M. Wchſel beſitzt, welche aber mit Giro des Comptoir 'Escompte Mulhouſe verſehen ſind. Die Vaterländiſche Hagelverſicherungs⸗Geſellſchaft in Elberfeld berlor nicht nur ihre ſämtlichen, allerdings nicht bedeutenden Rück⸗ lagen, ſondern außerdem 40—50 Prog. der im ganzen 1 Million Mark betragenden Einzahlungen auf die Aktien.— Die viel bedeu⸗ tendere Kölniſche Hagelverſicherungs⸗Geſellſchaft in Köln hat ſeit 44 Jahren kein ſo verluſtreiches Jahr zu ver⸗ geichnen gehabt wie dieſes. Ihre geſamten Rücklagen, deren Betrag 1% Millionen Mark überſtieg, und 300 000 M. bis 400 000 M. von der.8 Mill. Mark betragenden Bareinzahlung auf die Aktien ſind verloren. Die Dividende des Barmer Bankvereins pro 1905 wird unter dem üblichen Vorbehalt mit vorausſichtlich 7½% Prog. geſchätzt(1904 6% Proz.) L. A. Riedinger, Maſchinen⸗ und Bröngewarenfabrik in Augs⸗ burg. In der Generalverſammlung wurde mitgeteilt, daß durch Auflöſung der Penſionskaſſe die Geſellſchaft Mark 100 900 Barmittel erhält, die nebſt M. 8000 aus der Reſerve den Verluſt decken. Die Unterſchlagungen eines früheren Beamten wurden durch Verwandte doll gedeckt. Der Rücktritt des techniſchen Direktors Bart wurde genehmigt. Im neuen Geſchäftsjahr gehen Aufträge gut ein. Die Ausſichten ſeien keineswegs ungünſtig. Dresdner Bankverein— Sächſiſche Diskontbank. Die außer⸗ ordentliche Generalverſammlung der Sächſiſchen Diskont⸗ ank beſchloß einſtimmig den Uebergang des Geſamtvermögens der 0 k unter Ausſchluß der Liquidation an den Dresdner Bankverein, rückwirkend ab Jahresanfang. Die Aktionäre der Diskontbank er⸗ balten für je eine Aktie ihres Inſtituts eine Bankverein⸗Aktie zu Pari eingetauſcht, ſowie 6 Proz. Dividende für 1905.— Die außer⸗ ordentliche Hauptverſammlung des Dresdner Bankvereins beſchloß mit überwiegender Mehrheit die Uebernahme der Sächſiſchen Diskontobank, nachdem die Verwaltung den Bedenken eines Akitonärs wegen der Güte der zu übernehmenden Kundſchaft und Geſchäfte mit dem Hinweis auf die günſtige Lage und die Stetigkeit der Erträg⸗ niſſe der Diskontbank entgegengetreten war. Eine neue Aktiengeſellſchaft. Die Farbenfabriken Louis Mann in Charlottenburg ſind mit einem Kapital von 1 Mill. Mark in eine Aktiengeſellſchaft umgewandelt worden. Die deutſche Asphalt⸗Akt.⸗Geſ. in Hannover ſchätzt die Dividende für 1905 auf 8 Proz.(i. V. 7½%). Deutſchlands Hopfenbau. Im Deutſchen Reiche waren im Jahre 1905 im ganzen 39 510 ha mit Hopfen bepflanzt, die 292 569 Dotr. Ertrag lieferten. Intereſſengemeinſchaft. Zwiſchen dem Direktorium des Zentral⸗ verbandes Deutſcher Induſtrieller und dem geſchäftsführenden Aus⸗ ſchuſſe der Zentralſtelle für Vorbereitung von Handelsveträgen iſt eine Intereſſen⸗Gemeinſchaft abgeſchloſſen worden. Ruſſiſche Verladungspreiſe. Aus Odeſſa wird uns ge⸗ ſchrieben: Der Ausſtand der Poſt⸗ und Telegraphenbeamten lähmt das Geſchäft vollſtändig. Die Verladung der Dampfer geht nur langſam vor ſich, da unſere Exporteure mit den größten Schwierig⸗ keiten zu kämpfen haben, um ſich von den Banken Geld zu verſchaffen. Das Borſan⸗Komitee hat daher beſchloſſen, daß vom 17. November ab bis zur Beendigung des Streiks, die Liegetage der Dampfer nicht zählen und die Ablader nur nach Möglichkeit zu laden verpflichtet ſind. Die Raten für prompte Räume ſind auf 8 ſh. London, Rotter⸗ dam gefallen, bei ſchwacher Nachfrage dagegen iſt der Begehr nach Antwerpen und Hamburg beſſer bei 9 ſh. Nikolajew berichtet über General⸗Streik, die Arbeit im Hafen ſoll jedoch bereits geſtern wieder aufgenommen worden ſein. Frachtraten ab Nikolajeff ſind nominell 8/—. Rotterdam 8/6 Hamburg. Die Kriſis iſt dort viel ſchärfer als hier. Nach den Mitelmeer⸗Häfen iſt der Bedarf an Räumen einſt⸗ weilen gleich Null. Telegramme. München, 11. Dez. Die bayeriſche Noten⸗ bank ſetzte den Wechſeldiskont auf 6 pCt., den Lombard⸗ zinsfuß auf 7 pCt. feſt. * Köln, 11. Dez. Wie die„Köln. Ztg.“ erfährt, läßt die Gunſt der Marktlage erwarten, daß in der am nächſten Donnerstag ſtattfindenden Sitzung des Stahlwerksverbandes die ge⸗ plante Erhöhung der Beteiligungsziffern für Stabeiſen und Walz⸗ draht ohne jede Schwierigkeit durchgeſetzt werden kann⸗. * Dresden, 11. Dez. Die Sächſiſche Bank erhöhte den Diskont auf 6 Proz., den Lombardzinsfuß auf 7 Proz. * Berlin, 11. Dez. Die Reichsbank erhöht den Wechſel⸗ diskont auf 6 pCt., den Lombardzinsfuß auf 7 pCt. * Berlin, 11. Dez. In der heutigen Sitzung des Zentral⸗ ausſchuſſes der Reichsbank begründet der Präſident Dr. Koch die Diskonterhöhung mit den überaus ſtarken Anſprüchen an die Bank. Die Anlagen ſeien gegen den gleichen Zeitpunkt im Vor⸗ jahr um 226 Millionen und gegen die Jahre 1898 und 1899, in denen eine beſondere Geldknappheit herrſchte, um 278 bezw. 211 Millionen Mark größer, wobei zu berückſichtigen ſei, daß im Jahre 1899 der Diskontſatz auf 7 pCt. erhöht wurde. Der Notenumlauf ſei größer als gleichzeitig in den letzten 7 Jahren, der Metallbeſtand kleiner als in den letzten Jahren; gegen 1904 um 178 Millionen kleiner. Die Deckungen belaufen ſich auf 63,8 pCt und ſeien kleiner als jemals in den letzten Jahren. Gegen die gleiche Zeit 1904 bleiben ſie um 14,4 pCt. zurück. Die Notenreſerve ſei ganz ungenügend im Hinblick auf die bis zum Jahvesſchluß noch zu erwartenden Anſprüche, die ſich 1904 auf 494 Millionen, 1903 auf 441 Millionen und 1902 auf 867 Millionen belaufen hätten. Auch die fremden Gelder hätten in der gleichen Periode 1898 bis 1904 ebenfalls abgenommen. Im Intereſſe der Solidität der Bank und behufs Einſchränkung der an die Bank bis zum Jahresſchluſſe herantretenden Anſprüche beharrte ſchießlich der Reichsbankdirektor auf ſeinem Antrage, den Diskont auf 6 pCt. zu erhöhen, obgleich von Mitgliedern des Zentralaus⸗ ſchuſſes Bedenken geltend gemacht wurden. Berlin, 11. Dez. Die heutige ordentliche General⸗ verſammlung der Allgemeinen Elektrizitäts⸗ geſellſchaft erledigte die Regularien und genehmigte die Erhöhung des Grundkapitals von 86 auf 100 Millionen Mark. Generaldirektor Radenau teilte mit, die Geſellſchaft iſt in allen Abteilungen voll beſchäftigt. Die Ausſichten ſeien günſtig. Kursblatt der Mannheimer Produktenbörſe vom 11. Dezember. 18.70—.— Hafer, württb. Alp.— „vuſſiſcher 15.85—17.25 „amerik, weißer-.— Weizen bierländ. „ Rheingauer „ norddeutſcher 18.40—18 65 „ ruſſ. Azima 19.——19 40Maisamer.Mixed—.——13.75 „ Ulka 18.75—19 20„Donau—.—.— „ Theodoſia 19.75—20.25„ La Plata 14.—.— „ Taganrog 19.——14.50 J Koßfreps, d. neuer——24.50 „ Saxonska 19.25—19 40[ Wicken 20.—21— „ rumäniſcher 18.50—19.25 Kleeſamendeutſch. 1 118.—128.— „ am. Winter—— 75„ II 100.—105.— „ Manitoba—.—.—„neuerPfälzer—.— „ Walla Walla—.——.—„ Iuzerne 100.—105.— „ Kanſas——— D—„ Mrovene. 107.—115.— „ Auſtralier———.—„ Eſparſette 81.——38.— „ La Plata 19.—— 19 60 Leinzt mit fraß——40.— Nernen—— 18.75 bei Waggon—.—9 50 Roggea, pfälz. 17.25——.—[Niſbzl in Faß—.—54.— „ neuer bei Waggon—.—58.50 „ ruſſiſcher „ rumäniſcher „ norddeutſcher—. 17.80—17.50 Am. Vetroleum Faß fr. mit 200% Tara— — Am. Petrol. Wagg.—.——22.70 „ amerik.—.—Am. Petrol. in Ciſt. Gerſte, hierl. 17.50—17.90 p. 100konettoverzollt.— 18.90 „ Pfälzer 17.50—18.— Spiritus, Ia. verſt. 100% 127 50 „ ungariſche——„ 7her unverſt, 57.50 Futter.——„ 9ber„ 49.— Gerſte rum. Brau—.— roh 70er unverſt. 85/92% 54.— Hafer, bad. neu 16.50——.—„ Hoer 85/2% 39.50 80 7 Weizenmehl 00 0 1 2 8 4 30.25 28.25.5 28.25 24.5.25 Roggenmebl Nr. 0) 25.25 1) 23.25. Weizen gut behauptet. Roggen unverändert. Braugerſte ruhi Hafer etwas feſter. Mais unverändert, Aan ube⸗ 5 5 1 00e 1 bis auf Weiteres: in Eiſternen 17.80, Fa arrels) Mk. 21.60 per 100 verzollt ab hieſigem Lager. Mannheimer Effektenbörſe vom 11. Dezember.(Offizieller Bericht.) In Aktien der Spar⸗ und Kreditbank, Landau fand kleines Ge⸗ ſchäft ſtatt zum Kurſe von 189.50 Proz. Sonſtige Veränderungen: Südd. Bank 114 G. 114.50., Anilin 452., Storchenbrauerei, Speher 104.50., Dingler 105., Sttlinger Spinnerei⸗Aktien 102 G. 108 B. und Zellftoktfabret Wardpof⸗Aktien l0 8 Duſt.⸗UAng. Staatsb. 140.80 140.70 Obligationen Pfandbriefe. 4½ Bad..⸗G. f. Roſchiff. 4% Rh. Hyp.⸗B. unk. 1902 100.50 bz u. Seetransport 102.25 G 3½„„„ alte M. 98.— bzſ4½% Bad.Anflin⸗at. Sodaf. 104.40 53 3½„„„ unk. 1904 96.. 5z4% Br. Kleinlein, Heidlbg. 101.50 G 3½„„ Kommunal 97.75 bzſ5e Büra. Braubaus, Bonn 102.78 Städte⸗Aulehen. 4% Herrenmühle Gen; 100.—5 3½ Freiburg i. B 98.— G4 ½% Mannd. Dampf⸗ 3½% Heidelbg. v. J. 1903 99.— V ſchfeppſchiffahrts⸗Geſ. 109.50 G 3½ Karksruhe v. J. 1896 90.30 64½% Mannh. Lagerhaus⸗ 3½% Lahr v. J. 1902 98.— B Geſellſchaft 4½% Ludwigshafen 100.50 G4½% Oberrh. Clektrizitäts⸗ 4% 100.— C werke, Karlsruße 4%„ v. 1900 100.— C4½% Pfälz. Chßamotte u. 4½% 5 98.50 B[ Tonwerk.⸗G. Efſenb. 102.— 4% Mannh. Oblig. 1901 101.— B4½% Ruſſ..⸗G. Zellſtofff. 8 05 5 5 1885 98.50 G] Waldbof bei Pernau in „ 1888 98./5 KGJ Livland 80 5 5 1895 98.75 C4¼½% Speyrer Brauhaus 5„ 1898 98.75 C[.⸗G. in Speyer 102.50 34 0 50 1904 98.75 CG[4½ Speyrer Ztegelwerke 103.— G 3½%% Virmaſens unk. 1905 98.— G4¼% Südd. Draßtinduſtr. 101.78 G Induſtrie⸗Obligation. 41½% Verein chem. Fabriken—.— 4½% Alt.⸗Geſ. f. Seilindu⸗ 4½ Zellſtofffabrik Waldhof 105.— G 102.25 G 98.— 101.—8 ſtrie rückz. 105% 104.50 C Aklien. Banken. Brief Geld Brief Geld Badiſche Bank— 199.80Br. Schwartz. Speyer—.— 1384.— Gewbk. Speyer 50% E—.— 10 75/„ Ritter, Schwetz. 80.25—. Oberrhein. Bank— 109 75/„S. Weltz, Speyer—.— 101.— Pfälz. Bank 105.— 104 50/„ 2. Storch. S.„ 105——. Pfälz. Hyv.⸗Bank—. 204 80(½ Werger, Worms—.— 108. Pf. Sp.- u. Kdb. Land. 139 50—.— Normſ. Br. v. Oertae 93.——.— Rbein. Kreditbank—. 148.—Dflz. Preßh. u. Sptfbr. 144.— 148. Rhein. Hyp.⸗Bank—.— 205.50[ Transvort Südd. Bank 114 50 114.—u. Verſicherung. Giſenbahnen. B..⸗G. Röſch. Seetr. 92 50 92.. Pfälz. Ludwiasbahn—.— 240.250 Mannh. Damyfſchl. 98.— 92.— „ Maxbahn— 15.—„ Vagerhaus—.— 102.— „ Nordbahn—. 141 600Bab. Riſck⸗u. Mitverſ.—.— 680. Heilbr. Straßenbahn—.— 79.—„ Aſſecurranz 1355—— Contfnental. Verf. 445.—. Chem. Induſtsie⸗ Mannh. Verficherung 525.— 520.. .⸗G..chem. Induſtr.—.—.500Oberrh. Verſ.⸗Geſ.—.— 540. Bad. Anil. u. Sodafbr. 452.——.—Pürtt.*5 780.— 720. Chem. Fab. Goldenbg. 175.——.— 398e Verein chem. Fabriken 342.——. 8 8 28 Verein D. Oelfabriken 135——.—.⸗G. f. Seilinduſtrie 10.——.— Wſt..⸗W. Stamm 261.——.— Dingler ſche Mſchfbr. 10.——.— „ Vorzug—.— 106.—Emaillirfbr. Kirrweil.—. Emaillw. Matkammer 108.——.— Brauereien. 1 Ettlinger Spinnerei 103.— 102. Bad. Brauerei ++121.—Hüttenh. Spinneret 102.——.— Binger Aktienbierbr. 44.——.—[Karlsr. Maſchinenban—— 236,50 Durl. Hof vm. Hagen 268.50—.—Nähmfbr. Hafd u. Neu 281.——.— Eichbaum⸗Brauerei 153— 152. 50[coſth. Cell.⸗u. Papierf. 282.— Elefbr. Rühl, Worms 104.50—.— Mannß. Gum. u. Asb. 115.— 114. Ganters Br., Freibg.—.— 109.— Mſchfbr. Badenia—— 221.— Kleinlein, Heidelberg—.— 197.— Pfälz. Näh⸗. u. Fahrrf 143.—— 5 Meſſerſchmitt 83.——.— Portl.⸗Cement Hdlbg.—.— 182. udwigsh. Brauerei 252.— 250.— Verein Freib. Ziegelw.—.— 1685.— Mannh. Aktienbr. 146.——.—]„ Speyr.„—.— 70.— Pfalzbr. Geiſel, Mohr—.——.— Zellſtofffabr. Waldhof 300.——. Brauerei Sinner 251.——.— Zuckerfbr. MWaghäuſel 118.——. Br. Schroedl, Hdlbg. 222.——.— Zuückerraff. Mannh. 140..169. Frankfurter Effektenbörſe. (Privattelegramm des General⸗Angeigers.) W. Frankfurt, 11. Dez.(Fondsbörſe.) Bei Er⸗ öffnung der neuen Börſenwoche lagen weitere ungünſtige Nach⸗ richten aus Rußland vor. Beſorgnis macht die Meuterei dez ruſſiſchen Mandſchurei⸗Armee, ſowie die Bauernunruhen. Wenn⸗ gleich die Finanzlage Rußlands als günſtig dargeſtellt wird un der Kaſſenausweis des ruſſiſchen Staatshaushalts günſtige Reſultate aufweiſt, ſo verhielt ſich die Spekulation ſehr zurück⸗ haltend. Die Erhöhung des Bankzinsfußes auf 6 pCt. gaß ebenfalls Anlaß zu ſchwacher Haltung. Der hohe Zinsſatz wird für das geſamte wirtſchaftliche Leben von Bedeutung ſein. Es iſt begreiflich, daß bei ſolchen Umſtänden die Tendenz im all⸗ gemeinen eine verſtimmende war. Da das Angebot ſchlanke Aufnahme fand, ſo war nach ſchwacher Eröffnung auf einzelnen Gebieten Beſſerung zu verzeichnen. Banken lagen ruhig und ziemlich behauptet. Schwach waren Montanwerte, beſonders Laurahütte. Bahnen vernachläſſigt. Schiffahrtsaktien ſtill. Bei geringen Umſätzen konnten ſich ausländiſche Fonds behaupten Ruſſenwerte ſchwach und mit wenig Ausnahmen niedriger. duſtriewerte verkehrten in ſchwacher Haltung, beſonders elektriſch Werte. Mangels Nachfrage war der weitere Verkehr ruhig bei wenig veränderten Kurſen. Auch auch Schluß ließ das Geſchäft zu wünſchen übrig. Nachbörslich kam eine mäßig feſtere Hal⸗ tung zum Durchbruch. Diskonto notierte 185,25 à 185,70, Kreditaktien 208,50, Gelſenkirchen 220,40 à 221,80. Schluß feſter. Privatdiskont 5½ pCt. Telegramme der Continentat⸗Telegraphen⸗Compagnie. Schluß⸗Kurſe, Reichsbank⸗Diskont 6 Prozent Wechſel. 9. 11. 91. Amſterd aim kurz 108 27 168 25 Paris kurz 81.15 81.12 Belgien„ 80.888 80.883] Schweiz. Plätze„ 81.10 51.05 Italien„ 81.275 81.1883 Wien„ 84 80 84 80 ndon„ 20.875 20.372 Napoleonsd'or 16.22 16.22 2 lang«.— Privat⸗Diskont 57½ Aktien induſtrieller Unternehmungen. Bad. Zuckerfabrik 11.50 111.50 Ektr.⸗Geſ. Schuckert 128.50 127.— Eichbaum Mannh. 152.50 152— Allg..⸗G. Stemens 188 188.— Mh. Akt.⸗Brauere! 144.50 144 50 Ver. Kunſtſeide 516.— 518.24 Parkakt. Zweibr. 108.45 108.50 gederw. St. Ingbert 50— 50.— Weltz z. S. Speyer 99.— 90.— Spicharz 109 50 109.50 Cementw. Heidelb. 132.— 199 50 Walzmühle Ludw. 188.— 188.— Cementf. Karlſtadt 122.80 121.50 Fahrradw. Kleyer 309.80 805.— Bad. Anilinfabrik 458— 450.— Maſch. Arm. Klein 94.— 94.— Ch. Fbr. Griesheim 256.-— 253 75 Maſchinenf. Baden, 220.— 220.— öchſter Farbwerk 995 50 398 90 Dürrkopp 450.— 448.— exeinchem.Fabrik 339.80—.— Maſchinf. Gritzner 284.50 232.50 Chem. Werke Albert 37.5— 373 50 Schnellprf. Frkthl. 184.— 184.— Accumul.⸗F. Hagen 223.— 222.%0 Oelfabrik⸗Aktien 184.50 134.80 Acc. Böſe, Berlin 81.70 79.— Seilinduſtrie Wolff 130.— 125.50 Allg. Elk.⸗Geſellſch. 221.60 218— Zellſtoff Waldhof 304 50 299 80 Lahmeyer 181.— 164.50 Südd. Immob. 128.— 128.50 Aktien deutſcher und auslänbiſcher Transport⸗Anſtalten. Ludwh.⸗Beybacher 289 80 240.— Pfälz. Maxbahn 151.— 151.— Oeſterr. Nordweſtb do. Nordbahn 141 60 141˙40„ Lit. 38.—.—— Südd. Eiſenb.⸗Geſ. 130 65 180 70 Gotthardbahn 195.—2. Packet 162.00 161 50 Ital. Mitteimeerb.—— Nordd. Lloyd 14000 14014 Meridionalbahn—.——. Oeſterr. Süd⸗Lomb. 23 70 28 4 alim. Ohin. 1I1 A 11U 8. Serke. General⸗Anzeiger. Mannheim, 11. Dezember. 0 Staatsvapierxe. A. Deutſche⸗ preishaltend. Ruſſen matt auf ungünſtige Berichte aus Peters⸗ Berlin, 1. Dezember.(Telegra mm.)(Produktenböpſe.) 8311 1 burg. Oeſterreichiſche Werte auf Wien niedriger. Allgemeine Elek⸗] breiſe in Mäarl pro 100 ke, ſrel Berlin netto Kaſſe 8. 11. 10 9 ledie. Reichsan 100 80 100.80 Tamaulipaß 99 85 99.30 trisitätsgeſellſchaft 1½ Prozent niedriger. Große Berliner Wei 8 51 1 1 8568 8 25 4 Weizen per Dezbr. 182.— 182.25] Mais per Dezbr. 13225 1˙1 89 25 88 65 Bulgaren 97.— 97.— Straßenbahn ſchwächer. Später Banken ungleichmäßig. Montan⸗„Mai 188 25 188.— Mai 130 25 129.— len konf St⸗Anl 710 70 180 10 115 n 1890 5150—.— werte unter dem weiteren Realiſationsdruck durchweg matt. In———.— 5 5— 4 bab. St.⸗AH.„ 108.— 103— 110 8 8 85 100 50 100.35 sweiter Börſenſtunde Vanken weiter ungleichmäßig. Montanwerte Noggen per 12885 170 5 Rüböl per 510 7700 8 5 125 0 8 5 ö 5 50 173 25„ Dezbr. 60 31% bad. St.„Obl. fl 98 40 95 70 uſs„ Papierr— zumeiſt weiter nachgebend. Bahnen unverändert, Schiffahrtsaktien„Juli Mai 51.30 5100 5 10 M. 5 25 Goldr. 95 0 97 90 matt. Ruſſenfomds ſchwach. Japaner ruhig. Weiterhin Kursſtand] Hafer per Dezbr. 155— 154 50 Spiritus 70er loey——— 4 bayer..⸗B. 5 101 0 10% 1075 670 67 70 im allgemeinen bei ermäßigtem Niveau behauptet. Geſchäft äußerſt%% 2020 99 95 99.904 58 7⁵ 1 aali 125 3 1——— toag 23. 9 f a 8025 5 e 1 75 70 719 1 1 55 1 1 Budapeſt, 11. Dezbr.(Telegramm.) Getreidemarkt. 4 Heſſen 108.50 103 6= 4 ſpan U Nente 92.50 9250 iſer Beſſerung im Ultimo⸗ und Montanaktienmarkte auf Rückkäufe 9. 11. Heſſen 8625 8624 1905. 86 75 86 50 der Lokal⸗Spekulation. Induſtriewerte des Kaſſamarktes unter Po⸗ Weizen per April 17 18 22 ruhig 1716 17˙8 träge 3 Sachſen 8765 87 50[ Türken unif. 89 90 89 70 ſitionslöſungen ſchwach auf die Diskonterhöhung. Okt. 16 76 16 78 16 76 16 78 gilMh. Stadt⸗A.o5—.——Ungar. Goldrente 950 950 5 8 Roggen ßer Oki.—- ruhig B. Aus ländiſche. 1„ Kronenrente 94.90 94.90 Berlen, 11. Dezember(Schlußkurſe.)„ April 1416 1420 1412 1414 eeeee eeee ee Verzinsl. Loſe Ruſſennoten 215 20 215— Fanada Pacifte 17480 174 40 Hafer per Oki. Eruhig——— träge Ehineſen 1898 9730 97.15 5 Nuſſ. Anl. 1902 8180 80.70 Hamburg. Packe! 161 60 160 4„ April 14 28 1432 1420 14 22 dter unifizirte 105 60 1055,0 Oeſt. Loſe v. 1860 158 30 158 90 31½% Reichsanl. 100 80 100.75 Nordd. Lloyd 124 70 124 10[ Mais per Sept.—— ruhig——— träge Mexitaner äuß. 102 10 102 20 Türkiſche Loſe 186.20 135.600] 3% Reichsanſeihe 89.20 89.20] Dynamit Truſt 177 70 176 75„ Mai 18 74 13 76 13 60 13 62 inn 67.50 67.80 4% Bad. St.⸗Anl.—.— 103.—] Licht⸗ u. Kraftaul. 137.— 30, Kohlraps Aug. 20 60 26 80 feſt 2660 26 80 ſtetig 3½ B. St. Obl. 1900 92.50—.— Vochumer 240.90 289— Weller: Schön, Kalt 4% 19 5 98 8 90 Liverpool, 11 Deze 15 Guſ 5 ſe.) 8 4% Heſſen—.— 98 80 Dortmunder 98 90 · 1 nber.(Anfangsturſe. 242— Zelſenkirchner 222.50 21990 l 36% Heſſen 86.20 86.2(Gelſenkirchner 2219) 220 75 9. 11. uberus 137.— 184.80 Harpener 211 80 209 30J 3% Sachten 87.50 87.50 Harpener 211 10 200 75[ Jei Mär.11/ ruhi ̃ N Foneordia—.—Hibernia 2—=,Ffbr. N6. W. B. 100.50 10050] Hibernig F ˙ arz 1* hig 700% feſt Deutſch Luxembg. 267— 268.—] Weſterr. Alkali⸗A. 281. 288. 05% Ghinef eie rte 188 60 181 25„ Mlai.10¼.10%— 5 125 5% Chineſen 70% 20] Hörder Bergwerke 1 425 Roggen per Mär.05— ruht.04 Eiſenwerke Lollar—.——.— Oberſchl. Eiſenakt. 180 20 125.85 4% Italtener 105.40 15.30 Laurabütte 241 20 238 Shen 105 9 Frledrichsh. Bergb. 14.50 142.— Ver. Königs⸗Laura 243.20 237. 5 4½ Japaner(neu) 95.— 94.7 Phonix 1922„„Jan. 04.— 408/ Pfandbriefe, Prioritäts⸗Opligationen. 928 188 5 Ribeck⸗Montan„215— 21450— 4% Bagd ad⸗An— 88.7 zchalk G. u. H..—— 44de Irk. Hyp.⸗Pfdb. 100% 100 60 4% Pr.Pfdb. unk. 14 102.90 102.90 Kreditaktien 209 50 200—] Murm Revier 149 10 149.— Stimmen aus dem Dublikum. 4%.K..Pföbr.05 100.20 00 20 4 15 108.— 105— Bert.⸗Märk. Ban! 167— 169.60 Anilin Trepton 376— 377— Bei dem gegenwärtigen ſchlechten Wetter wird es unangenehm 4%„„ mi0 101.80 1013%0 3½.„„„ 14 100% 0 100.70 Berl. Handels⸗Gef. 168 10 167.70] Braunt.⸗Brit. 210— 20625empfunden, wenn man ſeine Angehörigen vom Theater abholen 4% pf. Hop B. Pfdb. 101.10 101.1% ½„„„ 08 97 80 94.80 Darmſtädter Bank 145 10 44 60 D. Stemzeuznerke 259.20 239.50 evill, daß es nicht geſtattet iſt, in der Vorhalle des Theaters Schutz 310 98.30 98.3 1/ 12 97. 97.—[Deutſche Ban!(alt) 238 90 235/70 Düſſeldorſer Wag. 288 60 283. 5 25 85 90 100% Br. Bod.⸗Fr. 94 80 94 80 jg.) 288 40 288— Clberf 0 11) 530 60 532 50 gegen die Unbilden der Witterung zu ſuchen. Soweit zu er⸗ Jſeln Pr. Vod⸗Er. 3480% Pr Nfdbr.⸗Bk. e 7...Far CV»Dö!ß ſehen iſt, geht das Verbot nicht von der Polizei aus, ſondern von Bd. Pfd. voo 100.60 100 85 Kleinb. b 04.10 96.10 Disc.⸗Kommandit 1870 185 5 Weſtereg. Alkallw. 258 25 258 25 99 3½% Pr. Pfößbr.⸗Bk.⸗ Dresdner Bant 161.— 160.60] Follkämmeret⸗Akt. 159 90 158— der Theaterdirektion. Die Anweſenheit von Ruheb⸗ änken in der Vor⸗ unt. 00 101 80 101.80] Hyp.⸗Bfd.⸗Kom⸗ Rhem gcredubant 123.— 143 Cpemiiche Coarlo. 211. 211— ßalle weiſt darauf bin, daß dies Verbot früter nicht beſtand, auch 4% Pfdbr..0l Obl. unkündb 12 99 50 89 50[ chaaffh. Bankv. 159.50 159 90 Tonwaren Wiesloch 19475 1917 ſiſt in anderen Städten ein ſoweit bekannt, nicht unk. J0 102.10 102.10 Pfb. 02 100.50 100 50 Lübeck⸗Büchener—.— eüſtoff Waldhof 300— 297— erlaſſen. Welches die Gründe zu dem V 5 waren, iſt ſchwer u „Pfpbr..0g 40%„ 1907 00 70 100 70 Staatsbahn.— 140.20 Celluloſe Konheim 232 20 231 50 erſehen; es erſcheint wenig wahrſcheinlich, daß die Anſammlung dog unk. 12 103.90 103.“4%„ 5 1912 102 75 10275 Lombarden 23.40 23 20 Rüttgerswerken 146.70 145.— Menſchen in der Vorhalle die Vorſtellung ſtoren kann, auch würden 8 6„Pfdbr..g6 1½%„„„ alte 86.— 96.— Privai⸗Discont 5½0 bei einem Theaterbrande die Angehörigen ebenſo von der Straße 89 f. 84 95.70 95 60 ½%„„„ 1904 96.— 96— Prival⸗Oiscon 8 0 aus, wie bon der Vorhalle aus, in das Theater dringen. Es wäre Pfd. 96006 e eee W. Berlin. 11 Dezember. Felegt.) Nachbörfe. wünſchenswert, wenn die Theaterdirektion ſich wieder entſchließen 0.„ 15 Jis..⸗B..O 97.75 97.75 FKredit⸗Aktien 200 40 208 90 Staatsbahn 141— 140 0 könnte, die Vorhalle den Angehörigen der Theaterbeſucher au ge⸗ 80 1 5 58 95 108.50 108.50e 161 80 0 80 Diskonit Komm. 185 70 185 90 Lombarden 23.60 2330 ſtatten. 5*.⸗C.⸗—— veS7 unk.d1 99.— 99., Pf. B. Pr.⸗Obl. 100 75 100 75 55 3 Com.⸗Obl 4170ſ Pf. B. Pr.⸗O. 71.35 98 30 Pariſer B 3955 Verantwortlich für Politik: J. V. Fritz Kayſer. 0 7 el Okfe. v. 36006 89.20 99.2 4½0 Ital ſttl.g. E..—— 71.45 für Kunſt, Feuilleton und Vermiſchtes: Fritz Kayſer, 9 9 1 e 85 2 8. 3 5— 101980 10760 Mannh. Verſ..⸗A. 520 520 VVV für Lokales, Provinziales u. Gerichtszeitung: Richard Schönfelder 15 8 3 55% Rente 99.67 99 62 Fürk. Looſe———— für Volkswirtſchaft und den übrigen redaktionellen Teil: Karl Apfel, Bank⸗ und Berſicherungs⸗Aktien. Maltener 92 90 92 0 Janque Ottomane 1975 für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Franz Kircher. 47 1„„„„ 92. 92 U 0 Lint 675 7 5 f een e, 18969 167.0 15 100 50 Fürten uni. 90.95 90 90 5 355 Druck und Verlag der Dr. H. Hoas'ſchen Buchdructerei, 0 5 e G. m. b..: Direktor Ernſt Mütter. omerſ. u. Disk⸗B. 122 30 121 50„Kredit⸗Anſtalt 208 8 208 5 Darmſtädter Bank 1468 45 75 Pfälziſche Bank 164 70 16420 Fondangr Effe 0 ſe.———— Benk 289 50 35 80 fälz. Hyp.⸗gan 204 30 204— Londo Eßpe ekte Uboͤrſe CPCFCCCCCCCCCCͤã·ð»Vvuꝙß dßßßßß ͤ ͤ Deutſchaſiat. Bank 180 80 179 90 Preuß. Hypotheab. 123.80 123— London, 11. Dez.(Telegr. Anfangskurſe dei Effektenbörſt. D. Effetten⸗Rant 112 l0 138% ueleh bechet iös bs 0 3 Neichsanleih 88— 88 Zouthern Pacfie 69˙% 70%½ Weinehisnaeten f 1905 Disconto⸗Comm. 18 60 18575 hein. Kreditbant 143— 43.— 9. 0% Coineſen 102% 102¾ Chicago Milwaulr“ 183— 182½ Kopenhagener Figuren, Vasen und Schalen, Erzeugnisse der Dresdener Bank 190 50 100 60 Ahein. Oyp. B. M. 206— 205 75 4½% Chineſen 908 99 enver Pr. 92 König ichen Manufakturen von 5668407) g8if.d 925 955 15 4955 11 5 1% 50 2/ aſe Camols 89¾ 89 ½10 Aichiſon Pr. 108 108 VVCCCCCTVVCCCVVVVCTVVCTTTVTTTVTCTTTTTTT 1155 dd. Bant Wahm. 114 20 114.— 4% Iꝗtaliener 105-105Loutsv. u. Naſhv. 155% 58½ Prof. Längersche Kunsttöpfenreien. 0⁰ 15 10 100 5 148.— 14l.—%, Griechen 58% 53% Union Paciſic 141%½ 1435% SenILE-GHASsSe 255 5 8 110 3 ſ% Portugieſen 698/ 69¾ͤ Init. St. Steel com. 38/ 38 Wiener Terra-cotta Beleuchtungsflguren in reichster Auswahl Frankfurt a.., 11. Dezember. Kreditaktien 208.70 Staait⸗ Svanter 92˙ 92„„bref. 107 107% bei Louis O 2, 2. ibhn 140.50, Lombarden 2360 Egypter.—, 4% ung. Golorenle Turken 0 90* vriebahn 49% 49 55, Gotthardbahn 195— Disconto⸗Commandit 185.30, Laung 4% Argentinier 88 ½% 88[ Tend. feſt. — HBelſenkirchen 220 20 Darmſtädter 145.— Handelsgeſellſch on% Mexttauer 35%, 35½ Oebeers 167.50, Dresdener Bank 160 50 Deutſche Banl 38 20 240.% Japaner 92/ 929%[ Fhartered orthern—.—, Tendenz: ſchwächer. Lend.: ſtill. Holdfields 6— 6˙⁰ Aus elster fand 5 1 1——— 1 4 5 75 Nachbörſe. Kreditaktien 208 20 Staatsbahn 140.70, Lombarten a e 1055 5 92. 97 ohne Konkurrenz! 20.40, Disconto-Gommandil 186 60. Brufilianel 81— 88˙% ende ftill be„„ f end. 8%i höe Stufe der Voll- 2 endung gebrachte Berliner Effektenbörſe. lvierg. erliner Produftenboörſe. 2l (Pridattelegramm des General⸗Angeigers.) 8 r ſie* 0 5 das lang * 1i 14 8 ds 581 f 1%„e* Berlin ee 1925 P roduktenbör E. lich duflend, unübertroflene Feinheit Berlin, Dezg.(g o nds börſe.) Die Woche eröff⸗ 1 3 ee ickh l d verbindet Mein Veilchen, in elegant giete in matter Haltung. 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Sbank, T. e von 1895. 5) Italjenische Gesellsch. der Sar- dini en Eisenbahnen 7) Köln-Mindener Eisenbahn, u Prämien Anteilscheine (100 Taler-Lose) von 1870. 4 steuerfr. Gold- he von 1904. ichatel 10 Fr.-Lose von 1857. i he 100 Fl.-..1864. srreichische Allgem. Boden- dit-Anstalt, 39 Prämien- chuldve T. I. Emission 1880. chische Nordwestbahn. Obl. von 1871 Lit. B. che Nordwestbahn, früher 59 Prioritäts- Türkische 33 400 Fr.-Eisenbahn Lose von 1870. Ungarische Hypothekenbank. 4 Prämien-Obligationen v. 1884. ) Deutsche Hypothekenbank in Meiningen, 4% Prämien- Pfandbriefe von 1871. 35, Serienziehung am 1. Dezbr. 19065 Prämienziehung am 2. Januar 1906. Serie 90 113 115 264 336 4555 476 504 623 733 774 881 931 974 1013 1108 1104 1106 1110 1198 1202 1227 1282 1265 1267 1285 1315 1329 1348 1403 1564 1566 1670 1576 1631 1693 1709 1740 1828 1833 1849 1902 1993 2007 2169 2244 2254 2267 2301 2320 2323 2377 2461 2529 2646 2684 2704 2726 2737 2735 2795 2806 2868 3031 3046 3089 3193 8248 3322 3454 3472 3499 3539 3599 3615 3617 3672 3782 3785 3036 3834 3848 3855 3874 3885 3936. 2) Freiburger 15 Fr.-L. v. 186l. 98. Prämienziehg. am 15. Novbr. 1906. Zahlbar am 15. Februar 1906. Am 14. Oktober 1905 gezogene Serlen: 30 177 210 238 354 410 451 452 565 626 702 788 816 844 926 998 1303 1416 1803 1528 1564 1893 1804 1610 1689 1912 1999 2002 2018 2019 2066 2101 2138 2281 2386 2430 2572 2897 2718 2804 2828 2966 3052 3144 3179 3282 3887 3371 3609 3815 3859 3991 4001 4336 4431 4487 4570 4888 4920 5173 5341 5381 5395 5404 6458 5659 6683 5753 5799 5802 5919 6977 6999 6073 6086 6164 6180 6337 6467 6528 6537 6557 6586 6573 6684 6737 6806 6807 6824 6835 6869 6909 6958 69617118 7141 7166 7192 7208 7262 7478 7859 7780 7792 7795 7854 7865 7983 7908. Präümien: Serie 30 Nr. 33, 177 28(75), 238 23, 410 44, 451 27(76), 452 334(125), 565 44(75), 788 14, 816 38(75, 926 38 45(760,1416 30(250), 1503 10 11(125) 17(75) 43. 1564 48(75), 1593 11 44(250),1610 4 20 1999(7(0) 23(250) 36(76), 2018 16(250), 2101 46(125), 22815 6(75) .(15) 87 39, 2386 11 13(75)0, 2872 40(75), 2597 44(125), 2713 11 20, 2828 16, 3179 29, 3371 49, 3859 20(75) 30(1000) 36(75), 3991 28, 4001 6, 4336 21 23, 4487 23(125) 28(75) 47(700, 4870 13(120) 33(125), 4920 45(76), 5173 44 46, 6381 26 28 30(75) 36, 5404 35(15), 5488 14 28, 5799 22, 5802 11(75), 8977 7 28(126), 5999 13(250), 6467 2 (125), 6828 32(126) 38 42(75), 6837 12(75) 40(125), 6557 34, 6566 33, 6684 13, 6806 19(125), 6807 3 (50 37(125), 6835 18(36,000) 29, 6953 48,7115 31, 7141 14 38(250), 7166 41, 7192 30(125) 31(4000), 7208 1, 7262 8(76), 7475 11(70), 7859 31(70), 7780 9 44(700, 7854 25(125), 7865 5(125) 8(75) 18, 79538 32, 7908 7(75). Die Nummern, welehen kein Be- trag in() beigefügt ist, sind mit 50 Fr., alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nrh. mit 26 Fr. gezogen 3) Freiburger 15 Fr.-L. v. 1902. 6. Prämienziehung am 15. Novbr. 1905. Zahlbar am 16. Februar 1906. Am 14. Oktober 1905 gezogene Serien: 1004 1066 1585 2154 2317 3114 3516 3691 3816 3893 4457 4630 5220 6378 6510 6948 7111 7434 8394 9367. Prämien: Zerie 1004 Nr. 1(1000) 4 48(200), 1966 123(100) 27, 1555 69(20,000) 24 82, 2154 20(100) 33(4000), 2317 47, 3114 14(100) 25, 3516 22(100), 3691 20 28 33, 3816 2 17(200), 3893 24 25(100) 35. 4457 17(100) 40(100), 4630 39 44(200) 45. 8220 48, 53 78 30(100). 6948 50 (100% 7111 34 35 50, 7434 27(200) 50(100), 9287 19(200). Die Nummernwvelchen kein Betrag in() beigefügt ist, sind mit 76 Fr., Alle übrigen in obigen Serien ent- Baltenen Nrn. mit 17 Fr. gezogen. ) Freiburger Staatsbank, 25% 100 Fr.-Lose von 1895. 28. Pramienziehg. am 10. Novbr. 1905. Zahlbar am 1. März 1924. Die Nrn, Welchen kein Betrag in() beigetügtist,sind mit 200 Pr.gezogen. 6109 8170(500) 11281 11825(500 12182 18658 20675 21079 23040 2416 25248 00) 25255(500) 26649 27324 9 29068 31477(500) 31764 33137 73.87426 37461(2000) 88171(1000) 45680 47840(500) 51874(10,000) 53248 61844 66682(500) 68325 69074 78053(500) 78616(500) 78621. 5) Italienische Gesellschaft der Sardinischen Sekundär⸗ bahnen, Aktien. Verlosung am 8. Novembe Zahlbar am 1. Janu: Einer-Titel. 33 41 51 85 271 364 371 401 1057 174 3633 651 Fünfer-Titel. 1917 4837 874 5493. Zehner-Titel. 2204 6186 271. Fünfundzwanziger-Titel. 2006 6623 955. 6) Italienische Gesellschaft d. Sicillanischen Eisenbahnen. Sämtliche noch im Umlauf be⸗ findlichen 4 Gold- Obligationen Serie 1895 à 500 Lire sind zur Rückzahlung am 1. Januar 1906 gekündigt. 7) Köln-Mindener Eisenbahn, 3½% Prämien-Anteilscheine (00 Taler-Lose) von 1870. 71. Serienziehung am 1. Dezbr. 1905. Prämienziehung am 1. Februar 1906. Serie 37 39 758 152 180 2235 226 350 450 466 843 584 660 695 709 754 891 1015 1117 1213 12886 1305 1343 1411 1419 1429 1452 1522 1550 1883 1584 1708 1726 1749 1852 1863 1903 1916 2007 2078 2089 2128 2166 2210 2230 2326 2348 2438 2531 2669 2792 2827 2837 2859 2872 2881 2896 3085 3173 3249 3322 3342 3343 3404 3421 3457 3509 3521 3355 3576 3585 3605 3609 3618 3640 3679 3695 3852. 8) Mexikanische 4% steuer- freie Gold-Anleihe von 1904. Verlosung am 15. November 1905. Zahlbar am I. Dezember 1905. Serie A. à 1000 8 204 1356 397 2290 404 936 3144 589 615 4031 355 386 5201 212 238 548 748 6866 8013 016 018 075 366 463 469 486 9914 10127 748 12138 13235 385 18577 16522 18842 19273 20110 962 22581 23117 477 24029 048 185 414 420 425 726 25012 013 169 456 26077 276 857 988 27064 065 114 144 890 28497 498 513 679 728 746 769 772 773 861 881 883 884 897 905 29083 107 120 150 331 455 867 30069 437 718 929 81081 303 367 379 401 402 621 650 804 909 995 32280 399 502 524 525 532 537 33074 106 627 770 869 968 34112 113 359 424 743 756 805 901. Serie B. à 500 5 451 749 921 1585 795 2222 518 3047 535 5399 6206 858 919 7035 207 882 8135 198 266 340 995 9156 470 493 744 791 859. 9) Neuchatel 10 Fr.-Lose von 1857. 96. Verlosung am 1. Noyvember 1905. Zahlbar am 1. Februar 1906. Die Nummern, welchen kein Be- trag in() beigefügt ist, sind mit 12 Fr. gezogen. 459 103 142 208 237 279 299(500) 327 341 390 399 405 417 497 504 507 6522 551 575 608 618 639 652 777 830 875 889 1006 078 085 114 157 182 187 188 233 289 294 295 312 320 338 363 398 421 429 506 542 591 599 797 832 834 841 846 886 946 2017 032 038 113 123 140 149 162 194 197 218 227 277 288 298 324 327 378 406 528 540 547 (30) 606 608 746 859 865 885 944(30) 3019 021˙032 060 150 164 211 251 254 327 353 373 541 546 562 632 645 662 737 743 748 808 840 893 910 916 920 977 4015 067 140 166 248 276 285 290 307 326 329 343 385 386 389 400 485 532 539 622 637 639(60) 654 666 678 699 728 740 788 827 847 860 970 5003 014 027 091 135 140 165 191 193 196 260 317 338 414 436 445 457 569 577 640 684 755 775 835 883 928 6048 051 110 113 140 161 207 284 286 309 325 333 343 346 356 389 436 438 446 465 523 673 735(60) 751 753 784 787 867 904 998 7069 086 096 129 145 156 177 283 240 270 290 296 304 362 364 420 569 577 585 594 597 600 606 613 635 675 730 771 812 903 907 916 943 991 995 8026 052 066 109 113 121 125 181 185 197 208 268 311 315 317 342 343 429 496 505 516 565 585 595 625 652 682 703 733 745 843 9030 031 032 127 (30) 149 287 304 305 345 349(30) 357 365 370 391 439 466 47/2 484(150) 496 530 565 593 666 715 725 738 749 783 823 830 864 922 10019 027 030 067 081 119 158 187 189 232 266(30) 277 291 292 362 378 384 394 414 433 446 490 503 506 557 647 661 664 762 800 828 863 871 890 915 917931 981 11000 014 026 048 095 099 148 160 196 272 340 357 365 398 435 441 501 522 546 590 654 687 760 859 864 899 917 120362 641 107 119 121 148 188 195 216 238 273 302 335 426 440 532 533 586 638 647 752 790 810 822 845 885 905 13007 018 051 156 270 354 389 456 488 506 508 600 616 761 770 799 919 930 936 964 969 971 986 996(500) 14056 081 098 106 132 138 195 219 252 258 295 297 300 364 391 399 449 483 499 516 630 707 724 744 796 883 916 15012 091 163 194 340 353 357 359 442 477 535 540 581 609 630 632 685 696 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(60) 030 301 1774 796 801 807 890 902 917 938 322 342 390 393 411450 459 550 624 644 715 743 751 768 769 793 846 972 982 991 992 996 66040 042 060 105 109 111 168 169 224 243 276 311 337 361 499 502 535 668 669 710 718 736 737 747 809 842(30) 879 110 122 129 135 248 256 266 269 2 302 303 317 368 437 483 487 520 522 708 715 718 740 744 777 806 836 884 904 71027 040 048 104 125 227 282 315 351 395 432 468 471 477 480 483 485 508 547 657 568 664 687 710 766 775(30) 884 838 868 885 908 925 926 927 929 948 72048 119 179 235 246 290 315 322 327 390 413 498 509 530 570 577 588 596 605 647 656 667 697 728 764 780 781 820 903 918 949 987 73006 020 048 056 113 141 187 268 377 441 524.575 577 660 729 749 751 847 852 880 984 74016 019 079 133 142 162 166 226 296 321 389 434 503 591 600 602 694 756 784 826 854 864 884 887 924 75039 056 095 103 126 146 176 218 250 270 281 327 339 362 486 463 465 479 590 618 651 658 659 734 787 844(30) 847 875 890 907 952 76002 148 149 164 190 214 229 286 322 360 388 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883 990 117009 016 028 063 097 124 131 179 187 202 222 223 224 263 277 284 295 350 395 414 415 417 520 527 539 540 561 562 572 632 661 704 712 770 777 812 887 897 904 910 930 945 960 118018 046 069 078 077 086 098 137 186 224 292 297 310 346 351 385 423 487 488 526 543 588 611 641 661 710 722 776 812 819 858 983 119107 116 126 156 163 203 210 240 243 298 304 317 407 430 460 465 507(200) 529 570 579 673 685 697 753 826 858 906 923 926 974 978(30) 991 120041 217 262 269 299(200) 343 360 367 384 397 478 538 552 569 609 610 672 698 721 732 761 762 780 788 788 795 807 828 831 838 869 878 894 911 939 948 121001 066 083 088 127 187 279 283 314 373 402 405 425 429 473 506 521 530 541 559 569 687 751 785 792 838 912 937 962 978 980(80) 995 122025 040 075 101 146 149 283 320 443 476 503 542 563 616 631 641 677 732 792 820 851 920 973 979 123038 055 148(60) 271 313 315 356 358 381 503 511 552 563 592 603 633 716 721 750 772 817 846 864 950 966 124015 017 022 023 047 075 083 091 099 122 153 161192(500) 299 348 351 361 387 391 418 507 525 580 607 680 701 761 834 848 879 939. 10) Oesterreichische 100 Fl.-Lose von 1864. 145. Verlosung am I. Dezember 1905. Zahlbar mit Abzug am 1. März 1906. Serlen: 18 75 85 182 444 523 708 739 809 1018 1028 1112 1151 1154 1186 1397 1472 1540 1565 2023 2031 2081 2241 2261 2359 2451 2576 2773 2976 3120 3240 3247 3379 3472 3479 3501 3360 3597 3605 3625 3671 3738 3844 3926 3981. Prämien: Serie 18 Nr. 10 97, 78 25, 182 36 61, 523 81, 708 21(4000), 739 95, 809 72, 1018 93(2000), 1023 93 (2000), 1112 6(20,000) 87 73, 1151 55 67(300,0000, 1184 54, 1186 20, 1397 54, 1472 90(40,000) 100, 1565 50, 2023 26, 2031 18, 2081 6 89, 2241 4, 2359 2 10 78 82, 2451 51 63, 2576 50, 2976 42, 3240 37,. 3247 88, 3879 44, 3472 7 16, 3479 62(2000), 3560 57 67 70(40,000), 3597 48, 3625 6, 3671 53(4000), 3981 50 87 94(10,000). Die Nummern, welchen kein Betrag in() beigefügt ist, sind mit 800 Kr., alle übrigen in obigen Serien ent- haltenen Nrn. mit 400 Kr. gezogen. ) Oesterreichische Allgem. Bod.-Kred.-Anstalt, 3% Präm. Schuldverschr. I. Emiss. 1880. 120. Verlosung am 16. November 1905. Zahlbar am 1. Juni 1906. Prämien mit Abzug.) Amortisationszlehung: Serie 270 289 491 538 700 1110 1474 2091 2248 2680 2694 2711 2740 2904 3332 3608 3634 3718 Nr.—100 à 200 Kr. Prämienziehung: Serie 395 Nr. 92(4000), 1176 33(2000), 1355 99(90,000), 3328 24(2000 Kr.). 12) Oesterreichische Nordwyestbahn, 50% Prioritäts⸗ Obligationen von 1871 Lit. 8. 28. Verlosung am 2. November 1905. Zahlbar am 1. Mai 1906. 1109 194 220 481 2308 3953 4873 5519 711 6030 903 916 8147 9085 279 583 10292 635 11431 436 740 847 12233 934 942 13119 593 606 15340 16437 474 662 712 932 17004 361 903 18316 318 614 19102 139 147 230 438 528 823 20599 623 814 922 21291 22187 235 510 24333 870 25329 861 26085 357 493 498 643 920 27538 28007 090 661 741 29080 179 30057 549 868 31172 204 211 396 404 32001 831 33673 34085 298 593 603 739 35004 159 423 763 819 36774 37296 683 88789 39199 571 948 40053 941 41307 923 42584 44050 098 307 476 710 45686 896 46000 251 530 912 47377 481 48400 520 755 778 49216 243 816 836 987 50766 767 784 846 51234 934 52360 596 63339 54025 639 679 55096 242 282 317 56243 283 858 992 57083 586 733 951 987 58356 648 59633 868 60092 127 435 947 948 61330 886 63238 922 64138 291 298 451 495 732 783 974 65522 593 816 901 960 66376 891 67312 68173 205 338 498 693 723 737 69005 016 589 707 70141 351 755 762 782 873 887 71248 497 529 72052 73066 441 824 953 74452 515 749 841 75014 071 259 720 801 920 76322 77502 78140 166 313 730 79037 331 613 763 778 779 80305 81223 737 82875 507 926 83310 689 84524 88243 86169 498 650 670 853 87226 88634 803 994 90605 91380 686 92908 93239 588 94039 275 295 401.95192 550 96159 164 250 97411 461 98084 100360 887 103563 106356 107461 110010 186 273 113763 118608 119421 120702 123971 126124 834 129574 131999 136664 139737 1420584 13) Oesterreichische Nordwestbahn, 3½% Kony. früher 5% Priorſtäts-Ohl. von 1871 Lit. 8. 3. Verlosung am 2. November 1906, Zahlbar am 1. Mai 1908. 191—200 371—380 521—530 921. 930 3321—330 481—490 641 650 661 —670 911—920 4321—330 5011—020 6161—170 451—460 601—8610 651— 660 8651—660 9001—010 311—320 601—610 961—970 10741—750 11831 —840 12761—770 13141—150 231— 240 991—14000 231—240 901—910 16621—630 17661—670 18021—030 091—100 19031—040 251—260 271 —280 421—430 471—480 751—760 30741—750 46741—750 47361—360 49511—520 50271— 280 461—470 661—670 741—750 52201—210 53551 —560 721—730 56651—660 59411 420 861—870 61571—580 62821—830 63281—290 67221—230 69831—840 70011—020 281—290 75431—440 691—700 76751—760 79951—960 81471—480 85071—080 811—820 87211—220 88121—130 531—540 101251—260 103031— 040 421—430 104161—170 108341—350 109861 —870 891—900 110631—640 111121 —130 112981—990 113261—270 751 910 114081—090 121—130 118301 —310. 14) Türkische 3% 400 Fr. Eilsenbahn-Lose von 1870. 215. Verlosung am 27. November 1905 Zahlbar àam 1. Januar 1906. Die Nummern, welchen kein Be- trag in() beigefügt ist, sind mit 400 Fr. gezogen. 61—65 8551— 555 29461— 465 47996—48000 61236—240 411 412 413(1000) 414 415 481—484 485 (50,000) 62641— 645 89456— 460 95266(3000) 267 268(1000) 269 270 109446—450 114856—869 860(6000) 119681—686 126606—608 609(1000 610 132126.—130 271 272 278(6000) 274 275 136021—025 140851—856 148286—290 153681—685 186126 2130 160036—040 169781—785 173576—578 579(3000) 580 175836 —840 215576—580 220596—600 224686—690 240941—945 244861 —865 252746 747 748(3000) 749 750 268856—859 860(1000) 277461—465 304806—810 316696—700 321346 —349 350(1000) 326496—500 811 —815 336036—040 339196—200 346646—650 352746—750 367281 —286 881806—809 810(3000) 388556 —560 386341—345 404461(1000) 462 —465 425546—550 447946(3000 947(1000) 948—950 485526—530 459531—535 463701—705 489966 —970 503476—480 528111—115 536941—945 550326 327(3000) 328 —330 406—410 554856—860 558796 —800 575076—080 580756—760 589146—150 598856—860 600801 802(1000) 803—805 611821—828 616761—765 624591—595 631741 —745 633326—330 636891—895 664226—230 680431—433 434 435 682771— 775 685941— 9 687501—505 551—555 700026—030 721381—385 730476—480 746291 —295 791856—860 800611—615 805591—595 818036(1000) 037—040 861731—735 873186—190 874640 —649 650(600,000) 886—840 888031 —035 894141—145 896091—095 761—765 948231—235 950326—380 959976—980 963706—710 977561 (1000) 562—565 980476(1000) 477— 480 988181— 185 993246— 259 1002391 392(3000) 393— 395 1003586—590 1004016(3000) 0417 018(1000) 019 020 1013981—986 1031226 227(6000) 228— 230 1068221 222(1000) 223— 225 1071421— 425 1073006— 010 1081991 992 993(1000) 394 995 1087061— 06⁵ 1108536— 540 1128236— 240 1130481— 480 1164191—195 1183841 342(1000 343—345 1187166 167(1000) 163— 170 1209976—980 1219226—230 661—665 1225221(3000) 222—225 1239491—495 1243026 027 028 (1000) 029 030 1247106— 110 1253856 857 858(6000) 859 860 1257071— 075 1292251— 1316141—145 1334806—809 810 (1000) 1349731—735 1360631—634 635(3000) 1353051—055 1383186— 190 1423086—090 1427631(1000 632—635 1435336—340 1443491 495 1457591—595 1439511(20,000) 512—515 1466641—645 1496526— 530 1503971—975 1517891(1000) 892 893 894(1000) 895 1566196 200 1581521—525 1604236—240 1621466—470 936—940 16231ʃ51 152(1000) 153—155 1631991—995 1637486— 490 1641346— 350 1647316— 320 1649506— 510 1660966— 970 1661566— 570 1697676— 680 1730121— 125 1736006(3000) 007010 1739031 —035 1769386—388 389(1000) 396 1774976— 980 1775856— 860 1803836 837 838(6000) 839 840 (4000) 841— 846 18241416—.420 182356(3000) 357—360 1854791 —794 795(20,000) 1862606 607 608 (1000) 609 610 1869721—725 1874911(6000) 912—915 1876261 —265 1899866—870 1915211—215 1917871— 875 1919831— 830 1922161— 165 1926131— 135 1927621 625 1965961(1000) 962.—965. 15) Ungarische Hypotheken- bank, 4% Präm.-Obl. v. 1884. 58. Verlosung am 15. November 1905 Zahlbar am 15. Februar 1906. (Prämien mit Abzug.) Amortisationsziehung: Serie 256 284 333 379 530 560 758 1010 1189 1220 1337 1440 1478 1828 1837 1951 2118 2178 2198 2491 2606 2916 33258 35385 3643 3688 3697 3848 Nr. 1100 à 200 Kr. Präümienziehung: Serie 277 Nr. 18(3000), 164 35(2000), 1595 66(2000), 2944 89(70,000 8598 54(2000 Kr). — 1