icht: nern u. stellev ehme! ler 3e 5. et 15 ſ gegen Unter . Bl. iwal⸗ ſch in til 5 ah erbet in 8. Wiit Sand⸗ udler, vo W— ſiker iſſt. Gadiſche Volkszeitung.) Abonnement: Piennig monatlich. Bringerlobn 40 sig monatlich; durch die Won dez mel Poſt⸗ aufſchlag M..4 9rD Quartal. Einzel⸗Nummei 4 Pfg. Inſesgte: Dis Colonel⸗Zeile. 20 Pig⸗ Auswartige Inſerate 28 E 6. 2. 5 5 der Stadt Mannheim und Umgebung⸗ Unabhängige Tageszeitung. Erſcheint wöchentlich zwölf Mal. Geleſenſte und verbreilelſte Jeilung in Aaunheim und Amgebung. Schluß der Jnſeraten⸗Annahme für das Mittagsblatt Morgens 9 Uhr, für das Abendblatt Nachmittags 3 ußhr. dn Rellmt⸗gele.1 60 Serliner Medaltions⸗ZBureau: Berlin W 50. Redakteur: Dr. Paul Harms, Würzburgerſtraße 15. 19 (Nannheimer Volksblatt.) Telegramm Adreſſe: „Journal Mannheim Telephon⸗Nummern Direktion u. Buchhaltung 1449 E 6, 2. Druckerei⸗Bureau(An⸗ nahme v. Druckarbetten 841 Redaktion 87˙ + 3 Expedition! f 1 218 Nr. 579. Mittwoch, 13. Dezember 1905. Die heutige Mittagsausgabe umfaßt 20 Seiten. Die badiſche Landtagsthronrede iſt von uns bereits im geſtrigen Abendblatt von unſerem Land⸗ tags⸗Spezialberichterſtatter eingehend gewürdigt worden. Heute wollen wir noch einige der vorliegenden Preßſtimmen folgen laſſen. Die offiziöſe„Südd. Reichskorr.“ ſagt: Die zur Eröffnung des Landtagserlaſſene An⸗ ſbrache kündigt die Abſicht der Regierung an, ſich mit der Stände⸗ verſammlung über die Maßnahmen zur Herbeiführung einer Eiſen⸗ bahnbetriebsmittelgemeinſchaft auszuſprechen und zu verſtändigen. Die Regierung hat dieſe Abſicht, die bei ihr von Anbeginn der hierauf abzielenden Vorberhandlungen beſtand, ſ. Zt. in der„Südd. Reichskorreſp.“ kundgegeben, als die durchaus falſche und irre⸗ führende Meldung durch einen Teil der Preſſo ging, ſie hätte ſich bereits„gebunden“. Eine Uebergehung der bei der Löfung der Bekriebsmittelgemeinſchaftsfrage zur Begutachtung berufenen FJaktoren war niemals in Ausſicht genommen. Hoffentlich wird der Landtag an ſeinem poſitiv mitwirken, damit, je früher, deſto beſſer, ein Zuſtand beſeitigt wird, der neben techniſchen Unzukömm⸗ lichkeiten, auch finanzielle Nachteile aufheben ſoll, die angeſichts des iufolge der weſentlichen A sgabenſteigerung geſchmälerten Erträg⸗ niſſes unſeres reich ausgeſtatteten Eiſenbahnnetzes ſchwer ins Gewicht fallen. 2 Die Ankündigung einer Vorlage, welche eine erhebliche Erhöhung der Bezüge der Lehrer und Lehrer⸗ innen, ſowie die Beſſerung der Unterrichts⸗ herhältniſſe an den Volksf chuleinn bezlpeckt, entſpri einer früheren Zuſage der Regierung. Die ſoziälpolitiſch ſo ſe wichtige Verbeſſerung der Wohnungsverhältniſſe der wirtſchafltlich ſchwächeren Klaſſen ſoll durch die angekündigte Aenderung und Ergänzung einzelner geſetzlicher Beſtimmungen, insbeſondere derjenigen des Ortsſtraßengeſetzes, ge⸗ fördert werden. Die Aer zteordnun g, die der letzte Landtog nicht exledigt hat, wird erneut vorgelegt werden. An die durch die Einführung des unmittelbaren Wahlverfahrens erfolgte Neugeſtal⸗ fung der Erſten Kammer knüpft die angekündigte Vorlage eines Entezurfs über Errichtung einer Landwirtſchafts⸗ kammer an. Weitere kleinere Geſetzentwürfe ſind beſtimmt, zu⸗ tage getretenen Bedürfniſſen zu entſprechen. Ein reiches Arbeitsgebiet eröffnet ſich dem zum erſtenmal auf Grund der neuen Verfaſſungsbeſtimmungen in ſeiner Geſamtheit erneuten Landtag. Die bedeutſamen Worte, die der Großherzog beim En⸗ pfang der Mitglieder beider Kammern im Gr. Schloſſe geſprochen, laſſen erkennen, welche außerordentliche Bedeutung Seine Königliche Hoheit der durch die Verfaſſungsänderung veranlaßten neuen Ge⸗ ſtaltung der Ständeverſammlung zuerkennt. Die vom Großherzog gusgeſprochene Hoffnung, daß die Tätigkeit der Erſten Kammer, in ihrer neuen Geſtalt,„in weiten Kreiſen die Achtung und Vec⸗ ehrung, für dieſe Vertretung in einer Weiſe befeſtigen werde, daß nur die beſten Folgen daraus erwachſen können“, wird ſicherlich erfüllt werden. Der Rückblick, den Seine Königliche Hoheit beim Empfang der Zweiten Kammer in die Vergangenheit warf, gab dem Landesfürſten Anlaß,„von Herzen“ zu wünſchen,„daß der Lauf, or 5 Der Weg zum Ruhme. Roman von Georges Ohnet. Deutſch von Ludwig Wechsler. (Nachdruck verboten.) 15)(Fortſetzung.) „Wie meinen Sie das?“ 5 Labviron hob den Kopf, warf der jungen Frau einen vielſagen⸗ den Blick zu und ſetzte dann ſeinen Spaziergang durch das Zimmer fort, wie jemand, der keine Abſicht hat, ſich näher zu erklären. Eba kannte den Kritiker zu genau, um nicht zu wiſſen, daß er gewaltſam an ſich halte, um nicht wichtige Dinge zu enthüllen, und zwar nur aus dem Grunde, um ſie zu ſchonen. Ihre Unruhe ſtieg infolge⸗ deſſen noch höher. Sie war überzeugt, daß es ſich zwiſchen ihr und Labiron nur um Derſtal handeln könne. Wenn ſich der gemein⸗ ſame Freund alſo hinter düſteres Schweigen verſchanzte, ſo muß das, was er zu enthüllen hatte, ärgerlich für en einen und traurig für den andern ſein. Sie vermochte ihre Angſt nicht länger zu er⸗ tragen, und auf die Gefahr hin, für ſie peinliche Dinge zu erfahren, kwendete ſie ſich mit den Worten zu Laviron: 8 5 „Sie wollen damit jedenfalls ſagen, daß wenn ich in meinem Verufe nicht andres erblicke als ein Mittel, den Ruhm Derſtals zu fördern, ich auf eine Enttäuſchung gefaßt ſein muß? Nicht ſwahr, das meinten Sie doch?“ Die Miene des Kritikers wurde kalt, als er langſam ſprach⸗ „Nicht immer befindet ſich das Herz des Menſchen auf gleicher Höhe mit ſeiner Intelligenz. Die größten Geiſter bereiten uns zuſbeflen die größten Enttäuſchungen. Begeiſtert durch ihr Genie ſuchen wir Helden in ihnen und ſind nicht wenig überraſcht, wenn ſwir nur ſehr gewöhnliche Individuen in ihnen entdecken. Es kann nicht beſtritten werden, daß Derſtal ein ſehr bemerkenswerter Mu⸗ Doch wer könnte ſich dafür verbürgen, daß er auch ein ergebener Freund oder ein treuer Liebhaber ſein wird? Wäre TTTT... ·———TTTT den die Entwicklung unſerer Verhältniſſe genommen hat, von reic Erfolgen begleitet Zweiten Kammer 7 ſein möge,“ und daß es den Mitgliedern der elingen möchte,„all das Gute zu wirken, das eine nag.“ Möge dieſer Wunſch ſich in vollem Maße Die nationalliberale„Bad. Idsztg.“ ſagt: Es wurden lauter Vorlagen angekündigt, die zu erwarten ſtanden und ſchon vorher bekannt waren. Die Finanzlage wird nicht gerade als roſig, aber immerhin als befriedigend bezeichnet. Der Paſſus über die Eiſenbahnſchuld gibt uns Anlaß zu einigen Randbemerk⸗ ungen. Es heißt da:„Zur Verzinſung und Tilgung der Eiſenbahn⸗ ſchuld, die in der kommenden Budgetperiode rund 25 Millionen jährlich erfordern, reicht der anſchlagsmäßige Ueberſchuß der Betriebsverwaltung nicht aus.“ Das rechnung das Anlagekapital der Staa 650 Mill. M. zu Grunde legt. E 5 dieſer Summe ca. 240 Mill. im Laufe der Jahre getilgt worden ſind, ſo daß die effektive Eiſen bahnſchuld zu Anfang des Jahres 1904 nur noch rund 410 Mill. M. betrug, die einen Zinſen⸗ a nd von ca. 16 Mill. M. erf Da der Betriebsüberſchuß im Jahre 1904 ſich auf rund 22 M. belief, verbleibt in Wirk⸗ lichkeit ein veiner Ueberſchuß von ca. 12 Mill., ſo daß ein begründeter Anlaß zu Beſorgniſſen nicht gegeben iſt. Die Thron⸗ rede kli in eine landesväterliche Mahnung zur ſachlichen Arbeit und Ue der trennenden Gegenſätze, zur Stärkung des i und zur Förderung des wirtſchaftlichen und An dem guüten Willen zu ſachlicher Arbeit g, wie ſeinen Vorgängern, ſicherlich nicht je von Vorlagen werden zweifellos auch die ſtimmt, wenn man der Be⸗ bahnen im Betrage von rund iſt aber zu beachten, daß von ſehlen und bei krennenden Gegenſ ze in den Hintergrund treten. Immerhin iſt aber noch genug Zündſtoff vorhanden, der hin und wieder exploſiv⸗ axtig zur Geltung kommen und den„inneren Frfeden! nicht wenig ſtören wird. Doch dürfen wir zu der badiſchen Volksbertretung das Verkrauen hegen, daß ſie über all den trennenden Gegenſätzen das Geſamtwohl im Auge behält und nutzbringende Arbeit verrichtet zum Segen unſeres lieben badiſchen Heimatlandes. Der demokratiſche„Bad. Landesbote“ macht rede folgende Ausführungen: Die Thronrede wurde ſchweigend entgegengenommen; es lag auch keine beſondere Veranlaſſunig vor, ſich irgendwie aufzuregen. Immerhin erfreulich iſt der Hinweis auf die Beſſerung der wirt⸗ ſchaftlichen Lage, die ein langſames Steigen der ſtaatlichen Ein⸗ nahmequellen im Gefolge hat und eine Beſſerung der Finanzlage wenigſtens erkennen läßt. Und dann wird auf die Reichsfinanz⸗ reform als auf die rettende Tat hingewieſen! Dieſe ſchaut aber doch bedenklich aus, wenn man die Reden im Reichstag verfolgt. Die auf zu der Thron⸗ dem letzten Landtag beſchloſſene Erhöhung der Einkommenſteuer wird beibehalten werden— ſchlimmer iſt ſchon der folgende Satz der Thronrede, der die Bexeitſtellung des größeren Teils der Dotation der Eiſenbahnſchuldentilgungskaſſe zur Deckung der geſtundeten Ma⸗ trikularbeiträge vorſieht. Was über die Steuerreform geſagt, iſt nichts Neues; man wird die Einzelheiten der Vorlage abwarten müſſen. Sehr dunkel und etwas geheimnisvoll klingt der Satz über die Eiſenbahnreſormen. Die Regierung wird ſich, wie es heißt, mit den Landſtänden„ins Benehmen ſetzen“. Auch über die zu erwar⸗ tenden Geſetzesvorlagen iſt nicht viel geſagt. Bedenklich klingt, was über den Entwurf der Abänderung des Geſetzes über den Glementar⸗ unterricht geſagt iſt— von der Einreihung der Lehrer in den Ge⸗ haltstarif ſcheint keine Rede zu ſein— wenigſtens ſteht nichts davon in der Thronrede. (1. Mittagblatt.) Aus dieſen Preßäußerungen geht hervor, daß die Thronrede keine aufregenden Momente bietet, keine Ueberraſchung bringt und ihre nüchterne Beurteilung gerechtfertigt iſt. Freudig be⸗ grüßt man allſeitig die eingetrekene Beſſerung unſerer Finanzen, leider ſcheint dieſe noch nicht einen ſolchen Umfang angenommen zu haben, daß ſie den Wegfall des 20proz. Steuerzuſchlags, der von der Bevölkerung als ſehr drückend empfunden wird, geſtattet. Vielleicht gelingt es dem Landtag, das Budget ſo zu geſtalten, daß die Aufhebung des Zuſchlags erfolgen kann. 15 Deutſcher Reichstag. W. Verlin, 12. Dezember. (Schluß.) Forlſetzung der erſten Beratung des Etats. Staatsſekretär Dr. Graf v. Poſadowsky fortfahrend: Die Stellung des Bundesrats wird vielfach falſch aufgefaßt; er hat die Funktion des Oberhauſes wahrzunehmen. Es wurde gefragt, was wir zum Schutze der Arbeitswilligen gegen die Ausſperrung durch die Unternehmer zu tun gedenken. Der giedner erinnert die Sozialdemokraten an die fortgeſetzten Ausſperrungen von Arbei⸗ tern durch ihre Mitarbeiter, weil ſie ihren Organiſationen nicht an⸗ gehören. Das iſt ebenſo eine Beſchränkung der perſönlichen Frei⸗ heit. Ueber die Schaffung von Arbeiterv ertretungen werden ſich die verbündeten Regierungen ſchlüſſig machen, ſobald der Reichstag ſich über die Berufsvereinsfrage entſchieden hat. Gegen das Wachskum der Sozialdemokraten in Deutſchland helfe kein Geſetz. Der Grund iſt der, daß mit dem wachſenden Wohlſtand nicht die Opferfreudigkeit der beſitzenden Klaſſen gewachſen iſt und ebenſo wie die Sozialdemokratie, die auf einer materialiſtiſchen Grundlage aufbaut, auch die bürgerliche Geſellſchaft materialiſtiſche Anſchauungen hegt. Eine geiſtige Wie dergeburt, ein Läu⸗ terungsprozeß wie im 16. und 18. Jahrhundert, täte dem deutſchen Volke not. Abg. Schrader(freiſ. Ver.): Eine ähnliche Herabſetzung des Reichstages wie ſoeben, ſei wohl noch nie im Reichstag laut ge⸗ worden. Für die Kolonien und die Flotte werden ſeine Freunde das Notwendige bewilligen. Staatsſekretär Graf v. Poſadowsky betont, daß er nur die Regierung gegen Vorwürfe geſchützt habe. Abg. v. Jazdzewski(Pole) ſieht in dem preußiſchen An⸗ ſiedelungsgeſetz einen Widerſpruch gegen die Reichsverfaſſung. Abg. v. Hodenberg(Welfe) betont die Notwendigkeit der Erhaltung des föderativen Charakters des Reſches und deshalb auch der Matrikularbeiträge. Abg. Dr. Ricklin(Elſ.) bedauert die deutſchen und die franzöſiſchen Rüſtungen im Hinblick auf ziviliſatoriſche Aufgaben, ehenſo die Zuſtimmung des Zentrums zur Erßſchaftsſteuer, da die direkten Steuern den Einzelſtagten vorbehaten ſein ſollten, Warum zögert man, Glſaß⸗Lothringen zu einem bollberech⸗ tigten Bun desſtaat zu machen? Staatsſekretär Frhr. v. Stengel betont, auf eine Reichsein⸗ kommenſteuer ſei nicht zu hoffen und eine höhere Bemeſſung der Einnahmen ſei nicht möglich geweſen. Das Haus vertagt ſich auf morgen mittag 1 Uhr: Abſti über das Handelsproviſorium mit England. Handelsvertrag mit Bulgarien und Fortſetzung der Generaldebatte über den Etat. Schluß 6½ Uhr. * A** er jemals fähig, ein künſtler das Sie jetzt zu bringen entſchloſſen zu ſein ſcheinen? Brächte er es fertig, zu leiden, um ſich nicht durch eine minderwertige Ar⸗ beit ſelbſt zu ſchädigen, Entbehrungen zu ertragen, nur um ein Meiſterwerk zu ſchaffen? Ehemals hat er das getan, als er noch arm war und unbekannt. Würde er aber heute, da er von dem berauſchenden Trank des Ruhmes genoſſen und die Annehmlichkeiten des Wohlwollens kennen gelernt hat, den gleichen Stoizismus, die gleiche Enthaltſamkeit bekunden können, um in aller Stärke und Abgeſchloſſenheit mit ſich ſelbſt zu arbeiten und zu ſchaffen? Um es kurz zu machen, mein Kind: Derſtal bereitet mir ernſte Sorgen. Sie wiſſen, welche Hoffnungen ich auf ihn ſetzte. Ich erblickte in ſeinem Talent die Wiedergeburt unſerer muſikaliſchen Kunſt. Ich hoffte, wir würden nun nicht mehr von den fremden Kunſt⸗ einflüſſen ins Schlepptau genommen wverden. Wurzeln des italieniſchen Einfluſſes konnten abgeſchnitten werden, die dichten Aeſte der gelwaltigen Wagnereiche würden die jungen Triebe unfrer nationalen Produktion nicht mehr erſticken. Wir würden endlich wir ſelbſt werden. Und dieſes Wunder ſchien Derſtal vollbringen zu ſollen. Darum liebte ich ihn, darum unterſtützte und förderte ich ihn auf den Trümmern der zeitgenöſſiſchen Muſik, die ich durch un⸗ nachſichtliche kritiſche Hiebe niedergeſchlagen hatte. Nun fürchte ich aber, daß er die heilige Sache, die uns gemeinſam war, ſchmählich verrät. Ja, ich zweifle an ihm. Und darum ſage ich Ihnen, mein Kind, hüten Sie damit Sie nicht mißbraucht, nicht betrogen werden.“ „Verrät er die Kunſt, ſo verrät er mich Schmerz erbleichend e haben jetzt zu Sie auf halb dürften, was was ic „Was f Den wurde von ſeinen Gläubigern hart bedrängt und gab den Vorſtellungen einiger neuen Freunde nach, die leider zu viel Einfluf auf ihn haben. So Die ſelbſt!“ rief Eva vor biel geſagt, als daß emir alles, „„ 5 iſt folgendes. Oßfer zu bringen, gleich jenen, und berpflichtete ſich gegen einen Vorſchuß von hunderttauſend Franken, ein neues Werk für Amerika zu ſchreiben.“ „Dieſes Uebereinkommen können nur die Brandons herbeige⸗ führt haben!“ rief Eva aus, indem ſie ſich vor die Stirne ſchlug. „Nicht ohne Grund fürchtete ich mich vor dem vertrauten Verkehr Olibiers mit dieſen Leuten! So habe ich mich denn nicht getäuſcht? Doch wenn er verſprochen hat, für Newhork ein Werk zu ſchreiben, ſo muß er ſeine Partitur zweifellos ſofort liefern, denn die Ameri⸗ kaner warten nicht gerne. Die wollen das Ergebnis ihrer Unter⸗ handlungen unverweilt ſehen und ohne Zögern in den Genuß der vereinbarten Vorteile eintreten „Derſtal hat ſich tatſächlich verpflichtet, ſeine Muſik ſofort zu liefern. Im Mai ſoll er hinüber in das Land der Dollars. So hat er denn ſechs Monate vor ſich, um vier Akte zu ſchreiben, und zwei Monate, um ſie mit den Künſtlern einzuſtudieren. Die Export⸗ fabrikation, wie ſie im Buche ſteht!“ 1 Eva ſtanden die Tränen in den Augen, als ſte fragte: So ſpill er denn von der„Italienerin“ nichts mehr wiſſen?“ Laviron gab keine Antwort, ſondern zog die Brauen zuſammen und machte wieder einen runden Rücken. Er nahm eine Zigarette aus der Taſche, zündete ſie an, und dichte Rauchwolken vor ſich hin⸗ blaſend, ſprach er: „Dieſe Amerikaner ſind ſeltſame Leute. Ihr geſellſchaftliche; Leben beſteht erſt ſeit kurzer Zeit, ſo daß ſie alle ſeine Anforde⸗ rungen ſo raſch als möglich erfüllen müſſen, um mit dem Zeitgeiſt Schritt zu halten, und im Vertrauen auf ihre Reichtümer ſchrecken ſte vor keiner Schwierigkeit zurück. Was fur Geld zu erkaufen iſt, müſſen ſie haben; es genügt ihnen, den geforderten Preis bezahlen zu können. Im Anfange haben ſie uns Dinge Aßgekauft, die zum Leben unbedingt erforderlich ſind; dann kamen die überflüſſigen Gegenſtände an die Reihe, und jetzt betreiben ſie mit unerhörter Haſt den Einkauf der koſtbarſten Luxusgegenſtände. Wo ein ſchönes Gemälde, ein wertvolles Kunſtwerk, eine ſeltene Stickerei in Guropa zu berkaufen iſt, dort tauchen ſie ganz gewiß auf und ſchleppen das nahm er denn die Vorſchläge der Leitung der Newyorker Oper an Objekt in ihr Vaterland. Ich ließ mir berichten, daß kürzlich ſolch 2. Sem General⸗Anzeiger. zwrannheim, 18. Dezember * Berlin, 12. Dez.(Budgetkommiſſion des Reichs⸗ tages. Schluß.) Auf die Ausführungen Erzbergerz, der die Notwendigkeit des Bahnbaues Lüderitz⸗Kubub nicht für er⸗ bracht hält, erklärt Oberſt Deimling, der Kleinkrieg werde noch lange nicht aufhören. Die Bahn werde nicht der Regierung ſondern den Söhnen des deutſchen Volkes zulieb gefordert. Auf andere Anfragen Erzbergers erklärt Geheimrat Seitz, für die vermuteten Unterſchleife habe er nur die Erklärung, daß bei der Landung ganze Kiſten von der Ladung abhanden gekommen ſeien. Die geplante Bahn könne in 8 Monaten fertig ſein, an einen Erſatz durch Automobile ſei nicht zu denken. Wirkl. Geh. Legationsrat Helfferich ſerklärt, die Angelegenheit der Unter⸗ ſchleife wurde ſofort unterſucht, von einer Publikation der Sache ſei abgeſehen worden um die Soldaten und die Beamten vor dem Inland und Ausland nicht auf ganz unkontrollierbare An⸗ gaben hin herabzuſetzen. Müller⸗Sagan(Frſ. Vp.) fragt, ob die Bahn geeignet ſei, die kriegeriſchen Unternehmungen abzukürzen. Nachdem ſodann einem Antrag Bachem(Ztr.) zugeſtimmt wurde, den Abgeordneten Semmler zu bitten, zu veranlaffen, daß der Kapitän Jenſen von der Woermann⸗ Linie ſich morgen der Kommiſſion zur Verfügung ſtelle, vertagt ſich die Kommiſſion auf Mittwoch 10 Uhr. *Berlin, 12. Dez.(In der heutigen Sitzung des Seniorenkonvents) wurden die Vorgänge aus der geſtrigen Sitzung des Reichstages Abg. Graf Reventlow(Wirtſch. Vgg.) hatte bekanntlich die Verweiſung des britiſch⸗deutſchen Handelsabkommens in die Kommiſſion gefordert und mit der Auszählung gedroht, falls ſein Wunſch nicht erfüllt werde. Unter dieſen Umſtänden wäre es faſt unmöglich, die Vorlage über das Handelsabkommen mit England noch vor dem Ablauf des 31. Dezember ds. Is. zu erledigen. Nun hat eim Freund des Grafen Reventlow erklärt, dieſer werde ſeine Ob⸗ ſtruktion zurückziehen, wenn der Staatsſekretär Graf v. Poſa⸗ dowsky die an ihn gerichteten Fragen wenigſtens ihm vertrau⸗ lich beantworte. Die Vertreter ſämtlicher Parteien erklärten eine derartige Anforderung eines einzelnen Abgeordneten für durchaus unzuläſſig. Es wurde beſchloſſen, den Gegenſtand heute von der Tagesordnung der Plenarſitzung abzuſetzen und ihn dafür morgen ohne Kommiſſionsberatung in erſter und zweiter Leſung zu er⸗ lepigen. Die dritte Leſung iſt für Freitag in Ausſicht genom⸗ men. An dieſem Tage ſolle unter allen Umſtänden die erſte Be⸗ ratung über den Etat, das Finanzgeſetz und die Flottenvorlage be⸗ endet und der Reichstag bis nach Weihnachten vertagt werden, eingehend beſprochen. Der —— Deutsches Reſch. * Skuttgart, 12. Dez.(Die Landesverſamm⸗ zung der württembergiſchen Volkspartei) findet am 6. und 7. Januar ſtatt. Die Tagesordnung der öffentlichen Verſammlung am 6. Januar iſt: Parteibericht, ſowie Vorträge über die Verfaſſungsreviſton, die neuen Reichsſteuern, die ſüd⸗ deutſche Eiſenbahnpolitik und die Lage im Reich. Am 7. Januar werden in einer geſchloſſenen Verſammlung beſonders die Fragen der Parteiorganiſation und der Preſſe beſprochen. * München, 12. Dez.(Der Regierungspräſident von Oberbayern, Schraut,) iſt heute geſtorben. —(Der Prinzregent) empfing heute den Beſuch des Großherzogs von Luxemburg, der Nachmittags zur Tafel geladen wurde. * Berlin, 12. Dez.(Eine Reiſe des Fürſten Bülowe) Das„Giornale'Italia“ behauptet, in einigen Tagen werde Fürſt Bülow nach Palermo kommen und dort Gaſt des Senators Camporeale ſein. —(Gouverneur von Putkamer.) Die von dem„Hamburger Fremdenblatt“ zuerſt gebrachte Nachricht, daß die Häuptlinge, auf deren Veranlaſſung ein Teil der Duallaneger im Herbſt eine Beſchwerdeſchrift gegen den Gouverneur v. Puttkamer einreichten, in Kamerun wegen Beamtenbeleidigung verfolgt wür⸗ en, findet nun auch in amtlichen Kreiſen Beſtätigung. Wie die„Köln. Ztg.“ erfährt, hat der ſtellvertretende Bezirks⸗ amtmann in Dualla gegen die Hauptbeſchwerdeführer, ins⸗ beſondere auch gegen Aqua Bell, auf hohe Freiheitsſtrafen er⸗ kannt. Eine Beſtätigung dieſes Urteils, die weil die Strafen auf über ſechs Monate lauten, durch den Gouverneur geſchehen —5 iſt aber bisher noch nicht erfolgt. Unſere oberſte Kolonial⸗ behörde wird jedenfalls ehe ſie in der merkwürdigen Angelegen⸗ heit endgültig Stellung nimmt, die angeordnete eingehende Be⸗ richterſtattung abwarten wollen. —(Das preußiſche Abgeordnetenhaus) hat heute die Vorlage über die Abänderung der heſſiſchen Landes⸗ grenze in dritter Leſung erledigt und hierauf nach mehrſtündiger Debatte das Volksſchulgeſetz an eine Kommiſſion von 28 Mitgliedern verwieſen. Morgen Eiſenbahn⸗Interpellatton. Dem Abgeordnetenhauſe iſt ein Antrag Dr. König⸗Krefeld (Ztr.) auf Einführung des Wiederaufnahmevber⸗ fahrens im Disziplinarverfahren gegen nicht⸗ richterliche Beamte zugegangen. — Der„Panther“⸗Zwiſchenfall.) Der„New⸗ Vork Herald“ erhält aus Rio de Janeiro folgende Schil⸗ derung des Vorfalls mit den Mannſchaften des„Panther“, nach Angaben des deutſchen Kommandanten: ein Matroſe war ohne ein Hankee am Ufer der Loire ein entzlckendes Schloß aus dem fünfzehnten Jahrhundert entdeckt hat, das über und über mit Bildhauerarbeiten bedeckt, auf ein Haar dem Hauſe glich, das Franz I. in Cours⸗la⸗Reine erbaut hatte. Der Mann kaufte das Schloß und ließ es in zerlegtem Zu⸗ ſtande, nachdem man jeden einzelnen Stein ſorgfältig numeriert hatte, in ſeine Heimat ſchaffen, um es in Cineinnati oder Chicago neu aufzubauen! Leute ſolchen Schlages ſchrecken vor nichts zurück. Die würden alle Kunſtgegenſtände, die ſie bei uns ſehen, ungeſcheut an ſich bringen und uns nichts als die nackten vier Wände in unſern abſcheulichen neuen Häuſern laſſen, wenn wir darauf eingehen wollten. Kann es Sie unter ſolchen Umſtänden wundernehmen, daß ſie ſich auch eine Oper unſers beliebteſten Komponiſten verſchreiben? Mich wundert nur das eine, daß es nicht Barnum in eigener Perſon iſt, der den Streich ausgeheckt hat! Unbegreiflich iſt mir dagegen, daß ſich Derſtal zu ſolch einem Handel hergab! Von jydem andern hätte ich es eher geglaubl. Aber von ihm! Nun ich eine ſchöne, große Illuſton wieder zu Grabe tragen. Das ſoll mich lehren, wieder zu jemand Vertrauen zu haben! Mich, der ich aller Welt mit Mißkrauen begegnete! Und auf meine alten Tage laſſe ich mich reinlegen wie ein grüner Junge. Noch dazu von Derſtal Es iſt unglaublich 18 (Fortſetzung folgt.) Urlaub ans Land gegangen. Ein Maat der ausgeſandt wurde, um den Matroſen zu ſuchen, bekam mit Steinhoff Streit, der ſich in Geſellſchaft des Matroſen befand. Am nächſten Tag brachten einige Braſilianer den Matroſen an Bord. Steinhoff iſt überhaupt nicht an Bord des„Panther“ geweſen. Nichts⸗ deſtoweniger beſteht der Polizeichef von Florianopolis auf der Richtigkeit der erſten Meldungen. * Hamburg, 2. Dez.(Der Kaiſer) hat an den Vorſitzen⸗ den der Seeberufsgenoſſenſchaft, Richard Krogmann, nachſtehendes Telegramm gerichtet: Der einmütige Beſchluß der außerordentlichen Delegiertenverſammlung der Seeberufs⸗ genoſſenſchaft, für die Witwen und Waiſen der deutſchen Seeleute eine geſicherte Fürſorge zu übernehmen, hat mich mit großer Freude und hoher Befriedigung erfüllt. Das Bewußtſein dieſer Fürſorge wird bei den braven Seeleuten die Liebe zu ihrem ſchweren Berufe auch in den Stunden der Gefahr ſtärken und zur Erhaltung des ausgezeichneten Rufes der deutſchen Seeleute beitragen. Ich be⸗ glückwünſche die Seeberufsgenoſſenſchaft zu dieſem hochherzigen Beſchluß und gebe meinem wärmſten Danke Ausdruck, geg. Wilhelm J. R. Heimkehr.) Neueſten Beſtimmungen zufolge unterbleibt das Feſtmahl zu Ehren Trothas auf deſſen Wunſch wegen des Ablebens ſeiner kürzlich verſtorbenen Gattin. Peterſenquai erfolgt auf Befehl des Kaiſers durch die Generali⸗ tät des IX. Armeekorps und den Chef des Stabes der Schut⸗ truppe, Oberſt v. Ohneſorg, der bereits mit Major Puder von Berlin hier eingetroffen iſt. *Oldenburg, 12. Dez.(Reichstagswahlreſultat.) Amtlich. Bei der am 8. Dezember ſtattgehabten Reichstags⸗ erſatzwahl im Wahlkreiſe 9g Schleswig⸗Holſtein erhielt von 16996 abgegebenen giltigen Stimmen Rechtsanwalt und Notar Juſtigzrat Bockelmann(freikonſ.) 8874, Dr. Struwe(freiſ. Vp.) 4114, Zigarrenmacher Paul Weinheber(Soziald.) 4003 Stimmen. Juſtizrat Bockelmann iſt ſomit gewählt. Ausland. Frankreich.(Deputierten⸗Kammer.) Gronzy ſtellt namens verſchiedener Gruppen der Linken den Antrag, das Präſidium der Kammer durch öffentliche Wahl zu beſtimmen und erſucht die Regierung, die Seſſion nicht zu ſchließen, ehe über dieſen Antrag beraten worden ſei. Benoiſt(konf.) proteſtiert gegen den Antrag, den er als verfaſſungswidrig bezeichnet. Trouillot(Rad. Soz.) erklärt, daß die Regierung dieſem Antrage nicht entgegenſprechen könne. Nach einer Erwiderung von Benoiſt wird der Antrag mit 286 gegen 278 Stimmen abgelehnt. (Beifall rechts und im Zentrum.) Der Reſolutionsantrag war gegen den Kammerpräfidenten Doumer gerichtet, da Doumer ſeinerzeit ſein« Wahl zum Kammerpräſtdenten nur der geheimen Abſtimmung und dem Abfall einer Anzahl Radikaler zu danken hatte. Doumer ſelbſt gab zu erkennen, daß dieſe Reſolution einen gegen ihn ge⸗ richteten, perſönlichen Charakter trage, indem er den Vorſitz bei dieſer Debatte dem Vizepräſidenten Gerville⸗Reache überließ. Die Majorität beſtand aus Nationaliſten, Konſervativen, Gemäßigk⸗ Republikanern, den meiſten Mitgliedern der Unjon demsperatique, ſowie mehreren Radifalen. Die Freunde Doumers ſind der Anſicht, daß deſſen Wiederwahl zum Kammerpräſidenter nunmehr als ge⸗ ſich ert gelten könne und daß auch die Chancen ſeiner Kandidatur für die Präſidentſchaft der Republik ſehr gewachſen ſeien. * Großbritannten.(Folgende Unterſtaats⸗ ſekretäre) ſind ernannt: Miniſterium des Innern: Herbert Sa⸗ muel, Kolonfalamt:Winſton Churchill, Kriegsminiſterium: Garl of Portsmouth, Admiralität: Edmund Robertſon, Generalſtaatsanwalt Lawſon Walton. Serbien.(König Peter) feiert heute das Andenken ſeines Hauspatrons, des heiligen Andreas, wobel die erſte Feier des neugegründeten Ordens Karageorgs⸗Stern, mit dem die meiſten Verſchwörer ausgezeichnet worden ſind, ſtattfindet. * Türke i.(Die Note der Pforte) nimmt alle in der Zirkularnote enthaltenen Forderungen, darunter auch die des§ i⸗ nanzreglements, an. Dieſe, mit wenigen vedaktionellen, nicht prinzipiellen Aenderungen ſagt, daß die Pforte ſofort nach Einſtellung der von den Mächten getroffenen Maßregeln dem Gene⸗ ral⸗Inſpektor entſprechende Befehle geben werde. Die hierauf be⸗ züglichen Beſprechungen der Botſchafter dauern fort. Die vollſtändige Beendigung der Angelegenheit ſoll unmittelbar bevorſtehen. Bapiſche Politik. * Heidelberg, 12. Dez.(Herr Wacker und die Nationalliberalen.) In einer politiſchen Rede in Zel! i. W. ſagte Geiſtl. Rat Wacker nach dem„Pf. Boten“: „Wir haben im letzten Wahlkampf die bittere Erfahrung machen müſſen, daß wir gegen uns habon, wie ich bereits ſagte, Feinde, die uns haſſen, Feinde, mit denen wir allem Anſchein nach auch in Zu⸗ kunft rechnen müſſen, auch in Zukunft nicht zuſammenarbeiten können. Ich glaube, wir werden auf lange Zeit hingus uns in Vaden der Hoffnung entſchlagen müſſen, mit den Nationalliberalen zuſammenarbeiten zu können. Ich habe ſehr ungern und ſehr ſchwer auf dieſe Hoffnung verzichtet; es ſcheint aber die harte Not⸗ wendigkeit vorzuliegen. Nun, meine Herren, wir werden uns auch in ſolche Verhältniſſe zu ſchicken wiſſen.“ Dazu bemerkt die„Heid. Ztg.“:„Man weiß wirklich nicht, ob man Herrn Wacker noch ernſt nehmen ſoll. Seit Jahr⸗ zehnten kämpft er unter dem Schlachtruf: Nieder mit den Nattonalliberalen! Immer und immer wieder hat er betont, daß ſein Ziel und das ſeiner Partei ſei, den Nationalliberalis⸗ mus zu unterdrücken. Der Waldmichel, ſein Adoptivſohn, hat in geradezu teufliſchem Haß gegen den Nationalliberalismus geſchwelgt und nun ſpricht Herr Wacker in elegiſchem Ton von ſeiner geſcheiterten Hoffnung, mit dieſem Nattonalliberalismus zuſammen zu arbeiten. Das iſt an politiſcher Unaufrichtigkeit ſo ziemlich das Stärkſte und Dreiſteſte, was man je erlebt hat. * Karlsruhe, 12. Dez.(Die Reiſe des Frhrn. v. Marſchall nach München) erklärt ſich aus der be⸗ ſtehenden Gepflogenheit, daß die bundesſtaatlichen Miniſter des Auswärtigen ſich perſönlich den Regenten der Nachbarländer vorzuſtellen pflegen. Seitens des Frhrn. v. Marſchall war dies in Stuttgart früher geſchehen, in München noch nicht. Jeden⸗ falls wird dort auch von der Eiſenbahneinheit geſpro⸗ chen worden ſein; aber die Hoffnung des„Landesb.“, daß dem badiſchen Miniſter von dem bayeriſchen Verkehrsminiſter von Frauendorfer„der partikulariſtiſche Nacken gegenüber den preu⸗ ßiſcherſeits geplanten Reformen geſtärkt worden ſei“, iſt eine leere demokrattſche Redensark. * Karlsruhe, 12. Dez.(Dñur Empfang der Landſtände beim Großherzog.) Um 12 Uhr mittags empfingen heute der Großherzog und die Großherzogin die Mit⸗ glieder der Erſten Kammer der Landſtände, mit denen der Präſi⸗ dent Prinz Karl und Prinz Max im Schloſſe erſchienen waren. Der Großherzog richtete eine Anſprache an die Erſte Kammer, in der er ſeiner Freude darüber Ausdruck verlieh, die Mitglieder Der Empfang am empfangen zu können. Er freue ſich um ſo mehr, als die Täſſg. keit der Erſten Kammer eine viel bedeutungsvollere werden wird als ſie bisher war. Der Großherzog ſchloß: Meine treueſten Wünſche begleiten Sie in dieſe neue Tätigkeit, und von Herzen hoffe Ich, daß Sie nur Befriedigung und Freude erleben möch⸗ ten! Danach empfingen die Großherzoglichen Herrſchaften die Mitglieder der Zweiten Kammer im Marmorſaal. Der Groß⸗ herzog verabſchiedete ſich mit einer huldvollen Anſprache, in der er der Entwicklung der konſtitutionellen Verhältniſſe ſeit Beginn der Konſtitution gedachte und der Arbeit der Abgeordneten guten Erfolg wünſchte. * Konſtanz, 12. Dez.(Bei der geſtrigen Erſaßz wahlvon 3 Stadtverordneten) wurde auch der bom Zentrum ſo ſehr angefeindete Staatsanwalt Junghanns mit 58 Stimmen gewählt. Seine Gegenkandidaten erhielten 20 und 15 Stimmen. Aus Stadt und Fand. Maunheim, 13. Dezember. * Meiſterkurſe. Es dürfte wohl nicht mehr neu ſein, auf den hohen Wert der Meiſterkurſe, ſowie die Vorbereitungskurſe zuf Meiſterprüfung, wie ſolche jetzt an alle Gewerbeſchulen Badens an⸗ gegliedert wurden, hier noch beſonders hinzuweiſen. Intekeſſenten wollen wir nur aufmerkſam machen, daß mit dem Januar be⸗ ginnend, ſolche Kurſe auch hier, im Anſchluſſe an die Gewerbe⸗ ſchule eingerichtet werden. Es wird von der Zahl der Anmel⸗ dungen abhängen, ob ein oder einige Kurſe, ob ſolche für Bauhand,⸗ werker, Holz⸗, Metall⸗Arbeiter und Ausſtattungsgewerbe errichtet werden können: letzteres wäre im Intereſſe der Teilnehmer ſehr zu wünſchen. Jeder Kurs währt von Januar bis Ende März und hat wöchntlich 4 Stunden Unterricht von—6 Uhr nachmittags; es ſollen all die Kenntniſſe vermittelt werden, welche das heutige Erwerbsleben gebieteriſch von den Handwerksmeiſtern fordern. Es bieten die Kurſe Gelegenheit zur Weiterbildung, ſowie zur Er⸗ werbung der theoretiſchen Kenntniſſe, welche die Meiſterprüfung ver⸗ langt. Im Intereſſe des Gewerbes iſt ſehr zu wünſchen, daß recht viele Handwerker und Gehilfen von hier und den Nachbarorten bon dieſer Einrichtung Gebrauch machen. Wir geſtatten uns noch auf die amtliche Bekanntmachung beſonders zu berweiſen. * Die konſtituierende Verſammlung des Landesverbandes bad. Gemeinderechner wählte Hell⸗Bretten zum Vorſitzenden des Ver⸗ bandes. Die nächſte Landesverſammlung findet in Villingen ſtatt. * Zwangsverſteigerung. Die Hofraite mit Gebäulichkeiten der Schreinermeiſter Johann Adam Müller Gheleute in Mannheim, Riedfeldſtraße 47, wurde den Handelsmann Michael Amend Gheleuten in Mannheim um M. 19 500 zugeſchlagen. Geſamtkoſten⸗ preis des Grundſtücks einſchließlich der vom Erſteher nicht aus⸗ gebotenen Hypotheken M. 25 500. Amtliche Schätzung 29 500 M. * Gewährung einer Teuerungszulage an die Bankbeamten, Die Bankbeamten⸗Zeitung, das Organ des Deutſchen Bankbeamten⸗ Vereins bringt in ihrer letzten Nummer die Mitteilung, daß die Direktion der Discontogeſellſchaft ihren Beamten eine Teuerungs⸗ zulage gewährt habe, und richtet an alle Bankleitungen und Bankters die Bitte, durch Gewährung einer Teuerungs⸗ oder Gehaltszulage ihren Beamten die durch das anhaltende Steigen der Preiſe faſt aller Lebens⸗ und Genußmittel in dem finanziell und ſozjal weniger ſtarken Haushalt empfundene Laſt erleichtern zu helfen. * Die ſtädtiſche Schifferſchule in Mannheim wird dieſen Winter am Mittwoch den 3. Januar 1906 ihre Kurſe beginnen. Die Rhe⸗ dereien, deren Schiffe den Mannheimer Hafen beſuchen, wie ſämt⸗ liche Partikulierſchiffer ſind eingeladen, ihre jungen Leute zur Teil⸗ nahme am Unterricht zu veranlaſſen. Die Schifferſchulkommiſſton trägt Sorge dafür, daß die Teilnehmer in ordentlichen Familien in Koſt und Pflege genommen werden. Es iſt zu hoffen, daß die Schif⸗ ferſchule, die ihr Beſtehen nächſt der Fürſorge der Stadtverwaltung und der nachhaltigen Unterſtützung der Großh. Regierung, der un⸗ eigennützigen Mitwirkung verſchiedener Staats⸗ und Privatbeamten verdankt, die unentgeltlich den Unterricht erteilen, auch im neuen Schuljahre im rheiniſchen Schifferſtande die dringend wünſchens⸗ werte Beachtung und praktiſche Anerkennung findet. Anmeldungen ſind vor dem 2. Januar 1906 ſchriftlich oder mündlich an das Bureau der Handelskammer oder an die Regiſtratur des Bürger⸗ meiſteramts Mannheim(Kaufhaus, Zimmer Nr. 30) zu richten. * Verein Frauenbildung—Frauenſtudium, Abteilung Mann⸗ beim. Es ſei hierdurch nochmals auf den heute nachmittag halb Uhr im Saal der Loge„Carl ur Eintracht“ ſtattfindenden Vortrag der Frau Anna Gdinger⸗Frankfurt über„Die Bürger⸗ pflichten der Frau in der Gegenwart“ hingewieſen, Eintritt für Nichtmitglieder M. 1. * Vortrag über die Weltſprache„Eſperanto“. Wir wperden gebeten, zu dem heutigen Vortrag des Herrn Prof, L. Mainzer üer„Eſperanto“ im Deutſchnatſonalen Handlungsgehilfenverband noch bekannt zu geben, daß bei genügender Teflnahme unter Lei⸗ tung des Herrn Vortragenden hier ein Eſperantokurſus eröffnet wird, zu dem Anmeldungen beim Vorſtand des Deutſchnationglen Handkungsgehilfen⸗Verbandes ungenommen werden. * Kaufmünniſcher Verein. Der Vortrag des Herrn Direktorz Meiſel über„Die Bedeutung der Landkarten“ findet nicht wie ſonſt üblich am Donnerstag, ſondern heute Mittwoch ſtatt. *Der Militärverein hat ſein Winterprogramen nunmehr feſt⸗ geſtellt. In der nächſten Verſammlung, welche am 16. Dez, ſtalt⸗ findet, wird Herr Ulm einen Vortrag halten. Die Weihnachtsfeiet findet am Montag, 25. Dez., im großen Saale des Saalbaues ſtatt, während die Kaiſerfeier am 20. Januar im Friedrichspark abgehal⸗ ten wird. An weiteren Vorträgen in den Monatsverſammlungen ſind bis jetzt zugeſagt: am 18. Januar von Herrn Dr. Eder, am 17. Februar von Herrn Dr. M. Müller, am 17. März von Heren Philipp und am 21. April von Herrn Dr. Blum. * Eisbahn des Lawn⸗Tennis⸗Klubs. Den Froſt der beiden letzten Nächte hat der Lawn⸗Tennis⸗Klub ſich raſch zunutze gema und auf der ſtändig im Schatten liegenden Längshälfte ſeines großen Platzes eine ſpiegelglatte Eisbahn angelegt, die heute mittag berei dem Publikum freigegeben worden iſt. * Eisbahn. Wie aus dem Inſeratenteil zu erſehen, iſt h wieder möglich geworden, auf den Tennisplätzen dem Eisſport zu huldigen. Die Eröffnung der Eisbahn im Friedrichspark ſſt bei anhaltendem Froſtwetter in Bälde zu erwarten. Erfreulich iſt, daß der Lawn⸗Teunis⸗Klub und die Parkgeſellſchaft ſich auch dieſes Jahr wieder vereinigt haben, ſodaß die Mitglieder des Tennis⸗ Klub, die ſich an der Lalon⸗Tennis⸗Kaſſe und die Abonnenten des Friebrichsparks, die ſich an der Parkkaſſe abonnieren, auf beiden Bahnen zu fahren berechtigt ſind. *Saalbau Mannheim. Nur noch bis Freitag, 15. ds. Mts., wird das derzeitige Enſemble mit dem Kanonenkönig Paul Spa⸗ doni auftreten. Wir empfehlen daher allen, die dieſes vorzügliche Programm noch nicht geſehen haben, den Beſuch des Saalbautheaters aufs beſte. „Kaiſerpanorama. Wie wir bereits in der Samstagsnumme zur Kenntnis unſerer geſchätzten Leſer brachten, gelangt dieſe Woche „Kiautſchou und unſere deutſchen Truppen in Tſingtau“ zur A⸗ ſicht. Dieſe Serie iſt eine der intereſſanteſten, die wir in dieſer Saiſon zu ſehen bekommen. Neben militäriſchen Szenen, ſo une anderem„beim Feldgottesdienſt, beim Bau der Artillerie⸗Kaſerne wandern wwir kreuz und quer dure) Tſingtau. Durch nichts kann un ——— ſo Unter die Wirklichkeit ſo nahe gebracht werden, wie gerade hier in ſolch Mannheim, 13. Dezember. Geueral⸗Anzeiger. 8. Seite. bus dem Leben gemachten Aufnahmen. Das Volksleben und Treiben ſpielt ſich ja im fernen Oſten meiſt auf der Straße ab. Weiter kom⸗ men dir noch nach Schanghai und Nagaſaki. Intereſſant ſind hier die großen chineſiſchen Tempel und deren Inneres. Es iſt nun Ge⸗ legenheit geboten, auf eine bequeme und billige Art einen Einblick in die Verhältniſſe des fernen Erdteils zu gewinnen. Aus dem Schöffengericht. Eine„internationale Verwickelung“ die ſchließlich mit Stöcken ausgetragen wurde, entſtand am 9. Juli d. J. bor der Wirtſchaft von Gerlinger, L 10, 8, zwiſchen Deutſchen und Schweigern. Im Vereinslokale des Schweizer Unterſtützungs⸗ pereins, das ſich dortſelbſt befindet, war das Schweiger Wappen heruntergeriſſen worden und der Präſes des genannten Vereins, gaufmann Kurt Oeffinger aus Schweizerhall, ſtellte deshalb ver⸗ ſchiedene Gäſte, welche er im Verdachte hatte, dieſe Kinderei ver⸗ übt zu haben, zur Rede. Der Schloſſer Wilhelm Wolf, welchen die Sache überhaupt nichts anging, ging ſofort zu Tätlichkeſten über, gab Oeffinger einen Stoß und deſſen Landsmann Johannes Ryffel einen Stockhieb über den Kopf. Das war für die beiden Deutſchen, den Schmied Wilhelm Hohl und Georg Kraft, das Signal zum Angriff. Die Schweizer holten ſich Hilfe aus der Wirtſchaft und ſie Uſeben ſchließlich Sieger. Sie machten ſchließlich einen Gefangenen, und im Triumph führten ſie den„kaiben Schwoben“ zur Polizei⸗ wache. Geſtern ſtanden ſie aber als Mitangeklagte neben ihren Gegnern. Wolf, Hohl und Kraft erhalten: erſterer als Urheber der Rauferei 20., letztere 10 M. Geldſtrafe, die beiden Schweizer in Anbetracht ihres berechtigten Zornes über das Herunterreißen des Schildes eine gelindere Strafe und zwar 5 M. *Etwas humorvoll geſtaltete ſich geſtern eine Verhandlung vor dem Schöffengericht, bei der der Fenſterreinigungs⸗Unternehmer Ambroſius Ank als Angeklagter erſchien; ſein Gegner, der früher bei ihm beſchäftigt geweſene Häuſer⸗Abwaſcher Joſ. Magwirth aus Genf, der mit ihm der gegenſeitigen Körperverletzung angeklagt iſt, war kommiſſariſch vernommen worden. Am 5. Okt. d. Is. be⸗ ſchimpfte letzterer Ank in einer Wirtſchaft in der unflätigſten Weiſe, Ank bezwang ſich jedoch, ſchwieg und rezitierte fortwährend, wie um ſich ſelbſt zu beruhigen, den bekannten Refrain eines Kouplets: „Nur die Ruhe kann es machen“. Schließlich riß ihm die Geduld, er hielt ſeinem Gegner drohend einen Revolver entgegen, den er in Geſtalt eines— Zigarrenetuis auf den„Tiſch des Hauſes“ nieder⸗ legte. Die„Waffe“ wollte nicht losgehen und ſchließlich gingen beide— Ank mit einer Bierflaſche, Magwirth mit einem Stuhle auf einander los. Die Verletzungen waren nicht gefährlich. Magwpirth, der die Geſchichte anzeigte, erhält 3 Wochen Gefängnis, trotzdem Ank maßlos gereizt wurde, konnte er nicht ſtraffrer ausgehen und erhielt 5 M. Geldſtrafe. Letzterer wurde durch.⸗A. Tilleſſen verteidigt. Die Ludwigshafener Walzenmühle abgebrannt. Von einem ſchweren Brandunglück iſt verfloſſene Nacht unſere Nachbarſtadt Ludwigshafen heimgeſucht worden. Eine der„Rieſenmühlen am Rhein“, die Ludwigshafener Walzmühle, iſt nahezu vollſtändig einge⸗ äſchert worden. Der Ausbruch des Feuers wurde um 12¼ Uhr entdeckt. Es herrſchen noch Meinungsverſchiedenheiten darüber, wo der Brand entſtanden iſt. Erſt wurde geſagt, der zweite Boden habe den Brandherd abgegeben. Jetzt heißt es, vom erſten Boden aus habe ſich das Feuer weiter verbreitet. Sopiel iſt ſicher, daß die in dem Etabliſſement beſchäftigten Nachtarbeiter, etwa 40 an der Zahl, nur darauf bedacht ſein mußten, das nackte Leben zu retten. Ein Müller erzählte uns, daß er nicht einmal mehr zu ſeinem Schranke gelangen konnte, in dem er ſeine Kleider und ſeine Uhr verwahrte. Die Ludwigs⸗ hafener ſtädtiſche Feuerwehr, die einige Minuten nach der Alar⸗ mierung, die von der in der nächſten Nähe des Etabliſſements an der Mühlſtraße gelegenen Polizeiſtation aus erfolgte, auf dem Branpplatze eintraf, fand den alten Bau, der parallel zur Rhein⸗ uferſtraße liegt, ſowie einen Teil des langgeſtreckten, ſich neben der Bahnlinje nach Ludwigshafen hinziehenden gewaltigen ſechs⸗ ſtöckigen Gebäudes in hellen Flammen ſtehen. An eine Rettung dieſer Gebäulichkeiten war nicht mehr zu denken. Man muß ſich nur vergegenwärtigen, ein wie feuergefährlicher Stoff das Mehl iſt und daß namentlich der Staub, mit dem die Luft in den Arbeitsräumen geſchwängert iſt, eine exploſionsartige Wir⸗ kung ausübt, wenn er mit Feuer in Berührung kommk. Wie ſchnell das verheerende Element um ſich gegriffen hat, geht auch daraus hervor, daß ſich zwei Müller nicht mehr über die Treppen tetten konnten. Der eine ſprang aus einem Fenſter des vierten Stockes und erlitt, ſoviel durch die erſte flüchtige Unterſuchung ſeſtgeſtellt werden konnte, einen Beinbruch. Ob er auch innere Verletzungen davongetragen hat, ſteht noch nicht feſt. Der andere wurde durch den Schutznmann Mayer unter Einſetzung des Lebens gerettet. Maher kletterte auf einer Leiter bis zum vierten Stock empor und bolte den Müller, der Brandwunden im Geſicht erlitten hat, herunter. Ehre dem wackeren Manne, der bei ſeinem edlen Rettungswerk unverletzt geblieben iſt und ſich nur die Kleider verbrannt und zerriſſen hat. Heute morgen ging das Gerücht daß ein Arbeiter vermißt würde. Hoffent⸗ lich bewahrheitet ſich dies nicht. Den angeſtrengten Bemühungen der Ludwigshafener ſtädtiſchen Jetzerwehr, die durch die Fabrikfeuerwehr von Gebr. Sulzer und die Mannheimer Freiwillige Feuerwehr wirkſam unterſtützt wurde, gelang es, von dem Rieſenetabliſſement den neuen Silo, der an der Bleichſtraße im rechten Winkel zu dem parallel zur Bahnlinie liegenden Bau liegt, ſowie die Graupenmühle, das Bureaugebäude und das Wohnhaus zu retten, das direkt an den Mehlſpeicher ſtößt. Mit wie gutem Erfolge hier die Löſchmannſchaften gearbeitet haben, geht daraus hervor, daß ſelbſt die Mauern dieſes Speichers nur noch teilweiſe ſtehen. Die hohe Brandmauer, die jetzt noch ſteht, hat jedenfalls einen guten Schutz abgegeben. Nicht einmal die Jenſterſcheiben des Wohngebäudes ſind zerſprungen. In dem drei⸗ ſtöckigen Hauſe, das vorſichtshalber geräumt wurde, wohnten der Obermüller und noch verſchiedene in der Mühle beſchäftigte Perſonen. Im Paxrterre iſt eine Wirtſchaft. Der Brandplatz bildet ein ſchauriges Bild der Verwütſtung. Man ſollte es nicht für möglich halten, daß maſſive Gebäude ſo gründlich zerſtört werden können. Von dem dem Rhein zugekehrten Ecbau iſt ſo gut⸗wie nichts mehr zu ſehen. Er iſt nahezu dem Erdboden gleichgemacht. Von der übrigen zur Bahnlinie parallel daufenden Front ſteht ungefähr noch die Hälfte. Der alte Vau, der ſich, von der Rheinuferſtraße aus geſehen, links an den Eckbau anſchloß, iſt ebenfalls vollſtändig vernichtet, ebenſo, wie bereits be⸗ merkt, der Mehlſpeicher, der die Fortſetzung des alten Baues bildele. Hier brannte es heute morgen noch lichterloh. Den ſcharfgezackten Drandruinen entſtefgt jetzt noch dichter Qualm. Heute morgen be⸗ ſchränkte man ſich lediglich auf das Ablöſchen des Schutthaufens den der Mehlſpeicher bildet, um ein Weitergreifen auf das Wohn⸗ daus zu berhindern. Der vordere Verbindungsgang, der vom Gck⸗ bau nach dem Rheinufer zum Elevator führte, iſt zur Hälfte her⸗ 15 untergeſtürzt. Der hintere Elevator iſt intakt, ebenſo die lang⸗ geſtreckten Lagergebäude, die ſich direkt am Rheinufer hinziehen. Der Rieſenbrand veranlaßte heute Nacht ſelbſtverſtändlich eine wahre Völkerwanderung. Tauſende hielten das diesſeitige Rhein⸗ ufer und die Rheinbrücke beſetzt, auf der eine intenſive Hitze herrſchte. Der Nachthimmel war durch die gewaltigen Feuergarben blutig rot gefärbt. Ein unaufhörliches Geknatter der explodierenden Weizen⸗ ſäcke durchſchwirrte die rauch⸗ und dunſtgeſchwängerte Luft; ganze Säcke wurden in die Luft geſchleudert, ſich oben gleich einem Feuerwerk zu Flammenbüſcheln ausbreitend. Ein un⸗ aufhörlicher Aſchenregen wie aus einem Vulkan fiel auf die Brand⸗ ſtätte und deren Umgebung. Die beiden verunglückten Müller heißen Frank und Gg. Ziemer und ſind verheiratet. Die Gnt⸗ ſtehungsurſache wird auf Kurzſchluß zurückgeführt. Die Ludwigshafener Walzmühle iſt ſeit 1894 Aktiengeſellſchaft und wurde aus der Firma Kaufmann, Straus u. Co. in Ludwigs⸗ hafen gebildet. Das Aktienkapital beträgt 2 Millionen Mark. An dem Brandſchaden ſind folgende 15 Feuerverſicherungs⸗ Geſellſchaften beteiligt: die Gladbacher, Schleſiſche, Magde⸗ burger, Süddeutſche, Basler, Helvetia, Preußiſch⸗National, Weſt⸗ deutſche, Baher. Hypotheken⸗ und Wechſelbank, Berliner, Deutſche Bank in Berlin, Colonia⸗Köln, Elberfelder und Norddeutſche. Ferner iſt die Walzmühle mit 2¼ Millionen Mark bei der Bayeriſchen Brandkaſſe für Gebäude und Maſchinen verſichert. Der Schaden an Vorräten beträgt allein 1 Million. Der Geſamt⸗ ſchaden iſt jedenfalls auf mehrere Millionen zu be⸗ ziffern. **** Von einem Berichterſtatter wird uns zu der Brandkataſtrophe noch gemeldet: um ½1 Uhr wurde der Ausbruch des Feuers gemeldet. Es entſtand eine große Panik, da das Feuer raſch um ſich griff. Zwei Müller konnten ſich nicht mehr aus der Mühle retten und ſprangen in ihrer Angſt vom 8. und 4. Stock herunter, wo ſie mit zerbrochenen Gliedern liegen blieben. Eine Stunde nach Ausbruch des Feuers im Eckbau war das Feuer bereits auf die rechts und links liegenden Nebenflügel übergeſprungen. Auch dieſe beiden Flügel ſind voll⸗ ſtändig niedergebrannt. Die Getreideſäcke ſind förmlich in die Luft geflogen, wo ſie explodierten. Der ganze Himmel war blutrot gefärbt. Die Stadt iſt förmlich in Aſchenregen, ſowie in Rauch und Dunſt gehüllt. Aus den Trümmern lodert jetzt noch das Feuer empor. Die geſamte Feuerwehr war alarmiert und nach kurzer Zeit auf der Brandſtätte angelangt. Sie konnte jedoch nichts mehr ausrichten. Zu allem Unglück entſtand noch ein Kurz⸗ ſchluß, welcher der Verheerung und Ausbreitung des Feuers noch Vorſchub leiſtete. Es ſtehen nur noch der weſtliche Neubau und die Bureauräumlichkeiten. Die große Elevatorbrücke ſtürzte herunter. Die große wertvolle Maſchinerie iſt zerſtört. Der ganze Siloſpeicher, der mit Frucht angefüllt war, iſt ausgebrannt. Der Schaden, der ſich natürlich noch nicht überſehen läßt, beläuft ſich aufmehrere Millionen. Die Entſtehungsurſache iſt unbekannt. Nus dem Grossherzogtum. Schwetzingen, 13. Dez. Geſtern morgen fanden Kna⸗ ben im Orangeriekanal eingefroren die Leiche der 17 Jahre alten Anna Schmidt, Tochter des Zigarrenmachers Pet. Schmidt. Die⸗ ſelbe war in einer hieſigen Zigarrenfabrik beſchäftigt und ließ ſich dort verſchiedene Unregelmäßigkeiten zu ſchulden kommen, worauf ſie entlaſſen wurde und aus Gram hierüber den Tod durch Ertrinken ſuchte. 555 Weinheim, 12. Dez. In der letzten Zeit wurden die Engelsfiguren an mehreren Grabdenkmälern des hieſigen Frien⸗ hofes geſtohlen.— Als Spezialiſt für Augen⸗, Ohren⸗, Naſe⸗ und Halskrankheiten hat ſich der prakt. Arzt Dr. Eugen Gbhardt hier niedergelaſſen.— Nächſtens wird auch ein weiterer Rechts⸗ anwalt in der Perſon des Referendärs Pfiſterer aus Leu⸗ tershauſen ſeine Praxis hire eröffnen. Theater, Runſt und Wiſſenſchaft. Hroßh. Bad. Hof⸗ und Nationaltheater in Mannheim. Die Journaliſten. Das beſte deutſche Luſtſpiel des 19. Jahrhunderts hat die Welt, die ſo gerne in Superlativen ſchwelgt, Guſtav Freytags amüſante Wahlkomödie genannt und als ſolches findet man denn auch„Die Journaliſten“ in den verſchiedenſten Literaturkalendern und Lexieis bezeichnet. Nun gut, unzählige Male ſind ſie über die Bretter gegangen und haben ſich als Zug⸗ und Kaſſenſtück erwieſen. Eine intereſſante Tatſache bleibt dabei die, daß„Die Journaliſten“ von der Berliner Hoftheaterleitung urſprünglich abgelehnt wurden, um dann doch ſpäterhin ins Repertoire eingereiht zu werden. Ein erſt in jüngſter Zeit zur Veröffentlichung gelangter, ärgerlicher Brief Frey⸗ tags an ſeinen Freund, den Profeſſor Merker in Berlin, gibt über die näheren Umſtände der ſeinerzeitigen Ablehnung Aufſchluß. Auch jetzt noch, fünfzig Jahre nach ſeiner Entſtehung, begegnet man dem Freytag' ſchen Luſtſpiel auf deutſchen Bühnen, nicht oft zwar aber ſtändig, und allenthalben wird es mit Vergnügen aufgenommen. Darum war es zu begrüßen, daß unſere Hofbühne„Die Jour⸗ naliſten“ nun auch wieder einmal einſtudieren ließ und, das ſei vor⸗ weg genommen, recht hübſch zur Aufführung brachte. Ein Gedanke freilich drängte ſich mir geſtern unwillkürlich auf: Ein Stück, das vor einem halben Jahrhundert das Licht der Rampen erblickt hat, ver⸗ trägt nicht, im neumodiſch'ſten Gewandte von heute gegeben zu werden. Anſchauungen, die in der Vergangenheit berechtigt, Ver⸗ hältniſſe— nicht zum wenigſten im raſch lebenden Journalismus, — die alltäglich geweſen ſein mögen, ſind es in der Gegenwart nicht mehr und erſcheinen einmal ſtaubig und zum anderen grotesk, wenn man den Anachronismus begeht, ſie auf ein Enſemble modern⸗ ſter Menſchen in modernſten Koſtümen zu übertragen. Darum iſt die Forderung an den verantwortlichen Regiſſeur, Herrn Walter — Herr Schaper iſt gegenwärtig beurlaubt— wohl berechtigt, er möge gewiſſe friſch gebügelte ſchwarze Fräcke und elegante Klapphüte eliminieren, im gleichen Sinne ſonſtige Stilwidrigketten ausmerzen und ſo die Vorſtellung harmoniſch geſtalten. Wie ſchon geſagt, zeigte die geſtrige Aufführung im übrigen erfreuliche Momente. Herr Kökert. als Konrad Vols ſicherte ſich natürlich den Hauptanteil des Erfolges, er ſpielte dieſe dankbarſte Partie des Stückes mit ſprudelnder Lebendigkeit und einem ſo blü⸗ henden Humor, daß ihn mancher richtige Journaliſt darum beneiden könnte. Sein Redaktionskollege, der mehr als gutmütige Profeſſor Oldendorf wurde von Herrn Ludwig, trotzdem die Rolle wenig Anziehendes und Angenehmes in ſich birgt, ſo ſympathiſch wie mög⸗ lich und in ſeinen Zügen wiedergegeben. Gut machte ſich Herr Möller als Bolzens Freund Kämpe, während Herr Kallen⸗ berger den Dichterling und Unionsmitarbeiter— Redaktions⸗ volontär oder Hilfsredakteur würde man heutzutage ſagen 5 Bell⸗ maus, doch wohl noch alberner hinſtellte, als er gemeint iſt. Die Blumenberg ſan⸗ geſchickte fand Herr Tietſch, der in ſeinem Schmock eine treffliche Charal⸗ terthpe ſchuf. Der armſelige Menſch, der Papierkörbe durchſtöbert, um zu denunzieren und dann ſein zeilenſchindendes Leben damit abſchließt, daß er für erhaltene hundert Reichsmark in echter Dankbarkeit zerfließt, konnte in dem gewandten Schauſpieler ſogar glaublich erſcheinen. Oldendorfs Gegenkandidaten, den Oberſten Berg hatte Herr Röbbeling zu ſpielen, eine Aufgabe, der er ſich mit Glück unterzog und deren Löſung einwandfrei genannt zu werden derdient. Eigentlich hatte ich— und nicht nur ich— er⸗ wartet, die Retterin aus der Not Adelheid Runeck würde von unſerer Geſellſchaftsdame Fräulein Blankenfeld gegeben werden, aber die Wege einer Theaterleitung ſind verſchlungen und unerforſchlich, ſo erſchien denn unſere Sentimentale Fräulein Wittels als prä⸗ ſumptive Redakteurs⸗Braut und Verlegerin und führte ihre Rolle, was bei einer ſo gewiegten Künſtlerin ſelbſtverſtändlich iſt, mit Rou⸗ tine und in paſſender Diktion durch. Noch wäre zu erwähnen, daß Frau Eckelmanns elegiſcher Backfiſch Ida Berg alle Eigentüm⸗ lichkeiten derartiger naiver Mädchennaturen fein heobachtet nuderſpiegelte. Herr Hecht endlich als Weinhändler und Bol⸗ zens„einſtimmiger“ Wähler, und Herr Neumann⸗Hoditz als Adelheids Gutsſchreiber befleißigten ſich mit gutem Gelingen, ihre humoriſtiſche Ader zur Geltung zu bringen und die gute Stimmung, mit der das Publikum die Vorſtellung verfolgte, ſo viel an ihnen lag, noch zu ſteigern. K. ** Großh. Hof⸗ und National⸗Theater. Die Iniendanz teilt mit: Wegen Heiſerkeit des Herrn Wilhelm Fenten wird in der heutigen Aufführung von„Götterdämmerung“ Herr Karl Marx die Partie des„Hagen“ ſingen.— Madame Rejane mit ihrer Geſellſchaft vom Pariſer Vaudeville⸗Theater wird Mittwoch, den 20. Dezember, gelegentlich ihres einmaligen Gaſtſpieles„La Pafgſel, Komödie in 3 Akten von M. Hench Bernſtein, zur Aufführupg bringen und darin die Rolle der„Helene“ ſpielen. Letzte Hachrichten und Telegramme. .e. Heidelberg, 12. Dez. Der Privatdozent der Medizin Dr. Steudel hat einen Ruf als ordentlicher Profeſſor an die Univerſität St. Louis erhalten. * Freiburg, 12. Dez. Herr Geh. Hofrat Dr. Franz Him⸗ ſtedt, Profeſſor der Phyſik, wurde zum Prorektor der Univerſität für das Studienjahr Oſtern 1906/07 gewählt. Hamburg, 12. Dez. Infolge Nebels erelgneten ſich auf der Elbe zahlreiche Kolliſionen. Der Hamburger Dampfer„Rheinfeld“ ſtieß auf der Unterelbe mit dem Kohlendampfor „Altona“ zuſammen; der„Rheinfeld“ wurde ſchwer beſchädigt und mußte auf Strand geſetzt werden. Der Dampfer wurde proviſoriſch gedichtet und heute nach Hamburg zurückgebracht. Der däniſche Dreimaſtſchoner„Saga“ wurde auf der Unterelbe von dem engliſchen Dampfer„Vienna“ angerannt und am Heck ſchwer beſchädigt. Er iſt nach Hamburg zurückgekehrt. Der engliſche Dampfer„CEity of Malaga“ ſtieß mit dem zweiten Elbefeuerſchiff„Bürgermeiſter Kirchenpauer“ zuſammen. Beide Schiffe ſind beſchädigt. * Paris, 12. Dez. Der„Temps“ meldet, daß ein Sergeaut der Kolonial⸗Infanterie in Franzöſiſch⸗Congo vor das Kriegsgericht geſtellt wurde, weil er drei oder vier Eingeborene, die die Steuern zu zahlen ſich weigerten, ohne regelmäßiges Urteil hinrichten ließ. Einer der Hingerichteten ſei von den Miliz⸗ ſoldaten des Sergeanten aufgefreſſen worden. *Rom, 12. Dez. Der„Oſſervatore Romano“ veröffentlicht amtlich einen Brief des Papſtes an die Biſchöfe in Ruſſiſch⸗ Polen, in dem er ſie ermahnt, zur Beruhigung der Gemüter bef⸗ zutragen, an der Wiederherſtellung der Ruhe mitzuarbeiten und die Verfaſſung anzunehmen. * Newpyork, 12. Dez. Nach einer Meldung des„Newyork Herald“ ſteht die Verlobung von Alice Rooſevelt mit dem Kongreßmann Longworth in FCineinnati bevor. v. Trothas Heimkehr. * Hamburg, 12. Dez. Der Dampfer„Prinzregenk“ wird noch immer wegen des Nebels in Antwerpen feſtgehalten. Seine Abfahrt iſt wahrſcheinlich erſt heute Abend möglich. General von Trotha verließ darum ſchon in Antwerpen das Schiff und reiſte mit der Bahn direkt nach Berlin. Die Kämpfe in Deutſch⸗Oſtafrika. * Berlin, 18. Dez. Der„Berl. Lok.⸗Anz.“ meldetl aus Dar es⸗Salaam: Das Detachement des Hauptmanns Seyfried wurde am 1. Dezember bei dem Iluluplateau im Bezirke Lindi von etwa 2000 Aufſtändiſchen angegriffen. Die Auffſtsmdiſchen er⸗ litten eine vollſtändige Niederlage. Aus Iringa wird ein glückliches Gefecht gegen aufſtändiſche Waſagara in der Landſchaft Mage gemeldet. 2 Die Marokko⸗Angelegenheit. * Paris, 12. Dez. Infolge techniſcher Schwierigkeiten wird das Gelbbuch wahrſcheinlich erſt übermorgen in der Kam⸗ mer verteilt werden. * Brüſſel, 12. Dez. Der Geſandte in Madrid, Baron Jooſtens, und der Geſandte in Tanger, Graf Buiſſeret, werden Belgien auf der Marokko⸗Konferenz vertreten. Die Chineſen in der Mandſchurei. * London 13. Dez.„Daily Telegraph“ meldet aus Tokio, daß die chineſiſche Regierung beabſichtigt in der Mandſchuret eine ſtehende Heeresabteilung in Stärke von 100 000 Mann zu unterhalten. Verhandlungen darüber werden in Peking geführt. Die Lage in Rußlaud. Die Meuterei in der ruſſiſchen Mandſchureiarmee. London, 13. Dez.„Daily Telegraph“ meldet über den Verlauf der Meuterei in Charbin folgendes: Die ruſſiſchen Truppen hielten mit glänzender Hingaße Skand. Die Meuterer ergriffen die Flucht. Das Chineſenviertel liegt in Trümmern. Dieſe Ereigniſſe trugen ſich in der Nacht vom 29. November zu. Wie Flüchtlinge berichteten, wiederholten ſich ſeit dieſem Tage jede Nacht Meuterei und Plünderung. Das Benehmen der Mannſchaft gegenüber den Offizieren hat etwas derartig Drohen⸗ des, daß die Offiziere nur ſelten ihre Wohnungen zu verlaſſen wagen. Vor einigen Tagen feuerten meuternde Soldaten auf einen Munitionswagen, der dadurch teilweiſe in die Luft flog. * 1*** * Warſchau, 13. Dez. In Pabianice organiſierten Arbeiter und Bauern einen Monſtrenationalzug von 10 000 Teil⸗ nehmern mit polniſchen Abzeichen. 200 berittene Bauern in Nitional⸗ tracht begegnelen einer Eskadron Dragoner, die ſich ſofort auf die unbewaffneten Bauern ſtürzten. Es gab mehrere Tote und 40 Schwerverwundete. 5 *Berlin, 18. Dez. Die Morgenblätter melben aus Kie w: Der Mörder des Generals Srcharow iſt der Schloſſergehilfe Woroſchnikow aus Jekaterinodar, der als Frau verkleidet und ſich taubſtumm ſtellend, dem General eine Bittſchrift überreichte. Revolutionäre befreiten den verhafteten Woroſchnikow und brachten ihn über die Grenze in Sicherheit, Königsberg, 12. Dez.(Amtlich.) Aus Wirballen wird gemeldet, daß der Zugverkehr mit der Riga⸗Oreler Bahn über Divinsk und Koſchedary und mit den Südweſtbahnen über Bialyſtok 4 geſperxt iſt. Seite General⸗Anzeiger. WMannheim, 13. Dezemper. Vermiſchtes. Waaren 5 — Ueber polniſches Weihnachksſpiel⸗ Mehlll 5 5 2999 zeug) berichten Berliner Blätter: Der neue polniſche Kampf⸗ 95 8** 11 112 18 15 1 10 f 1 2 8 8 14 5 7 8** Le,* 2— 2 947 perein„Straz“ richtet eine Aufforderung an die polniſchen Kauf- Petroleum 288 489 279 892 260 368 leute,„polniſches Spielzeug“ als paſſendſtes Weihnachtsgeſchenk für Polenkinder einzuftühren, und gibt ihnen eine Adreſſenliſte von Lieferanten 8 5 eigenartigen Artikels an. Neben einem geographiſchen Spiel„Reiſe durch die polniſchen Lande“, einem grammatikaliſchen„Unſere Mutterſprache“, hiſtoriſchen Spielen „Lech“ und„Piaſt“, werden„Bilderbogen vom ehemgligen pol⸗ niſchen Heer“, ferner polniſche Zinnſoldaten in Uniform von H807 und 1831, polniſche Flügelreiter aus dem 16. und 17. Jahrhundert empfohlen. Intereſſant iſt, daß ein großer Teil dieſes polniſchen Spielgeugs don deutſchen Firmen in Nürnberg angefertigt und nach den polniſchen Gegenden ge⸗ liefert wird! Geſchäftliches. * Der heutigen Geſamtauflage unſerer Zeitung iſt ein Proſpekt bvon Kaiſers Kaffeegeſchäft beigelegt, welchen wir der Beachtung empfehlen. * Die Verſicherungs⸗Abteilung der Dresdner Bank macht durch Inſerat bekannt, daß ihr Prämientarif für Ausloſungsverftcherung für den Monat Januar 1906 erſchienen iſt. Derſelbe enthält u. a. die Prämjenſätze für Donau⸗Reguljerungs⸗100⸗fl.⸗Loſe von 1870, Hamburger 50⸗Taler⸗Loſe, Mafländer 45⸗Lire⸗Loſe, Meininger ſt⸗fl.⸗Loſe, Oeſterreichiſche Credit 100⸗fl.⸗Loſe, Raab⸗Grazer 100⸗ Taler⸗Loſe, Ruſſiſche 100⸗Rubel⸗Loſe von 1864 —— Volks wir tſchaft. Budiſche Anilin⸗ und Sodafabrik, Ludwigshafen. Den M. N. N. wird geſchrieben: Bekanntlich beſitzen die Badiſche Anilin⸗ und Soda⸗ fabrik Ludwigshafen a. Rh. und die Höchſter Jarbwerke die Priorität auf die Fabrikation von Indigo. Nun iſt den beiden Werken eine meue Konkurvenz in der Chemiſchen Fabrik von Heyden,.⸗G. Rade⸗ beul bei Dresden, entſtanden, die nunmehr auch den künſtlichen Indigo fabrizierk und bereits in den Handel gebracht hat. Die Badiſche Anilin⸗ und Sodafabrik ſteht ſich in ihren Patenten verleßt zund will gegen die Heyden⸗Fabrik klagbar vorgehen. Etabliſſement Herzog,.⸗G. in Logelbach. Die Direktioren bder Geſellſchaft haben, wie der„Verl. Lok.⸗Anz.“ mitteilt, zugeſtanden, durch große Spekulatlonen in Waren und Effekten ſeit Jahren eflorme Verluſte erlitten zu haben und ut 6 Mill. Fres. auf einem unter dem Namen Robin geführten Konto Schulbner der Geſellſchaft u ſein. Petzerdg⸗ und Waaren⸗Vorräthe in Mannheim. Der Ge⸗ treibelagerbeſtand am J. Dezbr. 1905 auf den Privattranſttlägern in Mannheim betrug, verglichen mik dem Beſtand in den gleichen Monaten der zwei Jähre, in Doppelzentner: Getreide: 1905 1904 1903 Veizen 180 b29 384 088 224 882 oggen 472 8 458 5 009 aſen,„„35 841 8 918 26 694 Gerſte 63 4 3 27 613 47 880 43 190 Mais 35 6⁵⁴ 49 489 65 186 Hülſenfrüchte 3 464 18 100 18 62⁴ Waſſerſtandsnachrichten im Monat Dezember. Pegelſlationen Datum: vom Rhein— geg. eiee. Nonſtauz 8 7 4 4 8,16 5,1 8,18 Goldshut 2,42 Ofiningen.„.86 1,80 2,18 2,53.15 2,08 Abds. 6 Uhr Kehnt.„ 3,11 209 ,17 9,52 ,49 8,6] M. Uhr Lguterburrgg 4,08 3,80 4,24 Ubds. 6 Uhr Maxaun. J6,82 3,79 3,90 4,18 4,7 4,19 2 Uhr hermersheim, 3,88 ,87 4,18•, 19 Uhi Mannheim, 3,20 3,0 8,2%½.86.85 Morg. 7 Uhr leinz;:; J080 0,98 9, ½0 1½8.-P. 12 Uhi Bitden«„ 1,76.84 10 Uhr ſtäulb„„„ 1,92.99 00.05 7,84 2 Uhr Koblengg„ 9,42 2,40.6 10 Uhr Küln 1 228 2,80 2,40 2,43 2,65 2 Uhr W 1,68 1,84 1,05 6 Uhr vom Neckar Rannhem 3,24 3,28 3,82 3 76 3,99 3,04] F. 7 Uh Heilbronn J0.80 0,0 1,36 166.20 V. 7 Uhr e. eereer.—5— ——— Verantworklich Ur Politſk: FJ. V. Fritz Kayſer. für Kunſt, Feullleton und Vermiſchtes: Fritz Kayſer, für Lokales, Provinziales u. Gerichtszettung: Richard Schonfeldet für Volkswirtſchaft und den übrigen redaktionellen Tell: Karl Apfel für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Franz Kircher, Druck und Verlag der Dr. H. Hoas'ſchen Vuchdruckerei, G. m. b..: Direktor Ernſt Müller. 8 Chokoledenbaus im gernbardusbof Aechte Nüruberger Lebknchen von., G. Metzger, 20 Fahrik-Preiseu. 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