treiben, Abonnement: 70 Pfennig monatlich. Bringerlohn 80 Pfg. monatlich, durch die Poſt bez. incl. Poſt⸗ aufſchlag M..42 pro Quartal. Einzel⸗Nummer 5 Pfg. In ſera te: GBadiſche Volkszeitung.) Badi che Neueſte Nachrichten Anabhängige TJageszeitung. (Naunheimer Volksblatt.) „Genueral⸗Auzeiger Maunheim““ Telefon⸗Nummern: Direktion u. Buchhaltung 1440 Druckerei⸗Bureau(An⸗ nahmev. Druckarbetten 341 Die Colonel⸗Zeile. 26 Pfg. Geleſeuſte und verbreitetſte Zeitung Täglich 2 Husgaben Eigene Redaktionsbureaus Redaktion 6377 Auswärtige Inſerate 20. in Maunheim und Umgebung.(aus genommen Sonntag) in Berlin und Karlsruhe. ne Verlags⸗ 2 F Schluß der Juſeraten⸗Aunahme für das Mittagsblatt Morgens 1 9 Uhr, für das Abendblatt Nachmittags 3 uhr. we,, 440.(Abendblatt.) Donnerstag, 22. September 1910. Die heutige Abendausgabe umfaßt 12 Seiten. Die Türkei und die Bündnisfrage. Nachdem die vor kurzem aus deutſchfeindlichem Lager abgeflogene Ente von einem Anſchluß der Türkei an den Dreibund erbarmungslos heruntergeſchoſſen worden war, haben in dieſer Woche die Feinde Deutſchlands einen neuen Vogel dieſer ſchmackhaften Gattung aufſteigen laſſen: die Türkei ſollte mit Rumänien eine geheime Militärkonvention abgeſchloſſen haben. Durch eine dieſe Nachricht energiſch be⸗ ſtreitende Erklärung des rumäniſchen Regierungsblattes iſt auch dieſer Ente eine ſchwere Verwundung beigebracht worden. Ob ſte tödlich iſt, ſteht dahin, denn die Intriguanten werden ſich anſtellen, als ob ſie das Dementi nicht für glaubwördig Hielten Mt dem neueſten Schwindel ſollten gleichzeitig ver⸗ ſchiedene Fliegen getroffen werden. Man wollte eine Ent⸗ fremdung zwiſchen Italien und den beiden anderen Dreibundmächten herbeiführen, indem man die angebliche Militärkonvention als im Intereſſe des mit Rumänien eng befreundeten Oeſterreichs und gegen die Intereſſen Italiens auf dem Balkan abgeſchloſſen hinſtellte. Man wollte ferner jede Wiederannäherung Rußlands an Deukſchland und Oeſterreich Ungarn hinter⸗ denn Rußland, gerade wegen ſeiner gegen⸗ wärtigen Schwäche doppelt eiferſüchtig auf alle fremden Einflüſſe auf der Balkanhalbinſel, mußte ſich ſchon durch die Möglichkeit eines Bündniſſes zwiſchen Rumänien und der Türkei unangenehm berührt fühlen. Schließlich ſpielt bei der Intrigue auch die franzöſiſch⸗türkiſche Anleihe eine Rolle. Nach der einen Verſion ſoll die Schwindelnachricht in Szene geſetzt worden ſein, um den Franzoſen bei Abſchluß der An⸗ keihe die Möglichkeit zu geben, materielle oder politiſche Vor⸗ teile herauszuſchlagen, nach der anderen ſoll der Schwindel den Zweck gehabt haben, den endgültigen Abſchluß der An⸗ leihe zu verhindern. Sollte die letztere Auffaſſung richtig ſein, ſo würde dieſer Zweck erreicht worden fein, denn die franzöſiſch⸗türkiſche Anleihe iſt nun im letzten Augenblicke ge⸗ ſcheitert und die Türkei wird aller Vorausſicht nach von engliſchen Finanzleuten das Geld erlangen. Den Franzoſen wird dieſer Erfolg der von einem franzöſiſchen Blatte in Szene geſetzten Intrigue kaum erwünſcht ſein können, denn Frankreich nimmt ja ſonſt auf ſeinen lieben Freund England jede erdenkliche Rückſicht— vergl. das Verbot des jung⸗ ägyptiſchen Kongreſſes in Paris—, aber im nahen Orient find Frankreich und Großbritannien, wenn auch nicht äußer⸗ Kich, ſo doch innerlich, erbitterte Gegner und jeder Fortſchritt des engliſchen Einfluſſes in Konſtantinopel iſt den Franzoſen ſo fatal wie nur möglich. Es liegt aber auf der Hand, daß, wenn britiſche Finanziers das Geld hergeben, die Engländer die Gelegenheit benutzen werden, ihr in den letzten Monaten aus guten Gründen ſehr geſunkenes Anſehen auf dem Balkan wieder herzuſtellen und zwar in erſter Reihe auf Koſten des franzöſiſchen Einfluſſes. Abgeſehen von dem Zwecke der Feuilleton. Paris an der Jſar. Stllhonetten vom Münchner Franzöſiſchen Muſikfeſt von Joſef M. Jurinek⸗München. J. Vaherns Miniſterpräſident und der Vollblutfranzoſe. Intrigue aber hatten die Nachrichten über den Anſchluß der ſikaliſchen Darbietungen beſonders hervortraten. den künſtleriſchen Eindruck der Konzerte in einen Satz zuſammen⸗ faſſen, ſo muß man ſagen:„Die Franzoſen wußten uns zu feſſeln, mehr noch, zu begeiſtern. Die Konzerte ließen uns die ganze Eigen⸗ art, Muſik erſt ſo recht erkennen und erfaſſen. [Anm drei Grundpfeiler gruppierte ſich das Feſt: Sasns, der trotz ſeines Greiſenalters die Fahrt an die Iſar nicht geſcheut hatte lund ſie auch gewiß nicht zu bereuen brauchte, denn man ehrte ihn wie einen König,, um Ceſar Frank und um Debuſſy. Türkei an den Dreibund und über die türkiſch⸗rumäniſche Militärkonvention noch den weiteren Zweck, auf den Buſch zu klopfen. Sowohl Frankreich wie England wie auch Ruß⸗ land hatten ſich der Türkei gegenüber ſo viele Ungeſchicklich⸗ keiten zu Schulden kommen laſſen, daß man in Paris eine Annäherung der Türkei an die Dreibundmächte befürchtete. Man wollte nun wiſſen, wie weit die Angelegenheit gediehen wäre. Nun, von einem Anſchluſſe der Türkei an den Drei⸗ bund oder von einer feſten Abmachung zwiſchen den türki⸗ ſchen Regierung und Rumänien könnte ſchon darum nicht die Rede ſein, weil, ſelbſt wenn die Türkei wollte, der Gegenpart nicht wollen würde. Denn ſoviel kosmopolitiſche Züge auch das gegenwärtige türkiſche Regime aufweiſt, ſo anerkennens⸗ wert es iſt, daß es mit den alten Mißbräuchen aufzuräumen ſucht, ſo ſind doch andererſeits die Verhältniſſe in der Türkei noch lange nicht ſo geklärt, um vorſichtigen und friedlieben⸗ den Mächten die Möglichkeit feſter die äußere Politik be⸗ treffender Verträge mit der Türkei zu gewähren. Im Lager der Jungtürken kämpfen, was die Beziehungen zu anderen Staaten und. Raſſen anbelangt, zwei Richtungen gegen⸗ einander: die kosmopolitſche und die nationaliſtiſche. Es iſt dies ähnlich, wie es in Frankreich in den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts war. Auch dort ſchwankte man zwiſchen einem Kosmopolitismus, der alle Welt umarmen wollte, und zwiſchen einem nationalen Chauvinismus, der alle Welt be⸗ kriegen wollte. Schließlich ſiegte bekanntlich der letztere und niemals hat ein Sbaat ſo viele Kriege hintereinander geführt, wie die die Brüderlichkeit proklamierende Republik Frank⸗ reich. Mit einem Feuerbrande vermählt man ſich nicht gern und ſo werden friedliebende Staaten einem Bündnis mit der neuen Türkei ſolange mit äußerſter Vorſicht gegenüberſtehen, bis man weiß, ob bei den Jungtürken auch der kafte Waſſer⸗ ſtrahl der ruhigen Ueberlegung kräftig genug iſt, um die Brandfackel kriegeriſcher Gelüſte zu erſticken. In dem ganzen Gerede von den neuen Bündniſſen der Türkei iſt nur in einer Hinſicht etwas wahr, inſofern nämlich, als ſowohl Deutſchland und Oeſterreich⸗Ungarn, wie auch Rußland der neuen Türkei freundlich gegenüberſtehen und es an Sympathiebeweiſen für ſie ſchon bisher nicht haben fehlen laſſen und es auch fernerhin nicht werden fehlen laſſen. Zwiſchen ſolchen Sympathien aber und einem Bündniſſe, das für ernſte Fälle gewichtige Verpflichtungen auferlegt, iſt denn doch noch ein himmelweiter Unterſchied. Politische Uebersicht. *„ Maunheim, 92. September 1910. Zur Privatheamtennerſicherung. Die„Weſtf. Pol. Nachr.“ glaubten neulich, bei aller ſachlichen Zuſtimmung zur Einführung der Privatbeamtenverſiche⸗ rung davor warnen zu müſſen, die parlamentariſche Durchberatung dieſes wichtigen Geſetzentwurfes noch einem Reichstag anzuvertrauen, der kurz vor den Neuwahlen ſtünde. Wir möchten dem mit aller Entſchiedenheit widerſprechen. Auch wir ſind überzeugt, daß in der kommenden Seſſion des Reichstages die Ge⸗ ten ſich, wie mir ein Eingeweihter verſicherte, von„hüben und drüben“, ſprachen davon, wie vorteilhaft es ſei, daß auf dem neu⸗ tralen Boden der Muſik, die ja keine Raſſenunterſchiede, keine Volksſchranken kenne, Deutſchland und Frankreich ſich im Herzen Deutſchlands, in München getroffen haben. Die franzöſiſchen Gäſte ſowohl wie die deutſchen Bewunderer einer Nation, die auch auf muſikaliſchem Gebiete eine führende Rolle einnimmt, würden von dieſem Muſikfeſte Nutzen haben, einen Nutzen aber haben auch die Nationen inſofern, als ſie ſich näher kommen, ſich kennen ler⸗ nen und manches Vorurteil beſiegt werde. Daß die beiden Herren, der Miniſterpräſident und der franzö⸗ ſiſche Graf ſich in dieſer ihrer übereinſtimmenden Anſicht nicht getäuſcht hatten, das bewieſen die 8 Tage des franzöſiſchen Muſik⸗ feſtes; es waren wirklich Franzoſen und Deutſche einander herzlich nahe gekommen. II. Fieſtival Francais. Die rein künſtleriſchen Veranſtaltungen des franzöſiſchen Muſikfeſtes erſtreckten ſich auf 3 Orcheſterabende, 2 Kammermuſik⸗ matineen, 2 Opernaufführungen. Es iſt unmöglich in einer Sil⸗ houette von wenigen Zeilen die Namen all jener Franzoſen zu nennen, die als Komponiſten und als Mitwirkende bei dieſen mu⸗ Will man aber den Zauber, die Charme und den Liebreiz der franzöſiſchen ſicherungsordnung wieder zuſammen, un beim dritten Buch„Unfallverſicherung“ bei ſpäteren Ausdehnungen immer von dem Gef Matineenzeit, immer uns anſprachen, Wiederhall in niemals das den Saiten entlocken, was ihnen Saint Sasns fahr vorliegt, daß wahltaktiſche Erwägungen das Verhalten der Parteien leicht hie und da beeinfluſſen können. Aber es hieße die Daſeinsberechtigung parlamentariſcher Inſtitutionen leugnen, wenn man annehmen wollte, daß die bürgerlichen Parteien bei der Behandlung einer von ihnen allen gemeinſam als unauff ch ĩ e b⸗ bar betrachteten Angelegenheit ſich von wenig einwandsfreien Wahlrückſichten leiten ließen. Parteien und Regierung haben die Notwendigkeit und die Unaufſchiebbarkeit der Löſung dieſer Frage ſo ſtark betont, daß ein Ver ſagen beider Faktoren in dieſer für unſer wirtſchaftliches Leben ſtändig größere Bedeutung erlangenden, wertvollen Schicht unſeres Volkes ſchwer heilbare, berechtigte Verſtimmungen auszulöſen ge eignet wäre. Die nationalliberale Partei hält jedenfa an ihrer durch ihre Fraktionsredner, wie namentlich durch Dr. Streſemann vertretenen Auffaſſung einmütig feſt, daß es eine Ghrenpflicht für Regierung und Parlamen iſt, dieſe nach ihrem Dafürhalten reife Frage in der komme Reichstagsſeſſion zur geſetzgeberiſchen Löſung zu bringen u ſie wird mit dem Nachdruck, den eine große bürgerliche Par parlamentariſch auszuüben imſtande iſt, an der Verwirklichung m arbeiten. Die nationalliberale Partei hofft, durch ihr Eintreten für dieſen einmütigen Wunſch unſerer großen Privatbeamtenſchaft nicht nur dieſem Stande, dem zahlreichen Heere abhängiger An⸗ geſtellter, ſondern darüber hinaus dem wohlverſtandenen Intereſſe unſerer geſamten Induſtrie zu dienen. 555 Reichsverſicherungsordnung. Am Dienstag trat die Kommiſſion für die Reichs⸗ fortz. wurde zunächſt in eine Generaldiskuſſton über verſicherungspflichtigen Perſonen eingetreten. will gegenüber dem beſtehenden Geſetz einige E eintreten laſſen, insbeſondere durch Ausdehnu ſicherungspflicht auf den Betrieb der Dekorateure und B anſtalten ſowie auf das nichtgewerbsmäßige Halten von Re tieren und ſolchen Fahrzeugen, die durch elementare od tieriſche Kraft bewegt werden. Ein ſozialdemokratiſcher 2 trag fordert in erſter Linie Erſtreckung auf alle der Kran verſicherungspflicht unterliegenden Perſonen, für d der Ablehnung dieſes Antrages auf eine größere Anz Betrieben z. B. Barbier⸗ und Friſeurgeſchäfte, Schneider, Schuhmacher, Gaſt⸗ und Schankwirtſchaft ſowie auf Dienſtboten. Dieſe Anträge wurden a unter Anerkennung der von den Regierungsvertretern g gemachten Gründe, worauf die Unfallverſicherung an nur als Erſatz der Haftpflicht gedacht geweſen 2 5525 5 ausgegangen worden ſei, daß die Verſicherungspflicht Betriebe erſtreckt werden dürfe, die mit einer erhebliche über den Umfang des täglichen Lebens hinausgehen Unfallgefahr verbunden ſeien. Derſelbe ſozialdemokratiſche Antrag fordert Aus! der Verſicherungspflicht auf Perſonen, die bei der von Perſonen oder Sachen verunglück ſind. Hiergegen wr geltend gemacht, daß dieſe Angelegenheit im m. Dieſe drei Akkorde klangen immer wieder heraus, ſie wiſſermaßen die Leitmotive des Feſtes, denn die übrigen Programmen vertretenen Komponiſten ſind unbedingt e drei Richtungen einzureihen. Vor allem war es Sa deſſen Werke, mochten ſie nun des Abends in der rieſige feſthalle erklingen oder im intimen Heim des Künſtlerthec ſelbſt als Mitinterpret beteiligt war. Saint Saens iſt e auf dem Klavier. Hier ſpricht man nicht mehr von Techn Empfindung, hier iſt das leider ſo abgegriffene Wort ſchaft am Platze. Die Taſtenvirtuoſen, wie ſie auch heißen, ſterhand abzufordern weiß. Es war darum nur recht und lli Um Saint 1 geſellt ſich geſchmeidige Glätte, nirgends Berg und T heitliche Linie iſt die Norm. Und muſikaliſches Ran impoſanter Zierlichkeit ſchlängelt ſich durch die Partit Saint Sasns der Held des Feſtes wurde, denn auch zerten in der Muſikfeſthalle ſtand ſein Name oft au gramm, er ſtand in Verbindung mit Kompoſitionen, d deutſchen Konzertſälen heimiſch ſind. muſik⸗ und Liederkomponiſt, auch Debuſſy fehlte nicht. Faure herzliche Zuſtimmung, denn ſeine Muſik gibt keine Rätſel auf, fi ſpricht von Seele zu Seele, iſt gepaart mit Formſchönheit und B berrſchen der einzelnen Inſtrumente.„CCC Diie großen Abendkonzerte gaben zu viel des Gut wollte uns eben ein umfaſſendes Bild der neueren und Ffranzöſiſchen Muſikepoche zeigen und verlor das Au aufzuhören war. Wiederum feſſelten uns i 2. Seite. General⸗Auzeiger.(Abendblatt.) Unfallverſicherungsgeſetzes wegen des Umfanges der not⸗ wendig werdenden beſonderen Beſtimmungen nicht angängig ſei. Dies wurde von der Mehrheit der Kommiſſion anerkannt. Von nationalliberaler Seite wurde dabei darauf hingewieſen, daß es ſich hierbei um eine alte nationalliberale Forderung handle, die zum letzten Male durch einen im Dezember 1909 geſtellten und angenommenen Initiativantrag zum Ausdruck gebracht ſei, deſſen Erfüllung durch die Erklärung der ver⸗ hündeten Regierung in greifbare Nähe gerückt ſei, daß ein borläufiger Geſetzentwurf bereits ausgearbeitet ſei. Es müſſe aber dringend gewünſcht werden, daß dieſer Geſetz⸗ entwurf tunlichſt bald dem Reichstag vorgelegt werde. Der ſozialdemokratiſche Antrag wurde abgelehnt. Ebenſo wurde ein nationalliberaler Antrag abgelehnt, der die in Ziffer 10 des§ 560 vorgeſehene Einziehung der kaufmänniſchen Unter⸗ nehmungen in die Unfallverſicherung nach den Wünſchen des deutſchen Handelstages und einer großen Anzahl von Handelskammern geregelt wiſſen will. Schließlich wurde, nachdem auch die Einbeziehung von Friedhofsbetrieben und Gärtnereien ſowie von Irren⸗ und Krankenanſtalten abge⸗ lehnt! war, die Regierungsvorlage unverändert angenommen. In der Mittwochsſitzung wurde die Beratung bei§ 561 fortgeſetzt. Einen breiten Raum nahm hierbei die Ausſprache ein über die Entſchädigung von Unfällen, die ſich auf dem Wege zur und von der Betriebsſtätte ereignen, die ein zu § 566 geſtellter ſozialdemokratiſcher Antrag ſchlechthin für entſckädigungspflichtig erklärt wiſſen wollte. Die Ausſprache efrgab, daß auch bei Annahme dieſes Antrags die Schwierig⸗ keiten, die noch jetzt trotz der wohlwollenden Judikatur des Reichsverſicherungsamts ſich häufig ergeben, nicht zu ver⸗ meiden ſein werden. Der Antrag wurde daher abgelehnt. Weiter lag zu§ 566 ein Zentrumsantrag vor, wonach für die Verſicherungspflicht der Betriebsbeamten die Gehalts⸗ grenze von 3000 auf 5000 M. erhöht werden ſoll. Hiergegen Wurde hauptſächlich eingewendet, daß durch Annahme dieſes Antrags eine ſtarke Mehrbelaſtung der verſicherungspflich⸗ tigen Kleinbetriebe, in denen ſolche Perſonen nicht beſchäftigt ſeien, zu Gunſten der Großbetriebe eintreten werde. Der Antrag wurde abgelehnt. Angenommen wurde zu§ 563 ein nationalliberaler An⸗ krag, der an Stelle der Ziffer 2 der Regierungs⸗Vorlage eine von der See⸗Berufsgenoſſenſchaft gewünſchte Faſſung . Längere Auseinanderſetzungen veranlaßte endlich die Frage der Entſchädigung von Berufskrankheiten. Ein darauf gerichteter ſozialdemokratiſcher Antrag, der die Entſchädi⸗ güngspflicht ſchlechthin fordert, ſowie ein Zentrumsantrag, der die Feſtſetzung gewiſſer Arten von Berufskrankheiten, bei die Kntſchadigung gewährt werden ſoll, dem Bundesrat übetlaſſen will, wurden abgelehnt, nachdem für die Mehrheit der Kommiſſion die Undurchführbarkeit der gemachten Vor⸗ ſchläge ſich ergeben hatte. Die§§ 361—568 fanden, ſoweit vorſtehend nichts dne anngegeben, mit unweſentlichen Abäuderungen An⸗ Miniſterkonferenzen. Der„Voſſ. Ztg.“ wird geſchrieben: Die Beſprechungen, die der Reichskanzler und Miniſterpräſident augenblicklich mit einigen Miniſtern und Staatsſekretären abhält, ſind nichts Auffälliges, ſie wiederholen ſich alljährlich nach Ablauf der Sommerpauſe und betreffen zunächſt die Erledigung der Verwaltungsgeſchäfte, die ſich inzwiſchen ange⸗ ſammelt haben, dann werden aber auch Etats⸗ und geſetz⸗ geberiſche Fragen erörtert. In dieſem Jahre be⸗ eitet die Aufſtellung des Reichsetats in Verbindung mit den heuen Militärforderungen Schwierigkeiten beſonderer Art, penn mit der programmäßigen Tilgung der Matrikularſchuld — 60 Millionen jährlich— fortgefahren werden ſoll, da die Reichseinnahmen hinter den ſorgfältig bemeſſenen Vor⸗ gqnf ſchlägen erheblich zurückbleiben. Im allgemeinen billigt der Reichskanzler die Sparſamkeitspolitik des Reichsſchatz⸗ ſekretärs Wermuth, und auch die einzelnen Reichsämter haben ſich den Wünſchen Wermuths gefügt und viele ihrer Neu⸗ forderungen mit Rückſicht auf die Finanzlage zurückgezogen, ſo hat beiſpielsweiſe auch der Staatsſekretär v. Kiderlen Neuforderungen des Auswärtigen Amts im Betrage von 430000 M. zurückgezogen. Allein das preußiſche Kriegsminiſterium gibt ſich mit den vorläufigen Abſtrichen des Reichsſchatz⸗ ſekretärs nicht zufrieden, und da auch der Reichs⸗ Südweſtafrika Rechtsanwalt Dr. Hahn ſich verbreiten. kanzler in ſeinem jüngſten„rogramm⸗ die Notwendigkeit Maunheim, 22. September. des„militäriſchen Schutzes“ betont hat, ſo wird Herr Wer⸗ muth doch vielleicht nachgeben müſſen. Ueber die Einzel⸗ heiten der Verhandlungen wird ſtrengſtes Stillſchweigen beobachtet, An neue Steuern möchte man angeſichts der bevorſtehenden Reichstagswahlen und der allgemeinen Verſtimmung über die bereits beſtehenden und über die Fleiſchteuerung nicht herangehen. Von Seiten der Regie⸗ rung gilt die Fleiſchfrage als vorläufig erledigt. Dieſer Frage wird ſich der Hanſabund widmen müſſen, wenn wir aus dem ſchon ſeit Jahren andauernden Notſtand heraus⸗ kommen wollen, denn der Hanſabund iſt die einzige große Organiſation, mit der die Regierung ernſtlich rechnet, angeb⸗ lich weil er unſere ganze Wirtſchaftspolitik bedrohen ſoll, während er ſie bekanntlich nur auf ein erträgliches Maß zurückführen will. Die Mentoren des Kronprinzen. Gegen die Bedenken ob der Zuſammenſetzung der Reiſe⸗ begleitung des Kronprinzen für ſeine Oſtaſienfahrt wird eine Korreſpondenz mobil gemacht, die auf Grund von In⸗ formationen„von beſonderer Seite“ jene Bedenken aber zu zerſtreuen ſucht: Dieſe Klage geht von unrichtigen Vorausſetzungen aus und die darxan geknüpfte Befürchtung iſt hinfällig. Der Kron⸗ prinz wird auf ſeiner Fahrt nur von drei Offizieren begleitet ſein, die bei ihm Dienſt tun und deshalb unentbehrlich ſind, nämlich dem ſeit längerer Zeit zu ſeiner Perſon komman⸗ dierten Wenere enen Generalleutnant von Schenck, dem perſönlichen Adjutanten Major Grafen Solms dem Ordonnanzoffizier v. Zobeltitz. Zu dieſen Herren tritt der Leibarzt des Kronprinzen, Profeſſor Dr. Widen⸗ mann. Neben dieſem dienſtlichen Gefolge werden den Kron⸗ prinzen die Herren Legationsrat v. Treutler und Graf Finck von Finckenſtein begleiten. Herr von Treutler, zurzeit deutſcher Geſandter in Kriſtiania, kann als Vertreter der Dipomatie auf der Kronprinzenfahrt bezeichnet werden; er iſt aus mehrjähriger diplomatiſcher Tätigkeit in Oſtaſien ein guter Kenner der dortigen Verhältniſſe. Der Kronprinz hatte den Wunſch, einen von ſeinen nahen perſönlichen Freunden und Altersgenoſſen an ſeiner Fahrt teilnehmen zu laſſen. Er hat ſich vom Kaiſer den Grafen Finckenſtein aus, einen früheren Regimentskameraden und jetzigen prak⸗ tiſchen und tüchtigen Landwirt. Das Verlangen, der Kron⸗ prinz ſolle ſich von Anfang ſeiner Fahrt an von erfahrenen Kennern Oſtaſiens begleiten laſſen, iſt, nicht nur mit Rück⸗ ſicht auf den beſchränkten zur Verfügung ſtehenden Schiffs⸗ raum, praktiſch undurchführbar. Die beſten praktiſchen Ken⸗ ner Oſtaſiens befinden ſich— in Oſtaſien und nicht in Deutſch⸗ land. Deren Führung und Unterſtützung war von vorn⸗ herein in Ausſicht genommen und iſt inzwiſchen geſichert. So wird, um ein Beiſpiel zu erwähnen, in Colombo der deutſche Konſul Freudenberg, der ſeit etwa 30 Jahren als Kaufmann auf Ceylon anſäſſig iſt, dem Kron⸗ prinzen als Führer dienen. Auch an den anderen Orten dürften, nach unſerer Kenntnis, für dieſe Aufgabe in er ſter Linje die deutſchen Konſuln in Frage kommen, die entweder ſelbſt Kaufleute ſind, oder, wo es ſich um Berufskonſuln handelt, in dieſer Eigenſchaft vor allem angewieſen ſein werden, dem Kronprinzen zu zeigen, was deutſche Apbeit und deutſcher Fleiß im fernen Oſten zuwege⸗ gebracht haben. Es verſteht ſich von ſelbſt, daß der Kronpriſtz auch ſonſt mit der deutſchen Kolonie überall, wo es eine ſolche gibt in perſönliche Fühlung treten wird. Deutsches Reſch. — Deutſcher Kolonialkongreß 1910. Der vom 6. bis 8. Okt. im Reichstagsgebäude unter dem Vorſitze des Herzogs Johann Albrecht zu Mecklenburg ſtattfindende dritte Kolonialkongreß wird eine rege Beteiligung aufweiſen. Unter den 75 angemeldeten Vor⸗ trägen befinden ſich ſehr viele von allgemeinerem Intereſſe, und ſie ſind auch keineswegs eng auf das koloniale Gebiet beſchränkt. Ueber:„Das Deutſchtum im Auslande“ wird Profeſſor Hoenger ſprechen, über:„Die Kapitalbeſchaffung für koloniale Unterneh⸗ mungen“ Dr. Schacht, über:„Die Fortſchritte der Tropenhygiene in unſeren Kolonien“ Proſfeſſor Dr. Schilling, der Leiter der Ab⸗ teilung für Tropenkrankheiten am Königlichen Inſtitut für Infek⸗ tionskrankheiten zu Berlin. Ueber:„Die Organiſation des Boden⸗ kredits in Deutſch⸗Südweſtafrika“ wird Staatsanwalt Dr. Fuchs, über:„Abänderung der bergrechtlichen Beſtimmungen in Deutſch⸗ Auch zwei Damen werden Vorträge halten, nämlich Frau Dr. Lehr über: „Die Leiſtungen des Roten Kreuzes in den deutſchen Kolonien“ und Frau Oberſtabsarzt Kuhn über„Die Stellung der 1 Gera des Herzogs J 9 7* haben freien Zutritt zu den Vort und Trau in Südweſtafrika⸗ Am Kongreß teilnehm n auch 15 hann Albr au 8 ahern. Die lnehmer rägen und zu einer R htigungen. Im 9 e Aus öſte ellung ſaakt Kenntnis Deutſch⸗S Thereſe von Prinzeſſin derenVeranſtaltungen und 2 findet ferner eine kart der Entwicklung der te in den letzten f Jahren ge ſind an das Kongreßbureau Be richten. Teilnehmerkarte 12 M. — Errichtung einer aht Jden Tabakverein war die Nachricht zu Infanterieregiment in Metz d Herſtellung von Zigarren zur Ver rſorg richten. Der bayeriſche Kriegsminiſter wurd ſchen Tabakverein gebeten, einem he migung zu verſagen, indem gleichz beabſichtigte Errichtung einer Militär; gehend dargelegt wurden. Der Tabakv nach der„Bresl. Ztg.“ folgende An 15 „Zum teilweiſen Ausgleich 35 in Metz eingetretenen be⸗ ſonderen Verteuerung aller im Kantinenbetrieb benötigten Le⸗ bens⸗ und Genußmittel uſw. hat ſich das 4. Inf.⸗Ret Verſuch veranlaßt geſehen, den Bedarf an Zigarr f Mannſchaften zum Teil in eigener Regie durch zwei gelernte Zivilarbeiter in einem eigens zu dieſem Zweck gemieteten Raum anfertigen au laſſen. Angehörige des Regiments werden bei der Herſtellung der Zigarren nicht verwendet, es iſt Vorſorge ge⸗ N worden, paß die gefertigten Zigarren lediglich von der Truppe ſelbſt verbraucht werden, und ein Verkauf nach auswärts hintan gehalten wird. Da dieſe Einrichtung lediglich dem Wohle und dem Vorteil der Mannſchaften dient und geſetz⸗ liche Beſtimmungen ihr nicht entgegenſtehen, iſt das Kriegs⸗ miniſterium nicht in der Lage, dem vom Deutſchen Tabakverein geäußerten Wunſch auf Verbot der Selbſtanfertigung von Zigarren im Kantinenbetrieb des 4. Inf.⸗Regts. zu ent⸗ ſprechen.“ — Deutſch⸗franzöſiſche Schülerreiſen. Die in Berlin erſchei⸗ nende franzöſiſche Zeitung„Journal'Allemagne“ und die in Paris erſcheinende deutſche„Pariſer Zeitung“ werden von jetzt ab in jedem Jahre ein Preisausſchreiben veranſtalten. Das„Journal'Allemagne“ ſtellt für die deutſche Schul⸗ jugend ein Thema für Aufſätze in franzöſiſcher Sprache. Die 50 beſten Arbeiten werden mit einer 10tägigen koſtenloſen Reiſe nach Paris prämiiert. Die„Pariſer Zeitung“ veran⸗ ſtaltet ein gleiches Preisausſchreiben für die franzöſiſche Schuljugend. Die beiden Blätter haben vorläufig dafür einen Fonds von 12000 Mark ausgeſetzt. Die Reiſen werden durch die Komitees für internationalen Schüleraustauſch aus⸗ geführt. Das Berliner Komitee, das gleichzeitig die Jury für das Preisausſchreiben bildet, ſteht unter dem Vorſitz des Herrm Provinzjalſchukrat Prof. Dr. Engwer und Stadtſchulrat Prof. Dr. Michaelis. Es gehören ihm ferner an: Prof. Dr. Kabiſch, Johannisthal; Prof. Dr. Schmidt, Berlin; Oberlehrer Dr. Karl Schmidt, Berlin; Prof. Dr. Johanneſſon, Berlin; Prof. Dr. O. Knuth, Steglitz; Prof. Dr. Gropp, Charlottenburg: Prof. Dr. Dubislav, Charlottenburg; Groſſet, Berlin; Prof. Dr. E. Weber, Berlin; Pariſielle, Berlim. Buadiſche Politik. Bezirkskonferenz der chriſtlichen Banarbeiter. oc. Offenburg, 21. Sept. Die chriſtlichen Bauax⸗ beiter hielten kürzlich in Offenburg ihre diesfährige gutbefuchte Bezirkskonferenz für Baden und Elſaß ab. Vom Berliner Zentralvorſtand des chriſtlichen Bauarbeiterverbandes wohnte Ge⸗ werkſchaftsſekretär Schmidt⸗Berlin den Verhandlkungen bet, die bon dem evangeliſchen Arbeiterſekretär Bott⸗Karlsruhe geleitet wurden. Im Bezirk hat der Verband nach der Ausſperrung eine Zunahme von 465 Mitgliedern zu verzeichnen. Die Mitglieder des Bezirks ſetzen ſich aus Angehörigen beider Konfeſſionen und An⸗ hängern verſchiedener Parteien zuſammen. Ohne Rückſicht auf parteipolitiſche Tagesſtrömungen will der Verband die berufswirt⸗ ſchaftlichen Intereſſen der Bauarbeiter vertreten. Schmidt⸗Berlin behandelte in einem Vortrage die Aufgaben der Mitglieder und des Verbandes. Der bekannte Ausſpruch des badiſchen Miniſters von Bodman wurde ebenfalls einer Beſprechung unterzogen und feſtgeſtellt, daß die ſozialdemokratiſchen Gewerkſchaftler ſich des Ausſpruches auch auf Bauten zu agitationszwecken und gegen die chriſtlich⸗nationale Arbeiterbewegung bedienen. Einſtimmig fand eine Entſchließung hiergegen Annahme. Die Reſolution ſchließt mit einem Appell zum Beitritt in den Zentralverband chriſtlicher Bauarbeiter. Württembergiſche Politik. §S Stuttgart, 22. Sept. Der Landesausſchuß der Würt⸗ tembergiſchen Jungliberalen hat in einer kürzlich hier olonien Inahme 4 zu e, einen 1 Betrie zur Mannſchaft 550 er⸗ auf von dem Deut⸗ ben die die gegen die ſprechen, ein⸗ erein erhielt darauf pbengenannten Namen! Wieder kam es von Konzertſtück zu Kon⸗ zertſtückmehr und mehr zum Bewußtſein, daß die Franzoſen muſi⸗ kaliſche Schilderer von feſſelnden Reizen ſind, daß ihnen aber mehr das Graziöſe, das Tändelnde liegt, daß ſie lieber wie mit ſpielen⸗ ber Hand über die Wellen des Lebens gleiten, als daß ſie das Le⸗ ben in tiefſten Tiefen aufſuchen, hinabtauchen in die Ab⸗ grünbe, d a nicht Sonnenſchein leuchtet, da es dunkel iſt, ſchaurig d bang einem jeden uns Herz werden muß. Entweder ein Spie · len im Sonnenlicht iſt die franzöſiſche neuere Muſik, oder ein Träumen, ein Träumen vielleicht in lauer Maiennacht am mur⸗ melnden Bächlein, während der ſilberne Mond mit den leiſe beweg⸗ ten Wellen ſpielt. Dann und wann klingt es bei dieſer franzö⸗ ſiſchen Muſik wie eine einzige freudige Bejahung des Lebens. Dann rauſchen die Farben, dann dringen üppige Tonfülle und berau⸗ ſchende Klangſtimmung an unſer Ohr. Ob wir Alfred Bruneau oder Vincent dIndy oder Chabriers hörten, ob Franck oder Lalo, ob Mauric Ravel, ob Widor, Debuſſy: Wir langweilten uns bei eſer Muſik auch nicht eine Sekunde; von den Franzoſen gilt nicht harte Wort, das einſt von Straußens Muſik gefällt wurde: Wo die Gedanken fehlen, da ſtellt Radau ſich ein! Die Franzoſen iſſen, auch in ſtärkſter Tongebung weiſe Maß zu halten. Der Hauptdirigent der Orcheſterkonzerte war Rhene⸗Baton, ine Pultprimadonna im beſten Sinne des Wortes. Als Klavier⸗ irtuoſe lernten wir Alfred Cortos großes Können kennen, als Sängerin von hervorragenden Mitteln und beſter Schulung Frl. Roſe e Feart von der Großen Oper. Und als Orcheſterkörper ammelte ſich das Tonkünſtlerorcheſter Münchens neue wohlver⸗ nt. Lorbeeren III. Müuchner Gaſtfreundſchaft. aß a00 es kurz mache: Sieben gaſtfreundſchaftliche Veranſtal⸗ Wecen umtaukzen 15 A bießen * 8 wir die Fremden willkommen, Prinz Ludwig Ferbinand lud ſie in das Nymphenburger Schloß, bei dem Verleger der Münchner Neueſten Nachrichten, Herrn Knorr waren ſie zu Gaſte, wo übri⸗ gens Richard Strauß als Clou Teile aus ſeiner jüngſten Oper „Roſenkavalier“ vorſpielte und ſich von einer muſikaliſchen leichten und ſtaunenswert graziöſen Weiſe zeigte, in der Ausſtellung gab man den Gäſten ein Abſchiedsſouper. Und Graf Chandon de Briailles wieder lud Muſiker, Literatur und Kunſt wiederholt zu ſich ein... Man war ein Herz und eine Seele geworden, kurz: Aus dem Franzöſiſchen Muſikfeſte war im Laufe der Tage das herzlichſte Verbrüderungsfeſt geworden. Und das iſt der herrliche Schlußakkord, der weiterklingt Zum Tode Kainz. Kainzens Krankheitsgeſchichte. Ueber Joſef Kainzens Krankheitsgeſchichte äußert ſich einer der behandelnden Aerzte folgendermaßen: Joſef Kainz litt an einer krebſigen Neubildung des oberſten Abſchnittes des Maſtdarmes. Die Geſchwulſt hatte einen ſo hohen Sitz, daß ſie den unterſuchen⸗ den Aerzten in der erſten Zeit der Entwicklung entgehen mußte. Infolgedeſſen wurden auch die Beſchwerden des Kranken mißdeutet. Seine Leiden im letzten Jahre müſſen entſetzliche geweſen ſein. Der verblichene Künſtler ſchilderte uns Aerzten mehrmals die Qualen, die ihn auf der Bühne befielen, und deren er nur unter Aufbietung einer faſt übermenſchlichen Willenskraft Herr wurde. Nahe dem Ende ſeiner Krankheit, ſagte er einmal mit bewegter Stimme, als er eben zur Linderung ſeiner Schmerzen eine In⸗ jektion bekommen hatte: So elend es mir auch jetzt geht, ſo tauſche ich doch nicht mit dem Zuſtande, wie er vor der Operation war. Nach monatelangen Qualen, die von ſeiner Umgebung, weil ſie nur anfallweiſe guftraten, oft unterſchätzt wurden, gelang es end⸗ lich, als die Geſchwulſt ſich weiter abwärts ausgebreitet hatte, die richtige Diagnoſe zu ſtellen. Nun kam allerdings auch heraus, daß das Leiden bereits an der Grenze der Operabilität war, aber die Leiden des Künſtlers hatten infolge der Verengerung, die der Darm bereits erfahren hatte, einen ſo unerträglichen Grad er⸗ reicht, daß die Entfernung der Geſchwulſt verſucht werden mußte. Die ſehr ſchwierige Operation, es mußte das Steißbein durchſägt und im Inneren der Verdauung ein Nebenafter erſchloſſen werden) glückte zwar, aber die mikroſkopiſche Unterſuchung hatte ein nieder⸗ ſchmetterndes Ergebnis. Die Geſchwulſt wuchs in den feinſten Spalten des Gewebes und mit einer Lebhaftigkeit der Zelltei⸗ lung, daß daraus mit Sicherheit auf eine baldige Wiederkehr der Neubildung geſchloſſen werden mußte. Er war, wie das gerade bei jüngeren Menſchen ſo häufig iſt, eine beſonders bösartige Form des Krebſes. Wohl heilte die Wunde, nachdem eine kleine Nach⸗ operation ausgeführt war und der Kranke konnte ſich nach einigen Wochen aus dem Sanatorium Löw voll der ſchönſten Hoffnungen und Zukunftspläne zur Erholung auf den Semmering begeben. Aber nur zu bald erfüllte ſich die Vorherſage des pathologiſchen Anatomen. Im Juli ſchon bildete ſich fern von der Operations⸗ ſtelle das Leiden wieder. Sofort wurde alles, was noch einen Hoffnungsſchimmer auf Heilung dieſes entſetzlichen Leidens wecken konnte, verſucht. Röntgen und Radium wurde angewandt, aber das Wachstum der Geſchwulſt war nicht aufzuhalten, es ging in gleichförmig beſchleunigter Weiſe vor ſich. Angeſichts der klar erkannten Ausſichtsloſigkeit aller Rettungsverſuche war die ärzt⸗ liche Tätigkeit nur noch darauf gerichtet, die Beſchwerden des Kranken zu lindern und ſeinen Gemütszuſtand günſtig zu beein⸗ fluſſen. Die Engelsgeduld dieſes armen Gepeinigten hat uns Aerzte oft aufs tiefſte erſchüttert. Wimmeind, aber klaglos, wort⸗ los wand er ſich in Schmerzen, bis er die erlöſende Injektion geſtattete. Eine Viertelſtunde des Hindämmerns folgte, dann Maunheim, 22. September. er.(Abendblatt/ ubgehaltenen Sitzung einen Beſchluß gefaßt, in welchem unter Hin⸗ weis auf die Vorgänge bei der Ermordung des württ. Koloniſten Unger in Paläſtina ein raſches und energiſches Eingreifen gals dringende Pflicht der Reichsregierung erklärt und die natl. Reichstagsfraktion erſucht wird, ſofort beim Wiederzuſammentritt des Reichstags Schritte zu tun, daß den bedrohten Rechten der deutſchen Koloniſten in Paläſtina der Schutz des Reiches in wirk⸗ ſamer und nachhaltiger Weiſe zu teil wird. Deutſcher Naturforſcher- und Aerztetag. (Von unſerm Korreſpondenten.) sh. Königsberg, 21. Septbr. Die Beratungen in den einzelnen Fachabteilungen werden fortgeſetzt. In der Abteilung für Kinderheilkunde ſprach Prof. Langſtein(Berlin] über die„Rolle der Kohlehydrate“ bei der Er⸗ nährung des Säuglings. Nach dem Vortrage von Prof. Ehrlich Syphilisheilmittel ſetzte eine umfangreiche Diskuſſion über Ehrlich⸗Hata 606 ein. Profeſſor Konrad Alt von der Landespflegeanſtalt Uecht⸗ ſpringe teilt mit, daß er ſchon lange Unterſuchungen mit Arſenophenyglycin vorgenommen und große Erfolge damit er⸗ zielt hat. Vor einem Jahre etwa hat er Mitteilung von Ehrlich über das neue Mittel erhalten. Es war keine unbedenkliche Sache, denn damals war man in Aerztekreiſen noch ſehr gegen die Arſenotherapie eingenommen. Zuerſt wurden die Verſuche überhaupt nur an Tieren vorgenommen. Eines Tages ſagten dem Redner zwei ſeiner Mitarbeiter, die Oberärzte Hoppe und Schreiber, die hätten ſich das Präparat Ehrlich⸗Hata 606 ein⸗ geimpft, ohne eine andere als eine mäßige ſchmerzhafte Reak⸗ tion zu ſpüren. Fünf Monate lang wurde dann das Mittel er⸗ probt und dabei gefunden, daß ſelbſt hartnäckige Fälle in ver⸗ blüffender Weiſe zurückgingen. Ein Zufall iſt ausgeſchloſſen. Vielmehr liegen ſpezifiſche Wirkungen vor. Bisher ſind 400 intrapenöſe Fälle behandelt worden. Die erſte Injektion ſoll intravenös erfolgen, die letzte nach 4 Wochen intramuskulär. Leider ſei zuviel und zu frühzeitig in der mediziniſchen Fach⸗ preſſe und der Tagespreſſe über das Mittel geſchrieben worden. Jetzt ſei es Zeit, wieder Ruhe eintreten zu laſſen. Es beſteht die Gefahr, daß man zu ſtramm vorgeht und nicht vorſichtig die Ausſcheidung der Giftſtoffe abwartet. Richtig angewandt, iſt das Mittel durchaus unſchädlich. Nur ſchwere Fälle von Paralyſe ſind auszuſchalten. Hier ſieht man aber im erſten Stadium ganz wunderbare Erfolge. Namentlich bezüglich der Sprache, bei Hirnlues. Der Schwerpunkt liegt hier in der vorbeugenden Wirkung gegen die Nachkrankheiten des Mittels. Hier wird das Ehrlichſche Mittel Wandel ſchaffen.— Dr. Schreiber macht Mitteilungen über die kechniſche Ausführung der Injektionen und zeigt die neuerfundene Spritze vor. Profeſſor Joeſen(Petersburg) zeigt den Apparat, den er ſeinerſeits zur Einſpritzung konſtruiert hat und geht dann auf die Behandlung einiger Malariafälle in Petersburg in Ehrlich Hata 606 ein. Die Wirkung war eine ganz ausgezeichnete. Später wurden im Kaukaſus, ſpeziell im Batum 60 Fälle behandelt. Die Reſultate waren ebenfalls gut. Tertiäre Fälle wurden zu 70 Prozent mit einer Einſpritzung geheilt. Die Verſuche mit tropiſcher Malaria ſind noch nicht abgeſchloſſen. Jedenfalls ſind hier die Paraſyten reſiſtenter. Die Wirkung im allgemeinen kann hier nur als halbſpezifiſch bezeichnet werden, weshalb wohl am beſten eine Kombination mit Chinin vorzuſchla⸗ über ſein neues gen iſt. Dr. Grünfeld(Odeſſa) macht Mitteilungen über die Syphilis in Rußland, wo in manchen Dörfern 80 Proz. der Be⸗ wohner erkrankt ſind. Prof. Dohi(Tokio), ein ehemaliger Schüler von Neißer behandelt in deutſcher Sprache unter Vorführung von Photographien Fälle aus Japan. daß Jahrzehnte nötig ſeien, um die Frage der dauernden Heilung endgültig zu beantworten. Sonſt ſei das Mittel jeder anderen Therapie überlegen. Glück(Serajewo) hat 417 Fälle behandelt und nur 4 Rezidive gehabt. Die Heilung trat gewöhnlich in 10 Tagen ein. Sanitätsrat Wechſelmann(Berlin) führt einen geheilten Patienten vor, bei dem Kalomel verſagt hat. Auch bei Paraly⸗ tikern und Tabetikern hat Wechſelmann ſehr günſtige Reſultate erzielt, u. a. iſt eine Wiederkehr der Kappillarreflexe eingetreten. Eine Kontraindikation für das Mittel iſt gegeben bei Herzfehlern, obwohl Prof. Neißer bei 38 Herzkranken keine ſchlimmen Wirkun⸗ gen auf das Herz, ſondern eine Erniedrigung des Blutdruckes be⸗ obachtet hat. Unangenehme Nebenwirkungen des Mittels ſeien öftere Nekroſen. In der weiteren Debatte wurde der Befriedigung über das Mittel und weiter der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß dem 606 bald ein Ehrlich Hata 607 und 608 mit noch beſſeren Eigenſchaften folgen möchten. In der zweiten Geſamtſitzung der mediziniſchen Hauptgruppe ſprach Prof. Dr. Georg Meyer vom Königl. Inſtitut für In⸗ fektionskrankheiten(Berlin) über den heutigen Stand der Lepra⸗ forſchung. Wie bei der Tuberkuloſe ſpielt auch bei der Lepra die erhob ſich der Kranke, ſein leuchtendes Auge war auf die Anweſen⸗ den gerichtet und er führte ſtundenlang die Unterhaltung, faſt allein. Seit Mitte Auguſt verließ der Kranke das Bett nicht mehr, ſchließlich konnte er nur noch auf der rechten Seite liegen. Die Aufbahrung. Die Leiche Joſef Kainzens iſt im Mauthnerſchen Hauſe auf⸗ gebahrt. Der Sarg iſt verkittet; ein weißer Spitzenüberwurf deckt ihn faſt zur Hälfte; nur dort, wo der vordere Handgriff liegt, iſt eine glasüberdeckte Oeffnung und da iſt das Spitzentuch zurückge⸗ ſchlagen, ſo daß man die ſchmerzlich verzogenen Züge des toten Künſtlers ſehen kann. Den Ausdruck des Leidens hat der Tod ge⸗ lindert, das Antlitz iſt bleich, die Augen ſind eingefallen und von dunklen Rändern umſäumt; das Haar iſt aus dem Geſicht ge⸗ kämmt der Schnurrbart abraſiert. An den Fingern der rechten Hand glänzen drei einfache Brillantringe, von denen ſich der Künſtler faſt niemals trennte. Die Leiche iſt in einen ſchwarzen Frack gekleidet. Die Aufbahrung iſt für das Publikum zur Be⸗ ſichtigung freigegeben. Der hohe Katafalk iſt in dem ſchwarzausge⸗ Rings herum befinden ſich hohe lagenen Zimmer aufgeſtellt. die die Dunkelheit Kandelaber und große Blattpflanzen, Zimmers beleben. Das Begräbnis. (Privattelegramm unſeres Mitarbeiters.) Wieien, 22. September. Grooven(Halle) betont, des direkte Uebertragung von Menſch zu Menſch die Hauptrolle. Ungünſtige ſoziale Verhältniſſe ſind als weſentlich unterſtützende Momente für die Infektion zu betrachten. Die Rolle der Inſekten als Krankheitsüberträger iſt noch nicht ſicher ſeſtgeſtellt. Das nähere Studium der Lepra iſt dadurch erheblich erſchwert, daß bis⸗ her weder die einwandsfreie Züchtung des Erregers noch die Ueber⸗ tragung der Krankheit auf Tiere mit Sicherheit gelungen iſt. Be⸗ ſonderes Intereſſe haben die neuen ſerologiſchen Unterſuchungen erregt, aus welchen gewiſſe Beziehungen der Lepra zu der ihr auch kliniſch ähnlichen Syphilis und Tuberkuloſe hervorgehen. Redner hat dieſe Fragen an dem Krankenmaterial der Lepraanſtalten zu Bergen in Norwegen und bei Memel geprüft und in Gemeinſchaft mit Dr. Mie nachgewieſen, daß ſich im Serum Lepröſer ähnliche Stoffe wie bei der Syphilis(Waſſermann'ſche Reaktion) und bei der Tuberkuloſe(Antituberkulin) finden, jedoch ausſchließlich bei der knotigen Form der Krankheit, nicht dagegen bei der Nerven⸗ lepra. Der Nachweis dieſer Stoffe kann für die Erkennung der Krankheit von praktiſcher Bedeutung ſein. Ueber ein wirkſames Mittel gegen die Krankheit verfügen wir einſtweilen noch nicht. Die Behandlung muß noch eine rein ſymtomatiſche bleiben. In der Abteilung für Augenheilkunde behandelt Prof. Bilſchowsky(Leipzig) die„Urſachen der Mißerfolge in der Be⸗ handlung des Schielens“, die erfreulicherweiſe immer ſeltener wer⸗ den, je genauer die verſchiedenen Urſachen des Schielens, die auch verſchiedene Behandlung bedingen, erforſcht werden. Manche noch jetzt vorkommenden therapeutiſchen Fehlſchläge wären durch ge⸗ nauere Unterſuchung und längere Beobachtung der betreffenden Patienten zu vermeiden. Es gibt aber ſeltene Fälle, in denen die Urſachen des Schielens ſo verborgen liegen, daß die Behandlung erfolglos bleibt, andere, die in kosmetiſcher Hinſicht zwar gebeſſert, aber von ihren Beſchwerden durch die gewöhnliche Behandlungs⸗ methode nicht befreit werden. Der Vortragende führte mehrere Beiſpiele dafür an und erläutert an ihnen die verſchiedenen Ur⸗ ſachen derartiger Schielformen und ihrer Beſchwerden. Teils han⸗ delt es ſich um ungewöhnliche anatomiſche Verhältniſſe, teils um nerböſe Störungen(funktionelle Neuroſen). In der Abteilung für allgemeine Pathologie behan⸗ delt Profeſſor Dr. Raubitſchek, Proſektor am Landesſpital in Czernowitz, die Urſachen einer bisher unaufgeklärten Krankheit, der Pellagra. In vielen Gegenden Mitteleuropas, wo infolge der Armut der Bevölkerung nur Mais gepflanzt und der als faſt ausſchließlich zur Speiſe dient, kennt man ſeit langem eine rätſel⸗ hafte Erkrankung des Elends, die Pellagra, die neben eigentüm⸗ lichen Hauterſcheinungen auch ſchwere Geiſtesſtörungen verurſacht und nach kürzerer oder längerer Zeit zum Tode führt. In der Regel wird dieſe Erkrankung mit dem Genuß von ſchlechtem, verdorbenem Mais in Zuſammenhang gebracht, ohne daß man hierfür ſichere Anhaltspunkte oder einwandsfreie wiſſenſchaftliche Experimente⸗ hätte. Jahrelange eingehende Studien des Referenten haben nun gezeigt, daß Pellagra nicht durch den verdorbenen Mais als ſolchen verurſacht wird, da genaue bakteriologiſche Unterſuchungen an Kranken ein völlig negatives Ergebnis hatten. Dagegen ergaben ausgedehnte Tierverſuche(Fütterungsverſuche) beſonders an weißen Mäuſen ein ſehr intereſſantes Reſultat. Läßt man dieſe Tiere Mais freſſen und zwar in hellem Licht, ſo ſterben alle Tiere nach kürzerer oder längerer Zeit unter taumelnden Bewegungen, Haar⸗ ausfall und Krämpfen. Wenn die Tiere dagegen im Dunkeln ge⸗ halten werden, ſo vertragen ſie dieſe Koſt ohne Schaden. geht hervor, daß der Mais Subſtanzen enthält, die lichtempfindlich ſind und unter dem Einfluſſe des Sonnenlichtes im Körper giftig wirken, ſodaß ſie die Pellagra erzeugen. Demnach wäre der Mais⸗ genuß in den Krankheitsgegenden nach Möglichkeit einzuſchränken, CCCWW Zuſtände in Bolins. Intereſſante Mitteilungen über hygieniſch⸗medizi⸗ niſche Verſuche in Bolivia machte der Privatdozent für Schiffs⸗ und Tropenhygiene an der Univerſität Würzburg, Dr. Adolf Treutlein, der eine Zeit lang„Generaldixektor des boli⸗ vianiſchen Geſundheitsweſens“ geweſen iſt. Nach ſeiner Ankunft in La Paz fand der Referent ſehr ſchlechte hygieniſche und ſanitäre Zuſtände vor. Von den Krankheiten überwogen Magenkrankheiten. wie Ruhr und Typhus. Chemiſche und bakteriologiſche Unter⸗ ſuchungen des Waſſers und der Milch ergaben deren hochgradige Geſundheitsſchädlichkeit. Er veröffentlichte darüber ein größeres Gutachten, das von dem Miniſterium auch in der Preſſe veröffent⸗ licht wurde, zur Belehrung der Bevölkerung. Die gemachten Ver⸗ beſſerungsvorſchläge gelangten jedoch nie zur Ausführung, die Regierung hatte nie Geld. Bei dem häufigen Auftreten der Pocken in Stadt und Land, was auch an den Pockennarben jeder zweiten Perſon auf der Straße zu erkennen war, drang der Referent auf ſtrikte Durchführung der Impfung, die zwar durch Geſetz eingeführt iſt, aber bei einer zu dreivierteln aus Indianern beſtehenden Be⸗ völkerung ſchwer durchzuführen war. Mehrfach mußten auf An⸗ zeigen hin polizeiliche Exhumierungen vorgenommen werden, wenn Indianer unter dem Boden ihrer Wohn⸗ und Schlafhütten an 5 Pocken verſtorbene Kinder eingeſcharrt hatten. Der einzige Nutzen, den das Land von der Tätigkeit des Vortragenden ſeiner Anſicht nach hatte, war der, daß durch die Veröffentlichung der gegen Ty⸗ phus, Pocken, Keuchhuſten, Tropenkrankheiten ete. ausgearbeiteten Vorbeugungs⸗ und Bekämpfungsmaßnahmen in der Tagespreſſe der intelligentere Teil der Bevölkerung Grundbegriffe vom Weſen dieſer Krankheiten bekam. Derx Nachfolger des Vortragenden, ein bolivianiſcher Arzt, hat übrigens auch bald ſein Amt freiwillig niedergelegt, da ſeine Bemühungen zwecklos waren. Aus Stadt und Cand. „Mannteim, 22. Seplbr. 1010. Vortragsabend des Jungliberalen Vereins Neckarau. Der erſte Vortragsabend, der geſtern im„Lammſaale ſtatt⸗ fand, war außerordentlich gut beſucht. Der Vorſitzende des Ver⸗ eins, Herr Betriebsäſſiſtent Bentzinger, eröffnete die Ver⸗ ſammlung und ſprach ſeine Freude über den zahlreichen Beſuch aus. Wenn heute als Vortragsthema:„DDie Aufgaben der nationalliberalen Partei in der Gegenwart“ gewählt worden ſei, ſo ſei dies im Hinblick auf die nächſtens in Kaſſel ſtattfindende Tagung der Nationalliberalen Partei ge⸗ ſchehen. Es ſei beſonders notwendig, daß vor dem Parteitag über die Taktik der liberalen Parteien bei den kommenden Reichstags⸗ wahlen geſprochen wird. Hierauf erhielt Herr Prof. Drös zu ſeinem Vortrage das Wort. Der Referent gab einleitend eben⸗ falls ſeiner Freude darüber Ausdruck, mitten in politiſchen Frie⸗ denszeiten vor einer ſolch ſtattlichen Anzahl Daraus Die heutige Wahlkrei Wendepunkt in der Geſchichte der nationalliberale mit Worten des Dankes geſchlo den Wahlen 1907 aus, wo es Dernbu der es zum erſtenmal wieder ſeit Bismarcks Zeiten wagte, gegen die Zentrumsherrſchaf aufzutreten. Dann kam die Reichstagsauflöſung und die Wahlen 1907, bei denen eine Begeiſterung durch die Reihen der deutſchen Wähler ging, die auch den letzten Mann aufrüttelte. Durch die Wahlen wurde dann der konſervativ⸗liberale Block geſchaffe Der Redner legte den Charakter des Blockes dar und betont daß der Grundgedanke des Bülowblockes ein durchaus geſunde war. Aber da ſtellte ſich heraus, daß es dem konſervative tragsteil allemal zu viel war, was Bülom den Liberalen ſtehen wollte. Und bei der Reichsfinanzrekorm kam der bativ,liberale Block zum Scheitern. Nun kommt eine Zeit Mißwirtſchaft. Beim Schnaps fanden ſie ſich, die Ritter Heiligen. Das war die Todesſtunde des Blocks. Die ſoge Jinanzreform wurde in einigen Tagen durchgepeitſcht. Was folgte, iſt bekannt: die rote Flut. Die Nachwahlen zeigte fabelhafte Zunahme der ſozialdemokratiſchen Wahlziffern. war daran ſchuld? Die Liberalen ſagen: die Reichsfina als ſolche nicht! Das deutſche Volk ſah ein, daß man ein deutſche Reichsgeſchäft ſanieren mußte. Es fehlte i Steuerreform das verſöhnende Moment. ſitzhteuer geweſen, die denen auferlegt werden Hand der daß er ſich für die Konſervative Deutſchlands Wind. Was die Nationalliberalen im Weſten wegen d ſervativen an die Sozialdemokratie verlieren, müſſen Oſten wieder den Konſervativen abknöpfen.(Sehr tig!) Woher kam der große Erfolg von Johannisburg⸗Lyck? Weil d im Oſten des Reiches der kleine Bauer hell wird und ſieht, d ſeine Intereſſen in keiner Weiſe identiſch ſind mit d grundbeſitz. Aus dieſer Auffaſſung heraus iſt der Bauernbund entſtanden. Der Deutſche Bauernbund Augenblick entſtanden, wo der Bund der Landwirte au hat, politiſch neutral zu ſein, wo er nicht war, was er ſein ſondern zur Schutztruppe der Junker und Oſtelbier wurde deutſche Kleinbauer hat erſehen, daß der Großgrundbef möglich ſeinen Intereſſen dienlich ſein kann, der ſeiner Knechte von Polen bezieht. Es wäre gera mord, wollte die nationalliberale Partei dieſen Ruf m lungspolitik, der von konſervativer Seite kam, hören. Das all⸗ gemeine Volksempfinden verlangt für 1911 einen friſchfröhli rale eine Aenderung wirtſchaftlichen Verhäl Wahlkreiſen enorm berſchoben. hätte mit einem Schlage jede Partei die die ihr durch Stimmenzahl rechtmäßig zukomm Zeit iſt ein bedeutendes politiſches Ereignis ge Einigung der linksliberalen Gruppen, die den F. ihre Fahnen geſchrieben haben. Wir dürfen aber nie daß wir nicht nur landwirtſchaftliche, ſondern auch Schutzzölle haben. Aus Gründen vaterländiſcher Na an der Erhaltung eines guten, geſunden und leiſtung Bauernſtandes viel gelegen. Wenn die nationalliberale heute ſagen würde: Fort mit der Schutzpolitikl, ſo würde dadurch zu einer Vertretung ausſchließlich ſtädtiſch machen. Sie würde damit aufhören, eine Volkspartei Notwendig iſt weiter, daß die Polenpolitik weiter b wird. In der Sozialpolitik darf es keinen Stillſtand Einen Teil der Sozialpolitik bildet die Mittelſtandspoli iſt eine beſchämende Tatſache, daß nirgends ſo wenig da daritätsgefühl entwickelt iſt, wie im Handwerkerſtand. Es hierbei viel der Konkurrenzneid mit. Da hilft keine St hilfe, da kann nur das helfen, was andere Stände au⸗ haben, organiſieren. Als letzte Frage käme in Betrach Aktionsfähigkeit der nationalliberalen Partei. Aktionsfähigkeit kann nur dann ſtattfinden, wenn Scheidung ſtattfindet, Ausſchejdung derjenigen Elemen Grunde ihres Herzens eigentlich gar keine Nationallibe ſind. Mit dieſer Frage wird ſich die Kaſſeler Tag ſcheidend beſchäftigen müſſen. Das traditionelle Progr nationalliberalen Partei wird in Kaſſel durch eine keit vertreten ſein, Baſſermann. Die überwiegende M Partei ſteht hinter Baſſermann. Die Tagung deuten. Die intereſſanten Ausführungen wur Aufmerkſamkeit und lebhaftem Beifgll aufgenomm Vortrage fand eine rege Diskuſſion ſtatt, die ſich v das Proportionalwahlſyſtem drehte. Folgend fand die einſtimmige Annahme der Verſammlung:„ liberale Partei wird erſucht, dem neuerdings laut Ruf nach Sammlung mit den rechtsſtehenden Par Folge zu geben. Die Beteiligung an einer ſolche politik würde angeſichts der weit verbreiteten 0 die vom ſchwarz⸗blauen Block beſchloſſenen St Willen der weitaus überwiegenden Mehrzahl liberalen Wähler nicht entſprechen und der Part unerſetzlichen Schaden zufügen. Die ſeitens des Vereins Neckarau heute in das Gaſthaus zum Lamm ir einberufene, überaus zahlreich beſuchte Verſamm ſeitherige Haltung der Parteileitung und ſprich führer Baſſermann ihr volles Vertrauen aus. Zu der Hoffnung Ausdruck, daß die Front der nicht nur gegen Zentrum und Sozialdemokratie, ſon! wie dies den liberalen Grundſätzen der Partei entſp der gleichen Entſchiedenheit gegen den ſelbſtſü vatismus gerichtet iſt.“— Die Verſammlung nach einem Schlußwort des Referenten durch 4. Seite. General⸗Auzeiger.(bendblatt.) Mannheim, 22. September. Antworttelegramm der Großherzogin. Auf den Glückwunſch des Vorſtandes der Marien⸗Waiſen⸗Anſtalt hat Groß⸗ herzotzin Hilda wie folgt geantwortet:„J. K. H. die Großherzogin laſſen der Maxien⸗Waiſen⸗Anſtalt für die freundlichen Glückwünſche zur Feier der Silberhochzeit herzlichſt danken. Auf höchſten Befehl: b. Stabel, Oberhofmeiſter.“ Die Großherzogin iſt bekanntlich die hohe Protektorin der Anſtalt. * Ehrenvoller Auftrag. Herr Gartenarchitekt Brahe hat vom Präſidenten des deutſchen Komitees für die Internationale Induſtrie⸗ und Gewerbeausſtellung Turin 1911 die offizielle Mitteilung erhalten, daß ihm die Organiſation der Gruppe Gar⸗ tenbau für die Turiner Weltausſtellung übertragen worden iſt. Neue Wagenhalle für die elektriſche Straßenbahn. Die neue Straßenbahnwagenhalle an der Beethovenſtraße in Lud⸗ wigshafen wird vom Sonntag, 16. Oktober ab, in Benützung ge⸗ nommen, indem an dieſem Abend zum erſten Mal die Wagen dahin ſtatt nach Mannheim einrücken. In der Halle werden untergebracht die ſämtlichen Wagen der Linie 8 und 9, ſowie die euf Ludwigshafener Gemarkung treffenden Verdichtungswagen. Das zu den Wagen gehörende Wagenführer⸗ und Schaffner⸗ Herſonal wird, ſoweit es nicht ſchon in Ludwigshafen wohnt, im Laufe der nächſten Monate von Mannheim hierher verziehen hezw. bei Neuanſtellungen aus in Ludwigshafen wohnhaften Per⸗ ſonen ergänzt werden. *Verband Deutſcher Handlungsgehilfen, Leipzig. Der reisverein Mannheim veranſtaltete am letzten Sonn⸗ tag, den 18. September, einen Tanzausflug nach Käfertal. Im Gaſthaus zum goldenen Pflug hatten ſich die Mitglieder mit ihren Damen und Angehörigen, ſowie Gäſte zahlreich einge⸗ funden. Diejenigen, die keinen Sinn fürs Schwingen des Tanz⸗ heins hatten, konnten ſchießen und kegeln. Nach Verteilung der Preiſe erfreute der Vereinshumoriſt in bekannter, ausgezeich⸗ neter Weiſe die Zuhörer mit ſeinen Shlagern. * Sylveſter Schäffer, der bekannte„Artiſtenkönig“, der voriges Jahr auch in Mannheim mit ſeiner Univerſalkunſt Triumphe feierte, ſollte nach Meldung verſchiedener Blätter letzt⸗ hin zu Newyork durch eine ſchwere Eiſenkugel, die ihm bei Ausführung ſeiner Produktionen auf den Kopf fiel, derart ver⸗ letzt worden ſein, daß der Tod die Folge war. Nach unſeren Informationen iſt Sylveſter Schäffer geſund und munter. Er befindet ſich garnicht in Amerika, ſondern tritt gegenwärtig in Breslau auf. Möglicherweiſe liegt eine Verwechslung mit Sepverus Schäffer, dem Kopiſten Sylveſter Schäffers, vor, der in der Dat gegenwärtig Amerika bereiſt. Abſturz. Der 12 Jahre alte Paul Kindſcherf ſtürzte geſtern nacht zwiſchen 10 und 11 Uhr aus dem Fenſter des vierten Stockes der EI 4, 13 belegenen elterlichen Wohnung hinab in den Hof. Er wurde noch lebend mit einem Oberſchenkelbruch aufgehoben. Man brachte ihn ins Allgemeine Krankenhaus; dort befindet er ſich trotz ſeiner Verletzung wohl und munter. * Eiſenbahnunfall. Amtlich wird gemeldet: Der um.05 Uhr börmittags in Karlsruhe abgehende Perſonenzug Nr. 739 iſt heute bel der Einfahrt in die Station Waghäuſel mit der Loko⸗ motive und 3 nachfolgenden Wagen entgleiſt. Verletzungen ſind nicht vorgekommen. Der Materialſchaden iſt nicht erheblich. Die Hauptgleiſe waren bis 1 Uhr nachmittags geſperrt. Der bürchgehende Verkehr wurde teils durch Umſteigen, teils durch Umleiten der Züge über Bruchſal⸗Heidelberg aufrecht erhalten. Abel Uhr mittags waren die weſtlichen Gleiſe wieder fahrbar. Die Enkgleiſung wurde durch mangelhafte Sicherung anläßlich kintes Weichenumbaues verurſacht. Aus Ludwigshafen. Ohne jede Urſache rempelten ver⸗ floſſene Nacht 2 Uhr in der Humboldtſtraße ein Fabrikarbeiter und ein Schmied einen eben vom Militär entlaſſenen Reſerviſten an und liefen ihm mit dem Meſſer nach. Der Reſerviſt wehrte ſich mit ſeinem Stock und veſetzte ihnen mehrere Hiebe. Hierauf griffen die beiden Burſchen zum Meſſer und verſetzten dem Manne fünf Stiche in den Rücken und einen unter den linken Arm. Der Ge⸗ ſtochene lief noch etwa 100 Meter weit und brach dann bewußtlos zuſammen. Man ſchaffte ihn ins Allgemeine Krankenhaus; er ſchwebtin Lebensgefahr. Der Verletzte hat zu dem Streit nicht die geringſte Veranlaſſung gegeben. Die zwei Täter wurden noch in der Nacht verhaftet. us dem Großßherzogtum. gfleine Mitteilungen aus Baden. Als erſte praktiſche Aer z⸗ kin hat ſich in Heidelberg Frau Dr. med. E. Stoffel geb. Stempel niedergelaſſen.— In Karlsruhe wurde im Zirkel, in unmittelbarer Nähe der Waldhornſtraße, eine den beſſeren Stän⸗ den angehörende Frau von einer Droſchke überfahren und auf der Stelle getötet.— Bei Rüppurr wurde ein Mann, der auf dem Bahndamm der Staatsbahn lief, durch die Maſchine eines Materfalzuges erfaßt und zur Seite geſchleudert. Beim Eintreffen des Krankenautomobils war der Verunglückte bereits tot.— Der allgemeine Landesfeiertag wurde von der Reichspoſt nmichtgefeiert. Sämtliche Poſtämter und Poſtanſtalten hatten Dienſt wie an jedem Werktage.— Der Buchdunger Hof bei Kar⸗ zung, Gemeinde Sinzheim, iſt niedergebrannt. Es wurden große Erntevorräte vernichtet.— Ueber eine ſchöne Sub⸗ miſfionsblüte iſt von Offenburg zu berichten. Die Bahnbauinſpektion hatte die Gipſerarbeiten für einen Teil der Bahnhofsarbeiten ausgeſchrieben. Bei Eröffnung der Angebote ergab ſich, daß das höchſte der Firma Allmendinger in Karlsrube 20,840 Mk., das niederſte der Firma Hetzer in Offenburg 11,400 Mart betrug. Alſo eine Differenz von 9000 Mark! Pfalz, Heſſen und Amgebung. * Kleine Mitteilungen aus den Nachbarländern. Der Bür⸗ germeiſter von Heppenheim, Höhn, iſt in Köln, wo er zum Kongreß der Gewerbegerichtsbeiſitzer weilte, geſtorben. Er war ca. 24 Jahre als Bürgermeiſter und vorher 11 Jahre als Ge⸗ Mmeinderatsmitglied tätig.— In Waldfiſchbach ſtürote der Neubau der von Heinrich Feller jr. für die Fabrikanten Kieborz u. Co, erbauten Schuhfabrik infolge Nachgebens der hinteren Mauer vollſtändig zuſammen. Ein Arbeiter wurde unter den Trümmern begraben und erlitt nicht ungefährliche Verletzungen. Der von Dornheim ſtammende Musketier Schaffner, der beim Infanterie⸗Regiment Nr. 118 in Worms diente, ſtürzte im Manövergelände bei Fulda vom Rade und verſtarb bald darauf. — Die Bruſtſeuche unter dem Pferdebeſtand des Dragoner⸗ regiments Nr. 6 in Mainz, greift weiter um ſich. Sämtliche Nemonten der zweiten Eskadron mußten nach den Iſolierbaracken acht werden, die am Fort Bingen für die verſeuchten Tiere er⸗ kichtet wurden. Die Iſolierung wird ſo ſtrenge gehandhabt, daß die mit der Pflege der Tiere betrauten Mannſchaften weder ihre nen betreten, mit andern Dragonern verkehren dürfen. Gerichtszeitung. §8 Mannheim, 21. Sept. Strafkammer J. Vorſ.: Land⸗ gerichtsdirektor Schmitt. Der 39 Jahre alte Maſchiniſt Auguſt Waſel und der 22 Jahre alte Schiffer Friedrich Zimmermann ſtahlen im Januar ds. Is. bei der Wirtin Margarete Schmitt ſechs Flaſchen Wein, Wurſt und Zigarren und einige Tage ſpäter ſtiegen ſie ins Bureau von Sally Kahn ein. Waſel, der 1 Jahr Zuchthaus erhielt, legte nach ſeiner Aburteilung durch die hieſige Strafkammer Reviſion ans Reichsgericht ein, welches die Sache zur nochmaligen Verhandlung an die Vorinſtanz zurückverwies. Das Gericht kam jedoch abermals zur Verurteilung und der⸗ ſelben Strafe wie früher. Die Brüder Spengler Georg Münch und Taglöhner Karl Münch gingen am 20. März ds. Is. die Straße entlang, als der ältere ſagte: Sieh' da, ein Rad! Das Rad ſtand nämlich ohne Aufſicht und Georg Münch nahm es ſofort weg und übergab es, da er ſelbſt nicht fahren konnte, ſeinem Bruder zum Trans⸗ port. Das Urteil gegen Georg Münch lautet auf 9 Monate, gegen Karl Münch auf 1 Monat Gefängnis. Frankenthal, 21. Sept. Ein entmenſchter Stiefvater hatte ſich in der Perſon des aus Rotſelbberg bei Wolfſtein ſtam⸗ menden 41 Jahre alten Tagners Karl Scheidt von Ludwigs⸗ hafen vor der Strafkammer zu verantworten. Der Un⸗ menſch iſt geſtändig, ſeine 11 Jahre alte Stieftochter fortgeſetzt durch Drohungen mit dem Verbrechen des Totſchlages zur Dul⸗ dung ſchwerer Sittlichkeitsverbrechen gezwungen zu haben. Das Gericht ahndet die ſcheußliche Handlungsweiſe des Angeklagten mit 1 Jahr 3 Monate Zuchthaus und fünfjährigen Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte. Der Staatsanwalt hatte 5 Jahre Zucht⸗ haus beantragt. Theater, Runſt und Wiſſenſchaͤft. Kunſtſalon Heckel. Neu ausgeſtellt: Blumenkollektion von Frau Körner, Schülerin von Profeſſor Palmis, als: Weiße Aſtern, Studentenblumen, Georginen⸗Nelken am Fenſter, Chriſt⸗ roſen etc. ete., 2 Heidebilder von Anna Struck, Lübeck, Original⸗ radierungen; die intereſſante und gut aufgenommene Kollektion von G. Vareſe iſt vergrößert worden. Zwei Kompoſitivonen aus Anlaß der Silberhochzeit des Großher⸗ zogspaares. Soeben erſchtenen im Verlage des Muſikhauſes Carl Ruckmich in Freiburg i. B. zwei Kompoſitionen von tobert Müller, unſerem Großherzogspaar zur ſilbernen Hoch⸗ zeitsfeier gewidmet, und zwar ein Lied„Daheim“(Preis 1% und ein Marſch„Vogeſenwacht“(Preis 1)]. Die Widmung des Liedes wurde von Ihrer königl. Hoheit der Großherzogin, diejentge des Marſches von Seiner königl. Hoheit dem Großherzog huldvollſt angenommen. Beide Kompoſitionen ſind anſprechend und hübſch aus⸗ geführt, ſodaß ſie Muſikliebhabern beſtens empfohlen werden können. Ein Zenſur⸗Verbot. Wie mitgeteilt wird, iſt in München„Die Weſpe“, die dreiaktige Komödie von Andrsé Picard, deutſch von Rudolf Lothar, das Zugſtück des Modernen Theaters, aus„Anſtandsrückſich⸗ ten“ von der Zenſur verboten worden. Kainz in der Dichtung. Joſef Kainz hat ſein dichteriſches Talent bekanntlich, ſo ſchreibt der„B..⸗C., in einer Reihe von Ueber⸗ tragungen, unter denen die Versüberſetzung von Byrons „Sardanapal“ beſonders hervorgehoben werden mag, betätigt. Er iſt aber auch ſelbſt als eine der intereſſanteſten Perſönlichkeiten der neuen Zeit bald unter ſeinem eigenen Namen, bald wieder in der Maste eines berühmten Schauſpielers in Roman und Dichtung ver⸗ ewigt worden. Am glücklichſten wohl in der„Gelben Nachtigall“ von Hermann Bahr, wo der phantaſievolle und exentriſche Schauſpieler Korz ganz entſchieden auf Kainz als Modell hinweiſt, wie auch die meiſten übrigen Figuren in unverkennbarer Anlehnung an Be⸗ rühmtheiten der Gegenwart gezeichnet ſind und einmal ganz aus⸗ drücklich auf Rittners Flucht von der Bühne Bezug genommen wird. Im Roman treffen wir nun Kainz vielfach in Verbindung mit den Lebensſchickſalen des unglücklichen Bayernkönigs an, mit dem er während des Jahres 1881 ſehr freundſchaftliche Beziehungen unter⸗ hielt, die auch zu einem berühmt gewordenen Briefwechſel führen ſollten. So ſpielt Kainz eine Rolle im„Jungfräulichen König“ von Catulle Mendes ſowie in dem Roman„Maßfeſtät“ v. Michael Conrad. Eine beſonders große Rolle aber ſpielt er in dem Drama„Ludwig II. von Klingner, einem Pſeudonym, hinter dem ſich der bekaunte Theateragent Judwig Crelinger verbarg. Sportliche Nundſchau. Raſenſpiele. * Fußball⸗Klub„Phönix“— Ludwigshafener Fußball⸗Klub„Pfalz“. Auch der hieſige.⸗Kl. Phönix hatte zur Einleitung der Ligaſpiele einen Verein unſerer Nachbarſtadt, und zwar.⸗Kl, Pfalz zu Gaſt. Pfalz präſentierte heute erſtmalig ſeinen neuen Sturm, während Schuck, der tadelloſe Läufer in der Mannſchaft zum letzten Mal ſpielte. Beide Elf ſtellen ſich vollzählig dem Schiedsrichter Herrn Bartſch⸗Saarbrücken, der um 254 Uhr Phönix das Zeichen zum An⸗ ſtoß gibt. Derſelbe mißlingt, der gegneriſche Sturm bemächtigt ſich des Balles, kommt ſchön kombinierend vors Phönixtor und E. Schönig muß bereits eine Minute nach Beginn das 1. Tor paſſieren laſſen. Phönix iſt überraſcht— nach den letzten großen Niederlagen von Pfalz hatte man ſich auf einen leichten Sieg gefaßt gemacht— greift aber nun ihrerſeits energiſch an, was 3 Minuten ſpäter don Ausgleich zuß Folge hat.(:.) Phönix drängt weiter und Otto Schönig bedraht mehrmals das gegneriſche Heiligtum durch ſeine fa⸗ moſen Durchbrüche, womit er auch bald Erfolg hat. Für Kattwinkel im Pfalztor unhaltbar ſkort H. Schönig das 2. Tor für ſeine Farben. Doch nicht lauge kann ſich Phönix der Führung erfreuen. Von zwei ſchön eingeleiteten Angriffen des Pfalzſturmes kann E. Schönig den erſten noch in feiner Weiſe abwehren, der zweite wird von Rechts⸗ innen unhaltbar eingeſandt. Unentſchieden geht es in die Pauſe und auch nach Seitenwechſel gelingt es keiner Partei, den Sieg an ſich zu reißen. Phönix hätte hierzu am beſten Gelegenheit gehabt, falls der Sturm die anfängliche Ueberlegenheit richtig ausgenützt hätte. Ein Elfmeter, von O. Schönig verwandelt, bringt Phönix das 3. Tor, dem Pfalz lange nicht entgegenhalten kann. Erſt gegen Schluß rafft ſich Pfalz wieder auf, der flinke Sturm kommt verſchiedentlich vors Tor. E. Sch. kommt bei Verteidigung ſeines Heiligtums mit dem Mittel⸗ ſtürmer in unfaire Berührung und wird der Pfalz zugeſprochene Elf⸗ meter von Day verwandelt. An dieſem Reſultat ändert ſich nichts mehr und mit 328 teilen ſich die Parteien in die Ehren des Tages. * Fußball. Am Sonntag ſpielten beide Mannſchaften er M. F. G. Concordia und zwar konnte die zweite Mannſchaft mit einem Sieg von:0 gegen Phönix 4. Mannſch. das Feld verlaſſen. Die 1. Mannſchaft ſpielte gegen Vereinigung Neckarau und verlor mit * Fußball. Bei dem am vergangenen Sonntag auf ßdem hie⸗ ſigen Exerzierplatze ſtattgefundenen Wettſpiel des Matzuheimer Ballſpielklubs gegen Fußballgeſellſchaft Seckbach konnden die Mannheimer mit:1 Goal Sieger bleiben. Halbzeit des ſehr intereſſanten Spieles:0 Goal für Mannheimer Ballſpielklub. Schöne Leiſtungen zeigte auf Seiten der Einheimiſchen die Stürmerreihe, von der beſonders Müller und Fehn ihr Können an den Tag legten. Nicht unerwähnt wollen wir auch das Ja.⸗Spiel des gegneriſchen Torhüters laſſen, dem es Seckbach in allererſter Linie zu verdanken hatte, daß die Niederlage nicht noch eine größere wurde, Schwimmſport. *„ Das bedentendſte Hallenſchwimmfeſt dieſer Saiſon findet am 24. und 25. ds. in Berlin ſtatt. Wie a jährlich, ſo werden auch dieſes Jahr dort die deutſchen Staatspreiſe ausgefochten und von dem bedeutendſten Schwimmer Ungarns Bella Las Tor⸗ res verteidigt. Bedauerlicherweiſe war es bisher nicht,möglich, dem Ungarn einen ebenbürtigen deutſchen Schwimmer entgegenzu⸗ ſtellen. Da nun der hieſige Fritz Beckenbach vom Schwimm⸗ (Huẽb Salamander ſich dieſes Jahr als beſter deutſcher Lange Strecken⸗Schwimmer zeigte, ſo wird er dort Bella Las Torres, ſowie den nicht unbedeutenden P. Arendt⸗Berlin und J. Zachar⸗ Budapeſt im Schwimmen über 525 Meter entgegentreten. Im 2. Seniorſchwimmen(315 Meter) trifft Beckenbach mit den acht beſten deutſchen Stehern, wie Kohle⸗Leipzig, Binner⸗Breslau, Werny⸗Leipzig uſw., zuſammen. Im Streckentauchen über 50 Meter treten Beckenbach 9 Gegner entgegen. Die Silberhochzeit des Großherzogs⸗ paares. oc. Karlsruhe, 22. Sept. Auch heute fanden im Großh. Palais zahlreiche Empfänge ſtatt. Am Nachmittag beſuchte das Großherzogspaar verſchiedene Ausſtellungen. Mit der Aufführung des„Fidelio“ im Großh. Hoftheater finden die Jubi⸗ läumsfeierlichkeiten ihren Abſchluß. Die fürſtlichen Gäſte haben bis auf die Luxemburger Herrſchaften Karlsruhe wieder verlaſſen, unter anderem iſt auch die Prinzeſſin Heinrich von Preußen heute mittag 12 Uhr von hier abgereiſt. Empfänge. Geſtern vormittag empfing, wie bereits mitgeteilt, das Groß⸗ herzogspaar zahlreiche Abordnungen, u. a. eine Abordnung der Städte der Städteordnung und der mittleren Städte des Landes, beſtehend aus den 10 Oberbürger⸗ meiſtern und den Bürgermeiſtern Dr. Weiß von Eberbach, Ehret von Weinheim, Dr. Reichardt von Durlach von Bräunig von Raſtatt, eine Abordnung der Univerſitäten Heidelberg und Freiburg und der Techniſchen Hochſchule Karls⸗ ruhe, beſtehend aus dem Prorektor Geheimen Kirchenrat Pro⸗ feſſor Dr. von Schubert, Exprorektor Geheimerat Profeſſor Dr. Windelband, Profeſſor Dr. Menge, Prorektor Geheimen Hofrat Profeſſor Dr. Hoche, Profeſſor Dr. Mayer, Geheimen Hofrat Dr. Meinecke, Rektor Geheimen Hofrat Profeſſor Dr. Stäckel, Ge⸗ heimen Hofrat Profeſſor Dr. von Oechelhaeuſer und Geheimen Hofrat Profeſſor Dr. Bunte, eine Abordnung der Akademie der bildenden Künſte, beſtehend aus den Profeſſoren F. Keller, Dr. Thoma, Trübner und Dr. Volz, eine Abordnung der Akademie der Wiſſenſchaften in Heidelberg, beſtehend aus den Geheimeräten Profeſſoren Dr. Windelband und Dr. Koenigsberger, den Vorſtand der Badiſchen Hiſtoriſchen Kommiſſion geheimen Hofrat Dr. Dove, den Biſchof der Alt⸗ katholiken Demmel aus Bonn mit dem altkatholiſchen Stadtpfarrer Bodenſtein von Karlsruhe, eine Abordnung des Oberrats der Iſraeliten, beſtehend aus den Geheimen Oberregierungsrat Dr. Mayer, dem Stadtverordneten und Handelsrichter Leopold Ettlinger, dem Stadtrat Homburger, Stadt⸗ und Konferenz⸗ rabbiner Dr. Appel von Karlsruhe und dem Rechtsanwalt Dr. Hachenburg von Mannheim, eine Abordnung der Hreiſe des Landes, beſtehend aus den Vorſitzenden beziehungsweiſe ſtellvertretenden Vorſitzenden der Kreisausſchüſſe: Hildebrand⸗ Mosbach, König⸗Mannheim, Dr. Wilckens⸗Heidelberg, Boeckh⸗ Karlsruhe, Prälat Dr. Lender⸗Baden, Dr. Thoma⸗Freiburg, Dr. Blankenhorn⸗Lörrach, Schmidt⸗Waldshut, Oſiander⸗Villingen, Dr. Weber⸗Konſtanz und eine Abordnung des badiſchen Han⸗ delstages, beſtehend aus den Geheimen Kommerzienräten Lenel⸗Mannheim, Koelle⸗Karlsruhe und Fabrikant Haas⸗St Georgen. Von Jag zu Cag. — Selbſtmord aus Furcht vor Strafe Landau, 22. Sept. Geſtern erſchoß ſich ein Soldat der 5. Kompagnie des 18. Infanterie⸗Regiments namens Gckerich aus Speyer. Furcht vor 0 ſoll den 24jährigen Selbſtmörder in den Tod getrieben en. — Eine ruchloſe Tat. Nürnberg, 22. Sept. In der vergangenen Nacht brach in der Woelkenſtraße ein Zimmerbrand aus, bei dem eine 21jährige Arbeiterin lebensgefährliche und ihr dreivierteljähriges Kind ſchwere Brandwunden erlitt. Bei dem Verſuche, das Feuer zu löſchen, wurde die Mutter der Arbeiterin an den Armen verbrannt. Ein 21jähriger Kaufmann, der Geliebte der Arbeiterin, wurde verhaftet. Er ſoll ein mit brennendem Spi⸗ ritus gefülltes Glas in das Bett geworfen haben. — Juwelendiebſtahl. Berlin, 22. Sept. Geſtern gelang es der Kriminalpolizei die Juwelen des Bankiers Mosler, die aus deſſen Villa in Dahlem in der Nacht zum vorigen Samstag geſtohlen wurden und einen Wert von 36 000 M. repräſentieren in dem Laden eines hier in der Puttkammerſtraße wohnenden Händlers wiederzufinden. Als Dieb kommt der Diener Berndt in Betracht, der früher in der Villa bedienſtet war und aus guter Familie ſtammt. — Gerüſteinſturz. Berlin, 22. Sept. Die B. 3. meldet aus Ratibor: In dem ruſſiſchen Grenzort Babice ſtürzte beim Bau eines Schulhauſes plötzlich das Gerüſt ein und begrub 4 Arbeiter und mehrere Kinder. 2 Arbeiter und 1 Kind konnten nur als Leichen geborgen werden, die beiden andern Arbeiter ſowie 4 Kinder erlitten ſchwere Verletzungen. — Abſturz eines Abiatikers. Berlin, 22. Sept. Die B. Z. meldet aus London: Auf dem Flugplatz von Folkeſtone erlitt heute der Bleriotpilot Barnes durch Abſturz einen ſchweren Schädelbruch und einen Bruch eines Handgelenks. Seine Ma⸗ ſchine iſt total zertrümmert. — Tribüneneinſtur z. Madrid, 21. Sept. Während eines Stierkampfes in Mejorado del Capo bei Madrid ſtürzte die Tribüne des Platzes ein. 20 Perſonen wurden verletzt, davon eine ſehr ſchwer. — Verhaftung von Uhrendieben. New⸗ hork, 22. Sept. Bei der Ankunft des Schnelldampfers „Luſitanja“ wurde das Verbrecherkleeblatt verhaftet, welches in der luxemburger Abteilung der Brüſſeler Weltausſtbellung Uhren im Werte von 35 000 M. geſtohlen hat. Letzte Nachrichten und Telegramme. *Metz, 22. Sept. Der geſtern abend um 9 Uhr mit 3 Herrn in Hamburg aufgeſtiegene Ballon Hamburg des Hamburger Vereins für Luftſchiffahrt, Führer von Po, iſt heute nachmittag 1 Uhr auf dem Schlachtfelde St. Marieaux Chiens, unmittelbar an der franzöſiſchen Grenze gelandet. Der Ballon flog über Kö⸗ Bonn, Diedenhofen und erreichte eine Höhe von 1300 eter. * Berlin, 22. Sept. Der.⸗A. meldet aus London: Der einzige 15jährige Sohn der Schriftſtellerin Anny Swahn, deren Schwager Burnett Smith iſt, wurde geſtern durch einen Ge⸗ wehrunfall getötet. Als er mit einem Gewehr ſpielte, entlud ſich dasſelbe und die Kugel traf den jungen Mann ins Gehirn. Zum Ueberlandflug TrierMetz. * Metz, 22. Sept. Wie der Oberbürgermeiſter von Trier dem Wolffſchen Bureau mitteilt, findet entgegen verbreiteten Gerüchten das Fernwettfliegen Trier⸗Metz beſtimmt ſtatt. Die Flugmaſchinen ſind bereits in Trier eingetroffen. * — 4 Maunheim, 22. September. Generalecbungeig er. 5(Abendblatt.) N . Seite. 5 Die elſaß⸗lothringiſche Verfaſſungsfrage. traßburg, 22. Sept. Bezüglich des elſaß⸗lothringiſ Verfaſſungsenkwurfs ſtellt 5„Steaßb Poß feſt, 5 955 Sa in den nächſten Tagen an das preußiſche Staatsminiſterium geht, und daß ſich bis jetzt kein Anhalt dafür geboten hat, daß dort erheb⸗ 4 liche Einwendungen gegen den Entwurf erhoben werden. Sobald 5 durch die Entſcheidung des Staatsminiſteriums die Stellung Preußens klargelegt iſt, wird der Entwurf den einzelnen Bundes⸗ ſtaaten überwieſen. In der Zwiſchenzeit dürfte Staatsſekretär Delbrück noch mit Vertretern einzelner Reichstagsfraktionen, die bei den bisherigen Beſprechungen nicht vertreten waren, Rückſprache zehmen. 5 Der Kaiſer in Sigmariugen. Sigmaringen, 22. Sept. Anläßlich der heutigen Ein⸗ weihung des Denkmals des Fürſten Leopold trägt die Stadt reichen Feſtſchmuck. Die Straßen, die der Kaiſer paſſiert und der Kaiſerpavillon auf dem Rathausplatz gewähren einen be⸗ ſonders prächtigen Anblick. Viele Kriegervereine ſowie namentlich tauſende von Fremden aus Hohenzollern, Württemberg und Baden ſind eingetroffen. Das, Wetter iſt kalt, aber ſchön. Der Fürſt von Hohenzollern machte Schenkungen an die Armen. Die Beamten erhielten eine künſtleriſch ausgeführte Plakette mit dem Bildnis des Fürſten Leopold. * Sigmaringen, 22. Sept. Der Kaiſer traf um 12 Uhr auf dem Bahnhofe ein und wurde vom Fürſten Wil⸗ helm und deſſen beiden Söhnen empfangen. Er begab ſich ſodann im Vierſpännerwagen mit dem Fürſten Wilhelm zum Prinzenbau, wo ſich die anweſenden Fürſtlichkeiten einge⸗ funden hatten. Sodann hielt gegenüber dem Denkmal, nach⸗ dem der Fanfarenmarſch und ein Lied des Siegmaringer Geſangvereins verklungen war, Bürgermeiſter Reiſer die Be⸗ grüßungsanſprache. Er entwarf ein lebendiges Bild des verſtorbenen Fürſten Leopold. Auf das Zeichen des Kaiſers fiel dann die Hülle unter Muſik und Geſang des Sigmaringer Geſang⸗Vereins. Hierauf dankte Fürſt Wilhelm dem Kaiſer für ſein Erſcheinen und ſchloß mit einem begeiſtert aufgenom⸗ menen Hoch. Nach Beſichtigung des Denkmals durch den Kaiſer ſtattete dieſer der Fürſtin⸗Mutter Leopold, die wegen Kränklichkeit an der Enthüllungsfeier nicht teilnehmen konnte, im Prinzen⸗Bau einen Beſuch ab. Dann unternahm der Kafſer mit den Fürſtlichkeiten eine Fahrt durch die Straßen der Stadt bis zum Rathaus, wo der Bürgermeiſter den Will⸗ kommengruß der Stadt entbot. Der Kaiſer dankte ihm mit einem Händedruck und richtete einige Worte an ihn. Dann mahnm er den Vorbeimarſch der Krieger⸗Vereine ab und be⸗ gab ſich zu Fuß ins Schloß, wo um 2 Uhr Galatafel auf der portuguieſiſchen Galerie und im Ahnenſaal ſtattfand. Die Generalausſperrung der Metallarbeiter beſchloſſen. * Berlin, 22. Sept. Der Zentralverband der Metall⸗ induſtriellen beſchloß lt. Frkf. Ztg. die Ausſperrung der Arbeiter zum 8. Oktober. Sie ſoll 60 Prozent der Arbeiterſchaft, das ſind 360 000 Mann, betreffen. *Leipzig, 22. Sept. In Rückſicht auf die bevorſtehende Ausſperrung beſchloß der Verband der Metallinduſtriellen Leip⸗ zigs, den Arbeitern folgende Fragen vorzulegen: 1. Sind Sie Mitglieder irgend einer Arbeiterorganiſation? und 2. welchem Verband gehören Sie an? Werden von Arbeitern ungenügende Angaben gemacht, ſo ſollen ſie ohne weiteres dem Deutſchen Me⸗ tallarbeiterverband zugezählt werden und ſollen die hieraus ent⸗ ſtehenden Konſequenzen zu tragen haben.(Frkf. Zig.) Anfahren des Steinkolengebietes. * Bochum, 22. Sept. In bergangener Nacht iſt lt.„Frkf. Ztg.“ auf dem neuen Sockelſchacht—9 der Gewerkſchaft„Ver⸗ einigte Conſtantin der Große“ bei einer Teufe von 125 Meter das Steinkohlengebiet angefahren worden. Abſchied des Fürſten Radolin. * Paris, 22. Sp. Fürſt Radolin überreichte geſtern dem Präſidenten Fallieres ſein Abberufungsſchreiben und gab die Ge⸗ ſchäfte der Botſchaft ab. Die Fage in Böhmen. * Prag, 22. Sept. Der Miniſterpräſident ſprach anläßlich des erfolgreichen Verlaufes der Verſtändigung dem Oberland⸗ marſchall und dem Statthalter telegraphiſch ſeinen Dank und die Glückwünſche aus und gab hierbei der Hoffnung Ausdruck, daß die großen Erwartungen, die man an die erzielte Einigung knüpfe, ſich in vollem Maße erfüllen möchten. 5 Liebesgabe des Guſtav⸗Adolfvereins. * Stralſund, 22. Sept. Die Haupftperſammlung des Guſtav Adolſvereins hat in namentlicher Abſtimmung mit 141 Stimmen die große Liebesgabe im Betrage von 22 304 M. der Gemeinde Hüningen i. Elſ. zugewandt. Als Ort der nächſten Hauptverſammlung wurde Frankfurt a. M. gewäht. Mitteilung der Poſtſparkaſſe in Wien. *Wien, 22. Sept. Die Poſtſparkaſſe teilt mit, daß die von ihr iam Frühjahr übernommenen 236 Mill. öſterr Kronenrente ausvverkauft worden ſind. In letzter Zeit ſind lt.„Frkf. Ztg.“ in Deutſchland erhebliche Beträge untergebracht worden. Die Opfer des Eiſenbahnunglücks in Nordamerika. Fort Wayne, 22. Sept. Nach den letzten Feſtſtellungen wurden bei dem Eiſenbahnunglück auf der Wabaſh⸗Valley⸗Linie 42 Perſonen getötet. 38 Lonudoner Prahtnachrichten. (Von unſerem Londoner Bureau.) Die Frage der türkiſchen Anleihe. OLondon, 22. Sept. Die offiziöſe franzöſiſche Preſſe äußert ſich über die Angelegenheit der türkiſchen Auleihe, die hier ſehr unangenehm berührt, insbeſondere, weil hier offenbar die Befürchtung darüber beſteht, daß die Entente mit Frankreich bis zu einem gewiſſen Grade durch ſolche Ausfälle geſtört werden könnte, auch abgeſehen von der exzeſſtonellen Führung, die Sir Erneſt Caſſel einnimmt und die meiſten Blätter enthalten ſich daher vorläufig eines jeden Kommentars zu den erwähnten franzöſiſchen Preßſtimmen, 9 onders die der Regierung naheſtehenden Organe. deutlich aus. Er 1255 r großen Nati n werde nicht nu und Haaſes den Sinn der Reſolution einem Bericht der Maunheimer„Volksſtimme“: direkt damit beauftragt hat, dieſe Auffaffung der engliſchen Nation zu unterbreiten. Was hat überhaupt, fragt das genannte Blatt, die türkiſche Regierung getan, um eine ſolche Behandlung zu verdienen. Schon daß die Pforte zunächſb nach Paris gegangen ſei, beweiſe doch zur Genüge, daß man dem Pariſer Markt treubleiben wollte.„Daily Chroniele“ erwartet im übrigen, daß vorläufig ein Dementi der Meldung zu erwarten ſei, daß Sir Caſſel ſich bereit erklärt habe, die Anleihe abzuſchließen. Es wird darauf hingewieſen, daß Gerüchte, daß die kürkiſche Bank das Recht erhalten habe, Papiergeld auszugeben, im Umlauf ſind, während bisher dieſes Recht nur die Ottoman⸗Bank beſitzt und dieſe ſei auch an eine beſondere Konvention gebunden. Der Pariſer Korreſpondent der„Times“ betont, es ſei klar, daß Frank⸗ reich ſeine allgemeinen Intereſſen im nahen Oſten unmöglich einer unzuverläſſigen Regierung, wie es die gegenwärtige türkiſche iſt, überlaſſen könne. Die Jungtürken hätten, ganz abgeſehen von der Anleihe⸗Affäre die franzöſiſchen Intereſſen vielfach mißachtet und der franzöſiſche Botſchafter am Goldenen Horn habe jetzt Anweiſung erhalten, der Pforte klar zu machen, daß Frankreich darauf beſtehen müſſe, daß dieſe Rechte gewahrt und reſpektiert werden. Sozialdemokratiſcher Parteitag. Magdeburg, 22. September. Die Sitzung des Parteitages wurde heute vormittag punkt 410 Uhr eröffnet. Die Süddeutſchen ſind wieder zur Stelle. Zunächſt fehlen noch die Abgg. Kolb und Frank, und der größte Teil des Parteivorſtandes. Es ſind eine ganze Reihe von Erklärungen eingelaufen, die aber zunächſt vom Vorſitzenden zurückgeſtellt werden. Es berichtet ſodann Noske⸗Chemnitz über die parlamentariſche Tätigkeit der ſozialdemo⸗ kratiſchen Reichstagsfraktion. Der Bericht bewegt ſich in den üblichen Formen; er reißt alles herunter, was die bürger⸗ lichen Parteien und die Regierung getan haben, während die Arbeit der Sozialdemokratie in Brillantfeuerwerk erſcheint. Ene lebhafte Debatte entwickelte ſich beim Parlaments⸗ bericht. Es ſind weiter Anträge eingegangen betr. das Alkohol⸗ verbot für Kinder und das Abſynth⸗Verbot. Für die An⸗ träge ſprachen auch die badiſchen Delegierten Engler⸗Frei⸗ burg und Abg. Geck⸗Offenburg. Katzenſtein⸗Stralſund richtet gegen die Bremer den Vorwurf, den Schnapsboykott nicht befolgt zu haben. Die Ausfüthrungen Katzenſteins wer⸗ den von lebhaften Zwiſchenrufen der Süddeutſchen begleitet. Die Auträge werden ſchließlich angenommen und die Sitzung vertagt. Um 12 Uhr bringt ein Sonderzug die Teilnehmer des Parteitages, etwa 400, nach Thale am Harz zu einem Aus⸗ flug nach dem Bodetal. 4 5 Der„Vorwärts“ fällt über die Süddeutſchen her. eMagdeburg, 22. Sept. Der heutige„Vorwärts“ berichtet über die geſtrige Budgetdebatte in einer unglaub⸗ lich gehäſſigen Weiſe gegen die ſüddeutſchen Delegierten, beſonders gegen den Abg. Frank, deſſen Rede an verſchiedenen Stellen direkt gefälſcht iſt. U. a. ſchreibt der„Vorw.“: Die Nachlſitzung, in der die Debatte über den badiſchen Dis⸗ ziplinbruch ihr Ende erreichte, gipfelte in bewegten Schluß⸗ ſzenen. Genoſſe Frank mißbrauchte nämlich ſein Schlußwort dazu, gegen die Mehrheit des Parteitages, die den Zuſatz⸗ Antrag zu der Reſolution Bebel unterzeichnet hatte, die hef⸗ tigſten Angriffe zu richten. Während in Franks erſter Rede und in den Reden ſeiner zahlreichen Geſinnungsgenoſſen bis⸗ her nicht der leiſeſte Vorwurf gegen das Vorgehen der Antrag⸗ ſteller erhoben worden war, gefiel es Frank in ſeinem Schluß⸗ wort, die demagogiſche Anklage zu erheben, die Antragſteller hätten durch Einbringen ihres Antrages vor den Verhand⸗ lungen bewieſen, daß ſie ihr Urteil bereits fertig mitge⸗ bracht hätten. Dieſer ebenſo unmotivierte und unloyale An⸗ griff löſte bei der Minderheit frenetiſchen Beifall, bei der Mehrheit einen Sturm der Entrüſtung aus. Und weiter ſchreibt der„Vorwärts“: Unglaublich aber war, daß Frank er⸗ klärte, die ſüddeutſchen Genoſſen würden ſich zwar alle Mühe geben, die Einheit der Partei aufrecht zu erhalten, daß aber die Stellungnahme zum Budget von der jeweiligen politiſchen Situation abhängig ſein würde. Dieſe Erklärung beweiſe es, wie notwendig es war, durch die Deklarationen Bebels des Parteivorſtandes ſo einwandfrei ſicher zu ſtellen, daß in der gegenwärtigen und zukünftigen Stellungnahme der Partei bei wiederkehren⸗ den Disziplinbrüchen auch nicht der leiſeſte Zweifel mehr möglich iſt. Und in einem kurzen Telegramm über die letzte Ab⸗ ſtimmung gegen Mitternacht ſchreibt der„Vorwärts“: Die heutige Sitzung ſchloß mit der Obſtruktion der Min⸗ derheit, die ſich entfernte, als die Majorität trotz aller tak⸗ tiſchen Manöver auf die Abſtimmung über eine neue Er⸗ klärung des Parteitages im Sinne der Deklaration Bebels und auf Aufnahme derſelben in die Reſolution beſtand. Die Minorität ſetzte damit ihrer parteiſchädigenden Haltung die Krone auf. Die Niederzwingung der Budgetbewilliger. Zu den Vorgängen der letzten Nacht entnehmen wir noch Zu den Vorgängen von geſtern Nacht iſt nachzutragen, daß Bebel gleich nach ſeinem Schlußwort den Kongreß verlaſſen mußte, weil er mit Rückſicht auf ſeine Geſundheitsverhältniſſe nach Hauſe reiſen mußte. Er war während der Abſtimmungen und den ihnen unmittelbar vorangegangenen Debatten alſo nicht mehr zu⸗ gegen. Die übrigen Mitglieder des Parteivorſtandes ſtimm⸗ ten ſchließlich auch für die Verſchärfungsreſolution, obwohl ſie von ihnen vorher bekämpft und für unannehmbar erklärt wor⸗ den war. Die anweſenden Vertreter der großen Gewerk⸗ ſchaften auf dem Parteitag— Schlicke vom Metallarbeiter⸗ verband, Müller von den Seeleuten und Brey vom Fabrik⸗ arbeiterverband— ſtimmten durchweg mit der ſüddeutſchen Minderheit, alſo gegen das Tadelsvotum und für Aufhebung der Nürnberger Reſolution. Seitens der ſüddeutſchen Minderheit wird morgen an die Preſſe eine exakt formulierte Darſtellung der Vor⸗ gänge von geſtern abend nebſt einer Darlegung der Grün de ge⸗ ſandt werden, die ſie zu ihrer Haltung beſtimmt haben. Die Lehren von Magdeburg. he 2. Sept. In einer Betrachtung über chreibt die„Straßb. Poſt Altradik den und Füßen bindet, gar nicht arbeiten will, ſonder. viſioniſten für morgen in Ausſicht ſtellen. und ganze Regimenter von der Armee des P olete Gruppe ſeien ſchuld wegen unerfüllbaren Forderun am ſchwerſten betroffen. Die das kommende Jahr gute. Ob der Budgetfrage in dem Programm der ſozialdemokratiſchen Partei wirklich die grundlegende Bedeutung zukommt, die ihr in Magdeburg gegeben werden ſoll, ob ſie nur eine taktiſche Frage iſt, kann den bürgerlichen Parteien im Grunde genommen gleichgültig ſein. Trotz des mehrfachen Zuſammengehens von Liberalen und Sozialdemokraten, wie es wohl im größten Stile in Baden not⸗ wendig war, iſt von den Liberalen die prinzipielle Gegnerſchaf gegen die programmatiſchen Forderungen der Sozialdemokrati immer und immer wieder hervorgehoben worden. Lediglich in de Abwehr reaktionärer Machtgelüſte— unſer Nachbar land Baden iſt ein Muſterbeiſpiel dafür— haben Liberale und Sozialdemokratie Schulter an Schulter geſtanden, ohne daß ein Partei von ihren programmatiſchen Forderungen etwas aufzugeben hatte. Die badiſchen Sozialdemokraten waren einſichtsvoll genug den Abwehrgedanken nicht nur auf den Landtagswahlkampf zu be⸗ ſchränken, ſondern ihn auf die tägliche Fehde im Landtage ſelbft auszudehnen. Der Frankſche Jungſozialismus hatte den Boden dazu vorbereitet. Wird er jetzt in Magdeburg durch die Majori⸗ tät mit Füßen getreten, ſo erweiſt ſich die Sozialdemo⸗ kratie als die reaktionärſte Partei im Lande. Sie verkenn! den Abwehrgedanken gegen die rückſchrittlichen Parteien. Durch ihre Unduldſamkeit verſchließt ſie auch da, wo bishe ein gemeinſames taktiſches Zuſammengehen denkbar war, de⸗ fortſchrittlich geſinnten Elementen den gem ſamen Weg. Die Magdeburger Genoſſen handeln damit auch gegen ihr eigenes Intereſſe, da wo ſie bisher Unterſtützu finden konnten, wird man von ihnen abrücken und die Reaktion der lachende Dritte, weil obſtinate Parteifanatiker, auf der Parteifahne der Fortſchritt ſteht, ſich noch reaktionärer gebärden Inzwiſchen hat nun die Majorität tatſächlich die deutſchen Reviſioniſten vergewaltigt und damit iſt, wie ar wir ſchon ausführten, auch der letzte Schimmer einer Hoff⸗ nung auf ein gemeinſames taktiſches Zuſammengehen auch wohl den fortſchrittlichen Elementen genommen, die noch wähnten, daß die Sozialdemokratie im ganzen doch nur irgend wie nach dem Muſter der ſüddeutſchen Genoſſen von dem ſtarren Dogmanfanatismus abrücken würde. Ganz gle gültig, was die allgemeine politiſche Situation gerade vo der äußerſten Linken zu erheiſchen ſcheint, die ja mit ihrer öden Negationspolitik ganz allein der Reaktion im Reiche ſchrankenloſe Herrſchaft ermöglicht, ganz gleichgültig, was er⸗ reicht werden könnte im Kampfe gegen die Reakt wenn die ſozialdemokratiſche Reichstagsfraktion als wahrſcheinlich ſtärkſten des kommenden Reichstages die de ſich ergebenden Verantwortungen übernähme— ſie ſtarr, negativ, unfruchtbar in der unverantwortlichſten Es werden nun wohl alle die oppoſitionslu Elemente, die ihrem Unmut durch ſozialdemok Stimmzettel Luft machen zu müſſen glauben, einſe! ſie fürderhin nicht die Sozialdemokratie, fondern wi die Reihen des Liberalismus füllen m wenn wir die troſtloſen Zuſtände unſerer inneren Po noch einmal überwinden wollen, denn es iſt erſichtlich eine dem Radikalismus und der ſtarren Verneinung ſo nungslos verfallene Sozialdemokratie, die ſich ſelbſt am verneinen und zerſtören, nicht die Fähigkeit die Herrſchaft des ſchwarz⸗blauen Blocks zu zerſtören, n. il Fähigkeit, ſeine Herrſchaft zu befeſtigen. Wer dieſe ernſt⸗ lich zerſtören will, der muß ſorgen, daß im nächſten Reichstag die liberalen Partei n mächtig werden und der unfruchtba der in Magdeburg triumphierte, möglichſt ſ. Nur poſitives liberales Schaffen kann uns die Re Halſe ſchaffen, zu dieſem aber iſt die kompakt 0 richtete, in poſitiver Kompromißarbeft mit den teien einen unüberwindlichen Abwehrblack dem den Konſervativen entgegenzuſtellen. Sie verharr toten Geſeiſe und beſorgt damit die Geſchäfte der 9 wenn nicht die Maſſen des Volkes erkennen, daß rung des Tages nach Magdeburg erſt recht die S der liberalen Parteien iſt. 1 5 Geſpannt ſind wir auf die Erklärung, di geſtern mit anerkennenswertem Mute erklärt: ſelbſtverſtändlich das größte Intereſſe daran, daß einig bleibt. Wir werden das unſrige tun, ſolche 5 der Partei in Zukunft zu erſparen. Aber kein kann Ihnen ſagen, was bei den Budgetabſtimt nächſten Jahre geſchehen wird.“ Das heißt doch, kre Magdeburger Beſchluſſes werden die ſüddeutſchen demokraten gegebenenfalls wieder für das Budget ſti wenn die politiſche Lage das erforderlich erſcheinen Dieſe Erklärung Franks hat dann den mit überwäl Mehrheit angenommenen Antrag Zubeil hervorgeru auf jedes künftige Zuwiderhandeln den Ausſchluß ſe werden die Süddeutſchen in der zu erwartenden Er! ſich in dieſem Konflikt verhalten? Wenn ſie auch nach de trag Zubeil das Recht der Budgetbewilligung i tagen für ſich in Anſpruch nehmen und demgem dann würde die Spaltung ja unvermeidlich ſei nicht der ſiegreiche Radikalismus es ſich doch noc ob er von ſeiner Ausſchließungsbefugnis Gebrau⸗ ſprengen ſoll. Oder werden die Süddeutſchen i der Frankſchen Erklärung und des Antrages Selbſtausſchließung vornehmen?s Volkswirtſchaft. Generalverſammlung des Roheiſenverband *Eſſe n, 22. Sept. Die Generalverſammlung des verbandes hat die Beſchlußfaſſung über die Verkaufs Verkäufe für das Jahr 1911 abermals vertagt.(Frkf. Generalverſammlung des Hochofenwerkes e * Lübeck, 22. Sept. Die Generalverſamm ofenwerkes Lübeck nahm der„Frkf. Ztg. zufolge an. Direktor Dr. Neumark teilte das Scheitern d verhandlungen mit dem rheiniſch⸗weſtfäliſchen „Lübeck“ angehört, mit. Die Siegerländer un länder Gruppe⸗ Die Siegerländer Gruppe ſei Ausſichten für d 6. Seite. Colkswirtschaft. Zentralkammiſſion für die Rheinſchiffahrt. „Die Zentral⸗Kommiſſion für die Rheinſchiffahrt war, wie wir J. Zt. berichteten, vom 31. Auguſt bis zum 13. September dieſes Jahres zu ihrer ordentlichen Tagung in Mannheim verſammelt. Mitglieder der Kommiſſion ſind: für Baden: Geheimer Ober⸗ regierungsrat Wiener, für Bayern: Miniſterialrat Freiherr bon Hirſchberg, für Elſaß⸗Lothringen: Miniſterialrat von Traut, für Heſſen: Geheimer Oberbaurat Imroth, für Niederland: Jonkheer van Eyſinga, ordentlicher Profeſſor der Rechte an der Univerſitckt Groiningen, für Preußen: Geheimer Oberregierungsrat v, Bartſch. Zum Vorſitzenden wurde der Bevollmächtigte für Baden durch das Los beſtimmt. Als Berufungsin ſtanz iſt die Zentral⸗Kommiſſion in drei Zivilſachen und in einer Strafſache angegangen worden. Von den in den Zivilſachen ergriffenen Berufungen wurden zwei als unbegründet abgewieſen, die dritte dagegen für begründet erklärt und daher das Urteil des Unterrichters aufgehoben und die Sache zur weiteren Verhandlung an die untere Inſtanz zurückgewieſen. Die in der Strafſache ergriffene Berufung wurde ebenfalls für begründet erklärt, und der Angeklagte freigeſprochen. Der nach Art. 45 der Rheinſchiffahrtsakte von der Zentral⸗ Kommiſſion über den Zuſtand der Rheinſchiffahrt alljährlich zu erſtattende Bericht iſt für das Jahr 1909 im Drucke fertiggeſtellt und von dem heſſiſchen Rheinſchiffahrtsbevoll⸗ mächtigten vorgelegt worden. Der Bericht gibt auf 289 Druck⸗ ten Aufſchluß über: die Verhältniſſe des Fahrwaſſers, die An⸗ ealten zur Erleichterung und Sicherung der Schiffahrt, die Schiff⸗ hrts⸗ und Floßpolizei, den Güterverkehr, den Schiffsverkehr, den Rhein⸗See⸗Verkehr, den Floßverkehr im beſonderen, den Verkehr zwiſchen den Nebenflüſſen und Seitenkanälen und dem Rhein, en Geſchäftsbetrieb der größeren Dampfſchiffahrtsgeſellſchaflen Reedereien, die Frachten und das Verſicherungsweſen, die Un⸗ älle und über die Zentral⸗Kommiſſion. Infolge der neuen Be⸗ mmungen für die Statiſtik des Verkehrs auf den deutſchen Bin⸗ nenwaſſerſtraßen haben die Mikteilungen über den Güterverkehr uf dem Ahein eine erhebliche Erweiterung erfahren; ferner ſind denkſelben die Berichte über die Tätigkeit der Zentral⸗Kommiſ⸗ ion abgedruckt, und künftig werden auch Auszüge aus den Ur⸗ teilen der Zentral⸗Kommiſſion, die für weitere Kreiſe Intereſſe bieten, mitgeteilt werden. Der Jahresbericht iſt zum Preiſe bon M. bei dem Sekretariat der Zentral⸗Kommiſſion in Mannheim beziehen. Der Geſamtberkehr hat im Jahre 1909 in den deutſchen Rheinhäfen betragen: 45 781 485 T.(1337 503 T. mehr als 1908). Verkehr mit niederländiſchen und belgiſchen Häfen hat im Berichtsjahr betragen:24 748 458 T.(8 711397 T. mehr als 1908). Der Verkehr mit überſeeiſchen Häfen 342 481 T.(71632 T. mehr 1908). Der Verkehr von und nach den Nebenflüſſen 3 480 552 T. 662 881 T. mehr als 1908). Für Strombauten ſind in den 6 rſtaaten leinſchließlich der Aufwendungen für Regulierung des heins zwiſchen Sondernheim und Straßburg) im Jahre 1909 auf⸗ ewendet worden: 5 558 863 M.(gegen 5 529 482 M. im Jahre * er Beſchluß der Zentral⸗Kommiſſion, wonach die Pegel Worms und Ander nach als Hauptpegel 2. Klaſſe künf⸗ e Beilage zum Jahresbericht aufgenommen werden ſollen, e Zuſtimmung ſämtlicher Regierungen der Rheinuferſtaaten ſem Bevollmächtigten für Preußen wurde angeregt, die eſtſetzung eines Mindeſtalters für die Erlangung termanns-(Lotſen⸗Patents nochmals zum einer gemeinſamen EGrörterung zu machen. Dabei ſoll rüft werden, ob denjenigen Leuten, welche die Schifferſchule Erfolg beſucht haben, die gleichen Vergünſtigungen gewährt herden können, welche den Bewerbern um ein Schifferpatent zu⸗ geſtanden ſind. Ueber die Frage, ob die Maſchiniſten Dienſtbücher ren haben, haben ſich Zweifel ergeben. Zur Herbeiführung gleichmäßigen Behandlung dieſer Angelegenheit ſollen die rungen um Aeußerung erſucht werden. Die Frage, ob die Schiffsjungen zum Beſuch der Fortbil⸗ chulhe verpflichtet werden ſollen, iſt Gegenſtand eingehen⸗ Lrörterung geweſen. Dabei hat ſich herausgeſtellt, daß vorerſt die Anregung der Oberſchulbehörde eines Staates, dieſe Ver⸗ ung feſtzuſtellen, noch der Vorſchlag einer anderen Regie⸗ „beſondere auf einzelne Wintermonate zu beſchränkende Lehr⸗ ſe einzurichten, Ausſicht auf Verwirklichung hat. dachdem über die obligatoriſche Anbringung von gangsſkalen an den Rheinſchiffen unter den Regie⸗ ichtigten angeregt, die hierwegen in die Rheinſchiffahrts⸗ en zu gewähren. Bei der nächſten allgemeinen Durchſicht der Rheinſchiff⸗ tspolizeiordnung ſoll ferner die unter Aenderung agr. 21 Ziffer 5 zu erlaſſende Vorſchrift, daß jedes Schiff er Triebkraft ein weißes Hecklicht führen muß, in t und der Vorſchrift des Paragr. 27 Ziffer 2 Abſatz 1 iſchiffahrtspolizeiordnung, wonach außerhalb der Häfen Is drei Schiffe in der Breite des Stromes nebeneinander⸗ der Zuſatz beigefügt werden, daß diefenigen Strom⸗ denen das Nebeneinanderliegen bon mehr als 8 Schiffen werden kann, von der zuſtändigen Staatsbehörde als 6 ichnet und öffentlich bekannt gegeben werden ſollen. in der letzten Tagung der Zentral⸗Kommiſſion vorgeſchla⸗ en Vorſchriften über den Bau, die Aus⸗ Bemannung und Unterſuchung der Flöße ſchen im Juli d. J. in Mainz mit den Beteiligten ein⸗ rörtert worden. Die bei dieſer Verhandlung von den Ver⸗ r Holzhandlungen und Flößereien geäußerten Wünſche, ich eine weniger weitgehende Beſchränkung der Breite etreffen, ſollen den Regierungen zur nochmaligen Ent⸗ vorgelegt werden. der gleichen Sitzung der Zentral⸗Kommiſſion beſchloſ⸗ rſchriften über die Beförderung von Ferroſilicium immehr die Zuſtimmung ſämtlicher Regierungen gefunden, hrem Inkrafttreten auf den 1. Januar 1911 nichts mehr im Gegenſtände der Tagesordnung betrafen die Vorſchrif⸗ Bauart der Steinſchiffe auf dem Rhein und ften über die Zuſammenſetzung der Schiffs⸗ der Strecke zwiſchen Bingen und St. Goar und auf dem Eingabe des Vereins zur Wahrung der Rheinſchiff⸗ teſſen, in welcher die Anordnung des Bürgermeiſters von betreffend die Trinkwaſſerverſorgung der e im Hafen von Rotterdam als der Rhein⸗ ſuwiderlaufend beanſtandet wurde, hat der Bevoll⸗ erland eine ausführliche Erklärung des gen. vorgelegt; die übrigen Bevollmächtigten ſind erſucht g ihrer Regierungen zu dieſer Erklärung mit⸗ * nigung erzielt worden iſt, wird von der Mehrzahl der Seneral⸗Anzeiger. Abendblatt.) Vorſtandsmitglieder der größten Gummifabriken zugezogen ſind, um über die Fortdauer des mit dieſen abgeſchloſſenen Vertrags zu berxaten. Dieſer Vertrag, der den Verkehr der Verbandsmitglieder mit den Fabriken regelt, und deshalb auf die übrigen Automobil⸗ händler einen gewiſſen Einfluß ausübt, läuft mit dem 1. Oktober d. J. ab. Bezüglich des Ergebniſſes der bisherigen Verhandlungen, die am Montag nachmittag begonnen haben, hört man, daß die Fortdauer des Vertrags als geſichert gelten kann; nötigenfalls wird eine weitere Beratung in acht Tagen in Hannover ſtattfinden. Holzſubmiſſtonen deutſcher Behörden. Wie wir erfahren, ſieht der deutſche Schwellenhandel mit leb⸗ haftem Intereſſe einem Termine entgegen, welchen die Kaiſerliche Generaldirektion der Reichseiſenbahnen in Elſaß⸗Lothringen am 27. in Straßburg veranſtaltet. Es handelt ſich um die Lieferung von 191000 Stück fichtenen oder buchenen und kiefernen Bahn⸗ ſchwellen 1. und 2. Klaſſe, ſowie buchenen Schmalſpurſchwellen und größeren Mengen eichenen Weichenſchwellen. Wie es heißt, wird die Teilnahme an dieſem Termin aus den Kreiſen des Schwellen⸗ handels ſehr lebhaft werden. Man rechnet mit leichten Preis⸗ ſteigerungen, beſonders für inländiſche Ware. Bemerkenswert iſt ferner ein Verdingungstermin, den die Beſchaffungsabteilung der Kaiſerlichen Werft in Danzig am 28. ds. Mts. anberaumt hat. Hier kommt die Lieferung größerer Mengen von Laubholzbrettern und Bohlen, namentlich Ahorn, Rotbuche, Eiche, Erle und Eſche in Frage. Die Lieferungen erſtrecken ſich auf den Zeitraum vom Mo⸗ nat April bis Auguſt 1911. Man glaubt, daß die Teilnahme aus den Kreiſen des oſtdeutſchen Laubholzhandels ſehr lebhaft ſein nird. n. Mannheimer Produktenbörſe. Im allgemeinen war die Stimmung am heutigen Markte etwas ruhiger, da die Abſchwäch⸗ ung an den amerikaniſchen Börſen etwas mehr Material an die Märkte brachte. Die Auslandsofferten ſind unverändert. Auch die Notierungen im hieſigen offiziellen Kursblatt haben keine Veränderung erfahren. Vom Ausland werden angeboten die Tonne, gegen Kaſſa, cif Rotterdam: Weizen Laplatg⸗Bahia⸗Blanca oder Barletta⸗ Ruſſo 78 Kg. per ſchwimmend M. 162—163, dito ungariſche Ausſaat 78 Kg. per ſchwimmend M. 163—164, dito ungariſche Santa Fe 78 Kg. per Januar⸗Februar——, Redwinter 2 per Auguſt Mk.——, Hortwinter 2 per September Mk.—.— Ulka 9 Pud 30⸗35 ſchwimmend M. 156—457, Ulka.0 Pud M. 157—458, Azima 10 Pud 5⸗10 ſchwimm. M. 160—161, Rumänier 78.79 Kilogramm p. Auguſt⸗September M. 158—159, dito 3% blaufrei prompt M.—.—, Rumänier 79⸗80 Kg. 3 Prozent blau⸗ frei M.—.—, dito per Auguſt⸗September M. 160—161. Roggen ruſſiſcher 9 Pud 10⸗15 per Auguſt⸗September Mark 105—106, dito 9 Pud 20⸗25 per Auguſt⸗September Mark 106—107, dito 9 Pud 20⸗25 per Auguſt⸗September M. 107—108. Gerſte ruſſiſche 59⸗60 Kg. per Auguſt⸗September M. 96 bis 96.50, dito 58⸗59 Kg. per Auguſt⸗September M. 95.50—96, rumäniſcher 59⸗60 Kg. per Auguſt⸗September M. 95.50—96. Hafer ruſſiſcher 46⸗47 Kg. prompt M. 99—4100, dito 4748 Kg. prompt M. 100—101, Donau 46⸗47 prompt M. 100—100.50, dito 47⸗48 Kg. prompt M. 100.50—101.50. Die Stadt Tübingen erhielt die miniſterielle Genehmigung zur Ausgabe von 4proz. Schuldverſchreibungen im Betrage von 3 Mill. Mark. Telegraphiſche Handelsberichte. Felten und Guilleaume⸗Lahmeyer⸗Werke, Mülheim a. Rh. „ Mülheim a. Rh., 22. Sept. Am 15. Oktober wird nun⸗ mehr die außerordentliche Generalverſammlung einberufen, für die im Sinne der kürzlich gefaßten Beſchlüſſe beantragt wird, die zur Frankfurter Abteilung(Dynamowerk) gehörenden Aktiven abzuſtoßen und ſie zu dieſem Zweck ganz oder teilweiſe in die zu gründende Aktiengeſellſchaft einzubringen. Auch ſoll lt. Frkf. Z. über die hiermit zuſammenhängende Statutenänderung beraten werden, ſpeziell über die Aenderung der Firma in„Felten u. Guilleaume⸗Karlswerke.G. 5 Gasmotorenfabrik Dentz. * Deutz, 2. Sept. Die Geſellſchaft, die bekanntlich für 1909/10 eine Dividende von 7½ Prozent beantragt, gegen 5 Prozent i.., hat einem Aktionär mitgeteilt, daß am 1. Juli d. J. an Aufträgen 855 Motoren mit Zubehören bezw. 345 Mill. M. vorlagen, gegen 533 Motoren bezw. 277 Mill. M. zu gleicher Vorjahrszeit. Die beiden erſten Monate des neuen Geſchäftsjahres haben an Beſtellungen 196 Motore bezw. 0,35 Mill. M. und an Berechnungen 25)6 Motore bezw. 0,25 Mill. M. mehr erbracht als in der nämlichen Vorjahrsperiode. Auch die Entwicklung des Geſchäfts in dem bisher abgelaufenen Teil des Septembers ſei lt. Frkf. Ztg. im gleichen Verhältnis günſtig ge⸗ weſen. 8 Indiſche Juteernte. * Hamburg, 22. Sept. Die Juteernte wird der Frkf. 3. zufolge von der indiſchen Regierung offiziell auf 90 Prozent einer Vollernte, alſo auf8 Mill. Ballen geſchätzt. Telegraphiſche Börſenberichte. (Privattelegramm des General⸗Anzeigers.) „ Frankfurt, 22. Sept.(Fondsbörſe). Der geſtrige Ver⸗ lauf der Newyorker Börſe brachte etwas Belebung an den hieſigen Markt, welche ſich allerdings nur auf wenige Gebiete beſchränkte. Die ausſchlaggebenden Motive wurden in der ſeſten Haltung der Bahnen geſucht, wovon auch die Aktien der Baltimore⸗ und Penſylvania⸗Bahn profitierten. Bei den übrigen Transportwerten ſind auch Shantung⸗ und Orientbahn angeregt, während öſterreichiſche nur gexinge Ver⸗ änderungen erſuhren. Schiffahrtsaktien wenig verändert. Am Bankenmarkte war das Geſchäft weſentlich ruhiger als am geſtrigen Tage. Eine Ausnahme machten Dresdner Bank, die lebhafter gehan⸗ delt wurden, Deutſche Bank und Diskonto⸗Kommandit gut behauptet. Auf dem Montanmarkte wurde der amerikaniſche Eiſenmarktbericht viel beachtet. Die Spekulation beobachtete aber trotzdem Zurückhal⸗ tung. Die Ultimorealiſation und das Beſtreben, die beſtehenden Engagements zu verringern, drückten auf die Unternehmungsluſt. Deutſch⸗Luxemburger zogen mäßig an. Bei lebhaften Umſätzen wurden 128 Gelſenkirchener gehandelt, im Anſchluß an die demnächſtige Einbe⸗ rufung der Generalverſammlung, wo die Vermutung naheltegt, daß eine Eutſcheidung in der Angelegenheit des Verkaufs der Viktoria⸗ kuxen zum Abſchluß kommen wird. Von Elektrizitätswerten ſind Ediſon lebhafter gehandelt, die übrigen Werte kaum beachtet. Eine größere Avance erzielten bei größeren Umſätzen Höchſter Farbwerke, welche eine Beſſerung von 7 pCt. erfuhren. Rütgers Werke ebenfalls gefragt. Der Anleihemarkt lag ſtill. Von heimiſchen Werten ſind 3⸗ prozentige Reichsanleihe und Konſols abgeſchwächt. Ruſſen u. Türken behauptet. Im weiteren Verlaufe blieb die Tendenz ſeſt. Der Ge⸗ ſchäftsverkehr war ruhig. An der Nachbörſe war die Haltung be⸗ bauptet. Oeſterreichiſche Staatsbahn ſtellte ſich höher. Sonſt ſind keine nennenswerte Veränderungen zu erwähnen. Es notierten Kredit⸗ aktien 2084, Diskonto 190, Dresdner 16058, Staatsbahn 16278 a 168, Lombarden 2276, Baltimore⸗Ohio 10738, Norddeutſche Lloyd 110. * Berltnu, 22. Sept. Dondsbörſe.) Auch heute nahm die Vorbereitung der Ultimoregulierung das Hauptintereſſe der Spe⸗ kulation in Anwruch. Die Tendenz war im allgemeinen feſt, da die Beſſerung der Newyorker Börſe, ſowie die Preiserhöhung der Wals⸗ werke und die angekündigte Kaufluſt am Montanmarkt hervorrief. Recht lebhaft geſtaltete ſich wieder das Geſchäft in Gelſenkirchener, ferner waren Luxemburger gut gefragt, Hohenlohe⸗Aktien gewaunen on Meinungskäufen ce öſterreich 8 etn Ct. anzogen. Auch ternationale Da Alktien zu 146 pCt. und Rhein. Schuckert⸗Aktien zu 130 pCt.,„Fran⸗ 2 pEt. Amerikaniſche Bahnen ſtellten ſterrei folgten der Kurs⸗ nach anfänglicher Abſchwächung, während im übrigen die Kursverän⸗ derungen unbedeutend blieben. Der Verkehr büßte im Verlaufe weſentlich von ſeiner anfänglich teilweiſen Lebhaftigkeit ein, was meiſt mit kleinen Kursabbröckelungen verbunden war. Ultimogeld 57% pCt., Tägliches Geld 3½ pCt. Die Börſe ſchloß ruhig. Kanada ſchwächten ſich unter Realiſierungen ab. Baltimore blieben feſt, an⸗ geblich infolge Deckungsbedürfniſſes. Von Induſtriewerten des Kaſſa⸗ marktes ließen hauptſächlich Maſchinenaktien eine Beſſerung erkennen. *Berlin, 22. Sept.(Produktenbörſe.) Das Geſchäft am Getreidemarkt zog ſich wieder ſchleppend hin. Infolge der regne⸗ riſchen Witterung war die Tendenz für Brotgetreide anfangs feſter, ermattete aber ſpäter wieder infſolge mangelnder Beteiligung und ſtärkeren ruſſiſchen Angebots in Roggen. Futterartikel hatten ſtillen Verkehr. Rüböl gab im Anſchluß an das Auslaud und unter Reali⸗ ſierungen nach. Wetter: regendrohend. Kursblatt der Mannheimer Produktenbörſe vom 22. September. Die Notierungen ſind in Reichsmark, gegen Barzahlung per 100 Kg bahnfrei hier. Weizen, pfälz. 21.—21.25 Hafer, bad. 15.60—16.95 „ Rheingauer—.—Hafer, nordd.—— 1 „ norddeutſcher 21.25—21.75 Hafer, ruſſtſcher 16.75—17.25 „ ruſſ. Azima 22.75—23—„ La Plata 16.——186.25 „ Ulka 22. 22.75 Mais, amer. Mixed—.—* „ Theodoſia 24.——24.25„ Donau 14.70—.— „ Taganrog 22.——22.75„ La Plata 14.20——.— „ Saxonska 22.75—23.50 Kohlreps, d. 26.——27— „ rumäniſcher 22.50— 28.—Kleeſamen, dentſch. 126—140 „ am. Winter 22.50——.— 5„5 1 118—12⁵ „ Manitoba!———.—„ Luzerne ital. 160—170 „ Walla Walaaaa„ Provenc. 175—185 „ Kanſas II,—.—„ Eſparſette 36.——88.— „ Auſtralier—— Igoger Rotklee——— „ La Plata 22.50—22.75 Leinöl mit Faß 92.— Kernen, 21.25—21.50 Rüböl in Faß 66.——.— Roggen, pfälzer neu 15.75—16.— Backrüböl 69.—.— „ ruſſiſcher 16.50——.— Fein⸗Sprit La., verſt. 100% 180.30 norddeutſcher 16.50 iiert „ amerik.—.—— Roh⸗Kart. ſprit verſt. 80/88 177.30 Gerſte, hieſ. neu 15.50—17.25„„ Unverſt. 80/88 55.30 „ Pfälzer neu 15.75—17.50 Alkohol hochgr.,„ 92/4 55.30 Gerſte, ungariſche———..— 5 85 7 O 54.80 Ruſſ. Futtergerſte 12.25—12.50 Weizenmehl 5 5 ö 52.50 31.50 28.50 28.— 26.50 250ü Roggenmehl Nr. 0) 25.— 1) 22.—. Tendenz: Weizen feſt Roggen, Gerſte und Hafer unverändert Mais ruhiger. ** 1* Kursblatt der Mannheimer Produktenbörſe. (Handelsrechtliches Lieferungsgeſchäft.) Mittwoch, den 21. September 1910. Die Preiſe verſtehen ſich pro 1000 kg. Weizen: Sept. 215— bz.——[Hafer: Sept.———— Nov. 213— B. 211— 6. Nov.——— März 218½% B 217½ G. März——— Mai———— Mat———— Roggen: Sepft.———— Mais: Sept.———— Nov.———— Nov.— März— März;— Mai——— Mat— ** 1** Mannheimer Effektenbörſe. Vom 22. September.(Offizieller Bericht.) An der heutigen Börſe wurden gefragt: Weſteregeln zu 235 pCt., Mannheimer Dampfſchleppſchiffahrts⸗Aktien zu 50 pCt., Waggon⸗ fabrik Fuchs⸗Aktien zu 193 pt., Portland Zementwerke Heidelberg⸗ kona“⸗Aktien ſtellten ſich auf 1220 G. Die erſtmals notierten jungen Aktien derſelben Geſellſchaft wurden zu 1190 Mk. pro Stück ge⸗ handelt. 5 Aktien. Banken. Brief Geld Brief Geld Badiſche Bank—.— 134.— Mannh. Lagerhaus—.— 85.— Gewrbk. Speyer50% E—.——.—Frankona, Rück⸗ und Pfälz. Bank—.— 105.25 Mitverſ. vorm. Bad. Pfälz. Hyp.⸗Bank—.— 195.25] Rück⸗ u. Mitveri.— 220 Rhein. Freditbank 139.50 139.— Fr. Transp.⸗Unfall u. Rhein. Hyv.⸗Bank 193.— 197.— Glas⸗Verſ.⸗Geſ.— 2280 Südd. Bank—.— 118.— Bad. Aſſecuranz—.—— Südd. Disc.⸗Geſ.—.— 117.50 Continental. Verſich—.— 650.— cbem. Induſlirie. Oberrh. BaſtcheGen—.—878.— Bad.Anil.⸗u.Sodafbr.—.— 482.— Württ. Transp.⸗Verſ.—.— 648.— Chem. Fab. Goldenbg. 210.——.— ö————— Induſtrie. Verein bem. Fabriken—.— 342.—.⸗G. f. Seilinduſſrie—.— 182.— Verein D. Oelfabriken 159.——.— Fnefe 1. 5 335 Dingler'ſche Mſchfbr. 100.— Weſt..⸗W. Stamm—— 235.— Emaillw. Maikam ner—.— 105— Vorzug—.— 102.30 oCCCo — 7 Ettlinger Spinnerei— 99.— Brauereien. H. Fuchs Waf. Hdlbg.—.— 193.— Bad. Brauerei— 70.—]Hütten). Spinnerei 68.— 67.— Durl. Hof vm. Hagen 242.——.— Heddernh. Kupferw.u. Eichbaum⸗Brauerei 109.50—.—] Südd. Kabelw. Frkf.—.— 128.— Eleſbr. Rühl, Worms—.— 90.50 Karlsr. Maſchinendau—.— 210.— Br. Ganter, Freibz.—. 92.— Niomfbr. Haid u. Neu—.— 244.— Kieinlein, He delberg—.— 189.— Koſth. Cell. u. Papierf. 2685.——.— Hombg. Meſſerſchmitt—.— 39.— Mannh. Gum u. Asb. Ludwigsh. Atrienb'r.—.— 218.— Naſchinenf. Badenſa—— 205.— Mannh. Aktienbr.—.— 135.— Oberrb. Eektrizittt—.— 19.— Brauerei Sinner 250.——.—bfälz Mühlenwerke———.— Br. Schrödl, Heidlbg.—.— 185.50] Pf.Nähm. u. Fahrradf.—.— 151.90 „Schwartz, Speyer 127.——.— Portſ-Zement Hdlog.—— 146.— „S. Weltz. Spever—.——.—Rh. Schuckeit⸗Geſ.—.— 180.— Storch., Speyer———.— Südd. Draht⸗Induſt. 154.—152.— Br. Werger, Worms—.— 76.— Verein Freib. Ziegelw. 120.——.— f. Preßh.⸗ u. Spritſb.—.— 168.—].: Spehr. — Würzmühle Neuſtadt——.— Transport Waldhof—.— 267.— u. Verſicherung. Zuckerfbr. Waghäuſel—.— 193.— B..⸗G. Roſch. Seetr. 80.——.— Zuckerfbr. Frankenth.—— 388.— Mannb. Dampfſchl.—.— 50.— Zuckerraff. Mannh.—.— *5** Berliner Effektenbörſe. Berlin, 22. Sept.(Anfangs⸗Kurſe.) Kreditattien———— aurahütte— 177.57 Disc.⸗Kommandit 189.75 189.75 Phönix 247.— 247.75 Harpener 199.87 200.12 embarden 23.— 22.75 Tend.: feſt. Bochumer—.— 235./ fel Berlin, 22. Sept.(Deviſennotterungen.) kurz Holland 169.35 169.15 420.— 419.75 „Belgien 80.65 80.60 85.— 85.— „London 20.425 20.42—. Mannheim, 22. September. Sensval⸗Augeiger. Abenbblatt. Berlin, 22. Sept.(Schlußturke.) Wechſel Londnn—.— 20.44J Reichsbank 144.— 143 50 Wochſel Paris—.— 81.—[Nbein. Kreditbank 138.25 138.50 4% Reichsanl. 102.— 102.— Ruſſenbant 162 20 163.— 40%„„ 1909—.——.—Schaaffh. Bankv. 144— 144.20 285 Neichsanl. 92.40 92.40 Südd. Disc.⸗G.⸗A. 117.30 117.30 30% 1909—.——.— taatsbahn 161.% 162.50 30% Nachsnleide 88 20 83.20 Lombarden 28.— 29.75 4 109,20 102.20 Baltimore u. Ohio 106,25 107.25 40 1909—.——.—Canada Paciſte 192.50 192.50 3%⏑ 92.30 92.30 Hamburg Packet 143.10 143.20 31%„ 1909—.——.— Nordd. Lloyd 109.70 109 50 40% 83.20 Bochumer 285..6 235 50 20% Bad. v. 10—.— 100.80 Dentſch⸗Luxembg. 202— 208.25 80%„„1908/09 101.30 101. 50 Dortmunder 100 50 100.½ 5%„ Fbono.—.— 93.70 Gelſenkirchner 21725 217.75 255 8 Harpener 199%8 1995% 8 50% Bayern 91.50 9140 Laurahütte 177 25 177.0% 856% Heſſen 91.— 51 10 Phönkx 246.70 247.70 3% Haſſen 80.60 80.60 Aul 233.— 236— 30ſ% Sachſen 83— 83. Allg. Elektr.⸗Geſ. 283.90 284.— 4½ Japaner 1905 97.75 97.60] Anilin 481.50 48370 %% Italzener———.— Anilin Treptow 370.— 371.— 4% Ruſſ. Anl. 1902 93 90 93,10 Brown Bovori 168.— 164.10 4% Bagdadbahn 86.30 86 30 Chem. Albert 483.50 485.— Oeſter. Kreditattien—— 208.25 D. Steinzeugwerkte 242 70 242 70 Berl. Haudels⸗Geſ. 167.75 167% Elberf. Farben 493.20 496— Darmſtädter Bant 131.— 180.¼ Celluloſe Koſtheim 235.— 237.— Deuiſch⸗Aſiat. Bant 144 0 144 40 Rüttgerswerken 197.— 197— Deutſche Bant 256.50 256.%[ Tonwaren Wiesloch 111.70 110.50 Disc.⸗Ttommandit 189.75 189.75 Wf. Draht. Langende 238 70 237.50 Dresdner Bank 160 25 160 50J Zellſtoff Waldhof 267.50 265.— Privatdiskont 3¾0% W. Berlin, 22. Sept(Telegr.) Nachbörſe. Krodit⸗Aktien 208.6½% 207½¼[ Staatsbahn 161.7% 163.— Diskonto Komm. 189.75 189.) Lombarden 222275 Pariſer Börſe. Pa bis, 22. Sept. Anfangskurſe. 8 d% Rente 97.17 97.40 Debeers 464 452 Spanier 95.65 95.75 Eaſtrand 136.— 137.— Türk. Looſe 21750——Goldfteld 158.— 157.— Banque Ottomane 673.——.— Randmines 220.— 220.— Rio Tinto 1684 1694 Tondoner Effektenbörſe. London, 22. Sept(Telegr.) Anfangskurſe der Effektenbörſe. 26ſ Conſols 890/ 80½% Moddersfontein 121½ 11½ 3 Keichsanleihe 83— 83—Premier 77½ 761 4 Argentinier 91/ 91¾] Randmines 5 4 Italiener 102% 102½% Atchtſon comp. 101¼ 101½ 4 Japaner 93¼ 93½¼ Canadian 195¾ 196— 5 Mexikaner 35%¾ 35¼ Baltimore 107/ 108½ 4 Spanier 93%½% 93 de Chikago Milwauklee 124%½ 126 ½ Ottomanbank 16% 16% Denvers com. 30% 31¾ Amalgamated 64% 65½¼ Erie 28% 28 Angcondas 8— 8½% Grand TrunkIII pref. 47/ 47— Rio Tinto 68— 66˙ 1„ ord. 26/ 26ʃ˙06 Ceutral Mining 16% 16˙¼ Louisville 146 ½ 147% Chartered 32% 31½ Miſſouri Kanſas 32% 32½ De Beers 17— 17[Ontario 42— 44½¼ Gaſtrand 5% 55/ Soulhern Pacifie 115% 116% Geduld 2——Union com. 1697% 171/ Goldſtelds 61½ 6¼ Steels com. 68½% 70˙% Janersfontein 8%•% Tend., ſtill. * 2 N 2 2 Wiener Börſe. Wien, 22. Sept. Vorm. 10 Ubr. 5 Kreditaktien 664.20 664.— Oeſt. Kronenrente 9440 94.40 Länderbank 5585 527.70 Papierrente 97.— 97.— Wiener Bankverein 551.50 551 20„ Silberrente 97.05 7 05 Staatsbahn 758. 759.50 Ungar. Goldrente 111.95 11190 Lombarden 118.50 118.20„ Kronenrente 91.75 91.80 Martnoten 116.52 117.52 Alpine Montan 770.20 768.50 Wechſel Parts 95.18 95.18 Tend.: ruhig. Wien, 22. Sept. Nachm..50 Uhr. Kreditaktien 664.— 668 700Buſchtehrad. B.—.——.— Oeſterreich⸗ Ungarn 1850 1845 Oeſterr. Siib Bau u. Betr..⸗G..„ Silberrente 97.05 97.05 Unionbank 620.— 619.—.„ Goldrente 116.—11.10 Ungar. Kredit 854— 854.— Ungar. Goldrente 112.— 111.90 Wiener Bankverein 551.— 551.—„ Kronenrente 97.75 97.80 Länderbant 528.— 588.— 515 Frankf. viſta 117.52 117.53 Türt. Loſe 256.— 256.— London„ 240.12 240.12 Alpine 768.— 768.— Paris„ 95.18 9521 Tabakaktien—————•—mè Amſterd.„ 199.10 199.08 Nordweſtbahn—.——.— NRapoleon 19.08 19.08 Holzverkoblung—.——.—[Marknoten 117.52 117.58 Staatspahn 758 20 761 20 Ultimo⸗Noten 117.56 117.57 Lombarden 118.50 117.20] Tend.: ruhig. Berliner Produktenbörſe. Bertin, 22. Sept.(Telegramm.)(Produktenboce.) Preiſe in Mlart pro 100 kg fret Berlin netko Kaſſe. 22 Weizen per Sept. 204— 2.25 Mals per Sebt—.——.— „ Ott. 22 50 202 25 „Dez. 203.50 203.—„ Dez.——— „ Mai 20.50 208.50 Nüdbk pt. Seßt—.——— 8 mnr ee, di e e„ Stl. 58.40 87 80 „Dezbr. 155.50 155.25 De, 58.50 57 70 „ Mai 162.50 162.25 5 loco 05 1 585 er r Sept.——148.25 eizenme 88 33 „Okt.—.——— Roggenmehl 21.10 21.10 „Dez. 160.—ͤ— Budapeſter Produktenbörſe. Budcpeſt, 22. Sept Getreide markt.(Telegramm.) 21. 22. per 50 kg per 50 kg Weizen per Okr. 994— ſtetig 998— feſt April 1030—-— 10 35ͤ-— Roggen per 255 729—— ſtetig 730—— ſtetig „„ Al. 774•—— Hafer per Ott. 783—— ruhig zuhig 2 822— Mais per Juli 1———luhig 5 5 ſtetig 5 66K- Kohlraßs Augut norlos——— notizlos Wetter: Kübl, Regen. Tiverpooler Börſe. Jlverpool, 22. Sept. anenge 0 8 5 5 5 7/3˙ ruhig 3 Dentſ gaftal. 55 144 50 44 4% D Effekten⸗Bau 102 50 7 40 Disconto⸗LComm. 19)— 190— Dresdener Bauk 160%, 60.½ IJrankf. Hop.⸗Ban 209— 209. 4 Mh. Stadt⸗A. 1907—.——.— Bad. Zuckerfabril 19155 191 30 Südd. Immobil.⸗Geſ. Gichbaum Mannheim 103.20 107.— Mh. Aktien⸗Brauerei—-—— Parkakt. Zweibrücken 92.— 92 Weltzz. Sonne, Speye.—— Cementwerk Fege 146— 146 50 Cementfabr. Karlſtast122.50 22 70 Badiſche Anilinfabrit 481 25 482 65 Ch. Fabrik Griesheim 263.50 262— Farbwerke Höchſt 531.60 545. Ber. chem. Fabrit Mh. 344 25 344 50 Chem. Werke Albert 485.— 485.— Südd. Drahtind. ih. 152.50 152.50 Akkumul.⸗Fab. Hagen 214.70 214.70 Acc. Böſe, Berlin 16 50 16.50 Glettr.⸗Geſ. Allgem. 284/ 985 ½ Lahmeyer 117.— 116 75 Elektr.⸗Geſ. Schuckert 164.25 164.% Rheiniſche 130. 130 50 Siemens& Halske 257.% 257 25f. Gumi Veter 378.— 878. Weyß u. Freytag 149 50 149.30 Bochumer Bergbau 235% 235.75 Buderus 111 90 112. Concordia Bergb.⸗G.———— Deutſch. Luxemburg 202.¾ 208. Eſchweiler Bergw. 198.25 198. Friedrichshütte Ber 3b. 132 ½ 188. Golſenkir öner 216.75 2176 Büdd. Giſenb.⸗G. 121.90 121 90 Hamburger Packet 143.50 43.“ 5 Norddeutſcher Lloyd 110 ½ 110. Oeit.⸗Ung. Staatsb. 162— 162.5 Oeſt. Büdbahn Lomb. 22.½ 22½ 30% Frl. Dan ldr. 100— 100 4% F. K. B. Pfdbr. 05 190.20 100 20 4⸗% 1910 100— 10ʃ.— Frankfurter Effektenbörſe. Telegramme der Continental⸗Telegraphen⸗Compagnie, Reichsbankdiskont 4 Prozent. Schlußkurſe. Wechſel. 21. 22. 21. 22. Amſterdam kur! 169.20 109 50 Check Paris 80 625 81.05 Belgien„ 50 65 90633 Part ris kur; 81.016 81,025 Italien„ 80.466 50 50[Schweitz. Plätze„ 80 883 80 888 Check London 90.442 20.445 Wien„ 85.038 85.038 London„ 20.405 20.41 Napoleonsd'or 16,19 16.19 5 lang—— Privaldiskonto 31/6 37½ Staatspapiere. A. Deutſche. 5 21. 8 geledeutſch. Neichsanl. 101.90—.—[t Mh. Stadt⸗A.1908 100.05 100.10 3„„1909—.— 10190„1909—.——— 555 92 30 92 50% 1905—.— 90.70 3 7„ 1909-——-B. Ausländtſche. 4 83.½ 83—5 Arg,l. Gold⸗A. 1887—.——.— 3˙ br. önf. St. Anl. 102.15 102.05[5% Chineſen 1898 101.90 102.15 8 do. do. 1909———.„„„ 99 50 99.45 ** 5 92.85 92.45 1% Javaner 97 80 97.60 49„ 1909—— Mepitaner duß. 88/90 99.85 99.75 83 15 88.10 3 Rerlkaner innere—.— 69.30 1901 100,90—.—JBulgaren 101.20 101.— „1908/09 101 69 101 40 357 italien. Rente—.——.— 3 bad St⸗O4abgh 97.50 98.—[½ Oeſt. Silberrente 97. 30 97 25 37 5 5 Pi, 93.20 93.2004/½„ Papierrent.—— 97.20 7„ 1900 91 45 91.40[Oeſterr. Goldreante 98 65 98.70 %„ 1904— 9ʃ.40]e Vortug. Seris“ 67 10.90 1907—.— 91.60ʃ3 III 69.40 68.10 460ur.„...1915 101.20 101.304½ neue Ruſſen 1905 100.85 100.35 1918—— 101.404 Rußſen von 1880 91.90 92.10 26 do. u. Allg. Anl. 91 40 91.50ſ4 ſpan. ausl. Rente——.— 3 do..⸗B.⸗Obl. 82.20 82.50ſ4 Türten von 1908 87.10 87.80 Prior. 100 50 100,5%„ unif. 93.50 98 50 92 30 99 504 Unger. Goldrente 9405 94.— Heſſen von 1968 101.50 101.4004„ Kronenrente 91.75 91.70 5 Heſſen 80 35 80.40[Berzinsliche Loſe. 4 Sachſen 88.— 83.—8 Oeſterreichiſcher880 174.70 174.20 Türkiſche 182 20 181.40 Aktien induſtrieller Unternehmungen. Hedd. Ku. u. Züdd. Kb. 128.— 128.— 89.30 89.80 funſtſetdenfabr. Frkf. 111.— 109.50 Jederwerk. St. Ingbert 80.50 80.50 Spfcharz Lederwerke 99.— 99— Ludwigsh. Walzmihle 159.— 159.— Adlerfahrradw. Kleyer 443.70 444.— Maſchinenfbr. Hilpert 86— 85 75 Maſchinenfb. Badenia 207 50 207.50 Dürrkopp 431.— 431.— Maſchtnenf. Gritzner 253,50 253.50 Maſch.⸗Armatf. Klein 21.40 119 80 Uf. Kähm. m. Fahrradf Gebr. Kayſer 152.— 151.60. Röhrenkeſſelfabrik vorm. Dürr& Co. Schnellpreſſenf. Frkth. 253.— 254.— Ver.deutſcher Oelfabr. 158.— 157.80 Schuhfabr. Herz, Frkf. 116.50 116.50 Seilinduſtrie Wolff 132.— 130.— 41.— 41.50 arn Kaiſersl. 210.209.90 Zallſte . Bergwerksaklien. Harpanen Gergbau 199 25 199.% Kaliw. Weſterregeln 233.— 235.— Oberſchl.Eiſeninduſtr. 104 50 104.20 Zhönix 246 24775 Br.Königs⸗ u. Laurech. 177 50 177.50 Gewerkſch. Roßleben 128 50 123 50 Aktien deutſcher und ausländiſcher Transportanſtalten. Gotthardbahn—.—— Ital. Mittelmeerhahnn——.— do. Meridionalbahn 183 25 138,.50 »Baltimore und Ohio 105./ 107.25 Pfandbriefe.;ßF. „ Preuß. Pfandb.⸗ Bant unk. 1919 4% Pr. Pfdb. unt. 15 % 30 9 80 1 1 12 91˙80 91.30 1 Pr. N ſobr.„l. Kleinb. b04!4l 1½% Pr. Pfobr.⸗Bk., Dyp.⸗ Pfd.⸗ 58 Obl. unkündb. % Nh. H. B. Pfb. 92 1%„ l%„ 0% 100 75 100 75 99 60 99.60 —— 99.70 99 70 99 70 99 70 12 99.70 99 70 1917 100.— 100.10 40% 5 1919 101.— 101. 1½%„ verſchied. 578 91.— 11ſ, Ng..⸗B..O 91.— 91.— 10% W W. B. C. B. 10o0 85 Pf. B. Pr.⸗O. 1* * . 1 * 4⁰ G. Pfdb. 100 60 100.60 31„ 0o.pl 91.80 91.80 31½% Pr. Bod.„Fr. 90 50 80.50 4% Etr,Bbd. Pſd. 90 99.40 99 40 4* „„ Fk. 0 100 80 100.0 4˙% ſdbr..0! unt. 10 100 80 100 30 d4e%„ Pfdbr, v. 03 5 W 12 99.70 99.700 3% Pfobr.g6 5 4. 04 90.50 90.50 927 Pfd. 95/3 90.80 30.50 4%„ Com.= bl, 9. I, unl 10 100 80 100 80 3%„ Com.-Obl. v. 87/91 91 20 91.200 5%„Com.⸗Obl. v. 9/06 91.20 91.20 4% Pr. Pf db. unk. 12 99.— 99— 99.60 89 60 99 60 99.60 184.—184.— 116˙50 116— 168— 167 75 1121512 50 181.10 181½ 256.50 25 3 2% Badiſche Bauk Berg u. Metallb. Berl. Handels⸗Geſ. Comerſ. u. Dist.⸗B. Darmſtädter Bant Deniſche Bank 184.30 164 30 rkf. Hyp.⸗Eredüv. 5 5 124 90 124.%ê alionalban! Fraukfurt a.., 2 Gbörfe. Pſczſche Bank 2. Sept. Commandit 190.—, Darm abter 31.—, Dresbaer Ball, 160.% Hau⸗ Hetsgeſellſchaft 16.75 Deu ſch Hank 268 75 Sembarden 22.75, Bochumer 235.75, Zelſeuttschen 217.75 dam azüe 177.50 Ungarn 94.10 Tendenz: beh. Nacz Kredktaktien 208.25, duse-senme 190.— 1 Sbtaatsbahn 162, J Lombarden 22.. 8 %½ It leſttl. a. G. B. 73,20 73 05 Mieing. Berſ, eN. 728 723 Bank⸗ und Verſicherungs⸗Aktien. Oaſterr.-Ung Bank 132 25 132.20 132.89 132 80 208.50 208.25 105,— 105.10 195 25 195.25 122,10 121.80 Oeſt. Länderbank Kredit⸗Anſtalt Efält. Hyp.⸗Bank Greuß. Hypotbekab. Leutſche eichsbk. 144— 144 50 Rypein. Kreditdant 1390˙⁰ 139— Rhein. Hyp.⸗B. M. 197—197.— Schanſ Bautver. 144 50 144.— Südd. Oank Ahm. 117.80 117.60 biener Bankver.—— 138.95 Südd. Diskont 117.50 117 50 Zank Ottomane 187—186 50 Kredil uen 208.25, ate⸗ Siatab izr 162 75 1 abr. Waldhof 265.80 267.90 Margold. 22. September 1910. 15& Seſdsefct Mannheim Telegramm⸗Adreſſe: Nr. 36 und 1637 Proviſtonsfrei! Fernſprecher: Zweibrücker Rennloſe.(II. Auguſt 1910 mit 30 000 L winnen zu Zweibrücken ſtatt. zu iſt. Für Politik: Direktor: 4 Zestbewährte gesunde und& magen- darmkranke Ver⸗ Wir ſind als Selbſtrontrahenten unt behalt: ee, nter Vorbeha% J. .⸗G. für Mühlenbetrieb, Neuſtadt a. d. H.— 100 Atlas⸗Lebensverſicherungs⸗Geſellſchaft, eudwigshafen M. 380 M.— Bapiſche Feuerverſicherungs⸗Bank— M. 220 Badiſche Maſchinenfabrik Sebold, Durlach— 182 Baumwollſpinnerei Speyer Stamm⸗Aktien 56— Vorzugs⸗Aktien 100— Benz& Co., Rhein. Gasmot., Mannheim, 152 150 Bruchſaler Brauerei⸗Geſellſchaft 64 zfr, Bürgerbräu, Ludwigshafen 288— Chemiſche Fabriken g ee— l986 Daimler Votoren⸗Geſellſchaft. Untertürkheim 175 5 Deutſche Südſeephosphat.⸗G. 197zfr— Deutſche Südſeeplantagengef.— 486 Erſte Oeſterreich. Glanzſtoffabriten 235— Fahr Gebr.,.⸗Geſ., Pirmaſens 108— Fllterfabrik Enzinger, Worms— 180 Flink, Eiſen⸗ und Broncegießerei. Nannheim—— Herrenmühle vorm. Genz, Heidelberg 96— Herzogpark, Terrain⸗A⸗G. München— Kühnle, Kopp u. Kauſch,.⸗G. Frankenthal— Lindes Eismaſchinen— 139 Neckarſulmer Fahrrabwerke 140— Paeifie Phosphate Shares alte— junge.3/8 Nheinau Terrain⸗Geſellſchaft— Rheiniſche Automobil⸗Geſellſchaft.⸗G., Mannheim 156 Rheinmühlenwerke, Mannheim 140 05 ⸗A.⸗G. vorm. Fendel, Mannheim 106 Schiff⸗ u. Maſchinenban.⸗G. Mannheim, Stamm. Stahlwerk Mannheim Süddeutſche Jute⸗Induſtrie, Mannhein 124 Süddeutſche Kabel, Mannbeim Genußſcheine Unionwerle,.⸗G., Fabriken f. Brauerei⸗Einrichtungen— Unionbrauerei Karlsruhe— Ver. Diamantminen Lüde,szbucht Vita Lebeusperſicherungs⸗Geſellſchaft, Mannheim M 555 Waggonfabrit Naſtatt 90 Waldhof, Bahngeſellſchaft Shifhtkz Nahuchten knnslrui tn 15 Hafenbezirk Rheinau. Augekommen am 21. September 1910. Otto Kühnle„Teutonia“ von Ruhrort, 8320 Dz. Kohlen u. K 53 Heuberg„Niederrhein 16“ von Ruhrort, 9300 Dz. Kohle. N. Heſſel„St. Joſef“ von Rotterdam, 6320 Dz. Kohlen. W. Keller„Arminius“ von Rotterdam, 5080 Dz. Kohlen. H. Krützberg„H. Stinnes 22“ von Straßburg, leer, J. Witter„Vereinigung 67“ von Rotterdam, 3860 Dz. Kohlen. Ph. Schweikert„Raab Karcher 8“ von Weſſeling, 13 870 Da. Brit. P. Jaspers„Vereinigung à“ von S. Kuhn„Raab Karcher 1“ von J. Schwetzer„Heinrich“ von Neuß, 8270 Ds. Kohle W. Grotloh„Eliſabeth“ von Duisburg, 10 870 Dz. W. Loh„M. Stinnes 32“ von Ruhrort, 6100 Dz. Kohlen u. Koks. G. Wecks„Joh, Wilh, von Ruhrort, 16470 Dz, Kohle Ph. 2777 51„Ehriſtine“ von Walſum, 14 300 Doö⸗ D. Waal„Cornelia“ von Rotterdam, 9220 Dz. J. Werner„Helena“ von Rotterdam, 10 810 Dz. J. Kumpf„Suſanna“ von Rotterdam, 12 250 Dz. 8 . Barth„Max“ von Walfußm, 7130 Dz. Kohlen. Geſchüftliches. 20 000, das Große Los der badiſchen Zuvalideu⸗Lotle ie der 2. Treffer von 5000 wurden im Bad. Oberland verka von Lotterieunternehmer J. Stürmer, Straßburg i.., Lar bereits bar ohne Abzug ausbezahlt.— Die nächſte Geldlot Baden⸗Badener, deren Ziehung bereits am 27. Septemb Für nur 14 kommen 45 800 zur Verloſung und beträgt d gewinn 20 000 bar ohne Abzug. Loſe J 1 4, 11 Loſe 10% ſin Lotterieunternehmer J. Stürmer, Straßburg Langſtraße und den bekannten Losverkaufsſtellen zu haben. Serie der pfälziſchen Nachdem die Ziehung der I. Serie der Pfälziſchen Pferdeloſe am Loſen ſtattgefunden hat, findet ſchon a Oktober nächſthin die Ziehung der J1. Serie(20 000 Loſe) mit 8 10 Pferde als Hauptgewinne im von 5800/ und 790 andere Gegenſtände im Werte von 5200 auf dem Gewinnplan und kommen ohne Kürzung zur Ausſpi Eine Verſchiebung der Ziehung der II. Serie hat noch gefunden und tritt auch dieſes Jahr kommiſſion hat ihre Tätigkeit nahezu beendet und ſind un weiteren Gewinnen noch beſonders zu nennen: 1 Herrenpfer maſchtne, 3 Divans, 1 Schreibtiſch, ca. 20 Wanduhren im Wer 20—50, Salonteppiche, Silber⸗ und Nickelſachen(Beſlecke Gemälde und beſſere Haushaltungsartikel. ich her ſchon großer Beliebtheit zu erfreuen und es ſteht ſomit z warten, daß auch im laufenden Jahre wieder ein guter Abſatz findet, der den beteiligten Vereinen im Intereſſe der guten che nu⸗ Ser uwo richt Dr. Fritz Woldenbaum: für Kunſt und Feuilleton: Julins Witte für Lokales, Provinzielles und Gerichtszeitung: Richard für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Fritz Druck und Berlag der Dr. Haas ſchen Buchdruckerei, G Ernſt Müller. Mannheim, 1 uisburg, 9750 D g. Kohlen. Poblen. 8 1K er ſt Pferdelo nicht ein. Die Ei Sucgeee K. Ausk. u. Wochenberichte über Hali-, sowie 8 Hmerik. Esenzahn- U. Joldminen-Werte Kkostenfrei durch 4 Ernst Thierer Stutigart, Königstc. 78. Wilhelmisbau. bn Telephon 3213 55 llen au Private gege Anzahlung und mt Raten ganze einzelne Tei Izahlungsgeſchaft. Oſſerten unter Bettenf E 52826 an die 6 dition ds. Blattes 8. Seite. General⸗Anzeiger. (Abendblatt.] Mannheim, Fraunnachung Die Wohnungsunter⸗ ſuchung im VI. Be⸗ zirk der Stadt Maunn⸗ heim betreffend. Nr. 18500. Mit den Vor⸗ erhebungen zur allgemeinen Wohnungsunterſuchung im VI. Bezirk der Stadt Mann⸗ heim(Lindenhof) durch den Wohnungskontrolleur in Be⸗ gleitung eines Bedienſteten der Staatspolizeimannſchaft wird in der zweiten Hälfte des Monats begonnen wer⸗ den. 40 Die Unterſuchungen wer⸗ den vorgenommen in der Zeit von 8 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags. Die Hausbeſitzer Wohnungsinhaber haben den mit den Vorerhebungen Be⸗ auftragten den Eintritt in bas Haus und die Beſich⸗ tigung der zum Aufenthalt von Menſchen dienenden Räume und der dazu gehö⸗ rigen Nebenräume zu ge⸗ ſtatten(S§ 163 und 164 Lan⸗ deshauordnung!). Mannheim, 12. Sept. 1910. Großh. Bezirksamt Abt. V. gez.: Roth. und Nr. 40532 J. Dies bringen wir hiermit zur öffentlichen Keuntnis. Mannheim, 19. Sept. 1910. Bürgermeiſteramt: Dr. Finter. Bekauntmachnug. Die Zuſtellung der Kir⸗ chenſteuerzettel 1910 iſt be⸗ endet, Diefenigen Steuer⸗ oflichtigen, die noch keinen Steuerzettel erhielten, wol⸗ len ſich gefl. vor 1. Okt. 1910 in F 1, 7 melden, da ſpätere eklamationen unberückſich⸗ tigt bletben müſſen. 20225 Maunheim, 22. Sept. 1910. Kath. Kirchenſteuerkaſſe: J. Bappert. Imwangs⸗Perſteigerung. Freitag, 23. September 1910, vormittags 10 Uhr ich in Neckarau im Pfandlokal gegen Barzah⸗ lung im Vollſtreckungswege öffentlich verſteigern: 53925 Möbel und ſonſtiges. Neckarau, 22. Sept. 1910. Wroß, Gerichtsvollzieher. Zwaugs⸗Verſteigerung. Freitag, 23. September 1910, nachmittags 2 uhr, werde ich im Pfandlokal hier 4. 5 gegen bare Zahlung um Vollftreckungswege öffent⸗ lich verſteigern: 53928 Möbel aller Art, 1 Laden⸗ kinrichtung, div. Ausputzartikel für Damenkonfektion, ſowie Verſchiedenes. Mannheim, 22. Sepk. 1910. Roſter, Gerichtsvollzieher. Fuſſel⸗Verſteigerung. Die Gemeinde Wallſtadt läßt am 10156 Mittwoch, den 28. Sept. l.., nachmittags 3 Uhr im Rathaus in Wallſtadt einen abgängigen Schweine⸗ faſſel gegen bare Zahlung öffentlich verſteigern. Wallſtadt. 19. Sept. 1910. Bürgermeiſteramt: Hecker. Guten Morgen Frau Schulz! Das iſt mir lieb, daß ich Sie treffe, wollte Sie ſchon neulich fragen, wie das Ge⸗ aus welchem Sie re Parkett⸗ u. Linoleum⸗ wichſe beziehen, die Sie als uz vorzüglich bezeichnet aben! 138449 Mecht gerune Frau Schmid, das iſt die Markt⸗Drogerie Doppelmayr in F 2, Ya, ſchräg gegenüber von Geſchw. Gutmann, ich kann Ihnen das Geſchäft auch zum Be⸗ zug von allen anderen Sachen nur empfehlen. Sie finden zuvorkommende freundliche Bedienung und erhalten grüne Rabatt⸗ marken, trotz billig. Preiſen. Telephon iſt Nr. 4608. Beſten Dank Frau Schulz! Da will ich mich künftig hin⸗ wenden. Auf Wiederſehen! Lacgenschaen modern eingerichtet,)/ reutierend, Waiernäng en Beding. zu verkaufen. Off u. Nr sabss a. b. Gy. d. W Milchunterſuchung Vollmilch verkauft werden Mannheim, 5. Au zuf Milch unter%8 Fettgehalt darf in J t 1910. Großh. Bezirksamt Abt. III. Ritter. der hier in der Zeit vom 25. bis 30. Juli 1910 erhobenen Vollmilchproben hatte folgendes Ergebnis: Name des Wohnort Fett⸗ Milchhändlers Straße 0 Becker, Ludwig Rheinhäuſerſtr. 63 3,5 Beißwenger, Friedrich Bellenſtr. 54 3,4 Benner, Franz Neckarau, Moltkeſtr. 30 3,2 Bopp, Ludwig Gontardſtr. 38 3,1 Bordt, Albert J 8, 9 4571 4 Denk, Franz Neckarau, Roſenſtr. 53 34 Dettweiler, Johann Nachf. G. m. b. H. G 4, 16 3,6 Dick, Friedrich Käfertal 3,3 Dietz, Karl K 3, 24 4,„0 Faichter, Friedrich Jungbuſchſtr. 20 3,5 Fügen, Johann Haſenſtr. 34 2,7 Glocker, Gottlob Neckarau, Adlerſtr. 35 3,6 Göpfert, Auguſte Ehefrau Laurentiusſtr. 25 3,9 Heß, Franz Witwe Straßenheimerhof 3,9 Kemmler, Roſa Ehefrau I 6, 3,6 Koch, Friedrich Neckarau, Luiſenſtr. 42 3, Leiſer, Pauline Witwe Draisſtr. 58 3,5 Löffelmann, Johann Neckarau, Werderſtr. 24 3,7 Mebs, Georg Schwetzingerſtr. 150.0 Meny, Franz Mollſtr. 4 3,6 Mithleck, Karl Augartenſtr. 74 3,5 Ott, Nikolaus Dratsſtr. 14a„, Pfleiderer, Heinrich Lameyſtr. 23 3,3 Reinhard, Karl K 3, 23 3,9 Reichert, Chriſtian Rheindammſtr. 38 3,3 Reinwald, Heinrich Eichelsheimerſtraße 3,7 Rieg, Georg Zehntſtr. 9 3,4 Röſch, Friedrich Max Joſefſtr. 20 38,1 Schäfer, Georg Schwetzingerſtr. 99 3,8 Schertel, Valentin Feudenheim 3,5 Schwindt, Georg Seckenheim 3,3 Sponagel, Heinrich Seckenheimerſtr. 42 3,8 Walz, Friedrich 3,3 Weber, Ludwig Traitteurſtr. 59 875 Willig, Heinrich Seckenheimerſtr 70 3,8 Wittig, Karl Neckarau, Gießenſtr. 4 3,8 Wolf, Gottfried S 3, 10.5 Ziegler, Wilhelm Pozziſtr. 8 3,6 Zimmermann, Peter 5, 28 3,7 ſtannheim nicht als Nr. 40922J. Auf Veranlaſſung Gr. Bezirksamts bringen wir vorſtehendes hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Mannheim, den 17. September 1910. Bürgermeiſteramt: Milchunterſuchung der hier in der Zeit vom 1. bis 6. Auguſt 1910 erhobenen Vollmilch verkauft werden Mannheim, den 17. 1. Mannheim, den 13. Auguſt 1910. Großh. Bezirksamt, Abt. III. Nr. 40922J. Auf Veranlaſſung Gr. Bezirksamts bringen wir vorſtehendes hiermit zur öffentlichen Kenntnis. September 1910. Bürgermeiſteramt 2 Voll⸗Milchproben hatte folgendes Ergebnis: — Name Wohnort 8 des Milchhändlers Straße 75 9% Alfer, Martin Viernheim 3,5 Bausbach, Karl Amerikanerſtr. 34.9 Bohrmann, Michael Sandhofen 3,9 Bopp, Ludwig Gontardſtr. 38 3,4 Brandt, Emilie Ehefrau] Stockhornſtr. 42a 3,5 Carl, Franz Waldhof 3,7 Dörr, Johannes U2, 1a 3,6 Eifler, Ludwia Sandhofen 3,4 Gommel, Jakob Gartenfeldſtr. 11 3,5 Gölz, Lorenz Langſtr. 34 372 Haack, Wilhelm Gontardplatz 7 3,0 Hall, Wilhebhm Waldhof 3,6 Henning, Marie Ehefrau] Rheindammſtir. 34 3,6 Herrwerth, Fricdrich Käfertal 3,8 Sofmann, Auguſt Friedrichsfelderſtr. 15 3,7 Ilg, Gottlob G 6, 9 85 Keller, Valentin Käferſalerſtr. 177 3,8 Kiffner, Ernſt Nuitsſtr. 16 3,9 Kleber, Karl Waldbof 8,5 Kreßmann, Roſa Dieſterwegſtr. 6„0 Kuhn, Eduard Waldhof 8,5 Malerwein, Friedrich Kirchheim a. d. Eck Matter, Friedrich Lortzingſtr. 12„2 Metzger, Philipp Augartenſtr. 104 4,1 Moos 9, Jakob Hüttenfeld 3,8 Müller, Rudolf Käfertal 3,0 Niefer, Heinrich Friedrichsfelderſtr. 40 3,6 Oberacker, Auguſt Elfenſtr. 15 3,4 Ochs, Rudolf Gr. Wallſtadtſtr. 19 3,4 Prägel, Wilhelm Draisſtr. 25 4,2 Rudolf, Wilhelm Seckenheim 4,5 Seitz, Heinrich Traitteurſtr. 45 2,8 Seitz, Peier Seckenheim 3,2 Seitz, Philipp Seckenheim 3,3 Sohns, Johann P 6, 8 3,6 Spindler, Julius Käfertal 4,3 Spohrer, Karl 5 5 3,7 Schmidt, Jakob Friedrichsfelderſtr. 44 3,5 Unger, Martin K 2. 4.4 Wäſchle, Suſanne Rheinhäuſerſtr. 40 3,3 Weippert, Ludwig + 2. 8 2,„7 Willy, Heinrich Seckenheimerſtr. 70 3,9 Wink, Eliſe Wwe. 8, 15 2,9 Ziegler, Auguſt Elfenſtr. 41 47„3 Milch unter 3% Fettgehalt darf in Mannheim nicht als in de Jede schwache Bouillon oder Suppe, ebenso Saucen, Gemüse und Salate erhalten augenblicklich kräftigen Wohlgeschmack 8 — r Küche sparenl durch Zusatz einiger Tropfen MasGl-Würze. WMWürze mit dem Kreuzstern 22. September 1910. N — — 9789 Bergmann etallfadenlampe 70⁰. Stromersparnis 70˙⁰ Brennt Ooulante Bedie ———„— Rein weisses Licht! Längste Lebensdauerl Licht& Kraft Elektrizitäts-Basellschaft nt dessträbtter ſafung. Telephon 6512. Augartenstrasse 18. in allen Lagen! nung u. Ersatzlileferung. Zwangs⸗Yerſteigerung. Freitag, 23. September 1910 nachmittags 2 Uhr, werde ich in Mannheim im Pfandlokal Q 4, 5 gegen bare Zahlung im Vollſtreckungs⸗ wege öffentlich verſteigern. 1 Partie Stiefel, Schuhe und Pantoffel, Möbel aller Art und Verſchiedenes. 53931 Sommer, Gerichtsvollzieher. 1 9 1 Awängs⸗Verſteigerung. Freitag, 23. Sept. 1910, machmittags 2 Uhr werde ich im Pfandlokal hier 2 4, 5 gegen bare Zahlung im Vollſtreckungswege öffenk⸗ lich verſteigern: 53932 Bekanntmachung. Herſtellung der öffentlichen Gehwege durch die Stadtgemeinde betr. Nr. 341261. Wir haben die Wahrnehmung gemacht, daß in zahlreichen Fällen die Grundſtückseigentümer die Her⸗ ſtellung der Gehwege ſelbſt ausführen laſſen. Wir machen wiederholt darauf aufmerk'am, daß dieſes Verfahren unzuläſſig iſt, da nach dem bereits mehrfach ver⸗ öffentlichten Gemeindebeſchluß vom 22. Februar 1910 die erſtmalige Herſtellung mit Ausnahme der vorläufigen Gangbarmachung ſowie jede Erneuerung der öffent⸗ lichen Gehwege Sache der Stadtgemeinde iſt. Wir werden genötigt ſein, künftighin gegen Grundſtücks⸗ eigenlümer, die obige Beſtimmung nicht genau befolgen, mit allen uns zu Gebote ſtehenden Mitteln einzuſchreiten. Mannheim, den 4. Auguſt 1910. Bürgermeiſteramt: Dr. Finter. Zettler. Pferdeyersleigerung. Mittwoch, den 28. September 1910, nachmittags 1 Uhr, werden auf dem Hofe der Schloßkaſerne in Durlach etwa fünfzig ausgemuſteite Dienſtpferde meiſt⸗ N bietend gegen Barzahlung öffentlich verſteigert. 10209 Badiſches Trainbataillon Nr. 14. Heelckerebt, Bank- und Hypotheken- S1 Oeschäft Centrale Pforzheim: Filiale Mannheim, C 2, 10/ empfiehlt sich in 6987 Beschaffung von., und lH. 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Tochter erſchienen. M. E. Vignier behandelte die in⸗ tereſſante Frage des Néor monarchisme en France“. Er ſchil⸗ derte die politiſchen Wandelungen, die Frankreich im letzten Jahr⸗ hundert durchzumachen hatte und entwickelte dann die verſchiedenen Gründe und Gedanken, welche zur neu⸗monarchiſtiſchen Bewegung geführt haben. Mit einer Beſprechung der bisherigen Erfolge und der nächſten Hoffnungen ſeiner Partei, beſchloß er ſeinen von war⸗ mer Begeiſterung erfüllten Vortrag. G5 der anſchließenden Dis⸗ kuſſton entſpann ſich ein lebhafter Gedankenaustauſch über alle nur denkbaren Regierungsformen, der von den zahlreichen anweſen⸗ den Franzoſen mit größter Anteilnahme verfolgt, wurde. Neben Mr. G. Vignier erwarb ſich auch Mr. Chuberre ein großes Verdienſt durch ſeine anziehende Interpretation und Rezitation franzöſiſcher Fabeln. Signorina Taddei feſſelte die Gäſte durch dies bald klangvoll ſonoren Töne, bald in ſüßem Wohllaut ſchmel⸗ zenden Klänge italieniſcher Sonette. Es waren Lieder eines Früh⸗ vollendeten, eines mit 24 Jahren geſtorbenen florentiniſchen Dichters, mit denen ſie alle Herzen rührte. Plaudernd blieb man noch lange beiſammen, durch heitere deutſche Darbietungen in froh⸗ bewegter Laune. Frau Direktor Viſſer erfüllte aufs liebens⸗ würdigſte die Pflichten der gaſtfreundlichen Hausfrau. * Ein außergewöhnlicher Winter! Einen ganz außergewöhn⸗ lichen Kohlenvorrat müſſen wir uns dies Jahr ſichern; denn der Die Uerhütung von Erkrankungen der Atmungs⸗ organe, insbes.: Bronchitis, Keuchhusten, Spitzen⸗ katarrhen, Lungenentzündungen, Tuberkulose. Rechtzeitige Vorbeugung durch Befragung des Arztes iſt bei jeder Verſchlechterung des Geſundheitszuſtandes ratſam, bei den verſchiedenen Erkrankungen der Atmungsorgaue jedoch un be⸗ dingterforderlich. Beſ weil feſtſteht, daß bei vaſchem, zweckmäßigem Eingreifen ſelbſt die gefürchtete Tuberkuloſe meiſt geheilt bezw. vermieden werde n kanm. * Auch die beachtenswerten Erfolge der Heilſtättenbehandlung beruhen hauptſächlich auf dem Prinzip der Bekämpfung der Krank⸗ heit in nicht zu weit vorgeſchrittenem Sbadium. Neben dieſem Aufeufhalt in Sanatorien, der aber nur einem kleinen Teil der Bevölkerung möglich iſt, werden die Creufot⸗ und Guajacolpräparate ſeitens der ärztlichen Wiſfenſchaft als die bewährteften Medika⸗ Atente 65 l01 ſh aber das Bedftrfnis herausgeſtellt, ein Mittel zu Seſiten, das wicht nur Medflament, ſondern auch Nährpräparat iſt umnd dadurch die gerade bei dieſen Krankheiten meiſt nötige allge⸗ ine Kräftigung des Körpers herbeiguführen vermag. Auf die Wchtgtet des Zuſammemwvirkens verſchiedener Präparate bei Sungenkrankheiten hat ſchon Laroulandie bei dem Internationalen Tuberkulaſe⸗Kongreß Paris 1905 ausdrücklich hingewieſen. Der Veichende Charakter dieſer Kraukheit erfordert nun Mittel, die Winter ſoll außergewöhnlich ſtreng werden, wie man ihn ſeit Men⸗ ſchengedenken nicht erlebt hat— ſo verkünden meteorologiſche Be⸗ richte. Und die Wahrſagung ſcheint recht glaubhaft; ſie ſtützt ſich auf eine ebenſo außergewöhnliche Beobachtung: Das Polareis iſt ſchon in der zweiten Julihälfte ſo weit nach Süden vorgedrungen, daß die Weſtküſte Spitzbergens von den Touriſtendampfern nicht mehr erreicht werden konnte. Wie außergewöhnlich dieſe Er⸗ ſcheinung iſt, kann daran gemeſſen werden, daß im Winter 1897⸗98 noch im November eine Expedition ungehindert nach Spitzbergen gelangen und dort bis Ende November bleiben konnte. Es ſcheint alſo ein ſtrenger Winter in Sicht zu ſein. Manch ängſtliches Gemüt mag vielleicht ſchon die Theorien einiger Aſtronomen und Geologen bewahrheitet ſehen, daß der Halleyſche Komet ſeine Ein⸗ flüſſe auf die Pendulation des Erdballs geltend gemacht hat, und daß wir einer neuen Eiszeit entgegengehen, namentlich in An⸗ betracht deſſen, daß es dieſen Sommer ſchon in den Vogeſen und im Schwarzwald mehrfach geſchneit hat. * In 23 Tagen 1000 kaufmänniſche Stellen beſetzt. Einen Rekord auf dem Gebiete der kaufmänniſchen Stellenvermittlung erzielte der Verein für Handlungs⸗Commis von 1858 in Hamburg, der am 9. Auguſt ds. Is. die 150 000ſte Stelle beſetzte und bereits am 5. September 1000 weitere Vermittlungen aufweiſen konnte. Es ſind ſomit in 27 Tagen oder unter Abrechnung der 4 Sonntage in 23 Arbeitstagen 1000 Vermittlungen erfolgt, an jedem Arbeits⸗ tage alſo über 43 Stellen beſetzt worden. Das bisher günſtigſte Ergebnis des 58er Vereins, der bekanntlich die größte kaufmän⸗ niſche Stellenvermittlung beſitzt, wurde im vorigen Jahre mit 1000 Beſetzungen in 25 Arbeitstagen erzielt. ohne ſchädliche Nebenwirkungen und darum dauernd anwendbar ſind. Die Guajacoſe iſt unter Berückſichtigung dieſer For⸗ derungen hergeſtellt, ſorgfältig durchgeprüft und von den Aerzten geſchätzt und verordnet. Sie beſteht aus flüſſiger Somatoſe(Fleiſch⸗ albumoſe) und demjenigen Guajacolpräparat, das als das zuträg⸗ lichſte bekannt iſt, nämlich dem guajacolſulfoſauren Calcium(ca. 7 ꝙDY). Die appetitanvegende, ſtärkende Wirkung des einen Beſtand⸗ teiles, der Somatoſe, iſt beſonders wertvoll für Erkrankungen der Atmungsorgane, die oft mit Verdauungsſtörungen und allgemeinem Kräfteverfall einhergehen. In der Guajacoſe liegt ſomit nicht nur ein Präparat zur unter⸗ ſtützenden Anwendung beſonders bei Erkrankungen der Atmungs⸗ organe vor, ſondern auch zugleich das bekannteſte appetitſteigernde Kräftigungsmittel. Die günſtigen Folgen des Gebrauchs zeigen ſich in Verringe⸗ rung und Beſeitigung des Huſtenreizes, Erleichterung des etwa vorhandenen Auswurfes, Steigerung des Appetits, Hebung der Körperkräfte ufw. Kann man bei den erſten leiſen Anzeichen einer Erkrankung nicht ſofort die Hilfe des Arztes in Anſpruch nehmen, ſo vertraue man ſich nicht einem der zahlreichen fragwürdigen„Wundermittel“ an, die, pomphaft angeprieſen, meiſt völlig wertlos und unwirkſam ſind. Man greife vielmehr zur Guajacoſe, deren günſtiger Einffuß „ Pfalz, Heſſen und Umgebung. § Wildbad, 20. Sept. Von 19 289(gegen 16 662 im Vor⸗ jahr) Kurfremden kommen auf Baden 2225(gegen 1890 in 1909); auf die Städte Mannheim 482, Karlsruhe 125, Pforzheim 405, Heidelberg 167, Freiburg 107, Baden⸗Baden 85, Bruchſal 32, Offenburg und Raſtatt je 24, Achern 21, Durlach 15 und Konſtanz 14. Sportliche Nundſchan. *Schießverſuche vom Aeroplan. Während der in Boſton abge⸗ haltenen Flugwoche fanden einige Verſuche im Bombenwerfen von Aeroplanen ſtatt, bei denen ſich vor allem der engliſche Aviatiker Graham White auszeichnete. Der Zielpunkt wurde durch ein auf den Boden gezeichnetes Deck eines modernen Schlachtſchiffes gekenn⸗ zeichnet. Dieſe Verſuche erregten bei den beteiligtem Kreiſen ſtarkes Intereſſe und gaben die Veranlaſſung zu ausgedehnteren Experi⸗ menten, um die tatſächliche Verwendung der Aeroplane im Kriegs⸗ falle zu demonſtrieren. Leutnant J. E. Fickle beſtieg einen Curtis⸗ Biplan, der von Mr. Charles Willard geſteuert wurde, um beim Fliegen mit einem Gewehr auf Scheiben, die im Felde auf⸗ geſtellt waren. zuſchießen. In einer Höhe von 100 Fuß und bei einer Fluggeſchwindigkeit von 48 Kilometern in der Stunde gab Leutnant Fickle ſechs Schüſſe ab, von denen einer die Scheibe einen Fuß vom Zentrum und vier andere innerhalb drei Fuß vom Zen⸗ trum trafen. Die ſechſte Kugel verfehlte ihr Ziel. Der Aviatiker Ralph Johnſtone verblieb in der Luft in einem Wrightflieger 3 Stunden 5 Min. 44 Sek. und ſtellte ſomit einen neuen amerikani⸗ ſchen Rekord für die längfte Fliegezeit auf. krankheiten anerkannt iſt deren Weitergebrauch von dem Argtk, den man doch noch ſchnellſtens hinzurufen ſoll, ſicherlich gutgeheißen wird 35— Die Guajacoſe wird von allen Apotheken vorrätig gehalten bezw. prompt beſchafft. Man achte genau auf Name ſowie Origi⸗ nalpackung und weiſe Nachahmungen zurück.„„„„ Inteveſſenten erhalten gegen Einſendung des ausgefüllten Zettels(am beſten als Druckſache im offenen Kuvert mit 3 Pf. frankiert) Literatur über die Guajacoſe koſtenfrei durch das Phar⸗ mazeutiſche Büro II der Farbenfabriken vorm. Friedrich Bayer u. Co., Leverkuſen bei Köln a. Rh. Senden Sie mir Ihre Broſchüre 32 L koſtenlos zu. 5 Name: Beruf oder Stand: Ort: Nähere Adreſſe: auf das Allgemeinbefinden und die Symptome der Reſpirations⸗ — 15 8 70 5 nZensses 2228* A 8 8 2 L.... 3 2 888—5 2 8— 5 333 3 8 — 2 2g2 888 888 O S SScAS„— 2. 2 72 8 — SSS e ee e e ee — 2 828 8 2 2 3 2 5 1 555— 2 2 2 2 TTTTTTTTTTTTTTCTTTTTTTCVCT%TTCVCCVVVVCCVCT — 8 E. 2S S 2 S SGS% S 2 S SSch 28 33238 3⁰ S 5 A SaN 38 0 8 828 3 8 S Sed SSGS 2 8 ded d ee e 2 2 88 8 12 2 38 S S— 2——— 0 2 8— — 88 8 8 88 8 e 8 88 8885 S8 —— 2— 58 2 2 2 S— SS 3 SS —— SS= 2 252 SAS 2 8 2 8= 8 ce⸗— 2 — S 3 8 8 2228 8 S3 D 38— 2 SS SSSSS Dre 2—— 3382838 88 388—. 3 34375 8 8 SS FSASSSS 388285 SS — 2 38 388 S 85 2 28Sres 8 8 SE 2 S 28 8 8 8— 12 2 23 8 8 8 8833 8 88.88 2 8 SS 2823 8822 S8838888 8 SSS 3888788888 2 S— S 2 G eeee e ee e eeeeeeee gei e ee S5 SSSSESS8 88S SchaA 8 8ccb 5 80.4 0⁴ S SS 8 S 2* S. 3 2——— 2 — 2 2— 2 — 8.— 2 28 „%% S RS 5 85 2—4 2* 8 2.8—5 2 8 8 8 E. 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September, morg 8 Karl Fr L. 3, 3b Sonntag, den 23 Samstag, 24. 1. 12 Methode.— Tages⸗ und Abendkurſe Garderobe wird äußerft — 0 — 55— 2 — U. N + — — 0 N BI, I, Breitestrasse. 194 Konkursverfahren. Nr. 8903. Ueber das Ver⸗ mögen des Möbelhändlers Jean Gegenheimer in Mannheim, 3, 21, wurde heute nachmittags 4 Uhr das Konkursverfahren eröffuet. Zum Konkursverwalter iſt ernaunt: Rechtsanwalt Dr. Wittmer in Maunheim, Konkursforderungen ſind bis zum 4. November 1910 bei dem Gerichte anzu⸗ melden, Zugleich iſt zur Be⸗ ſchlußfaſſung über die Wahl eines definktiven Verwal⸗ ters, über die Beſtellung eines Gläubigerausſchuſſes und eintretenden Falles über die in§ 132 der Kon⸗ kursordnung bezeichneten Gegenſtände auf Freitag, 14. Oktober 1910, vormittags 10 lUihr ſowie zur Prüfung der an⸗ gemeldeten Forderungen auf Freitag, 18. November 1910, vormittags 10 Uhr vor dem Gr. Amtsgerichte Abt. III, I. Obergeſchoß, Saal A, Termin anberaumt. Allen Perſonen, welche eine zur Konkursmaſſe ge⸗ hörige Sache im Beſitz haben oder zur Konkursmaſſe etwas ſchuldig ſind, iſt aufge⸗ geben, nichts an den Gemein⸗ ſchuldner zu verabfolgen oder zu leiſten, auch die Verpflichtung auſerlegt, von dem Beſitze der Säche und von den Forderungen, für welche ſie aus der Sache ab⸗ geſonderte Befriedigung in Anſpruch nehmen, dem Kon⸗ kursverwalter bis zum 4. November 1910 Anzeige zu machen. 4617 Mannheim, 19. Sept. 1910. Großh. Amtsgericht Abt. III: Der Gerichtsſchreiber: Fleck. Vereinsregiſter. Zum Bereinsregiſter Band IV,.⸗Z. 26, wurde heute eingetragen: „Verein der Cafäétiers Mannheim und Umgebung“, Mannheim. 4015 Mannheim, 19. Sept. 1910. Großh. Amtsgericht J. TLadung. Nr. 6880. Der am 24. April 1886 in Würzburg geborene Kaufmann Wilhelm Wir⸗ ſching, zuletzt wohnhaft in Mannheim, K 4, 8, z. Zt. in Zürich, Limmatquai 30 IV., wird beſchuldigt, daß er im Sommer ds. Is. als Erſatz⸗ reſerviſt ohne Erlaubnis ausgewandert iſt. Uebertretung gegen 8 360 Ziff. 3.⸗Str.⸗G.⸗B. Derſelbe wird auf Auord⸗ nung des Großh. Amts⸗ gerichts— Abt. 15— hier⸗ ſelbſt auf: Freitag, 4. November 1910, vormittags 9 Uhr vor das Großh. Schöffen⸗ gericht hier, Saal 1, J. Stock, zur Hauptverhandlung ge⸗ laden. Bei unentſchuldigtem Aus⸗ bleiben wird derſelbe auf Grund der nach 8 472 Abſ. 2 u. g St.⸗P.⸗O. von d, Kgl. Be⸗ zirkskommando Mannheim ausgeſtellten Erklärung vom 1. September 1910 verurteilt werden. 4581 Mannheim, 5. Sept. 1910. Der Gerichtsſchreiber Gr. Amtsgerichts Abt. Scheffner. 15: Tadung. Nr. 12 873. Der am 2. No⸗ nember 1876 zu Binzen ge⸗ borene, ledige Schloſſer Karl Bechtold, zuletzt wohühaft in Mannheim, Beilſtraße 3, z. Zt. unbekaunt wo, iſt be⸗ ſchuldigt, daß er als beur⸗ laubter Wehrmann der Pio⸗ niere ohne Erlaubnis nach Fraukreich ausgewandert ſt. 4553 Uebertretung gegen§ 360 Ziff. 3.⸗Str.⸗G.⸗B. Derſelbe wird auf Anord⸗ nung des Großh. Amts⸗ gerichts— Abt. IX— hier⸗ ſelbſt auf: Samstag, den 5. Nov. 1910, vormittags 9 luhr vor das Großh. Schöffen⸗ gericht— Schöffenſaal II— hier zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentſchuldigtem Aus⸗ bleiben wird derſelbe auf Grund der nach 8 472 Abf. 2, 3 St.⸗Pr.⸗Ord, von dem Bezirkskommando— Haupt⸗ meldeamt— Mannheim ausgeſtellten Erklärung vom 19. Juli 1910 verurteilt werden, Der Termin vom 14. Sep⸗ tember 1910 iſt aufgehoben. Mannheim, 9. Sept. 1910. Der Gerichtsſchreiber Gr. Amtsgerichts Abt. IX: Wohlſchlegel. Sekauntmachung. Die Gewährung von Beihilfen betreffend. Nach Art. 30 und 30a des Etatgeſetzes und nach der zu⸗ gehörigen landesherrlichen Verordnung vom 15. Oktober 1908, Geſ.⸗ u..⸗Bl. S. 601, können im Falle eines drin⸗ genden Bedürfniſſes Beihil⸗ fen in einmaligen Beträgen oder für eine Reihe von Jahren bewilligt werden: J. an zuruhegeſezte und an entlaſſene, vormals etat⸗ mäßige Beamte, 2. an die Hinterbliebenen von etatmäßigen Beamten (d. i. an Witwen und an ledige Söhne und Töchter, die das 18. Lebensjahr zurückgelegt haben oder deren Mutter nicht mehr lebtſ und zwar auch von ſolchen, die zuruhegeſetzt oder entlaſſen waren. Dauernde Beihilfen kön⸗ nen unter der gleichen Vor⸗ ausſetzung nur verwilligt werden an Beamte, die vor dem 1. Juli 1908 zruhegeſetzt worden ſind und an Hinter⸗ bliebene von Beamten, die vor dem 1. Juli 1908 ge⸗ ſtorben oder zuruhegeſetzt worden ſind. Alle Verwilligungen von Beihilfen ſind jederzeit widerruflich. Im Geſchäftsbezirk der unterzeichneten Stelle woh⸗ neunde Perſonen, die um eine ſolche Beihilfe einkom⸗ men wollen, haben ihre Ge⸗ ſuche im Laufe des Monats Oktober bei der unten ange⸗ gebenen Stelle einzureichen, von der auch die hierfür vor⸗ geſchriebenen Formulare un⸗ entgeltlich zu beziehen ſind. Es wird beſonders darauf aufmerkſam gemacht, daß die Geſuche um Beihilfeverwil⸗ ligung jeweils zu erneuern ſind, ſobald der Zeitraum, für den die Beihilfe gewährt worden iſt, abläuft. 4630 Mannheim, 21. Sept. 1910. Großh. Hauptſteueramt. Handeloregiſter. Zum Handelsregiſter B, Band II,.⸗Z. 2, Firma „Benz& Cie. Rheiniſche Gasmotoren⸗Fabrik Aklien⸗ geſellſchaft“ in Mannheim wurde heute eingetragen: Die Prokura des Friedrich Schneider iſt erloſchen. Maunnheim, 21. Sept. 1910. Großh. Amtsgericht J. Handelsregiſter. Zum Handelsregiſter B, Band IX,.⸗Z. 20 wurde heute eingetragen: 4616 Firma„Biſchoff& Henſel Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung“, Mannheim. Gegenſtand des Unterneh⸗ meus iſt der Vertrieb von elektrotechniſchen und ma⸗ ſchinentechniſchen Fabrilaten und Materialien, die Her⸗ ſtellung und Montage von Appargten und insbeſondere die Fortführung des zu Maunheim unter der Firma Biſchoff& Henſel betriebe— nen Handels⸗ und Fabrita⸗ tionsgeſchäfts. Die Geſell⸗ ſchaft iſt befſugt, Zweig⸗ niederlaſſungen zu errichten, gleichartige Unternehmun⸗ gen zu erwerben, ſich an ſolchen Unternehmungen zu beteiligen oder deren Ver⸗ tretung zu üÜübernehmen. Das Stammkapital beträgt 300 000 Mark. Walther Hen⸗ ſel, Fabrikant, Maunheim, Joſef Bitter, Ingenieur, Manuuheim ſind zu Geſchäſts⸗ führern beſtellt. Conrad Schäfer, Mannheim, iſt als Prokuriſt beſtellt. Geſell⸗ ſchaft mit beſchränkter Haf⸗ tung. Der Geſellſchaftsver⸗ trag iſt am 21. Juli 1910 feſtgeſtellt. Die Geſellſchaft beſtellt einen oder mehrere Geſchäftsführer. Sind meh⸗ rere Geſchäftsführer beſtellt, ſo ſind zwei Geſchäftsführer oder ein Geſchäftsführer und ein Prokuriſt zur Ver⸗ tretung der Geſellſchaft und Zeichnung der Firma berech⸗ tigt. Die Geſchäftsführer Walther Henſel und Joſef Bitter ſind je für ſich allein zur Vertretung der Geſell⸗ ſchaft und Zeichnung der Firma berechtigt, Der Ge⸗ ſellſchafter Walther Henſel bringt ſein von ihm unter der Firma„Biſchoff& Heu⸗ ſel“ in Mannheim betrie⸗ benes Geſchäft nebſt Zube⸗ hör mit Aktiven und Paſ⸗ ſiven dergeſtalt in die Geſell⸗ ſchaft ein, daß das Geſchäft mit Wirkung vom(1. Juli 1910 ab auf Rechnung der Geſellſchaft geführt wird; die Geſellſchaft übernimmt die⸗ ſes Einbringen zum Werte von 130 000 Mark und bringt hievon auf die Stammein⸗ lage des Einbringers 100 000 Mark in Aurechnung. Bekanntmachungen gen im Deutſchen anzeiger. Mannheim, 19. Sept. 1010. Gr. Amtsgericht J. Reichs⸗ Irtiwillige Grundſtücksverſteigerung. Auf Antrag des Lehramts⸗ praktikanten Edmund Gue⸗ rillot und des Kaufmannes Alfons Gnerillot, beide in Pforzheim, wird am Freitag, 30. Septbr. 1910, vormittags 11 Uhr in dem Amtszimmer des unterzeichneten Notariats, B 4, 3, das Haus IL. 2, 7 hier, Eckwohnhaus mit Seitenbau und Keller und ein vier⸗ ſtöckiger Wohnungsaubau, 2 àa 86 qm öfeutlich verſtei⸗ gert. Anſchlag 140 000 ¼ Die Parterreräumlichkeiten des Hauſes ſind zu Bureau⸗ zwecken geeignet. 4589 Die Verſteigerungsbeding⸗ ungen können auf der Kanz⸗ lei eingeſehen werden. Maunheim, 16. Sept. Gr. Notariat III: Oyppen heimer. 1910. Zmangs⸗Verſteigerung. Im Wege der Zwangs⸗ vollſtreckung ſoll das in Manunheim belegene, im Grundbuche von Mannheim zur Zeit der Eintragung des Verſteigerungsvermerks auf den Namen des Geſamt⸗ guts der Errungenſchaftsge⸗ meinſchaft zwiſchen Heinrich Held, ſtädtiſcher Erheber in Maunheim und deſſen Ehe⸗ frau Marie geb. Dann ein⸗ getragene, nachſtehend be⸗ ſchriebene Grundſtück am Montag, 14. November 1910, vormittags 9½ Uhr durch das unterzeichnete No⸗ tariat, in deſſen Dienſträu⸗ men B 4, 3 in Mannheim verſteigert werden. Der Verſteigerungsvermerk iſt am 18. Juti 1910 in das Grundbuch eingetragen wor⸗ den. 4631 Die Einſicht der Mittellun⸗ gen des Grundbuchamts, ſo⸗ wie der übrigen das Grund⸗ ſtück betreffenden Nachwei⸗ ſungen, insbeſondere der Schätzungsurtunde iſt ſeder⸗ mann geſtaktet. Es ergeht die Aufſorde⸗ rung, Rechte, ſoweit ſie zur Zeit der Eintragung des Verſteigerungsvermerks aus dem Grundbuch nicht erſicht⸗ lich waren, ſpäteſtens im Verſteigerungstermine vor der Aufforderung zur Ab⸗ gabe von Geboten anzumel⸗ den und, wenn der Gläu⸗ biger widerſpricht, glaußbhaft zu machen, widrigenſalls ſie be'i der Feſtſtellung des ge⸗ reingſten Gebots nicht beriſck⸗ ſichkigt und bei der Vertei⸗ lung des Verſteigerungs⸗ erlöſes dem Anſpruche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgeſetzt werden. Diejenigen, weſche ein der Verſtelgerung entgegen⸗ ſtehendes Recht haben, wer⸗ den aufgefordert, vor der Erteilung des Zuſchlags die Aufhebung oder einſtwellige Einſtellung des Verſahrens herbelzuführen, wiöbrigen⸗ folls für das Recht der Ver⸗ ſteigerungserlös an die Stelle des verſteigerten Gegenſtandes tritt. Beſchreibung des zu ver⸗ ſteigernden Grundſtücks: Grundbuch von Mannheim, Band 223 Heft 38 Beſtands⸗ verzeichnis l. Lgb.⸗Nr. 4695, Flächeninhalt 2 4 41 qm Hof⸗ rgite, Lit. I 5, 6. Hierauf ſteht ein dreiſtöcki⸗ ges Wohn⸗ und Wirtſchafts⸗ gebäude als Eckhaus mit Gaupen, gegen den Hof vier⸗ ſtöckig; ein ſolcher Flügelbau und ein einſtöckiger Abort⸗ querbau, unbelaſtet geſchätzt zu 74 000 J/, hierzu Zube⸗ hörſtücke im Werte von 587/ Mannheim, 16. Sept, 1910. Großh. Notgriat III als Vollſtreckungsgericht: Ogb.⸗Nr. 8017 ein vierſtöckig. Zwaugsutrſteigerung. Im Wege der Zwangs⸗ vollſtreckung zum Zwecke der Gemeinſchaftsaufhebung ſoll das in Mannheim⸗Feuden⸗ heim belegene, im Grund⸗ buche von Mannheim zur Zeit der Eintragung des Verſteigerungsvermerkes auf den Namen der Lanubrecht⸗ lichen Erbengemeinſchaft zwi⸗ ſchen Baumeiſter Joſef Back in Feudenheim und Gen, eingetragene, nachſtehend beſchriebene Grundſtück am Freitag, 18. November 1910, vormittags 9½%½ Uhr durch das unterzelchnete Ny⸗ tariat in deſſen Dienſträu⸗ men B 4, 3 in Maunnheim verſteigert werden. Der Verſteigerungsvermerk iſt am 2J. Auguſt 1910 in das Grundbuch eingetragen wor⸗ den. Die Einſſcht der Mitteilun⸗ ngen des Grundbuchamts, ſo⸗ wie der übrigen das Grund⸗ ſtüick betreffenden Nachwel⸗ ſungen, insbeſondere der Schätzungsurkunde iſt ſeder⸗ mann geſtattet. Es ergeht die Aufforde⸗ rung, Rechte, koweit ſie zur Zeit der Eintragung des Verſteigerungsvermerkt aus dem Grundbuch nicht erſichl⸗ lich waren, ſpäteſtens im Verſteigerungstermine vor der Aufforderung zur Ab⸗ gabe von Geboten anzumel⸗ den und, wenn der Glän⸗ biger widerſpricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls ſe bei der Feſtſtellung des 405 ringſten Gebots nicht berllck⸗ ſichtigt und bei der Vertel⸗ lung des Verſteigerungs⸗ erlöſes dem Anſpruche des Gläubigers und der übrigen Rechten nachgeſetzt werden. Diefenigen, welche eln der Verſteigerung entgegen⸗ ſtehendes Recht haben, wer⸗ den aufgeſordert, vor der Erteilung des Zuſchlags b Aufhebung oder einſtwellt Einſtellung des Verfghre herbetzuſühren, widrigen⸗ falls für das Recht der Ver⸗ ſteigerungserlbs an dls Stelle des Gegenſtandes kritt. 5 Beſchreibung des zu ver⸗ ſteigernden Grundſtücks: Grundbuch von Mannheim, Band 500 Heft 16 Beſtand verzeichnis J. Lgb.⸗Nr. 205 Flächeninhalt 3 à 90 8 Hofraite und Hausgarten 5 der Jlvesheimerſtraße Nr. 5 in Feudenheim. 4639 Hlerauf ſteht ein einſtöck Wohnhaus und ein Oekon mie⸗Seitenbau links m Abortanlage, unbelaſtet ſchätzt zu 5000 ¼ Mannheim, 10. Sept. 1010, Großh. Notarſat III als Vollſtreckungsgericht; Oyppenheimer. Oppeuhelmer. Verantwortlichet Redakteur: Fritz Joos.— Druck und Verlag Ur H. Haas'ſche Dr — erger General⸗Anzeiger. Seite. 20171 part., 6 Zimmer 32.13 mit Zubehör als Wohng. o. Bureau z. v. 38046 5, 15, ſchöne—3⸗Zimmer⸗ zu verm. 37843 U 4, 1, Theaterplatz Igr. Zimmer und gr. 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