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Auguſt 1912. 7CCCCCCCCcccCccccccc D (Abendblatt.) Poincaré in petersburg. Eine Betrachtung zur franzöſiſch⸗ruſſiſchen Flotten⸗ konvention. dk. Wien, 11. Auguſt. Der franzöſiſche Miniſterpräſident Poincars weil gegen⸗ wärtig in Rußland und die Preſſe der ganzen Welt ergeht ſich in Vermutungen über die politiſche Tragweite der Peters⸗ burger Beſprechungen. Aus all der Fülle der Kombinationen bleiben zwei nackte Tatſachen übrig. Der Abſchluß der ruſſiſch⸗franzöſiſchen Flottenkonvention und die Vorbereitung einer ruſſiſchen Milliarbenan⸗ leihe in Frankreich. Der Kauſalzuſammenhang iſt ſofort klar, denn die ganze vielgerühmte Konvention hätte nur einen rein akademiſchen Wert, wenn Rußland nicht die Möglichkeit erhielte, mit franzöſiſchem Gelde ſein Flottenprogramm durch⸗ zuführen. In Pariſer offiziöſen Kreiſen herrſcht lauter Enthuſiasmus, daß die ſchweren Unſtimmigkeiten, die in der Affaire des franzöfiſchen Botſchafters Louis in Petersburg ihren ſichtbaren Ausdruck fanden, glücklich beigelegt ſind, daß es gelungen iſt, in der Reiſe Poincarés eine ſolche Mani⸗ feſtation gegen Baltiſch⸗Port zuſtandezubringen. In der breiten fanzöſiſchen Oeffentlichkeit macht ſich zwarx ein Hefühl bemerkbar, das allen anderen gleichſieht nur nicht der Be⸗ geiſterung und über kurz oder lang wird man auch an den leitenden Stellen Frankreichs erkennen, daß in der Alliauce Frankreich infolge ſeines Nationalreichtums immer der ge⸗ bende Teil ſein wird und muß, da die ungeheuren Summen, die es in Rußland inveſtiert hat, es zu dem willenloſen Werk⸗ zeug der ruſſichen Politik machen und der beſte Beweis iſt die ſchon einmal ausgeſprochene ruſſiſche Drohung, im wohl Fll eines Abſchwenkens Frankreichs ganz einfach mit dem Staatsbankerott zu antworten, was heute gleichbedeutend mit dem finanziellen Zuſammenbruche Frankreichs wäre. Und als dritter freut ſich der Mann hinter der Tapete, England, das die beiden Alliierten bis jetzt ſo ſchön am Gängelbande zu führen verſteht. Was die Stellung Oeſterreich⸗Ungarns anbetrifft, ſo hat die Nachricht von dem Ausbau des franco⸗ruſſiſchen Alliance⸗ vertrages noch keine ſichtbaren Wirkungen hervorgerufen. Soviel wird aber von diplomatiſcher Seite bereits zugegeben, daß eine ſolche Flſottenkonvention ſich auch auf das Mittel⸗ ländiſche Meer beziehen wird, zumal es doch ſicher iſt, daß Rußland ſein Ziel, die Oeffnung der Meerengen, mit größter Beharrlichkeit weiter verfolgen wird. Hier ſtehen ſich nun aber zwei Anſichten ſcharf gegenüber. Während die Diplo⸗ matie erklärt, Oeſterreich⸗Ungarn könne infolge der dadurch drohenden Verſchiebung des Gleichgewichtes im Mittelmeere zu einer Oeffnung der Dardanellen nie ſeine Zuſtimmung er⸗ teilen, ſtehen die Armeekreiſe auf einem anderen Stand⸗ punkte. Sie ſehen es vielmehr als einen Vorteil an, wenn auch die ruſſiſche Flotte Zutritt zum Mittelmeere erhielte, da es ganz undenkbar iſt, daß zwiſchen Frankreich, England, Rußland und Italien dauernd völlige Harmonie in den Mit⸗ telmeerfragen beltebe n bleiben würde. Sobald die ruſſiſche Schwarze Meerflotte Zutritt zum Mittelmeer erhält, muß ſich Petersburg darüber klar werden, welche Stellung es zur Seemacht der Türkei und Griechenlands einnimmt. Das ſind zwar heute nur ſchwache Faktoren, aber, an die Flotte einer Großmacht angegliedert, können auch dieſe eine gewiſſe Bedeutung erlangen. Kurz, im Mittelmeere gibt es ſehr ge⸗ wichtige Gegenſätze politiſcher und wirtſchaftlicher Intereſſen, welche den Abſchluß maritimer Koalitionen weſentlich er⸗ ſchweren. Dieſe Anſicht wurde beſonders durch die Haltung Italiens beſtärkt, das durch ſeine ſchwankende Haltung in internationalen Fragen eine längere Orientierung in der Mittelmeerfrage beinahe unmöglich macht. Da es durch ſeine geographiſche Lage außerdem zum Teil immer wieder auf die Weſtmächte hingewieſen wird, treten die militäriſchen Kreiſe auch für eine weitere ſcharfe Rüſtungspolitik ein. Sie erklären, daß der jetzige Krieg die Machtſtellung Italiens in jedem Falle verſtärken wird und daß dann Italien für Oeſter⸗ roich ein noch viel unbequemerer und zweifelhafterer Bundes⸗ genoſſe ſein wird als bisher. Die Heeresverwaltung wünſcht deshalb eine möglich ſchnelle Verſtärkung der öſterreichiſchen Stellung im Südweſten und den ſchnellen Weiterbau der Kriegsflotte. Im Südoſten dagegen ſoll vorläufig nur eine Defenſipſtellung eingenommen werden. Die bevorſtehende Ernennung eines neuen Inſpektors für die Landesverteidi⸗ gung in Tirol, die Begründung eines Flotteninſpektorats und die demnächſtigen Manöver in Steiermark zeigen deutlich, welche Pläne die Heeresleitung beſchäftigen. Welche Anſicht den Erfolg für ſich haben wird, die der Diplomaten oder die der Armeekreiſe, muß die nächſte Zeit lehren. * m. Köln, 12. Altg.(Priv.⸗Tel.) Dem Petersburger Korreſpondent der„Köln. Ztg.“ wird im ruſſiſchen Miniſte⸗ rium des Auswärtigen beſtätigt, alle auf die Flotte bezüg⸗ lichen Fragen ſeien endgültig von Fürſt von Lieven geregelt und werde kein Abkommen unterzeichnet. Die franzöſiſche Blättermeldung von einem bevorſtehenden Ab⸗ kommen mit England wird als unrichtig bezeichnet. Rußland werde auf keine Vorſchläge, welche eine Spitze gegen eine dritte Großmacht Europas enthalten, eingehen. W. Petersburg, 12. Aug.(Priv.⸗Tel.)„Rietſch“ führt in ſeinem Leitartikel aus, daß die Verhandlungen zwi⸗ ſchen den ruſſiſchen Staatsmännern und Poincaré über die Politik und das europäiſche Gleichgewicht nur zu einem vor⸗ läufigen Reſultate führen könnten, daß die endgültige Ver⸗ wirklichung die Beurteilung und Zuſtimmung des Dreibundes erfordert. Die vorliegenden Beratungsgegenſtände würden ſich zum Teil als Programm für eine europäiſche Konferenz eignen, die ein alter Gedanke der ruſſiſchen Diplomatie ſei. Vielleicht entwickelt ſich die internationale Lage in einem dieſer Idee günſtigen Sinne. Unter dieſem Geſichtspunkte ſei der Beſuch Poincarés nicht ein Gegenſatz zu der Be⸗ gegnung in Baltiſchport ſondern die Fortſetzung derſelben. Feuilleton. Mannheimer Ruhmeshalle. Mannheims Geſchichte iſt reich an Männern, die ſich durch ihre Tüchtigkeit im Leben einen bedeutenden Namen gemacht haben. Allein wer kennt ſie alle? Wer weiß von ihnen, ſelbſt wenn er ihre Bedeutung lennt, daß ſie geborene Mannheimer ſind. Und doch iſt es eine Ehrenpflicht Mannheims, das Gedächtnis der Männer hochzuhalten, deren Wiege in Mannheim ſtand. Wir glau⸗ hen deshalb uns den Beifall aller Leſer zu erwerben, wenn wir heute unter dem Titel Mannheimer Ruhmeshalle eine Reihe von Artikeln eröffnen, in denen alle die Männer, die in Mannheim ge⸗ boren und in ihrem ſpäteren Leben weit ſichtbar hervorgetreten ſind, aufgeführt werden und ihre Bedeutung in kurzen Zügen ge⸗ ſchildert werden ſoll. Dabei ſei noch beſonders vermerkt, daß hier nur ſolche Männer Erwähnung finden, die in Mannheim geboren ſind; Männer, deren Hauptarbeitsfeld Mannheim war, wie z. B. Johann Wilhelm Reinhardt, der langjährige verdienſtvolle Ober⸗ bürgermeiſter Mannheims, deſſen Tätigkeit Mannheim viel zu danken hat, der aber in Neuwied geboren iſt, konnte aus dieſem Grunde hier nicht Platz finden. Es wird bei der Aufzählung in der Regel das Geburtsjahr für die Reihenfolge entſcheidend ſein. Eine Ausnahme tritt nur bei beſonderen Verhältniſſen ein, wenn ſich etwa Bater und Sohn folgen. 1. Joſeph von Cloßmann 1755—1826. Cloßmann war als der Sohn eines kurpfälziſchen Steuerrats in Mannheim am 5. Juni 1755 geboren. In kurbaheriſchen Dien⸗ ſten nahm er an ſechs Feldzügen mit Auszeichnung keil. Bei der Uebergabe der Pfalz an Baden fand er als wohlempfohlener Ba⸗ kalllonskommandeur im Regimenk Kurbr Der 59. deutſche Katholikentag. sh. Aachen, 11. Auguſt. Von den Verſammlungen, die nach dem Feſtzug für die perſchiedenen Gruppen abgehalten wurden, war die größte die der katholiſchen Arbeitervereine unter dem Vorfſttz des Grafen Droſte zu Viſchering in der Feſthalle, die berfüllt war u. poltzeilich geſchloſſen werden mußte. Weihbiſchof Müller⸗ Köln erteilte der Verſammlung den Segen und wünſchte dem Arbeiterverein ein weiteres glückliches Gedeihen. Dißzeſan⸗ präſes Müller⸗Köln hielt die Hauptrede, die dem Andenken des Kardinals Dr. Fiſcher galt. Der Redner betonte einleitend, daß konfeſſioneller Unfriede nur zerſtörend wirken könne; das habe der dreißigjährige Krieg bewieſen. Der ver⸗ ſtorbene Kardinal ſei immer ein Förberer des konfeſfionellen Friedens geweſen. Wenn wir nicht zuſammenhalten auf allen Gebieten in unſerem Vaterlande, ſoweit ein Zuſammenarbeiten irgend⸗ wie möglich iſt, können wir in dem eiſernen Ringen unſeren Standpunkt nicht behaupten. In jenen Tagen, als die ſchwe⸗ ren Kämpfe um dieſchriſtliche Arbeiterbewe⸗ gung tobten, haben die katholiſchen Arbeiter und auch die mit ihnen in den chriſtlichen Gewerkſchaften zuſammengeſchloſſenen evangeliſchen Arbeiter alle bangen Sorgen niedergeſchlagen im Vertrauen auf den Schutzherrn ihrer Sache, den Kardinal Fiſcher. Was wir ihm ſchulden, das heute auszuſprechen, iſt uns Herzensſache.(Lebhafter Beifall.) Schon von ſeiner Be⸗ ſteigung des biſchöflichen Stuhls an war ihm das Bewußtſein rege, daß er eine ganz beſondere Verantwortung trage für die Feſtigung des Katholizismus unter den Arbeitern ſeiner Diß⸗ zeſe. Gewaltig war ſeine Aufgabe. Den wirtſchaftlichen Um⸗ wälzungen mit ihrer Binnenwanderung der Bevölkerung folgte die geiſtige und ſeeliſche Umwandlung im Volkscharakter Neues Land war da zu beſtedeln, die fluktuſerende Bevölkerun bodenſtändig zu machen. Es mußte den Kräften entgegengetr ten werden, die mit aller Gewalt daran arbeiteten, die Geiſter politiſch und religiös zu reyolutionieren 5 und ihnen die alte chriſtliche katholiſche Kultur aus dem Her⸗ zen zu reißen. Wie unter einer vulkaniſchen Erdbewegung war mehr als anderswo in der Kölner Erzdiözeſe Altes beiſeite ge⸗ ſchoben und neuer Kulturboden aufgeworfen worden. Die ſchnell wachſende Bevölkerung mußte auf dieſem neuen Boden ihre Exiſtenz durch regſte Arbeit in neuen Bahnen ſich ſichern. Die älteſte Kulturmacht der chriſtlichen Welt, die katholiſche Kirche, mußte neben oft feindlich andringenden neuen Mächten ihren Einfluß behaupten, ohne äußere Machtmittel, nur durch die Kraft des Geiſtes. Der grundlegende Teil dieſer Arbeiten fiel auf den Erzbiſchof. Die katholiſchen Arbeiter danken ihm dafür, denn ihnen kam der weitaus größte Teil dieſer gewal⸗ tigen Reformarbeit zugute. Der Schwerpunkt der katholiſchen Arbeiterbewegung und der ch viſt⸗ lichen Gewerkſchaftsbewegung liegt in der Köl⸗ ner Erzdiözeſe, denn dieſe umfaßt das größte und wich⸗ tigſte Induſtriegebiet Deutſchlands. Als Kardinal Fiſcher den erzbiſchöflichen Stuhl beſtieg, war ſchon manche grundlegende ſoziale Arbeit getan. Es ſehlte aber noch der Zuſammenſchluß der Diözeſanverbänden und die Verbindung der einzelnen Or⸗ ganiſationen unter einander. Von Köln aus wurde ſie als⸗ bald angeregt. Der Kölner Diözeſe fiel die Aufgabe zu, die katholiſchen Standesvereine insbeſondere die der Arheiter vor⸗ 5 1803 Stellung, ſelben Jahr wurde er Regimentskommandeur; 1805 Generalmajor. Als ſolcher machte er, da Baden als zum Rheinbund gehörig Na⸗ poleon Heeresfolge leiſten mußte, die Kriege gegen Preußen, Ruß⸗ land und Schweden 1806 mit. Hauptſächlich ſtanden die Badener bei den feſten Plätzen Küſtrin und Stettin, bei Danzig und Star⸗ gard.[S. bad. Militäralmanach S. 863.) Cloßmann kämpfte auch vor Stralſund und Roſtock. Am 13. November 1807 kehrten die Badener wieder in ihre Heimat zurück, Generalleutnant v. Cloß⸗ mann wurde 1807 zum Kommandeur en chef des Leibinfanterie⸗ Regiments und 1808 zum Gouverneur von Karlsruhe ernannt. 1823 trat er in den Ruheſtand, er ſtarb aber ſchon am 19. Januar 1826. Im Felde zeichneten ihn beſonders aus, Tapferkeit und hoher Mut, friſches Temperament und zähe Ausdauer; im Frie⸗ densdienſt war er von peinlichſter Pünktlichkeit, aufmerkſam, ſtreng aber dabei gerecht. Sein Sohn 2. Wilhelm von Cloßmann. 1788—1855. geboren 24. April 1788 zu Mannheim, wurde nachdem er ebenfalls zunächſt in kurfürſtlich bayeriſchen Dienſten geſtanden war, als Sekondeleutnant im Regiment Kronprinz 1803 von Baden über⸗ nommen, machte die Feldzüge 1805, 1806, 1807 und 1809 gegen Vorarlberg mit, wo er ſich beſonders durch die Führung der Avant⸗ garde bei der Erſtürmung von Egloff als Stabskapitän der Leib⸗ grenadiergarde glänzend hervortrat(ſ. A. Stockhorn). 1812 erwarb er ſich als Kompagniechef im 3. Infanterieregiment in der Schlacht an der Bereſina 14. November und bei Czasncki 31. Oktober neue Lorbeeren. Mit 25 Jahren ſchon wurde er 1813 Major. 1814 und 1815 führte er wieder mit Auszeichnung das 6. Landwehr⸗ bataillon. 1826 wurde Cloßmann Oberſtleutnant, 1833 Oberſt und Kommandeur des Regiments Markgraf Wilhelm Nr. 3. 1840 als Kommandeur von Raſtatt Kommandant der 2. Inf.⸗Brigade. 1843 Generalmajor. 1848 befehligte er die badiſchen Truppen bei im Kändern ünd belm Sturm auf Freiburg. Am 11, Maf wurde er bei dem vergeblichen Verſuch, die Meuterer auseinanderzuſprengen, durch einen Steinwurf am Kopf ſchwer verwundet. Seither war er kopfleidend. Er wurde 1849 penſioniert u, ſtarb am 25. Mai 1885. 3. Franz Danzi. 17604826. Ein ganz hervorragender Muſiker, der ſich außerdem noch durch eine gediegene wiſſenſchaftliche Bildung auszeichnete, war der am 15. Mai 1760 als der Sohn des erſten Violoncelliſten an der kurpfälziſchen Hofkapelle geboren. Schon als 12jähriger Knabe machte er die erſten Kompoſitionsverſuche; mit 15 Jahren wurde er wegen ſeines ausgezeichneten Spiels als Violoncelliſt in der Kapelle angeſtellt. Von 1775 an erhielt er durch den berühmten geiſtvollen Abt Vogler, dem Lehrer Carl Maria v. Webers gründ⸗ lichen Unterricht. 1778 ſiedelte er nach München über, wo ſeine künſtleriſchen Beſtrebungen die lebhafteſte Anregung fanden, 1790 verheiratete er ſich mit der trefflichen Sängerin Margarethe Marchand. Seine Kunſtreiſen führten ihn bis nach Prag und nach Italien. Ueberall erregte das Auftreten des Ehepaares außer⸗ ordentliches Aufſehen. Leider fand die überaus glückliche Ehe ſchon 1800 durch den Tod der Frau ein frühzeitiges Ende; teils der Gram über dieſen Todesfall, teils die Ueberlegenheit ſeines Kollegen Winter perleideten ihm ſeine Stellung, So ſiedelte er nach Stuttgart über, wo er 1807 Kapellmeiſter wurde. 1810 über! nahm er denſelben Poſten in Karlsruhe, wo er allgemeine Aner⸗ kennung fand. Er ſtarh 13. April 1826. Danzi war ein feinfüßz⸗ lender Muſiker von hoher Begabung, ein ausgezeichneter Dirigenk und borzüglicher Geſangslehrer. Er hat etwa 100 Kompoſitionen hinterlaſſen, darunter mehrere Opern:„Der Kuß“,„Iphigenie“, ⸗Mitternachtsſtunde“ ete. Sein beſtes Werk iſt wahl ſein großes Tedeum, das aus der Karlsruher Zeit ſtammt⸗. 5 4. Peter Ritter. 1760—4846. Wie Danzi, fo iſt Peter Ritter ebenfalls Künftler, 5 2. Seite General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblatt). Mannheim, 12. Auguſt. bildlich zu organiſteren. Die weitere Entwicklung der ſozialen Organiſationsarbeit führte dann im Eſſener Bezirk zur Grün⸗ dung der erſten chriſtlichen Gewerkſchaftsorganiſation. Es war der Gewerkverein chriſtlicher Bergarbeiter. dere gewerkſchaftliche Gründungen ſchloſſen ſich an. Faſt alle wählten Weſtdeutſchland zum Sitz ihrer Zentralen. Als Kar⸗ dinal Fiſcher 1903 den erzbiſchöflichen Stuhl beſtieg, waren die meiſten dieſer Organiſationen ſchon ſeit einem Jahrzehnt in Tätigkeit. Ihre Arbeitsfreude erhielt aber einen ſtarken Anſtoß durch die Unterſtützung des Erzbiſchofs. Der Kardinal forderte von ſeinen Prieſtern, daß ſie überall Arbeitervereine gründeten, und für die angehenden Prieſter ließ er alljährlich im Semi⸗ nar durch Fachmänner einen ſozialen Kurſus abhalten. Seine ganze Autorität ſetzte er für die ſozialen Beſtrebungen ein, und manches Vorurteil, manche falſche Auffaſſung über die katho⸗ liſche ſoziale Arbeit hat er dadurch beſeitigt, daß er ſich perſön⸗ lich an die Männer wandte, die an verantwortlicher Stelle ſtan⸗ den. Nicht immer leicht war es für den Kardinal, ſeine Re⸗ formarbeit durchzuführen. Es kam eine Zeit, wo die grundſätz⸗ lichen Erörterungen kein Ende nehmen wollten und viele ſchwerwiegenden Streitfragen aufgeworfen wurden. Manche Frage iſt inzwiſchen geregelt worden, über andere tobt der Streit weiter. Der Kardinal war ſich bewußt, was vom Ausgang dieſer Kämpfe für die ganze Entwicklung der ſozialen Bewegung äbhing und keinen Augenblick zögerte er, ſich ſchützend vor die zu ſtellen, die unter ſeinen Augen und mit ſeiner Billigung für die Organiſationen tätig waren. In Anſprachen und Hirten⸗ briefen trat er den Angriffen entgegen und zweimal machte er eigens die beſchwerliche Reiſe nach Rom, um Miß⸗ berſtändniſſe zu zerſtreuen. Das hoffentlich letzte Auflodern dieſer Kämpfe fiel in ſeine letzten Lebenstage. Wenn die katholiſchen Arbeiter und ihre Führer trotz der Häufung von Angriffen aller Art im In⸗ und Auslande den Glauben an den Siegihrer Sache nicht verloren, dann lag der Grund in dem zuverſichtlichen Bewußtſein: Unſer Kardi⸗ nal ſteht zu uns und hält ſeine Hand über uns.(Stürmiſcher Beifall.) An ſeinem Grabe wollen wir der Welt zeigen, daß die katholiſchen Arbeiter nie vergeſſen werden, was ihnen Kar⸗ dinal Fiſcher war. Möge ſich ſein innigſter Wunſch bald ver⸗ wirklichen, daß die Tage der Prüfung abgeſchloſſen ſind, und die katholiſche und chriſtliche Arbeiterbewegung frei von den Angriffen aus dem eigenen Lager ihre Kraft voll einſetzen kann für den Sieg ihrer Sache über die gewaltig anwachſende chri⸗ ſtusfeindliche Arbeiterbewegung.(Anhaltende Zuſtimmung.) Die Verſammelten ſprachen dann noch ein ſtilles Gebet für die Seelenruhe des verſtorbenen Kardinals. In der Begrüßungsverſammlung konnte der Vorſitzende des Lokalkomitees die„freundlichen, herzlichen Worte“ des Antworttelegramms des Kaiſers An⸗ berleſen: Wilhelmshöhe, 11. Auguſt 1912. Ich habe die freundliche Begrüßung und die treuen Se⸗ genswünſche gern entgegengenommen und ſpreche der Gene⸗ ralverſammlung der Katholiken Deutſchlands meinen beſten Dank aus. Wilhelm, I. R. „Noch einmal löſte ſich die patriotiſche Vegeiſterung der Verſammlung für den geliebten Herrſcher in brauſenden Hoch⸗ rufen aus“— ſo berichtet die„Köln. Volkszeitung“. Vanern und der preußiſche Lotterie⸗ vertrag. 8. München, 11. Auguſt. (Von unſerem Korreſpondenten.) Von der bayeriſchen Abgeordnetenkammer wurde be⸗ kanntlich im vorigen Monat der Staatslotterievertrag mit Preußen abgelehnt nud dafür an die Regierung das Erſuchen geſtellt, dem gegenwärtig verſammelten Landtag ſo bald als möglich den Entwurf einer eigenen bayeriſchen Staatslotterie vorzulegen. Die Angelegenheit wird nun demnächſt die Reſchsratskammer beſchäftigen, deren Referat, Reichsrat Graf b. Erailsheim, der frühere Miniſterpräſident, an den Ausſchuß den Antrag ſtellt, dieſer wolle dem Plenum die Zu⸗ ſtimmung zum Vollzuge des Staatsvertrages, ſoweit dadurch der verfaſſungsmäßige Wirkungskreis des Landtages berührt wird, empfehlen. Dieſer Antrag würde, wenn er zum Be⸗ ſchluß erhoben wird, woran kaum ein Zweifel beſteht, nur rein formell eine Abweichung von einem dem Beſchluß der unteren Kammer etwa entgegengeſetzten Beſchluß, nämlich dem der Annahme des Vertrages mit Preußen, bedeuten. Immerhin iſt es aber nicht u Rückſicht auch in der unteren Kammer nochmals zu einer Be⸗ handlung des Gegenſtandes führt, zudem die Gegengründe gegen eine eigene bayeriſche Klaſſenlotterie, ob in Regie odr in Verpachtung, immer gewichtiger werden. Auch Graf von Erailsheim hat in ſeinem Referat wieder eine Reihe ſolcher Gründe für den Vertrag mit Preußen und gegen eine eigene Lotterie Bayerns aufgeführt. Wir heben daraus nur kurz aus dem vielen Material die folgenden her⸗ vor: Faßt man, ſo führt Graf Erailsheim in ſeinem Referat aus, eine bayeriſche Lotterie im Regiebetrieb ins Auge, ſo iſt man hinſichtlich des Spielplanes und des finanziellen Er⸗ folges auf gänzlich unſichere Mutmaßungen angewieſen. So viel ſteht feſt, daß eine bayeriſche Lotterie mit der Konkurrenz der Lotterien anderer Staaten ſchwer zu kämpfen haben wird, beſonders, nachdem Baden und Württemberg der preußiſchen Lotterie beigetreten ſind. Namentlich in der Pfalz wird eine bayeriſche Lotterie ſchwer Fuß faſſen. Schon bisher wurde dort notoriſch“ in der preu⸗ ßiſchen Lotterie ſtark geſpielt, und durch den Beitritt Badens zu dieſer wird hierin noch eine bedeutende Erleich⸗ terung geſchaffen. Es iſt ferner eine bekannte Tatſache, daß namentlich die Ausſetzung hoher, wenn auch weniger Gewinne, zum Spiel reizt. Will Bayern ähnlich hohe Gewinne ausſetzen wie Preußen, ſo wird es die njiedrigeren Gewinne erheblich ver⸗ ringern müſſen. Setzte es aber die Höchſtgewinne zugunſten der kleineren Gewinne erheblich herunter, ſo begibt es ſich eines der hauptſächlichſten Mittel, der Konkurrenz der preu⸗ ziſch⸗ſüddeutſchen Lotterie zu begegnen. Die Aufſtellung des Spielplanes wird überhaupt großen Schwierigkeiten unter⸗ liegen, da ſich auch nicht annähernd bemeſſen läßt, mit welchem Losabſatz zu rechnen iſt. Auch iſt in Betracht zu ziehen, daß die bayeriſche Regierung eine eigene Lotteriedirektion mit einer Reihe von Staatsbeamten ſchaffen müßte. Die eigene Organiſation würde ſich namentlich beim ſpäteren Wieder⸗ aufgeben der Lotterie nachteilig fühlbar machen, indem die Ruhegehalte der Beamten und ihrer Hinterbliebenen noch lange nach Aufhören der Lotterie die Staatskaſſe belaſten würden; ſo ſeien jetzt noch Unterhaltungsbeiträge an Hinter⸗ bliebenen von bayeriſchen Lotteriebeamten zu zahlen, obwohl das Lotto ſchon ſeit mehr als 50 Jahren aufgehoben iſt. End⸗ lich kann auch nicht außer Betracht bleiben, daß die bayeriſche Finanzverwaltung in Bezug auf die Organiſation einer eigenen Klaſſenlotterie keine Erfahrungen beſitzt. Anders ſtellt ſich natürlich die Sache finanziell für den Staat bei der Verpachtung; aber ſo günſtig die zwei vorliegenden Angebote finanziell ſind, ſo groß ſind ihre Schattenſeiten. Vor allem begibt ſich der Staat verſchiedener wichtiger Verfügungsrechte, ſo hinſichtlich der Einſchränkung der Reklame und Propaganda kungen unterwerfen können, ohne ſich ſeine finanziellen An⸗ gebote zu überlegen. Abgeſehen davon können die Chancen diejenigen der preußiſchen Lotterie ſein, und dmit iſt dem Spiel in anderen Lotterien als ein einer bayeriſchen wieder nur Vorſchub geleiſtet. Eine weitere Schattenſeite eines Pachtvertrages iſt, daß ſpätere Streitfragen nur auf gericht⸗ lichem, beſtenfalls ſchiedsgerichtlichem Wege ausgetragen wer⸗ den können, was aber bei Annahme des Staatsvertrages auf diplomatiſchem Wege oder durch den Bundesrat erfolgen würde. Graf Crailsheim faßt ſeine Anſichten über die ganze An⸗ gelegenheit dahin zu ſammen, daß er ſagt, er halte die gegen den Staatsvertrag vorgebrachten Einwendungen nicht für ſtichhaltig, den Weg der Einrichtung einer bayeriſchen Staats⸗ lotterie in Regiebetrieb für ſchwer gangbar und die Verpach⸗ tung für nicht ratſam. Die Verwerfung des auf die Initia⸗ tive der ſüddeutſchen Staaten, darunter Bayerns, geſchloſſenen Staatsvertrages würde auch im Zuſammenhang mit verſchie⸗ denen im Laufe der Diskuſſion gefallenen Aeußerungen in Preußen verſtimmend wirken und dem An⸗ ſehen der bayeriſchen Regierung nicht för⸗ derlichſein. Auch ſei es kein erfreulicher Zuſtand, wenn die deutſchen Einzelſtaaten durch ſtrenge Strafbeſtimmungen dem gegenſeitigen Hinübergreifen der geſchäftlichen Beziehun⸗ gen ihrer Angehörigen Schranken ſetzen; dieſer Zuſtand würde um ſo mehr eingedämmt, je mehr Bundesſtaaten der Lotterie⸗ gemeinſchaft angehören. Und ſchließlich verweiſt Graf Erails⸗ heim noch darauf, wie wenig notwendig es Bayern in ſeiner jetzigen Finanzlage habe, Mittel von der Hand zu weiſen und auf noch längere Zeit ſich zu verſperren, die es ſo bitterlich nötig hat. und ein Pachtkonſortium wird ſich ſchwerlich ſolchen Beſchrän⸗ C einer eigenen bayeriſchen Lotterie auch dann nicht annähernd Wenn dann noch von der Gefahr geſprochen wurde, daß Bayern durch die Annahme des Staatsvertrages eine Be⸗ einträchtigung ſeiner Selbſtändigkeit erlei⸗ den könnte, ſo meint Graf Crailsheim, daß jeder Vertrag eine gegenſeitige Bindung der Vertragsſtaaten bedeutet. Nun könnte aber obendrein noch Bayern ein gemeinſchaftliches Mitglied der ſüddeutſchen Staaten vorſchlagen, das in die Generaldirektion zu berufen ſei. Hierdurch würde ein ähn⸗ liches Verhältnis geſchaffen wie das Inſtitut der Vereins⸗ bevollmächtigten bei der Zollberwaltung. Auch darauf weiſt Crailsheim hin, daß die Leitung der Lotterie und der Vertrieb der Loſe beieiner Verpachtungeiner eigenen bayeriſchen Lotterie hauptſächlich in den Händen von Nichtbayern liegen würde, während bei der preußiſchen Klaſſenlotterie die Aufſtellung der 9 5 durch die bayeriſche Regierung erfolgen würde. Partikulariſtiſche Momente laſſen ſich alſo auch fürr den Abſchluß mit Preußen geltend machen! Mit dem Partikularis⸗ mus ſollte man aber gerade jetzt ſehr zurückhaltend ſein, da man in Bayern im Begriff ſteht, ein Partikularrecht, die bayeriſche Heimat⸗ und Armengeſetzgebung aus Opportunitätsgründen zugunſten des Unterſtützungs⸗ wohnſitzprinzips aufzuheben, und zwar hauptſächlich auf Be⸗ treiben des Zentrums! Für den Vertrag mit Preußen ſprächen außer vielem anderen doch auch recht triftige Opportunitäts⸗ gründe! Deutsches Reſch. — Memojren Kaiſer Wilhelms? m. Köln, 12. Auguſt. Gegenüber der erneut im Auslande auftauchenden Behauptung, Kaiſer Wilhelm beſchäftige ſich mit der Abfaſſung von Memoiren, ſtellt der Berliner Korreſpondent der„Köln. Ztg.“ an unterrichteter Stelle feſt, daß der Kaiſer weder vor ſeiner Thronbeſteigung die Gewohnheit hatte, Tagebücher zu führen, noch während ſeiner Regierungszeit ſich damit beſchäftigt. — Weiteres Steigen der Fleiſchpreiſe? In den letzten Tagen fanden am Niederrhein mehrere Verſammlungen der Metzgermeiſter und Viehhändler mit Vertretern der ſtädtiſchen Behörden ſtatt, in denen bekaunt gegeben wurde, daß in den nächſten Tagen nicht unbeträchtliche Erhöhungen der Fleiſch⸗ preiſe eintreten müßten. Die Metzger betonten, daß ſämtliche Viehſorten im Preiſe auf eine nie dageweſene Höhe geſtiegen ſeien, ſo daß bei dem Fortbeſtehen der heutigen Verkaufspreiſe zahlreiche Exiſtenzen ruiniert würden. Von mehreren Stadtverwaltungen wurde erklärt, daß man ſich be⸗ reits an das Miniſterium zur Herabſetzung der Zölle gewandt habe, indeſſen ohne Erfolg. Es ſollen erneute Eingaben gemacht werden, in denen geheten wird, den 20% Pfg. betra⸗ genden Zoll auf ein Pfund däniſches Rindfleiſch auf die Hälfte nſ g 12. Verbandstag des Küdd. Schuh⸗ machermeiſter⸗Herbandes in Vaden⸗ Baden. Am Sonntag vormittag 10 Uhr begannen in der feſtlich geſchmückten Städt. Turn⸗ und Feſthalle zu Baden⸗Baden die offiziellen Verhandlungen, zu denen eine große Anzahl Dele⸗ gierten der angeſchloſſenen Organiſationen und zahlreiche ein⸗ heimiſche und auswärtige Mitglieder erſchienen waren. Nach⸗ dem Herr Obermeiſter Ibach(Baden⸗Baden) den ſo zahlreich erſchienenen Teilnehmer an der Tagung ein herzliches Will⸗ komm in der ſchönen Bäderſtadt entboten hatte, eröffnete der Verbandsvorſitzende Hofſchuhmachermeiſter Schmitt(Mann⸗ heim) die Verhandlungen, indem er die Herren Bucerius und Lohr vom Bad. Landesgewerbeamt in Karlsruhe, Stadt⸗ rat Obermeiſter Rößler(Baden⸗Baden) und Vertreter von gewerblichen Vereinigungen beſonders begrüßte. keitsbericht, den alsdann Verbandsſekretär Fluck(Mannheim) erſtattete, gab ein recht günſtiges Bild ab und ſtellte durchweg⸗ eine geſunde und fortſchreitende Entwicklung des Verbands⸗ weſens feſt. Auch der Kaſſenbericht des Verbandskaſſiers Herrn Rudolf(Mannheim) zeigte, daß es in pekuniärer Beziehung ebenfalls vorwärts gegangen iſt, wenn auch immer wieder der Ruf nach Kräftigung der Verbandskaſſe erſchallen muß. Das⸗ ſelbe gilt auch von der Unterſtützungskaſſe. Das erſte Referat hielt Herr Bibliothekar Lohr(Karls⸗ ruhe) über„Handwerkergenoſſenſchaften“. Durch ſeine Ausführungen erzielte der Redner große Aufmerkſamkeit, wie durch ihn überhaupt manches Wörtlein von ungeſchminkter Wahrheit zum Ausdruck kam. Durch das Genoſſenſchaftsweſen ſoll lediglich ein Gegengewicht zu den modernen Syndikats und Truſts gebildet werden. Der Konkurrenzgedanke hingegen müſſe vollkommen ausgeſchaltet werden. Des weiteren ſteht der Referent auf dem Standpunkt, daß die ſog. Produktiv⸗ aus der Schule des berühmten Abts Vogler hervorgegangen. 1760 in Mannheim geboren, fand er wegen ſeiner ausgezeichneten Ta⸗ lente in jungen Jahren bei der kurfürſtl. Hofkapelle einen Poſten als Violoncelliſt. Ausgedehnte Kunſtreiſen trugen ſeinen Namen in weite Fernen. 1785 ſpielte er am Berliner Hof. Er gab aber hald die Virtuoſenlaufbahn auf und widmete ſich mit großem Er⸗ folg dem Komponieren. Mehrere Opern und Operetten zeugen von ſeiner gefälligen melodienreichen Art zu ſchaffen. 1801 wurde er Konzertmeiſter und Direktor des Singſpiels in Mannheim, 1813 wurde er wirklicher Hofkapellmeiſter, 1820 krat er in den Ruheſtand. Die Zeit ſeiner Anſtellung wirkte leider auf ſeine kompoſitoriſche Arbeiten lähmend. Er ſtarb als Menſch wie als Künſtler hochgeachtet am 31. Juli 1846. Neben mehreren Opern und Operetten iſt ein Oratorium„Das verlorene Paradies“ beſonders von ihm zu erwähnen. 5 5. Peter Schmuckert. 1765—1841. Ein Mann, der ſich trotz der ungünſtigſten äußeren Verhält⸗ ulſſe krotzdem aus eigener Kraft aus den kleinſten Anfängen zu bedeutendem Wohlſtand heraufgearbeitet hat, iſt Peter Schmuckert. Er war am 5. März 1765 in Mannheim geboren. Seine Eltern waren vollſtändig unbemittelt; ſo war ſeine erſte Ausbildung in der damaligen Volksſchule ſehr bedürftig. Er kam zu einem Ver⸗ golder in die Lehre, ging vier Jahre auf die Wanderſchaft, gründete un 1787 ohne alle Mittel, auch ohne Unterſtützung eines Ar⸗ beiters in Mannheim ein eigenes Geſchäft. Trotz harter Bedräng⸗ und Kriegsnot brachte er es durch Fleiß und Sparſamkeit ſo ſeit vorwärts, daß er 1798 ein eigenes Haus kaufen konnte. Durch inſtellung mehrerer Arbeiter gab er dem Geſchäft größere Aus⸗ nung. 1806 legte er ſich neben ſeinem ſeitherigen Betrieb die Spiegelfabrikation zu, einer damals in Deutſchland ganz neuen Induſtrie. Es kam ihm d ſeine Fertigkeit im Gravieren halb⸗ erhabener Ornamenke, ſowie ſein feiner Kunſtſinn und ſein Ge⸗ ſchmack ſehr zu ſtatten. und Glaswaren kurz alle zur Zimmereinrichtung nötigen Gegen⸗ ſtände bei. 1823 erwarb Schmuckert das dem König Max Joſeph von Bayern gehörige Hotel, in dem eine bedeutende Fabrik feiner Möbel eingerichtet wurde. Die Schmuckertſchen Fabrikate fanden in ganz Deutſchland, ſowie Holland und in der Schweiz guten Ab⸗ ſatz. Das Geſchäft ging 1832 an Herrn Fr. Bürck und nach deſſen Tod an ſeine zwei Söhne über. Peter Schmuckert ſtarb 8. Juli 1841. (Fortſetzung folgt.) Jathos Neligion des Menſchentums. Aus Magdeburg wird uns geſchrieben: Die Ortsgruppe Magdeburg des D. M. B. veranſtartete am 10. und 11. Auguſt als Vorſpiel zu der im September in Magdeburg ſtattfindenden 6. Hauptverſammlung des Moniſten⸗ bundes zwei glänzend beſuchte öffentliche Vorträge Pfarrer Jatho, in denen dieſer zuerſt über die religiöſe Bedeutung der Perſon Jeſu und tags darauf über geſchichtliche und perſön⸗ liche Religion ſprach. Es läßt ſich in Jathos Anſchauungen inſofern eine Weiter⸗ entwicklung konſtatieren, als er ſeine Stellung zum hiſtori⸗ ſchen kirchlichen Chriſtentum zuſehends immer unbefangener formuliert und immer mehr den Kern einer allgemein giltigen, moniſtiſchen Menſchheitsreligion herausarbeitet. Er gibt am hiſtoriſchen Chriſtusbild ruhig alle irgendwie lokal bedingten Einzelzüge preis und ſammelt an ihm nur die Eigenſchaften des religiöſen Genies, das als Bahnbrecher gewirkt hat in der Aus⸗ lebung der rein menſchlichen Beziehungen zum Weltall. Chri⸗ ſtus iſt ihm einfach der Prophet der Religion vom Menſchen geworden, kein Gott, kein Wundertäter, nicht das„Opferlamm“ für die Menſchheit, nicht der Meſſias,„nur ein Menſch— aber menſchlichen Wert. Darum verwirft er auch jede Nachfolge 8 Bald fügte er ein Möbellager, Porzellan ein Menſch!“ formuliert es Jatho. Darin allein ſieht er ſeinen Chriſti. Jeſus darf in keinem Sinne Autorität ſein, ſondern nur der Kamerad jedes Menſchen auf dem Wege nach reli⸗ giöſer Klarheit. An dieſen Stellen entfaltet Jatho den ganzer ſtarken Zauber, die urſprüngliche Lebendigkeit ſeiner lebens⸗ frohen, zukunftsfreudigen Perſon. Er iſt der Menſch, der au den Menſchen glaubt, an die unendliche Zukunft der Menſch⸗ heit, die das graue Geſpenſt der„Sünde“ einfach durch ein frohes tapferes„Ich will“ überwindet. Jatho proklamiert mit abſoluter Sicherheit die Freiheit des modernen Menſchen, der ſich ſelbſt erlöſt; Religion iſt ihm die höchſte Lebens⸗ freude, der Glaube und die Luſt zur Weiterentwicklung. Hier fühlt er ſich eins mit den Glauben Goethes an die Erlöſung der Menſchen,„der immer ſtrebend ſich bemüht“, an den Menſchen Nietzſches, der nur eine Brücke zum Uebermenſchen iſt. Fand dieſer erſte Vortrag Jathos immerhin noch den Widerſpruch aus der Verſammlung, daß es nicht mehr angängig ſei, den ganzen Menſchheitsgedanken und Menſchheitsglauben für die Zukunft an den Namen Chriſti zu binden, ſondern vielmehr nötig, ihn nunmehr frei als menſchlichen Grundge⸗ danken und allgemein giltige Erfahrungstatſache herauszu⸗ arbeiten, ſo ſchlug Jatho dieſe Bahn ſelbſt ein in ſeinem zweiten Vortrag über hiſtoriſche und perſönliche Religion. Hier ſprach er unumwunden von der Unverträglichkeit der hiſtori⸗ ſchen Kirche, die nur die Vergangenheit erhalten will, mit die⸗ ſer freien zukünftigen Religion des Menſchentums. Er hofft hier auch auf keine Hilfe mehr von der Kirche ſelbſt. Schon lange haben nur„die ganzen oder halben Hei⸗ den“, Leſſing, Goethe, Fichte und wie ſie heißen, die Religion weiter entwickelt. Helfen kann auch in Zukunft nur die freie Perſönlichkeit, die den Mut hat, ſich weiter zu entwickeln. Jatho gab zum Schluß ſein eigenes Glaubensbekenntnis„Ich glaube an den Segen der Arbeit und an die Macht der Menſchen⸗ liebe.“ — — — — Mannheim, 12. Augußp. —— 2 genoſſenſchaften für das Handwerk vollkomme ignet wobei die Selbſtändigkeit unbedingt der a Die Frage der Betriehsgenoſſenſchaften iſt ſchon eher diskuta⸗ bel. Wünſchenswert ſei, daß in Baden in allen Amtsgerichts⸗ 3 bezirken Schuhmachereinkaufsgenoſſenſchaften gegründet wer⸗ e den. Nach dem Referat des Herrn Bibliothekar Lohr ſtimmte die Verſammlung folgender Reſolution zu: „Die Verſammlung erklärt ſich mit den Ausführungen des Referenten einig und empfiehlt in nachdrücklicher Weiſe von Rohſtoff⸗ und Werkgenoſſenſchaften Eine lebhafte Debatte rief ein Referat des Vorſtandsmit⸗ 0 gliedes Herrn Johs. Gruber(Maunheim) über 5i„Min⸗ deſtpreistariffrage“ hervor. Der Redner forderte da⸗ bei hauptſächlich die Beſeitigung des§ 100 g. In der Dehatte n wurde dann beſonders auf die Notwendigkeit einer energiſchen Bekämpfung der Schmutzkonkurrenz hingewieſen. Schließlich n ſtimmte die Verſammlung folgender Reſolution 1158 5„Der Süddeutſche Verhandstag der Schuhmachermeiſter a in Baden⸗Baden erblickt in der Mindeſtpreisfeſtſetzung ſeitens e der Zwangsinnungen keinen Eingriff in die Ge⸗ 9³ werbefreiheit, vielmehr ſtellt derſelbe ſich auf den Standpunkt norddeutſcher Regierungspräſidenten, welche die 5 5* 8 9 8 Mindeſtpreisfrage als eine Pflege des Gemeingeiſtes und das Unterbieten des Mindeſtpreiſes als einen Verſtoß gegen die Standesehre durch Verfügungen anerkannt hat. Der Verbandstag ſteht ferner auf dem Standpunkt, daß der 9 100 q der Gewerbe⸗Ordnung, welcher ohnehin durchlöchert iſt, ſowohl durch die Verfügung des ſächſiſchen Miniſteriums als auch durch die Regierungspräſidenten Preußens durch wiederholte Anregungen und Beſchluß ſeitens des Deutſchen Handwerkskammertages in Würzburg der Reichsregierung ziur Aufhebung vorgeſchlagen werden.“ n Schließlich wurden noch interne Angelegenheiten behandelt und die Verhandlungen dann auf Montag früh 8 Uhr vertagt. — Nach dem gemeinſamen Mittagstiſch im„Schützenhaus“ fand eein Rundgang durch die Stadt, daran anſchließend Beſuch des Kurgartens und abends Bankett in der Brauerei Bletzer ſtatt, das einen ſehr animierten Verlauf nahm. Aus Stadt und Land. * Mannheim, 12 Auguſt 1912 * Das Gewerbe und die Privatbeamtenverſicherung. Das Verſicherungsgeſetz für Angeſtellte vom 20. Dezember 1911, das den in Privatbetrieben, alſo auch bei Handwerkern und Gewerbetreibenden beſchäftigten Angeſtellten Ruhegeld und Hinterbliebenen⸗Fürſorge gewährleiſtet, wird bekanntlich am 1. 78N 19183 in Kraft treten. Zu den Pflichten der Arbeitgeber, alſo in unſerm Falle der ſelbſtändige Gewerbe⸗ treibende, geſellt ſich durch dieſes Geſetz eine weitere und tief⸗ einſchneidende, indem das Geſetz dem Arbeitgeber die Zahlung der Hälfte derjenigen Beiträge auferlegt, welche von ſedem einzelnen verſicherungspflichtigen Angeſtellten zu zahlen ſind. Verſicherungspflichtig iſt jeder Privatangeſtellte, ſoweit ſein Einkommen fährlich M. 5000 nicht überſteigt und ſofern er noch nicht das Alter von 60 Jahren überſchritten hatf'“ Von beſonderem Intereſſe ſpeziell für unſeren Leſerkreis dürfte ſein, daß außer den Bureauangeſtellten auch Betriebsbeamte, Werkmeiſter, Techniker ebenfalls zu den Angeſtellten im Sinne des obigen Geſetzes zählen, alſo verſicherungspflichtig ſind. hdieſelben bereits zur Alters⸗ und Invaliditätsverſicherung angemeldet ſind oder nicht, ſpielt im vorliegenden Falle keine Rolle. Die Beiträge für die Angeſtellten⸗Verſicherung ſind verhältnismäßig hohe zu nennen, da im Gegenſgtz zu den e eeeee übrigen Zweigen der öff 3 Klaſſen, deren unterſte bis zu einem Jahresverdienſt von 550 M. her geht, während die höchſte Klaſſe die Stufe von 4000—5000 M. Arbeitsverdienſt umfaßt. Die Monatsbeiträge in der unterſten Klaſſe betragen M..60, in der oberſten Mark 26.60. Die Leiſtungen der Klaſſe beſtehen in Ruhegeld, Hinter⸗ bliebenenrente und Heilverfahren. Vorausſetzung für den Anſpruch auf Ruhegeld iſt entweder ſogenannte Berufsunfähig⸗ keit oder die Zurücklegung des 65. Lebensjahres. Träger der Angeſtelltenverſtcherung iſt eine beſondere Verſicherungsanſtalt, welche ihren Sitz in Berlin hat. Das Direktorium derſelben beſteht aus einem Präſidenten, aus Mitgliedern, die nach Vor⸗ ſchlag des Bundesrats auf Lebenszeit ernannt werden und aus Vertretern der Arbeitgeber und der Verſicherten. Von den Arbeitgebern und den Verſicherten ſind Vertrauensmänner zu wählen, welche die Beiſitzer für den Verwaltungsrat, die Rentenausſchüſſe, die Schiedsgerichte und das Ortsſchiedsgericht wählen und ſerner von der Verſicherungsanſtalt oder den Rentenausſchüſſen bei Erledigung der Geſchäfte zur Mit⸗ wirkung herangezogen werden können. Die Vertrauensmänner ſind alſo die Vertreter der Beitragszahler bei der Ausführung und Handhabung des Geſetzes. Die Wahlen derſelben finden vorausſichtlich im Herbſt dieſes Jahres ſtatt, Die Arbeitgeber, welche ihr Wahlrecht in dieſem Sinne ausüben wollen, müſſen vor dem Wahltermin ſich eine Beſcheinigung der Gemeinde⸗ behörde über die Zahl der von ihnen beſchäftigten verſiche⸗ Frungspflichtigen Angeſtellten ausſtellen laſſen. Die Angeſtell⸗ Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Die geſetzliche Regelung des Kinematographenweſens. Bekanntlich hat der Reichstag in der Sitzung vom 19. April d. J. einſtimmig die Reſolution Mumm angenommen, die die Stellung der Kinematographentheater unter die Ge⸗ werbeordnung verlangt. Die weitere Forderung einer ſchär⸗ feren Aufſicht über die Lichtbildbühnen fand gegen einen Teil der Linken gleichfalls Annahme. Im Reichstag ſowohl mie in den Einzellandtagen, in der Preſſe wie in zahlreichen Vereins⸗ kundgebungen wird ſeit längerer Zeit das Verlangen nach einer reichsgeſetzlichen Regelung der Filmzenſur erhoben. Noch in dieſem Herbſte wird, wie die„Köln. Ztg.“ ſchreibt, dem Reichs⸗ tag eine auf den Kinematographen bezügliche Vorlage zugehen. Dieſe wird ſich aber entſprechend dem einſtimmigen Beſchluß vom 19. April darauf beſchränken, die Kinematographentheater dem 8 39 a der denebednen zu unterſtellen, d. h. ſie kon⸗ zeſſionspflichtig zu machen. Dabei bietet ſich im Fall der An⸗ nahme dieſer Vorlage, woran nicht zu zweifeln iſt, unter zwei Geſichtspunkten die Möglichteit einer Einſchrünkung der Aus⸗ wüchſe des Kinos. Einmal kann die Erlaubnis verſagt oder urückgenommen werden, wenn„die Veranſtaltungen⸗ den guten Sitten zuwiderlaufen“, ſodann kommt die e 1515 5 „ * nn n 5 Jugend vor ärgerniserregenden Schauſtellungen bezweckt, zu⸗ tückgebrängt wird. Eine weitergehende Regelung der Kine⸗ m Wege eines Reichsgeſetzes iſt auf atographenfrage auf dem Weg 1 überlaſſen entlichen Verſicherungen ein Reichs⸗ zuſchuß nicht gewährt wird. Die Verſicherten ſind eingeteilt in ten erhalten von den zuſtändigen Bürgermeiſterämtern Vor⸗ drucke zu Aufnahme⸗ und Verſicherungskarten, aufgrund deren die Ausſtellung von Verſicherungskarten beantragt werden. Mittelſtand und Warenverfanbhäuſer. Eine ſtändige Klage auf den Tagungen der deutſchen gewerblichen und hand⸗ werklichen Korporationen bildet die Konkurrenz der Waren⸗ und Verſandhäuſer, durch welche der gewerbliche Mittelſtand eine ſchwere Geſchäftsſchädigung erleidet. Auch in der Zweiten Kammer der badiſchen Landſtände wurde von nationallibe⸗ ralen und anderen bürgerlichen Abgeordneten auf dieſe Klagen hingewieſen und nachdrücklichſt um ihre Beſeitigung gebeten. Die Regierungen ſind nach Kräften bemüht, das Kleingewerbe in dieſer Hinſicht zu ſchützen und erſt kürzlich iſt bekanntlich bei uns im Großherzogtum Baden zu dieſem Zwecke ein neues Geſetz betr. die Verſteuerung der Waärenhäuſer erlaſſen worden. Das Radikalmittel aber, das viele Kleingewerbetreibende an⸗ gewandt ſehen möchten, die Erdroſſelung der Waren⸗ und Verſandhäuſer, kann natürlich nicht in Frage kommen. Be⸗ trachtet mau die Zuſtände im deutſchen Reiche gegenüber denen im Auslande, ſo muß der unbefangene Beobachter zugeben, daß unſere deutſchen Zuſtände doch beſſer ſind als jene im Aus⸗ lande. So wurde, um nur ein Beiſpiel herauszugreifen, vor etwa 20 Jahren in Chicago ein Warenverſandhaus gegründet, das keine Kundſchaft am Platze annimmt, ſondern ſich lediglich auf den Abſatz an die Landkundſchaft beſchränkt. Dieſes Ver⸗ ſandhaus beſchäftigt heute 10000 Angeſtellte, wovon 3500 in der Expedition, 1800 in der Propaganda⸗Abteilung und 1000 als Stenotypiſtinnnen tätig ſind. Dieſe Chicagdoer Ferine ver⸗ ſendet jährlich zweimal ihre Hauptkataloge, welche in der Auf⸗ lage von 4 Millionen gedruckt werden, jeder Katalog wiegt 3 Pfund. Der Eingang an täglichen Briefſchaften wird auf 13000—14000 Stück geſchätzt, der Jahresumſatz auf 80 Mil⸗ lionen Dollar. Dagegen ſind die Ziffern, die wir über unſere deutſchen Waren⸗Verſandhäuſer kennen, als gering zu be⸗ zeichnen. *25jähriges Dienſtjubiläum. In die lange Kette der Jubi⸗ lare konnte am Samstag, den 10. Auguſt, die Direktion der Ba⸗ diſchen Anilin⸗ und Soda⸗Fabrik ein weiteres Glied einfügen. Herr Hermann, Beamter der Maſchinentechniſchen Abteilung blickte an dieſem Tage auf eine 25jährige Tätigkeit in dieſem Weltetabliſſement zurück. Von ſeinen Vorgeſetzten und Mitarbeitern wurde der Jubilar durch ſchöne Geſchenke und präch⸗ tige Blumenarragements erfreut und ſo ſeine Verdienſte gefeiert. Herr Hermann hat ſich in dieſen vielen Jahren treuer und ehrli⸗ cher Arbeit die Wertſchätzung ſeiner Vorgeſetzten und ſeiner Mit⸗ arbeiter gewonnen und erhalten. Auch wir übermitteln Herrn Hermann an dieſer Stelle unſere herzlichſte Gratulation. * Ueber die Frage der Eintragungspflicht in das Handels⸗ regiſter beſteht in Gaſtwirtekreiſen geteilte Anſichten. Das preußi⸗ ſche Juſtizminiſterium hat daher neuerdings die Amtsgerichte auf folgendes aufmerkſam gemacht. Wenn Gaſtwirte außer dem Ver⸗ mieten von Zimmern auch Speiſen und Getränke an ihre Gäſte vepabfolgen, ſind dieſe eintragspflichtig, ſobald ihr Betrieb über den Umfang des Kleingewerbes hingusgeht. Dieſe Frage iſt zu be⸗ urteilen nach der Höhe des Betriebskapitals, des Umſatzes, der Zahl der Angeſtellten, der Notwendigkeit einer kaufmänniſchen Buchführung uſw. Eine für Kohlenhändler und Bäckermeiſter wichtige Entſchei⸗ dung hat dieſex Tage das badiſche Oberlandesgericht getroffen. Ein Bäckermeiſter in Pforzheim war beſtraft worden, weil er in ſeinem für Koksfeuerung eingerichteten Ofen Saarkohlen verwendete, Gegen dieſe Beſtrafung wurde gerichtliche Entſcheidung beantragt. Das Schöffengericht Pforzheim ſowie Land⸗ und Oberlandesgericht ſetzliche Beſtimmung gibt, aufgrund welcher eine Beſtrafung hätte erfolgen können. Es fehle daher für die Auflage der Strafper⸗ fügung an einer geſetzlichen Grundlage, transport aus Weſtfalen ein lebendes Wildſchwein miterhal⸗ ten. Dasſelbe wurde von dem Beſitzer des Hotel Neckarthal, Herrn N. Götz käuflich erworben und iſt von morgen Dienstag früh lebend dort zu ſehen. * Fahrraß⸗Diebſtähle. In letzter Zeit wurden hier nach⸗ ſtehend beſchriebene Fahrräder entwendet: 1. Am 7. Auguſt ein „Werder“⸗Rad, ſchwarzer Rahmenbau und dito Felgen, auf⸗ wärtsgebogene Lenkſtange mit abgenützten Korkgriffen. 2. Am 29. Juli ein„Ideal“⸗Rad, gelber Rahmenhau, dito Schutz⸗ bleche, vorwärts gebogene Lenkftange, ein ſchwarzer und ein grüner Korkgriff. 3. Am 3. Auguſt ein„Einbeck“⸗Rad, ſchwarzer Rahmenbau und dito Felgen, Freilauf mit Rücktritt⸗ bremſe, vernickelte aufwärtsgebogene Lenkſtange. 4. Am 3. Auguſt ein„Adler“⸗Rad, ſchwarzer Rahmenbau, gelbe Fel⸗ gen mit ſchwarzen Streifen, abwärtsgebogene, friſch vernickelte Lenkſtange. 5. Am 7. Auguſt ein Neckarſulmer„Pfeil“⸗Rad, ſchwarzer Rahmenbau und dito Felgen, aufwärtsgebogene Lenk⸗ ſtange, Freilauf mit Rücktritt⸗ und Felgenbremſe, Fabrik⸗Nr. 232 728. 6. Am 9. Auguſt ein„Adler“⸗Rad Nr. 148, gerade Lenkſtange, Freilauf mit Rücktritt⸗ und Felgenbremſe. 7. Am 9. Auguſt ein„Wanderer“⸗Rad, ſchwarzer Rahmenbau, ge⸗ rade Lenkſtange, am Sattel iſt eine Feder gebrochen.— Ferner wurden entwendet: Vom 14./15. Juli aus dem Lagerplatz in den Welſchengärten Nr. 6 hier ein wertvoller Wolfshund, —.. dꝓddddd ··⸗ß⸗⸗⸗ · bereits einige Bundesſtaaten einheitliche Maßnahmen auf dem Verwaltungswege getroffen haben. Die Geſchichle eines Leſbl⸗Bildes. 42 Jahre lang iſt ein klaſſiſches Werk der deutſchen Kunſt der Oeffentlichkeit völlig entzogen geweſen; nun aber hat es aus der Fremde den Weg in die Heimat wieder zurückgefunden und wird hof⸗ fentlich bald der größeren Allgemeinheit zugänglich ſein. Dieſer wiedergefundene Schatz iſt Leibls wundervolles Bildnis der Frau Ge⸗ don, Ueber die Geſchichte dieſes Gemäldes macht Dr. Bola Lazar iu der Kunſt für Alle intereſſante Mitteilungen, Zum erſten Mal er⸗ ſchien das Bild auf der Müuchner Internationalen Kunſtausſtellung von 1809, wo es großes Aufſehen erregte. Nicht nur die deutſche Kri⸗ tik, ſondern auch der berühmte ſranzizſiſche Kuuſthiſtoriker Eugen Müntz waren des Lobes voll.„Die Hand iſt noch ungeübt“, ſchrleb Müntz in der Gazette des Beaur Arts,„aber dieſe Hand mau erkennt ſie ſchon von weitem; das Wiſſen mangelt, aber nicht das Talent.“ Sogar Courbet, der von den Müunchner jungen Künſtlern verehrte Bahnbrecher der modernen Kunſt, ſpendete Leibl Anerkennung, vor allem auf Grund jenes Bildniſſes der Frau Geden. Das Werk wurde 1870 in Paris mit einer Medaille ausgezeichnet und für 6000 Fraues an den Sammler Carcauob verkauft. Von dieſem Augenblick an war die herrliche Arbeit für die Welt verloren; es wurde von dem eſſer⸗ füchtig wachenden Beſitzer beſonders vor Fremden ſtreng nerborgen; man wußte kaum noch, wo es ſich befand. Leibl hatte übhrigens das Bild zunächſt für Frau Gedon ſelbſt gemalt, aber als ſich iu Paris ein Käufer dafür fand, verkaufte er es, ohne Gedons davon Mittei⸗ lung zu machen. Gedon hatte dieſe Rückſichtsloſigkeit Leibl ſehr übel genommen und ſich noch nach Jahren darlber beklagt. Das Werk, das in der Lebensarbeit Leibls eine ſo große Bedeutung ein⸗ nimmt, ſtellt jenen eigentümlichen Frauentyp dar, in dem Leibl ſein weibliches Schönheitsideal gefunden zu haben ſcheint: ovales Geſicht, große runde Augen, zartes weiches Fleiſch, feine ſchmiegſame Formen. Mit dem Porträt der Frau Gedon hatte der Maler ſeinen erſten, für ſein ganzes Leben wichtigen Erfolg errungen; an der Form des Ge⸗ ſichts, das er hier gemalt hatte, hielt er ſein gauzes Leben lang feſt. Nicht nur in den bald daxauf folgenden Werken, ſo in der Pariſer Kokette, finden ſich deutliche Anklänge an dieſe Züge, ſondern auch noch in fenen Dorfmädchen, die der ſpätere Leibl in Aibling oder Kutterling zum Modell wählte. was ber junge Künſtler mit dieſem Werke in ber dentſchen Künſt zum General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblatt). Karlsruhe haben ſich nun dahin ausgeſprochen, daß es keine ge⸗ * Die Viehgroßhandlung Dimer hat bei ihrem letzten Schweine⸗ bürtiger Rivale dieſes großen Meiſters. Das haben ſchon d 3,. Seite. weiblich, 2jährig, ſchwarz und rothraun, 80 em lang, 60 em hoch und hört auf den Namen„Wolf“. In der Nacht vom ./8. ds. Mts. aus einem Garten in Feudenheim 8 Stück weiße Molltondecken, 40& 40 em groß, 7 Paar ſchwarzwollene Frauenſtrümpfe, 3 Paar einfache farbige Frauenſtrümpfe, 8 bis 10 Paar ſchwarze und braune Damen⸗Trikotſtrümpfe und 12 Paar verſchiedene farbige Herren⸗Trikotſocken. * Aufgefunden wurde am 8. Auguſt ein Fahrrad, deſſen Eigentümer noch nicht ermittelt iſt: Marke„Viktovial, Fabrik⸗Nr. 92156, ſchwarzer Rahmenbau, abwärtsgehogene Lenkſtange, ſchwarze Zelluloidgriffe mit Meſſingringen, ſchwarze Felgen mit vernickelten Streifen, Handbremſe, Torpedo⸗Frei⸗ lauf und Handbremſe. portliche NRundſchau. Ruderſport. * Frankfurter Dauerrudern. Das 24. Dauerrudern des Frankfurter Regattavereins findet Sonntag, 15. September, von vormittags 10 Uhr ab auf der zirka 24 Kilometer langen Strecke des Maines von Kleinkrotzenburg nach Offenbach ſtatt. Der Start iſt am Boothaus der Rudergeſellſchaſt„Starken⸗ burg“ in Kleinkrotzenburg, das Ziel am Boothaus der Offen⸗ bacher.⸗G. Undine. Es wird in zwei Klaſſen gerudert. Erſter Vierer: Offen für alle Ruderer. Zweiter Vie⸗ rer: Offen für Ruderer, welche bis zum 1. Januar 1912 weder in einem offenen Rennen im mehrruderigen Bvot, noch in einem offenen Dauerrudern geſiegt haben. In jeder Klaſſe müſſen mindeſtens drei Meldungen abgegeben werden, andern⸗ falls fällt das Dauerrudern für die betreffende Klaſſe aus. Bei ſechs oder mehr in einer Klaſſe gemeldeten Booten wird für die betreffende Klaſſe ein zweiter Preis gegeben. Die Boote werden in Abſtänden von mindeſtens ſechs Minuten geſtartet. Der Einſatz beträgt 10 M. pro Boot, Der Meldeſchluß iſt Mon⸗ tag, 9. Sept., abends 6 Uhr. Die Meldungen ſind au Herrn Auguſt Hilpert, Neue Mainzerſtraße 23, in Fraukfurt a. M. zu richten. Zugelaſſen ſind Renn⸗Vierer und Gig⸗Vierer nach freier Wahl. * Paris⸗Frankfurter Achter⸗Rudern. Vom Frankfurter Ruderklub iſt nunmehr eine Herausforderung an die vom Frankfurter Regattaverein zuſammengeſetzte Auswahlmann⸗ ſchaft für das Paris⸗Frankfurter Achter⸗Rennen ergangen und es wird, ſofern keine weiteren Herausforderungen ergehen, das Ausſcheidungs⸗Rennen am Sonntag, 18. Auguſt, vormittags, gerudert werden. 5 * Frankfurter Ruderverein. Das Inſelfeſt des Frankfur⸗ ter Rudervereins findet nächſten Sonntag, 18. Auguſt, nachmit⸗ tags 3 Uhr beginnend, in üblicher Weiſe auf der Main⸗Inſel ſtatt. Das Programm ſieht Wettrudern der Schüler, Wett⸗ ſchwimmen und Tauchen des Schwimmklub, Nautiſche Spiele, Konzert, Tanz, Feuerwerk und Beleuchtung der Inſel vor. * Paris⸗Frankfupter Achter⸗Rudern. Der Fraukfurter Ru⸗ derklub hat am Samstag die vom Frankfurter Regattaverein zuſammengeſetzte Auswahlmannſchaft zu einem Ausſcheidungs Rennen herausgefordert. Der Frankfurter Ruderverein hat ſeine bereits aus dem Training entlaſſene Mannſchaft am Frei⸗ tag wieder verpflichtet und wird heute(Montag) ebenfalls dem Regattaverein eine Herausforderung zugehen laſſen. Es wer⸗ den den Vereinbarungen entſprechend die beiden Mannſchaften im Laufe der Woche ein Stichrennen fahren, deſſen Sieger dann das endgültige Ausſcheidungs⸗Rennen mit der Auswahlmann⸗ ſchaft rudern werden. die Unterſchlagungen entdeckt wurden, flüchtete der eine ins Außlan während der zweite, der Buchhalter Engerlein, ſich nunmehr vor de hieſigen Strafkammer zu verantworten hatte. Dem Augeklagten, trotz ſeiner Jugend ſchon mehrfach vorbeſtraft iſt, war es dennoch ge⸗ lungen, die Vertrauensſtellung bei der Parkhotel Akt.⸗Geſ. zu er⸗ laugen, Die Unterſchlagungen wurden ihm dadurch erleichtert, da er mit dem zweiten Buchhalter Hand in Hand arbeiten kvunte. De Angelklagte war geſtändig, in Aubetracht der Höhe der Unterſchlagun⸗ gen und der Vorſtraſen glaubte der Staatsanwalt ledoch eine Zucht⸗ hausſtraſe beantragen zu müſſen. Der Gerichtshof ließ aber nos einmal Milde walten und erkaunte auf zwet Jahre ſechs Monate Ge fäugnis. 72 Zur Braunſchweiger Schriftſtellertragödſe. Sh. Braunſchweig, 10. Auguſt. Die Aufſehen erregende Affäre des Schriftſtellers Paul Kochendörfler in Braunſchweig, der ſich un mittelbarx nach ſeiner wegen Nötigung und Bedrohung erfolgten Ver urteilung zu neun Monaten Gefängnis in ſeiner Zelle mit Cyankal vergiftete, hat eine eigenartige Vorgeſchichte. Kochendörffer, der it 30. Lebensjahre ſtaud, unterhielt mit einer Plätterin namens Sophi Hanſen ſeit längerer Zeit ein Liebesverhältuis. Das Mädcher wollte jedoch auf Veraulaſſung ihrer Eltern die Beziehungen abbrechen, da Kochendörffer, ein hochgradig nervöſer Mann, derholt mißhandelte. In der Verhaudlung wurde u. a. feſtgeſt⸗ daß er das Mädchen nicht allein in ſeiner Wohnung vollen Ausdruck brachte, war die Tonalität und Harmonie ber bengebung. Er iſt hier, ohne Cvurbet geſehen zu haben, ein noſſen Leibls in Frankreich erkannt, während mun ſich in land ja erſt viel ſpäter auf die maleriſche Größe ſeiner Kunſt 5 nen hat.„Welch ein Künſtler iſt dieſer Maler“, ſchrieb damals Kritlker Caſtangnary,„der das graue Kleid, unter Weglaſſung a entbehrlichen Einzelheiten, ſo breit malen lann, die Hände mi gen wahren Farbenflecken andeutet, um alles Intereſſe auf da ſorgfältig und delikat modellierte Geſicht zu perſammeln.“ Erſt der Verſteigerung der Sammlung Carcanp iſt dieſes herrliche werk unſeres großen Meiſters aus ſeinem Dornröschenſchlaf erw und von einem Münchner Kunſthändler für 140 000 Fres, erworb worden. Das literariſche Echo. Halbmonatsſchrift für Literaturfreunde(Begründet von Dr.9 Ettlinger. Herausgegeben von Dr. Exuſt Heilborn. Verlag Fleiſchel u. Co., Berlin W.). Das 2. Auguſtheft iſt eben m gendem Juhalt erſchienen: Ernſt Schlaikler: Die Erzählung d atſſeurs. O. E. Leſſing: Henry David Thoreau. A. B Deutſch⸗engliſche Ueberſetzungen auf dem amerikaniſchen Büche markt.— Kurt Münzer; Der Amerikn⸗Johann.— Grorg Witkowski: Goethe⸗Schriften 1.— Reinhold Steig: Zwei ungedruckte Briefe Goethe und MReyer.— Echb der Zeltungen und Zeitſchriften. Echo bes Auslandes.— Kurze Anzeigen.— Notizen.— Nachrich Zuſchriften.— Büches markt. Kleine Kunſtnachrichten. Im großen Hauſe des neuen Stuttgarter Hoftheaters fand am Samstag Abend eine Akuſtikprobe vor„vollbeſetztem Hauſe“ ſtatt, wozu neben einer größeren Anzahl von Angehörigen des Hof⸗ theaters 1200 Soldaten vom Gouvernement erbeten worden waren. Die Probe, die ſich ſowohl auf den Geſung und Orcheſter als auch auf das geſprochene Wort erſtreckte, hatte bei leerem und bei vollem Hau ein über Erwarten günſtiges Ergebnis und zeigte eine völlig ei wandfreie Akuſtik auf allen Plätzen Zuſchauerraumes D Klaugwirkung der eigenartig unte Orgel erwies ſich al geradezu großartig. Von den anweſen chverſtändigen dem Erbauer des Huuſes, Prof, Littmann⸗München, die her⸗ Das Neue und Großartige aber, Glückwünſche zu dem auch in dieſer grundlegenden Frage ſo lungenen Werk ausgeſprochen. 5 4. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblatt). Mannheim, 12. Auguſt. ten, ſondern auch für den Fall, daß es ſich ſeinen Anordnungen nicht fügen wolle, mit Erſchießen und Erſtechen bebroht hat. Schließlich gelang es dem Mädchen, zu entfliehen, worauf Kochendörffers Ver⸗ haftung erfolgte, die aber auch mit Schwierigkeiten verbunden war, da der aufgeregte Mann den Polizeibeamten mit geladenem Revolver sutgegentrat. In der Verhandlung gab Kochendörffer ſowohl das Vorgehen gegen ſeine Braut, wie auch die Widerſetzlichkeit gegen die Schutzleute zu, entſchuldigte ſich aber mit ſeiner hochgrabigen Aufge⸗ regtheit und gab an, daß er infolge der ihn häufig heimſuchenden elipliſchen Anfälle die Herrſchaft über ſeinen Willen verliere. Nach Schluß ſeiner Vernehmung wurde er im Gerichtsſaal derart erregt, daß er den Saal verlaſſen mußte. Die als Zeugin vernommene So⸗ phie Hauſen bekundete, daß Kochendörffer ſie wiederholt durch Droh⸗ ungen mit Meſſer und Revolver gezwungen habe, das Verhäältnis aufrecht zu erhalten. Er habe ſie auch auf die Bibel ſchwören laſſen, daß ſie das. Verhältnis nicht brechen werde. Die auffällige Tatſache, daß ſie trotz der ſchweren und vielfachen Mißhandlungen die Bezieh⸗ ungen zu Kochendörffer nicht abgebrochen habe, erklärte die Zeugin mit der Furcht vor dem Angeklagten. Der ärztliche Sachverſtändige erklärte den Angeklagten zwar für degeniert und abnorm veranlagt, aber im allgemeinen für zurechnungsfähig. Die Verteidigung hielt gegenüber dem Staatsanwalt eine Erkrankung an Epilepſie für zwei⸗ fellos und glaubte auf Grund dieſer Störung mindeſtens eine außer⸗ ordentlich milde Strafe beantrugen zu ſollen. Das Urteil lautete, wie eingangs erwähnt, auf neun Monate Gefängnis und ſofortige Verhaftung. 5 — Großfeuer durch Blitzſchlag. Groß⸗Um⸗ ſtadt, 12. Aug. Bei dem am Samstag abend nach 6 Uhr nie⸗ dergegangenen Gewitter ſchlug der Blitz in das Anweſen des Landwirtes Joh. Philipp Emmerich und zündete. Dem Feuer, das ſehr raſch um ſich griff, fielen zwei Wohnhäuſer, acht Scheunen und mehrere Nebengebäude zum Opfer. Der Scha⸗ den iſt bedeutend. Perſonen wurden nicht verletzt. — Diebſtahl, Koburg, 12. Aug. Auf dem im Hofgarten aus Mitteln der Niederfuellbacher Stiftung errichteten Neubau eines herzoglich⸗naturwiſſenſchaftlichen Muſeums wurde in der Nacht zum Sonntag ein Teil des Mauerwerkes ausgehoben und der Grund⸗ ſtein bloßgelegt. Der Grundſtein war erbrochen und daraus die Urne mit den Urkunden, Geloſtücken uſw. geſtohlen. Der Täter iſt noch nicht ermittelt. — Heiligenſtadt, 12. Aug.(Priv. Telegr.). In Breitenholz bei Leinefelde iſt am Sonntag der 17jährige Schloſſerlehrling Hubert Heinbreth aus Leinefeld auf der Dorfſtraße vor einer Gaſtwirtſchaft von dem gleichalterigen Klempnerlehrling Joſef Kullmann aus Breitenholz nach einem Streit im Tanzſaale mit einem Knüppel er⸗ ſchlagen worden. Der Täter iſt flüchtig. Falſchmünzer. Paris, 12. Aug. Geſtern wurden hier ein gewiſſer Robert Pewenthal und ſeine Ge⸗ liebte unter der Beſchuldigung verhaftet, falſche 100 Rubel⸗ Noten angefertigt zu haben. Die Zahl der in den Verkehr gebrachten falſchen Scheine iſt ſo beträchtlich, daß nicht weniger als 70 Perſonen wegen deren Ausgabe in Rußland verhaftet worden ſind. Die ruſſiſche Regierung mußte wegen der Fälſchung die Zeichnung der Banknoten ändern. — Der Richter Oscar Wildes geſtorben. London, 10. Auguſt. Soeben iſt hier im Alter von 84 Jahren Sir Albert Wills, einer der bekannteſten Richter Englands geſtorben. Die be⸗ kanuteſten Prozeſſe, denen er präſibierte, waren die gegen Oscar Wilde und Sir Arthur Lynch, der ſeinerzeit zum Tode verurteilt wurde, weil er in den Reihen der Buren gegen die Engländer ge⸗ o Aus dem Groffherzogtum. „Karlsruhe, 10. Aug. Bei der Firma Junker u. Ruh konnten die Arbeiter Kornmüller, E. Glaßner und H. Bender auf eine fünfundzwanzigjährige ununterbrochene Tätigkeit zu⸗ rückblicken. Der Mitinhaber der Firma, Herr Guhl, über⸗ reichte den Jubjlaren eine goldene Uhr ſowie ein Sparbuch iber 500 Mk. 180 8 Lezte nachrichten und Celegtamme. Speier, 12. Aug.(Priv.⸗Tel.) Der am Freitag Abend bei dem Automobil⸗Unfall des Eiſenhändlers Von⸗ derheydt durch Brandwunden ſchwer verletzte Lehrling Ißle iſt ſeinen Verletzungen erlegen. m. Eſſen a. Ruhr, 12. Aug. Gegenüber den Mel. dungen, daß der Kaiſer im Oktober ſeinen Beſuch bei Krupp wiederholen werde, erfährt die„Rhein.⸗weſtf. Ztg.“ auf Grund einer Anfrage beim Oberhofmarſchallamt, daß dort von einer erneuten Reiſe des Kaiſers nach Eſſen nichts bekannt ſei. W. Agram, 12. Aug. Heute Vormittag wurde das Urteil im Prozeß des Anſchlags auf den Statthalter wegen der Ermordung des Banolrats Hervoic verkündet. Der Hauptangeklagte Jukic wurde zum Tode, ein anderer Angeklagter zu 6 Jahren Zuchthaus, 5 weitere Angeklagte zu 5 Jahren und ein anderer zu 6 Monaten ſchwerem Kerker verurteilt. 5 Angeklagte wurden freigeſprochen. 5 Im Streit erſtochen. R. Mainz, 12. Aug. In der Sonntag⸗Nacht hat der im 68. Lebensjahre ſtehende Maurer Jakob Lang 2 in Alzey ſeinen 24 Jahre alten Sohn mit einem Tr anchier⸗ meſſer erſtochen. Zwiſchen den Eheleuten Lang kam es ſeit längerer Zeit öfters zu Streitigkeiten. Als nun der junge Lang dazu kam und den Streit ſchlichten wollte, wandte ſich der Vater gegen den Sohn und ſtach ihn mit dem Meſſer in das Geſäß, wobei eine Schlagader durchſchnitten wurde, ſodaß der Geſtochene an dem Blutverluſt geſtorben iſt, ehe ärztliche Hilfe geholt werden konnte. Der Geſtochene wird allgemein als braver und tüchtiger Menſch bezeichnet, er hatte ſich am letzten Freitag verlobt. Der Täter wurde noch in der Nacht verhaftet und in Unterſuchungshaft abgeführt. Ein Rundflug bdurch Heſſen. „Mainz, 12. Aug.(Priv.⸗Tel.) Der unter dem Protektorat des Großherzogs Ernſt Ludwig ſtehende hieſige Verband für Flugzeugweſen, veranſtaltet im kommenden Jahre einen Rundflug durch Heſſen. Eine Schlacht zwiſchen Kroaten, Polen und Deutſchen. m. Duisburg, 12. Aug.(Priv.⸗Tel.) Geſtern ent⸗ ſtand im Duisburger Wald eine regelrechte Schlacht zwiſchen Krogten, Deutſchen und Polen, an der ſich etwa 60 Kroaten und Polen beteiligten. Eine Wirtſchaft, in die die Deutſchen ſich geflüchtet hatten, wurde unaufhaltſam ſtundenlang von den Kroaten beſchoſſen. Erſt als Gendarmen mit einer großen Polizeimacht eintrafen und mit blanker Waffe vorgingen, wo⸗ bei zahlreiche Kroaten verwundet wurden, flüchteten dieſe unter dem Schutz der Nacht in die nahen Wälder, ihre Ver⸗ wundeten mitſchleppend. Von den Deutſchen ſind vier Per⸗ ſonen ſehr ſchwer, eine Anzahl leicht verletzt worden. Ein Solländer erlitt tödliche Verwundungen. Das Grubenunglück auf Zeche Lothringen. m. Bochu m, 12. Aug.(Priv.⸗Tel.) Wie die Verwal⸗ tung der Zeche„Lothringen“ mitteilt,““ nunmehr alle Toten geborgen. Den im Krantenhaus Bergmanns⸗ Die Kaiſermanöver. wW. Lutterberg, 12. Auguſt. Der Kaiſer war bei gün⸗ ſtigem Wetter um 6½ Uhr heute früh im Automobil von Wil⸗ helmshöhe abgefahren über Ihringshauſen nach Holzhauſen. In der Nähe von Holzhauſen war er bei der Ziegelei zu Pferde geſtie⸗ gen und traf um 7½ Uhr an der Fulda bei Spiegelmühle in der Nähe von Knickhagen ein. In ſeiner Begleitung befanden ſich der lommandierende General des 11. Armeekorps und die Herren des militäriſchen Gefolges mit Generaloberſt von Pleſſen an der Spitze. Die der roten Partei gehörigen Pioniere hatten mit dem Dibiſionsbrückentrain Vorbereitungen getroffen zum Schlagen der Brücke über die Fulda, deren bewaldete Ufer, deſſen beide Seiten ſteil abfallen, nur ein ſchmales Tal frei laſſen. Gleich hinter dem Kaiſer erſchien die Spitze der roten Partei, während auf jenſeiti⸗ gem Ufer Gewehrfeuer eröffnet wurde. Die Dragoner ſetzten in Pontons über die Fulda. Die Pferde durchſchwammen das Waſſer, während deſſen ſchlugen die Pioniere die Brücke, die von dem Gros benutzt wurde. Nach Ueberſchreiten der Fulda ritt der Kaiſer nach Spele zu, wo ein zweiter Uebergang geſchaffen war. Das Gefecht entwickelte ſich ſodann auf den Höhen ſüdlich der Fulda am Lutter⸗ berg. Gegen 10 Uhr wurde die Uebung abgebrochen. Nach der Kritik nahm der Kaiſer bei Lutterberg den Vorbeimarſch aller be⸗ teiligten Truppenteile ab, wobei er von einem zahlreichen Publi⸗ kum auf das lebhafteſte begrüßt wurde. Der Kaiſer kehrte ſodann mittels Auto über Lutterberg⸗Caſſel nach Wilhelmshöhe zurück. wW. Lukterberg, 12. Auguſt. Auf dem Gelände zwiſchen Caſſel und Hannoverſchmünden wurde die Gefechtsübung der 22. Diviſion abgehalten, die unter Leitung des Generalleutnants Liman ſtand. Die blaue Partei, die von Südoſten kommend, ſüd⸗ lich von der Fulda anmarſchierte, ſtand unter dem Kommando des Generalmajors von Mühlenfels von der 44. Brigade. Zu ihr ge⸗ hört das Infanterie⸗Regiment No. 83, das 2. Bataillon des Infan⸗ terie-Regiments No. 167, 2 Eskadrone des Huſaren⸗Regiments No. 11. Zur roten Partei, die von Nordweſten kommend, nörd⸗ lich von der Fulda anrückte und unter dem Kommando des Gene⸗ relmajors von Leyſer von der 43. Brigade ſtand, gehört das In⸗ fanterie⸗Regiment No. 82, das Jägerbataillon No. 11, das Dra⸗ goner⸗Regiment No. 5, 2 Eskadrone des Huſaren⸗Regiments No. 14, eine Abteilung des Feld⸗Artillerie⸗Regiments No. 11, die 11. Pioniere von der Diviſionsbrückentrain. Die Abdankung Mulay Hafids. W. Rambouillet, 12. Auguſt. Der Miniſterrat rati⸗ fizierte die Abmachung zwiſchen General Liautey und Mulay Hafid, wonach Hafid vor ſeiner Abreiſe nach Frankreich abdankt. Die Bedingungen wurden entſprechend den früheren Ab⸗ machungen feſtgeſetzt. Der neue Sultan, vorausſichtlich der Bruder Hafids, wird nach ſcherifiſcher Tradition gewählt. Verliner Drahtbericht. Von guſerem Beritner Bureau.) Berlin, 12. Aug. Der von der Anſtalt für Auf⸗ führungsrecht gegen Direktor Halm geſtellte Antrag auf Eröffnung des Konkurſes iſt zurückgezogen worden. Das Luftſchiff„Schütte⸗Lanz“ in Berlin. JBerlin, 12. Aug. Das Luftſchiff„.⸗L. 1“ unter⸗ nimmt in Berlin andauernd Fahrten. Am Samstag machte es eine ca. 1½ſtündige Fahrt über Berlin um Umgebung. An Bord befanden ſich die Herren Generalmajor v. Meſ⸗ ſing und Dr. Karl Lanz. Die Führung hatte Herr Kapitän Honol d. Mit der üblichen Beſatzung befanden ſich insgeſamt 13 Perſonen an Vord. Am Sonntag Vormittag führte das Luftſchiff eine ca. zweiſtündige Fahrt über Steglitz⸗Wannſee⸗ Potsdam und Berlin aus. An Bord waren die Herren Major Kuhl vom Generalſtab, Direktor Paul Zabel, Oberleutnant Oſiander, Giulini; mit der Beſatzung insgeſamt 15 Perſonen. Das Luftſchiff wird von allen maß⸗ gebenden Behörden in der denkbar günſtigſten Weiſe beurteilt, vor allem die ſehr leichte Lenkbar⸗ keit, die Gondelaufhängung, das Holzgerippe, das für die Stabilität und für die Lebensdauer des ganzen Luftſchiffes von einem ſehr erheblichen nicht zu unterſchätzenden Wert ſei. „.⸗L..“ wird in ca. 8 Tagen wieder nach Mannheim zurückkehren. Die Uebernahmeverhandlungen werden erſt nach den Manövern ſtattfinden. An der Uebernahme des Schiffes iſt nicht zu zweifeln. Finanzieller Zuſammenbruch und Flucht eines Berliner Rechtsanwaltes. JBerlin, 12. Aug. Wie wir ſchon heute früh ange⸗ deutet haben, iſt der Berliner Rechtsanwalt Bredereck, der bei der letzten Reichstagswahl als konſervativer Kandidat im Wahlkreis Oberbarmen aufgeſtellt war, flüchtig geworden. Er iſt ſeit Donnerstag verſchwunden. Weder ſein Sozius noch ſeine Verwandten kennen ſeinen Aufenthalt. Eine Anzeige beim Landgerichtspräſidenten, daß er einen Urlaub antrete, hat Bredereck ebenfalls nicht erſtattet. Die Flucht Brederecks iſt auf ſeinen finanziellen Zuſammenbruch zurückzuführen. Einge⸗ weihte Kreiſe haben den Zuſammenbruch ſchon ſeit längerer Zeit erwartet. Es war bekannt, daß Bredereck ſich in geradezu unhaltbaren Verhältniſſen befand. Seit Jahren gehörte er zu den bekannten Erſcheinungen auf den Berliner Rennplätzen. Er hat manchmal viele Tauſende auf ein Pferd gewettet und verloren. Seine Schuldenlaſt wird auf weit über 100 000 M. geſchätzt. Zum vergangenen Samstag war ein Wechſel von 9000 M. fällig. Für heute iſt die Verſteigerung ſeiner Woh⸗ nungseinrichtung wegen einer nicht bezahlten Forderung von mehreren Tauſend Mark angeſagt. In den nächſten Tagen werden weitere bedeutende Wechſelſummen fällig. Bredereck hatte mehrere Pflegſchaftsſachen und infolge deſſen Depots in Verwahrung. Es muß erſt nachgeprüft werden, ob die Depots in Ordnung ſind. Das wird immerhin noch einen Tag in An⸗ ſpruch nehmen. Vor einiger Zeit waren die Depots nicht in Ordnung. Es wurde damals gegen Bredereck Strafanzeige bei der Staatsanwaltſchaft erſtattet. Die Staatsanwaltſchaft erließ dagegen einen Haftbefehl gegen Bredereck. Bevor dieſer Haft⸗ befehl vollſtreckt wurde, hatte Bredereck die Depots wieder in Ordnung gebracht, was ihm durch einen großen Reingewinn ermöglicht wurde. Bredereck iſt in weiten Kreiſen auch bekaynt geworden dadurch, daß er der Verteidiger des Herrn Wilhelm Bruhn war. trotzdem gemeinſam in das Seebad Florenz begeben. Der Krieg und die Kriſe der Türkei. Bündniſſe der kleinen Balkanſtaaten. m. Wien, 12. Aug. In hieſigen diplomatiſchen Kreiſen iſt man davon unterrichtet, daß zwiſchen Serbien und Bul⸗ garien ſeit einiger Zeit unter dem ruſſiſchen Protektorat Ver⸗ handlungen über den Abſchluß eines Bündniſſes ſtattfinden. Gerüchtweiſe verlautet, daß auch zwiſchen Bulgarien und Montenegro ein Einvernehmen für den Fall ernſter Ereigniſſe erzielt worden ſei. Der Konflikt mit Montenegro beigelegt. m. Petersburg, 12. Aug. Das ruſſiſche Auswärtige Amt erhielt von der türkiſchen Regierung heute die Mit⸗ teilung, der türkiſche Geſandte in Cetinje ſei nicht bevoll⸗ mächtigt geweſen, das Ultimatum an Montenegro zu ſtellen und die diplomatiſchen Beziehungen durch ſeine Abreiſe ab⸗ zubrechen. Die Pforte habe ihn durch ſofortige Entlaſſung verleugnet und einen neuen Geſandten ernannt. Das ruſſiſche Miniſterium hält ſomit den Zwiſchenfall für erledigt. w. Cetinje, 12. Aug. In einem Communique ſtellt das offizielle Blatt„Glas Crangoroa“ in ausführlicher Weiſe den Rimini in der Nähe von darauffolgenden Konflikt dar und bemerkt, es ſei ſchwer vor⸗ auszuſehen, zu welchem Ende das führen werde. Aber die montenegriniſche Regierung, obſchon ſie von friedlicher Abſicht durchdrungen ſei, werde ſich nicht enthalten, alles, was ſie zum Schutze der Rechte ſowie der Ehre und Würde Montenegro“ als notwendig erachtet, zu unternehmen. Konſtanti nopel, 12. Aug.(Agence ottomane.) Der italieniſche Geſandte in Cetinje ſchloß ſich der Türkei gegenüber eine verſöhnliche und fried⸗ liche Haltung einzunehmen. Auf die maßgebenden Kreiſe in Konſtantinopel machte das einmütige Beſtreben der europäiſchen Kabinette, der Türkei in dem letzten ernſten druck. 400 Offiziere leiſteten beim Abgang von der Militär⸗ akademie in Gegenwart des Sultans und der Mitglieder des Miniſteriums den Treueid, in dem zum erſten Male das Gelöbnis enthalten war, daß ſie ſich weder mit Politik be⸗ 15 noch irgend einer politiſchen Partei angehören rden. Bei und Dſchavid Bei, ſowie die übrigen leitenden Männer des jungtürkiſchen Komitees ſind fortgeſetzt Gegenſtand ſtrengſter Beobachtung ſeitens der Militärbehörde. Sie zeigen ſich nirgends. Alle in Saloniki befindlichen Klub⸗ geſperrt, Volkswirtschaft. Motorenfabrik,.⸗G., Mannheim. gab ein völliges Einverſtändnis zwiſchen Geſchäfts leitung und Aktionären und bildete ein glänzende 1 5 8. trauensvotum für Aufſichtsrat und Direktion. Sämtliche men. Die Verſammlung war ſehr zahlreich beſucht, was ſchon dar⸗ aus hervorgeht, daß 5736 Aktien durch 75 Aktionäre vertreten waren. Der Vorſitzende eröffnete die Generalverſammlung und bemerkte einleitend, daß die Bilanz der Benz⸗Geſellſchaft als eine außerordentlichſolide bezeichnet werden könne. Die Abſchreibungen ſind in den 13 Jahren auf 8 Millionen ange⸗ wachſen und ſtellen immerhin eine ſehr reſpektable Zahl dar. der alten Fabrik nicht ſo leiſtungsfähig im modernen Automo⸗ bilbau ſein konnte und trotz der Transferierung der Fabrik. Verwaltung habe vor, bei dieſer Art von Abſchreibung zu bleiben, was jedem ſoliden Aktionär nur angenehm ſein könne, Die Aufnahme in die Bilanz ſei außerordentlich vorſichtig ge⸗ ſchehen und von der Treuhandgeſellſchaft wie verſchiedenen Be⸗ amten revidiert worden. ſchäftsleitung alle Anerkennung und bemerkte: Die Verwaltung kann nach meinem Gefühl mit berechtigtem Stolz dar⸗ auf hinweiſen, daß es ihr gelungen iſt, den Reingewinn um faſt das doppelte gegenüber dem Vorjahr zu erhöhen. Sie hat daß eine ganze Reihe von Konten auf M..— abgeſchrieben werden konnten, und hat auch noch über 1 Million Mark in das neue Jahr mit hinübergenommen und damit für die zukünftige Rentabilität des Werkes in ſehr vorſichtiger Weiſe geſorgt. In erſter Linie hat die kaufmän⸗ niſche und techniſche Leitung das Verdienſt, daß es gelungen tionalen Ruf zu ſichern. Es iſt zu betonen, daß es nicht möglich geweſen wäre, derartige Erfolge zu erzielen, wenn nicht getragen wurde, die enormen Aufträge zur Ausführung zu bringen. Ich glaube, daß wir es als ein beſonderes Verdienſt der Verwaltung begrüßen dürfen, daß ſie in dieſer Beziehung die richtige Erkenntnis des Zeitpunkts für die Kapitalserhöhung Das Neueſte von Frau Toſelli. heil untergebrachten Verletzten geht es den Umſtänden nach wohl.„%% 5 Berlin, 12. Aug. Herr Toſelli und Luiſe von Toskana, die vor einiger Zeit geſchieden wurden, haben ſich gefunden hat. Es iſt ferner beſonders zu begrüßen, daß das ſehr fruchtbringende Trause Werk von Gaggen au als eine neuen türkiſch⸗montenegriniſchen Grenzzwiſchenfall und den dem Schritt ſeiner Kollegen an und legte Montenegro nahe, Zwiſchenfalle an der montenegriniſchen Grenze ihre wirk⸗ ſamſte Unterſtützung angedeihen zu laſſen, günſtigen Ein⸗ „Saloniki, 12. Aug. Die früheren Miniſter Talaal lokale, auch die nichtpolitiſchen Charakters, ſind polizeilich Benz u. Co. Rheiniſche Automobil⸗ und Die heute vormittag 10 Uhr im Geſchäftslokal der Fabrik abgehaltene 13. ordentliche Generaälverſammlung er⸗ Punkte der Tagesordnung wurden einſtimmig angenom⸗ Hierzu trugen insbeſondere bei die aufklärenden Aus⸗ führungen des Aufſichtsratsvorſitzenden Herrn Geh. Kom⸗ merzienrat Dr. Broſien von der Rheiniſchen Creditbank, der die geſtellten Anfragen in erſchöpfender Weiſe beantwortete, Dieſe Zahlen konnten abgeſchrieben werden, trotzdem man in Eine Reihe von Konten ſind bis auf 1 Mark abgeſchrieben. Die Herr Rechtsanwalt David⸗Frankenthal zollte der Ge⸗ ——— dabei auch außerordentlich reiche Abſchreibungen gemacht, ſo von der Verwaltung die Hochkonjunktur erkannt und Sorge einen Vortrag von iſt, den Fabrikaten des Werkes nationalen und interna⸗ N 1 —— Mannheim, 12. Auguſt. 5. Seite. ktion ſich erwieſen hat, die nicht nur zu dem diesfährigen Ge⸗ winn in ſehr hohem Maße beigetragen hat, ſondern auch durch die Einführung des Laſtwagenbaues eine Art Rückver⸗ 25 5 8 gegen die Schwankungen des Luxus⸗ Au o m o b ilb aues bildet. Ich halte es daher für meine 115 Pflicht als Wiis der Verwaltung für ihre kluge Vor⸗ 255 ausſicht And großzügige Geſchäftsführung zu en. danken und ich hoffe, daß ich mich in Uebereinſtimmung mit 15 den Aktionären befinde.(Allſeitige Zuſtimmung.) iſſe 5 Der Vorfſitz ende dankte dem Vorredner für deſſen herz⸗ liche Worte und verſicherte, daß es die Geſchäftsleitung nicht an Eifer fehlen laſſe. Redner bemerkte ſodann noch zu dem Ge⸗ ige ſchäftsbericht, daß der gegenwärtige Auftragsbeſtand it⸗ eeine Rekordziffer iſt und zwar dreimal ſo hoch als zur oll⸗ gleichen Zeit des Vorjahres. len Herr Landgerichtsdirektor Maul⸗Kempten i. Allg.: Nach⸗ ab⸗ dem ich von den anweſenden Aktionären vielleicht am weiteſten ing entfernt wohne, ſo darf ich mir gewiß auch einige Worte er⸗ )¹8 lauben. Ich ſchließe mich zunächſt den Ausführungen meines gt. Vorredners an und möchte im Anſchluß daran noch um einige das Auskunft bitten. In erſter Linie möchte ich darauf hinweiſen, den daß die Summe der Kreditoren eine ſehr hohe iſt. den Gewiß hat die Bilanz in großem Maße befriedigt. Ich ver⸗ or⸗ weiſe auf einen Zeitungsartikel, in dem die hohen Kreditoren⸗ Die ziffern gleichfalls angeführt wurden. Kreditoren werden ja icht immer unangenehm empfunden. Gläubiger ſind immer unan⸗ um genehm. Ich anerkenne aber mit Befriedigung, daß den M. ra“ 19715 461 Kreditoren auch M. 14176 426 Debitoren gegenüber⸗ ſtehen und eine ganz anſehnliche Summe in den Vorräten ** vorgeſehn iſt. Wir müſſen auch dem Rechnung tragen, daß die Hochkonjunktur nicht ewig dauert. Wenn wir das .) Aktienkapital von M. 12 Millionen ſowie die M. 10 Millionen ſich Obligationen richtig verwendet haben, ſo möchte ich an die Ver⸗ he, waltung die Bitte richten, mit der Expanſion doch etwas d⸗ Einhalt zu tun. Ich komme nun zu einer heiklen Frage, ven aber ich kann ſie nicht verheimlichen. In der Bilanz muß auf⸗ der fallen die koloſſale Steigerung der Tantiemen. ten Ich ſelbſt bin auch Direktor, allerdings nur an einem rk⸗ Landgericht(Heiterkeit) und wenn ich jemand ins Gefäng⸗ in⸗ nis oder Zuchtharts ſchicke, ſo bekomme ich dafür keine Tan⸗ är⸗ tiemen. Ich bin Ihnen um die Tantiemen nicht neidig. Aber des die Tantieme iſt gegenüber dem Vorjahr von M. 300 000 auf a3 M. 740 000 geſtiegen, und es iſt anzunehmen, daß bei 1 5 einer weiteren Erhöhung des Aktienkapitals die Tantieme noch mehr in die Höhe geht. Bei der Gründung der Geſellſchaft en handelte es ſich bloß um ein Kapital von 3 oder 4 Millionen Mark. Damals hat man den Satz bewilligt, weil man damals daf ein ſolches Kapital nicht brauchte. Ich möchte anregen, ob die ner Direktion wie Aufſichtsrat nicht eine Statutenänderung vor⸗ ind nehmen wollen. Dann wurde ſchon bei der letzten Kapitals⸗ Sie erhöhung ſeitens der Direktion in Ausſicht geſtellt und ver⸗ ub⸗ ſprochen, daß die Aktien an der Börſe eingeführt wer⸗ lic den ſollen. Dieſes Verſprechen iſt bisher nicht gehalten wor⸗ den. Redner verſucht dann in ſeinen weiteren Ausführungen um die Einführung der Aktien an der Börſe. Der Vorſitzende geht in längeren Ausführungen auf die Darlegungen des Vorredners ein und bemerkt: Der Vor⸗ redner hat als 1. Punkt die Bilanzziffern behandelt und Hhat daraus den Schluß gefolgert, daß es gut wäre, wenn die Benzgeſellſchaft mit der Expanſion jetzt zu Ende wäre. Es wurden beſonders die Kreditoren hervorgehoben. Es wurde ſehr richtig motiviert, daß Kreditoren niemand ſehr angenehm ſind. Das iſt ſicher. Jeder hat lieber Ausſtände als Schulden. brik Nun wurde von Vorredner ſelbſt hervorgehoben, daß den er⸗ Schulden auch große Ausſtände, eine große Summe fertiger fts⸗ und halbfertiger Fabrikate, ſowie noch andere Vorräte gegen⸗ er. überſtehen. Dies iſt ſehr richtig geſprochen. Ich weiß aber iche nicht, ob ſich die Herren auch vergegenwärtigt haben, daß wir jetzt dreimal ſoviel Aufträge haben als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Daß ich Ihnen nicht die Produktionsziffern nennen kann, iſt ganz ſelbſtverſtändlich, denn das verbietet der Selbſterhaltungstrieb der Geſellſchaft. Aber es wird auch dem Laien klar werden, daß bei einer Produktion, die ſich ſo ver; mehrt hat, wie es bei uns der Fall iſt, ganz gewaltige Vor⸗ räte gehalten werden müſſen. Wir müſſen natürlich nicht nur Vorräte halten für das, was beſtellt iſt, und was wir fabri⸗ zieren. Je mehr Benzwagen wir liefern, deſto mehr Erſatzteile müſſen auf Lager ſein. Mit der Vermehrung der Produktion mußte auch die Ausdehnung unſerer Betriebe gleichen Schritt halten. Es kommt auch noch das weitere Moment hinzu, daß wir einen neuen Tyß bauen und der gegenwärtigellebergang vom alten zum neuen Typ erklärt ganz natürlich unſeren gro⸗ ßen Lagerbeſtand an fertigen Vorräten. Es wurde mit Recht erwähnt, daß Konjunkturſchwankungen in Luxuswagen vor⸗ kommen können. Daß die Hochkonjunktur noch anhält, iſt zu⸗ treffend, denn wir nahmen Aufträge herein mit ſehr langen Lieferungsfriſten. Die alte Benzfabrik wurde moderniſiert; es wurden dort rationelle Arbeitsmaſchinen aufgeſtellt und für einen neuen Betrieb zugeſchnitten. Es werden in der alten Benzfabrik ſtationäre Motoren gebaut nach dem Pa⸗ tent Heſſelmann. Es iſt ſchon in der Oeffentlichkeit darüber ge⸗ ſchrieben worden, daß wir dieſe Dieſelmotoren jetzt nicht nur anfertigen, ſondern auch fabrizieren. Dieſen Mo⸗ toren wird von Fachleuten erſten Ranges ein günſtiges Prognoſtikon ausgeſtellt. Gegenwärtig ſind beide Fa⸗ briken, die Gaggenauer wie die ſtationäre Motorenfabrik außerordentlich beſchäftigt, und die Produktion ſteht zu der in früheren Jahren in keinem Verhältnis. Ich kann daher über den gegenwärtigen Stand der Fabri⸗ ken berichten, daß alle Fabriken gut beſchäftigt ſind, einen ſehr hohen Auftragsſtand haben und rationell arbeiten. An eine weitere Expanſion iſt nicht gedacht. Wer die Entwicklung von Benz ſo durchgemacht hat wie ich, der ſehnt ſich darnach auch nicht. Wir haben hier zwar noch ein ſehr großes Terrain, von dem Herr Frühauf im vorigen Jahre geſagt hatte, daß in ihm eine ſehr gr 8e ille Reſer ve ſtecke. In dem Gelände ſteckt ein Millionen⸗ ert. Es wurde auch im vorigen Jahre angefragt, ob man icht durch Veräußerung des Terrains der Geſellſchaft Mittel zuführen wolle. Ich habe darauf hingewieſen, daß dies ein ſehr ſchlechter Dienſt wäre. Ich komme nun auf die Frage der Tantiemen, von der der Vorredner geſagt hat, daß es eine ſehr heikle Frage ſei. Es iſt keine heikle Frage. Ich ſehe dies gar nicht ein, obgleich höhung des Grundkapitals um M. 4 000 000 durch General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblatt). einhaken kann. Ich wundere mich nicht, daß, wo der Haken nun erſcheint, ſich nun auch ſchon jemand findet, der einhakt. Daß das heute nicht abgeändert wird, iſt klar. Wenn ein Ar⸗ beiter ſeines Lohnes wert geweſen iſt, dann iſt es die Geſell⸗ ſchaft, die das Werk ſo hergerichtet hat. Eine Kleinigkeit war dies nicht. Dieſe Arbeit kann nicht bezahlt werden. Denn eine ſolche Summe gibt es nicht. Es ſteckt ein Teil von dem Leben in dieſem Werke. Was der dritte Punkt, die Börſeneinführung dey Aktien betrifft, ſo muß ich zunächſt einen Irrtum be⸗ richtigen. Es iſt niemals von der Direktion ein diesbezügl. Verſprechen abgegeben worden, ſondern es wurde nur geſagt, daß die Börſeneinführung erwogen werde und daß die Ver⸗ waltung darüber noch keinen Beſchluß gefaßt habe. Dies iſt richtig. Die Verwaltung hat nicht auf die Aktionäre jüngſten Datums Rückſicht zu nehmen, die, nachdem ſie geſehen haben, daß etwas zu holen iſt, Aktien gekauft haben. Rückſicht zu nehmen hat die Verwaltung auf diejenigen Aktionäre, von denen ſie weiß, daß ſie von jeher onäre geweſen und daß ſie das Vertrauen in die Verwaltung geſetzt hatten und mit ihr durch Dick und Dünn gegangen ſind, weil ſie gewußt haben, daß hier ernſt gearbeitet wird. Hier in Mannheim iſt auch ein Rieſengeſchäft in Benzaktien gemacht worden. Wenn der Herr Landgerichts⸗ direktor im vorigen Jahre an ein Bankgeſchäft in Mannheim geſchrieben hätte, ſo wären ihm ſeine Aktien ſofort abgenom⸗ men worden.(Herr Landgerichtsdirektor Maul: Ich will die Aktien ja nicht verkaufen! Ich habe auch die ſchlechten Jahre der Geſellſchaft mitgemacht!) Das ehrt uns außerordentlich und wir hoffen, daß Sie noch Freude an Ihren Aktien erleben! (Seiterkeit.) Es beſteht die Abſicht in der Verwaltung, die Aktien und Obligationen an der Mannheimer Börſe u. zwar im nächſten Jahre einzuführen, wenn die neueKapitals⸗ erhöhung vollſtändig erledigt iſt und es ſich dann überſehen läßt, wie die neue Aktienemiſſion ſich macht. Ich kann dem noch hinzufügen: Sie ſind alle eingeweiht, aber man kann dfes bei einer Veröffentlichung des Proſpektes nicht verlangen und es würde dann ein Schönheitsfehler vorliegen, der wirklich der Benzgeſellſchaft nicht zukäme, wenn wir die Dividendenver⸗ teilung der letzten 5 Jahre veröffentlichen würden. Wir in Mannheim wiſſen, daß das dividendenloſe Jahr das Jahr der Transferierung der Fabrik war. Es iſt richtiger, wir warten bis zur nächſten Generalverſammlung ab. Herr Landgerichtsdirektor Maul: Im bemerke, daß ich mit den Erklärungen des Herrn Vorſitzenden völlig zufrie⸗ den bin. Herr Bankier Frühauf⸗Pforzheim: Ich wollte meiner Befriedigung über die Bilanz dadurch Ausdruck geben, daß ich mir vorgenommen hatte, vollſtändig ſtumm zu bleiben, möchte aber nur bemerken, daß mich der Herr Vorredner zu einigen Bemerkungen veranlaßte. Man hat mich früher den ſogen. Führer der Sauluspartei geheißen. Aus dieſem Saulus iſt nun ein Paulus geworden. Ich will nicht den Namen dieſes Apoſtels verdienen, wenn ich heute für die Geſellſchaft ſpreche. Wenn wir die Tantieme von 750 000 Mark betrachten, ſo finden wir darin den Ausdruck der glänzenden Verdienſtziffern. Es muß den Leuten, die dieſen Verdienſt ſchufen, auch ein Aequi⸗ valent geboten werden. In unſerer modernen Zeit ſind der⸗ artige große Werke nur zu leiten mit Abnützung von Nerven⸗ kraft und Nervenſpannung. Ich bin feſt züberzeugt, daß ſich Benz gut rentiert und wir haben alles Vertrauen zu der Ge⸗ ſchäftsleitung. Herr Bankier Stern: Allgäuer geſprochen haben, ſo will auch ich als Mann⸗ 18 heimer das Wort nehmen. Ich ſtehe auf einem anderen Standpunkt. Wenn wir den Herren die doppelte Tantieme bezahlen müßten, dann würde auch das finanzielle Reſultat ein dementſprechendes ſein. Ich halte dieſe Vergütung des Auf⸗ ſichtsrats und der Direktion ſür angemeſſen wenn man bedenkt, daß ſie wöchentlich Sitzungen abhielten. Daun möchte ich die Verwaltung bitten, die Einführung der Aktien an der Mann⸗ heimer Börſe zu beſchleunigen. Redner erſucht ſodann noch um Auskunft über die Ausſichten. Der Vorſitzende: Ich muß eine Bemerkung richtig ſtellen. Der Herr Vorredner hat von wöchentlichen Sitzungen geſprochen. Aber die Kommiſſion und der Vorſitzende wurden täglich durch Beſprechungen in Anſpruch genommen und zwar nicht etwa durch ein Kommen und Gehen, ſondern durch lang⸗ wierige Geſpräche. Was die Ausſichten anbelangt, ſo haben wir für die nächſte Zeit dreimal ſoviel Aufträge, wie zu gleicher Zeit des Vorjahres. Unſer Arbeiterſtand beläuft ſich nach dem letzten Ausweis vom 31. Juni auf 5183 Arbeiter, alſo weitaus die größte Maſchinenfabrik in Baden. Nach alledem was man hört und ſieht und was uns berichtet wird, können wir nicht ſagen, daß die Ausſichten etwa nicht befriedigend ſein ſollen. Auf eine Anfrage aus der Mitte der Verſammlung über die Hellinganlage bemerkte der Vorſitzende: Vorläufig ſind wir ohne beſtimmte Pläne und ohne beſtimmte Marſch⸗ route. Aber jeder wird ſich ſelbſt ſchon eine Erklärung geben können, wenn er geleſen hat, daß wir den Bau von Schiffs⸗ maſchinen aufgenommen und wir ſchon ſchöne glänzende Erfolge erzielt haben. Es wurde hier ein Schiff in Mannheim vorgeführt, das in 3) Sekund. rückwärts geſteuert werden kann. Die Manöverierfähigkeit des Schifſes war beſonders ver⸗ blüffend. Die Schiffsmaſchine eignet ſich für Kanal⸗, Fluß⸗ und Küſtenſchiffahrt. Außerdem beſitzt ſie den eklatanten Vor⸗ teil, daß ſie keinen Rauch hat und ihren Brennſtoff in Tanks mit ſich führt. Es iſt natürlich, daß wir zu dem Einhau dieſer Schiffsmaſchinen nicht gern eine fremde Werft in Anſpruch nehmen. Die Bilanz ſowie der Geſchäftsbericht wurden hierauf ein⸗ ſtimmig genehmigt und dem Vorſtand und Aufſfichtsrat Ent⸗ laſtung erteilt. Des weiteren beſchloß die Generalverſammlung die Er⸗ — — Ausgabe von 4000 Inhaber⸗Aktien zu je M. 1000. Wie der Vorſitzende hierzu bemerkt, rechtfertigte ſich der Antrag der Verwaltung von ſelbſt. Die Verwaltung habe vorbehalt⸗ lich anderer Entſchließungen den Entſchluß gefaßt, die Aktien zum Kurſe von 160 Prozent den alten Aktionären zur Verfügung zu ſtellen, und zwar 3 Millionen Mark, während eifé Million von der Geſellſchaft übernommen werden zum freihändigen Verkauf. Die Aktien find für das ganze Jahr dividendenberechtigt, alſo von vornherein wie die alten Aktien ausgeſtattet. Die Verwaltung glaubt dadurch den Aktionären ein beſondere bene zu verſchaffen, damit erhalte die Dividende von 10 Prozent einen ſchmackhafteren Genuß. Die Emiſſion ſoll in allerkürzeſter Zeit vor ſich gehen und bis Oktober be⸗ endet ſein. Die Aktien werden nicht unter Pari begeben. Das geſetzliche Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeſchloſſen. Die jungen Aktien nehmen vom 1. Mai 1912 an der Dividende teil. Der turnusgemäß aus dem Aufſichtsrat ausſcheidende Nachdem nun die Pfälzer und N Anionwerke,.⸗G., Fabrikenf, Bauerei⸗Einrichtungen Der Vorſitzende dankte hierauf allen Erſchienenen und ſchloß nach 1½ſtündiger Dauer die Generalverſammlung. Mannheimer Effektenbürſe vom 12. Auguſt. Die Börſe zeigte ziemlich feſte Haltung. Höher gefragt wurden: Pfälz. Bank⸗Aktien zu 127.50 Proz., Anilin zu 542 Proz., Weſteregeln zu 207 Proz., Schroedl⸗Aktien zu 192 Proz., Frankfurter Allgem. Verſicherungs⸗Aktien zu 2382/ pro Stück und Heddernheimer Kupferwerk⸗Aktien zu 117 Proz. n. Mannheimer Produktenbörſe. An der heutigen Börſe charal teriſierte ſich die Tendenz als behauptet, da von den Auslands⸗ märkten ziemlich unveränderte Offerten vorlagen und das bei uns herrſchende kühlere Wetter einen Anreiz bot. Im allgemeinen war aber das Geſchäft klein, da die Händler als auch die Mühlen ſich reſerviert verhielten. Im hieſigen offiziellen Kursblatte wurden nur wenig Veränderungen vorgenommen. Für Weizen konnten die Preiſe für amerikaniſchen eine Beſſerung um 0,25 M. per 100 Kg. erzielen. Ferner wurde der Preis für Braugerſte, die in trockener Ware geſucht bleibt, um 025 M. per 100 Kg. erhöht. Platahafer war etwas nachgiebiger. Vom Ausland werden angeboten die Tonne gegen Kaſſa eif Rotterdam: Weizen Laplata⸗Bahia⸗Blanca oder Barletta⸗Ruſſo 76 Kg ber Aug.⸗Sept. M. 164.——164.50, dito ungariſche Ausſaat 77 Kg, per Auguſt M. 165.——165.50, dito ungariſche Santa Fe 78 Kg. per Aug. M. 166.——166 50, dito blau ſpitzig 78 Kg. per Aug.⸗Sept. zu D. 160.50—161.—, Kanſas II per Auguſt⸗Sepiember M. 170.50 bis 171.—, Redwinte II per Auguſt⸗Sept. M. 168.50—169, Mani⸗ tobg Nr. 2 per Sept.⸗Okt. 170.50—171.—, dito Nr. 3 per Sept.⸗Okt. 167.50—168—, lkan9 Pud 30⸗35 prompt M. 170.50—17. Ulta 10 Pud prompt M. 172.50—173.—, Azima 10 Pud 5 ſchwi M. 182.——182.50, Rumänier 78⸗79 Kg. per Aug⸗Sept. M. 168.50 bis 169.50, dito 3% blaufrei prompt M.—.—, Rumänier 79—80 K 3 Prozent blaufrei M.—.—, dito per Aug.⸗Sept. M. 171.——171. Norddeutſcher 76/77 Kg. wiegend p. prompt Verſchiffung 161.50—162. Roggen nuſſiſcher 9 Pud 10⸗15 per prompt Y. 129.——129.50, dito 9 Pud 20⸗25 ver prompt Mk. 131.—131.50, dito 9 Pud 30⸗35 per prompt 132 50—1338.—, norddentſcher 72½73 Kg. per A.⸗Sept. Mark 126.——126.50. Gerſte ruſſiſche 59—60 Kg. per Aug.⸗Sept. Mk. 125.50—126.—, dito 58⸗59 Kg. per Aug.⸗Sept. Mark 123.50—124.—. rumäniſche 5960 Kg. per Aug.⸗Sep'. Mk. 124.50—125.—. La Plata 58 Kg. per Au Sept. 125—125.50. Mais Laplata gelb rye terms ſchvimmend Mark—.—.— Aug.⸗Seot. Mk. 108.50 109.—, Donau Galatz Fornanian p Mk. 115.50—116.—, Odeſſa per prompt Mk. 114.50—115.—, Novor per prompt Mark 000—000.00, Mixed per prompt Mark 122.50—128 Hafen ruſſ. 46⸗47 Kg. Alg.⸗Sept. 130——139.50, dito 47⸗48 Aug.⸗Sopt. M. 140—140.50, Donau 46⸗47 v. Aug.⸗Sept. N. 141—141. dito 50⸗1 Kg. Juni et. 000.——000.00. La Plata 46—47 per Aug.⸗Sept. M. 110,50—111.—. wt ſil N Telegraphiſche Handelsberichte * Offenbach, 12. Aug. Die Mitteldeutſche Schu h⸗ fabrik Heinrich Roth in Offenbach iſt laut„Frkf. Ztg.“ in Konkurs geraten. 5 München⸗Gladbach, 12. Aug. Der Aufſichtsrat der Gladbacher Texrtilwerke vorm. Schneider u. Irmen beantragt für 1911⸗12 die Verteilung von 5 Proz. Dividende gegen 7% und 9 Proz. für 1910⸗11 und 1909⸗10. *Berlin, 12. Aug. Unter der Firma B. Counde Akt⸗Ge wurde der„Frkf. Itg.“ zufolge die hieſige gleichnamige Chemi Waſchanſtalt mit 1 Million Mark Kapital gegründet. 855 Von der Frankfurter Börſe. — E 1 2¹ — Hohenlobe⸗Wer G. phenlo (Proſpekt 73) 4½„hypoth. ſch eingetragene, bis 19 bare Teilſchuldverſchreibungen zur Notierung. Lieferung p in definitiven Stücken. Zinſen vom 1. Auguſt 1912.— an ſind vom Lothringiſchen Hüttenverein Aumetz Friede in B (Proſpekt 72) die neuen Aktien Nr. 112 500—145 000 in D (Titre Lobaux zu je nominell 1500 Frs. Nr. 37501—48333) bisher notierten lieferbar. 5 Die Aktien der Shantung⸗Eiſenbahngeſellſchaft ſind vo ds. Is. an nur noch mit dem neuen Dividendenſcheinboge Marx& Goldschmidt, Mannheim Telegramm⸗Adreſſe: Margold. Fernſprecher: Nr. 56, 1637, 643 12. Auguſt 1912 Wir ſind als Selbſtkontrahenten unter Vorbehalt: ——— .⸗G. f. Kinemato rafie u Filnwerleib., Straßburg Atlas⸗Lebensverſicherungs⸗Belellſchart, Zudwigshafen Zaviſcht Feuerverſtcherungs⸗Bank Baumwollſpinnerei Speyer Stamm⸗Aktien 5„ Vorzugs⸗Aktlen Benz& Co., Mannheim, Bruchfaler Brauerei⸗Geſellſchaft Bürgerbräu, Ludwigshafen 5 Comvpagnie franeaiſe des Phosphates de lOceanie Deutſche Celluloidfabrik Leipzig 8 Deulſche Südſeephosphaf.⸗G. Europa, Rückverſ. Berlin Erſte Deutſche Ramiegeſellſchaft, Emmendingen Erſte Oeſterreich. Glanzſtoffabriten Fahr Gebr.,.⸗Geſ., Pirmaſens Flink, Eiſen⸗ und Hroncegleßerei, Nannheim Forſayt! G. m. b. H. Hamburg Verſich. vollbez. Akt Herrenmühle vorm. enz. Heidelberg Kühnle, Kopp u. Kauſch,.⸗G. Frankenthal London und Provinctal Electrie Theatres LS'td. Maſchinenfabrik, Werry Neckarſulmer Fahrrabwerkt Stamm⸗Aktien Pacifie Phosphate Shares alte ſhares 75. 2„lunge„ Preußiſche Rückverſicherung . Terrain⸗Geſellſchaft einiſche Automobil⸗Geſellſchaft.⸗G., Mannbeim Rhein. Metallwarenfabrik Genußſch. Nbeinſchiff.⸗A.⸗G. vorm. Fendel, Mannheim Stahlwerl Mannheim 5 Süddeutſche Jute⸗Induſtrie, Mannhei! Süddeutſche Kabel, Mannheim, Genußſcheine N. 220 11¹⁵ 106 104 M. 166 184 60 M. 570 Unionbrauerei Karlsruhe 75 Unien, Projektionsgeſellſchaft, Frankfurt Bita Lebensverſicherungs⸗Geſellſchaft, Mannheim Waggonfabrik Raſtatt Weißenhofterrain.⸗G. Stuttgart Zſchocke⸗Werke Katſerslautern Schloßhotel Heidelberg wenigſten Menſchen eine Ahnung aken geſchlagen iſt, wo man Herr Hofrat Hermann A. Marx⸗Mannheim wurde per Akkla⸗ mation einſtimmig wiederum in den Aufſichtsrat gewählt. 6. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nochrichten(Abendblatt). Mannheim, 12. Auguſt. Kurzzetel bes, Mumhener Generl⸗Atzeiger, Bad ce Neueſte Nachrichten“ Obliga Pfandbriefe. 4% Rh. Hyp.⸗Bk. unk. 1902 97.40 b; 3% perſchied. 87.90 bz 3½%„„„Kommunal 88..50 bz Städte⸗Anlehen, 3½ Freiburg i. B. 90.15 B 3½ Heidelberg v. J. 1903 29.50 B 4 Farlsruhe v. J. 1907 99.60 G 3 Karlsruhe v. J. 1896 86.— 31½ Lahr v. J. 1009 90.50 G 4½ Lndwigshafen 102.— G 4 8 v. 1906 97.50 G 35 5 88.60 B 4 Mannßh. Oblig. 1912 98.50 G 4 5„ 1907 98.90 G 4„ 1906 99.— 2 4 5„ 1901 98.10 G „„ 1885 88.80 G „ 1888 89.— G 3% f„ 1895 90.— G „ 1898 88.80 G 30% 1 1904 89.80 G „ 1905 86.80 G 3½ Pirmaſent unk. 1905 90.— 2½ Wiesloch v. J. 1905 91.50 G tionen. Eiſenbahn⸗Oblig. 4% Oberrh. Eiſenb.⸗Gef. Induſtrie⸗Obligation. 4½ Akt.⸗Geſ. für Seilindu⸗ rie rück⸗. 105% 4½ Bad..⸗G. f. Rhſchiff. u. Seelransport 98. 4˙½ Bad. Anil. u. Sodafbr. 102 50 G 4˙ Bad. Anil, u. Sodafbr. Serie B 103.50 bz 4 Br. Kleinlein Heidelbg. 99.— G 97.— G 108.50 B 5 Bürg. Brauhaus Bonn 103.— G 4˙½ Heddernh. Kupferw. 103.— G 4 Herrenmühle Genz 98— 4½ Koſth. Cell. u. Paprfbr. 100. G %½ Maunheimer Dampf⸗ f 2 annh. Lagerhaus⸗ Geſellſchaft 255 4% Oberrh. Elel'rizitäts⸗ werke, Karlsruhe 5 Pfälz. Chamotte und onwerk..⸗G Eiſenbg. 102.— 4% Pfälz, Mühlenwerke 100.— G 98.50 B 97.50 G 4% Schuckert⸗Obligat. 99.60 B Telegramme der Continental-Telegraphen⸗Compagnie, Reichsbankdiskont%½ Prozent. Schlußkurſe. Jrankfurt a.., 12, Aug,(Anfangskurſel. Kreditaktien 203.25 Diskonto⸗Co mandit 187—, ODarmſtädter 121 ¼, Dresdner Bank 154.50 e 75 Deutſche Bank 25425, Staatsbahn 152.50 Lombarden 19,25. Bochumer 240 ¼, Gelſenkirchen 203 ¼ L hütte —., Ungar 90.80. Tendenz: ſeſt. Wechlel. 195 1 19 2 Amſterdam kurz 169.55 169.60ſ Check Paris 8105 81.075 Belgien„80.775 80.825 Paris lurz 81.025 81.016 80.05 80.0, Schweitz. Plätze 80.95 80.95 heck London 20.485 20,480] Wien 84.866 84.90 London„ 20,452 30,450 Nasoleonsd'or 16 25 16.25 lang—.——.— Privatdiskonto 879186 2½/¼8 Staatspapiere. A. Deutſche. 12 10, 12. 40,o deutſch⸗Reichsanl. 100,80 100 75 ½ Mh, Stadt,A 1095 88,30 8830 „ 99,75 69.80] 5. Außländiſche. „ 79.80 79.95(5 Arg, f. Gold⸗A. 1887—-— 4% pr. konſ. St.⸗Anl. 100,75 100 755% Chineſen 1896 99 90 99.70 8 89.70 89.70 f4%„„ 1898 94.— 94.— 30%„ 79.90 79.80 4½ Japaner 94.10 94.— 4 badiſche St.⸗A. 1901 100.0—.—5% Mepik. äuß. 88/0-—J .1008/09 100,20 100,25 6 Mexikaner innere—.— 59.— „—— 40%* 4% bäd. St..1911 8„ 1896 355 Nab⸗Stdle 3˙%„ 96.40 93.55 89.30 87 85 3¹⁰¹* 88.— abayr..⸗B.⸗A. ö. 1915 100.30 100.25 „ 1918 100.80 100.10 3½ do. u. Allg.Anl. 88.05 3 do..⸗B.⸗Obl. 78.10 4% Pfälz..⸗B. Prior, 99,40 %½/ Pfälz..⸗B.Prior.—.— 89.50 31½ Pfältz. Konv. 1995——— 9220 4 Heſſen von 1908 100.— 100.— 96.40 93.10 89 25 88.10 88.10 78˙10 99.40 88.—43 50% BVulgaren 3% italien. Rente 4¼ Oeſt. Silberrente 90 20 90.35 4¼„ Papierrent. 90.10—.— 4% Oeſterr Goldrente 95,80 95.50 3 Portug. Serie 1 64.60 64.60 „ III 67.65 67.70 4½ neue Ruſſen 1905 100.35 100.50 4 Ruſſen von 1880 99.25 4 Türk. konv. unif. 1903 82.— 4„ unif. 89.90 4 Ungar, Goldrente 90.60 90,50 1 Kronenrente 86.95 86.85 Verzinsliche Loſe. 4 Bad. Prämien 101.— 101.40 ———— 80.— 89.90 —.——. 3 Heſſen 77.80 77.80 J4 Oeſterreichiſche830 175.90 175.90 3 Sachſen 80.— 80.20 Türkiſche 169.80 171.40 4 Württemberg 1919 100.30 100.80 Unverzinsliche Loſe. —.——.— Augsburger——.— 1908⸗1913—.——.— Freiburger——— 4 Mi Stadt⸗A. 1900—.——— 5 Bergwerksaktien. Aumeß⸗Friede Brüſſ.) 193.25 195.— Bochumer Bergbau 239.50 240 65 Buderns 110.75 111.40 Concordig Bergb.⸗G. 314.75 315.50 Bahwe e 178./ 182 chweller Bergw. 164 75 168.90 Faenee ch. 161.50 168 50 —.—203.%8 elſenkirchener Harpener Bergbau 199.—198.75 Maſſen, Bergbau Kaliw. Aſchersleben 166.69 166,80 Kaliw. Weſterregeln 208.— 208.25 Oberſchl. Eiſeninduſt. 82 70 82.70 Phönix 270 ½¼ 271.½ Vr, Königs⸗ u. Laurah. 175.50 176.50 —.——.— Gewerkſch. Roßleben—.— —— Berlin, 19. Aug.(Anfangs⸗Kurſe.) %½ Nuſſ..⸗G Zellſtofffb Waldhof bei Pernau in Livland 99.30 54½2 4% Speyerer Ziegelwerte 99.— 5 4½% Südd. Drahtinduſtrie 100.50 G Tonw. Offſtemn.⸗G.—.— G 4½ H. Schlinl& Cie. 100 40 6] Dr. H. Loſſen, Worms 4% Speyerer Brauhaus% Zell ſoffabrik Waldho 100.50 B .⸗G. Speyer 97.50 G4 ½% Zellft. Wald). 1908s 101.300 Altien Banken. Brief Gield 5 Brief Geld Badiſche Bank 10.— Weſt.⸗W. Sſamm 207 Pfälz. Bank„ Vorzug 013 5 4— 101 5⁰ Pfälz.„pp. Bank—.—193.—- Hrauereien. Jehein, Credithank—.— 135.— 5 Bad. Braueret—.— 738.— Nhein. Hyp.⸗Bant—.— 99.—5 Südd. Bank— e 8 Südd. Di 6. 5— 1485—œ¹ mM⸗Bes ucpe! 18. un deeee 5 Bi. Ganter, Freibg. 96.25-— Bahnen: Kleinlein, Heidelbeig—.— 210.— Heilbr. Straßenbahn—.— 70.— Fauibe, i 78.50— udſwigsb. Aktienbr. 278.— Ehem. Ind uſtrie. Mannh. Aknenbr.— 1 Bad. Anil.⸗u Sodafbr.—.— 542. Brauere! Sinner— 218.— Chem. Fab. Goldenbz.—.— 285.— Br,. Sorödl, Heidibg.—.— 192.— Cdem, Fabr. Gernsh.—.— 162.-]„ Schwartz, Speyer—— 128 Verein chem. Fabriken—.— 318.—„ S. Weltz, peyer—.— 80.— Berein D. Oelfabriken—.— 178.7öl„ Siorch., Speyer—.— 63— Brie/ Geld Brief eld Ur. Werger, Worms—.——.— 5. Fuchs Wfg. Hdlbg. 158-— Pf. Preßh. u. Sy ritfbr.—.— 200.—Hüttenh. Spinnere 30.— Transport 8 5 75 Südd. Kabelw. Frkf.—.— 117.— Verſicherung. Karlsr.Maſchinenban 156.——.— B..⸗G. Rhich, Seetr.—.— 84.— Nähmfbr. Haid u. Neu—.— 340.— Minn Danpfſchl.—.— 49.— Koſth. Cell. u. Papierf.—— 108.— Mannh. Lagerhau. 10.50 eannh. Gum. u. Asb.— 155.— Frankona Rück⸗ und Maſchinenf. Badenia—.— 180.— Mitperſ. vorm. Bad. Oberrh. Elektrizitt—.— 30.— Mück⸗ u. Mitperſ.— 10656 Pfälz. Mü lenwerjñtee Fr. Transp.⸗Unfall u. Bf, Nähm. u. Fahrrdſ.—.— 194.60 Glas⸗Berſ.⸗Geſ.— 2332 Portl.⸗Zement Hdlbg.—.— 153.— Bad. Aſſecuranz 1940 1930 Ry. Schuckert⸗Geſf.—.—142.50 Continental. Verſich 870— 850.— H. Seblinck u. Cie.—— 228.50 Mannh. Verſicherung 900.— 890.— Südd Draht⸗Jnduſt,—.— 133.50 Oberch. Verſich.⸗Geſ.—— 1150 Verein Freib. Ziegelw 98.———.— Württ. Transp.⸗Verſ 730.——. Speyr.„—ů—.— Würzmühle Neuſtadt———.— Induſtrie-. Zellſtoffabt. Waldhof—.— 245,50 8515 555 Zuckerfbr. Waghäuſel 225.—ſ— Dingler'ſche Mſchfbr. 115.ä——.— Han endi 88 Emaillw. Matik immer—.— 103.— Zuckerſpr, Frantenth. 45—. Etilinger Spinneret—.— 98.— ———— E reer r Frank furte 10: 12. 10. 12. Kredilaktien 205.25 Laurahütte—.176.— Disc,.⸗Kommandii 187.— 186./ Phönix 269./ 271.50 Staatsbahn—.——.— Harpener 198.25 199.50 Lombarden 19.% 19./ Tend,; feſt. Bochumer 289.25 240 50 Berlin, 19. Aug.(Schlußkurſe.) 10. 12. 10. 12. Wechſel auf Amſter⸗ 8% Bayern 88510 88.10 dam zur 169.45—.—3% Heſſen.—.— 88.— We 20.475 20.475 86% Heſſen 77.50 77.60 Wechſel Vars 81.— 81.203⸗% Sachſen 80 20 80.30 Vechſel a. Wien ſur 84.82 84.87 4% Argentiner v. 189 35 90 86.20 4% Reichganl. 100.90 100,90% Ehineſen von 1896 99,90 99 90 adee Neinenl 90.— 89.80 05 11— 94.— 94.10 200 chganleih-⸗ 680.— 80.—3 aliener—.—.— 4% Conſols 100 90 100.9[ Mannh. Stadtan. 98.50 98.30 ANe„ 98— 8 5—.— 96.20 30%.— 80.—8 Pormg. unif. S. 3 37.75 67.80 4e% Bad. J. 1901 100.— 100.—5 Rumänen v. 1908 101.25 101.— 4% 21 100— 100—8% Ruſſ. Anl. 1902 90.80 90.80 —9„ Sonp.—.——.—14 Türken unif. 90.1. 00.50 * 100%7—.— 88 30l Fürk. 400 Freg.⸗Loſe 170.— 171.— erliner EI Cementfabr. Kaelſtadt 123.50 124.10 + Effektenbörse. Altien induſtrieller Unternehmunzen, 10. 19. Aluminium Neuh. 250.— 250.10 Aſchbg. Buntpapfbr. 182 50 182.50 „ Maſchpaofbr. 135.50 136.30 Neue Bod,⸗A.⸗G. Berl. 118.— 17.50 Südd. Immo il.⸗Geſ. 53.50 63.50 Grün u. Bilfinger 132.— 129.50 Wayß u. Freytag 147.— 147.— Eichbaum Mannheim 118.50 113.50 Frankf.(Henninger) 127.50 127 50 do. Pr.⸗Akt. 1690.— 130.— Herkules(Caſſel) 167.— 167.— Mannh. Aktien⸗Zr. 149,.— 14.— Paxkakt. Zweibrücken 97.50 97.50 Tioher. Freiherr!, v. 285.——. Weltzz Zonne,Speyer 78.— 78 Bleinn Silbrh. Braub, 161.—129 70 Badiſche Anſlinſabrik 540.——.— Cemenbwerk Heidelbg. 152.90 152.60 Chem. Werke Albert 480. 480. Chem. Gernsh. Heubr. 160.— 160.— Ch. Fabrik Griesheim 201.— 261.75 D. Gld⸗ u. Slb. Sch. U. 720 50 715.— Farbwerke Höchſt 659,50 658.— Ver. chem. Fabrik Nh. 350.— 348.— Holzverkohlung⸗Ind. 326.75 328.1 Rütgerswerke 198.80.199.— Ultramarinfabr., Ber. 231.—25.5 Wegelin Rußfabri! 246,.— 246.— Südd. Drahtind. Mh 138.— 133.— Akkumul.⸗Fab. Berlin 564.50 566.50 Eleltr.⸗Geſ Allgem. 269.— 269 25 Bergmann Werke 140.— 140, Brown, Boveri u. Co. 132.— 131 80 Diſch⸗U¹le erſ.(Berl.) 1/0.50 170 25 Lahmeyer 127.— 128.25 Elekt.⸗Geſ. Schuckert 161.— 161 25 10. 12. Ziemens& Halske 241.½ 240,. Voigt u. Haeffner 181. 183.75 Gummi Peter 120.— 120.— Heddernh. Kupſerw 117.— 117.10 Allkircher Mühlenwe, Straßburg 122,.——.— ſtunſtſeidenfabr. ferkf. 121.— 128.50 Vederwerk, St. Ingbrl 54.— 54.— Spicharz Lederwerke—.——.— zudmigsh. Walzmühle 169. 169.— Adleifahrradw Klzper 535.75 551.— Maſchinenfbr.Hilpert 106. 105— Badenia(Weinheim) 174— 174.— Dürrkopp 603.25 503.25 Daimler Motoren 352,50 350.— Eiſen Fahrr.⸗u. Autw. 156.— 126.25 Maſchinenf, Gritzner 279.90 23.— Farlsruher Maſchinen 157.— 154. Mauuesmannröhr 211.—211ʃ 50 Maſch.„Armatf. clein 151,75 151.75 Pf. Nähm,⸗u. Fahrrdf, Gehr. Kayſer 192.50 192.— Schnellpreſſenf. Frkth. 292— 292.50 S hraabſpdfbr. Kram. 173.— Ver, deutſcherOelfabr, 178.50 178.78 If Pulverſb. St. Jgb. 135.—— Schunck& Co. 225.— 224 75 Ber. Fränk, chuhfbr. 124.75 124 50 Sch(abr. Herz, Frkf. 137.— 187.— Seilin du lrie Wolff 116.— 116.— Biwo ſp. Lamperts u.—.—. Ettlin jen 101.25 109.50 krmmgarn Kalſersl. 203.— 203,.75 Waggenfabrik Fuchs 158.50 158.50 Zellitoffaor. Waldhof 244.57 246.— Bad. Zuckerfabrik 221.— 223 80 — Frankent). Zuckerfor. 480.50 430.— Rheiniſche Schuck.⸗G. 141.—141.— Bank. und Verſicherwigs⸗Aktien. 10. Badliſche Bank 131.50 13.f50 Berg: u. Metallbank 122. 132.4 Betl. Handels⸗Geſ. 168.50 168.25 Comerſ. u. Disk,⸗B. Darmitädter Bank Deutſche Bank Deutſchaſiat. Bant D. Effekten⸗Bank Disconto⸗Comm. 1886.75 187.½ Dresdener Bank 154.25 154,50 Metallb. u. Metallg G. 132— 132,.40 Eiſenb. Rentbant 1580.90 180.50 Frankf. Hyp.⸗Bank 216.—216.— 2 +— 121.% 121./ 254.¼ 254.75 128.10 12.10 116,10 116.10 Natiommbank 1283.—123.— Oeſterr.⸗Ung. Bank 148.25 148.25 Oeſt. Länderbank 134.—134.— „ Kredit⸗An talt 204.75 205.50 Pfalziſche Bank 127.50 127.50 Pfälz. Hyv.⸗Bank 191.— 193.30 Preuß. Hypot hekenb 113.20 18.30 Frkf. Hyp. Creditv, 159.89 159.80 10. 12. 4% Bagdadbahn 83 30 83.50 Oeſter. Kreditaktien 204.½ 205.½ 4% Ungar. Goldrente 90 30 90.40 4„Kronenrente 87 10 86.80 Berl. Handels⸗Geſ. 163.— 168.½ Darmſtädter Bank 121 75 121.75 Deutſch⸗Aſtat. Bant 129.10 129 10 Deutſche ank 254./ 255. Disc.⸗Kommandu 187.— 186.¾ Dresdner Bant 154 50 154.% Reichsbank 133.,10 185.20 Rhein. Kreditbaunl 135.— 135.— Ruſſenbank 163 20 163.— 124.20 124.50 115.50 118 80 ———.— Schgaffh. Bankp. 1 Disc.⸗G.⸗A. Staatsbahn Deutſſhe Rei hshan 139.25 136.— Rhein. Kreditb ink 135, 135.— Nhein. Hyp.⸗B.. 199.— 198.— Schaaſſh. Bankber. 124.10—.— Wiene. Bankver. 134.70 134.70 Südd. Diskont 115.70 116 50 Bank Ottomane 185.— 135.— tektenbörse. 10. 19. Anilin 541.— 544.70 Auilin Treptow 443.70 431 70 Ar in)g. Bergwks ge 417.20 417.20 Berg nann Elektr. 141.— 14).— Bochu ner 240.50 249.ſ½ Brown overi 132.— 131.70 Buchſ. Maſchinenf 353.— 352.20 Chgem. Albert 479.— 480 50 Conſolidation f. V. Daimler Deutſch⸗Luxenbg, Dortmunder Dynamit⸗ Truſt 181.— 180.¾ Deutſch⸗Ueberſer 170.50 159.60 D. Gasglühlicht Auer 607. 607.— D. Waffen u. Nunit 519 70845 50 319.70 359.— 179.½ 132.½ ——— Aktien deutſcher und ausländiſcher Transportanuſtalten. 10. 12. 10. 13 Südd. Eiſenb.⸗G. 128.75 128.50J Oeſt. Süüdbahn Lomb. 18.— 19.½ Hamdurger Packet 143.25 144.25 Oeſt. Meridionalbahn 115 50 118.75 Norddeutſ her Lloyd 121.½ 128.— Baltimore und Ohio 109.— 109.25 Oeſt.⸗Ung. Staalsb 152 50 152.[Schantun:⸗E..⸗Akt, 180,75 180,50 Pfandbriefe, Prioritäts⸗Obligationen. 10. 12 97.80 97.80 98.70 93,80 19, 12. Frkf. Hyp.⸗B. S. 14 „.201.1515 „ 1 unk. 1920 „S. 16u.17 kdb. 1910 „ 5 18 kdb. 1905 „S. 12, 16 u. 15 S. 19 4Pr. Cent.⸗Bod.⸗Cr.⸗ G. v. 1908uk, 1913 97.80 4 Pr. Cent,⸗Bod.⸗Cr.⸗ G. b. 1907uk, 1917 4 Pr. Cent.⸗Bod.⸗Cr.⸗ G. v. 1909 uf. 1919 1 Pr. Cent.⸗Bod.⸗Cr.⸗ G v. 1910 quk. 1920 4 Pr. Centr⸗Kom. v. 1991 kdb. 1910 4 Pr. Lentr.⸗Ko n. v. 3½% Frkf. Koſnmual 1908 unk. 1917 90.50 90.30%½ Pr. Hyp. AB.abg 4 S. kdb 191 4 Hyp.⸗.⸗B 1 1 5 S. 15-ſ0.27,8,82.42 91.50 91.503½ Pr. Hyp. A. B. 4 Frkf. Hyp.⸗Rr.⸗V.„ 04-•18 S. 43 uk, 1913 98.80 98.80„ 05⸗14 4 Frkf. Hyp.⸗Kr.⸗V.„ 07-17 S. 46 uk. 1908 18,19ko. 4 Frkf. Hyp.⸗r.⸗ B.„1912 S. 47 unvl. u. uk. 1915 51914 4 Frkf. Hyp.⸗Kr.⸗V.„ 21 S. A8unvl. u. uk. 1917„1917 4 Frk'. Hyp⸗Ke ⸗B. 4% Freuß. Pfändb.⸗ .49 unvl. u. uk.1919 Hank unk 1919 4 Frkf. Hyp.⸗Kr.⸗V. 4% Pr. Pfdbr.⸗Bk.⸗ .50 unvl. u. uk.!920 Hyp.⸗Pidbr. Emiſ. 4 Frkf. Hyp.⸗KRr.⸗B. 30 u. 31 unkdb. 1920 .51 unvl.u. uk 1921 87„1014 35⁰ Frkf. Hyp.⸗Kr.V. 3½%„ 55 S. 44 uk. 1913 3½ Pr. Pfobr.⸗Bank⸗ 3½% Frkf. Hyp.⸗Kr. V. Kleinb. o, 04 .23⸗30u 82ʃtilgb.) 4% Rh. H,.Pfob. 3½ Frlf. Hyp.⸗Kr. B. 1902-07 S. 45(ktilgb.) 1912 3% Pfälz. Hyp.⸗Bank 1917 4 Pfälz. Hyp.⸗Beeſik„ 1919 4„ Uk, u„ 1921 unvrl. 1917 erſchieb. 4 Pfälz. Hyp.⸗ J. uk. 8 1. 1914 u. unvrl. 1920 3/ Rh. CO. 4 do. do, 1022 2¾0 Ital, ſttl.g. E. B. 4 Preuß. Ceutr.⸗Bod⸗ 3 Cred.⸗G v. 190 Oberr). Verſich.⸗G. 1145 1145 Mannh. Verf.⸗G.⸗A. 890.— 890.— 4„Centr.⸗Bod⸗CEr.⸗ Gy lSogu 190 kdb. Oberrh. Eiſenb.⸗eſ. 96.40 96.70 99.—. 99.— Mannh. Stadtanl. 100.80 100,70 4 Pr. Cenir.⸗Bod.⸗Cr. Kreditaktien 204.75. Diskonto⸗Commandit 186 75 4 97.80 99.20 99 20 97.80 98.80 98.50 97.80 98.80 93.50 93.70 99.70 95.70 05.25 87.60 97.20 97.25 96.80 98.10 97.90 91.25 98.30 97.75 98.— 98.— 30⁰5 5 98.— 93— 89— 89.— 89.—. 89.— 98.70 99.70 95.60 95.60 87.60 97.20 97.20 97.70 98.10 97.50 97.25 98.30 97.75 98.40 * 4** 4 * +* 4% Pr. Pfob. 4% 98.— 98.— „„ 98.80 98.80 * 4%„ 99.10 4% 99.10 99.10 99.10 98.40 99.10 99.10 99.— 91.50 98.70 94.80 97.40 97.50 97.80 97.80 99.— 88.— 88.— 88.30 67.25 99.— 91.50 98.70 99.30 99.10 * 92. 92. 94.50 90.50 90.50 97.40 97.50 97.80 97.80 99.—— 88.— 88— 88.30 67.25 99.50 88.50 95.80 99.50 89.40 98.80 * 98.60 99.10 99. 0 99.70 99.20 99.70 2 97.90 97.10 97.40 97.— Nachbörſe. G. v. 1903 uk. 1912 Staatsdahn 152,50, Lombarden 19.— 5 ——— 10. 12. Gelſenkirchner 203 25253 75[Rombacher Hütte 180.— 179.— Harpener 199— 133.25Rittgerswerken 199.20 199.80 Höch ter Farbwerk: Hohenlohewerke Kaliw. Aſchersleben Kölner Zergwerk Celluloſe Koſtheim Lah neyer Laurahütte Licht u. Kraft vothringer Cemen Unndwi doewe& Rannes nanmtöhren 655 20 658.10 185 70 185 30 165.70 185.— 4908.— 500.— 197.70 197 50 123.80 126 60 175 25.17725 188 50 133 20 132 132.20 23 50 323.— 210.8921150 S huckert 161.— 160.20 Siemens& Halske 239 70 240.40 Sinner Brauere!i 2186.10 216.— Stettiner Vulkan 199.10 199.10 Tonwaren Wieslo 121. 121— Ber. Glan; off Elber 567 50 567 50 Ve eregeln 207˙80 208.— . Draht. Langend. 110. 140.20 Bittener Staplröhren 216.— 217— Zellſtoff Laldhofß 244 215.20 Ber, köln⸗Rottweiler 3290— 326.30 Lombarden Zaltimore u. Ohio Canada Pacific 19.— 19.25 108 75 109.¾ 276.½ 277½ D. Steinzeu verke Slber!, Farden 287— 287.50 542.— 545.— Eſſener Kreditanſtalt 160.70 180.70 138.50 183.— Oberſſbl. Eiſenb⸗Bed 101 60 103.20 Otadi 99.90 83.20 Orenſtein& koppel 214.30 215.— South Veſt⸗Afrika 143 20 143 40 Ih önfx 208.70 271.50 Bogtländ. Naſchfbr. 716.20 720. thein. Stahlwerte 177.70 179 20 Privatdiskont 3/½%. W. Berlin. 12. Aug.(Telegr.) Nachbörſe. 10. 12. 10. 12 Kredit⸗Aktien 205.— 205 ½ Staatsbahn—.——.— Diskonto Komm. Hamburg Packe.(43 60 145.— Facon Nannſtädt Nordd. Lloyd 12129122.80 Faber gleiſtiftfabrik 278.— 275.— Adlerwert en 358 90 561.50 felten& Guillaume 165.50 164 20 Allg. Elektr.⸗Gel. 258.— 268.90[Britzner Maſchinen 282.70 282.90 Aluminium 80.— 251——[Gr. Berl. Straßenb. 182.10 182.— 186.¼ 186 ½ Lombarden ——— 19.— 19.½ 4 — —— daß bote dire nehn halt. Anh es if Verk der heite Vero doch zuha deſſe Dieſ tehe teien, ſpielt⸗ 535 wurd thal .⸗S hier Zögli der A —— hat 1216 darau einge )̃ Stadt gegen gulier endet. nierte Bahn! E des iſt indeſſen davon keineswegs etwas zu merken, denn der Mannheim, 12. Auguſt. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblatt). insländische Hffektenbö Ausländische Hffektenbörsen. ondoner Effektenbdö Parif 8 80 Aug. Kel f n ürſe. 5 Pari Er Börſe. Wien, 12. Aug. Nachm..50 Uhr. ondon 12. 15 Te 35) Anfangskurſe der Effektenbörſe. Paris, 12. Aug. Anfangskurſe. 10 8 10. 125 itakti 5 8 1 Kreditaktien 656.— 655.70 Buſchtehrad B. 951.— 951.— 22/ Conſols 74½½10 74¾J Premier, 5 Oeſterreich⸗ 2047 5 1 ichsanleihe 7 12 Randie 67 67 300 Rente 92.33 92.35 Charlered 37.— 38.— Oeſterreich Ungarn——— 2078 Oeſterr. apterrente 90.40 90.60 25 an 8 Spanier 91.— Debeers 498.— 502.— Bau u. Betr..⸗G.—.—.„ Silberrente 91.40 91.65 1 Argentinier 867¼ 88145 Atchiſon comp. 110¼/ 112— Türk. Looſe— 77. 65 Unionbank 618.— 618.—„ Goldrente 113.90 113.80 Italiener 651½ 95ʃ½ Canadian 285.. 288/ Banque Ott 686.— 690.— Goldfield 102.— 103.— Ungar. Kredit 859.— 860.— Ungar. Goldreute 107.85 107.90 4 Japaner 84— 84 Baltimore j3j)) 72.— 166.— Wiener Bankverein 539— 580.— Kronenrente 87.15 87.15 3 Mexikaner 31½ 611½ Chikage Milwauke 111% 112— 8 172.5 166.— Länderbank 539.— 539.— Wch. Frankf. viſta 117.76 117.72 8 1 17— 1525 com. 20— 20¼ Tendenz: ſtelig. Türk. Loſe 242.— 241.—]„ London„ 241.12 241.12 omanban 875—Eri: 371½ 375, 3 Alpine 1030 1044 aris 95.43 95. Amalgamated 84% 85½ Grand Trunk ord. 20.— 20 Wiener Vörſe, Tabakaktien 0 Amſterd. 199489 190.50 Anacondas 8% die„ IIIpreſ. 56/ 56% Wien, 12. Aug. Vorm. 10 Uhr. Nordweſtbahn„„( 19.10 19.10 Rio Tinto 78— 78 Lzuisville 167½ 169— 8 Holzverkohlung—.——.— Marknoten 117.76 117.76 Central Mining 10¼ 10¾ liſſouri Kanſas 28¼ 28¼8 Kreditaktien 655.— 656.20 Oeſt. Kronenrente 87.18 87.15 Staatsbahn 718.— 717.— Ultimo⸗Noten 117.80 117.80 Chartered 29/ 28%8 Ontario 33¼ 33¼ Länderbank 539.20 539.20]„ Papierrente 90 40 90.60 Lombarden 103.— 103.50 Skoda 768.— 760,5% De Beers 19¾ö 19½ ock Island 261½ 27¼ Wiener Bankverein 539.— 539.20„ Silberrente 91.40 91.65 8 Eaſtrand 3½%8 3½ Southern Pacific 114% 115ſ½[ Staatsbahn 718.— 717.— Ungar. Goldrente 107.85 107.90 Tendenz: ruhig. Geduld 13„ Nailway 307/ 30¼ Lombarden 102.70 103.—]„ Kronenrente 87.15 87.15 Goldftelds 4— 4½% Union cvm. 176%8 178—Marknoten 117.75 117.76 Alpine Montan 1023 103 89⸗ 3 Jagersfontein 6½ 6¼ Steels com. 73¾ 74˙% Wechſel Paris 95.43 95.430 Skoda 765.— 760.— Moddersfonlein 12— 12¼] Tend.: feſt. Tendenz feſt. Produktenbörsen Perliner Produktenbörſe. Amſterdamer Vörſe. ſe. Berlin, 12. Aug.(Telegramm.)(Produltenbör ſeh, Amſterdam, 12 Aug.(Schlußkurſe.) Auguſt. i i Die Notierungen ſind in Reichsmark, Barzahlung per 100 Kg. FFFF;; 1 10 170 0 5 ab 5 800 1175 97 5 5 800.Küböl loko e 357% Hletzen, pfälz neu 21.75—22— Gerſte, hieſ. 10.—.0 e Ott. 207.25 20%% Si dez 34 1 34 Septet, 38% 4 Pfälzer 19.25.—20.50„Dezbr. 207.25 207 75„ e Jan.⸗April 33 ½/ 10 Azima 23.50—24.25 Futtergerſte 1625—16.75 Mai 212.25 712 500 Rüböl per Aug.—.——.—Kaffee loco. 53— 55—Leinöl Tend: matt. l, e e———Rosen per Sept. 170.25 170.—„Okt. 67.50 67.80 8 8 5 ruſſicher„Okt. 169 25 170.—„ Dez. 67.90 68,10 etter:—. Smgnſhe—55 dis aea,—13.— e 17 127% Budapeſter Produktenbörſe. eeee Db 100 75 18 2 99 2 10 Bnbapef, 12. Aug. Getveldemarkt.(Lelograum9 Manitoba 1 22.25—.—] La Plata 15.25—15.50 Die 170„„„ 10, 12. A Walla—.—Kohlreps, deutſcher 33.50-—.— per 50 kg per 50 kx anſas II 23.75—.— Wicken Königsberger———.— ruhig Auſtralier———Kleeſamen Luzerne ital. 105—115 Nariſ Er Probuktenbörſe. Weiten der 11 11 90—— ſtetig 11 15 18 der La Plata 28.25.23.75 5 Role 120—130 Hafer 5 Wte 1 11 0 Mgi fernen—.———Pfälzer Rotklee—.—. j ug. 21.— 20 85 ug. 2——— losgen ſeſher neu 17 101875 1 508—.——* Sel 1940 1980 Sett. 77 0 77 5 Koggen per Aprit feſt 5 5 ruhig ruſſiſcher 18.50— 18.75 Leinöl mit Fa—.——.— Sept.⸗Dez. 19.20 19.— Sept.⸗Dez. 77 ¼ 77 ½ 2 5——2+ ruhi norddeutſchen——. Rüböl in Faß——.— ov.⸗Feb 19.15 19.— 5 Jan.⸗April 777/ 76 ½ 225 9 8 ſtetig—.—— ig „ amerik.—.—— Backrüboöl.——Roggen Spiritus% s% Mais per Auguſt 9 40—— feſt 934—— ruhig „ ag 202% 50%„ Aig 82— 55%½„„ M 46— 781—— ept. 20.25 20.2 Sept. 55 4 f—— 7—— 5 5 Nr. 00 0 1 4 3 4 Fu ee 20.05 20.08 75 74 45 Rohlraps Auguſt 17 45 1745— trüge zeizenmeh„ Nob.⸗Feb. 20.— 20.— an.⸗Apri 9— 1 Roggenmehl Nr. 00 27. 27.40 27.30 Aug. 80— 80 ½ Liverpooler Börſe Tendenz: Braugerſte trockene Ware begehrt. Sonſtige Getreide⸗ 7 Sept. 26.50 26.40„ Sept. 79 ½% 80— 5 irten unverändert.„Sept.⸗Dez. 2635 26.25„ Sept.⸗Dez 797 79 102 Liverposl, 12. Aug.(Anfangs kurſe.) Mannheim, 12. Aug. Plata⸗Leinſaat Mk. 34.— dispontbel 7% Nov.⸗Feb. 26.45 26.40 Jan. April 72 /% 78% 10 12. nit Sack waggonfrei Mannheim. Mehl 3805 7 0 gae 880 loco 45 41 7% 24% Futterartikel⸗Rotierungen vom 12. Auguſt. Seßt. 35.35 35.10 5 Sept. 37 1 37 Weigen per 5 915 72½ Neues Kleeheu M..20, neues Wieſenheu M..50, Ma⸗„Sept.⸗Dez. 34,45 34.30] Okt.⸗Jan. 32 ½ 32— Mafs o Sept. 5/0% träge 47¹1—5ë ichtnenſtroh M..—, Weizen⸗Kleie M. 11.25, getrockneler Nov.⸗Feb, 34.20 34.20„ Jan.⸗April 32 ½ 32½ per Skt. e, Treber M. 14.50. Alles per 100 Kilo.„„ 353% ͤ ITaigg 1798— 78— 5 —— Stimmen aus dem Publikum. Der Laſtwagenverkehr in der Oſtſtadt. Der Stadtrat hat in anerkennenswerter Weiſe beſchloſſen, daß nunmehr der Laſtwagenverkehr durch die Oſtſtadt ver⸗ boten iſt und iſt dies auch durch die Großherzogl. Polizei⸗ direktion bekannt gegeben worden. Man ſollte nun an⸗ nehmen, daß der rege Verkehr mit ſchweren Wagen die an⸗ haltend Baumaterialien befördern und leer, ſehr oft noch mit Anhängewagen, an die Ausgangsſtelle zurückkehren, aufhört, Verkehr durch die Hilda⸗, Werder⸗ und Charlottenſtraße iſt heiter drauf los. Wo bleibt hier die Ausführung dieſer Verordnung? Die Polizeimannſchaften der Oſtſtadt haben doch ohne Zweifel Befehl erhalten, die Laſtwagenführer an⸗ 1 Dieſer ſtadträtliche Beſchluß ſoll doch nicht nur auf dem Papier neinderatswahl ſtatt. Die beiden Ortsparteien hatten ſch darauf gut vorbereitet. Das Wahlergebnis war, wie vor⸗ 50 Stimmen mehr erzielte. Von 576 Wahlberechtigten ſtimmten Streitigkeiten zwiſchen Angehörigen der verſchiedenen Par⸗ teien, wobei unter anderem auch das ſpielte und mehrere Perſonen ſchwer verletzt wurden. wurde der 28 Jahre alte Arbeiter Johann Ries von Tiefen⸗ thal wegen mehrfacher ſchwerer Vergehen gegen§ 175 des .St.⸗G.⸗B. zu 2½ Jahren Gefängnis verurteilt. ½ Durlach, 10. Aug. Geſtern früh ½5 Uhr wurden bier zwei aus der Erziehungsanſtalt Flehingen entwichene der Anſtalt zugeführt. Karlsruhe, 10. Aug. Die ſtädtiſche Straßenbahn der gleiche geblieben wie ſeither und die Fuhrleute knallen zuhalten und auf andere Wege zu verweiſen, man ſieht in⸗ deſſen nur in ganz vereinzelten Fällen einen Schutzmann. fehen, ſondern auch praktiſche Anwendung finden. Aus dem Großherzogtum. Heddesheim, 11. Aug. Geſtern fand hier Ge⸗ mniszuſehen, dem bei der Ausſchußwahl entſprechend. Auf jede Seite entfielen 4 Gemeinderäte, trotzdem die Wahlvereinigung für drei⸗ und ſechsjährige Amtsdauer der Kandidaten je etwa 546 ab. Die„Wahlvereinigung“ brachte es auf 294, die„Har⸗ monie“ auf 245 Stimmen.— Am ſpäten Abend entſtanden Meſſer eine Rolle )Mosbach, 10. Aug. Von der hieſigen Strafkammer 5 Zöglinge von der Schutzmannſchaft aufgegriffen und ſpäter hat im Monat Juli ds. Irs. 1 268 255 Perſonen gegen 216 706 im gleichen Monat des Vorjahres befördert, und daraus 109 268 M. gegen 101 726 M. im Monat Juli 1911 eingenommen. „Wertheim, 10. Aug. Die Bahnſtrecke Wertheim⸗ Stadtprozelten wird am 1. Oktober eröffnet. Es arbeiten ſegenwärtig etwa 200 Mann an der Beſchotterung und Re⸗ ulierung der Gleisanlage. Der Gleisanſchluß ſelbſt iſt be⸗ endet. Am Donnerstag fuhr tenmale die hier ſtatio⸗ Franzoſen unreihen. Obgleich beide Rennen Jockey⸗Reiten ſind, hat, (Säckingen, 10. Aug. Großherzog Friedrich und Großherzogin Hilda werden am nächſten Dienstag aus Anlaß hier eintreffen. )(Bad Dürrheim, 10. Aug. Die Zahl der Frem⸗ den betrug bis zum 6. Auguſt 3521 und die Zahl der ab⸗ gegebenen Bäder 56 764. N Pfalz, Heſſen und Umgebung. Von der Dürkheimer und Grünſtadter Gegend, 10. Aug. Während in der Dürkheimer Gegend die Herbſtausſichten in nur wenigen Orten als gut bezeichnet werden können, iſt dies in der Grünſtadter Gegend in den meiſten Gemeinden der Fall. Der Behang iſt daſelbſt ein überaus ſtarker, während in der Dürkheimer Gegend in vielen Portugieſerwingerten nur wenig Trauben hängen. Die Trauben ſind überall ausgewachſen und ſehr groß. Die Beeren ſind dick, geſund und wurmfrei. Gefärbte Portu⸗ gieſer und helle Oeſterreicher trifft man in allen Lagen an. Die Pilzkrankheiten, die in letzter Zeit wiederum aufgetreten ſind, wurden mit beſtem Erfolg bekämpft. Bleibt das Wetter wefter günſtig, dann kann die Qualität des 1912er Gewächſes noch gut werden. Snortliche Rundſchan. Pferderennen. — Berlin⸗Strausberg, 11. Auguſt. Preis von Tramſel. 2500 M. 1. H. Weſtens Sälde(Dittmar), 2. Abelard, 3. Cockney. Ferner: Miß Wokau, Adriano Adelsberg. 85.10; 25, 14.10.— Preis vom Schloß. 2500 Mark. 1. K. u. A. Ützſchneiders Samhura(Torke), 2. Henry Clay. Ferner Gourſchleppe. 16:10.— Burggrafen⸗Jagdrennen. 2500 Mark. 1. E. u. G. Bugenhagens Sati(Weishauptſ, N. Beſſy, 3. Hades. Ferner: erxes. 23210, 17, 28:10.— Großes Strausberger Hürden⸗ rennen. 4500 M. 1. Et. Struves Wackerlos(Roſackh, 2. Cymbal, 3. Schönbrunn. Ferner: Banagher 2, Go a head, Myſtic Light, Teddy Bear, Sun Pedro, Julius Ceſar, Dakotg. 46.10, 17, 20, 18.40. Ro⸗ ſenhäuschen⸗Jagdrennen. 2000 Mark. 1. G. Roſts Ghoorka(Prater), 2. Goldwährung. 3. Münchhauſen. Ferner: Rodoſtv. 34:10; 11, 10:10. — Preis vom Waldhaus. 2500 Mark. 1. L. Peſchs Blumenflor (Torke), 2. Waldtraut, 3. Bascaville. Ferner: Eilige, Kaſſander, Landvogt, Quäkerin, Gold, Parmene, Cant. 26:10; 14, 22, 14:10. Die Badener Hindernis⸗Haudicaps. Für die Badener Hinder⸗ nis⸗Handicaps liegen jetzt die Gewichte vor. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß die aus Frankreich genannten Pferde obenan ſtehen, in der Well⸗ gunde⸗Steeplechaſe ſind die erſten ſieben, in der großen Badener Han⸗ dieap⸗Steeplechaſe die erſten fünf Gewichte für Vertreter franzöſiſcher Ställe beſtimmt worden. In dem letzigenannten Rennen findet ſich Unter dem erſten Dutzend von Pferden ein einziges in deutſchem Be⸗ ſitz vor, der als ſechſter plazierte Onvide, während ſich ihm vier andere ſo ſchreibt die„Sport⸗Welt“, der Handicaper eine Skala wie für Her⸗ ren anwenden müſſen, um den Unterſchied auszugleichen. So hat in der Wellgunde⸗Steeplechaſe die fünffjährige Cauferie mit 81 Kilo, in der Großen Badener Handicap⸗Steeplechaſe der ſechsjährige Pyrrhus mit 80 Kilo das Höchſtgewicht. Auf Pyrrhus folgen Journaliſt mit 79½, Cauſerie mit 78 Kilv. In beiden Rennen beträgt das niedrigſte Gewicht, uds einigen Vierjährigen aus deut⸗ ſchen Ställen zuerteilt iſt, 50 Kilo, es liegen alſo 31, reſp. 30 Kilo zwiſchen Anfang und Ende. Das ſieht ſich faſt wie eine Parodie auf den Begriff des Handicaps an, war aber kaum zu vermeiden, Was das Herrenreiten betrifft, das zum erſten Male als Handienp ausge⸗ ſchriebene Alte Badener Jagdrennen, ſo führt dort der Franzoſe Le 5 83 5 Bayeriſche Maſchine mit vier Güterwagen in den tadtprozelten ei der Eröffnung der Gewerbeausſtellung mittags gegen 2 Uhr 1 für Volkswirtſchaft und den übrigen redaktion. Teil: in Genua, hat, während Schluß mit drei Mal 607/ Kilo und vier M gemacht iſt. Da werden die Herrenreiter knapp werden. ſich, wie die Frkf. Zig. ſchreib,t unter den Mittelgewichten ein! zoſen wie Saint Ferreol und Feu de Bois mit 73½, Ampe 773, Inconſtant 2 mit 69½ und Kephir mit 68 Kilo. Im berg⸗Hürden⸗Handicap ſind die Franzoſen Bolero 3 mit 73 u kin mit 71 Kilo oben, auch hier geht das Handicap bis 50 Kilo unter. 5 VV Schiffstelegramme des Norddeutſe Cloyd, Bremen vom 9. Auguſt. D.„Großer Kurfürſt“ angekommen am 8, Auguſt 7 uhr vormitt in Molde, D.„Göben“ angekommen am 8. Auguſt 10 Uhr vormitta⸗ D.„Friedrich der Große“ angekommen am 8. Auguſt 5 U nachmittags in Newyork, D.„Bülow“ abgefahren am 8. Auguſt 8 nachmittags von Rotterdam, D.„Prinz Eitel Friedrich abgefe am 8. Auguſt 6 Uhr nachmittags von Genua, D.„Halle“ abgefah am 8. Auguſt 8 Uhr nachmittags von Oporto(Leiros), D.„G abgefahren am 8. Auguſt vormittags von Buenos Aires,. tingen paſſierte am 8. Auguſt 1 Uhr vormittags Borkum, Riff „Brandenburg“ paſſierte am 8. Auguſt 12 Uhr nachmittags Bo Riff, D.„Scharnhorſt“ paſſierte am 8. Auguſt 12 Uhr v Gibraltar. Mitgeteilt von: Baus& Diesfeld, Generalvertreter in Man 8 Verantwortlich!: Für Politik: Dr., Fritz Goldenhaum: für Kunſt und Feuilleton: J..: Dr. Fritz Goldeubau⸗ für Lokales, Provinzielles und Gerichtszeitung: J..: für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Fritz Miracle mit 81 Kilo, das iſt nur ein Kilo mehr als Ouvide erhalter Druck und Verlag der Dr. Haas'ſchen Buckdruckerei Direktor: ius Weber. 4 Lervielfaltigunge! N und Abschriften Schreibmaschin D. R, P.— ohne Lötfuge, laufen Sie nach Gewicht am billigſten be 1576 O. Fesenmeyer Y, 3, Breiteſtraze. Jedes Brautpaar erhält eine geschnitzte Schwarzwälder E Gartenhaus zu kaufen geſucht. Offert. Unt. Nr. 4113 an die Exp. Zu kaufen geſucht: Mafnheimer Mreßhuch Dellſches Reichsadreßbuch Holel⸗Apreßbuchf. D. Rrich Uhr grabi s. auch vorjährig. Ludwigshafen, L! ſtraße 40 T1. 8. Seite Mannheim, den 12. Auguſt 1912. Hafer⸗Lieferung. 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Js. ſolgende für die Allgemeinheit in Betracht Auguſt „Der vorletzte Abſatz von§ 2 fällt weg.“ „Der letzte Abſatz erhält folgende Faſſung: Hochſpannungshausauſchlüſſe eine Gebühr von 150 Mark, für Nieder⸗ ſpannungshausanſchlüſſe eine ſolche von 75 Mark erhoben, wenn die einfache Kabel⸗ länge innerhalb des Grundſtücks 7 m nicht überſteigt; die Koſten für er. Mehrlängen werden zum Selbſtkoſtenpreis berechnet.“ wird 642 722 769 825 999 105 125 1091 29 5 140 5 Berhält folgenden Zuſatz: 1146 1280 1285 1290 1298 1364 1373 20 63„Für den Gehrau im Motorenraum iſt 1472 1473 1488 1584 1748 1858 1908 1931 1986 1990 805 Anſchluß 5 Glühlampe an pen 2009 3040 2484 2261 88832 3809 5895 2307 z4aſ 3800 Motorzähler geſtattet, ſofern eine beſondere 2518 2555 2604 2606 2620 2624 2646 2647 2651 2668 elektriſche Lichkanlage neben der Motor⸗ 2727 2766 2784 2814 2935 2937 2949 2965 2973 2980 anlage nicht vorhanden iſt“. 2984 3002 3009 3019 3025 3037 3038 3048 3064 3076 3134 3140 3149 3154 3156 3320 3348 3382 3486 3510 Mannheim, den 6. Auguſt 1912. 3520 3558 3594 3625 3641 3675 3824 3827 3875 3906 1053 04 40% 0 400 40 1050 40 4008 415 Die Direktion der Stänt. 4123 4132 4138 4156 4167 4169 4170 4190 4205 4281 5 4236 4242 4273 4284 4290 4307 4357 4881 4387 4412 Wasser 9 Jas- U. Flektrizltätswerke 4414 4460 4480 4488 4494 4503 4532 4569 4582 4616 Pich ler. 964 4618 4632 4640 4648 4657 4659 4660 4667 4673 4679 5——ů— 8 4702 4722 4779 4810 4828 4837 4854 4884 4890 4974 4099. Dieſe Teilſchuldverſchreibungen werden nach den PF AFF* Nähmaschinen Anleihebedingungen mit einem Aufgeld von 5% auf den Nominalbetrag von M. 1000.—,. 27480 mit M. 1050.— vom 15. November 1912 ab außer an unſeren Geſellſchaftskaſſen in Maunheim und Tilſit auch in Berlin bei der Berliner Handelsgeſellſchaft, in Königsberg i. Pr. bei der Oſtbank für Han⸗ in Tilſit bei der Oſtbank für Handel und Ge⸗ gegen Einlieſerung der Stücke und der dazugehörigen Zinsſcheinbogen zurückbezahlt. an treten ſie außer Verzinſung. Mannheim⸗Waldhof, den 3. Auguſt 1912. 25687 alſo pro Stück Bank für Handel und In⸗ duſtrie, „dem A. Schaaſfhauſen'ſchen Bank⸗ verein, E del und Gewerbe, werbe Von genanntem Tage Die Direktion. Veklobungs⸗Anzeigen in modernſter Ausführung liefert raſch und billigſt Dr. H. 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Bitte, allen kaufmänniſchen und tech⸗ niſchen Angeſtellten einen angemeſſenen Erholungs⸗ Iſt doch ein ſolcher Urlaub nicht nur für die Angeſtellten, welche aus geſundheit⸗ lichen und ſozialen Gründen einer Ausſpanunug dringend bedürfen, ein großer dient auch den Intereſſen der Prinzipale dadurch, daß die Angeſtellten mit neuer Kraft, größerer Schaffens⸗ freubigkeit und würmerer Hingabe an die Arbeft zu⸗ Roff- U. Fſſter Zole, Kohlengäure, Mimeral⸗ Wasser, Saälzen, Kohle, Erz, Exdöl. hohmersduehe 2 Bodenuntersuchung. — Aufruf an die Prinzipalität. daß Be⸗ Unſere den Nutzen, ſondern er Mannheim⸗Ludwigshafen a. Rh., im Mat 1912. Verein für Erholungsurlaub u. Ferienaufenthalt) — E. V.— Kaufmänniſcher Verein Mannheim. Verein für Handlungs⸗Commis von 1858. Kaufmäuniſcher Verein weiblicher Angeſtellter, Verband deutſcher Handlungsgehilfen. Kaufmänniſcher Verein Frankfurt a. M. Columbus, Columba und Conſtautia, Kath. Kauſm Bund der techniſch⸗iuduſtriellen Beamten. Deutſcher Gruben⸗ u. Fabrikbeamtenverband. Deutſcher Privat⸗Beamten⸗Verein. Verband der deutſchen Verſicherungs⸗Beamten. Techniſcher Verein Mannheim. Verband reiſender Kaufleute Deutſchlauds. Verein der deutſcten Kaufleute. Ludwigshaſener Techniker⸗Verein 1908. Wir haben mit einer großen Anzahl von Hotels Gaſthäuſern u. Penſionen bezw. Ferienheimen Ab⸗ kommen getroffen, in welchen unſere Mitglieder ganz weſentliche niedrige Preiſe für ſich und ihre Familien Wir verweiſen auf die bezüglichen Beſtimmungen in dem ſoeben erſchienenen Nachſchlage⸗ (Reiſe⸗) Buch(8. Folge), das alle Mitglieder alsbald durch die Vorſtände zugeſtellt erhalten. 71¹²⁵⁵ Nachſchlage⸗(Reiſe⸗) Buches(8. Folge enthält wiederum die Adreſſen von über 200 empfehleus⸗ werten Hotels, Gaſthäuſern und Penſionen, ſowohl höhere Anſprüche, und iſt Pfg. beim hieſigen Ver⸗ kehrsverein ſowte bei der Auskunftsſtelle für Land⸗ aufenthalt, Mannheim, I. 3. 3 b erhältlich. Letztere erteilt außerdem Mittwochs abends von—8 Uhr an Mitglieder und andere Intereſſenten über Ferien⸗ aufenthalt bereitwilligſt und koſtenlos Auskünft. 8 8 0 — — 2 2 5 bunnen Schacht- u. Senkbrunnen Tief-Brunnen ———ů asser, 23244 Materialauszügen Berechnungen. Auf 1. Oktober oder früher ſucht ein Werl für Brücken⸗ und Eiſenhochbau(Süddeutſchland ttMehtigen Konsfrukfeur für die Ausarbeitung 5 Werkſtattzeichnungen, un Offerten unter Nr. 25682 an die Erped einfachen ſtatiſchen ßigen, energiſchen Schweizer Släckerkien, Gardinen, leinene Vorhänge Erſtklaſſiges, leiſtungsfähiges Fabrik⸗Gtah⸗ liſſement ſucht für Süddeutſchland einen flei⸗ Vertreter, einſchlägigen Kundſchaft gut eingeführt iſt. Offerten mit prima Referenzen unt. C. 6642 an Haaſenſtein& Vogler,.⸗G. Mannheim. der bei der 200 Ein tüchtiger, älterer, nichtſoztaldemokratiſcher Dreber auch einige(78402 Schlolſer ſofort für dauernde Be⸗ ſchäftigung bei hohem Lohn eſucht. 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