2 ———— ne eeeeeeeeeeeeeeοοοœ%,je eοοο⏑EGseꝑ οοοοοοοσοοτοοσ bveilagen: pro Quartal. Einzel⸗Hr. 5 Pfg. Beſchlag belegt. Abonnement: 70 Pfg. monatlich, Hringerlohn 30 Pfg., durch die poſt inkl. Poſtaufſchlag Mk..42 Inſerate: Kolonel⸗Seile 30 Pfg. Reklame⸗Seile.20 Hk. Cäglich 2 Ausgaben(außer Sonntag) Geleſenſte und verbreitetſte Jeitung in Mannheim und Amgebung Schluß der Inſeraten⸗Annahme für das Mittagblatt morgens 49 Uhr, für das Abendblatt nachmittags 5 Uhr Telegrammaftdxeſſe: „General⸗Anzeiger Maunhetm“ Kelephen⸗Hummern: Oirektion und Buchhaltung 1449 Buchdruck⸗bteilung... 541 Redaktlen 377 Exped. u. Verlagsbuchtholg, 219 ſnͤhlen Eigenes Redaktionsburean in Berlin Nr. 446. eeeer Manunheim, Dienstag, 24. September 1912. eneen ere Reichstagsabg. Baſſermann auf dem naſſauiſchen Parteitag. Der Landesausſchuß des Landesverbandes der National⸗ Uberalen Partei in Naſſau trat am letzten Sonntag vormittag in Weilburg a L. zu einer Sitzung zuſammen, die außer ordentlich zahlreich beſucht war. Es handelte ſich um die Be⸗ ſprechung der kommenden Landtagswahlen, der Kandidaturen und der Stellungnahme zu den anderen Parteien, ferner um Organiſations ⸗ und e und um die Agitation in der bevorſtehenden Winterkampagne. Außerdem wurden die abſchließenden Vorbereitungen für die im Auſchluß an dieſe Tagung ſtattfindende öffentliche Landesverſamm⸗ lung getroffen. Dieſe Verſammlung, welche um ½4 Uhr durch den Landesvorſitzenden, Reichs⸗ und Landtagsabgeordneten Bartling⸗Wiesbaden erbffnet wurde, hatte ſich eines gußerordentlich ſtarken Beſuches zu erfreuen. Der Saal in Weil⸗ burg war bis auf den letzten Platz beſetzt, und ſelbſt die Neben⸗ räume waren von aufmerkſam lauſchenden Parteifreunden mit Es konnte das nicht Wunder nehmen, da der Führer der Partei, Reichstagsabgeordneter Baſſermann erſchienen war, um über die politiſche Lage im Reich und die Aufgaben des Reichskages zu ſprechen. Zunächſt erſtattete der Vorſitzende einen Bericht über die letzten Reichs⸗ tagswahlen und die politiſche Lage in Naſſau. Reichstagsabgeordneter Baſſermann der ſodann zu flündigen Ausführungen das Wort nahm, wurde ſtürmiſch begrüßt. Er gab zunüchſt ein klares überſichtliches Bild unſerer nusmärtigen Politik und der Entwicklung in den Beziehungen der Mächte. Er führte U. a. folgendes aus: Es ſind unruhige Zeiten allüberall in der Welt. Da tut es Rnot, daß wir uns in den Parteien, und beſonders in der Na⸗ onalliberalen Partei, mit den Fragen der auswärtigen Poli⸗ tik entſchiedener befaſſen. Seit in Frankreich Herr Delcaſſe zurlckgekehrt iſt in das Miniſterium und neben ihm Herr Poin⸗ ears wirkt, iſt die internationale Politik aggreſſiver geworden, beide bemſüthen ſich im Verein mit Rußland und England, den alten Dreiverband zu einem neuen Dreibund mit aggreſſiver Tendenz zu entwickeln. Dieſe Entwicklung hängt zeitlich und urſächlich mit der Periode der deutſchen Marokkopolitik zufam⸗ men, in der wir mit ungeheurer Kraftentfalrung hervorgetre⸗ ten waren, um dann unter dem Drucke der internationalen Lage zurückzuweichen. Die Hoffnungen, die man damals an unſern Marokkovertrag geknüpft hat, daß er eine Aera glän⸗ zender Beziehungen zu Feagge einleiten werde, haben ſich ganz und gar nicht erfüllt. Eine zweite Phaſe in der Entwick⸗ lung der auswärtigen Politik bildete die Kaiſerzuſammenkunft in Baltiſch Port, deren Ergebnis troß allen offtziöſen Schilderungen ebenſo dürftig iſt wie dasjenige der Potsdamer Begegnung, ſo daß man zweifeln kann, ob ſolche Zuſammen⸗ künfte überhaupt nocheinen Wert haben oder ob ſie nicht vielmehr die Anſtrengungen der Gegner, unſeren Einfluß zurückzudrängen, verdoppeln. Wir hören, daß ſeit jener Zeit Rußland verſtärkte Anſtrengungen macht, ſich wieder eine Fevilleton. Die erſte Fahrt über die füdpolare Gisplatte. Von Roald Amund ſe n. (Nachdruck verboten.) Nur noch kurze Zeit, und Roald Amundſen, der Entdecker des Südpols, wird zum erſten Male nach der Rückkehr von ſeiner großen Fahrt als Gaſt in unſerem Vaterlande erſcheinen. Am 10. und 11. Oktober wird er in zwei Vorträgen zu Berlin von ſeiner berühmten Reiſe Bericht gehen, und man wird Gelegenheit haben, auch von der menſchlichen Perſönlichkeit des kühnen Reiſenden einen Eindruck zu gewinnen. Wundervoll präggz ſich dieſe Seite ſeines Weſens in ſeinem Reiſewerke„Die Eroberung des Süd⸗ poles“ aus, beſſen Handſchrift er bereits fertiggeſtellt hat, deſſen Uebertragung ins Deutſche von dem Verlage von J. F. Lehmann in München, der die deutſche Ausgabe übernommen hat, mit Eifer gefördert wird. Die Schlichtheit, Natürlichkeit und Beſcheiden⸗ heit, mit der Amundſen ſeine Leiſtungen und Fährniſſe ſchildert, die warme Liebe, die er zu ſeinen Kamergden wie zu ſeinen braven Hunden an den Tag legt, der ſchalkhafte Humor, den er oft ent⸗ wickelt, und mit dem er auch ſich ſelbſt nicht verſchont: all das nimmt für den Erzähler gar ſehr ein und macht die Lektſtre des DVerkes, das mit Recht die höchſten Erwartungen erregt, zu einem hohen Genuſſe. Wir verdanken es dem Entgegenkommen des gedachten Ver⸗ Iges, daß wir einen ſehr intereſſanten Abſchuſtt des Reiſewerkes Anuudſen unſeren Leſern bereits jetzt aus dem Manufkripte mit⸗ Illen Hunen. Er verſetzt in die Zeit, da die„Fram“ am Rande 7 Schlachtflotte zu ſchaffen, und daß es dies mit franzöſiſchem Geld tut, iſt ein offenes Geheimnis. Die letzte Phaſe der gegen⸗ wärtigen Entwicklung bildete die Zuſammenzie hunn der franzöſiſchen Flotte im Mittelmeer, die ſonſt ſehr ruhige, vielleicht philoſophiſche Gemüter aufgeſchreckt und dazu geführt hat, daß man durch die Frankfurter Zeitung in auffallender Sprache nach Bismarckſchen Muſter einen kalten Waſſerſtrahl nach Paris ſandte und daran erinnerte, daß Frankreich auch Landgrenzen habe. Das alles gebt auf eine Mattſetzung Deutſchlands aus, und es iſt außerdem ein wohl⸗ überlegtes politiſches Mauöbver, um Italien von einer Erneue⸗ rung des Dreibundes abzuhalten oder es wenigſtens zu veran⸗ laſſen, ihn mit Bezug auf eine Garantie der italieniſchen Mit⸗ telmeerintereſſen abzulehnen. So töricht iſt abher bei uns in Deutſchland keiner, daß er nicht weiß, eine italieniſche Politik mit doppeltem Boden hat für uns keinen Zweck. Man kann nicht ſcheiden in Landes⸗ und Meeres⸗ oder Küſtenpolitik, Bündnis muß Bündnis bleiben! Bei alledem erhält die Frage der Oeffnung der Dardanuellen für die ruſſiſche Flotte, die infolge der ſchwierigen Lage der Türkei in den Vordergrund getreten iſt, auch für Frankreich eine beſondere Bedeutung. Die Nordſeeküſte Frankreichs unter den Schutz Englands geſtellt, im Mittelmeer die franzöſiſche Flotte aus⸗ ſchlaggebend und die neue ruſſiſche Flotte die Oſtſee beherr⸗ ſchend, das ſind ſo die franzöſiſchen Phantaſien der Gegenwaxt. Einerlei nun, ob dieſe Dinge in der Entwicklung der nächſten Jahrzehnte liegen oder nicht, wir müſſen unſere Konſeguenzen aus der Lage ziehen. Die Hauptforderung dabei iſt die, daß wir uns von einer Politik der Illuſtonen durchaus befreien, daß wir nicht von Ergebniſſen der deutſchen Politik in hohen Tönen reden und dafür ein Lächeln des Auslandes einſtecken. Es gilt vielmehr ſtill und ruhig, aber zielbewußt z u arbeiten. Baſſermann knäpft dann an einen Artikel der engliſchen Zeitſchrift„Nation“ an, der die Dinge ähnlich hehandelt und von einer Bundesgenoſſenſchaft mit einem ſo ſchlüpfrigen Bundes⸗ genoſſen wie Rußland ſpricht, und meint dann, daß es Aufgabe einer mächtigen Nation wie der deutſchen ſei, die nun einmal nicht mehr aus der Weltpolitik herauszunehmen ſei, in ſolchen Zeiten der Lage klar ins Auge zu ſehen. Der Reichsiag habe ja auch in Konſequenz der Marokkokriſe die großen Heeres⸗ und Marine⸗ vorlagen mit allen bürgerlichen Stimmen glatt angenommen. Niemals habe ein Kriegsminiſter eine größere Verantwortung gehabt als heute, wo jede winzige Lücke ſofort geſtopft werden müſſe, damit im Ernſtfalle alles klappe. Die deutſche Induſtrie, der deutſche Handel und auch der Aufſchwung der deutſchen Landwirtſchaft haben das deutſche Volk zu einem bedeutſamen Faktor im Wettbewerb gegenüber den alten europäiſchen Kontinentalſtaaten gemacht. Hierin iſt die Grundlage der heutigen Entwicklung und der drohenden Lage zu ſuchen. Um es offen auszuſprechen: Die Lage for⸗ dert höchſte Kriegsbereitſchaft, und das zwingt uns auch innerhalb der politiſchen Parteien, uns um die Jugend zu kümmern, ſie national⸗vaterländiſch zu erziehen und uns ihre körperliche Ausbildung angelegen ſein zu laſſen, denn davon hängt es vor allem ab, wer ſchließlich oben bleibt. Nach einer Beleuchtung der Polenpolitik, die aus den internationalen Zuſammenhängen nicht auszuſcheiden ſei, und die nachdrücklich zu fördern Pflicht der Nationalliberalen Partei ſei wandte ſich der Parteiführer den inn erpoliti. ſogar ſchen Fragen zu. Er nahm nochmals Stellung zu der Frage der allgemeinen Beſitzſteuer, die im Frlchjahr k. J. nach Erledigung des Reichshaushalts den Reichstag beſchäftigen werde und die nach den Abmachungen nicht eine Beſteuerung einzelner Teile des Beſitzes(Huſen, Dividenden und dergleichen) ſein dürfe, ſondern— wie das logiſch und aus dem Ausdruck hervorgehe— nur eine allgemeine, den geſamten Beſitz treffende Steuer ſein müſſe. Es handle ſich aber dabei um mehr als um die Bewilligung von pielleicht 50 Millionen neuer Steuern, es handle ſich um den Abſchluß einer großen Ver⸗ ſti mmungs⸗ und die der unendlich viel Waſſer auf ihre Mühlen geltefert habe, da nichts ſchlimmer 15 als wenn die Gewißheit Platz greife, daß ungerecht verfahren werde. Er forderte weiterhin nachdrücklich eine endliche Regelung der Veteranen⸗ verſorgung und legte erneut die Stellung der Partei gegen⸗ über der Forderung des Zentrums auf Beſettigung des Je⸗ ſuitengeſetzes dahin feſt, daß die Partei in Konſeguenz ihrer ſeitherigen Haltung und auch aus durchaus ſachlichen Gründen der unbeſchränkten Zulaſſung des„harmloſen Häuf⸗ leins“ der Jeſuiten ſich verſagen werde. Zur Ffrage der Fleiſchteuerungerklärte Herr Baſſermann, daß die Partei für eine zeitweilige oder dauernde Beſeitigung der Viehzölle nicht zu haben ſei, und daß an dem einen großen Grundgedanken feſt⸗ gehalten werden müſſe, Deutſchland in ſeiner Fleiſchverſorgung nicht ahhängig vom Aus⸗ land werden zu laſſen. Eine Ermäßigung oder Beſeitigun der Futterzölle, die von vielen Seiten gefordert werde, bedürfe ebenſo eingehender Unterſuchung, wie die Frage einer beſchrünk⸗ ten Gane von de h Er wolle in dieſer 10 Eibe Bezlehung einer Stellungnahme der Fraktion, die ſich ſa Ende 151 50 nats in Berlin zuſammenfinden werde, nicht vor⸗ greifen. Abg. Baſſermann unterzog ſodann den Katholiken⸗ tag des Zentrums, ſowie den Parteitag der Sozial⸗ demokratie einer ſtellenweiſe mit glücklichem Humor durch⸗ ſetzten Kritik, um zum Schluſſe auf die SAtreitigkeiten innerhalb der National⸗ liberalen Partei uheeen und feſtzuſtellen, daß trotz maucherlei Gegenſätze, und trotzdem überflüſſigerweiſe manche Parteifreunde ſich auf die Köpfe ſchlügen, doch keiner daran dächte, aus der Partei hinaus⸗ zugehen; das ſei doch ein gutes Zeichen, ebenſo mie es ein ſolches für das Vaterland ſei, zu dem die groß und ſelbſtändig gewor⸗ denen Kinder immer wieder gern zurſckkehrten. Seiner Auf⸗ faſſung nach könne man dieſen Wirren gegenüber auch den Ge⸗ ſichtspunkt vertreten, daß ſie ſehr viel weniger auf Zerſetzung als auf reges politiſches Leben und Betätigung deuteten, wie ſa neuer Moſt auch in alten Schläuchen gäre. Nichtsdeſtoweniger ſei es aber doch erwünſcht, dieſe Streitigkeiten, welche gegenüber den großen der Parteigeſtellten Aufgaben von untergeordneter Bedeutung wären, einzuſtellen, nicht etwa, weil die Partei dieſen Streit nicht zu ertragen und in ſich auszutragen vermöchte, ſondern weil durch ihn den Gegnern der Partei mehr Kampfesmaterial geliefert würde als der berühmfen und berüchtigten, die Antarktis gürkenden Eisplakte Anker geworfen und die Landerpedition auf dem Eiſe ſich ein feſtes Heim,„Framheim“ errichtet hatte, Von hier aus iſt nun Amund⸗ ſen zu drei Malen weit nach Süden über die Eisplatte vorgeſtoßen, um im Hinblicke auf die geplante Fahrt zum Südpole Vorrats⸗ lager anzulegen. Die erſte dieſer drei Expeditionen, die in den Februgr 1911 fällt, iſt natürlich inſofern die intereſſanteſte, als man hierbei Aufgaben und Gefahren einer ſolchen Reiſe über die Eisplatte zum erſten Male kennen lernte und die grundlegenden Erfahrungen machte. Dieſe denkwürdige Fahrt ſchildert Roald Amundſen wie folgt: „Auf dem„Abgangsplatz“ hielten wir an, denn bier mußten wir uns von unſeren Kameraden trennen. Keiner bon uns war beſonders ſentimental angelegt; ein ehrlicher Händedruck und ein Lebewohl, damit ſchieden wir. Unſere Marſchroute war folgende: Preſtrud boxaus auf Schneeſchuhen, um die Richtung anzugeben und die Hunde aufzu⸗ muntern, denn ſie liefen immer beſſer, wenn einer vorausging. Dann kam Helmer Hanſen mit ſeinem Schlitten. Er war alſs ſozuſagen der Anführer und behielt dieſen Platz auch auf allen unſeren Fahrten. Ich kannte Helmer Hanſen ja von früher her genau und halte ihn für den küchtigſten Hundelenker, mit dem ich zuſammengetroffen bin. Er führte den Hauptkompaß auf ſeinem Schlitten und überwachte Preſtruds Gang. Hinter ihm kam Johanſen auch mit einem Kompaß. Schließlich kam ich mit Meß⸗ rade] und Kampaß auf meinem Schlitten. Wenn ich mit meinem Schlitten den Schluß bildete, ſo tat ich es, um alles, was vor⸗ ging, öberſehen zu können. Bei ſolchen Schlittenfahrten iſt es ſolbſt bei größter Vorſicht faſt unmßglich, nichts zu verliexen; es fällt zu leicht etwas vam Schlitten herunter: aber wenn der letzte gut guf⸗ Ein leichtes hinter dem Schlittan laufendes Rab, das durch ſeine von einem Zählwerk angegebenen Umdrehungen die Läuge des zurückgelegten Weges wißt⸗ baßk, werden häufig große Widerwärfigkeilen bermieden. Ich könnte mehrere höchſt wichtige Gegenſtände aufzählen, die auf dieſen unſeren Schlittenfahrten herunterfielen, aber von dem leß⸗ ten Schlittenlenker bemerkt und aufgehoben wurden. Die ſchwie rigſte Aufgabe und die härteſte Arbeit hat natürlich der erſte Len⸗ ker. Ex muß den Weg bahnen und ſeine Hunde vorwärts führen, denen dann die anderen nur zu folgen hätten. Darum alle Ehre ihm, der vom erſten bis zum letzlen Tage dieſe Arbeit auf ſich nahm Helmer Hanſen! Die Stelle des Vorläufers war übrigens auch nicht beneidenswert. Ex iſt allerdings der Schinderei mit den Hunden enthoben, aber es iſt berflucht langpeilig, ſo ganz allein vorauszugehen und ins Endloſe zu ſtarren. Seine einzige Unterhaltung ſind die Zurufe vom erſten Schlitten: Etwas rechts! — Etwas links! Doch rührt die Kurzweil weniger von den Worten ſelbſt als von dem Ton her, in dem dieſe gerufen werden. Ab und zu ertönen ſie mit einem Klang, der beweiſt, daß man ſeine Sache recht macht, aber manchmal läuft es einem dabei auch kalt über den Rücken hinunter. Dann hätte der Schlittenlenker ebenſogut ein„Dummkopf!“ hinzufligen können. Wenn er es auch unter⸗ drückte, ſo war doch der Ton unverkennbar. Es iſt nömlich nicht leicht, auf einem Gelände, das gar keine Merkzeichen bietet, ganz gerade zu gehen. Denkt euch, ihr ſolltet bei dichtem Nebel in ge⸗ rader Linſe über eine breite endloſe Ebene hinſchreiten! Ganz windſtill iſt es überdies auch, der Schnee dehnt ſich wie eine weiße Decke ohne Schneewehen bis ins Unendliche aus. Wie würde es Euch gehen? Ein Eskimm kann es leiſten, von uns aber keiner. Wir werden nach rechts und links abbiegen und dadurch dem füh⸗ renden Schlittenlenker fortwährend Mühe und Not verurſachen Und es iſt merkwürdig, wie aufregend dag wirkt Oßbgleich den Lenker wohl weiß, daß der Vorläufer ſich alle Mühe gißt, und ob⸗ gleich er weiß, daß er ſelhſt es nicht beſſer machen könnte, wird er mit der Zeit doch ärgerlſch und orbeitet ſich in den Glaußen hin⸗ ein, der ahnungsloſe, vollſtändig unſchuldige Vorläufer mache Lieſe Zickzacklinien nur, um ihn zu ärgern; darum enthält, wie geſagt. 2. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblattj. Manunheim, 24. September nützlich und notwendig wäre. Das Parteileben ſei ja an ſich überhaupt gegenüber den großen Berufs⸗ und Standesorgani⸗ ſationen ſchwieriger geworden. Er frage aber, ob nicht faſt jede Parteiein doppeltes Geſicht zeige. Größere Gegenſätze wie Ledebour und von Vollmar in der Sozial⸗ de mokratie ſeien wohl kaum denkbar. Trotz der glänzen⸗ den Aufmachung der abgerundeten Vorſtellung des Katholiken⸗ tages in Aachen beſtänden die Gegenſätze zwiſchen„Köln“ und„Berlin“, ſowie zwiſchen der„Kurie“ und den„chriſt⸗ lichen Gewerkſchaften“ unvermindert fort. Bei den Konſer⸗ vativen ſei kaum anzunehmen, daß die altadeligen konſer⸗ vativen Herren ſich in der Geſellſchaft der ſtark agitatoriſch her⸗ vortretenden Führer und Mitglieder des Bundes der Landwirte beſonders wohlfühlten. So ſeien Schwierigkeiten größerer oder geringerer Art überall zu ſehen. Wenn es aber bei der national⸗ liberalen Partei zutreffe, daß niemand aus der Partei herauswolle, ſondern daß es Gemeingut aller ſei, ihren Beſtand und Zuſammenhalt hochzuhalten, dann ſoll man auch eine Fehde einſtellen, von der niemand in der Partei, ſondern nur die Gegner Nutzen hätten. Baſſermann ſchloß unter ſtürmiſchem Beifall der anweſen⸗ den Vertrauensmänner, daß wir uns nach wie vor, ja noch mehr als zuvor mit aller Anſpannung unſerer Kräfte angeſichts der außerordentlich ernſten Verhältniſſe in den Dienſt des Vater⸗ landes zu ſtellen hätten, damit deutſcher Fleiß deutſche Energie und deutſcher Geiſt auch weiterhin ſiegreich in der Welt blieben. Die Nationalliberalen und die preußiſchen Landtagswahlen. Es iſt in den letzten Tagen vielfach die Frage aufgeworfen worden, ob auch in Preußen für die künftigen Landtagswahlen ein Großblock zuſtande kommen werde. Die Anſchauungen der preußiſchen Nationalliberalen kommen heute in Auslaſſungen der National⸗Zeitung und der Nationalliberalen Correſpondenz zum Ausdruck, erſtere ſchreibt: „Durch den Beſchluß des ſozialdemokratiſchen Parteitags, der das Wahlabkommen des Parteivorſtandes mit der Fort⸗ ſchrittlichen Volkspartei gebilligt hat, iſt die Wiederholung eines Wahlbündniſſes für das Jahr 1913 wieder in den Bereich der Möglichkeit gerückt. Bei den Freiſinnigen beſteht die grund⸗ ſätzliche Bereitwilligkeit, mit der Sozialdemokratie auch bei den Landtagswahlen zuſammen zu gehen, mehr vielleicht noch als vorher bei den Reichstagswahlen, da die Mehrheitsverhältniſſe im Abgeordnetenhauſe außerordentlich ungünſtig ſind und eine Aenderung nur durch die rückſichtsloſe Bekämpfung der konſervativ⸗klerikalen Koalition erzwun⸗ gen werden kann. Die Sozialdemokratie iſt in den Landtagen der deutſchen Einzelſtaaten bereits durch 215 Abgeordnete ver⸗ treten; ſicher wird ſie nach den preußiſchen Wahlen in größerer Anzahl als bisher in das Haus in der Prinz⸗Albrecht⸗Straße zurückkehren. Trotzdem bleibt ihr aber nichts andres übrig, wenn nicht ein großer Aufwand nutzlos vertan werden ſoll, als in allen Fällen, wo liberale Kandidaten gegen Konſervative und Klerikale in Stichwahl ſtehen, die erſteren zu unterſtützen, wenn nicht aus Liebe, dann aus Haß gegen den gemeinſamen Gegner. Ob die Sozialdemokratſe dieſe logiſche Folgerung ziehen wird, iſt freilich ihre eigene Angelegenheit, denn von nationalliberaler Seite wird man ihr ein Wahlbündnis nicht anbieten... Ebenſo wie die Vertreter des altliberalen Standpunktes haben ſich auch die Anhänger der Jungliberalen gegen jeden Pakt ausgeſprochen. Der Wahlkampf der Nationalliberalen wird durch dieſe Stellungnahme allerdings ſehr erſchwert, da die Partei auf dem Schlachtfelde mehr als einmal Karree formieren muß, um nach allen Seiten hin Front machen zu können, aber wenn ſie ihre Stellung in Ehren be⸗ hauptet, wird ihr Anſehen nur gewinnen.“ Die Nationalliberale Correſpondenz aber ſchreibt gegen das Organ des Bundes der Landwirte polemiſierend: Wenn die„Deutſche Tageszeitung“ wirklich wünſcht, daß man endlich das Vergangene vergangen ſein läßt, ſo hat ſie ſelbſt das in der Hand. Sie mag dafür ſorgen, daß die Taktik auf der Rechten verſchwindet, die nationale Zuverläſſigkeit für ſich allein in Anſpruch zu nehmen und andere Parteien, wie 3. B. die Nationalliberalen, die es lediglich ablehnen, hinter dem ſchwarz⸗blauen Wagen herzulaufen, geheimer Beziehun⸗ gen zur Sozialdemokratie zu verdächtigen. Auch auf national⸗ liberalex Seite liegen Erklärungen und zwar von kompetenter Seite, vor, daß eine Ausdehnung der Großblockpolitik guf das Reich ausgeſchloſſen iſt; trotzdem begegnen wir faſt tagtäglich in der konſervativen Preſſe Verdächtigungen die⸗ ſer Art. Daß vollends die preußiſchen National⸗ läberalen bei den bevorſtehenden Landtagswahlen ein Bündnis mit der Sozialdemokratie planen(1) ſollten, iſt eine ſo ungeheuerliche Erfindung, daß ſich ernſte Blätter eigentlich genieren ſollten, ſie weiterzuverbreiten; trotzdem aber begegnen wir dieſer von der„Köln. Volksztg.“ ins Leben geſetzten Tartarennachricht in der jüngſten Wochen⸗ ſchau der„Kreuzzeitung“. Hier heißt es: entweder— oder. Entweder: dieſe andauernden Verdächtigungen der national⸗ liberalen Partei in der konſervativen Preſſe hören auf, dann haben auch wir keinen Anlaß, Vergangenes immer wieder auf⸗ zutiſchen, oder— ſie hören nicht auf, nun dann werden wir eben, ſelbſt auf die Gefahr hin, deswegen eines„gehäſſigen Tones“ geziehen zu werden, uns die Freiheit nehmen, die Dinge beim rechten Namen zu nennen und der Wählerſchaft zu zeigen, daß man auch auf ſeiten der Rechten den Weg zur So⸗ zialdemokratie findet, wenn man dadurch das Parteiintereſſe zu fördern hofft. Trotz dieſer bündigen Erklärung weicht die Sorge der Rechtsparteien nicht, es könne ein Großblock in direkter oder in⸗ direkter Form zuſtande kommen. Im geſtrigen Abendblatt der Kreuz⸗Zeitung ſteht ein Artikel, der höchſt nützlch zu leſen iſt; erkennt man doch aus ihm, mit welcher ängſtlichen Spannung und quälenden Sorge die Konſervativen die taktiſche Bewegung der Nationalliberalen und der Sozialdemokraten verfolgen, und gerade zu rührend iſt der Eifer, mit dem die Kreuz⸗Zeitung die beiden Parteien auseinanderzuhalten ſucht. Ganz zum Schluß aber erſucht die Kreuz⸗Zeitung die preußiſchen Nationalliberalen ſo herzlich wie dringend, ſich auf kein Techtel⸗Mechtel mit der Sozialdemokratie einzulaſſen, ihre großen Aengſte und ihre ſchwachen Hoffnungen preßt ſie in folgenden Sätzen zuſammen: „Zweifellos wird der demnächſt zuſammentretende rote, Preußen⸗ tag“ für die Landtagswahlen Bedingungen aufſtellen, unter denen die„Genoſſen“ zur Hilfeleiſtung bereit ſind. Da wird es ſich wohl zeigen, ob— wie bei den Reichstagswahlen— auch Nationalliberale ſich finden werden, die ſozialdemokratiſchen Be⸗ dingungen ſich unterwerfen. Wir ſind bis auf weiteres ge⸗ neigt zu glauben, daß das nur in ſehr vereinzelten Fällen ge⸗ ſchehen wird.“ der Urieg und die Kriſe der Türkei. Die Maliſſoren und Montenegriner. K. K. Konſtantinopel, 21. September. Die Maliſſoren, die ſich ſchon im vorigen Jahre durch unge⸗ ſtüme Angriffe auf die türkiſchen Truppen berüchtigt gemacht, ſtehen wiederum mit den Waffen in der Hand gegen die türkiſche Herrſchaft im Felde. Obwohl es unter ihnen fortwährend gegärt hat, haben ſie ſich am diesjährigen Aufſtande der Albaner in nur geringem Maße beteiligt. Jetzt erſt iſt ihre Bewegung in vollem Gange. Man kennt diesmal die Gründe ihrer Unzufrie⸗ denheit noch nicht. In Pfortekreiſen wird feſt behauptet, die Em⸗ pörung ſei montenegriniſchem Einfluß zuzuſchreiben. Seit vielen Tagen finden im Wilajet Skutari heftige Gefechte ſtatt, an denen auch, wie nachgewieſen wurde, Montenegriner gegen die türkiſchen Truppen teilnahmen. Die Maliſſoren überſchreiten jedenfalls auf ihren Rückzügen unbehelligt die Grenze Monte⸗ negros und brechen von dort wieder zum Kampfe hervor. Die Stadt Skutari ſoll noch immer untzingelt und vom Feſtlande ab⸗ geſchnitten ſein, wenn es auch den türkiſchen Bataillonen ge⸗ lungen iſt, die Aufſtändiſchen bei Tuſi aufs Haupt zu ſchlagen. Daß Montenegro wieder einmal ſeine Hand im Spiele hat, iſt den Großmächten, wie es ſcheint, bekannt. Der ruſſiſche Ge⸗ ſandte hat bereits neue Vorſtellungen in Cettinje erhoben, und erklärt, das Zarenreich würde unter keinen Umſtänden eine Ver⸗ letzung des Friedens dulden. Auch Oeſterreich⸗Ungarn, dem die Grenzſtreitigkeiten in ſeiner nächſten Nachbarſchaft nicht gleich⸗ gültig ſein können, wird, wie wier verlautet, in Cettinje Schritte zur Beilegung des Auſſtandes unternehmen. Auch die Türkei hat durch ihren Geſandten beim König Nikita proteſtiert. Ihr Proteſt wird aber erſt Erfolg haben, wenn es ihr gelungen iſt, die Maliſſoren zur Ruhe zu bringen, denn die montenegriniſche Regierung wird nach wie vor die Beteiligung von Montenegri⸗ nern an den Kämpfen abſtreiten und die Aufrechterhaltung des Friedens verſprechen. Solange die Maliſſoren allein fechten, iſt die Gefahr für die Türken nicht allzu groß. Aber die Befürchtung liegt nahe, daß der Aufſtand ſich unter den benachbarten albaneſiſchen Völkern ausbreitet und den Umfang des verfloſſenen Sommers annimmt. In Albanien iſt der ewige Landfriede noch keineswegs geſchloſſen, wie die Meldungen aus Goritſa, Uesküb, Mitrowitza und Jeni⸗ baſar beſagen. In deutſchen Kreiſen hofft man freilich, daß der bald einſetzende Winter allen Streitigkeiten in Albanien für mehrere Monate ein Ziel ſetzen wird. Für die türkiſche Regierung, die ſich in neuer Notlage be⸗ findet, ſcheint es geboten, ſich raſch mit den Maliſſoren ins Ein. vernehmen zu ſetzen und deren Gründe für den Aufſtand kennen zu lernen, damit ſie ihr verſprochenes, ſchon begonnenes großes Reformwerk in Europa in Ruhe durchführen kann. Saſanow in England. Die engliſche Einflußſphäre in Perſien. Gerade im Augenblick der Anweſenheit Saſonows in Eng⸗ land kommt aus Kalkutta eine in düſteren Farben gehaltene Schilderung der Zuſtände in Südperſien d. h. in der efigliſchen Einflußſphäre des perſiſchen Reiches. Die Meldung iſt, wie es nicht anders ſein kann, auf amtliche engliſche Quellen Fu rücck⸗ zuführen. Im Gegenſatze zu den Strömungen unter den engliſchen Liberalen ſoll Staatsſekretär Grey ſich mit der Abſicht tragen, Südperſien ebenſo unter engliſche Gewalt zu bringen, wie Nordperſien bereits von Rußland unterjocht iſt. Die eng⸗ liſchen Liberalen wünſchen eine Liquidierung der engliſch⸗ruſſt⸗ ſchen Firma in Perſien, der engliſche Staatsfekretär des Aus⸗ wärtigen ſtrebt im Gegenteil eine Erweiterung des Handels⸗ geſchäftes an, oder er will wenigſtens einen Profit auch für England herausſchlagen, nachdem bisher nur Rußland einen Profit davon hatte, ohne daß England in der Lage iſt, ihm dieſen Gewinn ſtreitig zu machen. Es darf unter dieſen Umſtän⸗ den nicht wundernehmen, daß die indo⸗britiſche Regierung im Sinne Greys gerade jetzt Darſtellungen verbreiten läßt, die den engliſchen Liberalen die Pläne Greys mundgerecht machen ſollen Es wird nämlich gemeldet: Kalkutta, 323. Sept.(Deutſche Kabelgr.⸗Geſ.) Die Un⸗ ſicherheit auf den Handelsſtraßen Südperſiens nimmt zu. Die telegraphiſche Verbindung SchirasAbuſchehr iſt ſeit zwölf Tagen unterbrochen, da die Kaſchgais die Drähte durchſchnei⸗ den. liſche Handel iſt lahmgelegt, die Karawanen liegen in Bender Abbas feſt, dagegen dringen ruſſiſche Waren nach Südperſien vor und erſetzen die engliſchen Waren. Der letzte Satz namentlich offenbart die Tendenz dieſer Meldung. 16 Sitzung des Handwerker⸗Zentral⸗ ausſchuſſes des Hanſabundes. Berlin, 23. Sept. Unter Beteiligung von Handwerkern aus allen Teilen Deutſchlands begann heute die Tagung des Handwerker⸗Zentralausſchuſſes des Hanſebundes. Zum Thema „Handwerkundpreußiſches Wahlrecht“ wurde nach einem Referat des Geſchäftsführers des Hanſebundes, des Abg. v. Richthofen folgende Reſolution angenommen: „Der Zentralausſchuß ſteht einmütig auf dem Standpunkte, daß es eine der wichtigſten Beſtrebungen des Hanſebundes ſein muß, wie es auch bei den letzten Reichstagswahlen 5 Pe n iſt, 8 im preu- die Wahl von Angehörigen des Hand ßiſchen Landtag durchzuſetzen. Dabei kann es ſich natürlich nur um ſolche handeln, die eine gerechte Handwerks⸗ und Wirt⸗ ſchaftspolitik zu fördern gewillt ſind. Der Zentealausſchuß ſteht ferner einmütig auf dem Standpunkte, daß bei der wirtſchaft⸗ li vieler Handwerker im Deutſchen Reiche unter allen Nanenden das geheime und direkte Wahlrecht, wie es bereits in den Richtlinien des Hanſebundes ausgeſprochen iſt, gefordert werden muß. Es kommt darauf an, gerade die kleingewerblichen Kreiſe und das Handwerk bei der Stimmabgabe vor jedem un⸗ berechtigten Druck, wie dem Boykott, von welcher Seite er auch kommen mag zu ſchützen.“ Alsdann wurde in die Erörterung der Lebensmittel. teuerung eingetreten, wobei der Zentralausſchuß nach längeren Beratungen ſich dahin ausſprach, daß bei der. augen⸗ blicklichen enormen Fleiſchteuerung eine ſofortige Abhilfe gerade uupfenden Handwerterſtand für den ſchwer um ſeine Exiſtenz kämpf dringend gefordert werden müſſe. Dieſe ſieht der Zentralausſchuß in der Geſtattung der Zufuhr von lebendem Vieh für die Zeit der Not und der Einfuhr von Gefrierfleiſch, deſſen Vertrieb unter allen Umſtänden in die Hände des Schlächtergewerbes gelegt werden müſſe. Ferner muß die Verbreitung der Seefiſchn erleichtert werden. Im übrigen ſtellte ſich der Zentralausſchuß auf den Standpunkt der vom Hanſebund ſ. Z. einberufenen Ausgleichskonferenz von Angehörigen des Gewerbeſtandes und der Landwirtſchaft und verlangte für den bäuerlichen Mittel⸗ ſtand, deſſen Solidarität mit den Intereſſen des gewerblichen Mittelſtandes beſonders betont wurde, eine Reviſion der 5 Kalſ 5 1 1 ˖ wurde in einer cheidung Wunſch auf Beſeitigung des Scheckſtempels aus⸗ ge der Zuruf„Etwas nach links!“ zweifellos für beide Teile das un⸗ ausgeſprochene Wort„Dummkopf!“ Ja, ſo iſt es, ich habe nach beiden Seiten hin meine Erfahrungen gemacht. Für den Hundelenker vergeht dagegen die Zeit viel raſcher. Er muß gut aufpaſſen, damit alle ſeine Hunde ordentlich ziehen und keiner ſich von der Arbeit drückt. Und neben vielem ande⸗ ren, das beim Geſpann ſeine ganze Aufmerkſamkeit erfordert, iſt auch der Schlitten ſelbſt noch da. Iſt man unachtſam, ſo kann die kleinſte Unebenheit des Bodens den Schlitten zu Fall bringen, und die Kufen ſind oben ſtatt unten. Und einen umgeſtürzten Schlitten von ungefähr 400 Kilo wieder aufzurichten, iſt kein Ver⸗ gnügen. Da gibt ſich der Lenker lieber alle Mühe, ſo aufmerkſam wie nur möglich zu ſein und ſeine Augen überall zu haben. Von dem Abgangsplatz ſteigt die Eisplatte ſachte an, bis ſie an einem Querrücken in vollſtändig ebenes Gelände übergeht. Auf dieſem Rücken machen wir noch einmal halt. Unſere Kameraden ſind verſchwunden. Aber dort in weiter Ferne liegt der„Fram“ inmitten eines ſchimmernden blauen Rahmens. Ach, man iſt doch auch nur ein Menſch, und die Unſicherheit lauert immer im Hin⸗ tergrund! Werden wir uns wiederſehen? Und wenn, unter welchen Verhältniſſen? Was lag nicht alles zwiſchen jetzt und dem nächſten Mal! Das große gewaltige Meer auf der einen Seite und die Unbekannte, ungeheure Eismaſſe auf der andern. Wie vieles konnte da geſchehen! Jetzt entrollt ſich unſere Flagge, ſie winkt uns ein letztes Lebewohl zu und verſchwindet. Wir ſind auf dem Weg nach dem Süden. Dieſe erſte Fahrt auf der Eisplatte war in der Tat unge⸗ mein ſpannend. Hundert Fragen gingen uns durch den Kopf. Der Boden unter unſeren Füßen war uns vollſtändig unbekannt und unſere Ausrüſtung noch nicht erprobt. Wie würde das Ge⸗ lände ſich ausweiſen? Würde es ſich in dieſer Unendlichkeit ohne irgend welch⸗ Hinderniſſe binzieben? Oder würde uns die Natur recht in unſerer Annahme, daß Hunde in dieſen Gegenden die beſten Zugtiere wären, oder hätten wir beſſer getan, Renntiere oder Ponys oder Kraftwagen oder Flugmaſchinen oder noch andere Beförderungsmittel zu nehmen? Rieſenſchnell ging es vorwärts. Die Bodenbeſchaffenheit war ausgezeichnet. Die Hundepfoten traten in eine Lage Schnee, gerade tief genug für einen ſicheren Tritt. Dagegen waren die Witterungsverhältniſſe nicht ganz ſo, wie wir ſie uns in einem völlig unbekannten Land gewünſcht hätten. Es herrſchte freilich eine milde, ſtille Luft, was immerhin ganz angenehm war, aber die Beleuchtung war nicht gut. Ein leichter, grauer Schleier hatte ſich herabgeſenkt, ſo daß die Eisplatte und der Himmel ineinander⸗ floſſen und man keinen Horizont mehr wahrnehmen konnte. Die⸗ ſer graue Schleier, wahrſcheinlich eine jüngere Schweſter des Nebels, iſt außerordentlich unbehaglich und, nächſt dichtem Nebel ausgenommen, die unangenehmſte Beleuchtung, die man haben kann. Man befindet ſich über die Umgebung immer im unklaren, die Körper werfen keinen Schatten, alles fließt ineinander. Bei einer ſolchen Beleuchtung iſt es nicht leicht, Vorläufer zu ſein. Er ſieht die Unebenheiten des Geländes erſt, wenn es zu ſpät, erſt wenn er ſchon mitten drin iſt. Da endet es oft mit einem Fall und es koſtet ihn verzweifelte Anſtrengungen, ſich wieder aufzu⸗ richten. Die Schlittenlenker haben es beſſer, ſie können ſich mit der einen Hand auf den Schlitten ſtützen, müſſen aber vor den Un⸗ ebenheiten doch auch wohl auf der Hut ſein und wohl acht geben, daß der Schlitten nicht umſchlägt. Die Augen leiden bei dieſer Beleuchtung am meiſten und es wird häufig behauptet, die Schnee⸗ blindheit ſtelle ſich nach ſolchen Tagen am öfteſten ein. Daran iſt indes nicht allein die Ueberanſtrengung ſchuld, die den Augen durch das beſtändige aufmerkſame Sehen zugemutet wird, ſondern auch die Unvorſichtiakeit, mit der man die Schneebrillen, beſonders ſolche mit dunklen Gläſern, immer wieder auf die Stirne hinauf⸗ unüberſteigliche Schwierigkeiten in den Weg legen? Hatten wir ſchiebt. Wir kamen indes recht gut weg, nur ganz wenige von uns hatten unter einem leichten Anfall dieſer unangenehmen Augenkrankheit zu leiden. Merkwürdigerweiſe hat die Schnee⸗ blindheit manches Gemeinſame mit der Seekrankheit. Fragt man einen Menſchen, ob er ſeekrank ſei, ſo antwortet er in zehn Fäl⸗ len neunmal:„Nein, durchaus nicht— nur etwas Magenweh!“ Dasſelbe, nur in etwas anderer Weiſe, iſt bei der Schneeblindheit der Fall. Kommt ein Mann abends mit einem entzündeten Auge ins Zelt, und man fragt ihn, ob er ſchneeblind ſei, ſo kann man ſich darauf verlaſſen, daß er halb beleidigt antwortet:„Schnee⸗ blind? Wie kommt Ihr nur darauf?— Weit entfernt! Es iſt nur eine leichte Erkältung.“ Ohne alle Anſtrengung legten wir an dieſem Tage 28 Kilo⸗ meter zurück. Dann wurden zwei Zelten aufgeſchlagen, in denen wir zu zwei und zwei ſchliefen. Dieſe Zelten hatten Raum für drei, waren aber zu klein für vier; gekocht und gefeuert wurde nur in einem, ſowohl, um zu ſparen und mehr im Vorratslager niederlegen zu können, als auch, weil das Feuern bei dem noch ganz milden Wekter unnötig geweſen wäre. Schon auf dieſem erſten Ausflug, wie auch auf allen ſpäteren, nahm der Aufbruch zu viel Zeit in Anſpruch. Wie fingen zwar ſchon morgens um 4 Uhr an, waren aber erſt um 8 Uhr wieder unterwegs. Ich ver⸗ ſuchte immer neue Mittel, dieſem Mißſtand abzuhelfen aber ohne Erfolg. Jedermann fragt natürlich gleich, woran das denn ge⸗ legen habe, und ich will ehrlich und aufrichtig Antwort geben. Faulhbeit, nichts als Faulheit! Auf dieſen Fahrten zur Anlegung von Vorratslagern war es nun nicht ſo gefährlich. Aber auf der Hauptreiſe mußte ohne Gnade alle Faulheit verbannt werden. Am nächſten Tag legten wir die vorgeſehenen 28 Kilometer in ſechs Stunden zurück und lagerten uns ſchon früh am Nach⸗ mittag in einer Höhe von 180 Meter über dem Meere. Die Hunde waren ziemlich müde, weil es den ganzen Tag aufwärts gegangen war. Heute konnten wir aus einer Entfernung von 46 Kilome⸗ Die Gendarmerie iſt demgegenüber machtlos. Der eng⸗ F 85 8 5 85 R + — 5 Zeit abhelfen grundbeſitzes einſchränken. Mannheim, 24. Seprember. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagblatt). Aus Stadt und Land. * Maunheim, 24. Seplember 1912 d Ruheſtand verſetzt wurde Bahnhofinſpektor Hermann Pop p in Schwetzingen auf Anſuchen unter Ver⸗ leihung des Ritterkreuzes zweiter Klaſſe mit Eichenlaub des DOrdens vom Zähringer Löwen. Berſetzt wurde Bauinſpektor Wilhelm Gräff in Kon⸗ ſtanz zur Waſſer⸗ und Straßenbauinſpektion Sinsheim und mit der Verwaltung der Vorſtandsſtelle derſelben betraut. Ernannt wurde Bauſekretär Guſtav Spreter in Frei⸗ burg(Breisgau) zum Werkſtättevorſteher daſelbſt. .Der Nationalliberale Bezirksverein der Schwetzingerſtadt Hielt geſtern abend in den Kaiſerſälen eine gut beſuchte Mit⸗ gliederverſammlung ab. Herr Notar Oppen⸗ heimer eröffnete dieſelbe mit Worten der Begrüßung und orteilte dann Herrn Parteiſekretär Wittig das Wort zu ſei⸗ nem Vortrage über„die Fleiſchteuerung“. Das Vor⸗ handenſein einer ſolchen— ſo führte der Redner aus— ſei gar nicht zu beſtreiten, lächerlich ſei aber doch die ſozialdemo⸗ kratiſche Redensart von einer„Hungersnot“. Die Fleiſch⸗ preiſe haben allgemein eine Erhöhung erfahren, im Auslande eine ſolche, die prozentual hinter Deutſchland kaum zurück⸗ ſteht. Die Urſachen des jetzigen ſo unerfreulichen Zuſtan⸗ des ſeien zu ſuchen in der ſchlechten Futterernte des Vorſahres, in der Abhängigkeit der Schweinezucht zum Teil von der Kar⸗ koffelernte, in dem lerfreulicherweiſe) geſtiegenen Fleiſchver⸗ brauch unſeres Volkes. Dazu kommt, daß die Lebenshaltung auch auf dem Lande eine andere geworden iſt, daß ferner die Teutenot eine bedeutende Steigerung der Arbeitslöhne zur Folge haben mußte. Die hohen Weltpreiſe für Getreide ver⸗ anlaſſen den großen Grundbeſitzer, faſt nur noch Körnerbau zu ktreiben und die Viehzucht mehr und mehr dem Kleinbauern zu überlaſſen. Dieſer hat ſeine Aufgabe gegenüber der Volks⸗ wirtſchaft durchaus erfüllt; 1892 wurden 12 Million, 1900 16 Million, 1907 22 Millionen Schweine gezählt; 1900 17 Mal. Stück Rindvieh, 1907 20% Mill. Die deutſche Landwirtſchaft deckt zu mindeſtens 95 Prozent den ganzen inländiſchen Fleiſchbedarf. Eine Oeffnung der Grenzen— das habe ſelbſt der Vorwärts zugegeben— würde an der Teuerung wenig ändern, denn das Ausland iſt auf unſeren Bedarf garnicht vorbereitet. Uebrigens ſei die Einfuhr aus Oeſterreich, der Schweiz uſw. geſtattet. Der Zwiſchenhandel iſt notwendig, er iſt der Vermittler zwiſchen dem entfernt wohnenden Produzen⸗ ten und dem Handwerker. Selbſtredend wirkt er(wie jeder Zwiſchenhandel) verteuernd, aber Unrecht iſt es, ihn zum Süündenbock zu machen. Die ergriffenen Maßnahmen zur Abhülfe(Seefiſchmärkte, Einfuhr von Gefrierfleiſch) kön⸗ nen nur vorübergehenden Charakter tragen, eine böllige Grenzöffnung iſt der Seuchengefahr wegen gefährlich. Wenn wir dauernd von dem Geſpenſt der Fleiſchteuerung befreit ſein wollen, gibt es nur dreierlei: die Abſchaffung des Zolles auf Futtermittel, die Schaffung vieler freier Bauernſtellen durch innere Koloniſation im Oſten, ſchließlich die Errichtung zahlreicher großer Schweinemaſtanſtalten auf genoſſenſchaft⸗ licher oder großkapitaliſtiſcher Grundlage. Auf alle Fälle ſolle man ſich hüten, den Kleinbauern die augenblickliche Teuerung zur Laſt zu legen oder es ihnen durch Aenderung unſerer Zollpolitik entgelten zu laſſen. Deutſchland darf ſei⸗ ner ganzen Stellung nach kein Land ohne Landwirtſchaft wer⸗ den(Lebh. Beifall). Herr Notar Oppenheimer dankt dem Redner und ſtimmt ihm völlig zu. Eine großzügige iunere Koloniſation kann allein dem ſteigenden Fleiſchbedarf würde zugleich auch die Vorherrſchaft des Groß⸗ Herr Wöllner verſpricht ſich von kommunalen Züchtereien nichts, ſchon weil das Gelände viel zu teuer iſt. Ein anderer Redner gibt intereſſante Auf⸗ ſchlüſſe über das Gefrierfleiſch, das nur als Bratfleiſch ver⸗ wendbar ſei. Die Schweinemäſtereien in Hannover mäſten nur mit Gerſte und Fiſchmehl. Der Rückgang der kleinen Mühlen und Brauereien auf dem Lande hat auch in Baden nachteilig auf die Schweinezucht gewirkt. Sodann entſpinnt ſich noch eine Debatte über den Gemeindeſoztalis⸗ mus. Herr Oppenheimer läßt das Eingreifen der Stadt in wirtſchaftliche Betriebe nur gelten, wenn ein Not⸗ ſtand hierzu vorliegt. Herr Unger ſtimmt dem zu; bei der Milchzentrale lag dieſer Fall nicht vor. Herr Stadtv. La⸗ merdin betonte, daß die Nationalliberale Partei nach wie vor jeder Schädigung eines leiſtungsfähigen Mittelſtandes Widerſtand entgegenſetzen werde.— Mit dem Ausdruck der Genugtuung über den anregenden Verlauf ſchloß darauf der Vorſitzende die Verſammlung. * Die Winterunterkunft der Mannheimer Schwimmver⸗ eine. Vom Inhaber des Eliſabeth⸗Bades wirh uns geſchrie⸗ ben; In Ihrem Blatte vom Samstag mittag iſt davon die Rede, daß die hieſigen Schwimmvereine inſolge von„Unzu⸗ länglichkeiten“ im Eliſabeth⸗Bad gezwungen ſeien, in Zukunft in Heiſerberg zu baden und zu ſchwimmen. Da das Publikum durch dieſe etwas ſehr kurze Bemerkung zu elner irrtümlichen Auffaſſung kommen kann, ſo geſtatten Sie mir wohl, Ihnen zu ſagen, worin dieſe ſog.„Unzulänglichkeiten“ beſtehen. Die Schwimmvpcreine verlangen nämlich, trotzdemihnen be⸗ — , Sene. reits Ausnahmepreiſe eingeräumt ſind, eine weitere Ermäßigung, die ich nicht zugeſtehen kann, da das Eliſabethbad keine Wohltätigkeitsanſtalt iſt, ſondern ein Geſchäft, von dem ich leben muß. Weiter verlangen die Ver⸗ eine, daß die Kaſſe abends bis 9 Uhr geöfufet bleibt, was zur Folge hätte, daß das Baden bis in die Nacht hinein dauern würde. Jeder vernünftige Menſch wird mir aber zugeben, daß mein Perſonal auch ſeine Ruhe haben muß und daß es voll⸗ ſtändig genügen ſollte, wenn ich die Kaſſe für die Schwimm⸗ vereine bis 8½ Uhr geöffnet halte. Ich bemerke ausdrücklich, daß weitere„Unzulänglichkeiten“ zwiſchen den Schwimmver⸗ einen und mir nicht beſtehen. * Der Zirkus Sarraſani gibt am morgigen Mittwoch die bei⸗ den Abſchiedsvorſtellungen. Da Sarraſani erſt in der Frühe des Donnerstag Mannheim verläßt, ſo iſt jede Garantie dafür gegeben, daß die beiden Vorſtellungen ohne jede Kürzung oder Beeinträchtigung vonſtatten gehen können. Ein äußerſt intereſſantes Schauſpiel wird übrigens die Ueberſiedlung des Zir⸗ kus Sarraſani nach Heidelberg werden. Sarraſani beabſichtigt, die Strecke nicht per Bahn, ſondern in Erinnerung an die Zeiten der alten Zirkusherrlichkeit auf der Landſtraße zurückzu⸗ legen. Für einen derartigen Rieſentransport fehlen bisher alle Beiſpiele. Sarraſani benötigt zur Ueberführung ſeiner Wagen 50 Paar Pferde, die von Heidelberger und Mannheimer Spediteu⸗ ren ſowie von der Speditionsabteilung des Zirkus Sarraſani ſelbſt geſtellt werden ſollen. Außerdem werden in hervorragendem Maße die Straßenlokomotiven zum Transport herangezogen wer⸗ den. Sarraſani hat zu ſeinem eigenen Beſtande mehrere Maſchinen neuartiger Konſtruktion von der Maſchinenfabrik„Badenia“ in Weinheim hinzurequiriert, die ihm auch bereitwilligſt für das in⸗ tereſſante Experiment zur Verfügung geſtellt wurden. Die erſten Transporte werden am Donnerstag früh Mannheim verlaſſen. Zwei Verſuchszüge ſind geſtern bereits nach Heidelberg gegangen und haben die Strecke tadellos abſolviert. Sarraſani beginnt ſein Heidelberger Gaſtſpiel am Freitag. * Ein tötlicher Fuhrwerksunfall ereignete ſich heute Mittag auf der Straße zwiſchen K 1 und 2. Ein bon dem Fuhrmann Jo⸗ hann Jäger gelenktes beladenes Kohlenfuhrwerk begegnete dort einem von dem 31 Jahre alten Invaliden Johann Guckenmuß, wohnhaft H 7, 6 geſchobenen Handkarren. Das Laſtfuhrwerk und der Handkarren gerieten zu nahe aneinander heran und Gucken⸗ muß wurde hierdurch unter das Laſtfuhrwerk geſchleudert. Die Räder gingen dem Unglücklichen über den Kopf. Seine Verletzun⸗ gen waren derart, daß er auf dem Transport nach dem Kranken⸗ hauſe geſtorben iſt. Evangeliſche Kirchengemeinde⸗ nerſammlung. Aus dem zweiten Teil des Berichts, den Prälat Schmitt⸗ henner in der geſtrigen evangeliſchen Kirchengemeindever⸗ ſammlung erſtattete, iſt noch folgendes erwähnenswert: Die Schulprüfungen haben das Ergebnis gehabt, daß die Prüfungen eine ungeheure Arbeit ſind, die man eigentlich in der jetzigen Form nicht mehr durchführen kann. Es wird er⸗ wogen werden, inwieweit man der Not, die aus der Maſſen⸗ haftigkeit der Religionsklaſſen erwächſt, abhelfen kann. Das Ergebnis der Volks⸗ und Mittelſchulprüfung war ein außer⸗ ordentlich dankenswertes. Mit verſchwindend kleinen Aus⸗ nahmen kann könſtatiert werden, daß die weltlichen Lehrer und Lehrerinnen treue Arbeit tun und in ernſter Hingebung und Pflichterfüllung ſuchen, an den jungen Seelen zu leiſten, was ſie leiſten können...M. Wendling bemerkt, ſeit einigen Jahren ſei es Uebung, daß Konfirmanden in Obertertia und Sekunda vom Religionsunterricht an den Mittelſchulen dis⸗ penſtert werden könnten. Er halte dies für eine ſehr empfind⸗ liche Benachteiligung des evangeliſchen Religionsunterrichts. Er glaube auch, daß die Konfirmanden nicht viel gewinnen durch die Dispenſierung, wenn der Religionsunterricht in der Mitte des Vormittags liege. Die Dispenſierung führe auch dazu, daß Schüler von höheren Lehranſtalten konfirmiert wür⸗ den, ohne evangeliſche Religionsgeſchichte gehört zu haben. Ferner empfinde er es als Unrecht, wenn man Schülern aus beſſeren Kreiſen Dispens gewähre und den Volksſchülern nicht. Nach ſeiner Anſicht wäre es erwünſcht, daß von ſeiten der Behörde überhaupt kein Dispens mehr gegeben werde. Prälat Schmitthenner bemerkt, daß der Dispens hervorgerufen worden ſei durch ein Verlangen der Freiburger Kirchen⸗ gemeindeverſammlung bei einer Viſitation. Er verkenne die Bedenken des Herrn Wendling durchaus nicht. Stadtpfarrer Dr. Hoff meint, die Frage ſollte in einer ſpäteren Verſamm⸗ lung entſchieden werden. Jedenfalls müßte von der Ober⸗ kirchenbehörde dafür Sorge getragen werden, daß die Sache nicht auf eine Klaſſe beſchränkt bleibe. Er ſei auch kein Freund der Dispenſterung. Prälat Schmitthenner iſt auch der Anſicht, daß die Frage noch einmal gründlich beſprochen wer⸗ den muß. Stadtpfarrer Klein iſt der Anſich in die Walfiſchbucht hinabſehen und erkennen, daß wir tüchtig ge⸗ ſtiegen waren. Wir hätten über die Steigung eigentlich gar nicht ſo erſtaunt zu ſein brauchen, da wir ja ſchon am erſten Tage, beim Herunterſehen in die Bucht, die Höhe dieſer Hügelkette auf 180 Meter geſchätzt hatten. Aber es iſt immer wieder dasſelbe; die meiſten von uns haben eine ausgeſprochene Luſt, Behauptungen aufzuſtellen und etwas Neues zu erſinnen. Was andere geſehen haben, macht ihnen keinen Spaß. Und bei dieſer Gelegenheit grif⸗ fen wir— denn ich tat bei der Aufſtellung einer neuen Theorie auch mit— auf die Lehre von einem nach der antarktiſchen Hoch⸗ ebene gleichmäßig aufſteigenden Gletſcher zurück. Wir ſahen uns im Geiſte ſtetig und gradweiſe emporſteigen und auf dieſe Weiſe einen ſteilen und mühſeligen Aufſtieg zwiſchen den Bergen vermet⸗ den. Der Tag war fehr warm geweſen— 11 Grad Celſius, und ich hatte mich, bis auf die allernotwendigſten Unterkleider, aller meiner Kleidungsſtücke entledigen müſſen. Worin mein Anzug beſtand, iſt am beſten daraus erſichtlich, daß der Aufſtieg hier „Unterhoſenhügel“ genannt wurde. Als wir am nächſten Morgen aufwachten, herrſchte dicker Nehel. Das war höchſt unangenehm! Hier ging es jeden Zoll breit über jungfräuliches Gebiet. und wir mußten blindlings vorwärts. An dieſem Tage hatten wir das Gefühlf, als gehe es abwärts. Um 1 Uhr mittags wurde„Land gerade voraus!“ ge⸗ meldet, und nach dem eifrigen Deuten und Schlegeln unſerer Vordermänner nahm ich an, daß es ſehr groß ſein müſſe. Ich ſah über gar nichts, und das war auch nicht zu berwundern, denn erſtens ſehe ich ſchlecht, und zweitens war kein Land vorhanden. — Der Nebel hatte ſich allmählich gelichtet, und das Gelände ſah etwas zerriſſen aus. Die Phantaſie von„Land voraus!“ wurde indes doch bis zum nächſten Tag aufrecht erhalten, wo wir uns vergewiſſerten, daß es nur eine ſich herabſenkende Nebelſchicht ge⸗ weſen war. An dieſem Tage ſchlugen wir über die Stränge, indem wir anſtatt 28 Kilometer deren 40 zurücklegten. Wir gingen ſehr t, daß unter allen N Ne Umſtänden das Unſoziale des jetzigen Dispenſierungsmodus vermieden werden muß. Prälat Schmitthenner fährt alsdann mit ſeinem Bericht fort. In der Seelſorge wird das Möglichſte getan. Daß die Seelſorge in den großen Städten mit ihren Maſſen gemeinden darniederliegen muß, iſt natürlich. Es iſt unmög⸗ lich, daß ein Pfarrer jedem Gemeindegliede mindeſtens einmal im Jahre die Hand drückt. Die Behörde betrachtet es aber al Minimum, daß der Stadtgeiſtliche bei Trauerfällen, Hochzeiten, Konfirmationen und ſonſtigen wichtigen Begebenheiten mit der Familie in engere Fühlung tritt. Die Jugendarbeit be ſchränkt ſich darauf, zu ſehen, daß jede Vereinigung eine Jugendverein hat. Pfarrer und Vikare ſuchen hier in treue Arbeit ihre Konfirmanden und andere zu ſammeln und kraft volle Jugendarbeit und Pflege zu treiben. Es wird noch mancherlei durchzuführen ſein. Die Geiſtlichen beteiligen ſich auch an der Jugendgerichtspflege. Hilfsarbeiter werden vo den Pfarrern geſucht. Aber wo ſollen ſie hergenommen werden in einer Stadt, wo jeder vom Morgen bis zum Ahend tätig iſt? In den verſchiedenen Anſtalten der Wohltätig keit lebt noch viel Chriſtenkraft und Chriſtenliebe. Nur wird darüber geklagt, daß Ortskirchenſteuermittel für derartige Zwecke nicht verwendbar ſind. Der Redner faßt ſeine Beobachtungen dahin zuſammen, daß viel treue Arheit getan wird, zunächſt durch die Pfarrer und Vikare, die Hilfsarbeiter im Religionsunterricht, die Lehrer und Lehrerinnen, durch diejenigen, die im Gemeindedienſt ſtehen und Verwaltungsarbeit treiben, Redner dankt aber auch der Verſammlung und dem Kirchengemeinderat für das Inter eſſe und die Bewilligungsfreudigkeit zur Erhaltung und Pflege des kirchlichen Lebens. Nur treue Hingabe, treues Aushalten zähes Feſthalten an den einmal unternommenen Arbeiter führe zum Ziel. In der kurzen Ausſprache, die ſich an die Schlußausführungen des Viſitators ſchloß, führt.G M. Raupp aus, wenn die Kirche unabhängiger würde vom Staat, würde ſich wahrſcheinlich auch die große Maſſe der ſozia intereſſterten Leute in den Großſtädten mehr am kirchlichen Lehen betätigen. Daß man die Kirchenſteuermittel nicht für ſoziale Zwecke verwenden könne, ſtoße Viele zurück. Es liege im Intereſſe der Kirche, daß die einzelnen Gemeinden meh Rechte bekämen. Ferner ſollte für die kirchlichen Wahlen das Proportional⸗Wahlverfahren eingeführt werden. Präla Schmitthenner erwidert, die Frage der Trennung von Kirche und Staat werde wohl einmal kommen. Ob aber das was nach mancher Richtung an beſtehendem Zwang weggenom nten wird, der Kirche zugute komme, müſſe er dahingeſtellt ſein laſſen. Wenn die Trennung kommt, wird nicht nur die viel leicht als gering geſchätzte Staatsdotation wegfallen, ſondernn auch die Beſteuerung wird ihren Schutz verlieren. Die Kirche wird finanziell durch ſchwere Zeiten der Kriſis hindurch müſſen Womit ſolle man die Mittel aufbringen, wenn nicht ein unge heures Emporſchnellen der Kirchenſteuer helfen ſolle? Gegen 1 wärtig werde eine Agende vorbereitet, die auf der Synode zur Vorlage gelange. Manche Forderung müſſe er an die Generalſynode verweiſen. Wenn eine Aenderung der Ortskirchenſteuer durchgeführt werde, hätte man in Mannheim 60 000 M. Kirchenſteuer weniger..G. M. Muntau meint, das Wahlverfahren und die Synode ſelbſt müßten volkstüm licher geſtaltet werden. Die Großſtädte ſollten bezüglich der Verwendung der Steuermittel anders behandelt werden, als die Landgemeinden. 5 Von Tag zu Tag. — Eine heldenmütige Mutter. T. Aarau, 23. Am Samstag mittag ſah die Frau eines Bahnwürter Station Mellingen(Aargau), daß eines ihrer Kinder dem Geleiſe befand, als geräde ein Eiſenbahnzug heranbrauſte. Obwohl ſie ſah, daß eine Rettung ihr das Leben koſten konnte, ſprang ſie herzu und riß das Kind vom Geleiſe. Im gleichen Augenblick aber hatte die Lokomotive ſie ſelher erfaßt, zu Boden geworfen und ſchrecklich zugerichtet. Die Verletzungen ſind ſo ſchwere, daß die heldenmütige Frau kaum mit dem Leben davonkommen dürfte. Der Mann mit ſechs unerzogenen Kindern umſteht das Leidenslager der Gattin und treuen Mutter. Dem geretteten Kinde wurde ein Füß⸗ chen abgefahten. — Abgeſtürzt. Innsbruck, 23. Sept. Fünf reichsdeutſche Touriſten unternahmen vorgeſtern eine Hochtour über das Winkel⸗ kar zur Phramidenſpitze im Zahmen Kaiſer. Beim Abſtiege bver irrten ſie ſich in der Dunkelheit. Der Kaufmann Kahn aus München ſtürzte in eine tiefe Schlucht ab. Sein Begleiter aus Augsburg, der ihm helfen wollte, ſtürzte gleichfalls ab. Eine Ret⸗ tungseppedition fand Kahn als Leiche auf. Der Augsburger Touriſt kam mit leichten Verletzungen davon. — Golddiebſtahl. London, 23. Sept. Einbrecher drangen heute morgen durch ein Fenſter, das ſie eindrückten, in das kang⸗ diſche Auswanderungsbureau in Whitehall und ſtahlen zehn Klondyke⸗Goldklumpen, die dort ausgeſtellt waren. Die Einbrecher ſind augenſcheinlich geſtört worden, da ſie einen kleinen Gold⸗ klumpen zurückließen. leicht gekleidet, von Pelzkleidern konnte keine Rede ſein; dieſe wurden gleich eingepackt, und wir krugen nur noch ganz leichtes Zeug über den Unterkleidern, ja mehrere legten ſich auf dieſem Ausflug ſogar barfuß in die Schlafſäcke. Der nächſte Tage brachte zu unſerer Ueberraſchung ſtrahlend helles Wetter mit vollkommen ſtiller Luft. Gegen Süden ſchien ſich die Eisplatte gleichmäßig und glatt ohne Steigung fortzuſetzen, während das Gelände gegen Oſten merklich anſtieg. Damals dachten wir, das König Eduard VII.⸗Land liege in dieſer Richtung. Im Laufe des Vormittags kamen wir an die erſte Eisſpalte auf dieſer Reiſe, ſie war aber offenbar ſeit langem mit Schnee aus⸗ gefüllt. An dieſem Tag legten wir 37 Kilometer zurück. Auf dieſen Fahrten waren uns die Thermosflaſchen von gro⸗ ßem Nutzen. Mittags machten wir halt und tranken eine Taſſe brühheiße Schokolade. Wie rieſig bequem war es doch, ſo mitten auf dem weiten Schneefeld ohne alle Mühe warme Schokolade trin⸗ ken zu können! Auf die endgültige Reiſe nach dem Pol nahmen wir indes keine Thermosflaſchen mit, da gab es überhaupt keine Frühſtückspauſe. Am 14. Februar erreichten wir nach einem Marſch von 155 Kilometer den 80. Grad ſüdlicher Breite. Leider konnten wir auf dieſem Ausflug keine aſtronomiſchen Beobachtungen machen, da der mitgenommene Theodolit nicht richtig arbeitete, aber eine ſpätere, bei der nächſten Reiſe vorgenommene Beobachtung ergab 79 Grad 59 Minuten ſüblicher Breite. Das war keine ſo ganz ſchlechte Lei⸗ ſtung bei Nebelwetter. Die zurückgelegte Strecke wurde auch durch Bambusſtangen mit kleinen Flaggen an der Spitze, die je nach 500 Meter eingeſteckt wurden, bezeichnet. Da wir aber am Lager⸗ platz jetzt keine aſtronomiſchen Aufnahmen machen konnten, er⸗ ſchienen uns die Flaggen ungenügend. Wir mußten uns deshalb nach anderen Hilfsmitteln umſchauen. Einige leere Kiſten wurden zerſchlagen und daraus eine Anzahl Merkbretter gemacht, die aber del Klippfiſche, das auf einem der Schlitten lag, und die Wegzeiger waren gefunden: Ob wohl ſchon irgend jemand irgendwo je den Weg mit getrockneten Fiſchen bezeichnet hat? Ich möchte es be zweifeln. Gleich nach unſerer Ankunft auf 80 Grad— morgens um 11 Uhr— begannen wir mit der Errichtung des Vorratslagers. Es wurde ſehr ſorgfältig gebaut und bekam eine Höhe von 4 Meter. Der Weg war von dem bisherigen ganz verſchieden. Ringsum lag tiefer loſer Schnee, der allem Anſcheine nach bei ganz ſtillem Wetter gefallen war, und ſo oft wir hier vorüberkamen, faſt immer fanden wir dieſen loſen Schnee. Nachdem das Vorratslager fertig und photographiert war, ſetzten wir uns eiligſt auf unſere Schlit⸗ ten und fuhren heimwärts. Wir fanden es außerorbentlich ang nehm, auf dem Schlitten zu ſitzen und uns ziehen zu laſſen, das kam ſonſt nie bor. Peſtrud ſaß jetzt auch mit auf. Haͤnſen fuhr voraus, und da er der alten Spur folgen konnte, ging es auch ohne Vorläufer luſtig weiter. Auf dem letzten Schlitten lagen die neu⸗ erfundenen Merkpfähle. Peſtrud beobachtete das Meßrad und ver⸗ kündigte jeden halben Kilometer mit lauter Stimme, worauf ich ſofort einen Klippfiſch in den Schnee ſteckte. Dieſe Bezeichnungs⸗ art bewährte ſich ausgezeichnet. Die Klippfiſche brachten uns nicht allein mehrere Male wieder auf den rechten Weg, ſondern waren auch von großem Nutzen, als wir bei der nächſten Vorratslager reiſe mit ausgehungerten Hunden zurückkehrten. An dieſem Tage legten wir 70 Kilometer zurück, kamen aber auch vor 1 Uhr Nachts nicht zur Ruhe. Trotzdem waren wir ſchon um 4 Uhr wieder auf, um 7½ Uhr ging es weiter, und um 9½ Uhr abenbs langten wir am Framheim an, nachdem wir an dieſem Tage 100 Kilometer gemacht hatten. Warum wir ſo ſehr eilten, hatte ſeinen Grund nicht in dem Beſtreben, einen„Eisplaften rekord“ zu machen. Wir wollten vor Abreiſe der„Fram“ zurück kommen, um unſeren Genoſſen beim Abſchied nochmals die Hand zu lange nicht genügten. Da fielen unſere Blicke auf ein halbes Bün⸗ drücken und ihnen glückliche Reiſe zu wünſchen. Als wir aber den 4. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblatt). Letzte Nachrichten und Telegramme. * Stuttgart, 24. Sept. Wirklicher Staatsrat v. Schwab, Ehrenmitglied des Vereins Deutſcher Straf⸗ anſtaltsbeamten, iſt heute im 58. Lebensjahre geſtorben. W. Berlin, 24. Sept.„B. Z. a..“ meldte aus London: Der Induſtrielle Magrow wurde mit ſeinem Automobile beim Ueber⸗ gueren eines Schienenſtranges von einem Güterzuge erfaßt. Das Automobil wurde vollſtändig zertrümmert, Magrop ſelbſt und ſein Cbauffeur getötet. W. Potsdam, 24. Sept. Das Urteil im Prozeß wegen Unregelmäßigkeiten beim Kaiſerpreisſchießen lautet: Hauptmann von Schlichting 1 Woche Stubenarreſt, Schießunteroffizier Huttenburg 4 Monate Gefängnis, wovon 1 Monat Unterſuchungshaft abgerechnet werden, ein Feldwebel 3 Wochen, die Vizefeldwebel und Unteroffiziere 2 Wochen ge⸗ linden Arreſt, die älteren Mannſchaften je 3 Tage, die übrigen Grenadiere je 2 Tage Arreſt, der Gefreite Wilhelm 5 Tage Mittelarreſt, die durch die Unterſuchungshaft als verbüßt gelten. Grenadier Hamann und Fahnenjunker von Cramon wurden freigeſprochen. Auf dem Luftwege von Jobaunisthal nach Straßburg. * Darmſtadt, 24. Sept. Der Oberleutnant Hantelmann, ber geſtern Abend auf dem Griesheimer Exerzierplatz gelandet war, iſt um 8,35 Uhr zum Weiterflug nach Straßburg aufgeſtiegen und hat um 9,20 Uhr Schwetzingen paſſiert. 2 Empfang der Delegationen in der Hofburg. Wien, 24. Sept. Bei dem feierlichen Empfang der ben in der Hofburg beantwortete der Kaiſer die Huldigungsanſprache der beiden Delegationspräſidenten wie folgt:„Mit Befriedigung nehme ich die Verſicherung Ihrer treuen Ergebenheit entgegen und ſage Ihnen hierfür meinen wärmſten Dank. Unſere Beziehungen zu allen Mächten tragen fortdauernd einen durchweg freundſchaftlichen Charak⸗ ter. Geſtützt auf unſer enges und durch viele Jahre bewährtes Bündnis mit dem deutſchen Reiche und mit Italien iſt unſere auswärtige Politik nach wie vor von dem Beſtreben geleitet, bei Wahrung der Intereſſen der Monarchie zur Erhaltung des Friedens beizutragen. Mit aufrichtiger Sympathie verfolgen wir die Bemühungen italieniſcher und türkiſcher Staatsmänner, im Wege einer gerechten und verbindlichen Ausſprache eine für beide Teile ehrenvolle Friedensbaſis zu finden. Angeſichts der ungeklärten Lage im nahen Orient hat meine Regierung einen Gedankenaustauſch unter den Mächten an⸗ geregt, welcher den einmütigen Wunſch aller Beteiligten ergeben hat, die Ruhe und den Status quo auf dem Balkan erhalten zu ſehen. Durch die neuen Wehrvorlagen hat unſere Armee und unſere Marine eine erfreuliche Stärkung der Friedensbeſtände erfahren, wobei für die Mehrzahl der Wehr⸗ pflichtigen namhafte Erleichterungen bei Erfüllung ihrer aktiven Wehrpflicht eingetreten ſind. Die diesjährigen Anforderungen meiner Kriegsverwaltung wurden bei Rückſchtnahme auf die finanzielle Lage der beiden Staaten und auf das unbedingt er⸗ forderliche Maß beſchränkt. Die dank Ihrer Opferwilligkeit in Angriff genommen Ausgeſtaltung unſerer Kriegs⸗ mar in e wird unſere Flotte in die Lage ſetzen, den ſteigenden Bedürfniſſen zum Schutze unſerer wirtſchaftlichen Intereſſen in erhöhtem Maße zu entſprechen. Von dem Vertrauen beſcelt, daß Sie mit gewohntem patriotiſchem Eifer an Ihre Aufgabe herantreten werden, wünſche ich Ihren Arbeiten gedeihlichen Erfolg und heiße ich Sie herzlich willkommen.“ Fltegerunfälle. * Antwerpen, 24. Sept. Geſtern ſtürzte auf dem Flugfeld Braeſchaſt ein Militärzweidecker ab. Leutnant van Loo erlitt einen Beinbruch, Leutnant de Mauſt blieb unverletzt. Deutſche Erfolge beim Automobilrennen Königsberg—Riga. * Riga, 24. Sept. Bei dem internationalen Kraftwagenrennen Königsberg—Riga erhielten Baron Mengden mit ſeinem Benz⸗ Wagen den Preis der Großfürſtin Fedorowna und der Deutſche Reichſtein mit Brennaborwagen den Preis der Stadt Riga. Der Tod der Infantin Maria Thereſia. * Madrid, 24. Sept. Die Königinmutter iſt völlig erſchüttert und weigert ſich hartnäckig, ſich von der Leiche der Infantin zu trennen.— Eine ungeheure Menſchenmenge war ſeit vielen Stunden vor dem Palaſte verſammelt und wartete auf die Oeffnung der Tore, um vor dem Leichnam zum letzten Gruße vorbeizuziehen. Sie wurde enttäuſcht, als ſie erfuhr, daß eine gegenteilige Anordnung getroffen worden iſt, denn die Infantin hatte eine beſondere Vorliebe für die Madrider Be⸗ völkerung und war bei dieſer ſehr beliebt.— Die Tagesblätter verherrlichen einmütig die Einfachheit, Anmut und die ſonſtigen liebenswürdigen Eigenſchaften der Infantin. Zum Code des Freiherrn Marſchall von Bieberſtein. W. Badenweiler, 24. Sept. Wie uns von zu⸗ ſtändiger Seite mitgeteilt wird, litt der heute früh verſtorbene Botſchafter Freiherr von Marſchall ſchon ſeit längerer Zeit an einer Herzkrankheit. Der Tod wurde durch eine heute morgen 4 Uhr eingetretene Herzlähmung verurſacht. Außer der Gemahlin weilt auch die Tochter und die beiden Söhne am Sterbelager. Rand der Eisplatte erreichten, ſahen wir, daß wir trotz aller An⸗ ſtrengung zu ſpät gekommen waren— der„Fram“ war nicht mehr da! Das ſtimmte uns im erſten Augenblick ganz wehmütig, ja es war uns faſt unbegreiflich. Aber die geſunde Vernunft erwachte doch gleich wieder, und die Freude darüber, daß der„Fram“ nach dem langen Aufenthalt die Eisplatte unbeſchädigt verlaſſen hatte, gewann bald die Oberhand. An demſelben Tage, Mittags 12 Uhr, war er zu der Bucht hinausgefahren, zur ſelben Zeit, als wir unſere ganze Kraft einſetzten, ihn noch zu erreichen.“ Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. „Meeresbrandung“, Ballade für Männerchor und Orcheſter Wernicke in Maunheim. Die geſamte Produktion von Männerchören bewegt ſich in zwei Bahnen. Die eine verfolgt das Fade, Saftloſe, Süßliche, die andere das Gezierte, Geſchraubte, Dunkle. In der Mitte liegt das Wahre: chöne Melodik ohne geſuchte Harmonik, edle Empfindung ohne ſüß⸗ lichen Beigeſchmack, dazu eine gewiſſe Volkstümlichkeit der Geſtaltung. Muſter dieſer Gattung hat Max Bruch gegeben, auch Dräſeke, Gold⸗ mark, Gouvy, Heuberger und Kienzl ſind hier zu nennen. Man ſollte dieſe beſſere und beſte Gattung pflegen, um den böſen Bieder⸗ maiereten der Vereinsdirigenten⸗Muſik einen feſten Damm entgegen⸗ zuſetzen. Denn in dieſer Hochflut von Männerchorwerken, die oft nicht einmal richtig„geſetzt“ ſind!, droht das ſtolze Schiff des Männer⸗ geſanges zu zerſchellen. Ein vorliegendes Werk„M cderes⸗ brandung“, Ballade für Männerchor und Orcheſter. Dichtung und Mufik von Alfred Wernicke, ſveben b„Kiſtuer in Leipzig iſt nun 5 ſel Arbe ind als will⸗ von Mannheim, 24. September. Berlin, 24. Sept. Dem Kaiſer wurde die Nach⸗ richt von dem Tode des Freiherrn Marſchall von Bieberſtein nach Rominten telegraphiert. Dem Großherzog von Baden, der ſich zurzeit ebenfalls in Badenweiler befindet, wurde über die ernſte Wendung im Befinden des Freiherrn v. Marſchall und über dieſen unerwarteten Tod ſofort Mit⸗ teilung gemacht. Das Fürſtenpaar hat ſogleich ſeine herzlichſte Teilnahme zum Ausdruck gebracht. Die Nachricht von dem Tode des Freiherrn Marſchall von Bieberſtein, der ſeit einigen Wochen mit ſeiner Familie in Badenweiler im Hotel Römerbad abgeſtiegen war, kam ſelbſt für die Einwohnerſchaft Badenweilers überraſchend. Man wußte allerdings, daß Freiherr von Marſchall leidend war, hatte aber von einer ernſten akuten Erkrankung! keine Ahnung. Man ſah den Botſchafter öfters bei ſeinen Spaziergängen in der näheren Umgebung 5 Badenweiler. Seit 8 Tagen mußte er das Bett hüten. Sowohl auf ſeinem Gute Neuershauſen, wie auch im Hotel Römerbad ſelbſt erhielt man geſtern auf Anfragen nur mit großer Vorſicht Auskunft über das Befinden des Bot⸗ ſchafters. Man konnte nur ſoviel in Erfahrung bringen, daß ſich das Befinden des Patienten verſchlimmert habe, erhielt jedoch gleichzeitig die beruhigende Mitteilung, daß keinerlei Anlaß zu Befürchtungen ſei. Man hatte alſo auch im Familienkreiſe den Ernſt des Leidens noch nicht erkannt. Die Leiche wird margen nach dem in der Nähe Freiburgs liegenden Gute Neuershauſen verbracht. Ueber die Beiſetzungsfeierlichkeiten ſind noch keine näheren Anordnungen getroffen. Es ſind in Badenweiler bereits zahlreiche Beileidstelegramme bei den Angehörigen des Verſtorbenen eingegangen. Kurdirektion und Bürgermeiſteramt von Badenweiler haben ſofort ihr Beileid ausſprechen laſſen. * Wir haben im heutigen Mittagsblatt das Lebenswerk des verſtorbenen Botſchafters ſchon ausführlich gewürdigt. Kurz ſeien noch einige Daten aus ſeinem Leben nachgetragen. Frei⸗ herr von Marſchall war 1842 zu Karlsruhe geboren. Sein Vater war badiſcher Wirkl. Geheimrat. Der Sohn beſuchte das Gymnaſium in Frankfurt a. M. und die Univerſität in Heidelberg. Als alter Schwabe hat er zu Heidelberg freundliche Beziehungen unterhalten und noch vor wenigen Jahren nahm er an dem Stiftungsfeſt ſeines Korps perſönlich teil. Er widmete ſich der juriſtiſchen Laufbahn, war Amtsrichter in Schwetzingen, dann Staatsanwalt in Mosbach und Mannheim. Dieſe Zeit führte ihn auch aktiv in die badiſche Politik hinein. 1875 ließ er ſich als Vertreter des grund⸗ herrlichen Adels in die Erſte badiſche Kammer wählen und trat als Führer der badiſchen Konſervativen hervor, es war eine Führung, die ſich allerdings ſehr weſentlich von der ſpäteren unterſchied. Ihm gelang es, der konſervativen Partei einen größeren Einfluß zu erringen, der ihr ſpäter nicht mehr be⸗ ſchieden geweſen iſt. 1878 kam er als konſervativer Reichstags⸗ abgeordneter nach Berlin. Der Sohn der badiſchen Heimat ſollte hier nun bald eine Stätte dauernder und größerer Wirk⸗ ſamkeit finden. Bismarck wurde auf ihn aufmerkſam, ſo kam es, daß Großherzog Friedrich J. ihn 1883 als badiſchen Geſandten nach Berlin ſchickte. Als ſolcher wirkte er 7 Jahre. 1890 wurde Bismarck geſtürzt. Holſtein lenkte die Aufmerkſamkeit auf den Freiherrn von Marſchall, von dem um die gleiche Zeit Fürſt Hohenlohe in ſein Tagebuch ſchrieb:„Er iſt jedenfalls beſſer als alle Diplomaten im Ausland und kennt die hieſigen Verhältniſſe.“ Der Kaiſer ernannte ihn zum Staatsſekretär des Auswärtigen Amtes. 1897 kam er als Botſchafter nach Konſtantinopel, um hier, wie bereits geſchildert, 15 Jahre hindurch eine großartige und bedeutſame Tätigkeit zur Stärkung des deutſchen Einfluſſes in der Türkei, zur Feſtigung der freundſchaftlichen Beziehungen zwiſchen Deutſchland und der Pforte zu entfalten. Der Prozeß gegen Vorchardt und Leinert. Berlin, (Von unſerm Berliner Bureau.) Im Prozeß Borchardt-Leinert begann die Sitzung heute mor⸗ gen gegen 3411 Uhr. Der Vorſitzende, Landgerichtsdirektor Schmidt eröffnete wieder die Sitzung und richtete folgende Frage an den Abg. Borchardt: Herr Borchardt, ich möchte, bevor wir mit den Plaidohers fortfahren, noch eine Frage an Sie rich⸗ ten: Sie haben geſtern geſagt, daß Sie gegen die Ausweiſung ſ. Zt. an das Abgeordnetenhaus appelliert und Einſpruch erhoben hatten. Was iſt darauf erfolgt: Abg. Borchardt: Es iſt in drei Tagen über die Frage ab⸗ geſtimmt und meine Beſchwerde verworfen worden. Hierauf wird die Beweisaufnahme wieder geſchloſſen und Rechtsanwalt Wolfgang Heine erhält das Wort zu ſeinem Plaidoyer. Der Verteidiger führte aus: Ich will nicht alle ſtaatsrechtlichen Dinge, die geſtern ſchon zur Sprache gekommen ſind, heute 0 Nur in einem Punkte möchte ich darauf 24. September. 8 Gabe zu Das Letztere meine ich ganz ernſtlich, denn unſere Männergeſangvereine müſſen gar oft Chöre mit Be⸗ gleitung des Orcheſters ausführen, die man höchſtens einmal ſingt. Solche Chöre werden mit vieler Mühe, aber ohne rechte Luſt ſtudiert, und man freut ſich, wenn die Arbeit getan iſt! Alfred Wernicke's „Meeresbrandung“ wird man aber gerne ſingen: die Mühe lohnt ſich und man ſtudiert mit Luſt. Auch das Publikum hat ſeine Freude au ſolchen Werken, denn Alfred Wernicke ſchreibt ſchön, er hat rechte Me⸗ lodik ohne geſuchte Harmonik, ſeine Empfindung iſt volkstümlich, die ganze Geſtaltung— Aufbau und Haltung— iſt gleichſam eine ſym⸗ phoniſche Dichtung für die Kreiſe, welche nun einmal die Umwelt des Männerchorgeſanges bilden. Die Beſonderheit dieſes Werkes iſt, daß Dichtung und Muſik derſelben Feder entfloſſen ſind. Beide bilden eine Einheit; man darf alſo nicht die Dichtung und die Muſik getrennt betrachten, ſondern eben als Einheit. In derſelben Stunde, da dem Dichter Alfred Wer⸗ nicke die Worte ſeiner Ballade gegeben wurden, begann es in ihm zu„klingen“. So ſchuf der Dichter die Muſik, und der formgewandte Muſiker machte Verſe und wechſelnde Versmaße ſeinem Melos dienſt⸗ bar. Die Meeresbrandung, der Sturm, dazwiſchen die Strophe der Betrachtung, die Weiſe des ſungen Seemanns(Tenor), die tiefe Stille, bann, wie das Licht der Sterne wieder ſichtbar wird, wie der Wind umſpringt und die Rettung naht, endlich, wie aus den dunklen Fluten die Sonne emporſteigt; das Alles iſt volkstümlich treffend in Tönen hingeſtellt. Es bedarf keiner Begründung, daß der Chor in wohl⸗ klingendem reinen Satze geſchrieben, daß die Partitur ſichere Kenntnis der Orcheſter⸗ Technik aufweiſt, daß der Aufbau— eben in freier ſym⸗ phoniſcher Form— von erfahrener Hand iſt. Das Ganze iſt eine Einheit, und dieſer iſt die Silärke des Werkes. Allerdings: es gehört ein zahlreicher Chor dazu und ein Orcheſter von Qualität. Aber daran fehlt es ja nicht in deutſchen Landen. Und ſo möge das neue Werk 5 Wernicke die Meeresbrandung die Itraufführung mit 15 üge ihm die Sonne recht vieler guter Auf⸗ erhell A — zurückkommen und an die ſoeben geſtellte Frage des Herrn Vor⸗ ſitzenden anknüpfen. Ich betone, daß das Unrecht, welches der Präſident des Abgeordnetenhauſes zweifellos begangen hat, nicht etwa zum Recht geſtempelt wird dadurch, daß das Abgeordneten⸗ haus mit einer nachträglichen Beſchlußfaſſung dieſes Unrecht bil⸗ ligte, wenn der§ 64 einen Widerſpruch zu der Verfaſſung darſtellt, dann iſt er ungültig. Mag das Abgeordnetenhaus noch ſo oft ihn für gültig erklären. Die Beſchlüſſe eines Parlaments in Ange⸗ legenheiten ſeiner Verwaltung haben überhaupt keine Rechtskraft, ſondern ſind eine politiſche Aktion. Uebrigens betont der Vertei⸗ diger, daß der Präſident des Abgeordnetenhauſes nicht als pater familias angeſehen werden dürfe. Jeder Abgeordnete ſei Abgeord⸗ neter kraft ſeines Rechts, nämlich kraft der Wahl. Dieſes Recht könne ihm nicht ohne weiteres vom pater familias auf Zeiten fört⸗ genommen werden. Gegenwärtig liege der preußiſchen Regierung ein Geſetzentwurf vor, der die Verwaltungsangelegenheiten des Hauſes der Abgeordneten regeln ſoll. Es iſt zu einem Konflikt zwiſchen dem Präſidenten des Abgeordnetenhauſes und der Regie⸗ rung in dieſer Sache gekommen. Der Präſident des Abgeordneten⸗ hauſes hat ſich bitter darüber beklagt, daß er in verwaltungsrecht⸗ lichen Angelegenheiten des Hauſes nichts zu ſagen habe. Nunmehr ſoll dieſe Frage durch Geſetzentwurf entſchieden werden. Ich ſtehe auf dem Standpunkt, daß die Entfernung der beiden Abgeordneten objektiv den Tatbeſtand eines Verbrechens gegen die 88 105 und 106 darſtellt und daß der vom Abg. Borchardt geleiſtete Widerſtand nichts weiter war, als berechtigte Notwehr. Der Verteidiger ſucht an Hand mehrerer reichsgerichtlicher Entſcheidungen nachzuweiſen, daß die Polizei nicht im Rahmen ihrer Zuſtändigkeit gehandelt hat, als ſie den Auftrag des Freiherrn v. Erffa ausführte. Der Verteidiger geht dann auf die Frage ein, ob überhaupt der§ 113 des Strafgeſetzbuches anwendbar ſei, alſo Widerſtand gegen die Staatsgewalt vorliege. Der ſogen. Widerſtand des Abg. Borchardt gegen die Staatsgewalt ſei lediglich ein Akt der Not⸗ wehr geweſen. Jedenfalls liege bei Borchardt keine ſtrafbare Handlung vor, aber ſelbſt wenn ſie vorliegen ſollte, ſo wäre ſie einfach hervorgerufen durch die Ueberſchreitung der Amtsgewalt der Beamten. Es ſei auch nicht das Moment der Gefahr für die Oeffentlichkeit gegeben geweſen. Denn eine Oeffentlichkeit liege überhaupt nicht vor. Der angeklagte Borchardt habe nicht etwa die anweſenden Abgeordneten angegriffen und die Sitzungen des Ab⸗ geordnetenhauſes ſeien inſofern nicht öffentlich, als man nur gegen Karten Zutritt zu den Sitzungen erhält. Außerdem ſei die Polizei ja nicht gerufen worden, um den Abg. Borchardt an der Fort⸗ ſetzung ſeiner angeblichen ſtrafbaren Handlung zu verhindern, ſondern um das Preſtige des Präſidenten aufrecht zu erhalten. Er beantrage eventuell den Vizepräſidenten Porſch als Zeugen darüber zu vernehmen, daß Präſident von Erffa tatſächlich erſt von einem Abgeordneten darauf aufmerkſam gemacht worden ſei, er ſoll gegen den Abg. Borchardt einſchreiten. Die Annahme, daß die Polizei das Recht habe, mit allen Mitteln die Fortſetzung von ſtrafbaren Handlungen zu verhüten, ſei eine Bierbankidee. Der Verteidiger zieht das Beiſpiel des Hauptmanns von Kö⸗ penik heran. Auch hier war der Gefreite nicht berechtigt, den Bürgermeiſter zu verhaften, da es ſich um keine rechtmäßige Dienſtgewalt handelte. Wenn man von der Aufrechterhaltung der Staatsautorität ſpreche, ſo müſſe man bedenken, daß die Auto⸗ ritätsſtellung des Geſetzgebers weſentlich höher ſtehen müſſe, als die Autorität eines Schutzmannes. Der Staat braucht Abgeord⸗ nete, die in ihrem eigenen Hauſe nicht durch irgend einen Faktor behindert werden dürfen. Der Abg. Borchardt hat durch ſein Auftreten gerade das getan, was zum Beweis der Urperlehparteit der Abgeordneten getan werden mußte. Von einem dolus könne überhaupt nicht geſprochen werden; denn Borchardt war der Meinung, daß ſeine Auffaſſung die richtige ſei. Er wollte ſich dieſe vom Gericht beſtätigen laſſen. Der Verteidiger kommt zu dem Reſultat, daß Frei⸗ ſpruch erfolgen müſſe, da die Beamten nicht einmal den Schein eines Rechtes gegen Borchardt hatten. Die beiden An⸗ geklagten hätten nicht für ſich, ſondern für andere eine Ent⸗ ſcheidung herbeiführen wollen. Einen anderen Weg konnten ſie nicht einſchlagen, weil es keine Möglichkeit gibt, ſolche Ent⸗ ſcheidungen anders herbeizuführen. Gegenſtand des Prozeſſes iſt nicht ein Exzeß, ſondern eine Rechtsfrage. Die beiden An⸗ geklagten ſind um keinen Schritt weiter gegangen, als zur Ent⸗ ſcheidung der Rechtsfrage nötig war. Auf einige Ausführungen des Oberſtaatsanwalts Dr. Preuß erklärt Rechtsanwalt Heine: Der Herr Ober⸗ ſtaatsanwalt iſt der Meinung, daß die Polizei zu ihrem Vor⸗ gehen berechtigt war, weil eine Störung der öffentlichen Ord⸗ nung vorlag. Es beſteht nun eine Entſcheidung des Reichsge⸗ richtes dahin, daß für die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung im der Häuſer die Sorge nicht der Polizei obliege und im Landtagsſaal habe die Polizei überhaupt nichts zu ſuchen. In dem Briefwechſel zwiſchen dem Miniſter des Innern und dem Berliner Polizeipräſidenten hat der Miniſter erklärt, daß, abgeſehen von ganz beſonderen Fällen, die Polizei nicht berechtigt ſei, einen Abgeordneten an dem Wiederbetreten des Saales zu hindern. Die Tatſache, daß der Einſpruch Borcharts von der Mehrheit des Abgeordnetenhauſes zurück⸗ gewieſen wurde, ſei ohne Bedeutung und die Verwerfung des Rechtsſchutzes habe lediglich ein Vertrauensvotum für den Präſidenten bedeutet. Darauf zog ſich der Gerichtshof zur Beratung zurück. Nach einer halben Stunde bereits erſcheint der Gerichtshof im Saale wieder. Der Vorſitzende frägt, ob der Antrag wegen Ladung des Vizepräſidenten Porſch als Eventualantrag zu gelten habe, was die Verteidiger bejahen. * W. Berlin, 24. Sept. Die Urteilsverkündung im Prozeß Borchardt⸗Leinert wurde auf Samstag, 28. Sept. namittags 1 Uhr verta 25 Der Rrieg und die die Rriſe der Türkei. *London, 24. Sept. Das Reuterbureau meldet aus Smyrna vom 23. September: Sieben italieniſche Kriegsſchiffe ſind heute morgen wiederum am Eingang des Golfs von Smyrna eingefahren. Sie durchſuchten in der Nähe der Langer Inſel ein vorübergehendes Schiff. W. Belgrad, 21. Sept. Geſtern ſind die Reſer⸗ viſten des erſten Aufgebots gemäß der vor 2 Monaten durch einen Kgl. Ukas erlaſſenen Verordnung zu einer 1ö5tägigen Waffenübung eingerückt. W. Konſtantinopel, 24. Sept. Das in Uesküb zurück⸗ gehaltene ſerbiſche Kriegsmaterial iſt beträchtlich. Es umfaßt 20 Waggons. In ſerbiſchen Kreiſen hofft man, daß infolge der von dem Geſandten Nenadowitſch bei der Pforte unternommenen Schritte die Erlaubnis zur Durchfuhr dieſes Materials nach Serbien gegeben wird. Die Behörde von Salvoniki wurde beauftragt, die Durchfuhr weiteren Kriegsmaterials z uunterſagen und eventuell das Materia“ zu beſchlagnahmen.— Wie der Wali von Koſſowo meldet, hatte de⸗ Bulgare Dimitri Petroff am 20. ds. Mts. das Haus des Bulgaxer Doitſcho in Sakulitza im Bezirk Kratowo in Brand ah Die iv⸗ 825 85 verſteckten Bomben explodierten und ſämtliche tet nſaſſen wurde gewie Jorget * halde behr Hlatze Baſſe ſtern bor k ſäulen tung ſigen ſen ge lächkei auf e Alonnt herur wurd legen Meiſt Euro, Berli mung regat! regat ſtarte An ſch nativ vorau wurd tag ki durch Annn 9 ſchäft Der! zinker ſchäft nenne fernm parat ten o 161,½ ein N gemel 10,856 zialre 4685 räte r trager waren Aktien ber S lehens zn for ſtellen lend n 2 Aus 9 laieh Schmi Iſch w Jahre 2 wurde. Mannheim, 24. September. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblatt). 5. Seite. Aus dem Großherzogtum. * Bad Dürrheim, 23. Sept. Der Ruf:„Die Hirſch⸗ 20. halde brennt!“ genügte, die ſchleunigſt abmarſchbereite Feuer⸗ behr im Eilmarſchtempo die halbe Stunde Wegs zum Brand⸗ Fblatze zurücklegen zu laſſen, wobei die vierſpännig beſpannten Paſſerfäſſer weit zurückblieben. Aus dem Dach und den Fen⸗ ſern des mittleren Stockwerkes der zirka 40 Meter Front des bor kurzem neu gebauten Hotels ſchlugen gewaltige Feuer⸗ ſäulen und von vornherein war es klar, daß hier keine Ret⸗ ung mehr möglich war. Den vereinten Bemühungen der hie⸗ ſgen Feuerwehr, jener von Hochemmingen und von Sunthau⸗ ſen gelang es, das Reſtaurationsgebäude und die anderen Bau⸗ lichkeiten zu halten, während im eigentlichen Brandobjekt bis auf einige Tiſche und Stühle nichts herausgebracht werden jfonnte. Sämtliche Möbel, Betten und Zimmereinrichtungen berbrannten. Der Beſitzer, Herr Biſchoff, gibt den Schaden auf 145 000 Mark an. Im Laufe der letzten Woche begann es im Brandobjekt ſchon dreimal zu brennen, jedesmal aber klonnte ein Weitergreifen der Flammen verhindert werden, dabei ſcheint aber ein Balken oder das Getäfel nicht genügend abgelöſcht worden zu ſein. Der ſeit Samstag wehende Nord⸗ oſt mag auch ſein Teil an der Kataſtrophe beigetragen haben, ſo daß der ſtolze Bau bis auf die Grundmauern vernichtet )2( Pforzheim, 23. Sept. Am Samstag abend kurz pbor Geſchäftsſchluß geriet der in der Glaſerei Bürk in Brötzin⸗ gen beſchäftigte verheiratete Schreiner Seeger mit dem Fuß in die im Gang befindliche Transmiſſion. Er wurde erfaßt und wurde Berlin beſtimmt. lag künftig ſtets in Berlin tagen ſoll. durch Zuruf wiedergewählt. herumgeſchlagen, . Annweiler Email⸗ und ſchwere Beſchädigungen erlitt. wobei der Fuß vollſtändig abgeriſſen wurde; dann wurde Seeger mit großer Heftigkeit zur Seite geſchleudert, als der Transmiſſionsriemen riß. Seeger zog ſich auch noch ſchwere innere Verletzungen zu. *Schönwald b. Triberg, 21. Sept. Drei junge Bur⸗ ſchen legten über eine Straße Holzſcheite und kurz geſchnittene Perſonen beſetztes Auto wodurch ein mit drei Die Perſonen kamen Bäume, mit dem Schrecken davon. Gerichtszeitung. 1z. Leipzig, 23. Sept. Wegen Beleidigung iſt am 1. Mai vom Landgerichte Mannheim der Zimmermann Rein⸗ hold Löffler zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt wor⸗ den. licher Weiſe körperlich verletzt, weil dieſer ſeinen Sohn hatte nachſitzen laſſen. Schon früher hatte er den Hauptlehrer S. in gefähr⸗ Er iſt deshalb vom Schöffengericht Mann⸗ heim zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er ver⸗ folgte dann S. und die Belaſtungszeugen mit ſeinem Haſſe und denunzierte ſie ſchließlich wegen Körperverletzung. Darin iſt die Beleidigung gefunden worden. Angeklagten wurde heute vom Reichsgericht als unbegründet bverworfen. Die Reviſion des Sportliche Rundſchau. Pferderennen. Montag, 23. September. Maifons⸗Laffitte. 1. Prix de la Dordogne. 4000 Frs. 1. T. V. Thorne's Olchika (G. Stern), 2. Le Ramadan, 3. Teſſin. 68:10; 25, 29, 52:10.— Prix de la Mache. 10 000 Frs. 1. F. Jay Gould's Jarretisre(J. Wilſon), 2. Jarnac, 3. La Choiſille 25:10; 15, 14, 33:10.— Prix de la Garonne. 5000 Frs. 1. du Verdiers Tanit II('Neill). 2. Hygie H, 8. Miſere. 32.10, 16, 68, 93:10.— Handicap de la Tamiſe 25 000 Rs 1. C. Kohlers Novelty(Reifff, 2. Hampton Court, 3. Mary iſe Second. Unter den Nichtplatzierten beſindet ſich Cambronne, lVB̈verliner Herbſtflugwoche. Berlin, 24. Sept. An⸗ Bis jetzt ſind 38 Flugzeugführer befinden. Es haben u. a. gemeldet: Hirt h, Lindpaintner, Thelen, Schauenburg, Büch⸗ ner, Grade, Hannuſchke und Paul Schwandt. Nuderſport. bisherige Meiſterſchaftsregatta künftig das Ausſcheidungsreunen für die ECuropameiſterſchaft bilden ſoll. Dieſe Regatta iſt nicht an die Orte Berlin und Frankfurt gebunden, ſondern kann nach den Beſtim⸗ mungen des Ausſchuſſes wechſeln und in Verbindung mit der Haupk⸗ regatta eines Vereins abgehalten werden. In der Ausſcheidungs⸗ regatta für die Europameiſterſchaft können kombinierte Mannſchaften ſtarten. Geheimrat Bſixenſtein erſtattete eingehend Bericht über den Anſchluß des deutſchen Ruderverbandes an die Fedsration Inter⸗ nativnale. Als Ort für die Austragung der Europameiſterſchaft, die vorausſichtlich 1913 zum erſten Male in Deutſchland erfolgen wird, Ferner wurde feſtgeſetzt, daß der Ruder⸗ Der bisherige Vorſtand wurde Volkswirtschalt. Metall⸗Werke vorm. Franz Ullrich Söhne Annweiler, Pfalz. Nach dem Bericht des Vorſtandes brachte das verfloſſene Ge⸗ 555 ſchäftsjahr in allen Betriebsabteilungen reichliche Beſchäfligung. Der Mehrverſand beträgt 312,469 Mark. Die Verlegung der Ver⸗ zinkerei⸗Abteilung nach dem neu errichteten, im verfloſſenen Ge⸗ ſchäftsjahre vollendeten Filialwerke Bellheim vollzog ſich ohne nennenswerte Störung. Der Bruttogewinn nach Abzug der zif⸗ fernmäßig nicht, aufgeführten Unkoſten, Steuern, Zinſen und Re⸗ baraturen beträgt 375,650 M. li. V. 365,634.) Davon erforder⸗ en ordentliche und außerordentliche Abſchreibungen 158,522 M. (161,149.) Zuzüglich 65,613 M.(60,861.] Vortrag verbleibt ein Reingewinn von 282,742 M.(265,343.] Wie bereits gemeldet, ſollen wieder 8 Prozent Dividende verteilt, 10,856 M.(10,224.) der Reſerve 20,000 M.(wie i..) der Spe⸗ zialreſerve und 10,600 M.(wie i. V. dem Unterſtützungsfonds zu⸗ gewieſen werden. Tantiemen beanſpruchen 33,791 M.(31,500.), borgetragen werden 80,093 M.(65,613.) In der Bilanz ſtehen die Anlagen mit 1,777,881 Mark, 685,256), Einrichtungen mit 373,584 M.(402 943.), Vor⸗ äte mit 951,012 M.(765,766.) zu Buch. Die Außenſtände be⸗ und Effekten er Saldo von 518,073 M. auf 74,320.erhöhte Bank⸗ und Dar⸗ hensſchulden ausgewieſen. Lieferanten hatten 47,835(54,299.) fordern. lend; falls nicht unvorhergeſehene ungünſtige Einflüſſe ſich gel⸗ nd machen, erwartet der Vorſtand wieder einen günſtigen Erfolg. Zahlungsſchwierinkeiten eines Baden⸗Badener Bankgeſchäftes. us Baden Baden wird gemeldet: Das ſeit üder 50 Jahren hende Bankgeſchäf C. efindet ſich ſeit hlungs⸗ in oß ſchon ſ Das für die Herbſtflugwoche, die vom 29. September bis 6. Oktober d. J. in Johannistal ſtatt⸗ Ffindet, erfolgte Ausſchreiben hat einen überaus großen klang bei den Flugzeugführern gefunden. Meldungen eingegangen, unter denen ſich die bekaunteſten * Der 16. ordeutliche deutſche Rudertag faßte eine Reihe grund⸗ legender Entſchlieungen, darunter den Beſchluß, daß die Im neuen Jahr iſt die Beſchäftigung fortgeſetzt zufrſeden⸗ örger Inhaber Ankon Müller⸗ mehreren uswärti⸗ 1907 ſeine Börſenengagements zwangsweiſe gelöſt werden mußten. Hier ſollen hauptſächlich katholrſchs Kreiſe, der Vincen⸗ tius⸗Verein, das Ludwig Wilhelm⸗Pflegehaus, verſchiedene Rent⸗ ner und kleinere Geſchäftsleute in Mitleidenſchaft gezogen ſein. Müller befaßte ſich in der Hauptſache mit exotiſchen Gründungen und wollte angeblich ein Zinn⸗ und Kupferbergwerk in Spanien finanzieren. Noch in der letzten Zeit hat er Kuxen einer Braun⸗ kohlengewerkſchaft zu hohen Preiſen unter das Publikum gebracht. Wegen vorgekommener Unregelmäßigkeiten wurde Müller heute verhaftet und das Geſchäft geſchloſſen. Perſonalien. Die Herren Hugo Oppenheim und Robert Oppenheim, Berlin NW., teilen mit, daß ſie eine offene Han⸗ delsgeſellſchaft unter der Firma Hugo Oppenheim und Sohn in Berlin errichtet und den Herren Ernſt J. Seelig⸗ mann, Kurt Neander, Heinrich Bödecker dergeſtalt Kollektiv⸗ Prokura erteilt haben, daß ein jeder der Genannten befugt iſt, die Firma in Gemeinſchaft mit einem zweiten Kollektiv⸗Pro⸗ kuriſten zu zeichnen. Aus der Kali⸗Jnduſtrie. Die Verteilungsſtelle für die Kaliinduſtrie hat in ihrer am 21. d. M. abgehaltenen Sitzung nachfolgenden Kaliwerken Beteillgungsziffern gewährt: Den Kaliwerken Niederſachſen eine endgültige Beteiligungsziffer von 119 Proz., der durchſchnittlichen Beteiligungsziffer aller Werke mit Wirkung vom 1. Auguſt d. J. ab. Am 1. Juli 1912 teilten ſich 96 Werke in den Geſamtabſatz, der Gewerkſchaft Heringen eine endgültige Be⸗ teiligungsziffer von 115 Proz. der durchſchnittlichen Betefligungsziffer aller Werke mit Wirkung vom 1. September d. J. ab, der Akt.⸗Geſ. Bismarckshall eine vorläufige Beteiligungsziffer von.37 Tauſendſtel mit Wirkung vom 1. September d. J. ab, der Mausfeldſchen Kupfer⸗ ſchieferbauenden Gewerkſchaft für ihr Kaliwerk Neu⸗Mansfeld und derſelben für ihr Kaliwerk Clotildehall je eine vorläufige Beteili⸗ gungsziffer von.35 Tauſendſtel mit Wirkung vom 1. Oktober ds. Is, ab. Deutſche Dampffiſcherei⸗Geſellſchaft Nordſee, Bremen. In der geſtrigen Hauptverſammlung der Deutſchen Dampffiſcherei⸗Geſellſchaft Nordſee teilte der Vorſitzende mit, das vor einigen Jahren geſteckte Ziel der Verwaltung ſei im abgelaufenen Jahre durchgeführt worden. Die Verwaltung ſei, normale Fänge vorausgeſetzt, von der weiteren günſtigen Eutwicklung der Geſellſchaft überzeugt, zumal angeſichts der ſteigenden Fleiſchpreiſe gute Preiſe zu erwarten ſeien. Die Ein⸗ führung der Aktien in Berlin iſt zum Spätherbſt in Ausſicht ge⸗ nommen. Mannheimer Effektenbörſe vom 24. September. Geſchät war heute in Bad. Aſſekuranz⸗Aktien zu 2020/ pro Stück. Ferner ſtellten ſich höher: Chemiſche Fabriken Gernsheim 19150., Frankona Aktien 1175 G. und Zuckerfabrik Frankenthal⸗Aktien 1 Telegraphiſche Handelsberichte. Günſtiger Abſchluß des Eſchweiler Bergwerkvereins. * Karlsruhe, 24. Sept. Der Abſchluß des Eſchweiler Berg⸗ werkvereins für das Geſchäftsjahr 1911—12 ergibt nach Abzug aller Verwaltungskoſten und Zinſen einen Geſamtüberſchuß von 9 316 298,87/%(7 718 614,03 ¼/]. Nach Beſchluß des Aufſichtsrats werden auf die Aulagen 3 500 600%(8 500 000%) zu Abſchreibungen beſtimmt und 300 000(0) für einen Erneuerungsfonds zurückgeſtellt. Der auf den 29. Oktober einzuberufenden Hauptverſammlung ſoll vorgeſchlagen werden, von dem verbleibenden Reingewinn eine Dividende von 8 Prozent gleich 3 040 000/(8 Prozent gleich 3 040 000%) auf 38 Millionen Mark Aktienkapital zu verteilen und 1522 017,17 4 (716 763,09% auf neue Rechnung vorzutragen. Geſellſchaftsverſammlung des Zinkhüttenverbandes. wWw. München, 24. Sept. In der heutigen Geſellſchafts⸗ verfammlung des Zinkhüttenverbandes wurde feſtgeſtellt, daß die Lage des Geſchäftes eine außerordentlich günſtige iſt und daß bis Ende dieſes Jahres nur noch geringe Mengen zum Verkaufe zur Verfügung ſtehen. Nach den in den letzten Wo⸗ 8. chen vorgenommenen wiederholten Preisſteigerungen wurde von einer ſofortigen Erhöhung der Preiſe abgeſehen, doch er⸗ ſcheint eine ſolche bei anhaltend günſtiger Konfunktur unver⸗ meidlich. Der Dezemberverkauf wurde freigegeben mit dem üblichen Aufſchlag auf den Novemberpreis. Dividendenſchätzungen. * Dresden, 24. Sept. Die bayeriſche Löwenbrauerei Franz Stockbauer.⸗G. in Paſſau ſchlägt 7 Prozent Dividende vor.— Die Sächſiſche Malzfabrik.⸗G. in Dresden⸗Plauen ſchlägt laut„Frtf. Ztg.“ 5 Prozent(4 Prozent) Dividende vor. Vorausſichtliche Preiserhöhung des weſtdeutſchen Eiſenhändlerkartells. * Eſſen, 24. Sept. An die Mitglieder des weſtdeutſchen Eiſenhändlerkartells iſt ein Rundſchreihen ergangen, ſie zu be⸗ wegen, einer abermaligen Erhöhung der Lagerpreiſe für Stabeiſen, Bleche und Bandeiſen um M..— per Tonne mit Wirkung ab 1. Oktober ds. Is. zuzuſtimmen. Die Aachener Ortsgruppe in Aachen hat bereits eine derartige Maßregel beſchloſſen. In Anbetracht des Feſthaltens der Kunſtſeide, Naphtha und Zuckerfabriken. Der Düſſeldorfer Kohlen⸗ marktbericht machte guten Eindruck. Die Haltung war feſt. Gelſen⸗ kirchen, Bochumer und Eſchweiler Bergbau lebhafter. Heimiſche Banken wenig verändert. Heimiſche Anleihen preishaltend. Aus⸗ landsfonds behauptet. Im weiteren Verlauf war der Geſchäftsverkeht weſentlich ruhiger, die Stimmung war nur in Montanwerten etwas lebhafter. An der Nachbörſe feſt.— Berlin, 24. Sept. Fondsbörſe. Im Vordergrunde ſtanden wieder Montanwerte, wo die Kursbewegung, beſonders ſnäter, ein⸗ heitlich nach oben gerichtet war. Reger waren die Umſätze in Deutſch⸗ Luxemburger, Bochumer, Phönix und Rombacher. Harpener dagegen wurden ſtärker realiſiert, vermochten ſich aber ſpäter zu erholen. Das andere tonangebende Gebiet war der Markt der ruſſiſchen Bankaktien, wo Petersburger Internationale Handelsbank führten. Die Stei⸗ gerung betrug hier über 1 Prozent. In ausgeſprochene Hauſſe⸗ bewegung gerieten ſpäter Kanada. Der Kurs war bis 1½ Prozent höher. Am Bankenaktienmarkte beſſerten ſich Kreditaktien auf höhere Wiener Kurſe. Auch Diskonto erfuhren ſtärkere Beachtung. Für Schiffahrtsaktien hat das Intereſſe, nach Veröffentlichung des wie erwartet günſtigen Ausfalls des Quarkalsberichts des Norddeutſchen Lloyd, nachgelaſſen. Sie wurden ſtärker realiſiert und ſowohl Paket⸗ fahrt wie auch Lloyd büßten 1 Prozent ein. In Elektrowerten und Verkehrswerten war das Geſchäft ſtill. Zproz. Reichsanleihe ver⸗ mochten ihren Kurs im Ultimoverkehr eine Kleinigkeit aufzubeſſern. Im freien Verkehr, wo es bisher recht ſtill zugegangen war, lebte das Intereſſe für Benz(257—255 Prozent) und Augsburger Maſchinen (351—353 Prozent) wieder auf. Von Kolonialweten wurden Kapkos (34) und Pomona(320 reger gehandelt. Tägliches Geld 2½ Prozent. * Berlin, 24. Sept. Produktenbörſe. Der Getreidemarkt ver⸗ lief ruhig. Weizen war auf ſtarkes Inlandsangebot und im An⸗ ſchluß an das Ausland matt. Roggen blieb für vordere Sichten auf Deckungen geſtützt. Hintere Sichten waren ſchwächer durch billigeres ruſſiſches Augebot. Das gleiche traf bei Hafer zu. Septembertermin war höher, während die ſpäteren Notierungen ſchwach lagen. Maiz träge. Rüböl ſchwächer auf Realiſationen. Wetter: trübe. Anfangskurſe. Getreide. Ankwerpen, 24. Sept(Telear) Weflen amerikan. 21.½ Sept. 21.37, per Dez. 20.85, per März 20.80. Zucker. Magdeburg, 24 Sept. Zuckerbericht. Kornzucker 88% o. S. 00.00.00—.00.00. Nachprodukte 75% o. S. 00.00—00.00, ruhig. Brod⸗ rafffinade I. ohne Faß.00—00.00, Kryſtallzucker J. mit Sack 00.00—00.00 gemablene Raffinade m. S. 00.00.00—00.00, gemahlene Mehlis m. S. 00.00—00.00, rubig. Magdeburg, 23. Sept.(Telegz.) Robzucker: 1. Prod ikt. Tran⸗ ſito frei an Bord Hamburg per Sept. 12.27½., 19.32 ½., per Oltbr..70—.,.72½ B, per Okt.⸗Dez..65—.,.70.— B. per Jan.⸗Mär:.77½.,.80—., per Mai.95— G..97½% B. per Aug. 1912 10.10—., 10.12½ B. Tendenz ruhig; kühl, trübe. Hamburg 24. Sept.(Telegramm.) Zucker ver Sept. 12.20.— Okt..70—, Okt.⸗Dez..67.½. Jan.⸗März.80—, Mat.9 7. Aug. 10.17½, ſtetig. 5 per Kaffee. 85 Antwerpen, 23. Sept.(Telegr.) Kaffee Santos good aversg per Sept, 85½, per Dez. 86—, per März 86—, ver Mai 85— Hamburg, 24. Sep!.(Telegr.) Kaffee good average Santos pet Sept. 69¼ per Dez. 69 per Mär: 69—, per Mal 68¼, ſtetig. Schmalz Antwerpen, 24. Sept(Telegramm.) Amerikaniſches Schweine⸗ ſchmalz 144.—.„„„ Salpeter. e e Anlwerven 24 Sept.(Telegr.) Salpeter displ. 27,50 pe Febr.⸗März 28.15.— 8 Häute. Auwerpen, 21. Sept. Häute 1789 Stück verkau't. Baumwolle und Petroleum. Bremen, 24. Sept(Telegr.) Baumwolle.25, ruhigg Antwerven, 24. Sept.(Telegr.) Petroleum Raff. Dipsponib per Sept. 28½, Okt. 23½ Nov.⸗Dez. 24—. 00 Eiſen und Metalle. 8 Glasgow, 24. Sept. Cleveland Roh eiſen Middlesbor Warrants(Eröffnung) per Kaſſe 66 sh 09.—— d., per 3 Monat 67 sh 01.— Geld. willig. London, 24. Sept. 1 Uhr. Anfang. Kupfer per Kaſſa 78.07.08 Kupfer 3 Monate 79.07.08, ſtetiz.— Zinn ver Kaſſa 228./, 3ʃ 3 Mon. 225¼ ſtetig.— Blei paniſch ſtetig 22.01.02, engl. 28.0 — Zink 27.01.04, ſpezial 27.07 08, ſtetig. Marx& Goldschmidt, Mannheim Telegramm⸗Adreſſe: Margold. Fernſprecher: Nr, 56, 1687, 6486 Werke an den erhöhten Preiſen iſt lt.„Frkf. Ztg.“ mit einer 24. September 1912 Proviſtonsfrei! Durchführung der obigen Anregung zu rechnen. Norddeutſcher Llayd. Wir ſind als Selbſtkontrahenten 5 5 Bremen, 2. Sept. Der Norddeutſche Lloyd beſtellte unter Vorbehalt: käufer beim Bremer Vulkan vier Frachtdampfer mit je reichlich 11000 25 Tonnen Tragfähigkeit. orddeut il⸗.⸗G. 7 B rem den ſche c bg und dcteecel, Witomobil⸗ Alag⸗aebensberſcherungs⸗Geſellcaft, oudwigzshale. 40 *. pt. Die Norddeutſche Automobil 5 58 8 adiſche Feuerverſicherungs⸗Bank„M. 280 und Motoren⸗A.⸗G. verzeichnete im neuen Geſchäftsjahr Daumwollſpinnerei Speyer Stamm⸗Aktien 40ßfr außerordentlich gute Erfolge, beſonders im Exportgeſchäft, 5 ded Vorzugs⸗Aktlen 3 weshalb die Erweiterung ihrer Anlagen notwendig iſt. Laut Benz& Co., Mannheim, Irkft. Ztg, gibt die Geſellſchaft bis 2 Millionen 6prozentiger[Bruchſaler Brauerei⸗Geſellſchaft 2 62 zfr. Vorzugsaktien. Bürgerbräu, Ludwigshafen— Berliner Metallmarkt Compagnie francaiſe des Phosphates de'Oceanjit fs.1100 * Berlin, 24. Sept. Elektrolytiſches Kupfer per Oktober⸗ Deutſche Celluloidfabrik Leipzig 264 November 165.—, Banca⸗Zinn 463.—, Auſtralzinn 465.—, Deutſche Süpſeephosphat.⸗G. 194 öfr. Zinnſyndikatspreis per Sepkember raff. 55.75, uuraff. 54.75, Europa, Rückverſ. Berlin 8 er Sltober 65 bezſw 55 5e 3Erſze Deutſche Ramiegeſellſchaft, Emmendingen 390 per O zw. 55.—, Dezember 56.25 bezw. 55.25, 1 1 1 ae Antimon 65.— ee 830 17⁰ preis für nächſtjährige Lieferung 160.—, diesjährige aus zweiter 5 8 10 5— 905 Hand für größere Mengen 161—163 offeriert. 115 6 Mannheim 20 Allgemeine Elektrizitäts⸗Geſellſchaft, Berlin. errenmühle vorm. Genz, Heidelberg * Berlin, 24. Sept. Die Bilanzſitzung ſoll dem Ver⸗Kinematoorafie u. Filmverleih., Straßburg 179 nehmen nach am 16. Oktober ſtattfinden. Küßnle, Kopp u. Kauſch.⸗G. Frankenthal 142 Unverzinſtes Aktienkapital. Sa e eee ee gtd * Zürich, 24. Sept. Bei der ſchweizeriſchen Aktiengeſell⸗] Maſchinenfabrik, Werrn 117 ſchaft für Hotelunternehmungen in Luzern iſt wie im Vorjahr Neckarulmer Fährradwerke Stamm⸗Aktien—— das Aktienkapital von 3875 000 Fr. unverzinſt geblieben. Da⸗Oeſterr. Petroleum⸗ nd.„Opſag gegen werden 140000 Fr. für außerordentliche Abſchreibungen Paciſie Phosphate Shares alte ſhares L. 6¼ verwendet. Die Geſellſchaft betreibt u. a. in Rom und Neapel 5„„„„ annee, L. 88/16 ein Hotel. 1„ 7 3JTCTT 2 einau atn⸗Geſellſcha Ifr. Telegraphiſche Börſen⸗Verichte. Aiben eenhef eh. Mamnßew 450 [(Privattelegramm des General⸗Anzeigers.) Nbeinſchiff.⸗A.⸗J. vorm. Fendel, Maunheim— Die Börſe ſtand Schloßhotel Heidelbeg 49 zfr Stahlwertl Manneeim 115 Süddeutſche e Mannheim 104 Süddeutſche Kabel, Mannheim.. 165 Unionwerle,.⸗G., Fabriken f. Brauer tungeP Unionbrauerei Karlsruhe 5 60 Union, Projektionsgeſellſchaft, Fran'furt 288 Bita Lebeusperſicherungs⸗Geſellſchaft, Mannheim e. 570 Waggonfabrik Naſtat ch Weſßenbofterrain.⸗G. tuttgart Sſchocke⸗Werke, Kaiſerslauern 6 Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblattſ. Mannheim, 24. September. Kurszettel des Munnheimer General⸗Auzeiger, V vom 24. September. —— ſſche Nenefte Nachrichten“ ———— Mannh eimer Effekt Onbörse. —1 Pfandbrieſe. Eiſenbahn⸗Oblig. Lw and 99.30 B4½ Tonw. Offſemn Ah 2 1800 Ar, Werger, Worms—.——.— 5. Fuchs Wfg. Hdlbg.—164.— 4% Rh. Hyp.⸗Bl. unk. 1902 97.30 bz4% Oberrb Ei enb.⸗Geſ. 96.50B 4½ H. Schlinl& Cie. 100 40 DOr. H. Loſſen Wormnses bPreßh. u. Syritfbr.—.— 204.— Hütten). Spinnere! 30——. 4½% Svegerer rauhaus% Zell offabril Waldho 100.50 B Transport ei eee 2„ mmunal 88.— bzſ4½ Akt.⸗Geſ. für Seilindu⸗.⸗G. Speye 50614½ Zellſt. V 0 7 üdd. Kabelw. Frkff.—— 120.— Slädte-elnlehen. d Aite 1 1% 10 8085.⸗G. Speyer 97.50 C4%½ Zellſt. Waldh. 1903 101.30 0 Berſicherung. Nabter n 156.— 3½ Fretburg i. B. 90.— B04½ Bad.⸗G. f. Rhſchiff. B..⸗G. Rhich. Seetr.—.— 89.— Nähmfbr. Hatd u. Nen———.— 3½ Heidelberg v. J. 1903 89.90 B] u. Seeſransport 98. G Aktien. Min Dampfſchl.—.— 50.— Koſth. Cell. u. Papierf.—.— 195.— 4 FCarlsruhe v. J. 1907 99.60 6½4½ Bad. Anil. u. Sodafbr. 102 50 G— Mannh. Lagerhau—.— 103.50 Nannh. Gum. u. Asb.—— 154.— 3 Karlsruhe v. J. 1896 86.— 41½ Bad. Anil. u. Sodafbr. Banken. Brief Geld Brief Geld Frankona Rück⸗ und Maſchinenf. Badenia—.— 180.— 31½ Lahr v. J. 1902 90.50 G] Serie B 108.50 bz Badiſche Bank 130.— Jeſt A⸗W. Stamm—— 229.55 Mitverſ. vorm. Bad. Oberrh. Elektrizität— 30.— 4% Lubwigshafen 102.— 6% Br. Kleinlein Heidelbg. 99.— G Ffälz. Bant e en ,, 4 2 v. 1906 97.50 Glß5 Bürg. Brauhaus Bonn 103.— G Pfälz. yp.⸗Bank Brauereien 8 Fr. Transp.⸗Unfall u. Bf. Nähm. u. Fahrrdf.—.— 193.50 3 0 88,60.4/ Heddernb. Kupferw. 102.— G Nhein. Creditban Glas⸗Berſ⸗Geſ.—.— 244( Portl.⸗Zement Holbg.—.— 152.— 4 Mannh. Oblig. 1912 98.50 ſ4 Herrenmühle Genz 98.— G hein. Hyp.⸗Banl—.— 496.50 Bad. Brauerei 5 Bad. Aſſecuranz—— 20200 eh. Schuckert⸗Geſ.—.— 144.— 4„ 1907 98.50 B47½ Koſth. Cell. u. Papr ſbi. 100. Südd. Bank——— ichb ee— 257.50 Continental. Lerſich.—.— 850.—H. Sttlinck u. Eie.——229.— 4.„ 1006 98 50 2½4% Mannheimer Dampf⸗ Süidd. Dise⸗Gef.—.— 115.5 f1, Ganter, Freibg 115.—.„ Mannh. Verſicherung—.— 940.— Hudd Drabt Induſt⸗—.— 135=80 4 7„ 1901 98.50 B ſchleppſchiffahrt 98.50 B Bahnen! Br. Ganter, reibg.— 97.50 Oberrh. Verſich⸗Geſ.—— 1150] Berein Freib. Ziegelw 78.——.— „ 1885 88.80 G½4% Mannh. Lagerhaus⸗„ Kleinlein Heidelbeer,—.— 210.— Württ. Transp.⸗Verſ.—.— 710.—[, Speyr.—— „1888 80.— C Geſellchaft 97.50 G Heilor. Straßenbahn—.— f0.— Hombg. Woſſerf mil 55 Induſtrie Würzmühle Neuſtadt———.— %½%„„ 13895 90.—6½ Oberrh. Elektrizitäts⸗ Chem. Ind uſtrie. Menn den e Jueeſr W 3˙0, 5„1898 88.80 Gl werke Karlsrube Vnd.A Mannh. Aktienbr.—.—140.——.—118.— Zuckerfbr. Waghäuſel 208.——.— 32% 1904 88.0 Cf4% Pfälz Chamotte und Sa Anil ⸗u. Sodafbr.—.— 539.50 Brauerel Sinner—.— 224.— Dingler'ſche Mſchſbr.—.— 110.— Zuckerfbr. Frantenth.—.— 435.— 3¹0ʃ5„ 1905 88.8. G Ton k 2—6 Eif 1 101.80 6 Cbem. Fab. Goldenbg.— 240.— Br. Schrödl, Heidlbg. 192.— 190.— Emaillw. Maikimmer—.— 103.— 2% Pirmtasen: ünk 1908 90.— ffel. Mahlenwerte 100.—0 Adn gen ee eee eee een e 1 1 5 chem. Fabriken—.— 355.—]„ S. Weltz, Speyet—.— 80.— 3˙½ Wiesloch v. J. 1905 91.50 G4½ Schuckert⸗Obligat. 99.60 B 1 Berein D. Oelfabriken—.— 177.75J„ z. Storch.,— 5— 62 —— D..ͤͤ Tß Frankfurte Telegramme der Conkinenkal⸗Telegraphen⸗Compagnie, Reichsbankdiskont 4½ Prozent. Schlußkurſe. Frankfurt a.., 24. Sept(Anfangskurſe) Kredktaktien 200.⅜ Diskonto⸗Co mandit 188 50 Darmſtädter 122.ù, Dresdner Bank 156./ Handelsgeſellſchaft 170 75. Deutſche Bank 257 75, Staatsbahn 150.75 Lombarden 21.50 Bochumer 239 ¼, Gelſenkirchen 214 75, Laurahütte —, Ungar 89.60. Tendenz: bebauptet. Wechlel. 28. 24. 23. 24. Amſterdam kurz 169.42 169.45 Check Paris 80 925 80.90 Belgien„ 80.675 80.666 Paris kurz 80.85 80.85 12 0 5„380.116 80.075 Schweitz. Plätze 80.725 80.716 Check London 20.462 20.462] Wien 84.725 84.70 London„ 20.432 20.427/ Napoleonsd'or 16.16(.16 5 lang—.——.— Privatdiskonto 4/ ô4½¾10 Staatspapiere. A. Deutſche. 28 24. 23. 24. 4/ deutſch. Reichsanl. 100.55 100 40[6O Mh.Stadt⸗A 1995 88.20—.— 5 88.80 88 70] B. Ausländiſche. 3%„ 5 78.75 78.75 5 Arg. f. Gold⸗A. 1887———.— 4% pr. lonſ. St.⸗Anl. 100.50 100 00 5% Chineſen 1896 100 100.— 88.80 88.70f4%„„ 1898 94.55 84.65 30½% 55 78.50 78.70 4½ Japaner 94 30 94.20 4 baviſche St.⸗A. 1901 100.— 99.75 5% Mexik. äuß. 88/90 99.20—.— 2 40%„ 1908/09 100.— 100.05 3 Mexikaner innere 69.50 59.50 4% bad. St..1911 100.10 100. 5% Bulgaren 100 10 100.10 „ 1898— 883— 3¼ italien. Rente—.——.— 8½ bad. St.⸗Ollabg)fl 97.50 97.50 4½ Oeſt. Silberrente 90 10 90.— 3%„„„ M. 93.50 93.70 f4%/„ Papierrent..— 89.50 3½„„ 1900 88 60 88 60(4% Oeſterr Goldrente 94.70 94.75 8½„„ 1904 88.— 87.80 3 Portug. Serte 64.15 64.20 15„„ 1907 88.— 87.806„„ III 67.70 67.60 Abayr..⸗B.⸗A.b. 1915 100.100.254½ͤ neue Ruſſen 1905 100.40 100.80 „ 1918 100.— 100.05 ſ4 Ruſſen von 1880 90.50 90.50 5½ do. u. Allg.Anl. 87.30 87.20%4 Türk. konv.unif. 1903 83.10 83.06 3 do..⸗B.⸗Obl. 77.— 77.20[(4„ unif. 90 80 90.80 4% Pfälz..⸗B. Prlor. 99,80—— 4 Ungar. Goldrente 89.60 89.60 6½ Pfälz. E..Prior. 80.——.—4 Kronenrente 86 25 86.10 3½ Pfäll. Konv. 1895 93.75 88 75 Verzinsliche Loſe. 4 Heſſen von 1908 99.80 100.— Bad. Prämten 171.50—.— 3 Heſſen 76.95 77.—(4 Oeſterreichiſcher880 175.—175. 3 Sachſen 78.75 78.80 Türkiſche 175.80 175 20 4 Württemberg 1919 100.50 100.50 Unverzinsliche Loſe. 4 Mann!. 1907-1912—.——.— Augsbuiger 35.——.— 4„ 1908-1913—.——.— Freiburger—.——.ä— 4 Mh. Stadt⸗A. 1900———.— Bergwerksaktien. Aumez⸗Friede Brülſſ.) 194.60 194.50J Harbener Bergbau 204.50 203. Maſſen, Bergbau Kaliw. Aſchersleben Kaliw. Weſterregeln Bochumer Bergbau 238.25 240.50 Buderns 114.60.115.75 Concordig Bergb.⸗G. 340.— 389.75 176.75 181.25 229.60 220.75 Grün u. Bilfinger 1 Effekten Aktien induſtrieller Unternehmungen. 24. 23. Aluminium Neuh. 258.— 257.50 Aſchbg. Buntpapfbr.—.— 18l. „ Maſchpaofbr. 131.10 132. Neue Bod.⸗A.⸗G. Berl. 118.— 118.— Slidd. Im nogil.⸗Geſ. 64.— 64.— 128. 123. Wayß u. Frehtag 149.— 143.50 Eichbaum Mannhein 109.— 19.— Frankf.(Henninger) 124.— 121 do. Pr.⸗Akt. 121.50 1245 Herkules(Caſſel) 165.— 169.— Mannh. Aktien⸗Be. 149.— 149 Parkakt, Zweibrücken 98.50 93.50 Tucher, Freiherrl..———. Weltz; Zonne,Speyer 77.50 77 50 Bleiu. Silbrh. Braub. 126.— 127 2 Badiſche Anilinfabrik 540.— 539.75 Cementwerk Heidelbg. 153.70 153.25 Cementfabr.Karlſtadt 124. 125.36 Chem. Werke Albert 470.— 471.— Chem. Gernsh. Heubr. 191.80 189— Ch. Fabrik Griesheim 259.—260 50 D. Gly⸗ u. Slo. Sch. N. 700 50 704.50 Farbwerke Höchſt 64975 647.25 Ver. hen. Fabrik 354.— 351.— Holzverkohlung⸗Ind. 354— 352.50 Rütgerswerke 196.60 196.60 Ultramarinfabr., Ver. 229. 229.— Wegelin Rußfabrt 233.75 233.7. Sldd. Drahtind. Mh). 139.— 138.50 Akkumul.⸗Fab. Berlin 568.75 559.25 Eleltr.⸗Gef Allgem. 266 35 266 25 Bergmann Werke 132.— 138,50 Brown, Boveri u. Co. 134.— 134 20 Diſch⸗Ule eiſ.(Berl.) 167 50 167.0 Lahmeyer 126. 126.— Elekt ⸗Geſ. Schuckert 159.65 160 50 Mheiniſche Schuck.⸗G. 141.40 141.40 24. 28. 238.05 237.— 186 70 186.70 101.20 103.— 120.10 120.— Ziemens& Halske Boigt u. Oaeffner Gummi Peter Heddernh. Kupferw zllkircher Mühlenwk. Straßburg 124.— 123.40 Kunſtſeidenfabr. Frkf. 117.— 114.— Lederwerk. St. Ingbrt 50.— 50.— Spicharz Lederwerfjñte———.— guduftgsh. Walzmühle 166.50 167.— Adleiefahrradw Kleyer 619 40 619.90 Maſthinenfbr. Hilpert 103. 108— Zadenia(Weinheim) 179 50 179.50 Dürrkopp 514.60 510.— Daimler Notoren 341.— 342.— Eiſen Fahrr.⸗u. Autw. 134.75 131.25 Maſchinenf. Gritzuer 295,50 292.45 Karlsruher Maſchinen 167.—69.70 Maniesmannröhr 226.50 225.10 „Naſchl⸗„Armatf. Llein 151.25 151.25 Bf. Nähm.⸗u. Fahrrdf. Gehr. Kayſer Schnellpreſſenj. Frkth. S hraabſpofbr.Kram. Zel. utſcherOelfabr. If Pulyerfb. St. Igb. Schanck& Co. Ber, Fränk. chuhfbr. Scha ſabr. Her Frkf. Sellin du trie Wolff 'woelſp. Lampertsen. Eitlin zen 198.10 193.50 300— 298.— 173.— 173.— 174.90 175.— 135.— 135.— 227.50 227.50 127.— 127.— 133.50133.75 115.— 115.— 103.— 103.— Kammgarn Kaiſersl. 202.— 202.— Waggunfabrik Fuchs 157.— Zellſtoffahr. Waldhof 244.75 248.—. Bad. Zuckerfabcik 208.— 207.— Feankent). Zuckerfbr. 435.— 43).— Bank⸗ und Verſicherwigs⸗Aktien. 24. Badiſche Bank 130.60 130.50 Berg⸗ Metallbank 138.60 138.50 Bell. Handels⸗Geſ. J70.87.270.75 Comerſ. u. Disk.⸗B.—.— Darm tädter Bank Deutſche Bank Deutſchaſtan. Ban! D. Effekten⸗Bank Disconto⸗Comm. Dresdener Bank Metallbeu. Netallg G. Eiſenb. Rentbant 33 28. 123.25 123./5 258,— 258.— 138.70 131.50 117.40 117.10 183.75 188.50 156.75 156.35 138.80 138.50 152.— 182 80 24 28. Nationalbank 125.50125.— Oeſterr.⸗Ung. Bank 139.50—. 133.25 133.50 200.3 200.½ 127.— 127.— 102.70 192.75 116.60 J17.80 165. 135.— 185.— 185. 196.80 196— 122.25 120.50 135.05 135.— Oeſt. Länderbank „ Kredit⸗An talt Pfaälziſche Bank Bfälz. Hyo.⸗Bank Preuß. Hypot ſekend Deutſche Rei hs ban Rhein. Kreditb ank thein. Hyp.⸗B. N. Schdaffh. Bankver. Wiene. Bankver. Dörse. Aktien deutſcher und avs! 24. 28. Sildd. Eiſenb.⸗H. 127.— 127.— Hamburger Packet 163.35 163.75 Norddeutf her Lloy) 130.¾ 130.¼8 Oeſt.⸗Ung. Staatsb 150 75 150.75 Pfandbriefe. 24. 97.60 97.— 23. 97.60 98.60 98.20 99 20 97.6) 97.60 98.20 97 60 98 60 98.60 98.60 88.— 88.— 89 50 3½„„ S. 19 3½ Frkf. Kommual S. kdo 191 „Hyv.⸗Kr.⸗V. S 15-19 2ʃ.27,8,82.42 4 Frkf. Hyp.⸗KRr.⸗V. S. 43 uk 1913 4 Frkf. Hyp.⸗Kr.⸗V. S. 46 uk. 1908 4 Frkf. Hyp.⸗Kr.⸗B. S. 47 undl.u. uk. 1915 4 Frkf. Hyp.⸗Kr.⸗V. S. 48un bl. u. uk. 1917 4 Frkf. Hyp.⸗Kr⸗V. .49 unvl.u. uk. 1919 4 Frkf. Hyp.⸗Kr.⸗V. .50 unvl. u. uk.! 920 4 Frkf. Hyb.⸗Kr.⸗ B. .5 unvl..uk 1921 3¾ Frkf. Hyd.⸗Kr.⸗V. S. AK uk 1918 3% Frkf. Hyv.⸗Kr. V. .2 3⸗30 Ul. 32(tilgb.) 3½ Frlf. Hyp.⸗Kr. V. S. 45(tilgb.) 3 ½ Pfälz. Hyp.⸗Bank 4 Pfälz. Hyp.⸗Bank 4 A unvrl. 1917 4 Pfälz. Hyp.⸗Z. uk. U. unvrl. 1920 4 do. do. 1922 4 Preuß. Centr.⸗Bod⸗ Cred.⸗G v. 1390 4„Centr.⸗Bod⸗Er.⸗ Go 189gu. 1901 kdb. Pr. Centr.⸗Bod.⸗Cr. G. v. 1908 uk. 1912 4 91.50 91.50 98.80 98.80 89.— 89.— 98.50 99.10 99.10 99.10 99.10 99.10 99.10 92.— 90.50 90.50 88.40 98.80 98.80 99.10 99.70 96.70 99.—. 53 4% Pr. Pfob. 96.80 96.80 ändiſcher Transporkanſtalten. 24. 28. Oeſt. Südbhahn Lomb. 2135 22.— Oeſt. Meridionalbahn 121 50 121.50 Baltimore und Ohio 110.35 110.— Schantun!⸗E..⸗Akt. 187.— 136.75 Prioritäts⸗Obligationen. 4 Pr. Cent.⸗Bod.⸗Er.⸗ G. v. 1908uk. 1916 4Pr. Cent.⸗Bod.⸗Cr.⸗ .p. 1907uk. 1917 4 Pr. Cent.⸗Bod.⸗Cr.⸗ G. v. 1909 uf. 1919 4 Pr. Cent.⸗Bod.⸗Cr.⸗ G v. 1910uk. 1920 4 Pr. Centr⸗Kom. v. 1901 kdb. 1910 4 Pr. Lentr.⸗Ko n. v. 1090 unk. 1917 AB.abgel. 2** 3½ Pr. Hyp. A. B. „ 04-13 4„ 05⸗14 „ 07-17 18,19ko. 51912 51914 „1915 0* ** 40% 1* 4%„ 49˙7 8 4% 5„1917 40⁰% Greuß. Pfandb.⸗ Bank unk 1919 4% Pr. Pfdbr.⸗ Bk.⸗ Hyp.⸗Pidbr. Emiſ. 30.31 unkdb. 1920 3½ Pr. Pfobr.⸗Bank⸗ Kleinb. b. 04 4% Rh. H..Pfob. 1902-•07 1912 1917 1919 102ʃ verſchied. „ 1914 Rh..⸗5 CeO. 2½10 Ital. ſttl.g. E. B. Oberr). Verſich.⸗G. 1145 1145 Mannh. Verſ.⸗G.⸗A. 925.— 925.—. Oberrh. Eiſenb.⸗Heſ. 96.— 96.— Nannh. Stadtanl. 98.75 98.40 Bayr. Staatsanl.1912 100.40 100.50 * * 98.— 99.— 91.50 98.70 94.30 99.— 98.70 94.30 97.30 97.20 97.40 97.70 99.— 88.— 88.— 88.— —.— 97.30 97.20 97.30 97.60 99.— 88.— 88.— 88.— 67.— **** 2* Nachbörſe. Kreditaktien 200.¾8. Diskonto⸗Commandit 188 75 Staatsbahn 150.75, Lombarden 21⅜. Senbörse. 2 28. 24. 23. Gelſenkirchner 214% 215—[Rombacher Hütte 181.— 178.70 Harpener 23— 204.½Rätigers verken 197.— 196 50 Höch ter Farbwerk 650.— 643.80 S huckert 160.— 160.20 Hohenlohewerke 187.— 187—][Siemens& Halske 237— 238.30 Kaliw. Aſchersleben—.— 178.— Sinner Brauerei 216.50 216.70 Kölner Bergwerk—. 528.—Stettiner Vulkan—.— 195.60 Celluloſe Koſtheim 194.7) 195.— Tonwaren Wiesloth 121.20 122— 125.20 125 89 181/ 1 1½% 188 10133 131.40 131. — 227— 223 70 101.70 100½70 233.70 278.30 18190 181 70 Lah nneyer Laurahütte Licht u. Kraft Lotgringer Cement Ladwin vdewe&.. Rannes nannröhren Oberſ hl. Eiſenb⸗Bed Orenſtein& Koppel obonir thein. Stahlwerke Bet.Glanz loff Elberf. 560 20 561 50 Zer. Köln⸗Rottwellet 331—331.— Ve feregeln 228 90 228 70 Bi. Draht. Langend. 14250 143.— Vittener Stahlröhren 218.50 219.— Zellſtoff galdhof 244 90 214.— Otabi 99.30 98.— Zouth Veſt⸗Afrika 142 50 142 20 Bogtländ. Maſchfbr. 747 20 748.50 Privatdistont%- 91.50 W. Berlin. 24. Sept.(Telegr.) Nachbörſe. 5 24. 8. Kredit⸗Aktien— 199 ½8 Staatsbahn—— Distonto Komm.——188„% dombarden— 21.50 Straßenb.—.— 180.50 5 1510 Eiſeninduſt. 10 95— 5 Frankf. Hyp.⸗Bank 215.— 215.— Südd. Diskont 115.75 115 75 weiler Bergw..50 Phönix.%5 283.75 Frkf. Hyp.⸗Creditv. 159.10 159.20l Jank Ottomane 140.— 139.— Friedrichshütte Bergb. 178 75 180 50 Br. Königs⸗.Laurah. 180— 180.50 elſenkirchener 214.75 214./8 Gewerkſch. Roßleben———— DSrrUU——————————————— Berliner Effekt Berlin, 21. Sept.(Anfangs⸗Kurſe.) 24. 23. 24. 23. 24. 28. 24. 28.40% Baadadbahn 84 50 83.50 JAnilin 587.30 540. Kreditakten 200.8—.— Laurahütte 180/— Oeſter. Lreditaktien 200./½ 199./ Anilin Treptow 402 20 431 20 Dige⸗ommandit 188.75 188.½ Phönix 288.75 232 75 40% Ungar. Goldrente 89 40 89.60 Arandg. Birgwksge 131.59 435.— Staatsbahn—.——.—Harpener 208.— 204.25 4„Kronenrente 86 50 86)Hergmann Elektr. 133.—139 20 Lombarden 21.¾ 21./8J Tende: feſt. Berl. Handels⸗Geſ. 170.½ 170.¾ Bochumer 241. 238¼8 Bochumer 240.25 287.%8 Bau 128 50 128.50[Browu Nach 188.80 134.— 8 S Deutſch⸗Aſiat. Bank 137.50 138—[Bruchſ. Maſchinenf 350.50 355.— Berlin, 24. Deutſche Jant 258.25 25.75 Chem. Albert 471.—472— 238. 24. 23. Disc.⸗Kommandu 183.75 188.¼ Fonſolidarton f..—.——.— Wechſel auf Amſter⸗ 2½%%ä Bapern 87.40 87.25 Dresdner Bank 156 50 156.¾ Daimler 342— 341 50 dam ur 169 40—.—8% U 87.90 87.20] Reichsbank 185.— 135.— Deutſch⸗Luxenbg. 184 ¼ 181./ Wechſel London 20.46 20.455 3% en 76.90 76.80 Rhein. Kreditban! 135.— 135.20 Dortmunder—— Wechſel Varis 80.92 80.90 3% Sachſen 78 90 79.—[ Ruſſenbant 167.20 166 20 Dynamit⸗Truſt 182 182.¾ Wechſel a. Wien un 84.72 64.70 4% Argentiner v. 189 97.50 9750] Schaaffh. Bankv. 120.—121.— Deutſch⸗Ueberſer 168— 167.70 30 Reiche 100.40 100.50ſ5 Chineſen von 1896 10.— 100 10] güdd. Disc.⸗G.⸗A. 115.90 115.70 D. Gesglählicht Au r 618.—616.— 37˙ Reiwsanl. 88.80 88.90% Japaner 94.20 94.40] Staatsahn———.— D. Wafen u. Nunil. 545— 547 2) 400 Reichsanleih 78.70 78.60 26% Italienet———— Vomoarden 21.50 31.¾ D. Steinzeu vverke 240 20 241.50 %, Conſols 100 50 100.60 Mannh. Stadtan. 98.25 98.25 altimore u. Ohiso 110 ½ 110 ½[Flber. Firoen 543.70 544— 395 88.80 88.90 4 Oeſt. Goldrente 94.70 94 80[ Canade Paeifte 277½ 276.—[Eſſener kreditauſtalt 160.50 160.90 37%0 6 78.70 78.6003 Portug. unif. S. 3 67.75 67.80] Hamburg Packe 168.30 164.— Facon Nannſtädt 155.— 155.— 40% Bad.. 100.50 99.90 5 Ramänen v. 1903 101.40 101.10] Nocdd. Llovd 180 70 181.20 Faber Bleiſtifttabrit 274— 274.— 4%„ 1908009 99 75 90 75 5 91.— Kl 4 617.— 619.70 felten& Guillau ne 158.— 158 * en unif. 91.——.— Ag. Elektr.⸗Geſ. 266.60 266.60] Friznen Maſchinen 294.50 294.— 8 t 400 Fres-Loſe 174.J8 175.75 Abümmum. le. Baal DeOSSSBGGSSSSSNDDeere — — Mannheim, 24. September. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblatt). 7. Seite Ausländische EIf i msländische Hifektenbörsen. e ee Variſer Pörſe. Wten, 24. Stnt Bader.50 Ahe u 1 ondon 2 Te 980 nfangskurſe der Paris, 24. Sept. Aufangskurſe. 24. 238. 24. 28. Conſols 74½ 74½½ Premi 2% 127 23. 24. Kreditaktien 640.— 637.50] Buſchtehrad B. 992.— 995.— 3 Reichsanleihe 780½% 5 0 Ransi 57 5 7 85 30 Rente 91.25 91.17 Chartered 39.— 38.— Oeſterreich⸗Ungarn 2055 2100] Oeſterr. Papierrente 89.25 89.30 4 Argentinier 87— 87— Atchiſon comp. 112¾ 113— Spanier 94.25 94.55 Debeers 567.— 565.—[ Bau u. Betr..⸗G.—.——.— 5 ilberrente 90.25 90.30 4 Italiener 96— 96—Canadian 284½ 284¼] Cürk. Looſe—.——.—Caſtrand 77.— 76.—Unionbank 611.—611.—„ Goldrente 111.85 111.85 4 Japaner 83¼ 84— Baltimore 112¼ 112½ Banque Ottomane 703.— 700.— Goldfield 108.— 106.—Ungar. Kredit 837.— 835.— Ungar. Goldreute 107.— 107.— 3 Mexikaner 30 30 Chikage Milwauke 111¾ 111% Rio Tinto 2150 2143] Randmnines 173.— 178.— Wiener Bankvereln 536— 586.—„ Kronenrente 86.20 86 35 4 Spanier 92— 92— Denvers com. 23— 22½ Tendenz: willig. Länderbank 528.— 538.— Wch. Frankf. viſta 107.92 107.92 Ottomanbank 18— 18¼[Erie 38½ 38¼ 5 Türk. Loſe 248.— 247.—]„ London„ 241.18 241.12 Amalgamated 92½¼ 92½¼] Brand Trunkord. 28ö8 28¼ Wiener Börſe. Alpine 1074 1072 7 1 7 95.45 95.44 Anacondas 9 5+¾ 9—”8 7 IIIpreſ. 55½ 55¼ Tabakaktien—.———] Amſterd.„ 200.— 200.— Rio Tinto 885.— 84 8, isville 168— 168.— Wien, 24 Sept. Vorm. 10 Uhr. Nordweſtbahn—.——.— Napoleon 19.13 19 12 Central Mining 11%8 11% Niſſourt Kanſas 31¾ů 31½ Kreditaktien 634 688.70 Oeſt. Kronenrente 86.40 86.35 J Holzverkohlung————[Marknoten 117.92 117.92 Chartered 29 29¼8 Ontario 38— 38—Länderbank 528 50 528.—-[„ Papierrente 89.30 89.25 Staatsbahn 706.60 702.— Ultimo⸗Noten 117.51.117.91 De Beers 22¼8 22½ ock Island 28¼ 28⅛᷑[ Liener Bankverein 535.50 586.—] Silberrente 90.40 90 30 Lombarden 115.50 115.70 Skoda 802.— 803.— Eaſtrand 3——] Svuthern Pacific 115% 115%[ Staatsbahn 702.— 705 20 Unger. Goldrente 107.— 107.— Tendenz feſt. Geduld 13 17¹ 8 Railway 82½ 32¾]Lombarden 116— 115.70„ Kronenrente 86.40 86.25 Goldfields 4¼% 4½%. Union cvm. 178¼ 178½[Narknoten 117.95 112.92 Alpine Montan 1072½% 1076½ Jagersfontein 7— 7½% teels com. 79— 78%¾8 Wechſel Paris 95.40 95.42 Skoda 805.— 806.— Moddersfonlein 12¼8 12%] Tend.: unregelmäßig. Tendenz feſt. Produktenbörsen. Verliner Produktenbörſe. Berkin, 24. Sept.(Telegramm.)(produltenbön ſe).⸗ Amſterdamer Vörſe. Bei akuten und chroniſchen Durchfällen der Kinder und Er⸗ wachfenen hat ſich„Kufeke“ als leicht verdauliche, die Ernährung e. 5 S Schl, sfurf 4 it Jah K länzend bewährt, denn es führt Breife in Mact pro 100 kg frei Berlin netto Kaſſe. Amſterdam, 24 Sept.(Schlußkurſe.) e e ee e zu, ohne den Magen und en 24 28. 24 23 23. 24. 23 24. von neuem zu reizen. ee e 85 115 25 WHFPFFE 5 5 5 1 8 5 7 95 10 36 75 Bel Blutstauungen, Hämorrhoidal-Lelden gibt es nichts besseres, 855 1080 213 25 Dean——— 855 1 S 8 35 5 N eine e ezbr. 210.50 210 75„ Mai—-—. Sept.⸗Dez.—— Sepl.⸗Dez.—— *Mai 213 50 214.25 Näböl per Sept.———.—Rüböl Tend. matt. Jan.⸗April 33/—.— E Reggen per Sept. 179.— 179.25„Skt. 66.30 66 50 Kaffce(oco. 68— 53—Ieindl Lend: ſtet. An A 1 4 5 81 175 50 175.50„ Dez. 67.— 67.20 Wetter: 7 e ee, Gaxlehner's Bitterquelle 22307 Mai 175 50 176.— Spiritus Jger loo-—J 5 5—„ Ww5 bafer per Sept. 183 50 182.500 Weizenmehl 29.50 29.50 Budapeſter Produktenbörſe. We 17750 178 50 Budapeſt, 24. Sept. Getreidemarkt.(Selegramm.) 23 24 Pariſer Produktenbörſe. v. 50 kR er 50 kr f Hafer 21. 24. Nübzl„ Reichhaltiges Lager in Sept. 20.10 20 80 Sept. 77— 7— 90 2 ** at——————2 Oktober 20.10 20.35 Oktober 76 7 76 9 8 In tall fi 120 „ Noveſſeb 20 05 20.5„ Nob. Feb. 16½ 76%½ Neiten ber de 998—— feß e 8 Aulons- und „ 70 0% 75 daßet der On, 10 19—— feſt 10 24—— feſt 1 212 Sptritus April 10 39-— 1041—— B tri 1 M al 8 37590 105 1 5 Mais zer Sepibr. 9 75—— feſt 968—— willig E E S- 4 ETI len „ Nob.-ſeb. 21.0 21.0„ Jan⸗April 468— 47 1½.] Kchlraßs 5„ für elektr. Starkstrom-Anlagen. 57 Jan.⸗April 21.30 21.30 8 Mai⸗Aug. 49 1½% 49— Wetier Schö 8 eizen einöl r: ön. 27.7 26.65„ Sept. 80— 81 ¼ Stotz& QGie. 5 tober 27.15 27.40]„ Oktober 79 /% 79 ½ . 2695 26.95„ Nan. Fc 76 ¼ 76 21 CLiverpoo e Elektr.-Ges. m. b. H. 128 an.⸗April 27.— 26.95„ Jan.⸗April 74/ 74— verpoeol, 24. Sept.(Anfangs kurſe. 5 22 Wa 887˙̈loco 30 30 14 43 O 4, 8/9 Telephon 662, 2032 Sept. 37.30 37.50 Zucker Sept. 389 ½ 38 1 1 Vertre gram-Lampse. Skiober 3625 35.25 Oktober 30 20%¼. Weiten pet Ol:.%64% ſtetig%ee, ſtetig kieunte ereung den d 8 5 „Nov.⸗Feb. 35.30 35.20„ Okt.⸗Jan. 20% 80 de eer S 754% 257• 10 „Jan.⸗April 3535 35.10], Jan.⸗Aprl 30 ½ 30% Nais der Ort. 5,¼ ruhig 5,½% kräge Talg 83 50 83 50 ver Dez. 5/01½ 5/1— 2—— Volkswirtſchaft. Bangeſellſchaft Curt Berndt in Berlin in Konkurs. In einer Neue Zoologiſche Geſellſchaft, Frankfurt. Dem Vernehmen nach begründet der Finanzminiſter ſeine bereits erwähnte Ablehnung der Anleihe damit, daßgrundſätz lich privaten Aktiengeſellſchaften und Inſtituten für wiſſenſchaftliche Zwecke ein Privilegium auf Aus⸗ gabe von Schuldverſchreibung auf den Inhaber nicht erteilt werden könne. Dieſer„Grundſatz“ iſt früher nicht zur Anwendung gekommen, er iſt geeignet, die ſtädtiſchen Jutereſſen in hohem Maße zu ſchädigen, weil er die Gemeinden verhindert, gemeinnützigen Inſtituten in einer Weiſe beizuſpringen, die vollſtändig einwandfrei erſcheinen muß. Es iſt beklagenswert, wenn geſucht wird, auf ſolche Weiſe den Staats⸗ zapieren eine an ſich recht unbedeutende Konkurrenz fernzuhalten Für die Stadt erwächſt jetzt die Verpflichtung, dem Zoologiſchen Garten in anderer Weiſe zu helfen, es iſt damit auch Gelegenheit ge⸗ teben, einen früher gemachten Fehler auszugleichen und der Stadt⸗ zerordnetenverſammlung das Recht der Entſcheidung über alle pro⸗ jektierten Bauten zu geben. .⸗G. für techniſche und induſtrielle Bauten in Düſſeldorf. Nach zer im Reichsanzeiger veröffentlichten Gewinn⸗ und Verluſtrechnung verminderte ſich im Jahre 1911 nach 9796(i. V. 21037 ½ Abſchrei⸗ bung auf Ausſtände ſowie nach Verrechnung von 400 000 auf For⸗ derungsnachlaß der Verluſt auf 872 033,(998 374 ½ bei 1 Million Mark Aktienkapital, wovon 500 000 noch nicht eingefordert ſind. Den Verbindlichkeiten von 738 033 ¼ ſtehen 314423 Ausſtände gegenüber. Kobleuzer Bauk, Kobleuz. In der geſtrigen Hauptverſammlung der Koblenzer Bank,.⸗G. in Koblenz, waren 1133 Aktien mit 1133 000 Aktienkapital vertreten. Die Vermögensrechnung und zer Abſchluß wurden genehmigt. Der Reingewinn betrug 106 144, Die Dividende wurde auf 6 Proz. feſtgeſetzt. Den Rücklagen wurden 30 782/ zugeſchrieben. Der in ſeiner Geſamtheit ausſcheidende Auf⸗ ſichtsrat wurde wiedergewählt. Die Deutſche Elektrizitätswerke zu Aachen Garbe Lahmeyer u. Co. Akt.⸗Geſ. verteilt aus 813 893% Reingewinn 5 Proz. Dividende(wie i..) Für den Dividenden⸗Ergänzungsſonds wurden 100 000 J, für den Spezial⸗Reſervefonds 246 048/ beſtimmt. Die Geſchäftslage wird von der Verwaltung als günſtig bezeichnet. Norddeutſche Automobil⸗ und Motoren⸗A.⸗G. in Bremen. Die mehrfach ſanierte Norddeutſche Automobil⸗ und Motoren.⸗G. in Bremen, welcher der Nordd. Lloyd naheſteht, beruft eine General⸗ verſammlung zwecks Beſchlußfaſſung über Erhöhung des Grund⸗ kapitals um bis zu 2 Mill Mark durch ſukzeſive Ausgabe von 6proz. Vorzugsaktien mit vorzugsweiſer Befriedigung aus dem Liquida⸗ tionserlös. Im Vorjahre war die Zuſammenlegung der 218 000%½ Stammaktien von 2 zu 1 und der 2 923 000%/ Vorzugsaktien von 3 zu 2 ſowie die Ausgabe bis 1 Mill. Vorzugsaktien beſchloſſen worden. Neu! 8909e Sitzung des Gläubigerkomitees von Curt Berndt in Konkurs gab der Vorſitzeude bekannt, daß der bekannte Akkordvorſchlag(10 Proz. in Bar und 40 Proz. in Aktien der neu zu errichtenden Baugeſellſchaft) geſcheitert iſt. 146 Gläubiger mit 800 000 Forderungen ſtünden ihm zwar nicht prinzipiell ablehnend gegenüber, machten aber ihre Zuſtimmung von derjenigen der Geſamtheit abhängig. Die urſprüng⸗ lich mit 1900 000 4 angenommenen Warengläubiger ſind auf 2700 000 geſtiegen. Die Geſamtſumme der angemeldeten Forderungen beläuft ſich ſogar auf 23 500 000 Das Komitee rechnet einſtweilen auf.50 Mill. auerkannte Forderungen. Berndt legte ſein Mandat nieder, hält aber einen Zwangsvergleich immer noch für das Beſte, da beim Konkurs kaum 1 Prozent entfallen würde. Die Banken, insbeſon⸗ dere der A. Schaaffhauſenſche Bankverein, kommen bekanntlich mit ihren Forderungen nicht in die Maſſe, da ſie Lombards in Händen haben und ſich bisher damit für befriedigt erklärten. Ein greifbarer Zwangsvergleichvorſchlag liegt noch nicht vor. Der Eridar ſoll ſich erſt die Unterſtützung von Freunden und Verwandten beſchaffen, um eine Summe, die vielleicht 10 Proz. der anerkannten Forderungen entſpricht, deponieren zu können. Dieſer Betrag käme im Zwangs⸗ vergleich nicht ſofort, ſondern erſt nach und nach zur Auszahlung(da die Abwicklung einzelner Objekte und die Garantiedauer der Hypo⸗ theken 5 oder 6 oder auch 10 Jahre beanſpruchen dürfte). Der Vor⸗ ſitzende des Komitees, Fabrikant Pottlitzer, empfiehlt die Annahme eines ſolchen Angebots durch Herrn Berndt aber doch, weil im Kon⸗ kurs, wie ſchon erwähnt, ſo gut wie nichts zu erwarten ſei. Dem⸗ nächſt wird die Aktivmaſſe zum freihändigen Verkauf angeboten werden; wer ſie erſtehen wird, iſt noch nicht zu ſagen. Baumeiſter Berndt hat wohl den Wunſch, das Baugeſchäft eventuell zum Nutzen ſeiner Gläubiger weiter zu führen. Vielleicht wird ihm durch be⸗ freundete Seite oder durch jenen Zwangsvergleich dies ermöglicht. Die Bauunternehmungsfirma J. Wohlſchläger in Wien iſt in Zahlungsſchwierigkeiten geraten. Die Paſſiven betragen 5 Mill. Kronen. Wohlſchläger hat eine ganze Reihe von Häuſern in der Ringſtraßengegend und auch den bekannten genoſſenſchaftlichen Warenhaus⸗Zentralpalaſt erbaut. Die Urſache der Zahlungsſchwierig⸗ keit liegt in der Unmöglichkeit, Baukredite in Hypothekenkredite zu konvertieren. Konkurſe in Baden. Ueber das Vermögen des Zimmermeiſters Eugen Dietrich in Wallſtadt wurde das Konkursverfahren eröffnet. Konkursverwalter Rechtsanwalt Dr. Hartmann. Konkursforde⸗ rungen ſind bis zum 19. Oktober anzumelden. Prüfungstermin am 26. Oktober.— Kaufmann Wilh. Brambach, Inh. d. Badenia⸗ Drogerie in Bühl. Konkursverwalter Rechtskonſulent Chriſt in Bühl..: 11. Oktober;.: 21. Oktober.— Herm. Dannecker, Kaufmann, Beilſtein b. Marbach(Neckarl..⸗T. 10. Okt.,.⸗T. 19. Oktober.— Hugo Recknagel, Eierteigwarenfabr. in Ulm..⸗T. 20. Okt.,.⸗T. 12. Okt. iſt wirklich delikat! Schiffstelegramme des Norddeutſchen Cloyd, Bremen Augekommen die Dampfer:„Alſter“ am 22. Sept., 3 Uhr, nachm. in Galveſton;„Willehad“ am 20., 4 Uhr nachm. in Quebec;„Bülom am 21., 12 Uhr vorm. in Shanghai;„Königin Luiſe“ am 21., 10 Uhr nachm. in Newyork;„Gr. Kurfürſt“ am 22., 11 Uhr vorm. in Bremer⸗ haven;„Prinzregent Luitp.“ am 22., 3 Uhr vm. in Marſeille:„Göben am 22., 1 Uhr nachm. in Hiogo(Kobe)„Kleiſt“ am 22., 7 Uhr vorm. in Aden.— Abgefahren die Dampfer:„Prinz Eitel Friedrich“ am 21., 4 Uhr vorm. in Neapel;„Breslau“ am 21., 5 Uhr nachm. in Galveſton: „Prinz Friedrich Wilh.“ am 21., 12 Uhr vorm. in Newyork;„König Albert“ am 22., 1 Uhr nachm. in Newyork;„Lützow“ am 22., 6 Uhr nachm. in Gibraltar;„George Waſhington“ am 21., 8 Uhr nachm. in Cherbourg.— Paſſiert die Dampfer:„Hannover“ am 21., 12 Uhr vorm. Liſſabon;„Holſtein“ am 22., 10 Uhr vorm. Dungeneß;„Weſt⸗ falen“ am 21. nachm. Perim;„Rhein“ am 21., 8 Uhr nachm. Lizard; „Kronprinz Wilhelm“ am 28., 6 Uhr vorm. Seilly. Mitgeteilt von: Baus& Diesfeld, Geueralvertreter in Maunuheim. —]j—— Beſchüftliches. Die Leiſtungsfähigkeit des Bureau⸗Perſonals wird durch prak⸗ tiſche Arbeitsverfahren, ſowie nicht zuletzt auch durch Einſtellung von neuzeitlichen Bureaumaſchinen aus den Fabriken der bekannten Firma Seidel u. Naumann.⸗G., Dresden, bedeutend geſteigert. Wer ſich zur beſſeren und ſchnellen Erledigung ſeiner umfangreichen Korre⸗ ſpondenz der Ideal⸗ und Erika⸗Schreibmaſchine bedient, wer die geiſt⸗ tötenden und zeitraubenden Rechenarbeiten der X X X Univerſal⸗ Rechenmaſchine überträgt, der ſchlägt den richtigen Weg zum Erfolg ein. Unſere Leſer dürfte es intereſſieren, daß die Firma Val. Fahl⸗ buſch, Rathaus, welche die Generalvertretung oben genannter Artikel beſitzt, auf Wunſch Intereſſenten die Maſchinen koſtenlos und ohne Verbindlichkeit vorführt. Verantwortlich: Für Politik: Dr. Fritz Goldenbaum;: für Kunſt und FFfeuilleton: Julius Witte: für Lokales, Provinzielles und Gerichtszeitung Richarb Schönkelder; für Volkswirtſchaft und den übrigen redaktionellen Teil: J..; Richard Schönfelder. für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Fritz Joys. Druck und Verlag der Dr. Haas'ſchen Buchdruckerei, G. m. b. H. Direktor: Eruſt Müller. —— 1 Würfel 10 Pfg. 8. Seite General⸗——— Neueſte—(Abendblatt). Mannheim, den 24. September 1912. Hosiehts- AuUsschlag, Pickel, Miteſſer, verſchwinden meiſt ſehr ſchnell, wenn man den Schaum von Zucker's Pa⸗ tent⸗Medizinal⸗Seife, 4 Flechten St. 50 Pfg.(15¾ ig) und 1,50 Mfk. 435% ig, ſtärkſte Form) in Syrupdicle abends eintrocknen läßt. Schgum erſt morgens ab⸗ waſchen und mit Zuckgoh⸗ Creme(as pfg. u. 2 Mk.) nachſtreichen. Großartige Wilkung, von Tauſenden Heſtätigt. In a kliche 11 pothelen, Desgerien u. efumer zen erhättlich. 22 28 inberſteigerung. Montag, 30. Septemb. 1912 vormittags 10 Uhr, Ber ſteigern wir auf unſerm Büro Luiſenring 49, das ergebnis von 88 üden vom 30. Septbr. mit 27. Oktober 1912 in Wochenabteilungen gegen bare Zahlung. 1100 Maunheim, 21. Sept. 1912. Städt. Fuhrverwaltung: Vis Rindenſchwender. Winterſe hafweide⸗ r aee N Mach auer vom 155 ber 1912 bis 28. Febr. 3) wird am Montag, Hen 30. September d.., Fennn gg 11 Uhr auf dem Nathgus dahier öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. 26576 Lampertheim, 21. Sept.1912 Großh. Bürgermeiſterei Lampertheim. 5 N 8 Oehndgergs⸗Verſteigerung. Das Oehmögras vom Hemsbacher Schloßgut wird unter den bekannten Bedingungen verſteigert am Montag, 30. Septbr., vorm. 9 Uhr im Schützen⸗ haus an der neuen Weſch⸗ Hitz nächſt der Straſie demsbach⸗Hüttenfelb, ene Weinheim, 2. Sept. 1912. Gröfl. von Berckheim'ſches Nentamt: Schretzmaun. eaeeee Fermischtes Pi aehe z. Lernen M. 150. Deſer, Whafen ĩniſenſtr.6 rte Fal, Fadgnaf Lofterie, Liehung garant. 5. Ok. J00 Cex. i. N. J. zus. beee 1089 8 60 10 1 Losd b f. porle I. Liste 29 5 Jagg geldgen, ap ohne Aozug 44000, Nauptgexſun bar geſd 15000, Tohung garanilert 9. Oktahep⸗ IL. I0 K. Porto Losel AI. Uste 25 Fig pfßſt Tolt Lokt.-Unternehmer J. Stürmer Strabburg 1.., Langstr, 07. In Maunheim: Herzbergers Lotterie; geschäfte H3, 17 u. 06, 5. A, Schmitt, K 4, 10, Aug. Sehmitt, k 2, 1, G, Engert, Fr. Metzger, Neues Maunh, Volksblatt, Bad. Gen,-An- nelger, H. Hirseh, A, Prees bach Nachf,, J. Schroth, Ig. Unglert, 4. Kremer, A. Ködel, F. Schüle, P g8., 83.— In Heddes- heim: J. F. Lang Sohn 26405 Sorten Pinsel Waile Putzarfſhel eeee enn K Ispäne Putzwolle Wiehse iu besten „Quglitäaten. Mitlerberglungs⸗ un Süäuglingsfürxſorgeſtelle, Ausgehend von der Tat⸗ ſache, daß durch die Ge⸗ währung v. Bruſtnahrung ſich die Säuglingsſterb⸗ lichkeit am wirkſamſten bekämpfen lüßt, hat die Stadigemeinde im Beueh⸗ men mit dem Frauenver⸗ eineine Mütterberatungs⸗ und Säuglingsfürſorge⸗ ſtelle exrichtet, Die Müt⸗ terberatungsſtelle ſoll eine Centraliſgtation der Rats⸗ und Auskunftserteilung in Sachen der Güngting pflege bewirken und ſie bezweckt vornehmlich die Förderung des Selbſt⸗ ſlillens. Ihre Aufgabe be⸗ ſteht demgemüß darin, al⸗ len Mütlern, die ſich ju Angelegenheiten der Säug⸗ lingspflege daſelbſt ein⸗ finden, Velehrung und Rat unentgeltlich zu ßerteilen, aunerdem dariu, ſolchen Müttern, die ihre Kinder ſelbſt ſtillen, unter heſtimmten Borausſetzun⸗ gen Stillprümlen(14 tägige Geldbeihilfen zuzu⸗ wenden. Die Stillprämien werden bei regelmäßiger 14 tägiger Vorſtellung des Säuglings in der Regel bis zur Beendigung des 3,Lebensmongts des Säug⸗ lings gewäret. Die Sprechſtunde „ ſtelle findet jeweils Mittwoch nachmittags von 5 bis ½6 Uhr im 17 Zim⸗ mer Nr. I1, unter ärzi⸗ licher Mitwirkung ſtatt. Wir hoſſen, daß die Mütterberatungsſtelle von Frauen der Altſtadt ſowie der Bororte recht rege in Seeeee wirb. Die Stillprämien gelten nicht als Armenünte:⸗ ſtützung und ihre Aunah⸗ me hat nicht die Beein⸗ trächtiguug politiſcher Rechte zur Folge. Maunheim, 21. Sept. 1912. Armenkommiſſion. J..: Dr. Sperling. 1029 Köbele. Vehanntmachni 19. Nr. 39576J. Die hieſige Fiſchhandlung Deuß, mit der die Stadtgemeinde ein entſprechendes Ablommen getroffen hat, wird eyſt⸗ mgals au den nachbezeich⸗ neten Tagen und Orten und danft fernerhin zur ſelben Zeit,billige Seeſiſche zum Verkaufe bringen: 1 gm Dienstag, den 24. ds. Mts., jeweils nach⸗ mittags 3 Uhr be⸗ ginnend, im Schuppen vor dem Rathauſe in Feudenheim, 2. am Mittwoch, den 25, ds. Mts., vor dem Rathauſe in Köfertal, „am Donnerstag, den 28, ds. Mis,, vor dem Schulhofe Waldhof, J. am gleichen Tage ab e 1 Uhr im zadengeſchäfte des Kaufmanns Georg Roßnagel inNeckarau Friebrſchſtraße 18, F. ah Mittwoch, den 25. ds, Mis, auf dem Markeplatze m Stad!⸗ teil ELindenhof wäh⸗ rend der feſtgeſetzten Marktzeitan Miltwoch und Samstagen. Maunheim, 19. Sept. 1912, Bürgermeiſteramt: tter. 1094 Kreutzer. Zwangsverſteigerung Mittwoch, 25. Sept. 1912, nachnittags 2 iihr werde ich im Pfandlokal 6, 2 hier gegen bare Zahlung im Pollſtreck⸗ üngswege öſſentlich ver⸗ ſteigern; 74700 2 Piano, Möbel und Sonſtiges, Mannheim, 24. Sept. 1912. Happle, Gerichtsvollzieher Gefunden wurde, daß die beſte medi⸗ ziniſche Seiſe Steckenpf erd⸗ Teaſchbe Seife & Co, Radebeul iſt, d Ad ee alle Haut⸗ Unre ſulgteiten und Haut⸗ ausſchläge 97 ee dellta 8 0. a Reckarvorſtadt Waldhoſ⸗Apotheke. Waldhof. Stern⸗Apotheke, T 3, 1, Mohren⸗Apotteke, O 2, 5, M. eltinger Nſl. k.2. Marke, Merkurdrogerie Gontardpl. H, Geher. Drog, Mittelhr. 60 Tudwig& Sch ilhelm, 0 4. Molſte⸗Drogerie, 6 70 „Schwetzi ägende ler-Drogerie, R 3, 10, irſch-Drogerie, P 4, 1, Reckarapotheke. Langſr 4. Jac. Lichtenthäler, 1 45 Vellolen Ein e Broſche in Größe eines Fünf⸗ mark⸗Stückes mit Bril⸗ lanten beſegt, wurde von der Prinz Wilhelmſtr. 12 bis Friebkichsplatz 10 ver⸗ loren. Der rebliche Finder wird gebeten, ſolche gegen Mk. 30.— Belohnung Prinz Wilhelmſtr. 12 Stock 952 aneen 21 Upterreht — eeeee— Unterricht an Aufänger u. Fortgeſchrittene, auch in Handelskorreſpondenz, ert. Frl. v. Fabeck, ſtaatl, gepr. Lehr. f. It. Ida⸗Se pio⸗Haus. 6259 Otto Beckſtr. 47. Tel. 5029, Tlemselas —— Ich nehme die Beleidi⸗ gungen gegenüher Frl. G. Vogt als unwahr mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück. 6267 282 2 Herren lönnen ihren Bedarf in Preis⸗Aufſchlag in Raten öd. kängerem Ziel bei ein. heſſer. Maßgeſchäft decken. Beamten ohne Anzahlung. Strengſt. Diskretion.Bitte Adreſſe unter Voffgc 90 Naunzeim. ————— Gebrauchte, gut erhalt. Bade⸗Einrichtüng geſucht. Preis⸗Offert. unt. 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