ug. Labegz Wounement: 70 pfg. menaflich, Bringerlohn 80 Pfg., durch die Pof inkl. Poſtaufſchlag Mek..42 v Quartal. Einzel⸗Rr. 5 Pfg. Inſerate: Kolonel⸗Geile 30 Ppfg. Keklame⸗Seile.20 Nk. Täglich 2 Ausgaben(außer Sonntag) Schluß der Inſeraten⸗Annahme für das Mittagblatt morgens 9 Uhr, für das Abendblatt nachmittags 3 Uhr Beilagen: ————— Nr. 94. ——————— Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Mannheim; Unterhaltungsblatt; Beilage für Cand⸗ und Hauswirtſchaft; 95 der Stadt Manuheim und Umgebung Geleſenſte und verbreitetſte Zeitung in Mannheim und Amgebung Lelegramm⸗Adreſſe: „Seneral⸗Anzeiger Mannheim“ Telephon⸗Rummern: Direktion und Buchhaltung 1449 Buchdruck⸗Abteilung. 841¹ Redaktion Eigenes Redaktionsbureau in Berlin Handels⸗ und Induſtrie⸗Zeitung für Südweſtdeutſchland; Beilage für Literatur und Wiſſenſchaft; Mannheimer Schachzeitung; Sport⸗Revue; Wandern und Reiſen und Winterſport; Rode⸗Beilage; Fraulen⸗Blatt. Maunheim, Mittwoch, 26. Jebruar 1913. e (Mittagblatt.) Die heutige Mittagsausgabeumfaßt 16 Seiten. Celegramme. Den erſe ſoziulbemokratiſche Stadtrat in Preußen. Frankfurt, 25. Febr.(Priv.⸗Tel.) Die Stadt⸗ verordnetenverſammlung wählte heute in gehei⸗ wer Sttzung Direktor Fritz Rößler, Dr. Rudolf de Neufville, Stadtverordneten Benno Schmidt und den bisherigen Stadtrat Zimmer zu Stadt⸗ rüten. Für den Stadtverordneten Schmidt, der als erſter ſozialbemokratiſcher Stadtrat in ein preußiſches Stabtparlament eintritt, ſtimmten nur die Fortſchrittler und Sozialdemokraten, die Nationalliberalen gaben weiße Zettel ab. Der Beſuch des däniſchen Königspaares in Berlin. Berlin, 2. Febr. Bei der Galatafel zu Ehren der däniſchen Majeſtäten im Weißen Saale des Königl. Schloſſes brachte der Kaiſer folgenden Trinkſpruch aus: Eure Majeſtäten heiße Ich im eigenen und im Namen der Kaiſerin von zen will⸗ kommen un al ſeſg ge wollen, daß wir uns glückl chätzen, ſo liebe Gäſte in unſerer Mitte weilen zu ſehen. Der warme Empfang von Seiten Meiner Haupt⸗ und Refidenzſtadt wird Euren Majeſtäten ein Be⸗ weis ſein, daß auch unſer Volk aufrichtigen Anteil nimmt an der Ehre und Freude des hohen Beſuchs, den wir heute begrüßen dür⸗ fen. weiß es voll zu würdigen, daß Eure Majeſtät zu uns gekommen ſind, noch unter dem wehmütigen Eindruck des tief ſchmerz⸗ lichen Verluſtes, den das Erlauchte dänif Königshaus und ganz Dänemark durch das Hinſcheiden Eurer Mafeſtät hochſeligen Herrn Vaters erlitten hat. Von ganzem Herzen danke 50 Eurer Majeſtät für dieſen Beweis per⸗ ſönllcher Zuneigung und freundnachbarlicher Geſinnung. Daß ich dieſe warm erwidere, daß es auch Mein und Meiner Regierung auf⸗ richtiger Wunſch und feſter Wille iſt, die Be⸗ ziehungen unſerer Länder zu pflegen und aus⸗ zugeſtalten, in gegenſeitigem Intereſſe und zum Wohle beider Völker, deſſen dürfen Eure Mafeſtät gewiß ſein. Um Eurer Majeſtät auch ein äußeres Zeichen meiner freundſchaftlichen Gefinnung zu geben, habe ich beſchloſſen, Eure Majeſtät à la suite meiner Marine zu ſtellen. Bei den regen nachbarlichen Beziehun⸗ gen unſerer Flotten wird es meiner Marine eine Ehre ſein, wenn Eure Mafeſtät dieſe durch Euer Majeſtät verehrten Herrn Vater beklei⸗ dete Stellung freundlichſt annehmen wollten. Indem ich jetzt mein Glas erhebe, gedenke ich noch beſonders des Bandes ſchweſterlicher Liebe, das Eurer Majeſtät hohe Gemahlin und die Kronprinzeſſin, meine geltebte Schwiegertochter, umſchlingt; der herzlichen Freundſchaft, die Eurer Mafeſtät hochſeligen Vater und mich verbunden hat, und nicht zu⸗ letzt der verehrungswürdigen Geſtalt Eurer Majeſtät unvergeßlichen, in Gott ruhenden Großvaters. Möge der Segen der Vorſehung Eure Majfeſtät immerdar geleiten auf dem ver⸗ antwortungsvollen Pfade der Erfüllung Eurer Maſeſtät erhabenen Berufs. Ich trinke auf das Wohl Seiner Majeſtät des Köuigs von Dänemark, Ihrer Majeſtät der Königin und des geſamten erlauchten Königlichen Hauſes. Eine furchtbare Exploſionskataſtrophe. m. Madrid, 26. Febr.(Priv.⸗Tel.) Aus Gijon wird gemeldet, daß bei den Erweite⸗ rungsarbeiten des Hafens von Muſel, wo Fels⸗ ſprengungen vorgenomen werden, ein zu ſtark mit Dynamit geladenes Bohrloch vorzeitig ex⸗ plodierte, wobei nach bisherigen Nuchrichten 60 Perſonen, darunter neben vielen Zuſchauern eim General, getötet wurden. * * Eſſen a. d.., 25. Febr.(Privat⸗Tele⸗ gramm.) In dem Waſchhaus der Zeche„Lud⸗ wig“ wurde der Steiger Oeſterling von dem Bergmann Unterſtell erſchoſſen. De ſterling verſuchte den Unterſtell zu beruhigen, als dieſer in dem Waſchhaus lärmte, weil ſein Revier⸗ ſteiger ihm die Gewährung eines Vorſchuſſes abgelehnt hatte. Der Täter wurde verhaftet. Wien, B. Febr. Der Finanzausſchuß hat beſchloſſen, die Schaumweinſteuer auf 80 Heller für die ganze Flaſche feſtzuſetzen. Die internationale Lage. Allgemeine Entſpannung. Wien, 25. Febr. Miniſterpräſident Stürgkh erklärte heute einer deutſch⸗böhmi⸗ ſchen Abordnung, die wegen der Notlage im Erz⸗ gebirge und des Stockens des geſamten böhmi · ſchen Wirtſchaftslebens vorſtellig wurde, es ſei begründete Hoffnung vorhanden, daß in nicht ſerner Zeit eine allgemeine Entſpannung ein⸗ treten werde. Infolgedeſſen wächſt in der öffentlichen Meimung die Zuverſicht auf eine baldige friedliche Löſung der Kriſe. OLondon, 26. Febr.(Von unſ. Lond. Bur.) Der Wiener Korreſpondent der Daily Mail meldet ſeinem Blatte, er erfahre aus einer ausgezeichneten Quelle, daß infolge des Ge⸗ dankenaustauſches zwiſchen den Mächten ſich die Situation ſoweit gebeſſert habe, daß die De⸗ mobiliſierung der öſterreichiſch⸗ ungariſchen Armee bereits in den allernächſten Tagen zu erwarten ſtehe. Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen. Kiamil Paſchas Meinung. OLondon, 26. Febr.(Von unſ. Lond. Bur.) Aus Kairo wird gemeldet, daß d. Nachricht von dem Tode Kiamil Paſchas un⸗ richtig ſei. Der frithere Großweſir befinde ſich vielmehr bei beſter Geſundheit. Auch ein anderes Gerücht, das beſagt, er werde in drei Wochen nach Konſtantinopel zurücklehren, wird als falſch bezeichnet Der Korreſpondent der Daily Mail in Kairo, der den Großweſir beſuchte, meldet dazu, Kiamil Paſcha habe ihm perſönlich erklärt, er beabſich⸗ tige in Kairo zu bleiben und denke nicht daran, nach Konſtantinopel zu reiſen. Dann ſprach er die Hoffnung aus, daß der Krieg innerhalb der nächſten drei Wochen zu Ende ge⸗ bracht werden wird und meinte zum Schluſſe folgendes: Früher oder ſpäter wird man ein⸗ ſehen, daß meine Politik doch die llügſte war und daß ich ſehr wohl daran tat, als ich mich ſo eifrig bemühte, einen raſchen Friedensſchluß herbeizuführen. Jetzt wird die Türkei um jeden Preis Frieden ſchließen müſſen Waffenruhe. OLondon, 26. Febr.(Von unſ. Lond Bureau.) Die Waffenruhe auf dem Kriegs⸗ theater hält infolge des andauernd ſchlechten Wetters und wohl auch in Erwartung eines günſtigen Erfolges der hinter den Kuliſſen eifrig betriebenen Friedensverhandlungen an. Bei Skutari ſchweigen ſeit etwa 8 Tagen die Kanonen vollſtändig, während bei Adria⸗ nopel Belagerer und Belagerte ab und zu einan⸗ der Geſchoſſe zuwerfen. Allein die allgemeine Beſchießung wurde noch nicht wieder aufgenom⸗ men, da die ſchweren Belagerungsgeſchütze aus Serbien zum Teil noch nicht eingetroffen oder auch noch nicht eingegraben ſind. Was endlich den öſtlichen Teil des Kriegsſchauplatzes betrifft, ſo ſind hier die Operationen gänzlich ins Stocken geraten. Meldungen von einem Landungs⸗ verſuch der Türken an der bulgariſchen Küſte, wobei die Türken mit ſchweren Verluſten zurück⸗ getrieben worden ſein ſollen, haben bisher keine Beſtätigung erfahren. Rumänien und Bulgarien. Die Vermittlung der Grußmächte. OLondon, 26. Febr.(Von unſ. Lond. Bureau.) Alle Botſchafter der Großmächte ſprachen geſtern im Auswärtigen Amt vor und hatten in Abweſenheit Sir Edward Greys Unterhandlungen mit dem permanenten Unter⸗ ſekretär Sir Artur Nicolſon. Soweit bekannt geworden iſt wurde zwiſchen den Staatsmännern die Form beſprochen, in der die Vermittlung der Großmächte in dem Streit zwiſchen Rumänien und Bulgarien erfolgen ſoll. Beide Länder haben die Vermittlung jetzt angenom⸗ men, allein es müſſen noch verſchiedene Punkte erledigt werden, bevor die Großmächte mit der Vermittlungsaktion beginnen können. Berlin, 26. Febr.(Von unſ. Berl. Bur.) Aus Bukareſt wird gedrahtet: Es gilt für nahezu ſicher, daß die Großmächte Deukſch⸗ land und Rußland beauftragen werden, in ihrem Namen die Vermittlung zwiſchen Ru⸗ mänien und Bulgarien durchzuführen und daß Petersburg als Ort der diesbezüglichen Erörterungen gewählt werden wird. Delcaſſe in Petersburg.“) Vom Kaiſerl. Legationsrat Frhr. v. Richt⸗ hofen, M. d. R. Der neue Präſident von Frankreich, Herr Poincare, hat ſeinen erſten wichtigen Entſchluß zut Ausführung gebracht, die Entſendung Herrn Delcaſſes als Botſchafter nach St. Petersburg. Das Aufſehen, das dieſe Ernennung erregt, iſt natürlich begreiflich, auch wenn man ſie aus⸗ ſchließlich vom Standpunkt der auswärtigen Politik betrachtet. Ob die Motive bei dieſem Vorgange zu tberwiegendem Maße in der inneren oder auswärtigen Politik Frankreichs zu ſuchen ſind, kann man dahingeſtellt ſein laſſen. Mauiche ausländiſchen Preßorgane wollen es ſo dar⸗ ſtellen. als ob es Herrn Poincars vor allem daran gelegen habe, den etwas unbequemen Del⸗ caſſs aus Paris zu entfernen. Ich halte das für unzwvahrſcheinlich. Aber wie dem auch ſein mag, die Wirkung auf die auswärtige Politik wird nicht ausbleiben, und Herr Delcaſſe wird ſeine neue Aufgabe, gleichgültig aus welchen Gründen ſie ihm zugefallen iſt, mit der ihn auszeichnenden Euergie und dem ihm eigenen Tmperament an⸗ faſſen. Jugendeine Schwenkung in der Politik Frankreichs gegenüber Rußland darf man in der Ausſendung Herrn Delcaſſes natürlich nicht er⸗ blicken. Die franzöſiſche öffentliche Meinung und ntit ihr die auswärtige Politik dieſes Jan⸗ des läßt ſich leider in allen ihren Schritten faft ausſchließlich von dem Geſichtspunkt leiten, wie dem Einfluſſe des deutſchen Reiches auf der Welt möglichſt viel Abbruch zu tun ſei. Dieſe Politik iſt ſeit dem Kriege 1870⸗71 unverändert geblie⸗ ben; ſie iſt nur mehr oder weniger ſtark hervor⸗ getreten je nach dem Geſchick der führenden Per⸗ ſönlichkeiten und der Gunſt oder Ungunſt der Umſtände. Aus dieſen Anſchauungen heraus iſt das ganze Bündnis mit Rußland geboren worden und die Antipathie gegen das deutſche Reich hat Frankreich veranlaßt, die ungezählten Millionen auf dem Altar dieſer Freundſchaft niederzulegen. Dieſe ruſſiſch⸗franzöſiſche Freundſchaft ſo eng als Wir geßen, abſchon das Thema in den letzten Tagen mehrſach behandell worden iſt, dieſen Axkikel geun wieder, weil er als vou einem vom Bau“ und zugleich einem Kenner der Petexsburger Terrains ſtammend, zur Beurtetilung der Frage uns mauches möglich zu geſtalten, hat in den letzten Zeiten den Hauptehrgeiz aller auswärtigen Mikiſter der franzöſiſchen Republik gebildet und Herr Delcaſſs hat ſich während ſeiner Miniſtertätigkeit in dieſem Bemühen nicht geringe Verdienſte erworben. Seitdem der Hinzutritt Englands den Zweibund zur Triple⸗Entente ausgebaut hat, iſt die Aufgabe der franzöſiſchen Politiker, infolge der höchſt diffizilen Vermittlerrolle, die ſie zwiſchen Lon⸗ don und Petersburg häufig übernehmen müſſen, ſicherlich nicht leichter, aber natürlich um ſo loh⸗ nender geworden, da das Endziel, die Schwä⸗ chung Deutſchlands, ihnen hierdurch eher durch⸗ führbar erſcheint. Da, wie geſagt, mit der Ernennung des Herrn Delcaſſs irgendeine prinzipielle Aenderung der auskpürtigen Politik Frankreichs nicht verhun⸗ den ſein dürfte, ſo iſt ihr von der beutſchen Oef⸗ fentlichkeit mit Recht eine übertriebene Bedeutung nicht beigemeſſen worden. Sie auf der anderen Seite zu unterſchätzen würde aber doch ein Fehler ſein. Im politiſchen Leben, und insbeſondere in den Fragen der auswärtigen Politik, ſind die Perſönlichkeiten in erſter Linie ausſchlaggebend Ein bedeutender Miniſter des Ausärkigen präg; der auswärtigen Politik ſeines Valerlandes ſeinen eigenen Stempel auf, und ein Botſchaftet, der nicht nur ein Diplomat im ländläufigen Sinn, ſondern eine hervorragende ſtaatsmän⸗ niſche Perfönlichleit iſt, wird, wenn ſich das Glücck ihm nicht beſonders unhold erweiſt, ſtets in der Lage ſein, die Ziele ſeiner heimiſchen Regierung mit beſonders großem Erfolge zur Durchführung zu bringen, auf welchem Poſten des Auslandes es auch ſei. Ein Mann, der in der Heimat Kolonial⸗ und Marineminiſter und ſieben Jahre lang Miniſter des Auswärtigen geweſen iſt, der das politiſche Renommee mit ſich bringt einer der Haupturheber der Tripelentente zu ſein, wird von voruherein eine offene Tür und vor allem eine weitaus größere Beachtung finden, als ein zünf⸗ tiger Diplomat, von dem man nur weiß, daß er ein oder zwei Geſandtſchaften mit leidlichem Ge⸗ ſchick verwaltet hat. Die Tatſache, daß dieſer Mann früher ein kleiner Redakteur der„Repu⸗ blique francaiſe“ war, wird ihm ſelbſt am Zaren⸗ a ſicherlich nicht ſchaden In den übrigen Län⸗ der Welt denkt man bei der Auswahl der Tiplomaten über dieſe Frage anders, als das iy Deutſchlands leitenbden Kreiſen der Brauch iſt, Unſere Politik muß daher von nun an dait rechnen, einen für unſere Intereſſen außerordent lich gefährlichen Mann in St. Petersburg zu haben und es würde ein berhäugnisvoller Irktum ſein, wenn man glauben wollte, daß die höfiſchen Verbindungen, die Frankreich natürlich nicht zur Seite ſtehen, uns gleichwohl ein gewiſſes diplo⸗ matiſches Uebergewicht geben könnten. Für die leitenden Staatsmänner Rußlands ſpielt das ſo gut wie keine Rolle, und auch der Zar ſelbſt wird in ſeiner ruhigen Art die ſeinem Staate entſpre⸗ chende auswärtige Intereſſen⸗Politik wohl von höfiſchen Freundſchaftsbeziehungen zu unter⸗ ſcheiden wiſſen: Delcaſſes Vorgänger in St Pe⸗ texsburg, Hert Louis, war in früheren Jahren ſein Direktor der politiſchen Abteilung des fran⸗ zöſiſchen Auswärtigen Miniſteriums. Ein ſicher⸗ lch kluger und kenntnisreicher Mann, aber kein ganz großes Kaliher wie ſein ehemaliger Chef Die franzöſiſche Regierung iſt aber gewiß mi feinen Dienſten zufrieden geweſen. Das Pots, damer Abkommen, das uns Perſien koſtete, ha auf die ruffiſch⸗franzöſiſche Freundſchaft keinen Schatten zu werfen vermocht, und Baltiſchport würde bald durch die ruſſiſch⸗franzöſiſche Marine⸗ Konvention wettgemacht Die meiſten auswär⸗ tigen Bertreter, ſoweit ſie Diplomaten aus der alten Schule ſind, pflegen ihre Tätigkeit darauf zu beſchränken, gute Beziehungen zu dem Hofe, bei dem ſie beglaubigt ſind, falls ein ſolcher vor⸗ handen iſt, und zu den maßgebenden Perſonen der betreffenden Landesregierung zu unterhalten Hierin erſchöpft ſich meiſtens ihr Ehrgeiz. Die hervorragenderen Diplomaten Frankteichs, Ruß⸗ lands und Englands und auch manche Deutſche ſind über dieſes etwas heſcheidene Maß der Tätigkeit in den letzten Jahrzehnten häuſig hin⸗ ausgegangen. Der in allen Ländern der Welt Neue beizuhringen ſcheint. D. Red. wachſende Einfluß der öffentlichen Meinung des 2. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagblattſ. Mannheim, 26. Februar. Parlamentes und der Preſſe hat dahin geführt, daß ſolche Diplomaten ſich mit allen Kräften be⸗ mühen, auch Fühlung in dieſen Kreiſen zu ge⸗ bwinnen und damit auch ein gewiſſer Faktor für die Stimmungsmache der im Volke herrſchenden Anſchauungen zu werden. Das iſt nicht leicht, demn es erfordert außerordentliche Kenntniſſe auf bielen Gebieten und große Klugheit, da dem Firemden doch ſtets und überall mit einem ge⸗ wiſſen Mißtrauen begegnet wird und es verlangt zugleich einen hervorragenden Takt, um nicht die Meinung aufkommen zu laſſen, der fremde Vertreter miſche ſich in die inneren Angelegen⸗ beiten des Landes, bei dem er beglaubigt iſt Herrn Delcaſſes Ehrgeiz wird ſich nicht in der Nachahmung des Herrn Louis erſchöpfen, er wird ilm den Verſuch machen laſſen, ein ſolcher Faktor im politiſchen Leben Rußlands zu wer⸗ den Daß aber hierin bei der immer zunehmen⸗ den Stärke der gegen Oeſterreich und Deutſchland gerichteten panſlawiſtiſchen Bewegung eine unſere angeſtrengteſte Aufmerkſamkeit erheiſchende Gefahr Uieat, läßt ſich unmöglich verkennen. Die politiſche Weltlage iſt ſelten ernſt, ernſter als ſeit langer Zeit. Frankreich hat ſich für die kommen⸗ den Dinge, was ſeine Diplomatie betrifft, nicht ſchlecht präpariert. Herr Barrdre oder Herr Bourgois, beides Berühmtheiten in ihrer Art, in Nom, die notoriſch überaus geſchickten Gebrüder Cambon in London und Berlin, und jetzt Herr Delcaſſs in St. Petersburg. Es wird nicht ganz leicht ſein, dem Gleichwertiges entgegenzuſtellen. Braukreichs Bündniſſe und Nüſtungen. Paris, 25. Febr. Bei der Ueberreichung der durch Kammerherrn Baron Schilling Überbrachten Inſignien des St. Andreas⸗ ordens an den Präfidenten Poincars ſagte der kuſſiſche Botſchafter Jswolsky, der Kaiſer habe bei der Verleihung dieſes Ordens ſofort bei der Uebernahme der Präſidentſchaft durch Poincars ein neues Zeichen ſeiner Zunei⸗ gung für Frankreich und ſeine perſönliche Freundſchaft und Hochachtung für Poincaré geben wollen. Dieſer erneute Ausdruck der Ge⸗ fühle werde als eine neue Bürgſchaft für die engen Beziehungen betrachtet, die das befreun⸗ dete und verbündete Frankreich und Rußland vereinten. Poincars erwiderte er ſei tief gerührt, über den Freundſchaftsbeweis des Kaiſers und Ddas neue Zeichen ſeiner unabänderlichen Gefühle für Frankreich, wofür das eigenhändige Schrei⸗ ben beredtes Zeugnis ablege. Poincars fügte binzu, er halte an der Politik feſt, die ſchon lange Frankreich und Rußland verbinde und würde ſorgſam wachen, das Bündnis zwiſchen den beiden Ländern zu erhalten und enger zu geſtalten. Nach der Ueberreichung des Ordens fand bei Poincars Frühſtück ſtatt, an dem auch der Miniſterpräſident und der Miniſter des Aeußern teilnahmen. 115 wW. Paris, 25. Febr. Das Handſchreiben iWdees Kaiſers von Rußland an den Poincars hat folgenden Wort⸗ „Herr Präſident! Erhabener guter Freund! Aus Anlaß Ihrer Wahl zum Präſidenten und der Uebernahme Ihres hohen Amtes richte ich meine herzlichen Gratulationen und meine wärmſten Wünſche an Sie. Es liegt mir am Herzen, Ihnen von neuem zu verſichern, wie ſehr ich von dem Gedanken durchdrungen bin, daß das franzöſiſch⸗ruſſiſche Bünd⸗ nis ebenſo den Gefühlen, wie den Intereſſen der beiden Völler entſpricht und nie aufgehört hat, ein wirkſamer Faktor für den 1 Frieden Europas zu ſein. Dieſes Bündnis, das den Herzen der beiden großen Nationen entſpringt und durch ein 20jähriges fruchtbares Beſtehen geheiligt iſt, bildet die Grundlage der auswärtigen Politik, die ich meiner Regierung borgezeichnet habe. Damit EEE dieſes Bündnis alle Früchte trage, die es zu bringen vermag, erſcheint mir ein beſtändi⸗ ges Zuſammenarbeiten und eine ſtete Fühlungnahme zwiſchen den Ka⸗ binetten in Paris und Petersburg unerläßlich. In dieſem Sinne haben Sie, bevor Sie die höchſte Würde der Republik bekleidet haben, das Amt des Chefs der franzöſiſchen Regierung aus⸗ geübt. Glauben Sie bitte, Herr Präſident, ich weiß Ihnen in ganz beſonderer Weiſe Dank dafür. Da ich wünſche, ein neues Zeugnis meiner aufrichtigen Anhänglichkeit an Frankreich zu geben und Ihnen ſo meine Hochachtung und meine perſönliche Freundſchaft für Sie auszu⸗ drücken, ſo geſtatte ich mir das Vergnügen Ihnen heute meinen Sankt Andreasorden zu verleihen, deſſen Inſignien ich Ihnen hierbei mit meinen beſten Wünſchen für das Gedeihen Frankreichs und das Gelingen der Aufgabe, die Sie auf ſich genommen haben, überreichen laſſe. Geneh⸗ migen Sie, Herr Präſident, mein erhabener guter Freund, die Verſicherungen meiner vollkommenen Hochachtung und meiner hohen Wertſchätzung. Ihr guter Freund Nikolaus. Präſident Poincars erwiderte mit folgen⸗ dem Telegramm: Teurer, erhabener Freund! Soeben habe ich aus den Händen Eurer Majeſtät Botſchafters die Inſignien Ihres Sankt Andreas⸗Ordens er⸗ halten, und es liegt mir am Herzen, Eurer Majeſtät ohne Verzug den Ausdruck meines leb⸗ haften Dankes zu übermitteln. Ich bin tief ge⸗ rührt durch die Worte des Schreibens, durch das Eure Majeſtät mir dieſes glänzende Zeichen der Freundſchaft und einen neuerlichen Beweis Ihrer Gefühle Frankreich gegenüber gaben. Eure Majeſtät können verſichert ſein, daß ich, wie in der Vergangenheit, treu an dem Bündnis feſthalten werde, das Ruß⸗ land und Frankreich einigt. Indem ich meine aufrichtigſten Wünſche für das Glück Eurer Majeſtät und Ihrer Majeſtät der Kaiſerin und Ihrer ganzen Familie darbringe, bitte ich Sie, die Verſicherungen meiner Hochachtung und meiner beſtändigen Freundſchaft entgegen zu nehmen. Poincaré. Paris, 25. Febr. In der Budgetkom⸗ miſſton der Kammer erklärten der Finanzminiſter und der Kriegsminiſter, ſie würden am Montag eine Kreditvorlage im Betrage von 500 Millionen einbringen, die dazu be⸗ ſtimmt ſei, gewiſſe für Kriegszwecke er⸗ forderliche Arbeiten zu beſchleunigen. * Berlin, 26. Febr.(Von unſ. Berl. Bur.) Aus Paris wird gemeldet: Ueber die bevor⸗ ſtehende Reiſe Delcaſſes nach Petersburg wird einem Abendblatt gemeldet, daß der Weg des künftigen Botſchafters über Berlin gehen könnte und es ſei gar nicht ausgeſchloſſen, daß Delcaſſé von Berliner offiziel⸗ len Perſönlichkeiten empfangen werden würde. Die Pariſer Börſe war auf dieſe Machricht hin zum Schluß feſt geſtimmt. Deutseches Reich. ] Die neue Novelle zum Kaligeſetz enthält nach der„Tägl. Rundſchau“ eine bedeutſame Beſtimmung. An maßgebender Stelle beabſich⸗ tigt man, die Vorſchrift über die Propagan⸗ dagelder in der Weiſe zu ändern, daß künf⸗ tighin von jedem Doppelzentner reinen Kali eine Abgabe von.20 M erhoben werden ſoll, alſo doppelt ſo viel wie bisher. Der Reichs⸗ fiskus ſoll von dieſer Abgabe 80 Pfg. für den Doppelzentner erhalten, die übrigen 40 Pfg. werden dem Kaliſyndikat zu Zwecken der Pro⸗ paganda zur freien Verfügung überwieſen. Im vorigen Jahre betrug der Abſatz über 10 Mill. Doppelzentner. Er erfährt alljährlich, da der Verbrauch an Kali auf der ganzen Welt zu⸗ nimmt, eine ſtarke Steigerung. Für das Reich würde ſich bei einem jährlichen Verbrauch von nur 10 Millionen eine jährliche Einnahme von 8 Millionen ergeben. Ferner plant man, die angeſammelten und nicht verbrauchten Propa⸗ gandagelder in Höhe von 7 Mill. Mark dem Kaliſyndikat zurückzugeben und in den erſten beiden Jahren nach Eintritt des Geſetzes dieſe Summe gegen einen Anſpruch an Propaganda⸗ geldern der Induſtrie in Anrechnung zu brin⸗ gen, ſo daß das Reich vorerſt die geſamte Ab⸗ gabe dem Reichsſäckel zuwenden könnte. Die be⸗ ſondere Abgabe der Kaliinduſtrie an das Reich wird damit begründet, daß dieſe Induſtrie eine Ausnahmeſtellung einnimmt und nur durch den Schutz des Reiches und beſondere Geſetzesvor⸗ kehrungen ſich die Stellung erringen konnte, die ſie heute einnimmt. Die Novelle wird den Reichstag vorausſichtlich im Herbe d. J. be⸗ ſchäftigen. Die aus der Kaliabgabe dem Reich zufließenden Einnahmen werden gelegentlich der Erörterungen über die Deckungsfrage der neuen Militärvorlage eine Rolle ſpielen. Badiſche politik. Aus bem Jahresbericht der Badiſchen Landwirt⸗ ſchaftskammer. In Ergänzung unſerer bisherigen Mitteilun⸗ gen über die Tätigkeit der Badiſchen Landwirt⸗ ſchaftskammer im Jahre 1912 feien noch folgende Einzelheiten wiedergegeben: Das Badiſche Landwirtſchaftliche Wochenblatt hat gegenwärtig eine Auflage von 47 500 Exemplaren; dieſe weiſt eine ſtarke Erhöhung auf. Ebenſo hat ſich die Anzahl der Druckſeiten erweitert auf 1340 gegenüber 1164 im Jahre 1910. Die Preisnotierung erſcheint allwöchentlich einmal, Montags, in zwei nach Unter⸗ und Oberland getrennten Ausgaben. Die Unterlandsausgabe umfaßt die Preisan⸗ gaben für die Landesteile von Würzburg bis einſchließlich Offenburg. Für das übrige Ba⸗ den gilt die Oberländerausgabe. Die auf ge⸗ meinnütziger Grundlage errichtete Haft⸗ pflichtverſicherungs ⸗⸗ Anſtalt der Landwirtſchaftskammer iſt am 1. Januar 1911 in Tätigkeit getreten. Ihr Zweck iſt, den badi⸗ ſchen Landwirten einen ihren Verhältniſſen ent⸗ ſprechenden Schutz gegen die Folgen der geſetz⸗ lichen Haftpflicht zu bieten, zumal in der Gegen⸗ wart die Möglichkeit haftpflichtig zu werden für dieſe eine große iſt. Die Entſchädigungen wer⸗ den in voller Höhe ausbezahlt. Dabei iſt die Höchſtleiſtung der Anſtalt bei Sachſchaden auf 25 000 Mk., bei Perſonenſchaden auf 60 000 Mk., zuſammen alſo auf 85 000 Mk. für ſämtliche in einem Jahr entſtehenden Haftpflichtanſprüche eines Verſicherten feſtgeſetzt. Im Gegenſatz zur Größe des Verſicherungsumfanges ſind die Bei⸗ träge ſehr niedrig bemeſſen. Die Entwicklung der Haftpflichtverſicherungsanſtalt hat ſich bis⸗ her in durchaus günſtiger Weiſe vollzogen. Sie verfügte am Ende 1911 nicht nur über einen Verſicherungsbeſtand von 4532 Mitgliedern, ſondern auch über einen kleinen Kaſſenüberſchuß in Höhe von 3034.28 Mk. Am Schluſſe des Jahres 1912 betrug der Mitgliederſtand 12018 Perſonen. Die Badiſche Landwirtſchaftskammer hat auf 1. Januar 1912 eine Sterbekaſſe auf ge⸗ meinnütziger Grundlage ins Leben gerufen. Ihre Inanſpruchnahme im Gründungsjahr durch die badiſchen Landwirte iſt bisher leider nur eine geringe geweſen. Die Geſamtverſiche⸗ rungsſumme beträgt 7600 Mk., die Zahl der Mitglieder 22. Zur Linderung der Dienſtbotennot in der Landwirtſchaft wurde im Jahre 1909 die Ehrung und Belohnung treuer landwirtſchaft⸗ licher Dienſtboten eingeführt. Im Kreiſe Konſtanz wurden 1910 insgeſamt 121, im Kreis Baden und Mosbach 1911 im ganzen 155, im Kreis Freiburg und Heidelberg 1912 insgeſamt 152, im ganzen alſo bisher 428 Dienſtboten aus⸗ gezeichnet. Die Ehrenurkunden wurden den Ausgezeichneten unter Glas und Rahmen über⸗ ſandt. Die Inanſpruchnahme des Arbeitsnach⸗ weiſes für inländiſches Perſonal erfolgte 1911 durch 437 und 1912 durch 365 Perſonen. Dieſer Rückgang iſt auf die ungünſtigen Witterungs⸗ verhältniſſe während der diesjährigen Ernte⸗ zeit zurückzuführen, wodurch weniger Aushilfs⸗ten förderte das Erziehungsweſen, und das Ver⸗ 777õͥã ĩͤâdcddccßößccpccccccpcccPGfPPpccGccccGPPGPpPGccGGGGPcGcccPGPcPcPPGPGPcPcPccccGGcGGccccccccccccccccccGcGccPccPPGGccroGoGccoccGGccGGGGGcGcGGGcocGccocccccccccrccrcGGrcGcococcccccccccccccccc kräfte benötigt wurden. Von den eingegangenen Geſuchen konnten 1911 etwa 62,5 Prozent, 1912 etwa 70,4 Prozent erledigt werden. Außerdem wurden im Jahre 1912 noch 40 ausländiſche Ar⸗ beiter, 37 Verwalter und Aufſeher und 53 Vo⸗ lontäre vermittelt. Die Entwicklung der Viehverwertungs⸗ organiſation war nicht durchweg befrie⸗ diegend. Es wurden im ganzen eingeliefert: 1554 Schweine, 321 Kälber, 258 Großvieh im Geſamtwert von 358 552.85 Mk. Die bei der Geſchäftsſtelle in Freiburg angemeldeten Tiere gingen zum Teil auch nach Lörrach, Emmendin⸗ gen und Mülhauſen, mit denen die Freiburger Stelle ſtändig in Verbindung ſteht. Die erzielte Verwertung ſtellte ſich im Durchſchnitt für die Lieferanten erheblich günſtiger als bei aus⸗ ſchließlichem Verkauf an die Händler. Zu be⸗ achten iſt ferner, daß die Viehverwertungsorga⸗ niſation ſichtlich darauf hinwirkt, daß die Land⸗ wirte in den liefernden Bezirken der Vermeh⸗ rung der Produktion beſondere Aufmerkſamkeit ſchenken und die ſeitherige Unreellität im Viey⸗ verkauf beſeitigt wird. Zum 80. Geburtstag des Miniſters a. D. Dr. Eiſenlohr. Karlsruhe, 25. Febr. Aus Anlaß ſeines Geburtstages liefen heute bei Sr. Exz. Miniſter a. D. Dr. Auguſt Eiſenlohr Glück⸗ wunſchtelegramme und Schreiben in großer Zahl, von hier und auswärts ein, ferner er⸗ ſchienen in der Wohnung des Jubilars Abord⸗ nungen der ſtaatlichen, ſtädtiſchen u. a. Behör⸗ den, um ihm ihre Glückwünſche zu übermitteln. Der Großherzog hat dem Jubilar in einem Handſchreiben ſeine Glückwünſche ausgeſprochen und ihm die Goldene Kette zum Großkrenz des Ordens Berthold des Erſten verliehen. Nach 12 Uhr fand ſich beim Miniſter Eiſenlohr eine Abordnung des Großherzoglichen Miniſteriums des Innern mit Miniſter Dr. Freiherrn von Bodman an der Spitze zur Gratulation ein. Ferner überbrachte eine Abordnung des Stadt⸗ rates die Glückwünſche der Stadt Karlsruhe Im Namen der Nationalliberalen Partei ſandte der Parteichef Herr Geh. Hof⸗ rat Rebmann ein ſehr herzlich gehaltenes ck· wunſchtelegramm an den Jubilar ab, worin ihn die Partei ihrer treuen Anhänglichkeit und tieſſten Dankbarkeit verſichert. Zum Rücktritt des Oberbürgermeiſters Dr. Winterer. §Freiburg i. Br., 25. Febr. Wie gemeldet, hat Oberbürgermeiſter Dr. Otto Winterer dem Stadtrat von ſeinem Entſchluſſe Kenntnis gegeben, mit dem Eintritt in das 68. Lebens⸗ jahr aus ſeinemAmte zu ſcheiden. In der„Lahr. eitung“ ſchildert ein Kenner der hieſigen Ver⸗ hältniſſe den Werdegang, den die Breisgau⸗ metropole in den letzten 25 Jahren durchgemacht hat. Wir entnehmen daraus folgendes: Seit einem Vierteljahrhundert ſteht Winterer, immer von den gleichen Idealen eiferbeſeelt, ein Kommunalbeamter von hervorragenden vr⸗ ganiſatoriſchen Fähigkeiten, an der Spitze un⸗ ſerer Gemeindeverwaltung und wie ſein lang⸗ jähriges Wirken ein Stück glänzender Stadt⸗ geſchichte darſtellt, ſo hat es zugleich dem zu⸗ künftigen Freiburg die Wege gewieſen. Was eine herbe Kritik an ſeinen neueren Unterneh⸗ mungen tadelte— es tritt weit zurück, ver⸗ gegenwärtigt man ſich den tiefgehend und blei⸗ bend nützlichen Einfluß, den dieſer tätige, im⸗ pulſive und perſönlich ſo anſpruchsloſe Mann auf die öffentlichen Angelegenheiten unſerer Stadt ausübte. Der Aufſchwung des Freiburgs von von 1888 zum Freiburg von heute, eine ſehr bedeutungsvolle Entwicklung in kultureller ſozialer und geiſtiger Hinſicht, bleibt mit dem Namen Otto Winterer aufs engſte verknüpft. Die Energie, die den Ettenheimer Bäckermei⸗ ſtersſohn gegen den elterlichen Willen ſtatt eines Geiſtlichen einen Juriſten hatte werden laſſen, war dem ſpäteren Oberbürgermeiſter in vielem behilflich. Das erſte große Werk unter ſeinem „Regiment“ war die Durchführung der Geſamt⸗ kanaliſation der Stadt, der ſich ſpäter eine Reihe anderer hygieniſcher Einrichtungen anſchloſſen. Eine beträchtliche Vermehrung der Schulanſtal⸗ Feuilleton. Wagners Geſtalten. Von Emil Ludwig.“) dern wollte, ſchilderte er das en werden vergötllicht. gallen ſeinen Werken(Triſtan und den Kreis der Menſchen. onderlinge: nur niemals„Rein⸗Menſchliche“. un erlöſt. iche Kommentare gegeben. ar zu ſehr„vertieft“. Felix Lehmann, Berlin, erſchetnen. Die Neb. Während Wagner das„Rein⸗Menſchliche“ ſchil⸗ Unrein Göttliche. eine Götter kommen zu den Menſchen, die Men⸗ (Typiſches Barock.) In Meiſterſinger usgenommen, von den Feen bis zum Parſifal tre⸗ ten Götter und Halbgötter, Geiſter und Gottesboten Dieſe Welten werden icht geſchleden, ſondern verſchmolzen, und ſo kann Rnicht fehlen, daß Menſchen im Vergrößerungs⸗ as, Götter mit menſchlichen Manieren entſtehen, Iſo Geſtalten, aufs äußerſte verſchoben, untypiſch, Wagner hat zu dieſen Pfychologien ah Man täte ihm un⸗ echt, nach dieſen Kommentaren zu urteilen, ſie ſind ar ͤ Beiſpiel:„Elſa iſt das Un⸗ ewußte, Unwillkürliche, in welchem das bewußte, Ükürliche Weſen Lohengrins ſich zu erlöſen ſehnt; Berlangen iſt aber ſelbſt wiederum das un⸗ J Aus„Wagner oder die Entzauber⸗ en“ von Emil Zudwig der ſeinen Namen mit bewußt notwendige unwillkürliche im Lohengrin, durch das er das Weſen Elſas ſich verwandt fühlt.“ Indem ſie erlöſt werden, verlieren Wagners Helden ihre intereſſante Seite. Ein erlöſter fliegen⸗ der Holländer iſt ebenſo unwichtig, wie ein erlöſter Tannhäuſer. Eben kam er noch trotzig aus Rom, in dramatiſch gewaltiger Szene verlangt er nach ſeiner echten Heimat: da erlöſt ihn unverſehens die heilige Eliſabeth. Und der Bote des Grales als Gatte einer Prinzeſſin verliert ſeine Beſtimmung. Aber ſie müſſen erlöſt werden, ſie müſſen, um ihres inneren Bruches willen. Denn ſämtliche Hel⸗ den haben von ihrem Stammvgter Wagner geerbt: die Hyſterie zwiſchen Luſt und Zuſammenbruch, den Sturz in die Extreme, die Sucht nach Wolluſt im Tode, nach Tod in der Luft. Aus wilder Trunken⸗ heit ſtürzen ſie in religiſen Wahnſinn, aus gläu⸗ bigem Aufblick in ſtürmiſche Süchte. Auch den ge⸗ wiſſen ſchauſpieleriſchen Schwindel, der bei Wagner naiv, Natur iſt, weiſen manche auf. So ſchwört Tannhäuſer der Venus den Meineid:„Nie war mein Lieben größer, niemals wahrer, als jetzt, da ich für ewig dich muß fliehen!“ Wotan iſt der Gedaukenreichſte. Sein Credo: „Stets Gewohntes nur magſt du verſtehen. Doch was noch nie ſich traf, dauach trachtet mein Sinn.“ Alſo ein Abenteurer? Aber iſt er nicht zugleich Er⸗ halter und Schützer„alter Verträge“? Alſo ein Problematiker, der nicht mit ſich fertig wird? Seine Ahnung: „Not tut ein Held, der noch ledig göttlichen Schutzes Sich löſe vom Göttergeſetz. So nur taugt er zu wirken die Tat, Die, wie not ſie den Göttern, Dem Gott zu wirken verwehrt.“ Alſo ein zu Erlöſender? Sein Wunſch:„Elnes nur will ich noch: das Ende,— das Ende!“ Alſo ein Beſiegter? Dies iſt ein Querſchnitt durch Wagners oberſte Gottheit. 5 Die meiſten Geſtalten, von dem einen Punkte vſer Verehrung freie Werk, das an Nietzſches„Fal Wagner“ erinnert, aber an die Stelle des Tempera⸗ — die kühle Forſchung ſetzt, wird am 27 Februar ihrer Sexualität aus verſtändlich, hinterlaſſen den von Menſchen. Verlaſſen ſie die Bühne, ſo fragt man ſich nicht: was werden ſie nun tun? In dieſem Eindruck brünſtiger Kräfte, niemals den Eindruck Sinne ſind ſie flächenhaft, zweidimenſional. Man kaun nicht mit ihnen leben, weunn man aus dem Theater kommt, man ſpiegelt ſich nicht in ihnen. Nie ſagt man bei ihrem Anblick: Das biſt du!— und doch iſt dies die gemeinſamſte Wirkung aller großen Kunſt, aller Zeiten und Arten. Hans Sachs, gewiß Wagners gelungenſte männ⸗ liche Mannesgeſtalt, entſtand bezeichnenderweiſe wie Triſtan im Eindruck der Mathilde. Die Freundin erinnerte Wagner beim erſten Wiederſehen nach der Trennung an jenen früheren Opernentwurf, den er ihr geſchenkt, an die Meiſterſinger. Jetzt, da er auf ſein Ideal reſigniert hat, in dieſer Stimmung echter„Entſagung“, ſpürt er plötzlich, was in die⸗ ſem Entwurfe verborgen liegt, den er bisher miß⸗ achtet: ein Menſch, er, deſſen Abbild er nun zeichnet: die einige erlebte Geſtalt Wagners, außer Triſtan. Sind Waguers Geſtalten nicht individuell, ſo ſind ſie vielleicht typiſch?[Der Fall des Prometheus oder Fauſt.) Sie ſind höchſtens„ſymboliſch“, und darum unlebendig. Läßt Kleiſt oder läßt Schiller ſeinen Zeus reden, man kann ſie nie vergeſſen. Wag⸗ ners Götter ſchwinden zurück, wenn ihre Muſik ent⸗ ſchwindet. Väter oder Brüder gibt es nicht: das iſt zu pla⸗ toniſch. Nur mit ſchwierigem Umweg kann Wagner zuweilen ſolche Beziehungen vermeiden(Einſtellung von Onkeln oder befreundeten Königinl. Wotan, ſchon aus dem brünſtigen Alter gehoben, erweiſt allerdings durch ſehr zahlreiche Kinder nachträglich ſeine Männlichkeit. Er iſt der Vater ſämtlicher drei⸗ zehn Perſonen der„Walküre“; außer ſeiner Frau und Hunding, mit welchen er ſchlecht ſteht. Noch viel merkwürdiger iſt es, daß es Wagner keine Mütter gibt, Mütter und Söhne kommen eben⸗ ſowenig vor, als Väter. Wagners Frauen ſind ſämtlich unfruchtbar.(Sieglinge macht eine Aus⸗ nahme, aber ſie braucht den Zwillingsbruder dazu.) Und doch ſind gerade Mythen— aus denen doch Wag⸗ ners Stoffe ſämtlich ſtammen— ſind alle Mythen aller Völker auf die natürkichſte Art erfüllt von Liebe und Kämpfen der Väter und Söhne, der Eltern und Kinder. Wagner ſagt einmal von der Liebe: ſie ſpräche ſich„in reiner Freude am finnlichen Daſein aus, und ſchreitet durch die Kindes⸗, Bruder⸗ und Freundesliebe bis zur allgemeinen Menſchenliebe fort“. In ſeinem Werke ſieht man nur, wovon ſie ausgeht. Wagners Frauen, die alle weder Mütter noch Kinder haben, dieſe Erlöſerinnen der Männer, ſind entweder Jungfrauen oder Dämone, beides mit ſtärkſter Betonung des Geſchlechtes. Die meiſten ſchreien, wenn ihre Helden kommen: Senta, Elſa, Sieglinde uſw. Kundry, Venus, Ortrud, Erda, von ihrer Jung⸗ fräulichkeit ſchon lange erlöſt, werden durch ein wil⸗ des Temperament in tiefem Zuſammenhang verbun⸗ den, bei aller Berſchiedenheit: Erda urweiſe und ſchweigend; Kundry tigeriſch überſättigt; Ortrud, bei⸗ nahe leidenſchaftlich; Venus aber mit dem vollen Eingeſtändnis ausſchließlicher, unverhangener Sinn⸗ lichkeit.(Wagners geſündeſte Heldin.) Viel gefährlicher ſind die Jungfrauen. Ihr Fall kompliziert ſich dadurch, daß dieſe Erlöſerinnen ſämt⸗ lich ſelbſt erlöſt werden wollen. Schon Senta hält auf niedertächtige Art den ehrlichen Jäger hin:„Ich bin ein Kind und weiß nicht, was ich ſinge Sag, fürchteſt du ein Lied, ein Bild?“ Auch ſchickte ſie ihn in die wilden Klippen, um„ihr des Hoch⸗ lands Blume zu gewinnen“; während ſie ſchon den Holländer ahnte. Es ſolgen Eliſabeth, die langwei⸗ ligſte von allen Frauen Wagners, ſpäter heilig ge⸗ ſprochen, und Eva, das typiſche Luſtſpielfigürchen, die aber ihre wagneriſche Abſtammung ſogleich do⸗ kumentiert: als ſie mit dem Ritter eine Minute ge⸗ ſprochen und er fragt:„Die Braut erwählt—“, ruft ſie ſofort:„Euch oder keinen!“ Elſa iſt die ſchlimmſte. Traumſelig iſt die eitleMagd. „Doch ich zuvor ſchon hatte dich geſehen, im ſeligen Traume warſt du mir genaht. Als ich nun wachend dich ſah vor mir ſtehen, erkannt ich, daß dr kamſt auf Gottes Rat!“(Glaube und Wolluſt im Herzen der Jungfrau, unmittelbar vor ihrer„Er⸗ löſung“.) Man fragt: da ſie ihn ſchon in ihren Nächten träumte, da ihre Lage vorher, ſein Auftritt nachher auf höchſt theaterſichere Weiſe zuſammen⸗ paſſen: warum mißtraut ſie ihm? Warum„im Zwei⸗ fel doch erbebt des Herzens Grund?“ Warum, als — Mannheim, 28. Februar 3. Seiie kehrsweſen wurde durch die Eröffnung der elek⸗ triſchen Straßenbahn(1901) den modernen Be⸗ hürfniſſen angepaßt. Der Ausbau der alten Stadttore, ein neues Rathaus, und die ſtolzen Brücken über die Dreiſam verſchönerten das Stadtinnere; die Errichtung eines prächtigen Theaters ergänzte bedeutſam die Fürſorge Frei⸗ hurgs um eine heimiſche Bühnenpflege im Re⸗ giebetrieb. Als Winterer 1888 ſein Amt in Freiburg an⸗ trat, gelangte er an die Spitze eines Gemein⸗ weſens von etwa 48 000 Seelen, während die Stadt heute rund 85000 Einwohner zählt. Allerdings ſind innerhalb des betreffenden Zeit⸗ raums mehrere Nachbarorte eingemeindet wor⸗ den: ſo 1890 Günterstal und Haslach, 1906 Zäh⸗ ringen und im folgenden Jahre Betzenhauſen. Es gehörte mit zum Streben Winterers die na⸗ kürliche Lage Freiburgs durch Schaffung groß⸗ artiger Weganlagen in der unmittelbaren Um⸗ gebung für Erholungsſuchende auszunützen; ſo entſtand ein Waldſtraßennetz, das im ganzen Deutſchen Reiche nicht wohl ſeinesgleichen hat. Man hat es dieſer optimiſtiſchen Ar⸗ heitsnatur mit dem zroßen Blick in die Zukunft öfters verargt, daß ſie da und dort die trockenen Wirklichkeiten zu wenig be⸗ rückſichtige, und auch in der Erſten Kammer des Badiſchen Landtags begegneten Winterers mit allemanniſchen Freimut vorgetragene Anſichten und Verwaltungsgrundſätze bisweilen heftigem Widerſpruch. Das Beſtimmende und wärmſtens Anerkennende ſeines Weſens iſt die vorbildliche Hingabe an ein ſchwieriges Amt, der unbeirr⸗ bare Mut in der Verfolgung großer Ziele und eine ungewöhnliche Schafſens⸗ und Geſtaltungs⸗ freude. Freiburg wachſen und blühen zu ſehen, war der Stolz und die Genugtuung all ſeiner Mannesjahre. Das ſichert dem Manne, der nun ſeit einem Viertelſäkulum die Seele der ſtädti⸗ ſchen Verwaltung iſt, den herzlichſten Dank einer gerecht empfindenden Bürgerſchaft. Die badiſchen Tandtags⸗ mahlen. Zientrumslockungen. Durch die Zentrumspreſſe geht heute ein Ar⸗ kkel, deſſen Zweck iſt, die nationalliberale Par⸗ tei, oder genauer, die nationalliberalen Wähler in beſtimmten Bezirken für die Wackertaktik ein⸗ zufangen. Das Zentrum gibt ſich in ihm ge⸗ radezu erſchreckend ſelbſtlos. Es ſollen durch das Zuſammengehen zwiſchen Zentrum und Nationalliberalen die Sozialdemokraten auf 12 Sitze heruntergedrückt werden, den Gewinn daran würden nicht in erſter Reihe die Parteien der Rechten, ſondern die Nationalliberalen haben!! Der Artikel zählt dann folgende Wahl⸗ kreiſe auf, die der Wackertaktik zum Angriffs⸗ objekt dienen ſollen: Schönau⸗Schopfheim, Lörrach⸗Land, Lörrach⸗Stadt, Lahr⸗Stadt, Durlach⸗Bruchſal, Schwetzingen, Mannheim⸗ Land, Heidelberg⸗Wiesloch, Heidelberg⸗Eber⸗ bach, um dann folgenden Appell nicht an die nationalliberale Partei, ſondern an die natio⸗ nalliberalen Wähler zu richten: Für heute mögen die Vilder genügen. Es 7 nicht alle, die aus ſozialdemokratiſch ge⸗ ährdeten Bezirken gezeigt werden könnten. Die herangezogenen aber machen ſchon jedem Unbefangenen klar, warum ſich die Herren Kolb und Frank ſo ſehr nach dem Großblock ſehnen. Sie ſind aber auch geeignet, den Wähleryn deutlich vor Augen zu führen, welch furchtbare Verantwortung alle jene bür⸗ gerlichen, vor allem jene nationalliberalen Stellen auf ſich laden, die die Intereſſen der Monarchie, des Landes wie ihrer eigenen Partei verkennend, wieder zum Pakk treiben mit den badiſchen Republikanern, den Sozial⸗ demokraten. Die Führer mögen ſich eukſe gel⸗ den ſo oder ſo, dannurteilt das Volk, denn nicht die Führer, ſondern das Volk hat das letzte Wort! Das iſt deutlich, ſo deutlich, daß wir dem Zentrum dankbar ſein dürfen für die Offenheit, mit der es ſeine ktaktiſchen Pläne enthüllt. Aher —— ¹— ſie im zweiten Akt ertappt wird, wende' ſie ſich einem zweifelvollen, ſchmerzlichen Blicke von Telra⸗ mund ab und finkt Lohengrin zu Füßen“? Die ganze Brautbettſtimmung, der überſinnlich⸗ſiunliche Freier, das viele Blau und Gold, der Wille zur Schwülke künden, nach der hellen Glut des erſten Tannhäuferaktes, die geführlichſte Wendung in Wag⸗ ners Schaffen an. Aber Sieglinbe iſt ſchön. Ueßer ihr liegt von Anbeginn eine Trauer, ohne ekſtatiſche Ruſe. Sleh, wie gterig ſie dich frägt“, da ſagt ſie nur, fehr ſchlicht! „Gaſt, wer biſt du, wüßt ich gern.“ Spfter an der ſchönen Stelle:„Wie dir die Stirn ſo offen ſteht, in den Schläfen der Adern Geäſt ſich ſchließt,: da ſpſtrt man ihre Erinnerungen, das Grauen vor dem frem⸗ den Gatten, und doch iſt dies alles nur Uebergang. Vielleicht ahnt ſie das Schweſterliche ſchon und iſt darum ſchöner als Wagners brünſtige Weiber Bald freilich taucht auch ſie in die große Flut und nach dem Schrecken des erſten Aktſchluſſes ſcheint ſie im zweiten nicht nur Siegmunds, auch Wagners Ge⸗ liebte geworden. Sie bekommt den typiſchen Schrei (Brünſtig Geliebter, leuchtender Bruder“) ſie be⸗ kommt die typiſchen Hemmungen(„Wo biſt du, Sieg⸗ mund“, zu dem neben ihr Stehenden), die eupiſchen Viſionen(„Rüden fleiſchen die Zähne nach Hleiſch, ſie achten nicht ſeines edlen Blicks“]), Ohnmacht und Schrei.[Schluß folgt.) Runſt, Wiſſenſchaft u. Leben. Theater⸗Notiz. Als dritte Vorſtellung im Wagner⸗Zyklus wird morgen„Tannhäuſer“ gegeben. Anfang 7 Uhr.— Die Vorſtellung„Zlerpuppen“ und Jahreszeiten der Liebe“ am Freitag, den 28. ds. Mts. beginnt berelts un 7 Uhr. Marcell Salzer⸗Abend. Wir werden gebeten, nochmals auf den morden, Donnerstag abend 814 Uhr im Caſinoſaal ſtatt⸗ ikftt General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagslotry. freilich, es genügt nicht, die Abſichten des Geg⸗ ners„zur Kenntnis zu nehmen“, es muß ſo⸗ gleich die Gegenwehr einſetzen. Dieſe Gegenwehr kann zunächſt nur geſchehen auf dem Wege der Aufklärung derjenigen national⸗ liberalen Wählerkreiſe, an die die Zentrums⸗ agitatoren nach dem Eingeſtändnis ihrer Preſſe ſich heranmachen werden, um ſie für die Zen⸗ krumstaktik einzufſangen. Dieſe Wählerkreiſe können ganz naturgemäß nicht die letzten Ziele und die letzten Wirkungen der Wackerſchen Tak⸗ tik ſo überſchauen, wie die führenden Minner der Partei. Es muß ihnen klar gemacht wer⸗ den, daß ein Eingehen auf die Anerbietungen des Zentrums zwar ſcheinbare Gewinne in ein⸗ zelnen Bezirken bringen kann, im letzten Ende aber zu einem ganz erheblichen Verluſt der Partei an Mandaten führen muß, aus Gründen, über die wir an dieſer Stelle vor⸗ läufig nicht reden wollen. Der Effekt würde nicht eine Stärkung, ſondern eine Schwächung der nationalliberalen Partei im Landtage ſein und alſo ein Gewinn des Zentrums, das ganz gewiß den Nationalliberalen nur um ſeiner ſelbſt willen Mandate zuſchanzen will. Darüber müßten u. E. ganz ungeſäumt die nationalliberalen Wähler in den„gefährdeten“ Bezirken aufgeklürt werden und wir empfehlen daher, daß ungeſäumt in ihnen eine ganz intenſive nationalliberale Ver⸗ ſammlungstätigkeit einſetzt, noch bevor das Zentrum ſeine Minierarbeit beginnt. Ge⸗ ſchieht das, ſo haben wir das Vertrauen zu der politiſchen Einſicht und der Parteidiſziplin der Wähler, daß ſie einen dicken Strich durch die Pläne Wackers machen werden, ſobald ſie ein⸗ geſehen haben, daß der vermeintliche Gewinn, den Wacker für einzelne Wahlkreiſe in Ausſicht ſtellt, mehr als aufgewogen werden würde durch den beträchtlichen Verluſt für die Geſamtpartei, der die notwendige Folge eines Eingehens auf Offerten des Zentrums ſein müßte. Es gibt aher— das Vertrauen haben wir— in ganz Baden keinen nationalliberalen Mann, der nicht freudig und opferbereit doch nur illu⸗ ſoriſche Wahlkreisintereſſen hinter die In⸗ tereſſen der Geſamtpartei zurückſtellt; deren ſtarken Einfluß im Landtage gilt es zu erhal⸗ ten, unter Umſtänden auch unter Opfern ein⸗ zelner Kreiſe. An dieſem Einfluß hängt es, ob Badens Kirchen⸗ und Schulpolitik vor allem liberal bleiben oder klerikal werden ſoll, an dieſem Einfluß hängt es auch mit, ob im Bundesrat, der bisher noch das ſtarke Ge⸗ gengewicht gegen den überragenden Einfluß des Zentrums im Reichstage war, die klerikalen Einflüſſe wachſen werden oder nicht(das Bayern des Herrn von Hertling!); ein Um⸗ ſchwung in der inneren Politik Badens würde auch die Hertling⸗Partei im Bundesrat ver⸗ ſtärken. Wir haben das feſte Vertrauen, daß alle nationalliberalen Wähler die großen Ziele dieſes Wahlkampfes allen Sonder⸗ intereſſen voranſetzen und alſo alle Vorurteile überwinden wer⸗ den, die ihnen die Preſſe des Zentrums ein⸗ zuimpfen ſucht. 6. —— Arbeiterbewegung. * Berlin, B. Nebr, Der Schiedsſpruch im deutſchen Malergewerbe iſt heute nach dreitägiger Verhandlung von den Uupar⸗ tetiſchen gefällt worden und unterliegt nunmehr der Zuſtimmung der Organiſation beider Teile. Er ſoll ſich auf das ganze Reich beziehen. Für 265 Orte ſind Sonderbeſtimmungen vorgeſehen. e derweite Bürgeransſchußſitzung in Weinheim. R. Weinheim, 25. Jebr. In der heutigen Sitzung des Bürgerausſchuſſes, an welcher 88 Mitglieder teilnahmen, kamen ge⸗ mäß dem Antrage des Bürgerausſchuſſes als erſter Punkt der Tagesordnung die Heberſchreitungen bei Herſtellung des„Bürger⸗ barkhauſes“, in welchem ſich die neue Bürgermeiſterwohnung befindet, zur Verhandlung. Nach dem Abſchluß der 1912er Stadtrechnung wurden für den„Bür⸗ gerpark“ insgeſamt 14163 Mk. verausgabt, wo⸗ von 6200 Mk. durch den Bürgerausſchuß geneh⸗ migt worden waren. Die Ueberſchreitungen, die hauptſächlich auf Arbeiten zurückzuführen waren, deren Umfang größer war, als ſich vor der Bau⸗ ausführung erkennen ließ, betrugen ſomit zuſam⸗ men 7963 Mark. Seitens des Gemeinderates wird beantragt, den Mietzins für die Bürger⸗ neiſterwohnuna vom 1. Oktober 1913 ab von 1200 auf 1500 Mk. zu erhöhen und im übrigen die genannten Ueberſchreitungen nachträglich zu bewilligen. In der Diskuſſion verlas zunächſt der Dezernent für das Hochbauweſen, Stadtbau⸗ meiſter Gberhard, eine längere Rechtferti⸗ gungsſchrift, die aber der Wortführer der Bürger⸗ bereinigung, Fabrikant Kleh, als bollſtändig ungenügend bezeichnete. Aber nicht bloß den Stadtbaumeiſter, ſondern vor allem auch den Bürgermeiſter ſelber treffe die Schuld, weil er über den Kopf des Gemeinderates hinweg, ohne dieſen auch nur zu fragen, in eigenmächtiger Weiſe derartig umfengreiche Reparaturen vor⸗ nehmen ließ, daß der Voranſchlag in ſo bedeuten⸗ der Weiſe überſchritten werden mußte. Kaufmann Lichte ſchloß ſich bieſer herben Kritik an, und beklagte es, daß mit Recht das Verkrauen zum Bürgermeiſter ſchwinden müſſe, befürwortete ſn⸗ deſſen den Vermittelungsantrag des Gemeinde⸗ rates betreffend Erhöhung der Miete, was im Grunde auf dasfelbe hinauslaufe, den Bürger⸗ meiſter zu belaſten, ohne aber ſich auf einen un⸗ gewiſſen Prozeßweg einlaſſen zu müſſen. Rent⸗ amtmann Schretmann wies nach, daß die Reparaturen in dieſer umfangreichen Weiſe gar nicht erforderlich waren, da das Haus des Ge⸗ nerals bon Schwarzkoppen, das bekanntlich von der Gemeinde angekauft wurde, an und für ſich ein Patrizierhaus war, das mit nur geringen Melloriationen recht wohnlich eingerichtet wer⸗ den könnte. Der im Voranſchlag vorgeſehene Be⸗ trag von 6200 Mk. hätte dazu vollſkändig ausge⸗ reicht. Er ſei daher für unbedingte Ablehnung des zu biel vberausgabten Betrages. Der Wortführer der Liberalen, Profeſſor Kol⸗ ler, dehnte den gegen den Stadtbaumeiſter und den Bürgermeiſter erhobenen Vorwurf auf den ganzen Gemeinderat aus, der ſich die Ueberge⸗ hung ſeiner vollwichtigen Kompetenz nicht hätte gefallen laſſen ſollen. Was ſei aus der Erklä⸗ tung des Bürgermeiſters geworden, nicht bloß die äußere, ſondern auch die inneve Harmonie in der Gemeinde herbeizuführen? Redner bermißt den Boden der Geſetzlichkeit, und wo dieſe fehle, müſſe auch das Vertrauen abhanden kommen. Redner habe ſogar den Eindruck gewonnen, als ob in der ganzen Angelegenheit eine Politik der Verſchleierung befolgt worden ſei. Auch beklag! er es, daß man nicht einmal jetzt eine offene Dar⸗ legung der Verhältniſſe erhalte. Er beantragt Ablehnung der Vorlage. Bürgermeiſter Dr. Welkſtein erklärt, daß es ihm vollſtändig fern gelegen habe, die Kompetenz von Bürgerausſchuß und Gemeinderat zu übergehen, was auch in Zu⸗ kunft nie borkommen ſolle. Aber er habe zu ſpät die Höhe der Ueberſchreitung erkaunt und als er diefe aus den verſpätet eingegangenen Rechnun⸗ gen der Handwerker feſtſtellte, ſei er vor Aufre⸗ gung erkrankt. Hätte er auch nur entfernt die Konſequenzen geahnt, ſo wäre er in das Bürger⸗ parkhaus überhaupt nicht eingezogen. Jedenfalls müſſe er für ſich geltend machen, daß er keine an⸗ paſſende Wohnung in Weinheim zu an⸗ l eeee 2 gemeſſenem Mietpreiſe gefunden habe. Er ſei be⸗ reit, in die Erhöhung ſeiner Jahresmiete von 1200 auf 1500 Mk. einzuwilligen, bitte aber von den angedrohten äußerſten Konſeguenzen, nämlich der Ablehnung der Bauſumme, abzuſehen. Der Wortführer der ſozialdemokratiſchen Fraktion Lebkuchen macht dem Bürgermeiſter für den guten Geſchmack bei Einrichtung des Bürger⸗ parkhauſes und dem Stadtbaumeiſter Eber⸗ hard für die künſtleriſche Ausſchmückung ſein Kompliment, aber es könne ſelbſtverſtändlich keine Rede davon ſein, daß der Bürgerausſchuß die Ueberſchreitung nachträglich ſanktioniert. Des⸗ halb lehne ſeine Fraktion die nachträgliche Bewil⸗ ligung der Bauſumme ab. Kommerzienrat Freudenbergt Sie werden ſich erinnern, daß ich bei der Sitzung im Oktober v. Is., wo auch ſchon der Voranſchlag überſchrit⸗ ten war, dagegen aufgetreten bin, aber dennoch dafür eintrat, die verlangte Summe zu bewilli⸗ gen. Ich muß ſagen, daß ich leider in dieſer An⸗ gelegenheit zu einer andern Ueberzeugung gekom⸗ men bin und daß ich heute dringend bitten muß, ganz rückſichtslos, was die juriſtiſche Folge ſein wird, die Forderung abzulehnen. Es handelt ſich dabel weniger um die 8000 Mk., die im Verhält⸗ nis zum Budget der Stadt doch nur eine lumpige Summe ſind, als bielmehr um eine wichtige Prinzipienfrage, nämlich um die durch die fort⸗ geſetzte Ueberſchreitung zum Ausdruck gekommene Mißachtung der Rechte des Bürgerausſchuffes. Ich will gern glauben, daß Herr Bürgermeiſter Dr. Wettſtein bona kicle gehandelt hat und daß er ſelbſt durch die Ueberſchreitung in dieſer Höhe überraſcht wurde. Aber eines ſteht feſt, daß ein hochſtehender Stadtbeamter unter Aufſicht des Bürgermeiſters und des Gemeinderates in nicht zu rechtfertigender Weiſe vorgegangen iſt. Er bat mit den Mitteln der Gemeinde in einer Weiſe gewirtſchaftet, die nicht gerechtfertigt werden kann. Das iſt eine Sache, die mir die allerwich⸗ tigſte ſcheint. Ich möchte auch darauf hinweiſen, daß in der Vorlage geſagt iſt, daß der Stabthaus⸗ halt des Wirtſchaftsſahres 1919 mit einem Ueber⸗ ſchuß abſchließt. Es wäre intereſſant zu erfahren, wie das zuſtande gekommen iſt, bezw. wie groß die Nachzahlungen ſteuerlicher Art geweſen ſind. Ich habe die Idee, daß 30 000 M. mehr einge⸗ kommen ſind, als man annehmen konnte, und dann iſt es nicht ſchwer, das Wirtſchaftsſahr ohne Fehlbetrag abzuſchließen. Redner kritiſtert die geldliche Verwaltung, worauf Dr. Weltſtein des Näheren auf dieſe Verhältniſſe eingeht. Nachdem noch Rechtsanwalt Dr. Pfiſterer, Bankbirektor Plaß und Prokuriſt Armhbru⸗ ſter gleichfalls gegen die Vorlage geſprochen har⸗ ten, wird in namentlicher Ahſtimmung mit 75 gegen 13 Stimmen beſchloſſen, die nachträgliche Bewilligung der Ueberſchreitung des Voranſchlages(8000 Mk.) abzulehnen. Wer nun die zu biel bezahlten Beträge zu bezahlen hat, bleibt der Zukunft überlaſſen. Die weiteren Punkte der Tagesordnung wurden in kurzer Zeit glatt nach Vorlage erledigt 5 ANus Stadt und Land. * Maunheim, 28. Februar 1918. Sihung des Bürgerausſchuſſes am Dienstag, 25. Jebruar. [Schlußz. Vollzug der Eingemeindung von Sanbhofen und Rheinau. Sty. Kleint Bei der Einverleibung von Feudenheim wurde auch die Bebürfnisfrage an⸗ geregt. Der hieſige Wirteverein und die Wirkeinnung wurden wegen derſelben mehr⸗ mals vorſtellig. Bis jetzt aber waärde die Frage noch immer abſchlägig beſchieden. Die Bedürfnisfrage, wie ſie jetzt gehandhabt wird, ſtellt eine Ungerechtigkeit dar. Bei einigermaßen gutem Willen könnte dieſe gut eingeführt werden. Es iſt ſtatiſtiſch nachgewie⸗ ſen, daß bereitg 80 deutſche Städte die Bedürf⸗ nisfrage eingeführt haben und daß ſie ſich im Ga en noch überall bewährt hat. d bon Maäkcell Sal⸗ zer hinzuweiſen. Akademie für Jedermann. Heute abend, punkt 9 Uhr ſpricht Herr Prof. Hänlein(Weinheim] für die Hörer des grü⸗ nen Zettels über„Landſchaftsgenuß und Kunſt“. I. Die Eroberung der Landſchaft durch die Kunſt. Die Ausſtellung„Moderne Theaterkunſt“ erfreut ſich, ſo wird aus der Kunſthalle geſchrib⸗ ben, noch immer eines ſtarken Beſuchs, So war die Kunſthalle am vergangenen Sonntag, wohl vorwiegend wegen der Theaterausſtellung, von über 1500 Perſonen beſucht. Aus dieſen Gründen wird die Ausftellung nicht, wie urſprünglich be⸗ abſichtigt war, ſchon Ende dieſer Woche geſchlof⸗ ſen, ſondern die Dauer bis einſchließlich Sonn⸗ tag, 10. März verlängert werden. Wie ſtark auch auswärts das Intereſſe an dieſer Veranſtaltung iſt, kann man daraus erſehen, daß die Leitung der Kunſthalle von Berlin, Frankfukt, München, Wien und Zürich Anfragen wegen Verleihung der ganzen Ausſtellung erhalten hat. Philharmoniſcher Verein. Die k. k. Kammerſängerin Selma Kurz aus Wien, die nächſten Samstag als Soliſtin im letzten Philharmoniſchen Vereinskonzert dieſer Zaiſon auftritt, iſt in den deutſchen Kon⸗ zektfälen ein ſeltener Gaſt. In Wien, der künſtleriſchun Wirkungsftälte der Gefängsmei⸗ ſterin, bildet ihr jeweiliges Buftreten ein künſt⸗ leriſches und geſellſchaftliches Ereignis. J. Körngold, der Muſikreferent der Neuen Freien Preſſe, beendete kürzlich eine Lobeshymne auf bie Külnſtlerin mit deſt Worten: Schmerzensausbruch und die Grazie des Mi⸗ reille⸗Walzers beſchloſſen das offizielle Kurz⸗ Konzert. Doch das übliche nichtoffizielle be⸗ gann, zugleich das um ſo viel gemütlichere und wärmere. Wie hübſch, wenn die glänzende Gefellſchaft mit einem Male ſich gehen zu laſſen begiunt, die ſchön geſchmückten Frauen die Würde aufgeben und die Anmut wählen, die nach Schiller Schönheit in der Bewegung iſt, zwanglos den Saal durcheilen, vor dem Po⸗ dium bewegte Gruppen bilden. Die Sängerin erhält mit der liebenswürdigſten Gebelaune auch die größte Freiheit in ihrer Kunſt und der Rapport mit ihr wird der intimſte und zwang⸗ loſeſte. Frau Kurz mag wohl ein neuerliches ganzes Programm als„Zugabe“ geſpendet haben, von jenem echten Wieſier Beifall um⸗ dröhnk, der ſo wenig ſeinesgleichen hat in der Welt, wie die echte Wiener Muſik.“ Akademiſche Nachrichten. Der Lektor für italieniſche Sprache an der Heidelberger Univerſität, Dr. S. Olſchki(aus Florenz) hat ſich für vomaniſche Philologie habilitiert. Klabier⸗Abend der Heidelberger Muſtk⸗Akademis. Der mehrmals verlegte Klavierabend der Heibelberger Muſik⸗Akademie mit Frl. Eliſe Drumm(Schülerin des Herrn Otto Voß) wird nunmehr beſtimmt am 28. Februar, um d Uhr abends imm Caſtnoſaal Mannheim ſtatt⸗ kinden. Wie woſter iitgetellt wird, ſoll die Dame bereits ſür ein größes Klavler⸗Konzert mit Or⸗ cheſterbegleitung in einer deutſchen Großſtadt ge⸗ wonnen worden ſein „ Bschs Heidelberger Kunſtperein. Aus Heidelberg wird uns geſchrieben: Die Neuausſtellungen dieſer Woche kann man getroſt mit Stillſchweigen übergehen bis auf die 9 Ge⸗ mälde des berſtorbenen Münchener Malers Jul. P. Carſtens(Landſchaften und Stilleben). Der charakteriſtiſche Zug des Künſtlers iſt Wahrhaf⸗ tigkeit der Naturſchilberung; er iſt in ſeinen gryo⸗ ßen Landſchaften ſichtlich bemüht, nur die Natur ſelbſt ſprechen zu laſſen; er will den Gemälden kleine ſubjektive Stimmung aufprägen, er vermei⸗ det jede Effekthaſcherel. Ernſt, klar, ruhſg liegen die mit feinem künſtleriſchen Empfinden gewähl⸗ ten Landbſchaftsausſchnitte bor uns, die Weiben am Bach“, der„Moorgraben“,„am Waldesrand“; beſonders das letztgenannte Gemälde iſt ſehr an⸗ ſprechend: ein ſattgrüner Wieſengrund hor einem ſpätſommerlich dunklen Wald, äſende Rehe im Abendfrieden. Tiefe Einſamkeit liegt auf dem ſtillen, verträumten Kirchhofswinkel,(„Abtei bei Gent“, wo hohes Gras verwitterndes Geſtein überwuchert, Wirkungspoll in ſeiner Schlichtheit iſt das in warmen Farbtönen gehaltene Architek⸗ turſtück aus der Kloſterruine Maulbronn. Die Stilleben zeigen gute Technik, aber wenig Eigen⸗ ark. Die Baden⸗Badeuer Marionetten im Roſengarten, Heute abend 6 Uhr findet eine Schüleryor⸗ ſtellung ſtalt; negeben wird Poccis„Du, Saſſa⸗ fras“. Um 81 Uhr wird„König Veolon Prinzeſſin Klarinefte“ von Mahlmann unbd Das Duell“ von Thama wiederholt. In beiden Vor⸗ und 4. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittacpfatt) Mannheim, 26. Februar. Stvo. König: Ich habe mich zum Wort ge⸗ meldet, als von den Straßen⸗ und Kanalgebühren in Rheinan die Rede war. Es iſt eine materielle Ungleichheit in dieſer Beſtimmung enthalten. Wir müſſen Verſtändnis dafür beſitzen. Aber was recht iſt, muß recht bleiben und es iſt nie zu ſpät, ein Unrecht gut zu machen. Wenn wir der Vorlage jetzt zuſtimmen, ſo ſtimmen wir ihr zu unter dem Vorbehalt, daß wir auf die Angele⸗ genheit gelegentlich wieder zurückkommen können. Und wenn wir darauf zurückkommen, ſo darf man uns nicht entgegenhalten, daß wir darüber ſchon einen Beſchluß gefaßt haben. Wir wollen der Vorlage zuſtimmen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, daß die Wünſche, die hier vorgetragen wurden, materielle Gründe haben und daß wir ſpäter wieder auf die Vor⸗ lage zurückkommen wollen. Oberbürgermeiſter Martin: Das hätte nur einen praktiſchen Zweck, wenn Abänderungsan⸗ träge eingebracht werden. Wenn das die Meinung des Kollegiums iſt, daß Abänderungsanträge eingereicht werden ſollen, ſo kann es nur ſeitens des Bürgeraus⸗ ſchuſſes geſchehen. Die Gründe, die von den Rheinauer Vertre⸗ tern ins Feld geführt wurden, die liegen darin, daß in Rheinau bereits ein ausgebautes Kanal⸗ netz beſtand, zu dem bereits mehrere Rheinauer Bürger Kanalkoſten bezahlt hatten. Die Rhei⸗ nauer Vertreter haben uns geſagt, es wäre eine Ungerechtigkeit, wenn ein Teil der Bürger Ka⸗ nalkoſten bezahlt, der andere nicht. In Feu⸗ denheim und Sandhofen beſteht kein weſentlich ausgebautes Kanalnetz, ſondern das muß erſt von Mannheim eingeführt werden, ſodaß das Kanalgebührenſtatut keinen nennenswerten prak⸗ tiſchen Erfolg hatte, ſondern erſt Erfolg bekommt, wenn der Kanal gebaut wird. Eine praktiſche Bedeutung beſteht weder in negativer noch poſi⸗ tiver Hinſicht. Wenn Sie ein Abänderungs⸗ antrag einbringen, ſo glaube ich, daß der Stadt⸗ rat keine Schwierigkeiten machen wird. Sty. Ihrig weiſt darauf hin, daß die Ver⸗ hältniſſe in Rheinau etwas anders gelagert ſind, wie in den übrigen Vororten, weil in Mheinau das Kanalnetz bereits vorhanden iſt. Wenn es ſich bei den Kanalkoſtenbeiträgen nur um eine Angelegenheit von verhältnismäßig geringer Bedeutung handle, ſo wäre dies ein Grund mehr dafür, reinen Tiſch zu ſchaffen, denn es gehe nicht an, daß man die Angrenzer im Rheinau auf zweierlei Weiſe behandle. Die Sache müſſe endgültig geregelt werden. Man dürfe ſich nicht auf das Wohlwollen des Stadt⸗ rats verlaſſen. Man dürfe keine Unzufrieden⸗ heit in Rheinau ſchaffen. Redner unterſtützt die Ausführungen des Stv. König und ſtellt den Antrag, den in Betracht kommenden Paſſus adus den zur Genehmigung vorliegenden Ge⸗ meindebeſchlüſſen auszuſchalten und zurückzu⸗ ſtellen. Der Redner tritt dann für die Be⸗ dürfnisfrage im Wirtsgewerbe ein. Man könne ein Anhänger der Gewerbefreiheit und dabei doch dagegen ſein, daß die Zahl der Wirtſchaften, namentlich der kleinen leiſtungs⸗ unfähigen, zu groß wird. Deshalb ſcheine es ihm ein geſunder Gedanke zu ſein, daß man dahin wirke, daß die Wirtſchaftskonzeſſion einge⸗ ſchränkt werde. Das ſcheine ihm auch im Inter⸗ eſſe der Allgemeinheit zu liegen. Oberbürgermeiſter Martin weiſt darauf hin, daß in den Rheinauer Eingemeindungs⸗ bedingungen eine ganze Reihe weſentlicher Punkte enthalten ſind, die von den Eingemein⸗ dungsbedingungen der anderen Vororte ab⸗ weichen. Das rühre daher, daß es ſich bei der Rheinau um leine Eingemeindung, ſondern um eine Lostrennung handelte. So ſei Rheinau U. a. auch kein Umlageprivileg zugeſtanden wor⸗ den. Man könne alſo ſchlechterdings die Ein⸗ gemeindung von Rheinau mit den übrigen Ein⸗ gemeindungen nicht vergleichen. Wenn man den Grundſatz aufſtellen wollte, daß nachträglich noch alles gleich gemacht werden ſollte, dann würde man zu ſehr gefährlichen Konſequenzen kommen. Stadty. Schmitt wünſcht, daß in Sand⸗ hofen für Grabdenkmäler, die über einen Meter hoch find, keine Taxe erhoben wird. Ueber den CTTTTTTTTTTVTCTCTCTCTCTVTCTTCVTTVTVTVTVTVTVTVTVTCTCTCVVTVTVTVTCT——————————— Stand der Weiterführung der elektriſchen Bahn nach Sandhofen ſei man ja durch die Zeitungen brientiert worden. Er wolle deshalb keine wei⸗ teren Bemerkungen machen. Dagegen möchte er den Wunſch ausſprechen, daß die Waſſerlei⸗ tung noch im Laufe des Jahres gebaut wird. Stv.⸗V. Gließler ſpricht ſich gegen den An⸗ trag Ihrig aus. Sollte ſich nach Inkrafttreten der Gemeindebeſchlüſſe bei näherer Prüfung her⸗ ausſtellen, daß bei dem Einzug der Kanalbau⸗ koſten wirklich Jemand ein Uurecht geſchehe, dann könne immer noch eine Aenderung getrof⸗ fen werden. Dann ſage man einfach, man hebt eine ortspolizeiliche Vorſchrift auf. Str. Remmele ſtellt ſich auf den Stand⸗ punkt des Vorredners. Es werde das beſte ſein, wenn man dem Stadtrat von Fall zu Fall die Entſcheidung überlaſſe. Die Fortführung der Straßenbahn nach Sandhofen ſei, wie aus den Mitteilungen in der Tagespreſſe hervorging, in der Erledigung begriffen. Stv. Gaa will die Polizeiſtunde in Sand⸗ hofen auf 2 Uhr feſtgeſetzt haben. Stv. Wilhelm Hartmann ſpricht ſeine Ge⸗ nugtuung darüber aus, daß die an Seckenheim zu zahlende Entſchädigung aus Grundſtocksmit⸗ teln bezahlt wird, tadelt aber, daß das Ge⸗ meindeſekretariat in Rheinau nur Vormittags geöffnet iſt. Nicht Jedes habe für Anmeldungen vormittags Zeit. Deshalb ſollte das Sekreta⸗ riat den ganzen Tag geöffnet ſein. Die Ueber⸗ fahrt über das erſte Rheinauer Hafenbecken ſollte unentgeltlich ſein. Die Stadt ſollte verſuchen, für die Fähre einen Staatszuſchuß zu bekom⸗ men. Bürgermeiſter v. Hollander führt aus: Der Stadtrat hat bereits beſchloſſen, Arbeiterbadekarten in Rheinau wie in der Altſtadt verkaufen zu laſſen. Auch das Verkaufslokal iſt ausfindig gemacht. In Sandhofen können die Arbeiterbadekarten aber nicht in dem Umfange, wie in der Altſtadt abgegeben wer⸗ den. Daß wir weitere Sandhofener Herren in den Gewerbeſchulrat berufen, iſt nicht möglich, weil die landesherrliche Verordnung beſtimmt, daß Arbeit⸗ geber und Arbeitnehmer in gleichem Maße berück⸗ ſichtigt werden müſſen. Dann aber würde der Ge⸗ werbeſchulxat zu groß. Deshalb kann dem Wunſch f. St. nicht entſprochen werden. Weiter iſt geſagt worden, die Lehrer ſchienen von Sandhofen zu flüchten. In den Einverleibungsbedingungen iſt der Wunſch ausgedrückt, daß die Lehrer in Sand⸗ hofen und Rheinau, die dort angeſtellt find, auch Einen Zwang können wir nicht aus⸗ ÜUben. Bürgermeiſter Dr. Finter bemerkt, daß das Gemeindeſekretariat in Rheinau nur einen halben Tag geöffnet iſt, beruht auf dem Eingemeindungs⸗ vertrag. Wenn ſich Unzuträglichkeiten herausſtellen ſollten, daun ſteht einer Aenderung nichts entgegen. Die Bedürfnisfrage iſt ein Thema, mit dem man ſich ftundenlang beſchäftigen kann. Die ſtadträtlichen Akten darüber ſind ſchon ſo dick, daß man ſie kaum tragen kann. Die Sache iſt im Stadtrat wiederholt beſprochen worden mit dem Erfolg, daß der prak⸗ tiſchen Durchführung der Bedürfnisfrage ſo erhebliche Schwierigkeiten entgegenſtehen, daß man ſie nicht einführen kann. Die Reichsgeſetzgebung wird ſich in der nächſten Zeit mit der Frage beſchäftigen. Es liegt ein Entwurf vor, der im Sinne der Vorredner die Angelegenheit regeln will. Die Polkzeiſtunde iu Saudhofen wird ſo gehandhabt, wie ſie in den Ein⸗ gemeindungsbedingungen ſteht. Die Vorbereitungen zur Weiterführung der elektriſchen Bahn nach Sand⸗ hofen ſind im Fluſſe. Die Angelegenheit wird mit alle Beſchleunigung verfolgt. Ein Redner hat ge⸗ rügt, daß in Sandhofen die Grabſteine, die über einen Meter hboch ſind, einer beſonderen Gebühr unterliegen. Die Beſchwerde iſt unberechtigt, da nur die Taxordnung von Mannheim auf Sandhofen Anwendung findet. Die Frage iſt nicht von großer Bedeutung und wird im Einzelfall wohlwollend be⸗ handelt. Oberbürgermeiſter Martin bringt den Antrag Ihrig und die Reſolution König zur Verleſung, wo⸗ bei er bemerkt, daß der Antrag in der vorliegenden Jorm nicht abſtimmungsfähig ſei. Er glaube, daß man es bei der Reſolution bewenden laſſen follte. Eine ſehr große finanzielle Bedeutung habe, wie be⸗ merkt, die Sache nicht. Wenn das Kollegium ein⸗ ſtimmig der Reſolution zuſtimmen ſolkte, dann glaube er auch nicht, daß der Stadtrat Schwierig⸗ keiten machen werde. Man könne ſich vielleicht ſo behelfen, daß man ſage, man mache bezügl. der Ka⸗ nalbaukoſten vom Ortsſtatut keinen Gebrauch, bis Ende ds. IJs. die Rheinauer Kanaliſationsvorlage komme. Stv. Ihrig iſt nach den Ausführungen des Oberbürgermeiſters mit der Reſolution einverſtan⸗ den und zieht ſeinen Antrag zurück. Stv. Böttger ſteht mit ſeiner Fraktion auf dem Standpunkt des Stv.⸗V. Gießler. Nach der Er⸗ kläruna des Oberbürgermeiſters werde ſeine Fraktion für die ſtadträtliche Vorlage ſtimmen. Die Reſolution König wird hierauf ein⸗ ſtimmig angenommen, ebenſo der ſtadträt⸗ liche Antrag. ſtellungen rezitiert der„Kleine Bruno, und ſingt „Caruſo“. Konzerte in Donaueſchingen Aus Donaueſchingen wird uns berichtet: Unſer ſtilles Reſidenzſtädtchen hat ſich von jeher die Pflege der Muſik angelegen ſein laſſen, und beſonders in früherer Zeit bildete es oft die Stätte regen muſikaliſchen Lebens. Manche Komponiſten gaben ſich hier ein Stelldichein. Es dürfte wenig bekannt ſein, daß 1580 hier eine eigene Hofkapelle beſtand. 1766 konzertierte hier Mozart und ließ dabei eine bis heute noch Ungedruckte Feſtkompoſition zurück. Ferner er⸗ lebte Haydns berühmte Schöpfung in Donau⸗ eſchingen die erſte Aufführung auf reichsdeutſchem Boden. Später komponierte und muſtzierte der Tondichter Kalliwoda hier. Daß auch heute die Muſik noch eifrig gepflegt wird, bewies neuer⸗ dings ein Symphonie⸗Konzert, das m der Feſthalle in Anweſenheit der fürſtlichen Herrſchaften ſtattfand. ie pellmeiſter Burkard, der früher am Straß⸗ burger Theater als Dirigent wirkte, hatte es ſich zur Aufgabe gemacht, mit einer auserleſenen Muſikerſchar eine Symphonie von Haydn, die er in der fürſtlichen Bibliothek aufgeſtöbert hatte, erſtmals aufzuführen. Das Werk ſtammt aus dem Jahre 1770, alſo aus Haydns beſten Tagen. Es beſteht aus einem Adagio, Allegro, Andante, Menuetto und Rondo Allegro. Das Werk wurde vorzüglich wiedergegeben. Auch die übrigen Programm⸗ Nummern, beſonders die Vorträge zweier Mai⸗ länder Soliſten, boten reiche Ge⸗ nüſſe. Ein zweites Sumphonie⸗ mit intereſſantem Programm iſt für 16. März ge⸗ plant. Akademiſche Nachrichten. Aus Stuttgart wird uns berichtet: Die Techn. Hochſchule hat aus Anlaß ihrer heutigen Königsfeier dem Staatsminiſter a. D. Dr. von Piſchek die Ehrenwürde eines„Dr. Ing.“ verliehen in Anerkennung ſeiner Verdienſte um die Technik und die Förderung der verſchie⸗ denen Gebiete des Wirtſchaftslebens, insbeſon⸗ dere der Induſtrie. Ibſen im Film! Nach Schnitzler und Haupimann ſoll nun auch Ibſen auf den Film kommen. Die Nordiſche Filmkompagnie hat, wie unſere Berliner Redak⸗ tion mitteilt, mit Dr. Sigurd Ibſen, Sohn und Erbe Henrik Ibſens, ſoeben einen Vertrag abge⸗ ſchloſſen, der ihr gegen eine ſtattliche Abgabe die Verarbeitung der Ibſenſchen Dra⸗ men für den Film erlaubte. „Arons Grab.“ In einem Berichte über ſeine Reiſen in Ara⸗ bien, den Julian Grande am Samstag in Lon⸗ don erſtattet hat, teilte der Reiſende mit, daß es ihm gelungen iſt, auf dem Berge Hor das berühmte Grab Arons zu beſuchen, das von den Mohammedanern ſo ſtreng bewacht iſt und zu dem niemand zugelaſſen wird. Er fand im In⸗ nern des Gewölbes nicht nur arabiſche Inſchrif⸗ ten, ſondern auch hebräiſche Schriftzeichen, die allem Anſchein nach aus ſehr alter Zeit ſtam⸗ men. Nach dem Bericht der Daily Mail wurde Grande jedoch an dem Verſuche, dieſe Schrift⸗ Arbeitsloſenfürſorge. Der Stadtrat beantragt:„Verehrlicher Bür⸗ gerausſchuß wolle genehmigen: 1. daß zur Durchführung der Beſtimmungen über die Ar⸗ beitsloſenfürſorge der Stadt Mannheim die er⸗ forderlichen Beträge jeweils im Voranſchlag bereitgeſtellt werden und daß zu dieſem Zweck für die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 1913 in den Voranſchlag des Jahres 1913 der Be⸗ trag von 25000 M. aufgenommen wird; 2. daß die am 7. März 1911 vom Bürgerausſchuß ge⸗ nehmigten Zuſchüſſe zu Sparguthaben mit dem 30. Juni 1913 eingeſtellt werden.“ Sty.⸗V. Pfeiffle führt bei Begründung der Vorlage aus, die Vorlage ſtelle einen Kompromiß zwiſchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer dar. Die Vorlage bringe eine bedeutende Erweiterung der bisherigen Einrichtung nach der Richtung, daß auch dieſenigen Arbeitslofen Unterſtützung bekommen ſollen, die nicht organiſiert ſind. Der Vorteil ſcheine darin zu liegen, daß auch diejenigen Organiſterten Arbeitsloſenunterſtützung bekommen, deren Orga⸗ niſation derartige Unterſtützungen nicht bezahlt, z. B. die Bauarbeiter. Die jetzige Vorlage werde die Frage der Arbeitsloſenunterſtützung nicht reſtlos löſen können, bedeute aber eine Verbeſſerung der jetzigen Einrichtung. Man müſſe ſich mit dem Not⸗ behelf begnügen, bis ſchließlich das Reich oder die Bundesſtaaten die Frage endgültig löſen. Was die Aufwendungen betreffe, ſo laſſe ſich die Höhe nicht gut ſeſtlegen. Durch die Arbeitsloſenunterſeiitzung würden auch die Armenlaſten der Stadt weſentlich heraßgemindert. Der Stadtverordnetenvorſtand habe die Vorlage eingehend geprüft und wünſche, daß ihr ebenſo einmütig zugeſtimmt werde, wie dies im Stadtrat und in der Kommiſſion geſchehen ſei. Sty. Karl Hartmann begrüßt die Vorlage. Beim Ausbau des Arbeitsamtes ſollten tüchtige Be⸗ amte zugezogen werden. Die jetzigen Lokalitäten ſollten ſobald als möglich geräumt werden, da der jetzige Zuſtand unhaltbar ſei. Redner verweiſt dar⸗ auf, daß Sto.⸗V. Beuſinger gemeint hat, die Stadt Mannheim ſollte bei der Staatsregierung den An⸗ trag auf Bewilligung eines Zuſchuſſes für die Ar⸗ beitsloſenfürſorge ſtellen. Er halte dieſen Vorſchlag für durchaus berechtigt. Die Fraktion der Fort⸗ ſchrittlichen Volkspartei werde der Vorlage zu⸗ ſtimmen. Stv. Böttger bemerkt, wenn er auch nicht die Schilderungen des ſtädtiſchenRechenſchaftsberichte des Jahres 1911 über die Arbeitsloſenfürſorge als Ruhmesblätter bezeichnen könne, ſo könne er an⸗ dererſeits doch nicht umhin, auzuerkennen, daß der Rechenſchaftsbericht Zeugnis ablege von einer groß⸗ zügigen ſozialpolitiſchen Tätigkeit der Stadt⸗ gemeinde. Er benutze die Gelegenheit, ſich mit den Notſtandsarbeitern zu beſchäftigen, weil die Not⸗ ſtandsarbeiten als ein Teil der Vorlage zu be⸗ zeichnen ſeien. In einem der letzten Stadtrats⸗ berichte ſei mitgeteilt, daß der Tagelohn der Not⸗ ſtandsarbeiter von 3,10 auf 3,40% erhöht worden ſei. Der gegenwärtige Tagelohn bleibt aber trotz⸗ dem um 30 Pfg. hinter dem ortsüblichen Tagelohn zurück. Der Stadtrat hätte ſich nichts vergeben, wenn er als Minimum den geſetzlich fizierten Ortslohn bezahlt hätte. Wenn er richtig unterrichtet ſei, habe ſich ein früherer Bürgerausſchuß dahin feſtgelegt, daß als Mindeſtentlohnung für Notſtandsarbeiter der Ortslohn gelten ſolle. Seine Fraktion werde ſich vorbehalten, auf dieſe Frage nochmals zurückzu⸗ kommen, Es ſei weiter bekannt gegeben worden, daß dle Notſtandsgrbeiten mit Ablauf dieſes Monats zur Einſtellung kommen ſollten. Er möchte dem Stadtrat zu erwägen geben, ob der Termin mit Rück⸗ ſicht auf die ungünſtigen Witterungsverhältniſſe nicht etwas verfrüht ſei. Er gebe zu, daß bei nor⸗ maler Witterung ſich Gelegenheit gegeben hätte, bei irgendeinem Unternehmen, z. B. beim Neubau des Krankenhauſes, unterzukommen. Es ſei aber zu be⸗ fürchten, daß, wenn das Wetter ſo weiter auhalte, die Arbeiten eingeſtellt werden müßten. Es wäre deshalb ſehr wohl angebracht, daß mit den Notſtands⸗ arbeiten noch kurze Zeit fortgefahren worden wäre, auch im Hinblick darauf, daß man unmittelbar vor den Oſterfeiertagen ſtehe und daß bei einzelnen Notſtandsarbeitern Kinder aus der Schule entlaſſen werden. Er möchte bitten, daß, wenn keine gün⸗ ſtigeren Witterungsverhältniſſe eintreten, die Be⸗ ſchüftigung der Arbeitsloſen noch etliche Zeit fort⸗ geſetzt wird. Zur Vorlage ſelbſt hat Redner wenig zu ſagen, nachdem Parteigenoſſe Pfeiffle ſchon auf die wichtigſten Punkte eingegangen ſei. Seine Fraktion ſei ſelbſtverſtändilich bereit, der Vorlage zuzuſtimmen. Man verhehle ſich dabei allerdings nicht, datz die Vorlage nicht voll befriedige. Er er⸗ innere nur daran, daß bei der letzten Budget⸗ beratung eine Reſokutton angenommen worden ſei, die nicht mehr und nicht weniger verlange, als die Einführung des Genter Syſtems. Von dieſem prin⸗ ziwiellen Standpunkt habe ſeine Fraktion im Intereſſe des einheitlichen Zuſtandekommens der Vorlage zumteil abgehen müſſen. Dieſes Preisgeben eines Teiles des früher eingenommenen Stand⸗ punktes werde ſeine Fraktion ſelbſtverſtändlich nicht Hindern, der Vorlage die Zuſtimmung zu geben. Seine Fraktion bezeichne dieſe Vorlage als eine Etappe auf dem Wege der Arheitsloſenverſicherung, die ſie auf rechtsgeſetzlichem Wege zu löſen wünſche. Er möchte dem Oberbürgermeiſter mit auf den Weg geben, bei der erſten beſten Städtekonferenz die Anerkennung dieſer ſozialpolitiſchen Budget entlaſtet werde. Er erinnere ſich, daß der letzte Landtag einen Antrag angenommen hat, durch die Reglerung erſucht wird, in das nächſte Budget Es bedürfe alſo nur einer Anregung an kompetenter Stelle. Die Regierung werde dann auch bereit ſein, nach dieſer Richtung etwas zu tun. Redner ſchließt mit dem Wunſche, daß alle Faktoren bei der Durch⸗ führung der Arbeitsloſenfürſorge mitwirken, damit eine ſegensreiche Tätigkeit im Intereſſe der Aermſten entfaltet wird. Stvo. Schenk bemerkt, die Zentrumsfraktion ſich über die großzügige Arbeiterfürſorge. Er möchte den Wunſch ausſprechen, ſtandsarbeiten im Winter vorgeſorgt wird. Es müßte dafür geſorgt werden, daß alle Notſtands. arbeiter beſchäftigt werden. Sty. Pfliegner rügt, daß für ſtädtiſche Ban⸗ ten, z. B. zum Krankenhausbau, nicht genügend hieſige Arbeitskräfte verwendet werdeu. Es werden ſogar italieniſche Arbeiter beigezogen. So ſei eß vorgekommen, daß Mannheimer Arbeiter abgewieſen wurden, während am ſelben Vormittag Itakiener eingeſtellt wurden. Stv. König: Es handelt ſich um einen Verſuch auf einem außerordentlich ſchwierigen Gebiet. nen, daß den Mitgliedern der Kommiffion, welche die Vorlage ausarbeiten halfen, Dank und Anerken⸗ nung gebührt, daß ſie einen ſo brauchbaren Vor⸗ ſchlag, der allerdings nur ein Kompromißvorſchlag iſt und nichts anderes ſein kann, zuſtande gebracht haben. Namens meiner Fraktion erkläre ich, daß wir zuſtimmen. Da man einſieht, daß von allen Seiten der gute Wille vorhanden war, etwas brauch⸗ bares zu leiſten, wobei natürlich für wie eingegriffen werden ſoll, verſchiedene Meinungen beſtehen bleiben werden, ſo iſt dem Gelingen des Geſetzes ein gutes Prognoſtikon geſtellt. Wenn alſo mit Vertrauen und gutem Willen an die herangegangen wird, wird vielleicht durch dieſen Be⸗ ſchluß eine Form der Arbeitsloſenfürſorge ein. geführt, der weit beſſere Reſultate aufweiſt, als die meiſten früheren Verſuche in anderen Städten. In der darauffolgenden Abſtimmung wird die Borlage einſtimmig angen om men. Schluß der Sitzung 5,10 Uhr. Zur geſtrigen Kürgerausſchuß⸗ ſitzung. Die geſtrige Sitzung des Bürgerausſchuſſez war von kurzer Dauer. mal die einzelnen Vorlagen zu Beanſtandungen irgendwelcher Art oder zu prinzipiellen Erörte⸗ rungen kaum Anlaß boten. Zunächſt handelte es ſich um die Ergänzung des zwiſchen dem Militärfiskus und der Stadt verwaltung abgeſchloſſenen Vertrags wegen dem der⸗ Detailexerzierplatz z ur Errichtung von Gebäulichkeiten für die Maſchinengewehrkompagnie. Die Geländeabtretung auf zeitigen Vorlage wurde ohne jede Debatte einſtimmig angenommen. Auch die Sozialdemokraten ſtimm ten für den Antrag. Die ſtadträtliche Vorlage wegen Duvch⸗ führung der Heinrich Lanzſtraße über das Gelände der Mannheimer Eiſen⸗ gießerei und Maſchinenbau⸗Aktiengeſellſchaft gab keinen Anlaß zu einer Diskuſſion und wurde einſtimmig gutgeheißen. Die dritte Vorlage bezog ſich auf einige Er⸗ gänzungen der bereits vor einiger Zeit bewil⸗ ligten Vorlage wegen Errichtung eines Hallenſchwimmbades, des ſogen. Herſchelbades. In der Hauptſache wurden die Mittel für die Anlage eines Wellenbades nachträglich gefordert. Dieſes Wellenbad war in dem urſprünglichen Projekt nicht vorgeſehen, jedoch wurde ſeine Anlage vom Bürgerausſchuß gewünſcht. Da ſich die vom Hochbauamt ge⸗ hegte Hoffnung, die Mittel zu dieſem Wellen⸗ bad durch Erſparniſſe bei der ſubmiſſtons⸗ mäßigen Vergebung der verſchiedenen Arbeiten — was das einzig Richtige iſt— ſich genötigt Frage zu ventilteren, ob es nicht möglich ſei, die Negierung zu veraulaſſen ſolchen Gemeinden, die zeichen photographiſch aufzunehmen, durch das Dazwiſchentreten fanatiſcher Araber verhindert, die von dem Eindringen eines Ungläubigen an die geweihte Stätte erfahren hatten und den Reiſenden zwangen, das Gewölbe ſofort zu ver⸗ laſſen. Grande iſt der Anſicht, daß eine Ent⸗ zifferung der Schriftzeichen wertvolle Aufſchlüſſe bringen würde und hofft, daß es in ſpäterer Zeit gelingen wird, trotz der Feindſeligkeit der Bevölkerung genaueren Einblick in das Weſen der althebräiſchen Inſchriften zu gewinnen. Das Gewölbe liegt auf dem Gipfel des berühm⸗ ten Berges Hor und konnte bisher noch nie von Archäologen durchforſcht werden. Die Südpolarexpedition Mawſon. Aus Sydney wird telegraphiſch berichtet: Die antarktiſche Expedition Mawſon meldet drahtlos aus Adelensland, daß der englſſche Leutnant Ninnes und der ſchweizeriſche Arzt Mertz geſtor⸗ ben ſind. Mawſon und ſechs andere waren nicht rechtzeitig zur Küſte zurückgekehrt, um das Schiff Aurora zu erreichen, das auf die Rückkehr der Forſcher von ihrer Schlittenexpedition wartete. Mawſon und ſeine Begleiter überwinterten wahr⸗ ſcheinlich in Adelensland.— Ein weiteres Tele⸗ gramm aus Melbourne beſagt: Der Generalgou⸗ verneur erhielt ein drahtloſes Telegramm von dem Südpolarforſcher Mawſon, das den Tod des Leutnants Ninnes und Dr. Mertz von der Expe⸗ dition beſtätigt und hinzufügt, daß die Schlitten⸗ expeditionen von großem Erfolg begleitet geweſen ſeien. Man habe öſtlich und weſtlich der Com⸗ monwealthbucht neue Gebiete in weiter Ausdeh⸗ nung erforſcht und wichtige Einzelheiten auf zahl⸗ geſehen, die Mittel nachzufordern Die ſich über reichen Stationen ganz nahe beim magnetiſchen Pol feſtgeſtellt. Es ſei wahrſcheinlich, daß Mawſon ſelbſt und ſechs Mitglieder der Expedition noch für ein weiteres Jahr nicht zurückkehren könnten. Mawſon ſandte auch ein Telegramm an den König von England. Mawſon bat den König Georg um die Erlaubnis, dem großen neuent⸗ deckten Lande den Namen König Georg V. Land geben zu dürfen. Es liegt zwiſchen dem Viktorialand und dem Adelieland und iſt ein Gebiet, auf welchem hauptſächlich die Schlitten⸗ fahrten der Expedition gerichtet waren. Tagesſpielplan deutſcher Theater. Donnerstag, 27. Februar. 5 Berlin. Kgl. e— Kal. Schau⸗ ſpielhaus: Arladne au axos. Dresden. Kgl. Opernhaus: Madame Butterfly.— Schauſpielhaus: Die Journallſten. Düſſeldorf. Schauſpielhaus: Narrentanz. Fraukfurt a. M. Opernhaus: Die Hugenotten. Schauſpielhaus: Puppchen. Freiburg i. Br. Stadttheater: Die luſtigen Weiber Heidelb. 4 9 6 Don J deidelberg. Stadtthegter: Don Juan. Karlsruhe. Gr. Hoftheater: Luleima.— Verſtegelt. Mainz. Stadttheater: Der Paria.— Tanzbilder. Maunheim. Gr. Hoftheater: Tannhäuſer. München. Kgl. Hoftheater: Sthello.— Kgl. Reſt⸗ denztheater: Baumeiſter Solneß.— Gärtner⸗ platztheater: Dorette.— Schauſpielhaus: Pro⸗ feſſor Bernhardi. Straßburg i. Elſ. Stadttheater: Oberſt Chabert. Stuttgart. Kl. Haus: Mein Freund Tedon. Wiesbaden. Kgl. Theater: Zwiſchen den Schlachten. — Das goldene Kreua. — 1 eine Arbeitsloſenverſſcherung eingeführt baben, ang Staatsmitteln einen Zuſchuß zu gewähren, damit als Tätigkeit dag den 100 000 zur Arbeitsloſenunterſtützung einzuſtellen, werde der Vorlage zuſtimmen. Seine Fraktion freue daß für ausgedehnte Not J glaube mit Ihrer Zuſtimmung ausſprechen zu 155 den Maßſtab, Nach kaum zwei Stun den hatte die allerdings nicht ſehr umfangreiche Tagesordnung ihre Erledigung gefunden, zu⸗ zu erhalten, nicht zu erfüllen ſcheint, ſo hat man e 2 2Z. FSF. SS SSSSA„ ASSgaa8 8 G 3 . At Mannheim, 26. Februar. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagblatt). 5. Seite. dieſe Vorlage entſpinnende kurze Debatte bezog ſich auf bauliche Fragen von mehr interner Na⸗ tur. Es ging aus ihr aber hervor, daß wir eine vorzügliche, in allen Einzelheiten durch⸗ dachte, äußerſt zweckmäßige und mit allen Be⸗ quemlichkeiten und Annehmlichkeiten verſehene Hallenſchwimmbadanlage erhalten werden. Mit dem Vollzug verſchiedener durch die Gin⸗ verleibung von Sandhofen und Rheinau notwendiger Ortsſtatuten und Gemeindebeſchlüſſen hatte ſich die nächſte Vorlage zu befaſſen. Hier entſpann ſich ein längere Diskuſſion über die vorgeſchlagene Heranziehung von Angrenzern zu den Kanal⸗ baukoſten in Rheinau. Da dieſe Angrenzer nach den beſtehenden Beſtimmungen auch zur Ent⸗ Lechtung von Kanalgebühren verpflichtet ſind, echlicken ſie in dem Beizug zu den Kanalbau⸗ koſten eine doppelte Belaſtung. Die Vertreter von Rheinau erhoben deshalb mit Recht gegen dieſen Beizug Proteſt, wobei ſie durch die Red⸗ ner der nationalliberalen und fortſchrittlichen Fraktionen energiſche Unterſtützung fanden. Herr Oberbürgermeiſter Martin ſuchte zwar die angefochtene Beſtimmung zu rechtfertigen, indem er darauf hinwies, daß ſie im Cinverlei⸗ bungsvertrage enthalten und nicht nur bei den Einverleibungsverhandlungen in keiner Weiſe beanſtandet, ſondern ſogar auf den direkten Wunſch der damaligen Vertreter von Rheinau zurückzuführen ſei. Wenn es Herrn Oberbür⸗ germeiſter Martin mit dieſen Ausführungen auch gelungen war, die Beſtimmung formell zu rechtfertigen, in materieller Beziehung ver⸗ mochte er ſie dagegen nicht zu begründen, auch machte er hierzu gar keinen Verſuch. Er wies nur darauf hin, daß ſie finanziell nicht von großer Bedeutung ſei. Dies mag ſein, ſo weit die Stadt in Betracht kommt; die von ihr be⸗ troffenen Angrenzer in Rheinau dagegen wer⸗ den anderer Anſicht ſein. Daß für die Stadtge⸗ zeinde die Beſtimmung finanziell von unterge⸗ ördneter Bedeutung iſt, kann nur ein Grund mehr dafür ſein, ſie fallen zu laſſen. Aus der ganzen Debatte gewann man den Eindruck, daß die Beſtimmung entweder auf ein Verſehen bei den Einverleibungsverhandlungen oder auf ein Mißverſtändnis zurückzuführen iſt. Wir glau⸗ ben doch kaum, daß die Vertreter von Rheinau eine ſolche doppelte Belaſtung ihrer Bürger ge⸗ wünſcht oder im Auge gehabt haben. Es herrſchte bei den Stadtverordneten faſt einmütig das Gefühl vor, daß die Aufrechterhaltung der Beſtimmung eine Ungerechtigkeit in ſich ſchließt. Dieſe Auffaſſung der Sachlage kam auch in der einſtimmigen Annahme der von der national⸗ liberalen Fraktion eingebrachten Reſolution, die die Aufhebung der Beſtimmung erfordert, zum Ausdruck. Die letzte Vorlage handelte von der Ginfüh⸗ rung einer Arbeitsloſenfürſorge für die Stadt Mannheim. Belanntlich war vor etwa 2 Jahren bereits eine Arbeitsloſenfürſorge beſchloſſen worden, deren Einführung damals zu erregten Debatten im Bürgerausſchuß führte. Dieſe ſtadträtliche Vorlage baute ſich auf dem Sparſyſtem auf. Jeder Arbeiter, der bei der Sparkaſſe ein gewiſſes Guthaben hatte, ſicherte ſich dadurch das Recht eines Zuſchuſſes durch die Stadt im Falle ſeiner Arbeitsloſigkeit. Dieſe Art der Arbeitsloſenfürſorge wurde von der ſozial⸗ demokratiſchenFraktiyn energiſch bekämpft; letztere forderte das ſogenannte Genterſyſtem, das ſich auf der Grundlage aufbaut, daß die Berufsver⸗ einigungen der Arbeiter, die ihren Mitgliedern im Falle der Arbeitsloſigkeit Unterſtützung ge⸗ währen, hiefür Zuſchüſſe aus der Stadtkaſſe er⸗ halten. Dieſes Syſtem wurde damals von den bürgerlichen Parteien abgelehnt. Die vor 2 Jah⸗ ren verſuchte Löſung der Frage der Arbeitslofen⸗ fürſorge hat ſich aber nicht bewährt. Es wurde deshalb vor einigen Monaten eine aus Mit⸗ gliedern des Stadtrats und des Stadtverordneten⸗ kollegiums beſtehende Kommiſſion eingeſezt mit dem Auftrag, eine neue zweckmäßige Löſung des Problems zu ſuchen. Nach langen Verhandlun⸗ gen iſt es der Kommiſſion auch gelungen, zu einer Einigung auf Vorſchlägen zu kommen, die von dem Kommiſſionsmitglied, Herrn Stadtrat Engel⸗ hard ausgingen und die ſowohl den Anhängern des Genterſyſtems, die in der Hauptſache unter den organiſierten Arbeitern zu ſuchen ſind, als auch dem Standpunkt der nicht organiſierten Ar⸗ beiter Rechnung tragen. Hiernach erhält jeder Arbeitsloſe, falls beſtimmte Bedingungen erfüllt ſind, für die Zeit von höchſtens 60 Tagen Unter⸗ ſtützung im Betrage von 70 Pfg. pro Tag, für eigene Kinder weitere 10 Pfg. pro Tag und Kind bis zum Höchſtbetrage von 1 Mk. pro Tag. Für die organiſierten Arbeiter, welche einem Berufs⸗ verein mit Arbeitsloſenunterſtützung angehören Vid bieſe Unterſtäzung den Berufsbereinen aus- begahlt, die dann dasWeitere zu veranlaſſen haben. Hier kommt alſo das Genterſyſtem zur Geltung. Die nichtorganiſierten Arbeiter oder Mitglieder von Berufsvereinen ohne Arbeitsloſenverſicherung erhalten die gleiche Unterſtützung direkt ausbe⸗ zahlt und zwar durch das ſtädtiſche Arbeitsamt. Organiſierte und nichtorganiſierte Arbeiter ſind ſomit völlig gleich behandelt. Nur in der Frage der Karenzzeit hat es den Anſchein, als ob die organiſterten Arbeiter im Vorteil ſind. Für die nichtorganiſierten Arbeiter und die Mitglieder von Berufsvereinen ohne Arbeitsloſenunter⸗ ſtützung ſoll die Unterſtützung erſt mit dem achten Tage nach Eintritt der Arbeits sloſigkeit beginnen. Die Mitglieder von Berufsvereinen mit Arbeits⸗ loſenunterſtützung erhalten die ſtädtiſche Unter⸗ ſtützung von dem Tage, an dem die Unterſtützung durch ihren Berufsverein anfängt. In den Satzungen der Berufsvereine iſt nun allerdings auch eine achttägige Karenzzeit vorgeſehen. Aber wer bürgt dafür, daß dieſe Zeit nicht abgekürzt wird, daß ſich die Berufsvereine nicht mit einer Karenzzeit von 3 Tagen begnügen? Zwar wird man dem entgegenhalten, daß dann ja auch durch einen neuen Feſchluß des Bürgevausſchuſſes die Karenzzeit für die von der Stadt direkt unter⸗ ſtützten Arbeitsloſen abgekürzt werden könne. Gewiß iſt dies möglich, aber beſſer wäre es geweſen, wenn in die ſtadträtliche Vorlage von vornherein ein beſtimmter Vorbe⸗ halt aufgenommen worden wäre. Niemand weiß, wie die ſpätere Zuſammenſetzung des Bür⸗ gerausſchuſſes iſt und ob dann eine in der von uns angedeuteten Weiſe notwendige oder min⸗ deſtens wünſchenswerte Abänderung der geſtri⸗ gen Beſchlüſſe eine Mehrheit findet. Im übri⸗ gen können f. wir den Rednern nur zuftimmen, welche die Arbeit der Kommiſſion als eine ſehr glückliche und gute bezeichneten und der Auf⸗ faſſung Ausdruck gaben, daß das in Mannheim zur Einführung kommende Suſtem der Arbeits⸗ loſenfürſorge vielleicht auch in anderen Städten Nachahmung finden werde. Die ſtadträtliche Vorlage wurde, wie voraus⸗ zuſehen war, einſtimmig angenommen. * Zurückgenommen wurde die Verſetzung des Oberſtationskontrolleurs Joſeph Majer von Gaggenau nach Biberach⸗Zell. * Ernannt wurde der Großh. Amtsrichter Wilhelm Böhringer in Lahr zum Direktor des Landesgefäugniſſes und der Weiberſtraf⸗ anſtalt in Bruchfal. 5 * Zur einheitlichen Regelung des kirchlichen Bauweſens in ber Erzdiözeſe Freiburg(badi⸗ ſchen Anteils) iſt nach einer Mitteilung des Kath. Oberſtiftungsrats in Karlsruhe die Er⸗ laſſung einer beſonderen Dienſtwei⸗ ſung nötig geworden. Dieſe ergeht als Dienſt⸗ weiſung für das Bauweſen der Erzdiözeſe Frei⸗ burg(badiſchen Anteils) im Auftrag des Erz⸗ biſchöflichen Ordinariats und iſt mit Entſchlie⸗ ßung des Erzbiſchöflichen Ordinariats geneh⸗ migt. Die Dienſtweiſung trat mit dem 15. Februar in Kraft und iſt in erſter Linie für die Bauämter beſtimmt. Für die katholiſchen Stif⸗ tungsräte wird eine kurze Belehrung über das was bei Bauherſtellungen(Neubauten, Un⸗ terhaltungsarbeiten, Umbauten, Ausmalungen, Anſchaffung von Altären, Gemälden, Aus⸗ ſchmückungsgegenſtände und dergl.) zu beachten iſt, erlaſſen werden. Den Stiftungsräten wird bei größeren Bauherſtellungen auf Antrag von den Erzbiſchöflichen Bauämtern eine Ausgabe der Dienſtweiſung während der Bauzeit zum Gebrauch überlaſſen werden. Die Stiftungs⸗ räte ſind außerdem befugt, bei den Bauämtern in die daſelbſt aufliegende Dienſtweiſung Ein⸗ ſicht zu nehmen. * Das Feſtplakat für das 12. Deutſche Turnfeſt erſcheint Anfang März. Es ſtammt von dem Münchener Künſtler und Mitarbeiter der Jugend H. Treiber. Das Plakat zeigt den ent⸗ blößten muskulöſen prachtvollen Körper eines Steinſtoßers, der etwas nach hinten gebeugt mit dem rechten Arm zum mäßigen Wurf ausholt, während der linke Arm, das Gleichgewicht des Körpers vermittelnd, ſchräg nach oben gerichtet und deſſen Hand zur Fauſt geballt iſt. Das knochige eckige Geſicht wirkt mit den feſt ins Ziel blickenden Augen bei aller phyſiſchen Anſtren⸗ gung, die dieſen Turner boherrſchen muß, doch angenehm ruhig. Die Farbengebung iſt ganz vorzüglich. Die obere kleinere Hälfte des künſt⸗ leriſchen Plakats zeigt die Inſchrift: 12. Deut⸗ ſches Turnfeſt in Leipzig, 12. bis 16. Juli 1913. Der gleichſam auf einer Tafel ruhende Text wird an den zwei ſenkrechten Seiten von einem gefälligen Eichengewinde umſäumt. * Zum 80. Geburtstag des Miniſters a. D. Dr. Eiſenlohr. Ueber die mannigfachen Ehrungen, die dem Miniſter a. D. Dr. Elſenlohr an ſeinem geſtrigen 80. Geburtstage erwieſen wurden, iſt noch Folgendes zu berichten: Außer Miniſter v. Bod⸗ man gratulierten perſönlich Staatsminiſter Frhr. v. Duſch, Miniſter Dr. Böhm; brieflich Finanz⸗ miniſter Rheinboldt. Zahlreiche weitere Glück⸗ wünſche aus nah und fern ſchloſſen ſich an. Herr Oberbürgermeiſter Martin gratulierte dem Mannheimer Ehrenbürger namens der Stadtverwal tung mit einem herzlichen Schreiben, dem eine Blumenſpende beigefügt war. Unter den vielen Ehrungen die dem hochgeſck zten Ma uze an ſeinem Ehrentage zugingen, befindet ſich auch ein Glück. wunſchtelearamm des Herrn Oberbürgermeiſters Dr. Winterer(Freiburaſ, das dieſer namens der badiſchen Städteordnungsſtädte ihm überſandt hat. * für fremde Hanblungsreiſende orſ in Rußland. Vom Miniſterium des Innern ſind der Handelskammer die neuen Beſtim⸗ mungen für fremde Handlungs⸗ reiſende in Rußl and in deutſcher Ueber⸗ ſetzung zugegangen, die von Intereſſenten un Bureau der Handelskammer eingeſehen werden können. *Handels⸗Hochſchule. Die am 20.—25. Febr. an der Handels⸗Hochſchule Mannheim abgehal⸗ tene Handelslehrerprüfung hat der Kandidat Karl Piehler aus Hirſchau(Bayern)„mit Auszeichnung“ beſtanden. Kaufmänniſcher Verein. Der morgige Vor⸗ trag des diesjährigen Deutſch⸗amerikaniſchen Austauſchprofeſſors Dr. William Sloane von der Columbia⸗Univerſität dürfte beſonderem Intereſſe begegnen, ſowohl hinſichtlich der Per⸗ ſönlichkeit des Redners, als auch des Themas. Herr Profeſſor Sloane, welcher die deutſche Sprache als Redner vortrefflich beherrſcht, wird über„Die amerikaniſchen Parteien und die Präſidentenwahl“ ſprechen. Der Vortrag findet im Bernhardushof ſtatt. * Verein für Volksbildung. Die Bedeutung der Kartelle für die Volkswirtſchaft und ihr Ein⸗ fluß auf die Preisbildung wird heute Mittwoch abend 8½ Uhr im Bernhardushof von Herrn Profeſſor Dr. Pohle in der bekannten klaren Weiſe dargelegt werden. Der Beſuch kann allen Arbeitern, Handwerkern, überhaupt jedermann wärmſtens empfohlen werden. Eintritt frei. Diebſtähle. In letzter Zeit wurden hier nach⸗ genannte Fahrräder entwendet: Am 12. Febr. ein Concordia Rad, Fabr.⸗Nr. unbekannt, ſchwarzer Rahmenbau und Felgen, aufwärts ge⸗ bogene Lenkſtange mit ſchwarzen Horugriffen, brau⸗ ner Satteltaſche; am 14. Febr. ein Fahrrad, Marke Hertel, ſchwarzer Rahmenbau und Felgen, gerade vernickelte Lenkſtange, braune Korkgriffe und Sattel, Fabr.⸗Nr. unbekannt(Damenrad); am 15. Febr, ein Dür kopp Rad, Fabr.⸗Nr. 357 054, ſchwarzer Rahmenbau und Felgen, aufwärts gebogene Lenk⸗ ſtange, Freilauf mit Rücktrittbremſe; am 13. Febr. ein Union⸗Rad, ſchwarzer Rahmenbau und Felgen, aufwärts gebogene Lenkſtange, Freilauf mit Rücktrittbremſe, Fabrik.⸗Nr. unbekannt; am 13. Febr. ein Condor⸗Rad, Fabr.⸗Nr. unbekannt, ſchwar⸗ zer Rahmenbau und Felgen, ſchwarze Zelluloidgriffe, gerade Lenkſtange; am 17. Febr. ein Drais⸗Rad, Fabr.⸗Nr. unbekannt, ſchwarzer Rahmenbau, etwas abwärts gebogene Leukſtange, ſchwarze Korkgriffe, brauner Sattel, auf der Glocke befindet ſich der Name Hertel(Damenrad); am 18. Febr. ein Göricke⸗ Ra d, Fabr.⸗Nr. 328 669, ſchwarzer Rahmenbau und gelbe Felgen, gerade Lenkſtange mit ſchwarzen Zel⸗ luldibgriffeu, brauner Sattel, Glocke mit der Auf⸗ ſchrift J. Schieber⸗Mannheim; am 18. Febr. ein Schladitz⸗Rad, Fabr.⸗Nr. 187 862, ſchwarzer Rah⸗ menbau und Felgen, vernickelte aufwärts gebogene Lenkſtange mit roten Holzgriffen, Torpedofreilauf mit Rücktrittbremſe, brauner Sattel und Werkzeug⸗ taſche.— Ferner wurde entwendet: In der Zeit vom 14.—15. Februar von dem Kahn„Karoline Sophie“, welcher oberhalb der Rheinbrücke vor Anker lag, ein Flieger im Werte von 195 ¼/; derelſbe iſt nach Weſeler Bauart gebaut, 3 bis 6 Meter lang, 1,50 Meter breit, mit zwei querlaufenden Sitzbänken. In einer dieſer Bänke befindet ſich ein viereckiges Loch zum Eiuſtellen eines Segelmaſtes. Die Maſt⸗ bänke, das Vorder⸗ und Hinterteil des Fliegers ſo⸗ wie die beiden Seitenteile ſind grün geſtrichen, alles audere geteert. Zu beiden Seiien befinden ſich je zwei Ringe und auf dem Boden liegen 3 Bretter, die durch Leiſten und Floßkammern aui Boden befeſtigt ſind; am 29.—30, Jannar früh 2 Uhr, von einem vor dem Hauſe PE 6, 20 ſtehenden Auto hinweg: ein ſchwarzer ſteifer Filzhut mit der Firma F. J. Heiſel und im Schweißleder der Name H. eine rotbraune Ledeyrhaudtaſche mit dem Inhalt: ein neues Nachthemd mit roten Börd⸗ chen Lingefaßt, 3 bis 4 weiße Taſcheutücher kl. S. gez., 3 bis 4 Stehumlegkragen, J Packt Mauſchekten, eine Kleiderbürſte, 2 Krapatten, 1 Paak neu Socken, ein rolbraunes Reiſe⸗Neceſſatre, 1 Ingenieurkalen⸗ der, verſchiedene Briefe von der Metallſchlauchfabrik in Pforzheim und Photographien der mechaniſchen Werkſtätten der internationalen Baumaſchinenfabrik Neuſtadt a. d. Höt. * Mutmaßliches Wetter am Donnerstag und Freitag. Je weiter ſich der Hochdruck nach Süd⸗ bieeuropa verzieht, deſto mehr beginnt der vom Ozean heranziehende große Teilwirbel die Wet⸗ terlage zu beherrſchen. Da er aber in nordsſt⸗ licher Richtung wandert, iſt nur mit der Wir⸗ kung von Teilwirbeln zu rechnen, weshalb für Donnerstag und Freitag zwar milderes und zeitweilig bewölktes, aber immer noch vorwie⸗ gend trockenes Wetter bevorſteht. Polizeibericht vom 26. Februar 1913. Tödlicher Unglücksfall. Der 35 Jahre alte verheiratete Dachdecker Jakob Katzen⸗ mafer von Darmſtadt und dort wohnhaft, fiel geſtern nachmittag 2% Uhr beim Ausbeſſern des Daches L 4, 4, aus einer Höhe von 15 Meter herunter in den zementierten Hof. Lebeusge⸗ fährlich verletzt, wurde Katzenmaier in bewußt⸗ loſem Zuſtande mittelſt Sanitätswagens in das Allgem. Krankenhaus verbracht, woſelbſt er geſtern abend 634 Uhr ſeinen Verletzungen er⸗ legen iſt. Der Unfall erfolgte dadurch, daß ſich der Hacken, in welchem die Leiter des Ver⸗ unglückten eingehängt war, aus nicht ermittel⸗ ter Urſache plötzlich loslöſte. Tages⸗Kalender. Mittwoch, 28. Februar. Großh. Hof⸗ und National⸗Theater. Braut von Meſſina“. Apollstheater. Abends 8 Uhr: Varicts Vorſtellung. Im Trocaders: Abends nach Schluß der Vor⸗ ſtellung Kabaret. Im Reſtauraut'Alſace: Allabendlich Künſtler⸗ 2 Konzerte. Uniontheater. Moderne Lichtſpiele. Saalbau⸗Theater. Kinematographiſche Vorführungen Palaſt Lichtſpiele, J 1, 6. Erſtklaſßges Proaramm. Roſengarten, Verſammlungsſaal. 6 Uhr und 8½ Uuhr: Gaſtſpiel des Baden⸗Badener Künſtler Mario⸗ netten⸗Theaters. Ingendtheater im Bernhardushof. Nachmittags 3½ Uhr:„Lügenmäulchen und Wahrheitsmündchen“. Cafe Carl Theodor Taäglich Künſtler Konzerte, Caſe Börſe. Täglich Künſtler Konzerte. Cafe Waldbauer, O 1, 4. Täglich Künſtler⸗Konzerte. Café Dunkel, E 3. Täglich Konzerte Vereinsnachrichten. Manuheimer Mutterſchutzvereſn E. V. Wir machen ſchon ſetzt auf den am 7. Mörz im alten Rathausſgal, abends 8½[ihr ſtattfindenden Vortrag mit Lichtblldern von Herrn Dr. Harms, Oberarzt am ſtädt. Lungenſpital und Lungenfürſorgearzt unſe rer Stadt, über die Tuberkuloſe von Mut⸗ ter und Kind aufmerkſam. Die Behandlung dieſes Themas hat uns um ſv notwendiger und dringender erſchienen, als die Statiſtiten der letzten ahre immer mebr die beteübende und in ibren a „Die folgen⸗ Folgen geradezu verhängnisvolle Tatſache ergeben haben, daß die Tuberkuloſe gerade in den Reihen der Mütter empfindliche Lücken ſetzt und einen nicht geringen Teil von Kindern in den erſten Lebens⸗ jahren dahinrafft. Die Urſachen dieſer mißlichen ſozialen Erſcheinung, welche in unſerer Zeit des Ge⸗ burtenrückganges erhöhte Beachtung verdtent, ſowie die Möglichkeiten zur Einſchränkung dieſer Volks⸗ ſeuche, welche vornehmlich den erwerbstättgen Teil unſerer Frauen trifft, werden in dem Vortrage ein⸗ gehende Beſprechung finden. Deshalb wenden wir uns heute ſchon insbeſondere an die Frauen und Mütter mit der Bitte um recht zahlreichen Beſuch des Vortrages. 80 * Die Landwirtſchaftliche Ein⸗ und Verkaufs⸗ genoſſenſchaft Mannheim⸗Feudenheim hatte auf Sonntag nachmittag ihre Mitglieder zur Ge⸗ neralverſammlung ins Gaſthaus zum „Neckartal“ eingeladen. Dieſesmal konnten die Landwirte aus den vorzüglichen intereſſauten Ausführungen des Herrn Oekonomierats Kuhn(Ladenburg) über„Pflanzengzüch⸗ tung“ viel profitieren. Mit einem vielſeiligen Material wies Redner nach, welche Samen, welches Saatgut ſich für unſere Gegend eignet und welches nicht. Es iſt uns leider unmöglich, auf die einzelnen behandelten Samen und Pflanzen, die Herr Kuhn beſprach, näher ein⸗ zugehen; einen Teil davon werden wir jedoch in unſerer Landwirtſchaftlichen Beilage wieder⸗ geben. Herr E. Bohrmann eröffnete die Verſammlung, begrüßte außer den zahlreich erſchienenen Vereinsmitgliedern auch die von auswärts erſchienenen Gäſte und erſtattete ein⸗ gehenden Bericht über das abgelaufeng Ge⸗ ſchäftsjahr, wobei er beſonders betonte, daß die Ausſtände zurückgegangen ſeien. U. a. bat er die Mitglieder, die Gelder vor dem 1. Dezember einzuſenden, da letztere alsdann beſſer anzulegen ſeien. Herr Bohrmann wünſcht, daß die Mit⸗ glieder die Vereinsbibliothek beſſer benützen; er ſtellt feſt, daß die Düngerſtreumaſchine beſſer benützt wird und macht darauf aufmerkſam, daß beim Bezug von Obſtbäumen der Genoſſen⸗ ſchaft ſeitens des Kreiſes ein Zuſchuß von 20 Pfennig pro Stück gewährt wird und außerdem gewähre der Landwirtſchaftliche Bezirksverein Ladenburg einen weiteren Zuſchuß von 15 Pfg⸗ pro Baum. Das Auffichtsratsmitglied Ste⸗ phan ſtellt feſt, daß die Reviſion alles in Ord⸗ nung befunden habe. Der Rechner, Herr Bentzinger, gibt einige Erläuterungen zum Kaſſenbericht. Hierauf wurden die Wahlen vor⸗ genommen, die den alten Vorſtand wiederwähl⸗ ten. Nach dem Geſchäftsbericht betrugen die Einnahmen 40 976.95 Mk., die Ausgaben 37 374.67 Mk., verbleibt 3602.28 Mk. Die Akki⸗ ven ſtellen ſich im einzelnen zuſammen aus Kaſ⸗ ſenvorrat 3602.28 Mk., Ausſtände 6967.40 Mk., Warenvorräte 520.05 Mk., Inventar 739.10 Mk., Guthaben bei der Zentralkaſſe(Geſchäftsanteil) 800 Mk., Geſchaftsemlage beim Verband 295.4 Mark, Anteilſchein beim Verband zur Erxrich⸗ tung eines Verwaltungsgebäudes 300 Mk, Summa der Aktiven 18 424.28 Mk. Die Paſſi⸗ ven: Geſchäftsanteile der Mitglieder 1295 Mk., Warenſchulden 1261.38 Mi., Reſervefonds 1712.70 Mk., Schuld an Zentralkaſſe 8883.20 Mark, Summa der Paſſiven 13 152.34 Mk.; verbleibt ein Reingewinn von 271.94 Mk. Die Haftſumme der 141 Mitglieder betrug am l. Januat 1912 28 200 Mk., am 81. Dezember 1912 von 147 Mitgliedern 20 400 Mk.; ausgelreten ſind im verfloſſenen Geſchäftsjahre 5, einge treten 11 Mitglieder. Nach Erledigung der Tagesordnung hielt Herr Dekonomierat Kuhn den eingangs erwähnten Vortrag. Zu erwäh⸗ nen iſt noch, daß der Beſchluß gefaßt wurde, unter M..20 keine Zuckerrüben zu bauen, da man unter dieſem Preis mit Verluſt arbei⸗ ten würde; wie bekaunt wollen die Zucker⸗ fabriken nur M.10 bezahlen. Weues aus Ludwigshafen. Einen Selbſtmordverſuch verübte geſtern abend der ledige, 27 Jahre alte Taglöhner Och. Stahlheber in ſeiner Wohnung in der Ganterhofſtraße. Er brachte ſich einen Revol⸗ verſchuß in die linke Bruſtſeite bei und wurde in bedenklichem Zuſtaud ins ſtädt. Krankenhaus gebracht. Sportliche Rundſchau. Juſtſchiſfahrt. Vermehrung des franzöſiſchen Luftſchiff⸗ parkes. Der Leiter des Militärflugweſens, Ge⸗ neral Hirſchauer, kündigte bei einem ihm zu Ehren veranſtalteten Bankett an, daß das Kriegsminiſterium ſoeben Verträge für die Ey⸗ bauung von ſieben Leukballons von 20000 Kbm. und einer Mindeſtgeſchwindigkeit von 75 Km. in der Stunde abgeſchloſſon habe. Für jeden Leukballon, der eine höhere Stunden⸗ geſchwindigkeit haben wird und in kürzerer als der feſtgeſetzten Zeit eine Höhe von 2000 Meter erzielt, wird eine beſondere Prämie aus geſetzt. * Beſtellung eines neuen„Parſeval“ für Nuß land. Im Auftrage der ruſſiſchen Regderung baut die Luftfahrzeug⸗Geſellſchaft in Bitkterfeld für 600 000 Mark einen neuen„Parſeval“ von 81 Meter Länge und 19 Sekundenmeter Ge ſchwindigkeit. Aviatik. * Ein neuer Ueberlandflug Schlegels. Am Sonntag flog Schlegel um 4 Uhr von Sin⸗ gen nach Radolfzell, wo er nach 15 Mi⸗ nuten ankam, von etwa 4500 Perſonen erwar⸗ tet. Des kleinen Platzes wegen war die Lan⸗ dung ſchwierig; hinzu kam, daß es außerordent⸗ lich windig und böig war. Nach einem Schau⸗ flug ſtartete er dann.25 Uhr zum Flug nach Stockach; dort wurde der Flieger von etwa 3000 Perſonen empfangen. Die Landung er⸗ folgte.45 Uhr; um.05 Uhr ſtieg Schlegel zum Heimflug nach Singen auf, wo er nach 10 Mi⸗ nuten glatt landete. Dieſer letzte Fiug war wieder beſonders ſchwierig wegen des böigen Wetters. Abends fand im„Hotel Schiff? in Radolfzell eine Zuſammenkunft der Honoratio⸗ ren mit dem Flieger ſtatt, wobei Bürgerme 6. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſ⸗ Nearzenlen(Mittaaßſatt). Mannheim, 26. Febrnar Bleſch und Dr. Rühlemann den Flieger feierten. Winterſport. Der berühmte Creſta Run in St. Moritz hat wieder einmal ein Opfer gefordert. Es kommen auf dieſer geführlichen Schlittbahn zahl⸗ reiche Unfälle vor, die in den Zeitungen nicht bekannt werden. Man regiſtriert nur die ſchwe⸗ ren Unglücksfäle. Diesmal handelt es ſich um einen Fall mit tödlichem Ausgang. Der Amerikaner Boorum iſt beim Skeletonfahren auf der ſtarl vereiſten Bahn über die große Kurve, wo die Zuſchauertribünen ſtehen, hin⸗ ausgeflogen und hat dabei einen Schädel⸗ bruch erlitten, der den Tod zur Folge hatte. Der Run wurde geſchloſſen. Es iſt das der erſte tödlich verlaufene Unfall am Creſta Run ſeit dem vor ffütuf Jahren erfolgten Tod des belgi⸗ ſchen Grafen Bylandt, dem man vor dem Kulm⸗ potel ein Denkmal geſetzt hat. Die Kämpfe um die Eishockey⸗Weltmeiſter⸗ ſchafi erreichten am Montag in St. Moritz kende. Die Schwetzer Mannſchaft wurde von den Böhmen mit:1 geſchlagen. Deutſch⸗ lanb ſchlug Eugland mit:1. Den letzten Kampf Foiſchen England und Böhmen gewannen die Eugländer mtt:0. Im Geſamtklaſſement ge⸗ wern Deulſchland durch den Berliner Schllitſchuahklubz an zweiter Stelle pla⸗ kterte ſich England vor Frankreich, dann folgen Böhmen und die Schweiz. Waſſerſport. 8. Dey Bobenſee⸗Segler⸗Verband hal am Sountag in Friedrichshafſen ſeinen erſten ordentlichen Seglertag abgehalten und bef en, am 24. und 85. Mai vor Konſtanz je eine luterne Regatta zu halten, die vom Großh. Bab. Jachtklub veranſtaltet wird. Den Teülnehmern am Seglertag wurde ein Waſſer⸗ Augzeug des Flugzeughaus Friedrichshafen vor⸗ eführt, deſſen wohlgelungene, elegante und cgere Füge allgemeine Anerlennung fanden. Veichtathletit. Dem Deutſcher Kampfſpiel⸗Bund wurde am Sonntag unter dem Vorſitze des Münchener Profeſſors Hofrat Dr. Solf in Leipzig ge⸗ gründet. Zum erſtenmale werden im Jahre 1920 zur fünfzigjährigen Gedenkfeier des Krie⸗ ges von 1870 deutſche Kampfſpiele veranſtaltet. Sie finden auf der großen Kampfbahn ſtatt, die beim Völkerſchlachtdentmal in Leipzig errichtet Nuſenſpiele. SHockey⸗Wettſpiel Mannheim—Karlsruhe. Am 23. Februar fand in Karlsruhe ein Wett⸗ ſpiel zwiſchen der Hockey⸗Abteilung des Bereins für Raſenſpiele Mann⸗ heim und dem Akademiſchen Hockey⸗ Club Karlsrube ſtatt. Der A. H. C. K. war nicht burch ſeine erſte Mannſchaft vertreten, die Luücken fürkten Leute aus der zweiten, die ſchon am Tage zuvor ein Wettſpiel abſolviert hatten. Mannheim griff gleich zu Anfang an und konnte ſchon in der 8. Minute einen Erfolg durch ſeinen Mittelſtürmer erzielen. Kurz dar⸗ auf wurde bder linke Verteidiger Karlsruhes verletzt und mußte ſich bis zur Halbzeit zurück⸗ gziehen. Karlsruhe konnte nur einige Male ge⸗ fährkieh werden. Halbzeit:0. Nach Halbzeit zeigte Mannheim ſeine Ueberlegenheit und 5 weltere Tore fielen zu ſeinen Gunſten, vier ba⸗ von durch den Mittelſtürmer, eins durch den Nechtstmen. Mannheim zeigte bei den Stür⸗ mern gute Kombination, Mittelſtürmer und NRechtsaußſen ſind beſonders hervorzuheben. Von bon Länuſern war der Mittelläufer der Beſte. Die Verteidigung war ſicher, doch ſpielten der Unke Bark und der Goalkieper ein gewagtes Spliel, das gegen eine gute Stürmerreſhe kaum zu empfehlen wäre. Bei Karlsruhe fehlte das „Zufammenſpiel, auch haben die Einzelnen ſchon „Beſſeres geleiſtetMum Linksiunen und Torwart waren gut. 5—— Nachtrag zum lokalen Teil. Todesſturz des Fliegers Bruno Werutgen. Aus Bonn kommt die Trauerkunde, daß geſtern nachmittag auf dem Flugplatz Hange⸗ klar der Flieger Bruno Werntgen aus einer Höhe von etwa 50 Metern abgeſtürzt iſt und ſo ſchwer verletzt wurde, daß nach eini⸗ en Minuten der Tod eintrat. Werutgen pro⸗ e einen neuen Motor aus, der in eine neue Maſchine eigener Konſtruktion eingebaut war. Werntgen war auch hier eine bekannte Perſön⸗ lichkeit. Bei dem letzten Schaufliegen, das an⸗ läßlich des Süddeutſchen Fluges der hieſige Verein für Flugweſen auf dem Rennplatz im Herbſt v. Is. veranſtaltete, befand ſich Wernt⸗ gen unter den Fliegern, die zu der Konkurrenz eldet hatten. Infolge verſchiedener Um⸗ kände war es ihm aber nicht möglich, an dem Schaufliegen teilzunehmen. Er weilte aber an jeuem für den Mannheimer Flugſport ſo über⸗ aus ehrenvollen Sonntage mit ſeiner Mutter, die ihn zu den Flugveranſtaltungen, an denen er ſich beteiligen wollte, faſt ſtets begleitete, auf dem Flugplatze. Auch zum erſten Oberrheini⸗ ſchen Zuverläſſigkeitsflug, der in Baden⸗Oos be⸗ gann, hatte er gemeldet. Aber auch hier kam er 1 n zum Starten, da der Motor nicht in Ordnung war. Bruno Wernt⸗ gen, zu Frankfurt am Main geboren, ſtand erſt am Beginn der 20er Jahre. Bereits am 25. November 1910 beſtand er als 40. das Hotenexamen auf Dorner⸗Eindecker auf dem gplatz Johannistal. Schon 1911 unternahm er eine Reihe kleinerer Ueberlandflüge, ſo u. a. mit einem Paſſagier einen Höhenflug von 1000 Metern von Köln⸗Ernheim aus. Im gleichen Monat, im Mai 1911, errang er vei einer Kölner Flugveranſtaltung zwei Dauer⸗, einen Höhen⸗ und zwei Paſſagierpreiſe. Werntgen hat ſeitdem hauptſächlich in Weſtdeutſchland ge⸗ ſtartet. Auch in Mannheim wird man den allzu frühen Tod des ſympathiſchen ſungen Mannes auf das lebhaſteſte bedauern. Beſonderes Mit⸗ PPPPPPPPPPPPPPP——— gefühl wird man der Mutter entgegenbringen, die ihr einziges, zärtlich geliebtes Kind verliert. Frau Werntgen begleitete ihren Sohn auf vielen ſeiner Flüge, die er mit Energie, aber auch mit Vorſicht abſolvierte. Pfalz, Heſſen und Umgebung. * Altrip, 24. Febr. In ber letzten Gemeinde⸗ ratsſitzung wurde die hieſige Gemeind ejag d auf einen weiteren Beſtand den ſeitherigen Päch⸗ tern, Herren Gebr. Baumann, für 2800 M. vergeben. Die Beratungen der Vertragsbedin⸗ gungen bleiben einer weiteren Beſchlußfaffung vorbehalten. Der bisherige Erlös der Gemeinde betrug 2600 M. Lampertheim, 23. Febr. Ein folgen⸗ ſchweres Unglück konnte in der Nacht von Frel⸗ tag auf Samstag durch die Nachtſchutzleute ver⸗ hütet werden. In einem Hauſe der J. Neugaſſe war in einem Nebenzimmer ein Zimmerbrand entſtanden, von dem die Hausbewohner trotz des ſich ſchon im ganzen Haus verbreiteten Rauches nichts bemerkt hatten. Durch das Eingreifen der Schutzleute konnte der Brand in kurzer Zeit gelöſcht werden; trotzdem ſind zwei Betten ſo⸗ wie faſt ſämtliche Kleider der Familie verbrannt. Die ſonſt in dem fraglichen Zimmer ſchlafenden Kinder waren, da der Vater auswärts Nacht⸗ ſchicht hatte, im Schlafzimmer der Mutter unter⸗ gebracht. Dadurch, und da die Hausbewohner noch rechtzeitig geweckt werden konmten, iſt größeres Unglück verhütet worden. Neuſtadt a.., 24. Febr. Auf dem Eis⸗ weiher des Schlittſchuhklubs brachen beim Schlittſchuhlaufen zwel hieſige unge Damen ein und gerieten bis an den Hals in das eiskalte Waſſer. Der frühere Weingutsbeſitzer Anton Hoffmann konnte die beiden Damen mit eigener Lebensgefahr retten. Frankfurt a.., 24. Febr. Am 7. Ja⸗ uuar 1912 brachte die Krämersfrau Stoll in Vil⸗ bel bei Frankfurt nach zwei normalen Geburten ein Zwillingspaar zur Welt, das mit den Köpfen zuſammengewachfſen war und deshalb die Aufmerkſamkeit der Arztlichen Kreiſe in hohem Maße erregte. Faſt wider Erwarten erwieſen ſich die Kinder, zwel Mädchen, als lebensfähig, und nun haben ſie auch einen Im⸗ preſario gefunden, der mit„Emiliſa Stoll“ und ihren Eltern in der Welt herumzieht und die Zwillinge von Vilbel öffentlicht zeigt. Zur Zeit ſind ſie hier zur Schau geſtellt und üben eine ſtarke Anziehungskraft aus. Sie haben jedes ein beſonderes Gehirn, aber eine gemeinſame Schädeldecke, ſo daß man nicht daran denken kann, ſte zu trennen. Das eine ſchaut mit dem Kopf nach rechts, das andere nach links, der Kopf iſt mit lichten blonden Haaren bewachſen. Die Kinder, die mit der Flaſche ernährt werden, wiegen jetzt 18 Kg. Jedes hat ſchon zwei Zähne, und das Zahnen läßt manchmal das eine wim⸗ mern, während das andere vergnügt mit einer Kinderraſſel ſpielt. Der Impreſario meint, daß ſie ſpäter auch noch laufen lernen würden, und zwar gebückt mit den Köpfen gegeneinander, ſo daß das eine vorwärts, das andere rückwärts gehen würde. Sie haben hübpſche, freundliche Geſichter mit roſigen Backen, ſo daß ſie keinen abſtoßenden Eindruck auf den Beſchauer machen. In ihrem großen Korbwagen ſcheinen ſie ſich recht wohl zu fühlen. —— Gerichtszeitung. * Auf ganz gemeine Rüpeleien geſtimmt waren die Taglöhner Philipp Heil und Adam Schweickert, beide don Käfertal, am 2. Ja⸗ nuar, einem Donnerstag Abend. Namentlich Schweickert hat ſeinen kritiſchen Tag erſter Ordnung. Zunächſt überfielen ſie, auf der Straße herumziehend, einen ruhig von ſeiner Arbeitsſtätte in Mannheim kommenden jungen Mann, den Dreher Georg Wahl, über den ſie trotz wiederholter Bitten, ihn doch gehen zu laſſen, dreimal herfielen und ihn ſchwer miß⸗ handelten, ohne daß der geringſte Anlaß hierzu beſtand. Ihre Raufluſt war aber damit nicht geſtillt. Nun lief ihnen der verheiratete Schuh⸗ macher Georg Zimmermann in den Weg, den ſie ebenfalls verprügelten, obſchon auch dieſer nicht das geringſte mit ihnen gehabt hatte. Beide Flegel wußten in der Schöffengerichts⸗ ſitzung weiter nichts zu ihrer Rechtfertigung an⸗ zugeben, als daß ſie betrunken geweſen ſeien. Schweickert trieb die Sache noch am ſchlimmſten. Er hantierte mit dem Revolver. Das Gericht verurteilte ihn zu vier Wochen, ſeinen„Dampf⸗ genoſſen“ zu drei Wochen Gefängnis. %(Freiburg, 24. Febr. Ein Unteroffizier und ein Sergeant des 5. Bad. Infanterzeregi⸗ ments beſuchten am 26. November v. Jain Uni⸗ form eine ſozialdemokratiſche lung gegen den Krieg. Sie hatten ſiſh deshalb am Samstag vor dem Kriegsgevicht der 29. Diviſion zu verantworten. Der Sergeant wurde freigeſprochen weil er, wie er vor Gericht angab, den Charakter der Verſammlung nicht kannte, der Unteroffizier aber, der die Ankün⸗ digung der Verſammlung geleſen hatte und daher wiſſen mußte, worum es ſich handelte, er⸗ hielt 4 Wochen Mittelarreſt. )(Konſtanz, 23, Febr. Wegen Sac charinſchmuggels verurteilte das Schöf⸗ ſengericht ein Mitglied einer weitverzweigten Züricher Saccharinſchmugglerbande in der Per⸗ ſon des 28jährigen Schweizers Johann Jonas zu 6 Monaten Gefängnis und 500 Mk. Geld⸗ ſtrafe, welche im Falle Nichthezahlung in weitere 100 Tage Gefängnis umgewandelt werden Er hatte 15 Kilo Süßſtoff von Kreuzlingen nach Konſtanz gebracht und iſt in Singen damit ver⸗ haftet worden. Der Mann iſt laut„Konſt Ztg.“ erſt einmal in Kempten wegen Süßſtoffſchmug⸗ gels mit 10 Monaten Gefängnis beſtraft, ob⸗ wohl er nach ſeinen eigenen Angaben ſchon etwa 20mal geſchmuggelt hatte. Der Suüßſtoff und das bei dem Schmuggler vorgefundene Bargeld, Lehte Nachrichten und Telegraume. Kaiſerliche Genugtuung für den Pächter Sohſt. Berlin, 26. Febr. In ſeiner Rede im deutſchen Landwirtſchaftsrat hat der Kaiſer von eluem ſeiner Pächter geſagt, er habe ihn„hinaus⸗ geſchunſſen“, weil er nichts taugte. Für den Pächter hat dann in einer Reſolution die Land⸗ wirtſchaft ſeines Kreiſes, mit dem zuſtändigen Landrat an der Spitze, Stellung genommen und es hat ſich ergeben, daß der Kaiſer über die eigentliche Lage der Dinge und die Qualiftka⸗ lion des betreffenden Pächters nicht rich⸗ tig informiert war. Wie eine Korreſpon⸗ denz erfährt, iſt der Kaiſer jetzt aus ſeiner näch⸗ ſten Umgebung auf die Preſſeerörterungen des Falles aufmerkſam gemacht worden und hat ſo⸗ fort das Miniſterium des Königlichen Hauſes beauftragt, einen Bericht Über die wirkliche Lage bder Dinge zu erſtatten. Die notwendigen Er⸗ mittlungen haben ſchon begonnen und der Päch ter Sohſt wird in ihrem Verlaufe nach Berlin geladen werden. Der Kaiſer hat ſich dahin ge⸗ äußert, daß er dem Pächter ſede Ge⸗ nugtuung geben wülrde, wenn ſich heraus⸗ ſtellt, daß ihm wirklich unrecht geſchehen iſt. Für Für diejenigen Beamten, die die unrichtige In⸗ formation des Kaiſers veranlaßt haben, dürfte daher die Angelegenheit auchnochein Nach⸗ ſpiel haben. Hohenzollern und Cumberland. [Berlin, 25. Febr.(Von unſ. Berl. Bur.) Dem Prinzen Max von Baden iſt vom Kaiſer das Kreuz des Großkomturs des Hausordbeus von Hohenzolkern verlie⸗ hen worden. Bekanntlich wirb dieſe hohe Auszeich⸗ nung nur in Anuerkennung perſönlicher Verblenſte um das Herrſcherhaus vergeben. Die Auszeichnung hängt mit der Mitwirkung des Prinzen Max an der Ausſöhnung zwiſchen den Häufern Hohenzollern und Cumberlanb zufſammen. Tariſverhandlungen im Baugewerbe. * Berlin, 26. Febr. Im Reichstage wurde geſtern unter dem Vorfitz der Gewerbegerichtsvor⸗ ſitzenden v. Schulz Berkin, Dr. Prenner⸗München und Dr. Rath⸗Frankfurt a. M. die Verhandlungen itber einen neuen Tarif für die Maurer⸗, Zimmerer⸗ und Bauhilfsarbeiter auf genommen. In der Generaldebatte erklärten ſich die Arbeitnehmerbelegierten berelt, auf die zurzeit nicht beſonders günſtigen Baumarktverhältniſſe Rückſicht nehmen zu wollen. Keineswegs aber könnte der be⸗ ſtehende Tarif ohne Aufbeſſerung für die Arbeiter einfach verlängert werden. Die Verhandlungen ſollen beute fortgeſetzt werden. Zentrum und Heeresvorlage. Berlin, 26. Febr.(Von unſ. Berl. Bur.) Aus München wird gemeldet: Der Nieder⸗ bayeriſche Bauernverein hat in ſchle Generalverſammlung in Paſſau eine Ent ⸗ chließung zur Heeres⸗ und Deckungsvorlage ge⸗ faßt, welche folgenden Wortlaut hat: Der Niederbayeriſche Bauernverein richtet an die Vertreter des deutſchen Volkes im Reichs⸗ lage die Aufforderung, einer etwa nolwendig werdenden Vermehrung der Land⸗ und Seemacht des Deutſchen Reiches nur dann die Zuſtimmung zu erteilen, wenn vorher die Deckungs: ſrage in einer Weiſe gelböſt iſt, daß das mobile Kapital in gleichem Maße erfaßt wird, wie der immobile Beſitz des bäuerlichen und bürgerlichen Mittelſtandes, der ohnebies ben größten Anteil an einer ſogenannten Blutſteuer zu tragen haben wird. In der der Generalverſammlung folgenden öffentlichen Verſammlung kennzeichnete der Führer des badiſchen Zentrums Abg. Feh⸗ renbach die Haltung der Zentrumspartei zur Militärvorlage folgendermaßen: Das Zentrum habe einmal aus Pflichtgefühl und Vaterlands⸗ liebe vor einem finanziellen Zuſammenbruch ge⸗ rettet und darauf die beiſpiellos verlogene Hetze des Liberalismus und der Sozialdemokratie jahrelang getragen. Es werde aber um keinen Preis mehr unter dem Hurrataumel derſelben Liberalen die neue Heeresvorlage genehmigen und dann wieder zur maßloſen Durchwlhlung des deutſchen Volkes durch den nämlichen Libe⸗ raltsmus für die Deckung der Vorlage ſich auf⸗ opfern, Das hahe das Reich durch ſeine Unge⸗ rechtigkeit in der Jeſuitenfrage wahrlich am Zen⸗ trum nicht verdient. Die franzöſiſchen Heeresverſtärkungen. Berlin, 26. Febr.(Von unſ Berl. Bur.) Aus Paris wird telegraphkiert: Die Budgetkom⸗ miſſion der Deputiertenkammer erhlelt geſtern vom Kriegsminiſter und Finanzminiſter die Mittei⸗ lung, daß ſte am nächſten Montag eine Armee⸗ krebitvorlage in Höhe von 500 Millionen Frs einbringen werden, um die notwendigſten Arbei ten für Kriegszwecke zu beſchleunigen. Die Kom miſſion hat darauf ſofort ihren Berichterſtatter gewählt. Die Wahl fiel auf den der dreijährigen Dienſtzeit günſtig geſtimmten Deputierten Cle⸗ montel. Die Frage, ob⸗die franzöſiſchen Etabliſ⸗ ſements imſtande ſein werden, alle von 1913 bis 1918 in Ausſicht genommenen Neuanſchaffungen zu beſorgen, wurden in den vom Kriegsminiſter und Finanzminiſter gegebenen Koſtenaufſtellun⸗ gen nicht berſthrk. Ebenſo bleibt die Deckungs⸗ frage vorläufig offen. In einer Abendzeitung iſt davon die Rede, daß eine innere Anleihe in Altsſicht ſtehe. W. Paris, 26. Febr. Aus LZyon wird gemeldet: In der geſtrigen Rekrutenaushebung gab der Generalſekretär der Präfektur den Ge ſtellungspflichtigen die Vorteile und Vergünſti gungen bekannt, die denſenigen Rekruten zuteil wülrden, die ſich zu einer dreijfährigen Dienſtzeit bei der Kavallerie verpflichteten Von den 205 Geſtellungspflichti⸗ Veichsländiſche Politik. Sturm im Landtage. w. Straßburg, 25. Febr. In der heutigen jüngſten Beſchuldigungen des Abgeordneten fahren hätte. niſch⸗Weſtfäliſchen Zeitung! könnten aber nach dieſem Ergebnis der Unterſuchung an, daß Generalſtabsoffiziere hier nicht in Betracht kom⸗ men, hingegen halte er die Behauptung voll⸗ kommen aufrecht, daß andere Offizlere Hetz⸗ artikel geſchrieben hätten. Beteiligung des Staagtes an dem Kaliberg⸗ bau eingetreten. Dies hatte das Ergebnis, daß die Budgetkommiſſion noch einmal in eine ge⸗ naue Prüfung der Sache eintritt. Den größten Teil der Sitzung füllte die mehr⸗ ſtündige Debatte bei dem Etat des Unterrichts über die Entlaſſung des wiſſenſchaftlichen Hilfs⸗ lehrers Dr. Stadler, früher in Forbach, aus Hierbei kam es zu heftigen Szenen zwi⸗ ſchen der Regierung und beſonders dem Ab⸗ geordneten Hön, der behauptete, daß Dr. Stadler lediglich wegen ſeiner politiſchen Tätig⸗ keit gemaßregelt worden ſei. Der Präſident dez Oberſchulrats Dr. Albrecht erklärte, die Vor⸗ würfe ſeitens des Zentrums für ungerechtfertigt. Nicht wegen ſeiner politiſchen Tätigkeit ſei Dr. Stadler gemaßregelt worden, ſondern weil er ſeine Pflicht in der Schule vernachläſſigt habe⸗ Staatsſekretär Zorn v. Bulach gab die Erklä⸗ rung ab, daß die Regierung den Fall Stadler objektiv und ohne Anſehen der Partei geprüft habe. Die Angriffe gegen den Präſidenten des Oberſchulrats ſeien vollſtändig ungerechtfertigt. Die Debatte dehnte ſich bis nach 7 Uhr aus. Nächſte Sitzung: morgen 3 Uhr nachmittags. Der Staatsſtreich in Meriko,. W. Newybrk, 28. Febr. Nach einem Tele⸗ gramm aus Mexiko habe Huerta den Befehl erteilt, daß die Porträts des früheren Präſtden⸗ ten Diaz, die auf Befehl Maderos aus den öffentlichen Gebäuden entferm worden waren, an ihren alten Platz zurückgebracht werden ſollen. W. Newhork, 26. Febr. Die Bahnverbin⸗ dung mit den Vereinigten Staaten über Laredo iſt noch unſicher, da einige Brücken in der Nähe von St. Louis de Potoſi verbrannt ſind. Die Linie zwiſchen der Hauptſtadt und Verakruz iſt nicht unterbrochen. m, Newyork, 26. Febr.(Pr.⸗Tel) Aus Mexiko wird gemeldet, daß die Familie Maderos demnächſt nach Europa überſiedeln wird. Die Meldungen über Unruhen in Matamoros ſind unbegründet. Aus Indianapolis wird berichtet, daß die Ab⸗ reiſe hieſiger Truppen nach Galbeſton infolge der Unmöglichkeit, Bahnzüge zu erhalten, verſchoben wWürde. 5 2 2 4 3 Der Balkankrieg. Der Kampf um Adrianopel. 25 W. Paris, 26. Febr. Der„Matin“ erhielt aus Abrianopel eine vom 22. Febeuar batierte Privatbepeſche folgenden Inhalts: Seit dem 31. Januar unternehmen die Bulgaren verzwei⸗ felte, aber fruchtloſe Anſtürme. Sie be⸗ ſchießen die Staßt in graufſamer und unmenſch⸗ licher Weiſe. Die Konſuln haben bei ihren Bot⸗ ſchaftern gegen bieſes unmenſchliche Bombarde⸗ ment Einſpruch erhoben und für ihve Staatsan⸗ gehörigen die Ervichtung einer neutralen Zone verlangt. Die Stabt iſt mit Lebensmitteln ver⸗ ſehen. Schükri Paſchn und ſeine Offiziere und Soldaten verteldigen die Jeſtung heldenhaft. Friedensſtimmung in Konſtantinopel. Konſtantinopel, 25. Febr. In Stambuler Moſcheen und einigen mohamedani⸗ ſchen Theologieſchulen wurden vorgeſtern nacht Aufrufe gefunden, in welchen das jetzige Kabinett wegen der Fortſetzung des Krieges getadelt und die Politik des früheren Kabinetts als richeig bezeichnet wird. Der Aufruf betont, daß, da die europäiſche Türkei nicht mehr zu halten ſei, es unnütz wäre, Söhne Albaniens dafür zu opfern. Die Aufrufe ſollen auch unter der Armee verteilt worden ſein. Die Polizei hat eine ſtrenge Unterſuchung eingeleitet. Feergte rde Teint. Alles dies erisuft die nur allein sskte 39 Mark 21 Kr. und 6 Franken wurden beſchlag⸗ nahmt. ————————— — ˙ A—————————99—————— gen ließen ſich aber nur 3 verlocken, ſich zu einem ſolchen Dienſte zu melden. aben. macht rote, 3 e ar in einer Nachkt well gad —— 5 Plenarſitzung der Zweiten Kammer des Land⸗ tages kam Unterſtaatsſelretär Mandel auf die Hauß zurück, daß nämlich Generalſtabs⸗ offiztere hier für die„Rheiniſch⸗Weſt⸗ fäliſche Zeitung“ Arttkel ſchrieben und erklärte, daß der Abgeordnete Hauß in dem der Regierung zugeſtellten Material als Beweiz angeführt habe, ein Generalſtabsoffizter habe der„Straßburger Poſt“ einen Artikel ange⸗ boten, den dieſe aber abgelehnt habe und dieſer Artikel ſei dann mehrere Tage ſpäter in der „Rheiniſch⸗ Weſtfäliſchen Zeitung! geſtanden. Der Chefredakteur der„Straßburger Poſt“ habe aber ihm(dem Unterſtaatsſekretär) verſichert, daß ihm kein Artikel von ſolcher Stelle ange⸗ boten worden ſei, der dann eine Ablehnung er⸗ Als Korreſpondenten der„Rhei⸗ nach Ausſage des kommandierenden Generals überhaupt keine Generalſtabsoffiziere in Be, tracht kommen. Abgeordneter Hauß erkannte Sodann wurde in die Verhandlung über die 4 7 —— I aSSrSSSO7 Kkeit auf. Peise erfüllt haben. Maunheim, 28. Febrnar. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagblarr) 7. Seſte. Geſchäftliches. Die Geſamtauflage dieſer Ausgabe enthält eine Beilage der Firma„Warenhaus Kander“ betreffend Serlen⸗Tage. Wir emofehlen dieſelbe einer beſon⸗ * —— Volkswirtschaft. rün u. Bilfinger.-., Mannheim. Im Geschäftsbericht wird ausge⸗ kährt: Das abselaufene 7. Geschäftsjahr weist eine weitere Ausdehnung der Geschäftstätig- Die samtlichen Betriebszweige waren voll beschäftigt. Leider haben der regen- reiebe Sommer und Herbet sowie der bis zum Frühiahr andauernde Frost auf die Tätigkeit des Tiefbaues äußerst nachteilig gewirkt, so- daß die gestellten Erwartungen sich nur teil-⸗ Der Auftragsbestand für das neue Jahr entspricht ungefähr dem letzt- jazhrigen. An größeren Bauten wurden neu übernommen: Eine Reihe von Erd-, Maurer- und Betonierungsarbeiten im Bezük der Eisen- bahndirektionen Köln, Elberfeld und Frank- fiuurt aà..; Maurer- und Betonierungsarbeiten für die Kgl. Württembergische Generaldirek- tion Stuttgart; Erd und Betonierungsarbeiten für die Stadtgemeinde Mannheim: Baggerarbei- ten und Uferbefestigungen am Kaiser-Hafen Ruhrort; weitere Arbeiten an der Westoder- schleuse Hohensaaten u. à. mehr. Wir sind also auch für die kommenden Geschäftsjahre bereits reichlich mit Aufträgen versehen. Von den in Ausführung sich befindlichen sind im pverflossenen Jahre verschiedene beendet wor⸗ den; die laufenden Arbeiten nehmen befriedi- genden Fortgang., mit Ausnahme des Ems- Weser-Kanals und der Rheinkorrektions-Ar- beiten Laufenburg, welche durch im Voraus nicht zu erkennende Gründe Verluste gebracht haben. In Neustadt bei Waiblingen eröffneten wir einen Kalksteinbruch für Schottergewin- unungszwecke. Der Bruch kam erst Ende 1912 in Betrieb. Nach Vornahme reichlicher Abschreibun- gen(M. 902 297)(868 288 ergibt sich ein reiner Veberschuß der Aktiven über die Passiven It. Gewinn- und Verlustkonto pro 1912 von Mark 532918(830 583). In Uebereinstimmung mit dem Kufsichtsrat beantragen wir denselben wie folgt zu verwenden: dem gesetzlichen Reserve- fonds M. 30 o0O(30 oο), Versicherungs-Reserve- fond M. 10 o00(10 o00), 4 Prozent Dividende von M. 4 000 o M. 160 000(160 O000), Tantiemen an Aufsichtsrat und Vorstand sowie Gratifika⸗ tionen an die Beamten M. 132 880(134 0490, 3 Prozent Superdividende M. 130 o00(140 o0⁰ Vortrag auf 1913 M. 60 038(56 5340, zus. Mark 832 918(530 883). Der erzielte Bau-Rohgewinn der Zentrale und Zweigniederlassungen beträgt M. 1 776 996 (1 704 9500, zu dem noch M. 36 843(89 884) Ge- winnvortrag treten. Demgegenüber erforder- ten Generalunkosten M. 384 o52(342 176), für das Beamtenfürsorgekonto wurden M. 14 222 (23 7500 gutgeschrieben. In der Bilanz stehen: Kassa mit M. 56711(10 826), Effekten mit M. 8822(8734), Kautionen mit M. 164 814(1 6250, Immobilien mit M. 586 881(595 500), Inventar mit M. 2 550 812(2 426 9340, Mobilien mit M. 5(), Werkzeug und Utensilien mit M. 37 877 (48 668), Holzkonto mit M. 202 613(271 118), Modelle mit M. 1(]J, Einrichtungen, Vorrat etc. mit M. 1 07s 925(1 200 493), Versicherun- gen mit M. 17 206(16 695), Debitoren mit M. 2 307 852(2 173 938), worunter M. 50 000(50 0000 Beteiligungen, Beamtenfürsorge mit M. 73 997 (5 888). Das Aktienkapital beträgt M. 4 Mill. Kreditoren M. 1 088 548(1 571 393), Bankschul- den M. 995 228(422 761) Avalschuld M. 2 183 439 (2 50% 1440, Akzepte M. 150 239(183 354), Hypo- theken M. 66 000(66 ooο), Beamtenfürsorge M. 73997(75 858), Reserven M. 142 000(I11z O00) 5 Versicherungsreserve mit 38 000(45 O0⁰ ark. Deutsche Steinzeugwaarenfabriß für Canalisa- tion und Chemische Industrie in Friedrichsfeld in Baden. In der gestern abgehaltenen Aufsichtstats- sitzung legte der Vorstand Bilanz- u. Gewinn- rechnung des Jahres 1912 vor. Nach Abzug von M. 174 199 Abschreibungen gegen M. 186 286 im Voriahre stellt sich der Reingewinn af M. 444 lo9 gegen 490 375. Der Aufsichtsrat wird in der auf den 12. April ds. Is. einzuberufenden Generalversamm: lung beantragen, eine Dividende von 16 Prozent(wie im Vorj) zu verteilen, obwohl die Geselischaft im Berichtsjahr unter einem iast zwei Monate langen Streik zu leiden hatte. ——— Hartweizengries- und Teigwarenfabriken Hom- burg v. d. H. und Lambrecht. In der gestern in Neustadt a. d. H. statt- gehabten Generalversammlung der Firma wurde die neue Sanierung der Gesellschaft durch Zu- sammenlegung der Aktien im Verhältnis von 4 und die Ausgabe von Vorzugsaktien mit 337 gegen 47 Stimmen genehmigt. Mit dem gleichen Stimmenverhältnis wurde der Ge- schäftsbericht pro 1912 gut geheißsen. An Stelle des durch Wegzug aus dem Aufsichts- rat ausgeschiedenen Pankdirektors Deutsch- Neustadt wurde Bankdirektor v. FHaller in Neustadt Darmstädter Bank) gewählt. Außer- dem wurden noch in den Aufsichtsrat gewählt Geh. Rat Wagner in Lambrecht und Friedrich Wiemer in Frankfurt a. M. Im Laufe der Beratungen wurde ein Schreiben der Staats- anwaltschaft bekannt gegeben. wonach die Untersuchung segen den früheren Vorstand ex zwar vom Untersuchungsrichter abge⸗ schlossen und an den Staatsanwalt weiter ge- geben worden War, dieser aber die Sache nicht für geklart hielt und deshalb die Akten Zzurück- gah zum Zwecke weiterer Erhebungen. 5 Württembergische Vereinsbank in Stuttgart. Der Aufsichtsrat kat beschlossen, der àm 31. Marz stattfindenden Generalversammlung eine Dividende von 7 Prozent, wie in den (i. V. 868 625.) beträgt 4284 209(4 022 705). Der ordentlichen Reserve sollen zur Abrundung M. 91 380 685 der außerordentlichen Reserve M. 250 000(300 o0⁰, dem Gratialien- und Pen- sionsfonds 70 o0(too ooo), der Reserve für Talonsteuer wieder 60 o0 M. zugewiesen, für auberordentliche Abschreibungen auf Bankge⸗ bäude der Zweiganstalten 130 o00(250 oο M. verwendet und 974 480(956 785) M. auf neue Rechnung vorgetragen verden. Württembergische Bankanstalt vorm. Pflaum u. Co. in Stuttgart. In der Aufsichtsratssit- zung vom 25. Februar wurde beschlossen, der Generalversammlung eine Dividende von wieder 7 Prozent vorzuschlagen. Von dem Reingewinn, der sich einschließlich 303 594 M. (i. V. 227 949.) Vortrag auf 1254 286 Mark (1 279 309.) beziffert, sollen 100 co M.(wie i..) der Spezialreserve, 40 000(38 Oο M. dem Gratialien- und Pensions-Fonds, 15 500 Mark (wie i..) der Talonsteuerreserve zugewiesen werden, während der nach Absetzung der statuarischen und vertragsmäßigen Tantieme verbleibende Rest von 311 170(303 594) M. auf neue Rechnung vorgetragen wird. Die beiden Reservefonds belaufen sich nunmehr auf rund 3 512 00 M. Hansa Automobilwerke, Varel-Oldenburg. Die 19085 in Varel gegründete Hansa-Automo- bil-Gesellschaft m. b. H. ist jetzt in eine Aktiengesellschaft unter der Firma„Hansa- Automobil-Werke.-.“ mit dem Sitz in Varel-Oldenburg umgewandelt worden. Die handelsgerichtliche Eintragung der neuen Firma, welche ein Kapital von.4 Millionen Mark hat, ist erfolgt. Die Gesellschafter der G. m. b. H. bekommen für ihre 2,6 Mill. M. An⸗ teile 2600 Aktien à 1000., die übrigen 1800 Aktien sind bereits voll gezeichnet. Bremer Waollkämmerei, Bremen. In der Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen, der auf den 26. März einzuberufenden Generalversamm- lung nach den üblichen reichlichen Abschrei- bungen und Rückstellungen eine Dividende von 20 Prozent vorzuschlagen. Konkurse. Rosenkheim. Aug. Strukely, Partiewaren- handlung. AT. 10.., PT. 18. 3.— Schwall- dorf(Rottenburg, Neck.). Eugen Letzgus, Maurer. AT. 8.., PT. 18. 3.— Schorn- dorf. Karl Gommel, Kaufm. AT. 8.., PT. 17. 3.— Wiesbaden. Sieger u. Co., G. m. b. H. AT. 20.., PT. 5. 4.— Duderstadt. Josef Hey, Landwirt, AT. 27.., PT. 10..— Schiffahrt. Nulsburg-Rukrort, 25. Febr, Amtilohe Notierungen der Sohkter- dörse zu Dufsburg-ubrort, Bergfahrt;: Frachtsätre für elserne Kähne, del Abladungen aut Wasserstand(fur dle Tonne zu 10⁰0⁰ 11 in Hark: nach OGoblenz.—, St. Gdar.—, Bingen.—, Halnz-Gustavsburg.89, Walnplätre dis Frankfurt a. H..10, Hannhelm.00. Karlsruhe 1 Lauterburg.30, Strassburg l. E. .50.— Sohlepplöhne für die Tonne zu 1 ug) gack St. Goar .48—.00 Mk., nach Halnz-Gustavsburg.60—.65 NMk., nach Hann- holm.70—-.75 Nk. Talfrachten für Kohlenladungen(fur die Tenne zu 7000 Kg) Holland. Amsterdam: klelne Sohitfe niedrigst. Satz 220 N. Leerdam: mienere Sohtfte nledrlgster Satz.45 Nk. Rotterdam: mittlere Schlffe nledrigster Satz.27½ Kk. Belgien. goom: mittlere Sohiffe gleürigster Satz.60. Mx. —— Telegrapnisehe Börsenneriehte. Sondon, 25. Febr.„The Baltic“. Schluß. Weizen ſchwimmend: ſtetig ohne beſondere Ein⸗ flüſſe. Mais ſchwimmend: willig bei kleinem Be⸗ gehr. Gerſte ſchwimmend: leblos. Hafer ſchwim⸗ mend: ruhig bei kleinem Handel. * Newyork, 25. Febr. Produktenbörſe. Wei⸗ zen eröffnete unter der Einwirkung günſtiger Wetter⸗ nachrichten aus dem Sübweſten, in kaum ſtetiger Haltung, mit Mai s c. niedriger. Im ferneren Ver⸗ kehr gaben die Preiſe weiter nach, auf a la Baiſſe lautende Kabelberichte und auf Meldungen über größere Zufuhren in Kanſas. Gegen Schluß brach ſich aber eine beſſere Stimmung Bahn, wozu Ge⸗ rüchte über gutes Exvortgeſchäft, Meldungen über umfangreiche Verſchiffungen und die a la Hauſſe lautende Bradſtreetſtatiſtik den Aulaß gaben. Schluß ſtetig. Preiſe unverändert bis 4 c. höher. Mais verkehrte ohne nenneunswerte Anregung. * Newyork, 25. Febr. Kafſee lag per März ſchwächer 5 eutmutigender Kabelberichte, während ſpätere Sichten auf Käufe für europäiſche Rechnung anzogen. Im ferneren Verkehr geſtaltete ſich die Tendenz für alle Termine als ſchwächer, wo⸗ zu Siquidationen und ſpekulative Abgaben den An⸗ laß gaben. Gegen Schluß kam aber wieder eine Beſſeerung zum Durchbruch, veranlaßt durch au⸗ regende telegraphiſche Berichte von den braſilianiſchen Märkten, Meldungen über kleine Zufuhren und Deckungen der Baiſſiers. Schluß gut behauptet. Baumwolle feſter auf beſſere Nachrichten von den Spinnereien, auregende Kabelberichte, Meldungen über kleinere Verkäufe, beſſeres Lokp⸗ warengeſchäft, Hauſſeunterſtützung und Deckungen der Baiſſiers. Schluß ſtetig. Frankfurter Abendbôrse. Frankfurt a.., 28. Febr. Umsätze bis.78 Uhr abends. Kreditaktien 199986 bz. Febr., 200,25 bz. März, Diskonto-Kommandit 190,50 bz. Febr., 190,60 bz. ept., Oesterr. Länderb. 132 bz. Febr. Staatsbahn 152,50 bz. Febr., Lombarden 23,75 bz. G. Febr., 237% bz. G. März, Baltimore und Ohio 103 bz. Febr., Schantungbahn 129,80 bz. Febr., 130 bz. März, Raab-Oedenburger%%0 P 60 G. Hamburg-Amerik. Paket 1S0= bz. März, Nordd. Lloyd 11911876 bz. März. Braunkohle Leonhard 130 bz.., Concordia 326,50 bez., Gelsenkirchen 19478 bz. Febr., Phönix Bergbau- und Hütenbetrieb 286,50—286 bz. Febr., 257—½ bz. März, Eschweiler 20%—98 bz. Febr.,.-Luxemburger 16158 bz. März., Chem. Albert 442 bz. u.., Bad. Anilin 534,50 bz.., Adlerwerke Klexer 590,90 bz.., Fahrzeug Eisenach 122,50 bz.., Maschinenf., Mönus 308.50 bz. G. Elektr. Allgem.(Edison] 234,78 bz,. Febr., 235 bz. März. .15—.30 Uhr:— An der Abendbörse lagen Montanwerte etwas matter. Die Spekulation n ahm dliie schwächeren New Vorker Kurse und die von anderer Seite gemeldete ruhigere Haltung des Stabeisenmarktes zum Anlaß von Abgaben, die desonders Phönix ca. Prozent herabdrück- ten. Am Kassamarkt notierten Kleyer 2 Prozent niedriger, wogegen Moenus 2, Albert 1½, Fahrzeug Eisenach 1 Prozent anziehen Vorlahren, vorzuschlagen. Der Reingewinn einschlieglich des Vortrags von 956 785 Mark konnten. Effekten. Valparalso 28. Februar. Wechsol auf London 10— ew-Vork, 25. Februar. Kurs vom 25. 21. Kurs vom 25. 24. geld auf 24 Stu. Texas comm. 23./8 25.— Durochsohnlttsrat,.—.— Texas pret. 50.— 60.— do. lotzto Darleß./%.¼ Hlissdurl Faoffio l. 38.½ 37.— Weoksel Berlln 95.½ 85./ Natlonal Ballroad Weohsel Parls.171½.17½ of Mexlko pref. 55.— 57.— do. Londen 60 78. 483.25 483.10 d40, 2nd pref. 22.— 23.½ Cablo Transfers Row-Vock Zentral 105.— 105.— Weohsel London 438.50 488.35 New-Tork Ontario Silber Bouillon 60./ 61.—] and Western 29.0¼ 29.½ Atoh, Top, u. St. F& Norfolk u. West 0. 106. s 108.½% oonv. 4% Bonds 100.— 100.¾ Northern Paolflo o. 114.¼ 115.— 4% Colorado S. B. 90./ 90./ Pennsylvanſa oom, 117./ 118— North.Pac, 30% Bas. 65.1½ 68.½ Beadlag oomm. 153./ 154.½ do. 4% Prlor. Llen., 97.½/ 97.% Rock island Oomp. 21. 21./ St. Louls u. S. Fran· do. do. prof. 35./ 37.½ zisko ref. 40% 74.½ 75.—Southern Paolflo 39. 99.½ 8. Pab, o. 4% 1929 89.,/ 89. South. fallway o. 24.½ 285.% Unlon Faolflo dony. 93.% 93./ do. pref. 2 78.½ Atohis, Topeka o. 100./ 101.— Unlon Paoiflo dom. 152.½ 154.½ Baltimore-Ohlo o. 99.— 100.— 0. pret. 86./ 87.— Ganada-Paolfio 229.½ 231.½% Wabask. pref..½.½ Chesapeake-Ohle 71.½% 71/ Amelgama: Copp. 66.— 66.½ Chloago Mwauk. Amerſoan( an. pr. 119.— 118.½ Colorado Sth. oom. do. 17 oom. 38.— 35.— Denv. u. Rlo Grd. o, Amerid. Smelt. o. 67.— 67./ do, pref. do. Sugar o. 114.½ 115.— Erle domm. 77⁸ 48 Anadenga Copp. o. 33./ 84. do. Ist. prei. 42.½, 42.½ General Fr otr. o. 135.½ 136.14½ great Northern 124.% 125.½ U. St. Stesl! erp. e. 59.½ 60.%8 llmols Zentral 121.¼ 122.— do. pref. 107.½ 107./ Lehlgh Valley om. 183./ 184.% Utah Copper oom. 51.— 50.½ Loulsvnle Nashv. 130.— 180.½ VUrginla Carol. a. 30./ 31 Hissourl Kansas Sears Robeuck o. 150./ 181.— Produkte. New-Vork, 25. Februar. Kurs vom 25. Kurs vom 25. 24. Saumw. atl. Hafen.000 6 Sohmalr WIIooax 11.38 11 35 do, atl. Golfh. 20.000 Talg prlma Olty.½.½ do. im lunern 14.000 Zuoker Muskov. 295.95 do. Exp. n. Ar.B..000 Kaffoe Rlo o 12.¼ 12.½ do, Exp. n. Kont..000 do. Februar—— Saumw. looo 12.50 do. März 12.20 11.82 do. Februar 12.25 do, Aprn 12.35 11.87 do. März 12.25 do. Mal 12.48 12.12 do. April 12.14 do. Jom 12.53 12.15 do. Ra 12.05 do. Jull 12.60 12.20 do. Iuni 12.12 do. August 12.66 12.28 do. full 11.89 po. September 12.72 12.32 do. August 71.88 do. Oktoder 12.68 12.21 do. Soptbr. 11.57 do. November 12.84 12.19 do. deremder do. Dezember 12.80 12.14 do. in New- 90. lanuar 1260 12.14 Orl. looo Welren Mr. 2 1000 112.—113.— do, Februar do, März potrol. rat. Casse do, stand. wihte New-Vork do. stand. wihte Palledeiphia Potr.-Ored. Balano Terpent.New-Vork de. Savanah Sohmalz-Mestern 40,(Roh. Br.) Lwerpodl, 28. Fobr.(Sohluss.) Welren roter Wintor stetig 25. 25. Differenz per Mürr J85½%½ 82 5 14 der Ral 705ʃ 110 Mals träge Bunter Amerka per Fob. 5⁰5⁵— 9— La Plats per März 50 5½0/.— 1 Antwerpen, 25. Febr.(Sobluss.) Weinen stet. 25. 21.Jerste 25. 20. per Räürr..05 21.05 per Dexember— der Hal. 20.J7 2047 der Ral..2 17,17 per Jull„20.30 20.30 por Soptbhr.. 15.88 15.90 Köln, 25. Febr. Rüböl in Posten von 5000 kg. 69.—., Dez. 67.—., 65.50 8. Hlamdurg, 25. Febr. Robzucher Feb. 9 67.%½ Mürr.87%½ Ma! .95.— August 10.10.— Hamburg, 25. Fehr..30 Uhr nachm. Kafſee 1975 avorage santos per März 61—, per gal 61 ½, ber Sept, 2 per Derz. 60,% Salpeter 11.977%, per Febr-MA7z 10.57½ ber el 1082½. neuss, 28. Febr. Fruhtmarkt. Wefren neuer la, 2J.—, Ia.—.— Mk.— Roggen neuer Ia. 16.80, Iie, 13.80, la.—.— x. kHafer alter Ja. 17.—, Ia. 16.— Mk., Ruböl 66.50, fasswelee 68.50 gerelalgtes Oel 69.50 Mk. per 100 Klio.— Heu.70—.28, Luxerner Heu.50 Mk. dle 50 Klio, Preseknoben 101 Mk. für 1008 Kli0 Kleie.20 M. Rotterdam, 28, Fobr. Kaftee bek., zucker ben, Tian fest Hargarlne nom. Rübenzucker,. Sloht fl. 11.½, Hargarine prima amerik 72.—, Tinn: Banda prompt fl. 136.—, Kaffes per Rov. 36./% por Dez, 35./ Twerpool, 25. Febr 8 umarkt. Sohlues-Notl deg. Es notleren„amerik..80.—, per Febr..63—, der Febt.- März.52.%, per März-April.52.½, per April⸗Mal.32. ber Nel-juni.51.%, 56r de gen.40.%, per jull-August.38.—. gor Aug.-Sept..3—, per Sep.⸗Okt. 622.—, per Oxt.-Nov..15.—; per Oov.-Dez,.12.—. Elsen und Metalle, London, 25 Febr.(Schluss.) Kup ſer k. stetig, per Kas8e 64.00 3 Honate 64.00.00, eledtrolytio 88.0f., destselecteg 88/½.—69,½ Elnn stetig per Kasse 215.80.90, 3 Rogate 206.00. Blel spanisch, rubig 16.07.06, engksob 16.17.8 Zink runig, gewönntlene Nerkon 28.—.— Sporlal-Marken 25.—26.—. Glagow, 5. Febr. Rohelsen matt. fiddtesborougs warants per Kassa 60/½, per Monat 80%½, Amsterdam, 28. Febr. Zanoa-Zink. Tendenz willig, looo 130% Auktion 124½., New-Vork, 25 Februar. NHaute Vor. Kurs Kupfer Superlor Ingots vorrätig 140%/————.— Zinn Straſts 47 78%8— 7 857/4⁷ 95 kobeison am Mötfern Foundth Ur 2 Stahl-Sohlenen Wagg. frel östi Frbr. —— Schiffahrts⸗Rachrichten vom Mannheimer Bafenverkehr. Hafenbezirk Nr. 1. Angekommen am 24. Februar. Weiler„Mannh. 13“ v. Antw., 6370 Dz. Stg., Getr. Frank„Induſtrie 7“ v. Ruhrort, 3000 Dz. Stückgut. Cremer„Egan 35“ v. Antwerpen, 2200 Dz. Stückgut. Stumm„St. Katharina“ v. Straßburg, 1700 Dz. Stg. Fachinger„Fendel 67“ v. Straßburg, 500 Dz. Stückg. Ehmann„Fendel 7“ v. Straßburg, 2500 Dz. Stckg. Wehner„Köln 50“ v. Autw., 7000 Dz. Stg. u. Getr. 18 25715 7⁵ 16 25/8 75 794 11 Adler„Induſtrie 10“ v. Duisburg, 3050 Dz. Stückg. Gräf„Einigkeit“ v. Straßburg, 2500 Dz. Stückgut. Leuthner„Fendel 66“ v. Rotterd., 4560 Dz. Stückg. Hemſcheidt„Stinnes 81“ v. Alſum, 14 180 Dz. Kohlen Valbach„Köln 20“ v. Amſterd., 4730 Da. Stückgut. Elter„Induſtrie 11“ v. Ruhrort, 3000 Da. Stückgut. Haſenbezirk Nr. 2. Angekommen am 24. Februar. Augspurger„Roſa“ v. Jagſtfeld, 2200 Dz. Salz. Beldermann„Eliſabeth“ v. Jagſtfeld, 1540 Dz. Salz in t Veld„Taventa“ v. Emmerich, 2071 Di. Leinöl. Leuthner„D. A. P. G. 6“ v. Rottd. 6641 Dz. Petrol. Schifferdecker„Vereinig. 50“ v. Rottd., 18 110 Da. Stückgut und Getreide. Schwager„Anna“ v. Notterd., 4800 Dz. Mais. Junker„Vereinig. 11“ v. Karlsruhe, 1500 Dz. Stckg. Hammersdorf„Luiſe“ v. Jagſtfeld, 1760 Da. Salz. Hellinger„Kätche“ v. Jagſtfeld, 1100 Dz. Salz. Egner„Chriſtina“ v. Jagſtfeld, 1470 Dz. Salz. Urmetzer„Titania“ v. Ruhrort, 10 000 Dz. Roheiſen. Hafenbezirk Nr. 8. Angekommen am 24. Febrnar. Kehl„Ehriſtinga 2“ v. Amöneburg, 7500%g. Zement. Eſer„Schawben“ v. Heilbronn, 400 Dz. Stückgut. Eſer„Schwaben“ von Heilbronn, 200 Dz. Stückgut. Koewenig„Kommerzienrat Ph. Karcher“ v. Mül⸗ hauſen, 410 Dz. Stückgut. Hulsmann„Betzig“ v. Antw., 3290 Dz. Stg. u. Holz. Schimmel„Henriette“ v. Antw., 5800 Dz. Stückg. Becker„Ernſt Zudwig“ v. Rottd., 10 000 Da. Stückg. und Getreide. Bruckſchen„Johanna de Gruyter“ v. Ruhrort, 12 428 Dz. Kohlen. Volk„Mannheim“ v. Alſum, 12 768 Dz. Kohlen. Ermers„Kronpr. v. Preuß.“ v. Ruhrort, 6400 Dz. K. Klormaun„Guftav“ v. Mülheim, 880 Dz. Stückg. Wilmſen„Margaretha“ v. Düſſeldorf, 4800 Dz. Mehl Seibert„Tilla Nieten“ v. Walſum, 7320 Dz. Kohlen. Knüfermann„Bayern“ v. Ruhrort, 11 980 Dz. Kohlen Hafenbezirk Nr. 5. Angekommen am 25. Februar. Erker„Heimburg“ v. Weſſeling, 4700 Dz. Briketts. Schmitz„Joſephine“ v. Duisburg, 9925 Dz. Kohlen. Heidcher„B. F. Reed. 19“ v. Duisburg, 10 775 Di. K. Kloos„H. Stiunes 11“ v. Duisburg, 11 950 Dz. K, Hafenbezirk Nr. 6. Angekommen am 24. Februar. Schmitt„Kätchen“ v. Heilbronn, 1335 Dz. Salg. Lentz„Eliſe“ v. Heilbronn, 997 Dz. Salz. Oeß„Hornberg“ v. Jagſtfeld, 1221 Dz. Salz. Krauth„Roſa Sophie“ v. Jagſtfeld, 1056 Dz. Salz. ———..——— Wasserstaudsnaghrichten v. Monat Februar Fegefstatſon vom Datum Rhein 21. 22. 28. 21. 25 26. Semerkungen UHupingen?).820.949.930 95 9,8.82 adende 8 Uhr Lehl.. 121971.80.30.80.78J Fachm. 2 Uhr Raxan. 350349.41.5.82.30 Nachm. 2 Uhr Nannheim.862.72.88.83.8./ Borgens 7 Uhr Baler 94 d78 656.5 Fes. 12 be Kandns..78189.64] Vorm. 7 Uhr Km.. 21320½8182.75 Hachm. 2 Uhi vom Neekar: Mannkeim.87.82.76.702.68.52 Vorm. 7 Uhr Rollbrounn...00.88.0.35.85.88] Vorm. 7 Ubr windetſnt, beitor,—3. BBBnt————BBBBBrrr—n᷑ WIIterungsbesbashtungen d. meteoft, Statten angbefm vom 25.—. Febedar—480, Mltterumgs-Beriehkt über gſe Winterszatlonen der Sohweiz, Ubermittelt duroh die amtiiohe Auskunftsstelle der Sohwelzerisohen Bundesbabaen im internatlonalen öffengiohen Verkehrsbureau, Berlin., Unter den Linden 14, vom 28. Fobruar 8 Uhr morgens. 25F. S datum Zeft 885 2 5 S8 3 0 2 S 8 mm—* 8 25, Februar] Rorgens 7˙ 758.8—50 82 2 Aktages 2 75²7.7.0 88E2 Abenes 97863.0 8tlln 28. Fobruar Horgens 7% 758.2—40 S88W 2 Abobste Temperatur gen 25. Feb...55, fletste Temberatur E 88— Sohnseh 285 Statlonen Ses unterungewerhnten. 282 55 emm 1380 Acelsboden—38 wolkentos, WIngstflt 20—.39 7444] Andermatt 17 57 5 Uder 1009 1886 Aroa. wolkenles, windstu 59—50 991 Les Awants 5 1 10—20 1002 Caun. wolkenios, indotitif 26.—30 1052 Ohamper̃/—7 5—30 1561 Davos-Plat:: 12 Holkenlee, winästif 50.—78 1019Engelberg 8 5 20— 0 7050 Grindelsalgdg—35welenfoe, wWiadstitiſ 20—30 1053 astaad-Saanen—9 75 5 20—30 1169Kanderst. 10wokkenlos, windstiltſ 29.—39 1180 Klesters-Platz—0 00 9 17· 50—75 1477 Lenzerneide,—16 wofkenlos, windstitiſ 40—50 1450 Leysin 4 5 7 5 10—20 27 Luganßo 222 wolkenlos, Windstifl 375 Rentreux 1 8 72 1680 Mürren 7 wolkenfos, WIndst—39 140Rigl-Kaltbadg—3 55 10—20 1088 Sl. Orolx L Rass“ woembnios, windatnl 70—20 1828 St. Noritz-Derf.—15 72 1275 Viilars-Chesſer.—7 wWolkbnlos, Sindstif 30—40 1130[Wafdhaus-Fiſms—4 1 1300 Weissensten—4 wolkenjos, windstiti] 1020 1279[Wengen 7 8 30—40 935 Zwelsimmen wolkenlos, indstül 20—30 PPͤͤ̃—— w Verastwortlich: Für Politik: Dr. Fritz Goldenbaum für Kunst und Feuilleton: Julius Witte; ir Lokales, Provinzielles und Gerichtszeitung: 5 Richard Schönlelder;: kür Volkswirtschaft und den übrigen redakt. Ten Franz Kircher; für den Inseratenteil u. Geschäftliches: Fritz Joos, Dr. H. Haas'schen Buchdruckerei, G. m. Hommen„Franz Hch.“ v. Rotterd., 10 880 Dz. Stück⸗ gut und Getreide. Die ſind ein unenkbehrliches Hausmiktel, daß Apotheken und Drogerien 1 Mark. Ichuppenbilaungen Bacrunl Aunolin-Schuppen-Fomade lassen, drohend bleibt aus oder verläuft harmloſer, wenn bei Beginn der Vorſchleimung im Halſe rechkzeitig ein paar Wybert⸗Tabletten genommen werden. Sie bringen die Heiſerkeit zum Schwinden und erhalken die Stimme klar und friſch. Sie sollte man nicht überhandnehmen sehr beschleunigt. Bei Jahren bewährten F. Wolff& 80 Preis per Dose Mk. 25 und Mk..—. Zu haben in Apotheken, Drogen-, Friseur- u. Parfumerlie-Geschutten. Druck und Verlag der b. H. Direktor: Ernst Müller. 5 e Erkältung diejenigen, die ihre übe⸗»aſchende Wir⸗ kung kennen, ſie im Hauſe nie ausgehen laſſen. Die Schachtel koſtet in allen denn dadurch wird„ der der seit 'schen wird diesem Obelstande am Besten vorgebeugt. e. ring“ Lanolinſeife. Kinderſeife. Aller Damen Freund und verſchwiegen bei der Auwendung, weil dezeut parfümtert, iſt Naumann's„Fauſt⸗ Beſte Tolletteſeife, Paket à 5 Stück 95 Pfa. Einzelſtück 20 Pfa. beſte Familienſeife, beſte Telegramm-Haresse: Margold. ATx dschm ljannheim. Fernsprech-AHnuschlüsse: Hr. 56, 1637, 6436 Falſs niaht susdehekſiob anders vereinbart, verstshen siach unsere Kurse franco Stückzinsen. Kaufer und Verkäufer und bitten ee um Offerte bezw. Nachdruck und sonstigs wlderrechtſichs Benutzung vorboten, Für alie dieſenigen Aktlen, Zebote. Boi allen Geschätton in Aktien onne Sörsenpreis sind wir niemals Oommissionkre, sondergn stets Selbstcäuter resp. Selbstwerkäufer. — Frfällungsert für alle Geschäfte iat———ůj—j—— 8 * 1 2 2 4 2 5 7 8 1 Mannbeim, 26. Februar 1913, Abtellung: Aktien ohne Börsenpreis. Provisionsfrei! B bedeutet: erbitte eet bedeutet: erbitte Offert. Ver- Vor vor- Wir sind unter Vorbehsl: inr Cauler MWir sind unter Vorbeualt lle le. e Wir sind unter Vorbenalt: äuter ſcanner Wir sind unter Vorbenalt Käute- auber 910 ˙ 90% 250 9% 10 9ů0%0 Asehener Banz kfür Handel und Gewerbe liie un Peutsche Valpeterwerke kölsch& Martin 20 197 gohlensaure-Industrie, Eyach 4 91 Kueinische Lederwerke Saarorücken 420 110 Lodorkabrik incl. Genuss-Seneine, 4 91 75 Sehaumsreinfabris Wachenbeim 146 onlno-Hotel. Heidelbere 1— lincleumworke Bedburgeů 12 118 Adler Kalixerke TTTTTTTT„ Steiaiadustrſe-G. vorm Schleioherf 27 Collnaue! Zanawollspluderel und Webere,—210 Melallwarenlabrik. Genüdsscheine M. 20 M 225 Admiralspalast.-., Be. Ain 4³ 38 5 Stein worke, C. Vetter Vorz.-Akt. 45 80 öln-Lindenthaier de aliwerse. Zus. Aktien 20 Kueinschifk,-.-O Vorm Feudel, Mannheim 5— Akſenbi A1 enburg-Sinzhe im⸗ Baden- Baden 0— 5 Stamam-Akt. 12 Issuigsbecher Brauerei, Coblenzgz. 119— ueig- und Seeschiftahrt-Akt. Ges., Cöln 8 90 2⁰ Aktienbrauerei giuse, Hellbroenn 65 60., Bremen 180 174 Kraſtlangzeng.-., Gerlin J 55 80 heinisch-Westt. Elektrizickis- Werk. ssen 152 1⁴0 5 Cöthen Sisam Aktien 55 45 5 JFFFFF 157 reteider Baumwollspinnerei 7 9² 0„ upterwerke. Olpe. 4463 158 85 Vorzutzs-Aktien- ls dagl, Genussschem Mui41 11386 5 Seidenfareerel. Zus. gel. Aktieu 14 Sohachbaugesellschäatt 109 105 5 Suacgkhk„ ei, oeautsch⸗ Coguac B enuere: Tep rixk„150 45 aleinmühlen verke, Maunnelm 12⁴— 5 TTPTi!::: vorm Gebt Machol! 87 81 Kreis-Hypolh.-Buuk, Lörrack 147 144 faodi& Wisusaberger. Bihouterie, etorzheim 112 108 son„235230 oentsch-Oesterr. Dampksch. Gs Hambürg 85 reis Alienaer Sohmalspur-E isenbahn lat 5(1 64 ommel, Weiss& Ca. Müdlneim 78 75 85 Kompten Stamm-Axtienn 79. 1 ennehe z ereigesellschan 76 71„ Jülieher Zuckertabrik. Ameln, Zus.— 100 dounenbet Haunover 15 11² 4. Tone, Ludwigsdurg. 112 bippe Aaschidenlahri, Sehladen 63 79 Ereis uhrorter Stlassenbaunn 145 lö? ftosiny Aühleu-Ak.-Ges., Duisburgzg 150 * Aei— PDiseonto Baus, Berlin 555 4 Sreuzuacher Giashü ie%0 dotweiler Pauenbrauersii„„ 81 2 1 Sgarlouis„iiee.oornkaat“ Brennerei und Brauerei! ⁴⁵35 79 ragersna„14 41 Kahrwerke. Ak.-Gies. Arusberg 418 11¹⁵ 5 Smmerberg— 4 9 85 Dorstene Eiseugiesserel u, Laseliuenfabrik 27 38 Cüunte, Kapp& Kausch.-G. Frankenthal 133 Saar- und Mosel-Bergwerksges. 15⁴ 5 55 10 158 n, Gebr. Atügen 76— Dotmunde AKansabrausrei 8 1 180 Eüstener Gewerkschaft. 3555 1 8 weskennkanderß 7 1 nd Brenberei Krummen 4— 15 gernche Ag 7 40 2— + Dacher 3pi.* 1 4— 18 15 05* 5 Stif sgare Dillingen a. Donauß 86 Büstens 0 Folliase Aanaheim 63— Cuneyl. 2. 0055 55 apecn 5— aonsische Tülltabrik.-., Weea„„ 2 107 Zur Traube Kaufbeuren.. 119 115 Därener Bank 80 5 120 117 Tuustmülue 4 ahach. 5 2 4⁵ 40 Zagewerk, Somdersosgu-LIsuy, Orz.-Akt.* 9725 38 ArtlenzBrag-Veroin Plauen, 148 145 Lolksbauk A, G. alte AktienfN. 470— Eiueg. Godramsfein aſine Lddwigshall, Wimplen 2 1 ⁰5 A= kür Eisenbahn-u MiltärbedarfwWeimar 68 75 Poürlela Ga— Lahrer Braunaus J7qͥͤ— Palzwerke Helloonnnn„ 245 65 5 anhe Verliu— 955 Dässeldorter 841 6⁵ 5 Strassenbahn 8 5„30— f— * ahn f. Optik u. NMegtlapi assel!7 4 1— 0, addeshuter Aühleuwerke Vorzugs- Aktien, 35— Pacuaefter zie, Ptasia„ eee d 2800 für Fune drucn; N 0 üsseldort- 106 103 Landgrafl. Hessische ooud, Landesbauk,— 183 Scheldhauel& Giessiug-G. Duisburg 238 483 5 Hür? 311 ſhlenbe 93 160 Eisengiess 118 114. 1 Kanstmühle C. A. Mexer Naent. B— Pcudlerwerk dodesborg.-G Godesberg. 8 24 3„ehe 93[isennütte 275 263[Land Maschiuent. Kimmermann Halle V. 4A 85— chleipeu& rkeus AK.-Ges., Julilon 85 180 A 135 1¹2 Eisenwerk B 355—Lapp 78 7. Liefvohr, 44 us. gel. Vorz.-Akt. 40 9 Sne 85 dem Neckar, Hellbronn 104 2 7 45 2 8 N Slaubebt 153 Dech-Elestrial saswerke Augsbürg. Scalossoss Aktienmälz 135 1 Nürnberg ben. J. TLafel&(Oo— 153 Leipziger Baufabris,.-G. Vorm Wenckx 46 eulosauo el uud 440 15 aeuerng adiaf berg 4³— 117 12 isertelde H te.8.„ e 5 Seuuellpressenfabrik. Vorz.-Ak. 85 Sehrebel& Kutscubac 1 7 1¹⁸ 117 11⁴ Eisleber Hampkmühle 7 05 Eisleben 3 105 e 20 102 nee e en 4⁵ 4⁰ 5 + ine 6 1 1086 92 rikotage 5 5 7 aen rauüschweig 166— abü eene 117„ Lengeriener“ 955 Iand-Gement und Kalkwerks 80 77 Sselig Emil, Actien-Gesellsohalt, Heilbronn“ 0 5 8010 0 Cement Fabrix 150 piettabrik„Vorz.-Akt. 40 36 Leune, Elektr. u. Ladustrie-Werke. Werdeh! 80— Bes- u. RaAaASChIAsher, 1 05 HeusotBn 7 9 4 580707 1 0 teallrerkovy Gurkensdune 100 Flektrische Ceberſgudzeutraſe Oberhanzen 12 126 Uinolenufabrik Maxi Ailigagen, 92 86[sektkellerei Cuplerberg& Co„ 17³ ollothe: Ustoliork. 18 des. 4, für Plankagsn in Brasill 80 Jönns ussm. gol. Akt. 35— 1 J. Oppuauh, Würzburg.„ 2 87 Has“ Lebonsvers,-Ges. L. udwigshalen 45⁰ M. 425 Eisässischte Gegellseh Jutespianer r r Co. Münenen 160 158 semmler& Bleybelg-G. 04— 845 0„ Schuhlabrik Augsburg— 0 uwWollen am mAkben 80 Lolat Eisenbeton, Düsseldorf, 38 38 Landstunt ⸗ 410 ad Meinberg„„dus, Kol. 4³ Kalk- und Zibgelkabrik, 40—[bolat Eisenbeton Breslau„ 107 i0 siemaudsnall 5 55 140 585 5 Tabasmaaufastur Strassbulg 153143 Lochringer Bau-Gesellschaft.-., Meiz,45— idaleo-.-G. Franz Backnaun Dotmoldl- 55 Neuenahr, Vorz.“ u. Stamm-Aktien 174 165 Werkzeugtabrit, Zoruhok, 99 80 BrauereiA.-.,Devans-les-Ponst. 20⁰— Sise asavνα Gen liscuatt 1 4 115 aeſten 157 e 177 1% glebach J,& Co, Herlorekek 17 167 5 e ke... 55 840— 1 55 l 11 1 Innere eber auxo*+ mmericher Credit 3253ĩ ĩð v00— iegel werde.- Aetz- 48— Pplauer 4 5 323 „PFeuerversicherungsbank, Kartbruhe 150. 210 aehe Ane, en 8 8 LConienwerke 19 dastle,.-G. Voigtstedt 205 200 Splanecel deuhof, Hof. B7.—43 Bant fir o e—Iageſ-lirauetei Heldelberg 81 78 ewendreuerei end. Saen 77 69 PSpluuerel Hüttenh slm Benuleld- 1¹⁰ 1¹ Wonbanneg, ugel& Go,, A. Mülnaüsen, Stamm-Aktieu 35— 5 vopm. Busoh. Aunweiler„ bpumerel 3 * 12 5 23 7 10 650 er 75 r er e Vorzugs-Akt.] 78— kainzer Verlagsansiaaln J120117 Rpfargss N 1115 3 W⁰ 525 und ds werbe, Köln 1133 0 2 5e 2 55 Hrepuntbergau ph Euzöhlung 28— Aalzlabrik*GGG 5 5 5 einnnn 8 2 5* 2 5 3 Weste Veutsche Ramie Ges Zmmendingen 5 N 9 Niedersedlitz. 5„—*„* 1 2 Bin 3 SF 67 15 5 nan Külsrei, Fro! lingholz 105 2 Schweinlur—— 187 8 0 an 88 18—. Hank erein Lelesnkifeben 1% ß Bangus de NMeig 05 M. 560 4 Oes 715 155 e 8 15 9 1 eee 124 Spreugstoll-Fabt Pf 7788 40 23 scher. erm& Alkrec anitz12 7 zhiuenfabrik Chris:opn, Niesk, 8 705 75 7 Barmer.-G, für Bega E. ludügaie 65 60 fksslinger latt 5 3 2 Esslingen 8 04 101 Sprengstöftwer rke Dr. Nähazen Skamm⸗ At01 8 ongegellschat! b eronäung 585 kapſissemen KHle o, Logelbgon 50 8 Esterex in Alt-Oétting 0 5 Vors.-Akl. 111 108 Baubreei Ik& Ed. Wagner, Strassburg.— 180 tablissements Vogel.8, Näy serberg 80„ Fahr Gottmardingen 150 140 Südd. Baumwollindustrie, Kuchen 1⁴0 olundustris Bochelt„ Eupene Hlerbrauetei-Gesellscbäft, Eopen 60 57 Gelslingen zus. gel. Aktien 140 133 Jute-Ludusti te, Maungelm— 1⁰⁸ „ Germanie Npse 10 125 M. 510. 62 0 Kabelwerke Aaunheld, Gendszohein- M. 160 ee 185160 Europa Rilosversicherungsges Barlin 50. 20 Venuletn& Ellenberger,Darms 3. K ern.71 5 f 8 Faorik feiner Fleisecuw. denang, Kulmdachf 110 105⁵ Vorz.-Akt.] 90— 5 osvers. A Ges, dueon 993 Aoe ee m. en 1 5 kür Gummilösung Kur h Otkenbach 5 17⁵ 5 61 Akt. 485— 8 5 87 8 50 10 mietl. Gitt 2. Düsseldlorf vollg. Akt. 2„ Form. Hartmann, Offenbach. 0 55—25 5 6 Weie e— 90 Pärberei Gleene Akt-Ges. Orefeldd 175 990 1 8 Staktde, 7FFTTT 1755 60 auchan„ 35 ery Welbrül 3 5 * Speg'er. 5 5 78 Fahr Gobr., At.-Ges., Pirmasenz 70 e fkathllasanütte, Aktien„ 41466 133„„ 7 5 75 Verdlngen 76 75 alzzlegelei Alpirsbach' in Kipersvacb 1— ayer& Oo., Commanditgeg., Metaga 167 1⁴ 60 87 und Wärperei Furtn— ſih tarb ung Gerbstolverke Paul Gulden& 0ö. 19— Neauss Püanzüugs-tegellschaft, Berlin 1 15 San 15 11 Bavaria-Brauerel, Altona 121li: ben&. Woltt Akt-Ges kHabelzeuwerd“. 1„. Aechauische Baumwollspianerel Kempfen 174 e 13353E 2 Baxer, Aktienbrauerel, Aschskenburg 30 beldschlässchen Erauerei Welma 115 1100„ Blindfadenlabrik, Oberachern[4ʃ3— teru 1 7* 13 bseane. Senlf „ Prauereigesellszehalt, z5 relutern. 96 85 a e und 21. 366 1l. 5 eeee ebee 1 bigh. 160 166 080 kasuburg 83. IM. 85 5 zeineusp. u Weberei Aemmia 2 a 7 e e 5 0 90 Schocnreuts-Kavonsburg 162167 5 Neis-Fubrik and Weberel, Iesehes 188483 Bück VersAxt 15 1¹⁸ Benz& Oo, Maunheim Flink lelsen- und Brongeglesserel, M eim 50—„ Woederei, Raveusberg, Schildesche136 1* bnttdarter bokersane, en 5 1 er Akt-Ges La Houvos 147144„55 180 100 8 218 Helidrenn i 9003 400 2 Tamobilien- and Baü-Geschätt 167 165 eee eeee 24 Volksbank in bes reisenheim-Schmeisbacher Mälzere! 94 8 A. 525 Hieder Gehr.-G. Duisburg. 00 85 Fraskfürter Naidee en 19 Hanszlaus 1 Menden& Schworte, KIsenwerk,— 15 5 Eadenburzer. 9. +. 3 555 5 tamm- 5 ardn an ee Palmengarten a. 650M.606geröt kreres, Blerbrauersl!„ i0 Terrain At-Ges Buvarle HAyl 30 Hlerprauereiges Huttenkrenz Etllingen“ 80 5 2 215 Bierbrauerei z. Sternen, Graf, Golmadingen 110 Friediich Heiurieh Steinkonhlenberzwerx 00 40% detall-Industrie Rienter, Pferzhelm 229 24ʃ5 5 0 Auuchen-Nord-Oat 5 15 Bille er& Klunz.-., Aschersleben 107 102 Casanstalt Kaiserslautnnꝛn 2% faetall- und Lacklerwarenfabrik Ludwigsburz 1 162 9 8„ sbamn 90— Billing& Zoller Stamm-Ak.“ 9% Gasappara und Gusswerk. Main:: 2 18 etropolthes er Berlin J27— Lerkam.—58 unchen-Os 5³— Vorzg.-Akt. 102— Gas- d. Elekirizitäts- Werke, 2 855 1. L..16lel fzletuele,& Co., München 468— eerain-Gesellsenzit Grbis 2— Bitiertelder LUouisengrube 252 247 Kol!g 10 ANetzer Brauerii]33— terram Beuges. Sudeude, 0 ne 87— Bleicheref, Fürberef Appret-Alst. Slutigar—105 Gantinger Immob.-Ges, Münche n 8 ffeyer Rud..-O. kür Maschinen u. Bergbau etiugen Falzgiegelei& Verblen taintabrix 0— Boohumer Bergbrauere! 65 ebr Adt, Forbach 145⁵ Mülnelm-Ruhr 6 48 Poumaareuiablit chwandorrt 410 50 Bödleker Carl& C0. 8 184 120„ Fevolst.G, Relchenbranea 80— MMNittelbad. aruugreigesellsch. 2. Greitfen,-G. 38— Tnouwerk Kolbmoor..— 414 2— 8 Böhmisches Brauhaus, Ins orburg„„„ Seudndorſt, Düsseldorf 163 + Mitteldeutsche Hartsteimndustrie 120— uuluger Bielx eisstabrik, blfes„„„86 82 Bonner Altienbrauerel 8 80„ Voefter A.., Ziegelworke, Plorzheim. 90 35 Ai teldeutschke Freuhaudzesellschaftz. 103— auriuger Malzfaortk, Lalge 3235 14⁰ Braueref Form, Armbruster& 00., Oftenbürg. 87 Seestemünder Bank Geestemünde. 147— Mosbacher Aktienbrauereij vermals Hübner 383— Pramways., Mulhausen 11— 4—. „.-G. Diedenhofen-Nieder-Jeutz 144 140 Germanis Brauerel Hargel bei Bonn 10³ 2 Mlotocenfabrik Darmstadt„ Vorz-Akt.] 47—.ockenplattentab.ik 8e eadener— 4— 163 „ Streib-Ras att, Stamm Aküienf 16— Sermagia Brauetei Mülheim. 5 Mäulburger Braueref(Seldeneek!) 97— rullt⸗brix Aehlteuer— 1 9⁰— 5 Vorzugs-Ak jen 65 sermania-Länoleumwerke Bietigheim 0 ühlenthaler Spinnerel; 5 2— Punreniabrik Na Söhne, Tarbwangei 7³— 8„ Tbale Har). 47 etreidekommisgion 4. Düsseldort 145 l41 aller, Reinbard, Akt-Gies., Gutachh 194— 11 5— 85 „ Eslan, Durlaangn 116l0s(ſessere! 80N& Co. Akt.-Ges. in München] 4 4% Mühlenthalers Buch-u. Kunstäruekerel,.-G. bimer Braustelgssslisenstl, Stamm-Aktien 6 855 „ Geismanm Akt-Ges, Fürfi: 0— Glashütte 8t lngbert. 4 München. 88— Votzugs-Aktien 67 6³ „ Foöwenburg Zwolbrilcken 68— Görlitzer Aktien Brauere:— 308 ünden-Hlldesheimer Gummizvaren-Fabrlken 165[onlonbrauerel Düsselder„ 43— 685 Lutz, Saarburg. I) 94— 50 Bgene e 140 furgtal-Brauerei v. Degler Gaggenan* 5 5 Aulslunee][ 60 5 8 ohnitzler, Hemmerden Friobel'sche Brauerel, Eiste 5 15 Neckar-Dampfschiffahrts-Ges., Heilbronn 7 amburg. 1 0— „ Tlivollhl Creteld 8 100 90 zonguer Haukvetein ter Hors Ledeboer 120 115 Fahrzeugwerke.amm-Akt.] 118— nion FProjection 4. G. Prankfurf a... 476% 275 „ Finn.., Berka à. d. Werra Arund- und! Ipgtuekenbenk. Plauen 100 96„ Vorzugs-Akt 1;—, Unionwerks.-., Faur EBeadeleielnkichtüng 1 1 5 Zährin Schwetzingen.-A] 42 855 Summtprarenfdbrik B. Polak.-G. 5 alters- 9 abtüe Versich.-Gésellschaft, Fransfurt M70 f140[Verein für ohemische Industrie, Manzna 2³⁰0 Brauerelbank G arlottenburg hausen— Reupurger Kieselweiss 5— PVer. B auerelen Silber& Spelser, Reutlingen 52 48 Brauereigesellschaft vorm. Fr Beltterrrrggl HKaten- a80 Eagfe Akt 10 5—2* FJeuo golmr 3— 100„ Braueleien 20 Löwenb. au 10 Vorz.-A 105⁵ 101 Hagener Gussta orz.-Actieninn 2 2 Dampfercompagnie ttin Dackinger Tompetelbrau-G. Waluahu.— St-A 96 9 Hagenel Teztilindustrie Gebr. Elbers 81 8⁰„ Photographische Gesellsch.. Vorz.-Akt.] 85 80„ oOnenn. Fabriken Ottenzen-Blaudenburg.— 50 — vofm. Mexer& Sönhe. Riegeiſ—176 Haſtesche MHalzfabrik, Halle à. 8. 161 157„ Tuchmauntactur Blachmeller 16„ Deceufabrik GalI,ß 4400 183 * 33 Moninger, Karlsrube 150145 Hambur-Amerik, Uhrentabrik, Aohramberg— Neuessen, Bergbau-Gesellschafft. 414 754 Eiseusdule,.Aue, elen„99 9⁵ JNat, Heidenbeim 40— Haunoversche Kallwerke Stamm-Aktien] 68 65 Neusser Lagerhaus- Gesellschaft. 107 Fabwerke W Urban& Cie. Karzel„10 10⁵ Braunschweiger Mäschinenbau⸗ Anst,, Vorzugs- Hansa Automobil 4, G, Vare! 20 11* Papler-: und Pergamentfabrik 1 168 5 Eilziabiken Glengen J43 189 Antienf 96 90 Hansa-Brauerei Labeck 9⁵ 90 Niederr. Dam schleppseßift, Püsseldor8 ³„ Freiburger Ziegelwverke 87— Bremer ummiwerk„Roland“ 69 66 Hausa-Haus Akt, Ges. Wunnhelm 87— Niederrhein. Hachsshinaevel, Dülken 115 11⁰„ Glossalmerodef Thonwerke. 17² 167 Premer Lepensverslcherungs.-Bank. Bremen-„0 Harburger Müplenbelr., Harbarg zug. gel. Ak 148 145 Vorddentsche Celulloseabrik, Syndizats ück 21 203„ FKuustmuhlen, Landshuüt, vorm. Krämer 5 8 1015.N 125 134 Sgan 15. Lanubrsch. 10 44 Varet Hamburg 11 2000 15 e 14 161 3 2 f 1¹ 1 1 168 Hellbronner Baugesellschaft 10 Nor ersie es Hamburg ampiziegeleien Iugolstadt 15— Rruebsaler Blagerei-Aktiengesellschat. 6⁴— G08. erhskusse Akt.-Ges— 118 ordhausener Titienbrideref 113 115„„ neue Verz.-Aetien 55 5 Brueßmaun 0. Müpehen 2% Ihelntstätten. Akt.-Ges fierin 7 174 Fordhausen-Wernigerode.-B. Akt, Lit. B. 36 d% Vereiuigte Werkstätten l. Kunst im Handwerk 25 85 Brücßenbau Flender, Benrath 1 50 Hleldburg, AktienGesellschaſt für nergbau 53 50 Nürnberger Lagerllüöus-Ges., Nürnberg 21 2* 100 ereiusbank Kiel FFFFFFTT. Brüggener.-G. für Thonwaren-Iudustris 158— Helvetia Conservenfabrik, Grossgerau 108 108 Le eusversicherungsbank„ M. 450 N. 400[.einsbrauerel Höhscheide 55 88 25 Bürkerbrüän. 11 246 e 15 5 Lüraber 55 N te ee e 11 15 erlas Cari Marfels Berlin 8 91 * 2„ 8— nsheim& Co 8 8 68 55 üscke 0 Aschinenbau, Stettin 85 10 annh Bürgerliches Brauhaus Bonn 1— vorm. Genz, Heidelberg 8 8² 8 Oberlranzische Bank 58 52 eeeee eee eim—5— 5 ** Porimunn 90 8o Hesslerkgerrmeun, hem,Fabrikkazühntant)“ 6 Overkasselex Bierbrauerel-Gesellsohatt„ d vontnom. Sell- und Kabelwerke, 15⁵ 148 * Duisburg 98— ildesheimer Aktienbrauerei 2 81¹ 78 Oberrhein. Elektrizitatzwerke, Wieslocg 30 K Kastast 8 Freiberg l.., W 15. Hocneſegneneeschinen.-G. für drahtlose Oesterr Petroleumindustrie„Opiag 500 47100 Wagzontabri 30 8 15 15 5 5 11. 0* elegra 8 B 128 Oflenburger Spinneri::i: f „ farbover Priox-Abt] ig 184 ISdehelenwert Lübeme 102100 Oidenburger Glashütte eeben geset enbdirt— 2 . Hernßes 15 140 Hofbränbaus Saarbrücken 55— ptischie Austalt C. P. Göerz, Erledenan 240 230 eduo. er 9„„„„„102— 5 e 5 80 5 Holte dabe ne 5 78 Ostertag-W— 8 750 86—5 9 2 5* 11 * N 8 58 a Uchenlohesche Fäbrmi kabrik. Ak eB. 112 Ostpreussische Handelsmühlen, eum 1 55 88 Purtet. eeeee 12 8 ouenzollernhütts Emden 3³ 33 San Genuss-Scheine g M. 75. 76 derl kee. 12 U1 77 0¹ Hohner, Matth. 14⁵ 144 Otweiler Bierbrauerei, v. Carl Simon 88 N„ 417 1 Buss& Lo⸗ ern 1s 00 olcheus Masch.-Fabr, AblGes, Dinklage 128 119 g0 Phosphate Sns alt 4 ½ C 4% ane ee— 4— 149 9 15 übruck, abut 25 dutlen + 7 foel N5 eee 23 FFF 55 42 2½ 2 2⁰ Weskalr Fuanzuugs. Ges. 105 15 zarbidwerge Leehbruek, Augsburg 8378 Oel Kaiserhol, Wiesbaden 5 unge 4 8 Carolabad Vorz.-Abot. 8 5— Hotel u. Kurhaus St. Blalen 14⁵— 7² 1 pretered shares— 20 g% Westdentsche.Vorz-Akt. 64 58 Casgeler Hafer-Kakao-Fabrnk inin Hlatſenwerk u. Eisenglesserel Micheistaddt— 6 Ppapiertabrik Baienfurt in Württsmberg 167[Wesid. berei Beuel.-Sch.]— M. 100 Celinlosefabrik 170— riamopilien-Ak-Ges. Noris, Nürnderg]587 83 Sebnitz alte— 120 5 8 1 nn* 2 9³ Centtal Verkaufs 1 8 toie von Hinter- zunstadtbrauerei, Passan J 108103 bapvrolinwer“ und Couvertfabrik Konstanz 104 9³ entd e N.„„„ is50 NM 1450 manerungssteinen Berlin 45 4 nselbrauerei Lindau ij. 88. l 45— FFapy us.-., Mannheim 75— es 221 81 7 aR 4˙ 0 88 8³ namof 2- und Kiinkerfabrik. Waldsassen EElulius Siegel& Co. Mauanxn. 112ſſo orthes Fe. A, Ak.-Ges. Gethe Vorz. Ast. 110— ſhes Kal raN 1„lxe 187 9.-Akl. 62—— e 55 90 eibecke a0 kae-Riesenfeld. 34 75 e 1 e 75 emischte Fabii denania Aachen]388] 383 abelwerke Uuisdur N 330 250 kälzische amotter ung honwerk 1 2 Werke Reisholsgs 8 Rh. deyd A Ges. 133 5 Malztabrit Aaunneim 33 115[wiktener Stahlrömenwerke 10 20⁵ Clarenbarg Akl.-Ges., Frechendndn][340880 Fatteehandels-C. Bremen 8 93 Textilindustrie Otterberg„ Vi tener Walzmülle 50 Qlever röctitpank„ 186 180 Kalser-Friedrich-Ouelle Offenbgch. Vor. 262 250 Ptorzheimel Baukverelun„ 132[Woltram-Lampen Forzeg.-Akt—5 10⁰0 Solmare Färb. u. Aph Akt.-Ges. Golmat 75 66 Raiserhof Berlin, Vorzugs⸗ Aktien 53 50 Plauener Bautß 55 118 8 Zus. gel. B 100— Fomp tere des Phosphates de lOgeanie—— aisersl! interer Guss- und Almaturwerk! 154 Polllie, Seilbahnen, Kölu-Zolistock 5 105 wurttemvefß Baumwollspinnerel u Woborei. Concerdiahätte vorm. Gebr. Lossen Nars. 4 11— Faliwerke St Therese-G. Mülhausen i. Eis.u160— fPomona Ges. Anteile„„„ Euslingen— 150 Consel chem Fabrik Altenburg. Lit. K. 4— Kaikwerk blügkre eiler.-G. Bliockweilel 100— PPertland-Cementfabrik D achenbürg 8⁰ FKattun-Manufakl, Heidenheim 285 20 5 8 5 LIi. 8 46— v. Hein& Stenger, Asghaffe burg 94 5 Cementlabrit Rombach. J10— Leinen-lndus rie, Blaubenren 104 101 „Poraugs-Aküleb] 99— gammgarn Spinnerei Bietigheim Stamm-Akt. 38 35 bortland- Cementwerk, Lertz: 4. Iim 65— Pon Gelslingen 402 398 rgdltbant Duisburg— 200 Vors.-a! 100 97 korsellanfabif E.& A. Nüller Schönwaig 117 ortlaud-Cementiabrik Lauffen 116 11² Crimitschaner Mosefudenfebrn 90— Kammgsrhspingerei vorm. Schwartz& Cio. Stadtlengsfeld zus, gel. Akt. 7⁴ 65 Ziegelwerke Ludwigsburg 9³ 93 Dampfkesgelfabrik vorpl. 4. Rodberg 55— Mülnsusen 5— 100 Porzellanfabrik Zeh, Scherzer& C0., Hehat= 115 ooſogischei Gartell. 5 lin. M1200 u1100 Dami Wenthe⸗„oie Horn 8 95 92[Kapazineroran, Kulmbacb. Vorz.-Akt. 5 72— kreas and Wa¹Ewel Reisnolz 2 2 Frankfürt 22 60 80 BDaabtgtegelol Kualserwörth. Ludwigshafen 45— aklsruber Brausreiges. vorm. K. Sebhreupp— 151 festowerke, AG Chemnitza 78 4 Jsbekswerke Kalsersiautern. 15 11⁵.0 Danepe chg Berlin 85—[Rayserberger Talbelb kKolmar— 28 Preuss. Rüg versichernugs-.-G. Berlin 380 M. 320 Zuckertabrik Bauerwitz nel, Div. 1610/11 104 Denmgel Lederfabrik Lorschbueh 4 110 105 Kieler Creditbank 135⁵ 133[Nappoldewenler Strassennanl-G. 113³ 108 Gross-Geran 8 14⁵— Dessaue Strassenbahn.-G. Dessaun— 53„ Maschinenbau- Aku-Gen vorm. Gbaevel 4⁵— Natzeburger Aktienbraueref 28 2 ECEECCCCCCVPP 155 2 Meutsehe auigotker Tepeie Fueniee] s gbewatggr, d. Fiimpelein 4 C Strassburg 108 ios Negensburgef ör ubaur vorp. Zahn.Ak i8S El. Wauzleben 2 2 Edelstein Ges. vorm. Horm. 60— Ebds%& C. L upus, Brauerei 9⁵— Reichardi Kakab, G m b. HKH. 71 2 275 5 FFTF7T7C7CC0.ͤ ĩ 2⁰ 2³⁰ Erdel(funge Aktlen)/ 257d Fnorr g ER Aktien-Gesgllscb, Heilbroun 260 255 Rpeinau-Terraingesellschafr 38 125. Nauen 240 283 5 Zelr ine-Fabrft en. HAschs! a. M N— 310 ocbelbrauerei.-., Müuchen Stamm-Aktlenl B— bemische Automobil-Ges.-G. Annbs 24¹ 238 8 Stuttgart 5 55 188 185 8 Südwostatriks. 330 518 5 Vorz-Akt. 78— AE Ges. für papierfabrik? Neuss 94 5 2 Tuczno 490⁰ 2886 1 aschinenfabrik 4,,G., Dulsdurg 116 114 oschlin, Schmidt& o0. J75 66„ Glasbütte Ak-Ges. Köln zus. gelA. 25 Ewirnerei Erxsteie 33 welehe in obiger Kursiiste ploht aulgefubrt sind, sind air ebentalg — — — —.— SSSIIISI SSSSN S S S8281115 121 JJJVVVVCVUVT!!!!!!..fß.0 ñ ę ̃ ñã dffßdßßddddddd —— — Mannheim, 26 Februar 1913 General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittaablatt) 9. Seite. 33 · 85550 e57 figſſ inen ſni 1 2 1 22 71188 empfiehlt ſich auß. d. Hauſe 5 15 S Spezialitäten:— 1 re 70 Stoff— Neie, Ailegg 8 1b. Se 6 5 2 Nalhs beberuurst 18„ oanan⸗ Hle. Butter cände-beberuret IJJ%%«ͤ delee enee Jer Bugschdufele eccr0 eescee 8 vahl und guten Sualitäten vorteilhaft bei futtabnk Oer Loch, 90 AE% 50 Pfd. Pfg Eaberech! Bockuirste G ⸗ August Weiss, Mannheim An Wrcausen it u. blelbt dde Margarin. 0 Frankl. Szedewürstzen—— 0 80 Verkaufs-Lokal: nur F I, 10 26700 Handw Sieger in eee lener Mürsiten eeee 88 Se a, 8 ung 2 8a, Heereeeeeedee Badeeinrichtungen e weh 5. baben 5 August Sohneitler Telephen 1720— Saetie 15 geb.„„„„„„ Telephon 1720 2 4 Fabrik feiner Wurst- und Fleischwaren. 0 Fillalen: Meerteldstrasse 40 und Uhlandstrasse 42. 95 ————...—— 29752 Ungeziefer jeder Art eTeor 25 eeeeeee Vertrster: 1 Tel. 5244 fu Ppospekts d. Lorkührun Tausenge im gebraueh.— Hbehste Auszeichnungen, Keine kümmerliche Nachahmung : aàamerikanischer Systeme pedo Shrelbmasehine. N Inh.; — wie Wanzen, Motten. Käfer, Ameisen, AKatten u. Mäuse, beseitigt mit überraschen- bevtsche Versicherung gegen Pggerlefer Anton Sprlnger, 4288. 0 Grösste und leistungsfähigste Strengste Verschwiegenkeit.— ˖ Städtischer Behörden, Brauereien, Fabriken und zahlloser Hauseigentümer 2 8⁴¹ 0 — dem Erfolg unter Garantie die 23071 Teleph, Franz Munen O 8, 13, Desinfektionsanstalt Deutschlands. Glänzende Auerkennungen staatlicher ung 8 ügust Graab lige Nontrnation annheim E5, 12 ohne Verbindliehkeit kostenlas. Ferd. Scheer wurn. Waser NHolzstrasse 9, Telephon 4224 ltest⸗Beltfacerg-eisigungs-Anstat Ut Dampfbetrieb unter fachmännischer Leitung. im Laden R 3, 2a. 0. HGeorg Eichentler, B1,13 -d Osterkarten! Zöpfe! Unterlagen, Turban u. f. w. werden von ausge⸗ kämmteu Haaren ſchön u. billigſt angefertigt. 79144 Damenfriſieren und Sofa u. Standuhr, prachtv. Spozialgeschäft billig zu verkaufen. .7. 208. 76197 52 6 rel mite billi eeeẽ Freff. dn J 1, 5, 3. St. Hinth. Günſtige Gelegenheit für Brautpaare. Hocheleg. Schlafz.(Birk.) nen, m. gr. Matratze und „„ Speiſezimmer mit Klub⸗ Neu eröffnetll Filiale Max Josefstr. 2 vis--vis der Post. 6 Friſche Eier verk. 12899 8 4, 17, pt. 1 Albers Herrenzimmer und ſelten ſchöne Pitſchpine Küche ſowjie verſchiedeneeinzelne Sachen bill. z. verk. 79276 Weidmann, L 13, 24 part. Wegen Uumzug! Verſchiedene hochfeine, Iur beil. Ohne Schöner Sitz Tabe Wassertürn? Potiphar. Roman von Alice und Clande Askew. Aus dem Engliſchen überſetzt von O. Freund. 5¹(Fortſetzung.) Er krampfte die ſchlanken, kräftigen Hände zuſammen, ſeine Aufregung war auf das Höchſte geſtiegen. Flora lächelte und klopfte mit ihrer Schuh⸗ ſpitze auf die blauen Bodenfließen. „Ich habe nicht die Abſicht, auch nur ein Wort von dem zu vergeſſen,“ ſagte ſie endlich.„Die Herzogin von Berkſhire iſt eine unverſchämte Frau, warum ſollte ich ſie ſchonen? Außerdem wird man es dir hoch anrechnen, Paul, daß du ihren Künſten, ihren Bitten widerſtanden haſt. Der heilige Antonius hätte ſich nicht braver be⸗ nehmen können.“ Sie höhnte ihn, ein feiner und wohlüberleg⸗ ter Spott. „Schweig ſtill, ſprich nicht ſo von einer Frau, die du nicht verſtehſt,“ brauſte er auf.„Hen⸗ rietta Temple iſt über jede Kritik erhaben, ſie kann ebenſowenig mit gewöhnlichem Maße ge⸗ meſſen werden, wie eine Königin oder Kaiſerin.“ Flora lachte.„Nein, Paul, du liebſt ſie alſo immer noch? Warum warſt du denn ſo grauſam gegen das arme Geſchöpf und ſcheinbar auch gegen dich?“ Er biß die Zähne zuſammen. Die Aufgabe, vor die er ſich geſtellt ſah, ſchien ſchwieriger zu löſen, als er geglaubt hatte. Flora war Her⸗ rin der Lage und war ſich deſſen wohl bewußt. „Weil es noch Ehrbegriffe gibt,“ ſagte er lang⸗ ſam.„Schulde ich meinem Chef, meinem Weibe nicht Treue?“ Er brach ab und trocknete ſich die feuchte Stirn.„Höre,“ fuhr er fort.„Ich ver⸗ abſcheue es, Drohungen gegen eine Frau aus⸗ zuſprechen, aber ich ſehe mich dazu gezwungen einer anderen Frau halber. Wenn du ein Wort gegen Henrietta äußerſt oder auch nur eine An⸗ deutung von dem machſt, was du gehört haſt, ſo wahr ein Gott lebt“— er ſproch mit leidenſchaft⸗ lüchem Ernſte—„werde ich dein Geheimnis vor aller Welt offenbaren, weil du mich bateſt, dich zu heiraten, und was das Schmählichſte iſt, was du mir in der Bibliothek in Amphlett Cpurt ins Ohr flüſterteſt, mir, deinem Schwatzer. Ich tue es, ich ſchwöre es dir, wenn du ſie nicht ſchonſt.“ Sie wurde abwechſelnd blaß und rot, ſie wand ſich in ihrem Stuhl und brachte ſchließlich faſt unhörbar nur das eine Wort heraus:„Jeig⸗ 7 2 zur Konfirmation empfehlen Korsett-Ersdtz Reformnaus HIpers& Cie. Widerſpruch gehen, er hatte ſie tief verletzt, —VVTVVTVTCTCT—T0T——— Fernspr.: 2184.:::: Gegr. 1869. Kopfwaſchen mit 2 verſch ſchwarze 12898 Wäüsche- und Ausstattungs-Geschäütt 525 LVermisehtes Spezialität: Herrenhemden nach Maas eee ee ee Saloumöbel—— Weibliches Reparaturen werden bestens ausgeführt. verue Turban billigſt. preiswert zu verkaufen. 71 18 2. Grüne Rabattmarken. 25599 Friedrich Frank, P 8,.] Anzuſ. 10—12 u..5 Uhr. Aktmodell Roſengartenſtr. 22, IV. krüonte- 35 70 18 orzuſtellen zwiſch.—12 Uhr 9 1 in der nn pp““ 8288 Kaffee Sternwarte. 792⁴5⁵„„„ e 55 5 8 Spezialgeschäft für Manufakturwaren 1 gesund 4 d 13 Damenkleiderstoffe 715 Seide Sammte billig. Herrenstoffe Telef. 784 sden Druck 14 J. Gross Nacht. Inh. Stetter Der beste Ersatz für den teuren und schad· lichen Bohnen-Kaffee ½% Pfd. 25 Pf. 1 Pfd. 50 Pfs. Ein Versuch überzeugt! 28032 F26 Marktpl. Kcke Gute Elgur Baumwollwaren Weisswaren Reformhaus Albers& Cie. Mannheim, F 7, 18 Heidelbergerstr. 7, 18 beltebergerstrabe „Sag, was du willſt, du kannſt mich nicht här⸗ ter verurteilen, als ich ſelbſt es tue aber das ſage ich dir, ich opfere dich für ſie jeden Augen⸗ blick. So ſteht dein Schweigen gegen mein Schweigen, dein Verrat gegen meinen Verrat.“ Er brachte es nur mühſam heraus, aber ſie ver⸗ ſtand ihn. „Sie wird dich nicht ſchonen.“ Flora ver⸗ ſuchte zu lächeln.„Sie wird zu ihrem Gatten gehen, genau wie ſie es dir angedroht hat, und mit der Lüge deine Ehre und deine Zukunft vernichten.“ Cheſter hob den Kopf und ſah ſeine Schwäge⸗ rin feſt an.„Das wird ſie nicht,“ ſagte er ruhig. „Sie war außer ſich die Aermſte, als ſie das an⸗ deutete. Es war nicht ihr Eruſt. Kein Weib kann ſo ſchlecht, ſo gemein ſein, am allerwenig⸗ ſten aber Henrietta.“ Er erhob ſich, um der peinlichen Situation ein Ende zu machen.„Adieu, Flora,“ ſeine Stim⸗ me wurde weicher und milder.„Es hat mir ſehr leid getan, mehr als ich ſagen kann, daß ich ſo mit dir ſprechen mußte. Verſuche, bitte, dieſe Unterredung zu vergeſſen, wie ich es tun werde.“ Sie ſchüttelte den Kopf und zog ihre Hand zurück, als ob ſeine Finger ſie verſengten. Sie ſah ſchrecklich aus in ihrem unterdrücktem Zorn, aber ſie bewahrte eine gute Haltung und ihre Stimme klang ruhig, als ſie ſchließlich Worte fand, Paul zu antworten. „Du magſt vergeſſen, aber ich werde nimmer vergeſſen, noch vergeben. Was haſt du an die⸗ ſem ſchlechten Weibe, daß du ihren Ruf über den meinen ſetzeſt und daß du deine Frau über wird dich zugrunde richten, Paul.“ Tränen überſtrömten ihr Geſicht, ihr Zorn wandelte ſich in Schmerz.„Henrietta wird dir nie verzeihen, und mir haſt du die Hände gebunden, mir, die ich dich aus ihren Netzen befreien konnte.“ Cheſter antwortete nicht, ſondern verließ ſchleunigſt den Wintergarten, er kaunte nur einen Weg, um Floras Tränen zu trocknen, und den wollte er nicht gehen. Sie ließ ihn ohne aber, töricht und unvernünftig wie Frauen 0 Cheſter ſchritt im Eßzimmer ſeines Hauſes in der Sloane Street auf und ab, tiefſten Schmerz und Entrüſtung in Blick und Haltung. Er war ſoeben vom Parlamentshauſe zurück⸗ gekommen, wo ſie, Henrietta ihn auf der Ter⸗ raſſe kaltlächelnd geſchnitten hatte und da end⸗ lich hatte er ihren wahren Charakter erkannt. Alſo hatte ſie ihn doch beim Herzog ver⸗ leumdet, ihre Drohungen wahr gemacht! Wie niederträchtig mußte dies ſchöne Geſchöpf ſein! Es war ihm freilich aufgefallen, daß des Her⸗ zogs Haltung ihm gegenüber in den letzten Tagen ſehr kühl und reſerviert geworden war, aber ſie hatten ſich ſeit jenem Vorfall nur vor Zeugen geſehen, waren zufällig nie allein ge⸗ weſen, und Cheſter wollte nicht an die Mög⸗ lichkeit glauben, daß Henrietta Verrat ſpinne. Er war beſorgt um ſie geweſen, ernſtlich be⸗ ſorgt, denn ſie hatte ſich bis heute in ihren Ge⸗ mächern verborgen gehalten, indem ſie einen ſchweren nervöſen Anfall als Entſchuldigung da⸗ fiütr angab, daß ſie ihre glänzende Perſönlichkeit eine Weile der Geſellſchaft entzog. Allerdings glaubte dieſe Geſellſchaft nicht an ihre Krank⸗ heit, ſondern zerbrach ſich nur den Kopf dar⸗ über, was dieſe neue Poſe zu bedeuten habe— denn Henrietta und Nerven, das war einfaoch latcherlich. Cyeſter aber lachte nicht. Er quälte ſich mit Vorwürfen, verzehrte ſich in Angſt, er glaubte ſich verantwortlich für Henriettas nervöſen Zu⸗ ſammenbruch. Sie liebte ihn ſo heiß, und er hatte ihr das Herz gebrochen— ſo ſah er die Sache an— während ſie in der Einſamkeit ihrer Gemächer über Racheplänen brütete, und über⸗ legte, wie ſie ihn am beſten angreifen und ver⸗ nichten könnte. Schließlich war ſie ſich klar über den Weg, den ſie einſchlagen wollte, und als ſie hierüber zu einem Entſchluß gekommen war, war es auch mit ihrer Krankheit plötzlich vorbei, und ſie er⸗ hob ſich von ihrem Schmerzenslager. Sie hatte wohl wirklich einiger Tage Ruhe im verdunkelten Zimmer und in völliger Abge⸗ ſchloſſenheit bedurft, denn ihr Geiſt war wie verwirrt geweſen, und ſie konnte den ſchrecklichen Augenblick nicht vergeſſen, nach jener Szene mit ihrem Gatten; ſein Zorn und ſeine Eiferſucht hatten einen zu tiefen Eindruck auf ſie gemacht. Sie war feſt entſchloſſen, Paul zu vernichten, ihres Temperamentes ſind, liebte ſie ihn trotz⸗ dem und ihr Stolz würde nie über ihre Liebe ſiegen, über die hoffnungsloſe Leidenſchaft für den Maiin, der ſie halb verachtete und halb be⸗ dauerte, für Cheſter, der ſie für Henrietta opfern wollte, der ſich ihr gegenüber als Herr bewieſen hatte, mochte er auch der anderen Sklave ſein. ſchwerſte Stunde, die Wunde, die ihrem Stols geſchlagen war, brannte und ſchmerzte, und ſie litt bittere Pein. Aber eines Morgens wachte ſie kalt und ruhig auf, ihre blinde Wut war verflogen, ihr Kopf ſchmerzte nicht mehr, ihre Augen hatten aufge⸗ hört zu brennen. Sie hatte ihre Erniedrigung überwunden, der alte Stolz kehrte zurück. Hei⸗ ter und lächelnd trat ſie aus der Abgeſchieden⸗ heit ihrer Gemächer hervor, um ihren Platz in der Welt wieder einzunehmen. Sie nahm den Lunch bei Prince in Geſellſchaſt einiger Freunde, erſchien bei einer großen Nach⸗ mittagsgeſellſchaft, wo ſie ſich aber vorzeitig ver⸗ abſchiedete, weil ſie den Tee mit ihrem Schwagen ſauf der Terraſſe des Parlaments einnehmen müßte, wo ſie vielleicht ihren Gatten kreſſen würde. Tee auf der Terraſſe, eine Gelegenheit, Cheſter Auge in Auge gegenüberzutreten. Sie lächelte, als ſie ihr Wagen zum Parlament brachte und ſie lächelte auch, als eine halbe Stunde ſpäter [Cheſter mit ausgeſtreckter Hand an ihren Tiſch trat, mit einem heüßen Flehen um Vergebung in den Augen. Sie ſchnitt ihn vollſtändig, wandte ihm kalt den Rücken, und ächtete ihn ſo bor der ganzen Geſellſchaft. Er ſah ſie an, wie vor den Kopf geſchlagen, er konnte es nicht glauben, daß es ihr Ernſt ſei. Sie mußte ihn nicht erkannt haben, die Sonne hatte ſie wohl geblendet. „Herzogin,“ flüſterte er, über ihren Stuhl ge⸗ beugt. Er ſah eine Locke rotgoldenen Haares, die mit ihrem Ohre ſpielte, ſah den ſtolzen Nacken, die ſchöne Linje der Schultern.„Es geht Ihnen beſſer. Sie ſind wieder ganz wohl?“ Eine unend⸗ liche Beſorgnis lag in ſeinem Ton. Fortſetzung folgt. Automatische, elektrische Treppenbaus-Belenchtung. Unterhaltung im Abonnement billigst. Stotz& Cie. und ſie wälzte ſich ruhelos auf ihrem Lager, das Geräuſch des geſchäftigen Londons ein dumpfes Murmeln zu ihr hern Ihr wildes, leidenſchaftliches Herz hafte ſeine Pläne ſchmiedend und verwerfend die langen Nächte hindurch, wenn das Haus ſtill war und nur wie berdrang. 7275 Elektr.-Qes. m. b. H. EL 4, 89. eeeeeeee 980 Haupt-Veriretung der Osramlampe. Stenographi cher Reich Manuheimer Mb. Deutſcher Reichstag. (10. Situng, Dienstag, den W. Jebruar.) Die Tiſche des Bundesrats ſind leer. Bigepräſident Dr. Paaſche eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. Vahlprüfungen. Zunächſt ſteht auf der Tagesordnung die Prüfung der Wahl des Abg. Kölſch(Kehl⸗Offenburg, Natl.) Kölſch ift in der Sbichwaß mit 12 718 gegen 12 709 Zentrumsſtimmen gewählt worden. Die Kommiſſion hat Kölſch ſieben Stimmen abge⸗ sogen, weil ſieben Wähler nicht wahlberechtigt waren, da ſie entweder nicht die deutſche Staatsangehörigkeit beſaßen, oder aus anderen Gründen nicht wahlberechtigt waren. Kölſch behält weiterhin nur noch 12 7086 Stimmen, alſo drei Stimmen weniger als ſein Gegenkandidat. Die Kommiſſion be⸗ antragt daher, dieſe Wahl fürungültig zuerklären. Abg. Dr. Bollert(Natl.): Im Namen meiner politiſchen Freunde beantrage ich, die Prüfung dieſer Wahl auszuſetzen und die Sache zur nochmaligen Beratung an die Wahlprüfungskommiſſton zurück⸗ zuweiſen. Es handelt ſich hier nur um wenige Stimmen, da muß jede Möglichkeit ſorgſam geprüft werden. Das iſt bisher in der Wahlprüfungskommiſſion nach unſerer Meinung noch nicht geſchehen. In bezug auf vier Stimmen iſt unrichtig entſchieden worden. Abg. v. Brockhauſen(Konſ.) widerſpricht als Vorſitzender der Wahlprüfungskommiſſion der Rückverweiſung. Die Frage iſt eingehend tagelang geprüft worden. Abg. Dr. Neumann⸗Hofer(Vp.): Wenn in bezug auf vier Stimmen in der Kommiſſion irrtüm⸗ Ich entſchieden worden iſt, dann muß die Wahl zur Prüfung an die Kommiſſion zurück. Es ift ganz gleichgültig, od die Wahl ſpäter wieder als ungültig an das Plenum zurückkommt. Abg. Schwarze⸗Lippſtadt(Zentr.) verlangt, daß heuke über die Wahl entſchieden wird. Wir machen dieſe Verſchleppung nicht mit. Abg. Stadthagen(Soz.): Wenn Zweifel beſtehen, dann muß die Wahl an die Kom⸗ miſſion zurück. Es liegt kein Grund zu einer vielleicht über⸗ eilten Entſcheidung vor. Abg. Dr. Pfleger(Zentr.)“ ſpricht für Ungültigkeitserklͤrung. Die Wahl wird gegen das Zentrum und die Rechte an die Kommiſſion zurückverwieſen. Die Wahl Dr. Becker—Korell. Die zweite der Prüfungen betrifft die Wahl des früher der nationalliberalen Fraktion zugehörigen, in der jetzigen Legis⸗ laturperiode keiner Partei beigetretenen Abg. Dr. Becker⸗ Sprendlingen. Er iſt mit 12016 gegen 12 012, alſo mit vier Stimmen Mehrheit gegen den freiſinnigen Pfarrer Korell gewählt worden. Aus dem Wahlatt in Sprendlingen ſind eine Reihe gröblicher Unregelmäßigkeiten feſtgeſtellt; in der Wahlprüfungskommiſſion wurde mit Kückſicht hierauf die Un⸗ gültigkeit der bei dieſem Wahlakt für Dr. Becker abgegebenen 189 Stimmen gefolgert, während ein anderer Teil der Konſerva⸗ twen in ſeiner Schlußfolgerung weiter ging und auch die 382 Stimmen, die bei dieſem Sprendlinger Wahlakt für Korell ge⸗ zählt ſind, kaſneren wollte. Dies wurde ſchließlich mit 9 gegen 5 Kommiſſionsſtimmen abgelehnt; die Mehrheit ſtellte ſich dabei auf den Standpunkt, daß man nicht einen ganzen Wahlbezirk aus dem Wahlkreiſe, zu dem er doch nun einmal gehöre, ganz hergusſtreichen könne und daß man nicht den Zweck eines Wahl⸗ proteſtes, die Wahl des gewählten Abgeordneten zu erſchüttern. in ſein Gegenteil verkehren und ſie durch Ausnutzung dieſes Pro⸗ teſtes ſogar noch befeſtigen dürfe. Die Wahlprüfungskommiſſion hat aber dann nach Prüfung einiger anderer Proteſtpunkte 34 ungültige Stimmen für Becker abgezogen und 4 Stimmen Korell zugezählt, ſo daß die Schluß⸗ rechnung für Dr. Becker eine Mehrheit nicht mehr ergibt. Die Koenmiſſion beantragt demzufolge Ungültigkeit der Wahl des Dr. Becker. Abg. Schwarze⸗Lippftadt(Zentr.): Sen ragt dagegen Gültigkent des Mandats. Hier⸗ er wird nach einem Antrag Dr. Spohn namentlich ab⸗ geſtimmt werden. Abg. Dr. Arendt(Rp.): Im Jahre 1808 war ich in einem ganz ähnlichen Falle bei der Prüfung der Wahl des ſozialdemokratiſchen Abg. Sachſe der einzige in der Kommiſſion, der es nich' für richtig hielt, wegen eines formellen Verſteßes dem ganzen Wahlkreiſe eine Neuwahl aufsuzwingen. Damals waren auch die Sozialdemokraten da⸗ gegen, und ſeitdem iſt auch in zahlreichen anderen Fällen ſo be⸗ ſchloſſen worden. Die Wahl in Sprendlingen iſt zweifellos un⸗ gültig; dann aber iſt auch die Wahl Beckers ungültig. Es iſt eine einfache Rechtsfrage Die Kommiſſion hat über die Pro⸗ teſte Beweis erhoben und den Wahlakt in Sprendlingen ſowohl formell wie materiell für ungültig erklärt. Zweifellos ſind die Vorſchriften des Wahlreglements verletzt worden; und auch bei Feſtſtellung des Wahlergebniſſes find grobe Verſtäöße vorgekommen. Dieſes hier iſt ſehr gefährlich. wird für die ganze künftige Geſtaltung des Wahlrechts von den ſcwerſten Folgen ſein. Denn wenn darauf geſehen wird, wie ein olcher Beſchluß auf die Parteiſtärke wirkt(Ünruhe, Beifall rechts und im Zentrum), dann iſt der Willkür Tür und Tor ge⸗ defnet. Wir wollen hier doch nicht auch noch das Recht brechen (Unruhe). Die Wahl muß ſich gewiſſenhaft vollziehen, und da müſſen wir auf formelle Verſtöße ein großes Gewicht legen. Abg. Dr. v. Trampezynski(Pole): Man 85 ſich doch fra welche Folgen nach menſchlicher Be⸗ kechnung die Unregelmäßigkeiten haben die vorgekommen ſind. In Waßt Jalle kann man un möglich zur Gültigkeit der kommen. Abg. Werr(Zentr.): iſt eine öffentlich ⸗ rechtliche dlung; die Kom⸗ miſſion hat es falſch aufgefaßt Da⸗ nicht kaſſiert werden. Durch die Anfechtung einer Wahl kann ein an ſich gültiges Mandat doch nicht einſach ungültig werden. Die Wahl Abg. Dr. Neumann⸗Hofer: Herr Arendt ſoll auf ſeinem alten Schein des Rechts nicht beſtehen; denn ich entſinne mich eines ſehr ſchönen Vorganges, wo der Gemeindediener, der Poliziſt, in die Wahlzelle hinein⸗ war und allerdings, wie er ſagte, während des ganzen Wahlaktes zum Fenſter hinausgeſehen hat. Damals kaſſterte die Wahlprüfungskommiſſion die Wahl, aber da trat Herr Arendt auf und ſagte: Nein, das iſt doch gar nicht ein ſo großer Verſtoß, wenn ein Poliziſt in der Zelle iſt! Der ſchlimmſte Ver⸗ ſtoß, der mir noch bei einer Wahl vorgekommen iſt!l Und jetzt erlaubt er ſich aufzuſtehen und ſagt: Hier liegen ſo ſchwere Ver⸗ ſtöße vor, daß, wenn wir die Wahl zugunſten Korells kaſſieren, wir einen Freibrief ausſtellen würden für alle zukünftigen Wahlen. Ich habe es nicht für möglich gehalten, aus ein und demſelben Munde zwei ſo verſchiedene Standpunkte gzu hören. (Heiterkeit.) Wenn er in dieſer Weiſe auftritt, ſo hat er die Verpflichtung, wenigſtens die Berichte der Wahlprüfungs⸗ kommiſſion ſich genau anzufehen. Was er von ſchweren Verſtößen ſagte,— Dr. Neumann wiederholt eines der von Dr. Arendt angeführten Beiſpiele— das ſteht nicht im Bericht über den Fall Becker, ſondern das hat er aus dem Bericht über die Wahl von Haupt.(Zuruf: Das iſteben die Hauptſachel Heiterkeit.) Was iſt denn hier vorgekommen? Der Wahlvorſteher und der Protokollpoll⸗ zieher ſind eine Zeitlang frühſtücken gegangen.(Abg. Dr. Spahn: Das iſt ein Verſtoß!) Nein, der Wahlvorſtand beſtand aus einer Anzahl von Mitgliedern und der Wahltiſch iſt immer vorſchrifts⸗ mäßig beſetzt geweſen; nur war es nicht richtig, daß beide gleich⸗ geitig frühſtücken gingen. Parteifrage, ſagt Herr Arendt. Nun wir haben ganz genau denſelben Fall bei der Wahl unſeres Parteifreundes Pachnicke gehabt, und wir haben nicht daran ge⸗ dacht, die Wahl für gültig zu erklären. Die Wähler Korells fühlen ſich beſchwert über Unrechtmäßigkeit bei der Wahl, legen dagegen Proteſt ein, und nun wollen Sie die Ungeheuer⸗ lichkeit begehen und dem Gegner Korells dafür Stimmen au⸗ führen! Abg. Stadthagen(Soz.): Es wäre geradezu eine Verhöhn ung des Rechts, wenn man die rechtlichen Ausführungen Dr. Arendts befolgen wollte. Nach ſeinen Darlegungen müßte er ſpäter ohne weiteres 55 die Gültigkeit der Wahl Haupts ſtimmen. Wir werden ja ehen, ob er das tun wird. Die ganze Koſſationstheorie iſt das ſchreiendſte Unrecht. Das Zentrum hat in früheren Fällen auch niemals für die Kafſfation ſich entſchieden. Kaſſiert man wegen Unregelmäßigkeiten den ganzen Wahlakt, dann ſchafft man in allen Wahlbezirken, deren Geſinnung im allgemeinen bekannt iſt, die Möglichteit zu bewußten Beeinfluſſungen des ganzen Wahl⸗ reſultats. Abg. Dr. Braband(Vp.): Wir müſſen die Angriffe des Abg. Arendt aufs ſchärfſte zu⸗ rückweiſen. Wir haben die Ueberzeugung, daß wir objektiw ur⸗ teilen, und wir erkennen es als Beweis der Obiektivität an, daß auch die Nationalliberalen gegen ihren Partei⸗ freund ſtimmen wollen. Wie man ihnen daraus einen Vor⸗ wurf machen kann, iſt mir unbegreiflich. Abg. Liſt(Natl.): Die neue Praxis, die die Wahlprüfungskommiſſion einge⸗ ſchlagen hat, ſollte losgelöſt vom Fall Becker objektiv beurteilt werden. Einige meiner Freunde haben ſich nicht dazu entſchließen können, von der bisherigen Praxis abzuweichen. Die meiſten aber ſtellen ſich auf den Standpunkt, daß eine Kaſſation einzelner Wahlakte nicht zuläſſig ift. Den Vorwurf des Dr. Arendt, daß wir in der Kommiſſion nicht nach Recht und Billigkeit entſchieden hätten, muß ich nachdrücklich zurückweiſen. Wir ſind uns bewußt, daß wir nach reiflicher Ueberlegung aller in Frage kommenden Momente auf die Meinung uns haben, daß wir die Wahl Beckers für ungiltig erklären müſſen. Das objektive Necht führt jedenfalls zu der neuen, jetzt eingeſchlagenen Praxis Tatſächlich ergibt ſich eigentlich ein non liquet. Da aber die Mehrheit ſo gering iſt und die Möglichkeit beſteht, daß eine Minderheit für Becker zuſtandegekommen wäre, ſo müſſen wir uns für die Ungiltigkeit der Wahl entſcheiden. Das beſte wäre unter dieſen Umſtänden, nach dem Vorgang Elſaß⸗Lothringens das ganze Wahlprüfungsgeſchäft einem unabhängigen Ge⸗ richtshof zu übertragen, wie wir es auch beantragt haben. Abg. Dr. Spahn(Zentr.): Die bisherige Praxis hat ſich im allgemeinen bewährt, und wir glauben um ſo mehr daran feſthalten zu ſollen, als die Tragweite der neuen Praxis ſich gar nicht über⸗ ſehen läßt. Abg. Dr. Arendt(Rp.): Ich bin ſehr ſcharf perſönlich angegriffen worden. Es mag ſein, daß ich mich früher anders geäußert habe als heute, aber doch nur deshalb, weil ich mich heute gang auf den Standpunkt geſtellt habe, den das Haus ſeitdem dauernd vertreten hat. Dr. Neumann⸗Hofer hat mir in alleränßerſter Schärfe vor⸗ geworfen, daß ich es einmal für unerheblich gehalten habe, wenn ein Poliziſt die Wah handlung beaufſichtigt. Der Fall lag ganz anders. Der Gemeindediener hatte lediglich den Auftrag, die im Wahlgimmer liegenden Akten zu bewachen, konnte aber von ſeinem Platze aus die Wahlhandlung gar nicht überſehen. Herr Dr. Neumann⸗Hofer hätte ſich alſo die ſcharfen Worte ſparen können. Die bisherige vierzigjährige Praxis hat dahin geführt, daß ſich die Wahlverſtöße imer mehr vermindert haben. In dem Falle Becker ſind auch keine abzichtlichen Verſtöße zu konſtatieren. In Sprendkingen iſt dabei das geheime Wahlrecht vollſtändig illuſoriſch geworden. Nicht bloß ein Dringip, ſondern eine ganze Reihe von Prinzipien wurden hier verletzt. Was würde 8. B. Herr Stadt⸗ hagen ſagen, wenn etwas derartiges bei einer konſerva⸗ tiven Wah! vorgeommen wäre?(Sehr richtig!) Der Ge⸗ danke daß wir für Wahlprüfungen einen Gerichtshof bekommen, iſt gut; dagzu üfſen wir kommen. Abg. Schwarze⸗Lippſtadt(Zentr.): Das bisherig Verſbren iſt einfacher und vernünftiger. Die neue Praxis würde tur der Mogelei Tür und Dio r öffnen. Abg. Dr. Waldſtein(Vy.): Gewiß muß die Wahl allein nach Recht und Gerechtigkeit ge⸗ prüft werden. Aber das Wahlgeſchäft iſt ein einheitlicher Akt, um die politiſche Geſinnung des Wahlkreiſes feſtzuſtellen. Er muß für ungültig erklärt werden, ſobald das mit einem Teilergebnis ge⸗ ſchieht. das nicht ohne Einfluß auf das Wabhlgeſchäft im ganzen geweſen iſt. Eine derartige Wahl iſt ſogar geradezu nichtig wenn nicht erſt geradezu der Nachweis geführt wird, daß das für ungültig erklärte Teilergebnis einen ſo geringen Bruchteil dar⸗ ſtellt, der das Geſamtergebnis nicht beeinträchtigen könnte. Die Minderheit darf eben niemals die Mehrheit unterdrücken oder das Mandat vergeben. Abg. Fiſcher⸗Berlin(Soz.) Das Zentrum iſt in dieſer Frage umgefallen, wie es das ſchon oft getan hat. Abg. Dr. Neumann⸗Hofer(Vp.): Die Haltung des Zentrums iſt ganz unhaltbar und liegt nich⸗ im Intereſſe der Rein heit unſerer Wahlen. Abg. Dr. Pfleger(Zentr.): Durch die neue Methode wird dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet. Abg. Dr. David(Soz.): Sie wollen dem zu Unrecht gewählten Dr. Becker das Mandat zu Recht zuſprechen. Dr. Becker hat nicht den Schein eines Rechts für ſich. Würde ſeine Wahl für gültig erklärt, ſo wäre das eine Ungeheuerlichkeit! Wir müßten ſogar Herrn Korell das Mandat zuſprechen, da er die Mehrheit der Wähler für ſich hat.(Sehr richtig! links.) Da wir das nicht können, müſſen wir wenigſtens die Wahl Dr. Beckers für ungültig erklären. Um fünf Uhr wird abgeſtimmt; da die Nachmittagszüge ein⸗ getroffen ſind, hat ſich das Haus ſtark gefüllt. Die nament⸗ liche Abſtimmung ergibt nach ſehr ſorgfältig mehrfach wiederholter Zählung die Giltigkeitserklärung des Mandats des Abg. Becker mit einer Stimme Mehrheit. Von 320 Abſtimmenden ſtimmten 159 für Becker, 158 gegen ihn, während drei ſich der Stimme enthielten. Das Ergebnis wird vom Zentrum und der Rechten mit jubelndem Beifall auf⸗ genommen. Einer der drei, die ſich der Abſtimmung enthielten, iſt der ſozialdemokratiſche Abgeordnete Haupt. 5 Die Frage der Gültigkeit des Mand⸗ts von Haupft iſt der dritte Punkt der Tagesordnung. Er iſt mit 7 Stimmen Mehrheit in Jerichow gegen den bisherigen Inhaber dieſes Wahlkreiſes, den Konervativen v. Byern gewählt. Die Prüfung der Kommiſſion ergibt eine Mehrheit von 10 Stimmen für v. Byern. Sie beantragt daher die Ungültigkeit der Wahl von Haupt. Abg. Reißhaus(Soz.) ſpricht vor dem Hauſe und heantragt di⸗ Gültigkeit der ahl eventt. Zurückverweiſung, Abg. Graf Weſtarp(Konſ.) beantragte hierüber namentliche Abſtimmung, Abg. Schwarze⸗Lippſtadt(Zentr.)) iſt für Ungültigkeit. Abg. Dr. Arendt(Rp.) Hier handelt es ſich nicht wie bei der Wahl Beckers um for⸗ male Verſtöße, ſondern um amtliche Beeinfluſſung; daneben aber auch um formale Verſtöße, und in dieſer Beziehung hat die Kom⸗ miſſion ſich hier gerade entgegengeſetzt verhalten, als im Falle Becker. Ich bin konſequent und ſtimme hier gegen die Gültigkeit, wie dort für. Abg. Dr. v. Veit(Konſ.): Tatſächlich liegen die Fälle Becker und Haupt in bezug auf die formalen Verſtöße gegen das Wahlreglement gleich; und wenn das Haus allerdings mit der geringſt denkbaren Mehrheit auch dem Gegner Beckers die Sprendlinger Stimmen als ungültig ab⸗ gezogen hat, ſo muß es das auch bei dieſer Wahl tun und das Mandat des Herrn Haupt für ungültig erklären. Abg. Dr. Neumann⸗Hofer(Vp.): Bei Dr. Becker handelt es ſich gar nicht um eine Wirkliche Mehrheit; ohne die Stimmenthaltung des Abg. Haupt wäre das Mandat Beckers mit Stimmengleichheit gefallen. Der Redner erklärt noch einmal die Frage, wieweit die Heranziehung von Folgerungen aus neuen Behauptungen von Gegenproteſten bei der Mürdigung von Proteſtbehauptungen gezogen werden können. Der Redner empfiehlt, mit Rückſicht auf die heute nun ſchon bei zwei Wahlen zum Ausdruck getkommenen Schwierigkeiten und Widerſprüche die ganze Frage grundſätzlich in der Wahlprüfungs⸗ kommiſſion zu Hlären. Deshalb erklärt er ſich für Rückverweiſung der Wahl von Haupt an die Kommiſſion. Abg. Schmidt⸗Meißen(Soz.)⸗ zieht zugunſten dieſes Vorſchlags den Antrag auf Gfltigkeits⸗ erklärung zurück und begnügt ſich namens ſeiner Parteigenoſſen mit nochmaliger Beratung in der Kommiſſion. Auf die namentliche Abſtimmung wird nicht verzichtet. Der Antrag auf Zurückverweiſung an die Kommiſſion wird mit 170 gegen 142 Stimmen an⸗ genommen. HBei dieſer 01 ſtimmen die Nationalliberalen, die ſich im Falle Becker geteilt hatten, geſchloſſen mit den Links⸗ liberalen und den Sozialdemokraten. Auf der Tagesordnung ſteht noch eine lange Liſte von Petitionen. Sofern kein Antrag und keine Wortmeldung vorliegt, werden ſie durch Aufruf und Feſtſtellung der Zuſtim⸗ Hauſes erledigt; die anderen Eingaben werden zurück⸗ geſtellt. Vigzepräſident Dr. Paaſche ſetzt auf die Tagesordnung von Mittwoch, 1 Uhr: Reichseifenbahnamt und Reichseiſenbahnen. Abg. Baſſermann(Natl.) beantragt ſtatt deſſen für morgen einen Schwerinstag. Die große Mehrheit des Hauſes ſtimmt zu. Tagesordnung: Anteag Baſſermann betr. Reichsregelung des Submiſſions⸗ weſens; konſervativer Antrag betr. kleine Garniſonen. Schluß 674 Uhr. 4 — *N S88988 * 7 30 rne —— — —— Maunheim, der 26. Fedruar 1913. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittaablatt). 11. Seite. Trabk. LaI. Latianad-Theater ANNHEIII Mittwoch, den 26. Februar 1913 34. Vorſtellung im Abonunement 0 Die Braut v. Hessina oder: Die feindlichen Brüder. Trauerſpiel mit Chören in 4 Aufzügen von Schlller Regle: Emil Reiter Perſonen: ** on Manue Georg A. Ko Don Ceſar) ihre Sohne Georg Södker Beatrice Marilanne Rub Diego, Iſabellas alter Diener Ein Bote der Iſabella Ein Bote des Don Ceſar *i Iſabellaa Paul Tietſch Alexander Kökert Otto Schmöle in Bromberg a. G. Die Aelteſten von Meſſine— Edelkuaben Chor, beſtehend aus dem Gefolge der Brüder Erſter Chor(Chor des Don Manuel) Caletan FKarl Schreiner Berengar, Wilhelm Kolmar Manfred.. K. Neumann⸗Hodltz Auguſft Krebs Franz Scheepers Fans Wembaß ans amba Rittenr Feonz Bartenſtein HeinrichSteinbrecher Georg Becker Joſeſ Woidswsky Zweiter Chor(Chor des Dou Ceſar) Bohemund Rudolf Aicher Roger Hermann Kupfer Hippolhgt. Meinhart Maur (Fritz Müller (Zugo Schödl 57755 (Hermann Trem Ritter.(Wilhelm Burmeiſter (Hans Brouwers 2 Frick Louis Reifenberger Kaſſeneröſſ. ½7 Uhr Auf. 7 uhr Ende geg. 10 luhr Nach dem 2. Aufzuge größere Pauſe, Kleine Preiſe. Aut Corotzhg. poltheater. Donnerstag, 27. Febr.(Wagner⸗Zyklus 3. Abend) Tannhäuser. Aufang 7 Uhr. Kasinosaal. Mittwoech, 20. Februar 2 Uhr HKonzert frifenir Cärl Fleaberg de Langart zun TRepgberg 6a Vortragsfolge: Brahus: Sonste bus: Soagte Fdur op. 99, Beethoven; Jonate No. 5.dur op. 102 No. 2 und Sonate No. 3 -dur op 69. „Ibach“ ist aus dem Lager von „Ferd, Meckel. Karten à M..—,.60, 1,80 an der Kontertgasse Hechel von 10—1 und 6. 6 Un 7. 28551 Lars waldhauer 2, 4 Breſtestrasse 2 4 TESS IA. Künstler- Konzert machmittags und sbends. 29167 Ipptenberg. Balvator- Ausschank 29704 Der e ee, Vornehme Geschenke fy HugosSchön, Kunsthendlung O 2, 9. Kunststrasse. ſnstitut Bitterlin, Aila Hercuria Lucens(franz. Schweiz). Framzsisch, Euglisch, Italienisch, und Spamisch sowie Hotel- und kaufmännische Korrespondenz und Buchführung. Eintritt zu zeder Zeit. Anfragen brieflich erbeten. 29070 Pirektor Bitterlin. Terd. Sehlimm Tel. 389 schlossermeister Tel. 3689 Wohnung Liebigſtr. 23 Werkſtatt Stamitzſtr. 16 Aufertigung fämtlicher Schloſſerarbetten auf uten, Slasdacher, Luftſchilder, ſowie für alle ——— an Maſchinen, Bauwinden, Traus⸗ Sofie Hette vom Stadttheater Hofphotograph M. Tel. A8l Tel. Ad SSS Y WERKSTATTE FfUR MoDERNME BILOMISSE in Gummi-, Pigmsnt- und Gravüredruek. Aufnahmen im eigenen Heim Industrie-Aufnahmen bel müssigsten Preisen und coulantester sowie Archnektur u. Bodtenung. Leirte Woe 501 Det Lerprocngne blegel!] bendder Thern ei sein, nessst Alustonen +5 s Uhr: aonschluss d. Vorstell. Lrocadero-Cabarst; Ab l. Mars Gastspiel Sumurün! 1Karten à 3, nstar SSSbSPIiel. allen Flatzen die Hälfte. Marlonetten-Rectex, Fin Mannheim. Vverssmmfiüngesaal Rosengarten. NEItiWoch, den 26. Febhr. 1913 Schülervorstellung; Sennler zahlen auf 8 Dr. Sassafras von Frana Posel. ö 60 8½ Uhr: König Violon u. Prinzessiv Klariuette Fon Aug, Sleglried AMahimann. In jeder Vorstellung: 2 und 1 UMk. Das Duell don Ladwig Thoma. Auftreten des„Kleinen Bruno und Caruse“. — Vorverkauf: K. F. Heetkel, Richard- Warner-Haus. In der Inscenierung . brot. Max Reinnardt. Austik vop VIktor Hol⸗ aänder, Dirigent: Der 2 Frachtbri ſe aller Urt in ſeder Anzahl ſtets gorrätig in der dr 9. haas'ſchen Buchdruchkerei 15 cr 2. Marz nachmrttags J Hör findet im Gaſthaus zum„Prinz Karl“ in Rheinau ein Vortrag des Herrn Finanzamtmann Dr. Blum in Mannheim über„Das Steuerweſen unter beſonderer Berückfichtigung der Wertzuwachsſteuer“ ſtatt. Der Beſuch des Vortrages ſteht ſevermann frei. Gintrittsgeld wierd nicht erhoben. Die Gewerbetteibenden und Handwerker werden zum Beſuch der Veranſtaltung freundlichſt Ki ſar ie aber auch alle anderen Berufsſtände, die ſich für d Sache intereſſteren, ſind willkommen. 1604 Maunheim, ben 24. Februar 1918. Bürzer meiſteramt: Handels⸗Hochſchn nle N dunheim. Voktrags⸗Zyllus des Herrn Profeſſors Thorbecke⸗Mannheim, über: *5 WMXæahamerun mit Lichtbildern am 18., 20., 25. und 27. Februar 1913, abends —10 Uhr in der Aula der Haudels⸗ Hochſchllle A 4, 1. Einirtttskarten zu 1 Mt. für den ganzen Zyklus find zu haben bel er Slapttaſſe(Schalter), beim Berkehrs⸗ Verein, 13 Kaufhaus. hei den eene e GEruſt Aletter, O 3, 3, Julſus Hermann, Nemuich, N*, 7 7/8 unb au ber Abendkaſſe im beh ſchulgebäude 4 4, 1. Sonntag, 2. März 1913: 3. Programmwanderung berung: Weinbiet⸗Stabenberg⸗ 4 6085 Wachenheim. Marſchzeit: 6 St — Rückkunft Ludwigshafen 80.— Sonderzuge ſohr karlen b. d. Vorverkaufsſtellen Mk..30. Näh. ſiehe Wanderkärtchen. Gäſte willkommen. 79293 eksäcke für Touristen! — Alumimum-Besohlr.⸗Kocher, Felüflaschen, Stufzen, Sſbote, Mokeksgamaschen, Hängemaften, Aunsharmonlkas, Hüsksacksfützen efc. in grösster Auswahl! Serthans D 1, 1 Theoor Griasch Vorlängerte Kunststrasse, f 29579 von Beohgtein, Baattne 5 Iach, Schledmayer, Schwechten, Steinway& Sons, Grotrian Steinweg und andere Vertretungen Billige Pianes Neti und Kebrancht Teilzuhlungen. Kunstatraene. 10. üge!, NUSSRAVES OHIGINAL. Zenlral-Luftheizung 1* — f 4 Einfamiienhödsef. Sge-Laden ESTHao. Caaicher u l NI EEI fisnburg. Proxbehho 6 Vere-sthuige kasfenes- wiſfonen ufw. halte mich beſtens empfohlen. 29061 Ddenbslöklub e. V. 2 Hin⸗ u. Rückfſahrt mit Souder⸗ zug. Ludwigshafen ab7“. Wan⸗ Neuſtabt⸗Bergſtein⸗ Latornen, *4 gsgeben, E 2. 4/5 Tapelen, LInorusta, Linorusta-Imitation, stoffe, China- und Japan-Matten, Wachs- und Ledertuche, und Budle-Läufer. 24921 Wandspann- Reste von Tapeten und Wandspannstoffen wWelden zu jedem annehmbaren Preise ab- ebenso noch einige 282 Darmstadter Künstlerdecken. A, Wihler Dutzend Tel. 876 ausgekämmten 20 5 Tur modernen Frisul werden alle Haararbei- ten inchiker Ausführung billigst angefertigt. pfe, Unterlagen ete. von Haaren. von empfindſlohen Farben kann jede Hausfrau mit 1 Dose Frima dle nur M..20 kostet selbst chemisch reinigen 26— 9855 Verkaul Automobil Marke„Windhof“ 4 Ehlinder, 7/21.S. Kerroſßerie mit gbnehmb. Felgen, Wiszſchutzſcheihe nd ſälgtl. Zabehör, erſt 1500 Km gefahren, ſo gut kleg,, doppel Phäten⸗ Pie gen, heſonpers bihig Abzuzeben. Gefl. Of. unt. H. 2196 Ug. an Hagfenſtein& Vogler, Feiberg in Vaden. 986⁴ Wegen Ueberfüllung meiner Lager verkaufe ich 4 Schlafzimmer eite gewicht Imit Int, großem Spiegelſchrank hohem Marmor Stück 32 29732 5 Mk. A. Silber, Möbelfabrin u. Lager Aeedeel—— 6. Um ein Lebenszeichen d. Fräul. welch. von ein. Herrn m. Kueiſer a. Sonntag Abend v. 5. Poſt bis Waſterturm begleit. w. u. bem, daß er in 3 Tg. d. Hotel Windfor Neu hergerichtete 79299 Kealbahn Stadt verl. w. Autw.er. u. Wiederſehen Hauptpoſtlag. Dienstags Abend z. vera. u bahrorin franzöfiſch und engliſch ſprechend, zu 15⸗ 4. 11jahhr Mädchen für nachmittags ber 1. April geſucht. Off. unter N1 1 1211 a. d. Geſchäftsmann Witwer Ansg. 30, wünſcht ſich mit tücht. Perſou etwas Ver⸗ mögen zu verheirat. Of Aimännische Verkin Mannheim E. B. Donnerstag, 27. Febr. 1913 abends 8½ Uhr im Saale des Beruhardushofes Vortrag des Herrn Profeſſor Dr. Willlam M. Sloane, Profefſor an der Columbta Univerſität: „Die amerikaniſchen Par⸗ telen unb dle Präſtbeules- wahl“ Für Nichtmitglied. ſind Tageskarten à Mk..— zu 17 in unſerem Burean, b. K. F. Heckel. l. Verkehrs⸗ Verein, bel Brockhoff& Schwalbe, A. Donecket, ſo⸗ wie bei Ednard Theile in Lundwigshaſen a. Rh. Die bderehtrlich. Damen werden höfl. erſucht, die Hüte abzunehmen. Die Karten ſiud betm Eintritt in den Saal vor⸗ zuzeigen.(Die Tageskart. 9 ie Faalttten werden punkt 8˙½ Uht geſchloſſen. Ohne Karte hal Klemand Zutriit. 38 Der Borſtand. Pünktl. unabh. Frau oder Mädchen für Monatsdienſ oder tagsüb., oder für ganz ſofort ic Kleine Merzelfir. 6, 3. St.(70 Geſucht wird zu 1 loſer Herrſchaft füt April eine ſelbſtänd. bath KHöchin nicht unter 26 Jahre alt, welche im Backen. Cin⸗ machen bewand. iſt: bieſ. muß auch Hausarb über⸗ uehmen. 1 Zimmermädch. vorh. Nur ſolche, weilche auf wirklich dauerndeStell. bei guter Behanbl. ſehen, wollen ſich melden. Offert. mit Altersang., Gehaltsanſpr. u. Sa abſchr. zu ſenden u. 8 Nr. 181 Voſtl. Brücken⸗ aufgang, Lubwilgshafen a. Nh. 12911 fere, Müdchen beſſeres zu 2 Kindern geſucht. 12894 8, 2, 8. St. Uks. Taringr Fcsch 2 ſellen! ee Geſellſchaft m. Speditious⸗ Von elner betrieb wird zum ſofor⸗ ttgen bezw. baldigen Ein⸗ tritt ein tüchtiger Tarifeur geſucht 79909 Offerten mit Gehalts⸗ anſprüchen der ſeitherigen Tätigkeit erbeten unter Nr. 79309 Bl. au eee d Fucheller bilauzſſcher, umſichtiger raſcher Arbeiter f. einige Stunden nachmittags auf danernd geſuchl. Offert. m. Gekaltsanſpr. unter Nr. 12999 an bdie Exped. d. Bl. Von einer Sdifahrts⸗ Geſellſchaft m. Speditions⸗ betrieb wird zum ſofortig. bezw. baldigen Eintritt ein tüchtiger En kdient geſucht. Ofkerten mit Gehalits⸗ anſprüchen und Angabe des ſeitherigen Tätigkeit erbeten unter Nr. 79310 0 8 beeee Wl. Ordentlicher Hausdiener 5 8 Zeugniſſen 79319 Adge Maädchen fur einige Stunden geſucht. Käfertalerſtr. 89, 3 Tr. r. 12775) Zur ſelbſt. Führ. d. Haush. zweier Damen wird geſetzt. beſſ. Frau od. Fraul.,welche ut bürgerl. kochen k. u. die Hausarb. allein beſ., geſ. Off. u. Nr. 79292 a. d. Exp. Ein brades, flelß. Mädchen für häusl. Arbeiten, 12991 Max Joſefſtr. 4, g. St. r. Heimarbeſterinnen geſucht. M. 15—20 Wochen⸗ verdienſt. Leichte 8635. arbeit überallhin. Näh, d Orkginalmuſter m. Erklä⸗ rung geg. 50 Pf. Briefm. Elſa Dittbreuner, Bayerſtraße 77. 9870 und Angabe zung) 17 3 1 85 Von einem kaufm. Bſtro wird ein Lehrjunge aus gut. Famtlie. 2jähr. Lehrzeit in vollſtändige Ausbild. zu engag geleh Off. u. Nr. 79291 a. ö. Exp. Lehrling mit guter Schulbildung u. ſchöner Handſchrift geſucht. Selbſtgeſchriebene Offerk. ten unter Nr. ie Expeditton, ſind zu ri 79302 an behrmänchen Junges Mädchen onzaas Eltern f. Spezial⸗Damen⸗ Friſeur⸗ u. Parf. Geſchäft per April als Lehrfräulein geſucht. Vorſtell. 11—1 Uhr vorm. K. Hilgers, 79290 Frſedeichsplaz 17 Vehrmädchen..Kletder⸗ machen gründl. 12897 E 82—1 3, pt. Laden D 35 18 in günſt. Weſchäftslage und kleinere ob. größ.Wohnung 1. St. b. getrennt er ſof. od. 1. zu vegnn. Tel. 1415. 9.,. (nächſt gelbelegernrele moderner Laden m. gr. Schaufenſter(Zentralhei⸗ u verm. el. 881. T 6, 7 Schüner großer Näh. Laden uebſt 2 17 1 April 1913 preiswe verm. Näh. daſelb 8. liuks oder 1. Büro. Schöner Laden.onl. 3 Zimmer u. Küche(Preis 800 Mk. fähr!) 15 der Nähe d. Bahnhofs(Bahn⸗ hofſtr.) in einer mittleren Stadt a. Neckar p. l. Af ril zu verm. Offert. unt. E. B. 41025 an die Exp. ds. Bl. Taden mit Wohnung pr. 1. April 3z. vermieten, Nultsſtraße 16. bei M. Zahn. 4105 Taden mit 2 Schaufenſt. zu vm. 11782 Schwetzingerſtr. 116 Laden mit Woßhn zu verm. Näß Gontardſtr. 18. 12907 Wir ſuchen für bdie Uebernatzme ber alleinige jedes Haus, Billen, Fabr einem Fahresverdienſt v girken, die ſeit langem die betreiben, ſlehen Fntereſ ung. haus. Üügung haben, auiuduſtrie G. m. b r. 12811 a. d. Expeb. durosser Verdiensi geboten! lebermann ohne maſchinelle! Bauartikels geeigneten Herrn. kenntniſſe nicht erforderlich, der Artikel wird für erübrigt einen Reinverdienſt von 150—200 0 ſpricht. Nord⸗ u. Weſtdeutſchland, Weſtfalen, Rhein⸗ land, ſowie faſt ganz Süddeutſchlan geben. Ja., Referenzen von Herren aus allen Be⸗ Weſte Gelegenheit zur Selbſtändigkeit, auch als Nebenbetrieb geeignet. krützung u. koſtenloſe Einarbeitung durch Stamm⸗ Nur Bewerber, die—6000 M. wollen ſich wenden an H. Düſſeldorf, Hauſahans. noch freten zur n Fabrikatton eines von nlage herzuſtellenden Beſondere Vor⸗ ikräume zc. verlangt und 0% was on ca.—12000 M. ent⸗ bereits ver⸗ Herſtellung des Artlkels enten gerne zur Verfüg⸗ Tatkräftige Unter⸗ ur Ber⸗ heuania Kontoriſtin perfekt in Stenographie (keine Aufängerin) und auf der Maſchine 79261 ſofort geſucht. Perſönliche Vorſtellung. Gebrüder Bauer Großbetrieb für Papierverarbeitung Meunheim ee General⸗ Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagblatt). Manneim, den 26. Februar 1913 An zwölfter Stunde. Robert“ Und 9 zurüc Antwort Von Alfred Brie. Stumm ſaß ſich das Paar am unberührten Frühſtückstiſch gegenüber. Die junge Frau war „Du biſt wirklich ein guter Kerl ſie ſprang auf, eilte um t küßte ihren Gatten auf d wüßteſt, welche Angſt ic den Terminen und allem, die ſchuldig und verließ Ginen Augenblick ſpäter fragte nach Roberts Befehlen Gertrud war ſtracks in ihr 122 Gepäcks. Zimmer geeilt und hatte ſofort 925 Zofe geklingeli⸗ Zwei Stunden die erſte, die das Schweigen brach:„Daß ich] Bei der unerwarteten Li inem jähen bſene arbeitete ſie in ihrem Zimmer umher, dann Ellas Handſchuh in Deiner Taſche fand, erle eich⸗ das Blut in den Kopf geſti b hin und ſch rie ſchrieb ſie zwei Briefe, einen an Kurt, den ande⸗ tert uns beiden ja ganz bedeutend die Aus⸗ nichts. Er ſchob ſei hl zurück 1 5 nahm 1 5 fiel cen an Ella, denn ſchließlich waren ſie lange Zeſt ſpvache!“ die Morgenzeitung Und aue) Gert ich n berts] intim befreundet geweſen.—— „Und ich darf wohl aus Deinen Worten ſchlie⸗ ergriff, als wäre nich hehen, wie gewöh häkte und huſchte herüber] Als Robert ſich am nächſten Tage von ſeinen ßen, daß Du eine ſolche Ausſprache ſuchteſt?“ eine Stickereiarbeit! ach dem Rechten zu ſehen. Frau verabſchieden wollte, war ſie verſchwunden. Seit langem, denn ich fühlte, wie wir uns im„Sag mal, Gertrud,“ unterbvach 8 Ro Auf dem Dſche Eine unerklärliche Angſt ſchnürte ihm die Kehle mer mehr entfremdeten, wie wir ſchließlich nur bert das Schweigen,„wenn ich mir Frage er⸗ auf 0 Bo⸗ zuſammen. Sollte ihr etwas paſſiert ſein d Aber noch nebeneinander l lebten. Unſere Heirat war lauben darf, wie ſtehſt Du eigentlich mit Kurt?“d und überall eine nei jelleicht war ſie ihm mit Kurt zuvorgekom⸗ eben ein Fehler, wenn ich auch zugeben will, daß, Gertrud errötete. d Gertru 10 war entrüſtet. Sie Fünf Minuten vor Abgang des Zuges kfam Wir manche glückliche Stunde miteinander verlebt„O, porläufig iſt noch gar nichts zwiſchen uns eilt) läutete dem Mädchen. Auf er und eilte nach ſeinem reſervierten Platz. 1 *. Er erzählte mir, daß er nächſtens nach Argen⸗ dem Kamin erregte ine Photographie ihre Auf⸗ Eine dicht verſchleierte Dame erwartete ihn Nobert betrachteie ſeine junge Frau lange prü⸗ rinien gehen wolle, und da ſagte ich ihm, daß ich merkſamkeit: Ella! Sie betrachtete das Bild prü. bereits fend. vielleicht mitgehen würde. Dann biſt Du ja frei, f Wunder, daß ſie die Liebe ihres Als der Zug ſich in Bewegung ſetzte lüftete er „Was für Beweiſe haſt Du eigentlich, daß Ellal und Ella kann mei Platz einnehmen.“ erloren hatte. Ella war höchſtens neun⸗ vorſichtig den Schleier. den Dir zukommenden Platz in mernem Herzen]„Das paßt mir gezeichnet. Ich will näch⸗ zehn Jahre alt und eine bekannte Schönheit,„Gertrud!“ 8 eingenommen hat?“ ſtens zu meiner Erbolung an die Riviera gehen. während ſie ſich bereits den dreißig näherte und]„Ja, Du ſagteſt, es iſt das Vorrecht der Frauen, „Erſtens mein weiblicher Scharfblick, daun Wenn Ella mich wirklich liebt, wird ſie gern dem höchſtens auf das Prädikat Anſpruchſim letzten Augenblick ihre Entſchlüſſe zu ändern. mein Kombinationstalent und ſchließlich die nack Geſchwätze der Welt trotzen.“ konnte. Doch, was lag jetzt ſchließlich noch Ich habe an Ella geſchrieben, daß ich mich ent⸗ ten Tatſachen, die Du nicht leugnen n Denn nickte ſie Gertrud zuſtimmend. Was werden daran? Hauptſache war, daß Kurt ſie ſchön fand. ſchloſſen habe, mit Dir zu reiſen, und daß daß Du Ellas Handſchuh aufbewahrte ſt, entſpringt doch für ein praktiſches Pac Wenn alle Ehe⸗ Sie ließ die e in ihre Taſche gleiten Robert, warum ſtand Ellas Photographie in Dei⸗ f doch wahrſcheinlich demſelben Gefühle, aus dem leute ſo dächten wie ſie beide, wieviel Unglück und verließ raſchen Schrittes das Zimmer, nem Zimmer?“ ich Kurts Taſchentuch bei mir trage.“ und unnützer Streit wäre da zu vermeiden. Sie—— Robert lächelte ſtill in ſich hiwein. „Alſo auch Du biſt zu dem Schluſſe gelangt, daß blickte zu Robert herüber und lächelte ihm zu. Er„Morgen nachmittag um drei reiſe ich.“ Ger⸗„Sie hatte mir die Photographie für Dich ge⸗ f es beſſer iſt, wenn unſere Wege ſich bon nun an lächelte zurück. Und plötzlich ſah ſie wieder, was trud ließ leichenblaß ihr Buch ſinken.„Vielleicht geben. Die Sache war mir nicht wichtig genug, ſcheiden?“ für ein hübſcher Mann doch Robert eigentlich brauchſt Du in der nächſten Zeit Geld. Ich habe wahrſcheinlich habe ich ſie auf dem Kamin liegen „So ſchnell als möglich,“ ſtieß ſie atemlos her⸗ war, ein Mann, auf den jede Frau ſtolz ſeir die Bank bereits angewieſen laſſen. Aber was wird Kurt ſagen?“ bor. konnte. Und wie aut und lieb er immer zu ih„Und Ella?“ Gertrud verf ſucht e einen gleich⸗ Gertrud wurde blutrot. „Es fällt mir ſchwer, mich von Dir zu trennen, geweſen war. Ella war wirklich zu beneiden. In ültigen Ton anzuſchlagen, aber heiſer kam die„Ich habe Kurt ſeit Wochen micht geſehen. Es Gevtrud. Wir lebten doch eige utlich ganz zufrie⸗ zwiſchen hatte Robert 1 Lektüre beendet und Frage von ihren Lippen. Robert ſchien es nicht iſt ja alles nicht wahr. Ich war nur ſo unglück⸗ den miteinander! Aber Du haſt recht, wir haben machte ſich zum Ausgehen bereit. An der Tür zu bemerken, denn harmlos antwortete er: lich, weil Ella ſchöner iſt als ich.“ uns wohl nie recht verſtanden, wir vermochten kehrte er noch einmal zu uhr zurück.„Auf Wie.„Ich habe es ihr mitgeteilt. Aber ich weiß„Das iſt Anſichtsſache,“ meinte Robert, Gertrud ˖ nie, unsdas zu ſein, was wir jetzt von einer drit⸗ derſehen!“ Und er drückte einen Kuß auf ihre nicht, ob ſie den Mut haben wird, mich zu beglei⸗ an ſich ziehend.„Aber ich hielt Dich immer für ten Perſon erträumen, und deshalb wollen wir geöffneten Lippen. Sie blickte ihm ſtumm nach, ten. Die Frauen haben ja immer das Vorrecht, eine kluge Frau.“ 8 als gute Freunde auseinandergehen, mit dem als er das Zimmer verließ, dann eilte ſie an das im letzten Augenblick ihre Entſchlüſſe zu ändern,„Das bin ich ja auch, denn ich mache mit meiwem Bewußtſein, keiner dem anderen ein Hindernis Fenſter, und ihre Augen folgten ihm, bes er an nicht wahr? 5 Manne jetzt die zweite Hochzeits reiſe.“ Glück zu ſein.“ der nächſten Ecke verſchwand. Nachdenklich kehrte Gertrud verſuchte zu lächeln. Sie blieb jedoch—. ————— 55 0 8 305 u. eneiurichtung, Laben⸗ LVermischtes Saden ee e E. othel wegen e, N 5 Aaang⸗ 15 7818 8 Ulhr ren a. Amilie 2 0 Sne eN geſaht. Nah, Prinz Wil. SZęeage, ee, die billigst 5 98de herrſchaftliche Kuchen 7 8 924 775 9, nioht bei der Anschaffung— aber prachtvolle Diwan, Nebeubeſchäftigung. im Gebrauch, boleree Bernſene 2 haben im allen Kolonialwaren u. Heitkgtesage5 ſpottbillig zu verkaufen. 5 9 555 Die Dechnende lmme H. Bouxzutschky Söhne, Wittenberg Bez. Halle). Gig. Peterhans 9 STunt Nr. 729187 a. b. Exv. Senrsibt.4 675 ger 21 ebrauchter Ko acddieft Frau Ehrler Kſſenſchru 75 Subtrahiert Mannheim, S 6, 37. f aſſenſ chran f . wiich 55 2 He e, GlobowskI Spezialistin für Haarentfernung. 55908 3455 8 deen ee Feuoge n Warzen u. dergl..— 5 r e—— Meinsb 0 Entfernt unter Carastie des Niewiederkommens, ohne Bureaur- und Zimmer⸗ 8 1U unn, Narben durch Elektrolyse, System Dr. Classen, 20288 7 Stockhornſtr. 56. 12706 eer en en— Aeratliche Empfehlungen, viele Dankschreiben. Stühle 1 U 5 Erstes u. ältestes Institut am Platze 2 5 in jeder Ausführung „adtelmae fel Nac 12 Jährige Praxis in Mannheim. 119575 billigst 79184 n— 7 el Pienben aegiehen Gelge-Her. Kohlengeſchäft l. Schnalbach Sehnnee gel, Plands u. sämtlichen 8 8- Shinge mit guter Kundſchaft zu Klaviersplel-Apparaten verkaufen. Off. unk. 12840 7, 4, Magarin. 8 f ff Georg Seiltz Stuck 10 Pfg. an die Exp. ds. Bl. FTTTTT 1 HBurgstrasse 29 blllig, gesund Wegen Umzug Unterwood⸗ 55 0 nahrhaft 77106 2 Küchentiſche, 1 kl., pol. Schreibmaſchine 5 11¹ der Firm Scharf& Hauk. 775 tets frisch Schreibtiſch, Linoleum, gut zu verleihen, ey. 9˙7 — genfgt. erhalt., Puppenwag.,einige Näh. Q 5 dene Butter-Konsum 5, 3. 17794 Tr. erſt. Tür r. A1 wWert zu verkaufen 2 Telephon 7004.(Schutzmarke Schwan) Juungbuſchſte. 8, 1 Tr. Teilzah⸗ 1 lüages Autz jeflügel, Brut⸗ 115 Dikan ouken lac Srane Marcuisen-relte 5 i d 2 bie Segleel. ist billig, bequem, sparsam, Geithiang Gocheedeng Mafratzen-Drelle — iperk in Auerbach 387 Schläferbetten, Waſchkom⸗ pferllebecken Stof 2 Hess.) 79 7 05 gratis. mode, Nachttiſch, Kommode, erüe 2 9750 u. 01 918000 kariert u. wasserdicht 8 1* ver + 4 ll. Pferde-Decken 5 Sophie Sepwar⸗ Auualen. belfen Nirll. Heiezenzeits üuf, J dee derenben Damenschnelderin s— bede Saison, staunend billig 125 5 eeenſpo ig abzugeben. 7 4 18/½8. IIrmellerwertsfifte Apel 2 17 Kal. Hlrseh Il 0 gaben e aee ee e e Weidner eiss faninds,„, Kostüme und Kleider, bergerstr. Ankauf Tausch.—— aus renom. Fabrik, faſt Telephon 1743. 0 schiek und elegant, Verkauf. Tel. 3548. 7893 + I. 1 b ik nen, prächtiger Ton, ſeine 1 sowie auch erren-Wäsche-Fabri Ausſtattung, mit Garan⸗ 5 tieſchein für P. 400.—, Pt. Herne 2 Spitzenstoffe a. Lager. en⸗ Anfertigung von 450.—, M. 500.— abin⸗ 122 5 billig zu 12 85 Spezlalitüt: eben bei 76758 0 Massanfertihung Qual“ Herren-Hemden nach NMass Ae eee 5 Kär korpulente Damen.,.VW“ Bonbons kanrantie für tadellosen Sier. Wegen Amzug Daicdschaften 1 Preise billigst. ſind d veften 20 50, 100 in Sämtliche Neuheiten in: büllg zu perk aufen 85 7 Apotheken z. hab.— — Peroal, Zephir, Oxford, Flanell eto. aicene v. unbb, Sgleſen P Suterbende 8 ing 61 legt und Tri N 1 3 Eie* Da Inen Hur erstklassige Qualitäten, garantiert Iuft- und waschecht, sind eingetroffen. ſchweres Acdene Weisrestaurant 0 (Stempeleter) finden gute u. bill. Aufn. zim., mod. nußb. Büfett garantiert friſch Mefert von 60 Stück an Priv.⸗Entbindungsheim, 7. 2. 75467 Srosses Lager fertiger Hemden im weiss und bunt mit festen und losen Manschetten und in allen Weiten. Vertiko, ſchöne Pitſch⸗pine⸗ Küchen, Spiegelſchränke. p. bald zu verm. Näh. droh. Immobilien-Bureau Vorplatzmöbel, alles nuter 1 (1 ‚0 binigſt. 75192 8 ama Ur— 85 reis. da mein Dager bis LevI& Sohn 2 (Siederverkäufer geſuchth. qu 9———— aufe Aak⸗ Retten 77 1. April ſein muß 21.4 reitestr. Tel. 595 7 ierzentrale. etangeres nuere 600.— M. aeate Gestragenekleider Alte Gebisse Aaufe Möbel, Betten berare 2 adee, 715 gen Sicherheit 4 Zimmer⸗ Schuhe, Möbel kauft Zahn bis 40 Pfg- zahlt. ganze Eiuricht., Speicher⸗ 4 No. 7. frtſchaft, mii 1 eingetr. Geuoſſenſchaft Lndwig& Schüttheim, O Au. Einricht.)Rückzahl monatl. Br—55 825 A 1. gerimpel. Zahle hohePreiſe. billig. 700„laf henbiergeſchaft, zu ok. Eü mit beſchr. Haftpflicht Iriedricheplatz 10. Merkur⸗ 75 M. nebſt. inſ. Ooldberg Ir., 25 Piano Demmer, Thaſen a. Gramilich, Wald⸗ 8 Freibura i B. Scene, 1 gch Dine Galbſücherde Mittelstr. 72. Tel. 58084 Gelr. Klelder Ankauf Teneſteiunf 10400 varkhraße 11. 69770 eee neider„ 6, en⸗ 78522 Auſp. u. Wichf v Mabel dorf, P J, J. 22987 v. Sekt⸗, Weiß⸗ u. Not⸗ kiſczimm. für 400 M. wie alle vorkom. Schreiner⸗ ſollten keinen Vorſchuß Wir zahlen die h80h Preiſe Schuhe, Möbel kauft weinflaſchen; höchſtePreiſe ch⸗- Keller arbeiten bei bill. Berechn zahlen, ſondern von mir für Pfaudfcheine. Nähmaſch⸗, Wilhelm Zimmermann, pine Küche, Spiegelſchrank e nehme auch gebr. Movel ſn Offerte verlaugen. Peter Gold u. Siiter ſowie Mobel Goldberg, + 2, 9 4, 6. Teleph. 5261. pol. und lack. Schrank, 3 hl, Schwet⸗ Geldverkehr Eyrich, Karlsruhe(Bad.) und Waren jeder Art 76502 10385 Waſchkommode mil Marm. G— 18 0 f Lerſtr. 88. Tel. 4878. e 11722² ˖ 15 05 gande nructungen und Spiegel, Nachttiſch, ie 35¹⁰0 Herrenkleider und k f e 38 tändige Betten. Flur⸗ e Wein⸗Ke R8 werden ſchnell und ßillig[ Güterzieler, Neſtkauf⸗ artmanu& Greine 1 getragene Kleider 1 5 7 25 Et. oert. 12857 kerner großes unterkelert. 7 ereinigt, aufge ſchillinge; auch Erbteile*, 349 Pieh Schlafzim. Stehpult, 0 St 12857 ferner groß däh e neu 15 ſchasten e u. Liegen⸗ Möbel u. J. w. 28349 Kücbe kac Bitsehlein. 5 f llt ger geh pezialitat in ſchaften zu augemeſſenen 05 Kl id üche, Ladenth. Spegerei.- ſeh UI1 umändern v. ſchlecht paſſen⸗] Preiſen. ngebotemit Be⸗ klk. K kk Zahle hohe Preiſef. Möbel⸗ e Kaufe Möbeln Betten reg. Nähmasch, Follat. Bett., Ladeneinrichtung 5 den Kleidungsſtücken G. 42 unt... Schuhe, Stiefel kauft Speicher⸗ u. Kellerſachen ganze Einrichtungen zu Diwan, Kleiderschr., Büfett, billig zu verkauſen. 1 Piag 2 Büroraumen per 1 Schweidart, Schneider⸗ an D. Frenz, B m M. Neu, Riedſeldſtr. 27.] höchſteu Preiſen. 76716 Cred., Schreibt. ete, 78874 Hochmann, 2, 8.„April zu vermleten. e eiſter, H 4, 1% 8. 78190 77083* 75995 Frau Becherer, T 6, 7. Aufbewahrungamagaz. R 6,4 erftagen Tel. 752. * S II. JJ4r7r ˙75—— Weannheim, 26. Februar 1912 13 General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittasblatt]. 13. Seike. Lntemen Haude-Aurze Uinc. Soch Mannbein 4 J. 3. Ludvigsbafen Kalser Wilhelmstrasse 25. Unterricht in allen Fächern der Handels. und Kontor-Wissenschatt, Uber 120 Schrelbmaschlinen Rechenmaschinen und andere Büromaschinen. J. Institut amplatze Frospekte kostenlos. Herren- u. Damenkurse gestrennt. 26805 Sprachen- Institut W. G. Machkay 1,3 am Paradeplat: D1, 3 Telephon 4483 Engliseh, Französisch, Spanisch, Itallenisch, Schwedlsch ete. Grammatik, Conversat. Handels-Korrespondenz Nur Lehrer der betreffend. Nation. 78952 Uebersetzungen. Tüchtiger Violinlehrer erteilt Unterrichtzu.58 M. pro Stunde. Offert. unt. Nr. 12064 an die Exp. Violinſpiel! Unterricht fleißige und begabte Schüler erteilt 467 OC. Schultz., Seckenheimerſtr. 43, II. Pariſerm erleilt Frönz in und außer dem 6 M. Aterrich In einem pfälz. proteſt. Waldpfarrhaus(Pfarrer war 5 Jahre Direktor eines Alumnats) findetein Schü⸗ ler oder Schülerin Auf⸗ nahme und Erſatz für Schulunterricht(bis O 11I) Anfragen unt. R. R. 79242 an die Exped. d. Bl. Handelstkurſe für junge Mädchen die Oſtern die Schule ver⸗ laſſen. Beginn 1. April— Dauer 6 Monate. 78892 40 Schreibmaſchinen u. Apparate. Handelsinſtitut„Schüritz“ N 2, 11. Tel. 4021. 5 Enllaufen] Junger Wolfshund ( Monate alt), entlaufen Mäunchen. Abzugeb. bei Karl Ries, 1 75 850 gewarnt. Ein münnt Aegc ſchwarz m. grauen Flecken, Bruſt weiß, Pfot. braun, entlauf. F3, 7. Vor 35 8 gewarnt Laabeie Geſchäfts⸗ und Wohnhaus mit Toreinfahrt elektr. Anſchluß ſchöne Werkſtätte und Lagerräume gewölbt. Keller beſte Stadtlage ſehr billig unt. günſtigen Zah⸗ lungsbedingungen zu ver⸗ kaufen. Für gediegenen Handwerker od, Geſchäfts⸗ mann beſte Gelegenheit. Gefl. Anfrage unt. 79244 au die Expedftion ds Bl. Haus⸗Verkauf. Nodern eingericht. 4 Zim.⸗Wohng., 3ſtöckig, Hof⸗ u. Hausgart., ſchöne ruh. Lage, Ausſicht auf Bergſtr. u. Wegzug bill. bei ger. Anzhl. zu verk. 2. Hypoth..Verl. beliehen. Offert. unt. Nr. 79169 an die Exped. d. Bl. Haus mit Wirtſchaft ſehr rentabel, Umſtände⸗ halber zum amtl. Schätz⸗ ungspreis zu verk. Bl erfrag. in 15 d. Bl. nur an 10 EISASEAESASETHUAAA — SEAS Nur I. Etage 0 Vis--yis dem Kaufhaus Pgarædleplatz Aulzgang dureh den Hausflur. Wir bieten llle 16e. Hollient fortgesetzt TCnorme Vorteile. in unserer Seiden-Abteilung liegen grosse Gelegenheitsposten unseren Weit unter Preis aus. FEE EAEHHI AAEAE AEAEAEZEZESEAEZEHIZEAEAASEAAASZAZE Besuchen Sie FFFF ESSSAEEBSSASASHAAAEABNSASASASAEASASUEASASEENE2228 2825 BINn. Kaufer fürNentenhaus öſtl.Stadt⸗ erw, mit 4 u. 5 Zimmer⸗ wohnungen. Abgebote nur direkt v. Beſitz. m. genau. Mietangabe erbet. u. Nr. 79272 a. d. Exp. il in Heidelberg mit 10 großen Räu men und reich⸗ lichem Zubehör u. großem Garten in der Nähe der LNaeuenheimer Landſtraße, weg. Wegzug preis⸗ wert zu verkauf. Näheres durch Gsbr. Simon. Mannhelm, 64. 9b. relephon 1252 u. 1572. 13590 Heidelberg Bergſtraße. VILLA hochherrſchaftl. ausgeſtat. 7 Zimmer mit all. Zube⸗ hör freie Ausſicht, Garten zu vermiet. od. zu verkauf. Näher. J. S. Kaufmaunn L 15. 13 Teleph. 444. 78912 Wea. Kraukheit meiner Frau verkaufe ich meine u lebhafter Ort⸗ ſchaft Badeus gelegene Gaſtwirtſchaft mit Oeko⸗ nomie. Ueber 300 hl Bier, 40 hl Wein, ſonſtiger ſehr gut. Umſatz. Sehr ſchöne erſt vor 6 Jahren erricht. Gebäulichkeiten. Offerten unter 12877 au die Expedition ds. Bl. — ͤ— * Schwarz⸗ Billa in Triherg watd 10 Zimmer und Zubehör, in ſchönſter Lage, direkt am Wald, mit Garten, halber Bergeshöhe, ſofort auf mehrere Jahre zu vermieten oder um ſehr billigen Preis zu ver⸗ F5550 Triberg. USalten Hnden] Größeres Verſandgeſchüft ſucht zur Stütze der Expe⸗ dition zum 1. April, eutl. auchfrüher, jungen, intelli⸗ genten u flott arbeitenden Handlungs⸗ Gehülfen. Gefl. ſelbſtgeſchr. Offert. unt. Beifügung von Zeug⸗ nisabſchr. u. Angabe der Gehaltsanſpr. u. Nr. 79243 d. d. 12255 ds. Bl. erbeten. Tüchtige Keſſelſchmiede bei gut. Lohn für dauernde Beſchäftigung geſucht. Dampfkeſſelfabrik vorm. Arthur Rodberg.⸗G. Darmſtadt. 19123 Hieſiges Speditionsge⸗ ſchäft ſucht auf 1. April oder früher Aee zuverläſſigen 277 Be kn Lehrling mit guter Schulbildung. Ausführliche Offerten unter Nr. 78277 an die Expedition dieſer Zeitung. Vertreter zum Verkauf von Pelkrstaler Mineralpaſser geſucht. Offerten unter Nummer 79250 an die Expedition. Reellen Verdienst! sichern sich dauernd Leute aller Stände, durch den Vertriebeiner grossartigen Neuhelt Auskunft kostenlos. Okk. unt. Nr. 12801 an die Expedition ds. Bl. Tüchtiger Verkäufer in Spezerei⸗ u. Kolonial⸗ waren⸗Geſchäften gutein⸗ geführt, geſucht. Nur ſe⸗ flektanten mit Waren⸗ kenntniſſen und wirklich tüchtig werden um Offert. unt. Nr. 73999 an die Expedit. ds. Bl. gebeten. In welch beſſerem Re⸗ ſtaurant o. Penſion könnte Fräulein aus guter Familie das Kochen srlernen. Fränulein perfekte Stenotypiſtin, Handelsſchule frei, zum baldigen Eintritt von Firma geſucht. fferten m. Zeugnis⸗ 1 und Gehalts⸗ auſprüchen unter A E. Nr. 79273 an die Exp. Bedeutendes Verlags⸗ unternehmen ſucht für Mannheim einige Damen gleich welchen Standes, jedoch redegewandt mit guten Umgangsformen, gegen feſte Bezahlung und hohe Proviſion. Damen von Befähigung mit gutem Werbetalent finden ge⸗ ſicherte, langf. Stellung. Perſönliche Meldung am Freitag, den 28. Februar, vormittags 10—12 Uhr, im Hotel National am Hauptbahnhof. 12888 Geſucht per ſofort tücht. Zimmermädchen, das auch ferviren kann. Näheres 5 1 Treppe. Offert. mit Preisangabe 1 Fräulein mit ſchön. Haudſchr. f. einf. Buchführ. u. übl. Bürvarb. findet p. ſof. od. ſpät. Stellg. Offert. mit Gehaltsanſpr. unter Nr. 12 g. d. Exp. Fräulein perfekt in Stenographie und Maſchinenſchreiben z. Eintritt per 1. März ge⸗ ſucht. Offerten mit Zeug⸗ nisabſchriften u. Angabe von Gehaltsanſprüchen an Fuchs K Prieſter Schwetzingerſtraße 53. Schuh⸗Verkäuferin die perfekt in der Branche iſt und in lebhaften Ge⸗ ſchäften tätig war wird bei hohem Gehalt u. dauern⸗ der angenehmer Stellung per bald geſucht. 79246 Schuhhaus S.& C. Freudenberger, Paſſau. Einlegerinnen 755 Alegee 80 eſucht. 179 Mebennewtis 1 6, 14 Hinterhaus. N. Wagner. Wegen Verheiratung des jetzigen ſuche 79221¹ Mädchen für alle Arbeit, das bür⸗ gerlich kochen kann zum 1. März. Fr. Stadtbaurat Perrey, Hebelſtr. 17. 79221 Dienſtmädchen ee Renzſtr. 9, 2. Etag. lks. Suche auf 15. März lüchtige Köchin. Frau Dr. Eckhard, L II, 14. Suche per ſofort fleißig. gewandtes mädchen das 165 57 8 111 hat. —.— III. St. Fleibtges, reinliches Mädchen für Küche und Hausarbeit per 1. März geſ. Prinz Wüibenne 14, 4. St. Tücht. Mäbchen für Küche u. Hausarbeit ſofort geſucht. Rupprecht⸗ ſtraße 11, 2. St. r. 79238 Niaht olMägepen mit guten Zeugniſſen, das kochen kann und in Zim⸗ merarbeiten perfekt iſt, geſ. Lohn 25— 30 Mk. ebenda ſindet eine junges ſauber. „ Stelle. P 3. t. 78984 5 8 f. Küche Zimmerarb., ſofort od. 1. Mär geſucht. Seckenhſtr. 04. Ein ſaub.,, fleiß. 1270 Dienftmädchen ſ. geſ.Unt.Clignetſtr..1 Tr. Suche bis 15. Mär bürgerüche Köchm, die auch etwas Haus⸗ arbeit übernimmt,[Lohn Mk. 30), ſowie perfektes Zimmermädchen, bei gut. Bezahlung. 7925 Neckaran, Friedrichs⸗ 9287 ſtraße 98. ücht. Alleinmädchen das auch etwas kochen kann geſucht. Richard Wagner⸗ ſtraße 26, 3. St. lks. 12838 Tücht. einf. Alleinmädchen das ſelbſtändig gut bürger⸗ lich kochen kann, geſucht. 12863 Jungbuſchſtr. 4, I. Junges Mädchen am liebſten vom Lande, für kleinen Haushalt b. guter Behandl. p. ſof. od. ſpäter geſucht. O 7, 19, II. 12860 Placietungs-Institul Bock-Nobinger Mannhelm, P 3, 13 Nurbess. weibliches Persens lür In- u. Ausland. 70789 Gewerbsmässiger Stellenver- mittler Carl Färber. Köchin geſucht, auch Aushülfe. 7928 Rheinvilleuſtr. 10, 4. St. 1 Lehrllags-Lesuche 1 Seͤklide⸗ Aentur ſucht Lehrling gegen fofortige Bezahlung; Einj.⸗Freiw.⸗Zeugnis be⸗ vorzugt. Offerten unter Nr. 79209 an die Expedi⸗ tion ds. Blattes. 79209 Tücht. Graveurgehilfe und Lehrling m. Zeichen⸗ talent geſucht. 12785 Nich. Taute Gravieranſtalt, D 2, 14. Leyruin u Oſtern aus achtbarer Familie geſ. Off. erbittet Hugo Zimmern Modewagaren en gros M. 1. S. 12889 Iriſeur⸗Lehrlünge vermittelt nuuentgeltlich Arbeitsnachweis d. Friſeur J. Appel. F5. 10. 79294 Der Schule entlaſſener Junge aus guter Familie kann per 1. April 1913 als Lehrling in Architektur u. Baugeſch. eintreten. Offerten u. Nr. 79274 d. d. Exv d. Bl. 7 Stellen Aolen Buchführung aen gteviſionen ꝛc. übernimmt billigſt. 11724 C. Li 5 Mannheim,( 3. 21. Kaufm laugjähriger Geſchäfts⸗ füthrer einer G. m. b.., in Buchhaltung, Bilanz, Ab⸗ ſchluß, Correſpondenz, Lohu⸗, Kaſſa⸗ und Gerichts⸗ weſen, ſowie Lagerver⸗ waltung und Lagerbuch⸗ führung vollkommen er⸗ fahren ſucht geſtützt auf prima Zeugniſſe und Re⸗ ferenzen per ſof, Stelung unter beſcheidenen Au⸗ ſprüchen. Gefl. Anerbieten unter Nr. 79928 an die Expebition dieſes Blattes. FCcCcCcc Fräulein ſ. Stellung z. Kindern, iſt auch im Haus⸗ halt bewandert. Off. u. Nr. 12890 a. d. Expedition. Ein in Landesprodukten⸗ branche durchaus erfahr., energiſcher Mann 1 9 Jahre in hieſigem größeren Landesprodukt.⸗ Geſchaft als Vorarbeiter und Reiſender tätig, mit beſten Refer. ſucht Stellg. Off. u. Nr. 12878 a. d. Exp. Geb.Fräulein 26 Jahre alt, in Haushalt durchaus erf. u. gewandt, z. Zt. u. i. ungek. Stellg, bei Oberreg.⸗Rat, ſucht Ver⸗ traueusſt. als Geſelſchaft., Stütze, Empfangsdame, od. ſ. paſſ. Wirkungskr. b. 1 Apr. 1913 oder ſpäter. Offerten Poſtfach 1812 70 87 e Wohn⸗ u. Schlafzimmer möbliert Litra IL-O oder Oſtſtabt in ruhiger Lage von höher. Beamten zum 1. April ev. früher geſucht. Off. u. Nr. 12821 a. d. Exped. d. Bl. erbeten. Fränul. ſucht per 1. oder 15. März hübſch möbliert. Senſe in ruhig. beſſer. auſe bei netten Lenten ohne Kinder.(Neckarſtadt, Schwetzingerſtadt u. Lin⸗ denhof ausgeſchl.) Offert. mit Preis bis zu Mk. 25 unter Nummer 78918 an d. Exped. d. Bl. 1leeres Zimmer für ein Mädchen ſofort geſucht, Nähe Poſt. 11862 Otto Gehrmann, F 2, 7. 9 Bureau Breiteſtraße])! fitr Büro, Zahnarzt ete. eine ſchöne 3 Zimmer⸗ Wohnung mit Küche 1 Tr. hoch per ſofort zu vermietz Zu erfragen bei 8 Neubauer C8. 1 4 Treppeu. Jür Büro zwei ſchöne Zimmer 15 vermieten. 3² Nieren M 7, 24, part Bureun part. 3 Räume am Haupt⸗ bahnhof per 1. April zu vm. Näh. Tatterſallſtr. 12 Bureau, Hof. 40975 Magazine 7, 9 hell. Aſtöck. Magazin zu vm. Näh. 3. St. Tel. 2456. 4 I0 Dalbergſtr. 27, Part.⸗ Ruume, als Lager, Ar⸗ beitsräume ev. m. Wohng bill. z. 10 Näh. 3. St. 12 25 Fole o per 1. Apr. Neub. Karl- Ludwigstr. I4 zu verm. N. P. Schmitt Bachstr. 4 Od. Tel. 334 40968 9 55 Magazin 2ſtöckig, unterkellert, mit abgeteilt. kl. Bureauraum per l. Mai zu verm. Elektr. Auſchluß, Gas⸗ u. Waſſer⸗ leitg. vorhand. Die Räum⸗ lichkeiten eignen ſich auch für frlaſcheubier⸗ u. Milch⸗ händler. Näheres 40945 Seckenheimerſtr. 38, III. 3 mit Klavierben. 3. v. Schöne Auto⸗Garage nebſt Lagerplatz od. Remiſe per ſofort zu verm. Näh. Seckenheimerſtr. 80, 2. St. 40954 Gut möbliert Part.⸗Zimmer L 3, 3a zu vermieten. 12855 1 4 1 fein möbliert. Zimmer 1 Tr. hoch. Näh. 2 Tr. 12482 L8 9 3. St., ſchön möhl. 5Zimmer eventuel Wohn⸗ u. Schlafz. fr. Lage m. Penſ. ſof. zu verm. 40878 1 14, 1 part., ſchön mbl. Zimmer 532 !, 2 Breiteſtrn BTe, d ſe ſein möbl. 48 1Tr., möbl. Zim. N 4. mit Peuſton ſof. 13, 1 IV. fein mbl. Z. m. 808 8. V. (Waffert)h grdß ſchön u. g. möbl. Zim., 3 Treppen, an ſoligd, Herrn zu 12421 Zim. m. Peufſ an Fräulein zu verm. 12857 Zim z. v. 2797 J1, 2 4 Tr., 215 gut Herrn z. v. Keine Manfarde behagl. möhl. Gasl. u. Heiz., eig. Abſchl. an Herrn od. Dame z. v. Telephon 2916. 40995 97 2 Schön möol. E. ſofort 12 a verm. m. Peuſion 3 41021 zu verm. 12738 12888 07, 17 PI, 72 35 Tr., gut möbl. P3, 7 Schön 12 055 möl. Zim. ay beff. 12508 0 4, 13 Zim. m. Schlafk. Näh. b. Hauseigent. 2 Tr. Zimmer an fol. Herrn zu vermietenn; Arzuſeh. zwiſchen 12—2. N 7, 23, 2 Tr.., f. möl. Zimmer ſof, zu verm. 12635 8 b, 8 8 Tr. r. ſch mebl, Zim. m. 1 05. 2 Betten z. verm. 12891 8 6 31 rechts, 3 Trep., 7 Beſſ. Schlafſt. auf ſof. z. vermiet. 41034 Möbl. Immer . 2 4 3. Et.., 1 eleg. 1 möbl. Wohn⸗ u. Schlafz. per ſofort zu vm. 41013 2. Stock, 1 55 10 möbliertes Wohn⸗ und Schlafzimmer mit Balton in ſchöner freier Lage zu vermieten event. getei t. 12430 3 2 13 1 Tr., ſchön mbl. 7 Wohn⸗ u. Schlaf⸗ zimmer zu verm. 12347 8 6 18 1 Tr. mbl. Zim. 5 mit Klavier auf 1. März zu verm. 12758 92D2, 2 2 Tr., 1 Ztm. fof. 15055 März zu verm. E 55 03, 19 Ju. v.. Mar 0 37 Hregieſ ae ſep. Eing z. verm. 12704 4, 10, 1 Tl. fein möbl. Wohn⸗ u. Schlaf⸗ zim. p. 1. März zu vm. 40972 04 15 8 Tr., ein gut möbl. Zim. bis 1. März zu verm. 40951 0 7, 3 Tr., gut mbl. Zim. ſof. o. 1. 8. an ſol. Hru. z. v. 12362 0 8 6 möbl. Part.⸗Zim. ſof. zu vrm. 12826 92 183 l. 1g. möbl. 7 Balkonzimmer mit Penſion ſofort zu vermieten. 12751 3 4 ſch. mbl. Zim. p. I. 3. an anſt. Frl. z. v. Näh. Laden. 41018 D 6 4 3. St., gut mbl. Zim..ganz Penſ. 40944 ſof. zu verm. E 1. 11 Zimmer event. 12436 E3 5 1 Tr., gut möbl. 2 Zim. zu v. 12557 ut möbliertes S S 4, 7 pt., ſchön mbl. Zim. m. Klau., Penſ. ſof. zu verm. 12604 8 8, 15 3 Tr. ſchön mhl. Zimmer an Ge⸗ ſchäftsfräulein per fofort zu ver eten. 1270 U4., 3. Slock lts. möbl..al. 15 verm. 12504 3 Tr.., Ecke 1 u. f 2 ſch. 110.300 b. 1. Merz z. v. 272¹0 Kaiſernng 40 ſchön möbl Zim. z. v⸗ Partring 1 (Rheinluſt), ſchön möbl. Manſardenzim. mit freier Ausſ. a. d. Rhein.Schloßg. p. 1. März z. vrm. 41005 5. St. kks. Rupprechtur. I1. fto ö5 Zim. bill. zu verm. 18672 7 70 5 Nhrindamnfraße 62, 1 Treppe, Nähe Rhein park, fein möbl. Schlaf⸗ zim. eventl. m. Wohnzim. auf 1. März bill. 3. v ens Nheinauſtr. 11, 2. St., gut möbl. Wohn⸗ u. Schlaf⸗ zimmer m. Klapier ey. g. einzeln ſoſzu verm. 12589 Nichard Wagnerſtr. 38 8 Trep. links, ein möbl: Zimmer zu verm. 12887 Tatterfallſtr. 2, 3. Skock links, eleg. möbl. Wohn⸗ u. Schlafzim., elektr. Licht, direkt a. Bahnhofe 2 Gr. Walftadtſtr. 59, III. Mitte, + möl. Zim. i. ruh. Lage, u. Seckenheimerſtr.u. Damb Wane b. einz. Da me b. 1 Hrn.z. w. Weſpinſtr. 13 ochbart. Uks., ſehr ruhefreie age, gut möbl Zimmer m. reibt. ſel, 55. I. Märzz. v. 1004 Schön möbl. Zimmer vm. Liebigſtr. 26(n. Max Jof. ⸗Str.),8 Tr. 1. E7 10 ſaub. mbl. Zim. 7 m. ſep. Eingang billig zu vermieten. 12756 7 6 11 part, möbl. Zim. 7 an beſſ. Arbeiter zu verm. 12780 3. St.., möbl. F6,1 Zim. an e. H. o. Frl. ſof. z. verm. 12359 6 2 1 Tr.(Markt⸗ 7 platz) gut möbl. Zimmer zu verm. 40498 8 8, möblt. Zimmer m. 79 09 0 heit 15 verm. 12803 N 2 5 r„ſchön möbl. 5AZimmer an iſr. Herrn zu verm. 12406 1 7 1 2. St., Wohn⸗ 7 u. Schlafzim. m. Balkon ſof. z. v. 11735 2, St., Zim. H 1J. 17 einz. möbl. od. unmöbl. ſof. zu v. 11797 7 part. möbl. Zim. 1 7,28 m. Penſ.z v. 005 ut möbl. Zim. fr. Ausf⸗ n. dem Rhein an beff⸗ Herrn auf I. März zu verm. 28, 3. St. 12391 Megrere möbl. Zimmer evtl. ganze möbl. Wog⸗ nungen zu verm. eidelberg Stadteil Schlierbach Aue 18, Villa Kleblatt. Ein ſein möbl. Zimmer m. ſep. Eingang zeutrale Lage f. Reiſender geeign. zu permieten. 41032 P 5, 7 8. Stock lks Mitg-1 Abencfsgh 112 84 Treppe, guten bürg. Mittag⸗ u. Abendtiſch f. beſſ. Herren. 40849 K 1 15 Neckarbr. 2 Tr. 7 Möbl. Zim. m. Kaffee 20 M. z. v. 12836 Vorzüglicher Mittag⸗ u⸗ Abendtiſch für nur beff Herren. L4, 11. 1 Tr. 124 K 2 14 Hochpart., Nähe 7 Friedrichsbrücke ſch. möbl. Zim. zu vm. 8s 1 3 3a 3. Etage, einfach 7 möbl. Zimmer mit elektriſchem Licht zu vermieten. 12832 In gut. Privathauſe find. einig. Herren gut bürger! Mittag⸗ und 12677 Colliniſtr. 8, 5.. An gut. Mittag⸗ u. Abend⸗ 4 1555 nochelnig Herrn teiln. H7, 28, part. 40809 General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nocrichten(Wittaaßlattz. Mannheim, den 28. Febrnar 1918 — 80 0 8 8 8 8 85 8 8 8 8 D 0 8 2 E 65 0 8 0 0 0 0 Orosse Sendungen Ware 0 Abtellung Lebenamitfelt b U mKeo ſtalſenischer Slumenkeoh wunse* 25, 22, 18.. Hangen Hsch enngetroften: SSeeeeseseeeses, Joriſchriltliche Volkopar Parteiſe 2 Diskuſſions⸗Abend am Donnerstag, den 27. Februar 1013, abends präzis ¼) Uhr in der Reſtauration Müller, 6 75 24, Ecke Luiſenring Thema: Fhortbildungsſchulweſen. Referent: Herr Hauptlehrer Friedrich Hauck, Wir bitten um pünktliches Erſcheinen. Gäſte ſind willkommen. 24 Der Vorſtand 1 Luise Euvein Gesanglehrerin Mannheim L. 2, 10 Pt. Tel 5240 ausgeb. v. Prof, Hiſdach Fraukf,., N. erteilt 80705 Gesangunterricht Sprechstuncde:? Montags, Dienstags, U eee Freitags von 85 Uhr. eeede rrrrrrr Sees23 Pfison elnge! roſſen! Ia. Annanas per Stück Mk..80 bis Mk..—. 79320 H. Blutorangen ver Stück 8 Prg. bis 12 Pfg. 2 Bananenhaus O1, 12 — Telephon 63983. ..uis ron Kirner, Kammerer& Le.. drauhaus Haberebl A4, l Morgen Donmerstag Fann Holg-Ausschauk Kaufe Finderdagef Sgeeee 90 Fr. Schüßler, 8 4. 17. Hiuerkauen ——— 1 Gaslliſtet. 1 elektriſche Lampe Babe⸗ elurichtung mit Vonſche, 1 Kinderwagen zu ver⸗ kaufen, 79305 Schimperſtr. 18 1. Tr. Gut erhaltenes ubenee⸗ a. e Aeeee Hannheim 7. aſ Aus räulein 1110 40 g, ſett Fahren einer Fein⸗ Häckerel kang, ben ge⸗ ſteigern: d. Hewaren-Lo Qualität ſowie ſehr billig. mit groß. Sylsgelſchrank Speiſezimmer eichen ge⸗ Anktions⸗ u. Möbelhans. Oeffeutliche Verßeigermg Dounerstag, 27 7. Febr. 1913, Mitlags 12 Uhr, 5 werde ich im Börſenlok eal hier, gemäß 8 875 H. G. B. auf Rechunng deſſen, den 95 augeht, gegen ite 5- lung meiſtbfetenh 300 Sack Rockenmehl 0. Näheres im Termin. S: Sommer, Gerichtsvollzieh. Oeffentuce er eigerung Bonnerstag. 27. Febr. 1913 mittags 12 Uhr werde ich. im Börf enlokal hier gemäß 1 29763 Todes- Anzeige. Freunden und Bekanuten die tralt Nachricht, dass heute Vormittag unser lieber Sohn, Bruder und Neffe vermiet Georg Sustav Demoll im Alter von 20 Jahfen nach langem Leiden sanft entschlafen ist Mannheim, Jungbuschstrasse 22, den 25. Febr. 1913. Lina Demoll Witwe. Otto Demoll. Beer am 27. Febr,*1 von e Aus, 5 Zimmer 340988 5 378.-.⸗B. auf Rech⸗ nuug beſſen, den es augeht. gegen Barzahlung meiſt⸗ bietend verſteigern: Waggon à 10000 Kg Ludwigshafener 79515 Freundin kleie. 790313 Küäheres im Termin. Sommer, Gerlchtsvoltzieh, 0 3, 4 Von Montag. 24. Februar 4⁰ verkaufe in meinem Lokal 0 3, 4 von möorgens 1040 Ahe u. Rachmittags von? 2˙% ab einen größeren um 2 Uhr statt. Heute nachmittag um 2 Uhr verschied unsere liebe ul. Johanna Rank Die Einkscherung findet Donnerstag, den 27. d. M. MANNHEIM, den 25. Februar 1913. 9760 5 feinere und berue 702008 pel zwürenl. Mäntel flotfuchs, Perslaner Hermelin, Nerz Steinmarder, Kiuſuchs Marder, Maulwurf gespritzter Fuchs Murmel und anderes mehr. Obige Ware iſt nur erſüklaſſig und prima Danksagung. Für dle wohltuenden Bewelse herzlicher Antellnahme an dem schweren verluste, den Wir erlitten haben, sprechen wir unsereren tief- gefühlten Dank aus. Mannhelm, Februar 1918. Im Namen der trauernden Hinkerblſebenen: Frau Karoline Schütz geb. Roohschwenter, 29761 N. Arnold 0 3, 4. Telephen Nr. 2288. Neues Klapſet hillig zu verkaufen. 79308 Leineich Lanzſtr, 32. Sch, Diwan, engl. 115 einf. Betten. 1 und gtür. Schrank, Verttko, Sofa., Waf 11 m. Auff., lack. u. pol,Nachlt, Klüch.⸗Ausglehl. Mitſchp. Kücheneinr.„Nähm. 55 85 9 ſchſchr. ze. alles Bill. 2 Hof. 129 I60 255 neues vol. Schlafzimmer lſaſen der Lebeusmittelbranche, von erſtem Agentur⸗ geſchäftñ Mannheims eſucht. Bewerber müſſen um⸗ ſaſſende Brauchekenntniſſe and gute Erfolge nach⸗ weiſen können. Alter u. Kapokmatratzen, kompl. wichſt, Pitſch⸗pine Küche Mk. 125.— bill. zu verk. Heinrich Seel S 3, 18. 8 3, 10. 793¹⁵ Billard mit Zubehör zu verkaufen. Hotel National 79301 am Bahnhof. N 4f 0 Zwiehel! ene Kothweiler R 1, 9„., Guterhaltener 1 Gasglühluſtre Hill. abzug, 1N 12a, prt. ſtützt auf gu 0 Empfehlgn. eine Filiale auch ähnlicher Brauche zu Nan Off. unter an Haa enſtein * Vogler A. ⸗G. Mann⸗ Ben. 9058 Milllürfreier unger Mann der ſich für die Reiſe eignet findet in großer Bigarrenfabrik gutbe⸗ Mpan, 1 1115 Spiegel:]] It S· N 30 e + ler, U. E 0 N 117111 ————— Kompfetles neuss emsschſes 10 Herrenzimmer alt Taer n Größerer Plag dine see Seel, 8 8, 10. e 1155 N n A. Nibelbans 70 An Expe T2 eee Schlafzimmer Aene be e e Elſen, Fla. g au verkauſen. 79316 Papter u. gebrauchte 3 + genügt. 9180 n und ——9 ſchrank, Waf ſchkom. mit 1 ae 4500.— nicht unter 23 Jahren. Offerten unter Nr. 79211 an die Expedition d. Bl. 17 N Jüngere Kraft (Dame) für Stenographie u. Adlermaſchine geſucht,. Bedingung flott zu ſteuo⸗ graphieren. Offerten mit Gehaltsanſpr. u. Angabe des ſrüh. Einkr, unt. 79309 an die Expeditlon d. Bl. Neſſen fden 5 Hausburſche mee ordentlich. auf 1. Mürz geſucht⸗ 79303 Dl, Stoffel 1 l4. g. ſ Jacken-Klelder, Mäntel, Slusen und Röôcke in größt. Auswahl.3ed. Gröge passend zu bek. billigenPreisenstets vorrätig 1„Fischer-.,** Tüchtigen Talllen-Klelder 1 Jainlen das perf, ſtenographieren U. Maſchinenſchreiben kann ſowie auch die Bedienung des Telephons u. der Re⸗ giſtratur verſteht,.1. April geſucht. Offerten unt. Nr. 7031ʃ8 an die Exped. Lellen-Susbel 5 O. 708 Abiturient(real.) ſucht Lehrſtelle wo ihm gründlichen Aushildung 555 iſt. Offt. unt. F. L. 932 an Rudolf Moſſe, Ludwigshafen a. N. erb. erheirater Mann ſucht Stellung als Nureand⸗ od. Hausmeiſter. Gefl. Off. u. 12828 an die Exped. algesbche Aing. Pieuſmapchen 199205 seſngze, Ein ordentl., fleißiges Dienſtmädchen ſof. 8240 Nüßh. Q 1, 4, g. St. 1. 14 III. Geſucht von grüßerem Werk am Bodeuſee zu bal⸗ digem Eintritt 29762 ein tüchtiger Korreſpondent der in der Lage iſt, Briefe jeglicher Art nach kurzen Mußgzaben ſelöſtändig gur Erlebigung zu bringen und der ihm uuterſtellten Korreſpondenz Abteilung vor⸗ zuſtehen. Beſitz des ein]. fretſb. Zeugniſſes erforderlich. Des weiteren wird geſucht kin Stenograyh und Maſchinenſchreiber welcher Afasez Fertigkeit, möglichſt auf der Continen⸗ tal⸗ e hine, beſigt. Rur Herren, die katſächlich den geſtellten Anfor⸗ derungen entſprechen küönnen, zwollen ihre Bewerbung unter Beilegung von A und Zeugnis⸗ ni Abſchrlften Auteichen uliter 8t. O. 33 Erpedition Invalidendank, Ssuttgart. lan die Expeb. d ene an Annoncen⸗ 9 Wohnung von 9 bis 10 Zimmer für Privat⸗ Peuf, geſ. Off, 55 12510 A Penſton.Ang m. .12889 a. d. Exp. Fir Spezialgeſchiff 12 wird ein Ladenni Wohnh in beſter Verkehrslage zu mieten geſucht. Offert. m. Preisangabe unt.§ 3068 an D. 1 5 Mannheim. Wer verkauft ſein Haus! evtl. m. Geſchäft od. ſonſt. Grundſtück hier od. Umg.? Offert. erb. unt,. F. U. G. 5082 an Rudolf Moſſe, Mannheim. 13577 Dier⸗ u. Weinhandlung ſucht per 1. April branche⸗ kundigen 18562 Herrn für Buchhaltung u. Ex⸗ pedition. Ausführl. Off. m. Gehaltsanſprüchen unter F. M. an Rudolf Moſſe, Mannheim,. Narlstuh. Gtoßbintert ſucht auf 1. April ds. J. tüchtigen zuverläſſigen Fafkontroſleur und Expedient Derſelbe muß ſlinker Arbeiter und ſicherer Rechner ſein. Offerten 115 Zeugnisabſchriften, Referenzen u. Behalts⸗ 4 ſind unter 4143 an Rudolf Moſſe, Karlsruhe i. B. zu richten. 18561 Terrain für eine An⸗ zahl Villen in Großſtadt Badens, herrliche Lage, an Baugefellſchaft abzu⸗ geben. 1343 Offerten unter F. R. G. an Rudolf Moſſe, Trankfurt a, M. Viel Geid treter d 928 Uebernahme einer. 2 Offert. unt an Nudolf Moſſe, a. W. 8 ——— Werkstätte 10685 helle Verfpiätte 70 2223. 8 u verm. 12901 upprechtſte, 10. 2[againe] auch füür Fabrikation ge⸗ z. v. Näh. 1455 85 b. Freund. eug ſofort zu verm. 12806 ber 1. Abeil preiswert 8 pr. 1. März oder ſpäter 5 U 7 verdient tüchtiger Ver⸗ u. Küche zu verm. U7, J obelſaße 33 Große 3 Zimmerwo Heller Naum als 3 nungen aab 8 mit ſtätte oder Magazin 28. Zub 1. 99057 55 1I. 1080 —.— n. p. 1.. Näh. 2. St. Schöne abee 1Xx4 Zimmer u. 1K 5 Zim⸗ mer mit Zubehhr in gut, 1 wegzugshalber z. 2 Näh. Kirchenſtr, 12. 9 Buresu 9 Iuisenring 43 5 1. April z. vrm. Näh. parterre. 2 Tr., 75950 gr. P 7, 6 helles luftiges Magazin, 12. 7 mödz Zim. an Serrn zu 12912 N7, 22 8ef eignet(5 Böden à ea. am) per ſofort zu verm. m. Z. m. freie Näheres bei Slues, Ausf, Schreibt., a. U. 5, 1. Tel. 875. Herrn zu verm. 81049. 5 3, 18, 1II. Gemitl. b Zim. p. 1. März z. v. N 5 7 1 Tr. ſröl mödt. Zimmer mit ſep. Eing. p. 1. März z. v. 41058 P5, 13 2 Tr. möbllert. Zimmer 15 zu vergigeln 2, 9,/10 mbbl. Biassst mit Peuſton zu verm. Olto Bechftr. 10 Richard Wagnerſtr. 50 iſt 5 Zimmer⸗Wohnung mit Fremdenzimmer und reichem Zubehör wegzugs⸗ halber zu verm. 40084 Tr. ſchön möl. Auskunft Baro gollini⸗ 945 n. uhur 41919 ſtraße 28. Tel. 1326. eeeeeeeee Bismordp.atz) Strtale Wohng. u. Zub. p. 1. April März zu vermieten. 12087 Ub, 10 deeren — 8285 ſof. 1 8 2, 2 Tr. gut möbliertes Zimmer mit ohne zu verm. 8 5, 20 25. 8. Mbf. Zim. an ſol. Herrn zu veim. 41643 Nellif ſeaße 73 3. St., 83 Zim.⸗Wohn. mit Manſ. zu verm. Nüheres Müller, 9d. Tel. 4102. Vollaf ſiaße 24 Eckhaus, 3. Stock, hüßſche SZimmer⸗ Wohnung mit Manſ. u. Zubeh., weg. Weg⸗ Ein möhbl. mit ing., ate Penſ p..3. 0b. Ipät& bm. Rühe Daunchelel, 8 Merzel Dammſtr. 13 10 ee mmer 2. St, 5 Zim,, e pfort oder ſpäter zn leten. Manſarde, für 1. April a. ſſenciag 24, Tt. zut parterre Laet lef, ae 5 Friedrichsting 16 elnr. Lanzſtr. gut möbl Zim. per 15 arz bei kinbrl. Fam. 2 beſf. ſol. Hru. 3. v. 4104 Max Joſeſſtr. 87/ Tz. Badnen, 7 5 im. Näez adben. p. ſöo preisw. bei 1775 zu vermieten. Gt. Ner ſelſ. 4 Trepp., 50 Bahn u. Bismarckpl., einf. aõ Zimmer 953 zu dern. Prinz Wiiheimſte. 287 ſchöne? Zimmerwohnung verm. ähl Part. 127. Goetheſtt. Iha am Tennisplatz, ſchöne ö⸗ Haß und Audeh Küche, ad und Zubehör per 1. April zu verm. 40619 Näh. parterre. Gontarbſtraße 4 5 Zim., Badezim. u. Zub. per Abrkl oh. Jult zu v. Gollardſahe 22 e be. gie, Nupchſ. J fo5 in ſchöner geſ. Lage, 4Zim., Küche, 4. Gtba, wegzu imm. an ſol. Fränl. ober v. April z. vrm. 5 2 billig zu vm. 41044 Glasſtraße 3 und 7. fein möbl. 8 8 (Luzenberg) beſſeres⸗Zim.⸗ WM im. per! Wohnung mit Bad, Spei⸗ ich. Wagen 2 möhl.g. e eil per pril zu ovm. Licht, 15.2 Betten, vorzügl. Näheres D6. 11. 12621 15 901 32955 Emil⸗Heckelſtr. Nr. I part. Zimmer Ache Bab, Speiſekammer Manſarde, eptl. Garten⸗ auteil, per 1. April l. Irs. u vermieten. Emil⸗Heckel⸗ 14. (aähe. 11 tha 19 5 zu verm. 85 ſterſtr. 44, im Wader! 925 Möbl. Zim. mi 38 zu verm. H 7, tock. Tel. 5888. 41014 raße Nr. 5 u. 18 ſchöne Eleg. möbl. 2 U. 3 Zmmerwo wulen Zimmer per 1. März l. 5 ume vermieten. 4% 6mit ganzer oder halber Näh. Emil⸗Heckelſtraße enſton au beſſ. N5 Nr. 4a I. bei Heiler oder zu vermieten. Gie 900 A 2 Nr. 5, 2 Tr., Tel. 349. icht 87 108 im Hanu f 1e40 1* K, Enmil Heckelſtraße 3..2. ſchön 1— Zim., evt. Neubau, ſchöne 3⸗Zimmer⸗ wohnung mit Mauſarde Wohn⸗ u. e per ee ett. möbl. i der n. 1a anſtänd. Herrn oder ültere Dame w. 80 1 9715 Penf. 28 422 ein. 6 7 1. Möblierte Simmer zu vermieten 7, 31 1 Steve zu verm. Nüher. 4 Collini⸗ ſtraße 18. Tel. 3662, Lalge Nölterſtk. 70 5 „Skock 21505 Oroß 1. 12 Augarten 5 34, 2. St., icht u. voll. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittaaßlatt). 15. Seite. Nannheim, 26. Februar 1913. Aunststrasse am Paradeplals beim Kaufliaus Beitwäsche, Ersflings-Atike! Qute Betten aus guten Stoffen in vollständiger Füllung Mk. 3ü5 66⁵ 8³5 bis 1400. 285 945 2590„„ 4260 Kinder-Bettsteſlen Vorteilhafteste Modelle dute Beften, Bettstellen. Erstlings-Artikel Hemdchen, Jäckchen, Wickeldecken, Windeln, Molton- Einlagen, Gummi- Einlagen, Wickelbänder, Höschen, Tragkleidchen, Taufblüschen, Schuhchen. Häubchen, Strümpfchen, Lätzchen, Binden, Badetücher, Kissen- Bezüge, Wagendecken, Schlafdecken, Bettücher, Komplette Kinderbetten. Aillige Erstlngs-Ausstattungen 2 5 75 Ausstattung A: Gesamtpreis Mk. 23.— Beder- und Daunen- Deckbetten 130/180 Matratzen Seegras, Wolle, 85/185 bis ross o J0e0 J5 ok, Rosshaar 550 föbi Bettfedern und Daunen bilig und gut Setten für Kinder: Ar. lö0 280 380„. Deckbetten, 80%/100 u. 100%25 Mk. 4¹⁵ 900 15⁰ eto. Oberbettucher —— sehr billig!- bestehend aus: je 3 Hemdchen, Grösse 1, 2 und 8, je 3 Jäckchen, W Grösse 0, 1 und 2, 6 Windeln, weiss, 6 Moltonn Deckchen, 4 Nabelbindchen, 3 Wickelbänder, 2 Wicke⸗ decken, farbig, 1 Wiekeldecke, weiss, 1 Gummi-Einlage. 1 Badetuch, 1 Kleidchen. Ausstattung B: Gesamtpreis Mk. 48.35 bestehend aus: Kissen, 40/0 und 48/700 Kinder-Wäsche Wie Jahrhundert ihre Stellung im Pantheon mit Kordelbogen M. m, Maschinenfest. M. 1. mit Handfeston M. 2 1 5 Gummi-Einlagen, 2 kleidchen, 1 Taulkleidchen, 1 Taufblüschen. Badletücher, 1 Lauf- gute Qualitäten Ausserst billig! mit Feston mit Stickerei Mk. 4¹⁰ Mk. FFPFVCCPCCCo(( 950 565 Kissen mit Stickerei- einsatz und Fältehen M. 125 45 1 Buntes Feujlleton. —Politit und Literatur in der Küche. Von er Erwählung des neuen Präſidenten der kanzöſiſchen Republik hat auch die Kochkunſt bwürdiger Weiſe Notiz genommen, indem der klannte Kochkünſtler Escoffier die„Poularde Poincares“ ſchuf. Damit folgt die kulinariſche unſt den altberühmten Traditionen, die den heiſezettel ſchon oft zum Spiegelbild politiſcher greigniſſe gemacht haben. Wie B. de Bellefont neinem Auffatz der Quinzaine ausführt, iſt es hei den Köchen ein beliebter Brauch, ihre eigene Schöpferkraft hinter einem großen Namen zu ferſtecken und auf ihre Weiſe ſtaatsmänniſche kriumphe zu verherrlichen. Die Küchenchefs nes Richelieu oder Condé haben ihre köſtlich⸗ m Gerichte ſtets nach ihren hohen Herren ge⸗ aunt; doch dünkten ſich die Grandſeigneurs luch nicht zu hoch, um ſelbſt in die Küche zu eigen und mit den dienſtbaren Geiſtern in der Afindung beſonderer Feinheiten zu wetteifern. ludwig XV., der die„Schoten a la Frangaiſe“ kreiteke, gab ihnen ſchon im Namen eine ationale Bedeutung. So mancher Edelmann at durch ein Gericht ſeinem Namen die Unſterb⸗ chkeit geſichert, die eine große Tat nicht immer kerbürgt; man denke an den Marquis von gechamel, deſſen berühmte weiße Sauce noch kute auf allen Menus fungiert, von dem jeder was weiß, der einmal„Bechamel⸗Kartoffeln“ egeſſen hat. Unter den Staatsmännern, denen ſe Küche ein getreues Andenken bewahrt, ragt Konders Talleyrand hervor, der mit ſeinem krühmten„Chef“ Carsme zuſammen„unſterb⸗ Iche“ Werke geſchaffen hat. Der moderne hourmet erfreut ſich noch an den„Trüffeln a la kaleyrand“, wie er dankbar jener Staaks⸗ känner gedenkt, deren Namen unauflöslich ver⸗ lüpft ſind mit dem„Karpfen a la Chambord“, em Aumale⸗Filet, der Seezunge a la Joinville, em Poulet a la Nemours, Marengo, Demi⸗ ſow uſw. Neben den Ariſtokraten und Poli⸗ llern haben in neuerer Zeit vor allem die fänner der Kunſt den Glanz ihrer Namen in die Menus eingeſchrieben. In früheren Zeiten baren es freilich faſt immer arme Schlucker, die ait den Grandſeigneurs vielleicht in der Fein⸗ heit des Geſchmacks, aber nie in der Möglichkeit er Verwirklichung ihrer kulinariſchen Träume üdaliſteren konnten. Die Maler ſind unter den bourmets überhaupt ſelten, und ſo ſteht der foße Claude Lorrain als Ausnahme da: denn üm ſchreibt man die Erfindung des Blätter⸗ liges zu, der gewiß als eine epochemachende at auf dem Gebiet der hohen Backkunſt gelten Die Männer der Feder erobern ſich erſt nur einem Irrtum verdankt. Der ſchwärmeriſch Dichter des„Atala“ hat mit dem nach ihm noch heute genannten Beafſteak garnichts zu tun. Nach dem Geſtändnis, das der Reſtaurateur Magny Theodore de Banville machte, wurde dieſes auf dem Grill bereitete und mit Kartof⸗ feln garnierte Fleiſchgericht, das mit der melancholiſchen Lyrik des großen Poeten ſo garnichts zu tun hat, von einem Herrn de Cha⸗ brillan angegeben. Aber da damals der Ruf des genialen Romantikers ſelbſt bis in die Küche gedrungen war, ſo legte ein findiger Geiſt dieſem Beafſteak den großen Namen bei, ja man ging ſogar noch weiter und ſchuf auch Eier und eine Sauce a la Chateaubriand, ohne daß Geiſt und Zunge des Dichters dabei irgendwie mit⸗ wirkten. Seitdem überwiegen die Namen der Dichter und Muſiker in den Meiſterwerken der Küche die der Diplomaten und Politiker. Den „Pfirſichen a la Alexandra“, dem in Eis ſer⸗ vierten Geflügel a la Rooſevelt ſtehen die Reb⸗ hühner a la Roſtand, die„Ente Mounet⸗Sully“, die Sarah Bernhardt ihre Entſtehung verdan⸗ kenden„Sauvagines de Belle⸗Ile“, eine beſon⸗ ders pikant zubereitete Art Waſſervögel, gegen⸗ über. Und daß die Muſiker ihren Ruf als Feinſchmecker, den die Schöpfungen Roſſinis begründeten, bewahrt haben, beweiſt das in Portwein gekochte„Filet Maſſenet“. So wer⸗ fen Politik und Kunſt ihre Reflexe bis in die Küche, die nun die Poularde Poincars in das goldene Buch der berühmten Gerichte einge⸗ tragen hat. — Studentinnen als Dienſtmädchen. In Ame⸗ rika handelt man nach dem Grundſatz, daß keine Arbeit Schande bringt. So iſt es möglich, daß gebildete Leute Nebenbeſchäftigungen nachgehen, die bei uns mindeſtens nicht ſtandesgemäß wären. Arme Studenten ſind es vor allem, ſo wird der„Str..“ geſchrieben, die ſich gewöhn⸗ lich durch die ſeltſamſten Methoden durch⸗ ſchlagen. Ihr Geld reicht oft nur bis zur Fahrt zur Univerſitätsſtadt, und dort müſſen ſie ſehen, wie ſie ſich weiter ernähren. Wenn ſie keine wiſſenſchaftliche oder literariſche Tätigkeit fin⸗ den, nehmen ſie kurzerhand eine dienende Stel⸗ lung an. Sie heizen ihren Profeſſoren die Defen oder bedienen ihre mit Glücksgütern veicher geſegneten Kommilitonen in den Klubs, ohne dadurch in der öffentlichen Achtung etwas einzubüßen. Arme japaniſche Studenten, die ſich an den Univerſitäten der Union aufhalten, haben einen Spezialberuf, in dem ſie ſich ihren Unterhalt recht gut erwerben können. Sie ver⸗ dingen ſich bei Profeſſoren oder in anderen Häuſern als— Köche. Dieſe chinefiſch⸗japani⸗ ſchen Köche erfreuen ſich in Feinſchme erkreiſen eines ausgezeichneten Rufes; ſte ſind zwar recht Küche. Und zwar ſteht da Chateaubriand wran, der ſeinen kulinariſchen Ruym jedoch de Sympathien der Hausfrau! Liefern sie erker ein edampften Extrakt wie unsere bereits ab ꝛemessene Form und die grosse Ausgiebigkeit. „Liebig-Kugeln“ werden in Dosen à 5 Stück ſelbſtherrlich veranlagt und laſſen ſich nicht gern in die Geheimniſſe ihrer Küche hineinſehen, dafür liefern ſie aber Diners, die auch den ver⸗ beliebtestes Mittel zur Regelung des Stuhlganges und Werhültung von Verstopfung für Erwachsene und Kinder. Höchster Wohlgeschmacek, milde, sichere Wirkung, Arztlich glänzend begutachtet und empfohlen, Dose(20 Fruchtkonfitüren) I Mark. Man hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrücklich LAXIN-KONFEKT. wöhnteſten Anſprüchen genügen. So iſt es be⸗ greiflich, daß die netten kleinen japaniſchen Stu⸗ denten in der Union als Köche recht gern ge⸗ ſehen werden. Der Japaner erſcheint im Hauſe vor jeder der 3 Mahlzeiten, kocht und reinigt auch nachher das Geſchirr. In der Zwiſchenzeit beſucht er ſeine Vorleſungen und bereitet ſich auf die Examina vor. Nun iſt ihm aber auf der Univerſität eine ernſte Konkurrenz erwachſen: ſie kommt vom den einheimiſchen Studentinnen, die ſich neuerdings nicht ſcheuen, gleichfalls als dienſtbare Geiſter Geld zu verdienen. Die Hausfrauen nehmen bei der chroniſchen ameri⸗ kaniſchen Dienſtbotennot dieſe Hilfskräfte mit Begeiſterung auf. Zu ihren vielen andern Vorzügen tritt noch der wichtige Umſtand, daß ſie bei der Herrſchaft nicht wohnen. Wer eine ſolche„gir! student“ beſchäftigt, braucht alſo kein Mädchenzimmer; ein Vorteil, der bei den teuren Mietpreiſen nicht bedeutungslos iſt. Die Frauen machen mit ihren ſtudierten Dienſt⸗ mädchen faſt durchweg die beſten Erfahrungen. Sie rühmen ihren Fleiß und ihre Sparſamkeit; es heißt ſogar, daß die Studentinnen gut kochen. — Die Viſion der Chauffeuſe. Aus Newyork wird uns berichtet: John Deed, einer der reich⸗ ſten Leute, die in der 5. Avenue ihren Wohnſitz haben, hatte vor einiger Zeit das Unglück, von der Chauffeuſe ſeiner Tochter angeſahren und aus ſeinem vierſpännigen Wagen geſchleudert zu werden. Er erlitt eine ſchwere Gehirnver⸗ letzung, die ſich jedoch im Laufe der Zeit mit der Kunſt berühmter Aerzte beheben ließ. Als er wieder geneſen war, klagte er gegen die un⸗ zuverläſſige Chauffeuſe, die ihn mit dem Kraftwagen angefahren hatte, trotzdem ſie ihn unweigerlich geſehen haben mußte. Auf der Anklagebank erzählte die weinende Chauffeuſe folgendes: Jeden Tag habe ſie ihre junge Her⸗ rin in dem Auto ſpazierengefahren. Vor eini⸗ gen Tagen hielt ſie plötzlich mitten auf der Strecke an, denn ſie ſah den Vater ihrer Herrin in ſeinem Vierergeſpann daherkommen und geradenwegs auf ſie zuſteuern. So deutlich habe ſie den Mann erblickt, das Schnauben der Roſſe gehört, daß ſie verwundert war, als Miß Vicky, ihre Herrin, nicht aufgeſtanden ſei, um den Vater zu begrüßen. Miß Vicky habe ſich im Gegenteil über den Aufenthalt gewundert, und als ſie nach dem Grund des plötzlichen Still⸗ ſtandes fragte, die Chauffeuſe ihr die Erklärung gab, habe ſie gelacht und gefragt, ob wohl Geſpenſter mitten am Tage erſcheinen. In dieſem Augenblick ſei die Viſion auch verſchwun⸗ den, die Chauffeuſe ſei weitergefahren, habe aber am nächſten Tage und noch zwei Tage darauf genau dieſelbe Erſcheinung gehabt. Im⸗ mer ſtellte ſich Mr. Deed mit ſeinen Pferden ihr in den Weg, jedesmal habe ſie erſchrocken „Liebig-Kugeln“ treffen stets Vur sparsamen, aber guteu Küchenführung. Liebig Gesellschaft, Köln. 9674 innegehalten, um ſich nach wenigen Minuten davon zu überzeugen, daß es nichts anderes war, wie eine Viſion. Das letzte Mal nun habe Miß Vicky erklärt, ſie würde ſich eine andere Chauffeuſe anſchaffen, denn es fehle ihr die Luſt dazu, ſich von ihrer Angeſtellten narren zu laſſen. Die Chauffeuſe wollte ihre Stellung nicht verlieren, und als ſich ihr von neuem die Viſion des Mr. Deed in den Weg ſtellte, ſei ſte einſach darauf losgefahren. Ein furchtbarer Schrei belehrte ſie, daß es diesmal leider keine Viſton, ſondern die Wirklichkeit geweſen ſei. Miß Vicky, die Zeugin, mußte zugeſtehen, daß ſich in der vergangenen Woche die Vorgänge genau ſo abgeſpielt hatten, wie die Chauffeuſe ſie hier vor Gericht erklärte. Man nahm darauf⸗ von einer Beſtrafung Abſtand, umſomehr, als Mr. Deed erklärte, unter dieſen Umſtänden die Chauffeuſe freigeſprochen zu ſehen. Die Fa⸗ milie des Brotgebers ſelbſt ſorgte für die Ueber⸗ führung der Chauffeuſe in ein geeignetes Sa⸗ natorium; nach ihrer Entlaſſung aus dieſer Nervenheilanſtalt wird ſie einen anderen Poſten in dem Hauſe des Millionärs bekommen. In Amerika aber, dem aufgeklärten Lande der Frei⸗ heit, ſpricht man von nichts anderem, wie von der eigenartigen Viſion der jungen ungd ſchönen Chauffeuſe. — Vom luſtigen John Bull. Der Glücks⸗ pilz.„Na, altes Haus, wie biſt Du denn geſtern Nacht heimgekommen? Weg gefundend“ „Nein, denke Dir, ein Schutzmann griff mich auf, und ich mußte die Nacht über auf der Wache bleiben.“„Haſt Du ein Schwein! Ich hab' nach Hauſe gefunden..— Einſt und jetzt.„Haſt Du bei Deinem Manne im Laufe der Jahre eigentlich Veränderungen beobachtet?“ „Ja, anfangs erzählte er mir immer von ſeinem klopfenden Herzen und jetzt ſpricht er nur von ſeiner Leber.“— Der Beweis. Er kommt ſpät aus der Geſellſchaft nach Hauſe und ſie iſt ſehr ungnädig.„Ich war wirklich der erſte, der aufbrach.“„Ach, das ſagſt Du immer.“„Aber diesmal kann ich es beweiſen: ſieh dieſen ſchönen Schirm mit dem Goldgriff, den ich mitgebracht habe.“— Umgekehrt.„Na, Winkers, ich höre, Du haſt eine Frau mit unabhängigem Vermögen geheiratet?“„Ach, nein, ich heiratete nur ein Vermögen mit einer unabhängigen Frau.“— Im Dilettanten⸗Konzert. „Was ſingt er denn?“„Laßt mich ſterben wie ein Soldat.“„Hätte ich nur meine Büchſe bei mir, den Wunſch wollte ich ihm erfüllen JLRopfschmerz bevorzugt. AHofsgokbeker Glniss iFKSUaHille D LF Unübertreffen in seiner sicheren und milden Wirkung. In allen Apotheken zu haben. atz: ihr doch Liebig's Fleisch-Extrakt zum Preise von 5 Pfennig!„Liebig-Kugeln“ enthalten den gleichen, nur noch etwas Topfpackungen. Ihre grossen Vorzüge sind— neben ihrem billigen Anschaffungspreis— die einfache Handhabung, die verkauft; somit ist jeder Hausfrau Gelegenheit ge eben, sich die allgemein bekannten Vorteile des Gebrauches don Liebia's Fleisch-Extrakt zu Nutze zu machen. Unsere Broschüre No., 317, die wir an jedermann kostenfrei versenden, unterrichtet eingehend über die Mittel 85 Donnerstag. den 7 57555 ſ. Lersin, Hannheim. ng B. ſchgewieſ., Bürv roſtunden tägl. Am Friedrichspark Pohnung .10—14 Zim. f. Zubehör im 2, und 1. Stock per April zu vermieten. Auto⸗Garage u. Chauff.⸗ Wohnung kann einge⸗ 5 werden. Näh. im ureau n 6, 25. 40830 Telephon 1935. PE Paradeplatz D91 1 Zimmer 7 mit allem Zuheh. lauch für Bureas paſſenb) per ſofort zu verm. Näh. köſtenfrei durch Immobilien⸗Bureau Levi& Sohn Q1, 4 Breiteſtr. Tel. 595 per 1. 40346 J. J. Cuil — JDi, 2, Flln- Wöhnng 4. Stock, 5 Zim. u. Zubeh. pril zu vermiet. illing. ſchöne Belle⸗Etagen⸗ wohnung, Simmer, Küche nebſt Zubehör per 1. April ev. keſther zu vermieten. NRäh. K&. L part. rechtg. Nachmittags 05203 D 7, 17 2. Stock, Luiſenving, ſch. helle 6 Zim., Speiſekam., Badez. u. Manſ. p. 1. Juli zu verm. Näh. part. 40887 F 2, 4a,. Sfock 7 Zimmer mit Bad zu vermieten. 41086 Näheres 3. Stock. F 7, 262 Luiſenring 8844. Stock, 4 Zimmer nebſt Badezimmer u. Zubehör per 1. April 1913 zu ver⸗ mieten. Näheres im Comp⸗ toix, Hof lks. 40537 U 2 1 Seitb. 8 Zim., % Küche a..April z. v. Näh. 3. St. l. 12850 7, 41 4 Zim. u. Küche 3. St. p. 1. April 3. 5 Näheres partere. 12479 2, 5 auge Sep eee „per ſof. od. ſpäter zu verm. od. Bau⸗ ugſtraße Eine freundl. Manſarden⸗ Wohnung,—3 3. u. K. an ruh. Fam. preisw. zu vm. Näh. Comptoir im Hof. 12200 N 1 13 1. St., 6 Zim., 7 Küche, Bad, nebſt Zubehör, per April zu vermiet. Näh. 0 7, 20 parterre. 4060g 1. 2. uu. 3. Stock, part. 4 Zimmer, 2. u. J. Stock je 6 Zimmer, groß. Bade⸗ Ammer, Speiſekammer, 2 Manſarden, Keller, elektr. Licht und Gas, per 1. April zu vermieten. Zu erfragen Tel. 752. 1351¹ L8 1 4 Bismarckſtr. 2. St. 6 Zimmer und Zubeh. z. v. 40220 1 13. 8 8, St. 5 Zim. Badezim. und Zubeh. zum 1. April zu verm. Näh. part. 40937 6 7 H 2. 17 arterre, 1 ſchöne eleg. 5 Zimmerwohnung m. all⸗ Zubehör per 1. April d. 3. verm. Näh. Tel. 1145 1 Tr., 7 Zim., 0 4, 17 Gas, elektr. Licht, Bad, Speſſek. nebſt Zubeh. auf 1. April oder früher zu vermieten. Näheres daſelbſt oder Telephon 5102. 41051 5 I1 Treppe 5, 12 Foch 3 Zimmer und Küche zu vermieten. Näher. 41050 O8, 8, Eckladen. 6 7 14 Heidelbergerſtr. 7 3. St., 7 Z. n. Zub. zu v. Näh. im Zigarrenlad. 2. St. 8 Zimm. 0 7, 21 und Zubehör, zu vermieten. 40400 P 5, 2/ (Durlacher Hof) 7 Zimmer⸗Wohnung mit Zubeh., auch als Bu⸗ reaux⸗Räume ſehr geeign. alsbald zu vermieten. Die Wohnung wird vollſtäud. renoviert u. können eptl. Wünſche jetzt noch berück⸗ ſichtigt werden. Näher. Bureau Bauder im 2. 4 Stock. 126 8 Zimm., Küche 8 6, 5 und Zubehör p. 1. April zu verm. Näh. 8. St. Ohler od. Tel. 996. 14, 3 Bleſteſtraße 2 Tr., 4 Zimmer nebſt Zubehör, neu hergericht, zu vermieten. 40983 Näheres Idſtein. 1, 94 t Küche z. y. Pr. 88 12475— Auguſta⸗Anlage Hochherrſchaftliche Hochpart.⸗Wohnung 5 Zimm, Fremdeuz., Gard. u. all. Zub., Centralhzg., wegzugsh. p. bald z. v. lides Näh. koſtenfrei durch nobilien⸗Bureau KLevi& Sohn .4 Breiteſtr. Tel. 595. U, 13 Breiteſtr. Etagewohnung, 8Zimmer Küche und Speiſekammer u. Manſarden ev. 3 und 4 Zimmer⸗Wohnungen per 1. April d. Is. zu ver⸗ mieten. Näh bei Carl Fr. Bauer, U 1, 18, 2. Stock. Tel. 1377.(40536) Friedrichsſchul⸗ U2, 2 platz, 3⸗Zimm.⸗ Wohng.(1 größ. u. 2 klein. Zim.) p. 1. Ap. zu verm. 050 wohnung in 0 8, 10 freter Lage, neu herger., vrm. c0r8e 5 Zimmer⸗ Ackerſtr. 15 2 58. 1 Zim u. Küche an kinderl. Leute bill. zu verm. 1246 Beklhovenſtraße 3 ocheleg. 3 Zimmer nebſt ad, Mädchenzim., 2 Keller u. abſchließb.Speicherraum an ruh. Leute p. 1. Aprila zu vermieten. Näheres bei Michter, part. rechts. 11927 Mullſtraße 30 4. Zimmerwohn. mit B. Sbeiſekammer und reſch adezimmer nebſtg: 1 e Tel. 88 Oſtſtadt. Elegante Wohnung iß freier Lage,—8 helle Zin 1. 15 e, ubehhr an ru 1 Nortl 1018, Näh. Charlotten parterre. Sch. 6.. Vekthovenſtr. 20 m. Badu, reichl. Zubeh, ſof. od. 1. April z. v. Näh part. r. 12422 8— parterre lks., 5⸗Zimmer⸗ Wohnung mit Bad, Frem⸗ deuzimmer u. reich 19 55 Gas, elektk. Lich. 41087 Part.⸗W. Oebsed Auppechiſ. 13, 3. 8l he⸗. 6.⸗Wohn Zb. Gas,eltr.&..l. FFFCTCCCCC000 S. SSDAA SNN 21 SNes