——— ind von Swinemünde der Kunſtmannſche Ber⸗ gungsdampfer„Herkules“ unter Mitnahme von ren Lagen hat ſich die Schneedecke bedeutend Wonnement: 70 Pfg. monatlich, Bringerlohn 50 Pfg., durch die Poſt inkl. Poſtaufſchlag Uck..42 pro Guartal. Einzel⸗Rr. 5 Pfg. Inſerate: Kolonel⸗Seile 30 Pfg. Reklame⸗Seile I. 20 Hck. Täglich 2 Ausgaben(außer Sonntag) Schluß der Inſeraten⸗Annahme für das Mittagblatt morgens 9 Uhr, für das Abendblatt nachmittags 3 Uhr Beilagen: —— der Stadt Mannheim und Amgebung Geleſenſte und verbreitetſte Seitung in Mannheim und Amgebung Telegramm⸗AHdreſfe: „Deneral⸗Anzeiger Manndeim“ Telephon⸗Nummern: Direktion und Buchhaltung 1449 Buchdruck⸗Abteilung 34¹ Redaston 3577 Exped. u. Verlagsbuchhdlg. 218 Eigenes Redaktionsbureau in Berlin Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Mannheim; Handels⸗ und Induſtrie⸗Zeitung für Südweſtdeutſchland; Beilage für Literatur und Wiſſenſchaft; Unterhaltungsblatt; Beilage für Cand⸗ und Hauswirtſchaft; Mannheimer Schachzeitung; Sport⸗Revue; Wandern und Reiſen und Winterſport; Mode⸗Beilage; Frauen⸗Blatt. Nr. 168. Die heutige Mittagsansgabe umfaßzt 16 Seiten. Celegramme. Die Wahl des zweiten Bürgermeiſters in Frank⸗ furt a. M. * Frankfurt, 11. April. In der heutigen nicht⸗ öffentlichen Sitzung der Stadtverordneten⸗Ver⸗ ſammlung ſtand als einziger Gegenſtand die Wahl des zweiten Bürgermeiſters auf der Ta⸗ gesordnung. Das Ergebnis war: Stadtrat Dr. Luppe 38, Stadtv. Dr. Heilbrunn 18, Stadt⸗ rat Prof. Bleicher 14 Stimmen. Luppe iſt ge⸗ wählt. Schneefälle und Unwetter. * Swinemünde, 11. April., Bei Misdroy ſtrandete ein Torpedoboot des Lehrgeſchwa⸗ ders. Das Schulſchiff„Württemberg“ geriet im Hafen von Swinemünde auf Grund. * Stettin, 11. April. Bei dem heute vormit⸗ tag herrſchenden Nordweſt⸗Schneeſturm ſtran⸗ dete bei Swinemünde zwiſchen Misdroy und Divenow das Torpedobvot„V.“. Kurz darauf Marinemannſchaften des Panzerkreuzers„Fried⸗ rich Karl“ und des Kreuzers„Köln“ zur Hilfe⸗ leiſtung nach der Unfallſtelle abgedampft. Um 7 Uhr abends wurde gemeldet, daß die Mann⸗ ſchaft des Torpedobootes gerettet und in Mis⸗ droy gelandet wurde. Der Bergungsdampfer „Herkules“ und der Kreuzer„Köln“ befinden ſich wieder an der Unglücksſtelle. W. Metz, 12. April. Heute Nacht trat hier Schneefall ein. Im Saartal herrſchte, wie aus Saarbrücken gemeldet wird, heute nacht 1 Grad Kälte. Heute morgen waren Berg und Tal mit einer bis zu 2 em hohen Schneedecke über⸗ zogen. Das ganze Saartal zeigt das Bild einer Winterlandſchaft. W. Zoberuheim, 12. April.(Priv.⸗Tel.) Nach⸗ dem während des geſtrigen Tages im oheren Nahetal und auf dem Hunsrück faſt ununter⸗ brochen leichter Schneefall hervſchte, ſetzte in der vergangenen Nacht ein überaus ſtarker Schneefall ein bei 2 Grad Kälte, der mehrere Stunden anhielt und die ganze Gegend mit einer ca. 10 em dicken Schneeſchicht bedeckt. Der Schaden an den Obſtbäumen, die infolge der vorausgegangenen warmen Witterung in voller Blüte ſtanden, iſt bisher nicht abzuſchätzen. Bisher ſchneit es in unverminderter Stärke fort. W. Stuttgart, 12. April. Im ganzen Lande iſt heute nacht und heute früh ſtarker Schneefall eingetreten. Die Temperatur hält ſich zumeiſt nur wenig über den Gefrierpunkt. In den höhe⸗ verſtärkt. In den Gärten und Obſtgütern iſt der Schaden ſehr groß. In dem Fernſprechver⸗ kehr ſind Störungen eingetreten. W. Wien, 11. April. Heute nacht krat hier und in der Provinz ein Wetterſturz ein. Heute früh ſetzte Schneefall ein. In Gmunden herrſcht ſtarke Kälte und mit Unterbrechungen fällt ſeit acht Tagen Schnee. Im Elbetal erlitt die Obſtblüte Schaden. Vom Neichstage. Berlin, 12. April.(Von unſerem Berliner Bureau.) Nach den Dispoſitionen des Reichs⸗ tages ſoll in der nächſten Woche nach Erledi⸗ gung der Steuervorlagen mit der 2. Etats⸗ leſung fortgeſetzt und dieſe in der nächſten Woche abgeſchloſſen werden. Es ſind noch zu beraten der Militäretat, der Etat des Reichskanzlers und des Auswärtigen Amtes und der Etat des Reichsſchatzamtes Manunheim, Die 3. Leſung des Ctats wird in der über⸗ nächſten Woche erfolgen. Außerdem ſollen noch einige andere Gegenſtände zur Beratung kom⸗ men. Der Reichstag will ſpäteſtens am 30. April in die Pfingſtferien gehen und die weitere Beratung der Heeres⸗ und Steuervorlagen in der letzten Maiwoche wieder aufnehmen. Der Antimilitarismus in Frankreich. * Monceau⸗les⸗Mines, 11. April. Mehrere Gruppen von Geſtellungspflichtigen zogen mit großen Fahnen und Tafeln, welche die Inſchrift trugen:„Nieder mit dem Bluff der dreijährigen Dienſtzeit“, umher. Dem Unterpräfekt und den Poliziſten gelang es, ſich der Fahnen und Tafeln zu bemächtigen, wobei die Manifeſtanten anti⸗ militariſtiſche Rufe ausſtießen und revolutionäre Lieder ſangen. Der Generalſtreik in Belgien. * Brüſſel, 11. April. Mit Rückſicht auf den am Montag beginnenden Generalſtreik wurden alle beurlaubten Soldaten zurückbe⸗ rufen, außerdem wird von morgen ab die Gendarmerie durch Militär verſtärkt. Das Befinden des Papſtes. * Rom, 11. April. Der Kardinalſtaatsſekretär Merry del Val empfing im Namen des Papſtes 2000 Pilger aus Vitenza unter der Führung des Grzbiſchofs Chieti, der eine Ergebenbeitsadreſſe anu den Papſt verlas. Merry del Val erzählte, wie ſehr es der Papſt bedauere, die Pilger nicht ſelber empfangen zu können wegen ſeiner Er⸗ krankung, die Gott ſei Dank leicht und im Abnehmen begriffen ſei. Furchtbare Feuersbrunſt. OLondon, 12. April.(Von unſ. Londoner Bureau.) Aus Kairo wird gemeldet, daß in dem Petroleumdepot bei Kavrel Scheilh Feuer ausbrach, das mit ſo unheimlicher Geſchwindig⸗ keit um ſich griff, daß binnen wenigen Minuten mehrere Dörfer in Flammen ſtanden. Das Feuer, das 26 Stunden dauerte, äſcherte 500 Häuſer und 250 Geſchäfte ein. 20 000 Perſonen wurden obdachlos. Es dürften auch eine Anzahl von Menſchenleben zugrunde gegangen ſein. * * Agchen, 11. April. Vor Eiutritt in die heu⸗ tige Sitzung der Stadtverordnetenverſammlung teilte Oberbürgermeiſter Veltmann mit, daß Geh. Kommerzienrat Dr.⸗Ing. Adolf Kirdorf dem Maler Prof. Arthur Kampf, einem ge⸗ borenen Aachener, den Auftrag gegeben habe, ein Kaiſerbild zu malen, das Geheimrat Kirdorf der Stadt anläßlich der patrioti⸗ ſchen Gedenktage in dieſem Jahre für den Stadtverordnetenſttzungsſaal zum Geſchenk ma⸗ chen wolle. * Berlin, 11. April.(Priv.⸗Tel.) Gegenüber den Blöttermeldungen, welche den Tod des Gymnaſiaſten Tiemann⸗Charlottenburg be⸗ treffen, läßt der Staatsanwalt durch das Poli⸗ zeipräſidium erklären, daß die Sachlage ſo wenig geklärt ſei, daß die Frage, ob Selbſtmord oder Tötung vorliege, noch nicht ent⸗ ſchieden werden könne. W. Paris, 12. April. Die Staatsanwalt⸗ ſchaft hat gegen den hieſigen Spekulgnten De⸗ ville, welcher unter falſchem Namen eines Mar⸗ quis de Sardelys eine Bank gegründet und zahlreiche Perſonen unter der Vorſpiegelung, daß er das Privatunternehmen in eine Aktien⸗ geſellſchaft umwandeln wollte, ſehr beträchtliche Beträge entlockt hatte, die ſtrafrechtliche Unter⸗ ſuchung wegen Betrug und Vertrauensbruch an⸗ geordnet. wW. Paris, 1l. April, Aus Montepellier wird gemeldet, daß der Landwirt Bonnes, wel⸗ cher gegen den Schullehrer Donat in Couffou⸗ leux Revolverſchüſſe abgegeben hatte, weil die⸗ ſer die von den Biſchöfen verhotenen Lehrbücher benutzt hatte, vor das Schwurgericht geſtellt werden wird. Die Unterſuchung hatte ergeben, daß auch noch andere Leute an demſelben Tage mehrere Revolverſchüſſe gegen Donat abgefeuert hatten und daß im Dorfe von mehreren Per⸗ ſonen erzählt werde, man werde den Schulleh⸗ rer umbringen, Samstag 12. April 1913. Bulgarien gegen Jerbien und Griechenland. W. Wien, 11. April. Die„Neue Freie Pveſſe“ meldet⸗ Nach Meldungen aus diploma⸗ tiſchen Kreiſen beſteht unter den Mächten die Neigung Salonfki den Griechen zuzuſpre⸗ chen. Bulgarien hält aber an ſeinen An⸗ ſprüchen auf Saloniki feſt und iſt zum Aeußerſten gegenüber Griechenland ent⸗ ſchloſſen, wenn dieſes nicht freiwillig verzichtet. Ebenſo hält Bulgarien unter Berufung auf den Alianzuertrag gegenüher Serbien ſeine An⸗ ſprüche auf Monaſtir aufrecht. Es ſcheint, daß ſich Serbien und Griechenland einander Bulga⸗ rien gegenüber in ihren Anſprüchen auf Mona⸗ ſtir und Salonifki unterſtützen. OLondon, 12. April.(Von unſ. Londoner Bureau.) Verſchiedene Melbungen der heutigen Morgenblätter beſagen, daß es zu eruſten Streitigkeiten zwiſchen den Balkankönig⸗ reichen gekommen ſei und der Wiener Korreſpon⸗ dent des Daily Chronikle behauptet ſogar, ge⸗ hört zu haben, daß bereits Kriegsvorbereitungen zwiſchen Griechenland und Bulgarien ſtattfün⸗ den. Es handle ſich um Saloniki, welches Bulgarien jetzt unter allen Umſtänden haben wolle, weil es Siliſtria an Rumänien abtreten Loll. Es wird behauptet, daß der Dreibund auf Seiten Bulgariens ſtehe, während Ruß⸗ land und Frankreich für Griechen⸗ land Partei nehmen. Großbritannien dagegen ſoll dem bulgariſchen Standpunkt günſtig ge⸗ finut ſein. Griechenland hat bereits angefangen große Maſſen von Infanterie und Artillerie an der Giſenbahnlinie von Saloniki nach Kilindri bis nach Salmanli hinaus zu konzentrieren. Bulga⸗ rien dagegen zieht ſtarke Streitkräfte zwiſchen Seres und Kavalg zuſammen. Es ſähe ſu aus, als ob der Krieg zwiſchen beiden Verbündeten in den allernächſten Tagen ausbrechen werbe. Außerdem wird behauptet, daß Serbien und Griechenland einen Geheimver⸗ tpag miteinauder abgeſchloſſen hätten, um ge⸗ meinſam den bulgariſchen Anſprüchen entgegen zu treten. Bulgarien ſtellt ſich auf den Stand⸗ punkt, daß wenn Serbien einen großen Teil von Mazedonien erhält und es jetzt beſetzt, eine ganze Anzahl von Bulgaren unter das ſerbiſche Regiment kommen würden, das für die Bul⸗ garen ſchlimmer fein würde, als das türkiſche ge⸗ weſen iſt. Von einemdauernden Frieden zwiſchen den Balkankönigreichen könne keine Rede ſein. Man müfſſe ſich auf jeden Fall darguf gefaßt machen, daß es heute oder morgen zu einem neuen Balkankriege kummt. Auch zwiſchen Montenegro und Ser⸗ bien beginnt eine immer größer werdende Verſtimmung aufzutauchen, die aus ver⸗ ſchiedenen Momenten herrührt. Vor allem iſt man in Cetinje darüber ſehr ärgerlich, daß man die Belagerung von Skutari aufgeben muß und behauptet dazu, daß König Nikita ſeine Opera⸗ tianen nur aus dem Grunde bis nach Skutari ausdehnte, weil ihm von der ſerbiſchen Regie⸗ rung verſprochen worben ſei, ihm gleich ausrei⸗ chende Hilfe zu ſchicken, ſobald die Serben und Montenegriner bei ihrem konzentriſchen Vor⸗ gehen gegen die Türken ſich einander die Hände gereicht haben. Dieſes Verſprechen habe man ee (Mittagblatt.) Nriegsgefahr am Balkan. nicht gehalten, ſondern den Montenegrinern erf. dann Hilfe geſchickt, als ſich herausſtellte, daß ſie mit Skutari nicht fertig werden konnten. Außer⸗ dem iſt man im Konak zu Cetinje darüber wũ⸗ tend, daß Serbien ſich den Wünſchen der Groß⸗ müchte ſo ſchnell gefügt hat und ſeine Truppen vor Skutari zurückzieht. Dieſe Meldungen werden beſtätigt durch fol⸗ gende Telegramme der„Frankf. Ztg.“: * Konſtantinopel, 11. April. Von hervor⸗ ragender Seite erfahre ich: Während die rufſi⸗ ſche Diplomatie mit der Regelung der bulg a⸗ riſchen Gebietszeſſion an Rum ä⸗ mien gleichzeitig eine vollſtändige rumäniſch⸗ bulgariſche Entente erſtrebt, iſt eine ſeparate En⸗ tente zwiſchen Griechenlanb und Ser⸗ bien dem Abſchluß nahe. Die Beziehungen zwiſchen Sofia und Athen ſind trotz äußerlicher Tünche ſehr geſpannt. Die Athener Regierung gab in Sofia deutlich zu verſtehen, daß Grie⸗ chenland einen etwaigen Einmarſch der hul⸗ gariſchen Armee in die türkiſche Hauptſtadt niemals dulden werde. Beſonderes Miß⸗ trauen erregt es in Athen, daß Bulgarien auf⸗ fallende Konzentrationen bei Serres vor⸗ nimmt. Trotz beruhigender Erklärungen der bulgariſchen Regierung wird in Athen beſorgt, datz dieſe die bulgariſche Armee nicht in der Hand habe. Aeußerungen Danelus. * Sufia, 11. April. In Verſammlungen ſei⸗ ner Partejabgeordneten eklärte Danew bezüg⸗ lich des Streites mit Rumänien: Wir haben keine Verpflichtungen und ſind frei, nach Maßgabe unſerer Intereſſen zu handeln. Ziem⸗ lich bedeutend ſind unſere Befürchtungen bezüg⸗ lich unſerer Beziehungen mit unſeren Verbün⸗ deten, den Serben und Griechen. Nicht, daß Bulgarien dazu gebracht werden könnte, ſich mit Wenigerem zufrieden zu ſtellen, als ihm zu⸗ kommt; ſo etwas würde es ja gar nicht dulden. Die Gefahr beſteht darin, daß einer von unſeren Verbündeten nicht ſeine Zukunft außer Acht läßt ſowie die gemeinſamen Intereſſen der Balkan⸗ ſtaaten, und nicht einen Bruderkampf hervor⸗ ruft, der ebenſo ſchändlich wie vernichtend wäre. Bei alle dem gebe ich die Hoffnung nicht auf, daß die maßgebenden Kreiſe unſerer Verbün⸗ deten dieſer Gefahr zu begegnen wiſſen werden. Mit Serbien haben wir einen Vertrag, auf deſſen ſtrikte Durchführung wir mit der größten Entſchiedenheit beſtehen werden. Und miit Griechenland gibt uns unſer Einvernehmen die Möglichkeit, das eroberte Gebiet im Verhältnis zur Kraftäußerung und den dargebrachten Opfern zu teilen. Ich will noch immer hoffen, daß die Vernunft über den engherzigen Chau⸗ vinismus die Oberhand behalten wird.“ Guropas neue Sorge. Die geſtern veröffentlichte Erklärung der ruſſiſchen Regierung hatte in aller Welt beruhigend gewirkt. Sie gab volle Klarheit über die Haltung der ruſſiſchen Politik. Rußland wies die Anſprüche Montenegtros auf Skutari ab, mit einer Entſchiedenheit, die nichts zu wünſchen ließ. Mit Recht erblickte man in dieſer Erklärung einen„endgültigen Sieg der Politik Saſonows über die panflawiſtiſchen Treibereien“ Man ſah aus dieſer Erklärung, daß der Zwieſpalt zwiſchen der amtlichen und nichtamtlichen Politik Rußlands, der den Frie⸗ den Europas durch Wochen und Monate bedroht hatte, beendet war. Eutopa atmete erleichtert auf, die ruſſiſche Politik ſagte ſich von den aben⸗ teuerlichen Beſtrebungen der Panflawiſten los. Herr Saſonow war mit ſeiner Friedenspolitil beim Zaren durchgedrungen. Die Wiener Blät⸗ ter, auch die halbamtlichen, urteilten dahin, dafß damit Rußland klar den Balkankrieg durch die einmütigen Beſchlüſſe der Mächte, denen es voll⸗ ſtändig beitrete, für beendigt und jeden Wider⸗ ſtand Montenegros gegen dieſe Beſchlüſſe für vergeblich erklärte. Dieſelbe Auffaſſung herrſcht in Berlin. So ſchien Europa denn endlich dem 2. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagblatt!. Maunheim, 12. April. Frieden entgegenzugehen und über den Berg zu ſein. Aber Europa ſcheint wieder einmal vergebens gehofft zu haben, weil es wieder ein⸗ mal die Rechnung ohne die Balkanſtaa⸗ ten gemacht hat. Was lange befürchtet und vorausgeſehen wurde, ſcheint Wirklichkeit, viel⸗ leicht ſogar blutige Wirklichkeit werden zu wollen. Der Streit der Verbündeten um die Beute will dem Anſchein nach in ein äußerſt kritiſches Stadium treten. Den Kampf gegen die Türkei konnte die„Erwerbs⸗ geſellſchaft“ wohl gemeinſam und in leidlicher Verträglichkeit führen, bei der Ausſchüttung des Gewinnanteils waren ſcharfe Gegenſätze unaus⸗ bleiblich. Man konnte dieſe ſcharfe Spannung ſchon vorausſehen, als die Griechen Saloniki genommen hatten(8. November 1912). König Georg berlegte ſeine Hofhaltung nach Saloniki, das zum Teil auch von bulgariſchen Regimen⸗ tern beſetzt wurde. Am 2. Dezember erließ der bulgariſche General Theodoroff eine ſcharfe Er⸗ klärung, nicht die Griechen, ſondern die Bul⸗ garen ſeien die Eroberer von Saloniki, die Grie⸗ chen hätten nur die Erfolge der Bulgaren aus⸗ genützt und ſeien ohne Schwertſtreich eingezogen. Am 18. Dezember erſchien König Ferdinand in Saloniki, um ſeinen Verbündeten zu beſuchen, ſchon nach zwei Tagen reiſte er wieder ab Das war das charakteriſtiſche Vorſpiel zu den dauern⸗ den Reibungen unter den Verbündeten, die den ganzen Krieg begleitet haben. In lebhafter Erinnerung ſind die Häkeleien zwiſchen Bul⸗ garien und Serbien über den Anteil am Fall Adrianopels, die blutigen Raufereien, die zwi⸗ ſchen bulgariſchen und ſerbiſchen Truppenteilen hie und da ſtattgefunden haben. Die bulgaren⸗ feindliche Politik der übrigen Verbündeten in Mazedonien hat, wie wir geſtern meldeten, zum organiſierten Widerſtande von Sofia aus geführt. Ein beſonderer Ausſchuß von bul⸗ gariſchen Profeſſoren, Politikern und Publiziſten hat eine Denkſehrift ausgearbeitet, die Zwangs⸗ maßregeln gegen die Verbündeten fordert. Aus Perlepe wurde gemeldet, daß ſich infolge angeb⸗ lich ſchlechter Behandlung der bulggriſchen Be⸗ völkerung ſeitens der Serben die bulgariſchen Banden täglich vergrößern. Dazu kam in den letzten Tagen die Entſcheidung über Siliſtria. Der Anfall dieſer Feſtung an Rumänien hat den Anſprüchen Bulgariens auf Saloniki, die ja ſchon aus dem Kriegsbeginn ſtammen, nun einen beſonders ſcharfen Anreiz verliehen, ſo daß nunmehr das Verhältnis unter den Verhündeten auch nicht einmal mehr als korrekt bezeichnet werden kann. Es iſt in offene Feindſeligkeit ausgeartet und es fragt ſich nur, oh dieſe auch noch zu kriegeriſchen Verwicklungen unter den Teilhabern der Erwerbsgeſellſchaft führen wird Auf der einen Seite ſteht Bul⸗ garien und gegen es Griechenland, das auf Salonifi Anſpruch erhebt, und Serbien, das mit Bulgarien um die Grenzfeſtſetzung in Mazedo⸗ nien hadert. Dazu kommt, daß auch zwiſchen Serbien und Montenegro die Freundſchaft ein Ende gefunden zu haben ſcheint. Europa hat ſeine neue Sorge, ſie iſt um ſo größer, als hinter dieſen Gegenſätzen auch wie⸗ der die Gegenſätze der europäiſchen Mächtegruppen auftauchen. Der Temps hatte ſchon vor einigen Tagen gemeldet, daß der Dreibund Bulgariens Anſprüche auf Saloniki ſtütze, während die Vertreter des Dreiverbandes auf der Petersburger Botſchafter Verſammlung den gegenteiligen Standpunkt eingenommen hätten. Dieſe Nach⸗ richt wird durch unſere obige Londoner Meldung beſtätigt, die die Meldung des Temps noch in ſehr bedeutſamer Weiſe dahin ergänzt, daß Großbritannien auch in dieſem neuen Konflikte nicht mit Frankreich und Rußland, ſondern wiederum mit dem Dreibund geht Daß ein Eintreten des Dreibundes für Bulgariens Anſprüche ſehr zu billigen wäre, bedarf keiner Erwähnung. Es liegt durchaus im Intereſſe der mitteleuropäiſchen Mächte, die neue Vor⸗ macht des Balkan an ſich heranzuziehen. Wohin der neue Konflikt führen wird? Man kann es noch nicht ſagen. Auf jeden Fall zu neuen langwierigen biplomatiſchen Auseinander⸗ ſetzungen. Die aber behalten Recht, die erklär⸗ ten, daß der Friedensſchluß zwiſchen der Türkei und den Balkanſtaaten noch nicht das Ende der Balkankriſe und der europäiſchen Kriſe bedeuten würde. Leider. Vielleicht begreifen nunmehr unſere Demokraten, wie tiefgründig die Kräfte⸗ umwälzung iſt, die mit dem Zuſammenbruch der Türkei einſetzte, wie notwendig es war, daß Deutſchland ſich auf ihre noch ſo garnicht über⸗ ſehbaren Folgen einrichtet. G. Berlin, 12. April.(Von unſerem Berliner Bureau.) Aus Wien wird gemeldet: Die ſer⸗ biſchen Regierungskreiſe hofften anfangs, daß der Kaiſer von Rußland das Schieds⸗ richteramt in der Frage der neuen mazedoniſchen Abgrenzungen zwi⸗ ſchen den Balkanſtaaten übernehmen werde. Zahlreiche Geſuche ſerbiſchen Urſprungs wurden innerhalb der letzten Wochen aus dem ſüdlichen Mazedonien an den Zaren geſandt. Jetzt hat dieſe Aktion ganz aufgehört, da bekannt wurde, daß der Kaiſer von Rußland das Schiedsrichter⸗ amt nicht annimmt. Auch Kaiſer Wilhelm, dem man das Schiedsrichteramt in der Abgren⸗ zungsfrage gerne übertragen hätte, ſoll ſich bei entſprechender Sondierung vollſtändig ableh⸗ nend verhalten haben. So dürften wohl die gu⸗ ten Dienſte der Londoner Botſchafterkonferenz auch in dieſer Angelegenheit in Anſpruch ge⸗ nommen werden. Iſt der Balkan für Gſterreich eine Lebensfrage? Auf dieſe Frage gibt ein öſterreichiſcher Po⸗ litiker in der Neuen Zürcher Zeitung folgende Antwort: Iſt der Balkan für Oeſterreich eine Lebeus⸗ frage? Man kann darüber ſtreiten. Daß aber ein weiteres Zurückweichen vor den ſlawiſchen Ambitionen auf dem Balkan Oeſterreich um den letzten Reſt des politiſchen Anſehens brin⸗ gen müßte, iſt unbeſtreitbar. Oeſterreich hat mehr Serben als Serbien und Montenegro zuſammen, und gerade deswegen darf es kei⸗ nen politiſchen Feldzug gegen Serbien und Montenegro verlieren. Während von den kroatiſchen Häfen die öſterreichiſchen Soldaten auf die Kriegsſchiffe gebracht wurden, um den ſerbiſchen und den montenegriniſchen Ueber⸗ mut zu beugen, demonſtrierte die kroatiſche Be⸗ völkerung für König Nikolaus u. König Peter. Das ſind Symptome der bedenklichſten Art. Gelänge es Rußland, auf dem Balkan eine flawiſche Macht zu inſtallieren, die in Alba⸗ nien kein Gegengewicht hat, dann würden die ſerbiſchen Aſpirationen vor den ſchwarzgel⸗ ben Grenzpfählen nicht halt machen. In dieſem Sinne ringt Oeſterreich augenblicklich um ſeine Exiſtenz als Großmacht, und Weſt⸗ europa ſollte nicht wünſchen, daß die Dämme zerriſſen werden, die augenblicklich die flawi⸗ ſche Flut noch zurückhalten. Oeſterreich kann im eigenen Intereſſe nicht anders, und es handelt im Intereſſe des nicht flawiſchen Europa, wenn es ſich durch keine diplomatiſche Rückſichten davon abhalten läßt, auf der Er⸗ füllung der Beſchlüſſe zu beſtehen, die in Lon⸗ don gefaßt wurden. Widerwillig haben die Mächte mit Ausnahme Rußlands ſich zur Teilnahme an der Demonſtration und ſchließ⸗ lich ſogar zur Verhängung der effektiven Blok⸗ kade entſchloſſen. Sie werden, wenn Monte⸗ negro und Serbien nicht nachgeben— und es beſteht wenig Hoffnung darauf— noch weiter gehen müſſen. Oder Oeſterreich⸗Ungarn mar⸗ ſchiert allein. Alle Verpflichtungen haben ihre Grenzen, alle Verantwortung ſchrumpft vor der ehernen Notwendigkeit zuſammen. Oeſter⸗ reich kann ſich vom Balkan nicht durch die ſlawiſche Politik vertreiben laſſen, Oeſterreich kann nicht zugeben, daß im Südoſt der Mo⸗ narchie ſich Staaten bilden, die, ohne Gegen⸗ gewicht, eine ſtändige Lebensgefahr für das Reich und eine beſtändige Beunruhigung im Innern bedeuten. Die Politik des Grafen Berchtold hätte von Anfang an vielleicht et⸗ was kräftiger und entſchiedener ſein dürfen; wer gerecht denkt, wird zugeben müſſen, daß ſie jetzt dem Lebensbedürfnis der Monarchie entſpringt. Oeſterreich kämpft für ſeine Exi⸗ ſtenz als Großmacht. Eine offiziöſe Wiener Rund⸗ nebung. w. Wien, 11. April. Das morgige„Frem⸗ denblatt“ ſchreibt: Unſere Hoffnung, daß die Energie und die Uebereinſtimmung der Mächte bei der Durchführung der gemeinſamen Beſchlüſſe ſich bis ans Ende betätigen werden, findet ſich durch zwei ſeither eingetretene Ereigniſſe bekräf⸗ tigt. Das eine dieſer Ereigniſſe beſteht darin, daß die Blockierung der Küſte zwiſchen den Häfen von Antipari und der Mündung des Drinfluſſes effektuiert wurde. Ebenſo wich⸗ tig wie die Nachdrücklichkeit der maritimen Aktion iſt es aber, daß die Einmütigkeit der Mächte deutlich in Erſcheinung tritt. Die heute veröffentlichte Erklüärung über die Haltung der ruſſiſchen Regierung in der Skutari⸗ frage läßt gerade in dieſem Punkte keinen Zwei⸗ fel mehr übrig. Es geht auch hier unzweideulig hervor, daß Rußland die Maßnahmen, die ge⸗ troffen wurden, um den montenegriniſchen Wi⸗ derſtand zu brechen, als notwendig anſieht. Be⸗ deutungsvoll erſcheint uns hierbei, daß die ruſſiſche Regierungskundgebung ſich ausdrücklich die auf dem Nationalitätsprinziv und dem reinen alba⸗ niſchen Charakter von Skutari beruhenden Gründe zu eigen machte, die für uns von Anfang an für den Anheimfall von Skutari an das autonome Albanien geltend gemacht worden ſind und auf dieſe Weiſe der tendenzißſen Hypotheſe von einem antiflawiſchen Charakter der europäiſchen Aktion gegen Montenegro Berechtigung abſpricht. Wir verhehlen uns nicht, daß trotz der ſoeben charak⸗ teriſierten Fortſchritte die Skutarifrage noch nicht als völlig bereinigt gelten darf. Aber die ange⸗ führten Zeugniſſe für die Tatkraft und Einmü⸗ tigkeit der europäiſchen Politik beſtärken uns in der Hoffnung, daß, nach den großen Opfern, die ſowohl Oeſtereich⸗Ungarn als auch Rußland ür eine einvernehmliche Regelung der albaniſchen Frage gebracht haben, dieſe ihre vorgeſchriebene Löſung findet und ſich auf dem Wege dahin keine Ueberreizung von der Art einſtellen werde, der unſer guter Wille im Laufe dieſer Kriſe ſo häufig begegnen mußte. Gſterreich⸗Ungarn und Serbien. JBerlin, 12. April.(Von unſ. Berliner Bureau.) Aus Belgrad wird gemeldet: Das ſerbiſche Oberkommando hat bereits vor⸗ geſtern den vor Skutari befindlichen ſerbiſchen General Bogojowitſch telegraphiſch ange⸗ wieſen, die Aktionen vor Skutari ſofort einzu⸗ ſtellen. Den Eindruck, den dieſer Vorgang und insbeſondere die jetzt hier ſchon bekannt gewordene Einſtellung des Generalſturmes auf Skutari hervorgerufen hat, iſt der einer tiefen Niedergeſchlagenheit. Gleichzeitig nimmt die Mißſtimmung gegen Oſterreich⸗Ungarn, auf deſſen Konto man alle ſerbiſchen Enttäuſchungen ſetzt, immer ſchärfere Formen an. So meldete geſtern das Regie⸗ rungsblatt, daß die ſerbiſchen Kammern für Handel, Gewerbe und Induſtrie in gemein⸗ ſamer Sitzung den Boykott öſterreich⸗ ungariſcher Waren wegen der feind⸗ lichen Haltung der Nachbarmonarchie prin⸗ zipiell beſchloſſen habe. Bevor man jedoch in Wirklichkeit dazu ſchreitet, ſollen die öſter⸗ reichiſch⸗ungariſchen Handelskammern von dem Beſchluſſe verſtändigt werden. Bleibt dies ohne Wirkung auf die Haltung Sſterreichs, ſo ſoll ſofort mit dem Boykott vorgegangen und auch der ganze Balkanbund zum Anſchluſſe aufgefordert werden. OLondon, 12. April. (Von unſ. Lon⸗ doner Bureau.) Aus Cetinje wird der Times gedrahtet, daß der engliſche Vizekon⸗ ſulin Skutari, Miſter Suma, bei der Be⸗ ſchießung der Stadt verwundet wurde. Miſter Suma iſt ein Albanier von Geburt, aber ſchon ſeit längerer Zeit britiſcher Vize⸗ konſul. * OLondon, 12. April.(Von unſerm Lon⸗ doner Bureau.) Aus Sofia wird gemeldet, daß die Militärbehörde des Schwarzen Meer⸗ Hafens Burgas 16 türkiſche Ge⸗ ſchütze von ſehr großem Kaliber, die ſich an Bord eines öſterreichiſchen Dampfers befanden, beſchlagnahmte. Die Geſchütze ſollten nach Deutſchland zur Reparatur gebracht wer⸗ den. Sie ſtammen aus den Batterien des Forts Tſchankkale. Deutsches Reich. — Aufhebung des Jeſuitengeſetzes in Sſeſts Einige Blätter bringen Meldungen, wonach von Reichs wegen Erhebungen über die Tätigkeit der Jeſuiten in den einzelnen Bundesſtaaten angeſtellt werden ſollen, und meinen, daß darin Vorarbeiten zur Auf⸗ hebung des Jeſuitengeſetzes zu erblicken ſeien. Die bezügliche Meldung der„Germania“ haben wir ſchon im Mittagsblatt veröffentlicht. Die Berliner Volkszeitung meldet, nach Erledigung der Heeresvorlage und der Deckungs⸗ vorlagen ſei ein Schritt Preußens, d. h. des Reichskanzlers, der auch preußiſcher Miniſter⸗ präſident iſt, in der Jeſuitenfrage zu erwarten. Verſchiedene Anzeichen ließen darauf ſchließen. Man vermutet, daß der Reichskanzler im Bun⸗ desrat einen Antrag Preußens einbringen werde, der, wenn er nicht die Aufhebung des Jeſuiten⸗ geſetzes begehre, wenigſtens eine Erweiterung des Betätigungskreiſes für die Jeſuiten fordere In einem Berliner Telegramm der„Münch. N. Nachr. werden dieſe Meldungen mit fol⸗ genden Fragen und Befürchtungen begleitet: Daß Erhebungen in den Bundesſtaaten über die Tätigkeit der Jeſuiten ſtattfinden, mag richtig ſein. Es liegt aber unſeres Wiſſens zur Zeit kein Anlaß vor anzunehmen, daß der Bundesrat ſeine Stellung in der Jeſuitenfrage geändert habe. Oder will man etwa die Zuſtimmung des Zentrums zu den hebung oder eine Abſchwächung des Jeſu⸗ itengeſetzes erkaufen? Wir behalten uns vor, auf die Sache zurück. iſt. Badiſche Polttit. Wackers Rechnung. § Im Katholiſchen Vereinshauſe zu Frei⸗ burg hielt der Chef der badiſchen Zentrums⸗ partei, Pfarrer Th. Wacker, eine Rede, die nach mehr denn einer Seite hin nicht uninteref⸗ ſant iſt. Als Thema hatte ſich Wacker die derzei⸗ tige politiſche Lage in Baden gewählt. Dabei rechnet er wieder einmal aus, wieviel Sitze die andern Parteien bei den kommenden Landtags⸗ wahlen verlieren und wieviel das Zentrum ge⸗ winnen wird. Zweifellos ſcheint ihm zu ſein, daß ſeine Partei in dieſem Jahre mehr Man⸗ date erhalten wird, als dies bei den Wahlen vor vier Jahren der Fall geweſen iſt. Als möglich gibt er zu, daß das Zentrum die drei Freibur⸗ ger Wahlkreiſe, die es früher beſeſſen hatte, ein⸗ büßt. Aber Harlsruhe—Ettlingen—Raſtatt, deſ⸗ ſen Bevölkerung zu 96 Prozent aus Katholiken beſteht, wäre nach Wackers Meinung vom Zen⸗ trum zu holen. Dieſer Wahlkreis iſt gegenwär⸗ tig im Beſitz der Sozialdemokratie. Dann blickt der Zentrumsgeneraliſſimus recht begehrlich nach dem Oberland, der Seegegend und der Baar. Feuilleton. Ein Tag im Leben des Papftes. Der ſchwere Rückfall, der in der Krankheit des Papſtes in den letzten Tagen eingetreten iſt, wird bon den Aerzten hauptſächlich darauf zurückge⸗ führt, daß der hohe Patient von ſeinem gewohn⸗ ten Tagewerk nicht völlig ablaſſen wollte. Dieſer Zug iſt bezeichnend für ein Grundelement im Charakter des Papſtes. Arbeit iſt ihm immerdar Lebensbedürfnis geweſen und in geſunden Tagen hat er ſich unermüdlich ſeinem Amte gewidmet. Als der 258. Nachfolger des heiligen Petrus in den Vatikan einzog, da behielt er das regel⸗ mäßige und einfache Leben bei, das er früher ge⸗ führt hatte. Stets war er ein Frühaufſteher. Um 5 Uhr, im Sommer ſogar noch zeikiger, be⸗ ginnt er ſeinen Tag, ſo ſchildert ein Beobachter aus der Umgebung Pius' X. die Lebensweiſe, die er während ſeines Pontifikats innegehalten hat. Zum Ankleiden bedarf er keiner Hilfe; er nimmt ſein Gebetbuch und macht ſogleich einen Frühgang durch die ſeinem Schlafgemach benachbarten Ga⸗ lerien und Gärten des Palaſtes. Um 6 Uhr lieſt er die Meſſe, von einem ſeiner beiden Privat⸗ ſekretäre und Geheimkapläne unterſtützt. Dieſe Frühmeſſe bildet die Verzweiflung der vornehmen römiſchen Damenwelt, denn um ihr beiwohnen zu können, was die frommen Ariſtokratinnen ſtets gewohnt waren, müſſen ſie ſchon um 4 Uhr aufſtehen. Nach der Meſſe nimmt der Papft im Speiſeſgal, im dritten Stock des Vatikan, fein Frühſtück ein, das an Faſttagen aus Kaffee mit Milch und ſonſt aus reiner Milch beſteht. Früher nahmen ſeine beiden Schweſtern, wenn ſie der Meſſe beigewohnt hatten, nicht ſelbden an ſeinem Frühſtück teil. Nun hat ſich die eine von ihrem geliebten„Beppo“ trennen müſſen, und ihr Platz an der Frühſtückstafel iſt leer. Nur kurze Zeit gönnte ſich Pius in dieſem trauten Familienkreiſe. Bald wandelt er wieder mit dem Gebetbuch auf und ab, um noch allerlei zu durchdenken, bevor er pünktlich um 8 Uhr ſein Arbeitszimmer im zwei⸗ ten Stock betritt. Die Poſtſachen, die direkt von der königlichen Poſt in den Vatikan geliefert wer⸗ den, wo ſie der Poſtmeiſter des Vatikans emp⸗ fängt, liegen auf dem Tiſch ausgebreitet. Er hält darauf, ſie alle ſelbſt zu ſehen, obwohl der Ein⸗ lauf an Briefen bisweilen außerordenklich groß iſt. Sein Sekretär öffnet die Briefumſchläge und reicht die Briefe dem heiligen Vater. Er über⸗ ſchaut ſie mit einem einzigen Blick, fällt eine Ent⸗ ſcheidung, legt ſie zur genaueren Prüfung fort oder überantwortet ſie dem Papierkorb. Das geht ſehr ſchnell. Um 9 Uhr iſt alles beendet. Der dienſthabende Prälat meldet den Kardinal Staatsſekretär Merryh del Val, der die Depeſchen und die neueſten Nachrichten, die Noten der Ge⸗ ſandten und die fälligen Entſcheidungen in allen geiſtlichen Angelegenheiten vorlegt. Wenn ſich dieſer Kirchenfürſt um 11 Uhr vevabſchiedet, empfängt der Papſt andere Kardinäle und hohe kirchliche Würdenträger. Dann ſchlägt die Stunde der Audienzen. In feſtgeſetzter Reihen⸗ folge treten die zu der hohen Ehre einer Privat⸗ audienz Zugelaſſenen, durchreiſende Biſchöfe, Politiker und ſonſtige bedeutende Perſönlichkeiten, vor den heiligen Vater. Auf einen Griechen folgt etwa ein Pole, den löſt wieder ein Amerikaner ab, nach dieſen kommt ein Deutſcher u. ſ. w. Den Einzelaudienzen ſchließen ſich die„Diftincta“ an, bei denen Gruppen von drei, vier oder noch mehr Perſonen dem Papft vargeſtellt werden. Das dauert etwa zwei Stunden. Dann nimmt Pius ſeine Hauptmahlzeit in Geſellſchaft ſeines Sekretärs ein; die Sitte, nach der der Papſt allein eſſen muß, hat er aufgehoben. Die römiſche Küche ſagt ihm nicht ſehr zu: er hält ſich an die altgewohnte venezjaniſche. Nach dem Mahl hält er keine Sieſta; vielmehr promeniert er in den Galerien, wo ſich viele Gläubige aufgeſtellt haben, um ſeinen Segen zu empfangen. Für jeden hat er ein freundlich Wort, ein gütiges Lächeln. Nach einem Spaziergang in den wun⸗ derbaren Gärten des Vatikans kehrt er um 5½ Uhr in ſein Arbeitszimmer zurück und empfängt vertautere Bekannte und Würdenträger. Wenn er allein iſt, lieſt er, macht Notizen und verläßt ſeinen Arbeitstiſch erſt um 9½ Uhr. Am Ende jedes Tages ſchreibt er in ein eigenes Heft ſeine Beobachtungen nieder. Nach⸗ dem er ein leichtes Abendmahl zu ſich genommen und ſeine letzten Gebete geſprochen, begibt er ſich um 10 Uhr zu Bett. Einer ſeiner Kapläne muß in ſeiner Nähe ſchlafen.„Wenn ich plötzlich krank würde,“ ſagte er,„ſo möchbe ich nicht ſter⸗ ben ohne die Tröftungen unſerer Religion.“ Kunſt, Wiſſenſchaft u. Lehen. Theater⸗Notiz. Für die morgige Aufführung der„Arladne auf Naxos“ iſt Melitta Heim vom Frauk⸗ furter Operuhans für die Partie der Zerbinetta gewonnen. Mit Rückſicht auf die Vorſtellung in Roſengarten„Flachsmanu als Erzieher muß die Oper ſchon um 6 Uhr und nicht wie ur⸗ ſprünglich angegeben 6/% Uhr beginnen. Großh. Hoftheater Maunheim(Spielplan). Im Hoftheater: Sonntag, 13. April(hohe Preiſe, ):„Ariadne auf Naxos“, Auf. 6 Uhr.— Montag, 14. April(auß. Abonn., mittl. Preiſe): Einmaltges Gaſtſpiel des Hoftheaters Karlsruhe:„Oberſt Cha⸗ bert“, Anf. 7 Uhr.— Dienstag, 15. April(kleine Preiſe,):„Der Widerſpenſtigen Zähmung“, Auf, 7% Uhr.— Mittwoch, 16. April(hohe Preiſe, B/ 1. Gaſtſpiel Lilly Hafgren⸗Waag:„Die Walküre“, Auf. 6½% Uhr.— Donnerstag, 17. April(kleine Preiſe, „Oſtern“, Anf. 8 Uhr.— Freitag, 18. April(hohe Preiſe,): 2. Gaſtſpiel Lilly Hafgren⸗Waag:„Der Rofenkavalier“, Anf. 7 Uhr.— Samstag, 19. April lauß. Abonn., kleine Preiſeſ:„Wilhelm Tell“, Auf. 7 Ühr.— Sonntag, 20. April: 7. Matinee:„1813“ Anf. 11½ Uhr.—(Hohe Preiſe,):„Die Melſter⸗ ſinger von Nürnberg“(Stolzing: Artur Corfield⸗ Merecer v. Stadttheater Breslau a..], Anf. 5 Uhr. — Montag, 21. April(kleine Preiſe,):„Der liebe Auguſtin“, Anf. e Uhr.— Im Neuen Theater: Sonntag, 13. April:„Flachsmann als Erzieher. Anf. 8 Uhr.— Mittwoch, 16. April: 5. Einheitspreis⸗ vorſtellung im Neuen Theater:„Alt⸗Heidelberg, Anf. 8 Uhr.— Sonntag, 20. April: Zum erſten Male:„Seidene Strümpfe“, Anf. 8 Uhr.— In Vor⸗ bereitung: Opern: 22. April:„Kuhreigen(in Karls⸗ ruhel, 24. April:„Evaugelimann“, 27. April:„Nur⸗ Wehr⸗ und Deckungsvorlagen durch die Auf⸗ zukommen, fobald näheres darüber zu er⸗ fahren Mannheim, 12. April. Geveral⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittaablatt) 3. Seite. Zunächſt iſt es der 5. Wahlkreis(teilweiſe En⸗ jen und Konſtanz) in dem vor vier Jahren Amtsgerichtsdirektor Gießler einen ſo glän⸗ enden Durchfall erlebte; ſeit 1909 vertritt die⸗ en Wahlkreis— zum großen Aerger des Zen⸗ rums mit nicht geringem Erfolg— der Natio⸗ zalliberale H. Schmi d. Auch den 2. Wahlkreis Meßkirch und teilweiſe Stockach), den der Na⸗ ionalliberale Weißhaupt inne hat, hofft Wacker zu erobern und dann hätte er noch den cbenfalls nationalliberalen Abg. Hilbert (6. Wahlkreis, Donaueſchingen—Engen) g aus dem Landtag draußen. Für den, der die hadiſche Zentrumspreſſe ſchon län⸗ 7 merkfamkeit lieſt, hat Wacker nichts neues ge⸗ ſagt, denn die infame Hetze, die von der Wald⸗ michelpreſſe jahraus, jahrein gerade gegen dieſe drei nattonalliberalen Abgeordneten getrieben worden iſt, hat ganz genau gezeigt, wohin der Haſe läuft. Pflicht und Ehrenſache ei liheral denkenden Mannes iſt es, un! 7 getlärt wer⸗ den, was ihr, was unſerem badiſchen Lande be⸗ vorſteht, wenn Wackers Pläne zur Verwirk⸗ lichung kämen. Die Zuſtände würden bei uns in Baden mindeſtens ebenſo traurig, wenn nicht noch trauriger, wie ſie heute ſchon in unſerem Nachbarſtaate Bayern ſind. Nationalliberale Gemeindekonferenz. =Ladenburg, 11. April. Die Natio⸗ nalliberale Partei des Landtagswahlkreiſes Mannheim Land beruft auf Sonntag, den 20. ds Mts., nachmittags 3 Uhr, hierher in die „Roſe“ eine Konferenz nationalliberaler Ge⸗ meindevertreter des Bezirks. Auf der Tages⸗ ordnung ſte Vorträge über kommunalpoliti⸗ ſche Fragen. Die Zuſammenkunft wird voraus⸗ ſichtlich einen ſehr ſtarken Beſuch erfahren. Auch die Rathausfraktion von Mannheim⸗Stadt wird ſich an der Konferenz beteisgen. Zum Fall Willi. JKarlsruhe, 11. April. Nachdem der wegen Kuppelei zu 3 Monaten Gefängnis ver⸗ urteilte Landtagsabgeordnete Willi ſein Amt als Stadtverordneter und Mitglied des ge⸗ ſchäftsleitenden Vorſtandes der Stadtverordne⸗ zen niedergelegt hatte, trat er im Zuſammenhang damit auch von ſeinem Amt als Arbeiterſekretär zurück. Wie verlautet, ſoll er die gegen ſeine Verurteilung eingelegte Reviſion zurückziehen. Die Gottesdienſtorönung und die lüberalen Zeitungen. Konſtanz, 11. April. Die hieſigen ultramontanen„Nachrichten“ halten ſich in ihrer letzten Nummer darüber auf, baß im Singener Bürgerausſchuß ein liberaler Stadtverordneter anregte, dem dortigen Zentrumsblatte Singener Zeitung die amtlichen Bekanntmachungen zu entziehen, für den Fall, daß die Singener Nach⸗ richten die katholiſche Gottesdienſtordnung vom katholiſchen Pfarramt zur unentgeltlichen Auf⸗ nahme nicht innerhalb Jahresfriſt zugewieſen erhalten ſollten Das Konſtanzer Zentrums⸗ organ zieht den alten Ladenhüter von der Katho⸗ likenfeindlichkeit der liberalen Preſſe hervor, um ſeinen Leſern gruſelig zu machen. Wenn man den Herren vom Zentrum auch noch ſo oft be⸗ weiſt, daß die liberale Preſſe nicht gegen die katholiſche Kirche, ſondern gegen die vom Zentrum ſo ſehr beliebte Ver⸗ guickung von Religion mit poli⸗ tiſchen Geſchäften Front macht, ſo kommen ſie doch immer wieder mit ihren alten, abgedroſchenen Phraſen über die Kirchenfeind ⸗ lichkeit liberaler Organe, in der Erwartung: „Etwas bleibt immer hängen“ Die Redaktion des nationalliberalen Oberbadiſchen Erenzboten richtete im Dezember v. J. an das katholiſche Stadtpfarramt in Meßkirch das Erſuchen, ihr die Gottesdjenſtordnung der katholiſchen Kir⸗ chengemeinde zugehen zu laſſen. Herr Stadt⸗ Pfarrer Lohr ſandte daraufhin an den„Grenz⸗ boten“ folgendes Schreiben: „Bebaure ſehr, Ihnen die latholiſche Got⸗ tesdienſtordnung nicht zukommen laſſen zu 8 5 eeeeeeeeeeeeeeeee ——— 7277.ã ͤvv0bbTcb0b0bTTbTT können. Die Art, wie die katholiſche Kirche, ſowie deren Lehren und Einrichtungen im „Oberbadiſchen Grenzboten“ ſeit Jahren be⸗ handelt werden, verbietet es mir.“ „Dazu bemerkt das Blatt: Den Beweis für ſeine beleidigenden Behauptungen in dieſem Brief iſt Herr Stadtpfarrer Lohr bis heute ſchul⸗ dig geblieben. Wir ſind bereit, ſämtliche Bände des Oberbadiſchen Grenzboten, die wir redigiert haben, dem Herrn Stadtpfarrer Lohr zur Ver⸗ fügung zu ſtellen. Ein derartiges Verhalten zeugt von recht wenig Toleranz, zudem iſt es eine ſchwere Be⸗ leidigung jener katholiſchen Mitbürger, die nun einmal von der Zentrumspartei nichts wiſſen, aber doch ihren kirchlichen Pflichten genügen wollen. Erfreulicherweiſe gibt es ſolche Män⸗ ner mehr, als denen um Wacker und Schofer lieb iſt. innung hat beſchloſſen, ſämtliche Organiſier⸗ ten des hieſigen Fleiſchergewerbes auszuſperren, wenn nicht innerhalb drei Tagen die Lohn⸗ bewegung im Vorort Löbtau eingeſtellt wird. * Hamburg, 11. April. Auf der hieſt⸗ gen Vulkanwerft ſind heute 340 Bohrer aus der Schiffsbauabteilung in den Aus⸗ ſtand getreten. Dem Vernehmen nach ſind zwiſchen der Werftleitung und den Bohrern in der letzten Zeit verſchiedentlich Verhandlungen wegen einer Lohnforderung gepflogen worden. Die Forderungen ſollen aber bewilligt worden ſein, ſo daß der Grund für die heutige Arbeits⸗ niederlegung vorläufig nicht erſichtlich iſt. Einige Bauarbeiten auf dem Vulkan erleiden dadurch Verzögerungen; dagegen hat der Ausſtand auf die letzten Vollendungsarbeiten an dem Dampfer Imperator keinerlei Einfluß. Dieſes Schiff wird am 22. d. M. nach der Unterelbe gehen, um ſich für die Probefahrten bereit zu machen. e eeee 7 8 Nationalliberale Partei Sonutag, den 13. dſs. Mts. 0 Wallſtadt. mittags 3½% Uhr, im„Prinz 1 8 0 öffentliche Verſammlung. Redner: E. Schaaf⸗Feu⸗ denheim und Parteiſekretär Wittig. 80816 25* 2 ANus Stadlt und Cand. * Mannheim, 12. April 1918. Aus der Stadftratsſitzung bom 10. April 1913. 55 Der Stadtrat beſchließt den Ankauf des aus hieſigem Privatbeſitz ſtammenden, ſeit einiger Zeit in der Kunſthalle ausgeſtellten Bildes gon Anſelm FJeuerbach„Hafis vor der Schenke“. Zur Erlangung von Entwürfen für den Ehrenbürgerbrief für Fräulein Anna Reiß ſoll anſtelle des kürzlich beſchloſſenen enge⸗ ven Wettbewerbs mit Rückſicht auf das inzwiſchen aus weiteren Kreiſen bekundete rege Intereſſe eine allgemeine Konkurrenz unter den hier anſäſſigen Künſtlern(Malern, Radierern, Archätekten etc.] veronſtaltet werden. Das Aus⸗ ſchreiben wird demnächſt erfolgen. Für die Organiſatjon des Hafen⸗ und Induſtrieamts der Stadt Mann⸗ heim, das am 1. Mai in Tätigkeit kreten wird, hat der Vorſtand dieſes Amtes, Herr Dr. Bartſch in Duisburg eingehende Vorſchläge gemachk, die vom Stadtrat gutgeheißen werden, Für die Teilnehmer an dem bevorſtehenden Badiſchen Sängerbundesfeſt ſollen auf Anſuchen des Feſtausſchuſſes für die Vorſtellung im Hoftheater am Pfingſtmontag Eintrittskarten zumermäßigten Preiſe abgegeben werden. ee Nach einem Bericht des Aufſichtsrates der Rhein⸗Haardtbahn⸗Geſellſchaft kom⸗ men die Bauloſten der Linie Ogger?⸗ heim⸗Bad Dürkheim auf 1717500 M. zu ſtehen. Dies bedeutet gegenüber dem erſten bei der Gründung der Geſellſchaft vorgelegenen Ko⸗ ſtenanſchlag ein Mehr von 297 500 M. Die Mehrkoſten ſind in der Hauptſache auf erhöhſe Grunderwerbkoſten, ferner darauf zurückzuführen, daß die Bahn nicht, wie anfangs geplant war, als einfache Straßenbahn, ſondern im Intereſſe größerer Leiſtungsfähigkeit als Ueberland⸗ bahn gebaut werden muß. Infolgedeſſen und wegen der in Ausſicht genommenen höheren Ge⸗ ſchwindigkeit der Bahn muß mit größeren Zugs⸗ geſchwindigkeiten und höherer elektriſcher Span⸗ nung gerechnet werden. Die Verwendung einer höheren Spannung verurſacht bedeutende Mehr⸗ koſten ſowohl für die Oberleitung, als auch für die Ausſtattung der Betriebsmittel(Verwen⸗ dung ſtärkerer Motoren, Luftdruckbremſen uſw.) Auch macht die an Sonntagen in Ausſicht genom⸗ mene Zugsfolge von 10 Minnten eine Vermehrung der Betriebsmittel erforderlich. Die Geſellſchaft verfügt zur Zeit über ein Kapital von 1850 000 Mark. Es ſind daher, wenn man noch einen klei⸗ nen Betrag als Betriebsfonds bereitſtellen will, im Ganzen rund 400 000 Mark zu beſchaffen. Der Aufſichtsrat hat beſchloſſen, den Geſellſchaftern vorzuſchlagen, daß von der Stadt Mannheim wei⸗ tere Stammanteile im Betrage von 200 000., von Ludwigshafen a. Rh, weitere 150 000 M. und von Bad Dürkheim weitere 50 000 M. gezeichnet werden mögen. Der Stadtrat erklärt ſich mit der Uebernahme weiterer Stammanteile im Betrage von 200 000 M. einverſtanden und beſchließt, daß die Mittel dem Erneuerungsfonds der Straßen⸗ bahn entnommen werden ſollen. Es wird hier⸗ wegen Vorlage an den Bürgerausſchuß erſtattet werden. Von auswärtigen Beſitzern ſtädt. Schuldver⸗ ſchreibungen wurde bei der Stadtkaſſe die Ein⸗ richtung eines Stadtſchuldbuches an⸗ gepegt, wie es bereits einige größere deutſche Städte eingeführt haben. Die Stadlkaſſe wird ermächtigt, die erforderlichen Vorarbeiten wegen Ermitelung eines geeigneten Syſtems einzuleiten. Nachdem die inländiſchen Marktpreiſe für Kälber in letzter Zeit erheblich in die Höhe gegangen ſind, beſchließt der Stadtrat auf An⸗ trag der Fleiſcheinkaufskommiſſion, um einer Er⸗ höhung des Ladenverkaufspreiſes vorzubengen, wöchentlich bis zu 50 Stück geſchlachtete Kälber aus Holland einführen zu laſſen⸗ Städtiſche Lokale werden überlaſſen: 1. der Freien Turnerſchaft in Käfertal die Turn⸗ halle des dortigen Schulhauſes an zwei Abenden in der Woche; 2. der Freien Turnerſchaft in Wald⸗ hof die Turnhalle des dortigen Schulhauſes an zwei Abenden in der Woche; 3, der Südmeſtj, Baugewerksberufsgenoſſenſchaft— Sektion l— hier der ehemalige Bürgerausſchußſgal zur Ab⸗ haltung der diesjährigen Sektionsverſammlung; 4. dem porbereitenden Ausſchuß der völkerkund⸗ lichen Ausſtellung der Basler Miſſion die Aula des Realgymnaftums zur Abhaltung eines Miſ⸗ ſionsabends am 28. Mai Beim Kaiſerlichen Telegraphenamt wird bean⸗ tragt, das Baubureau der Dieſterwegſchule im Lindenhofſtadtteil an die ſtädtiſche Tele⸗ phonzentrale anzuſchließen. Der Verkaufsraum für alkohol⸗ freie Getränke im Transformatorenhäus⸗ chen beim Weſpinſtift wird an Johann Metzler hier vermietet. Vergeben wird: ne: bler Linle, ma“(neue einſtudtert), 29. April:„FJidelio“, weiter: „Brautwahl“(zum erſten Male).— Schauſpiele: 22. April:„Der Raub der Sabinerinnen“(Gaſtſpiel Albert Baſſermann), 23. April:„Othello“(Haſtſpiel Albert Baſſermann),„Minna von Barnhelm“,„Der Erbförſter“,„Majolika“(zum erſten Male). Kinderliederabend im Roſengarten. Ein„Kinderlieder Abend“!— nach der reichbeſetzten Tafel von muſikaliſchen Hoch⸗ genüſfen des Winters noch ein beſcheidenes„Deſ⸗ ſert“, das, obwohl in erſter Linie für die Jugend beſtimmt, auch ſicherlich Erwachſenen zu erfri⸗ ſchendem Genuß gereichen dürfte. Es war ein guter Einfall von der Roſengartenkommiſſion, Fräulein Selma vom Scheidt, die mit ihren Kinderliedervorträgen vielgeſchätzte Weimariſche Kammerſängerin, als Führerin zu einem Ausflug ins muſikaliſche Kinderland einzuladen. Ihre Darbietungen haben vielerorts nicht nur den Ju⸗ bel der Kleinen erregt, ſondern auch die Sym⸗ pathien des muſikaliſchen Publikums gewonnen. Der bedeutende Erfolg, den Frl. vom Scheidt bei ihrem wiederholten Auftreten in Berlin, Leipzig, Kölen und anderen Großſtädten er⸗ zielte, iſt nicht allein auf die Eigentümlichkeit des von ihr vertretenen Genres zurückzufſühren. Von der hohen künſtleriſchen Qualität ihrer Vorkräge zeugen zahlreiche Berichte angeſehener Muſik⸗ zeitungen. So ſchreibt z. B.„Die Muſik“: „Selma vom Scheidt ſang vor Jung und Alt Kinderlieder mit viel Kunſt und Charme; ſie ber⸗ fſteht es, gemütpolle, naiv⸗komiſche und kindlie ernſte Illuſionen draſtiſch und anſchaulich wach⸗ zurufen und nimmt bald auch den verwöhnteſten Hörer für ſich ein.“ Und in der„Allgeme⸗ nen Muſikzeitung“ leſen wir:„Selma vom Scheidt ſang im Scharwenka⸗Saal Kinderlieder und Volksweiſen alter und neuer Zeit. Ihre Stimme ſtrömt mühelos klar und wohltönend aus, dabei breit und quellend, ohne bei aller Größe, bei allem Glanz je gewaltſam zu klingen; und ihr Piano iſt von wunderſamer Inkimität. Auch ihr Vortrag hält ſich bei aller Feinarbeit, die dieſe Liederauswahl unbedingt verlangt, doch manieren⸗ frei.“ Nach dieſen Urteilen darf man ſich von dem am Samstag, den 19. ds. im Muſenſaal ſtattfindenden„Jugendkonzert“ eee künſtleriſchen Genuß verſprechen. Der„Parſifal“ in Zürich⸗ Im Züricher Stadktheater fand geſtern vor eingeladenem Publikum die General⸗ proßbe von Wagners„Parſifal“ ſtakt, der nach dem Erlöſchen der Schutzfriſt für die Schweiz am Sonntag hier zur erſten öffentlichen Wieder⸗ gabe gelangt. Die Aufführung war nach der „Frkf. Ztg.“ inſofern durchaus würdig, als die Direktion augenſcheinlich außerordentlichen Fleiß und ernſthafteſten Eifer darauf verwandt hatte, das Werk ſo ſorgfältig wie irgend möglich vorzu⸗ bereiten. Namentlich die muſikaliſchen Bühnen⸗ enſembles, die Gralsritter⸗ und Blumenmädchen⸗ Chöre waren ſehr ſauber und z ſſig ſtudiert wünſchen Die Darſteller hielten ſich mit Ausnahme des 3¹ Gurnemans durchweg auf recht reſpekta und der dekoratibe Teil hätte in ſeiner zweckmäß⸗ gen und doch bildkräftigen Einfachheit vollauf ge⸗ nügt, wenn man nicht auf die für das Werk un⸗ bedingt erforderliche Wandeldekoration hätte ver⸗ zichten müſſen Die Vorſtellung übte auf die Gäſte augenſcheinlich einen nachhaltigen Eindruck aus, der ſich auch darin kundgab, daß Verſuche lauten Beifallsäußerungen niedergehalten wurden. Das Balzar⸗Haus in Paris, das ſchon ſo viele Schickſale erlitten hat und deſſen Exiſtenz erſt neuerdings wieder bedroht war, iſt nunmehr vom Miniſter des Unterrichts Und der ſchönen Küuſte unter die Zahl der„hiſt⸗ briſchen Denkmäler“ aufgenommen worden und damit vor dem Untergang gerettet. Der kleine Pavillon mit dem großen Garten, den Balzac bezog, als er von Schulden überhäuft, ſein Schloß von Jardies aufgeben mußte, war ur⸗ ſprünglich ein reizendes kleings Liebesneſt des 18. Jahrhunderts, das der Finanzmann Ber⸗ tin de Blagny einer von ihm verehrten Schau⸗ ſpielerin eingerichtet hatte. Nicht nur dieſe hi⸗ kanten Erinnerungen umſchwebten den großen Romandichter, als er hier ſeine Zuflucht ſand, ſondern er zog von der Anlage auch praktiſchen Nutzen. Der Pavillon hatte nümlich zwei Aus⸗ gänge, was dem von ſeinen Gläubigern ge⸗ guäften und verfolgten Poeten ſehr gut zuſtat⸗ ten kam. In arbeitsreichen Nächten hat er hier eine Reihe ſeiner ſchönſten Dichtungen geſchaf⸗ fen, ſo„Urſule Mirauet“,„Couſine Bette u. s. Spätwagen auch an J. für den Neubau der Schule in Feu⸗ denheim: a] das Liefern und Anſchlagen der Fenſter⸗ beſchläge Los 1 an Glaſermeiſter Joſ. Ebert hier, Los II an Joſ. Krampf in Feudenheim, Los III an die Firma Stutz u. Sommer hier, Los IV an Karl Zeyer Witwe hier, Los Yan Martin Elz hier, Los VI an Adam Lamerdin hier, Los VII und VIII an Schloſſermeiſter Franz Schwander. b) Das Liefern und Verlegen der Wand und Bodenplatten an die Firma Adolf Kloos, das Verlegen der Terrazzoböden in den Gängen an die Firma Marco Roſa hier. c) Die Lieferung von Treppenſchienen an die Firma Adolf Pfeiffer hier. d) Die Lieferung des Wandlinoleums für die Gänge an die Firma Liſt u. Schlotterbeck. 2. Für den Neubau der Uhlandſchule: Die Ausführung der Terraßzvarbeiten an die Firma Marco Roſa. 8. Die Lieferung der Beleuchtungskörper das Kommiſſionszimmer im Roſengarten Firma H. Barber hier. 4. Die Entwäſſerungsarbeiten für die Kohlen⸗ halle des Gaswerks Luzenberg an die Firma Hein⸗ rich Schmalz hier. 5. Das Aufſtellen und Wegräumen der ſtädti⸗ ſchen Marktgeräte auf dem Hauptmarkt an Wag⸗ meiſter Jakob Hamm hier. Dem Großh. Bezirksamt werden 6 Wirtſchafts⸗ konzeſſionsgeſuche ſowie je 3 Geſuche um Zurück⸗ ſtellung bezw. Befreiung vom Militärdienſte be⸗ fürwortend vorgelegt. 9. Badiſches Züngerbundes⸗ feſt in Mannheim Pfingſten 1918. Die Bereitſtellung von Privatguar⸗ tieren für die Feſtgäſte ſeitens der Mann⸗ heimer Bürgerſchaft iſt immer noch nicht in der wünſchenswerten Weiſe erfolgt. Aehnlich wie bei dem im vergangenen Jahre ſtattgehabten großen, deutſchen Sängerfeſte in Nürnberg, ſollten auch Mannheimer Bürger aus allen Schichten der Bevölkerung, ſchon um ihre Sympathie ſür das Feſt zu beweiſen, ſei es nun gratis oder gegen Entgelt, ihre Fremdenzimmer und ſonſtige Gelaſſe, die für Quartiere ſich eignen, zur Verfügung halten und ſo dazu beitragen, daß Mannheims Gaſtfreund⸗ ſchaft im ganzen Badner Lande und über deſſen Grenzen hinaus gelobt und gerühmt werde. Um die große Zahl der Gäſte entſprechend unterzu⸗ bringen, ſind weitere Bürgerquartiere dringend notwendig und Anmeldung von ſolchen zu Hän⸗ den des Vorſitzenden der„Wohnungskommiſſion“ Herrn Ad. Hartmann, D 3, 12, Mannheim, freundlichſt und baldigſt erbeten, für der —— Der Sommerfahrplan der Straßenbahn. Als Aenderungen gegen den Winterfahrplan wären hervorzuheben, daß auf der Rundbahn der Betrieb eine halbe Stunde ginnt wie bisher. Der erſte Wagen ab Haupt⸗ bahnhof.90 bezw,.32 Uhr ſtatt bisher um 6 Uhr. Abends wird der Betrieb bis 12.40 Uhr bzw. 12,.42 Uhr ausgedehnt, ſodaß die mit den Spät⸗ zügen eintrefſenden Reiſenden noch Fahrgelegen⸗ helt haben. Um die Ausflügler Sonntag mor⸗ gens rechtzeiig an die Pfalzzüge.0 und .40 Uhr ab Ludwigshafen zu bringen, wird der erſte Wagen der Linie 8 ab Friedrichsbrücke um .06 Uhr abgehen, alſo auch 20 Minuten friher wie bisher. Auf der Linje 5 geht abends 10.55 Uhr ab Waldpark, 11.10 Uhr ab Friedrichsbrücke noch ein Wagen nach Waldhof. Auf der Linie 6 iſt an den Wochentagen früh ein weiterer Wa⸗ gen eingelegt worden, der um.27 Uhr ab Friedrichsbrücke über Jungbuſchbrücke nach der Kammerſchleuſe geht. Ab Kammerſchleuſe geht in Auſchluß hieran ein Wagen der Linie 12 um .45 Uhr nach der Frieſenheimerſtraße. Auf der Linie 7 wird der 12 Uhr ab Paradeplaß gehende gochentagen nach Rheinau 72770000———ÿEÿ'?— ine Babewanne zieren, ließ ſogar manchmal ſei heraustragen, um im Freien ein Waſſer⸗ und darnach ein Luftbad zu nehmen. Der Pavillon, der zu einem kleinen Balzae⸗Muſeum mit wert⸗ vollen Reliquſen umgeſtaltet worden iſt, iſt nunmehr vor jeder Veränderung geſchützt. Japans Feldzug gegen den Champagner. Ju Japan wächſt die Strömung gegen die Aufnahme europäiſcher Sitten, die die Bräuche und Traditionen des Landes bedrohen; kürz⸗ lich hat die Regierung den erſten Schritt auf dieſem Wege getan, und das erſte Opfer dieſen Rückkehr zu den nationalen Ueberlieferungen iſt der Champagner geworden. Der Miniſterprä⸗ ſident hat den Entſchluß gefaßt, dieſes fremd⸗ ländiſche und unjapaniſche Getränk zu boykot⸗ lieren und hat verfügt, daß künftig bei allen of⸗ fiziellen Banketten, Feſtmählern und Feiern nur noch das Nattonalgetränk der Japaner, das Sake, auf der Tafel erſcheinen darf. Dieſer amt⸗ liche Erlaß ſtößt jedoch im Grunde nur offene Tülren auf, da die Chamagnereinfuhr in Japan nach einem großen Aufſchwung an und für ſich ſchon automatiſch zurünzugehen begonnen hat. Schon 1911 war der Champagnerbedarf Japans auf etwa 400 000 Mk. geſunken, und im vergang⸗ enen Jahre ging er mit einem Schlage auf etwa 100 000 Mk. zurück. Das Sake dagegen perzeich⸗ net jährlich einen Verbrauch von weit über 100 Millionen Liter. Es iſt bekanntlich ein Produkt aus gegorenem Reis, wird heiß getrunken, dt von heller Farbe und gemahnt im Geſchmacke ein wenig an Madeirawein. Nuth St. Denis über ihre Kunſt des Tanzes. In ſeiner Muße ging er in ſeinem Arbeitslleid der weißen Dominikanerkutte, im Garten ſpa⸗ * Die burch ihre indiſchen Tünze auch bei uns in Veuſchland beriähnt geworzene Tanztäaft früher be⸗ TTTT0T0T0T———————— 4. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichtu(Mitio Mannheim, 12. April. durchgeführt. Auf der Linie 9 abends um 11.13 Uhr ab Kaiſer Wilhelmſtraße ein weiterer Wagen eingelegt worden. Auf der Linie 11 iſt an Sonntagen ein Wagen nach Og⸗ gersheim 11.19 Uhr ab Ludwigsplag eingelegt worden. Auf der Linie 12 geht der erſte Wagen morgens ſchon.21 Uhr ſtakt.31 ab Friedrichs⸗ brücke. Der Sommerfächrplan tritt am morgigen Sonntag in Kraft. Ordensauszeichnung. Der Großherzog hat Herrn Synagogenrat David Kahn in Mann⸗ heim anläßlich ſeines 80. Geburtstages das Ritterkreuz erſter Klaſſe des Ordens vom Zähringer Löwen verliehen. 5„ Vom Hofe. Prinz und Prinzeſſin Eitel Friedrich von Preußen trafen geſtern mittag zum Beſuch der Herrſchaften in Karsruhe ein ind nahmen mit dem Großherzog und der Großherzogin am Frühſtück bei der Großher⸗ zogin Luiſe teil. Nach 2 Uhr reiſten die hohen Gͤſte wieder nach Baden⸗Baden ab, wo ſie vor einigen Tagen Aufenthalt genommen hatten. 5 Nationalliberaler Verein. Unſere Mit⸗ glieder und Freunde machen wir wiederholt auf die am nächſten Mittwoch, 16. d.., abends 83 Uhr, ſtattfindende Vaterlä n⸗ diſche Gedenkfeier aufmerkſam. Die Feſtrede hat bekanntlich Herr Landtagsabg. Geh. Hofrat Rebmann übernommen. Eine Reihe hervorragender Kräfte wird ſich in den Dienſt der Sache ſtellen, ſo daß der Abend ein ornehmes Programm aufweiſen wird. Allen Teilnehmern und ihren Familien kann des⸗ halb ein genußreicher Abend in Ausſicht ge⸗ ſtellt werden. Das Feſt der ſilbernen Hochzeit feiern am morgigen Sonntag Schreinermeiſter Emil Oehninger mit ſeiner Ehefrau Marie geb. Leicht, H 4, 19/20, und Milchhändler Lorenz Schönberger mit ſeiner Ehefrau Eliſe geb. Heitzmann, Seckenheimerſtraße 102. Vom Schwurgericht. Herr Rechtsanwalt Dr. Pfälzer⸗Weinheim erſucht uns um die Mitteilung, daß Jakob Halblau b von Hemsbach vom Schwurgericht nicht wegen Meineids im Sinne des§ 157 Abſ. 1.⸗Str. .⸗B., ſondern wegen fahrlä ſſigen Falſcheids verurteilt worden iſt. Handwerkskammer Manuheim. Bei der Vor⸗ ſtandsſitzung am 9. April, der auch der Direktor des Großh. Landesgewerbamts, Herr Geh. Regie⸗ rungsrat Dr. Cron, und der neuernannte ſtaakliche Kommiſſar, Herr Großb. Oberamtmann Dr. Im⸗ By ff, beiwohnlen, wurde zunächſt(richtet Üüber die Tätigkeit der Geſchäftsſtelle ſeit der letzten Sitzung, insbsſondere über die Aulage eines andwerker⸗ kegiſters und über die Ausſtellung und rümfierung von Geſellenſtücken, die am 8. April ſtattgefunden hat. An derſelben ſind 547 Ansſteller beteiligt, gegen 456 im vorhergehenden Jahre. Prämiiert wurden 49 Ausſteller mit einem erſten, 161 mit einem zweiten Preis und 165 mit einem Anerkeunungsdiplom. Die Ausſtellung findet in der Gewerbehalle hier ſtatt und wird vom 13. bis einſchl. 20. April geöffnet ſein. Der Beſuch iſt für jedermann frei. Ferner wird Bericht Aſtattet über den außerordentlichen Kammertag. der m 3. Aprik in Berlin abgehalten wurde und der ſich ntit der Errichtung einer Hauptſtelle für das Ver⸗ dingungsweſen dezw. von Submiſſionsämtern be⸗ ſchäftigt hat.— Von der Mittetlung, daß demnächſt eine Bauberatungsſtelle für Baden ihre Tätigkeit aufnehmen wird, wird mit Befriedigung (enntuis genommen.— Infolge eingelaufener Be⸗ chwerden wird bei den zuſtändigen Behörden gegen monopoliſtiſche Tendenzen in ber elektriſchen In⸗ duſtrie Stellung genommen. Um den auslernenden Lehrmädchen Gelegenheit zu geben, ſich zu den Ge⸗ fellenprüfungen vorzubereiten, ſollen im Benehmen mit dem Großh. Landesgewerbeamt an den einzelnen Gewerbeſchulen des Kammerbezirks Vörbereitungskurſe veranſtaltet werden. Neben dem Vorbereitungskurs für die Meiſteriunenprüfung in Maunnheim, der nahezu beendet iſt, wird demnüchſt auch in Heidelberg ein ſolcher Kurs beginnen, zu dem ſich bereits 23 iſt Sonntags Kandidatinnen angemeldet haben. Die Prüfung ſelbſt wird vor dem 1. Oktober d. Is. ſtattfinden, da nach bieſem Termin keine Kandidaten und Kandidatinnen mehr zugelaſſen werden können, welche die Geſellen⸗ prüfung nicht abgelegt haben.— Mehrere Geſuche betr. die Einſtellung von mehr als 2 Lehrlingen, ſo⸗ wis um Erteilung der Beſugnis zur Anleitung von Lehrlingen werden verbeſchieden. Der Beitrag der Kammer zum Handwerker⸗Erholungsheim Fried⸗ richshort ſoll entſprechend erhöht werden, um die Auf⸗ nahme erholungsbedürftiger, minderbemittelter Handwerksmeiſter des Kammerbezirks in größerer Anzahl zu ermöglichen. Im Intereſſe eines ord⸗ nungsmäßigen Geſchäftsverkehrs iſt es unerläßlich notwendig, daß die Sprechſtunden genau ein⸗ gehalten werden. Sie finden ſtatt: von Montag bis Freitag täglich von 11 bis 12 und von 4 bis 5 Uhr, Samstags nur von 11 bis 12 Uhr. *Maännheim im Schnee. Die geſtrigen kur⸗ zen Schneefälle waren nur Vorpoſtengefechte. Der Hauptangriff des Wettermachers gegen die Blütenpracht, die noch in den letzten Tagen Tauſende entzückte, ſetzte in der verfloſſenen Nacht ein. Es muß namentlich in den erſten Morgenſtunden ſehr ſtark geſchneit haben, denn ſonſt hätten ſich die Dächer heute morgen nicht ſchon mit einer weißen Haube präſentiert. Nun ſind wir wieder mitten im Winter. Um 9 Uhr hatte der Schneefall noch nicht aufgehört. Die Kleinheit und Dichtigkeit der Flocken läßt vielmehr darauf ſchließen, daß wir uns auf eine ziemlich hohe Schneedecke ge⸗ faßt machen müſſen. Dabei iſt der Schnee von ſo klebriger Beſchaffenheit, daß er überall haf⸗ ten bleibt. Die Bäume und Sträucher in den Anlagen gewähren einen grotesken Anblick, der aber keineswegs heiter ſtimmt. Zwiſchen dem friſchen Grün der Blätter Schneehäufchen, die wie Blütenbüſchel von weitem ausſehen. Wenn man die große Magnolie auf dem Paradeplatz der Obſtblüte nicht allzu viel. Etwas w— ſie ſchon wegbekommen. Aber wenn kein Froſt ein⸗ tritt, dürfte es nicht ſo ſchlimm werden. Aus Feudenheim wird uns über den Schneefall geſchrieben: Mitten in der Stadt fällt der Schneefall nicht einmal ſo ſcharf auf, aber auf dem Lande deſto mehr. Ein Blick in den geſtern ſo herrlich blühenden Obſtgarten zeigt uns heute nur eine dichte Schneedecke. Von den jungſprießenden grünen Gemüſen ſieht man keine Spur mehr. Es wäre ſehr zu wünſchen, daß ſich das Schneegeſtöber zu einem ausgiebigen Regen verwandelt und alsdann die Temperatur einige Grade wärmer würde. Dann könnte uns dieſe Winterüberraſchung leinen weiteren Scha⸗ den verurſachen. Schlimmer wäre es allerdings, wenn das Thermometer noch weiter herunter⸗ ginge.— Beſitzer von Obſtbäumen ſeien darauf aufmerkſam gemacht, daß der Schnee von den blühenden Obſtbäumen nicht abgeſchüt⸗ telt werden darf, weil ſonſt die Blüten leiden. — Nach dem meteorologiſchen Witterungsbericht müſſen die Temperaturfeſtſtellungen ſehr peſſi⸗ miſtiſch ſtimmen. Heute morgen wurden 0,29 C. regiſtriert. Heute nacht ſtand die Temperatur genau auf dem Gefrierpunkt. Uebrigens ſchneit es in ganz Deutſchland. Im Schwarzwald, den Vogeſen und Rauhen Alb ſind ſchon geſtern bis auf 600 Meter herunter ſtarke Schneefälle eingetreten. Die Berge tragen teilweiſe eine geſchloſſene Schneedecke von 10—15 cm. Starker Froſt hat bedeutenden Schaden verurſacht. Die Winterſportler können jetzt wieder Ski und Rodel hervorholen. Sie werden dies wohl mit ziemlich gemiſchten Gefühlen tun, denn welchen Naturfreund werden derartige Launen des Wet⸗ ters nicht traurig ſtimmend Überfall. Der bei dem Überfall in der Langenrötterſtraße ſchwer verletzte Vizefeld⸗ webel(Zahlmeiſteraſpirant) Waſtarf be⸗ findet ſich auf dem Wege der Beſſerung. Wie es heißt, iſt der Verletzte das Opfer einer Verwechslung geworden. Die Siebe ſollen nicht ihm, ſondern einem andern wenig beliebten Chargierten des Regiments zuge⸗ dacht geweſen ſein. Waſtarf gilt als ein durch⸗ aus humaner Vorgeſetzter. Der Überfall ſoll durch zwei Ziviliſten ausgeführt worden ſein, die in der Langenrötterſtraße auf der Lauer lagen. Die Unterſuchung über den Fall iſt noch im Gange. Schiffsunfall. Auf der Fahrt zu Berg zog ſich der im Anhange des Radſchlepp⸗ dampfers„Johannes Keßler“ befindende Schleppkahn„Mannheim“ oberhalb des Bingerlochs in den zwei Mittelräumen ein Deck zu. Trotzdem das Waſſer mit großer Geſchwindigkeit in die Räume eindrang, konnte das Schiff noch bis zur Krausaue ge⸗ ſchleppt werden, wo er am Lande feſtliegt. Die Ladung des Kahnes beſteht aus Getreide, das in Rotterdam verladen wurde und für Mann⸗ heim beſtimmt iſt. Das Schiff muß geleichtert werden. Mutmaßiliches Wetter am Sonntag und Montag. Da der Luftwirbel in die Weichſel⸗ mündung gerückt iſt und im Weſten Hochdruck ſteht, iſt für Sonntag und Montag trockenes, zu Nachtfröſten geneigtes, tagsüber mäßig mildes Wetter zu erwarten. Vereinsnachrichten. Theateraufführung. Nächſten Sonntag abend halb 8 Uhr kommt im Bernhardushof zum erſtenmal in Mannheim zur Aufführung das große hiſtoriſche Trauerſpiel von Raoul Konen, einem hochbegabten jungen Dramatiker,„Thomas Becket, Primas von England“. Das Stück, das eigentlich für die Be⸗ rufsbühne geſchrieben iſt und z. B. in Wien mit Baumeiſter in der Titelrolle geſpielt wurde, wird hier vom Kath. Jugendverein der Ober⸗ ſtadet zur Aufführung gebracht. Vorverkauf der Karten bei KFaufmann Harker, N 4 und Kremer, D 1. Der Pfalz Saarbrücker Bezirksverein des Ver⸗ eins deutſcher Ingenieure hält ſeine dritte Ver⸗ ſammlung in Saarbrücken heute Samstag, den 12. April, nachmittags 5 Uhr im Modellſaal der Kgl. Bergſchule ab. Auf der Tagesordnung ſteht u. a. folgenger Punkt: Fürſorgebeſtimmungen für die Be⸗ amten des Vereins deutſcher Ingenieure(Referent: Herr Friedrich Lux, Zudwigshafenj. 6 Uhr abends: Vortrag des Herru Profeſſors C. Matſchoß, Ber⸗ lin, über:„Geiſtige Mittel des techniſchen Fortſchritts in den Vereinigten Staaten“(Eindrücke einer im Auftrag des Vereins deutſcher Ingenieure aus⸗ geführten Studienreiſe, mit Lichtbildern). 7½ Uhr abends: Vortrag des Herrn Oberingenieurs P. Beruſtein, Frankfurt a. M.(t. Fa. Pokorny u. Wittekind) über:„Die neueſte Entwicklung ber Lufi⸗ kompreſſoren“(mit Lichtbildernl. 87 Uhr abends: Gemeinſames Abendeſſen im„Hotel Schwan“. Antreue. Eigentümliche Zuſammenhänge zwiſchen großen Unternehmungen des internationalen Transport⸗ geſchäftes kamen in einem Strafprozeß zur Sprache, der geſtern abend vor der Mannheimer Straf⸗ kammer(Vorſ.: Landgerichtsdireltor Schmitt) gegen den früheren Direktor der Firma Seb. Boſer m. b.., Mannheim, Erneſto Iſchia, auf Grund einer Anklage wegen Untreue ge⸗ führt wurde. Bezüglich folgender Punkte war Anklage erhoben: 1. Am 11. September 1912 über⸗ wies Iſchia durch die Rheiniſche Creditbank mit⸗ telſt Schecks auf das Konto ſeiner Geſellſchaft die Summe von 2000 Lire an den Prokuriſten der Firma Seb. Boſer in Mailand, Merlo, als Kauf⸗ preis für fünf Boſer⸗Aktien. 2. Im Auguſt 1911 veranlaßte er den Buchhalter der Stuttgarter Filiale des Geſchäfts gegen drei auf feinen Schwa⸗ ger in Frankfurt gezogene, aber wertloſe Wechſel, ihm 2400 M. aus der Geſchäftskaſſe auszuzahlen. 3. behielt er die Summe von 370., die er am 9. Dezember vor. Js. zur Auszahlung an einen aus dem Geſchäft ausgetretenen Buchhalter er⸗ halten hatte, für ſich. 4. foll er ſich 500 M. Spe⸗ ſen für Geſchäftsreiſen nach Stuttgart, ſowohl in Mannheim als in Stuttgart, alſo doppelt, aus⸗ zahlen haben laſſen, 5. hat der Angeklagte 2930 M. Refaktien(Frachtrückvergütungen), die ſeiner Firma aus dem Verkehr mit der Speditionsfirma Keßler u. Co. im Laufe der Zeit von 1908 bis 1912 zuſtanden, nicht abgelehnt, ſondern für ſich berwendet. Der Angeklagte erklärt, daß er nicht die Ab⸗ ſicht gehabt habe, die Geſellſchaft zu ſchädigen, ſon⸗ dern daß vielmehr er durch die Geſellſchaft ge⸗ ſchädigt worden ſei. Er habe ſeinerzeit eine An⸗ zahl Aktien der Geſellſchaft zu einem viel zu hohen Preis übernehmen müſſen und habe im ganzen Anſprüche an die Geſellſchaft im Betrage don 16000 M. Man ging zunächſt auf die perſönlichen Verhältniſſe des Angeklagten und ſeine kaufmän⸗ niſche Laufbahn ein. Iſchia iſt aus Arco in Süd⸗ tirol gebürtig, 33 Jahre alt, und Sohn eines Weinhändlers. Nach Beſuch der höheren Bürger⸗ ſchuwle in Schwaz(Schweizſ und Abſolvierung der eeeeeee lerin Ruth St. Denes veröffentlicht in einer amerikaniſchen Zeitſchrift einen Aufſatz, in dem ſie davon erzählt, wie ſie Tänzerin wurde und mit der Zeit ihre eigene Art des Tanzes fand. „Ich kaun mich nicht mehr entſinnen, wann ich zuerſt zu tanzen begann,“ ſo berichtet die Ameri⸗ kanerin,„Meine Kindheitserinnerungen an un⸗ ſer Bauerngut in New⸗Jerſey vermengen ſich mit den ſchönen Erinnerungen an jene Turn⸗ übungen und Körperübungen, in denen mich meine Mutter unterwies. Und von früh auf er⸗ munterte man mich ſtets zu freier Bewegung, die Ungezwungenheit des Landlebens boten da⸗ zu die beſte Möglichkeit, und ſo ritt ich denn, kletterte auf Bäume und ſcheute als kleines Ding vor keinem Wagnis und keinen Anſtrengungen zurück. Meine Eltern erlaubten mir nie, kleine enge Schuhe zu tragen und auch ſpäter durfte ich kein Korſett anlegen. Aber der Anfang mei⸗ ner Neigung zum Tanze waren doch jene rhyth⸗ miſchen Turnübungen. Ich entſinne mich noch, daß ich zum erſten Male im Schulhaus tanzte; das Schulzimer war ſo dicht mit Menſchen be⸗ ſetzt, daß das kleine Orcheſter durch das Fenſter hereinklettern mußte. Natürlich handelte es ſich um gar keinen richtigen Tanz, mein Hauptehr⸗ 0 geiz war, die beſte türneriſche Arbeit zu leiſten. Als ich ſpäter in Nemyorker Theater auftrat und mit meinen akrobatiſchen Kunſtſtücklein Aner⸗ kennung erntete, begann ich bald der ausdrucks⸗ loſen Bewegungen müde zu werden, und in mir regte ſich der Wunſch, die Bewegungen des Kör⸗ pers zum Ausdruck von Gefühlen und Ideen zu machent. Das hing vielleicht damit zuſammen, daß ich damals zuerſt etwas von der myſtiſchen Religionsphiloſophie des Oſtens erfuhr; jeden⸗ falls ſehnte ich mich danach, etwas von dieſer enwelt oder dieſer Gefühlswelt durch die Bewegungen meines Tanzes auszudrücken. Und ich muß dabei wohl lieber ſagen: durch meine Art des Tanzes, denn ich weiß natürlich, daß ausgebildete Balletteuſen und Ballettänzer meine Vorſtellungen nicht Tanz nennen.“ Ruth St. Denis erzählt dann, wie von Anfang an ſie die Formenwelt und die Gefühlswelt In⸗ diens und des Orients faſziniert hätten. Dar⸗ aus entſtand jener„Tempeltanz“, den ſie auch in Deutſchland getanzt hat.„Aber die Be⸗ wegungen dieſes Tanzes legten mir recht viel Beſchränkungen auf, und ſpäter ſtrebte ich einer freieren Gliederbewegung zu, den Kobratänzen, den Schlangentänzen.“ Sie ſchildert, wie ſie dabei unter der Suggeſtion des Tanzes ſich ganz als Inderin fühlt, wie die Hypnoſe der eigenen Bewegungen ſie vergeſſen läßt, daß fie in Amerika geboren wurde, und wie dieſer „Zauber des Tanzes“ ihr wiederum die Aus⸗ führung erleichtert.„Ich kann es kaum erklären, wodurch mich beiſpielsweiſe ein orientaliſches Gewand plötzlich in eine Orientalin verwandelt. Wenn etwa meine Mutter im Nebenzimmer ſitzt und ich mich in einem anderen Zimmer unſerer Wohnung umkleide, ſo kann ſie, ohne mich zu ſehen, ſagen, ob ich ein japaniſches Koſtüm oder ein indiſches Koſtüm angezogen habe. Der Cha⸗ rakter meines Schrittes verändert ſich und nimmt, ohne daß ich mir deſſen bewußt werde, den Charakter jener Nationalität an, deren Gewand ich anlegte. Vielleicht kommt es daher, daß ich viel über Indien und Japan geleſen habe und mich daher leichter in die Gefühlswelt jener Länder verſetzen kann. Wonn ich ein japaniſches Mädchen ſpiele, habe ich oft wirk⸗ lich die Vorſtellung, als wellte ich im Lande des Lotos und der Kirſchblüten. Wenn ich ein Schauſpieler wäre, würde ich ſagen, daß ich meine Rolle durchlebe.“ Die Vorliebe für japa⸗ niſche Tänze, mit denen Ruth St. Denis gegen⸗ wärtig in Amerika Aufſehen erregt, führt ſie auf die Bücher Lafcadio Hearns zurück:„Mir waren dieſe Bücher eine Quelle des Entzückens und der Begeiſterung.“ Herr Robert Garriſon vom Deutſchen Theater in Köln, der hier vor wenigen Tagen als Levin in Nathanſens„Hinter Mauern“ gaſtiertie, wurde von unſerm Hof⸗ und Nationaltheater nunmehr engagiert. Tagesſpielplan deutſcher Theater. Sonntag, 13. April. Berlin. eiz Dpernhaus: Königskinder.— Kgl. Schauſplelhaus: Die Rabenſteinerin. 8 Dresden. Kal. Operuhaus: Das Rheingold.— Kgl. Schauſplelhaus: Genoveva. Düſſelborf. Schauſpielhaus: Die Zarin. Freiburg i. Br. Siadttheater: Der liebe Auguſtin. Heidelberg. Staditheater: Die verkaufte Braut. Narlsruhe. Gr. Hoftheater: Zuleima. Der Poſtillon von Sonjumeau. Köln. Operuhaus: Oberon.— Schauſpielhaus: Traumulus. Mainz. Stadttheater: Nachm.: Puppcheu.— Abeuds: Das füße Gift. Alleſſandro Stradella. Mannheim. Großh. Hofthegter: Ariadne auf Naxos. — Neues Theater: Flachsmann als Erzieher. München. Kgl. Hoftheater: Der arme Heinrich.— — Kgl. Reſtdenztheater: Madame Sans Gene.— Gärtnerplatztheater: Nachm.: Der Fraueunfreſſer. — Abends: Hohelt tanzt Walzer.— Schauſpiel⸗ haus: Nachm.: Marys großes Herz.— Abends: Das tauſendlährige Reich. Straßburg i. Elſ. Stabitheater: Carmen. Stut ert. Or. Haus: Götterdämmerung. SN1s: Charley's Tante. Wiesbaden. Kgl. Theater: Nachm.: Grüne Oſtern. — Abends: Oberſt Chabert. Kl. Handelshochſchule in Bozen hat er die in der Innsbrucker Filiale der Gebr. erlernt und war dann nacheinander in Stuttgart, Frankfurt und Mannheim in Stel⸗ lung. Er bewies in ſeiner Branche ſo große Tüch⸗ tigkeit, daß ihn der bekannte Spediteur Seb. Boſer in Mailand 1903 zu der Gründung einer ſelbſtändigen Filiale ſeines Geſchäftes in Mannheim beſtimmte. Ende 1904 wurde dieſe Filiale in eine Geſellſchaft mit einem Kapital von 200 000 M. umgewandelt, von denen Seb. Byſer 190 000 M. übernahm, während Iſchig 20 Anteile à 500 M. nehmen mußte, da davon ſein Verblei⸗ Spedition Gontrand München, ben in der Geſchäftsleitung abhängig gemacht wurde. Da er kein Vermögen beſaß, lieh er das Geld bei dem Schiffsbeſitzer Schmitz in Köln. Inzwiſchen hatte aber Seb. Boſer den Preis der Anteile auf 600 Mark erhöht, ſodaß Iſchia we⸗ niger Aktien bekam. Dieſe Preiserhöhung war nach Anſicht des Angeklagten ganz unberechtigt, da der wirkliche Wert höchſtens 300., ja nach Schätzung der Rheiniſchen Creditbank nur 200 M. betrug. Im Jahre 1908 ſtieß Seb. Boſer ſeine Aktien ab. Je ein Drittel erwarben die Konkurrenz⸗ geſellſchaften Gebr. Gondrand und Inno⸗ cente Mangili, das letzte Drittel wurde dem freien Verkehr überlaſſen. Iſchias hatte ſich 1904 verheiratet. Sein Gehalt betrug anfangs 2400 Mk. und ſtieg auf 3600 Mk. ohne Tan⸗ tiemen, die nach Maßgabe des Reingewinnes entfielen. Er hatte das Recht auf Vorentnahme auf dieſe Tantiemen aus der Geſchäftskaſſe, doch wurde ihm dieſes Recht ſpäterhin, als ſein Ge⸗ halt auf 350 Mk. monatlich geſtiegen war, ent⸗ zogen. Sein Geſamteinkommen betrug in re⸗ gulären Geſchäftsjahren rund 7000 Mk., wurde aber bald durch Winkelzüge von Mailand aus Durch die Spediteurkonferenzen habe die Ge⸗ ſellſchaft Gebr. Gontrand als Teilhaberin ſeiner Geſellſchaft Einblicke in ſeine Geſchäfte erhalten und habe durch Arbeiten unter Selbſtkoſten Kundſchaft weggenommen. Außerdem habe diefe ſeine Geſellſchaft kontrollierende Konkurrenz die Anſtellung eines Prokuriſten bei der Stuttgarter Filiale durchgeſetzt, der direkt gegen die eigene Geſellſchaft gearbeitet habe. Dadurch ſei das Mannheimer und das Stuttgarter Geſchäft gänzlich zurückgegangen. Seine fortwährenden Reklamationen bei Generaldirektor Schweinöſter in Majland ſeien ohne jeden Erfolg geblieben; denn ſobald dieſer den Namen Gontrand ge⸗ hört habe, habe er ſich nicht gerührt. Auch ſonſt ſei der Ertrag des Geſchäfts beſchnitten worden, indem man die mit den italieniſchen Geſchäften durchgeführten Transporte zu deren Gunſten verrechnete. Auf dieſe Weiſe ſei das Geſchäfts⸗ ergebnis ſyſtematiſch heruntergedrückt und ſein Gebwinnanteil illuſoriſch gemacht worden. Als der Vorſitzende dem Angeklagten nahelegte, daß er dann eben hätte austreten ſollen, erwiderte dieſer, das hätte ſeine Schwierigkeiten gehabt, zumal er das Geſchäft gegründet und hochge⸗ bracht habe. Als Zeuge wurde u. a. der Hieſige Geſchäfts⸗ führer der Firma Innvcente Maugili, Direktor Stöſ ſel, vernommen. Er gab dem Ange⸗ klagten das Zeugnis großer Tüchtigkeit. Nuf die Frage, ob ein Gehalt von 350 Me. monat⸗ lich, auf das ſich der Angeklagte durch die künſt⸗ liche Reduktion der Geſchäftserträgniſſe be⸗ ſchränkt ſah, für die Tätigkeit des Angeklagten als zureichend angeſehen werden köune, antwor⸗ tete der Zeuge verneinend. Auch die Maßnaß⸗ men, die zur Verkürzung des Gewinnes des Mannheimer Geſchäfts ergriffen wurden, könn⸗ ten nicht als berechtigt bezeichnet werden. Allein trotz der Notlage, in die Iſchia dadurch geraten war, durfte er nicht zu der Selbſthilfe greifen, die ihn auf die Anklagebank führte. Das Gericht ſprach gegen den Angeklagten eine Gefängnisſtrafe von vier Mona⸗ ten aus. Die ſeit 15. Januar ds. Is. erlittene Unterſuchungshaft wurde auf die Strafe aufge⸗ rechnet. Bezüglich der beiden erſten Punkte habe man den Angeklagten nicht für überführt erachtet, da er zu der in Frage kommenden Zeit noch die Befugnis hatte, aus den Mitteln der Geſellſchaft vorſchüßlich zu ſeinen eigenen Gun⸗ ſten zu verfügen. Freigefprochen wurde auch der Angeklagte von dem Anklagepunkte bezüglich der doppelt vereinnahmten Speſen. Im übrigen hielt man den Angeklagten für überführt. Er habe über fremde Gelder, die ihm anvertraut waren, rechtswidrig verfügt. Es handle ſich um 4. bis 5000 Mark. Die erkannte Strafe ſei ſehr mild, man habe aber Rückſicht genommen auf die von ihm geſchilderten Verhältniſſe Von Jug zu Tag — Selbſtmord. Berlin, 11. April. In einem Zuge Berlin⸗Orauienburg verſuchte ein fuunger Mann ſich durch Revolverſchüſſe zu töten. Er wurde ſchwer verletzt ins Krankenhaus Reinickendorf ge⸗ Pracht. 5 eipzig, 11. April. — Vont Strome getötet. Um Kupferdiebſtähle zu verhindern, war eines Tages die im Bau befindliche Starkſtromleitung bei Schkeu⸗ ditz in der Nähe von Lelpsig im April 1912 mit einem Strom von 10 000 Volt Spannung beſchickt worden. Es war jedoch vergeſſen, am nächſten Tage den Strom wieder abzuſtellen. Der Malergehilfe Nicolaus, der dort zu tun hatte, wurde vom Strome getroffen n ſtürzte den 16 Meter hohen Leitungsmaſt herab. ſtarb im Krankenhaus an den erlittenen Ver⸗ letzunzen. Infolgedeſſen waren der Ober⸗Ingenieur Borrmann und zwei Monteure wegen fahr läl⸗ itlser Tötung gugeklagt worden Erſterer wurbe hente nom Landgericht Leipzig zu ſechs Monaten Ge⸗ fängnis nerurteilt, während die beiden Monteure freigeſorvchen wurden. 7 — Die erſte kelepheniſche Verbindung zwiſchen London und Köln. Zum erſten Male hat geſtern (ͤ ͤ nn 1 General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittag rrg. —— i Die Mannheim, 12. April die die„Daily Mail“ mitteilt, eine deutſche mit einer engliſchen Zeitung ein telephoniſches Ge⸗ ſpräch gehabt. über 320 Meilen führende Klephoniſche Verbindung von Köln nach London bewährte ſich glänzend. Man hätte annehmen können, daß die beiden Redaktionen nur durch eine Straßenlänge voneinander getrennt wären. Das Geſpräch hatte folgenden Verlauf: „Iſt dort die„Kölniſche Zeitung“ bitte? Hier iſt die„Daily Mail“, London.“—„Einen augen⸗ blick, bitte,“ erwiderte die Telephoniſtin der „Kölniſchen Zeitung“ und ſtellte die Verbindung mit der Redaktion her. Ihre Stimme war ſo klar, daß wir uns gar nicht vorſtellen konnten, wir wären tatſächlich über dieſe Entfernung tele⸗ phoniſch verbunden. So glaubten wir auch jedes Geräuſch wahrzunehmen, das ſich in der Kölner Redaktion bemerkbar machte. Bald vernahmen wir die tiefe Stimme eines der Redakteure der Kölniſchen Zeitung“, der uns folgende, erſtmalig 10 5— 72 telephoniſch von Deutſchland nach England über⸗ mittelte Nachricht gab:„Die politiſche Situation auf dem Balkan wird in Berlin als hoffnungsvoll betrachtet.“ 5 50 Die„Daily Mail“ erinnert bei dieſer Gelegen⸗ heit daran, daß bereits am 4. März die Herſtel⸗ lung einer telephoniſchen Verbindung zwiſchen London und Berlin verſucht worden iſt, daß die⸗ ſer Verſuch damals jedoch nicht günſtig ausfiel. — Ein jugendlicher Muttermörder. Pyrmont, 11. April. In der vergangenen Nacht ſchlug ein ſechzehnjähriger Junge namens Igge ſeine Mutter, eine Witwe, die ihm wegen einiger von ihm verübter Siebſtähle Vorhaltungen machte, mit einem Beile uleber und flüchtete dann. In Emmern bei Hameln wurde er verhaftet. Er geſtand, ſeine Mutter er⸗ ſchlagen und mehrere Einbruchsdiebſtähle verübt zu haben, u. a, auch in Hannover einen Juwelendieb⸗ ſtahl. Nachtrag zum lokalen Ceil. * Leuchtgasvergiftung. Der 20 Jahre alte ledige Hausburſche eines hieſigen Hotels, Phil. Wolf aus Lampertheim, ſuchte ſich heute nacht mittels Gas zu vergiften. Man überführte ihn ins Allgemeine Krankenhaus. Neues aus Ludwigshafen. *Lebensmüde. Die Ehefrau des Kaufmann Bach in der Rohrlachſtraße hat ſich heute früh in ihrer Wohnung erhängt. Vergnügungen. Rom im Film. An immer größere Aufgaben wagt ſich die Kinematographie. Der neueſte Film, der allerorten berechtigtes Aufſehen erregt, iſt die Dramatiſtierung des Sienkiewiez ſchen Romans „Dubo vadis“, der ab heute in den.⸗T.⸗Licht⸗ ſpielen, P 6, 23/24, zur Vorführung gelangt. Eine atembeklemmende Spannung, eine berwältigende Macht geht von den Szenen aus. Durcheinander⸗ wirbelnde Maſſen, feinſte Kleinarbeit altrömiſcher Ueberkultur, eine grauſamprächtige Fülle der Ge⸗ ſchehniſſe wickelt ſich ab und bringt dem modernen Menſchen eine Zeit näher, die ihm vertraut und doch ſo fremd iſt. Die Darſtellung erhebt ſich weit über das Alltägliche und ſtempelt„Quo vadis“ nicht nur zu einem Film von dauerndem Wert, ſondern auch zu einem Bildungsmittel ſelteuer Art. Der ſechs⸗ aktige Rleſenfilm, in der ſzeniſchen Bearbeitung von Profeſſor Richard Ordynskt, wurde mit einem un⸗ geheuren Aufwand an Menſchen und Dekorations⸗ material von der römiſchen Filmgeſellſchaft„Cines“ aufgenommen. Ausverkaufte 125 25 1I. T. Lichtſpielen für dieſe neue grandioſe Aquiſition beſchieden ſein. * Saalbautheater.„Hinter den Kuliſſen des Karlsruher Hoftheaters!“ Es iſt ge⸗ wiß nicht unintereſſant, wenn das Künſtlervölkchen vom Karlsruher Hoftheater ſich ein paar Tage vor ihrem Gaſtſpiel im hieſigen Hoftheater dem Mann⸗ heimer Publikum zuerſt einmal im Film vorſtellt, in einer vorzüglichen Privataufnahme, die anläßlich eines Wohltätigkeitsfeſtes in Karlsruhe gemacht wurde. Mit an erſter Stelle ſteht unſer früherer Hof⸗ kapellmeiſter Reichwein. Die Orcheſterprobe unter ſeiner Leitung löſt ein zwerchfellerſchütterndes Lachen aus. Bilder aus der Garderobe der Ballett⸗ ratten, der Solodamen und der Soloherren, aus der Tätigkeit der Souffleuſe veranſchaulichen das Leben und Treiben des Künſtlervolkes hinter den Kuliſſen. Dieſer Film kaun nur bis nächſten Dienstag auf dem Spielplan bleiben. Der Hauptſchlager des Pro⸗ gramms iſt die große àaaktige Tragödie„Der un⸗ bedachte Augenblick“, eine Tragödie aus dem Lehen eines Kunſtmalers. Die ganz hervorragenden Szenen ſind prächtig koloriert. Ein weiteres Drama, Humoresken und zwei Naturaufnahmen vervollſtän⸗ digen das neue Programm, deſſen Beſuch nur beſtens du empfehlen iſt! Aus dem Grofherzogtum. (Karlsruhe, 10. April. Vor der Strafkammer hatte ſich der 45 Jahre alte Heizer Jalob Schnell in Gernsbach wegen Blut⸗ ſchande zu verantworten. Seit Sommer 1910 derging ſich der Angeklagte wiederholt an ſeiner noch nicht 17 Jahre alten Tochter. Das Gericht Klannte auf zwei Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Eyrverluſt. 17 5 9 Lehte Nachrichten und Telegramme. W. Petersburg, 12. April. Der Kaiſer verlieh der geſamten Mannſchaft des Unterſee⸗ boptes„Minoga“, die nach der Havarie des Boptes vor Libhau in der Nacht vom 6. April 9 Stunden unter Waſſer zwiſchen Tod und Leben ſchwebte, Auszeichnungen und Beloh⸗ nungen. Einige wurden auch im Range be⸗ kördert 8 5 Der kaiſerliche Gnadenfonds. Straßburg i.., 11. April. Die zweite Kammer hat in ihrer Nachmittagsſitzung die dritte Leſung des Etats beendet und letzteren mit allen gegen die Stimmen der Sozialdemo⸗ kraten angenommen Den bemerkenswerten Punkt in der Beratung bildet die Abſtimmung über den kaiſerlichen Gnadenfonds. Nachdem dieſer ge⸗ mäß eines Abänderungsantrages der Sszial⸗ demokraten und der Fortſchrittler wieder in den Etat eingeſetzt war, gelangte er mit 27 gegen 19 Stimmen zur Annahme. Zwiſchen dem Präſidenten Dr. Ricklin und dem Abgeordneten kam es erneut zu einer Auseinander⸗ ſetzung, weil der Präſident verlangte, daß der Abgeordnete ſich der hochdeutſchen Sprache be⸗ Häuſer dürften den dienen ſollte, was jener nur dann zugeſtehen will, wenn es zur Bedingung für alle Abgeordneten gemacht würde. Als der Präſident die Ein⸗ ſchränkung machte, daß er das Verlangen nur an diejenigen Abgeordneten richte, welche den Be⸗ weis erbrächten, daß ſie hochdeutſch ſprechen könnten, verzichtete Drumm auf das Wort. Nächſte Sitzung morgen 3 Uhr. Die Erkrankung des Papſtes. Berlin, 12. April.(Von unſ. Berl. Bur.) Die vatikaniſchen Kreiſe teilen heute mit Genug⸗ tuung mit, daß der Paſt für kurze Zeit das Bett verlaſſen konnte. Der„Oſſer⸗ vatore Romano“ ſchreibt geſtern abend: Wir können die guten Nachrichten über den Geſund⸗ heitszuſtand des Papſtes beſtätigen und beſtä⸗ tigen weiter, daß das Befinden des Papſtes andauernd vollſtändig befriedi⸗ gend iſt. Ein Gerichtshof für Wahlprüfungen. Berlin, 12. April.(Von unſ. Berl. Bureau.) Zur Errichtung eines beſonderen Ge⸗ richtshofes für Wahlprüfungen des Reichs⸗ tages verlautet: Die dem Reichstag übergebene Reſolution der Nationallibera⸗ len Fraktion, die Wahlprüfungen in Zu⸗ kunft von einembeſonderen Gerichts⸗ hof vornehmen zu laſſen, wird vorläufig die Geſchäftsordnungskommiſſion noch nicht be⸗ ſchäftigen, da die Frage noch Gegenſtand von Fraktionsbeſprechungen ſein wird. Mit Aus⸗ nahme der Nationalliberalen Fraktion ſind die Meinungen in den Fraktionen über dieſe Frage ſehr geteilt. Man glaubt kaum, daß ſich im Reichstag eine Mehrheit für den Antrag finden wird. Der Errichtung eines beſonderen Gerichts⸗ hofes ſtellt auch die Regierung Bedenken gegen⸗ über. Sie wird auf keinen Fall eine weitere Belaſtung des Reichsgerichts zulaſſen. U. a. iſt auch der Vorſchlag gemacht worden, die Befug⸗ niſſe der Wahlprüfungskommiſſion zu erweitern, indem dieſe berechtigt ſein ſoll, Beweiserhebun⸗ gen ſelbſt zu veranſtalten, die endgültige Ent⸗ ſcheidung der Wahlprüfungskommiſſion vorzu⸗ behalten und ſie dem Plenum zu nehmen. Es wird aber bezweifelt, daß ſich das Plenum des Reichstages mit dieſem Vorſchlag einverſtanden erklären wird. Die Löſung der Materie liegt alſo noch in weitem Felde. Frankreichs Kämpfe in Marolko. wWw. Paris, 12. April. Wie die„Depeche Algeriennes“ aus Taurirt melden, haben zwi⸗ ſchen einer franzöſiſchen Truppenabteilung und aufſtändiſchen Marokkanern am linken Mulufa⸗ ufer zwei weitere Kämpfe ſtattgefunden. In dem erſten Scharmützel fielen auf fran⸗ zöſiſcher Seite zwei Soldaten, 7 wurden verwundet; in dem zweiten hatten die Fran⸗ zoſen 7 Tote, darunter ein Hauptmann, ſowie 9 Verwundete. Gegen die dreijährige Dienſtzeit. W. Paris, 12. April. Der Kongreß des nationalen Eiſenbahner⸗Syndikats nahm in ſeiſter Gröffnungsſitzung einen Beſchluß gegen die dreijährige Dienſtzeit, den „Rüſtungswahnſinn“ und die„rückſchrittlichen militäriſchen Treibereien der bürgerlichen Par⸗ teien“ an. Von nationaliſtiſcher Seite wird be⸗ merkt, daß das Syndikat, deſſen Mitgliederzahl ſeit dem letzten mißglückten Ausſtande von 50 000 auf 14000 zurückgegangen ſei, keineswegs als der Vertreter des über 310 000 Angeſtellten umfaſſen⸗ den Eiſenbahnperſonals angeſehen werden könne. Immerhin müſſe man ſich im Hinblick auf die Rolle der Eiſenbahnen im Kriegs⸗ falle fragen, wie Leute, die eine ſolche Auf⸗ faſſung von ihrer patriotiſchen Pflicht haben, auf ihrem Poſten belaſſen werden können. Der Balkankrieg. Die neue Kriegsgefahr am Balkan. Dr. Dauews Erklärungen geben wir hier nochmals nach dem Bericht des Wolff. Bureaus wieder, der ausführlicher und genauer iſt als der der Frankf. Zeitung. w. Sofia, 11. April. Wie die Blätter melden, erklärte Dr. Danew in einer Ver⸗ ſammlung der Progreſſiſtenpartei, deren Chef er iſt, er erwarte, daß ſich die Mächte den jungen zukunftsreichen Staaten, welche das Erbe der europäiſchen Türkei übernehmen, fortgeſetzt wohlwollend zeigen werde. Was ſpeziell Bulgarien anbetreffe, ſo habe dieſes keinen Gegner unter den Mächten. Danew fuhr dann fort: Die Großmächte, die ein In⸗ tereſſe daran haben, der Türkei Konſtantinopel, die Dardanellen und die Küſte des Marmara⸗ meeres mit einem ausreichenden Hinterlande zu überlaſſen, halten dafür, daß wir gegen den Willen von ganz Europa den Krieg nicht fort⸗ ſetzen dürfen, einzig und allein zu dem Zweck, ſchließlich einen Streifen Land zu erwerben, zumal da eine Eiſenbahn zwiſchen Muradlü und Rodoſto unſere kommerziellen Intereſſen in genügender Weiſe ſichern kann. Wir haben dringendere Probleme in den weſtlichen Ge⸗ bieten zu löſen, die für uns von einer viel größeren Bedeutung ſind. In der Angelegenheit des bulgariſch⸗rumä⸗ niſchen Streitfalles haben die Großmächte, die als Vermittler und nicht als Schiedsrichter tätig ſind, noch nichts beſchloſſen. Bulgarien werden frei von allen Verbind⸗ lichkeiten ſeine Haltung ſeinen Intereſſen an⸗ paſſen. Ernſtliche Befürchtungen hinſichtlich der Beziehungen zu unſeren ſerbiſchen und griechiſchen Verbündeten beſtehen nicht, aber auf keinen Fall werden wir uns mit wenigerem zufrieden geben als mit dem, worauf wir ein Recht haben. Die Gefahr liegt darin, daß irgend einer der Verbündeten über ſeine un⸗ mittelbaren Intereſſen die Balkanintereſſen vergißt und ſich dazu hinreißen laſſen könnte, einen odioſen und verhängnisvollen Konflikt auf dem Balkan zu erregen. Dennoch gebe ich mich der Hoffnung hin, daß das Beſtreben, dieſe Gefahren zu vermeiden, bei den leitenden Faktoren die Oberhand gewinnen wird, was nur unter der Bedingung der Beobachtung der abgeſchloſſenen übereinkommen möglich iſt. Übrigens haben wir mit Serbien einen ge⸗ nauen Durchführungsvertrag, auf den wir ent⸗ ſchloſſen beharren werden. Was Griechenland anlangt, geſtattet das mit dieſem Land abgeſchloſſene übereinkommen als prinzipielle Grundlage für die Abgrenzung der Landeswerbung das Verhältnis der von den beiden Ländern aufgewendeten Kraftanſtreng⸗ ung und der gebrachten Opfer. Dieſe beiden Umſtände, ſchloß Dr. Danew, erleichtern in hohem Maße jenen die Aufgabe, die den Frie⸗ den auf dem Balkan herbeiwünſchen. Das iſt der Grund, warum wir die Hoffnung hegen, daß die Klugheit über den Chauvinismus den Sieg davon tragen werden. Die Regelung des rumäniſch⸗bulgariſchen Konflikts. W. Petersburg, 12. April. Heute fand vermutlich die letzte Sitzung der Botſchafter⸗ konferenz zur Regelung des bulgariſch⸗rumäni⸗ ſchen Konfliktes ſtatt. Die von den Vertretern der Großmächte vorgeſchlagene Löſung ſoll von der bulgariſchen wie der rumäniſchen Regierung für annehmbar befunden worden ſein. ** Rußlands Balkanpolitik. W. Paris, 12. April. Der„Petit Pariſien“ erklärt: Das ruſſiſche Kommunique bildet eine neues Unterpfand für die friedlichen Abſichten der Petersburger Regierung. Man müſſe Kokowzow und Saſonow Dank daflür wiſſen, daß ſie in einem Augenblick, wo ſie von den Panſlawiſten ſo hart bekämpft würden, daß bereits ihr Rücktritt angekündigt wurde, dieſes Schriftſtück veröffentlicht haben, das endgültig jede Beunruhigung beſeitigt und das Einver⸗ nehmen auf dem Kontinent befeſtigt. Neue Schwierigkeiten in der albaneſifchen Frage. * Wien, 11. April. Der Präſident der pro⸗ viſoriſchen Regierung Albaniens Ismael Ke⸗ mal erklärte in der Albaniſchen Korreſpondenz, der Hauptzweck ſeiner Europareiſe mit Iſſa Boljetinatz ſei, gegen die Lostrennung Koſſowos von Albanien zu proteſtieren und Europa dar⸗ auf aufmerkſam zu machen, daß wegen der gren⸗ zenloſen Not in Albanien ſofort nach der Räu⸗ mung des Landes von fremden Truppen eine umfaſſende Hilfsaktion eintreten müſſe. Kemal erklärte ferner, daß er dem Herzog von Mont⸗ penſier, der ihm die Abſicht, ſich um den albani⸗ ſchen Fürſtenthron zu bewerben, mitteilte, ſeine Unterſtützung verweigerte. Serbiſcher Boykott gegen Deſterreich⸗Ungarn. * Wien, 11. April. Die„Neue Freie Preſſe“ meldet aus Belgrad: In einer Verſamm⸗ lung ſämtlicher kommerzieller Kammern des Landes wurde nach kurzer Debatte einſtimmig beſchloſſen, wegen der Haltung Oeſterreichs in der albaneſiſchen Frage gegen die Monarchie den Boykott zu proklamieren und die Verbündeten aufzufordern, ſich ihm anzuſchließen. * W. Wien, 11. April. Die„Neue Freie Preſſe“ meldet: In der Unterſuchung über die erzwungenen Religionswechſel in albaniſchen Gebieten erklärte der Erzbiſchof von Prizrend, daß die Montenegriner zum Nachteil der katholiſchen und mohammedaniſchen Bevölke⸗ rung zwangsweiſe Konverſionen in großer Zahl vornehmen. Der Erzbiſchof verlangt das Ein⸗ ſchreiten der Mächtle, um dieſen Mißbräuchen ein Ende zu bereiten. Volkswirtſchaft. Zellſtofffabrin Waldhof⸗ Mannheim. Nach dem Geſchäftsbericht für das Jahr 1912, der ſehr günſtige Abſchlußzifſern aufweiſt, er⸗ gibt ſich ein Ueberſchuß auf Waren und Effekten mit 10 628 029 gegenüber 9 498 331/ i. V. Andrerſeits erforderten Unkoſten, vertrags⸗ oder ſtatutenmäßige Tantieme 2 642 826 4(2 511540), Steuern und Um⸗ lagen 318 886 ½(523 111), zuf. 3 161 212% 68 034 651), ferner erforderten Gratifikationen an Beamte, Werk⸗ führer u. Arbeiter 75 213(80 540), Arbeiterkranken⸗ kaſſebeitrag 32 002 4(47 229), Arbeiter⸗Unfallverſiche⸗ rungsprämie 75 212 ½(72 162), Arbeiterunterſtützun⸗ gen 5485(8092), Arbetter⸗, Invaliden⸗ und Alters⸗ verſicherungs⸗Beiträge 31 278(28 154) und Arbetter⸗ Speiſe⸗ und Badeanſtaltsbeitrag 31851=4(28 142), zuf. 271 040(259 319). Nach Abzug der Handlungsunkoſten, Steuern, vertrags⸗ und ſtatutenmäßigen Tantiemen—(berech⸗ net gemäß 8 29 der Statuten aus der nach Abzug ſämtlicher Rückſtellungen und Abſchreibungen mid nach Ausſchüttung von 4 Prozent Dividende ver⸗ bleibenden Summe]— Gratifikationen an Beamte, Werkführer, Arbeiter ete, verbleiben: von dem Bruttogewinn 7195 776 4(6 204 361), zuzüg⸗ lich Vortrag aus 1911 646 626(582 865), zuf. 7 842 397 ½(6 737 226). Nach Abſchreibungen im Ge⸗ ſamtbetrage von 1978 065,(2 090 608)(davon 5 70 auf Grundſtücke, Eiſenbahn⸗ und Quaianlage, 10 und 12% auf Gebäude, Maſchinen, Apparate und Uten⸗ ſilien) ergibt ſich ein Reingewinn von 5 864 332 Mark(4 646 621), von dem nach Ueberweiſung von 200 000 4(100 000) an die Spezialreſerve und nach Rückſtellung von 500 000 ½(—)] zur Bildung einer Effektenreſerve, eine Dividende von 15 Pro⸗ zeut auf 25 Millionen& vollberechtigte u. 15 Pyp⸗ Jahr verteilt werde u. 849 332 ½(646 621) auf neue Jahr verteilt werde und 849 324(646 62) auf neue Rechnung vorgetragen werden ſollen. Finden dieſe Vorſchläge die Genehmigung der Generalr⸗rſamm⸗ lung, ſo ſtellen ſich die Amortiſationen— Abſchrei⸗ bungen a. Immobilien u. Eiurichtungen in Waldhof⸗ Mannheim— auf 19 166 950.4(17 805 888, der Ka⸗ pitalreſervefonds auf 23 249 070 K(16 671 0), der Spezialreſerveſonds auf 2 828 891 4(2 128 891½ der Gffektenreſervefonds auf 500 000 4, der Unter⸗ ſtüttzungsfonds auf 300 000 4(300 000), zuſammen 45 539 911 4(86 900 821). In der Bilanz ſtehen nach Genehmigung der Generalverſammlung zu Buch unter Aktiva: Liegen⸗ ſchaften Waldhof mit 186 262 4(295 262), Fabrik⸗ grundſtücke, Eiſenbahn⸗, Hafen⸗ und Kanalanlage Waldhof und Tilſit mit 2192 627,(2 228 720), Ge⸗ bäude, Maſchinen, Aparate und Utenſilien Waldhof und Tilſit 16 763 8924(16 276 626), Fertige Fabrikate (inkl. Winterlager in Exporthäfen) 244 581.4(478 186), in Fabrikation befindliche Stoffe 202 520%(185 129), Rohſtoffe und Brennmaterialien 1 389 069.(95 487), Holzvorrat inkl. gekaufte Waldungen 17497 8864 (15 720 629), Erſatz und Reparaturmaterial 1 528 105. (1 350 512), Schiffspark und Gebäude in Rußland 706 708(700 950), Debitoren 24 757 731(21 693 418), Kautionen und Avale(888 900 4) 5995 4(90g 159), vorausbezahlte Zinſen, Unfall⸗ und Feuerverſiche⸗ rungsprämien 343 141 4(97 864), Wechſel⸗ u. Kafſen⸗ beſtände 702 985 4(711113), Effekten und Beteili⸗ gungen 31 403 8124(26 946 504); unter Paſſiven: Aktienkapital 32 000 000(25 000 000), Obligazonen Waldhof 1900 6 334 000(6 502 000), Obligationen Waldhof 1908 8 000 000(8 000 000), Obligationen Tilftt 4837 000(5 000 000), Obligations⸗Tilgungs⸗ konto 21 990(3060), Kapitalreſerve 23 249 0704 16 671 092), Spezial⸗Reſerve 2323 891.4(2123 891), Effekten⸗Reſerve 500 000 4, Unterſtützungsſonds 300 000 4(300 000), Salair und Lohn pro 1912 rück⸗ ſtändig 67 241%(867 028), Kreditoren 13 842 0394 (18 367 219), Avale 388 900 4(897 700), nicht erhobene Dividende 1950.%(3800), Obligationszinſen bis 81. Dezember 1912 230 863.4(238 631), Reſerve ſür Frach⸗ ten, Berufsgenoſſenſchaft, Talonſteuer ete. 535 889 (506 114), im Fahre 1913 fällig werdende Holzkauf⸗ ſchillinge und Holzfrachten 342 225 ½(272 632), Del⸗ kredere und Dispoſitionsfonds 16 250(16 250), Aſſe⸗ kuranz⸗ a meta⸗Konto 41 500(88 770). Im Bericht des Vorſtandes wird aus⸗ geführt: Das Geſchäftsfſahr 1912 iſt günſtig ver⸗ laufen. Wir waren in fämtlichen Abteilungen voll beſchäftigt, wodurch der Geſamtabfatz in allen Pro⸗ dukten geſteigert werden konnte. Die Preiſe für Zell⸗ ſtoff ſind durch die gute Aufnahmefähigkeit des Marktes und anhaltende Nachfrage ſteigend geblte⸗ ben. Es war hierdurch möglich,— wie wir dies in unſerem letztjährigen Bericht in Ausſicht geſtellt hatten— für die erhöhten Produktionskoſten zum Teil einen Ausgleich zu finden. Thonwaaren-Industrie Wiesloch Akt. Ges. Die gestrige Generalversammlung, in wel⸗ cher 1418 Aktien durch 9 Aktionate vertreten waren, setzte die Dividende per 1912 auf 8 Prozent fest. Die aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Mitglieder, die Herren Moritz Bonte-Berlin u. Kommerzientat Otto Hoff⸗ mann-Friedrichsfeld-Mannheim wurden ein⸗ stimmig wiedergewählt. Bei der Neukonsti⸗ tuierung des Aufsichtsrates wurde Herr Morit⸗ Bonte zum Vorsitzenden und Herr Kemmer zienrat Otto Hoffmann zum steſtvertreten den Vorsitzenden gewählt. Frankfurter Abendbörse. Frankfurt, 11. April. Umsätze bis 675 Ur abends. Freditaktien 1967 bz. ult., 196,8 bz ept. Diskonto-Kommandit 184— bz. ult, 183.78 bz. cpt., Dresdner Bank 157,80 bz.., Darm⸗ städter Bank 116,75 bz. G. ult. u. cpt., Berlinet Handelsgesellschaft 62,r0 bz. G. cpt, National- bank f. D. 116 bz. oSuth West Afr. 133 bz. Staatsbahn 184 bz., Lombarden 26 bz. ult, 25,90 P. 80 G. ept., Baltimore und Ohio 99.78 bz., Schantungbahn 137—138 bz. G. ult., 135., 134,90 G. cpt. Hamburg-Amerik. Paket 149,%—50 bz. G. Nordd. Lloyd 1178 bz. G. ult., 117,80 bz. cpt. Laura 176,30 bz., Gelsenkirchen 184% bz. Harpener 192 bz.., Phönix Bergbau- und Hüttenbetrieb 263—262—263% bz. ult., 262,80 bez. cpt.,.-Luxemburger 1627—163 bz. G. ult., 162,50 bz. cpt., Hedernh. Kupferwerk 121 bz.., Zellstoff Waldhof 247,80 bz. G. Scheideanstalt 668 bz.., Kunstseide 64 bz. G * 27 Bad. Anilin 363 bz.., Höchster Farbwerke 646 bz.., Adlerw. Kleyer 6r bz. G, Motoren Oberursel 140,%8, Rütgerswerke 197,80 be.., Baugesellsch. Waiß u. Freytag 142,50 bz. G. Aluminim 278 bz. ept., 278, 50 bz. G. ult., Daim- ler Motoren 323 bz.., Sieg. Eisenkonstruk⸗ tion 209,80 bz. G. neumatische Schmerzen. Reissen. exenschuss, ſie Anehen Flasche.30. — 1 3 1 6. Seite. General⸗Anzeiger, Bedicche Neueſte Nachrichten(Mittagblatt). Mannheim. 12. April. Unionwerke.-., Fabriken für Brauerei-Ein- richtungen vorm. Heinrich Stockheim, vorm. Otto Fromme, vorm. Heinrich Gehrke u, Co,, Mannheim-Berlin. Das Unternehmen, welches im Bericktsflahr sehr günstis abgeschlossen hat, erzielte laut Geschäftsbericht einen Warengewinn von M. 2 0g33 790(1 866 644, zu dem noch M. 13) 308 (1 787) Vortrag und M. 40 792(43 3070 Gewinn aus Beteiligungen hinzutreten. Andererseits erforderten Generalunkosten M. 1 468 648(M. I 380 440) und Abschreibungen M. 101 282(M. 727 105). Einschließlich obigen Gewinnvortra- Ses verbleibt, wie bereits am 29. März gemeldet ein Reingewinn von M. 644 960(556 768), Welehe Summe wie folgt verwender werden n: 5 Prozent ordentliche Reserve M. 25 383 25,/ 4 Prozent Dividende gleich M. 700 o(wie im Vori.), vertragsmäßige Tan⸗ tiemen M. 96 567(9s5 209), Gratifikationen an Beamte M. 20 000(20 ooo, Beamtenfürsorge· onds M. 10 000(10 Oo0), 8 Prozent Super- ividende gleich M. 200 o0(6 Prozent gleich 180 oο und M. 194 010(137 308) Gewinnvor- Traß ani neue Rechnung. Im Bericht des Vorstandes wird ausgeführt: „Der lebhafte Geschäftsgang des Jahres 1911 Dis 1912 dauerte auch im abgelaufenen Ge- schäftsjahr 1912-13 an und der Umsatz hat sich Wweirer wesentlich erhöht. Besonders in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres war die Nachfrage nach unseren Erzeugnissen derartig grog, daß wir dieselbe trotz vergrößerter Fa- brikationseinrichtungen nur mit ziemlich lan- gen Lieferfristen befriedigen konnten. Mit Be- ging der politischen Unruhen und ferner veran- lam durch den der Brauindustrie sehr ungün- Stigen regnerischen und kalten Sommer sowie den auflergewöhnlich hohen Geldstand ging die Kauflust der Brauereien zurück, so daß die Summe der eingehenden Aufträge im zweiten Halbiahre die Ziffern der gleichen Zeit des Vorjahres nicht ganz erreichte, Immerhin wWaren unsere samtlichen Betriebe fortdauernd „gut beschäftigt. Die im Vorjahre begonnenen Neubauten und Maschinenbeschaffungen sind num durchgeführt und die gesamten Neuan-⸗ agen sowohl in Mannheim als auch in der Fil- termassefabrik Wallau in vollem Betrieb, Un⸗ sere Beteiligungen haben, wie immer, gut ge⸗ arbeitet und befriedigende Gewinne geliefert, In der Bilanz stehen: Aktiva. Gebäude⸗ und Fabrikanlage Mannheim mit M. 622 126 862 645), Fabrikgrundstück Mannheim mit M. 304 280(304 2800, Maschinen- und Fabrik-Ein⸗ richtung mit M. 341 328(281 785j), Fit ſermasse- Fabrik Wallau mit M. 272 772(143 059), Uten- Sflien mit D, 1(), Modelle M. 1(10 000, Fuhr⸗ wWerle mit M. 1(), vorausbezahlte Mieten, Ver⸗ Sieherungsprämien ete, mit M. 24891(16 906), vorhandene Betriebsbestände mit M. 20 026(M. 17 188), Patente mit M. 1(), Hypotheken mit M. 57 o00(60 ooο, Kassa mit M. 13 717(10 626), Wechsel mit M. 92 438(57 1810, Effekten mit M. 3472(12 260), Debitoren mit M. 1 286 003 ( 316 0g0), Betelligungen M. 340 793(343 308), undl Waren mit M. 1 243 680(1 060 387); Pas ziva: Aktienkapital mit M. 2,5 Mill,(2,5 Mill.), Obligationen mit M. 699 o00(716 o0)0, Obliga⸗ tionszinsen mit M. 3430(2842), Reservefonds mit M. 161 748(137 498), Talonsteuer mit M. 28 800(8800), Kreditoren M. 737 710(471 898). Interimskonto(unverrechnete Provislonen ete.) mit M. 10 330(14 0a8), Beamten-Fürsorgefonds mit M. 38 902(27 376), Gewinn und Verlust mit M. 644 960(856 768), Wie gemeldet, wird der auf den 18. April einberufenen Generalversammlung u, 3. auch d4die Eröhung des Aktienkapitals um M. 500 co auf M. 3 Mill, durch Ausgabe neuer Aktien unter Ausschluß des gesetzlichen Beaugsrechts der Aktienäre vorgeschlagen werden. Ueber che Aussiehten im neuen Ge⸗ schäftsjahr wird ausgeführt; Die Beschäftigung und der Eingang der Aufträge im neuen Ge- schäftsjahre ist gut und wir sind überzeugt, daß auch im laufenden Jahre ein durchaus be- friedigendes Resultat erzielt werden wird, Wenn die politischen Verhältnisse keine Kom-⸗ plikationen bringen.“ Porzellanfabrikxk Karlstadt verm. Ludwig Roth. FEinschließlieh eines Vortrages von M. 203 334(i. V. 86 316) ergzlelte die Gesellsehaft einen Reingewinn ven 384 248(400 848) M. nach Vornahme von 196 189(187 189) M. Ab⸗ schreibungen. Es wurde beschlessen, weitere Abschreibunges von 120 000 M. vorzuschlagen und eint Dividende von 8 Prozent(7 Prezent) zu verteilen. Als Vortrag verbleiben 101 217 Mark. Gewerbebank Ulm e. G. m. b. H. Nach dem Geschäftsberiekt hat sieh der Mite Sliederstand der Genessenschaft ven 2146 auf 2213 erhöht mit einer Gesamthaftsumme von 5 49 600 M.(i. V. 8 641 200.). Die starke Be⸗ schäftigung aller Abteilungen wurde im letz⸗ ten Viertel des abgelaufenen Jahres durck deg Ausbruek des Balkankrieges unterbrochen und Es trat in der Regulierung von Warenforderun⸗ gen eine gewisse Stockung ein. Immerhin konnte eisn Reingewinn von 300 884 M. Hi. V. 283 89.) ersielt werden, aus dem Wieder 6 Prazent Pividendse auf 2637 950 Mark(2 626 492.) Guthaben der Mitglieder gezahlt und 32 775 M.(47 352.) auf die Ge- winnreserve übertragen Werden. Unter Be⸗ kücksichtigung der Zuweisungen aus dem Jahresgewinn stellen sien sämtliche Reserven auf 2 162 033 M.(i, V. 2 966 312.). Unter den fremden Geldern erscheinen 995(.91] Mill. Spareinlagen mit halbiäkriger Kündigung,.89 UI.S5) Mill. Anlehen, 8,78(8,47 Mill. Krediteren, %(.11) Mill. Gutkaben von Banken,.82 10.45) Mill. Akzepte, Bürsschaften kigurleren mit.26(.24) Mill. Angelest Waren 10.43(8,82) Mill. in Außenständen bei Privaten ung.42 (.33) Mill. bei Banken, ferner.19(.25) Milt. in Wechseln und 9½4(0,4 Migl, in Pfiekten, In Barmitteln waren.36(.38) Mill, verfügbar. Der Gesamtumsatz erhöhte sich von 339.26 auf 427,66 Mill. Telegraphisehe Handelsheriehts. Neue ö8sterreichische Anleihe. [JBerlin, 12. April.(Von uns, Berliner Bureau.) Aus Wien wird gemeldet: Im Fi⸗ nanz-Ministerium fanden gestern die entschei- denden Verhandlungen zwischen dem Ministe- rium, der östereriehischen Postsparkasse so- wie Vertretern der Deutschen Bank in Berlin, der Bankhäuser Mendelssohn u. Co., und 8. Bleichréder statt. Es handelt sich um Begebung einer österreichischen Anleihe, die in Deutsch⸗ land plaziert werden soll. Der österreichischen Finanzverwaltung wurde seiner Zeit die Er⸗ mächtigung erteilt, 130 Mill. Kr. effektiv auf- zunehmen. Die Finanzverwaltung hat nun be⸗ schlossen, die Anleihe in Deutschland aufzu- nehmen und zwar wird diese auf Mark lauten und mit 4,5 Prozent verzinst werden. — Tolegraphlsehe Börsenberlehte. London, 1I. April.„The Baltic“, Schluß. Weizen schwimmend: stetig aber ruhig in Erwartung großer Weltverschiffungen. Mais schwimmend: ruhig bei stärkerer Nachfrage. Gerste schwimmend: ruhig bei stärkerem Angebot. schwimmend: fest aber nicht leb⸗ haft. Chicago, 11. April.(Tel.) Produktenbörse. Weize n. Auf die Erwartung eines der Hausse günstigen Wochenausweises der Weltverschif⸗ fungen und hausselautende Kabelberichte er⸗ öffnete der Markt in behaupteter Haltung bei . höheren Kursen. Auch wirkten geringe Vorräte sowie Gerüchte über gutes Export- geschäft günstig auf die Marktlage ein. Als jedoch im weiteren Verlaufe Meldungen über güistiges Wetter im Nordwesten sowie gün⸗ stige Ernteberichte aus dem Südwesten ein⸗ liefen und die Effektivhändler zu Abgaben schritten, trat eine Abflauung ein und es Waren zur Mitte des Verkehrs Preisrückgänge von bis c. zu verzeichnen. Deckungen und der der Hausse günstig lautende Wochenausweis laut Bradstreet bewirkten sodann ein Anziehen der Preise und unter Käufen der Firma Armour schloß die Börse in stetiger Haltung. Der Mai⸗ termin verlor gegen den gestrigen Schlugß 4 c. Während die übrigen Sichten noch um e. anziehen konnten. Mais,. Obwohl zu Beginn des Marktes Meldungen über nasses Wetter vorlagen, konnte die Börse, da die Firma Armour als Käufer am Markte War, in behaupteter Haltung er⸗ öffnen. Als jedoch größere Angebote seitens der Farmer sleh zeigten, wurde allgemein zu Llauidationen gesehritten und die Preise muß⸗ ten naehgeben, zumal auch die Kommissions- häuser Abgaben vornahmen, Späterhin schrit⸗ ten jedoch die Baissiers zu Deckungen und die Bahnzufuhren in Chicago für morgen wurden geringer geschätzt, sodaß der Markt bei fester Tendenz schloß. Die Preise erfuhren gegen den gestrigen Sehluß Avancen von M e. New Lork, II, April.(Tel.) Produktenbörse. Weizen war im allgemeinen denselben Ein⸗ Hlüssen unterworfen wie in Chieage. Schluß stetig, Preise„ e, höher. Verkädfe für den Export: Bobotladungen. Mais verkehrte ohne nennenswerte An⸗ regung. New Tork, II. April. Kaffee lag bei Beginn des heutigen Verkehrs bekauptet, de ermuti⸗ gende Kabelberichte ven stimulierendem Fin⸗ kluß waren, Im späteren Verkehr sehwüchte sieh die Tendeng ab, als seitens einiger In⸗ teressenten Verkäufe vorgenammen wunden und aueh die Kommissjonshauser zu Ahgaben schritten, Baissemanſpulationen und Abgaben für Wallstreeter Rechnung wirkten weiter nachtellig auf die Stimmung ein, Schluß willig. Baumwolle. Der Markt eröffnete in stetiger Haltung. Die Witterungsprognesen wurden als Sünstig erachtet und es wurden zu Beginn Liquidationen vorgenemmen, Als jedech Raufe von Firmen mit Verbindungen zum Auslande und seitens der Lekohäuser erfolgten, konnte sick ein festere Haltung durehsetzen, zumal man auch weitere Ueberschwemmungen durch den Mississippistrom befürchtet. Gegen Schluß schwäehte sich jedoch der Markt Wieder ab, da allgemein zu Realisatienen gesckritten wurde, Der Aprilkurs erfuhr einen Rückgang von 8 PFunkten, während die späteren Siehten um 1 Punkt anzlehen bezw. um 2 bis 3 Punkten nachgeben mußten. —— Effekten, Brüssel, 11. April,(Sohſuss⸗Kurse.) 2% Türken unſflzſereete Türken-Lose —** „ Ottomanbankkk 3 8—— Luxemburgisohe Prinde Henrlben„ f611.— 815.— Warschau-Wiener———— Valparalsg 14. April, Weohsel auf Londog 10. New-Vork, 11. Apell. Kurs vom 11. 10. Kurs vom 11. 10. geid auf 24 Stg. Texas domm. 26.½ 2,/ Hurehsdhulttisrat. 3,¼.½ Texas pret, 83.½ 84l.-— 90, ſetzte Varſen.½%.% Misscpel Paolflo!. 33. 88.%% Weohsel Berlig 95.1½% 93,% Natlonal Rallroal Woohsel Paris.185 bſ ot Rexſko prefl, 63.— 83. do, Congon 80 Tg, 488.8 488.0 g0, Luc peet,% Lablo Fragstess New-Vork Zentral 102./½ 108.7% Wechsel Tondes 482.25 487.500 NeweVork Ontarle Silber Soulllea 60. 60.½% and Western Atoh. Fop. u. St. Fe Norfolk u. West o. gonv, 9% Bongs 191.— 102 JKorthern Pgofflo o. ½% Voloratg S. B. 33.½% 59.½% Pennsylwanla gom. Hopth,Pac,3% Bd, 67. 67,½[BSadiäg gomm. 0, 4% Prlop, Hles, 85.— 94,% Roek sland Coag, St. Louls u. S. Frag⸗ do, do, pre!, zisko pet. 4% 78.— 75.— Southern Paoifſo 8. Pad, o, 4% 1820 90.— bg.!South. Rallway d. Unlon Pasſ'e cege. 92./ 88.% 40. pret. Atohlg. Topeka c, 168,% 102,% Unſon Paciflo com. Zaltimore:Denle, 89.— 849. pre!. Canada-Fagiſie 289.1½% 288.% Wabash. prof. 25./—25.½. Jhesapeake-Ohle Ce ASmalgamat Copp. Ohloego Nilwauk. 11007% 110,% Amerſoan Can, pr. Colorsgo Sth. oom. 30.½ 31. de, Loo, oom. Beyv, uü. Rüo Grd. o. 21.½%.½ Ameério. Smelt. o. go. pref. 28,% J do. Sugar o. Erle domm 85 80.½ Anseonda Popp. o. do, 18b. pret, 48.% 17, general Slectr. o. great Northern Minols Lentrsl Lehigk Vaſley om. Louisviltt chv. W U. St. Stecl Cocg. o. 0. pref. Utah Sopper oom. Urglnſs Garol. a. Sars Bobeuok o. 36.—.—. 188.—188.— Produkte, Rew-Vork, 11, April, Kurs vom 11. 10. Kurs vom 11. 10. Baumw, atl. Hafen 6,000 Sohmalz Wiloox 1190 11.70 do, atl. Golfh, 13,000 .000 .000[Talg pr'ma Oity./ 6,½ do, im innern.000 3,000Zzueker RAuskov,.88.89 .000 .000 1 do. Exp. n. Gr. B..000 Kaftee Rle ſooe 11.½% 11.% dg, kxp,n. Kont..000 3. do. àprll 10.82 10. Naumw, I000 1260 12.50 do, Mal 10,.77 10.98 do, Aprll 12.38 12.23 do, lun! 10.89 11.08 do. Mal 12.20 12.03/ do, juil 11.02 11.22 do. jun! 12.19 12.02] do, August 11.10 11.30 o. jull 12.16 11.99] po. Soßptember 11.25 11.43 do. August 12.01 11.87] do. do. Soptbr. 11.21 11.560 do, Oktober 11.27 11.13 Hovember 11.27 11.45 do. Oktbr. 11.64 11.5f] do. Derember 11.28 11.47 do, Rovbr.——do., jlanuar 1128 11.49 do. Dezember———— do, Februar 11.28 11.49 do, in New⸗ do, Kärz 11.32 11.50 Orl. looo 12.½ 12.½ Welzen Mr. 2 looo 114.— 114.— do. April 12.480 12.490 do. Ma 99.½ 99.¼ do, Mal 12.33 12.371 do, juli 97./ 97.7 Fetrol. raf, OCasse 10.80 10.80 do, do. stand. wihte New-Vork.50.50J do, julj—— d0. stand. wihte Phlladelphia.50.50Ootreidefracht n. etr.-Cred. Balano.50.50 Liverpool 2%%/ Terpent.Mew-Vork 43.— 43.— do. Longon do. Savanah 39.— 39.— do. antwerpen.¼.½ Sohmalz-Western 11.30 11.20 do Rotterdaw 68.½.½ do.(Rob. Br.) 11.50 11.70 Ohloago, 11. April, nachm, 5 Uhr. Kurs vom 11. 10. Kurs vom 11. 10. Welzen MHal 91.½ 81.¾ Lelnsaat April 128. 128.%½ do, iull 90.¾ 90.½% Schmalz Aprll—— do. Sept, 90.% 60.— do. Mal 10.95 10.85 Mais Nai 50.1% 55.¾ do. Jull 10.85 10,88 do, iull 58./ 56,½ Pork Ral 19.67 19.722 d, Sept. 57./ 57.½ do. jul 20 05 19,80 Roggen ſoco 63.½% 63.½ do. Soptbr. 19.87 19.70 do. apri——Fippen Na 1127 11.15 do, Ma———.— 40. jul 11.10 10.92 Hafer Mal 35./ 35./ do. Septhr. 10.87 10.75 do, jull 35.— 34.%½ Speok 11.37 11.37 Lelnsaat ldeo——.— Lverpool, 11. Aprll.(Sohluss.) Melzen roter WInter ruhig 11. 10, Olterenz per Mal 2/605 + ber zull„„ 74— KHals träge Bunter Amerika per NaI 5/½ 50½57—— La Plata per Jjul 2 5/2— Antwerpen, 11. April,(Sohſuss.) Welzen stet. 11. 10.J Verste 11. 10. per Maili.. 20.92 20.30] per Mal,„ 17.07 17.07 per zul 3 20,87 20,87] per Septöhr. 15.87 15,82 per Sept.„ 20.60 20.52] per Dexember 15.70 15,70 Köln, 11. April. Rüböf in Fosten von 5000 kg. 88.—., bez 67.—., 66.50 6. Hamburg, 11. April. Robzucker Märr e, April.85,.—, Mal .90.——, Junl.95.— August 10,17.½ Hamburg, 11, April,.30 Uhr nachm. Kaffee good average santos per Hal 57½, per Sept. 57½/, per Dex, 571% per März 57./ Salpoter 11.80—, per Febr,-März 10,73— per maf 11.05— Neuss, 11, April, Fruchtmarkt. Welzen neuer la, 21 la. 20.— Ilſa.— Mk.— Roggen neuer Ia. 18.80, IIg, 15,80, lila,—— Hk Haſer alter la, 17.—, lla, 16.— Nk., Ruböf 88,00, fasswelse 68.00 gereinigtes Oel 69,00 Mk. per 100 Kllo,— Heu 2,70—.20, Luzerner Heu 3,80 Mx, dle 50 Kllo, Presskuchen 104 Mk. für 1000 Klio Klele.20 Mk. Rotterdam, 11. April. Hargarlne nom. Udenzuoker, If. Sloht fl. 12—, Nargarine prima amerlk 69.—, Tinn: Banda prompt fl, 183.—, Kaffes per Nov, 38.¼, per Dex, 33.%¾, Liverpogl, 11. April Saumwollmarkt. Sohluss-Motlerungen. Es notleren idal. amerlk..95.—, per Aprll.70—, per Apelt- Mal 6,67.½½, per Mal-lunf 6,67.—, per Junl-lulf.55,.—, per Juſſ- August.60. per Aug.⸗Sopt..49.½, per Sep.⸗Okt..36.— ger Okt.-Nov,.27. ber Nov,-Dez, 6,23½, per Dez.⸗Jan..22.—, per lan,-Eebr,.21—, Kaffee beh,, Zueker beh, Zinn fest — Zisen und Metalle, „„ondog, 11 April,(Sohſuss) Kupfer k, stetig, perkasse 68.0 2 flonate 68.1a.06, sledtroſytie 71.15., bestseſegted 2478.— inn fest per Kasse 222.10.00, 3 Ronate 217,45.00 Slel spanlsch, stetig, 18.10.0, englisoh 18.10.0 Zink stetig, geöbnſiohe Marken 25.—25½ Sposlal-Marken Mlasgow, 14. April, flohelsen ruhig Middlesborougs wWarants der Kassa 65/10, der Monat 65/ Amsterdam, 11, April Banda-Zink, Tendenz fest loge 13½ Auktiog 182½, New-Vork, 11 Aprll. Heute Vor. Kurs Kupfer Superlor lngots vorratig 1475/18 25 1425/16.25 JVVVVVVVCS0V 46 64046 87 40 62/46 7 Rofelsen am NMsthern Foundin ur 2 16 25018 75 16 25%½6 75 Stahl-Sohſenen Wagg. frel östl Frbr, 161 7604 Schiffstelegramme des Norddeutſchen Cloyd, Bremen vom 10, April. Angekommen die Dampfer:„Prinz Ludwig“ am 9, April 10 Uhr vorm. in Suez,„Chemnitz“ am 8. April 12 Uhr vorm. in Baltimore,„Durendaxt“ am 8, April vorm. in Rio de Jaueiro,„Berlin“ am 9. April 11 Uhr vorm. in Neapel,„Lützow“ am 10. April 6Uhr vorm. in Tſingtau,„Prinz Eitel Friedrich“ am 9. April 5 Uhr vorm. in Suez.— Abgefahren die Dampfer:„Coburg“ am 9. April 6 Uhr vorm. von Boulogne,„Bareelong“ am 7, April 4 Uhr nachm. von Portland,„Gneiſenay“ am 9. April 2 Uhr nachm. von Bremerhaven,„Kleiſt“ am 9. April 11 Uhr nachm. vdon Bremerhapen,„Prinzregent Lujtpold“ am 9. April 6 Uhr nachm. von Marſeille,„Prinz Heinrich“ am 9. April 2 Uhr nachm, von Alexandrien„Prinzeß Alice“ am 9. April 7 Uhr vorm. von Tſingtau, „Rheinland“ am 9. April 6 Uhr vorm. von Aden, „Kaiſer Wilhelm der Große“ am 9. April 7 Uhr nachm. von Cherbourg.— Paſſiert die Dampfer: „Hannovex“ am 9. April 5 Uhr vorm. Dover,„Craig var“ am 9. April 3 Uhr vorm. Lizard. Mitgeteilt von Baus& Diesfeld. General Agentur in Maun⸗ beim, Hanſahgus. D 1, 7½, Telepbon Nr. 180. Schiffahrts⸗Rachrichten vom Mannheimer Bafenverkehr. Hafeubezirk Nr. 1. Angekommen am 10. April. Oſtertag„Ferdinand“ v. Ainſterb., 9459 Di St., Holz. Fb, 2 Stumpf„Kaiſex Wilh,“ v, 5273 Dz Kohlet, — SU Taaldaae gewinnt die Vortreffliche Momm„Heinrich“ v. Ruhrort, 12 975 Da. Kohlen. Schmidt„Bad. 40“ v. Karlsruhe, 700 Dz. Stückgut. Kühnle„Helvetig“ v. Karlsruhe, 700 Dz. Mehl. v. Duren„Marig“ v. Duisburg, 3500 Dz. St., Kohlen Schifferdecker„Vereinig. 50“ v. Rott. 18 740 Dz. Get, de Jong„Egan 3“ v. Straßburg, 1600 Dz. Stückguf. Hafenbezirk Nr. 6. Angekommen am 10. April. Herrmann„Wilh. u, Roſing“ v. Jagſtf., 1592 Dz. Götz„Jak. Götz“ v. Jagſtfeld, 1890 Dz. Salz. Neuer„Aug. Metzger“ v. Jagſtfeld, 1144 Dö. Salz Veith„Stolzenfels“ v. Jagſtfeld, 893 Dz. Salz, Raab„Anna“ v. Heilbronn, 931 Dz. Salz. Koch„Luiſe“ v. Heilbronn, 1380 Dz. Salz. Lentz„Eliſe“ v. Heilbronn, 1078 Dz. Salz. Senftleber„Marig Eliſab.“ v. Heilbr., 1563 Dz. Salz Hafenbezirk Nr. 7. Angekommen am 9. April. Heinrich„Pieter Bernard“ v. Zwollen, 5000 Dz. Torfſtreu. Schimel„Heuriette“ v. Antw., 2560 Dz. Getreide. Melinahof„Fr. Gr. v. Bad.“ v. Ruhrort, 8500 Dz. K. SSSSSSH—————————————........ʃ— Wasserstandsnashrichten v. Monat April Pogelstatſon vom Datum Rhdein 2 8. J.10.J 11. 12. Semerkunges Huningen“)„ 184 5685.893 8e.55.58/ Abende 5 Ubr FF.64/2 59.55.52.45.41] Nachm, 2 Ußr Haxau...2 4054.02.97.2.560 Nachm 2 Uhr Mannheim.29.23.16.12 Rorgegs 7 Ubr Halnz 1511 10470400 86.s. 12 Ubr Laub..22.192 2062 06 Vorm, 7 Uhr Kin... 4424225 220 272205 Haobm., 2 Uhr vom Neckar: 653 mannheim 3 40.35.813.86.21.18/ Vorm. 7 Ubr Hellbronn.99J 0,95.97.88.85 0 50 Vorm 7 Uer ) WIndstill, Regen, +. —Brt...—— WͤItterungsbeobachtungen d. meteort. Statlon Manndelm batum zen 33 33 33 3 08 8 2 2 23 8 mm 4* 3 — 11. April MHorgens 7⁰ 752.7.8 NWS IoS Mlttags 2 752.5.4 Auw 6 .5 Abends 9˙ 751.0 20 Auw 2 12, Aprll Horgens 7740.7 9⁴ 12 35 Höohste Temperatur den 11, April.0. Fett te Temperatur vom 11.—12 April 0,0e, Witterungs-Bericht Ubermittelt von der Amtl, Auskunftsstelle del Sohwelzerlshen Zundesbannen im internatlonaſen öffentliohen Verkehrsbursau Berlin., Unter den Linden 14. am 11, April 1918 um 7 Uhr morgens. ——;;;———.̃̃̃ää Höhe der Stationen Statlonen 19 8035 Mtterungsverhättnlisss Uber Aeer N 200 Sasel, bedeokt, windeill 5⁴³ 5 Regen, wWindstil 567 Serr Sehnes, windstill 154³ Davos 53² Frelburg 394 enf„ 475⁵ Glarus 1109 göschenen 5686 Interlaken 995 La Ghaux-de-Fds, 40 Lausanne, 203 Looarno, 3³ Luganßo bedgokt, windstilt Sobee, windstill ß„— 254„5 U Begen, windstin Sohnes, Windstiſ bedeoki, Windetil sehr achön, windstiſt * 17 73 Rogen, Windstill bedookt, windstilt Regen, wlndstill Sonhes, windgtill bodeokt, wingstſl 439 Luzern 395 MHontreux 402 Heuchätel 505 Ragaa 575 St, Galſſen 1655 St, Morſte(Eng.)— 407 Schalfhausen etwas bewölkt, windss till 537 Siuees, ,„ bedeckt, Osteind 582 Thün Regen, winds tll 1609 Zermatt, 410 Züͤrloh, 389 Neveß, 4 Regen, Ostwing Wcccccc Verautwortlich;: Für Politik: Dr. Fritz Galdenbeun; für Kunst eu Feuilleton; Jalius Wittez für Lokales, Provinzielles und Gerichtszeitung; Nichard Schönfelder; kür Volkswyirtschaft und der übrigen redakt, Teil“ Franz Fircher; für den Inseratenteil u. Geschäftliches: Frite Joos Druck und Verlag der Dr. H. Haas'schen Buchdrucherei, G m. b. H Direktor: Erust Müller. Hustest Du 2 8o versäume keine Minute u, Kauf⸗ die von nillienen täglich gebranchten Hustenbonbons! Sis helfen Dir, a 100 Zeugnisse sagen! Vor Erkältungen bist On ge schützt, wenn in eine Kaiser Cars melle im Hunde hast, Paket 30 Pig. Dese 60 Pfg. Achte aul die Sckütz marke 3 Tannen. In Apoth,, Drog, u. bess. Golenis Varenhandlungen erhältlich. memAIik 7 Dis ersts und seitdem die führende Marke. 2 Ul E U 25 Qualitats- Oigarette ereren Mannheim, 12. April 19153. General⸗Anzeigex, Badiſche Neueſte Nachrichten fagggagggggggggqdaggagmdgggaggaggggggggnggggaggagmagagchgg Die Güte und Eleganz meiner Kleidungsstücke und die alt- bewährte Reelität meiner seit ca. 40 Jahren bestehenden Firma sind es, welche mein grosses Geschäſtsrenomme begründen. 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Donnerwetter, ſei vernünftig, Mädel,“ dazwiſchenfuhr. „Und Hunger habe ich, Mutter,— leg man die Wäſche hin und ſchneid mir eine Stulle ab. ——Iſt er ſchon zuhauſe?“ Sie winkte mit dem Daumen über die Schulter fort. „Ich habe nichts gehört, Grete.“ Grete machte zu der geſchloſſenen Küchentür eine lange Naſe: „Autſch,— mein Junge— „Was haſt Du denn bloß, Grete?“ Sie ſprang auf die Mutter zu, faßte die alte au um die Taille und wollte ſie durchaus um en Küchentiſch im Tanzſchritt herumdrehen. Die Mutter wehrte ab: „Willſt Du mich wohl in Ruhe laſſen. Ich bin doch keine Tänzerin wie Du. Mach Deine Fiſematenten mit Deinesgleichen, Du ſiehſt daß ich die ganzen Hände naß voll Seifen⸗ 4¹ „Famos, daß ihm die Braut vor der Naße wegſtibitzt iſt. Er hat ſich nämlich mächtig 1 ſie intereſſiert, Du weißt doch, wie ſolche Künſtler ſind. Hätteſt bloß ſehen ſollen, was er ihr für Schmachtaugen zuwarf.“ „Ach Quatſch, ich habe bei ihm noch keine Schmachtaugen geſehen,—— er iſt, Gottſeidank ein ſolider, ernſter, junger Mann“ „Iſt er auch, Mutter. Und deshalb wäre er mir zu ſchade, daß er auf ſo eine, wie die, da draußen im Grunewald, reingefallen wäre.“ „Du haſt überhaupt ein Intereſſe für ihn. das mir ganz gefährlich vorkommt, Grete.“ Off. u. Nr. 15700.5. 55 28 Elett, unſbene Zunabufchſer. 26. Icheß 55 nee, er ſſterd mich gar⸗ 5 ich auch, Herr Hafkelie a Wieviel nicht.“ haben Sie denn gekriegt?“ Die Mutter langte aus dem Küchenſchrank Schmalz und Wurſt heraus und begann eine Stulle abzuſchneiden und fertig zu machen. Da⸗ bei ſprach ſie dann weiter: „Na ja, Grete, Du mußt mich doch nicht für dumm verkaufen, was ginge Dich das ſonſt an, ob er reinfällt.“ „Das iſt bloß Nächſtenliebe.“ Jetzt lachte Mutter Lehmann laut auf: „Grete,— Du und Nächſtenliebe.— Na weißt Du, die Nächſtenliebe möchte ich kennen lernen. Da fang man zuerſt bei mir an.“ „So mach doch, Mutter, ich habe Hunger. Wenn man da zwei Stunden getanzt hat, dann iſt das gerade ſo, als ob man die ſchwerſte Ar⸗ beit hinter, ſich hat. Du ſollteſt das nur mal probieren.“ „Ich verzichte drauf, Kind. Das hat Dein Vater auch immer geſagt,—— nee, nee, daß Du auch ſoviel Blut von Deinem Vater bekom⸗ men mußteſt.— Ich verſtehe wirklich nicht, wie ich als Tochter auſtändiger Bürgersleute dazu gekommen bin, Deinen Vater zu heiraten.“ „Sind wir etwa nicht anſtändig, Mutter?“ „Aber ja doch, natürlich.“ „Na, was redeſt Du denn dann für Unſinn?“ „Na, weil Du das ſagſt.“ „Ach, das⸗ iſt bloß ſolche Redensart.“ Brrrrr— Die Korridorglocke erklang. „Das iſt er—— er, wird den Schlüſſel ver⸗ geſſen haben, Mutter.“ Na, dann mach doch auf.“ Grete nahm erſt die Schmalzſtulle in die Hand, biß ein ordentliches Stück ab und ging mit der Brotſchnitte die Korridortür öffnen Mit kauendem Munde ſagte ſte: „Tag, Herr Hanckelmann.“ „Guten Tag, Fräulein Grete. Na ſchmeckt'?“ Sie ſchluckte den letzten Happen und lachte ihn mit ihren blitzenden Zähnen an: „Immer, Herr Hanckelmann.— Na, ſagen Sie nun?“ „Was denn, Fräulein Grete?“ „Na, von wegen der Verlobung, daß die einen Knacks gekriegt hat.“ „Ach ſo, der Ballettmeiſter erzählte mir da⸗ von. Ich habe garnicht ſo darauf hingehört. Finde es aber anſtändig von dem Kommerzien⸗ rat, daß er das Geld trotzdem gezahlt hat.“ „Achtzig Mark, Fräulein Grete.“ „Au ſein, ich habe vierzig. Wollen wir beide heute abend ins Metropoltheater gehen? Wir haben ja nichts zu tun.“ „Wenn es Ihnen Vergnügen macht, lein Grete?“ „So ein Unſinn. gen haben.“ Jetzt wurde die Küchentür aufgeriſſen und eine dicke Wolke von Waſſerdunſt zog in den halbdunklen Korridor, und wie in einem Nebel wurde Mutter Lehmann ſichtbar. „Ich glaube, wenn ich nicht dazwiſchen komme, ſo ſtehen die beiden Herrſchaften hier bis zum Abend und erzählen ſich etwas. Geht doch in die Stube.“ „Guten Tag, Frau Lehmann,“ ſagte Walter Hanckelmann, und wollte ihr die Hand reichen. „Nee, das geht nicht, Herr Hanckelmann, ich habe Wäſche und meine Hände ſind voll Seife. Soll ich etwas zu eſſen machen?“ „Ich komme ſoeben aus einem Reſtaurant. Ich danke Ihnen recht ſehr, Frau Lehmann.“ Brrrr.. wieder erklang die Türglocke. Alle drei wandten die Köpfe und Walter Han⸗ ckelmann als der Nächſtehende, öffnete. Ein Rohrpoſtbriefträger hielt ein roſenrotes Rohrpoſtkuvert in der Hand, las es über und buchſtabierte: „Wohnt hier Herr Walter Hanckelmann bei Frau Lehmann?“ „Das bin ich ſelbſt.“ „Bitte ſehr.“ Walter Hanckelmann nahm das Rohrpoſt⸗ kuvert und wollte damit ins Zimmer gehen. Die Grete aber brannte vor Neugierde, wer wohl an ihn einen Rohrpoſtbrief zu ſenden hätte.— Das mußte ſie auf jeden Fall ergründen. Wie ein neugieriger Junge heftete ſie ſich an ſeine Ferſen und ſagte: „Wer ſchreibt denn da an Sie, Herr Hanckel⸗ mann?“ „Ich weiß noch nicht, Fräulein Grete. iſt e es zu dunkel zum Leſen.“ Die Grete riß die Tür ſeines Zimmers auf und eine Flut von Licht ſtrömte in den Korri⸗ Fräu⸗ Sie ſollen auch ein Vergnü⸗ was Hier Walter Hanckelmann riß das Kuvert auf 5 ließ es zu Boden fallen. Flink hatte es die eig aufgehoben und ſah nach, ob vielleicht ein Ah⸗ ſender vermerkt war. Aber es ſtand nichts auf dem Kuvert. mußte alſo von Walter Hauckelmann ſelbſt er⸗ Sie fahren, wer geſchrieben hatte. Ihr liebenswürdigſtes Lächeln aufſteckend, ſagte ſie „Na, darf man erfahren, was da drin ſtehts“ „O ja,“ entgegnete er und reichte* gleich⸗ zeitig ein kleines, elfenbeinfarbenes Turtchen. „Fräulein Nelly Großkopf erſucht mich, morgen nachmittag zwiſchen drei und vier Uhr zu einer Beſprechung in den Grunewald zu kommen.“ Einen ſtand die Grete gauz ſtarv. den Korridor wieder in die Küche, ſetzte ſich dort auf den Küchenſtuhl und rief: „Mubter,— und nun ſchlägts wieder dreizehn“ „Was iſt denn nun ſchon wieder los?“ „Solche Karraille, 255 Schlange, jetzt erkelch ſie es doch noch.—— ich lönnte ſie bergiften, 105 den Hals umdrehen, Weiß Du, ſo wie es bei uns in der Oper iſt, mit einem Dolch auf die Falſche“ „Hörſt Du jetzt auf, mät Deinem Gequatſche.“ „Er hat einen Brief von ihr bekommen, einen R. „Von wem denn?“ „Na,— 755 der da im Grunewald.“ „Soo—? die ſchreibt an ihn?“ „Natürlich ſchreibt ſie an ihn und per Nohr⸗ poſt. Ich ſage Dir, Mutter, das gibt eine Tra⸗ gödie. Er weiß ja micht. in welches 9225 die ihn Pimein haben will. Er iſt ja ſo dumm,—— und die iſt ſo vaffiniert.“ „Du täteſt viel beſſer, wenn Du Dich jebl den Tiſch ſetzteſt und weiter frühſtücken würdeſt“ „Mir iſt der Appothit vergangen. Es üſt zum Heulen. Da meint man es ſo gut mit dem Men ſchen und dann kommnien andere und machen eimem alles kaput, aber—— füße,—„ich nehme den Kampf auf, Wue 55 beicht laß ich mich nicht beſiegen.“ dor. „So nun können Sie leſen.“ Die Grete biß zum zweitenmale in die Schmalzſtulle. Fortſetzung folgt. 8046323 Dann warf ſie die Tür krachend zu, ſprang über oder ſonſt mach, daß Duy aus der Küche kommſt. Du machſt mich jo ſuſſeltg Sie ſchnellte plötzlich auf ihre elaſtiſche Tanz⸗ ̃ General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagblatt). brll Cementwerke Heidelberg u. Mannhei Aktiengeſellſchaft. Altiva. Centrale Heidelberg: Mobilien Barbeſtand Debitoren Effektenkonto Wechſelkonto Beteiligungen Werk Leimen: Immobilien 5 Maſchinen Mobilten Elektr. Beleuchtungs⸗ anlage Gabeneted Obrigheim⸗ Hochhanſen Beſtan Beſtztum Manheim: Immobilien Mobilten Werk Weiſenan: Immobilien Maſchinen Mobilten Glekriſche Beleuchtungs⸗ und Kraft⸗ anlage Werk Budenheim: 0 Mobilten Elektriſche Beieuctungs⸗ und Kraft⸗ anlage Werk Nürtingen: Immobilien„„ Moſchnen Mobilin Elektriſche Belenctangs⸗ und Krafte anlage Werk Lugbanfen: Immobilien 5 Maſchinen Mobilien 1 Beleuchtungs⸗ und Kraft⸗ aulage Bürgſchaften und Apale M. 182 900.— Vorräte aller Art Seee eeee Voxausbezahlte Staats⸗ u. Gemeinde⸗ gab en Suusdntbaben 6608045 3012706 5930 56614 6089649 38 40903 219885470 3746310 1719534 78627 146788 66 71 — und eraft⸗ 3¹ 71108 95 0385 2404957 2342 649 1786 410 87 681 57 554 203 161 217 343ʃ75 1051002 6706 1550 055 586 800ʃ5 39 12607 67648 671304 120161ʃ55 50638 16023 2454 159 86101 15441 2885ʃ5 Bilanz per Bieenter 886 e 15 000 000— 1515 419/35 100 000.— 25 000— 2000 000— 1 193 48150 2170 263 704 72 310 667 20 14557 55 90 29902 27 019 55 2687401 48 750— Akttenkapttal(voll Reſervefonds 8 Spezial⸗Reſerve⸗ Fonds Deleredere⸗Conto Partial⸗ Subligattonen⸗ Anlethe. 5 Creditoren Dividenden⸗Conto. Sparkaſſen⸗Conto Unterſtützungs⸗Fonds⸗Conto Hypotheken⸗Conto. Reſtkaufſchilling⸗Conto 23* Wilhelm Merz⸗Stiftung Friedrich Schott⸗Stiftung Talönſtenereſenrnrt Rückſtändige Kranken⸗ u. Invaliden⸗ Verſicherungs⸗Beiträge Bürgſchaften u. Avale M. 132 900.— aus 1910/11 Reingewinn 5. 1911/12 66540 M. 1182 757, 11 + 2805 412 3 988 169/4 24497728ʃ3! Debet: Ordentliche Abſchreibungen der Centrale M. 798.71 in Letimen„ 28 947.28 75 Meandendabenfen, 3 327.97 5 1227.17 enen„„„„ 084 Budenheim 28 114.40 Nürtingen„ 9278100 „ Vochhauſen„ 27588.98 Summa der Betriebs⸗Unkoſten 5 . 645 901 1388 85858 Handlungs⸗Unkoſten 179 403(15 auf Parttal⸗ Obligationen⸗ Anleihe euer⸗ und Transportverſicherungen anken⸗Verſicherungs⸗Beiträge 7 5 15 1 Unfall⸗ 8 Staats⸗ und Gemeinde⸗Abgaben Kursverluſt auf Effekten Gewinn⸗Vortrag aus 1910/11 M. 1132 757.81 Reingewinn pro1911/12, 2805 412.14 90 000 75˙167 26 392 19 92⁵ 55 865 243 030ʃ32 2196 3 938 196 Kredit: 1132 757ʃ5 5 382 075ʃ%55 147 200.— 3367.2 46 209ʃ55 2809 Gewinn⸗Vortrag aus 1910/1 Betriebsgewinn ſämtlicher Werke Gewinn auf Beteiligungen Wechſel Zinfenerträ nis Gewinn auf zandwirtſchaftund Wein⸗ bergbenſeneee 6664 418005 ——— Heidelberg, den 10. April 1913. far Algenap Habatt-Jpar-herein Mannheim und Umgebung E. V. verteilt am 6. Prämien. Anteilschein, Aus dem Großherzogtum. 99 Hockenheim, 10. April. In die Rei⸗ linger Zigarrendiebſtahlsgeſchichte waren auch einige Sortierer der hieſigen Ge⸗ noffenſchaftszigarrenfabrik verwickelt. ie Fa⸗ bruleitung hat es abgelehnt, die Leute nach der Haftentlaſſung wieder einzuſtellen. Grunde ſollen nun ca. 30 Kollegen gekündigt haben.— Durch die naßkalte Witterung wird der— der 10 B ſiebſam hinausge en. Heute ſank die Tem⸗ eratur ſogar unter Null, ſodaß das geſuchte * Mark 3000.— Jeder Einlieferer eines vollgeklebten Buches erhält bis zum 31. Dezember 1913 kostenlos einen welcher Prämienverteilung teilnimmt: Hausfrauen kauft deshalb elgnen Interesse nur in den Geschäften, dle grüne Rabattmarken verabfolgen. Bar-Rabaft bilte zurekzuweisen. Aus dieſem Der Vorſtand. Januar 1914 an dieser in Eurem rrrrr—Trr Frübjahrsgemüſe wahrſcheinlich noch für kängere Zeit entbehrt werden muß. :(Ettlingen, 7 April. Der verſtorbene hieſige Sparkaſſenrechner Hack war nach den vorhandenen Aufzeickmungen im Beſitze eines Mailänder Loſes. Dieſes Los iſt nun dieſer Tage mit einem Treffer von 50 000 Lire ge⸗ zogen worden. Wo das Los hingekommen iſt, iſt unbekannt IiHilzine 1 7. April. Der vor eini⸗ gen Tagen beim n ſeines Revolvers ver⸗ unglückte Loudwirt Flaig iſr mun ſeinen Ver⸗ letzungen erlegen. Mannheim, 12. April 1913. Direktlon: Narl Knletzsch N 7, 7 Lapellmelster: O. Lehmann -Akter 5 Koloriertl Der unbedachte Augenblick aus dem Leben eines Kunstmalers Herrl. Farbenpracht der Szeuerien! 11 Glänzende Darstellung 1! Meisterhaftes Spiel! 90 Kleine Held Drama Natur auf 13955 8. 2. 15, 1 Dal 5 Sel- — Seene Hinter den Kulissen des Karlsruher Hoftheaters. Am Dirigentenpult: Herr Hofkapell- meister Reichwein Bel den Ballet- Die Sonffleuse bei der Arbeit! „Auszug“ der Künstler!— Die „Stimmprotzen“ u. s. w. Köstliche Interieurs! ratten! — Der 0 Haltbarer Leim Posse PATHE-d Perein flt für Natur kunde. Dienstag, 15. April, 98 5 8 0 29 Uhr, im Saale 80914 Loge LS, Lichtpilder-Vortrag des Herrn Dr. Fahrenhorſt⸗Ludwigshafen über Meteorite. Konſumverein Flpesheim t. G...5. Sonntag, den 27. April, nachmittags 3 Uhr, im Gaſthaus zum Kreuz: — 5 5 Jahres⸗Generalperſammlung. Tagesordnung: Heſchäfts⸗ und Kaſſenbericht. hligſprechung des Geſchäfts⸗ und Kaſſenberichts. Heſchlußfaſfung ütber Verteilung des Reingewinns. Wahl der ſatzungsgemäß ausſcheidenden Vörſtands⸗ und Auſſichtsratsmitglieder. Es ſcheiden aus: a) Vorſtand: Joh. Erönlein, Ph. Ueberrein. ͥhll. Stein, Joh. Grimm. . Sonſtige genoſſenſchaftliche Mitteilungen. Hierzu laden wir unſere Mitglieder freundl. ein. Ilvesheim a.., den 11. April 1913. Der Auſſichtsrat: J..: Karl Grohmüller. — Fr. Hofmann, Auſſichtsrat: 30507 5D) Die Geburt eines gesunden Mädchens beehren sich anzuzeigen Ludwig Edinger und Frau geb. Knas, Mannheim(O 1, 14), den 11. April 1913. Nähschule. Sründlichen Unterricht im Anfertigen gümtlicher Wäsche, Kleider, Blusen orteilt Frau Marie Keppel ohsmal. Lehrerin der Nähschule der e, p. Max Josekstrasse 4. Diese Qerstenmalz gehört 8 zur Herstellung 15 5 eines halben Iters estritzer 17 Sehwafzbieres aus def Fürstlichen ei Köstritz, argibt gſeh dor àuck ärztlieh ort des Köstritzeor Schwarz. KRäft. b. Gesundheits anerkannte hohe bieres àl6 Na für Re kon tige, Nervöse, Stillende Mu 1. Wöchn Schwarzbier ist ein Getränk. Jede Plasche mus dem Fürstliehen Wappen tu F. E, Hofmann S 6, 33 fel. 446 6, 383 Sierquell Mannheim. beteter E. amillen. — K———ĩ— Deriere prima ſl. Aznpfelwein in Gebinden von 30 10 an. Muſter und Preiſe zu Dienſten. 30393 Peter Heinrieh Kling Apfelweinkelterei, Schriesheim a. d. B. Fettviehverſteigerung. Mittwoch, den 16. April, nachmittags 2 Uhr zu Kirchheim am Eck im Hofe des Herrn Mahlerweln laſſen die Herren Gutsßeſitzer Fr. Mahlerwein, D. Mang und K. Friedrich 28 Stück la. Maſtuieh, darunter 10 ſchwere Ochſen, 15 Rinder, davon 2 Stlick 32 Wochen tragend, 1 Stie,. 2 Faſſel öffentlich 1 2 5 ——————— bietend verſteigern. Das Vieh kann von 1 Uhr ab werden. 80639 OURNAI. Dempf penbahn Man⸗heim⸗ Feldenhen. Die Station Mannheim der Dampfſtraßenbahn Maunheim Feudenheim befindet ſich von Sountag, den 18. ds. Mis. ab, auf der Nordſeite der Haußpk⸗ feuerwache. 1754 Infolge der in der Nacht vom 12. auf 13., d. Mis. herzuſtellenden Gleisanſchlüſſe ſind nachſtehende Aen⸗ derungen des Fahrplanes erforderlich: Samstag, d. 19. d. Mts., letzter Zug ab Feudenheim Uhr ahends Sämstag, d. 12. d. Mts., letzter Zug ab 9 Uhr atzends d. Mts., erſter Zug ab Feudenheim 8Uhr frith 91 Zug ab Uhr ſrlth. An der Bauſtelle Friedhof muß bis zur Ferlig ſtellung der Gleisarbeiten u ingeſtiegen verden. Die Friedhof befindet ſich von Sonn tag, den J8. d. Mis. ab, auf dem neuen Bahnkörpet in der Nüähe der bisherigen Halteſtelle. Mannheim, den 8. April 1913. Straßenbahnamt. — 0 Weinrestaurant„Zur Boreley“ 231 Qrete Werner Te. 228 Sermuütlächem Teffpanbst, vorzügliche Kuche. 2050 Prima Weine.“ 86+—·ũEÜ——üU—m—ß 7̃7̃.f̃————ꝛj'j——'ꝛ— 55 Wiener Cafeée nee 353 Mannheim Sonntag, d. 13. Mtis., Sonntag, d. 13. 5. Maunheim 99 , 83 Breitestrasse Anfang der täglichen Künsfler-Konzefte Samsiag und Sonntag ab 4 Uhr. Ergebenst Rud. Kritsch. —— neee 31 —1 ee 30504 e ö Von 15 Mk. an. Pianos zur Miete pro NMonat von 5 Mk, an. A. Donecker, LI. 90 Hauptvertester von C. Bechstein u. V. 5 50 W S ee e ee ee e — — Memanmte, miktlere und höhere, öffentl. Beh, erh. Dor⸗ lehen nicht unter M. 1000 auf 10 Jahre, Be eleihungen von Erbſchaften und Renten. Hautfonen für Zölle und Steuern, Beamte, Bauunter“ nehmer. Lombard Darteen auf Rohprodukte, Fabrlkgte, 904ʃ15 Möbel, Juwelen ſtreng diskret. — Rückporto 20 Pfa. 5 D. Aberlesen., Wolfgangſtr. 35, EFrankfurts: Geschenke HugosSchön, Kunsthandlung 0 2, 9. Kunststrasse. 2 —.— „ . 3 Mannherm, den 12. Apß 1913. General⸗Anzeiger, Badiſche Neu eſte Nachrichten(Mittagblatt). 9. Seite. lt Lo-I. Matonat-Thealer MANNHEINM Samstag, den 12. April 1913 39. Vorſtellung im Abonnement Mein alter ferr Luſtſpiel in 3 Akten von Franz und Viktor Arnold e Emil Reiter. Berſonen: Baron Ludwig von er gn Alexander Kökert Kurt, ſein Sohn Georg Köhler Kommerzienrat von Schimmel⸗ mann Liſſy, ſeine Tochter Berta von Recklingen Lene Blankenfeld Herta, ihre Tochter Marianne Rub Werner von Hettwitz, Leutnant Ernſt Rotmund Juſtizrat Neubauer Karl Schreiner Pleſchke, Verwalter Paul Tietſch Trine, ſeine Tochter Aenne Leonie Chriſtian K. Neumann⸗Hoditz Martha Olly Boeheim Der erſte Akt ſpielt auf dem Gute des Barous, Emil Hecht Poldi Dorina der zwette und dritte ungefäbr 3 Monate ſpäter in der Villa des Barous im Grunewald. Kaffeneröff.7 Uhr Auf. 7½ Uhr Akte größere Vauſe Kleine Preiſe. Gude ½10 Uhr Nach dent 2. 4 13 Gebrüder Wirth Spezjalhaus ſeiner Herren- u. Damenwasche 0 5, 6 Tel. 7486 0 3, 8 Herrenbemden nach Maas indantrenfarbige Stofte. 30402 Tadelloser Sitz. Seste ausfünrung. 55 ſur dooh venlge Tagel Heute Istzter Samstag golks glchesgkerttn Ingenieur Perrys 8 Abüiheinbrücke 10.8 uhr 0—3 Fofh-„Sriedricgagrt u. 4, LenkBalon! Junger Mang emfiehlt ſich im Adreſſenſchreiben, übernimmt evt. auch das dasfus. Bauts e 890ſ 5 reklam, ſpeztel f. Lihafen. dis efegantan Aulatten. 10 Aukr U. Nr. 15211 40 8 r Tebertu 1111 wirnſcht m. jung. ge⸗ bild. Engländerin(nicht dazu das von Presse u. Fublikum glän- Amerik) zwecks engl. Kon⸗ verſ, i. Aust. m. Klapterſt. zend beurteilte AprikProgramml g in Verk, zu treten. 15214 Nachschluss d. Vorstell. 05 Gefl. Autw. erb. an E. Trocadero-Cabaret! Dietzel, Wespinſtr. 17. Plano Morgen gespieltes, sehr preis- Wwoert bei 80814 — Heckel, O 3, 10. 1 Paider Unterriaht 16— Wae e reib Stei erlernen? Of. 315 5 angabe unt, K. D. Neu⸗ ſtadt g. 25615 Poſtlagernd. 5199 ieirac Rkelle Heirat. Vermög. 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An⸗ Abendlich⸗Beginn gabe der Vermßgensver⸗ Uhr: hältniſſe unt. 285 15176 Iin Lafg-festaurant a See f 55 DAlsade —— —— 12 — 12 —2 —— — Künstle- Wirtſchaft Koneekte 2t fn. n arn Kapelle ek Carkechweizer, Thallirch⸗ 2 iaerſtr. 16, München. PfissG.-Dranngrel 94.7 pari Gesobw. ee nach dem berühmten Roman anflken Roms, der MNeros, der Christen schen Zelt, die von Gespielt von den bests Bisher unerhöfte Begiemittel, * dlie Reproduktlon antiker Die giert und zum Tell unter Vebau, Kapellmeister d Sonntags 10 Funger Geſchäftsmann P 6, 23 Schauspiel in 6 Akten aus der Zeit der Christenverfolgungen Henfik Sienkiewiez. er Zeitenl Sin IIleisferwerk in der Wiedergabe des römischen Zirkuskünste, von Rom, kurz jener grossen Ristorl⸗ Interesse aller Selehrten und ſolssen⸗ 15 schaktlick Sebildeten erregte 8 lnszeniert von Professor Richard Ordynski Spieldauer: 2 Stunden. melodramatiscke Begleitung wurde arran⸗ mofjpen Komponjert von Hofkapellmstr. O. Soman⸗ Vorstellungen: Werktags; präzise 4, 6 und 8 Uhr 3, 8, 7 und 9 Uhr. ress der Platz. 1...26, Sperrsstz 480, Lge 2— Passepartouts-, Abonnements-, Vereins-, Vorzugs- und Frei- Karten haben zu den Vorfuhrungen von„Juo vadis“; — Toeine Gnltizko!— des polnischen Dichters Kalserherrlichkelt verkolgungen, der des Brandes jeher das regste ſtalien. Schauspielern gin Heer von Varstellern, Macht und Schönheit Verwendung von Leit⸗ er.⸗T.⸗LHichtspiele. 60 II. Patz 80 Heſ ſceeren 15 Empfehlung. Dem tit. Publikum, der werten Nachbarſchaft, Freunden und Bekannten, die Mitteilung, daß ich heute Samstag die Neltanka⸗ 55 gur Hlh. Lanzſl. 3 Bauhütt iitte Sch. L. Aſt. l3 eröffne.— Hell und 8 Bier, Flaſchenbier, Neine Weine. Eſſen zu jeder Tageszeit. Heute Schlachtfeſt wozu höflichſt einladet Wilhelm Gräf, Reſtaurateur. Ein ſchönes Nebenzimmer für 30 Perſonen mit Klavier auf einige Tage in der Woche daſelbſt zu vergeben. 151³9 Nirſhale Aaernahne and Empfehlung. Freunden und Bekaunten ſowie der verehrl. Nach⸗ barſchaft zur gefl. Mitteilung, daß ich die Wirtſchaft „Zum Wilhelm Tell“ Rheindammſtraße 34 übernommen und Sonntag, 13. April eröffnen werde. Zum Ausſchank gelangt ff. Bier, Durlacher Hof⸗ Bräu, ſowie naturreine Weine, prima Apfelwein. Kalte und warme Speiſe zu jeder Tageszeit. Schte Wertheimer Wurſt. Mache gleichzeitig auf meine Kegelbahn nebſt franz. Billard aufmerkſam. 305 Um geneigten Zuſpruch bittet Johann Rück. 3 2 0 Friedrichspark. Songtag den 13. April, nachmittags—6 Uhr: Militär⸗Konzert der Grenadier⸗tapelle. Leitung: Muſikmeiſter H. Heiſig. 5 Eintrittspreis 50 Pfg. Kinder 20 Pfg. Abonnenten frei⸗ Einladung zum Abonnement. Das Abonnement beginnt am 1. April 1913 und endet mit dem 31. März 1914. 187 HAbonnements⸗Dreise: a) Eine Einzelkarte Mk. 10.— b) Für Familien Die erſte Karte„ 10.— Die zweite Kñarte„.— Die dritte Kʒarte„.— Jede weitere Karte„.— Anmeldungen zum Jahresabonnement werden an un⸗ ſerer Kaſſe en ang zum Park) entgegengenommen. MAATatre JI, 6. Sreitestrasse. J I, 6 Betriohslefter: F, P. Ries. Kapellmoistor: J. Broh Nur 8 Tage! Nur 8 Tagel Vom 12. bis 14. April Heute Première. Alleinaufführungsrecht für Mannhelm! Der IV. Nordische Monopol-Kunst-Film: 3 Akte! Der 3 Akte Zufall des Glüeks Tragödie aus dem Spielerleben. In der Fauptrolle: Der beliebte Dar⸗ steller Herr W. Psylander. Sonsations-Dsfektiy-Schlager! 2 Akte!l Ein 2 Akte rätselhafter Fall. Packendes Detektiv-Drama. In der Hauptrolle: Mr. Etlévaut, Dar- steller des Kommissars Javerg in „Menschen unter Menschen“. Sowie das übrige glänzeude Frogramm: „Des Wledlersenhem“ Amerikanisches Drama. 2 brillante Humoresken und die neueste eeeeeeeeeee Wülar⸗ Wae „Am Stern“ Sountag nachm. ½4 bis ½7 Uhr Militär⸗Konzert Leitung: Obermufikmeiſter P. Zimmermann. Beierle. Cafè Buntcel, E. 3, la Täglich Konzert 8 54 2 4 1 7 des e Elite-Damen-Orchesters 4 54 4 „Sonnenblumen“- Direktien: F. Hökne. Es ladet freundlichst ein Emil Auns. οοοο Neu eröffnet! Neu eröffnet! Reſtauration Zum Goetheplatz Charlottenſtraße 2.— Telephon 2945. 15206 Inhaber: G. Gackſtatter. Friedrichshofen;, Gutbürgerliches, neu renoviertes Reſtnurant. Jeden Sountag und Donnerstag Künſtler Konzerte Eintritt frei! 30501 Hofmöbelfabrik 1%, Leter Mannheim, O 7, 10 Wegen Verlegung der Verkaufsſokalttäten Besonders prelswerte Abgabe sämtlloher Musterzimmer Einzel-Möbel, Stoffe, Vorhängs sto. Besſchligung chne Kaufzwang. 50 30277 Z heue 12 Pig.-Oigarrenf „Waldnixe“„Legitima“ No. 169 No. 170 Cigarrenhaus Stefan Fritsch Mannheim. F I, 55 Telephon 3884 Sreitsstrasse. „ekanntes Habs für gule igarren, 8254 Stenographiſcher Reichskagsbericht Nuie Mb. Deutſcher Reichstag. 187. Sitzung, Freitag, den 11. April. Am Tiſche des Bundegrats: Kühn, Delbrück. Präſident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr. Re erſte Leſung der Deckungsvorlagen. (Dritter Tag.) Abg. v. Payer(Vp., Die Ausſprache über die Deckungsvorlagen iſt bisher im all⸗ gemeinen frieblich verlaufen. Es iſt bisher von den Parteien der Wunſch ausgeſprochen worden, daß die Beſchlußfaſſung über die Wehr⸗ und Deckungsvorlagen gleichzeitig, alſo nicht zeitlich und räumlich getrennt, erfolgen ſoll. Es ſcheint alſo ein gegen⸗ ſeitige's geſundes Mißtrauen vorzuherrſchen, das letzten Endes durch die Rückſichten auf die innere Politik ſich er⸗ Hären läßt. Die verbündeten Regiexungen werden alſo damit zu rechnen haben, daß der Reichstag die gleichzeitige Verabſchie⸗ dung dieſer Vorlagen wünſcht. Weiter kann man als Ergebnis der bisherigen Debatte feſtſtellen, daß für diesmal alle darin ein⸗ verſtanden ſind, daß zu einer Beſitzſteuer ge⸗ griffen und die Fortſetzung der indirekten Steuer diesmal ver⸗ laſſen werde. Im übrigen iſt eine große Uebereinſtimmung nicht zutage getreten. Das Zentrum und die Konſervativen haben die Regierungs⸗ vorlage als geeignete Grundlage für die Verhandlungen bezeichnet. Die Nationalliberalen haben ſich wenigſtens dahin aus⸗ geſprochen, daß ſie unter keinen Umſtänden Spiel⸗ herderber ſein wollen, haben ſich aber alles nähere für die Kommiſſion vorbehalten. Es iſt alſo möglich, daß eine Reichs⸗ bermögensſteuer aus der Kommiſſion herauskommt, es iſt auch mög⸗ lich, daß eine Erbſchaftsſteuer beſchloſſen wird; es iſt aber auch möglich, und nach dem bisherigen Verlauf faſt wahrſcheinlich, daß die veredelten Matrikularbeiträge ſchließlich in der Kommiſſion angenommen werden. Natürlich werden dann noch kleine Schwierigkeiten zu beſeitigen ſein. Die Sozialdemokratie hat erklärt, daß ſie alles tun wolle, um die Laſten, auch wenn ſie bvon ihr nicht bewilligt werden, auf die Schultern der Beſitzenden abzuladen. Sie werden alſo in der Kommiſſion poſitib mitarbeiten. Darüber ſollte man ſich eigentlich auf allen Seiten des Hauſes freuen, denn es iſt immer der Vor⸗ wurf, den man gegen die Sozialdemokraten macht, daß ſie nicht poſitib mitarbeiten. Demgegenüber hat das Zentrum in beſtimmter Form erklärt, daß es ſich weigern werde, die Bewilligung der Deckung einer anderen Mehrheit zu überlaſſen als derjenigen, die die Vor⸗ lage bewilligt, und dieſe Mehrheit müſſe dann au ch noch eine bürgerliche ſein. Das iſt natürlich als ein Wink mit dem Zaunpfahl gegenüber den Nationalliberalen aufzufaſſen.(Sehr richtig! links) Da aber auch dieſe Partei die Hoffnung ausge⸗ drückt hat, daß die Dinge dieſen Gang nehmen werden, ſo habe auch ich keine Urſache, mich näher damit zu beſchäftigen. Staats⸗ rechtlich iſt es übrigens ganz unhaltbar, derartige Bedingungen für die Bewilligung einer Vorlage zu machen. Wenn man aus dieſem Standpunkt einmal praktiſche Konſequenzen ziehen wollte, käme man zu geradezu lächerlichen Ergebni ſſen.(Sehr wahr! links.) Uebrigens wird es auch gar nicht ſo bedeutungs⸗ voll ſein, und man kann deshalb die Sache ruhig der Zukunft über⸗ leſſen. Wenn das Zentrum ſonſt zuſtimmen will, wird es an 0 5 Bedingungen die Vorlagen nicht ſcheitern aſſen. Die Vorſchläge, den bisherigen goldenen Krie g8 ſchatz auf das Doppelte zu vermehren und daneben noch einen ſilbernen Kriegsſchatz zu ſchaffen, haben in den Motiven keine überzeugende Begründung gefunden. Es wird da weder auf die volkswirtſchaftlichen, noch auf die münztechniſchen Konſequenzen hingewieſen. Der Staatsſekretär hat gemeint, die fünf und gehm Mark⸗faſſenſcheine würden gern vom Publikum aufge⸗ nommen. Das iſt falſch. Jeder ſtößt ſie möglichſt ſchnell ab. Schon aus äſthetiſchen Gründen muß man ſich dagegen wehren. Häßlicher kann man ſie gar nicht machen.(Heiterkeit.) Die Deckungsfrage iſt der wichtigſte Teil der Wehrvorlagen, aber auch hier fehlt jede Einheitlichkeit. Man legt uns das her⸗ kömmliche Bündel der allerverſchiedenſten Steuervorlagen vor, nur durch den Geſichtspunkt zu⸗ ſammengehalten, daß ſie bar Geld bringen ſollen. Dem Grb⸗ recht des Staates wollen wir nicht entgegentreten. Es wird aber nicht zuviel dabei herauskommen. Vielleicht würde man den Finanzen des Reiches einen viel größeren Gefallen tun, wenn man alle dieſenigen Hinterlaſſenſchaften, welche dem Reiche nach dem Entwurſe zufallen können, zu einer ſehr ſtarken Erbſchaftsbeſteuerung heranzieht. Auch der Hinausſchiebung der Ermäßigung der Zuckerſteuer wollen wir uns nicht widerſetzen. Wir haben uns ebenſo wie die Konſumenten all⸗ mäßlich an den Gedanken gewöhnt, daß es mit der Herabſetzung noch gute Wege haben werde. Entſchieden widerſprechen muß ich dem Gedanken des konſer⸗ bativen Redners, daß die Konſumenten von einer ſolchen Herab⸗ ſetzung keinen Nutzen haben würden. Das wäre nur möglich, wenn ausſchließlich zu dieſem Zweck ein Ring geſchaffen würde. Sehr bedenklich iſt dagegen die Forterhebung des Zuſchlages des Reiches auf den Grundſtücksumſatzſtempel. Dieſer Zu⸗ ſchlag hat die geradezu bejammernswerten Verhältniſſe auf dem Grundſtücksmarkt, namentlich in den Städten, mit verſchuldet. Es wäre genug an der Wertzuwachsſteuer geweſen. Hätte man die Wirkungen dieſes Geſetzes vorausgeahnt, hätte ihm niemand zuge⸗ ſtimmt. Ohne innere Not, dieſen Zuſchlag noch weiter beſtehen zu laſſen, halten wir für eine vollſtändig falſche Politik. Es iſt ein bollſtändiger Mangel an Rückſichtnahme auf die wirtſchaftlichen Folgen der Steuervorlagen, welchen die verhündeten Regierungen in dieſer Vorlage wieder einmal bekundet haben. Das krifft auch auf die weiteren Aenderungen des Reichsſtempelſteuergeſetzes zu. Das iſt natürlich die allerbequemſte, aber auch die aller Ideen und Gedanken ärmſte Form der Steuergeſetz⸗ gehung, wenn man den Einzelſtaaten einfach die Steuern weg⸗ Aimmt und ihnen die Sorge für die Aufbringung der notwendigen Mittel überläßt. Anſcheinend glaubt man, daß jeder einzelſtaat⸗ liche Finanzminiſter unendlich viel mehr Phantaſie und Gr⸗ faneer babe auf e Gebiete als der Reichsſchatz⸗ ekretär habe. Man ſchlägt einfach auf dieſe Steuern 100 oder gar 600 Prozent auf und iſt dann ſtolz auf die Erſchließung neuer Steuerquellen.(Heiterkeit.) Auch dem Grundſatz des Reichs⸗ kanzlers, diesmal die breiten Maſſen mit einer Mehrbelaſtung 8 berſchonen, entſprechen dieſe Vorſchläge nicht. Sie ſtellen eine erkehrsbelaſtung allerſchlimmſter Art dar. Wir können deshalb dieſen Vorſchlägen nicht zuſtimmen. Auch erſcheink es unmöglich, daß man den Abſchluß von Verſicherungsverträgen mit nicht weniger als dreißig Millionen mehr jährlich belaſten will. Der Staat hätte das allergrößte Intereſſe daran, daß dieſe Verſicherungsverträge nach Möglichkeit gefördert werden. Handel, Verkehr und Induſtrie müſſen darunter leiden, wenn die Gründung von Aktiengeſellſchaften oder Geſellſchaften mit be⸗ ſchränkter Haftung allmählich durch Vermehrung der Laſten ſo beeinträchtigt wird, daß man bald von einem Verbot dieſer Gründungen reden kann. Für die Aktiengeſellſchaften hat man ja auch in der Mitte des Hauſes ſehr wenig übrig. Aber dann muß man doch rein vom volkswirtſchaftlichen Standpunkt aus eine andere Form von Geſellſchaften präſentieren, welche es auch iſt, wenn unſer Handel und unſere Induſtrie den Auf⸗ gaben des Weltmarktes und Welthandels gerecht werden ſollen. Nur auf dem geſellſchaftlichen Wege können ſie die genügenden Kapitals⸗ und intellektuellen Kräfte ſammeln. Ohne Geſell⸗ ſchaften geht es nicht mehr. Dieſe Vorſchläge machen wir unter keinen Umſtänden mit. Allerdings ſcheint nach der bisherigen Debatte wenigſtens für dieſen Teil der Regierungsvorlage niemand recht die Verantwortung übernehmen zu wollen. Mit den Matrikularbeiträgen können wir uns grundſätzlich nicht ein⸗ verſtanden erklären. Der Gedanke, auf dem Umwege der Einzel⸗ ſtaaten durch Matrikularbeiträge die Bedürfniſſe des Reichs zu decken, hat ſchon bei der Finanzreform von 1909 eine ſehr große Rolle geſpielt. Eines ſchönen Tages hat ſich für einen ſolchen Ausweg auch eine Mehrheit in der Kommiſſion gefunden, aber es wurde auch aufs beſtimmteſte erklärt, es müſſe ins Protokoll auf⸗ genommen werden, daß nur die Abſicht dabei gegolten habe, die Verhandlung über einen toten Punkt herüderzuführen. Nun würde nach der Vorlage die Verteilung der Matrikularbeiträge etwas gerechter ſein, wenn erſt der Kataſter für den Wehrbeitrag geſchaffen iſt, der als Grundlage dafür angenommen werden ſoll. Aber auch mit dieſen veredelten Matrikularbeiträgen iſt das Verſprechen nicht erfüllt, daß die Koſten weiterer Rüſtungen nur durch eine Beſitzſteuer aufzubringen ſeien. Eine Beſttzſteuer iſt eben eine Steuer des Reiches, während wir hier die Steuern der Einzelſtaaten direkt anfaſſen. Wir ſind der Meinung, daß, wenn es ſich um Ausgaben für den Schutz des Vaterlandes handelt, an denen alle Deutſchen in gleichem Maße intereſſiert ſind, dann eine Beſitzſteuer nur in der Form geſchaffen werden ſoll, daß nach den gleichen Grundſätzen alle Beteiligten zur Steuer ver⸗ anlagt werden ſollen. Das kann man aber nur im Wege einer Reichsſteuer. Was wollen nun die vorgeſchlagenen Matrikularbeiträge? Die Ausführung wird dem Zufall der Geſetzgebung und Tradition der Einzelſtaaten überlaſſen, ſie muß alſo mit einer gewiſſen Willkür erfolgen. Wir erhalten alſo keine Einheitlichkeit. Wir lehnen ſie auch ab im Intereſſe der Vundesſtaaten. Die große Mehrheit von ihnen hat noch 1909 erklärt, es ſei ihnen ſchlechterdings unmöglich, einen höheren Beitrag als 80 Pfg. als Matrikularbeiträge aufzubringen. Unter welchem Druck müſſen ſie geſtanden ſein, wenn ſie in ſo kurzer Zeit ſich dazu beguemen, uns eine Erhöhung von mehr als 150 Prozent anzubieten. Wir haben die politiſche und Anſtandspflicht, uns der unterdrückten Einzelſtaaten hier anzunehmen, Es iſt ausge⸗ ſchloſſen, daß das Reich in dieſer Art zugleich Vorgeſetzter und Penſionär der Einzelſtaaten ſein ſoll. Nun iſt für den Fall, daß eine ſolche Umlage nicht zuſtande kommt, die Einführung eines Reichsgeſetzes angedroht worden. Das iſt un⸗ vereinbar mit ihrer ſtaatsrechtlichen Stellung und Bedeutung der Bundesſtaaten. Dies angedrohte Vermögenszuwachsſteuergeſetz iſt ja an und für ſich ſchlecht bom ſteuertechniſchen und volkswirtſchaft⸗ lichen Standpunkt aus. Dieſe Vermögenszuwachsſteuer ſoll gleich⸗ ſam als Strafe für nichtordnungsgemäßes Verhalten der Einzel⸗ ſtaaten angedroht werden. Das Reich ſelbſt aber verzichtet auf dieſe Steuer, weil es ein Haar darin gefunden hat, das ſo ſtark iſt, daß es die Steuer nicht als geeignete Unterlage anſehen konnte. Derſelbe Entwurf aber ſoll genügen, um im Notfall den Einzelſtagten präſentiert zu werden. Und warum will man nur den Zuwachs des Vermögens, nicht das Vermögen ſelbſt beſteuern? Wenn wir nun unſere poſitiven Vorſchläge vor⸗ bringen wollen, ſo kann ich dabei viel offener vorgehen, als die ſehr diplomatiſchen Vertreter der Parteien, die geſtern geſprochen haben. Für uns iſt es ganz ſelbſtverſtändlich, daß wir in erſter Linie die Wiedereinbringung der EGxrbanfallſteuer ins Auge faſſen, und wir werden dafür ſorgen, daß das Haus dazu Stel⸗ lung zu nehmen hat.(Lebhafte Zuſtimmung links. Un⸗ ruhe rechts und im Zentrum.) Es kann doch niemand beſtreiten, daß dieſe Erbanfallſteuer wirklich eine Beſitzſteuer iſt. Dazu kommt, daß ſich im Bundesrat tatfächlich eine große Mehrheit dafür gefunden hat. Es wäre unrecht, wenn wir nicht den ver⸗ bündeten Regierungen Gelegenheit geben würden, ihren Willen auch in die Tat umzuſetzen.(Sehr gut links.) Der Vorſchlag hat auch den Vorteil, daß bereits eine vollſtändig ausgearbeitete Form dafür vorliegt, und daß man nötigenfalls nur die Skala zu erhöhen hraucht. Der Einwand des Staatsſekretärs, daß man nicht die vorhandenen Vermögen mit dem Wehrbeitrag erfaſſen und dann ſofort mit der Erbſchaftsſteuer eingreifen könne, iſt nicht ſtichhaltig. Dasſelbe Bedenken kann man ja gegen jeden Steuervorſchlag vorbringen.(Sehr richtig! links.) Ich kann kein anderes Hindernis gegen die Erbanfallſteuer finden, als daß die Konſerbatſten und das Zentrum ſich in dieſe Frage ſo verbiſſen haben, daß ſie den aller⸗ entſchiedenſten Widerſtand entgegenſetzen, den zu brechen die ver⸗ bündeten Regierungen nicht Kraft in ſich finden.(Lebh. Zuſt. links.) Dieſer Widerſtand aber kann für uns und für das Reich nicht maß⸗ gebend ſein.(Sehr wahr! links.) Ich habe ſogar das Ge⸗ fühl, das auf der Rechten und im Zentrum mehr als einer ſitzt, der im innerſten Herzen froh wäre, wenn man ſeiner Partei aus der Sack⸗ gaſſe heraushelfen würde, dadurch, daß man ſie einfachüberſtimmt. Ich hoffe, daß dieſe Freude recht vie⸗ len in kurzer Zeit zuteil wird.(Heiterkeit und lebh. Zuſtimmung links.) Weiter ſagt man, man dürfe dieſe Steuer nicht mit Hilfe der Sozialdemokratie machen. Die verbündeten Regierungen ſind ja doch ſonſt nicht ſo heikel.(Heiterkeit.) Als die elſaß⸗ lothringiſche Verfaſſung gemacht werden ſollte, hat die Regierung mit ſehr lebhaftem, wenn auch ſehr innerlichem Dank die Beihilfe der Sozialdemokratie angenommen. Und ich habe auch nicht gehört daß ſie beim Reichspetroleummonopol die Beihilfe der Sozialdemokratie aus ethiſchen oder politiſchen Motipen zurückverwieſen haben. Es wird nur einer Erhöhung der Sätze bedürfen, um aus der Erbanfallſteuer ſoviel herauszubrin⸗ gen, als die veredelten Matrikularbeiträge betragen. Sollte das aber nicht möglich ſein, dann wiſſen wir keinen anderen Vorſchlag, als die Einführung einer Reichsvermögensſteuer.(Zu⸗ ſtimmung links.) Die Reichsvermögensſteuer würde einen Eingriff in das Jagdrevier der Einzelſtaaten bedeuten. Aber bei der fortge⸗ eueralanzeigere ſetzten Steigerung unſerer Ausgaben können wir auf die Dauer mit ſo kleinen armſeligen Behelfen, wie ſie uns die Regierungen vorlegen, nicht mehr auskommen. Die Finanzg g. des Reiches iſt Flickwerk. Schon jetzt wird in die Hoheit der Einzel⸗ ſtaaten durch die Tantiemeſteuer eingegriffen. Die Vorlage bringt mit ihrer Beſtrafung der Einzelſtagten für die Nichtein⸗ führung der vorgeſehenen Steuern und mit dem General⸗ pardon für die Steuerdefraudanten weitere Ein⸗ griffe in die Rechte der Einzelſtaaten. Man fürchtet aber die direkten Reichsſteuern wegen eines etwaigen Mißbrauchs, den eine ſozialdemokratiſche Mehrßheit damit treiben könnte. Eine ſolche Erfahrung haben wir bisher in den Einzelſtaaten und Kommunen mit den Sozial⸗ demokraten nicht gemacht. Sollten aber wirklich einmal die So⸗ zialdemokraten im Reichstag die Mehrheit bekommen und dann einen ſolchen Verſuch machen: Glauben Sie, wir könnten das dadurch verhindern, daß wir nicht jetzt ſchon die Reichsvermögens⸗ ſteuer einführen?(Sehr richtig! links) Der wirkliche Grund iſt, daß man der Volksvertretung nicht den Einfluß einräumen will, der in einer quotiſierbaren Reichsvermögensſteuer liegt. An⸗ geſichts der ungeheuren Steigerung der Laſten, die das deutſche Volk an Reichsſteuern aufbringen muß, wäre aber ein klein wenig mehr Einfluß der Volkspertretung auf die Verteilung der Laſten durchaus angebracht. Die Reichsvermögensſteuer geht unaufhaltſamihren Weg. Nun zum Wehrbeitrag. Die Bezugnahme auf 1813 und auf die damaligen Leiſtungen des Volkes iſt durchaus falſch. Damals handelte es ſich um die Befreiung des Vaterlandes von fremdem Joche, um die äußerſte und letztmögliche Anſpannung des geſamten preußiſchen Volkes. Heute haben wir nur eine der üblichen Rüſtungsvermehrungen, wie ſie faſt alle Jahre an uns herantreten; nur iſt ſie diesmal etwas größer ausgefallen. Die großartigen Gefühle und die gewaltige Opfer⸗ willigkeit von 1813 darf man doch nicht als Vorſpann für die Deckung von Ausgaben benutzen, deren politiſcher, vaterländiſcher und volkswirtſchaftlicher Wert doch unendlich viel problematiſcher iſt, als die Befreiung des Vaterlandes. Erſchwert wird uns die Zuſtimmung noch durch die gewalttätige und raſche Art der Erhebung. Kleine Vermögen mit kleinen Renten ſollen ganz befreit bleiben. Dagegen entſpräche die Beſteuerung einer Kombination von Vermögen und Ein⸗ kommen der Gerechtigkeit und Vernunft. Die Taxen wären weſentlich zu ändern, unter allen Umſtänden muß eine Doppel⸗ beſteuerung vermieden werden. Vielleicht kann auch die Kinderzahl berückſichtigt werden. Vollſtändig ungerecht und ſteuerpolitiſch falſch iſt aber die Doppelbeſteuerung der Aktiengeſellſchaften. Dieſe Geſellſchaften ſind durchaus nicht, wie die Motive behaupten, mehr an der Haltung des Friedens intereſſiert als andere. Wie können die Motibe behaupten, daß dieſe Geſellſchaften die Doppelbeſteuerung nicht als Härte empfinden. Sopiel Verſtand hat auch der Aktionär. (Heiterkeit.) Wahrſcheinlich hängt aber dieſe Beſteuerung damit zuſammen, daß der konſervativen Partei ein Ge⸗ fallen erwieſen werden ſollte. Wenn dieſe die Gewerk⸗ ſchaften heranziehen will, warum erhält wicht auch der Bun d der Landwirte Gelegenheit für die Doppelbeſteuerung? Auch eine Begünſtigung des agrariſchen Grundbeſitzes müſſen wir in der Vorlage feſtſtellen. Die Beſteuerung der Bundesfürſten ergibt ſich von ſelbſt. Die Bundesfürſten ſind nicht dasſelbe wie die Bundesſtaaten, die allein ein Recht auf Steuerfreiheit haben. Die Reichsgeſetzgebung hat die Fürſten auch bisher immer aus⸗ drücklich ausgenommen. Hier ergibt ſich aber auch für ſie eine moraliſche Verpflichtung. Das nationale Opfer, das ſie bringen wollen, iſt mit Dank und Befriedigung aufgenommen worden. Das Gefühl würde ver⸗ loren gehen, wenn ſie ſo im Gnadenwege, von oben herab, ein von ihnen ſelbſt nach ihrem Gutdünken bemeſſenes Scherflein in den Klingelbeutel hereinfallen laſſen. Die Beratungen in der Kommiſſion werde die Entſcheidung bringen, wie weit unſeren Anregungen Rechnung getragen wird. Wir ſehen dem Ergebnis dieſer Beratung nicht mit überſchwenglichem Gefühl, ſondern mit einer ziemlichen Skepſis entgegen.(Sehr richtig! links.) Seit der Finanzkommiſſion von 1909 hat bas deutſche Volk kein beſon⸗ deres Vertrauen mehr zu den Beratungen der Reichstagskommiſſio⸗ nen über dieſe Fragen.(Sehr richtig! links.) Es ſollte mich freuen, wenn ich mich diesmal täuſchen würde. Wir werden un⸗ befangen und vorurteilslos uns bemühen, in der Kommiſſion unſer Möglichftes zu tun, um Unheil zu verhüten und die Laſten, die einmal erforderlich ſind, gerecht und auch mit Rückſicht auf die wirtſchaftlichen Folgen dieſer Belaſtung zu verteilen.(Lebh. Bei⸗ fall links.) Abg. Frhr. v. Gamp(Rp.): Ich teile einen großen Teil der Bedenken, die Herr Speck geäußert hat. Es iſt bedauerlich, daß der Grundſatz Bismarcks, die Ausgaben des Reiches durch eigene Einnahmen zu decken und den Bundesſtaaten womöglich noch Zuwendungen zu machen, ver⸗ loren gegangen iſt. Wir bedauern außerordeninch dieſe Ver⸗ ſchlechterung der Lage der Einzelſtaaten. Zweifel⸗ los iſt der Wehrbeitrag eine allgemeine Beſitzſteuſer. Die Lex Baſſermann⸗Erzberger iſt alſo erfüllt. Entſchieden Verwahrung legen wir aber dagegen ein, daß das Reich in Zukunft auf jeden weiteren Ausbau der indirekten Steuern ver⸗ zichten will.(Sehr gut! rechts.) Indirekte Steuern müſſen weiter in Anſpruch genommen werden, namentlich wenn es ſich um wirtſchaftliche Vorlagen handelt, beſonders ſolche, die den Arbeitern und minder bemittelten Klaſſen zugute kommen. (Sehr gut! rechts.) Der Wehrbeitrag wird gern und freudig getragen werden(Zurufe: Na, na!) Wir danken dem Schatz⸗ ſekretär für dieſe Vorlage. Schwierig wird die Feſtſtellung des Vermögens ſein. Bei Aktien iſt der Feſtſtellungstermin vom 31. Dezember der denkbar ungeeignetſte. Schon die Bewertung von Grundſtücken ſtößt auf praktiſche Schwierigkeiten, den Verkaufswert kann man jedenfalls nicht zu Grunde legen. Auch wir ſind damit einverſtanden, daß eine Kombination von Vermögen und Einkommen in das Geſetz aufgenommen werden muß. Die Einkommen⸗ grenze iſt zu hoch angeſetzt. Es genügt, daß ſich die Landes⸗ fürſten denſelben Beſtimmungen unterwerfen, die für alle andern gelten. Aber eine gewiſſe Abſtufung kann auch für dieſe Nationalſpende gelten. Stiftungen, die nur Laſten, keine Vor⸗ teile bringen, wären freizulaſſen. Eine Doppelbeſteuerung der Aktiengeſellſchaften iſt zuzugeben, aber ſie liegt doch milde und erträglich, weil die Steuer von den Beträgen abgezogen wird, die von den Aktionären in das Unternehmen hineingebracht worden ſind. Das aber können die Geſellſchaften verlangen, daß ſie nicht nach ihren einzelnen Werten, ſondern als ganzes ver⸗ anlagk werden. Aus den Ausführungen v. Payers über die Makrikularbeiträge bin ich nicht klug geworden. Eine direkte Reichsſteuer iſt ein ſtärkerer Eingriff in die Finanzhoheit der nernngreeeee er dr * Nan heim, 12 April 1913. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſt Pochrichten(Nittegblatt). Einzelſtaaten als der von der Regierung vorgeſchlagene Weg. Das richtigſte wäre, den Einzelſtgaten vollſtändig über⸗ laſſen, auf welchem Wege ſie die Steuern aufbringen. Für eine direkte Verwögensſteuer hat ſich eigentlich nur Dr. Paaſche ausgeſprochen. Was die Sozialdemokraten wollen, iſt klar; ſie wollen eine Veranlagung durch die Reichsbehörden. (Lachen b. d. Soz.) Das iſt bei den hohen Koſten ganz unmög⸗ lich, Den Umſatzſtempel bei Grundſtücken muß man ermäßigen; er hat ſehr lähmend auf den Grundſtückshandel gewirkt. Abg. Graf v. Poſadowsky(b. k..): Gewiß, es iſt eine Forderung der Gerechtigkeit, daß die weuen Laſten von den Beſitzenden getragen werden. 0 iſt aber eine Täuſchung, wenn man glaubt, weiterhin bon der Auferlegung neuer indirekter Steuern abſehen zu bönnen. Ich will mich nur mit einer Vorlage beſchäftigen und mich gegen das Erbrecht des Staates ausſprechen. Ich be⸗ dauere, daß die Verbündeten Regierungen dieſe Vorlage wieder haben.(Sehr gut! rechts.) In den Motiben wird ärt, die Familienbande ſeien gelockert. Was muß da ein Aus⸗ länder vom deutſchen Familienleben denken! Ich bedauere, daß die Regierung ein ſolches Zerrbild vom deutſchen Jamilienleben gibt. Und zwar lediglich aus finanziellen Gründen! Auf dem Familiengefühl beruht aber das gefühl, auf dieſem die Valerlandsliebe. Gewiß, unſere Verkehrs berhältniſſe, unſere gewaltige Armee, unſere B tenſchaft, unſere Arbeitermaſſen bedingen, daß der Wohnſitz häufig verändert wird. Die Familienbande werden dadurch bis zu einem gewiſſen Grade gelockert. Da wäre es Pfl alles zu tun, um dieſem Uebelſtande entgegenzutreten. richtig! rechts.) Es ſieht faſt ſo aus, als ob es ein Unrecht wäre, unerwartet eine Grbſchaft zu bekommen. Dann müſſen Sie auch die Lotterie abſchaffen, ſie bringt auch unerwartete Gewinne. Nun ſagt nan: die Leute können ja ihr Teſtament machen. Aber Viele haben die Angewohnheit, unerwartet zu ſterben. Andere haben einen Widerwillen gegen Teſtamente. Es gibt auch Leub die nicht teſtierfähig ſind wegen ihrer Jugend ader wegen eines Verfalls ihrer geiſtigen Kräfte. Wenn nun die PVehörden entſcheiden ſollen, ob den geſetzlichen Erben einer nichtteſtierfähigen Perſon etwas gegeben wird, dann kann man ſich guf etwas Schönes gefaßt machen.(Zurufe: Sie müſſen es ja wiſſen!— Heiterkeit.) Erbitterte Prozeſſe zwiſchen Erben und dem Fiskus werden die Folge ſein. Gerade den minderbemittelten und rechtsunkundigen Klaſſen wird das Ver⸗ miögen entzogen werden.(Zuruf: Die haben ja keins!) Auf die Verſprechungen in den Motiven iſt wenig zu geben. Die Regierungen wechſeln, dafür bin ich ja ein kebendes Beiſpiel.(Große Heiterkeit.) Dieſer Geſezzes⸗ borſchlag iſt ein tiefer Eingriff in das Familienrecht und das Familienvermögen, Es liegt die Gefahr vor, daß man auf dieſem Wege weiter fortſchreitet. Ich hoffe, daß dieſer Vorſchlag an der Schwelle der Beratungen abgelehnt wird.(Sehr gut! rechts.) Aber auch das, was man den beſitzenden Klaſſen auferlegen kann, hat ſeine Grenze, wenn man nicht die Erwerbsfähigkeit ſchädigen will.(Lachen links.) Wir haben ſchon viele Finanz⸗ reformen gehabt. Keine hat geholfen. Die Welt wird alt und wieder jung, der Meuſch hofft ewig auf Beſſerung.(Heiterkeit.) Es werden auch noch neue Finanzreformen wieder⸗ kommen. Da erwächſt für die Regierungen die unbedingte Pflicht, auf die größte Sparſamkeit hinzuſvirken. Alle Luzus⸗ gusgaben müſſen geſtrichen werden.(Zuruf links: Warum haben Sie das nicht als Staatsſekretär getan.) Wenn ich Ge⸗ legenheit gehabt habe, habe ich es getan.(Zuruf links: Wo denn?) Sotveit es in meinem Einfluß geſtanden hat, habe ich es immer getan. Die verbündeten Regierüngen ſollten die Aus⸗ gaben der Gemeinden ſchärfer kontrollleren.(Widerſpruch links.) Sis ſollten keine Juxusausgaben dulden. Es muß endlſch Spar⸗ . einziehen, aber nicht mit ſchönen Worten, fondern mit aten.(Beifall.) ein exk [Sahn (Sehr Reichsſchatzſekretär Kühn: Der Vorredner hat ſich mit bemerkenswerſer Schärfe gegen das Erbrecht des Stagtes gewendet. Soweit es Gründe im einzelnen dagegen angeführt hat, werhen ſie ſelbftverſtändlich des näheren geprüft werden und ſoweit als möglich herückſichtigt werden, Ich muß mich aber dagegen wenden, wenn er behaußtet, die Begründung zum Entwurf ſei ein Zerrbild des deutſchen Familienlebens. Das iſt tatſächlich nicht richtig. Nebenbei Merkt iſt die ganze Begründung nicht neu. Sie hat 5e⸗ e= icht der Regierung geweſen, Re dem und damals ſind dieſe Bedenken ni Begründung des Entwüurfs erklärt, das Gefühl der Familienzuſar des Volkes ſich außerordentlich g ſtellung einer Tatſache, die gewiß in anderen wie bei uns beobach 3 iſt doch aber Ich ſehe auch nichts Anfechtbares in der Regierung ſich nicht entſchließen ziehen. Dieſer Paſſus begegnen, die von Anhängern de echts des werden, welche die Ausſchließung noch näher ſtehender Verw ſchaftsgrade befürworten. Es iſt auch kein Gründ zur Anna borhanden, daß etwa ſpätere Regierungen weitere Fo ſchritte auf dieſem Wege machen werden, Gegenteil, der Entwurf von 1908 ging weiler als der jetzige. Es iſt alſo viel eher eine rückläufige Bewegung zu konſtatſeren. e Finanz⸗ berwaltung findet ſich damtt ab, daß ihr von der Gegenwart keine Kränze geflochten werden. Wer vieles nimmt, wird jedem etwas nehmen.(Große Heiterkeit,) erhoben worden. 8 nicht zu leugnen, igkeit in weiten K rt habe, ſo iſt eine Feſt⸗ Ländern genau ſo Staates er Im Abg. Emmel(Soz.): Von patriotiſchem Opfermut iſt bei vativen wenig zu ſpüren, ſie würden indirekte Steuern bewilligen. Das Zentr gern unterſtützen, wenn die Wahlen von 1912 nicht eine ſo beredte Sprache f Die eingigen grundſätzlichen Gegner dieſer Steuern ſind wir Sozialdemokraten, Der heutige Staat dient der Ausbeutungsfreiheit der B nden, die Arbeiter haben des⸗ halb kein Intereſſe, Die G kſ en haben ſeit 1891 für 160 Mi rt! Hört! 0 ie Beamten e Direk⸗ den Konf wieber am liebſten in würde ſie dabei e Ge Hlt werden, als etwa di Hlech ndes Bundes 7 28 der Landpirte. Die konſervative rtei ſollte zuerſt dafür ſorgen, daß ihre eigenen Kaſſenve tiſſe nicht das Licht der Oeffentli 1 chkeit zu ſcheuen haben. werden ſelbſtperſtändlich nur Ste Wir ern bewilligen, die unbedingt erforderlich ſind, am liebſten wäre es uns freilich, wenn dſe Militärvorlage abgelehnt würde. Graf Poſadowſky hätte für die eiſerne ßiſche Sparſamkei en, als h im Amt ſtand. Zuckerſteuer ſteuer lh nicht verläng we 1. Gegen dieſe indirekten Steuern proteſtieren pir, weil ſie allen ſozialen Momenten ins Geſicht ſchlagen. Mit dem Wehr⸗ beitrag und den dazu vorgeſchlagenen Veränderungen ſind wir einverſtanden. Drückebergereien dürfen aber nicht vorkommen. Das gilt natürlich auch für die Fürſten. Die in der Vorkage vorgeſehene Erhebung der Matrikularbeiträge iſt eine Umgehung des Budgetrechts des Reichstags. Glauben Sie, daß in Preußen oder gar in Mecklenburg ein wirkliches Beſitzſteuergeſetz zuſtande kommen kann bei der bekannten Steuerſcheu der Junker? Der Reichstag ſollte daher das Beſitzſteuergeſetz ſelbſt machen.(Vize⸗ bräſident Dove weiſt den Redner nachträglich darauf hin, daß ſchen früher feſtgeſtellt ſei, daß der Ausdruck„Drückebergerei“ mit der parlamentariſchen Ordnung nicht vereinbar itt.) 1 Sammelruf iſt an den Fortſchrittlern vorbeigegangen. Wenn die Natjonalliberalen jetzt umfallen, werden ſie es vor ihren Wählern zu verantporten haben. Reichsſchatzſekretäy Kühn: Nachdem der Herr Präſident ſchon die Aeußerung des Vor⸗ redners zurückgewieſen hat, daß eine Drückebergerei der Fürſten nicht gedüldet werden könne, liegt mir noch daran, zu konſtatieren, daß nichts den Gedanken des Wehrbeftrages ſo papulär gemacht hat wie die hochherzige Grklärung(Gelächter bei den Sozialdemokraten.) der Bundesfürſten, auch ihrerſeits zu den Laſten des Geſetzes beizutragen. Es iſt ferner nicht richtig, De daß die Finanzverwaltung mit jeder Steuer, die ſie bekommt, ein⸗ berſtanden iſt. Sie muß vielmehr darauf ſehen, daß die Stener nicht bloß ihvem Intereſſe, ſondern guch dem wirtſchaftlichen Inter⸗ eſſe entſpricht und das Intereſſe des Reiches, der Bundesſtaaten und der Allgemeinheit gewahrt wird, Abg. Roland⸗Lücke(Natl.): Finanzjelle Kriegsbereitſchaft iſt eine Ver⸗ ſtärkung der Friedensbürgſchaften.(Sehr richtig!) Das gilt auch bom allgemein⸗ſpirtſchaftlichen Standpunkt. Die Ausgabe von 120 Millionen Kaſſenſcheinen kann anſchenend das Beſtreben der Reichsbank, ihren Goldvorrgt zu vermehren, unlerbinden. Aber die Vorteile werden für unſer wirtſchaftliches Leben größer ſein als die Nachteile. Dasſelbe gilt auch für die Ausprägung von 120 Millionen Silbermünzen. Für 240 Millionen vird das Reich Reichstag genau in demſelben Wortlaut ſchon 1909 Wenn de immer gut ſein. Wenn die Jedenfalls kann die Verſtärkung des Kriegsſchatzes eine ſſe Beruhigung hervorrufen, und ine weſentliche kung unſerer Macht bleibt dieſe finanzielle gsrüſtung, Wir wiſſen auch ganz genau, was wir wollen. (Lachen bei den Soz.) Baſſermann hat neulich ausdrücklich betont. daß die laufenden Bedürfniſſe des Reiches nur— dem Wege der allgemeinen Beſitzſteuer gedeckt werden ſollen, wir wollen unter allen Umſtänden eine allge⸗ meine Beſitzſteuer. Wir können ſie uns ung vorſtellen als eine Erbanfallſteuer bezw eine Reichspermögensſteuer.(Beifall links.) f Jeder, auch Sie(nach rechts) hält ſeine Anſchauung für ir ſind nun einmal der Ueberzeugung, daß dieſe Bedürfniſſe ö rechte allgemeine Beſitzſteuer gedeckt werden müſſen. unf rallen Umſtänden. Sie, meine Herren vom Reichsſchazamt, die Sie uns den Entwurf des Wehrbeitrags ein⸗ gebracht haben, ſind ſich Har darüber, daß der Weg einer Ver⸗ mögensſteuer der richtige iſt. Es iſt gang ſelbſtperſtändlich, daß. wenn der Kataſter üher Permögen und Einkommen erſt einmal da iſt, dann heute o morgen die Tatſachen mit den entſprechenden gen ganz von ſelbſt eintreten werden. Herr Paaſche Hat geſtern gt: wir kaprizieren uns nicht auf die Erb⸗ ſchaftsſteuer, nicht auf die Vermögensſteuer. Ich gehe noch weiter: Wir können ja beides machen.(Beifall und Heiterkeit!) Machen Sie die Reichsvermößoensſteuer ſo ckend, die Erbf euer ſo ſchonend wie möglich, dann können die hundert Millionen, die etwa gebraucht werden, auf beide verteilen. Wenn gewiſſe jefagt: — 1 ch die Erbſchaftsſteuer könnten wir ide Behandlung aufbringen. Aber das g braucht, muß bewilligt werden. Die ches ehrlich meint. der Bundes⸗ ſt a a Vielleicht könnte auch noch eins Wehrſteuer in Betracht kommen. Natürlich foll ſie nur ditz treffen, die ein Einkommen haben, das eine gewwiſſe Grenze üben ſchveitet. Die kleinen und mittleren Vermögen bis zu 30 000 Marx ettwa müffen nach Möglichkeit geſchont werden. Wenn wir auch das Scherflein der Witwe heranziehen müſſen, wird es unſerem Anſehen im Auslande nicht dienen. Die Löſung wird darin liegen, daß wir untz auf ein gewiſſes Mindeſteinkammen bei der der Vermögen einigen und außerdem be⸗ fondere Beſtimmungen für die großen, keinen Gewinn ahwerfen⸗ den Vermögen treffen. Bei der Heranziehung der Aktiengeſellſchaften kann es ſich nur um die bilang⸗ mäßig vorhandenen freien Reſerven handeln. Die Regierung hat anſcheinend auch gar nicht die Abſicht gehabt, die ſtillen Reſerven heranguziehen. Die Einzahrung des Wehrbetrags muß in mehre⸗ ren Terminen erfolgen. Es dürfen nicht auf einmal 500 Mik⸗ lionen dem Geldmarkt entzogen werden. Die Vereinheitlichung der Stempelabgaben iſt zu begrüßen. Eine zu hohe Bela ſtung der Berſicherungsprämien muß man bermeiden. Wir ſind bereit, dem Grundgedanken der Erweiterung des Erbwechts des Szaates entgegenzulommen. Den Bedenken des Grafen Poſadowsky wird man aber wohl a 2 1 85—59 Regept für die Veredelung der Natrikularbeiträge iſt ſo dehnbar, daß es nicht die Schaffung eines gerechten Beſitzſteuergefetzes 1 25 ſteuergeſetz iſt geeignet, wie kein anderes, ganz verſchiedene Er⸗ träge zu kieſern. Die Ankündigungen des Grafen Weſtarp auf Erhöhung der Talonſteuer und des Stempels für ausländiſche Aktien werben wir mik größter Reſerbe prüfen. Das Haus vertagt die Weiterhexatung abend 11 Uhr; außerdam Petitionen. Schkuß 67 Uhr. auf Sonn⸗ eeeee eeeeereeg Das Urteil der Mausfrau lautet: Als Haſſan nach Hauſe kam, und Fatme das Veſchehene mitteilte, leuchteten ihre Augen freu⸗ ig auf. Sie konnte es nicht erwarten, aus der armſeligen Hütte hinaus in den Harem des Paſchas zu kommen. Haſſan ſah ſein Weib auf einmal in einem ganz anderen Lichte. Seufzend er ſie zu Ali, wo ſie ſofort den Eunuchen übergeben zufrieden ſeinen Bart und ſagte:„Ich ſehe, Haſſan, es war alles nur Berleumdung. Gehe hin und laſſe dir von meinem Zahlmeiſter 100 Silberſtücke auszahlen.“ „Vergib, o Herr, wenn ich deine Gabe zurück⸗ weiſe,“ rief Haſſan getreu der Weiſung des Der⸗ wiſches und brachte wörtlich vor, was Hadſchi Jsmgael ihn gelehrt hatte. Du biſt ein komiſcher Kauz,“ rief der Paſcha Leibe, du Graubart. „Es geſchehe, wie du wünſcheſt. Ich gebe dir hätte mich in dich verliebt, mein Wort darauf, Fatme erhält als Morgen⸗ gabe das Halsband don roſa Brillanten.“ Haſſan wankte heim, warf ſich auf ſein Lager, aber klopft — Haſfan, der Taſttrüger. Eine Geſchichte aus dem Orient von Adolf Stark. (Schluß.) men. wuürde, Der Paſcha aber ſtreichelte der Schlaf floh ſeine Augen. und gebot ihm, ſofort zu Ali „O Gott, o Gott, was wird es jetzt geben,“ ſeufzte der arme Laſtträger. Als er den Audienzfgal betrat, hörte er neben⸗ an laute kreiſchende Stimmen. „Verſuche es nur,“ ſchrie eine Weiberſtimme, „Verſuche es nur, mir das Halsband zu nehmen. haſt.“ Komm her und hole es dir, wenn du es vagſt. Glaubſt du, ich fürchte mich vor deinem Augen⸗ Hexe,“ kreiſchte die erſte Stimme rollen und Stirnrunzeln, du Tölpel. Damit begann ein Gekeife, daß dem Horcher die Ohren kannſt du dem Pöhel Angſt einjagen, nicht mir, die ich ſeit Jahren dein Weih bin, du Hans⸗ wuürſt. Meinetwegen nimm dir noch ein Duzend andere Frauen, ich habe dich ohnehin ſatt; aber mein Schmuck gehört mir, verſtanden. wenn dir deine Barthagre und deine Augen lieb find, dann laſſe deine Hände davon.“ Eine Pauſe trat ein. dämpfte Mänunerſtimme, dann klang es wieder⸗ um hell und laut und Haſſan erkannte die wohl⸗ bekannte Stimme feiner Fatme greis! Die Schläge meines ſchönen ſtarken Haſ⸗ ſan ſind mir lieber als deine Küſſe. Es iſt wahr, ich habe dir Blicke ugeworfen, aber nur, weil Plötzlich ich dachte, du würdeſt mich halten, wie es deinem e es an ſeine Türe. Als er öffnete, ſtand Weibe geziemt. Sprich nicht; und wenn du Paſcha zu Vene 18 gellten. und Ali⸗Paſcha ſchlich mel, wie fſah er aus. Knd Aus Nügeln herrührten. Man hörte eine ge⸗ nen geſprochen wurde.“ Der Paſcha feufzte. „Bleib mir vom Glaubſt du vielleicht, ich du alter Jammer⸗ nicht das Halsband als Morgengabe überreicht „Das wiyft du nicht erlehen, bu ſchwarzäugige Leiſe wurde der Vorhgang beffeite geſchoben, ſich in den Sgal, Bart und Haare zerrauft, das Gewand zerriſſen und auf den Wangen blutige Spuren, die offenbar von Frau Aiſſas alter verfuchte er, ſein ſtrenges Weſen anzunehmen, aber Haſſan hlickte ihm furchtlos ins Geſicht und fagte:„Herr, ich habe alles gehört, was da drin⸗ „Alles? O du Narr, Wie lange lauſchſt du denn? Eine halbe Stunde, was? In dem Ton geht es aber ſchon, ſeit du mir die Hexe ins Haus brachteſt. Gott ſei Dank, jetzt gehen ſie gegeneinander los, da habe ich wenigſtens eine Zeitlang Ruhe. du mußt Flatme wieder mitnehmen. Ich kann, einer der Kawaſſen von heute morgen davor mir eine ganze Wagenladung von Schmuck wie du ſiehſt, mein Verſprechen bezüglich der hringſt, ich will ſie nicht haben, wenn nicht das Morgengabe nicht halten.“ Halsband von rofg Brillanten dabei iſt. ſoll ſich die alte runzelige Aiſſa rühmen können, ſie habe einen Schmuck, den ich nicht erlangen konnte? Beim Propheten ſchwöre ich, daß du mich nicht früher berühren wirſt, ehe du mir Oder Wenn Allah will, wird der Haſe zum Löwen und der Narr zum Weiſen. Haſſan, der ſonſt Stunde. Er weigerte ſich, Fatme zurückzuneh⸗ men. Er ſei arm, er brauche ein Weib, die etwas ins Haus mitbringe, keine Bettlerin. Als er eine halbe Stunde ſpäter durch die dunklen Gaſſen mit Jatme ſeinem Hauſe zuſtrebte, trug er einen Beutel mit tauſend Goldſtücken, die Morgengabe, die Ali Paſcha ſeiner Fatme ge⸗ geben. Haſſan nahm, als er nach Hauſe kam, den Strick, mit dem er die Laſten zu tragen pflegte, legte ihn vierfach zuſammen und bearbeitete da⸗ mit Fatmes Rücken, als Belohnung für die Blicke, die ſie dem Paſcha zugeworfen hatte. Und, ſo unerforſchlich find Allghs Wege: ſeit⸗ dem iſt Fatme, die früher recht aufbegehrte, das gehorſamſte und beſte Eheweib. 8 Wenn Ali Paſcha durch den Baſar reitet, daun verbeugt ſich Haſſan, der Kaufmann, der ſein eigenes Gewölbe beſitzt, wie alle andern, und weil ſein Geſicht zu Boden gekehrt iſt, be⸗ merkt es niemand, daß er höchſt reſpektwidrig lächelt. Und auch Ali ſelbſt merkt es nicht, denn er ſchaut regelmüßig zur Seite wenn er Höre Haſſan, vorüberreitet. Und daun Him⸗ Geßpohnheit Hadsenstein& Vogler, nt-ces, AelTgste Aunoneen-EXTpadit Annoneen-Annahme zu Originaloreisen fül alle Zeitungen der Welt. n Mannheim, P 2,1. nicht zu den ſchlaueſten gehörte, hatte ſeine gute Fedügee Badiſche Neneſte Nachrichten(Mittagblatt). Mannheim, den 12. 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Fahrzeit 32 Minuten. Vorletzter Wagen Letzter Wagen Erſter Wagen an Sonn⸗ tagen an Wochen⸗ tagen an Sonn⸗ tagen an an Wochen⸗ Sonn⸗ tagen tagen an Wochen⸗ tagen 18 10¹ 10 125 1255 1255 1207 1005 105 8 12⁰⁰ 12⁰² 10⁰⁸ 10˙⁰ 12⁰ 12³² 12¹⁰ 12˙5 10¹⁸ 10⁴⁶ 12⁰⁰ 12˙² Hauptbhf. über Planken—Ring zum Hauptbhf. Hauptbhf. über Ring—Planken zum Hauptbhf. Hauptbahnhof nach Lindenhof⸗Waldpark Lindenhof⸗Waldpark nach Hauptbahnhof Hauptbhf. üb. Planken—Ring zur Wagenhalle Hauptbahnhof über Ring zur Wagenhalle ginie 3. Diffeustraße. Glentrizitätsmerk Friedvichsbrüme Auiliufahrik—Frieſenheim. Fahrzeit 52 Minuten. Vorletzter Wagen Letzter Wagen Erſter Wagen an Sonn⸗ tagen an Sonn⸗ tagen an Wochen⸗ tagen an Wochen⸗ tagen an Sonn⸗ tagen an Wochen⸗ tagen 2 88 125 1225 11⁵⁸ 12²⁸ 112³⁵ 1205 12⁰ 12˙⁰ 11¹⁵⁸ 12²⁸ 112² 12⁰⁷ 11⸗⁸ 11⁰⁰ 12¹⸗ 1185 11˙⁴⁸ 1 15⁸ 11⁰ 1215 11⁰ 11˙⁰ 5²⁸ 5¹⸗ Friedrichsbrücke nach Diffensſtraße Diffensſtraße nach Friedrichsbrücke Friedrichsbrücke nach Anilinfabrit 525 Anilinfabrik nach Friedrichsbrücke 55 Friedrichsbrücke nach Frieſenheim 505 Frieſenheim nach Friedrichsbrücke 5.— Letzte Wagen vom Paradeplatz nach Hauptbahnhof Ludwigshafen Anilin⸗ fabrik-—Frieſenheim und umgekehrt. 2 82 2 2. 81 — 1. 125¹ 12¹⁵ 12²³ f an 12˙ 1255 „ 12 122 12⁰⁸ 191 12⁷ 11⁰ 11⁵²⁵ 12⁰² 114 12 12 ab F Paradeplatz 12% 1 12„ Hauptbahnhof Ludwigshafen 12⁰⁸ 12² Anilinfabrik 5 Frieſenheim * Vom Hauptbahnhof Ludwigshafen zur Wagenhalle in Ludwigshafen. Letzte Wagen ab Paradeplatz nach Diffeneſtraße und umgekehrt. Zur an Wagenhalle 5 11⁵⁷ 12²¹ 11⁵⁰ 11⁵⁰ 12⁰⁰ 11˙⁰ 12²⁰ Paradeplatz Elektrizitätswerk Diffensſtraße 75 Linie 4. Hauptbhahnhof Maunheim Han Piba uhef Tudwigshafen. Fahrzeit 16 Minuten. 5 Vorletzter Wagen 12²⁰ Erſter Wagen Letzter Wagen an an Wochen⸗ Sonn⸗ tagen tagen an Sonn⸗ tagen an Wochen⸗ Sonn⸗ tagen tagen Hauptbahnhof Mannheim nach Hauptbahnhof 5 Ludwigshafen Haupibahnhof Ludwigshafen nach Haupt⸗ bahnhof Mannheim Tinie 5. Waldhof— Humboldtſtraße greiteſtraße—Tindenhof⸗ Maldpark. Fahrzeit 30 Minuten. an Wochen⸗ lagen 5¹⁰ 5⁵⁸ 11 12 112 11¹⁷ 11⁰ 5⁵⁸ 558 Vorletzter Erſter Wagen Wagen Letzter Wagen an Wochen⸗ lagen an Sonn⸗ tagen an Wochen⸗ tagen an Sonn⸗ tagen an Sonn⸗ tagen an Wochen⸗ tagen 1 112 121¹² 12⁰ 12¹⁸ 11. 11¹² 11 10⁰: 11⁰e 11⁵⁸ 85 10⁴⁸ Friedrichsbrücke nach Lindenhof⸗Waldpark 5 8 Lindenhof⸗Waldpark nach Friedrichsbrücke 6²³ Friedrichsbrücke nach Waldhof 559 Waldhof nach Friedrichsbrücke.5 Lindenhof⸗Waldpark nach Waldhof 6²³⁸ Waldhof nach Lindenhof⸗Waldpark Außerdem noch Lindenhof⸗Waldpark ab 11“ nachts über Hauptbahnhof—Waſſerturm zum Paradeplatz. bLetzte Wagen ab Paradeplatz nach Lindenhof⸗Waldpark und umgekehrt. Paradeplatz. dab 120 Uhr nachts, Lindenhof⸗Waldpark ab 121 Uhr nachts über Breiteſtraße zur Wagenhalle. Letzte Wagen nach Waldhof und umgekehrt. Paradeplatz ab 11˙ und 12 Uhr nachts. Waldhof ab 115 und 12* Uhr nachts. Linte 6. achlachther—Palel dnceeraße-Banmmerſchleuſe beirm. Diffensſtraße. Fahrzeit 29 Minuten. 12⁰³ 11˙¹ 11¹² Vorletzter Erſter Wagen Wagen an an Wochen⸗ Sonn⸗ tagen tagen 6⁰² 62²⁸ 8¹⁰ 6⁰⁰ Letzter Wagen an Sonn⸗ tagen 10¹⸗ 10˙ an Sonn⸗ tagen an Wochen⸗ tagen 10 104⸗ 6˙¹⸗ 61¹5⁸ 607 72² an Wochen⸗ tagen 10²⸗⁶ 10⁰⁰ 6³⁸ 655 6²³ 6¹⁷ 702 7³² 10²⁸⁶ 10˙ Schlachthof nach Hafenſtraße Hafenſtraße nach Schlachthof Jungbuſchſtraße nach Diffensſtrae Diffensſtraße nach Jungbuſchſtraße Diffensſtraße nach Schlachthof Schlachthof nach Diffensſtraße Schlachthof nach Kammerſchleuſe⸗ Kammerſchleuſe nach Schlachthof) 7 Jis 7²⁵ Schlachth. üb. Schloß⸗Breiteſtr.. Wagenhalle 119⁵ 1108 11¹ Erſter Wagen ab Friedrichsbrücke über Luiſenring zur Diffensſtraße an ce d mor Grſter Wagen ab Friedrichsbrücke über Kuiſenring zur Kammerſchleuſe an Wochen⸗ nugen 516 Uhr morgens. 3 155 5 lachthef abends 74e, 752 und 802 Uhr nur bis Elektrizitätswerk. Elektrizitätswerk abends 81 und 8ꝛl Uhr bis Schlachtbof. 25 e 8e8 Uhr abends an Werktagen durch die Neckarſtadt zur Wagenhalle. Der Verkehr zwiſchen Schlachthof bezw. Jungbuſchſtraße und Diffeneftraße findet Wochentags der verkehrsſtarken Zalt morgens, mittags und abends ſtatt, e Wagen zum Schlachthof. 5 über Schloß zum Schlachthof. ſterer über Waſſerturm zum Parad 7 richsring ur Waß 7¹² 75⁵⁵ 11 ee nach Käferthal „555 2 30 Minuten 43 2 —* Fahrzeiten: Rheinluſt—Neckarau Rheinluſt—Rheinau Vorletzter Erſter Wagen Wagen Letzter an Wochen⸗ tagen an Sonn⸗ tagen an Sonn⸗ tagen Sonn⸗ tagen Wochen⸗ tagen 12⁰ 12 12⁰0 12˙— 1255 125 11¹⁵ 12˙⁸ 11³⁸ 1255 112⁵ 1055K 11⁵ 10²³ 11⁰⁸ 1117 11³ 10¹⁰ 10˙³% 11˙% Tatterſall nach Rheinau Rheinau nach Tatterſall Tatterſall nach Neckarau Kdm Neckarau Kdm. nach Tatterſall Rheinluſt nach Rheinau Rheinau nach Rheinluſt Rheinluſt nach Neckarau Kdm. Neckarau Kdm. nach Rheinluſt An Werktagen 222˙ 115⁰⁵ 108. 10²⁶ 111¹⁴ 104% 11¹⁰ nach Rheinluſt 1093 Rheintor 1050 Rheinluſt 10532 Rheintor 10˙ 118 1155ꝰ 11⁵5 6²⁸ 70⁰ 6¹⁶ letzter Wagen 55 Rheintor 5 1 Rheinluſt „ Rheintor „ Rheinluſt *+ 70 An Sonntagen 1* 1+ 5 Nach bezw. von der Rheinſtraße. Letzte Wagen ab Paradeplatz nach Neckarau Kom. An Wochentagen: Paradeplatz ab 1130 nach Neckarau Kdm,, dort ab 1 1155 5 Tatterſall, Friedrichsr. z. Wagenhalle 1 Rheinau,„ 12„ 12%„ Neckarau Kdm., 8 „ 12“„ Rheinau,„„ 1 An Sonntagen: Paradeplatz ab 112c nach Neckarau Kdm, dort ab 195 ütb. Tatterſall, Ir riedrichsr. 3. Wagenhalle 115„ Rheinau,„„ 5 55 425„ Neckarau Kdm.,„„ 125 5 55 „ 120„ Rheinau, 5„„ 5 Linie 8. uitpoldhafenHauptbahnhof Tudwigshafen Hohenzolleruſtraße. Fahrzett 16 Minuten. Rheinau und umgekehrt. * 10 110 Vorletzter Wagen Letzter Wagen Erſter Wagen an allen Tagen an allen Tagen an allen Tagen g 10˙ 10⁵⁸ 11²² 11˙⁶ 11²² 10²² 10⁴⁰ 11⁰² 113 55² 8 5⁵³ 5³² 5⁵⁸ Luitpoldhafen nach Hohenzollernſtraße Hohenzollernſtraße nach Luitpoldhafen Luitpoldhafen nach Hauptbahnhof Hauptbahnhof nach Luitpoldhafen Luitpoldhafen nach Kaiſer⸗Wilhelmſtraße— Kaiſer⸗Wilhelmſtraße nach Luitpoldhafen 6* 1 110 ) Im Anſchluß an den von Mannheim kommenden Spätwagen(11˙0 Uhr ab Paradeplatz). Linie 9. Kaiſer⸗Wilhelmſtraße Mundenheim Rheingönheim. Fahrzeit 23 Minuten. 15 Wagen Letzter Wagen an Sonn⸗ tagen an Sonn⸗ tagen an Sonn⸗ tagen an Wochen⸗ tagen an Wochen⸗ tagen an Wochen⸗ tagen 11 11⁵⁶ 6²⁰ 11⁵⁰ 11⁰⁰ 12⁰⁸ 12⁰⁸ Mundenheim nach Kaiſer⸗Wilhelmſtraße. 5) Wagen ab Paradeplatz uach Paradeplatz ab +1 abends. Lalfer⸗Wilbecnfraße„ Nheingönbeim 12˙⁰ nachts Mundenheim„ 12ü zur Kalſer⸗Wilhelmſtraße, von da zur Wagenhalle an der Beethovenſtraße. Tinie 10. Käferthal—Friedrichsbrücke— Breiteſtraße— Gontardplaßz Friedrichsring-Piehhofſtr.(Fezm. Fonnfags Faupfbahnhof)—Friedrichs⸗ brücke—Käferthal. Fahrzeit in jeder Richtung 28 Minuten. 11˙ 11³⁶ 5⁵³ 6⁰⁸ 11²⁸ 11⁵⁸ 142 115⁸ Katſer⸗Wilhelmſtraße nach Mundenheim502 Mundenheim nach Rheingönheim 58 880 Rheingönheim nach Mundenheim 5 Vorletzter Erſter Wagen Wagen Letzter Wagen an Wochen⸗ tagen 5¹⁰ 5²⁷ 55⁵⁰ an Sonn⸗ tagen 61¹ 6˙⁰ 9¹⁰ an Sonn⸗ tagen 12 11⁵⁰ 9³⁰ an Wochen⸗ tagen 1200 12²⁰ 5 10⁰⁰ an Sonn⸗ tagen 12⁰ 12²⁰ 10⁰² 10²⁴ 10˙% an Wochen⸗ tagen 1 115⁵⁰ 9⁵⁰ Käferthal nach Friedrichsbrücke Ae über Breiteſtraße—Gontardplatz Käferthal über Friedrichsring—Viehhofſtraße (bezw. Sonntags zum Hauptbahnhof) Gontardplatz über Breiteſtraße— Käferthal Viehhofſtraße über Friedrichsring—Käferthal bezw. Sonntags ab Hauptbahnhofßf 6˙⁵ 95² 10 8091102 Zwiſchen Viehhofſtraße und Käferthal bezw. umgekehrt verkehren die Wagen nur Werktags zu verkehrsreichen Zeiten morgens, mittags und abends. Letzte Wagen ab Paradeplatz nach Käferthal und umgekehrt. Paradeplatz ab 118 Uhr und 1200 Uhr nachts Käferthal ab 1156 Uhr und 1220 Uhr nachts zur Wagenhalle. Linie 11. Maunheim(Colliniſtraße)—Indwigshafen Gudwigsplatzz— Votes Kreuf—Oggersheim. Fahrzeit: Gallzeiteade wudisspläs 18 Minuten,——Oggersheim 20 Ne Vorletzter Wagen 78⁴ 10˙ 72⁴ 10³⁴ 6˙¹⁴ 6³⁴ 10²⁴ 105⁴ 9³⁴ 95⁵ Erſter Wagen Letzter Wagen an Wochen⸗ tagen an Sonn⸗ tagen an Sonn⸗ tagen an Wochen⸗ tagen an Sonn⸗ tagen an Wochen⸗ tagen Linie 7. Aheivigg. Planken. Getteral—-zegkaren.-Abeian 1 ſchi 280 75 0 1 ſch jöner Luden 112 cm, mit Hinterzim⸗ mer 25 qm ſof. 3 Un,, 41459 Lgroß gewölht.! Weinlellr gutentlüftet, ea. 200 m ſofort zu vermieten; eheneen ſchine 3 Zin.⸗Wohnung im 5. 15 ſof. zu vr. Näheres F. X. Schmitt, Baugeſchäft, Tel. 1145. 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Wie kam der alte Lehrer nur dazu, mich ſeinen jungen Freund zu nennen? Er war doch ſonſt ſo klug und hatte offene Augend—„Ganz einfach,“ ſagte meine Frau,„er hat dich zum letztenmale geſehen, als du auf der Schulbank ſaßeſt, und dieſen„jungen“ Eindruck hat er feſtgehalten all die zwanzig, fünfundzwanzig Jahre her.“ —„Hm,“ ſagte ich,„vielleicht haſt du recht.“ Aber dann erinnerte ich mich, wie ich überm Kanal in einer engliſchen Familie zu Gaſt war. Und wie ich mich über einen kräftig angejahr⸗ ten Mann wunderte, den ſeine älteren Ange⸗ hörigen unentwegt„the baby“ nannten.„The babyel ſagte ich erſtaunt,„das„Baby“ ſcheint mir mindeſtens 40 Jahre alt zu ſein.“„Ja, iſt es auch,“ ſagten ſie lächelnd,„genauer geſagt 42.“ Und ſie verſuchten es damit zu erklären, ſeitdem er als der Jüngſte der Familie wirklich ein Baby war, ſeien ſie immer mit ihm zu⸗ ſammen geweſen, und dann ſei ihm eben der Name ſo geblieben... Merkwürdig— den hießen ſie das Baby, weil er ihnen nie aus den Augen gekommen war, und mich hießen ſie den lieben jungen Freund, weil ich ihnen ſchon ſo lange aus den Augen gekommen war? Ja, ja, Ihre Majeſtät, die Zeit, hat manche Wider⸗ ſrüche.— Eine Anzeige las ich in der Zeitung: 110 —— ſucht Doppelwaiſe? Ich höre lachen. Aber wenn wir die Doppelwaiſe ſelbſt gefragt hätten, ich bin überzeugt, ſie hätte gar nichts Komiſches dabei gefunden.— Und dann bin ich in einer anderen Familie geweſen(es war im öſtlichen Europa) und plauderte mit einem Vier⸗ Ager, den ich für den Herrn des Hauſes hielt. Ich rauchte eine Zigarette.„Darf ich Ihnen auch eine anbietens“ ſagte ich. Zögernd nahm er ſie und rauchte mit. Auf einmal erklangen Tritte auf dem Flur, und was tut der Vierzigere ie Zigarette nimmt er aus dem Mund. Mit ſeiner breiten Tatze knüllt er ſie zuſammen und =ſchiebt ſie in die Taſche.„Vater kommt,“ ſagte er entſchuldigend und mit einem etwas ſcheuen Blick nach der Tür,„wiſſen Sie, er hat 8 nie recht leiden können Vom luſtigen John Bull. O, dieſe Suf⸗ 8— Sie bloß Ihrer Frau, dieſen gefährlichen Suf⸗ fragettenunfug mitzumachen?“ Zweiter:„Wenn ſie auf den Straßen alles kurz und klein ſchlägt, dann haben wir doch wenigſtens verhältnis⸗ mäßigen Frieden im Hauſe.“—„Imponiert Ihnen eigentlich das Vorgehen der Londoner Suffragetten?“ fragt ein Herr eine franzöſiſche Frauenrechtlerin.„Mut und Energie kann man ihnen ja nicht abſprechen, antwortet dieſe. „Aber ich kann mir nicht helfen: eine Frau, die, um ein paar Männer unterzukriegen, erſt Dyna⸗ mit anwenden muß, erklärt ſich nach meinem Gefühl für bankerott.“—„Nun, und was tun Sie für unſere Sache?“ fragt ein eifriges Mit⸗ glied der Suffragettenpartei einen verheirateten Herrn.„Was ich tue?“ antwortet der entrüſtet. „Ich ertrage eins der fanatiſchſten Mitglieder der Partei.“ Der Geſchäftsmann. „Kellner, machen Sie das Feuſter auf; ich er⸗ ſticke vor Hitze!“ ruft ein Gaſt im Reſtaurant, der ſoeben geſpeiſt hat.„Fenſter zulaſſen, Kellner, ich friere!“ proteſtiert ein anderer, der ſich eben zum Eſſen niederſetzt. Der Kellner zögert. Aber der Wirt löſt das Problem, indem er ſagt:„Gehorchen Sie dem Herrn, der noch nicht geſpeiſt hat.“— Vorſichtig.„Eſſen Sie nur langſam,“ rät Willi dem Herrn Paſtor, der als Ehrengaſt am Mittagsmahl der Familie teilnimmt,„Mama gibt nie mehr wie ein Stück Kuchen.“ — Preiskonkurrenz vom Heiratsmarkt. Un⸗ zählige Wege führen zum Altar, und nicht ſel⸗ ten ſind dieſe Wege viel verſchlungen und ſon⸗ derbar. So mancher will auch bei der Wahl für die große Ehelotterie eine romantiſche Ent⸗ ſcheidung anrufen, und ſo wird denn ein Wett⸗ kampf veranſtaltet, bei dem die Schöne oder auch der Mann den Preis darſtellt. Von eini⸗ gen neuen Preiskonkurrenzen dieſer Art erzählt eine engliſche Wochenſchrift. Bei den Cowboys iſt es in letzter Zeit des öfteren vorgekommen, daß ſie ein Wetktrennen querfeldein zu Pferde unternahmen, bei dem der glückliche Sieger die von Vielen begehrte Braut errang. Eine rei⸗ zende ſchottiſche Dame war vor kurzem in einen ſchweren Konflitt verwickelt, weil ſie nicht wußte, welchem von beiden Bewerbern ſie ihre Hand reichen ſollte. Sie verfiel ſchließlich auf den Einfall, ein Wettſchießen zu veranſtalten: wer von den beiden am häufigſten ins Schwarze treffe, der ſollte ſie zum Altar führen. Von einer andern vielumworbenen Dame der eng⸗ liſchen Geſellſchaft erzählten die Zeitungen, ſie habe den Wettbewerb zwiſchen ihren vier Ver⸗ ehrern durch ein Billardturnier zum Austrag kommen laſſen. Oefter iſt das Schachbrett zum weniger als drei ſolcher Fälle werden aus dem letzten Jahre berichtet. Bei dieſen Ehe⸗Preis⸗ konkurrenzen hat aber den Vogel ein reicher Neapolitaner namens Teſino abgeſchoſſen, der ſeinen Namen, ſein Vermögen und ſeine ſtatt⸗ liche Erſcheinung derfſenigen Dame anbot, die ſeinen verwöhnten Gaumen durch die am beſten zubereiteten Makkaroni ergötzen würde. Die Ankündigung erregte gewaltiges Aufſehen unter der neapolitaniſchen Mädchenwelt, und 120 Be⸗ werberinnen kämpften um den hohen Preis. Das Ergebnis war, daß nach wenigen Wochen die Siegerin von dem durch ihre Kochkunſt ent⸗ zückten Signor zum Altar geführt wurde; in ſeiner Freude über die ſchmackhaften Makkaroni machte er ihr ein Hochzeitsgeſchenk von 20 000 Lire.— Die ſonſt nur mit Geld und Zahlen be⸗ ſchäftigten Gemüter der Börſianer von Wall Street wurden vor wenigen Monaten in eine ganz ungewohnte zärtliche Aufwallung verſetzt durch das Erſcheinen einer blauäugigen, blond⸗ haarigen, reizenden Dame, die unbefangen in den Bureaus und Wechfelſtuben erſchien. Sie trug eine Taſche in der Hand und entnahm ihr eine Anzahl Billetts, auf denen zu leſen war:„Los für die vollſtändige muſikaliſche Ausbildung von Miß Edwina. Wert 10 Dollar. Wenn dieſe Nummer gezogen wird, ſteht dem Gewinner die Hand der Dame zu.“ Die inge⸗ niöſe Dame wurde alle ihre Loſe los und bekam ſo viel Geld, daß ſie ſich damit zu einer zweiten Patti hätte ausbilden können; welches aber der Ausgang der Lotterie war, darüber ſchweigt die Geſchichte. Eine eigenartige Verſchmelzung von Geſchäft und Liebe leiſtete ſich ein großes Tee⸗ geſchäft, das für ſeine weiblichen Reiſenden folgenden Preis ausſetzte:„Die junge Dame, die die beſten Erfolge erringt und die meiſten Kunden uns gewinnt innerhalb einer Arbeits⸗ zeit von 6 Monaten, erhält 10 000 Mark und außerdem das Recht, den jungen Herrn unter den Angeſtellten der Firma, der ihr am beſten gefällt, zu heiraten. Sollte der Betrefſende ſich weigern, ſo erhält ſie als Entſchädigung noch 2000 Mark extra und der junge Mann wird ſo⸗ fort entlaſſen.“ Mehr als einmal hat man über das Schickſal einer Frau Münzen entſcheiden laſſen, die in die Luft geworfen wurden und bei denen auf Kopf oder Schrift gewettet war. Eine dramatiſche Szene dieſer Art ſpielte ſich zwiſchen zwei Genueſer Holzfällern ab, die beide raſend in eine niedliche kleine Putzmacherin verliebt waren. Eine Wette, bei der die Münze entſcheiden ſollte, war der letzte Ausweg, und als das ſchickſalsvolle Geldſtück dem einen Ent⸗ ſagung verkündete, da zog dieſer, ein gewiſſer Nizza, einen Revolver, ſchoß ſich durch den Kopf und fiel tot zu Füßen ſeines glücklichen Kampfplatz gemacht worden, auf dem über das fragetten! Erſter Herr;„Warum erlauben Schickſal einer Ehe entſchieden wurde. Nicht Nebenbuhlers. — Die 15 ſittlichen Unwürdigkeiten. Nicht weniger als 15„ſttliche Unwürdigkeiten“, die der Frau durch die engliſchen Trauporſchriften zugemutet werden ſollen, werden nach der„Tgl. .“ in einem temperamentvollen Manifeſt be⸗ kämpft, das die„Geiſtige Kampfliga für Frauen⸗ rechte und Freiheiten“ peröffentlicht. Der Ver⸗ ein, deſſen Präſidentin Lady Aberconway iſt und dem mehrere führende Schriftſtellerinnen ange⸗ hören, fordert von der Regierung ein Geſetz ge⸗ gen die„Erniedrigungen, die der Braut dem Bräutigam gegenüber auferlegt ſind“ Die Form der Eheſchließung in der anglikaniſchen Kirche ſei „eine gleiſtige Herabſetzung, die ſchwer auf den Frauen laſtet“. In die lange Reihe der„Un⸗ würdigkeiten“, die dann aufgezählt werden, ge⸗ hören vor allem die Worte bei der Trauung: „Ihm gehorchen und dienen“. Dieſer anſtößige Satz ſoll entfernt werden oder wenigſtens ein Zuſfatz, wie„ihr gehorchen und dienen“, ge⸗ macht werden. Entrüſtung erregt auch die For⸗ mel, nach der die Frau dem Manne zur Ehe „übergeben“ wird. Dieſer Ausdruck ſei ein ſchmachvolles Ueberbleibſel aus der Zeit, da das Weib noch kein freies Selbſtbeſtimmungsrecht hatte“; er ſei heute überlebt und falſch. Unwür⸗ digkeiten über Unwürdigkeiten liegen auch nach dieſem Manifeſt in der Uebergabe des Traurin⸗ ges und in den ſie begleitenden Erklärungen des Bräutigams. Die Regierung ſoll die ganze Ringzeremonie aufheben.„Die ſiebente Aufrei⸗ zung des Bräutigams zu geiſtigem Hochmut und Tyrannei“ wird in dem Wort des Geiſtlichen ge⸗ ſehen,„daß ſie zuſammen Mann und Weib ſein ſollen.“ In dieſer Formel liege die traurige Tatſache verſteckt,„daß die Frau ganz Weib und der Mann nicht ganz Gatte iſt.“ Die Aufforde⸗ rung, daß der Mann ſein Weib lieben ſoll wie Chriſtus die Kirche, erſcheint„als eine erſtaun⸗ liche Erniedrigung der Frauen und als eine ge⸗ fährliche Erhöhung des Mannes“ Das Paulus⸗ Wort, das hier in der engliſchen Trauzeremonie erſcheint und nach dem„der Mann das Haupt der Frau iſt, wie Chriſtus das Haupt der Kirche“, wird von der„Geiſtigen Kampfliga“ aufs heftiaſte beſtritten. Der Mann habe der Frau nichts zu befehlen, und wenn man ſchon den Spruch des Paulus beibehalten ſolſe, dann müſſe man ihn, um der Gerechtigkeit willen, durch folgenden Satz ergänzen:„Die Gatten unterwerfen dem Willen ihrer Frauen. ſich ebenſo Mannheim, den 12. 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