* Wounememt: 70 pfg. monatlich, Bringerlohn 30 Pfg. durch die Poſt inkl. Poſtaufſchlag Nk..42 pro Quartal Einzel⸗Nr. 5 Pfg. Inſerate: Kolonel⸗Seile 30 pfg. Reklame⸗Seile.20 Mxk. Täglich 2 Ausgaben(außer Sonntag) Schluß der Inſeraten⸗Aunahme für das Mittagblatt morgens 9 Uhr, für das Abendblatt nachmittags 3 Uhr der Stadt Mannheim und Umgebun Geleſenſte und verbreitetſte deitung in Mannheim und Umgebung 9 Telegramm⸗Hdreſſe: „General⸗Anzeiger Nanngeime Celephon⸗Nummern: Direktion und Buchhaltung 1449 Buchdruck⸗Abtellung.. 341 Redaktion 3537½7 Exped. u. Verlagsbuchhdlg. 218 Eigenes Redaktionsburean in Berlin nnn 7„kimtliches Derkündigungsblatt für den Amtsbezirk k im; dels⸗ und ie⸗Zei ür Sü i ür Ci Beila en: 1 zirk annheim; handels⸗ und Induſtrie⸗Zeitung für Südweſtdeutſchland; Beilage für Siteratur und Wiſſenſchaft; 9 Unterhaltungsblatt; Beilage für Cand⸗ und hauswirtſchaft; Rannheimer Schachzeitung; Sport⸗Revue; Wandern und Reiſen und Winterſport; Mode⸗Beilage; Srauen⸗Blatt. 1 4 Nr. 825 Mannheim, Samstag, 3. Mai 1913.(Mittagblatt.) Die heutige Mittagsausgabe umfaßt 16 Seiten. Telegramme. Die Berner Konferenz. W. Paris, 2. Mai. Die parlamentariſche Schiedsgerichtsgruppe nahm in einer von zahlreichen, namentlich der kadikalen und ſozialiſtiſchen Partei angehörigen Deputierten und Senatoren beſuchten Verſammlung einſtim⸗ mig einen von ihrem Obmann'Eſtournel⸗ les de Conſtant eingebrachten Beſchluß⸗ antrag an, in welchem es heißt: Die Schiedsgerichtsgruppe gibt ſich, indem ſie ſich auf der Berner Konferenz vertreten läßt, keineswegs der Selbſttäuſchung hin, zu glauben, daß dieſe Konferenz in z wek⸗ dienlicher Weiſe die Erörterung aller Fragen in Angriff nehmen könne, welche Frankreich und Deutſchland trennen. Sie iſt im Gegenteil der Anſicht, daß ſie ihr Tätigkeitsgebiet beſchränken muß, indem ſie zunächſt an Fragen herantritt, in welchen mehr Ausſicht beſteht, zu einer Ver⸗ fkändigung zwiſchen beiden Ländern zu gelan⸗ gen, und indem ſie peinlich jeden Eingriff ver⸗ meidet, welcher nicht vorher verabredet und geeignet würe, mehr Böſes als Gutes zu ſchaf⸗ fen. Die Vertretung der Gruppe wird entſchie⸗ den jede Gemeinſchaft mit den verabſcheuens⸗ werten chauviniſtiſchen Aufhetzungen ablehnen, die auf beiden Seiten der Grenze den geſunden Sinn und die Vaterlandsliebe der Völker auf Irrwege zu bringen drohen. Sie wird ver⸗ ſuchen, ob es nicht möglich iſt, dieſe Gefahr zu mildern, und andererſeits die Regierungen der militäriſchen Großmächte dazu zu bringen: Erſtens, zum mindeſten den Verſuch eines Stillſtandes in dem Anwgagchſen ihrer Marine⸗ und Heeresausgaben zu unternehmen, zweitens, die gegenſeitige Verpflichtung einzugehen, im Falle eines akuten Zwiſtes zu einer gütlichen oder furidiſchen Löſung zu gelangen. Schlietzlich fordert die Gruppe ihre Vertretung auf, zu prüfen, ob es nicht möglich wäre, daß von beiden Seiten ein Ausſchuß eingeſetzt wird, welcher die in Zukunft Frankreich und Deutſch⸗ land berührenden Fragen zu ſtudieren und ge⸗ gebenenfalls in dringender Weiſe ſich zu ver⸗ ſammeln hätte, um den beiden Regierungen ſeinen Beiſtand im Sinne der Verſöhnung an⸗ zütbieten. Sicherheitsmaßnahmen für König Alfons. W. Paris, 2. Mai. Wie aus Marſeille berich⸗ tet wird, überwachen die Sicherheitsbehörden im Hinblick auf die bevorſtehende Pariſer Reiſe des Königs Alfonſo in ſtrenger Weiſe alle aus Spanien eintreffenden Reiſenden. Der Kampf ums Frauenſtimmrecht mit Benzolfackeln. W. London, 2. Mai. Neun Anhänger und Anhängerinnen des Frauenſtimmrechts, dar⸗ unter Annie Kenney, der Chemiker Clay⸗ ton und der Druckerelleiter Drew, wurden von dem Bow⸗Street⸗Poltzeigericht unter der Anklage vorgeführt, ſich zwecks böswilliger Sachbeſchädigung zuſammengetan zu haben. Die von der Polizei beſchlagnahmten Schrift⸗ ſtücke wurden von dem öffentlichen Ankläger verleſen. Es befand ſich dabei ein Brief Clay⸗ tons an Annie Kenney, in dem der Schreiber bebauerte, daß die Lieferung gewiſſer chemiſcher Präparate, die Annte Kenneh verlangte, ſich verzögere. In einem anderen Schriftſtück, das ebenfalls den Namen Claytons trägt, wurde der Plan vorgeſchlagen, nach welchem falſche Feuer⸗ alarme abgegeben werden könnten. Ein weiteres in Claytons Räumen vorgefundenes Schrift⸗ ſtück enthielt eine Liſte von ſieben Bauhöfen in London, die für den Anſchlag geeignet wären. In einem anderen Schriftſtück wurde auf eine Anzahl Baumwollſpinnereien Bezug genom⸗ men, die der Schreiber beſichtigen wollte. Schließlich wurde darauf hingewieſen, daß die Bureaus der National Health Inſurance Com⸗ miſſion für den Anſchlag geeignet ſeien. In dem Schriftſtück iſt auch der Plan eines Gebäudes angegeben und das Fenſter bezeichnet, durch welches eine Paraffin⸗ oder Benzolfackel gewor⸗ fen werden könne. Die Verhandlung wurde vertagt. Das Land der Revolutionen. OLondon, 3. Mai.(Von unſ. Lond. Bur.) Aus Waſhington wird der Morning Poſt tele⸗ graphiert, daß die letzten Berichte aus Meyiko wieder ſehr bedenklich lauten. Die revolutio⸗ näre Bewegung greife immer weiter um ſich. Aus Cbina. London, 3. Mai.(Von unſ. Lond. Bur.) Aus Peking wird dem„Newyork Herald“ gemeldet, daß der Staatschef der Republik, Muanſchikai, ſich damit beſchäftige, ſeine Trup⸗ pen in ſtrategiſche Poſitionen zu bringen. General Schuang Schun, der Nanking während der Revolution verteidigte, erhielt Befehl, mit 10000 Mann nach Pukow zu marſchieren, um Nanking, falls dies notwendig werden ſollte, zu nehmen. General Hau Pao San iſt mit 12000 Mann von Nungchow nach dem Yangtſe abge⸗ gangen. Er erhielt Befehl, nach Shang hai zu marſchteren, falls ſich eine Notwendigkeit her⸗ ausſtellen ſollte. Die Truppen von Nungchow haben bereits das Arſenal von Hayang beſetzt und man hofft, daß dieſe Truppenbewegungen ausreichen werden, um die heftige Agitation, die ſich gegen das gegenwärtige Regiment richtet, einzudämmen. Welcher Art dieſe Agitation iſt, geht aus einem Kabeltelegramm hervor, das ein Londoner Freund Sunjatſens erhielt. In dieſem Tele⸗ gramm heißt es, die Pekinger Regierung ſei an der Ermordung des Natiolaliſtenführers Sung Chio Nu in Schanghai ſchwer beteiligt geweſen. Die chineſiſche Regierung, die ſich ihrer Schuld bewußt ſei, werde ſicher geſtürzt werden. Um aber den Eintritt des Verhäng⸗ niſſes hinauszuſchieben, ſchloß ſie plötzlich auf eine nicht verfaſſungsmäßige Weiſe eine Anleihe von 25 Millionen Lſtr. mit einer Fünfergruppe ab, trotz des heftigen Proteſtes der chineſiſchen Vertreter, die hauptſächlich in Peking verſam⸗ melt ſind. Die Wut des Volkes hat ihren Höhepunkt erreicht unb die heftigſten Zuſammenſtöße ſind unvermeidlich geworden. OLondon, 3. Mai.(Von unſ. Lond. Bur.) Aus Waſhington wird gemeldet, daß die chineſiſche Republik geſtern von den Ver⸗ einigten Staaten von Nordamerika feierlich an⸗ erkannt worden ſei. Die zwiſchen dem Prä⸗ ſidenten Puanſchikai und dem Präſidenten Wil⸗ ſon ausgetauſchten Noten ſind in den freund⸗ lichſten Worten abgefaßt. ** *GEſſen, 2. Mai.(Priv.⸗Del.) Wegen Lan⸗ desverrat wurde auf Erſuchen der Eſſener Polizei ein Gaſtwirt in Aachen verhaftet, außerdem noch drei Perſonen, darunter ein Sprachlehrer. Die Unterſuchung ergab großes Belaſtungsmaterial Die Annexion von Shkutari. Die Proklamation des Erb⸗ prinzen Vanilo. Wien, 2. Mai. Die„Albaniſche Korre⸗ ſpondenz“ meldet aus Skutari: König Nikolaus hat nunmehr Skutari in aller Form annektiert und zur Hauptſtadt von Montenegro proklamiert. Unter gro⸗ ßem militäriſchem Pomp und im Beiſein aller höheren Offiztere und Behörden wurde eine diesbezügliche Proklamation des Erb⸗ prinzen Danilo öffentlich verleſen und in ſerbiſcher und albaneſiſcher Sprache gedruckt verteilt. Die Proklamation hat folgenden Worklaut: An die Bevölkerung von Skutari! Das ruhm⸗ reiche Heer Seiner Majeſtät des Königs Niko⸗ laus iſt in Skutari eingezogen. Nicht wie eine Armee, die Euch beſiegen will, kommt es zu Euch, ſondern als eine Macht, die Euch befreien will von dem türkiſchen Joch, unter das Eure Vorfahren— gerade in dieſem Monat ſind es 435 Jahre— nach einem für ſie ruhmreichen Kriege, nach tapferen Kämpfen geraten ſind. Das montenegriniſche Heer kommt zu Euch nicht nur um Euch von dieſem Joch zu befreien, es verpflichtet ſich, zu jeder Zeit Eure alten Bräuche, Gure Freiheit und Euren Glauben zu ſchützen, wie es ja bekannt iſt, daß Montenegro Untd die ſerbiſche Nation ſtets allen Konfeſſlonen die Achtung gewahrt hat. Bevölkerung von Skutari! In dieſem für das Heer Seiner Mafeſtät des Königs ſo bedeut⸗ ſamen Augenblickergreife ich Beſitz von Skutari als der neuen Hauptſtadt von Montenegro. Ich hoffe, daß dieſe Stadt erblühen wird in den Strahlen des Glücks ihrer Bewohner. Ich verſpreche allen Einwoh⸗ nern Sicherheit ihres Lebens und Beſitzes, ver⸗ ſpreche ihnen, daß Gerechtigkeit und Friede allen gewährt wird. Ruhe und Friede wird unter Euch herrſchen. Wir alle werden Euch aller jener Segnungen erfreuen, die eine friedliche und ziviltſterte Regterung einem Volke zu brin⸗ gen vermag. Möge ein jeder zu ſeiner Beſchäf⸗ tigung zurückkehren, die er in der trüben Zeit verlaſſen, die er erlebt hat. Friede ſei mit Euch. Gehorchet den Befehlen der Regierung, denn diefentgen, welche ſich ihnen widerſetzen ſollten, werden ſtrengſte Beſtrafung zu erwarten haben. Bewohner der Stadt Skutari! Dieſes Bild einer Vergangenheit, die ſo ruhmreich iſt, ſoll ſich jetzt bewähren. Das Glück hat es gewollt, daß ſich unter der glorreichen Fahne Monte⸗ negros jenes Land wieder vereinigt, das Gewalt vor mehr als 400 Jahren getrennt hat. VBewohner der Stadt Skutari! Vereinigt Euch mit uns in dem Rufe: Es lebe König Nikolaus I. Er lebe, er lebe, er lebe! Der Kommandant der montenegriniſchen Armee: Erbprinz Danilo. * Der europäiſche Skandal. Die Depeſchenbureaus verbreiten heute früh den Wortlaut der amtlichen Antwort Montene⸗ gros auf den letzten Schritt der Mächte; den weſentlichen Inhalt dieſer Antwort haben wir bereits geſtern mitgeteilt. Auch der Wortlaut läßt erkennen, daß Montenegro unbe⸗ dingt an Skutarifeſthält, wir geben nur die charakteriſtiſchen Schlußſätze hier wieder: Die warme und einmütige(2) Aufnahme, welche ſeitens aller Bevölkerungsſchichten, welcher Konfeſſion immer, der montenegrini⸗ ſchen Armee bereitet wurde, ſowie die von dem Erzbiſchof von Skutari, der Geiſtlichkeit und den katholiſchen und muſelmaniſchen No⸗ tabeln abgegebene Erklärung der Loyalität und Anhänglichkeit laſſen keinen Zweifel über die Dispoſition der Bevölkerung Skutaris, welche von dem Wunſche beſeelt iſt, ſowohl vom politiſchen als auch vom wirt⸗ ſchaftlichen Geſichtspunkte die für die Stadt vorteilhafte Annexion verwirklicht zu ſehen. Dieſe unzweideutigen Beweiſe der Anhäng⸗ lichkeit der Bevölkerung könnten wohl geeig⸗ net ſein, die Ergebniſſe der von den Groß⸗ mächten auf Grund unzulünglicher Daten durchgeführten Unterſuchung zu modifi⸗ zieren. Angeſichts dieſer Sachlage und rückſichtlich der Gründe, welche die Königliche Regievung ſpoben auseinandergeſetzt und der erleuchteten Beurteflung der Großmächte Unterbreitet hat, hat ſie die Ehre zu erklären, daß ſie der unterm 8. April(21. April) den Großmächten gemachten Mitteilun treu bleibt und ſich vorbehült, die Skutarifrage an dem Zeitpunkte anzuſchneiden, wo im Laufe der Friedensverhandlungen mit der Türkei die verbündeten Balkanſtgaten mit den Groß⸗ mächten die endliche Feſtlegung der Grenzen Albaniens erörtert werden. Dazu kommt die bisher nicht widerrufene Nach⸗ richt von der Ausrufung Skutaris zur Haupt⸗ ſtadt Montenegros. Es kann alſo kein ifel mehr obwalten, daß Montenegro gutwillig Skutari nicht räumen wird, daß bie des Herrn Popowitſch nach etwaigen Entſchädigun⸗ gen für die Räumung Skutaris entweber einen ganz unverbindlichen Charakter trug oder direkt beſtimmt war, die Mächte hinters Licht zu führen und einſchneidende Beſchlüſſe zu verhindern oder doch hinauszuſchieben— jedenfalls hat die ſchil⸗ lernde und unbeſtimmte Frage des Herrn Popo⸗ witſch die Verſchiebung der Verhandlungen auf Montag erreicht und inzwiſchen ſchafft Monte⸗ negro eine vollendete Tatſache und kompliziert dadurch im Bunde mit der Paſſivität und Ent⸗ ſchulßunfähigkeit des„einigen“ Europa und Eſſad Paſcha die Skutarifrage immer mehr zuſeinen Gunſten und zu ungunſten Europas Man be⸗ greift unter dieſen Umſtänden, daß man in Wien endlich des trockenen Tones ſatt wird und immer energiſcher und entſchiedener auf ein beſchleunig⸗ tes militäriſches Vorgehen gegen Montenegro drängt. Alles, was über den geſtrigen Miniſter⸗ rat bekannt wird, deutet darauf, daß in der öſter⸗ reichiſch⸗ungariſchen Regierung kaum noch Hoff⸗ nung auf eine vorbehaltloſe Unterwer⸗ fung Montenegros beſteht, an der die Wiener Politik unbedingt feſthält, und der ſtarke Wunſch der halben und das Anſehen Oeſterreich⸗Ungarns ſchwer ſchädigende Situgtion ſchleunigſt ein Ende zu machen, was wir durchaus begreiflich und auch politiſch richtig finden. Es iſt tatſüchlich ein curopäiſcher Skandal, daß das einige Europa durch ſeine innere Uneinigkeit ſo unfähig iſt, Monttenegro zur ſchleunigen Reſpektierung ſeines Willens zu zlwingen, nachdem die Herausforde⸗ rungen des Herrn der Schwarzen Berge immer dreiſter und dreiſter geworden ſind und er nun⸗ mehr mit der Annexion von Skutari Europa ſo etwpas wie eine ſchallende Ohrfeige verſetzt hat. In den Kabinetten aber ſcheint immer noch keine Neigung vorhanden zu ſein, der Tragikomödie ein raſches Ende zu bereiten. Sehr inſtruktio iſt ein längeres Berliner Telegramm der„Frankf. Itg.“, man rechnet in Berlin immer noch auf eine Nachgiebigkeit Nikitas, wobet aller⸗ dings die Annexion von Skutari noch nicht in Betracht gezogen wurde. In folgenden Sätzen wird Oeſterreich⸗Ungarn gebeten, doch noch bis zum Montag zu warten: In biplomatiſchen Kreiſen nimmt man ganz überwiegend an, daß Oeſterreich⸗Ungarn von der freien Hand, die es nach dem bisherigen Verlaufe der Botſchafterberatungen hat, und obwohl es der Begleitung Italſens bei einem militäriſchen Einſchreiten jetzt ſicher iſt, nicht Gebrauch machen wird, daß es vielmehr, bis 2. Seite. e Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagblatt). Mannheim, 3. Mai. es militäriſch handelt, das Ergebnis der Kon⸗ vom nächſten Montag abwarten wird. Mag ſchnelles Drauflosmarſchieren und, wenn es nötig iſt, Drauflosſchießen auch heroiſcher ausſehen und als eine augenfälligere Wah⸗ rung des Preſtiges der Großmacht erſcheinen, ſo iſt ein Abwarten um wenige Tage doch durchaus verſtändlich und verſtändig, wenn die Ausſicht beſteht, daß auch ohne Anwen⸗ dung der letzten Gewaltmittel der N 0 le Zweck, Herausgabe Skutaris von Montenegro, reicht werden kann. auf der geſtrigen Konferenz in London be⸗ ſtanden zu haben und der Grund für die Ver⸗ tagung bis Montag zu ſein. Inzwiſchen aber bleibt König Nikita der mächtigſte Mann as und die ganze Welt lauſcht geſpannt, was dieſe Majeſtät in den nächſten 48 Stunden zu beſchrießen füür gut finden wird; die mächtige Dipl omatie des müchkigen Europas begnügt ſich damit, zu hoffen, daß bis zum Montag König Nikita ſeine Bereit⸗ willigkeit offiziell erklären werde, auf Skutari zu wenn er dafür eentſch ädigt werde— eine Löſung, die ſicher nicht die Wahrung d es öſterreichiſchen Preſtiges enthalte n würde, auf die die Großmacht Anſpruch hat. In Wien beſteht man auf einer vorbehaltloſen Unterwer⸗ fung Montenegros, die Londoner konferenz iſt mit einer ſchwächlichen Löſung z frieden: Abzug gegen Entſchädigungszuſage, ſ. hofft, daß Nikita die Liebe nstwürdigkeit 2 werde, nur noch bis zum Montag die Schwäche des uneinigen Europas bloßzuſtellen, Nikita aber fordert Europa durch die Annexion von Skutari heraus, die auch nur als Bluff eine Provokation bleiben würde. Das iſt! die behagliche Situation, in der ſich gegenwärtig Europa befindet. Die Entſcheidung des Miniſterrats. * Wien, 2. Mai. Das Neue Wiener Tagblatt veröffentlicht eine Unterredung mit einem Staatsmann, der an dem heutigen Mini⸗ ſte nvat teilnimmt. Der Staatsmann habe er⸗ klärt, die Situation ſei höchſt kritiſch; die Polttik Oeſterreich⸗Ungarns habe aus ſeinen Ab⸗ ſichten kein Geheimnis gemacht, und es werde Uunmehr zu deren Verwirklichung gedrängt. Der heutige Mimiſtervat werde ſich ſchon mit den finanziellen und militäriſchen Einzelfragen be⸗ faſſen, die ſich auf die Durchführung dieſer Ab⸗ ſichten beziehen. Von den bevorſtehenden militä⸗ riſchen Dispoſttionen werde der Mimiſterrat nur Keuntnis nehmen. Der Staatsmann habe die Hoffwung ausgeſprochen, daß die militä⸗ riſche Altlonlokaler Naturbleibe. Was Italien betreffe, ſo könne er nach beſtem Wiſſen mitteilen, 1 5 es mät Oeſterreich⸗ Ungarn gchen werde 2 Mai Nach einem Com⸗ munique gab Graf Berchtold in dem ge⸗ meinfamen Miniſterrat nach Durchberatung ver⸗ ſchiedener laufender Angelegenheiten ein aus führliches Expoſs über den gegenwärti⸗ gen Stand der politiſchen Lage. An ſeine Dar⸗ legungen knüpfte ſich eine eingehende Diskuſſion, an wpelcher ſich fämtliche Miniſter beteiligten und aus der ſich eine völlig einheitliche Auffaſſung über die in der auswärtigen Politik einzuhaltende Richtkinie für ein weiteres 0 ergab. Wien, 2. Mai.(Bon unſ. Priv.⸗Korr.) Der heutige Miniſtervat dauerte von 11 bis 343 Uhr. In hieſigen maßgebenden Kreiſen hetrachtet man die Lage vom öſterreichiſch⸗ ungariſchen Standpunkt aus als unvevändert, da man der Anſicht iſt, daß Hureinevorbehaltloſe Unterwer⸗ fung Montenegros unter den Willen der Mächte Zwangsmaßnahmen unnö⸗ Eine Unterwer⸗ er⸗ die Beſchlüſſe für Dieſe Erwartung ſcheint ee e W. Wien, 2. Mai. Die Neue Freie Preſſe meldet zu der heutigen geſ amen Mini⸗ ſlerberatung: Der Zweck der Beratung war, vorwiegend jene Maßnahmen der inne⸗ ren Verwaltung zu erörtern, die im Falle eines auswärtigen Konfliktes notwendig wären, ſowie Maßnahmen f i nanzpolitiſcher Natur zu beſprechen. Dieſer Punkt bildet den weſentlichſten Beratungs ſtoff. Entſcheidende die auswärtige Politik hatte der Miniſterrat nicht zu treffen, weil es ſich dabei um Kronrechte handelt, die ausſchließlich dem Kaiſer als dem oberſten Kriegsherrn zuſtehen. Die Miniſter wurden über die Situation ein⸗ gehend informiert und aufgefordert, jene inneren Vorbereitungen zu treffen, die im Ernſtfalle not⸗ wendig ſind.— Morgen findet ein öſterrei⸗ chiſcher und ungariſcher 5 e rat ſtatt, behufs Entgegennahme der Vorſchläge der gemeinſamen Regieru ug. Das Ergebnis der Londoner⸗ Botſchafterkonferenz. Pari 2 Mai. Der Londoner Kor reſpondent des„Temps“ will über den Verlauf der geſtrigen Botſchafter⸗Sitzung u. a. folgendes erſahre en haben: Der 56f ſterreick hiſch⸗ungariſche Botſchafter Graf von Mensdorff erklarte, daß Oeſterreich⸗ Ungarn, da die Mächte bezüglich der gegen Mon⸗ 10 tegro anzuwendenden Zwangsmaßregeln zu keiner Verſtändigung gelangen könnten, ſelbſt die Entſcheidung ausführen zu müſſen glaube, und 320 dieſem Behufe auf ihre Unterſtüt ae Seine Regierung könne ſichnicht auf die Hy⸗ 55 otheſe von Verhandlungen eißen welche bezweckten, Montenegro vor der Räu⸗ mung von Skutari Gebietskompen⸗ ſationen anzubieten. Falls dieſe Frage ſpäterhin aufgeworfen würde, ſo könnte durch dieſe Kompenſationen in keinem Fall die Grenze von Albanien abgeändert werden. Die öſter⸗ reichiſch⸗ungariſche Regierung wäre nach der Räumung von Skutari durchausgeneigt, wirtſchaftliche und finanzielle Maßnahmen zugunſten Montenegros zu ergreifen. Grey fragte, welche Zwangsmaßregeln Oeſterreich⸗Ungarn ins Auge faſfen würde, und bemerkte ſodann, daß der montenegriniſche Ver⸗ treter Popopwitſich mit dein Unterſtaatsſekre⸗ tär Nicolſon eine offiziöſe Unterredung ge⸗ habt habe, welche in den Fragen gipfelte: Würde man Montenegro, falls es Skutari hergebe, ter⸗ ritorfale Kompenſationen und finanzielle Hilfe bewilligen, und welcher Art? Der deutſche Botſchafter Fürſt Lichnowsky chabe erklärt, es wäre notwendig, daß die Mächte über die von Popowitſch angeregten Fragen be⸗ ricten, worauf die Fortſetzung der Verhandlun⸗ gen auf Montag verſchoben wurde. Zum Einmarſch bereit. Berlin, 3. Mai.(Von unſ. Berl. Bur.) Aus Wien wird gedrahtet: Gleich nach Be⸗ endigung des Miniſterrates verbreitete ſich das Gerücht, daß der Kriegsminiſter den Einmarſch in Albanien beſchloſ⸗ ſen habe und ein Budapeſter Blatt teilte dieſe Verſion in einer Extraausgabe ſeinen Leſern mit. Wie der Korreſpondent des Lokakanzeigers aus beſter Quelle erfahren will, iſt dieſe Nach⸗ richt in diefer Form unrichtig, da der Beſchluß eines Einmarſches in Albanien an und für ſich die Kompetenz des Miniſterrates weit überſchrei⸗ ten würde. Dieſe letzte Entſcheidung iſt dem Kaiſer vorbehalten. Der Miniſterrat hat nur auf den Vorſchlag und die Anregung des Grafen Berchtold hin für notwendig erachtet, alle jene Maßnahmen zu treffen, die dem Kaiſer die Ent⸗ ſcheidung im Sinne einer militäriſchen Atkion zur Durchführung der Beſchlüſſe Europas mög ſtellung der Mu⸗ übe— kurz alles, Es wurde feſt⸗ Kommando der zur 1 5 8 1 Truppen Feldzeugmeiſter Kotio⸗ Truppentransporte, der Sicherſ nition und der Proviuntch was zur Vorbereitung gehört. geſ ſetzt daß das gelangenden rek erhält. Die Nachricht, die über England kam, daß öſterreichiſche Transportſchiffe mit Truppen in Antivariangekommen ſind, beſtätigt ſich, ebenſo die Meldung, daß die Truppen in Caſtel Nuovo auf telegra⸗ phiſche Ordre des Kriegsminiſters hin in der Nacht eingeſchifft worden ſind. Heute findet ein öſterreichiſcher Min iſte ra t ſtatt zur Entgegennahme von Vorſchlägen 5 Regierung. Berlin, 3. Mai.(Von unf, Berl. Bur.) Aus Ro m wird t telegraphiert: Wie Giornale 'Italia aus Gaeta meldet, haben die Schlacht chiffe„Regina, Marguerita“,„Vareſe“, „Garibaldi“,„Sizilia“,„Umberto“ und Ema⸗ nuele Filiberto“ ihre Schießübungen abgebrochen und ſind auf radiotelegraphiſchen Befehl nach Einnahme eines auf 14 Tage berechneten Lebens⸗ mittelvorrates nach Brindiſi abgedampft. Das Geſchwader hat Befehl erhalten, ſich in Brindiſi auf Ausfahrt bereit zu halten.(Dieſe Meldung hängt auch ſicher mit dem Projekt einer öſterreichiſch-italieniſchen Aktion in Albanien zuſammen. D. Red.) Panflawiſten. Berlin, 3. Mai.(Von unſ. Berl. Bur.) Aus Petersburg wird Die Mit⸗ glieder der Rechten des Reichsrates hielten vor⸗ geſtern unter Vorſitz ihres Führers des Exmini⸗ ſters Durnowo eine parlamentariſche Soiree ab. Es wurde ein Tadelsvotum der ruſſiſchen Bal⸗ kanpolitik angenommen, die ihre hiſtoriſche Auf⸗ gabe nicht erfüllt und die Jutereſſen d der Slawen und des Balkanbundes, der für die Tripleentente von höchſter Bedeutung ſei, nicht wahrgenommen habe. Deutsches Reich. — Der ſozialdemokratiſche Maftag. Wil⸗ helmshaven, 2. Mai. Der ſozialdemokratiſche Maifeſtzug war geſtern morgen in einem in der Nähe legenen der preußiſch⸗oldenburgiſchen Grenze ge⸗ Lokal in Rüſtringen zuſammengebreten. Auf der Wilhelmshavener Seite hatten Schu,, leute zur Sicherung des Verkehrs Aufſtellung ge⸗ nommen. Als der Zug ſich der Bfsmarckſtraße näherte, machte der Polizeikommiſſar mit lauter Stimme bekannt, daß das Betreten der Göker⸗ ſtraße, die zur kaiſerlichen Werft führt, verboten ſei. Dagegen ſei erlaubt, in die Bismarckſtraße einzubiegen. Da die Menge das Verbot mit Lachen und Hohnrufen aufnahm und ſich an der Straßen⸗ krenzung in verkehrſtörender Weiſe ſtaute, for⸗ derte der Kommiſſar ſie auf, auseinanderzugehen, widrigenfalls von der Waffe Gebrauch gemacht werden müßte. Da die Menge keine Miene machte, der Aufforderung zu folgen, wiederholte der Kommiſſar ſie und gab, als die Teilnehmer die Schutzmannskette gewalrſam durchbrechen ver⸗ ſuchten Befehl, mit blanker Waffe vorzugehen. Sechs Perſonen wurden leicht verletzt. Die er⸗ Menge ging unter heftigen Schimpfreden und Schreien auseinander bewarf dabei die Be⸗ amten mit Steinen. Ein Schutzmann wurde nie⸗ dergeworfen und mißhandelt. Verhaftungen wurden nicht vorgenommen. Badiſche Politit. BC. Karlsruhe, 2. Maj. Nach den bis jetzt getroffenen Beſtimmungen wird der Prinzregent von Bavyern mit ſeiner Gemahlin Montag nachmittag nach 4 Uhr hier Nach der Ankunft findet im Schloß Fürſten⸗ und Marſchallstafel ſtatt. Am Dienstag abend wird im Hoftheater als Jeſtvorſtellung„Aida“ ge⸗ geben und Mittwoch 2 Uhr 13 Min. reiſt der Prinzregent mit ſeiner Gemahlin nach der Pfalz ab. BNC. Lahr, 2. Mai. Die Schweine⸗ fleiſchpreiſe 5927 hier einen erheb⸗ lichen Rückgang aufzuweiſen. Nach einer Mitteilung der Bezirksmetzgerinnung koſtet das Ifund Schweinefleiſch mageres 90 Pfg., fettes 84 Pfg. gegenüber 1 Mk. bisher. Vom Landtag 1911/12. Den Landtagsabgeordneten uſw. wurden in der letzten Zeit die Verhandlungen der Zweiten Kammer der Ständeverſammlung des Groß⸗ herzogtums Baden vom 45. Landtag(1911/12) zugeſandt. Es ſind dies vier dicke Hefte, von denen zwei je 413, eines 534 und das vierte 601 Seiten zählt. Das erſte iſt das Protokollheft, das die amtlichen Protokolle über die 108 abge⸗ haltenen öffentlichen Sitzungen und daneben ein Perſonalregiſter enthält, aus dem genau zu er⸗ ſehen iſt, welchen Wahlkreis der einzelne Abge⸗ ordnete vertritt, und welchen Kommiſſionen er angehörte. Dieſem Regiſter folgt ein ſehr ge⸗ wiſſenhaft zuſammengeſtelltes Sachregiſter und dann kommt das Sprechregiſter. Dieſes führt zuerſt chronologiſch nach der Reihenfolge der Sitzungen ſämtliche Redner an und dann alpha⸗ betiſch; auf einen Blick kann man in der letz⸗ teren Abteilung ſehen, wie oft und bei welchen Gelegenheiten ein Abgeordneter oder ein Re⸗ gierungsvertreter geſprochen hat. Das erſte Beilagenheft umfaßt die Budget⸗ und Rech⸗ nungsſachen(Druckſachen 1⸗17), das zweite die Druckſachen von 18= 50 und das dritte jene von 51 72. Die ganze Materie iſt überſichtlich ge⸗ ordnet; die vier Hefte ſind für jeden Politiker ein bequemes Nachſchlagewerk. Das Hauptver⸗ dienſt an ſeinem Zuſtandekommen entfällt auf den Archivar der Zweiten Kammer, Herrn Direktor A. Roth. Vom Bund der Landwirte. BC. Karlsruhe, 2. Maf. Die Abteilung Baden des Bundes der Landwirte hält ihre diesjährige Landesverſammlung am Sonntag, den 4. Mai, nachmittags 2 Uhr, im Saale des Hotels„Friedrichshof“ in Karlsruhe ab. Nach der Anſprache des Landesvorſitzenden, des Freiherrn von Böcklin, werden die Reichs⸗ und Landtagsabgeordneten Rupp⸗Reihen und Schmidt⸗Bretten Bericht erſtatten. Hieran ſchließt ſich an ein Vortrag des bayeriſchen Reichstagsabg. Luitpold Weilnböck über„Die politiſche Lage“. 30. Karlsruhe, 2. Mai. Eine in Eggen⸗ ſtein abgehaltene Verſammlung des Bun⸗ des der Landwirte beſchloß in dem Landtagswahlkreis Karlsruhe⸗Land bei den kommenden Landtagswahlen die konſerva⸗ tive Kandidatur zu unterſtützen. Eine Vertrauensmännerverſammlung der Konſerva⸗ tiven hat bereits beſchloſſen, in dem genaunten Wahlkreis einen eigenen Kandidaten gufzu⸗ ſtellen. Aus der nationalliberalen Partei. Freiburg i. Br., 2. Mai. Der hieſige Jungliberale Verein wird von jetzt an in jedem Monate zweimal und zwar am Montag nach dem Monatserſten und am Montag nach dem Fünf huten ſtaatsbürgerliche Be⸗ Jprechungen veranſtalten. Durch dieſe Be⸗ ſprechungen ſoll die Kenntnis von Reich und Staat und dem öffentlichen Leben vorneßhmlich den Kreiſen vermittelt werden, die beruflich zu ſehr in Anſpruch genommen ſind, ſich in eigener Arbeit in die einſchlägigen Fragen zu vertiefen, dem Arbeiter wie dem Beamten, dem Kauf⸗ ßmann wie dem Handwerker. Die Zentrumshetze gegen die Schwarzwälder Zeitung. Bonndorf, 2. Mai. Das Zentrum kämpft ſchon ſeit urdenklichen Zeiten einen erbitterten Kampf, der nicht ſelten ſehr gehäſſige Formen tig machen Ka F lich machen. Alle finanziellen und miliekriſchen eintreſfen und am Bahnhof vom Großherzogs⸗ annimmt gegen die hieſige nationalliberale fung iſt aber bisher nochnicht erfolgt; Fragen wurden vom Miniſterrat vollkommen er-paar, der Generalität, dem Staatsminiſterium„S zwarzwälder Zeitung“ und deren Beſiter, auch liegen keine An ichen Dallir vor. ledigt, Dwohl der notwendigen Kredite wie der luſw. in leierlicher Weiſe ubfangen werden. Derrn 8. Spachholz. Die hieſigen Verfechter Feuilleton. Die Eisrieſen des Weltmvers. Acht mächtige Eisberge hat der engliſche Damp⸗ fer„Virgimian auf ſeiner Fahrt nach Halifan fclſt an derſelben Stelle geſichtet, an der vor nun⸗ mehr Jahresfriſt die„Titanic“ den Todesſtoß don einem ſolchen ſchwimmenden Eiſen rieſen empfing, und ſo iſt wieder die ſchwere Gefahr für die atlantiſche Schiffahrt drohend geworden, die dieſes grandioſe Naturſchauſpiel bedeutet. Ein feſſeluder Aufſatz, den Otto Baſchin über die Eis⸗ verhältniſſe des Meeres im Maiheft der Deutſchen Rundſchau veröffentlicht, rückt gerade die gigan⸗ tiſche Schönheit dieſer Naturerſcheinung in ein Helles Licht „Wenige Greigniſſe gibt es,“ ſo ſchreibt er,„die curch guf das blaſterteſte Gemüt einen ſo tiefen Eindruck machen wie das Paſſieren eines großen Eisberges in der Nähe des Schiffes. Wer jemals das Glück gehabt hat, eine ſolche ſtolze, in ſchnee⸗ igem Weiß ſchimmernde Eisinſel von gigantiſchen Dimenſionen bei ſtrahlendem Sonnenſchein auf den blauen Fluten des Ozeans ſchwimmen zu ſehen, der wird ſich gern des andächtigen Gefühls erinnern, den dieſe ehrfurchtgebietende Erſchei⸗ nung in ſeinem Gedächtnis zurückgelaſſen hat. Wie ein fremder Bote aus weiten Fernen mutet uns ſolch ein vorgeſchobener Poſten der Polar⸗ gebiete an, und unſere Vorſtellung findet in ihm eine Brücke, auf welcher die Gedanken ſich im Fluge über weite Räume hinweg in die Regionen des arktiſchen und antarktiſchen Eiſes berſetzen können.“ Der Schiffsführer, der ſolchen Eismaſſen be⸗ gegnet, wird freilich einen um ſo größeren Reſpekt vor ihnen haben, je gründlicher ſeine Bekannt⸗ ſchaft mit ihnen iſt. Eine genaue Kenntnis der Formen des Eiſes iſt für ihn unbedingt erforder⸗ lich; denn die Gefahr beruht, je nach der Ent⸗ ſtehungsart des Eiſes, 8 ganz Eigenſchaften desſelben. Das härteſte Eis iſ Süßwaſſereis, das ſich in Flüſſen und Seen bil⸗ det und durch den Eisgang im Frühjahr ins Meer hinausgetrieben wird. Dabei erſcheint es im Waſſer meiſt kriſtallklar und iſt ſchwer zu er⸗ kennen. Glücklicherweiſe tritt es jedoch meiſt nur in geringen Mengen eeee auf. Die häufigſte Form des T 8iſt das Schollen⸗ eis, das durch direktes Geriden des Meerwaſſers bei einer etwas niedrigeren Temperatur(je nach dem Salzgehalt des Meerwaſſers] entſteht. Es iſt jedoch ziemlich morſch und erreicht keine ſehr große Stärke, unter normalen Verhältniſſen jeden⸗ falls nicht über 10 Meter, ſodaß für ſtarke Fahr⸗ zeuge keine große Gefahr von ihm droht. Auf das Dreifache kann dieſe Eisſtärke anwachſen, wenn die einzelnen Schollen Abenende gedeh wer⸗ den und dann zuſammenfrieren. Durch Prveſſun⸗ gen, die durch Temperaturdifferenzen ſtarke Winde und Gezeiten entſtehen, wird dann das Schollen⸗ eis den Schiffen beſonders gefährlich. Unter dem Druck der Preſſungen wird das Eis plaſtiſch und biegſam.„Durch die drehende Bewegung, die mit jeder Preſſung verbunden iſt, ſchleifen ſich zuerſt die vorſpringenden Spitzen und Kanten der, Eis⸗ ſcholle ab, dann greifen die Ränder der einzelnen Schollen ineinander, krempeln ſich aufwärts und klettern förmlich aneinander in die Höhe. Dort, wo ſie zuſammenſtoßen, ſteigen ſie von beiden Sei⸗ ten in ſchiefer Ebene empor, gewaltige Blöcke übereinander und vor ſich her werfend. Je tiefer ſie ſich einbohren, um ſo größer wird der Haufen von Trümmern, und deſto mächtiger werden die höher und höher 5 naufgeſchraubten Stücke. Die aufgetürmte Mauer wächſt unaufhörlich, immer breiter wird ihre 5 und kaum ſcheint es mög⸗ lich, daß ſich die unbekannte Kraft noch ſteigert, welche die beiden Felder in Bewegung ſetzt und ſolche Wälle aus Eisklötzen aufzubauen vermag. Aber noch immer ſtürzen Blöcke krachend von oben herab, und andere. von unken hinaufge⸗ ſchraubt, nehmen ihre Stelle ein, noch immer hebt ſich der obere Kamm und wirft ſeinen Ueberſchuß nach beiden Seiten hinunter. Die halb erſtickten, aus dem Haufen dumpf beraustönenden ſchuß⸗ artigen Schläge des berſtenden Eiſes, das Aechzen und Klirren der ſplitternden Platten, das Krachen und Poltern der übereinander hinwegſchreitenden und fallenden Klötze bezeugen, daß die Zerſtö⸗ rung ohne Unterbrechung in vollem Gange iſt. Da gibt endlich eines der Felder nach, aus allen Riſſen und Sprüngen gurgelt plötzlich das 5 empor, ein Teil der Eismauer ſtürzt ein und den ganzen Berg ton Eisblöcken, den ganzen hohen Wall mit ſich führend, marſchiert das eine in die Tiefe.“ Durch ſolche Preſſungen wird bisweilen ein Schiff nicht zerkrümmert, ſondern hoch emporge⸗ hoben und treibt als Beute des Eiſes mit ihm fort. Die intereſſanteſte und impoſanteſte Form des Treibeiſes aber, die Eisberge, bedürfen zu ihrer Entſtehung ausgedehnter Landmaſſen, auf denen ſich der Schnee in großer Mächtigkeit ſam⸗ melt und ſchließlich in klares Gletſchereis über⸗ geht. Die echten Eisberge entſtehen da, wo nicht einzelne Gebirgsgletſcher ins Meer münden, ſon⸗ dern wo eine Landeisbedeckung größten Maß⸗ ſtabes, die man als Inlandeis bezeichnet, an das Meer grenzt, alſo beſonders in Grönland und auf dem Südpolarkontinent. Der gewaltige Druck, den die Inlandeismaſſe von Hunderten und Tau⸗ ſenden von Metern Dicke, auf die unteren Eis⸗ ſchichten ausübt, preßt das Eis nach der Küſte hin, wo es ſchließlich in den Buchten und Fjorden das Meer erreicht. Die bis zu 100 Meter hohen und mehrere Kilometer langen Eismauern werden in die See hinausgeſchoben, bis die nach oben ge⸗ richtete Kraft des Auftriebes größer wird als die Kohäſion der Eismaſſe; dann entſteht mit lautem Knall eine Spalte und unter donnerähnlichem Krachen löſt ſich ein großes Stück der Eismaſſe los. Die ſtarke Zerklüftung, die in Grönland das Eis beim Herauspreſſen durch die ſchmalen Fjorde erleidet, hat eine unregelmäßige Geſtalt und For⸗ men von unerſchöpflicher Mannigfaltigkeit zur Feld über das andere hinüber und drückt es hinab emerereen Mannheim, 3. Mat. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nechrichten(Mittaaßlatt). 8. Senn. der Partei für Wahrheit, Freiheit und Recht be⸗ dienen ſich dabei nicht immer allzu einwaad⸗ ſreier Mittel, wie man im Laufe der Zeit zur HGenüge beobachten konnte. Sie beabſichtigen im Grund genommen nichts anderes, als einen der beſten und, unerſchrockenſten Vorkämpfer der Nationalliberalen Partei den Aufenthalt hier zu herleiden, ihn womöglich geſchäftlich derart zu ſchädigen, daß er gerne von hier verzieht. Darauf Fzielt der langjährige Kampf des Zentrums bei uns hier oben ab. Warum bekämpft das Zentrum die„Schwarzwälder Zeitung“ mit ihrem Verleger ungusgeſetzt, und warum ſchmäht es die hieſigen balen Führer in der abſtoßendſten Weiſe, war⸗ um führt es bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit den gehäſſigſten perſönlichen Kampf gegen alle, die ſich offen als Nationalliberale zu bekennen wagen? Die Antwort hierauf iſt ſehr einfach, ſie lautet: Aus Angſt vor dem Liberaſis⸗ mus im allgemeinen und vor der Nationallibera⸗ len Partei im beſonderen. Unzählige Male hat anch hier oben das Zentrum in Verſammlungen ſeinen Zuhörern die abgedroſchene Mär von der ſterbenden Nationalliberalen Pareti, die in den lezten Zügen liege, die den Todeskampf kämpfe uſw., aufgebunden; unzählige Male konnte mim guch in der Zentrumspreſſe auf dem Schwarz⸗ walde leſen, daß es mit dieſer Nationalliberalen Partei fortwährend bergab gehe, daß ſie gar bard zu exiſtieren aufhören werde, daß ſie überwunden ſei. Und ſtatt deſſen ſehen die Schwarzwälder, daß eben dieſe Partei fortwährend neue Vereine gründet, immer weitere Anhänger unter allen Schich i der Bepölkerung gewinnt, ihre Or⸗ ganiſation von Jahr zu Jahr zunimmt, daß dieſe Partei nicht einem hilfloſen Greiſe gleicht, der ſeine letzten Tage gezählt ſieht, ſondern einem ſtarken kräftigen Mann, der den Zentrums⸗ ſtürmen mit Erfolg zu trotzen imſtande iſt. In ihrem Beſtreben, immer mehr Neuland zu gewin⸗ nen, wird die Nationalliberale Partei von der „Schwarzwälder Zeitung“ ſchon von alters her unterſtützt und zwar ſo ſehr, daß es dem Zentrum immer ſchwerer wird, ſich bei uns zu halten. Sehen wir einmal die Wahlziffern von der Land⸗ ſagswahl im Jahre 1909 an. Der Kandidat des Zentrums hat damals mit einer nicht all zu großen Mehrzahl geſiegt; er hatte 299 Stimmen mehr als beide andernKandidaten zuſammen. Unſer Wahlkreis zählte damals 6838 Wahlberechtigte, von denen aber nur 5488 von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten; 1348 hatten alſo den Weg zur Wahlurne nicht gefunden, das ſind 20 Prozent aller abgegebenen Stimmen. Zentrumswähler ſind dies ſicherlich nicht. Das wiſſen die Herren dom Zentrum ganz genau. Sie wiſſen aber auch, daß infolgedeſſen die Ausſichten des Zentrums⸗ kandidaten bei den kommenden Wahlen im Herbſt nicht die beſten ſind und daher ihr ſcharfer ſpitzer Kampf gegen jene, die nicht auf die Zentrums⸗ ſahne ſchwören, daher ihre maßloſe Hetze gegen die liberale„Schwarzwälder Zeitung“ und gegen die lokalen Führer. Arbeiterbewegung. London, 2. Mai. Infolge der Beſchäf⸗ fgung Nichtorganiſierter ſind über 20 000 Berg⸗ leute in den Kohlengruben von Süd⸗Wales in den Ausſtand getreten. Im Diſtrikt Swanſeg wird jedoch in allen Kohlengruben mit Ausnahme von keiner gearbeitet. s Stadlt und.and. 4* Manunheim, 3. Mai 1918. 9. Badiſches Züngerbundes⸗ feſt in Mannheim Pfingſten 1918. Die beiden Wettgeſang⸗Konzerte am Pfingſtſonntag führen ſowohl im „Erſchwerten Volksgeſang für Stadtvereine“, wie auch im„Einfachen Volksgeſang für Stadt⸗ vereine“ badiſche Männerchöre ins Treffen, deren Lied zu lauſchen für die F reunde des Männergeſanges reges Intereſſe bieten wird. So treten unter anderem„Eintracht“⸗Pforzheim⸗ Brötzingen mit 123 Sängern,„Concordia“⸗ Pforzheim mit 110 Sängern,„Sängerbund“⸗ Dillſtein mit 105 Sängern und„Nähmaſchinen⸗ bauer“⸗Durlach mit 100 Sängern im erſchwerten Volksgeſang auf den Plan. Auch im einfachen Volksgeſang konkurriert ein Verein, der„Ge⸗ werbegeſangverein Gaggenau“ mit 100 Sängern um die Siegespalme. Im Kunſtgeſang wird vor allem der„Sängerkranz“⸗Pforzheim mit 145 Sängern und die„Liederhalle“⸗Karlsruhe mit 190 Sängern großem Intereſſe begegnen. Beide Chorvereinigungen haben den gleichen Preis⸗ chor„Weihe des Liedes“ von Dr. Friedrich Hegar gewählt. Die„Badenia“⸗Karlsruhe mit 150 Sängern, der„Liederkranz“⸗Karlsruhe mit 156 Sängern, der„Frohſinn“⸗Schwenningen mit 126 Sängern, und der„Männerchor Lörrach“ mit 90 Sängern treten gleichfalls in der Abtei⸗ lung Kunſtgeſang auf. Das Begrüßungs Bankett am Pfingſtſamstag abend, und in noch höherem Maße das Feſt Bankett am Sonntag abend, beide im Nibelungenſaal, führen die Mannheimer Bundesvereine mit wohlgewählten Einzelchören ins Treffen. Die Programme ſind außerdem für dieſe beiden Ver⸗ anſtaltungen durch Darbietungen aller Art, die auch dem Humor Rechnung tragen, gegliedert. Das Feſt⸗Konzert, dem der Feſtakt für das goldene Jubiläum des Badiſchen Sängerbundes vorangeht, weiſt ein vielgeſtaltiges, wohlgewähltes Pro⸗ gramm auf, das ſchon allein durch die Maſ⸗ ſenzahl der dabei wirkenden Sänger geeignet erſcheint, eine impoſante Wirkung zu machen. An der Orgel waltet hierbei Herr Reimund Schmidpeter ſeines Amtes. Als Mitwir⸗ kende ſind gewonnen: Herr Hofopernſünger Hans Bahling(Mannheim), Herr Dr. Nacke aus Heidelberg und das geſamte Mannheimer Hoftheater⸗Orcheſter. Beim Feſtakt ſingen die Mannheimer Bundes⸗ vereine den Pilgerchor, aus Richard Wagners „Tannhäuſer“, bei der Begrüßung am Sonntag den Feſtgruß von Hermann Bieling, gedichtet von Karl Heckel(Mannheim). Die muſikaliſche Direktion bei allen dieſen Veranſtaltungen, mit Ausnahme der Spezial⸗ chöre bei den Banketten, wo von Fall zu Fall jeder Vereinsdirigent in Tätigkeit tritt, liegt in den Händen des Feſtdirigenten, Muſikdirektor Friedrich Gellert. Karten zu allen dieſen Prranſtaltungen ſind im Vorverkauf bei der Kunſthandlung von K. F. Heckel(Mannheim) zu haben. 1* Mannheimer Maifeſtwoche 1913. Die Mannheimer Feſttage ſtehen unmittelbar bebor. In den Schaufenſtern der Stadt hat ein allgemeines Reinemachen begonnen. Viel⸗ fach ſind die Fenſter verhüllt, denn hinter den großen Spiegelſcheiben regen ſich fleißige Hände, um eine beſonders hübſche Ausſchmückung zu ſchafffen. Auch dieſes Jahr handelt es ſich nicht um einen Schaufenſterwert⸗ bewerb, man will ausſchließlich mit der Ge⸗ ſamtwirkung der Schaufenſterausſtattung den Effekt ſchaffen. Jeder Ladenbeſitzer hat zurzeit ſein Geheimnis, das in 24 Stunden enthüllt ſein wird. Die Schaufenſter derjenigen Detailge⸗ ſchäfte, welche zum Gelingen der Veranſtaltung beigetragen haben, ſind durch Täfelchen kenntlich gemacht, welche die Aufſchrift tragen„Mann⸗ heimer Malfeſt⸗Woche 4. bis 13. Mai 1913.— Dekoriert zur Fenſterſchau“. Um auch abends den Zweck der Fenſterſchau zu unterſtützen, werden die Detailgeſchäfte während der ganzen Woche ihre Schaufenſter bis 9 Uhr beleuchten. Die Detailgeſchäfte ſind ſich bewußt, daß nicht an allen Tagen der Maifeſt⸗Woche der Einkauf gleich ſtark ſein wird. Dies iſt leſcht erklärlich. An dieſen Tagen zieht das Publikum vorläufig nehr an den Schaufenſtern und Auslagen vor⸗ über. Es will ſehen. Damit iſt aber für den Ladeninhaber ſchon viel erreicht, denn die Beſchauer werden unbedingt auf ſeine Waren aufmerkſam, ſie unterhalten ſich darüber, ſtellen Vergleiche an, nennen die Namen der Kaufleute, und das alles bildet eine Reklame, wie man ſie nur wünſchen kann, denn in all dieſem beſteht doch eigentlich ihr Weſen. In ſpäteren Tagen erinnert ſich dann das Publikum bei Bedarf deſſen, was es geſehen hat und es müßte meik⸗ würdig zugehen, wenn dann nicht eine Steigerung des Umſatzes zu verſpüren wäre. Die Verkäufer haben dann durch die Fenſterſchau mit Erfolg zum Publikum geſprochen, was die Hauptſache iſt, Von dieſem Geſichtspunkt aus wäre es ſehr zu begrüßen geweſen, wenn eine noch größere Anzahl Detailgeſchäfte das Programm der Maifeſt⸗Woche finanziell unterſtützt hätte. Es iſt gar kein Zwei⸗ fel, daß ſich während der bevorſtehenden Feſttage eine ungewöhnlich zahlreiche Menſchenmenge in der Stadt bewegen wird. Die Auswärtigen geben auf alle Fälle Geld aus, der eine wenig, der an⸗ dere mehr, vielleicht ſogar reichlich; aber auch die Einheimiſchen werden durch die ganze feſtliche Stimmung leichter dazu geneigt ſein, ſich eben⸗ falls etwas zu leiſten, Geld unter die Leute zu bringen. So hat ein ganz beträchtlicher Teil der Bebölkerung Nutzen von der Veranſtaltung. Das hier ausgegebene Geld verteilt ſich mittelbar auf die verſchiedenſten Geſchäftszweige, die ſich im einzelnen nicht alle aufzählen laſſen. Wollen wir mit beſter Hoffnung den kommenden Feſt⸗ tagen entgegenſehen. Illuminationsfeſte während der Mai⸗Feſt⸗Woche. Um die Geſamtwirkung der für Dienstag, den 6. Mai und Donnerstag, 8. Mai vorgeſehenen Illuminationsfeſte zu erhöhen, richtet der Ver⸗ kehrs⸗Verein an die Bewohner des Friedrichs⸗ platzes und der Auguſta⸗Anlage die Bitte, nach Möglichkeit auch ihre Balkons und Fenſter mit Lampions oder Wachsfackeln zu illuminie⸗ ren. Ferner werden die Bewohner des Fried⸗ richsplatzes gebeten, ihre ſämtlichen dem Platz zu gelegenen Räume während der Dauer der Veranſtaltung zu beleuchten, was zum Gelingen eines eindrucksvollen Bildes außerordentlich bei⸗ tragen würde. Bei dieſer Gelegenheit ſei darauf aufmerkſam gemacht, daß das Große Bril⸗ lantfeuerwerk am Donnerstag, 8. Mai, abends 10 Uhr, auf dem Baublock zwiſchen der Mollſchule und der verlängerten Auguſta⸗Anlage (Gluckſtraßeh abgebrannt werden wird. Die Zu⸗ ſchauer werden dringend gebeten, ſowohl am Dienstag als auch am Donnerstag den friſch ein⸗ geſäten Grasxraſen der Auguſta⸗Anlage nicht zu betreten, ſondern ſich ausſchließlich auf den Wegen und Straßen aufzuhalten. Das Betreten des Raſens iſt durch den um die Beete geſpannten Draht mit Gefahr verbunden. Auch um Schutz der Raſenflächen des Friedrichsplatzes während der die kächſte Woche ſtattfindenden abend⸗ lichen Promenadekonzerte wird gebeten. Die Stellung der Fronten des Brillantfeuerwerks wird durch Wachsfackeln markiert, ſodaß man ſich ſchon hiernach ſeinen Aufſtellungsplatz wählen kann. Das Feuerwerk wird nicht wie im vorigen Jahr gegen die Mollſchule zu abgebrannt, ſon⸗ dern derart, daß es auf den Straßenzügen zwi⸗ ſchen der Seckenheimerſtraße und der Auguſta⸗ Anlage lungefähr bei der Oberrheiniſchen Ver⸗ ſicherungsgeſellſchaft beginnend! am beſten ge⸗ ſehen werden kann. Feſtpoſtkarte für die Mai⸗Jeſt⸗Woche. Der Verkehrsverein hat eine Feſtpo ſtlarte für die Maffeſtwoche herausgegeben, die nach dem Entwurf eines einheimiſchen Künſtlers, des Herrn Kunſtmalers Georg Joſt, in Vier⸗ farbendruck ausgeführt worden iſt. Da das dies⸗ jährige Feſt als eine Hauptnummer ſeines Pro⸗ gramms eine Beleuchtung des Friedrichsplatzes und des Waſſerturmes aufweiſt, lag es nahe, das Motiv für die Jeſtpoſtkarte dieſer Veranſtaltung zu entlehnen. Vom dunklen Nachthimmel heben ſich die Illuminationseffekte des Waſſertuyms und Friedrichsplatzes ab, künſtleriſch⸗diskret und dabei überaus wirkungsvoll wiedergegeben. Die Fertigſtellung der Karte iſt für Samstag nach⸗ mittag zu erwarten; ſie wird alsdann im Ver⸗ kehrsbureau und in einſchlägigen Geſchäften ver⸗ kauft. Am Sonntag nachmittag iſt ſie auf dem Rennplatz zu haben. Der Preis beträgt 20 Pfg. * Eine beſondere Ehrung wurde dem 2. Vor⸗ ſtand des Veteranen⸗Vereins Mannheim, Ka⸗ merad Schuhmachermeiſter Georg Heckmann, zu ſeinem 63. Geburtstage ſeitens der Mit⸗ glieder des Vereins zu teil. Die Poſtkapelle ſpendete dem Feldzugskameraden vor ſeinem Hauſe in J 2, Nr. 12 ein Ständchen. Alsdann begab ſich eine Abordnung des Vereins, an der Spitze der 1. Vorſtand, Kamerad Kapf, in die Wohnung des Jubilars und überreichte im Namen des Vereins die herzlichſten Glückwün⸗ ſche nebſt einem von ſeinen engeren Freunden gewidmeten Geſchenk. * Offenhalten der offenen Verkaufsſtellen. Die der Sozialen Arbeitsgemeinſchaft angeſchloſſenen Verbände, der Verein für Handlungs⸗Kommis bon 1858, der Verband Deutſcher Handlungs⸗ gehilfen zu Leipzig und der Kaufmänniſche Verein Mannheim haben ſich in einer Eingabe an das Großherzogliche Bezirksamt, hier, gewendet, wo⸗ rin ſie für die Abänderung der für die Sonntage der Frühjahrsmeſſe in Begug auf das Offen halten der Läden getroffenen Be⸗ ſtimmungen in der Hinſicht eingetreten ſind, daß die offenen Verkaufsſtellen am Pfingſtmon⸗ tag geſchloſſen bleiben ſollen. Bedauer⸗ licherweiſe konnte jedoch dieſer Eingabe nicht ſtatt⸗ gegeben werden, da der Pfingſtmontag diesmal in die Meſſe fällt und nach den Beſtimmungen der Meßordnung für die Meßbuden eine Ver⸗ kaufszeit von 11 bis 7 Uhr borgeſehen iſt, denen gegenüber die anſäſſigen Geſchäfte keineswegs im Nachteil ſein ſollen. Obengenannte Verbände und mit ihnen wohl auch ein recht großer Teil der in Frage kommenden Prinzipale ſind jedoch der Anſicht, daß erfahrungsgemäß die Einnahmen an ſolchen Ausnahmetagen oft kaum dazu ausrei⸗ chend ſind, die mit dem Offenhalten der Laden berknüpften Unkoften zu decken. Dies wird ſich am Pfingſtmontag umſomehr fühlbar machen, da dieſer Tag als allgemeiner Ausflugstag ſchon ſeit Jahren bekannt iſt. Auch das Sängerbundes⸗ feſt wird hier nicht mehr ausſchlaggebend wirken können; denn die Teilnehmer an dieſer Veran⸗ ſtaltung werden wohl kaum ihre Anweſenheit in Mannheim dazu benutzen, ihre Einkäufe zu ma⸗ chen. Alle dieſe Umſtände weiſen daraufhin, daß an dieſem Tage die Ladengeſchäfte eher mit einem Verluſt als mit einem Gewinn zu rechnen haben. Die Soziale Arbeits⸗Gemeinſchaft hofft deshalb im Intereſſe ſämtlicher Handlungslungsgehilfen. daß jeder ſozigl⸗ und deldenkende Prinzipal zum eignen Gewinn und zum Wohle ſeiner An⸗ geſtellten am Pfingſtmontag den Laden ge⸗ ſchloſſen halte. * Gin neuer Perſonendampfer befindet ſich ge⸗ genwärtig auf ſeiner erſten Bergfahrt. Das auf einer deutſchen Werft in Brandenburg erbante Boot heißt„Rex Rheni“ und gehört der Firma Gebr. Weber, Er iſt als Einſchraubendampfer er⸗ 15 baitt, hat 50 Metet Länge, 7% Meter Breite und hat einen Tiefgang von.25 Meter. Er kann 10001100 Perſonen aufnehmen. Die Maſchin⸗ hat 510 PS. Das Boot iſt mit allen neuzeitli hen Ginrichtungen verſehen. * Spitzen⸗Ausſtellung. Es iſt an dieſer Stelle ſchon darauf hingewieſen worden, daß in den Ta⸗ gen vom 7. bis einſchließlich 12. Juni eine N1s⸗ ſtellung der deutſchen Spitzenſchule des„Vereins zur Förderung deutſcher Spitzenkunſt“⸗Berlin in unſerer Stadt veranſtaltet wird. Dieſe ſoll in den Räumen der Loge„Carl zur Eintracht“ ſtattfinden und dürfte dem großen Intereſſe der Mannheimer Frauen begegnen. Der„Verein zur Förderung deutſcher Spibenkunſt E..“ beſteht ſeit einigen Jahren und beſchäftigt heute ſchon 200—300 Hausarbeiterinnen, Es werden wunder⸗ ſchöne Arbeiten zur Ausſtellung gebraht werden, bon den einfachſten, klein ten Spitzchen en bdis zu den herrlichſten Gebilden von Bluſen, Lampen⸗ ſchirmen, Tiſchdecken, Tiſchläufer und dergleichen FJaolge. Scharfe Zinnen und gerundete, maſſide Erhebungen, blaue Grotten und kühn geſchwun⸗ gene Torbogen, weit überhängende Zacken von⸗ phantaſtiſchen Formen und ſtark zerklüftete chao⸗ tiſche Oberflächen wirken zuſammen, um höchſt pittoreske Gebilde zu ſchaffen. Die Eisberge des Südpolarkontinents, wo das Inlandeis in ge⸗ ſchloſſener Front an das Meer herantritt, haben dagegen eine regelmäßige kaſtenähnliche Geſtalt, die meiſt betröchtlich umfangreicher iſt; von der deuiſchen Südpolgrexpedition wurde ein Eisberg bedbachtet, der eine Länge wie etwa von Berlin bis Potsdam hatte. Eine ſo ungeheure Maſſe hat ugtürlich ein großes Beharrungsvermögen und keann den Schiffen gegenüber praktiſch als unbe⸗ ;weglich betrachtet werden. Dieſe Unbeweglichkeit zeigt ſich beſonders deutlich bei ſtürmiſch bewegter „Es iſt eines der grandioſeſten Schauſpiele, das niemand, der es geſehen hat, vergeſſen wird, Menn man bei ſchwerem Sturm einen Eisberg he⸗ gegnet, der in majeſtätiſcher Ruhe wie eine feſte Inſel in dem tobenden Element liegt, während die Wellen, die das Schiff wie einen Spielball hin und her ſchleudern, hoch an ſeinen in blau⸗ weißem Glanz ſchimmernden Flanken emporbran⸗ den und ihn mitunter völlig in Giſcht einhüllen.“ Adolf Hildenbrand. (Zur Ausſtellung ſeiner Bilder im Kunſtſalon Buck uck.) AUnter dem Nachwuchs der Karlsruher Schule und beſcheidenſte. Erſt auf der Karlsruher Jubiläums⸗Ausſtellung trat er in weiteren Ge⸗ ſichtskreis. Und inzwiſchen haben in ſchnellem Fortſchreiten der Name und die Art des Man⸗ nes Klang und Anſehen in weiteren Kreiſen ſich erworben. Daß das ſo langſam geſchah, hatte ſeinen Grund in der Intimität und der Zartheit der Kunſt Hildenbrands. Was man von Hans Thomas verſonnenen Landſchaften und den Träumen ſeiner Märchen⸗ phantaſte her gewohnt war: hier war es noch weiter verfeinert; zarter, ſtiller. Eine Reihe Lyrismen zogen in ſeinen Bildern vorüber, mit warmer Innigkeit, in ſauft klingenden, grazibs gebauten und wohl ausgerundeten Rhyth⸗ miſterungen. Auch formal gingen ſie ihre eigenen Wege. Die Aulehnung der maleriſchen Mittel der Karlsruher an die Lithögraphie und damit die Vereinfachung der Töne war in ihnen aufge⸗ geben. In klarer zeichneriſcher Deutlichkeit ſuch⸗ ten ſie der feinſten und vielfältigſten Nuancen der Atmoſphäre und des Horizonts habhaft zu werden. Thomas Einfluß war beſtimmend ge⸗ blieben für die Klarlegung des Gegenſtändlichen durch die Zeichnung. Was Hildenbrand— in der Landſchaft— als eigenes Ziel vor ſich ſah, war die Herrſchaft über die intimſten flüchtig⸗ ſten Stimmungen der Landſchaft, über das Wallen des Nebels, das Gleiſſen der Mittags⸗ ſonne, die ſanfte Glut des Abendhimmels, das Spiel zarteſter Wolken. Und es war zudem dies iſt Adolf Hildenbrand lange einer der ſtillſten und beſcheidenſten geweſen, vielleicht der ſtillſte andere: ſeine Naturausſchnitte auf einen be⸗ ſtimmten, vernehmlich anklingenden Rhythmus zu ſtimmen. In der Tat läßt ſich vor ſeinen Bildern wie vor wenigen anderen die enge Ver⸗ knüpfung verſtehen, die die Romantiker zwiſchen den Wirkungen der Muſik und der Malerei herſtellen. Solcher Kunſt liegt der Wille zur dramati⸗ ſchen Bewegtheit fern. Sie wird den Anſchau⸗ ungen der Romantiker auch darin gerecht, daß ſie in ſtarkem, gegen jede Analyſe ſich wehrenden Gefühl ihren Schwerpunkt ſucht. Sie tönt ver⸗ borgene Mufik aus, wenn man ihr empfäng⸗ lichen Sinnes naht. Empfindung und Melodie werden in ihr Einheit, weil ſie kiefſtes Erleben zur Grundlage hat. Die Beobachtung der Natur iſt dazu die Grundlage. Die Grinnerung an ſie als leben⸗ dige Nähe zu fühlen; ſie mit einem einzigen Gefühl ſo zu durchdringen, daß es alles Gegen⸗ ſtändliche in den Künſtler ſelbſt zurückführt und einheitlich durchdringt, wird ihr Inhalt. Hildenbrands Bilder mag man einzeln dar⸗ aufhin durchſehen. Jedes von jihnen wird zei⸗ gen, daß ihm die darin eingefangene Natur⸗ ſtimmung das wichtigſte iſt; daß es ſtatt auf die Betonung objektiver Formung des Geſchauten auf den Ausdruck dichteriſcher Stimmung an⸗ gelegt iſt. Jedes darunter wird dann auch die außer⸗ ordentliche Fähigkeit des Malers dartun: den Raum zu ſtarken und einheitlich in ſich ge⸗ ſchloſſenem Ganzen zu disponieren. Und ſie alle zeugen von einer Perſönlichkeit, die, maleriſch in ſich gefeſtigt und ſicher, für eine beſchauliche verſonnene liebenswerte Roman⸗ tikernatur gewinnenden Ausdruck findet. 315 Runſt, Wiſfenſchaft u. Leben. Großh. Hof⸗ u. National⸗Theater[Spielplan). Im Hoftheater: Sonntag, 4. Mai(Ab. B, hohe Preiſeſ: Feſtvorſtellung zu Ehren der Anweſenheit Ihrer Königl. Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin: Carmen.(Micagela: Clafre Lißner v. Stadttheater Düſſeldorf a..). Anf.? Uhr. Montag 5.(Ab. 5, mittl. Preiſeh: Zum erſten Mal: Majolika. Anf. 8 Uhr. Dienstag, 6.(Ab. O, kleine Preiſe]: Lumpaci Vagabundus. Anf, 7½% Uhr. Mittwoch, 7. ſauß. Ab., hohe Preiſen Gaſtſpiel Lilly Hafgren⸗ Waag: Lohengrin. Anf. 6½ Uhr. Donnerctag, 8. (Ab. B, kl. Preiſe): Der Wiberſpeuſtigen Zähmung. Anf, 8 Uhr. Freitag, 9.(auß. Ab., hohe Preſſeſ: Gaſt⸗ ſpiele Lilly Hafgren⸗Waag und Robert Hutt: Ariadne auf Naxos. Anf. 7½% Uhr. hohe Preiſe): Rigoletto.(Gilda: Eliſe von Catopol von der Hofoper Dresden a..] Herzog: Max Lip⸗ mann a..). Anf. 7½ Uhr. Sonntag, 11.(Ab., mittl. Preiſe): Wallenſtein.(Wallenſteins Lager, Piccolomini, Wallenſteins Tod), Anf. 4 Uhr. Mon⸗ tag, 12.(auß. Ab., hohe Preiſe]: Feſtvorſtellung für das Sängerbundesfeſt: Die Hochzeit des Figaro. (Cherubin: Claire Lißner vom Stadttheater Düſſel⸗ dorf a..]. Anf. 6 Uhr. Dienstag, 13.([Volksvorſt.): Schauſpiel. Auf. 8 Uhr. 5 Im Neuen Theater: Sonntag, 4. Mal: Die Sonntag, 11. Mai: fünf Frankfurter. Anf. 8¼ Uhr. Montag, 12. Maf: Hänſel und Gretel, Auf. 8½ Uhr. Seidene Strümpfe. Anf. 8½ Uhe. Theater⸗Notiz. Das Hoftheater eröffnet das Repertoir der Mat⸗Feſtwoche in Anweſenheit des Großherzogs mit einer Feſtvorſtellung von„Carmen“. Am Montag findet die Erſtaufführung von„Majoſikg“ ſtatt. Um das Aufführungsrecht dieſes zugkräf⸗ tigen Schwankes der letzten Saiſon, haben ſeiner⸗ zeit in Berlin drei Bühnen miteinander pro⸗ ziſſert. Am Dienstag; wird„Lumpaci Vaga⸗ Samstag, 10.(Ab. A, 4. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichtzn(Mittacoott) Mannheim, 3. Maf. mehr. Wir werden in Bölde ausfühe richten, da der Veranſtaltung von allen S das regſte Intereſſe entgegengebracht wird. * Vom Hofe. Prinz Wilhelm von Sachſen⸗Weimar traf geſtern mittag von Heidelberg in Karlsruhe ein, um ſich vor ſeinem Scheiden aus Baden von der Großherzogin Luiſe zu verabſchieden. * Zeitungsjubiläum. Der„Weinheimer Anzeiger“ mit dem Untertitel„Weinheimer Tageblatt“,„Generalanzeiger für die Berg⸗ ſtraße, den badiſchen und heſſiſchen Odenwald“ (Verlag W. Diesbach u. Sohn), beging geſtern das Jubiläum ſeines 50jährigen Be⸗ ſtehens. * Friedrichspark. Wie aus dem Inſeratenteil erſichtlich, finden morgen Sonntag im Friedrichspark ein Nachmittag⸗ und ein Abendkonzert ſtatt. Dieſe werden von der Kapelle des Großh. heſſiſchen Inf.⸗Regiments aus Worms gegeben unter Leitung des Herrn Obermuſikmeiſter Roeſel. * Kegler⸗Verſommlung. Nachdem ſich im Jahre 1909 in Frankfurt a. M. eine Kegler⸗ Vereinigung gegründet hat, welche ſich dem ca. 20000 Mitglieder ſtarken Deutſchen Keglerbund angeſchloſſen hat, regen ſich an allen größeren Plätzen in Süddeutſchland die Kegler, um es den Frankfurter Kegelbrüdern gleich zu kun. Von der Lahn, der Bergſtraße, Mainz, Wiesbaden uſw. kommen Meldungen betr. Verbandsgrün⸗ dungen. Wie aus dem Inſeratenteil im geſtri⸗ gen Abendblatt erſichtlich iſt, findet heute Sams⸗ tag, den 3. Mai, abends 9 Uhr, im Reſtaurant „Germania“, O 1, 10—11, eine öffentliche Kegler Verſammlung ſtatt, wozu alle hieſtigen Kegelbrüder ſowohl wie diejenigen der Umgegend höflichſt eingeladen ſind. * Apollotheater. Mit einem Lacherfolg, der nicht mehr zu überbieten iſt, hat Hartſtein, der unüber⸗ treffliche Kölner Humoriſt, ſein Abſchiedsgaſt⸗ ſptel am Himmelfahrtstag im Apollotheater be⸗ gunnen. Ein einziger gewaltiger Heiterkeitsparoxis⸗ mus hatte das ausverkaufte Haus ergriffen. Gar manches Mal ſtockte der Dialog, weil ſich die Mitglie⸗ der des Hartſtein⸗Enſembles einfach nicht mehr ver⸗ ſtändlich machen konnten. Ein beſſeres Stück, als den Militärſchwank„Der Stolz der dritten Kompagnie“, hätte ſich Hartſtein für ſeinen Bühnenabſchied wirklich nicht wählen können. Schon das Stück ſelbſt, die unbeſchreiblich komiſchen Situa⸗ tionen, die ſich in dem Zweiakter jagen, müſſen un⸗ willkürlich zum Lachen reizen. Und hierzu kommt nun noch Hartſteins Darſtellungskunſt, dieſes vir⸗ tubſe Herausarbeiten der Hauptrolle, dieſer herz⸗ erquickende, bodenſtändige Humor, der ſo urſprüng⸗ lich wirkt, weil er nicht eingepaukt, nicht kopiert iſt, weil er in der ganzen Perſönlichkeit des Künſtlers wurzelt. Viel kommt der unvergleichlichen Dar⸗ ſtellung der Rolle des dummpfifſigen„Stolzes der ritten Kompagnie“ auch der Umſtand zu ſtatken, daß Hartſtein ſich die Partie ſelber auf den Leib ſchrei⸗ beu konnte. Auf Einzelheiten der Handlung ntöch⸗ ten wir nicht eingehen. Einzelheiten laſſen ſich auch nicht erſchöpfend ſchildern. Es genügt, wenn wir audeuten, daß der Musketier Diſtelbeck, der im erſten Akt unter den Eiferſüchteleien ſeines Vizefeldwebels, der guf die Kanttneuwirtin Tanute Helene, eine hei⸗ rertsluſtige Witwe,„ſcharf“ iſt, zu leiden hat, im zwei⸗ ten Akt für den Leutnant Hans Felten gehalten wird, der unter dem Pfeudonym des Musketiers Diſtelbeck nachts zu tollen Streichen ausrückt. ahnungslos im Hotel„Kaiſerhof“ in eine Offtziers geſellſchaft und nun ſpielen ſich hier S einfach zum Kugeln weil wird Hartſtein von ſeinem vorzüglichen Enſemble auf das geſchickteſte Unterſtützt. Jedes Mitglied iſt auf ſeinem Poſten, ſodaß eine prächtige Geſamtleiſtung geſchaffen wird, zu der nicht wenig das ausgezeichnete Zuſammenſpiel beiträgt. Die Inſzenierung iſt eben„ſtilecht“ im erſten, wie vornehm im zweiten Akt. Der Heiter⸗ kektsorgje geht ein erſtklaſſiger Varieteteil voraus. The Rilvas, drei vorzügliche Parterreakrobaten, bringen neuartige Tricks, die mit großer Akkurateſſe ausgeführt werden. Crawford u. Johuſon, ein Niggertänzerpaar, iſt vor allem eigenartig durch die Vortrüge auf dem Saxophon, einem Inſtrument mit dudelſackartiger Klangfarbe, das gut zu dem rhythmiſchen Takt der Füße des Tänzerpgares paßt. Die Miufatur⸗Soubrette Lilly Walter⸗ Schrei⸗ berr, die immer noch unerreicht in ihrem Geure da⸗ ſteht, würde noch mal ſo gern angehört werden, wenn ſie ein neues Revpertoir mitgebracht hätte. Unſeres Wiſſens hat ſie bei ihrem letzten Hierſein genau das⸗ ſelhe vorgetragen. Von pompöſer Wirkung iſt der Radfahrakt der Tourbillon Truppe. Zu⸗ ſammenſtellung, Leiſtungen und Aufmachung ſind gleich hervorragend. Beſonders eindrucksvoll geſtal⸗ tet ſich das Stellen von Tableaus und das Ausführen von akrobatiſchen Tricks an von zwei Radlerinnen gehaltenen Balanziervorrichtungen. Auch der Treppenakt des einzigen männlichen Mitgliedes der Truppe verdient uneingeſchränktes Loh. Die ganze ietten des Trics zeigt daß die Truppe, die ſich in der Hauptſache aus ausgeſucht ſchön gewachſenen Künſtlerinne zuſammenf beſtrebt iſt, eigene Wege zu wandeln. Erxzentriſche Komik und ſeribſe Geſangskunſt in ſelten feiner chung bieten De⸗ caruſo und ſein Tenor. Es fällt einem wirk⸗ lich ſchwer, zu entſcheiden, welchem von beiden die Palme gebührt, dem unwiderſtehlich komiſchen Teil oder dem ernſten, der über einen prächtigen lyriſchen Tenor, ein weiches und volltönendes Organ, verfügt, das bei den franzöſiſchen und italieniſchen Geſängen hervorragend zur Geltung kommt. Geben wir alſo jedem die Hälfte der Palme. Der Saalbau⸗ Velograph bringt zum Schluß wieder ein amü⸗ ſantes Bild. Alles in allem: das Programm des Apollothegters fügt ſich ebenſo eigenartig wie vor⸗ nehm in den Rahmen der Mannheimer Maffeſtwoche ein. Wer ſich wieder einmal von dem Lebenelixier, das in keiner Apotheke zu haben iſt, eine gehörige Portion mit nachhauſe nehmen will, der verſäume fa den Beſuch des Theaters in den nächſten Tagen nicht. Es gibt eben nur einen Hartſtein. *Neubau⸗Aufträge in Schiffsdieſelmaſchinen. Bei Benz u. Co., Rheiniſche Automobil⸗ und Motorenfabrik.⸗G. Mannheim, Abteilung Mo⸗ torenbau, ſind in dieſen Tagen folgende Neubau⸗ Aufträge in Schiffsdieſelmaſchinen, Patent Heſſel⸗ mann, eingegangen: Von der Kanalbau⸗Direk⸗ tion Eſſen wurden für zwei Monppolſchlepper zum Betrieb auf dem Rhei rne⸗Kanal je eine 270 PS-Maſchine beſtellt; die Schiffskörper wer⸗ den bei Stocks u. Kolbe, Kiel und Ruthof, Mainz erbaut. Ferner hat die Torpedowerkſtatt Fried⸗ richsort zwei 500 s direkt umſteuerbare Rohöl⸗ motoren in der für die Marine⸗A⸗Boote geliefer⸗ ten Bauart in Auftrag gegeben, welche in zwei Torpedofangboote eingebaut werden ſollen. Es werden dieſe Boodte eine Fahrgeſchwindigkeit von 18 Seemeilen erreichen, ihr Schiffskörper wird von der Hapelwerft Potsdam hergeſtellt. * Der Froſtſchaden. Nach vielfach aus dem Lande vorliegenden Meldungen ſind die Schä⸗ den, welche das Froſtwetter verurſachte, nicht ſo groß, wie man anfänglich annahm. Zum Teil ſind die Reben noch ſchön im Trieb, wenn auch in einigen Lagen der Schaden be⸗ trächtlich iſt. Bei gutem Wetter darf man aber immer noch auf einen annehmbaren Herbſt rechnen. Die Kirſchen ſowie die Pfirſich⸗ bäume ſind erfroren. Dadurch geht eine er⸗ hebliche Einnahme verloren. Die Zwetſch⸗ gen geben immerhin noch ein Exträgnis. * Militärverein Mannheim. Unſere Mitglie⸗ der werden auf die heute abend im„Roden⸗ ſteiner“ ſtattfindende Frühjahrsmitglie⸗ derverſammlung nochmals aufmerkſam gemacht und zu zahlreichem Beſuche eingeladen. (Näheres ſiehe Inſerat.) * Zu den jüngſten Ausſchreitungen hieſiger Studierender erhalten wir von den Beteiligten folgende Zuſchrift:„Mit Bezug auf Ihre No⸗ tizen über„Ausſchreitungen ruſſiſcher Studen⸗ ten“ in den Mittagsblättern vom 29. und 30. April und im Abendblatt vom 30. April er⸗ lauben wir uns unter Berufung auf§ 11 des Preßgeſetzes berichtigend zu bemerken, daß die Darſteltung der Vorgänge einſeitig ünd in meh⸗ reren Punkten unrichtig iſt. Wir möchten uns hierauf beſchränken, da bei der Polizeidirektion Erhebungen im Gange ſind und wir deren Er⸗ gebnis abwarten müſſen.“ * Verhaftung eines Einbrechers. In der letz⸗ ten Nacht wurde im Friedrichspark im Portier⸗ haus bei der nächtlichen Reviſton ſeitens der Beamten der Wach⸗ und Schließgeſellſchaft ein Mann feſtgenommen und der Polizei über⸗ geben, der dort einzubrechen und zu ſteh⸗ len die Abſicht hatte, denn man fand bei ihm Werkzeuge aller Art. Ob man es mit einem ge⸗ fährlichen Einbrecher zu tun hat, wird wohl die Unterſuchung ergeben. * Das beliebte Roſenfeſt findet an Pfingſten wieder in Schwetzingen ſtatt. Wir machen heute ſchon darauf aufmerkſam.(Näheres ſiehe Inſerat). * Mutmaßliches Wetter am Sonntag und Montag. Die Wetterlage verſchlechtert ſich wei⸗ ter. Der Abzug der Depreſſion nach Oſten ruft nordweſtliche Winde hervor. Für Sonntag und Montag iſt kühles und ſtrichweiſe mit Nieder⸗ ſchlägen verbundenes Wetter zut erwarten. Polizeibericht vom 3. Maf 1918. Tötlicher Unglücksfall. Am ds. Mts., vormittags etwa 10 Uhr, fiel ein 2 Jahre alter Knabe, Sohn eines Schiffsführers, im Induſtriehafen hier in einem 2 nn unbewachten Augenblick über Bord des bet der Germania⸗ mühle vor Anker liegenden Schiffes„Vereini⸗ gung 5“ in das Waſſer und ertrank. Die Leiche des Kindes konnte noch nicht gefunden werden. Selbſtmordverſuch beging in verfloſſe⸗ ner Nacht aus noch nicht feſtgeſtellter Urſache im Hauſe Parkring 37 hier ein 18 Jahre altes Dienſtmädchen, welches eine Flüſſigkeit— ver⸗ mutlich Lyſol in ſelbſtmörderiſcher Abſicht getrunken haben ſoll. Die Lebensmüde wurde in das Allgem. Krankenhaus verbracht. Einen Schlaganfall erlitt geſtern vor⸗ mittag 11½ Uhr auf der Breitenſtraße beim Paradeplatz ein 47 Jahre alter Korbmacher aus Ludwigshafen. Er mußte im Sanitätsautomo⸗ bil dem Allgem. Krankenhauſe zugeführt werden. Unfall. Im Hauſe Friedrichſtraße 78 in Neckarau fiel am 1. ds. Mts. ein 2½ Jahre altes Mädchen aus einem Küchenfenſter des dritten Stockwerkes hinunter auf einen Balkon im zwei⸗ ten Stock und trug anſcheinend nur leichte Kopf⸗ verletzungen davon. Gefährdung eines Bahntrans⸗ portes. Am 1. ds. Mts., früh 3 Uhr, ſetzte ſich eine Lokomotive der Nebenbahn Mannheim⸗ Sandhofen auf dem Bahnhof in Sandhofen, nachdem ſie angeheizt war, von ſelbſt in Be⸗ wegung und fuhr unbeſetzt bis zum Bahnhof Waldhof, wo ſie gegen einen Güterwagen an⸗ prallte. Zwei in letzterem beſchäftigte Bahn⸗ arbeiter wurden hierbei an die Wagenwandung geſchleudert und trugen Kopfverletzungen davon. Der verurſachte Materialſchaden ſoll ſehr erheb⸗ lich ſein. Unterſuchung iſt eingeleitet. Verhaftet wurden 35 Perſonen wegen verſchiedener ſtrafbarer Handlungen. Pereinsnachrichten. * Verein„Volksjugend“ Sonntag, den 4. Mai, ſeüöh.48 Uhr, Abfahrt vom Hauptbahnhof nach Rheinau, von dort in den Wald zum Abkochen und Spielen. Rückkehr abends. Donnersteg, den 8. ds. Mts. Vortrag des Herrn Th. Walch über„Einfluß der Natur auf ein dichteriſches Gemüt.“ Pfingſtausflug: Donnersberg, Kaiſers⸗ lautern, Karlsthal, Johonniskreuz, Elm Gäſte willkommen. Tages⸗Ralender. Samstag, 3. Mai. Großh. Hof⸗ u. Nationaltheater. 7 Uhr: Die Fleder⸗ maus. Apollotheater. Abends 8 Uhr: Varieté⸗Vorſtellung. Im Trocadero: Nach Schluß der Vorſtellung Kabaret. Im Café⸗Reſtaurant'Alſace: Abends 8 Uhr: Künſtler⸗Konzerte. Uniontheater. Moderne Lichtſpiele. Saalbau⸗Theater. Kinematographiſche Vorführungen Palaſt⸗Lichtſpiele, J1, 6. Erſtklaſſiges Programm. Roſengarten, Nibelungenſaal. Abends 8 Uhr: 2. Kon⸗ zert des Lehrer⸗Geſangvereins Mannheim⸗Lud⸗ wigshafen. Cufé Börſe. Täglich Künſtler⸗Konzerte, Café Dunkel, E 3. Täglich Konzerte. Café Karl Theodor, O 6, 2. Täglich Künſtler⸗ Konzerte. Café Friedrichsbau, J 1, 3. Täglich Künſtler⸗Konzerte. Reſtaurant„Zum Storchen“, K 1, 4: Täglich Konzerte Noll's tägliche Hafenfahrten: Ab Rheinbrücke 10 und 3 Uhr; ab Friedrichsbrücke 11 und 4 Uhr. MNeues aus Ludmigshafen. Der bahriſche Verkehrsminiſter v. Seidlein unternimmt zurzeft eine Informations⸗ reiſe in der Pfalz und hat ſich dabei auch hier umgeſehen, namentlich die baulichen Um⸗ änderungen im Bahnhofsgebiete beſichtigt. Nach den Erklärungen des Miniſters ſoll tat⸗ ſächlich die Auflaſſung der Lokal⸗Dampfbahn⸗ ſtrecken Ludwigshafen—Mundenheim und Ludwigshafen—Frankenthal erfolgen. Es wird damit einer alten überlebten Verkehrseinrich⸗ tung der Garaus gemacht, die in den letzten Jahren namentlich bei den Ladenbeſitzern der Ludwigſtraße die größte Unzufriedenheit er⸗ weckte und die Sicherheit des Verkehrs in höchſtem Maße gefährdete. Durch dieſen Be⸗ ſchluß wird auch das Straßenbahnprojekt eine Anderung erfahren müſſen. Die Fortführung der Straßenbahn über Oggersheim—Franken⸗ thal dürfte nunmehr an den großen Fabrik⸗ aulagen der Badiſchen Anilin⸗ und Sodafabrik — in der Gemarkung Oppau vorbei über Edig, heim nach Frankenthal erfolgen. 05 2 Sportliche Nundſchau. Raſenſpiele * Verein für Raſenſpiele Maunheim gegen Freß burger Fußball⸗Club. Der Himmelfahrtstag brachte uns im Spiel V. f. R. Mannheim gegen Freiburger .⸗C. einen intereſſanten Kampf, Kurz nach 4 lhr eröffnet, wurde er ſofort von beiden Parteien ſh Während in⸗ einem ſtrammen Tempo durchgeführt. deſſen der durch Erſatz geſchwächte Sturm der Gäſte gegen die wuchtige Hintermannſchaft der Raſen⸗ ſpieler nicht zur Geltung kam, ſchuf die Augriſfs⸗ reihe der Einheimiſchen vor Freiburgs Tor oft eꝛ gefährliche Situationen. Die ſteten Vorſtöße wuße aber Mannheims Innenſturm nicht zu verwerten. Trautmann und Stemmle pflegten vor dem Tore reichlich viel Zuſammenſpiel, wodurch Freiburg das Schlimmſte noch abwenden konnte. Die Gäſte waren es auch, die durch einen forſchen Durchbruch ihres Mittelſtürmers Steiert die Führung erlangten, Mannheims Sturm wurde hierauf lebendiger. Fr zeigte ſich jetzt ſchußfreudiger und nach zehn Minuten hatte Stemmle auch ſchon einen von Schmiht vorgelegten Ball eingeſandt. Die Einheimiſchen blieben überlegen, Kurz vor der Pauſe ſtellten ſie noch durch Trautmann das Reſultat auf:1 zk ihren Gunſten. Nach Seitenwechſel hatte der B. f. R. weiter das Heft in ſeiner Hand. Allein der Sturm ſpielte recht phlegmatiſch und ließ vielk günſtige Gelegenheiten unausgenützt vorübergehen. Die Gäſte leiteten hie und da auch einen Angrif ein, aber über die Verteidigung kamen ſte ſelten hinaus. Der Verlauf des Spiels war ſchon ſehr wenig feſſelnd geworden, als der einheimiſche Sturm ſich nochmals energiſch aufraffte. Er erzielte einen Treffer, den er für ſeine eifrigen Bemühungen ver⸗ diente, wen er auch aus einem Elfmeterball wegen Hände hervorging. Nach einer kleinen Attacke Frei⸗ burg endete das Spiel. Von den Gäſten ſeien die beiden Außenſtürmer, der rechte und Mittelläufer ſowie der rechte Verteidiger lobend erwähnt. Beſ Mannheim konnte maun im Sturm die nßtige Ein tracht, das herzinnige Vereinen wie es bei Kamerg⸗ den der Fall ſein ſollte, recht wenig bemerken Stemmle und Trautmann harmonierten nicht. Die Verteidigung griff hie und da unentſchloffen und zu ſpät ein. Roth ſpielte manchmal leichtſinnig, indem er ſich in brenzlichen Situationen der unſicheten Füße bediente. Sack und Richter waren vom 8 f. R. die einzigen, die ſich das ganze Teffen hindurch durch Aufopferung und Gewandtheit in gutem Lichte zeigten. Als Unparteiiſcher fungierte Herr Dreyer (Ludwigshafen). Mannſchaftsaufſtellungen: Ma n⸗ Beim: Roth, Eſpenſchied, Banzhaf; Sack, Richter, Schäfer; Aulbach, Trautmann, Stemmle, Schmibl, Kratzmann. Freiburg: Englert; Berg, Di Diemer; Siede, Sutter, Seiler; Zitſch, Zeiſvogel, Stetert, Erich, Rudolf(Namen von links nach rechts). Pferderennen. * MaiſonLaffitte, 2. Mai. Prix Chars. 3000 Fr. 1. A. Veil Picards Andalouſa(F. Lane], 2. delia, 3. Rivoli 3. 46:10) 20, 19, 25:10.— Prix War⸗ Dance. 5000 Frs. 1. J. Prats Gavarni 3(g. Childs), 2. Templier 3. 11.10.— Prix de Vernon. 4000 Fr 1. W. K. Vanderbilts Clarisère(d⸗ Neill), 2. Godelelureau, 3. Frivlet. 340; 16, 50, 33:10.— Prix Edgard Denla⸗Charme. 20 000 Frs. 1. E. Blanes Dagor(G. Stern), 2. Gloſter, 3, Saint Pé. Ferner: Nonheur du Jour, Malappris, Le Mniotier, Le Téméraire, Pantagruel.:10, 18, 22, 30:10.— Prix Longleur. 8000 Frs. 1. G. G. Kvusnetzoffs Cing Mars(Sharpeß, 2. Clairville, 3. Ma Partie. 23:10; 13, 24:10.— Prix Saint Chri⸗ ſtophe. 5000 Frs. 1. Aug. Pellerins ErSbscut g 2. Menaggio, 3. Pigeon Hole. 17240 1 12, 18: Von Jag zu Cag. — Ein weibliches Scheuſal. 8 Stuttgart 1. Mai. Die Erdarbeitersfrau Katharine Cet⸗ tolin, die in der Nacht vom 16. auf den 1. März in einem Wutanfall ihren 46 Jahre alten Ehemann mit Petroleum übergoß und anzün⸗ dete, ſo daß der Aermſte nach einigen Tagen un⸗ ter gräßlichen Qualen ſtarb, wurde vom hie⸗ ſigen Schwurgericht wegen Todſchlags zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Die Ver⸗ brecherin, eine 49 alte Perſon, ſtammt auz Würzburg, war ſchon mit 16 Jahren nach Stuttgart gekommen und hier Kellnerin, bis ſie 1883 ihren erſten Mann heiratete, der 1908 ſtarh. Mit ihrem zweiten Mann hatte ſie ſchon ſeil 1894 ein ehebrecheriſches Verhältnis gehabt. — Waldbrand. Berlin, 2. Mai. Nach einer Blättermeldung entſtand geſtern nachmittag bei der Station Naſſenheide nahe von Dra⸗ nienburg durch Funkenauswurf einer Loko⸗ motive ein Waldbrand. An der Bahnſtrecke gerieten 500—600 Quadratmeter in Brand Der erſte Zug, der das Flammenmeer durchfahren mußte, war der Stralſunder Perſonenzug. Der Lokomotivpführer W Huntdus gegeben. Für die zwefte Hälfte der Woche ſind intereſſante Operngaſtſpiele in Aus⸗ ſicht genommen: Lilly Hafgren⸗Waag als Elſa 1* Lohengrin“ und als„Arladne“. Die Partie des Bachus ſingt in dieſer Aufführung Robert Hutt vom Stadttheater in Frankfurt a. M. Der ſeltene Erfolg, den das Auftreten des für das Hofkheater neu gewonnenen Tenors Max Lip⸗ mann aus Boſton als Rudolf in„Boheme“ ge⸗ funden hat, hat die Jutendanz beranlaßt, eine weitere Oper als Feſtvorſtellung mit zwei hervor⸗ ragenden Beſetzungen einzufügen. Es wird des⸗ halb am 10. Mai„Rigoletto“ mit Max Lipmann als Herzog und der Kgl. Sächf. Hofopernſängerin Eliſe bon Catopol aus Dresden als Gilda zuur Auffühkrung gelangen. Weiter iſt eine Wieder⸗ holung von Shakeſpeares„Bezähmung der Wider⸗ ſpenſtigen“ in der erfolgreichen Bearbeitung bon Emil Reiter vorgeſehen. In dem Konzert des Lehrergeſangvereins, das heute abend 8 Uhr im Nibelungenſaal ſtatt⸗ finden wird und auch für Nichtmitglieder zu⸗ gänglich iſt, kommen neben dem wuchtigen, lei⸗ ſtungsfähigen Chore die vielberühmte Kammer⸗ ſängerin Frau Lilly Hoffmann⸗Onegin und die Violinvirtuoſin Fräulein Anna Heg⸗ ner, die gern gehörte und im In⸗ und Ausland hoch bewunderte, zu Worte. Anna Hegner ſpielt eine Guadanini⸗Geige im Werte von 20 000 M. Sie hat erſt in den letzten Tagen wieder eine ganz herborragende Kritik in der Wiener Neuen Preſſe gefunden, in der ihr ſeelenvoller Ton, ihre hehre Auffaſſung, ihre glänzende Technſk und durchgreifende Künſtlerſchaft beſonders gerühimk und gefeiert werden. In den poetiſchen Teyt des letzten Programmchores flicht ſie mit ihrer Solo⸗ Violine aufjubelnde, liebesjauchzende Weiſen. Es liegt daher im Intereſſe der Konzertbeſucher wenn dieſelben bis zum Verhallen des Tones im Saale aushalten. Maunheimer Künſtler auswärts. Die einheimiſche Pianiſtin Frau Clara Bohle⸗ Demrath hat in der vergangenen Woche in Köln und Elberfeld erſolgreich in Konzerten mitgewirkt. Die dortine Preſſe rühmt ihre brillante Techuik, den feinen Anſchlag und die vollendete Ausbildung der linken Hand und hebt das Streben nach künſtleriſcher Gediegeuheit hervor, das alles äußere Virtuoſenhafte verſchmäht. Herr Geigenvirtuoſe Otto Spamer von hier, der ebenfalls in dem Konzert der Elberfelder Lieder⸗ tafel mitwirkte, wird wegen ſeiner weichen Kantilene und der hervorragend entwickelten Technik gelobt. Mannheimer Kunſtverein. Die Künſtlerbundausſtel lun g, die vom Mai bis Oktober in der ſtädtiſchen Kunſthalle ſtatt⸗ findet, wird gemeinſam von der ſtädtiſchen Kunſthalle und dem Kunſtverein veranſtaltet. Die itglie⸗ der, ſowie die imgleichen Haushalt lebenden unſelbſtändigen Familienmitglieder haben gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte oder einer Beikarte freten Eüintritt. Dieſe Beikarte kann gegen Ausweis der Mitgliedſchaft bei unſerm Geſchäftsführer, Architekt A. Lehmnan, Mannheim, M 2, 23, 2. Stock, in der Zeit vom Montag den 5. Mai bis Freltag den 9. Mai von—12 und von —5 Uhr abgeholt werden.(Siehe Annonce). Am Mittwoch den 30. April fand die alljährliche Mitgliederverſammlung ſtatt, in welcher die Jahres⸗ rechnung vorgelegt und dem Rechner, Herrn Bank⸗ direktor Dr. Schneider, der an Stelle des verſtor⸗ a. D. Eckhard, gab einen kurzen Jaßresberſcht unter Hinweis, daß der Kunſtverein nunmehr ſein 8ojähri⸗ ges Gründungsjubiläum feiern könne. Im Laufe dieſes Jahres wird ein ausführlicher Jahresbericht unter Zuſammenfaſſung der weſentlichſten Punkte der Geſchichte des Kunſtverein erſcheinen und den Mitgliedern und Jutereſſenten zugeſchickt werden. Die ſatzungsgemäß ausſcheidenden Mitglieder des Ausſchuſſes, die Herren Rechtsanwalt Baſſermann, Dr. Deibel, Oberxamtmann Eckhard, Geh. Kom⸗ merzienrat Lenel, Konſul Melchers, Kommerzienrat Schweitzer, wurden per Akklamation wieder gewählt. Weiter Anträge wurden nicht geſtellt, Experimentalvortrag— Indiſche Wunder. Zu dem hieſigen Vortrag der indiſchen Fakire ent⸗ nehmen wir der Petersburger Nowoje Wremja unter Abteilung Kunſt und Wiſſenſchaft: Indiſche Wunder: In indiſchen Reiſebeſchrei⸗ bungen begegnet man oft Schildetungen von uner⸗ klärlichen Experimenten der Fakire, die man früher für Taſchenſpielerkünſte gehalten hat. Neuere For⸗ ſchungen haben indeſſen einwandfrei ergeben, daß kein Betrug vorliegt, ſondern daß Mitglieder dieſer religiöſen Sekte Dinge vollbringen, die uns als Wunder erſcheinen und für die wir keine andere Er⸗ klärung finden. Zum erſten Male ſind zwei indiſche Fakire in Deutſchland, die ſchon in auderen Städten des Reiches mit einigen ihrer Wunder das größte Auf⸗ ſeben erregt haben. Saadi Djebarri und Soliman Ben Said beweiſen namentlich die vollkommene Un⸗ verwundbarkeit ihrer Körper, indem ſie ſich ſelbſt Naſe, Wange, Hals, Hände, Augen, Zunge etc. voll⸗ kommen durchſtechen, ohne daß Wunden zurück blei⸗ ben, oder Schmerzgefühl vorhanden ſcheint. Die Fakire ſind imſtande, je nach Verlaugen au der Ein⸗ gangs⸗ oder Ausgangsſtelle eine geringe Blutung er⸗ ſcheinen laſſen. In den Darbietungen dieſer Fakire birgt ſich ein Geheimnis, das eruſter Beachtung jedes Gebildeten. namentlich aber der Herren Aerzte, wür⸗ dig iſt. Die letzteren ſind zur genauen Kontrolle auf dem Podium willkommen. Der hieſige Vortrag fin⸗ beuen Herru Prof. Dr. Claaſen krat, Entlaſtung er⸗ zeilt wurde. Der Vorſitzende, Herr Oberamtmann Akademiſche Nachrichten. Aus Freiburg wird uns berichtet: Profeſſor Dr. H. Gmelin hat den Ruf als Profeſſor für öſfentliches Recht an die univerfität Kiel als Nachfolger von Profeſſor Kaufmaun angenum⸗ men. Er wird zum beginneuden Sommerſemeſter ſein neues Lehramt antreien. Aus Heidelberg meldet man uns: Der be⸗ rühmte Zpologe Geheimrat Prof, O. Bütſchli, vollendet morgen das 65. Lebens⸗ jahr. Geheimrat Bütſchli, ein geborener Frauf⸗ furter, wirkt ſeit 1878 au unſerer Univerſität,— Seinen 60. Goburtstag feiert am 6. Mai der Direktor der Univerſitätsbibliothek Herr Geh. Hofrat Wille, ein geboreuer Frankenthaler, der u. a. an längere Zeit am General⸗Landesarchiy in Karlsruhe tätig war, Aus Wien wird berichtet: Der Präſident des Reichsgerichts e Miniſter und berühmter Zipilrechtslehrer Dr. Joſef Unger iſt im 85, Lebensjahre geſtorben. Kleine Mitteilungen. Im Fraukfurter Schauſpielhauſe fand die Uraufführung der Vorſtadtlegende in ſieben Bildern und einem zzeniſchen Prolog „Liliom“ von Franz Molnar ſtatt. Das Stück behandelt die Schickſale eines jungen Vor⸗ ſtädters, der ſchließlich durch Selbſtmord endet Bei dem ſechſten Bilde, eine Szene im H in der Selbſtmörderabteilung, erhob ſich leb⸗ hafter Widerſpruch. Die Darſtellung war vor⸗ züglich. Hofkapellmeiſter Fritz Cortolezzis iſt von Direktor Heinrich Hagin für die Berliner Krolloper verpflichtet worden und wird die muſikaliſche Oberleitung übernehmen. det am Donnerstag, den 8. Mai im Kaſinpſaal, abends 8/ Uhr ſtatt.(Karten bei Heckel). . S nen.e eei — konnte auf freier Strecke nicht halten, da in Abrede. Mannheim, 3. Moi General⸗Anzeiger, Badſſche Neueſte Nachrichten(Mittag“lokt) 5. Sette⸗ wenige Minuten ſpäter der Kopenhagener .Zug erwartet wurde. Er entſchloß ſich daher, mit Volldampf hindurchzufahren. Die Reiſen⸗ den wurden aufgefordert, die Fenſter zu ſchlie⸗ ßen. Mit 70 Kilometern Geſchwindigkeit wurde die Brandſtelle durchquert. Es gelang dem Lokomotivführer, der an beiden Armen Brand⸗ wunden davontrug, den Zug, der unbed eutende Brandſchäden erlitt, durch das Flammenmeer hindurchzubringen. — Rieſenlandungsbrücken für die neuen Dampfer. Die Pläne für den Bau des erſten der ſo viel beſprochenen 1000 Fuß⸗Landungs⸗ ſtege längs des Ufers des Hudſonfluſſes ſind bon der New Porker Behörde angenommen worden. Der neue Steg wird ungefähr elf Millionen Mark koſten und iſt ſo eingerichtet, daß er, wenn es ſich notwendig erweiſen ſollte, auf 1200 Fuß verlängert werden kann. — Ein Apachenſtreich. P. Baſel, 1. Mai. Ein ungemein frecher und verwegener Rau b wurde geſtern morgen inmitten der Stadt, in der Nähe des Zentralpunktes der Bafler Poli⸗ zei, im ſogenannten Lohnhofsgäßlein, verübt. Ein 15 Jahre alter Lehrling einer hieſigen Bandfabrik hatte im Auftrag ſeiner Arbeitgeber bei der Bank 6500 Fr. erhoben. Als er das enge Lohnhofgäßlein paſſierte, wurde er plötz⸗ lich von zwei jungen, etwa 18 bis 20 Jahre alten Buürſchen überfallen; der eine hielt ihm Mund und Augen zu, während ihm der andere die Mappe entriß. Dann nahmen die beiden ju⸗ gendlichen Räuber die Flucht in die Richtung gegen die Hauptpoſt und ehe eine wirkliche Ver⸗ folgung aufgenommen werden konnte, waren die beiden Burſchen verſchwunden. Die ſofort aufgenommene Verfolgung führte zur Verhaf⸗ zung von zwei verdächtigen jungen Burſchen, bei denen aber das geſtohlene Geld nicht mehr gefunden wurde. Dieſe beiden leugnen die Tat; im Laufe desSonntags wurden noch einige weitere Verhaftungen vorgenommen, doch ſteht noch 115 feſt, ob unter den Verhafteten die Täter ind. falz, Heſſen und Umgebung. MFrankenthal, 2. Mai. Freiwillig aus dem Leben geſchieden iſt geſtern nachmittag Bäckermeiſter Johannes Wein öhl von hier. Der allſeitig geachtete Mann hat ſich in dem Waſchhauſe ſeines Anweſens mit einem großen Meſſer den Hals durchſchnitten. Man vermutet, daß an der bedauernswerten Tat Er⸗ breſſungsverſuche die Schuld tragen, die an Weinöhl unternommen worden ſein ſollen. V Frankenthal, 2. Mai. Unter dem Verdacht der Erprefſung wurden geſtern abend von der Polizei der Gaſtwirt Müller von hier und deſſen Ehefrau in Haft genom⸗ men. ſind verdächtig, von dem am Hunmelfahrtstage durch Selbſtmord aus dem Leben geſchiedenen Bäckermeiſter Joh. Weinöhl von hier wiederholt Geldbeträge erpreßt und dadurch den Weinöhl zu dem Selbſtmorde ge⸗ trieben zu haben. Beide Beſchuldigte ſtellen, wie man hört, die Strafhandlungen entſchieden Sie Ste Landau, 2. Mai. In das hieſige Bür⸗ gerhoſpital wurde eine Frau von Godramſtein eingeliefert, die in vorhergegangener Nacht Holz und ſich ſelbſt mit Petroleum begoß und dann anzün dete. Die Frau, Maria Fa⸗ bian iſt ihr Name, iſt ſchrecklich verbrannt und wird wohl kaum mit dem Leben davonkommen. Zweibrücken, 2. Mai. In dem Vor⸗ orte Niederauerbach ſpielte der 18 Jahre alte Gießereiarbeiter Rudolf Weingärtner mit einem Revolver. Plötzlich entlud ſich die Waffe. Die Kugel drang dem jungen Mann in die Unke Bruſtſeite und verletzte ihn ſo ſchwer, dazu berechtigt find, weiß ich nicht; aber jeden⸗ 10 ſchärfſten 1 5 zu wünſchen, daß ſofort die Die Beſchaffung der zweiten Hypotheken und die Mannheimer Mieter. Der Artikel über die am 20. März d. J. ſtatt⸗ gehabte Mitgliederverſammlung des Grund⸗ und Hausbeſitzervereins Mannheim zeigt klar, in welch bedrängter Lage ſich die Hausbeſitzer wegen Be⸗ ſchaffung zweiter Hypotheken befinden. In ſeinem Schlußreferat ſagte Herr Dr. Weingart, daß ſchließlich nichts anderes übrig bleibe, als daß die Städtiſche Sparkaſſe ihre Statuten abändere und Darlehen auf zweite Hypotheken gewähre. Wie ſtellen ſich nun die Mannheimer Mieter zu einem ſolchen Vorſchlag? Ich nehme an, daß 75 Prozent aus Mietern und vielleicht nur 25 Prozent aus Hausbeſitzern und Bauunternehmern zuſammen ſetzen. Ein Hausbeſitzer oder ein Bau⸗ unternehmer, dem es an zweiter Hypothek man⸗ gelt, wird keine Gelder auf der hieſigen Städi. Sparkaſſe liegen haben. Wenn ſich nun die Stadtverwaltung dazu her⸗ beilaſſen ſollte, Darlehen gauf zweite Hypothek beſonders vertrauenswürdigen, ſoliden und reellen Hausbeſitzern und Bauunternehmern aus Mitteln der Städtiſchen Sparkaſſe zu bewilligen, ſo ſollten die Mieter zu dieſer Frage unter allen Umſtänden Stellung nehmen durch Einberufung einer gro⸗ ßen Verſammlung, in welcher zum Ausdrr bringen wäre, daß die Spargelder auf z Hypotheken nur dann bewilligt werden ſollen, wenn der Hausbeſitzerverein ſich dazu herbei läßt, hinſichtlich des Mannheimer Mietver⸗ trages den Mietern Konzeſſionen machen und die dem hieſigen Mietsvertrag an⸗ haftenden Härten derart auszuſchalten, daß für die Folge einzig und allein nur die Beſtimmungen des.G. B. maßgebend ſein ſollen. Der Geſez⸗ geber hat in wohldurchdachter Weiſe, beiden Tel⸗ len, dem Mieter und dem Vermieter, Rechnung getragen. Es iſt unbegreiflich, daß der Mann⸗ heimer Hausbeſitzerverein über dieſe geſetzlichen Beſtimmungen einfach hinweg geht und an 3¹¹ deren Stellen Paragraphen ſetzt, welche aus⸗ ſchließlich die Intereſſen der Vermieter wahr⸗ nehmen. Die Mannheimer Mieter ſollten, wenn ſich die Vermieter nicht zu einer Aenderung des ſeitheri⸗ gen Mietvertrages verſtehen, nie und nimmer zugeben, daß ihre Spargelder für zweite Hypo⸗ theken ausgeliehen werden; wenn die Stadtver⸗ waltung die Hausbeſitzer und Bauunternehmer mik Gewährung von zweiten Hypotheken unker⸗ ſtützen will, dann ſollte dies nur dann geſchehen, wenn dem Mannheimer Mietberkrag fernerhin nur die Beſtimmungen des..B. zugrunde ge⸗ legt werden. Wenn der Hausbeſitzerverein dar⸗ auf nicht eingeht, dann mögen deren Mitglieder ſich anderweitig ihre Gelder beſchaffen. Es wäre durchaus unbillig, wenn ſich die Mieter einer⸗ ſeits durch den beſtehenden Mietvertrag hranni⸗ ſieren laſſen, anderſeits aber indirekt ihre Spar⸗ gelder den Hausbeſitzern zur Deckgung zweiter Hypotheken leihen würden; hiergegen müßken die Mieter entſchieden bei der Stadtverwaltung Ver⸗ wahrung einlegen. Ich möchte es nicht für aus⸗ geſchloſſen betrachten, daß eine maßgebende Stelle der Stadiverwaltung ſich der Sache annimmt und einen gerechten Ausgleich der Vermieter⸗ und Mieterintereſſen herbeiführt. Ein Mannheimer Mieter. Lehte Rachrichten und Telegramme. München, 2. Mai. Der bei Lindau an Land geſchwemmte Tote iſt tatſächlich als der Oberjuſtizrat Körner⸗Dresden feſtgeſtellt worden. w. Plauen, 3. Mai. Der Gründer der Vogtländiſchen Maſchinenfabrik, Johann Kon⸗ rad Dietrich, iſt im Alter von 80 Jahren geſtorben. W. Vavis, 3. Maf. Offtsiös wird gemeldet, daß Känig Alfons, der am 29. ds. Mts dem Aililäriſchen Schauflug in Villa Gaublaf bei⸗ wohnen wird, die Rükreiſe nicht von Paris aus, ſondern von einer dem Flugfelde benachbarten Bahnſtation antreten wird. Polizeipräfekt Hennion hat überaus ſtvenge Maßnahmen getroffſen, um für die Sicherheit des Königs während der zweitägigen Dazer ſeines Aufenthaltes in Frankreich zu ſorgen. Trauerfeier für Gabriel v. Seidl. *„ München, 2. Mai. Unter ſtarker Betei⸗ ligung vollzog ſich die Trauerfeier für G. v. Seidl, der am Mittwoch im füdlichen Friedhof beerdigt wurde. Am Grabe des Verblichenen ſprachen Propſt Ruperk Jud, Ferdinand von Miller, Georg Hirth und Toni Stadtler. Die Tarifverhandlungen im Baugewerbe. EBerlin, 3. Mai.(Von unf. Berl. Bur) Nach langwierigen Verhandlungen zwiſchen Ver⸗ tretern des Deutſchen Arbeitgeberverbandes für das Baugewerbe und denjenigen der großen Ar⸗ beiterorganiſationen haben jetzt die Unparteliſchen Vorſchläge zur Schaffung eines neuen Tarifs für das deutſche Baugewerbe gemacht. Der grundlegende Gedanke iſt, daß während der neuen Tarifdauer eine erhebliche Lohnerhöhung von durchſchnitilich 4 Pfg. pro Stunde eintritt. Bei den Verhandlungen wurde konſtatiert, daß in Oſt⸗ und Weſtpreußen, im Königreich Sachſen, mit Ausnahme von Leipzig, ſowie in Südbayern und Neu⸗Vorpommern bereits Vergleiche zwiſchen Arbeitgebern und Arbeitnehmern geſchloſſen wor⸗ den ſind. Von anderer Seite wird noch gemeldet, daß die Tarifverhandlungen für das deutſche Baugewerbe am Himmelfahrtstag im Reichstags⸗ ee e gebände endgültig zum Abſchluß gelangten. Zwi⸗ die Einleger bei der Städtiſchen Sparkaſſe ſich zu ſchen den Parteien der meiſten Lohngebiete kam es zu einer Einigung. Für andere Bezirke fäll⸗ ten die Unparteiiſchen die Sprüche. Im Laufe der nächſten Woche werden die Verbandstage der Ar⸗ beitgeber und Arbeitnehmer zu dem Reſultat der Verhandlungen Stellung nehmen. Die Erinnerungsfeier bei Großgörſchen. *„ Großgörſchen, 2. Mai. Heute nach⸗ mittag hat hier unter außerordentlich ſtarker Be⸗ teiligung der Bevölkerung der vier Dörfer des Schlachtfeldbezirkes eine Erinnerungsfeier an die Kämpfe vor hundert Jahren ſtattgefunden. Mit der Jahrhundertfeier war die Enthüllung eines Denkmales für den während der Schlacht verwundeten Scharnhorſt verbunden. Als Ver⸗ treter des Kaiſers wohnte Prinz Friedrich Leo⸗ pold von Preußen, als Vertreter des Fürſten zu Schaumburg⸗Lippe Prinz Stefan zu Schaum⸗ burg⸗Lippe der Feier bei. Ferner waren Ab⸗ vor hundert ordnungen der Regimenter, die waren, und Jahren bei den Kämpfen beteiligt Vertreter aller Behörden aus der Provinz Sachſen und aus Berlin zugegen. Die vier Dörfer des Schlachtfeldbezirkes waren reich ge⸗ ſchmückt. Frankreich— die Nation der Gaſtlichkeit. * Paris, 3. Mai. Miniſterpräſident Bar⸗ thou hielt geſtern abend bei der Gründung einer Geſellſchaft für fremde Konferenzen in Frankreich eine Rede. Er beglückwünſchte die Geſellſchaft für ihre Tätigkeit, die für die all⸗ gemeine Kultur und die Angehörigen der Völ⸗ ker von großem Jutzen ſei und wünſchte ihr das Glück, das ſie verdiene. Frankreich ſei eine Na⸗ tion der Gaſtlichkeit, der Gaſtfreundſchaft und der Eourtoiſie. Vereinzelte Abweichungen da⸗ von köunten in den Augen der Welt dieſes glänzende Bild nicht entſtellen. Barthou lud die Fremden ein, unter den Aſpirationen der neuen Geſellſchaft ihre Schriftſteller, Weiſen, Philoſophen, Künſtler und Staatsmänner zur Behandlung zweckmäßiger Fragen in öffentlichen Konferenzen nach Frankreich zu entſenden. Sie würden die Gunſt erfahren, wie ſie Paris aus⸗ erleſenen Beſuchen niemals verweigere. Spaniſche Anarchiſtenpläne. w. Paris, 3. Mai. Aus Madrid wird ge⸗ meldet, daß geſtern vor dem Tore des Hauſes des päpſtlichen Nunzius eine Schachtel mit 2 Dynamitpatronen gefunden worden ſei. Man glaubt, daß es ſich um einen anarchiſtiſchen Anſchlag handelt. w. Paris, 3. Mai. In Montpellier wurde ein ſpaniſcher Anarchiſt verhaftet, der dem Petit Pariſien zufolge einer Gruppe angehört, die den Plan gefaßt hat, gegen König Alfons während ſeines Pariſer Beſuches einen Anſchlag auszuführen. bevor. Der Balkankrieg. Die kutarifrage. Der mächtige Nikita und das ohnmächtige Europa. Köln, 2. Mai. Die„Kölniſche Zeitung! erfährt aus Berlin: In der geſtrigen Sitzung der Botſchafterkonferenz ſpielte anſcheinend die Mitteilung des montenegriniſchen Dele⸗ gierten Popowikſch eine Rolle. Dieſe Mit⸗ teilung ſoll, allerdings wohl in einer ein i⸗ germaßen verklauſulierter Form, die Möglichkeit der Räumung von Skutari be⸗ handelt haben. Nähere Angaben ſind abzuwar⸗ ten. Jedenfalls gab die von dem montenegri⸗ niſchen Delegierten in Sitzung der Botſchafter⸗ vereinigung abgegebene Erklärung Anlaß da⸗ zu, nochmals einen ſchleunigen Schritt in Cetinje vorzuſchlagen. Dieſer Schritt ſoll, wie man annimmt, eine endgül⸗ tige Außerung der montenegriniſchen Regierung über ihre Abſichten hinſichtlich Sku⸗ taris herbeiführen. Ein Ultimatum ſcheint der Vorſchlag nicht einzu⸗ ſchließen. Über die Aufnahme des Vor⸗ ſchlages bei den Kabinetten, vor allem in Wien iſt einſtweilen nichts bekannt. m. Konſtankinopel, 3. Maf. Der ital. Kreuzer„Piſa“ mit dem Kontreadmiral an Bord, iſt nach der albaniſchen Küſte abge⸗ gangen. Wien, 2. Maf. Die„N. Fr. Pr. erhält von beſonderer Seite in Paris folgende Mit⸗ teilungen: Die Situation ſcheint heute etwas günſtiger. Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß König Nikolaus von Montenegro angeſichts der ſehr ernſten Ratſchläge, welche ihm durch die Vertreter der Triple Entenke⸗ Mächte zuteil geworden ſind, es doch nmicht zum Außerſten kommen laſſen werde. Es wird gehofft, man werde ein Aush 1Ifs⸗ mittel finden, um König Nikolaus zum Nachgeben zu bewegen. Anarchie in Albanien. Berlin, 3. Mai.(Von unſ. Berl. Bur.) Aus Wien wird gemeldet: Es wird imnier klarer, daß die Anarchie, die in Albanien durch das Vorgehen Eſſad und Dſchawid Paſchas aus⸗ gebrochen iſt, im Augenblick im Vordergrunde des Intereſſes ſteht. Die Räumung Skutaris dagegen tritt faſt in den Hintergrund. Die Räu⸗ mung iſt nicht Selbſtzweck, ſondern ſie ſoll der Autonomie Albaniens gelten Wenn aber Eſſad und Dſchawid Paſcha ein ſolches Albanien un⸗ Eine weitere Verhaftung ſteht unmittelbar möglich machen, dann muß die Durchführung des Willens der Großmächte am anderen Ende ange⸗ packt werden. Deshalb wächſt in Wien die Nei⸗ gung, dem Drängen Italiens nachzugeben und die Löſung der albaniſchen Frage durch die ge⸗ meinſame Aktion in Albanien ſelbſt zu beginnen. Die Pazifizierung Nordalbaniens, die Oeſter⸗ reich⸗Ungarn zufallen ſoll, iſt vom militäriſchen Standpunkte eine weit größere Aufgabe, als die bloße Zwangsaktion zur Räumung Skutaris. Es hat ſich daher die Notwendigkeit herausge⸗ ſtellt, eine weit größere Truppenzahl aufzuſtellen, etwa 50 000 Mann mehr, als man urſprünglich gedacht hat. Dieſe 50000 Mann müſſen zur See an die albaniſche Küſte befördert werden. Die Donaumonarchie kapert daher ununterbrochen Transportdampfer. Es iſt kaum zu erwarten, daß die Operationen in Albanien vor Ablauf einer Woche beginnen werden, da die Vermeh⸗ rung der für die Aktion beſtimmten Truppen um 195 90 Mann ſelbſtverſtändlich einige Zeit er⸗ ordert. Als das beunruhigſte Moment in der albani⸗ ſchen Frage verdient die nachſtehende Telegramme der Belgrader Südſlawiſchen Korreſpondenz aus Durazzo beſondere Beachtung: Dſchavid Paſcha iſt mit ſeinem Korps, dem die Reſte der Weſtarmee angehören, von Kut⸗ ſchen, wo bisher das Hauptquartier lag, in Va⸗ lona eingetroffen. Die bisher aus 200 Mann beſtehenden Truppen der proviſoriſchen Regie⸗ rung leiſteten nur geringen Widerſtand. Dſchavid Paſcha erklärte die proviſoriſche Regierung für abgeſetzt und ließ die nicht geflüchteten Mitglie der der Regierung, darunter den Kriegsminiſter Mehmed Paſcha verhaften und vor ein Kriegs⸗ gericht ſtellen, deſſen Präſidium Dſchavid über⸗ nonmnen hat. 3 Eſſad Paſcha hat ein osmaniſches Emirat in Albanien ausrufen laſſen, nachdem eine Verſtän⸗ digung zwiſchen Eſſad und Dſchavid Paſcha er⸗ folgte. Skutari wird vertraglich an Montenegro abegtreten, während Aleſſio albaniſch bleibt. Montenegro verpflichtet ſich, Eſſad Paſcha mit Proviant und Munition zu verſehen, die von ſerbiſchen Truppen gleiefert wird. 5 25 Von Seiten des albaniſchen Komitees wird mitgeteilt, daß die von Niazi Bey geleitete Agi⸗ tation für die Ausrufung eines türkiſchen Emirats lebhafter Widerhall unter den osmaniſchen Al⸗ baniern gefunden hätte, die die Idee eines frem⸗ den Herrſt, rs völlig ablehnen. Man iſt in die⸗ ſen Kreiſen der Anſicht, daß die Mächte die voll⸗ endete Tatſache in Albanien anerkennewlwerden. * Wien, 3. Mai. Die Neue Freie Preſſe erfährt aus diplomatiſchen Kreiſen, daß zwiſchen den Kabinetten von Wien und Rom gegenwärtig eiſrigſt über die Verhältniſſe Albaniens verhan⸗ delt wird. Aus den hier eingetroffenen Nach⸗ richten aus Albemien hat man den Eindruck, als ob dort vollſtändige Anarchie herrſcht. In ein⸗ zelnen Gegenden ſollen bereits blutige Kämpfe zwiſchen den Angehörigen der verſchiedenen Par⸗ teien ſtattge funden haben. Dies befeſtigt daher Italien immer mehr in der Anſicht, daß es die Pflichtderbeiden Großmächte wäre, im Lande Ordnung zu ſchaffen. Die italieniſche Regierung will damit gleichzeitig den griechiſchen Aſpirationen eien Riegel vorſchieben. Falls es zu einer gemeinſamen Aktion Oeſter⸗ reichs und Italiens kommt, würde Oeſterreich Medua und Durazzo und Itglien Santi Qua⸗ rante und Valona beſetze. 8 „„ 77 m. Sofia, 3. Mai.(Priv.⸗Tel.) In ſeiner geſtrigen Antwort an die Großmächte ſagte der Miniſterpräſident Geſchow, die Feindſeligkeiten ſeten eingeſtellt und die Vertreter zu der demnächſti⸗ gen Friedensverſammlung blieben dieſelben, wie die zur erſten. Wiederum ſei auch London als Ort der Friedensverhandlungen gewählt worden. 5 Sehr bezeichnend iſt der Wochſel des Tones derſerbiſchen Preſſegegen Bulgarden. Die Gründe dazu ſcheinen in erſter Linſe die Rat⸗ ſchläge zur Mäßigung zu ſein, die Rußland und dle anderen Mächte gegeben haben, wetter die von Oeſterreich⸗Ungarn drohenden Verwicklungen und bdie Wichtigkeit der Freundſchaft und des Beiſtandes Bul⸗ garieus angeſichts der Möglichkeit eines Zuſammen⸗ gehens mit Montenegro, Albanien und Serbien Vole en Nürnberger Lagerhausgesellschaft in Nürn- berg. Der Aufsichtsrat schlägt für das abge⸗ laufene Jahr 6 Prozent(. V. 5 Prozent) Div. den de vor. b Sisal-Agaven.G.(Kolonialgesellschaft). In der gestern in Düsseldorf stattgefunde⸗ nen. Generalversammlung wurde die Dividende auf 25 Prozent(i. V. 16 Prozent kestgesetzt und beschlossen, das Aktienkapital um M. 250 000 zu erhöhen, sowie daß die Ein- zahlung auf die neuen Aktien aus dem Gewinn⸗ vortrag vorgenommen werde. Der Aufsichtsrat wWürde Weiterhin ermächtigt, zu geeigneter Zeit eine abermalige Erhöhung des Aktienkapitals um M. 250 000 auf 1 500 000 Vorzunehmen- Die Erefelder Samt- und Plüschfabrik Ge⸗ brüder Pelizer würde in eine Aktiengesel!⸗ sSchaft umgewandelt. Das Kapital von Mark 2% Mill. wurde von den Vorbesitzern über⸗ nommen. .-G. für Anilinfabrikation in Berlin-Trep- towy. Die Hauptversammlung genehmigte den Rechnungsabschluß. AKuf Antrag des Vor- sitzenden wurde beschlossen, vom Gewinn der Niederlassung in Moskau eine Abgabe von 27 031 R. an die russische Regierung zu zahlen, Wodurch sich der Gewinn auf 222 540 R. er⸗ mäßigt In den Aufsichtsrat wurde das aus⸗ scheidende Vorstandsmitgliec Dr. Pfaff neu-⸗ gewählt. Jeber die Aussichten würde mitge⸗ teilt, daß ein dem vorjährigen nicht nachstehen⸗ der Gewinn für das laufende Jahr zu erwarten sei, wenn die letzten drei Vierteljahre ebenso verlaufen wie das erset und Wenn keine Stö⸗ rungen eintreten. FFF Te.alegraphlsehe Handelsbertents. 6. Seite. General⸗Anzeiger, Beshe Neueſte Nachrichten(Mittagblatt). Mannherm, v. W. Gartenvorstadt-Genossenschaft Mannheim e. G. m. b. H. Die am letzten Mittwoch im Rodensteiner abgehaltene Generalversammlung War von ca. 300 Personen, darunter vielen Frauen von Mitgliedern, besucht. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Bürgermeister Dr. Finter, begrüßte die Versammlung und gab einen Ueberblick über die Entwicklung der Garten- stadt im abgelaufenen Geschäftsjahr, Er konnte dabei mit Befriedigung feststellen, daß die Ge- nossenschaft ihren Zielen wesentlich näher ge⸗ rückt ist. Am T. Oktober 1912 wurden die ersten 4o in Gruppen zusammengefaßten Ein- familienhäuser bezogen. Es waren dies aus- schließlich Wohnstätten für einfachere Bedürf- nisse mit 3 Zimmern, Wohnküche, Baderaum, Waschküche und Garten. 6 größere Einfamilien- hauser mit meist 3 Zimmern wurden auf 1. April ds. Is fertiggestellt. Auf 1. Juli ds. Js. werden wieder 33 Wohnungen mit 2 und 3 Zim- mern beziehbar. Diesen sollen sich auf 1. Ok⸗ tober 20 weitere anreihen. Aus dem vom Var- stand erstatteten Geschäftsbericht ging hervor, daß sich die Mitgliederzahl im abgelaufenen Geschäftsjahr von 30 auf 328 gehoben hat und heute bereits auf 460 angewachsen ist. Die Haftsumme beträgt heute rd. 120 O00 M. Für das kommende Jahr sind ähnliche Baufortschritte zu erwarten, wie in der Berichtsperiode. Für die letzten 33 Häuser lagen 129 Wohnungsge- suche vor. Die Bilanz weist auf an Aktiven: Bankguthaben 19 279,16., Baukonto 152 899 Mark,. Kasse 3232,86 M. Auf der Passivseite stehen: Mitgliedsanteile 72 387,30., Sparein- lagen 7727,68., Kapitalschulden 91 549,8., Reservefonds 195,72 M. Aus dem Gewinn mit 325054 M. werden 328 M. dem Reservefonds zu- geführt, 1606,18 M. als 3½ prozentige Dividende ausgeschüttet und die restlichen 1319,39 M. als Spezialreserve und für allgemeine Zwecke zu- rückgelegt. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet. Die ausscheidenden Mit-⸗ glieder des Aufsichtsrats wurden wiederge- Wwählt. Vorstand und Aufsichtsrat gaben an⸗ schließend noch Auskunft über verschiedene Anfragen. Das rege Interesse der Mitglieder für die Gartenstadtsache und der starke Mit- gliederzugang lassen erwarten, daß sich die Genossenschaft wie bisher kräftig weiter ent⸗ wiekeln wird. Deutscher Reichsbank-Ausweis vom 30. Kpril1913. ade geg⸗ „ Ativa: ie Vorwoohe Mstall-Bestang 1252 489 000— 83 786 000 Darunter Golſfege. 495 114000— 40 911 009 Relohs-Kassen-Sohelns 17795 000— 37 000 Aloten anderer Banken. 12006 900— 32 751 000 Woeohselbestaneg 41244534000 52 814 000 Lomdarddarlebhen. 154233000 67 7385 000 Effektenbestanceg 442 446 000— 32 623 000 Sonstige Aktvaͤa.208 104 000 22 364 000 Passiva: grundkapltaallsns..1280 000 00 unverändert eservsfondsss 7004 000 unxerändert otenumlaaunk.2059 604 000 + 207 915000 Deposlten 3657382 000— 107 355 090 Sonstige PassUs.... 43388 000 1062 000 Bel den Abreohnungsstellen wurden im apell abgereobnet MHark 7,0 6,745, 00. Die Deutsche Relchsbank befindet sioh mit Mk. 218,302,000 it der Hotensteuer gegen eine steuerfreie fotenreservo von Ak. 83,337,000 am 23. 0 und gegen elne steuerfrele Noten- reserve von Mk. 58,389, am 30. April 1912. — Personalien. Von der Schnellpressenfabrik Frankenthal Albert u. Cie..-G. wird uns mit⸗ geteilt, dab nunmehr auch der zweite Sohn des Herrn Kommerzienrat Jean Ganß, Herr Dr. Richard Ganß, in die Fabrik eingetreten ist und zum Lollektivprokuristen bestellt wurde. Die C. D. Magirus Aktiengesellschaft in Uim beschloß in ihrer Generalversammlung die Er- Höhung des Aktienkapitals von M. 500 oοο aůuf M. 2 000 o00. Gleichzeitig stellten die Vorbesitzer ihre Gewinnanteilrechte der Gesellschaft zur Verfügung einschließlich der- jenigen für 1912. Nach erhöhten Abschreibun- gen wurde die Dividende auf 12 Prozent gegen 11 Prozent im Vorjahr festgesetzt. Zahlungseinstellungen. Die Wollwaren- fabtik und Appreturanstalt A. H. Pheyson in Chemnitz sucht It.„.-.“ ein Moratorium nach. Die Umwandlung der Firma in eine G. m. b. H. ist beabsichtigt. Die Passiven be⸗ tragen 800 o., von denen 600 M. auf Verwandte entfallen. Zusammenschluß der Münchener Ziegeleien. Am 30. April haben 30 Ziegeleien im Osten Münchens mit 30 Oefen eine gemeinsame Ver⸗ kaufsstelle unter der Firma Münchener Zlegel-Verkaufsvereinigung G. m. b..“ gegründet. Die Geschäfte der Gesell⸗ schaft sollen von der Süddeutschen Treuhand- Sgesellschaft-G. in München besorgt werden. ke, Großschiffahrt nach Basel. Infolge des steigenden Wasserstandes ist die Großschiffahrt nach Basel wieder aufgenommen worden. Am 30. April ist der erste Schleppzug, bestehend aus den Schleppern„Großherzog Friedrich“ und „Ernst Bassermann“ mit zwei größeren Schlepp- Kähnen in Basel eingetroffen. ——— London, 2 Mal.„The Baltic“ Schluß. Weizen schwimmend: williger und Preise 3 d niedriger. Mais schwimmend: willig. Gerste schwimmend: ruhig bei stärkerem Angeboet und Preise 3 d niedriger. Hafer schwimmend:,stetis bei nur kleiner Nachfrage. Chicago, 2. Mal.(Tel) Produktenbörse. Weizen, ffAuf baisselautende Kabelberichte hin erökinete det Markt, unter Absaben der Kommissionshäuser, in williger Haltung, bei Kückgängen bis 96 c. Ungünstis auf den Ver- kehr wirkten im weiteren Verlaufe umfang⸗ reichere Verschiffungen sowie Meldungen über Sünstigeres Wetter in Indien. Gegen Schluß konnte sich jedoch eine feste Pendenz durch- setzen, da umfangreiche Verschiffungen von den Seeplätzen gemeldet wurden und die un- günstigen Zustände auf dem Balkan befesti⸗ gend einwirkten. Immerhin waren gegen die gestrigen Schlußkurse bei fester Tendenz noch Verluste von M e. zu verzeichnen. Mais. Baisselautende Kabelberichte sowie Meldungen über günstiges Wetter führten zu Beginn zu einem Nachgeben d. Preise, um 4., doch konnte sich im weiteren Verlaufe, als die Baissiers zu Deckungen schritten, und geringe- res Angebot am Markte war, eine stetige Pen- denz durchsetzen. Als jedoch die Firma Armo- ur zu Abgaben schritt und Realisationen vor- genommen wurden, trat wiederum eine Ab- schwächung ein, doch konnte sich der Markt bei Unterstützung der Haussiers und unter Käufen der Kommissionshäuser gegen Schluß wieder erholen. Gegen den gestrigen Schluß waren bei fester Stimmung kaum nennenswerte Veränderungen zu verzeichnen. Newyork, 2. Mai.(Tel. Produktenmarkt. Weizen. In Uebereinstimmung mit Chicago schritten auch hier zu Beginn die Kommissions- hauser zu Abgaben, und es wurde günstiges Wetter angekündigt, so daß die Preise ziemliche Einbußen erlitten. Zwar konnte sich gegen Schluß, als man die Zustände auf dem Ballean ungünstig beurteilte und die Baissiers zu Dek- kungen schritten, eine Erholung durchsetzen, doch verblieben gegen gestern immer noch Einbußen von 96—36 c. Schluß fest. Verkäufe für den Export: o Bootladung. Mais war keinen nennenswerten Einflüssen unterworfen. Verkäufe für den Export: o Boot- ladung. Newyork, 2. Mai. Kaffee nahm heute einen festeren Verlauf, angeregt durch feste Kabelberichte, Deckungen der Baissiers, Käàufe für europäische Rechnung und schwaches An- gebot. Schluß stetig. 5 Baumwolle. Der Markt verkehrte zu Beginn auf die günstigen offiziellen Witte⸗ rungsberichte, die Verkäufe von Firmen mit Verbindungen zum Auslande nach sich zogen, und auf die baisselautenden Berichte über den Stand der Ernte von privater esite, in kaum behaupteter Haltung. Auch enttäuschte die Haltung der Spinner sowie die Berichte aus Manchester. Der Baissedruck ging zum größg- ten Teil vom New Orleanser Markte aus. Gegen Schluß konnte sich die Börse infolge von teilweisen Deckungen wieder etwas erholen doch verblieben bei stetiger Pendenz gegen gestern Preisrückgänge von 16 bis 8 Punkten. Frankfurter Abendbörse. Frankfurt, 2. Mai. Umsätze bis.15 Uhr abends. Kreditaktien 194½ bz., Diskonto-Kom- mandit 181¼4 bz., Darmstädter Bank 1166 bis 96 bz.., Nationalbank f. D. 11836 bz. Staatsbahn 138½— bz., Lombarden 26 bz. ., Schantungbahn 13376— 13698 bz. Hamburg-Amerik. Packet 146—148 76 bz. ult., 148.50 bz. cpt., Nordd. Lloyd 11876—119%8 bz. ult., 118.75 bz. G. ept. Bochumer 21898 P.., Gelsenkirchen 18624—78 bz., Harpener 19598— 786 bz. ult., 195.80 bz. opt., Phönix Bergbau- und Hüttenbe⸗ trieb 2665— bz. ult., 265.80 bz. cpt., Au- metz-Friede 17% bz. cpt., Buderus Eisenwerke 112.25 bz.,.-Luxemburger 16394— 164% bz. ult.„164.20 bz. opt., Bad. Zuckerfabrik 200.20 bz. Chem. Werke Albert 468.23 bz.., Scheide- Anstalt 689.75 bz.., Ver. D. Oelfabriken 179 bz.., Aluminium 273 B. 272.00 G. ept., Spinne- rei Ettlingen 1056 bz.., Alkali Westeregeln 191.75 bz.., Adlerwerke Kleyer 449 bz.., Dürkoppwerke 400.20 bz.., Daimler Motoren 380 bz.., Holzverkohlung 336.75 bz.., Bad. Anilin 583.90 bz. G. Maschinenfabrik Moenus 278 bz.., Chem. Griesheim 253.78 bz. G. Elektr. Allgem.(Edison) 241—2414 bz. ult., Elektr. Schuckert 151½—78 bz. G. ult., Elektr. Akkumulatoren 443 bz. G. .15 bis.30 Uhr: Harpener 1987%4, Hamburg. Paket 14898, Allgem. Elektrizität 242, Lombar- den 287/ bz. G. Im Abendverkehr konnte sich die Pendenz, im Gegensatz zu dem schwachen Schluß der heutigen Mittagsbörse, wieder etwas befestigen. Neuere politische Meldungen wurden nicht be⸗ Kkannt, beruhigend wirkte der feste Schluß der Auslandsbörsen, namentlich Londons. Am Kassamarkt verzeichnen Badische Anilin, Alu- minium und Albert sämtliche mehrprozentige Kurserhöhung. 5 Effekten. New-Vork, 2. Hal. Kurs vom 1. 2 Kurs vom 1* 2 Leld auf 24 Sid. Texas oomm. 22.½ 22.%8 Durohsohnittsrat..—.½ Texas pref. 59.— 59.— 99 1 Ue Ra l..½ 34. 1½ 85,½1% d Weonsel Par 347% 55% of Herle 1555 badie eneel. 85 488.106 125 2 adlo Transfers SW-Vork Zentral wechsel London 437.15 487.10/ Me-Vork Ontario Silber Boulllon 60,— 60.½] and MWestern 29./ 29.½ Atoh. Top, u. St. Fe Horfolk u. West o. 105.— 104.% oonv. 4% Bonds 99. 39.J Rorthern Faoflo o. 114./ 113.% — Colorago S. B.%½ 87.— Pennsylvanſa oom. 114.114 Rorth,Pac,3% Büs. 88.— 65,% Beading oomm. 180 /% 160. ann 94.— 83.¼—5—— 15 1 8 „Louls u. S. Fran- 90. do., prof, ½ 31.½ zisko ref. 40% 72.½ 72./ Southern Faclfio 975 97.— 8. Pae e.% 120 d8 88. Soutd. Kaſtan o. 58% 244. Unlog Paoffſo oonv. 90./ 90./ d0. pref. 78.0 74.J/ 9 5 e 0. 57 980 1 5 Paolflo 985 5 05 1880 altimore-Ohlo o. 1 5 o. pref, 388. Oagsda-Paoiffe 220% 238.%Wahash. pref. 8% 8% Chesapeske-Ohlo 985 7 Amalgamat, Oopp. 78.15 78.— Obloage Nilwauk. 108.% 108.% Amerfoan Can. pr. 88.— 92. Lolorado Std ogm. 28.½ 28. 5 dd. Lodroom. 33.% 33.1½ Denv. u. ¹0 Ard. o 10.— 19.—Americ. Sneit. o. 68.½ 66.½ 90. krof. 5 75 8 do, Sugar o. 111.½ 110. 7cc ee, eee eee, 2 2 455 43.— ral Eleotr. o, opeaat eree 11314%.ces 60pee e 50.% Iilinols Zentra 113.½ 112% uo, ref. 107.½ 107.8 Lehlgh Valley om. 154.½ 154.— Utah Copper 8058 30.— 50. Loulsville MAsV. 139.½ 180.½ Vrginla Garol, a. 32.½ 29.¼ Missouri Kausas dears Robsuck o. 171.— 170.— Produkte. Rudenzudker, It. Sloht fl. 11.%, Rargarine prima amerik 68.—, Zinn: Zanda prompt fl. 138.½, Kaffee per Nov. 33.%, per Vor. 38.¾ Lverpool, 2. Mal, Baumwollmarkt. Schluss-Notlerungeg, Es notleren Middl. amerik..68.—, per April.39½, per April- Mal.34.— per Mal-Junf.34.—, per Jual-Jull.4— ber Jull- August.20.— per Aug,-Sept..19% per Sep.-Okt..07.— der dee en fe e den öch8—, ber deselan..57l½ per lan.-Febr..88ʃ. 5 New-Vork, 2. Mal. Kurs vom 2. Kurs vom 1. 2. Baumw. atl. Hafen 11.000.000Sohmalz Wiloox 11.80 11.70 do. atl. Golfh..000.000[ralg prima City.8/8.8% do. im innern.000.000Zzucker Muskov..86.85 do. Exp..Or.B. 19.000.,000Kaffee Rio looe 11./ 11.½ do. Exp.n. Kont. 15.000.000 do. Mal 10.81 10.99 Baumw. looo 11.95 11.85] do. junl 10.96 11.04 do. April———— do. luf 11.01 11.09 do, Mal 11.57 11.41] do. August 11.10 11.19 do. jun! 11.59 11.46] do. September 11.20 11.29 do, jull 11.63 11.5 po. Oktober 11.20 11.29 do. August 11.41 11.01] do, Rovember 11.20 11.29 do. Septbr. 11.10 19.95] do. Ddezember 11.20 11.29 do. Oktbr. 10.99 19.95] do, lJanuar 11.21 11.30 do. Novbr.—do. Fabruar 11.23 11.31 do. Ddezember—-—— do. Rärz 1123 11.33 do. in Mow- do. April 11.24 11.33 Orl. looo 12.½¼ 12.¼[Weizen Mr. 2 looo 115.— 115.— do. Mai 12.12 12.01 do. Mal 101.— 100.%¾ do. junl 11.95 11.84] do. luli 99.5 89.%¾ Petrol, raf. Casse 10.80 10.80 do. Septbr. 99.— 98.% do. stand. wihte Mals Mai—— New-Vork.50.50 do. jull———— do. stand. xihte Mehl spring wheat.—.95 Philadelphia.50.50JGetreldefracht n. Petr.-Ored. Balano.50.50 Liverpoo Terpent e/-Vork 41.— 41.—] do. Tondon do. Savanah 36.½% 36.½% do. Antworpen Sohmalz-Western 11.35 11.25 do Rotterdam do.(Roh, Br.) 11.80 11.70 Ohloago, 2 Mal, naohm. 5 Unr. Kurs vom 35 2 Kurs vom 1. 2. Weiren Mal 81.— Leinsaat Mal 132./½ 131.— do. Iull./ Schmalz Maſ 10.97 10.87 do, Sept. 58·97. do. lunl——— Mals Ma s 55.— do. Juli 10.85 10.75 do. Jull 36.— 56.— Pork Na 19.62 19 50 do. Sept. 55.½ 56./ do, ful 19.65 19.50 Roggen ſooo 63.½ 63./ do. Soptbr. 19.42 19.30 do. Hal—.——— Rippen Ma! 11.50 11.47 do. lull—.—— do. ful 11.05 10.97 Hafer Na 35.½ 35.%/ do. Septbr. 10.87 10.77 do. Jull 34./ 34.½% Speok 11.87 11.87 Lelnsaat looo—.—— LUverpool, 2. Mal.(Sohluss.) Woſszen roter WIinter ruhig 2. 30,. Differenz per Jjuli„„ 276⁰— per Okt. 3 77357 70— 4 Nals stetig Bunter Amerlka per qull 5/½ 5/1/3— 74 La Plata per Mal nom. 4711¾— Antwerpen, 2. Mal.(Sohluss.) Welzen stet. 2. 29,] Serste 83 per Hal..22 21.52] ber HRal. 186.60 16,70 per jull.. 21.02 21.30 ber Septür.. 15.52 15.62 per Sept. 20.55 20.77] per bdezember 15.42 15.45 öln, 2. Mal. Ruböl ia Posten von 5000 Kg. 69.—., Dez 68.50., 58.— 6. Hamhürg, 2. Mal. Rohzucker Mär:—.—, Aprll.—.—, Hal .78.—, junl.80.— August 10.06.— Hamburg, 2. Mal..30 Uhr nachm. Kaffee good average santos per Mal 57½, per Sept. 57¼ per Dez, 58— ber März 57% Ssſpeter 10,42½, per Febr.-Rärz 10.55—, per Nal 00.00— neuss, 2. Mal. Fruchtmarkt. Welzen nsuer la. 21.— lla. 20.— Ina.—— Mk.— Roggen neuer la. 16.80, lla, 15.80, IIla.— Hk. Hafer alter la. 17.—, lla, 16.— Mk., Rüböl 67.—, fasswelse 69.— gereinigtes Oel 70.— Hk. per 100 Kllo.— Hou.70—.20, TLuzerner Heu.50 Mk, die 50 Kiio, Presskuohen 104 Mk., für 1000 K0 Klele.20 fHk. Rotterdam, 2. Mal. Hargarine nom. Kaftee beh., Zucker heh, Zinn fest Elsen und Metalle, London, 2 Mal.(Schluss) Kupfer k. fest per Kasse 67 07.5 3 Honate 68.05.00, elegtrolytio 72.05., bestseleoteg 74.——75.— Zinn stetig, per Kasse 239.00.0, 3 Monate 220.10.00 Slel spanſsoh, fest, 17.18.9, englsoh 18.08.9, Zink ruhig, gewöhnſſohe Rarken 25.½½. Spezlal-Harken 25.—26.—. Glasgow, 2. Mal, Rohelsen stetig Mladtesborougs weranis per Kassa 66/10 pér 2 Ronat 61/— Amsterdam, 2. Nal Sanoa-Eink. Tendenz stetig loco 139½ Auktlon 134½. New-Vork, 2 Nal. Haute Vor. Kurs Kupfer Superlor Ingots vorrätig 1475/½15 25 14 75%/16.25 ie 4945%¼9 75 49 75/50 12 Rohelsen am Nothern Foundth r 2 Fenns 18 25/16 75[ 16 25/16 75 Stahl-Sohlenen Wagg. frel östi Febr. 15 17¹ Viehmerktbericht. Mannhelm, 2. Mal 1913. 1. 8 00—0⁰— Mk. 2 5 63—66 105—110„ Kälber 151 Stuok J 3.„ 60—63 100—105„ E„ 57—60 95—100„ 54—57 80— 95„ Sohafo 1 33— 5 5„ a) Stallmastsoh.— Stück J 2. 17 41—43 82— 86„ „ 0 Welomestsch, 18 stuoE„ 0060 00— 00„ + 7** n.— 1 Schwelne 318 Stüok 585 85 57 31 72 5 8 57—51 73— 74„ 8 51—53 66— 68„ Es wurde herahlt für das Stück: Luxuspferde— Stuok 000—0000 Ferkel— Stlok 00—00 Ardeltspfd,—„ 000—0000 zſegen 13„„„818 Pfeorde— St. 2. Sohl. 00-000 Zleklein 10 7 KHllohkune— Stllok 00000 Lämmer-„ 00—00 Zzusammen 508 Stüok nandel mit Kälbern le bhaft, mit Schwelnen mitteſmäblg. NAa imarkt, S, und 6. Mai. — —— — Schiffahrts⸗RKachrichten vom Mannheimer Bafenverkehr. Hafenbezirk Nr. 1. Angekommen am 30. April. Zeus„Hertha“ v. Rotterd., 7550 Dz. Stckg. u. Getr. Frank„Induſtrie 7“ v. Duisburg, 4000 Dz. Stückg. Hoffelder„Oberrhein 3“ von Altrip, 1710 Dz. Kies. Wüſtenhuber„Romana“ v. Lauff., 1600 Dz. Zement. Maeßen„Egan 31“ v. Rotterdam, 000 Dz. Stückgut. Anſtadt„Stenz III“ v. Rott., 11980 Dz. Holz, Getr. de Groot„Egan 11“ v. Antwerpen, 900 Dz. Stückgut. Hofmaun„Maunh. 39“ v. Rottd., 9000 Dz. Stg., Gtr. Klee„Mannh. 58“ 5. Rottd., 12 980 Dz. Khl. u. Getr. Hewel„Fendel 63“ v. Straßburg, 8800 Dz. Stückgut. Werner„Parſifal“ v. Straßburg, 4000 Dz. Stückgut. Badersbach„Bad. 11“ v. Ruhrort, 3000 Dz. Stückgut. Wellens„St. Antoine“ v. Ruhrort, 4000 Dz. Stückg. Pohl„Saturn“ v. Rotterdam, 11570 Dz. Stg., Getr. zetbert„Bad. 41“ v. —————ů— 8 SCH faulad Karlsruhe, 2000 Dz. Stückgut. gewinnt die vortreffſiche ee Oigarette Hafenbezirk Nr. 3. Angekommen am 30. April. Gilsdorf„Worms 1“ v. Worms, 4000 Dz. Stück Knifermann„Bayern“ v. Ruhrort, 14580 Dz. hf. Eifler„Maria Joh.“ v. Duisburg, 3000 Dz. Stückg. Bürck„Helena“ von Amſterdam, 1500 Dz. Stückgu Hafeubezirk Nr. 86. Angekommen am 30. April. Veith„Emma“ von Heilbroun, 1809 Dz. Steinſalz Herrmann„Anna“ v. Heilbr. 1600 Da. altes Eiſen Hafenbezirk Nr. 7. Angekommen am 29. April. Mundſchenk„Mars“ v. Weßlg., 13 470 Dz. Briretts. Pet. Thiebes„Freiheitsliebe“ von Deutz, 5709 D Schwefelkies. Aberſeeiſche Schiffahrts⸗ Telegramme. Schiffsnachrichten der Auſtro⸗Amerſeana, Trieß, Liuie Trieſt—Newyork: D.„Kaiſer Franz Joſeph.“ am 80. Aprii un Algier nach Newyork abg., D.„Laura“ am 29. April Gibraltar paſſtert nach Newyork, D.„Martha Waſhington“ am 30. April in Newyork angek., D. „Oceania“ am 23. April von Newnork nach Algier abg., D.„Polonta“ am 28. April von Newpork nac Algier abgegangen. Linie Trieſt—Canada. D.„Argentina“ am 28. April in Trieſt aug., D. „Canada“ am 26. April von Neapel nach Liſſabon ah⸗ gegangen. Dinie Trieſt—Südamerkks. D.„Atlanta“ am 29. April von Bakencte naß Genua abg., D.„Columbia“ am 30. in Buenos⸗Aires ang., D.„Softa Hohenberg!“ am A. April in Dakar ang., D.„Alice“ am 26. April von Las Palmas nach Dakar abgegaugen. Holland⸗Amerika⸗Linie. D.„Rotterdam“ von Newyork nach Rotterdam am 30. April 9,15 Uhr vorm. Lizard paſſtert, D. „Nieuw Amſterdam“ von Rotterdam nach Newyork am 29. April nachm. in Newyork eingetr., D.„Nyor⸗ dam“ von Rotterdam nach Newyork am 27. April 1,45 Uhr nachm. Lizard paſſiert, D.„Rundam“ von Newyork nach Rotterdam am 25. April nachm. in Rotterdam eingetr., D.„Potsdam“ von Newyork nach Rotterdam am 29. April vorm. von Newyork abgegangen. Mitgeteilt von der Generalagentur Gundlach u. Bärenklau Nachſolger, Maunheim; Bahnhofplatz 7, Telephon 7215. ————— ——— Wasserstanflsnaghriehten v. Monat Mal Fegelstaſſon vom Datum Rdeln 28.J 29. 30.].].] eerkenges Huningen-).06.J0ſ 2 15/ 206 2 05/ 213 Abende 8 Ubr E 297.96.97.00 2 983.00 Nachm 2 Uhr Haxau. 44804.44.49/.50.46.47 Hachm. 2 Uhr Mannheim.80.78.78.7.76.77/ Rorgens 7 Ubr Mainn.4 130127 7.8. 12 Uhr Kkaub.48.40 2 35/.00.00 Vorm. 7 Ubr Nünn; 276277 259249 900 Hachm. 2 Ubr vom Neckar: mannheim.1.75.72 37232 378J Verm. 2 Bkr Hellbronn..82.89.85.78.00 0 00 Vorm 7 Bir Wätterumgs-Berieht bermittelt von der Amtl. Auskunftsstelſe der Sohwetzertsoben Bundesbahnen im internationalen 5ffentſtohen Verkehrsburean Berlin., Unter den Linden 14. Am 2. Nal 1913 um 7 Uhr morgens. DSS—— FFF Höhe der Stationen Statlonen rirterangsverhülltutete Uber Noeer 200 Basel 3 bogdookt, Winda till 543 SHl 3 Regen, windstſll 587 Chuͥu 7 bedsokt, wingatilt 1543 Davos 0 Sohnee, windetill 635 Frelburg 4 Regen, Winastilt 384 nBEE 9 Hebel, windseill 47⁵ Glarus 6 boceckt, wWindstill 1109 Göschenen 2 Sohnes, winde til 568 interlaken 5 bolleokt, windstill 995 La Chaux-de-Fds. 3 Sohnee, winsstill 45⁰0 Lausanne 7 bedeokt, w. 2⁰³ Locarnod 11 etwas bewölkt, wiudsttp 2³0 Tugaass 11 dedeokt, wWinds ill 4³9 3 Rogen, windstill 988 Hontreunn 7 hedeokt, windstim 2 Neuchüätel 7 Regen, windetill 50⁵ Rabss: 8 dedeokt, windstil 67³ St. Gallen 8 bodeckt, Westwind 1858 St. Moritz(Eng.) 1 Sohnes, windeilll 407 Sohafthausen 8 Rogen, windstiil 337 Sſders 552 Iorn 4 bedeckt, utndetit „„„ ormatt 440 TreoBB 8 Regen, wingstill FFFFFFPCCCCCbTbbbVTbTbTPTPTVTCTCTbTCT——————— Verantworilieh: Für Politik: Dr. Frz Goldenbam; für Kunst u. Feuilleton: Iaias Wiitez für Lokales, und 1 ee önteld dür Volkswirtschaft und den übrigen rechaft. Tell Franz Kircherz kür den Iuserntenteil u. Geschäftliches: Fritz Jos Druch und Verlag der G. M. b. H Dr. H. Haas schen Buchdrucherei. Direkior: Pheummatik Die erste und seitdem die führende Marks. * FN. Hn Rn F RAANeK * — 83.— 26.— 1 mit Marm. u. Spiegelaufs. General⸗Anzeiger. 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Pla Pageskarten zum reservierten Wagenplatz 2 10 Mk. und Abonnements für die 3 Renntage à 20 Mk., sowie Tageskarten für den neuen Autoplatz(hinter dem Hügel 2. Platz) à Mk. .— im Sekretariat des Rennvereins(Rathaus) U. à. d. Einfahrt.(Kutscher resp. Chauffeure der Fahrzeuge frei). Logen im Abonnement zu 200 Mk.(6 Plätze). Einzelne Logenplätze 12 Mk. Zu- schlag pro Tag. HKartenverkauf an Vereinsmit- glieder zum ermäbigten PFreis nur im Sekretariat(Rathausbogen 46). — 2 2 2 Noll's fäglichelafenfahrten Abheinbrücke 10.3 uhr „ Friedrichsbr. 11u. 4 30534 Straßenbahn. Linie 12 betr. Am 6. Mai cr.— Mai⸗ markt⸗Dienstag— wire von nachmittags 1,15 Uhr ab Kammerſchleuſe der Be⸗ trieb der Linie 12 einge⸗ ſtellt. Der Wagen 1,15 Uhr ab Kammerſchleuſe fährt als Eetzter Wagen. 1842 Mannheim, 19. April1918. Straßenbahnamt. Verſteigerung. Mittwoch, 7. Mai 1913 zund den darauffolgenden Freitag, ferner Mittwoch 21. Mai und Mittwoch den 23. Mai, jeweils nachmittags von 2 Uhr an, von zum Ausgebot. Das Berſteigerungs 0 wird um 1 r geöſßfn Kindern 75 der Baie nicht geſtattet. Maunnbeim, 24. Städtiſches Leihamt. Neuntes Buld. Sängerbundesfeſt Pfingſten 1913 im Roſengarten in Maunheim Eintritts⸗Preiſe J. Für jedes der beiden Wettgeſang⸗Konzerte Pfingſtſonntag, 11. Mat, vormittags 11 Uhr und nachmittags 2½ Uhr; Empore 1. und 2. Reihe Mk..— Empore 3. bis 10 Reihe 5 150 Parterre⸗Sperrſitz 4. bis 15. Rethe„.— Parterre⸗Sperrſitz 16. bis 32. Reihe„.50 Säulengang 1. Reihe—„ 2. Säulengang 2. und 3. Reihe„„ Galerie⸗Sitzplatz„—.50 2. Für den Feſtakt und das Feſt⸗Konzert Pfingſtmontag, 12, Mai, 15 Uhr: Empore 1. und 2. Rethe.— Empore 3. bis 7. Reihe„.— Parterre⸗Sperrſitz 4. bis 15. Rethe„.— Parterre⸗Sperrſttz 16. b. 32.„.— Säulengang 1. Reihe Säulengang 2. und 3. Reibe„.— Galerie⸗Sitzplatz„.— Zu dem Feſtbankett im Wehungenſale Pfingſtſonntag, 11. Mai, abends 8 Uhr, werden Ein⸗ trittskarten nur für Damen ausgegeben u. Zwarz Empore 1. und 2. Reihe 8 Alle übrigen laee Galerie⸗ 30 Ml. 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März 1914. 143 Abonnements⸗Preiſe: a) Eine Einzelkarte Mk. 10.— b) Für Familien Die erſte Karte„ 10.— Die zweite Karte„.— Die dritte Kñarte„.— Jede weitere Karte„.— Anmeldungen zum Jahresabonnement werden an un⸗ ſerer Kaſſe(Eingang zum Park) entgegengenommen. Eine billige Nordlandreiſe veranſtaltet vom 27. Mai bis 7. Juni der Hamburger Verein für Handlungs⸗Commis von 1858(Kaufmänn. Verein) im Rahmen ſeiner„Urlaubsreiſen zur Er⸗ und Belehrung“. Da es ſich hierbei nicht um ein Erwerbsunternehmen ſondern um eine Wohl⸗ fahrtseinrichtung bandelt, konnten die Preiſe außer⸗ ordentlich niedrig feſtgeſetzt werden. Sie betragen für Mitglieder und deren Angehörige für die zwölf⸗ tägige Fahrt einſchließlich voller Verpflegung je nach Lage der Kabinen 230 bis 340 Mark. Auch Nichtmit⸗ glieder köunen unter beſtimmten Bedingungen an der Fahrt teilnehmen. Die Reiſe findet auf dem erſtklaffigen See⸗ und Touriſtendampfer„Neptun“ ſtatt erſtreckt ſich von Hamburg aus über alle ſehenswerten Plätze bis Trondhyem hinauf. Die Rück⸗ reiſe geht wieder bis Hamburg. Weitere Auskünfte werden durch die Landesgeſchäftsſtelle Mannheim des Bereins für Handlungs⸗Commis von 1858, O 7, 24, Telephon 6506 und der Zentrale in Hamburg, Büßch ſtraße 4— Gartenſtadt. Ausſtellung eines ausgeſtatteten 5 Zimmer⸗ hauſes vom 3. bis einſchließlich 25. Mai von vormittags 10 Uhr bis abends 8 uhr. Ein⸗ tritt 10 Pfg. 81457 Maunheim. Z nede 12 2 PIg.-Cigarren „Waldnixs“„Legitima“ No. 169 No. 170 bigarenbaus Steian Fritsch Mannheim. F 1. 5 Telephon 8984 Sreitestrasse. Herunntes— f— kre 28164 ngf Jir Neſe Da ſo vtel 55 für ächten Schweizerkäſe ver⸗ keuft wird, weicher uvch nicht die Schweiz geſehen hat, 25 mache ich 5 Publikum von 9900 Umgebeng aufmerkſam, daß, wer ächten Schweizerkäſe e Neehe Metue Bude beſindet ſich Schweizer am Zeug⸗ Wnat unbat ntt Sirma Enteuegger verſehen. Drame I A AKten In der Haupfirolle VOR Urbenddad. Welch jg. Fräul.(20—.25 .) ſ. Anſchl. a. h. luſtig. Frl. zw. Froͤſchft. Offer⸗ ten unt. Nr. 16162 an die Expedttion dſs. Blattes. Die erſten 8 Jahrgänge I. Hypotheke der Maunheimer Ge⸗ ſchichtsblätter zu kaufen geſucht. Off. u Nr. 16198 an die Expebition d. Bl. 20000 Mk. 1913 geſucht. a. d. Exped. dſs. Blattes. per 1. Juli Wer Gefl. Offert. u. Nr. 81173 Klavierunterricht. Näher. exteilt 11 jährigen Knaben gediegen. tu der Exvpebition. 16191 PüAT- ee JI, 8. Breitestrasse. J I, 6 Nur 3 Tage! Nur 8 Tagel Vom 3. bis inkl. S. Mal Wiener Kunstfilm J. Rangss Unrecht Uut gedeiht nieht Sensationelles und spann. 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Sie wußte, daß ex ſich durch nichts verteidigen konnte. „Ja, was ſoll werden,“ ſie erriet ſeine Gedan⸗ ken,„ich laſſe Dich nicht und Du wirſt ſehen, daß es zu Deinem Vorteil iſt.— Gewiß, ich habe kein Geld, aber ich habe auch meine Kunſt Und ich ſage Dir, Walter, ſollteſt Du mich ſelbſt verlaſſen, und Dich nicht mehr um mich küm⸗ mern, eines Tages trete ich doch in Deinen Weg, und Du wirſt ſehen, was Du beſeſſen und was Du verloren haſt. Aber,“— ſie lenkte plötz⸗ lich ein,—„Du, Walter,“ ihre Hand ktaſtcte Unſicher und zitternd nach ſeiner Rechten und zog ſte von der Schläfe fort,„ſieh mal, Wal⸗ ter, Du haſt mich eben nicht ſo lieb wie ich Dich, dann würdeſt Du garnicht ſo verzweifelt da⸗ ſitzen, dann wäre es etwas anderes zwiſchen uns beiden. Schau mich doch einmal an, kannſt Du mir zutrauen, daß ich etwas Schlimmes von Dir möchte— nein, lieber hackte ich mir alle zehn Finger ab.—— Das allerbeſte wünſche ich Dir, aber lieb haben ſollſt Du mich, mich ganz allein, und wenn zehnmal andere Frauen wie die da draußen im Grunewald mit Geld und Diamanten und ſeidenen Kleidern und Automobiken an Dich herantreten, dann lache ſie aus: keine von all denen kann Dich ſo lieb 8 88 8 8 910 15 8 e res— r Du machſt es ſo ſchwer, Walter.“ Er nickte. Ganz ſtumpfſinnig war ihm zu Mute. Am liebſten hätte er ſich ohrfeigen mögen. Nichts hinderte ihn, die Grete in die Arme zu ſchließen und ihr für ihre Liebe zu danken Er mußte, wie gut ſie es mit ihm meinte. Aber Der Vorſtaud. „Realec form-Korsetts Ohne Schnürung! Ohne Schliesse! Bequemer praktischer FVerschluss! Büstenhalter Hüftenformer Leibbinden etc. in grösster Auswahl zu billigsten Preisen. —— ganz rieſengroß iauchte dieſes Aber vor BRheinlust. 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Da heißt es arbeiten und wieder arbeiten.—— Wie ſollte ich da den Mut finden, Dich an mich zu feſſeln, wie es ſo viele hier haben, dazu, Grete, ſind wir beide uns zu ſchade. Das wollen wir nicht. Nein,— und nochmals nein.“ Sie hatte, ohne ihn zu unterbrechen, zugehört. Jetzt fragte ſie leiſe: „Biſt Du nun fertig, Walter?“ „Ja, Grete. „Alſo höre zu.— Ich gebe Dich nicht frei. Und wenn Du Jahre lang fort biſt. Nur ſehen muß ich Dich hier und da, und ſei nur auf eine Stunde bei uns, wenn Du zur Mutter kommſt und eine Taſſe Kaffee bei uns trinkſt. Dann will ich ſchon ganz zufrieden ſein.— Ich will Dich nicht hindern, ein großer Künſkler zu wer⸗ den.— Im Gegenteil,— ich wünſche, Du würdeſt ſo groß, daß die ganze Welt Deinen Namen nennen würde, dann würde ich ſtets mit Stolz ſagen können, daß ich mein Teil dazu beigetragen habe. Meine Liebe zu Dir, Walter, wird mich fleißig weiter arbeiten laſſen, und wenn mich nicht alles täuſcht, ſo habe auch ich eine Zukunft vor mir, die mich eine große Küünſtlerin werden läßt.— Das kann einige Eintür. lack. Kleiderſchrauk — Nähe Wasserturm.—— elkaufen Flaſchenbier⸗ Geſchäft ſamt Pferd⸗ u. Federrolle mit treuer Kundſchaft zuf Mk. 1500.— zu verkaufen. Offer 17445 d. Bl. Aur Kurze Leit gekrauchtes Schweres Speisezimmer dunkel braun gebeizt bestehend aus: 1Büfett 1 Oredenz 1Umbau Diwan Auszugtisch 4 Lederstühle Mk. 450.—. A. Straus& b0, JI. 12. U und alle, 864208 Nollwagen, rent. 7 Tragkraft billig zu verk. Schwab, N 'hafen Prankſtr361II. 6773 tolste sloh ſowie lack. Waſch⸗Kommode zu verkaufen 16165% N 2, 2. II. Treppe rechts Nähmaſchine Verſenkbar, neu, vor⸗ u. rückwärtsnäh billig zu ver⸗ kaufen. K 4, 4, 2. Stock. Fahnenſtangen, Blumenkhſten, 1 Glasſchrank m. 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Reiße ich ſie auseinander, gibt's ein Unglück.— Das Mädel geht mir ins Waſſer.— Es iſt zum Gotterbarmen, wie die ſich in den Menſchen verliebt hat.“ Dann aber raffte ſie ſich energiſch zuſammen, markierte einen lauten Huſtenanfall, rückte einen Stuhl mit großem Gepolter auf den Korridor, ſo daß die beiden erſchrocken auseinander fuhren und trat dann mit ihrem gleichmütigen Läücheln in die Küche. „Nun wird's aber Zeit, Grete, daß ich endlich meinen Kaffee trinke. Der wird ſchon ganz kalt geworden ſein.“ Grete ſprang auf, nahm die Kaffeekanne, um ſie auf der Maſchine von neuem zu erwärmen und dabei zitterten ihr die Hände derartig, daß die Mutter ermahnte: „Laß bloß die Kanne nicht fallen. Du töpperſt ſowieſo jeden Tag etwas kaput. Ich ſage Ihnen, Herr Hanckelmann, wer die Grete mal zur Frau kriegt, der muß, was den Haushalt anbelangt, alles doppelt kaufen. Davon haben Sie gar keine Ahnung.“ „Ich bin auch keine Wirtſchafterin, Tünzerin.“ „Darum kannſt Du aber doch wiſſen, daß alles ich bin Friedrichspark. Elas und Porzellan zerbrechlich iſt Urd, Herr Hanckelmann, Kuchen haben Sie gar⸗ zu verkaufen Näher. Kaſſe 16183 4½ m laug u. 2 m breit billig zu verkaufen. 81451ʃ Näheres in der Expedit. Pärkactie nicht gegeſſen, hier nehmen Sie mal das ſchöne Stück Torte.“ Sie ſelbſt legte es ihm auf den Teller und ſchob es ihm zu. Dann ſetzten ſie ſich alle drei an den Tiſch und tranken Kaffee und unterhielten ſich zu⸗ nächſt von allerlei gleichgültigen Dingen, bis die Mutter endlich das Geſpräch auf die Zu⸗ kunft brachte und immer von neuem verſuchte, berauszukriegen, was für ein Glücksumſtand plötzlich ſein Leben ſo gewaltig verändert hätte⸗ Aber Walter Hanckelmann ſagte nichts. Er und die Grete ſahen ſich an. Sie beide wußten Beſcheid. Nach dem Kaffee ſetzte ſich Walter Hauckel⸗ mann auf Gretes Bitten hin an das Klavier Und ſpielte. Die Stimmung, die ihn in der letzten Stunde ergriffen, war es, die er in Tönen ausdrückte. Und ſeit langer Zeit ſaß die Grete ſtill zu⸗ ſammengekauert in einer Ecke des Soſas und lauſchte andächtig dem wunderbaren Spiel, und wenn die Mutter ſie anſah, dann wußte ſie, daß die Muſik Walter Hanckelmanns eine ſo ſpannende Wirkung auf ſie ausübte, daß ſie nicht, wie es ſonſt ihre Gewohnheit war, un⸗ ruhig mit den Füßen auftrat. Dann mußte Walter Hamckelmann fort. Zum Grunewald. 8 Sie reichten ſich beide die Hände. Ganz leiſe, Mutter nichts hören konnte, ſagte die rete: „Alſo, Walter, Du weißt Beſcheid. Ich wünſche Dir alles Gute da draußen.“ Und ebenſo leiſe gab er zurück: „Ich danke Dir, Grete, auf Wjederſehen! Und dann ging er. Sie lauſchte, bis ſeine Schritte in dem Trep⸗ penflur verhallt waren, ging dann ins Zimmer und als die Mutter ſie anſprechen wollte, agte ſie: „Nein, Mutter, laß mich in Ruhe. Ich muß jetzt allein ſei. Bis zum Abend, bis ſie zum Theater mußte, ſaß ſie allein in dem dunklen Wohnzimmer, und die Mutter wußte, daß es ſo das beſte war⸗ Jortſetzung folat. 4 . S‚ r 8 4 Vomzein. 3. Mai 1913. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagblatt). 2 KTATATNAAAAAA NNNNNNNNNTNKTNTNNAKA 72 EENR 1 KMEMNEENMNKK. 2 884 0 0 0 * denn sie haben zingesehen, dass sie Nurn bei veell, emant und beszig Anziige! Pfings len KAK Anzahztag. ——— eeee keir M. 358.— Azahlung M..— 5 105.— 1 v v 28.— „„ 105.— 75 4 2 25 — oeee NNNVSNFNNAu 52 12.— .— —— aee 2n 9.—1 Unr 9 ——— NNNNNINNNNNN Fülke öpaagg-Justatange von H. 250. bis A. 5000. 16.— Moderne Küchen. Süfnel. e kaufen und decken ihren Bedarf zu. RKommen alle ſieder ⁊ bröck 11. Seite. im Kaſinofaal. Ziegeheinniſed. id. Fakite u. ind. Wunder! vorführungen der à indiſch. unerklärliche Rätſel eenaen Sagen beliebiger Körperteile, nicht nur durch 2 likum. Durchſtechen des Halſes mit einer Fut⸗ nadel ꝛc. 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Er kehrt als Erbe eines alten 18 Liebe einer edlen, zungen Dame. Die Bilder aus der Sträflings- kolonie und schöne Jagdbilder inszeniert ist. am 14. er. seine Uraufführung erlebte und von der Presse wie vom Publikum in seltener Weise ES War ausgezeichnet wurde. ein Genuss, diesen Film vorüber- zaiehen zu lassen, der wirklich alle geschilderten Vorzüge, die der Treff Bube in sich vereinigte, 4 Der Film „Der Ausgestossene“ ist in der noch überholt hat. Amerikas, Englands u. Deutsch- lands sind darin tätig, Alle% bilden hier ein geschlossenes Ensemble, wie es in dieser Voll- kommenheit wohl noch nie ge- sehen. „Berliner Tageblatt“, Ausgestossener“ gelangt neuen Repertoire zur Vorführ- deren romanbhafte Begebenhei⸗ ten in unserem Erinnern wieder im vom Monkag, den 5. Mai bis Freitag, den 9g. Mai zwiſchen—12 Uhr und—5 Uhr abgeholt werden. Mannheim, den 2. Mai 1913. 81473 Der Vorſtand. im ſchönſten Teil des Neckartales iſt verhältnis⸗ halber ſehr billig zu verk. 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Das wäre an ſich noch nichts Ungewöhnliches, wenn Herr Robers auch immerhin 74 Jahre alt iſt; aber ungewöhn⸗ lich iſt es doch, daß ein Familienvater in die glücliche Lage kommt, ſein 29. Kind in die Kirche zu führen. Aber Herr Robers hat in England noch einen Rivalen, und das iſt Herr P. A. Slack aus Purley in der Grafſchaft Surrey. Denn Frau Slack kann ſich rühmen, die glückliche Mutter von 29 Kindern zu ſein, während Herr Robers dieſen ſtolzen Familien⸗ ſegen nicht einer einzigen Ehe verdankt. Eine engliſche Zeitſchrift, die bei dieſer Gelegenheit gon dem Kinderreichtum mancher engliſchen Jamilie erzählt, weiſt darauf hin, daß der Rekord eines glücklichen ſchottiſchen Vaters, eines Mr. Thomas Urquhardt aus Cromarty noch nicht gebrochen iſt, denn in dieſem Falle hatten die Eltern die Freude, ihre— 36 Kinder fröhlich und geſund heranwachſen zu ſehen. Und don dieſen 36 Kindern, von denen eine ganze Unzahl ſpäter im Leben ſehr hohe Stellungen crreichte, waren nicht weniger als 25 Söhne. In ſeinem Werke über Kinderreichtum berichtet Voyle ſogar von einem Falle, in dem ein Pariſer Rechtsanwwalt glücklicher Vater von nicht weniger als 45 Kindern geworden iſt; aber dieſer un⸗ ſewöhnliche Fall gehört der Vergangenheit an, wie auch das Glück jenes franzöſiſchen Bäckers, dem das Schickſal ſieben Jahre lang hinter⸗ einander jährlich Drillinge beſcherte. Aber den Weltrekord, ſo weit die Geſchichte in dieſer Be⸗ ziehung zuverläſſige Angaben macht, behauptet doch eine Italienerin, die in Barzelona lebte, die Signorg Granta. Als ſie 60 Jahre alt ge⸗ worden war, hatte ſie dem Staate nach der Ueber⸗ lieferung der Chronik 49 Kinder geſchenkt. — Frauenarbeit in Amerika. Aus Newyork wird uns geſchrieben: Der ſpeben von dem M. S. enſus⸗Bureau veröffentlichte Bericht enthält herſchiedene Angaben, die vielleicht für die Frguen in Ihrem Leſerkreis von gewiſſem In⸗ tereſſe ſein dürfte. Jede fünfte Frau muß in dieſem Lande ſich ihr Brot ſelbſt berdienen und von den 303 verſchiedenen Berufsarten hat ſie nur neun noch nicht gewählt, als da ſind: „Dampfkeſſelarbeiter, Kupferarbeiter, Soldaten, latroſen Tramwaykondukteure, Draht⸗ ſbanner im Dienſte eine Televhon⸗ oder Tele⸗ graphengeſellſchaft und ſchließlich als Schiefer⸗ decker. Das Geſetz, die Natur der Arbeit oder das Geſchlecht ſcheinen hier alſo eine Barriere zu bilden. Im ganzen verdienten ſich 5 Mil⸗ lionen Frauen ihr Brot aus einer Geſamtzahl von 23½ Millionen, 1½% Millionen fanden Be⸗ ſchäftigung als Dienſtboten, beinahe ebenſo viele als Arbeiterinnen auf dem Felde, wäh⸗ rend der Reſt auf Schneiderinnen, Wäſcherin⸗ nen und Lehrerinnen u. a. fällt. Von den ver⸗ heirateten Frauen muß jede achtzehnte den Kampf ums tägliche Brot aufnehmen, und das wohl nur, weil die meiſten keinen Mann mehr haben, ſei es, daß ſie Witwen, daß ſie geſchie⸗ den oder verlaſſen ſind. Soweit ſich feſtſtellen ließ, müſſen von den gerichtlich geſchiedenen Frauen volle 30 v. H. ſich ſelbſt ernähren. — Der Augenbrauen Schnurrbart Der Schnurrhart wird wieder modern! Das iſt die Kunde, die das Frühjahr aus London bringt⸗ Nach den Jahren bartloſen Daſeins empfiehlt die Mode endlich wieder den Herren, ihre Ober⸗ lippe mit Haaren zu ſchmücken. Aber es ſind nicht etwa die langen, ſeidigen Schnurrbärte aus den Romanen von vor 30 Jahren. Der neue moderne Schnurrbart iſt der„Augen⸗ brauen⸗Schnurrbart“, auch„Zahnbürſte“ ge⸗ nannt. Denn er beſteht nur aus einem zahn⸗ bürſtenbreitem kleinen Haarſtreifen. Ein ton⸗ angebender Londoner Bartkünſtler, bei dem die Mitglieedr der vornehmen engliſchen Klubs ſich gern verſchönen laſſen, erklärte einem Inter⸗ viewer:„Die bartloſe Mode weicht nun dem kurzen, ſcharf geſtutzten Schnurrbart, der die Oberlippe ſchmückt, ohne die Lippe oder den Mund zu verdecken. Er wird ſehr knapp ge⸗ ſtutzt und darf unter gar keinen Umſtänden die Mundwinkel berühren, er darf überhaupt die Konturen der Oberlippe nicht verhüllen. Dieſer neue Schnurrbart erfüllt beim Manne die Miſ⸗ ſion eines Schönheitspfläſterchens; er lenkt die Aufmerkſamkeit auf einen wohlgeſormten Mund und auf ſchöne Zähne.“ — Eheſchließung als Ulk. In einer Maſſen⸗ verſammlung von Frauen wurde am Samstag in Chicago eine Reſolution angenommen, die alle Staatsbehörden Amerikas auffordert, eine Erſchwerung der Eheſchließungen und eine Er⸗ leichterung der Scheidungen in die Wege zu lei⸗ ten. Der Zufall aber brachte am gleichen Tage eine bezeichnende Illuſtration zu dieſen Wün⸗ ſchen: vor Gericht erſchien die Tochter eines angeſehenen Großinduſtriellen, Frau Adeline Millspaugh Bryant, um von dem Richter die Annullierung ihrer Ehe zu erwirken. Denn ſie hatte den jungen Mr. Leſter Bryant„wirklich nur aus Ulk“ geheiratet, ebenſo wie ihre Freundin Miß Luiſe Holen am gleichen Abend einen Mr. Alfred Curtiß geheiratet habe. Und nachdem die junge Frau eingeräumt hatte, daß ſie beide unter falſchem Namen getraut worden ſeien, erzählte ſie vor Gericht auch die Geſchichte ihrer Eheſchließung:„Wir vier machten einen Automobilausflug, als einer der jungen Herren lachend ſagte:„Na, na, ich glaube, Sie verheiraten ſich noch.“ Wir Mädchen lachten und ſagten„abgemacht!“ Es war ſchrecklich luſtig und aufregend. Jeder von uns dachte, der andere würde nachgeben, aber da keiner Spielverderber ſein wollte, fuhren wir richtig zum Standseamt und beſorgten uns Trau⸗ ſcheine. Dann ſuchten wir nach einem Geiſt⸗ lichen. Wir waren bei drei Geiſtlichen, trafen aber niemand zu Hauſe, dann kam uns plötzlich der Einfall, Mr. Hepburn aufzuſuchen, denn er iſt der komiſchſte, den ich kenne. Er ſtellte gar keine Frage, ſondern ſagte nur:„Ei, ei, welch' hübſche Hochzeitsgeſellſchaft.“ Dann ſtritten wir noch, wer von uns zuerſt heiraten ſollte. Schließlich trat ich mit Les vor. Der Pfarrer fragte:„Willſt Du ſein geſetzliches irgendetwas ſein?“ Und ich ſagte:„Ich will,“ und fügte leiſe für mich ſelbſt hinzu„nicht“. Der Geiſtliche gratulierte. Meine Freundin Marie und Ty(nämlich Mr. Curtiß) waren unſere Zeugen, und dann wurden wir ihre Zeugen. Mein Mann verließ mich an unſerer Haustür, ich ſah ihn ſeit unſerer Heirat nur eine halbe Stunde, aber immerhin hatte ich einen Ehering.“ Das Urteil wurde vertagt. Die 30 000 Blumen der Mimi Pinſon. Mimi Pinſon, die fröhliche kleine Pariſer Mi⸗ dinette, hatte am Sonntag ihr Frühlingsfeſt. Im Herzen des Quartier Latin, auf dem freien Platze an der alten Kirche des heiligen Medar⸗ dus, hatten ſie ſich zu ungezählten Tauſenden eingefunden, alle die kleinen Mimi Pinſons, die Schneiderinnen, die Arbeiterinnen aus den Werkſtätten der Hutmacher, aus den Geſchäften und aus den Fabriken. Denn dieſer erſte früh⸗ lingslinde Sonntag war auch der Tag, da die kleinen Midinetten ihre Blumen erhalten ſoll⸗ ten. Im vergangenen Jahre war zum erſten Mal der hübſche Gedanke aufgetaucht, den armen kleinen Arbeiterinnen auch einen Anteil an den Freuden der wiedererwachten Natur zu gönnen; man wollte ihnen Blumen ſchenken, nicht etwa abgeſchnittene Blüten, die nach zwei Tagen wieder den Kopf hängen laſſen und ver⸗ welken, ſondern hübſche dauerhafte Blumen⸗ töpfe, die ſich Mimi Pinſon an ihr Fenſter ſtel⸗ len kann, um das Entfalten der jungen Blüte zu beobachten und um ihr ärmliches Heim ein wenig freundlicher erſcheinen zu laſſen. So entſtand eine philanthropiſche Vereinigung, die ſich den hübſchen Namen le Jarcin de Jenuz““ Jennys Garten zulegte und die es ſich zum Ziel geſetzt hat, alljährlich den Midinetten Blumen⸗ köpfe zu ſtiften. Nicht weniger als 50 000 Blu⸗ menſträuche ſind am letzten Sonntag zur Ver⸗ teilung gekommen, darunter 15000 Roſen! In der Nähe des Odeéons verſammelten ſich die garoßen Wagen, die dieſe bunte Laſt trugen, in⸗ mitten der prangenden Blüten nahmen die Da⸗ men und Herren Platz, die die Verteilung über⸗ nommen hatte, und dann wurde die Fahrt zur Medarduskirche angetreten, wo die Mädchen und Frauen in fröhlicher Feſtſtimmung bexreits ihrer Blumenkarawane harrten. Eine Militär⸗ kapelle ließ ihre heiterſten Weiſen ertönen, und als der Wagenzug kam, gab es ein lebensge⸗ fährliches Gedränge. Ringsum um die Ge⸗ fährte, auf denen die Blumen ſich türmten, gruppierten ſich die Mädchen, auch junge Frauen mit ihren Kindern waren erſchienen, und wo man hinblickte, ſah man lachende Ge⸗ ſichter und ausgeſtreckte Hände. Jedes Paar dieſer Hände wollte gefüllt werden, ein jeder verlangte nach ſeinem Blumentopf und faſt ein jeder erhielt ihn auch. In kurzer Zeit glich der weite menſchengefüllte Platz einem beweglichen Blumengarten. Drei Stunden währte die Ver⸗ teilung, drei Stunden lang reichten unermüd⸗ lich Herren und Damen von den Wagen den andrängenden Frauen und Mädchen ihre Früß⸗ lingsgabe. Bis endlich die Wagen leer waren und im Trab wieder davonfuhren. In den Seitenſtraßen und Seitengaſſen aber ver⸗ ſchwanden, ihre zarte Beute forglich auf dem Arm tragend, alle die kleinen Mimi Pinſons, die ihre Blumen erhalten hatten. Und bald prankte der empfangene Blütenſtrauch am Fenſter des kleinen Zimmers, in dem Mimi ihre kargen Mußeſtunden verbringt. — Franzöſiſcher Witz. Die neuen Hüte. „Madame,“ ſagt der Herr zu der vor ihm ſitzenden Dame,„das iſt ſchon das dritte Mal, daß Sie mir mit Ihrer Feder in die Augen fahren.“„Aber, mein Herr, irgendwo muß ich ſie doch laſſen!“— Der Snob in der Kunſtaus ſtellung.„Wie finden Sie dieſes Bild?“„Ich weiß nicht, es iſt ja nicht gezeichnet.“ Die günſtige Ge⸗ legenheit.„Man hat mir aber ſchlimme Geſchichten von Ihrem Manne erzählt“.„Ach ſagen Sie mir doch, was es war. So krieg' ich ſicher von ihm ein oder zwei neue Kleide, Die moraliſche Wirkung.„Was, Sie glauben nicht daran, daß die Flugmaſchinen im Kriege eine große Rolle ſpielen werden?“„Nicht ſo ſehr..„Aber ſtellen Sie ſich doch nur vor, wenn man 1000 Kilo Blei auf den Kopf kriegen würde, ſollte die moraliſche Wirkung nicht ungeheuer ſein?“ Ein Troſt.„Das iſt eine ſchöne Geſchichte,“ ſagt die große Schnei⸗ derin,„da bekomme ich einen Brief, daß eine Kundin, die 800 Frs. ſchuldet, pleide iſt.“ „Seien Sie froh, daß Sie ihr nicht einen noch größeren Preis abgefordert haben, ſonſt hätten Sie noch mehr verloren.“— Eine franz ö⸗ ſiſche Zungenübung. 8i ces six sang sues sont sur son sein sans sucer son sang, ees zi& sangsues sont sans succès.“ —— Abtelung Ddl! Enorme Auswahl! Solide Verarbeitung! Damen-Mostüme. blsnen und engl. Stotertes, neueste Formen 16.50 25.00 33.00 45.00 5% 75.00 u. Damen-Mäntel z blan und schwar, Alpacea, kleidsame Façons 19.00 25.00 29.00 34.00 5 42.00 M. 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