del ie 8A FF& rdr1 n ——* Wennement: 70 pfg. monatſich, Briugerlohn 80 Pfg. durch die poßt inkl. Poſtauſſchlag Mk..4 peo Quartal. Einzel⸗He5 Pfg. Inſerate: Kolonel⸗Seile 0 Pfg. Reklame⸗Seile 5%0.20 Nxk. Badi Cäglich 2 Ausgaben(außer Sonntag) Beilagen: General⸗ Geleſenſte und verbreitetſte Jeitung in Mannheim und Umgebung Schluß der Inſeraten⸗Annahme für das Mittagblatt morgens 9 Uhr, für das Abendblatt nachmittags 5 Uhr Anzeiger der Stadt Mannheim und Amgebung Celegramm⸗Hdreſſe: „General⸗Anzeiger Mannheim“ CTelephon⸗Nummern: Dtrektion und Buchhaltung 1449 Buchdruck⸗Abteilung... 341 Redaktion 357 Eigenes Redaktionsburean in Berlin Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Mannheim; Handels⸗ und Induſtrie⸗Zeitung für Südweſtdeutſchland; Beilage für Citeratur und Wiſſenſchaft; Unterhaltungsblatt; Beilage für Cand⸗ und Hauswirtſchaft; Mannheimer Schachzeitung; Sport⸗Kevue; Wandern und Reiſen und Winterſport; Mode⸗Beilage; Frauen⸗Blatt. Nr. 215. 22 Mannheim, Dienstag, 13. Mai 1913. —— (Mittagblatt.) — Die heutige Mittagsausgabe umfaßt 16 Seiten. Celegramme. Der Beſuch des Prinzregenten in der Pfalz. *„ Edenkoben, 12. Mai. Das Prinzregenten⸗ paar hat ſich am Pfingſtſonntag um 9 Uhr nach Speyer begeben, wo es nach dem feierlichen Einzug und einem Empfang im Stadthauſe dem Dom einen Beſuch abſtattete und hier einer Pontifikalmeſſe beiwohnte. Um 343 Uhr wurde die Rückfahrt nach Edenkoben angetreten. Um 6 Uhr ahends fand in der Villa Ludwigshöhe Tafel ſtatt. Eine grauſige Mordtat. w. Berlin, 12. Mai. Geſtern früh wurden in einer Bedürfnisanſtalt zwei friſch abge⸗ ſchnittene Menſchenbeine gefunden. Es iſt jetzt feſtgeſtellt worden, daß die Perſön⸗ lichkeit anſcheinend gewaltſam getötet wurde. Es iſt der 12% Jahre alte Volksſchüler Otto Klähn. Geſtern abend wurde der Kopf, Rumpf und die übrigen Körperteile in einem Pakek an der Haupttreppe des Potsdamer Bahn⸗ hofes gefunden. Der Täter und der Beweg⸗ grund ſind unbekaunt. w. Berlin, 12. Mai. Die heute nachmittag vorgenommene Obduktion der Leiche des ermor⸗ deten Knaben Otto Klähn ergab, daß der Tod durch Erbroſſeln herbeigeführt worden iſt. Ob ein Sittlichkeitsverbrechen begangen wurde, ſteht noch dahin. Die Hochzeit im Kaiſerhauſe. Wien, 11. Mai. Das„Fremdenblatt“ ſchreibt: In den Blättern finden ſich Meldun⸗ gen, denen zufolge Erzherzog Franz Jerdinand ſich zur Teilnahme an den Hoch⸗ zeitsfetierlichkeiten am Deutſchen Kai⸗ ſerhofe nach Berlin begeben wird. Wie wir er⸗ jahren, entſprechen dieſe Nachrichten nicht den Tatſachen. Der höfiſchen Gepflogenheit ge⸗ mäß werden an dieſem Familienfeſte nur Ver⸗ wandte des Brautpaares teilnehmen. Der Ausſtand der Pariſer Bäckergehilfen. Paris, 11. Mai. Geſtern abend wurden un⸗ gefähr 1200 ausſtändige Bäckergehilfen in Paris und Umgebung gezählt. Die Zahl der normal arbeitenden Gehilfen beträgt 9000. Paris, 11. Mai. Heute nachmittag fand eine Verſammlung der ausſtändigen Bäckergeſellen ſtatt, in der mitgeteilt wurde, daß über 3000 die Arbeit niedergelegt hätten und daß die Bürgermeiſter mehrerer Vor⸗ ortgemeinden ſchon von Paris Brot erbaten. Die Fortſetzung des Streiks wurde beſchloſſen. * Paris, 12. Mai. In bem Ausſtande der Bäckergeſellen iſt die Lage unverändert. In Paris ſtreiken 804 von 4004, in den Vororten 305 von 1472 Bäckergeſellen. Die Geneſung des Papſtes. * Rom, 11. Mai. Der Papſt hat in der ver⸗ gangenen Woche faſt alle in Rom weilenden Kar⸗ dinüle empfangen und widmet ſich wieber den lirchlichen Geſchäften. Morgen wird der Papſt die Empfänge der Biſchöfe wieder aufnehmen. Die Häuſer in der Umgebung des Vatikans ſind beflaggt und eine zahlreiche Menſchenmenge be⸗ ſucht die Peterskirche, in der die Vorbereitungen für das feierliche Tedeum aus Anlaß der Ge⸗ neſfung des Papſtes getroffen werden. *Rom, 12. Mai. Geſtern abend fand in St. Peter ein feierliches Tedeum ſtatt anläßlich der Geneſung des Papftes, dem Tauſende Gläu⸗ bige, darunter viele Fremde, beiwohnten. Der Kardinal Rampolla zelebrierte. waren die Kardinäle Gasparri, Vico Falconio, die Mitglieder des diplomatiſchen Korps, die Schweſtern und die Nichte des Papſtes. Die Gebäude auf dem Ruſticuceiplatz hatten viel⸗ farbige Laternen ausgehängt, die Peterskathe⸗ drale war prächtig illuminiert, ebenſo alle Kirchen der Stadt. Die Fürſtenbegegnung in Berlin. OLondon, 13. Mai.(Von unſ. Lond. Bur.) Es wird heute bekannt gemacht, daß die könig⸗ liche Jacht„Viktoria and Albert“ gegenwärtig Vorbereitungen trifft für die Reiſe des Königs und der Königin von England über den Kanal. Das Schiff wird am nächſten Sonntag von Portsmouth nach Sheermeß gehen und dort bleiben, bis die Majeſtäten am Nachmittage des Mittwoch des 21. Mai dort eintreffen, um ſich nach Port Viktoria zu begeben. Der König und die Königin werden über Vliſſingen fahren. Eine Flottille von engliſchen Torpedobooten werden die königliche Jacht halbwegs über den Kanal begleiten und dort von einer deutſchen Torpedobootsflottille abgelöſt werden, welche die königliche Jacht bis in den Hafen von Vliſſingen hineingeleitet. Die Prinzeſſin Viktoria, die Schweſter des Königs, hat den Wunſch ausge⸗ ſprochen, auch zu ber Hochzeit der deutſchen Kai⸗ ſertochter nach Berlin zu fahren und wenn es der Gefundheitszuſtand der Königin⸗Witwe Alexandra erlaubt, wird ſie auch mitkommen. Die unabhängige Mongolei. * Urga, 11. Mai. Hier haben geheime Be⸗ ratungen der mongoliſchen Fürſten, der Mini⸗ ſter und anderer Würdenträger ſtattgefunden, wobei ſich eine erdrückende Mehrheit dafür aus⸗ ſprach, daß die Mongolei ein von Rußland und China vollkommen unabhängiger Staat ſein müſſe. * Urga, 12. Mai. Bei den gemeldeten Ge⸗ heimberatungen kamen die mongoliſchen Fürſten und Miniſter zu dem Schluß, daß die Anerken⸗ nung des Protektorats Rußlands zweifellos eine Angliederung der Mongolei an Rußland zur Folge haben würde. Wenn andererſeits die Mon⸗ golen die Spuveränität Chinas anerkennen wür⸗ den, würde China ſich bemühen, ſie ſich wieder unterzuordnen. Der Miniſter des Innern er⸗ klärte: wir ſchüttelten ein Joch ab und dürfen nich tin ein anderes geraten, wir müſſen mit allen Mitteln ihre volle Unabhängigkeit anſtreben. Es wurde beſchloſſen, die Freundſchaft Rußlands inſoweit zu bewahren, als dieſes die mongoli⸗ ſchen Intereſſen nicht verletze. Furchtbarer Taifun. „ Newyork, 12. Mai. Aus Manila wird ge⸗ drahtet, daß die dortigen Gewäſſer von dem ſtärkſten Taifun ſeit Jahren heimgeſucht wur⸗ den. Viele Schiffe ſind untergegangen, 58 Men⸗ ſchen ertranken. Die amerikaniſche Zolltarifvorlage. „ Waſhington, 11. Mai. Der Zufatzantrag zur Zolltarifvorlage, durch welchen der Schatz⸗ amtsſekretär ermächtigt werden ſoll, den Wert eingeführter Waren zum Zwecke der Verzollung bekannt zu geben, iſt von dem Vorſitzenden des mit der Beratung der Vorlage beauftragten Komitees und von Schatzamtsſekretär Me. Adoo ſowie von Generalanwalt Reynolds günſtig be⸗ urteilt worden. Der Antrag bezweckt, einer in betrügeriſcher Abſicht vorgenommenen Unterbe⸗ wertung von Waren vorzubeugen. * * Poſen, 10. Mai. Die wegen Ermordung ihres Gatten angeklagte Frau Dr. Blume iſt wegen Totſchlags unter Zubilligung mildernder Uniſtände zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden Zugegen Die internationale Lage. Die Berner Konferenz. * Bern, 11. Mai. Die deutſch⸗franzöſiſche Verſtändigungskonferenz wurde heute vormittag in der Aula der Berner Univerſität durch den Vorſitzenden des einberufenden Ausſchuſſes, Na⸗ tionalrat Grimm, eröffnet. Den Ausgangs⸗ punkt der Konferenz bildeten, erklärte er, die Rüſtungvorlagen in Deutſchland und Frankreich, Ziel der Konferenz, die Anbahnung einer friedlichen Ver⸗ ſtändigung zwiſchen Deutſchland und Frankreich in der Frage des Wettrüſtens. Wei⸗ tere Begrüßungsanſprachen hielten Gotbat, Di⸗ rektor des internationalen Friedensbureaus, der ſozialdemokratiſche Nationalrat Greulich und im Namen der ſtadtberniſchen Behörden der ſo⸗ zialdemokratiſche Nationalrat Mueller. Im Namen der franzöſiſchen Abordnung dankte der Senator d' Eſtournelles de Conſtant, Vorſitzender der parlamentariſchen Schieds⸗ gerichtsgruppe Frankreichs, für die Einberufung der Konferenz; im Namen der deutſchen Abord⸗ nung ſprach Reichstagsabgeordneter Bebel und wünſchte der Konferenz gutes Gelingen. Nach ihm ſprach kurz Reichstagsabgeordneter Haußmann, worauf die Sitzung zur Beſtellung des Bureaus abgebrochen wurde. Schriftlich oder telegraphiſch haben ſich entſchuldigt, die Reichstagsabgeordneten Dr. v. Liſzt, Friedrich v. Payer, Müller⸗Meiningen, Generalmajor Häusler, Südekum. Die nationallibe⸗ rale Gruppe des Reichstages erklärte in einem Schreiben, daß ſie dem Beſtreben nach einer deutſch⸗franzöſiſchen Annäherung durchaus ſym⸗ pathiſch gegenüberſtehe. Sympathiekundgebun⸗ gen liegen weiter vor von der parlamentariſchen Arbeiterpartei Großbritanniens, der Wiener Friedensgeſellſchaft u. a.— Auf 5 Uhr abends war eine Vollverſammlung der Konferenz ange⸗ ſetzt, nachdem nachmittags Sitzungen der natio⸗ nalen Kommiſſionen getagt hatten. Die Vollver⸗ ſammlung konnte indes erſt um 7 Uhr eröffnet werden und bildete zugleich die letzte Verſamm⸗ lung der Konferenz. Das mit d Eſtournelles de Conſtant und Haaſe⸗Berlin als Präſideuten ge⸗ bildete Bureau konnte mitteilen, daß ſich die nationalen Ausſchüſſe auf eine Kundgebung ge⸗ einigt haben, um deren einſtimmige Annahme ohne Ausſprache das Bureau erſuche. Die Kundgebung lautet: Die erſte Konferenz der deutſchen und fran⸗ zöſiſchen Parlamentarier, verſammelt zu Bern am 11. Mai 1913, wendet ſich mit aller Ent⸗ ſchiedenheit gegen die verwerflichen chauvini⸗ niſtiſchen Hetzereien jeder Art und gegen die ſträflichen Treibereien, die auf beiden Seiten der Grenze den geſunden Sinn und die Liebe der Völker zum Vaterland irrezuführen drohen. Sie weiß und verkündet, daß die beiden Völker in ihrer ungeheuren Mehrheit den Frieden wollen. Sie verpflichtet ſich, unverzüglich dar⸗ an zu arbeiten, daß Mißverſtändniſſe zerſtreut und Konflikte vermieden werden. Sie dankt von Herzen der vom Volk erwählten Vertre⸗ tung Elſaß⸗Lothringens, daß ſie mit ihren hochherzigen Erklärungen die Annäherung bei⸗ der Länder zu einer werkkröftigen Gemeinſchaft erleichtert hat. Sie lädt ihre Mitglieder drin⸗ gend ein, auf die Regierungen der Großmächte hinzuwirken, daß ſie eine Beſchränkung der Ausgaben für Heer und Flotte herbeiführen. Die Konferenz tritt warm ein für den vom Staatsſekretär der Vereinigten Staaten, Bryan, in der Schiedsgerichtsfrage gemachten Vorſchlag. Sie fordert demgemäß, daß Kon⸗ flikte, die zwiſchen beiden Staaten entſtehen könnten, und die auf diplomatiſchem Wege nicht zu ſchlichten ſein ſollten, dem Haager Schieds⸗ gericht unterbreitet werden. Sie zählt auf ihre Mitglieder, daß ſie in dieſem Sinne eine tat⸗ krüftige und nachhaltige Wirkſamkeit entfalten werden. Sie iſt überzeugt, daß die Annäherung zwiſchen Deutſchland und Frankreich auch die Verſtändigung zwiſchen den Großmächteg ruppen erleichtern und damit die Grundlage für einen dauernden ſchaffen wird. Sie beſchließt, daß ihr Präſidium ſich als ſtändiges Komitee kon⸗ ſtituiert, mit dem Recht zur beiderſeitigen Kooption. Sie gibt dem Komitee zugleich den Auftrag, neue Konferenzen periodiſch oder ſe nach den Umſtänden unverzüglich einzuberufen. Dieſe Kundgebung wurde einſtimmig und mit begeiſterten Rufen: pour la paix, pour la ſoli⸗ darité internationale von der Konferenz ange⸗ nommen. Damit war die erſte deutſch⸗franzöſiſche Verſtändigungskonferenz beendet. Nach der end⸗ gültigen Feſtſtellung haben 33 deutſche Reichs⸗ tagsabgeordnete, davon 10 bürgerliche, und 164 Abgeordnete der franzöſiſchen Kammer, ſowie 21 franzöſiſche Senatoren an der Konferenz teilge nommen * Bern, 12. Mai. Die Konferenz der deutſchen und franzöſiſchen Parlamentarier endete mit einer ungezwungenen Vereinigung im Berner Hof. Zwiſchen den Deutſchen und Fran⸗ zoſen herrſchte große Herzlichkeit. Wie es heißt, beſtanden innerhalb der franzöſiſchen Abordnung ſtarke Meinungsverſchie⸗ denheiten wegen eine Stelle der Reſolution, die den elſäſſiſchen Landtag berührt. Die Sozialiſtiſch⸗Radikalen verlangten Strei⸗ chung, weil die Stelle mißverſtanden werden könnte. Jaures zerſtreute jedoch die Bedenken, ſodaß der Reſolutionsentwurf von der Abord⸗ nung angenommen wurde. Einige opponierende Radikale wollten ſpäter eine Proteſtnote verfaf⸗ ſen, doch gelang es ihren Freunden, ſie davon ab⸗ zuhalten, der Zuſammenkunft im Berner Hof blieben ſie aber fern. * Paris, 12. Mai. Die radikalen und ſoztaliſtiſchen Blätter ſprechen ihre rückhaltloſe Befriedigung über den Verlauf der Berner Kon⸗ ferenz aus und erklären, daß die an ſie geknmpf⸗ ten Hoffnungen trotz aller peſſimiſtiſchen Vov⸗ ausſagen durchaus in Erfüllung gegangen ſeien Die Konferenz, ſo meint die„Lanterne“, ein erfreuliches Blatt in der Weltgeſchichte bil⸗ den. Die nationaliſtiſchen und konſervativen ſowie mehrere gemäßigt republikaniſchen Blätter bemerken, der von der Konferenz gefaßte Be⸗ ſchlußantrag ſei ein beredter Beweis dafür, daß der Einſpruch der franzöſtſchen Patrioten gegen ihre Beſchickung vollauf begründet war. Es habe ſich gezeigt, daß die Konſerenz faſt aus⸗ ſchließlich den Charakter einer fozialiſtiſchen Kundgebung habe. Mehrfach wird insbeſonderue die auf Eſſaß. Loth⸗ ringen bezügliche Stelle der Reſolution kritiſtert und behauptet, daß dieſelbe gerabezu einem Ver⸗ zicht auf Elſaß⸗Lothringen 5 eiche, Das„Journal de Debats“ meint, die Konferenz bilde einen beträchtlichen Erfolg für die franzöſiſchen Sozialiſten, welchen es gelungen ſei, die Radikalen ins Schlepptau zu nehmen. Glücklicherweiſe gebe es noch andere Parlamentarier und die Berliner Konferenz werde die franzöſiſche Kammer nicht hindern, ihrer Pflicht gemäß für die drei⸗ jährige Dienſtzeit zu ſtimmen.— Aus Bern wird berichtet: Der franzöſilche radikale Senator Goirand habe in einem Schreiben an den Präſidenten der Schiedsgerichtsgruppe 'Eſtournelles de Conſtant gegen den Paſſus über Elſaß⸗Lothringen Einſpruch erhoben, den Brief jedoch auf Drängen ſeiner Freunde zu⸗ rückgezogen. Die Franzoſen die Sieger von morgen. „Vichy, 12. Mai. Kriegsminiſter Etienne hielt vor 8000 Turnern eine Rede, in der er ſagte: Frankreich fand dank der Republik wieder einen Platz in der Welt; um dieſen Platz zu be⸗ wahren und ſeine Stellung zu befeſtigen, brauchen wir ein Heer, das imſtande iſt, in je d⸗ weden Wettſtreit einzutreten. Des⸗ halb verlangten wir kühn und entſchloſſen ſo be⸗ deutende Opfer vom Volke, denn wir waren überzeugt, daß die Exiſtenz Frankreichs mit dieſem Opfer verknüpft iſt. Wenn ſo deuk⸗ liche Wahrheiten an den Tag treten, wie z. B. daß das Heer unſeres Nachbarlandes 500 000 bis 850 000 Maun mehr zählt als das unſere, ſo können wir dann, könnt Ihr dann untätig bleiben? Nein! Unſer Vaterland machte die 2. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten (Mittagblatt]. Mannheim, 13. Mat. Fehler der Vergangenheit gut und eroberte ſich wieder ſeinen Platz, den ihm niemand wieder nehmen kann, wenn Ihr wollt. Frankreich muß ein Heer haben, das nicht nur quantitativ, ſon⸗ dern auch qualitativ ſtark iſt. Frankreich muß es verſtehen, ſich Achtung zu verſchaffen und ge⸗ gebenenfalls zu ſiegen. Ihr werdet die Sieger von morgen ſein, wenn Ihr wollt. Die Rede des Kriegsminiſters wurde begeiſtert aufge⸗ nommen. Spaniens Eintritt in die Triple⸗Entente. Paris, 12. Mai. Der Miniſter des Aeu⸗ ßern teilte mit, daß der Madrider Beſuch des Präſidenten Poincars auf den 1. oder 2. Ok⸗ tober ds. Js. feſtgeſetzt worden ſei. „Paris, 12. Mai.(W..) Der Madrider Korreſpondent des„Gaulois“ behauptet, König Alfons habe während ſeines Pariſer Aufenthal⸗ tes dem Präſidenten Poincaré in unzweideutiger Weiſe und wiederholt das Anerbieten gemacht, in Verhandlungen über eine Entente cordiale zwiſchen Frankreich und Spanien einzutreten. Der König habe hinzugefügt, daß ſein Entſchluß feſtſtehe und daß Frankreich die Pyrenäen⸗ Grenze von Truppen entblößen könne. Der „Gaulois“ meint in einer redaktionellen Bemer⸗ kung, daß dieſe Nachricht wohl etwas zu kate⸗ goriſch gefaßt, ihrem Weſen nach aber durchaus kichtig ſein dürfte. Es ſei nunmehr eine be⸗ ſchloſſene Sache, daß Spanien in die Triple⸗ Entente eintrete. Der häufig vom Quai 5 Orſay inſpirierte„Petit Pariſien“ ſagt, es ſei vorläufig zweifelhaft, ob Spanien in die En⸗ tente eintrete, doch blieben für die Zukunft alle Hypotheſen geſtattet, jedenfalls ſei eins ſicher, Aß alle maßgebenden Perſönlichkeiten in Frank⸗ keich und Spanien für eine wirtſchaftliche An⸗ nüherung gewonnen ſeien. Franzöſiſche Flottenmanöver im Mittelmeer. wW. Paris, 13. Mai. Die am 19. Mai begin⸗ nenden Manöver der Mittelmeerflotte, die vier Wochen dauern ſollen, werden einer halbamtlichen Mitteilung zufolge, ein möglichſt getreues Bild des Seekrieges bieten. Den Be⸗ fehlshabern der einzelnen Geſchwader ſoll völ⸗ Age Aktlonsfreiheit gelaſſen werden. Die Schiffe ſollen, abgeſehen von gewiſſen im Inter⸗ eſſe der Sicherheit gelegenen Einſchränkungen unchts in der Regel ohne Licht ſegeln. Der Oberbefehlshaber der Mittelmeerflotte, Boue de Lapayrre, erklärte, daß die Manöver diesmal ganz beſondere Kraftprobe ſowohl für das Perſonal wie fürr die Schiffe bilden ſollen. Der Ballankrieg. Blutige Zwiſtigkeiten unter den Verbündeten. OLondon, 13. Mai,(Von unſ. Lond. Bur.) Die Timesmeldung aus Saloniki meldet noch einige Einzelheiten über die griechiſch⸗bulgari⸗ ſchen Kämpfe bei Pangſan. Am Freitag fand demmnach das erſte Gefecht bei Leftera und in dem benachbarten Yovlan ſtatt. Es dauerte bis zum Einbruch der Nacht. Die Griechen hatten bei Leftarg 14 Tote und 32 Verwundete und bei Voplau fünf Tote und 28 Verwundete. Die Bulgaren ſollen 300 Tote gehabt haben, welche Ziffer aber übertrieben erſcheint. Eine Meldung aus Kawalla beſagt, daß der Ort Nikiſtan, der früher von den Bulgaren be⸗ ſetzt gehalten wurde, jetzt in Flammen ſtehe. Dieſer Ort liegt ganz in der Nähe jenes Ge⸗ bietes, wo am Freitag die vorhin gemeldeten Kämpfe ſtattfanden. * Saloniki, 11. Mai.(Meld. d. Ag. Stef) Vor einigen Tagen hatten die Bulgaren Previſta geräumt, das darauf von griechiſchen Truppen beſetzt wurde. Als die Bulgaren wie⸗ den griechi bei es auf beiden Seiten Tote unk gab. Von den Griechen ſollen getötet und fünfzig gefangen genommer ſein. Mann worden Die Friedensverhandlungen. OLondon, 13. Mai.(Von unſ. Lond. Bur.) Die Regierung in Sofia hat ihren Geſandten in London, Madjaroff, angewieſen, die Frie⸗ densverhandlungen zu unterzeichnen. Der Sobranjepräſident Dr. Danew und der bul⸗ gariſche Finanzminiſter Teodorow fahren heute über Paris nach London. Der frühere Ge⸗ ſchäftsträger in Konſtantinopel, Sarafoff, begibt ſich nach Athen, um zuſammen mit dem dortigen bulgariſchen Geſandten die künftige griechiſch⸗ bulgariſche Grenze feſtzuſtellen. * Athen, 12. Mai. Die Antwort der Ver⸗ bündeten auf die letzte Note der Mächte wird morgen übergeben werden. Die Verbündeten ſind damit einverſtanden, die Feindſeligkeiten einzuſtellen und in London an der Friedenskon⸗ ferenz teilzunehmen. Die Verbündeten ſprechen ihr Bedauern aus, daß die Mächte den von den Verbündeten ausgeſprochenen Vorbehalten, die Lebensfragen der Verbündeten betreffen, nicht in Erwägung gezogen haben. * Sofia, 12. Mai.(W..) Die Antwort⸗ note der Verbündeten iſt heute vormittag über⸗ reicht worden. Darin werden für die Friedens⸗ konferenz in London dieſelben Friedensdelegier⸗ ten ernannt wie für die erſte Friedenskonferenz. In Regierungskreiſen wird erklärt, daß die bul⸗ gariſche Regierung jede Aktion, die den Ver⸗ zögerungen und Verſchleppungen ein Ende ſetzen könne, günſtig aufnehmen und ihren ganzen Einfluß aufbieten werde, um jedem neuen Ver⸗ ſchleppungsverſuch vorzubeugen, da das Land entſchieden den ſofortigen Friedensſchluß wünſche. Drohende Verſchwörung und Meuterei in der türkiſchen Flotte. 7 + OLondon, 13. Mai,(Von unſ. Lond. Bur.) Aus Konſtantinopel meldet der„Daily Chronicle“, daß eine neue Verſchwörung unter den Offizieren der Flotte bei den Darda⸗ nellen entdeckt wurde und daß eine allgemeine Meuterei in der Flotte zu befürchten ſtehe. Die Zukunft der Türkei. OLondon, 13. Mai.(Von unſ. Lond. Bur.) Aus Konſtantinopel meldet die„Daily Mail, daß das Abkommen zwiſchen Groß⸗ britannien und der Türkei mit Bezug auf die Bag dad bahn ſo gut wie abgeſchloſ⸗ ſen ſei und nunmehr der türkiſchen Regierung zur endgültigen Entſcheidung vorliege. Der Vertrag beſtimmt, daß die britiſche Regie⸗ rung alle Aktien der Türkei an der Sektion der Bahn von Belgrad nach dem Süden übernimmt. Die Eiſenbahn ſoll bis nach Baſſora weitergebaut und von dort nach Koweit gehen. Die Fragen, welche die bri⸗ tiſche Intereſſen am perſiſchen Meerbuſen be⸗ treffen, ſollen gleichzeitig mit dieſem Abkommen erledigt werden. ** * Konſtantinopel, 11. Mai. Es wird verſichert, daß Hakki Paſcha das Mi⸗ niſterium des Aeußern angeboten wor⸗ den ſei. Die Ernennung würde nach Unterzeich⸗ 11 des Präliminarfriedens vollzogen werden önnen. Badiſche Politit. Der Angriff auf den Großherzog in Mannheim. BO. Karlsruhe, 12. Mai. Zu dem kürzlich in Mannheim erfolgten Angriffe auf die Perſon des Großherzogs ſchreibt die„Karlsr. Ztg.“: Nach den inzwiſchen angeſtellten Ermit⸗ terungen dürfte als feſtſtehend anzuſehen ſein, daß iceee, kam es Iwilchen ihmen und! der Augriff nicht auf politiſche Mo⸗ dern die tive zurückzufüh Tat eines typiſchen Alkoholikers und dege⸗ nerierten Menſchen darſtellt. dauerlich und verabſcheuungswert die Tat an ſich war, ſo erfreulich iſt ihre eine gute Folgeerſchei⸗ nung: daß die tiefeingewurzelte Liebe des badiſchen Volkes bei dieſem Anlaß ſpontan undherzerfriſchend Ausdruck fand und daß die Bezeugungen der Anteilnahme an der Errettung des Landesherrn nicht nur aus beſtimmten Kreiſen der Schichten der Bevölke⸗ rung kam, ſondern aus der Geſamtheit des Volkes heraus, ohne Rückſicht auf ſoziale oder politiſche Stellung des einzelnen. Aus Stadt und Land. * Mannheim, 13. Mai 1913. Das Großherzogspaar in Mannheim. Anläßlich des 9. badiſchen Sängerbundesfeſtes wurde geſtern unſerer Stadt bereits wieder die Ehre zuteil, unſer geliebtes Großherzogspaar in unſeren Mauern zu begrüßen. Der zweite Pfingſtfeiertag begann mit einem wunderbaren Frühlingswetter, das dem Großherogspaar Veranlaßung gab, den Beſuch des Mannheimer Sängerbundesfeſtes per Auto auszuführen. Fünf Minuten vor ½ 11 Uhr erfolgte die An⸗ kunft der Großherzoglichen Herrſchaften in 2 Autos im Schloß. Wenige Minuten ſpäter fanden ſich zur Begrüßung der hohen Herrſchaften die Herren Landeskommiſſär Geh. Oberr.⸗Nat Dr. Becker, Amtsvorſtand Geh. Reg.⸗Rat Dr. Clemm, Oberbürgermeiſter Martin und Polizeidirektor Gräſer ein. Unſer Stadtober⸗ haupt überreichte der Großherzogin ein herr⸗ liches Bukett. Im Gefolge der Großherzoglichen Herrſchaften befanden ſich die Hofdame Gräfin von Andlaw, Kammerherr Graf Hennin, Flügeladjutant Oberſt Frhr. Seuter von Leutzen und Generaladjutant Generalleutnant Dürr. Punkt 11 Uhr erfolgte die Abfahrt mit⸗ telſt Equipage zum Feſtakt nach dem Roſengarten. Inzwiſchen hatte ſich auf dem Schloßplatze ein vielhundertköpfiges Publikum eingefunden, das beim Vorüberfahren der hohen Herrſchaften in ſtürmiſche Ovationen ausbrach. Unter dem Glockengeläute ſämtlicher Kirchen und unter Abſchießen von Böllern erfolgte die Fahrt zur Feſthalle durch die Bismarckſtraße und Kaiſer⸗ ring. Nach Beendigung des Feſtaktes fuhren die großherzoglichen Herrſchaften zur Einnahme des Frühſtücks wiederum nach dem Schloß. Punkt 3¼æ Uhr, nachdem die Nachricht einge⸗ troffen war, daß der Feſtzug ſich in Bewegung geſetzt hatte, erfolgte die Abfahrt der hohen Herrſchaften zum Fürſtenzelt an dem Eingang der Auguſtaanlage. Gegen 5 Uhr begaben ſich die Herrſchaften zum Schloß zurück, zur Einnahme des Tees. Die Rückfahrt nach Karls⸗ ruhe erfolgte um 6 Uhr per Auto. n iſt, ſo So be⸗ Handel und Handwerk. Wir erhalten folgende Zuſchrift: In dem Abendblatt des General⸗Anzeigers vom letzten Freitag findet ſich in dem Artikel „Handel und Handwerk“ nachſtehender Paſſus: „Auf dem Handwerks⸗ und Gewerbekam⸗ mertag in Würzburg beſchließt man, das Konſum⸗ und Einkaufsgenoſſenſchaftsweſen als gefährlich zu bekämpfen und in Mann⸗ heim freut ſich die Handwerkskammer über die durchaus geſunde Entwicklung der Einkaufs⸗ genoſſenſchaften. Kommentar überflüſſig.“ Ohne auf den übrigen Inhalt des Artikele, der in mehr als einem Punkt mit den Tatſachen in Widerſpruch ſteht, einzugehen, ſtellen wir hiermit feſt, und zwar auf Grund des ſtenogra⸗ phiſchen Protokolls, daß es weder Herrn Dr. Schellen⸗Münſter in ſeinem Referat über die Wirkungen der Konſumvereine“ noch irgend einem Di ynsredner eingefallen iſt, die Ein⸗ kaufsgeno ten des Händwerks als ſchäd⸗ lich zu bezeichnen oder ſie als gefährlich zu be⸗ kämpfen. Der Deutſche Handwerks⸗ und Gewerbekam⸗ mertag vertritt im Gegenteil in Uebereinſtim⸗ mung mit der Handwerkskammer Mannheim den Standpunkt, daß die Förderung des Ge⸗ noſſenſchaftsweſens zu den wichtigſten Aufgaben der Handwerkskammern gehört. Hochachtungsvoll Die Handwerkskammer zu Mannheim: Ph. Nickolaus. C. Haußer. Gerichtszeitung. Mannheim, 9. Mai.(Strafkam⸗ mer II.) Vorſitzender: Landgerichtsdirektor Breitner. Am 28. März ds. Is. abends wurde im Hauſe 2, 6 ein Individuum angehalten, das mit einem Bündel auf dem Rücken die Treppe hin⸗ abſtieg. Es war der 3ü⸗ Jahre alte Zeichner Karl Gropp, ein vielfach vorbeſtrafter Menſch. In dem Bündel befand ſich Wäſche im Werte von 80 Mk., die er in der Kammer eines Dienſt⸗ mädchens ſich angeeignet hatte. Beim Einlie⸗ fern in das Gefängnis unterſchrieb er den Ein⸗ lieferungsſchein mit einem falſchen Namen. In ſeinem Beſitze fand man ein Bund mit 21 fal⸗ ſchen Schlüſſeln. Das Urteil lautet auf ein Jahr fünf Tage Gefängnis und fünf Jahre Ehrverluſt. 300 Mk. in zwei Tagen durchzubringen iſt immerhin eine Leiſtung. Der 22 Jahre alte Taglöhner Friedrich Weinſchütz brachte dies fertig. Das Geld hatte er ſeinem Arbeitgeber, dem hieſigen Bahnhofbuchhändler, durch Ein⸗ bruch geſtohlen. Als man ihn nach zwei Tagen verhaftete, fanden ſich in ſeinem Beſitze noch A Pfennige. Das Gericht ahnte die frivole Ver⸗ geudung fremden Eigentums mit einem Jahre Gefängnis. * Aus dem Schöffengericht. Durch gemeine unzüchtige Redensarten beläſtigte der Schiffer Julius Nuruhn aus Holland am 14. und 16. April Kinder, denen er bei U. 5, 11 begegnete. Der Angeklagte iſt auf dieſem Gebiete kein Neu⸗ ling mehr. Er hat ſich ſchon eine ganze Reihe unſittlicher Attentate zu Schulden kommen laſ⸗ ſen. Das Schöffengericht diktierte ihm deshalb eine Gefängnisſtrafe von drei Monaten.— 82 g8 Februar abends eine folgenſchwere Verletzung herbeigeführt. Er hatte ſeinen Wagen unbe⸗ leuchtet auf der Straße ſtehen laſſen und als der Monteur Wilhelm Hofmann zwiſchen 7 und 8 Uhr an jener Stelle von dem Zuge der Lokal⸗ bahn abſprang, rannte er direkt mit dem Unter⸗ leib wider die Deichſel des Wagens. Hofmann hatte innere Verletzungen erhalten, die Leber hatte einen Riß bekommen. Er iſt nun ſchon ſeit ſechs Monaten krank. Die zivilrechtlichen Folgen werden alſo für den unbedachten Fuhr⸗ mann noch recht erhebliche ſein. Strafrechtlich endet ſie damit, daß Wolfgang zu einer Geld⸗ ſtrafe von 25 Mark verurteilt wurde.— Durch verſchiedene Kreditſchwindeleien wurden ver⸗ ſchiedene Geſchäftsleute von hier durch den 54 Jahre alten Händler Bernhard Süßer geſchä⸗ digt. Süßer kam anfangs vorigen Jahres aus Galizien hierher. Nach ſeiner Angabe hatte er 1600 Mark bares Geld und wollte in G 4 einen Laden anfangen. Unter betrügeriſchen Vorſpie⸗ gelungen erſchwindelte er ſich bei den Firmen Salomon Bodenheimer, Leo Aronsfrau und Seidel Waren auf Kredit im Werte von 800., 423 Mk. und 381 Mk. Als das Geſchäft hier⸗ ſelbſt ſein Mann nicht ernährte, ging Süßer nach Oberſtein an der Nahe und gründete dort ein Geſchäft. Aber auch in Oberſtein erblühte ihm kein Weizen und ſo floh er unter Hinter⸗ laſſung einer beträchtlichen Portion Schulden nach Luxemburg und wurde von dorten ausge⸗ liefert. Nach ſiebenwöchentlicher Unterſuchungs⸗ haft wurde er gegen Stellung einer Kaution von 500 Mk. entlaſſen. Das Schöffengericht verur⸗ teilte ihn zu einer Geldſtrafe von 150 Mk, die durch die Unterſuchungshaft kompenſiert iſt. 735528888— Wiſſenſchaft u. Leben. Runſt, 1 Rigoletto.(Zwei Gaſtſpiele). num über den Eindruck, den das zweite Gaſtſpiel bes Herrn Maxr Lippmann hinterließ, ins Reine zir kommen, müſſen wir ſchon etwas weiter zurück⸗ greifen. Zweifellos iſt auch heute: Herrn Lippmann's Denvr iſt eine ſchöne, lyriſche Stimme, in ausdauern⸗ der Arbeit, in italieniſcher Weiſe gebildet. Aber zu bieſer Ausbtildung gehört die italieniſche Sprache! Herr Stppmann ſang nun ſeinen Herzog in deutſcher Sprache, aus dieſem Unterſchiede reſultieren die ver⸗ ſchtedenen Eindrücke des erſten Gaſtſpiels und des vorvorgeſtrigen Dte italieniſche Geſangsmethode iſt über dreihun⸗ dert Jahre alt, ſte hat ſich in ihrer Art bewährt und iſt kein leerer Wahn. Wohl aber ihre Anwendung. Italieniſche Sprache und italieniſche Muſik bilden nämlich eine Einheit. Dieſe Einheit iſt ſelbft dort noch zu finden, wo deutſche Meiſter wie Händel und Mozart italteniſche Opern geſchrieben haben. Wir keunen allerdings Mozarts„Nozze di Figaro“ nur aus zweiter Hand. Beiſpielweiſe: die Worte Figaro's „Will der Herr Graf nun ein Tänzchen wagen“ ver⸗ leiten uns zu gemäßigtem Zeitmaß, ironiſchem Vor⸗ trage, intriganten Gebärden. Mozarts Urtext: Se vuol ballare signor contino verlangt(ſchon nach italieniſcher Sprechweiſe) leicht ſchwebenden Tanzrhythmus. Es iſt der luſtig⸗liſtige Figaro der Südländer, den Mozart meinte. Sein Allegretto geht ſchneller als das deutſche, aber ſein Preſto iſt nur das leichte, flüchtige Plaudern des Italieners. Die leichtere Sprache, reich an klingenden Vokalen und an tönenden Endſilben obendrein, ſchafft Teichere geſangliche Möglichkeiten, und ſo löſt ſich alles in Duft und Klang auf. Nur iſt dieſes Klang⸗ pild von unſerem deutſchen gar verſchieden, denn die Vokale der Sütdländer ſind hell und offen, nach Anſerem Gefühl etwas flach. Als nun Herr Lipp⸗ mann ſeinen Poeten Rudolf ſang, konnte er alle Borteile der italieniſchen Sprache ausbeuten. Wie ſchön war damals die Verbindung der Töne, der Hare, helle Anſatz, der feſſellos fließende Klang, die Wirkung weicher Töne im gemiſchten Regiſter, und dies Alles getragen und gehoben von dem ſinnlichen Reiz der italieniſchen Sprache. Wir ſind geneigt dieſen Reiz nicht weiter zu beachten, denn wenn ein deutſcher Sänger einmal eine Arie auf italienſſchen Urtext ſingt, ſo ſingt er ſein Italieniſch mit der dunk⸗ len, deutſchen Färbung der Vokale, alſo ganz un⸗ ttalieniſch. Herr Lippmann verfiel nun in das andere Extrem, er ſang ſeinen Herzog zwar in deutſcher Sprache, aber mit heller, italieniſcher Fär⸗ bung der Vokale, alſo gänzlich undeutſch. Nun iſt die deutſche Uebertragung von Verdi's Rigoletto eine der ſchlechteſten, ſie verdarb dem Sänger die Wir⸗ kung des Liedes und ſomit den vierten Aklt Sehr erfreulich verlief das zweite Gaſtſpiel des Fräulein Eliſe von Catapol. Wiederum gaben Stimme und Geſangskunſt, Erſcheinung wie Dar⸗ ſtellung ein ſehr treffendes Bild von Verdi's Gilda. Man hätte glauben können, die Darſtellerin der Ma⸗ dame Butterfly und die Sängerin der Gilda ſeien zwei verſchiedene Erſcheinungen. Solche Wandlungs⸗ fähigkeit aber iſt der beſte Beweis echter Begabung. Die Stimme, durch vortreffliche Atemführung dienſt⸗ bar gemacht, gab in allen Lagen und Färbungen ſehr gut aus, rein und leicht floſſen die Tonwellen des Ziergeſanges von den Lippen der aumutigen Sän⸗ gerin und die Darſtellerin verriet ebenſo viel Emp⸗ findung wie vornehmen Stil. Meine Vorausſage, daß für ſolche biegſamen Stimmen auch der Zierge⸗ ſang eignen werde, hat ſich vollauf erfüllt. Fräulein von Catapol wurde denn auch mit großer Wärme auf⸗ genommen. Mit vollem Recht. A. Bl. Die Hochzeit des Figaro. „Die Form, in der dieſe Oper in Mauunheim ge⸗ geben wird, beginnt ſich allmählich auf den deutſchen Bühnen durchzuſetzen“. So verkündet uns eine halbamtliche Stimme. Dem iſt zu entgegnen, daß in Fragen der Kunſt Grundſätze entſcheiden, der äußere Erfolg aber garnichts beweiſt. Meinen frü⸗ heren Standpunkt beibehaltend, erkläre ich ausdrück⸗ lich, daß die Form, in der man Mozarts Figaro in Mannheim ſeit vorigem Jahre gibt, abzulehnen iſt. Im beſonderen aber die Auffaſſung des Herrn Bo⸗ dauzky! Man erkennt ſeine„Richtung“ ſchon an der Ouverture, an den erſten Duetten und den Arien des Figaro. Vielleicht hahen wir hundert Jahre lang von Mozart nichts verſtanden? Aber dann müßte die Wirkung dieſes„neuen“ Mozart uns be⸗ lehren und bekehren! Dieſe Wirkung bringt Herr Bodanzky leider nicht zu Tage. Sie kann auch nicht entſtehen, weil er— wie damals ausführlich nachge⸗ wieſen— frei nach Mahler⸗Kalbeck, gemeinſam mit Ottomar Starke auf einem falſchen Wege vorwärts hatet Die geſtrige Vorſtellung wurde aus Anlaß des neunten Badiſchen Sängerbundesfeſtes als Feſtvor⸗ ſtellung gegeben. Sie fand außer Abonnement ſtatt und hatte zahlreiche Fremde herbeigezogen. Das Publikum rief die Herren Fenten und Kromer wie die Damen Roſe Kleinert und Lisbeth Ulbrig nach jedem Akt drei bis viermal hervor. Daß auch die übrigen Mitwirkenden, namentlich die Herren Felmy und Marx, weiterhin Herr Voiſin's Gärtner wie Fräulein Koflers Marzelline das Enſemble mit beſter Wirkung ergänzten, bedarf beſonderer, loben⸗ der Erwähnung. Es herrſchte auf der Bühne über⸗ haupt frohe Spiellaune, und es war ſehr erfreulich, daß Fräulein Claire Lißner, die deu verliebten Pagen gab, ſich ſo ſicher und gewandt an unſer En⸗ ſemble angliederte. Die ſchöne, etwas dunkel gefärbte Stimme, klang wieder weich und voll, Fräul. Lißner ſang ihre Arien im beſten Stil, mit Empfindung und echtem Muſikſinn. Sie ſtellte einen großen, ſchlanken, ſchmucken Pagen hin, der wohl etwas an die Form gemahnte, in der Sängerinnen des jugendlich⸗dra⸗ matiſchen Faches ſolche Rollen ſingen und ſpielen. Es liegt in der Natur dieſer Rolle, daß ihr unmittel⸗ bare Wirkungen verſagt bleiben; um ſo augenehmer iſt es, den günſtigen Verlauf dieſes Gaſtſpiels feſtzu⸗ ſtellen und die Düſſeldorfer Sängerin willkommen zu heißen.. Bl. Münchener Premiere. Aus München meldet uns unſer Mitarbeiter telegraphiſch: Das Königliche Reſidenztheater brachte Franz Molnars Jugendwerk Liliom zur Erſtaufführung. Die Vorſtellung war die inter⸗ eſſanteſte der Kgl. Hofbühne ſeit laungem. Der An⸗ fang des Stückes gibt ſich wie ein echtes Dichterwerk, während zum Schluß lediglich raffinierte Theater⸗ mache triumphiert. Die Aufführung war vortreff⸗ lich. Aufangs war freundlicher Beifall, doch zum Schluß erfolgte kühle Ablehnung. Eine Stiftung für Journaliſtik. Es iſt ſchon bekannt geworden, daß Rudolf Moſſe, der bekannte Berliner Zeitungsfach⸗ mann, anläßlich ſeines 70. Geburtstages eine große Reihe wohltätiger Stiftungen gemacht hat. Hierzu iſt noch die Mitteilung von einer weiteren Stiftung nachzutragen, von der bisher offenbar nur deshalb nichts gemeldet worden it, weil die notwendigen umfangreichen Organi⸗ ſationsarbeiten noch nicht abgeſchloſſen ſind. Cs handelt ſich um eine großzügige Stiftung für Journaliſten, mit der Rudolf Moſſe einen Teil der Dankesſchuld abträgt, die er gegenüber ſo vielen Mitgliedern dieſes Standes zu haben glaubt, von dem er erſt kürzlich in einer An⸗ ſprache ſagte, daß ohne die glänzende Entwick⸗ lung der deutſchen Journaliſtik die gewaltige Ausdehnung ſeiner Unternehmungen nicht mög⸗ lich geweſen wäre. Für dieſe Stiftung iſt ein Betrag von 300 000 Mark ausgeſetzt, über deren Verwaltung ein Kuratorium beſchließen ſoll, das vom Reichsverband deutſcher Preſſe und Penſionsanſtalt deutſcher Journaliſten zu bilden ſein wird. Die Mittel der Stiftung ſollen nur nach Maßgabe der Bedürftigkeit vergeben wer⸗ den, unabhängig von der politiſchen oder Glau⸗ bensrichtung der Reflektanten. ——— — inen ſpie⸗ men und ., ier⸗ üßer dort ühte tter⸗ den Sge⸗ gs⸗ von vur⸗ die tter⸗ An⸗ verk, iter⸗ reff⸗ zum dolf 90 eine zacht iner Sher 8 iſt, ani⸗ Es für Teil r ſo iben An⸗ vick⸗ ttige tög⸗ ein eren das der den nur lau⸗ in Mannheim Das Veſtgemand der Stadt iſt im Laufe des Samstags noch etwas reicher geworden. Man ſah am erſten Feiertag etwas mehr als Samstag nachmittag die Häuſer mit Draperien geſchmückt. Aber allzu bunt iſt das Straßenbild trotzdem nicht geworden. Bis tief in den Abend hinein langten die Sänger in Scharen hier an und begaben ſich unter Voran⸗ tritt ihrer jugendlichen Führer zum Roſengarten, um dort die Fahnen abzugeben, die dann den Nibelungenſaal ſchmückten. Hierauf wurden die Quartiere aufgeſucht. Diejenigen Vereine, die im Laufe des Samstag nachmittag eintrafen, gaben in verſchiedenen Lokalen, vor allem im Verſammlungsſaal des Roſengartens ihren Preischören den letzten Schliff. In Scharen durchzogen die fremden Gäſte auch die Straßen, um die erſten Eindrücke von der Feſtſtadt in ſich aufzunehmen. Mit einbrechender Dunkelheit rückten ſchwere Gewitterwolken heran— eine nach der drückenden Schwüle des Nachmittags keineswegs verwunderliche Erſcheinung— und als die Sänger zum Roſengarten eilten, um dem Begrüßungsbankett beizuwohnen, fielen die erſten Tropfen. Es hat dann den ganzen Abend und faft die ganze Nacht manchmal wie aus Kübeln geſchüttet. * Das Begrügungsbankett. wies einen ausgezeichneten Beſuch auf und hin⸗ terließ insbeſondere bei den auswärtigen San⸗ gesbrüdern einen ganz ausgezeichneten Eindruck. Der impoſante Nibelungenſaal erweckte allge⸗ meine Bewunderung bei den bereits ſchon aus allen Teilen des badiſchen Landes eingetroffenen Vereinen, deren Fahnen zu beiden Seiten des Saales aufgeſtellt waren, während die Koloſſal⸗ büſte unſeres Großherzogs inmitten grünen Pflanzenſchmuckes ſtand. Die Empore war ge⸗ ſchmückt durch einen anmutigen Kranz holde Frauen und Mädchen, während die Sänger das Parterre bis auf den letzten Platz beſetzt hielten. Der Geſchäftsführende Ausſchuß mit dem Prä⸗ ſidenten, Herrn Herm. Waldeck an der Spitze, hatte mit dem Hauptausſchuß des Badiſchen Sängerbundes, den Preisrichtern und zahlreichen Mitgliedern des Ehrenausſchuſſes auf dem Bo⸗ dium an langen Tafeln Platz genommen. Die Stadtverwaltung war durch Bürgermeiſter Dr. Finter vertreten. Die Stimmung war gleich zu Beginn der Veranſtaltung eine ganz vorzüg⸗ liche und hielt auch bis zum Schluß an, ſodaß der Auftakt zum Sängerfeſt ein überaus glämzender genannt werden kann. Die hie⸗ ſige Grenadierkapelle unter Leitung ihres ſchnei⸗ digen Dirigenten eröffnete den Abend mit Wag⸗ ners„Einzug der Gäſte auf der Wartburg“ und der Ouverture z. Oper„Wilhelm Tell“, zwei Kompoſitionen, die in ihrer prächtig ausgearbei⸗ teten Klangſchönheit allgemeinen Beifall fanden. Der Feſtpräſident des 9. Badiſchen Sänger⸗ bundesfeſtes Herr Hermann Waldeck begrüßte alsdann alle Erſchienenen mit herz⸗ lichen Worten, in denen er ſeiner Freude über den zahlreichen Beſuch Ausdruck gab und aus⸗ führte: Namens des Feſtausſchuſſes ſowie der Mannheimer Sängerſchaft begrüße ich Sie alle von ganzem Herzen und gebe unſerer Freude Ausdruck, daß Sie bereits heute abend unſere liebwerten Gäſte und in ſo ſtattlicher Anzahl hier eingetroffen ſind und uns ſo Gelegenheit gegeben haben, ein paar heitere, zwangloſe und ver⸗ gnügte Stunden mit Ihnen zu verleben. Wie ſehr ſich Mannheim darauf gefreut hat, die Gäſte aus unſerem lieben badiſchen Vaterland und die Gäſte aus Württemberg, der Schweiz und Elſaß: Lothringen hier zu begrüßen und ihnen von Herzen ins Angeſicht zu blicken, das ſehen Sie, wenn Sie Ihre Blicke nach oben richten, wo ſich ein überaus ſtattlicher Kranz von liebenswürdigen Damen in ſo großer Anzahl eingefunden hat: (Lebh. Beifall.) Stimmung iſt da, und ſie iſt dadurch da, daß unſere liebenswürdigen Frauen und Mädchen ſich in ſo großer Zahl eingefunden haben, um dem Vorabend des Feſtes die höhere Weihe zu geben. Wer die Freude und das Vergnügen gehabt hat, die ſtattliche Schaar der; jenigen Vereinen zu ſehen, die heute ſchon durch unſere Straßen und durch unſere frühlingsge⸗ ſchmückten Anlagen gewandelt ſind, und die ſchönen, kräftigen und ſtattlichen Geſtalten be⸗ wundert hat, der hat ſpäter auch konſtatieren können, daß dieſe ſtattlichen Geſtalten ſich mit Temperament, Freude und Begeiſterung dem Probeſingen unterzogen und ſoviel ich beurteilen konnte, wundervoll geſungen haben. Das ſcheint mir ein guter Auftakt für morgen zu ſein. Heyte Abend ſollen alte Freundſchaften erneuert und neue geſchloſſen werden und Sie alle ſollen beim Heimgehen ſich in Mannheims Mauern heimiſch und gemütlich fühlen, um morgen mit ganzer Kraft zum Wettſingen anzutreten. Ich wünſche Ihnen für den heutigen Abend recht viel Vergnügen und angenehme Stunden. Den heu⸗ tigen Abend möchte ich jedoch nicht vorüber gehen laſſen, ohne eines beſonders feſtlichen Anlaſſes zu gedenken. Unſer lieber Bundesobmann Alt⸗ ſtadtrat Wilſer iſt, was wahrſcheinlich der größte Teil von Ihnen noch nicht weiß, heute durch Se. kgl. Hoheit den Großherzog mit dem Zähringer Löwenorden erſter Klaſſe anläßlich des Jubiläums des Badiſchen Sängerbundes ausgezeichnet worden.(Lebh. Beif.) Ich möchte den Abend nicht vorübergehen laſſen, ohne Herrn Wilſer im Namen der ganzen badiſchen Sänger⸗ ſchar und namens der Mannheimer Sänger zu gratulieren und ihm zu wünſchen, daß er dieſen hohen Orden noch viele Jahre zum Ruhne des Freude tragen möge. Dieſen Wunſch wollen wir dadurch bekräftigen, daß wir rufen: Unſer lieber Bundesobmann Wilſer er lebe hoch, hoch, hoch! Stürmiſch fielen die Anweſenden in dieſe herz⸗ liche Ovation auf den Bundesobmann Wilſer ein, während die Sängerſchaar den badiſchen Sängerſpruch:„Vom See bis an des Maines Strand“ anſtimmte. Als erſter Geſangverein betrat ſodann„Frohſinn“⸗Mannheim⸗ Käfertal das Podium, um unter Leitung des Herrn Hauptlehrers Brox Kempters„Der Königsſohn“ vorzutragen und zwar in ſo ton⸗ ſchön abgeklärter Weiſe, daß der Verein ſtarken und herzlichen Beifall erntete. Der Männer⸗ geſangverein Mannheim ſang die „Sturmbeſchwörung“ von Dürrner. Die gut geſchulte Sängerſchaar ſchnitt unter ihrem Diri⸗ genten, Herrn Hauptlehrer Oscar Pfeifer, ganz vorzüglich ab, da ſämtliche Stimmlagen eine ausgezeichnete Tonbehandlung verrieten. Herr Willy Koblenz von der„Sängerhalle“⸗ Mannheim trug mit ſeinem vorzüglichen Bariton zwei Soli vor, die von guter Auffaſſung und vor⸗ züglicher Geſangstechnik zeugten. Unter Herr Kapellmeiſter Schmidpeter trug der Sän⸗ gerkranz⸗Mannheim Rheinbergers„Jagd⸗ morgen“ voll Temperament und guter Textaus⸗ ſprache und vorzüglicher Stimmgebung vor. Durch ſtarken Beifall zeichnete ſich ferner aus das Quar⸗ tett der„Flora“, beſtehend aus den Herren Wolf, P. Winkler, A. Schumacher u. S. Preis, die Pfeils„Salve Regina“ und Schiebolds „Abendſtändchen“ vortrugen und zwar in duf⸗ tiger Nuanzierung, ſo daß das Quartett noch das bekannte Volkslied„Juchheiſa mein Dirndl“ dreingeben mußte. Die Germania⸗Mann⸗ heim⸗Neckarau trug unter Herrn Stru⸗ bels Leitung„Die nächtliche Heerſchau“ von Wengert vor. Der Verein zeichnete ſich ebenſo durch ein zartes Piano wie durch impoſante kräf tige Tongebung aus. Als letzter Männerchor ſang die Eintracht Mannheim unter der Direktion des Herrn Hauptlehrers Win⸗ der⸗Mannheim„Walter von Birbach“ von Werth und brachte mit dem durch Klangſchönheit und Tonreinheit beſonders auffallenden Vortrag die geſanglichen Darbietungen des Abends zu einem effektvollen Abſchluß. Angenehme Ab⸗ wechslung brachten die heiteren Deklamationen in Mannemer Mundart des Herrn Joſ. Götz von der Mannheimer Liedertafel, die allgemein ge⸗ ftelen. Stürmiſche Heiterkeit erzielten die Couplets des Herrn Fritz Weinreich, de Bruders des Feueriopräſidenten, von der Lieder⸗ halle. Die Cbuplets waren aktuell und behan⸗ delten u. a. die Skutarifrage wie der Frankfurter Sängerwettſtreit und ſeine Zwiſchenfälle und Nachwirkungen in ſehr witziger Weiſe. Lobend hervorgehoben ſei insbeſondere auch der orche⸗ ſtrale Teil des Abends, den die Grenadier⸗ kapelle beſtritt, die von der beifallfreudigen Sängerſchaar gleichfalls durch lebhaften Applaus ausgezeichnet wurde. So nahm der Abend einen in jeder Beziehung ſchönen und befriedigenden Verlauf. ** Der Pfingſtſonntag. Von den Sängern ſind wohl nur diejenigen, die am Pfingſtſonntag früh zum Singen an⸗ treten mußten, etwas zeitiger ins Quartier ge⸗ gangen. Sehr viele aber ſaßen noch lange nach Mitternacht in den Wein⸗ und Bierreſtaurants und Cafes bei fröhlichem Umtrunk und angereg⸗ teſter Unterhaltung beiſammen und ließen den Regengott des Himmels Schleuſen in Tätigkeit ſetzen, ſo viel er Luſt hatte. Sehr früh wurde es am Pfingſtſonntag mieder lebendig in den Straßen. Die mit den F ügen angekomme⸗ nen Sänger rückten heran. jcklicherweiſe hielt ſich das Wetter einigermaßen. Am Vormittag regnete es zwar hin und wieder, aber am Nach⸗ Badiſchen Sängerbundes und zu ſeiner eigenen mittag klärte es ſich ziemlich auf. war es trübe und kühl. ganzen Tag nicht blicken. ** Um 7½ Uhr nahm das Probeſingen ſeinen Fortgang. Mit ſolcher Ausdauer und ſolchem Eifer wurde geübt, daß, wie uns glaub⸗ haft verſichert wird, manchem Dirigenten der Schweiß auf der Stirne ſtand. Allerdings Die Sonne ließ ſich den * Das erſte Wettgeſangskonzert das im Nibelungenſaal etwa 5000 Perſonen ver⸗ einigte, erhielt eine feierliche Einleitung durch die Begrüßung der Sänger durch das Oberhaupt der Stadt Mannheim und den Bun⸗ desobmann. In der vorderſten Reihe im Par⸗ terre des Saales ſaßen die Spitzen der Behör⸗ den, u. a. die Herren Landgerichtspräſident Dr. Eller, Landeskommiſſär Geh. Oberregierungs⸗ rat Dr. Becker, Amtsvorſtand Geh. Regie⸗ rungsrat Dr. Clemm, Polizeidirektor Grä⸗ ſer, Gendarmeriekommandant Major Jaller, Oberbürgermeiſter Martin, Bürgermeiſter v. Hollander und Dr. Finter, mit den übri⸗ gen Mitgliedern des Ehrenausſchuſſes und die anderen Ausſchüſſe, die Preisrichter und die Vertreter der befreundeten Bünde. Als die Mannheimer Bundesvereine auf dem Podium verſammelt waren, ſtimmte das Hoftheater⸗ orcheſter die orcheſtrale Einleitung des von Herrn Karl Heckel verfaßten und von dem allzufrüh verſtorbenen Muſikdirektor Hermann Bieling in Muſik geſetzten Feſtgrußes an. Stimmgewaltig fiel der etwa 1700 Köpfe ſtarke Maſſenchor in die feierlichen einleitenden Ak⸗ korde des prächtigen muſikaliſchen Grußes ein und verhalf der Kompoſition unter Muſikdirek⸗ tor Friedrich Gellerts ſtraffer und groß⸗ zügiger Direktion zu ergreifender Wirkung. Es wird wohl niemand im Saale geweſen ſein, der nicht in dieſen Augenblicken an den verblichenen Meiſter, der das Poem ſo erhebend in Muſik zu ſetzen wußte, mit Ergriffenheit gedacht hätte. Der Feſtgruß hat folgenden Wortlaut: Wem Luſt an Sang und Lied erſprieſt, Sei uns gegrüßt, ſei uns gegrüßt! Der Sonne Glanz, des Tages Pracht Erlabt den Blick nach dunkler Nacht. Doch was zur Seele wonnig zieht, Wie Licht zum Auge, iſt das Lied. Der Freude jauchzende Luſt, Des Leides weinende Schmerzen, Aus überquellender Bruſt Trägt es das Lied zum Herzen. Des Frühlings fröhliches Klingen, Der Liebe liſpelnder Laut, Wie naht auf Liedes Schwingen, Es uns ſo wonnig und traut. Das uns vereint, das ſtarke Band, Aus Liebestönen iſt entſproſſen, Geflochten von des Früßlings Hand, Er bringt uns heute neue Roſen. Halt feſt manch' fünfzig Jahr! Als Feſtgruß ſchalle dir immerdar: Wem Luſt an Sang und Lied erſprieſt, Sei uns gegrüßt, ſei uns gegrüßt! Als die weihevollen Akkorde des Feſtgrußes verklungen waren, ergriff Herr Oberbürgermeiſter Martin das Wort zu folgender herzlichen Begrüßungs⸗ anſprache: „Das Schöne blüht nur im Geſang!“ hat kein Geringerer geſagt, als unſer deutſcher National⸗ und Mannheimer Lokaldichter Friedrich Schiller! Und ſo erſcheinen Sie uns alſo, hochverehrte, liebe Sängerſcharen, wenn wir an die Wahrheit dieſes Dichterwortes glauben wollen,(und ich glaube daran!) mit Ihrem tauſendſtimmigen Werb⸗ und Wettgeſang gleichzeitig als Bringer vieltauſend⸗ fältiger Schönheit. Wie ſollten wir da nicht jubeln, wen Sie von Nord und Süd, von Oſt und Weſt unſeres geſegneten Badnerlandes und weit dar⸗ über hinaus in dieſen Pfingſttagen bei uns ſchön⸗ heitsdurſtigen Quadratſtadtbewohnern Einkehr hal⸗ ten; wie ſollten wir erwerbshaſtende Großſtädtler nicht gaſtlich und von ganzem Herzen die Sonn⸗ tagskinder willkommen heißen, die uns mit flam⸗ menzüngiger Begeiſterung ſingen wollen„von Lenz und Liebe, von ſeliger, goldner Zeit, von Freiheit, Männerwürde, von Treu und Heiligkeit“. Wie ſollten wir uns nicht aufrichtig und innig mit Ihnen fleuen des ſeltenen goldenen Bundesjubi⸗ läums, das Sie zugleich mit dem neunten badiſchen Badiſchen Sängerbundesfeſt bei uns in Mannheim feierlich begehen wollen?! Und wie ſollte das alles nicht geradezit doppelt und dreifach zutreffen, da ſich mit dieſen unſeren Gefühlen überdies die Her⸗ zensfreude des Wiederſehens und einer Art von lokalpatriotiſchem Gedenkfeſt verbindet! Genau ein Jahrzehnt iſt vergangen, ſeit die Stadt Mannheim zun letzten Mal die hohe Ehre hatte, die Sänger des Badiſchen Bundes feſtlich bei ſich vereinigt zu ſehen. Damals halfen Sie uns, dieſes kurz vorher vollendete monumentale Feſt⸗ gebäude, dieſen mächtigen Saal einweihen mit der Macht der Töne und wenn der Mannheimer Roſengarten“ ſeither weitberühmt geworden, wenn wir heute, da Sie nach zehnjähriger Friſt ſich wiederum in dieſen der Kunſt ünd allen Frie⸗ denswerken geweihten Räumen verſammeln, mit dem Landgrafen im„Tannhäuſer“ voll Stolz ver⸗ künden dürfen:„Gar viel und ſchön ward hier in dieſer Halle ſchon gefſungen!“— ſo haben an un⸗ ſeren Empfindungen berechtigter Genugtuung und Freude auch die badiſchen Sänger teil, deren ge⸗ waltig erbrauſende Weiſen uns ſeinerzeit zum' erſten Male das vorzügliche akuſtiſche Gelingen des Bauwerkes und ſeine Tauglicheit ſelbſt für größte Maſſenwirkungen augen⸗ und ohrenfällig bewieſen haben. Und auf dieſe Weiſe ſind Sie wirklich, meine hochverehrten Herren Sänger, gleichſam unbewußt „ein Stück von uns“ geworden und wir Mann⸗ heimer wünſchen nichts ſehnlicher, als daß Sie als ſolches ſich auch in dieſen Feſttagen in der Tat fühlen und demgemäß unſer liebes Mannheim, das in den letzten zehn Jahren abermals einige ſchüch⸗ terne Gehverſuche in ſeinen Großſtadtkinderſchuhen gemacht hat, mit der bekannten liebevollen und weitgehenden Nachſicht des Eingeborenen betrachten und genießen möchten. Hochverehrte Verſammlung! Nicht unter durch⸗ aus günſtigen äußeren Zeichen ſteht Ihr heuriges Sängerfeſt! Noch immer grollt eine ſtete, ernſte Sorge, das drohende, Handel und Wandel ſeit vielen Monaten lähmende Kriegsgewitter im Oſten Europas; allerlei Beunruhigendes über Stimm⸗ ungen und Ereigniſſe jenſeits der ſchwarz⸗weiß⸗ roten Grenzpfähle ſchwirrt von Mund zu Mund, und ſchwere neue Laſten wird der deutſche Bürger für ſein geliebtes Vaterland vorausſichtlich dem⸗ nächſt willig zu übernehmen haben— da ſcheint es ſich denn faſt wie eine höhere Fügung zu tref⸗ fen, daß mit Ihrer Jubelfeier die erhebenden Säkularerinnerungen an das patriotiſche Sturm⸗ jahr 818 zuſammenfallen und Erinnerungen, deren ſa auch Ihr ſchönes Feſtbuch mit dem wohlberech⸗ tigten Hinweiſe gedenkt, daß die Liebe zum Vater⸗ land und das deutſche Lied allezeit unzertrennliche Kräfte waren im Herzen des deutſchen Volkes. Waren ſie es doch vor allem, die, in ihrer Exiſtenz und Wirkung ſich gegenſeitig bedingend, unermüd⸗ lich danach zu ringen ſtrebten, daß des Deutſchen hohe Ideale, die von ſeinen Dichtern geprieſene, von ſeinen Sängern beſungene deutſche Treue, Männerwürde, Freiheit, in den langen Jahrzehnten politiſcher Knechtſchaft und Uneinigkeit der deut⸗ ſchen Stämme niemals zu leerem Wortſchwalle lbürden, nein, daß ſie heiß weiter glühten in Millionen deutſcher Herren Flamme entbrannten, als es endlich, endlich galt, die Früchte langer, unſäglicher Mühen zu btker und das einige neue Reich deutſcher Nation zu ſchmieden! Möge dieſe heilige Flamme auch in Zukunft niemals erlöſchen! Mögen auch fürderhin unſere deutſchen Sänger vor allem anderen das Panier hoch halten des Guten, Wahren, Schönen, das Panier der ideglen Güter unſeres Volkes! Und möge in dieſem hohen Sinne auch morgen vorunſeremerhabenen Landesherrn mite hinreißender Gewalt der markig⸗ſchöne badiſche Sängerſpruch erſchallen, auf daß unſer erlauchter Gaſt nach dem herben Schmerz und Kummer, den ihm zu unſer aller Entſetzen vor kurzem in Mann⸗ heim der Überfall eines an Leib und Geiſt degene⸗ rierten Mannes bereitete, auch aus Ihrem Sanges⸗ jubel die herzliche Freude und Dankbarkeit, die unerſchütterliche Anhänglichkeit und Liebe ſeiner treuen Badener, gleichwie die Wahrheit des alten Martin⸗Luther⸗Wortes erkennen: Hier kann nicht ſein ein böſer Mut, Wo da ſingen Geſellen gut!“ Und ſomit nochmals herzlichen Gruß und Will⸗ komm am ſangesberühmten Rheinſtrom und auf⸗ richtigſte Feſtglückwünſche den badiſchen, den de u ſchen Sängern von der badiſchen, der deuk⸗ ſchen Stadt Mannheim! Die herzlichen Worte fanden ſtürmiſchen Bei⸗ fall. Alsdann begrüßte Herr Bundesaobmann Wilſer die Feſtverſammlung mit folgender nicht minder herzlichen Anſprache: Hochanſehnliche Feſtverſammlung! Liebe Sangesbrüder! Aus allen Gauen unſeres Heimatlandes ſin ſie hier eingetroffen zum frohen Feſte, das heute der Badiſche Sängerbund in Maun⸗ heims gaſtlichen Mauern eröffnet. Noch klin⸗ gen die herzlichen Worte in unſeren Ohren, mit denen der Herr Oberbürgermeiſter namens der Feſtſtadt uns begrüßt hat und wo⸗ hin das Auge ſchaut, begegnet es der Liebens⸗ würdigkeit der Bevölkerung, die es ſich hat angelegen ſein laſſen, den Sangesbrüdern aus nah und fern ein herzliches Willkommen zu bereiten. Dafür herzlichen Dank zu ſagen, iſt mir eine wichtige Pflicht. Der Dank der Sünger kommt im Geſange zum Ausdruck, Herzlichen Willkommengruß entbietet auch der Badiſche Sängerbund durch mich, allen Sau⸗ gesbrüdern und beſonders herzlich heiße ich Unſere lieben Gäſte, die Vertreter der uns be⸗ freundeten Bünde willkommen. Wir alle erſtreben die Hebung des Männer⸗ geſanges. Heute können Sie im Wettgeſange wieder Ihre Liebe und Hingebung für das deutſche Lied, den Männergeſang bekunden. Nirgends iſt das Lied ſo direkt dem Schoße des Volkslebens entwachſen, ſo innig mit ihm verbunden geblieben, als in Deutſchland. Auch in unſerem badiſchen Heimatlande iſt der Geſang in alle Schichten des Volkes gedrun gen und deſſen Gemeingut geworden. Und und zu lodernder 4. Sette. Neueſte Nachrichten(Mittac“!“ Mannheim, 23. Mat. gerade heute, wo ein Jubelfeſt des deutf Liedes das froh bewegte Herz des höher ſchlagen läßt, da ringt es ſich 9 empor aus ſeiner Bruſt und wird, was ihm in hoher Begeiſterung für alles Edle, Schöne und Erhabene durchzittert und durchbebt zu einer einzigen, wunderbar erhabenen Melo⸗ die, zum Preislied deutſchen Ruhms, deutſcher Ehr' und Treue!. Du deutſcher Sang, bleib' du für alle ein wunderwirkend Kleinod in des Sänsg Bruſt. Bleibe ihm ein Leitſtern und Beglei⸗ ter in heiteren wie in trüben Tagen und wo des Sängers Herz in edler Regung jauchzt und bebt, da gebe du ihm Wort und Ton zu ſingen, was ihn bewegt und andere zur Be⸗ geiſterung zwingt. So grüße uns auch heute, du deutſches Lied, mit deiner Macht und deiner Kraft! Drum, ihr lieben Sänger, was euch belebt und begeiſtert, es werde zum Liede! Zeigt, daß man Volks⸗ und Kunſtlied, beide in agleichem Maße, pflegen kann, und daß die Sänger des Badiſchen Sängerbundes auf der Höhe der Zeit ſtehen. Helft mit, das Lied ſo zu bieten, daß es allen zur Freude gereiche. Und nun, liebe Sangesbrüder, tretet an zum friedlichen Wettſtreit auf dem Gebiet des Geſanges. Stürmiſcher Beifall folgte auch dieſen über⸗ aus herzlichen Worten und elementar brauſte der von fämtlichen Sängern angeſtimmte badiſche Sängerſpruch durch den Rieſenraum. Es war eine erhabene Huldigung, die dem deut⸗ ſchen Liede dargebracht wurde. Nunmehr be⸗ gann der Geſangswettſtreit, bei dem ein Verein im„Volksgeſang für Landvereine“ und 15 Ver⸗ eine im„erſchwerten Volksgeſang für Stadtver⸗ eine“ um die Siegespalme ſtritten. 7 Die künſtleriſche Wertung der Wettgefänge. (Von unſerem Muſikreferenten.) Erſtes Wettgeſangskonzert. Ein Blick auf die Programme der beiden Wett⸗ geſang⸗Konzerte ergibt die bedauerliche Tatſache Haß ſich unſere kleineren Landvereine immer me 7 den edlen Zielen und Beſtrebungen des Bundes Fentfremden und Sonderbeſtrebungen huldigen. Der Vorſtand des kFachtete es von jeher als ſeine Aufgabe, auch den kleinſten Vereinen entgegenzukommen und ſie in jeder Hinſicht zu fördern, zu ermuntern und ezu unterſtützen. Dies erhellt ſchon aus den für für den Wettgeſang geltenden Bewertungen, belche nicht die Schwierigkeit der Aufgabe, ibndern die möglichſt; vollendete. Duürch⸗ ührung, in den Vordergrund ſtellt. Dadurch ſoll auch der Sucht vieler Vereine nach der Wahl ollzuſchwieriger Aufgaben wirkſam entgegenge⸗ kreten und dem ſchönen deutſchen Volkslied die gehnihrende Berückſichtigung zuteil werden, Wäh 9 vend im 7. be Sängerbundesfeſt in Mann⸗ heim 1903 in der Abteilung„Volksgeſang für Landpereine“ 14 Vereine lonkurrierten, ließ ſich 91 esmal in dieſer Abteil 0 ein hören, der Säng Abronn. Er bot gleich zu Beginn des erſten Wettigeſangkonzertes eine hochachtbare Leiſtung. Reinheit und Klangſchönheit blieben faſt immer Igewaährt. Das Tempo war in Silchers„Der Sol⸗ Adat“ etw ſchleppt, aber der Chor war der Leiſtungsfähigkeit des Vereins angepaßt und Aiwurde auch ziemlich beifallswürdig durchgeführt. In der Abteilung„Erſchwerter Volksgeſang für Stadtvereine“ ſtritten 15 Vereine um die Palme des Sieges. Ein großer Teil dieſer Vereine verdarb ſich den Erfolg ſchon von vorn herein dadurch, daß zu ſchwierige Aufgaben g wählt worden waren. Chöre wie„Das iſt das Meer“ von J. L. Nicode haben mit Volksgeſang nichts zu tun und ſind dem Kunſtgeſange zuzu⸗ kechnen. Große Wertunterſchiede waren in dieſer Abteilung nicht zu erkennen. Muſikaliſch wurden die Chöre, von verzeihlichen Schwankungen abge ſehen, größtenteils recht anerkennenswert wieder⸗ nur ein einziger z3 Büchen * gegeben. Weniger Günſtiges iſt über die ſprach⸗ und geſangstechniſche Ausführung zu berichten Da hörte man in den Tenören vielfach den durch Luftdruck erzwungenen und gutturalen Ton. In der Ausſprache fiel namentlich die Verſchieden⸗ Artigkeit des Vokal„a“ und der Diphthonge„ei, ier ſollten Verbeſſerungs⸗ Es wäre dies un⸗ gleich wichtiger, als daß ſic e Vereine in den Schwierigkeiten ihrer Aufgaben zu überbieten uchen. Einfachere, volksmäßige Geſänge in mög⸗ ichſt abgerundeter Durchführung ſollen Hauptziel gelten. Podbertskys„Wenig begehr Wich im Leben“ wurde von der„Badenia“ Fonſtanz noch nicht völlig erſchöpft. Ueber ſchönes Material verfügt der„Liederkranz“ Eberbach, und der Dirigent war beſtrebt Aadurch dynamiſche Kontraſte den Vortrag zu heben, 113 418 Aperfiel dabei aber häufig in den Fehler der Maniriertheit. Die„Eintracht“ Pforz eim Brötzingen bot„Waldchoral“ von L. Baumann in guter Auffaſſung. Die Ausſprache 8 war lobenswert die zarten Nuancen Geſchmack, dagegen ü Male die Grenze des Exfolg errang die Scheim mit Attenhofer die Heimat.“ Rei blieb auch Modulation des Schluſſes gewahrt, die Tonge⸗ Abung war eine geſchmackvolle. Dagegen bedarf die Ausſprache der Konſonanten erhöhter Auf Amerkſamkeit. Das nicht ſehr ausgiebige Material ides Liederkranz“ Freiburg⸗Herdern zeigte eine gute Schulung. Eine recht anerken⸗ nenswerte Leiſtung bot der Frohſinn“ Freaburg. Nur mußte noch größere Sorg⸗ 70 „Concordia ſchönem„Dort Die nten entſprach en ſein, le junge 1 „Frohſinn Baden dei a „Hochamt im Walde“ der„Li erkranz“ Lahr gegen%½ Uhr das . Wettgeſangskonzert, das durch die Mannheimer Vereine mit dem„Feſtgruß“ von H. Bieling 3 [(Gedicht von Karl Heckel) eingeleitet worden war. Das Wettgeſangskonzert dauerte bis um 22 Uhr. Dann eilte alles zum Mittageſſen, denn auf ½3 Uhr war bereits das zweite Wettgeſangskonzert angeſetzt, das mit halbſtündiger Verſpätung be⸗ gann. Unſer ck⸗Mitarbeiter berichtet über dieſes Konzert wie folgt: In Mendelsſohn's„Der frohe Wandersmann“ durch die„Sängerrunde Immental“ rg⸗Herdern fiel die Sorgfalt der andlung ünſtig in die Wagſchale. Dag 1 Nuancen wurde mitten im Wort geatmet. Der Gewerbe⸗ „Geſangverein Gaggenau“ hatte Atten⸗ hofer's„Mein Schä f 9 ſchö ſtudiert, aber die Vortragsweiſe zu butrierter Nuancierung. Eine ihrer Leiſtungs⸗ fähigkeit entſprechende Aufgabe hatte die Lieder⸗ tafel Ettlingen gewählt und es gelang ihr auch mit Sturm's„Hab' Sonne eine ſchöne Wirkung zu erzielen. Der„Sängerbund“ Pforzheim(Neuſtadt) bot Baumann's ſtim⸗ mungsvollen Chor„Waidmannsheil“ mit gutem Ausdruck und in akkordreiner Intonation. Nur blieb die Sprachdeutlichkeit nicht immer gewahrt. * Wohlverdienten Beifall fand der Lieder⸗ kranz“ Ladenburg mit Wenger's „Sturmwogen“. Der Stimmungsgehalt der einzelnen Strophen warx treffend charakterifiert und die gediegene Auffaſſung und ſaubere Ausarbeitung faſt- durchweg zu konſtatieren. Der„Lieder⸗ ranz S kaufen ſang„Im tiefſten Wald“ von W. Speidel rein und ſauber, nur glich ſein em unmännlichen G der „Harmonie! bekundeten eir 5 zu ſchwexe Aufgabe hatte ſich die Liedertafel“ Bruchſſal mit„Morgen im Walde“ bon Zerlett geſtellt. Bedeuteten die Darbietungen des Nachmittags⸗ gegenüber dem Vormittagskonzert eine erfreuliche Steigerung, ſo wurde in der Abteilung„Kunſtge⸗ ſang“ geradezu Hervorragendes geboten. Gleich ätcilia“ der Pföorzheimer Sängerkra n 8 0 änger) imponierte durch Fi und Rundung ſeines Chorklanges und durch die Schönheit eines und Schlußſtrophe. Gegenüber dem ſtehen allerdings 2810 A ollen Piar in der 2. ar's„Weihe des Liede Klangmaterial der Bäfſ die Tenöre etwas ück, aber die gediegene f faſſung und ſolide Durcharbeitung traten üb hervor. Mit dem gleichen Chor errang ſodann die „Liederhalle“ Karlsruhe(190 S einen vo Intellige d Fleiß ten hier ſee von Hes ſchönen eng 1 klang Vortrag be⸗ Nicht über außero kundete gleich gutes M Karl der ſch brab hielt ſich der ningen a. N.(126 S volk“. Wohl war zum dur herabgeſunken, abe lich rein. ſch! Fan feer chs ſtimmen“ von der in Wiederge von Zenger berg“ beſchloß der Kar kranz“(156 Sänger) folgreich. * Kleine Momentbilder vom Geſaug wettſtreit. Für die wirklichen Sänger, d. h. für die, welche, wie man zu ſagen pflegt, am Strange mitziehen, iſt bei einem Sängerbundesfeſt der Geſangswettſtreit die Hauptſache. Auf ihn konzentriert ſich ihr ganzes Intereſſe. Sie allein ſind ja auch imſtande, nachzufühlen und nachzu⸗ empfinden, was in ſolchen Momenten im Her⸗ zen der an dem Wettſtreit beteiligten Sänger vorgeht, denn ſie haben ja meiſt, wie der volks⸗ tümliche Ausdruck lautet, in„denſelben Hoſen geſteckt“. Der Nicht⸗Sänger ſtellt ſich einen ſolchen Geſangswettſtreit mit allem, was drum und dran hängt, viel harmloſer vor, als es in Wirklichkeit der Fall iſt; er hat keinen Begriff von den wochen⸗, ja monatelangen Aufregungen, die einem ſolchen Wettſtreit vorangehen, von den unendlichen Mühen des Studiums, von dem hohen Maß der Ausdauer, des Fleißes, die dieſes Studium von den Sängern und noch mehr von dem Dirigenten verlangt, von den mancherlei Verſtimmungen und Verdrießlich⸗ inge, die nur überwr n ſtarke, alle Fährniſſe ſieghaft über⸗ m deutſchen Lied und zu dem bringt, den durch di windende Liebe zu Verein, dem die Sänger angehören, denn Und das iſt eine Lichtſeite dieſer Veranſtaltungen ſolche Wettkämpfe verbinden die Sänger untereinander, knüpfen die Fäden zwiſchen ihnen enger und feſter, bringen einen ſtarken, faſt un⸗ löslichen Kitt in den Verein. Jeder einem Wettgeſangskonzert zuhörende Sänger iſt ein Preisrichter für ſich; er macht ſich ſeine Punkte und bildet ſich ein Urteil über die Leiſtungen der einzelnen Vereine. Meiſt hat er ja die zum Vortrag kommenden Chöre ſchon, mitgeſungen, er kennt ihre gefährlichen Stellen, an denen gewöhnlich„umgeſchmiſſen“ wirb und der Dirigent tiefgefurchten oder hoch⸗ roten Geſichts„abzuklopfen“ pflegt, und befrie⸗ digt nickt er, wenn der ſingende Verein dieſe gefürchteten en rein und ſicher nimmt. So war es auch diesmal. Sowohl in dem Vor⸗ mittags⸗Wettkonzert, faſt noch mehr aber in dem Wettkonzert am Nachmittag wurden von den Sängern eifrig Notizen gemacht und der Aus⸗ tauſch der Meinungen über die einzelnen Lei⸗ ſtungen und die vorausſichtlichen Sieger war ein ſehr lebhafter. Das meiſte Intereſſe kon⸗ zentrierte ſich naturgemäß auf den Kunſtgeſang. Wird die ſieggewohnte Karlsruher Liederhalle den erſten Platz erringen. Anfänglich gab es hierüber wohl keine Meinungsverſchiedenheiten; r Sänger war ſich darüber einig, daß die Karlsruher Liederhalle an die Spitze kommen werde. Dieſe Auffaſſung wurde aber nach dem Auftreten der Karlsruher„Badenia“, die unerwartet ganz hervorragend ſchön ſang, ſchwankend. Vor Beginn des Wettſtreites für Kunſtgeſang hieß es auch, daß der Geſang⸗ verein„Frohſinn“ von Schwenningen a. N. ein gefährlicher Gegner für die Karlsruher Lieder⸗ halle geworden ſei. Und als dieſer Verein den iß Sängerkreiſen berühmten und Hegar'ſchen Chor„Totenvolk“ zu ſingen be⸗ gann, wurden manche zweifelhaft, ob den Karls⸗ ruhern diesmal die Palme des allererſten Prei⸗ ſes zuteil werden würde, ſo ſchön, rein und ton⸗ ſicher klangen die Akkorde. Aber zum Schluß verdarben ſich die Schwenninger Sänger alle Chancen, ſie wurden unſicher in ihren Einſätzen und brachten ſich dadurch um die volle Wirkung ihres zweifellos ſehr eifrigen und erfolgreichen Studiums. Schade, daß an dem Wettſtreit für Kunſt⸗ geſang ſich nur 6 Vereine beteiligten. Heidel⸗ berg, Konſtanz und vor allen Dingen die zwei Freiburger Vereine wurden ſchmerzlich vermißt. Durch ihre Teilnahme würde die Abteilung für Kunſtgeſang ſicher noch an Intereſſe und Ein⸗ druck gewonnen haben. Erfreulich war dagegen die Tatſache, daß Karlsruhe zu dem Kunſtgeſang nicht weniger als drei Vereine entſandte. Die Mannheimer werden dieſes opferfreudige Vor⸗ gehen der Karlsruher Geſangsfreunde zu ſchätzen und es bei dem nächſten Bundesſängerfeſte, das wohl wieder in Karlsruhe ſtattfinden dürfte, durch eine möglichſt vollzählige Teilnahme am Wettgeſaug zu vergelten wiſſen. Die Wölkchen am Sangeshimmel zwiſchen Karlsruhe und Mannheim ſind mit dem diesmaligen Sänger⸗ feſte völlig verſchwunden. Darüber werden ſich die Sänger nicht nur der beiden größten Städte des Großherzogtums, ſondern des ganzen Lan⸗ des herzlich freuen. Die Wettgeſangskonzerte wickelten ſich glatt und raſch ab, dank dem vorzüglichen Arrange⸗ ment, das auch für dieſen Teil des Feſtes ge⸗ troffen war. Es ging, wie der Vorſitzende des Preisgerichts in ſeiner bemerkenswerten An⸗ ſprache vor der Preisverteilung ſehr zutreffend ausführte, alles wie von ſelbſt. * Am Nachmittag des Pfingſtſonntag klärte ſich der Himmel mehr und mehr auf. Zwar zogen nach Beendigung des zweiten Wettgeſangskon⸗ zertes dunkle Wolkenmaſſen wieder auf, aber es blieb glücklicherweiſe bei der Drohung. Wenig Zeit blieb den Sängern, wenn ſie alle Veran⸗ ſlaltungen gewiſſenhaft abſolvieren wollten. Um halb 6 Uhr war das zweite Wettgeſangs⸗ konzert zu Ende und genau an dieſem Zeitpunkt ſollte auch ſchon die Hauptprobe zum Feſtkonzert beginnen. Da konnte in der Eile nur ein Glas Bier getrunken werden. Bei dieſer Gelegen⸗ heit möchten wir ſeſtſtellen, daß das erſte Wett⸗ ſangskonzert von etwa 5000, das zweite von 3*) Perſonen beſuchk war. * Gegen 9 Uhr begann im Nibelungenſaal das Feſthankett vieder von etwa 5000 Perſonen beſucht Ueber die brillant verlaufene Veranſtal⸗ tung liegt uns folgender Bericht vor: Einen impoſanten Abſchluß fand der erſte Feſttag durch das am Sonntagabend im Nibe⸗ lungenſaale veranſtaltete Feſtbankett. Mann⸗ heims größter Feſtſaal erwies ſich wieder ein⸗ zu klein, um all den Feſtgäſten die not⸗ wendige Sitzgelegenheit zu bieten. Viele Hun⸗ derte mußten, wenn ihnen nicht improviſierte Sitze angewieſen werden konnten, mit einem Stehplatz vorlieb nehmen. Sie ſtanden auf der Empore, in den Kolonaden und vor dem Po⸗ dium der Ehrengäſte in dichten Reihen. Ja ſelbſt auf dem letzteren hatten viele Feſtteil⸗ nehmer ſich auf raſch aus allen Ecken und Enden des Roſengartens herbeigeholten Stühlen pla⸗ ziert. Während ſo unten im Saale in drang⸗ voller Enge die Herren beiſammen ſaßen, war die Empore von feſtlich gekleideten Damen be⸗ ſetzt. In der Mittelloge ſaßen die offiziellen Feſtdamen. Die Sitzordnung auf dem Podium der Ehrengäſte war die nämliche wie am Be⸗ grüßungsabend. In den durch die dunkle Klei⸗ dung der männlichen Feſtteilnehmer im Par⸗ terre herrſchenden farbloſen ernſten Ton brach⸗ ten die Gäſte aus dem Gutachtale und dem Hanauer Land mit ihren farbenfrohen, origi⸗ nellen Trachten ein belebendes Bild. Dies die äußere Phyſiognomie des Abends. Was den Verlauf des Banketts und die Darbietungen an⸗ gefürchteten langt, ſo kann geſagt werden, daß in dieſer Hin⸗ ſicht das Gebotene alle Erwartungen weit über⸗ troffen hat. Wir haben Aeußerungen von Gä⸗ ſten aus der Reſidenz gehört(wöhgemerkt aus der Reſidenz!), die ihrer unumwundenen An⸗ erkennung in Bezug auf die vortreffliche Ar⸗ rangierung des Abends und ſeiner hervoragen⸗ den Darbietungen nicht genug Ausdruck geben konnten. Man nannte es kurz großartig, was die Mannheimer Sängerſchaft den badi⸗ ſchen Sangesbrüdern bieten konnte. Herr Heinrich Weinreich, das rührige Feſtaus⸗ ſchußmitglied, ließ bei ſeinen kurzen geſchäft⸗ lichen Mitteilungen auch die Feſtverſammlung wiſſen, daß die Gutachtäler ihm verſichert hätten. daß ſie in einem ſolch' ſchönen„Wirtſchäftle“ noch nie geſeſſen hätten. Der Feſtabend wurde durch einige Muſikſtücke der Dragonerkapelle aus Bruchſal unter Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters Zimmermann eingeleitet. Hierauf bekam man den Männer⸗ chor„Im Biwack“ von Kempter durch die Mannheimer„Liederhalle“ zu hören, die ihre Sache gleich vortrefflich machte. Ueber die choriſtiſchen Darbietungen des Abends be⸗ richtet untenſtehend unſer Muſikreferent im be⸗ ſonderen. Alsdann betrat der Feſtpräſident, Herr Hermann Waldeck, das Rednerpult, um eine formſchöne Begrüßungsanſprache vom Sta⸗ pel zu laſſen. Der Feſtpräſident führte aus: Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Sangesbrüder und Gäſte! Namens des Feſtausſchuſſes für das 9. Ba⸗ diſche Sängerbundesfeſt habe ich die Ehre und das Vergnügen, Sie von ganzem Herzen zu begrüßen und willkommen zu heißen. Ich begrüße insbeſondere die Vertretung der ſtaatlichen, ſtädtiſchen und Militär⸗Behör⸗ den ſowie der Handelskammer, die Vertreter auswärtiger Bünde, die Ehrengäſte und nicht zuletzt den Kranz liebenswürdiger Damen auf hohem Balkone. Ich heiße ehrerbietigſt willkommen das Ge⸗ neralkommando des goldenen Jubilars, d. h. des Badiſchen Sängerbundes, die drei gewif⸗ ſermaßen hiſtoriſchen Herren Ehrenmitglieder des Bundes, die Herren Sauerbeck, Krug und Küllmer, den Muſikausſchuß und die Herren Preisrichter. Und nun wende ich mich ins⸗ beſondere an Sie, meine lieben Sangesbrüder, herbeigeeilt aus allen Gauen unſerer ſchönen, mat, herbeigeeilt auch aus dem lieblichen Schwaben, dem herrlichen Elſaß⸗Lothringen und der hochgebirgsgeſchmückten freien Schweiz. Mannheim, die Quadratſtadt, die Stadt der A, B, C und der qualmenden Fa⸗ brikſchornſteine, iſt ſtolz darauf, Sie alle, meine lieben Sänger, nach einem Zeitraum von zehn Jahren wiederum in ihren Mauern begrüßen zu können. Mannheims Sänger⸗ ſchaft, und ich glaube ſagen zu dürfen, Mann⸗ heims Bürgerſchaft, grüßte Sie durch meinen Mund in echt pfälziſcher, treuer, ſchlichter Art. Viele von Ihnen, die vor zehn Jahren gekom⸗ men waren und heuter wieder bei uns einge⸗ kehrt ſind, werden das Mannheim von da⸗ mals kaum wieder erkennen. Gereckt hat es ſich und gedehnt, gewirkt und geſchafft und neue Werte geſchaffen. Aber Mannheim, das ſo überaus arbeitsſame Gemeinweſen, hat ge⸗ rade in der Zwiſchenzeit, in der Spanne dieſer zehn Jahre, ſich in einem Punkte, der auch Sie alle betrifft, wieder auf ſich ſelbſt und das was es zu kurfürſtlichen Zeiten geweſen iſt, beſon⸗ nen. Abgeſehen davon, daß es als ein Em⸗ porium des Handels und der Induſtrie, der Stadt regen Gewerbefleißes, gilt, hat es ſich machtvoll auch wieder zur Kunſtſtadt aufge⸗ ſchwungen, und ein großer Teil deſſen, was es an materiellen Gütern, durch Fleiß und Tüchtigkeit erreicht, fließt idealen künſtleriſchen Zwecken zu. Die hohe Kunſt wird hier in vor⸗ bildlicher Weiſe geſchützt und gepflegt. Und gerade auch auf dem Gebiete der Mufik und des Geſanges erlebt Mannheim eine neue Blüte. Man iſt juſt in dieſen Tagen mit Eifer bei der Arbeit, den breiten Schichten der Bürgerſchaft gegen geringes Entgelt muſter⸗ gültige Volkskonzerte zu bieten und ſo die Liebe zum deutſchen Lied in aller Herzen zu pflanzen. Die Mannheimer Sänger, die Mannheimer Bürger hoffen und wünſchen, daß Sie, liebe Sangesbrüder, in der Niederung, die Neckar und Rhein umſchließen, ſich wohl und behag⸗ lich fühlen mögen und wenigſtens die Empfin⸗ dung von hier mit fortnehmen, daß alle Fak⸗ tore, die das große Feſt vorbereiten halfen, wenn es ſicher auch nur Stückwerk iſt, ihr Möglichſtes getan haben, Ihnen nach den Anſtrengungen des Sängerkampfes Stunden reiner und froher Erholung zu bereiten. Der Geſangswettſtreit liegt ja ſchon hinter Ihnen. Geben Sie ſich heute abend froher, friſcher, ungebundener Laune hin, laſſen Sie morgen beim Feſtakt und Feſtkonzert, die in Anweſenheit der Großherzoglichen Herrſchaf⸗ ten vor ſich gehen, ihre Stimmen heiter, fröh⸗ lich und rein erſchallen zum Preiſe unſeres ge⸗ liebten Fürſtenpaares und dem deutſchen Lied zu Ruhm und Ehre. Ich gedenke bei dieſer Gelegenheit mit kaum verhaltener Wehmut des Mannes, dem vor wenigen Wochen, mit⸗ ten aus reicher, künſtleriſcher Tätigkeit heraus, der unerbittliche Tod den Dirigentenſtab aus den Händen gewunden, ich gedenke in Treue Meiſter Hermann Bielings, deſſen Bild in unſer aller Herzen fortlebt. Ich gedenke mit großer Freude der Tatſache, daß mit Ihnen, meine lieben Sangesbrüder, aus ſo vielen Städten und Städtchen des Badnerlandes, auch Karlsruhes tapfere, große Sängerſchar wiederum den Weg in die Pfalz und nach Mannheim gefunden, und verſpreche zum Danke dafür, daß venn Karlsruhe einmal wieder zum Sängerſtreite rufen ſollte, die im Lenzesſchmuck prangenden, badiſchen Hei⸗ eeedr Feoee dK oenn ct * n dt orneeere eee ernn ru 2 1W. re Mannheim, 13. Mai. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſt⸗Nachrichten(Mittag⸗lokk) 5. Seite, Mannheimer nicht grollend abſeits ſtehen, ſon⸗ dern Mann für Mann zur Reſidenz eilen und Treue mit Treue vergelten werden. Und nun geſtatten Sie mir, daß ich mich ſchließlich, am Vorabend großer Ereigniſſe, ſchon heute ein wenig mit unſerem goldenen Jubilar, dem Badiſchen Sängerbund, beſchäf⸗ tige. Liebe Sangesbrüder! Das Jahr 1913, das uns das hundertjährige Jubiläum der Befreiung Deutſchlands von ſchwerem, fremd⸗ ländiſchem Druck gebracht, iſt gewiſſermaßen auch das Jahr der erſten Anfänge des deut⸗ ſchen Liedes. 1813 ſangen Theodor Körner und mit ihm und nach ihm ſo viele gottbegna⸗ dete, deutſche Dichter, von glühendem Pa⸗ triotismus durchwehte Freiheitslieder, die in ihrem ſtürmiſchen Rhythmus förmlich nach Vertonung rangen und bald entſtanden dieſen Liedern auch die Meiſter der Töne. Das deutſche Lied ward geboren. Die Geburt des deutſchen Volksliedes, der vierſtimmigen Männerchöre folgten nach. Sinnige, herrliche Weiſen bedeutender Muſiker webten roman⸗ tiſchen Schimmer um zarte, heitere und ernſte poetiſche Gebilde. Und nicht allzulange dauerte es, bis ſich, zuerſt ſchüchtern und be⸗ ſcheiden, dann kraftvoll und erfolgreich, deutſche Männer zu Geſangvereinen zuſam⸗ mentaten, das deutſche Lied zu pflegen. Die Liedertafeln, Liederkränze, Sängerbünde und Singvereine, und wie ſie alle heißen, die heute Legion ſind, wuchern gleichſam von ſelbſt em⸗ por. Sie einten ſich ſchließlich in Bünde, die die Sänger der engeren Vaterländer innig umſchloſſen hielten und gipfelten endlich in dem großen Deutſchen Sängerbunde, zu dem wir alle heute verehrungsvoll und bewundernd emporblicken. Ein Glied, und wahrlich nicht das ſchlech⸗ eſte in der großen Reihe ſolcher Bünde, iſt unſer lieber, goldner Jubilar, der Badiſche Sängerbund! Innerhalb eines halben Jahr⸗ hunderts ein mächtiger Faktor auf dem Ge⸗ biete der Pflege des deutſchen Liedes gewor⸗ den, ſteht er heute, der ſtolzen, deutſchen Eiche gleich, in feſtem Grund, und wir, ſeine Kinder und Kindeskinder, nahen huldigend zum gold⸗ nen Feſte. Unvergeßlich ſei und bleibe uns allen, was er beiſpielsweiſe, Dank der drei Männer Sauerbeck, Küllmer und Krug, die ihn in der Zeit von nahezu einem Menſchen⸗ alter betreuten, geworden iſt. Daukbar er⸗ kennen wir, wie er unter neuer, tatkräftiger Führung, Adolf Wilſer au der Spitze, unent⸗ wegt emporſchreitet. Und ſo wünſchen wir ſchon heute Glück und Heil für jetzt und alle Zeit. Laſſen Sie uns, meine lieben Sangesbrü⸗ der, unſere lieben Gäſte, dies bekräftigen, in⸗ dem Sie mit mir einſtimmigen in den Ruf: Unſer lieber goldner Jubilar, der Badiſche Sängerbund, dieſe glückhafte Inſel in dem grauen Meere des Alltags, mit ihm ſein gro⸗ ßer Bruder, der Deutſche Sängerbund, und Unzertrennlich mit dieſen verbunden, das herr⸗ liche, ſegenſpendende deutſche Lied, eines der ſchönſten Ideale unſeres großen deutſchen Vaterlandes, ſie leben hoch! Die begeiſternde Anſprache verfehlte ihre Wir⸗ kung auf die Zuhörer nicht. Wie ein Mann er⸗ hoben ſich, nachdem der Redner geendet hatte, die Tauſende und machtvoll brauſte durch den gewaltigen Raum:„Vom See bis an des Maines Strand, eint uns der Töne mächtig Band. Hoch deutſches Lied, hoch Badner Land!“ Ein packender und erhebender Augenblick war es. Das⸗deutſche Lied aus Tauſenden deutſcher Kehlen! Der begeiſterten Stimmung gab Herr Rudolf Kramer in ſeinem Trinkſpruch auf den Großherzog Ausdruck, indem er ausführte: Liebwerte Sangesſchweſtern und Sangesbrüder! Wenn heute Tauſende von liedbegeiſterten Mitgliedern des Badiſchen Sängerbundes hier zuſammengeſtrömt ſind, um die Macht und das Anſehen des deutſchen Liedes zu verkün⸗ den und dabei auch in erſter Linie ihrem er⸗ habenen Landesfürſten zu huldigen, ſo darf ich wohl zunächſt Ihre Erinnerung zurücklenken auf jene große Zeit vor hundert Jahren, in der auf den blutgetränkten Schlachtfeldern von Leipzig der korſiſche Eroberer niedergerungen und der Grundſtein zur Wiederaufrichtung des neuen Deutſchen Reiches gelegt wurde. Und als einer der mächtigſten Faktoren bei der flammenden Begeiſterung jener Zeit hat ſich das deutſche Lied erwieſen; von dorther be⸗ ſitzen wir die herrlichſten Vaterlandslieder eines Körner, eines Arndt und vieler anderen, und dieſe Lieder werden ſein und bleiben ein heiliges Vermächtnis des deutſchen Volkes und der deutſchen Sängerſchaft für alle Zeiten. Und wenn wir nun unſere Blicke herüber⸗ lenken auf unſer engeres badiſches Heimat⸗ land, ſo dürfen wir badiſche Sänger mit Stolz und mit Freude anerkennen, daß unſer viel geliebter Großherzog ſtets ein warmer För⸗ derer der Sangeskunſt und der Sängerſache geweſen iſt und ſein hohes Intereſſe durch Stiftung wertvoller Ehrenpreiſe ſchon unzäh⸗ ligemal bewieſen hat. Und eben aus dieſem hohen Intereſſe heraus hat unſer Großherzog auch das Protektorat über unſer heutiges Feſt zu übernehmen die Gnade gehabt, und er wird morgen mit ſeiner erlauchten Gemahlin hier in unſerer Mitte erſcheinen, um ſo auch dem goldenen Jubelfeſt des Badiſchen Sängerbun⸗ des den richtigen Glanz und die richtige Weihe zu geben. Dafür danken wir badiſche Sänger umſerem geliebten Herrſcherpaare aus tiefſtem Herzensgrunde, und Tauſende treuer Herzen werden ihm morgen in Liebe und Verehrung entgegenſchlagen. e der Dankbarkeit, der Treue und der Verehrung wollen wir nun zu⸗ ſammenfaſſen in dem einen Satz: Möge eine gütige Vorſehung uns unferen Großherzog und unſere Großherzogin noch recht lange er⸗ halten, zur Freude und zum Wohl unſeres badiſchen Heimatlandes, aber auch zum Stolz und zum Ruhm der badiſchen Sängerſchaft. Deſſen zum Zeichen geſtatte ich mir, Sie alle aufzufordern, mit mir einzuſtimmen in den Ruf: Seine Königliche Hoheit der Groß⸗ herzog und Ihre Königliche Hoheit die Großherzo gin, ſie leben hoch, hoch, hoch! Alsdann nahm noch Herr Rechtsanwalt Liſt⸗ Reutlingen Gelegenheit, um als Vertreter des Deutſchen Sängerbundes und gleichzeitig namens der ſchwäbiſchen Sangesbrüdern zum Jubelfeſt des Badiſchen Sängerbundes die herz⸗ lichſten Glückwünſche zu überbringen, die Herr Liſt in folgende Worte faßte: Dem Badiſchen Sängerbund zu ſeinem goldenen Jubiläum die herzlichſten Glück⸗ und Segenswünſche des Deutſchen und zugleich des Schwäbiſchen Säuger⸗ bundes ausſprechen zu dürfen, iſt mir eine dankbare und willkommene Aufgabe. Fünfzig Jahre Badiſcher Sängerbund,— welche Fülle von Ereigniſſen und Erlebniſſen auf muſikaliſchem und nationalem Ge⸗ biet, welche Summe von ernſter, angeſtrengteſter Ax⸗ beit an der Hebung und Vervollkommnung der muſi⸗ kaliſchen Leiſtungen der Brüder⸗ und der einzelnen Vereine, welches Aufſteigen von kleinen Anfängen zu machtvoller, das ganze Badener Land umfaſſender und mit ihrem Zauber wahrer Volkstümlichkeit aus⸗ geſtatteter Größe iſt in dieſen Worten beſchloſſen. Der Badiſche Sängerbund hat erreicht, was der Deutſche Sängerbund als ſein letztes und höchſtes Ziel be⸗ trachtet: die Zuſammenfaſſung aller Männergeſang⸗ vereine, die irgendwie Anſpruch auſ Beachtung und Berechtigung erheben, zu einer einheitlich geleiteten, von einheitlichem Wollen durchdrungenen machtvollen Organiſationen, welche die Kraft und die Fähigkeit in ſich hat, die im deutſchen Liede verkörperten natio⸗ nalen und muſtkaliſchen Gedanken und Beſtrebungen in einheitliche Formen zu bringen und durch das Zu⸗ ſammenwirken all der vielen zu einem Bunde ver⸗ einigten Einzelkräfte dem deutſchen Männergeſang eine achtunggebietende Stellung zu verſchaffen, ſeine Gedanken und Beſtrebungen in das Volk hineinzu⸗ tragen und dadurch das deutſche Volksleben zu heben und zu veredeln. Neben dieſem Streben nach Volkstümlichkeit muß aber auch das Streben nach höherer künſtleriſcher Ausdrucksfähigkeit treten, denn der deutſche Männer⸗ geſang, für den ein Schubert, ein Schumann, ein Mendelsſohn, ein Richard Wagner, ein Hegar und viele andere Muſiker höüchſten Ranges gearbeitet und geſchrieben haben, darf mit Recht Anſpruch darauf erheben, als eine neben allen anderen gleichberech⸗ tigte Kunſtgattung anerkannt zu werden. Den meiſten Dank und den ſchönſten Lohn wird der deut⸗ ſche Männergeſang aber ſtets im Volke ſelbſt finden, deſſen Denken und Empfinden er wie keine audere Macht zu begleiten und zu erläutern vermag. Wahre, edle Volkstümlichkeit,— das lſt es, was wir in erſter Linie erſtreben müſſen. Ich kann keine beſſeren Worte dafür finden, als ſie der Vorkämpfer des deutſchen Liedes in der Steiermark, Ritter von Schmengkel in der Vorrede zu der Feſtſchrift anläß⸗ lich des fünfziglährigen Jubiläums des Deutſchen Sängerbundes geſchrieben hat: „Der Männergeſang iſt die Militärmuſik des Friedens, denn ſeine Aufgabe iſt es, im Volke das Bewußtſein ſeiner Pflichten am Vaterland und Freiheit, an Mutterſprache und Heimatglück nicht einſchlummern zu laſſen.“ Dem Badiſchen Sängerbund dürfen wir das Zeugnis nicht verſagen, daß er die ihm durch das Weſen des deutſchen Männergeſanges geſtellten Auf⸗ gaben in ſteter Uebeceinſtimmgug mit dem Deutſchen Sängerbund, zu deſſen Gründern er gehört, in her⸗ vorragender Weiſe erfüllt hat. Der Bund hatte das Glück, einen Mann wi: Richard Sauerbeck 25 Jahre an ſeiner Spitze zu ſehen und in ſeinem Nach⸗ ſolger Wilſer einen gleich klugen und tatkräftigen lerndeutſchen und ideal geſinnten Führer zu finden. Mit den Gefühlen herzlichſter Freude und Dankbar⸗ keit nimamt desbald ber Deutſche Szunerbund, deſſen Geſamtausſchuß Richard Sauerbeck ſeit dem Jahre 1884 als nunmehr dienſtälteſtes, hochgeſchätztes Mit⸗ glied angehört, an der Jubelfeier des Badiſchen Sängerbundes teil und vereinigt ſich in dem Wunſche, daß der Badiſche Sängerkund wie bisher ſo auch künftig ein ſtarker Hort des deutſchen Liedes ſein möge, mit dem Bruderbunde Badeus, dem Schwä⸗ biſchen Sängerbund. Die beiden Bünde haben ſtets gute Nachbarſchaft gehalten. Sie liegen nebenein⸗ ander in langgeſtreckter Grenze wie zwei zum Her⸗ zen des Volkes führende Türen, deren Angelpunkte die beiden Bünden angehörenden Vereine in Pforz⸗ heim und Schwenningen ſind. So faſſe ich denn meine Glückwünſche in die Worte zuſammen: Vom See bis an des Maines Strand eint uns der Töne mächtig Band, Hoch deutſches Lied! Hoch Vaterland! Die heiteren Darbietungen des Abends wur⸗ den mit den humoriſtiſchen Soloquartetten der Herren Lebkuchen, Lehmann, Ober⸗ linger und Bieger(alle von der Mann⸗ heimer Liedertafel) eingeleitet. Ueber die humo⸗ riſtiſchen Gaben des fidelen Kleeblatts wurde mit rauſchendem Beifall quittiert, demzufolge ſie zu einer Zugabe ſich verſtehen mußten. Sie beſtand in einem Preisgeſang für die Balkan⸗ hymne. Auch dieſer Vortrag verfehlte ſeine Wirkung nicht. Der humoriſtiſche Vortrag von Frau Eliſe Delank war wieder ein Kabinetts⸗ ſtück humoriſtiſcher Vortragskunſt. Die Poin⸗ ten waren reine Attentate auf die Lachmuskeln. Schon die Auftrittsſzene war originell. Die erſten Worte, die„Frau Knorbels“ Lippen entfuhren, waren: Jeſſes, was Leit! Dann ſtimmte ſie ein Klagelied üher ihren Gemahl, Tenor und Feſtausſchußmitglied, an, das mit⸗ unter in eine flammende Philippika überging. Man kann ſich die Wirkung denken, die„Frau Knorbel“ mit ihrer Vortragsweiſe à la Kantippe erzielte. Schließlich ließ ſie ſich doch in Anbe⸗ tracht des ſo ſchönen Erfolges des Mannheimer Bundesfeſtes bewegen, ſich mit ihrem vielbeſchäf⸗ tigten Gatten auszuſöhnen und ihm zuzurufen, er könne jetzt im Saale mit ſeinem„Schwelles“ wieder auftauchen. Stürmiſcher Beifall lohnte dieſe treffliche Darbietung. Die Gebrüder Buck ernteten mit ihren oberbayriſchen Duetten nicht minderen Erfolg. Insbeſonders war die Piece „Von der Viehprämiierung“ äußerſt humorvoll. Erſt um 12 Uhr nachts endete das ſchön verlau⸗ fene Bankett mit einem von der Dragoner⸗ Kapelle geſpielten Fanfarenmarſch, der ebenfalls da capo gegeben werden mußte. Die Soliſten begleitete am Flügel mit der bekannten Delika⸗ teſſe Herr Muſikdirektor Gellert. Der Kon⸗ zertflügel wurde von der Firma Scharf u. Hauck zur Verfügung geſtellt. Die fremden Gäſte haben ſich auf dem Bankett ausgezeichnet amüſiert. Gar mancher äußerte, ſo etwas könnten eben nur die Mannheimer bieten. Nach Beendigung des Banketts ergoß ſich der Menſchenſtrom wieder in die Stadt und füllte nech lange Wirtſchaften und Cafes mit fröhlichem Leben. Am öfteſten konnte man den badiſchen Sängerſpruch hören. Aber auch manch Lied wurde noch bei perlendem Wein und ſchäumendem Gerſtenſaft geſungen. * Muſikaliſche Würdigung des Feſtbanketts. Kamen in den beiden Wettgeſangkonzerten nur auswärtige Vereine zu Worte, ſo gab das Feſtban⸗ kett Gelegenheit, einige unſerer heimiſchen Mann⸗ heimer Chöre zu bewundern. Die Liederhalle bot mit Kempters nicht eben dankbarem Chor„Im Biwak“, den ſie ausdrucksſicher und akkordrein ſang, aufs neue eine ſchöne Probe ihrer Leiſtungs⸗ fähigkeit. Herr Muſikdirektor Gellert hielt die muſikaliſchen Zügel mit feſter Hand. Der Geſang⸗ verein„Flova“ brachte ſodann Gellerts hübſch anſprechendes„Gretelein“ zu ſchönſter Wirkung. Dazwiſchen ſpendete Herr Ludwig Hecht vom „Mannheimer Liederkranz“ eine Arie des Vasco da Gama aus der„Afrikanerin“ und errang durch den verſtändnisvollen Vortrag lebhafte Anerken⸗ nung. Löwe's kraftvoll empfundener Männerchor „Friedericus Rex“ mit Hörnerbegleitung war in der kernig friſchen Wiedergabe durch den von Herrn Hofkapellmeiſter Lederer geleiteten„Lieder⸗ kranz“ von zündender Kraft. Für den Humor ſorgte das heitere Soloquartett der Herren G. Lebkuchen, H. Lehmann, Chr. Oberlin⸗ ger und A. Bieger und das Oberbayriſche Duett der Herren Gebr. Buck in ausgiebiger Weiſe. Herr Jakob Groß von der„Liedertafel“ ſang Schumanns„Die beiden Grenadiere“ und„Win⸗ terlied“ von H. von Koß. Die ſchönen Mittel und der natürlich empfundene warme Vortrag verfehl⸗ ten auch diesmal ihre zündende Wirkung nicht. Der„Sängerbund“ gedachte der Manen Ferd. Langers, der jahrelang dem Muſikausſchuß des Badiſchen Sängerbundes angehörte. Er brachte deſſen„Ammerſee“ und ein hübſches gefälliges „Spielmannslied“ des Vereinsmitgliedes Fr. Leutz zu beifallswürdiger Wiedergabe. Den Reigen der geſanglichen Darbietungen beſchloß die„Harmonie Lindenhof“ unter der veſtändnisvollen Leitung der Lindenhof“ unter der veſtändnisvollen Leitung des Herrn Hofmuſikus Schellen berger mit Heu⸗ ſers„Fröhliches Rheinlied“. Am Klavier waltete Herr Gellert mit Ge⸗ wandtheit und Feingefühl ſeines Amtes als 25 gleiter. 8 * Der Pfingſtmontag. Herrliches Wetter war dem Pfingſtmontag vor⸗ mittag beſchieden. Hell ſtrahlte die Sonne vom lichtblauen Frühlingshimmel. Sehr früh wurde es wieder in den Straßen lebendig. Die gewiſſen⸗ haften Sänger, die leine Veranſtaltung ſchwän⸗ zen, waren auf dem Weg zum Roſengarten. War doch bereits auf halb acht Uhr die zweite Hauptprobe zum Feſtkonzert angeſetzt. In der elften Vormittagsſtunde ſetzte die zweite Völkerwanderung zum Nibelungenſaal ein. In⸗ zwiſchen war auch das Großherzogspaar im Auto von Karlsruhe im hieſigen Schloß ein⸗ getroffen. Es war bis Sonntag abend noch un⸗ gewiß geweſen, ob die hohen Herrſchaften kom⸗ men würden, weil der Großherzog unpäßlich war. Umſo größer war die Freude, als Sonntag abend bei dem Geſchäftsführenden Ausſchuß die Nach⸗ richt eintraf, die Großh. Herrſchaften hätten ſich zum Beſuch des Sängerfeſtes nun doch endgültig entſchloſſen. Groß war auch die Begeiſterung, die dieſe Nachricht hervorrief, als ſie beim Feſt⸗ bankett bekannt gegeben wurde. Die hohen Herr⸗ ſchaften fuhren durch den Kaiſerring zum Roſen⸗ garten, wo ſie einige Minuten nach 11 Uhr ein⸗ trafen. Im Nibelungenſaal hatte ſich inzwiſchen eine glänzende Feſtverſammlung zum Feſtbankett verſammelt. In den vorderen Reihen ſaßen wie⸗ der die Spitzen der Behörden, die Mitglieder des Ehrenausſchuſſes und der ſonſtigen Ausſchüſſe mit ihren Damen, die Preisrichter etc. Von den Ehrengäſten waren u. a. anweſend Prinz Vik⸗ tor Salvator von Iſenburg und Geh. Rat Dr. Reiß mit Frl. Anna Reiß. Zum Empfang der hohen Herrſchten begaben ſich Prinz Viktor Salvator von Iſen⸗ burg, Regimentskommandeur Oberſt v. Die⸗ penbroik⸗Grüter, Bundesobmann Wil⸗ ſer und Feſtpräſident Wa ldeck. Frl. Auguſte Kramer überreichte der Großherzogin ein prächtiges Bukett, während Frl. Eliſabeth Groß folgendes Gedicht vortrug: Pfingſten iſt's— dem deutſchen Liede bringt man frohe Opfer dar; rings aus allen bad'ſchen Gauen, von den Bergen, von den Auen, Stadt und Städtchen, altersgrauen, ſtrömt herzu die Sängerſchar. Und in edlem, tapfrem Streite um des Liedes reinſten Ton ringen Badens frohe Söhne, kämpfend für das Reich der Töne, um den idealſten Lohn. Und das Fürſtenpaar, das treue, das um Badens Wohl ſich müht, das zu jeder Zeit aufs neue Schützer auch dem deutſchen Lied, daß das ſchöne Feſt gelinge und ihm werde frohes Heil, doppelt hell das Lied erklinge, nimmt daran mit Freuden teil. 3 Und was von des Schwarzwalds Höhen, aus des Odenwaldes Grund, und vom Main zum Rhein gezogen, ſangesfrohe Menſchenwogen, Badens tapfrer Sängerbund, alles dankt aus tiefſter Seele, daß den Weg zum Rheine nahm Badens Fürſt und Badens Fürſtin und zum goldnen Feſte kam, und durch meinen Mund ſie bieten treue Grüße huld'gend dar, und den Strauß aus Frühlingsblüten weihen ſie dem Fürſtenpaar⸗ Wie wir ſpäter hörten, hat ſich das Groß⸗ herzogspaar für die ſinnige Huldigung herzlich bedankt und ſich auf das leutſeligſte mit den bei den Feſtdamen unterhalten. U. a. erkundigten ſie ſich auch nach dem Verfaſſer des Gedichts, worauf ihnen die Antwort gegeben werden konnte, daß der unermüdliche Feſtpräſident, Herr Hermaun Waldeck, das Poem verfaßt habe. Die hohen Herrſchaften wurden alsdann durch den Ge⸗ ſchäftsführenden Ausſchuß und durch die Herren Landeskommiſſär Geh. Oberregierungsrat Dr. Becker, Amtsvorſtand Geh. Regierungsrot Dr. Clemm und Polizeidirektor Gräſer und Oberbürgermeiſter Martin begrüßt und zu der großen Mittelloge geleitet. Als die hohen Herr⸗ ſchaften die Loge betraten, trug der ſtimmungs⸗ gewaltige Maſſenchor den badiſchen Sängerſpruch vor. Gewaltig brauſte der Sängerſpruch durch den Rieſenraum. Der Landesherr trug die Uni⸗ form ſeines Leibgrenadierregiments, die Groß⸗ herzogin eine lila Seidenrobe mit großem Feder⸗ hut. Herr Oberbürgermeiſter Martin brachte das Großherzogshoch aus, in das die Feſtver⸗ ſammlung mit ſo ſpontaner Begeiſterung ein⸗ ſtimmte, daß man tief ergriffen ſein mußte. Die Feſtverſammlung hörte die altbadiſche Hymne, die die Kapelle intonierte, als die Begrüßungskund⸗ gebung verrauſcht war, ſtehend an. Alsdaun faug der Maſſenchor der Mannheimer Bundesvereine den Pilgerchor aus„Tannhäuſer“ fein abgetönt und mit prächtiger Tonfülle. Nunmehr beſtieg 2 Bundesobmann Wilſer 15 das Podium, um folgende Feſtrede zu halten! Diaurchlauchtigſter Großherzog! Durchlauchkigſe Großherzogin! Hochanſehnliche Feſtverſammlungz Liebe Sangesbrüder! Als vor hundert Jahren die Bewegung ein⸗ ſetzte, unſer Vaterland vom Joch der Fremdherr⸗ ſchaft zu befreien, da waren es nicht zum wenigſten die Lieder der Freiheitsſänger, die jene vaterländt⸗ ſche Begeiſterung hervorriefen und unſer Volk zu großen Taten entflammten. Die ſchönſte Frucht, die jene Zeit reifen ließ, war aber die deutſche Einigkeit. Die im Liede ſchlummernde einigende Macht veranlaßte ſchon damals vereinzelt fanges⸗ freudige Männer, ſich zur Liedespflege zuſammen⸗ zuſcharen. So entſtanden nach und nach die Ge⸗ ſangvereine und fünfzig Jahre ſpäter die großen Landſchaftsverbände, die ſich am 21. September 1862 in Koburg zur Gründung des Deutſchen Sängerbundes die Hände reichten. Auch in unſerm engeren Heimatlande erkannte man die Bedeutu eines Zuſammengehens der einzelnen Vereine, u tatkräftige Männer fanden ſich zuſammen, um am 14. September 1862 den Badiſchen Sängerbund zu gründen. Nach fünfzig Jahren ernſten Strebens darf der Badiſche Sängerbund mit dem Bewußt⸗ ſein treuer Pflichterfüllung ſein Jubelfeſt begehen, in der Geſchichte unſeres Bundes ein ut⸗ ſamer Markſtein, an dem wir Um⸗ und Rückſchart halten wollen, um neu geſtärkt dem vorgeſteckten Ziele immer größerer Vollkommenheit entgegen⸗ zuſchreiten. Für die Sängerſchaft Badens iſt es eine hohs Auszeichnung und es verleiht unſerm Feſte eine beſondere Weihe, daß unſer durchlauchtigſte Fürſtenpaar daran teilnimmt. Dankbaren zers enthieten wir unſerm allverehrten Großherzog und ſeiner hohen Gemahlin, Hilda, ehr⸗ erbietigſten Willkommgruß. Wie weiland Seine Kgl. Hoheit Großherzog Friedrich J. unſern Feſten angewohnt und unſerm Bund von ſeiner Gründung an allezeit warmen Schutz hat i ſo erweckt es in uns ein ſtolzes Gefühl, wenn. ſehen, daß auch der nunmehrige Träger der Kron Großherzog Friedrich II., unſern Beſtreßungen ſein Intereſſe zuwendet und uns ſeine erhafte und ſein Wohlwollen zuteil werden läßt. afte Zuftimmung.) 25 Darin dürfen wir eine Anerkennung unſeres Strebens erblicken, die uns zeigt, daß wir den rechten Weg gehen. Wir handeln auch im Stume der Gründer unſeres Bundes, wenn wir be ſind, durch die Verbreitung des deutſchen Männer⸗ geſangs das Leben unſeres Volkes zu be⸗ und zu veredeln. Wir wollen ohne 5 von Stand und Rang als deutſche Sänger Hüter deutſcher Art und Geſinnung ſein und bleiben (Lebhafte Zuſtimmung.) Das deutſche Lied iſt das Zauberhorn, das allem, was wir fühlen und denken, beſeelten Ausdruck gibt, das allen unſern Empfin⸗ dungen, beſonders auch der Vaterlandsltebe⸗ die beſeelteſten Töne verleiht. Seit ſeiner Gründung hat der Badiſche Sängerbund mit wachſendem Er⸗ folge ſich bemüht, das Lied zu hegen und zu pflegen, damit es durch die Reinheit ſeiner Akkorde und die Tiefe ſeiner Poeſie in die Herzen des Volkes dringe, es belebe und begeiſtere, aber auch ertt flamme, wenn es gilt, das Vaterlaud, die Heimat, das Reich gegen ſeine Widerſacher zu (Lebhafte Zuſtimmung.) Iſt es auch die Jugendzeit Feſttag— wo der Geſang am mungsvolle Herz des jungen Mamnes höher ſchlagen läßt, ſo wird ſpäter, wenn die Zauber der Phantafte allmählich erlöſchen, wenn die Farben verbleichen welche jenen Feſttag des Lebens erhellten, wenn das Blut langſamer rollt, die Freude am Geſang doch nicht erkalten. Und wo Männer walten, be⸗ lebt und beſeelt vom Liede, da iſt Ernſt und Kraft. Unſer Badiſcher Sängerbund war von jeher Samm⸗ melpunkt ſolcher Kräfte, und dankbar gedenken wir heute der führenden Männer⸗ die ihr ganzes Können in den Dienſt unſerer Sache eſtellt haben Alle haben nur einen Leitſtern vor Augen gehabt: das kraftvolle Emporblühen unſeres Bundes. Unter all den Männern, deren treuer Arbeit der Bardi⸗ 158 Sängerbund das Anſehen — unſeres Lebens leichteſten das hoff⸗ as er heute genießt, iſt ohne das Verdienſt der anderen zu ſchmälern, beſonders ein Mann zu nennen, der 25 Jahre lang mit ſicherer Hand die Geſchicke des Bundes lenkte, unſer Ehrenbundes, obmann Richard Sauerbeck, deſſen Name für alle Zeiten einen Ehrenplatz in der Geſchichte unſeres Bundes einnehmen wird.(Lebhafte Zu⸗ ſtimmung.) Nicht minder dankbar gedenken wir heute cuch aller der Vereine, die ſeit der Gründung zum Bunde gehören, die von ſeinem Entſtehungstage an bis heute wacker zu ſeiner Fahne hielten. Auszeichnung, die ihnen heute durch Verleihung der goldenen, für dieſen Zweck geſtifteten Denkweſtrige 6. Seite. eneral⸗Anzeiger, Bareſche Neueſte Nachrichten(Mittagblatt). Mannheim. 13. Mat. zuteil wird, ſoll als äußeres ſichtbares Zeichen un⸗ ſerer Dankbarkeit ihre Fahnen ſchmücken, ihnen aber auch ein Anſporn ſein, nicht zu erkal in ihrer Hingebung und Treue gegen unſern Bund, dem wir als Träger eines erhabenen Gedankens zn ſeinem 50. Geburtstage die herzlichſten Wünſche für eine glänzende Zukunft ausſprechen wolle [Lebhafte Zuſtimmung.!) Und nun, du heilige M des Geſanges, du froher, treuer Menſchen auf ſeinem Lebenswege deinen Tönen die lauteren Ak Harmonie Bringe die Herzen e deutſcher Männertreue und Aber auch dir, du herr ein günſtiges Geſchick für a die uns die Geheimniſſe d ſchließen die dem tiefempfun en jene Meiſter, en Kunſt er⸗ en Wort des Dich⸗ kers hehre Töne leihen, und die dann zu uns reden im Geſang, dem deutſch Leben führen und gel zu reinſter Freude. D Es erfolgte nunmehr die Meberreichung der Zubilän medaillen an die Gründungs⸗ ereine. Podium aufgeſtellten Feſtdamen. 85 1. Kreis Konſtanz. Liederkranz Engen; Bodan Konſtanz; Lieder⸗ kranz Konſtanz; Harmonie(früher Liedertafel) Radolfzell; Sängerverein Ueberlingen; Männer⸗ geſangbecria Singen a..; Eintracht Stockach. 2. Kreis Villingen. Liedertafel Donaueſchingen; Sängerbund Vil⸗ Ingen; Arion Furtwangen. 3. Kreis Waldshut. Gefangverein Bonndorf; Liederkranz Foncordia] Waldshut. 4. Kreis Lörrach. Geſangverein Auggen: Männergeſangverein Müllheim Geſangverein Schopfheim; Geſang⸗ verein Zell i..; Harmonie Schönau. 5. Kreis Freiburg. Concordia Freiburg; Sängerrunde Hochberg Emmendingen; Eintracht Waldkirch; Liederkranz Staufen; Frohſinn Freiburg⸗Wiehre. 6. Kreis Offenburg. Liede kranz Oberkirch: Männergeſangverein Okerlirch; Concordia Offenburg; Sängerbund Oppenan; Männergeſangverein Kehl; Liederkranz Lahr: Eintracht Gengenbach; 7. Kreis Baden. Licberkranz Achern; Aurelia Baden; Hereynia Fichlental; Sängerberein([früher.G..) Gerns⸗ ach; Liederlranz⸗Freundſchaft Raſtatt; Männer⸗ angverein Bühl: Sängerbund Schwarzach. 8. Kreis Karlsruhe. Licderkranz Bruchſal; Liedertafel Ettlingen; Liederkranz Karlsruhe; Liederhalle Karlsruhe; Liedertafel⸗Frohſinn Karlsruhe; Maſchinenbauer⸗ Sängerkranz Karlsruhe; Männergeſangverein Pforgheim; Sängerkranz Pforzheim⸗ Freund ſchaft Pforzheim; Frohſinn⸗Eintracht Pforzheim; das uns durchs em Glück, rmiſcher moge zu 1 walte Gott!(e durch die am Medaillen erh 8 (früher Liederlranz Philippsburg; Sängerbund Dill⸗ Weißenſtein; Liederkranz Durlach; Frohſinn Raſtatt. 9. Kreis Maännheim. Niederkranz Mannheim; Liedertafel Mann⸗ heim; Sängerbund Mannheim; Singverein Mannheim; Männergeſangverein Mannheim; Frohfinn Mannheim; Singverein Weinheim. 10. Kreis Heidelberg. Liederkranz Heidelberg; Liedertafel Heidelberg; Liederhalle Heidelberg; Liedertafel Ziegelhauſen; Liederkranz Wiesloch; Liederkranz Sinsheim d..; Liederkranz Neckargemünd; Singverein Neckarbiſchofsheim!; Männergeſangverein Kirch⸗ heim: Eintracht Eppingen; 11. Kreis Mosbach. Liederkranz Eberbach; Liederkranz Har Geſangverein Walldüren; Liederkranz T biſchofsheim; Geſangverein Mosbach. Damit hatte der Feſtakt, der in ſeiner ſchlichten Größe auf die Feſtverſammlung einen nachhal⸗ tigen Eindruck machte, ſein Ende erreicht und es begann das Feſtkonzert. * Feſtkonzert. (Von unſerm Muſikreferenten.) Unmittelbar an den Feſtakt anläßlich des 50jäh⸗ rigen Beſtehens des Badiſchen Sängerbundes ſchloß ſich das Feſtkonzert, das durch die Anweſenheit un⸗ ſeres geliebten Großherzogspaares die rechte Weihe exhielt. Für dieſen Höhepunkt des Feſtes hatte Gr. volles gediegenes Programm aufgeſtellt und bis zu ſeinem jähen Ableben vor wenigen Wochen die Muſikdirektor Hermann Bieling ein geſchmack⸗ Vorarbeiten mit hingebendem Fleiße geleitet. Was wir in den Wettgeſangskonzerten ſo ungern ver⸗ mißten: das ſchlichte ungekünſtelte deutſche Volks⸗ lied, war jetzt erfreulicherweiſe in köſtlichen Proben gauf dem Programme vertreten, und es gewährte in der Tat einen hohen Kunſtgenuß, Liederperlen, wie Silchers„In die Ferne“, Glücks„In einem kühlen Grunde und die„Loreley“ von Silcher durch den zirka 2000 Sänger ſtarken Chor in hüb⸗ ſcher, ungekünſtelter Auffaſſung und ausdrucks⸗ boller Wiedergabe zu hören. Herr Muſikdirektor Friedrich Gellert, der vor einigen Wochen durch Beſchluß des Haupt⸗ und Feſtausſchuſſes an Bie⸗ lings Stelle berufen wurde, bot dieſe Lieder in hühſcher Auffaſſung und wirkſamer dynamiſcher Abſtufung. Es ſei nur an die feinſinnige Abdämp⸗ fung der Schlußſtrophe des Silcherſchen„In der Ferne“, an das tonſchöne Piano der„Klage“ und den ungezierten Vortrag der„Loreley“ erinnert. Aber auch die übrigen A⸗capella Chöre erfuhren eine akkordreine und tonſchöne Durchführung, ins⸗ beſondere gilt dies von C. Weidts ſtimmungsvollem „Sonntag iſt'“, deſſen rhythmiſche Schwierigkeiten ſicher überwunden wurden. Treffend charakteriſtert kam Engelbergs poeſteerfüllte„Waldesweiſe“ zu voller Wirkung, und Begeiſterung erweckte das ker⸗ dheim; auber⸗ nig deutſche ⸗Rheinweinlied“ von Johannes Dürr⸗ terchöre bildeten den würdi⸗ men. Sie 1 en von den Vereinen, die ſtgeſang ge en ſowie vom Mannheimer rkranz“, der„Liedertafel“ und der„Lieder⸗ geſ Daß es bei verſchle⸗ i menten beſtehe 9 chor nicht 0 E einfach, weil die er ſich erfahrungsge ücht ſo raſch den Intentionen eines neuen ten anſchmiegen, iſt klar. Und ſo d und verzagte Ei Lied“ und wegſehen. Sie ef man 1 e Ungleichheiten tze in Wendels„Das deutſche tſcher Heerbann“ billigerweiſe hin⸗ ändern nichts an dem guten Ge⸗ zerdienſte des Feſtdirigenten und Orch hignug dokumen⸗ i bildete n 84 Einen ſtimmung inhold Beckers )in ſeiner ver die nur einig weiſt, ſehr gu bietet„Das deutſche Lied“ Dirigenten des e und auf⸗ agegen g· 3zUm geres Enſembl kann. Re ſt der Fon maleriſcher Kunſt in dieſem tung der Orcheſterchöre war unſer treffliches theaterorcheſter gewonnen, und ſo ein Erfolg nicht ausbleiben. Er war am ſtärkſten 0T· Werke. „Schluß zutſcher Heerbann“ von Woyrſch, ſangen die Herren Hofopernſänger Bah⸗ ling vom Mannheimer Hofkheater und Herr Dr. Nacke, Konzertſänger aus Heidelberg⸗Kirchhei die Solis. Bahlings ſchmelzreicher, volltönend Bariton und ausdruckswarmer Vortrag ſicherten ihm auch hier die Zuſtimmung. Auch der Tenoriſt weiß ſein Organ ſicher und kunſtgerecht zu ge⸗ brauchen. Nur entbehrte es des rechten Glanzes, und zeigte bei ſtarker Tongebung gewiſſe Härten. Immerhin errang intelligente Wiedergabe und muſialiſcher Vortrag einen ſchönen Erfolg. An der Orgel ſaß Herr Schmidpeter. Mit Woyrſch's Kantate fand das glänzend be⸗ ſuchte Feſtkonzert wie das 9. Badiſche Sängerbun⸗ desfeſt einen patriotiſchen Abſchluß. Der Großherzog unterhielt ſich in den Pon zwiſchen den Konzertnummern mit gliedern des Geſchäftsführenden Ausſchuſſes den Herren Sauerbeck, Krug und Küll⸗ mer auf das angelegentlichſte. Auch Bundesob⸗ mann Wilſer, die Bürgermeiſter v. Hol⸗ lander und Dr. Finter, die Preisrichter und die Feſtdamen Kramer und Groß muß⸗ ten in der Loge Platz nehmen. Sehr lange unter⸗ hielt ſich der Landesherr auch mit dem Sohne des Herrn Sauerbeck, der Marineoffizier iſt. In der größeren Pauſe, die dem letzten Chor voran⸗ ging, ließ der Großherzog auch Herrn Muſik⸗ direktor Gellert rufen und ſprach ihm ſeine warme Anerkennung für das Gehörte aus. Nach Schluß des Konzerts, der erſt nach 1 Uhr erfolgte, verließen die hohen Herrſchaften den Nibelungen⸗ den ſaal, um zum Schloß zurückzukehren. Als das Großherzogspaar ſich erhob, brachte noch einer aus der Feſtverſammlung ein Hoch aus, worauf mit dem Vortrag des badiſchen Sängerſpruches das glänzend verlaufene Konzert ſeinen Abſchluß fand. * Ein Stimmungsbild. Zu den vielen erinnerungsreichen Feſten, die wir ſchon im Nibelungenſaale gefeiert haben, fügte ſich nun der Feſt⸗Akt und das Feſtkonzert zum goldenen Jubiläum des Badiſchen Sänger⸗ bundes, eine Feier, ſo gewaltig und ſo ein⸗ drucksvoll, daß wir zu den Mahlerfeſten zurück⸗ gehen müſſen, um nur annähernde Vergleiche zu finden. Geſtern wie damals ein Rieſenchor, eine Rieſenmenge, der gewaltige Saal aus⸗ gefüllt mit Menſchen, Menſchen, Menſchen. Doch war es damals eine Senſation, die ſie zu⸗ ſammenführte, ſo war es diesmal eine einfache Manifeſtation: die Bekundung der Liebe zum Männergeſang und Volkslied, zu Fürſt und Vaterland. Eine Bekundung, ſo einfach in ihren Motiven, doch um ſo impoſanter deshalb in dieſer zuſammenfaſſenden, wahrhaft grandioſen FJorm, an der Tauſende lebende Glieder waren. Der Hergang des Feſtes wird unten beſchrie⸗ ben werden, doch nur der wird ſich danach ein richtiges Bild machen, der die Begebenheiten erſt wieder eint mit dem Geiſte, der die Vielen, die die weite Halle nur mühſam umſpannte, er⸗ füllte. Der Geiſt, der, wie ein Akkord Töne bindet, die Fäden zuſammenſchlang und als Fluidum zwiſchen den Wänden ſchwebte. Weit in den Saal war das Podium vorge⸗ baut und darauf befand ſich der Rieſenchor der Mannheimer Bundesvereine und das Hof⸗ theater⸗Orcheſter, Kopf an Kopf in unütberſeh⸗ barer Menge. Darum ſchlang ſich als an⸗ mutiger Fries das lichte Band der Ehrenjung⸗ frauen und von beiden Seiten grüßten ſegnend die Fahnen aller anweſenden Vereine. Und dann die Rieſenzahl der Beſucher: im Saal, auf der Empore, der Galerie, überall ſchoben ſich die Menſchen zuſammen zu einer einzigen rauſchenden Maſſe, in der jede Einzelheit ver⸗ ſchwand und unterging. Ein gewaltiger Reſo⸗ nanzboden, in dem das Hoch unſeres Ober⸗ bürgermeiſters auf Großherzog Friedrich und die Großherzogin Hilda bei ihrem Eintritt das Echo einer begeiſterten Huldigung weckte, in dem der weihevolle Pilgerchor aus dem Tann⸗ häuſer, die Feſtrede des Bundesobmanns, Herrn Adolf Wilſer⸗Karlsruhe, und ſpäter die vor⸗ getragenen Chöre und Volkslieder mit ihren wechſelnden Stimmungen und tiefen Empfin⸗ dungen vollen Wiederhall fanden. Der Nibelungenſaal, ſelbſt in ſeiner ſtolzen Architektur verkörperte Muſik, benannt nach den mythologiſchen Helden des deutſchen Liedes, wie ſie Wagner ſah, war für dieſe Veranſtaltung ein Feſtort, wie es keinen ſchöneren gibt. Die hohen, ſich wie zu einem Dom fügenden Bogen empfingen den Sängerſpruch des Badiſchen Sängerbundes, den Anſang und Beſchluß des Faktur, dvon 2 Uhr ab in Feſtes, wie ein heiliges Gelübde, das ſie ver⸗ ſtärkt in die empfänglichen Herzen brauſen ließen. N ** 22 Der Feſtzug. Es iſt diesmal unangebracht, von Höhepunkten des Feſtes zu ſprechen, denn alle Veranſtaltungen des unvergeßlichen Sängerbundesfeſtes geſtalteten ſich in ihrer Art zu Gipfelleiſtungen. Aber dem Feſtzug gebührt doch eine ganz beſondere Note. Man darf wohl, ohne zu ſtark zu unterſtreichen, behaupten, daß er ſelbſt den Vergleich mit dem grandioſen ig beim vorjährigen Deutſchen Sängerb in Nürnberg Selbſtve in der Geſtaltung, in in der Gediegenheit und Vornehmheit der Feſt⸗ wagen und Gruppen. Das iſt wohl auch das Urteil ler derjenigen, die dieſen Vergleich zwiſchen Mannheim und Nürnberg ziehen können. Aber auch die ungezählten Tauſende, die geſtern nachmittag in den aßen Spalier bildeten, ichkeit des angeführten Ver⸗ wunden zugegeben haben, daß mit 8 ndes, die hoch⸗ ingen übertreffendes geboten der Wettergott ſo wenig Schluß des Umzuges zu Der Fremdenzufluß, der in Feſtzug veranlaßt wurde, f wohl ſagen, daß ganz Rheinbrücke wanderte. Aber 8 werden ihm die Ss unum deren enorm. ſten ter Bahnhof betrachten, wo war der Zuzug auf dem lberger Gegend war der Zuzug ſehr ſtark. gen, die dem Feſtakt und dem Feſtkonzert im Nilelungenſaal angewohnt hatten, mußten ſich ſehr beeilen, wenn ſie beim Aufſtellen des Feſt⸗ zuges mitzuwirken hatten, denn ſchon um 2 Uhr ſtand das Gerippe des Zuges in den Straßen der weſtlichen Oberſtadt. Der Andrang des Publikums war hier ſchon ſehr ſtark. Konnte man ſich doch mit Mühe die Feſtwagen und Gruppen betrachten. Die Vertreter der Preſſe waren auf dem Rondell am Eingang zur Auguſtganlage zuge„wo ſich das einfache, geſchmackvoll ausgeſtattete Fürſtenzelt er⸗ hob. Die Umgebung des Zeltes, das ein Halbkreis von Flaggenmaſten und Lorbeerbäumen umſäumte, war durch Schutzmannſchaft, Feuerwehr und Pfad⸗ finder ſehr gewiſſenhaft abgeſperrt. Kurz nach halb 4 Uhr traf das Großherzogspaar in zwei⸗ ſpänniger, offener Equipage vor dem Zelte ein. In der Begleitung der hohen Herrſchaften bef ſich das Gefolge: Generalmajor Dürr, erf Seutter v. Lötzen, Kammerherr Graf Hen⸗ nin und Hofdame Gräfin Andlaw, ſowie die Herren Landeskommiſſär Geh. Oberregierungsrat Dr. Becker, Amtsvorſtand Geh. Regierungsrat Dr. Clemm, Polizeidirektor Gräſer und Ober⸗ bürgermeiſter Martin. Das Publikum bereitete dem Fürſtenpaar ſehr herzliche Ovationen. Kurz nach.45 Uhr kam die Spitze des Feſtzuges in Sicht. Allen voraus ritt der Zugsmarſchall des „Feuerio“, Exz. Holm, dann kamen 12 Reiter mit Fahnen in den badiſchen Farben. Die Zugs⸗ leitung in Equipagen und die Bruchſaler Dra⸗ gonerkapelle zu Pferde in maleriſcher Heroldtracht. Die Bruchſaler ſchmetterten die badiſche Hymmne. Dem erſten Feſtwagen mit der prächtigen Fahne des Badiſchen Sängerbundes, von den Mannheimer Bundesvereinen geſtiftet, ſchritten 3 Herolde voraus. Der Wagen, der wie alle anderen mit großer Eleganz und architektoniſch überaus wirkungsvoll ausgeführt war, wurde von einer goldenen Lyra, dem Symbol der Muſik, ge⸗ krönt und von holden Mägdelein und Minneſängern flankiert. Die koſtbare Fahne des Bundes war auf dem Vorderteil des auch überaus vornehm in den Farben gehaltenen Wagens angebracht. In einer Anzahl Wagen folgten nunmehr Haupt⸗, Muſik⸗ und Feſtausſchuß. Bundesobmann Wilſer wurde vom Großherzog ins Fürſtenzelt gebeten. Herr Wilſer ſtand während des ganzen Zuges neben dem Großherzog und gab die nötigen Er⸗ läuterungen. Nun rückten die außerbadiſchen Bundes⸗ vereine heran. Voraus das hiſtoriſche Pfeifer⸗ und Trommlerkorps der Stadt Baſel, das ſich der Deutſche Lie⸗ derkranz Baſel mitgebracht hatte. Das Korps, zu dem ſchon mehrere bejahrte Herren ge⸗ hören, nahm ſich wundervoll in der wundervoll maleriſch wirkenden Landsknechttracht aus. Die Trommler und Pfeifer hatten die funkelnagelneue „Paradeuniform“ angelegt. Wie ſchon vorher in den Straßen, ſo erregte das Korps auch jetzt wieder das größte Intereſſe. Frohſinn Schwenningen und Männergeſangverein Straßburg ſchloſſen ſich an. 12 Feſtreiter mit 3 Fahnen in den deutſchen Farben leiteten zu der reizenden Fußgruppe„Volks⸗ lied“ über. Ein charakteriſtiſcher alter Dorfgeiger ſchritt ſechs weißgekleideten kleinen Mädchen voraus. Studenten des Jahres 1813 mit jugendfriſchen Mägdelein und Landleute mit anmutigen Schnitte⸗ rinnen ſchloſſen ſich an. Die farbenreiche Gruppe bildete einen geſchickten übergang zum Feſt⸗ wagen„Meiſterſinger“, der ſchon mit 8 chtrupp an den Freiheitsgedan⸗ der Heide D — ſeinem Vor⸗ und Nack ken erinnerte, der in dem„Aufruf an mein Volk“ ſo flammend zum Ausdruck kam. Auf dem prächtig ausgeſtatteten Wagen thronte Hans Sachs unter einem architektoniſch wirkungsvollen, von vier gol⸗ denen Säulen getragenen Tempel. Evchen, Walter Stolzing, vier Meiſterſinger und Jugend bildeten die huldigende Umgebung; ſchmucke Soldaten aus der Zeit von 1813 und Lützower Reiter die Be⸗ gleitung. Hieran ſchloß ſich die nicht minder ſchön komponierte Gruppe„Vaterlandslied“: Knaben mit Trommeln, Schillſche Offigziere und Theodor Körner zu Pferde und Lützowſche Reiter. In einer Anzahl Equipagen folgten dann die 50 Feſtdamen. Ein reizendes Bild von Jugendſchöne. Dann kam die ſchier endloſe Reihe der Bun des⸗ vereine. Zunächſt der Kreis Konſtanz: Konſtanz Badenia, Konſtanz Bodan, Konſtanz Lie⸗ derkranz, Radolfzell Harmonie, Singen a. H. Män⸗ geſangverein, Stockach Eintracht, Überlingen Sän⸗ gerverein. Dann der Kreis Villingen: Donaueſchingen Liedertafel, Furtwangen Arion, Hornberg Frohſinn, Hornberg Liederkranz, St. Georgen Liederkranz, Triberg Geſangverein, Vil⸗ lingen Sängerbund und der Kreis Waldshut: Bonndorf Männergeſangverein. Während die Ka⸗ pelle Petermaänn dieſe Abteilung eröffnete, wurde ſie durch die ſchmucke Schützenkapelle Seezer beſchloſſen. Anzeiger und Warner in mittelalterlicher Tracht mit dem Narr und drei Schützen zu Pferde mit einer alten Schützenfahne leiteten zu dem Feſtwagen„Krone der Schützenkönige“ über, den die Mannhez⸗ mer Schützengeſellſchaft geſtiftet hatte. Der überaus wirkungsvoll von Herrn Architekt Walch entworfene Wagen, von fünf prächtigen gleichfarbigen Pferde der Güterbeſtätterei Gebr. Gräff gezogen, zeigte in kronenförmigem Aufbau die markanteſten Typen von Schützen von der älte⸗ ſten bis zur Neuzeit ſymboliſiert. Aſſyrer(Bogen), Wilhelm Tell(Armbruſt), Germane(Speer), und moderner Jäger(Feuerwaffe). Um den Aufbau gruppierten ſich vier Genien in heraldiſchem Ge⸗ wand: Germania, Bavaria, Badenia und Mann⸗ heimia, während im Hintergrund Gott Amor ſchel⸗ miſch den Bogen ſpannte. Der Wagen war noch beſonders wertvoll durch die an ihm angebrachten alten Scheiben aus den 40er, 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Man konnte hier man⸗ chen bekannten Mannheimer Namen als Stifter leſen. Die ſchmucke Mannheimer Schützenkapelle beſchloß dieſe Abteilung. Nun kamen die Vereine des Kreiſes Lörrach⸗ Auggen Geſangverein, Kandern, Lörrach Bürger⸗ liches Sängerverein, Lörrach Männerchor, Lörrach⸗ Stetten Geſangverein Stetten, Müllheim Geſang⸗ hönau i. W. Harmonie, Schopfheim Ge⸗ ſangverein, Zell i. W. Männergeſangverein und der Kreis Freiburg: Emmendingen Sänger⸗ runde Hochberg, Freiburg i. B. Concordia, Freiburg Frohſinn, Freiburg Märmergeſangverein, Freiburg⸗ Herdern Liederkranz, runde Immental, Kenzingen Eintracht, Köndringen Eintracht, Lenzkirch Männergeſangverein, Neu⸗ ſtadt i. Schw. Hochfirſt. Zu den Lörracher Vereinen hatte ſich eine Original Peterstaler Trachtengruppe geſellt, die auf einem mit Stroh umkleideten Prit⸗ ſchenwagen luſtig ſich im Tanze drehte. Bei den Freiburgern ſchritt die Kapelle Schwörer einem prachtvoll maleriſchen Gutacher Hoch⸗ zeitszug voraus, den der Geſangverein Ein⸗ tracht Gutach geſtellt hatte. 3 charakteriſtiſche Barden zu Pferde leiteten zum Feſtwagen„Nur am Rhein da möcht ſchleben“ über. Er war vom„Feuerio“ geſtiftet und zeigte Vater Rhein in gewaltiger Größe, auf rebenumkränztem Berge ſitzend, dem ſich ſilbern der Fluß entwand. Germanen und Nibelungentöchter flankierten dey in der Idee ſehr gut durchgeführten Wagen. Die Bundesvereine des Kreiſes Offenburg und des Kreiſes Baden folgten: Gengenbach Eintracht, Kehl Männergeſangverein Liedertaſel, Lahr Concordia, Lahr Liederkranz, Oberkirch Lie⸗ derkranz, Oberkirch Männergeſangverein, burg Concordia, Baden: Oppenau Sängerbund und Kreis Achern Liederkranz, Achern Sängerbund, Baden Concordia, Baden⸗Baden Liedertafel a, Vaden⸗Baden Sängerbund Hohen⸗Baden, Baden⸗Baden⸗Lichtental Herchnia, Bühl Männer⸗ geſangverein, Gaggenau Gewerbeverein, Gernsbach Sängerverein, Raſtatt Liederkranz Freundſchaft, Schtvarzach Sängerbund. Die ſchmucke Kapelle der Rheiniſchen Gummi⸗ und Zelluloidfabrik Mann⸗ heim⸗Neckarau leitete zu dem feuchtfröhlichen Bac⸗ chuszug über. Zwei prächtige Feſtwagen, von denen einer von 6 kapitalen Ochſen gezogen wurde, verſetzten uns in die herrliche Pfalz und brachten uns Pfälzer Leben und Eigenart in entzückender Naturtreuc. Über 100 Perſonen marſchierten in der ſchmucken Tracht der Pfälzer Winzer und Bauern daher. Eine mächtige Fußgruppe„Ffälzer“, ge⸗ zellt vom Pfälger Waldverein, Ortsgruppe Bad Dürkheim, mik Unterſtützung der Skadtgemeinde, der Weingutsbeſitzer, des Weingroßhandels und der Winzervereinigung in Bad Dürkheim ſchloß ſich an. Welch prächtige Geſtalten, namentlich die Alten, ein Original neben dem andern. Und dann die Pfälzer Mädche, ſo jugendfriſch und lebendig. Ja, der Wein gibt Temperament. Die Gruppe, die nicht nur numeriſch, ſondern auch in der Zuſammenſetzun der Clou des ganzen Zuges war, hielt vor deint Fürſtenzelt und ſang ein reizendes Winzerlied. Währenddeſſen ſchritt ein ſilberhaariger Alter mit einem ſilbernen Becher, gefüllt mit edlem Pfälzer Traubenſaft, zum Großherzog und kredenzte ihm den Ehrentrunk. Auch die Großherzogin mußte den köſtlichen Tropfen verſuchen. Das waren unbergeß⸗ liche Augenblicke, dieſe impulſive, ſo überaus herz⸗ liche Huldigung der Pfälzer. Nun rückte der Kreis Karlsruhe an: Bret⸗ ten Frohſinn, Bruchſal Cäcilia, Bruchſal Lieder⸗ kranz, Bruchſal Liedertafel, Büchenbronn Sänger⸗ kranz, Dillſtein Sängerbund, Durlach Geſangverein Nähmaſchinenbauer, Durlach, Liederkranz, Ektlin⸗ gen Liedertafel, Karlsruhe Badenia, Karksruhe Concordia, Karlsruhe Liederhalle, Karklsruhe Lie⸗ derkranz, Karlsruhe Liedertafel Frohſinn, Karls⸗ ruhe Maſchinenbauer Sängerkranz, Karlsruhe⸗ Mühlburg Frohſinn, Karlsruhe⸗Mühlburg Kaſino Liederkranz, Obergrombach Sängerbund, Pforzheim Concordia, Pforzheim Bäckermeiſtergeſangverein, Pforzheim Eintracht Frohſinn, Pforzheim Erinne⸗ rung, Pforzheim Freundſchaft, Pforgheim Lieder⸗ tafel, Pforzheim Männergeſangverein, Pforzheim Sängerkrang, Pforzheim⸗Brötzingen Eintracht, Pforzheim⸗Brötzingen Männergeſangverein, Pforz⸗ heim⸗Neuſtadt Sängerbund, Philippsburg Lieder⸗ kranz. Bei dieſer beſonders ſtarken Abteilung mar⸗ ſchierte die Kapelle Schönig einer maleriſchen Gruppe Hanauer Bauern voraus, der der prunkvolle Feſtwagen„Huldigung an das deutſche Lied“, geſtiftet von den Mannhei⸗ mer Bundesvereinen, folgte. Der Wagen, in Weiß und Gold im Barockſtil gehalten, trug die jugendſchöne Göttin des Liedes mit der goldenen Harfe auf hohem Throne. Vier reizende Mädchen⸗ geſtalten waren die Begleiterinnen der Göttin. Der Wagen trug auch reichen, indiskreten, feinen abgeſtimmten, zarten gehaltenen Blumenſchmuck, Der Kreis Mannheim folgte: Friedrichsfeld Frohſinn, Friedrichsfeld Liederkrauz, Ladenburg Liederkranz, Hockenheim Liedertafel. Barden zu Pferde leiteten zu dem Feſtwagen„Wikinger⸗ ſchiff“ über, geſtiftet von der Schiffs⸗ und Maſchinenbau⸗Aktiengeſellſchaft(Di⸗ rektor R. Blümke). Das impoſante Schiff, das mit geſchwelltem Segel ſtolz dahin fuhr, war mei⸗ ſterlich kopiert und von den charakteriſtiſchen Ge⸗ ſtalten der alten Germanen und Barden belebt, die die Wikingerzeit hervorbrachte. Das ſchneidige Pfeiferkorps der Mannheimer Pfadfinder ſchritt dem Kreis Heidelberg voran: Eppin⸗ gen Eintracht, Heidelberg Konſtantina, Heidelberg Harmonie, Heidelberg Harmonie Weſtſtadt, Heidel⸗ berg Liederhalle, Heidelberg Liederkranz, Heihelberg Liedeytafel, Heidelberg⸗Handſchuhsheim Lieder⸗ kranz, Heidelberg⸗Neuheim Sängerbund, Kirchheim Männergeſangverein, Neckarbiſchofsheim Singver⸗ ein, Neckargemünd Liederkranz, Peterstal b. H. Concardia, Rappenau Männerqguartett Caſino, Rap⸗ penau Frohſinn, Schönau b. H. Singverein, Sins⸗ heim 4. E. Liederkrauz. Wiesloch Liederkrana⸗ Freiburg⸗Herdern Sänger⸗ Mannheim, 13. Mai. General⸗Anzeiger, Badiſche Neue hrichten(Mittaablatt). 7. Seite. Wiesloch Liedertafel, Wiesloch Männergeſangver⸗ ein, Ziegelhauſen Liedertafel. Der Kreis Mosbach ſchloß ſich an: Boxberg Sängerbund, Buchen Männergeſangverein, Eber⸗ bach Liederkranz, Götzingen Eintracht, Hardheim Liederkranz, Heckfeld Liederkrang, Höpfingen Män⸗ nergeſangverein, Mosbach Frohſinn, Mosbach Män⸗ nergeſangverein, Mudau Frohſinn, Tauberbiſchofs⸗ heim Liederkranz, Walldürn Geſangverein. Hier leiteten 10 Feſtreiter zu dem machtvoll monumental wirkenden Feſtwagen„Induſtrie“ über, der von der Mannheimer Großinduſtrie (Mannheimer Handelskammer) geſtellt war. In einem Rieſenzahnrad ſtand überlebensgroß ein Schmied als Symbol der Induſtrie. Die Rechte ſtützte ſich mit dem Hammer auf den Amboß, vor dem Erzeugniſſe der Mannheimer Großinduſtrie gruppiert waren. Die Geſtalt des Schmiedes war prachtvoll modelliert und vereinigte ſich mit den Emblemen de ſtrie zu einer Bronzegruppe von wundervoller Plaſtik. Jetzt rückten die Mann⸗ heimer Bundesvereine in langer Reihe an. Die Kapelle Hammel eröffnete und die Gre⸗ unadierkapelle beſchloß die Defile der Man⸗ nemer Kriſcher. Wir ſahen: Mannheim: Arbeiter⸗ Fortbildungsverein, Arion, Bavaria, Eintracht, Flora. Flügelradgeſellſchaft, Männergeſangverein Frohſiun, Geſangsabteilung des Militärvereins, Harmonie⸗Lindenhof, Liederhalle, Liederkranz, Lie⸗ 1 Märmergeſangverein, Männergeſangperein „Sängerbund, Sängerhalle, Sänger⸗ —5 Sängerluſt, Sã er Bäckerinnung, Singverein, Stock⸗ heim r Männerchor, Württemberger Verein, Feudenheim: Deutſche Einheit, Froh⸗ ſinn, Teutonia, Mannheim⸗Käfertal Frohſinn, Mannheim⸗Neckaran: Badenia, Germania, Sän⸗ gerbund Harmonie, Mannheim⸗Rheinau Lieder⸗ Zwiſchen den Maunheimer Vereinen prangte der Feſtwegen Handel, geſtiftet vom Manuheimer Großhandel(Handelskam⸗ mer Maunheim). Auf mächtigen Adlerflügeln ſchwebte die Welkkugel, umgeben vom Aquator mit einer Tachterten uſpannenden eäiner Fackel am dorberen Teil des meiſt in Gold Die Vereine ierten entweder unter ſtür⸗ FVFFFFV eigenen Sänger Genshergeg nahm mitt der Großbergogin die Hul⸗ digung ſtehend entgegen und grüßte fortwährend auf das freundlichſte. Beſonders lebhaft dankte er natürlich und ungezwungen gebenden 9 f nicht, bis das Defilee beendigt war. Als die Mannheimer Vereine vorbeizogen, goß es wie aus Kübeln. Da werden die Bügekverkſtätten viel zu tun bekommen. Die Fräcke und Gehröcke ſahen wie aus dem Waſſer gezogen aus. Trotz des Regenguſſes harrte das Großherzogspaar bis zum Schluſſe aus und fuhr dann in geſchloſſener Equipage zum Schloſſe zurück. 15 Bon einem Zugsteilnehmer. BVon einem Zugsteilnehmer erhalten wir fol⸗ gende Zuſchrift: Angeregt durch die herrlichen Männerchöre im Nibelungenſaal hatte ich die ſehnlichen Wunſch, mich den Sängern näher anzuſchließen. Denn bekanntlich ſind die 9 75 ja die beſten Menſchen und diejenigen, die bei Damen das meiſte Glück haben. beſchloß ich, mich den„Liedertäflern“ anzu⸗ gliedern, um im Feſtzug mit ihnen zu marſchieren, furt die mit Fahnen geſchmückten Häuſer und Straßen beſſer bewundern zu können. Die Geduld den Sänger wurde anfänglich auf eine etwas harte be geſtellt; denn ſte hatten ſich bereits um 23 Uhr in der Weſtſtadt in Frack und Zylinder verfammelt. Aber es wurde 3, ½4 Uhr und ſchließ⸗ lich fehlten nur noch wenige Minuten bis 4 Uhr, bis der Zug ſich in Bewegung ſetzte. Der Marſch ging zunächſt bis zu den Zwölf Apoſteln, wo zwi⸗ ſchen D 3 und D 4 in die Planken eingeſchwenkt wurde. Ein maleriſches und umvergeßliches Bild bot ſich hier und ließ die Herzen der Sänger höher ſſchlagen. Ein viel tauſendköpfiges Publikum ſtand wie eine dichte Mauer und bildete Spalier, die Sänger mit lebhaften Zurufen begrüßend. Die Bakkone und Fenſter waren überfüllt und anmutige Frauen und holde Mädchen begrüßten die Sänger⸗ ſſchar mit lebhaftem Tücherſchwenken. So glich der Feſtzug durch die Planken und die Heidelberger⸗ ſſtraße entlang einem förmlichen Huldigungs⸗ akt. Unmittelbar hinter den„Liedertäflern“ mar⸗ derte die Grenadierkapelle mit klingendem Spiel. Leider ſetzte ſchon bei der Heidelberger⸗Straße ein kräftiger Regen ein, der nicht eher aufhörte, bis die Sänger bis auf die Haut durchnäßt nach einer am Roſengarten angelangt waren. Doch Regen war nicht imſtande, die gute Stimmung Sänger zu verderben, und je mehr es regnete, ſeſto höher ſtieg die gute Laune. Nachdem der Ver⸗ ein vor dem he paare vorbeidefiliert, ſeine e d und wieder in den ichsring eingebogen hatte, ertönten erneut brau⸗ ſende Hoch. und Heilrufe. Auf dem Friedrichsring bis zur Neckarbrücke bildete gleichfalls eine unüber⸗ Menſchenmenge[Spalier, während kein und Balkon trotz des Regentvetters unbe⸗ fſetzt blieb. Dasſelbe Bild bot ſich in der Breiten⸗ und zwar nur mit dem Unterſchied, daß hier die Sänger S ͤ überſchüttet wurden mit duftigen Aumenſträußchen von zarter Hand. Manch heißer kiebevoller Blick ſtreifte zu den Schönen an den Fenſtern und Balklonen empor und gerne hätte man den holden Mägdelein auch die Hand gedrückt. Es dürfte für jeden Sänger insbeſondere aber für die auswärtigen Sänger ſtets unvergeßlich bleiben, amit welch herzlicher und aufrichtiger Freude ſie hier vdon der Mannheimer Bürgerſchaft begrüßt und aufgenommen wurden. An den Kreuzungs⸗ punkten der Hauptſtraßen waren, ſoweit wir beobachten konnken, in dankenswerter und vorſorg⸗ Scher Weiſe Sanitätsmannſchaften aufgeſtellt. Ihre Dienſte wurden jedoch glücklicherweiſe wenig oder gar nicht in Anſpruch genommen. An der Schloß⸗ Wache gings vorbei in die Bismarckſtraße. Auch chter gabs freundliche Zurufe und Blumenſträußchen von liebreigenden Frauen und hold errötenden Mädchen. Die Liedertäfler“ wurden ſehr reich⸗ kich mit Sträußchen bedacht, denn faſt jeder Sänger Halte eine Anzahl davon, und durfte ſie als unver⸗ geßliche Erinnerung an Mannheims ſchöne Frauen und an das 9. Badiſche Sängerbundesfeſt als teuer⸗ ſtes Kleinod aufbewahren. Von der Bismarckſtraße aus wurde in den Kaiſerring eingeſchwenkt. Neue Heil. und Hochrufe erſchollen und manches zuge⸗ Torfenes Sträußchen wurde geſchickt aufgefangen Veider ließz der böſe Wettermacher immer noch nicht ſeine Schleuſen ſchließen, und als man endlich nach einſtündigem Marſche im Roſengarten anlangte, kam man gerade noch recht, zu der eben im Nibe⸗ lungenſaal beginnenden Preisverteilung. Die Preisverteilung. Noch einmal füllte ſich der Nibelungenfaal in der ſechſten Stunde mit einer erwartungsvollen Menge. Das Urteil des Preisgerichts war ent⸗ gegenzunehmen. Auf dem Podium hatten hinter dem Preisrichterkollegium die Feſtdamen Platz genommen, die, wie zur allgemeinen Genug⸗ tuung konſtatiert werden konnte, dem Regen gut entronnen waren, ſo daß die Feſttoilette keinen Schaden genommen hatte. Bundesobmann Wilſer gab zunächſt dem Vorſitzenden des Preisgerichts, Univerſitätsmuſikdirektor Prof. Dr. Fritz Volbach (Tübingen) das Wort, der der Verkündung des Urteils eine längere Anſprache vorausſchickte. Es iſt mir, ſo führte er aus, eine Ehre, im Namen des Preis⸗ gerichts zu Ihnen ſprechen zu dürfen. Der Ein⸗ druck, den wir ſämtlich von Ihren Leiſtungen erhalten haben, war ein ſo überraſchend guter, wie wir wohl ſelten erlebt haben. Kein Verein war da, der nicht des Lobes durchaus würdig iſt. Das macht unſere Aufgabe zu einer beſonders ſchwierigen. Es war beſonders ſchwer für uns, die Vereine zu rangieren, da die Abſtände bei manchen kaum zu bemeſſen waren. Andererſeits aber bewog uns auch die Vortrefflichkeit der Lei⸗ ſtungen, einen möglichſt ſtrengen Maß⸗ ſta b, wie er der Würde Ihrer Leitungen und der Bedeutung derſelben entſpricht, anzulegen. Er hat aber auch zugleich den Zweck, die Be⸗ deutung der Preiſe hervorzuheben und zwar nicht nur der erſten, ſondern auch der zweiten Preiſe, die Sie ebenfalls als eine beſonders hohe und verdiente Auszeichnung betrachten mögen. Sie dürfen ſtolz ſein auf die Leiſtungen, die Sie hinter ſich haben. Aber das ſoll nicht heißen, daß Sie nun mehr auf Ihren Lorbeeren ausruhen, denn ruhen heißt roſten! Im Gegenteil, betrachten Sie das Errungene als Fundament, auf dem Sie einen mächtigen Kunſtbau errichten wollen. Und da Sie nun wiſſen, wie ſehr wir Ihre Leiſtungen ſchätzen, ſo werden Sie mir auch ge⸗ ſtatten, daß ich zugleich einen Wunſch, der, wie ich hoffe, auch aus dem Herzen meiner Herren Kollegen kommt, unterbreite: Eines nur habe ich vermißt: Ich habe vermißt, die Namen unſerer großen Heroen der Tonkunſt auf dem Programm vertreten zu ſehen, beſonders den Namen Franz Schu⸗ bert, des größten Meiſters des deutſchen Lie⸗ des, dann den Namen des Mannes, an deſſen Grabe Richard Wagner gerufen hat:„Nie hat ein deutſcherer Mann gelebt, als du!“, den Namen Karl Maria von Weber. Ich möchte weiter nennen Franz Liſzt, Peter Kornelius und nicht zu vergeſſen den Namen eines der jüngſten großen Meiſter, Anton Bruckner. Nach den Leiſtungen, die Sie gezeigt haben, ſind Sie nun berechtigt, an dieſe hohen Aufgaben heranzugehen. Sie ſind nicht nur berechtigt dazu, ſondern haben zu⸗ gleich die Pflicht dazu. Meine Herren! Der Geiſt, der hier gewaltet hat, war ein guter Geiſt, der Geiſt der Begei⸗ ſterung für das Schöne, der Geiſt der Freund⸗ ſchaft, der Treue, der ſo Großes geſchaffen hat. Nicht nur in Bezug auf die Kunſtleiſtungen. Das ganze Feſt iſt ja bis jetzt ſo herrlich ver⸗ laufen, ſo ungewollt, ganz von ſelbſt iſt alles gegangen. Das danken Sie durchaus den Män⸗ nern, welche Sie ſelbſt zur Führung berufen haben, das danken Sie zunächſt den vortreff⸗ lichen Dirigenten. Alle Achtung vor dieſen Männern, vor ihrer echten Begeiſterung. Red⸗ ner knüpft daran aber auch die Mahnung, die Dirigenten nicht für einen etwaigen Mißerfolg verantwortlich zu machen, ſondern ſich an die eigene Bruſt zu greifen. Redner gedenkt weiter anerkennend des Vorſtandes. Möge der Bund ſtets ſolche Männer an der Spitze haben. Möge der Bund immer mehr blühen, wachſen und ge⸗ deihen zur Ehre des deutſchen Liedes und Vaterlandes!(Stürmiſcher Beifall.) Bundesobmann Wilſer erſucht die Anweſenden, die eben gehörten Worte auch zu beherzigen. Redner dankt dann den Preisrichtern für die glänzende Durchführung ihres ſchwierigen Amtes und gibt dann bekannt, daß er vom Großherzogspaare beauf⸗ tragt worden ſei, nochmals herzlichſten Dank zu ſagen und der Freude Ausdruck zu geben, die die hohen Herrſchaften empfunden haben bei dem Konzert ſowohl wie beim Feſtzug. Der Groß⸗ herzog habe beim Feſtzuge u. a. geäußert, er ſei wirklich froh, daß er gekommen ſei. Eine ſolch ſchöne Huldigung und ein ſolch ſchöner Feſtzug habe ſeinem Herzen wirklich wohl getan. Die Sänger ſtimmten hierauf als Dankeserwide⸗ rung den badiſchen Sängerſpruch an. Hierauf nahm Herr Wilſer die Prefsverteilung vor. Das Urteil des Preisgerichts lautet fol⸗ gendermaßen: 5 J. Volksgeſang für Landvereine: II. Preis: Sängerkranz Büchenbronn mit 71 Punkten. II. Einfacher Volksgeſang für Stadtvereine: JI. Preiſe: 1a. Gewerbegeſangverein Gaggenau mit 52 P. 1b. Liedertafel Ettlingen 56½ P. iſe: Preiſe 60% P. 671 P. a) Süngerbund Pforzheim⸗Neuſtadt b) Cüeilia Bruchſal e) Süngerrunde anendet dee ch Liederkranz Staufen 70 P. e) Harmonie Weſtſtadt⸗Heidelberg 76% P. ) Liederkranz Ladenburg 78 P. g) Liedertafel Bruchſal 79 P. Erſchwerter Volksgeſang für Stadtvereine: Erſte Preiſe: a) Nähmaſchinenbauer Durlach 49½% P. b) Deutſcher Liederkranz Baſel 55 P. c) Männergeſangverein Pforzheim⸗ 559% 055 d) Concordig Baden⸗Weſtſtadt 56 P. Erſte Preiſe: a) Liederhalle Karlsruhe 42 P. b) Liederkranz Karlsruhe 52 P. c) Badenja Karlsruhe 54 P Zweite Preiſe: a) Sängerkreis Pforzheim 61½ P. b) Frohſinn Schwenningen 69 P. e Männerchor Lörrach 81½ P. Zweite Preiſe: à) Frohſiun Freiburg 59½ P b) Concordia Pforzheim 60 P c) Liederkranz Lahr 667 P d) Frohſinn Bretten 68 P e) Sängerbund Dillweißenſtein 68/ P f) Badenig Konſtanz 71 P g) Bürgerlicher Sängerverein Lörrach 71˙ P n) Liederkranz Freiburg⸗Herdern 783 P. i) Männergeſangverein Singen 73 P. e) Männer⸗Geſ.⸗V. Pforzheim⸗Brötzingen 74½ P. ) Liederkranz Eberbach 78½ P. Kunſtgeſang: Die ſiegreichen Vereine brachen in lauten Jubel aus und ſangen zum Teil ihren Sänger⸗ ſpruch. Mit dem Wunſche, daß der fernere Aufenthalt in Mannheim für alle noch ein recht angenehmer ſein möge, ſchloß der Bundesob⸗ mann die Preisverkündung. Illumination im Friedrichspark. Der Friedrichspark hatte für geſtern abend ſein leuchtendes Feſtgewand angelegt. Unzählige rote und grüne Lampions und Leuchtkacheln lie⸗ ßen ihr magiſches Licht aus den Büſchen und Raſen leuchten. Wirkungsvoll nahm ſich der Weiher aus, der mit grünen Leuchtkörpern ein⸗ gefaßt war, die ſich mit den illuminierten Kon⸗ turen des Schweizerhäuschens im Waſſer ſpie⸗ gelten. Ein entzückend ſchönes Bild. Ein beſon⸗ deres feſtliches Gepräge trug diesmal auch die Rundpromenade mit dem Wirtſchaftsgarten. Ihr leuchtender Schmuck und war in Rot und Gelb gehalten. Das ganze feſtliche Bild wurde ver⸗ vollſtändigt durch den außerordentlich ſtarken Be⸗ ſuch, den geſtern der Friedrichspark zu verzeich⸗ nen hatte. Auf der Terraſſe und im unteren Gartenreſtaurant war nur ſchwer ein Platz zu bekommen. Sogar der Saal mußte noch ſehr viele Gäſte aufnehmen. Wer ſich auf der ge⸗ deckten Terraſſe näher umſchaute, der entdeckte in einer Ecke das anregende Bild einer feſtlich ſchmauſenden Runde. Es war niemand anderes, als der Feſtausſchuß, der nach den Tagen der Arbeit auch ſich etwas Gutes tat. Eines ſeiner bekannteſten Mitglieder meinte ſogar: Des is eigentlich s ſcheenſte vum ganze Feſcht! Ich wünſchte den Herren im Stillen noch einen geſeg⸗ neten Appetit, was wohl nicht vonnöbten war— und ſchlich mich neidlos hinaus in den Garten. Es war wirklich ein Hochgenuß, die durch den nachmittätigen Guß gereinigte und erfriſchende Luft im Freien zu koſten. Allerdings wurde es mit den ſpäteren Abendſtunden merklich kühler. Um 10 Uhr begann die bengaliſche Beleuchtung aufzuflammen, die die Konturen der mächtigen Baumkronen und der Sternwarte in geſpen⸗ ſtiſchem Lichte erſcheinen ließ. Herr Muſikmeiſter Heiſig hatte ein recht unterhaltendes Pro⸗ gramm zuſammengeſtellt, das unſere Grendier⸗ kapelle mit der gewohnten Akkurateſſe unter vie⸗ lem Beifall abſolvierte. Auch der geſtrige Feſt⸗ abend im Friedrichspark wird wohl den Sänger⸗ gäſten aus unſerer engeren Heimat in beſter Er⸗ innerung bleiben. d. Machtrag zum lokalen Teil. * Feſtgenommen. In Brühl b. Schwetzingen wurde der in Mannheim wohnhafte, arbeitsloſe Schloſſer Phil. Lümmel von Sippersfeld i. Pf. feſigenommen. Derſelbe hatte ein 12 Jahre altes Brühler Mädchen in das an der Luftſchiffhalle gelegene Wäldchen gelockt und es in unſittlicher Weiſe photographiert. Paſſanten beobachteten den Vorgang und brachten den Photo⸗ graphen auf das Rathaus in Brühl. Ueber das Schickſal des Fauptgewinnes der Mann⸗ heimer Maimarktlotterie ſchreiht die„Schwetz. Ztg.“ Die Nachricht, daß der Wirt Sinn in Rheinau der glückliche Gewinner des Viererzuges der Maunheimer Maimarktlotterie ſei, hat ſich als unrichtig erwieſen; der wirkliche Beſitzer des Glücksloſes iſt vielmehr ein Arbeiter der Rheinauer Baufirma Holtzmann u. Cie. der Maſchiniſt und Lokomotivführer Alois Haun, ein älterer Mann, dem die Glücksgöttin diesmal ſo hold war. Derſelbe hat am Ziehungstage das Los dem Wirt gegeben, um in der Liſte nachzuſehen, ob das⸗ ſelbe etwas gewonnen habe, was dieſer bald darauf perneinte und den Gewinn ſelbſt einheimſte. Nach Feſtſtellung dieſes Irrtums erhielt Haun geſtern mittag den Gewinn in barer Summe von 4200 M. von Sinn ausbezahlt. Eine ſchwere Schlägerei ſpielte ſich heute Nacht gegen 2 Uhr vor einer Wirtſchaft in der Kronprinzenſtraße an den Kaſernen ab. verſchiedene Gäſte waren in einer Wirtſchaft in Streit geraten, der ſich auf der Straße fortſetzte. Hier griff der 22 Jahre alte Dreher Hch. erle zum Meſſer und brachte dem 19 Jahre alten Dreher Ernſt Bleß ſowie dem 21 Jahre alten Monteur hermann hoell mehrere lebensgefährliche Meſſerſtiche bei. Beide Verletzte mußten ins Allg. Krankenhaus gebracht werden. Bleß hat einen ſchweren Stich in die Bruſt, Hoell je einen Stich in den rechten und linken Gberſchenkel erhalten. Der Täter wurde verhaftet. Bedingung, ſich im Vornherein zu binden, abgelehnt. P. Trotzdem wird in dieſer Woche der Verſuch gemacht, In ſelbſtmörderiſcher Abſicht ſtürzte ſich geſtern nachmittag um 3 Uhr die ledige 36 Jahre alte Eliſe Vatter, wohnhaft S 6 1 vom 2. Stock ihrer Wohnung hinaus auf die Straße. Die Frau erlitt einen Schädelbruch und innere Verletzungen. Sie wurde in be⸗ wußtloſem Suſtande ins Allgem. Krankenhaus gebracht. An ihrem Aufkommen wird ge⸗ zweifelt. Die Unglückliche hat die Tat in einem Anfalle von geiſtiger Störung begangen. Zum Tariflampf im deutſchen Malergewerbe. Man ſchreibt uns: Der Verſuch des Herrn Oberbürger⸗ meiſters von Berlin, Exzellenz Wermuth, neue Ver⸗ handlungen durch Einſetzung eines Schiedsgerichts in Gang zu bringen, indem außer den Herren Unpartei iſchen noch zwei Vertrauensleute der Parteien niitwirken ſollten, iſt geſcheitert. Die Herren Unparteiiſchen Dr. Prenner, Bürgermeiſter Rath und v. Schulz ver⸗ langlen, daß die Sprüche dieſes Schiedsgerichts für die Parteien von Vornherein bindend ſein ſollten. Arbeitgeber wie Arbeitnehmerorganiſation haben dieſe neue Verhandlungen auf anderer Grundlage zu unter⸗ nehmen. Beide Parteien wollen am Mittwoch, den 14. d8. Mts. in Berlin zu dieſem Zwecke zuſammen kommen. Der Kampf tobt nun ſchon 10 Wochen. Polizeibericht vom 13. Mai. ſich Liebeskummer hat Unglücksfall mit Der im Polizeibericht vom 10. d. Mts. erwähnte, am g. ds. Mts. auf dem preußiſch⸗heſſiſchen Bahnhof ver⸗ unglückte Schaffner Ehriſtian Koch von hier iſt am 10. ds. Mts. im Allgemeinen Krankenhauſe ſeinen Verletzungen erlegen. Unfälle. Heute früh geriet am Marktplatz bei G eine 36 Jahre alte ledige Händlerin von hier zwiſchen zwei in der Fahrt befindliche Straßenbahn⸗ wagen und trug ſchwere innere Verletzun⸗ gen davon.— In der Nähe des Bahnhofplatzes kam am 11. ds. Mts. mittags ein verheirateter Faktor von hier beim Abſpringen von einem Straßenbahnwagen zu Fall und zog ſicherhebliche Verletzungen an der Stirne zu. Brandausbruch. Auf bis jetzt noch unauf⸗ geklärte Weiſe brach geſtern Nachmittag zwiſchen 4 unb 5 Uhr in einem Strohhaufen auf der Frieſen⸗ heimer Inſel Feuer aus, ſodaß dieſer(ca. 600 Zent⸗ ner, im Werte von 780.) vollſtändig verbrannte. Verhaftet wurden 45 Perſonen wegen ver⸗ ſchiedener ſtrofbarer Handlungen. Tandesverſammlung der badiſchen Jungliberalen. Singena,., 12. Mai Der Landesverband der Jungliberalen Ver⸗ eine des Großherzogtums Baden hat als Ort ſeiner diesjährigen Landesverſammlung die gaſt⸗ liche Stadt Singen a. H. aufgeſucht, der ſtarle Beſuch der Tagung bewies, daß die Wahl des Ortes glücklich war. Die meiſten der Vertreter⸗ die von den einzelnen Vereinen zur Tagung ent⸗ ſandt worden waren, verbanden darmit einen Pfingſtausflug, zu dem ſie auch ihre Angehöri⸗ gen mitbrachten. Die Beratungen begannen am Pfingſtſams⸗ tag abends 6 Uhr mit einer Sitzung des Vor⸗ ſtandes, in der die Tagesordnung der Vertreter verſammlung vorberaten wurde. Dieſer Sitzung folgte abends 9 Uhr in der„Krone“ die ge⸗ ſchloſſene 85 Vertreter⸗Verſammlung. Nach Eröffnung gab der Vorſitzende des Lan⸗ desverbandes, Kammerſtenograph Ernſt Frey ſeiner Freude über den überaus ſtarken Beſuch der Verſammlung Ausdruck. Von den 21 Ver⸗ einen, die gegenwärtig dem Landesverbande an⸗ geſchloſſen ſind, waren 14 vertreten. Der Vor⸗ itzende begrüßte die Anweſenden, insbeſondere den Reichstagsabgeordneten, Stadtrat Kölſch und die Landtagsabgeordneten Schmid⸗Sin⸗ gen und Dietrich⸗ Kehl. Zu der Sitzung hatte ſich der Vorſitzende des Reichsverbandes der Jungliberalen Vereine, Rechtsanwalt Dr. Kauffmann in Stuttgart eingefunden, der vom Vorſitzenden ebenfalls herzlich begrüßt wurde unter Betonung des Wertes der guten Beziehungen, die zwiſchen dem Reichsverband und dem badiſchen Landesverbande im Jutereſſe der gemeinſamen Beſtrebungen hochgehalten wer⸗ den müſſen. Im Anſchluß hieran gab der Vor⸗ ſitzende die eingegangenen Telegramme und Schreiben bekannt. Der Chef der Nationgl⸗ liberalen Partei Badens, Landtagsabgeordneter Geh. Hofrat Rebmann hatte ein Schreihen geſandt, in welchem er lebhaft bedauert, infolge anderweitiger Verpflichtungen der Tagung auch in dieſem Jahre nicht anwohnen zu können. Herr Rebmann ſchreibt dann weiter:„Ich möchte aber mit meinen beſten Wünſchen für einen gün⸗ ſtigen Verlauf dieſer Tagung doch auch dem größten Dank Ausdruck geben, den die National⸗ liberale Partei den badiſchen Jungliberalen für ihre freudige Hingabe an die Ziele unſerer Par⸗ tei, für ihre überaus reiche, opferwillige und frohgemute Arbeit für unſere gemeinſamen Ideale ſchuldet, vor allem aber auch für das einmütige, von vollem gegenſeitigem Vertrauen getragene Zufammenarbeiten mit uns Alten“. Das Schrei⸗ ben, das von der Verſammlung mit größtem Bei⸗ fall aufgenommen wurde, ſchloß mit den Wunſche, daß die diesjährige Tagung des Ver⸗ bandes ein weiterer kräftiger Schritt in der Entwicklung des Verbandes und damit auch der General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagblatt). Mannheim, 13. Mai. Stärkung der geſamten Nationalliberalen Par⸗ tei im Lande Baden ſein möge. Landtagsabg. Dr. Koch⸗Mannheim war in⸗ folge ſchwerer Erkrankung ſeiner Mutter an der Teilnahme an der Landesverſammlung ver⸗ hindert. Unter den eingelaufenen Telegrammen befand ſich auch ein ſolches vom Jungliberalen Landesverband der Pfalz. Zum Schluſſe ſprach der Vorſitzende der Preſſe ſeinen Dank aus für ihre treue Mitarbeit. Nach der Anweſenheitsliſte waren auf dem Parteitage vertreten die Jungliberalen Vereine bezw. Liberalen Volksvereine von Baden⸗Baden, Bretten, Bruchſal, Freiburg, Furtwangen, Gü⸗ tenbach, Heidelberg, Karlsruhe, Konſtanz, Manuheim, Neckarau, Müllheim und Raſtatt; nicht vertreten waren Hagsfeld, Mühlbach, Pforzheim, Schwetzingen, Villingen, Vöhren⸗ bach und Weinheim. Dem vom Vorſitzenden erſtatteten Ge⸗ ſchäftsbericht ſei entnommen, daß der Landesverband im abgelaufenen Jahre um rund 800 Mitglieder zugenommen hat. Beſonders hervorgehoben wurde die Tätigkeit der Vereine in Konſtanz, Furtwangen, Villingen und vor allem Karlsruhe, das mit ſeinen nahezu 1400 Mitgliedern an der Spitze der jungliberalen Vereine Badens ſteht. Der Jahresbericht ge⸗ denkt auch der Tätigkeit der jungliberalen Ab⸗ geordneten im Reichs⸗ und Landtag. Der Wahl⸗ kampf für den Abg. Schmid bei den letzten Reichstagswahlen habe ein ſchönes Stück Arbeit gezeigt, deren Wert nicht verloren gegangen iſt. Geſchäftsbericht und Kaſſenbericht, welch letzterer von Profeſſor Vollmer⸗Karlsruhe erſtattet wurde, wurden ohne Ausſprache ange⸗ nommen Der Kaſſenbericht weiſt ein günſtiges Reſultat auf. Von den Werbeheftchen, die der Landesverband herausgegeben hat und die gute Dienſte leiſteten, wird eine neue Auflage heraus⸗ gegeben Der weitere Punkt der Tagesordnung behan⸗ delte das Verhältnis zum Reichsverband. Dr. Kauffmaun Stuttgart, der Vorſitzende des Reichsverbandes, dankte für die freundliche Begrüßung. Kammerſtenograph Frey wies darauf hin, daß der jungliberale Geiſt auch in Preußen immer mehr feſten Fuß faſſen ſoll und daß es dazu auch der Mithilfe der badiſchen Ver⸗ eine bedürfe. Dr. Katffmann betonte, daß es die Aufgabe der Jungliberalen ſei, dafür einzu⸗ treten, daß die Nationalliberale Partei eine wirk⸗ lich liberale und bürgerliche Politik treibe. Zur Neuregelung der geſchäftlichen und finanziellen Beziehungen zum Reichsverband ſoll der Ge⸗ ſchäftsführende Ausſchuß des Landesverbandes mit dem Vorſtand des Reichsverbandes und mit den einzelnen Vereinen in Verbindung treten. Von der bei den Jungliberalen herrſchenden Eimmütigleit lieferte die glatt verlaufene Wahl des Borſtandes einen vollgültigen Be⸗ weis. In geheimer Abſtimmung wurden ein⸗ ſtimmig wiedergewählt: der 1. Vorſitzende Ernſt Frey⸗Karlsruhe und der 2. Vorſitzende Profeſſor Burkart⸗Bruchſal. Durch Zuruf wurden ge⸗ wühlt: als Kaſſier Profeſſor Vollmer⸗Karlsruhe und als Schriftführer Kaufmann Otto Hafner⸗ Karksruhe. Weiter gehören dem Vorſtand jetzt an: Elfner⸗Baden⸗Baden, e ee „Haas⸗Mannheim, Hugelmann⸗ Bretten, Furtwangen, Dr. Feiſt⸗Frei⸗ burg, Sä fling Schlegel⸗Konſtanz, Bin⸗ ahl-Heibelberg und Suedes⸗Pforzheim. Als Vertreter des Landesverbandes im Ausſchuß der Geſamtpartei wurden ge⸗ Burkart, Fn Obdel⸗ Kirchberg, Dr. Feiſt, Schlegel, Singhoff⸗Heidel ⸗ berg, als Stellvertreter: Profeſſor Breſch⸗Karls⸗ ruhe, Jacob⸗Karlsruhe, Ziſchka⸗Baden⸗Baden, Binahl⸗Heidelberg, Merton⸗Durlach, Greiſer⸗ Naſtatt und Benſinger⸗Mannheim. Die Vereine Naſtatt und Maunheim laden die Landesver⸗ ſammlung ein, die nächſtjährige Tagung in ihren Mauern abhalten zu wollen. Wo dieſe abge⸗ halten wird, wird der Vorſtand beſtimmen. Zur Frage der kommenden Landtagswahlen ſprach ſich die Vertreterverſammlung dahin aus, Daß ſir das niit der Fortſchrittl. Volkspartel vor⸗ geſehene Wahlabkommen billige. Den Schluß dey in allen Teilen ſehr gut ver⸗ laufenen Vertreterverſammlung bildete eine von verſchiedenen Redner warm befürwortete Agi⸗ tation für den Deutſchen Volks⸗ boten, deſſen werbende Kraft für die Natio⸗ malliberale Partei allſeitig anerkannt wurde. (Schluß folgt.) Lehte Nahrichten und Telegraume. Glückliche Rettung aus Todesgefahr. Berlin, 13. Mai.(Von unſerem Berl. Bureau.) Der unter der Führung von Dr. Jiebmann⸗Freiburg ſtehende Ballon„Tirol“, der am Samstag bei Innsbruck 2200 Mtr. hoch in den Steinhängen der Mandelſpitze hängen blieb, wurde von der Rettungsexpedition ge⸗ borgen. Bei dem Niedergehen war der Ballon entzweigeriſſen. Die Gondel mit den vier In⸗ ſaſſen war, nachdem die Stricke. welche die Gondel am Ballon feſthielten, zum großen Teil geriſſen waren, ſo gelegen, daß ſie ſchroff in den Steinhängen hing. Die Situation war fürch⸗ terlich. Bei der geringſten Bewegung wäre die Gondel mit den Inſaſſen in die Tiefe geſtürzt, was den Paſſagieren unzweifelhaft das Leben ge⸗ koſtet hätte. Der Ballonführer Dr. Liebmann ordnete die größte Ruhe an, denn er ſagte ſich, daß man den Aufſtieg und verunglückten Ab⸗ ſtieg vom Tale aus jedenfalls beobachtet hatte uund bald Rettung kommen würde. Dr Lieb⸗ mann hatte ſich nicht geirrt. Schwierigkeiten gelang es der Hilfsexpedition nach 9 Stunden die in Todesgefahr Schweben⸗ den glücklich aus ihrer mißlichen Lage zu be⸗ Unter den größten freien. Sie hatten nur einige Hautabſchürfun⸗ gen erlitten. Geſtern ſind 30 Mann in die Berge gegangen, um die Ballonreſte zu Tal zu bringen. Der Valkankrieg. Der Präliminarfriede. W. Paris, 13. Mai. Mehrere Blätter ver⸗ öffentlichen den angeblichen Wortlaut des der Türkei und den Balkanverbündeten von den Großmächten vorgeſchlagenen Präliminarfriedens. Das Schriftſtück erklärt 7 Artikel. Artikel 2 be⸗ zieht ſich auf die Gebietabtrennung weſtlich von der Linie Midia⸗Enos mit Ausſchluß Albaniens. Der Artikel 3 und 5 überlaſſen die Angrenzung und die Beſtimmungen des Statuts für Albanſen ſowie das Schickſal der Inſeln den Großmächten. 6 überweiſt die Beſprechung der Finanz⸗ in Paris zuſammentretenden fachmän⸗ mäniſchen Kommiſſion. Blutige Kämpfe unter den Verbündeten. „Saloniki, 12. Mai. Die bulgariſchen Be⸗ hörden haben geſtern die Schließun gdes Ha⸗ fens von Kawalle angeordnet Saloniki, 12. Mai.(Reuter.) Im Laufe der Gefechte, die ſi chim Anſchluß an die Wiederbe⸗ ſetzung von Previſte durch die Bulgaren zwiſchen Bulgaren und Griechen entſpannen und die am Samstag in einem Kampfe bei Gleutera ihr Ende erreichten, hatten die Griechen 15 Tote und 32 Verwundete, die Bulgaren rund 300 Tote und Ver⸗ wundete. Griechen und Bulgaren drückten ſich gegenſeitig das Bedauern über die Vorfälle aus. Man kam überein, eine gemiſchte Kommiſſion zu bilden welche eine neutrale Zone zur Verhinderung neuer Konflikte abgrenzen ſoll. W. Athen, 13. Mai.(Meldung der Agence de Athenes.) Bei dem von Sofia gemeldeten Kampfe zwiſchen Griechen und Bulgaren im Nordweſten von Plavi handelt es ſich um einen unbeden⸗ tenden Zufammenſtoß zwiſchen den grie⸗ chiſchen Patrouillen von 4 Mann und 1 bulgariſchen Telephonpoſten, der ſich auf dem von den Griechen beſetzten Gebiet befindet. Bedeutenderr iſt folgen⸗ der Zwiſchenfall. Die Bulgaren waren ungefähr 1 Monat in der von den Griechen beſetzten Ge⸗ biete öſtlich von Saloniki eingerückt. De giriechiſche Regierung hatte die bulgariſche am 7. April ver⸗ ſtändigt, daß ſie die erforderlichen Verteidigungs⸗ maßnahmen treffen werde. Bulgarien erklärte darauf, daß die bulgariſchen Truppenbewegungen eingeſtellt würden, zog jedoch die Truppen nicht zurück Als die Bulgaren ſahen, daß die griechiſchen Truppen gemäß der vorher an Bulgarien gegebe⸗ nen Ankündigung verſtändigt wurden, griffen ſie die Griechen am 8 und 9 Mai bei Nultſitta und Eleutheria mit Artillerie an. Der Kampf war ernſt und ausſchließlich auf die Bulgaren zurück⸗ zuführen. Die griechiſche Regierung erklärte, daß die Bulgaren dafür verantwortlich ſeien. * W. Athen, 13. Mai. Die Regierung hat die Seebehörde angewieſen, die Auswanderung von Perſonen von 16—41 Jahren ſtreng zu verbieten. Nachhall zum Geſangswett⸗ ſtreit in Frankfurt. Der Offenbacher Süngerpryteſt. * Offenbach, 12. Mai. Bekanntlich hat eine außerordentliche Generalverſammlung des Sängerchors des Turnvereins Of⸗ fenbach die Rückſendung des 23. Ehrenpreiſes, des letzten Troſtpreiſes des Frankſurter Sün⸗ gerwettſtreits beſchloſſen Nachträglich wurde der Beſchluß wie folgt begründet: Die Leiſtungen des Sängerchors des Turn⸗ vereins Offenbach a. M. haben durch das Preis⸗ richterkollegium eine Beurteilung erfahren, wel⸗ che alle Teilnehmer an dieſer Veranſtaltung in Erſtaunen verſetzt. Im letzten Augenblick, nachdem bereits ſämtliche Preisträger offiziell durch Aufruf und Anſchlag verkündet waren, entſann man ſich auch unſerer und überließ uns als letzten Verein an 23. Stelle einen nach⸗ träglich geſtifteten Troſtpreis. Der Spruch des Preisgerichts ſteht im ſchroffſten Gegenſatz zu den tatſächlichen Leiſtungen, zu dem einſtimmigen Urteil der geſamten deutſchen Preſſe, zahlreicher anerkannter hervorragender kunſtverſtändiger Fachleute und der öffenklichen Meinung überhaupt. Der Sängerchor des Turn⸗ vereins Offenbach erblickt in der Wertung ſei⸗ ner Leiſtungen eine offenſichtliche Zu⸗ vückſetzung und proteſtiert hierdurch gegen eine Beurteilung, welche geeignet iſt, das Ver⸗ trauen zu einer gerechten, objektiven, vorur⸗ teilsfreien und ſachverſtändigen Kritik zu er⸗ ſchüttern. Auf einmütigen Beſchluß der außer⸗ ordentlichen Generalverſammlung vom 9. Mai haben wir der Feſtleitung den uns nachträglich zugeteilten Preis mit dem Bemerken zur Ver⸗ fügung geſtellt, daß es uns weniger auf die Er⸗ langung eines materiellen Preiſes, als auf eine gerechte Beurteilung unſerer Leiſtungen ankommt. &Eine ſchwere Schlägerei, die für die Beteilig⸗ ten ein ſchlimmes Ende nahm, entſtand am Pfingſtſonntag gegen 7 Uhr abends unter den Gäſten in der Wirtſchaft„zur Zauberflöte“ in der Bleichſtraße. Von den Kampfhähnen, die mit Steinkrügen aufeinander losſchlugen, trugen drei tiefe klaffende Wunden davon. Durch Schutz⸗ leute konnte die Ruhe in der Wirtſchaft wieder hergeſtellt werden. Den beiden Haupträdels⸗ führer wurde über die Pfingſtfeiertage ein ſicherer Platz hinter den ſchwediſchen Gardinen ange⸗ wieſen. * Ein gefährlicher Raubanfall wurde in der⸗ gangener Nacht in der Max⸗Joſefſtraße verübt. Durch gellende Hilferufe wurden die Bewohner dieſer Straße und der Spelzenſtraße heute nacht 2 Uhr aus dem Schlafe geſchreckt. Sie wurden Zeuge eines furchtbaren Raubanfalles, der ſich auf der Straße abſpielte. Ein jüngerer Mann wurde von einem großen baumſtarken Kerl zu Boden geworfen und ihm das Geld abverlangt. Der Tumult dauerte längere Zeit fort. Nachdem der Strolch anſcheinend Geld erhalten hatte, glaubte er, ſein Opfer hätte noch mehr. Der junge Mann wurde fortwährend gewürgt. Auch auf die Zurufe der Bewohner, die auf den Balkons erſchienen, ließ der Räuber von ſeinen Drohun⸗ gen und Tätlichkeiten nicht ab. Erſt als Paſſan⸗ ten dazu kamen, ergriff der Strolch die Flucht. Kurz vor 412 Uhr, nur wenige Zeit vor dieſem Raubanfall, war unſere Mitarbeiterin, Frau Grupe⸗Lörcher, als ſie von einem Pflingſt⸗ ausflug nach ihrer in derMax⸗Joſefſtraße gelegenen Wohnung zurückkehrte, ebenfalls von dem Wege⸗ lagerer in bedenklicher Weiſe beläſtigt worden. Er gelang ihr jedoch noch im letzten Augenblick ihre Wohnung zu erreichen. * Mutmaßliches Wetter am Mittwoch und Don⸗ nerstag. Die Luftdruckverteilung hat ſich wenig geändert, doch wird die Beſtändigkeit der Wit⸗ terung durch den Luftwirbel im Weſten bedroht. Für Mittwoch und Donnerstag iſt wieder unbe⸗ ſtändiges, insbeſondere zu Gewittern geneigtes Wetter zu erwarten. Kunſt, Wiſſenſchaft u. Leben. Erfolge eines Mannheimer Künſtlers. Der hieſige akad. Bildhauer H. Taglang lin der Sternwarte) hat eine Porträtbüſte des in dieſen Tagen gefeierten, bekannten Konſervators Dr. Lach⸗ mann in Ueberlingen, geſchaffen. Dieſes Kunſtwerk in Bronce gegoſſen, wurde vergangene Woche in Gegenwart der Vertreter der Regterung, der Herren Miniſter Exzellenz von Bodman und Dr. Boehm, ſowie zahlreicher Behörden und Fachleuten, feierlich enthüllt. Dem Künſtler wurde dabei hohes Lob und Anerkennung ausgeſprochen. Theater⸗Notiz. Am Dienstag wird„Der Widerſpenſti⸗ gen Zähmung“ als Volksvorſtellung gegeben. Anfang 8 Uhr. Bei dem Gaſtſpiel des Deutſchen Theaters, Berlinj, Derblaue Vogel“ wirken in den Hauptrollen mit: Viktor Arnold, der Jourdain der Stuttgarter Uraufführung der „Ariadne“ und der Mitverfaſſer des hier in letzter Zeit geſpielten Schwankes„Mein alter Herr“. Viktor Arnold hat in der Rolle des Hundes eine Aufgabe, in der er alle Vorzüge ſeines unglaublich berwegenen, karikaturiſtiſchen Talentes entfalten kann. Ferner die Herren: Berthold Reißig, Wilhelm Diegelmann, das frühere langjährige Mitglied des Frankfurter Schauſpielhauſes, der „Falſtaff des„Deutſchen Theaters“, Ernſt Lu⸗ bitſch, Wilhelm Prager, Fritz Richar d. In den weiblichen Hauptrollen ſind beſchäftigt: Ger⸗ trud Eyſoldt, die intellektuellſte unter den Künſtlerinnen des Reinhardt Enſembles, Emilie Kurz, Maria Kromer, Paula Ronay, Käte Roſenberg, Maria Vera, Eliſaßbeth Wei⸗ rauch und Lia Roſen, die den Knaben Tylthl ſpielt, für deren Kinderfigur und gleiehzeitig naives und dämoniſches Temperament Max Reinhardt erſt die eigentlichen ſchauſpieleriſchen Aufgaben ge⸗ funden hat. Der Anfang der Vorſtellung iſt auf 8 Uhr angeſetzt. Ende nach 10½ Uhr. Romanſchriftſteller Dr. Friedrich Huch F. Aus München meldet uns ein Telegramm unſeres Mitarbeiters: Einer der bedeutendſten unter den modernen deutſchen Romanciers, Dr. Friedrich Huch, iſt nach einer ſchweren Mittelohr⸗ operation einem Schlaganfalle erlegen. Dr. Huch war 1873 in Braunſchweig geboren. Er hinterläßt einen unvollendeten Roman. Unter ſeinen Werken hatte einen großen Erfolg der Ro⸗ man„Pitt und Fox, der Liebeswege der Brüder Sintoup“, der bereits im 40. Tauſend erſchien. Stimmen aus dem Publikum. „Großſtabt“geräuſche. Ueberſchrift„Groß ſtadt⸗Ge⸗ einige Artikel in Unter der räuſche“ erſchienen jüngſt Ihrem geſch. Blatte. worin über den vermeid⸗ baren Straßenlärm durch den Hau⸗ ſierhandel geklagt wird, dieſer Klage ſtimme ich vollſtändig zu, denn der Lärm wird häufig ſo arg, daß er ſelbſt ganz geſunden Perſonen uner⸗ träglich wird. Ich würde mit Freuden die Be⸗ ſeitigung dieſer Miſere begrüßen. Mit der Be⸗ zeichnung„Großſtadt⸗Geräuſche“ haben aber die verehrl. früheren Einſender nicht das Richtige getroffen, denn der Hauſierhandel iſt ein Ueber⸗ bleibſel aus vergangenen Zeiten und nur noch in kleinen ländlichen Orten einigermaßen gerecht⸗ fertigt, es müßte daher„Kleinſtadt⸗Geräuſche“ heißen. Nach dem einen Artikel hat ſich unſere Schweſterſtadt Judwigshafen bereits zur Groß⸗ ſtadt in dieſer Beziehung durchgerungen, während das zweieinhalb mal größere Mannheim den Charakter als Kleinſtadt hierin bewahren zu wollen ſcheint. N. „Großſtadt“-Geräuſche. Unter Bezugnahme auf den Artikel mit Ueberſchrift„Großſtadtlärm“ „Gen.⸗Anz.“ möchte ich bemerken, daß ſich der Verfaſſer als Bewohner von Neu⸗Brooklyn noch zufrieden geben kann. Geißelt er doch nur den ſich auf die Tagesſtunden beſchränkenden Lärm der fliegenden Kohlenhändler und anderer ihre Waren anpreiſenden Fuhrleute. Doch findet an⸗ ſcheinend der Einſender nach Geſchäftsſchluß ſeine wohlverdiente Ruhe. Schlimmer liegen die Ver⸗ hältniſſe in der Altſtadt. So iſt beiſpielsweiſe die Mitte der Straße zwiſchen K 3 und K 4, ſpeziell der vor der Bäckerei, nach Schulſchluß bis tief in die Nacht hinein, der Sammelpunkt ſämtlicher, in der dicht bevölkerten Straße wohnender Kinder, welche durch wüſtes Schreien und Toben,— ſpie⸗ len kann dieſes nicht mehr bezeichnet werden— den Anwohnern de raße den Aufenthalt in den Geſchäfts⸗ und Wohräumen zur Unmöglichkeit machen. Nach Feierabend geſellt ſich dann noch eine—12köpfige Rotte halbwüchſiger Burſchen hinzu, um dem Lärm die Krone aufzuſetzen. Trotz⸗ in No. 179 des] dem dieſe Rowdies vor einigen Tagen erſt wegen Zertrümmerung einer Straßenlaterne von einem Schutzmann protokolliert wurden, hat der Radau in den letzten Tagen eher zu⸗ als abgenommen. Warum überzeugt ſich ein Schutzmann in Zivil nicht von dieſen unerhörten Zuſtänden? Vor zirka einem Jahre iſt eine von 30 Hauseigen⸗ tümern und Anwohnern der fragl. Straße unter⸗ zeichnete Beſchwerde an Großh. Bezirksamt ein⸗ gereicht worden. Von einem Einſchreiten der Schutzmannſchaft haben die Anwohner aber noch nichts wahrgenommen. Dringende Abhilfe wäre erwünſcht. M. H. F. Etwas vom Schaukeln Das Schaukeln iſt gewiß nicht nur für die ausübendeJugend, ſondern auch für zuſchauende ältere Leute ein geſundes und erquickendes Vergnügen. Wenn aber die hierzu benutzte Schaukel nicht genügend eingeölt bezw. ge⸗ ſchmiert iſt, ſo daß dieſe während der Benützung durch Mark und Bein gehende, pfeifende und quiekende Töne von ſich gibt— und das ge⸗ ſchieht nun ſeit Wochen mit der im Hofe des Wespinſtiftes in Betrieb befindlichen Schaukel, ſo kann dieſes Schaukeln für die nächſte Nachbarſchaft zur Qual werden, namentlich wenn man nach getaner Arbeit ſein Mittags⸗ ſchläfchen zu machen gewohnt iſt. Wir richten deshalb die gewiß nicht ungerechtfertigte, ſehr höfliche und dringende Bitte an den Herrn Hausvater des Wespinſtiftes oder wer ſonſt da⸗ mit zu tun hat, doch freundlichſt beſorgt ſein zu wollen, daß dieſem Uebelſtand in kürzeſter Zeit abgeholfen wird; er würde ſich gewiß den aufrichtigſten Dank ſeiner ganzen näheren Nach⸗ barſchaft erwerben. Mit ein paar Tropfen Schmieröl oder Fett iſt bei einem Zeitaufwand von wenigen Minuten und einiger Aufmerk⸗ ſamkeit dem Uebel abgeholfen. Wir hoffen, keine Fehlbitte zu tun. Einer für Viele. Mannhelmer Marktkericht vom 13. Mal. Stroh per Zentner 2 Reu per Zzentner.00—4. „ ber Zentner.00—0 3 4. 0 Kirschen per Pfund.000.00 Heldelbeeren p. Pfund.900—.00 Trauben por Pfund.00—.00 Pfirsiohe per Pfund..00—.00 KHusse per 25 Stüok.19—.12 Haselnlsse per Pfund.50—.60 Eler per 5 Stllok.25—.45 Butter per Pfund.20—489 Handkäse 10 Stüok.40—.60 Bromsen per Pfund.60—.70 Kartoffoln p. Zentner 7 besseres Bohnen per Pfund. * deutsche p. P..08—0. Blumenkohl per Stüok.400.69 Spinat por Pfund.08—.10 WIrsing per Stilek.00—.00 Rotkohl per Stück.00=0 00 Welsskohl per Stüok 0 25—.40 5 2 25 2 S8888888 Welsskraut p. Pfd. 90.90—.00 Heont per Pfund..20—140 Kohtrabi 8 Knollen,.30—.59 Bärsoh per Pfund.80—.00 Kopfsalat per Stllok.100.16 Endlviensalat p. Pfd..00—.00 Feldsalat per PFortion.19—-.00—.30 Sellerſe por Stuok..06—.18 Hase per Stüb.80—00 Zwiebeln per Pfund,.07.09 Reh per Pfune.80—100 Bote Rüben p. Pfd..080.10 Hahn(junger) p. Stüoß 29—200 Hunn(ſunges) p. Stüok.00—.29 Teldhunn per Stüdk.00—.00 Ente per Stück.50—.50 Tauden per Paar,.40—.60 dans lebend p. Stück.00—.50 Jans gesohl. p. Stok..50—.50 Aal 1 00—.00 Welssfische per Pfd..45-050 Laberdan per pfd..00—.00 Stookfische per Pfund.2 „.0. 100 St..00—.00 8 0 Tomaten.00—.00 Spargel Aepfel per Pfund...20—.49 Ziexelchen. 000.—.00 — Wasserstandsnachrishten v. Menat Mal Pegelstatſon vom Hhein Datum .8. 10. 11. 12.J18. Semerkungeg Hüningen?).122.05 188 207285.20J Abends 6 Uhr E.0327.800.95/546.6 Nachm. 2 Uhr Haxau.50 3 53.44..7.50 Hachm. 2 Ur. NHannhelm..81.888.08.79.80.21 Horgens 7 Uhr Haſnrn.84.39 55.85 857.-B. 12 Uhr ad 4498612 28.5 Vorm. 7 Uhr nn 271294.58264 287 Maochm. 2 Uhr vom Neckar: NHannheim.76.85.83 3 77.5.25 Vorm. 7 Ubr Helldronn. 11.66.881.99].92.95 Vorm. 7 Uhr Winesiil, bedeokt, 4410 —.ZU—————8ä—— WItterungsbeobachtungen d. meteorl. Statlon Mannhalm 7 7 22 E 55 35 33 batum zelt 8 5 32 32 382 SS mim 2— 383 12. Mal Korgens 7758.2 12 SsW1 Hittags 2˙0 7874 172 887/ 4 abende 90 7579 139 ses 13. Mal Horgens 7 757.8 10.3 AnE 2 9„ Höchste Temperatur den 12, Mal 18% flefste Temperatur vom 12.—13. Mal.30. Woetterausslcht. f. mehrers Tage J. Voraus Aul ründ der Vepssehen des Felehe-Welter-Bienstes. 15. Ral: gewölkt, vielfabh Bepen, normal. 16. Mal: Wolkig, teiſs helter, meist trooken, wWärmer. 17. Mal; Sohön, hoſter, Wwarm. Für Politik: Dr. Fritz Goldenbamm; kür Kunst ut Feuilleton: julius Witte; tür Lokales, Provinzielles und Gerichtszeitung: Richard Schönfelder; für Volkswirtschait utid den übrigen redakl. Teil: Franz Kircher; kür den Inseratenteil u. Geschäftliches: Fritz Joas Druclt und Verlag der Dr. H. Haas'schen Buchdruckerei, G. m. b. H. Ernst Müller. Direktor: 0 7 Pneumatik Die erste und seitdem die führende Marke. e eeee eeeeeee Das Toilettengeheimnis nvieler Frauen und Mädchen beruht auf der täglichen Anwendung der Myrrholin⸗Seife mit ihrer eigenartigen Wirkung auf die Haut, wie ſie e ben 2 222 keine andere Tyilettefeife beſttzt. 22²3 Spargel-Saison Schwetzingen Hotel Hassler. 806721 1 — ——— Mannheim, 3. Mai 1913. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagblatt). 9. Seite. ee Ein Posten Ein Posten Halbfertige —— Besondere Selegenhen!! Woll-Mousseline und Voile in nur modernen Dessins, mit aparten Milli-Fleur und Bulgaren-Bordüren Posten I Meter 75 Pf., Posten II Meter 95 Pf. 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Dieſe Früh⸗ lingsſüße verſtärkte ſich in dem Maße, wie ſie ſich Friedrichsholm wäherten, und wuchs, durchs Tor fuhren, zu einer berauſchenden Fülle. Auf dem hoben und breiten Wall nämlich, der Friedrichsholm einhegte feit den alten Zeiten, da es emporgewachſen war aus Sumpf und Moor, ein willenſtolzes Stück Kultur— auf dieſem Wall ſtanden in Reih und Glied mit einigen vielhun⸗ dertjährigen Eichen zahlreiche, ſich immer ſelbſt erneuernde Balſampappeln, die in dieſen Früh⸗ lingsnöchten ihre harzigen duftenden Blätter⸗ hüllen ſprengten. Aus zwei der Fenſter fiel Lichtſchein auf das Rondell, um das der Hofherr nun den Wagen führte. Mutter iſt noch wach“, ſagten die drei Jürgen Thams mit der Stallaterne heran, die Braunen abzuſchirren. Winnert warf ihm die Zügel zu aus einem Munde. Da ſchlenkerte und ſprang vom Bock. In dem quadratiſchen Wohnzimmer, eichen⸗ getäfelt und eichengedielt, Frau Martha Winnert. J Aus ſtimmungsvollen am Rande des Winnertmoors. Die Töchter von Friedrichsholm, 0 gleichen Schweſtern, haben ein Gemeinſames in Lebensbilde: Aus Suchen⸗ und Irregehen und den gelangen ſie empor zu reifem Menſchentum ttefem Meuſchenglück. Die eine findet es Gebundenheit an Scholle und Pflicht erſt nach ſtolzem ſelbſtherrlichem Stimmung, der gemütvolle innige einer überaus reizvollen Lektüre, zu als ſie brannte auf dem runden Sofatiſch die große, gelbverſchleierte Tiſch⸗ lampe. Neben dieſem Tiſch ſaß im Fahrſtuhl norddeutſchen etuem Daubſchaftsbilde wächſt dieſer Roman empor, mit 278 Schickſalen, die ſo lantlos find wie das einſame die beiden un⸗ dem Lei⸗ und in enger — die Zweite Loslöſen von dieſen. Die feine liebevolle Zeichnung der nordiſchen Ton und die ſtillen Schickſale der Mädchen machen dieſen neueſten Ro⸗ man der hochgeſchätzten Schriftſtellerin, um den eine im tiefſten Sinne ſittliche Weltanſchauung liegt, zu einem Werke, licher Hand die Teeſchalen, die auf einem Maha⸗ gonitablett vor ihr ſtanden, und hob die zinnerne Teekanne von den blauen Flämmchen. Dabei grüßben ihre Augen zum Türeingang hin. „O Mutter, biſt Du noch wach?“ riefen nun die Mädchen, Vorwurf und Freude zugleich in der Stimme. Sie lachte und ſchüttelte den Kopf dazu. „Ich hab mein Nickerchen gemacht, ſeid nur ruhig— übrigens lebe ich ja immer in halbem Schlaf.“ „Das iſt, meiner Seel, nicht wahr!“ rief Lö Winnert, und zog ſeinen Stuhl dicht an den ihren heran. „Ach, der heiße Tee kut aber gut, Mutter“, lobten die Mädchen. „Ja, Alte, Du verſtehſt es, beſtätigte der Mann. „Immer iſt ein bißchen Sonntag um dich herum!“ Er tätſchelte ihre zarte Hand. „Reden ſo die Leute, die von Tanz und Feſt und Spiel kommen?“ fragte ſie, ohne den Blick zu heben, zurück. Uebrigens bin ich aus Neu⸗ gier aufgeblieben, und nicht um Lob zu erjagen. Wie habt Ihr Euch denn amüſtert.?“ Ihr Auge, von einem ſanften, metalliſch ſchimernden Grau ruhte nun auf ihren Töchtern und konnte die Wehmut nicht leugnen, mit der ſie Jahr um Jahr fern ſtehen mußte von allem, was ihnen außer⸗ halb des Hauſes widerfuhr. Urſula lächelte zu der Mutter hinüber. „Ragna iſt gefeiert worden von ihrem Eintritt in den Saal bis zu ihrem Austritt, Mutter— ich natürlich weniger. Ich werd ja immer nicht beſonders„gemocht“, weißt du doch— trotz der ſchönſten Ballfahne und des bezauberndſten Läch⸗ elns, mit dem ich aufziehe.“ Nun lachte ſie hell auf und ſah viel jünger und lieblicher aus als zubor. Sie glich der Mutter, war aber nach des Vaters Sachverſtändigen⸗Urteil nicht annähernd ſo hübſch wie jene einſt geweſen war. „Ja, wenn Du draußen in der Welt, in der mam ſich amüſieren ſoll, ein einziges Mal ſo lachen käteſt, verliebten ſich alle Männer in Dich, vom Exportſchlachter aufwärts bis zum Hilfs⸗ prediger und Doktor phil.“, ſagte Ragna, die Schönheit der Familie gnädig, und ſtrich die während der nächtlichen Fahrt etwas zerdrückten braungoldenen Haarwellen aus der Stirn. „Am Ende gar aufwärts bis zu den„Auslän⸗ dern von Rom“, Ragna“, neckte nun Urſel wieder, und wunderte ſich, daß Rän ſo rot ward. Hab ich mal wieder nichts gemerkt? fragte ſie ſich ärgerlich und gab dem Vater von Herzen Recht, der nun ſpoktete:„Immer ſitzt unſere Urſel auf dem Grunde der Weltbegeben⸗ heiten und merkt nicht, was da oben paſſiert!“ Die Uhr ſchlug vier Uhr. Sie war alt und väterliche. „Sagt mal, wie lange wir Euch eigentlich noch die Honneurs machen ſollen? Wollt Ihr nicht ſchlafen gehen, ſtatt partout den Sonnen⸗ aufgang hier zu erwarten?“ Lachend ſtanden die beiden auf, das heißt, Raän ſprang auf und eilte an den Fahrſtuhl der lahmen Frau und ſagte:„Das iſt ja eben der ewige Sonntag um Mutter, der einen feſthält!“ Langſam rückte Urſula ihren Stuhl zurecht und trat mit ruhiger, faſt ſteiſer Haltung zu den Eltern, ſich zu verabſchieden. Lö Winnert hielt noch immer mit ſeiner großen ſehnigen Hand die ſchmächtigen Finger ſeiner Frau um⸗ faßt, und konnte ſich an leiſen Koſeworten nicht genug tun. Sie ſtrich mit der freien Linken bisweilen über ſein Haar, da, wo es ergraut aus der Schläfe bäumte. In ihrem Zimmer, das ſich in Mittelhöhe der gewundenen Treppe befand, zündete Urſula Winnert die Kerze an. In dem Augenblick, wo die kleine Flamme aufzuckte, war ein Bild aus alten Tagen vollender. Zwei ſchlanke Mädchen in langfließenden Kleidern, ſchmale Silber⸗ gürtel unter der Bruſt, ſtanden auf dem weißen Eſtrich eines geräumigen Zimmers, das aus dem Anfang des vorigen Jahrhunderts ſtammte. Sie ſprachen aber von dem Heute und von dem Ball in der Kreisſtadt Hytten. Ragna ſaß, ihr Haar flechtend, auf dem Bett⸗ rand, die ältere mit etwa ſorgenvoll aufgeſtütz⸗ tem Kopf an dem kleinen Zylinderbureau aus Birnbaumholz und ſagte:„Ich will nicht hoffen, daß Vater uns den fremden Architekten heran⸗ geladen hat, Rän.“ Die machte ein verwun⸗ dertes Geſicht, bis ſie begriff.„Ach—! Du meinſt wegen der alten Geſchichto mit Aſſeſſor Kinzig? Nein, mein Herz, da iſt nun doch Rothmann von anderm Kalfber. Vater hat ihn allerdings eingeladen. Gott ſei Dank, daß mal jemand kommt aus der Welt und dem Leben; ich bin neunzehn— bin ich nicht? und hab noch nichts erlebt.“— „Na, Raän, Du biſt ja auf guten Wegen,“ lachte Urs und begann nun auch, ſich zu entklei⸗ den und ihr Haar zu löſen. „Weißt Du, Rothmann kommt ja nicht bloß als junger Herr und weiter nichts, ſondern quaſt als Berufsmenſch. Er baut nämlich, mußt Du wiſſen, Landhäuſer für Induſtriebarone in der Mark und möchte ſich nun gerne Friedrichs⸗ holm anſehn, iſt das nicht nett?“ Anſichten. Ich denke immer, möchten die Men⸗ ſchen uns doch nur ungeſchoren laſſen! Welcher Fremde hat denn ſchon einmal Gutes zu uns gebracht?“ Rän ſchlüpfte unter die Decke.„Ich glaube, Du betrügſt mich über Dein Alter,“ ſagte ſie kläglich. „Wieſo denn, Kind?“ „Ich glaube, Du biſt ſchon hundert—“ „Aber keine Spur, juſt fünfundzwanzig. Wann hatte eine dröhnende Stimme. Ebenſo dröh⸗ kommt denn Dein Gentlemand“ Urſel ſchüttelte den Kopf.„Ich hab ja andere der ſtellen auf der Terraſſe oder am Saal⸗ fenſter?“ „O Ragna, wie biſt Du verdorben! Wir hätten Dich lieber nicht in die Dresdener Pen⸗ ſion ſchicken, ſondern durch fromme alte Gou⸗ bernanten aufpäppeln laſſen ſollen. „U jeh, u jeh— ich will mein Leben genießen, Bärin.“ „Na, ſo ſtärke Dich durch ein wenig Schlaf, Menſchlein“, riet Urſel und beugte ſich hinab, Ran den Gutenachtkuß zu geben. Noch einmal ſtand ſie im zuckenden Kerzenlicht hoch aufgerichtet, das Haar gelöſt, daß es ſchwer und dunkel herabfiel, die Hände gekreuzt unter der krüftig gewölbten Bruſt, dann füllte geſpenſtiſches Morgengrauen das alte Zimmer. Tief und leiſe klang Ragnas Atem, Urſula aber lag mit heißen wachen Augen. Eine Stimmung hatte ſich ihrer bemächtigt, die damals als ihr jovialer Vater nach einem Feſt in Hytten den Aſſeſſor Kinzig eingeladen hatte. Wie hatte der die ihm nachher pielfach gewährte Gaſt⸗ freundſchaft gelohnt? Damit, daß er ſie, die ſtolze Urſẽula Winnert, der niemand etwas nachſagen konnte, mit ihrer jungen Verliebtheit dem Ge⸗ ſpött der Leute preisbot. Ihr Herz war nicht ge⸗ troffen worden, nein! Aber ihr Stolz ſo ſehr, daß ſie es bis auf den heutigen Tag nicht ganz verwunden hatte. Und nun hatte ſie wieder ſolch ein dumpfes Angſtgefühl, als käme Unheil über die Schwelle. Ob ſie nicht im Begriff war, ein bischen wunder⸗ lich und altjüngferlich zu werden? Noch ein bischen Schlaf! dachte ſie ſehnſüchtig, als ſchon das erſte Hantieren der Mägde aus der Küche heraufſcholl. Matter wurden die Bilder von geweſenen und kommenden Tagen— klang⸗ loſer die Geräuſche des erwachenden Lebens im Hauſe. Nur ein Schwarzdroſſellied tief aus dem Garten hing noch ein Weilchen im Ohre der in den Schlaf Sinkenden. Fortſetzung folgt ſbrmässigte Freisef 21006 f tUr 10 Volt 10.50..Pirp. u. I. 10 statt.30 form 220 Volt 16.50..] hel! M..76 statt 250 stotz& Ciè., Elaktr.-Ces, m. b. H. Mannkelm 9 4. 8/9.— Pelephon 266, 980 und 2032. Hauptvertretung der Osram-Lampe. wollen wir ihm zu Lieb und Ehre lebende Bil⸗ ſie nur ein einziges Mal früher gehabt hatbe, 8 10. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Pach Nachrichten(Mitl ablatt). 25 9 Täglich 8¼ Uhr iis inol. 3. af 1918. n Haris Am Dounerstag, 15. Mai, abends 8¼ Uhr eröffnen wir in unſerem Vereins⸗ lokal Reſtaurantz. Roſen⸗ garten U 6, 19 einen Aufänger Kurſus für Damen und Herren. Honorarinel, Lehrmittel 10.00 Mek. 81663 Anmeldungen werden noch in der erſten Unter⸗ richtsſtunde entgegenge⸗ nommen. Stenographen⸗Verein Stolze⸗Schrey. IMbng- MANNHEINM Dienstag, den 13. Mai 1913 Polksporſtellung No 10 7 7 8 7 77* Der Widerſpeuſtigen Zähmung * 83* Luſtſpiel in 5 Atten(mit einem Vorſpiel und einem Nachſpiel) von Shakespeare. Nach der Ueberſetzung von Wolf Graf Baudiſſin in einer neuen Bühneneinrichtung von Emil Reiter. Regie: Emil Reiter Perſonen des Vorſpiels: Otto Schmöle LI Ein Lord Chriſtoph Schlau, einbetrunkener Keſſelflicker Emil Hecht Die Wirtin Eliſe de Lank Ein Page alsédeldame verkleidethans Kraus Erſter Hermann Kupfer Zweiter Jäger Georg N Ein Bedienter des Lords Willy Reſemeyer Erſter Schaufpi Hermann Trembich S ſp 1 5*5 Zweiter Schauſplele Wilhelm Burmeiſter Jäger und andere Bedtente des Lorbds. Schauplatz: Eine Schenke Perſonen des Luſtſpiels: Baptiſta, ein reicher Edelmann tn Padua Karl Schreiner Hatharina, die derſvenfige) deſen röghter Marianne Rub Bianca Poldi Dorina Vincentio, ein alter Edelmann aus Piſa Lucentio, deſſen Sohn 0 7 Biaucas Freier Petruchio, ein Edelmann aus Verona Trauio 8 Luceutios Diener Paul Tietſch Rudolf Aicher Alexander Kökert Hans Godeck Georg Köhler Alfred Landory Biondello Meinhart Maur Grumio Wilhelm Kolmar Curtis Karl Marx Philipp Alois Bolze Nathangel Heinrich Brentaud Joſef Franz Bartenſtein Niklas Heinrich Füllkrug Peter Paul Vieda Eine Witwe Julie Sanden Ein Sade K. Neumann⸗ Hoditz Ein Schneider Paul Richter Ein Putzhändler Louis Reifenberger Ein Diener Baptistas Karl Zöller Der., 2, 3. und 5. Akt ſpielen in Padua, der 4. in Petruchios Landhaus Perſonen des Nachſpiels: Ein Lord Ehriſtoph Schlau Die Wirtin Otto Schmöle Emil Hecht Eliſe de Lauk Anf. 3 Uhr Eude 101 K aſſeneröff. 7ʃ½ Uhr Uhr Pauſe nach dem 3. Att des Luſtſpiels. Valtsvorftellungs⸗Eintrittspreiſe ————̃̃̃ͤ—— AIm Grußh. Boftheater. Dienstag, 14. Mai(Auß. Abonn., erhöhte Preiſe) Einmaliges Castsziel des deutschen Theaters Berlin(man Reinharat Ensemhble) Der blaue Vogel Anfaug 3 Uhr. Zum! Amen!“ * Teleph. 727. Empfehle meinen bek. guten, reichlichen Mittags- und Abendtisch in und ausser Abonnement 2 252 zivilen Preisen.— Abendplatten in grosser Auswahl. 30650 Spezlalität: Stammplatten von 60 Pfg. an. Täglich Konzerte: Kerschbaum's humoristische Dachauef-Bauernkapelle. Z. El. grösster Schlager Mannbheims. Modernes Unterhaltungs-Etablissement. B. Lemmer. ravatten in jedet Auofu ſitune Spegjalität: Marke Rotsiegel be EN. FTAdI O 4, 6 Strohmarkt 0 4, 6 18596 Meine Lichtheilanstalt befindet sich jetzt 282 2, Gats Francals) Königs, rel 4328. Wer seine Wäsche erhalten will, benutse zum Waschen derselben als nur kochen, leicht auswaschen un genügt für den glu Preis: 2 Pfennig d 183 79 —— HKoflierfe Kaufmänniſcher Verein Maunhein Adentliche Mügliederverſammlung Tagesordnung: 1. Vorlage des Rechenſchaftsberichis, Erteilung der Entlaſtung Wahl des Vorſtandes Wahl des Ausſchuſſes Feſtſtellung des Voranſchlages für das nächſte Vereinsjahr 2 5. Sonſtige Vereinsangelegenheiten. Spargel Salson atel un zedteaen direh Telephon 19. — 282 88 Der Vorſtand. 77 Die Gemeinde Altrip beabſichtigt zur Einführung elektr. Lichtes und Kraft M. 65000.— aufzunehmen. Tilgung wie nachſtehend: M. 30000.— in 5 gleichen Jahres⸗ raten à M. 6000.—, 1914 mit 1918. M. 35000.— in 35 Annuitäten, beginnend 1914. Die Aulehen künnen getrennt oder zu⸗ ſammen begeben werden. Off. mit Zinsfußangabe anher erbeten. Altrip, den 7. Mai 1913. 80890 Bürgermeiſteramt: Baumann. Vornehme Oeschenke Hugo Schön Kunsthandlung. 2, 9, Kunststrasss. 5 27 8 855 Früchte⸗ u. Gemüſe⸗Aukt 5—* Frauffurt u. M. *— 7* Aultionslokal: Zeil 92 Tigliche Auktionen vorm. präzis 10 Uhr! Zum Verkauf gelaugen: 5 8 Fiaenſch Kirſchen und Erdbeeren, Italiener Kirſchen, Alger Tomaten und Schneidebohnen. 5 Ferner Wagenladungen: Auſtral. Aepfel, Valencia⸗ u. Meſſina⸗Orangen, Berdelli⸗Citronen, Egypter Zwiebeln, Holländer Gnrken und Blumenkohl, Malta⸗Kartoſſeln ꝛc. Die Auktionen werden in täglich wechſeluder Reihenfolge von den unterzeichneten Firmen ahgehalten. 18872 Bertoldi, Marcheſetti K Cie. Raiß& Cie. G. m. b. H. G. m. b. H. Ungemach.⸗G. jonen Feòffnet von gg Uur, Sommtags von g= Ur. Elſ. Conſervenfabrit u. Import⸗Geſellſchaft. Receogee 8 1 das derselben eine blendende W verwenden ohne Seife oder sonstigen Jusatz laut Gebrauchsanweisung: 1amze Zu haben in allen Drogen-, Rolonfalvwarem-, u. Seifengeschäften. L. Minlos à Co., KIn-Ehrenfeld, M. 65000. Aulehen Al lel Ntäti Ses Waschmittel eisse gibt ohne jeden Geruch. 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Schutz der Sparbücher und Guthaben gegen Verluſt und unberechtigte Abhebung durch Sperrmaß⸗ regeln aller Art, durch Kontrollmarke, Stich⸗ wort u. ſ. w. Zuverläſſigſte Wahrung des Amtsgeheimniſſes und größte Verſchwiegenheit gegenüber jedermann, 0 insbeſondere auch gegenüber den Steuer⸗ behördeu. Proviſiousfreier Scheck⸗, Giro⸗ und Uebertragungs⸗ verkehr. a Koſtenloſe Ueberweiſung von Einlageguthaben an und von fremden Sparkaſſen ohne Zinsunter⸗ brechung. Annahmeſtellen in allen Stadtteilen; läglich geöffuet ſe während der üblichen Geſchäftsſtunden. Darlehensgewährung gegen 1. Hypothek bis zu 60 9% des amtlich ermittelten Schätzungswertes, gegen Verpfändung zugelaſſener Wertpapiere, an Gemeinden, Korporationen u. ſ.., ohne Proviſion und Speſen nur zu laufenden Zins⸗ ſützen. 1825⁵ glaſierten und unglaſierten Verbleudſteine, Los VIII die rotbraunen Klinkerſteine im Nü1, 3. Stock, Zimmer Nr. 125) einzureichen, Bauburean des Hochbauamtes im Neckarpark, 15 mer Nr. 14 abgegeben, wo auch nähere Auskunft er⸗ teilt wird. Arbeitsvergebung. Für den Neubau des Krankeuhauſes ſollen die ſowie für Wege des ffentlichen Angebots vergeben werden. 5 Angebote hierauf ſind verſchloſſen und mit en ſprechender Aufſchrift verſehen, bis ſpäteſtens Dieustag, den 20. Mai ds. Js., vormittags 11 Uhr n die Kanzlei des unterzeichneten Amts(Rathaus woſelbſt uch die Eröffnung derſelben in Gegenwart etwa ex⸗ ſchienener Bieter oder deren bevollmächtigte Vertretet rfolgt. Angebotsformulaxe werden unentgeltlich auf dem 5 Mannheim, deu 5. Mai 1918. Städt. Hochbauamt: Verrey. — — — g an SaSSSSee aorggs ieeeee e(ll 1 Männheim, den 1 3 Mai 1918. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagblatt). 11. Seite. eteiwilige gen Mannheim. — Schwanen der W2 II. Kreisverbandtag ſtatt. 1880 Nach Schluß der Sitzung vormittags 11 Uhr Probe der Feuerwehr Brühl, nachmittags 2½ Uhr Feſt⸗ zug. Anzug: Rock u. Mütze, Offtziere in Paradeuni⸗ form. Das Kommando: E. Molktor. i Fandele ſche Handelsſchule Maunheim. Die Ferien betr. Die diesfährigen Pfingſt⸗ ferien beginnen am Sams⸗ tag, 10. Mai 1913 und endigen am Sonntag, 18. Mat 1913. 1871 Manuheim, 9. Mai 1913. Das Nektovat. Dr. Beruhard Web — Ffh ex. Nolk's täglichehafenfahrten Abötheinbrücke 10.3 Uhr „Friedrichsbr. 11 u. 4, 30534 Vebanntmachung. Die geprüfte Rechnung des Evangel. Separat⸗ fonds dahier für das Jahr 1912 mit allen Rechnungs⸗ beſtandteilen liegt von heute an 14 Tage lang auf. dem Geſchäftszimmer der Ev. Kollektur zur Einſicht der Beteiligten auf. Mannheim, 10. Mai 1913. Der Verwaltungsrat. Hochbauarbeiten, Schrei⸗ nerarbeiten aus Eichen⸗ und Tannenholz, 4 Loſe und Glaſerarbeilen 1 Los, für den Innenausbau des Aufuahmegebäudes im neuen Perſonenbahnhof Karlsruhe nach Finanz⸗ miuiſterialverorönung v. 8. 1. 07 öffentlich zu ver⸗ geben. Zeichnungen, Be⸗ dingnishefte und Arbeits⸗ beſchriebe auf dem Bau⸗ bureau im Aufnahmege⸗ häude; dor Abgabe der röruc gebote mit Aufſchrift, ver⸗ ſchloſſen und poſtfrei, bis längſtens Dienstag, den N. Mai, vorm. 11 Uhr, zan uns, Ettlingerſtr. 39, einzuveichen. Zuſchlags⸗ Friſt 4 Wochen. 30886 Karlsruhe, 8. Mai 1913. Vahnbauinſpektiong. AMbeſlsvergebung. 1 Für den Neuban des Kraukenhauſes ſollen die Tyägerlieferungen, Schmiedearbeiten u. As⸗ Phaitarbeiten im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Augebote hierauf ſind verſchloſſen und mit ent⸗ ſprechender Aufſchrift ver⸗ ſehen, bis ſpäteſtens Momtag, 19. Miai d.., vormittags 11 Uhr ſan die Kauzlei des unter⸗ Amts(Rathaus 1, 3. Stock, Zimmer Nr. 100) einzureichen, woſelbſt auch die Eröffnung der⸗ ſelben in Gegenwart etwa erſchienener Bieter oder eren bevollmächtigte Ver⸗ treter erfolgt. 1858 Augebotsformulare wer⸗ en unentgeltlich auf dem Baubüro des Hochbau⸗ amts im Neckarpark, Zim⸗ mer Nr. 14 abgegeben, wo auch nähere Auskunft ertclt wird. Mannheim; 3. Mat 1918. Städt. Hochbanamt: Perrey. Die Ausführung der Abbrucharbeiten auf dem Grundſtück Neckarvorland⸗ ſtraße 11 ſoll im Wege der Submiſſion vergeben werden. Die Unterlagen zur ergebung können in un ſerem Bureau K 7,—2, Zimmer 22 III, während der ühlichen Dienſtſtunden ſeſehen werden u. die Augebotsformulare un⸗ eutgeltlich daſelöſt bezogen werben. 1875 Leiſtungsfähige Unter⸗ nehmer, welche ähnliche rbeiten ſchon wiederholt abeb ubrt haben u. hier⸗ 850 Nachweiſe erbringen önnen, wollen ihre Au⸗ gebote bis ſpäteſtens Mittwoch, 31. Mai 1913 vormittags 11 uUhr verſchloſſen, mit entſpre⸗ chender Aufſchrift verſehen und poſt⸗ und beſtellgeld⸗ el bei uns Zimmer Rr. 4 elnreichen, die Oeffnun erfolgt. 4 — woſelbſt auch g der Angebote „Die Zuſchlagsfriſt be⸗ krägt 4 Wohen. Maunheim, 5. Mai 1913. 4 e e der ſtädt. Gas⸗ u. Elextri⸗ (eitäwerke. Pichler. N Einladung Sonntag, 25. VMai d.., morg. . übr, fndet N in Brühl im Saale des 0 Gaſthauſes zum Färberei Telephon 219. 9 gereinigt Bom Regenwetter verdorbene Herren⸗Anzüge abie Damen⸗„Kinderkleſder 3 werden in beſter Weiſe ſriſch aufgebügelt und 30908 eilen. Waſchauſtalt Betonarbeiten für die Grundmauerneinerneuen Brückenwage im Kleinfeld (Mannheimer Perſonen⸗ bahnhof) nach der Finanz⸗ miniſterialverordnung v. 3. Januar 1907 im öffent⸗ lichen Wettbewerb in einem Los zu vergeben. Vergebungsbedingungen und Zeichnung im Dienſt⸗ gebäude, Tunnelſtraße 5, 1. Stock, Zimmer Nr. 16 einzuſehen, daſelbſt koſten⸗ loſe Abgabe der Angebots⸗ vordrucke o Zeich⸗ nungen. Kein Verſand nach auswärts. Unterſchriebene Ange⸗ bote bis längſtens Sams⸗ tag, den 17. Mai 2913, vormittags 10 uUhr zur öffentlichen Verdingungs⸗ verhandlung verſchloſſen und poſtfrei mit der Auf⸗ ſchrift„Kleinfeld⸗Brücken⸗ wage“ bei uns einzurei⸗ chen. Zuſchlagsfriſt 14 Tage. Maunheim, 9. Mai 1913. Gr. Bahnbauinſpektion L Zwangsverſteigerung. Mittwoch, 14. Mai 1913 tachmittags 2 Uhr, werde ich in Seckenheim beim Rathauſe bezw. am Pfandorte gegen bare Zah⸗ lung i. Vollſtreckungswege öſfentlich verſteigeru: 20 Mille Zigarren, Fla⸗ ſchenwein, 1 Orcheſtrion A. a. mehr. 81680 Ningel, Gerichtsvollzieher Zwangsverſteigerung. Mittwoch, den 14. 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Jahre ab ſogar nicht mehr die Schule beſuchen dürfen; ſelbſt den Bemühungen des italieniſchen Konſuls iſt es nicht gelungen, die Eltern dazu zu überreden, ihre Töchter, die bis dahin die italteniſche Schule beſucht hattem, noch länger am Unterricht teilnehmen zu laſſen. Bei dieſer Abſchließung der weiblichen Jugend vom Leben mögen alte Traditionen und Ge⸗ wohnheitem mitwirken, Bräuche und Anſchaunun⸗ gen, die auf jene vergangenen Tage zurückgehen, da chriſtliche Frauen in der Oeffentlichkeit man⸗ nigfachen Gefahren ausgeſetzt waren. Denn in alten Zeiten war Raub und Entführung chriſt⸗ licher Mädchen nicht Seltenes. Seit jenen Zei⸗ ten iſt dieſe ſtrenge Klauſur aufrechterhalten ge⸗ plieben; früher ging das ſo weit, daß die Mäd⸗ chen ſich ſogar vor Frauen verſtecken mußten, weil nicht ſelten der Paſcha türkiſche Frauen aus⸗ ſandte, um zu erſpähen, wo beſonders ſchöne Chriſtenmädchen, die man vielleicht entführen könnte, weilten. In manchen unwirtlichen Ge⸗ genden des Inneren mögen ſolche Entführungen in vereinzelten Fällen, vielleicht auch heute noch, möglich ſein; für Skutari ſelbſt beſteht dieſe Ge⸗ fahr natürlich längſt nicht mehr. Aber trotz des neuen Regimes haben ſich die alten Ueberliefe⸗ rungen wenig geündert. Selbſt Familien, die im Auslande gelebt haben und nach ihrer Rück⸗ kehr den Verſuch unternahmen, die ſinnlos ge⸗ wordenen alten Anſchauungen zu durchbrechen, mußten bald ihre Abſicht aufgeben, mußten ſich der Landesſitte beugen. Und ſo ſchicken ſie ihre Töchter noch heute vielfach um 3 Uhr nachts zur Meſſe, ſorgſam verhüllt, damit niemand ſie er⸗ kenne. — Der Hausbrand für das Kino. Einen neuen Rekord hat das Kino in Kanada aufge⸗ ſtellt: in Montreal wurde mit Genehmigung der ſtädtiſchen Behörden und der Direktion der kana⸗ diſchen Nordbahn nach einem Berichte des Gau⸗ lois vor kurzem ein großes dreiſtöckiges Haus in Brand geſteckt: zugunſten einer kinematographi⸗ ſchen Aufnahme. Die Aufnahme dieſer Inſze⸗ nierung, deren realiſtiſche Mittel ſo bald wohl kaum überboten werden können, gelang ausge⸗ zeichnet. Zuerſt ſieht man auf dem Film die die große Automobilſpritze preſcht heran, dann erſcheint das Automobil des Polizeichefs, und ſofort beginnen die Löſchungsarbeiten. Plötzlich ſieht man an den Fenſtern der dritten Etage des brennenden Hauſes zwei junge Burſchen und ein kleines Kind, ein Baby, erſcheinen, während eine Frau und zwei Mänmer durch Sprungtücher ge⸗ vettet werden. Man ſieht, wie die Mutter ver⸗ zweifelt dem Kinde die Arme entgegenſtreckt, während ringsum die Spritzen in voller Tätigkeit ſind. Feuerwehrleute vetten dann die Gefährde⸗ ten. Die Darſbeller dieſer ungewöhnlichen Kino⸗ aufführung waren im übrigen ausnahmslos Feuerwehrleute, mit Ausnahme des Babys, das kunſtvoll aus Karton hergeſtellt wurde. Dieſer Hausbrand und die geſamten Koſten der In⸗ ſgenierung beliefen ſich auf nahezu 700 000 Fres. Aber die Vorführungen des Films haben bereits jetzt eine Einnahme von ungefähr 1 800 000 Fres. ergeben. Es handelte ſich dabei um einen Wohltätigkeitsfilm, der Reinertrag ſoll der Hilfs kaſſe für die Feuerwehr von Montreal; kommen, und der erhoffte Erfolg blieb auch nicht aus, denn bis heute konnten der Kaſſe ſchon weit über eine Million Fres Reinertrag überwieſen werden. Das Haus, das von der Feuerwehr an⸗ geſteckt wurde, war Eigentum der kanadiſchen Nordbahn. — Herzogsſohn und Operettenſängerin. Die lange Reihe der ehelichen Verbindungen hübſcher engliſcher Bühnenkünſtlerinnen mit jungen Söh⸗ nen der alten Ariſtokratie wird nächſtens durch einen neuen, beſonders intereſſanten Fall ver⸗ größert werden. Eine der niedlichſten Londoner Operettenſängerinnen, Miß May Etheridge, hat ſich mit Lord Edward Fitz Gerald verlobt und wird demnächſt mit ihm den Weg zum Standes⸗ amt und Traualtar antreten. Miß May Ethe⸗ ridge iſt eine auffallend vorteilhafte Erſcheinung, groß und ſchlank, mit wohlgeformtem Antlitz und ausdrucksvollen, dunklen Augen. Sie iſt ein Liebling des Londoner Publikums, wird aber, trotz ihrer Erfolge, nun wohl vom Theater Ab⸗ ſchied nehmen müſſon, da ſie durch ihre Verhei⸗ ratung in den Kreis des exkluſipſten Hochadels des Vereinigten Königreiches tritt. Denn Lord Edward Fitz Gerald, der am 6. Mai einund⸗ zwanzig Jahre alt geworden iſt und den Tag ſeiner Großjährigkeit abgewartet hat, um ſeine Verlobung öffentlich anzuzeigen, iſt ein jüngerer Bruder des ſechſten Herzogs von Leinſter, der den Titel eines„Erſten Herzogs, Marquis und Grafen von Irland“ von ſeinen Vätern ererbt hat. Die Herzöge von Leinſter führen ihre Ab⸗ kunft auf Maurice Fitz Gerald zurück, der Irland im Jahre 1771 für den König Heinrich II. er⸗ oberte, behaupten aber, Nachkommen der Floren⸗ tiner Patrizier Gherardini zu ſein; den Herzogs⸗ titel von Leinſter beſitzen ſie ſeit 1766. Der jetzige Herzog, Moritz Fitz Gerald, iſt 25 Jahre alt und noch Junggeſelle, zwiſchen ihm und dem Bräutigam von Miß May Etheridge ſteht nur noch ein dritter, gegenwärtig 24jähriger Bruder, der als Leutnant im Regiment der Iriſchen Garde in London dient und gleichfalls unver⸗ heiratet iſt. Es iſt alſo wohl möglich, daß Miß May Etheridge eines Tages eine richtige Her⸗ zogin wird. Neues vom Zaren. Ueber wenige euro⸗ päiſche Monarchen iſt ſoviel geſchrieben worden wie über Nikolaus II., den Zaren aller Reußen. Aber zum erſten Male iſt jetzt, wie die„N. G. .“ ſchreibt, ein Buch, das ſich mit ihm beſchäf⸗ tigt, vom Zaren ſelbſt durchgeſehen und von ihm gebilligt worden, bevor es an die Oeffentlichkeit gelangte. Ein ruſſiſcher Schriftſteller, der Pro⸗ feſſor Eltchaninoff, hat das Buch verfaßt. Er ſchildert darin das einfache, glückliche Familien⸗ leben, das der Zar mit ſeiner Gemahlin und ſeinen Kindern führt, und entwirft ein Bild von den Gewohnheiten des Zaren und der Einteilung eines Tagewerkes. Da die Angaben des Pro⸗ es Eltchaninoff als zuverläſſig gelten können, 1weder Uebertreibung noch Liebe⸗ f wennler behauptet, 7 vermag. gen bringt er volles Verſtändnis entgegen, haßt aber das Zeit und Nerven raubende Telephon. Was wird aus Albanien? Darüber zer⸗ bricht ſich Karlchen in der Jugend folgen⸗ dermaßen den Kopf: Die Frage löſte kaum der weiſe Thales, Was mit Albanien eigentlich geſchieht? Wird's balkanbündiſch? Oder bleibt neutral es? Wird's öſterreichiſch? Ruſſiſches Gebiet? Wird es chineſiſch? Hottentottiſch? Spaniſch? Fällt es an Grönland? An die Mongolei? Wird es für ein'ge Zeit republikaniſch? Bekommt es eine Königsdynaſtei? Wird es, damit ſich keine Mächte weigern, Verteilt, verſchnipfelt unter Garantie? Wird man es auf der Konferenz verſteigern? Pflanzt man bis zu der giltigen Entſcheidung Ein Schild„Betreten ſtreng verboten!“ hin? Setzt's irgend eine Albaneſen⸗Zeitung Im Preisausſchrei 8 Haupt inn? Im Preisausſchreiben aus als Hauptgewiun? Ach, eh' ob des albaniſchen Revieres Ein Krieg entſteht, gebt meinem Rat Applaus: Mannehmeeinen Gummiundradier' es (Wenn's auch ein Loch gibt) aus der Karte aus! Briefkaſten. Abonnent A. G. St. Die Wagneroper Parſifal wurde bereits im Jahre 1911 in Neuyork aufgeführt, nebenbei bemerkt ohne beſonders großen Erfolg. Abonnent Arthur. 1. Ein Pfleger wird mit Rück⸗ ſicht auf die Volljährigkeit der Kinder nicht vom Gericht ernannt. Das Vormundſchaftsgericht greift nicht ein. 2. Hiernach haben Sie keinen Anſpruch auf amtliche Mitteilung von der Abſicht Ihres Vaters. 3. Ihr Vater iſt berechtigt, beliebig über ſein Vermögen durch Schenkung oder Teſtament zu ver⸗ ſüügen. 4. Wenden Sie ſich einmal mit einer Anfrage an das Standesamt in H. Wir zweifeln aber ſehr daran, daß es Ihnen den gewünſchten Beſcheid er⸗ teilen wird. Langjähr. Abonnent. 1. Das Schriftſtück iſt gül⸗ tig ohne Beglaubigung und auch ohne Mitwirkung dritter Perſonen. 2. Zwar kaun das Mobiliar ge⸗ pfändet werden; Sie können aber Aufhebung der Pfändung mittelſt Interventionsklage beanſpruchen. 3. Die Abtretung Ihrer Eigentumsanſprüche erſcheint nicht zuläſſig, da wahrſcheinlich nach Deckung des Darlehens das Eigentum an die Schuldner zurück⸗ fallen ſoll. Die Uebertragung würde dem Verk inhalt zuwiderlaufen ebenſo wie den Abſichten Parteien. 4. Milch wird zum Kochen gebracht dann durch Einſtellen in kaltes Waſſer auf 45 Grad abgekühlt. Hierauf wird die gekaufte Noghurtpilg⸗ lultur eingeſät. Die Zubereitungsdauer währt meiſt 4 Stunden. Es muß genau darauf geachtet werden, daß die Temperatur bei uns nach Zufatz der Pilzſagt niemals 45 Grad überſteigt, da die Pilze ſonſt ab⸗ ſterben. Die Temperatur muß während der vier Stunden möglichſt in gleicher Höhe gehalten werden, nicht über 45 und nicht unter 30 Grad Celſius. Iſt der fertige Noghurt nach 4 Stunden ſeinem Behäller entnommen, ſo ſtellt man ihn zur raſchen Abkühlung in kaltes Waſſer, nachdem man für die Einſgatl am mächſten Tage einen Eßlöffel voll dem Gefäße eut⸗ nommen hat. Murgwerk. Der Entwurf, des Badiſchen Murg⸗ werkes(Denkſchrift der Generaldirektion von 19410, Verlag Braun, Karlsruhe) ſieht überhaupt keine „Murg talſperre“ vor, ſonderün uur ein hohes Wehr, das ein Sammelbecken von einigen 100 000 Kbm. bikden ſoll. Dagegen ſind im Ran⸗ münzach⸗ und Schwarzenbachtal richtige„Talſperren. mauern“ von rd. 55 bezw. 45 Meter Höhe über Tal⸗ ſohle vorgeſehen. Der Nutzinhalt der dort geplauten Becken beträgt 15 Millionen Kbm. im Raum und 10,6 Mill. Kbm. im Schwarzenbachtal. Die füngſt eingeweihte Bobertalſperre bei Mauer in Schleſien faßt 50 Millionen Kbm., iſt alſo größer, als die vor⸗ erwähnte. Allerdings iſt in dem ſogenaunnten ba⸗ diſch⸗württembergiſchen Murgwerk(Denkſchrift der Regierung von 1912) im oberen Murg tal eine noch größere Sperre mit 74,4 Mill. Kbm. vorgeſehen. Die Verwirklichung dieſes Projektes ſteht aber noch in weiter Ferne. Gebaut wird das Murgwerk mit ſeinen Hochſpannungs⸗Fernleitungen vom badiſchen Staate(Oberdirektion des Waſſer⸗ u. Straßenbaues). — Die obigen Fragen finden ſich übrigeus in den kürzlich erſchienenen Werke: Ludin, Die Waſſer⸗ kräfte, Verlag Julius Springer, Berlin, be⸗ antwortet. „Bank⸗Archiv“, Verlag J. Abonnent R. H. U. 5. Guttentag, Verlagsbuchhandlg. G. m. b.., Berlin (halbj..50%);„Die Welt des Kaufmanns“, Verlag Georg D. W. Callwey, München(viertelj.%, Hotelzeitung. Wir nennen Ihnen die Wochen⸗ ſchrift des Internationalen Hotelbeſitzervereins, Köln am Rhein. Für den An⸗ und Verkaufsverkehr von kleineren Unternehmungen erſcheint„Der deutſche Gaſtwirt“, offizielles Organ des Bundes deutſcher Spielt man es aus in einer Lotterie? 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Blase staut, dürfte deshalb niemand wunderd, und leistete mir 1 Nd 0 1 5 zur Beschleunfgung der Urinentleerung Ihr Namedz-Sprudel einem Fall von Diabetes gute Pienste gefan, Beiletzterem Fall, großartige Dienste. Dr. N.., praktischer Arzt und Bahnarzt. wWo der Harn auch Albumin enthielt, ist der Urin schon frei von alle thologischen Bestandteilen. Ich bestätige Ihnen sehr gern, dass ieh den Namedy-Sprudel 95 1 bei meiner Frau sowie zwei anderen Patientinnen mit Nieren-, Nierenbecken- und Blasenleiden mit recht gutem Erfolge an- und noch anwende. Folgezeit den Sprudel stets wieder zu verwenden. genehm und leicht salzig, so daß seine tägliche Anwendung nicht auf Widerstand stößt. Ich bestätige Imnen, daß Ihr Wasser mir selbst gegen Ueber- Zur Befragung des Hausarztez wird verwlesen auf die Schrift von Geh. San.-Bat Dr. Emil Pfeiffer(Wiesbaden): 20 ganze Flaschen Mark.—, 20 halbe Flaschen Mark.—. einschlieflich Glas. 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