Hbonnement: 70 Pfg. monatſich, Bringerlohn 30 Pfg. durch die Poſt inkl. Poſtaufſchlag Mk..42 pro Quartal. Einzel⸗Nr. 5 Pfg. Inſerate: Kolonel⸗Seile 30 Pfg. Reklame⸗Seile„eel. 20 Nk. Täglich 2 Ausgaben(außer Sonntag) Beilagen: Amtliches Derkündigungsblatt für den Amtsbe Unterhaltungsblatt; Beilage für Cand⸗ und Hau 9 988 8 m und Umgebun Geleſenſte und verbreitetſte Feitung in Mannheim und umgebung Telegramm⸗kidreſſe: „General⸗Anzeiger Mannheim“ Telephon⸗Nummern:; Direktion und Buchhaltung 1449 Buchdruck⸗Abteilung.. 341 Ridanten Exped. u. Verlagsbuchgdlg. 218 Eigenes Redakttonsburegu in Berlin Schluß der Inſeraten⸗Annahme für das Mittagblatt morgens 9 Uhr, für das Abendblatt nachmittags 5 Uhr zirk Mannheim; Handels⸗ und Induſtrie⸗Zeitung für Südweſtdeutſchland; Beilage für Literatur und Wiſſenſchaft; swirtſchaft; Rannheimer Schachzeitung; Sport⸗Kevue; Wandern und Reiſen und Winterſport; Mode⸗Beilage; Frauen⸗Blatt. e= Nr. 24. e Mannheim, Freitag, 30. Mai 1913. ——— (Mittagsblatt). Ne Die heutige Mittagsausgabe umfaßzt 16 Seiten. Deeeeereeeee Celegramme. Der Spionagefall Redl. * Wien, 29. Mai. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauſes brachte der Abgeord⸗ nete Neumann eine Interpellation ein, in der er unter Hinweis auf die im Zuſammenhang mit dem Selbſtmord des Generalſtabsoberſten Redl umlaufenden Gerüchte, wonach Redl, der wie⸗ derholt Vertrauensmann der öſter⸗ reichiſchen Heeresverwaltung in Spionageangelegenheiten war ſſeelbſt in Spionageangelegenheiten verſtrickt geweſen wäre, den Landesverteidigungsminiſter um Auf⸗ klärungen erſucht. *Mien, 29. Mai. In der Angelegenheit Redl hat der Abgeordnete Neumann eine Interpel⸗ lation im Abgeordnetenhaus eingebracht. Den Blättern zufolge betrieb Redl bereits ſeit 14 Jahren Spionage; er war durch ſeine ho⸗ moſexuellen Verfehlungen Er⸗ preſſungen ausgeſetzt, die zu befriedigen, ſeine Mittel nicht ausreichten; er verſiel des⸗ halb auf den verbrecheriſchen Gedanken, ſich durch Veprat militäriſcher Geheimniſſe größere Geldmittel zu verſchaffen, und knüpfte deshalb mit Rußland Beziehungen an. Einmal auf dieſfem Wege, wurde er nun durch die Dro⸗ hung der Anzeige ſeiner Spionagge⸗ tätigkeit zu einer neuen verräteri⸗ ſchen Handlung gezwungen. Schon längere Zeit war aufgefallen, daß militäriſche Maß⸗ nahmen, die erſt geplant und noch nicht in Er⸗ ſcheinung getreten waren, von Rußland bereits durch Gegenmaßregeln erwidert wurden, und daß auch andere militäriſche Geheimniſſe, deren Kenntnis auf wenige Perſonen heſchränkt waren, im Ausland alsbald bekannt wurden. In dem enabegrenzten Kreiſe dieſer Perſonen befand ſich auch der Oberſt im Generalſtab, Redl, derzeit Generalſtabschef des Prager Korps, und die Ueberwachung ergab, daß dieſer tatſächlich mit Rußland in Verbindung ſtehe. Er wurde nun durch eine fingierte Einladung eines ſeiner Auftraggeber ngch Wien in ein Hotek gelockt. Als er dort im eigenen Auto⸗ mobil von Prag eintraf, wurde er von vier Offizieren, die ihn erwarteten, zu einer Beſpre⸗ chung eingeladen. Er ſuchte nun, wohl in der Hoffnung, entkommen oder ſich erſchießen zu können, um eine vorherige Spazierfahrt nach, durfte dieſe aber nur in einem Mietauto unter Bewachung eines zweiten Autos unternehmen. Während ſeiner Fahrt nach Wien wwar in ſeiner Prager Wohnung eine Unterſuchung vorgenom⸗ men worden, die den Verdacht voll beſtätigte. Nach ſeiner Rückkehr ins Hotel fand die Unter⸗ vedung mit den vier Offizieren ſtatt, die bis 1 Uhr morgens dauerte. Zwei der Offisiere blieben dann im Hotel als Wache. Vor dem Verlaſſen des Zimmers batten ſie eine ge⸗ ladene Piſtole und die aufgeſchlagene Schießvorſchrift auf dem Tiſch nieder⸗ elegt. Redl hat die darin ausgeſprochene Auf⸗ 3 noch während der Nacht befolgt. Redl war ein ungemein begabter Offizier, der raſend ſchnell Karriere gemacht hatte. Er war 47 Jahre alt. „Wien, 29. Mai. Die„Militäriſche Rundſchau“, das Organ des Kriegsminiſte⸗ riums, veröffentlicht heute folgende auſſehen⸗ erregende Mitteilung: In der Nacht von Sams⸗ tag, den 24., auf Sonntag, den B. Mai, hat der geweſene Oberſt des Generalſtabs Redl durch Selbſtmord in einem Wiener Hotel geendet. Redl hat dieſe Tat vollführt, als man im Be⸗ griff war, ihn folgender ſchwerer und nunmehr außer Zweifel geſtellter Verfehlungen zu üher⸗ führen: 1. des homoſexuellen Verkehrs, der ihn in finanzielle Schwierigkeiten hrachte; 2. des Verkaufs dienſtlicher Behelfe reſervierter Natur an Acene ten einer fremden Macht Berlin, 30. Mai.(Von unf. Berl. Bur.) Aus Wien wird noch gemeldet: Redl gehörte zu jener weitverzweigten Gruppe von Spionen, die auch die in Budapeſt verhafteten Spione 3 ihren Mitgliedern zählten und deren Zahl noch nicht mit den jetzt verhafteten erſchöpft iſt. Aus Prag wird zu der Affäre noch gemeldet: Der Burſche des Oberſten hat ſich vor einiger Zeit ertränkt. Dieſer Selbſtmord gab zu Ge⸗ rüchten von Beziehungen zwiſchen dem Burſchen und ſeinem Oberſten Anlaß. Redl lebte als junger Offizier zur Erlernung der ruſſiſchen Sprache längere Zeit im Kaukaſus, wo er natür⸗ lich auch mit ruſſiſchen Offizieren verkehrte. Während ſeiner Tätigkeit im Evidentenbüro des Kriegsminiſteriums wurde er gls Oberſtleutnant anläßlich der Annexionskriſis nach Berlin ge⸗ ſchickt. Hier wurde er vom Kaiſer mit eſem hohen Orden ausgezeichnet. Auch nach ſeiner Rückkehr nach Wien wurde er mit einem hohen öſterreichiſchen Orden ausgezeichnet. In Prag war Redl Leiter des Auskunfts⸗ büros im Korpskommando. Dieſes Büro gab ihm Gelegenheit zum Berkehr mit gewiſſen Per⸗ ſonen, die anonyme Anzeigen machten Nach unverbürgten Nachrichten ſoll Oberſt Redl ein Vermögen von 2 Millionen Kronen hinterlaſſen haben. Die Angehörigen des Oberſten Redl, der un⸗ verheiratet geblieben iſt, ſind der Verzweiflung üher ſein Vergehen nahe, Von ſeinen drei Brü⸗ dern iſt der eine Architekt, der zweite Oberſt⸗ leutnant und der dritte Miniſterialrat. Redl war der Liebling aller und von glänzender Be⸗ gabung und beſtrickender Liebenswürdigkeit. Niemand vermutete ſeine Verirrung, Bei Redls Leiche fand man einen an ſeine Angehörigen gerichteten Brief, der ſolgendes beſagte: „Leichtfinn und Weiber haben mich verdorben. Betet für mich, ich büße mein Ver⸗ gehen mit dem Tode!“ Es heißt, ſchon als junger Offizier habe Redl ſich an den Menagegeldern für die Offiztersmeſſe vergriffen. Die Affäre iſt aber noch nicht ab⸗ geſchloſſen. Sicher iſt jetzt, daß Redlſeit Jahren dem großen ruſſiſchen Spionagekonzern angehörte, der in der Regel von den Die⸗ nern ruſſiſcher Militärattachees geleitet wird und der ſeiner Zeit auch die Urſache war, daß der damalige Attachee Martſchenko und ſein Nachfolger Wien plötzlich verlaſſen mußten. Um die dreijährige Dienſtzeit. wW. Paris, 29. Mai. Zu Beginn der Sitzung erörterte der Senat die bereits von der Kammer angenommene Vorlage betreffend die Forderung von 234 Millionen Franes für die Zurückbe⸗ haltung der dritten Jahresklaſſe unter den Fahnen. Der Senator Doumer erſtattete den Bericht des Heeresausfchuſſes, der der Vorlage günſtig iſt, und bemerkte dazu, daß es ſich allein um die Unterkunfts⸗ und Unterhaltungskoſten für die zurückbehaltenen 190 000 Soldaten handele. Der Sozialiſt Flaiſſieres bekämpft lebhaft die militäriſchen Maßnahmen und betonte, daß kein Ereignis die Regierung gezwungen habe, derart vorzugehen. Der Kriegsminiſter Gtienne rechtfertigte die militäriſchen Maßnahmen mit der Notwen⸗ digkeit, das Gleichgewicht mit der be⸗ nachbavyten Armee wiederherzu⸗ ſtellen. Konnten wir, ſo führte der Miniſter aus, untätig bleiben und im September mit nur einer einzigen Jahresklaſſe und unausgebildeten Rekruten daſtehen? Darauf wurde die allgemeine Beratung ge⸗ ſchloſſen und der Geſetzentwurf faſt ein⸗ ſtimmig angenommen. Der Streit im Vor dem Friedensſchluß. W. London, 29. Mai. Das Reuterſche Bureau erfährt, daß Staatsſekretär Edward Greg heute abend an alle Delegierten dſe Einladung gerichtet habe, morgen um 12 Uhr 30 im St. Jamespal aſt zuſammenzukommen, um den Frieden zu unterzeichnen. Ed⸗ ward Grey habe hinzugefügt, er hoffe ſelbſt zu⸗ gegen ſein und einige Worte an die Delegierten richten zu können. Der im⸗Namen der Verbündeten abgefaßt⸗ Protokollentwurf wurde geſtern abend ſämtlichen Kriegführenden geſchickt. Bulgarien wird den Friedensvertrag morgen im Auswärtigen Amt ünterzeichnen, wie es von der eng⸗ liſchen Regierung gewünſcht wub, doch wird die bulgariſche Abordnung nicht an der Verſamm⸗ lung teilnehmen, die von den anderen Verbün⸗ deten für heute nachmittag vereinbart wurde, um die Protokolle zu beraten, deren Faſſung Bul⸗ garien nicht billigt, und die nach dem Wunſche der anderen Verbündeten gleichzeitig mit dem Vertrage unterzeichnet werden ſollen. Bulgarien meint, daß die Aufwerfung der Protokollverträge im gegenwärtigen Zeitpunkt neuen Debatten Tür und Tor öffnen würde. Die ſerbiſchen Dele⸗ Vertrag zu unterzeichnen. Es iſt ſicher, daß ihn auch Griechenland unterzeichnen wird. Der Protokollentwurf enthält einen Artikel be⸗ züglich der Konvention, die nach dem Friedens⸗ ſchluß beraten und unterzeichnet werden ſoll. Wie das Reuterſche Burequ erfährt, teilte das Ausppärtige Amt heute nachmirtag dem griechi⸗ ſchen Delegierten mit, daß der Friedens⸗ vertragmorgenunterzeichnetwer⸗ den müſſe und fragte ſie, ok Griechenland zu unterzeichnen wünſche. Die griechiſche Regierung verſtändigte geſtern den engliſchen Geſandten in Athen dahin, daß ſie zur Unterzeichnung berelt ſe i. Bezüglich des Protokolleurwurfs iſt die Lage nicht ganz llar. Mehrere Delegierten kamen heute nachmittag zuſammen, um den Ent⸗ wurf zu erörtern. Die Türken ſind ſich mit den Bulgaren vollſtändig darüber einig, vor der Un⸗ terzeichnung des Vertrages kein Protokoll zu⸗er⸗ örtern. W. Einlenken Pulgariens? Berlin, 30. Mai.(Von unſ. Berl. Bur.) Aus Belgrad meldet der Draht: Die Ausſprache zwiſchen Paſitſch und Geſcho w findet heute oder morgen an einem Punkte der ſerbiſch⸗bulgariſchen Grenze ſtatt. Dies wierd hier als ein Einlenken Bulgariens aufgefaßt. Man glaubt auch, daß Bulgarien unter und erklären wird, daß es die Abgren⸗ zungsfrageoffenlaſſen und dem Ver⸗ langen der Großmächte nachgeben wird. Was Bulgarien beanſprucht. Die„Reichspoſt“(Nr. 244) bringt folgende „Mitteilungen von hervorragender bulgariſcher Seite“: Bulgarien wird auf der un bheding⸗ ten Erfüllung des Bündnisver⸗ trages ſeitens Serbiens beſtehen. Die vertragsmäßigen Forderungen Bulgariens ſind zweierlei Art: Einverleibung der befreiten bulgariſchen Gebiete wie ſie im Vertrage genau abgegrenzt ſind, und Schiedsſpruch Rußlands üher die Zugehörigkeit jener Gebiete, die als ſtrittig bezeichnet werden, das iſt der Gebiete von Kumanovo, Tetovo(Kalkandelen) Kicevo, Uesküb, Dibra und Strugg. Die Bevölkerung dieſer Ländereien iſt in threr erdrücken⸗ den Mehrheit bulgariſch, doch da bei dem eiligen Abſchluſſe des Bündnisvertrages mit Serbien über die Zukunft derſelhen kein Einvernehmen erzielt werden konnte, ließ man Balkanbund. gierten erhielten heute mittag Anweiſung, den dem Druck der Großmächte nachgeben h des Krieges, wohei für den Fall der Nichteini⸗ gung der Schiedsſpruch Rußlands vorgeſehen und vertragsmäßig feſtgelegt wurde. Niemals hätte Bulgarien den Krieg begonnen, wenn es gewußt hätte, daß Serbien den Vertrag werde brechen wollen. Bulgarien wird nur dem im Vertrage vorgeſehenen Schiedsſpruche Rußland⸗ über die ſtrittigen Gebiete oder dem Unglücke ſeiner Waffen ſich fügen. Die bulgariſche Re. gierung hat der ſerbiſchen klipp und klar erklärt, daß es für ſie keinen anderen Weg zur Ordnung der Angelegenheit geben könne. Paſitſchs ent⸗ ſcheidende Erklärung in der Skupſchtina wird über Krieg oder Frieden entſcheiden. Aber es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß die militäriſchen Of⸗ fenſivaktionen Serbiens eine überraſchende Tat⸗ ſache ſchaffen. Wir ſind bereit, für unſer Recht ihnen die Bruſt zu zeigen. Mit Griechenland hat Bulgartien keinen Teilungsvertrag vor dem Krieg abgeſchloſſen. Die Griechen verlangen Saloniki. Darauf erklärt Bulgarien, daß dieſer Hafen geographiſch, ökonomiſch und politiſch nicht von dem mazedoniſchen Hinterlande loszu⸗ löſen iſt, Das Hinterland iſt bulgariſcher Beſitz. Bulgarien fordert daher auch den Hafen, der ohne innigen Zuſammenhang mit dem Hinter⸗ lande allmählich dem Verfalle überantwortet wäre. Bulgarien fordert dieſen Hafen für ſich, aber es denkt nicht an eine brutale Wegnahme. Bulgarien fordert, daß die Frage der Zuge⸗ hörigkeit Salonikis von den Mächten gelöſt werde. Von allen Mächten, nicht von einzelnen, nicht von der Tripelentente allein. Wenn alle Mächte Saloniki den Griechen zuſprechen, ſo wird Bulgarien auf den Hafen verzichten, fonſt aber kann nur ein unglücklicher Krieg Bulggrien zur Aufgabe ſeines Anſpruches auf Saloniki zwingen. Kaiſer Wilhelm und der Jar als Friedensfürderer. Berlin, 30. Mai.(Von unf. Berl. Bur.) Aus Paris wird gemeldet: Nach dem „Temps“ haben während des Aufenthaltes des ruſſiſchen Zaren in Berlin dieſer und Kaiſer Wil⸗ helm ein Telegramm an den Zaren Ferdinand in friedenförderndem Sinne geſandt. Nach einer geſtern abend aus Sofia eingetroffenen Privat⸗ meldung hat König Ferdinand ſowohl dem deut⸗ ſchen Kaiſer, wie an den Zaren eine Depeſche folgenden Inhalts geſandt: „Bulgarien hat die Friedensverhandlunger niemals eigenwillig behindert oder verzögert und trifft zur Zeit Anſtalten zur friedlichen Verſtän⸗ digung mit Serbien und Griechenland von der Vorausſetzung geleitet, die gleich guten Geſin⸗ nungen in Belgrad und Athen zu finden.“ Bei Abgang dieſer Depeſche heauftragte der König FFerdinand die Genergle Sawow und Iwanoff ſich zu einer Beſprechung mit dem ge üm Generalſtabschef nach Saloniki zu egeben. Die Stimmung in Kerbien. Belgrad, 29. Mai. In der Debgttz über das Expoſ erklärte der Interpellant Ctojau Ribarae, der Führer der Nationaliſten, die Antwort des Miniſterpräſidenten ſei vielfach un⸗ klar. In Verkennung der eigenen Kraft habe die Regierung den verhängnisvollen Vertrag mit Bulgarien abgeſchloſſen. Paſitſch habe vor dem Kriege erklärt, daß Serbien für das Nationali⸗ tätsprinzip ſei. Nur die Nationaliſten verträten den Standpunkt, daß Serbien eine direkte Grenze mit Griechenland haben müſſe. Erſt jetzt pflichte auch die Regierung dieſer Auffaſſung bei, welche die Autonomie Mazedoniens und einen Schiedsſpruch und die Erfüllung des ſerbiſch⸗bul⸗ gariſchen Friedensvertrages ausſchließ, denn die Schaffung Großbulgariens bedeute eine ſtändige Gefahr für Serbien. Die Selbſterhaltung müſſe das oberſte Vertragsgeſetz blei⸗ ben, wofür kein Opfer zu groß ſein dürfte dieſe Frage in der Schwebe, bis nach Abſchluß Die Regierung ließ den günſtigen Augenblick für eine Vertragsreviſion unbenutzt; ſie mußte für die 2. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagsblatt). Freitag, 30. Mai 1913. geleiſtete Hilfe ſofort Entſchädigung fordern. Be⸗ treffend die albaneſiſche Frage ver⸗ ſäumte die Regierung die rechtzeitige Wider⸗ legung der derzeitigen Behauptung Danews, daß Bulgarien zur Unterſtützung Serbiens in dieſer Frage nicht verpflichtet geweſen ſei. Ferner lud die Regierung eine ſchwere Verantwortung auf ſich, als ſie die Anträge wegen Ueberlaſſung Salonikis an Serbien ablehnte. Redner bean⸗ tragte eine motivierte Tagesordnung, wonach die Skupſchtina der Armee die Bewunderung zollt und die Erwartung ausſpricht, daß das eroberte Gebiet eheſtens Serbien angegliedert werde, und bedauert, daß die Regierung nicht auf der Höhe der politiſchen Situation ſtand.(Beifall b. d. Nationaliſten.) Der Sozialdemokrat Lapcevic fordert namens ſeiner Partei Beſchleunigung des Ab⸗ ſchluſſes des Friedens und die Anſtrebung einer Konföderation der Balkanſtaaten ſtatt der gegen⸗ ſeitigen Verhetzung. Oeſterreich⸗UAngarn gegen Serbien. W. Wien, 29. Mai. Die Wiener Allge⸗ meine Zeitung ſtellt feſt, daß Paſitſch in ſeinem Expoſe bezüglich der Haltung Oeſter⸗ reich⸗Ungarns verſchiedene unrichtige Behauptungen aufgeſtellt habe. Hierzu ſchreibt das Blatt u..: Paſitſch teilte mit, daß Oeſterreich⸗Ungarn Serbien bloß auf eigenem Territorium einen Handelshafen zugeſtehe. Von einem eigenen Territoriumiſt nie die Rede geweſen. Er behauptete ferner, daß alle Mächte ihr territo⸗ riales Desintereſſement beſchloſſen hätten. Wenn auch Oeſterreich⸗Ungarn durch ſeine ganze Politik gezeigt hat, daß es keine Eroberungen zu machen gedenke, und wenn es auch deer Kriegführung der Balkanſtaaten kein Hindernis in den Weg gelegt hat, ſo hat es doch niemals durch eine offtzielle, anderen Mächten abgegebene Erklärung ſich gebunden, ſo wie auch Oeſterreich⸗ Ungarn keine Neutralitätserklä⸗ rung abgegeben hat. Es hat ſich vielmehr frei⸗ Hand vorbehalten, indem es den Verlauf der Er⸗ eigniſſe abwartete. Es ſteht jetzt noch auf demſelben Standpunkte. Die innerpolitiſche Lage. Eine Einigung über den Wehrbeitrag. W. Berlin, 29. Mai. Die Beſpre⸗ chung, die entſprechend dem Beſchluß der Budgetkommiſſion je zwei Mitglieder der Par⸗ teien mit dem Reichsſchatzſekretär Kühn heute nachmittag über den Wehrbeitrag hatten, dauerte drei Stunden. Darin wurde eine Einigung erzielt, die im aroßen und ganzen auf folgender Gr un dlage beruht: Das Einkommen wird kapitali⸗ ſjert, und zwar werden Einkommen von 5000 bis 50 000 Mark dem 10fachen Vermögen, Ein⸗ kommen von 50⸗ bis 100 000 dem 12½ fachen Vermögen, Einkommen über 100 000 Mark dem 15fachen Vermögen gleichgeſtellt Vom Ein⸗ kommen werden 5 Prozent als Vermögenszins abgezogen. Einſtimmig angenommen wurde die Heran⸗ ziehung der Einkommen von 50000 Mark an auf⸗ wärts. Vermögen unter 50000 Mk. ſollen freibleiben, jedoch mit der Ein⸗ ſchränkung. daß Vermögen von 30- bis 50 000 Mark deszjenigen ſteuerpflichtig ſind, der gleich⸗ zeitig,ein Einkommen von 2000 Mark und mehr hat. Die Steuerſätze werden ausgeſtaffelt, doch ſind die Sätze der Höhe noch nicht feſtgelegt. Zur Verſtändigung über den Wehrbeitrag wer⸗ den noch folgende Mitteilungen gemacht: Der Wehrbeitrag beginnt bei 30 000 Mark Vermögen mit 0,5 Prozent und ſteigt bis auf 1 Prozent bei einer Million, und auf 1,5 Prozent bei mehr als zehn Millionen Vermögen. Die Beſteuerung der Einkommen wird nach beſonderen Grundſätzen erfolgen. Bei Einkommen aus Berufen wird kein Abzug gemacht, ſondern die entſprechende Mul⸗ tiplizierung tritt ſofort ein. Die Schätzung des Einkommens erfolgt auf Grund des Landes⸗ ſteuerſatzes. Das Reichsſchatzamt wird feſtſtellen, ob auf dieſem Wege ein Betrag von einer Milliarde erreicht wird. Iſt das nicht der Fall, ſo wird man noch Aenderungen vornehmen. Zur Deckungsfrage. In parlamentariſchen Kreiſen tritt nach einem Berliner Telegramm der„Köln. Volksz.“ wieder eine hoffnungsvollere Stim⸗ mung zutage inbezug auf die Löſung der Deckungsfrage. Man glaubt doch eine Grund⸗ lage finden zu können, auf der die bürgerlichen Parteien ſich einigen können. Im Laufe der nächſten Woche werden möglicherweiſe auch die Finanzminiſter einiger Bundesſtaaten in Berlin zuſammenkommen, um ſich über eine Neugeſtal⸗ tung der Deckungsvorlage zu verſtändigen. Die Regierung gegen eine Reichsvermögens⸗ ſteuer. J Berlin, 30. Mai.(Von unſ. Berl. Bur.) Wie es heißt, hat in der geſtrigen Sitzung der Budgetkommiſſion des Reichstages bei der allgemeinen Erörterung des Wehrbeitrages ein nationalliberaler Abgeordneter an den Reichs⸗ ſchatzſekretär ſich mit der Frage gewendet, ob es der Regierung mit der Ablehnung der Reichsvermögensſteuer ernſt ſei. Darauf hat der Reichsſchatzſekretär erwidert, daß die Regierung für eine Reichsvermö⸗ gensſteuer unter keinen Umſtän⸗ den zu haben ſei. Deutsches Reich. — Zur braunſchweigiſchen Frage. Der Stadt⸗ direktor von Hannover, Tramm, berichtete in der geſtrigen Sitzung der ſtädtiſchen Kollegien über die Eindrücke bei der Hochzeitsfeier im Kaiſerhaus und ſprach die Ueberzeugung aus, daß zwiſchen dem Hohenzollern⸗ und dem Welfenhauſe der alte Zwiſt begraben ſei und daß die beiden Fürſten in Zukunft treu zu⸗ ſammenſtänden. Aus dem Trinkſpruch des Kai⸗ ſers habe er entnehmen können, daß Prinz Ernſt⸗ Auguft demnächſt in Braunſchweig einziehe. Gegenüber weitergehenden Wünſchen der Pro⸗ vinz Hannover bemerkte er, es müſſe jedem politiſch Denkenden klar ſein, daß damit auch die hannoverſche Frage erledigt ſei. Er ſei überzeugt, daß das Beiſpiel der Fürſten bei der Bevölkerung Nachahmung finden werde und daß die Gegenſätze, die ſeit 47 Jahren ſtörend gewirkt hätten, verſchwänden und alle Kräfte zur gemeinſamen Förderung der Intereſſen des Landes Hannover ſich vereinigen würden. Man müſſe den beiden Fürſten tiefen Dank aus⸗ ſprechen, dem Kaiſer und dem Herzog von Cum⸗ berland, der das häusliche und politiſche Glück ſeines Sohnes höher geſtellt habe, als die Ver⸗ gangenheit. — Südweſtdeutſcher Gautag des Bundes der den 1. Juni, treten die Delegierten der ſüdweſt⸗ deutſchen Verwaltungsſtellen des Bundes der techniſch⸗ induſtriellen Beamten in Straß⸗ burg i. E. im Zivilkaſino zu ihrem diesjäh⸗ rigen Gautage zuſammen. Aus der reichhaltigen Tagesordnung verdient beſonders hervorgehoben zu werden das Referat„Die Arbeitszeit im tech⸗ niſchen Beruf“, das der bekannte Straßburger Arzt Herr Dr. med. Back übernommen hat. Um auch Außenſtehenden die Möglichkeit, den Vor⸗ trag zu hören, zu geben, ohne daß ſie gezwungen ſind, den ganzen Verhandlungen beizuwohnen, iſt der Vortrag auf punkt 11 Uhr vormittags feſtgeſetzt worden. Daneben werden die Dele⸗ gierten den Bericht der Gauleitung ſowie der einzelnen Verwaltungsſtellen entgegennehmen und die Ergebniſſe des kürzlich in Berlin abge⸗ haltenen neunten Bundestages beſprechen.— Der Tag eht am Vorabend eine öffentliche techniſch⸗induſtriellen Beumten. Am Sonntag, ſchaf Verſammlung in Straßburg im Zivilkaſino vor⸗ aus, in der Herr Ingenieur Sandrock⸗Berlin über das Thema„Ziele und Wege der modernen Angeſtelltenbewegung“ referieren wird. Die badiſchen Tandtags⸗ mahlen. Wahlabkommen und Arbeitsgemeinſchaft. Der„Deutſche Volksbote“ bringt in ſeiner nächſten Nummer folgenden Artikel über die Begriffe„Wahlabkommen und Arbeitsge⸗ meinſchaft“: Vor einigen Tagen haben in Karlsruhe zwi⸗ ſchen den Vertretern der Nationalliberalen Par⸗ tei, der Fortſchrittlichen Volkspartei und der Sozialdemokratiſchen Partei wieder Beſprech⸗ ungen ſtattgefunden über das Vorgehen bei der Landtagswahl. Man iſt dabei vorläufig noch zu keinem Ergebnis gekommen, die Be⸗ ſprechungen werden aber in kurzer Zeit fort⸗ geführt und dürften in nächſter Zeit zu einem greifbaren Ergebnis führen, das dann noch der Zuſtimung der Geſamtpartei bedarf. Leider iſt es die tagtägliche Erfahrung, daß über die Bedeutung, die allgemeine Bedeutung eines Abkommens der Linksparteien keine richtige Auffaſſung herrſcht. Vielfach werden die Intereſſen eines Wahl⸗ kreiſes als für wichtiger erachtet, als die Intereſſen der Geſamtpartei oder dar⸗ über hinaus, des ganzen Landes. Denn es handelt ſich hier doch ſichtlich um eine grundſätz⸗ liche Erledigung der Frage: In welcher Haupt⸗ richtung ſoll künftighin die Politik des Landes gehalten werden? Was wir zu erwarten haben, wenn die Linke ſtark geſchwächt wird, das wiſſen wir ja. Wir ſehens in Bayern und an andern Staaten, wo ſich das klerikal⸗konſervative Regi⸗ ment vorbereitet. Es iſt etwas Schönes um die Selbſtändigkeit der Parteien. Wir wüßten aber nicht, inwie⸗ fern unſere Partei unſelbſtändiger wäre als andere, als das Zentrum, die Konſervativen, die Fortſchrittler uſw. Alle ſind darauf angewieſen, da und dort für die Wahlen Vereinbarungen zu treffen, die an einem Ort ein Opfer bedingen, das an einem andern Ort durch einen Vorteil aufgewogen wird. Und ſo iſt es doch zu verſtehen und aufzu⸗ faſſen, wenn die Wähler an einem Ort für einen fremden Kandidaten ins Feld ziehen, wogegen an einem andern Ort die Wähler der andern Partei für unſeren Kandidaten kämpfen. Es iſt doch Kirchturmspolitik im engſten Sinne des Wortes, wenn darüber auch nur die geringſte perſönliche Mißſt im⸗ mung aufkommen kann. Es gilt nicht für einen Kandidaten zu kämpfen, es gilt nicht für einen. Wahlkreis zu kämpfen, ja es gilt nicht einmal in erſter Linie für die Lage der Partei zu kämpfen — es gilt hier den Einſatz für die ganze Politik des Landes! Was wir unterein⸗ ander auszumachen haben, etwa mit den Sozial⸗ demokraten und den Fortſchrittlern, das kommt ſchon noch und jene werden es ſich auch nicht nehmen laſſen, die Wahrheiten, die ſie für uns aufbewahrt haben, anzubringen. Es iſt dies aber auch nicht nötig, daß es anders ſei, denn, wohlverſtanden, es gilt ja nicht eine Ar⸗ beitsgemeinſchaft zu ſchaffen, ſondern ein Wahlabkommen. Was iſt denn der Unterſchied zwiſchen einem Wahlabkommen und einer Arbeitsgemein⸗ 17 Ein Wahlabkommen gilt eben nur für die Wahl. Man führt da eine Art Stimmvertei⸗ lung durch, die in veredelter Form durch das Verhältniswahlrecht ſpäter geſchaffen werden ſoll. Man bemüht ſich natürlich inſofern ein gerechtes Ausmaß zu ſchaffen, als man rechnet: Hier geben wir einer anderen Partei ſoviel Stimmen und dort müſſen wir eine ähnliche Zahl erhalten. Nicht immer iſt das möglich. Vielſach liegen verhältnismäßig kleine Wählergruppen an einer wichtigen Stelle und dieſe müſſen dann unter Umſtänden teuer erkauft werden. Aber jedenfalls wird unſererſeits dafür geſorgt, daß den Opfern ein gleicher Vorteil entgegenſteht, ſo daß jedenfalls auch nicht ein Mann, der ernſtlich und ſelbſtlos Politik macht, zu Schaden kommt. Es iſt ja ganz un⸗ „Wiiglieder der Bolkspartel und die Se; begreiflich, wie kleinlich manchmal geurteilt⸗ wird. Zwar aus beſtem Willen und treuen Geiſte heraus, aber immerhin mit beſchränkter Einſicht. Man muß eben das ganze Bild ins Auge faſſen und danach dann urteilen. Man darf in dieſem Augenblick an das Vor⸗ gehen des Zentrums erinnern, das im ſelben Augenblick, mit einem Hoch auf die Re⸗ ligion die Loſung: Wählt den Sozialdemokra⸗ ten! ausgibt. Erzbiſchöfe und andere hochwür⸗ dige Herren ſitzen da ohne Beſorgnis mit knall⸗ roten Ballonmützen in geheiligten Domgrüften zuſammen und beraten über die Art, wie mans am beſten macht. Alſo vor ſich ſelbſt kann es jeder verantwor⸗ ten, wenn er einmal ſeine Stimme einem ihm nichts weniger als angenehmen Kandidaten geben muß. Und wir glauben auch im Ganzen mit Wählern rechnen zu dürfen, die dieſe Sach⸗ lage verſtehen und die allgemeinen Intereſſen vor die beſonderen zu ſtellen vermögen. Es gilt nur, daß man in allen Verſammlun⸗ gen genau auseinander hält: Wir Nationallibe⸗ rale ſind zuſammengekommen, um miteinander die Lage zu beſprechen. Wir ſtehen auf dem Standpunkt, wir ſind treu vaterländiſch geſinnt und liberal. Wie können wir uns nun am beſten durchſetzen, wie können wir in unſerem Lande die größte Macht gewinnen, die notwendig iſt, um die Politik in ein günſtiges Fahrwaſſer zu bringend Das kann eben dann unter Umſtänden nur mit einem Opfer möglich ſein, wobei⸗ man aber immer und immer wieder betonen ſoll: Ihr ſollt nationalliberal ſein, ſollt keinen Zoll breit von dieſem Boden weichen, ſollt mit aller Macht daran gehen, dieſen Machtbereich noch zu er⸗ weitern, aber die höhere Pflicht gebietet es jetzt, einmal beſtimmte Kämpfe ruhen zu laſſen und andere umſo erbitterter zu kämpfen. Gerade wie im Kriege ein Heerhaufen auch nicht blind⸗ lings losſtürmen kann, ſondern zu Zeiten ein⸗ mal Gewehr bei Fuß ſtehen muß oder gar Seite an Seite mit Verbündeten kämpft, die ihm nicht gerade ſonderlich angenehm ſind. Das alles muß klar ins Auge gefaßt und unterſchieden werden, dann wird es nicht ſchwer halten, bei allen Wählern das nötige Verſtänd⸗ nis zu wecken. Nirgends, aber auch nirdends ſoll ſich ein nationalliberaler Wähler für einen Freiſinnigen erhitzen oder für einen Sozial⸗ demokraten, ſo wenig ſich ein Sozialdemokrat für einen Nationalliberalen erhitzt und erhitzen ſoll. Aber der Sozialdemokrat wählt eben zu Zeiten am beſten ſozialdemokratiſch, wenn er den Nationalliberalen wählt und ein National⸗ liberaler am nationalliberalſten, wenn er den Sozialdemokraten wählt. Alſo klar zum Ge⸗ fecht, gehe es nun wie es wolle! Württembergiſche Politik. Obſtruktion im Landtag. W. Stuttgart, 29. Mai. In der Zwei⸗ ten Kammer kam es heute bei der Beratung des Etats zu lebhaften Auseinander⸗ ſetzungen. Nachdem ein Antrag auf Schluß der Debatte angenommen war, ſprach der Abge⸗ ordnete Haußmann(Volkspartei) in einer Debatte zur Geſchäftsordnung von einer Ver⸗ 9 8 d 5 Redefreiheit und rohte, eine Parteifreunde ſolchen Umſtänden der Abſtimmung enthalten würden. Als dann ein Antrag des Abgeordneten Keil(ſd.) die Abſtimmung über den Antrag des zur Frage der Aufhebung der Kreisregierung en, auf morgen zu verſchieben, abgelehnt worden war, verließen die Mitglieder der Volks⸗ [partei und die Sozialdemokraten mit Ausnahme Haußmanns und Keils den Saal Haußmann bezweifelte darauf die Beſchluß⸗ fähigkeit des Hauſes. Die Sitzung mußte abge⸗ brochen und eine neue Sitzung für eine Viertel⸗ ſtunde ſpäter anberaumt werden. Als der Prüſi⸗ dent v. Kraut nach Eröffnung der neuen Sitzung die Etatsberatung bei Titel 2 fortſetzen wollte, erhob der Abgeordnete Keil Widerſpruch. Die Aldemo Feruilleton. Ein Neuland deutſcher Runſt. Das alte Erbübel der Deutſchen, die lange mit größerer Aufmerkſamkeit und Begeiſterung auf das Fremde als auf ihr eigenes Schaffen ge⸗ ſchaut haben, iſt vielleicht nirgends deutlicher zutage getreten, als in der Betrachtung und in der Beurteilung der deutſchen Kunſt. Während wir das Schöne in Italien und Frankreich, in England und Spanien mindeſtens ebenſo freudig erkannt und eifrig erforſcht haben, wie die Be⸗ wohner dieſer Länder ſelbſt, ward das Eigene und Nahe vielſach gering geachtet, und erſt heute be⸗ ginnt eigentlich völlig der Bann zu weichen, der ſo lange auf den Schätzen der Heimat lag; erſt heute fängt der Deutſche an einzuſehen, daß die Denkmäler des Vaterlandes ihm Genüſſe erſchlie⸗ zen und Wunder offenbaren, wie es keine Fremde bermag. Zunächſt ſind aber nur die älteren Epochen an⸗ ſever Kunſtgeſchichte, Gotik und Renaiſſance, ganz aus dem Dornrößchenſchlaf erweckt worden. Auf der Geiſteskultur, die in der Zeit nach dem großen Kriege entſtand, laſtet noch immer ein Fluch, und vergebens müht ſich die Geſchichts⸗ forſchung, dieſe Anſchauungen richtig zu ſtellen. Immer wieder iſt in neueſter Zeit mit Nachdurck hervorgehoben worden, daß der dreißigjährige Maße zerſtört habe, wie dies früher be⸗ hauptet wurde, daß lebenskräftige Keime ge⸗ nug übrig blieben, um mit überraſchender Schnelle eine neue Blüte hervorſprießen zu laſſen. Die Hiſtorie vermag mit ihren ſtatiſtiſchen gelehr⸗ ten Darlegungen einen ſo feſt eingewurzelten Glauben nie auszurotten; nur ein anſchauliches Erfaſſen der künſtleriſchen Größe dieſer mißach⸗ teten Epoche kann im Volksbewußtſein die alte Mär verlöſchen und uns davon überzeugen, daß auch damals die Deutſchen Gewaltiges und Un⸗ vergängliches geleiſtet haben. Die erſten Schritte, um dieſes Neuland der Kunſt, die Zeit des deutſchen Barock und Rokoko, zu entdecken, ſind bereits getan. Bei der Archi⸗ tektur hat man angefangen, und immer ſtärker wird nicht nur bei den Forſchern, ſondern auch in den weiteren Kreiſen das Gefühl lebendig, daß die Baukunſt in der zweiten Hälfte des 17. und im 18. Jahrhundert einen Höhepunkt deut⸗ ſcher Formphantaſtie und Raumgeſtaltung dar⸗ ſtellt, wie er ſonſt nur in der Gotik erreicht wurde. Eine Reihe glänzender Geſtalten deutſcher Bau⸗ meiſter, die völlig vergeſſen waren, iſt aus den Archiven zu neuem Leben erweckt worden, und die herrlichen Werke, zeugen heute nicht nur von dem Ruhm der bekannten Meiſter Schlüter und Balthaſar Neumann ſondern auch von den die Leiſtungen jeder andern damaligen Kunſt überragenden Größe der Welſch, Gruenſtein, Schlauw, Stengel u. a. Populäre Ab⸗ bildungswerke tragen die Bedeutung dieſer Bau⸗ Krieg die deutſche Kultur gar nicht in dem meiſter und Bauten des deutſchen Barocks überall hin. Doch die anderen Kunſtzweige liegen faſt völlig im Dunkel, vor allem die Malerei. Hier muß erſt noch das 11 für alles Schauen und Forſchen ans Licht gefördert werden, und es be⸗ deutet deshalb eine wirkliche Tat, daß auf Veran⸗ laſſung des Großherzogs Ernſt Ludwig von Heſſen im Sommer 1914 im Reſidenz⸗ ſchloß zu Darmſtadt ſeine retroſpektioe Ausſtellung„Deutſche Kunſt von 1650 bis 1800“ ſtattfinden wird, die zum erſten Mal einen Ueberblick über die künſtleriſchen Kräfte der Epoche vom Ende des dreißigjährigen Hrieges bis 915 Beginn der napoleoniſchen Aera gewähren ſoll. Umfaſſende Vorbereitungen, durch die das bis⸗ her noch niemals ſyſtematiſch erforſchte Material aus den großen Gallerien und Muſeen wie aus Privatbeſitz zuſammengebracht werden wird, ſind getroffen; überall in deutſchen Landen ſind Mu⸗ ſeumsdirektoren, Konſervatoren, Kunſtgelehrte u. Kunſtfreunde zur Mitarbeit gewonnen, und auch an alle Privatſammler, die Schätze aus dieſer Zeit beſitzen, ergeht der Ruf, dem kunſtwiſſenſchaft⸗ lichen Leiter der Veranſtaltung, Profeſſor Georg Biermann, davon Mitteilung zu machen. Es wird ein wundervolles Schauſpiel ſein, zu ver⸗ folgen, wie ſich die deutſche Kunſt unter dem Schutz der Fürſten und im Lichte der Höfe zu reich⸗ ſter Pracht entfaltet und wie dann im Gegenſatz dazu die erſten Keime bürgerlicher Kunſtübung entſtehen und ſich die Macht der einzelnen Per⸗ ſönlichkeit allmählich immer deutlicher zeigt. Aber auch im Eingelnen ſtehen große Ueber⸗ raſchungen bevor, wenn man bedeukt, daß ſchon die bisherige geringe Beſchäftigung mit dieſer Zeit glänzen de Entdeckungen zutage ge⸗ fördert hat, ſo aus dem 17. Jahrhundert den geni⸗ alen Hamburger Scheits, den prächtigen Schle⸗ ſier Willmanm, aus dem 18. Jahrhundert den bornehm eleganten Mathien, den ſo merkwür⸗ dig modern anmutenden Wilck, den ga⸗ lanten de Peters. Unter dem Zahl⸗ reichen Geſchlecht d er Tiſchbein wird man die überragende Genialität des großen Kolopiſten Friedrich Auguſt deutlich er⸗ kennen und den andern ihre Stelle anweiſen. Weite unbekannte Gebiete werden unſerm Blick erſchloſſen werden: die flotte Skizzierkunſt des Wieners Gran und ſeiner Schule, der bay⸗ riſchen und Tiroler Freskenmaler, die herrliche Reihe der höfiſchen Porträ⸗ tiſten von Kupetzky und Meytens bis zu Georg von Marses und Graff. Die inter⸗ nationale Berühmtheit Mengs, die feine Zeit⸗ ſtimmung der Meiſter um Goethe, Hackerts, W. Tiſchbeins, Angelica Kaufmanns und den Ruf Richard Wagners erfüllen:„Ehrt Euere deutſchen Meiſter, dann bannt Ihr gute Geiſter! Das neue graphiſche Rabinett. Die Eröffnung der Ausſtellung des Künſtler⸗ bundes hat die Bedeutung der neuen Räume des graphiſchen Kabinetts zurücktreten laſſen, die — Freitag, 30. Mai 1915. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagsblatt). 8. Seite. kraten verließenabermals den Saal. v. Kraut erklärte, er gehe davon aus, daß die Ab⸗ ſtimmung auf morgen verſchoben ſei, womit aber Haußmann ſich nicht zufrieden gab ſondern eine beſtimmte Erklärung verlangte. Nachdem der Vizepräſident v. Kiene dem Präſidenten darin beigeſtimmt hatte, die Abſtimmung auf morgen zu verſchieben, kehrten die Mit⸗ glieder der Volkspartei und die Sozialdemokrater auf ihre Plätze zurück, und die Beratung nahm ihren Fortgang. Aus Stadt und Tand. * Maunheim, 30. Mai 1913. Mannheim. Wir erhalten folgende Zuſchrift: Mit großem Intereſſe habe ich den bedeutungs⸗ vollen Artikel„Mannheim“ im Abendblatte vom 24. ds. Mts. geleſen und möchte nicht verſäumen, Ihnen herzlichſt Glück zu wünſchen zur Aufkollung der dort berührten Fragen. Jeder einſichtige Mitbürger wird gerne die Worte unterſchreiben, daß Mannheim unmöglich gleichzeitig auf allen Gebieten glänzen kann, und Daß noch viele wichtige Aufgaben zu löſen ſind. Wie fehlt es noch an beſſeren, geſünderen und billigen Wohnvierteln für unſeren (beſſeren) Mittelſtand. Wie mangelhaft ſint teilweiſe noch die Verbindungen nach den außer⸗ halb gelegenen Wohn⸗Möglichkeiten, wie z. B. nach dem nahen Ladenburg, nach welchem ab und zu bis 50 Minuten Fahrzeit von der fahrplanmäßigen Abfahrt des Zuges ab Haupt,⸗ bahnhof an gerechnet, konſtatiert wurden. Wie ungeheuer wichtig iſt ferner die Frage der Schaffung von alkoholfreien Volkshäuſern und Ledigenheim, wenn Mannheim bezüglich der Bekämpfung der Degeneration nicht etappenzweil hinter anderen modernen Stadtverwaltungen zurückbleiben und ſeine Pflichten am Vaterland verſäumen will. Sofern der Stadtrat ſich nicht entſchließen kann, dieſe Aufgaben ſelbſt zu löſen, ſo ſollte er zum mindeſten Organiſationen ſeine ganze Unterſtützung angedeihen laſſen, die ſich bereit erklären würden, zunächſt einmal ein alkoholfreies Volksheim in der Nähe des Haupt⸗ bahnhofes oder in dem Zentrum der Stadt 3u erſchaffen. Bemerkenswert dürfte bei dieſer Ge⸗ legenheit folgende Meldung ſein: Es geht auch ſo. Die Abiturienten des Ludwigs⸗Gymnaſiums in Saarbrücken haben auf Anordnung des Herrn Prof. Dr. Königsbeck von einem beſonderen Abiturien⸗ ten⸗Kiunmers abgeſehen. Sie haben damit tiger Mitglieder überwieſen. verdient alle Anerkennung. Wieviel leiſtungsfähiger könnten wir z. B. noch werden, wenn die Beſſerung, die an Univer⸗ ſttäten bezüglich des Alkoholkonſums allſeits feſtgeſtellt wird, auch auf die Studierenden der Techniſchen Hochſchulen übergreiſen würde, an denen es noch recht traurig aus ieht, ſodaß vielfach junge Leute von Techniſchen Hoch⸗ ſchulen kommen, die außer dem Bierkomment verhältnismäßig wenig dazu gelernt haben, ſo⸗ fern ſie nicht Prüfungen machen mußten. Zum Schluſſe gebe ich nochmals meiner Freude Ausdruck, die ich als nationalliberaler Wähler gehabt habe, als ich den Artikel in hrem Blatte geleſen habe. X. Beſtattung des Meterinürrats Robert Alm. Geſtern nachmittag ſind, wie in einem Teil der Auflage der letzten Nummer bereits berichtet wurde, die ſterblichen Ueberreſte des alten lieben Parteifreundes Robert Ulm dem Feuergrabe PF7CCCCE ²˙·Ü— übergeben worden. Es war eine ergreifende Trauerfeier, die in der Halle des Krematoriums ſtattfand. So groß war die Beteiligung, daß mancher Trauergaſt keinen Einlaß mehr finder konnte. Außer zahlreichen perſönlichen Bekann⸗ ten, Kollegen und Parteifreunden hatten ſich die Vorſtände der hieſigen militäriſchen Vereine und verſchiedene Veteranen eingefunden. Wir bemerk⸗ ten u. a. die Herren Geh. Regierungsrat Dr. Clemm, Gendarmeriekommandant Major Faller, Direktor Dr. Blu., Bürgermeiſter Ritter, Stadtſchulrat Dr. Sickinger, Direktor der Fuhr⸗ und Gutsverwaltung Krebs, Direktor des Schlacht⸗ und Viehhofes, Dr. Fries, Landtagsabg. König, Hofrat Behaghel, Direkt. Hieronymi u. Zahnarzt Müller. Die tiefgebeugte Witwe, der Sohn und die beiden Töchter waren ebenfalls erſchienen. Sogar der Bräutigam der Tochter, die ihrem Vater vor zwei Jahren im Tode vorangegangen iſt, war aus weiter Ferne herbeigeeilt, um dem von ihm ſo ſehr verehrten Vater ſeiner unvergeßlichen Braut die letzte Ehre zu erweiſen. Zu beiden Seiten der mit prächtigen Kranzſpenden reichgeſchmückten Bahre hatten die Fahnendeputationen von acht Vereinen Aufſtellung genommen. In vorderſter Reihe ſtanden die Standartenträger des Land⸗ wirtſchaftlichen Bezirksvereins Mannheim und des Velozipediſtenbereins Mannheim. Die Stadt⸗ verwaltung hatte der Verdienſte des langjährigen Stadtverordneten durch einen Lorbeerkranz mit Schleife in den Stadtfarben gedacht. Nach den üblichen einleitenden Harmonium⸗ gen und dem Vortrag des Chores„Ueber den Sternen“ durch die Geſangsabteilung des Militärvereins Mannheim ergriff Herr Stadtpfarrer Klein das Wort zur Trauerrede, die, charakteriſtiſch in der Wahl des Grundgedankens, packend und er⸗ ſchütternd in der Rhethorik, auf die Trauerver⸗ ſammlung einen ergreifenden Eindruck machte. Der Geiſtliche hatte als Text das Wort der Schrift im 1. Buche Samuelis, im 17. Kapitel, Vers 38 gewählt:„Dieſer iſt ein Kriegsmann von ſeiner Jugend auf.“ Zuerſt wandte er ſich an die Hinterbliebenen, denen er herzliche Troſt⸗ worte ſpendete, an die Gattin, mit der Ulm in 37jähriger glücklicher Ehe verbunden war, an die Kinder, die einen zärtlich beſorgten Vater ver⸗ lieren. Er habe ſich, ſo führte der Geiſtliche weiter aus, lange beſonnen, was er dem Verbli⸗ chenen, mit dem er durch Bande der Freund⸗ ſchaft und gemeinſamer Arbeit verbunden ge⸗ weſen ſei, als letztes Wort mitgeben ſollte, um ihn zu charakteriſieren in ſeinem Weſen. Und ich konnte nichts anderes finden, als das Work: „Dieſer iſt ein Kriegsmann von ſeiner Jugend auf!“ Vor meinem Geiſte ſteht der Schmiede⸗ junge, wie er das Eiſen im Feuer hat und wie er den Hammer ſchwingt, um das Eiſen zu härten. Hammer oder Ambos! Das iſt die Frage. Er war Hammer. Ein Soldat iſt er geweſen von ſeiner Jugend auf, ein Reiter. Schon äußerlich zerfällt das Leben Rohert Ulms in zwei Teile., 184670 und 1870—1913. Markant waren die Erlebniſſe des erſten Teiles, die Feldzüge 1866 und 1870⸗71, die er mitgemacht hat, den erſten als Kriegsfreiwilliger, den zweiten in ſeinem jezigen Beruf ſchon kätig, in dem er an der Liſaine und bei Belfort kämpfte. In dieſer Schule hat Robert Ulm das gelernt, was für ſeinen Beruf, für ſein Leben weſentlich war, die ſoldati⸗ ſchen Eigenſchaften, die eigentlich jeder Menſch braucht. Ich möchte Ulms Weſen in vier Punkte zuſam⸗ menfaſſen: Dienſt⸗ und Pflichtbegriff, Volks⸗ und Vaterlandsliebe, Kameradſchaftlichkeit und Leidensmut. Den Dienſt⸗ und Pflichtbe⸗ griff kann man am allerbeſten lernen bei den Soldaten, dieſen Begriff, der Preußen groß ge⸗ macht und das deutſche Reich geſchaffen hat. Dieſer Dienſt⸗ und Pflichtbegriff lebte auch in Robert Ulm. Er war ein unermüblich tätiger Mann, der immer dahin ſtrebte, in ſeinem Be⸗ rufe das denkbar vollkommenſte zu leiſten. Ulm 11 iſt in den Sielen geſtorben. Anders konnte man es ſich von dem alten Soldaten auch nicht denken. Es hatte etwas geradezu erſchütterndes, zu be⸗ obachten, wie er noch einige Wochen vor ſeinem Tode ſich ſchleppte zu ſeinen geliebten Tieren, um zu deuten, was er nicht mehr ſagen konnte. Dieſer bewundernswerte Dienſt⸗ und Pflichtbe⸗ griff lebte in ihm bis zum letzten Atemzuge. Er lebte auch in Ulms Volks⸗ und Vater⸗ landsliebe. Als Veteran war Ulm ſelbſtper⸗ ſtändlich der Patriot. Man brauchte ihn bei patriotiſchen Gelegenheiten nur zu rufen. Kein Opfer war ihm zu groß, keine Mühe zu ſauer. Und drittens: Kameradſchaftlichkeit. Es iſt ein ſchlichtes Wort. Aber ich wüßte kein ſchöneres Wort, um das Urmenſchliche auszu⸗ drücken. Wo lernt man die Kameradſchaft edler und beſſer, als bei den Soldaten, im Frieden ſchon, aber erſt recht im Kriege. Es iſt erſchüt⸗ ternd, wenn wir leſen, wie im Feldzuge Offiziere und Mannſchaften kameradſchaftlich miteinander verkehren, wie der Menſch zum Menſchen hält. Die Kameradſchaftlichkeit war ein Charakterzug Ulms, nicht herablaſſende Leutſeligkeit, ſonder wahrhafte Menſchlichkeit. Das war die Wurzel ſeiner Popularität. Und zum letzten Leidensmut.„Mut in allen Dienſtobliegenheiten!“ Ein ſchlichtes Wort der Kriegsartikel. Es iſt für den Soldaten ſelbſt⸗ verſtändlich, daß er alle Leiden und Strapazen, Schmerzen und Entbehrungen ſtandhaft verträgt. Das hat Ulm gekonnt. Er hat ſein ſchweres Leiden mit wahrhaft ſoldatiſchem Hervismus er⸗ tragen. So ſteht er vor unſerm Auge nach dem Wort der Schrift:„Dieſer iſt ein Kriegsmann von ſeiner Jugend auf!“ Auch das Leben unſeres Volkes iſt ein Krieg. Die Zeit ernſt und eiſern. Und darum brauchen wir, um den Kampf ehren⸗ voll zu beſtehen, Ulms ſoldatiſche Tugenden. Es folgten nunmehr die Kranznieder⸗ legungen. Zuerſt ſprach Herr Vezirkstierarzt Heger⸗Mannheim namens der badiſchen und pfälziſchen Kollegen des Verſtorbenen und im Auftrage des Vereins badiſcher Tierärzte, der Badiſchen Tierärztekam⸗ mer und des Tierärztlichen Kreisvereins Unter⸗ baden. Der Redner rühmte Ulms Pflichttreue und Arbeitsluſt. Gerade die Arbeitsluſt ſei das Geheimnis ſeiner Erfolge geweſen. Als Ulm im Jahre 1972 mit den Dienſtgeſchäften im Bezirk Mannheim⸗Land betraut wurde, da fand er reich⸗ lich Gelegenheit, ſeine organiſatoriſchen Fähig⸗ keiten in fruchtbringender Weiſe zum Wohle und zur Förderung der Geſundheit und des Wohlſtan⸗ des des Bezirks zu verwerten. Seitens ſeiner zahlreichen Klienten wurde ihm ein außerordent⸗ liches Vertrauen entgegengebracht. Seine Kol⸗ legen wählten ihn in die Zahnärztekammer und in den Ausſchuß des Vereins badiſcher Tierärzte. Wenn es Ulm auch nicht beſchieden geweſen ſei, noch einige Jahre in Zurückgezogenheit im Kreiſe ſeiner Angehörigen zu verleben, ſo konnte er ſich doch damit tröſten, als Bürger, Beamter und Familienvater mehr als ſeine Pflicht erfüllt zu haben. c Herr Landtagsabgeordneter König legte im Namen des Nationalliberalen Vereins Mannheim den wohlverdienten Lorbeer an der Bahre nieder. Robert Ulm, ſo führte der Redner aus, gehörte zu denen, welche wohl am längſten und am treueſten zu unſerer Partei gehalten haben. In jeder Lage war auf den Verblichenen unbedingter Verlaß. Ein Mann, von glühendem Patriotismus erfüllt, iſt er als ein Sohn des fernen Schleſien heimiſch geworden in unſerer Stadt im Kreiſe gleichgeſinnter Freunde. Im Jahre 1871 iſt er mit den roten Dragonern zu⸗ rückgekehrt aus dem Krieg in die hieſige Stadt, die zu ſeiner zweiten Heimat wurde, in der er ſeine Familie gegründet hat. Und wie liebte er dieſe zweite Vaterſtadt, wie hat er ſich jederzeit in den Dienſt dieſer Stadt geſtellt. Er tat dies vor allem als langjähriges Mitglied des Bür⸗ an Verdienſten, aber auch reich an Freunden. Wir aber, die Ueberlebenden, bewahren ihm das wohlverdiente Andenken eines treuen Mannes, eines edlen Patrioten, der ein Vorbild ſein kany in ernſten Zeiten. Herr Oberamtmann a. D. Eckhard widmete dem Verblichenen namens des Landwirt⸗ ſchaftlichen Bezirksvereins Mannheim eine Kranz⸗ ſpende als Zeichen der Treue und dankbaren An⸗ gedenkens. Ein Menſchenalter hindurch habe der Dahingeſchiedene als Direktionsmitglied alle ſeine Kräfte für den Verein eingeſetzt und vielfache Anregungen auf allen Gebieten gegeben, wie er überhaupt immer ein warmherziger und tatkräf⸗ tiger Freund der Landwirtſchaft geweſen ſei. Kurze Zeit vor ſeinem Tode habe er noch mit zitternder Hand, aber mit einer wahrhaft außer⸗ gewöhnlichen Energie dem Vereinsvorſitzenden geſchrieben, er bedaure, den Sitzungen nicht mehr beiwohnen zu können, hoffe aber in Bälde wie⸗ der hergeſtellt zu werden, um die ihm ſo lieb ge⸗ wordene Tätigkeit im Landwirtſchaftlichen Be⸗ zirksverein wieder ausüben zu können. Nicht lange iſt es her, daß er einem dahingeſchiedenen Direktionsmitglied die Worte nachrief:„Lebe wohl, teurer Freund, wir folgen dir bald nach!“ Allzu prophetiſch hat er geſprochen. Der Land⸗. wirtſchaftliche Bezirksverein werde Ulm immr das ſchönſte Andenken bewahren. Herr Direktor Dr. Blum ſprach im Namen des Militärvereins Mannheim tiefempfundene Abſchiedsworte. Trauernd ſtün⸗ den die Mitglieder an der Bahre des lieben Ka⸗ meraden und verehrten Freundes, der ſo lange Jahre an der Spitze des Vereins geſtanden, der insbeſondere als Vorſitzender der Unterſtützungs⸗ kommiſſion den kranken und in Not geratenen Kameraden jederzeit mit Rat und Tat geholfen hat. Die Pflichttreue habe Ulm ſein ganzes Le⸗ ben lang begleitet, in der Jugend, als er hinaus⸗ zog mit den 8. Dragonern nach Böhmen, als er im Jahre 1870 mit dem 1. Badiſchen Leibdra⸗ gonerregiment nach Frankreich einrückte, die ihn ausgezeichnet hat in ſeinem Beruf, in ſeinem viel⸗ geſtaltigen öffentlichen Wirken. Uns aber bleibe die Erinnerung an ihn als einen tapferen, auf; vechten, vaterlandsliebenden Mann, an ſeine treue Pflichterfüllung, an ſeine ſeinen uneigennützigen, ſelbloſen Sinn. Sein Name werde unauslöſchlich in der Geſchichte des Vereins weiterleben. Weitere Kränze wurden niedergelegt na⸗ mens des Veteranen⸗ und Kriegervereins und des Velozipediſten⸗Vereins, den, wie der Red⸗ ner, Herr Raiſch, bemerkte, Ulm vor 30 Jah⸗ ren gründen half und deſſen Ehrenvorſitzenden er war. Unter den Segensworten des Geiſt⸗ lichen und den leiſe präludierenden Klängen des Harmoniums ſank dann der Sarg, über den ſich die umflorten Fahnen zum letzten Gruß ſenkten hinab in die Tiefe. Draußen aber die Salven, von der Schützenabteilung d litärvereins gelöſt, in den lachenden Frühlings nachmittag, der in ſeiner ſieghaften Schönheit einen ſo großen Kontraſt zu der bittere Scheideſtunde bildete. Ein ſchlichtes Gebet d Geiſtlichen entließ die Trauerverſammlung. Jungliberaler Berein. Wir machen unſer Mitglieder und Freunde nochmals auf den heute abend halb 9 Uhr im Nebenzimmer „Artushof“ am Friedrichsplatz ſtattfind den Diskuſſionsabend aufmerkſam, in welchem Vericht über die Pfingſttagung dez Landesverbandes der jungl. Vereine Bade Bericht erſtattet wird. Hierauf Beſprechung er wichtigſten politiſchen Tagesfragen. Wir bitte um zahlreichen Beſuch. 755 Dienſtjubilkum. Am kommenden Sonnta den 1. Juni, feiert Herr Rudolf Graab, B amter der Ortskrankenkaſſe Mannheim I, ſe 251ähriges Dienſtlubtläum. .... ͤͤK———— gerausſchuſſes. Und ſo ſchied er von uns reich 2722ã ¶õ gleichzeitig mit der Ausſtellung der Deffentlich⸗ keit übergeben wurden. Der urſprünglich einzige Saal des Kabinetts iſt nunmehr um vier weitere große Räume ver⸗ mehrt und ſo nimmt es jetzt die ganze linke Hälfte der Kunſthalle ein. Dokumentiert alſo ſchon äußerlich ſolcher Zu⸗ wachs die Größe und Bedeutſamkeit der Neu⸗ geſtaltung, ſo tut es noch mehr die Organiſation des Kabinetts, die ſich jetzt erſt voll und ganz überſehen läßt. Zunächft hat die Bibliothek eine neue Geſtal⸗ tung gewonnen. Sie beſteht ſetzt aus dem gro⸗ ßen Leſeſaal(dem urſprünglich einzigen Raume), ſeinen Mittelpunkt hat er in der Sammlung der Zeitſchriften, die bereits zur Höhe von über bundert angewachſen iſt, und außer den bedeu⸗ tendſten Kunſtzeitſchriften aller Länder auch die kuuſtgewerblichen Organe umfaßt, alſo dem Kunſthiſtoriker und Kunſtfreund ebeuſo dient wie Fachleuten, wie Archttekten, Kunſtgewerb⸗ lern, Buchbindern, Möbelſchreinern u. ſ. ſ. Der Leſeſaal arbeitet dadurch zugleich in idealer Weiſe den Beſtrebungen der Gewerbeſchule zu, allen Handwerken durch zeichneriſche Ausbildung und äſthetiſche Schulung die Verbindung mit den Prinzipien des heutigen Kunſthandwerks zu geben, indem er das dort Erlernte durch im⸗ mer neue Anregungen zu erweitern die Möglich⸗ keit gewährt. Wer in Städten mit älterer Tr dition dieſer Art, wie München und Leipzig, geſehen hat, wie des Abends die Handwerker in den Sälen der Kunſtgewerbemuſeen in die neuen Hefte der kunſtgewerblichen Zeitſchriften Tra⸗ ſich vertiefen, möchte wünſchen, daß auch bei uns dieſer Brauch gleich dauernd werde. Der Leſe⸗ ſaal kommt badurch, daß er Dienstag—Freitag in den Abendſtunden geöffnet iſt(halb 8 bis 10 Uhr) dem in dankenswerter Weiſe entgegen. Darüber, was den Kunſtfreunden das Durch⸗ blättern der Zeitſchriften an Nutzen erbringt, braucht nicht mehr geſprochen zu werden. In der Kunſt hiltf nun einmal nichts als immer und immer wieder ſehen. Sie finden darüber hin⸗ aus in dem Leſeſaal Mappenwerke mit Nachbil⸗ ſterwerke aller Zeiten: Dürers, Leonardos ichnungen ſind i 1laſſen ſich an rgilt dieren. Die Ja⸗ paniſche Kun rakteriſtiſchen Proben vertreten. In der Ar ur iſt die Entwick⸗ lung von der Antike bis zum Barock und Rokoko zu verfolgen. Ueber das künſtleriſche Wollen der modernen Zeit orientieren die vollſtändigen — Überaus ſelt zahrgänge des Pan, der Inſel und des in benen ſich alles ſam⸗ melte, was den ne ichen Geiſt ausmacht. in demſelben Saal, in denen in didaktiſcher Weiſe die verſchiedenen graphiſchen Techniken veranſchaulicht werden, führen über in die Säle der Ausſtellungen graphiſcher Mei⸗ ſterblätter, zu denen man durch den vornehmen, ruhigen und in edler Einfachheit gehaltenen Bibliothekſaal gelangt. 5 Die Aufzeigung der Materialien der graphi⸗ ſchen Techniken im Leſeſaal findet hier ihre Er⸗ weiterung durch Blätter erſter Künſtler, in den verſchiedenen graphiſchen Techniken. Der Kup⸗ ferſtil wird durch Dürer und Goltzius, die Ra⸗ dierung durch Rembrandt, der Holzſchnitt durch Dürer und Jeghers; die Lithographie durch Toulouſe⸗Lautree veranſchaulicht und an mei⸗ ſterlichen Exemplaren Anſchauungs⸗ und Kunſt⸗ wert vereinigt. Die Tönung auch dieſer Säle iſt dem Charak⸗ ter einer Kunſt eutſprechend, die in ſtiſlem in⸗ timen Schauen genoſſen ſein will, dunkel und ernſt und läßt die Feinheiten der Blätter in all ihrer Schönheit hervortreten. Sde gibt etwa die Stimmung, die Daumier in dem entzückend fei⸗ nen Bildehen der Mannheimer Kunſthalle feſt⸗ gehalten hat, das zwei Sammler um eine Mappe ins Schauen vertieft zeigt. Die vorderen Säle dieſer Abteilung ſind für wechſelnde Ausſtellungen beſtimmt. Hier ſol⸗ len ſpäterhin(jetzt ſind die Neuerwerbungen ausgeſtellt) Holzſchnitte der japaniſchen Kunſt, Lithographien und Radierungen verſchiedener Künſtler gezeigt werden, z. T. auch Ausſtellun⸗ gen didaktiſchen Charakters mit Hilfe von Il⸗ kluſtratlonsmatertal(Dürer, Remhrandt u. ſ..). Im ganzen ergibt demnach das graphiſche Kabinett den erſten einheitlich ausgebauten Komplez der Kunſthalle: Klar und mit ſicherem Befühl für das Weſentliche geſtaltet gleich aus⸗ gezeichnet durch das pädagogiſche Geſchick wie Kunſt, zuiſtenſchaft u. Lrbt durch die wiſſenſchaftliche Gediegenheit; inſtruk⸗ tiver und in weit höherem Grade der All meinheit dienend als alle anderen graphiſche Kabinette und zugleich dem wiſſenſchaftlich For ſchenden ein bedeutſames Hilfsmittel— ein ſtitut, aus dem Lärm des Alltags und nach tauer Arbeit ſich zu ernſtem tiefem Schauen damit zu einer Quelle beruhigten und geſtei ten Lebensgefühls zu flüchten, wie es keine an⸗ dere Stadt in ſolcher Geſtalt beſitzt und für das man nicht genug Dank wiſſen kann. Theater⸗Notiz. Die morgige Aufführung von„To Max Lipmaun als Cavaradoſſi beginnt Am Sonntag wird„Artadne auf Na mit bdem vorhergehenden„Bürger als Edelmann der Beſetzung der Erſtauffuhrung geben. Im Roſengarten findet eine Au 2 rung von Dreuyers„Flachsmann a zileher“ ſtatt. Anfang 8½ Uhr. In der Aufführung von„Judith“ am iag, in der Theodor Becker gaſtier Maria Fein die Titelrolle. Ans dem Baden⸗Badener Kunſtleben. rr. Aus Baden⸗Baden wird uns gacg Hen: In dem geſtern abend vom Städtiſchen Kur⸗Komftee veranſtaltete zweiten FIrühlings⸗Feſt⸗ konzert war der Violin⸗Virtuoſe Fritz Kreis⸗ fer der Soliſt des Abends. Er ſpielte Weingartners Violin⸗Konzert in Grdur und Beethovens Romanze in Fdur, wobei ſeine glänzende Technik wieder all⸗ gemein bewundert wurde. Dem Künſtler wurde enthuſiaſtiſcher Beifall zuteil. Das Städtiſche Orcheſter ſplelte unter der Leitung Weingart⸗ ners Kompoſitionen von Beethoven und Wein⸗ gartner. FJelin Weingartner wurden Schluſſe lebhafte Opationen dargebracht. Herzensgüte, 4. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagsblatt). Freitag, 30. Mai 1913. * Erweiterung des Fernſprechverkehrs. Nach Mitteilung der Kaiſerlichen Oberpoſtdirektion Karlsruhe iſt der unbeſchränkte Sprech⸗ verkehr zugelaſſen zwiſchen Mannheim und Bad Rehburg, Eldagſen(O. P. D. Bezirk Hannover), Engelskirchen(O. P. D. Bezirk Köln), Hünfeld (D. P. D. Bezirk Kaſſel), Nienburg, Pattenſen (D. P. D. Bezirk Hannover), Norderney(O..D. Bezirk Oldenburg), Stadthagen(O. P. D. Bezirk Minden), Stolzenau(O. P. D. Bezirk Bremen), Sierck, Waldwieſe(D. P. D. Bezirk Metz), der beſchränkte Sprechverkehr zwiſchen Mann⸗ heim und Hilchenbach(O. P. D. Bezirk Dort⸗ mund). Geſprächsgebühr je 1 Mk. Das Ver⸗ zeichnis der zu den betreffenden Ortsfernſprech⸗ netzen gehörigen Orte kann auf dem Bureau der Handelskammer eingeſehen werden. * Weinverſteigerung. Herr M. Rummel, Küfermeiſter, Bad Dürkheim, bringt am 18. Juni zu Bad Dürkheim im Saale der Winzer⸗ genoſſenſchaft zirka 60 Futer 1911er Freins⸗ heimer, Kallſtadter, Ungſteiner und Königs⸗ bacher Rotweine, 10 Futer 1912er Rotweine und 24 Fuder 1912er Weißweine, Taxe 650 bis 800 Mark zum Ausgebot. Probetage:., 3. und 6. Juni. * Silberne Hochzeit. Der langjährige Bahn⸗ hofportier des Pfälzer Hofes und Park⸗ Hotels, Herr Georg Baudermann, feiert am Sonntag das Feſt der ſilbernen Hochzeit. * Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete ſich geſtern nachmittag in der Papierwarenfabrik von Hermann Krebs in 8 5. Der 16 Jahre alte Fabrikarbeiter Ludwig Ohlert, wohnhaft Mittelſtraße 68, brachte ſeine rechte Hand wäh⸗ rend des Betriebes in die Schneidmaſchine, wobei ihm ſämtliche Finger total ab⸗ geſchnitten wurden, ſo daß ſie auf der anderen Seite des Meſſers lagen. Man über⸗ führte den ſchwerverletzten Jungen in das All⸗ gemeine Krankenhaus. Mannheimer Journaliſten. und Schrift⸗ ſteller⸗Verein. Die Mitglieder werden davon in Kenntnis geſetzt, daß nach einer an den Vor⸗ ſtand gelangten Mitteilung ſich ein„Allge⸗ meiner Tiroler und Vorarlberger Journaliſten⸗ und Schriftſteller⸗ Verein“ mit dem Sitz in Innsbruck kon⸗ ſtituiert hat. Die Vorſtandswahl ergab folgen⸗ des Reſultat: Obmann Hofrat Erler, Obmann⸗ Stellvertreter Chefredakteur Görlich(Berner Zeitung) und Univerſitätsprofeſſor Dr. Ritter von Wretſchko, Schriftführer Chefredakteur Prechtl(Innsbrucker Nachrichten) und kaiſerl. Rat Domenigg(Bozen), Rechner Kunſtmaler Schammler und Schriftſteller Arthur von Wall⸗ pach. Der Verein zählt bereits über hundert den beſten Kreiſen angehörige Mitglieder, von denen 90vausübende ſind. * Die offiziellen Marken der Interngtionalen Baufuch⸗Ausſtellung Leipzig 1918. Das Direk⸗ Orium der InternationalenBaufach⸗Ausſtellung gibt eine Serie intereſſanter Marken heraus, die nach Entwürfen von Künſtlern der Akademie für graphiſche Künſte in Leipzig hergeſtellt ſind. Die Marken, die den offiziellen Stempel der Internationalen Baufach⸗Ausſtellung tragen, behandeln in minutiöſen Zeichnungen Ereigniſſe aus dem Jahre 1813. Sie werden vor allem auch den Sammlern willkommen ſein, da ſie nur je in einer beſchränkten Auflage gedruckt werden. * Halbmaſt geflaggt. Die Hanielſchiffe hatten aus Anlaß des Ablebens einer Teilhaberin der Geſellſchaft, einer Frau Dr. Fleiſcher aus Wies⸗ baden, halbmaſt geflaggt. Hierdurch entſtand das Gerücht, daß der bei einer Automobilfahrt verunglückte Geheimrat Haniel in Düſſeldorf ge⸗ ſtorben ſei. * Die 4 Belagerungen von Landau 1702—1713. Prinzregent Ludwig hat bei ſeinem Aufenthalte auf der Ludwigshöhe das von Bahnverwalter und Hauptmann a. D. Emil Heuſer in Speyer verfaßte Buch über die vier Belagerungen von Jandau 1702 bis 1713, das der Verlag— Ed. Kaußler's Buchhandlung, Inh. A. Roediger in Landau— dem Hofmarſchallamt vorgelegt hatte, mit freundlichem Dank entgegengenommen. Nach einem aus dem Kobinett des Regenten gekom⸗ menen Schreiben ſprach der Prinzregent bei Ent⸗ gegennahme des Buches die Hoffnung aus, daß er nach ſeiner Rückkehr nach München bald Zeit 0//0 ã c//( Das 15. Kirchengeſangsfeſt des Evaug. Kirchen⸗ geſangvereins für Baden findet am Sonntag den 1. Juni in Feuden⸗ heim ſtatt. Die Hauptveranſtaltung iſt die⸗ gottesdienſtliche Feſtaufführung um 3 Uhr nach⸗ mittags unter Leitung des Herrn Generalmuſik⸗ direktors Prof. D. Dr. Wolfrum. Mitwirken werden Frau Stadtpfarrer Luiſe Ziegler⸗ Lahr(Sopran), Herr Organiſt Arno Land⸗ mann Mannheim(Orgel) und die Kirchen⸗ chöre Friedrichsfeld, Graben, Kirchheim, Laden⸗ burg, Lindolsheim, Mannheim— Verein für klaſſiſche Kirchenmuſik, Mannheim⸗Friedenskirche, Mannheim- Johanniskirche, Mannheim⸗Luther⸗ kirche, Mannheim⸗Feudenheim, Mannheim⸗Käfer⸗ thal, Mannheim⸗Neckarau, Mannheim⸗Rheinau, Mühlburg, Neulußheim, Schwetzingen, Schries⸗ heim, Wiesloch. Müunchener Premiere. Aus München meldet unus ein Telegramm unſeres Mitarbeiters: Das Künſtlertheater wurde geſtern mit Wedekinds verbotener Trä⸗ gödie„Fulu“ eröffnet. Das Stück erzielte bei gläuzender Darſtellung mit Tilla Durienn i der Titelrolle nach ſchwacher Oppoſttion begeiſterte Aufnahme. Wedekind trat an die Rampe und daurte dem Künſtlertheater für die„einzigartige“ Vor⸗ ſtellung. Darauf erfolgten unzählige Hervorrufe der Hauptdarſteller. Enthüllung der Wagnerbüſte in der Walhalla. Die Enthüllung der Wagnerbüſte in der Wal⸗ Bal la bei Regensburg war mit einer Feier nerbunden, an der ſich der Prinzregent, der Fürſt von Thurn und Taxis und Sieg⸗ fried Wagnder beteiligten. Miniſter v. Knil⸗ ling hielt die Feſtanſprache. Prinz Rupprecht legte im Namen ſeines Vaters einen Krauz an der Bitſte nieder. Ihm folgten der Kultusminiſter, der fitr das Staatsminiſterfum einen Kranz niederlegte, zur Lektüre des Buches finden werde.(Es han⸗ delt ſich um die ſoeben erſchienene zweite Auf⸗ lage des geſchätzten Werkes.) *Zu der Totſchlagsaffäre in Feudenheim, von der wir in voriger Woche berichteten, daß ein junger Mann nach 12tägiger Bewußt⸗ loſigkeit im hieſigen Krankenhaus ver⸗ ſtorben iſt, erfahren wir folgende Einzel⸗ heiten: Zwei junge Leute, darunter der verſtor⸗ bene Rhein, machten Pfingſtſonntag in Be⸗ gleitung eines Hundes einen Ausflug nach Feu⸗ denheim, wo ſie in einer Wirtſchaft in der Haupt⸗ ſtraße einkehrten. Eine ältere Frau, die ſich bei der Geſellſchaft befand, warnte noch die beiden Mannheimer, indem ſie ihnen wünſchte, daß ſie noch gehörige Schläge bekämen. Als die beiden Radaumacher abermals in einer Feudenheimer Wirtſchaft einkehrten und die vier Feudenheimer Jungen vor der Wirtſchaft ihre weggenommenen Sachen verlangten, wollte ein angeſehener Feudenheimer älterer Bürger ver⸗ mitteln; er kam dabei jedoch ſehr ſchlecht an, indem die beiden ſofort zu Tätlichkeiten über⸗ gingen, wobei der Bürger, weil er nur den einen Arm infolge Unfall gebrauchen konnte, ſehr ſchlecht abſchnitt. Aber nicht genug damit, verfolgten ſie noch den Mann bis in ſein An⸗ weſen, worauf die beiden auch noch auf die hinzueilende Frau des Mannes einſchlugen. Bei dieſer Schlägerei wurde der Mann am Kopfe verletzt und ein Junge von dem auf ſie ge⸗ hetzten Hund gebiſſen. Aus dem Anweſen endlich wieder auf die Straße gedrängt, miſchten ſich nun 3 hinzukommende Feudenheimer Män⸗ ner in die Sache und ſo entwickelte ſich eine regelrechte Keilerei, bei der Rhein eine Wunde am Kopfe davontrug. Drei Tage darauf, während welcher Zeit der junge Mann arbeitete, ſtellte ſich Wundroſe ein, ſodaß er ins Allg. Krankenhaus verbracht werden mußte, wo er dann nach 12 Tagen ohne Bewußtſein ſtarb. Wie ärztlich feſtgeſtellt wurde, ſoll der junge Mann außerdem ſtark tuberkulös geweſen ſein. *Den Verletzungen erlegen. Der Fabrik⸗ arbeiter Franz Bohn von Lampertheim, der ſich im Käfertaler Wald einen Revolverſchuß bei⸗ brachte, iſt an den erhaltenen Verletzungen geſtern nachmittag im Allg. Krankenhauſe ge⸗ ſtorben. *Meteorologiſches vom April. In Man n⸗ heim betrug im verfloſſenen April die tiefſte Tem⸗ peratur—.1 Grad, die höchſte plus 26.5 Grad, die Differenz der Extreme ſomit 30.6 Grad, das Monats⸗ mittel plus.9 Grad. Der höchſte Barometerſtand ergab 757.9 Mm., der niedrigſte 738.2 Mm., das Mo⸗ natsmittel 750.4 Mm. Die Monatsſumme des ge⸗ ſallenen Niederſchlags betrug 16.2 Mm.; der größte Taägesniederſchlag wurde am 20. April mit.2 Mm. gemeſſen. Tage mit Schneefall gab es im April 3, mit Nebel 2, mit Gewitter und Wetterleuchten je 1, ferner 4 klare Tage, 11 trübe Tage, 3 Sommertage (Temperaturmaximum mindeſtens 25 Grad), 5 Froſt⸗ tage(Temperaturminimum mindeſtens 0 Grad), 1 Tag mit geſchloſſener Schneedecke. Das Monats⸗ mittel der abſoluten Feuchtigkeit betrug.1 Mm., das der relativen Feuchtigkeit 66 Prozent; die kleinſte relgtive Feuchtigkeit wurde mit 30 Prozent am 4. Appil gemeſſen. Das Monatsmittel der Bewölkung ergab.5 Grad. Die 90 angeſtellten Windbeobachtungen verteilen ſich wie folgt: 24 mal Nordwind, 19 mal Südwind, 18 mal Windſtille, 10 mal Weſtwind, je 7 mal Nordweſtwind und Südoſt⸗ wind, 3 mal Südweſtwind und 2 mal Nordoſtwind. Polizeibericht vom 30. Mai. Selbſtmord. Der im Polizeibericht vom 28. ds. Mts. erwähnte 22 Jahre alte Fabrikarbeiter von Lampertheim, welcher ſich tags zuvor aus Liebes⸗ kummer im Käferthaler Wald einen Revolverſchuß in die Bruſt beibrachte, iſt geſtern abend im Allgem. Krankenhaus geſtorben. Totſchlagsverſuch. Wegen Eiferſüchte⸗ leien feuerte in vergangener Nacht 12/½ Uhr auf der Breitenſtraße vor K 1, 2 ein 25 Jahre alter lediger Oberkellner aus St. Goarshauſen einen ſcharfen Revolverſchuß gegen einen 35 Jahre alten verheir. Reiſenden von hier ab und durchſchoß ihm den Hut— ohne jemand zu verletzten. Der Täter wurde verhaftet. ðͤdd A das Hoftheater München, die Akademie der Ton⸗ kunſt München und die Vertreter der Städte München, Bayreuth, Regensburg und Augsburg. Einen prächtig vergoldeten Kranz legte der Fürſt von Thurn und Taxis nieder.— Richard Wagner iſt der ſechſte Komponiſt, deſſen Büſte in der Walhalla Aufſtellung gefunden hat. Vor ihm fauden die Büſten von Gluck, Haydn, Mozart, Beethoven und Händel Aufnahme. Akademiſche Nachrichten. In München verſtarb der berühmte Geo⸗ graph Profeſſor Peſchül⸗Löſche, der durch ſeine Forſchungsreiſen durch Weſtindien, Nordamerika, Afrika, die Südſee und das nördliche Eismeer be⸗ kannt iſt. Kleine Mitteilungen. F. S. Die Geufer Geographiſche Ge⸗ ſellſchaft verlieh dem Nordpolentdecker Robert Peary, ihrem Ehrenmitgliede, die gol⸗ dene Medaille. Peary, der ſich augenblicklich auf einer Reiſe durch die Schweiz befindet, nahm dieſe Auszeichnung perſönlich im Genfer Athengeum entgegen. Bei Renovierungsarbeiten in der alten Stadtkirche von Müllheim(Baden) wur⸗ den, wie berichtet wird, im Turmeingang einzelne Konturen alter Malereien gefunden; ſie ſollen aus dem Aufaug des 15. Jahrhunderts ſtammen und auf dieſelbe Schule hinweiſen, die au der Ausmaluug der Kirche von Niedereggenen be⸗ teiligt iſt. Die Gemälde dieſer Kirche wurden 1898 entdeckt und erregten als die älteſten der damals bekannten Wandmalereien der Müllheimer Gegend die Aufmerkſamkeit der Kunſthiſtoriker. Der Preis der Julius Helfftſchen Stif⸗ tung, der ſeit 1910 alljährlich in Höhe von 3000% für deutſche Landſchafter ausgeſchrieben wird, iſt jetzt auf der Berliner Jubiläums⸗Kunſtaus⸗ ſtellung dem Maler Ernſt Kolbe Steglitz) für ſeine Landſchaft„Regenſtimmung über dem Harz“ zuerteilt worden. Wie uns aus München berichtet wird, erhielt in dem Beleidigungsprozeß Roda Rodas gegen Ettlinger der letztere 400 Geldſtrafe wegen Beleidigung. Roda wurde in der Wiederklage Ettlingers zu 180 4 verurteilt. Unfälle. Am diesſeitigen Rheinbrückenauf⸗ gang geriet am 29. d. Mts. ein Ausläufer von hier mit ſeinem Fahrrad ſo gegen ein Fuhrwerk, daß er vom Rad heruntergeſchleudert und leicht ver⸗ letzt, ſein Fahrrad dagegen vollſtändig zertrümmert wurde.— An einem Neubau in der Verſchaffeltſtraße hier fiel am 28. ds. Mts. einem 14jährigen Schloſſer⸗ lehrling ein eiſerner Träger auf den linken Fuß, ſo daß dieſer bedeutend gequetſcht wurde. — In einer Fabrik an der Frieſenheimerſtraße hier wurde am ſelben Tage ein 20 Jahre alter Schloſſer von hier von einem Trausmiſſionsriemen erfaßt, um die Welle geſchleudert und ihm der liuke Arm herausgeriſſen. Auch trug er ſchwere Kopf⸗ verletzungen davon.— Beim Aufſpringen auf einen in der Fahrt befindlichen Straßenbahnwagen der Linie 1 auf dem Luiſenring an der Neckarbrücke hier glitt ein 21 Jahre alter Elektromonteur vom Tritt⸗ brett ab und wurde am linken Fuß ſchwer ver⸗ letzt. Die Verletzten wurden in das Allgem. Kraukenhaus verbracht. Verhaftet wurden 27 Perſonen wegen ver⸗ ſchiedener ſtrafbarer Handlungen. Mereinsnachrichten. 5 Mannheimer Altertumsverein. Wir machen hiermit nochmals auf den am kommenden Sonntag, 1. Juni ſtattfindenden Ausflug nach Laden⸗ burg aufmerkſam, den der hieſige Altertumsverein in Gemeinſchaft mit dem Hiſtoriſchen Verein der Pfalz in Speyer und dem Wormſer Altertumsverein veranſtaltet. Die Führung bei der Beſichtigung der Baudenkmäler und der römiſchen Ausgrabungen hat der Leiter der letzteren, Herr Prof. Dr. Gropen⸗ gießer übernommen.(S. auch Inſerat in vor⸗ liegender Nummer). 8 * Grund⸗ und Hausbeſttzerverein.(E..) Mannheim. Heute Freitag abend 349 Uhr findet im oberen Saale des„Bellevue⸗Kellers“ N 7, 8, Mitgliederverſammlung ſtatt, worauf 0 1 5 wir auch an dieſer Stelle aufmerkſam machen. Stimmen aus dem Publikum. Aufſtellung von Briefmarkenautomaten. Infolge Abweſenheit fällt mir das kürzlich von Herrn Ernſt B. in Mannheimer Zeitungen ver⸗ öffentlichte Eingeſandt bezüglich der Aufſtellung der Briefmarken⸗Automaten im Bahnpoſtamte erſt jetzt in die Hand. Ich hielte es für ſehr wünſchenswert, wenn die Handelskammer die Anregung des Herrn Ernſt B. der Poſtverwal⸗ tung gegenüber vertreten und durchfechten würde. Was in Preußen vielerorts möglich iſt, ſollte bei uns auch ohne weiteres zu machen ſein und wenn man die Briefmarken⸗Automaten nicht außerhalb des Bahnpoſtamtes aufſtellen will, ſo würde die Bahnverwaltung ſicherlich einem allgemeinen Bedürfnis entgegenkommen und die Aufſtellung der Automaten direkt unter dem ge⸗ ſchützten Hauptportal oder im Schalterraum ge⸗ ſtatten. In Mannheim iſt wohl 90 Prozent der Bevölkerung beruflich tagsüber derart in An⸗ ſpruch genommen, daß es ſeine Privatkorre⸗ ſpondenz nur in den Abendſtunden erledigen kann und daher auch der Bedarf an Briefmarken dann oft größer iſt als der Vorrat. Der jetzige Zuſtand, durch den die Briefmarkenbedürftigen durch die Poſtverwaltung gezwungen werden, in einer der Alkoholſchankſtellen einzukehren, um ſich dort Briefmarken zu verſchaffen, iſt auf die Dauer nicht haltbar. Ein Mannheimer. Aus dem Großherzogtum. * Plankſtadt, 29. Mai. Auf den geſtrigen Artikel in den beiden Schwetzinger Zeitungen Gas für Plankſtadt betr. ſoll nicht unterlaſſen ſein, zu erwiedern, daß der geſtrige Artikelſchreiber einen Hauptfaktor vergißt und zwar, daß Schwetz⸗ ingen doch nicht Plankſtadt das Gas liefern will aus reiner Liebe zu Plankſtadt, ſondern daß es ſich vielmehr für die Gemeinde Schwetzingen um ein Geſchäft handelt. Und aus dieſem Grunde muß man die Angelegenheit auch vom geſchäftlichen Standpunkt aus betrachten Dadurch fällt von vorn⸗ herein die Annahme, als mache Schwetzingen Plankſtadt ein Geſchenk. Die Bemerkung, als meine die Gemeinde Plankſtadt, Schwetzingen ſei nur zur Wahrnehmung der Intereſſen der Ge⸗ meinde Plankſtadt vorhanden, hätte der Arrikel⸗ ſchreiber beſſer unterlaſſen; denn er weiß doch, daß der von Schwetzingen vorgelegte Vertrags⸗ entwurf nichts weniger als Gelegenheit gab, zu dieſer Auffaſſung zu kommen, ſondern daß gerade dieſer Vertragsentwurf(der den Fraktionen in Plankſtadt zur Kenntnis gebracht wurde) auch den größten Gasfreunden jede voreilige Begeiſterung genommen hat, da er nur Rechte für Schwetzingen und nur Pflichten für Plankſtadt enthielt. Wenn andere Gemeinden bei Heidelberg Abfindungen bezahlten, ſo lagen die Verhältniſſe dort wohl auch anderſt. Es ließe ſich noch manches anführen, duch ſoll es im beiderſeitigen Intereſſe unterlaſſen bleiben, da kühle Ruhe dem Gange der Verhand⸗ lungen wohl beſſer dient, als ſcharfe Zeitungs⸗ artikel. ):(Baden⸗Baden, 28. Mai. Ein junger Mann, welcher in der letzten Zeit in der Heil⸗ und Pflegeanſtalt Illenau untergebracht war, dieſe aber verlaſſen hatte, beging hier einen Selbſtmordverſuch, indem er ſich den Leib auf⸗ ſchlitzte. B. C. Villingen, 28. Mai. In dem Oekonomie⸗ gebäude der Gaſtwirtſchaft„Bertholdshöhe“ brach geſtern Abend ein Brand aus, der nach kurzer Zeit ſämtliche Wirtſchaftsgebäude zerſtörte. Der Feuer⸗ wehr gelang es, das Haus, in welchem ſich die Wirt⸗ ſchaft befindet, zu retten. Auch der Viehbeſtand konnte in Sicherheit gebracht werden. Der Schaden wird auf 20 000 geſchätzt. 20000/ geſchätzt. Sportliche Nundſchau. Maiſons⸗Laffitte. Prix de Longjumeau: Péniche— Omnicolore. Prix de Mary:'Abbé Conſtantin— Cantileène. Prix de Bezons: Freeman— Camyre. Prix Elf: Samara— Raſvir. Prix La Morinière: Moia— Neſtor 3. freizuſprechen. Vert.: Gerichtszeitung. §8 Mannheim, 27. Mai. Strafkammer II. Vorſitzender Landgerichtsdirektor Wengler⸗ Einen dreiſten Diebſtaht verübten die Tag⸗ löhner Adam., Oskar W. und Heinrich O. Aus einem Hausgang in der Neckarſtadt holten ſie einen Koffer, öffneten ihn in der Nähe der Ka⸗ ſernen mit einer Mauerklammer und nahmen den Inhalt, deſſen Wert 100 Mark betrug, an ſich. Außerdem ſtahl W. dem Kellner Peter Schäfer das Portemonnaie mit 17 Mark Inhalt. E. wurde zu 4 Wochen, W. zu 7 Monaten und O. zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt. Ein 30 Jahre alter Gypſermeiſter aus Feu⸗ denheim hat unſaubere Wechſelgeſchäfte getrieben. Er bot ſich an, für andere Leute Wechſel zu dis⸗ kontieren, behielt aber daun den Erlös ganz oder zum Teil für ſich. Einſchließlich einer Strafe von 2 Monaten, zu welcher er am 2. April verurteilt wurde, wird heute wegen Untreue auf eine Ge⸗ ſamtſtrafe von 9 Monaten Gefängnis erkannt. Verteidier: Rechtsanwalt Auguft Müller. §8 Mannheim, 28. Mai. Strafkammer IV. Vorſitzender: Landgerichtsrat Dr. Boden⸗ heimer. Der Taglöhner Heinrich Lutz aus Neckaran hat bei einem Raufhandel einem andern jungen Burſchen namens Zilke einen Meſſerſtich verſetzt und iſt deshalb vom Schöffengericht zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Auf ſeine Bepuf⸗ ung hin wurde heute die Gefängnisſtrafe in 25 Mark Geldſtrafe umgewandelt. Das Gericht hatte die Anſchauung erlangt, daß Lutz nur in Ueber⸗ ſchreitung der Notwehr ſich vergangen habe. Der Kaufmann Anton Hellſtern in Wein⸗ heim beantwortete den Antrag auf Zwangsvoll⸗ ſtreckung, den der Kath. Stiftungsrat gegen ihn geſtellt hatte, mit der ſchriftlichen Drohung, daß er, ſollte man dieſe Maßregel zur Ausführung bringen, einen Beleidigungsprozeß, den er vor Jahren gegen den Stiftungsrat geführt hatte, in verſchärfter Weiſe wieder aufrollen werde. Der von.⸗A. Pfiſterer verteidigte Angeklagte wurde zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt. Schwere Folgen zog eine Schneeballenſchlacht mach ſich, die ſich am 18. Januar ds Is. auf dem Bahnhof Oftersheim Schüler und junge Arbei⸗ terinnen lieferten. Eine junge Arbeiterin, Berta Klee, die an der Sache ganz unbeteiligt war, wurde von einem harten Schneeball ins Geſicht getroffen, ſo daß ein Auge ſchwer verletzt wurde Das Mädchen befand ſich drei Wochen in der Augenklinik in Heidelberg, war im ganzen fünf Wochen arbeitsunfähig und ihr Sehvermögen wird dauernd beſchränkt bleiben. Zeugen behaup⸗ teten, daß der Werfer ein aufgeſchoſſener Junge mit einem Lockenkopf geweſen ſei und ſo richtete ſich der Verdacht gegen den Realſchüſer Viktor H. Dieſer kam am andern Tag in das Kleeſche Haus und ſtellte ſich mit den Worten vor:„Ich war der Unglückliche, der Ihre Tochter getroffen hat.“ Er erklärte ſich dann bereit, für alle Kurkoſten auf⸗ zukommen. Am folgenden Tage erſchien er aber⸗ mals in Begleitung ſeines Vaters, und erklärte daß er nicht geworfen habe. Die Sache kam dann vor das Schöffengericht Schwetzingen, das mit Rückſicht auf die zivilrechtlichen Anſprüche der Verletzten auf eine Geldſtrafe von 5 Mark er⸗ kannte. Der Vater des Schülers legte Berufung ein. Der junge Menſch ſagte heute in bezug auf ſein Geſtändnis, daß ihm vom Gendarmen und von Profeſſor Maier nahegelegt worden ſei, ſich mit der Familie der Verletzten abzufinden und deshalb ſei er, obwohl er nicht geworfen habe, hin⸗ gegangen und habe ſich als der Täter bekannt. Das Berufungsgericht maß dem Geſtändnis nicht die Bedeutung bei wie das Schöffengericht und verwies anderſeits auf die Zeugenbekundungen, wonach der verhängnisvolle Wurf aus dem leßten Wagen geſchehen ſei, in dem der Angeklagte nicht geſeſſen habe. Es ſei möglich, daß der Angeklagte den Schneeball geworfen habe aber im Strafver⸗ fahren müſſe das dem Angeklagten haarſcharf nachgewieſen werden. Mithin ſei das Urteil des Schöffengerichts aufzuheben und der Angellogbe .⸗A. Hörwer. Die Mißhandlung des Feldwebels vor dem Schöffengericht. Einen programmwidrigen 0 fand eine Fuhrherren⸗Verſammlung im März. 0 der Verſammlung zechten drei Fuhrwerksbeſitzer 5 ſpät abends mit dem Feldwebel Waſtarp vom 1 gen Regiment. Dieſer erlaubte ſich in animte Stimmung etwas derbe Scherze, die von den Fuhr⸗ werksbeſitzern übel aufgefaßt und mit Tatlichreiten beantwortet würden, die noch derberer Natur weſen ſein müſſen, denn am anderen Morgen wu an der Langerötterſtraße der verbogene De 955 des Feldwebels und eine Blutlache gefunden. Er Feldwebel ſelbſt hatte das Lazarett zuufgeſach 725 war ziemlich böſe am Kopf zugerichtet. Zwe 925 Uebeltäter wurden zu Geldſtrafen von je 50 dritte zu einer ſolchen von 20„ verurteilt. 9 dem erhielt der Dritte eine Geldſtrafe von wegen uuerlaubten Schießens. Bon Jag zu Jag — Die deutſche Automobilinduſtrie auf der St⸗ 0 190 deberekeng, en 5 5 85 Mai. Der deutſche Geſchäftsträger e lius, der Gener kanſul, die Mitglieder der deutſche Botſchaft und des Generalkonſulats ſowie Vertreter der Preſſe beſich! pen heute die deutſche e 5 90 121 5 länzende Vertretung der ſnduftrie wurde allgemein anerkannt. 68 Lenic Firmen ſind auf der Ausſtellung vertreten, das 1 0 beinahe die Hälfte aller Ausſteller aus. Der kauf iſt im allgemeinen befriedigend. kaufte einen Beuzwagen. A die Beſichtigung fand ein Frühſtück ſtatt, cbin Leiter der Ausſtellung, Flügeladjutant 5 und Vertreter des deutſchen Automobilklubs nahmen. 88 Mord. Oppeln,. Mai. In Suleee erſchlug der Arbeiter Samalla nach kurzem Streit Allmers Prix de Clairefeuille: Ruyter—'Impetueux. 95 Ar ſeine Ehefrau mit einer Axt. Der Mörder iſt klücktia 4 —— *0 Fr ee,— 2 ee an ů5„5, P— ̃ A— P 2 n 4 — 92ü . rn Freitag, 30. Mai 1913. 8 General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagsblatt). 5. Seite. — Exploſion einer Dynamitfabrik. Port Vendres, 29. Mai. Zu der Exploſion in der Dynamitfabrik von Paulilles werden folgende Ein⸗ zelheiten geneldet: Die drei Exploſionen erfolgten nacheinander und waren von einer derartigen Hef⸗ tigkeit, daß die Trümmer des Gebäudes bis ins Meer geſchleudert wurden. Drei Tote ſind bisher gefunden worden; drei Perſonen werden noch ver⸗ mißt. 55 — Aus ruſſiſchen Gefängniſſen. Moskau, 20. Mai. Im Butyrki⸗Gefängnis überfielen mehrere Gefangene, die ſich zur Flucht rüſteten, einen Aufſeher, erwürgten ihn und nahmen ihm die Waffen ab. Sie verwundeten dann noch drei andere Aufſeher. Es wurde eine Militärpatrouille⸗ alarmiert, welche eine Salve auf die Gefangenen abgab. Fünf von dieſen wurden verwundet. — Beim Baden ertrunken. Biebri⸗, a. Rh., 29. Mai.(Pr.⸗Tel.] Beim Baden im Rhein er⸗ ſtrank heute nachmittag der 19 Jahre alte Küh⸗ ſchweizer Richard Kapt, der ſich beim Baden zu weit hinausgewagt hatte und in einen Strudel geraten war. Kommunalpolitiſches. Ry Förderung begabter Gemeindeſchüler. Die ſtädtiſche Schuldeputation in Berlin ſtimmte dem aus ihrer Mitte gemachten Vorſchlage zu, für be⸗ gabte Knaben der Gemeindeſchulen, die aus der dritten Schulklaſſe in die Quarta der Realſchule übertreten wollen, in der vierten und dritten Klaſſe der Gemeindeſchulen ergänzenden Grup⸗ henuntericht einzurichten. Dieſer Unter⸗ richt ſoll wöchentlich zwei Stunden Deutſch und Rechnen umfaſſen. Um beſonders begabten Schul⸗ kiudern einen ſpäteren Eintritt in eine höhere Lehranſtalt zu ermöglichen, oder ihnen durch Ein⸗ führung in den Gebrauch der franzöſiſchen Sprache eine Förderung angedeihen zu laſſen, wird empfohlen, zunächſt verſuchsweiſe fakulta⸗ tiven franzöſiſchen Unterricht, wöchentlich 4 Stun⸗ den, von der 3. Klaſſe ab, einrichten zu laſſen. Lehte Nachrichten und Telegramme. Heddesheim, 29. Maji. Die mit großer Erbitterung geführten Parteikämpfe anläßlich der Wiederwahl des hochverdienten Herrn Bür⸗ germeiſters Lehmann fanden heute infolge der Wahleinſprüche aus den Kreiſen der Har⸗ moniepartei ein Nachſpiel vor dem Bezirksrat in Weinheim, der als erſte Inſtanz über die Giltig⸗ keit der Wahl zu entſcheiden hatte. Bei der Ende vorigen Monats durch den hieſigen Bür⸗ gerausſchuß erfolgten Wahl waren bekanntlich 35 Stimmen für den Kandidaten der Rathaus⸗ partei, Bürgermeiſter Lehmann, und 34 Stim⸗ men für den Harmoniekandidaten, Landwirt J. Heinz, abgegeben worden. In dem heutigen Termin, in welchem die Rathauspartei durch Rechtsauwalt Dr. Strauß, die Harmoniepartei durch Rechtsanwalt Dr. Pfälzer vertreten war. wurde durch den Einſprucherheber der Nachweis zu führen gefucht, daß auf ſeiten der Rathaus⸗ partei Wahlbeeinfluſſungen vorgekommen ſeien, welche nach ihrer Meinung die Ungiltigkeit der Wahl zur Folge haben müßten. Aber der Be⸗ zirksrat, deſſen Vorſitz Herr Oberamtmann Dr. Hartmann führte, überzeugte ſich aufgrund einer faft dreiſtündigen Verhandlung davon, daß die gegen die Giltigkeit der Wahl vorgebrachten Ein⸗ wände der Stichhaltigkeit entbehren. Infolge⸗ deſſen wurden die Einſprucherheber koſtenpflichtig abgewieſen und die Giltigkeit der Wahl iſt ſomit beſtätigt. Dem Vernehmen nach wollen ſich die Harmonieleute bei dieſer Entſcheidung, die in liberalen Kreiſen große Befriedigung her⸗ vorruft, nicht beruhigen, ſondern—„weiter⸗ gehen“. * Breslau, 29. Mai. Etwa 600 Per. ſonen demonſtrierten vor dem Rathauſe. Als die Polizei die Menge auseinander trieb, gab ein Mann mehrere Schüſſe auf die Polizeibeamten ab, wovon einer ein Pferd und einen Polizei⸗ kommiſſar verletzte. Der Täter wurde verhaftet. Es iſt der Bäckergeſelle Johann Smietana. Er iſt, wie er angab, nicht ſtellenlos. 4 Stettin, 20. Mai. Am 21. und 22. Juni wird dienationalliberale Reichstags⸗ fraktion mit ihren Damen Stettin be⸗ ſuchen zur Beſichtigung der induſtriellen und Hafenanlagen. wW. Paris, 30 Mai. r. einen offiziöſen Meldung wird mitgeteilt, daß dis Kommiſſion, die gegenwärtig die Frage der Solderhöhung der Offizier ſtudierte, den Leut⸗ nants, Hauptleuten und Majoren um ungefähr 150 Frs. erhöhen will. Während ſeit einigen Jahren die Zahl der jungen Leute, die ſich der militäriſchen Laufbahn gewidmet hätten, ſtän⸗ dig abgenommen habe, habe die bloße Hoff⸗ nung, daß die Stellung der Offizſere eine Ver⸗ beſſerung erfahren werde, genügt, um dieſe Zahl mit einem Schlag ſo kräftig zu vermehren. So ſei in dieſem Jahre die Zahl der Bewerber um Aufnahme in die Kriegsſchule von St. Cyr gegenüber dem Vorjahre um 300 geſtiegen. w. Paris, 30. Mai.(Kammer.) In der geſtrigen Kammerſitzung bekämpfte Miniſterprä⸗ ſident Barthou die Tagesordnung Cheuzi, worin die Finanzpolitik der Regie⸗ rung getadelt wird und ſtellte die Ver⸗ trauensfrage. Darauf wurde die von der Regierung gebilligte einfache Tagesordnung mit 312 gegen 240 Stimmen angenommen. * Petersbuürg, 29. Mai Der General⸗ ſtabschef der franzöſiſchen Marine Lobris⸗ In einer anſcheinend 1 und der Kommandant des Panzerkreuzers „Jeanne'Are“ ſind heute nach Moskau ab⸗ gereiſt. W. Petersburg, 30. Mai. Die Dumakom⸗ miſſion billigte eine Vergrößerung des Perſonal⸗ beſtandes der Generalkonſulate in Berlin, Lon⸗ don, Paris und Newyork und der Konſulate in Breslau, Leipzig, Chicago und für Kanada. Zur Frage der Arbeitsloſigkeit. Breslau, 29. Mai. Eine heute nachmittag im Gewerkſchaftshauſe abgehaltene Maſſenverſamm⸗ lung von Arbeitsloſen beſchloß, den Magiſtrat zu erſuchen, die Arbeiten der Studienkommiſſion über die Arbeitsloſigkeit zu beſchleunigen und 50000 Mark zur Linderung der augenblicklichen Not auszuwerfen. Dann zogen die Demon⸗ ſtranten vor das Rathaus. Ein großes Schutz⸗ mannaufgebot zerſtreute die Menge. Mehrere Perſonen wurden verhaftet. Die Geneſung des Papſtes. * Rom, 29. Mai. Heute abend um 5 Uhr erſchien Papſt Pius X. mit ſeinem Hofſtaat auf dem Balkon oberhalb des Springbrunnens, wo er viertauſend auf dem Damaſushof ihn jubelnd begrüßenden Florentiner Pilgern, ferner den Römern und auswärtigen Gäſten den Apoſtoli⸗ ſchen Segen erteilte. Mit Worten herzlichen Dankes für alle ſchied der Papſt nach einem Aufenthalt von etßa fünf Minuten. Sein Aus⸗ ſehen war recht befriedigend, ſeine Stimme überallhin verſtändlich. Deutſche Liebenswürdigkeit— engliſche Zurück⸗ haltung. wW. London, 29. Mai. Abg. King fragte den Staatsſekretär Me. Kenna im Unterhaus, ob er, um die Erkenntlichkeit der Nation für die deutſche Großmut und Milde gegenüber den drei in Deutſchland wegen Spionage verurteilten britiſchen Offizieren zu beweiſen, den Deutſchen, die in England wegen Spionage gefangen ge⸗ halten werden, den Reſt ihrer Strafzeit erlaſſen könne. Me. Kenna erwiderte, er wolle mit Sir Edward Grey darüber beraten, im übrigen be⸗ finde ſich jetzt nur ein Deutſcher deswegen in einem engliſchen Gefängnis. Strandung eines Dampfers. * London, 29. Mai. Der Dampfer „Haverford“ der American⸗Line, der mit 1200 Paſſagieren an Bord von Liverpool nach Phila⸗ delphia unterwegs war, geriet in der Einfahrt der Reede von Cork(Süd⸗Island) im Nebel auf Grund. Von Queenstowne iſt Hilfe abgegangen. OLondon, 30. Mai.(Von unſerem Londoner Bureau.] Zu der Strandung des Dampfer„Haver⸗ ford“ in Queenstownu werden noch folgende Einzel⸗ heiten gemeldet: Alle Fahrgäſte, 1400 an der Zahl, wurden auf drei Hilfsdampfern nach Queenstowu überführt und von dort mittels Eiſenbahn nach Liverpool gebracht. Im Hafen herrſcht noch immer genau ſo dichter Nebel wie zur Zeit des Unfalles. Die Mehrzahl der Fahrgäſte, die geſtern in Queens⸗ town wieder gelandet wurden, ſind Deutſche, Ruſſen, Polen, einige Kanadier und Engländer. Sie cberichten, daß das Schiff in dichtem Nebel fuhr, als es auf Dornfelſen auffuhr und zwar in dem Augen⸗ blick, als eben das Frühſtück an Bord ſerviert wurde. Der Stoß war ſo ſtark, daß alles in Aufregung geriet. Aber die Offiziere des Schiffes wußten die Ordnung aufrecht zu erhalten. Die Fahrgäſte bleiben über die Gefahr, die ihnen drohte, im Unklaren. Es wurde ihnen befohlen, ſich mit ihrem leichten Gepäck auf Deck zu begeben, weil man ſie wieder nach Queenstown zurückbringen müſſe. Nachdem das Schiff auf dem Felſen aufgefahren war, rückte es wieder in tiefes Waſſer, während ſich das Vorderteil ſo ſchnell mit Waſſer füllte, daß der Kapitän ge⸗ zwungen war, mit Volldampf fahren zu laſſen, damit es nicht ſinke. England und Rußland. OLondon, 30. Mai.(Von unſ. Lond. Bur.) Aus Petersburg wird der„Times“ von ihrem Korreſpondenten telegraphiert, daß König Georg im Laufe dieſes Sommers wahrſcheinlich im Juni dem Zaren einen Beſuch abſtatten werde. Man glaube, daß der König nach Kronſtadt an Bord der könig⸗ lichen Jacht„Viktoria and Albert“ reiſen wird und ſich von dort nach Zarskoje Szello begeben wird. Ein endgültiges Programm iſt noch nicht feſtgelegt. Es wird auch nicht eher beſtimmt werden, bevor nicht der Zar von den 300 Jahrs⸗ Feſtlichkeiten zurückgekehrt ſein wird. Der Palkankrieg. Der Streit im Balkanbund. w. Saloniki, 29. Mai. Miniſterpräſident Venizelos hatte heute wieder eine längere Be⸗ ſprechung mit dem König. Es heißt, daß die Hoffnung auf eine Verſtändigung mit Bulgarien noch nicht aufgegeben ſei und daß Miniſterpräſident Venizelos eine friedliche Verſtändigung vorziehe. Der bulgariſche General Iwanow, der mit dem griechiſchen Generalſtab in Unterhandlungen eintreten ſoll, wird hier erwartet. Vor dem Friedensſchluß. W. London, 30. Mai. Das Reuterſche Bureau erfährt ſpät abends, daß Griechen land angeſichts der Zuſicherungen, die es von der Türkei erhalten hat, beſchloſſen habe, den Friedensvertrag ſo wie er iſt ohne Zuſätze zu unterzeichnen. Dieſer Beſchluß, der dem auswärtigen Amte mitgeteilt wurde, iſt nach einer Konferenz zwiſchen den grichi⸗ ſchen und den türkiſchen Delegierten gefaßt wordeu, in deren Verlauf Nizami Paſcha erklärt hatte, daß die Verträge und Konventionen zwiſchen Griechen⸗ land und der Türketi, die vor dem Kriege beſtanden haben, während der Feindſeligkeiten aber aufgehoben waren, morgen nach Unterzeichnung des Friedens⸗ vertrages wieder in Kraft treten würden. W. Sofia, 30. Mai. Die Regierung befahl Danew, nach der Unt 82 zeichnung des Friedens⸗ vertrages nach Sofia zurückzukehren. Ebenſo erhielt der in Paris weilende Finanzminiſter Theodo⸗ rof den Befehl zur Rückkehr. Ein deutſcher Kreuzer in ſchwerer Gefahr. OLondon, 30. Mai.(Von unſ. Lond. Bur.) Der Newyork⸗Herald meldet aus dem Piräus: Der deutſche Kreuzer„Straßburg“ kam am Donnerstag früh um 6 Uhr aus Kon⸗ ſtantinopel kommend hier an. Der Kapitän wußte nicht, daß es den Kriegsſchiffen verboten iſt, vor 8 Uhr morgens dort vor Anker zu gehen. Augenſcheinlich wurde die„Straßburg“ für ein kürkiſches Kriegsſchiff gehalten. Denn als ſie an einem der griechiſchen Forts vorbeikam, da gab dieſes auf ſie in raſcher Aufeinanderfolge 4 Schüſſe ab. Eine Granate ſtreifte 40 Meter von der Hafenſeite die„Straßburg“, über die Waſ⸗ ſerfläche hinweg. Der Kreuzer hielt ſofort und wartete, bis der Pilot in ſeinem Boote herankam, der dem Kapitän mitteilte, daß ſein Schiff ſich in einer gefährlichen Lage befinde, weil es überall von Minen umgeben ſei. Anfänglich weigerte ſich der Pilot, an Bord der„Straßburg“ zu ſtei⸗ gen. Er gab ſchließlich nach und führte den deut⸗ ſchen Kreuzer aus der gefährlichen Zone hinweg, worauf die„Straßburg, dann nach 8 Uhr in den Hafen einfahren konnte. Die Vagdadhahn. * London, 29. Mai. Im Unterhauſe führte Staatsſekretär Grey betreffend die Bagdadbahn folgendes aus: Ich habe mit der türkiſchen Regierung ein Ueber⸗ einkommen entworfen, welches, wie ich hoffe, endgiltig angenommen wird. Der Hauptpunkt des Abkommens mit der Türkei iſt, daß die Bag⸗ dadbahn nicht über Baſra hinaus ge b aut werden darf ohne die Zuſtimmung der engliſchen Regierung und die eng⸗ liſche Regierung krifft keine Vereinbarung, daß eine Fortſetzung gebaut wird. Wir hatten im Auge, daß Baſra der Endpunkt der Bahn werden ſoll. Hinſichtlich unſerer Betei⸗ ligung am Bau der Strecke Bagdad— Baſra haben ſich ſo viele Schwierigkeiten ergeben, daß die Regierung es für das beſte hält, wenn auf die Frage der Beteiligung verzichtet und die Ange⸗ legenheit in folgender Situation gelaſſen wird: Falls die Regierung eine klare Zuſiche⸗ rung erlangt, daß die Bahn ohne ihre Zuſtimmung nicht über Baſra hin⸗ ausgeht, ſo hat die Regierung kein Intereſſe mehr daran, ſich mit dem Bau der Strecke Bag⸗ dad—Baſra zu widerſetzen. Die Regierung wünſcht zwei Mitglieder im Direl⸗ torium der Bahn zu haben. Dieſe Frage ſteht in engem Zuſammenhang mit der Frage der unterſchiedlichen Tarife. Die Regierung drückt in dem Abkommen ſo klar wie möglich aus, daß es keine unterſchiedliche Tarife geben ſoll. Sie wünſcht aber ſicher zu ſein, daß auch in der Praxis keine unterſchiedliche Be⸗ handlung ſtattfindet. Wir können die Tarifſätze nicht kontrollieren, ohne daß wir auch die Bahn kontrollieren. Wir können die Eiſenbahn, die⸗ ſeit langem eine Konzeſſion an Deutſchland iſt, nicht kontrollieren. Zwei britiſche Direktoren würden zu wenig ſein, um eine Kontrolle auszu⸗ üben oder die Verwaltung der Bahn zu beeinfluſ⸗ ſen. Sie könnten uns aber über die Raten und andere Dinge in Kenntnis halten, und wir wol⸗ len nötigenfalls imſtande ſein, eine Frage diplo⸗ matiſch zur Sprache zu bringen aufgrund des Abkommens, das unterſchiedliche Raten verbietet. Deutſche Geſellſchaften hatten andere Bahnen im Betrieb, und ich erinnere mich nicht, irgend⸗ welche Klagen über unterſchiedliche Raten auf dieſen Bahnen gehört zu haben. Mit der Be⸗ ſtimmung, daß die Linie nicht über Baſra. hinausgehen ſoll, treffen wir tatſächlich ein Ab⸗ kommen, das uns von der Furcht und Sorge befreit, die zu einer Zeit bezüglich des perſiſchen Golfes beſtanden. Ein weiterer Punkt, der in Betracht gezogen werden muß, iſt daß Deutſchland ſeine eigenen Abkommen hinſichtlich der Bagdadbahn mit der Türkei hat, über die ich nicht ſprechen kann, da es ſich um eine Angelegenheit zwiſchen Deutſchland und der Türkei handelt. Unſer Ab⸗ kommen iſt mit der Türkei geſchloſſen worden wird mit ihr geſchloſſen werden und Deutſchland wird nicht daran beteiligt ſein. Es iſt gleichzeitig von Bedeutung, daß Deutſchland befriedigt iſt, daß das engliſche Uebereinkommen mit der Türkei nichts enthält, was mit den Rech⸗ ten Deutſchlands in ſeinem Abkommen mit der Türkei nicht im Einklang ſteht. Mit anderen Worten, für ein gutes Funktionieren des Ab⸗ kommens ſollte England damit zufrieden ſein, daß ſeine Intereſſen geſchützt ſind und Deutſch⸗ land ſollte zufrieden ſein, daß ſeine Intereſſen nicht verletzt ſind. Ich hoffe, daß es zu einer völligen Verſtändigung dahin kommen wird, daß die Bagdadbähn nicht über Baſra hinaus ohn⸗ unſere Zuſtimmung gebaut wird und daß auf der anderen Seite eine völlige Verſtändigung dahin beſteht, daß dem Bau der Bahn bis Baſra unter den von mir genannten Bebingungen kein Wider ſtand entgegengeſetzt wird. Dies ſcheint mir ein? Frage aus dem Weg zu räumen, welche von jedem Geſichtspunkt aus durch ein Uebereinkom men erledigt werden ſollte. 5 10 Was den perſiſchen Golf anbetrifft, ſo ſollten wir nach unſerem Abkommen mit der Türkei die Souveränität über Koweit anerkennen, andererſeits wird die Türkei zuſtim⸗ men, daß die Autorität des Scheichs von Koweit wie bisher weiter beſteht. Unſere Verträge mit dem Scheich werden nicht geändert werden. Ein anderer wichtiger Punkt iſt, daß die Schiffahrt nach Bagdad hinauf, an der England intereſſiert iſt, nicht behindert wird. Wir hoffen, eine Ab⸗ machung zu treffen, durch welche wir Sicherheit erhalten, daß die Schiffahrt weiter entwickelt wird, und daß bei dieſer Eutwicklung ſtets we⸗ ſentliche und genügende britiſche Intereſſen teil⸗ nehmen werden. Das würde das Abkommer zwiſchen uns und der Türkei ſein. Falls dieſe Verträge geſchloſſen werden, würden wir in eine Erhöhung der türkiſchen Zölle einwilligen, ſoweit andere Nationen dies getan haben. Wir würden dann als Gegenleiſtung für dieſe Zollerhöhungen keine weiteren Forde⸗ rungen ſtellen. 8 Grey ging zum Schluß auf die armeni⸗ ſchen Reformen ein und ſagte, die an den Reformen in der aſiatiſchen Türkei intereſſierten Mächte müßten ſich mit dieſer Angelegenheit im Einvernehmen mit der Türkei befaſſen. Es ſei unmöglich geweſen, die Angelegenheit während des Krieges aufzunehmen. Die Ausſchreitungen und Maſſakres würden eine neue Frage der Sorge für die Türkei aufwerfen, ebenſo wie für die anderen Mächte, welche wirtſchaftliche Inter⸗ eſſen in der Türkei hätten. Die Mächte wünſch⸗ ten dieſer Sorgen ledig zu ſein und die Türkei ſei darauf bedacht, daß es zu keinen Unruhen komme, welche den Anlaß zu einer Einmiſchung oder einer Intervention geben könnte. Er ſei der Meinung, daß die Türkei in jeder Beziehung geneigt ſei, von der europäiſchen Hilfe Gebrauch zu machen und daß die Mächte dieſe Hilfe ge⸗ währen würden. Der Oppoſitionsführer Bonar Law er⸗ klärte ſich mit der Handlungsweiſe der Regie⸗ rung in der Frage der Bagdadbahn einverſtau⸗ den. Er erklärte, daß England hinſichtlich der Bagdadbahn alles erreicht habe, auf was auch er beſtanden habe würde. Er ſtimme damlt überein, das es ſich lediglich um die Frage handle, eine Abmachung mit der Türkei zu machen und daß es in jener Weltgegend noch andere Intereſſen gebe, als diejenigen Eng⸗ lands. Es liege im höchſten Jutereſſe Englands und ſei im höchſten Grade vorteilhaft für den europäiſchen Frieden, wenn zwiſchen England und einer anderen Macht in jener Weltgegend keine Fragen entſtehen. Er ſei über Greys Worte erfreut. Großbritannien erkennt die Annexion des Kongo an. 5 w. London, 29. Mai. Im Unterhauſe er⸗ klärte Sir Edward Grey bei der Erörterung der auswärtigen Lage, die Regierung habe verſprochen, mit der Anerkennung der Annexion des Kongo zu⸗ rückzuhalten, bis die Konſularberichte gezeigt hät⸗ ten, daß die wirkliche Lage im Kongo in berein⸗ ſtimmung mit den vertraglichen Verpflichtungen des urſprünglichen Kongoſtaates ſei. Die Berichte zeigten jetzt, daß die Verhältniſſe ſich vollſtändig gegenüber denen unter der alten Herrſchaft geän⸗ dert hätten und da die Lage ſo weſentlich gebeſſert ſei, ſei der Zeitpunkt gekommen, wo es weder zu rechtfertigen noch wirklich erforderlich wäre, die Anerkennung zu verweigern, welche ausdrücklich oder praktiſch von faſt allen Ländern gewährt ſei. Ein weiteres Zurückhalten der Anerkennung würde Belgien gerechten Grund zur Klage geben und würde jene herzlichen Beziehungen verſchlechtern, die mit der belgiſchen Regierung aufrecht zu er⸗ halten Großbritanniens ernſteſter und aufrich⸗ tigſter Wunſch ſe. Das angebliche deutſch⸗eügliſche Abkommen über die portugieſiſchen Kolonien. w. Liſſabon, 30. Maj.(Senat.) In Be⸗ antwortung einer Interpellation wegen der Mel⸗ dungen auswärtiger Blätter über ein angebliches engliſch⸗deutſches Abkommen, betref⸗ fend die Einflußſphären in Süd⸗ und Mittelafrika zum Schaden der portugieſiſchen und belgiſchen Kolonien erklärte der Miniſter des Außern: Die portugieſiſche Regierüng hat allen Grund zu er⸗ klären, daß keine Tatſache die Lage ändert wie ſte von Vasconcelles, als ex Miniſterpräſident war, dargelegt worden iſt. Solche Meldungen entbehren der Begründun. Geſchüftliches. * Der Geſamtauflage dieſer Ausgabe iſt ein Proſpekt der Firma Edelmann, D 4, 2, Spezialhaus für Fahrrüder, Nähmaſchinen und alle Bedarfsartikel, beigegeben, deſſen Beachtung wir unſeren geſchätzten Leſern beſtens empfehlen. iSAfektfenfabrfk uncd Stahlindustrieller Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagsblatt). Freitag, 30. Mai 1913. Volkswirtschaft. Pfälzische Mühlenwerke, Mannheim. Der Reingewinn der Gesellschaft trägt nach Mark 184 716.50(M. 256 172) Ab- scheeibungen Mark 394 80(M. 618 735) ein⸗ schließlich M. 130 000(M. 23 000) Vortrag aus dem Vorjahre. Der Aufsichtsrat beschloß, der Generalversammlung vorzuschlagen, M. 200 000 als eine Dividende von 10 Prozent wie im Vorjahre zu verteilen, M. 20 o0 dem Del⸗ Krederekonto, M. zooo dem Talonsteuerkonto zu überweisen, M. 138 000 auf neue Rechnung Vorzutragen und M. 60 O0 zur Verfügung der Generalversammlung zu stellen. —— Besuche der Handelssachverständigen in Mannheim. (Mitgeteilt von der Handelskammer für den EKreis Mannheim. Am 26. Mai weilte der Handelssachver- ständige für Australien, Herr de Haas, auf seiner Informationsreise dureh Deutschland in Mannheim, um mit den am Handel mit Australasien beteiligten Firmen persönlich Fühlung zu nehmen. Angemeldet hatten sich zu diesen Besprechungen 20 Firmen, davon 17 aus Mannheim, 3 aus dem übrigen Baden, 8 aus der Pfalz, 1 aus Hessen. Am 27. und 28. Mai besuchte der Handelssachverständige für Indien, Herr Gösling, Mannheim. Zu dessen Sprechstunden singen 32 Anmeldungen ein, daven 20 aus Mannkheim, 8 aus der Pfalz und 4aus Baden. Die Besucherzahl hat sich gegen die in früheren Jahren stattgefundenen Be⸗ suche der gleichen Handelssachverständigen mehr als verdoppelt, ein Beweis, daß die Ein- richtung einem wirklichen Bedürfnis entgegen Fommt. Zu hoffen ist, daß das Institüt der Handelssachverständigen in immer weiteren Handelskreisen bekannt und von diesen in An⸗ spruch genommen wird. Denn nur auk diese Weise kann die Einrichtung vollen Nutzen ent⸗ falten. Bei dieser Gelegenkeit hat sich auch jetzt wWie früker herausgestellt, daß die für Mannheim und dem umliegenden Industriebe- zirk zur Verfügung gestellten Sprechstunden soostark besetzt sind, daß das Auswärtige Amt auf Anregung der Handelskammer Mannheim zugesagt hat, künftig für derartige Besuche in Mannheim einen Mindestaufenthalt von jeweils zwel Pagen vorzusehen. — Badisch: Feuerversicherungs-Banké Karlsruhe. Die gestern abgehaltene ordentliche Gene- alversammlung hat die vorgelegte Ge— Winn- und Verlustrechnung und die Bilanz mit dem Berichte des Vorstandes und des Auf⸗ siehtsrates einstimmig genehmigt und Vor⸗ stand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt, Die Generalversammlung hat ferner einstimmig be⸗ schlossen, den Reingewinn aus dem Jahre 1012 Fon M. 60 719(i. V. M. 37 Hai) nach dem übereinstimmenden Vorschlag des Aufsichts⸗ rates und Vorstand wie folgt zu verwenden: An den Kapitalreservefonds M. 3000(W. i.), an den Talonsteuerreservefonds M. 1000(i. V. M. 3000), als Tantieme M. 3488(i. V M. 2000), als Dividenden an die Aktionäre M. 40 000 (W. i..), das sind 4 Prozent des eingezahl- 2 Aktienkapitals. Der Rest von M. 11 238 (i„ V M. 7921) wird auf neue Rechnung vor⸗ gotragen. 5 Die infolge des Ablaufs ihrer Dienstzeit aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Herren Rechtsanwalt Ernst Bassermann, M. d. R, Bankier Eduard Ladenburg und Bank⸗ direktor Otto Riedel Wurden wiedergewählt. Die Bank boetreibt die Feuerversicherung und die Versieherung gegen Einbruchdiebstahl. Die Geschäftsentwickelung im abgelaufenen Jahre war nach dem Bericht des Vorstandes beffiedigend. Der Schadenverlauf war, obwohl dis Witterungsverhältnisse im Allgemeinen für die Feuerversicherung günstiger Waren, ails in dem ungewöhnlich trockenen Jahre 1911, dureh eine ziemlieh große Zahl mittelgreßer Schäden in der Landwirtschaft und in der Industrie be- einträchtigt. be⸗ — Von der Reichsbank. Der Zentralaus dehuß ist für heute Freitag vormittag zu der ühliehen Monatssitzung einberufen worden. 185 Diskontveränderung steht noeh nicht in rage. Konstanzer Holzverkohlungsindustrie AG. In der bevorstehenden Sitzung des Aufsichts⸗ rats der Konstanzer Holzverkohlungsindustrie .., soll eine Kapitalserhöhung be⸗ schlossen werden, Gestriger Kurs der Aktien 348 Prozent. Die Motorenfabrik Oberursel,-G. in Oberursel teilt mit, daß sie die Herstellung einer neuen Motorart aufgenommen hat, von der sie eine günstige Einwirkung auf die Entwieklung des Unternehmens erwartet. Elberfeider Farbwerke vorm. Friedrich Bayer u, So, in Elberfeld. Wie die„Rhein.-Westf. Zig“ meldet, haben die Elberfelder Farb⸗ Werke vorm. Friedrieh Bayer u. Co., in Elber- feld auf dem linksrheinischen Ufer in der Ge- meind: Worrigen große Grundstücks-Komplexe erWorben zur Ansiedlung neuer Industrieng, In der geplanten Neuanlage sollen nach ihrer Fertigstellung s000 neue Arbeiter eingestelit und beschäftigt werden. N Die deutsche Eisenindustrie und die Welt⸗ ausstellung San Franziskoe 191783. Gegen eine Beteiligung an der Weltausstellung San Fran⸗ zisko lors hat sich in seiner gestrigen Sitzung der Vorstand des Vereins Deutscher Eisen⸗ ausgesprochen, indem folgende Entsehliebung gefaßt wurde::„Der Verein lehnt eine Beteiligung der deutschen Eisen- und Stahlindustrie an der in San Fran⸗ zisko geplanten Weltausstellung auf das ent⸗ schiedenste ab, einmal, weil sieh die Welt⸗ Ausstellungen in einer geradezusehäd⸗ lighen Weise häufen, dann aber weil den dem Verein angehörenden Werken irgend⸗ 2 Ht zu erhöhen und von der Ueber⸗ weisung von 19317 M. an den Dispositions- konds Abstand zu nehmen, Von der Verwal⸗ tung wurde entgegengehalten, daß die Ueber- weisung an den Dispositionsfonds gegenüber dem Vorjahr ganz erheblich zurückgegangen sei; damals habe sie IIs oo0 M. betragen. Man habe sich wohl überlegt, ob man unter Sehmälerung der Dividende die Ueberweisun- gen an die einzelnen Fonds wie bisher üblich vornehmen sollte oder nicht. Ueberdies gehe aus den überwiesenen Summen hervor, daß diese zum Teil nur zur Abrundung der be-⸗ treffenden Fonds vorgenommen wurden, d. h. also nicht mehr stattfinden sollen. Der An- trag auf Erhöhung der Dividende wurde schliebliek mit 1122 Stimmen gegen 18 Stimmen a bgelehnt und die Jahresrechnung mit allen gegen 3 Stimmen des opponierenden Aktionärs genehmigt. In den Aufsichtsrat wurde an Stelle des verstorbenen Herrn Ludwig Del- brück der Bankier Karl Joerger neugewählt. Max Ulrich u. Co., Berlin. Der Fehlbe- trag bei der Bankfirma Max Ulrich u. Co., Kom.-Ges, auf Aktien in Liqu. in Berlin hat sich It. Voss. Ztg. im Jahre 1912 durch weitere Verluste auf Wertpapiere, Ausstände und Zin- sen von 10 157 00 M. auf 11 500 o00 M. erhöht. Die Liquidationseröffnungsreehnung am 5. Mai forr wies einen Verlust von 9 453 723 Mark auf. Die Telephonfabrik-.-G.(vorm. J. Ber- liner) in Hannover, Berlin, Wien, hat eine automatische Oelpumpe für Motoren fertig⸗ gestellt, die sich laut B. T. dadurch auszeich- nen soll, daß bei ihr genau die Menge einge- stellt werden kann, mit der die einzelnen Stel⸗ len des Metors geschmiert werden, und daß die Oelung autem, in vorher bestimmten Zeit- räumen stattlindet. Das Patent für diese Er- kindung ist bereits vom Patentamt genehmigt worden. Die Pumpe sei bereits mit Erfelg in Automobil-, Flug und stationäre Motoren ein- gebaut worden. 5 Franklurter Abendbörse. Frankfürt, 29. Mai. Umsätze bis.15 Uhr abends, Kreditektien 197½ bz.., Diskonto- Kemmandit 183 bz. ept., Dresdner Bank stf bz. Staatsbahn 157% bz, Lombarden 27½% 38 Baltimore und Ohio 989 bz. South West African. 1228— bz. Hamburg-Amerik. Packet 146 bzZ., Lloyd 12473— pz. Gelsenkirehen 183%.%½ bz, Phönir Berg⸗ bau- und Hüttenbetrieb 260% bz., D. Luxemburger 16164 bz., Rütgerswerke 187 bz., Alkali Westeregeln 186.50 bz.., Bad. Anilin 558.50 bz.., Scheideanstalt 631 bz.., Höch- ster Farbwerke 628 bz.., Adlerwerke Kleyer 443.50 bz,., Maschinenfabrik Moenus 253.80 bz.., Kunstseide 67.50 bz.., Harpener 19206 Pz. Elektr. Bergmann 132.580 bz.., Elektr..- Ueberseeische 1764ë 1⁰⁹⁹ν⁰ bz. ult., 176.80 bz. comptant. An der Abendbörse waren Montanwerte an- fangs hehauptet, bei Schluß notierten Phönix und Gelsenkirchener auf lokale Abgaben etwas schwächer, Von Elektrowerten wurden.⸗ Veberseeische in Nachwirkung ihres günstig beurteilten Abschlusses lebhaft umgesetzt und zirks 1 Prozent über heute Mittag bezahlt; Bergmann waren gleichfalls etwas fester. An-⸗ dere Industriewerte zeigten ruhige Haltung. Höher notierten: Maschinenfabrik Moenus 7 Prozent, Höchster Farbwerke, 3 Prozent, Scheideanstalt 3 Prezent, Kunstseide 1½ eCt. Telsgraphlsehe Börsenberlehte. London, 29. Mai.„The Baltie“ Schluß. Weizen schwimmend: williger. Mais schwimmend: unregelmäßig. Gerste schwimmend: sehr leblos. Hafer schwimmend: ruhig bei Handel. Newyork, 29. Mai.(Tel.] Produktenmarkt. Weizen. Als zu Beginn des Marktes un⸗ günstige Ernteberichte aus dem Südwesten ein⸗ liefen, sowie umfangreiche Verschiffungen von den Seeplätzen bekannt wurden, eröffnete der Markt in fester Haltung, zumal auch die Bais- siers Deckungen vornahmen. Ungünstig auf die Marktlage wirkten im weiteren Verlaufe baisselautende private Ernteschätzungen, so- Wie Abgaben der Kommissionshäuser. Als dann der Bericht des Statistikers Snow, der der Hausse günstig lautete, bekannt Wurde, konnten die Kurse, die bis zu Mitte des Ver-⸗ kehrs erlittenen Verluste wieder einholen. Schluß stetig., Die Preise notierten gegen gestern 6 bis 8 c. höher. Verkäufe für den Export: 0 Bootladung. Newyork, 20. Mal. Kaffee schwächer auf entmutigende Kabelberichte aus Hat hurg, und von den französischen Märkten, Verhäufe seitens einiger Importeure, Abgaben für euro⸗ päische Rechnung und Liquidatienen. Gegen Schluß besserte sieh die Pendenz, da zu dem ermäßigten Kursniveau einige Deckungskäufe getätigt wurden. Schluß stetig. BAumyWwẽOIle. Auf flaue Kabelberichte und Abgaben, um weitere Verluste zu ver⸗ hüten, setzten die Preise am Baumwoellmarkt 9 bis 4 Punkte niedriger ein. Die rüeckläufige Preisbewegung setzte sickh noch weiter fort, als Verkäufe ven Firmen mit Verbindungen zum Auslande getätigt wurden. Stimulierend Wirkten ferner Abgaben von Firmen mit Ver- bindungen zu New Opleans und die matte Hal- tung des New Orleanser Marktes. Baisse⸗ lantende Berſehte über den Stand der jungen Pflanzen ven privater Seite und Abgaben der Wallstreet-Spekulanten ließen den Markt in schwacher Haltung schließen. Bei Schluß hatten die Preise Nachlässe von 14 bis 3 Punkten zu verzeichnen. Newyork, 290. Mai. Morgen, den 30. Mai bleiben die amerikanischen Märkte Seschles- sen, Am Samstag bleiben die Fondsbörse, ferner die Märkte fürf Baumwolle und Kaffee geschlossen. Chicago, 29, Mal,(Tel.) Preduktenmarkt. Weizen. Auf ungünstige Ernteberichte aus dem Nerdwesten Nanadas sowie weniger gün⸗ stige Ernteberjchte aus dem Südwesten eröff⸗ nete der Weizenmarkt in fester Haltung bei 8 bis C. Beheren Kursen, Günstis auf die Marktlage Wirkten ferner die à la Hausse lau- tenden Sehätzungen der argentinischen Ver⸗ sshiffungen und umfangreiche Verschiffungen bz., Nordd. kleinem von den Seeslätzen, die zu lebhaften Deckun⸗ Sen der Baissiers anregten. Als im weiteren 5 1* Verlaufe baisselautende private Ernteschatz- ungen bekannt wurden, und die Kommissions- häuser daraufhin für südwestliche Rechnung zu Abgaben schritten, büßten die Kurse die an- fangs erzieiten Gewinne zum Teil wieder ein. Als zum Schluß des Marktes der der Hausse günstig lautende Bericht des Statistikers Snow bekannt wurde, sowie weniger günstige Be- richte über das Wetter im Südwesten, schloß der Markt in stetiger Haltung bei unveränder- ten bezw. 8& böheren Kursen. Mais. Der Markt verkehrte durchweg in stetiger Haltung. Deckungen und Käufe der Kommissionshäuser hatten in Uebereinstim- mung mit Weizen anfänglich zwar eine kleine Erhöhung zur Folge, doch schwächte sich der Markt, als größeres Angebot seitens der Far- mer am Markte war, und schwächere Effektiv- märkte bekannt wurden, wieder ab. Die Preise Wwaren gegen gestern bei kaum stetiger Ten- denz C. niedriger bis unverändert. Cineinnati, 29. Mai. Dem dieswöchentlichen Bericht des Cincinnati Price Current zufolge ist die Anbaufläche für Frühiahrsweizen ge⸗ ringer als im Vorjahre. In Teilen von Minne- sota und dem nördlichen Dakota sind die Meizenfelder infolge des andauernd feuchten Wetters über dem Durchschnitt. Effekten. Brülssel, 29. April.(Sohluss-Kurseg Kurs vom 4% Brssillanisohe Anleihe 1889 % Spanische äussere Anleſhe(Exterieurs) ſo Türken unfizſert. Mal. Mal. Valparaiso 29 Weohsel auf London 10— New-Vork, 29. Kurs vom Geld auf 24 Std. Durohsohnfttsrat., do. lotzte Darleh Weohsel Borlin Weohsel Paris do. London 69 fg. Cablo Transfers Weohsel Condon Silder Bouillon Atoh. Top. u. St. Fe oonv. 4% Bonds 4½ OVolorago S. 5B. Rorth, Pae, 3% Bas, d0, 4% Prlor. Llen. St. Louis u. S. Fran- zisko ref. 4% §. Pab. o. 4% 1929 Unlon Paoiflo oonv. Atohlis. Topeka o, Baltimore-Ohio o, Canada-Paoſfio Chesapeske-Obio Chioago Milwauk. Colorado Sth. oom. Denv. u. Rlo Ard. o, do, prof. Erle oomm. do. 1st. pref. Sreat Northern Unnols zentral Lehlgh Valley om. Loulsvllle Nashv, Missouri Kansas Kurs vom Texas gomm. Texas prof. Missouri Paeifſo J. National Railroad of Rexlko pref. do. Znd proef, New-Vork Zentral New-Vork Ontario and Western Norfolk u. West o. Northern Paoiffo o. Pennsylvanja oom. 109.%8 109,.½ Boading domm. 160.½ 160/ Rock island Oomp. 5 276 do, do. pref. 0 Southern Paolflo South. flallway o. do. pref. Union Paoifio oom. 0. pref. Wabash. pref. Ne z Copp. Amerloan Can, pr. do. Loc. oom. Amerlo. Smelt. e. 00. Sugar o. 2 Anaconda Copp. o. % General Eleotr. o. U. St. Steel Corp. e. do, pref, 105, Utah Copper oom. Virginia Carol. a. Sears Bobeuck o. ukte, 2. 53.— 32.½ 53.— 19.½% 99.% 54.— 18.½ 99.5½ 27./ 266.— 104.— 105.½ 114.½ 174% 486.85 488.75 60.— 60.% 99.8½% 2 86.— 68.4% 983 4 66.— 97./ 22 64./ 64.½ 107.— 107./ 10.½ 16.½ 29. 186.% 170 2 17 „I* Rew-Vork, 29. Kurs vom Baumw, atl. Hafon do. atl. Golfh, . im innern do, Exp. n. Gr. B. do. Exp. n. Kont. Baumw. looo do. April do. Ral do. Juni do. Iulſ do. August do. Septbr. do. Oktbr. do. Hovbr. do. Dezember do. in New- Orl. looo do. Mal do. junl Petrol. raf. Casse do, stand. Wihte New-Vork do, stand. wihte Fhiladelphia Petr.-Cred. Balano Terpent.New-Vork 41.½ do, Savanab 37.— Sohmalz-Western 11.40 do.(Roh. Br.) 11.80 Ohioago, 29 Mal, naohm. 5 Uhr, Kurs vom 29,. 28, Welzen Raf 9 92.%½% 4o. juli 91./8 do. Sept. 90.7¼ Mals Mal 57.—5 do. Jull 90. Sopt. Roggen ſooo do. Ra do. juli Hafer Mal do. Juli Lelnsaat looo Liverpool, 29. Mal. Welren roter Winter fest. per iull per Okt. 2 Hais Bunter Amerika La Plata per Ma Antwerpen, 29. Mal.(Sohluss.) Welzen stot. 29. 23. Gerste per Mai 20.5 20,80 der Ha der zull„ 20.67 20.70 der Septbr.. 15,27 15.27 „20.30 20.30] per Dezember 15.2 15,.20 per Sept, Köln, 29. Mal. Büböl in Posten von 5000 Kkg. 69.50., Dex 68.—., 67.— G. Hamburg, 29. Mal, Robzucker März—.— .40.—, jull.50.— August.65.— Hamburg, 29. Mal,.39 Uhr nachm. Kaffee good average santos per Maf per Sept. 55½%½ per Dez. 55%½, per März 55.¾ Salpeter 10.95—, per rebr.-März 10.72½, per Juni 10.45 Neuss, 29. Mal. Fruchtmarkt. Welzen neuer la, 21.—, la, 20. Ila.. Ak, Roggen neuer la. 16.89, IIa. 15.80, IIls.—.— Mk. Hafer alter ſa. 17.—, lla, 16.—— Mk., Rüböl 86,50, fassweise 66.50 gereinigtes Oel 69.50 Mk, per 100 Kllo.— Heu.70—.20, Euzerner Heu.50 Mk. die 50 Kilo, Presskuchen 104 Mk, für 1099 Kiſo Klele.20 Mk. Rotterdam, 29, Mal. Margarine nom, Hüdenzucker, If. Sloht fl. 11.¾8, Margarine prima amerik. 63.—. EZinn: Banca prompt fl. 184%, Kaffse per Nov. 32./, per Derz, 32.5/8. Lverpool, 29, Maf, Baumwollmarkt. eee ES notleren Middl. amerik,.61.—, per Mal.40.—, per Mal-Junf .39.½, per Junl-Jull.35.1½, per Jull-August.34.—. ger Aug. Sept..24.½, per Sep.-Okt..12—, per Okt.-NMov..05.½, per Nov.-Dez..02½ der Dez.-Jan..01,½ per Jan.-Fobr. 6,01½, per Febr.-März.02./. Eisen und Metalle, London, 29 Mal.(Schluss] Kupfer träge per Kasse 68.05.00 3 Monate 63.00.00, elostrolytie.—„, bestseleoteo 72,0.— Alun flau, per Kasze 215.00.0, 3 Monate 212,10.00 Blel spanisch, ruhlg, 19.17.8, englisoh 20.05,0, Eink träge, gewödnſlohe Marken 23.——.— Sperlal-Harken 28.½ 22.5% 5 Glasgow, 28. Mal. Rohelsen flau. Miadlesborougs Warants per Kassa 65/½— ger Monat 80/9— per 3 Nonat 60/%/ Kurs vom 28. Sohmalz Wiloox Taig prima Oſty Zucker Muskov. Kaffee Rlo lood Mai Juni Juli August September Oktoher Hovembor Dezember Januar Februar März Aprll 10. Mr. 2 00—.— 29. 11.80 do. Welzen Hehl spring wheat Getreidefracht n. Liverpool do. London do. Antwerpen do Fotterdam Kurs vom 29, 28. Lelnsaat Mal 129,.½ 129.¼ Schmalz Nal 11.18 11.4 do, fun do, Jjuli Pork Mal do. jull do, Septbr. RHippen Hai (Sohluss,) 29. 2757% 774—8 411%8 570⁰⁰ë 28. 708 737% 4401125f5 5/0% Olfterenz stetig 125 Juft 29, 28. 15.40 16.25 „ Mal 9,42,½, Juni Kaflee beh., Zuoker beh, inn fest Vor. Kurs 15 30/—.— 47 10/%7 50 16 25/18 75 11. Hew-Vork, 29 Mal. Kupfer Superior ingots vorratig Heute 15 35/—— 47 75½8 25 per Tonne 16 25/½16 75 Stahl-Schienen Wagg. freſöstl Frbr.—4 Viehmarktbericht. Nannhelm, 29. Mat 1913. per 50 Kilo Lebend-Sohlachtgewloht —5 * 7 108.—110„ 100—105„ 95.—100„ 85.— 85 70 Kälber 231 Stllok Sohafe 2) Stallmastsch.— Stlox 82— 66 b) Weldmastsoh. 22 Stllok 3 4. 5 13 2. 3. 1¹ — 1 2. 3. 4. 2 2 21 2 22 Sohwelne 88 4 &„ ESs wurde bezanlt far das Stilok: Luxuspferde— Stok. 000—0000J Ferkel 386 Stlockx Arbeitspfd.—„ 000—0000 zlegen 2„ Pferde— St. z. Sohl. 00—000Zlokleln—„ Milohkühe— Stllok 000—00 Lämmer—„ Zusammen 1609 Stuok Handel mit Kälbern ruhlig, mit Sohwelnen und Ferkeln mittel- mässlig. Schiffahrts⸗Nachrichten vom Mannheimer Bafenverkehr. Hafenbezirk Nr. 3. Angekommen am 28. Mat. Caſpari„Madgalena“ v. Duisburg, 5030 Dz. Kohlen. Kern„Karl Theodor“ p. Rotterdam, 7000 Dz. Stichg. Gilsdorf„Worms J“ von Worms, 380 Dz. Stückguf. Anſtatt„Joh. Anng“ v. Amönebg., 8120 Dz. Zement, Hafenbezirk Nr. 4. Angekommen am 28. Mat. Kreutz„Elſa“ von Duisburg, 11500 Dz. Kohlen. Mölter„Odilo“ von Amſterdam, 3130 Dz. Stückgut. Hafenbezirk Nr. 5. Angekommen am 28. Mai. Schölpen„Harpen 69“ v. Ruhrort, 7025 Dz. Kohlen. Horbach„Harpen 47“ von Ruhrort, 7700 Dz. Kohlen. Specht„Raab K. 26“ von Duisburg. 16 600 Dz. Khl. Lang„Arminius“ von Walſum, 4000 Dz. Kohlen. Petri„Der Hohenzoller“ v. Ruhrort, 5300 Dz. Khl, Hafenbezirk Nr. 6. Angekommen am 28. Mat. Hettinger„Kätchen“ v. Heilbroun, 903 Dz. Steinſalz. Veith„Emma“ von Jagſtfeld, 1200 Dz. Steinſalz. Zimmermann„Kath.“ v. Heilbr., 864 Dz. Steinſalz Eiermann„Graf Neiperg“ v. Ruhrort, 2090 Dz. Khl. Neuer„Wilh. Heinr.“ v. Hochhauſen, 1400 Dz. Gips. Augspurger„Wilhelm“ v. Hochhauſ., 1300 Dz. Gips. —— Wasserstandsnachrichten v. Monat Mal Fohelstatf — Abende 6 Ubr Huningen“) 8 2 U5 achm. RHachm. 2 Uhr vom Datum .25. 20 28.J 29. 20. .95 192 12.97½202.07 5. 50 Horgens 7 Uhr 5 5 12ʃ1..-B. 12 Uhr 1— Vorm. 7 Uhr .50.54/ 4. Kene:: 888 88 880 88 „) Windstin, Heler, + 188. Wasserwüärme des Rhelns am u. Hal: 18% R. 10% 8. Hachm. 2 Hur Vorm. 7 Har Mltgeteilt von der Bade-Anstalt Leopold 8 Anger. vom Neckar: Vorm. 7 Uar — + 4 Zelt—45 Datum 29, Aal 29.* 30. Mal 2 3⁴ Höchste Temperatur den 29. Hal 27 6½ Tlefste Temperatst vom 29.—80, Mal 15,% Witterungs-Beriekt dermlttelit von der Amtl. Auskunftsstelle del Schwelrertsehen Bundesbannen im internatlonalen öffentiſonen Verkersburea Berlin., Unter den Linden 14. Am 29. Mal morgens. 1918 um 7 Uur Horgens 7* Hlttags 2 Abdends 9˙ Horgens 7 2 4 28 1 15.0 270⁰ 22.8 Höhe der Statlonen Über Heer Statlonen 00. 7 witterungsverhüftulsse Basel Born Ohur . Höschenen Interlaken La Chaux-de- Lausanne Looarno, 2 Lugano 8 Luzern. Montreux 5 Neuohatel Raga: St. Gallen St. Moritz(Eng.) Sohaffhausen ds. 8 alles sehr schön, wingstill, „„„„%„%„„%„„„„„„ Züriobß. ——....——————————— Verantwortlich: Für Politik: Dr. Fritz kür Volkswirtschaft und den Franz Kircher; kür den Inseratentell u. Geschäftliches: Frits Joos. Anfrage: Trotz größter Reinlichkeit nehmen eachtei he ven übken Urin⸗Geruch an, was kann man agegen tun? Autwort: Hundert Tauſende Familten verwende Einlagen aus inpräg. Holzfilz, welche für 58 25 Pfg. koſten, Zu erhalten ſind dieſelben in 5 gerien⸗ und Haushaltüngs⸗Geſchäften. 8 Hagrfarbe.00,.00,.50. Frauz Ku 00 Kronen⸗Parfümerie, Nürnberg. Hier: Pelikan⸗Apo⸗ — t Dr. Kuhn's Nußextrat; Nutin, giftfrei u. echt, 400, Amsterdam, 29, Mal Banga-Zink. 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Paſſarge, Exzellenz Hans Godeck Kammerherr von Breitenberg Otto Schmöle Kammerherr Baron von Metzing Karl Schreiner Dr. phil. Jüttner K. Neumann⸗Hoditz Lutz, Kammerdiener Emil Hecht Graf von Aſterberg vom Alexander Kökert Karl Hilz Korps Alfred Landory Kurt Engelbrecht„Sachſen“ Hermann Trembich von Banſin Heinrich Füllkrug von Reinicke Adolf Karlinger von Wedell, Saxo⸗Boruſſia Rudolf Aicher Erſter Joſef Woidowsky Zweiter Student Gregor Gordon Dritter Karl Zöller Hugo Voiſin Julie Sanden Eliſe de Lank Rüder, Gaſtwirt Frau Rüder Frau Dörffel, deren Tante Kellermann Paul Tietſch Käthie Poldt Dorina Ein Muſikus Hans Wambach Schöllermann Louis Reifenberger Glanz Lakaien Hugo Schödl Reuter Georg Becker Ein Lakai Wilhelm Burmeiſter Mitglieder der Heidelberger Korps Vandalia, Saxo⸗ Boruſſia, Saxonia, Gueſtphalia, Rhenania, Suevia. Kammerherren, Muſikanten. Zwiſchen dem 2. und 3. Akt 4 Monate, zwiſchen dem 3. und 4. Akte 2 Jahre. Kaſſeneröff. 7 Uhr Anf. 7½ Uhr Ende 10½½ Uhr. Nach dem 2. 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In der Tat war es ſo: Ragnahatt e ihre Ausſteuer beſorgt, ohne ſich an eine beſtimmte Summe zu binden, die ihr auch in der allgemei⸗ nen Bedrängnis auf Friedrichsholm nicht geſetzt wurde. Sehr große Rechnungen liefen fortgeſetzt ein. Frau Winnert ſagte dann nur immer wie⸗ der, wie doch das Leben teuer geworden ſei. Urſula machte das vorhandene Bargeld flüſſig, und mußte ſchließlich eine Summe aufnehmen. Da ſchrieb ſie:„Nun bitte keine Rechnungen mehr, Ran! Wir können hier momentan nicht mehr leiſten, müſſen ſchon Betriebskapital bei der Bank aufnehmen.“ „Wie findeſt Du das von Urs?“ fragte die junge Frau ganz empört. „Das finde ich vernünftig und gewiſſenhaft,“ entſchied Rothmann. Sie ſaßen in ſeinem Zimmer bei einer Taſſe Tee, es war nach dem Theater. Sein Zimmer war das beſcheidenſte in der Wohnung. Er hatte Lederſeſſel und allen, ihm von ſeiner Frau zu⸗ gedachten Luxus abgelehnt, und freute ſich noch zu dieſer Stunde darüber. Sie ſaßen an dem großen Kiefernholztiſch, an dem er zu arbeiten pflegte. „Ihr vergeßt,“ ſagte Ran,„daß ich nackt und bloß vom Hof gekommen bin, und mich hier nun doch einigermaßen möblieren und anziehn muß. Uebrigens ſteht ja auch nur noch Unbedeutendes aus— ich glaube die beiden Poiret⸗Kleider.“ „Und nachher hat der Unfug ein Ende, Ran?“ „Unſug,“ ſagſt Du. Sie ſtrich wohlgefällig üther das dunkelblaue Tuſſahkleid.„Bin ich eine Kloſterfrau?“ „Na, das vielleicht nicht,“ ſagte Rothmann, ſie nachdenklich anſehend—„aber die Frau eines Mannes, der noch abſulut und leider der arbei⸗ tenden Klaſſe angehört.“ Sie fragte ernſthaft wie lange es noch dauern könne, bis ſie reiche Leute ſeien. Er ſprang lebhaft auf.„Kind, du biſt mir leid! Kind, kleiner bunter Vogel!“ Liebkoſend legte er den Arm um ihre Schulter, ſie ſtellte die Taſſe auf die Tiſchplatte und ſah ihn mit einem kleinen befangenen Lächeln an. Seine Finger legten ſich auf ihr goldiges Haar, er ſah ihr ernſt und zärtlich in die Augen.„Das ſollſt Du bernen, Du geliebtes Herz,“ ſprach er halb⸗ laut— daß Arbeit und Streben des Lebens 5s Wert iſt, daß der Beſitz tot und glück⸗ * „Sie ſchüttelte energiſch den Kopf.„Das meine ich nicht, Frank— alles Schöne, das wir lieben, iſt nur für Geld zu haben.“ „Haben—“ echote er kopfſchüttelnd. „Und nun laß ich Dich noch eine Stunde bei meiner Arbeit— Du mußt durchaus den Denk⸗ malpreis bekommen!“ Sie ſah noch einmal in der Türöffnung zurück.„Ich habs nämlich als Orakel ausgemacht—!“ HeiligeEinfalt, dachte er— und dann weicher: ſüßes Kind aus dem Märchenwald.— Er ſtellte das Teegeſchirr behutſam beiſeite, ſah nach der Uhr bald Mitternacht! und ging ans Werk. Rothmann hatte einen Freund in Berlin, deſſen Frau er bat, ſich der ſeinen ein wenig an⸗ zunehmen. Das tat nun auch Frau Marie Stra⸗ then mit viel gutem Willen, aber ohne Erfolg. Ran war beinahe empört über die Bemut⸗ terungsverſuche.„Sie fällt mir auf die Nerven, Frank, mit ihren ewigen Wirtſchafts⸗ und Kin⸗ derſtubengeſprächen. Laß mich nur, bitte, meine eigenen Wege gehn— ich bin abſolut nicht un⸗ beholfen. „O nein, Ran, das biſt Du wirklich nicht— ich hatte nur ein paar alte verkehrte Ideen über Dich weiterkultiviert— ſo, als wärſt Du weich und ſchüchtern, wie damals, als wir miteinan⸗ der ſo viel tanzten und ſo wenig ſprachen. Mich dünkt, Dir ſind hier ſchon die Flügel hölliſch ge⸗ e Nimmſt Du mir es übel, daß ich das ſage?“ „Gar nichts nehme ich übel,“ ſagte ſie gedehnt —„ich werde doch nicht die wunderbare Harmo⸗ nie unſeres Hauſes ſtören.“ „Sei nicht ſo ſchrecklich gebildet, mein Morr⸗ kind,“ bat er. Da lachte ſie nun wider Willen und ſagte: „Nun hör aber auf, Frank Rothmann.“ Frank Rothmanns Entwurf bekam nur den dritten Preis. Das traf Ran ſchwer, und ſie klagte es Schlicht. „O, Sie bewegliches Herz,“ ſagte der mit einem mitleidigen Seuſzer. Er ſaß bei ihr in ihrem kleinen Wohnzimmer— das Wort Salon war bei Rothmanns verpönt— deſſen kräftige Farben— blaue Bezüge zu mattem, ziemlich dunklen Nußbaumholz, ihrer blonden Erſchei⸗ nung ſo gut ſtand. Statt auf ihre Klage zu ant⸗ worten, lobte der Beſucher den behaglichen wohl⸗ tuend abgeſtimmten Raum. Dabei ſah er ſie an mit einem feinen Lächeln in den kleinen tief⸗ liegenden Augen. „Was wollen Sie eigentlich ſagen? Sie haben etwas im Sinn,“ ſagte die junge Frau kampf⸗ bereit. „Nur, daß es eine Erquickung ſein muß, von Müh und Arbeit heimzukehren in ſolch Neſt— ja, was nun Rothmann anbetrifft, verehrte gnä⸗ dige Frau, meinen Sie nicht, daß es ſchon ein ſehr großer Erfolg iſt, unter hundert Bewer⸗ bern der dritte zu ſein? Dachten Sie Prinzeſſin aus dem Märchenlande, Sie hätten das Genie geheiratet, das Schritt um Schritt die Welt erobert? Rothmanns Freunde ſchätzen ſeinen enormen— Pardon für den Gemeinplatz!— Fleiß und ſeine Tüchtigkeit ſehr hoch.“ „Gilt Tüchtigkeit ſo viel?“ fragte ſie plötzlich naiv, und entſann ſich, daß ihr Mann in dieſem Sinn über Urſel urteilte. „Alles,“ nickte der Beſucher. war die Tat, gnädige Frau.“— „Hoffentlich hab ich mich bei Deiner Frau nicht in Ungnade gebracht?“ fragte er andern Tags. Rothmann lachte.„Ich glaube nicht, denn ſie ladet Dich ein— ausgerechnet Dich und nicht mich! mit ihr heute nachmittag den Tee im Kaiſerhof zu nehmen.“ „Grund?“ forſchte der Journaliſt beluſtigt. „Sie ſagt, Du ſeieſt eine Erſcheinung.“— Schwer legte ſich Schlichts Hand auf des Freundes Schulter.„Gut, ich komme, und zwar, eh' ichs vergeſſe, mit Dank und mit Vergnügen. Aber rede ihr im allgemeinen derartigen Un⸗ ſinn aus.“ „Ach, Mannhardt, laß ſie nur ihre Großſtadt⸗ Maſern durchmachen. Und nun adieu.“ Sie ſchüttelten ſich die Hand und Schlicht ſah dem die Straße Ueberſchreitenden mit nachdenklichen Blicken nach. Irgendwie kam ihm in dieſem Augenblick der Gedanke an Urſula Winnert, und er beſchloß, heute nachmittag Frau Ran nach ihr zu fragen. Als er eine Stunde mit ihr im Kaiſerhof ver⸗ plaudert hatte— ſie im rieſelnden, fliederfar⸗ benen Voilekleid, geſchmückt mit alten ſilbernen Familienſtücken, als Gürtelſchließen, Ohr⸗ gehängen und Armſpangen, als er die kühle Sicherheit wahrnahm, mit der ſie über die ihr zuteil werdende Bewunderung quittierte, ſtand „Im Anfang es bei ihm feſt, daß ſie ihre Großſtadt⸗Maſernn Boden der Hauptſtadt unter die Füße bekommen ſchon durchgemacht haben müſſe, ehe ſie Hatte. Nach Urſula fragte er nun trotz der kritiſchen Verſonnenheit, in die er geraten war. mit einem Mann,“ ſagte er warm. „Meinen Sie?“ fragte ſie mit kühlem Nixen⸗ lächeln und lehnte ſich in den elaſtiſchen Korb⸗ ſtuhl zurück.„Uebrigens intereſſiert mich dies Thema, reden Sie bitte ein bißchen weiter.“ Er ſtutzte.„Auf Geben und Nehmen, gnädige Frau— ich rede Ihnen ein Wort von der Freundſchaft— dagegen verraten Sie mir, wie eine Moorfrau Pardon für den Ausdruck, der übrigens durchaus poetiſch und ſchmeichelhaft ge⸗ meint iſt— ſo eilends zu einer kriſtalliſierenden Ein 2 2 2 25 Mädchen, mit dem man Freund ſein könnte wie! Weltdame hat werden können.“ „So eilig? Sie machen kühne Voraus⸗ ſetzungen! Aber bitte, Sie ſind dran.“ Er ſprach nun und merkte wohl, daß er ſie langweile mit ſeiner in Arbeit und Mühſal und Armut erwachſenen Lebensfreundſchaft mit Frank Rothmann.— Da funktioniert etwas nicht, dachte er— ſonſt würde ſie die Ohren ſpitzen. „Wer iſt der„boy“?“ fragte ſie. „So nannten wir Ihren Gemahl ehemals, als der Name Frank Rothmann noch weiter nichts bedeutete.“ „Bedeutet er nun etwas'?“ fragte ſte intereſ⸗ ſiert, ſich wieder aufrichtend und die roſigen Hände verſchränkend, indes die Ellbögen auf den Stuhllehnen ruhten. „Ich dächte,“ ſagte er kurz und machte ein abweiſendes Geſicht Er konnte wohl ſehr ſchroff ſein in der Beurteilung von Frauen, dieſer unter ſeinen Freunden als„gute Seele“ geſchätzte Schlicht. „Ich hab' nämlich einen Ehrgeiz drauf, bier zum Beiſpiel, als die Frau des hochgeſchätzten Künſtlers Rothmann gekannt und bezeichnet zu werden,“ ſagte ſie mit feſter Stimme. „Achtungswertes Programm,“ ſchmunzelte er und fuhr ſich mit der Hand über das kurze ſchwarze Haar.„Wann wird ſich denn Fräulein Urſula Winnert das Taubenneſt anſehen?“ Ran lachte hell auf.„Ihre Bilder, Herr Schlicht!— Unbezahlbar! Ich weiß nicht Urſel hat keine Zeit. Vielleicht aber doch noch vor der Rohrernte,“ meinte ſie nachdenklich, nun doch wünſchend, Urs möge mal kommen. Man war ſo viel allein. Zum Tee im Kaiſerhofe ginge ſie auch nicht wieder, wenigſtens nicht, ehe der Name Rothmann Klang hatte wie Krone und Münze! Fortfetzung folgt⸗ —ſdeparaturen und Erweiterungen elekckrischer Licht- u. Kraft-Anlagen schnell und sachgemäss. 7575 Stotz& Cic., Elektr.-Ges. m. b. l. 0 4,%— Teleph. 662, 980 und 2032. Haupt-Vertrstung der Osram-Lampe, * —2 S O NS — — eeee 2 2 r er 8 Mannheim, 30. Mai 1913. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittaablatt). 9. Seite, Mb. Deutſcher Reichstag. 154. Sitzung. Am Tiſche des Bundestats: Dofnerstag, den 29. Mai. Delbrück. Vizepräſident Dr. Paaſche eröffnet die Sitzung um 2 Uhr WMinuten. Das Reichs⸗ und Staatsangehörigleitsgeſet. Nach 8 2 wird die Zweiter Tag.) Staatsangehörigkeit in einem Bundesſlaate erworben 1. durch Geburt, 2. durch Legitimation, 3. durch Eheſchließung, 4. für einen Deutſchen durch Aufnahme und 5. für einen Ausländer durch Ein⸗ bürgerung. Die Abſtimmung über dieſen Paragraphen ſoll erſt an ſpäterer Stelle erfolgen. 5„ Die 88 8 und 4 perden angenommen. Nach§ 5 erwirbt die Frau durch die Ehe⸗ ſchließung mit einem Deutſchen die Staatsangehörigkeit des Mannes verlangt, da Abg. Bernſtein(Soz.) beantragt den§ 5 wie folgt zu faſſen: Eine Ausländerin, die die Ehe mit einem Deutſchen geſchloſſen hat, iſt auf ihren Antrag in demjenigen Bundesſtaat einzubürgern, dem ihr Ehe⸗ mann angehört. Das Recht der Frau auf Perſönlichkeit, das auf allen Gebieten des geſellſchaftlichen Lebens immer ſtärker zum Durchbruch kommt, muß auch hier anerlannt werden. Die mündige Frau ſoll 5 ſtentſcheiden können, welchem Staate ſie angehören will. Wenn Sie den Grundſatz aufſtellen, daß die Frau dem Mann in der Staatsangehörigkeit folgen ſoll, daun müßte auch die Frau dem Mann in der Konfeſſion folgen. Der Antrag wird gegen die Stimmen der Sozialdemokra⸗ ten cbgelehnt,§ 5 angenommen. § 6 beſtimmt: Die Aufnahme muß einem Deutſchen erteilt werden, falls kein Grund hinſichtlich des Frizügigkeitsgeſetzes da⸗ gen vorliegt. Der Antrag einer Ehefrau ledarf der Zuſtimmung des Mannes. Die fehlende Zuſtimmung kain durch die Vormund⸗ ſchaftsbehörde erſetzt werden. Abg. Dr. Quarck(Soz.) jeder Deutſche die Staaßsangehörigkekt in einem Bundesſtaat durch Erwerb des Unterſtützungswohnſitzes in einer Gemeinde erlangen ſoll. Man ſoll mit dem Erwerb der Staats⸗ angehörigkeit innerhalb der 26 Bundesſtaaten nicht die ſoziale Frage verquicken. Serade den politiſch am meiſten intereſſierten Schichten der Arbeiterbevölkerung wird (biermit die Ausübung politiſcher Rechte erſchwert⸗ „6 wird unverändert angenomnen. ach§ 7 kann ein Ausländelr, der ſich in einem Bundes⸗ taat niedergelaſſen hat, auf ſeiner Antrag eingebür gert werden, wenn er 1. unbeſchränkt geſchäftsfähig iſt; 2. einen un⸗ beſcholtenen Lebenswandel geführt hat; 3. an dem Ort ſeiner Niederlaſſung eine eigene Wohnusg oder ein Unterkommen ge⸗ funden hat und 4. an dieſem Or/ ſich und ſeine Angehörigen zu ernähren imſtande iſt. 5 Abg. Bernſein(Soz.) fordert, daß einem Ausländer die Einbürgerung nicht berſagt werden darf, wenn er min deſtens zwei Jahre hindurch ohne weſentliche Unterbrechung ſeine Niederlaſſung im Inlande gehabt hat. Wir wollen damit ein Recht auf Einbürgerung feſtſtellen. Jetzt hat ein Ausländer, wenn ſein Aufnahmegeſuch abgelehnt iſt, gar keine Möglichkeit, das Staatsbürgerrecht bei uns zu erlangen. Das gilt namentlich von Juden, denen faſt allgemein die Einbürgerung verſagt wird. Gegen Schwindler, die man durch dieſe Beſtimnungen vor allem treffen will, nützen ſie doch nichts. Wir verlangen ferner, daß der Mangel der Unbeſcholtenheit nicht in Tatſachen erblickt werden darf, die der politiſchen Geſinnung oder Betätigung des Direktor im Reichsamt des Innern Geheimrat Dr. Lewald: Das Deutſche Reich hat infolge ſeiner zentralen Lage eine beſondere Stellung. Ein Strom von Ausländern er⸗ gießt ſich nach uns. Unſere ſozialpolitiſch hochentwickelten Ein⸗ richtungen erhöhen den Drang der Ausländer zu uns. Wir können deshalb nicht ohne weiteres ein Recht auf Aufnahme ge⸗ währen. Das exiſtiert in keinem Staate. Gegenüber den Be⸗ hauptungen erkläre ich noch einmal wie ſchon in der Kommiſſion, daß das Religionsbekenntnis kein maßgeben⸗ des Moment bei Beurteilung der Naturali⸗ ſationsgeſuche iſt. Ich bin zu dieſer Erklärung auch be⸗ ſonders von dem preußiſchen Miniſter des Innern ermächtigt. Abg. Becker⸗Arnsberg(Zentr.): Die Anträge der Sozialdemokraten bringen unſeren deut⸗ ſchen Arbeitern nur Schaden. Es würden bei Annahme dieſer Anträge maſſenweiſe ausländiſche Arbeiter zu uns ſtrömen; ſelbſt die Einbürgerung von Kulis aus dem fernſten Oſten könnte dann nicht gehindert werden. Dieſer Antrag entſpricht ganz der internationalen Tendenz der Sozialdemokratie. Sollen ſolche eingebürgerten Ausländer, vielleicht aus Montenegro oder andere Heldenſöhne vom Balkan, die die deutſchen Verhält⸗ niſſe nicht kennen, an den deutſchen Wahlen teilnehmen? Die deutſchen Arbeiter haben noch ſoviel geſunden Egoismus, daß ſie ſich dieſe ausländiſchen Elemente vom Halſe halten wollen. Abg. Dr. Landsberg(Soz.): Dieſe zuſtrömenden ausländiſchen Arbeiter dürfen nicht recht⸗ los bleiben. Nur durch dieſe Rechtloſigkeit iſt ihre Konkurrenz gefährlich. Die Sehnſucht nach den fremden Arbeitskräften haben nur die Agrarier und die Schlotjunker. Wenn Sie unſere Anträge nicht annehmen, dann müſſen wir auf Dezennien darauf verzichten, mit den anderen Kulturſtaaten in Reih und Glied zu marſchieren. Abg. Brühne(Soz.): Ausländer, die freien Gewerkſchaften angehören, werden nicht aufgenommen. Viel ſchlimmer ſteht es noch, wenn es ſich um Sozialdemokraten handelt. Nur als Streikbrecher nimmt man die ausländiſchen Arbeiter gern. Abg. Becker(Zentr.): Gerade die Balkanſöhne kriechen am eheſten zu Kreuze. Wiſſen Sie noch, Herr Sachſe, wie dieſe Leute beim Streik um Sie herumtanzten und Ihnen die Fäuſte unter die Naſe hielten.(Abg. Sachſe(Soz.): Das iſt nicht wahrt) Abg. Molkenbuhr(Soz.): Amerika iſt bei der Zulaſſung von Fremden ſtrenger ge⸗ worden, weil es nicht ſo viel verkrachte deutſche Offi⸗ „ziere haben will. Abg. Frhr. v. Richthofen(Natl.): Das iſt durchaus unrichtig. Zu den ſtrengeren Maßnahmen ging man nur über, um den Zuſtrom unerwünſchter Elemente aus den Südſtaaten zu verhindern. § 7 bleibt unverändert. Die Sozialdemokraten beantragen nun, daß der Antrag auf Einbürgerung nicht zurückgewieſen werden darf, wenn der Antragſteller keinem Staat angehört und aus der Ghe zwiſchen einem Ausländer und einer Frau hervorgegangen iſt, die bis zur Eingehung der Ehe Deutſche geweſen iſt, ferner wenn der Antragſteller in Deutſch⸗ land geboren iſt und ſich bis zur Volljährigkeit ohne längere Unterbrechung in Deutſchland aufgehalten hat. Der Antrag auf Einbürgerung muß allerdings in beiden Fällen innerhalb zweier Jahre nach Eintritt der Volljährigkeit geſtellt werden. Der Antrag wird im Hammelſprung mit 148 gegen 115 Stimmen abgelehnt. Nach§ 7a darf die GEinbürgerung in einen Bundesſtaat erſt erfolgen, nachdem durch den Reichskanzler feſtgeſtellt worden iſt, daß keiner der übrigen Bundesſtaaten dagegen Bedenken erhoben hat. In Zweifelsfällen ent⸗ Chiffre 17324 an die Exp. Antragſtellers oder ſeiner Konfeſſion entnommen iſt. Erklärung der Regierung in der Kommiſſion, daß ſolche Gründe nicht maßgebend ſein ſolen, genügt uns nicht, wir wollen das Die bloße ſcheidet der Bundesrat. Die Bedenken können nur auf Tatſachen geſtützt werden, die die Beſorgnis rechtfertigen würden, daß die Einbürgerung des Antragſtellers das Wohl des Reiches Einſchränkung der Einbürgerung gilt nicht für ehemalige Ange⸗ hörige des Bundesſtaates, bei dem der Antrag geſtellt wirs, oder deren Nachkommen, ebenſo nicht für Ausländer, die im Deutſchen Reiche geboren ſind und ſich in dem Bundesſtaat, bei dem der Antrag geſtellt wird, bis zur Volljährigkeit aufgehalten haben Abg. Dr. Landsberg(Soz.) beantragt, den ganzen Paragraphen zu ſtreichen, der nichts anderes bedeute, als eine Uebertragung der preußtiſchen Praxis auf die anderen Bundesſtaaten. Preußiſche Mißbräuche dürfen nicht deutſche Mißbräuche werden. Sie werden nur mit dem ganzen preußiſchen Syſtem verſchwinden. Sollte die Anrufung eines Bundesſtaates wirklich ſich als wünſchenswert erweiſen, ſo können das nur diejenigen ſein, in denen der Antragſteller ge⸗ lebt hat, nicht aber jeder Beliebige. Wir beantragen mindeſtens dieſe Einſchränkung der Befugniſfſe der Bundesſtaaten Abg. Mumm(Wirtſch. Vgg.) begründet einen Antrag, die Beſtimmung über die im Reich ge borenen Ausländer zu ſtreichen. Die Linke zeigt das offenbare Beſtreben, in dieſes Geſetz ein anderes hineinguarbeiten, das den Ausländern die Einbürgerung erleichtert. Es foll lediglich die Deutſchen im Auslande dem Deutſchtum erhalten ⸗ Abg. Dr. Neumann⸗Hofer(Bp.): W Wir verkennen nicht, daß die vollſtändige Antonomſe der Bundesſtaaten nicht angemeſſen erſcheint. Aber der Vorſchlag der Kommiſſion geht vielleicht doch etwas zu weit. Dieſer harte Ein⸗ griff in die Rechte der Einzelſtaaten iſt nicht nötig, denn große Mißbräuche ſind meines Wiſſens auf dieſem Gehiete 58 vorgetreten. Infolgedeſſen werde ich für meine Perſon die beantragte Einſchränkung des Kommiſſionsbeſchluſſes ſtimmen. E Direktor im Reichsamts des Innern Dr. Lewald:: Ich bitte, die Abänderungsanträge abzulehnen. G8 berührt eigen, daß die äußerſte Linke in dieſer Weiſe für das föderative Prinzip eintritt. 5 § fa bleibt unverändert. Abg. Hauſſen(Däne)ß beantragt die Einfügung eines neuen§ ge, wonach ein Staatenloſer, der im Reichsgebiet als Kind eines daſelbſt wohnhaften, mit einer Deutſchen verehelichten Ausländers ge⸗ boren iſt, eingebürgert werden muß, wenn er innerhalb eines Jahres nach erreichter Volljährigkeit einen dahingehenden An⸗ trag ſtellt und die Erforderniſſe des§ 7 vorliegen. Im Herren⸗ haus hat Graf Rantzau die ſchwerſten Beleidigungen gegen den däniſchen Staat erhoben, ohne daß dagegen eingeſchritten iſt. Dagegen muß ich hier proteſtieren. Der Redner krieiſiert dis preußiſche Praxis gegen die Staatenloſen in Nordſchleswig. Geheimrat Dr. Lewald: Es ſind immer dieſelben Fälle, die von Dänen hier vors getragen werden. Im letzten Jahre ſind 101 Perſonen in Nord⸗ ſchleswig naturaliſiert. Der Antrag würde ſich' zu dem auf alle Staatenloſen im Reiche beziehen und unübe ſehbare Konſequenzen haben. Direktor im Auswärtigen Amt Dr. Kriege? Es iſt eine Folge der däniſchen Geſetzgebung, daß es überhaupt in Norbſchleswie Sfaazemtoſe gibt, denn Abkömmlinge von Dänen, die im Ausland geboren werden, als Däuen. Ich kann mitteilen, daß gegenwärtig zwiſſchen Deutſchlaund und Dänemark internationake Venhanblungen über dieſe Angelegenheit ſchweben. Wir ſind ernſtlich beſtrebt, den jetzigen Zuſtänden auf internationalem Wege ein Ende zu machen. Abg. Bernſtein(Soz.): Das große Deutſche Reich ſollte doch die 2000 Dänen von⸗dem großen germaniſchen Volksſtamm aufnehmen. Der Antrag wird gegen Sozialdemokraten, Fortſchrittler, einige Nationalliberale, Polen, Elſäſſer und Dänen abgelehnt. Ein Vertagungsantrag wird angenommen. Freitag, 2 Uhr: Anfragen, Weiterberatung,; Interpellatior über Glfaß⸗Lothrngen im das Geſetz hineinſchraben. oder eines Bundesſtagtes gefährden würde. Die Schluß 7 Uhr. 5 — 7 Südd.⸗öſterr.⸗ung. Eiſen⸗ eſchingen u. ſ. w. nach 1 fN t Grasverſteigerung. bahnverband. Saarab. 31171 35 ermse 98 Am Donnerstag, den 5. Juni, vormittags von 10 Abh 1. Juni 1913 tritt Die Nachträge enthal⸗ Beſ alleinſteh. Frau geſ., die gegen freie Wohng. (Oftſtadt), beſteh. aus Küche m. Speiſek., 1 Zimmer u. ub., d. Inſtaudhaltg. der ohnung ein. einz. Herru übern. Gefl. Offert. unt. ücht. Friſeuſe, w. ondul. kann, nimmt noch einig. Damen an. Offert. u. 17311 an die Exped. ds. Bl. .* Fußbodenfarbe, Hilfe 3. Reinigen u. Gelbfärben d. Fußböden all. Holzarten Paket 10 Pfg., Dutzd. 1 Nk. empfiehlt die Hofdrogtrie Ludwig& Schütthelm 0 4, 8, Teleph. 252 u 4970 Fil. Friedrichspl. 9, Tel 4968 Bienenhonig garantiert naturreit, ſtets in R 1, 9, daſelbſt Gemüſe u. Ohſtſorten zu Marktpreiſen. NR1, 9 6. Rothpeiler. 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Die trauernden Hinterbliebenen, Bowliensekt Weiss- und Feine Schmelzschokoladen:“ ZU. MHI-EBOWem ernpfSeHe: „ per Flasche M. I. 3 0 und M. J. 70 .„ pper Flasche von 75 Pfg. an * 0 0* 0 0 0 Rotweine Ich bitte um geneigten Zusrruch. (Eeke Uhlandstrasse) flen Calller, Losler, Eela peter, Iindt, Cremosa, remosana, Teſszehokolade. dohann Schreiber. Neu eröffnet: Filiale Verschaffeltstrasse 15/17 4 —— Mann, Von der Frau — Für die Frau —— Beilage zum General-Einzeiger der Stadt Mannheim und Umgebung(Badiſche Neueſte Nachrichten) TTTTTTTTTTTTVTVTTTT—T 22 2— e——— Es lebt ein andersdenkendes Geſchlecht. Von Frie da Radel. Als Goethe das Wort ſchrieb:„Epheu und ein zärtlich Gemüt, ranket ſich an und grünt und blüht. Kann es weder Stamm noch Mauer finden, es muß verdorren, es muß verſchwinden“, da hat er in dieſem halt⸗ und ſchutzbedürftigen Weſen das Frauenideal ſeiner Zeit bezeichnet; denn obwohl auch in dem Weimarer Kreis eine Anzahl ſtark⸗ geiſtiger Frauen lebten ſes ſei nur an Amalie Schopenhauer, an Karoline von Dachenröder, die ſpätere Gattin Wilhelm von Humboldts, an die Herzogin Amalie und an Frau Rat ſelber er⸗ innert), waren die Grenzen der Weiblichkeit doch ſo eng gebunden, daß nur ganz ſtarke Perſönlich⸗ keiten ſie überſchreiten konnten. Gerade in dem Verhältnis der Geſchlechter zueinander offenbart ſich dieſe Abhängigkeit der Frauen. Tatenlos harren ſie in der beſchützten elterlichen Häuslich⸗ keit unter der Obhut der ganzen Familie auf den Tag, da der geliebte Mann ſie ſich erwählen würde, und wenn Rückerts „Ich bin die Blum' im Garten Und muß im ſtillen warten, Wie und auf welche Weiſe Er tritt in meine Kreiſe“ auch vielleicht nicht wörtlich von allzu vielen Mäd⸗ chen ausgeſprochen iſt, ſo war ihre Gemütsart doch ganz auf dieſes ergebene Warten eingeſtellt und die Chamiſſo⸗Sätze:„Darfſt mich niedere Magd nicht kennen, hoher Stern der Herrlichkeit“ und „Laß mich in Andacht, laß mich in Demut ver⸗ neigen dem Herrn mein“ entſprachen durchaus der Auffaſſung der Liebeserlöſung durch den Mann. Wenn dann Gretchen ſagt „Du lieber Gott, was ſo ein Mann Nicht alles, alles denken kann. Beſchämt nur ſteh' ich vor ihm da Und ſag zu allen Dingen ja. Bin doch ein arm unwiſſend Kind, Begreife nicht, was er an mir find't“ ſo klingt das nicht viel anders, als wenn die ſo biel gebildetere und vornehmere Prinzeſſin Leo⸗ nore im Taſſo bekennt: „Ich freue mich, wenn kluge Männer reden, das ich berſtehen kann, wie ſie es meinen.“ Heberall die gänzliche Unterordnung unter den überall das ſelbſtperſtändliche Sichein⸗ fügen in die männnliche Vorherrſchaft und das Sichbeugen unter die männliche Oberhoheit. Was Wunder, daß die erſten bewußten Selbſtändig⸗ keitsverſuche der Frauen eine ſo erbitterte Gegner⸗ ſchaft bei den Männern gefunden, ja daß auch die Frauen ſelber, über deren Jugend das Sinnbild der Epheunatur geſtanden, ſich gegen die Neuge⸗ ſtaltung des Frauenlebens auflehnten, daß ſie, die Namen, Stellung, Beſitz und Wertung einzig durch den Mann erhielten, fürchteten, durch die kraftpoll einſetzende Bewegung in ihrer Vorzugs⸗ ſtellung beeinträchtigt zu werden, da ſie ja glaub⸗ ten, dem Manne nicht mehr begehrenswert zu ſein, ſobald ſich ein eigener Wille, eine eigene Erkennt⸗ nis, ein eigenes Können zwiſchen ſie und den Mann ſtellte. Die Macht der Tatſachen war allerdings ſtärker als das von einer früheren Epoche geſchaffene Frauenideal. Die Verheißung:„Der Mann muß hinaus ins feindliche Leben“ traf da nicht mehr un⸗ eingeſchränkt zu, wo ungezählte Tauſende von Frauen mit hineingezogen wurden in die Härten des Exiſtenzkampfes, wo unter dem unabänder⸗ lichen Muß ſich mühſam jene Energien entwickel⸗ ten, die das beſchauliche Frauendaſein einer ver⸗ ſinkenden Zeit brachgelegt hatte. Und ebenſo wenig war das Frauenleben geborgen in dem Satz: „Und drinnen waltet die züchtige Hausfrau, die Mutter der Kinder.“ Manche Frauenſehnſucht hat ſich um dieſe Hoffnung gerankt, manches Frauenwünſchen iſt zu dieſem Ziel gegangen, aber wo der ſtarke Frauenüberſchuß einen großen Teil bon dem Glück der eigenen Familie, der eigenen Häuslichkeit ausſchließt, da galt es doch Erſatz zu ſchaffen durch andere Lebensaufgaben. Und die⸗ ſer Erſatz iſt gefunden und hat viel ſtärker in das Weſen der Frau eingegriffen, als die vielleicht ahnten, die zuerſt dafür eintraten, daß den arbeits⸗ willigen Frauen neue Berufe erſchloſſen werden müßben, in denen ſie, ihrer Anlage gemäß, etwas zu leiſten vermöchten. Mit der Auſpannung aller Kroft, mit der Konzentration des Willens auf eine Aufgabe, mit dem daraus erwachſenden Be⸗ wußtſein der eigenen Leiſtungsfähigkeit und der wirtſchaftlichen Unabhängiakeit wandelte ſich auch naturgemäß der Frauencharakter, und wenn ſich ſelbſtverſtändlich die Glückserwartungen der be⸗ rufstätigen Frauen genau ſo gut auf die Liebe kichten, wie die ihrer Schweſtern aus der Goethe⸗ Periode, wenn ſie ebenſo wie ſie die Erfüllung der koſtbarſten und verſchwiegenſten Hoffnungen in der Vereinſgung mit einem geliebten Mann ſehen, ſo wird doch keine ſich mehr als die„Blum'! im Garten“ fühlen, die da warten muß, wie und auf welche Weiſe er tritt in ihre Kreiſe. Sie wird im Bewußtſein ihrer werteſchaffenden Ar⸗ heit ihre Aufgaben erfüllen, und ſelbſt wenn das Leben ſie einſam laſſen ſollte, ſo wird ſie nicht der Fluch der Berbitterung treffen, weil ſie ſich ja, dank ihrem eigenen Können, ein voll ausge⸗ fülltes Daſein bereiten kann. Die aber, die einer Werbung folgen, wiſſen ganz genau, daß die Liebe nicht die Erlöſung zu neuem glückbergenden Leben bedeutet. Sie wiſſen, daß auch die tiefſte und ehrlichſte Zuneigung nicht die Gewähr für die Geſtaltung der Ehe abgibt, daß vielmehr wirt⸗ ſchaftliche Verhältniſſe, äußere Einflüſſe, innere Wandlungen, Anſchauungsdifferenzen ausſchlag⸗ gebender werden als der Wille der beiden Be⸗ teiligten und ihre Gefühle. Und aus dieſer Er⸗ kenntnis heraus gehen ſie als bewußte und ver⸗ antwortungsbereite Menſchen eine Verbindung ein, für die ihnen als neues Evangelium die Nietzſche⸗Prophezeiung erklungen: Ehe, ſo heiß ich den Willen zu zweien, das Eine zu ſchaffen, das mehr iſt als die es ſchufen. Ehrfurcht vor einander nenne ich Ehe.“ Und hier birgt ſich eine ſchwerwiegende Kon⸗ fliktsmöglichkeit. Denn wenn auch der heutige Mann die Frau nicht mehr im Strahlenkranz der Chamiſſoſchen Verkündigung ſieht, ſo hat ſich doch ſein Fühlen und Denken noch nicht ſo völlig losgelöſt von dem Frauenideal einer früheren Periode, daß ihm die willenloſe, anſchmiegſame, leicht lenkbare Frau als Gattin nicht willkom⸗ mener wäre als die ſelbſtbewußte, willensſtarke und zielſtrebige, weibliche Perſönlichkeit. Ge⸗ wiß hat ſich auch das männliche Geſchlecht den gewaltigen Wandlungen angepaßt. Sicherlich hat der Mann alle die großen techniſchen und wiſſen⸗ ſchaftlichen Errungenſchaften der letzten Jahr⸗ zehnte auf ſich wirken laſſen und ſeinen Ge⸗ ſchmack den veränderten Verhältniſſen angepaßt. Aber alle dieſe Umgeſtaltungen mehr äußerer Art hat ja auch die Frau durchgemacht. Sie aber iſt unter dem Zwange wirtſchafklicher Verhältniſſe, durch die vertiefte Bildung, die Erfüllung ſozialer in die Realitäten des Lebens auch innerlich ein ganz anderer Menſch geworden. Und nur die Ehe wird dieſe Konflikte zu veiner Harmonie löſen, in der der Mann nicht mehr in dem alten Frauenideal befangen iſt, ſondern in der Frau den gleichberechtigten, vollwertigen Lebensgefähr⸗ ten ſucht und erſehnt. 55 Die Aſthetik des täglichen Mittagstiſches. Uns wird geſchrieben: Daß die Hausfrau bei der Auswahl des Mit⸗ taggerichtes auch deſſen Wohlgeſchmack berück⸗ ſichtigen muß, iſt ſelbſtverſtändlich, denn es iſt ihr kängſt bekannt, daß auch ſchwerverdauliche Speiſen dem Körper zuträglicher werden, wenn ſie recht ſchmackhaft zubereitet und deshalb mit Appetit genoſſen werden. Aber auf einen Punkt richten auch oft die tüchtigſten und ſorgſamſten Hausfrauen nur in ganz geringem Maße ihr Augenmerk: es iſt die Anordnung des täglichen Mittagstiſches. Könnte man dieſen einmal um die Mittagsſtunde in verſchiedenen Haushaltun⸗ gen beſichtigen, ſo würd⸗ man ſicher Gegenſätze. finden, wie ſie größer kaum gedacht werden können. Wir wollen hier nicht von jenen Familien ſprechen, in denen das Verzehren des Mittags⸗ mahles als eine notwendige Arbeit angeſehen wird, die ſo ſchnell als möglich und vollſtändig ohne Umſtände erledigt wird. Auch nicht von jenen, in denen nagender Hunger und große Er⸗ müdung durch ſchwere körperliche Arbeit eine Würdigung der vorgeſetzten Speiſen faſt völlig ausſchließt, ſo daß es dem hungrigen Eſſer ganz gleichgültig iſt, wie und wo er dieſelben ge⸗ reicht bekommt. Unſer Intereſſe gilt jenen FJa⸗ milien, in denen entweder die tüchtige Haus⸗ frau ſelbſt oder geſchulte Dienſtboten den Mit⸗ tagstiſch ſorgfältig vorrichten und decken ſollten, es aber leider nur ſelten tun. Freilich, wenn Gäſte erwartet werden, dann wird wohl überall die größte Sorgfalt ange⸗ wendet, dann ſcheut die Hausfrau weder Mühe noch Koſten, um den Tiſch oder die Feſttafel recht ſauber, verlockend und appetitlich anzu⸗ richten und zu arrangieren; aber für die Fa⸗ milie, vor allem für den Gatten?„Ach, das lohnt doch nicht, er iſt ja auch viel zu vernünftig, als daß er ſeiner geliebten Frau die vermehrte Ar⸗ beit, die freilich ein tägliches, recht ſorgfältiges Decken des Mittagstiſches erfordert, zumuten wollte. Er iſt ja viel zu einſichtsvoll, als daß er tagtäglich als ein lieber Gaſt am eigenen Tiſche empfangen werden wollte. Er weiß ja, daß er zu Hauſe iſt und daß man deshalb weiter keine Umſtände mit ihm macht u. zu machen braucht,“ ſo denkt wohl die tüchtige Hausfrau, wenn ſie doch einmal dieſen Punkt in Erwägung zieht, und ſo bleibt es denn, wie es immer war und wie es ſchon im Hauſe der Mutter gehandhabt wurde. Die geſamte Tiſchwäſche muß unbedingt eine Woche ausreichen, auch wenn durch unvor⸗ ſichtiges Hantieren eine wahre„Landkarte“ von Flecken und Fleckchen darauf entſtanden iſt. Tag⸗ täglich, jahraus, fahrein kommt das Gebrauchs⸗ geſchirr, ſolid und dauerhaft, immer die gleichen Beſtecke, Menagen, Gläſer und Schälchen auf den Tiſch, und wenn dann noch dafür geſorgt wird, daß das Tiſchtuch gerade aufgelegt, die Menage ſtets gefüllt iſt, was in anderen Haus⸗ haltungen noch nicht einmal ſonderlich beachtet wird, dann hat man doch wahrlich ſeine Pflicht als gute Hausfrau getreulich erfüllt und darf ſich beruhigt neben Gatten und Kinder hinter den mit ſorgfältig zubereiteten Speiſen gefüllten Schüſſeln niederlaſſen.— Wie aber, wenn der Gatte doch den Unterſchied zwiſchen dem für Gäſte und nur für ihn und die Familie gedeckten Tiſch empfindet, um ſo mehr empfindet, je mehr er Aeſthet iſt, bei dem die zierliche Anordnung des Tiſches und die Umge⸗ bung, in welcher ihm die Speiſen gereicht wer⸗ den, beſtimmend auf den Appetit einwirkt? Muß es ihn nicht täglich von neuem verletzen, wenn er ſieht, daß er, eben weil er der Gatte und der Vater iſt, immer wieder fürlieb nehmen muß, während mit dem Gaſte— und ſtände er dem Hauſe noch ſo fern— viel Umſtände ge⸗ macht werden? Es liegt freilich nicht in der Natur des Man⸗ nes, über derartige Dinge, die ja für ihn im⸗ merhin nur Nebenſächlichkeiten ſind, viel Worte zu machen, und ſo wird denn auch nur ſelten ein⸗ mal eine Frau über ihres Mannes innerſtes Denken und Fühlen gerade in dieſer Hinſicht aufgeklärt werden. Aber auf dieſe Aufklärung ſollte ſie auch garnicht erſt warten, ſondern ſollte aus eigener Initiative dem täglichen Mittags⸗ tiſch und ſeiner Anordnung erhöhte Aufmerk⸗ ſamkeit ſchenken. Ueber den mit blitzenden, ſorg⸗ fältig und gefällig aufgelegten Beſtecken und ſonſtigen Gebrauchsgegenſtänden gedeckten Tiſche ſollte ſte aber auch die Speiſen ſelbſt nie ver⸗ nachläſſigen, ſondern auch dieſe auf paſſenden Schüſſeln ſo zierlich wie möglich und dem Auge wohlgefällig ſervieren. Ein wenig friſches Grün, etwas Peterſilie und Schnittlauch, ſind zu jeder Zeit ohne erhebliche Koſten zu haben, und einige Blütenſtengel in ſchlanker Vaſe erfreuen das Auge und geben ſelbſt dem einfachſten Gericht etwas Feſtliches. Dann ſollte ſie aber auch dann und wann einmal, und ſei es auch nur Sonn⸗ und Feſttags, das gute Service für ihre Fa⸗ milie benutzen, um die ſo wohltätige Abwechſ⸗ lung zu erreichen, und es ſich lieber vermehrte Arbeit koſten laſſen, ehe ſie befleckte Tiſchwäſche auf ihrem Tiſch leidet. Ein paar nette beſtickte oder ſpitzenbeſetzte Deckchen ſchaffen ſchnell Ab⸗ hilfe, decken manchen Schaden und ſind bald wie⸗ der aufgefriſcht. Stets ſei ſie deſſen eingedenk, daß wohl„den Gäſten vom Beſten“, dem Gatten aber das„Allerbeſte“ zukommt, das ſie zu bieten vermag, damit ihn vor allem das beglückende Bewußtſein erfüllt: Mein Haus iſt meine Welt, in der es mir gefällt. E. E. Erzentrizitüten der Zommer⸗ mode. In der Silhouette, in der unſere Modedamen in die Erſcheinung kreten, geht allmählich eine umſtürzende Veränderung vor ſich, Will man die Richtlinien dieſer Entwicklung bezeichnen, ſo kann man ſagen, daß der Weg unſerer Mode „vom Schirmfutteral zur Glocke“ geht. Die Zei⸗ ten, da die Schönen ſchlank, ſchmal und ſteif wie Stöcke erſchienen, ſind längſt vorbei; das Ideal der Glocke iſt noch nicht erreicht, aber wir nähern uns ihr doch immer mehr, denn die Toiletten werden um die Hüften weiter und weiter, die Hüte werden kleiner und kleiner, und nur die Enge um die Füße verleiht der Figur noch etwas Gerafftes. Die neuen Sommerhüte ſcheinen ſo recht ein Symbol der kapriziöſen und launenhaften Köpfe zu ſein, auf denen ſie ſitzen. Unzählige Geſtal⸗ tungen tauchen auf und alle Formen ſind erlaubt — außer den großen. Der Morgenhut iſt rund, glockenförmig, aus weichem, leuchtenden Tagal⸗ ſtroh, einfach mit einer großen Moireeſchleife garniert, deren Flügel hoch in die Luft ſteh Die Nachmittagshüte ſchmiegen ſich wie glän⸗ zende Außeolen um den Kopf und werden viel⸗ fach durchKinnbänder feſtgehalten, die mehr und mehr in Aufnahme kommen. Jungen Geſichtern, deren ovale Form ſie betonen, ſtehen ſie ent⸗ zückend, dieſe breiten Bänder, dieſe niedlichen Guirlanden von roſa Ponpons oder Perlen⸗ ſchnüren, die um den Hals gelegt ſind. So beſcheiden die Garnierung der neueſten Hüte iſt, ſo teuer ſind ſie, denn die aparte Faſ⸗ ſon muß bezahlt werden. Bei einem Schmuck mit einfſachem Band zict man einer Pariſer Putzmacherin 90—120 Franes.; ſind ein paar Blumen darauf, dann koſtet der Hut ſchon 150 bis 200, und bei der kleinſten Aigrette ſchnellt er auf 500 bis 800 Franes in die Höhe. Was die Hüte an Umfang verloren haben, ſoll der Dekor durch Höhe erſetzen. So nicken und wippen ſie denn in immer ſtolzerer Höhe von den Köpfen unſerer Damen, die Straußenfedern, die Rieſenſchleifen und ſogar die Blumenſträuße. Zum kleinen Hut wird ein loſes weites Jackett getragen, das ſchon faſt wie ein bizarrer kleiner Mantel anmutet. Sie ſind in der Farbe vom Rock verſchieden; ſo trägt man ein grünes Jackett zu ſchwarz und weiß geſtreiftem Koſtüm, oder ein weinrotes Mäntelchen zu ſchwarzem Rock. Neben dieſen kaum die Hüften bedeckenden Jacken tauchen noch kürzere Ueberhänge auf, Bolero⸗ und Capeformen, die nur dadurch ihre Erklärung finden, daß die Damen darin einen unerhörten Lurus mit alten Spitzen und beſtick⸗ tem Tüll treiben. Dem koſtharſten Material be⸗ gegnet man auch in den Lingeriekleidern, die mit Vorliebe in Champagnerfarben getragen werden. Exzentriſch wirkt die bisher kaum gekannte Ele⸗ ganz in Promenadekoſtümen, die vielfach ſogar die großen Geſellſchaftstoiletten in den Schatten ſtellen und mit denen ſich die Damen nachmit⸗ tags in den eleganten Teeſalons oder bei den halb öffentlichen und halb privaten Veranſtal⸗ tungen in den vornehmen Hotels, bei denen Tango getanzt wirt, zeigen. Da die verſchieden⸗ ſten Stoffe bei einem Koſtüm verwendet werden können, iſt der Extravaganz der weiteſte Spiel⸗ raum gelaſſen. Das Hauptthema, über dem ſich die zahlloſen Varianten in kapriziöſer Grazie entfalten, iſt die Tunika, die der Schneiderphan⸗ taſie die Möglichkeit zu den verſchiedenſten loſen und faltigen Draperien gibt. Eine Mode, für die viel Propaganda gemacht wird, iſt die der gemalten Roben.„Das Schönſte daran iſt,“ ſo ſucht ein Aufſatz in „LArt et la Mode“ uns dieſe Exzentrizität nahezubringen,„daß wir ſelbſt oder ein guter Freund, der für uns dieſe Arbeit verrichtet, die Wahl der Farbe und des Ornamentes in der Hand haben und ſo einen Geſchmack entfalten können, den wir ausgeprobt haben und deſſen wir ſicher ſind. Wir werden alſo farbige Seiden tragen, auf denen ſich Pfauenfedern in trium⸗ phierenden Formen, ſeltſame Blumen und Vögel zum ſchönſten Farbenſpiel vereinen; aber über dieſe Seidenſtoffe werden wir Mouſſeline in ver⸗ ſchiedenen Tönen werfen, die die Farbenpracht dämpfen und ihr beſondere Nuancen verleihen.“ Auch wo dieſe exotiſchen Malereien noch nicht in die Erſcheinung treten, waltet in der Mode doch eine Luſt an ſtarken und ſeltſamen koloriſti⸗ ſchen Wirkungen vor. Seide in ihren leuchtend⸗ ſten, blendendſten Tönen wird getragen, ſo ſtark, wie wohl kaum ſonſt ſeit den Zeiten des Rokoko. Unter den ſenſationellen Neuheiten, die jeder Tag für die Sommermode bringt, werden auch die Strümpfe nicht außer acht gelaſſen. Sie ſind an der Seite aufgeſchlitzt und haben hier geſtickte augengroße Löcher, durch die die Haut hindurchleuchtet. Die Schuhe werden mit brei⸗ ten Bändern über dem Bein gebunden, und um zu verhindern, daß dieſe Bänder herabrutſcher, find an den Strümpfen zwei parallele Reihen von Kopflöchern angebracht, durch die die Bän⸗ der hindurchgezogen werden. So herrſcht vom Kopf bis zu den Füßen ein Geiſt der bizarren Eleganz in dieſen neueſten Ueberraſchungen, die Frau Mode für den Sommer vorbereitet. — 4 — Miscellen. Der Kampf um die neue Silhouette der Modedame. Die plaſtiſchen Formen der Venus werden als letzte Pariſer Modeforderung von jenen Schönen verlangt, die die loſen, flattern⸗ den, ſchmiegſamen Gewänder tragen ſollen, für welche ſchon ſeit einiger Zeit erſte und gefeierte Bühnenſterne Stimmung zu machen ſuchen. Der Brauch der Frau, der ſolange verdrängte und hinter die„gerade Linie“ verbannte, ſoll wieder Geltung bekommen und mit ihm runde Schultern, volle Arme und— Beine. Wis die Mode zu ſchaffen gedenkt, iſt ein neues Empire mit weichem Faltenwurf des fließenden Ge⸗ wandes, kurz gegürtelter Taille mit flatternden Schleifen, tiefem Ausſchnitt und loſen, bau⸗ ſchigen Garnituren. Ob ſie durchdringen und ihren Schöpfungen Aufnahme zu ſchaffen ver⸗ mag, bleibt abzuwarten; noch ſind in Paris die Meinungen ſehr geteilt. Da aber das Neue ſtets begeiſterte Anhänger findet, ſo kann der endliche Sieg dieſer neueſten Frauen⸗Silhouette kaum fraglich ſein, wenigſtens— in Paris, Die Liebe als Ehehindernis der Geſchüftstüch⸗ tigkeit der Frau. Noch jetzt unterläßt es die Männerwelt nicht, immer wieder die verſchiede⸗ nen Schwächen der Frauen anzugreifen, wenn es gilt, ihre Untauglichkeit für manchen 2 zu beweiſen. Namentlich für den kaufm. Beruf pflegt man ihr die Fähigkeit abzuſprechen— wenigſtens bei uns in Deutſchland. Engliſche Geſchäftsleute ſind jedoch über dieſen Punkt ent⸗ gegengeſetzter Meinung, wie ſie auf die Frage eines Interviewers, ob„weibliche Hilfe im Geſchäft tauglich ſei“, hekunden. Allerdings machten ſie dabei die Einſchränkung, daß weib⸗ liche Perſonen in der Zeit, wo„Liebesgedanken“ ihr ganzes Intereſſe in Anſpruch nehmen, alſo vom 17. bis 25. Jahre, nur ganz mechaniſch ihre Obliegenheiten verrichteten. Dann aber, wenn ſie dieſe Grenze üherſchritten und in das unge⸗ fährlichere Alter kämen, ſeien ſie die beſten Ar⸗ beitsgehilfinnen, die ſich ein Geſchäftsinhaber denken könne: treu, zuverläſſig, grundehrlich, ideenreich, ſelhſtändig und unternehmend, wie kaum je ein Mann in dieſem Alter. Freilich ſetzten ſie einſchränkend hinzu, bleiben ſie dieſe wertvolle Hilfe des Geſchäftsmannes nur ſo⸗ lange, bis das„gefährliche“ Alter beginnt; wann dieſer Zeitpunkt nach ihrer Meinung ein⸗ tritt, das unterließen ſie leider anzugeben, ** Freitag von 10—41 Uhr und Montag von .—4 Uhr Auskunftſtelle für höhere Irguen⸗ berufe: Prinz Wilhelmſtraße 6, 2. Stock. * Mittwochs von—4 Uhr iſt in B 6, 28, 3. St., jeweils die Sprechſtunde des Bun des Badi⸗ ſcher Künſtlerinnen für Fachbera⸗ tung auf allen Gebieten der bildenden Kunſt(Malerei, Plaſtik, Graphik, Architektur, Kunſtgewerbe mit beſonderer Berückſichtigung von Ausbildungsmöglichkeiten, Bezugsquellen für Ma⸗ terial, Vermittlungsſtelle zwiſchen Auftraggeber und Künſtler, Ausſtellungsweſen und dergleichen mehrj, Verantwortlicher Redakteur: Julius Witte. 12. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagblott). Mannheim, den 30. Mai 1913. Aufsehen erregen Posten 55. Enorm billig! 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Aus dieſem Grunde erfolgte ſein überraſchender Beſuch auf der Grunewald⸗Rennbahn, und deshalb unternahm der König auch„inkognito“ einige Spaziergänge in Berlin. Auf einem dieſer Spaziergänge er⸗ eignete ſich folgendes: Der König war völlig allein, ohne jede Begleitung, nach dem„alten Berlin“ gewandert und hatte ſich dabei zu lange aufgehalten. Als er nach der Uhr ſah, erkannte er plötzlich mit Schrecken, daß er ſich verſpäten würde, wenn er nicht ſchnell eine Fahrgelegen⸗ heit fände. Nach einigem Suchen zeigte ſich ein Taxameter“, den der König mit der Weiſung beſtieg, nach dem Schloß zu fahren. Der Kut⸗ ſcher hatte keine Ahnung, welch hohen Gaſt er ngeladen“ hatte, fuhr ſeelenruhig dem Schloſſe zu und wollte vor einem Nebenportal halten; der König aber winkte weiterzufahren und zwar nach dem Hauptportal an der Schloßfreiheit. Kopfſchüttelnd, weil er die ſtrenge Abſperrung lannte, fuhr der Kutſcher ums Schloß herum und wäre auch beinahe von einem Schutzmann angehalten worden, doch ſtutzte dieſer plötzlich und gab den Weg unter militäriſchem Gruß ſrei. Vor dem Schloßportal bedeutete der König den Kutſcher, in den Schloßhof zu fahren; jetzt aber weigerte ſich dieſer entſchieden, da er ſich ſonſt ſtrafbar machen würde, und dem König blieb nichts weiter übrig als auszufteigen und ins Schloß zi gehen. Als er aber das Portemon⸗ zhaie zog, um den Kutſeher zu bezahlen, eilten iener herbei, um dem König reſpektvoll zu hel⸗ ſen, und dem Droſchkenkutſcher ging nun ein dicht auf, daß er keine„gewöhnliche Fuhre“ ge⸗ habt habe. Wer ſein Fahrgaſt war, erfuhr er mum auch, und das blanke Zwanzigmarkſtück, 5 5 in die Hand gedrückt wurde, behob alle ifel. — Die Saiſon der Vergeßlichkeit. Die Saiſon der Fundbureaus hat begonnen; mit den war⸗ men Tagen ſteigert ſich auch alljährlich die Ver⸗ geßlichkeit der behaglichSpazierenfahrenden, der nachdenklichen Wanderer, aller derer, die im Freien Erholung fuchen und auf einer Bank ſich dusruhen. Dieſe Bemerkung macht man beſon⸗ ers in London, wo in der guten Jahreszeit Frivatautomobile, elegante Gauipagen und Drofchken täglich in langen Reihen vor dem Fundbureau in Scotland Pard halten, um ver⸗ lrene Sachen abzuholen, ganz abgeſehen von unzähligen Fußgängern, die ihre Vergeß⸗ lichkeit wieder gut machen wollen. Jetzt kommen die Zeiten wieder, wo ianchmal 5 Laſtautomo⸗ bile in London notwendig ſind, um die Ernte der Zerſtreutheit eines einzigen Tages nach der Zentralſtelle zu überführen. Die Erfahrung der Beamten zeigt, daß es keinen Unterſchied gibt zwiſchen Geſchlecht und Nationalität, wenn es ſich um das Verlieren von Sachen handelt. Der Unzahl von Sonnenſchirmen und Damentaſchen, die hoch an den Wänden aufgeſtapelt find, ſtel⸗ len ſich nicht geringere Mengen von Stöcken, Pfeifen und Herrenmänteln gegenüber. Angler und Golfſpieler ſcheinen weniger zerſtreut zu ſein, als Leute, die dem Fußball und Cricket er⸗ geben ſind. Die Ernte an Bällen, die ſich in den Straßenbahnen und Omnibuſſen nach einem großen Fußballwettkampf finden, iſt ſtets ſehr beträchtlich, Von der Zerſtreutheit der Londo⸗ ner gibt eine Zuſammenſtellung über die vom 1. Mai 1912 bis zum 30. April 1913 gefundenen Sachen einen ungefähren Begriff: 12000 Toi⸗ lettengegenſtände verſchiedener Art, 32 000 Schirme, 10 000 Taſchen, 3500 Geldbörſen, 2250 Schmuckgegenſtände, 2000 Stöcke und 350 Uhren. Gegenſtände, die einen Taxwert von 800 000 M. haben, wurden den Eigentümern zurückgegeben, 110000 M. Belohnungen an die Finder gezahlt. Nach Scotland Vard kommen allein fährlich verlorene Gegenſtände im Werte von 2 Millio⸗ nen. Ein Rekord wurde in dieſem Winter auf⸗ geſtellt, indem allein aus den vornehmen Läden im Weſtend 5000 vergeſſene Muffs und Pelz⸗ ſachen abgeliefert wurden. — Die Patwplowa gegen den Tango. Zu der Frage der ultramodernen aus Paris oder Ame⸗ rika kommenden Geſellſchaftstänze äußert ſich nun auch eine berühmte Meiſterin der Tanz⸗ kunſt: Anna Pawlowa. Ein Mitarbeiter einer Londoner Zeitung hat die berühmte Prima⸗ donna des Tanzes nach ihrer Anſicht gefragt; die Antwort, die er erhielt, war eine vorbehaltlofe und ſehr temperamentvolle Verurteilung und Ablehnung dieſer Art von Tänze. Und Anna Pawlowa will ſich nicht mit dem Worte begnü⸗ gen, ſie will auch durch das Beiſpiel wirken und hegt die Abſicht, in ihr Programm die älteren vornehmeren Geſellſchaftstänze aufzunehmen, um dem Publikum vor Augen zu führen, welche Schönheiten und welche Möglichkeiten in dieſen heute ſo gern über die Achſel angeſehenen alten Tänze ſchlummern. Tango? Gryzslibär? Tur⸗ key⸗Trot? Ob dieſe Tänze anmutig ſind? Ob ſie ſchön ſind? Wie ſollte das möglich ſein. Sie mögen grotesk ſein, aber ſchön? Nein, ſchön kön⸗ nen ſie niemals ſein, wenn ſie ihrem Weſen ent⸗ ſprechend getanzt werden. Nein, alle dieſe Rag⸗ kime⸗Tänze ſind im modernen Ballſaal im Grunde unmöglich. Es ſind keine Tänze, die junge Damen tanzen ſollten. Warum? Wegen ihrer Motive und ihrer Tendenz. Man ſoll es offen ausſprechen: das alles ſind aufreizende, Provokatoriſche Tänze. Sie fſind ein Erzeugnis des heutigen Hungers nach aufregenden Senfa⸗ tionen. Das träumeriſche Gleiten eines ſchönen Walzers birgt keine Aufregung. Darum über⸗ läßt man ihn der älteren gemächlicheren Zeit. Heute, mit allen unſeren Telephonen, Auto⸗ mobilen, Kinematographen und was weiß ich. allem, leben wir in einem Maſchinentempo und werden für zartere, feinere Reize immer unem⸗ pfindlicher. Und ſo verlangt man nach den grö⸗ ßeren Mitteln der Aufregungen und der Senſa⸗ tion. Man ſpürt das ja überall. In unſeren Tagen, da man jeden Menſchen anklingeln kann, den man ſprechen möchte, hat ein Beſuch all jene alten Reize der Ungewißheit verloren. Und das iſt nur ein Beiſpiel. Heute klingelt man an, trifft eine Verabredung, hängt wieder ab: und in 3 Sekunden iſt eine Angelegenheit erledigt, die unſeren Geiſt früher viel länger beſchäftigen mußte. Und ſo iſt es mit allem im Leben. Nichts, was nicht irgendwie aufregend und gewaltſam iſt, befriedigt. Der Tango gefällt und befriedigt, weil er aufreizend iſt. Und die Pawlowa ſpricht davon, daß ſie nicht übel Luſt hätte, demnächſt einen Tanzabend zu veranſtalten, auf dem ſie dem Publikum eine Anzahl von Menuetten und Gavotten vorführen möchte, um dieſen ſchönen anmutigen alten Tänzen dann ein paar Bei⸗ ſpiele moderner Geſellſchaftstänze wie Tango und Gryszlibär entgegenzuſtellen.„Dann wür⸗ den die Frauen ſelbſt ſehen, daß dieſe Tänze et⸗ was ſind, was für junge Damen wirklich un⸗ möglich iſt.“ — Eine furchtbare Tragödie auf dem Nia⸗ garra. Von einer furchtbaren Tragödie, die ſich auf dem Niagarra abſpielte, wird uns geſchrie⸗ ben: Etwa einige hundert Schritt von dem Falle des Niagarra entfernt, ſcheidet eine Inſel die Waſſermaſſe in zwei Arme. Hier befinden ſich die furchtbaren Rapids, die Stromſchnellen, woſelbſt das Waſſer, eingeengt zwiſchen Feſt⸗ land und Inſel dem Abgrunde zufließt. Kaum zwanzig Schritt oberhalb des ſenkrechten Falles mitten im Strombett auf einer Klippe befand ſich ein junges Paar, ein junger Mann und ein junges Mädchen, die am Tage vorher es unter⸗ nommen hatten, in einem Kahn auf dem Strome ſpazieren zu fahren. Das kleine Fahrzeug wurde von der wilden Strömung erfaßt, es ſchlug um, und die beiden Inſaſſen wären rettungslos ver⸗ loren geweſen, hätten ſie ſich nicht an einem Baumiſtamme feſtgehalten und auf die Klippe gerettet. Auf der Brücke, welche die Inſel Goat⸗ Island mit dem amerikaniſchen Ufer verbindet, hatte ſich eine tauſendköpfige Menge angeſam⸗ melt, die die entſetzliche Lage der Unglücklichen mit anſehen mußte. Ihre Hilferufe erſtarben in dem Donner des Falles, und jeder Verſuch der Rettung ſcheint gleichbedeutend mit dem Unter⸗ gange. Plötzlich ertönten die Worte:„Zehntau⸗ ſend Dollars demjenigen, der die Menſchen ret⸗ tet.“ Und eine zweite Stimme verſprach dem Kühnen den gleichen Betrag. Man machte ſich auch ohne das Verſprechen ſogleich an das Ret⸗ tungswerk, wollte aber die unglücklichen beiden Menſchen davon benachrichtigen, daß man zu ihrer Hilfe alles tun werde. Ein Maler verſiel auf den Einfall, in rieſenhaften Lettern in allen Sprachen an die Mauer zu malen:„Wir wollen Euch retten.“ Man ſah, wie die Geſichter der Unglücklichen ſich belebten, wie ſie ſich mit aller Kraft an die Klippe klammerten. Nun kam ein Auto herbei, das aus Buffalo Rettungsboote anbrachte. Sie wurden an ſtarken Tauen be⸗ feſtigt und in das Waſſer gelaſſen. Die Boote wurden von der Strömung ergriffen, nach allen Seiten geworfen, plötzlich aber hörten ſie auf zu ſchwimmen, die Taue hatten ſich in die Fel⸗ ſen verwickelt, die Boote lagen feſt. Nun nahm die Menge den Vorſchlag an, Flöße zu bauen, und tauſende von Händen regten ſich. Endlich war die Arbeit fertig, mit mächtigen Tauen ge⸗ halten, mit Seilen reichlich verſehen, ſchwimmt das Floß auf dem Waſſer. Ein Augenblick größ⸗ ter Spannung iſt gekommen. Das Floß bewegt ſich in raſender Geſchwindigkeit nach der Rich⸗ tung der Klippe. Das junge Mädchen ſoll ſich zuerſt retten, und man ſteht, wie der Mann den letzten Reſt ſeiner Kraft aufwendet, um ſie zu bewegen, hinüber zu ſpringen. Da ſie ſich wei⸗ gert, faßt er die Hand ſeiner Leidensgefährtin und ſprang mit ihr hinüber auf das Floß. Schon ſcheinen beide gerettet. ein brauſender Jubelruf übertönt einen Augenblick das Brüllen des Waſſers. Doch kaum hat das Floß ſich aufwärts bewegt, als es durch dieſelbe Urſache aufgehal⸗ ten wird, wie vorher das Rettungsboot. Die Taue haben ſich um einen Felſen gewickelt, das Floß bleibt unbeweglich. Alle Mittel verſagen. Man ſpannt Pferde an das Seil, vergebens, das Floß bewegt ſich nicht von der Stelle. Nun wird ein weiteres Rettungsboot zucilfe geſandt. Es iſt die höchſte Zeit, die Kräfte der beiden Menſchen ſind dem Verſagen nahe. Der Tag neigt ſich dem Ende entgegen. Das neue Boot, von Tauen gehalten, beginnt ſeinen Lauf. Es nähert ſich dem Floß, und iſt bereits an der Stelle der Unglücklichen. Nun gilt es einen kühnen Entſchluß zu faſſen. Die Menge beobach⸗ tete mit atemloſer Spannung, wie der Jüng⸗ ling das Mädchen hebt und hinüberwirft. Er ſelbſt will den Sprung wagen, da aber entfernt ſich das Rettungsboot und vom Strudel erfaßt ſinkt er in die Tiefe. Eine wohltätige Ohnmacht hält das junge Mädchen umfangen, als es an Land gezogen wird. Da, in dem Augenblick, als alle Augen ſich auf die Gerettete richten, ſpringt eine Frau von der Brücke hinunter in die brau⸗ ſende Flut. Es war die Mutter des Mannes, der ſeinen Tod in den Wellen gefunden. Eine aussergewöhnliche Kaufgelegenheit für Weisse Waren aller Art! Uebersichtliche Extra-Auslagen in allen Ahteilungen! Beachten Sie die Schaufenster! 43147 Weisse Konfektion für inder! Ca. 2000 Weisse Blusen beeweeele ee e 55 1 mit reicher Stickerel, mit Rüschen- und Krawatten Garnitur ste, ganz wWelsse 505 Baüist⸗ 77 95 0 95 90 Voile- Voile- Weiss und mit farbiger Garnitur Bluse Bluse Bluse Bluse Bluse 7 888 er dſeser Plusen Baäner! Besonders hervorzuheben! 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