Abonnement: 70 pfg. monatfich. Bringerlohn 30 Pfg., durch die Poſt inkl. Poſtaufſchlag Ik..42 pro Quartal. Einzel⸗Nr. 5 Pfg. Inſerate: Kolonel⸗Seile 50 Pfg. Reklame⸗Seile„eeelenn N Cäglich 2 Ausgaben(außer Sonntag) Beilagen: Geleſenſte und verbreitetſte öeitung in Mannheim und Amgebung Schluß der Inſeraten⸗Annahme für das Mittagblatt morgens 9 Uhr, für das Abendblatt nachmittags 3 Uhr KAmtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Mannheim; Handels⸗ und Induſtrie⸗ Unterhaltungsblatt; Beilage für Cand⸗ und Hauswirtſchaft; Mannheimer Schachzeitung; zeiger annheim und umgebung richlen Seitung für Südweſtdeutſchland; Beilage für Citeratur und Wiſſenſchaft; Sport⸗Revue; Wandern und Reiſen und Winterſport; Mode⸗Beilage; Frauen⸗Blatt. Celegramm⸗Adreſſe; „General⸗Anzeiger Mannheim“ Celephon⸗Hummern: Direktion und Buchhaltung 1439 Buchdruck⸗Abteilung.. 341 Redaktion Exped. u. Verlagsbuchholg. 218 Eigenes Redaktionsbureau in Berlin —— Nr. 344. 5 Manunheim, Montag, 28. Juli 1913. (Abendblatt) Die Balkanwirren. Ein dritter Balkankrieg? Aus den Kreiſen der Balkandiplomatie ſchreibt man der„Deutſchen Orient⸗Korreſpondenz“: Man wird guttun, einer baldigen Beendigung der Balkanwirren micht mit zu großem Optimis⸗ mus entgegenzuſehen. Denn nach den neueſten aus Athen und Konſtantinopel vorliegenden tele⸗ graphiſchen Meldungen iſt es noch nicht ausge⸗ ſchloſſen, daß wir einen dritten Balkankrieg mit abermals andern Fronten erleben werden. Das einzige Mittel, dies zu verhindern, wäre ein ſchnelles und nachdrückliches Ein⸗ greifen der Mächte gegen das wei⸗ tere Vorrücken der Türkei. Es iſt be⸗ greiflich, daß die leichten und unblutigen Erfolge der türkiſchen Armee gegen einen Gegner, der be⸗ reits völlig am Boden liegt, in der Kriegspartei die Hoffnung erweckt haben, das geſunkene Pre⸗ ſtige der türkiſchen Armee wiederherzuſtellen und zur Befeſtigung des jungtürkiſchen Regimes den entgiütltigen Friedensſchluß vorteilhafter zu ge⸗ ſtalten, als es nach den andauernden Niederlagen und dem Fall von Adrianopel möglich war. Die aus dieſen Gefühlen entſtandene Offenſive dürfte aber ſehr ſchnell zu neuen Zuſammenſtößen und zwar in erſter Linie mit der griechiſchen Armee, führen Es ſteht jetzt ſeſt, daß das Vorrücken der tür⸗ konumenm mit Griechenland beruht; im Gegenteil, man verfolgt in Athen die agreſive Haltung der Türkei mit geſpannter Aufmerkſamkeit und iſt entſchloſſen, einem weiteren Vordringen der Ar⸗ mee einen entſchloſſenen Widerſtand zu leiſten. In Konſtantinopel andererſeits haben die billi⸗ gen militäriſchen Erfolge ſchon zu einer derar⸗ tigen politiſchen Hochkonjunktur geführt, daß ein Teil der Preſſe die Armee auffordert, jedem wei⸗ teren Vordringen der Griechen ſofort entgegenzu⸗ treten. Man ſcheint es teilweiſe als ganz ſelbſt⸗ verſtändlich zu betrachten, daß der umſtrittene Anteil der Beute, der nun Bulgarien infolge ſeiner Niederlage entgehen wird, an die Türkei zxurückfällt. Nur überſieht man dabei, daß zu die⸗ ſem Zweck die ehemaligen Verbündeten doch ſicher nicht nern Opfer an Gut und Blut gebracht Falls die osmaniſche Regierung nicht ſetzt ſo⸗ fort zu der Einſicht gelangt, daß ſie ſich dem Willen Europas unter allen Umſtänden beugen muß, ſtehen vielleicht ſchon in den näch⸗ ſten Tagen in Thrazien neue Kämpfe zwiſchen der Türkei und Griechenland hevor. Daß dieſe Wendung kiſchen Armee durchaus nicht auf einem Ueberein⸗ der Dinge ſ ofort Serbien und Montenegro an die Seite der griechiſchen Truppen führen würde, iſt ſelbſtverſtändlich. Und damit ſtänden wir am Be⸗ ginn eines dritten Balkankrieges, bei dem es nur noch fraglich iſt, welche Rolle Bulgarien in ihm ſpielen würde. Aller Wahrſcheinlichkeit nach dürfte aber Bulgarien ſich wieder ſei⸗ nen früheren Verbündeten an⸗ ſchließen, und die Türkei ſtände abermals dem geſchloſſenen Balkanbund ge⸗ genüber, deſſen Armeen das osmaniſche Reich nahezu um ſeinen geſamten europäiſchen Beſitz gebracht haben. Keine einzige europäiſche Macht kann ein In⸗ tereſſe daran haben, daß aus der Niederwerfung Bulgariens ein dritter Balkankrieg entſteht. Dies zu verhindern liegt in den Händen der Großmächte. Aber nicht mit Proteſtnoten u. diplomatiſchen Vorſtellungen, ſondern nur mit militäriſchen Machtmitteln iſt ein Erfolg zu erzielen. Daß eine Flottendemon⸗ ſtration wie Staatsſekretär Jagow erklärt hat— wirkungslos wäre, mag zutreffen. Ob es jedoch praktiſch war, dies im gegenwärtigen Augenblick vor aller Welt auszuſprechen, darüber läßt ſich ſtreiten. Sobald ſich in Konſtantinopel erſt die Ueberzeugung Bahn bricht, daß es zu einem Einſchreiten der Mächte nicht kommen wird, weil Mittel und Wege dazu nicht zur Verfügung ſtehen, dann iſt der dritte Balkankrieg nicht nur wahrſcheinlich, ſondern unvermeidlich. Die Fürken in Adrianopel. RRK. Paris, 29. Juli. General Petſchkoff, welcher 18 Jahre lang militäriſcher Vertreter in Konſtantinopel war und deſſen Kompetenz in Orient⸗Angelegen⸗ heiten in Rußland feſtſteht, äußerte ſich dem Pe⸗ tersburger„Matin“⸗Korreſpondent gegenüber, wie folgt:„Ich glaube, daß der große Fehler des Londoner Vertrages in der Feſtlegung der Linie Enos⸗Midia als türkiſch⸗bulgariſche Grenze, liegt. Ein kompetenter Militär würde ſich immer einer Abgrenzungslinie widerſetzt haben, welche fatalerweiſe die Ouelle ge⸗ fährlichſter Schwierigkeiten werden muß und die ſich weder vom ethnographiſchen noch vom geographiſchen Standtpunkt erklären läßt. Wenn man entſchloſſen war, die Türkei nicht mehr in Europa zu dulden, dann wäre die Grenze von Tſchataldſcha die rich⸗ tige geweſen, und noch wichtiger wäre ſie vom ſtrategiſchen Standpunkt. Tſchataldſcha als Grenze: hätten die Türken niemals in Thra⸗ zien wieder einziehen, Adrianopel beſetzen und ihre militäriſche Aktion fortſetzen können. Zwei Armeekorps um die Türken zu verhindern, die Tſchataldſcha⸗ linie zu paſſieren. In Zukunft wird die gegenwärtige Grenze den Grund fortgeſetzter Konflikte bilden. Um allfälligen Ueberraſchungen vorzubeugen, werden die Türkei und Bulgarien ſtarke Truppenteile auf der Linie Enos⸗Midia unterhalten müſſen. Die Räumung Adrianopel und Thraziens ſeitens der Türkei hält General Petſchkow für ein ſehr ſchwer zu löſendes diplomatiſches Prob⸗ lem, welches die außerordentliche Energie der Mächte beanſpruchen; nur einer ſolchen würden die Türken aus Adrianopel weichen. Eine, von der Triple⸗Entente, als beſonders intereſſierte Gruppe veranſtaltete Flottendemonſtration, der ein Ultimatum das obſolute und ſofortige Beach⸗ tung des Londoner Vertrages verlangt, folgen müſſe, erſcheine als einzige Löſung. Denn die Türken ſeien ſich wohl bewußt, welch große Schwierigkeit in der Erhaltung des europäiſchen Konzerts enthalten ſei, nud würden einer Kund⸗ gebung, die nicht eine abſolute aktive Form auf⸗ weiſe, keine Rechnung tragen. Indeſſen feiert man nicht nur in der Türfei, ſondern im ganzen Islam die Wiederbeſetzung der heiligen Stadt durch die Türken. Das ſteigert den kürkiſch⸗nationalen Erfolg zu einem Sieg des Mohamedanismus, der ſchwer in die Wagſchale fällt bei der endlichen Entſchei⸗ dung. Sicher iſt, daß ein großer Teil der zu religiöſem Fanatismus neigenden Mohamedaner zeichen erblicken, das ihnen neuen Mut zu han⸗ deln, einflößt. Wir haben hierbei nicht die tür⸗ tiſche Regierung, wohl aber das Groß des islami⸗ tiſchen Volkes im Auge. Die Pforte ſelbſt rech⸗ net mit Realitäten und Dank ihrer Diplomatie, wird ſie eine Entſcheidung, die ihr ungünſtig ſein muß, geſchickt ſo lange als nur möglich hinaus⸗ ſchieben, und dies umſomehr, als ihr eigenes Schickſal von dem Verdikt abhängig iſt. Talat Bey hat einem Interviewer des„Matin“ fol⸗ gende Erklärungen gegeben: Die Oppoſition, welche ſich heute ſeitens ge⸗ wiſſer Mächte gegen die Türkei kundgibt, hat ihren Grund in der Verſchiedenheit der Auf⸗ faͤſſung welche dieſe Mächte und die osmaniſche Regierung bezüglich der Zukunft meines Vater⸗ landes haben. Wenn man gewiſſe Reden der letzten Tage in Betracht zieht, ſo muß man an⸗ nehmen, daß die in London gepflogenen Unter⸗ handlungen keinen anderen Zweck und kein an⸗ deres Reſultat hatten, als uns aufewignach Aſien zu verdrängen und daß die Linie Hätten den Bulgaren vollauf genügt, Enos⸗Midia für uns ein jegliche Hoffnung ver⸗ —1T1.. ͤ in dem plötzlichen Niedergang Bulgariens, des Halbmonds grimmigſtem Feinde, ein Himmels⸗ ung konnte nun und nimmer jene eines patrio⸗ tiſchen Osmanen ſein. Die Mächte, von denen jede ihr Ideal hat, können der Türkei keinen Vor⸗ wurf daraus machen, daß ſie auch ihres kennt. Unſer Ideal hat ſelbſt in den Tagen ſchwerſten Unglücks die Richtung gegen Adrianopel genom⸗ men. Man ſcheint heute in Europa zu ſagen, daß Adrianopel in unſeren Händen ſtets ein Kon⸗ fliktsobjekt ſein werde, weil die Bulgaren die Hoffnung hegen könnten, dieſe Sradt eines Tages wiederzuerobern. Man ſoll wun erfahren, daß ſelbſt wenn die letzten Ereigniſſe nicht eingetrof⸗ fen wären, wir nie aufgehört hätten, die Wieder. eroberung dieſer unſerm Herzen ſo teure Stadt zu erhoffen. Die Grenze, welche wir heute auf ⸗ ſtellen, iſt eine natürliche; ſie grenzt ein Terri⸗ torium ab, deſſen muſelmänniſchen Charakter nie mand beſtreiten kann. Das iſt tatſächlich eine friedliche Grenze. Wir können niemals eine an⸗ dere akzeptieren, wenn wir wünſchen, daß die Türkei ihren Namen in der Geſchichte bewahrt.“ Berlin, 28. Juli.(Von unſ. Berl. Bur Aus Konſtantinopel wied telegraphiert“ Der Sultan hat das Telegramm, in welchen König Carol ihm den Rat gibt, ſich dem Be⸗ ſchluß der Mächte hinſichtlich Thrazien zu fügen, beantwortet. Mehmed„. erklärt unter ausführ⸗ licher Begründung ſeines Standpunktes, daß Thrazien in religiöſer, militäriſcher und ethno 8 Hinſicht für die Türkei unentbehr⸗ lich ſei. 8 Eein Ultimatum der Grozmächted (Berlin, 28. Juli.(Von unſ. Berl. Aus Rom wird gemeldet: Wie in diplomati ſchen Kreiſen verlautet, haben die Großmächte der Türkei ein Ultimatum in Ausſicht geſte für den Fall, daß die türkiſchen Truppen n ſofort aus Oſtrumelien zurückgezogen werden. RNumänien und Nußfland. Der rumäniſche Abgeordnete von Jaſſy, Prof. C. Stere, eine der führenden Perſönlichkeiten der liberalen Partei in der rumäniſchen Kammer, ſpricht in der Zeitſchrift„Biata Romaneasac⸗ die Möglichkeit eines bewaffneten Konflikts zwiſchen Oeſterreich⸗Ungarn und Rumänien im Zuſammenhange mit den Balkanwirren und kommt dabei zu folgenden Schlüſſen: genommen ſtünde Rum nien im Falle einer Konflagration zw ſchen Rußland und Oeſterreich⸗ll garn vor drei Eventualitäten. erſte Eventualität wäre die, daß das Königrei Rumänien die ſtrengſte Neutralität be er ge ber unſe⸗ Feuilleton. Was der Vauer über die Predigt ſagt.“) Wenn man die Frage aufwirft:„Was ſoll ich predigen?“, ſo ſollte man zu allererſt einmal bei denen in die Lehre gehen, für die die Predigt be⸗ ſtimmt iſt. Es iſt allerdings ungemein ſchwer, eeimn Urteil über eine Predigt aus einem Bauern berauszuholen. Dem Städter und dem Fremden gegenüber iſt der Bauer von einem gründlichen Miüißtrauen beſeelt, und zunächſt iſt ihm der Pfar⸗ Ier beides. Wenn man da zudringlich wird, kanns einem gehen, wie es von einem jungen etwas eitlen Vikar berichtet wird, der von dem ihn begleitenden Kirchenvorſteher das Lob ſeiner Predigt hören will und deshalb gerade beraus fragt, was der andere von der Predigt hielte. Der ſchwieg erſt eine Weile und ſagte dann:„No, Herr Parre, wenn Se dann grad ſo frage und es bpartu wiſſe wolle, unſer Ahler predigt jo ſchlecht, awer Ihr hot dochs Prämie.“ Zauallererſt beurteilt der Bauer die Predigt danach, ob er ſie recht hat verſtehen können. Und Wir enknehmen dieſe lehrreiche Darſtellung erfaſſer Pf. Kopfermaun 0 zreſſlichen Monalsſchrift„Die Dorfkirche“(Berlin IW,. Deutſche Landbuchhandlung, zwar zunächſt ganz ſein! kräftig iſt, oder nicht; ſprache kann man ſchon ſorgen. Meiner Meinung nach ſollte für Stimmbildung auf den Seminaren etwas geſchehen. üble Erfahrung erſpart, daß er keinen Kirchen⸗ beſuch hat, ſtehen“. äußerlich. Ich weiß noch, wie es mir faſt wie eine Beleidigung borkam, als ſein alter Bauer, ein Kirchenvorſteher dazu, mir meine laute Stimme und deutliche Ausſprache rühmte.„Den guten Auswurf“, wie er ſich aus⸗ drückte. 0 Als er meine leiſe Verſtimmung merkte, ſagte er ganz richtig:„Herr Parre, was haw ich von der ſchönſte Predigt, wenn ich ſe nit recht hörn. Wiſſe ſe mir Bauern hun als dicke Ohrn.“ Hatte der Mann unrecht? Sicher nicht! Was hilft mir denn die geiſtvollſte Predigt, der ich nicht folgen kann, weil der Redner undeutlich ſpricht, oder die aus einem andern Grunde (ſchlechte Akuſtik) mir unverſtändlich bleibt. Alſo: erſt einmal muß die Ausſprache deutlich Für ſeine Stimme kann keiner was, ob die aber für deutliche Aus⸗ Wie manchem würde damit die weil ſeine Bauern ihn nicht„ver⸗ (Für die Stadt gilt die Sache natürlich auch!) Das„Verſtehen“ gilt aber auch im geiſtigen Sinne. 5 Wenn wir ins Amt kommen, ſind wir mit allerlei Weisheit vollgepockt bis oben hin, und ich bin der allerletzte, der das bedauert. Es ſollte nur jeder recht viel wiſſen, recht viel gelernt haben! Aber es iſt ein ander Ding, etwas wiſſen und davon anderen Leuten gegenüber Gebrauch machen. Und zumal ſolchen Leuten gegenüber, die auch in elementaren Dingen recht wenig Be⸗ ſcheid wiſſen. Nicht als ob ich damit ſagen wollte, man miſſe in ſeiner Predigt möglichſt flach ſein. Aber tiefe Gedanken ſind nicht an die, ich will einmal ſagen, „akademiſche“ Form gebunden, wie wir ſie auf der Univerſität gewöhnt werden. Wir leben ſo in den Begriffen, daß uns ihre Anwendung nicht mehr Schwierigkeit macht als das Einmaleins. Was ſubjektiv und objektip iſt, poſitiv und negatip, abſolut und relativ, konkret und abſtrakt,— das iſt uns ſo klar, ſo ſelbſtver⸗ ſtändlich, daß uns die Worte zur rechten Zeit und an paſſender Stelle in den Mund kommen, ohne daß wir darüber ſtolpern, alſo ohne daß wir über⸗ haupt denken und es merken. Iſt ſchon jede rein gedankenmäßige Auseinanderſetzung an ſich be⸗ denklich, ſo wird ſie durch die Anwendung unver⸗ ſtandener Worte dazu noch bedenklicher. Hat es uns nicht als jungen Studenten manchmal Kopf⸗ zerbrechen gemacht, wenn des Profeſſors Gedan⸗ kenflug gar ſo hoch in die Wolken ging?“ Jetzt aber, wo wir ganz in die Sache eingeweiht ſind, muten wir dasſelbe unſeren Leuten zu, die doch nur die Volksſchule hinter ſich gebracht haben. Lebenserfahrung, auch chriſtliche Lebenserfahrung, praktiſche Philoſophie des täglichen Lebens, die könnten wir wohl noch von unſeren Leuten lernen; aber grauer Theprie ſind ſie nicht zu⸗ gänglich. Aber auch das Alltägliche verſtehen ſie nicht, ſo ſchauerlich verhunzen,.— NB. tun das Städter Weiſe—; ich denke da an unſeren alten Bürger⸗ wort in der Predigt, und ich nehme davon auch ſehr bekannte und geläufige nicht aus, iſt ein Klotz, den wir unſeren Zuhörern in den We werfen. Vielleicht ahnen ſie ja bei den bekann⸗ teren die Bedeutung, würden ſie vielleicht ſog richtig finden, wenn ſie die Zeit dazu hätten; abe wo die Rede einfach weiter geht, ob da ein Klotz zu überſteigen iſt oder nicht. wird zum mindeſten der Zuſammenhang zerriſſen.(Einen Beweis für meine Behauptung, daß dem Bauern, auch dem klugen, beleſenen und findigen, die Fremd wörter unverſtandene Brocken ſind, mag man vielleicht darin finden, daß ſie die Fremdwörter, die einzelne von ihnen mit Vorliebe anwenden, von gleichem Bildungsgrad genau in derſelben meiſter, der ſtatt momentan ſtets muhamentan ſagte, eine Bildung, die ich auch ſonſt ſchon gehört habe. Odexr an den Feldhüter, der von den „legeren“ Jagdherren erzählte, ſie ſeien ſo negligee. Daß der Talar„Tralla“ genannt wird u.., beweiſt zum mindeſten, daß das Ohr des Bauern zur Aufnahme fremdſprachiger Ausdrück⸗ wenig geeignet iſt.]„„ Vielleicht„imponiert“ das ja den Leuten, we der Pfarrer ſo„gelehrt“ predigt, aber dief Ruhm iſt doch nicht fein! Der Hunsrücker germeiſter und Dichter Rottmann drückt das mal in ſeiner derben Weiſe ſo aus: 58 „Un watt war der ſo gut gelehrt! wenn es mit dem ſchweren Rüſtzeug der Fremd⸗ Der Mann, der war ſo ausſtorr 2. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblatt). Montag, den 28. Juli 1913. kunft verfügen, ohne hierbei irgend welchen Hin⸗ derniſſen auch von anderer Seite zu begegnen. Es bleiben ſomit noch zwei Möglichkeiten: der An⸗ ſchluß an Rußland, oder der Anſchluß an die habsburgiſche Monarchie Ein Anſchluß an Rußland, und ſelbſt ein Triumph Rußlands würde aber viel fatalere Folgen für die Zukunft unſeres Staates und unſeres Volkes haben, als eine mit Oeſterreich⸗Ungarn gemein⸗ ſame Niederlage. Ein Sieg Rußlands würde für dasſelbe in erſter Linie die Freiheit bedeuten, ſeine Herrſchaft über den ganzen Balkan bis zu den Dardanellen auszubreiten. Alle unſere Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen uns deutlich, daß es verfehlt wäre, auf irgend welches Gerechtigkeitsgefühl, oder auf ſonſtige zarte Rückſichten ſeitens dieſes Stagtes als Bun⸗ desgenoſſen zu zählen, ſolange wir ſeiner Expan⸗ ſion im Wege ſtehen. Infolge gewaltiger An⸗ ſtrengungen in direktem Kontakt mit den Slawen auf dem Balkan gelangt, würde es gegenüber den Rumänen nur eine einzige Politik verfol⸗ gen: die der Entnationaliſierung und der vorllſtändigen Vernichtung.— Dieungar⸗ händiſchen Rumänen haben nun trotz einer tauſendjährigen Herrſchaft der Magyaren mit Leichtigkeit vermocht, ihre ethniſche Individuali⸗ tät zu bewahren und ſind ſomit in der Lage, den Kampf mit Zuverſicht weiterzuführen. Was würden dagegen 7 bis 8 oder 10 Millionen Ru⸗ mänen in einer Maſſe von 200 Millionen bedeu⸗ ten? Das Schickſal Polens ermöglicht es, uns die Taktik zu vergegenwärtigen, welche die ruſſiſche Regierung im Falle eines ſiegreichen Vordringens uns gegenüber einſchlagen würde. Denken wis Uns, daß Rußland in den erſten Tagen der Herr⸗ ſchaft nur drei Maßnahmen treffen würde: 1. Eine Agrarreform dahingehend, daß die Latifundien Rumäniens unter die Bauern ver⸗ teilt werden; 2. die Dekretierung der ruſſiſchen Sprache in Schule, Verwaltung und Juſti z und 3. die Deportierung nach Sibirien von 40, bis 50000, welche der in⸗ tellektuelen Klaſſe angehören.(Nach der polniſchen Revolution vom Jahre 1863 hat ſich Rußland nicht geſcheut, nahezu 200 000 Polen zu deportieren.) Die Bauernſchaft würde einfach glücklich ſein, daß ſie in den unentgeltlichen Be⸗ ſitz von Grund und Boden gelangt iſt, und ſich über den Verluſt ihrer nationalen Schulen nicht einmal allzuſehr betrüben.— Woher ſollte alſo ein nationaler Widerſtand kommen? Unſer gänzer 1. Wahlkörper beſteht aus kaum 10 000 Perſonen. Fügen wir noch hinzu alle Richter, alle Univerſitätsprofeſſoren, alle Mittelſchullehrer und auch alle Stadt⸗ und Dorflehrer, dann alle Publiziſten, Autoren und Dichter, alſo auch alle Intellektuellen, pelche nicht im Staatsdienſte ſtehen, und ſchließlich alle Politiker, ſo kommen wir noch immer nicht auf die angeführte Ziffer die Rußland nach Sibirien ſchicken könnte. Un⸗ ter ſolchen Umſtänden könnte die ruſſiſche Herr⸗ ſchaft ſich auf Jahrhunderte hinaus eine Grabes⸗ ruhe ſichern, und das Schickſal, welches un⸗ ſer Volk angeſichts der ſiegreichenſlawi⸗ ſchen Hochflut erwarten würde, unter⸗ lägekeinem Zweifel mehr.— Ange⸗ ſichts dieſer Perſpektive würde ſelbſt eine mit Oeſterreich gemeinſame Niederlage, wie ich ſchon felther erwähnt habe, vorzuziehen fein, weil eine Niederlage Oeſterreichs in einem Kriege mit Rüßland noch durchaus nicht die vollſtändige Pernichtung der Widerſtandskraft Weſt⸗Europas bedeuten würde und unſer Glauben an die weſt⸗ liche Kultur würde uns ein gutes Recht darauf geben, die Intervention Weſt⸗Europas zu unſern Gunſten anzurufen. Die ruſſiſche Preſſe betont in letzter Zeit mit viel Eifer, daß Rumänien. Poſtulate in Siebenbürgen und in der Bukowing zu exfüllen hat. Es iſt charakteriſtiſch, daß hierbei an Beſſarabien, wo heute noch nicht eine einzige Schule beſteht, und nicht eine einzige rumäniſche 0 erſcheint, mit keinem Worte gedacht Wird. * Die Friedenskonferenz von Bukareſt. JBerlin, 28. Juli.(Von unſ. Berl. Bur.) Aus Bukareſt meldet der Draht: Die Friedens⸗ verhandlungen in Bukareſt werden Mittwoch, ſpäteſtens Donnerstag, unter Vorſitz des rumä⸗ niſchen Miniſterpräſidenten beginnen. Später wird der Vorſitz abwechſelnd von den Miniſter⸗ präſidenten der einzelnen führenden Parteien geführt werden. Bis Mittwoch ſollen alle Dele⸗ gierten in Bukareſt eintreffen. Venizelos wird bereits Donnerstag erwartet. W. Belgrad, 28. Juli. Venizelosmußte in⸗ folge einer Hochwaſſer⸗Kataſtrophe die Reiſe über Belgrad aufgeben. Er iſt über Semendria per Schiff über Torn⸗Severin abgereiſt. politische Ulebersicht. * Mannheim, 28. Juli 1918. Kann Deutſchland die Meiſt⸗ begünſtigung entbehren? Aus Anlaß der in wenigen Jahren bepor⸗ ſtehenden Erneuerung unſerer Handelsverträge wird die Frage der Meiſtvergünſtigung gegen⸗ wärtig wiederum eingehend erörtert, und ſie wird in der nächſten Zeit aus der öffentlichen Diskuſ⸗ ſion wohl nicht mehr ausſcheiden. Für Deutſchland beruht die Frage der Meiſt⸗ begünſtigung in dem Artikel 11 des Frantfurter Friedensvertrages und in den verſchiedenen Han⸗ delsverträgen. Ihr Inhalt beſtimmt ſich aus dem jeweiligen Vertragsrecht. Und hieraus er⸗ gibt ſich, daß eine allgemeine Regel über die Wirkung des Rechts der Meiſtbegünſtigung ſich nicht aufſtellen läßt, denn dieſe iſt in ihrer Ge⸗ ſamtheit zahlenmäßig nicht zu erfaſſen, da ſie in einer unendlichen Reihe von Faktoren in die Er⸗ ſcheinung tritt, die ſich einer ſtatiſtiſchen Feſtellung entziehen. Es kann alſo die Frage, unter wel⸗ chen Bedingungen und Vorausſetzungen die Meiſtbegünſtigung zu gewähren und zu bean⸗ ſpruchen iſt, nur von Fall zu Fall nach Maßgabe unſeres wirtſchaftlichen Intereſſes entſchieden werden. Zweifellos hat die Meiſtbegünſtigung ihre. Schattenſeiten, in manchen Fällen wirkt ſie wohl direkt nachteilig. So fehlt ihr beiſpielsweiſe ſol⸗ chen Ländern gegenüber, die keine Tarifverträge mit Meiſtbegünſtigung haben, ſondern nur reine Meiſtbegünſtigungsverträge abſchließen, die Zug⸗ kraft für die Erzielung beſonderer Zugeſtänd⸗ niſſe. Denn beim Abſchluß eines reinen Meiſt⸗ begünſtigungsvertrages zwiſchen zwei Staaten, von denen der eine bereits durch Tarifverträge gemilderte oder feſtgelegte handelspolitiſche Ver⸗ hältniſſe hat, fällt demjenigen, der die bloße Meiſtbegünſtigung erhält, all das unentgeltlich zu, was der Tarifvertragsſtaat anderen Ländern mit beſonderen Opfern bezahlt hat. Dazut be⸗ hält derjenige Staat, der lediglich die Meiſt⸗ begünſtigung einräumt, dem anderen Kontra⸗ henten gegenüber völlig freie Hand in der Ge⸗ ſtaltung ſeines Zolltarifs. Anderſeits aber ſchafft die Meiſtbegünſtigung — AUnd nur ſie allein— die Sicherheit, daß wir im Vertragslande unter denſelben Verhält⸗ niſſen leben und Handel und Schiffahrt treiben können, wie jeder fremde Staat, daß unſere Er⸗ zeugniſſe mit denjenigen unſerer Konkurrenzlän⸗ der auf völlig gleichem Fuße behandelt werden und unſere Bezüge von dort keinen ungünſtigeren Bedingungen unterworfen werden, als die Be⸗ züge anderer Länder. Was dieſe Sicherheit für ein Land bedeutet, das wie Deutſchland im Jahre 1912 Waren im Werte von 20 Milliar⸗ den Mark im Außenhandel bewegt hat, bedarf wohl beiner Erörterung. Es genügt, darauf hinzuweiſen, daß der Grundton aller Aeußerun⸗ gen über unſere Handelspolitik, aller Wünſche und Eingaben in bezug auf die Verhältniſſe in fremden Ländern, in welcher Richtung ſie ſich auch bewegen mögen, immer wieder in der For⸗ derung der gleichen Behandlung mit der Kon⸗ kurrenz dritter Länder gipfelt. Dalf Sunndags en gemäner Mann Neiſt vunn der Brierig hott verſtann!“ Alſo nicht bloß weg mit den Begriffsbildungen, ſondern erſt recht mit den Fremdwörtern! Hier tut ſich ein Feld für die Pfarrersfrau auf. Nach jeder Predigt Kritik! Dann wird man ſich allmählich angewöhnen, deutſch zu reden. Nun meine ich nicht etwa, der Bauer wolle auf der Kanzel keinen„gehobenen Stil“ hören. Doch, das will er! An manchen Orten, aber beileibe nicht an allen, hört er auch ganz gern die„Sprache Kangans“, macht ſie vielleicht zum Maß der Rechtgläubigkeit. Aber verſtehen will er, und da hat er das Recht dazu! Ein als auter Redner bekannter und geſchätzter Kollege aus der nahen Stadt vertrat mich öfters einmal auf meinem Filialort. Einmal rühmle er mir ſeine letzte Predigt als beſonders fein: der Konſiſtorialpräſident habe ſelber ihm ſeine Anerkennung dafür ausgeſprochen. Die habe er wörtlich meinen Bauern gehalten. Am nächſten Sonntag fragte ich beiläufig nach der Predigt, er⸗ hielt aber ausweichende Ankworten, ſo daß ſch mich zu der direkten Frage veranlaßt ſah, wie ſie ihnen gefallen habe. Da ſagte mir der eine Kir⸗ chenvorſteher:„Wiſſe Se Herr Parre, e gut Sau frißt alles.“ Was der gute Mann damit meinte, konnte nicht zweifelhaft ſein. Es war ſicher weniger der hohe Flug der Ge⸗ danken, der den Mann zu ſeinem harten Urteil veranlaßte, als die Form, in der ſie dargeboten wurden. Verhältniſſe ſich ſichern will, muß auch in der Lage ſein, ſie ſeinerſeits zu gewähren. Ver⸗ träge ohne Meiſtbegünſtigung geben die Sicher⸗ heit nicht, die der deutſche Außenhandel zu ſeiner Entwicklung und zum Abſchluß von Geſchäften unbedingt bedarf. Würde in unſeren Handelsverträgen die Meiſtbegünſtigungsklauſel ausgeſchaltet, ſo be⸗ dürfe es, um unſerm Handel gleiche Bedingungen wie der Konkurrenz zu ſichern, des Abſchluſſes von Nachtragsverträgen, ſobald nur ein Staat einem dritten Lande weitergehende Zugeſtänd⸗ niſſe gemacht hätte. In weitaus den meiſten Fällen wären hierzu neue Opfer unſrerſeits nötig. Denn, daß die im Wege der Riziprozität ſeitens eines fremden Staates einem dritten Lande gewährten Vorteile uns unentgeltlich zu⸗ geſtanden werden, kann nicht erwartet werden. Bis die Bemühungen auf Abſchluß eines Nach⸗ tragsvertrages erfolgreich ſind, iſt dann aber be⸗ reits eine Menge von Beziehungen verloren ge⸗ gangen, oder ins Wanken geraten, deren Neu⸗ anknüpfung von unſerem Handel neue Opfer verlangt. So würde alſo die Beſeitigung der Meiſtbegünſtigung aus unſeren Handelsverträ⸗ gen, ſei es allgemein oder nur auf dem Gebiete der Zölle und Abgaben, zu einer Unſicherheit in Handel und Verkehr, und damit zu einer ſchweren unſerer wirtſchaftlichen Verhältniſſe ühren. Die Abkürzung der Wartezeit in der Angeſtellten⸗ verſicherung. Nach dem Verſicherungsgeſetz ſü Angeſtellte kann die Reichsverſicherungsanſtalt in den erſten drei Jahren nach dem Inkrafttreten des Geſetzes, alſo in den Jahren 1913—1915, auch einzelnen Angeſtellten nach vorhergehender ärztlicher Unter⸗ ſuchung geſtatten, die Wartezeit zum Bezug der Leiſtungen des Geſetzes durch Einzahlung der entſprechenden Prämienreſerve abzukürzen. Die Grundſätze für die Berechnung der Prämien⸗ reſerve beſtimmt der Bundesrat. Die Wartezeit dauert beim Ruhegeld für männliche Verſicherte 120 Beitragsmonate, für weibliche Verſicherte 60 Beitragsmonate, bei den Hinterbliebenen⸗ renten 120 Beitragsmonate. Der Bundesrat hat vor dem Inkrafttreten des Geſetzes die Grund⸗ ſätze für die Berechnung der Prämienreſerve auf⸗ geſtellt und beſtimmt, daß die Abkürzung der Wartezeit nur für volle Jahre und höchſtens für diejenige Gehaltsklaſſe beanſprucht werden kann, welcher der Antragſteller zurzeit des Eintritts in die Verſicherung angehört. Für die Berech⸗ nung der Prämienreſerve iſt das Alter des Ver⸗ ſicherten maßgebend, das er an demjenigen Ge⸗ burtstage vollendet, welcher dem Zeitpunkte des Beginnes der Verſicherung folgt. Von dieſer Möglichkeit, die Wartezeit abzu⸗ kürzen, ſcheint nun von den Verſicherten in ziem⸗ lich ausgedehntem Maße Gebrauch gemacht zu werden. Denn bis zum 1. Juli d.., alſo innerhalb der erſten ſechs Monate ſeit dem In⸗ krafttreten des Verſicherungsgeſetzes, ſind bereits mehr als 300 000 Mark als Prämienreſerve von der Reichsverſicherungsanſtalt eingenommen. Die Noſegger⸗ztiftung. Gelegentlich der am vergangenen Sonntag in Trebnitz bei Loboſitz ſtattgehabten diesjährigen Hauptverſammlung des Gaues 1 des„Deutſchen Schulvereins“ teilte der Vertreter der Wiener Hauptleitung, Dr. Ritter von Wottawa, mit, daß zur dritten Million der Roſegger⸗Schulſtif⸗ tung nur noch neun Bauſteine fehlen und die be⸗ gründete Ausſicht beſtehe, daß dieſe reſtlichen 18.000 Kronen noch bis zum 30. Juli ds. Is, an welchem Tage der Dichter Roſegger in Krieg⸗ lach(Steiermark) ſeinen ſiebzigſten Geburtstag geht, gezeichnet ſein werden. Der erſte, untes dem Leitwort:„Zweikauſend zwei Millio⸗ nen“, ergangene Aufruf Roſeggers, in welchem unächſt nur fü —— nahmsleiſtung der begüterten Volksgenoſſen ein⸗ ſetzte, erfolgte im Herbſte 1908, alſo voc faſt 4 fünf Jahren. Der Extrag dieſer außergewöhn, lichen Sammlung wird Seine Beſtimmung ge⸗ mäß hauptſächlich der Erbauung neuer Schulen an den Sprachgrenzen zugewendet, doch bedarf der„Deutſche Schulverein“ angeſichts der ſtetig ſteigenden Erforderniſſe für die Erhal⸗ tung ſeiner Anſtalten immer wieder außer⸗ ordentlicher Mittel. Deutsches Reich. — Zur Bekämpfung der Schundliteratur. Die Bundesregierungen haben zu dem Geſetzentwurf betreffend die Bekämpfung der Schundliteratur nunmehr Stellung genommen, ſo daß einer Vorlage des Geſetzentwurfes während der näch⸗ ſten Reichstagsſeſſion nichts mehr im Wege ſteht. Eine Ausarbeitung der hauptſächlichſten Beſtim⸗ mungen iſt der„Magdeb. Ztg.“ zufolge bereits erfolgt. In erſter Linie iſt an den neuen Be⸗ ſtimmungen bemerkenswert, daß die Bundes⸗ regierungen den bisher noch ſtark umſtrittenen Begriff der Schundliteratur ſchärfer gefaßt und genauer definiert wiſſen wollen, da ſich bisher mangels einer genauen Begriffsbeſtimmung Un⸗ zuträglichkeiten ergeben haben. Solange der Begriff nicht genau umſchrieben, wird es nicht möglich ſein, mit wirkſamen Maßnahmen gegen gewiſſe Arten von Literatur vorzugehen, die unter den heutigen Verhältniſſen nicht als Schundliteratur aufgefaßt werden. Eine der wichtigſten Beſtimmungen des neuen Geſetzes wird ferner ein Verbot der Ausſtellung aller nach dem Geſetz als Schundliteratur anzuſehen⸗ den Druckerzeugniſſe ſein. Der Geſetzentwurf wird überhaupt im ganzen eine beträchtliche Verſchärfung der einſchlägigen Beſtimmungen darſtellen, die ſich auch in einer Erhöhung der Strafen für Zuwiderhandlungen gegen das Ge⸗ ſetz zeigen dürften. Es iſt zu erwarten, daß die neuen Maßregeln eine wirklich brauchbare Hand⸗ habe im Kampfe gegen die Schundliteratur ſein werden. Die Verhandlungen zwiſchen den be⸗ teiligten amtlichen Stellen dürften ſo rechtzeitig beendet werden, daß der Geſetzentwurf noch in der Winterſeſſion des Reichstages zur Bergtung kommen kann. die badiſchen Landtags⸗ wahlen. Herr Th. Wacker von 1913 und 1898. Von einem Parteifreund aus dem badiſchen Oberlande wird uns geſchrieben: Als mir vor einigen Tagen die Rechtfertigung des Geiſtl. Rats Th. Wacker im„Bad. Beob⸗ achter“ zu Geſicht kam, die, an die Adreſſe des „Markgräfler Tageblatts“ gerichtet, ſeine frühere Stellungnahme gegen die nationalliberale Par⸗ tei betraf und worin er im Biedermannstone mit Eifer ſich ganz entſchieden dagegen ver⸗ wahrte, daß er ſich jemals zur Parole unter allen Umſtänden gegen die Nationalliberalen“ bekannt habe, da mußte ich mich fragen: Hat dieſer Mann ein ſo ſchlechtes Gedächtnis, daß er heute nicht mehr weiß, wozu er ſich früher öffentlich bekannte, oder hält er andere für ſo gedächtnisſchwach, daß ſie ſich heute nicht mehr an den Wacker von früher erinnern? Ich nehme zu ſeiner Ehre an, daß erſteres der Fall iſt, da er ja nach ſeiner eigenen Beteuerung in der Politik noch niemals vom Wege der Wahrheit abgewichen iſt; denn weun man dem Wacker von 1913 den von 1893 gegenüberſtellt, dann dürften an der Glaubwürdigkeit ſeiner neueſten Erklä⸗ rung doch berechtigte Zweifel entſtehen. In der obengenannten Rechtfertigung erklärt er nämlich: „Niemals hat die Parole des Zentrums oder meine eigene gelautet:„unter allen Um⸗ ſtänden gegen die Nationalliberalen“. Schon oft habe ich die dahingehende wahrheitswidrige Behauptung richtiggeſtellt. Immer und immer kommt ſie wieder. Ich muß daraus den Schluß ziehen, daß die Gegner ſtellenweiſe die Wahrheit nicht ſehen und nicht anerkennen wollen und erachte mich vollauf berechtigt, über Lüge zu klagen, mit der auf meine Koſten operiert wird. Die hier in Betracht kommende Parole lautete: Niemals für die National⸗ Was nun den Inhalfder Redebetrifft, ſo iſt alles auszumerzen, was dem Gedankenkreis der bäuerlichen Bevölkerung fernliegt. Wenn ein Zuhörer ſich erſt mühſam in ein Bild hinein⸗ denken muß, wenn es ihm an Vergleichspunkten dafür aus ſeinem eigenen Erfahrungskreiſe fehlt, ſo dient das, was wir zur Erklärung und Er⸗ läuterung zu ſagen meinen, nur zur Verſchleierung. Alſo nehmen wir Bilder, Vergleiche, Illuſtra⸗ tionen aus dem Gedankenkreis unſerer Zuhörer ſelbſt. Allerdings nicht in dem Sinn, als ob wir ihnen nun immer und immer wieder ihre eigne Arbeit, ihre tägliche Beſchäftigung vor die Augen führen ſollten. Wenn der Bauer in die Kirche geht, ſo will er gehoben werden. Ich gebe gern zu, daß bei ſeiner Kirchlichkeit ein gut Stück (guter!) Gewohnheit mitſpricht; grade auf dieſem Gebiet iſt der Brauch ungemein mächtig. Aber er freut ſich, wenn er dabei doch auch etwas zu hören bekommt, was ihn anpackt, ihn innerlich er⸗ faßt, ihm zu Herzen geht. Er iſt mit dem Kirch⸗ gang aus ſeinem alten Tagestrott herausgetreten; ſo will er auch etwas„Sonntagſes“ für ſeinen inwendigen Menſchen haben. Alſo wähle man ſeine Bilder danach aus, ſei nicht zu knapp in der Ausführung, ſo daß man den Hörer raten läßt, worin denn eigentlich die Aehnlichkeit zwiſchen den verglichenen Dingen beſteht, meine aber doch auch nicht, nun alles und jedes aufs letzte Tüpfelchen ausdeuten zu müſſen. Daß man überhaupt„illuſtriert“, iſt ganz ſelbſt⸗ verſtändlich. Ich glaube. Spurgeon ſagt, die Bilder und Vergleiche ſeien die Fenſter der Pre⸗ digt, durch die die anderen Ausführungen erſt ihr Licht erhielten. Vor dem breitſpurigen Erzählen von Geſchich⸗ ten ſollte man ſich hüten. Wenigſtens dieſe Art der Illuſtration ſelten anwenden, und nur ſolche Geſchichten erzählen, die einmal glaubhaft ſind, ſonſt werden wir bös dazwiſchengenommen, und die zum anderen ſich ja nicht häufen dürfen. Ich erinnere mich noch ſehr wohl des Urteils, das ein großer Miſſionsfreund über die Predigten eines Miſſionars abgab: Er babbelt zeviel un ſägtenix“. Daß es nach den bisherigen Andeutungen, die⸗ ſich natürlich beliebig erweitern, vermehren und vertiefen ließen, nicht leicht iſt, auf dem Lande zu predigen, wird wohl einleuchten. Ich habe es ſchon manches Mal behauptet und bin jederzeit bereit, für den Satz einzutreten, daß es viel ſchwerer iſt, einfachen Leuten zu predigen, als „gebildeten“. Natürlich meine ich,„ordentlich“ zu predigen. Ich kenne einen lieben Landpfarrer, der den Unterſchied zwiſchen Stadt⸗ und Dorf⸗ predigt ſo formulierte, wie Profeſſor Sachſſe ſeinerzeit den zwiſchen Predigt und Bibelſtunde: auf die bereitet man ſich vor, auf die andere nicht. Ich möchte, ſo warm ich nur kann, dafür eintre⸗ ten, daß jeder Landpfarrer ſich mit der größten Sorgfalt, der ehrlichſten Gewiſſenhaftigfeit auf ſeine Predigten vorbereitet. In der Stadt gibt es eine mannigfaltige Zuhörerſchaft: hat der eine pielleicht von der Predigt nichts, ſo doch ein an⸗ derer. Und es kann ſich jeder Kirchgänger ſchließ⸗ lich den Pfarrer ausſuchen, der ihm am meiſten zuſagt. Auf dem Dorſe iſt Drer auf „ſeinen“ Pfarrer angewieſen, er hat keine Aus⸗ wahl. Dazu iſt die Zuhörerſchaft im ganzen doch ſo gleichartig, daß, wenn der eine michts von der Predigt hat, wohl anzunehmen iſt, daß keiner etwas davon hat. Je mehr Brauch und Sitte auf dem Lande ſchwinden, je mehr alſo auch der Kirchgang aus einem ſelbſtgewollten(d. h. nicht durch den Brauch beſtimmten) Akt wird, um ſo notwendiger iſt es, daß wir uns alle nur erdenkliche Mühe geben, ſo —. zu predigen, wie wir es vor Gott und Menſchen verantworten können. Kunſt, Wiſfenſchaft u. Teben. Vortragsabend der Geſangsſchule C. Blatter. Herr Geſangslehrer C. Blatter aus Ludwigs⸗ hafen hatte ſeine zahlreichen Schüler und Freunde, deren auch Mannheim ein beträchtliches Kontin⸗ gent ſtellt, auf Samstag zu einem muſikaliſchen Vortragsabend entboten. Was wir bei früheren Anläſſen konſtatierten: daß in der Geſangsſchule Blatter mit ſeltenem pädagogiſchem Geſchick, mit Hingabe und Energie Stimmen kultiviert wer⸗ den, fanden wir aufs neue beſtätigt. Sämtliche Leiſtungen, unter ſich ſelbſt vedens je nach Veran⸗ lagung und Fleiß verſchieden, hielten ſich auf an⸗ ſehnlicher Höhe und legten, was die Hauptſache iſt, von gewiſſenhafter Unterweiſung beredtes Zeugnis ab. Bei der Ueberfülle des Gebotenen müſſen wir uns auf eine Skizzierung der Haupt⸗ eindrücke beſchränken. Da ſei in erſter Linie Frl. — Montag, den 28. Juli 1913. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblatt). 3. Seite. ein. fast 7 11 5 7— hn. Lereben J0 li f15 ſo]arbeiterverband gepflogenen Verhandlungen] 3. Wahlbezirk: Altlußheim, Neulußheim, Ketſch.] Deſers und des Galeriedirektors Herrn Pro⸗ ge⸗ i8 85 zu jener 821 5 3 70 5 5525 hat 75 FJirma Boſch die in Kürze ſchon er⸗ wählt 1 Abgeordneten; feſſor Eichfelds kundiger Führung eine ele er⸗wähnte Erklär bg 5 ſie bereit ſei, Wahlbezirk: ſtadt“ Oftersbei 3 W̃ ie ne te Schä euet ſtehen war, geht ſchon daraus hervor, daß ich die ee en B 1 90 ſchen Bedin⸗ ge 5 uder Großß SSche 1755 doch u gleicher Zeit öffentlich di ff 5 At⸗ 1 Abgeordneten; wunderbaren Räume der Großh. oßge⸗ zu gleich ffentlich die Hoffnung aus gungen, wie die Arbeitswilligen einzuſtellen mäldegalerie. So gewann man zum Schluß die der ſprach, es noch zu erleben, daß wir vom Zen⸗ daß ſie ſich fedoch nicht veryflich Abten,] 5. Wahlbezirk: Edingen, Friedrichsfeld, Brühl, 90„„ trum mit Nationalliberalen zuſammen 15 en daß ſie ſich jedoch nicht verpflichte, alle Arbeiter wählt 1 Abgeordnet Ueberzeugung, daß Mannheim nicht erſt heute n 5 gehen ohne Ausnahme aufzunehmen, daß aber bei Be⸗ 15 FFFCC etwas werden will auf dem Gebiet der Pflege ber. So ſchreibt Herr Th. Wacker 1913. Der von ſebung freier Stellen in erſter Linie die ſtrei⸗ VUVVV der Wiſſenſchaften und Künſte, ſondern daß es 1893 dagegen ließ ſich in einer öffentlichen Wahl⸗ kenden Arbeiter in Betracht kommen, ſofern ſie 1. Wahlbezirk: Stadt Weinheim, wählt 1 Abge⸗ ſchon ſeit Jahrhunderten eine blühende Kuftur⸗ verſammlung in Engen etwas anders aus. Er ſich für den betreffenden Poſten eignen. Eine ordneten; ſtätte geweſen iſt. Und Dank gebührt dem ſtand damals als Reichstagskandidat im 2. Bad. am Samstag abgehaltene Vertrauensmänner⸗] 2. Wahlbezirk: Heddesheim, Großſachſen, Leu⸗ Manne, der ein liebevoller und verſtändnis⸗ Reichstagswahlkreiſe dem von der nationallibe⸗ verſammlung der Streikenden und auch die tershauſen, Hohenſachſen, Oberflockenbach, voller Hüter der reichen Schätze einer großen Die— 35 v. Horn⸗ 15 5 Rippenweier, Urſenbach, Ritſchweier, die Ge⸗ Vergangenheit iſt. urf ſteim gegenüber und ſein Eifer ging ſoweit, daß ſele Erklarung akzeptiert und die Wieder⸗ markungen Neuzenhof, Muckenſt Stra- Regimentsjubilä Zu der dert 5 gin 8 85 znah der Arbeit beſchloſſe 98 95 gen Neuzenhof, Mu enſturm, ra-⸗. Regimen sjubiläum. Zu der Hun ert⸗ ur er ſelbſt am böchſten und heiligſten Feiertage aufnahme der Arbeit beſchloſſen. Da in der er ßenheim, wählt 1 Abgeordneten; ljahrfeier der Sler in Frankfurt waren faſt der katholiſchen Chriſtenheit, am Fronleichnams⸗ tage, die dortige Wahlverſammlung abhielt. In dieſer denkwürdigen Verſammlung erklärte Herr Wacker mit Bezug auf die nationalliberale Par⸗ tei, daß er ſeine ganze Kraft, ſeine Ge⸗ ſundheit und Geiſtesſtärke der Ver⸗ nichtung dieſer Partei widme und im⸗ mer nur nachdenke, wie er dieſen Kampf am beſten durchführen könnte! Das war die ehrliche Sprache desſelben Wacker, der heute die nationalliberale Partei mit dem Zentrum für bündnisfähig erklärt, im Wahlkampf 1893, in dem es ſich keineswegs um kirchliche Fragen handelte, ſondern in dem um nationale Forderungen, um die Militärvorlage und zweijährige Dienſtzeit gekämpft wurde, deren Ablehnung mit dem Zentrum bekanntlich die Reichstagsauflöſung und die Neuwahl nötig gemacht hatten. Und es verdient gewiß der Nachwelt überliefert zu werden, daß damals der bei der vorletzten Reichstagswahl im Jahre 1911 im 1. badiſchen Reichstagswahlkreiſe Konſtanz⸗ Ueberlingen unterlegene entrumskandidat Frhr. von Rüpplin, mit dem Wacker perſönlich Ge⸗ Schulter an Schulter um die Wiedereroberung die des Hug ſchen Mandats gekämpft hat, eigens Ind von ſeinem Wohn⸗ und Amtsort Konſtanz zu ſein einer Zentrumsverſammlung nach Hüfingen bei be⸗ Donaueſchingen herbeieilte, um in großer und itig begeiſternder Rede den Führer und Kandidaten in ſeiner eigenen Partei, Herrn Th. Wacker, wegen ung deſſen ablehnender Stellungnahme gegen die vaterländiſchen Forderungen zu bekämpfen und den Zentrumswählern dagegen die Wahl des gegneriſchen Kandidaten zu empfehlen. Im An⸗ ſchluß daran darf ferner noch in die Erinnerung zurückgerufen werden, daß in jenem Wahlkampf das badiſche Zentrum in ſeinem Wahlaufruf wohl der Gipfelpunkt einſeitig parteitaktiſcher Weisheit— die Behauptung aufgeſtellt hatte, daß es ſich bei der Militärvorlage nur S⸗ chen um die Errichtung eines vollendeten Militärſtaates und nicht um die Sicher⸗ ung ſtellung der Zukunft des Vaterlandes gegen eob⸗ äußere Feinde handle. Wie bitter ernſt es dem des Zentrum um die Bekämpfung dieſer Militär⸗ here vorlage war, ging zur Genüge daraus hervor, Gar⸗ daß dem hochverdienten Führer der badiſchen Folle Zentrumspartei und langjährigen Reichstags⸗ 985 abgeordneten Lender, weil er für die Bewil⸗ 2 ligung der Militärvorlage war, in der Perſon len“ des Pfarrers Gerber eine ultramontane Hat Gegenkandidatur aufgeſtellt wurde. Nach 5 er der bei den damaligen Wahlen erlittenen Nieder⸗ iher lage— das Zentrum verlor bekanntlich 10 Sitze r 0— hat es dann ja auch endlich ſeinen Stand⸗ neh. punkt in vaterländiſchen Fragen einer Reviſion hme* unterziehen müſſen, ſodaß ſich der Abg Erz⸗ 7 berger bei den letzten Wahlen zum Reichstag in er einer Zentrumsverſammlung in Singen am Heit Hohentwiel ſoweit zu verſteigen wagte, unter 507 dem„donnernden Beifall“ der Zentrumswähler, wie damals das Donaueſchinger Zentrumsorgan 85 ſchrieb, zu behaupten, daß die beiden beſten eß Friedensbürgſchaften unſeres Vaterlandes, ein lich: ſtarkes Heer und eine ſtarke Flotte, auf der Poli⸗ 8 tik des Zentrums beruhten! Sicherlich kann ums er damit nicht die Wackerſche Politik gemeint haben, ſonſt hätte ihm der„donnernde Beifall“ ſeiner wie Hohngelächter in die Ohren müſſen. 5 Arbeiterbewegung. Das Ende des Streiks bei Boſch. 5 Stuttgart, 28. Juli. Der Streik bei Boſch hat mit dem heutigen Tag nach acht⸗ wöchiger Dauer ſein Ende erreicht. Auf Grund der am Freitag zwiſchen dem Verband württ. Metallinduſtrieller. und dem Deutſchen Metall⸗! und der anderen früheren Arbeitsbedingungen, die von den Arbeitern beanſtandet worden waren und zum Ausbruch des Streikes geführt haben, nicht gemacht worden ſind, ſo bedeutet die Wiederaufnahme der Arbeit eine Niederlage der Streikenden. Daß der Streik bei Boſch vom Metallarbeiterverband nicht mit Erfolg durch⸗ gefochten werden könne, ſtand übrigens ſchon ſeit mehreren Tagen feſt und die ſtetige Zu⸗ nahme der Arbeitswilligen machte dies auch den einſichtigen Ausſtändigen mit jedem Tag mehr und mehr klar. In dem Verhandlungsprotokoll zwiſchen den beiden Organiſationen iſt feſtgelegt worden— und damit hat ſich die Firma Boſch auch ſchon von vornherein einverſtanden er⸗ klärt—, daß die früheren Arbeitsbedingungen, Arbeitszeit und Löhne beſtehen bleiben; die da⸗ zu beantragten Abänderungen werden mit dem neulich gewählten Arbeiterausſchuß in der glei⸗ ſchen Weiſe geregelt, wie das in den Verein⸗ barungen mit dem Verband der Württ. Metall. induſtriellen vorgeſehen iſt. Dieſe Verein⸗ barungen ſehen für Ueberzeitarbeit prozentuale Zuſchläge auch an Akkordarbeiter vor, bei Ak⸗ kordpreis und Lohnfragen, ſowie bei Entlaſſun⸗ gen hat der Arbeiterausſchuß das Recht zur Vermittlung; gelingt dieſe nicht, ſo wird von Organiſation zu Organiſation verhandelt. Die achtwöchige Unterbrechung des Betriebes bei der ganzen Linies natürlich nicht zu; indes wer⸗ den in wenigen Tagen die meiſten der Ausſtän⸗ digen wieder auf ihren alten Plätzen ſtehen. Herr Boſch ſoll, wie verlautet, Anweiſung ge⸗ geben haben, daß bei der Wiedereinſtellung der früheren Arbeiter über das Geſchehene hinweg⸗ geſehen und keine Vergeltung geübt werden ſoll. Aus Stadt und Land. Mannheim, 28. Juli 1913. Die Wahlen zu den Kreis⸗ nerſammlungen. In der Sitzung vom 14. April 1913 hat die Kreisverſammlung Mannheim zufolge der letzt⸗ mals durch die Volkszählung vom 1. Dezember 1910 feſtgeſtellten Bevölkerungszunahme und mit Rückſicht auf die durch die verſchiedenen Einge⸗ meindungen in die Stadt Mannheim eingetretene Verſchiebung in den Wahlbezirken beſchloſſen, die Amtsbezirke Mannheim, Schwetzingen und Wein⸗ heim für die Vornahme der Wahl der Kreisabge⸗ ordneten durch die Kreiswahlmänner künftighin in folgende Wahlbezirke einzuteilen: A. Amtsbezirk Mannheim. Wahlbezirk: Stadt Mannheim mit Vororten, wählt 23 Abgeordnete; Wahlbezirk: Ladenburg, Neckarhauſen, wählt 1 Abgeordneten; Wahlbezirk: Schriesheim, Ilvesheim, Wall⸗ ſtadt, wählt 1 Abgeordneten; Wahlbezirk: Seckenheim, wählt 1 Abgeord⸗ neten. 25 2. B. Amtsbezirk Schwetzingen. Wahlbezirk: Stadt Schwetzingen, Gemarkung Schwetzinger Hardt, wählt 1 Abgeordneten; „Wahlbezirk: Hockenheim, Reilingen, wählt 1 Abgeordneten; Boſch läßt eine ſofortige Arbeitsaufnahme auf 858 Hieran ſchloß ſich Aunter Herrn Profeſſor Wahlbezirk: Hemsbach, Laudenbach, Sulzbach, Lützelſachſen, wählt 1 Abgeordneten. * Ernannt wurde der evangeliſche Pfarrer Jonathan Stern in Tennenbroun auf die Dauer von ſechs Jahren zum Pfarrer in Wald⸗ angelloch. * Berfetzt wurde Notar Albert Dinger in Müllheim in den Amtsgerichtsbezirk Karlsruhe unter Zuweiſung des Notariats Karlsruhe III, Eiſenbahnſekretär Heinrich Hauck in Maun⸗ heim Rangierbahnhof zur Zentralverwaltung (Verkehrsbureau) in Karlsruhe, Tiſenbahnſekre⸗ tär Franz Wagner in Untergrombach nach Baſel, Eiſenbahnſekretär Wilhelm Behr in Maxau nach Bafel und Giſenbahnſekretär Adolf Hellinger in Neckargemünd nach Heidelberg. * Beſuch der Großh. Schloßbibliothek und der Großh. Gemäldegalerie durch das Lehrerinnen⸗ ſeminar. Reiche Belehrung und ſchönen Genuß fanden am Samstag die Schülerinnen des hie⸗ ſigen Lehrerinnenſeminars bei einem Beſuch in der Schloßbibliothek. Herr Profeſſor Max Oeſer hatte ſich in liebens⸗ würdiger Weiſe bereit erklärt, den Semina⸗ riſtinnen die köſtlichen Räume, die reiche Schätze der Bibliothek zu zeigen. In längerem, voll⸗ endetem Vortrag führte der Gelehrte ein in die hiſtoriſche Bedeutung der Stätten, wo einſt Schiller ſchon geſprochen. In kurzer treffender Stilcharakteriſtik erſchloß er das Verſtändnis für die architektoniſche Eigenart des Saales und den künſtleriſchen Wert des großen Deckenge⸗ mäldes, um dann an der Hand der wertvollen Buchausſtellungen zu zeigen, wie Mannheim ſchon im 18. Jahrhundert ein Zentrum von Kultur und geiſtigem Leben war, aus dem Fäden zu den meiſten großen Ereigniſſen des Geiſteslebens unſerer Nation im 18. Jahrhun⸗ dert und weite Perſpektiveu bis in die neueſte Zeit ausgingen. Mit ſcharfen Schlaglichtern wurde Schillers Bedeutung für die Entwicklung des regliſtiſchen Dramas der Deutſchen gekenn⸗ zeichnet und an den Erſtausgaben bewieſen, welche Bedeutung unſere Vaterſtadt in dieſer Richtung hat. In einem zweiten Kaſten ſah man u. a. muſikgeſchichtliche und muſikäſthetiſche Werke des Abbe Vogler. Der Vortragende wies hier darauf hin, wie dieſer Mann, dem auch ein Leſſing einmal zuhörte, am Ausgangs⸗ punkt einer Entwicklungslinie ſteht, die über K. M. v. Weber bis zu Wagner und weiter führt. Man erkannte mit Staunen Mannheim. lichen Entwicklung auf dem Gebiete der Meteo⸗ rologie, als Heimat einer bedeutenden Kunſt (Kobell, Verſchaffelt), als einen Ort der Pflege der Geſchichte unſerer Heimat(Lamey). Ein beſonders merkwürdiges Dokument ſei erwähnt: Das erſte Exemplar der Stadtprivilegien, in dem zu leſen ſteht, daß ſchon 1607 durch den Gründer Mannheims die Leibeigenſchaft aufge⸗ hoben wurde. Aus dem 19. Jahrhundert ſtam⸗ men die Erſtausgaben politiſcher Dichter(Gutz⸗ kow, Wally die Zweiflerin,„der erſte Emanzi⸗ pationsroman“), ferner Auerbach, D. Fr. Strauß, Laube, Memoiren Napoleons., die ſämtlich hier zuerſt gedruckt wurden. Hoch⸗ intereſſant war ferner die Kotzebue⸗ und Sand⸗ literatur, die ebenfalls in einer Vitrine ausge⸗ ſtellt iſt. Nennen wir noch köſtliche miniaturen⸗ geſchmückte Inkunabeln, das Breviarium Gri⸗ mani von 1390 mit hervorragenden Miniaturen, die dem Kunſtgewerbe reiche Anregung gaben. auch als den Ausgangsbunkt einer wiſſenſchaft⸗ des Regimenits 600 Mitſtreiter aus dem deutſch⸗franzöſiſchen Feldzug erſchienen und 163 ehemalige Soldaten aus jenen kurheſſiſchen Truppenkörpern, die nach 1866 Stammkörper des Regiments wurden. Außerdem kamen aus allen Teilen Heſſens, aus Rheinland und Weſtfalen, das eine Zeitlang Rekrutierungsbezirk der 8ler war, und aus vielen anderen Landesteilen noch über 12000 frühere Regimentsangehörige. Die für über 15 000 Beſucher eingerichtete Feſthalle konnte am Donnerstag nur knapp die Gäſte faſſen, die an dem Feſtabend teilnehmen wollten. Und mit ihnen waren der Chef des Regiments, Prinz Friedrich Karl von Heſſen, mit ſeinen Söhnen, die Generalität, der Bür⸗ germeiſter Dr. Luppe, uſw. gekommen, um mit⸗ zufeiern. Lebende Bilder, vorzüglich vorgetra⸗ gene Lieder von mehreren hundert aktiven Slern und Vorträge der Regimentskapelle bildeten die Hauptteile der Feier. Am Freitag ſchloß ſich an den Feſtgottesdienſt und die Parade, über die ſchon berichtet wurde, ein von der Stadt gegebenes Feſteſſen in der Feſthalle an, an dem in zwel Abteilungen je etwa 7500 Perſonen teilnahmen. Dem Feſteſſen wohnten der Prinz Friedrich Karl von Heſſen, der kom⸗ mandierende General v. Schenck, zahlreiche höhere Offiziere, Vertreter der Stadt und alle Offiziere des Regiments mit ihren Mannſchaf⸗ ten bei. Führungen durch die Stadt und am Abend Kompagniefeiern in verſchiedenen großen Sälen beſchloſſen die Jubelfeier. Am Samstag⸗ nachmittag wurden die auswärtigen Gäſte vor der Abreiſe noch auf dem Kaſernenhof geſpeiſt. Im Offizierkaſino war ſchon am Don⸗ nerstag eine Feier im engeren Rahmen voran. gegangen, bei der Prinz Friedrich Karl eine Anſprache hielt und dem Regiment ſein Bild übergab. Im Auftrage ſeiner Gemahlin, der Prinzeſſin Margarethe von Preußen, über⸗ kreichte er ein weiteres Delgemälde, das d Oberſten Detlef v. Schwerin darſtellt, der 1 erſter Oberſt des Stammregiments war; im Auftrage ſeines Bruders, des Landgrafen von Heſſen, übergab er ein Bild des Landgrafen Karl von Heſſen⸗Kaſſel und ferner im Auftrage des Großherzogs von Heſſen, des frül Chef des Regiments, deſſen Bildnis. Weiter ſchenke und Gelbſtiftungen wurden dann bon Vextretern der Städte Frankfurt u ſel, verſchiedener anderer Regimenter, de maligen Kommandeure, der früheren aktiven Offiziere, der Reſerveoffiziere und der Damen iments ſowie von zahlreichen Einze perſonen überreicht. * Der Deutſchen Geſellſchaft für Kaufmanns Erholungsheime ſind in der letzten Zeit wieder eine größere Anzahl Stiftungen zu⸗ gegangen, u. a. von: Deutſche Dampfſchiffahrts⸗ Geſellſchaft„Hanſa“, Bremen Mk. 5000.—, Hil⸗ desheimer Bank Mk. 5000.—, Mechaniſche We⸗ berei Zittau Mk. 5000.—, Niederlauſitzer K lenwerk Akt.⸗Geſ., Berlin Mk. 5000.—, William Stärker, Chemnitz Mk. 5000.—, Verxeinigt Glanzſtoffabrik, Elberfeld Mk. 5000.— Geſellſchaft bedarf aber noch weiterer bedeut der Beträge zur Errichtung der ferner geple ten Heime, da die bisher in Betrieb genomme⸗ nen vier Heime, trotzdem ſie insgeſamt 450 Gaſt betten enthalten, den Anſturm der in dieſem Jahre Aufnahmewünſchenden nicht annä! ewältigen konnten. Das Bedüßfnis nach de von der Geſellſchaft geſchaffenen Einrichtunge iſt, wie die Nachfragen aufs Neue beſtätigen, ganz gewaltiges. Friedel Dann erwähnt, die ohne Zweifel das Zeug zu einer tüchtigen Soubrette beſitzt. Das in allen Lagen wohlklingende Organ weiſt zunächſt auf rrin lyriſche Aufgaben. Ein gut muſikaliſches Ohr und ein temperamentvoller Vortrag traten in Solo⸗ und Enſemblegeſängen ſchönſtens zutage. Auch ihre Schweſter, Frl. Anne Dann, ließ in der reichlich ſchwierigen Agathenarie„Wie nahte mir der Schlummer“, in Geſängen von Verdi und Liſzt eine ſchöne Bildungsfähigkeit erkennen. In der Wiedergabe der Lieder eines Mannheimer Komponiſten, Prof. Dr. Broß⸗ wer, die bereits früher an dieſer Stelle ein⸗ gehende Würdigung fanden, teilt ſie ſich mit der begabten Altiſtin, Frl. Machauer. Unter des Komponiſten Begleitung gelangten dieſe harmo⸗ niſch neuartigen Lieder, von den„des Mädels Pfingſtlied“ den Volkston glücklich trifft, zu ſchön⸗ ſter Wirkung. Auch in Geſängen von Schubert und Buken ließ Frl. Machauer korrekten Anſatz, ruhige Tonführung und eine gediegene Auffaſſung erkennen. Ein echtes Tenortimbre zeigt die Stimme von Herrn Eiſinger. In der Mittel⸗ lage gemahnt ſie ſogar bisweilen an Fritz Vogel⸗ ſtrom. 25 Frl. Kremer bot Beethovens„Opferlied“ und „Der treue Johnin“ in erfreulicher Texlklarheit. Herr Wolf Wolframs„Blick ich umher“ mit keſonanzreichem Bariton. Die Baſſiſten Hart⸗ maun und Ziegler, von denen der erſte elwas indisponiert erſchien, verfügen über ſonores Material. Der vorgeſchrittenen Zeit wegen bwunze ich leider den baritoniſtiſchen Haardt in Die Höhe bedarf noch weiterer Schulung. „Wotans Abſchied“ nicht mehr hören. Als Begleiter fungierten die Herren C. Blat⸗ ter und Kapellmeiſter Tutein mit beſtem Er⸗ folge. ek. Eine Caſſanova⸗Operette von Paul Lincke⸗ Paul Lincke hat eine neue Operette geſchrieben. Nachdem ſein„Grigri“ eine exotiſche Operette war, ſchlägt das neue Werk romantiſche Töne ab. Sein Held iſt Caſſanova, der der Novität auch den Namen gibt. Das Werk iſt bereits an die Bühne verſandt worden. Die Uraufführung fin⸗ det im September d. IJ. im alten Stadttheater zu Chemnitz ſtatt. Ein Kolleg über Strindberg. Der kote Strindberg iſt ſchon reif geworden für die wiſſenſchaftliche Behandlung auf deutſchen Univerſitäten. An der Berliner Univerſität wird ihm im kommenden Winterſemeſter ein ganzes Kolleg allein gewidmet ſein. dem Privatdozenten für neue Literaturgeſchichte Dr. Neuhauſen. 5 Zum Tode Prof. Credners. Von dem Anſehen, das der dahingeſchiedene Leipziger Geologe in der wiſſenſchaftlichen Welt genoß, zeugten die beſonderen Ehrungen, die ihm mehrfach durch Forſchungsreiſende zuteil wurden. So wurden häufig neuentdeckte Punkte nach ihm benannt. Der Afrikaforſcher Prof. Hans Meyer, der Schwiegerſohn Haeckels, taufte einen Gletſcher des Kilimandſcharo den Crednergletſcher, der Es wird geleſen von Polarforſcher Nathorſt eine großartige Moräne⸗ landſchaft an der Bahn Mayen—Bai auf Spitz⸗ bergen die Credner⸗Moräne, ferner der Admiral Frhr. vb. Schleinitz eine Berggruppe am öſtlichen Teile der Inſel Neupommern Berggruppe Cred⸗ ner, und der Forſcher Gruner taufte den präch⸗ tigen Waſſerfall des Aka⸗Baches in Togo Cred⸗ ner⸗Fall.— Wie aus Urkunden, die ſich in Ered⸗ ners Nachlaß vorfanden, hervorgeht, hat der Ge⸗ lehrte ſich im deutſch⸗franzöſiſchen Kriege beſonders ausgezeichnet. Er nahm an dem Kriege als Abteilungsführer beim 3. freiwilligen Sanitätskorps teil und hat ſich nach einem Bericht ſeines damaligen militäriſchen in der Schlacht bei Sedan durch ſeine Ruhe, Um⸗ ſicht und unermüdliche Tätigkeit hervorgetan. Aida im Amphitheater zu Verong. Zur Feier des 100. Geburtstages von Verdi wird, wie bereits bekannt iſt, in dem altrömiſchen Amphitheater zu Veronga„Aida“ aufgeführt. Ein reits einige intereſſante Angaben über die In⸗ ſzenierung und die Ausführung zu veröffentlichen. der Arena ein. Ihre Baſis iſt auf die Höhe der erſten Sitzreihe erhoben. Die Inſzenierung, die von dem Architekten Faginoli und dem Maler Codognato ausgeführt wird, iſt in Monumental⸗ denen ſich zwei Obeliske anreihen. Architektur ermöglichen ſächlich auf Einfachheit und auf möglichſte wahrheit der Ausrüſtung. Die Palmen und Blu⸗ men am Ufer des Nils werden direlt aus Nizza Vorgeſetzten an den Militärinſpekteur der frei⸗ bezogen, ebenſo werden die Kamele und einige willigen Krankenpflege Fürſten Pletz namentlich andere exotiſche Tiere aus dem Zvologiſchen Gf ten von Rom entliehen. Eine beſondere Sorgfal wird auf die ſtilreine Ausführung der Koſtüme gelegt. bekannt iſt, nicht die erſte im Freien iſt, ſind un⸗ gefähr 1000 Perſonen beteiligt. rollen ſind die bedeutendſten italieniſchen Künſt ler und Künſtlerinnen Mitarbeiter der„Stampa“ iſt in der Lage, be⸗ ſzenariſche Leitung hat Napoleon Cardottini vo der Skala übernommen, Tullio Serafin, der zuerſt ſogar die Sinfonje, die Die Bühne iſt im großen Maßſtabe gehalten; Verdi ſpäter wieder geſtrichen hal, einf ſie nimmt ungeführ ein Drittel der Grundfläche wollte.„„ Richard Strauß komponiert ein bibliſe wird im kommenden Winter in London alle gebräuchlichen Bühnenrequiſiten zu verzich ten. Es gibt keinen Hintergrund, keine Kul keinen Vorhang und keine Bühneneinfaſſung Di Rampe wird von zwei Koloſſalſphinxen flankie⸗ Ungefähr i erſten Drittel der Bühne erhebt ſich eine Reih⸗ von acht Säulen in reinſtem alexandriniſche Stil, die den Palaſt des Königs von Memphis darſtellen. Leichte Holzbauten in altägyptiſcher einen raſchen Sze Die künſtleriſche Leitung ſchaut wechſel. An der Aufführung, die übrigens, wie Für die Haupt⸗ gewonnen worden. die oberſte Direktio Die ruſſiſche Tanztruppe des Herrn Diag formen gehalten und ſucht ſoviel wie möglich auf Reihe Aufführungen hervortreten. 4. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblatt). Montag, den 28. Juli 1913. Zu dem ſchweren Autounglück. Erſt gegen 14½ Uhr erſchien die Gerichtskommiſſion an der Unfallſtelle zur Aufnahme des Tatbeſtandes. Das Auto ſtand, von hunderten von Menſchen belagert, bis zum Eintreffen in der Lage, wie es den beiden Inſaſſen den Tod gebracht hat. Die Kurve hatte der Chauffeur tatſächlich ſchon genommen, die Straße iſt übrigens ſo breit, daß ſie drei Autos nebeneinander nehmen können. Der erſte Leitungsmaſt nach der Kurve zeigt Spuren, die darauf ſchließen laſſen, daß ſchon das Auto an dieſem Maſt geſtreift iſt. Das Ver⸗ deck wurde bereits hier abgeriſſen, auch das das Chaſſis wurde hier auf der rechten Seite durch das Vorbeiſtreifen zerſplittert. Offenbar iſt der eine der tödlich verunglückten Inſaſſen ſchon hier durch den Anprall an den Bandſtein kopfüber nach hinten aus dem Wagen geſchleu⸗ dert worden, denn er wurde an dieſer Stelle auf der Straße gefunden. Der zweite tödlich ver⸗ unglückte Mann wurde erſt bei dem Anpralle gegen den folgenden Leitungsmaſt nach vorne kopfüber auf den Gehweg geſchleudert. Der Chauffeur hatte anſcheinend ſchon die Herrſchaft über das Steuer verloren, als das Auto den erſten Leitungsmaſt ſtreifte und auf den Geh⸗ weg hinauffuhr. Er ſprang deshalb ab. Auch den beiden anderen Inſaſſen gelang es im letz⸗ ten Momente herauszuſpringen, wenn ſie auch, beſonders Hoffmann, ſchwere Hautabſchür⸗ fungen davon trugen. Der Chauffeur muß mit einer Schnelligkeit von 40 bis 50 Kilometer die abſchüſſige Straße heruntergefahren ſein. Der aus zwei Schienen zuſammengenietete zweite Maſt wurde trotz ſeiner Stärke ganz verbogen und bei dem Auprall brach die angegoſſene Krone ab. Die Wucht des Aufpralls des Motor⸗ kaſtens, der in ſeiner Mitte auf den Maſt auf⸗ fuhr, muß ein ganz enormer geweſen ſein. Das geht auch daraus hervor, daß der Maſt aus ſeinem feſtgefügten Fundamente herausgedrückt wurde. Die Krone fiel auf den Führerſitz. Je⸗ doch wurde von ihr niemand getroffen, denn es iſt kein Blutstropfen an ihr wahrzunehmen. Eine große Blutlache lag jedoch hinter dem Auto und das ganze Verdeck war mit Blut be⸗ ſpritzt. Eine zweite Blutlache lag bei dem ver⸗ derbenbringenden Leitungsmaſt auf dem Geh⸗ wege. Das demolierte Auto, ein Benzwagen und dem Fuhrwerksbeſitzer Kloos gehörig, wurde auf Anordnung der Gerichtskommiſſion ſofort nach Erſcheinen durch ein anderes Benz⸗ auto abgeſchleppt. Sowohl das rechte Vorder⸗ wie das rechte Hinterrad fuhren Achter. Auch ſonſt zeigt es in allen ſeinen Teilen ſchwere De⸗ fekte. * Schiffsverſpätungen auf dem Rhein infolge Nebels. Aus Mainz berichtet unſer IJ⸗Korre⸗ ſpondent: Am geſtrigen Sonntag nachmittag war die Schiffahrt auf dem Rhein unter⸗ halb Koblenz durch ſtarken Nebel arg behindert. Die Schleppſchiffahrt lag viel⸗ ſach brach und die Perſonendampfer der Köln⸗ Duſſeldorfer Geſellſchaft und die der Niederlän⸗ der Dampfſchiffahrtsgeſellſchaft erlitten erheb⸗ liche Verſpätungen von rund einer Stunde, da mit äußerſter Vorſicht gefahren wer⸗ den mußte. So verkehrten z. B. die Perſonen⸗ ſchiffe, die um 7 Uhr Bingen erreichen ſollten, erft um 8 Uhr oder noch ſpäter. Auf dem oberen Teil des Mittelrheins war von Nebel keine Spur bemerkbar, nur einzelne Gewitter traten auf. * Tudesfall. Am Freitag abend verſchied nach kurzem Leiden im Alter von 60 Jahren Herr Privatmann Auguſt Agricola in Heidelberg. Der Verblichene war Mitbegründer der Zigar⸗ renfabriken von Wilh. Agricola Söhne in La⸗ deuburg a. Neckar. Im Jahre 1904 zog er ſich ins Privatleben zurück und überſiedelte nach Heidelberg. Polizeibericht vum 28. Juli 1913. Schwevrer Automobilunfall mit Todesfolge. In vergangener Nacht früh 343»Uhr fuhr der Chauffeur Friedrich Növr mit ſeinem mit vier weiteren Perſonen beſetzten Taxameter⸗Automobil Nr. IV B 4065 vom Jungbuſch über die neue Neckarbrücke in ſo ſchärfem Temvo, daß das Auto jenſeits der Brücke bei der Ludwig Jolly⸗Straße ins Schleu⸗ De dern und auf den Gehweg kam, dabei erſt einen elektriſchen Maſt ſtreifte und dann an einen zweiten Maſt mit voller Wucht anprallte. Da⸗ bei wurden die Fahrgäſte herausgeſchleudert und zwei derſelben tötlich verletzi. Sie wurden mittelſt Sanitätsautos nach dem Allgem. Kran⸗ kenhaus überführt. Auf dem Wege dahin ſtarb der 27 Jahre alte ledige Schloſſer Sebaſtian Glaſer aus Waldlaubheim und um 5 Uhr heute früh erlag der zweite Verletzte Heinrich Finnes, lediger Schloſſer aus Kaſſel, beide Mittelſtraße Nr. 129 hier wohnhaft, ſeinen Ver⸗ letzungen. Ein Wirt von hier, der ebenfalls von, während der vierte Fahrgaſt, ein lediger Schloſſer, und genannter Chauffeur unverletzt blieben. Letzterer wurde, weil zweifellos grobe Fahrläſſigkeit vorliegt, verhaftet und in das Großh. Amtsgefängnis eingeliefert. Unter⸗ ſuchung iſt eingeleitet. Ertrunken iſt am 27. ds. Mts. vormittags der 40 Jahre alte verheiratete Matroſe Fried⸗ rich Grether aus Welſchneureuth, als er über Bord des Schiffes„Heinrich und Frieda“ hier in den Rhein fiel. Seine Leiche konnte noch nicht geländet werden. Fahrraddiebſtähle. In letzter Zeit wurden dahier nachbezeichnete Fahrräder ent⸗ wendet: 1. Ein Panzerrad, Nr. unbekannt mit ſchwarzem Rahmen und Felgen, gerader Lenkſtange mit Celluloidgriffen. Am Hinter⸗ rad ſind drei Speichen zuſammengflochten; 2. ein Bavariarad mit ſchwarzem Rahmen und Felgen, Nummer unbekannt; 3. ein Luxusrad mit ſchwarzem Rahmen und Fel⸗ gen, Nummer unbekannt; ein Knabenrad mit aufwärtsgebogener verroſteter Lenkſtange, Marke und Nummer ſind unbekannt; 5. ein Adlerrad mit aufwärtsgeb. Lenkſtange und roten Ledergriffen, Freilauf und Rücktritt⸗ bremſe, ſchwarzem Rahmen und Felgen; 6. ein Stöver⸗Greif⸗Rad Nr. 123 550 mit ſchwarzem Rahmen und Felgen; 7. ferner wur⸗ den entwendet: vom 1 zum 7. Juli aus dem La⸗ gerplatz Verbindungsknal 1 hter eine etwa 5 Meter lange ſchwarz⸗weiß⸗rote Fahne und vom 3. zum 4. Juli bei der Warteſtation 43 am Ver⸗ bindungskanal ein hölzerner Schubkarren; 8. am 15. Juni zwiſchen der Kaſerne und Käfer⸗ tal ein wertvoller Fox männlich, weiß⸗ und ſchwarz gefleckt; 9. am 14. Juni wurde im Hauſe Mittelſtraße Nr. 52 hier ein Fahrrad Nr. 128 910 gefunden, dasſelbe hat ſchwarze Rahmen und Felgen, gelbbraun angeſtrichene Lenkſtange mit ſtark defekten Ledergriffen, an den Pedalen befinden ſich Fußhalter. Das Rad iſt noch angeſchloſſen. Verhaftet wurden 35 Perſonen wegen verſchiedener ſtrafbarer Handlungen. Neues aus Tudwigshafen. * Schwer verbrannt. Geſtern abend gegen 7 Uhr goß die 6 Jahre alte Tochter Paula des Eiſen⸗ drehers Hellmer, wohnhaft in Mundenheim, Spiritus in den brennenden Apparat. Hierbei explodierte die Kanne. Das Kind wurde an Ge⸗ ſicht und Händen ſchwer verbrannt. Nach Anlegen eines Notverbandes durch Herrn Dr. Wagner wurde das Mädchen mittels Auto ins ſtädtiſche Krankenhaus gebracht. * Raub. Samstag vormittag 9 Uhr wurde in der Kurzenſtraße einem 9 Jahre alten Knaben das Portemoneie mit einem Zwanzig⸗Markſchein, den er zum Einkauf von Waren erhalten hatte, auf der Ktraße aus dem Korbe genommen.— Samstag abend wurde in der von der Tannſtraße einem 8 Jahre alten Knaben ein 5⸗Markſtück, das er zum Einkauf von Waren erhalten hatte, aus der Hand geriſſen. Die Diebereien wurde von ein und derſelben Perſon, einem bis jetzt nicht er⸗ mittelten Knaben im Alter von 12—14 Jahren⸗ ausgeführs, Rus dem Großherzogtum. * Oftersheim, 28. Juli. Der Bürger⸗ ausſchuß erledigte folgende Vorlagen: 1. Der Antrag, den Schulbaukredit mit 1½ Prozent (ſtatt 4 Prozent) abzutragen, wurde genehmigt. 2. Der Gehalt des Polizeidieners wird von 1100 Drrrn. mitfuhr, kam mit leichteren Verletzungen da⸗ Mark auf 1500 Mark erhöht, die Zahl der Feld⸗ hüter auf drei feſtgeſetzt. 3. Die Angrenzer ver⸗ ſchiedener Straßen ſollen zur Erſtattung der Her⸗ beigezogen werden. 4. Die Ge⸗ für 1912 wird verkündet, die 1680 Mk. Mehrauf⸗ ſtellungskoſten meinderechnung gegen den Voranſchlag wand aufweiſt. * Heidelberg, 26. Juli. Fabrikant Willi Poſfelt und Gemahlin in Riga haben zur Ehrung des Andenkens ihrer nach langer, ſchwe⸗ rer Krankheit in jugendlichem Alter am 20. d. Mts. in Berlin verſtorbenen Tochter Lilly, deren Leiche geſtern auf dem hieſigen Friedhof in der Poſſelt'ſchen Familiengrabſtätte beigeſetzt wurde, Herrn Oberbürgermeiſter Dr. Wilckens den Betrag von 20000 Mark für eine„Lilly Poſelt ⸗Stiftung“ zugehen laſſen, deren jährliche Zinſen dazu verwendet werden ſollen, den ärmſten Kindern hieſiger Stadt die Stunden ſchwerer Krankheit zu erleichtern. Die Stadtverwaltung hat dieſe hochherzige Stiftung mit warmem Danke angenommen und wird dazu die Staatsgenehmigung einholen. 6Heidelberg, 27. Juli. Wegen der Bohrverſuche nach Thermalwaſſer wurde die Untere Neckarſtraße zwiſchen Bluntſchli⸗ und Mühltalſtraße geſperrt.— Geſtern iſt hier der 90000. Fremde einge⸗ troffen. * Neckargemünd, 26. Juli. Donnerstag nachmittagertrank die fünfjährige Tochter Berta des Küfers Fiſcher hier. Sie badete an dem aus dem Ufer getretenen Neckar, kam etwas zu weit vor an die Lauermauer und verſchwand in den Fluten. Wiederbelebungsverſuche waren er⸗ folglos. )(Karlsruhe, 27. Juli. In der Oſtſtadt ſoll ein neues Volksſchulhaus erbaut wer⸗ den. Das Gebäude erhält 46 große Säle, 21 kleinere Nebenräume, 2 Turnhallen, 2 Bäder und 1 Schulküche. Die Koſten ſind auf 752000 Mark veranſchlagt. Freiburg, 27. Juli. Die Staatsanwalr⸗ ſchaft in Freiburg hat gegen fünf Arbeiter An⸗ klage wegen Landfriedensbruch erhoben. Es handelt ſich um die Zuſammenſtöße zwiſchen Streikenden und Polizei beim Färberſtreik in Baſel⸗Friedlingen, die teilweiſe auf deutſchem Gebiet ſich abſpielten. Die Verhandlung findet am 29. Juli vor dem hieſigen Schwurgericht ſtatt. * Lörrach, 26. Juli. Ein aus Baden ſtam⸗ mender Mann im Alter von 26 Jahren kehrte anfangs dieſes Monats aus der Fremden⸗ legion zurück, wo er fünf Jahre gedient hatte. Bei ſeinem Weggange erhielt er einen Anzug (J) für ſeine Dienſte. Von einem badiſchen Ge⸗ richte war er nach ſeinem Eintritt in die Frem⸗ denlegion mit einer Gefängnisſtrafe von 30 Tagen belegt worden, weil er ſich zu den Mu⸗ ſterungen nicht geſtellt hatte. Bei ſeiner Rück⸗ kehr wanderte er zunächſt ins⸗ Gefängnis. Die Sonne Afrikas hat den Mann über ſo mitgenom⸗ men, daß er nicht nur zum Militärdienſt, den er eigentlich noch ableiſten ſollte, untauglich ge⸗ worden iſt, ſondern auch ins Gefängnislazarett überführt werden mußte. Pfalz, Heſſen und Umgebung. * Landau, 26. Juli. Nach den„Frankf. Nachr.“ wurde hier ein Duell zwiſchen einem Generalmajor und einem Oberſtleutnant vom 5. Artillerieregiment ausgetragen. Die Urſache ſoll eine abfällige Bemerkung geweſen ſein, die der Oberſtleutnant über die Stieftochter des General⸗ majors gemacht hatte, als ſie bei einer Abend⸗ unterhaltung mit einem Leutnant Schiebetanz getanzt hatte. Der Generalmajor hatte den Oberſtleutnant auf Piſtolen gefordert. Der Ehrenrat hat jedoch Piſtolen abgelehnt, worauf das Duell mit Säbeln unter ſchweren Beding⸗ ungen zum Austrag kam. Der Oberſtleutnant wurde dabei ſo ſchwer am Kopf verletzt, daß an ſeinem Aufkommen gezweifelt wird. Gerichtszeitung. * Königsberg, 26. Juli. Das Kriegs⸗ gericht verurteilte den Oberleutnant von der Trenck vom Küraſſier⸗Regiment Graf Wrangel wegen tätlichen Angriffs auf einen Vorgeſetzten, den Mitangeklagten Major v. Kopy von dem⸗ ſelben Regiment, und wegen ernſter Beleidi⸗ gung desſelben zu einem Jahr und drei —TT—————— Monaten Feſtungshaft und Entlaſſung aus dem Dienſt. Major v. Kopy erhielt we⸗ gen Beleidigung 14 Tage Stubenarreſt. Zwi⸗ ſchen den beiden Offizieren hatte bei einem Lie⸗ besmahl ein Zuſammenſtoß ſtattgefunden. Wäh⸗ rend der Verhandlung war die Oeffentlichkeit ausgeſchloſſen. Sportliche Rundſchau. Badenweiler Rennen. B. Badenweiler, 27. Juli. Ein herrlicher Sommertag begünſtigte die Rennen, die der Mark⸗ gräfler Rennverein heute nachmittag auf dem Renn⸗ platz bei Neuenburg veranſtaltete. Der Beſuch war ſeitens der Markgräfler Bevölkerung und der um⸗ liegenden Garniſonen ein überaus großer, ſo daß ſich auf dem landſchaftlich ſo ſchön gelegenen Renn⸗ platz ein ſehr reges Leben entwickelte. Der Kurort Badenweiler ſtellte natürlich einen großen Teil der Zuſchauer. Mit regem Intereſſe verfolgte die Zu⸗ ſchauermenge das ſportliche Ereignis. Das Ergeb⸗ nis iſt folgendes: 1. Preis vom Oberrhein(Zuchttrabrennen für Landwirte; 1 Ehrenpreis und 400): 1. E. Gunzenhauſer(Seefelder), br. St.„Fanny“, 2. Behringer(Auggen) B. St.„Lydia“, 3. Frdr. Roſer (Schrand), B. St.„Flora“. Tot.: 0. 8 Pferde liefen. 2. Großher zog Friedrich⸗ Jagdren⸗ nen(Ehrenpreis des Großherzogs und 2 weitere Ehrenpreiſe): Es liefen 6 Pferde. 1. Lt. Schaal (Drag. 22)„Erna“, 2. Hptm. v. Reck(Feldart. 76) „Fee“, 3. Lt. Waldhauſer(Feldart. 76„Itzig“, 4. Lt. Lorreoon(Feldart. 66)„Bucephalus“. Tot.: 16, 15, 21:10. 3. Markgräfler Jagdrennen(Ehren⸗ preis und garantiert 800„). Es liefen 2 Pferde. 1. Lt. Graeff(Huſ. 13)„Kindly“, 2. t. Kothe (Drag. 22)„Holle“. Tot.: 14:10. 4. Preis von Badenweiler(Ehrenpreis der Kurverwaltung und gar. 1200). Es liefen 9 Pferde. 1. Lt. Goeſchen(Ulan. 14)„Lady Scho⸗ lar“, 2. Lt. Wild(Feldart. 76)„Copley“, 3. t. Bebie„Grandezza“. Tot.: 266, 26, 20, 26:10. 5. Jagd mit Auslauf(4 Ehrenpreiſe). Es liefen 10 Pferde. 1. Lt. Kothe(Drag. 22)„Por⸗ ti er“, 2. Lt. Behrens(Ulan. 11)„Draga“, 3. Olt. von Loewenitz(Art. 14)„Siegwars“. Tot.: 10, 15, 15, 15:10. Bei dieſem Rennen zog ſich Leutnant Schloßberger vom Fußartillerieregimnet 16 bei einem Sturz einen Rippenbruch zu und mußte bewußtlos vom Platze getragen werden. Flug Biders von Bafel nach Berr. Bern, 27. Juli. Geſtern nachmittag 5 Uhr ſetzte Bider ſeinen Flug von Baſel über den Jura nach Bern mit ſeinem Bruder als Paſſa⸗ gier fort. Um 6 Uhr 30 landeten ſie glatt in Bern. Die Spitzen der Zivil⸗ und Militärbehör⸗ den und eine ungeheure Menſchenmenge begrüß⸗ ten jubelnd den Alpenbezwinger. Abends fand zu Ehren Biders ein von den Behörden gegebenes Bankett ſtatt, wo der Flieger als Antwort auf den Brief des Berner Stadtpräſidenten, welchen er nach ſeinem Flug über die Jungfrau dem Mailän, der Stadtpräſidenten überreichte, die Grüße Mai⸗ lands ſtherbrachte. 1 Dienstag, 29. Juli. Travemünde. Kurhaus⸗Reunen: Herbert— Wafſßington. Hanſa⸗Jagdrennen: Coney Island Verloſungs⸗Rennen: Rauhreif— Marion. Preis von Niendorf: Erzherzogin— Graciells. Trauemünder Handicap:(Götterſagey— Melone Jasmin. Gneversdorfer Jagdrenneu: Moſel— Samum. ** Pferderennen. * Berlin⸗Hoppegarten, 27. Juli. Beberbeck⸗Ren⸗ nen. 5000 ½ 1. A. und C. v. Weindergs Orelio Lane), 2. Germaniſt, 3. Terminus. 128:10, 29, 15, 26:10.— Pathos⸗Rennen. 3800 1. G. v. Lippas Rohrſperling(Oleinit), 2. Kakadu I, 8. Fli 48:10; 15, 16, 12:10.— Sterſtorpff⸗Memorial. Mark. 1. Frhr. v. Oppenheims Ariel(Archibald), 2. Noteleß, 3. Winni. 2410; 14, 15, 29:10.— Sommer⸗ ſtück darf das bibliſche Ballett„Potiphars Weib“ gelten, für das Richard Strauß die Muſik ſchreibt. In einer Unterredung, die Herr von Diaghilew mit einem Vertreter der„Daily Mail“ hartbe, nannte der Ruſſe Richard Strauß„den wärmſten Bewunderer und Freund der Tanz⸗ kunſt.“ Zur Hälfte hat Strauß, wie er Djaghilew mitgeteilt hat, die Muſik ſchon beendet, und ge krade jetzt ſchreibt er„nach Herzensluſt“, da er üherſprudelt von Gedanken“.„Potiphars Weib“ wird in der Hauptſache ein Ausſtattungsſtück ſein, das aber inſofern ſich über den gewöhnlichen Rang der Stücke hinaushebt, als Nijinsky die Choregraphie verfaßt und Richard Strauß die Muſik dazu komponiert. Hochſchulnachrichten. Dr. A. Skalweit von der Berliner Unk⸗ verſität hat einen Ruf auf die Proſeſſur für Staatswiſſenſchaften in Gießen erhalten und angenommen. Dr. Skalweit iſt der Nachfolger des unlängſt verſtorbenene Profeſſors Bierner. Erkrankung des Verfaſſers der fünf Frankfurter. Wie uns ein Privattelegramm aus München meldet, iſt der bekannte Luſtſpieldichter Carl Rößler in München an einem Lungenleiden er⸗ krankt. Kleine Kunſtnachrichten. Die Uraufführung von Volbachs neuem Männerchorwerk mit Orcheſter„Könſg Lau⸗ rins Roſengarten“ findet am 19. Novbr. imn Wiesbaden unter Hofkapellmeiſter Pro⸗ fefor Mannſtädt ſtatt. Das Bariton⸗Solo ſingt * Opernſänger Geiſſe⸗Winkel. St. Gallen wird das Werk langen. Wolf⸗Ferrari über ſeine neuen Werke⸗ Nach dem ſtarken Bühnenerfolge, der Wolf⸗ Ferrari mit ſeinem„Schmuck der Madonna“ zuteil geworden iſt, wendet ſich der Kompouiſt wieder dem Gebiete der komiſchen Oper zu, dem muſtkaliſchen Luſtſpiel, mit dem er vor vielen Jahren einſt debü⸗ tierte. Ein Mitarbeiter der Stampa hat in dieſen Tagen den Tondichter in München beſucht und in einem Geſpräch Intereſſantes über die neuen Werke und Pläne Wolf⸗Ferraris erfahren. Seine neue Oper, ein zweiaktiges muſikaliſches Luſtſpiel,„Der Liebhaber als Arzt“— das Werk wird im Oktober in Dresden ſeine Uraufführung erleben— iſt voll⸗ endet. Die Handlung ſtützt ſich bekauntlich auf die Moliereſche Komödie, auf die Geſchichte von dem Herzenskranken Mädchen, das dahinſiecht und erſt ge⸗ heilt wird, als ihr Liebhaber als Arzt verkleidet kommt, ihr Blumen überreicht und den bärbeißigen aber gutmütigen Papa überliſtet. Der Beſucher, dez Gelegenheit hatte, einige Teile des noch unveröfſent⸗ lichten Werkes am Klavier zu hören, ſchildert dic Szene des zweiten Aktes, da der Liebhaber als Arzt die Blumen darreicht, als einen muſikaliſchen Höhe⸗ punkt von prachtvoller Melodik und Harmonie. Daunn aber wandte ſich das Geſpräch den neuen Plänen zu, die Wolf⸗Ferrari bereits beſchäftigen. Beide Stoffe zeigen Luſtſpielelemente. Zuerſt wird Wolf⸗Ferrari die Oper vollenden, die ihren Titel einer Abkürzung des Wahſpruches am Hoſenbandorden entlehut: „Honny soit Mittelpunkt der Handlung bil⸗ det ein Ehepgar, das ſich getrennt hat. Bei einem Feſte in Paris, wahrſcheinlich einem Maskenfeſte, treffen beide einander wieder, ohne ſich zu erkennen. Die Frau wird von Aubetern verfolgt, der Maun rerliebt ſich in ſie, wird eiferſüchtig, und plötzlich fin⸗ det man im Saale ein Frauenſtrumpfband. Die Auch in Zürich und zur Wiedergabe ge⸗ Gattin hat es verloren. Dem Herrn, der es wagt, das Strumpfband wieder an ſeinen Platz zu bringen, ohne daß die ſchöne Beſitzerin es merkt, ſoll der Lohn werden, der Vielumworbenen das Band wirklich an⸗ knüpfen zu dürfen. Ein heißer Wettkampf, ein luſti⸗ ges Durcheinander entbreunt: und Sieger bleibt der eigene Ehegatte, den die kluge Schöne längſt erkannte und dem ſie den Sieg erleichtert. Die zweite Oper, die der Komponiſt dann in Angriff nehmen wird, er⸗ hält den Titel„Ephimerus“. Die Handlung baut ſich auf phantaſtiſcher Grundlage auf, um dann in ein komiſch⸗realiſtiſches Milieu einzumünden. Vorausſetzung iſt die Sage von der Geburt des Ephimerus: die Liebesgöttin mit ihren Nymphen hat am See einen Falter gefangen, mit dem man ſpielt: der Schmetterling wehrt ſich und erklärt: wenn ich nicht ein ſchwacher Falter wäre und hätte die Frei⸗ heit, würdet ihr nicht wagen, mich anzutaſten, dann würdet ihr etwas erleben. Lächelnd gibt ihn die Göttin frei; und dem See entſteigt Ephimerus, der auf der Bühne als ein luſtiger kleiner Satyr auf⸗ tritt, ein ausgelaſſener munterer übermütiger Ge⸗ ſelle, ein kleiner Teuefl, der den Geiſt der Ehrlichkeit der freien Inſtinkte und den Feind aller Heuchelei verkörpert. Und alsbald wiegelt dieſer unruhige Geiſt die Frauenwelt auf, alle Lügen des Daſeins werden zerriſſen, alle heuchleriſchen geſellſchaftlichen Konventionen abgeſtreift, ein neuer revolutionärer Geiſt bemächtigt ſich der Frauenwelt, und auf eine Weile atmen alle eine höhere freiere Luft. Bis zum Schluſſe der Oper Ephimerus ſtirbt und das Ge⸗ webe geſellſchaftlicher Heuchelei und Lügen wieder alle umſpinnt; alles war nur ein kurzlebiger Traum, aber der Falter hat ſich gerächt. * Ein neuer Roman. Nach Schluß des laufenden Romans beginnen wir mit mehreren andern Blättern einen neuen, ſchon längere Zeit von uns erworbenen Tropen⸗ roman„Eine Vernunftheirat! von der in Maännheim lebenden Autorin Frau Erica Grupe⸗Lörcher. Im Gegenſatz zu ihren, ebenfalls von uns veröffentlichten geſchichtlichen Romanen aus der Straßburger Kapitubationsszeit „Im Kampf um Straßburg“ und„Dämmerung“ wendet ſich die Verfaſſerin dieſes Mal wieder dem modernen Geſellſchaftsroman zu, den ſie mit ihrem erſten Roman„Auf heißem Boden“ mit ſolchem Erfolg beſchritten hat und der ohne über⸗ triebene Schätzung bereits von einer halben Million Leſern geleſen worden iſt, bevor er als Buch in den Verlag Auguft Scherl überging. Der Romann„Eine Vernunftheirat“ ſpielt in einer deutſchen Familie in Manila. Die lebendige Schilderung des landſchaftlich wie geſellſchafklich ebenſo intereſſanten Milieus in Oſtaſten iſt von beſonderem Intereſſe, da die Verfaſſerin mit Unterbrechungen ein Jahrzehnt in Manila gelebt hat. Sie bringt den aus dem Leben gegriffenen Konflikt, daß Eltern ſich aus Egoismus nicht in die ſeeliſche Vollfährigkeit ihrer Kinder finden wollen. Eine Mutter, der voll Geſchäftsſinn und im Wunſch nach vekuniärem Vorteil das Glück des einzigen Sohnes in der allerperſönlichſten Lebensfrage nichts bedeutet, begeht den unverant⸗ wortlichen Schritt, den Sohn zu einer Geldheirat zu überreden. Wie unſelig auch dieſe Vernunft⸗ heirat trotz äußerlich guter Lage verläuft, die unter dem Druck einer irre gehenden Mutterliebe geſchloſſen worden iſt, zeigt der Roman in allen Konſeguenzen. Die Redaktion n, . 7 1 auf der Eiſenbahnſtrecke Montag, den 28. Juli 1913. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblatt). 5. Seite. udicap. 5000 1. L. Korus W̃ Shur 2 Erfinderin, 3. Doktor. 105:107 34, 1185 2210.5 2ſt zu Hohlenhohe⸗Ohringen⸗Rennen. 20 000% 1. H. Kuttkes Quirl(Schläfke), 2. Dolomit und Nikias 76:10j 21, 6,:10.— Spree⸗Rennen. 3800% 1. Geſttit Mydliughovens Scylla(Slade), 2. Palaſtdame, 3 Fria und Einigkeit. 251:10; 66, 21, 22, 25.10.— Harz⸗ burger⸗Handicap. 6200% 1. R. Hanels Alvarez Archibald), 2. Mansfeld, 3. Octopus. 24710, 14 17, 17210. pus 107 14, Neuß, 27. Juli. Sommer⸗Flachrennen. 4000.% 1. C. Föhlichs Iſa(Sumter), 2. Was ihr wollt, 3 Drakon. 61:10 18, 17, 22:10.— Rhein⸗Hürdenrennen. 2500% 1. L. Whites Ardington(et. Hermann,, 2. Haematite, 3. Avignon. 61:10; 16, 15, 13.10.— Druſus⸗Flachrennen. 4700% 1. J. Oldes Cor vette(Rees), 2. Character, 3. Senechal. 45:10, 20, 18f10.— Quirinius⸗Jagdrenneu. 2600% 1. Bar. v. Itterſums Avoneroft(et. Kneel), 2. Corfu, 3. Roſa Canina. 65:10; 28, 50:10.— Hofſtadt⸗Jagd⸗ rennen. 5000 1. Dr. Fr. Rieſes Coram PO pulo(Beſ.), 2. Little Ben, 3. Haleyon Days. 20:10; 15, 33:10.— Neußer Hürdenrenneu. 10000% 1. W. Lindenſtaedts Reichsritter(Browy), 2. Flo⸗ rika, 8. Arthus. 66:10; 30, 44, 3210.— Saphir agd⸗ rennen. 2500 1. F. Volkmanns Ludwigsfels [Matz], 2. Amſel, 3. Räppe. 18:10; 11, 12, 16740. KLottingbrunn, 27. Juli. Kaiſerpreis. 46 000 Krouen. 1. Barou G. Springers Szepikö(Pain⸗ ſter, T Poker, 3. Vivid und Waterloo. Paris, 27. Juli. Prix'gny. 3000 Frs. 1. Camille Blanes Ehiffe(Sharpe), 2. Courtine, 3. Dsgende⸗Dorce. 111:10; 33, 51, 21:10.— Prix'Ouilly. 5000 Irs. 1. Achille Foulds Houli(Milton Henryß, 2. Pirpiriol. 3. Martial III. 40.10; 12, 11, 1110.— Prix Mainteon. 5000 Frs. 1. J. Prats Mon etrie (G. Barthokomew), 2. Junta, 3. Charmozine. 422:10; 15. 15. 28:10.— Prix Eugen Adam. 80 600 Frs.. H. B. Duryeas Blarney(Mac Gee), 2. Balda⸗ quin, 8. Ffard II. Ferner: Charing Croß III, Pan⸗ tagruel. El Tango, Dogwood. 43:10; 17, 13:10.— Omuium de Deux Aus. 50 000 Frs. 1. E. Blanes /Nonſſe de Mer(G. Stern), 2. Le Corſatre, 3. Cange. 35.107 18, 81, 29:10.— Prix Champaubert. 6000 Frs. 1. A. Kraffts La Mi Careme(Garner), 2. Souk, 3. Fauche le⸗Vent. 171:10; 25, 15, 19:10. Ruderſport. Manuuheimer Regatta⸗Verein. Am Sonntag den 14. September, nachmittags 4 Uhr, findet auf dem Neckar das Herbſtrudern ſtatt. Start bei der Holsſtraße. Ziel: unterhalb des Bootshauſes der Maunheimer Ruder⸗Geſellſchaft. Bahnlänge: etwa 2000 Meter. Neckarpokal: Einer. Wander⸗ preis geſtiftet von Freunden des Ruderſports nebſt einem filbernen Ehrenzeichen für den Sieger. Offen für alle Verbandsvereine im Stromgebtiet des Rheines, von der Neckarmündung an auſwärts. Steger fitr 1912 Herr Friedr. Graf, Heidelberger Ruderklub. Eiunſatz 1 4 Eventuelle Vorrennen fin⸗ den vormittaas 10 Ußr ſtatt. Maßgebend für dieſes Rennen ſind die A. W. B. des Deutſchen Ruder⸗ Verbandes. Die Numerterung der Sartplätze er⸗ folgt vom rechten Neckar⸗Ufer aus; ein Start auf offener Strecke iſt unzuläſſig. Die Meldungen und Nennungen ſind unter Beifügung der Einfätze an Herrn F. L. Schumacher, WMaunheim, Poſt⸗ fach, zu richten. Melde⸗ und Nennungsſchluß: Frei⸗ tag den 29. Auguſt 1913, abends 6 Uhr. Oeffnung der Meldungen und Startverloſung Freitag, den 29. Anguſt, abends 9 Uhr. Lokal: Café Francaiſe. Raſenſpiele. J M. Fußballreſultate. Übungsſpiel der Städte⸗ mäannſchaft Mannheim gegen Mannſchaft A⸗Klaſſe Mannheim:2. Nachtrag zum lokalen Teil. * Patriotiſches Konzert im Friedrichspark. Der geſtrige herrliche Sonntag mit ſeiner endlich ein⸗ mal ſommerlichen Temperatur brachte dem Abend⸗ konzert im Friedrichspark einen Maſſenbeſuch, der der ſtets auf Abwechslung bedachten Parkver⸗ waltung und dem rührigen Reſtaurateur, Herrn Defner, wohl zu gönnen war, denn die ver⸗ floſſenen Kälbe⸗ und Regentage haben einen ziem⸗ lichen Einnahmeausfall verurſacht. Alle nur ver⸗ fügbaren Sitzgelegenheiten wurden mit Beſchlag belegt. Im Saale iſt ſicher kein Stuhl mehr auf⸗ zutreiben geweſen. Neben dem Genuß, den der Aufenthalt in den herrlichen Parkanlagen immer bietet, übte die Hauptanziehungskraft das bekannte Schlachtenpotpourri von Saro aus, das von der geſamten Grenadierkapelle unter Mitwirkung eines Tambour⸗ und Horniſtenkorps mit der ge⸗ wohnten Akkurateſſe wiedergegeben wurde. Das Publikum lauſchte den patriotiſchen Klängen, die ſo eindringlich die Erinnerung an eine längſt hinter uns liegende kriegeriſche Zeit zu wecken wiſſen, mit großer Aufmerkſamkeit. Sehr wirkungs⸗ voll war wieder die Darſtellung der Schlacht mit dem betäubenden Lärm des Geſchütz⸗ und Ge⸗ wehrfeuers, der Trommel⸗ und Hornſignale und den anfeuernden Marſchweſſen der Kapelle. Als die herrlichen Klänge des Zapfenſtreichs und des Gebets und die Akkorde des Nationalliedes„Heil Ddir im Siegerkranz“ das Tongemälde abſchloſſen, da erſtrahlten plötzlich die Anlagen feenhaft in toter und grüner Beleuchtung. Herr Muſikmei⸗ ſter Heiſig hatte die erſten zwei Teile des Pro⸗ gramms mit Nummern bedacht, die den patrioti⸗ ſchen Charakter des Abends gut betonten. Hof⸗ fentlich leuchtet den Veranſtaltungen, die das Sommerprogramm des Friedrichsparks noch bringt, der gleiche günſtige Stern, wie der geſtrigen. Don Jag zu Tag — Zwei Arbeiter vom Zug totgefahren. Zuffen⸗ auſen, 28. Juli. In der Nähe des Bahnſteigs r Hördiſtraße wurden heute nachmittag durch Schnellzug 53 3 wei Bahnarbeiter die auf den Gleiſen arbeiteten, überfahren und vollſtändig zer⸗ ſtütcke t. Als eine Gruppe von 5 Stkreckenarbeitern zwiſchen hier und Kornweſt⸗ heim mit Gleisarbeiten beſchäftigt war, wollten ſie einem in der Richtung nach Kornweſtheim fahrenden Güterzug ausweichen und betraten das daneben⸗ K war, als das dort befindliche Ihre Aufmerkſamkeit zuge⸗ Rücken befindliche Signal „Freie Fahrt“ anzeigte u Kornweſtheim kommende S im letzten Augenblick wur Gefahr aufmerkſam und ſpr tehend Leonberg. Beide ſind verheiratet und hinterlaſſen große Familien, der eine eine Witwe und 4, der andere eine Witwe und 7 Kinder. An der gleichen Stelle iſt vor etwa„ Jahr ein ähuliches uglück während eines Schneegeſtöbers paſſiert. Damals wurde ein Arbeiter tot gefahren, ein anderer verletzt. Die badiſchen Tandtags⸗ wahlen. Ein weiterer Bruch des Kleinblockabkommens? Im Mittagsblatt haben wir eine Nachricht der„Frankf. Itg.“ wiedergegeben, nach der eine ſehr ſtark beſuchte Vertrauensmännerverſamm⸗ lung des 46. Landtagswahlkreiſes einſtimmig Profeſſor Dr. Thoma als vollsparteilichen Kan⸗ didaten aufgeſtellt habe, Die Nachricht wird durch ein Privattelegramm der„Neuen Bab. Landesztg.“ beſtätigt, in dem ſich noch folgender Satz findet:„Die Kandidakur wurde nach dem Blockabkommen von der Nationalliberalen Par tei unterſtützt.“ Nach dem Blockabkommen, das wir im Mittagsblatt vom vorigen Miktwoch veröffentlicht haben, gehört der 46. Wahlkreis zu den Wahlkreiſen, in denen die nationalliberale Partei Kandidaten aufſtellt, die ſchon im erſten Wahlgang von der Fortſchrittlichen Volkspartei zu unterſtützen ſind. Die Aufſtellung eines volksparteilichen Kandidaten in die⸗ ſem Wahlkreiſe wie die oben wiedergegebene Be⸗ merkung der„Neuen Bad. Landesztg.“ bedürfen alſo dringend der Aufklärung. Es handelt ſich hier um die Eigenmächtigkeit einer örtlichen Organiſation, die aufs tiefſte zu be⸗ dauern und zu verurteilen iſt, genau ſo wie die Durchbrechung des Blockabkommens ſeitens der Raſtatter Nationalliberalen. Das Klein⸗ blockabkommen iſt geſchloſſen und die Wahlkeeis⸗ organiſationen ſind zu Disziplin verpflichtet, wenn ſie nicht die Geſamtintereſſen des Libera⸗ lismus aufs ſchwerſte ſchädigen wollen. Wie in Raſtatt die nationalliberale Parteileitung, ſo wird in Ettlingen die Leitung der Fortſchritt⸗ lichen Volkspartei nach dem Rechten zu ſehen haben, und wir hoffen, daß es in beiden Wahl⸗ kreiſen gelingen wird die Durchbrechung des Ab⸗ kommens ſeitens der örtlichen Organiſationen wieder rückgängig zu machen. Im weiteren aber ſollten die Parteileitungen der beiden liberalen Parteien nunmehr alles aufbieten, daß ſich die Fälle von Raſtatt und Ettlingen nicht in andern Wahlkreiſen wiederholen. Es iſt immer wieder zu betonen, daß mit ſolcher unverantwortlichen Disziplinloſigkeit nur Arbeit für das Zentrum geleiſtet wird. Zu der Ettlinger Angelegenheit erhalten wir ſoeben folgende telegraphiſche Meldung: Karlsruhe, 28. Juli. Die„Bad, Natl. Correſp.“ teilt parteiamtlich mit: „Nach Blättermeldungen wurde geſtern in einer Vertrauensmännerverſammlung der Fort⸗ ſchrittlichen Volkspartei in Ettlingen Prof. Dr. Thoma als Kandidat für den 46. Landtags⸗ wahlkreis aufgeſtellt. Nach dem zwiſchen der Nationalliberalen Partei und der Fortſchrittlichen Volkspartei ge⸗ troffenen Abkommen hat in dieſem Wahlklreiſe die Nationalliberale Partei den Kandidaten zu ſtellen, der ſchon im erſten Wahlgange von der Fortſchrittlichen Volkspar⸗ tei zu unterſtützen iſt. Alſo widerſpricht dieſe Aufſtellung den Beſtimmungen des Abkommens. Man wird nun den wei⸗ teren Schritten der Leitung der Fortſchrittlichen Volkspartei entgegenſehen.“ Lehle Nachrichten und Telegramme. W. Heidelberg, 28. Juli. Der bisherige erſte Bürgermeiſter der Stadt, Profeſſor Dr. Walz wurde heute mit 85 Stimmen auf weitere 9. Jahre wiederaewählt. 8 W. Karlsruhe 28. Juli. Der Großherzog hat dem Staatsanzeiger zufolge den Profeſſor an der Univerſität in Heidelberg, Geh. Hofrat Dr. Joh. Hoop zum Geheimrat II. Klaſſe ernannt * Sasbach b. Achern(Baßd.), 28. Juli. Das Befinden des Prälaten Dr. Lender hat ſich zugenammen. Nach Anſicht der Aerzte dürfte oder in der kummenden Nacht eintreten. W. Homburg v. d.., 28. Juli. Kommerzien⸗ rat Riedel, Direktor der Riedel⸗Akt.⸗Geſ. Berlin⸗ Biaritz, iſt heute nacht einem Herzleiden erlegen. * Stuttgart, 28. Juli. Bei dem Brande des Königlichen Provfantamtes ſind 8000 Zent⸗ ner Heu verbrannt. Das große Magazin⸗ gebäude iſt bis auf die Mauern dernichtet wor⸗ den. Ein zweites Magazin mit—10 000 Zent⸗ nern Heu und Stroh konnte mit großer Mühe gerettet werden. Das Feuer wurde im Laufe der Nacht gelöſcht. Sechs Jenerwehrleute er⸗ litten leichte Verletzungen, zwei davön mußten in das Krankenhaus gebracht werden. Von den Zeppelinen. * Frankfurt a. M. 28. Juli Das Luftſchiff „Sachſen“ wird bei günſtiger Witterung am 1. Auguſt eine Fernfahrt von Leipzig nach Hamburg unternehmen. An demſelben Tage wird das Luftſchiff Hanſa“ von Hamburg nach Leipzig fliegen.— Das Luftſchiff„Victoria Luiſe“, das zur Zeit wieder in Frankfurt ſta⸗ tioniert iſt, unternimmt bei günſtiger Witterung täglich Paſſagierfahrten. Die Regelung des Luftverkehrs zwiſchen Deutſchland und Frankreich. Berlin, 28. Juli(Von unſ. Berl. Bur.) Der„Matin“ veröffentlicht, wie aus Paris gemeldet wird, heute Einzelheiten aus dem kommen über die Regelun weiter verſchlimmert und der Kräfteverfall hat die Kataſtrophe im Laufe des heutigen Abends fehlt ihnen an Proviant und ſie werden an der Ab⸗t zwiſchen Deutſchland und Frankreich, worüber geſtern bekanntlich die amtlichen Noten zwiſchen Herrn v. Jagow und dem franzöſiſchen Botſchaf⸗ ter ausgetauſcht wurden. Die Vereinbarung be⸗ zweckt Vorfälle, wie die von Luneville zu ver⸗ meiden und die Aufgaben der Behörden näher zu präziſieren. Die Flugapparate haben das Recht über die Territorien beider Länder zu ver⸗ fügen. Die Paſſagiere müſſen jedoch im Beſitze von Papieren ſein, welche ihre Identität und Nationalität ausweiſen. Die Piloten müſſen außerdem imſtande ſein, ihre Eigenſchaft als Piloten zu beweiſen. Beide Regierungen haben das Recht, dem Luftverkehr über ihren T hr genſt im Intereſſe der Sicherheit Staates zu unter⸗ ſagen. Doch müſſen dieſe Beſchränkungen gegen⸗ ſeitig mitgeteilt werden. Den Militärluftſchiffern iſt es unterſagt, die Grenze ohne Erlaubnis der Regierungen zu überfliegen. Wird aber ein Luftſchiff durch höhere Gewalt über die Grenze getrieben, ſo muß es ſofort landen und der Xiß enthalt darf ihm nicht verweigert werden. Die Militärbehörden der nächſten Garniſonen müſſen unterſuchen, ob der Pilot eines Militärluftſchif⸗ fes die Erlaubnis ſeines Landes beſitzt, oder ob er infolge höherer Gewalt auf fremdes Terri⸗ torium getrieben worden iſt. In dieſem Falle üſſen die Lutſchiffe ſofort freigelaſſen werden. Dieſe Konvention ſoll zwiſchen den beiden Ländern in Kraft bleiben, bis eine internativ⸗ nale Regelung des Luftverkehrs eingetreten iſt. Eine blutige antimilitgriſtiſche Kunbgebung. Berlin, 28. Juli.(Von unſ. Berl. Bur.) Zu einer folgenſchweren antimilitariſtiſchen Kundgebung kam es, wie aus Paris gemeldet wird, geſtern nachmittag in Aixren Provence. Der Abg. Lefevre, welcher ſich in den Debatten um das dreijährige Dienſtgeſetz durch mehrere große Reden bemerkbar gemacht hatte und der energiſch für die Einführung des dreijährigen Dienſtes eingetreten war, hielt geſtern eine Wahlrede für die bevorſtehenden Generalrats⸗ wahlen. Sofort erfüllten Rufe den Saal: Nieder mit den drei Jahren! Nieder mit der Armee! Eine Menge Leute ſtürzten ſich auf den Abgeordneten 311. f̃ des 9 1 * Es wurden ihm Steine auf den Kopf ge⸗ worfen und ein Mann ſchlug ihm mit einem ſchweren Stein auf den Kopf. Blutüberſtrömt wurde Lefevre von ſeinen Freunden aus dem Saale geführt. Seine Verwundungen ſind übri⸗ gens nicht gefährlich. Bun Kabylen ermordet. * Ceuta, W. Juli.(Priv.⸗Tel.) Auf dem Wege zwiſchen Ceuta und Tetuan haben Ka⸗ bylen den Wagen angegriffen, in welchem ſich der Sekretär für die öffentlichen Arbeiten bei der Generalreſidenz Emilio Gutierrez, ſeine Gattin, drei Kinder in jugendlichem Alter und ſein Schwager Manzano, zwei Bediente und der Kutſcher befanden. Die Kabylen eröffneten das Feuer, verwundeten den Kutſcher lebeusge⸗ fährlich, töteten Gutierrez, Manzano, ein Kind und einen Diener. Frau Gutierrez und ein drei⸗ jähriges Kind wurden ſchwer verletzt. Vor einer im Galopp herannahenden Kavallerieabteilung haben dann die Kabylen die Flucht ergriffen. Eine Militärrevolte in Liſſabon. W. Madrid, 28. Juli. Die Blätter verzeich⸗ nen das Gerücht in Liſſabon hötte in der Nacht vom Samstag auf Sonntag eine Militärrevolte ſtattgefunden. Die Kämpfe hätten den ganzen Sonntag über angedauert. Die Streikbewegung in Südafrika. Johannisburg, 28. Juli.(Reuter) Auf einer neuerlichen Gewerkſchaftsſitzung des Gewerkſchaftsverbandes, die geſtern abend tagte, wurde beſchloſſen, der Regierung von neuem die Forderungen en bloe zu überreichen. Die Re⸗ gierung trifft Vorbereitungen für alle Fälle. Die Vereinigten Staaten und Mexiko. W. Waſhington, 28. Juli. Da die Sicher⸗ heit der amerikaniſchen Untertanen in Mexilo bedroht iſt, erhebt die amerikaniſche Regierung bei der mexikaniſchen Regierung energiſche Vor⸗ ſtellung. Die Kriſe in Ching. *Schanghai, 28. Juli. Meldung des Reuterſchen Bureaus: Die Munizipalpolizei ent⸗ waffnete geſtern 300 aufſtändiſche Solbaten. Marineſoldaten der verſchiedenen Nationen be⸗ wachen die Fremdenguartiere. * London, 27 Juli(Reuter) Die Forts von Hukau an der Mündung des Hoangtſe auf die die Operationen der Rebellen von Kiangſi gerichtet waren, ſind von den Regie⸗ rungstruppen eingenommen worden. Dieſer Er⸗ folg iſt durch den Eingriff der Flotte erreicht worden und brach der Bewegung in Kiangſt das Rückgrat und wird die Truppen und die Kanonenboote für die Offenſive weiter unterhalb des Fluſſes und für einen Angriff auf die Nach⸗ hut der Nankinger Armee frei machen. Nanking, 27. Juli. Bei Beginn der Erhebung drangen die Südchineſen mit Ge⸗ ſchützen auf der Bahnlinie Tientſin⸗Pukgu vor, in der ſicheren Erwartung, daß der General Tſchanghſun ſich ihnen anſchließen oder doch wenigſtens neutral bleiben werde. Sein uner⸗ warteter Widerſtand brachte ihren Vormiarſch Wahl als über den Hwei zurückzukehren. Es Brücke die Regierungstruppen bedrohen, als Chefarzt der ſchon in der erſten Phaſe d Krankenhaus Der mazedoniſche Arieg. Die Müchte und die Pforte. 85 m. Köln, 28. Juli.(Priv.⸗Tel.) Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Berlin: In einer Konſtan⸗ tinopeler Preſſemeldung wird das Gerücht aus Kreiſen der Pforte verzeichnet, die Botſchafter Rußlands, Englands, Italiens und Oeſter reich⸗ Ungarns hätten Weiſungen für einen gemein⸗ ſamen Schritt bei der Pforte bereits erhalten, die Votſchafter Deutſchlands und Frankreichs noch nicht. Dieſes Gerücht iſt irreführend. Zur Zeit hat noch keiner der Botſchafter in Konſtan⸗ tinoyel die erforderlichen Wefſungen für die ge⸗ plante gemeinſame Mitteilung der Mächte an die Pforte. Denn der Wortlaut dieſer Mittei⸗ lung wird erſt mörgen in der Botſchafterver⸗ ſammlung in London feſtgeſtellt und dann er gehen an die Vertreter der Mächte in Konſtan tinopel die entſprechenden Weiſungen. 1 Die Mitteilung wird vorausſichtlich gleichlau⸗ tend ſein für jede Großmacht, aber von fedem Botſchafter einzeln abgegeben werden. Auch Rußlanzd beteiligt ſich an dieſemSchritt. Man würde aber in Konſtantinopel gut tun, darauf zu achten daß Rußland für den Fall der Er⸗ gebnislaſigkeit des diplomatiſchen Schrittes anderen Maßregeln greifen könn und dafür die Zuſtimmung der Großmächte zu erlangen ſucht. 5 Die diplomatiſche Mitteilung der Großmüchte iſt geeignet, der Türkei die Möglichkeit zu Verhanblungen zu bieten, in deren Ve lauf auch türkiſche Wünſche Berückſichtigung fin⸗ den känne. Die Pforte ſollte ſich die Benutzung des Schrittes nicht ſelbſt ſperren. Es beſtätigt ſich, daß Rumänien an die Mächte die Aufforberung gerichtet hat, möglichſt bald ein Zurückgehen ber Türken auf die Grenzlinie Midbia⸗Enas herbeizuführen. Bukgreſter Friedenskonferenz wird durch türkiſchen Anſprüche auf Adrianopel ſicherlich hohem Maße erſchwert und die Türkei hat damit zu rechnen, daß der Verſuch einer erneuten Feſt⸗ ſetzung in Adrianopel ihr neben dem Einſpruch der Mächte die Gegnerſchaft aller Balkanſtanten zuziehen wird. Kämpfe zwiſchen Bulgaren und Türken * Sofia, 28. Juli. Meldung der Agenre Bulgare: Bei dem Dorf Urumbegli(Bezirk Kizilagatſch) hat ein Gefecht mit Baſchibozuks Und türkiſchen Kavalleriepatrpuillen ſtattgefun den. Der Bürgermeiſter des Dorfes wurde ge tötet. Im Dorfe Gerdeme ſowie in andere Ortſchaften haben die türkiſchen Soldaten Viel fortgeſchleppt. Das Dorf Devlceteköj iſt von den Soldaten in Brand geſteckt worden. Bulgarten wünſcht möglichſt raſchen Friedeusſchluß. wW. Bukareſt, 28. Juli. Aus Krei gariſcher Delegferter wird die Auffaſſun⸗ breitet, Bulgarien ſei entſchloſſen, alles für möglichſt raſche Beendigung der Beratung Bukareſt zu tun, deren Ergebnis nach bulg ſcher Auſicht der Genehmigung Europas bed um rechtskräftig zu werden, Ein ſerbiſches Dement. W. Belgrad, 28. Juli. Das ſerbiſche Preſſe bureau iſt ermächtigt, zu erklären, daß di der Auslandspreſſe verbreitete Meldung, nach der bulgariſche Miniſterpräſident erklär habe, daß ein ſerbiſches Regiment bei Böfſi, lingrad aufgerieben worden ſei, falſch iſt. In den letzten Tagen hat bei dieſer Stadt kein Kampf ſtattgefunden. 55 Die Fortſetzung der Kümpfe. Belgrad, W. Juli.(Preßbureau Tagesanbruch griffen die Bulgaren die ſerbi⸗ ſchen Stellungen bei Tzrvenig rad in de Nähe von Egri⸗Palanka an, dort. früher die ſerbiſch⸗türkiſche und die bi Grenze zuſammenſtießen. Der Angriff ſofort energiſch zurückgewieſen. Die ſe iſch Urppen verblieben in ihren Stellungen. N. dem der Feind vertrieben worden wa⸗ ein anderer ähnlicher Angriff der Bulgaren bef Vlaſſina ebenfalls zurückgeſchlagen. An alle übrigen Punkten herrſcht Ruhe. 5 Die Choleran. W. Budapeſt, 28. Jult. In Tenr ſeige der Nähe der ſerbiſchen Grenze wurde ein lerafall feſtgeſtellt. Die ſtrengſten Vorſichtsm regeln ſind getroffen worden. * Sofia, 28. Juli. Der Miniſterra einen Kredit von Fres. 250 000 für, di ſtützung der Flüchtlinge mit dem Nötigſten ie Berlin, 28. Juli. Am 25. Jul! ſind gleichzeitig mit einer von der P Reuß zuſammengeſtellten Expedition für gariſche Verwundete und Kranke, zu der u. Balkankrieges in Sofia tätig geweſene Kohl⸗Berlin gehört, ein Bakteriologe Profe Dr. von Drigalsli⸗Halle, zwei Schweſtern und ein Krankenpfleger auf Veranlaſſung des deut⸗ ſchen Roten Kreuzes nach Belgrad abgereiſt. Ein weiterer Bakteriologe Dr. Meier vom In ſtitut für Jufektionskrankheiten in Berlin sol ihnen heute ebenfalls auf Veranlaſſung deutſchen Roten Kreuzes, aber auf Koſter ſerbiſchen Regierung nach. Am gleichen T reiſen nach Sofia vier Aerzte, Stabsarzt 2 1 durch die Provinz Anoi vorrücken daß ſie ſich wied Nanki 6. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendblatt). Montag, den 28. Juli 1913. Aus dem Großherzogtum. Schwetzingen, 28. Juli. Heute früh gegen halb 6 Uhr wurde ein Hausbeſitzer in der Bismarckſtraße in Schwetzingen durch ein kläg⸗ liches Wimmern auf ein Verbrechen aufmerkſam gemacht. Beim näheren Nachforſchen und beim Emporheben des Deckels der Abortgrube fand ſich ein neugeborenes, noch lebendes Kind in dieſer Grube vor. Sofort wurde die Gendarmerie und der Gr. Bezirksarzt herbei⸗ und auch das Gericht nahm bald einen genſchein vor. Das Kind wurde von dem Gendarmeriewachtmeiſter aus der Abortgrube herausgezogen. Nach einer Stunde iſt es ver⸗ ſtorben. Die gerichtliche Feſtſtellung ergab, daß die in dem Hauſe wohnende 18 Jahre alte Faßbrikarbeiterin Emma Kaiſer von Waibſtadt auf dem Abort geboren hat und das Kind in die Abortgrube fallen ließ. Das Mädchen iſt ge⸗ ſtändig und will ſich in einer verzweifelten Lage befunden haben. Zunächſt wurde das Mädchen ins ſtädtiſche Krankenhaus verbracht.— Am Samstag abend wurde dem 43 Jahre alten Fa⸗ brikarbeiter Adam Sauer auf dem Felde von einem Pferde ſo unglücklich auf die Bruſt ge⸗ treten, daß er außer inneren Verletzungen noch zwei Rippenbrüche davontrug. Heidelberg, 28. Juli. Auf Vexranlaſſung des Großh. Bezirksamts wurde am Samstag vor⸗ miktag ſeitens des Vorſitzenden des Verwaltungs⸗ budes der Sparkaſſe für Landgemein⸗ deu bei der Staatsanwaltſchaft Anzeige gegen den früheren langjährigen Verwalter der Spar⸗ kaſſe für Stadt⸗ und Landgemeinden, Louis Link, wegen Urkundenfälſchung und Unter⸗ ſchlagung erſtattet. Zur Beruhigung der Spareinleger ſei, ſo ſchreibt das„Heidelb. Tgbl.“, im Voraus betont, daß Gelder der Kaſſe nicht aungegriffen wurden. Link befolgte vielmehr mei⸗ ſtens die Methode, den Spareinlegern bei der Rückzahlung von Guthaben kleinere Beträge von den Ziuſen abzuziehen, die er dann in ſeine eigene Taſche ſteckte. Es handelte ſich meiſt um zurück⸗ gehaltene Zinſeszinſen von 1 Mark an bis gegen 80 Mark. Da dieſe Unterſchlagungen aber ſeit Jahren planmäßig betrieben wurden, dürfte die Geſamtſumme an unterſchlagenen Zinsgeldern ſſehr erheblich ſein. Die Manipulationen kamen ſchließlich dadurch an das Tageslicht, daß ein Vergleich des Poſtbuches mit dem Hauptbuch, der bon einem amtlichen Reviſor des Großh. Bezirks⸗ nutes auf Veranlaſſung der Kaſſe vorgenommen wurbe, eine Reihe von Unrichtigkeiten ergab, wo⸗ Lrauf daun weitere Nachforſchungen, die jetzt nach der Euilaſſung Links erfolgten, die ſehr zahlrei⸗ chen und ſeit vielen Jahren betriebenen Betrugs⸗ mamnöver offen leate. Link wurde vor einigen Wochen in der letzten Generalverſammlung der Spargeſellſchaft ohne Penſion entlaſſen. Wie ſich jetzt herausſtellt, ſoll Link ſeit Jahren ſein gan⸗ zes Gehalt aufgeſpart und nur von un⸗ terſchlagenen Beträgen ſeinen Unterhalt beſtritten haben. Sein aufgeſpartes Vermögen ſoll ſehr erheblich ſein. Es iſt ſehr wahrſcheinlich, daß dass betrüchtliche Vermögen von Link, übrigens einem bereits über 60 Jahre alten Manne, be⸗ ſchlagnahmt wird, ſo daß die Kaſſe unter allen Umſtänden gedeckt iſt. und auch die Sparer kei⸗ den Schaden erleiden. Sportliche Nundſchau. Aviatik. Mainz, 28. Juli.(Priv.⸗Tel.) Der Goedecker⸗Flieger Schröder, der heute früh von Darmſtadt über Mannheim nach Straßburg fliegen wollte, hat dieſe Abſicht wegen Nebels am Oberrhein auf Dienstag verſchoben und hat heute früh ſtatt deſſen ſeine Feld⸗ pilotenprüfung abgelegt. Als Fahr⸗ gaſt flog der Goedecker⸗Schüler Weiß mit. * Die geſtellte Aufgabe beſtand in einem Erkun⸗ Dungsflug nach Mannheim und Worms mit vor⸗ geſchriebener Landung in Worms. Der Abflug an Darmſtadt erfolgte 6 Uhr 10. Die Landung in Worms wurde 7 Uhr 13 vorgenommen. 7 Uhr 50 erfolgte von dort der Weiterflug und 8 Uhr 18 die Landung wieder in Darmſtadt. Morgen früh wird Schröder ſeinen Flug über Mannheim, Karlsruhe und Mülhauſen nach Straßburg unternehmen. Volkswirtschaft. Verein für die Interessen der Rheinischen Braunkohlen-Industrie. Der jetzt vorliegende Bericht für 1912z be⸗ Ziffert die deutsche Braunkohlenförderung im Berichtsjahre auf 82 340 o0 t oder 8 823 Oοο t G. V. 3 970 oo t) gleich 12(5,) Prozent höher als 1911: zwei Jahre mit ähnlichem Zuwachs würde die deutsche Braunkohlenförderung auf 100 Millionen Tonnen bringen. Auch die Steinkohlenkörderung hat sich gewaltig geho- ben, und zwar um 16 350 O00 t(i. V. 7914 oο t) cleich 10,2(5,2) Prozent auf mehr als 177 Mil- Ronen Tonnen. Damit hat die gesamte deut- sche Kohlenförderung in der Förderziffer an sich die enslische eingeholt. Dabei spielt auch dlie steigende Ausfuhr eine Rolle, die aller- Aings von den großen Ausstandsbewegungen in England unterstützt wurde; die Ausfuhr be- trug einschließlich Briketts fast 40(mehr 3,3) Millionen Tonnen. Zusgleich stieg der inlän- dische Brennstoffverbrauch infolge des Auf- schwungs in der deutschen Gewerbetätigkeit in starkem Maße. Es war allerdings wie auch im Jahre vorher in der Hauptsache eine über-⸗ aus Froße Vermehrung des Absatzes, ohne daß cie Preise, namentlich die der weitetverarbei- teten Ware, entsprechen gestiegen sind. Ob⸗ wohl der Winter im Westen Deutschlands wie⸗ der unverhältnismäßig mild War, hat sich der Absatz in Braunkohlenbriketts dauernd geho- bden und war gegen den Jahresschluß hin s0 Froß, daß er nicht befriedigt werden konnte; im Frühjahr haben dabei allerdings der Aus⸗ Stand an der Ruhr und im Herbst der scharfe Wasgenmangel eine Rolle gespielt. Die Braunkohlenförderung im Oberbergamtsbezirk Bonn einschließlich des Westerwaldes betrug 1912 nach der Reichs- statistik 17 611 ooο t oder 2 647 ooο t gleich 17, 14,4 Prozent mehr als im Voriahr. Die Ver⸗ einsstatistik umfaßt gegen das Vorjiahr zwei neue Werke mehr; die Förderung an Roh- kohle betrug 16 728 ooo oder 2 502 œo t gleich 18,3(12,2) Prozent mehr. Davon wurden 10 363 Oo00 t gleich 61,0 Prozent zu Briketts ver- arbeitet. An Rohkohle sind einschließlich der eigenen Nebenbetriebe 1 338 Ooο t oder 204 o00 Tonnen mehr als im Vorjahr abgesetzt worden; davon gingen über Land oder an dritte Be- triebe auf der Grube 507 oo0(365 o) t. Die Herstellung von Braunkohlen- briketts stieg in Deutschland auf 19 o88 ooo (16 837 O0ο) t oder um 13,2(11,3) Prozent gegen das Vorjahr. Noch stärker war die Zunahme im Oberbergamtsbezirk Bonn, dessen Gesamt- erzeugung auf 5 O23 oo angelangt ist, d. i. 18,4 (16,6) Prozent mehr als 1911. Sein Anteil an der deutschen Gesamterzeugung ist damit auf 26, Prozent gestiegen. Die Ausfuhr von Braunkohlenbriketts hat sich 1912 um 40 o t auf 585 OOoO t gehoben, und zwar verteilt sich die Zunahme ziemlich gleichmäßig auf sämt- liche Absatzgebiete. Der Versand auf dem Rhein, in der Hauptsache nach den oberrheini- schen Plätzen, stieg auf 450 oo0 t(330 O00), und seit Juni würde monatlich die Ziffer von 4o ooost nicht mehr unterschritten. Bei den Werken des Braunkohlen-Brikett-Verkaufs- vereins betrug die Gesamterzeugung 4 574 ooο t oder 61Zz Oo t gleich 15,4(13,3) Prozent mehr als im Vorjahr und der Absatz 4 675 ooο t oder 672 o0t gleich 16,8(13,6) Prozent mehr. Der Absatz hat also die Erzeugung um stark 100000 Tonnen überschritten und die Vorräte Waren infolgedessen am Jahresschluß beträchtlich zu- rückgegangen. Die Preise blieben unverändert. Der Absatz von Braunkohlenbriketts zum Verbrauch in der Industrie nimmt andauernd zu; er hat 1912 ungefähr 1 Millionen Tonnen betragen und sein Anteil am Gesamtabsatz wird bald das Verhäaltnis von 40 zu 60 Prozent dem Hausbrand gegenüber erreicht haben. Die Arbeiterverhältnisse waren im Berichtsjahre stetig; das Angebot von Leu- ten im ganzen war etwas geringer, und an ge⸗ lernten Arbeitern bestand immer noch Mangel. Die steigende Bewegung in den Löhnen hat sich fortgesetzt und ein etwas rascheres Zeit- maß angenommen. Nach der eigenen Statistik des Vereins, die indes nicht sämtliche Gruben umfaßt, betrug, betrug der Durchschnittslohn für sämtliche Eeute im Jahr 1912.15 M.(i. V. 4,058 und 1910 3,98.) Die Arbeiterzahl der Vereinsgruben stellte sich im Jahresdurch- schnitt auf 9305(i. V. 8355 und 1910 8810); sie hat also dlie frühere Höchstziffer von 8990 Mann im Jahr lgog jetzt überschritten. Dabei betrug damals die Förderung 12 064 œo t, im Berichtsjahre aber 16 728 œo t. Hierbei zeigt sich am dleutlichsten die Wirkung des Fort- schritts der maschinellen Kohlengewinnung. Die Gesamtlohnsumme betrug 11 701 o M.(i. V. 10 258 00 M. und 1910 10 197 00.) — n. Mannheimer Produktenbörse. Die am Samstag von den amerikanischen Börsen ge- kabelten höheren Kurse und festen Pendenz- berichte vermochten auf den Verkehr des hie- sigen Marktes kei nenEinfluß auszuüben. Bei uns war die Tendenz, bei kleinem Geschäft, ruhiger, da die günstigen Witterungsberichte, die, billigeren Angebote von den Auslands- märkten und das reichhaltigere Angebot zur Zurückhaltung Anlaß gaben. Die Notierungen im hiesigen offiziellen Kursblatt wurden für Futtergetreide um o,5 M per loo kg bahn- frei Mannheim ermäßigt, während die Preise für Brotgetreide ein Aenderung nicht érfuhren. Vom Ausland werden angeboten die Tonne gegen Kasse olf Rotterdam: Welzen Laplata-Bahla-Blanoa oder Barletta-Russo 70 Kg. per prompt N. 168.50—169.—, dito ungarische Aussaat 79 Kg. per prompt M. 000.000.06, alto ungerlsohe Santa Fe 80 Kg. per Febr.-März H. 000.-000.—, dito biauspitzig 78 Kg., per Jan.-Febr, zu M. 000.00—000.—, Kansas li per lull-Aug. N. 162.—.—162.50, Bedwinter per Jull-August M. 157.——157.50, MHanltoba Mr. 2 b. prompt M. 000.—-000.00, dito Mr. 3 per prompi N. 600.——000.00, Ulka 9 Pud 20-25 prompt M. 162.——162.50, Ulka g Pud 30-35 prompt N. 165.—165.50, AzIma 9 Pud 80-35 schwimm. N. 168.——169.50, Bumänler 78-79 Kg. 3% dlaufrel fag. per Aug.- Sept. M. 000.00—000.—, Rum änler 9980 Kg. 3% dblaufrel—.—, alto per prompt N. 000.00—000.—, Morddeutsoher 76/77 Kg. wWie- gend p. Aug.-Sept. Verschiffung M. 155.——155.50. Roggen, südrussisoh., 9 Pud 10-/15 Aug.-Sept. M. 125.—.—125.50, dito 9 Pud 15-20 Aug.-Sept. N. 127.50—128.50, dito 9 Pud 20-25 p. N. 129.50—130.—, norddeutsch. 7/2 Kg. p. Aug.-Sept. MH. 127.——127.50. Gerste russ. 58-59 Kg. per prompt N. 120.50—121.—, alto 58-59 Kg. per Aug.-Sept. H. 119.——119.50, rumän. 59-50 85 N 00.00 000.—, Donau 60/61 Kg. per prompt M.— 8 000.00. Mals,La Plata, gelb rye terms sochwimmend f. 108.109.50, M. 108.——.108.50. Donau Galate Foxnanlen prompt . 114.—114.50, Odessa per prompt M. 000.00—000, Movorissik p. prompt N. 050— 000 b0. Mixed per prompt H. 000.00—000.—. Halfer, Petersburger, 48-47 12 per prompt R. 121.—121.50, dfto 47-48 Kg. 1 5 Junl H. 122.——122.50, Donau 45-47 Kg., per Movemb...—009.—, dito 50-51 Kg. per Junl H. 000.— 000.— Amerlkaner— 7 wolss 38 Pid. per Mal-zunl 000.——000.00 La Plata 46-47 Kg. p. prompt H. 120.——120.50. Der Kurs für Bareinzahlungen auf Aproz. Buchschulden des badisch. Staatsschuldbuches beträgt bis auf weiteres 97,0 M. für 100 M. Buchschuld. Bank für Thüringen vormals B. M. Strupp .-G. in Meiningen. Die Bilanz schließt für 1912·•13. ohne Vortrag mit M. 1 052 258(i. V. M. 1 048 080) Gewinn ab. Es werden wieder M. 50 000 auf Gebäude und M. 13 013 auf Mo- bilien(i. V. M. 18 o00 auf Filialerwerbskonto) abgeschrieben und wieder M. 20 000 für Talon- steuer zurückgestellt. Ferner erhalten die Re- serve und Spezialreserve je M. 48 462(48 O04). Die Dividende wird mit 8 Prozent(W. i. .) beantragt bei M. 177 418(140 542) Vortrag. Der am 15. August d. Is. stattfindenden Ge- neralyversammlung soll die Erhöhung des Aktienkapitals um M. 5 auf 15 Mill. vorge⸗ schlagen werden. Die jungen Aktien erhalten Dividendenberechtigung für 1913=14. Deutsche Verkaufsstelle für gewalzte und gepreßte Bleifabrikate. Infolge der gestiegenen Rohhbleipreise hat die Verkaufspreise eine Er- höhung ihrer Notierungen eintreten lassen, und so stellen sich diese von jetzt ab für sämt- liche Gebiete um 2 Mark für 100 kg höher. Steigerung der Papierpreise. Die Nach- frage nach Papierhölzern ist so dringlich ge- worden, daß neuerdings wieder die Preise für Fichtenschleifhölzer aus Rußland für die Zel- lulosefabriken erhöht worden sind, sodaß jetzt M. 16,70—16,88s gegen M. 12,50—12.60 im Vor- jahr für Holz aus Rußland von den Zellulose- und Papierfabriken angelegt werden müssen; dabei ist das Angebot weiterhin sehr knapp, sodaß sowohl sachsische wie mittel- und nord- deutsche Papierfabriken den süddeutschen Pa- pierholzmarkt in erhöhtem Maße in Anspruch nehmen, wWas gleichfalls zu einer Steigerung der Preise um rund 2 M. per Festmeter in jüngster Zeit geführt hat. Die Skodawerke nehmen für die nächste Zeit eine Kapitalsvermehrung um 5 Mill. Kr. in Aussicht. Der Geschäftsgang wird als Zu- friedenstellend bezeichnet. Preise für Messingdrähte. Nach längerm Piefstand sind infolge der aufstrebenden Roh- kupferpreise auch die Preise für Messingdrähte gestiegen. Im freien Wettbewerb ist der Grund- preis auf 132—134 M für 100 kg angekommen. Damit stellen sich die Festpreise für runde Messingdrähte in Stärken bis 1,4 mm auf 137 bis 1390 M. Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahl- fabrikation in Bochum. Der in der Aufsichts- ratssitzung des Bochumer Vereins vorgelegte Rechnungsabschluß für das am 30. Juni be- endete Geschäftsjahr ergibt einen Rohgewinn von rund 8 900 oo M. gegen 6795 287 M. im Vorjahr. Nach Abzug von rund 2 500 ooo M. (i. V. 1 882 228.) Abschreibungen verbleibt ein Reingewinn von rund 6 400 000(4 913 088) Mark. Der Verwaltungsrat beschloß, nach der üblichen Ueberweisung an den Pensionsbestand (i. V. 50 ooo.) und nach einer Rückstellung von 500 oo M. für den Wehrbeitrag und für Talonsteuer 14 Prozent Dividende(W. i..) auf das erhöhte Aktienkapital vorzuschlagen. Bei Bewertung dieser Abschlußziffern muß man sich zunachst vor Augen halten, daß der Bochumer Verein im vergangenen Geschafts- jahr sein Grundkapital um 6 ooo oo Mark auf 36 O000 Oο M. erhöht hat. Der Bochumer Ver- ein hat durch diese Kapitalerhöhung ſ10 800 o M. neuer Mittel erhalten, ungerechnet den Ge- winn, der sich aus der Veräuberung der den Aktionären nicht angebotenen 1714 50 MNM. junger Aktien ergeben hat. Während des größ- ten Teils des abgelaufenen Jahres haben die neuen Mittel in dem Betrieb des Bochumer Vereins bereits mitgearbeitet. Die starke Stei- gerung der absoluten Höhe des Ertrags gegen- über dem Vorjahr ist daher zum Teil auch auf ihre Rechnung zu setzen. Ernst Schiebs Werkzeugmaschinen-Fabrik. Das Geschäft war in dem am 30. Juni beende- ten Geschäftsjahr gut. Aller Voraussicht nach dürfte eine etwas höhere Dividende als im Vorjahr(7 Prozent i..) in Vorschlag gebracht werden. „5 Telegraphisehe Handelsberiehte. Von der Frankfurter Börſe. * Frankfurt a.., 28. Juli. aprozentige württembergiſche Staatsanleihe, unkündbar bis 1935, gelangen vom 29. ds. an zur Notierung. Lieferung per Kaſſe in Interimsſcheinen. Zinſen vom 1. Jult 1913. Steinkohlen-Bergwerk der Gewerkschaft Wil- helmine Levison in Bergheim. HFrankfur t, 28. Juli. Wie der Frkf. Ztg. geschrieben wird, ist in Schacht I bei 298 m Tiefe ein Kohlenflöz von 75 cbm Mächtigkeit feiner Kohlen durchfahren worden. Von der Reichsbank. Berlin, 28 Juli. Die Rückflüsse bei der Reichsbank haben sich in den letzten Tagen It. Frkf. Ztg. ungünstig gegen das Voriahr ge- staltet. 8 Erhöhung der Zinkblechpreise. O berhausen, 28. Juli.(Priv.-Tel.) Die Vereinigten Deutschen Zinkblechwalzwerke nahm eine sofortige Preiserhöhung um 1 NM. pro loo kg vor. Zinkblech kostet daher heute 49.50 M. für das westliche und 50 M. für das östliche Verkaufsgebiet. Alles Frachtgrumd- lage Oberhausen oder Morgenrot i. Schl. Erhöhung des Mennigpreises. r. K6Tn, 28. Juli.(Priv.-Telegr.) Infolge der gestiegenen Bleipreise hat die Kölner Men- nig- und Glättekonvention ihre Preise um ,50 Mark pro 100 kg. erhöht, sodaß Mennig heute 40,50 M. unr Glätte 50,50 M. die 100 kg franko Köln kostet. Preisermäßigung für Schweißeisen. r. Dortmund. 28. Juli.(Priv.-Tel.) Die rheinisch-westfalische Schweißeisenvereinigung beschloß eine sofortige Preisermäßigung um 5 Mark pro Tonne für Lieferungen im vierten Quartal 1913. Eduard Lingel, Schuhfabrik.-G. in Erfurt. W. Berlin, 28. Juli. Der Abschluß für das mit dem 30. Juni d. J. abgelaufene Geschäfts- jahr ergibt nach M. 173 240 Abschreibungen (i. V. M. 171 87t) einen Reingewinn von Mark 726 350(951 177). Der Generalversammlung soll die Verteilung einer Dividende von 12(10) Prozent auf das erhöhte Aktienkapital vorge- schlagen werden. Nürnuberg, 28. Juli. Die heutigé Gläu-⸗ bigerversammlung der Julius Christian Braun- Premier-Werke.-G. beschloß der Frkf tg. zufolge prinzipiell die aàußergerichtliche Lidui- dation unter einem ↄköpfigen Liquidationsaus- schuß. London, 28. Juli. Markierte Stab- und Bandeisen sind in Staffardshire, wie die Frkf. Ztg. meldet, um 10 Schilling im Preise redu- ziert worden. —— Mannheimer Effektenbörse. 28. Juli. Die heutige Börſe zeigte ruhige Haltung. ohne beſondere Veränderungen. —.— Telegraphisehe Börsenberiehte. * Fraukfurt a.., 28. Juli. Fondsbörſe. Die Berichte vom Eiſenmarkt lauten wenig günſtig, beſonders zeigten die heimiſchen Berichte im in⸗ ländiſchen Geſchäft trotz der im Großen und Ganzen nicht unbefriedigenden Abſchlußtätigkeit eine weitere Preisabſchwächung. Angenehm berührte es, daß end⸗ lich eine feſtere Tendenz am belgiſchen Eiſenmarkt eingetreten iſt. Die Ausfuhrpreiſe für Stabeiſen kounten erhöht werden. Infolge von Deckungskäufen zeigte ſich bei Eröffnung lebhafteres Geſchäft in Montanpapieren. Unter der Führung von Phönix Bergbau, welche bis 250 gehandelt wurden, konnten auch die übrigen Papiere ſich mäßig erhöhen. Deutſch⸗ Luxemburger, Gelſenkirchen und Harpener ſtanden in Nachfrage. Die Balkanmeldungen laſſen auch heute Kurſe einen Ausblick für eine Klärung der Lage völlig ver⸗ miſſen, immerhin faßt man die politiſchen Verhäll⸗ niſſe etwas beſſer auf. Von den auswärtigen Börſen gingen kaum Anregungen aus. Die Spekulation be⸗ 5 ſchäftigte ſich mit der Feſtſetzung der Prolongations. fätze. Reportgeld ſtellt ſich auf 578—47 Prozent. Geld war leicht erhältlich, vermochte aber nur geringe An⸗ regung zu bringen. Am Bankenmarkt fehlt nach wie vor jegliches Animo. piere konnten ſich größtenteils behaupten. aktien ſind auf Wien etwas angeregter, Kommandit ſchwächten ſich ab. Unter den Trausport⸗ Die Kurſe der führenden Pa⸗ Kredit⸗ Diskonto werten ſind Lombarden im Anſchluß an beſſere Sa⸗ nierungsprofekte etwas lebhafter gehandelt; Staats⸗ bahn und Orientbahn konnten ſich ziemlich gut be⸗ haupten. Schiffahrtsaktien feſter bei mäßigen Um. ſätzen. Elektrizitätsaktien hielten ſich ziemlich preis, haltend, Ediſon 240½4—2418, Akkumulatoren Berlin 2½% Prozent höher. Das Geſchäft in heimiſchen An⸗ leihen war ſtill. Am Markt der Rentenwerte ſind die Umſätze ebenfalls ſehr beſcheiden. Türken und Bul⸗ garen preishaltend, Ruſſen wurden etwas reger ge⸗ handelt. Am Kaſſamarkt für Dividendenwerte iſt die Tendenz feſt. auſtalt 5 Prozent niedriger. Maſchinenfabriken be⸗ lebter, Dürkopp notierten 2/ Prozent höher. Im weiteren Verlauf beſchränkte ſich das Geſchäft aus⸗ ſchließlich auf Montanpapiere. Phönix Bergbau bis 250 b. G. Die Monatsabwicklung geht glatt von ſtatten und zeigt Deckungsbedürfnis, was Anlaß zur feſten Stimmung gab. An der Nachbörſe aber gut behauptet. Es notierten: Kredit 19478, Diskonto 18034, Dresdner 148½, Staatsbahn 149% Phönix Berg⸗ Lombarden bau 24976. Berlin, 28. Juli. 264, Bochumer 219, Fondsbörſe. ſich auch auf den neuen Verkehrsabſchnitt übertragen zu wollen. Bezüglich der Lage am Balkan erwartet die Börſe, daß die anſcheinend ſtillſchweigend ein⸗ gegangene Waffenruhe den Friedensverhandlungen förderlich ſein wird. wurde unter anderem darauf verwieſen, daß am bel⸗ giſchen Eiſenmarkt von einer leichten Erhöhung der Ausfuhrpreiſe für Stabeiſen berichtet wird und daß auch an den Metallmärkten eine geſtaltung platzzugreifen ſcheine. In börſentechniſcher Beziehung kommt noch hinzu, daß die Liquidierung ſo ziemlich durchgeführt iſt und daß die Baiſſepartei, wenn ſie ſich mit Rückſicht auf die vorerwähnten Mo⸗ mente zur Vornahme von Deckungen veranlaßt ſieht, auf einen von Material ziemlich entblößten Marlt ſtößt. Dies zeigte ſich ziemlich am Montanmarkt, wo ſchon die kräftigen Kursſteigerung gab. Die führenden Werte zogen 1 Prozent, vereinzelt bis 2 Prozent an. Hohenlohe behaupteten ihren Kurs. Die Ermäßigung der Dividende ſcheint im Kurſe bereits escomptiert zu ſein. ſtand zu behaupten. portiert wurden. Der heimiſche Bankenmarkt war nahezu vollkommen unverändert. Ruſſiſche Bank waren weiter im Kurſe geſtiegen. Auch Canada ver⸗ mochten ihren Kurs kräftiger aufzubeſſern. Beit feſterer Grundſtimmung war auch weiter das Geſchäft ſtill. Tägliches Geld 2, Prozent, Ultimogeld 5 und teilweiſe darunter. Die Seehandlung war un⸗ verändert. * Berlin, 28. Juli. Produktenbörſe. Der Produktenmarkt begann die neue Woche mit trägem Geſchäft. Fortdauernd ſchönes Wetter war für den Fortgang der Ernte ſehr förderlich. Größeres An⸗ gebot aus der Propinz ließ die Preiſe etwas her⸗ untergehen, ſo daß Brotgetreide bis verlor. Auch Hafer büßte, ein. Hintere Sichten waren im allgemeinen höher und die Tendenz zur Beſſerung war nicht zu verkennen. Mais und Rüböl träge. Das Wetter iſt ſchön und heiß. Berliner Produktenbörse. Berlin, 28. Jull. Telegramm.)(Froduktenbörse.) Prelse in Herk per 100 kg frel Berlin netto Kasse. 28. 28. 28. 2 Welzen zun—.——.—als Jull——— September 203.25 203.50 Septbr.—— Okiober—.——.——— —.———Rudöt iul—.——— foggen lun 173.25—.— Oktober 67.30 67.20 September 169.— 169.25 Dozbr.——— Oktober 169.25 169.25—— —.———1 Spirſtus 70er looo——— Hafer Jull—— 165.75 Welzenmehl 23.75 29.75 Septbr. 166.25—.— Roggenmeh 22.— 22.90 ——— Budapester Produktenhörse. Budapest, 28. Jull. Getreldemarkt.(Telegramm.) 2059 ber 8 r + Hafer Mal— all „ Okt..21.2 Mals jull.95 ruh..98 Will. 28. 26. er 50 Kg. per 50 Kg. Welz. Okt. 11.42 Will. 11.47 Will. „ Apri 11.93 112.01 Geee 70 „ Okt..02.07 Kohlraps 15.50 ruh. 15.50 rub, 5 Wetter: warm. Livernodler Produktenbörse. Llverpool, 28. Jull.(Anfangskurse.) Welz,Ri. Wlnt. rb. 28. 28. Olff.] Mals La Plat. tr. 28. 26, Olff per Okt. 2/25% 7/2¾8—½ per Sepibr. 4½1 4½1— por Dez. 7/35/6 7I1e— ber Oktbr. 5/0 50 Antwerpener Produktenbörse. Antwerpen, 28. jull 1913.(Anfang) Welzen ruhig. 28. 26.Gerste 29. per zull—— per September 15,12 18.27 per Sept. 20.30 20.37 per Dezember 15.05 15.07 per Dez. 20.22 20.37 per NMal 15.12 18,0 — Geſchäftliches. Bowlen als Erfriſchungsgeträute. Die Borh⸗ len ſpielen bei uns imSommer eine große Rolle. Die Anwendung des Waldmeiſters als Bow⸗ lenwürze geht weit bis in Mittelalter zurück. Im Jahre 1660 hat der kurfürſtliche Jacobus Theodorus Tabernaemontanus(au Bergzabern), der einige Jahre ſpäter auch die erſte wiſſenſchaftliche Abhandlung über das heute noch zu Edbeer⸗ und Pfirſichbowlen verwendete Fachinger⸗Waſſer ſchrieb, ein„Kräuterbuch herausgegeben, worin bereits unſer Waldmeiſter mit ſolgenden Worten gewürdigt wird:„Wann das Kräutleyn friſch iſt und blühet, pflegen es viele Leute in Wein zu legen und zu trinken; ſoll auch das Herz ſtärken und erfreuen.“ Verantwortlich: Für Politik: Dr. Fritz Goldenbaum; kür Kunst und Feuilleton i. V: De. Fis Goldenbaum: 8 für Lokales, Provinziales und Gerichtszeitung! Richard Schönfelder; für Volleswirtschaft und den übrigen redak. Teilſ j..: Rich. Schönfelder: für den Inseratenteil und Geschäftlichest Fritz Joos. Druck und Verlag des Dr. H. Haas'schen Buchdruckerei. G. m, Direktor I..: Julius Weber. b. K ruhig, Die im all⸗ gemeinen feſte Grundſtimmung der Vorwoche ſchien In wirtſchaftlicher Beziehnng feſtere Preis⸗ Auch Schiffahrtsaktien vermochten ihren Kurs⸗ Etwas reger wurden Hanſa ein⸗ geſetzt, wofür recht günſtige Halbfahrsziffern kol⸗ us Chemiſche Aktien abgeſchwächt, Scheide⸗ geringfügige Nachfrage Anlaß zu einer Montag, den 28. Juli 1915. ver⸗ rſen örſen n be⸗ tons⸗ Geld 2 An. 155 Mannheimer Bffekten-Börse. 7201515 Obligationen. 9 port⸗ Pfandbriefe. 4% Sd. Anil.- u. Sodafb. 102.50 0 Sa⸗ 3% Rü. Hyp.-Bank un- 4½% Bad. Anll.- u. Sodu- taats⸗ kündbbr 1902 93.80 dbz fabrik Serie B 102.40 B t bee 5 Rh. Ryp.-B. vorsoh. 330 8z 4 Br. Kleinlein, Hdlb 95.— 6 Un„ Lomm. 33.80 d Suürg. Zrauh., Sonn 102.— 8 181 i„Anlehen. 45⁹ den Orbas.Hedra 15% Frelburg l. 5. 86.— 8. rückzahlbar 102% 99.— 8 eri 2% Heluelbg.. J. 1903 37.20 6% feddernbkupferw. 8 An⸗ Karlsrufte v. J. 1807 90.90%, berrenmünſe genz 95.— 8 d die 4 Larlsruhe v. J. 1890 85.50%½ KosthGoll.-.Pap. 98.75 B Bul⸗%½% Lahr v. jahre 1902 89.50 8% Ranndeim Dampf⸗ 1 ge⸗ 4 255 Tucwigsnafen% 95— 6 1 Aen 93 75 B + fge.— B% Mannk.Lagerhaus- ſt die 35 5 35.75 8 gesellsohaft 98.— 0 heide⸗ 45 Hann odlig. 1912 94.50 8%½% Oberrh, Elektrizit.- n be. 4„ 1907 34.10b2 Werke Karlsrune—.— Im 4 5„ 1805 95.— 8 4½ Pf. Cham.- u. Ton⸗ aus. 4„ 1801 35.— 8 Werk--d. Eisenb. 101.50 8 240*1885 37 Pfälz. VNühlenwkx. 88.— 8 7 912„ 1888 2 Schue kertObligat 84.50 0 ½ Buss..-G. Zellstoff- 3¹ 5* 1895 75 8 Zur 1 1898 fabrik of bel uhig, 3535 Fernau in Liviand 97.50 f 194585, 2 1905 ½ H. Sohllinok& Cie. 98.75 8 149, Plrthas. unkb. 1908 40 2 75 0-d.—— Berg⸗ 305 Wiesloon v. J. 1905 2 8 e 5 perr Oblig. Tonw. Oftsteln A. G. 5 u all⸗ o Oderrh. kisb.-Ges. 92.— 6 55 f. Lossen, Worms—.— ſchten e 4½ Tellstoffb. Waldhof 96.75 B %½.-G. f. Sellindustr. 4½ Lollstoffabr. Wald- düet ge 103.20 6 hot 1908 96.50 0 L ½% Bad,.-G. f. Rheln- ein⸗ 2 gohlff. u. Seetransp. 98.30 8 ingen Akti hung len. bel⸗ Banken. stief g8ig Srlef geld g der Badlsche Bank 131.50 Mannh. Lagerkhaus—.— 104.— daß Piälzisohe Bank Frankonia Rülok- u zreis⸗ pfälz. Hypoth.-Bk. Hſtvers. vm. Bad. iſcher Rheln, Gredlt-Bank Rlok- u. Ritwers.—— 910— 1 Rhein, Hyp.-Bank Fr. Transp.-Unf. u. ns Süddeutsche Bank—.— Glas-Vors.-Ges. 2200—-.— Südd. Dlso.-des.—.—14.50 1900 Mo⸗ Ontinsnta Ors.„ ſieht, N Baunen. Hannh. Lersiocher 880.— 870.— Rarll Hellbr. Strassenb. 70.——. Oberrh. Vers.-des. 1070—— Rarlt, Chem. Industr. Wügtt. Trsp.-Vers.—, 375.— 6½ 00% Sad. Anli.- u. Sodaf.—.— 548.— Genn Sbem.Fpr.—— Industrle. 15 650,.Sellnggetr.—— 117.— 5 Vorein D. Oelfahr. 175.—Dingler'sche Ra⸗ gung Woster6g..-.St—— 197.— schinenfabrik rt zu Vz. 105.— Emallw. Malkamm.—.— 90.50 Kurs⸗ 8 Ettlinger Spinnerei—— 105.50 ein⸗ Brauereien, 805.Fuchswig. Hadig.—.— 150.— Fol⸗ Badisohe Brauere!.—— Hlüttenn. Spinnerei—— 22.50 905 Durl. Hof vm.Hagen 259.—.— eddernh.Kupfwe.u Elohbaum-Brauer.— 103.— Sudd. Kabw. Frf.—.— 112.— Bank Br. Ganter, Frelbg. 90.——.—Karisr, Maschbau—— 160. ver⸗ eae e— 200.— kahmf. Hald& Heu—.— 322 et om„kKosth. Cell.-.Fapf.—— 145.— 16 Tuchen. Aktſendr..— 245.— Af. Gummi. u. 48b.—.— 188.— Mannh. Aktlenbr. 148.——.— Haschfbr. Badenla—.— 133.— eld b Srauerel Sianer—— 280— Oberrh. Eloktrizlt.—— 30.— Ank Sr. Sohrödt, Maldg.— 108.— Pfäle. Rüblenetl.—.— 145.— „ Sohescir,Spe. 127.— 128.— pf. hm. u. Fanrrt.—.— 162.— Der 2.— Soneete— 123— 5—„Sobuokert-dg.—.— 905., Werger, Hortte 64.8—.— fl. Soblinek& bie.—— 158.— Au. Ffäls, Frossheten⸗ Südd. Drahteinag.—.— 120.— 9535 5 2— Ver. Frb. Zlegelw. 75.— 71.50 5 ranspox— Speyr.„ Auch Versicherung. Wörzmiile Nenst!tet n im B. Ad..Nheinsoh. 80.——.Zellstoffb.Waldhof—— 220.— rung u. Seetransport Zuokerf. Waghäus.—.— 205.— a N. Dempfschlepp.——[uokerf Frankent.—.— 389.— träge⸗* 5 9 Frankturter Efiekten-Börse. Frankfurt a.., 28 zull.(Anfangskurse), Kredltaktlen 195.% 9 Dlskenta-Commanält 0 512 88 8 147./ d. tsche Ban 7 aats- 55 149 14 Lombarden 28 Bodß 9—5 lroden 20 177½, flarponer 185½, eurahütts— Tendenz rußig fester. Telegramme der Continental-Telegraphen-Comp. —— 1 Relchsbankdiskont 6 Proxent — Schlusskurse. 67.0 — Wechsel. — 8 28. 2⁰ 20. 25 2475 Amstordam kurr 269.40 15 9 5 Parls 1 e 81.05 G 5 iglen 30.525 80. rls urx 80.— 61— 2290 Aaes 758.775 7080 Sohwelr.Plätze, 92 525 9375 1 Oheok kondon„ 20.467 40.470 Wien„ 34.525 64.525 London„ 20.430 20.427 Mespoleonsdlor 16.28 16.27 Prlvatdiskont 4% 4½ Staatspaplere. A. Deutsche. 2³ 20 29. 26. 0 40% deutsok..-A. 97.70 97.60 B. Ausländische 1. 10 12 1 95 17* 4445 55 5% 35 95.— W. 5 3/ Itallen. Rente—.— 49%e pr.Lone. St.. 3750 870 4 Cest. Sliderr. 34.50 85.10 rub. 5„. 15 550 4½%„ Faplerr.—— 1 05 1 7at.apgh FEEEC 40%„ 90.70 88.%3 64.60 64.85 300880.-.111 96.50 86.70%½% nelle Russ.1905 90.40 99.20 5 1898 81 29 95.00 ssen don 1880 88.50—.— 0 2 8 5 spanlsche Rente ——.— er 5 9 20 992 47.—3 2 5. 1808 76.80 78.75 — 2¹ 1 1000ſ060 860. 4 unſt. 35 7 1 180115 5 84.04 Uag. Goldrente 915 9920 *¹ 2 Kronenrt. 6 40U7⸗ Abieis n eg 8 fe-Ae e 24% o. v. e. A0l. E88 6288 4% 4888 0 8050 ½ 60. u. 45 60.70 90. 3 0..-.-Onl. 400 gapaner 91.05 91.— 4% Pfälz..-.-Pr. 96.30 86.305% Rex.Auss.68/99 97.50 Pillr..B Er. 85 50 15 3 Hexikan, innere— 3½Pf. Konr, 0 Verzinsliche Lose. 5 2 95 1909%½8 7255 72 50 4 Bac 1 1050 177 85 100 30 dan 1 4 Oesterr. 1— 17 daen 75.50 25.30 1 2 187.— andt 1021 2720 2720 rurkizode 157.— 157. 90//7/6 94.20 84. nverzinsliche Lose. 488402404% 8450 1 %8t.804010 81.— 81.— Freſdurger—— Bank- und Versicherungs-Aktien. 2 28. 29. 26. ohe Bank 129.25 130.— Natlonalbank 114— 114.— 8 u. Metaldk. 132.50 132.25 Oesterr.-Ungar.Bk. 147.10 147.— Berl. Handels-Ges. 159.75 158./ e e 775—— Dom.- u. Dlsk.-BR.—— 2— Darmstägter Sank 113.½ 123 25 pfälrische Zank 122.96 122.90 8 ank 243.7 243.— Pfälz. Hyp.-Bank 190— 100. Deutsobe B K 120.— 120.[preuss. Hyp.-Bank 119. 20 710,30 Deutschaslat.Ban ekff.-Bank 172.30 112.40 Relohsdank 133.50 133.50 Deutsok Bisoonto-Somm. 160. 180.½ Rhein. Kreditbank 127.25 127.25 bresdener Bank 149.½ 147.% Rdeln. Hupothek.⸗ Netallbank und Bank Mannhelm 189——.— Netall.-G. 132.50 132.25 Sohaaffh. Banker. 109.— 198. 50 Elsenb.-Hentbank 172.— 171.20 Wener Sankxver. 129.25 129.90 Frankf.Nypoth.-Bk. 205.50 205.50 Südd. Dlsxont— 55 75 General⸗Anzeiger,? Badiſche Neueſte Nachrichten (Abendblatt). 7. Seite. Aktlen Industrieller Unternehmungen 23 26. 28. 2⁰ Aluminſum Neuh, 258.75 4755—[Slemens& Ralske 218.— 214.5 Aschdg. Buntpapfb. voige& Hastfner 179.80 179.80 „ Maschpapf. gummi Peter 7350 72.60 H. Bog..G. Berſin Hogdernh.Kupferw. 110.59 110.50 Südd. Im mob.-Ges. 3 Allslroh. Aühlenw. 75 Arün& Zlifinger 114.— 114.— Strassdurg 119.. 119.75 Wayss& Freytag 128.— 128 50Kunstseldfbr. Fræet.—— Eiohbaum Nannh. 101.— 101.—[rederw. St. Ingdert 47.— 47.— Frkf. Clengingor) 108.— 107.—[Sploharx Lederw. 69.—— do. Pr.-Aktſen 113.— 113.—[Ludwigsn. Walzm. 159 40 159.40 Herkules(Cassel) 149. 30 143.50 Aulerfahrr. Kloyer 402.— 408 50 annhelm. Akt.-Br. Armatur Ailpert 92.— 92— Parkakt. Zweldr. gadonja(Welnh.) 149.— 140.— Tunker Frelh. v. oppglelefold 356.— Weltz, Sonne, Spey. Dalmler Rotoron 334.— 5 Blei-.Slibn.Sraub. Ahr.- Uu.Autw. 102.— 100.5 Bad. Anilinfabrik Aaritznoe(burlagh) 255.50 265.50 Cementw, Reſdeld. arlsr. Maschfbr, 187,.— 167.— OCementf. Karlstadt Hannesmangrws. 205.— 205.25 N. Workealbert Nasch.-Armt. Klein 14225 142.— „Goldschm. f meu. Fahrefb. Chem.Fabr. Grlesh. debr Keyser 151.58 181.50 .Gold-.Silb..-A. Johneliprf. Fankth. 273.— 274.— Farbworke Köchst Sohrandspf. Kram. 1790.— 170.— .onem. Fbr.Mannh. Ver, b. Oelfabriken 178.— 175.— Bolzverk.-Industr 5Pk. Bulvf. Stängbert 133.50 133.59 Bütgerswerke Johlinok&bo,Hamb. 158.— 155.— Ultramarinfbr, V. 85.250Ver. Fränk. Sohuhf. 120.— 120.— Wegolln ftussfabr. 210.— 219.— Sohunf. Rerz; Frkf. 128.— 128. Südd. Drahtind. Rh. 118.— 118.-JSellingustr,(Wolff)17.— 116.— Akkum.-Fbr. Berl. 38 122 5585'Woll. Lampertbu.. Elektr.-Ges. Allg. Ettlingen 104.— 104.— Bergmann-Werke AKamnig.(Kalsersl.)191.— 191.— Broyn, Boverf&o. Wapgonfabr.Fuohs Deutsoh-Uebs.(Bl.) 5(Heidelberg)—.— 144.— Lahmeyer 122 50 122.50/ ellstaffb.Wafdhof 220.50 220.— El.-Ges, Sohuokert 146.½ 148—Bad. Zuokerfabrik 203.— 703— Rhein. Schuok.-B. 132.— 132.—frankenth. Zuokfb. 389.50 389.50 Aktien deutscher u. ausländ. Transportanstalten 28. 25. 28. 28. Sohantungk.-.Akt. 118.“, sest. Sudd, Lomb. 28./ 28. Sudd. Eisenb.-Bes. 125 50 Oest. Meriglonalb.——-—.— Hamburger Packet 137/ Ital, ltteſmeerb. 107.½/ 107.½ Rorddeutsoh.LIoyd 118./ Baltimore u. Ohio 97.½ 97.4½ Oest.-Ung.Stastsb. 149./ Prinoe Henr/ 158.25 158.25 Bergwerk Aum.-Frlode(Br.) 157— 165. Bochumer Bergb. 219. 219.— BZuderus 105.90 105.60 Vondord. Bergb.-G. 305.80 305 50 Deutsoh. Luxembg. 145.— 145. EBOweller Bergw. 212.90 212.80 Frisdrlchsb. Bergb. 162.— 160.— Gelsenklrohener 178,½% 177.5% 25. 18 B. S. 14 75 94.90 4 o. S. 18 490 94.90 * 890 8. 18 u. 17 94.90 94.90 4 do. 8S. 95.80 95.80 4 do. S. 21 96.60 96.50 3½ do. S. 12, 13 und 16 65.40 85.40 3½ do S. 19 95.40 85.40 3008 do. Kommun.- Fbdl. 8. 1 50 66.50 do. Hyp.-Kr.-V. S. 15.19, 2127, 31, 32•42 95.30 95.30 4 do. S. 43 94.20 93.20 4 do. S. 46—.——— 4 do. S. 47 94.20 84.20 4 do. S. 46 94.50 94.50 4 do. S. 49 94.60 94.60 4 do. S. 50 94.50 94.50 4 do. S. 51 95.— 85.— 3¼ do. S. 44 85.50 35.50 3½ꝶ do. S. 28=30 und 32(ulgb.) 88.— 88.— 30%½ do. S. 10(tligb.) 96.— 96. 3½ Pfälz. Hyp.-Bk. 84.70 84.70 4 do. do..70 90.70 4 do. 1917 86.20 88.70 4 do. 1920 95.70 86.70 4 do. 1922 97.50 97.60 4 Pr. Centr.-Boden- Oredit-G. v. 1890 93.— 93.40 4 do. 1899, 1900 und 1903 92.60 82 80 4 do. v. 1908 92.60 92.60 4 do. v. 1907 92.90 82.30 4 do., v. 1909 93.30 93.30 4 do. v. 1910 81.30 94.30 4 Pr. Centr.-Kom. von 1901 94.50 84.50 Haohbörge. Kroaktaron 194./ Lomberden 26. 1 dische Hliekten-Börsen. Staatebahn 149.¼. Auslän 2˙% 10 ettl.gen. E..—— saktien. Harpener Bergbeu 167.½ 185.— Habsen, Zergbau Lallw. Asohersleb. Kallw. Westeregeln 166.40 185.— Odersohl, Elsenind. 76.— 7 Fhönix Bergb. 249.7 1 Ver. Kön.-.Laurah. 165.% 764 gewerksoh. Rossl.——.— Prioritäts-Obligationen. 28. 4 Pr. Centr.-Kom. von 1806 4½ Pr. Nyp..-B. abgest. do. 2 d0. do. ahgest. abgest. v. 1904 E: Pr. Pfdbr.-BR.- 29 % do. o do. do. E. 30 u. 31 E. 92 u. 33 E. 26 3¼ do. E. 23 69.50 3½ do. Klelnb.1904—.— 4% Rh. Hyp.Bank- Pfdd. Mannh. 1992-07 93.80 4% do, kdb. ab 1912.80 4% go, unk. b. 1917 94.80 1819 94.50 ** .40 „ 1914 53.90 Kommuns! 2 Oderch. Vers.-Ges, 1020 1070 Kannh. Vers.-.-A. 575.— 875.— Oberrb. Elsenb.-G. 90.50 90.50 NHannh. Stadtanl. 94.20 94.20 Beyer. Staatsanl.—.— Dlskonto-Commandit 180.¼ test. Londoner Effektenbörse. London, 28. Jull.(relegr.) Anfangskurse der Effektenbörse 28. 28. 2¼ Consols 73— 731 3 Helchsanſelbe 73.— 73.— 5% Argent. 1690 100.— 100.— 4 Argen. 81.¼ 31.½ +ltallenee—.— 4 japaner 83.—2 84. 4½% do. do. II. S. 91. 111 81. 105 5 nexikaner 914105 91.— 4% fussen 89 90.— 90.— Oitomanbank 14./ 14.¼ Amalgamated 73. 73.— Anacondas RIo Tlato Tanganyioa Utah gopper Central Mining Chartered De Beers Castrand Geduld Goerz Goicflelds Jagersfontein 28. 28. Hoddersfonteln 11% 11½ Premſer 11.½ 11./15 Randmines.½2%7 Atobhison domp. 101.½ 101.— Canadian 223./8 222.% Baltlmore 100./ 100.8% Ohloago Mitwauke 20 106.%½ Denvors com. 19.¾ Erle oom 17% 27./8 Greaththesten 13,% Arand Trunk ord. 2340% Ar, Trunk lli pref 35•1 Louisvilſo 139. Missouri Kansas Ontarlo Ponsylvania Rock lsland Southern Paglflo Southern Railway Unlon oom. Steels com. 50,% 59.½ Tendenz: Stetig. Fare Effakten-Börsd. Paris, 28. Julſ. Anfangskurse,. 26. 28. 28. 25. 3% Rente 84.87 84.57 hebeers 517.— 516.— Spanler 17—.—Eastrand 690.— 60.— Türkisohe Lose—.——.—Goladfſeld 55.— 56.— Banque Ottomano 622.— 517.— Handminos 153.—155— Rio Finto 187.50 185.50 Tendenz: ſest. Ohartered 23.— 23.— 1 Wiensr Effekten-Börss. Wien, 28. Julli. Vorm. 10 Ubr. Kreditaktien 617.50 618.—Dest. Paplerrento 84.95..95 Länderbank 507.50 505.50]„ Silderrente 85.— 85.10 Wien. Bankvereln—.——.—Ungar. Goldrents 100.20 100.— Staatsbahnen 692.— b93.— Kronenrt. 820.90 80.95 Lombarden 124.70 124.—[Alpine Rontan 918.— 917.— Harknoten 118.70 118.18 Skoda 935.— 637.50 Weohsel Parls 95.725 85.75 Tendenz ruhig. Oest. Kronenrente 70 75 Frkf. ee. 4 Sporkliche Rundſchau. Luftſchiffahrt. Schwimmſport. * Nationales in Sonntag fand in Straßburg ern uber 3200 Meter vormittags 11 Uhr und mittags 4 Uhr ſtatt. Erſtmals ſa der Seniorklaſſe entgege Fahr vertreten waxen. der beſten füddeutſchen lange muüßte ſich diesmal mit dem 2. Cannſtatt kounte weit Der D aſſe ſan neder! * Das Luftſchiff„Hanſa“ traf geſtern über Am Durchquerung nach⸗ h man mit Intereſſe n, in welcher Speidel ſowie Speidel, der z. Zt. einer ngen Streckenſchwimmer iſt, Platz begnügen. Fahr⸗ überlegen den erſten Preis er⸗ I wi W Veith⸗ Stultgart Fraukfurt war Siegor i Jahre. Kiel Saarbrücken. konnte den 6. Platz unter Allespach 20 belegen. der Pauſe ſeinen rühml niel Beifall aufgenommen Leicht . 15 Si egerin. ut der Alte Hamburg ein, als der von ſeiner zweiten O e Erfolg konme die Sichwimmgeſellſchalt Hellas e. V. E mperator“ vor Aker Mannheim durch ihr 2 Mitglied Karl Schaudel er⸗ fahrt wene ee 9 verneigte ſich grü⸗ ringen. Er ſiegte überlegen in der Jugeudklaſſe, die gehen wollte 15 Führung von Anfang bis zum Ende behaltend. ßend vor dem Ozeanrieſen. Zweiter wurde O. Pathelger Straßburg. Im Jugendſchwimmen wurde K. Schaudel dritter und im Jugendbruſtſchwimmen zweiter, in letzterem um Handſchlag gegen Patheiger. ſehr bekaunten Schwimmer Kliug konnte man in Seiteuſtil ſchwimmen ſehen, welcher beim Publikum mit ſehr ichſt bekaunten wurde. athletik. Der M..⸗C. Phönix e.., veranſtaltete, ſo doreibk mau uns, am Sonntagg auf ſeinem Sportplaß urszettel des„Mannheimer General-Auzeiger, Badische Neueste Machriekten“. Wien, 28. juli. Haohm..50 Uhr 23. 25. 2³ 25. Kredltaktlen 620.— 617.50 Oest. Papierrente 84.95 64.95 Desterreſoh-Ung. 2070 2070„ Silberrente 85.— 35.10 Bau u. Betr..-G..„ Goldrente 108.10 105.30 Uniondanx 585.— 564.— Ungar. goldrente 109.29 109.— Ungar, Krealt 818.— 816.—„ Kronenrt. 69.99 69.95 Wen. Bankverein 598.— 593.— Woh. Franktf. vista 116.17 118.18 Känderbang 508.— 597.—„ Londogn„ 24.18 24.18 Türkisohe Loss 223.— 228.— 5„ Farls„ 9577 85.75 Alpins 920— 916—-„ Amsterd., 199.20 198.25 Tabakaktien—.———Hapoleon 18.15 19.15 Mordwestbahn—.——Karknoten 118.17 118.16 Dester. Waffontbr. 987.— 979.— Ultimo-Roten 116.15 118.13 Staatsbahn 695.— 692.— Skoda 838.— 634.— Lombarden 124.70 124.70 Tongenx: ruhig. Busohtherad B.—.— 925.— Berliner Hffekten-Bör erliner Efiekten-Bör 8e. Borlin, 29. Jull.(änfangs-Kurss.) 28. 25 28. 28. Kredltaktlen 195.——.—Laurahutte 165.8 165,00 Dlooonto-Komm. 100 82 189.87] Fhönlx 250.25 248. 1 Staatsbahnen 149.50—.—Harpener 187.0 185.,% Lombarden 25/ 258.½ Teng.; fost. Boohumer 219.37 219. 5 Berlin, 28. jull.(Sohlusskurse.) 288 23. 23. Wochsel auf Bergmann Elektr. 1238.80 128.0 Amsterdam kur:—. 188.35 Boohumer 19/ 218.%8 Moeohsel London 20.485 20.485 Browu, overf09. 145.20 145.50 Wechsel Paris 81.95 81.925 Bruohsal. Nasohfb. 59 322. 55 28. Jull.(Prhyat.) plala-Leinsaat uk.—.— bis 25. älsponfbel 1 Sadk Waggonfref Ragnhelm, Mannhelm, 23. lali.(Preise für Futterartizel.)(privaij vom 23. jull. de Notierungen sind in Relchsmarkx, gegen da d pe r 100* dahnfrel hſer. Welzen, pfälz, neu 00.00—00,00 Gerste, hiesige 00,0000.0 „ noraad. 00.00—09,00 Gerste, Pfäfzer 00.00—.00.00 „ kuss. Azim, 23.75—24 25 Futtergerste 14.75—00,00 „ Ulka 23.50.—24.00 Hafer, bad. 00.00—00.00 5 Krim Azim. 00.0000.00„ nordd, 00.00.—00,09 „ ſaganrog 00.00—00,00„ kusslsoher 19.25—20.00 75 Saxonska 23.7500.00„ klaflata 16.00—16.25 „ kumän. 23.75—00.00 Amer. Oſipp. 60.00—00.00 „ Kansas l 23.7500.00 wal 6, amer, Mixed 09.00.09.00 5 am. Winter 00.00—00.00]„ Donau 00.00.00,00 „ manltob. I 23.50—00.00]„ ba Plata 15,25—00.00 „ Wall. Wall. 09.00—00.00 Koblr.deutsch. neu. 3,0009.09 „ Australler 24.0000.00 Wioken, Königsbg. 22.50.—23.25 „ laplata 23.50 23.76 Fotklee, Itallener 000.00—009.0 Kernen 00.00—00.00„ Franz. 000.00 000.0 Roggen, pfälz. aſt 09.00 00.00„ Lus, itl. 000.00 009.0 „ russfsober 09.0909.03„ Froy, 00.00000.0 175 nordd. 00.00—00.00 Esparsette 00.09.00.00 Ar. 90 0 1 2 3 4 dekeen 8328 33.28 328 30.5 285 2425 Roggenmeßl Ar. 0) 27.— 1) 24.59. Tendenz: Setreſde rubig. Klecheu altes Mk. 728 nolos Mk..78, Wiesenhel Mx..59 Naschlnonstroh Mk,.30, Welzon-Klele Mk..—, gotrooknete Trober Mk. 12.—. Aſtes per 100 Kg. 5 22 Anfangskurse. Frankfurt a,., 28. Jull. Phönie Bergb. 250.—, Deutsob⸗ Luxomburger 148% Elokt. Eüison 210%, Elekt,. Schudkert 145½, Zaltimore Ohio 97% Paketfahrt 8 Hordd. Lloyd 116—, 1990 2er gussen—.—, Türkenſose—, Sopantungpahn—.— W. Heiurtich⸗ laſſe über 30 In der Juniorklaſſe ſiegte überlegen Emil Mannheim Einen ſchönen Den in Mannheim Tondenz: ruhig, fester, elnfüfernes Sportsfeſt, welches folgenden Verkauf genommen bat. 1. 100 Meter⸗Lauſ unter 15 Jahren: 1. A. Waigel, 14 Sek. 2. 400 Meter⸗Lauf 2. und 3. Fußballmaunſch. 1. J. Braudauer 64 Sek 3. Dreikampf, unter 18 Jahren. 1. Olto Grab 15 Punkte, 2. R. e 11 Punkte.— 45 Dreikampf, über 18 Jahre: 1. W. Galm 15 Punkte, 2. K. Friede⸗ blih 11 Punkte.— 5. 100 Meter⸗ 15 W. Galm 12 Sek., 2. A. Ball 12½ 1 5— 6. 100 Meter⸗ Fußballtreiben, über 20 Jahre: 1. A. N — 100 Meter Fußballtreiben, über 20 Jahren: 1. R. Fiſcher.— 8. 2999 Meter⸗Klubmeiſterſchaft: Ch. Schertel 4,37½, 2. E. Glas.— 22 500 Meter⸗Laufen 4. und übrigen Maunſchaften: Ph. Herbold, 2. W. Weiß.— 10. 200 Meter⸗e 1 unter 18 Jahre: 1 J. Brandauer 27½ Sek.— 11. Fußballweitſtoß, über 18 Jahre. 1. Emil Schönig 56 Meter 74 Zeutimeter. 25 ee e unter 18 Jahre: 1. J. 2. E. Werner.— 13. 100 lauf: 1. A. Ball, 2. 4 100 Met. Alte de — Worden. Zusker. Magdeburg, 23. Jull. Zuekerbsrioht. Kornzuoker 889% 0. .00——.00—, fachprodukte 75% 0. 8..00—.00.—, rünig. l. ohne Fass 09.00——00.00—, Krystallzucker J. 00.00—.00, gemablene flafflaade mſt Sabk 00.09-——00.90— 5 198 880 Monljs mit Sadk e still. f elto frol an 0 Aaput per zull.87,.,.92.%½ 8 Aug..921½.,.97.12 5 per Sept, 87., 902%3 Okk.-Dez..17½.,.22%., p. Jan.-Närz.37.½.,.40.— 8. per Hal.58—.,.57% B. Warm. Tendenz: dohauptet. Zuoxer per luli.89—, per au Homburg, 23. Jull.(Tologr.) .90—, Sept..97, Oxt.-Hez,.17½, Jan.-März 9,32, Ral 9 52½, ruhlg.— Kaffoe. Hamburg, 23. Iuli.(Jelegr.! Kaffeo go9g 90 Santos Jept. 48.“ boz. 49½%, Kärz 30—, Kal 50—, ruhlg. Auiwerpog, 23. juſl.(Tolejr.) Kakfas Santos advera por Jat 58½, Sept. 53. 7, ärz 69./ Mal 69. Schmalx. Antworpen, 28. Jull. Telogr.) Anorfganisohos Sohwelne sohmalz 148—. 8 Salpeter. 5 Antwargen, 29. lull.(Telogr.) Salpotor 3189. Fobr. März 23.9. Wolle. Antwerpeg, 28. Jull.(relegr.) deutsohe ba igtslanmsug wolle per jull.12, Sopf..0/ Rarz.77, Hal.J. Häute. Antwerpon, 28. Jull,(Tolegr.) Häute 1159 Stuos bertault Weohs.a. Wien kurz 84.59 84.525 Ohem. Aldert Baumwolle und Petroleum. 4% ftelohsanleihs 37.75 97.78 beimler 335. Bremen, 28. lult,(Felegr.) Baumwollo 61—— Still. 95 78 Relohsanl. 34.50 84.69 beutsoh-Luxombg. 145 70 Antwerpen, 28. 110(relohe. 255 5 Raff. ſeeende 5 o Relchsanleihe 74.20 74.20 pynamit-Trust 189.37 Juli.% August 25.—, Sept.-Hor. 28,4. 210% Consols 97.75 97.75 Deutsch-Uedorsee 162.99 3½%„ 84.60 64.50 O. Gasglüpl. Auer 473.2) Eisen und Metalle. 3⁰/ 71 740 74.20 D. Waffen u. Nun. 612. London, 28. Jull, 1 Uhr. Anfapg. Kupker fest 676, 4% Bad. v. 1901 95 59 9840 o. steinzeugwerxe 221.59 67.04.— Tinn tot, por Kkasse 184..—, 4 Nonate 184.—. 4%„B„ 1908/09 96.59 98.40 Elderfold. Farben 533.59 spanlsoh fost 20.½, englisch 21.7— Tinkx lost 8 %½„ donvert. 92755 880 kllter 291 23 Spozial 21%. 3¹ v. 1902/07—.— 84.—Essen. Kroditanst. 158.— Foln 1 gaen 880 4 30 Faber Ja 2 e e e de essen 70 82. aber Blolstiftför. 276. 2— 0 nossen 72.60—Folten 2. Gülllaume 140.— 57 Ssh 00— d. Geld, 3 Nonats 61 Sh. 00.½% d. Geld. le Sgohsen 75.50 75.30J Geltzner Maschin. 265.30„55 40%0 Argent. v. 1397 970 5 152.70 5 5 Ohines 97.75 Gelsenkirohner 178.% 3 A ee 5 beeen 175555 Marx& Gelfschmldt, Maunheim 4% Itallener——AHöchster Farbwr. 602.2) zramm-Adr.: 5 Fernopr.: Kr. 83, Rannh. Stadtanl. 94.75 94.75 Hohenlohe werke 148.0 255 1 5 4 Oest. Goldrente 69.50 69.50 Kallw. Aschersleb, 14. ull 181 5 unlf..3 850 2 59—— e 5. umänen v. 1903 95. ollulosds kosth. 145.— or- 4% Russ. Anl. 1902 39.30 89.75 Lahmeyor 122.50 Wir sing als Selbstkaatrabenien känfor 4 Türken unit. 84.20 81.50 Laurahltte 155.10½ unter Vordehaltz 0% Turk.400 Fro.-Lose 157. 156.25 Lloht ung Kraft 125.80 4% Bagdadbahn 26.25 76.20 Lothringer Oement 110.70 5 3— Oest. Kreditaktlen 795..-.— Ludw. Loewe&. O0. 324.50 Atlas-Lebensvorsjoh.-Gesellsoh., 1 H. 400 4% Ung. Goldrento 83.90 83.70 Rannesmannröar. 201.90 204.70 Ballsche Fouerversloherungs⸗ anFDRRRARN K. 230 4%„ Krononr. 90.60 Obersohl. EIsb.-BSd. 92.60 92— Baumwollspinnorol Speyer Stanm- AKtios 32 Berl. Hiandels-es, 159. 4156.%[Orensteln& Koppel 174.— 174.59„ Jorzugs-Akilon. 0 Darmstädter Bank 113.“ 118.63 Phönlx 250.— 248.1 Benr&. 00., Nanbemnm Deutsoh-Aslat. Bk. 11880 116.50J Bhein. Stahlwerke 155.10 158.94 gürgerbräu, Taccregsnalen„„— Deutsohe Bank 243.%½ Rombasher Hutte 152.50 131.59 Peutsohe Ceſſulosd ahrlk, Leidrig 250 Disdonto-Komm. 181./ 180./ Rüttgerswerken 134.69 19t.20 Deutsohe Südseephosphat 108 Dresdner Sank——.— Sohuckert 147.20 146.20 kuropa, Rüekvers,, Berlin eee Mitteld. kreeitbang4.49 113.70 Slemens& Halske 215.39 21,20 Erste Deutsche Ramlegosellsch,, Emmenfingon 35⁰ Relohsbank 134.40 134.50 Slaner-Brauerel 257.20 259.— Erste Oostorreſob. glanrsteffabriken 227 Rheln. Kreditbank 127.70 127.70 Stettiner Vulkan 129.— 126.—Fahr dedr.,.-., Plrmagensgs 6¹ Russendank 149.99 149.20 Tonwar. Wieslooh 119.50 119.50 Flink, Eison- u. Bronooglessorof, Mannhelſm 50 Sohaaffh. Bankv, 109.— 109.—Ver-dlanzst.EIberf. 766.— 787.80 Forsayth G. m. b. l. Sudd. Diso.-G.-G 111.50 111.50 Ver. Köln-Rottwell. 330.— 330.— Hambürg-Aanahelmor Vers. Abtt. ges. B.— Staatsbahn 49.U„—.— Wandoror Fahrrw. 401.20 40.70 Herrenmunle vorm, Genz, Heldelberg 77 Lombarden 26.% 28./] Westeregeln 184.50 184.50 Kinematograſſe u. Flimverlold., Straldurg 2² Baltimore u. Ohlo 97./ 57.% Wstf. Dr. Langendr. 61.70 60.50 Kuhnie, Nopp u, Kausch.-., Frankental“ Canada Padifſo 216.— 216.½ Witten, Stahſröhr. 132.70 131.— TLondon u. Frorſnolal kssotr ſo Thestres Lid. Hamburger Packet 137.20 137.50 Zellstoff Waldhot 222.20 222.— Hagchinenfabrix Nerr).. Hansa 287.20 288 40[Otavl 107.70 105.90] Meckarsulmer Fabrzeugwerxe Stamm- Aktlon Morddeutsob.Lloyd 115.0 116.20 South West-Afrlxa 111.50 111.80 Oesterr, Petroleum-ind.„Opfagg Adlerwerk Kleyer 411. 409.—Vogt, Maschintbk. 413.— 109.70 Ostgallzlal„Potroleumged. Aligem. Elektr.-G. 25 240.% Naphta Petrol.-Rob.352.70 353.50 Stayf dendgsodoins Aluminum 56.20 25020 Vor. Fränk, Sobuhf.118.— 113,.50 Paolſſo Spares alte sbaros 25 Ankilja 28970 539 70[ Blelef. Rasohlinenf.353.— 350.20„ lunge, Anliin rreptow 431,50 430,2% Süd Hambg.Dpfsohl.182.— 11.50 pomona D. 1. 0. Aranbg. Serowksg.390 20 392.— ffas on. Sreuer 20.— 23.20Preussische Rückversfoherunn prlyntaiskont 4% Ibelnau Terraſn-desellschaftt 72 Rheinſsohe Autom.-Gesollsoh..-., Nannhelm 2 W. Berlin, 28. Jull.(Telegr.) Machbörso 8 Rhoinſsohe Metallwaronfabrik, Genußseb.. 5 8 25 26. Sohlosshotel Heidelberrg Lreclt.Aen 185 0 140.0—— Slanee daan FVAN 7—.1/—* Diskonto-Komm. 1381./ 180./[ Lombacteg 25.— 250. Slddeutsbhte Aute Wiſ we, Süddeutsohe Kabel, Nannbheim, denubsoh. Uglonwerke.., Pabrik f. Srauerel- 165 7— Unlonbrauerei Karlsrube Produkten-Börsen Unlon, Prolektlonsgesollschäft, Frankfurt A¹⁰ Weeene 7 72 dstdoutsdhe Eisen werxo Kraßcß/ Kursblatt der Mannheimer Produktenbörse Lebecke-Werke, Lafsersiaztern kKeine Preisv vorz. nehme rial bis 30 Se 1 1 den Lokalp geboten wird, veranlaßte, den Kustrit schottischer Werke aus dem Auflösung drohen soll. Naphta-Industriegesellschaft Seit dem 16.— 29. Juni springt bei nehmen auf den Naphta-Aulagen 11¹ neue Fontäne, die die ersten Tage 200 jetzt bis 70 000 Pud täslich Naphta ganzen wurden bis jetet durch die 0 Fontäne gegen 2 Milionen Pud gewor bei einem Naphtapreis von durchse Kopeken einen Gewinn von 1 Gars ttft Zakluneseinstellungen. der in Konkurs geratenen 5 Kurt Berndit haben der Voss. die Kbsicht, gegen den&. Schaaffhause Bankverxein gerielitlich vorzugehen. angeblich durch unriehtige Auskünft Schaaffhausenschen Bankvereins Worden sein. Demgegenüber teilt d Leitung des Bankvereins dem Blatte mi sie einer Klage ruhig entgegenschen sle sich selbst über die Lage der Setäuscht und infolgedessen die Aus nach bestem Gewissen gegeben Hal Klageobiekt dürfte mehtete 100 c0 tragen.— UVeber die Firma Pan bert, Garnpfäbrik in Ober-Fink ubac Odepwald(Hessen) ist der Konku — 15. Seb., 2. K. Durler. Disb uswer meiſterſchaft: 1. E. Rupp 30,58, W. Gal 17, Hochſprung, Klubmeiſterſchaft, 1. Fr. Schäfer 2. K. Friedebach 1,50.— 18. 300 Meter⸗Lauf für und.Mannſchaft: K. Spieth 43 Sek.— Meter⸗Hürdenlauf: 1. A. Meinhard 1918, 2. ler.— 20. 800 Meter⸗ 1N. K. Spieth, 3. E. Lenz. 215 Meter⸗TDr 125 ſolche, die keinen eiſten Preis errungen K. Durler. Am gleichen Tage weilte Jr eede in Katiſerslautern bei d deutſchen Meiſterſchaften und konnte dieſe guten Zeit von 8 Min. 26 Sek. mit 100 ſprung gegen Verein für Raſenſpi gewinnen. Karl Haas hat auße Meter⸗Meiſterſchaft be aroßem 7 ſprung u⸗ 5 1. 8. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Abendble att). Montag, den 28. Juli 1913. Zwangsverſteigerung. Mittwoch, 29. Juli 1913, nachmittags 2 Uhr, werde ich im Pfandlokal 6, 2hier gegen bare Zahl⸗ ung im V zollſtreckungswege öffentlich verſteigern: 75 kg Amalgol, 3 Faß weißer Zement, Möbel und Sonſtiges. 88888 e 28. Juli 1913. FJ..: Happle, Gerichtsv. Zwängs-Verſteigerung Dienstag. 29. Juli 1913, nachmittags 2 Uhr, werde ich im Pfandlokal Q6, 2 hier bezw. am Pfand⸗ orte gegen bare Zahlung im Vollſtreckungswege öffentlich verſteigern: Möbel und Sonſtiges. Ningel, Gerichtsvollzieher. 88887 Arbeitsvergehung. Für den Um⸗ und Neu⸗ bau der Städt. Sparkaſſe 4A 1, 2, 3, 6 und 7 hier werden die Maler⸗ und Tüncher⸗ Arbeiten zur Ausführung öffentlich ausgeſchrieben. Bedingungen und For⸗ mulare ſind bei unterfer⸗ tigter Stelle erhältlich wo⸗ ſelbſt auch erforderliche Auskunſt erteilt wird. Angebote hierauf wollen verſchloſſen und mit ent⸗ ſprechender Aufſchrift ver⸗ ſehen, bis ſpäteſtens Montag, den 4. Auguſt, vormittags 9 uUhr bei genannter Stelle ein⸗ gereicht werden, woſelbſt die Oeffnung der Offerten in Gegenwart etwa er⸗ ſchienener Bewerber er⸗ ſolgt. Zuſchlagsfriſt be⸗ trägt 8 Wochen. 2199 Die Bauleitung des Sparkoſſenbaues: Wilhelm Bergbold, Architekt —.——— 11. Tamsees] fl b verschenkt daher überzeu- Sie sich bei mir, Sie einen ſesten Kauf abschliessen. Akleg. Sehlafzim. eichen, 140 om breiten ieselbe 15 35 5 O Mod. dpllseeln. oichen Sobeist! Farbe na ch W 55 50 Hübsch. eichen gebeizt, Farbe naeh Wunse h 3 80 Mk. pitsch-pine Küche komplett mit Büfett und Lino 75 8135 2 Enrelne ödel sowie bessere, ele- gKante Wohnungs- Eiünrichtungen stets am Lager, zu be- kannt dilligen Preisen. Möbelkaufhaus L. Minheiner J2, 8 J2. 8 Nuf der Ireibann morgen früh Kuhfleiſch das Pfund 45 Pfg. Sſanzheller Sxport⸗ Apielwein aus den ausgeſucht beſten Aepfeln hergeſtellt 35 Pfg. der Literſtaſche ohne Glas bei Abnahme v. 6 Flaſchen. Jakob Lichtenthäler B 5, 11 Ss08 Telephon 310. .. Verſteigerung. Mittwoch, 30. Juli 1913 nachmittags von 2 Uhr an, findet im Berſteigerungs⸗ Lokal des hieſigen ſtädti⸗ Leibamts, Litra C 5 d. 1— Eingang gegen⸗ d. Schulgebände— d. öffentliche Verſteigerung verfalleuer Pfänder — Barzahlung ſtatt. Verſteigerungslokal Wird jeweils um 2 Uhr geöffnet. Kindern iſt der Zutritt nicht geſtattet. 2198 Maunheim, A. JInli 1913 Slädtiſches Seigamt. Das Voltsdad in der Neckarſtadt bleibt wegen Reparatur⸗ und Reint⸗ gungsarbeiten vom 28 Jult ab bis auf weiteres geſchloßßen. Agde Städtiſch. Maſchinenamt Aul Wuansel Für eine junge Dame, die in einem Kunſtinſtitut engagtiert iſt. wird auf 1. September Uuterkunft u. Verpflegung in guter Familie geſuch. Angebote mit Preisan⸗ gabe an: 88878 Sanitätsrat Dr. John Leipzig, Löhrſtr. 15. FPlar-barderoben in jeder Ausführung; Krösste Auswahl, billigste Preise. H. Schwalbach Söhne 57.4 Kein Laden B7,4 82872 Stempeliabrik Hdelsheim O6,1 Mannheim 0 6,1 Telephon 8594 Stempel in Kautschuk u. Metall Signlerstempell, Schablonen, Farben, Plompen, Plompenzangen, Anhängezettel, Wiege · karten, Rassen-Block. Messing- u. Smallleschilder 0 8. 1 billig. 08, 1. vervielfältigungen und Abschriſten auf Sohreibmaschinen. Kari Oberheiden r. erekhardts ebt.]J. Oö. 8 Feruspr. 4801. 82980 Sähr. Kaufmann ſucht mit M. 2000.— Betätigung. —— Vertrauensſtekung oder Maunheim⸗Feudenheimer Beteiligung reſp. Ueber⸗ Dampfſtraßenbahn. nahme eines ſoliden Agen⸗ turgeſchäft. bevorzugt. Off. u. Nr. 20091 a. d. Gxped. Geb. Fräulein, 28 Jahre, ſucht Usfährtin zu Ausflügen u. Spazier⸗ gängen an Samstag⸗Nach⸗ mittagen u. an Sonntagen. Offt. u. 20080 a. d. Exvedit. seſchäftsgew. Dame ſucht Filiale zu übernehm. gleich welcher Branche od. welchen Orts. Kant.—.— danden. Off. u1. Nr. 2098 a. Erreditien d. Bl. Buchhalter. Mann— ter⸗ dei erfabrenem Buck⸗ Wir bringen hiermit zur Stentlichen Keuntnis, daß kaut Stadtratsdeſchluß mit irkung vom 1. Anguſt 1ab anf der Dampfbahn nach Feundenheim keine Baldtabreskarten mehr ansgegeben werden. MNaunhbeim,. Juli 1918. Städt. Straßenbabnamt. Jwangeberfteisetng. Denstag. 29.* 1915 Nachmittags 2 ubr Werde ich im Pfandlokal die ben dare Jablungimolltreckungs- wege öfentlich verſteigern! Wieel und Sonſtiges MNaunbeim.. Juli 191& Schender, Serichtzrekzieber. Denstag, 28. uli 1818 —— Udr werde ich im Pfandlekal N A 8 2 Nier en dare * Nreckungs⸗ wegze öfentlichvezſteigern: MNödel u. Sonſtiges. Brandt, Gerictsrokziegh. 8882 in der* evt. gibt folcher— al. Sprache Unterricht. Offert. unt. 22 Hauptpotlag. Ner. nauen tarischen Speisehäusern oder in 31459 Verea- sind vorzügliche Genussmittel und hervorragende Kräftigungsmittel für kranke und schwächliche Personen und Kinder. Lakao Kerztlich bestens empfohlen Erhältlich in besseren Kolonial- und Delikatessen-Geschäften, in vege- Otto Kresse's Jogurt-Anstalt, O 6, 9a.— Tel. 4887. Engros-Verkauf: A. Englert, Elisabethstr. I. Ielephon 5005 Muster für Wiederverkäufer zu Diensten. Wir empfehlen als Ugnterhaltung für Kinder unsere Bilderbücher: Vakanz 1. 180 Toppelin Kommt u..20 Jr. I. Haas Zche Puchüruckerei ah 2 O. R. P.— ohne Lötfuge kauſen Sle nach Gewicht am dilligsten dei a1rde C. Fesenmeyer P 1, 3 Breitestrasse P 1, 3 Jlstes drautpaar srhält sine geschnitrte Schrarzualder Uhr gralis Sachen, Ermittelungen, Beobachtungen, Oiwill eeeenges Beweismaterial, sper. Ehe- u. Alimentationsprozessen, Prixat- auskünſts üder Vermögen, Vorleden uswF. allerorts. 28980 Sachen, Recherchen in Krimina mallen Fällen, Ermittlung anonym. Briefschreiber. Sachen jeder Detektiv⸗- gewissenhaft uv. deweiskräftig erledigt. Absol. Diskretion. Erste Referenz. Detektiv-Centrale, Mannheim, H 2, 5 4615. Vaxl Eudwie Dosch. elenb. 4815. Teleph. Habe mein Geschäft nach eihänseratr. l2 l. verlegt. 81994 Otto Mann Jel. 3372 Qipsergeschäft Jel. 3372 F. Krebs, Ofenſetzer, J1, Telephon 4717 b. Metzg. Gehrig Setzen, Dad Ausmauern—— alle Reparaturen. Herde und Oefen, die nicht backen und nich drennen, werden unt. Garantie dazu gebracht.; dadernde Erictenz iſt tinem Herrn ohnt Brauchekeuntniſſe durch die Uebernahme der Alleindertretung für bieſ. Bezirt mit einem jäthri. ſichern Einkommen von ta. 1— 5000 N. gedot. Das Uuternehmen eignrt ſich für jed. Herru, der ſich leldſtänd machenwil, auch vortrg als Nebeneinkomm., iſt in jeder Beziehung reell vornehm. höchft. rent. u. von Dautr. Erfordert. Barkapital ſof. N.—500. Off von nur ehrl frebſam. Oerru mit Angabe der nägz. Berhältniſſe welche auch tatſächlich verlangten Betrag baben. unter Generalvertretung Freiburg i Breisg., Hauptpoſtt. I Fir das Großherzogtum Baden!! find dr eſchütz ch Ausnützung eines patentamtlich erfolgreichen 278 Licht-Reklame-Objiekits nachweislich ohne Berufsſtörung ten 40—50,000 Martz zu verdien gewtunbringendeg Odiekt reſtekti Herren, die auf ein gutes, eren Aber einige tauſend Nark dar verfüg Wöchten ihre Oferten unter Neklarte⸗ Dbier: Mülbanfen i.—ů Koffnungſtr. 20 einſenden. Slanzerde, ſelbftändige Eniſer; bietet der Alleindertrieb, bezw. Seldſtfabrikation. eines allererſtflaffigen Genuß⸗ mittels. Feinſte Neferenzen. Weitgehendſte Uuter⸗ ——— Da ſtill beteiligt dleisc. Nur nock für Sũüd⸗ deutſchland zu vergeben. Neinverdienſt N. 10,000 dis MNk. 12,000. Erferdertich einige hundert Narf. Oerten unter Nr. 088 an die Exveditien d. BI. Stewards kellner. Hoh. Einkomm. erziel. ig. Leute all.„Berufskl., w. als ſolche z. Seef fahren w. Ver⸗ dienſt 850—3000 M. p. Reiſe (4 Mt. 14 Tg.) b. fr. Stat. Ausk. u. Rat ert. Ferd. Keſſel, Hannover 343 Seemänn. Ausk.⸗Büro. 5 Augehende ſtenographie⸗ kundige, nicht mehr han⸗ delsſchulpflichtige Maſchinen⸗ ſchreiberin mit ſchöner Handſchrift für ein größeres Bureau im Induſtriehafen zum ſo⸗ fortigen Eintritt geſucht. Offert. u. Nr. 83875 a. d. Exved. d. Bl. erbeten. Eigige 55„ Leopardenfelle, Waffen ꝛe., aparte Damenpelz⸗ garuitureu(Schakal u. Colombus) hochelegaut. Feldmann M. 2, S L. r. 1Piano Luiſenſtraße 6 Ludwigshafen. 17282 hin. all d. g. Jahr ſing., m. Käſig 10., 1 Tiſch h.„AStühl.à.50., 1 Paneel 2 M. 20094 K 3, 16, 4. Stock links. Tücht. Buchhalter iu freier Zeit zum Nach⸗ tragen von Büchern per ſof. geſ. Gefl. Off.⸗ unter Nr. 84894 an die Exp. d. Bl. Suche einige tüchtige Vertreter für eine leicht verkäufliche Waſchmaſchine Näh. bei Heinrich Furler, Horchheim b. Worms. Haushälterin mit guten Zeugniſſen einer Dame geſucht. Adreſſe in der Expedit. ds. Bl. 88883 Stenoippfftin ſuchen wir per ſofort zu engagier. Bewerberi wollen ſich mit ſel Lebenslauf in ſchäftsſtunden vorſtellen. 83885 Wilhelma B 6, 29. Alleinmädchen od. Hans⸗ hälterin per Herhſt für frauenloſ.Haush. geſ.Ausf. Off. u. Nr. 19944 da. d. Exp. Saulb. Monatsfran geſ. Meerfeldſtr. 8 3. St. r. Tächtiges Mädchen für Küche und Hausarbeit geſucht. Näh. 83884 — 15, 3. St. JVale aden zu * perſönlich Bo kenta ber Lehrſtelle für einen 16 Jahre alten Handelsſchüler geſucht. Angebote unter Nr. 88830 an die Expedition d. Bl. IJun tächtige Kellnerin ſucht Stelle in größ. Jaſtbans od. Reſtauration Off. erbeten unter A. S. Frieſenhein. poſtlagernd. 28085 269 elctertehr Dissontierung — ion Zusnferderungen, —— eie. anter den Bedingungen. wie solche von ersten deutschen Banken ge- drt werden, vermitzelt 75884 101 0 brelelberk rten Str. 8 Resense — Te lep aon —— Hypotheken. gegene Somerkleider für große ſchlanke Figur zu verkaufen. 83886 Mittelſtr. 46, 3. St. Iks. Neueulgebr. Handwag. z. vrk. 18. Ouerſtr. 43. D9oer Gerin gut erh. Küferwag. U. zu verk. I 6, 16. 20683 Schön. ſchwarz. mit vorzüglich. Pianino Ton gegen baar dillig zu verkaufen. 82891 2, 3, 2 Trepp. rechts. 1Ufl. Motorrad tadellos für 380 Mk. Hartmaun, 2 28. Guterhaltenes 83889 Damenrad mit Freilauf bill. zu verk. Hofmann, Og.⸗Rötterſtr. 7. Motorrad 17 15 Vorſteckwagen PS, 5 Monate gefahr., bill. ab⸗ zugeben. W. Treiss, Kobellſtraße 3. 83891 +— (Eis--vis Roſengarten) 3Zimmer u. Zube ör(bis⸗ her Baubürs Armbruſter & Franke] per 1. Juli preiswert anderweitig zu vermieten. Näh. J. Hatry, Telephon Nr. 912. 41889 Büroräume Bell im Garten gelegen, für Architekten u. Ingenſenre befonders geeignet, preis⸗ wert zu vermieten. Geffl. Aufr. unt. Nr. 42575 a. d. Exped. d. Bl. erbeten. Modeene- Laden her sofort mit grossem Nach- lass u rermieten. Hühere J. 4. Scpublede. aden Schöner großer Laden mit 2 Zim.. Küche in guter Sage d 1 Neckaradt zu Nag. Püngersgrundttr. 18. Moderner Laden an der Kunſtſtraße zu vermieten. 42579 418³5 Dreiswm. Näheres Immob.⸗ Bureau Devi& Sohn ebr. Saden⸗Einrichtung u. Thekef. Kolanialm.⸗ Seſchäft zu kaufen gefucht. Oßff. u. Nr. 200 4. 5.. 2 1 4 Neitsst. Lel. 535 Die Partexeeranne des Hauſes M, 2 zu Bamaurämmen geeignet, ſofort,. ganz od geteilt, zu nermieten. Nageres bei Anton Schittler Stephantenpromenade 15 Nachdem der freien Vereinigung ſelbſtändiger Spengler und Jnſtallateure, den Firmen Hans Lutz hier und Philipp Helfrich in Neckgrau dte Ausführung der von uns vorzunehmenden Inſtallationsarokiten im Submiſſionswege übertragen worden iſt. können Anträge zur Ausführung von Inſtallationsarbeiten nnerhalb der Gebäude ſoweit ſie nach den geſetz lichen Beſtimmungen von uns behay delt werden mütſſen, außer in unſerem Direktionsgeb zude K 7, 1½/2 Zimmer—3, bei folgenden Firmen für die beige⸗ esten Stadtbezirke, unter Benützung der ebendafelbſt rhöltlichen Formulare. abgegeben werden. a Innere Stadt(innerhalb Ring, Schloß und Bahn⸗ hof), Lindeuhof, Neckarſtadt, Waldhof, Käfertal, Feudenheim und Neu⸗Oſtheim: Georg Wunder, Geſchäftsſtelle der Vereinigung, H 7, 29: Karl Schatt, J 1, 20: Ad. Karl Greulich, E 4, 7: Adolf Betz, B 5, 5; Peter Bucher, L 6, 11: Wilh. Größle, R 4, 15 Ernſt S 3, 13; Heinr. Weickel, Eichelsheimerſtr. 45; Welker, Meerfeldſtr. 16, Johann Geiſel, Meerfeld⸗ ſtraße 84; Georg Güntber, Dammſtr. 18; Peter Lüdgen, Stamitzſtr. 1: Friedrich Müller, Elfenſtr. 28; Johann Gelbert, Waldhof, Langeſtr. 30; Pet. Kilthau, Käfertal, Gewerbeſtr. 5? Herm. Flören, Käfertal, Mannheimerſtraße 34; Viktor Mauch, Feudenheim Hauptſtraße 93. b) Schwetzingerſtadt 8 85 Oſtſtadt, hier Hans Lutz, Rupprechtſtr. 8. c) Neckarau Ph. Helfrich, Neckarau, Schukſtr. 98. Wir machen dabei ausdrücklich darauf aufmerk⸗ ſam, daß zu Automateneinrichtungen wie bisher die Koch⸗ und Beleuchtungsgegenſtände von uns ſelbſt beſchafft und mit den etwa erforderlichen Jnſtalla⸗ tions⸗Materialien unentgeltlich an die verabfolgt werden und daß damit dieſe Apparate ete. unſer Eigentum bleiben. Die ſachgemäße Ausführung der Inſtallations⸗ anlagen entſprechend der Gasabgabebeſtimmungen und der ortspolizeilichen Vorſchriften überwachen wir, auch erfolgt von uns aus die Verrechnung der Inſtallationskoſten an die Zahlungspflichtigen. Mannheim. den 29. Auguſt 1912. Die Direktion der ſtädt. Waſſer⸗„, Gas⸗ und Elektrizitätswerke: J. V: Paulſen. Die Städt. Sparkaſſe Munihein verzinſt tagweiſe alle Etnlagen zu 103⁴ 4%— ⸗Formulare eeen dede in der Dr. B. Haas'ſchen Buchdruckerei, B. m. 5. G. Heirat wünſcht Kommunalbeamt., 37., ev., 5000 M. Einkom. Offerten an d. Annoncen⸗ Expedition von RNudolf Moſſe, Cöln a. Nh. unt. HK.. 8952. 14160 64.20217 Zim. m. Schreibt. 3. v. 20105 Igutmöbl. Zim. N4, 11 vrt mit fcbar an 8- vm. Gr 25 gut m551. Zimmer an ſol. Herrn zu vermieten. 98³⁵ 24 3. Tr. ſeßz im. 8. verm. 5 1 ume Nuitsſtr. 16, gut möbl. Herrn per N Hammeg, 2 Tr. rechtg.— —— 083⁵ 14 T Obdad Nähe—.— Dis r. ſta ſtr. . 1500— Jahrlich ſengart.), nngg 8 vn. ee n „asgen 6 f. Miete bezahlen, erwer Secke 7 den, ohne UDeber-g. möbl. Zim. z.. 19099 schreitung dieser Neree eree de Ausgabe eine eigene am Nhein, eine Treppe links, möbliert. Wohn⸗ u. Villa mit Garten unter Schlakzim. 7. verm. 42407 günstigen Bedingungen in Neu-Ostheim.— Schlasselfertige Villen einschl. grösse- 1 — —8 Garten von 18 000 Si— 2 Tr. r. ekesabaak.2000—Ualt ESesbe„ Anzahlung. zu vermieten. Plzne, Kostenvoran- Tatterfallſtr. 2, St. schlsge und nshere Aus- ſchön möbl. Zimmer mitod. ohne Penſton zu vm. 20100 Valdparkfr. ſof. oder 3 verm. kunft unverbindlich in unserem Bureau nur F 4, 15(Strohmarkt). MHannheimer Tigenhaus G. m. b. H. f ¹e8 6,21 Scba S Zubehör per 1. Oktober zu vermieten. 42568 5 Geſchäftsdame 1— möbliertes oder mit S Licht und Bad in unr Hauſe im Centrum, ſtadt oder Fri vollſtänd. neu herg⸗ eleg. N Zimmer ſch a. 1. Aug. v. alce 4 Zimmer⸗Wohnung zu verm. Näh. aus- 5 ſchließlich daſelbſt bei Geiger im Hinterhs. zwiſchen 10 u. 4 Uhr. z — 5—— un ein.? 4245 4258 Rechner.— 1 3, 17— Triedricgsr. i. Ete Dage ſch. 5 Jim.⸗Wohng. s v. Näh. part. Neinbenmtt 38 ſ. bef. MHaus ſch. 4⸗Zimmerm. 5 7 Mittagtiſch nebſt Zubeh. auf 1. Okt. 5 1 2 Tr. Paradepl. um. Näh. 3. St. 20081 42046 5 innet-Wohrung 112, 8 85 zu vermieten. 42574tiſch far Beff.— Waldhofſtr. 17, Wirtſchatt. 2 Herren Induſtriehafen Lagerſtr. 3 2 Zim. u. Küche für ſich neia. abgeſchl.(part. nur Bürol au ruh Seute ſof. dill. zu verm. Näß Tele⸗ vbon 7818 U5b. G2, 1,II. 49577 teil— 5 tr Seckenheimerſtr. 58 2. St. 425⁴ 7 N