eaneer N. menatſte, Bringerlohn 30. Pfg. durch die Poſt inkl. Poſtaufſchlag mk..42 pro Muartal. Einzel⸗Rr 5 Pfg. znſerate: Rolonel-Gelle 30 pfg. Reklame⸗Seile 410 Mk. Täglich 2 Ausgaden(außer Sonntag) Beilagen: Geleſenſte und verbreitetſte Jeitung in Mannheim und umgebung Schluß der Inſeraten⸗Annahme für das Mittagblatt morgens 9 Uhr, für das Abendblatt nachmittags 5 Uhr Kimtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Mannheim; Handels⸗ und Induſtrie⸗Zeitung für Südweſtdeutſchland; Beilage für Literatur und Wiſſenſchaft; Unterhaltungsblatt; Beilage für Land, und Hauswirtſchaft; Mannheimer Schachzeitung; Sport⸗Revue; Wandern und Rkeiſen und Winterſport; Mode⸗Beilage; Frauen⸗Blatt. Telegramm⸗Adreſſe: „General⸗Anzeiger Mannheim“ Celephon⸗Rummern:; Direktion und Buchhaltung 14 Buchdruck⸗Abteilung... 541 Redaktion 22„„ EU Exped. u. Verlagsbuchgdlg. 219 Eigenes Redaktionsbureas in Berlin — Nr. 373. Dr Maunheim, Donnerstag, 14. Auguſt 1913. (Mittagsblatt.) Die heutige Mittagsausgabe umfaßzt 12 Seiten. Telegramme. Metallarbeiterbewegung. JMainz, 13. Aug. Die Lohnbewegung unter den Arbeitern der Heddernheimer Kupferwerke, Filiale Guſtavsburg bei Mainz, hat eine weitere Verſchärfung erfahren. Nachdem vor acht Tagen 85 Arbeiter die Fabrik verließen, iſt jetzt eine weitere Anzahl dieſem Beiſpiel gefolgt, ſodaß nur noch 70 Ar⸗ beiter im Betriebe tätig find. Die Streikenden verſuchen mit allen Mitteln, Zuzug von aus⸗ wärts zu verhindern, doch konnte die Firma in Automobilen eine Anzahl von Erſatzkräften be⸗ ſchaffen, ſodaß der Betrieb wenig geſtört iſt. Die Gendarmerie iſt geſtern bedeutend verſtärkt Worden. Der wilde Werftarbeiterſtreik. 4 Stettin, 18. Auguſt. Die hieſigen Werft⸗ arbeiter beſchloſſen heute nachmittag in einer bon 3200 Arbeitern beſuchten Verſammlung, die Arbeit wieder aufzunehmen entſpre⸗ chend den Beſchlüſſen der Berlinet Zentrale. Für die Wiederaufnahme ſtimmten 2550, dagegen 672, ungültig waren 84 Stimmen. Die Arbeiter be⸗ trauten die Vorſtände gleichzeitig, mit dem Ver⸗ band der Induſtriellen in Verbindung zu treten wegen der Form der Arbeitsaufnahme. Die hie⸗ ſigen Werften ließen in dem Arbeitsnachweis einen Anſchlag erfolgen, daß die Arbeitsaufnahme nur durch den Arbeitsnachweis erfolge. Damit erklä⸗ ren ſich die hieſigen Arbeiter nicht einverſtanden. Sie wollen gleichzeitige Arbeitsanſtellung unter Umgehung des Arbeitsnachweiſes genau ſo vorge⸗ nommen haben, wie im Jahre 1910. Gleichzeitig ſprachen ſich auch die Hirſch⸗Dunckerſchen Gewerkſchaften in einer im neuen Kaſino abgehaltenen Verſammlung ohne Abſtimmung für Wiederunfnahme der Arbeit aus. Auch hier wur⸗ den bie Vorſtände beauftragt, mit dem Verband der Inbuſtriellen wegen der Form der Wieder⸗ aufnahme der Arbeit in Verbindung zu treten. Der Bund der hieſigen Ortsgruppe des Verbandes Deutſcher Metallarbeiter erhielt aus Hamburg die Mitteilung, daß dort die Wiederaufnahme der Arbeit beſchloſſen worden ſei und zwar durch den Arbeitsnachweis. Die Einſtellung erfolgte glatt. Maßregelungen der Arbeiter ſind nicht zu ver⸗ zeichnen. Auch aus Kiel wird gemeldet, daß die Wiederaufnahme der Arbeit in gleicher Weiſe wie ut Steitin beſchloſſen worden iſt. Ein Eiſenbahnunfall bes Zirkus Barnum⸗ Bafley. „Newyork, 13. Aug. Bei Richfield im Staate Nebraska ſtieß heute nacht der aus 40 Wagen beſtehende Sonderzug des Zirkus Bar⸗ num⸗Bailey mit einem Perſonenzuge zuſam⸗ men. Mehrere Zirkuswagen ſtürzten um, 13 Perſonen wurden ſchwer verletzt. Die Verwir⸗ rung wurde durch das Brüllen der wilden Tiere, die ſich in den Menageriewagen befanden, noch geſteigert und erreichte ihren Höhepunkt, als es mehreren Löwen und Tigern gelang, ſich aus den Trümmern zu befreien und das Weite zu ſuchen. Eine Kompagnie Miliz iſt ab⸗ zegangen, um die Beſtien einzufangen. * Homburg v. b.., 13. Aug. Der Kaiſer und die Kaiſerin trafen um.45 Uhr hier ein. Der Kaiſer hat im königlichen Schloß Wohnung genommen. Von mori“, Schiffer Veen, * Bremen, 13. Auguſt. Die Rettungs⸗ ſtation Curhaven der Deutſchen Geſell⸗ ſchaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: der holländiſchen Tjalk„Memento geſtrandet auf dem Großvogelſand, mit Erdnußöl von Bremen nach Hamburg beſtimmt, drei Perſonen ge⸗ rettet durch das Rettungsboot der Station Elbeleuchtſchiff 3. * Halle, 13. Aug. Während der Eröffnung der Hauptverſammlung des Handwerks⸗ und Gewerbekammertages in Halle wurde der Vor⸗ ſitzende der Geraer Handwerkskammer Pertzen vom Schlage getroffen und war ſofort tot. * Paris, 13. Aug.(Priv.⸗Tel.) Das Gericht verhängte den Konkurs über das Vermögen Duperduſſins. „Rom, 13. Aug. Zwei kleine Schrappnell⸗ depots in der Batterie Tevers ſind heute morgen explodiert. Drei mit der Entladung der Gra⸗ naten beſchäftigte Soldaten wurden getötet. Zum Ableben Bebels. *Chur, 13. Aug. Ueber das Ableben Bebels wird gemeldet: Noch geſtern abend führte Bebel bis halb 10 Uhr einen Spaziergang aus. Er fühlte nachher keine beſondere Müdigkeit; ſeine einzige Sorge war, daß er mit dem dritten Bande ſeiner Lebenserinnerungen noch nicht fertig geworden war. Nur dieſe Angſt deutete darauf hin, daß er ſein Ende nahe fühlte. Schmerzlos iſt er in der Nacht verſchieden. Man wurde ſein Hinſcheiden erſt gewahr, als man ihn tot in ſeinem Bette auffand. Bebel, der 73½ Jahre alt wurde, hielt ſich in Chur mit ſeiner Tochter, Frau Dr. Simon, und ſeinem Enkelkinde Werner Simon, auf, um Linderung für ſein Gallenſteinleiden zu ſuchen. Vor einigen Tagen trat Herzſchwäche ein. Maag legte ihr zunächſt keine größere Be⸗ deutung bei, da Bebel ſchon öfter unter Herz⸗ ſchwäche gelitten, aber ſich immer wieder erholt hatte. Der Kranke ſelbſt ſchien zu fühlen, daß es mit ihm ſchlimmer ſtehe, als die Umgebung glaubte. Er ließ deshalb vor einigen Tagen ſeinen Freund Ullmann aus Berlin kommen. Heute vormittag trat infolge einer Herzläh⸗ mung der Tod ein. Die Leiche wird heute nach Chur und morgen früh zur Einäſcherung nach Zürich gebracht werden. Auch die Beiſetzung wird in Zürich erfolgen. Berlin, 14. Aug.(Von unſ. Berl. Bureau.) Zum Tode Auguſt Bebels ſchreibt der gouver⸗ nementale„Berliner Lokalanzeiger“: Auch ſeine Gegner werden heute am Todes⸗ tage Auguſt Bebels mit dem Zeugnis nicht zurückhalten, daß mit ihm eine geiſtig be⸗ deutſame Perſönlichkett aus bem poli⸗ tiſchen Leben des deutſchen Volkes verſchwindet, daß er mit ſeiner Arbeit das Wohl der arbeiten⸗ den Klaſſen, ſo wie er es verſtand, zu fördern ſuchte, daß ſein Name mit der inneren Geſchichte des Deutſchen Reiches, deſſen parlamentariſchen Vertretung er von der Reichsgründung an un⸗ unterbrochen angehört hat, dauernd verknüpft bleiben wird. Die„Voſſiſche Zeitung“ erinnert da⸗ ran, daß die Sozialdemokratie in den letzten Jahren eine Reihe hervorragender Führer ver⸗ loren hat und fährt dann fort: Obwohl jeder in ſeiner Art der Partei unerſetzlich war und geblieben iſt, kommen alle drei(Liebknecht, Auer, Singer) zuſammengenommen an Beden⸗ tung nicht Bebel gleich, der wie kein Zweiter vier Jahrzehnte hindurch der deutſchen Sozial⸗ demokratie Ziel und Richtung gewieſen hat⸗ Bebels Einfluß ſchildern, heißt die Geſchichte der deutſchen Sozialdemokratis ſeit der Errich⸗ tung des Deutſchen Reiches ſchreiben. Die„Tägliche Rundſchau“ ſchreibt: Bei den Seinen war er(Bebel) König und fühfte ſich doch als einfacher Soldat. Das ſoll man zugeben, wenn man es auch ſelbſt auf man⸗ chem ſozialdemokratiſchen Parteitag beobachtet hat. Auf der anderen Seite aber war er unehr⸗ lich, wie mauche Polttiker und Harden naunte ihn einen„eisgrauen Lügner“, Und doch war er auf ſeine Art ſicher wieder ehrlich und ein bedeutender Meuſch. Er war ein Taktiker, er mauſerte ſich und wegen ſeiner Liebe zum Phantom ſeiner Partei wäre er zur Not auch noch nationalliberal geworden. Er war ein Mann in Reih und Glied. So manches Mal war er ein Schauſpieler, aber einer der von ſei⸗ nem Stoff ganz durchdrungen. Er ſuchte nicht hervorzutreten und zu glänzen, ſondern auszu⸗ füllen und zu ſein. 5 Die„Nationalzeitung“ ſchreibt: 40 Jahre lang hat Auguſt Bebel für die Sache, die ſein ganzes Leben erfüllte, mit all jener großen Kraft des Feuers und der Leidenſchaft gekämpft. Mag er immerhin ein Gegner geweſen ſein, ſo darf nicht verhehlt werden, daß er ein durch und durchehrlicher Kämpfer und achtungs⸗ werter Gegner geweſen iſt. Nichts Unlau⸗ teres wohnte in ihm. Die„Freiſinnige Zeitung“ ſchreibt: Der Hauptvertreter der Radikalſten in der deut⸗ ſchen Sozialdemokratie iſt nicht mehr am Leben. Leute wie Kautsky, Mehring, Roſa Luxemburg, ſelbſt Klara Zetkin oder Leutſch und Konſorten unter den Jüngeren werden kaum imſtande ſein, als würdige Nachfolger Bebels in der Ver⸗ tretung des Radikalismus aufzutreten und als ſolcher einen weitreichenden Einfluß zu üben. Daß freilich der Tod des Abg. Bebels einen Wendepunkt in der Entwicklung der Sozial⸗ demokratie bedeutet, dieſe optimiſtiſche Annahme iſt nicht zutreffend. Außerordentlich heftig iſt die Kritik, welche die freikonſervative„Poſt“ an dem verſtorbenen Parteiführer übt. Sie ſchreibt u..: Was dieſem deutſchen Parteiführer für immer das Brandmal eines Schandfleck ſeines Vaterlandes aufdrücke⸗ wird, das iſt der Umſtand, daß er ſeine verhält⸗ nismäßig hohe Gaben, ſeine bedeutende Wil⸗ lens⸗ und Arbeitskraft nur benutzt hat, um ſein eigenes Volk und Vaterland anzugreifen, zu ver⸗ ſpolten, zu verläſtern und zu beleidigen. Die kraurigſte Seite an dem verſtorbenen Parxteiheld iſt die Nichtswürdigkeit, mit der er alles, vas deutſchen Namen führte, was dem deutſchen Volke Ehre und Ruhm einbringt, beſchimpfte und verleumdete. Ebenſo verächtlich war der Leichtſinn, mit dem Bebel nicht einmal, ondern ſehr oft von der Tribüne des Reichstages Ehren⸗ mänuern Untaten vorwarf, die geeignet waren, ihre ganze Stellung zu zerſtören und ihren Na⸗ men zu ſchädigen. Mögen aus Millionen Her⸗ zen ſeiner armen Verführten Lobſprüche auf ihn erſchallen— das kann uns nicht von der Ueber⸗ zeugung abbringen, daß ein Mann geſtorben iſt, der ein Schaden, ein Unheil für ſein eigenes Volk geweſen iſt. Wir ſind ſicher, daß wenn einſt die verführten Maſſen aus ſeiner Lehre die ſchrecklichen Konſeguenzen ziehen ſollten, wenn ſie ihre Zukunftsträume im Geknatter der Ge⸗ wehre zuſammenbrechen ſehen, daß dann auch die Segenswünſche, die ihm heute noch entboten werden, ſich in Flüche verwandeln. Sehr kritiſch äußert ſich auch die„Köln. Zeitung“. Sie ſchreibt: „Zum Volkstribun, der die Einbildungskraft der Maſſen entflammte und den zögernden Willen zur Tat ſpornte, ſtempelte ihn ebenſo die Leidenſchaftlichkeit ſeines Temperaments, wie die zähe Zwerggeduld, die ſich mit allen Schwie⸗ rigkeiten abfand. Wenn man in früheren Zeiten dem Redner Bebel lauſchte, ſo bewunderte man zunächſt die Nervenkraft und Leiſtungsfähigkeit, mit der er Stunde um Stunde ſprach, ohne an Kraft und Modulation der Stimme zu verlieren; erſt wenn er ſpäter vielleicht mit Grabesſtimme eine perſönliche Bemerkung machte, merkte man die völlige Heiſerkeit, in die er ſich hinein⸗ geredet hatte. So lange ſein Wort durch den Saal klang, eiferte er ſich immer tiefer in vul⸗ kaniſche Glut hinein; eine charakteriſtiſche Hand⸗ bewegung, als würge ihn der Halskragen, eine Kopfdrehung, als ſuche er einer Schlinge zu ent⸗ riunen, deutete auf Sturm. Und dann praſſelte es nieder wie Ungewitter auf das verkommene Bürgertum und auf die Heeresleitung, die in Soldatenmißhandlungen ſchwelge. Wer kaltes Blut bewahrte, der konnte, wenn der Sturm vorübergerauſcht war, leicht den Eindruck einer tiefen Unwahrhaftigkeit und Un⸗ ehrlichkeit mit nach Hauſe nehmen. Was auch die grüne Praxis des Lebens ſagen mochte, Bebel blieb dabei, das Bürgertum, das do tatſächlich durch Unternehmungsgeiſt und tech⸗ niſche Intelligenz die Lebensbedingungen aller Klaſſen gehoben hat, beſtehe aus Tage⸗ dieben, Schlemmern, Spielern und Heuchlern, die Arbeiterſchaft dagegen wandle auf der reinen und kühlen Höhe einer ſchaffensfreudigen und bedürfnisloſen Philoſophie. Bei ſolchen Schmeichellauten mochte mancher Genoſſe an ſeinen Schultern die Anſätze zu Engelsfittichen verſpüren. Wer aber klug und nüchtern die Dinge und Perſonen um ihn her muſterte, der lächelte ſkeptiſch ob dieſer grotesklen Verzer⸗ rung der Wirklichkeit. Dieſe Methode, alle tatſächlichen Verhältniſſe in ein Streckbett zu ſtecken und darin bis zur Unkenntlichkeit zu verändern, gehört zur Charakteriſtik Bebels als Politiker; aber mit dieſen Mik⸗ teln allein wäre Bebel nie der Partei⸗Herrgott geworden, der er bis zu ſeinem Tode geweſen iſt, hätte er nicht immer und immer wieder die Maſſen ſo in Feſſeln geſchlagen, in jede gewollte Begeiſterung getrieben, wie es ihm ſtets ge⸗ lang. Eine ſubjektive Ehrlichkeit war es, ein⸗ Ehrlichkeit freilich, die heute vergeſſen hatte worauf ſie geſtern geſchworen hatte, war es, dii dem Redner die Leiter zu jedem Erfolge an⸗ ſetzte. Das Volk empfand, da ſprach einer von ihnen, da gab jemand in beredten Worten dem Ausdruck, was ſie im geheimen auch dachten: nur ging dieſer Sprecher mit einer unerhörten Kühnheit für ſie ins Zeug, wollte für ſie Er⸗ folge erringen, an die ſie kaum zu glauben wagten, ſagte ihren politiſchen Gegnern Wahr⸗ heiten, die man zwar nicht auf ihre Berechti⸗ gung prüfen konnte, die dem Volk aber doch eingingen wie Honig. So war Bebel bei den Maſſen des Erfolges von vornherein ſicher, und mit den Erfolgene wuchs ihm die Macht un! mit der Macht wieder die ſelbſtverſtändlicher Erfolge. Aber auch die kritiſchen Hörer konm ten ſich dem Reize, den Bebel als Redner aus⸗ übte, nicht entziehen. Mochte man immer wie der unter dem ſchimmernden Gewand die nackte Farbe des Demagogen erkennen, man mußte ſich ſagen, daß die Demagogie hier zu einer Kunſt geworden war, daß ſie des Mannes ehr⸗ lichſtes Bedürfnis war. 5 Die„Frankfurter Zeitung“ ſchreibt: „Auf die Gvenzen ſeiner Begabung iſt oft hin⸗ gewiefen worden. Bebel war gewiß als Denke⸗ kein ſelbſtändiger und bedeutender Kopf; in Fra⸗ gen der Theorie war er der willige und unkritiſche Schüler ſeiner großen Meiſter und außerdem ihr weithin wirkender Populariſator; ſein Feld war die politiſche Praxis. Auch für ſte verfügte en nicht über die geiſtige Ueberlegenheit und Freiheit die den Politiker erſten Ranges ausmacht; er war nur Parteimann, und innerhalb der Partei fehlte es ihm nicht ſelten an Weitblick und Vorausſicht Und doch iſt dieſer Mann, den man oft einen ſchlechten Politiker neunen mußte, ein großer Parteiführer geweſen. Er war ein gewaltiger Aufrütteler der Maſſen, der in die träge Bewe⸗ gungsloſigkeit des früheren deutſchen Proletariat? ſo viel Erregung hineingetragen hat wie keiner ſonſt, der in Millionen deutſcher Arbeſterſeelen die ſcheinbare Identität deſſen, was ſie dumpf er⸗ ſtrebten, und deſſen, was ſein Marxismus ihnen brachte, zur leuchtenden Gewißheit werden ließ, der ihrer Verzweiflung Mut einflößte und ihrer Sehnſucht ein kröſtliches Zukunftsland ausmalte Das Elend und die Nöte eines geiſtig und wirt⸗ ſchaftlich hilfloſen Proletariats hat keiner echter und lebendiger empfunden als er, und beiner war ehrlicher als er in ſeinem Haß gegen die Inſti⸗ tutionen und Perſonen, die er für dieſes Glend berantwortlich machte. In der abſoluten Echtheit ſeines Mitleids und in der ungeheuren Energie ſeines Willens zum Umſturz deſſen, was ihm als faul und morſch erſchien, lag das wichtigſte Ge⸗ heimnis ſeiner Wirkung, die eine Millionenſchich/ im Innerſten aufwühlte.“ Auch mit der Zukunft der Sozialdemokratie beſchäftigen ſich eine Reihe von Preßſtimmen. So ſchreibt die'Tägliche Rundſchau“: Man braucht nicht an den Tod Bebels allzu weitgehende Hoffnungen auf einen Verfall der ſozialdemokratiſchen Partei zu knüpfen und werden doch mit Sicherheit ſagen können, daß die Kriſe innerhalb der ſozialdemokratiſchen Partei ſich außerordentlich verſchärft hat, daß die Führerkämpfe noch lebhaftere Formen an⸗ nehmen werden, als bisher. Der Tod Bebels —. ch ſetzt, wenn auch nicht in den Rächſten Wochen, ſo doch in abſehbarer Zeit die Einheit und Geſchloſſenheit der ſozialdemokratiſchen Partei auf die vielleicht gefährlichſte Probe, die ſie bis⸗ her zu beſtehen hatte 1 Sbite Die„Germania ſchreibt: Jut Jahre erl Bebel ii alb der ſozialdemo⸗ ine de Autorität, wie inderer' i, 9 ſein ſozial iſ 9 in de führenden unter den Führer er ſſe drohen. Die politiſche und gewerkſchaftliche Sozialdemokratie wird noch wie bisher gegen⸗ einander den Kampf um die Führung der Ge ſamtpartei aufnehmen. Die„Kreuzzeitung“ äußert ſich wie folgt: Zerfall Es gab Zeiten, denen man mit dem der Sozial i 21 nach ſeinem Tode Die letzten Jahre ſeiner ren od ren Inaktivität haben ber gezeigt, eine ſo hohe Bedeutung für die Pe ſitzt, Zudem man heute denn eigentli Sp! er rtei nicht He⸗ daß d auch nicht, wo eintreten ſollte, Ang da ſich die Re den poplitiſchen Maſ⸗ ſenſtreik i mund Radikale die Steuerbew ö 5 drlage vertei⸗ digen. So e der Tod Bebels politiſch be⸗ langlos bleiben. letztwillige Verfügn AJBer 114 in, 14. Aug.(Von unſ Berl Bur.) Wie der Vorwärts“ meldet, wird die Einäſcherungs Auguſt Bebels wahr⸗ ſcheinlich Samstag nachmitag ſtattfin⸗ den. Die Leiche wird heute von Chur nach Zürich überführt, wo ſie um 3 Uhr nachmittags eintreffen wird. Weiter veröffentlicht der„Vorwärts“ Bebels leztwillige Verfügung, die aus Schöneberg bei Berlin unterm 12. April 1913 datiert iſt und beſagt: Ich beſtimme hiermit, daß nach meinem Tode die Einäſcherung meines Leichnams vorgenommen wird. Sterbe ich an. zinem Orte, an dem eine Einäſcherung einer Leiche nicht geſtattet oder nicht möglich iſte ſo verfüge ich, daß meine Leiche nach einem Orte trausportiert wird, an dem eine Leichenverbren⸗ nung möglich iſt. Dieſen Ort zu beſtimmen Überlaſſe ich meinen Angehörigen nächſt denen dem Parteivorſtand der Sozialdemokratiſchen Partei Deutſchlands. Ich beſtimme ferner, daß meine Aſche in einer Urne oder Kapſel nach Zürich übergeführt wird Und dort neben der Aſchenurne meiner verſtorbe⸗ nen Ehefrau auf dem Zentralfriedhof beigeſetzt wird. ** Chür, 13. Aug Bebel nahm geſtern abend ann der allgemeinen Tafel des Kurhauſes in an⸗ geregter Unterhaltung bei und ſchlief des Nachts ruhig. Als ihn heute morgen Frau Simon begrüßen wollte, ſchlief er noch ruhig atmend. Bei einem ſpäteren nochmaligen Be⸗ treten des Zimmers gewahrte die Tochter, daß der Vater verſtorben war. Die Lage auf dem Ballan. Nach dem Friedensſchluß. Telegrammpwechſel zwiſchen dem Kaiſer von Deſterreich und dem König von Rumünſen. Bukareſt, 13. Aug. Agence Roumaine. Kaiſer Franz Joſef hat an König Caxol folgendes Telegramm gerichtet: Ich bitte Dich, meine herzlichſten Glück⸗ wünſche aus Anlaß des unter Deiner Leitung zuſtandegekommenen Paciſizierungswerkes ent⸗ gegenzunehmen, welches dem Blutvergießen auf dem Balkan ein Ende bereitet und Deinem Land den Frieden geſichert hat. Wie bisher nehme ich auch fernerhin lebhaften Anteil an allem, was Dir und dem Wohlergehen Dei⸗ nes Landes zu Gute kommt. König Carol erwiderte: Deine ſo herzlichen Glückwünſche und warme Anteilnahme aus Anlaß des erfolgten Friedensſ ſchluſſes in meiner Hauptſtadt haben u iit ſtets ſidſchaft, Au Ager ibl 5 5 e ein dau ten Balkan! jalbinſe y wurde Sta gten Die Wiedera der dip ziehungen der Balkanſtagten zu Türkei. Konſtantin op 55 Aug. Wie die„Frkf. Ztg.“ erfährt, ſteht die Wieder⸗ aufnahme der offiziellen diplomatiſchen Be⸗ iehungen der Pforte mit Griechenland, Ser⸗ bien und Montenegro unmittelbar bevor. türkiſche Abko perſiſchen Golf. *Konſtantinopel, 13. 2 Die Pforte überſandte 8 in London be⸗ findlichen Sonderde legierten 1„ dem früheren Großweſir Hakki Paſcha, 9 11 ma chten zur Unter zeichnung engliſch⸗türki⸗ ſchen Abke in den Fragen des herſiſechen Golfes. Daß England dieſes Abkommen aber vor Zuſta ndetk ommen des defittitiven Friedens am Balkan unterſchreiben wird, gilt als nicht ſicher. über den Das engl (Frkft. Zig.) Des Neue Verwicklungen in Sicht? Konſtantinopel, 13. Aug.(Frkf. Zig.) Die Frage der Räumung und der Wieder⸗ beſetzung der noch von griechiſchen Truppen be⸗ ſetzten, aber im Bukareſter Vertrag Bulga⸗ rien zugeſprochenen Gebiete am Aegäi⸗ ſchen Meere wird in den nächſten Tat brennend werden: Wer wird dieſe Gebiete okkupieren, wenn die griechiſche Armee in Wochenfriſt ſich von Dedeagatſch und Kanti, von Demotika und zurückzie ht⸗ Die Verbindungen Bulgarie nach der ügäiſchen Küſte ſind durch die Wiedereroberung Adrianopels und des Gebiets darüber hinaus ſo gut wie ab 9 eſ ch n itten. Dern Zug Bul gariens nach der ägäiſchen Küſte kann ſich teil⸗ weiſe nur vollzieh en, wenn die türkiſche e Armee der bulgariſchen! die Paſ ſage er⸗ laubt. Dedeagatſch und Demotika grenzen dicht an ſtarke tür Poſitionen. Die Bevpöl⸗ kerung 5 dortigen Gegenden, vornehmlich Grie⸗ chen, iſt in 9 Ver ing, unter das bul⸗ gariſche Joch fallen zu müſſen. Sie fürchtet die Rache der Bulgaren. Ueberall finden Proteſt⸗ verſammlungen gegen die bulgariſche Herrſchaft ſtatt. Die Bepölkerung droht mit einem Exodus. Unter ſolchen Umſtänden 8 es nicht wundernehmen, daß grie ch. iſſche Beſtrebun⸗ gen ſich geltend machen, die Türkei Zur Be⸗ ſetzung dieſer Zonen zu bewegen. So nahe es liegen mag, der Verſuchung nachzugeben, gilt es vorläufig doch nicht als wahrſcheinlich, daß die Pforte ſich dazu verleiten läßt. Dieſe Zonen liegen jenſeits des Maritzatals, das die Türkei ſelbſt als eine Grenzlinie den Großmächten be⸗ zeichnet hat, die nicht überſchritten würde. Aber es könnten auch hier unverſehens militä⸗ riſche Erwägungen über die diploma⸗ liſchen triumphieren. Ueber die entſetzlichen, von den Bulgaren allein im Bejirk Kirkiliſſe angerichteten Ver⸗ wüſtungen gibt eine amtliche Feſtſtellung folgende Details: Zerſtört ſind 1717 Häuſer, 16 Moſcheen, 35 Schulen, 29 Mühlen. Für fünf Millionen Franes Cerealien ſind ver⸗ nichtet. * *Blulkareſt, 13. Aug. Die ſerbiſchen, griechiſchen, bulgariſchen und montenegriniſchen Delegierten ſind abgereiſt. * Bukar eſt, 13. Aug. Agence Roumaine. Die Meldung eines Wiener wonach das rumäniſche Miniſterium des Aeußern be⸗ abſichtigt, die Aufhebung der europäiſchen Donaukommiſſion zu fordern, wird von hieſigen offizibſen Blättern dementiert. Sofia, 13. Aug.(Agence Bulgare.) Im ihrer Einfälle auf bulga⸗ (Pr iv. Tel.—*4 Donnerstag, den 14. Auguſt 1913. General Anzeiger Bad(Mittaasblatt) evitzt, Glole, Dolna⸗ oIngrajani, Gornara⸗ wol, Gornotlen no, Ya⸗7 cha, Mouſſoul, Dolnalubati, Doukat, Naſoritza, Doganitzi, zi, Pobitkamak, Dragoitchintzi uſw. den Serben verurſachte Scha⸗ A ſchte Million. Polftische Uebe rsicht. den 14. Auguſt 1913 von den Mannhei nationgle Zuv N, Dieen des Zentrums. Zentrum und Welfen. Prinz fangen ſe in. (11 trumsblatt, in Fihrer Nr. 691 der He Annäherung“ z zwiſchen Zenteum und Welfen, und zwar„durch die Entwicklung der w elfiſchen 15. ſie ganz genau, zördert, ſondern ihnen zuwiderha ieſer antinationale ult wird ſo offen⸗ kundiger, als das Blatt ganz auf die Seite des Welfentums tritt, ſcharf mißbilligt, daß man in Berlin dem Prinzen Ernſt Auguſt jene Erklä⸗ rung, nichts wider den Beſtand des preußiſchen Staates ung auf eine„erneute Frage“ Ausdruck gibt, ſo we ſie damit nationale Inten direkt daß um — zu unternehmen, zur Unterſchrift vor⸗ gelegt habe, und ſich d der Gegenerklärung ſeitens der Welfenpartei fteut, daß in dem Schreiben des Prinzen ein Verzicht auf die ham ſoverſchen Rechte des welfiſchen Fürſte nicht ent⸗ halten ſei. Die„Köln. Volksztg.“ zeichnet dann den Welſen den Weg vor, den ſie fürderhin zu gehen haben; nicht Hervorkehrung der Forde⸗ rung einer Wiederherſtellung Hannovers, wohl aber ſoll„der Proteſt gegen begangenes Unrecht und die Hoffnung, daß die durch Gottes Fügung doch noch wieder freiwillig gut ge macht werde, niemals aufgegeben wer den In die Sprache praktiſcher Poli tik überſetzt, heißt das nichts anderes, als eine Aufmunterung der Wel⸗ fenpartei, ſie möge zwar vorſichtig ſein und ein paar Pflöcke vorläufig zurückſtecken, grundſätzlich aber möge ſie an ihrem, das ganze nationale Ge⸗ füge des Reichs gefährde enden Proteſt feſthalten, ohne ſich ſelbſt durch die deele der Herr⸗ ſcherhäuſer zu einer Aenderung ihrer Haltung beſtimmen zu laſſen. Das, was das Zentrum 5 dieſem 0 mit wichtigen Reichsintereſſen zu gewinnen hofft, liegt auf dem Gebiet der Wah⸗ len. Große Teile des hannoverſchen 1 9 5 tums ſollen welfiſch geſinnt bleiben, damit d Zentrum ſeine Hoffnung, auch in Hannover die klerikale katholiſche Fahne aufzurichten, endlich doch einmal in Erfüllung gehen ſieht. Daß es tatſächlich an dies„Geſchäft“ denkt, geht aus dem Satz hervor„Hannovers Bevöllerung denke chriſtlich⸗konſervativ und entbehre auch jener Beimiſchung geſunder de emokratiſcher An⸗ ſchauung nicht, ohne die eine Politikee der des Zentrums nicht möglich iſt.“ Der Zweck und das Ziel der edlen Ratſchläge, die hier der Ultramonkanismus den Welfen erteilt, ſind da⸗ mit wohl deutlich genug ausgeſprochen. Selbſt der Gedanke, daß der Wunſch, auch aus Han⸗ nover eine Zentrumsſatrapie zu machen, ſo leicht denn doch nicht in Erfüllung gehen wird, bedeu⸗ tet für die antipreußiſche Richtung der Zen⸗ trumspolitik in be ezug auf die Welfenfrage keine Hemmung. Wenn der Partei ein Vorteil er⸗ wächſt, mag der Thron des Königs von Preußen erläſrigkeit der fünf größten Städte in der letzten Nummer der preußiſch⸗h Schmerz empfinden, wenn die Welfen ſich mit der Lage der„Dinge abfänden und endlich ihren Frieden mit Preußen machten. Zur Beurteilung der nationalen Zuverläſſig⸗ keit des Zentrums liefert dieſes ſein Verhalten in der Welfenfrage wiederum einen wertvollen Beitrag. Badif ſche e politil. Die neue Wahlkreiseinteilung von Mannheim und Heidelberg. Von der Bekanntgabe der des Geſeg, und Verordnungsblattes machten wir ſc Mitteilung. Nachſtehend geben wir nun die Einteilung der fünf Meen e und zwei heidelberger Wahlkreiſe wieder: Wahlkreis(Mannheim⸗Stadt). Stadtgemarkung zwiſchen dem Neckar, Rhein, Altrhein, dem Holzweg und ſeiner Ver⸗ ängerung zur Linie Mannheim⸗„Frankfurt efiiſch en Staatsbahn, dieſer Linie bis zum Neckar, der Friedrichsbrücke, Damm⸗ ſtraße, Am Meßßplatz, der Langſtraße, Luther⸗ ſtraße und dem Neckar. 59, Wahlkreis(Mannheim⸗Stadt II). Die Stadtgemarkung zwiſchen der Friedrichs⸗ brücke, Dammſtraße, Am Meßplatz, der Lang⸗ ſtraße, Lutherſtraße, dem Neckar, Verbindungs⸗ kanal, der Jungbuſchſtraße⸗ Hafenſtraße, Kirchen⸗ ſtraße nebſt deren Verlängerung bis zum Markt⸗ platz, der Straße zwiſchen dieſem und R I, der Straße zwiſchen den R⸗ und 8⸗ Quadraten und dem Friedrich sring bis zur Friedrichsbrücke. 60. Wahlkreis(Mannheim⸗Stadt III). Die Stadtgemarkung zwiſchen dem Verbin⸗ dungskanal, der Jungbuſchſtraße, Hafenſtraße, Kirch henſtraße nebſt deren Verlängerung bis zum Marktplatz, der Straße zwiſchen dieſem und K 1, der Straße zwiſchen den R. und 8⸗ Quadraten⸗ dem Friedriehseie bis zur Friedrichsbrücke, dem Nechar bis zur Linie Mannheim⸗Frankfurt der preußiſch⸗heſſiſchen Staatsbahn, dieſer Linie bis zur Seckenheimerſtraße, der Seckenheimerſtraße, Kepplerſtraße, Friedrichsfelderſtraße, Bahnlinie Mannheim⸗Ludwigshafen bis zur Rheinbrücken⸗ mitte, dem 91 0 155 Neckar bis zum Verbin⸗ dungskanal, einſchließlich des Hauptbahnhofes. 61. Wahlk 1(Mannheim⸗ Stabt IV.) Die Stadtgemarkung zwiſchen der Rhein⸗ brückenmitte, dem Rhein, der derlängerten Mit⸗ telachſe der Emil Heckelſtraße Neckarauerſtraße, Fabriſſtationſtraße bis zur Linie Mannheim Frankfurt der preußiſch⸗heſſiſchen Staatsbahn, dieſer Linie bis zur Kreuzung mit der Secken⸗ heimerſtraße, der Seckenheimerſtraße, Keppler⸗ ſtraße, Friedrichsfelderſtraße, Bahnlinie Mann⸗ heim⸗Ludwigshafen bis zur Rheinbrückenmitte, ausſchließlich des Hauptpbahnhofs. 62. Wahlkreis(Mannheim⸗Stadt). Die übrige Stadtgemarkung einſchließlich der früheren Gemeinde Sandhofen und dem Ortstei Rheinau. * 64. Wahlkreis(Heidelberg⸗Stadt). Der nördliche Stadtteil, begrenzt im Süden vom Neckar von der öſtlichen Gemarkungsgrenze bis zum Karlstor, von da ab von der Haupt⸗ ſtraße und der Bergheimerſtraße. 65. Wahlkreis(Heidelberg⸗Stabt I0). Der ſüdliche Stadtteil, begrenzt im Norden vom Neckar von der öſtlichen Gemarkungsgrenze bis zum Karlstor, von da ab von der Haupt⸗ ſtraße und der Bergheimerſtraße. Die badiſchen Landtags⸗ mahlen. Freiburg, 13. Aug. Wie verlauter, ſtellt das Zentrum für den Wahlkreis Frei⸗ burg 1, den bisher der Abg. Fehrenbach ver⸗ trat, den Profeſſor Wirt vom Realgymnaſium, Mit ſchwerem Herzen begehen in dieſem Jahre des Blutes die Muſelmanen Mazedoniens den heiligen Faſtenmond des Ranig un Sind die Tage der Schrecken nun wirklich und auf immer vor⸗ über? Ach, ffr die wehrloſen Bauern und die Kaufleute in den kleinen und größeren Städten war ja der Krieg nicht der ſchlimmſte der Schrek⸗ ken; nicht die Schlachten paren es, die die Be⸗ Völkerungen fürchten mußte, ſondern was ihnen gte oder vorausging. Dies Entſetzen drängt ich in einem einzigen Wort zuſammen, bei deſſen ennung ſchon Bauer und Kaufmann zuſammen⸗ 15 und angſtvoll umherblicken: der Komitatſchi. n dem von griechiſchen Truppen wohlbe⸗ ſtee Sgaloniki iſt die paniſche Angſt vor den atſchis noch heule nicht gewichen. Andre der Kriegskorreſpondent des Journal, eine für dieſe nachklingende Furcht b⸗ zeichnende kleine Epiſode. Die Sonne geht zur Rüſte, das Faſten bis Jülr Dunkelheit nähert ſich ſeinem Ende, und nun ſtrömen die glänbigen Kinder Allahs in die klei⸗ nen türkiſchen Cafes ſyo man ſpeiſt und daun zur Nargilch greift, um bedächkig rauchend zu träumen und alle Not zu vergeſſen. Da plöslich und ſelbſt einige griechiſche Kaffeehäuſer von der Panik ergriffen. Bis ſich eud⸗ inde, die mildere Wahr nur fort; werden lich, nach einer halben Sti heit Bahn bricht. Ja, dort unten am Kai zogen in der Nacht die Komitatſchis, aber die blut⸗ gierigen Söhne 155 Berge waren mit Ketten ge⸗ feſſelt und von ariechiſchen Soldaten bewacht. Und doch hatte der Name allein genügt, um einen gan⸗ zen Stadtteil in blinde ſinnloſe Furcht zu ver⸗ ſetzen. Europa wird noch oft das Wort Komitatſchi hören müſſen. Denn ihnen, dieſen rätſelhaften Geſellen, die hingebende Treue für ihre Genoſſen mit einer ſchlechthin beſtialiſchen und nicht mehr menſchlichen Roheit gegen ihre Feinde verbinden, ihnen, denen eine falſch verſtandene Liebe zur eigenen Nationalität die Brücke zu den niederſten und furchtbarſten Verbrechen wird, ihnen wird lein Friede Frieden bringen, ſie werden auch woßl kange noch das häßlichſte Rätſel dieſes an Rätſeln ſo reichen Balkanlandes bilden und zuſammen auch eine bange Bewunderung ernten. e bei mit dem Entſezen und Abſcheu die ſie verbreiten, Volt, das ſie fürchtet und baßt wie das Böfe aus und ſcheinen ſchon aus Gebieten zu ſtammen, an denen eine düſtere Freude am Morden und Martern alle Züge des Krankhaften verrät. Wie ſoll man ſich ſonſt die Einzelbheit ten maucher ihrer Verbrechen erklären? Etwa folgendes Beiſpiel, das ſich in Doxat ereignete. Balternhof wird Der bon Komitatſchis überfallen, alles flieht. Nur eins der Kinder, ein fähriger Junge, verliert den Kopf, er klammert ſich im Hofe an den einer Buche und iſt nicht fortzubringen. Einer der Komitatſchis will das Kind losreißen, der Junge widerſteht, umklammert zitternd den Baum. Und im nächſten Augenblick ſauſt das große Meſſer des Komitatſchis durch die Luft und trennt den kleinen Arm von dem tig zu⸗ rückfinkenden Kindeskörper. Oder in erves. Dort fand man die Leichen von drei alten Türken die die Komitatſchis lebendig begraben hatten. Ein Augenzeuge, der entkam, erſtattete Bericht. In einer Moſchee hatten die Komitatſchis die drei Gveiſe gepackt. Man ſchleppte ſie ins Freie und zwang ſie hier, ein Grab auszuheben. Pro⸗ agte lachend der Führer, 105 mich ſehr erfreut und aus vollem Herzen danke piſches Gebiet im Bezirk Boſſilegrad immerhin unter das welfiſche Proteſtfeuer ge⸗ der in den letzten zwei Jahren in der Zentrums⸗ en 1 Beweis Deiner[plüt die Serben 1815 Dör⸗ nommen werden das Zentrum würde nur partei Kark hervorgetreten iſt, als Landtags⸗ ..... ˙ͤ 5 N———.—— f———— Sn 2 ertönt irgend woher vbon der Straße ein haſtiger ſder i ſtehenden Beſtien jene ge⸗ſnend ſteigen ſie hinab und ſegen ſich in die Brube ill 1 lauter Ruf.„Die Komitatſchis!“ klingt es her⸗ laſſene Todesverachtung, die das eigene Leben einer neben den andern. Lachend, jauchzend und 8 Eui E On. über,„die Komitatſchis!“ Und in der nächſten kaum höher bewertet als das ihrer wehrloſen]grölend häufen die Mörder nun auf ihre lebenden Sekunde herrſcht die wüſteſte Verwirrung. Die Opfer. Opfer die Erdſchollen, Glieder zucken, ein ver⸗ Panik iſt da. Tiſche ſtürzen zu Boden, Geſchirr] Vergebens bemüht ſich der Europzer, das We⸗ zweifelter Kampf. Man ſiebt die noch herausra⸗ Zur Mfuchologie Ddes zerbricht. Entſetzunasſchreie ertönen und ein paarſen des Komitatſc ſ begreifen. Denn ibre genden Hände ſich krampfen, dann beginnen ſte 15 itatſk Sekunden ſpäter liegen die Rauchgeräte verlaſſen Bluttaten greifen über die grauſamſten Ver⸗ zu erlahmen, und ſchließlich erſtarren ſie. Wortlos OAmitatf gi. am Boden. Man flieht, man flieht irgend wohin, irrungen, die ein Raſſenhaß begehen kann, hin⸗ bernimmt man von ſolchen Greueln und weiß ſie ſich nicht zu erklären. Waren es Menſchen, die das taten? Oder ward hier die Grauſamkeit zum Irrſinn verzerrt? In Monaſtir, ſo berichtet Tudesg, ſah ich eine Gruppe gefangener Nomi⸗ tatſchis. Ihrer 8 an der Zahl, einer an den an⸗ deren gefeſſelt, an ihrer Spitzs ein bulgariſcher Pope, der noch das Gewand des Geiſtlichen trug ein hochgewachſener nicht mehr junger Mann, bärtig, mit buſchigen Brauen und einem harten kalten Blick. Er ſchritt voran, er gab das Tempo an, marſchierte durch die ſonnige Mittagsglut mit weitausholenden Schritten, und immer wie⸗ der rief er den ermüdeten Genoſſen und den be⸗ gleitenden Soldaten ein fortreißendes Vor⸗ wärts, vorwärts!“ zu. Als ſie in die Stadt kamen, verſammelte ſich die Menge, geballte Fäuſte ſtreckten ſich ihnen entgegen,„Mörder! Mörder!“ gellte es von allen Seiten. Aber ſie ſchritten einher, aufrecht, die auf dem Rücken ge⸗ bundene Hände ließen die breite kräftige Bruſt hervortreten, ſie ſenkten nicht den Blick, und in ihren kalten Augen las man nichts von Reue und nichts von Angſt, wenngleich ſie alle es wußten: daß ſie am kommenden Morgen nicht mehr 5 „Leben ſein würden Donnerstag, den 14. Auguſt 1918. Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten landidaten auf.— Trotz der gegenteiligen Behauptung der„Tagespoſt“ hält ſich hier die Meinung, daß der Zentrumsabg. Kopf keine Kundidatur mehr annimmt. Bayeriſche und Pfülziſche Politik. Das Phönkx⸗Rätſel. München, 13. Aug. Auf die Anfrage eines Nürnberger Blattes war von der Hamburg⸗Amerika⸗Linie mitgeteilt worden, daß Recherchen in Rotterdam und Hamburg ergeben hätten, daß eine„Phönix⸗ Trausport⸗Geſellſchaft“ überhaupt nicht exiſtiert. Daraufhin erklärt nun dieſe Geſellſchaft, es ſei richtig, daß ſtie beim Gericht in Rotterdam noch nicht eingetragen ſei, weil ſie ihren Betrieb noch nicht eröffnet habe; ſie ſei alſo zur Eintragung noch nicht verpflichtet; außerdem ſei die Ein⸗ tragung untunlich wegen der Steuerein⸗ ſchätzung, die erſt nach der Betriebseröffnung erfolgen könne. Zu einer Eintragung in Ham⸗ burg beſtehe überhaupt keine Veranlaſſung Richtig ſet auch, daß die Geſellſchaft keine Schiffe beſitzt; ſie ſei lediglich eine Transport⸗ geſellſchaft und habe wegen der Schiffsbeförde⸗ in Hamburg, die bekanntlich dem Fürſtenkon⸗ zern gehört. Zu der Behauptung der Hamburg⸗Amerika⸗ teilt letztere weiter mit, dieſe Behauptung ſei zuerſt vom Reichsamt des Innern gegenüber der bahyeriſchen Regierung aufgeſtellt worden, als dieſe mit der Geſellſchaft im Herbſt vorigen Jahres in Unterhandlung trat. Daraufhin ſeien von einem Geheimdetektiv in den Rotterdamer⸗ Bureaus der Geſellſchaft Recherchen angeſtellt worden, die natürlich das Beſtehen der Geſell⸗ ſchaft ergaben. Nunmehr wurde die Geſellſchaft aufgefordert, der bayeriſchen Regierung einen Entwurf der Konzeſſionsurkunde vorzulegen. AUnterdeſſen hatte ſich dann, wie die„Münche⸗ neer Zeitung“ ſchreibt, noch allerlei zwiſchen Berlin und München abgeſpielt, wovon vorerſt nicht geſprochen werden ſoll. Der Schluß die⸗ ſes Abſthnittes der Phönix⸗Geſchichte iſt, daß das Reichsamt des Innern, das die bayeriſche Regierung— man weiß nicht, auf weſſen Ver⸗ anlaſſung hin— vor der Geſellſchaft gewarnt hatte, auf telegraphiſche Anweiſung ſeitens des bayeriſchen Miniſteriums des Innern am 9. De⸗ zember vorigen Jahres dem Phönix⸗Vertreter in Berlin die Konzeſſionsurkunde aushändigte. Was beſagt, daß das Reichsamt des Innern ſich unterdeſſen von der Exiſtenz der Phönix⸗ Geſellſchaft überzeugt hat. Die bayeriſche Regierung ſchweigt ſich über die Phönix⸗Geſchichte trotz aller Anfragen im⸗ mer noch aus, was keineswegs dahin gedeutet werden kann, daß ſie mit dem Auswandererver⸗ trag einen beſonders ſchlauen Streich ge⸗ macht hat. Das Ende einer langen Fehde. München, 13. Aug. Die landwirtſchaft⸗ lliche Zentralgenoſſenſchaft Regensburg des Dr. Heim lag ſeit Jahren in einem lauten Konkur⸗ Landwirtſchaftsrates in München. Dieſer Kampf hat mitunter Formen angenommen, die von parlamentariſcher Ausſprache weit entfernt waren; insbeſondere hatte er ſich zu ſcharfen, ſogar perſönlichen Kontroverſen zwiſchen Dr. Heim und dem früheren Präſidenten des Land⸗ wirtſchaftsrates, dem jetzigen Miniſter von So⸗ den, zugeſpitzt. Nunmehr ſind Verhandlungen im Gange, die einen dauernden Frieden zwi⸗ den beiden Organiſattonen in Ausſicht Man geht nicht trre, wenn man annimmt, daß damit Dr. Heim, den das Zentrum ſeit längerer Zeit kaltgeſtellt hat, vor der mächti⸗ geren feudalen Gruppe des bayeriſchen Zen⸗ krums die Waffen ſtreckt, um nicht ſchließlich allen Einfluß zu verlieren. rung einen Vertrag mit der Deutſchen Reedere! Linie, daß die„Phönixgeſellſchaft“ nicht exiſtiere, renzkampf mit der Zentralkaſſe des bayeriſchen 2 Gberbürgermeiſter Martin und die Kunſt. Um den Verblichenen trauern die Muſen. Denn er war allezeit ihr Gönner und Schützer. Inmitten einer Stadt, die im wirtſchaftlichen Leben ſich erſchöpft, baute er ihnen Tempel. Und als einer ihrer Prieſter rief er in ſie alle, deren Menſchentum empfünglich ſich erhalten hatte für die Werte des Geiſtes und der Seele. In einer Zeit, da die Kunſt eine Sache des Begüterten zu werden anfing, ging er aus, ihr die Allgemeinheit des Volke wiederzuzuführen. Den Beladenen und Mühſeligen ſollten aus ihr Augenblicke hoher Sammlung, Kraft zu neuem Kampf werden. Vor der Sprache der Dichter und Denker, der Muſiker und der Künſtler ſollten die Schranken der Stände fallen und über ſie der Menſch zum Meuſchen reden, der eine neben de andern mit gleichem Rechte ſtehen. Schillers ſehnend jauchzender Ruf, den, gleich⸗ geſinnt Beethovens Töne ins Ueberirdiſche ver⸗ klärt haben— der Ruf: Seid umſchlungen, Mil⸗ lionen, hier hatte er begonnen Tat zu werden. Während ſonſt die Kunſt verwaiſt ſtand von jenen hohen Gönnern, die ſie in früheren Jahr⸗ hunderten groß gemacht— hier war einer auf⸗ geſtanden, groß wie jene fürſtlichen Maecene des 18. Jahrhunderts, durchglutet von heißer Liebe zu allem Schönen wie die Schöpfer der Renaiſ⸗ ſance, das Maecenatentum ins Moderne über⸗ ſetzte; als Schutz der Kunſt zum Beſten aller. Das iſt der ſchlichte feierliche Lorbeer, der ſich um ſeine Bahre ſchlingt. Von der Bühne ſollten, ſo war es ſein Wille und Streben, die edelſten Werke der Welt in edelſter Haltung in die Maſſen wirken Friſch iſt die Erinnerung an das gewaltige Denkmal, das er ſich damit zuletzt im Herzen von Tau⸗ ſenden und Abertauſenden geſetzt: die für die breiteſte Allgemeinheit beſtimmte Aufführung aller Werke Richard Wagners. Noch tönt der Jubel der Feſtwieſe nach, der den Beſuchern einer Ein⸗ heitsvorſtellung berauſchend in die Ohren klang. Und wer auf die Geſchichte des Mannheimer Theaters im vergangen Jahre blickt, gewahrt mit Erſtaunen die gewaltige Leiſtung, die er neben ſeinem Berufe für die Reorganiſation, für den inneren Ausbau der Bühne gleiſtet hat, auch ſie in aller Stille, von den Meiſten unbemerkt, nur von den Eingeweihten ſchon abzuſchätzen in ihrer Bedeutung für die Zukunft. Es iſt, als habe das blind waltende Schickſal ſeiner tätigen und fürſorglichen Liebe zum Thegter wenigſtens das dem Dahingeſchtedenen noch gegöunt: ſein ſtilles Wirken zu krönen durch eine Feſtigung dieſer Stätte auf lange hinaus. Und ſpätere Jahre ſehen vielleicht auch einmal mit nachhal⸗ tigerem Gelingen ſich durchſetzen, was ihm als großes Ideal vorſchwebte: die Wirkung des Theaters der Maſſe, von der die Werke der⸗an⸗ tiken Tragiker im Nibelungenſaal ſchon ſo tief ergreifendes Zeugnis gegeben. Erſt den Grundſtein hat er ja auch zu einem Bau gelegt, das als edelſtes Denkmal mithelfen wird, ſeinen Namen in die ferneren Zeiten zu tragen: zu der volkstümlichen Pflege der Muſtk. Seine Grundriſſe nur ſind gezeichnet, aber ſeine Beſtimmung iſt geſichert und wird in den Herzen zahlloſer empfänglicher Menſchen die Erinnerung an den Schöpfer des Werkes in der Zukunft lebendig erhalten. Als ſtolzer Tempel aber hißt die Gedenkflagge die Stätte, die er in nimmer müder Tätigkeit der bildenden Kunſt geſchaffen hat. Der Chroniſt ſpäterer Zeit wird niederzu⸗ ſchreiben haben, daß die Pflege bildender Kunſt Uim neuen Mannheim mit ihm erſt eingeſetzt hat, Maße unterrichtet war. Das geht auch aus dem Mittagsblatt). Grundſtock geſchaffen wurde, der ihr zu euro⸗ päiſchem Anſehen verhalf, und der herrliche Meiſterſaal— in dem er ſo manche Bilder nur erkämpfen konnte— wird das Denkmal bleiben, mit dem ſein Name ſich für immer verknüpft. Wir Mitlebenden ſind noch ſo mitten in dem rauſchenden Strome, der aus unſcheinbarer Quelle hervorgebrochen iſt, erfüllt mit junger ſtarker Luſt und das Herz geſchwellt von dent Bergangenen und den Ausſichten des Kommen⸗ den, daß wir tief fühlen, was künftige Zeiten ſo kaum mehr werden ahnen können: die warme Dankbarkeit für ein aus voller und ganzer Liebe geſchaffenes Werk, das allen ohne Unterſchied Schönheit zu ſpenden berufen iſt. Noch bewegten unvollendete Pläne den raſt⸗ loſen Sinn des Mannes. Einer Volksbibliothek galt ſeine nächſte Sorge, der Schaffung eines in allem geiſtig beweglichen und ſeeliſch verfeinerten Mannheim ſein letztes Trachten. Sein Mann⸗ heim— ein Muſenhof, das war kürzeſte Formel für ſein Wollen. Nun harren in banger Trauer die Muſen deſſen, der ſie in dieſem Geiſte weiter ehrt. H. Die letzten Tebensſtunden unſeres Oberbürgermeiſters. Unſer Sch.⸗Berichterſtatter ergänzt ſeine kele⸗ telephoniſchen Mitteilungen aus Bad Nauheim über den Tod des Oberbürgermeiſters, die nur in einem Teil der Auflage der letzten Nummer ent⸗ halten waren, durch folgende ausführlichere Schil⸗ derung: Auf der Fahrt nach Bad Nauheim hatte ich Ge⸗ legenheit, mich mit einer bekannten Mannheimer Perſönlichkeit zu unterhalten, die in engen Be⸗ ziehungen zur Stadtverwaltung ſteht und deshalb über das Leiden des heimgegangenen Oberbürger⸗ meiſters gut orientiert war. Dem betr. Herrn iſt es ſchon, bevor Oberbürgermeiſter Martin ſeine Badereiſe antrat, aufgefallen, daß er beim Treppenſteigen mit Atembeſchwerden zu kämpfen hatte. Als der Herr dann hörte, daß der Ober⸗ bürgermeiſter in Bad Nauheim die Kur gebrau⸗ chen wollte, gab er ihm noch den herzlichen Wunſch mit auf dem Weg, er möge mit der Kur den glei⸗ chen glänzenden Erfolg erzielen, der ihm vor 25 Jahren beſchieden geweſen ſei, als er an Rheuma⸗ tismus litt, der das Herz beeinflußte. Oberbür⸗ germeiſter Martin dankte für dieſen Wunſch und äußerte ſich hierbei über den Erfolg der bevor⸗ ſtehenden Kur ſehr hoffnungsfreudig. Bei dieſer Gelegenheit ſei feſtgeſtellt, daß Oberbürgermeiſter Martin ſchon ſeit längerer Zeit über ſchweren Druck auf der Bruſt klagte. Aber nur ſei⸗ ner Gemahlin und einigen Perſonen gegenüber, die ihm beruflich und geſellſchaftlich am nächſten ſtanden. Selbſt die Beamten in ſeiner nächſten Umgebung haben nichts von dem Leiden des Heim⸗ gegangenen gewußt. Sopiel iſt auch ſicher, daß er über ſeinen wahren Zuſtand ſelbſt nicht in vollem an Herrn Stadtrat Freytag gerichteten Schreiben hervor. Bad Nauheim, das herrliche Taunusſtädtchen mit ſeinen heilbringenden Quellen, prangt gegen⸗ wärtig im vollen Sommerſchmucke. Es iſt nicht nur für den Kranken, der die Bäder gebraucht, Kuranlagen abſchließt und mit ſeinen mächtigen Dienstag lediglich lender Ungewißheit, bis ſchließlich kurz nach 8 Uh⸗ bald darauf wurde auch zur kraurigen Gewiß hei daß der Unbekannte m von des Lebens nervenzerreibender Haß ſucht, ein wahres Labſal, wenn ihn das Dampfroß plötzlich 5 aus der Stadt der Arbeit an dieſen Ort der Ruhe und des beſchaulſchen Naturgenießens bringt. Allein ſchon der Weg vom Bahnhof durch die ſchattigen breiten Straßen zum Kurhaus läßt den Schluß zu, daß hier alle Vorbedingungen für einen Erfolg der Bäder gegeben ſind. Weil es ſich in Nauheim ſo gut ausruhen läßt, deshalb wird die Wahl des Heimgegangenen wohl auch in der 5 Hauptſache auf dieſes, dem großen Weltgetriebe ſchon mehr entrückte und doch mit allen Begquem⸗ lichkeiten der Neuzeit ausgeſtattete Taunusbad gefallen ſein. Oberbürgermeiſter Martins Ruhe⸗ bedürfnis wählte auch keines der großen Hotels, an denen auch in Nauheim kein Mangel iſt, ſondern eine ſtille, vornehme Privatpenſton, Schneiders Hotel Victoria, das ziemlich am Ende der herrlichen Parkſtraße, dem Hauptſtraßenzug Nauheints liegt, der zur Rechten die prächtigen alten Bäumen zum Promenieren im kühlen Schat. ten wie geſchaffen iſt, während ſich zur Linken ein Geſchäft mit großſtädtiſchen Auslagen an das andere reiht. Der Verblichene weilte ſeit etwa vier Wochen mit ſeiner Gemahlin und dem einzigen IAjährigen Sohn, der das Gymnaſtum befucht und ſich der Mufik widmen will, in der Penſion, der eine ältere Dame vorſteht, von der man ſofort den Eindruck bekommt, daß ſie um das Wohl ihrer Penſtonäre auf das mütterlichſte beſorgt iſt. Die Dame hat auch nicht gewußt, daß unſer Oberbür⸗ germeiſter ein ſo ſchwerleidender Mann war, denn ſie konnte uns nur mitteilen, daß er am über Kopfſchmerzen geklagt habe. Umſo erſchütternder wirkte auf ſie und alle übrigen Bewohner der Penſion die plötzliche To⸗ desnachricht. Es iſt von uns bereits mitgeteilt worden, daß ünſern Oberbürgermeiſter der Tod auf der Straße ereilte. Der ſo unerbittlich ſchnelll den Seinen und der Bürgerſchaft Mannheims Entriſſene hatte unter den Bruſtſchmerzen, über die er, wie erwähnt, ſchon länger klagte, in der Nacht bom Dienstag auf Mitto ſchwer zu lelden. Die Schmerzen traten auf, daß er kein Auge ſchließen konnte. ſeine Gemahlin nicht zu ängſtigen, verheimlichte er ihr ſeinen Zuſtand und teilte ihr ſein Befind erſt am Morgen mit, wobel er bemerkte, er erhöffe bon einem Bad eine Linderung der Schmerzen 8 Frau Oberbürgermeiſter Martin begleitete ihren Gemahl zum nahegelegenen Bad und ſuchke de ſeparate Frauenbad auf, während der Heimge⸗ gangene das Herrenbad betrat. Nach dem begab ſich die Frau Oberbürgermeiſter zur ſion zurück. Ihr Gemahl blieb länger als wöhnlich aus, ſodaß ſie unruhig wurde. ging eine Viertelſtunde nach der andern die Nachricht ins Haus getragen wurd nächſter Nähe, kaum 50 Meter entfernt, ein d auf der Straße kok zuſammengebrochen ſel. U it ihrem Gemahl 0 — da5 durch ſeine Energie Mannheims Galerie der ſondern auch für denjenigen, der nur Erholung war. enfchaft u. Leben. Wißf Beſchaffung von Meſothorium. Auf Anregung des Direktors des Allgemeinen Krankenhauſes, Dr. Volhard, iſt hier eine Sammlung zur Beſchaffung des neuen Krebs⸗ mittels, Meſothortum, im Gange. Der bis⸗ berige Ertrag läßt auf einen erfreulichen Erſolg boffen. Auf dem Juternationalen mediziniſchen Kongreß in London, auf dem die Heidelberger Hochſchule durch Geh, Hofrat Gottlieb und Prof. Dr. Vulpius vertreten war, hielt Prof. Vulpius Vorträge über bie Behandlung der ſpaſtiſchen Lähmungen, über die Verbandbehandlung der Wirbelſäulenverkrüm⸗ mungen und über die Heilſtättenbehandlung der chirurgiſchen Tuberkuloſe. Aus bder bildenden Kunſt. Aus Karlsrühe wird uns berichtet: Der Orößherzog haät dem„Staatsanzeiger“ zufolge die Profeſſoren an der Akademie der bildenden Küuſte in Karlsruhe, Profeſſor Dr. Guſtav Schönleber Prof. Dr. Ing. Ferdinand Keller, erſteren gen feiner ſeidenden legteren wegen vorgerücktem r igjährigen treu geleiſteten un eich e 1. Oklober in den Ruh e ſt an d önleber wurde vom Großherzog Kommandeurkreuz des Ordens —— Eiferfüchtig die Einze Neues von Heines„Mouche“. Die ſeltſame Frauengeſtalt, die in die Ma⸗ tratzengrüft des ſterbenden Heinrich Heine einen leßten Strahl von Sonne und Glück brachte und die der Dichter unter dem Namen der„Mouche“ unſterblich gemacht, hat das Intereſſe der Heine⸗ Forſcher und Heine⸗Freunde ſtets in hohem Maße gefeſſelt, ohne daß alle Geheimniſſe ihres Lebens ergründet, alle Schleier von ihrem rätſelvollen Weſen gehoben werden konnten. Deshalb ver⸗ dienen die Mitteilungen von J. Louſſert in der Grande Revue beſondere Beachtung, die haupt⸗ ſächlich ihre Beziehungen zu dem großen Hiſtori⸗ ker Hippolyte Taine erörtern. Bevor die aus Deutſchland ſtammende Camilla Selden— unter dieſem Pfeudonym iſt ſie als Schriftſtellerin her⸗ vorgetreten— die Tröſterin des ſterbenden Heine wurde, war ſie die Freundin des mit dem Dichter der„Lorelei“ gut bekannten öſterreichiſchen Schriftſtellers Alfred Meißner; man weiß nicht genau, wann und wo ſie geboren wurde; ihre Memoiren, in denen ſie ihre Beziehungen als Sekretärin und Freundin zu Heine erzählt, hül⸗ len vieles abſichtlich in ein geheimnisvolles Dun⸗ kel. So bekannt und berühmt ſie durch dieſes Verhältnis zu dem ſchwerkranken Dichter gewor⸗ den iſt, ſo wenig iſt von ihrer Verbindung mit Taine an die Oeffentlichkeit gedrungen, mit dem ſie ſich beinahe verlobt hätte. Der große Gelehrte hat ſpäter verhindert, daß man Näheres über dieſe Freundſchaft mit der„Mouche“ erfahce. lheiten ſeines Privatlebens könnte, daß ich für ſein Glück notwendig wäre, daß irgend welche Papiere dieſer Art je ver⸗ öffentlicht würden. Die Briefe, die er an die Freundin geſchrieben und deren Zahl auf 400 ge⸗ ſchätzt wird, wurden nach dem Tode Camillas bon der Familie Taines zurückerworben. Sicher⸗ lich haben Taine und Heines Freundin einander ſehr nahe geſtanden.„Wir haben die gleichen Ideen geteilt“, ſagt ſie ſelbſt in einer Stelle ihrer Memoiren, die dieſe Beziehungen berührt,„haben nach dem gleichen Ziel geſtrebt und ſtanden in einem ſü engen geiſtigen Bund, daß keine Macht der Welt imſtande zu ſein ſchien, uns jemals voneinander zu trennen. Ja, ich habe ihn ſehr geliebt und während langer Zeit mit gutem Grunde geglaubt, daß er nicht ohne mich ſein wie er damals für das meine war, daß das Wort, das mir ein ſolcher Mann gegeben, ſeinen Wert hätte und nicht zurückgenommen werden könnte. Welche Frau wäre dadurch nicht getäuſcht wor⸗ den?“ Und in der Erinnerung daran, daß er ſie berlaſſen, fügt ſie hinzu:„Es ſind jetzt mehr als 18 Jahre, daß wir uns nicht geſehen, daß unſere Wege ſich trennten. Wir ſind einander fremd geworden, ſo völlig fremd, ſo abſolut gleich⸗ gültig, daß wir uns begegnen können, ohne uns die Hand zu reichen, vielleicht ohne uns wieder⸗ zuerkennen.“ Die Mouche iſt im Jahre 1896 als Frau des Profeſſors am Mädchen⸗Gymnaſium von Rouen Louffett geſtorben, nachdem ſie längſt ihre eine Zeit lang eifrig gepflegte literariſche Perſönlichteit und an der Kunſt des Dicht hangen, in deſſen letzten Lebenstagen ſie poetiſch verklärte Rolle geſpielt. Die Aufnahme des Eifens durch den Orgauismus u. dergl. mehr zu heben. aber vor nicht allzu langer Zeit von zaählreke Forſchern für nutzlos erklärt, anorganiſchen Eiſenpräparate nicht vom Organtsmn verdaut werden ſollten, mithin garnichts zum Erſfatze beitragen konnten. Es wurden daher in die Therapi jene zahloſen organiſchen Eiſenpräparate eingeführ; die das Eiſen an einem Eiweißſtoff gebunden hielten, alſo gewiſſermaßen den Subſtanzen glichen, mit denen im Blute das Eiſen zu Hämoglobin ſich nerbindet. Umſchwung in den Anſchauungen über die Art de Aufnahme und Anpaſſung der Nahrung Organismus vollzogen. Man weiß jetz weißkörper Leufbahn aufgegeben hatte. Die, die ſie in dieſer ihr eine durch die Erfahrung eines bew bens gereifte Dame, wohlwollend und gütig, ab nichts ſo ſehr fürchtend, als daß irgend welche⸗ Verede über ihre Perſon entſtehe. al. f an meine Stelle eine Paſſionsblume,“ ſo i0 lerg ſie bis zuletzt mit glühender Verehrung an de Dieſe Behandlung wurde da die natürlichen Nun hat ſich aber in neueſter Zeit de im les⸗ , daß einen verwickelten u behütend. bat er in ſeinem Teſtament verboten, lletzten Periode ihres Lebens beſuchten, fanden in S 4. Seitr. Donnerstag, den 14. Auguſt 1913. Der Heimgegangene hatte nach dem Bad offen⸗ bar einen kleinen Spaziergang durch die Anlagen unternommen. Das Bad ſcheint ihm nicht bekom⸗ men zu ſein, denn wir uns heute brieflich aus Bad Nauheim mitgeteilt wird, fiel einem Mann⸗ heimer Kurgaſt, Herrn Kaufmann Sig. Salo⸗ mo n, der ihn begrüßte, als er das Badehaus ver⸗ ließ, die gelbliche Geſichtsfarbe auf. Augenzeugen keilten uns mit, daß der Oberbürgermeiſter an der Ecke der Park⸗ und Reinhardſtraße, nur einige Häuſer von der Penſion entfernt, plötzlich wie vom Blitz getroffen auf dem Gehweg zuſammen⸗ brach und mit dem Geſicht nach vorn fiel. Durch den Sturz zog er ſich eine blutende Ver⸗ letzung an der rechten Stirnſeite zu. Herr Friſeur Lö w, der einige Schritte entfernt ſein Geſchäft beſitzt und— es war einige Minu⸗ ten nach 8 Uhr— eben die Tür geöffnet hatte, wurde auf die hochragende Geſtalt des herannahen⸗ den ihm unbekannten Herrn aufmerkſam. Er war deshalb auch der erſte, der auf den Zuſammenbre⸗ chenden zueilte. Er richtete ihn mit Hilfe von Paſſanten auf und beorderte aus einem benach⸗ barten Lederwaren⸗ und Fahrſtuhlverleihgeſchäft einen Tragſtuhl, in dem der Oberbürgermeiſter gelegt wurbe, der nur noch ſchwache Lebenszeichen von ſich gab. Herr Löw, der als Sanitäter ge⸗ dient hat und ſich deshalb auf die erſte ſachgemäße Hiſſe bei Unglücksfällen verſteht, hatte dem Ober⸗ bürgermeiſter die Kleider geöffnet, um ihm Er⸗ leichterung zu verſchaffen. Bei der Prüfung des Pulsſchlages ſtellte Herr Löw feſt, daß der Puls bereits ausgeſetzt hatte. Nur wenige Häuſer entfernt wohnt in der Rein⸗ harbſtraße ein Arzt, Herr Dr. Wolfheim, deſſen Burſche ebenfalls den Vorgang beobachtet hatte. Der Oberbürgermeiſter wurde in die Woß⸗ nung des Arztes transportiert und im Sprech⸗ zimmer auf eine Chaiſelongue gelegt. Nach weni⸗ gen Nugenblicken trat der Tod ein. Um die Iden⸗ kität des Verblichenen feſtzuſtellen, wurden die Taſchen durchſucht. In einer Brieftaſche fanden ſich mehrere Viſitenkarten vor. Man wußte in⸗ folgebeſſen ſofort, wen man vor ſich hatte. Eine Anfvage bei der Kurverwaltung brachte völlige Gewißheit. Nun wurde auch die Bürgermeiſterei bezw. das Standesamt und der Arzt, der den Verblichenen behandelt hatte, Herr Sanitätsrat Dr. Bauer, benachrichtigt, der ebenfalls nur den bereits von Herrn Dr. Wolfheim feſtgeſtellten Tod konſtatieren konnte. In der Brieftaſche be⸗ ſand ſich noch eine beträchtliche Summe in Hun⸗ dertmarkſcheinen, außerdem im Portemonnaie und in einem Anhänger ein größerer Betrag in Gold. Im Rock wurde ferner das Teſtament des Heimgegangenen gefunden. Die Leiche blieb bis gegen Abend in der Wohnung des Arztes und wurde dann in die Nauheimer Leichenhalle über⸗ führt. Die Ueberführung nach Mann⸗ heim erfolgt heute abend 10.49 Uhr mit dem Kurszuge. Morgen früh um 8 Uhr trifft die Leiche hier ein. Herr Bürgermeiſter Ritter iſt geſtern Mittag mit ſeiner Gemahlin nach Nauheim gefahren, um die nötigen Formalitäten wegen der Ueberführung zu exledigen. Wir trafen ihn, als er vom Nau⸗ heimer Standesamt kam. Schmerzlich bewegt er⸗ FP bbTTPTTTTTTTTTT wieder zu einem körpereigenen Eiweiß auf ſynthe⸗ tiſchem Wege wieder zurückverwandelt zu werden. Der Enkdecker dieſer fundamentalen Tatſache, der Hallenſer Phyſiologe Prof. Abderhalden, dehnte neuerdings ſeine Unterſuchungen auch auf das Schickſal der in der Nahrung enthaltenen, zunächſt organiſch feſtgebundenen Eiſen und Kalkſalze aus. Er ſtellte künſtliche Verdauungsverſuche an, d. h. er Unterwarf Fleiſch dem Einfluſſe des Verdauungs⸗ ſaftes Pankreatin und konnte nach einiger Zeit in dieſem freies Eiſen vermittelſt chemiſcher Reaktionen nachweiſen. Der Organismus übernimmt das Eiſen alſo nicht in organiſch gebundener, ſondern in in⸗ differenter Form als Element. Ebenſo verhält es ſich mit dem Kalk. Daß dieſe Vorſtellung die richtige iſt, geßt auch daraus hervor, daß es gelingt, Tiere mit Blutſalzen oder Knochenaſche als einzige Quellen anorgauiſcher Nahrung zum Wachſen zu bringen. Man kann daher nicht mehr annehmen, daß die alten Eiſenpräparate wirkungsloſer ſind als die modernen chemiſchen. Aber weit über dieſen Einzelfall hinaus weitet ſich das Problem. Weder ſind die in der natür⸗ lichen Nahrung enthaltenen anorganiſchen Stoſſe Anerſetzbar, noch iſt dies bei den organiſchen Ci⸗ weißen, Fetten und Kohlehydraken der Fall. Das be⸗ deutet aber nichts anderes, als daß es über kurz oder lang möglich ſein wird, eine chemiſche Nahrung, die konzentrierter iſt als die natürliche, herzuſtellen. Die Arbeiten Abderhaldens gelten ſeit langem dieſer Frage, und faſt ſcheint es, als ſollten wir von deren ölung heute nicht mehr allzu weit entſernt ſein. Der Streit um die beſte Impfſtelle. die franzöſiſchen Mütter ſtehen vor einem wierigen Problem: Wo ſollen ſie ihre Töch⸗ * impfen laſſen? Die Impfung am Oberarm ekanntlich den Nachteil, daß ſie in ſpäteren zahren die Schönheit der jungen Dame gefähr⸗ die Balltotlette den Oberarm frei läßt damit die entſtellenden Impfnarben zeigt. die Mütter von Töchtern ſeit Daher laſſen impfen. Aber auch dieſes Verfahren h Jahren ihr Baby ſtatt am Arm am Oberſchenkel 4 Genctul⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagsblatt). zählte auch er uns die vorſtehend mitgeteilten Ein⸗ zelheiten. Seine Frau Gemahlin nahm ſich, wäh⸗ rend er die notwendige Gänge erledigte, in liebe⸗ vollſter Weiſe der ganz gebrochenen Witwe an. Herr Bürgermeiſter Ritter iſt noch heute Nacht wieder hierher zurückgekehrt, um die Vorbereitun⸗ gen für die Beſtattung zu treffen. Von Herrn Gewerbelehrer Martin, der ebenfalls in Bad Nauheim weilt, wird uns mit⸗ geteilt, daß er gleichfalls zu denen gehörte, die den Oberbürgermeiſter zuſammenbrechen ſahen. Er bot ihm noch einige Augenblicke vorher den letzten Gruß. Zahlreiche Beileidsdepeſchen ſind im Laufe des geſtrigen Nachmittags Laufe des heutigen Vormſttags auf dem Rathauſe eingetroffen. Unter anderen Kondulenztelegramme: Großherzogin Luiſe das Geheim⸗Kabinett des Großherzogs, das Großh. Bezirksamt Mannheim, die Städte Karlsruhe, Heidelberg, Freiburg, Konſtanz, Ba⸗ den⸗Baden, Lahr und Speyer; ferner Geheimrat Reiß, der in Garmiſch weilt und Oberbürger⸗ meiſter a.., Winterer, in Freiburg. Den Wort⸗ laut der Telegramme werden wir noch nach⸗ tragen. Eine außerordentliche Stadtratsſitzung fand heute bormittag ſtatt, in der über die Be⸗ erdigungsfeierlichkeiten Beſchluß gefaßt wurde. Der Schmerz und die Trauer der Mannheimer Bürgerſchaft über das Hinſcheiden ihres Oberbürgermeiſters iſt eine allgemeine. Allüberall kommen die hohe Wertſchätzung und die Verehrung zum Aus⸗ druck, die unſerem ſeitherigen Stadtoberhaupt von allen Kreiſen entgegengebracht worden ſind und die auch über das Grab hinaus dauern werden. Man iſt ſich bewußt und hat allgemein das Gefühl, daß die Stadt Mannheim einen großen Verluſt erlitten hat, der umſo ſchwerer in die Wagſchale fällt, als unſer Ge⸗ meinweſen mitten in neuen gewaltigen Unter⸗ nehmungen ſteht, deren glückliche Durchführung eine hervorragende eingearbeitete Kraft an erſter Stelle verlangt. Das Rathaus hat zum Zeichen der Trauer auf Halbmaſt geflaggt. Nus Stadt und Land. Mannheim, den 14. Auguſt 1913. Die Gegnerſchaft des Wormſer Gberbürgermeiſters gegen die Gberrheiniſche Eiſenbahn⸗ geſellſchaft. Der Antrag des Präfidenten der heſſiſchen zweiten Kammer, Abg. Oberbürgermeiſter Köhler, hat, ſo ſchreibt man uns, überall be⸗ rechtigtes Erſtaunen hervorgerufen. Die heſ⸗ ſiſche Regierung ſoll nach dieſem Antrag der Oberrheiniſchen Eiſenbahn⸗Geſellſchaft die Ge⸗ nehmigung verſagen, Teile des Großherzogtums Heſſen mit elektriſchem Strom zu verſorgen und ſoll ihr keine Konzeſſionen zum Bau von Bahnen in Heſſen erteilen. Wenn man die Begründung des Antrags lieſt, kann man allerdings nur lebhaft den Kopf ſchütteln. Es wird von dem Herrn Oberbürgermeiſter hervor⸗ gehoben, daß es ſich um eine badiſche Geſell⸗ ſchaft handele, die ſtörend in heſſiſche Intereſſen eingreifen werde, und er befürchtet, daß durch Zulaſſung einer badiſchen Geſellſchaft die Fehler der ſeitherigen heſſiſchen Eiſenbahnpolitik ver⸗ größert würden, weil heſſiſches Kapital„außer Landes“ geführt werde. Vergeblich fragt man ſich, ob wir nicht ein ge⸗ .. ͤ ͤPPPPPPPPPPPPPPPPTGPTbTbPbPPTPTbTbTPPbT————TT—TTTTTT gewiſſe Länder müſſen die Impfnarben vorge⸗ wieſen werden. Und das iſt begreiflicherweiſe nicht nach dem Geſchmack der jungen Damen, wenn die Impfſtelle ſich an Gliedern befindet, deren Enthüllung ſowohl Schwierigkeiten äußerer wie ſeeliſcher Natur mit ſich bringt. Den peinlichen Szenen, Tränen und Proteſten, die oft eintraten, will jetzt Dr. Moreſtin ein Ende machen. Die kleinen Mädchenbabys ſollen fortan nicht mehr am Beine geimpft werden und auch nicht am Oberarm, ſondern in der Achſelhöhle, denn nach der Erklärung die⸗ ſes ſalomoniſchen Mediziners iſt dies die„wün⸗ ſchenswerteſte, diskrete und zugleich leicht zu⸗ gängliche Stelle.“ Das Ordensband bder Dienſtboten. Das republikaniſche Frankreich iſt das klaf⸗ ſiſche Land der Orden und der Ordensbänder, wohl nirgends iſt die Sehnſucht, ein Bändchen im Knopfloch zu tragen, ſo heiß und ſo weit ver⸗ breitet, wie bei unſerem weſtlichen Nachbarn. Ohne dieſen Umſtand wäre das neue Geſetz, das jetzt im Journal Official veröffentlicht wird, auch nicht verſtändlich. Die Regierung der Re⸗ publik iſt auf den guten Gedanken gekommen, die Ordensſehnſucht des Volkes fruchtbar zu machen und ſie zur Löſung der immer ſchwieri⸗ ger werdenden Dienſtbotenfrage auszunutzen. Und ſo entſtand dieſes neue Geſetz, das gewiſſer⸗ maßen eine Ehrenlegion der Dienſtboten ſchafft, ein Ordensband für Diener und Dienſtmädchen, Köchinnen und Zofen. Die kaufmänniſchen An⸗ geſtellten, die Kommis und Reiſenden beſaßen bereits ihre eigene Ehrenlegion; ſie erhalten für langjährige treue Dienſte vom Staate Medail⸗ und im hieſigen ſandten von Baden, Nachteile und ſie bilden jetzt den Gegenſta eines heftigen Meinungsſtreites. Bei gewiſſen Weifengen zun auch bei der fezerſegkang eintes Deutſches Reich haben oder noch in der Zeit des finſterſten Köhlerglaubens leben. Der Antrag ſcheint gar nicht zu berückſichti daß für das ganze Deutſche Reich Gewerbefreihei ſteht und daß die? ig engen Begrenzung des Einzelnen vo ſind. Man ſchließt ſich doch nicht mehr durch hohe Zollſchran⸗ ken voneinander ab und ſollte ſich doch nicht in derartiger Weiſe in der Verkehrsentwicklung hin⸗ dern. Allmählich hat man doch gelernt, daß der Verkehr die Länder verbindet und jedem Land zum Vorteil gereicht, und daß es mit der Elektri⸗ zität ähnlich der Fall iſt. Eine Begrenzung auf ein enges Wirtſchaftsgebiet bezeichnet die unterſte Stufe des wirtſchaftlichen Lebens. Man treibt in ſolchen Fällen leicht Kirchturmspolitik. ſollten in Deutſchland aber doch nicht nur badiſche und heſſiſche Volkswirtſchaft pflegen, ſondern deutſche Volkswirtſchaft, und da muß auch die Freiheit beſtehen, Elektrizität daher zu beziehen, der Verbraucher ſie am billigſten und wirt⸗ erhält. Der Völkerrechtsverkehr znahme nach dem Vorſchlag Köh⸗ lers wie ein Einfuhrverbot ebenfalls ſofort mit einer gleichen Maßnahme beantworten. Was würde man in Worms ſagen, wenn man in Baden im Intereſſe der badiſchen Landwirte die Einfuhr der Gurken aus der Wormſer Gegend verbielen wollte? Wenn die Begründung des Antrags Köhler ſchließlich von der heſſiſchen Eiſenbahnpolitik ſpricht, deren ſeitherige Fehler man vermeiden ſolle, ſo iſt nur darauf hinzuweiſen, daß die heſ⸗ ſiſche Eiſenbahnpolitik von jeher für die nicht gün⸗ ſtige Finanzlage des Landes verantwortlich ge⸗ macht wurde und zwar von Angehörigen aller Parteien. Durch dieſen Hinweis ſollen eben die Unzufriedenen auf ein neues Angriffsobjekt auf⸗ merkſam gemacht werden. Nach der Begründung des Antrags Köhler ſollte man meinen, daß alle Heſſen das Land verlaſſen, und daß die nach Heſſen führenden Züge leer ſind. Dabei iſt doch wohl bekannt, daß heſſiſche Arbeiter in Mannheim und Weinheim in großer Anzahl ihr Geld verdie⸗ nen und dieſes Geld in Heſſen verzehren und ber⸗ ſteuern. Dieſe Arbeiter ſollen anſcheinend beſſer zu Hauſe bleiben. Oder wird der Herr Ober⸗ bürgermeiſter in Worms in der Lage ſein, dieſen ca. 6000 Arbeitern ſofort einen lohnenderen Er⸗ werb zu verſchaffen? Es heißt doch kein Freund der arbeitenden Bevölkerung ſein, wenn man ſie hindern will, dort Arbeit zu ſuchen, wo die Er⸗ werbsverhältniſſe günſtiger ſind. Man ſollte es eigentlich für ſelbſtverſtändlich halten, daß häufigere und beſſere Verbindungen mit den Arbeitsſtätten, wie ſie eben die elektriſchen Bahnen vermitteln, einen ungeheuren Kultur⸗ faktor bedeuten. Die Leute ſind eben dann in der Lage, ihren Wohnſitz auf dem Lande beizubehalten und im eigenen Häuschen zu wohnen, was im In⸗ tereſſe deutſcher Wirtſchaftspolitik gar nicht hoch genug geſchätzt werden kann. Die heſſiſche Regie⸗ rung dürfte dem Antrag Köhler wohl keine Folge geben, ſondern die bundesfreundliche Geſinnung zeigen, die ſeither zwiſchen Baden und Heſſen herrſchte. So hat Baden z. B. erſt vor einigen Jahren dem Bau der Bahn von der hadiſchen Stadt Weinheim nach dem heſſiſchen Viernheim und Lampertheim, welche einen Teil des heſſiſchen Odenwaldes über badiſches Gebiet hinaus mit Worms verbindet, keine Schwierigkeiten bereitet. Die heſſiſche Regierung wird übrigens auch nicht perkennen, daß eine badiſche Geſellſchaft, die Bah⸗ nen in Heſſen baut, durch den Bau Geld ins Land bringt und ihr Betriebsvermögen doch verſtenern muß. In der Begründung des Antrags Köhler iſt her⸗ vorgehoben, daß die Stadt Mannheim ſich aus kommunalpolitiſchen Gründen zur Pflege ihrer Verkehrs⸗ und Wirtſchaftsintereſſen als Haupt⸗ aktionärin an der Oberrheiniſchen Eiſenbahn⸗Ge⸗ Wir Wir ftlichſten Bluſe. Die Ehrenlegionsabzeichen der Dienſt⸗ boten erhalten 1. alle häuslichen Angeſtellten, die 30 Jaohre lang im Dienſte der gleichen Fa⸗ milie ſtanden u. die Anerkennung ihrer Dienſt⸗ herrſchaft errungen haben. 2. Alle Dienſtboten, die 30 Jahre tätig waren und durch Umſtände, die nicht an ihnen lagen, gezwungen wurden, andere Stellungen zu ſuchen. 3. nur aus⸗ nahmsweiſe Dienſtboten, die 20 Jahre im Dienſt waren und während dieſer Zeit regel⸗ mäßig einen beſtimmten Beitrag zum nationa⸗ len Penſionsfonds bezahlten oder einer ſtaat⸗ lich anerkannten Verſicherungsgeſellſchaft ange⸗ hörten. 4. Dienſtboten, die vier Kinder oder mehr bis zum Alter von 16 Jahren aufgezogen haben und 5. alle Dienſtboten, die ihrer Dienſt⸗ herrſchaft ungewöhnliche oder heroiſche Dienſte und Beweiſe außerordentlicher Treue und An⸗ hänglichkeit gegeben haben. Ein Rundſchreiben des Arbeitsminiſteriums weiſt alle Präfekturen an, die Aufmerkſamkeit der dienenden Klaſſe auf die neuen Ehrenzeichen zu lenken; die erſten Ordensbänder ſollen am 1. Oktober verliehen werden Glückliche Ankunft eines Grönlaudforſchers. Aus Kopenhagen wird uns gemeldet: Der Polarforſcher Hauptmann Koch, der an der letzten Grönlandexpedition von Myllus Erichſen teilgenommen hat, war am 1. Juli 1912 nach Oſtgrönland abgereiſt, um über das In⸗ landeis die Weſtküſte zu erreichen. Er iſt nach beſchwerlicher Reiſe guer durch das Königin Luiſen⸗ land in Proeven bei Upernivik angekommen. Kleine Mitteilungen. Aus Sondershauſen wird uns berichtet: Der Magiſtrat von Sondershauſen ſchenkte der Vereinigung der deutſchen Schauſpieler unter den Namen„Künſtlerheim“, welche bisher hauptſäch⸗ Türkei. terlage. wiegend trockenes und warmes Wetter zu ers ſellſchaft beteilige. Darin ſcheint ein weſentlichez Moment zum Verſtändnis des Antrags zu liegen, Die Spitze des Antrags ſcheint ſich alſo gegen dit Stadt Mannheim zu ri n. Man gönnt ihr die großzügig aufſtrebe Entwicklung nicht, und iſt daher kurzſie ich gegen die Vorteile, die heſſiſche Geme rch die Wechſelwirkung des Verkehrs haben zu ſträuben. Man will lieber gar nichts haben, als das Aufblühen einer anderen Stadt zu beobachten. Das iſt Städte⸗ politik im neuen Deutſchland. * In den Ruheſtand verſetzt wurde der Vor ſtand des Domänenamts Karlsruhe, Domänen⸗ rat Rudolf Krieger, auf ſein Anſuchen wegen vorgerückten Alters. * Ernannt wurde der Vorſtand des Finanz⸗ amts Mosbach, Oberſteuerinſpektor Julius 7 Weigand, unter Verleihung des Titels Oberzollinſpektor zum Vorſtand des Haupt⸗ ſteueramts Säckingen, Zeichenlehrkandidat Karl Sprenger am Vorſeminar in Lahr zum Zeichenlehrer daſelbſt, Realſchulkandidat Auguſt Wörner an der Realſchule in Eberbach zum Reallehrer an dieſer Anſtalt, die Zeichenlehr⸗ kandidaten Artur Ehlgötz an der Leſſingſchule (Realgymnaſium mit Realſchule) in Mannheim zum Zeichenlehrer an der Realſchule in Sins, heim, Wilhelm Meurer an der Realſchule in Singen zum Zeichenlehrer an der Realſchule in Eppingen, Johann Tremper an der Ober⸗ realſchule in Mannheim zum Zeichenlehrer an der Realſchule in Säckingen, ſowie Zeichen lehrer a. D. Friedrich Stölcker an der Real ſchule mit Realprogymnaſtum in Ettlingen zun Zeichenlehrer an dieſer Anſtalt, Eiſenbahnaſſt ſtent Albert Kaiſer in Schaffhauſen zum Eiſenbahnſekretär und Eiſenbahnaſſiſtent Auguf Schön in Mannheim zum Eiſenbahnſekretat, * Jubiläum. In Pforzheim beging Her Muſikdirektor K. Aſch, der nicht allein dort⸗ ſelbſt, ſondern weit über Pforzheims Mauem hinaus ſich beliebt zu machen verſtanden hat, mit ſeiner Gemahlin im Kreiſe ſeiner Angehörigen die ſihberne Hochzeit und zugleich die Feier ſeine 25jährigen Muſikdirigententätig keit. Da der Jubilar zurzeit erkrankt iſt wurde von einer größeren Veranſtaltung vor erſt Abſtand genommen.— Meiſter Aſch diene von 180—82 im 3. Badiſchen Dragoner⸗Regi⸗ ment Prinz Karl Nr. 22 als Trompeter und ging als Unteroffizier ab. Außer in Pforzheim fan der Jubzkar bei Feſten in München, Frankfurt Marmheim, Stuttgart, Freiburg und andere Städten ſtets ungeteilten Beifall. * Pveisaufſchlag. Im Anzeigenteil wird del Preisaufſchlag der„Vereinigten Friſeure“ Mannheims bekannt gegeben Wir bemorken, ſo wird uns geſchrieben, daß auf Grund der angeführten Teuerungen dieſer Auf ſchlag in vollem Maße berechtigt iſt. Wen man annimmt, daß ſämtliche Berufe ohne Aus nahme im Laufe der letzten 13 Jahre aufge ſchlagen haben, auch von Behörden, Fabriken uſw. Teuerungszulagen bezahlt worden ſind, ſi hoffen wir, daß die Kundſchaft auch dieſen Auf ſchlag als berechtigt anerkennen wird. Aviatik in Mannheim. Unter heutigem, ſt wird uns geſchrieben, geben wir bekannt, daß ab 1. September Rheinhäuſerſtraße 20, 1. St. die„Zentrale für Aviatik“ eröffnet wird. Zweck iſt Errichtung eines Aero⸗ droms in der Umgebung, Ausbildung von Fliegern, Paſſagierfahrten, Auskunftet und Rat in allen flugtechniſchen Angelegenheiten, Kon⸗ ſtruktionsbureau uſw. Die Leitung des Un⸗ ternehmens, an welcher ſich noch einige Inter⸗ eſſenten beteiligen können, liegt in den Händen des Konſtrukteurs und Fliegers„Oſſy“(Oskar Dollinger). Auch geben wir noch bekannt, daß der verwendete Apparat von Herrn Oskar Dol⸗ linger konſtruiert iſt und unter dem Namen „Oſſy“ Monoplan in die Sportwelt tritt Der⸗ ſelbe iſt nach dem„Dunn ſchen“ Stabilitäts prinzip gebaut und wird mit einem Mercedes, Motor vorausſichtlich ausgerüſtet. Außer det Eleganz und modernen Bauart ſowie der ſol den Ausführung des Flugzeuges iſt noch her⸗ vorzuheben, daß der Apparat eine au iſche Stabilität verbürgt, was die Urſache der großen Sicherheit gibt. 1 Unternehmen bald hilfreiche Hände bieten“ Näheres iſt durch das Sekretariat der„Zentrall für Aviatik“, hier, Rheinhäuſerſtr. 20, 1. St. tiger Mannheimer Botſchafter de Ein gebürtiger B Türkei Henry Morgenthau, ein tiger Mannheimer, wird Botſchafter der Ven einigten Staaten von Nordamerfka in de — * Wegen Erregung öffentlichen Aergerniſſe! auf dem Kinderſpielplatz im Schloßgarten gegen über dem Stadtpark wurde geſtern vormittag ein verheirateter Kaufmann verhaftet. Die Ex⸗ hibitioniſten werden geradezu zu einer Plage für Mannheim, auch die Vergehen an Kindern nehmen immer mehr zu. Am Dienstag gab es in G3 eine Jagd auf einen 23 Jahre alten Kellner, der ein vierjähriges Mädchen, das hier bei Verwandten zu Beſuch iſt, mit Süßigkeiten in ſeine Wohnung zu locken verſuchte. Das Kind ſchrie jedoch, als der Wüſtling ſein ſchändlichez Vorhaben ausführen wollte, worauf die Nach⸗ barſchaft auf den Vorgang aufmerkſam wurde⸗ Lebensmüde. Der 59 Jahre alte verhetratett Obſthändler Kourad Leibesberger von hier, eine bekannte Perſönlichkeit, hat ſich heute früh im Neckar in der Nähe des Kohlenlagers Grohe in Neckar ertränkt. Leibesberger war ſchon längere Zeit leidend. Er hatte vor zwei Jahren eine ſchwere Overation durchmachen müſſen und zeigte ſeit dieſer Zeit Neigung zu Schwermut. In einem ſolchen Anfalle entfernte er ſich heute früh aus ſeiner Woh⸗ nung, als ſeine Frau auf den Markt gegangen war. Sie erhielt dorten die Nachricht, daß man ihn tot aus dem Neckar gezogen habe * Mutmaßliches Wetter am Freitag und Samstag. Der Hochdruck von Weſten iſt weiter vorgedrungen und beherrſcht zunächſt die Wet⸗ Für Freitag und Samstag iſt vor⸗ — Hoffentlich werden ſich dem 13. tlichez iegen, en dit hr die nd iſt le, die ig des u will einer ſtädte⸗ wer anen wegen nanz⸗ 8 Fulius Titels haupt⸗ Karl zum luguſt ) zum nlehr⸗ iſchule nheim Sins⸗ ule in ule in Ober⸗ er au ichen Real⸗ 5* S* 2 —— „Hohen Waid“, vorgerückten Jahren ſehr ſchwer. Vonnerstag den 14. Auguſt 1913. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Weittagsviatt). 5. Seite. Polizeibericht vom 14. Auguſt Selbſtmord. Heute früh 5,20 Uhr ſprang ein 58 Jahre alter verheirateter Obſthändler von hier unterhalb der Friedrichsbrücke vom linken Ufer aus in ſelbſtmörderiſcher Abſicht in den Neckar. Der Lebensmitde wurde von einem Schutzmann und einer Ztvilperſon aus dem Waſſer auf ein daſelbſt vor Anker liegendes Schiff gezogen und, da er noch Lebenszeichen von ſich gab, mittelſt Sanitätswagens in das Allgemeine Krankenhaus verbracht, woßelbſt er nach kurzer Zeit verſtarb. Beweggrund der Tat ſoll Schwermut wegen unheilbaren Leidens ſein. Unfälle. Vor dem Hauſe Rheindammſtraße 10 ſchlug am 13. ös. Mts. ein Knabe aus Mutwillen einem Pferde, welches daſelbſt vor einen Wagen ge⸗ ſpannt werden ſollte, mit der Hand auf den Rüclen, worauf es ausſchlug und einen in der Nähe ſtehenden Jahre alten Volksſchüller auf den Mund traf. Derſelbe trug glücklicherweiſe nur unbedeutende Ver⸗ letzungen davon.— Geſtern Nachmittag fuhr ein Laſt⸗ auto einer hieſigen Brauerei auf der Friedrichsbrücke dem mit zwei Pferden beſpannten Leichenwagen vor. Das linke Hinterrad des Autos erfaßte dabei den rechten Vorderfuß des Handpferdes und wurde dem⸗ ſelben der Huf abgedrückt, ſodaß es nicht mehr von der Stelle gehen konnte. Mit dem Transport⸗ wagen mußte es ins hieſtge Schlachthaus gebracht und ſofort getötet werden. Durch den Vorfall entſtand am Tatort ein größerer Menſchenzuſammenlauf. In vergangener Nacht um 14 Uhr erlitt ein lediger Taglöhner von hier beim Abſteigen vom Lͤindenhof⸗ ſteg einen epfileptiſchen Anfall, wobei er vorwärts die Treppe herunterftel und bewußtlos liegen blieb. Er wurde mittelſt Sanitätswagens ins All⸗ gemeine Krankenhaus verbracht. Vereinsnachrichten. * Jungdeutſchlanbund. Mit 180 Mädchen der hieſigen Fortbildungsſchule⸗ bezw. Haushaltungs⸗ ſchule unternahm die hieſige Ortsgruppe am Sonn⸗ tag, den 27. Juli a. c. wiederum eine Wanderung hinaus in die Wälder zwiſchen Handſchuhsheim und Großſachſen. Ein Sonderzug der Oberrheiniſchen Eiſenbahngeſellſchaft brachte die Mädchenſchar ſchon Uhr nach Handſchuhsheim. In kleinen Gruppen zogen die Mädchen in den taufriſchen Morgen hinein! Durch den in friſchem Grün prangenden Wieſen⸗ grund des„Siebenmühlentales“ ging es bergan, fingend, jauchzend, ſcherzend, gleich heiter wie der prächtige Sommertag! An den„7 Wegen“ war nach einſtündigem Marſch die erſte Raſt; tüchtig wurde zu⸗ geſprochen. Nachdem die Ruckſäcke wieder umgeſchnallt, wanderte man weiter durch die prächtig duftenden Tannenbeſtände des„Weißen Stein“⸗Gebietes nord⸗ weſtlich zum Rücken des„Hartenbühls“. Ein ſchönes charakteriſtiſches Odenwälder Landſchaftsbild bot ſich hier den Mädchen: Tief unten in die Landſchaft ein⸗ geſchnitten das langgezogene„Ludwigstal“, maleriſch ziehen zu ihm zu beiden Seiten ſchmale Wieſen⸗ gründe und dazwiſchen liegen bewaldete Hänge, Felder und ſchmucke Weiler, Höfe und Dörfer. Em⸗ ſige Landleute waren beſchäftigt, den ſchönen Sommer⸗ lag ausnutzend, den reichen Ertrag ihrer Felder unter das ſchützende Dach zu bringen. Teils jubelnd, teils ſtill in Schönheit der Landſchaft verſunken, zog man dahin! Und über allem wolkenloſes Blau des Him⸗ mels und die goldige Sonne; eine Stimmung, die alle ergriff! Auf ſchmalem Waldweg ſtieg man berg⸗ ab; man querte das„Ludwigstal“ und ſchwenkte nördlich in das„Weite Tal“ ein. Eine Gruppe Pfad⸗ finder hatte ſich hier niedergelaſſen, um abzukochen. Galant waren ſie nicht, die jungen Herren; keines Der jungen Fräuleins wurde zum Diner geladen; da⸗ für aber gaben die angehenden Kochkünſtlerinnen Re⸗ zepte zum beſten, deren Anhören den jungen Herren ſchon die unglaublichſten Grimaſſen in die Geſichter ſchnitt; ja ſelbſt eine der begleitenden Damen ant⸗ wortete auf meine ſtumme Frage mit einem Seufzer über dieſe nicht geahnten Reſuktate ihrer kochkünſt⸗ leriſchen Tätigkeit!— Jnzwiſchen war es drückend ſchwül geworden und nur langſam ging es zur hinter deren ſchützenden hohen Bgum⸗ gruppen man die erſehnte Erholung fand. Nachdem „köſtliches Naß“ beim„Birkenbrünnle“ gefaßt war, traten auch die Lebensgeiſter wieder in volle Funktion. Vorträge und Spiele belebten die letzte Erholungspauſe, nach welcher die Wanderung über den„Kanzelberg“ zur ausſichtsreichen„Steinernen Kanzel“ und von da bergabwärts, durch den„Mar⸗ bacher Hof“ nach Großſachſen fortgeſetzt wurde, wo die wohlgekungene Wanderung ihr Ende erreichtel— 7 Uhr abends lief der Sonderzug wieder hier ein. Die⸗ jenigen Damen und Herren aber, welche ſich für ſolche Jugendwänderungen zur Verfügung ſtellen, mögen ihre Befriedigung in der Führerſchaft nach des Dichters Wort finden: Jung hab ich zu den Alten mich geſellt, Damit ich die Vergangenheit verſtehe, Alt in der Jugend Reihen mich geſtellt, Damit ich auch noch in die Zukunft ſehe!— Neues aus Tudwigshafen. Eiven traurigen Fund machten am Sonatag Vormtttag mehrere Arbefter beim Brombeerenſuchen im Altriper Wald. Ste hörten aus einem Dickicht huſten und wimmern und als ſie die Büſche durch⸗ fuchten, fanden ſie leinen Mann im Greiſen⸗ alterx, der anſcheinend hal bv erhungert und dem Tode nahe war. Sie legten ihm die völlig durchnäßten Kleider ab und die Infaſſen eines zu⸗ fällig vorſtberfahrenden Ruderhootes, welche mau von dem Funde verſtändigte, gaben Likör und Brot und ſpendeten einen Ueberzieher für den alten Mann. Bei einer Fiſcherfamilie, die dem Manne eine Mahl⸗ zeit vorfetzte, erholte er ſich allmählich wieder und er gab an, Heinrich Rieß zu heißen. Geboren iſt er 1846 zu Weißenſtadt in Bayern. Der Maun hat die Kriegsdenkmünze von 1870 und wurde am 19. Sep⸗ tember im Gefecht bei Bleſſis verwundet, ferner machte er die Belagerung bei Paris mit. Nach Ver⸗ büßung einer Strafe von 14 Tagen wegen Bettel in Elmſtein hatte er ſich im Walde herumgetrieben. Der Mann iſt heute früh im Krankenhaus ge ſtorben. Jnu eine gefährliche Lage geriet geſtern Nach⸗ mittag ein Werkmeiſter von der Antlinfabrik. Er gertet mit ſeinem Rade bei der Fabrik am großen Tore zwiſchen zwei aus entgegengeſetzter Richtung kommende Straßenbahnwagen und wurde feſk⸗ geklemmt. Während er ſich mit heiler Haut heraus⸗ arbeten konnte, wurde das Rad pöllig zerdrückt, 5 Der jugendliche Räuber, welcher den zum Ein⸗ kauf geſchickten Kindern auf der Straße das Geld wegnimmt, iſt immer noch nicht erwiſcht. Verſchiedene Jungen wurden ſiſtiert, ohne daß ſie als Täter feſt⸗ geſtellt werden konnten. Am Samstag wurde einem Mädchen ein Betrag von 8, geſtern Nachmittag einem 11 Jahre alten Knaben von Mundenheim, der zum Einkaufen in den Konſumvereinsladen geſchickt worden war, das Portemonnaie mit 16% Juhalt eutriſſen. Bon Tag zu Jag — Schwerer Automobilunfall im Taunus. Cronberg i. Taunus, 13. Aug. Zwei Automobile ſind an einer ſcharfen Weghiegung in voller Fahrt zu⸗ ſammengeſtoßen und gertrümmert worden. Sechs Infaßfen wurden durch den Anprall herausgeſchleu⸗ dert und erheblich verletzt, darunter eine Dame in — Unfall. Bocholt, 14. Aug. An der neu⸗ rbauten Liebfrauenkirche ſollte die Turmſpitze an⸗ ebracht werden. Die Spitze ſtürzte ab und erſchlug emen Arbeiter und verletzte zwei ſchwer. Lehte Nachrichten und Telegramme. Verlobung am Luxemburger Hof. Berlin, 14. Aug.(Von unſ. Berl. Bur.) Eine Verlobung zwiſchen den Häuſern Wittelsbach und Naſſau wird in Bayern als be⸗ vorſtehend angenommen. Die„Voſſ. Ztg.“ ſchreibt dazu: Von einer Verlobung der 19jäh⸗ rigen Großherzogin von Luxemburg mit dem Prinzen Heinrich Luitpold von Bayern, dem Sohne des verſtorbenen Prinzen Arnulf,— zwar bisher offiziell nichts bekannt, doch wir⸗ in Kreiſen, die wohl unterrichtet ſein können, an dieſer bevorſtehenden Verlobung nicht ge⸗ zweifelt. Auch die angekündigte Zuſammenkunft zwiſchen dem Prinzregenten Ludwig und der Großherzogin wird damit in Zuſammenhang gebracht. Zum Ableben Bebels. *Zürich, 13. Aug. Die liberale„Neue Zuüricher Zeitung“ ſchreibt zum Hinſcheiden Bebels: Vit Auguſt Bebel iſt nicht der größte oder bedeutendſte, aber ſicher der populärſte Führer der deutſchen So⸗ ztaldemokratie dahingegangen. Er verkörperte in ſeinem Weſen und Wollen bis zuletzt den deutſchen Kleinbürger, der ſich erſt allmählich aus den d dealen ſeiner Jugend zur ſozialiſtiſchen Weltauſſaſſung durchgerungen hat. Er war noch ein Stück des alten, ſentimentalen Deutſchlands, ein Menſch, dem das Herz höher ſtand als der Verſtaud und der deshalb auch der Liebe ſeiner Anhänger ſicher ſein konnte. Wenn er Gefühlstöne anſchlug, ſo mußten auch die Gegner anerkennen, daß ſie ihm von Herzen kamen und daß ſie ihm mehr als ein politiſches Pro⸗ pagandamittel waren.— Die demokratiſche„Züricher Poſt“ ſchreibt über Bebel: Der Mann, der heute in Paſſug die Augen ſchloß, war, ſo wenig heldenhaft ſeine zarte Geſtalt ſchien, ein ſtarker Streiter, der mit einem unerſchöpflichen Born von Lebensmut und Zukunftshoffnung die ſozial⸗ demokratiſche Partei Deutſchlands von ihrem Beginn an bis zu dem ſtolzen Bau, den ſie darſtellt, zu⸗ ſammenhielt, was in dem vielerlei der Ueberzeu⸗ gungen zur Seite drängte, vermittelte, wo die Gegen⸗ ſätze zu ſcharf wurden, Kompromiſſe abſchloß, und wo die Lage es erforderlich machte, unermüdlich an⸗ feuerte in Volksverſammlungen, wie mit ſcharſer Logik und beißendem Spott im Parlament. Ein Trauern geht heute, da dieſer ſtarke Geiſt verblich, durch die Arbeiterſchaft. Sie hat in ihm niht nur einen Maun verloren, der ſich der wirtſchaftlichen und idealen Hebung ihrer Lebensverhältniſſe wid⸗ mete, ſondern auch mit unwandelbarer Treue und Aufrichtigkeit und mit außerordentlicher Zähigkeit ihrem Ziele entgegenführte. Neue Winzerunruhen in Frankreich. W. Paris, 14. Aug. Die Aufregung bei den Winzern des Aubé⸗Departements, deren Wein nicht zur Fabrikation des Champagners zugelaſſen iſt, iſt wieder im Wachſen begriffen, weil das Parlament nicht geſonnen iſt, ihren Wünſchen Folge zu leiſten. Die Bewegung ge⸗ winnt nahezu revolutionären Charak⸗ ter. In der Gemeinde Baroville nahmen die Winzer eine Tagesordnung an, in der ſie er⸗ klärten, daß ſie ſich aller bürgerlichen und wirt⸗ ſchaftlichen Geſetze und aller politiſchen Rechte ledig betrachten, den Gemeinderat zur Nieder⸗ legung ſeines Amtes und alle Gemeinden des Departements zur Nachahmung des Beiſpieles auffordern. Der Gemeinderat von Baroville demiſſionierte, ſo daß jetzt keine Gemeindever⸗ waltung beſteht. Lloyd Geurge über die Rüſtungen. * London, 13. Aug. Bei der dritten Leſung des Finanzgeſetzes erklärte Lloyd George im Unterhauſe in bezug auf die vermehrten Aus⸗ gaben aller Reſſorts, es ſei nicht die geringſte Ausſicht auf eine Ermäßigung der Rüſtungsaus⸗ gaben vorhanden, das Gegenteil ſei der Fall. Es wäre nutzlos die Tatſache zu verheimlichen. Alle Länder hätten ſich gegenſeitig zu großen Ausgaben gereizt. Ehe nicht eine vollkommene Verſtändigung und ein vollſtändiges Zuſammen⸗ arbeiten unter den Ländern hergeſtellt ſei, um den Rüſtungsausgaben Einhalt zu tun, ſei keine Möglichkeit vorhanden, dieſe einzuſchränken. Ein Land allein würde dadurch ſich in eine zu große Gefahr begeben. George fuhr fort: Vielleicht ſei ein internationales Zuſammenwir⸗ ken nicht unmöglich, beſonders nach den Ereig⸗ niſſen des laufenden Jahres, wo es der öffent⸗ lichen Meinung zum Bewußtſein gekommen ſei, wie ſchrecklich und verderblich der Krieg für das induſtrielle und ſoziale Leben der betroffenen Länder ſei. Bis ein ſolches Zuſammenwirken geſichert ſei, habe man nichts anderes zu er⸗ warten als vermehrte Ausgaben. Dieſe wahn⸗ ſinnige Aufregung habe eine Atmoſphäre ge⸗ ſchaffen, in der die Völker die Dinge nicht ver⸗ ſtändig beurteilen können. Ihre Gemütsver⸗ faſfung ſei niemals normal geweſen. Infolge der erregten Unruhe, die ihr Blut erfüllte, konn⸗ ten die Völker ihre nationale Lage nicht ſo be⸗ urteilen, wie es ein ruhiges verſtändiges Volk tun ſollte. Das Ergebnis ſei ein Argwohn, der unter Umſtänden zu einer furchtbaren Kata⸗ ſtrophe führen könne. Wenig Leute wüßten, wie nah man ihr in den letzten 12 Monaten ge⸗ weſen ſei. Lloyd George fügte hinzu, daß die ſoziale Reform Fortſchritte machen müßte. Die Vereinigten Staaten und Mexiko. OLondon, 14. Aug.(V. unſ. Lond. Bur.) Aus Neuyork wird gemeldet, daß einer offi⸗ ziellen Nachricht zufolge der nordamerikaniſche Sondergeſandkte Mr. Lind geſtern eine Unter⸗ redung mit dem mexikaniſchen Miniſter des Aeußern hatte. Daraus ſchließt man, daß Prä⸗ ſident Huerta wiſſen möchte, was für Vor⸗ ſchläge der Präſident der Vereinigten Staaten Wilſon zu machen hat. Der„tolle Mullah“. OLondon, 14. Aug.(VB. unſ. Lond. Bur.) Aus Dibutil im franzöſiſchen Somalilande telegraphiert der dortige Korreſpondent der „Daily Mail“ ſeinem Blatte, es ſei nunmehr einwandsfrei feſtgeſtellt worden, daß diejenigen —[Derwiſche, die das engliſche Kameelreiter⸗ korps angegriffen, unter dem perſönlichen Ober⸗ befehl des ſogen.„tollen Mullah“ geſtanden haben. Unter den Stämmen herrſcht große Aufregung. Ww. Viktoria(Britiſch Columbia), 14. Aug. Auf der Vancouver⸗Inſel und in den Bergwerks⸗ bezirken, wo 3000 Mann ausſtändig ſind, herr⸗ ſchen ernſte Unruhen. In Nanaimo griffen Aus⸗ ſtändige die Polizei an und verletzten mehrere Beamten. Kämpfe zwiſchen Nationaliſten und Konſer⸗ vativen in London. OLondon, 14. Aug.(Son unſ. Lond. Bur.) Aus Londonderry wird gemeldet, daß es auch geſtern wieder dort zu ſchweren Unruhen kam. Die Nationaliſten und Konſervativen kämpften in einer der Hauptſtraßen der Stadt miteinander. Als die Polizei erſchien und ener⸗ giſch gegen die beiden Parteien vorging, um dem Kampf, der mit furchtbarer Erbitterung geführt wurde, ein Ende zu machen, ſchoſſen die Natio⸗ naliſten ſowohl, als auch die Konſervativen aus Revolvern aufeinander und ſtachen mit Meſſern los. In dem wilden Durcheinander erhielt ein Polizeiinſpektor mit einer zerbrochenen Bier⸗ flaſche einen ſulchen Schlag über den Kopf, daß er in ſchwer verwundeten Zuſtande in das Kran⸗ kenhaus geſchafft werden mußte. Ein anderer Poliziſt bekam eine Revolverkugel in die rechte Bruſtſeite, drei andere Poliziſten wurden leich⸗ ter verletzt, aber alle mußten in das Kranken⸗ haus gebracht werden. Auch ein univniſtiſcher Friedensrichter, der von der Poltzei aufgefor⸗ dert wurde, zu den Kämpfenden zu reden, um ſie zur Ruhe zu ermahnen, wurde, als er die erſten Worte geſprochen hatte, niedergeſchlagen und ſchwer verwundet. Die Zahl der verletzten Natjonaliſten und Konſervativen wird auf 60 geſchätzt. Beſonders fiel es auf, daß in einer Weiſe von den Revolvern Gebrauch gemacht wurde, daß man aus einiger Entfernung glau⸗ ben konnte, es übe eine Militärabteilung im Feuergefecht. Die Polizei nahm auch eine An⸗ zahl von Verhaftungen vor. Erſt in ſpäter Abendſtunde war die Ordnung auf der Straße wieder hergeſtellt. Die Lage auf dem Balkan. Die Reviſionsfrage des Friedensvertrages. * Höln, 13. Aug. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Berlin: Die Differenz wegen der Reviſion des Bukareſter Friedens wird in eini⸗ gen deutſchen Blättern in Betrachtungen behan⸗ delt, die in die ſachliche Erörterung eine ganz überflüſſige unerwünſchte Schärfe hineintragen. Dabei treten auch wieder längſt abgetanene Legenden auf, die ſich an den Jagd⸗ beſuch des Erzherzogthronfolgers in Springe anknüpfen. An alledem iſt, wie nochmals feſt⸗ geſtellt werden muß, nichts Wahres. Der Beſuch in Springe verlief in voller Harmonie. Es iſt lebhaft zu bedauern, daß ſolche Geſchichten auf⸗ gefriſcht werden, wo eine vorübergehende und nebenſächliche Differenz in den ſachlichen An⸗ ſchauungen zwiſchen den Bundesgenoſſen eine be⸗ ſondere Zurückhaltung empfehlen müßte. Die Frage von Adrianopel. wW. Wien, 14. Aug. Geſtern Nachmittag wurde eine aus vier Mitgliedern beſtehende Ab⸗ ordnung der hier weilenden Adrianopel⸗ Delegation auf Anordnung des Miniſters des Akußern vom Sektionschef Freiherrn von Macchio empfangen. Sie überreichte ein Memo⸗ randum, in dem gebeten wird, zu geſtatten, unter der ottomaniſchen Herrſchaft weiterleben zu dür⸗ fen. Macchio verſprach das Memorandum an den Miniſter des Aeußern weiterzugeben. Regelung der türkiſch⸗perſiſchen Grenze. OLondon, 14. Aug. Bureau.) Aus Konſtantinopel wird gemeldet, daß der britiſche Geſchäftsträger zuſammen mit dem ruſſiſchen Botſchafter eine Unterredung mit dem Groß⸗ weſir hatten, die die Regelung der türkiſch⸗ perſiſchen Grenze betraf. Es wird verſichert, daß Rußland und England in dieſer Frage vollſtän⸗ dig einig ſind und daß eine endgültige Löſung der Frage in nächſter Zeit bevorſtehe. Das ſerbiſche Moratorium. * Belgrad, 13. Aug. Wie verlautet, be⸗ ſchloß die Regierung das Moratorium, welches am 45. Tag nach der Demobiliſierung aufgehoben werden ſollte, bis zum 12. Novem⸗ ber zu verlängern. Hierdurch ſoll einem in kaufmänniſchen Kreiſen allgemein gehegten Wunſche entſprochen werden, die Friſt für die Wiederaufnahme der Zahlungen mit Rückſicht auf die lange Dauer des Kriegszuſtandes in an⸗ gemeſſener Weiſe zu verlängern. W. Paris 14. Aug. Das Echo de Paris ſchreibt: Man ſetzt aus Wien eine Idee in Um⸗ lauf, die verdient, ſofort erörtert zu werden, ob⸗ gleich ſie in das Stadium einer bloßen Anregung überſchrieben zu werden ſcheint. Oeſterreich⸗Un⸗ garn würde den Wunſch ausſprechen, einen Mei⸗ nungsaustauſch zwiſchen den Mächten herbeizu⸗ führen, um der Bevölkerung, die von einem Staate mit anderer Nationalität oder Religion, als die ihrige annektiert werde, gewiſſe Garan⸗ tien zu verſchaffen. Es wird ſich jetzt alſo nicht darum handeln, den Bukareſter Vertrag zu revi⸗ dieren, ſondern ihn zu ergänzen. Frankreich ſetzt dieſer Anregung keine vorgefaßte Feindſelig⸗ keiten entgegen. Sie könnten insbeſondere den Griechen und Mohammedanern in Bulgarien unverdiente Leiden erſparen. W. Paris, 14. Aug. Der Pariſer Depu⸗ tierte George Barrs erklärt in einem an den Mi⸗ niſter des Aeußern gerichteten Brief, unter Be⸗ zugnahme auf die Meldungen über die Greuel⸗ taten der bulgariſchen Soldaten: Nicht nur Europa ſondern die ganze Welt hat die Pflicht, Zuſtände zu vermeiden, die an die ſchlimmſten der Geſchichte erinnern. Glauben Sie nicht, unter dieſen Umſtänden Herr Miniſter, daß die (Von unſ. Lond. Regierung der Republik ſich ſelbſt eine Ehre er⸗ weiſen würde, wenn ſie wie ſie es öfters Urtter anderen Umſtänden getan hat, die Initiative zu einem wirkſamen Proteſte gegen ſolche Ver⸗ letzungen des Völkerrechts ergreift. W. Bukareſt, 14. Aug. Die General⸗ direktion der rumäniſchen Eiſenbahnen hat die Einſtellung des Kraftverkehrs angeordnet. Sportliche Nundſchau. Apfattk. Odſtpreußiſcher Rundflug. Geſtern fand bei herrlichem windſtillem Wetter, ſpäter leichtem Süd⸗ weſt, die Aufklärungsübung für die Jfft⸗ zlersflieger Inſterburg— Tilſit(100 Filo⸗ meter) ſtatt. Schon um 5 Uhr früh hatte ſich auf dem Flugplatze zu Inſterburg Tauſende von Zuſchauern eingefunden. Nachdem der am frühen Morgen lagernde Nebel ſich gehoben hatte, ſtieg Lt. Mahnge 100 PS-.⸗V.⸗G.⸗Mercedes⸗Doppeldecker) um 5 Uhr 50 Min. als erſter auf. Er ſolgten Lt. Geyer(100⸗ PS⸗Aviatik⸗Mercedes⸗Doppeldecker) Et. Pretzell (100⸗PS⸗Albatros⸗Merecedes⸗Taube:32:30, Oberleut⸗ nant Hantelmann(100⸗PS⸗Rumpler⸗Mereedes⸗ Taube):55. Schon um 6 Uhr 35 Min. erſchien ein Flugzeug über Tilſit. Auf dem Rückfluge fand der am Sontag wegen Nebels ausgefallene Photo⸗ graphie⸗Wettbewerb bei Skaiſgirren, ſud⸗ weſtlich Tilſit, ſtatt. Zu erkunden war der Ueber, gang von Truppen über die Memel. Um 7 Uhr 28 Min. traf Lt. Mahnke nach Erledigung der mili⸗ täriſchen Aufgabe wieder in Inſterburg ein, dem um :37 Oberleutnant Hantelmann folgte. Et, Preszell landete 746 und L. Geyer um o de. N. Heidelberg, 13. Aug. Heute Abend .05 Uhr vernahm man hier das Propeller⸗ Surren eines aus nördlicher Richtung, vermut⸗ lich aus Darmſtadt, nahenden Doppel⸗ deckers, deſſen obere Tragflächen die unteren erheblich überragten. Um.08 Uhr ſchwebte das Flugzeug in etwa 1200 Meter Höhe über Heidelberg, flog in drei mächtigen Kurven üher Heidelberg und nahm dann wieder nördlichen Kurs auf Darmſtadt. * Militärflieger unterwegs. Zwei Offtziere, die geſtern früh in Poſen mit einem Doppel⸗ decker der Deutſchen Flugzeugwerke aufgeſtiegen waren, mußten nach vierſtündiger Fahrt um 8he Uhr vormittags, weil ein Draht geriſſen war und zur Ergänzung des Benzinvorrats auf freiem Felde unweit der Stadt Kottbus eine Notlandung vornehmen. Nach der Hebung des Schadens werden die Flieger die Fahrt nach Leipzig fortſetzen. Schwimmfport. * Dauerſchwimmen Straßburg⸗Maunheim. Als Schluß ſeines Trainings für den erſten deutſchen Kanalſchwimmverſuch, den unſer Mannheimer Dauer⸗ ſchwimmer Adolf Vollrath im nächſten Monat unternimmt, wird derſelbe am kommenden Sonntag die Strecke Straßburg⸗Mannheim(127 Kilo⸗ meter) zurücklegen. Er verſucht damit gleichzeitig den Rekord des Herrn Unkelbach⸗Kobleuz für die bis letzt im Rhein durchſchwommene längſte Strecke von 100 Kilometer zu überbieten. Herr VBollrath, der die Strecke in 12 bis 14 Stunden zurücklegen will, wird in Straßburg an der Schleuſe morgens früh 4 Uhr ins Waſſer gehen. Die Begleitmannſchaft wird jeweils bei Paſſieren der Schiffhrücken Telegramme aufgeben, die an der Militärſchwimmſchule an⸗ geſchlagen werden, aus denen erſichtlich iſt, um welche Zeit ſeine Ankunft in Mannheim erfolgen dürfte und in welchem Zuſtande er ſich befindet. Die Schiffbrücke in Maxau dürfte zwiſchen 10 und 11 Uhr paſſtert wer⸗ den, wenn der Start pünktlich erfolgt. Eine Kine⸗ malographengeſellſchaft wird aus dem Begleitbogt eine Aufnahme der Schwimmtour machen. Der Film wird nach Fertigſtellung in Mannheim vorgeführt werden. Der Landungsplatz in Mannheim iſt an der Pegeluhr im Schleuſenkanal. Man tut gut, ſich von Zeit zu Zeit daran zu erinnern, daß von all den Maßnahmen, die der moderne Menſch zur Ge⸗ ſunderhaltung ſeines Kör⸗ pers vornehmen muß, die richtige Pflege der Zähne beinahe die wichtigſte iſt. Wenige ahnen, daß ſchadhafte Zähne nicht nur unſer Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen, ſon⸗ dern— neue Unterſuchungen haben das in über⸗ raſchender Weiſe bewieſen— häufig den Aus⸗ ne mannigfachſter Krankheiten bilden önnen, deren Urſache oft rätſelhaft blieb. Als richtig kann eine Zahnpflege nur dann bezeichnet werden, wenn die zahnzerſtörenden Gärungs⸗ und Fäulniserreger, die ſich im Munde käglich neu bilden, auch täglich unſchädlich gemacht werden. Das iſt nur zu erreichen durch den täglichen Gebrauch eines antiſeptiſchen Zahnpflegemittels. Die Wirkungsweiſe des Odols iſt eine ganz eigenartige. Während andere Mund⸗ und Zahn⸗ reinigungsmittel, ſoweit ſie für die tägliche Zahn⸗ pflege überhaupt in Betracht kommen, lediglich während der wenigen Sekunden der Mund⸗ reinigung ihre Wirkung ausüben, wirkt das Odol noch ſtundenlang, nachdem man ſich die Zähne geputzt hat, nach. Dieſe einzigartige Dauer⸗ wirkung iſt aller Wahrſcheinlichkeit nach darauf zurückzuführen, daß ſich das Odol beim Mund⸗ ſpitlen förmlich in die Zähne und die Mund⸗ rchleimhäute einſaugt, dieſe gewiſſermaßen im⸗ Vägniert und ſo gleichſam einen antiſeptiſchen ſporrat hinterläßt, der noch ſtundenlang den zahnzerſtörenden Fäulnis⸗ und Gärungspro⸗ zeſſen entgegenwirkt. Preis ¼ Flaſche(Monate ausreichend) M. 312900 ½. Flaſche M.—8. 6. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagsblatt). Donnerstag, den 14. Auguſt 1913. Vergnügungen. * Apollo⸗Theater.„Liebesonkel“, die Poſſe von Walter Kollo, geht nur noch heute und morgen in Morgen findet die 200. Aufführung dieſes prechenden Werkes durch das Am Samstag findet Premiere der Poſſe pritztour nach Berlin“ ſtatt. Sonntag uüden zwei Vorſtellungen ſtatt und gelangt in beiden Vorſtellungen eine„Spritztour nach Berlin“ zur Auf⸗ führung. 5 5 5 * Streichmuſik im Friedrichspark. Eine ange⸗ nehme Abwechslung bietet das heutige Don⸗ nerstag Abend⸗Konzert, wozu das Mu⸗ illowitſch⸗Enſemble ſikkorps des Infanterie⸗Rgts.„Mark⸗ graf Ludwig Wilhelm“ aus Raſtatt engagiert iſt. Die Kapelle, von ihren früheren Konzerten beſtens bekannt, wird unter der Lei⸗ tung ihres jetzigen Dirigenten, Herrn Obermuſik⸗ meiſter Langer, erſtmals im Parke konzertie⸗ ren. Das reichhaltige Programm für Streich⸗ muſik enthält neben beliebten Stücken wie Fleder⸗ maus. Martha, auch eine ſchöne Serenade für Flöte und Waldhorn. Für kommenden Sonntag iſt eine große Italieniſche Nacht in Ausſicht genommen. Volkswirtschaft. Wasserverkehr in Mannhelm-Rhelnau Im Monat Juni 1913 nltgetellt nach den Veröffentliohungen des Gr. Statſstisohen Landesamts von der Handelskammer Rannhelm. Junl Januar-Jun! 1913 1912 1913 1912 a) Mannheim 5 Ankunft Tonnen Tonnen Tonnen Tonnen Hhein zu Berg 4384830 32849.5 2090250.5 1863267.0 Rhein zu Ta 16324.0 21291.5 110904.9 125033.0 veokar zu Ta. 3552.5 5082.5 18960.0 174⁰2.5 zusammen 455359.5 409228.5 2220120.5 2006707.5 Abgang Tonnen Tonnen Tonnen Tonnen Bhein zu Berg 7507.5 2782.0 35694.5 20967.5 Rheln zu Tal 52969.5 58510.5 328898.5 316788.0 Nedkar zu Tal 763.5 1139.0 4674.5 5818.5 zusammen 51340.5 52431.5 369287/.5 245574.0 desamtwasserver- Tonnen Tonnen Tonnen Tonnen kehr Rannhelm 519700.0 471655.0 2589388.0 2352281.5 ) Rheinau Ankunft Tonnen Tonnen Tonnen Tonnen heln zu Berg 182862.5 148516.5 687894.5 6537.5 Theln zu Tal—— 348.0 1908.0 zusammen 182862.5 148516.5 838242.5 334.5 Abgang Tonnen Tonnen Tonnen Tonnen fiheln zu Berg 1162.0 6537.5 102⁵³.0 24619.5 Rhein zu Tal 1749.5 1805.0 18083.5 92995.5 zusammen iöſſs 283 ſſſioſdd desamtwerkehr Tonnen Tonnen Tonnen Tonnen Rhelnau 165774.0 156980.0 913579.0 740185.5 Hhelnau u. Mann- nelm zuammen 705474.0 628515.0 3502987.0 3092437.0 1913 909.1912 76859. 410530 Deutsche Kabelwerke.-G. Waltungsseite gemeldet Wird, ist die Gesell- schaft durchaus befriedigend beschäftigt, Bis jetzt könne man annehmen, daß das Ergebnie gegen das vorjährige(8 Prozent Dividende) nicht zurückstehen werde. Die Rheinfracht Rotterdam-Mannheim wurde für August-Ankünfte auf 4,30 M. per Last er- mäßigt. Die Stadt Dortmund erhielt die Genehmi- gung zur Ausgabe von 37 Mill. Mark à4proz. Schuldverschreibungen zur Beschaffung der Mittel für städtische Bauten. F. W. Busch,.-G. in Lüdenscheid. Die Hauptversammlung setzte die Dividende auf 11 Zrozent fest. Der Geschäftsgang ist un- verändert gut. Die Einführung der Aktien an ddler Berliner Börse soll demnächst beantragt wWerden. Talegraphlsehe Börsenbsrlehte. London, 13. Aug.„The Baltic“. Schluß. Weizen schwimmend: willig. Mais schwimmend: willig bei kleiner Nach- Wie von Ver- frage. Gerste schwimmend: willig bei kleiner Nachfrage. Hafer schwimmend: ruhig bei kleinem Handel. New Vork, 13. Aug.(Tel.) Produktenbörse. Weizen. Die Preise konnten auf ungünstige Ernteberichte aus Frankreich sowie kleinere Zufuhren und umfangreiche Verschiffungen von Seeplätzen gegen gestern bis 98 c. anziehen. Schluß behauptet. Verkäufe für den Export: 15 Bootladungen. Mais verkehrte ohne nennenswerte An- tcegung. Verkäufe für den Export: o Bootladungen. New Lork, 13. Aug. Kaffee lag bei Be- ginn fester, gestützt auf anregende Kabelbe- kichte, Hausseunterstützung, Meldungen über Fleine Ankünfte und Deckungen der Baissiers. Späterhin gaben die Kurse nach, da Meldungen über größere Santos-Zufuhren zu Realisationen führten. Gegen Schluß gestaltete sich die Ten- denz wiederum als fester, da die Baissiers zu dem erwähnten Niveau Deckungen vornahmen. Schluß stetig. Baumwolle. Zu Beginn des Marktes Wwaren auf entmutigende Kabelberichte, Mel⸗ dungen über Regen im Südwꝛesten, sowie auf die enttäuschenden Berichte aus Manchester Rückgänge von drei bis vier Punkten zu ver- zeichnen. Als sich jedoch die Regenmengen als unzulänglich erwiesen, und die Fondsbörse- Spekulanten den Markt unterstützten, konnte eine Aufwärtsbewegung eintreten. Die Haltung schwächte sich jedoch gegen Schluß wieder ab, da Fiemen mit Verbindungen zu New- Orleaus zu Abgaben schritten. Gegen den gestrigen Schluß waren Rückgänge von—3 Punkten zu verzeichnen. Chicago, 13. Aug.(Tel.] Produktenmarkt. Weizen. Ungünstige Ernteberichte aus Frankreich sowie bessere Nachfrage nach Loko- Ware führten zu Beginn unter Käufen der Firma Armour in Dezemberware zu Kursbesserungen von c. Vorüdergehend schwächte sich die Haltung dann auf die hausselautenden Visible Supply-Ziffern der Welt laut Bradstreet ab, doch konnte der Markt im weiteren Verlaufe in stetiger Haltung verkehren. Auregend stimm⸗ ten kleinere Zufuhren und umfangreiche Ver-na schiffungen von den Seeplätzen. Gegen den gestrigen Schluß hatten die Preise, bei stetiger Tendenz, Besserungen von 38—4 C. zu ver⸗ zeichnen. Auf Käufe der Kommissionsaàuser Mais. Meldungen über trockenes, heißes Wetter in Kansas konnte der Markt in fester Haltung bei C. höheren Preisen eröffnen. Späterhin trat eine willige Pendenz zu Tage, da die Mel- dungen über Regen und mittelwarmes Wetter im Westen verstimmten und zu Realisationen geschritten wurde. Gegen Schluß konnte sich jedoch der Markt wiederum unter Deckungen und auf die a la Hausse lautenden Visible Supply-Ziffern der Welt laut Bradstreet be- festigen, zumal auch ungünstige Ernteberichte aus Kausas einliefen und die Haussiers dem Markte ihre Unterstützung liehen. Die Preise gewannen gegen gestern—s e. Schluß fest. Cincinnati, 13. Aug.(Tel.) Der an der an- stehenden Maisernte angerichtete Schaden in den Staaten Kansas, Pexas, Oklahoma, Ne- braska, Misscuri und in den Teilen IIIinois, Indiana, Pennessee und Pentucky ist nicht wie⸗ der aufzubessern. Aber nördlich dieser Staaten befindet sich die anstehende Ernte in guter Verfassung und bei genügenden Niederschlägen dürfte ein ziemlich guter Ertrag zu erhoffen sein. Der Stand des Frühjahrsweizens ist gün⸗ stig, doch wird das Reifen durch die kalte Wit⸗ terung verzögert. Warmes und sonniges Wet⸗ ter sind notwendig, um die Ernte zur Reife zu bringen. 5 Frankfurter Abendbörse. Bruechsal. Heinrich Mehl, Landwirt und Händler in Mingolsheim. RK.-V. Rechtsanwalt Stoeckhert, Bruchsal; AT. 29. Aug., PT. 6. Sept. Frankfurt, 13. Aug. Umsätze bis.15 Uhr abends. Kreditaktien 198,78 bz., Petersburger Intern. Handelsbank 203,75—204 bz., Schaaffh. Bank- verein 10% 108½ bz. Staatsbahn 153½ bz., Lombarden 27,50 bz., Baltimore und Ohio 100,25 bz., Schantungbahn 122,75 bz. Hamburg-Amerik. Paäket 138 bz. cpt., 138½ bis 1377%—138—137,75 bz. ult., Nordd. Lloyd 11588— bz. G. Sproz. amort. Mexikaner 79,80 bz, 4proz. Oesterr. Silber-Rente 86,70 bz. Bochumer 219½ K21896 bz., Gelsenkirchen 185%—94—96 bz., Harepner 189—188,25 bz., Braunkohlen Leonhard 180,50 bz.., Buderus Eisenwerke 110 bz.,.-Luxemburger 148% bis 146,50 bz. ult., 146,25 bz. cpt., Motoren Ober- ursel 165,10 bz.., Rüttgerswerke 192,50 bz.., Höchster Farbwerke 620 bz.., Adlerwerke Kleyer 408 bz., Friedrichshütte 187,50 bz. G. Elektr. Schuckert 153,75—153 bz. .15 bis.30 Uhr:.-Luemburger 148,78, Phönix 2564—58, Gelsenkirch. 188—184%., Har⸗ pener 187,5, Elektr. Schuckert 152,75, Hamb. Paket 137,75. Die Abendbörse eröffnete in schwacher Hal- tung und konnte sich auf höhere New Vorker Anfangskurse vorübergehend befestigen. Dann fanden größere spekulative Abgaben statt, zum Teil Realisierungen, die mit Gerüchten von Ar- beiterentlassungen begründet wurden. Infolge- dessen weisen Montanwerte bis 1 Prozent Rück- gang auf und schlossen auch die anderen Werte zu nledrigeren Kursen. — Effekten. Srüssel, 13. August.(Sohluss-Kurse.)] Kurs 4% Brasiſlanlsche Anleihe 1889. 4% Spanlsohe Aussere Anlelhe(Exterleur) 4% Türken unlffzſere..— Türken-Lose.„192— 192.— Ottomandank„„„618.— „%„%%„ e Warschau-Wilener Valparalso 13. August. Wechsel a New-Vork, 13. August. Luxemburglsohe Prinoe henfitahn 8 London 9¾. 0 uf Kurs vom Kurs vom 13. 12. deld auf 24 Std. 13. 12. Texas oomm: 24.½ 24.½ Durohschnittsrat..¼.¼ Texas pref. 58.% 59.— do, lotrte Darlen.½.½%[Mlssourl Paolflo l. 32.½ 33./ Woeohsel Berlin 95.1½ 95.½% Natlonal Rallroad Weohsel Paris.18¾.183/ of Mexlko pref. 42——J d4o, Longon 80 7g. 483.— 483,28 40, 2nd pref, 13.7. 18./ Cablo Transfers New-Vork Zentral 99.¼ 99.½ Wechsel London 438.90 486.95 New-Vork Ontarlo Silber Boulllon 59.½% 59.½ and Western.½ 30./ Atoh, Top. u. St. Fe Horfolk u. West o. 105./ 108. donv, 4% Bonds 97.— 97.0 Northern Paolflo o. 113.¾ 112 ½ 4½ Colorado S. 8. 92.½ 92.— Pennsylvana oom. 113./4118.%8 Hlorth. Pab. 3% Bds. 65.½ 65.% Beading domm. 161./ 161/ do. 4% Prlor. Llen. 94.— 93./] Rock lstand Comp. 18.¼ 19.½ St. Louls u. S. Fran- do, do, pref. 30./ 30.1 zIsko ref. 4% 70.— 70.½% JSouthern Paclfſo 93.½ 81. 8. Pab. o. 4% 1929 92.½ 92./ J South, Rallway o. 25.½ 25.½ Unton Faolflo oonv.—.——.— d0. pref. 78.— 78.— Atohis. Topeka o. 97.½ 97.½ Unlon Faofflo dom. 154.½ 155.½ Baltimore-Ohlo o. 97.¼ 87.— do. pref. 83.½ 84.½ Canada-Paclflo 220.7½ 220.0½[Wabash, pref. 14.¾ 16.½ Chesapeake-Ohio 57./8 57.½] Amalgamat. Oopp. 74.½ 74.%¾ Ohloago Müwauk. 108.— 108./ Amerloan Can. pr. 94.— 93.% Colorade Sth. oom. 29.— 29.½ do. Lob, oom. 34.— 34.% Denv. u. Rlo Ard. o, 21.— 21.— Amerlo. Smelt. o. 68.½ 67.¼ do. pret. 35— 35.½ do. Sugar o. 111.— 111.— Erle oomm. 29./8 29.5½ Anaoonda Copp. o. 37.½/ 37.½% do, 1st. pref. 47.— 47.%8 general Sleotr. o. 142.—141 ½ Great Northern 128./, 128.½ U. St. Steel Oorp.o. 63.¼ 62.½ Inols Zentral 107.½ 107.— do. prot. 109.— 108. Utah Oopper dom. 51.½/ 50% Vrginia Carol, a. 25,¼ 26.— Sears Robeuck o. 177.— 178.— Produkte. Now-Vork, 13. August. Kurs vom 13 Lehigb Valley om. 152.½% 152. Loufsville Nashv. 135.½ 135.½ Mlssourl Kansas — — 05 — E 2 — — Baumw. atl. Hafen.000.000 Schmalz WIIoox 11.80 11.90 do. atl. Golfn..000.000Talg prlma Olty.%½ 68.%½ do. im janern.000.000 Zucker Muskov..23.22 do. Exp. n. gr. B..000.000 Kaffee RIO lo 9./½ do. Exp..Kont..000.000] do. August.77.66 Baumw. looo 12.— 12.— do. Soptemder.83.72 do. August 11.55 11.61 do. Oxktoder.94.83 do. Soßtdr, 11.17 11.20 do. November.00.95 do. Oxktbr. 10.99 11.03] do. derember.18.07 do. MNovbr. 10.91 10.92] po. lanuar.28.16 do,. berember 10.93 19.97] do. Februar.39.25 do, lanuar 10.82 10.85] do. März.50 931 do. Fobr. 10.84 10.87] do. april.55.39 do. Müärz 10.90 10.85 do. Mal.61.45 do.— so., lun.53.48 do, in Hew⸗ do. Juli.67.51 Orl. 4000 11% 11.½%[Welzen Mr. 2 looo 95.— 95.— do. Aug. 114 118 do. Jeptor 34.% 84. do. Okt. 11.0t 1½08 do. derember 97./ 97. Petrol, raf. Casse 11.— 11.— do, Mal—— do, stand. winte Mals Septbr. 81.— 80.½ New-Vork.70.70 do, bderbr. do, stand. wihte Hehl spring Wheat.—.— Phlladelphia.20.20[Setreſdetracht n. Pet.-Cred. Balano.50.50 Llverpool.—.— Terpent.Mew-Vork 39./ 39.½% do. Tondon.—.— 5 8 1145 do. Antwerpen./.½ ohmalz-Mestern 5 do fotterdam 8..% do.(Rob. Br.) 15⁰ 11.00 5 verpool, 18. August.(Sohluss) Welzen 1.— Winter stetig 18 1 5 5— a 5er. e, e F stetlg Bugter Amerlks per Sept.%0% 4½0 1 80 500 7 Ohloago, 18. August. nachm. 5 Uhr, Kurs vom 13. 12. Kurs vom 13. 12. Welzen Aug.——.—kelasaat Aug. 150.½¼ 145.½ do, Soept. Sohmalz Septbr. 11.— 11.17 do, Der do, Okt. 11.07 11.25 Rals Aug. d0. Nov. e ee do. Sept Pork Septbr. 20 35 20.58 do. Dez. do. Oktober—.—— Roggen looo do. Jan.—.— 18.80 0. Aug. Rlppen Septbr. 10.82 11.— do, Sopt. do. Oktober 10.62 11.— Hafer Aug. do. lan,.97 10.05 do, Septbr. Speok 11.82 11.75 Lelnsaat looo antwerpen, 13. August.(Soßluss.) Welzen ruhlg 13. 12 Zerste 33 2 per Sopt. 19.95 19.82 per Septbr. 14.70 14.90 per Dez. 19.80 19.90 per Dezember. 14.80 14.70 per März 20.— 20.07 per Mai. 14.87 14.95 Köln, 13. Aug, Buböl in Posten von 5000 kg. 71.—., Dez. 69.—., 68.50 8. Hamburg, 13. Aug. Robzucker Aug..12.½, Septbr..17.½, Oktbr..30.—, Okt.-Dez..35.—. Hamburh, 12. Aug,.30 Unr nachm. Kaffee good averags santos per Sept. 45,½, per Dez. 46,½/ per Närz 46¾8, her Maj 46½, Salpeter 10.15—, per.-O0. 10.15—, per rebr.-Aärz 10.50— Neuss, 13. Aug. Fruchtmarkt. Welzen neuer la, 21.—, la. 20.—. Nle.—.— Ak.— foggen neuor la. 16.80, Ila. 15.80, lila.—.— HKk Hafer alter ſa. 17.—, Ila. 18.— Mk., Ruböl 68.—, fasswelse 70.— gerelnlgtes Oel 71.— Mk. per 100 Kllo.— Heu.70—.20, Luzerner eu.50 Mk. dle 50 Kllo, Presskuchen 104 Mx, für 1000 Kl0 Klele.20 Hk. Rotterdam, 13. Aug. Margarine nom. Rüdenzucker, If. Sioht fl. 11.½, MHargarine prlma amerlk. 70.—. Ilnn: Banda prompt fl. 115—, Kaftee per Aug. 28.%, per Derbr. 28./ Llverpool, 18. Aug. Zaumwollmarkt. Schluss-Hotlerungen. Es notleren Middl. amerlk..56.—, per Aug..—.—, per Aug.-Sept. .23.½, per Sept.-Okt..14—, per Okt.-Mov..10.—, per Nov.- Dex,.04½ per Dez.-Jan,.04.% per Jan.-Febr,.05½ per Febr.-März.07.—, per März-April.08.—, per April-Mal.09.—, per Mal-Junl.—.—, per Junf-Jull.—.—. Kaffee beh,, Zucker ruh, inn ruh. Eisen und Metalle. London, 13. Aug.(Sohluss) Kupfer stetig per Kasss 69.12.6 3 Nonate 69.12.06, elebtrolytie 72.05, bestseledteo 74½—75. Zinn matt, per Kasse 188.00.0, 3 Ronate 187.00.00 Slel spanisoh, wWillig, 20.05.0, engilsoh 21.00.0 Zink stetig, gewöhnllohs Rarken 20..— Sperlal-Harken 21.—21¼. Glasgo, 13. Aug. Bohelsen ruhig Miadlssborougs warants per Kassa 54½1— per MHonat 55/½½ per 3 Ronat 55/09 Amsterdam, 13, Außg. Banda-Zink. frendenz ruhlg, 000 118¼ Auktion 113½, Hew-Vork, 13 Aug. Beute Vor. Kurs Kupter Superlor ingots vorrätig 1482/½15 75 15 72/15.85 Zr 41 60/1 65 41 75¾2— Rohelsen am Nothern Foundth Ur 2 E enn?s 5 50/——15 50%½5— Stahl-Sohlenen Wagg. frel östi Frdr.—1—1⁰. Schiffahrts⸗Nachrichten vom Mannheimer Bafenverkehr. Haſenbezirk Nr. 1. Angekommen am 12. Auguſt. Beyſiegel„Rhenus 24“ v. Antwerpen, 1650 Dz. Stakg. Schmahl„Induſtrie 9“ v. Ruhrort, 3400 Dz. Stückgut. Rempf„Badeniga?“ von Ruhrort, 4500 Dz. Stückgut. Dekkers„M. Stinnes 69“ v. Ruhrort, 2050 Dz. Khl. Stumm„Kaiſer Wilh.“ v. Ruhrokt, 5470 Dz. Kohlen. Janſen„Fendel 64“ von Baſel, 3900 Dz. Stückgut. Roth„Mannheim 9“ v. Rottd., 5500 Dz. Stg., Betr. Eich„Köln 52“ v. Antw., 9600 Dz. Stückg. u. Getr. Lonz„Energie“ v. Rottd., 7000 Dz. Stg., Getr., Holz. Hafeubezirk Nr. 2. Angekommen am 18. Auguſt. Heckhoff„Königin Luiſe“ v. Ruhrort, 7240 Dz. Kohlen und Koks. Mohr„Kiefer u. Streiler“ v. Walſum, 5000 Dz. Roh⸗ eiſen. Niel„Vereinig. 30“ v. Antw., 11 650 Dz. Stg. u. Gtr. Hafenbezirk Nr. 3. Angekommen am 13. Auguſt. Kempiner„Johanna“ v. Altrip, 1990 Dz, Kles. Rößler„St. Apollinarius“ v. Rott., 7800 Dz. Stück⸗ gut, Getreide und Kohlen. Schmidders„Fürſt Bismarck“ v. Alſum, 6080 Dz. K. Moskob„Köln 23“ v. Düſſeldorf, 5400 Dz. Mehl u. Röhren. Tromp„Salve Reg.“ v. Rott., 12 340 Dz. St., Phosph. Hafenbezirk Nr. 6. Angekommen am 12. Auguſt. Knaub„Emma“ v. Jagſtfeld, 1025 Dz. Salz. Herrmann„Wilh. u. Roſina“ v. Jagſtf., 1324 Dz. S. Götz„Jak. Götz“ v. Jagſtfeld, 1106 Dz. Salz. Schwager„L. Brüggemann“ v. Jagſtf., 1050 Dz. S. Müßig„Karolina“ v. Jagſtfeld, 730 Dz. Salz. Neuer„Mina“ v. Jagſtfeld, 1089 Dz. Salz. Hauck„Eleonore“ v. Jagſtfeld, 1850 Dz. Salz. Wäſch„Emil Seelig“ v. Jagſtfeld, 1028 Dz. Salz. Clormann„Eliſabeth“ v. Heilbronn, 1156 Dz. Salz. Albert„Eliſabeth“ v. Heilbronn, 1239 Dz. Salz. Veith„Eliſabeth“ v. Heilbr., 1013 Dz. Salz. Augspurger„Emma“ v. Heilbronn, 1288 Dz. Salz. Schneider„Gebr. Marx 2“ v. Rheingönheim, 900 Dz. Backſteine. Hornig„Baumann?“ v. Altrip, 900 Dz. Backſteine. Hafenbezirk Nr. 7. Angekommen am 11. Auguſt. Wemers„Concordia“ v. Rotterd., 11000 Dz. Getr. Schmitt„Helene Cornelta“ v. Rottd., 12 650 Dz. Getr. Momm„Heinrich“ v. Ruhrort, 13 475 Dz. Kohlen. v. Schonven„4 Geſchwiſter“ v. Rott., 12 350 Dz. Holz. Heyſt„K. Schrörs 17“ v. Rotterdam, 13 015 Dz. Holz. Drydeyk„K. Schrörs 19“ v. Rott., 14 440 Dz. Holz. Kircheſch„Anna“ v. Rottd., 11 850 Dz. Holz. Ingenkamp„Maria“ v. Rottd., 8275 Dz. Holz. Fachinger„Adam Eliſe“ v. Homberg, 15 900 Dz. Khln. 3 Floßholz angekommen, 1 abgegangen. Schiffstelegramme des Norddeutſchen Cloyd, Bremen vom 18. Auguſt. Angekommen der Dampfer„Bülow“ am 12. Aug. 3 Uhr uchm. in Nagaſakt.— Abgefahren die Dampfer: „Elſaß“ am 18., 8 Uhr vorm. v. Townsville,„Güben“ am 12., 1 Uhr nachm. von Genua,„Hannover“ am 12., 5 Uhr nachm von Vigo,„Coburg“ am 12., 5 Uhr nachm. von Rip de Janeirv,„Kaiſer Wilhelm d. Gr.“ am 12., 12 Uhr vorm. von Newyork,„Neckar“ am 12., 4 Uhr nachm. von Baltimore,„Prinzeß Alice“ am 13., ¹E HAA Anen 6 Uhr vorm. von Nagaſaki.— Paſſiert die Dampfer: „Gneiſenau“ am 12., 6 Uhr nachm. Dover,„Kaiſer Wilhelm II.“ am 13., 3 Uhr vorm. Dover. Mitgeteilt von: Baus u. Diesfeld. Generalvertreter in Mannheim. Hanſahaus. D 7/8. Telephon Nr. 180, ————ç——— Wasserstandsnachriahten v. Manat Aug. Fegelstatſon vom Datum be ggeln 9. 10. 11.12.13,14.] Bemerkungen Auningen“) 500.48,.64J Abende 6 Uhe 2037 325 Hachm., 2 Ubr r 38.85.81] NMachm. 2 Uhr Rannheim.10 Horgens 7 Uhr .-B. 12 Uhr FNuBBßBBB Vorm. 7 Uhr Nachm. 2 Uhr vom Neekar: 1 Mannhem.22.20 4 14J.134.10(4 04 Vorm. 7 Ubr Hellbronn.750 8800.60ö.68.82f0 50 Vorm. 7 Ubr ) Windstill, Regen, + 12. langsam atelgend Wasserwärme des Rhelns am 14. Aug: 14%½ f. 18%8. Mltgetellt von der Bade-Anstalt Leopold Sänger. — ——— MIkterungsbechachtungen d. metfsorl. Statlon AMannbelm 7 Datum Zolt 88 ASS ⁴ 3 333 28— 22 5— 2 45 25 235 18. Aug Horgens 7˙⁰ 758.8 12 2 NNW/2 Aittaga 2 7588 162 uUëô S 13. 5 Abends 9˙ 757 7 18.0 auN 14. Aug. Horgens 7⁰ 755.8 12.5 8 3 2* Hächate Temperatur den 13. Aug. 17,8% Fisfste Temperatu vom 13.—14. Aug. 12,.00 Witterungs-Berlieht bermlttelt von der Amtl. Auskunftsstelle der Sohwelzerlsohen Bundesbahnen im internatlonalen öffentliohen Verkehrsbures Berlin., Unter den Linden 14. Am 13. Aug. 1813 um 7 Uhr morgens. „————TTTʃ—8 Höhe der f 8 Statlonen Statlonen epbet Witterungeverhältnlsse Uder Leer Ols. 260 Basel 11 bodeokt, windstiil 543 ENN 0 587 Chur—1* negen, windeün 1543 Davos 632 Frelburg 14 delleokt, windstlI B 5 arus sgen, wWinds 110g Zöschenen 11 85 8 56⁰ Interlaken 14 Regen, indstitt 99⁵ La Chaux-de-Fds. 1 bedesokt, winds tll. 45⁰ Lausanne 88 18 sehf sohön, Wingatht ugenßds 408 Luzern 14 fegen, Windstill 398 Montreux 18 feinige Regensoh. windstill 492 Heuchate!l 15 etwWas windstiſl 87% St. galen: 14 27 185 St. Horite(Eug 9 belete indettel 40 Sohaffhausen 1⁵ bedeokt, windetn 537 Sſders 862 Thun 4 bedeckt, Windatilt 380 VJeve7ß 16 dedeokt, wiadstil 10 Zermatt 9 bedeokt, wIndetitl 1 Zürloon 15 dedsokt, wWIndstill Verantwortlich: für Politik: I..: Julius Wiete. für Kunst und Feuilleton: Julius Witte; für Lokales, Provinziales und Gerichtszeitung Richard Schönfelder; für Volkswirtschaft und den übrigen redak. Teil 1..: Rich. Schönfelder: kür den Iuseratenteil und Geschäftliches: Fritz Joos. Druck und Verlag der Dr. H. Haas'schen Buchdruckerei. G. m. b. H. Direktor: Erust Müller. 81884 Haartrochen-Apparate. Solid— Elégant— Leichtes Gewicht. : Auch für die Reise geeignet. Brown, Boveri& Cie..-G. Mt. Installationen born. Stotz& Gie. Be-A. u. l.) D4,%9 Telephon 882, 980 u. 2082. Hauptniederlage der Osramlampe. —— Nen! Höhenſonnenbad Fegarheik 1 Probeban. Lichtheilinſtitut„Elektron“, Hch. Schüfer, Mannheim, nur N 3, 3.:: Telephon 4320. 30381 UNl. Pneumatik Die erste und seitdem die führende Marke. 191³ eeeenennmmummeuneeeenn In Boher G „ mit seidenen Sammei- „ Wappenbildern 155 U —.— ——— —.— —.— — — — — — — — —— Inmumunmun —— 5 latsr xanf datin d8ti 180l Leuteſtuben. Dabei herrſchte freilich nur ganz Donnerstag, den 14. Auguſt 1913. e eeee Nergstelger 10%5 PS. Ailligster komplett mit allem ohalnverbraucher Zubehör Kritik über den KRIT. 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Soll man's ſtehen laſſen, damit das Franzoſenpack ſich dran ſattfrißt, wenn es ausgehungert aus Rußland heim⸗ kommt'?“ Worauf Hans Joachim meinte, man habe doch guch jetzt an die Franzoſen in Glogau verkauft. Gut preußiſch ſei das nicht geweſen. „Das iſt Unſinn“, entſchied Bruckhoff.„Wir haben verkauft und ſind bezahlt worden. Die Franzoſen ſind uns heute noch verbündet, und was morgen ſein wird, geht uns nichts an. Mögen andere Leute ſich um die Politik küm⸗ mern. Unſer einer hat genug zu tun, wenn er für den nächſten Tag und für ſich ſelbſt ſorgt.“ AUnd an jedem der beiden folgenden Tage fuh⸗ ren die Frachtſchlitten mit dem Ueberſchuß aus Koſterlitz nach Glogau und Bruckhoff und Hans Joachim hatten ein paar frohe Tage. Erſt am vierten Tage kam Vogtmann aus Glogau angeritten. Er hielt vor dem Haupt⸗ portal und befahl dem Knecht, das Pferd nur ein wenig abzureiben und langſam zu bewegen. Seine Zeit ſei knapp und er werde gleich wieder abreiten. Vogtmann erſchrak, als er Sybille erblickte: ein müdes, verhärmtes Weib, das viel geweint haben mußte und auch jetzt nur mit Mühe den Anſchein ſtolzer Ruhe aufrecht erhielt. Er wollte ſich aber jetzt nicht rühren laſſen. Er war Beamter und wollte nichts anderes ſein. So verbeugte er ſich an der Türe mit einem ſtummen Gruß. Sybille ging ihm entgegen „Sie haben mich warten laſſen, lieber Herr aatmann. Drei entſetzlich lange Tage. Aber Jubildum-A. D. A. C. Tag, München, den 25. Jul, Automobil-Ausstellung „Neben dlesem Stand lst eln in Suddeutschland noch zlemlich unbekannter amerikanischer Wagen aus- schmack entsprioht, slch in selnem Aeussern durch macht, dürſte das Fabrikat sich hier bald einführen.“ in unserer Fabrik in Strassburg fertiggestellt mit kompl. 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Ich habe Ihre Mitteilung zu meinen Akten genommen, und nun ſind alle Vorausſetzungen erfüllt, die der Wille Ihres in Gott ruhenden Vaters aufgeſtellt hat.“ Er ſprach mit feierlichem Ernſt und auch nicht die leiſeſte Gemütsbewegung klang in den trockenen Amtston hinein.„Bevor ich nun meines Auf⸗ trages mit entledige, bitte ich, mir die Frage zu beantworten, ob Ihnen bekannt iſt, wo Herr Konrad von Hauenſtein zur Zeit ſich aufhält?“ Sybille ließ die Augen ſinken:„Ich weiß nichts von ihm.“ „Ich danke.“ Er öffnete langſam ſeine Akten⸗ mappe und holte einen umfangreichen und viel⸗ fach geſiegelten Brief hervor.„Nach dem Willen Ihres Herrn Vaters habe ich Ihnen nunmehr dieſes Briefpaket zu übergeben, in dem ſich außer einem Brief Ihres Herrn Vaters ein paar Fa⸗ nilſendokumente befinden. Sowohl von dem Brief als von den Dokumenten habe ich im be⸗ ſonderen Auftrag Ihres Herrn Vaters eine be⸗ glaubigte Abſchrift genommen, die unter Ver⸗ ſchluß bei meinen Akten liegt.“ Und nach einer Pauſe:„Es werden ſich nun tiefgreifende Aen⸗ derungen notwendig machen und Sie werden vielleicht allein nicht damit fertig werden. Ich habe vergeſſen, daß Sie einmal unfreundlich gegen mich waren, und wenn Sie glauben, daß ich Ihnen dienen kann, dann bitte ich, mich rufen zu laſſen.“ Er ſtand auf:„Leben Sie wohl!“ „Sie gehen ſchon?“ fragte Sybille beklommen. „Mein Geſchäft iſt getan und Sie werden das Verlangen haben, jetzt allein zu ſein. Leben Sie wohl!“ Sybille geleitete ihn bis zur Türe. Dann ging ſie langſam zu dem Tiſch zurück, auf dem das Briefpaket lag. Sie nahm es zögernd in die Höhe und ſah in atemloſer Beklemmung darauf nieder. Da war es nun, das Geheimnfs, das ihr ſo viel Uuruhe bereitet hatte. Die Aufſchrift in zitternden Zügen von des Vaters Hand:„An meine geliebte Tochter, das Frei⸗ Nehmen Sie rinz Wilhelmſtr. 25,4 Tr. (Oſtſtadt, Nähe Roſen⸗ gart.) mbl. Zim. ſof. bill. z. v. 20582 heinhäuſerſtr. 49,. St. möbl. Zimmer mit od. ohne Klapter mit od. ohne Penſion an Herrn oder Frl. ſof. bill. zu vermiet. Servierfrl. nicht ausgeſchl. und offeriere solche zu nachfolgenden Preisen: 10.75 18.50 16.50 18.75 20.00 22.50 25.00 28.00 33.00 Nur solange Vorrat reicht! Breitestr. . Nich. Wognerſtr. 34 Moderne 4Zimm.⸗Etagen⸗ Wohn., 1 Treppe, per 1. Okt. zu verm. Näher. Heinrich VLanzſtraße 22, parterre. 20384 erderſtr. 10, 2 Tr., gut W mbl. Zim. z. v. 20791 Möbliertes Zimmer ſof. zu verm. T 3, 3, II. 828 Möbl. Zimmer in ſehr ſchöner ruhtig. Lage, 1. St., ſof. 1 fein möbl. Zim. ev. mit Salon, preisw. zu v. Tel. Nr. 6795 im Hauſe, Rheindammſtr. 62, 1 Tr. 4264 fräulein Sybille von Röcknitz.“ Nichts ſonſt, nichts, was auf den Inhalt hingedeutet hätte. Es fiel ihr ſchwer, daran zu glauben, daß der harmlofe Umſchlag bergen ſollte, was unheilvoll in ihr Leben eingreifen könne, und doch war eine lähmende Scheu in ihr, ihn zu öffnen und ſich Gewißheit zu verſchaffen. Und plötzlich hatte ſie das Bewußtſein, daß ſie allein den Toten und der Vergangenheit gegenüberſtehe. Sie ſah ſich ſcheu um in dem düſteren Gemach und ihr Blick fiel auf das Bild ihres Vaters, das über dem Schreibtiſch hing und ernſt mah⸗ nend zu ihr herüberſah. Durch eine Ideenver⸗ bindung, die ſie erſchreckte, mußte ſie an ihren Beſuch in der Gruft denken, Das war ähnlich ſo geweſen, wie jetzt. Nun ſahen alle die Toten ihres Hauſes ſie aus den Augen des Vaters an; alle reckten die Hände aus der Vergangenheit nach ihr und legten auf ſie, was an Schuld in ihrem Leben geweſen war. Sie war ja die letzte Röcknitz und ſie allein trug die Sünden des Geſchlechts Eine wilde Angſt erfaßte ſie plötzlich, und wie eine Verfolgte eilte ſie hinaus und hinüber in ihre freundliche Stube, in der ſie ſich einſchloß: hier herrſchte ſie allein und die Geiſter der Ver⸗ gangenheit ſollten draußen bleiben.— „ Meine teure, geliebte Sybille! Nun alſo ſpreche ich zum zweiten Male zu Dir. Ob Du glücklich biſt und ob Deine lieben Augen mit Dir in dieſe Blätter ſehen? Oder ob das Schickſal es ſo gefügt hat, daß Du in Einſamkeit die große Not wirſt tragen müſſen, die ich ſter⸗ bend auf Dich abladen muß? Ich weiß es nicht: weiß es heute nicht, da ich das alles niederſchreibe, und werde es vielleicht auch dann nicht wiſſen, wenn Deine Augen auf dieſen Blättern ruhen. Ich wünſchte faſt, ich müßte nicht auch aus der andern Welt noch Deinen Jammer ſehen. Der Gedaänke, daß wir fortleben nach dem Tode— wie wunderbar ſchön er auch iſt; der Glaube, daß wir die Stätten umſchweben können, die unſer irdiſches Leben geſehen haben— mir haben ſie nicht viel zu geben. Ich bin müde, nur müde. Deine ein⸗ zige Mutter ausgenommen, iſt niemand im Him⸗ mel, den ich wiederſehen möchte. Und auf Erden biſt nur Du, und ich wiederhole: es wäre fürchter⸗ lich, wenn ich Deine Not noch einmal mit erleben müßte. So will ich hoffen, daß Du nun glücklich biſt. Dann wird unſer Konrad Dir geben, was ich Dir nehmen muß: die Heimat der Röcknitze, unſer lie⸗ bes, ſchönes Koſterlitz Guten, bürgerlichen (Nittag⸗ 1. Mbendtih Seckenheimerſtr. 58, 2. St. 4270¹ — 3, 19, 2. St. au gutem bürgerl. Mittag⸗ und Abendtich können uoch Herren u. Damen teiln. 42554 An gut. Mittag⸗u. Abend⸗ tiſch könn. nocheinig. Herrn ieiln. H 7, 28. part. 40599 Ich habe bis in die volle Reife meiner Mannes⸗ jahre hinein an mein Anrecht auf Koſterlitz ge⸗ glaubt; habe ein armes Weib aus uraltem Hauſe heimgeführt, weil ich Grund hatte, mich für reich zuhalten, und bin daun reich geweſen in der Liebe meines herrlichen Weibes im Anblick meines ſchönen, blühenden Kindes. Weil die Zukunft meiner Lieben über alle Zufälligkeiten hinaus ge⸗ ſichert ſchien, hab ich mir auch erlauben dürfen, meinem Glück und meinen Neigungen zu leben, und für meine Sammlungen Dinge zu erwerben, die nur ein reicher Mann ſich leiſten darf. Ich durfte mir geſtatten, lebensunkundig und unprak⸗ tiſch zu ſein, und meine Stunden zu teilen zwi⸗ ſchen dem Frieden meines Familienglücks und denm Frieden meiner ſtillen aber doch fruchtloſen Arbeif, Mein Verhältnis zu meinem Vater iſt nie wirk⸗ lich herzlich geweſen. Etwas Fremdes ſtand zwi⸗ ſchen ihm und mir. Ich hab das als Kind ſchon gefühlt, als mein weiches, ſehnſuchtsvolles Herz ſich an ihn hing und mit aller Kraft ſtudiert, um in ſeine Seele zu dringen und mir die Liebe zu erliſten, die er freiwillig mir nicht geben wollte. Vergeblich alles: Das Fremde blieb. Das hat dann dazu geholfen, mich ſtill zu machen und in mich ſelbſt viel mehr hinein zu ſehen, als Kinder ſonſt es tun, Ich lernte die Einſamkeit lieben, weil dann meine Träume mir gaben, was die Wirklichkeit mir verſagte; und das hatl dann wie⸗ der dazu geholfen, die Entfernung zwiſchen meinem Vater und mir zu vergrößern. (Fortſetzung folgt.) 1 Mannhelmer Figenhaus. erbaut Landhäuse und Villen in allen Stadt- 5 lagen. Günstige Bedingungen Einanzierung durck die Gesellschaft.— Solideste Bauweiss unter Weitgehendster Garantie u, Küsschſuß jeder Nach. korderung, 2702 Bureau P 4, 18 Kaen 12 8. Seite. General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten(Mittagblatt). Donnerstag, den 14. 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Bald Ende die August- Veberraschung — und echt Chevreaux, mit Stiefel. Malbschubhe Dahengn Benshite Ledersandalen Ausser den früher Hin Riesenquantum(oa. 3500) Kinder-Stiefel, Gr. 26/6 echt Boxoalf Posten enthält ferner viele Goodyear-Welt und braune Chevreaux- Reeller Wert bis.50 Ein Posten fehlerhafte Herren- u. Damen-Stiefel auch Damen- für Kinder alle Grössen bis 335 Dieselben in Gr. 31/35 2. Gr 2 veröffentlichten Angeboten: und ohne Lackkappe, auch Derby; der 50 zum Einheitspreis. 3˙⁰ VVVVV Sandalen Findleder, auch mit gedoppelte Böden für Herren und 50 Einheitspreis 2 4* für Damen und Herren Ecke JI, I, Sreitestrasse. Buntes Fenilleton. — Wie ein Goldſchatz vom Meeresboden ge⸗ hoben wird. Zahlreiche Verſuche ſind bereits unternommen worden, um den Millionenſchatz, der ſeit 1799 im Rumpf der Fregatte„Lutine“ auf dem Meeresgrunde am Eingang der Zui⸗ derſee ruht, zu heben; während aber bisher alle Mühe vergeblich war, ſcheinen nunmehr die 7 Anſtrengungen doch zu einem glücklichen Reſul⸗ tate zu führen. Wie Sauvaire Jourdan in der Nature ausführt, iſt man ſeit 1912 mit allen Mitteln der fortgeſchrittenen Technik an der Ar⸗ beit, der See ihre Beute noch nach 113 Jahren zu entreißen, und die hier getroffenen Vorkeh⸗ rungen bieten ein anſchauliches Bild für die Methode, mit der man heutzutage Schätze vom Meeresboden zu heben ſucht. Der Schatz der beſteht aus 1900 Goldbarren, 500 Sil⸗ rren und barem Geld; alles in allem belief ſich der Wert der hier aufgeſpeicherten Schätze auf 30 175000 Frs. Das Schiff mit ſeiner koſt⸗ baren Ladung war bei der älteſten aller Seever⸗ ſicherungsgeſellſchaften, Aoyd's, verſichert, und als die„Lutine“ mit ihrer reichen Ladung ſo nahe vor dem Ziel geſunken war, mußte die Verſicherung der holländiſchen Firma, die Eigentümerin war, gegen 22 Millionen aus⸗ zahlen. Lloyd's hat niemals die Hoffnung ganz aufgegeben, in den Beſitz der 30 vom Meer ver⸗ ſchlungenen Millionen zu gelangen; Verſuche ſie zu heben, wurden 1855, dann wieder in größerem Maßſtabe 1900 unteruommen, und nunmehr hat man zu dieſem Zweck ein beſon⸗ deres Dampfſchiff konſtruiert, den„Lyons“, der ſeine Aufgabe im vorigen Jahre in Angriff ge⸗ nommen hat. Bald nach dem Schiffbruch, bei dem die Mannſchaft mit Ausnahme eines ein⸗ zigen Matroſen ertrank, wurde der Anſpruch auf Hebung des Schatzes vom König von Holl⸗ land auf Grund des Strandrechtes erhoben, und im Auftrag des Königs bildete ſich eine Ge⸗ ſellſchaft zur Hebung der Millionen. Nachdem aber alle Verſuche vergeblich geweſen waren, machte der König von Holland 1823 freigebigſt die„Lutine“, deren Rumpf von den Wogen der Zuiderſee allmählich zu Sand zerrieben wurde, dem König Georg IV. von England zum Ge⸗ ſchenk. Georg IV. übertrug Rechte wieder an Lloyd's. Die holländiſche Ge⸗ ſellſchaft, die ſich damals gebildet hatte, exiſtiert aber auch noch heute und hat auf ihre Anſprüche keineswegs verzichtet. Die Londoner National⸗ Salvage Aſſociation, die ſeit zwei Jahren die Hebung in einer großartigen Form aufgenom⸗ men hat, hat ſich mit beiden Unternehmungen auseinandergeſetzt und ſich verpflichtet,, von den gehobenen Schätzen 15 Prozent an den Lloyd's und 15 Prozent an die holländiſche Geſellſchaft auszuzahlen. 1912 ſtellte das ſchlechte Wetter den Arbeiten ſchwere Hinderniſſe entgegen. Man konnte wirkſam nur im ganzen 278 Stun⸗ den arbeiten, die aber ſehr nutzbringend ange⸗ wandt wurden. Im Juli vorigen Jahres ent⸗ die ſo erhaltenen deckte ein Taucher im unteren Teile des Schiffs⸗ rumpfes der„Lutine“ ein Loch, durch das er ſeinen Arm ſtecken und die Goldbayren berühren konnte. Die Dimenſionen dieſer Barren be⸗ tragen nach ſeiner Schätzung 18 Zentimeter Länge, 6 Zentimeter Breite und 3 Zentimeter Höhe. Unglücklicherweiſe war einige Tage ſpäter das Wrack in die durch die Pumpen gebil⸗ dete Höhlung geglitten und der Zugang zu der Oeffnung unmöglich. Um die Anhäufung von Sand zu vermeiden, den die Strömungen der Zuiderſee immer wieder, auch wenn die mäch⸗ tigſten Pumpen ihn beſeitigt hatten, in großer Fülle herbeiführten, hat man einen tiefen Graben von 1850 m Länge bis zu dem Wrack hin und über dieſes hinweg gezogen. Die Strömung der Zuiderſee, die bis zu 7 Knoten erreicht, ſtürzt ſich nun in dieſen Graben und ſpült den Sand mit fort. Dieſe großartige Ar⸗ beit erforderte die Wegſchaffung von faſt 1½ Millionen Tonnen Sand. Die größte Schwie⸗ rigleit, die gegenwärtig noch beſteht, liegt in einer ungeheuern Maſſe von Kugeln u. Ballaſt, die durch den Roſt zu einem kompakten Haufen zuſammengeballt ſind und in deren Mitte der Schatz wie eingeſchloſſen ruht. Die Metall⸗ barren waren nämlich bei der Einſchiffung vor 113 Jahren in den Schiffskammern unter Hau⸗ fen von Kugeln gelegt worden. Bei den Berg⸗ ungsarbeiten von 1855 fand ein Taucher eine Menge ſpaniſcher Taler und Kugeln von mehr als 1 Meter Dicke. Später ſtieß man auf eine gewaltige Maſſe von Silberbarren und ver⸗ roſtetem Eiſen, die zu ſchwer war, um ſie zu heben. Bei den Arbeiten in dieſem Jahre ſollen nun auch dieſe Schwierigkeiten gehoben werden. Man bedient ſich dabei eines Magnets, der im⸗ ſtande iſt, drei Tonnen zu heben. Die Metall⸗ maſſen werden in Stücke zerbrochen, die der Magnet heben hann. Die Verſuche, die man in einem Londoner Dock angeſtellt hat, ergaben, daß man in fünf Tagen 50 Tonnen Metall mit dem Magneten ans Licht ziehen konnte. Die Glocke, die auf der„Lutine“ war, iſt übrigens ſeit langem gehoben und hängt heute im Gebäude von Lloyd's, wo ſie bei traurigen Ereigniſſen geläutet wird. Jedenfalls beſteht begründete Ausſicht, daß die ſeit mehr als 113 Jahren im Sand der Zuider⸗ ſee ſchlummernden Millionen wieder ans Tageslicht gehoben werden. — Trägt Kaiſer Wilhelm ein Glas? Kaiſer Wilhelm hat ein ungewöhnlich ſcharfes Auge, das ihm bei den Jagden ſowie bei Seefahrten und auf dem Manöverfelde außerordentlich gute Dienſte leiſtet. ſun wird aber zuweilen be⸗ hauptet, daß Kaiſer Wilhelm ſich eines Glaſes bedient hätte, obwohl man weder eine Zwicker⸗ ſchnur noch ſonſt etwas bemerkt hätte, was auf die Notwendigkeit eines Glaſes hindeuten könnte. Wie uns geſchrieben wird, bedient ſich der Kaiſer beim Leſen in der Nähe zuweilen eines Glaſes, denn wie es gewöhnlich bei Men⸗ ſchen, die vorzügliche Augen haben, und an kei⸗ ner Augenſchwäche der Fall iſt, ſo auch hier. Es ſtellt ſich im Alter zwiſchen den 50er Jahren Weitſichtigkeit ein, die das Tragen eines Glaſes nötig macht. Die kleine Abweichung im Auge des Kaiſers muß nun auch durch das Tragen eines Kneifers wettgemacht werden. Uebrigens trägt der Kaiſer das Glas nur ſehr ſelten und viele der Hofleute haben ihn noch nicht mit dem Glaſe geſehen. Nur beim Leſen, ſeltener bei den ſchriftlichen Arbeiten am Schreibtiſch be⸗ dient ſich der Kaiſer des Glaſes. Uebrigens haben alle Hohenzollern von jeher ſehr gute Augen gehabt. Erſt in den letzten Jahren ſeiner Regierung trug Kaiſer Wilhelm I. einen Zwicker, den er ſtets am ſchwarzen Bande be⸗ feſtigt hatte. Auch er war in den ſpäteren Jah⸗ ren des Lebens weitſichtig geworden und mußte ſich beim Leſen des Glaſes bedienen. Fideles Gefängnisleben. Das„Luzerner Tagebl.“ erzählt das nachſtehende Geſchichtchen: Vor einigen Tagen entfloh aus dem Gefängnis der durch ihre Beziehungen kannten Ortſchaft Altdorf im Kanton Uri ein Sträfling, der wegen Diebſtahls verurteilt wor⸗ den war. Die Gefängnisverwaltung ließ ihn durch zwei andere Sträflinge, von denen einer zu lebenslänglicher Haft verurteilt war, verfolgen. Es gelang den beiden eigenartigen Polizeimännern nicht, den Flüchtling dingfeſt zu machen. Und nun kommt das Unglaubliche: beide kehrten ſeelenruhig in ihre Zellen zurück. Die Sträflinge in Altdorf haben es nämlich ſo gut, daß ſie am liebſten nie aus dem Gefängnis herausmöchten. Und wenn ſie nach Verbüßung ihrer Strafe entlaſſen werden, benutzen ſie die erſte beſte Gelegenheit, um wieder irgendetwas zu begehen, damit ſie ſo raſch wie möglich in die gaſtlichen Hallen zurückkehren können. — Eiſenbahnwagen für Kinder. Die Ameri⸗ kaner ſind, wie nach der„Frankf. Zt.“ die Fach⸗ zeitſchrift„La Vie en Chemin de fer“ erzählt, auf einen recht originellen Gedanken gekommen. Sie haben beobachtet, wie wir es ja auch tun, daß bei weiten Reiſen felbſt die bequemſten Eiſenbahnwagen nicht praktiſch für die Kinder ſind. Deshalb hat man überm Ozean eigene Wagen für die Kinder gebaut. Dieſe Nurſery⸗ cars, wie ſie genannt werden, enthalten ein Speiſezimmer, ein Toflettenzimmer, ein Bade⸗ und Schlafzimmer für die ganz kleinen Herr⸗ ſchaften. Der Boden iſt mit weichen Teppichen bedeckt und die Wände ſind gepolſtert, damit ſich die Kinder, wenn ſie fallen, nicht verletzen, Ob die Kleinen es in dieſen Wagen ohne ihre ltern aushalten, wird uns nicht berichtet. Es ſen alſo ſchon amerikaniſche Kinder ſein. Die Dame in Trauer. Auf eine unnatür⸗ liche Mutter, die ſich auf ſonderbare Art ihres Kindes entledigt hat, fahndet die Berliner Kriminalpolizei. Vor wenigen Tagen, nach⸗ mittags gegen 5 Uhr, beſuchten, ſo Herichten Berliner Blätter, zwei Frauen, die eine im Alter von ungefähr 25 Jahren, die andere im Anfang der Fünfziger, beide in Trauer gekleidet, ein Schanklokal in der Alexanderſtraße und be⸗ zur Tellſage be⸗ ſtellten zwei Glas Malzbier. An den Tiſch ſetzte ſich aber nur die Aeltere, während die Jüngere ſofort die Toilette aufſuchte. Als ſie nach einer Weile zurückkam, entfernten ſich beide wieder gemeinſam. Nach ungefähr einer halben Stunde hörte ein Gaſt in der Toilette ein eigentümliches Geräuſch. Als die Wirtin, darauf nachſah, fand ſie dort einen Knaben, der, wie der Befund ergab, erſt vor ganz kurzer Zeit geboren worden war. Ohne Zweifel von der Frau, die vorher die Toilette benutzt hatte. Da der Knabe noch lebte, holte die Wirtin ſofort ärztliche Hilſe. Der junge Erdenbürger, der ſich ſchnell erholte, wurde von der Polizei dem Waiſenhauſe überwieſen. Die Nachforſchungen nach den beiden Frauen waren bisher noch ohne Erfolg. — Bellen, feſter bellen! In einem in der „Neuen Freien Preſſe“ dem Generalfeldmar⸗ ſchall Freiherrn v. d. Goltz gewidmeten Art erzählt Generalleutnant Imhoff Paſcha folgen Epiſode, um zu zeigen, in welcher Weiſe Frei⸗ herr von der Goltz ſeine Umgebung zu über⸗ zeugen imſtande war: Es war während der tür⸗ kiſchen Manöver im Jahre 1909. Eine der Di⸗ viſionen hatte die Tundſcha mit Hilfe einer in kürzeſter Friſt fertiggeſtellten Pontonbrücke überſchritten. Trotz der enormen Tagesan⸗ ſtrengung marſchierten die Truppen friſch und munter nach ihren Beſtimmungsorten. Die höheren Stäbe blieben noch zurück; es erfolgte eine Beſprechung, und dann hieß es: Auf nach den Quartieren! Die Manöverleitung hatte noch etwa fünfzehn Kilometer zurückzulegen, gelangte erſt nach eingebrochener Dunkelheit auf die Hochebene öſtlich des Fluſſes und verirrte ſich, ganz gleich aus welchen Gründen, in dem wege⸗ loſen Gelände. Wir ſtanden ratlos und tatlos auf freiem Felde; kein Licht, kein Biwakfeuer war zu ſehen, kein Geräuſch zu hören Man beriet hin und her, was zu tun ſei; Erkunder wurden abgeſandt, ſie kamen reſultatlos zur Plötzlich ſagte der Feldmarſchall:„Imhoff ſcha, bellen Sie!“ Ich glaubte nicht recht geh zut haben und fragte:„Was ſoll ich tun?“„Na Bellen, feſter bellen,“ lautete die Antwort. Al⸗ Offizier gewohnt, jeden Befehl ohne langes Be⸗ ſinnen ſofort auszuführen, bellte ich alſo laut und, wie man mir ſpäter verſicherte, ſehr ſchön und eindringlich:„Wau, wauwau, wau! Es dauerte keine halbe Minute, und der Erfolg der Maßregel war uns allen klar. Von rechts vor wärts antwortete ein Dorfköter! Vergnfigt ſchlug ſich der Feldmarſchall auf den Ober⸗ ſchenkel und rief:„Sehen Sie, der iſt auf den alten Trick wieder hineingefallen. Dort reiten wir hin.“ Der Zufall wollte es, daß das Dorf auch noch unſer Quartier war. Der ganze Vor⸗ fall wurde am Abend natürlich noch reichlich be⸗ ſprochen und gab Anlaß zu manchem Scherz⸗ worte. Ein NMahrhaft, wohlschmeckend. 29664 aus Dr. Oetker's Puddingpulver zu 10 Pfg.(3 Stück 25 Pfg.) iſt eine ganz vorzügliche Speiſe, die für wenig Geld und mit wenig Mühe täglich auf den Tiſch gebracht werden kann. Genaue Anweiſung ſteht auf jedem Päckchen. 4 Billig, leicht herzusteſſen. 5 Wir stehen am Ende der Sommer-Saison! 8 Winterwaren verlangen Platz!— Diese zwingende Notwendigkeit veranlasst uns, alle noch vorhandenen Sommer-Waren zu Preisen zu verkaufen, die alle unsere bisherigen Angebote in in den Schatten stellen! 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