fahrt ab 973ʃ2 — einde ſchtnich. de. acht ſür — A dude 1 180 gerle 2u. 7715 on 4968 Aellt im Be⸗ Tage. 868 be⸗ ds. Bl. Manu⸗ uchem. ſoſort ünter d. Bl. eſſeren jedient mmer⸗ rl iſt, „ geht vutzen. uſtr. 61 9872 — aulen, 1 fumen rei u. äft ge⸗ 3¹ U. 40 440 — 2. it all⸗ er ſuf. tetel, rund ſpät. heres 3 pd. tr. 24 465⁴0 „10 ro 46546 nrich traße 45987. gen germ. aſſe!. uſter Lage tteils 9700 36, rrn Wenement: 70 pfg. monatlich, Bringerlohn 30 Pfg., durch die poſt inkl. Poſtaufſchlag NK..42 pro Quartal. Einzel⸗Rr. 5 Pfg. Zuſerate: Kolonel⸗Seile 50 Pfg. Reklame⸗Seile..20 Nk. Budi Läglich 2 Ausgaben(außer Sonntag) Beilagen: Geleſenſte und verbreitetſte Zeitung in Mannheim und Umgebung Schluß der Inſeraten⸗Annahme für das Mittagblatt morgens 9 Uhr, für das Abendblatt nachmittags 5 Uhr Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Mannheim; Beilage für Ci i den Amts zeim; Beilage für Literatur und Wi Techniſche Rundſchau; Mannheimer Schachzeitung; Sport⸗Revue; Telegramm⸗Adreſſe: „General⸗Anzeiger Mannheim⸗ Telephon⸗RNummern: Direktion und Buchhaltung 1449 Buchdruck⸗Abteilung.. 341 Redannenn Expedition und Verlags⸗ buchhandlung.. 218 u. 7569 Eigenes Redaktionsbureau in Berlin ſſenſchaft; Unterhaltungsblatt; Beilage für Cand⸗ und Hauswirtſchaft; Wandern und Reiſen und Winterſport; Mode⸗Beilage; Frauen⸗Blatt. Nr. 584. Mannheim. Freitag. 4. Dezember 1914. (Abendblatt.) Die Schlacht in Polen. Große VDerluſte der Ruſſen. WCB. Großes Hauptquartier, 4. Dezember, vormittags.(Amtlich). Auf dem öſtlichen Kriegsſchau⸗ platz ſind feindliche Angriffe öſtlich der maſuriſchen Seenplatte unter großen Verluſten für die Ruſſen abgeſchlagen worden. Unſere Offenſive in Polen nimmt normalen Verlauf. Oberſte Heeresleitung. Der Naiſer in Berlin. WCB. Großes Hauptquartier, 4. Dezember(Amtlichl. Seine Majeſtät der Kaiſer iſt geſtern abend zu kurzem Aufenthalt in Berlin ein⸗ getroffen. Oberſte Heeresleitung. Schlimme Cage der RAuſſen. Berlin, 4. Dez.(Von unſ. Berl. Bur.) Die„B..“ meldet: Krakauer Blätter berichten übereinſtinmmend, daß vom Kampfplatz gebrachte Verwundete erzählen, daß der Kampf in Ruſ⸗ ſiſch⸗Polen zu dem erſchreckendſten und blutigſten ſeit dem Beginn des Krieges ge⸗ höre und ſich nunmehr an der ganzen Front poll zu entwickeln beginne. Die Verluſte der Ruſſen ſind infolge des mörderiſchen und kräftigen Feuers unſerer Artil⸗ lerie ganzenor m. Die Verpflegung der ruſ⸗ ſiſchen Truppen ſtößt wegen der Verſchlimme⸗ zung des Etappendienſtes auf immer größere Schwierigkeiten. Waffenmangel in der ruſſiſchen Armee. Rotterdam, 4. Dez.(Von unſ. Mit⸗ brbeiter.) Aus Budapeſt wird gemeldet: Wie nach dem Peſter Hirlap berichtet wird, wurden bei den Aufräumungsarbeiten auf den Schlacht⸗ feldern im Zempliner Komitat auch eine An⸗ Jahl ruſſiſcher Borderlader gefun⸗ den, woraus wohl der Schluß gezogen werden darf, daß in der ruſſiſchen Armee ſich bereits ein Waffenmangel bemerkbar macht. Rennenkampf. JBerlin, 4. Dez. Von unſ. Berl. Bur.) 5 Meldung der„Morningpoſt“ von der Ent⸗ ehung Rennenkampfs ſcheint uns die Wieder⸗ aufwärmung einer alten Nachricht zu ſein. Schon vor 4 Wochen haben wir das ſeinerzeit zuſgrund privater Informationen gemeldet. Fal Blätter berichteten, daß Rennenkampf zemes Kommandos im Oſten enthoben und nach nt Kaulaſus verſetzt worden ſei. Erſt in den dten Tagen war in einer Nachricht aus dem aukaſus zu leſen, daß Rennenkampf bort gegen e Türken irgendwo im Fofde geſtandan batte. Lumit erüßrigen ſich auch die Nachruſo in Ber⸗ aner Blättern, die heute Rennenkampf gewie 5 werden Dieſer entartete Spraß einer eſth⸗ ändiſchen micht liffländiſchen Jamilie iſt mie⸗ wels mehr geweſen, als ein Haudegen, ein „ohne beſondere ſtrateg! Die Welt ſche Talente. Auch ein Fanzoſenfeind und ein heimlicher Deutſchenfreund, wie das hie und da geſagt wird, iſt er nie geweſen. Vielmehr waren ihm alle Eigenſchaften des Renegaten zu eigen, und auch im Mai hatte er, wie wir be⸗ ſtimmt wiſſen, einem Arzt, der einſt in Japan in ſeinem Stabe geſtanden hatte, erklärt, er ſei „erzbereit“ und freue ſich auf den Moment des Losbruchs gegen Deutſchland. *. Berlin, 4. Dez. Wie die„Tägl. Rund⸗ ſchau“ hört, befindet ſich Frau Ludendorff, die Gemahlin unſeres berühmten, vor kurzem zum Generalleutnant beförderten Generalſtabs⸗ chefs der Hindenburgiſchen Oſtarmee in Schlach⸗ tenſee. Von hier aus beſucht ſie ihren ſchwer verwundeten Sohn, der ſich in einem hieſigen Sanatorium befindet und ſeiner Geneſung ent⸗ gegenſieht. Von zwei weiteren Söhnen, die im Felde ſtehen, erhielt Frau Exzellenz Ludendorff bisher günſtige Nachrichten. die Nämpfe in Frankreich und Belgien. Abgewieſene franzsſiſche An⸗ griffe. WeB. Großes Hauptquartier, 4. Dezember vormittags.(Amtlich.) Auf dem weſtlichen Kriegsſchau⸗ platz wurden franzöſiſche Angriffe gegen unſere Truppen in Slandern wiederholt abgewieſen. Ebenſo in der Segend nordweſtlich von Altkirch, wo die Franzoſen bedeutende Ver⸗ luſte hatten. Oberſte Heeresleitung. Wie es in Brüſſel ausſieht. Rotterdam, 4. Dez.(Von unſ. Mit⸗ arbeiter.) Die von ausländiſchen Blättern ver⸗ breiteten Nachrichten von einem Mangel an Nahrungsmitteln in Brüſſel ſind falſch. Nur an Mehl herrſcht gerade kein Ueberfluß. Dagegen ſind Fleiſch, Gemüſe und Obſt vicl billiger als vor dem Kriege. Die Bevölkerung verhält ſich ntdmternd ruhig. Die Hauptſtadt hat ſo ziem⸗ lich ihren früheren Charakter wieder angenom⸗ men. Die Straßenbahnen verkehren wieder regelmäßig. Deutſche Gefangene in Tunis. Zürvich, 3. Dez. Die„Neue Zürcher Zeitung“ Aus daxr⸗ bringt eine Meldung eines römiſchen Blatte Tunis, nach welcher dort deutſche Gefange unter ſechs Offiziere, und Schwerverwundete ein⸗ getroffen ſind. Die Dächer waren von Menſchen dicht beſetzt. Die erwartete Wirkung bei den Ein⸗ geborenen blieb aber vollſtändig aus. Axaber zeigten angeſichts der traurigen Schar der von der Die Gefangenſchaft geſchwächten und elend ausſehen⸗ den Deutſchen Würde und Ernſt, während vor⸗ nehme Damen die Deutſchen mit Zurufen wie „Boches und Banditen beſchimpften. Die Gärung in Irland. WIRE Umſterdem, I. Daz.(Nichtamt⸗ Iich.) Der chtet aus In Dublin hat die Polizei allen „Telegrof“ beri London: SHausſuchungen bei verkäufern in allen Läden Eine Anzahl Nummern! Urrd 8⸗[ſchaft lebhaft ſmpathiſiert. Kreiſen iſt man 9 — K Freedom“ wurde beſchlagnahmt. den Räumlichkeiten dieſes Blattes wurde ebenfalls Hausſuchung abgehalten. Der Auſſand in Südafrill De Wets angebliche Gefangennahme. WITB. Pretoria, 4. Dez.(Nichtamtlich.) Meldung des Reuterſchen Büros: Der Kom⸗ mandant Brits berichtet, daß er am 1. Dezember Dewet auf der Farm Waterburg, 100 Meilen öſtlich von Maferking, gefangen genommen habe. Dewet überſchritt in der Nacht vom 21. Novem⸗ ber den Vaalfluß und betrat Tvausvaal, von dem Kommandanten Dutoit im Automobil ver⸗ folgt. Er entkam aber mit 4 Anhängern und traf ein kleines Kommando, das ſich im geheimen in dem Bezirk Schweizerecke gebildet hatte und hauptfächlich aus Buren beſtand, die aus dem weſtlichen Freiſtaat geflüchtet waren. Dewet rückte mit dieſer Truppe ſo ſchuell in weſtlicher Richtung vor, daß die Bemühungen der Regie⸗ rungstruppen, ihn zu mnzingeln, ergebnislos blieben. Ein recht ſchweres Gewilter begünſtigte Dewet, da es unmöglich war, auf den ſchlechten Wegen Automobile zu benutzen. Dewet über⸗ ſchritt am 25. November die Eiſenbahnlinie nörd⸗ lich Devondale. Kommandant Brits begann die Verfolgung von Vrijburg aus und nahm am 27. Nopember einen Teil des Kommandos De⸗ wets unter dem Unterkommandmiten Wolma⸗ rans gefangen. Dewet hatte am Tage zuvor dieſe Abteilung verlaſſen und war weiter weſtlich gezogen. Die Verfolgung wurde ununterbrochen fort⸗ geſetzt. Am 1. Dezember holte Brits Dewet auf der Farm Waterburg ein. Die Buren, 52 Mann ſtark, ergaben ſich, da ſie umzingelt waren, ohne einen Schuß abzufeuern. Die Geſamtzahl der von Brits gefangen Genom⸗ menen beträgt ungefähr 120, einſchließlich des Kommandanten Ooſt und fünf Feldkornets. Die Verfolgung Dewets von Brifburg aus ge⸗ ſchah mit Hilfe des Automobilkontingents von Witwatersrand unter Oberſt Jordanns. Nur ein Bure wurde verwundet. * Wir müſſen weitere Beſtätigungen der Nach⸗ richt abwarten, begnügen uns vorläufig mit der Wiedergabe der folgenden Meldungen: * Antſter dam, 2. Dez. Faſt war es Eng⸗ land gelungen, der Welt glaubhaft zu machen, daß der Bürgerkrieg in Sübafrika nicht allein wenig bedeute, ſondern daß er ſchon vollkommen beendet worden ſei. Der engliſche Zenſor hat his jetzt alles unterdrückt, was Auskunft über den Lauf der Ereigniſſe hätte geben können. Die engliſchen Blätter veröffentlichen zwur fortwäh⸗ rend Berichte über kleinere Gefechte zwiſchen den Regierungstruppen und den Aufſtändiſchen, aber ein Bild vom eigentlichen Zuſtande bekommt man keineswegs. Immerhin iſt an erſter Stelle klar, daß der Bericht über die angebliche Nieder⸗ lage von De Wet, der darauf ſchließen ließ, daß der Krieg bald beendet ſein würde, unrichtig genannt werden kann. Ferner iſt erſichtlich, daß die aufrühreriſche Bewegung ſehr umfangreich iſt und daß die Zahl der Anhänger von De Wet und Behers viel größer iſt, als man vermutet hal. O Rotterdam, 4. Dez.(Von unſ. Mit⸗ arbeiter.) Die von Reuter genmteldete angebliche Gefangennahme Dewets hat hier großes Auf⸗ borgerufen und einen tiefen Eindruch In ſehen her gemacht, da die Bepölkerung natürli⸗ Sache der Buten infolge der Stammes Unterrichteten daß, wenn beſtätigenſollte, dem In jedoch der Anſicht ſich dieſe Nachricht Burenaufſtande noch keineswegs das Genickgebrochen iſt. Selbſt eng liſche Blätter haben erſt in den letzten Tagen zu⸗ gegeben, daß bereits ein großer Teil der ſüd afrikaniſchen Union ſich in den Händen der Auf ſtändiſchen befindet, und daß ſo ziemlich alle Buren im Feldeſtehen, während die Weiber und Kaffern die Feldarbeiten be⸗ ſorgen. Endlich iſt noch die Tatſache wichtig, daß bis her ein Kleinkrieg geführt wurde. Die aufſtän⸗ diſchen Buren greifen in kleinen Trupps die Regierungstruppen an, die auch ihrerſeits wieder in lauter kleine Streiflommandos aufgelöſt ſind, und nur die größeren Städte werden von ſtarken Garniſonen verteidigt. Fürſt Bülows Berufung nach Rom. WITB. Berlin, 4. Dez.(Amtlich.) Die „Norddeutſche Allgemeine Zeitung“ meldet: Da der Kaiſerliche Botſchafter in Rom von Flotom aus Geſundheitsrückſichten einen län⸗ geren Urlaub antreten muß, hat Seine Ma jeſtät der Kafſer den Fürſten Büſow mit der Führung der Geſchäfte der kaiſerlichen Bot ſchaft in Rom beauftragt. Salandra über Italiens Neu⸗ tralitat. Berlin, 4. Dez.(Von unſ. Berl. Bur.) Die Rede, mit der ſich Salandra geſtern in der italieniſchen Kammer eingeführt hat, wird in hie ſigen unterrichteten Stellen durchaus freund⸗ lich beurteilt. Man meint hier, daß gegen die Definition der Neutralität, wie Salandra ſie gegeben hat, nichts einzuwenden ſei und hält es für natürlich, daß Italien ſein Selbſtbeſtim⸗ mungsrecht zu wahren wünſcht. Wie die Dinge iegen, wird man dieſen Auffaſſungen ſich an ſchließen dürfen. Ohne Frage ſchrillt durch die Rede ab und zu ein leiſer Ton, der wie die An⸗ meldung künftiger Anfprüche an Oeſterreich klingen könnte. Aber man muß ſich gegenwärtig halten, für welches Publikum dieſe Rede beſtimmt war, und daß ihr Zweck ſein mußte, zunächſt einmal die Zuſtimmung möglichſt weiter Kreiſe des italieniſchen Volkes für die Py⸗ litik des Kabinettes zu gewinnen. WITB. Rom, 4. Dez.(Nichtamtl.) Die Zei tungen beſprechen die Erklärung Satandras und heben einſtimmig hervor, daß der Präſtdent des Miniſterrates in der Kammer und im Senat einen großen Erfolg hatte. Sie unterſtreichen, daß, da ſeine klare ſehr erhabene Rede einen ſehr warmen Empfang fand, die Tagung des Parla⸗ ments einen ſehr günſtigen Eindruck im Lande hervorrufen wird. Der Appell Salandras zur Eintracht, welcher die Kammer und den Sena einſtimmig antraf, wird die gleiche Einſtimmig⸗ keit im Lande finden. Das Kabinett habe ge⸗ zeigt, daß es in einer hiſtoriſchen Stunde ſich tief ſeiner Verantwortlichkeit bewußt iſt und daß es dieſe in männlich⸗würdiger Form zum Ausdruck Pringen wird. m. Köln, 4. Dez.(Priv.⸗Tel,) Die Volksztg.“ meldet aus Rom: Der katholtſch⸗ Abgeordnete Meda urteilt über die geſtrige Sitzung der Kammer: Die gemäßigten Aus⸗ 9 80 „Köln führungen des Miniſterpräſidenten Salandra Genueral⸗Auzei Vadiſche Neueſte Nachrichten.(Abendblatt) Freitag, den 4. Dezember 1914 mer zu thalte nach derartig waren Regierung eii rem Hauptin von der teſ verlangt Heut n der Arden müſſen. lnten ſie denen entgegen, guf den Krieg richten. fen, daß die Leitung die ihre Gedan — 7 ind wird begre politiſchen Geſchäfte itt guten Regierung hat nationales Intereſſe daran, das Land vor franzöſiſche Leiſtung iſere Feind einer Abenteuerpoliti k, die ruinierend immer mit verteilten Ro arbeiten(auch in wirken würde, zu behüten. Der Abgeord⸗ Seeraub, inſofern der eine durch betrügeriſ nete Longinotti meinte, nach dieſer Rede müßte und lügneriſche Zuſicherungen lockt und der Italien durch Liebe oder Gewalt etwas erhe ken. Graf Cameroni hält es für eine Parlamentstäuſchung, wenn J jemand aus der Regterungserklärung Krie Durch die Rede bleibe die Sachlage unver⸗ ndert. Berlin, 4. Dez.(Von unſ. Berl. Bur.) B..“ meldet aus Rym: Die Rede Zalandras fand einmütigen Beifall bei allen überglen, Katholifen, Sozialdemokraten und Republikanern. Kurz, alle Parteien ſehen in der Erklärung Salandras ein ſicheres Pfand für ie Erfüllung ihrer Wünſche. Die Cürkei im Uriege. Ein großer türkiſcher Erfolg. WITB. Konſtantinopel, 4. Dezember. (Richtamtlich.) Der amtliche Bericht des Ge⸗ neralſtabs teilt mit, daß die türkiſchen Truppen einen großen Erfolg an der Zone des Fluſſes Eſchorkh davongetragen haben. folgen. Die Bedrohung Aegyptens. m. Köln, 4. Einzelheiten Dez.(Priv.⸗Tel) Die„Köln. tg.“ meldet von der holländiſchen Grenze: 5 5 keutterbüro meldet vom geſtrigen Tage amtlich: Truppenkontingente aus Auſtralien und Neu Seeland ſind in Aegypten ausgeſchifft worden, um an der Verteidigung des Landes keilzuneh⸗ men. Dieſe Truppenkontingente waren, ſo be⸗ merkt die„Köln. Ztg.“, zuerſt für den europäi⸗ ſchen Schauplatz beſtimmt. Daß ſie jetzt in Aegypten verwendet werden, iſt für uns ſchon eine Erleichterung. Im Uebrigen vertrauen wir auf die Stärke unſeres Bundesgenoſſen, der Türkei, und hoffen, daß er mit dieſen engliſchen Nachſchüben ſchon fertig werden wird. * WIB. Konſtantinopel, 4. Dez.(Nicht⸗ anttlich). Unter Bezugnahme auf die letzte Niederla ge der Serben ſtellt der„Tas⸗ vir⸗i⸗Efkiar“ feſt:„Das iſt das Ende der ver⸗ hrecheriſchen Erpreſſer“ und gibt ſeinem Er⸗ ſtaunen darüber Ausdruck, daß der Dreiverband noch Anſtrengungen macht, ein ſerbi ſch⸗bul⸗ gariſches Einvernehmen hinſichtlich Mazedoniens herbeizuführen. Das Blatt ſagt: Der Augenblick iſt gekommen, ſich zu fragen, mit welchem Serbien man ſich einvernehmen mill. Die Zeitungen zeigen ihre leb hafte Ge⸗ mwugtuung über die Ausbreitun gdes Heiligen Krieges in Marokkso, das von franzöſiſchen Tyrannei befreit werden Die Zeitung„Sabah“ ſtellt feſt, daß die türkiſche Sprache den Einfluß der franzöſiſchen Sprache erfahren habe, von der zahlreiche Worte im Türkiſchen gebraucht würden und teilt mit, daß man entſchloſſen ſei, in Zukunft dafür deutſche zu gebrauchen, ſo anſtelle der franzö⸗ ſiſchen Worte: Frau, Herr, Fräulein, Freiherr, Graf, Ritter, Fürſt, Großfürſt, Erzherzog und andere, für die ſich im allgemeinen ein Bedürf⸗ nis fühlbar machen werde. Man empfindet es hier als nötig, die deutſche Sprache zu verbrei⸗ ten. Der Unterricht im Deutſchen, der ſchon ob⸗ ligatoriſch in den türkiſchen Lycen eingeführt ſei, wird auch in den anderen türkiſchen Schulen eingeführt werden, wo bisher nur das Fran⸗ zelüſte herausleſe. Die falſchen Ankle Deutſchlands 4 ger zan N uin dnee eiuen WVerjuch, dere fängt). Das neuef mehrere„G würdiger geſtellt als wenn er Geheimarchiven ſtanante ſchaften und R Udſten, alſc rlichſten E Deutſchlands halte. Wenn eimbericht, den der Kriegsminiſter Etienne alſo auf militäri ſchem Wege erhalten haben will und dann dem Miniſter des Aeußeren, Jonnart, zugeſtellt ha wenig lritiſch anſieht, erkennt man eutſchland nicht nur als den allein ldigen hinzuſtellen, ſondern au mit aller beſonders auch mit den Neutralen, zu verfeinden, und unter dieſen vor allen die kleine Abſcheu gegen die ichten Deutſck angeblich gewalttätigen zu erfüllen. Die Art, wie in dem angeblich deutſchen Bericht über Truppen Hollands verfügt wird, trägt die Abſicht, Holland auf die Seite des Dreiverbandes zu ziehen, ſo ſtark auf, daß ruhige Beurteiler in Holland, die es außer halb der Kreiſe des„Telegraaf“ und ähnlicher Hetzer und Haſſer doch gibt, zumal in den ver antſwortlichen leitenden holländif Kreiſen, kaum einen Zweifel daran hegen werden, daß der Bericht nicht aus deutſchen diplomatiſchen Kreiſen ſtammen kann. 1ds ſchen [Uen Geheimbericht als eine Zuſammenſtellung, die auf zum Teil noch ganz jünge Wendungen aus Zeitungen ſich ſtützt, durch das Syndetikon eini⸗ ger teils plumper, teils billiger eigener Phanta⸗ ſien des Aufſatzklitterers zuſammengehalten wird und in einen Schluß ausläuft, der für ein diplo⸗ matiſches Aktenſtück ebenſo ungewöhnlich wie für einen Zeitungsaufſatz ganz geläufig iſt. Nachdem die franzöſiſchen Ankläger ſo die deutſche Politik im allgemeinen verleumdet haben, ſuchen ſie ſich an der Perſönlichleit unſeres Kaiſers zu vergreifen. Zu dieſem Zwecke muß der König der Belgier herhalten. Der franzöſiſche Botſchafter in Berlin, Cambon, drahtete im November 1913 an ſeinen vorgeſetzten Miniſter Pichon aus„unbedingt ſicherer Quelle“ eine Unterredung, die König Albert mit dem Deutſchen Kaiſer in Gegenwart des General⸗ ſtabschefs von Moltke anfangs November gehabt haben ſollte. Da die Unterredung nach dieſer Darſtellung unter ſechs Augen ſtattfand und weder der Kaiſer noch General von Moltke den Nachrichtendienſt der franzöſiſchen Botſchaft ge⸗ ſpeiſt haben können, erſieht man unſchwer, wel Dienſt der franzöſiſche Botſchafter dem chen T König der Belgier erweiſt, indem er nun ülber Augen„Genaues“ dieſe Unterredung unter ſechs berichtet. Der Kaiſer ſei dabei feindſelig gegen Frankreich aufgetreten, er ſei nicht mehr An⸗ hänger des Friedens, er ſei mit den deutſchen Kriegshetzern derſelben Meinung, daß Frank⸗ reich bekriegt werden müſſe. Es wird dann weiter ein Zwiegeſpräch zwiſchen König Albert und General von Moltke teils wörtlich ange⸗ führt, wobei der General noch ſtärker als der Kaiſer die Kriegsluſt betont habe. Der franzö⸗ ſiſche Botſchafter fügt dann noch ſeinen eigenen zöſtſche gelehrt wurde. Senf indem 6 Frankreichs Ländergier. Wie Nizza und Savoyen franzsſiſch wurden. Mehr als fünfzig Jahre ſind vergangen, duß Risza und Savoyen von Viktor Emanuel II. an Frankreich abgetreten wurden. Aus mancher⸗ lei Gründen dürfte auch heute, in unſeren be⸗ wegten Tagen, ein Rückblick auf die Umſtände, unter denen dieſe Abtretung vollzogen wurde, und auf die Stimmungen, die ſie bei den da⸗ maligen Lenkern der Geſchicke Italiens weckte, durchaus nicht bloß geſchichtlich belehrend ſein Im Dezemberheft der von Dr. Richard Fleiſcher herausgegebenen„Deutſchen Revue“(Stuttgart, Deutſche Verlags⸗Anſtalt) behandelt Archiprat Dr. J. Lulpes(Hannover) das Thema der „Abtretung Nizzas und Savoyens an Frank⸗ reich 1859.—60“ in einem ausführlichen Aufſatz, der Beachtung verdient.— Gebunden durch den Eid, den Napoleon als junger Menſch den Car⸗ bonari geleiſtet, an der Befreſung und Ei⸗ nigung Italiens mitarbeiten zu wollen, und den ihm das Attentat Orſinis in unheimlicher Weiſe ins Gedächtnis zurückrief, trat der fran⸗ zöſiſche Kaiſer weder ſehr bereitwillig, noch ganz ſelbſtlos an die italieniſche Sache heran. Für ſeine Hilfe gegen Oeſterreich verlangte er Savoyen und Nizza, ſerner die Vermählung einer ſavoyiſchen Prinzeſſin(Clotilde) mit ſei⸗ nem Vetter Napoleon. Dafür verpflichtete er ſich, daß Italien„bis zur Adria“ frei werden ſolle. Hnausgeſprochen blieb ſeine Hoffnung, fühle in Berlin, mehr zu leiſten vern uchen wir nur bvier M Poi. Sezus die Kriegstat mlen, 1 U 0 phlitiſck zörzungsver Niederf Der niederländiſche „Antikriegsrat“. iſche Gründung Hationc des von Fein Deutſchl man zsum in ſeiner Er d wenigſtens als unzeitgemäß i ſich in verſchiedenen Lä zungen 2 0 t und mehr oder in Deutſchland ge⸗ en kann über weren Not“ Einheits ng, welche dien, een Deutſchen es deutſche front d Legationsrat 1we „Weil wir nie hen und ſeinen Ausbruch tief bedar jen wir chts lieber als einen ehrenvollen Frieden. Auf Grund meiner Erfahrung im Auslande und meiner K muß ich er⸗ klären, d er Bund bloß Erfolg haben werde, wenn es ihm gelingen wird, die Neutralen zu einem einträchtigen Vorgehen gegen die Verletzung des Völkerrechtes durch das die Welt beherrſchende und raub⸗ gierige England zu bringen.“ Und Prof. Kohler ſchreibt:„Jeder, der den deutſchen Namen trägt, wird überzeugt ſein, daß ein Friede erſt möglich ſein wird, wenn England vollkommen auf den Knien liegt. Es wäre beſſer geweſen, wenn die holländiſche Friedensbewe⸗ gung davon ausgegangen wäre, das ungeheuere Unrecht feſtzuſtellen, das man Deutſchland an⸗ getan hat. Das iſt aber nicht der Fall geweſen.“ Die Sozialdemofratie. Liebknecht. 4. Dez.(Von unſ. Berl. Bur.) Die„B..“ meldet: Der Reichstagsabgeord⸗ nete Dr. Liebknecht hat an den Präſidenten des Reichstags eine Erklärung gekangen laſſen, die ſeine Abſtimmung über die Kriegskredite motivieren ſoll. Es iſt zuläſſig, ſolche Erklä⸗ rungen zu einer Abſtimmung abzugeben. Dieſe ſind in das Protokoll aufzunehmen. Der Reichs⸗ tagspräſident hat aber die Aufnahme der Lieb⸗ knechtſchen Erklärung abgelehnt, weil ſie ſo abgefaßt war, daß ſie, wenn ſie in der Sitzung öffentlich vorgetragen worden wäre, unbedingt Ordnungsrufe nach ſich gezogen hätte. „Vulksfreund“ zum Geburtstiag der Groß⸗ herzogin Lniſe. Der Karlsruhe, 3. Dez. Der ſozialdemo⸗ kratiſche„Volksfreund“ ſchreiht heute bemerkens⸗ werter und erfreulicherweiſe zum Geburtstag der Großherzogin Luiſe „Von den Glüch 5 88 e 901 vünſchen, 140 daß in Toskaua an Stelle des zu vertreibenden habsburgiſchen Großherzogs Prinz Napoleon, der Gemahl der Prinzeß Clotilde, treten werde. Der Kaiſer mußte bald erkennen, daß dieſe Hoffnung bei der in Italien herrſchenden Stimmung völlig ausſichtslos ſei; das beſtär ihn nur in ſeinen Annexionsabſichten. Doch verbarg er dieſe vorläufig vor der Oefſentlich⸗ keit; nach der Kriegserklärung verkündete er in ſeiner Proklamation an das franzöſiſche Volk, das Ziel des Kriegs ſei,„Italien ſich ſelbſt zu geben“. Frankreich wolle keine Eroberungen— eine Verſicherung, die er ſpäter in Mailand wiederholte. Und wie kle hielt Napoleon dieſe Verſprech gen? Nach den Siegen von Magenta und Sol ferind trat Napoleon aus perſönlichen wie po⸗ litiſchen Gründen plötzlich in Friedensverhand⸗ lungen ein, die am 8. Juli 1859 zur Unterzeich⸗ nung der Friedenspräliminarien durch die bei⸗ den Kaiſer in Villafranca führten. Dabei gab Napoleon die Eroberung Venetiens bedin gungslos auf, entwertete den Gei bar durch Beſaſſung der Feſtungen der teidigungslinie bei Oeſterreich und verabr e mit dem Kaiſer von Oeſterreich die Stiftung eines italieniſchen Staatenbundes Ehrenvorſitz des Papſtes. So von ihm verſprochene, einige, freie Italien künftig ausſehen! „Als Napoleon,“ ſo erze Lulves,„nach der Rückkehr von Villafranca feinem Verbündeten die Friedensvereinbarungen ſelbſt meldete, ver mochte ſich der König nicht mehr zu beherrſchen. Sich von einem ſolchen Verbündeten zu tren⸗ unter dem ſollte nun das bis zur Adria nen und den Krieg aſlein weiterzuführen, war ſein erſter Gedanke. Er wie arauf hin, daß nach ſo viel vergoſſenem Blute ein derartig übereilter Friede nur binnen kurzem einen neuen Krieg nach ſich ziehen werde. Viel beſſer wäre es, jetzt ein für allemal die italieniſche Frage 50 igen. Doch Napoleon wandte 5. er fütr e licht ſeine Krone a el ſetzen wolle. ürdevoll ant⸗ wortete da der itali je Monarch: „Meine Krone iſt bereits ſeit vielen Jahr⸗ hunderten von meinen Vorfahren getragen worden. Trotzdem bin ich bereit, ſie nem Leben und meinem Blute f ſetzen für die Sache Italiens gut und gerece ihm der Fran; werde er ſeinerſeits 8 unfreien Lage, der Unzugänglich⸗ keit des Mannes, an den er jetzt gekettet war, mußte ſich der König bezwingen. Ein ſchmerz⸗ ſamt mei iderte Icher ſeinter erfülltes„Povera Italin!“ entrang ſich ſeiner gegnälten B ehe er mit der ſt Dankb kenken ſuchte. Der ward dann vom Ka zuſammen Prinzen Napoleon feſtgeſtellt. Die dem vom öſter⸗ reichiſchen Kaiſer noch am gleichen Tage ge nehmigte Faſſung unterzeichnete ſchließlich auch mit Viktor Emanuel, aber mit dem Zuſatz: „Papprouve pour ce qui me concerne“(d. h. nur die Aunektierung der Lombe die Ne Qalar deln Sinne ſeine gabe geſtattete. Auf das igſte empört und ſchmerzlich erſchüttert war Cappur! Er riet dem König, die Friedensbedingungen endgültig aluf Rate hin⸗ mag ſich bei den wenn er uns bei der burtstages nicht ausſchließen. Die Fürſtin hat während der jetzigen Kriegszeit in Dienſte der Fürſorge und Liebesarbeit eſſe Tätigkeit entfaltet, die jedermann im Lande voll und ganz anerkennen muß, und die für viele an⸗ dere Hochgeſtellte nur als vorbildlich he⸗ ſzeichnet werden kann. Beſonders im Dienſte des Roten Kreuzes entfaltete die Großherzogin eine Tätigkeit, ze ſie ein organiſatoriſches Talent, dem man ſeinel ehrliche Bewun⸗ derung nicht verſagen kann. Es wird uns verſichert, daß in vielen Sitzungen des Roten Kreuzes oft nur durch das Eingreiſen der Groß herzogin Luiſe, durch ihre Ratſchläge es mög⸗ lich wurde, ſchwierige Aufgaben zu löſen. Aue an der Ausgeſtaltung der privaten Liehes, tätigkeit hat ſie nicht geringe Verdienſte, wie wir 2 ſurch ſelbſt uns ſchon zu überzeugen Gelegenheit hatten. Mit einer für ihr Alter bewunderns⸗ werten Friſche widmet ſie ſich dieſen ſozialen Aufgaben und zeigt damit eine A wffaſſung Herrſcherberuf, die von jedermann als vornehm und edel bezeichnet werden muß.“ * Von der Felspoſt. Berlin, 4. Dez.(Von unſ. Berl. Bit rend der Zeit vom 1. Auguſt bis 1. Novem ber ſind im ganzen 1450 Feldpoſtſachen — geraubt worden. In derſelben Zeit ſind 302 Millionen Poſtſachen befördert worden. Man erſieht daraus, daß der Prozent⸗ 1 ſatz der auf unrechtmäßige Weiſe verloren ge⸗ gangenen Poſtſendungen äußerſt gering iſt. Per Anteil der Begmten daran iſt erſt recht gering Wir können alſo nach wie bor auf die Infregri⸗ tät unſeres Beamtenkörpers uns verlaſſen Kleine Kriegszeitung. Die Winterausrüſtung des ruſſiſchen Soldaten. Soammer krägt der ruſſiſche Soldat eiite ünne, weiße Leinenbluſe; im Frühling iſelten ohne ſeinen langen Wenn der Winter aber mit ſeiner Kälte n hüllt er ſich in ſein wärmſtes und Kleidungsſtück, in ſeinen Schafspelz er engliſche ichterſtatter Hamilion Fyfe empfing einen merkwürdigen Eindrück, als er die Regimenter in ihren Winterpelzen ſah. Die Seite des Fells wird nach innen ge⸗ gen, und außen erſcheint die rohgegerbte Haut in einem ſchmutzigen Gelb. So ſtapfen ſie daher, warm und behaglich und ſind gegen jede Kälte ge⸗ rüſtet. Wenn der ruſſiſche Soldat ſeine richtige Winterausrüſtung hat, was freilich durchaus nicht bei allen der Fall iſt, dann trägt er feſte Schuhe, in die die Beinkleider geſteckt ſind und einen Ba⸗ ſchlik“ aus Kamelhaar, der rund um den Kopf ge⸗ ſchlungen iſt und deſſen Enden auf die Schulterg herunterfallen. Die Offiziere tragen pelzbeſetzte Lederweſten und große Mützen aus Aſtrachan. Die Mützen haben aufgeſchlagene Krempen, die 810 drei Viertel rund herum gehen und abgeknöpft werden können, um dann über die Ohren und auch über den Nacken heruntergezogen zu werden. Während die Soldaten der weſtlichen Länder bei ihrer Winterausrüſtung beſonders Wert auf warme Unterwäſche legen, trägt der Ruſſe ſeine dünne Unterkleidung weiter, die er im Som⸗ mer hatte. Ihm kommt es vor allem auf ſchwere und warme Oberkleidung an; von ihr erwartet er die meiſte Wärme Jeder ruſſiſche Soldat ſoll ſeinen eigenen Keſſel haben; manche tragen ihn beim Marſch in der Hand und krennen ſich nicht ihm, denn in dem Keſſel kann er ſich gleich ſeinen warmen Tee machen; in ihm holt er ſich ſeine Portion Suppe, die die Hauptnahrung für das Heer des Zaxren bildet. Es iſt die bekannte Kohl⸗ ſuppe, die mit etwas Fleiſch gekocht wird und in der Kartoffeln ſchwimmen. Dazu ißt er das dunkle von dem er täglich eine Ration em⸗ gibt nur eine Abwechslung in dieſen enbrot, kenu, und das iſt die ſtets mit zuweiſen und den Verräter, wie er Na⸗ poleon nannte, durch Abberufung der piemone ſiſchen Truppen im Stich zu laſſen, da die Würde des Königs auf das ſchmählichſte he⸗ ſchimpft ſei. Natürlich jetzt vergebens! In maß⸗ loſer Erregung, die Cavour ſelbſt in Gegen; wart Königs nicht unterdrückt haben Joll, nahm er ſeine Entlaſſung. Der„Beſiegte bon Villafranca“, den die dankbare Begeiſterung ſeines gegen die Franzoſen wegen ihres Eigen dünkels und rückſichtsloſen Eigennutzes erbi⸗ terten Volkes begleitete, zog ſich erſt nach Sa⸗ vohyen, dann nach Preſinges am Genſer Ses zurück.“ 25 Und die Abtretung Nizzas und Savoyens. Am 15. Juli hatte Napoleon dem König 17 Turin erklärt:„Ihre Regierung wird mir Triegskoſten bezahlen, und an Nizza 85 Savoyen wollen wir nicht 1 ba denken.“ Entſprechende Verſicherungen her⸗ 85 5 5 28 75 11 8 ſeinerſeits auch der franzöſiſche Miniſter 9 Reuß Graf Walewski, bereits am 8. Ju eußern diplomatiſchen Vertreter des argwöhniſchen n Kabinetts, Lord Cowleh, gegeben! —— 4 1 ſchon ſeiner Mittelmeerintereſſen wegen ſung * 8 5 3 155 England eine Zunahme des franzöſiſchen fluſſes in Italien entgegenzuwirken Nachdem in Savoyen Umtriebe, die angezen telt waren, für Frankreich Stimmung zu durch die Loyalität des überwiegenden teils, zu deren Stärkuſg ein Beſuch der beidet Söhne des Königs beitrug, vereitelt waren, wurde im September 1859 die ſardiniſche en rung gewahr, daß die franzöſiſche trotz alled 55 nach dem Beſitze von Savoyen und von Nitz trachte, jetzt aber, da Venetien nicht zu diesjährigen Wiederkehr des Ge⸗ 5 8 5 0 — 0 22 59οο DeDD Zes + 9299922 — nt Sen Seereeneereee 2 914. 7 es Ge⸗ ſtin hat Nſte der teine ide voll iele an⸗ ich he⸗ Dienſte erzogin oriſches wun⸗ rd uns Roten Groß mög⸗ Auch Liebes⸗ vie wir genheit iderns⸗ ozialen fung mann werden Mir ul. ebvem⸗ achen it ſind fördert rozent⸗ en ge⸗ gering, itregri⸗ N. ühling langen Kälte Ind fspelz. Fyfe er die Die en ge⸗ Haut daher, lte ge⸗ ichtige »nicht ſchithe, „Va⸗ pf ge ultern eſetzte achan. 1em⸗ ieſem 2 reu⸗ chen, olks⸗ iden rren, egie⸗ dem 80 en Frritag, den 4. Dezember 1914. Seneral⸗Anzeiger ⸗ Badiſche Neueſte Nachrichten. (Abendblatt 3. Seitt den Jegrüßte Kaſcha, ein Gericht aus Buchweizen, daß trocken gegeſſen wird. Fyfe betont, derß man in England Buchweizen nur als Hühnerfutter kenne und denkt mit gelindem Schauer an dieſe Speiſe, von der er gekoftet. Fleiſch bekommt der ruſſiſche Soldat nur ſehr wenig, und er entbehrt es auch nicht ſehr, da er es in Friedenszeiten auch nicht ſehtr oft zu ſchmecken bekommt. Deſto größere Sehn⸗ ſucht hat er nach dem früher ſo reichlich genoſſenen Schnaps, der jetzt im ganzen Reich des Zaren ver⸗ bolen iſt.„Bekommnt Ihr Wutki?“ fragte der Engländer einen Soldaten.„Nein, Herr, nicht einen Tropfen, war die traurige Antwort. Fehlt ſchreit Auf er Euch?„Oh ja, ſehr. Manchma Nagen danach wie ein junges Kalb“. die Frage, was er in den Schützengräben mache, ant⸗ workete derſelbe Krieger:„Ich ſumme mir ſo einige Melodien vor, ganz ſtill, ſo ſtill, daßz es auch der Nann neben mir nicht hören kann.“ Mannheim. Sturmangriff. Horch auf, hellſchmetternd ein Signal Auf die Gewehre pflanzt den blanken Stahl Sodann„Sprungauf“ und wie ein Rachechor Stürmt Mann an Mann mit blanker Waffe vor Nur nicht gezagt, den Blick gerade aus Wer fällt, der fällt, grüßt mir mein Weib zu Haus Zu meinen alten Eltern gehet hin Und ſagt, daß ich ſo leicht geſtorben bin Doch jetzt genug, dort ſpringen ſie ſchon auf. Lebt' wohl, jetzt gehts mit Hurra drauf. Die Trommeln raſſeln, die Hörner gellen, Der Schlachtruf pflanzt ſich von Mund zu Mund Brennende Dörfer die Nacht erhellen Schmerzgeſtöhn, tut die Trefſer kund Heulend durchſauſen Granaten die Lüfte Dumpfzerſpringend, gebärend den Tod Graben zugleich ſie fſertige Grüfte Die blutig begoſſen vom Abendrot Doch wie viele mögen auch fallen Nicht hemmt es den Vormarſch der tapferen Schar Trotz Wunden, Stöhnen, Flehen und Ballen Brüllen ſie keuchend ihr ſchrecktich Hurra Die Hände geballt, die Geſichter glühend Mit fliegenden Pulſen und hämmerndem Kopf Die funfelnden Augen, Blitze ſprühend Zuchen den Gegner, den eitlen Tropf Jetzt fallen ſie ein, die Waffen klirren gaſt lautlos kämpfen ſie Mann gegen Mann Gewand ſich deckend, durch nichts zu beirren, Heißt ihre Parole:„Nur näher heran!“ Nun kommt die Nacht, die Schlacht iſt entſchieden Fluchtartig zieht ſich der Gegner zurück Doch viele ſchlofen beim Abendſrieden den ewigen Schlaf mit gebrochenem Blick Sie ſtört nicht mehr der Me eit Jammer Sie haßen jetzt für immer Ruh zu Hauſe ſchicken aus dunkler Kammer Ibr hoffend Weib ihnen Grüße zu! Gedichtet bei Paſchendeßte. Reſerviſt Oskar Müller, Mannheim. * Vaterländiſche Jugendfeier. Im Rahmen der vaterländiſchen Veranſtaltun⸗ en findet am Sonnlag, den 13. Dezem⸗ ber, nachmittags 3 Uhr im Nibelun⸗ lenfäal eine große vaterländiſche ar für die geſamte Jugend Mann⸗ helms ſber 14 Jahren ſtatt. Es ſollen ältere und neuere vaterländiſche Dich⸗ üngen vorgetragen werden; der Lehrerge⸗ fngvderein Maunheim⸗Ludwigshafen wird meh⸗ lele Chöre aufführen; auch das Hoftheaterorche⸗ ſer hat unter Leitung des Herrn Hofkapellmei⸗ ſers Bodanzky ſeine Mitwirkung bereitwil⸗ lhſt zugeſagt Am Schluß wird Herr Profeſſor Ir. Altmann eine kurze Anſprache halten. üim der geſamten Mannheimer Jugend beiderlel Heſchlechts den Eintritt zu dieſer Feler zu er⸗ köglichen, iſt ein Einheitspreis von nur 5 Pfg. für den Platz vorgeſehen.— Schulen und Jugendvereinen, den jugendlichen Organi⸗ Aonen ſtetzt das Verkaufsrecht auf Eintritts⸗ aärten bis Montag, den 7. ds. Mis. zu. Vom Alſten Dienslag an ſind in den üblichen Ver⸗ kaufsſtellen auch für die Allgemeinheit Eintritts⸗ zu dieſer vaterländiſchen Jugendfeier zu erhalten. 2* Aus Mannheimer Feldpoſt⸗ briefen. Franzoſen, Engländer und Indier. Sehr geehrter Herr! Anbei ſende ich Ihnen ein Dumgeſchoß, von dem in der O gewiß auch ſchon gehört haben. Aeußerlich iſt an dem Stahlmantel nichts zu ſeh iſt die Spitze des Bleikerns auf die eige Bleimaſſe aufgeſetzt, ſo daß durch Abzw der Geſchoßſpitze an einer Vorrichtung ſeitlich rechts am Schloß kurz vorm Einſchieben der Patrone der Mann ſich das Dum⸗Dumgeſchoß ſelbſt herſtellen kann. Im Gegenſatz zu unſerem Pulver iſt das engliſche Pulver gelb und beſteht aus dünnen Fäden, wie Sie ſich au einen Pafrone nach Abnahme des Geſchoſſes ſelbſt überzeugen können. Wir liegen immer goch an Dum⸗ fe Oefſeutlichkeit Sie der der alten Stelle und können nicht weiter, bis unſer rechter Flügel oben bei entisre und Ypres mehr herum iſt. Muſere Soldaten haben ſich die reinſten Höhlenwohnt 1gebaut, in denen ſie lieber drin liegen, als in den zuſam⸗ mengeſchoſſenen Dörfern. Es gibt da häuslich eingerichtete Wohn⸗ und Schlafzimmer, worin die Böden mit Stroh und Decken ausgepolſtert, die Wände mit Teppichen und Uhren behangen und kleine Oefen zum Wärmen aufgeſtellt ſind Oben liegen in den Schießſcharten die Gewe ſchußfertig und unten ſchlafen die Soldaten, bis ſie von vorgetriebenen Schleichpatrouillen auf Ueberfälle ſofort alarmiert werden. Seither machten die Franzoſen abends von 9 Uhr ab ge⸗ wöhnlich Feuerüberfälle, in der Hoffnung, beim Eſſenholen und bei der Ablöſung der Regimen⸗ ter uns Verluſte beizubringen. Hie und da hat es auch einen Mann gekoſtet, aber im Großen und Ganzen iſt es eine Munitionsverſchwendung ohnegleichen. Unſere Leute reagieren gar nicht mehr darauf, ſondern bleiben ruhig liegen. Häl⸗ ten wir es nur mit Franzoſen zu tun, ſo wärer wir bereits halbwegs Paris, aber ſo machen uns die Engländer doch ganz gehörig zu ſchaffen. In Armentisre muß um jedes Haus gekämpft wer⸗ zeu und jeder einzelne Englön muß mit dem Bajonett herausgeſtochen werden. Es ſteckt halt doch etwas von der Zähigkeit der deutſck Raſſe in ihnen. Den Indiern geht es ſchlecht. Sie müſſen in den vorderſten Schützengräben aushal⸗ ten, wollen ſie zurück, ſo werden ſie von den Eng⸗ ländern zuſammengeſchoſſen und wollen ſie uns überlaufen erſt recht. Wie ſehr ſie frieren, zeigte ein gefangener Indier, der weniger wie nicht 6 Hemden anhatte. Auch ſonſt müſſen eigen ge Krankheiten bei ihnen wüt Einem der 11 einem der 113er lte Partei mit 1 vertauſchte, war Mund und Zunge dermaßen geſchwollen und voll Eiter, daß er nicht mal mehr Schoko⸗ lade hinunterbringen konnte. Er geſtand offen, daß Franzoſ' und Engländer nicht ſeine Freunde ſejen und es würden nach viel mehr kömmen, wenn die engliſchen Offtsjere nicht ſy ſcharf guf⸗ paßten. Die Indier müſſen überhaupt auch von uns ſchonend behandelt damit ſie uns nichk mehr als Feinde, ſondern als Freunde ſchätzen lernen und wenn ſie mal alle erfahren werden, daß der heilige Krieg öfſentlich von Kon⸗ ſtantinopel verkündet wurde, ſo könnten Fran⸗ zoſen und Engländer ihr hlaues Wunder erleben. 25 ir 8 hützengraber de Die Gefahren den Feldpoſt hinter der Front. Bei untz regnet es jeden Tag miehr, es iſt alles bodenlos. Wir ſehen aus, als ob wir in Lehm⸗ gruben gebadet hätten auch iſt es ſehr kalt und frieren wir ſchon ſehr, da man den ganzen Tag und Nacht in naſſen Kleidern ſteckt und ſich nicht frei bewegen kann. Ich und mein Bruder haben in unſere Höhle einen kleinen Ofen geholt, damit wir uns und unfer Eſſen, welches wir 2 Stunden weit wegs holen müſſen, wärmen können. Je⸗ duch bei Tag darf kein Feuer ſein, damit der Rauch uns nicht verrät. Die Poſt dauert—7 Tage, bis wir ſie erhalien, manchmal kommt lange nichts, dam wieder alles auf einmal. Ich nruß jeden Tag die Poſt beſorgen, jedoch nur Nachts; do muß ich Stunden laufen, den ſchwe —— ſal, als Preis für die Duldung einer Konſoli⸗ gexung Italiens durch Vereinigung der mittel⸗ lalteniſchen Staaten, welche ihre hisherigen Herrſcher und Regierungen vertrieben hatten, hümlich Tosfanas, der päpſtlichen Romagna, barmas und Modenas mit Piemont. Im Oktober deutete Napoleon dem ſardini⸗ ſchen Miniſter des Aeußern Dabromida an, or würde an keine weiteren Kriegskoſten denken, dwenn er die Abtretung von Savohen erlangen nnte. Er wies dabei darauf hin, daß ſie von dem größten Teile der dortigen Bevölkerung ſemünſcht werde. In Wirklichteit war das aber zur eine kleine klerikale Partei. Jedoch ſollte dieſe Frage unentſchieden ruhen, ſolange noch zicht das Prinzip der Nationalität in Italien ſelbſt durchgeführt und verwirklicht ſei. „Auch in ſpäteren politiſchen Unterredungen Oktober 1859 bis Januar 1860) hatte der Kaiſer zür bon Sappyen geprochen, Nizza unerwähnt zegaſſen. Seinerfeits war jedenfalls Cavour, der am 20. Januar 1860 wieder an die Spitze er ſardiniſchen Negierung geireten war, nun aiſchloſſen, auf beſagte Annexion in Mittel⸗ 1 800 vour einer Abtretung zu dringen und aue Vorbehalte wegen der Ausdehnung der Daß die peinlic 6 Daß a peinliche Angelegenheit dem Tönig ſelbſt ſehr viel näher ging, offenbarte er at am gleichen Tage. Auf die Anfrage des Hierten Freiſcharenführers und Generals uſedde Gartpaldi, oß die Abtretung ſei em Pig za an Fronkreich beſchloſſend Sach⸗ Ne f 5 7 5 35 2 9 Ia, au a9 wetd wern ſch wech brernfinden mutz, wein Land, ren Poſtſack hin⸗ und hertragen. Jetzt ſind die großen Pakete da, da nehme ich jeden Abend ein paar mit, die andern am Tag ſpäter; es will kei⸗ ner mit und ſo müſſen ſie warten, bis ich dieſel⸗ ben bringe., Es iſt dies eine mühſelige Arbeit und nicht ſo einfach, da in der Nähe immer Ge⸗ fechte ſind und Leuchtkugeln und Scheinwerfer dauernd arbeiten und wenn die mich ſehen wür⸗ den, dann könnte ich vielleicht etwas erleben; ich laufe immer im Straßengraben, trotzdem der Dreck und das Waſſer manchmal bald oben rein⸗ kommt, aber ich bin nicht ſo groß, man hört mich nicht laufen und wenn der Scheinwerfer kommt, dann ſchnell den Sack auf Böſchung und ſetze mich dahinter, bis die Luft wieder ſauber iſt. Am g halte ich meinen ſchlechteſten Gang bis gehabt. Als ich ſort war, ging ein Gefech wo unſere Kompagnie beteiligt war und as ganze Dorf und die Straße ſtark beſchoſſen wurde. Ich habe mich ſchnell eingeſchanzt, den Poſtſack auf den Graben und das Zelt darüber elegt und auch mich zugedeckt. In dieſer Stel⸗ ung habe ich 3 Stunden gewarket, bis das Feuer ieß, dann bin ich zu meiner Kompagnie. 0 noch am Leben war ausgeteilt; der Poſt⸗ ſack hatle bloß 8 Löcher von Gewehren. Ich war aber auch froh, daß ich bei meiner Kompagnie augekommen bin. Es iſt furchtbar, ein Ge fecht mit anzuſehen und zu hören. Der Kanonen⸗ donner. das Blitzen beim Abſchießen, das Gewehr⸗ ſcuer, die Leuchtkugeln und Scheinwerfer und das Krachen beim Einſchlagen der Geſchoſſe. So⸗ bald unſere ſchwere Arkillerie funktioniert und die Schleudermienen arbeiten, iſt raſch Ruhe. —— Nus Stadòͤt und Land. Mannheim, den!. Dezember 1914. 87 ereeeeete- Mit E ent eeee, Eiſernen Krenz ausgezeichnet eeeeeeeeeeneeeeeeeeeeee eeeee eee 399 Mit dem Eiſernen Kreuz ausgezeichnete Mannheimer. 7jährige Kriegsfreiwillige Theoder Becker aus Mannheim⸗Neckarau vom 143. In⸗ fanterie-Regiment in Straßburg mit gleichzei gex Beförderung zum Gefreiten. Sladthaurat Albert Stauffert von Mann⸗ heim, Oberleutnant, Führer der 1. Reſervekomp., 2. bad. Pionier⸗Batl. 14, beim Stabe der 35. Landwehr⸗Brig., b. Mülhauſen i. E. Zigarrenfabrikant Theodor Süß, aktives Mit⸗ glied des Geſangvereins Liederkranz Mannheim, der beim 240. Reſ. Inf.⸗Regt. in Mpern ſteht. ——— Der ie Großherzogin Luiſe nahm an mittags die Glück⸗ Familie entgegen. des geſamten Hof⸗ wünſche oglichen Empfang Hierauf ſta folgte ates zur Beglückwünſchung und anſchließend der⸗ ige des Preußiſchen Geſandten von Eifendecher der und Gemahlin. Später fand Familienfrühſtück bei der Großherzogin Luiſe im Schloß ſtokt. Verſchiebung von Neuwahlen. Gegen Ende des Fahres hätte nach den Beſtimmungen des Goſetzes vom 10. Oktober 1906, die Rechtsverhältniſſe des Sanitätsperfongls betr., die Neuwahl der Mitglie⸗ der der Aerzte⸗, Zahnärzte⸗, Tierärzte⸗ und Apo⸗ thekerkammer gzu erfolgen. Mit Rückſicht darauf, daß ſich eine große Zahl der Wahlberechtigten im Felde befindet, f nicht angängig, der gegenwärtigen Zeit Neuwahlen vorzunehmen; 8 ſoll hiermit vieln bis nach Beendigung des Krieges zugewartet werden. die Dauer der Wahlperiode in dem Geſetz ſelbſt vorgeſchrieben iſt, war die Erlaſſung eines proviſoriſchen Geſetzes not⸗ wendig, das in der letzten Nummer des Geſetzes⸗ und Verordnungsblattes veröffentlicht worden iſt. * Landesverein vom Roten Kreuz. Aus Karls⸗ ruhe wird berichtet: Der 50. Sitzung wohnten die Großherzogin, Großherzogin Luiſe und Prinzeſſin M General a. D. Lim⸗ it einer tiefgefühl⸗ ch des ſechsund⸗ der Großherzogin Luiſe, chütterliche Tätigkeit Ihrer das Rote Kreuz hervorhob. 1n * Da Au. worin eEr Königlichen Hoh Alle Anweſenden erhoben ſich von ihren Sitzen. Die kbohe Ju antwortete voll Daufbaxkeit für die Mitwirkung ſo vieler Kräfte und ſagte: „Nicht ich, ſondern wir!“ Sie dankte Gott, daß es ihr noch vergönnt iſt, das zu leiſten, was er ihr anvertraut hat, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß dem Krieg eine geſegnete Friedensarbeit fol⸗ gen werde. Vor Eintritt der Verhandlungen teilte Großherzogin Luiſe noch mit, daß ihre Tochter, die Königin von Schweden, durch eine Erkältung ver⸗ hindert heute der Sitzung beizuwohnen, aber beſtimmt hoffe, nächſten Donnerstag erſchei⸗ nen zu können; einſtweilen ſende ſie ihre Grüße. Als Abgeſandte der Königin wohnten 2 Herren aus Schweden den Verhandlungen bei. * Namhafte Kriegsſpende der Lokomotiv⸗ führer. Eine Abordnung des Vereins deut⸗ ſcher Lokomotivführer wurde von der Kaiſerin empfangen. Die Deputation über⸗ reichte eine von dieſem Verein geſammelte Kriegsſpende von 120000 Mark. Die Kaiſerin bekundete ihr hohe Freude über die reiche Gabe, und unterhielt ſich eingehend mit jedem einzel⸗ nen. Die Spende wird in der Hauptſache dem Zentralkomitee vom Roten Kreuz zur weiteren Ausgeſtaltung der Lazarettzüge überwieſen wer⸗ den, zum kleineren Teil aber nach beſonderem Wunſch der Spender den durch den Krieg beſon ders beroffenen Landesteilen in Oſtpreußen und wurde, im Elſaß zufließen. Die reiche Spende zeugt nicht zuletzt von einer auf guter finanzieller Unterlage ruhenden ſtraffen Organiſation des Vereins und macht den Mannen des Flugrades von neuem hohe Ehre. Eine vaterländiſche Jugendfeier im Dieſterweßz⸗ verein. Allenthalben ſchickt man ſich jetzt in Deutſch⸗ land an, um durch vaterländiſche Vorträge das Volk einzuführen in das Verſtändnis unſerer Zeit, ſucht ihm klar zu machen, warum zum Kriege kom⸗ men mußte und will dadurch die vaterländiſche Be⸗ geiſterung wecken, fördern und pflegen. Sind ſolche Vorträge allerdings nur für Erwachſene beſtimmt, ſa iſt es nicht minder wichtig, auch an die Jugend und ſchon an unſere Kleinen heranzutreten, um auch dieſe den Geiſt der Gegenwart fühlen zu laſſen. Wir werden empfängliche Herzen finden. Nicht mit großen hiſtoriſch⸗politiſchen Vorträgen können wir auf die Kleinen einwirken; wohl aber durch vaterländiſche Märchen, die vaterländiſche Dichtung, durch vaterländiſche Muſik und Geſang. Auf dieſe Vorausſetzungen bauend, hatte denn auch die vaterländiſche Jugendfeier des hieſigen Dieſter⸗ wegvereins einen vollen Erfolg. Die erſte Veran⸗ ſtaltung fand im Saale des Beruhardushofes für die Kinder der Volksſchule ſtatt. Ihr ſchloſſon ſich zwei Wiederholungen in der von der Stadtverwal⸗ lung in entgegenkommender Weiſe jeweils uneni⸗ geltlich zur Verfügung geſtellten Auſa des Real⸗ ghmnaſiums für die Mittelſchüler und ⸗ſchülerinnen gleichen Alters und die Zöglinge der Blindenanſtalt in Ilvesheim an. Ein zahlre kleines Publi⸗ kum fand ſich immer ein; das Herz voll Erwar tungen. Sie ſollten nicht getäuſcht werden. Das Programm war ſehr abwechslungsreich un hübſch zuſammengeſtellt, ſo ganz auf! kindliche Gemitt geſtimmt. Den Hauptteil hatte Frl. v. Levetzo w zu beſtreiten. Sie trug vaterländiſche Märchen und Zeitgedichte vor und verſtand es, durch ihren Ton die Herzen der kleinen Zuhörer zu erobern. Umrahmt wurden die Vorkträge durch Inſtrumen⸗ tal⸗ und Geſangsaufführungen, die, begleitet am Klavier von Herrn G. Emig, unter der Leitung des Herru Prof. Schmittkhenner, von dem Orcheſter und der Geſaugsgruppe der Wandervogel⸗ vereinigung prächtig zur Ausführung gebracht wur⸗ ches den. Herr Emig erfreute noch durch den Vortrag des„Gebet während der Schlacht“ von Körner⸗ Schubert. Beſondere Erwähnung verdienen das kleine Trio der Geſchwiſter Wolf und die Kla⸗ viervorträge der beiden Fräulein Koppl. Eine kurze Anſprache des Herrn Profeſſor Schmitt⸗ henner und das allgemeine Lied:„Deutſchland itber alles“ beſchloſſen die ſtimmuugsvolle Feier. Nun gilt es noch, all denen zuy danken, die ſich um das Gelingen der Feier verdient gemacht haben. Das iſt zunächſt Herr Albert Wolf, In⸗ haber der Firma Fiſcher⸗Riegel, der die Sache von vornherein förderte und die geſamten nicht geringen Koſten beſtritt. Beſonders gedankt ſoll auch wer⸗ den Fräulein von Levetzow und den Herren Profeſſor Schmitthenner und Muſiklehrer Emig, die ſich der Mühe unterzogen, die umfangreichen Vorbereitungen zu treffen und die gefamten Ver anſtaltungen zu leiten. Ebenſo ſei auch allen übrigen Mitwirkenden der beſte Dank gebracht. Am Schluß der Feier wurde jeſsweils eine Samm g veranſtaltet und außerordentlich reich ſind zun das Land meiner Väter, meines alten Stammes ahzutreten, wird auch er ertragen müſſen, fein Land zu verlieren, wo er uur geboren iſt.“ In tiefem Schmerz konnte or die bittere Be nierkung nicht unterdrücen:„Es iſt ein grauſames Schickſal, daß ich und Italien dieſes Opfer bringen müſſen, das größte, das man non uns fordern konnte.“ Rſickſichten auf die innere Politik verftührten Napoleon 7. dazu, Italien zweier Provinzen zu berauben. Die Opfor an Geld und Menſchen⸗ leben, die der Krieg 1859 gefordert hatte, machten ihn in Frankreich nicht vopulärer; er mußte die Unzufriedenheit des franzöſiſchen Volkes durch einen Gebietszuwachs zu beſchwichtigen ſuchen. So ließ er im Januar 1860 in der Preſſe Stim⸗ mung machen für die Erwerbung von Savoyen und Nizza, und im Februar forderte der neue franzöſiſche Geſandte in Turin, Talleyrand, die Annexion der beiden Provinzen, falls die Volks⸗ abſtimmung in Mittelitalten zugunſten des Hauſes Savoyen ausfiele, und wiederhofte dieſe Forderung in der Thronrede vom 1. März; am 12. März mußten ſich der König und der wieder Miniſter gewordene Cavour ſogar durch einen geheimen Vertrag zur Abtretung Savohens und Nizzas verpflichten, noch ehe das Ergebnis des Plebiſits in Mittelitalien bekannt geworden war. das gatürlich zugunſten Viktor Emanuels ausfiel. Damit war dio oer nahe gerlicht, und das fendell Kundgebungen dar reꝛ ferung in Sapopon und Nizza, 167 7 die Capsur zu dem Verſuch veranlaßten, wenigſtens Nizza für Italien zu retten. Auf dieſen Verſuch und auf andere Bemühungen Capours antwortete der franzöſiſche Befretier mit der Drohung, durch die noch in der Lombardei ſtebenden Truppen Bologna und Florenz beſetzen zu laſſen! „Ein Augenzeuge“, ſo berichtet Lulves,„hat uns Cavours„Erxuſt und Trauer“ bei der Unterzeichnung des Vertrages am 24. März 1860 naturwahr geſchildert:„Niemals hatte ich ihn ſo nachdenklich, ſo ſchweigſam geſehen. Sein ſprichwörtlich gewordener Ausdruck von Gut⸗ mütigkeit, ſeine unwandelbare Fröhlichkeit hatte ihn verlaſſen, in einem Augenblicke, da ein Feder⸗ zug ſeiner Hand ſeinem Könige und Herrn zwei Provinzen raubte, deren eine die Wiege des Hauſes Savoyen geweſen.“ Es war für ihn, wie er ſelbſt bekannte, das härteſte, das grauſamſte Opfer ſeines Lebens!— Am folgen⸗ den Tage, alſo noch nicht einmal vierzehn Tage nach Abſchluß der geheimen Uebereinkunft, brachte bereits der kaiſerliche Moniteur in Paris die Nachricht von der Unterzeichnung des Ver⸗ jrages. Die franzöſiſche Regierung hatte ihren Willen durchgeſetzt. Cavpur blieb es überlaſſen, die Abtretung im fardiniſchen Parlament zu ver⸗ teidigen, deſſen neue Legislatur, auf Grund der Wahlen in dem ſtark erweiterten Königreiche, am 2. April zu Turin eröffnet wurde. Mit ſicht⸗ baret innerer Bewegung bezeichnete Viktor Emanuel in ſeiner Thronrede die Abtretung als ein notwendiges Opfer, das aber ſeinem Heyzen ſehr ſchwer geworden ſei.“ 13. und 2. Ahril erfdlgie die Volfeabſtim⸗ in den retenen Proninzen; ſie mor durch Abgeſandte Napoleons geſchickt in⸗ „Daß die größten ein ſzenjerter großer Schwindel. Unregelmäßigfeiten, Beſtechungen, Bedrohungen und Einſchüchterungen der Votanten, unmößige Spenden von Wein, Branntwein, von Ge⸗ ſchenken aller Art für den einzelnen, Ver⸗ ſprechungen von ſtaatlichen Zuwendungen für die Geſamtheit dabei Stimmung machten, ward der franzöſiſchen Regtierung und ihrer Parte! öffentlich zum Vorwurf gemacht. Vor allem pro teſtierte Garibaldi am 14. April„gegen die Gewalttat, welche durch Korruptio; und brutalen Zwang Nizza angetas wird,“ und nochmals am 4. Mai(gegen dieſe⸗ „Akt des Betruges und der Gewalt, wie er die Abſtimmung naunte), da er mit Lau⸗ renti⸗Roubaudi, als Deputierter Nizzas, ſeine Entlaſſung aus dem piemonteſiſchen Parlament nahm; dort halte er, erfolglos, bereits am 6. und 12. April die Sache ſeiner Vaterſtadt als drin⸗ gend zur Sprache bringen wollen. Deutliche machte er noch ſeinen Gefühlen in einem Briefe vom 23. April an die Heimat Luft:„Mein Herz iſt von tiefer Trauer erfüllt. Die Begegnung ntit gewiſſen Menſchen(nämlich mit den Franzo⸗ ſen, die ſich brüſten. Italien„befreit“ zu haben, iſt mir unerträglich! Ich kann nicht ihr Freund und Verbündeter ſein, denn ſie ſind das Unglück Italiens und Europas. Sie haben mich um meine Heimat, um meine Ge burtsſtätte betrogen, und ich muß es mit tiefem Schmerze bekennen, daß ihnen dabei eine jitalie geleiſtet hat niſche Regierung hilfreiche Hand Gott möge es ihr verzeihen.“ Grof Capour hatte den Verbandlungen 10. Mai hegannen, d das Zuſtimmungsvotu te(am 2 mit ßebeutender Maforif Aber das Parla ment, wie der König und ſein großer Minſſtez ſagten Ja, nur weil weiterer Widerſtand völlig 4. Seite. Seueral⸗Auzeiger Badiſche Neueſte Nachrichten. (Abendblatt) Freitag, den 4. Dezember 1914. die Gaben gefloſſen. M. 300 in bar, zwei Schach⸗ teln Weihnachtsgebäck, Socken und Zigarren in! chen und loſe konnten dem Roten K 5 Zentrale für Kriegsfürſorge Allen edlen jugendlichen Dank. Bei dem Vortrag des Herrn Pfarrers Dr. Traub, der heute abend 8½ Uhr im Nibelungen⸗ ſaal des Roſengartens ſtattfindet, wird Herr Dr. H. W. Ggel als Einleitung auf der Orgel Prä⸗ ludium und Fuge in C⸗dur von Joh. Seb. Bach ſpielen. »Wiedereröffnung der Expreßgut⸗Annahmeſtelle im Rathaus. Die ſeit Au es Krieges ge⸗ ſchloſſene Expreßgutannahmeſ er iſt am 5. Dezember wieder geöffnet und der Betrieb daſelbſt wird von dieſem Tage ab wieder in früherem Umfange aufgenommen. * Städtiſche Rechtsguskunft im Rathaus. Montag den 7. ds. Mts. ab iſt die Städtiſche! auskunftsſtelle in Zimmer 47 des Rathauſes noch an 3 Stunden in der Woche geöffnet, zwar Montags, Mittwochs und Freitags je vonn—6 Uhr. Die Auskunft wird durch hieſige Rechtsanwälte, die ſich in dankenswerter Weiſe zur Verfügung geſtellt haben, unentgeltlich erteilt. * Nachforſchungen nach vermißten Zivilperſonen. Der Bad. Landesverein für Frauenſtimmrecht, Konſtanz, Schottenſtraße 31, gibt bekaunt, daß er, Hand in Hand mit einem internationglen Frauen⸗ Auskunftsbureau die Nachforſchung nach vermißten Zivilperſonen in England, Frankreich, Rußland übernommen. Alle Anfragen ſind ſchriftlich einzu⸗ reichen. Außer Namen, Alter und Beruf iſt anzu⸗ geben, wo der Geſuchte vor dem Kriege ſich auf⸗ gehalten, wann und woher die letzte Nachricht von ihm gekommen. Der Anfrage ſind 25 Pfg. für Portoauslagen beizufügen. * Das Neckarauer Fürſorgeheim, Wingertſtraße No. 45 bittet in dieſem Jahr nur durch dieſe beſcheidene Notiz um Zuwendung von Weih⸗ nachtsgaben in Geld und Naturalſen. Zugleich erxlaubt es ſich auf kleine Erzeugniſſe ſeines Ar⸗ beitsſgales, die ſich gut zu praktiſchen Weih⸗ nachtsgeſchenkeß eignen, aufmerkſam zu machen. Dieſelben ſind im Schaufenſter 0 7, 6 zum Ver⸗ kauf ausgeſtelli. * Jugendtheater im Bernhardushof. Das Weih⸗ nachtsfeſtſpiel Klein Däumling“, oder: „Wie derkleine Hansein Held wurde,“ dramatiſiert von Herrn Direktor Kerſebaum, erzielte am Mittwoch bei ſeiner Erſtaufführung einen vollen Erfolg. Mit atemloſer Spannung ver⸗ folgte das ausberkaufte Haus die einzelnen Sze⸗ nen, welche in prächliger Form berliefen; die ein⸗ zelnen Tanzſtzenen waren vorzüglich einſtudiert, beſondere Erwähnung verdient die kleine Vogel⸗ hut, welche als„Klein Däumlin ihte Rolle ſehr gut ſpielte. Die nächſte Aufführung iſt auf Mittwoch, den 9. Dezember, angeſetzt. Den Beſuch empfehlen wir beſtens. Die Parfümerie⸗Einkaufsgenoſſenſchaft der Friſeure, e. G. m. b.., Mannheim⸗Ludwigs⸗ hafen hielt am Montag, den 9. November abends 7310 Uhr im Saale der Handwerkskammer zu Mannheim ihre ſtatutengemäße Generalver⸗ ſammlung ab. Der Vorſtand Herr Jul. Al bert erſtattete den Geſchäftsbericht über das 3. Geſchäftsjahr, der wieder ein aufſteigendes übern Spendern Von Reſultat ergab. Der Warenumſatz beträgt Mk. 63 977.33 gegen Mk. 51 444.52 im Vorjahre, während ſich die Mitgliederzahl im Laufe des Jahres auf 65 Mitglieder erhöhte. 9 Aufuah⸗ men und 3 Austritte). Leider iſt durch den über Unſer Vaterland hereingebrochenen Krieg gerade unſev Geſchäftszweig ganz beſonders geſchädigt, weshalb die Geſchäftsführung ſich vexanlaßt ſteht, aus dem diesjährigen Reingewinn ent⸗ ſprechende Rückſtellungen für das kommende Jahr vorzuſehen. Nach Genehmigung des ſtatutengemäßen Abſchreibungen und reichlichen Rückſtellungen wurden von der Generalver⸗ ſammlung die Vorſchläge des Vorſtandes und Aufſichtsrates: l. 1 Proz. Dividende auf be⸗ zuhlte Warenumſätze, 2. 50 Proz. Zinſen auf; Geſchäftsanteile auszuſchütten, einſtimmig an⸗ genommen, Für die unter die Fahnen gerufenen Aufſichtsratsmitglieder fanden Erſatzwahlen ſtatt. Für die im Felde ſtebenden legen wurde ein entſprechender Betrag für Liebesgab zesworten den Wunſch v Ko entwicklungsreiche Geſch meiter unterſtützen mögen, ſchloß der Vorſitzende die Verſammlung. Asts Weinhei m, 2. vom Roten Kreuz hat an Kriegsteilnehmer im Felde als 700 Liebespakete als raſchung geſandt. dem Greßherſogtum. Dez. aus Plaatedtßß keine Sorgen, ob und wann geflaggt wied men die Fahn Miſch Bei e en herxaus ltün he en ſich mit dem Jubel und patriotiſchen Liedern von jung und alt. war es auch bei dem letzten großen Siege nuſe Hindenburg und heute bei dem Eiutreffen d Nachricht von der Beſetzung Be 3. Als heute die Nachricht eintraf, ver te hauptſächlich die Schuljugend am Kriegerdenk⸗ mal und Hunderte von Schullindern ſangen ver⸗ eint mit den Erwachſenen, unter der Direktion des Herrn Hauptlehrer Reinhardt, patriotiſche Lieder. Von hier ſtehen mehrere Hunderte int Felde. Eiſerne Kreuze wurden ſchon mehrere an hieſige Soldaten verliehen; leider ſind garch ſchon recht viele verwundet und 8 ruhen beleits in fremder Erde, darunter auch ein mit dem Eiſernen Kreuz ausgezeichneter Kämpfer. All⸗ gemein wetteifert man mit Liebesgaben int ein zelnen wie auch in den Vereinen. Auch die Ge⸗ meinde hat wiederholt Gaben an das Rote Kreuz geſandt und beabſichtigt auch zu Weihnachten ihren im Felde ſtehenden Kriegern eine Spende zukommen zu laſſen. N. Heidelberg, 3. Die Einrich⸗ tungsabteilung der Heidelberger Feldſtalion reiſte unter Führung von Ge⸗ heimrat Hoops heute früh nach Tournay ab. Sie beſteht aus Frau Geheimrat Hoops, FIrl. Stark, Dr. Elfaſſer, Bezirksrat Kall, Architekt Müller, Kaufmann Muners, Ju⸗ ſtallateur Dyvoff und den Sanitätsleuten Bamberger und Schäfer. Die Geldzeich⸗ nung für die Station iſt auf 80500 M. angewach⸗ ſen. Herr und Frau Kruppon Bohlen⸗ Halbach ſpendeten 5000 Mark. N. Heidelberg 2 Dez die Großherzogin Luiſe haben gnädigſt zu genehmigen geruht, daß die Heidelberger Verband⸗ und Erfriſchungsſtelle in Tournai dieſer Bezeichnung den Namen„Großherzogin Luiſe von Baden“ beifügen dürfe. Die Groß⸗ herzogin Luiſe überwies der Stalion einen Beitrag von 1000 Mk.— Die nicht öffentliche Sammlung für die Feldſtation ergab bis zum 380. November den Betrag von 63 500 Mark. Die Stadt Heidelberg ſpendete, vorbehaltlich der Genehmigung der Stadtverordneten 2000 Mk.— Die ärztliche Leitung der Feld⸗ ſtation in Tournai wird zunächſt von Prof. Benno Schmidt und Dr. Elfaſſer übernommen, die wirtſchaftliche Leitung wird in den Händen von Kaufmann Georg Mei⸗ ners liegen. 8 55 0 Dei ausfichtslos war; die einzige Großmacht, die da⸗ mals der Einigung Italiens mit Wohlwollen zuſah, England, hatte ſich mit leeren Ausdrücken der Mißbilligung und unverbindlichen Proteſten gegen die Annexion begnügt. So hatte Frankreich auf die kränkendſte und unwürdigſte Art die aufſtrebende„eonsorella latina“ um alten, durch heilige Erinnerungen geweihten Beſitz betrogen. Die Aufrichtigkeit des italieniſchen Irredenlismus iſt hinlänglich dadurch gekennzeichnet, daß er um Trient und Trieſt weint und flucht, für Nizza und Savoyen kein Wort und keinen Gedanken übrig hat. Den ganzen ſchmählichen Raubzug aber hat unſer Freitſchke am beſten charakleriſiert mit den von Lulvas am Schluß ſeines lehrreichen Aufſatzes angeführten Worten:„Der Makel, der an dieſen Händeln haftet, fällt ausſchließlich auf die klein⸗ ſinnigen Befreier, mehr noch auf die franzöſiſche Nation als auf ihren Kaiſer. Denn ſchamlos trat die Ländergier der Franzo⸗ ſen wieder hervor.“ —— Büchertiſch. „Margarete Bruns: Die Salamander⸗Höhle; ein Mürchen huch aus Kriegszeit. Ausſtattung von F. H. Ebmeke. Preis 3 Mk. geb.(Verlag von J. C. C. Bruns, Minden i..) Die köſt⸗ lichen Märchen dieſes gemütlichen, rein deutſchen Buches ſind in eine ſpannende Rahmenerzählung eingeſchloſſen, die Schlachtenvauch und Kriegs⸗ luft atmet, und zwar iſt es die ganz beſondere Romantik der gzoßen Preußenkriege, der Hauch der friederizianiſchen Zeit, dey durch die Blätter dieſes Buches weht. Rieſen, Zwerge, Könige und Hexen leben auf, die Gebirge der Erde er⸗ nen als wunderlich verſteinle Rieſenleiber, und die bhimmliſche Milchſtraße iſt der Schleier einer ſchönen Frau, die droben einen tiefblauen Teppich mit goldenen Sternen beſtickt. Und zum Schluſſe bedeutet der anbrechende Morgen eine Rückkehr aus dem unvergeßlich ſchönen Reich der träumeriſch⸗ſchöpferiſchen Phantaſie. Die Schlacht iſt eniſchieden und gewonnen, und mit entzückten kehren die flüchtenden Kinder amt dem Hofmeiſter, der Wärterin und dem kapi eeeeeeeeeeee, eeee, Verwundeten, der im Dunkel der Nacht ſich aus der Schlacht zu ihnen hinein verirrt hatte, zurück in das helle Licht eines friſchen, goldjgen Tages. Alles, was wir vom Kriege wiſſen wollen, ent⸗ hält in klarer und allgemeinverſtändlicher Form ein ſoeben im Verlage von Georg Müller in München erſchienenes Buch unter dem Krieg. Wirtſchaftliches, techniſches, (U1Ueber 200 Seiten ſtark, geh. M. 2— Es unterrichtet Titel uns über die Stärken der nieuen Heere, über Verpflegung und Munition, über die einzelnen Nationen und Kampfesweie ihrer Soldaten ſo über den Koſaken, de Landheer—, über die verſchiedenen Feſ gibt eine anſchauliche Schilderung der modernen Kriegsmittel und ihrer Ausgeſtaltung in techniſcher Hinſicht unter Bezugnahme auf die früheren Kriege und behandelt die von früßeren Kämpfen ſo ganz verſchiedenartigenn rung. Die Ddie engliſche ſſe, daß dlich wirkt. eines hnet, Weltkrieges nach den neueften die Feldpoſt, dies modernen ſar gen werden erläutert, näher Kriegsberichterſtatter, Kri der Unterbringung und gefaugenen mitgeteilt. Ein letzter Zeit Waffen ber tellen handelt die in entl und ſo au wickelten neuen Luftſchiff, ferner Eif elegraphie und ſo weiter. wird das Tempo ci und die wie Miite Dem Bedürfnis nach eine und klaren Karte des Kriegsf dient die ſoeben erſchienene ne Flemmiugſchen Kriegskarten: eine von Profeſſor Dr. Kettler herausgegebene„Spe öialkarte fir doen Krieig ſchauplas in Palen“ Trotz ihrer ungewöhnlichen Größe heat auch Kabte nur den Verkaufspreis einer Mask⸗ Die von der Verlagsbuchhandlung Carl Flemming .⸗G., Borlin W. 50, herausgebrachte Kriegskarten⸗ ſammlung umfaßt nunmehr bereits 25 Nummern. neſte Nummer der Gole Goe — Pfalz, Heſſen und Umgebung. 200 000 Mk. „ Bergzeaberi, 3 Dez hat die Witwe Kloos von hier, zu⸗ Vereins für Volksheilſtätten, der proteſtantiſchen und katholiſchen Ihr Wohn und rſuchn Gerichtszeitung. D ſchlechte 2 Aee, truges für te 10 Tas ten zu en it Strafe da s auf ſich beruhen Mark geben. D 1Uebertretung laſſen, ſie wi e 36 Gericht veri 85* der Um er idſo pappe und gaben eine Rolle davon an den Taglöh⸗ ner Bauer al. Bachmann wird zu einer Woche, Eberle zu 2 en und Bauer zu 4 Tagen Ge⸗ fä is veru Wegen Entwendung eines arvens Taglöhner Lit Ben z Feudenheim zu 10 Tagen Gofängnis verur⸗ ſein H Okto Eſchelbach aus Feu⸗ u, zu ei ſolchen von 3 Togen.— Einem skollegen das Rad geſtohlen hat in der Benz⸗ i Fabrik der Arbeiter Ludwig Gehl bach. Er d zu einer Geſangnisſtrafe von 2 Mouaten und wird der 2 Wochen vexurteilt, abzüglich 20 Tage Unter⸗ ſuchungshaft. Kriegsbluſe. Der Nationale Frauendienſt teilt uns mit, daß daß er nach dem Muſter von Frankfurt auch hier für alle Frauen, beſonders für diejenigen, die in ſozialer Arbeit ſtehen, die ſogenannte Kriegsbluſe einführt. Jede Fran, die wirtſchaft⸗ lich dazu in der Lage iſt, ſollte es ſich zur Ehre machen, durch die Beſchaffung einer ſolchen Bluſe die Not der arbeitsloſen Schneiderinnen zu lindern; ihre Anfertigung iſt von einer Reihe hieſiger Geſchäfte in die Hand genomnen wor⸗ den. Sie kann von jeder Schneiderin, ſei es im Hauſe, ſei es außer dem Hauſe, angefertigt wer⸗ den. Die Bluſe kann aus jedem beliebigen Stoff und in jeder beliebigen Farbe hergeſtellt werden; die Form iſt einheitlich. Sie iſt ge⸗ ſchmückt mit einem patentamtlich geſchüsten Zeichen N. F..(Nationaler Frauen⸗Dienſt). Wer dieſe Bluſe kragen will, muß ſich den fol⸗ genden Bedingungen fügen: ſie muß bar bezahft werden und die betreffende Schueiderin muß ein Mindeſt Lohn von drei Mark für die Bluſe er⸗ halten. Die Bluſe, die ſich durch ihre zweck⸗ mößige Form zum Tragen bei jeder Arbeit eig⸗ net, iſt ausgeſtellt bei der Firma Werthei⸗ mer-Dreyfuß, bp 7, 17, im Wäſchehaus L. mer⸗Dreyfuß, 7, 5 äſchehar Faiſt, D 2, 1 und in dem Stickereigeſchäft von Fräulein Martha Krieg, B I, 2, bei der zul⸗ letzt genannten Firma ſind Schnittmuſter er⸗ hältlich und dort wird auch das obenertoähnte patentierte Zeichen zum Preiſe von 50 Pfennig pro Stück abgegeben. Die Bluſe iſt, angeſichts des guten Zwecks, dem ihre Herſteltung dient, weiteſte Verbreitung zu wünſchen. 2 Briefkaſten. Die amtliche Zeitung für Mili⸗ tärdienſtnachrichten iſt das Militärwochenblatt. Notverkauf. Die Reichsbank kauft nur Feingold all. Gebrauchsgegenſtände aus 14karätigem Gold verkaufen Sie am beſien bei einem vertrauens⸗ würdigen Juwelier. Akonnent Floriau. zr können Sie auf — Abonnent J. H. Einſicht in das Haudels⸗ dem der hieſigen Kauf⸗ können Sie auf ———— Letzte Meldungen. Auſſiſche Gewalttaten gegen Rumänen. WOYB. Wie n, 4. Dez.(Nichtamtlich.) Aus dem Kriegspreſſequartier wird gemeldet: Aus der Bukowing wird über fortgeſetzte Gewalt⸗ taten der Ruſſen, insbeſondere gegen Rumänen boxichtet. So baben in Zadoda am Seret Ko⸗ ſaken den 85jährigen Gutsbeſitzer Rittmeiſter . D. Demeter Ritter von Gojan, deſſen ru⸗ mäniſche Nationalitat ihnen bekannt war, unt Mitternocht aus dem Bette gezerrk, ihn im Garten angebunden und blutig geſchlagen. In⸗ zwiſchen demolierten ſie die Wohnung Gojanz und raubten ſie bis auf die letzte Decke gus Auch wurde beobachtet, daß die Koſaken ver⸗ wundete Gendarmen an die Pferde banden und ſie ſo fortſchafften. — 2 222 2* Der Aufſtand in Südafrißza. WITB. Pretoria, 4. Dez.(Nichtamtlich Das Reutepbüro meldet: Kommandant vrewther meldet, daß eine Patrouille am Sam tag an der Erenze des Diſtriktes Ladzbrand die Kommandauten Krymus und Weſſels ſowie te Buren gefangen genommen, ſowie Waf⸗ 3. Pretoria, 3. Dezbr.(Nichtamtlich Durch das Reuterbüro wird amtlich gemel⸗ in Burenkommando unter Rautenbach, daz füdlich von Betlehem pperſerte, wurde geſchlagen, Oberſtleutnant Dawiſon, der einen Teil der Streitträfte des Generals Lukin befehligte, fand die Buren in einer Stellung am Loskob, 5 Mei⸗ len weſtlich von Windhuk. Er pertrieb ſie aus der Stellung. Die Buren hatten 7 Tote, Ranuten⸗ bach und 30 andere Buren wurden gefangen, der Reſt nach Witkrantz verfolgt. Das baodrohte Aegypten. WIB. London, 4. Dez. Nichtamtlich Wie das Reuterſche Büro amlich berichtet, ſind auſtraliſche und neuſeeländiſche Truppen in Aegypten eingetroffen, wy ſie an der Landesverteidigung teilnehmen und ihee Ausbildung vollenden ſollen. Sie werden ſpſ⸗ ter nach CEuropa an die Front geſandt. Eutſchädigungsforderungen Chinas an Japaz und England. m. Köhn, 4. Dez. Laͤut der„Köln. Ztge meldet der„Temps“ aus Schanghai: In Laufe der von den engliſch⸗japaniſchen Streit⸗ kräften gegen Kiautſchau vorgenommenen Ope⸗ rationen ſeien in der Provinz Schantung 97 Chineſen getötet und 238 verwundet wordeg, Die chineſiſche Regierung verlange dafür eine Entſchädigung von 100 000 4 Eine Beſtätigung dieſer Nachricht liegt nicht vor. * Berlin, 4. Dez.(Von unſ. Berl. But Aus Chriſtiania wird gemeldet: Ein in Ber⸗ gen angekommener Archangelskfahrer berichtel, daß vor einer Woche in Archangelsk 60 Schiffe feſtlagen. Die Eisverhältniſſe ſeien derart, daß ſie ſchon zur Zeit ſeiner Abfahrt zu Schwierigkeiten für die Schiffohrt führten, trotzdeni die dort arbeitenden, aus Kanada her⸗ übergeſchafften Eisbrecher bisher gute Dienſte getan hätten. WTB. Berlin, 4. Dez. Nichtamtlich Dem Reichstag iſt zu der Denkſchrift über wirt ſchaftliche Maßnahmen aus Anlaß des Krieges ein Nachtrag zugegangen, der neuerdings genrof⸗ ſene Maßnahmen der bezeichneten Art behandell .IB. Berlin, 4. Dez.(Nichtamtlich.) Den ſeit einiger Zeit dungen an öſterreichiſche Heeres pflichtige können auch kleinere Lie⸗ besgaben(Schokolade uſw) in kleinen Men⸗ gen beigelegt werden. WIB. Berlin, 4. Dez.(Nichtamtlich.) Beim Militärtelegraph von Berlin iſt Be⸗ darf an Telegraphiſten. Ehemalige Un⸗ teroffiziere und Mannſchaften, welche beim Mill⸗ tärtelegraph von Berlin, oder in einer. Feſtu in der Morſetelegraphie ausgebildet worden ſind, oder ſonſtige Berufstelegraphiſten, die nicht meht dienſtpflichtig ſind, wollen ſich zwecks Einſtellung auf dem Geſchäftszimmer des Militärtelegraphe⸗ neue Wache melden. WIB. Baſel, 5. Dez.(Nichtamtl.) Aus der Kanzlerrede heben die„Basl. Nachrichten“ u a⸗ folgende Stelle hervor: Wenn der Krieg been⸗ det iſt, werden Parteien wiederkehren uſw. „aber ich für meinen Teil verſpreche, dafür zu kämpfen, daß es in dieſem Kampf nur noch dem⸗ hänger werden nicht mehr als vaterlandslo Rotte, ſondern als gleichberechtigte Gegner be⸗ handelt werden. Das iſt ein bedeutſamet Schritt; aber er iſt durchaus verſtändlich, ange, ſichts der imponierenden Entſch des deutſchen Volkes, welche ſich bei dem neuen Kriegsopfer von 5 Milliarden, trotz der Extrn vaganz des Abgeordneten Liebknecht auch in di'⸗ ſer Reichstagsſitzung wieder ſo glänzend be⸗ währt hat. 95 WIBE. Wien, 4 Dez. Die Geſellſchaft vom Roten Kreuz hat mit Zuſtimmung des Kriegsminiſteriums beſchloſſen, eigene Ko⸗ mitces einzuſetzen mit der Aufgabe, die einzelnen bei den verſchiedenen Ländern der Monarchie he⸗ feindlichen Kriegsgefangen⸗Lager beſuchen, etwaige Mißſtände zur Kenninis der Militärbehörde zu bringen, damit dieſe abgeſtel werden und das Los der Gefangenen durch Der; teilung von Liebesgaben zu erleichtern. Den Komitee hat ſich 5 Reihe Per⸗ ſönlichkeiten zur Verfügung geſtellt. 8 WITB. Grimsby, 4. Dez.(Nichtamtlich Die Admiralität ordnete an, daß auf den beitt ſchen Schleppnetzdampfern keine Ausländer fah⸗ zen dürfen. Die Verfügung trifft die Beſtzer der Schiffe ſchwer, da ein Mangel em ten Lotſen beſteht. 8 WTB. Dar mm ſta dt, 4. Dez.(Nichtamtlich Der Großherzog hat der„Darmſtädter 37. zufolge, den Fürſten zu Solms⸗Hohenſolme Lich für die Douer des 36. Landlags zum Präſidenten der 1. Komer der Stände 68. mannt. 5 zugelaſſenen Wäſcheſen⸗ ſche geben darf“.— Das heißt, gegen die Sozi, demokratie wird weiter gekämpft; aber ihre W — R 914. —— en. In⸗ Gojans ke aus, en ver⸗ en und rika. itlich zdandant Sante ind die wie 1 7 Waf⸗ amtlich) gemel⸗ ach, das hlagen. il der e, fand 5 Mei⸗ ſie aus ſtauten⸗ jen, der mtlich et, ſimd iſche ws ſit nd ihee en ſß Japan t nitht Bur,.) n Ber⸗ richtel, Schiffe derart, rt zu ührten, da her⸗ Dienſte utlich r witt⸗ rieges getrof⸗ andell. .) Den eſen⸗ eres⸗ Lie⸗ Men⸗ Beim Be⸗ ge Un⸗ Mili⸗ ae t mehr tellung raphen us der . a. Fteitag, den 4. Dezember 1914. Geueral⸗Anzeiger An der Maaslinie. War eine wilde Woche eweſen, Sturmwind führte den Regenbeſen, Klütſchte und klatſchte um Naſe und Ohren, Pfiff durch die Kleider, drang in die Poren. lind in der Sintflut, zum Erſchauern, Kirchengerippe, zerborſtene Mauern, Rauchende Trümmer, 55 8u Drüber ein Steinbruch. Aufgegriffenes Mordgelichter. Kurzes Kommando. Sterbegeheul, Duer überm Weg ein blutiger Knäul, Bakterien, im Feuer zuſammengebrochen, Eiſen und Holz und Kleider und Knochen. lind über Gerechte und Ungerechte Der peitſchende Regen, Tage und Nächte. Wir brauſten dahin durch die grauen Ardennen, Der Oberſtleutnant und ich, in taglangem Rennen, eingewickelt, Schußeiſen bereit, Durch Wald und Moraſt. Keine Zeit, keine Zeit. Zu's Maastal hinunter. Von zwanzig Brücken Nur Pfeilergeröll und gähnende Lücken. Befehl: In drei Tagen haben neue zu ſteh'n! Schneid, Leute, es muß auch im Regen geh'n. Pioniere und Eiſenbahner zuſammen Suchen und ſchleppen, hämmern und rammen, Halten den Regen für Schweißgeträufel, Sehen aus wie die ſpeckigen Teufel, Hängen am Ufer und liegen im Waſſer, Wird bei dem Wetter doch niemand mehr naſſer, Sprechen nicht viel und lachen nicht. Drei Tage ſind furz. Nichts, nichts als die Pflicht. Da war kein Gedanke übrig geblieben Für die ferne Heimat, die fernen Lieben. Der einz'ge Gedanke bei Nacht und bei Tag: Nan an den Feind, wie's kommen mag! Kein Sinn auf anderes Ziel gelenkt. Keine Zeit, keine Zeit. Es drängt, es drängt. Und kreuz und quer durch die grauen Ardennen Der Oberſtleutnant und ich, in kaglangem Rennen. Das Lachen wollte uns lätigſt nicht glücken, Die Brücken, die Brücken und nichts als die Brücken. Der Magen leer, und die Glieder ſchwer— Noch einmal zum Schluß alle Kräfte her. Da liegt Fumay au dem gleitenden Fluß Und neben der alten, aus einem Guß, Bon Ufer zu Ufer die neue Brücke, Ein deutſcher Weg, der Weg zum Glücke! Wachtmeiſter, Sie? Aus dem Staßsquartier? Der ſchreit meinen Namen:„Ich gratulier!“ lind ſchwenkt ein Papier über hundert Köpfe. Telegramm aus der Heimat! Schafft Platz, ihr Tröpfe⸗ Bei unſerm Dichter—'rad hab' ich's vernommen, „It ein Kriegsmädel angekommen!“ Ich halt das Papier mit geſtraffter Hand. Brach Sonne— jäh in Feindesland? Auf allen Ruinen Licht und Leben? Eine neue Brücke ſeh' ich ſtreben— Frühling verklärt des Herbſtes Graus Nein Mädchen. ich hab' ein Mädchen zu Haus Du bringſt wir das Lächeln in ſchwerer Zeit Still brick ich auf. Und weit und breit MNarpener Bergbau.-., Dortmuncl. Der Abschluß für 1913/14 ergab einen Gesamt- gewinn von 25,32(i. V. 30,87) Millionen ν, wozu u, a. der Gewinn aus Kohlen, Koks, Briketts, der Abteilung Schiffahrt und den Teeröfenanlagen %8(28,43) Mill., die Einnahme aus Haus- mieten und Landpachten 1,11(1,02) Mill. A, Linsen, Dividenden und Ausbeuten 975 4114 (981 383%), die Entschädigung des Mülheimer Bergwerksvereins für Kohlenförderung aus dem Grubenfelde Sellerbeck wieder 100 000%, der Gewinn aus der Abteilung Eisenkonstruktion 30 532 ,,(35 977), aus Ziegelelanlagen 55 366 45 718)/ und Vortrag 261 000%(257 866 beitrugen. Anderseits erforderten die allgemeinen Unkosten 5,67(5,88) Millionen, darunter Lin: gen, Skonten und Gebühren 2,29(2,33) Mill. 4, Gellälter und Belohnungen 0,71(1,11) Mill.% und Handlungsunkosten und Steuern 2,068(2,44) Millionen„, ferner waren abzusetzen an Unter- Haltungskosten der Beamten- und Arbeiterwohnun⸗ gen 378 875%(378 950%), der Kinder- und Hlaushhaftungschulen 42 303 /%(44 612%), des Veiser-Wiſheſm und Kaiserin-Auguste-Viktoria⸗ Vinderheims Sassendorf 20 940%(19 922 f) und der Arbeiterbibliothek 7433%(5681). Nach Zuwendung von 250 000%(0) für gemeinnüteige Wecke, von 100 000%(o) für den Bau von Vinder- und EHaushaltsschulen, nach Rückstellung on 500 000%(250 000%/) kür den Umbau der Eisenbahnanschlüsse. von 150000%(0) für die Feuerversicherungs-Rücklage und von 900 000% ie j..) für Bergschäden mit Einschluß der clwebenden Verpflichtungen, ſerner nach Ab⸗ buchung von 289.274% auf Wertpapiere(i. V. 0522 Verlust auf Staatspapiere) und nach 309 630%(7 421 363%) Abschreibungen ergab deh ein Reingewinn von 9 500 235%(i. V. nach Zuschuß von 4 Mill.% an die Gewerkschaft Vik- boria und von 1 Mitlion% an die Gewerkschaft Jiebenplaneten, nach Kückstellung von 500 000% Wehrbeitrag und 100 000% für die Hafenanlage Vein Reingewinn von 10 340 987 /. Der Kein- gewinn läßt, wie der Geschäftsbericht ausführt, die Verteilung einer Dividende von 10 9% zu. Endk⸗ Kültige Vorschläge über die Höne der Dividende 'ollen, wie schon gemeldet, der aufl den 19. De. kember einberuſenen Hauptversammlung unter- dreitet werden. Im Voriahr wurden 9,35 Mill. 4 a% Dividende verteilt, 250 000% für ge- Schweigt der Arbeit haſtenk Eint jeder ſucht ſich ein Pünk Gewimmel. n am Himmel. Von Kinderlippen, aus Stehen und lächeln in Selig verſonnen, als ge keinen Feind, Ein jeder Sonne zu ſpüren meint, Sonne aus altem Seligſein.—— Und war doch nur am deutſchen Rhein, In alter Burg, unter Bäumen v Ein klein lieb deutſches Mädel gebor R. Hergog, 27. September 1914, im * Feldpoſtbrief eines Mann⸗ heimer Freiwilligen. 19. Oaritur den Lie! Liebe Eltern und Geſchwiſter! Walde, 10. 14. 1 5 Dieſer Brief kommk aus der Schützenlinie. Unſere Verſchanzung iſt beiderſeitig ſehr güt. Wir leben wie die Heinzelmännchen unter der Erde. Heute Nacht hat es ſchon bös gedonnert; viel Ar⸗ lillekiefeuer. Aber bis jetzt iſt alles öber unſere Das iſt ſtais ein Ziſchen in We letzt haben wir welig geſchoſſen. Wir nd die Franzoſen liegen ſtellenweiſe nur 40— 50 Meter auseinander, meiſtens aber 80—100 Met. Wir ſchauen hinüber und ſie herüber und wie einer den Kopf zu hoch herausſtreckt, wird halt geſchoſſen. Des halb Naſe nicht ſo hoch, ſonſt hekommt man eine Hingepfeffert. Heute Nacht ſollken drei Freiwillige Eſſen in den Schützengraben bringenz ſie ſind aber nicht weit gekommen, anſtatt, daß ſie im Gral liefen, gingen ſie ganz kalt auf der Landſtraße. Die Franzoſen beobachteten ſie und auf einmal kam eine ganze Salve herüber, wir waren gedeckt, aber die drei— der eine kot, der andere ſchwerverletzt und der dritte kam mit einem Beinſchuß davon, das war eine gute Warnung für uns Freiwillige. Vor den Fliegern muß man ſich auch arg in Acht nehmen. Kaum hat einer etwas Verdächtiges be⸗ nerkt, fliegt er fort und meldets, und wie's Ge⸗ wikter fliegen ein paar Granaten dorthin. Und die franzöſiſche Artillerie ſchießt gut. Eſſen bekom⸗ men wir nur nachts, das muß für den ganzen Tag reichen, da haben wir jungen als einen Mords⸗ hunger. Bis man ſich daran gewöhnt hat, dauert es noch eine Weile. Wenn man bloß abends um 10 Uhr ſeine Suppe hat, und morgens um 4 Uhr Kaffe, tagsüber 4 thl. Brot, da iſt ſo ein Stück Schokolade oder„Worſcht“ eine Wohltat. Lieb Guſtel und Aenne, Ihr habt als a mol arg gern „korz“ gekoch, aber hier gibts noch viel kärzer. Wenn Ihr etwas ſchickt, lieber öfters kleine Paketchen, denn ein großes dauert ſolange, obwohl es nicht ſo ohne wäre, aber dann hat man auf einmal alles und dann wieder nig. Sonſt geht es mir noch gut; habe blos erſt einmal s Maul voll Dreck bekomme! Ja, das Krieg ſpielen iſt nicht ſo einfach. Hoffentlich kann ich das nächſte Mal mehr vou ihm Die Franzoſen wehren ſich hartnäckig; ſie. meinnützige Zwecke und 100 000% als Zu- wendung zum Bau von Kinder- und Haushaltungs- schulen verwandt(diese Zuwendungen sind dies- mal schon vom Rohgewinn abgesetzt worden), 379 987% als Gewinnauteile verteilt und 261 000. vorgetragen. Nach dem Bericht betrugen die Be- teiligungsziffern von Harpen beim Kieinisch- Westfälischen Kohlen-Syndikat zu Ende des Ge- schäftsjahres 7 788 800 t(i. V. 7 240 000 t) für Kohlen, 1 750 000 t(wie i..) für Koks undk 417 620 t(345 620 t) für Briketts. Bei der Ge- werkschaft Siebeuplaneten betrugen diese Ziffern 337 600 t(300 000 t) für Kohlen, 64 000 t(wie i..) für Koks und 132 360 t(wWie i..) für Bri⸗ ketts. Die Absatzziffern der Gewerkschaft Viktoria stellen sich nach dem mit dem Syndikat getrof⸗ ſenen Abkommen auf 600 000 t(wie i..) Kohlen und 225 000 t(206 250 6) Koks für das Jahr. Die reinen Verkaufspreise für Kohlen zeigten eine Er⸗ höhung von 4,40%(i. V. 11,38%) gegen das Vorjahr, für Koks eine solche von 7,47% (9,02%) und für Briketts eine solche von 4,34% (9,83% Die Gesamtkohlenförderung der Zechen einschließlich Siebenplaneten und Viktoria betrug 8 206 664 t(8 665 921), Wwozu noch 25 973 Tonnen(40 380 t) Bestand traten. Von den zur Verfügung stehenden 8 232 637 t(8 705 310t) ge⸗ laugten 5 553 469 t(5673 290%j) zum Verkauf, 1 751 606t(2198 605t) zur Koksbereitung, 423 608 t(381 924 t) zur Brikettlierstelluug und 407 524 t(426 422 t) zum Selbstyerbrauch, als Be⸗ stand verblieben 36 460 t(25 973). An Koks wWurden 1 366 241 t(1751 059 t) unck an Briketts 453643 t(408 504 t) hergestellt. Der Selbstver⸗ brauclt berechnete sich auf 5,70%(4,92%) der Förderung. Die Arbeitslöhne waren im Durch⸗ schnitt.20%(i. V. 8,38%) höher als im Vor- jahr. Die Gesamtzahl der Belegschaften der Jechen bertrug im Jahresdurckschnitt 31 048 (30 5560) Mann, die Arbeitsleistung 0,940 t (0,954), der durchschnittſiche Arbeitslohn rein je Mann und Schicht 5,50%(5,43%). Die Selbstkosten der Kohlen berechnen sich auf 9,85.% (9,) für die Tonne, die durchschnittlichen Herstellungskosten für Koks 1,36%(1,22%) für die Tonne und für Briketts auf 3,47/(3,25 0) für die Tenne bei einem Zusatz von 6,60% (6,53%) Bral. Der durchschnittliche Erlös be⸗ trug, für Kohlen 11,85%(11,34%), für Noks 1718%(15,98% und für Briketts 13,38 27 (12,82%). Die Gesamteinnahmen betrugen für FKohlen 65,0(64,36) Mill. 4, für Koks 23,36 Badiſche Neueſte Nachrichten.(Abendblatt) eints immer noch, ſie würden ſiegen. Sie haben ſich feſte eingeſchanzt, aber der Ring wird immer enger um ſie gezogen. Warte ſehnſüchtig auf ein Paketchen— dauert halt lange, bis was he it, habe ſchon 2 Mal Zigaretten von der L be bekommen, nur Schokolade iſt rar. Nun grüßet alle im Hauſe und ſonſtigen Bekann⸗ ten, beſonders grüßt und küßt Euch auf Wieder⸗ ſehen freuender dankbarer Sohn und Bruder. Leider war es der erſte und letzte Brief, den der tige Freiwillige geſchrieben hat. Er ſtarb den tod für ſein Vaterland in ſeinem erſten Sturmgefecht in Flandern, wo ihn ein Infanterie⸗ geſchoß durch den Kopf traf. Als ihn ein Nebenmann verbinden wollte, war er bereits ſot. Möge die fremde Erde ihm leicht ſein. Seine Mutter. N Gedicht gewidmet ſeinem yſtehendes von hen: Meinem lieben Vetter! Den ſchönſten, den reichſten, den herrlichſten Tod Den haſt du als Held nun erlitten. der Jugend glühendem Morgenrot Für die Heimaterde geſtritten, Daß ſie ganz uns bleibe und deutſch und frei, Das war die höchſte, die heiligſte Treu! Iir In Noch grünen die Wälder auf Deutſchlands Gau'n! Von der ſtolzſten der Königseichen; Könnt ich den Engel des Schlachtfelds erſchau'n, Wollt' ich den Kranz ihm reichen: Du findeſt ſicher den ſtillen Ort, 's liegt einer der tapferſten Kämpfer dort! 0 pferſ Paula Fiſcher aus Tübingen. Pfalz, Beſſen und Umgebung. Viernheim, 2. Dez. Die Gemeinde⸗ ratsſitzung vom 30. November erledigte folgende Tagesordnung: 1. Die Pflaſterarbeiten zur Her⸗ ſtellung der Ringſtraße werden dem Mindeſtfor⸗ dernden, Nikolaus Herſchel, für 409 M. ohne Grundarbeiten übertragen. 2. Zur Ortsentwäſ⸗ ſerung der Tränke am Sandhöferweg wurde be⸗ ſchloſſen, von der Anlage eines Abteilungskanals ins Kiesloch der hohen Koſten wegen abzuſehen und die Ableitung am Wegrand durch eimen offenen Graben in Ausſicht zu nehmen. 3. Die Vergebung der Schreinerarbeiten am Gaswerk, Herſtellung von 2 Türen, erfolgte an den Wenigſtfordernden, Schreinermeiſter Chriſtian Adler. 4. Das Baugeſuch des Joſef Benz II um Ausnahmegenehmigung nach§ 26 der Bau⸗ polizeiordnung, geringere Höhe der Zimmer, wird ausnahmsweiſe genehmigt. 5. Zur An⸗ lage eines Fahrwegs in den Wingerksbuckeln werden die von Wwe. Winkenbach geforderten 10 Mark für Benützung ihres Grundſtücks be⸗ willigt. 6. Vertrag mit der Kath. Kirche über die Benützung des Krankenhauſes wurde durch das Bütrgermeiſteramt mit dem Vertreter des Krankenhauſes in eine neue Form gebracht. Der Gemeinderat ſtimmt dieſem Vertrage zu und Hendels- und Indusfrie-Zeitu (28,74) Mifl.% und für Briketts 5,906(5,18) Millionen. Für Neuanlagen wurden im Be- richtsjahre insgesamt 13,84(10,54) Millionen 4 verausgabt. Die mittlere Zahl der in Betrieb be- findlichen Koksöfen betrug 1278(1388). Am 30. Juni 1914 waren 1064(i. V. 1144) Teeröfen und 583(648) Flammöfen vorhanden. Davon waren 817(1127) Teeröfen und 136(274) Flammöken in Betrieb. Der Gesamtwert der gewonnenen Nebenerzeugnisse betrug 7,04(8,46) Millionen. Die gesamte Jahreserzeugung der Abteilung Eisenkonstruktion betrug 5237 954 kg(4153 435 kKg), der Verkaufswert der Ergeugnisse 1907 000 Mark(1 422 000%), der Durchischnittswert 364 (342,40%) für 1000 kg. Der erzielte Reingewinn von 168 205%(35 977%/) deckte die Abschrei- bungen. In der Vermögensrechnung stehen die gesamten Anlagen mit 154,04(151,01) Mill.% zu Buch. Der Kuxenbesitz Siebenplaneten steht wieder mit 2,45 Mill. und Viktoria-Lünen mit 2,00 Mill.(wie i..) zu Buch. Die Beteiligung an der Rlieinischen Kohlenhandels- und Reederei- Gesellschaft stieg auf 1,48(im Vorjahre 1,38) Millionen /. Die Wertpapierbestände sind mit 4,32(3,93) Mill.% bewertet. An bar waren 0,30 (033) Mill.% vorhanden. Die Bankguthaben gingen auf 4,50(8,54) Mill.% und die Ausstände auf 14,88(15,04) Mill. zurück. Die Vorschüsse an Arbeiter zum Bau von Wohnungen betrugen 0,39(0,40) Mill. und die Abschlagszahlungen auf größere Neuanlagen und Koloniebauten 0,72 (0) Mill. J. Anderseits betrugen bei 85(wie im Vorjahr) Millionen Aktienkapital die Anleihe⸗ schulden 18,64(im Vorjahre 19,64) Millionen 1, die Filgungsdarlehen(Bau von Arbeiterhäusern 13,22(12,51) Millionen%, die Hypothekenschul- den 4,50(4,48) Mill. /, rückständige Löhne und Steuern 3,02(.59) Millionen 4, die Verbindlich⸗ beiten zus Lieferungen mit festen Jahreszahlungen 2,83(3,20) Millionen und die sonstigen Jaufenden Verbindlichkeiten 8,22(6,26) Mill. /. Der Krieg zielt naturgemäß auch die Betriebe der Gesell- schaft erhehlich in Mitleidenschaft. Durch die Einberufung von ungefähr 25 /% der Beamten und Arbeiter zum Kriegsdienst ist die Förderung im August bis auf 55% gegen den Vormonat zurück⸗ gegangen, während im Oktober wieder eine Stei⸗ gerung bis auf 72% dler früheren normalen För- derung eingetreten ist. Die Erzielung dieser För- derung wurde dadurch ermöglicht, daß bis jetzt im Bereiche des 7. Armeekorps von der Ein⸗ lehnt ſonſtige vom Kreisamt gewünſchte Aende⸗ rungen aufgrund des am 9. Oktober gefaßten Beſchluſſes ab. 7. Genehmigt wird die Ver⸗ gütung für Beſchädigung eines Grundſtücks. Die übrigen Punkte ſind zum Teil unweſentlich oder werden in geheimer Sitzung erledigt. Jur Berichtigung. Wir erhalten folgende Zuſchrift:„In der Abend⸗ ausgabe des General⸗Anzeigers, Badiſche Neueſte Nachrichten, vom 2. d. Mts., Nr. 580, iſt ein Be⸗ richt erſchienen über die Tätigkeit der Mannheimer Volksküche von 1889—1914, 1. Teil, wo auch der beiden Unterzeichneten gedacht wird und wo es wörtlich heißt: Zu Anfang des Jahres 1895 gelang es der Abtl. Volksküche, als Beirat für den ſchon 1893 ausgetretenen Herrn Weickgenant, den mit allen praktiſchen Kenntniſſen ausgerüſteten Pri⸗ vatmann Herrn Ph. Bender zu gewinnen. In der Zwiſchenzeit hatten zwei andere Herren, Herr Bäl⸗ kermeiſter Gräber und Herr Scharpinet, der Volks⸗ kiche Beiratsdienſte bereitwilligſt und alle Kräfte einſetzend geleiſtet, aber das Unternehmen verlangte doch einen mit voller Sachkenntnis ausgerüſteren Mann uſw. Bei unſerer vollſten Anerkennung der großen Verdienſte des Herrn Ph. Bender, muß doch dieſe Darſtellung im Berichte den falſchen Schein epwecken, als ob den beiden Unterzeichneten erſtens das Amt eines Beirates der Volksküche während der Jahre 1898 bis 1895 nur als Proviſorium über⸗ tragen wurde und zweitens, daß ihre ganze Tä⸗ tigkeit nicht imſtande geweſen wäre, dieſes Amt eines Beirates voll und ganz zur Zufriedenheit des damaligen Vorſtandes auszufüllen, was auch mit dem huldvollen Dankſchreiben und größten Be⸗ dauerus unſerer Amtsniederlegung vonſeiten des verehrlichen Vorſtandes des Frauenvereins, Abt. Volksküche, über unſere Tätigkeit im vollſten Wider⸗ ſpruche ſtünde. Wir ſehen uns deshalb veranlaßt, gegen eine etwaige falſche Anſicht unſerer Tätig⸗ teit ganz entſchieden Verwahrung einzulegen und erklären, daß wir damals nur durch mehrwöchenk⸗ liche Erkrankung an der Geſichts⸗ und Kopfroſe le genötigt wurden, unſer Amt und Tätigkeit als Beirat der Volksküche niederzulegen, andern⸗ falls würden wir vielleicht heute noch dieſes Amt verwalten. Aus dem Vorſtehenden geht hervor, doß der Herr Berichterſtatter ſich hätte mehr befleißigen müſſen, bei der Erwähnung von Männern, die ihre Zeit und ganze Kraft während der Jahre 1893 Bis 1895 in uneigennützigſter Weiſe bereitwilligſt der Wohltätigkeit und Allgemeinheit zur Verfügung ſtellten, über deren Tätigkeit in der Volksküche beſſer zu informieren, um der Allgemeinheit in gerechte⸗ rer Weiſe ein Urteil vor Augen zu führen, an⸗ dernfalls daufen wir für dieſe Ehre und verzichten gerne auf die Erwähnung unſerer Perſon und Tätigkeit in dem Bexichte. Dies zur Richtigſtellung des Borichtes. Dezember, 1914. ). Gräber, Privatmann. Scharpinet, Privatmann; Mannheim, 3. berufung des Landsturms im Interesse des ge- Wirtschaftslebens Sollte diese Bestimmung aufgehoben werden, so müßte natürlich mit einem neuen Rück⸗ samten deutschen abgesehen worden ist. gang der Förderung gerechnet werden. Einzelne Kohlensorten, besonders aber Koks, können nur schwer untergebracht werden, so daß größere Mengen gelagert werden müssen. Pfölzische Nähmaschinen- und Fahrräderfabrik vorm GSebrüder Kayser, Kaliserslautern. Die Gesellschaft erzielte in dem an 30. Sept. ab⸗ gelaulenen Geschäftsjahr 1013/14 einen Reingewinn von Mk. 302 974(482 826), aus dem eine Dividende von 4. v. H.(i. V. 12 v..) verteilt werden soll. Imbeinzelnen gibt die Gewinn- und Ver⸗ lustrechnung der beiden letzten Geschaſts. jahr folgende Uebersicht(in Markb): 1913/14 1912/13 Betriebsüberschuss 7065 788 941 900 Mieteinnahmen 11118 10 630 Allg. Geschäftsunkosten 403 532 451355 Abschreibungen 57 766 65 627 Reingewinn 435 653 Gewinnvortrag 47360 47 173 Reingewinn einschl. Vortrag 362 974 482 826 Der Hauptversammlung vom 19. d. Mis, wWird ſolgende Gewinnvertfeilung vorgeschlagen; wie schon bemerkt 4 v. H.(i. V. 12 v..) Divi⸗ dende auf das unveränderte Aktienkapital von Mk. 2,25 Mill., was Mk. 90 000(270000) erfordert; an- gesichts der durch den Weltkrieg geschaffenen Ge: samtlage wird eine außerordentliche Rückstellung von Mk. 180 000 beantragt, die vom Aufsichtsrat als eine notwendige Vorsichtsmaßregel“ begeich- net wird. Im Vorſahr fehlt selbstredend ein sol cher Posten. Allenfalls kann man die außer⸗ ordentliche Abschreibung von Mk. 75000 ver⸗ gleichsweise heranziehen. Der Rücklage für Außen⸗ Stände sollen Mk. 22 000(15 000) überwiesen Wer⸗ den. Im Vorjahre erhielt die gesetzliche Rücklag außerdem noch Mk. 17 460, wodurch sie die vor- Schriftsmäßige Höle von M. 225 000 oder 10 v. H. des Aktienkapitals erreichte, so daß weitere Zu⸗ wendungen nicht mehr stattfinden. Für Beloh⸗ nungen werden Mk. 14000 beausprucht, während dieselben im Vorſahre einschließliceh der satzungs- gemäßen Gewinnanteile Mk. 47 000 betrugen. Für die Steuer auf Erneuerungsscheine wurden im Vorjahre außerdem noch Mk. 8000 zurückgestellt. Der Rest von Mk. 33 974(47 366) gelangt zum Vortrag auf neue Rechnung, wodurch derselbe sich um Mk. 6 608 erhöht. Wie der Geschäftsbericht ausführt, wWar der Gesclläftsgang bis zum Ausbruch des Krieg befriedigend, sodaß ein guler Extrag erwa Werden konute, Wenn auch in einzelnen Abteilun gen sich schlechtere Zeiten bemerkbar machten, 50 konmie der Ausfall anderswo wieder Ausge- glichen werden, sodaß im juli der Umsatz des Vor⸗ jahres ungefähr erreicht Wwar Durch den Krieg 6. Seite. Seneral⸗Anzeiger Badiſche Neueſte Nachrichten. (Abendblatt) Freitag, den 4. Dezeurber 1914 seien mehr als 2 Monate ausgefallen, Was naturge⸗ mäß nicht ohne Einfluß auf das Jahresergebnis zein konnte. Das läme um so mehr in Frage, als ger August und September soust Hauptmonate für den Nähmaschinenversand seien. Fußerdem hätten größere Auslandssendungen, die für Ende juli Vorbereitet waren, nicht mehr zur Ausführung zommen können. Der Gewinnrückgang stele im Verhältnis zur Umsatzminderung. Ohne den Ein- litt des Kriegszustandes würde sich also ein guter ſeberschuß ergeben haben. Um eine Deckung für zu erwartende zuf Außenstände, besonders im anch, zu schaffen, scheine außer der verstärkten Rückestellung auf Außenstände eine besondere Vorsorge geboten(die in dem Vorschlage des Auf- lehtsrats, eine Kriegsrücklage von Mk. 180 000 zu schaffen, hervortritt. Die Schriftl.) Nachdem in den ersten Kriegsmonaten der Ver- sand fast ganzlich stockte, mache sich jetzt schon eine bessere Stimmung flhlbar. Der Ein- lauf von Bestellungen nehme sichtbar zu, die Kundschaft käme auch nach Möglichkeit ihren Ver- pflichtungen nach. Im übrigen könne in Anbe⸗ tracht des Kriegszustandes über die Aussich⸗ len für die Zukuuft nichts Verluste feindlichen Aus- eit, 8 Familien der verheirateten Kriegsteilnehmer würden bis auf weiteres die vom Lufsichtsrat bewilligten Unterstützungen ausbe⸗ 2ahllt. Der Aufsichtsrat gedenkt dan noch seines ver- torbenen langjährigen Mitgliedes, des Geheimirats Dr. l. c. Carl Reiß, Mannheim. Das Hfin- scheiden dieses allverehrten Freundes und treuen Beraters habe eine schmerzliche Lücke geschaffen. Sein Andenken werde stets hoch in Ehren gehalten Werden. Eine Neuwahl sei erforderlich.“ in der Vermögensrechnun gerxscheint bei dem gleichen Aktienkapital von Mk..25 Mifl. eine auf Mk. 203 000(205 000) ermägigte Anleihe- schuld und eine auf Mk. gesetzliche Rücklage. Staucle ist ebenfalls Die laufenden 225 000(207 540) erhöhte Die Rücklage für Außen⸗ auf Mk. 73 000(58 000) erhöht. Verbindlichkeiten betragen Mk. 600 020(401 774), doch stehen ihnen Außenstände von Mk. 1017388(055 542 gegenüber. Die Warenvorräte haben sich àuf Mk. 1254 006 993 264) erhöht. An Wechseln abziiglich Diskenet Waren Mk. 258 386(437 948) und in har Mäe 7272(9 043) vorhanden. Orundstücke stehen Un verändert mit Mk. 218 000 21 Buch, Gebäude siud auf 610 000(644 000) Ma 1ei un Werk⸗ elige auf Mk. 264 000(323 000) abgeschrieben. Die elektrische Licht- und und Kraftanlage wird wieder mit Mk. 54 000 aufgeführt. geldmarkt, Bank- und Börsen- Wesen. old als Valerländfeche Weihnachtsgabe. Nach dem letzten Reichsbank-Ausweis vom 30. Jovember ist der Goldvorrat auf rund 1990 Mill. Mark angewachsen, gegen rund 1250 Mill. zürz vor dem Kriegsausbruch. Auf die letztver- lossene Bankwoche ist noch eine Stejgerung von 42% Mill. entfallen. Erfreulicherweiss haben also die Einlieſerungen aus der Bevölkerung sich regel· mätßig fortgesetzt und werden unserem Reichs- Goldschatz nach der bald erreichten zweiten Milliarde hoffentlich die dritte und mehr zuführen! n Alle, die es angeht, richten wir noch einmal die eindringliche Bifte, sich ohle Ungerechtfertigte weifel zur Förderung des Volleswohls zu ent- schſiegen und alles voriandene Gold baldligst bei den öffentlichen Kassen gegen Neichsbanfnoten umzutauschen! Wer so dem Vaterlande client, dessen Schutz er sich 80 gern überläßt, fördert da- it doch auch sein eigenes Wohl. Wer hätte nicht selbst Briider, Söhne, Anverwandte Ocler Nach- Haren in Heer und Flotte, die in langem schwerem Kampk seinen käuslichen Herd schützen? Pa Wird ſeder, der es bisher noch nicht erkanut laben S0llte, einsehen, dag zu all den schönen, in diesen gen abgesandten Weihnachtspakelen noch die eine große Gabe gehört: die ungeteilte Selbstver⸗ eugnung der Daheimgebliebenen in Bezug auf die Stärkung der inneren Kraft und Außeren Macht des Reiches! Vertraut Unserer Reichsbank, der be- Zulenen und bewährten Hüterin wirtschaftlichen 0 lede ihhens i guten und bösen Lagen. Bringt ihr Olne kleinliches Zaudern das ewa noch gehlüttete Gold als Weihnachtsgabe dar! Ihr beschenftt Euch damit zugleich selbst. Die losgelassenen Gold- üchse können keine Zinsen mehr ſressen und wWenn Ihr die exhaltenen Banknoten zur Sparlasse Prinet, geujeßt Ihr die Zinsen! Euer dort ange- legtes Geld stiftet weiteren Wirtschlaftlichen Nut- zen, indem es denſenigen Furer Mitbürger, die eines Darlehens auf Grundbesitz bedürfen. æur Förderung ihres Wirtschaftlichen Bestandles und Betriebes dienen kann. Möge der Weilnachttsaus- Weis der Reichsbank zum kommenden 23. Dezem ber Zeugnis ablegen können von einer nocſi ge- Zleiserten treuen Mithilſe des Voſtes an d Vaterändischem Werke! 8 Rerliner Dteltenbörse. WIꝭB. Berlin, 4. Dez. Bei der Auwesendleit zahlreicher Börsenbesucher, ein Zustand, der im- mer bervorgelloben zu werden verdient, blieb dlie Tendenz im freien Privatverkehr ſest. Umge⸗ Sestzt wurden die schon immer genannten Werte, aber besonders Phönix, A..Ci. und%prozentige Reichsanleihe. Das Geschäft in ausländischen Sorten und Banlmoten ist fast ganz zum Stillstand gehonnnen. Die Kurse der Devisen Staaten waren zumeist niedriger. Verändert. Mit Interesse erörterte man die die Bestrebungen der Eröffnung Aktienmarktes; ferner die nach Schweizer Zeitun- gen augeblich für den 7. Dezeniber geplante Wie⸗ eere des Kassaverkehrs in Paris, zumal ieses zeitliche Zusammenfallen mit den— 55 in maßgebenden Börsenkreisen auch Geschäft unter dem Ausschluß des IIlti handels wWieder aufleben IABBt. Düektenbörse von Mordenux. BoßdEsux, 3. deremden 1914. 8 3 2 Franrssische Rente 14.— 74. neutraler Geldsätze un- Meldungen über des Newuyorker —————55 82.— eie 19 2 1555 5 ussen von 380.— 89.80 PenaDA-Kanei 38.— Aeupterr de finto— Wochennusweils er RBuand von Mugland vom à. MDezemdber. 18 0 ieis Fenndene(in Tausens etrig) 1814 bogen e 25 204— 1172 Totalroserre 353 833 1425 28 790 937 Aotenumlauff 35 927 912 36 624— 0 799 Zarvorrat.„ 714ʃ2 313 27845— 1846 Fortefeullle 113 121 180³ 39891— 0833 Prlyatguthaben 167 971 11809 7760— 1989 Staatsschatzguthaben 12577— 4114 11 185 unverdad. fReglerungs-Sloherheiten 81 280 5004 Frozentverhältnis der Reserve zu den Fessiyen 29.— Prozent, gegen 31.60 In der Vorwoche un 581% im Voflabre. Olearinghouse-Umsatz 216 Miiflonen somit gegen die glefone Woohe des Vorjahres weniger 139 Milljonen. New-korker Kfflek tenbörse. WIB. NewWwyork, 4. Dez.(Nichtamtlich.) Die Umsätze am heutigen Bondsmarkte Waren größer und das Geschäftreger, als an! vorher gehenden Tagen, seit der Widererö des offiziellen Börsenverkehrs. 60 000 Dollar Sproz. Stalltrustbonds wurden zu gestri- gen Kursen verkauft. NeWyork, 3. Dez. Baltimore hesa 68, Norſhern Pacific 3proz. 63, Aproz. 8804, 8 hern Pacific 80½, Union Pacific 85½. NEWVOREK, 3. Dezember. An der heutigen Börse nollerteg; 975—75 Siohtwechsel auf Londoen.—— eie T.88.85.89.75 Weohsel auf London(60 Tage).88.00.86.0 Meuneene tt 8.1200.11.00 J e— Slohtwechsel Berlm— 97¹ c— MC(( 497 4975 PDie deutsche Anihintasbenelndustrie und Ans englische Vebstoffgeuerbe. Wir haben schon mehrfach auf die Verlegen- heiten hingewiesen, die dem englischen Webstoff- gewerbe seit dem Kriegsausbruch daduren ent: stehen, daß es ihm an den benötigten Farbstoffen fehlt. Man macht deshalb in England gewaltige Anstrengungen, um aus diesen Schwierigkeiten herauszukommen, und glaubt in echt englischem Dünkel, daß die Frage sich durel Aufwendung großer Mittel wohl in kürzester Frist ſösen lassè. Die Praxis wird allerdings dabei ein gewichtiges Wort mitsprechen und unsere Feinde jeuseits des Kanals darüber belehren, daß ein gespickter Geld- beutel nicht immer genügt, um in Kürze ein Ziel zu etreichen, besonders wenn es dazu an allem Sonstigen fenlt. Die Pläne, mit denen man sich in England trägt, um eine eigene Anilinfarben-Iu⸗ dustrie ins Leben zu rufen, sind nach einer jetzt Lorliegenden Londoner Meldung die folgenden: Die Anilinfarben-Industrie soll von einer eng⸗ lischen Aktiengesellschaft mit 2 Millionen Pfund Sterling Aktienkapital betrieben werden; der Staat trägt 550 000 zu diesem Crundkapital bei. Auherdem solſen 4% Schuldverschreibungen im Betrage von einer Million Pfund Sterling begeben Werden, denen die Gebäude und das Inventar der neuen Gesellschaftabesonders verpfändet werden. Die Zinsen dieser Schuldverschreibungen werden Während 25 Jahren vom englischen Staat gewähr⸗ leistet. Ein einflußreicher Ausschuß ist gebildet worden, der beauftragt ist, die Vorschläge schnell zu verwirklichen. Dieser Ausschuß bestelnt aus den leitengen Männern ſolgender Aktiengesell⸗ schäften, die selber Anilin-Farben in großer Mengen bra n; Caljco Priuters Associaron in Bradford, Dyers Associgtion John Croßley u. Sons Lid., United Turkey Red Co., English Sewing Cotton Co., Pullars Dye Works Ltd. Wie man sieht, hat man nicht allzu viel Zuversicht in das eigene Können; denn man sucht das Wagnis, das wohl jeder bei diesem neuen Unternehnien läuft, auf die breiten Schultern des Stäates abzuladen; dafür spricht nicht nux gie starke Beteiligung der Regierung an der Aufbringung des Grundkapitals der neuen Gesellschaft, sonderu auch die lang- jährige Ziusgewährleistung des Staates bei den 2 begebenden Aproz. Schuldverschreſbungen. Es ist anzunehmen, daß sich ohne die letztere nur höchst schwer Abnehmer für die Schuldverschreibungen nden würden, trotz der Verpfändung der Ge- bäude und des Inventars, da im Falle eines Krachs die alten Fabrikgebäude und die verpfiuschten Be⸗ triebseinrichtungen kaum eine genügende Sicher⸗ lleit gegen den Verlust des Anleihe-Kapitals bilden dürften. Bei den eigenartig gestalteten Grund- eigentumsverhältnissen in England kommt be⸗ kauntlich der Grund und Boden, auf dem der Fabrikbetrieb vor sich geht, bei der dlinglichen Sicherung der Schuldverschreibungen nicht in Frage. Verkehr. Der Rheinscbiſfverkebhr über die deutsch⸗ ollündische Grenze. Das Stellvertretende Generalkommando des VII. Armeekorps in Münster erlätzt folgende Bekannt⸗ machung: Der Nhein-Schiftverkeht über die deutsch-hollän- dische Grenze unterliegt vom 10. Dezepiber 1014 ab folgenden Bestimmungen: 1. Die über 17 Jahfe alten Aufiahren⸗ den aller Falrzeuge müssen, wenn sie Deutsche sind, einen Ausweis, wenn sie Ausläncker sind, einen Paß besitzen, auf dem von einem deutschen Konsul oder von einer deut- schen Flafenbehörde der Name des Schiffes ver- merkt ist, auf dem der Inhaber die Grenze übez- schreiten darf. Nur auf diesem Schiff ist der Uebergang über die Grenze gestattet 2. Der für die Auffahrenden deutscher Staatsangehörigkeit aàuszustellende Ausweis muß enthalten: a) eine ausführliche Personenbeschrei⸗ bung des luffabers, b) eine deutliche Photographie des Inhabers, c) dessen eigentändige Unterschrift, d) eine ausdrückliche Erklärung der ausstellenden Behörde, daß der Inhaber die durch die Photo- graphie dargestelſte Person ist, daß er den Aus- weis selbst und in Gegenwart der Behörde unter- schrieben kat und daß er in ſeder Beziehung, ins- besondere hinsichtlich Spionage, unverdächſig ist. Die Photographie ist init dem Amtssiegel der ausstellenden Behörde so zu versehen, daß ein Stempelabdruck halb auf das Bild, halb auf das Papier des Ausweises kommt, ein zweiter Abaruck Sanz auf die Photographie außerhalb des Kopfes. Zur Ausstellung des Ausweises sind berechtigt: 2) die Polizeibehörde des Heimatsorts, b) alle Preußischer Hafenkonnnandanturen oder Fafen- Polizeibehörden. 3. Der für auffahrende Angehörige heutraler Stasten notwendige Paß muß entnelten: Alle An⸗ Ssen wWie unter 23 bis d gefordert sind und et 2u Visieren von einem deutschen Rensul Gder Vise- Konsul. Ven dem Bürgermeisterantt des Fleimst- Irts des Inhabers ist dabei unter Abstempelung der Photographie zu bescheinigen, daß diese tatsach-· Heh den Inhaber darstellt. igen feindlicher Staaten ist je- ehr über die deutsch-holländische Grenze hoten. An Bord der Fahrzeuge dürfen nur dieſeni- männlichen Personen über 17 Jahre die Grenze 11 überschreiten, de nach den für den Bestimmungs- ort geltenden Vorschriften für die Besatzung er- 0 lich sind. Weibliche Personen und mänu- 1i Jugendliche unter 17 Jahren müssen nach- 3 Angehörige eines der Auf- Weisen können, daß sie fahrenden sind. 0. Auf ſedem Fahrzeug ist in doppelter Ausferti- gung eine Liste mitzufükren, de Namen, Alter, Ge- sort und-Staat scwie die eigenhäudige Unter- krilt aller Auffahrenden über 17 Jahre enthält. eeine Ausſertigung r Liste ist bei der Tal- stelle We 8 elle bzuge 7. Schiffahrttreibende hörigkeit, di Holland Waren, und solchie fremder Staatsang hörig die nachweislich vor dem 10. Dezember in Deutschland waren, dürſen bis zum 25. Dezem- ber einmal die Grenze in der Richtung nac! Reichsange- e vor dem 10. Dezember nachhweislich deutscher 1Ne- em Heimatlande ohne den geforderten Ausweis bzw. Pag öberschreiten, sofern jl 10. r Aufenthalt vor Dezember und ihre Zugehörigkeit zur salzung durch einen deut Vizekonsul bzw. eine deutsche Hafent heinigt wird. 12 Gem Kein 22 Ss 8. Eiu Wechs ist in Deutschlaud auc durch einen auf dem des Fahrzeugs durch die Hafeubehördle. in fI chen Konsul oder Vizek wWeis bzw. dem Paß zu bescheinigen. Der kommandierende General: Erhr. v. Bissing, General der Kavallerie. Varenmärhta. I,andesproduktenbörse Stuttgart. Durchschnittspreisnotierungen pro Novbr. 1014. Mais Aus- Getreide: Amtliche Höchstpreise (Donau): Mk. 23.75. Meh: 30proz. Weizeng 1 Ir. O Mk. 44.— bis Mk. 44.50 ei Jr. 1 Mkx. bis Mk. 38 Nerliner netreidematkt. Berlin, 4. Dez. Vom Getreidemarkt ist eine Aenderung der Lage nicht zu melden. Preise wurden auchk heute nicht notiert, da bei dem un- rentablen, sehr knappen Angebot und der Zurück- haltung der Kaufer Umsätze nicht zustande kamefl. Meh! kfest. SAERTCDIA, 4. dezenber. 1914.(Sohluz.) Veiz en: geschäftslos— B 0 1 ben: geschäftsſos Haſer gesohäftslos 8 Naſs runder: geschäkftsſos Welzenmehl: fest Roggenmehl;: fest NUB5/: geschäftslos oſe getreidepreſse verstehen Tonne, die Nehlpreise 35.50—40. 30.40—31.80 80.40—81.50 sioh für Lokoware in Nark her in Nerk per Doppeltentner. nicagoer Warenmarkt. WIB. Ohigago, 3. Dez. Weizen erölfluete ſest mit c c, höheren Nursen auf festere Kabel- meldungen, Meldungen über kleine Zufuhren im Nordwesten und große Verschiffungen an den Seeplätzen. Dann wurde die Haltung matter in- kolge von Mai-Realisationen und schwächeren Notizen von den nordwestlichen Pröduktenmärkten Schluß wiflig. Mais eröffnete in stetiger Haltung. Die Preise Waren s c. höher gegen gestern auf den lausse- lautenden Bericht aus Cansas. Im weiteren Verlauf wurde die Jendenz aber wieder matter, als große Zufuhren bekannt Wurden und besseres Wettsr an⸗ Lekündigt wurde. Schlug willig. OmeAgo, 3. dezember. 3. 2. 3.—5 Welzen dez, 116¼ 114.½8[Schweige: Nai 120 121 sohwere.75.85 Naſs Dez. 3% 63%8 Speck.12..82.13..75 Naf 88. 59%[Schmalz: Nov.———.— Haſer Ral 51 32 576 jan,.85.80 Sohweinezuf. Nai.90.87 J. West. 118000 188 000 Pork: Jan. 1808s 18.02 dv. Ohleago 40 000 60 000 NMa 1845 138.35 Schweine: Rippen: Jan..70.62 ſelohte.50.85 Nal 10.02.95 New-Lorker Warenmarki. NEW-VORK, 3. dezember. 8. 2. 3. 2 Welxen Dez. 122.0 1883 goßgen— Nal 129 130— Mas o 112 Jo0% RESd—Behl 515.525 505.525 ſune 125.— 125[getreſdefr.: , Mart 128.— 1289. Liverpoo 8 8 Hafer———.— Lontgon 7..— 8 2. 4 2 Sohmalz: Petroſeum: West. stm 10.— 985 Stagd. Whit.—.— Talg.—.— in tanks.50 430 80. Sperſa!.— 7— Orxroegd. Balan.45.45 Baumwollsast- Terpentfn 47.s 47½% öl per Rärz.67.0 Naffee Baumw. veſlos.865.5 do. lood 5= 6 8. Petrolsum;: Zuoker: refig i. oss, 10 50 10.50 Hoent, 98 Tst..95.95 WIB. New Vork, 3. Dez. Baumwolle er- Iitneie stetig mit 45 Punkte niedrigeren Preisen infolge von Verkäuien südlicher und Liverpooler Firmen. Auch drückten Liquidationen, niedrigere Lokopreise und die matte Tendenz von New Or. leans. Der Schluß war stetig. Der Kaffee-Markt eröffnete stetig. Nahe Termine jagen schwächer auf Verkäufe der Kaffechzuser. Die späteren Termine Waren höher infolge von Deckungen und Käufen der Kommissionshauser. Schluß stetig. Der Wei⸗ 2e-Markt eröfinete in williger Flaltung infolge von Realisationen. Die Preise waren gegen Schluß um.75 Cc. niedriger gegen gestern. Vunllebnurger Zuchermurket. WIB. Magdebürg. 4. Dez. Rot Naffinade 1 Ohne Faß 20.50. Kristallzucker I mit Sack—.— Jemahlene Raffinade mit Sack 20.50, Gemallene Melis mit Sack 20.—. lendenz ruhig. Obstmarkt. Aus Süddeutschland, 3. Dez.(Privat- bericht.) Am süddeutschen Obstmarkte war der Verkehr in letzten Wochen recht bedeufend. Der 10 in Aepfel und Birgen war in der Rhein- it ßedeuternd. ſm Vordergrunde dler 8. dis im relse einz Stark nach oben hinzistende Richtung einschlagen Founten. Birnen, die noch inganz Sroßzen Men⸗ gen anzutreffen sind, Waren in letzten Tagen zu billigen Preisen als vor zwei Wochen erhältlich. Hauptmärkten würden geringere Sorten Biruch zu Mk.—0, bessere zu Mk..50—12, Tafelbime zu Mk. 12.50—17.—, gewöhnliche Sorten Aepie zu Mk.—11, bessere zu Mk. 11.50—13, Tatt. 16.50 und Kastanjien zu Mk. 14—15 pro Zenter angeboten. Nürnberger Hoptenmarkt. Nürnberg, 4. Dez.(Priv.-Tel.) Am Hopfenmarkt betrugen die zweitägigen Zufuhren zusammen 200 Ballen vom Land und 500 Ballen durch die Bahn. Gestern kauft. fuhrhandels, welcher Fränkischen Landhopfeg, Württemberger und HHallertauer zu 35—48 übernahm, der beträchtliche Tagesumsatz von 700 Ballen erreicht. Für Kundschaftsbedarf kam vor⸗ wiegend Hallertauer zu 50—65, sovele Ge. birgshopfen zu 50—60 und Württemberger au 50—55 M in Betracht. Die Preise waren zwar den angelegten Zahlen nach unverändert, ſegloch machte sich ein weiteres Nachdrücken der Farbe und Qualität geltend. Die Tendenz war infolge der erhöhten Abziige etwas freundlicher uncl ſiht grünfarbigen Hopfen anhaltend ſest. Lundoner Metalimarkt. London, 3. derbr. kKupfer: Kassa 53.% 3 Monate zöc, Floktro per Kasse 59,½, 3 Ronate——, Best-Selekted p. Katz, „3 Nonate—.—. Einn: por Kassa 147,½, 3 Nonats 148 Blei per Kassa 18.—, per Dez. 18.% Eink: por Nassa 7% bis—.—, Antimen— imsgower Rokeisennarkt. Glasgo, 3. derbr. ohelsen. der Oasse 5190 per! Ronat 52,0.0 zte Nanselsnachrienten. r. Düsseldorf, 4. Dez.(Priv-Tel.) Die Deut schen Trägerhändlervereinigungen haben gemäß Beschluß des Stahlwerksverbandes nunmehr gleich⸗ kalls den Verkauf für das erste Vierteljahr 1915 alf genommen. Der Grundpreis für Träger- und Form. eisen beträgt unverändert 118 für Konsumenteh, M. 116 für Händler und Konstrukteure, alles Frachtgrundlage Dierdorf. r. Düsseldor f, 4. Dez.(Priv.-Tel.) In der gestrigen Hauptversammlung des Stahlwerhs, verbandes wurde der Geschäftsbericht und die Bilanz genehmigt und an Stelle des verstor⸗ benen Direktor Rasche der Geheime Rat Dr. Emil Kirdorf(Gelsenkirchener Bergwerks⸗ Gesellschaft) neu in den Aufsichtsrat gewählt. Berlin, 4. Dez.(Von uns. Berliner Bur) sterien über die Festsetzung von Höchstpreisen fir Metalle beendet sind, dürfte nunmehr der Bundles. rat in einer seiner nächsten Sitzungen entspre⸗ chende Beschlüsse fassen. Für die verschiedenen Metalle wird nur je ein allgemeiner Höchstpreis ſestgesetzt werden. J Berlin, 4. Dez.(Von uns. Berl. Bur.) Aus Thüringen wird der B. Z. gemeldet: lu Ru h la lierrscht flotter Gescüftsgang, Dort ist der Sitz bedeutender Fabrißen don Pfeilen-, ITabak- und Meerschaumköpfen. Die Firma Krupp hat eine Millionenbeste⸗ lung in Pfeifen gemacht, die alle Hände in Bewegung setzt. Ferner hat die dortige Industrie große Lieſerungen an Militäarenöpfen unc Unren in Auftrag bekommen. r. Düsseldorf, 4. Dez.(Priv.-Tel) Aus Köln wird gemeldet: Das Kölner Syndikat fur ewalzte und gepreßte Bleifabrikate hat mit Wir⸗ 5 vom 3. Dezember den Grundpreis um Nk. .— pro Doppelzentner erhöht, sodaß die heuüge Notierung füür Versand nach Westialen auf Mü. 38%, Frachtgrundlage Cöln ausschließlich Ver⸗ pachung steht. Im Kleinverkauf steht der Preis für Rheinland und Westialen, Frachigrundiade Köh, ebenso wie für Süddeutschland Frachtgrundlage Mannbeim, auf 63, alles per Doppelzentner, diesmal einschließlich Verpackung. Die letrte Preiserhöhung wurde am 21. November For- enommen und zwar um 1½. 5 WIB. London, 4. Dez. Die„Morniug Post“ meldet aus Wasktington: Die Erkfrung L0 Georges im Unterhause, daß die Vereinig ten Staaten Großbritannien ungefin 1000 Millionen Pfd. Sterlingschul deten, hat hier einen etwas unangenehmen Eindruck erregt und wird, wie man befl die Eröffnung der Fondsbörse goel weiter hinausschleben. Durch die Erklä⸗ rung wird außerdem erneut die Besorgnis hervor- gerufen, daß bei der Eröffnung des Börsenver⸗ behrs in Newyork amerikanische Werte ohne Rülcksicht auf den inneren Wert auf den Markt ge⸗ Worfen werden. Zu dem gleichen Gegenstand schreibt die„Was⸗ ington Post“: Der Handel in Aktien an der Fondsbörse wäre sicher bereits eröffnet, wenn man niehnt befürchtete, daß die enormen ameribanischer Werte, die sich in britischem sitz befinden, in Newyork massenweise auf den Markt geworien werden, daß dafür in Gold gefordert und der dadureh ͤ Starke Goldabfluß die amerikanische Finauzlage gefihr- den wird. Durch die Erklärung Lloyd Georges taucht die Besorgnis von neuem auf. Viele amerf. kanische Bankiers nehmen infolgedessen an, daß britische Finanzinstitute versuchen, Geicd aufzu⸗ bringeu, indem sie ihren Besitz an amerikanischen Werten verkaufen. Verantwortlich: Für Politik: Dr. Fritz Goldenbatim: kür Kunst u. Feuillston: I..: Dr. Fr. Goldenbaum für Lokales, Provinziales und Gerichtszeitung I..: Ernst Müller: far den Handelsteil: Dr. Adelf Agtke; WMr den Inseratenteil und Geschäktliches Fritz Joos Oruck und Verlag der Dr. H. Haas schen Buchdruckerei,& M k M Direktor: Erust Munler. In Weisenheim und an den anderen Pfälzischen äpfel zu Mk. 14—21, Baummüsse zu Mk. 15.50 be wurden 300 Ballen ver. Heute wurde unter Beteiligung des Aus. Nachdem die Beratungen der verschiedenen Mini⸗ RD 7SFSFCTCCC ˙ 11 8 1914 — n Birucg dielbimen n Aepie 1 15.50 biſ Zentuer el.) Am Zufuhren 0 Ballen allen yer. des Aus. idhopfen, —45.4 von 700 kam vor⸗ Wie Ge. erger zu war den jecloch er Farbe T infolge Unch füir Dnate Sbis, od p. Katse ats 146,— ass 190 per n. Die Deuſ. gemaß r gleich⸗ 915 aft. id Form⸗ umenten, 2, alles In der Werbs- cht und verstor- Rat Dr. gwerks⸗ vählt. er Bur.) n Mini⸗ isen für Bundes· entspre· niedenen custpreis . Bur) det: In gang. Von u. Die estel- indle in ustrie Uhren „Aus kat für it Wir⸗ m Mk, heulge F Mk. Ver⸗ reis für Köm, — c Freitag, den 4. Dezember 1914. Seneral⸗Anzeiger Badiſche Neueſte Aachrichten.(Abendblatt) 7. Seite. Pffentliche Aufforderung. Die Aumeldung zur Stammrolle betreffend. Zn Gemäßheit des§ 25 der Wehrorduung und zes Erlaſſes des Kriegsminiſteriums Berlin vom 2. d. Mis. Nr. 1803/11 14 G 1 werden die Militär⸗ plichtigen, welche bet dem Erſatzgeſchäft des Jahres 1015 meldepflichtig ſind, aufgefordert find, ſich zur Stammrolle anzumelden. 1. Zur Anmeldung ſind verpflichtet: a Sämtliche Pflichtige, die im Jahre 1895 geboren ſind, gleichviel, welche Eutſcheidung ſte bei der im Auguſt d. J. oder ſpäter ſtattgehabten Landſturmmuſterung erhalten haben; alle Militärpflichtigen, die im Jahre 18983 und 1894 geboren ſind und bei den dies⸗ jährigen Kriegsmuſterungen vorläuſig zurückgeſtellt worden ſind; alle übrigen Militärpflichtigen. die wegen Kraukheit oder bisheriger Nichtgeſtellung noch keine endgültige Entſcheidung erhalten haben. 4048 2. Die Anmeldung erfolgt bei dem Gemeinderat des⸗ ſenigen Ortes, an dem der Militärpflichtige ſeinen dauernden Aufenthalt hat. Hat er keinen dauern⸗ den Aufenthalt, ſo muß die Anmeldung an dem Orte des Wohnſitzes und bei Mangel eines in⸗ ländiſchen Wohnſitzes an dem Geburtsort, oder wenn auch dieſer im Ausland liegt, au dem letzten Wohuſttz der Eltern geſchehen. „Iſt der Militärpflichtige von dem Orte, in dem er ſich nach Ziffer 2 zu melden hat, zeitig abweſend, ſo haben die Eltern, Vormünder, Lehr⸗, Brod⸗, uder Fabrikherren die Verpflichtung zur An⸗ meldung. Die Anmeldung hat vom 1. bis 15. Dezember 1914 zu geſchehen. Sofern ſie nicht am Geburtsort erfolgt, iſt ein Geburtszeuguis vorzulegen. Bei wiederholter Anmeldung müſſen die Loſungs⸗ bezw. Muſterungsſcheine vorgelegt werden. „Wer die vorgeſchriebene Meldung unterläßt, wird mit Geldſtrafe bis zu 30 oder mit Haft bis zu 3 Tagen beſtraft. Die Aumeldung der in der Stadt Maunheim wohnhaften Militärpflichtigen erſolgt in dem ſtädt. Hebäude E 5, 16, 1 Tr., der in den Stadtteilen Neckarau, Rheinan und Sandhofen wohnenden bei den betr. Gemeindeſekretariaten und zwar vormit⸗ tags von—12 und nachmittags von—5 Uhr. Die Anmeldung der in Käfertal und Waldhof wohnhaften Nilitärpflichtigen hat bei dem Gemeindeſekretarigt Käfertal vormittags von—12 Uhr und der in geudenheim wohnhaften nachmittags von—5 Uhr lei dem Gemeindeſekretariat daſelbſt zu geſchehen. Mannheim, den 27. November 1914. b — 00 S * F Stadtrat: von Hollander. Katzenmaier. Bekanntmachung Das Ergebnis an Spülicht⸗ und Speiſeabgängen im Allgemeinen Krankenhaus und Spital für Lungen⸗ kranke, ferner das Ergebnis an Lumpen, Hadern ꝛc⸗ für das Jahr 1915 wird 4049 Mittwoch, den 16. Dezember 1914, vorm. 11 uhr zuf dem Dienſtzimmer der Krankenhausverwaltung g 5, 1 öffentlich verſteigert. Maunheim, 1. Dezember 1914. Direktion der ſtädtiſchen Kraukenanſtatlen. eeeeeeeseeeeseeeeeeeeeeseeeeee Der„Deutſche Volksbote“ bringt außer dem der großen Zeit angepaßten Innalt bortlau-? fend Berichte über die kriegeriſchen Sreignilſe! auf allen Kriegsſchauplätzen. 25 Wes den im Felde ſtehenden Landsleute ſortlaufend e ne billige Frende bereiten will der beftelle zur direkten liieferung den Neutſchen Volksboten. Seeesssesesssessee 4284244222222 8 eeeeneeeeeeeeeeenneeneee 0 0 Für viertelfährlich eine ark ulrd 8 4 4 0 das Blatt wöcktentlick hinausgeſckickt. 4 4 * 0 U 3 Bekanntmachung. Die Bekämpfung der Schweineſeuche und Schweinepeſt betr. Auf den hieſigen Ferkelmärkten wurde wieder⸗ holt wahrgenommen, daß die Schweinehändler für ihre Ferkel nur Geſundheitszeugniſſe von Laien⸗ fleiſchbeſchauern beibringen. Ferner beſteht begrün⸗ deter Verdacht, daß auch in letzter Zeit von Schweine⸗ händlern wieder norddeutſche Schweine aus dem ſtädtiſchen Viehhof hier zum Einlegen an Landwirte weiterverkauft werden, ohne daß die vorgeſchriebene polizeiliche Beybachtung ſtattſindet. Wir bringen deshalb nachſtehend erneut die von uns unterm 7. Jauuar l. Is. bekauntgegebene An⸗ ordnung des Gr. Miniſteriums des Innern vom 23. Dezember 1913 zur allgemeinen Kenntnis: „Da die Schweinefeuche und Schweinepeſt eine größere Verbreitung erlangt hat und wiederholt in das Großherzogtum eingeſchleppt worden iſt, wird zur Bekämpfung dieſer Seuche bis auf weiteres beſtimmt: 1. Die von Händlern in das Großherzogtum ein⸗ geführten Einſtellſchweine unterliegen vor der Ver⸗ kaufsbexeitſtellung einer fünftägigen poplizeilichen Beobachtung nach§ 36 Abſ. 2, 3 und 4 der Verord⸗ mung vom 29. April 1912, den Vollzug des Vieh⸗ ſeuchengeſetzes betr. Hierdurch bleiben die zur Bekämpfung der Maul⸗ und Klauenſeuche getroffenen weftergehenden Anord⸗ nungen unberührt. 5 2— Für die im Beſitze von Händlern befindlichen Einſtellſchweinen ſind tierärztliche Geſundheitszeug⸗ niſſe zu erbringen(§ 18 a. a..] Die Bürgermeiſterämter und Stabhalterämter werden beauftragt, Vorſtehendes in der Gemeinde ortsüblich bekannt zu machen, den Schweinehändlern noch beſonders zu eröffnen, den Vollzug durch das Polizeiperſonal und die Fleiſchbeſchauer überwachen zu laſſen und jede Zuwiderhandlungen ſofort hierher zur Anzeige zu bringen. Ueber den Vollzug ſehen wir binnen 1 Woche einem Bericht entgegen. Mannheim, den 28. Nopember 1914. Großh. Bezirksamt Abt. II b. gez. Büchelin. Nr. 46059 1. Vorſtehendes bringen wir hiermit zur öffentlichen Keuntnis. 4053 Mannheim, den 3. Dezember 1914. Bürgermeiſteramt: von Hollander. Schweigert. ðͤv Slüdt. Rechtrauskunſftsſtelle für Unbemittelte. (Rathaus, Zimmer 47). Von Montag, den 7. Dezember ab iſt die Rechts⸗ auskunftsſtelle geöffnet: Montags, Mittwochs, Freitags, von—6 Uhr. Die Auskunft wird Unentgeltlich erteilt. 4051 .ãũ ͤdddddßßbdßßbßßceßeee Kirchen⸗Anſage. Katholiſche Gemeinde. Samstag, den 5. Dezember 1914. Jeſuitenkirche. 10 Uhr ſeierlich. Seelenamt für den im Felde gefallenen Leutnaut Hauptlehrer Kaxl Huber.— Voyn 3 Uhr au Beichtgelegenheit. ½8 Uhr Salve und Andacht für Heer und Vaterland. Dieſenigen Männer und Jünglinge, welche ſich in die Männerſodalttät aufnehmen laſſen wollen, mögen ſich im Pfarrhaus aumelden. Für die ins Feld ziehenden Soldaten iſt feder⸗ zeit Gelegenheit zur hl. Beicht geboten. Auszug aus dem Standesamtsregiſter für die Stadt Mannheim. November. Berkündete. 24. Kaufmann Eruſt Bruhm und Chriſtina 26. Konditor Karl Englert u. Eliſe Müller. Privatmann Karl Heiſer u. Pauline Schweizer geb. Benzinger gen. Beusheim, 30. Fuhrmann Wilhelm Schönbrunn u Luiſe Schnepf geb. Pfenning. Daub. 26. Schieferdecker Heinrich Mofer u. Marie Ehriſtine Angerboner. 28. Reſexveheizer Georg Adam Eckel u. Karoling Humburger. 28. Kaufntann Karl Rikolaus Fiſcher u. Maria Iuiſe Burckhardt. 28. Hausdiener Friedrich Herrmaun u. Eva Marga⸗ reta Baxtmann. 28. Bütrochef Koarl Friedrich Holzäpfel u. Soſie Reize, 28. Taglöhner Karl Joſef Stöckl n. Berta Philippine Schrßder. 28. Elektrotechnikter Anguſt Otto Geller u. Marie Stiegele. 28. Expeditionsgehilſe Karl Hilor Lorum u. Julio Lvewe. 28. Gipfer Joſef Ehmann u. Witwe Anna Leichtlein geb. Ballweg. 28. Berufsfeuerwehrmann Philiyp Jakob Johann Georg Mongold n. Maria Eliſa Bleifuß. Former Alois Dietrich Wettſtein und Marie Friederike Müller. 28. Schloſſer Oskar Gruber u. Pauline Habermaier. 30. Privatmann Karl Friedrich Heiſer und Pauline Friederife Schweizer geb. Benzinger gen. Bensheim, Witwe. Dezember. 1. Schneider Karl Olto Rückert u. Heleng Wolf. 1. Elektromontenr Ludwig Nickel n. Anng Barbara Herdel. November. Heborene. 23. Erdarbeiter Joh. Bopp e. S. Michael Hermaun. Schloſſer Joh. Waltert e. S. Johann Stefan. Keſſelputzer Herwann Häußler e. T. Maria. Schlofſer Paul Alb. Stegel e. S. Rudolf Mox. 24. Haſenarb. Phil. Kern e. T. Eliſabeha Anno. 22. Fabrikarb. Farl Arnold e. T. Irma Eliſe. 22. Kaufm. Robert Walter Krüpe e. S. Walter Franz Richard Eiſendreher Chriſt. Lerch e. T. Gliſabeth. „Eiſendreher Anguſt Vogel e. T. Marie Gertrude Eliſabeth. „Schuhmacher Andr. Wittemer e. S Auguſt. Schreiner Ernſt Kammerer e. T. Helene Frieda. „Fabrikarb. Anton Remmele e. S. Helmut Philiyp. .Regiſtrator Auguft Henger e. S. Artur. Fabrikarb. Linus Barth e. T. Emma. 22. Landwirt Michael Amberger e. S. Emil. 22. Buchdruckereibeſitzer Robert Lipp e. T Hildegard Emma. 22. Kanzleiaffiſtent Friedrich Wolſ e. S. Hoans Korl Friedrich. 23. Bahnbedtenſteter Adolf Feil e. S. Friedrich. 20. Sackhändler Hirſch Lieb Grünberg e. T. Ekla. 24. Moünteur Emil Adam Karl e. T. Emil Hildebert. 19. Pfänderſammler Friedr. Wilh Reuß e. T. Katharing Lytte⸗ 25. Fabrikarb. Friedr. Wilh. Mitller e. S. Willi Martin. 20. Gußputzer Oswald Uebach e. T. Luiſe Selma. 20. Straßenbahnſchaffner Alexander Groß e. T. Anng Viktoria. 22. Kaufmann Heinr. Otts Theodor Thielemann e. S. Heinrich Kurt. 25. Dentiſt Exwin Herm. Paul Löſche e. E. Karl Horſt Erwin. 25. Schmied Leonhard Haas e. S. Eruſt. 5 3. Straßenbahnſchaffner Emil Rüger e. T. Erna Agatha. 5. Eiſendreher Georg Eduard Diehl e. S Eugen. Obermaſchinenmaats Wilhelm Oskar Reich e. Oskar Hermann. „Bäcker Friedrich Held e. nabe uhne Namen. „Arzt Dr. d. med. Heinrich Herens e. S. Rupprecht Lothar. Wagner Andreas Mooſecker e. Uebelhö D. Lutz Audreas. e. S. Hermann Schiffer Herm. Friedr. Friedrich. „Fabrikarb. Julius Gläſer e. T. Charlotte. 5. Kaufm. Karl Bernhard Büßer e. S. Hans Karl, 24. Schloſſer Karl Klebſattel c. T. Karola. 29. Metzger u. Wirt Johaun Jakob Egner e. T. Meta Marta. 5 22. Wirt Karl Wilh. Müller e. S. Wilhelm u. e. S. Maximiltan. 23. Kaufm. Karl Barber e. S. Friedrich Wilhelm Armand. 24. Maſchinenführer Joh. Märtesheimerc. T. Eliſaßeth. 25. Tabakarb. Heinrich Ueberrhein e. S. Hugy. 24. Tagl. Jakob Trabold e. S. Albert. 25. Metzgermeiſter Lepy Maier e. S. Theo. 24. Poſtbote Julins Guſtay Kern e. S. Guſtav Reinhold. 22. Schuhmacher Iſrael Berek Leiſerowitſch e. T. Fanny. 25. Fuhrmann Kark Ludwig Dietz e. S. Wilhelm. 26. Fabrikarb. Guſt. Eugen Storz e. T. Anna Emma. 25. Handelsmaunn Juliuß Kujawski e. T. Ruth. 28. Guümmiarb. Emil Löhlein e. S. Wilßhelm. 28. Geſchäftsführer Ludwig Jerd. Kelz e. T. Liſelotte 22. Hilfsſchaffſner Jak. Adam Rothermel e. S. Wilzh. Igfkob. 3. Straßenbahnſchaffer Foſ. Anton Eiſenhauer e. S. Jofef Anton Engelbert und e. T. Eliſabeth Delfino 24. Maſchiniſt Johann Georg Seeberger e. T. Paula Margarethe. Zollbeamter Ernſt Louis Herm. Eruft Albert Willi Jakob. 29. Kraftwagenbeſitzer Johann Chriſt. Lyöia Margareta. 85 8 Schramm e. S. Stammer e. T. 25. Kaufmann Hubert Maſſon e. T. Katharing Elſe Gertrud. 28. Eiſenbohrer Johs. Zimmermann e. S. Hans Karl. November. Geſtorbene. 24. Antonie geb. Brummer, Ww. des Stativusmeiſters a. D. Phil. Reichenbach 75 J. a. Friedrich Eduard S. d. Tagl. Joſ. Wilh. 1 Jahr alt. 24. verwitw. Werkmeiſter Ludwig Schmidt 79 J a. 24. nerh. Schäfer Philipp Anton Blink 71 J. a. 25. Anna Maria geb. Dreyer Ww. des Malermeiſters Emil Arthur Prüfer 52 J. a. Hildegard T. d. Kaufm. Guft. Störmer 1 J. a. 25. verh. Bankdiener Georg Friedrich Wilhelm Voigt 58 FJahre alt. Nimis Friedr. Gottlieb 24. Eruſt Jakob S. d. Schriftſetzers Johs. Ernſt Ruß 3 J. a. 28. Emma geb. Gedde Ehefr. d. Werkführers Julins Steeb 36 J. a. 5. Ehriſtine geb. Euler Ww. Gg. Gattung 70 J. a. led. Dienſtmagd Frieda Luiſe Gibs 19 J. a. 21. Max Ofto S. d. Eiſendrehers Otto Karl 1 J. a. Franz Joſef S. d. Theatermalers Joſef Wimmer 3 Monate alt. 7. verh. Schloſſer Jakob Friedrich Büchele 36 J. a. 27. Annga Marta geb. Zind Ww. des Keſſelſchmieds Peter Remmele 66 J. a. kled. berufsl. Ida Hahn 17 J. a. 26. Katharina T. d. Pächters Chriſtian 6 Monate alt. 7. verh. Privatmann Matern Eulner 67 J. a. „Schreiner Michael Füller, Witwer 49 J. a. „Giſela Paula T. d. Kaufm. Gg. Gottfried Wilh. Kühn 3 Monate alt. 27. verh. Teppichreiniger Konrad Benedum 65 J. 29. Chriſtine Eliſabeth geb. Scherzer Ww. d. Schneide Johann Wagner 73 J. a. Maxia Luiſe Henriette geb. Lagnel Witwe des Kaufm. Achille Debardts 84 J. a. 29. Anna Jakobine Eliſabeth T. d. Hafenarbeiters Gg. Herm. Joh. Heinr. Beiler 3 Mon. a. Herta T. d. Glaſers Erhard Kuhn 1 Mon. a. led. Haushälterin Johanna Keßler 50 J. a. Auf dem Frelde der Ehre gefallen. d. Handelsmannes Bonacker fl. 15 30, 29. Anguſt. 5 10, verh. Finauzſekretär, Leutnant der Reſerve Aug. Meythaler 30 J. g. led. Kaufmann, Vizefeldwebel der Reſerve Pa Wilhelm Ockert 23 J. a. nerh. Betriebsbeamter Hermann Wilhelm Voltert, Unterofſizier der Reſerve 26 J. a. 24. 1 20. 20. verh. Tagl., Reſerviſt Franz Wilhelm Beßler 27 Jahre alt. 20. verh. Schneider, Reſerviſt Karl Imhof 27 J. a. September. 25, verh. Tagl., Musketier Heinrich Funk 23 FJ. a. 2. verh. Feuerwehrmann, Landwehrmann, Heinrich Nikolaus Auguſt Kretzer 31 J. a. 1. led. Schloſſer, Musketier Karl Moſemann 28 J. a. Oftober. 22. verh. vertreter Heinrich Otty Kaufmaun 41 J. g, 15. verh. Kaufmann, Vizefeldwebel Friedrich Wilßh. Behringer 32 J. a. 9. verh. Packer, Unteroffizier der Landwehr Paul Ernſt Bernhard Schindhelm 30 J. a 28. led. Tagl. Musketier Karl Heinrich 21 Jahre alt. 18, verh. Zuſchneider, Gefreiter Wilhelm Roth 36 J.. Nopember. 8. led. Schauſeuſterdekorateur, Musketier ZJohannes Sommer 24 J. a. 4. verh. Autoführer Georg Leonhard Stahl 29 J. a. 16. led. Kaufmann, Grenadier Emil Georg Anton Dreſcher 22 d. 22 J. Hausmeiſter, Vizefeldwebel⸗Offiziersſtell⸗ Lindenau Altdewahrte Nahruf Das eiſerne Jahr. Noman von Walter Bloem. Copfrignt 1910 by Grethlein u. Co. G. m. b. H Leipzig.“ 9 Fortſetzung. Alfred trat näher zu dem hilfloſen Körper dort un Boden, hob die Laterne auf, deren Oel⸗ ſlmmchen blakend weiterbrannle und die Scheibe bekußte. leuchtete dem Sterbenden ins angſt⸗ berkrampfte Geſicht. beleuchtete die Hand, die matt auf der Bruſt lag. der vierte Finger war abgeſchnitten und lag im Graſe. noch ſaß der maktblinkende Trauring darau und neben em kodeswunden Maune lag ein Sack ſchon zur Hälfte gefüllt. Alfred leuchtete hinein, und der Ekel überwältigte ihn. Ein wüſter Haufen hun Dingen. Brieftaſchen. filberne, goldene, bmbakene Uhren und Ketten, Medaillons, Taſchenmteſſer, Portemonnaies und Geldbörſen, ales blutbeſudelt und dazwiſchen Finger über Finger ſtarre Finger mit armſeligen züngen daran billigen zerkratzten Ringen mit ſalſchen Steinen, und ſchmalen, dürftigen, abgetragenen Eheringen. Und noch einmal leuchlete Alfred dem Liegen⸗ deu ins Geſicht. Gott ſei gelobt das Auge, das eben noch gezuckt in der Flamme der Laterne, Aun glotzte es glaſig, bewegungslos und reagierte ich nicht mehr auf das L ind nun beſann Al ſich auf ſich ſelbſt kütſann ſich eines furchtbaren Stoßes wider den dopf der noch in ſein Bewußtſein gedrungen war, ehe es zu verſagen begann fühlie nach einer Stirn, die dick geſchwollen war, doch un⸗ berletzt„nur an ſeiner rechten Wange ſchwapp⸗ 15 Klumpen geronnenen Blutes, und ſein üchender Finger fühlte einen klaffenden Riß— hon einem Streifſchuß, von einem Bajonektſtich, gleichviel. Er ſuchte nach ſeinem Helm, ſand und unter⸗ üächte ihn und entdeckte afsbald, daß ein Chaſſe⸗ bok⸗Geſchoß ſchräg ſeitlich auf die Schuppenkette dufgeſchlagen war, wo dfeſe mit der Helmfoßarde und dem Angel auf der Schlöfenwand aufſag prallt., er ſand ſie im Graſe ganz abgeplattet und ſormlos.. und irgend etwas zwang ihn, die Hände zu falten zu einem kurzen, wortloſen, andächtigen Aufblick dorthin, wo die falbe Helle hinter den ſchwammigen Wolkenmaſſen ſtaud. Und dann wurde ihm klar, duß er ganz allein ſei auf dem weiten Hochplateau, inmitten der ſtummen Schläfer, der röchelnden Sterbenden ringsum doch da hinten, da qualmten lodernde Feuer, trieb ein mattes Singen. das mußten die Kameraden ſein. die Deufſchen die Sieger. Sieg welch ein ſeltſamer Gedanke. ſah der Sieg aus. Alfred raffte ſein Gewehr auf, ſtapfte über die glitſchigen Schollen auf die fernen Lagerfeuer zu. Die Lalerne der Leichenfledderer kam ihm dabei zuſtalten. Und im Schreiten ſaun er Was er gefehlt heute mitltag grünen Dämmer des Gifertforſtes, in einem plötz⸗ lichen Verſagen ſeines ganzen Weſens das halte ſein Nachmitſag, ſein Abend blutig geſühnk. Frei konnte er jedent Kameraden, fedem Vor⸗ geſetzten unter die Augen ireten. Wie halte der So alſo und ſann. da unten im rieſige blonde Leulnaut geſagt?„Brap, der Ein⸗ jährige— das vergeß ich Ibnen nicht.“ Schade, daß Wo mochte er hingekommen ſein? nicht einmal man ſeinen Namen nicht wußle ſeine Regimentsnummer n? Der Kopf war einem doch entſetzlich wüf.dieſe ſcheußliche Leere im Magen. richtig, ſeit heute morgen um achte hatte man nichis mehr zu eſſen bekommen und nun war's—2 Jawoll die Uhr lag als ein Hauſen Scherben und Trümmer in dem ledernen Armbande, das ſich ums linke Haudgelenk ſchloß. Alſo.. wie thar's geweſen? Ach ja, ſo: Er, Alfred Hardegen, hatte einen Menſchen getötet. Vielleicht mehr als einen deun von ſeinen neunzig Patronen halte er nur mehr zwöff in ſeinen Taſchen Hund gewiß, non den verſchoſſe⸗ nen hatte auch die eine oder andere ihr Ziel er⸗ 9 Lebeusarbeit, die Sprachorgaue ſeiner Seele. Und Alfred ſann„ und ſann.dim Weiter⸗ ſtolpern über den trieſenden, glitſchigen Sturz⸗ acker. Waunn war er mehr Menſch geweſen am Mittag, als er zuſammengefunken wax, über⸗ mannt von Ekel und Abſcheu vor der gräßlichen Blutarbeit oder des Abends, da er ſein Bajonett in eines fremden, wildfremden Men⸗ ſchen Augenhöhle ſtieß?! Hätte ar nicht Siegerfreude, Siegerſtolz emp⸗ finden müſſen? und er empfand nichts als maß⸗ loſes Grauen. Kagum kounte er die Spitze ſeines Bajonetts zogen war. Siegerfreude? pah. Die zwei edelſten Völker der Meunſchenerde halten einander gegenübergeſtanden und ſich ze flriſcht.. würden ſich weiter zerfleiſchen, bis eins von ihnen wehrlos im Staube verröchelte. Ver⸗ bunden durch taufend Bande jahrhundertalter Kulturgemeinſchaft, inniger geiſtiger Wechſel⸗ wirlung Hund ſtanden ſich gegenüber wiergwe Urweltliche Beſtien! mit Zähnen und Klauen einander zu zerreißen. Wahnſtun! Wahnſinn! Nun galt's eine Hetke zu überklettern, hinter der, in einem Graben, maſſenhafte Franzoſen⸗ leichen lagen in einer Lücke dieſer Hecke lag auf dem Rücken ein junger Infanteriſt, das Ge⸗ wehr noch in der erſtarrten Fauſt, das Geſicht von dunklen Blutkruſtenn überharſcht dos linke Auge ſtierte weit offen, das rechto war verſchwunden in Fetzen hingen Lider und Wange. Ein zerbrochener Offizierdegen lag neben ihm im Graſe. Kein Zweifel. das war er, Alfred leuchtete ſhm in das zerſtö und ſog ſich voll mit einem tiefen, enkſ Abſcheu. Geſicht öſſenten harmloſes Ge⸗ Uniformkragen Es ppar ein junges, bartloſes ſicht. und auf dem wolle mer ab, die Alfreds Achſelflapven krugen Vierzig hütben und Vierzig drüthen hatten reicht doch dieſen, dieſen einen, den hatten ſeine ſich gegenübergeſtanden betrachten, die utlt einer ſchleimigen Maſſe über⸗ zeichnete ſich in grober Stickerei die gleiche Num⸗ ſie „bdas erſchütterte ihn mlan ſende die Hdreſie und den Befrag an den? FRUI 24. Schloſſer Adam Klemm e. S. Walter Osfar. perlag des Deulſcken volksboten“ in Raltatt November. Getraute. 26. Packer Gottlieb Koppenhöfer e. S. Eruſt Gotllieh. kürhinder und Kranke Allag des„Deutſcken Volksboten un Kalka 26. Küchenchef Robert Gebhard Bach geſch. u. Hedwig 27. Kranenführer Joſ, Oswald Fiſcher e. S. Kark eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee% Winkler. Johann. das hatte ihre Kraft gebrochen, ſie war abgr⸗ſeigenen Hände gefällt, das Werkzeug ſeiner jnoch mehr ihm war's, als hätte er einen „Und zetzt, jetzt zog's ihn nieder auf die Knie. ſeine Stirn ſank auf den erlalteten Leib des Feindes, und in wildem Schluchzen ſtammelte er wirre, zuſammenhang⸗ loſe Gebelsworte, Frieden, Herr Kameraden erſchlagen „gib Frieden auf Erden das kann doch nicht ſo ſweitergehen.. der hat doch gewiß eine Mutter zu Hauſe ktrßſte ſie) 2 8 5 Herr vergib uns unſere Schuld verzeih ich weiß ja ſelbſt, wie ſchön mir, lieber Junge Vverzeih ſes iſt, zu leben und glücklich zu ſein mir doch, du, verzeih mir doch. Aber der Franzoſe gab keine Antwort der Feindesſtahl hatte ihn gut getroffen. Nach, ſtundenlangem Umherirren gab Alfred den Verſuch, ſein Regiment zu finden, auf. Die Vierziger ſchienen wie vom Erdboden verſchwun⸗ den. Niemand wußte, wohin ſie gekommen waren. Was hier oben biwakierte, waren Trup⸗ pen vom ſiebenten und dritten Korps. Die Regi⸗ nientsnummer der Hohenzollern war krotzdem noch maſſenhaft vertreten unter den Schläfern hier droben in Wald und Wieſenplan aber die ſie trugen, waren ſtill und kalt und fragten nichts mehr nach Biwakfeuer und Kaffee, beteiligten ſich auch nicht an dem wilden Siegesgeſaug und den fieberhaften Geſprächen, die aus dem Munde der Todmüden, Hungergequälten noch lauge um die gloſtenden Flammen flatterten. Inmitten eines Ruüdels Verſyrengter aus vier, fſiuf ver ſchiedenen Regimentern ſchlief Alfred endlich am Waldrand ein traumlos verſunken in heil⸗ james Vergeſſen. Am Morgen um drei Uhr wachte er auf. ſwar ſtürmiſch und regneriſch geworden Es ein Bergesß — paar Verwundete, die er auf der Höhe des Regiment ſei fand, behaupteten ſpüt gbends ue aus fr v teilen entnommen, zwei Uhr nachts den Berg hinangeſtiegen waren und nun in langen Zeilen cus der blutdurchfickerten Scholle Grab um Grab aushyben. N (Fortſetzung ſolgt.) 8. Seite. Gener l⸗Anzeiger Badiſche Neueſte Nachrichten. (Abendblatt) Freitag, den 4. Dezember 1914. Rächſendung des General⸗Anzeigers, Badiſche Neueſte Nachrichten an die Angehörigen bes Heeres. Au alle Angehörigen des Heeres kann die Liefe⸗ zung des„General⸗Anzeigers, Badiſche Neueſte NKachrichten“durch Vermittlung der Feldpoſt erfolgen. Die Verſendung erfolgt von unſerer Expedition aus. Für die Ausführung gilt nachſtehendes: 1. Poſtabonnenten beantragen die Nachſendung bei dem Poſtamt, durch das ſie unſer Blatt erhalten. Die Poſt berechnet eine Umſchlaggebühr von M..40 für jeden Kalender⸗ monat. Weitere Gebühren werden nicht erhoben. 2. Abonnenten unſerer Expedition oder Agenturen heantragen die Nachſendung bei der Stelle, durch die ſie das Blatt beziehen. Wir berechnen an Gebühren für den Monat Mk..—. Gebühren ſind bei Aufgabe des Auftrages und zwar längſtens bis zur Dauer des laufenden Abonnements voraus zu bezahleu. 3. Extra⸗Abonnements. Wird für die Nachſendung ein beſonderes Exemplar gewünſcht, ſo iſt der Auftrag au unſere Exvedition direkt, eventl. durch Vermittlung unſerer Agenturen. zu richten. Für derartige Extra⸗Abonne⸗ menuts berechnen wir Mk..70 monatlich, 50 Pfg. wöchentlich bezw. 10 Pfg. täglich. Die Zahlung hat bei Aufgabe des Auftrages zu erfolgen. Adreſſenangabe. Die Adreſſe iſt ſtets genau anzugeben. Er⸗ ſorderlich iſt außer Name und Dieuſtgrad die Augabe des Regiments, der Kompagnie, Schwadron, Batterie eſw., ferner Bezeichnung der Brigade, der Dipiſion und des Armeekorps. Die Expedition des General⸗Anzeigers, Babiſche Neueſte Nachrichten, maunheim E6,2. andesehnle der Hauptztaut faunpeinm. Unſere Schülerinnen und Schüler werden zu dem nom Jungdeutſchlandbund veranſtalteten 4043 Lichtbilder⸗Vortrag: „Wanderbilder aus nah und fern“ mit geſanglichen Darbietungen auf Sonutag, 6. Dezember, abends 6½, Uhr in den Vortrag ſaal der Kunſthalle freundlich eingeladen. Eintritt frei. Kleiderablage frei. Das Rettorat: Dr. Bernhard Weber. Haudels⸗Hochſchule Mannheim. Vortragskurſe im Winter 1914/15. Das Programm für den erſten im Dezember ſtattfindenden Kurs enthält vier Borträge unter dem Titel 2 4042 Der Krieg und die Wirtſchaft. Das im Geſchäft ontag, den 7. Dezember, abends 8 Uhr. Die Bewertung des Vermögens für die Kriegsbilanz Freitag, den 11. Dezember, abends 8 Uhr. Der Geld⸗ und Kapitalverkehr während des Krieges Montag, den 14. und Freitag, den 18. De⸗ zember, abends 8 Uhr Dieſe Vorträge werden von Prof. Dr. Nickliſch gehalten. Uebertragbare Karten, die zum Beſuche dieſer vier Vorträge berechtigen, können zum Preiſe von 40 Pfg. gelöſt werden! bei den hieſigen kaufmänn. Vereinen, dem Techniſch⸗induſtriellen Verein, den hieſigen Gewerkſchaften und bei den Pedellen der Handels⸗Hochſchule in A 4, 1 und A 1, 2. Maſchinenſchreiben. Wer möchte das am hieſigem Platze ſehr bekaunte „S..s Taſtſyſtem auf allen Schreibmaſchinenſy⸗ ſtemen koſtenlos erlernen? 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