3 ingen/ Hardt or Schwetnlneen. ssaal.⸗ Sonntag, 2 17 Uhr. Kammer⸗ geführt vom Kergl. artett der Stadt d tschen, Stuttgart Dittersdorf, Hay ven. Vorverkaut ein e. V. tägl. von Ut größ. Betr.(æas- r) im Kaufh. Anker ) irrtüml. lieg. gel. Terlag und schrittlettung: Mannheim, R 3. 14/13 Ferntut-Sammel-⸗Mr. Mannheim 354 21, Berline: sSchriftleituns: Berlin W 30. Nollendorfplatz 6. Ferntuf Berlin 271976. Etscheinungsweise: 7mal wochentlich als Morgenzeitung. Hauptverbreitungsgebiet: Groß Mannheim und Nordbaden ————— —.n 3 G Bezugspreils: Frel Haus.— Reichsmark einschlieslich Trägerlohn; 21 Reichspfennig postzeitungsgebühren) zuzüglich 42 Reichspfennig Bestellgeld. gültiger Anzeigenpreisliste: zur Zeit ist Liste Nr 13 Zültig 2 2 hilungs und del postbezug.70 Reichsmark(einschlleßlich „ Anzeigenpfreise tau jeweils Erfüllungsort: Menobeim AUPTAUSGABEMANNHEIM e z. Z. noch als Kon Z. In Frage komm v. Gänse entl. Ab⸗ ch, 1. Rheinstr. 19 uhe, Gr. 37-38, zu 1 247 310 Schw. Gasbackofen, gut k. ges. 175 608 an W. Ped 1 1 +*— Europu sieht sich vor 247 312 Schw. 7 Berlin, 20. Mai m. Jg. 3 5 5——— n dem Bergkurort Hotsprings in Virginia it Jung. B. Süpfle, ist die bereits vor einiger Zeit von. den tzinger Str. 1. Feindstaaten groß angekündigte interallier- —— te Ernährungskonferenz zusammengetreten Odenwald 1 Diese Lebensmittelkonferenz, die auf Koo- — sevelts Initiative hin zustandegekommen ist, soll, nach seinen Wünschen„hochbe⸗ deutsame“ Entschlüsse fassen. Vorerst wird es, wie man es von solchen Konferenzen gewohnt ist, bei schönen Re⸗ den bleiben, gehalten von den zahlreichen Delegierten, die sich alsdann von ihrer An- strengung beim Golfspiel und im Spiel- Kkasino erholen. Roosevelt hat an die Kon- ferenz eine hochtrabende Botschaft gerich- tet, in der er sagt, die Probleme, mit denen sich diese Konferenz beschäftigen soll, seien die fundamentalsten, die den Menschen überhaupt berühren, denn ohne Lebensmit- tei und ohne Kleidung sei das Leben selbst umöglich.„Auf dieser und auf anderen Konferenzen der„vereinigten Nationen“ wollen wir“, so fährt Roosevelt fort,„un- gere Zusammenarbeit auf neue wichtige Ge- biete außerhalb der Kriegsprobleme er- Fweitern.“ Die Welt soll in vier Zonen unter dem Wwirtschaftlichen und militärischen Diktat der UsA, Enslands, der Sowietunion und r Welnhelm. Nur .45 und.00 Uhr: * mit Hannelore the Haack, Harry m. Jugendl. zugel. sater, Welnhelm. ute in Wiederauf-⸗ er Sänger Seiner Benjamino Gigli, att, Gina Falken⸗ dliche zugelassen! e.00 Uhr. ter) Muslkebone! eethoven am Mon⸗ Mai, abends 19.30 aussaal(Schloß) in d. B. Mitwirkende: linger, Cello, Frei- Helene Hofmann⸗ ran, Adolf Krause, tionaltheat., Mann- 2 Grüninger, Vor- ügel.⸗ Programm: ethoven und Vor- vens Schicksal u. amm, RM.-, be⸗ Eintritt. Vorver⸗ 2 und Schäffner. Der städt. Musik- ddu-Vereln Wein ⸗ Sonntag, 23. Mal, : Filmvortrag im r in Weinheim. ingen Friedrich sollen in den ihnen zugeteilten Zonen ab- solute Souveränität auf politischem, wirt- schaftlichem und industriellem Gebiet haben. uropa soll selbstverständlich abseits bleiben. Die europäischen Länder würden nach den Plänen der Konferenz aus der Agrarproduk- tion ausgeschlossen und sollen reine Einfuhr- rr länder werden. So wünschen es jedenfalls en die führenden politischen Kreise der Ver- — rken⸗ taufszeit tägl. von emisten Staaten. Der Neuyorker Korrespon- 19 Uhr. Gärtnerei dent der Madrider Zeitung„Va“, der sich Weinheim, Erb⸗ mit Hotsprings und den auf der Konferenz .. J verfolgten Zielen befaßt, berichtet, die ge- inh. V. Wormser samten Weltvorräté sollten von den oben- hule bis Stadt-⸗ Zenannten vier Staaten rationiert und nach rlor. Abzug. gez. einem Kartensystem verteilt werden. Basie- Stadtmühlgasse 3. rend auf der Indexziffer für das Jahr 1939 entspr. Vergütg, sollen zur Sicherstellung der Versorgung der länderlager gebr. und-Oberklei⸗- eparaturbed. Ge- Weltbevölkerung die Produktion von Ge- treide um 50 v.., die von Fleisch um —— 90.H, die von Milchprodukten um 125.H. ———* und die von Fett, Früchten und Gemüsen An- um 30 v. H. gesteigert werden. umpf& Heinzer⸗-⸗- 4 3 -Bgstr. Ruf 2894. Theoretisch sehr schön und gut. Bei der en(mögl. Radf.) jetzt schon bekannten Uneinigkeit der Staa- Zeitschriften an ten darf man gespannt sein, was noch an einheim gesucht.„hochbedeutsamen Entschlüssen“ heraus- kur K.., FTrank- kommt. Es ist immer ein schlechtes Vor- nheimer Anlg. 32, zeichen, wenn schon vor Beginn oder gleich Anlern⸗ zu Anfang einer Konferenz von denen, die 1E sich eigentlich einig sein sollten, die ver- * schiedensten Debatten aufgeworfen werden, oder wenn maßgebende Agrarländer wie S 5— Ver⸗- E— „n Kratt. B. Argentinien überhaupt nicht ver- treten sind. rschein 3A und 115 591 a. HB. sch. aus Mann- So gibt der aus den Vereinigten Staaten R Unterk. o. nach Buenos Aires zurückgekehrte Redak- —— od.*. teur Agusti der argentinischen Zeitung 54 40—„Noticias Graflcas“ seiner Verwunderung 7 an HB weinh und seinem Bedauern Ausdruck, daß Argen- 5 tinien in Hotsprings nicht vertreten sei. In einem Kommentar betonte er, das Land und die Viehwirtschaft dieser führenden süd- in Mhm. gegen einheim od. Um-⸗ amerikanischen Nation seien bedeutend ge- Fam. zu tausch. Mh. Lenaustr. 10 1 g. gleichw. zu 273 717 an HB W. d. Umgeb. Ein⸗ . Fliegergeschäd, ngeb. an: Heck, isenstr. 20. lorf 3 Zim., Kü., kon, in gt. Hause in Weinheim od. gebote an Hèck, zenstr. 20. nerfzim., elegant, 1. Seschn. Kom-⸗ n gesucht. Heck, senstraße 20. Küchen geg. Be- kf. Hans Maſer, inheim, Müll 7. nn. in Offenbach -Wohn. in Wein⸗ rg od. Umgebg. 3 694 an HB Wh. Kompromißlose Besiegung des Rom, 20. Mai. IB-Funk.) Staatssekretär Bastianini gab am Mitt- woch vor dem Ausschuß des Senats einen umfassenden Bericht über das Budget des Außenministeriums. Der Staatssekretär verwies darauf, daß die Darlegung der neu- esten politischen und diplomatischen Tätig- keit Italiens sich nur auf die Zeit von drei Monaten bezieht, die seit der Berufung des Staatssekretärs vergangen sind. In diesen Zeitablauf flel der Besuch des Reichsaußen- ministers von Ribbentrop in Rom, der die Prüfung der gemeinsamen Fragen im Geiste der vollkommenen Zusammenarbeit zwi- schen den beiden Achsenmächten erlaubt bhat. Bastianini erinnerte an die bedeutungs- vollen Begegnungen zwischen dem Füh- rer und dem Duce und erklärte, daß Italien und Deutschland bei der Gestaltung der zukünftigen Weltordnung nicht diè Un- terdrückung der Völker anstreben, sondern ihre freie Entwicklung und ihre Sicherheit durch die Zusammenarbeit aller herbei- führen würden. Italien hat als erstes seine Stimme in Europaà erhoben gegen das Re- eime des Zwangs und der Unterdrückung, auf slel das durch die paziflstische Ideologie von flich Genf nur schlecht getarnt wurde. Der Duce 5 hat- in dieser Ungerechtigkeit bereits da- bereltl mals den schicksalhaften Keim des jetzigen Konflikts herauss-funden und aufgezeigt. schönste Bastianini sagte:„Die angelsächsischen fõr unsere Mächte, die heute gegen Europa Kries füh- ichsbahn ·- ren, haben seit 1919 eine richtiggehende Po- t1 lüitii des„Wirtschaftlichen Angriffs. ver- folgt und dabei in steigendem Maße den Projextonismus verschärft, die Auswande- runs behindert, Zollschranken aufgerichtet und imperiale Präferenzsysteme erfunden. — Eengerilint:Plüne tetreidemonopol 301 Fundumen bolschewiskisch Chinas aufgeteilt werden, und diese Staaten 0 0 13. JAHRGANG· 0 nug, um bei der Versorgung Europas und Asiens in Betracht gezogen zu werden. Auch der Washingtoner Korrespondent des„New Chronicle“ hat sich bereits am 17. Mai zu Wort gemeldet und geschrieben, „ein Erfolg sei dieser Konferenz um so mehr zu wünschen, als gerade die„schmachvolle“ Konferenz in Bermuda zu Ende gegangen sei, eine Konferenz, die den einberufenen Regierungen vielleicht das Gewissen etwas erleichtert, aber bei den vielen Menschen, die diese Beratungen verfolgten, ein Gefühl tiefer Trauer, ja unbehaglicher Schande hinterlassen habe.“ Euvropa kann der Konferenz gelassen zu- schauen. Die europäischen Staaten, die ge- meinsam mit den Achsenmächten um Sein oder Nichtsein kämpfen, haben ihre Ernäh- rungsgrundlage weitgehend sichergestellt. Erst kürzlich ist von zuständiger Seite fest- gestellt worden, daß der Grad der Selbst- versorgung Europas mit Lebensmitteln noch wesentlich gesteigert werden kann. In Deutschland selbst hat die überragende Lei- stung der deutschen Landwirtschaft zu einem hohen Grad der Selbstversorgung mit Lehensmitteln, der im Frieden etwa 33.H. und heute bei kriegsmähiger Umstellung rund. 100 v. H. der Ernährung beträgt, ge- -führt. Wenn die Landwirtschaft in ganz Europa ebenso intensiv betrieben würde, wie in Deutschland, so dürfte im Hinblick auf die europäische Ernährungslage noch Außerordentliches zu erreichen sein. In heachtliche Fortschritte zu verzeichnen. Die nationalsozialistische Agrarpolitik ist seit 1933 darauf ausgerichtet, die Ernährung des deutschen Volkes weitestgehend aus eigener Kraft sicherzustellen. Daher wurde Enliüuschende Reſe des briischen Premiers NUMMEMA 1339 jüdischer welimerrschait werden dieser Hinsicht sind gerade in jüngster Zeit. „ 1 bereits in den Jahren vor Kriegsausbruch im Rahmen der Erzeugungsschlacht die in- ländische Produktion außerordentlich ge- steigert. Mit Ausbruch des Krieges sahen wir uns vor die Aufgabe gestellt, die er- reichte Leistungshöhe zu halten. Der Ver- brauch wurde durch ein sorgfältig aus- gearbeitetes Rationierungssystem jeweils den inländischen Produktionsmöglichkeiten an- gepaßt. Daß es hierbei zeitweilig nicht ohne Opfer, die der Konsument bringen muß, geht, liegt bei der längeren Dauer des Krie- ges auf der Hand. Die nn auch in die- sem Jahre mit allem Nachdruck fortgeführt werden. Und der deutsche Uer wird alles daransetzen, um die ihm gestellte Aufgabe zu erfüllen. Die Herbstbestellung ist voll- kommen reibungslos verlaufen. Auswinte- rungen, wie sie in ganz erheblichen Maße im vergangenen Jahre festzustellen waren, sind nicht eingetreten, die Frühjahrsarbei- ten konnten frühzeitig aufgenommen und reibungslos durchgeführt werden. Das Bild, das die Felder gegenwärtig bieten, ist sehr erfreulich, natürlich kann nicht schon jetzt eine Prognose, wie die kommende Ernte ausfällt, gestellt werden. Entscheidend ist aber, daß in diesem Jahre im Unterschied zum vergangenen das angestrebte Anbau- programm ohne besondere Abweichung er- füllt werden konnte. Deutschland und 1 mit im verbünde- ten und befreundeteh europäischen Staaten verzichten darauf, auf Konferenzen groß- spurig Beschlüsse und Entschliehungen zu fassen. Wir sind lediglich darauf bedacht, die Voraussetzungen für eine reibungslose Ernährungswirtschaft zu schaffen. Und das geschieht gründlicg Alle schwebenden Fragen blieben unbeantwortet Berlin, 20. Mal,(HB-Funk.) vor dem amerikanischen Kongreſ hielt Churchill eine lange angekündigte Rede, von der die britische Propaganda vorausgesagt hatte, daß diese Rede wahrscheinlich die wichtigste sein würde, die Churchill je ge- halten hat. Um so größer ist die allgemeine Enttäuschung über die Propagandarede Churchills, die äußerlich zwar sehr bom- bastisch klang, inhaltlich aber nichts neues brachte und alle sehwebenden Fragen unbe- antwortet ließ. Churchill gæstand ein, daß Japan mit sei- nem erfolgreichen Vordringen bis nach Bir- ma England und Amerika die schwersten Schläge zugefügt hat. Die englische und amerikanische Presse ist enttäuscht dar- über, daß Churchill nichts darüber sagen konnte, wie er sich die Fortführung des Kampfes gegen Japan und Europa prak- tisch vorstellt. Churchill mußte im Gegen- teil zugeben, daß das Hauptproblem, dem sich die Vereinigten Staaten und auch Groß- britannien gegenübersehen, in der Schwie rigkeit liege, herauszufinden, wie der Feind anzugreifen sei. Weiterhin gestand Chur- chill, daß in der Unmöglichkeit, etwas Ent- scheidendes gegen die Achsenmächte zu unternehmen, eine große Gefahr liege. Er sagte wörtlich dazu:„ine große Gefahr wird uns bis zum Endé begleiten, die Ge- fahr der Verlängerung des Krieges.“ Mit Stuntssekrelür Busliunini vor dem Senals-Husschuf diesem Eingeständnis gibt Churchill zu, dab. der General„Zeit aut der Seite der Ache senmäüchte steht. Neue japanische Vorstöße in Zentralchina Tokio, 20. Mai.(Eig. Dienst) Die japanischen Truppen in Zentralchina stoßen jetzt bei ihrer neuen Großoffensive auf der 80 Kilometer langen Front zwischen Tungting-See und Vangtsekiang weiter west⸗ wärts in einer Frontbreite 50 Kilometer vor. Der Schwerpunkt der Operationen liegt da- bei zwischen Tschikiang, einer Vangtse- Hafenstadt, und Litschien am Li-Fluß an der Westküste des Tungting-Sees. Die Frontlinie läuft durch ein sehr fruchtbares Reisgebiet. Heftige Straßenkämpfe wurden in Tschi- kiang und in Litschien ausgetragen. Die japanische Luftwaffe bereitet die Angriffe durch starke Bombardierungen des feind- lichen Hinterlandes vor. Größere Einheiten von Fallschirmjägern wurden an mehreren Frontabschnitten eingesetzt, während Tanks und schwere Artillerie den schnellen Vor- marsch unterstützten. Nachdem die Japaner bei ihren letzten Vormärschen Kungan besetzten, konnten sie von dort aus den Vangtse überqueren un gegen Tschiankiang vorgehen. Feindes die Voraussetzung für eine gerechte Neuordnung Europas Danach ist ein Zustand der Anarchie ent- standen, der die ganze Welt an den Ab- grund des wirtschaftlichen Zusammen- bruchs gebracht und die Voraussetzungen kür einen neuen Weltkrieg geschaffen hat. Italien, das im Laufe von 30 Jahren sein Volk von 29 auf 43 Millionen hat anwachsen sehen, hat niemals über eines der Produk- tionsmittel verfügen können, die es brauchte, um in wirklicher Unabhängigkeit mit an- deren Völkern zusammenarbeiten zu können, die solche Mittel im Uberfluß, hatten. Diese Lebensnotwendigkeit unseres Volkes hat be- ständig die italienische Politik von Cavour bis Mussolini beseelt. Niemand kann leugnen, daß der Duce alle Mittel angewandt hat, um das italie- nische Problem im Rahmen einer wohlver- standen und breiten Zusammenarbeit zu lösen. Die Ziele Italiens waren und sind die Freiheit seiner Arbeit, und die Freiheit auf dem Meere, das Italien umgibt. Das ist das Ziel, das die Italiener dazu trieb, auf zu installieren, für Tunis zu leiden und Lybien zu erobern. Die Feststellung des Duce, daß das Mittelmeer für andere Völker eine Verbindungsstraße ist, für uns aber das Leben, ist bekräftigt worden durch den Heldenkampf der 35 Monate, den unsere Soldaten in Afrika geführt haben. Das Gesetz, der Notwendigkeit zu leben. hat uns gezwungen, Widerstand gegen einen Feind. zu leisten, der unsere zukünftige Be- stimmung im Zusammenhang mit einer wirtschaftlichen Sklaerei und einer politi- schen Unterjochung sieht. Dieses Schicksa“ will Italien nicht auf sich nehmen. Es ist nicht gewohnt, auf seine Ehre, dem einzig wirklichen Besitz der armen Völker zu ver- der Krim zu kämpfen, sich im Roten Meer zichten: Italien hat sich niemals verkauft oder verschchert und von Novara bis zum Piave hat es immer einen König und ein Heer gehabt, um sich zu verteidigen. Angesichts der terroristischen Methoden unserer Gegner, die eine bedingungslose Ubergabe zu erwarten scheinen, betonen wir, was unser Volk gelitten hat, um Nation zu werden, und was es für die anderen zu schaffen gewußt hat. Europa steht heute aufrecht gegenüber den Angriffen zweier Mächte, die sich mit dem Bolschewismus in der verrückten Hoffnung verbündet ha- ben: Während der heutige Sowietimperia- lismus seinen Marsch auf den alten Wegen des slawischen Imperialismus aufgenommen hat zu jenen Meeren, die die Angelsachsen den Mittelmeervölkern verweigern ‚indem sie, wie in dem Fall Polen, jene Garantien und Verpflichtungen mit Füßen treten, die die Angelsachsen zur Grundlage und Recht- fertigung ihres Krieges gemacht haben. In diesem Rahmen der festen Entschlos- senheit und der aufrichtigen europäischen Zusammenarbeit hat im vergangenen Monat die Begegnung mit Laval stattgefunden. Es besteht kein Wunsch, Frankreich zu zer- stören oder zu demütigen. Aber, um an dem europäischen Aufbauwerk teilnehmen zu können, muß Frankreich Opfer bringen. Dies ist die wesentliche Bedingung, daß die italienisch-französischen Beziehungen inner- halb eines Regimes von wechselseirigem Verständnis Platz finden können in der grö- geren europäischen Zusammenarbeit. Bevor er seine Ausführungen schloß, rich- tete Bastianini seinen Gruß an die italieni- sche Wehrmacht. Der Senat folgte mit größtem Interesse den Ausführungen des Staatssekretärs, die mit Beifall aufgenom- men wurden, FREITAG, DEN 21. MAIl 1943 „ EINZZELVERKAUFTSPREIS 10 RPE. Lissabon, 20. Mai. Die Ernennung eines neuen Vizekönigs von Indien ist bereits seit einem halben Jahre überfällig. Als im Oktober 1942 die Amtszeit des gegenwärtigen Vizekönigs von Indien, Lord Linlithgow, der diese hohe Würde seit dem Jahre 1936 bekleidet hat, ablief, sah sich die britische Regierung aus einem beispiellos dastehenden Grunde ge- zwungen, ihn noch weitere sechs Monate im Amte zu belassen, nämlich ganz einfach darum, weil sich unter sämtlichen Staats- münnern, Politikern und Postenjägern des weltumspannenden Imperiums nicht ein einziger bereit fand, in den Weißen Palast zu Delhi einzuziehen und- wenigstens nach außen hin die Verantwortung für die Fortführung einer Politik zu übernehmen, die durch ihre Engstirnigkeit und Un—- fruchtbarkeit zu einem unüberbrückbaren Konflikt zwischen dem Vierhundert-Millio- nen-Volk der Inder und seinen englischen Unterdrückern geführt hat und die aller menschlichen Voraussicht nach nur mit ei- nem völligen, endgültigen Verlust des „schönsten Juwels der britischen Krone“ enden kann. All die verlockenden Vorteile, die mit dem Vizekönigtum von Indien ver- bunden sind, vermochten die von Churchill der Reihe nach sondierten Anwärter nicht darüber hinwegtäuschen, daß der Nach- folger Lord Linlithgows höchstwahrschein- lich, wie die Zeitschrift„New Statesman and Nation“ unumwunden eingestand,„der detzte Vizekönig“ sein und daher, trotz der kürzlichen gegenteiligen Versicherung des Ministerpräsidenten, als der„Liquidator des britischen Empires“ in die Geschichte ein- gehen wird. Wer aber möchte seinen Namen der Nachwelt auf dem Leichenstein eines Weltreiches überliefern? „Niemals, seitdem Viscount Canning im Jahre 1358 der erste Vizekönig von Indien wurde“, schrieb die Wochenschrift„Newꝛs Review“ Mitte Dezember vorigen Jahres, „ist es so schwierig gewesen, Kandidaten kür dieses Amt zu flnden. Die leitenden Per- sönlichkeiten Großbritanniens sehen sich vor die Tatsache gestellt, daß das Problem Indien seiner Lösung nicht nähergekommen ist.“ Ward Price klagte um die gleiche Zeit in der„Daily Mail“:„Des britischen Em- pires stolzester Posten, der von gröherem Pomp als irgendein Thron der Welt um- geben ist, geht betteln. Ein Jahresgehalt von 20 000 Pfund, das Doppelte des Gehalts des Ministerpräsidenten, weitherzige Auf- wandszulagen, ein prachtvoller Marmor- palast und drei weitere amtliche Wohnsitze. eine Leibwache von Lanzenreitern, Staats- tigerjagden auf Elefanten mit vergoldeten Stoßzähnen, all dies kann nicht verhindern. daß niemand Vizekönig von Indien werden will. Aber Indien muß unter allen Um⸗— ständen einen Vizekönig haben, und es ist eine Schmach, daß eine ehedem so sehr be- gehrte Würde herumgeboten werden muß.“ Die Zeitschrift„Spectator“ fand es„wahr- haft deprimierend, daß in der ganzen Länge und Breite des Vereinigten Königreiches, ja sogar des Commonwealth, niemand zu fin- den ist, der der mit dem Vizekönistum verbundenen Verantwortung gewachsen und zugleich zu ihrer Ubernahme bereit ist. Wenn auch die verschiedenen Minister und sonstigen Leute, denen der Posten angebo- ten worden ist, gute Gründe gehabt haben mögen. ihn abzulehnen. so beweist doch die Tatsache, daß kein Nachfolger für Lord Linlithgow gefunden werden kann, eine Heinliche Verarmung auf dem Gebiete des kKonstruktiven staatsmännischen Könnens.“ Im„New Statesman“ wurde sogar von ei- biꝛekõnig gesucht. nem glatten„Bankerott der britischen Staatskunst“ gesprochen. Unter den zahlreichen Kandidaten, an die, Churchill erfolglos die Vizekönigswürde zu „verhökern“ suchte, befanden sich, den Lon- doner Blättern zufolge, so hervorragende Persönlichkeiten wie der Lordsiegelbewah- rer Lord Cranborne, das Mitglied des Kriegskabinetts Sir John Anderson, der frühere Oberbefehlshaber in Nordafrika Ge- neral Auchinle ck, dem man neben sol- datischer und staatsmännischer Tüchtigkeit ein besonders großes Ansehen bei allen in- dischen Parteien nachrühmte, den Führer der Arbeiterpartei und stellvertretende Mi- nisterpräsident Attle e, der Washingtoner Botschafter Lord Halifax, der das Amt schon einmal bekleidet hat, sowie mehrere höhere Verwaltungsbeamte, wie der Gou- verneur von Bombay, Sir Roger Lumley, und der ehemalige Oberkommissar an der indischen Nordwestgrenze und derzeitige britische Vertreter in Eire, Sir John Maf- f e y. Als„heiſßer Favorit“ galt längere Zeit hindurch der liberale Luftminister Sir Ar- chibald Sinclair; aber auch er kam schließlich, wie dem„Specetator“ zufolge aus ihm nahestehenden Kreisen verlautete, zu der Einsicht, daß„er nicht genug Mumm für den schwierigsten Posten des Empire besitzt“. „Es wäre“, so schrieb„New Statesman and Nation“ dazu,„eine Impertinenz, die Gründe erraten zu wollen, die Sir Archi- bald Sinclair zu seiner Ablehnung bewogen. Aber wir können uns einige der Gründe ausmalen, die diesen typischen Liberalen bei seinem Entschluß-beeinflußt haben dürf- ten. Er hätte sich beispielsweise gezwun⸗ gen sehen können, die Genehmigung zum Einsatz der von ihm nach Indien gesandten Flugzeuge zu erteilen, nicht etwa, um die Japaner zu bekämpfen, sondern um die in- dische Zivilbevölkerung unter Maschinen- gewehrfeuer zu nehmen. Er hätte vielleicht zusehen müssen, wie seine Polizei Umzüge von Schulmädchen niederknüppelt. Es könnte seine Seelenruhe stören, wenn er darüber nachdenken müßte, daß in den ihm unterstellten, überfüllten Gefängnissen seine Wärter Universitätsstudenten auspeitschen. (Nach Mitteilungen, die der Indiensekretär Amery unlängst im Unterhause machte, be- fanden sich Ende März 44 000 Inder in den Gefüngnissen, während die Zahl der Aus- gepeitschten zwischen dem 4. August, dem Tage des Wiederbeginns des„zivilen Unge- horsams“, und dem 30. November allein 956 betrus. D. Verf.) Einige Todesurteile gegen allzu hitzige Anhänger Gandhis harren noch der Unterzeichnung, und diese Arbeit könnte er widerwärtig finden. Die Scham- röte könnte ihm ins Gesicht steigen, wenn er daran erinnert würde, daß drei junge Mädchen je zwei Monate Zuchthaus erdul- den müssen, weil sie Kongreß-Parolen in den Sand geschrieben haben. Es gibt zwar sicherlich untergeordnete Beamte, die zu dem ausgesprochenen Zweck da sind, ihm das Odium derartiger Urteilssprüche abzu- nehmen. Man erwartet von Vizekönigen nicht, daß sie eigenhändig Studenten aus- peitschen oder auf die Menge feuern. Aber es könnte ihm doch von Zeit zu Zeit ein- fallen, daß alle diese Dinge nur in seinem Namen und unter seiner Autorität getan werden können. Schließlich würde er den Kerkermeister des Mahatmas und des Pan- dit Nehru spielen müssen, eine Beschäf- tigung, zu der er keine übermäßig starke Neigung verspüren dürfte. Man nimmt all- gemein an, daß Vizekönige ihre Zeit damit verbringen, von Elefantenrücken aus Tiger (Fortsetzung siehe Seité 2) — Die ⁊wei „Wollen wir den Gegner niederwerfen, so müssen wir unsere Anstrengung nach seinel Widerstandskraft abmessen; diese drückt sich durch ein Produkt aus, dessen Faktoren sich nicht trennen lassen, nämlich: die Größe der vorhandenen Mittel und die Stärke der Willenskraft.“ Das ist ein Wort des Kriegs- philosophen General Carl v. Clausewitz. Ist es auch über hundert Jahre alt, so hat es darum an Wahrheit nichts eingebüßt. Die Größe der Mittel also und die Stärke der Willenskraft! Wir sind uns darüber klar: ständen wir nur mit den Mitteln des Altreiches und nicht inzwischen denen fast ganz Europas (einschließlich des produktionswichtigsten Drittels Sowietrußlands) der Gruppe von Feindmächten gegenüber, die die Produk- tionskraft und die Menschenzahl von fast vier Kontinenten- Amerika, Afrika, Austra- lien und fast ganz Festland-Asien- in der Hand haben, gegenüber, so würde uns der tapferste Wille auf die Dauer nicht viel nützen. Wir würden von der Ubermacht der Mittel erdrückt, so wie unsere Afrika-Armee schließlich von der Ubermacht der feind- lichen Mittel erdrückt worden ist. Im Zeit- alter des Flugzeugs, des Panzerwagens, des Dampfschiffs und der Eisenbahn, des Tor- pedos und der Mine spielt der Faktor„Mit- tel“ ohne Zweifel eine noch größere Rolle, als das in der Zeit der Befreiungskriege, die ja doch noch die Epoche der Postkutsche war, galt. Ausgleichend wirkt für uns die Tatsache, daß Europa der industrialisierteste Kontinent der Welt ist, und die abendländi- schen Völker, zumal unter ihnen das deutsche, die technisch begabtesten und die arbeitsamsten sind. Ein weiterer Ausgleich liegt in dem Umstand, daß nicht nur die willentlich stärkste, sondern auch die tech- Fakioren nisch begabteste Nation des Fernen Ostens, Japan, unser Verbündeter ist, der heute schon Herr und Gebieter ist über einen Be- reich von kontinentalen Dimensionen, der einschließlich Mandschukuo und China, das ihm immer vollständiger zufällt, zusammen mit dem rohstoffreichen Südseebereich, roh verglichen, das Produktionspotential von Australien, Afrika und Südamerika auf ein- mal aufwiegt. Der zweite Faktor ist die Willenskraft. Im Grunde ist er der erste, denn, sofern er nur eine ausreichendè Zeit zur Verfügung hat, schafft er auch die äußeren Voraus- setzungen und vergröhßert die Mittel. Deutsch- land und Japan haben das schon allein in diesem Kriege bewiesen, den sie so geführt und dessen bisherige Resultate sie so aus- gewertet haben, daß sie ihre Produktions- basis in einem vorher für unwahrscheinlich gehaltenen Maße vergröhern konnten. Alles kommt darauf an, daß wir diesen uns über- legen machenden Faktor des Willens tätig erhalten und seinen Effekt steigern. Auf allen Gebieten, in allen unserer Herrschaft unterstehenden Bereichen! Der Entschluß Zzur totalen Mobilmachung Europas, wie er das Ergebnis der letzten Wintererfahrung war, wird uns dem Ziel, den Gegner nieder- zuwerfen und unsere Anstrengungen seiner nun nicht mehr unterschätzten Widerstands- kraft anzumessen, einen Schritt weiter⸗ bringen. In dem Produkt von Mittel und Willenskraft, das den Kriegsausgang nach Clausewitz entscheidet, sind als potenzie- rende Größen die Willensenergien Hitlers und Mussolinis und ihrer Kampfscharen wirksam, die mit wachsender Kriegsdauer immer stärker zu unsern Gunsten ins Ge— wicht fallen. Was sich in der deutschen Winterkrise erwies, erweist sich heute in der„Frühjahrskrise“ Italiens. Bs, Ein unbekonnter Briel (Von unserer Berliner Schriftleitung) Der ehemalige USA-Botschafter in der Sowjetunion, Roosevelts Sonderbotschafter Davies, ist in Moskau eingetroffen und war- tet nun darauf, daß der Herr des Kremis ihn empfängt. Vorläufig hat er mit einem Besuch bei Molotow Vorlieb nehmen müs- sen. Litwinow, der Washington eiligst ver- ließ, als dort andere Besucher im Anmarsch am Donnerstag kurze Zeit in Teheran, offen- Sichtlich will⸗Stalin ihn schnellstens spre- chen, noch ehe er das Schreiben desameri- kanischen Präsidenten durch Davies erhal- ten hat. Dieser hat sich inzwischen die Zeit mit einem Empfang von Pressevertrern ver- trieben, denen er dick aufgetragene Lob- sprüche über die Sowietunion erzählte. Er versicherte im übrigen, daß er den Inhalt des Rooseveltschreibens, das er als Brief- träger zu überbringen hat, selber nicht kenne und daß er die Antwort darauf nach Washington zurückbringen solle. Man braucht dieses Schreiben, das eines der vielen ist, das der eifrige Briefschreiber im Weißen Haus in prütentiöser Form sei- nem Adressaten zustellen läßt, für nicht all- zu mysteriös halten, wie man es bei den Anglo-Amerikanern, hinstellen möchte. Es ist ja kein Geheimnis, daß es nicht nur poli- tische, sondern auch strategische Probleme gibt, die man in Moskau in einem anderen Licht als in Washington sieht. Davon haben gerade in den letzten Tagen anglo-amerika- nische Zeitungen wieder recht viel geschrie- ben, insbesondere was die strategische Seite, über die zwischen“ den Engländern und den Amerikanern verhandelt wird, anbetrifft. Von amtlicher englischer Seite hat man sich jetzt beeilt, erneut- zum wievielten Male eigentlich schon?—, den Wunsch der Eng- länder und Amerikaner nach einer Zusam- menkunft mit Stalin und wenn möglich auch mit Tschiangkaischek in aller Offentlichkeit AZu betonen. Man hat aber gleichzeitig hinzu- vo zu sagen, wann und wo eine solche Zu- sammenkunft stattfinden solle. Mit anderen Worten: dieser alte Wunsch- wird wieder ein- mal in dem Brief formuliert worden sein, und nun hofft man, daß in der Antwort et- was anderes als das bisherige ewige Nein Stalins zu finden ist. Am Rande sei verzeich- nische Erklärung bis zur Stunde tot- geschwiegen hat, wie man dort überhaupt nach altem Brauch die Besprechungen und Diskussionen der Anglo-Amerikaner fast völlig mit Schweigen übergeht. In dem Brief dürfte im übrigen, worauf Japanische Zeitungen hinweisen, das viel diskutierte Probhlem der nun einzuschla- Zenden Strategie behandelt werden.„Vo- miuri Hochi“ weist am Donnerstag auf eine englische Erklärung hin, wonach der gröhte Teil der USA-Streitkräfte jetzt im pazifi- schen Gebiet statloniert ist. Das genannte Blatt wertet diese Meldung als einen er- neuten Beweis dafür, daß' die Amerikaner nus verschiedenen Gründen nicht so viele Kräfte, wie die Englünder wünschen, gegen Europa einsetzen können. Es meint, daß dlese Entwicklung auch nicht gerade zur Zufriedenheit der Sowjets beitragen würde. Hem Kreml gegenüber würden die Anglo- amerikaner wahrscheinlich erklären, daß sie weitere Kräfte sammeln müssen, um einen Grohßangriff gegen den europäischen Kontinent mit Aussicht auf Erfolg durch- führen zu können. Für die Zwischenzeit würden sie eine Offensive in Ostasien vor- schlagen. Im Rahmen dieses Planes bestehe die Möglichkeit, daß sie die Sowjetunſon zu elner Einmischung in Ostasien als Gegen- leistung für die für später versprochene „Welche Angriffspläne der Feind immer ha- ben mag, er wird die japanische Wehr- macht auf alle Möglichkeiten wohl vorbe- reitet flnden“, erklärte„Vomiuri Hochi“. Von amtlicher englischer Seite hat man zur Beruhigung der amerikanischen Oppo- sition und den ungeduldig drängenden Australiern und Tschungking-Chinesen jetzt beschwörend zugerufen, sie sollten nicht unterstellen lassen, daß die Briten nicht ein ebenso grohes Interesse wie die USA daran hätten, einen ununterbrochenen Krieg gegen Pr. Die britische Zeitschrift„News Be⸗ view“ glaubt zu wissen, daß Spaniens Bot- schafter in London, der Herzog von Alba, auf sein königlich englisches Blut sehr stolz Sei. Er sei ein direkter Nachfahre des ersten Herzogs Berwick und dieser wiederum ein uncheliches Kind James II. und der Ara- bella Churchill, der Schwester des Herzogs von Marlborough, so daß also eine gewisse Verwandtschaft zwischen dem Herzog von Alba und Winston Churchill bestehe. Nichts gegen die Träume, der genealo- gisch Interessierten. Sie gehören zu den be- scheidenen Vergnügungen, derer, denen das Leben dle Erfüllung teurer Wünsche ver- sagt hat. Nichts aber auch gegen die Fähig- keit der gelehrten Genealogen, die, sofern sie sich in den Dienst prophylaktisch adels- Stolzer Möchtegerne stellen(wofür sie sich gemeinhin gut bezahlen lassen), immer noch — eine hervorragende Finger- und Zungen- kertigkeit bewiesen haben. Selbst in jenem Land, von dem Goethe gesagt hat, es habe es besser als die alte Welt mit ihren Ruinen und gekrönten Häuptern gab und gibt es Leute, die sich anheischig machten, den Stammbaum gleich welcher gutzahlenden Dollarbarone auf deutsche, französische oder britische Herzöge zurückzuführen. Daß nun aber jemand- und zwar ein jemand in London- aus dieser gelahrten Zunft herkommt und den Herzog von Alba in ein sicherlich recht unerwünschtes Verwandt- schaftsverhältnis zu dem amtierenden Pre- mierminister quält, ist schon auf don ersten Blick zu abwegig, um auch nur einen Au- genblick ernst genommen zu werden. Oder halt: Der Psychiater fände hier allerdings einen Fall, dem er mit Freuden seine volle fachwissenschaftliche Aufmerksamkeit wid- men würde, wenn ihm dergleichen unter die Augen käme: An den agitatorischen Be- mühungen Londons um die Gunst der ibe- rischen Völker hat offenbar ein harmloser rrenhäusler mitzuwirken gesucht. Kein Grund zur Aufregung, außer für die Wär- ter, denen er catsprunben ist. Uper Schweden wird gemeldet, daß der von der Kommunistischen Partel Austra- 8 G. S. Berlin, 20. Mai. Waren, war auf seiner Reise nach Moskau gefügt, man sei nicht in der Lage, Definiti- net, daß Moskau diese englisch-amerika Olkensive in Europa veranlassen möchten. pOLITISCHE NOTIZEN vaschend- für die Unterstützung der Regie- 0 1 Eine Lehre uus dem Tuneslenieldzug Portugiesische Stimme zu angelsüchsischen Landungsproblemen Lissabon, 20. Mai(Eig. Dienst) „Wenn britisch-amerikanische Streitkräfte an irgendeinen Punkt der europäischen Küste landen wollten, so würde ihre Lage äußerst schwierig sein“, erkläürt am Don- erstag die Wochenzeitschrift der) portugiesi- schen Staatsjugend„Accao“, Nicht nur die Landung, sondern auch der Nachschub für die Invasionstruppen würden von der nach Ansicht des portugiesischen Blattes alles andere als hoffnungsvollen Tonnagelage Amerikas und Englands abhängig sein. Der deutsche-Bootkrieg habe, so fügt„Accao“ hinzu, den feindlichen Flotten so schweré Verluste zugefügt, daß es äußerst schwierig sei, diese zu ersetzen. Das Problem des Schiffsraumes sei aber von dem einer Offensive auf dem Kontinent untrennbar. Allein die Versorgung einer Truppenmacht von nur einer halben Mil- lion Menschen, die an irgendeinem Punkt des Kontinents gelandet werde, würde eine Kraftanstrengung darstellen, die, gemessen an der Tonnage, über die England und Amerika heute noch verfügen, ganz ge⸗ waltig wäre. Eine halbe Million Mann würde aber, so unterstreicht die portugiesi- sche Zeitschrift, das Problem eines Angriffs auf Europa in keiner Weise lösen. Der Nach- schub für in Europa gelandete angelsüchsi- sche Truppen würde mindestens ebenso schwierig sein, wie es die Versorgung der deutsch-italienischen Streitkräfte in Tune- sien war. Das sei eine harte Lehre, so meint „Accao“, die man aus dem Tunesien-Feld- zug ziehen müsse. Mjahrige UsR-Uüdchen in Burs und Kneipen Schamlose Kinderausbeutung in den USA/ Bericht eines Kinderbüros Genkf, 20. Mai.(HB-Funk.) Ein Bericht des Staatlichen Kinderbüros der USA. für das Jahr 1942 enthüllt Zu- stünde, die für europäische Begriffe unfaß- bar sind. Im Zeichen der Kriegswirtschaft findet eine schamlose Kinderausbeutung durch gewissenlose Kapitalisten statt. Im Zeichen- dieser Ausbeutungskonjunktur stieg die Zahl der beschäftigten Kindern um 132 v. H. Inspektoren des Büros stellten fest, daß im Kühlhaus einer Firma, die Früchte verarbeitet, 24 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren von 3 Uhr nachts bis 7 Uhr morgens arbeiten. In der Einmachzeit wurden von einer Konservenfabrik über 100 Kinder von nachts 3 Uhr bis nachmittags 15 Uhr be⸗ schäftigt. Die Zahl der Arbeitsunfälle bei Kindern unter 14 Jahren geht in die Zehn- tausende, die der Unfälle mit tödlichem Aus- gang übersteigt 3000. Im Staate Jowa befinden sich sehr, vlele Mädchen bis zu 14 Jahren in Resturants, Kneipen und Varietés, von denen einige auch Bordelle unterhalten. Diese stellen mit Vorliebe solche Mädchen ein, um die Kun- den zu animieren. An der Ostfront keine Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der 03 gestrige Tag im allgemeinen ohne besonde re Ereignisse. Das Kinderbüro verlangt, daß wenigstens die Nachtarbeit für Kinder unter 14 Jahren einheitlich in ganz USA verboten werden sollte, ein Verbot, das die vorbildliche preu- hisch-deutsche Gesetzgebung schon im Jahre 1836 erlassen hat. Staatsfeindliche Rumünen ausgebürgert Bukarest, 20. Mai.(Eig. Dienst,) Die rumänische Reglerung hat neun Nu- münen, die seit Kriegsbeginn in London leben und dort gegen die Interessen des ru- mänischen Staates tätig sind, ausgebürgert und ihr in Rumänien verbliebenes Ver- mögen eingezogen. Darunter befinden sich zwei ehemalige rumänische Gesandte in London. Auch die übrigen Ausgewiesenen gehören der ehemaligen diplomatischen Ver- tretung in London an. 34 898 Inder wurden in Haft genommen, da- von 11673 mit Gefüngnisstrafen für eine be⸗ stimmte Zeitdauer, erklürte der britische In- nenminister Amery im Unterhaus. Sturke Feindverlusie un Fiugzeugen besonderen Ereignisse Aus dem Führerhauptduartier, 20. Mal. ttront verllet der 6 In den Küstengebieten„Slzillens und Sar dinlens vernichtete die Lurtwafre zusammen mit italienischen Jägern vierzehn feindliche Flugzeuge. Deutsche Kampfflugzeuge griſfen in der vergangenen Nacht Oran an. Durch Bombentreffer in den Hafenanlagen entstan- den große Brände. In den Mittagsstunden des gestrigen Tag es warfen usA-Bomber aus großer Hoöhe Bomben auf Orte im norddeutschen Küste ngebiet. Es entstanden verluste unter der Bo- völkerung und zum Teil erhebliche Geblud eschäden, besonders in Flensburs. Durch Jäger und Marineflak wurden vierzehn vier motorige Bombenflugneuge abgeschossen. Fünf britische Flugzeuge Überſlogen in der letzten Nacht das nördliche Reichsgeblet. Die Luftwaffe bombardierte in der Nacht zum 20. Mal erneut militärische Einzelzlele in London und an der britischen Kanalküste. Ein Fluszeug wird vermint. In der Zeit vom 11. bis 20. Mal schossen leichte deutsche Seestreitkrüfte drelzehn feind- Uiche Fluszeuge ab. Japan zu führen. Die Briten würden diesen Krieg mit den Amerikanern Seite an Seite kühren, solange sie noch Atem hätten. Eng- Uscherseits legt man jetzt in diesem Zu- sammenhang Wert darauf, zu versichern, man habe starke Streitkräfte, und zwar aller Wehrmachtsteile, an der Ostgrenze Indiens zusammengezogen— man hoffe, s0 China helfen zu können. Im gleichen Atemzug ver- sichert man aber, daſß es aus verschiedenen Gründen leider sehr kompliziert sei, ein Un- ternehmen in Birma durchzuführen, sonst würde man es gern tun. Außerdem legen die englischen Zeitungen nach wie vor Ge⸗ wicht auf die alte These Churchills,, daß der Krieg gegen Europa die Vorhand vor dem Krieg im Paziflk haben müsse. Insbe- sondere streicht man die Terrorangriffe ge- gen Deutschland und Italien in ungewöhn- lichem Maße heraus. liens gemachte Vorschlag zur Schaffuns einer Einheitsfront zwischen den Kommu- nisten und der australischen Labour part) mit großer und einstimmiger Begeisterung auf der Jahreskonferenz der Arbeiterparte. im Staate Neusüdwales aufgenommen wor- den sei Die Konferenz sprach sich für die Einleitung einer gemeinsamen Kampagne zur Intensivierung der Kriegsanstrengungen kür die Stärkung der Disziplin auf den Ar- beitsplätzen und- das ist wenig über⸗ rung Curtin aus. Die Konferenz ernannte Vertreter für ein Komitee zur Sicherung der gemeinsamen Tätigkeit der Labour- und der Kommunistischen Partei. Gegenwürtig wird der kommunistische Vorschlag, eine Ein- heitsfront zu bilden, von der Gewerkschafts- leitung in Neusüdwales geprüft. Die Gruben- arbeitergewerkschaft jedenfalls soll bereits ihre Zustimmung zur Bildung einer solchen Einheitsfront gegeben haben. Nachdem die australische Staatsführung mit Moskau in diplomatische Beziehungen getreten ist und bereits Gesandte mit der Sowjetunion ausgetauscht hat, nachdem sie ferner die UdssSR als paziflsche Grohmacht deklariert hat, die berufen sei, an der poli- tischen Gestaltung des paziflschen Lebens- raums entscheidend mitzuwirken, kann die Nachricht über den Entschluſ der Labour- leute in Neusüdwales niemanden in Erstau- nen setzen. Es wird interessant sein, zu hö- ren, wie man in London über das Projekt denkt. Ganz davon zu schweigen, daß es auch in Australien Bevölkerungsschichten gibt, denen die Sinnesart ihrer gewerk- schaftlich organisierten und parteipolitisch auf das Programm der Zweiten Internatio- nale festgelegten Mitbürger keineswegs ge- nehm sein kann. Indessen— jeder liegt, wie er sich bettet. Australien hat sich ohne Not in das Abenteuer dieses Krieges gegen einen Kontinent gestürzt, mii dem es, wenigstens wirtschaftlich, immer in den besten Bezie- hungen stand. Jetzt sollen die Weizenfar- mer und Sche fzüchter sich nicht darüber beklagen, daß sie nachts nicht schle fen können, wenn sie an die Gefahrein der sevelt, sich bei Kriegsbeginn der englischen Fall in Ostasien. Dort seien wirklich Reich- innenpolitischen und militärischen Entwick- lung denken. 8 W ue e 1— 4 — Uber die vor einigen Wochen bel den Anglo-Amerikanern Tag für Tag so aus- gilebig erörterten Probleme, die, aus dem Verhältnis zur Sowietunlon- herrühren, schweigt sich ganz offensichtlich auf eine Weisung der englischen und der amerika- nischen Regierung jetzt die anglo-ameri- kanische Presse fast hundertprozentig aus. Abgesehen von wortreichen Sympathie- kundgebungen und den immer erneuten Be- kundungen, daß man gewillt ist, den euro- püischen Kontinent den Sowiets auszulie- fern, findet man über diesen Fragenbereich insbesondere soweit er militärischer Natur ist, jetzt keine Außerungen mehr. Das kann nur so aufgefaßt werden, daß man in Lon- don und Washington die sicherlich in dem Brief des amerikanischen Präsidenten an den Kreml angeschnittenen Fragen als sehr delikat ansleht. jupanische Stimmen zu den strulegischen Frugen Jiüdischer Einfluß auf die Gestaltung des Krieges ist unverkennbar (Kabel unseres Ostasienvertreters Arvid Balk) Tokio, 20. Mai. Die Washingtoner Konferenz gewinnt nach Ansicht der politischen Kreise Japans etwas an Bedeutung. Die darüber eingehen- den Nachrichten sind zwar spärlich, sie stimmen jedoch darin überein, daß die Frage einer Offensive im Paziflk die Hauptrolle zu spielen scheint. Die amerikanische öffent- liche Meinung fordert dringend, Ostasien wesentlich größere Aufmerksamkeit als bis- her zuzuwenden. Führende japanische Kreise stellen die gegenwärtige Uberlegung der Amerikaner folgendermaßen dar: Wenn die Regierung der USA, ir besondere Roo- Forderung, zuerst die gesamte Kraft auf Europa zu konzentrieren, angenommen habe, so seien dafür vornehmlich Roosevelts jüdi- sche Berater, wie Morgenthau und andere, maßgebend gewesen, die es geschickt ver- standen hätten, die Machtmittel Amerikas einzusetzen, um die gesamte Kraft gegen die das Judentum bedrohende Hauptgefahr, Deutschland, zu richten. Inzwischen hätten die von jüdischen Eingriffen freien amerika- nischen Kreise eingesehen, keinen Grund habe, sich für die jüdischen Interessen einzusetzen, denn was gewänne Amerika schon durch die Niederringung Deutschlands? Herauskommen könnte dabei wahrscheinlich ein bolschewisti ches, be- stenfalls ein englisches Europa. Weder für dieses noch für jenes aber hätten die Ame- rikaner Lust, ihr Leben und ihr Vermögen einzusetzen. Wesentlich anders liege der tümer für die USA zu gewinnen, die, wenn man Japan jetzt unbehelligt ließe, für im- mer verloren gingen; denn wenn man Ja- pan erst einige Jahre Zeit ließe, werde ſhnen niemand Ostasien jemals wieder entreißen können. Diese Ansichten werden zur Zeit in den maßgebenden japanischen Kreisen lebhaft erörtert, wohei man zu der Schlußfolgerung Tuberkulosenhilfe des Reiches Kiel, 20. Mai. Tuberkulosehilfe, die am 1. 4. in Kraft ge- treten ist, und als Zeichen des unzerstör- baren Lebenswillens des deutschen Volkes, übergab Reichsgsundheitsführer Dr. Conti in Osterroenfeld bel Rendsburg in Schles- wig-Holstein ein neues Tuberkulose-Kran- kenhaus seiner Bestimmung. Er erklärte hierbei, daß es die deutsche Volksgemein- schaft als ihre Pflicht betrachte, für die Tuberkulose-Kranken, die sich ihre Krank- heit meist in einem Leben fleißiger Arbeit zugezogen haben, nach besten Kräften zu sorgen. Hand in Hand gehe damit die Ar- beit gegen eine weitere Ausbreitung dieser gefährlichen Krankheit. Die Tuberkulose- bekämpfung werde als eine speziflsch deut- sche Angelegenheit energisch fortgeführt. UsA-Soldaten rauben Araberinnen Paris, 20. Mal. GIB-Vunlt.) In · der Gegend von Pont du Fahs in Tu- nesien kam es, wie„Cri du Peuple“ aus menstoſ zwischen Beduinen und nordameri- kanischen Soldaten, die drei arabische Frauen entführt hatten. Bei dem Feuer- gefecht wurden drei USA-Soldaten getötet und sileben schwer verletzt. Italienischer Wehrmachtsbericht DNB. Rom, 20. Mai. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Donnerstag hat u. a. folgenden Wortlaut: Unsere Flugzeuge setzten mit Erfolg den Angriff gegen den längs der algerischen Kü- große Dampfer, die Torpedotreffer erhielten, sind als versenkt anzusehen, wührend ein dritter 10 000 BRIT-Dampfer schwer beschü- digt wurde. Großindustriezentrum Formosa 5 DNB Tokio, 20. Mai. Formosa, das heute wirtschaftlich, mili- bindungsglied zwischen dem Mutterland, Japan und China darstellt, wird in ein gro- hes Industriezentrum umgewandelt, wie der Generalgouverneur Admiral Hasegawa vor der Presse betonte. Nunmehr seien groß- züigige Maßnahmen zugunsten der Industri- alisierung Formosas ergriflen worden. Die wichtigsten Industrieerzeugnisse, die For- mosa bereits in bedeutenden Mengen pro- duziere, seien Aluminium, Nickel, Magne- sium, Chrom, Glas. •5 Das Ritterkreua DNB. Berlin, 20. Mal. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Ober bekehlshaber der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreu- zes an Oberleutnant Birnkraut, Flug- zeugführer in einer Fernaufklärerstaffel; Hauptmann Heinz Wittchow von Brese- Winiarvy, Führer eines Panzer-Grenadier- Batalllons; Leutnant zur See d. R. Otto Pollmann; Oberjäger Heinrich Boik, Gruppenführer in einem Jägerregiment; Obergefreiter Franz Kost łk a, Stoßtrupp- kührer in einer Grenadierkompanſe. Lissabon, 20. Mal.(Eig Dienst.) Vor einigen Monaten erregte es in den lateinamerikanischen Ländern recht be- trächtliches Aufsehen, daß die leibhaftige Nichte des USA-Präsidenten in dem Luxus- Hotel Copacabana in Rio de Janeiro mit einem mexikanischen Gigolo als Tänzerin auftrat und an jedem Abend das Bar-Pu- blikum mit einer Zurschaustellung ihrer Relze entzückte, Zur Erhöhung der Stim- mung mußte der USA-Botschafter in Bra- silien mit möglichst umfangreichem Stab, wie die Zeitschrift„LAte“ eingestand, z⁊ru dilesen Tanzvorführungen der Präsidenten- Nichte im Copacabana-Hotel antreten. Nun macht„Philadelphia Record“ eine neue, nicht weniger interessante Enthüllung aus dem Familienleben der„First Second“, wie man die Roosevelts in den USA zu nennen pflegt. Der 24jährige Marinesoldat daß Amerika halte. Allenthalben könnte die Washingto- kommt, für USA und Großbritannien ent- George Roosevelt, der Sohn des bekannten stünden drei prinzipielle Fragen, die in Wa- shington ihre Beantwortung finden müßten. Die Fragen nümlich, ob die Anti-Achsen- mächte ihre gesamte Kraft weiterhin gegen Europa oder besser gegen Japan richten sol- len, oder ob es richtiger sei, den Mittelweg Zzu beschreiten, und einen Zweifrontenkrieg gegen Europa und gegen Ostasien zu führen. Die japanische Presse beginnt diese Frage abzutasten, wobei die Zeitung„Nitschi Nit- schi“ ausführt:„In Amerika beginnt sich die Ansicht auszubreiten, daß mit Japan als dem stärksten Gegner zuerst abgerechnet werden müsse, selbst unter Preisgabe der beabsichtigen zweiten Front in Europa. Denn eine gleichzeitige Offensive sowohl in Europa wie in Ostasien sei unmöglich. Tat- sächlich dürfte es auch für die USA und England unmöglich sein, mit ihren heutigen Land-, See- und Luftstreitkräften ausge- dehnte Offensiven gleichzeitig in Europa und Asien zu unternehmen. Da auch vom rein militärischen Stand- punkt aus gesehen große Schwierigkeiten entstehen müßten, wenn die Angelsachsen ihre Streitkräfte nach Ostasien umgruppie- ren wollten, so dürfte Amerika doch wohl schließlich bei seinem bisherigen in Casa- blanca beschlossenen Prinzip bleiben, nach dem die Front in Europa den Vorrang be- ner Konferenz beschließen, die englisch- amerikanischen Kräfte im Paziflk zu ver- stärken, um dadurch Australien und Tschungking-China zu beruhigen.“ Die Zeitung„Ashai Schimbun“ dagegen deutet in einem ihrer Leitartikel der letz- ten Tage an, daß sie einen Zweifrontenkrieg für möglich halte.„Es ist nicht ausgeschlos- sen“, so heißt es in dem betreffenden Arti- kel,„daß England sich vollständig dem Krieg in Europa widmet, während sich die USA auf Ostasien konzentrieren. Ganz un- wahrscheinlich scheint es uns, daß sich die USA und England mit ihrer gesamten Macht ausschließlich entweder auf Furopa oder auf den Paziflk konzentrieren. Was Wasbinaton Als praktische Auswirkung der neuen Tanger meldet, zu einem blutigen Zusam- sten fahrenden Geleitzug fort. Zwel mittel- törisch und, strategisch ein wichtiges Ver- Hoosevells Mefie uls Doserieur vorhullal Prüsidenten-Nichte tritt mit mexikanischem Gigolo in Nachtbars auf 7 Vizekõnis gesuchit. Fortsetzung von Seite 1) zu schleſen. Das ist ein weit verbreltete Irrtum. Was sie in Wirklichkeit neben de Alltäglichkeiten ihrer langweiligen Pfli ten zu tun haben, das ist, Heilige in Ket zu legen und Denker einzusperren,“ Noch ist der Name des neuen Trägers hermelinbesetzten Purpurs' von Neu-Del nicht bekannt. Wer auch immer es se mag, fest steht heute schon, daß auch e keine Berge versetzten und das Mißtrauen die Feindschaft der Inder gegen die Lon doner Zwingherren nicht ausräumen wird Selbst wenn Churchill bei der Auswahl det Persönlichkeit des neuen Vizekönigs den 1t weiten politischen Kreisen Englands imme wieder laut gewordenen Wünschen Rech nung getragen haben sollte, durch die Er nennung anzudeuten, daß„die Dinge in In dien in Zukunft nicht mehr so weitergeher sollen wie bisher“, s0 bleibt doch die Tat⸗ sache bestehen, daß die Männer, die 1 Wirklichkeit der indischen Politik die Ri tung geben, weiter im Amte bleiben, nä lich der Indiensekretär Amery, der sic den schmeichelhaften Beinamen des„Grohß- mogul von Whitehall“ ehrlich verdient ha und der Ministerpräsident selbst. Im Janue dieses Jahres übernahm„News Review“ art der indischen Tageszeltung„Tribune“ fol⸗ gende Auslassung:„In allen Kreisen besteht die Uberzeugung, daß das Personal in de britischen Regierung ausgewechselt werden muß, bevor die indische Politik geündert werden kann, Bis dahin wird die Bestellun eines neuen Vizekönigs, wie klug und wel blickend er auch sein mag, an der Gesa lage wenig ändern.“ Niemand, weder in England noch in dien, hat aber jemals zu hoffen gewagt, dal Churchill, der unlängst von einem Mit glled des Staatsrats von Neu-Delhi als„ein Tragödie für das indische Volk“ bezeich wurde, etwa seine Politik ändern könne, u noch weniger ist natürlich daran zu denken, daß er seinen Platz einem weniger stark durch seine indienfeindliche Vergangenhel ————8 Ministerpräsidenten räumen erde. Unter diesen Umständen kann man dem neuen Vizekönig, der ja einmal gefunden werden muß, auf der Kandidatenliste ist neuerdings auch der Name des britischen Nahostministers Casey erschienen, nur eine Anekdote mit auf den Weg geben, die der Amerikaner William Fisher vor einiger Zel in der Zeitschrift„Life“ erzühlte: Auf Frage amerikanischer Pressevertreter, was er tun würde, wenn er Vizekönig wüäre, soll ein hochstehender, aber ungenannter Inde geantwortet haben:„Ich würde Selbstmord begehen!“— Freitag Aucdi Mit den Jahre- weniger kräftig⸗ Vicht immer m noch markenſre mütsvorrat zu Und das ausger Die mageren N die Schuld trage zichert wird. De mit Erfolg durc segnete Weinla⸗ Mannnheimer eir dem von Herze Ungt, sein Inne „eingefangenen xubügeln. Aber nochherꝛig über ghehen, die sich b schmachhaften 1 einmal 30 ein Das erlebten ghangenen Woche neim allzu seßh die Augenblicke einem vollen W und Zunge an d giebig laben lan Die letzte Rhei dachten aber di Zug eintrudelte nicht mehr geu kein Schimpfen. voll, während d freunce um inre Zugſunrer nielt brauste ab. Den gehobenen Stim: rüclegebliebenen Bad Durkheim a in der Fremde esponnen wer Wochenende m Art? Oder sollt onne programmu Vorxug verdiene KLEINE verdunkelun Erleichterung Postpakete. Da leichtert die at schaft notwend gen Paketen gr Post dadurch, körderung Pake sen werden, w. dehnung 2,50 wird die Eins operriger Pake hörden oder im der aufgehoben Paketaufliefere mehr verlangt der Versendun- gen, die eine k lung erfordern, starke Korbgefl Cofäſßze aus Gl. kähigem Metal sperrige Sendu mit Bruteiern, brennern und e Benanntmach Fenteil sind Ve zufeilung für F gabe von Heri Spargeln nach? „Mit dem EK 2. Gärtner, Edinge zelchnet. Das Kriegsver torn wurde ver mann, Mhm.-Wal kührer Paul Kre gefreiten Dr. Ha Straße 18. Wir gratullerer heute Frau Regi Hauptstraße 15. Johann Jung, B straße 38. Seine Rich. Gerlach Lissabon). Sowjetspione in Schweden abgeurteilt Stockholm, 20. Mal.(HB-Funk) Die im Dienste Moskaus stehenden Spione Nils Huldin und Kurt Seilitz, die der Hul- din-Spionageliga angehörten, wurden w gen Splonage zu fünf und sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Neuyorker Bankiers Roosevelt, der ein Vet- ter des USA-Prüsidenten und wie dieser ein direkter Nachkomme des Präsidenten Theo- dore Roosevelt ist, wurde in San Franzisko aus einem Nachtklub heraus wegen Fahnen⸗ flucht verhaftet. Der hoffnungsvolle Sprö ling der Familie Roosevelt hatte den Dienst in seiner kalifornischen Marinetruppe als langweilig und unangenehm empfunden und war desertiert, um sich mehrere Wochen in den Nachtklubs und Bars Kalifornienzg nu vergnügen. Das Philadelphia-Blatt setzü der Meldung über seine Verhaftung ent schuldigend hinzu: George Roosevelt hab sich schon immer durch seine extravagan- ten Einfälle ausgezeichnet. Als Beweis wurde angeführt, daß er einmal in ein Nachtbar, als er seine Rechnuns nicht be⸗ zahlen konnte, zum Ausgleich dafür vor? versammelten Publikum im Frack den Fuſf- Sommer, Mhm.-? 70. Geburtstag b Neckarau, Gumn Wasserstand v 344(+ 2, Rhein lunv.), Kehl 268 Maxau 402(+ 6) boden des Restaurants aufwischte. 158(unv.), Köln sicher zu sein, daß die Felindmächte ihre An-. 83 griffe auf Japan intensivieren werden, um au—————— verhindern, daß sich Japan in den besetzten Gebieten unangreifbar festsetzt und sich mit den von ihm eroberten Rohstoffen eine uneinnehmbare Festung aufbaut. Von un⸗ Wele serem Endsiege fest überzeugt, empfinden wir keinerlei Sorge bezüglich der auf uns zukommenden feindlichen Offensive... IN WENMIGEN ZELEN Die Reichsschule Süd für ehrenamtliche Bauernführer wurde mit einer, schlichten Feierstunde am Mittwoch in Waldſhg in Ober⸗ donau durch den Vertreter des Oberbefehls- ——— Backe, Stabsleiter von Rheden, er et. Chefchemiker Dr. phil. Dr.-Ing. e. h. Georg Erlwein in Berlin-Wilmersdorf wurde aus An- laß der Vollendung seines achtzissten Lebens- jahres in Würdigung seiner Verdienste auf dem Gebiete der Stickstoffgewinnung aus der Luft vom Führer die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Gcntrseslegttvstr- fur Reichssportamt, Ernst Günther Lüttwitz, hat als Oberleutnant- zur 1 See(Ing.) den Heldentod gefunden. Er leitete inon 15 als Kommissarischer Verbandsführer in der Schon die Lat Ubergangszeit den deutschen Radsport. fkür den Arzt v weil manche Ein großes Schadenfeuer entstand in eine Bleistiftfabrik in Sao Juan da Madeira bei physe, die mit e Forto. Der Schaden wird auf 1,5 Millionen störung des Tü. Escudos geschätzt. Zweihundert Arbeiter wur⸗ Röntgenbild nac den durch den Brand arbeitslos. Trotz ihrer fas Schädel gelingt Ein schweres Hochwasser in den USA rich- tete Schäden an, durch die zahlreiche Fab iken heranzukommen der Kriegsindustrie vorübergehend außer B wissermaßen vo trieb gesetzt worden sind. Nasenraum zur Zur Ausrottung des Kommunismus hat der dabei jedoch vi nordch:nesische Rat eine Konferenz in Peking hirnhäute weger abgehalten, an der die Provinzgouverneure ges nicht vermei und die Oberbürgermeister der großen Städte zialchirurg jetz. 5 klappt im Bere teilnahmen. teiles die Schäc vorsichtig den hirns etwas an Die nur etwa schwere, kaum drüse oder H der Mitte der dort eng in ei Schädels, den eingebettet. Me sie die Bildune mone ist, die u tum, die glatte und der Gebärn dung in Gewebe konnten über drüse, wie Doze der Medizinisch zꝛig in der„Um. Technik“ bericl schungserkenntn können auf alle. Uahenkreuzbanner verlag und brucherel Om.d. M verlat direktor: Dr. Walter Mehls(z. Z. im Felde). Scht auch immer beschliehen mag, es scheint uns . 4 leltung: Heupischriftleiter: Frltz Kalset, Steilverttete Ohirn von vorr Dr. Heina Zeraz, vom Dienst: Julius B. 5 . Groß. Mannleim 7 7 suqchf. n Seite 1) n weit verbreltete Kklichkeit neben de angweiligen Pſli t, Heilige in Kett inzusperren,“ 3 neuen Trägers urs von Neu-Del ich immer es se chon, daß auch e und das Mißtrauen er gegen die Lon it ausräumen v ei der Auswahl der Vizekönigs don in en Englands immet 1 Wünschen Rech Ute, durch die 6„die Dinge in In lehr so weitergehe leibt doch die Tat e Männer, die h en Politik die Rich umte bleiben, nü Amervy, der sic inamen des„Grob- hrlich verdient ha it selbst. Im Janus „News Review“ 8 ung„Tribune“ fol len Kreisen besteh as Personal in de gewechselt werden e Politik geündert wird die Bestellun wie klug und weit⸗ ag, an der Gesa vreitag, den 21. Ma11943 Auchi eine Abkühlung Mit den Jahren haben wir uns mit mehr oder weniger kräftigen Abfunren abꝛuſinden gelernt. Vicht immer mit Humor. Er ist zwar immer, noch markenſrei, aber mitunter will der Ge- můtsvorrat zu keiner Aufmunterung reicken. Und das ausgerechnet in der„frönlien Palz“. Die mageren Weinzuwendungen sollen daran die Schuld tragen, wie von Fachkundigen ver⸗ sichert wird. Daher spielen die hin und wieder mit Erfolg durehgeführten Abstecher in das ge- zegnete Weinland im Wunschleben auch der Mannnheimer eine gewichtihe Rolle. Es ist je· dem von Herzen zu gönnen, wenn es ihm ge⸗ lingt, sein Innenleben durch einigen Lagen „eingefangenen Sonnenscheins“ gründlich auf- zubügeln. Aber die Frohgelaunten mögen auen hochherꝛig über eine Dosis Schadenfreude weg- gehen, die sich dei denen offenbart, die von den achmackhaften Tropfen nichts abbekamen, wenn einmal so ein Ausflug gruͤndlien verwässert wird. 3 Has erlebten viele Quadratstudter am ver- hangenen Wochenende, Sie waren in Bad Dilrk- neim allzu seßhaft geworden. Wie selten sind die Augenblicke, wo das Auge woklgefällig au/ einem vollen Weinglas verweilen, sich Gaumen und Zunge an dem Köstlichen Geschmack aus- giebig laben kKann. Da treibt es keinen zur File. Die letzte Rhein-Haardt-Buhn tuts auenh. 5So dachten aber die meisten. Und als der letzie Zug eintrudelte, war er dem Riesenandrang nicht mehr gewachsen. Da half kein Drucx, kein Schimpfen. Die Wagen waren gerammelt voll, während draußen noeh eine Menge Pfalz- freunck um inre Heimbeförderung bangten. Der Zugfünrer hielt sich an den Fahrplan und brauste ab. Den in inrem Mütchen und ihrer gst von einem Mit⸗ Neu-Delhi als„eine e Volk“ bezeich ändern könne, u h daran zu denken, em weniger star iche Vergangenhei sidenten räüumen rüchgebliebenen wurde ein Massendquartier in Bad HDuürkheim ungewiesen. Wie ihnnen die Vacht in der Fremde bekam, soll hier nicht aus- esponnen werden. Wie wärs an diesem Wochenende mit einer Uberraschung dieser Artꝰ? Oder sollte hinkünftig doeh ein Ausflug onne programmwidrigen Stimmungsdämpfer den yvorꝛug verdienen?. 9 nk. ELXIVE SrADbrCHRONIK Fverädunkelungszeit von 22,0 bis.10 Uhr Erleichterungen im Versand sperriger Postpakete. Das Reichspostministerium er- leichtert die aus Gründen der Kriegswirt- schaft notwendige Versendung von sperri- gen Paketen größerer Abmessungen mit der Post dadurch, daß künftig von der Postbe- körderung Paketsendungen erst ausgeschlos- sen werden, wenn sie in irgendeiner Aus- dehnung 2,50 Meter überschreiten. Ferner wWwir die Einschränkung der Versendung bierriger Pakete auf Sendungen von Be- hörden oder im Auftrag von Behörden wie- der aufgehoben, so daſi Bescheinigungen der Paketauflieferer hierüber künftig nicht rten, wurden we⸗ mehr verlangt werden. Ausgeschlossen von und sechs Jahren der Versendung bleiben weiterhin Sendun- gen, die eine besonders sorgsame Behand- luns erfordern, wie zum Beispiel nicht in starke Korbgeflechte oder Kisten verpackte Srhaftel Ostäße aus Glas oder wenig widerstands- achtbars auf en kann man dem einmal gefunden Veg geben, die de jer vor einiger Zel erzühlte: Auf ressevertreter, wa izekönig wäre, soll ungenannter Inder würde Selbstmord rlach(Lissabon). eden abgeurteilt ). Mai.(HB-Funk) s stehenden Spione eilitz, die der Hul- tähigem Metall. Zugelassen bleiben aber sperrige Sendungen mit lebenden Tieren, mit Bruteiern, mit Röntgenröhren, Guarz- brennern und anderen Heilgeräten. Bekanntmachungen. Im heutigen Anzei- Fenteil sind Veröffentlichungen über Honig- Zufeilung für Fliegergeschädigte, über Ab- gabe von Heringssalat und Verteilung von Spargeln nachzulesen. Mit dem EK 2. Kl. wurde Obergetrelter Jakob Edingen, Konkordiastraße 19, ausge- zeichnet. Das Kriegsverdienstkreuz 2. Kl. mit Schwer- torn wurde verliehen an Gefr. Rudolf Edel- mann, Mhm.-Waldhof, Rottannenweg 3; Sonder- kührer Paul Kretzer, Schimperstraße 25; Ober- Dr. Hans Bartmann, Dietrich-Eckart- raße 18. Wir gratulieren. Ihren 381. Geburtstag feiert heute Frau Regine Heid Wwe., Neckarhausen, Hauptstraße 15. Seinen 98. Geburtstag begeht Johann Jung, Mhm.-Friedrichsfeld, Vogesen- straße 38. Seinen 80. Geburtstag feiert Adam Sommer, Mhm.-Neckarau, Luisenstr. 81. Seinen 70. Geburtstag begeht Friedrich Palm, Mhm. Neckarau, Gummistraße 4. Wasserstand vom 20. Mal. Rhein: Konstanz 38344(+), Rheinfelden 240(), Breisach 201 (lonv.), Kehl 268(unv.), Straßburg 265(unv.), Maxau 402(T), Mannheim 272(.), Kaub Bars Kaliforniens idelphia-Blatt setzu 2 Verhaftung ent ge Roosevelt hab met. Als r einmal in ein echnung nicht be⸗ zgleich dafür vorf im Frack den Fufß- ufwischte. gehobenen Stimmung reichlich abgekühlten Zu⸗ Die ersle Zu den Gewerben, die sich in allen bäuerlichen Gegenden unserer Heimat nachweisen lassen, gehört die Müllerei. Die Güte des Bodens in der Rheinebene lieſ frühzeitig die Landwirtschaft aufblühen, Dorf wuchs neben Dorf empor. Weil unsere Gegend auch reich an Wasserkraft ist, sie- delten sich an allen Bächen, die aus dem Odenwald in die Ebene strömen, die Was- sermühlen mit ihren unermüdlichen, Tag und Nacht gehenden Rädern an. Aber auch an Neckar und Rhein suchten sich die Mül- ler geelgnete Plätze und so ist es kein Zu- fall, daß bereits im Jahr 767 eine Neckar- mühle bei Feudenheim in den Aufzeich- nungen des Klosters Lorsch genannt wird. Auch weiter flußaufwärts bei Wieblingen bestand eine Getreidemühle, die das Korn der umliegenden Höfe mahlte. Seit diesen frühen Jahrhunderten hat zwar die Ent- wieklung der Müllerei manchte technische Wandlung durchgemacht. An die Stelle der kleinen Bachmühlen sind die großen“ Walz- mühlen getreten, die von Wasser- und Windkraft unabhängig sind. Ihre Arbeit beschränkt sich auch nicht mehr nur auk das hier geerntete Getreide. Dennoch fin- den wir an der Bergstraße und im Oden- wald noch manche Mühle, die uns verrät, daßꝭ wie vor einem Jahrtausend heute noch die Bauern des Dorfes hier das Korn mah- len lassen. Die Chronik berichtet uns, daß zu Zei- ten der Feudenheimer und Wieblinger Münle auch Weinheim bereits deren acht besaß, die zumeist hintereinander an der wasserreichen Weschnitz lagen. Der be⸗ kannte Ausflugsplatz bei der Fuchsschen Akrobalik, Tanz Eine bunte Platte läßt die„LIbelle“ vom blauäugigen Fräulein Nummer Müller servieren. Albin Engelmann bringt als Be- grüßungsonkel Stimmung in den Laden, eh- und Erna Ochlschläger glutvolle Frauen parodiert. Sehr gediegen. Abwechslungshal- ber bieten Lilian Helten und Charly Rix Musik- und Tanzkombinationen. Lilians Schlager ist die Konzertina, während Char- Iy sich als famoser Stepper entpuppt. Sen- satlonelle Arbeit zeigen die zwei Duxa als Schlittschuhläufer auf chemischer Eisflüche. Pierfreunden wird Ellen Octavio mit ihrer Afkchen stehen im edlen Wettstreit mitein- ander. Eine ungewöhnliche Mischung. Hin- terher verblüfft der Chinese Sun mit Part- nerin mit müheloser Elastik und vorbild- lüichen Handständen. Die tänzerische Note vertritt Lydia Wieser. Ostindischer Tem- peltanz und„Tanz mit den sieben Schlei- ern“ betitelt sie ihre Schöpfungen, die künstlerisch zu werten sind. Zuletzt wirbeln dle drei Ben Amback mit ihren Sprüngen. Salti und mren Stepps über die Bretter, daß es nur so eine Lust ist. Willem Burger sorgt Säͤnlinsmünle des Nec“kars sland einsl hei Fendenheim Schon vor 1000 Jahren klapperten die Mühlräder an der Bergstraße Mühle im Birkenauer Tal ist auf den Grundmauern einer solchen alten Mühle entstanden. Großzsachsen verzeichnete damals sieben und Leutershausen deren drei. Auch die alten Orte Laudenbach, Hemsbach und Sulzbach haben bis heute tätige Mühlen an den Talausgängen erhalten. Bemerkens- wert ist in Hemsbach die am Bergrand liegende alte Mühle, deren Rad an die acht Meter Durchmesser hat und zusammen mit dem noch heute laufenden Rad der Mühle in Meersburg am Bodensee zu den größten überhaupt in Deutschland vorhandenen Mühlrädern gehört. Mit Staunen sehen wir das im stetigen Wasserstaub grün über- mooste Rad an der alten Mühlenwand, zu deren Füßen unerschöpflich das Wasser des Odenwaldes dahinrauscht. Auch das alte Schriesheim rühmte sich des Besitzes von acht Mühlen. Wenn wir von Handschuhsheim ins Gebirge steigen, erin- nert uns mancher Mauerrest an die* pernde Vergangenheit des idyllischen Sie- bdenmühlentales. Die Schriesheimer Mühlen waren in späteren Jahrhunderten bis hinun- ter nach Holland bekannt. Ein Reisender gibt uns aus dem Jahr 1783 in seinen Be- schreibungen von der Bergstraße und dem Pfälzer Land eine Darstellung der begehrten Perlgerste, die in Schriesheim vermahlen wurde und den Rhein hinunter bis zur Nordsee verfrachtet wurde. Altbekannt ist in Heidelberg die Herren- mühle, die 1340 erstmals als Eigentum des Kurfürsten genannt wird. Später kam die Mönchsmühle, die auch Ol und später Pa- Das zweite Malprogramm in den Mannheimer Kleinkunstbühnen sich Friedel Hardt aufs Drahtseil s wingt Kleintierschau gerecht. Hunde, Katzen und pier herstellte, und dann die Pfistermühle und- irohe Laune mit seinen Solisten für die musikalischeè Untermalung. Reichhaltig ist auch wieder das Programm der„Lie dertafel“. Der zaubernde Gala- Gala mit seinen Salti leitet als alter Be- kannter ein. Mit natürlichem Scharm be⸗ strichkt Eva Schulenburg mit ihrem Vortrag. Xandl Friedrich jodelt, daß die Wände wackeln und der Beifall kein Ende nehmen, will. Paul Opitz ist der Muskelprotz, der es in sich hat. So leicht möchte manchem Zu- schauer das Hantieren mit Zentnern fallen. Das Tanzbein schwingt neben Lilo Ewald, die zwiefach das Vergnügen gibt, noch die junge Seramis, die zugleich das Nummern- müdchen mimt. Die zwei Remons zeigen Elastikakrobatik, Joe Kelly stellt sich als vlelseitiger Fangkünstler vor, während Jupp Klein die humorvolle Auflockerung in den Abend bringt. Drei Carinis singen, tanzen und spielen Xylophon, und damit der Tier- akt nicht ermangelt bei aller Fülle der Dar- bietungen, oflenbaren die alcrobatischen Ka- kadus der Seramis was sie können. Den Clou bilden die Mario Chiesa& Comp. mit ihren hieb- und stichfesten Jongleurvarian- ten und ihrer Akrobatik. Eugen Lutz spielt zu alledem auf. Dr. Hermann Knol! — Kraftfahrzeuge bei Fliegeralarm Neben den Kraftfahrzeugen der Wehr- macht, der Polizei,, der Feuerwehr usw, dürten auch andere Kraftfahrzeuge bef Fliegeralarm verkehren. Beispielsweise die der Arzte und Hebammen, der Reichsbahn und Reichspost, des Werkluftschutzes, des Zeitungsdienstes usw. Alle diese Fahrzeuge sind nach ihrem Zweck verschieden ge- kennzeichnet. Nach einem Erlaß des Reichsführers 3 und Chef der deutschen Polizei, soll nach und' nach ein einheitliches Erkennungs- zeichen für diese Fahrzeuge eingeführt werden. Es besteht aus einem mattblauen, dunkel umrandeten Schild mit dem Sinn- bild einer Fliegerbombe in Schwarz. Das Schild wird so angebracht, daß es bei Dun- kelheit von dem Tarnscheinwerfer beleuch- tet wird und seine Erkennbarkeit gewähr- leistet ist. Zunächst wird das neue Erkennungzei- chen wegen Material- und Arbeitsersparnis nur für Kraftfahrzeuge der Gliederungen des Luftschutzes, der Bau- und Störtrupbs der öffentlichen Versorgungsbetriebe und Straßenbahnen, des motorisierten Katastro- phendienstes des NSK K, der Werkflak, der Gaueinsatzstäbe der Reichsverteidigungs- allein nicht erfüllen kann. Hauswirtschaft- Einsatz der Hausgehilfinnen Prüfungen der Haushaltungen HDer Generalbevollmächtigte für den Ar- beitseinsatz hat die Dienststelle der Arbeits- einsatzverwaltung mit Weisung für den Einsatz der Hausgehilfinnen versehen. Da- nach ist in kurzer Zeit mit dem Aufruf der Haushaltungen zu rechnen, die hauswirt- schaftliche Krüfte beschäüftigen und darüber dem Arbeitsamt zum Zwecke der Uberprü- kung Anzeige zu erstatten haben. Die Auf- rufe der Arbeitsümter werden in den Ta- geszeitungen bekanntgeseben. Der Erlaß des Generalbevollmüchtigten kür den Arbeitseinsatz stellt heraus, daß in der gegenwärtigen besonderen Lage die Be- schäftigung hauswirtschaftlicher Hilfskräfte nur insofern gerechtfertigt ist, als die Haus- krau die Fürsorgepflichten gegenüber ihrer Familie bei zeitgemäſer Haushaltführung Uüche Kräfte, deren Beschäftigung nach An- legung dieses Maßstabes nicht mehr not- wendig ist, werden von den Arbeitsämtern zur Deckung des dringenden Bedarfs kin- derreicher und anderer auf Hilfe unbedingt angewiesener Haushaltungen umgesetzt. Die Arbeitsämter werden die arbeitseinsatzmä- hig notwendigen Umsetzungen nach sorgfäl- hinzu, die 1824 durch Hochwasser zerstört wurde. Ein alter Stich von Merian zeigt uns die mitten in den Neckar gebauten Wehre, die der Heidelberger Herrenmühle am linken Ufer das Wasser zutreiben. Auch eine Rau- entaler und eine Kirchheimer Münle be⸗ standen am Neckar. Die Wieblinger Lehen- mühle und die Feudenheimer sind, im Ge- gensatz zu den Bachmühlen, sogenannte Schiffsmühlen gewesen, die am Ufer oder mitten im Fluß verankert waren und sich die stärkste Strömung für ihre Räder aus- suchen konnten. Bekannt durch eine Sage wurde später die Rheinmühle, die nahe der Rheinbrücke lag. Diese Schiffsmühlen wa⸗ ren jedoch bei den Flußschiffern wenig be⸗ liebt, denn sie bildeten für die Schiffahrt unangenehme Hindernisse und wurden spä- ter beseitigt. Die Rheinmühlen stellten, trotz ihrer wirt- schaftlichen Notwendigkeit, ein beträcht- liches Verkehrshindernis für die immer mehr an Bedeutung gewinnende Stromschiff- fohrt dar. Deshalb war in den Rheinschiff- fahrtsakten zur Neuordnung des Schiffsver- kehrs auf dem Rhein, ergangen 1631 und 1868, diesen Schiffsmühlen der Kampf an- gesagt, und sie verschwanden nacheinander von ihren Liegeplätzen. Von der Rhein- mühle, die oberhalb der Rheinbrücke ver- ankert gewesen war, ist uns eine Sage er halten:„Der Gast in der Rheinmühle“. Als unheimlicher Besucher erschien nämlich eines Abends, als von den Pfälzer Bergen her ein schweres Gewitter über die Ebene zog, der Flußgott in der Gestalt eines alten Mannes in der Rheinmühle. Der Knecht hatte ihn mitleidig eingelassen, weil er so flehentlich bat, sich vor dem aufziehenden Wetter schützen zu dürfen. Als der Müller, ein gar gewalttätiger Mann, heimkehrte und den Fremden gewahrte, wies er ihn aus der Mühle. Kaum hatte der brummige Müller den alten Mann von Bord gejagt, da reckte der sich zu einer drohenden Gestalt hoch über die auf den Welſen schwankende Müh- ler„Als Vater Rhein habe ich Jahr um Jahr EIEASMIUIFESsWENE 1 4— Daæekriea ScflATGT TiEKE WUWDEN oie HxiMür MAFT Sie HETLEN HRUSZAMMTuM⁰ AM 23. MI 4 deine Mühlräder angetrieben. Durch mich bist du reich und wohlhabend geworden. Mit Undank lohnst du mich. Deshalb soll deine Mühle untergehen.“ Kaum hatte er dies gesagt, da rauschte ein schwerer Wind- stoſß über das Wasser, und eine hohe Woge trieb mit Eile gegen die Mühle. Da strafften sich die Taue, an denen sie verankert war Mit Knall zerbarsten sie. Fort trieb das Schiff mit den Mühlenrädern im kreisenden Strudel. Die schweren Mahlsteine aber kol- lerten von ihren Plützen, tief neigte sich das Schiff zur Seite und ward im Strude! hinabgezogen von den Steinen. Der Knecht aber, der den Alten in Mitleid aufgenom- men hatte, konnte sich im Nachen retten und gewann unbeschadet das Ufer. Dort trat der Wassergott auf ihn zu und verhieß ihm noch manches glückliche Lebensjahr am re- benumkränzten Ufer des ewig jungen Rhein- stromes. Alle diese Mühlen am Rhein, Neckar und Bergstraße arbeiteten nur für den Eigenbe- darf der umliegenden Bauernhöfe und waren nur einige Monate des Jahres im Betrieb“ Mit dem Aufkommen der Dampf- und Ma- schinenkraft wurden sie unabhängig vom Wasserantrieb und damit zugleich freizügig in der Wahl ihrer Standorte. Sie waren nun mehr an die Verkehrswege gebunden, die Abtransport des Mehles dienten. Ihr Be- trieb ist ganzjährig und erfaßt auch die Ern- ten ferner Gebiete. Für den Bedarf der Bauern arbeiten jedoch heute noch an der Bergstraße und im Odenwald viele alte Mühlen, und die Romantik des Mühlrades begegnet uns auf mancher Wanderung in bücher ist am Anfang dieses Jahres 3 dem Heranschaffen des Getreides und dem cwinrSscnhArTS-NOTIZEN) Bargeldlose Prämienzahlung Zwischen den Reichsgruppen Banken und Versicherungen sind Vereinbarungen geé-— trofken worden, welche die unbare Uber- weisung von Versicherungsprä- mien an Stelle der Barzahlung erleichtern sollen. Einzelne Versicherungsunternehmen hatten bisher von ihren Versicherten die Zahlung der Prämien ausschließlich auf das Postscheckkonto verlangt. Besaßen die Ver- sicherten selbst ein Postscheckkonto, so war die Uberweisung ohne weiteres möglich, nicht jedoch, wenn die Versicherten kein Konto beim Postscheckamt, wohl aber bei einer Bank, einer Sparkasse oder Kredit- genossenschaft hatten. In diesen Fällen ist stets die Ausfertigung einer Ersatzüberwei⸗ sung erforderlich. Um nun auch den In- habern von Konten bei Kreditinstituten die unbare Zahlung von Versicherunssprämien allgemein zu ermöglichen, haben die beiden Reichsgruppen vereinbart, daß künftig dis Versicherungsunternelmen den Versicherten die wahlweise Uberweisung auf Postscheck- konto oder Bankkonto gestatten. Die Weg- räumung dieses Hindernisses ist um so wich- tiger, als mehr als die Hälfte der 100 Mil- lionen Versicherungsscheine in Deutschland auf die Lebensversicherung entfällt, wo noch in großem Umfange die monatliche und Das bedingt mehrere hundert Millionen Zah- lungsvorgänge im Jahr, von denen nunmehr ein größerer Teil als bisher bargeldlos durch- geführt werden kann. 9 Rheinische Treuhandgesellschaft AG. Mann⸗ heim. Das Geschäftsjahr 1941/½2 brachte einen Gesamtertrag von 0,652(.562) Mill. RM., dar- ounter 0,641(0,546) Mill. RM. Gebühren. Die Aufwendungen für Gehälter stiegen auf.354 (0,305) Mill. RM. Der Reingewinn beläuft sich auf 15 133(14 512) RM., worin der Vortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 5137(497) RM. enthalten ist. Das Aktienkapital beträgt wie⸗ der 0,4 Mill RM. und.244 Mill. RM. des Aktienkapitals wurden nicht angefordert. Die Leistungsforderungen erhöhten sich auf 0,162 (0,117) Mill. RM. Rheinische Hoch- und Tiefbau AG, Mann⸗ heim. Auf der Tagesordnung der am 10. Juni stattfindenden ordentlichen Hauptversammlunpg steht auch Beschlußfassung über den mit der Rheinischen Elektrizitäts-AG, Mannheim, ab-“ geschlossenen Gewinnausschließungsvertrag vom 30. September 1942. Volksbank Ladenburg eGmbH. Die Bilanz- summe beträgt 3,5(2,6) Mill. RM. Die Spar- einlagen haben sich um 633 558 RM. auf über 2,2 Mill. RM. erhöht. Der Bestand der Wert⸗ bapiere verdoppelte sich auf 1,6 Mill. RM. Aus einem Reingewinn von 11 016 RM. werden 5 Prozent Dividende verteilt. Knoeckel, Schmidt& Cie. Papierfahriken⸗ AG, Lambrecht. Aus 65 314(100 535) RM. Rein- gewinn werden 8.(8) Prozent Dividende auf 40 000 RM. Vorzugsaktien und 4(6) Prozent ———◻α auf 1,36 Mill. RM. Stammaktien vertellt. Brauerei Ganter AG, Freiburg, wird Gmb. Die Brauerei Ganter AG, Freiburg i. Br., die Kkürzlich ihr Aktienkapital um.10 auf.30 Mill. RM. berichtigt hatte, ist in eine GmbH umgewandelt worden. Hüte unter Herstellungsverbot. Die Reichs- stelle für Kleidung und verwandte Gebiete tellt amtlich mit, daß die Liste der nichtver- sorgungswichtigen Waren durch die Aufnahme von Hüten aller Art erweitert worden ist. Durch das damit erlassene Herstellungsverbot sind die Huthersteller nicht gehindert, die innen für die Herstellung von Hüten bereits übergebenen, ebenso wie die ihnen in Zukunft zugeteilten Materialien weisungsgemüß zu ver- wenden, ohne daß sie dazu noch einer beson- deren Anfertigungserlaubnis der Reichsstelle bedürfen. 15 Schon über eine Milliarde„Eisern“ gespart. Die Gesamtsumme der bisherigen Spargut- haben hat schon am 31. März 1943 mehr als eine Milliarde Reichsmark betragen. Dabei weisen, wie aus dem Reichsflnanzministerium erklärt wird, die Neuzugünge steigende Ten- denz auf. Ein großer Teil der Eisernen Spar-⸗ ge- geben worden. Es besteht die Absicht, die Sparbücher der 1943 neu hinzugekommenen Eisernen Sparer am Anfang des Jahres 1944 auszugeben. Einschränkungen der USA-Bautätigkeit. Die Neubauabschlüsse in den größeren Städten der Vereinigten Staaten sind im ersten Vierteljahr 1943 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vor- jahres in Auswirkung der staatlichen Kontrolle der gesamten Bautätigkeit von 1471,6 auf 1083.9 Mill. Dollar zurückgegangen. Die Bauverträge hatten dabei im Januar gegenüber dem Vor- jahre einen Rückgang um 18 Prozent auf 350, 7 Mill. Dollar, im Februar um 9 Prozent auf kommissare und der im Luftschutz einge: 158(unv.), Köln 129(—). Neckar: Mannheim 265(+). 7 indmächte ihre An-⸗ eren werden, um zu n in den besetztenn kestsetzt und sich en Rohstoffen eine aufbaut. Von un- rzeugt, empfinden iglich der auf un- Offensive.. Erkenninisse der Die nur etwas übher ein halbes Gramm schwere, kaum kirschgroße Hiranhang- drüse oder Hyophyse liegt ungefähr in der Mitte der Basis des Gehirns und ist ZEILEN dort eng 13 eine knöcherne Grube dos kfür eh tu1 Schädels, den sogenannten Türkensattel, e eingebettet. Man wußte schon bisher, daß n Waldſhg in Gber⸗ sie die Bildungsstätte verschiedener Hor- mone ist, die u. a. auf das Körperwachs- tum, die glatte Muskulatur der Blutgetäße und der Gebärmutter, sowie die Wasserbin- duns in Geweben einwirken. In letzter Zeit konnten über den Bau der Hirnanhanz- drüse, wie Dozent Dr. A. Heinrich von ner Verdienste auf der Medizinischen Universitätsklinik Leip- Sewinnanß zus ger eſie in der„Umschau für Wissenschaft und rfenennle für Tecnnik“ berichtet, wientieste neue For- 5 schungserkenntnisse erzielt werden. Diese lehssportamt, Ernst können auf allen Gebieten der inneren Se- Oberleutnant zur kretion praktisch ausgewertet werden. gefunden. Er leitete andsführer in der! Schon die Lage der Hirnanhangdrüse ist en Radsport. kär den Arzt von besonderer weil manche Erkrankungen der po- n dah aene physe, die mit einer Veründerung oder Zer- auf 1,5 Millionen! störung des Türkensattels einhergehen, im dert Arbeiter wur-⸗ Röntgenbild nachgewiesen werden kör nen. tslos. Trotz ihrer fast zentralen—— in den Us4 rich-⸗1 Schädel gelingt es heute, opera iv an sie zahlreiche Fab-Men heranzukommen. Während man früher, ge- rgehend außer Be- wissermaßen von unten her, durch den Nasenraum zur Drüse zu gelangen suchte, dabei jedoch vielfach Infektionen der Ge- hirnhäute wegen des„unsauberen“ Zugan- ges nicht vermeiden konnte, wählt der Spe- zialchirurg jetzt einen anderen Weg. Er klappt im Bereich des vorderen Gehirn- telles die Schädeldecke auf, hebt äußerst vorsichtig den vorderen Abschnitt des Ge- hirns etwas an und kommt dann unter dem Ochirn von vorn her an die Hypophyse auf 5 r des Oberbefehls- sleiter von Rheden, achtzigsten Lebens- munismus hat der onferenz in Peking provinzgouverneure der grohen Städte A— kerei.m..H verlag Z. im Felde). Schril a 1set. Stellvertrete Dienst: Julius Et Welche Rolle spielen die Hormone der Hirnanhangdrüse? anhangdrüse mit Hilfe von Röntgenstrah- nannte physäre Zwergwuchs. Zu diesen schon nen. Dieses Leiden führt meist zum Tode, sprechende Hormonbehandlung Hilfe ge- setzten RAh-Hilfskommandos eingeführt. — Gehirnforschung sterile Weise heran. Auch gelingt es in manchen Fällen, Erkrankungen der Hirn- len zur Heilung zu bringen. Es ist früher immer schwierig gewesen. sich vorzustellen, daß dieses winzige Ge⸗ bilde gegen dreizehn Hormone hervor- bringen soll, zumal dafür feinere anatomi- sche Grundlagen fehlten. Durch die in den letzten Jahren wesentlich verbesserte mi- kroskopische Technik hat man jedoch ge- lernt, sieben bis acht Zelltypen des Vor- derlappens zu unterscheiden, von denen wohl jedem die Produktion eines bestimm- ten Hormons zukommt. Daher ergeben auch Entartungen des Hirnanhangs die seltsam- sten und verschiedenartigsten Kranlcheits- bilder. Durch eine Uberfunktion der Hy- pophyse wird beispielsweise die soge- Akromegalie hervorgerufen. Sie ist charakterislert durch einen Riesen- wuchs von Kinn, Nase, Ohren, Händen und Füßen. Das Gegenstück hierzu ist der hypo- früher bekannten Leiden sind in den letz- ten Jahren noch zwei andere eindrucks- volle Erscheinungsformen von Störungen des Vorderlappens des Hirnanhangs gekom- men: die Simmondsche Kachexie als Ausdruck einer mangelnden und die Cus- hingsche Krankheit als solcher einer zu stürken Funktion gewisser Zellen. Bei er- sterer handelt es sich um eine höchstgradige Magersucht, bei der die Patienten fast buchstäblich zum Skelett werden und in einem wahren Rekordtempo zu altern schei- wenn nicht durch Einpflanzung von tieri- schen Hypophysen unter die Hau- oder ent- Verabfolgung von Hinterlappenextrakten. tiger Prüfung des Binzelfalles vornehmen. bracht wird. Die Cushingsche Krankheft dagegen ist gekennzeichnet durch eine un- gemeine Fettsucht, die sowohl das Gesicht wie den Körper befällt. Eigenartig ist auch der Einfluß, den der Vorderlappen des Gehirnanhangs auf die Z uckerkrankheit ausübt. Diesè läßt sich durch seine operative Entfernung beseiti- gen oder wenigstens mildern. Vom Mittel- lappen der Hypophyse aber weiſß man, daß dort die Pigmenthormone ihre Ursprungs- stätte haben. Eine Erkrankung des Hin- terlappens stellt der Diabetes insipidus dar, hei dem es zu einer ungeheuren Harnflut kommt. Es werden hierbei unter quälen- dem Durstgefühl täglich bis zu 25 Liter ausgeschieden. Als Ursache dieser Krank- heit wird ein Mangel an dem Hormon Vaso- presin, das gleichzeitig eine Wirkung auf den Blutdruck ausübt, angenommen. Durch am einfachsten in Form von Schnupfpul- vern, gelingt es, die Symptome dieses Lei- dens schlagartig zu beseitigen. So werden durch die kleine, unscheinbare, dabel aber so wichtige Drüse im Gehirn immer wieder neue Geheimnisse und Wunder der Natur enthüllt, die zu weiteren Fortschritten in der Medizin beitragen. Unter Naturschutz in der Landschaft Himmerland, im mitt- leren Jütland, sollte ein Flufllauf regu- Uert werden. Dadurch wurde eine Niederung betroffen; in dieser leben jedoch Eintags- fliegen, sogenannte„Köcherfliegen“, die äuherst selten sind. Um diese einzig- artigen Fliegen nicht aussterben zu lassen, wurde ein Teil der Niederung, wo sich be⸗ sonders häufig solche Fliegen finden, u iter Naturschutz gestellt. Das italilenische Nationale Film- und Bildamt Luce hat einen Kulturflim mit dem unserer weiteren Heimat. mx 393,5 Mill. Dollar und im März um 44 Prozent auf 33977 Mill. Dollar autzuweisen. —————————————————————————————————————————————————————————— „Das baldverlorene Paradies“ Fahrten auf deutschen Wildflüssen „Es war einmal ein schöner Fluß, der hſeß Neckar.. Heute ist der Neckar bis ober- halb Heilbronn kanalisiert.“ Mit diesen Wor- ten läßt Herbert Rittlinger in seinem Buch„Das baldverlorene Paradies“(F. A. Brockhaus, Leipzig, 275 S. 89 Abb.) anklin- gen, was der Buchtitel selbst noch ungleich befürchtender ausspricht: es möchte das Zéitalter der Wasserwirtschaft und Kilo- wattstunden zu„einer Mathematisienrung na- türlicher Wasserläufe“ führen, die das Na- trerlebnis der Flußlandschaften- allmählich aufhebe. Er spricht als begeisterter Wasser- wanderer und Kajakfahrer, dem gerade die Wildfluhtahrten durch Wirbel, Schwälle und Brecher, vorüber an unberührten Waldbuch- ten und durch grüne Talparadiese immer wieder Erlebnis und Erneuerung bedeuteten, wagemutigen, ja kämpferischen Einsatz im Uberwinden elementarer Hindernisse. Sein Erlebnisbuch, das zugleich nicht über- sieht, mit welchem Verständnis der Reichs- verkehrsminister mitten im Kriegsjahr 1941 die Volkserholung und das Flußwandern auf den deutschen Wasserstraßen als ausgezeich- netes Mittel zur charakterlichen und körper- lichen Erziehung des deutschen Menschen gewürdigt hat, sucht um so mehr die Schön- heit der Wildflußfahrten zu beschwören. Rittlinger ist alles andere als ein blosser Schwärmer, vielmehr atmet hinter seiner burschikosen, an Zeltgespräche und Kajak- zunft erinnernden, durchweg als unromanti- schen Sprache, eine männliche, aufgeschlos- sene Frische der Beobachtung, die vom un- mittelbaren Hrlebnis des Wassers ausgeht. Es pladdert fröhlich über die Spritzdecke. Gewitternächte grollen über die Zeltbahnen, Felsstufen schießen heran, Widerwellen bre- chen schäumend auf— und zwischen allem leuchtet, grünt, grüßt die Uferszenerie der mit seinem Faltboot den„Schwarzen Regen“ hinab durch urwüchsige Täler des Bayrischen Waldes, erleben die Drau als wechselvollen Wildstrom, umrahmt von eindrucksvollen Bergpanoramen, im Erlendschungel einsamer Altwässer, zwischen den Felsbarren des Jauntals, rutschen selbst über die Floßgassen der oberen Traun und erleben höchst an- schäulich, welch ein hartes, gefährliches und zugleich kraftvoll tobendes Wildwasser die Enns durch das schluchtende Gesäuse schickt, hier wo trotz aller Trichterwirbel, tückischer Schnellen, Katarakte von 16 Kilo- meter nur noch der 500 Meter lange Ge- süuseeingang und die 3½ Kilometer lange „Kummerbrückenstrecke“ vor Hieflau von Wagemutigen Faltbootfahrern nicht bewäl- tigt werden konnten. Rittlinger, der mit sei- nem Faltboot bereits den Amazonas befah- ren hat, stellt über alle Schwierigkeiten und Erlebnis des noch ungezähmten, unverbau- ten Wildflusses und seiner urwüchsigen Landschaft. Ein herzhaftes Buch der An- schauung, überflockt vom ungestümen Spritzwasser des Wildflusses. Dr. Oskar Wessel. * pHer ordentliche Protfessor Dr. Wolfgang Kunkel von der Universität Bonn wurde nach Heldelberg berufen DAS RUNDFTUNK-PROGRAMM Freitag. Reichsprogramm: 12.35 bis 12.45 Uhr: Bericht zur Lage; 15.30 bis 16 Uhr: Kla- vier- und Kammermusik; 16 bis 17 Uhr: Nach- mittagskonzert;.15 bis 18.30 Uhr: Tänzeri- sche Musik; 18.30 bis 19 Uhr: Zeitspiegel; 19 bis 19.15 Uhr: Wehrmachtvortrag; 19.15 bis 19.30 Uhr: Frontberichte; 19.45 bis 20 Uhr: Dr.- Goebbels-Artikel:„Mit souveräner Ruhe“; 20.15 bis 21 Uhr: Komponisten im Waffenrock; 21 bis 22 Uhr: Jan Hoffmann spielt auf. Deutschland- sender: 17.15 bis 18.30 Uhr: Vvon Gluck bis Paul — Engler; 20.15 bis 21 Uhr: Streichquartett-dur von Franz Schmidt; 27 bis 22 Uhr: Bachs Titel„Wälder am Meer“ hergestellt. noch ursprünglichen Wildflüsse. Wir brausen „Bauernkantate“ und Glucks„Malenkönigin“ V vierteljährliche Prämienzahlung üblich ist. Zwischenfälle das frische und unverdrossene 1 — Die diraßburger Fileſelporade Wie die deutsche Armee zum Schnürschuh gekommen 187 Bis in die 80er Jahre war der Schnür- gchuh in der deutschen Armee unbekannt. Es gab nur langschäftige Soldatenstiefel. Die Langschäfter waren beim allgemeinen Dienst—„die Hosen in denselben“— vor- seschrieben, während die Kurzschäfter nur mit langer Hose getragen wurden. So war es von jeher gewesen und so wäre es wohl auch noca lange geblieben, wenn nicht am 19. September 1879 jene große Parade in Straßburg stattgefunden hätte, die der Volksmund wegen der damit verbundenen Vorgänge als„Stiefelparade“ bezeichnete. Mit dieser„Straßburger Stiefelparade“ nahm das erste Kaisermanöver des 15. Ar- meekorps seinen Anfang— und sie gab den Anlaß zur Einführung des Schnürschuhs in der deutschen Armee. Uber die wirklich heiteren Umstände, die ihr den Namen ga- ben, hat der vor einigen Jahren verstorbene Militärschriftsteller Oberst a. D. Immanuel als mitbeteiligter Leutnant im 8. Württem⸗- bergischen Infanterieregiment Nr. 126 eine Schilderung hinterlassen, der wir hier in großen Zügen folgen. Die Parade war die erste große Heer- schau, die Kaiser Wilhelm I. über das im Elsaß neugebildete 15. Armeekorps abhielt. 2½ Infanteriedivisionen und eine Kavallerie- division waren dazu herangezogen worden. Der aus französischer Zeit noch vorhandene Exerzier- und Schießplatz reichte für diese große Truppenzahl bei weitem nicht aus, Geshalb wählte man als Paradefeld ein Brachfeld zwischen Kromburg und Königs- hofen im Westen der„wunderschönen Stadt“. Dieses Gelände war landschaftlich mit dem Abschluß der in der Ferne blauen- den, nun wieder deutschen Vogesenberge zwar sehr schön, militärisch gesehen aber hatte es seine üble Tücke. Auf dem abge- ernteten Felde waren nämlich Rüben, Kar- toffeln und Dickwurz angebaut gewesen und diese hatten den fetten Boden noch beson- ders gut durchsättigt. Das war an den schö- nen Sommertagen als das Generalkommando den Platz für die Kaiserparade bestimmte, nicht weiter aufgefallen, im Gegenteil, der Boden war hart und schön geglättet, wie ſes bei einem richtigen Paradefeld sein soll. Bei der„Generalprobe“ am Vortage der Parade klappte denn auch alles ausgezeich- net. Die Sonne strahlte, der Schweiß rann. Und als am Abend der große Zapfenstreich die Verbrüderung mit den auswärtigen Re- gimentern géschlossen hatte, war alles in fröhlicher Feststimmung. Bis dann um Mit- ternacht der Himmel seine Schleusen öff- nete und Straßburg mitsamt seinem Parade- feld in Gewitter und Wolkenbruch hüllte. Da gab es ernste Gesichter und die ersten ahnungsvollen Seelen Aber am anderen Morgen lachte die Sonne wieder, es war ein prachtvolles Parade- Wetter. Riesige Menschenmassen umsäum- ten das Marschfeld, von weit her war man herbeigekommen, aus Baden, aus der Pfalz, um diese erste große elsässische Parade un- ter dem alten Kaiser mitzuerleben. Die Frauen und Mädchen in bunten Hauben, Miedern und Röcken ergänzten das heitere Bild der farbenprächtigen Uniformen und leuchtenden Fahnen. Nur die Soldaten, die in aller Herrgotts- krühe aufmarschiert waren, verloren allr und besonders die Gesichter der Offlziere wurden länger und länger. Man trug näm- lich damals zu Paraden die lange Hose und dementsprechend die vorgeschriebenen wei- ten Kurzschäfter. Die liebe Sonne brannte zwar mit allen ihren Kräften— aber von untenher suppte der von dem nächtlichen Wolkenbruch aufgeweichte lehmige Acker- boden immer mehr durch die trügerische Oberfläche. Jeder Soldat kannte das lange Warten vor großen Paraden und konnte sich nun ausrechnen, wann das ständig steigende Naß den unter den langen Hosen wohlver- borgenen Schaftrand seiner niedrigen Kno- belbecher erreichen und dann überschwap- pen würde. Fast zwei Stunden wohl stand man schon nach dem mancherlei Hin und Her auf der Stelle, da ertönte der erlösende Kanonenschuß: Der Kaiser war auf dem Feld eingetroffen, die Musikkorps spielten, drei- fach donnerte das Hurra aus 25 000 oder noch mehr Soldatenkehlen. Mit großem Ge- folge, neben sich den Kronprinzen, den Sieger von Wörth, ritt Wilhelm I. die Front ab. Wie eine Mauer standen die Regimen- ter, aber weicher und breiiger wurde der lehmige Boden unter ihnen. Dann folgte der Parademarsch, Front ge- gen Straßburg. Es dauerte nicht lange, da war das Feld unter den schlagenden Sol- datenstiefeln zu einer einzigen weiten Mo- rastfläche geworden. Alles, was in der Nacht vom Himmel heruntergekommen war, quoll als zähschleimige Masse wieder aus der Erde heraus. Und nun boten sich jeder neu anrückenden Kompaniefront als untrügliche Richtungsweiser in der Weite des Parade- feldes immer mehr gähnende Stiefelschäfte, die von den vorderen Truppenteilen stecken- geblieben waren, oft mitsamt den Strümp- fen und heiter winkenden Fußlappen. Da war es schwer, ernst zu bleiben, denn die Zuschauer sparten nicht mit Lachen und Zurufen, die schliehßlich immer mehr die Musik übertönten.„Es war“, so schildert Oberst Immanuel,„dem und jenem gelun- gen, im Vorbeimarsch einen vereinzelten Stiefel mit schneller Hand herauszuziehen. Grohgartiges leistete dabei unser gestrenger Kammerunteroffizier, Sergeant., der mit eigener Hand zugriff, um zu retten, was zu retten war und schließlich die Freude hatte, damit nicht nur den Verlust der Kompanie zu decken, sondern darüber hinaus auch noch zwei Stücke mehr zu bergen, freilich nur linke.“ Als letzte marschierten die 15. Pioniere vor ihrem allerhöchsten Kriegs- herrn vorbei, wie die Legende erzählt, alle Mann barfuß, denn der vertrackte Lehm hatte ihnen sämtlich die Kurzschäfte ausge- zogen, weil vor ihnen die bayerische Artil- lerie in die Parade gefahren war. Auf den üblichen Vorbeimarsch in Regi- mentskolonnen verzichtete der Kaiser, der das Unheil mit väterlichem Humor ertragen hatte. Aber General von Franseckey, der Held und Haudegen von Königgrätz und Gravelotte- heute trägt ein Fort der alten Festung Straßburg seinen Namen-, bat den Kaiser, dann auf anderem Platz wenigstens sein ganzes Armeekorps vorführen zu dür- fen. Er fand die Genehmigung seines Kriegs- mählich die festlich beschwingte Heiterkeit kolonnen traten an der schnell ausfindig herrn. Die schweren, massierten Regiments- „Ipas UnrEIL 3886885888838s83s88853838353 Roman von A RN OIL O 11 01) 78. Fortsetzung Erna schrieb regelmäßig an ihren Mann, doch erhielt sie keine Antwort. Er wußte vielleicht bis zur Stunde noch nicbts von der Wiedergutmachung. Rudolf trösteto sie, daure alles viel länger, als sie es sich vor- stelle. Ubrigens habe er gelesen, daß über- haupt kein Schiff an die Insel herangelan- gen könme, da das Meer dort viel zu flach und steinig sei. Auf kleinen Booten fuh- ren die Insulaner hinaus, wenn einmal, was alle Jubeljahre vorkäme, ein Schiff gesichtet würde.„Er ist doch ein wirklicher Kerl. dieser Andreas“, sagte er bewundernd; „freilich, bier braucht man ihn nötiger.“ Erna hatte wieder sehr viel Arbeit, vor allem in der Volkswohlfahrt. Sie schob von sich aus den Tag, an dem sie ihre Kinder übernehmen würde, noch ein wenig hin- aus, um alles auf das beste vorzubereiten. Tante Toni war nach dem Ableben des Onkels in die Umgebung Stettins gezogen. Sie hatte hier mit mancherlei flnanziellem Ach und Wen ein kleines, hübsches Haus erstanden, das, von einem Garten um- geben, in der Nähe der Buchheide lag und den Blick auf Wald und Wiese freihatte. Die Verbindungen mit Stettin waren aus- gezeichnet, da man die Endstation einer Straßenbahnlinie bis hierher setührt hatte. Hier zog nun Erna aut Bitten der Tante mit den Kindern ein. Sie war in den letzten Monaten häufig mit ihnen zusammengewesen, aber es war doch etwas anderes, sie jetzt wieder ganz in der eigenen, mütterlichen Obhut zu haben. Heinz war zehn Jahre alt, ein rasch- wüchsiger Junge, der den Büchern ebenso ergeben war wie dem Fußballspiel. Er hatte sich auf seine Weise mit den Rätsel- haftigkeiten seines Daseins abgefunden, war copyrignt 1942 dy wilhelm Heyne verlag in Dresden aber ernster als andere Knaben, und er litt unter häufligem Erröten, während Hilde von ihrer heiteren Kindhaftigkeit in all den Heimen, Asylen und Stiftungen, durch die sie geschleppt worden waren, nichts ein- gebüßt hatte. Die verschiedensten Erklä- rungen hatte man den Kindern, die trotz allem gediehen, über ihr zerfahrenes Le- ben einzureden versucht, und für eine ge-— wisse Zeit war die eine wenigstens teil- weise begründet: Ihre Mutter habe den schwer erkrankten Vater pflegen miüssen. Der eine der vielen Betreuer, ein jüdischer Püdagoge und Rechtswahrer, der mit seiner strohblonden, hinterpommerschen Gattin drei gesetzlich geschützte, teils melancho- lische, teils freche Bastarde gezeugt hatte, war auf den Hoshaft-humanen Einfall einer besonderen Erklärung gekommen: Die den Kindern bekannten Eltern seien falsche Eltern gewesen, in Wirklichkeit wären sie Waldenkinder, die durch einen Betrug in die Familie Manthey hineingeraten wären! Heinz, der schon jetzt mit glühender Be- geisterung an den neuen Emblemen hing, bedauerte immer wieder, daß sein Vater noch so weit draußen sei, aber er war auch stolz auf ihn. Ofter unterhielt sich sein Lehrer mit ihni über die ferne Insel. Heinz berichtete der Mutter mit glänzenden Au- gen, wie gefährlich es sei, dort zu leben. Man könne von einer schroffen Bergwand abstürzen, auf die man vielleicht sestiegen sei, um Vogeleier zu holen. In ganz dün- nen, leichten Booten fahre man durch die Klippen ins Meer hinein. Viel Fische gäbe es dort, aber auf der Insel seien keine Kaufläden, und die Leute wüßten nicht, was Geld sei. Manchmal gab es in dem Jungen einen schroffen Ruck der Besinnung. Dann zeig- ten sich steile Falten auf der unteren Stirne, gemachten, s0 trügerisch-trockenen Stelle zum Gloriamarsch vor dem alten Herrn an. Aber es kam auch hier, wie es kommen mußte- nur noch schlimmer. Das ganze Feld war nach kürzester Zeit mit Knobel- bechern einfach übersät, Melancholisch rag- ten sie zu Hunderten aus der Sintflut des gelben Breies, so, als ob sie sich selbst ihren Abschied von Preußen zuwinkten. Das war die„Straßburger Stiefelparade“ vom 19. September 1879. Sie erregte im wahrsten Sinne„befreiende“ Heiterkeit in der ganzen Armee. Denn damit hatten sich die immer unbeliebten kurzschäftigen Stie- fel nun endlich selbst ihr Grab gegraben. Neuanfertigungen wurden untersagt- der Geburtstag des Schnürschuhs war für die Soldaten gekommen, der alte, echte„Kno- belbecher“ wurde trauerlos auf dem Straß- burger Paradefeld für immer beigesetzt. 0 Vom Büchermarkt vor 100 Jahren Wenn die deutsche Buchproduktion von man doch mit heute auch mit. Kanfin warten kann, s0 ten Zahlen auf- elnigem Staunen„Menzels Literaturblatt“ vom Oktober 1839, daß der Katalog zur Leip · ziger Büchermesse 4071 Nummern umfaßt und nicht weniger als 518 Verlagshandlungen nennt. Die Gründe, die das erwähnte, da- mals recht angesehene Organ für das An- wachsen der„ungeheuren Bücherlast“ ent- wickelt, klingen heutigen Ohren nicht ge- rade überzeugend. Es meint, durch die Be- schränkungen des deutschen Ausfuhrhandels werde das Kapital in die Buchproduktion gedrängt,- ferner werde die„Lesewut“ durch den Mangel an politischer Redefreiheit gefördert. Die nächstliegende Erklärung, daß der Büchermarkt eben dem steigenden Be- dürfnis nach geistiger Nahrung folgt, hören wir seltsamerweise nicht. Wen nach der Er- örterung politischer Zeitfragen gelüstete, der kam auf dem Büchermarkt nicht auf seine Kosten. Die politische Literatur nimmt in dem Herbstmessekatalog einen winzigen Raum ein. Auſßer zwei Schriften über das Verhältnis Deutschlands zu Rußland und einem„Portfolio“(Weißbuch) über den han- noverschen Verfassungsstreit sind nur ge- sammelte Schriften von Adam Müller, von Jarcke und von Briefen an den Schweizer Historiker Johannes Müller erwähnenswert. Nach langer, ————— Lichtsplelhaus Müller, Mittelstr.41 uvnd er sagte elnmal:„ Wenn vater zurück⸗ kommt, wird er's ihnen schon zeigen.“ Er schien oft gepeinigt worden zu sein vielleicht von den andern Jungen. Ab er er mochte der Mutter davon nichts erzählen Ende August gebar Erna Manthey in der Landesfrauenklinik zu Stettin einen Kns⸗ ben, dessen Name ihr in der Nacht der Empfängnis wie ein schenkender Strahl in den Sinn gekommen war. Gottlieb, das wa der schönste Name für dieses Kind, das zwar ein Argernis in der deutschen Repu- blik, dennoch seit Urbeginn Gott lieb war Ernas Glück und auch das ihrer Kindet war wie ein später, inniger Ausgleich für àll das, was sie erduldet hatten- Ihr Glüch wäre vollkommen gewesen, wenn der Post. bote eine gute Nachricht aus Tristan di Cunha gebracht hätte. Aber dazu war e nach allen Berechnungen auch jetzt noci zu früh. 4 Der kleine Gottlieb war von Anfang an entschlossen, alle seine Lebensrechte v in Anspruch zu nehmen. Bereits am zwe ten Tage kratzte er Hilde so fühlbar, di sie vor Wonne quiekte. An der Mutterbrust schmatzte und schnaufte er, ohne Pardon zu geben. Er nickte erst ein, wenn er zum Uberfließen satt war. Falsche Bescheidenneit zeichnete auch später nicht aus. Während Erna ihren Heinz, als sie ihn wiederbekommen hatte manchmal am liebsten gebeten hätte:„Sel doch ein bißchen ungezogen!“ war eine sol⸗ che Bitte bei Gottlieb niemals vonnöten. Mitunter quälten die Kinder sie, mit ihnen nach Wollin zu fahren. Aber sie konnte sich nicht dazu entschließen. Nu mit Andreas zusammen würde es ihr mög⸗ lich sein, die Stadt wiederzusehen. 4 Etwa zwei Jahre nach ihrer Trennung bekam Erna den ersten langen Brief, det eine abenteuerliche Reise hinter sich hat und einen ganzen Archipel von Stempe aufwies. Andreas hatte Tristan da Cunha glücklich erreicht, und er lebte dort gut Die Leute seien freundlich zu ihm. Er könne schon) ganz leidlich Englisch, und er g dächte die Insel nicht wieder zu verlassen, zumal da er gehört habe, daß die neue Be- wegung in Deutschland die große Schlacht leider verloren hätte und zusammengebro- chen sei. Da keine Aussicht mehr bestünde im Vaterlande jemals Genugtuung zu erhal- ten, bäte er sie von ganzem Herzen, di große Fahrt zu wagen und ein neues, g sundes Leben mit ihm zu beginnen. Jeder Mann habe hier eine Frau. Die ersten Be- wohner, gescheiterte Matrosen, hätten sich Frauen aus Südamerika geholt. Es gäbe keinen Zank, alles gehe friedlich und ku tiviert zu. Ein schöneres Leben sei ka denkbar. Erna schrieb sofort, daß ein noch sch neres Leben denkbar sei. Hoffentlich b käme er wenigstens diesen Brief Sie e zählte ihm alles, was sich seit dem Um- schwung ereignet habe. Er möge nur den Lügennachrichten keinen Glauben schenken und um Gottes willen kein Ensländ werden. Schlus Wlgth —.— schwerer Krankheit ent⸗ Eamlilienanzelgen Rolf-Dieter. In großer Freude ge- hen wir hiermit die glückliche Geburt eines kräftigen Sonn- tagsjungen bekannt. Hanna Hirt geb. Schmidt, Rudolf Hirt, prakt. Tierarzt(2. Z. als Oberveterinär im Osten). Ladenburg, Adolf- Hitler-Str. 14. mre Vermählung geben bekannt: Franz v. Lorne v. St. Ange(Ltn. in einem Panzer-Pionier-Bail.) u. Frau Gertraude, geb. Schu- mann. Mannhm.(Holbeinstr. 14) Trauung: Samstag um.30 Uhr Christuskirche. schliei heute vormittag mein lieber Mann, der herzensgute Vater seines Kindes, unser Sohn, Bruder, Schwieger⸗ sohn, Schwager und Onkel ludwig Dehoust Elsenbahner im Alter von 36 Jahren. Neckarhausen, den 19. Mai 1943. In tiefer Trauer: lrma Dehoust, geb. Haele, und Sonn Lothar; Katharina Hack Wwe., gebh. Buünier; Karl Dehoust u. Frau, geb. Mathes, nebst allen Angehörigen. Beerdigung: Freitag, 21. Mai 1943, nachm. 6 Uhr, vom Trauerhaus, Haupt- straße 179, aus. Statt Karten!- Ihre Vermählung geben bekannt: Fritz Jöck(z. Z. Wehrmacht), Erika Jöck, geb. eeeeee Unsere innigstgeliebte, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmut⸗ Mai meinen lieben Mann. unseren guten Vater, Großvater, Schwiegersohn und Schwager Andrees Neureuter Gürtner unerwartet im Alter von 72½ Jahren von seiner Arbeit zu sich. Mannheim(Leibnizstr. 21), Stuttgart, Pinneberg, den 20. Mai 1943. Auguste Meureuter, goh. Girsrd; Oskar Strauss und Frau Gertrud, wig Karsten, geb. Neureuter; Paul Neureuter und Frau Lulse; Kurt Glee und Frau Margsrete, geh. Meu- reuter, nebst 4 Enkelkindern und Verwandte. Beerdigung: Samstag. 22. Mai 1943, 15.30 Uhr, Hauptfriedhot. 4 Gott der Allmächtige nahm am 19, l- —Flümtheciter geh. Meureuter; Oberschwester Hed⸗ Ufo-Pœlcist..00.30.15. 2. Woche! „Wen die Götter lieben.“ Ein Wien-Film um Wolfgang Ama- deus Mozart mit Hans Holt, Renée Deltgen, Winnie Markus, Irene v. Meyendorff sowie den Wiener Philharmonikern.- Ju- gendliche ab 14 /hr. zugelassen! Alhembra. 11.00 12.45.45.00.30 2. Woche!„Frauen sind keine Engel“. Ein Willy-Forst-Film mit Marthe Harell, Axel von Ambesser. Jgdl. ab 14 J. zugel. Scheiuburg..30.40.10.„Tragö- die einer Liebe“ mit Beniamino Gigli, Ruth Hellberg, Emma Gramatica.- Jgdl. nicht zugel.! „Vom Schicksal verweht“, Ein abenteuerlicher Film mit Sy- billé Schmitz, Albr. Schoenhals. Neueste Woche. Jgdl. nicht zug. .40,.50,.25! Sonntag ab.30. Ohymp · lichtspiele Käfertal. Frei- tag bis Montag„Stimme des Herzens“ mit Marianne Hoppe. Ernst v. Klippstein, Karl Kuhl- mann, Eugen Klöpfer, Carsta Löck u. a. m. Jugendliche nicht Zzugelassen. Neue Anfangszeit.: Wo..30.15, So..00.00.15, So..30 Jugendvorstellung. Unterhahuno Bergstroſße/ Odenwerld Tchwoſringon/ Norc, Apollo Weinhelm. Ab heute.45 .00 Zarah Leander in„Damals“ Ein Ufa-Film mit Hans Stüwe, Rossano Brazzi, Hilde Körber, „Hans Brausewetter u. and. m. Nicht für Jugendliche. Beginn: Sa..45.45.00, So..00.15.30 Modern. Theater Weinheim. Ab Frau ohne Vergangenheit“ mit Albrecht»Schoenhals, Sybille Schmitz, Maria v. Tasnady, Do- rit Kreysler u. a. m. Nicht für Jugendliche. Beginn: Heute nur .00, Sa..45.00, So..00.15.30 heute bis einschl. Montag:„Die —— Nr schwetzlngen. Erstauffü rung! Die Berlin-Film präse tiert einen neuen, heiteren Fil eine amüsante Komödie, die ihre Reize und ihre Wirkungen aus dem immer wieder verlok- kenden Bühnenmilieu bezieht- „Ein Walzer mit Dir“. Das ist ein Film, der von Herzen ver- gnügt macht! i e Lizzi-Waldmüller, der elegante Albert Matterstock und das lu- stige Trio Grethe Weiser, Rud, Platte, Lucie Englisch setz sich mit Scharm und Humor iuf diesem und für diesen Film ein. Kulturfilm u. Neueste Woche schau. Für Jgdl. ab 14 J. erlau Heyn. Mannheim-Sandhofen (Ziegelgasse 81), 22. Mai 1943. Für die uns anläßl. unserer Ver- mählung zugegangenen Glück- wünsche, Blumen u. Geschenke sagen wir auf diesem Wege un- seren herzlichen Dank. Walter Bechtold(2. Z. im Osten) und Frau Marie, geb. Weber. Bir- kenau, den 20. Mai 1943. Am 18. Mal 1943 ist unsere liebe Mutter, Großmutter und Schwiegermut⸗ ter, Frau Dine Hyner Wwoe., geb. Möller im Alter von 68 Jahren nach längerem Leiden unerwartet für immer von uns gegangen. Mannheim, den 21. Mai 1943. Ichlageterstraße 18. in tietem Schmerz: Ludwig Hyner mit Frau Eise und 2 Enkelkindern; pPhilipp Schultheis mit Frau Sertrud, geh. Hyner, und 2 Enkelkindern; Willi Beck u. Frau Martha, geh. Hyner. bie Einäscherung findet am Freitag, 21. Mai 1943, um 16.30 Uhr auf dem Hauptiriedhof Mannheim statt. Nach schwerem, geduldigem Leiden ging heute für immer von uns mein⸗ lieber Gatte und guter Ehekamerad, unser treusorgender Vati u. Schwieger⸗ vater, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Engelbert M. Ehret im Alter von 47 Jahren. Mannneim, den 19. Mai 1943. Käfertaler Straße 56. in unsagbarem Leid: Emma Ehret, geh. Steinhart; Max und Hanna Scherbaum, gebh. Ehret; Gerda Ehrei; Familie Mathlas Ehret; Famille Stelnhart. bie Feuerbestattung findet am Sams- tag um 11 Uhr statt. 5 Aus einem arbeitsreichen Leben ver- schied nach kurzer, schwerer Krank- hneit am 19. Mai 1943 mein lieber Gatte, der beste Vater seiner Kinder, Schwiegervater, unser lieber Opa, Bru- der, Schwager und Onkel Karl lorenz Spenglermelster im 59. Lebensjahre. Mannheim(Waldhofstraße). in tiefer Trauer: Margareto Lorenz, geb. Rltzert; Kin- der: Karl Lorenz und Frau; Tudwig Lorem; Hlide und Tonl; Enkellein- der: Karin, Heidi u. Walter; Schwie⸗ gersöhne: Robert Wolt und Walter obring nohst allen Angehörigen. bie Beerdigung ündet am Samstag, den 22. Mal 1943, um.30 Uhr statt. Beileidsbesuchen bitten wir Abstan ter, Frau 4 Elisebeth Phillppine thome geb. Henrich ist nach einem puichterfüllten, arbeits⸗ reichen Leben im Alter von 64 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit sanft entschlafen. Schwetzingen, den 19. Mai 1943. CI.-Bassermann-Straße 10. In tiefer Trauer: Hans Thoma und Frau Hlide, geb. Temme; Heinz Monn und Frau Lis, — Thoma, und Kind Rolf; Else homa, Hans-Joachim Zinke(Bräuti- gam) und alle Anverwandten. Die Feuerbestattung findet am Sams- tag, den 22. Mai 1943, um 12 Uhr, im Krematorium Mannheim statt.- Von zu nehmen. Freunden u. Bekannten die traurige Nachricht, daß am 19. Mai 1943 meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Copltol, Waldhofstr. 2. Ruf 527 72. „Sophienlund“. Ein bezaubern- des Lustspiel mit Hannelore (siehe Anschlagsäulen). Vorver- kauf jeweils 7 Tage im voraus libelle. Tägl. 19.15 Uhr, Mittw.,Adoli Nok 7 y. Damen-, Herren- u. Donn. u. Sonnt. auch 15.15 Uhr. Kind.-Bekieidung jetzt in Ver- „Eine reiche. bunte Platte“] kaufsgemeinschaft mit Fa. Eug. Burgmaier, Schuͤhwaren. Der Verkauf flndet ab Montag den Heute verschied nach langem, schwe⸗ rem mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, die treube- sorgte Mutter ihrer Kinder, meine gute Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Enkelin Mario Fuchs, geb. Tittel Mannheim(Weberstraße). In tiefem Leid: Otto Fuchs(Zz. Z. im Osten) u. Kin⸗ der Horst und claus; Margarete Tit- tel Wwe.; Magda Tittel; Fam. Hans Tittel; Fam. I. Fuchs. Die Beerdigung findet am Samstag, den 22. d.., um 14 Unhr, statt. Von Bei- leidsbesuchen bitten wir Abstand 2u nehmen. Schwester, Schwägerin u. Tante, Frau lueio Baumgurtner geh. werszoin nach langem, mit großer Geduld ertra- genem Leiden, wohlversehen, im Alter von 63 jahren sanft entschlafen ist. Mn.-Friedrichsfeld, den 20. Mai 1943. Vogesenstraße 21. In tiefer Trauer: Wilneim Baumgärtner; Alolis Baum- gürtner u. Frau(San Franzisko/ Kali- fornien); Eugen Baumgärtmer(2. Z. im Felde) und Frau und alle An- verwandten. Die Beerdigung findet am Samstag, 22. Mai 1943, um 15 Unr, von der Leichenhalle Friedrichsfeld aus statt. Amil. Bekonnimechungen Oott dem Allmächtigen hat es gefal- len, meinen lieben Mann. unseren gut. Bruder und Onkel Philipp Ffischer im Alter von 66 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Trösel, den 19. Mai 1943. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Maria Fischer, geh. Hassel; Famlile philipp Hassel, Geschwister und verwandte. 2 DielBeerdigung findet am Samstag, den 22. Mai 1943, nachm. 15 Uhr, vom Trauerhause aus statt. Abgabe von Heringssalat. Freunden u. Bekannten die traurige Mittellung, daß mein lieber Mann, der gute vater seines Kindes, Bruder, Schwager und Onkel Friedrich Wust am 18. d. M. nach kurzer, schwerer Krankheit entschlafen ist. Mannheim(Dalbergstraße 15a). im Namen all. trauernd. Hinterblieb.: Frau Julle Wlilst, geb. Helm; Kind Waltraud. Die Beerdigung findet am Freitag, den 21. d.., um 14 Uhr, auf dem Haupt- viernheim. Betr.: 0 1. d. kriedhot statt. Verteilung von Spargel. Am 20. Mai 1943 erhielten folgende Verkaufs- stellen Zuweisung: Nr. 139—193, 271—286 und 301—330. Für die zu- gelassenen Verkaufsstellen des Gemeinschaftswerkes kamen am 19. Mai 1943 etwa/ der erforder- lichen Menge zur Anweisung. Restzuweisung erfolgt noch in dieser Woche. Die zugelassenen Verkaufsstellen der Fa. Johann Schreiber erhalten am Dienstas, »dem 25. Mai, Zuweisung. Städt. Ernährungs- und Wirtschaftsamt. In den Fischfachgeschäften wird ab heute Heringsalat verkauft, der ohne Marken abgegeben wird. Städt. Ernährungsamt Mannheim. Honig-Zuteilung für Fliegergeschä- digte. Für Fliegergeschädigte, die nach ihrem von der ortsgruppe ausgestellten Ausweis total- oder schwergeschädigt sind, wird bei der Firma Honig-Reinmuth, E 4, 1. u. P 3, 12 ein Pfund Bienenhonig abgegeben. Dabei ist der genannte Ausweis zur Abstempelung vorzu- legen. Fliegergeschädigte, die nach dem Ausweis nur leicht geschä- digt sind, können von diesem Be- Zzugsrecht keinen Gebrauch ma- chen. Städt. Ernährungsamt. Ladenburg. Die Mütterberatung in Ladenburg findet statt in der al- ten Gewerbeschule in Ladenburg, Hauptstraße 85, ab 18.30 Uhr. Stromunterbre- chung. Wegen dringender Repara- turarbeiten an der Zuleitung wird von seiten des Badenwerks die Stromlieferung am Freitag, den 21. Mai von.30 bis 7 Uhr und von 18 bis 18.30 Uhr unterbrochen. Die Abnehmer werden hierauf auf- mérksam gemacht. Viernheim, den 19. Mai 1943. Gemeindewerke Viernheim. * Scaclbeu, Waldhof. 7 antreil, Schroth, Käthe Haack, Harry Liedtke. Neueste Woche. Jgdfrei. .35,.50,.45! Sonntag ab.40. Glorla· polcist, Seckenheimerstr.13 Heute letzter Tag!„Angelika“ mit Olga Tschechowa, Albrecht Schoenhals. Neueste Wochen- schau.- Beginn:.40,.10,.35. Jugendliche nicht zugelassen! Ab morgen:„Sophienlund“. PAII- Tageskine(Palast-Licht- spĩele) spielt tãgl ab 11 Uhr vorm. In Wiederaufführung das rei- zende Lustspiel:„Meine Toch- ter tut das nicht“ mit Ralph Arthur Roberts, Erika v. Thell- mann, Geraldine Katt, Lina Karstens Rolf Wanka. Rudolf Platte. Neueste Wochenschau. Jugend hat keinen Zutritt.- Be- ginn 11.00.00.00.00.30 Uhr. Flim · palest, Neekcreu, Friedrich- straße 77. Heute.15 und.30. Beginn mit der Wochenschau. „Gäsparone“ mit Marika Rökk und Johannes Heesters. Flim · palest, Neckerou, Friedrich- straße 77. Sonntag.30 Uhr letzte Märchenvorstellg.„Hän⸗ sel und Gretel“. Unlon-Thecter, Mh.-Feudenhelm Freitag bis Montag:„Die große Nummer“ mit Leny Marenbach, Rudolf Prack u. a.- Wochen- Beg.: Wo- schau.- Jugendfrei. chentags.25, Sonnt..15 u..30. Um.00 Uhr Jugendvorstellung. Neues Theuter,.-Feudenheim Hauptstr. 2. Heute bis einschl. Montag:„Die Pompadour“ mit Käthe v' Nagy, Willy Eichber- ger, Leo Slezak u. a. Wochen—- tags.30, Sonntag.00 u..30, .00 geschlossene Vorstellung. Jugend verboten. Freyc, Waldhof,.30 u..00 Uhr. Heute bis Montag: Elfle Mayer- hofer, Hans Söhnker, Rolf Weih in dem reizenden Lustspiel: „Meine Frau Teresa“. Ju- gendverbot. .30 und.00. Heute bis Montag:„Der Senior- chef“ mit Otto Wernicke, Rolf Weih. Karin Himboldt u..- Jugendverbhot. Walclhof. Freitag bis Montag. Wo. ab.30, So. ab.30. „Dr. Crippen an Bord“ mit Rud. Fernau, René Deltgen u. a. m. Jugendverbot Neueste Wochen- (außer sonntags) täglich.30- 11.30 Uhr, Libelle-Kasse, O 7. 8. Vorieté liedertofel, K 2, 32. Kunst, Humor, Können! Siehe Anschlagsäulen Täglich 19.30 Uhr, mittwochs, samstags und sonntags auch 15.30 Uhr. Vor- verkauf bei Marx, R 1. 1. von 10-12 und 15-17 Uhr An der Abendkasse jeweils eine Stunde vor Beginn der Vorstellung. eeeeeeeieeuce w deme, led., aus gt. Fam., s. tücht. im Haush., groß u. schlk., Mitte 40, m. Verm., Haus- u. Grund-— bes.(schön gepflegt., rent. Obst- u. Beerenanlag.) wü die Be- kanntsch. ein alleinst. ev. Herrn (pens. Beamt. od. dergl.) o. Anh. m. gut. Vergangenh. zw. spät. Heirat. Einheir. gebot. Bildzu- schriften u. Nr. 101 459VS a. HB Verschiedenes .-Mentel, dklbl., verlor. Dom.-Handschuh, beige, Fox, schau.- Sonntag.30: Jugend- vorstellung. Brille m. Futteral v. Rh'au nach Luftschiffhalle verl. Abzug. geg. Bel. Neckarstadt. Stamitzstraße] Nr. 19, 4 Tr., bei Weber. .-⸗Armbenduhr, verchr., a. 17. 5. geg. 15 Uhr vor od. im Haupt- bahnh. Mhm. verlor. Abzug. B. Belohn.: Steinhofer, Ludwigs- hafen, Wolfrainstr. 15. Abzug. geg. Belohn.: Friedel, Secken- heimer Straße 88. Silb. Anhänger i. Käfertal, Mhm. Str., verl. Andenk. mein. gefall. Mannes. Geg. Bel. abzug. Küm- merle, Käfertal, Winzerpl. 8. Gold..-Armb.-Uhr verl. zw. Fa- brikstat.— Seckenh. Geg. Bel. abzug.: Lang, Seckenh. Haupt- straße 171. Leder, rechts, v. Augartenstr. b. Bahn- hof am Dienstagfrüh um 5 Uhr verloren. Abzugeb, geg. Beloh- nuntz b. Fundbüro o. Augarten- str. 65, partr. Hinterhaus. Blauer Tuchmentel m. Pelzbes. am 19. Mai 1943, vorm. 9 Uhr, in der OEG Mhm. n. Heidelberg lieg, geblieb. Find. w. um Ab- Babe à. d. Fundbüro der OEG Mhm. geb. geg gute Belohng. schw.-weiß, oh. Halsband, entl. Geg gt. Belohn abzugeb. Casino-Gastst. R 1, 1. Ruf 229 96. Wer benötigt größeres Holzkohlen? 23 601 Vs. 24. Mai 1943, in den Räumen d. Fa. Burgmaier, Hauptstraße 83, statt. Feuerwehrübung. Am kommen- den Sonntag, 23 Mai 1943, fin- det eine Ubung der gesamten Wehr statt. Um 7 Uhr(nach Fliegeralarm um 8 Uhr) treten die Mannschaften aller Geräte- abhteilüngen an den bekannten Stellplätzen an. Lercdwirtseheftl. Lonsum- u. Ab- sctzvereinllemsbech-Sulzbech Sonntag, 22. Mai, nachm, 2 Uhr findet im Gasthaus„Zur Wart- burg““ die diesjähnige General- versammlung statt. Vollzähl's. Erscheinen erw. Der Vorstand. Zoichæhehn-Kemeradsehoftswik. Weinheim und Umgehe. Das seitherige Kameradschaftswerk Weinheim wurde mit Wirkung vom 1. 1. 43 lt. Vérordnung des Reichsverkehrsministeriums Berlin aufgelöst. An dessen Stelle tritt ein neues. Wir bit- ten um restloses Erscheinen al- ler dienstfreien Mitglieder zu unserer Versammlung am 23.., 14 Uhr, im Vereinslokal(Stoll- bahnhof). Klingärtnerverein Weinhelm. Wir empfehlen dringend den Besuch des Lehrfilms im Obst- bau am kommenden Sonnt-a. Kartenvorverkauf beim Gräfl. v. Berckheim'schen Rentamt v. —12 Uhr. Beim Vorzeigen des Mitgliedsausweises Preisermä- Bigung. Sold. Uhrenermbend mit Uhr a. Mittwochabendv Walter-Köh- ler-Str., Lützelsachsener, Wie⸗ senbergstr verlor. Abzug. geg. bes. gute Belohng. beim Fund- büro Weinheim. 1 Zimmer m. 2 Bett. sof. zu vm., das. eis. Bett m. Matr. geg.- Sommermänt., Gr 42 zu t. ges. Weinheim. Viernheimer St. 1 p. Kellerreum 46 qm, zu vermieten. 273 704 HB Weinheim. Kinderbeft, fast neu, m. Matr., f. 40.— zu vk. Becker, Weinheim, Gerbergasse 6. Bedewerne zu kaufen gesucht. *273 721 an HB Weinheim. Somm.- o. Uhere.-Mentel in hel- ler, Farbe f. 171 Mädel zu k. g. 273 685 an HB Weinheim Seipitol Schwetzincen. Biste gut erh. Eisschrank g. Kd.- Sportwag. Ruf 316 Großsachsen.“ Tägl..30, Sa.00 u..30, S .00,.30,.45 Uhr. Num. Platz Nr Schweningen. Sonntag 1 Uhr Kindervorstellung:„Wenn 1 König wär“.- Neueste Woche schau. Copitol Schwehninden zeigt heute die witzsprühende Fil komödie der Wien-Film,, Frau sind keine Engel“ mit Mart Harell, Axel v. Ambesser, Mar- got Hielscher. Ein fröhl. Wie Film von Filmleuten und Fil zauber- Willi Forst's neu lustiges Meisterwerk. Neues Wochenschau Num. Platzka Täglich.30, sonntags.00, 5. U..30.- Jgdl. ab 14 J. zugela 1 Uhr große Jugendvorstellung: „Seine Tochter ist der Peter“ mit Traudl Stark, Ludw. Die Olga Tschechowa. Die klei springlebendige Traudl Stark ein Racker, ein Schelm, ein Schnurrpfeiferlein · erobert sich die Herzen im Sturm. Neueste Wochenschau. Kassenöffn. 12.00. Filmpeileist Hockenheim. Freitag bis Montag:„Liebeskomödie Ein selten schöner u. heiterer Film mit Magda Schneider in der Hauptrolle Dazu die Wo chenschau. Sonntag.15 u..30, Vorverkauf ab 4 Uhr.- Jugend-⸗ liche haben keinen Zutritt. Zkcle Neulußheim. Samstag.00, Sonntag.00 und.00 Uhr: 35000 Mark Belohnung“. Ein ge- heimnisvoller Kriminalfilm aus dem Norden Wochenschau. Llehtsplelthecter Brühl. Freitag bis Sonntag: Ein Bavaria-Lust- spiel voll Humor und Fröhlich- keit:„Ein Zug führt ab“ mit Leny Marenbach, Ferdinand Marian, Lucie Englisch, Georg Alexander. Dazu Wochen⸗ schau u. Kulturfllm.- Ab Frei-⸗ tag neue Anfangszeiten: Wo⸗ chentags.00, Sonnt..00 u..00 Weit-Kino Keisch. Heute Freitag bis Sonntag Zweitaufführun „Das Schloß im Süden“, Di entzückende Filmoperette m der großen Besetzung Viktor de Kowa, Liane Haid, Paul Kemp, Frit: Odemar, Paul Wester- maier.- Dazu Wochenschaube-⸗ richt und Kulturfillm.- Beg'nn: .45, Sonntag.00 und.45 Uhr. Jugendliche zugelassen!- Sonn⸗ tag.00 Uhr: Jusendvorstellung „Berlins. Neue herlsg und scht ehriltleitungs: chentlich als Morgenz Hoosevell! ann Sin Aus laukli (Von unserer 9 Der größte politi ist am Samstag mit der angeblicl unistischen Inte den. Innerhalb w Bluff bereits gepi — Einzelheit di amen anglo-amer Aktion verfolgen, nachgewiesen ist, einen Propagand⸗ tatsächliche Auflös Die parteiamtlie am Samstag, ehe Parteien außerhal davon wußten, ei des Zentralkomite stischen Internati. tern mit sofortige den. Ein triftiger angeführt. In de „wegenderBe krieges“. Auf: Sspäteren Notiz d' Passus zu streiche erfolgte, weil er es sich nur um In dem„Prawda“ ren erklärt, gen: Erste kommunist. gelöst worden sei Kkommunistischeln den, nachdem s habe. Für die ugenzwinkern, 1 ie Erste Inte eng ae e folgt ist. Ferner h nistischen Partei ausgeplaudert, d auf dem Pap Pressevertretern Fällen seien aucł stische Parteien aus der Kominter. aus taktischen Schienen sei. Hier stischer Seite Klar ja von vornhereir sich nämlich m handelt. Wenn darüber in der Welt hätt sind sie durch di des Roosevel den. Zwei Tage, ter Davies in e Unterredung im E velts Stalin über amerikaner in I Inhalt der Roose“ in diesem Brief maßen zusammen 1. Roosevelt ric guchen an Stalin. mit größerer Vors da durch die fr der politischen un Moskaus die b. Finnlands aus d Sowietunion gesc 2. Empfiehlt RO drücklich, beson- kanntgabe von Ank Die amerikanis müht sich seit ei um die Türkei 2 ich in schwers Washingtoner K und Churchill of gegeben, die Un Kkanischen Offen Vnsinnigkeiten a Die Haltlosigke Alarmparolen lie der sich auch n und Ziel der ti ist. Sie wirken 1 Ankara selbst Zzu kei hat es nicht diese Agitation nehmen. Dafür b Kundfunk eingel die kür die politis des, d. h. für da. tät nach wie v⸗ wie der halbamt!l drücklich hervor schlossenheit, ge Integrität, Unab keit des Landes, erfolgen möge, Kampf aufzunel wie der Abgeor energisch unters