Badiſche der Stadt und Volksblatt.) eeee 2 Pig eee„Jourusl Maunheiur“ ——— eueſte Nachrichten ee Direktion u. Buchhaltung 1449 5 5 Druckerel⸗Bureau(An⸗ do ſesates Anabhängige Tageszeitung. nahmen. Druckarbeiten 841 don drmodd.ge. ie Seleſentte uud verhrekdetſte Britung Taglich 2 Husgaben Eigene Nedaktionsbureaus Ndaon 8 Baswüörttge Juſerate 6„in Maunheim und Umgebung.(ausgenommen Sountag) in Berlin und Karlsruhe. ee Verlags⸗ De Acklame-geile. 1 Nart Schkuß der Jaſeraten⸗Auuahme für das Mittagsblatt Morzens 3 9 Uhr, für das Abendblatt Nuchmittags 8 Uhr. FFF N 5 Nr. 199. Mittwoch, 29. April 1908.(Abendblatt.) Die Nachſaiſon. Von unſerem Berliner Bureau.) JBerlin, 28. April. Ein wenig noch in Ferienſtimmung hat der Reichstag am Dienstag ſeine Arbeiten wieder aufgenommen. Die Präſenz war nicht gerade wuchtig, die Reden nicht eben von ſonder⸗ lichem Temperament getragen. Man merkte es dieſer Ver⸗ ſammlung an: ſie wünſchte nur noch ein paar liegen ge⸗ bliebener Reſte zu erledigen und dann endgültig zur großen Sommerraſt auseinanderzugehen. An dieſem Bild werden auch die neun oder zehn Tage, die die Reichsboten vorausſicht⸗ lich noch beieinander ſein werden, nichts ändern. Die eigent⸗ liche politiſche Arbeit iſt nun einmal getan. Glänzender, üher raſchender, vielleicht darf man ſogar ſagen: imponierender getan, als das jemand noch vor kurzem geahnt hätte. Nach ſolcher Kraftleiſtung— das iſt ein immanentes Geſetz nicht nur der Parlamente— verlangt man nach Ausruhen. Man würde danach verlangen, ſelbſt wenn nicht die preußi⸗ ſchen Landtagswahlen vor der Tür ſtünden und die Regierung vielleicht noch mehr als die Parteien zu vermeiden wünſchten(worauf die„Kreuzztg.“ zutreffend aufmerkſam macht), daß im Wahlkampf die nämlichen Leute ſich als grimmige Gegner befehden, die im Reichstage doch auf Block⸗ treue und Zuſammenhalten angewieſen find. Warum auch ſollte man wider Natur und Pſychologie die M. d. R. zu längerem Verweilen nötigen? Die paar Geſetze, die man ſummariſch unter dem verächtlichen Rubrum der kleinen Vor⸗ lagen zuſammenzufaſſen pflegt, laſſen ſich bequem in anderk⸗ halb, wenn's hoch kommt, in zwei Wochen zu Ende beraten. Und für die bedeutſameren Entwürfe, die wie die ſogenannte „große Gewerbeordnungsnovelle“ mit ihrer Ausdehnung der ſozialpolitiſchen Schutzgeſetzgebung auf die Heimarbeit, ſelbſt in der Kommiſſion noch nicht weit gediehen, würden Fleiß und Präſenz ſowieſo nicht ausreichen. Alſo iſt es gut und klug und nützlich, daß man Schicht macht und— diesmal wirk⸗ lich re bene gesta— den heimiſchen Penaten zuwandert. Ob man für dies gar nicht häßlich eingerichtete Auseinandergehen die Form der Vertagung oder die des ausdrücklichen Seſſions⸗ ſchluſſes wählt— was liegt am Ende daran! Die„Kreuzztg.“ ficht mit großem Eifer für den Seſſionsſchluß. Es dürfe nicht zugegeben werden, meint ſie, daß der Reichstag mit ſeiner Immunität in Permanenz erhalten würde. Lieber Himmel, es gibt in Preußen⸗Deutſchland— erſt die letzten Tage haben es wieder offenbart— ſo viel tatſächliche Immunität, daß es wirklich nicht darauf ankommt, wenn nun auch noch 397 Herren ihrer teilhaft werden, von denen mindeſtens keiner noch über den Starnberger See gondelte. Das iſt, bei Licht beſehen, eine ſchlichte Zweckmäßigkeitsfrage und ſo betrachtet, e es uns immerhin praktiſcher erſcheinen, wenn man auch diesmal wieder vertagte: man erſpart ſo zum wenigſten die nicht immer einfache und hemmungsloſe Einbringung 525 Vorlage und die erſte Leſung. Aber die Hauptſache bleibt doch, daß man zu Ende der, kommenden Woche auseinandergeht und daß einandergeht. Es iſt nicht ohne ſtarken Neiz man gern aus⸗ wie ſchnell und wie gründlich das poltti konſervative Agrarier. 31¹ beobachten, tung finden in größten deutichen Dundesſtaat. ſche Wetter umge⸗ ſchlagen iſt. Noch zwei Wochen vor der r Oſterbacanz ſtieß man im Reichstag bei führenden und leitenden Männern auf be⸗ Das Vereins⸗ Nuß;: das Auskünfte: mehr als harte ſchien Objekt der Tücke 5 klerikale und Die Entſcheidungen, die dann in der zweiten Aprilwoche Schlag auf Schlag folgten⸗ haben dieſe Stimmungen und Verſtimmungen wie fortgeweht. Es iſt etwas Sieghaftes über dieſen Blockreichstag gekommen, ein Selbſtvertrauen, ein ſtarker Glauben an die eigene Kraft, das ſelbſt den anfänglichen Skeptiker ganz wunderſam berührt. Es ift nun einmal nicht anders: im politiſch⸗geſchichtlichen Werden entſcheidet der Erfolg. Und dieſer Erfolg hat für den Block entſchieden und für den Fürſten Bülow, der mit ſeinem eigenartigen Fatalismus und jenem heiteren Optimis⸗ mits, den die Schwerblütigeren unter uns als Leichtfertigkeit zu empfinden pflegen, die„neue Situation“ ſchaffen half. Da⸗ gegen ſich zu ſträuben, wäre zwecklos. Man ſoll doch den Mut haben anzuerkennen, was iſt. Nämlich: daß der Block nütz⸗ liche Arbeit getan hat und die Freude über dies Gelingen der Nation in alle Glieder ſtrömt und ſich von grämlichen Theoretikern nicht wegdisputieren läßt. Dieſer Tage in Magdeburg auf dem Parteitag der preußiſchen National⸗ liberalen war das geradezu mit Händen zu greifen. Dieſe 300 und einige Männer, die aus allen Teilen der Monarchie zuſammenſtrömten, waren durch die Bank frohe Bejaher dar innerpolitiſchen Gegenwart. Die Gen ugtuung, daß Zentrum nicht mehr Trumpf iſt, leuchtete ihnen aus den Augen; der Stolz darauf, daß auch mit der neuen Parteigruppierung politiſche Geſchäfte zu machen waren, zog ſich durch alle Reden. Man wollte vor allem, daß es Tag bleibe; daß die Politik fortgeführt werde, die, wenn auch unter manchen Opfern, im doch ein langſames Fortſchreiten zu ermöglichen ſchien Im Zeichen dieſer Stimmung wird die kurze Nachſaiſon ſtehen, die am Dienstag im Reichstag begonnen hat. Nicht übel wär's freilich, wenn im gleichen Zeichen, nämlich dem des Aneinanderrückens ſämtlicher liberaler Gruppen, auch die preußiſchen Wahlfſünden. Denn nur ſo könnte es geſchehen, daß der Egoismus der an der Macht ſitzenden Konſervativen abgeſchwächt und gemildert würde Polifische Uebersicht. Maunheim, 29. April 1908. »Das Ziel des Kampfes, ſo heißt es im Wahlaufruf der preußiſchen Frei⸗ ſinuigen, iſt die Beſeitigung der konſer⸗ vativ⸗klerikalen Mehrheit und die Verſtärkung der liberalen Reihen im Abgeordnetenhaus. Im Reiche hat der Liberalismus infolge der letzten allgemeinen Wahlen er⸗ höhten Einfluß gewonnen. Die Einheitlichkeit der Politik verlangt, daß die Grundgedanken der Reichspolitik auch Gel⸗ gilt. dem dächtige Mienen und ſorgenvolle geſetz erwies ſich je länger je Börſengeſetz gar 2 Frühlingsblumen. Von Friedrich Zimmermann. Schluß.) Das Schneeglöckchen gehört zu den Gewächſen, die in ihrer Entwicklung auf der urſprünglichen Stufe ſtehen geblieben ſind. Die weiße Blüte iſt beinahe nicht zu bemerken, wenn ſie in einem mit Schuee bedeckten Boden erblüht iſt. Sie ſondert auch keinen ſüßen Honigſaft ab, um Inſekten anzulocken und auch die 0 rote oder blaue Farbe der Blume wäre zwecklos, da a in dieſer Zeit die ganze Inſektenwelt noch gar nicht zum Leben erwacht iſt. Auch keine ätheriſchen Wohlgerüche ſtrömen 5 dieſer Blume aus, da dieſe Arbeitsleiſtung dach ganz zweck⸗ lus wäre. Bei den meiſten Gewächſen iſt aber die Natur nich! auf dieſer abgeſchloſſenen Stufe ſtehen geblieben; ſie ſchritt zu weiterer Entwicklung und bildete im Lauſe von ungeheuren Zeit⸗ abſchnitten neue Abkömmlinge mit leuchtenden Blütenfarben, id wie ſie heute in unzählbaren Arten unſer Auge erfreuen. Als die Inſektenwelt enkſtand und die erſten Flugverſuche an⸗ ſtellke, mögen ſich viele aus Zufall auf blühende Pflanzen zur Erholung niedergelaſſen haben. Nach und nach bildete ſich aber ein gegenſeitiges Freundſchaftsverhältnis, aus welchem Pflanze und Tiere Nutzen zogen und heute ſtehen wir vor den geſetz⸗ kätzigen und innigen Wechſelbeziehungen, die ſo feſt gelegt ſind, daß eine gewiſſe Pflanze nur ihre beſtimmten Beſucher hat und 8 eher ſterben, als ſich an andere Nährpflanzen zu gewöhnen. Die Seiden raupe kann nur mit den Blöttern des Maulbeer⸗ baumes gezüchtet werden und wo dieſer Baum nicht gedeiht, iſt jeder Verſuch des Seidenbaus erfolglos. Den Umwandlungs⸗ deozeß aus weißen Blumen zu vielfarbi muß man ſich ſo vorſtellen: gen Die ganze Pflanzenwelt hat ſich in unmeßbaren Zeiten nach uußd nach aus niedrigen Anfängen mehrere geologiſchen Perioden hindurch zu der erſten Stufe der windblütigen und 04 am! ſgen Pflanzen umgebildet. Die erſten Inſekten entſtanden aus niedrig Arganiſterten Ringelwürmern; dann kamen die verſchiedenen Gruppen der Kerbtiere, wie Schaben, Termiten, Henſchrecken, Eintagsfliegen und Waſſerjungfern zur Ausbildung. In der Steinkohlenzeit gab es dann noch Spinnentiere und und Tauſendfüßler. Dieſe Tiere lebten zuerſt lange Zeit von grünen Blättern, Stengeln und Wur⸗ zeln der höheren Pflanzen oder auch von den Teilen niedriger, bimenloſer Ge wächſe⸗ die ja damals die Mehrzahl bildeten, wie man aus den Verſteinerungen ſehen kann. Manche Tiere mögen ſich auch von tieriſchen Subſtanzen ernährt haben, naſchten wohl gelegentlich auch an den zarten Blütengebilden der nacktſamigen Windblütler, ohne daß die Nährpflanze einen Nutzen davon batte, Eine höher entwickelte Inſektenart lernte aber zufällig deu ſüßen Blütenſtaub kennen, gewöhnte ſich nach und nach an dieſe begueme Ernährungsweiſe. Bald ſtellten ſich neue Inſekten⸗ arten, ein und beteiligten ſich an dem Beſuche der Blütenpflanzen. Dabe! blieb wohl manchmal an dem haarigen Leib ein wenig Biatenſtaub hängen und beim Anfliegen oder Niederlaſſen ſtreiften ſie zufällig eine weibliche Blüte, ließen daſelbſt etwas von dem befruchteten Blütenſtaub hängen und vermittelten ſo die geſchlechtliche Befruchtung. Die Inſekten wurden uun immer wie an dem nährenden Blütenſtaub angelockt und ſo go⸗ ſtalte te ſich die Wechſelwirkung zur Regel. Durch dieſe Inſekten⸗ beſt täubung ging die Wefrunen auch bei ruhiger Atmoſphäre vor ſich, alſo ohne Hilfe des Windes, ſo kounte nach und nach die ſo regelmäßig von Inſekten beſuchte Pflanze des Windes als Vermittler entbehren. Was bei den Inſekten zur neuen Ge⸗ wohnheit wurde, das zeigte ſich für die Pflanze als Wohltat; ſie hatten jetzt nicht mehr nöte 1 ungeheure Maſſen von Blüfenſtaub u erzeugen, Wie frither, dar Nit doch ein 7 der beſte iubt wurden. Das iſt elwa nicht die (Aunahme), ſondern eine feſtſtehende kein Naturforſcher mehr zweifelt. der Sie Wird dabn 0 5 Liberalismus auch in Preußen die Stellung zu erobern, dit ihm nach ſeiner geiſtigen und wirt ſchaftlichen Bedeutung zu⸗ kommt. Gefordert wird dann die Erſetzung der geltenden, aus der ſchlimmſten Reaktionszeit ſtammenden Wahlrechtsbeſtim⸗ mungen durch das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht, ſowie eine den Bevölkerungs, verhältniſſen entſprechende Neueinteilung der Wahlkreiſe als die dringendſte Aufgabe der Geſetzgebung, als die Vorausſetzung eines wirklichen Fortſchritts auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens. Zu erreichen wird dieſes Ziel des Freiſinns bekanntlich nicht ſein. Wir greifen noch 915 Stellen heraus, die von der Verwaltung und der Schule handeln. Hinſichtlich der Verwaltungs sgrundſätze wird gefordert: Bei der Auswabl der Beamten ſoll allein die Tüchtigkei! entſcheiden. Jede Bevorzugung des Adels muß zurückgewieſen, jeded urückſetzung wegen politiſcher oder religiöſer Ueberzen gung bekämpft werden. Wir verlangen volle ſtaatsb ürgerliche Gleich⸗ berechtigung für alle Bekenntniſſe und volle Un⸗ parteilichkeit der Behörden gegenüber den politiſchen Beſtrebungen. Zur Schul⸗ und Bildungsfrage fordert der Aufruf: Das preußiſche Schulweſen iſt nicht in allen Zweigen muſtergültig. Das höhere Schulweſen muß entſprechend den Anforderungen der Gegenwart agetal die Mädchen⸗ bildung vertieft und ausgedehnt, das Volksſchulweſen ver⸗ beſſert und ausgebaut werden. Wir verlangen die Erſetzung der geiſtlichen durch die fachmänniſche Schulauf⸗ ſicht und bekämpfen die Konfeſſionaliſierung des Schulweſens. Wir fordern Freiheit der wiſſenſchaftlichen Forſchung und Lehre und wollen gegenüber kirchlicher Unduld⸗ ſamkeit die religibſe Toleranz, gegenüber der auf weltliche Machtſtellung bedachten Hierarchie den modernen Staats e am Geltung bringen. Die„Voſſ. Ztg.“ verſieht den Wahlaufruf mit folgendem gommentar, der für die gegenwärti ge Situation des Liberalismus von großer Bedeutung iſt: Die e ee zwiſchen den Freiſinnigen Gruppen der bürgerlichen Linken haben ſich ſo erfreulich geſtaltet, daß ein 8 e⸗ meinſamer W̃ ah laufruf erlaſſen werden kann. Schon dieſe Tatſache wird überall in liberalen Kreiſen mit Genugtuung begrüßt werden. Mehr und mehr verlieren die alten Fraktionsunterſchiede an Bedeutung. Im Abgeordnetenhauſe herrſchte atpiſchen allen Mit⸗ gliedern der freiſ. Parteien das herglichſte Einvernehmen. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß ſich auch bei den Wahlen dies Einver⸗ nehmen bewährt und befeſtigt. Von einem Kampf zwiſchen Kandi⸗ daten der einzelnen Fraktionen kann keine Rede ſein. Auch im Wahlkreiſe Teltow⸗Beeskow⸗Storkotv iſt davon keine Rede. Denn, wenn hier Herr Breitſcheid das Bedürfnis empfindet, ſein Glück zu verſuchen, obwohl von 1— Freiſinnigen und Nationalliberalen ge⸗ meinſam Oberſtabsarzt Dr. Tubenthal und Amtsgerichtsrat Dr. Liepmann als 0 b bee aeel. ſind, ſo hat die Freiſinnige Ver⸗ einigung mit der ehrgeizigen Quertreiberei des Herrn Wree er um fo weniger zu tun, als er mitſamt ſeinem ſogialliberalen Verein aus der Freiſinnigen Vereinigung ausgetreten iſt, und die Mehrheit ſer Partei über Trennung von reitſcheid und ſeinen udaß alle e Windblütler e eine Angehenke Menge pon Blütenſtaub er⸗ Wolken zeugen. In unſeren Tannenwäldern ſteigen oft ganze davon auf und manche Felſen ſind oft gelb gefärbt, ſodaß die Sage von dem Schwefelregen entſtehen konnte. Die Inſekten⸗ blütler bringen nur eine kleine Menge des Blütenſtaubes hervor, welcher aber ausreicht, um alle Blüten zu befruchten. Die ein⸗ getretene Erſparnis an Kraft iſt alſo feſtgeſtellt und ſie mußte den betreffenden Pflanzen ſehr zu gute kommen; denn in der Blüte und in der Erzeugung von fortpflanzungsfähigen Samen gipfelt der Höhepunkt des ganzen Pflanzenlebens. Die Ar⸗ beitsleiſtung konzentriert ſich hier in dem Geſamtorganismus zur Bildung der Nachkommen, zur Erzeugung der zukünftigen Generation. Sy erklärt es ſich auch, warum die Windblütler von den Inſektenblütlern ſo ſehr in den Hintergrund gedrängt wurden und die letzteren die Herrſchaft in der heutigen Pflanzen⸗ welt an ſich geriſſen haben. Die Entwicklung blieb aber nicht auf dieſer errungenen Stufe ſtehen; durch die natürliche Zuchtwahl wurden im Laufe der Zeiten weitere fortſchrittliche Abänderungen in den Prozeß der Fortentwicklung hineingezogen. Die Blüten fingen an, an dieſen oder an jenen Organen, in der Nähe der Gecchlechtsapparale, Honig oder ſüßen Saft abzuſondern, wodurch die Inſekten von dem ſeither verze hrten Blütenſtaub abgelenkt wurden. Jetzt be⸗ ſuchen viele die Blumen nur noch dieſes Saftes zwegen und fliegen ſofort auf eine friſche Blüte, wenn der kleine Vorrat aufgeſogen iſt. Bei allen dieſen Vorgängen und Neugeſtaltungen darf man aber nicht annehmen, daß die Blüten bewußt zu ſolchen Ge⸗ wohnheiten gelangt ſind. Die heute regelmäßig ſtattfindende Abſonderung des Nektars begann ohne allen Zweifel nicht mit einem Male; ſie ergah ſich erſt in einer unberechenbaren Zeit Von einer Generation; zur andern immkr ſtärker herportreterd 115. zwar unle: de en Lorrektid de er lichen Zuchtwahl im te zogen die ſelten nach und nach neue lumen hervor ſie ſelber lernten ſich zen Aeuen Einrichtungen anN ſodaß man heute Geueral⸗uuzeiger.(Abendblatt.) Manftbeien, 29. Aprit ücklich ſein wird. Ueberall ſt und D Abere 0 1 hat ſie zuſammengeführt. Der konſervative Wahlaufruf. Faſt auf denſelben Tag wie die Nationalliberaleu ſind auch die Konſervativen mit ihrem Wahlaufruf auf dem Plan erſchienen. Einem bemerkenswert kurzen Aufruf, der aber bei aller Kürze noch Zeit zu mancherlei Unrichtigkeiten findet. So behauptet er u.., die Gegner der Konſervativen wollten das„bewährte Wahlrecht beſeitigen“ und„durch eine Neu⸗ einteilung der Wahlkreiſe das Gewicht des platten Landes und der Kleinſtädte Intereſſe der Großinduſtrie ſeitigen“, Zu den Leuten, die die Beſeitigung des gel preußiſchen Wahlrechts auſtreben, gehören bekanntlich die Nationalliberalen auch. ſie ſich dabei wie bei der Neu dem Wunſch hätten leiten laſſen, flaches Land und Kleinſtädte zu depoſſedieren. Mit allem Nachdruck— auch die„Kreuz⸗ zeitung“, die die Beſchlüſſe des Hannoverſchen Propinzial⸗ borſtandes als ein Novum bei liberalen Politikern kommen⸗ liert, iſt da im Irrtum— iſt von den Nattonalliber⸗ (ſchon am 10. Januar im Abgeordnetenhauſe und jetzt wieder in Magdeburg) betont worden, daß die Neueinteilung nicht mechaniſch erfolgen dürfte; daß bei der Schaffung neuer Wahl⸗ kreiſe neben der Kopfzahl auch das hiſtoriſche Milieu, auch „Land und Leute“ z Nicht beſſer ſteht 8: die Konſerva⸗ auf allen Gebieten It einteilung der Wahlkreiſe 1„ 0 1* kiven wollten zwar auch den Fortſchritt vonn Kultur⸗ und Wirtſchaftsleben, möchten aber nicht ohne zwingenden Grund in dieſer unruhigen Zeit das Alte, Be⸗ währte umſtürzen. Daß das preußiſche Wahlrecht alt iſt, ſoll nicht beſtritten werden. Umſo lebhafter wird man ver⸗ mutlich bezweifeln, daß es ſich in unſeren Tagen noch irgend⸗ wie zu bewähren vermag, nachdem ſeit ſeinem Erlaß oder ſeiner Oktroyierung(wie man das auszudrücken wünſcht) die Welt ſich geradezu von Grund auf wandelte. Der„rüttelt icht an den feſten Grundlagen unſerer angeſtammten Monarchie“(um noch einen Schlußſatz des konſervativen Auf⸗ pufs zu zitieren), der wenn die Zeit erfüllet ward, daran geht, berdorrte Aeſte abzuſägen. Weit eher der, der ſich kleinen geitgemäßen Reformen hartnäckig entgegenſtemmt und ſo dem Haß und dem Radikalismus in die Hände arbeitet. Die Nationalliberalen haben wohl gewußt, was ſie taten, da ſie ſich mit ſolcher Entſchiedenheit und Einmütigkeit für die Wahlreform feſtlegten. Sie haben nicht, wie die„Konſerv. Korreſp.“ ſchwungvoll, aber falſch ſchreibt,„dem ungeſtümen Drängen der unaufhaltſam nach links treibenden Jugend⸗ vereine ihre Entſchließungen gefaßt“, ſondern in maßvoller Erfaſſung der Situation und im Sinne ſtaatserhaltender Politik. Denn ſtaatserhaltend iſt es, Inſtitutionen, die ſich überlebten und von der Mehrzahl der Bevölkerung als Unbill und Ungerechtigkeit empfunden werden, zu opfern. Nur ſo, durch Nachgiebigkeit zur rechten Zeit und örtliche Kuren, Hobald ſie nötig wurden, bewahrt man dem Staaf vor ſchweren Erſchütterungen. Der deutſche Haudel mit Marokko hat in den letzten Jahren ſehr an Umfang zugenommen; 1907 ſtand Deutſchland mit an erſter Stelle unter den Abnehmern maxokkaniſcher Produkte. So betrug z. B. die Einfuhr marok⸗ kaniſcher Gerſte nach Deutſchland über 4½ Millionen Mark, die Einfuhr von roher Schafwolle aus Marokko über 2 Mill. Mark, die Einfuhr von Schaf⸗ und Ziegenfellen faſt ebenſoviel und die Einfuhr von Mandeln mehr als 13 Millionen Mark. Jur Januar und Februar 1908 wurden 77106 Da. Gerſte aus Maroklo eingeführt und 1931 Dz. Mandeln. Die Ein⸗ fuhr von Wolle, Schaffellen und Rindshäuten ſcheint dagegen dem Vorjahre gegenüber zurückgogangen zu ſein. Noch mehr iſt aber bei der Ausfuhr deutſcher Induſtrieerzeugniſſe nach Marokko eine Abnahme zu ſpüren. Die„Times“ beſtreitet das natürlich. Beſonders ſtörend wirkt auf den Handels⸗ verkehr mit Marokko die franzöſiſche Aktion ein. Nach den hierüber vorliegenden Klagen hat es faſt den Anſchein, als hätten es die Franzoſen darauf abgeſehen, den nichtfranzöſi⸗ ſchen Handel in Caſablanca und anderen marokkaniſchen Hafenſtädten zu unterdrücken. Der Grundſatz der offenen Tür und der Gleichberechtigung aller mit Marokko Handel —— von Bienenblumen, Schmetterlingsblumen, Ameiſenblumen und in Amerika ſygar von Kolibriblumen ſpricht. Wir ſind am Schluſſe unſeres Artikels angelangt. Der freundliche Leſer wird hier ſicher manches Neue angedeutet ge⸗ funden haben. Wer eine einzelne Blüte verſtanden hat, dem er⸗ öffnet ſich auch ein neuer Geſichtspunkt für das Verſtändnis der Geſamtflorg unſerer Erde und ihrer Abhängigkeit von der In⸗ ſektenwelt. Eine ganz neue Wiſſenſchaft iſt entſtanden— die Blumen⸗Phyſtologie.— Sie iſt die Krone der wiſſenſchaftlichen Botanik der Gegenwart und wird uns in den nächſten Jabr⸗ zehnten noch manches bis jetzt unglöſte Rätſel löſen und uns der endgültigen Wahrheit näher bringen. Aus Guſtav Wieds Lehr⸗ und Wauderjahren. Guſtay Wieſd, der Autor der Komödie„2 K 2 5, der gächſten Mannheimer Premiere, verfaßte von 4 Jahren folgende Selbſtbiographie im Telegrammſtil. Ich bin am 6. März 1858 auf dem Gute Holmegaard auf Inſel Lolland im Königreich Dänemark geboren—— Mit fünfzehn Jahren kam ich zu einem Buchhändler in die Lehre. Dort verkaufte ich Bücher und Federhalter und mußte auf einem Schubkarren Pakete in die Stadt fahren. Dies verletzte mein Ehrgefühl in ſehr hohem Grade. Aber in der Stille der Nacht tröſtete ich mich damit, daß ich fadenlange Trauergeſänge und von Blut briefende Tragödien ſchrieb.—— Dann machte ich das Abiturientenexamen. Dies iſt ein außerordentlich ſchwieriges Examen. Zweimal fiel ich durch, ehe ich es beſtand. Hauptſächlich hatten mich meine Fehler im Aufſat geliefert. Und bis heute noch weiß ich manchmal nicht recht, wo ein Komma hingehört und wo nicht.——Dann wurde ich Hauslehrer auf einem wunderſchönen alten Herrenſitz in Jütland. Das war herrlich Der Herrenhof lag mitten in einem großen Walde dicht am Kattegat. Im Sommer badeten wir, meine Schüler und ich, und im Winter fuhren wir Schlitten und lieferten große Schneeballſchlachten. Meiner Anſicht nach kommt es nämlich nicht ſo ſehr darauf an, daß die Kinder etwas lernen, als vielmehr darauf, daß die beim Unterricht vergnügt l f‚ e mene⸗ der And„ Dann lam ich noch Kopenbagen und wurde Lehrer, treibenden Nationen wird von ihnen fortgeſetzt verletzt. In England hat ſich bereits eine Vereinigung Intereſſente gebildet, um die durch das Eindringen der Fransoſen it Marokko ſtark gef engliſchen Handelsintereſſen ſchützen. In jedem marokkaniſchen Zollhauſe wirken, ſo heißt es in einem Rundſchreiben dieſer engliſch Vereinigung, franzö Beamte, meiſt ſolche von funeſiſch/ 8H⸗ franzöſiſchen Agenten im Intereſſe des franzöf Intereſſen der übrigen Nationen werden Auch von deutſcher Seite liegen von Pon 11 15 Di 2le che Klagen über franzöſiſche Uebergriffe und Rückſichts⸗ loſigkeiten vor, und man ſcheint, um die deutſchen Handels⸗ 2 N. De der Eng⸗ jüngſt in intereſſen in Marokko zu ſch jetzt d länder befolgen zu wollen. Z Berlin eine öffentliche allgemeine Verſammlung der deutſchen Marokko⸗Intereſſenten ſtatt, deren Tagesordnung lautete: Die Notwendigkeit energiſcher Maßnahmen zur W ſcher Intereſſen in Marokko gegenüber Frankreich, auf die Erklärungen Herrn Reichskanzlers und des Staatsſekretärs des Aeußeren im Reichstag zur Marokko⸗ ſrage. Wir wollen höffen, daß die Beſtrebungen der Ver⸗ ſammlung, deren Erklärung wir wiedergaben, von Erfolg ſein werden und daß ſie namentlich auch die Unterſtlitzung unſerer Regierung finden werden. Die Verführung zu politiſchen Kraftproben. „Vorwärts“ iſt eine Flugſchrift des„Ge⸗ Rſtreik ein 2 den Verſuch zit machen, die Grundlagen der beſtehenden Geſellſchafts⸗ ordnung mit Hilfe des Maſſenſtreiks ins Wanken zu bringen. Bei den ſozialdemokratiſchen Gewerkſchaften hat dieſe neue Empfehlung des Maſſenſtreiks offenbar Anſtoß erregt, Denn in dem geßwerkſchaftlichen Zentralorgan wendet ſich R. Schmidt gegen die„ziemlich ſyſtemloſe“ und„ſprunghafte“ Erörterung des„Genoſſen“ Parvus, indem er im weſentlichen ausführt: „Niſcht in dom ſpetulativen politiſchen Maſſenſtreik f Arbeiter die Macht der geßerkſchaftlichen Organiſatio ſond Hinweis deſſen, was ſie in ihren Gewerkf des ge des noſſen“ Parvus erſchienen, die vont Maſiſe 0 che Streik werden, der die ſchafk⸗ he Beſſerſtellung der Arbeiterklaſſe als Zweckbeſtimmung hak. wäre der größte Fehler der Gewerkſchaften, wollten ſie die Kämpfe zugleich zu polttiſchen Kraftproben hinleiten, um ſo den ganzen Heerbann der Gegner gegen ſich mobil zu me 8 Da der Verlag des„Vorwärts“ der Flugſchrift des„Ge⸗ noſſen“ Parvus eine Ankündigung mit auf den Weg gegeben hat, in der dieſe Flugſchrift den Arbeitern als„Hilfsmittel zum Erwerb eines ſelbſtändigen Urteils“ im Tageskampf der Sozialdemokratie und der Gewerkſchaften angeprieſen wird, ſtellt R. Schmidt trocken feſt:„Für die Gewerkſchaften wird dieſe hochtönende Ankündigung auch bei ſehr beſcheidenen Anſprüchen gänzlich unerfüllt gelaſſen.“ Eine deutlichere Ab⸗ ſage an den Propheten des Maſſenſtreiks iſt ſchwer denkbar. Deutsches Relch. —(Das Ehrengericht gegen Hohenau.) delt augenblicklichen Stand der Diftge iſt der An⸗ gelegenheit gegen den Grafen Hohenau erfährt, die„Jnf.“ von unterxichteter militäriſcher Seite, daß das Ehrengericht gegen den Grafen bis jetzt noch nicht zuſammengetreten iſt. Es iſt auch noch kein Zeitpunkt beſtimmt warden, wann das Verfahren ſeinen Anfang nehmen ſoll, da der Kaiſer bisher einen diesbezüglichen Entſchluß noch nicht kund gegeben hat. Demgemäß erledigen ſich auch alle Meldungen neueren Da⸗ tums, die ſich mit dem Ehrengerichtsverfahren beſchäftigen und über deſſen Fortſchreiten etwas zu melden wiſſen. Bei dem gegenwärtigen Stande der Dinge kann weder ein ehren⸗ gerichtlicher Spruch gefällt noch eine königliche Entſcheidung getroffen worden ſein. Ueber eeeeeeeeeeeeeeene Rundschau im Auslande. England, Japan und China. Aus Tokio, 2. April, ſchreibt man uns: Bei der Beilegung der Tatſu⸗Maru⸗Angelegenheit hat England hinter den Kuliſſen eine gewichtige Rolle geſpielt, —— die Stunde zu ſechzig Pfennig. Dies dauerie fünf Jahre. Und auch da war ich ſehr beliebt bei meinen Schülern.—— Aber dann, ja dann fing ich zu„ſchreiben“ an. Das hätte ich jedoch nicht tun ſollen, wenigſtens nichtſ. o0... Denn die Polizei. ja, es iſt entſetzlich, daß ich es ſagen muß ich verſichere Euch, es waren auch die ſchwärzeſten Tage meines Lebens, und ich ſchäme mich darüber wie ein Hund! Aber es muß ja geſagt werden: Die Polizei ſteckte mich ins Zuchthaus— mich, der ſelber Zuchtmeiſter der Jugend geweſen war. Und da ſaß ich. Zu Tode betrübt.—— Und doch iſt gerade dieſes... Vorkommnis ſchuld daran, daß„etwas“ aus mir geworden iſt. Denn während ich da zwiſchen den kahlen vier Wänden ſaß, gelobte ich mir ſelbſt, mich von Grund aus zu be⸗ kehren, wenn ich erſt wieder in der freien Natur draußen wäre. Ich wollte dann einen Kurſus im Rechtſchreiben durchmachen und mir die größte Mühe geben, meine Bücher ſo zu ſchreiben, daß der Papſt ſie ſeinen Schweſtern zu Weihnachten und zum Geburtstag ſchenken könnte. Dies gelobte ich mir. Natürlich wäre es am beſten geweſen, ich hätte das Bücher⸗ ſchreiben ganz aufgegeben. Aber das konnte ich nicht.—— Und jetzt bin ich alſo ſechsundvierzig Jahre alt, habe ſelbſt Frau und Kinder und wohne zwiſchen einer Kirche und einem Irrenhauſe. Wie merkwürdig das Leben doch iſt! Ich bitte daher auch jeden Tag den lieben Gott, daß mir doch ja nicht bis zuletzt meine„geiſtigen Kräfte erhalten bleiben“ mögen, wie es in den Rekrologen heißt. Denn man möchte doch ſeine Ruhe haben. Buntes Feuilleton. — Ein weiblicher Sonderling. Aus Kloſterneuburg wird be⸗ richtet: In ihrer Villa in Kierling ſtarb vor einigen Tagen die ö8⸗ jährige Frau Barbara Wenzl. Da man ſie einige Tage nicht geſehen hat, drang man in ihre Villa, die ein Bild der Verwahrloſung bot. Um die Toke hevum ſaßen ihre zehn Katzen Es wurde ein Teſtament aufgefunden, in dem ſie anordnet, daß die Katzen dem Wiener Tierſchutzberein zur Pflege übergeben werden ſollen, wofür der Verein ein Legat von einigen tauſend Kronen erhält. Der fünf⸗ 1ihrigen. Terter Aung pes Nüßlengeſiters Solterer bexmgchte ſie et die die größte Beachtung verdient, weil ſie zeigt, wie Enee 9 5 nglaud ſeinem verbündeten Japan gegenüber die Stellung des L 4 meiſters einnimmt. Bei der Beſprechung der Angelegenheit im japaniſchen Patlament ſtellte ein Mitglied der Oppoſttin an den Miniſter FJayc ji die unbequeme Frage, wie es eigent⸗ lich mit dem Eingreifen Englands ſich verhalten habe. Ob es wahr ſei, daß England angefragt habe, wWas Japan unter der China angedrohten„Ergreifung Anah⸗ hängiger Schritte, um zu ſeinem Rechte zu kommen“ verſteh⸗ Der Miniſter hat eine ſolche Anfrage Englands glattweg ab⸗ geleugnet, wie er ja auch das japaniſche Ultimatum vond 7. März abzuleugnen verſucht hat. Demgegenüber behauptez die„Hochi Schimbun“, das Blatt des Grafen Okuma, daß das Ultimatum tatſächlich geſtellt worden ſei und daß Jal 190 darxaufhin von England eine Zurechtweiſung in der Form der oben mitgeteilten Anfrage erhalten habe. Diez wird freilich von der Regierung umgedeutet in ein dankbag angenommenes, in ſeiner Bedeutung kaum zu überſchätzendes Angebotder Hilfe von ſeiten Englands, deſſen Vertreter in Peking, Sir Jordan, ſich bei dieſer Gelegenheit beſondere Verdienſte um Japan erworben habe. Um dieſe Fiktion aufrecht zu erhalten, iſt denn auch wirklich Graf haſcht auf die engliſche Botſchaft in Tokio gegangen, um Japans Dank für die treue Hilfe des Verbündeten abzuſtatten Es mag ſein, daß der wiederholt gegen Japan erhobene Vorwurf, es ſuche nach einem Vorwande zu einem Kriege mit China, um durch die von China zu zahlende Kriegsentſchädi⸗ gung ſeine leeren Kaſſen zu füllen, nicht ganz unzutreffend iſt Japan kaun aber ſo lange keinen Krieg gegen China führen, als England und Amerika dagegen Einſpruch erheben. Daß G ind gewillt iſt, dies zu tun, und zwar um der Gofähr⸗ dung ſeiner eigenen Intereſſen in China vorzubeugen, hat e⸗ jetzt gezeigt, wo durch ſeine vom Bundesgenoſſen„dankbar geſehenen Zwiſchenfalls vermieden worden iſt. Beiläufig hat ſich die Nervoſität über das Eingreiſen Englands in manchen japaniſchen Kreiſen dadurch Juft land wolle bei dieſer Angelegenheit— die es doch in keiner Weiſe anging—„im Trüben fiſchen“. Nun, Deutſchland iſt wie er möchte, zum Prügelknaben gemacht zu werden. — Zum jungliberalen Parteitag, der, wie wir bereits früher mitgeteilt haben, am 9. in Konſtanz abgehalten wird, erhalten die Blätter bezüglich Nach dem Eſſen erfolgt im Huſſenkeller ein Familienabend mit freunden gehalten werden. in Ausſicht. beitritt. Ausnützung der badiſchen Waſſerkräfte des Rheins für Clel⸗ trizität ſprechen werden. Um 2 Uhr nachmittags führt ein Extraſchiff, mit der ganzen Stadtmuſik an Bord, die Gäſte nach der Mainan und von da nach einſtündigem Aufenthalt nach Ueberlingen. Hier iſt ein gemütliches Beiſammenſein mit, den Ueberlinger Parteifreunden im„Badgarten“ in Ausſicht ge⸗ nommen. Das Schiff wird kurz nach 7 Uhr wieder in Konſtanz eintreffen, damit der Anſchluß an die Abendſchnellzüge erreicht wird. Jür Montag iſt ein Ausflug in die nähere Umgebung zeplant. Bezirksverein Heilbronn des Verbandes Süddeutſcher Induſtrieller. Am Dienstag, den 28. ds. Mts., abends 8 Uhr hielt der Be⸗ zirksverein Heilbronn des Verbandes Süddeutſcher Induſtrieller im Bahnhofhotel zu Heilbronn eine Mitgliederverſammlung ob, FBFFF—————..———.. ˙— dafür, daß ſie mit den Katzen gern ſpielte, 100 K. Das übrige, nicht Unbedeutende Vermögen teſtierte ſie zu Gunſten ihrer in einer Irren⸗ anſtalt untergebrachten Schveſter. — 103½% Jahre alt. Ein hohes Alter hat eine Frau in Eilen⸗ burg erreicht. Dort ſtarb in einem Alter bon 1083 Jahren dieſer Tage die Witſpe eines Damenſchneidermeiſters, Frall Weingärkner, — Anpaſſung der Tiere an moderne Verkehrsmittel. Charles 8 e 3 John Carniſh war Profeſſor der lateiniſchen Sprache am Stk. Pauls College. Der vor etwa zwei Jahren Verſtorbene hatte eine fein⸗ ihn, ſondern das Alltagsleben der Tierwelt, und was er mit Luſt und Liebe ſah, notierte er auch mit denſelben Gefühlen. Ihm ber⸗ danken wir ſo manches Beiſpiel davon, daß ſich die Tiere den Men⸗ ſchen und deren Gewohnheiten anzupaſſen vermögen. Einiges ſei hier erwähnt. Da iſt vor allem eine Erfindung, die allen Tieren anfänglich Entſetzen einjagte, die Lokomotive, die Eiſenbahn. 5 gab eine Zeit in den Vereinigten Staaten, in der die Büffel auf der ganzen Strecke zwiſchen Newyork und San Francisco ſich auf die Züge ſtürzten, dieſe angriffen, den Weg berſperrten, ſich überfahren ließen, oft aber auch die Maſchine oder den Zug zum Entgleiſen brachten. Heute iſt dies ganz anders; die Tiere ahmen den Men⸗ ſchen nach, ſie haben ſich an die Eiſenbahn gewöhnt, ſie nützen die⸗ ſelbe ſogar für ſich aus. So gibt es eine Art von Affen, die geien die Verke Waren, wie z. B. Zucker, Syrup u. dergl., aus dem Waggon auf dis Vöſchung der Bahnlinſe werfen, über die ſie ſich dann, wenn der Zuß vorbeigerollt iſt, hermachen. In Kanada wiſſen die Wölfe, daß die Paſſagiere die Ueberreſte ihrer Mahlzeiten aus den Zügen werfen, ſie halten ſich alſo in der Nähe der Schienen auf und erfreuen ſin der dann ſolcher Art gefundenen Beute. Wenn ein Zug in einem Londoner Bahnhof, der uie ein Symbol der Reinlichkeit iſt, eintrifft, wird er ausgefegt, der Kehricht wird aber abſeits vom Perron liegen gelaſſen. Das wiſſen die Ratten, die ſich auf Koſten der Eiſend mäſten und regelmäßig zur Zeit des Reinemachens erſcheinen, Andere Tiere machen ſich den Telegraph zu Nutzen. Die Füchſe Ameritas haben die Gewohnheit angenommen, des e, Vögel aufzuleſen, die während der Nacht an den Tolegraphendra ten den Tod gefunden haben. Allerdings nimmt die Zahl des derart verunglückten Gefieders von Jahr zu Jahr ab, denn auch die Vögel ſind Beobachter und nützen die gemachten Erfahrungen zu eigenet Sichexheit aus. 2——* 25 augenommene Hilfe“ ein blutiger Ausgang des unvorher gemacht, daß man wieder einmal behauptet hat, Deutſch ja daran gewöhnt, von jedem, dem es nicht ganz ſo gehl Badiſche Politik. und 10. Mer des Feſtprogramms folgende Mitteilungen: Am Samstag abend ½7 Uhr findet im Sonnenſaal ein gemeinſchaftliches Nachteſſen der hieſigen Parteifreunde mit den auswärtigen Gäſten ſtat Feſtbankett, für welchen die Mitwirkung der Stadtmuſik und einer größeren Anzahl Damen und Herren geſichert iſt, auch werden verſchiedene Reden von auswärtigen und hieſigen Partei““ Es ſteht alſo ein genußreicher Abend Am Sonntag früh beginnen die geſchloſſenen Verhandlungen im Sonnenſaal, zu welchen nur einge ſchriebene Mitglieder liberaler Vereine Zutritt haben. Bei dieſen Beratungen wird u. a. auch darüber Beſchluß gefaßt werden, ob der Badiſche Landesverband dem Reichsverbande Auf 11 Uhr vormittags iſt im Huſſenkeller die öffen⸗ liche Verſammlung angeſetzt, wobei Bankdirektor Doren⸗Heidel berg über das Vereins⸗ und Verſammlungsrecht in Verbindung mit der Frauenfrage, und Landtagsabg. Ries⸗Waldshut über die fühlende Seele; nicht zufällige Vegebenheiten der Tiere intereſſierket Sgeit der Züge keunen, auf die Güterwagen ſpringen — Maunheim, 29. April. Geueral⸗Anzeiger.(Abendblatt). 3, Seile * Bezirksvereins, Herrn Direktor Pielenz, i. Ja. C. 6. Knorr, Nahrungsmittelfabriken,.⸗G., Heilbronn mit Worten etzlicher Begrüßung an die Erſchienenen eröffnet. Zu Punkt 1 der Tagesordnung berichtete der Verbands⸗Syndilus Dr. Mieck⸗Mannheim ausführlich über die Tätigkeit des Verbandes Süddeutſcher Induſtrieller in den letzten Monaten. An den bei⸗ füllig aufgenommenen Tätigkeitsbericht ſchloß ſich eine lebhafte Diskuſſion an, in der insbeſondere die Herren Direktor Pielenz, dommerzienrat Banzhaff i. Fa. Neckarſulmer Fahrradwerke, A⸗G., Fabrikant Brüggemann und Fabrikant Schwarzenberger das Wort ergriffen. Danach wurde einſtimmig der mit dem Württembergiſchen Induſtrie⸗Verband ſeitens des Verbandes Süddeutſcher Induſtrieller vereinbarte Anſchlußvertrag auch ſeitens des Bezirksvereins Heilbronn mit wenigen Aenderungen alzeptiert. Zum erſten Vorſitzenden des Bezirksvereins wurde Herr Fabrikant Walter Brüggemann i. Fa. Spritfabrik 9. Brüggemann⸗Heilbronn gewählt. Zum Schluß erfolgte die Erörterung einiger interner Angelegenheiten. Die intereſſant und anregend verlaufene Verſammlung purde vom erſten Vorſitzenden, Herrn Fabrikant Brügge⸗ mann, der inzwiſchen die Leitung der Verſammlung über⸗ nommen hatte, mit Worten des Dankes an die Erſchienenen um 14½ Uhr geſchloſſen. Aus Stadt und Land. * Mannheim, 29. April 1908. Etatmäßig angeſtellt wurden die Schutzleute beiſ Gr. Bezirksamt den des * Perſonalien. „Cpriſtian Uhly und Wilhelm Wunſch 1 ruhe) zu Aſſiſt.⸗Aerzten: die Unterärzte Kreiſe und Gaue geteilt. Die Zugseinheit bildet der Gau. Mannheim. * Perſonalnachrichten aus dem Ober⸗Poſtdirektionsbezirk Karls⸗ ruhe. Angenomment zum Poſtgehilfen: Emil Lang in Karls⸗ zuhe; zur Telegraphengehilfin: Magdalena Mildenbergeer in Mannheim.— Etatmäßig angeſtellt als Poſtaſſiſtent: der Poſtanvärter Adam Fath in Heidelberg; als Poſtgehilfin: Emma Frang in Karlsruhe.— Verſeßzt: die Poſtaſſiſtenten: Joſeph Dierauf von Königshofen nach Reilingen, Johann Grampp von Manttheim nach Mudau, Paul Heeß von Karlsruhe nach Bretten, Heinrich Joſt von Pforzheim nach Baden⸗Bader Heinrich Kirſch⸗ Hbaum von Mannheim nach Flehingen, Richard Lötterle von Pforz⸗ Hheim nach Weingarten, Julius Majer von Langenbrand nach VBaden⸗ Daden, Wilhelm Reinmuth von Wimpfen nach Sandhofen, Friedrich Vahl von Weitenung nach Mannheim.— Geſtorben der Poſt⸗ meiſter Guſtav Balbach in Bühl. Militärdienſtnachrichten. Vefördert zu der Reſ.? die Vigefeldwebel beztv. Vizewachtmeiſter: Baur(1 Mülhauſen i..), Lt. der Reſ. des 4. Bad. Inf.⸗Regts. Prinz Wilhelm Nr. 112, zum Oberlt., Bohrmann(Karlsruhe), Vogt(1 hauſen i..), Vizewachtmeiſter zu Lis. der Reſ. des 1. Ober⸗Elſäſſ. Feldart.⸗Regts. Nr. 15, Printz(Karlsruhe), Vizewachtm. zum Lt. der Reſ. des Bad. Train⸗Bats. Nr. 14, Gepp(Krefeld) des Bad. Pion⸗Bats. Nr. 14. Der Abſchied bewilligt wurde: Zimmermann(Karls⸗ ruhe), Hauptm. der Landw.⸗Inf. 1. Aufgebots, mit der Erlaubnis zum Tragen der Landtw.⸗Armee⸗Uniform, Irhr. v. Duſch(Mann⸗ heim), Oberlt. der Landw.⸗Kav. 2. Aufgebots, Fritſch(Mann⸗ heim), Oberlt. der Landtv.⸗Jeldart. 2. Aufgebots, Schmitt(Mos⸗ bach), Lt. der Landto⸗Inf. 2. Aufgebots. Befördert: zu Oberärgten: Die Aſſiſt.⸗Aerzte der Reſ.: Dr. Rauenbuſch(Heidelberg), Dr. NMeher(Heidelberg), Dr. Gruner(Freiburg), Dr. Qu ſt(Hei⸗ dbelberg), Dr. Hirſchfeld(Freiburg), Dr. Schleip(Frei⸗ burg) der Aſſiſt.⸗Arzt der Landw. 1. Aufgeboks Dr. Eſſig(Karl der Reſ. Dr. Kopp(Fre 7 bug Soffmann(Sörrach). Gernet(Freiburg i, Fr.)⸗ ötheler des Beurlaubtenſtandes, zum Oberapotheler be⸗ färderk, Kieſer(Raſtatt), Oberapotheker des Beurlaubteuſtandes, krurde der Abſchied bewilligt. Mertens, Rechnungsrat, Garn.⸗ Verwalt.⸗Direktor in Weſel, nach Raſtatt verſetzt. * Synderzug zum Beſuch der Ausſtellung München 1908. Das Daheriſche Reiſebureau Schenker u. Co. beabſichtigb bei genügender 55 Beteiligung einen Sonderzug zum Beſuch der Münchener Ausſtellung zu ermäßigten Preiſen zu arrangieren. Genannte Firma bietet Gelegenheit zum genußreichen Beſuch der Ausſtellung, der Stadt ſowie der Umgebung für verſchiedene Anſprüche, ferner heſorgt ſie die Unterkunft und Verpflegung. Alle Teilnehmer ge⸗ eßen beim Beſuch der bayeriſchen Königsſchlöſſer auf die Eintritt preiſe 50 Prozent Ermäßigung. Vereine, Verbände und Einzel⸗ Fberſonen, welche ſich für den Sonderzug intereſſieren, können alles Mhere durch das Verkehrs⸗Bureau(Kaufhaus, Bogen 57) efahren. Schneebeobachtungen. In der verfloſſenen Woche hat es bis in die Rheinebene herab geſchneit; in tieferen und mittleren Lagen iſt der Schnee im Laufe der Woche wieder berſchwunden. Am gen des 25. April(Samsktag) ſind noch gele beim Feldberg⸗ Gaſthof 175, in Titiſee 25, in Gersbach 1, in St. Märgen 45, in Todtnauberg 46, in Kniebis 1 und in Kaltenbronn 25 cen. * Der Feſtzug beim Deutſchen Turnfeſt. Eine Glauznummer unter den Veranſtaltungen des Deutſch Sonntag(19. Juli) ſich durch die Straßen farbenprächtige Feſtzug bilden. Ex ze ahteilungen: 1. ein hiſtoriſcher Teil f der Leihesübungen vom Altertum bis zur Ne lichen Trachtengruppen vor. en erheiſchen die Mit⸗ wirkung von über 500 koſtümierten Perſonen und etwa 100 Pferden; 2. es folgt als zweiter Teil die geſamte Turnerſchaft, in Jedem veg am kanant hmer⸗ gende Haupt⸗ wicklung kulturgeſchicht⸗ 2 Gau wird Ort und Zeit der Aufſtellung und der Aufmarſe Tage ſeines Eintreffens mit Aushändigung der Druckſachen! gegeben. Die Turner ſollen in Anbetracht der großen Teili zahl(über 40 000) durch Beſchluß der Deutſchen Turnerſchaft in Achterreihen marſchieren. Jedem Gau ſind die Fahnen und Vauner borguszutragen; 3. den dritten Teil des Feſtzuges bilden die In⸗ nungen, Vereime und ſonſtige Korporationen der Stadt Frankfurt mit ihren Bannern, Emblemen und ihren charak⸗ teriſtiſchen Trachten. Einzelne der größeren Franlfurter Verbände werden Prunkwagen ſtellen, deren Mitführung(mit Aus⸗ nahme eines Jahnwagens im erſten Teil) auf dieſen dritten Teil beſchränkt bleiben muß. Ein Sängerchor, otwa 30 Militärmuſik⸗ Aapellen, mehrere Zivilkapellen und Bataillonstambourkorps werden im Feſtzuge mitwirken. Zum Submiſſionsweſen. Es spird uns geſchrieben: In der LSanmstagabend⸗Nummer des„Generalanzeigers“ klagt„Ein Schwär⸗ mer für Gewerbefreiheit“ über die maßloſe Unterbietung ſeitens ames Mannheimer Innungsmeiſters' bei Vergebung der eiſernen euſter für den Erweiterungsbau des Städt. Elektrizitätstwerkes. Es iſt unbekannt, ob der Einſender jener„Stimme aus dem Publi⸗ um“, der die„Intereſſaute Submiſſionsblüte“ beleuchtet, der Groß⸗ induſtrie oder dem Kleingewerbe angehört; vermutlich gehört er dem Kleingewerbe an, weil er ſich als Beſucher jener Verſammlung im Bäckerinnungsſaale bezeichnet. Gleichviel, wohin er gehört, er hat Recht, und wenn ſich nun das Kleingewerbe gegen derartige kiterbſetungen aufraffte, ſo ſollte auch die Großinduſtrie zum Worke geeifen. Das ganze Jahr bhindurch klagt das Handwerk, beſonders das Eiſen verarbeitende, über den Niedergang der Brauche und man ſſ ſtets bereit, einen großen Teil der Schuld der Großinduſtrie in die Schuhe zu ſchieben, welche das Handwerk ruiniere. Das Gegen⸗ eil zu betweiſen, iſt nicht ſchwer. Zwei Beiſpiele ſeien hier an⸗ beführt und zwar aus den ketzten Tagen: Die Submiſſion betreffs eites eiſernen Dachſtuhles des ſtädt. Elektrizitätstwerkes: Höchſtgebot der Spesialfirmen aus der Großinduſtrie M. 6991.50, Mindeſt⸗ Die Verſammlung wurde vom erſten ſtellvertretenden Vorſißen“ angebot des Kleingewerbes M. 4067.—; Submiſſion der Gleis⸗ anlage Waſſerwerk Käfertalerwald: Angebote von Spezialfirmen M. 7824.20 bis auf M. 6238.—, gegenüber dem Angebot einesͤKlein⸗ handwerkers von M. 4340.77. Und nun die Frage: Was wird herauskommen bei dieſer Kritik? Jedenfalls iſt eine Beſſerung nicht ſobald zu erwarten und ſowohl der Herr Kleinmeiſter mit ſeiner Kritik, als auch die Großinduſtrie werden ſich tröſten müſſen mit Hauff's Mann im Monde:„Am Horizont in dieſem Jahr bleibt wieder wie es war.“ Laboremus. * Die Neckarſchiffer ſtreiken. Seit heute weigern ſich die Neckar⸗ Tarif geſchleppt zu werden und verweigern einſtweilen die Annahme von Frachten. Die Vereinigung der Neckarſchiffer zählt 160 Mit⸗ glieder. * Die Straßenkrawalle in der Neckarſtadt. Der verhaſtete Haupträdelsführer Adam Grieſemer iſt 1867 zu Walderlen⸗ bach geboren und bereits wegen fahrläſſiger Tötung im Jahre 1894 von der hieſigen Strafkammer zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er war auch der Wortführer der Streiken⸗ den, zu dem ihm ſeine redneriſche Gewandtheit befähigte. Der Polizei iſt er als Angehöriger der im anarchiſtiſchen Fahrwaſſer ſegelnden„Freien Gewerkſchaft“, in der er auch eine führende Rolle ſpielte, ſchon länger bekannt. Was das von der„Volks⸗ ſtimme“ bemängelte Verhalten der Schutzmannſchaft anbelangt, ſo iſt noch zu konſtatieren, daß allein die Beſonnenheit der Schutzleute folgenſchwere Zuſammenſtöße verhütet hat. Die Schutzleute hatten ſtrenge Weiſung, von der blanken Wafſe nur im äußerſten Notfall Gebrauch zu machen und dieſe Vorſchrift iſt auch in keiner Weiſe überſchritten worden. Es haben ſich übrigens bis jetzt eine ganze Anzahl Schutzleute gemeldet, die durch Steine getroffen worden ſind. Wenn auch keine ſchweren Verletzungen die Folge waren, ſo waren die Würfe zumteil doch recht ſchmerzhaft. So wurde dem Sergeanten Rittler ein halber Backſtein mit ſolcher Wucht gegen den rechten Arm ge⸗ worfen, daß er den Arm kaum noch gebrauchen konnte. Auch die Steinwürfe, die zwei andere Schutzleute in das Genick bezw. in die Seite erhielten, waren recht ſchmerzhaft. Neben dem Ser⸗ geanten Rittler ſtürzte u. a. ein Arbeiter zuſammen, der durch einen mächtigen Stein an den Kopf getroffen worden war. Ofenbar hatte das Wurfgeſchoß dem Beamten gegolten und war nur ſchlecht gezielt geweſen. Daß unter ſolchen Verhältniſſen die Beamten dazu kommen mußten, von der blanken Waffe Gebrauch zu machen, darf nicht Wunder nehmen und wird von allen Ein⸗ ſichtigen durchaus gebilligt werden. Auch das„Neue Mann⸗ heimer Volksblatt“ vertritt die Anſicht, daß die„Volksſtimme“ in dem Bemühen, die Ausſchreitungen in möglichſt mildem Lichte erſcheinen zu laſſen und den Aufſeher Buchhorn als alleinigen Sündenbock hinzuſtellen, wenig glücklich iſt. Wir wiſſen nicht, ſo ſchreibt das Blatf durchaus zutreffend, wie ſich die Szene auf dem Straßenbahn⸗Wagen entwickelt hat, aber das wiſſen wir, hätten die beiden Streikenden den Mann feines Weges ziehen laſſen, wären ſie ihm nicht auf den Wagen na efolgt, dann wäre er nicht in die Lage gekommen, zum Revolver zu greifen. Daß die beiden dem Agenten nicht auf den Wagen gefolgt ſind, —— 5„„ + 3 N—— um ihm Schmeicheleien zu ſagen, iſt doch ſonnenklar. Daß ſie auch gewußt haben, daß ihre Ueberredungskünſte den Mann nicht veranlaſſen, die Arbeitswilligen, die er dier enehrach, wieder zum Abreiſen zu bewegen, iſt ebenſo klar, alſo ergibt ſich der Schluß, hätten die Leute den Mann ſeines Weges gehen ſaſſen, daun wären die bedauerlichen Szenen nicht vorgekommen. „Selbſtperſtändlich, ſo bemerkt das Blatt weiter, ſind die Schuldigen nach der„Volksſtimme“, neben dem Agenten, wie nicht anders zu erwarten, die Schuleute. Das ſozialdemo⸗ kratiſche Blatt publiziert zum Beweiſe ſeiner Annahme den Brief eines Geſchäftsinhabers, der„nichts gutes ahnend, ſofort bei der Menſchenanſammlung die Rolläden herunterließ, weil er glaubte, die Menge würde ſich eines Widerſtandes ſchuldig machen. Dieſe habe ſich aber ruhig verhalten, bis die Schutzleute blank zogen.“ Nun iſt aber demgegenüber zu bemerken, daß die Menge ſchon tobte und brüllte, ehe die vier erſten Schutzleute auf dem Platze erſchiene n. Wenn ferner in dem Schrei⸗ ben geſagt wird:„Da kam ein höherer Poliziſt die Straße per Rad herauf gefahren. Einzelne Menſchen machten dieſem ungebührliche Zuruſe, worauf dieſer ſofort abermals blank ein⸗ hauen ließ.“ ſo ſtimmt das ebenfalls nicht, denn nach von uns eingezogenen Erkundigungen kam kein höherer Polizeibeamter, ſondern der Rondeoffizier des hieſigen Regiments beim Abflauen des Skandals, alſo erſt gegen 11 Uhr, die Straße her⸗ aufgefahren. Als deſſen die ſich langſam verziehende Menge an⸗ ſichtig wurde, eröffnete ſie auch auf dieſen ein Steinbombar⸗ dement, ſo daß auch der Offizier in großer Gefahr ſchwebte. Wir haben keine perſönliche Veranlaſſung und auch kein perſön⸗ liches Inkereſſe, uns für die Schutzmannſchaft ins Zeug zu legen, allein die zunehmende erſchwerte Stellung der Polizeibeamten in hieſiger Stadt und in der Neckarſtadt im beſonderen läßt es uns als Pflicht erſcheinen, offen zu reden. Wenn man die Aeußerungen mitangehört, die gegen die Beamten ausgeſtoßen worden ſind, wenn man weiß, daß denſelben offen und geheim gedroht wird von Erwachſenen und ſelbſt von halbwüchſigen Burſchen, dann iſt es unſeres Exachtens völlig verfehlt, durch Schönfärberei die Sache zu vertuſchen. Und das war doch der offenſichtliche Zweck der geſtrigen„Volksſtimme“⸗Auslaſſung. Wir haben bei dieſer Gelegenheit ſehr den Mut vermißt, gegen den Strom der Maſſen zu ſchwimmen, wenn es ſein müſſe, den zu beſitzen, kürzlich mit dem überzeugteſten Bruſtton die„Volksſt.“ vorgab. Daß die Art und Weiſe, wie von dem ſoz. Blatt die Sache behandelt wird, Vogelſtraußpolitik darſtellt, dürfte nicht eſtritten werden. Die allgemeinen Zuſtände ſind derart, daß durch eine dilatoriſche Behandlung der Sache das lichtſcheue Ge⸗ ſindel in ſeinem Treiben nur gefördert wird. Erſt geſtern wurde wieder in der Neckarſtadt bei der neuen Brücke ein Schutz⸗ mann bei der Ausübung ſeines Dienſtes von drei Rowdies mit dem Meſſer ſchwer bedroht. Nur dem Hinzukommen eines zweiten Beamten darf es zugeſchrieben werden, daß die„Rifſel⸗ Affäre“ nicht in zweiter Auflage heute gebucht werden muß.“ Wir können dieſe Ausführungen nur Wort für Wort unter⸗ ſchreiben. Ob ſie allerdings von dem ſozialdemokratſſchen Blatt beherzigt werden, iſt eine andere Frage. ———— Vereinsnachrichten. 1 Gartenbau⸗Verein„Flora“. Die Donnersiag abend int Saale des„Vallhauſes“ abgehaltene, überaus gut beſuchte Monatsber⸗ ſammlung— die letzle in dieſem Frühjahr Sommer wurde mit der üblichen Begrüßungsanſprache des Vorſitzenden, Herrn N. Roſenkränzer, eröffnet, welcher zunächſt das Wort Herrn Hauptlehrer Fr. Glaſer, zweiter Vorſitzender des für i ereits in Acttarien⸗ und Terrgrienkunde, zur Fortſetzung ſeines bereits 1 der vorletzten Monalsverſammlung gehaltenen Vortrages übder Krengel, 67½% Paoli: Lt. Richard, 67½ Kukuricga Jancſt: It. dieſe unempfindlich gegen alle Witterungsverhältniſſe ſind. Indem großem Beifall aufgenommenen Roſenkränzer votierte ihm auch den Dank mamens des Vereins. Hierauf erfolgte die Ausgabe von Stecklingen an ſämtliche an⸗ weſenden Vereinsmitglieder. Wie in den früheren Jahren wurdem verabfolgt Stecklinge bon Begonien, Fuchſien, Geranien und Epheu⸗ geranjen. Den Schluß der Verſammlung bildete die übliche Blu⸗ men⸗ und Pflanzenverloſung, der unuch ein mit Tieren und Pflanzen beſetztes Aquarium beigegeben war. * Wichern⸗Abend. Anläßlich des hundertjährigen Geburts⸗ tages von Joh. Heinrich Wichern veranſtaltete der evangeli⸗ ſche Männerverein lbeide Pfarreien der Konkordienkirche) einen Familienabend im Kaſinoſaal am letzten Sonntag. Der Beſuch war ſo ſtark, daß, wer nicht frühzeitig ſich einfand, kaum noch einen Platz fand. Die Darbietungen ſämtlicher Mit⸗ wirkenden waren ausnahmslos tadellos und muß nochmals an dieſer Stelle den Beteiligten für die Opferwilligkeit herzlicher Dank ausgeſprochen werden. Die Muſikpiecen, u. a.„Die Himmel rühmen“, geſpielt bon den Herren Kreitmeier, Kalt⸗ ſchmid, Apfel, Vetter und Eiſenlohr, fanden ebenſo lebhaften Beifall wie„O ſelig Haus“, vorgetragen von den beiden Jungfrauenchören. Fräulein Schumacher ſang drei Soli wirklich meiſterhaft. Herr Stadtvikar Seufert ſchilderte in einer gehaltvollen Anſprache Joh. H. Wichern ſo recht an⸗ ſchaulich und fand ungeteilten Beifall. Vortreffliche Deklamatio⸗ nen und ein Prolog vervollſtändigten das Programm, für deſſen vorzügliche Durchführung allen Mitwirkenden auch an dieſer Stelle beſtens gedankt ſei. Es hat ſich wiederum gezeigt, daß unter den Gemeindemitgliedern ein Bedürfnis dafür vorhanden iſt, von Zeit zu Zeit ſich zu derartigen Familienabenden zuſam⸗ men zu finden. Auch für die aus der Schule entlaſſenen jungen Leute ſoll es ein Mahnruf ſein, an dieſen unſeren Beſtrebungen mit Luſt und Liebe mitzuwirlen, damit die Opfer, welche gebracht werden und die Ziele, welche geplant ſind, in Wirklichkeit um⸗ geſetzt werden können.))ͤͤͤÄT Spork. Mannheimer Pferderennen. (Wahrſcheinliche Starter.) rilter Tag. Dienstag, den 5. Maf. Badenja(40 000 2 Pont'Eragnyh oder 72% Florham: Herr o: Dr. Rieſe, 75 Intermede: X, 73 Onkel re: Lt. v. Mitzlaff, 72½% Kilgobbin: Lt, v. 72 Herr v. Wallenberg, 68 Sad Affair: Platen, 67½% Aslaug: Herr Jahrmarkt, 66½ Onhp: Lt. Fürſt Wrede. 65 Marauder: Lk. Sichler, 65 Uſeful Member: Lt. v. Baumbach, 63% Souci: Lt. Braune. * Zum Bennett⸗Rennen der Lüfte ſoll am 10. Maf bon Köln, aus ein Auswahlrennen ſtattfinden, um auf dieſe Weiſe dem Führer für den dritten deutſchen Ballon zu ermitteln. Als Bewerber kommen in Betracht: Dr. Bröckelmann, Dr. Flemming, Meckel, Prof. Pöſchel, Dr. Ladenburg, Ingenieur Menſing und Dr. Nie⸗ meher. Das Rennen ſoll ausſchließlich von 1437 Kbm.⸗Ballons beſtritten und als Dauerfahrt beranſtaltet werden. Der Sieger des Altsſvahlrennens führt dann in dem Bennett⸗Rennen den vom Kölner Klub geſtellten Ballon. Wie erinnerlich, wurde bereits früher Herr Erbslöh, der Steger des vorjährigen Gordon⸗Bennett⸗Rennens, zum Führer des vom Berliner Verein zu ſtellenden Ballons gewählt, während Hauptmann v. Abereron zum Führer des vom Niederrheini⸗ ſchen Verein geſtellten Vallons auserſehen wurde. 9 Verein für Vewegungsſpiele, e. V. Die erſte Fuß Fritz: X. 78 Le Cai Raven, 71 Gceington: Fri * Deckung der Pfalz leiſtete Vorzüglich ein beſſeres Reſultat erzielt, wenn Läufer⸗ und Stürmerreihe beſſer zuſammengearbeitet hätten. Unjon II gegen Frankenthaler.C. 0: 1. Union IV gegen Feudenheimer.⸗C. 1: — ——— 80 45 Stimmen aus dem Hüblikum Straßſenbahnſchmerzen.. 35 Die Trambahnberwaltung hat eine Neuerung eingeführk, die eine unnütze Beläſtigung des Publikums darſtellt und zu Doppelzah⸗ lungen führt. Ich fuhr am 27. April mit dem Wagen Neckarau⸗ Zarkring bom Neckarager Uebergang(neues Schulhaus) nach dem heintor und ließ, wie gewohnt, meine Karte lochen, was mit drei Löchern geſchah. Am Tatterſall mußte ch meine Karte vorzeigen und wurde mir bedeutet, daß ich nochmals lochen laſſen müſſe, weil ich keine Umſtelgkarte habe. Auf meine Bemerkung, daß ich ja nicht umſteige, ſondern in einem direkten Wagen führe, wurde mir geſagt, daß zwar nicht ich, ſondern der Schaffner umgeſtiegen ſei und hierfür nun der Fahrgaſt eine Umſteigkarte haben mliſſe. Der neue Schaffner verfah daher meine Karte mit noch zwei Löchern und gab mir deir freundſchaftlichen Rat, mir bom andern Schaffuer die Differenz 3 wo die *** Das Läuten der Kohleufuhrwerke. Zu dem Unangenehmſten, was man in Mannheim anttiſſt, gehört das Läuten der Kohleufuhrwerke, das gerade jetzt wieder, wo die Kohlenvorräte zu Ende gegangen ſind oder gehen, ſcigen Höhepunkt exreicht hat. Während früher mit Unterbrechungen geläutet wurde, gehen in neueſter Zeit, wenigſtens in dem Stadt⸗ bezirk, in dem der Eigſender wohnt, einige Fuhrleute dazu über, die ganze Straßenlänge in einem Stück fort zu läuten. Kaum iſt ein Fuhrwerk vorüber, ſo kommt ſchon ein anderes. Das iſt nicht zum Aushalten! Ein ſolches Läuten iſt überhaupt euch ganz unnötig. 1 d Die Leute, die Kohlen brauchen, paſſen ſchon auf, auch in den Hinterhäuſern, um den Kohlenmann anzutreffen⸗ Wenn die Verordnung beſteht, daß nur an den Straßen⸗ kreuzungen durch ein mäßiges Läuten mit Unterbrechungen ein Zeichen gegeben werden darf, ſo ſollte doch einmal gegen ein ſo 4 — — 5 N e.** c +** A. Seite. 3— — 2 Geueral⸗Anzeiger.(Abendblatt.) Zen Mannheim, 29. Apru. unperſchämtes Läuten— anders kann man es nicht nennen— mit Strafe vorgegangen werden. Es wäre höchſte Zeit, daß ſowohl die Behörde als auch das Publikum mit aller Eutſchiedenheit dieſer allgemeinen Plage zu Leibe rückte. Wenn es nicht möglich iſt, hier Wandel zu ſchaffen, ſo bleibt nichts anders übrig, als durch Gründung von Kohlen⸗ einkaufs⸗ und Sparvereinen das Uebel bei der Wurzel zu faſſen, und den Kohlenverkauf auf der Straße überhaupt zu bekämpfen. Von den Herren Kohlenhändlern aber dürfte zu erwarten ſein, daß ſie in ihrem eigenen Intereſſe ſelh ſt nach Kräften einer ſo piel beklagten Beläſtigung des Publikums entgegenwirkten. 8 8 7 5 W. Wiederum die Amexrikanerſtraße. Vor einigen Wochen wurden mit Recht die Zuſtände dieſer Straße gerügt, ohne daß aber bis jetzt ein nennenswerter Erfolg zu verzeichnen ſei. Die Waſſerpfützen ſind nach wie vor vor⸗ handen, die Goſſe iſt zwar durch das enge Sträßchen abgeändert, aber nur ſo, daß man ſagen kann: eine„halbe Arbeit“. Die drei eingerammten Pfoſten ſind mit Brettern teilweiſe vernagelt, wahrſcheinlich damit man die dahinterſtehenden Mällkäſten nicht ſehen ſoll,— aber der üble Geruch— zieht auch über dieſe Brettermauer hinweg. Bei einigermaßen ſchönem Frühlings⸗ weiter kann man dieſe Gerüche ſchon bis zur Kleinfeldſtraße wahrnehmen. Welche Plage muß aber erſt bei warmem Wetter eutſtehen. Die dort in den Häuſern wohnenden Leute ſind gewiß ſehr zu bedauern und da dieſe Bewohner ſich meiſtens aus der arbeitenden Klaſſe zuſammenſetzen, ſo wäre es hier am erſten angebracht, ſofort Remedur zu ſchaffen. Wozu ſonſt ſppiele Be⸗ ſtrebungen in ſanitärer Hinſicht? Kampf gegen die Tuberkuloſe und hier, wo unbedingt ſchon längſt hätte was geſchehen können, bleibt jeder Wunſch, der eigentlich eine gerechte Forderung iſt, unerfüllt. Wo ſtehen in der ganzen Stadt noch Müllkäſten vor der Türe auf der Straße, wy findet man noch einen derartigen baufälligen Zaun, der einen Platz umgibt, welcher geradezu als Ablagerungsſtätte für ſtinkendes Zeug, Lumpen, alte Schuhe, Blechgefäße ete. dient? Es wäre doch bald an der Zeit, daß ſich eine Behörde zur Einſichtnahme an dieſen Straßenteil begibt, ſonſt werden andere Leute der zuſtändigen höheren Inſtanz den nötigen Bericht unterbreiten. Ferner ſoll hier noch eine Nuſttte gerügt werden, welche zu beſeitigen jedenfalls unſeren Lehrern din eheſten gelingen dürfte,„das Beſchreiben der Häuſerfaſſaden mit Kreide“. Auch die Polizei könnte hier ein wachſameres Auge bhaben— einige ordentliche Denkzettel und die betreffenden Eltern würden ihren Kindern ſchon dieſe Schmiexerei gründlich kabgewöhnen. Mehrere Hausbeſitzer und Bewohner der Straße. 9 1**** 411 1 1 *+ ———— Plalz, heſſen und Umgebung. —Potz bach, 27. April. Ueber den Mord und Selbſt⸗ iuoer d, der ſich in voriger Woche hier zutrug, wird der„Pf. Pr.“ folgende Darſtellung gegeben: Es iſt feſtgeſtellt, daß der Mörder, der Schmied Welker, ſein Opfer, den Schwiegerſohn Oſter, bereits mit der totbringenden Waffe erwartete. Es iſt an⸗ zunehmen, daß Welker ſchon abends vorher den Mord ausführen wwollte, um die Leiche nachts wegzuſchaffen. 5 jedenfalls die Gelegenheit nicht geboten, und ſo wartete Welker, bis Oſter ſich frühmorgens nach 6 Uhr in den Stall begab, um das FJeuer unter dem Keſſel zum Erwärmen des Viehfutters gn⸗ önzünden. Der Mörder, der ſich hinter der Türe, die non der Schmiede zum Stall führt, verborgen hielt, feuerte die mit Eiſenſtückchen geladene alte Fliute in kaum einer Entferunng von einem Meter auf den Unglücklichen ab, wobei der rechte Arm pollſtändig zerſchmettert und die Lunge getroffen wurde. Nicht genug damit, ſchlug der Mörder dem ſterbenden Manne mit dem Kolben die Hirnſchale ein. Hierauf brachte ſich der Mör⸗ ber einige Stiche in den Unterleib bei, jedenfalls um der Sache einen anderen Anſchein zu geben, und erhängtte ſich dann in ſeiner Kammer. Der Mörder lag noch am dritten Tage am Tatort, kein Ortsbewohner rührfe ihn an; wor doch ſein Opfer unter der ganzen Einwohnerſchaft und im ganzen Umkreiſe eine beliebte Perſönlichkeit. Oſter war geboren zu Stein⸗Bockenheim im Kreiſe Alzey, und ſtammte aus einer Fa⸗ milie, die in Rheinheſſen und der Pfalz gut bekannt und geachtet iſt. Die Urſache der Tat iſt wohl in jahrlangen Streitigleiten zu ſuchen, an denen der Familie Welkev aber größtenteils ſeſbſt die Schuld beizumeſſen iſt. Oſter wollte in einigen Tagen ſein Eigentum veräußern und von der FJamilie weggehen; es ſcheint dies das eigentliche Motiv der ſchrecklichen Tat geweſen zu ſein. Wie der„Pf. Pr.“ ferner mitgeteilt wird, weigerten ſich die Gintvohner von Potzbach, die Leiche des Mörders zu be⸗ erdigen, ſodaß man nach auswärts um Entſendung von Leichenwagen reſp. Trägern telephonieren mußte. Von zwei beuachbarten größeren Orten traf ablehznender Beſcheid ein. Es mußten deshalb Leichenwagen und Träger aus Otterberg be⸗ ordert werden, mit deren Hilfe erſt die Leiche Welkers unange⸗ ſochten beſtattet werden konnte. * Darmſtadt, 23. April, Darmſtadt ſteht vor einer neuen beträchtlichen Steuererhöhung. Für das neue MRechnungsjahr bedarf die Stadt eines Mehraufwandes von 405 690 Mark. Dapon können aber durch die natürliche Erhöhung der Gemeindeſteuerkapitalien nur 83 800 Mark gedeckt werden, während der Reſt von 322 000 Mark durch Erhöhung des Steuer⸗ ausſchlagſatzes aufzubringen wäre. Um nun aber nicht eine allzugroße Steuererhöhung eintreten zu laſſen, wird von der Bürgermeiſterei beabſichtigt, einen Betrag von 150 000 Mark aus dem Ausgleichsfonds der Stadt zu entnehmen, der vor einigen Jahren angelegt wurde und zur Zeit etwa 170 000 Mark enthält, den Reſt von 172 000 Mark dagegen durch Steuererhöhungen zu decken. Zu dieſem Zwecke iſt ein Aufſchlag der jetzigen Gemeinde⸗ ſteuer von 6,6 Prozent erforderlich, ſodaß dieſe im neuen Rech⸗ Rungsjahre zum erſtenmal den Staat Sſteuerſatz über⸗ Keigt und von 972 auf 103,8 Prozent anwächſt. * Mainz, 23. April. Die Felten u. Guillaume⸗Lahmeyer⸗ werle in Frankfurt haben bei der kgl. Regierung in Wiesbaden und der Eiſenbahndirektion in Mainz, als den Auſſichtsbehör⸗ Den, ein Konzeſſionsgeſuch für den Bau einer elektriſchen Rundbahn durch den Rheingau eingereicht. Die Bahn ſoll in Wiesbaden ihren Ausgang nehmen und direkt nach Schier⸗ ſtein führen. Von Schierſtein geht die Bahn über Niederwalluf nach Eltville und tritt dann auf die ſchon ſeit einem Jahrzehnt beſtehende Strecke der Kleinbahn Eltville⸗Schlangenbad über Neudorf über. Von Schlangenbad ſoll die Bahn über Georgen⸗ born und Chauſſeehaus über Clarental nach Wiesbaden weiter⸗ geführt werden. Während die Eiſenbahndirektion Mainz dem eingereichten Konzeſſionsgeſuch ſehr ſympathiſch gegenüberſteht, hat die Wiesbadener Regierung lebhafte Bedenken geltend ge⸗ macht und ſich, wie nach dem„M. Anz.“ verlautet, vor allem gegen die Weiterführung der Bahn über Eltville hinaus nach Schlan⸗ genbad und wieder zurück nach Wiesbaden ausgeſprochen. Die Weuehmigung zunt Bau der Bahn Wiesbaden⸗Eltville dürfte da⸗ pegen, da hier keine Schwierigkeiten beſtehen, ſchun in nächſter Hierzu hat ſich Zeit erfolgen. Wie die Dinge liegen, wird der Frankfurter Firma die Konzeſſion zum Bau der Bahn über Eltville in der Richtung auf Schlangenbad hinaus kaum erteilt werden. Sie hat deshalb auch ſchon ein Konzeſſionsgeſuch für die Strecke Eltville⸗Er⸗ bach⸗Oeſtrich⸗Winkel⸗Rüdesheim eingereicht, um die Bahn von Wiesbaden aus eventuell bis Rüdesheim durchzu⸗ führen I e ee 2 5 93 8 Gerichtszeitung. * Leipzig, 28. April. Der Kaufmann E. Lucan er⸗ öffnete in Mannheim im Jahre 1904 eine Großhandlung mit Taſchenuhren ſowie Gold⸗ und Silberwaren, welche jedoch bereits Ende 1905 ihre Zahlungen einſtellte. Seine Warenbe⸗ züge erfolgten hauptſächlich in der Schweiz; er hatte nun weder Eröffnungsbilanz errichtet noch auch Bücher geführt, weſche Aufſchluß über den Stand des Geſchäftes gegeben hätten; in⸗ folgedeſſen wurde er bei Eröffnung des Konkursverfahrens wegen Vergehens gegen die Konkursordnung in Anklagezuſtand verſetzt und von Strafkammer des Landgerichts Mannheim am 22. Januar ds. Is. wegen einfachen Bankerotts zu 3 Monaten Ge⸗ fängnis verurteilt. In der nämlichen Verhandlung hatte er ſich aber auch wegen Betruges zu verantworten, weil er bereits in der Zeit ſeiner Zahlungsfähigkeit einen Wechſel über einen Warenbezug an Schweizer Uhren in Höhe von 381 Mark in Zahlung gegeben hatte, von dem er wußte, daß der Akzeptant nicht in der Lage ſein würde, denſelben einzulöſen. Es hat da⸗ mit folgendes Bewandnis. Der Angeklagte Lucan laufte bei der Schweizer Firma J. in C. eine große Anzahl Uhren, welche laut Lieferungsbedingungen acht Tage nach Lieferung bar zu bezuhlen waren. Da Lucan das Geld nicht ſchickte, ſo beauftragte die Schweizer Firma ihren Mannheimer Geſchäftsfreund John, von Lucan die Ühren zurückzufordern und in Verwahrung zu nehmen. John ließ nun Lucan zu ſich kommen und forderte von demſelben ſofortige Bezahlung der Uhren oder Rückgabe derſelben; Lucan wollte aber die Uhren behalten und bot nunmehr dem John ein Akzept über 381 Mark, fällig in drei Monaten und zahlbar bei der bayer. Notenbank in Ludwigshafen an mit der Verſiche⸗ rung, daß der Bezogene, ein gewiſſer F. Weber in Ludwigshafen, ein ſicherer Mann ſei; außerdem habe er ſelbſt eine größere Filiaſe ſeines Gold⸗ und Silberwarengeſchäftes in Ludwigshafen. Durch dieſe Vorſpiegelungen ließ ſich John bewegen, die Uhren dem L. zu belaſſen und das Akzept in Zahlung zu nehmen. Mit dem Akzeptant halle es aber eine eigene Bewandtnis; derſelbe war bei dem Angeklagten vor Ueberſiedelung nach Ludwigs⸗ hafen in Stellung und hatte ſich dabei einer Unterſchlagung ſchuldig gemacht; um nun einer Anzeige ſeitens L. zu enigehen, hatte er ihm ſein Akzept angeboten reſp. gegeben, welches aber nur unter beſtimmten Vorausſetzungen benutzt werden durfte, die aber in dieſem Falle nicht gegeben waren, weshalb Weber auch dagegen ſich verwahrte, als er in Anſpruch genommen werden ſollte. Das Gericht erblickte in dieſem Verhalten des Angeklagten einen vollendeten Betrug. Für den Betrug wurden zwei Monate Gefängnis ausgeworſen und beide Strafen in 4 Monate Ge⸗ fängnis zuſamemngezogen. Gegen ſeine Verurteilung legte L. Reviſion beim Reichsgericht ein. Dos Reichsgericht erkannte auf koſtenpflichtige Verwerſung. 5 8 4 Ne e der Von Tag zu Tag. Skraßenraub. Wünrzburg, 29. April. Drei Burſchen und ein Frauenzimmer lockten geftern Abend einen fedigelk Schiteidergehilfen in eine abgelegene Straße, ver⸗ letzten ihn durch Meſſerſtiche ſehr ſchwer und raubten ſeine 10, M. betragende Barſchaft: Die Täter wurden heute Morgen verhaftel. Vater und Kind erkrunken. Ingol⸗ ſtadt, 29. April. Der Bauer Kocher aus Auhöhe ſetzte mit ſeinem 5jährigen Söhnchen in einem Boote über die Donau. Das Kind ſtürzte ins Waſſer. Der Vater ſprang dem Kinde nach, unt es zu retten, wobei beide ertranken. — Eine Gaspergiftung. Plauen i.., 29. April. In Lengenfeld wurden 2 italieniſche Betonarbeiter, die in einem Gaſthaus übernachteten, das Opfer einer Gasvergiftung durch eigenes Verſchulden, indem ſie nachts im Schlafzimmer die Hähnen offen ließen. — Exploſion. Kiel, 29. April, Bei einer Sprengübung auf dem Schiff„Elſaß“ wurde geſtern Abend 8 Uhr in der Kieler Bucht durch Verſehen eine Patrone vorzeitig entzündet. Durch die Exploſion wurden getötet: Der Torpedobotsmanns⸗ maat Guſtav Löwe und der Oberheizer Wurm. Verwundet wur⸗ den die Torpedvobermatroſen Damerow, Müller III., Wenteloff und der Torpedomatroſe Sperzinger. Leicht verwundet wurden der Fähnrich Juergens und der Maſchinenmaat Groth. Die 4 Schwerverletzten wurden dem Marinelazarett überwieſen. * eeeee 51. 5 1 Leizle Vachrichten und Telegramme. * Karlsruhe, 28. April. Zum Vorſitzenden des Auf⸗ ſichtsrats der Genoſſenſchaft mit beſchränkter Haftpflicht„Fide⸗ litas“ in Karlsruhe, die früher die„Badiſche Poſt“, das Organ der konſervativen Partei, in Baden herausge⸗ geben hat, iſt Prinz Löwenſtein in Langenzell ge⸗ wählt worden. Da Prinz Löwenſtein als Nachfolger des Land⸗ gerichtsdirektors von Rüdt auch den Vorſitz in der konſervativen Landespartei inne hat, nimmt man an, daß es dem Prinzen gelingen wird, das Unternehmen zu„ſanieren.“ Sktraßburg, 29. April. Die Kommiſſion zur Berakung er Beamtenaufbeſſerungsvorlage gahm geſtern ihre hlußfaſſung zu kommen. * Köln, 29. April. Wie die„Köln. Volkszig.“ meldet, hat der Vorſtand des deutſchen Vereins vom Hl. Lande anſtelle des verſtorbenen Pater Schmidt in einer geſtern im erzbiſchöflichen Palaſte abgehaltenen Sitzung den Direktor des deutſchen katho⸗ liſchen Hoſpizes in Jerufalem, bisherigen Direktor der Prieſter⸗ ſchule in Funchal auf Madeira Pater Schmitz gewählt, einen Ordensgenoſſen des verſtorbenen Paters, vom Orden der La⸗ zariſten. * Dresden, 29. April. Der König verlieh dem Statk⸗ halter von Elſaß⸗Lothringen, Grafen von Wedel, den Hausorden der Rautenkrone. * Berlin, 29. April. Die Generalberſammlung des Zentral⸗ verbandes der Mauver hat nach ausführlichem Referate des Ver⸗ treters von Großberlin die von der Schlichtungskommiſſion im Rat⸗ hauſe vereinbarte Reſolution mit bedeutender Mehrheit angenommen. * Wien, 29. April. Staatsſekretär v. Schön wird, wie die Frkf. Ztg. erſährt, anläßlich der Anweſenheit der deuiſchen Bundesfürſten in Wien dortſelbſt eintreffen. * Antwerpen, 29. April. Eine Drahtnachricht des„Han⸗ delsblagd“ aus Batavig meldet, daß die Ortſchaft Kloegs · koeng auf der Inſel Balu mit der Feſtung nach lebha bardement beinahe ohne Widerſtand genommen 115 Don⸗ Kampfe fielen zwei eingeborene Führer und hervoragende Mir it Alieder des eingeborenen Adels. Von den niederländiſch Truppen wurde niemand verletzt. Die Bevölkerung hißte ü Nen die weiße Fahne. 5 Aberall 881 Zuſammenkunft König Eduards mit dem Zaren N * Wien, 29. April. In diplomatiſchen Kreiſen daß König Ed uard ſchon in nächſter Woche von Swäholn aig mit dem Zaren zuſammentreffen werde. 10 15 Parlaments⸗Eröffnung in Portugal. 0 * Liſſabon, 29. April. Die Thronrede der König heute das Parlament eröffnete, gedachte in erſter Linie des tragiſchen Ereigniſſes, dem König Carlos und der Kronprinz zum Opfer fielen, ſowie der Beileidskundgebungen der fremden Nationen, mit denen die herzlichſten Beziehungen beftehen. Angekündigt wird die Reviſion aller Geſetze aus der Zeit der Diktatur, ferner der Zivilliſte des Königz eine Reform der Verfaſſung und des Wahlgeſetzes, ſowie lt⸗ Frf 31g.“ verſchiedene Projekte zur Verbeſſerung der bkonomiſche und finanziellen Lage des Reiches. 185 5 2 Deutſcher Reichstag. en it ün W. Berläin, 20 Aßtil Au Bundesratstiſch Staatsſekretär von Bethmann⸗ Hollweg. Der Präfident eröffnete die Sitzung um 1 Uhr 15 Minuten. 8 5 Nach Erledigung einer Reihe von Petitionon, die als ungeeignet zur Erörterung im Plenum erachtet werden, erfolgt die dritte Beratung des Geſetzentwurfes betreffs Beſchäftigung von Hilfsarbeitern im Patentamte. 5 Kirſch(Ztr.) meint, es müſſe darauf hingearbeite werden, daß die Zahl der Hilfsarbeiter im Patentamte i richtigen Verhältniſſe ſtehe zu der Zahl der ſtändigen Mit⸗ arbeiter. Cuno(Freiſ. Vgg.) äußert ſein Bedenken gegen eige Vemehrung der Hilfsarbeiter. Nachdem noch ein Regierungsvertreter geantwortet, daß! nicht zu befürchten ſtehe, daß die Hilfsarbeiter das Ueber⸗ gewicht erhalten, wird die Vorlage in dritter Leſung end⸗ gültig angenommen. Es folgt die Beratung des Geſetzes über den Unterſtützungswohnſitz. Die Regierung ſchlägt die Herabſetzung des Alters der Armenmündigkeit vom 18. auf das 16. Jahr und die Ex⸗ werbs⸗ und Verluſtfriſt von 2 auf 1 Jahr vor. Die Kom⸗ miſſion ſchlägt eine Reſolution vor, wonach an die durch Zuwanderung der Ausländer mehrbelaſteten Grenzorte dief Gewährung eines Zuſchuſſes von ſtaatswegen und die Rege, lung der Zuſammenlegung von Gemeinden zu Ortsarmen⸗ verbänden verlangt wird. ö Die Abgg. Kölle(W. Vg.) und Behrens(W. Vg) verlangen Ermittlungen über Mängel im Fürſorgeweſen. Ein ſoz.⸗dem. Antrag des Abg. Albrecht verlangt die geſicherte öffentliche Unterſtützung in den Einzelſtaaten durch Armenpfleger und die Boreitſtellung der erforderlichen Mittel „ mit dez dürch die Landesgeſetzgebußg. Dr. Belzer(Ztr.) erklärte namens ſeiner Fraktion die Zuſtimmung zu dem Geſetzentwurf nach den Beſchlüſſen der Kommiſſion. Für ſeine Partei war der Gedanke maßgebend, daß die bisherige Geſetzgebung eine Belaſtung der Heimats, gemeinden, insbeſondere der ländlichen und kleinſtädtiſchen Gemeinden herbeigeführt habe. grüßen ſie, daß das Geſetz auf Elſaß⸗Lothringen angewendet werde. Die Reſolution möchte er zur Annahme empfehlen, Stolle(Soz.) ſchreibt der Vorlage einen agrariſchen Charakter zu. Von den Freunden der Vorlage werde zu⸗ gegeben, daß ſie dazu beſtimmt ſei, das platte Land zu ent⸗ laſten. Die ganze Armenpflege ſei eine ungenügende, keine chriſtliche und keine menſchliche. Er wolle nicht verkenuen, daß auf dem Weg der freiwilligen Armenpflege viel Gutes getan worden ſei, um die Not zu lindern, aber der Stagt müſſe doch noch lindernd eingreifen. Redner begründels darauf den ſozialdemokratiſchen Antrag und führte ver ſchiedene Fälle an von ungerechter Behandlung von Arbeiterg auf dem Lande, welche als Grund für die Landflucht anzl“ ſehen ſeien. 5 Kreth(konſ.) wiederſpricht dieſer Anſchauung. Kein Landwirt werde den eigenen Vorteil ſo vergeſſen, daß er ſeine Arbeiter ſchlecht behandelt. Seine Partei lehne den ſozial⸗ demokratiſchen Antrag ab und nehme die Reſolution der Kommiſſion au. Die Reſolution Kölle anzunehmen, habe ſeine Partei Bedenken, da ſie nicht in der Kommiſſion verhandelt worden ſei. Wenn dieſe Reſolution als ſelbſtändiger Antrag eingebracht werde, würde ſeine Partei ihn Unterſtützen. Die Konſervative Partei ſtimme ſomit für ſämtliche Kommiſſion⸗ beſchlüſſe. 5 Horn⸗Reuß(ntl.) erklärt, ſeine Partei meine nicht, daz mit den Abänderungen den agrariſchen Tendenzen Vorſchu geleiſtet werde. Die Anträge Albrecht müſſe er ablehnen, obwohl er der Tendenz nicht unfreundlich gegenüberſtehe. Kölle(W. Vg.) ſprach ſich gegen die ſozialdemokta⸗ tiſchen Anträge aus. Seine Reſolution ſei ſo allgemein g. halten, daß ſich jeder ihr anſchließen könne. Sie entſpreche den Bodelſchwinghſchen Beſtrebungen. Dirckſen(Reichsv.) erklärt ſich für die Kommiſſionz; beſchlüſſe. Die Tragweite der Reſolution Kölle könne nos nicht überſehen werden. Wenn er ſie deshalb ablehne, ſo wolle er damit nicht etwa zum Ausdruck bringen, daß ſeine Parte“ für die Bodelſchwinghſchen nis habe⸗ 8 Kuno(Freiſ. Vp.) ſpricht ſich für die Kommiſſton beſchlüſſe aus, obgleich der Entwurf ſeine Partei in manchen Punkten enttäuſcht habe. Redner trat ſodann für die großen Armenverbände und für die Reſolution der Kommiſſion eil Hug ⸗Konſtanz(Ztr.) weiſt auf die große Belaſtung hil, welche den an die Schweiz angrenzenden Landes⸗ bezw. Orts⸗ armenverbänden Badens durch die Abſchiebung verarmter Deutſcher aus der Schweiz erwachſen, und ſprach ſich für die Kommiſſionsreſolution aus. ***—5 * Berlin, 29. April. Die Wahlprüfungskommiſſion des Reichstags erklärte die Wahl des Abg. Lehmann(Soz) in Kreiſe Wiesbaden 2 für gültig. 4 5 Mit beſonderer Freude he Beſtrebungen kein Verſtänd. dekorative Ausſtattung von Wilh. Schulz, gehofft, daß das Unternehmen im Frühſahr oder Herbſe de 5 2 eeeee 9 85 rr Manuhein, e General⸗Anzeiger.(Abendblatt.) 85 5. Seite! ATheater, Kunſt und Wiſſenſchaft. — J. finden „Feſtvorſtellungen in Wiesbaden.“ Im Mai d. Theater 0 5 7 8 Allerhöchſten Befehl des Kaiſers im Königlichen * auf 2 ſolgende Vorſtellungen in Gegenwart der Allerhöchſten Herr⸗ ſchaften ſtatt: Donnerstag, den 14. Mai:„Gotberga“. Ein dramatiſches Gedicht von JIyſef Lauff. Begleitende Muſik von Jyſef Schlar. Freitag, den 15. Mai:„Oberon“. Große jomantiſche Feen⸗Oper von Carl Maria von Weber. Samstag, den 16. Mai:„Der Bibliothekar“. Schwank in 4 Akten von G. Moſek. Sonntag, den 17. Mai:„Jägerblut“. Volks⸗ ſtück mit Geſang und Tanz in 5 Bildern von Benno Rauchen⸗ egger. Montag, den 18. Mai:„Der letzte Funke“!. Luſt⸗ ſpiel in 3 Akten von Oskar Blumenthal und Guſtap Kadelburg. Die Preiſe der Plätze(incl. 50 Pfg. Vormerkegebühr pro Billett) betragen: Mittelloge 22 M.— Seitenlogen, 1. Ranggalerie, Orcheſterſeſſel 20.50 M.— Parkett 15.50 M.— 2. Ranggalerie 950. M.— Parterre.50 M.— 3. Ranggalerie.50 M.— Amphietheater.50 M. Der Vorverkauf der Eintrittskarten iſt von der Königlichen Intendantur mit Rückſicht auf die Be⸗ guemlichkeit des auswärtigen und internationalen Publikums einheitlich dem Univerſal⸗Reiſebureau Schottenfels u. Cp. in Wiesbaden überkragen worden; darthin ſind alle Vorbeſtellungen zu richten. Der Spielplan des Münchener Künſtlertheaters der Aus⸗ ſtellung München 1908 iſt im Einvernhemen mit der k. General⸗ intendanz wie folgt feſtgeſetzt worden. Nach der Eröffnungs⸗ feier am 17. Mai findet am 19, Mai als erſte öffentliche Vor⸗ ſtellung die Erſtaufführung von Goethes„Fauſt“ erſter Teil in der Ausſtottung von Fritz Erler mit Muſik von Max Schil⸗ lings ſtatt; Albert Heine. Die Erſtaufführung des Eluckſchen Singſpiels„Die Maienkönigin“ in der Aus⸗ ſettung von H. Buſchbeck iſt unter Leitung des Hofoperndirektors Feliy Mottl für Ende Mai während der Dauer des Deutſchen Tonkünftlertages in Ausſicht genommen; Regie Profeſſor A. Fuchs, k. Oberregiſſeur. Am gleichen Abend findet die Urauf⸗ führung des Tanzſpiels„Das Tanzlegendchen“(nach Hotifried Keller), Muſik von Hermann Biſchoff, dekorative Aus⸗ ſtattung von Hans Beatus Wieland, ſtakt. Anfang Juni folgt ſodamn Was Ihr wollt“, von Shakeſpeare in der dekora⸗ lden Ausſtattung von Julius Diez, Muſik von Walter Braun⸗ ſels. Regie: A. Heine. Mitte Juni:„Die deutſchen Klein⸗ ſtädter“, Luſtſpiel von Kotzebue, dekorative Ausgeſtaltung der Szenen, Masken und Koſtütme von Th. Th. Heine. Regie: Dr. Eugen Kilian. Für Anfang Juli iſt in Ausficht genommen die Hrauffübhrung von„Das Wolkenk ückucksheim“ nach den „Vögeln“ des Ariſwphanes, Komödie in drei Akten von Joſeph Nuederer, dekorative Ausſtattung von Adolf Henggeler, Muſik pon Anton Beer⸗Walbrunn. Regie: Fr. Baſil. Der Zyklus findet ſeinen Abſchluß mit einem Komödienabend: Herr Peter Sguenz“, Schimpfſpiel in drei Aufzügen von Gryphius, und am gleichen Abend:„/Das Wunderthegter“, Komödie von Cervon⸗ tes, dekorgtive Ausſtattung von Robert Engels. Regie: Fr. HBaftl. Spieltage des Münchener Künſtlertheaters während der Dauer der Ausſtellung München 1908 ſind der Sonntag, Diens⸗ tag, Donnerstag und Samstag jeder Woche. Baheriſches Muſikfeſt. Das Programm für das während der Pfingſtfeiertage in Nürnberg ſtattfindende Bayeriſche Mufikfeſt iſt nunmehr in nachſtehender Weiſe feſtgeſetzt: Sonn⸗ dag, 7. Inni, Nuchmittag halb 5 Uhr in halle: 1) Miſſa ſolemnis von Beethanen; 2] Bgchſche Kantate; „Eine feſte Burg iſt unſer Gott“. Montag, den 8. Junf, Vor⸗ mittog haib 11 Uhr im großen Rathausſaale: Kammermuſik, ausgeführt von dem Münchener Streichguartett Kilian unter Mitwirkung des Hofpianiſten Manſchedel von Nürnberg. Mon⸗ lag, 8. Juni, nachmittags halb 5 Uhr in der ſtädtiſchen Feſthalle im Luitpoldhain: Volksliederaufführungen(Herrenchöre, Damen⸗ chöre, gemiſchte Chöre). Dienstag, 9. Juni, nachmittag halb 5 Uhr in der ſtädtiſchen Feſthalle: 1. Aufführung der Fünften⸗ Symphonje-dur von Bruckner, 2. Schlußſzene der„Meiſter⸗ ſinger von Nürnberg“. Als Geſangsſolokräfte ſind für die Jeü⸗ tage verpflichtet die nachſtehenden Mitglieder der Münchener Hofoper: die Damen Boſetti, Ulbrig, Preuſe⸗Matzenauer, die Herren Bender und Dr. Raoul Walter, ferner der Karlsruher Hofopernſänger Tänzler ſowie die Kammerſängerin Kraner, Opernſänger Gieſen und Konzertſänger Ankenbrank. Die Lei tung am 1. und 3. Feſttage hat Hofoperndirektor Motel von München übernommen. Die Chorgeſänge in Beethovens Miſſa ſolemnis ſind lediglich Münchener Geſangskräften(121 Herren, 217 Damen) übertragen. Die Chorgeſänge in der Bachſchen Kan⸗ ſale werden von etwa 900 Nürnberger und auswärtigen Sängern ausgeführt. Bei der Schlußſzene der„Meiſterſinger von Nürn⸗ berg“ werden etwa 1200 Geſangskräfte mitwirken. Das Orcheſter wird auf 120 Mitglieder verſtärkt. Eein Erinnerungstempel für Kaiferin Eliſabelh im Achſlleton. Kaiſer Wilhelnt beabſichtigt, wie aus Korfu gemeldet wird, im Achilleion, an der Stätte des Heine⸗Denkmals, einen dem Andenken der Kaiſerin Eliſabeth gewidmeten Gvinnerungstempel durch den Profeſſor Herter ſchaffen zu laſſen. Danach ſcheint es alſo, daß das Heine⸗Denkmal nicht an ſeiner Stelle ſtehen bleiben wird. Karl v. Heigels Nachlaß. In Riva, ivo die Wiktwe des Dichters Karl von Heigel lebt, weilte in den letzten Tagen der Bibliothekar und Schriftſteller Dr. Dreyer aus München, um dir literariſche Hinzerlaſſenſchaft des Hofdichters König Ludwigs II. zu ordnen. Ju dem intereſſanten Nachlaß finden ſich namentlich viele Briefe des verunglückten Fürſten. Dieutſche Skulpturenausſtellung in Newyork. Der Berliner Bildhauer Prof. Walter Schott hat ſich nach Newyort begeben, um die Vorbereitungen für die geplante große Ausſtellung deutſcher Skulpturen in Newhyork an Ort und Stelle zu betreiben. wird Jahres 1909 zur Tatſache werden wird und die Benutzung des Mekropolitan⸗ Muſeums möglich iſt. Es werden nur echte Gegenſtände aus Mar⸗ mor und Bronze ausgeſtellt werden. Bis jetzt ſind ſolche im Worte von 3 Millionen Mark bereits angemeldet worden. 7 4 5 Brlefkaſten. (Ale Anfragen, jedoch nur von Abonnenken unſeres Blattes, müſſen ſchriftlich eingereicht werden; ſchriftliche, mündliche dder telephoniſche Auskunft wird nicht erteilt. Die Auskünfte erfolgen ohne jede Rechtsverbindlichkeit.) K. Sch. Schwetzingen. Die Artikel, die mit„oo. gezeichnet ſind, ſind der Korreſpondenz des Oberrheiniſchen Korreſpondenz⸗ bureaus(Inhaber Bratke), Karlsruhe, entnommen. Theater. Das Geſamteinkommen eines Chorſängers am hieſigen Hoftheater beläuft ſich auf etwa 1800 M. Vorbedingung zur Anſtellung iſt neben einer guten Stimme ein gutes Obern⸗ repertoir, das durch Ausbildung bei einem Geſangslehrer er⸗ worben werden muß. Statiſten mit feſtem Gehalt gibt es nicht am hieſigen Hofthenter. Derartige Leute werden von Fall zu Fall Volkswirtschaft. A. C. Die Diskontermäßigung der Reichsbank bon 5½ auf 8 Prozent hat inſofern eine Erleichterung gebracht, als nunmehr der Wechſelzinsfuß unter dem des Vorjahres ſteht und auch unter ihm ſtehen bleiben wird. Freilich iſt die Erleich⸗ terung des Gelomarktes gegen 1907 in anderen Ländern ſchon ſehr viel erheblicher, wie aus der nachſtehenden Ueberſicht her⸗ vorgeht. Es betrug der Wechſelzinsfuß am 28. April in Prozent: 1907 1908 gegen 18937 Berlin 5,5 5 8 Amſterdam 5.3 5 Brüſſel 5 5 35 35 Kopenhagen 6 6 London 4 3 Madrid 4ů.5 4,„5 0 2 33 23 0R5 Petersburg 72.5 005 Portugieſiſche Ptäße 1 6—+4.2 Rom 5 5 20 Schweizeriſche Plätze 133 3,5 Schwediſche Plätze 6 6 0 Norwegiſche Pläse 5 5,5 4 0,5 Wien 408 4,3 00 Auch in den Ver. Staaten iſt der Saß für Geld ſchon ziemlich zurückgegangen. Gegenüber England und Frankreich bleibt der Wechſelzinsfuß in Deutſchland nach wie vor noch recht hoch. Zwei Geldmarktgebiete, nämlich Portugal und Norwegen haben gegenwärtig noch einen höheren Wechſelzinsfuß als vor Jahres⸗ fkiſt, in fünf Gebieten iſt der Saßz ſtabil geblieben, in ſieben Gebieten hat eine Abnahme ſtattgefunden. Dieſe bekrägt in drei Gebieten 4, in zwei 1 und in zwei%½ Prozent. Die Spannung zwiſchen dem höchſten und niedrigſten Satz betrug im Vorjahr 3½, im laufenden Jahre beträgt ſie gleichfalls)2 Prozent. Jedesmal hat Petersburg den höchſten, Paris den niedrigſten Wechſelzinsſuß. 90 3 Gußwerk.⸗G., Frankenthal. Die im Januuar 1906 ge⸗ gründete Geſellſchaft erzielte im abgelaufenen Jahre eine Ge⸗ ſamterzeugung von 1½5 Mill. Kg. Guß. Das Jahr 1907 wird noch in der Hauptſache als Baujahr bezeichnet. Es ergab ſich ein Fabrikationsbrutttogewinn von M. 97500(i. B. M. 91 637. Bei M. 29 292(M. 18947) Abſchreibungen wird ein Reingewinn von M. 22 770(M. 18 131) verzeichnet. Die Dividende be⸗ trägt wieder 6 Prozent bei einem Aktienkapital von M. 255 000. Infolge diverſer Neuanſchaffungen war die Geſellſchaft genötigt⸗ Bankkredit in Anſpruch zu nehmen[die Bilanz verzeichnet Mark 170878 Kreditoren). Infolgedeſſen beantragt die Geſellſchaft in der Generalverfammlung neben dem Ankauf eines Grundſtücks die Erhöhung des Aktienkapitals, um einen auch im Jahresberichte noch nicht genannten Bekrag. Ueber das neue Jahr wird ſt. Frkf. Ztg. mitgeteilt, es ſei anzunehmen, daß die Leiſtungsfähigkeit des Werks ausgenützt werde. Eine neue Bankeufuſion. Die Godesberger Spar⸗ und Kredikbank, G. m. b.., Godesberg a. Rh. iſt, wie uns aus Bonn geſchrieben wird, mit der Rheiniſch⸗ weſt' fäliſchen Kommanditgeſallſchaft in Dortmund verſchmolzen worden. Die Heldburg⸗A.⸗G. für Kalibergbau zerzielte an Netfo⸗ gewiun im erſten Quaxtal 1908 M. 477 000, was gegen das Vorjahr ein Plus von M. 100 000 bedeutet. 1 enn M. B4 064 Netzoüberſchuß gegen M. 289 54% i. V. F. Küppersbuſch u. Söhne.⸗G..(Ofenfabrik] in Gelſen⸗ kirchen⸗Schalke. Der Aufſichtsrat beſchloß für 1907 wieder 14 75 Dibidende vorzuſchlagen. Bergban⸗A.⸗G.„Concordia“, Oberhauſen. Die General⸗ berſummkung beſchloß die Verteilung einer Dividende von 22 Prozent. Wie die Verwaltung mitteilt, betrug die Köhlen! förderung in den erſten drei Monaten 377000 Tonnen gegen 384.006 Tonnen im erſten Quartal des Jahres 1907. An Kols wurden 71000 Tonnen gegen 81000 Tonnen produziert, davon ſollten etwa 9000 Tonnen auf Lager genommen werden. Die wieder gelichtet werden, uachdem ſich in letzter Zeit wiede gum ein bermehrter Koksbedarf bemerkbar gemacht hat und wetl es den Anſchein habe, daß die Zurückhaltung der Verbraucher zum größten Teile eine künſtliche iſt. Der Be triebsüberſchuß betrug in den erſten drei Monaten Mk. 835 000 gegen M. 711 00⁰ alſo M. 124000 mehr. Dabei ſei aber zu beachten, daß für das erſte Quartal 1907 die höheren Kohlenpreiſe, die am 1. April 4907 in Kraft traten, noch nicht mitgeſprochen hätten, daß olſo der Ueberſchuß weiterhin nicht ebenſo wachſen werde. Sachſenwerk, Dresden. Die Generalberſammlung des Sachſen⸗ werks genehmigte das mit 159 198 M. Unte rbilanz abſchlie⸗ ßende Rechnungswerk von 1907. Die Ausſichten nach der dies⸗ jährigen Zuzahlung auf die Aktien, wodurch die Unterbilanz getilgt und 450000 M. neue Betriebsmittel gewonnen ſind, ſind günſtige. Zu den Fallimenten in der Holzinduſtrie.(Privat) Die Firma Edm. Schramm in Charlottenburg, welche, wie be⸗ richtet, in Zablungsſchwierigkeiten geraten war, tritt nunmehr in Liquidation. Dieſe wird von den Gläubigern betrieben: man rechnet auf volle Befriedigung aller Forderungen. Auch die Firma Guſtab Cohn, Berlin⸗Konitz, welche in Konkurs geraten war, hat denſelben durch einen Zwangsvergleich auf Grundlage von 13 Prozent beendet. In der Maſſe lagen eiwa 6 Prozent. Die Werke der Firma ſind bereits in Betrieb geſetzt. Reiß u. Martin,.⸗G., Metallwaren in Berlin. Lant Ge⸗ ſchäftsbericht wurde in 1907 ein Fabrikationsgewinn von 221 940 M.(i. V. 196 261) erzielt. Die Unkoſten betrugen 120 950 M. (110 511), und für Abſchreibungen wurden 37058 M.(3 020.) verwendet. Es verbleibt ein Reingewin von 82713 Mark 70 925], aus dem den Reſerven 9974 M.(7895] zugewieſen, 6138 Mark(3309) als Tantiemen und eine Dividende von 6 Proz. (5½%) verteilt ſowie 6611 M. 3220) auf neue Rechnung vorgetragen werden ſollen. In der Bilanz erſcheinen: Vorräte 0,18 Mill. Mark(0,19) und Debitoren 0,39 Mill. M.(0,32), darunter Bank⸗ guthaben 0,26 Mill. M.(0,18). Die Kreditoren hatten 0,02 Mill. Mark(0,01) zu fordern. Ueber die Ausſichten berichtet die Ver⸗ waltung:„In das neue Jahr ſind wir mit einem befriedigenden Auftragsbeſtande eingetreten. Wenn ſich darin auch der allge⸗ meine Konjunkturrückgang etwas bemerkbar gemacht hat, ſo iſt der derzeitige Beſchäftigungsgrab doch ein zufriedenſtellender.“ „Jnvalidendank“, Berlin. Mau ſchreibt uns: Die General⸗ verſammlung des„Invalidendank“ fand am 24. d.., nachmittags ſtatt. Der Jahresabſchluß wurde vorgelegt, Derſelbe ergab, daß eine ſo große Summe zur Wohltätigkeit in dieſem Jahre bereit geſtellt werden konnte, wie in keinem der vorhergehenden Jahre, mit Ausnahme der beiden Jahre. wo durch Lotterien ein ganz beſonderer Gewinn erzielt worden war. Dies Reſultat iſt ſehr ungenommen. Die Uebertrogung grßßerer Rollen iſt ſelbſtredend Uusgeſchlpſſen„ Ie erfrenlich, denn die Zohl bedifrfliger Invaliden und deren Hin⸗ Die Kaligewerkſchaft Carlsfund erzielte im 1. Quartal 4908 Verwaltung iſt aber der Auffaſſung, daß dieſe Lagerbeſtände bald terbliebenen iſt ſehr groß. Ein weiterer ſehr günſtiger Moment wurde in der Verfammlung beſprochen, indem nämlich weit über hundert von Invaliden, Unteroffizieren und Mannſchaften Stel⸗ lungen verſchafft worden waren. Die Zahl der verabſchiedeten Offiziere, denen eine Stellung nachgewieſen werden konnte, war keine ſehr große. Wir verfehlen nicht, auf dieſes ſo patriotiſch, geiſtig wirkſame Inſtitut hinzuweifen und hoffen, daß es in wei⸗ teren Kreiſen bekannt und unterſtützt wird. Continental Caoutſchoue und Guttapercha⸗Compagnie. Die Generalverſammlung ſetzte die Dividende auf 40 Proz feſt, Laut einer Mitteilung der Verwaltung über das laufende Ge⸗ ſchäftsjahr war der Geſchäftsgang der erſten vier Monate recht lebhaft. Obwohls die Umſätze infolge der ſchlechten Witterung, der Keiſe in der Automobilinduſtrie und der Preisreduktton ſaſt fämtlicher Artikel niedriger waren als im Vorjahr, ſei das finenzielle Ergebnis infolge billiger Rohmaierialienpreiſe durch⸗ aus befriedigend, ſo daß vorausſichtlich auch das Jahr 1908 gün! ſtige Ergebniſſe bringen werde. Die United States Steel Corppration erklärte, wie aus Newhork gemeldet wird, eine Quartalsdividende von ½ Proz. für die Stammaktien und von 194 Prozent für die Vorzugsaktien gegen ½ Prozent bezw. 14 Prozent für das erſte Quartal des Vorjahres und ½ Prozent bezw. 134 für das letzte Quartal des Jahres 1907. Die Nettoeinnahmen ſtellten ſich nach Abzug der gewöhnlichen Betriebskoſten für das am 31. März 1908 beendete erſte Quartal auf 18 299 000 Dollars gegen 39 122 492 Dollars für das J. Quartal des Vorjahres und 32 533 995 Dollars für das vierte Quartal 1907. Der Auftragsbeſtand betrug am Ende März 1908 3 765000 Tonnen gegen 8 043 858 Tonnen am ent⸗ ſprechenden Termin des Vorjahres und 4624 553 Tonnen am Ende Dezember 1907. 5 80(Telegraphiſche Handelsberichle ſiehe 6. Seile). E4 Frankfurter Effektenbörſe. „Telesramme der Continenial⸗Telegraphen⸗Ermpagnie. Schluß⸗Kurſe/,. 1* Reichsbank⸗Diskont 5 Prozent. Wechſel. Amſterdam kurz 168.78 168.78 Paris kurz 81.33381.338 Belgien„ 81.038 81.05 Schweitz. Pläze„ 81.138 81.15 Italten„ 81.25 81.23 Wien 84 975 84.988 London„ 20.415 20.422 Napoleonsd'or 1630 16.29 5 lang—.—— Privatdiskonto 4½ 4½ Staatsrapiere. A. Dentſche. 28 295 28. 4% deulſch.Reichsaul. 99.50 99.50J Mexikaner äuß. 88/90 58.20 8700 37 5 8 91.20 91 2003 Mexikaner innere 66.40 66 40 3 81.65 81.650 Taumalipas 98 35 98.70 4% pr. konſ. St.⸗Anl. 99.50 99.50 Bulgaren 99.35 99.40 3½„ 1 91.25 91.101%8 Griechen 1890 46.70 46.70 3 5 81.65 81.655 ftalien. Rente—. 103.90 4 badiſche St.⸗A. 99.30 99.304½%½ Oeſt. Silberrente 99.30 99.40 3„neue 99.70 99.700½„ Papierrent.—.— 29.25 34%½ bad. St.⸗Olabg)fl—.—— Oeſterr. Goldrente 98.75 98.65 3½%„ M. 91.80 9190ſ8 Portug. Serie 60 45 690.50 3½%„„ 1900—.——..,„ III 61.80 61.80 Abayr..⸗B.⸗A.b. 1915—.———4½ neue Ruſſen 1905 94.85 94.60 3% do. U. Allg. Anl. 20.30 90.25ſ Ruſſen von 1880 81.690 81.50 3. do, EB.⸗Obl 40 80.804 pan ausl. Rente 95.—. 95, 1 Heſien von 1899 99.— 99.—1 Türten von 1903 9580 89 30 3 Heſſenn 7985 79 88 4„ urif. 93.35 95.50 3 Sachſen 81.20 81—4 Ungar. Goldrente 93.10 96.35 4 Mh. Stadt⸗A. 1907—.— 958.604„(Kronenrente—.— 93.15 8%„„ 1905 89 75 89.75%ingli B. Ausländiſche. Verzinsliche goſe: 5 Arg. l. Gold⸗A.1887 99.20 99.203 Oeſterreichiſche1860 152.75 152.60 4½ Ehineſen 1888 95 30 95.30 Türkiſche 149.—149.— 4 Egypter unificierte—— Aklien induſtrieller Unternehmungen. Bad. Zuckerfabrik 145.50 145.50 Kunſtſedenfahr. Frkf. 239.— 238.— Südd. Immobil.⸗Geſ. 92.— 92.— Lederwerk. St. Ingbert 60.— 60— Eichbaum Maunheim 125.— 125.— Spicharz Lederwerke 118.95 118 50 Mh. Aktien⸗Brauerei 187.— 137.— Ludwigsh. Walzmühle 171.50171.50 Parkakt. Zweibrücken 93.— 93.— Adlerfahrradw. Kleyer 990.— 289.90 Weltzz. Sonne, Speyer 79.80 79.80 Maſchinenfbr. Hilpert 75.50 75.50 Cementwerk Heidelbg. 152.50 152.5“ Maſchinenfb. Badenia 198.—198.— Cementfabr. Karlſtadt 135.25 135 25 Dürrkopp 349.— 349.— Badiſche Anilinfabrik 500. 512— Maſchinenf. Gritzner 318.75 814.— Ch. Fabrik Griesheim 245 50 244.— Maß ch.„Armatf.Klein 118.— 118.50 Farbwerke Höchſt 465.— 465— Pf.Nähm.⸗u. Fahrradf Ver. chem. Fabrik Mh. 298.— 296.— Gebr. Kayſer 121.50 121.50 Chem. Werke Albert 417.25 415.— Röhrenkeſſet abrit Südd. Draßtind. Pih. 117.— 117.— vorm. Dürr& Co. Akkumul.⸗Fab. Hagen 201.— 201.— Schnellpreſſenf. Frkth. 163.85 183.85 Ace. Böſe, Berlin 75.50 75.— Ver.deutſcher Oelfabr. 129.— 129.— Elektr.⸗Geſ. Allgem. 216.— 215.20 Schuhfa„Herz, Frkf. 128.— 128.— Südd. Kabelw. Nhm. 121 20 121.40 Seilinduſtrie Wolff 130.— 130.— Lahmeyer 124.90 123.70'wollſp. Lampertsm. 79.50 79 50 Elektr.⸗Geſ. Schuckert 118.— 111.95 Kammgarn Kaiſersl. 156— 156.— Siemens& Halske 183.— 182.50J Zellſtoffabr. Waldhof 322 50 620.25 Aktien deutſcher und ausländiſcher Transport⸗Anſtalten. Oeſt. Südbahn Lomb. 23.20 28.25 do. Nordweſtb. 113.10 111 20 do. Nordbahn 128 60 128 60 do. do. Lit. B. 111.20 113.— Südd. Eiſenb.⸗G. 111.60 111[Gotthardbahn Hamburger Packet 113.50 113.40 Ital. 9 10 do. neue—.——.— do. Meridionalbahn Norddeutſcher Aoyd 98 20 97.60Baltimore und Ohio Oeſt.⸗Ung. Staatsb. 147.50 147.70 Pfandbriefe, Priotitäts⸗Obligaltenen. 97.50 97.50 J 4% Pr.Pfbb. unk. 16 87.80 97.50 87,.50 97.50 4⁰%0 17 98— 98.— 97.80 97.80 3½„„„ 14 2 80 92.90 19 1 99 5% 8½ 12 90.50 80.50 90.30 90.20 8½ Pr.gfdhör.⸗Bk.⸗ 89250 800 ee 0 80 beids 97.— 97.—8, FPr. Pfobr.⸗Bkl, B5i. Fom.⸗ 97.—] Obl. unkündb. 12 4% Pr. Pfdbrf.⸗B. Hyp.⸗Pfd. unk. 1917 +— 47%% h. G. B. Pfb. 03 97.— 4% 07 97.— 97 30 98 75⁵ 89 30 89. 0 91.50 96 90 eeee Ludwigsh.⸗Bexbacher———. Pfälziſche Maxbahn 134.20 18420 79 60 70.70 35 20 135.50 84.— 84.90 4% Frk. Hup.⸗Pfdb. 40ſ F. K. V. Pfoͤbr.05 15 1910 40ʃ 4% opb. Pbb. 315 0„ 10%0 Pr. Bod.⸗Er. 4% Etr, Bd. Pfd. vgo 3% unk. 09 4e%„ Pfdbr..1 unk. 10 Pfdbr..Os unk. 12 „ Pfdbr. v. 86 97.. 91.30 91.30 97.— 97— 97.— 97.— 97.30 98.75 89.40 89.9 91.50 96 60 99 2⁵ 97.30 97.30 ** 1* 1912 89 d. 94 89.50 89.50„ 1017 fd. 96006 89.50 89 5„ verſchied. om.Kbl. M 99.— 99.—31½% h..⸗B. C. O 1% N. W. B. C..10 4% Pf. B. 5 99.40 2 31%0 Pf. Pr. 8 90.— 90.50 2½ Iſtal. ſttl.a. G. B. r 97.25 2 ĩ0 Mangb. Verf.Aedbfcr 97.50 90 50 90 50 v. 96/06 90.50 4% Pr. Pfdb. unk. 00 97.25 „ 12 97.50 ee 14. 97.50 6. Seite. 8 General⸗Anzeiger.(Abendblatt.) Mannheim, 29. April Bergwerks⸗Aktien. Bochumer Bergbau 220.1 219 50Harpener Bergbau 199.50 209.20 Buderus 112.50 113—[Kaliw. Weſterregeln 180— 181— Concordia Bergb.⸗G. 320.— 320. Oberſchl.Eiſeninduſtr. 101 30 101.75 Deutſch. Luxemburg 155.— 153.—Vr.Königs⸗ u. Laurah. 210.50—.— Friedrichshütte Bergb. 48 148.50Gewerkſch. Roßleben 9200 9200 Gelſenkirchner 195.20 195 20 Bank⸗ und Verſicherungs⸗Aktien. Badiſche Bank 159.— 139.— Oeſterr.⸗Ung. Bank 124.30 124.30 Berg u. Metallb. 118.75 1J8 75 Oeſt. Länderbank 109.50 100 50 Berl. Handels⸗Geſ. 162.30 161.80]„Kredit⸗Anſtalt 197.90 197.80 Comerſ. u. Disk.⸗B. 109.50 109 50 Pfälziſche Bank 100.— 100.— Darmſtädter Bank 125 10 124 50 Pfälz. Hyp.⸗Bank 189— 190.— Deutſche Bank 232 10 23190 Preuß. Fypothenb. 111.50 111.50 Deutſchaſtat. Bank 136.90 136 90 Deutſche Reichsbk. 154 55 154.45 D. Effelten⸗Bank 100.10 10010 nhein. Kreditbank 133.80 133.75 Disconto⸗Comm. 174 40 17430 Rhein. Hyp. B. M. 191 50 192. Dresdener Bank 138.20 138.50] Schaafſt. Bankver. 13.20 133.80 201.—] Südd. Bant Mhm. 153.50 Wiener Bankver, 109.— 109.— Frankf. Hyp.⸗Bank 200.25 132 10 182.55 Frkf, Hyp.⸗Creditv. 153.50 Nationalbant 115 75 11460] Bank Ottomane 143.50 148 60 Frankfurt a.., 20. April. Kreditaktien 197 80, Staats⸗ bahn 147.50, Lombarden 23.10 Egypter—.—, 4% ung. Goldrente 93.30, Gotthardbahn—.—, Disconto⸗Commandit 17450 Lauro ——, Gelſenkirchen 195.—, Darmſtädter 125.10, Handelsgeſellſchaft 161.70, Dresdener Bant 188.50, Deutſche Bank 232.20, Vochumer 219.50 Northern——. Tendenz: feſt, Nachbörſe. Kreditaktten 197.75, Staatsbahn 147.50, Lombarden 23.25, Disconto⸗Commandit 17425. Mannheimer Eſſektenbörſe vom 29. April.(Offizieller Vericht.) Die Aprozentige Deutſche Reichsanleihe vom Jahre 1908, ſo⸗ wie die Aprozentige Preuß. Staatsanleihe vom Jahre 1908 wurde an der heutigen Börſe zum erſten Male notiert, wobei ſich der Kurs für beide Anleihen auf 99.50 Prozent bez. u. G. ſtellte. Auf dem übrigen Gebiete waren Mannheimer Lagerhaus⸗Aktien 80 G. 81 B. und Bad. Anilin⸗ und Sodafabrik⸗Aktien 510., Francong⸗Aktien gingen zu den Kurſen von 652 und 653 Mark pro Stück um. Aktien. Banken, Brief Geld Brief Geld Badi nk— 139.— Br. Werger, Worms—.— 90.— enes R Wormſ. Br. v. Oertge—.— 68.— Pfälz. Bank. 100.20fPf. Preßh.⸗u. Sptfabr. 159.—. Pfälz. Hyp.⸗Bank 0 Pf. Sp⸗U. Cdb.Landau Rhein. Kredithank Rhein. Hyp.⸗Bank Trausport 141.— 140.. Berſicherung⸗ —.— 189 80 B..⸗G, Nöſch. Seelr 1Mannh. Dampfſchl. 91——— 65.——.— Südd. Bank 109„ dehee 1.— 80.— Eiſenbahnen, Francona, Rück⸗ und Pfälz. Ludwigsbahn—.— 218.— Mitverſ..⸗G. vm. „ Maxbahn—.— 137.6 Bad. Rück⸗ u. Mitv.—.— 655— „ Nordbahn 131.80 Bad. Aſſecurranz 1210 1195 Heilbr. Straßenbahn 80.——.- Continental. Verſich.—.— 425.— Ghem. Induſtrie, Mannh. Verſicherung—— 455.— „A. f. chem. Induſtr.—.——.— Oberrh. Verſich.⸗Geſ. 450.——— Feelee ne— 510.— Württ. Tranp.⸗Verſ. 590.——.— Chem. Fab. Goldenbg.—.— 178— Induſtrie. Verein chem. Fabriken—.— 299.80.G. f. Seilinduſtrie—— 130.— Verein P. Delfabriten—.— 129.50 Tingler'ſche Mſchſör.—— 119.— Peſt..⸗W. Stamm 190.——.— Emaillirfbr. Kirrweil.—. „»Vorzug 105.50—.— Emaillw. Maikammer—.— Brauereien, Eitimger Spinnerei 105.— Bad. Brauerei 100.——.— Hüttenh. Spinneret—.——— Binger Aktienbierbr.—.——.— Karlsr. Maſchinenbau—.— 210.— Wurl. Hof vm. Hagen—.— 261.— Nähmfbr. Haid u. Neu 261.50—. Eichbaum⸗Brauerei—.— 127.— Koſth. Cell. u. Papierf.—.— 219. Elefbr. Rühl, Worms— 90.— Mannh. Gum. u. Asb. 140.——.— Ganters Br. Freibg. 106.——.— Maſchinenf. Badenia—.— 200.— Kleinlein Heidelberg—.— 195.— Oberrh. Elektrizität 25.——.— 91.50 Homb. Meſſerſchmitt 50.——.— Nhet Fahergd.—.— 120 50 Ludwigsh. Brauerei—.— 285 Portl.⸗Zement Hdlbg.—.— 158.— Mannh. Aktienkr.—— 137.— Südd. Draht⸗Induſt.—.— 117.50 Südd. Kabelwerke—.— 121.— Pfalzbr. Geiſel, Mohr———. Verein Freib. Ziegelw. 150.—.— ae b 00d 15 250— r. Schrö eidlbg. 201.50—.— Speyr. „Schwart, Speyer 126.— Wülczmilhle Neuftadt—.——.— „Ritter, Schwetz. Zellſtoffabr Waldhof 324— 322,.— „ S. Weltz, Speyer—.—— Waghäuſel 146.50—. „ 3Storch., Speyer—.— Zuckerraff. Manng.—.— 72.— Berliner Effertenborſe. Berlin, 29. April.(Schlußkurſe.) ——.— 8—. —.——k—x MRuſſennoten 213.95 214.— Lombarden 28.— 23.20 40% Ruſſ. Anl. 1902 8180 81.60 Canada Pacifie 152.70 15870 %½% Neichsanl. 91.25 91.20 Hamburg Packet 113.— 112.80 30½% Reichsanleihe 81.75 81.70 Hambg. Paket nene—— 40% Bad. St.⸗Anl. 99.20 99.40 Nordd. Lloyd 98.— 97 90 40% B. St.⸗B. neue 99.70 99.60 Dynamit Truſt 164.10 164 40 3% B. St. Obl. 1900 90.50 90.60 Licht⸗ u. Kraftanl. 115.20 115.— 39% 0% Bayern 90.50 90.20 Bochumer 219.— 218 50 4% Heſſen—.——.— Konſolidation 411 414. 40% Heſſen 79.60 79.60 Dortmunder 62 50 61.70 30ʃ% Sachſen 81.70 81.— Gelſenkirchner 194 90 195.— 80% Pfbr. Rh. W. B. 96,30 96.30 Harpener 108 20 200.60 5% Chineſen 100.25 100.30 Laurahütte 209 90 210.50 4% Italtener—.——.—Phönix 185 20 18490 3½ Japaner(neu) 88.50 86.75 Nibeck⸗Montan 104.— 195.50 1860er Loſe 153 20—.— Wurm⸗Revier 4% Bagvdad⸗Anl. 88 25 88.— Anilin Treptow 367.— 867 80 Kreditaktien 198.10 198.20 Braunk.⸗Briketts 168.50 173.— Berg.⸗Märk. Bank 158.— 153.— D. Steinzeugwerke 217 50 214 20 Berl. Handels⸗Geſ, 161.90 161.90 Düſſeldorfer Wag. 309.50 800.— Darmftädter Bank 128 20 125.— Elberf. Farben(alt) 603— 608.— Deutſch⸗Aftat. Bank 137.— 136.20] Weſtereg. Alkaliw. 180.— 180.— Deutſche Bant 231.60 281.50 Wollkämmerei⸗Akt. 129.— 128.1 Disc⸗Kommandit 174.— 174.10 Chem. Charlottenb. 202.— 202 70 Dresdner Bank 137.50 168.20 Tonwaren Wiesloch 99.— 99.— Rhein. Kredtibank 133.40 188.40 Fellutef Waldhof 322 20 822.— Schaaffh. Bankv. 158.70 138.90 Celluloſe Koſtheim 218.— 216.— Lübeck⸗Büchener—.———Rüttgerswerken 145.50 145.— Staalsbahn 147.50 147.60 Privatdiskont 4½% „W. Berlin, 29. April.(Telegr.) Nachbörſe. Kredit⸗Altlen 197.70 198.20J Staatsbahn Diskonio Komm. 173.90 174.20 Lombarden Berliner Produktenbörſe. Berlin, 29. April.(Telegkamm.) Produktenbörſe. Preiſe in Mari pro 100 kg. frei Berlin netto Kaſſe. 147.20 147.70 23.10 23 20 28. 20 per Mai 216 25 214.78 Mais per Mai 154—150.— uli 217.50 216.—„ Juli 143.50 145.— ept. 195.—194 75 55 kat 196 50 196.— Rüböl per April———. uli 195.25 198.—„ Ma 78.50 73.— n„Sept. 179 75 180.75 Ott. 69.60 69 20 N et dee keeie ee 8 8 1 uli 165. 5 ume 5 28.75 28,. ue eeeneer, 22.80 26,80 N Pariſer Boörſe. Paris, 29. April, Anfangskurſe. 3%% Rente 96,42 96 45 Türk. Looſe 1 57%%— Maliener—.——.— Banque Ottomane 727.— 727.— Spanier 98.60 93 50 Rio Tinto 1588 1585 Türken unif. 94.72 94.60 Londoner Effektenborſe. London, 29. April.(Telegr.) Anfangskurſe der Gffektenbörſe. 4ſ% Reichsanleihe 301/½ 80˙/] Southern Paeifie 7958 81˙¼ 5 d% Chineſen 101/½ 101½ Chieago Milwaukee 129— 131— 4½% Chineſen 96½ 96¼ Denver Pr. 56— 50ʃ½ 25/%% Conſols 867/16 867(16] Atchiſon Pr. 91— 91¹ 3% Italiener 102%, 1025Louisv. u. Naſhv. 104½ 106 3 e% Griechen 49½ 49—Union Paeific 1371%6 1407% 3 oſo Portugieſen 62/ 62 Unit. St. Steel eom. 36½ 37/ Spanier 92½ 92%„„ preß 103 103 D Türken 94— 94— Eriebahn 9— 19— 4% Argentinier 84— 84— Tend:: feſt. 3%0 Mexikaner 34%½ 34% Debeers 10% 10% 4% Japaner 81— 81—Chartered 14/0 12ʃ9 Tend.: ſtill. Goldfields 8— 3— Ottomanbank 18¼ 187% Randmines 5% 5˙ Rio Tinto 63½ 63% Eaſtrand 3˙% 3½ Braſtlianer 82%½% 82— Tend,: ſtill. Liverpool, 29. April.(Anfangskurſe.) 28. 20, Weizen per Mai.03% ruhig.02½ ruhig 5 l.05½.04%½ Mais per Mai.08½ ruhig.08½ ruhig 5„ i nom. nom. ** Telegraphiſche Haudelsberichte. Die Frankfurter Börſe eröffnete bei beſſerer Tendenz. Der Pripatdiskont zog um ½ Prozent an, ſchließlich war Geld ge⸗ fragt. Das Geſchäft ließ hierauf bedeutend nach und die Ten⸗ denz machte einer Abſchwächung Platz. Die neuen Aprozentige Reichsanleihe u. preuß. Konſols blieben mit 99,50 unverändert. Gegen Schluß war die Tendenz ruhig. Die Kurſe behaupteten ihren Kursſtand. Die Berliner Börſe eröffnete auf die Steigerung an der geſtrigen Newyorker Börſe im allgemeinen feſt und mit vor“ wiegend erhöhten Forderungen, namentlich auf dem Banken⸗ markt. Ungünſtige Nachrichten über Feierſchichten in der Kohlen⸗ induſtrie und die ungünſtigen Quartalsausweiſe des Stahl⸗ truſtes beeinflußten die Börſe ungünſtig. Banken verloren da⸗ durch einen Teil der anfänglichen Kursgewinne wieder, Geld über Ultimo 4 Prozent. Später war die Tendenz wieder durch⸗ weg feſt. Privatdiskont 4½ Prozent. Auf das Anziehen bes Privatdiskontes war die Börſe wieder ſchwächer. Elektrizitätswerk Homburg v. d. H. Der Geſchäftsbericht für 1907 exwähnt die Verlegung und Vergrößerung des Staats⸗ bahnhofes. Die Einnahmen auf der Straßenbahn waren durch größere Frequenz günſtig beeinflußt. Der Reingewinn be⸗ trägt 64020 Mark(i. V. 64027.). Die Dividende 50 000 Mark oder 4 Prozent(wie im Vorjahre). Im neuen Geſchaäfts⸗ jahre verſprechen laut Frkf. Zig. die Neuanmeldungen eine günſtige Weiterentwicklung des Werkes. Brbnzefarbwerle.⸗G., vorm. Karl Schlent, Roth b. Nürnberg. Der überraſchende Rückgang der Dibidende boſt 9 Proz auf 4 Proz, wird dadurch begründet, daß die Verwaltung im Berichts⸗ jahre It.„Frkf. Ztg.“ mit 2 Momenten zu kämpfen hatte. Einmal ge⸗ lang es nicht gegenüber den hohen Rohmatevialpreiſen einen enk⸗ ſprechenden Verkaufspreis durchzuſetzen und zlpar infolge des Wett⸗ bewerbes in den Artikeln der Geſellſchaft. Zweitens hatte der Preis⸗ ſturz in Kupfer einen unvermeidlich ſchlimmen Einfluß ausgeübt, ebenſo auch der Rückgang der Verkaufspreiſe auf dem Aluminium⸗ markt für Rohaluminjum von 330 M. auf 200 M. pro 100 Kg. Die Reſerven der Geſellſchaft betragen 257 500 M. Für das lau⸗ fende Jahr ſcheinen günſtigere Ergebniſſe in Ausſicht zu ſtehen. Haiſerslautern, 29. April. Für das Bank⸗ und Kommiſſionsgeſchäft Leonhard Kehr ſollte am 29. April eine Gläubigerverſammlung ſtattfinden. Der Termin mußte jedoch, wie die Frkf. Zig. erfährt, auf den 8. Mai vertagt werden, weil der Status noch nicht feſtgeſetzt iſt. * Frankfurt a.., 29. April. Die hieſige Handels⸗ kammer hat an die Kommiſſion des Reichstages zur Vorbe⸗ reitung des Entwurfs eines Geſetzes betreffs Aenderung im Münzweſen eine begründete Pekition gerichtet, mit der Bitte, dem Geſetze nur inſoweit zuzuſtimmen, als der Betrag der pro Kopf der Bevpölkerung auszuprägenden Silbermünzen auf die von der Regierung ſelbſt als notwendig bezeichneten Summe von M. 18 begrenzt werden. * Frankfurt a.., 29. April. Die heutige General⸗ Verſammlung der Voltohm ⸗Seil⸗ und Kabelwerke .⸗G., Frankfurt a.., genehmigte die Anträge der Ver⸗ waltung, beſonders die Verteilung einer Dividende von 4 Proz. (i. V. 3 Proz.). * Köln, 29. April. Die Generalverſammlung der Kölner Bergwerksvereinigung verteilt wieder, wie die Frkf. Zig. angibt, 30 Prozent Dividende wie im Vorjahre. * Nürnberg, 29. April. Faſt ſämtliche baheriſche Polier⸗ werke, welche ſogen. 94 weiße Gläſer verarbeiten, haben ſich zu einer Vereinigung zuſammengeſchloſſen um die Produktion nach dem Abſatz zu regeln. 2 * Nürnberg, 29. April. Die Eiſen⸗ und Metallgießeret Heinrich Stein, welche im Februar die Eröffnung des Konkur⸗ ſes beantragt hatte, konnte nunmehr lt.„Frankf. Zig.“ durch vor⸗ teilhafte Veräußerung von Grundſtücken ihre Gläubiger befriedigen. * Berlin, 29. April. In der Generalverſammlung der Stralauer Glashütte wurde erklärt, daß ſich die in⸗ duſtrielle Abflauung wohl bemerkbar mache, indes ſei das Ge⸗ ſchäft noch immer zufriedenſtellend,(Frkf. Ztg.). * Berlin, 29. April. Die Generalverſammlung der Ge' ſellſchaft für elektriſche Unternehmungen nahm der Frkf. Ztg. zufolge, Kenntnis, daß das Elektrizitätswerk Süd⸗ weſt keinen neuen Anſchluß mehr annimmt, da durch den rapiden Aufſchwung von Wilmersdorf und Schöneberg die ſeit 1900 be⸗ ſtehende Zentrale völlig belaſtet ſei und eine Erweiterung durch den Polizeipräſidenten nicht geſtattet werde. * Berlin, 29. April. Die Schweizer⸗ und Vorarlbergiſchen Stickereifabrikanten beſchloſſen nach der Frkf. Ztg., die bis 1. Mai feſtgeſetzte Betriebseinſchränkung bis zum 6. Juni zu perlängern. * Liſſabon, 29. April. Eine Vereinigung von Intereſſenten der innren Anleihe will um Reduktion der Stempel⸗ abgabe und um Konſignation beſtimmter Staatseinnahmen für die innere Anleihe nachſuchen. Aufträge, bei denen zum erſten Mel die vezogenen Lenneſſe Coal N e*5 7171+ 777—— Comp. namentlich in Schienen ſtark beteiligt iſt. Ohne die niedri Abſchreibungen und Rücklagen hätten die Common Shares eine Dii dende aus dem Gewinn nicht erhalten krunen. 15 *** Preisnotierungen der Börſenkommiſſion des Ver⸗ eins von Holzintereſſeuten Südweſtdeutſchlandz für die Holzbörſe vom 24. April 1903 in Straßburg i. E Stimmung: Lage immer noch unſicher. Tannen und Fichten. J. Bauholz: Baitlantig; pro bß Mk. 27.00 Vollkantig, 5 2..„ 39.00 Scharfkantig,„„„ 43.00 Die Preiſe verſtehen ſich franko Waggon Straßburg, für Wieder⸗ verkäufer für Hölzer bis 10 m Länge und höchſtens 20/0 0m Stärke Für Hölzer unter 10 m und über 20/0 5% Aufſchlag über 10 m und unter 20%0 5% „„„ über 10 m und über 20/½0 100% (Kreuzholz wird immer zu letzterem gerechnet, für Hölzer von über 14 m Länge Extrapreis). II. Bretter: ** Vogeſen S Unſortiert 8 0 chwarzwald 0„„Ppro qm.00.00 Ja. reine u. halbreine Bretter(H.& H..)„„.30.00 IIa. gute Ware(G) 8 5.10.10 IIIa. Ausſchußware().95.00 -Bretter(Rebuts); Feuerbord⸗ oder Brennbord, gute Latten(Vogeſen 4, Schwarzwald 4,5 m lang„„„ 20.00 21.00 8 5 Vog.⸗Schwz Gipslatten 12/14 Vogeſ. 100 lfd. u Schwarzw. 78 lfd. m.00.76 5035 133.10.10 10/35 100.20..20 Klotzdielen 15—27 mm pro ebm V49.00 48.00 27.—50 mm„„ 8„ 0 48.00 50.00 Die obigen Preiſe entſprechen bei cirea 2 Mark Koſten ab Säge⸗ werk und 5% Verdienſt den folgenden Rundholzpreiſen franco Sägewerl. Stämme: Vogeſen L K. IE 23.25 21.70 20.10 18.00 15.50 12.40 Abſchnitte I. Kl. II. Kl. III. Kl. Vogeſen 22.70 21.00 17.00 **.* Marx& Goldschmidt, Mannheim Telegramm⸗Adreſſe: Margold, Fernſprecher: Nr. 56 und 1697 29. April 1908. Proviſiousfreil —— 855 Ber⸗ Käufer Wir ſind als Selbſtkontrahenten kaufer unter Vopbehalt: 00* .⸗G. für Mühlenbetrieb, Neuſtadt a. d. H. Atlas⸗Lebensverſicherungs⸗Geſellſchaft, Ludwigshafen M. 200 Badiſche Feuerverſicherungs⸗Bank— M. 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Emma Karoline. 22. Schloſſer Gg. Groh e. S. Alfred Georg Erwin. 14. Gerichtsſchreiber Karl Kaier e. T. Maria Anna. 19. Tagl. Adolf Baumann e. S. Karl. 24. Tüncher Leander Maier e. S. Alfred. 14. f Fabrikarb. Joh. Gottl. Bollin e. S. Gottlieb Willi, 20. Küfer Joh. Georg Weyhing e. T. Emilie und e. T. Luiſe. 23. Fabrikarb. Hch. Schwind e. S. Heinrich. 16. Kutſcher Georg Wollmershäuſer e. T. Adelheid. 20. Stukkatbeur Theodor Faul e. S. Ferdinand. 28. Wirt Johann Georg Renſch e. S. Franz Heinrich. 14. Kutſcher Friedrich Bortt e. T. Hedwig Katharine. 20. Tüncher Chriſtian Erbes e. S. Philipp Ludwig. 23. Heizer Georg Heckmann e. S. 18. Gärtner Lud. Karl Hch. Meper e. S. Ludw. Karl Heinrich.] 19. Schaffner Franz Waltenberger e. T. Hilda Klara. 22. Schmied Johann Nikolaus Scheurich e. T. Julie. 13. Schreiner Rudolf Nagel e. T. Gertrude. 22. Poſtaſſiſtent Wilh. Aug. Groß e. T. Eliſabeta. 7. Tagl. Albert Hauer e. T. Berta 16. Schuhmacher Andreas Mattäus Häfelein e. T. 18. Monteur Anton Jak. Foerſter e. T. Anng Maria. 18. Privatmann Martin Waſſer e. T. Berta. 43. Schneider Jakob Wilhelm e. T. Thereſe Anna. 17. Bäckermeiſter Chriſt. Pfeiffer e. T. Suſanne Karoline Barb. 19. Ausläufer Robert Rothweiler e. T. Tereſe. 7. Reſerveführer Joh. Georg Leuz e. S. Wilh. Adolf. 21. Maſchinenſchloſſer Friedrich Kmen e. S. Albert Ludwig. 19. Glaſer Karl Weitzel e. S. Willi Heinkich . Zimmermann Jul. Emil Kögel e. S. Karl Julius. 21. Schmied Kar! Ibach e. T. Maria Anng Berta. 24. Muſiker Ferdinand Sander e. S. Ferdinand. iKfm. Friedr, Herm. Oeſterlin e. T. Annemarie Frieda Her⸗18. Schreiner Karl Aug. Renz e. T. Eliſabeta Ida. 18. Vorarbeiter Peter Emil Rupprecht e. T. Maria Amalte 1 mine. 17. Bahnarb. Gottfried J Fph. Bechold e. S. Willi. Eliſabet. 9. Müller Friedr. Ernſt Ebert e. S. Friedr. Hermann. 15. Monteur Joſef Webe e. T. Ludwiga Chriſtina. 21. Wirt Gg. Karl Edler e. T. Kätchen. F 14 Tagl. Jak. Kraft e. T. Johanna Berta. 21. Reſerpeführer Adam Lieboner e. S. Adan u. e. S. Hermann. 19. Wogenwärtergehilſe Karl Weinlein e⸗.Otto Alfreb. 5 Spengler Wilh. Friedr. Schumacher e. S. Kurt Wilh. Georg. 19. Magazinarb. Jakob Ziegler e. T. Frieda. 22. Taglöhner Philipp Nicklas e. S. Wilhelm. Bügler Johs. 05 Knoll e. S. Bernhard Georg. 16. Former Peter Zipperich e. T. Lotte. 19. Eiſenhobler Karl Hagner e. S. Artur. 28 8 Maſchinenformer Naßhan e. T. Katharina Eliſabet. 15. Tagl. Joh. Jak. Schweizer e. S. Frliedrich. 25. Buchbinder Herm. Höhne e. T. Hedwig Marie. 17. Bäckermftr. Emil d J0 l. Dyk e. T. Ling Dora. 19. Schloſſer Theodor Fiedler e. S. Otte. 20. Schloſſer Rich. Gotthold Ottb Werner e. T. Lottchen Annun. 18. Naſchnnenſchoſser Iynlins Eugen Diſt e. S. Eugen Wilhelm. 22. Direktor Friedrich Karl Weinmann e. T. Pauline. 24. Sattler Max Erb e. T. Margarete. 14. Invalidenrentner Gg. Anger e. T. Klara. 21. Gußputzer Jak Zimpelmann e. T. Roſa Luiſe. 21. Landwirt Karl Philipp Kloos e. T. Marta Elsbet Greta. 17. Packer Georg Michael Friedrich Karl Weiß e. S. Ludwig 16. Geometer Theodor Dehoff e. T. Urfula Hilda. 25. Ingenieur Anton Neuhauſer e. S. Fritz Herbert. Karl. 23. Fabrikarbeiter Franz Rippberger e. S. Karl Sebaſtian. 25. Direktor Doktor jur. Karl Hubert Paul Pescatore e. S. 19. Wirt Thomas Anguſtin Welz e. S. Thomas Auguſtin 5 18. Eiſendreher Chriſt. Standfuß e. S. Heinrith. Jaachim Paul.„„ 18. Schutzmann Herm. Hch. Langenbach e. S. Friedrich Wilh.] 20. Stereotypeur Herm. e. T. Margarete. 18. Taglähner Gottlieb Stutz e. S. Chriſtof Gottlieb. 10 Schuhmacher Wilh. Koch e. S. Karl. 20. Kaufmang Joh. Vogt e. T. Eleonore Blondina. 2. Müller Paul Schubert e. T. Herta Eliſe. 20. Rangierer Emil Hilbert e. S. Emil. 20. Schloſſer HOch. Etzel e. T. Anna Katarina. 19. M 8 80 Jofef Haas e. e. T. Katarina Jofefine Frieda, 0 Ingenjenr Emil Robert Kellner e. S. Haus Adolf, 21. Tagl. Wilh. Weig L. S. Ryberl. 22. Heler ne Lot tchen Eliſbet. 48. Tagl. Otto Karl Hch. Prohl e. S. Johann Martin. 23. Schloſſer Peter Baro e. T. Anna. 24. 2 e. T. Irmgard Luiſe. 16. Juhrhalter Anton Schwind e. T. Alwine Antonia. 24. Schloſſer Jyh. Friedrich Winkler e S. Iphann Leonhard. 25. Tag e. T. Katarina Kunfgunde 16. Inſtallateur Friedr. Chriſt. Pfrang e. S. Emil. 20. Steinhauer Jofef Gehrig e. T. Joſefine Maric. ar aen, s, Brotuxiſt Angult Maxtin Saſkmann e. T. Marſe 21. Säger Karl Wetterich e. S. l—— Nvonnement: uſer 50 Pfennig wonallich. 5 25 Trägerlohn 10 Pfennig. Auswärtige Inſerate 80 Durch die Poſt bezogen inkl. Poſt⸗ Die Reklame⸗Zele 1 aufſchlag M..91 pro Quartal. 0 Telephon: Redaktion Nr. 377. 8 Expedition Nu. 218, Nr. 74. Mittwoch, den 29. April 1908. — — Bekauntmachung. Die Frühjahrmeſſe 1908 hetr. Nr. 40860f. Die dies⸗ lährige Frühfahrmeſſe beginnt am Freitag, den 1. Mai und endet am Dounnerstag, den 14. Mai 1908, was mit dem Anfügen bekaunt ge⸗ macht wird, daß an den Sonn⸗ tagen die Verkaufsbuden erſt um 11 Uhr vormittags, die Schaubuden erſt um 3 Uhr nachmittags geöffnet werden dürfen. Orgelſpieler und Perſonen, welche Vor ſtellungen auf der Straße und öffentlichen Plätzen geben wollen, erhalten hierzu keine Erlaubnis mehr. Muſikgeſellſchaften erhalten nur Eilaubnis für Sonntag, den., Montag, den 4. und Dienstag, 5. Mai und nur für Wirtſchaften mit Ausſchluß derjenigen an der Breiten⸗ ſtraße und am Marktplatz. Anatomiſche Muſeen, Rieſendamen, Kraftmeff., (Schlagmaſchinen) Illu⸗ ſionen, Preisſchießen, Glücksſpiele jeder Art, wie Würfel⸗, Kugel⸗Ring⸗ und Platteuwurfsſpiele und dergl. ſowie die ſog, Nebenkabinktts werden überhaupt nicht zuge⸗ la ſſen. Mannhein, 15. April 1908. Großh. Bezirksamt. Polizeidirettion: Dr. Korn. 12850 Belanmtmachung. Einſtellung von Dreijährig⸗ und Bierjährig⸗Freiwilligen für die Matroſenartillerie⸗ Abteilung Kiautſchou iu Tfingtau(China). Eiuſteuung: Ottober 190s, Ausreiſe nach Tſingtau: Jannar 18909, Heimreiſe: Frſihjadr 1911 bzw. 1912. Bedingungen: Min⸗ deſtens 17 m groß, kräftig, vor dem 1. Oktober i889 geloren (üngere Leute nur dei beſonders gutker körperlicher Entwicklung). In Tſingtan wird außer Löhn⸗ Aug und Verpflegung täglich 90 Mark Teuerungszulage ge⸗ wührt. 12854 Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter 1 eines Mel⸗ deſcheins zum freiwilligen Dienſt⸗ eintrit auf drei bzw. vier Jahre zu richten an: Kommando der Stammabteilung der Ma⸗ troſenartillerie Kiautſchou, Cuxrhaven. Sekanntmachung. Einſtenlung von Dreijährig⸗ Freiwinigen für vas III See⸗ bataiklon in Tſingtau(china) Eiunellung: Oktorer 190, Ausreiſe nach Tſiugtan: Januar 1909, Heimreiſe: Frübzahr 1911. Bedingungen: Mindeſtens 1,68 m groß, kläftig, vor dem 1. Oktober 1889 geboren(jüngere Leute nu⸗ bei beſonders guter körperlicher Entwickelung). Bauhandwerker Miaurer, Zimmerleute, Dach⸗ Pecker, Tiſchler, Glaſer, Töpfer, Maler, ſtlempner uſw.) und audere Handwerker Schneilder, Gäriner uſw.) bevor⸗ zugt. In Tfingtau wird außer Löhn⸗ ung und Verpfleguug täglich 9,30 Mark ee ge⸗ wührt. 2853 Meldungen mit genauer Adreſ ſe ud unter Beifügung eines Meldeſcteins zum freltvilligen Dienſteintritt auf drei Jahre zu richten an: Kommando des III. Stammſeebataillons, Wilhelms haven. Bekauntmachung. Aufgebol von Pfandſcheinen. Es wurde der Antrag geſtellt folgende Pfandſcheine dez Städt. Libamts Mannbeint: Sit. A Nr. 11934, vom 24. April 1907, Dit. Nr. 70413, nom 27. April 1907, KLit. G Nr. 38230, vulg—5 5 5 1907, e unmg abhanden ge⸗ lommen find, nach 8 28 der Leih⸗ Antsſatzungen ungiltig zu er⸗ Nären. Die Inhaberdieſer Pfandſchellie werden Weemit 5 f——.—— 75 loſcheine unerha vier Wechen vom Tage des Er ens dieſer Bekannt⸗ net beim 1 an 98 Saadt Naiban, it. 50 Nr. 1, ltend zu in 0 Uls 2 Dallezedgun Pfandſcheine erſolgen Mannheim, 28. April 1908. Bekanntmachung. No. 1568. Städtiſche Sparkaſſe Mannheim hat mit Wirkung vom 1. Mai d. Is, an in den nachgenannten 8 Die 5 1 9 Stadtteilen und benachbarten Orten Annahmeſtellen für Spareinlagen Perſonen übertragen: im Stadtteil Sindenhof: im Hauſe Meerfeldſtraße 19;3 Friedrich Kaiſer. Schwetzingerſtadt: im Hauſe Schwetzinger⸗ ſtraße 89; Inhaber der Annahmeſtelle: Mathias Merz, Inhaber eines Friſeur⸗ und Deſtliche Stadterweiterung: im Hauſe Gliſabethſtraße 7; Inhaber der Annahme⸗ Neckarſtadt: im Hauſe Mittelſtraße 693 Inhaber der Annahmeſtelle: Herr Kaufmaun Jungbuſch: im Hauſe Beilſtraße 22 haber der Annahmeſtelle: Herr Kaufmann in der Gemeinde Sandhofen: im Kaufhauſe Bernhard Wedel in der der Annahmeſtelle: Herr Kaufmann Bernh. Wedel; in der Gemeinde Wall ſtadt: im Hauſe des Philipp dnahmeſtelle: Herr Philipp Büchler. Bei dieſen Annahmeſtellen, die für das Einlegerpublikum öffnet ſind, können Einlagen zunächſt in Beträgen bis zu Mk. 200.— für eine Perſon und während einer Woche voll⸗ Wir empfehlen dieſe Annahmeſtellen dem regen Benützung. 12789 Städtiſche Sparkaſſe: Schmelcher. Nachſtehende Bekanntmachung bringen wir zur Kenntnis der Schiffahrtintereſſenten. Gr. Aheinbauinſpektion Kupferſchmid, 8 für die Bheinſchiffahrt zwiſchen Slraßburg⸗Kehl und Fort⸗Lonis⸗Hügelsheim. Ufers bei Rheinkilometer 1575 der badiſchen Uferteilung unterhalb des Stromwärterhauſes Söllingen iſt bis gehenden Fahrzeugen das Annähern aller zu Tal kommenden Fahrzeuge durch Aufziehen der Flagge bemerkbar macht und a. wenn ein einzelnes Schiff zu Tal kommt durch 5 Aufziehen der roten Flagge, 8 eingerichtet und die Verwaltung derſelben den beigeſetzten Inhaber der Annahmeſtelle: Herr Kaufmann 2 Herr Parfümerieartikel⸗Geſchäfts; ſtelle: Herr Kaufmann Peter Disdorn Wilhelm Huber: 225 In⸗ Ferdinand Schotterer: Nähe des Bahnhofs; Inhaber Büchler, Tünchermeiſter; Inhaber der An⸗ täglich während der üblichen Geſchäftsſtunden ge⸗ zogen werden. Publikum zur Mannheim, den 14. April 1908. Rheinſchiffahrt. Mannheim, 28. April 1908. An der derzeitigen Stromenge entlang des rechtſeitigen auf weſteres ein Wahrſchauer aufgeſtellt, der den zu Berg zwar in folgender Weiſe: wenn ein Schleppzug zu Tal fährt, durch Aufziehen der weißen Flagge, e. wenn ein Floß antreibt, durch Aufziehen der roten und der weißen Flagge. Mit Rückſicht auf die Grundrißgeſtaltung des Stroms zwiſchen Söllingen und Greffern ſind Nebenwahrſchauer bei Kilometer 158,0 und 156,4 der elſäſſiſchen Uferteikung auf dem elfäſſiſchen Uferbau aufgeſtellt, welche die Talſchiffe nach Kilometer 157,5 der badiſchen Uferteilung[Söllinger Stromwärterhaus] durch rote und weiße Flaggen dem Wahr⸗ ſchauer ſignaliſteren. Karlsruhe, den 26. April 1908. Großzh. Rheinbauinſpektion. Meythaler. „Freisinniger-Verein“ NSHMHSAIArnHl. Am Donnerstag, 30. April, abends 9 u r, findet in Neſtaurant„Termſuns“, Lit. N 3, 2, eine 15 zwaängslose Zusammenkunft ſlatt, iu welcher politiſche und ſtädtiſche Angelegenheiten erörtert werbden. Wir geſtatten uns, die Mitglieder unſeres Vereins hierzu höͤflichſt einzuladen. 10 Der Vorstand. Sanatorium Hirsal f. Nerwonleidende, innere Kranke, Zuckerkranke u. 3. Pas ganze Jahr geöfknef, Prospekt zu Diensten. Zwei Aerzte. Hes. U. leitender Arzt: Dr. med. Carl Römer. 7120 12851 bei Calw/. Württ. Schwarzw. Tel.-Amt Calw No. 39. Das geeignetste Insertions-Organ für Heidelberg ist die Heidelberger Leitung. Bauszinsbücher In bellebiger Stuck⸗ zall zu haben in der Dr. S. Sads. Ien Buchdruckerei S. m. b. B. ————— Städt. Leihamt: Hofmanu. 81402 3 1 eigenemere Karholk ſches Bürgerhsſpiatal.— Veruntwortfſcher ——:: werde ich im hieſigen Pfaudlokale Srkanntmachung. Gerichtsaſſeſſor Hermann Hildebrandt iſt bis auf welteres zum Dienſtverweſer beim Großh. Beſugniſſen eines Amtsrichters beſtellt. 12852 Karlsruhe, den 16. April 1908. Großh. Miniſterium der Juſtiz, des Kultus und Unterrichts. In Vertretung: Trefzer. Heffenkliche Zuſtellung kiner Alage. Nr. 4520. Der Dr. Max Jakoby, Spezialarzt für Frau⸗ enkrankheiten und Geburts⸗ hilfe in Mannheim, Prozeß⸗ bevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr. Bemheim, daſelbſt, klagt gegen Frau Chriſtine Duß⸗ mann, früher in Mannheim daß die Beklagte aus ärztlicher Behandlung aus dem Jahre 1907 noch reſtlich 107.50 Pfg. ſchulde, mit dem Antrage auf vorläufig vollſt eckbare Verur⸗ teilung der Beklagten an den Kläger 107 Mk. 50 Pfg. nebſt 4% Zins hieraus ſeit Klag⸗ zuſtellung zu bezahlen und die Koſten des Rechtsſtreits, ein⸗ ſchließlich derjenſgen des Arreſt⸗ verfahrens, zu tragen. Der Kläger ladet die Be⸗ Hagte zur mündlichen Ver⸗ handlung des Rechtsſtreits vor das Großherzogliche Amtsge⸗ richt zu Mannheim Abt. XIII auf 79094 Mittwoch, den 3. Juli 1908, vormittags ½9 uhr. Sitzungsſaal C. Zimmer Nr. 113. Zum Zwecke der öffentlichen Zuſtellung wird dieſer Auszug der Klage bekannt gemacht. Mannheim, 25. April 1908. Der Gerichtsſchreiber Gr. Amtsgerichts XIII. Beſſerer. Amtsgericht Mannheim mit den Stempel sick im Umlauf Clary 40 fl.-Lose 0 4, 16, jetzt unbekannten Auf⸗ f enthalts, unter der Behauptung, Madrider 3% 100 Donau-Regulierungs-Lose Eianfänder 10 Taſer-Lose Freiburger 15 Frs.-Lose v. 1860 Genueser 150 Lire- Holländ.%% Komunalkredit-Lose Lütticher 80 Frs-Lose Mailänder 45 Lire- Mailänder 0 Lire-Lose Meapeſer 150 Lire-Lose Oesterreich 1858er-Lose Wir sind bereit die Abstem unserem Effekten-Schalter einzureichen. Abstempelung ausländischer Losct. Laut Bekanntmachung des Reichskanzlers vom den deutschen Börsen zugelassenen ausländischen Lose den Börsen behufs Prüfung des deutschen Reichsstem einiger Zeit herausgestellt hat, befindet. Ofener 40 Lose Frs.-Lose Lose Filiale der Dresdner Bank in Mannheim., pels vorgelegt werden, dass eine grosse Anzahl Lose mit Die Stücke, die unbeanstandet bleilben, Werden mit einem Kontrollstempel versehen und sind von einem noch bekannt 2u gebenden Termine ab nur noch solche abgestempelte Stücke lieferbar. Es kommen dabei in Betracht: Belgische Komunal-Lose v. 868 Ostender 25 Frs.-Lose Oesterreich 5 90 1860er-Lose Oesterreich 1864er-Lose Palffy 40 fl.-Lose Raab-Grazer I00 Taler-Lose Rudolfstiftung 10 fl.-Lose Russische 1884er-Lose Russische 186er-Lose Salm 40 fl.-Lose Türkische 400 Frs.-Lose Ungar 100 fl.-Lose Venediger 30 Lire-Lose delung zu vermitteln und bitten die Lose an 7 14. ds. M. können die an VPorständen da sich vor gefälschtem fl.-Lose 79099 Roeder Herde. Gaskoch- u. Badewannen. B l, 3, Breitestrasse. Bügelapparate in reichster Auswahl, erste Fabrikate. Nstpfanne Vorzüglicher Apparat zum Rösten von Beefsteaks, Söteletts, Schultzel, Bratwürsten etc. ohne Zutat von Butter und Schmalz. 78205 Badeöfen. 7 Bekannknachung. Städtiſche Konzert⸗ veranſtaltungen des Kaimorcheſters betr. No. 16344 J. Nach Mitteil⸗ ung der Direktion des Kaim⸗ orcheſters München können die 4 reſtlichen Konzerte nicht ſtattfinden. Die in den grünen Kartenhefien enthaltenen Ein⸗ trittskarten können zu anderen im laufenden Jahre im Nibe⸗ lungenſaal ſtatlfindenden ſtäd⸗ tiſchen Konzertveranſtaltungen benützt werden; auf Wunſch wird auch der Ankaufspreis (50 Pfg. pro einzelne Karte) gegen Rückgabe des Kartenhefts von der Stadtkaſſe(Kaufhaus 2. Stock) zurückvergütet. Manuheim, 27. April 1908. Bürgermeiſteramt: Martin. 31404 Häling. Zwaugsuerſteigerung. Donnerstag, 30. April 1908 nachmittags 2 uhr werde ich im Pfandlokal O4, 3 hier gegen bare Zahlung im Vollſtreckungswege öffentlich verſteigern: 75 Stück Desinfekteur, 40 Schweißſtifte u. Verſchiedenes. Daran anſchließend an Ort und Stelle: 1 vollſtändiges Baugerüſt, 4 Aufzugmaſchinen, 21 Balkongeländer, 25 Sack Kalk, 75 Sack Zement, ca. 1070 Stück rote Ziegeln und anderes mehr. 6086 Mannheim, 29. April 1908. Zolliuger, Gerichtsvollzieher. Zwaugs-Berſteigerung. Donnerstag, 30. April 1908 nachm. 2 uhr, 2 ½5, gegen bare Zahlung in Vollſtreckungswege: 60858 1 Büffet und 1 Schwein öffeutlich verſtelgern. 5 Mannheim, den 28. April 1908 Elliſſen, Gerichtsvollzieher. ſaanne Sachs Damenschneiderin Lange Rötterstr. 14 em Weinheimer Bahnhof). Aufertigung aller Arten Kostüme L Reelle Heiraten. chiek und elegant. LIun m Damen aus g. Famil., tücht. i. Haush., m. 2000—15000 Mkk. Vermög. u. ſch. Ausſt. wünſch. ſich bald z. verheiraten. Näh. durch reelle Vermitilg. u. ſtr. Diskret. Off. u. Nr. 60198 an die Exped. Annonym zwecklos. Einen guten erteilt 21742 Oscar Müller, Archit. Hauptbürs: Frankfurt a. M. Zweig uro: Seckenheimerſtraße 588. —r—— — 55 Für Verlrauensyerſon alleinſtehend, tüchtig im ganzen Hausweſen, von vorzüglichen Charaktereigenſchaften, Ende 20er., wird wieder Stelle als Haushälterin bei einzeln. beſſeren Herrn geſucht. Gute Behandlung Hauptbedingung. Suchende würde ſich auch gut als Empfangsdame f. Ateliers eignen. Offert. erbitte unter „Vertrauen“ M. J. 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