ſlig zu 22817 . ebrichs⸗ Zinmuk. ad und 1 2 (Badiſche Volkszeitung.) 2 Pfeunig monatlich. Bringerinhn 25 Pfig. nronatlich, burch bie Poſt bez. inel. Poſts auiſchlag NN. 8. 4 pro Quartal, Badiſche leueſte Nachrichten (Mannheimer Volksblatt.) Telegramm⸗Adreſſe „Journal Mannheim“, Telefon⸗Nummern: Direktton u. Buchhaltung 1449 88 57 2 2 Druckerei⸗Bureau(An⸗ 80 ſeea tes Anabhängige Tageszeitung. nahme v. Druckarbeiten 841 Orr Colbnel⸗Bele. 28 Pß: Geleſenſte und verbreftetſte Zeitnug Täglich 2 Husgaben Eigene Redaktionsbureaus Nedatton 377 Aabwüräge Iufeute: ½—”in Maunheim und Umgebungz⸗(ausgenommen Sonntag) in Berlin und Aarlsruhhe. Erpedition und Verlags⸗ Die Relame: Zelle 1 Mark Schluß der Inſeraten⸗Aunahme für das Mittagsblatt Morgens 5% 9 Uhr, für das Abendblatt Nachmittags 3 uhr.„ Nr. 240. Samstag, 23. Mai 1908.(Abendblatt.) Die heutige Abendausgabe umfaßt 24 Seiten. ———— König Eduards Reiſe nach Rußland. Von unſerm Londoner Korreſpondenten). London, 21. Mai. Die geſtrige Ankündigung, daß König Eduard dem Zaren einen Beſuch abſtatten wird, kam ſehr überraſchend. Daily Chronicle“ meldete es geſtern früh, aber mit einem ſalſchen Datum; die„Times meldete es gleichzeitig, aber mter Vorbehalt. Verhandlungen über dieſen Beſuch waren lange vorher geführt, aber abgebrochen worden. Es iſt Tat⸗ ſache, daß ſie jetzt nicht durch die gewöhnlichen diplomatiſchen Kanäle gegangen find, und man wird wohl in der Annahme nicht fehl gehen, wenn man den Petersburger Aufenthalt Sir Jan Hamiltons damit in Verbindung bringt. Nun konnte man auf die Haltung der engliſchen Preſſe geſpannt ſein. Die konſervatiwen Oppoſitionsblätter kommentieren den Beſuch mit offener Freude. Anders die miniſterielle Preſſe. Der pechtsſtehende„Daily Chronicle“ ſchweigt. Der radikale ing Leader“ ſchweigt. Die„Weſtminſter Gazette“ ſchweigt. Der„Mancheſter Guardian“, die bedeutendſte eng⸗ liſche Provingzeitung, ſchweigt. Die„Daily News“ ſchweigt hicht, beuutzt aber die Gelegenheit zu einem überaus heftigen Ausfall auf den Zaren. Früher habe man von dem Zaren ſagen können, er ſei zwar ſchwach, aber wohlmeinend.„Und ſchwach iſt er ſowohl an Intellekt, wie an perſönlichem Mut, aber er iſt mit der Hartnäckigkeit und Rückſichtslofigkeit eines Fanatikers ſeinen autokratiſchen Zielen ergeben.“ Und nun wird ein langes Sündenregiſter aufgezählt. Der Zar habe „Des heiliaſten Eide gebrochen, als er das Wahlrecht zur Duma ünderte. Die Taten des„Vereins wahrhaft ruſſiſcher Män⸗ ner“, dem er als Mitglied angehört, fallen auf ihn zurück: es wird an die Verbannten in Sibirien, an die Torturen in den Gefängniſſen ufw. uſw. erinnert,. Der Beſuch König Eduards, ſchreiht das radikale Blatt, iſt ein„Akt der Untreue 0 gegen die demokratiſchen Traditionen Englands“; er beſtätigt, daß die engliſche Politik mit dem Abſchluß des zentral⸗ aſiatiſchen Ausgleichs die Abſicht verfolgte, Rußlands Unter⸗ ſtützung in der europäiſchen Politik zu erkaufen. Und der ruſſiſche Miniſter, der Gott dankte, daß es in Rußland kein Parlament gäbe, freue ſich ebenſo ſehr, daß es in England Bankiers gibt. Es iſt wohl kein Zweifel, daß dieſer Ausfall auf den Zaren einem großen Teil der engliſchen Radikalen und ebenſo der Arbeiterpartei aus der Seele geſprochen iſt; und das Schweigen der anderen liberalen Blätter iſt zwar poli⸗ tiſch taktvoller, aber kaum weniger beredt. Dieſe Stim⸗ mung der engliſchen Liberalen ſteht auch heute noch einer Entente cordiale mit Rußland im Wege, wie ſie ſich zwiſchen England und Frankreich aus⸗ gehildet hat. Denn dort waren beide Parteien, Liberale wie zu Frankreich anzubahnen. Aber Rußland gegenüber nehmen die beiden Parteien eine verſchiedene Haltung ein. Den Unioniſten hat der bisherige Uebergang Rußlands zum Konſtitutionalismus genügt; daß er immerhin in den Augen der großen Mehrzahl der Engländer nötig war, um beſſere Beziehungen zwiſchen England und Rußland einzuleiten, das wird heute von der„Times“ offen zugeſtanden. Die Unio⸗ niſten wünſchen, ſchon aus Gründen der europäiſchen Politik, eine Entente cordiale mit Rußland. Die„Daily News“ aber ſchreibt:„Ein Land, das ſich vor einem Tyrannen verbeugtk, vernichtet ſelbſt ſeinen Anſpruch auf die Führung der Welt⸗ bewegung der Demokratie.“ König Eduard war wohl bei der Beerdigung Alexan⸗ ders III. zum letzten Mal in Petersburg. Die Königin Viktoria hatte damals große Bedenken, den Thronerben nach Rußland ziehen zu laſſen. Nur die dringenden Vorſtellungen des damaligen britiſchen Botſchafters in Petersburg, Lord Dufferin, welchen peinlichen Eindruck es machen würde, wenn der Prinz von Wales bei der Beſtattung ſeines Schwagers fehlte, überwanden den Widerſtand der Königin. Aber ſie ſchrieb Lord Dufferin, ſie mache ihn perſönlich für die wohl⸗ behaltene Rückkehr des Prinzen verantworflich, und Lord Dufferin geſtand ſpäter, daß dieſe Verantwortung nicht ganz leicht auf ihm gelaſtet habe. König Eduard wird diesmal das bombengefährliche Pflaſter der Newaſtadt vermeiden; die Zuſammenkünfte werden an Bord der königlichen und der kaiſerlichen Jacht ſtattfinden. Ueber die politiſche Be⸗ deutung der Gntrevue ſind vorläufig natürlich nur Mutmaßungen möglich. An ſich iſt der Be⸗ ſuch natürlich genug, da König Eduard faſt alle europäiſchen Höfe beſucht hat und obendrein dem Zaren einen Gegenbeſuch ſchuldig iſt, denn er iſt ſeit ſeiner Thronbeſteigung nicht in Rußland geweſen. In erſter Linie iſt es alſo eine offi⸗ zielle Staatsviſite. Daß Sir Charles Hardinge den König begleitet, iſt an ſich auch nicht auffällig, denn Sir Charles war auch zugegen, als König Eduard nach Schloß Friedrichshof kam, wo er übrigens nach einer„Standard“⸗ Meldung auch in dieſem Sommer mit Kaiſer Wil⸗ helm zuſammentreffen wird. Immerhin iſt nicht zu vergeſſen, daß ſich die Bezieh⸗ ungen zwiſchen Rußland und England in den letzten Jahren weſentlich verändert haben. Der Ausbruch des oſtaſiatiſchen Krieges ſah England als Verbün⸗ deten der Gegner Rußlands. Indes hat der engliſch⸗ ruſſiſche Ausgleich, wenigſtens bis auf weiteres, der hiſtoriſchen Gegnerſchaft der beiden mittel⸗ aſjatiſchen Großmächte ein Ziel geſetzt; und man darf wohl ſagen, daß dieſe Aenderung der Lage erſt die Vorausſetzung für die Reiſe des Königs geſchaffen hat. Der Beſuch ſetzt gewiſſermaßen noch ein neues Siegel unter den Ausgleichsvertrag. Man ſollte die Bedeutung der Reiſe weder überſchätzen, noch unterſchätzen. Schwerlich ſind beſtimmte politiſche Verabredungen oder Abmachungen geplant. Aber die beiden Herrſcher werden in nähere perſönliche Beziehungen treten, und daß die per⸗ ſönlichen Beziehungen zwiſchen Staatsoberhäuptern auch im 20. Jahrhundert keine geringe politiſche Bedeutung haben, das haben wir ja alle erlebt. Die„Times“ meint wohl nicht mit Unrecht, daß die Monarchenbegegnung ſchnell in Zentral⸗ aſien bekannt werden und nicht ohne Eindruck auf die Stämme bleiben wird, die ſich jetzt gegen die engliſchen Waffen erhoben haben, und daß man auch in Kabul eine Lelxe daraus ziehen wird. Daß ſie ferner eine ruſſiſche Anleihe in London erleichtern wird, iſt wohl ſicher. Ob ſie aber auch poſitive Wirkungen auf die europäiſche Politik haben wird, das wird man erſt ſpäter erkennen können. Wiederaufnahme des Moltke⸗Harden⸗ Prozeſſes. * Jeipzig, 23. Mai. Das Urteil des Reichsgerichts lautet, das Urteil des Landgerichts 1 Berlin wird aufge⸗ hoben und die Sache an die Vorinſtanz zurück⸗ verwieſen. * Maunheim, 23. Mai 1908. Der Bund der Induſtriellen ladet ſoeben ſeine ſämtlichen direkten und indirekten Mit⸗ glieder in ganz Deutſchland und alle Freunde der Politik des Bundes zu einer außerdrdentlichen General⸗ verſammlung auf Samstag, den 30. Mai, nachmittags 1 Uhr nach Eiſenach ein, dort im„Rautenkranz“ ſtattfinden. Als erſter Punkt ſteht auf der Tagesordnung: Der Austritt des Bundes der Induſtriellen aus der„Intereſſengemein⸗ ſchaft“, Berichterſtatter: Fabrikbeſitzer Heinrich Fried⸗ richs, i. Fa. Pignol& Heiland, Seidenfabrik, Potsdam, 1. ſtellvertretender Vorſitzender des Bundes. Zu Punkt 2 wird über„Arbeitgeber und Poli⸗ tik“ ſprechen Fabrikbeſitzer Ernſt Stephan Clauß, i. Fa. J. E. Clauß, Spinnerei, Immenhof⸗Plaue, 3. ſtellvertr. Vor⸗ ſitzender des Bundes; hierbei ſoll die augenblicklich von allen Induſtriellen erörterte Frage, in welcher Weiſe ſie am beſten Einfluß auf Politik und Geſetzgebung gewinnen, und die Ab⸗ wehr einſeitiger Vorſchläge zur Verhandlung kommen; ferner auch die wichtigſten ſozialpolitiſchen Fragen. Drittens ſteht„Die Kohlenfrage“ zur Erörte⸗ rung(Referent wird noch benannt), insbeſondere um die vor⸗ handenen Mittel gegen die Schädigung der Induſtrie und ihres Exportes durch die Maßnahmen der Kohlenſyndikate feſtzuſtellen. 7 Erzberger, der große Mathias Erzberger, der morgen in Heidelberg ſprechen wird, erfährt heute in der„Kreuz⸗Ztg.“ eine recht intereſſante Charakteriſtik. Das konſervative Organ, das mit Sorgen die rapide Entwicklung des Zentrums zum Radikalismus beobachtet, die es immer mehr Konſervative, darüber einig, ein freundſchaftliches Verhältnis ————— —— Die Ausſtellung„München 1908“. (Von unſerem Münchener Korreſpondenten). I. Das Künſtlertheater. Als der ſtrömende Regen bei der Eröffnung der Münchener Ausſtellung über Nacht ſeine grauen Schleier gelöſt hatte und berſchwunden war, da präſentierte ſich im Sonnenglanz eine Aus⸗ ſtellung von ſo ſeltener Unfertigkeit, daß ſie ſelbſt Mailand üblen Angedenkens ſchlägt. So muß ſich der Bericht, welcher das Re⸗ ſultat des Unternehmens andeuten will, zunächſt beſchränken auf Einzelheiten, die bereits vollkommen ausgeführt ſind. Es wird heſcheidener Berechnung nach noch mindeſtens 2 Monate dauern, bis der letzte Arbeiter die Hallen verläßt, bis die letzte Eröffnung bor ſich gegangen iſt. Und da erhebt ſich die Frage, warum Aus⸗ ſtellungen aufmachen, in denen noch nichts zu ſehen iſt. Wenn wan ſchon über die zweifelhafte Notwendigkeit der Ausſtellungen überhaupt nicht diskutieren will, da trotz der ſtändigen lauten Marnungen aller Berufenen, der künſtleriſch wie der geſchäftlich Denkenden mit dem Vorhandenſein von jährlich ſo und ſo viel Ausſtellungen nun einmal gerechnet werden muß— dem Wunſch des Publikums, für ſein Geld nicht verhangene Brettergerüſte an⸗ chauen zu brauchen, und iſt einmal ein Pavillon geböffnet, dieſen nicht bei ohrenbetäubendem Hämmern durchwandern zu müſſen, dürfte doch vonſeiten der Leitungen entſprochen werden, und zwar einfach durch Verlegung des Eröffnungstages. Bei einem Durch⸗ einander wie in München gewinnen natürlich die wenigen Ver⸗ anſtaltungen, die pünktlich ihr Ziel erreicht haben, hier die ſchöne Ausſtellung alter Kunſtwerke aus dem Beſitz der Münchener An⸗ kquitätenhändler, und ferner, der Gegenſatz hiezu, das Theater, in dem die modernen Münchener Maler neu aufgeworfene Probleme der künſtleriſchen Bühneneinrichtung zu löſen ver⸗ uchen, und dieſen Verſuch zur Begutachtung vorlegen wollen. Mittwoch, den 20. Mai hat die eigentliche Eröffnungs⸗Vor⸗ Schillings recht beifällig aufgenommen worden war. Das Gebäude iſt von Littmann ganz im Sinne des Prinz⸗ Regententheaters gebaut, und auch im Innern erinnert es durch die amphitheatraliſche Aufführung der Sitze, hinter welchen ſich die Logen befinden, an die Bogenhauſener Urfurm. Doch ſind die Sitzreihen hier weniger gekrümmt, die einzelnen Plätze höher. Bei der Ausſtattung, die vorzüglich gelungen iſt, blieben grelle Farben ſtreng vermieden: grün und braun bilden die Haupttöne, eine ſchlichte, kaſettenartige Decke mit einer kaum auffälligen or⸗ namentalen Verzierung, dunkle Seitenwände, ebenfalls in ruhi⸗ gem Farbton gehalten, die Logenbrüſtungen und ⸗abſchlüſſe ohne barocken Prunk, der Vorhang mit einem reichgewirkten Saum in flüchtigen Blumenarabesken. Ueber den kleinen Bühnenraum und die Bewegung der beiden einzigen Couliſſen hatte Prof. Litt⸗ mann bereits vorher durch einen inſtruktiven Vortrag das Weſent⸗ liche und Neue kundgetan. Das ganze Problem wird bühnen⸗ techniſch gelöſt durch zwei breite Schiebemauern, zwiſchen welchen ein verbindendes Querſtück angebracht iſt. Vielleicht vermag fol⸗ gender Vergleich Anſchaulichkeit zu geben: In der primitiven Form ſieht die Bühne aus wie das obere Mittelſtück einer ganz von Ferne geſehenen Kirche, rechts und links zwei Türme, deren oberſte Forkſetzung füglich in den Schnürboden gedacht werden muß. das Mittelſtück entſprechend der höchſte Abſchnitt des Mittel⸗ ſchiffsdaches. Im praxi: Fauſts Studierzimmer; rechts und links an den„Türmen“ der Bücherhauf und das alte Gerät, der Ur⸗ väterhausrat, in der Mitte ein leerer völlig dunkler Raum, erhöht durch die Verbindungsmauer, die diesmal mit Rückſicht auf das mittelalterliche Gemach ganz nieder iſt. Der dunkle Raum wird gedeckt durch den Vorhang, der bei der Erſcheinung des Erdgeiſtes (ſehr wirkſam dargeſtellt nur durch zuckendes rotes Licht), der Ver⸗ wandlung Mephiſtos gehoben wird. Weiter und deutlicher: Va⸗ lentins Tod: vechts und links die Türme, untere Stockwerke der ———————— Häuſer, aus denen die Nachbarn herausſehen, die Mitte hohe Verbindung, Ziehbrunnen mit Blumen umſtellt, an deſſen unteren Stufen Valentin ſtirbt. Bei der„Begegnung“ einfachſte Form, nur die Architektur, Türme und Mauerverbindung, ſo daß es der Phantaſie überlaſſen bleibt, ſich der Straßen queiſchende Enge in der mittelalterlichen Stadt vorzuſtellen. Nun freie Land⸗ ſchaft: Auflöſung der architektoniſchen Problems: ſtatt der Türme nur eine leichte farbloſe Andeutung der Kuliſſe, die Mitte eine breite Stufe, auf der die Paare im Spaziergang einhergehen. Als Hintergrund(der als ſolcher nur im Freien nötig iſt) eine weite Luft⸗ und Nebelfläche, die Ahnung einer unendlich ent⸗ fernten Bergeskette, die Konturen eines Schneeberges(in„Wald und Höhle“). Ziel dieſer ſtreng vereinfachten Bühnentechnik iſt die Reliefbühne, das Betonen der Silhouette der auftreten⸗ den Perſonen, künſtleriſch gedacht alſo die Uebertragung eines architektoniſchen Gedankens auf ein bisher nur maleriſch be⸗ handeltes Gebiet, weiterhin Zweck dieſer Uebertragung: Beſchrän⸗ kung des Zuſchauers auf ein ſo einheitlich wie möglich(weil nach einfachſten, ſymmetriſch zwingenden architektoniſchen Geſetz ausgeführtes) Bühnenbild, darum höhere Aufnahmsfähigkeit des Zuhörers für das Wort des Dichters, das durch die äußer⸗ lichen Wirkungen der Bühne nicht nur ergänzt, ſondern geſteigert und zu einer machtvollen innerlichen Bedeutung erhoben werden ſoll. Hoffentlich iſt es im vorgehenden gelungen, vornehmlich durch die gewählten Beiſpiele, wenigſtens einen ſchwachen Begriff von dem ernſthaften, wertvollen und ſicherlich im Falle des Ge⸗ lingens für die Zukunft des deutſchen Theaters entſcheidenden Ab⸗ ſichten des Münchener Künſtlertheaters zu geben. Es fragt ſich nun, abgeſehen natürlich von der Richtigkeit jener Theſen im ab⸗ ſtrakten Sinn, die von jeher das Ideal der Schaubühne dargeſtellt haben, abgeſehen von dieſer Richtigkeit fragt ſichs, ob die erwähnten Abſichten in der Tat erreicht wurden, ob im Hinblick auf die Fauſt⸗ aufführung am vergangenen Mittwoch die Reſultate dem Publikum und dem Dichter— denn dieſer ſtille Mann hat das Hauptanrecht -genügen konnten. Der große Beifall ſcheint den Erfolg des Die Verhandlungen werdednd General⸗Anzeiger. Mannheim, 28. Mal. für den Konuſervatismus 125 tungen über die Fortdauer der wirkſchafſlichen f bei uns in Deutſchland Abbruch zu tun Je peſr ſ damit die Richtigkeit unſerer wiederholt 15 f7 9 ſcheint nac hauptung beſtätigt, daß die Bogt geſtellten 155 55 ·hauptung beſtätigt, daß die Vetätigungsergehniſſ 15 ih t bei alten verdienten Mit⸗ ß dieſe G ftsverbindung in der⸗ 0 ickſchliiß auf di 8 5 dur us fei rumspart parlamentariſche Sein oder während unſerer Zugehörigkeit ſcheren Rückſchluß Geſtaltung der Wirtſchaftsla en n n beginnt. Wie dem„Hann. etenverſammlung fortgeſetzt Es wird dann darauf verwieſen, daß fü ie ge zu⸗ iligenſtadt⸗Worbis gemeldet]Di ft ſchaft, die ſch ebere Zentrumspartei ſeinenord was zu tun g habt, und erſt recht 1 f ſpiegelt ſt in eck und Tourneau nicht l e in Mittel zu ei en Momente in Betracht kommen, die mit der jeweiligen 9 0 nſtadt, de Mittel⸗ im die T einwandfreier Weiſe Feſ ſch 2 9 5 85 5 8 indeft 5 Aigen Wirt⸗ 7 5 5„„„ chaftslage nicht das mindeſte zu tlichen können, ſon⸗bring ſofort gegen Herrn Boehm Beleid 0 ſchaftslage nich eſte zu tun haben. dter Zeitung“ nit beſonderem Kopfe klag In Weiſe klagen wir gegen die„Offenb. 7555 tenden Ausgabe„General⸗Anzei 3818 Behauptungen des Herrn Boehm zu eigen ge⸗ elle Ze ſchloſſen, die eiſes v. Strombeck beſeitigen er gehört Es iſt ein recht 8 Teiles ſeiner chler, dieſem langjährigen, im parlamentariſchen Dienſte ergrauten Vorkämpfer für die Partei zugumuten, daß er ſich dem jüngſten, recht vorlaut auf⸗ tretenden Parteigenoſſen anbequeme, alſo gewiſſer⸗ maßen unterordne. Man erkennt aus dieſem Vorgange wieder ein⸗ mal, wie ſtark der Zug ins Radikale beim Zentrum, zu deſſen eifrigſten Befürwortern der Abg. Erzber⸗ ger gehört, im Wachſen begriffen iſt. Beim weiteren Fortſchreiten guf dieſem Wege kann ſich die Partei nur mehr und mehr gerade ihre beſten Elemente entfremden. Unter dem Ein⸗ fluſſe Erzbergers, der freilich einen durch brennenden Ehrgeiz an⸗ geſtachelten Fleiß im Parlamente wie im Parteikanpfe entwickelt und ein nicht geringes demagogiſches Talent beſitzt, in ſeinen parlamentariſchen Aktionen aber mehrfach wenig glücklich abſchnitt und bisher nur bewieſen hat, daß ihm die Eigenſchaft zur Führung einer großen, auf die Ausgleichung vielſeitiger Intereſſen angewieſenen Partei fehlen, kann das Zentrum nur immer tiefer in Gleiſe geraten, die es mehr und mehr zu einer rein radikal⸗ demokratiſchen Volkspartei machen. Den älteren und beſonneneren Führern der Partei mag es vielleicht manchmal un⸗ heimlich geworden ſein angeſichts des mit der Popularität wachſen⸗ den Selbſtbewußtſeins des jungen, noch ſo ſehr der Reife, die erſt langjährige politiſche Erfahrung geben bann, ermangelnden Heiß⸗ ſporns. Aber die große Rolle, die man ihn in der letzten Reichstags⸗ wahlbewegung ſpielen ließ, die ihn zum begehrteſten Zentrumsred⸗ ner in perſchiedenen Teilen des Reiches machte und ihm Gelegenheit gab, ſich in den Nimbus großer Popularität zu kleiden, macht es ſehr ſchwer, ihm Zügel anzulegen. Sozialdemokratie und Wahlrecht. Auf den Boden der Abſchlagszahlungspolitis hinſichtlich der preußiſchen Wahlrechtsfrage ſtellt ſich ein— ſozialdemokratiſches Blatt, die„Königsberger Volks⸗ 8 Sie ſchreibt: „Wir verlangen vom kommenden Landtag die vollſtändige Be⸗ ſeitigung des preußiſchen Wahlunrechts; wir können, wenn von ihm nicht mehr zu haben iſt und wir nicht imſtande ſind, das Ganze zu erzwingen, eine teilweiſe Abtragung oder Abſchwäch⸗ ung des Klaſſenwahlrechts für den Augenblick als A b⸗ ſchlagszahlung in den Kauf nehmem.“ Wenn die Liberalen ſo etwas ſagen, ſo iſt es„Verrat“; wenn aber die Sozialdemokraten dasſelbe ſagen oder gar tun, wie neulich in Oldenburg, und vor ein paar Jahren in Bayern, — ja Bauer, das iſt ganz etwas anderes! Der Fall dürfte auch das Intereſſe der Junglibera⸗ len im badiſchen Oberlande wetcken, die es ihren preußiſchen Parteifreunden ſo ſehr verübeln, daß ſie nicht eine Alles⸗ oder Nichts⸗Politik zu treiben bereit ſind. Sie werden den preuß. Jungliberalen nicht den Vorwurf reaktionärer Ge⸗ ſinnung machen können, wenn ſelbſt ein Organ der demokra⸗ kiſcheſten Demokratie eingeſteht, daß gegenpärtig mehr als eine teilweiſe Verbeſſerung des Landtagswahlrechts im liberalen Sinne nicht zu erzielen und daß man ſich damit begnügen müſſe. Die preußiſchen Jungliberalen, die als End⸗ ziel die Einführung des Reichstagswahlrechts in den Land⸗ tagen feſthalten, vertreten im gegenwärtigen Wahlkampf be⸗ kanntlich ganz denſelben praktiſchen Standpunkt. Will man ſie deshalb in Süddeutſchland als Reaktionäre anſehen, dann müſſen die Freunde des Großblocks folgerichtig auch das Real⸗ Politik treibende ſozialdemokratiſche Organ als nicht aus⸗ reichend liberal⸗demokratiſch erklären. Und weil ſie letzteres nicht wollen werden, dürfen ſie auch erſteres nicht tun. Neues aus Offenbach. „Im„Offenbacher Abendblatt“ erlaſſen die„Genoſſen“ Stkadtmüller und Falke folgende Erklärung: 1 Vom Herrn Stadtverordneten Theodor Boehm iſt in der Stadt⸗ garten⸗Verſammlung vom 15. Mai laut Bericht der„Offenbacher 2 * ämlick a tadtverordnete benutzt, um beim Bezug von Koks aus der e macht hat. man wird ſich auf einiges gefaßt machen müſſen. Ultramontaner Terror. S heim⸗Bergzabern. — didat wiedergewählt wurde. mehr als die 17 gezählten die Wahlzettel gefallen ſeien. Man veranſtaltete ſofort eine Umfrage mit allen behaupteten, in der Tat Zentrum gewählt zu haben, beim Staatsanwalt ein, der die Unterſuchung denn auch ſofort mi der eidlichen Vernehmung der 26 begann. Tatſächlich haben dabei 25 ihre ſchriftliche Erklärung unter Eid aufrecht⸗ erhalten, nur einer hat ſie widerrufen. Dennoch hat jetzt der Staatsanwalt die Billigheimer Zentrumsleute abſchlägig beſchieden. Nach ſeiner Verfügung iſt nicht eine“ Hand⸗ lung ermittelt worden, die auf eine Wahlfälſchung auch nur hindeutet; bei der Feſtſtellung des Wahl⸗ reſultats aber waren Mitglieder ſowohl der liberalen als auch der Zentrumspartei zugegen. Höchſt be⸗ merkenswert iſt, was der Landauer Staatsanwalt über die „geleiſteten Eide“ ſagt. „Es fragt ſich, ob den ſämtlichen eidlichen Ausſagen ein un⸗ bedingter Glaube beigemeſſen werden kann. Dieſe Frage läßt ſich nicht ohne weiteres bejahen. Unter den 25 Wählern, die Zentrum gewählt haben wollen, findet ſich nämlich eine Reihe von Perſonen, deren Glaubwürdigkeit ſchon nach ihver Perſönlichkeit wichts weniger als über jeden Zweifel erhaben iſt. Außerdem darf nicht überſehen werden, daß diefenigen der erwähnten 25 Wähler, die etwa tatſächlich liberal gewählt hatten, ſich bei der Wgabe der eid⸗ lichen Ausſage infolge der zuvor abgegebenen ſchriftlichen Erklärung im einer gewiſſen Zwangslage befunden haben. Sie hattem die ſchriftliche Erklärung auf'r ängen einfkußreicher Anhänger der Zentrumspartei in Billigheim abge⸗ geben, die meiſten wohl ohne zu wiſſen, welcher Gerauch von der Eklärung gemacht twerden ſollte. Ein Widerruf dieſer ſchrift⸗ lichen Erklärung bei der eidlichen Vernehmung tpäre natürlich fürr jeden mit ſchweren nachteiligen Jokgen ſm geſellſchaft⸗ licher wie wirtſchaftlicher Beziehung verknüwft geweſen. Anderer⸗ ſeits komnten ſie damit rechnen, daß es unmöglich ſei, eine etwaige Verletzung der Eidespflicht nachzutveiſen. Dies ſtaatsanwaltliche Urteil, das ſich das bayeriſche Zentrum wohl kaum hinter den Spiegel ſtecken wird, ſpricht Bände. Die Zentrumspreſſe iſt Gift und Galle über den mutigen Staatsanwalt, der den furchtbaren Zentrumsterror im gelobten Lande des Ultramontanismus derart in das rechte Licht zu ſtellen wagte. Ob der Oberſtagtsanwalt aber anders urteilen wird? 15 Deutsches Reich. —(Eine weitere Verſchlechterung der Wirtſchaftslage) ſollte nach der Geſtaltung des Arbeits⸗ marktes im Monat April zutage getreten ſein. Demgegenüber ſchreibt die„Deutſche Arbeitgeberzeitung“:„Wir ſind nun⸗ mehr zu erklären in der Lage, daß dem amtlichen Ausweis zufolge die Mitgliederzahl der Ortskranken⸗ kaſſen durchaus nicht abgenommen, ſondern viel⸗ mehr zugenommen hat; und noch erheblicher iſt die Zu⸗ nahme der Mitglieder der Betriebs⸗ krankenkaſſen. Dieſe Tatſache iſt in Verbindung mit anderweitigen Meldungen über die Beſſerung der Konjunktur durchaus geeignet, den vielfach wiedergegebenen Befürch⸗ Klünſtlertheaters zu beſtätigen. Trotz der Gefahr, als ſchulmeiſter⸗ lich reaktionär verlacht oder überſehen zu werden, möchte ſich hier die zweifelnde Meinung ans Tageslicht wagen, weder das Eine noch das Zweite ſei erreicht worden. Gewiß, die noch um vieles einfachere Bühne Shakeſpeares rechnet ganz auf die Tätigkeit der Phantaſie. Da beanſprucht aber auch nicht der ausſtattende Künſtler einen Teil des Lorbeers. Die Fauſtaufführung bedeutet nun einen Kompromiß, den der Künſtler Erler mit dem Publikum ſchloß, deſſen Zuſtimmung er ſiegesbewußt vorausſetzte. Er ge⸗ ſtattete ſich, im Spaziergang auf dem Wandelgang vor dem hell erleuchteten Hintergrunde die einzelnen Paare ſo auftreten zu laſſen, daß ihre Konturen faſt phyſiſch ſchmerzhaft wirkten. Dann mutete er zu, daß der Tanz durch Herein⸗ und Herausrollen des umjubelten Faſſes ſeine Umwelt erhielt, Gretchen am Spinnrad vor grauen zugezogenen Vorhängen, deren Anweſenheit im „Stübchen“ gänzlich unklar war, nur als lebendes Bild erſchien, das Innere der Kirche bedenklich an füdruſſiſche Nachtmetten mahnte, daß der Garten gar zu einem biedermaierlichen Zier⸗ laubengang mit ſeltſamen Roſenarten ſtiliſiert wurde— kurz, wenn auch manches„Bild“(das iſt das einzig richtige Wort) als geſchickte Illuſtration zu einer Idee Johann Wolfgangs v. Goethe ſich gab, die Abſichten des Dichters ſind nicht erreicht, ſie ſind ſogar entſtellt worden. Denn übergehend zu der eigentlichen Auf⸗ gabe, die das Münchener Künſtlertheater ſich geſtellt hat: Steige⸗ rung des Dichterwortes, ſei mit Rückſicht auf die Fauſtaufführung betont, daß hier wohl das Wort geſteigert ward, ſoweit klang⸗ liche Wirkungen in Frage kommen. Man könnte ſich eine Aufführung des„Taſſo“ in dieſem Rahmen zur Not denken. Aber niemals einen Fauſt, und wenn das Unmögliche Ereignis werden könnte, daß der Schauſpieler die Unerträglichkeit des affektierenden Bühnenpathos vor dem Ehrfurcht und Einfachheit heiſchenden Worte aufgeben könnte und wollte. So kam es, daß die Stellen des Urfauſt neben den jambiſch breiten Klangverſen(„wie nur dem Kopfe nicht alle Hoffnung ſchwindet, und weiter...!“) ganz geiſtes, wie im Geſpräch in der Laube(„Wer kann ihn nennen“) oder vor„Wald und Höhle“ iſt nichts zu fühlen geweſen. Vielleicht werden die ſolgenden Aufführungen anderer Stücke die ſtarke Ent⸗ täuſchung heben können. Es ſei das Furchtbare zu ſagen gewagt: wenns überhaupt gelüſtet zur Aufführung des Fauſt, dann lieber der übliche Renaiſſancekitſch, den man lächelnd überſieht, als dieſe anſpruchsvollen Neuerungen, bei denen der Wert unſerer größten Dichtung umgemünzt wird. Der Klang hat alſo geſiegt. Sollen wir auch das Zeichen typiſch faſſen? In den Zeiten Hofmannsthals und Georges, deren Dichtungen dem metalliſch⸗melodiſchen Wortklang, der Al⸗ litteration, der einheitlichen Vokaliſierung Zugeſtändniſſe machen, deren Ernſthaftigkeit nicht immer ganz erwieſen iſt, wird auch der Goetheſche Fauſt zu einem phonetiſchen Erfolg erhoben. Trotz allem Krämertum der Düntzerei, die hier gern gewittert werden kann, das war doch das Letzt⸗ und Höchſterreichte der Münchener Fauſtaufführung..—B. Das Bachfeſt in Leipzig. 8 1. Leipzig, die„gute alte Stadt“, ſteht am Abend eines Feſtes, wie es, als Ganzes wie in allen ſeinen Teilen, ſchöner und er⸗ hebender nicht hätte verlaufen können. Schon vor Wochen gingen kurze Notizen durch die Blätter, die von der Enthüllung eines Bachdenkmals und einem damit verbundenen, ausſchließlich mit Bachſchen Werken beſtrittenen Muſikfeſte berichteten. Der Ge⸗ ſchichte des Denkmals iſt dabei kaum gedacht worden und doch iſt ſie ſo ungewöhnlich, ſo romantiſch und reich an unberhofften Glücksfällen, daß ſich die Mühe eines kurzen Rückblickes wohl verlohnt. Als Bach nach 27jähriger Wirkſamkeit in Leipzig ſtarb, wurde er im Juli 1750 auf dem Johanniskirchhof beigeſetzt. und gar verloren gingen. Von den unergründlichen, philoſophiſche Wie ſeine Kunſt für das Schaffen der folgenden Jahrzehnte ver⸗ Seit mehreren Wochen betreibt das bayeriſche Zentrum die Ungültigkeitserklärung der Landtagswahl Germers⸗ chon einmal hatte es dieſe durch⸗ geſetzt, aber nur mit dem Erfolg, daß der liberale Kan⸗ Jetzt ward behauptet, daß in einem Ort, Billigheim, Wahlfälſchungen vorgekommen ſeien: die Zentrumswahlmacher aus Klerus und Laienſtande ſt behaupteten ganz genau zu wiſſen, daß auf das Zentrum S Schikanen bei den Billigheimer Zentrumsſchäfchen und reichte eine ſchriftliche Erklärung von 26 Perſonen, die und mßſtiſche Tiefen geheimnispoll bekretenden Verſen des Erd⸗ Badiſcher Landtag. Mithin wird die Offenbacher Stadtwirtſchaft, falls es[Von unſerem Karlsruher Bureau.] wirklich zur Klage kommt, vor Gericht verhandelt werden und 2. Kammer.— 77. Sitzung. 8 85 b Karlsruhe, 23. Nai Präfident Fehrenbach eröffnet 9 Uhr i8 r. Sitzung. br i Nin barm Am Regierungstiſch Staatsminiſter Frei und Regierungskommiſſäre. Duſch Eingegangen iſt ein Geſetzentwurf, den Hagelſch Fortſetzung der Volksſchuldebatte Staatsminiſter v. Duſch wendet ſich ge⸗ en di ſtellung Eichhorns, als ob die Negterung h taatsſchule ausgeſprochen. Sie iſt nach wie bor 1 Anſicht, daß die Schule Gemeindeanſtalt bleihe Die e lung der Regierung zu dem neuen Lehrplan 1 9 gelegt worden und wird durchgeführt werden im fortſchrilt lichen Sinne, ſie wird aber Unbilligkeiten und Hürten un Möglichkeit zu beſeitigen ſuchen. Was die„Neue Bad. Schulzeitung“ betrifft, ſo iſt dieſelbe jetzt ein unah. hängiges Blatt, andererſeits vertritt die Regierung die An⸗ ſchauung, gegen die Preſſeni chtallzuempfindlig zu ſein. Ein Grund zu einer Kontroverſe über die Anwen⸗ dung des 8 49 der Schulordnung liegt nicht vor, da er frieh⸗ lich und loyal durchgeführt werde. Ich darf wohl ſagen, daß die Angriffe auf die Schulverwaltung inbezug ai 5 einzelner Lehrer der Begründun 9 ein ehren. Abg. Kolb(Soz.): Während Baden auf dem Gebiele des Mittelſchulweſens vorwärts gegangen iſt, ſo kann man dies leider von der Volksſchule nicht ſagen; der Lehret⸗ mangel beſteht in quantitativer und leider tativer Beziehung, die aden belk, — gewerbliche Leben übertretenden jungen Lente ſind den neuen beſſer, ſo lange nicht die Lehrer durch Einreihung in den Gehaltstarif in beſſere Verhältniſſe kommen⸗ Redner wendet ſich gegen das Syſtem der Bürgerſchulen, deren Schulplan auch in der Volksſchule durchgeführt werden könne. Ich befürchte, daß die Durchführung des neuen Lehrplanes an der ungenügenden Vorbereitung ſcheitern wird, denn es mangelt ſowohl an Lehrern wie an Schulgebäuden. Ich würde mich keinen Augenblick beſinnen, einen Antrag einzubringen, der die Regierung erfucht, eine Anleihe von 1 Million zu machen fütr Beiträge au die Gemeinden zu Schulbauten. Das Zentrum iſt die Fortſchritte auf dem Gebiete der Volksſchule handelt. Fiß viele Zentrumsleute genügt es, wenn in der Schule Leſen, Rechnen und Schreiben gelernt wird. Das Zentrum hat eine große Rückficht auf die Schwarzwaldkinder an den Tag gelegt⸗ die ſofort verſchwindet, wenn es ſich um die Ausbeutung dieſer Kinder handle. Wenn heute das Zentrum über die hohen Laſten der Gemeinden klagt, ſo trägt das Zentrum die Schuld, das die Koſten nicht dem Staate auf⸗ gionsunterricht erteilt, weil eine große Zahl nich ſchulräte ſind überlaſtet, die Kreisſchulratsbezirke ſind viel zu groß. Allein auch hier tut die Regierung nichts; die Volks⸗ ſchule iſt eben das Aſchenbrödel. Im Nachtragsetat ſollte eine größere Summe angefordert werden, um den ärmeren Ge⸗ meinden bei der Erweiterung der Schulräume unter die Arme zu greifen. 55 Abg. Pfefferle(natl.) verzichtet aufs Wort, nachdem er kurz ſeine Stellung zum neuen Lehrplan dargelegt hat, Redner bleibt auf der Tribüne faſt unverſtändlich. ſchollen war, ſo verlor ſich auch im Lauf der Jahre die Kunde an welcher Stelle die Gebeine ruhten. Nur eine unverhürgtt mündliche Tradition bezeichnete die Stelle als„ſechs Scritte vor der kleinen Tür an der Südſeite der Kirche entfernt“, Die Rechnungsbücher des Johannisſpitals ergaben noch, daß Vaß — für damals eine Ausnahme— in einem eichenen Sargs dag; auch ſoll es ein flaches Grab geweſen ſein: man ſieht, wie gering der feſte Beſtand brauchbarer Angaben war. Wenn darauf fußend Schritt für Schritt dem unſicheren Terrain abgewonnen wurde, bis der Boden pölliger Gewißheit erreicht war, ſo erfüllt uns das mit derſelben Rührung und Be⸗ wunderung wie der ergreifende Bericht über die Auffindung von Schillers Schädel. Am 22. Oktober 1894 ſtieß man beim Nachgraben auf eite Grabſtäte, die in allen Einzelheiten genau den überliefetten Angaben entſprach. Dem Anatomen W. His, unterſtützt durch Profeſſor Seffner, den Schöpfer des Denkmals, gelang es nun, aufgrund glänzender und peinlich genauer Unterſuchungen die Authenkizität des Fundes über alle Zweifel zu erheben. Die abnormen Formen des Schädels ſtimmten zu den erhaltenen Bildniſſen auffallend. His fand nun durch eingehende ee daß die Weichteile des Geſichtes, Haut und Fett, in ihrer Diche nur innerhalb gewiſſer Grenzen ſchwankten. Trug man alſo auf den fraglichen Schädel eine Schicht von Ton in der als richl ermittelten Dicke auf, dann mußte, falls der Schädel J. S5. 5 angehört hatte ein dem ſeinigen ähnliches Geſicht entſtehen 8 0 7 Weiſe: Dieſer Verſuch gelang Prof. Seffner in Abert deee die ſo entſtandene Büſte liegt dem Denkmal zugrunde. oßf tereſſanter Gegenverſuch verdient erwähnt zu werden: den etwa Händels über den Bachſchädel zu formen, gelang nur, 83 die Weichteile an einzelnen Stellen papierdünn, an 1 übernatürlich dick aufgetragen wurden. Das geſamte. Mate auf dem die Kombination beruht, war während der Feſttage 105 einer überſichtlichen Ausſtellung vereinigt, ſo daß ſich jedermann ꝓmit leichter Mühe ſelbſt überzeugen konnte. auch in qual 5 denn unſere Seminarvorbildung lißt! manches zu wünſchen übrig. Die aus den Volksſchulen in das Aufgaben nicht gewachſen. Die Verhältniſſe werden nichb der Bannerträger, wenn es ſich um das Sturmlauſen 92 erlegen will. Ich bin dagegen, daß der Lehrer Reli daran glaubt, was ſie lehren. Wenn man kein Freund der Prügelſtrafe iſt, ſo ſollte man ſie auch nicht empfehlen. In der Mittelſchulen wird auch nicht geprügelt. Die Kreis“ 90 —4 D eeS 2 —— SSSS Se —— 22 , = — Naf. vorft, duſch m helr, Unter⸗ ir die or der tenen agen, Dicke 9 auf ichtig Bach ehen. geiſe: in⸗ Kopf wenn eren erlal, le in nang 0 Maunheim, 23. Mai. General⸗Anzeiger.(Abendblatt). 3. Sette. Abg. Frühauf(frſ.): Das Zentrum wünſcht vielleicht kute ſelbſt, daß ſein Antrag dorthin wandert, wohin er von uufang an gehört hätte: in den Papierkorb. Von den Duff⸗ gerſchen Ausführungen iſt das Zentrum immer mehr zurück⸗ gekommen und wenn heute noch ein Redner des Zentrums zu Worte kommt, dann geht er vielleicht noch hinter die Rede des Abg. Schmidt zurück. Solange das badiſche Volk noch 28 Nückwärtſer in den Landtag ſchickt(Zuruf vom Zentrum: Und einen Vorwärts! Stürmiſche Heiterkeit), ſolange werden wir auf dem Gebiete der Volksſchule rückſtändig bleiben. Die Stim⸗ mung des Zentrums iſt eine recht, recht gedrückte, die Rede des Abg. Schmidt ſpricht geradezu Bände. Anſtatt ſeinen Freund Duffner herauszuhauen, hat er alles getan, um ihn zu desavou⸗ geren.[Widerholte Zwiſchenrufe des Abg. Schmidt.] Daz Boll muß aufgeklärt werden, daß das Zentrum mit doppelten Karten ſpielt, mit anderen auf dem Lande als in der Stadt. die Vorbildung unſerer Lehrerinnen muß unbe⸗ Aingt derjenigen unſerer Lehrer als überlegen bezeichnet werden. Das iſt ein recht trauriges Zeichen. Es iſt geradezu ungeheuer⸗ lic, daß man in allen anderen Berufen die Anforderungen er⸗ ſchwert, während man glaubt, Lehrer mit 4½jähriger Vor⸗ lildungszeit mit dem Reifezeugnis entlaſſen zu können Bir ſehen die Regierung bier auf einem ſehr bedenk⸗ ſſchen Wege, den wir aufs tiefſte bedauemm müſſen. Vor Jahren hat mir der Miniſter den Lehrermangel beſtritten, hätte er das nicht getan, ſo würde er heute nicht vor ſo unlieb⸗ ſamen Tatfachen ſtehen. Der Zugang der Mittelſchüler zum Lehrerberuf dürfte nur ein vorübergehender ſein, es dürfte ſahin kommen, daß die Vollſeminare von den Schülern der Vor⸗ ſeminarien gefüllt werden, die ein Vorrecht vor den Mittel⸗ ſchülern haben. Dieſen würde dann aber der Zugang zu den Seminaren zwar nicht de jure, aber de facto unmöglich gemacht werden, den Mittelſchülern wird der Zugang dadurch erſchwert, daß die Regierung ein Alter von 17 Jahren vorſchreibt, während doch meiſt das Einjährig⸗Freiwilligen⸗Zeugnis in früherem Alter erreicht wird. Die 200 000 M. im Etat für die Beſchleu⸗ nigung des Weiterausbaus der Volksſchulen auf dem Lande iſt ein Tropfen auf den heißen Stein. Was die Prü⸗ gelſtrafe anlangt, ſo ſind ja die Meinungen der Lehrer ſelbſt noch geſpalten. Viele Lehrer empfipden aber das Züchtigungs⸗ recht als eine ekelhafte Verpflichtung. Wer die Soldatenmiß⸗ handlungen bekämpfen will, wer die Mißhandlungen der Kinder burch die Eltern hintanhalten will, der muß ein Muſterbeiſpiel im Staate aufſtellen und verlangen, daß wie in der Mittelſchule auch in der Volksſchule die Prügelſtrafe verboten wird. Es gibt dann ſehr wohl noch Mittel gegen widerſpänſtige Kinder; man brauchte nach dem Beiſpiele Mannheims(2) Sonderklaſſen er⸗ richten, in welche man ſolche Kinder ſtrafverſetzt. Die Loka⸗ tion ſollte noch einem Uebergangsſtadium abgeſchafft werden. In der Volksſchule ſollten die Beſtrebungen der Tierſchutz⸗ bereine aufgenommen werden. Die Ueberbürdung der Lehrer wird nicht als Vorwand ſeitens der Lehrer gegen den neuen Jehrplan ausgenützt, ſondern ſie wird von den Lehrern ge⸗ duldig ertragen indem ſie den heutigen Zuſtand nur als ein Uebergangsſtadium anſehen. Durch die Bemühungen des Zen⸗ ſtrums iſt es ja geſchehen, daß die Lehrerredaktion der„Neuen Bad. Schulzeitung“ beſeitigt worden iſt. Was ſoll denn eigent⸗ lich die Regierung tun? Soll ſie dieſe Lehrerpreſſe ganz unter⸗ drücken, oder ſoll ſie die Lehrer dissiplinieren welche dieſes Blatt halten? Wenn die Leh ſcharfe Aus gebrauchten, ſo befanden ſie ſich in der Ne 15 j h di katholiſche Lehrerpreſſe recht ſcharfer lbg. Dieterle eine Lehrerpreſſe verurteilt wegen Aufnahme unſttt⸗ licher Inſerake ſo hätte er die verdammte Pflicht und Schuldig⸗ leit gehabt, Beweiſe für ſeine Behauptungen beizubringen. Es i geradezu eine Tierguälerei, wenn man unmuſikaliſche Lehrerzöglinge zum Muſikunterricht anhält.(Heiterkeit.) Die Lehrerſchaft ſollte mit dem Organiſtendienſt in Ruhe gelaſſen perden. Redner vertritt alsdann die Forderung der Trenn⸗ ung von Kirche und Schule. Aus dieſem Grunde be⸗ grüße ich auch den Antrag auf Umwandlung der konfeſſionellen in ſimultane Lehrerſeminare. Es iſt doch ſchon ein Schönheits⸗ ſehler, wenn in einem Staate, der 40 Jahre lang um die Erzal⸗ ſung der Simultanſchulen gekämpft hat, die Lehrer in An⸗ ſtalten herangezogen werden, die zwar nicht de jure, aber doch de facto konfeſſionelle ſind. Hinſichtlich des 849 des Ele nen⸗ tarunterrichtsgeſetzes hat der Oberſchulratsdirektor Arnsperger eine ganz andere Sprache geführt als jetzt der Staatsminiſter. Tag Die Regierung hat hier eine bedauerliche Schwäche an den gelegt. An der ſchweizer Grenze ſehen wir das Schauſpiel, daß unſere badiſchen Bürger ihre Kinder in die ſchweizer Schulen ſchicken, weil ihnen die badiſchen Schulen ungenügend erſcheinen. Nicht eine Abneigung gegen die Erweiterung des Unterrichts geht durch unſer Volk, ſondern ein Hunger nach weiterer Bil⸗ dung Der Abg. Duffner hat hier weniger mit ſeinem Kopf als mif ſeinem Herzen geſprochen. Es war das Beſtreben, ſtatt ſelbſtündig denkende Menſchen Stimmvieh heranzi lahen. Die Flucht vom Lande wird durch nichts ſo ſehr begünſtigt's durch die Vernachläſſigung unſerer Volksſchule. Wenn man ſtatt 20 Stunden 16 für die Volksſchulen will, ſo iſt das eine Zurückſchraubung derſelben.(Wiederholte Zwiſchenrufe im Zen⸗ —— Die erſten Denkmalspläne gedachten eine würdige Grab⸗ anlage zu ſchaffen, doch nahm man bald hievon Abſtand, von dem richtigen Gedanlen ausgehend, daß der Meiſter, wenn er im Bewußtſein der Nachwelt greifbar fortleben ſollte, an die Stätte ſeines Wirkens geſtellt werden müſſe. So wurde der Platz, der durch die vielbedauerte Abtragung!') der Thomasſchule vor der Kirche gewonnen war, auserſehen, und ſo was als pietätlos ver⸗ 17 war, nachträglich auf glänzende Weiſe wieder gut ge⸗ Ein anderer Großer im Reiche der Ideen hat Bach ſeinen Platz abtreten müſſen: Leibnitz. Auch er hat jetzt den ihm zuſtehenden Platz erhalten: im Hofe des Paulinums, eines der grunkvollen Univerſitätsgebäude. Doch kehren wir zu Seffners Denkmal zurück: Auf einem ſhlichten großgegliederten hellen Steinſockel, der nur den Namen J. S. Bach trägt, erhebt ſich die Statue in überlebensgroßem Bronzeguß. Die überaus lebens⸗ und charaktervoll gegebene Vollfigur ſchreitet energiſch nach rechts aus, halbgewandt, und bildet mit einem faſt gleichhohen leicht ſtiliſterten Orgelbau mit einigen Pfeifen von dem ſie ſich abhebt, eine woltuende Umeiß⸗ linie. Der Geſichtsausdruck, der natürlich keinem anatomiſchen Befunde entnommen werden konnte, iſt die köſtliche Frucht laag⸗ öhrigen ſelbſtloſen und begeiſterten Verſenkens in des Meiſters Agenart; er vereinigt die charakteriſtiſchen Züge der authen⸗ üſchen Bilder und verzichtet erfreulicherweiſe darauf, die herben Anien, die das Leben und ein feſter Wille in ſein Antlitz ge⸗ graben, nach moderner Süßlingsmanier zu glätten. Seffners Vach wird das Nationaldenkmal werden wie etwa das Goethe⸗ Schiller⸗Denkmal in Weimar. W. F. J So klagte Ph. Wolfrum:„In Weimar ſchützt man Goethes Gartenmauer, in Leipzig läßt man ſolche Barbarei zul“ nicht ohne einen bitteren Hinweis auf die„Geldſäcke der heute dum Meiſter beſchäftiaten Handels⸗ und Anduſtriefirmen“. trum.] Die Anträge des Zentrums ſind zur rechten Zeit gekom⸗ men, ſie eröffnen die Frage, was iſt zu envarten, wenn dem Liberalismus die Schule anvertraut iſt, was aber iſt zu er⸗ warten, wenn der Klerikalismus die Herrſchaft über die Schule hätte? Oberſchulratsdirektor v. Sallwürck: Wenn wir es ein⸗ mal mit dem Probieren bezüglich des neuen Lehrplans verſucht hätten, ſo hätten wir uns dieſe Debatten hier wohl er⸗ ſparen können, da dann überhaupt nichts geſchehen wäre. Wir konnten nicht Geſetz, Geſetz ſein laſſen. Die Vorwürfe gegen den neuen Lehrplan haben ſich auf recht ſchmaler Baſis bewegt. Von den ſchwachen Lehrern, die wir auch hätten befragen ſollen, er⸗ fahren wir mehr, als wir wollen. So blind ſind wir alſo nicht mit unſerem neuen Lehrplan in die Welt hinausgegangen. kann doch ſchließlich auch einigermaßen beurteilen, was im Lande vorgeht. Aus unſeren Schulzeitungen lerne ich manches; ich kann mich nicht einmal über die„Neue Bad. Schulzlg“ aufregen, wenn auch die Artikel nicht zu den Schmeicheleien ge⸗ hören. Ich will aber nicht, daß die Lehrer Schmeichler ihrer vor⸗ geſetzten Behörden ſind; die Lehrer ſcheinen uns für ſehr tole⸗ rant zu halten und das iſt doch ſicher eine gute Meinung.(Gr. Heiterkeit.) Ich habe nicht ſagen wollen, als ich von dem Far⸗ renall ſprach, daß unſere Bauern ihre Kinder dem Vieh vor⸗ ziehen wollen. Hätten wir die nötigen Lehrer und Schulräume gehabt, dann hätten ſich all die vielen Schwierigkeiten nicht er⸗ geben. Man hat geſagt, die Qualität der Lehrer wäre ſchlechter geworden. Jedoch alle Berichte ſprechen ſich dahin aus, daß die Qualität und Leiſtungsfähigkeit der jungen Lehrer ſich bedeutend gehoben hat. Wir ſtehen gegenwärtig ſo, daß wir die Hoffnung haben, daß wir das, was der neue Lehrplan for⸗ dert, durchführen können. Das iſt nicht richtig, daß wir ein Jahr früher Zöglinge aus den Lehrerbildungsanſtalten entlaſſen haben. Wir haben ſolche nur ſchon zu Weihnachten entlaſſen, um dem Lehrermangel zu begegnen. Wir haben die außerordent⸗ lichen Maßnahmen ergriffen, um den augenblicklichen Mißſtän⸗ den zu begegnen. Nach dem neuen Seminarlehrplan glauben wir einen durchaus tüchtigen und leiſtungsfähigen Lehrerſtand her⸗ anubilden zu können. Die Zöglinge aus den Mittelſchulen wer⸗ den wir gut zu ihrem Ziele führen können. Auf die Lokation halten wir große Stücke nicht; ihrer Beſeitgung in den Volksſchulen ſtehen wir durchaus nicht im Wege. Für den Tierſchutz tun wir ſehr viel. Vielleicht au h etwas zu viel Papiernes. Die Beſtrebungen des Tierſchutzes ſind durch den 8 146 des neuen Lehrplanes geſtützt. Weil ich mir nach dem Spruch des Euripides das Leben ohne Kunſt nicht denken kann, halte ich die muſikaliſche. Bildung unſerer Lehrer für durchaus nötig und wichtig. Ganz unmuſikaliſche Leute finden wir nur ſelten; Dispenſationen ſind prinzipiell nicht aus⸗ geſchloſſen. Was die Prügelſtrafe anlangt, ſo muß es dem Lehrer ſeit altersher im Körper oder beſſer in der Hand gelegen haben, auf die Schüler körperlich einzugreifen.(Heiterfeit.) Die körperlichen Züchtigungen ſind bei uns ſehr minimal: dis⸗ ziplinäre Maßregelungen der Lehrer ſind nur ſelten nötig, Wenn ich ſagen würde, der beſte Lehrer iſt der, der nicht ſchlägt, ſo würde ich die beſten Lehrer vergeſſen, welche ſchließlich einmal zu dem greifen was bei einem renitenten Schüler am Platze iſt. Man darf dem Lehrer nicht ganz und gar die Hand binden. Man kann alſo ohne körperliche Züchtigung auskommen unter Umſtänden. Striemen galten bei uns ſchon dafür, daß der Leh⸗ rer ſein Zi igungsrecht überſchritten hat. Wenn Ueberſchrei⸗ lungen⸗des 3 gungsrechts vorkommen, ſo zeigt es ſich bei den gerichtlichen Verhandlungen, daß doch ſehr viele Entſchuldigung⸗ ungsgründe vorliegen. Ich will die Lehrer nicht in Schutz neh⸗ men, denen das Handgelenk zu locker iſt, aber ich will ſie auch vor Ungemach bewahren, das ſie nicht verdienen. Hierauf wird die Sitzung geſchloſſen, nachdem 8 Lehrer aufs Wort verzichtet haben. Es würden dann nur noch zum Wort kommen die Abgg. Kopf, Rohrhurſt, Geck, Heimburger und Gie⸗ rich.— „Schluß der Sttzung halb 1 Uhr.— Nächſte Sitzung: Mon⸗ tag, den 25. Mai, nachm. 4 Uhr: Fortſeßung. Aus Stadt und Land. * Maunheim, 23. Mai 1908. Sängerfahrt der Maunheimer Liedertafel nach Ober⸗JItalien. Bei der kürzlich ſtattgehabten Verſammlung ſämtlicher Reiſe⸗ teilnehmer, deren Zahl nunmehr auf 205 Perſonen(125 Aktive und 80 Paſſive) angewachſen iſt, entwickelte der erſte Vorſitzende und Reiſeleiter Herr Heinr. Küllmer das Reiſeprogramm, welches allgemeinen Beifall und einſtimmige Annahme fand. Dasſelbe lautet: 445 18. Juni 1. Tag: Reiſe nach Lugano. Ab Mannheim 2,80 morgens mit Sonderzug, an Baſel BB 6,30, ab Baſel BB 6,45, an Baſel CB 6,58, Café⸗Frühſtück; ab Baſel CB 7,25 12,04, Diner, ab Göſchenen 12,26, an Lugano 2, durch den Deutſch⸗Schweizer Ge⸗ ſangverein von Lugano. ig nach unſeren Hötels(Grand Hötel und Lugano Palace und el Internationale). Um 4 Uhr ge⸗ meinſamer Sp 9 9 Caſtagnola und Candria; ſodann per Dampfer nach den Aſtikellern von Caprino und Cavallino(Aſti⸗ Probe); zurück nach Lu woſelbſt abends 8 Uhr Diner im Grand Hötel und Lu 190. Juni. 2. Tag: Ausflug nach dem Lago Maggiore. Ab Lugano 7 Uhr 15 Sonderboot, an Luino 9 Uhr, an Iſolg Bella 10 Uhr 20, B ligung der Inſel, ab Iſola Bella 11 Uhr 40, an Streſa 12 Uhr, Lunch im Grand Hötel Boromä: 3 Uhr ab Streſa⸗Palanza, Lavena, Vareſe, Porto Cereſio Lugano, Ankunft 6,30, Diner 7 Uhr 30. 1 Ab Lugano 6 Uhr 30, an Mailand 9 UÜhr, Beſichtigung e 0 und der Galleria Vittorig Emanuele, 11,30 Lunch im Riſtorante Oreloggio, zur Be⸗ ſichtigung der Haupt⸗Sehenswürdigkeiten. Uhr 30 Abfahrt von Maliand, 11 Uhr 01 ſtorante Oreloggio, 8 Ankunft in Lugano. 21. Inni. 4. Tag: Ausflug nach dem Lago di Como. Ab Lugano 7 Uhr 15 mit Sonderboot, an Menaggio 9 Uhr, ab Menaggio 9 Uhr 10, an Cadenabbia 9 Uhr 30, Spaziergang zur Beſichtigung der Villa Carlotta, ab Cadenabbia 11,30, an Belaggio 11 Uhr 38 Cunch im Hötel Splendid), Beſichtigung der Stadt und der Villa Serbelloni, ab Bellagio 3 Uhr zu einer Iſtündigen Rundfahrt auf dem nördlichen Teil des See's gegen Colico, an Menaggio 4 Uhr, ab Menaggio 4 Uhr 10, an Lugano 6 Uhr. Diner im Grand Hötel 7 Uhr. Um 9 Uhr großes Konzert auf der Piazza di riformo mit der Stadtkapelle don Lugano. 22. Juui. 5. Tag: San Salvatore und Heimreiſe. Von morgens 5½ Uhr an bis 9 Uhr Auffahrt in Abteilungen nach dem San Salvatore mit Drahtſeilbahn. 9½ Uhr Abſchieds⸗ eſſen im Hötel Beauregard, 11 Uhr 5 Abfahrt von Lugano, 4 Uhr 35 Ankunft in Luzern, 4 Uhr 50 ab Luzern, 7 Uhr an Baſel, 7 Uhr 5b2 ab Baſel BB, 12 Uhr 11 an Mannheim. Mit lebhaftem Beifall wurde dieſes Programm von der Ver⸗ ſammlung gutgeheißen. * Handelshochſchule. Im Anſchluß an den Beſuch der Frank⸗ furter Heimarbeiter⸗Ausſtellung veranſtaltet Herr Diplom⸗ Ingenieur Dr. Mertens⸗Heidelberg am Montag, 25. ds. Mts. abends 7 bis 8 Uhr, im Saal 8 der Handelsſchule eine ſeminariſtiſche Uebung, auf welche die Teilnehmer der Beſichtigung hiermit aufmerkſam gemacht ſeien. * Ueber eine intereſſante Epiſode bei der Englandfahrt füd⸗ deutſcher Bürgermeiſter macht uns einer der hieſigen Teiſnehmer, Herr Stadtrat Frehtag, unterm Geſtrigen wie folgt teilung:„Um Ihnen den Beweis zu geben, wie herzlich die German Bourgermeſters und Conſiliers in England aufgenommen wer⸗ den, will ich Ihnen eine kleine Epiſode mitteilen. die ſich heute im Cryſtal⸗Palaſt in Sydenham abſpielte. Bürgermeiſter Ritter, Stadtrat Löwenhaupt und meine Wenigkeit machten geſtern einen Ausflug nach Sydenham. In der großen Muſic Halle ſpielte eine vorzügliche Kapelle, aus Damen und Herren beſtehend, ungefähr 60 Mitglieder, vor vollem Hauſe die OQuverture von Mignon ſo wunderbar, daß ich auf den Kapellmeiſter zutrat und ihm ein Kompliment machte, worauf er erwiderte: ah you are the German Bourgermester? was ich ihm bejahte. Gegen Abend gingen wir in den feſtlich beleuchteten Garten, wo derſelbe Kapellmeiſter wieder ſpielte. Als der Kapellmeiſter uns bemerkte, ſpielte er ſofort die deutſche Nationalhymne, woran ſich die engliſche Hymne God save the king anſchloß. Das ganze Publikum ſtand um uns herum und entblößte das Haupt. Wir ſelbſtverſtändlich mit ihnen. Es war dies eine Ovation auf die deutſche Nation, die uns Drei außer⸗ ordentlich erfreute und uns auch hier wieder den Beweis gab, mit welcher Achtung und Begeiſterung unſere Nation im Auslande auf⸗ genommen wird. Beſonders erwähne ich dabei die deutſchen Bürger⸗ meiſter und Stadträte. * Mannheimer Panoptikum. Das Weltpanorama zeigt heute zum letzten Male die aktuelle Serie:„Eine Wanderung durch Marokko“. Von morgen ab gelangt eine intereſſante Reiſe durch die Vereinigten Staaten von Nordamerika zur Ausſtellung. Der morgige Sonntag iſt wiederum ein„Volks⸗ tag“ mit ermäßigten Eintrittspreiſen. * Das Uniontheater, P 6, 20, weiſt von Sonntag ab ein neues Rieſenprogramm auf, welches nicht weniger als 19 Nummern umfaßt. Ein Blick auf die Titel dieſes jedes Genre umfaſſenden Programmes, das im Inſeratenteil des heutigen Mittagblattes enthalten iſt, dürfte genügen, um in jedem Luſt zum Beſuch der intereſſanten und vielſeitigen Schauſtellun⸗ gen zu erwecken. In bunter Reihe werden Naturbilder, Kunſt⸗ aufnahmen, ernſte und heitere Erſcheinungen vor dem unab⸗ läſſig gefeſſellen Blick der Beſucher vorüberziehen. Aus dem Großherzogtum. Ladenburg, 28. Mai. Der hieſige Gemeinnützige Verein wird die Errichtung eines Großherzog Friedrich L⸗Gedenkſteins in die Wege leiten. Als Standpunkt iſt der freie Platz vor dem Ruckelhauſenſchen An⸗ weſen im Schriesheimerpiertel auserſehen. Die Einweihungs⸗ feier ſoll mit den im nächſten Jahre ſtattfindenden Feſtlich⸗ keiten anläßlich des 50jährigen Beſtehens unſerer Freiwilligen Feuerwehr verbunden werden.— Herr Stadtpfaxrer Engel⸗ hardt hier ſeierte geſtern im engeren Familienkreiſe ſein! 25fähriges Amtsjubiläum. * Baden⸗Baden, 22. Mai. Wie man mitteilt, iſt die Meldung von dem Ankauf des Hotel„Badiſcher Hof“ ſeitens der Regierung verfrüht. Es ſind zwar Verkaufsverhandlungen im Gange, aber ſie ſind noch nicht zum Abſchluß gelangt. Theater, Kunſt und Wiſſenſchaft. Im Mannheimer Kunſtverein haben folgende Künſtler neu aus⸗ Mit⸗ S. Schneider⸗Charlottenburg, 3 Oelgemälde; M. S Karlsruhe, 3 Stilleben; Martin Ränike⸗Schöneberg⸗Ber Oelgemälde; H. W. Keppelman n⸗Mannheim, Stilleben, J ſtück; Wilh. Leibl f, 8 Original⸗Radierungen. Dem Komponiſten und Dirigenten Karl Iſenmann wollen Freunde und Verehrer in Offenburg ein Denkmal ſehen, welches am 28. Juni eingeweiht werden ſoll. Ein Ehrengeſchenk für Geheimrat Durm. Aus Anlaß ſeines 70. Geburtstages im vorigen Jahre haben Schüler und Freunde dem Geh. Rat Prof. Dr. Joſef Durm ein Ehrengeſchenk ge⸗ ſtiftet, das in einer Nachbildung des Grabmals des Gotenkönigs Theoderich zu Ravenna beſtehen ſollte. Das Kunſtwerk iſt nun fertiggeſtellt ind wird morgen dem hervorragenden Baukünſtler in feierlicher Weiſe überreicht werden. Am 2. Mai 1868, alſo gerade vor 40 Jahren wurde Durm durch Staatsminiſter von Jolly als Lehrer der Architektur an die Techniſche Hochſchule Karlsruhe gerufen. Er wirkte vom Jahre 1887 ab, 19 Jahre als Vorſtand der Großh. Baudirektion. —.—— Die Reviſion des Moltke⸗Hardenprozeſſe⸗ vor dem Reichsgericht. Der Andrang zu der heutigen Ver⸗ 4270. * Leipzig, 23. Mai. handlung war nicht ſo ſtark wie geſtern. Statt Diener ſtehen heute Schutzleute an den Türen des Verhandlungskages. Auf die⸗ geſtrigen letzten Ausführungen des Reichsanwalts hatte Juſtizrat Sello nichts zu erwidern. Juſtizrat Bernſtein machte noch einmal die Feſtſtellung, daß keine fortgeſetzte Handlung vorliege. Nach dem Wortlaut des Urteils hatte der Angeklagte lediglich von vorn⸗ herein den Willen, auf das perverſe Geſchlechtsleben in Liebenberger Kreiſen hinzudeuten und dadurch die betreffenden Herren beim Kaiſer unmöglich zu machen. Dieſer Wille ſei nicht identiſch der Abficht, Beleidigungen gegen den Nebenkläger zu veröff Der Reichsanwalt erwiderte darauf, daß die Abſicht einer Belei⸗ digung nicht feſtgeſtellt zu werden brauche, de fortgeſetztes Delikt zu begehen, ausreichend Juſtizrat Sel ho wendet ſich in kurzen W führungen Juſtizrats Bernſtein. „Der Reichsanwalt beantragt ſodann aufgrund der geſtern erhobenen Prozeßrüge die Aufhebung des Urteils und Verweiſung der Sache an das Landgericht. Angeklagter Harden ergreift das Wort fühle ſich beſchwert, diß er ſeinem ordent ewtzogen worden ſei und daß alle ſeine he durch einen Federſtrich wertlos geworden ſei. Der§ 429 der Strafprozeßord⸗ Seile. General⸗Anzeiger.(Abendblatt.) nung ſei nicht beobachtet worden, da die Einſtellung nicht durch das Urteil, ſondern durch den Beſchluß bor ſich gegangen iſt. Der Zeuge Kloſterpropſt v. Moltke habe über ſeine Unterredung mit ihm ein ſogenanntes Protokoll ohne ſeine(Hardens) Mitwirkung an⸗ gefertigt und als Zeugnis benutzt. Dies Beweismittel, auf welches ſich die Anklage und das Urteil gründet, ſei unzuläſſig, ebenſo ſeien nicht zuzulaſſen die Eheſcheidungsakten Moltles. ***. Wiederaufnahme des Moltke⸗Harden⸗Prozeſſes. gend wi Hardens Poſition iſt eine ungleich günſtigere geworden durch den Ver⸗ lauf ſeines Münchener Prozeſſes. Der beſiegt und verlaſſen dazuſtehen ſchien, ein gerichteter und vernichteter Mann, er kann furchtbarer wieder auferſtehen als der öffentliche An⸗ kläger unglaublicher Vorgänge in der Umgebung des Kaiſers. Aus ſeinen Aeußerungen der letzten Zeit darf man ent⸗ nehmen, daß er noch mehr Anklagematerial in Händen hat, furchtbarere Waffen gegen die Männer, die er aus politi⸗ ſchen Gründen aus der Gnadenſonne des Hohenzollernhofes mit den verzweifeltſten Mitteln entfernen zu müſſen glaubte, und er ſcheint ſeine Anklage noch auf einen weiteren Kreis als die bisher von ihm Gezeichneten ausdehnen zu wollen. Es iſt ein anderer Harden heute da, als der kranke und er⸗ ſchöpfte Mann, mit dem ein tüchtiger Streber und Oberſtaats⸗ anwalt ein allzu leichtes Spiel hatte. Herrn Iſenbiehl hat in⸗ zwiſchen eine wohl nicht irregeleitete, von dumpfen Inſtinkten getriebene öffentliche Meinung gerichtet, Eulenburg iſt voll⸗ kommen des Schimmers einer liebenswerten Perſönlichkeit entkleidet worden, als die ein Oberſtaatsanwalt, mehr alsHöf⸗ ling, denn als Vertreter preußiſcher Juſtiz den Liebenberger bezeichnete. Harden, der von der preußiſchen Juſtiz und mäch⸗ kigen Einflüſſen ſich mißhandelt wähnende Publiziſt, wird angriffsluſtiger, ſchonungsloſer, rückſichtsloſer geworden ſein. Der Vielgewandte und Liſtenreiche wird nun umſomehr an ſeine politiſche Sendung glauben, die er allgemach ganz mit ſeinem perſönlichen Ehrgeiz, ſeiner ätzenden Fehdeluſt, ſeiner üßenGewohnheit zerſetzender Kritik verſchmolzen haben dürfte. Er muß ja mehr und mehr zu dem Glauben an ſein Send⸗ bolentum kommen. Durch das Martyrium hindurch, das ober⸗ ſtaatsanwaltlicher Eifer ihm unverzeihlich bereitete, durch die Genugtuung hindurch, die ihm in München bereitet wurde. Der Publiziſt hat feſteren Boden unter den Füßen und ein freieres Schußfeld bekommen. Wer Harden kennt, wird nicht zweifeln, daß er die günſtige Wendung bis zum Letzten aus⸗ nutzen wird. Er kämpft für ſich, für ſein Anſehen, ſeinen ge⸗ ſchichtlichen Ruhm, und der Ehrgeizige wird ſich den Zugang zum Pantheon des Ruhmes mit allen ihm zu Gebote ſtehen⸗ den, erlaubten und auch unerlaubten Mitteln zu erzwingen ſuchen, mit ſchärferen Waffen, als er bisher anwandte; be⸗ hauptet wenigſtens, daß er ſie in ſeinem Arſenal zuſammen⸗ getragen habe. Es wird ein dämoniſch hartnäckiges Ringen in den Hallen preußiſcher Juſtiz werden. Was werden wir erleben? Es kann nicht ausblefben, daß eine ungeheure Erregung die öffentliche Meinung im Inlande wie im Auslande durchzittern wird, und die menſch⸗ lichen Leidenſchaften, die alle großen geſchichtlichen Prozeſſe wecken, bis ins Tiefſte aufgewühlt werden. Es wird ſehr notwendig ſein, Ruhe und kaltes Blut zu be⸗ wahren. Das wird vor allem Pflicht der Preſſe ſein. Sie ſoll das große Drama, deſſen Schlußakte bevorſtehen, nicht als Senſation behandeln, ſondern mit dem größten ſittlichen Ernſt, in dem vollen Bewußtſejn der furcht⸗ bar ſchweren Verantwortung, die ihr zugewälzt iſt mit der ihr gegebenen Macht, das Urteil der Urteilslaſen und Urteils⸗ ſchwachen, der nach Senſationen und Nervenkitzel hungrigen Inſtinkte zu lenken und zu beeinfluſſen. Es darf nicht kom⸗ men, daß Deutſchland durch die Erſchütterungen der anheben⸗ den Prozeſſe in eine ſchwere innere Kriſis hineintreibt, wie ſie ſo oft aus weltgeſchichtlichen Gerichtsverhandlungen hervor⸗ trieben, die den Schleier von Wunden und Schwaren an Teilen des Volksorganismus wegriſſen. Beachten wir, es ſteht nicht Hardens Perſon in Frage, die uns auch ferner gleichgültig bleiben follte, auch nicht der ärmliche Kampf Homoſexueller um ihre geſellſchaftliche Poſition. All' dieſe Senſationen ſtehen in zweiter Linie. Aber drei andere wichtige und ernſte Fragen drängen ſich vor und nur von ihnen her ſollte die Preſſe die neuen Unſauberen Händel behandeln. 2 Zum erſten, wie ſteht es um die preußiſche Juſtize Gibt es noch Richter in Berlin? Das muß zweifelsfrei in den neuen Prozeſſen erwieſen werden. Und auf dieſen Erweis haben wir alle mit Strenge und Ernſt hinzuwirken, die wir wollen, daß Gerechtigkeit das Fundament der monarchiſchen verfaſſung ſei. Wir dürfen keinen Fall Iſenbiel wieder auf⸗ leben laſſen. Wir wollen ein Gericht tagen ſehen, das kein Anſehen der Perſon kennt, damit das Licht einer idealen Gerechtigkeitspflege in deutſchen Landen die ekelhaften Bilder, die wir ſehen werden, verblaſſen laſſe. Zum anderen, wie ſteht es mit der ſittlichen Rein⸗ heit in deutſchen Landen und inſonderheit in den Kreiſen, die in führenden Stellungen der Politik, des Heeres u. ſ. w. ſtehen. Wir glauben nicht, daß die Fäulnis krankhafter Triebe, moraliſcher Entnervung und Decadence ſehr weit ſchon um ſich gegriffen hat. Aber wir wollen ganz klar ſehen und Gewißheit haben, um im Sturm der üffentlichen Mei⸗ nung die Fäulnis ausbrennen zu können, wo auch nur die leiſeſten Spuren ſich zeigen. Und wollen Gewißheit haben, daß die Regierung ſchonungslos und rückſichtslos in allen Ver⸗ waltungen die Männer entfernt, die um einer Krankheit odet zines ſittlichen Defektes willen nicht fähig ſein dürfen zu leiten. Das preußiſche Kriegsminiſterium hat unter der Wucht der Hardenſchen Anklage einen dankenswerten Anfang — lichen Meinung zu einem Läuterungs prozeß wer wenn deſſen Notwendigkeit ſich erweiſen ſollte. Nur ein ſit lich hochſtehendes Volk, von ſittlich einwandfreien Männern geführt, kann im Ringen der Völker ſich behaupten. Daß wir es noch immer find, und bleiben wollen mit ſpartaniſcher Strenge, den Nachweis ſind wir unſerer Vaterlandsliebe ſchuldig, den müſſen wir vor allem dem Auslande gegenüber erbringen. Und zum dritten, wie ſteht es um die dunkelſte Seite des Handels, die politiſche? Es wird ſchwerlich Licht in ſie kommen, in die behaupteten ſchädlichen Einwirkungen von homoſexuellen und ſpiritiſtiſchen Tafelrunden auf die Schwan⸗ kungen unſerer auswärtigen Politik. Das iſt Vergangenheit. Aber es muß die höchſte, ſegensreichſte Nachwirkung von Hardens Kampf gegen Eulenburg und Moltke werden, daß nie wieder Männer von nicht geſunder Sittlichkeit das Ohr des Kaiſers finden und dadurch die Reichsgeſchicke mit beein⸗ fluſſen könnten, von denen niemand glauben kann, daß ſie aus ſtaatsmänniſchen Fähigkeiten und tiefernſtem Verant⸗ wortlichkeitsgefühl heraus zu handeln überhaupt fähig ſind 2 9. So, aber auch nur ſo, können die beginnenden Prozeſſe heilende, reinigende Wirkung üben, wenn wir alle uns der Verantwortung und des Ernſtes der Fragen durch die trübe Senſation hin bewußt bleiben. G. Letzle Hachrichten und Telegramme. Die Eröffnung der heſſiſchen Landesausſtellung. Darmſtadt, 23. Mai. Heute vormittag 11 Uhr fand die feierliche Eröffnung der Heſſiſchen Landesaus⸗ ſtellung für freie und angewandte Kunſt 1908 auf der Mathildenhöhe ſtatt. er Feierlichkeit wohnten der Großherzog und die Großherzogin, die Miniſter, die Spitzen der Zivil⸗ und Militärbehörden, Mitglieder der Ständekammern und ſonſtige ge⸗ ladene Gäſte mit ihren Damen bei. Bürgermeiſter Dr. Gläſfſig hielt eine Anſprache. Der Großherzog dankte der Verwaltung der Stadt Darm⸗ ſtadt und den Stiftern für die opferfreudige Unterſtützung des Unernehmens. In einer längeren Anſprache gab ſodann der Miniſter des Innern, Dr. Braun, einen Rückblick auf die Gründung und Errichtung der Künſtlerkolonie und deren Einfluß auf die Belebung des Gewerbes und der Induſtrie des Heſſenlandes. Der Miniſter bat darauf den Großherzog als Protektor der Ausſtellung, dieſelbe für eröffnet zu erklären und brachte, nachdem dies geſchehen, ein Hoch auf das Großherzogspaar aus, worauf die Fürſtenhymme ge⸗ ſpielt wurde. Mit einem Rundgange durch die Ausſtellung ſchloß die Feier. Heute mittag 1 Uhr findet im Ausſtellungsreſtaurant ein Feſt⸗ eſſen ſtatt, dem der Großherzog beizuwohnen gedenkt. Das Kronprinzenpaar bei den Feſtlichkeiten in Barmen. * Barmen, 23. Mai. Das Kronprinzenpaar traf heute pünktlich 10.49 Uhr zur Jahrhundertfeier hier ein, wo es am Hauptbahnhofe von Oberbürgermeiſter Voigt, dem Miniſter des Innern v. Moltke, dem Oberpräſident der Rheinprovinz Freih. v. Schorlemer und dem Regierungpräſidenten von Düffeldorf Schmitz empfangen wurde. Die Stadt iſt reich ge⸗ ſchmückt, der Himmel trüb. Der Kronprinz trug die Uniform der Paſewalker Huſaren, die Kronprinzeſſin ein Lilakleid mit gelbem Ueberwurf. Nach der Begrüßung fuhren die Herrſchaften gum Rathaus, wo ſie Fanfaren begrüßten und ein 1200köpfiger Männerchor die„Allmacht“ von Lachner ſang. Der Oberbürger⸗ meiſter hielt dann ſeine im Auszug gebrachte Rede, worauf zum Schluß die Anweſenden begeiſtert in das Kaiſerhoch einſtimmten. Der Kronprinz dankte herzlich und erhielt eine Denkſchrift mit der Geſchichte der Stadt geſchenkt. Hiernach erfolgte die Fahrt zur Einweihung der Ausſtellung für altbergiſche Innenkunſt und modernes Kunſtgewerbe. Der Kronprinz und die Kronprinzeſſin ſchrieben ſich dort in das goldene Buch der Stadt ein. Nach Barmen waren viele ehemalige Soldaten auf Veranlaſſung des Kronprinzen gekommen, welche mit ihm zuſammen gedient hatten. Der Kronprinz unterhielt ſich freundlich mit dieſen. Nach der Einweihung erfolgte ein Feſtmahl im Konkordien⸗ ſaale. 8 * Barmen, 23. Mai. Bei der Grundſteinlegung zum Rat⸗ hausneubau hielt Oberbürgermeiſter Voigt eine Rede in der er zunächſt den Kronprinzen und die Kronprinzeſſin bewillkommnete und für ihr Erſcheinen dankte. Er verſicherte die Anhänglichkeit und Treue der Bepölkerung Barmens an das Herrſcherhaus, warf dann einen geſchichtlichen Rüblick auf die Bedrückung Deutſch⸗ lands durch Napoleon und erwähnte den Jubel der Barmer bei der Beſitzergreifung des Bergiſchen Landes durch die preußiſche Krone am 5. April 1815. Redner ſchilderte ſodann die Entwicklung der Stadt, ihre öffentlichen Einrichtungen und Gebäude und den gemeinnützigen Sinn indeal denkender Männer. Mit dem Jahre der Barmer Jahrhundertfeier falle das hundertjährige Jubiläum der erſten preußiſchen Städteordnung zuſammen. Nach⸗ dem der Oberbürgermeiſter über die Bedeutung der Selbſtverwal⸗ tung der Städte geſprochen, betonte er, daß das neue Haus ein Haus der Arbeit für das Wohl der Bürger ſein ſolle. Hierauf wurde eine Kapſel mit der Urkunde über die Grundſteinlegung und einige Münzen mit dem Bildnis des Kaiſers in den Grund⸗ ſtein gelegt. Zum Schluß bat der Oberbürgermeiſter den Kron⸗ prinzen, die drei erſten Hammerſchläge auf den Grundſtein zu vollziehen. Mit einem Hoch auf den Kaiſer ſchlaß die Rede. * Barmen, 23. Mai. Bei dem Frühſtück im Feſtſaale der Konkordia hielt Oberbürgermeiſter Voigt eine Anſprache, in der er das Intereſſe der Barmer an ihrem Kaiferhaus und ins⸗ beſondere auch an dem Kronprinzenpaar hervorhob und ver⸗ ſicherte, daß nach dieſem Beſuche das Band dankbarer Liebe zwiſchen den Barmern und dem erlauchten Kronprinzenpagre noch feſter verknüpft ſein werde. Mit einem Hoch auf das Kron⸗ prinzenpaar ſchloß die Rede. Die Koburger Landtagswahl. *Koburg, 22. Mai. Die heute ſtatigehabten Wahlmänner⸗ wahlen für das Herzogtum Koburg laſſen die rein bürgerliche Zu⸗ ſammenſetzung des künftigen Landtages als geſichert erſcheinen. Erneuerung des kaiſerlichen Vertrauens zu den Miniſtern Aehrental und Schönaich. * Wien, 23. Mai. Das„Fremdenblatt“ beſtätigt das De⸗ miſſionsangebot der Miniſter Aehrenthal und Schönaich, was ein rein konſtitutioneller Akt ſei ohne jede Spitze gegen irgend eine Seite, da die Miniſter die Forderungen der öſter⸗ reichiſchen Delegationen nicht in allen Punkten hätten erfüllen können. Die Entſcheidung über ihr Geſuch liege ganz im Ermeſſen des Kaiſers. * Wien, 23. Mai. Nach dem„Wiener Tageblatt“ hat der Kaiſer ſeine lebhafte Befriedigung über den Löſungsmodus der Frage der Offiziersgagen ausgeſprochen und die Demiſſion der Miniſter Baron Aehrental und Schönaich abgelehnt. In einem beſonderen Handſchreiben wird verſichert, daß ſich beide — D gemacht. Die Prozeſſe müſſen unter dem Einfluß der öffenk⸗ hatten ihre Den 1 der Delegationen f d ihnen infolge des nuga worden war. die Gage der Landwehroff wird die Zuſammenkunft * Konſtantinop vom Sultan lt. Frkf. Ztg. Neuſtadt a.., tige derungen und den erzielt dieſe Aenderungen und§ 1. Allgemein en heute vormittag 11 Uhr eröffnet wurde. bleibt und Tauſende von Gaſtwirte, Kochkunſtler und Getränke. Die Viel Intereſſe erregen niſſe. der Annweiler artikel bekannter Neuſtadt einrichtungen uſw. In de Anzahl Ehrenpreiſe ſich 7 goldene Medaillen tagsabgeordneten Buhl⸗De Wirtevereins Ludwigshafe gekommen. Durch den Hage * Heidelberg, 23. Hagelwetter, wie es aufwieſen. mit dem unheimlichen Gekn⸗ eiſt und hart wie Stein. Formen auf. Hagelgefecht, ſein Reſultat 1 Anlagen und Feldern hatte blüte iſt an vielen Stellen fenſter zerſchlagen und die man zahlreiche Singvögel ſchließen konnten. der ausgeſtellten Porzellan⸗ Die Einzigen, denen das Un wurden allein 10 große Obe den Boden in einer Höhe vo Milimeter im Durchmeſſer. * Eiſental(A. Bühl) nach wie vor ſeines vollen Vertrauens erfreuen. Beide Miniſter Der Lande dem Abgeordnetenhauſe e Zuſammenkunft des Zaren mit Präſident * London, 23. Mai. wurde geſtern der deutſche Botſchafter Baron Ma dieſem dabei das Großkordon des baheriſchen Hubertus im Namen des Prinzregenten von Bayern. auch das Hotel⸗ und Wir Jahren infolge des enormen Aufſchwungs des Wandlungen durchgemacht und nicht nur die dern auch das große Publikum 95 gewerblichen Fachausſtellung Saalbaus durch Regierungspräſident Exzellenz Die Ausſtellung, die bis zum 1. Pfalz“ führen wird, liefert den prägnanten Beweis, Kochkunſtgruppe dekorative Kochkunſt, ſondern vor allem auch Sie bietet während der ganzen Dauer der wechſelndes Bild großartiger und belehrender Reichhaltigkel, alsdann Hier ſind vertreten ein großes Emailwerke und zahlreiche Keltern und abteilung bringt Dekorationsgegenſtände aller Ar requiſiten, Küchenbedarfsartikel, Billards, Laden⸗ und Zimmer⸗ Wieblingen, 23. größtenteils zerſtört wurden. 1110 und Junge erbarmungslos zerſchmettert. In den Anlagen fan wird, ſind unſere Glaſermeiſter. ſtuhl hat, ſeitdem er hier anſäſſig iſt, ſeit 23 Jahren, ſtarkes Hagelwetter beobachtet. rſtandes aber Wide 00 Sperteidigungsminiſter wird dieſer z1 N 5 wird dieſer d. ine Vorlage unterbreiten ſer Lag iziere vom 1. Oktober ab erhöht wn Denn birh. Fallieres. Paris erfze Teff: ls erfäßrk Fallieres mit 10 Wie die„Times“ aus des Präſidenten Zaren zwiſchen dem 23. und 26. Juli ſtattfinden. Auszeichnung des türkiſchen Sultans durch den Nrinegene Nach von Bayern. el, 23. Mai. den Selunl rlamii arſchall gen und überreccht ordenz in Audienz empfan Pfalz, Heſſen und Umgebung. 23. Mai. Sowohl die tſchafts! Kochkunſt, ſe weſen haben in als Hen lezten zehg Verkehrs gewal 5 achwelt, ſon, hat an den eingetretenen An, tſchritten das größte Intereſſe en For ortſchritte zu zeigen iſt der Zwech. Kochkun ſt. und Ga 175 1 zu Neuſtadt, ſ in den ſämtlichen Räumlichkeiten bez ANenfel 5 Juni geöffuet Fern nach der„Perle her was pfälz Nah und und Gewerbetreibende auf gaſtwirtz gewerblichem Gebiet zu leiſten vermögen. Die Ausſtell ſich in ſechs große Gruppen teilen: Kochkunſtgruppe, Bäckere 5 er Konditorei, Möbelabteilung, Induſtrie, 15 ſtellung lößſ Nahrungsmittelbranh⸗ zeigt nicht ur die praktiſche Seikk, Ausſtellung ein ſteis die In duſtrieerzenz⸗ Sortiment Eiſenwaren Kellerei⸗ Die Möbel⸗ t, Rauz⸗ er Maſchinenfabriken. r Nahrungsmittel- und Ge⸗ tränke⸗Abteilung finden wir alles, was das Herz ſich! wünſcht, was der Sinn begehrt, Schwarzbrot bis zum franzöſiſchen Poulard, vom Glas Selters⸗ waſſer bis zum Chartreuſe und Sekt. In die Angen fällt den Beſuchern da in erſter Linie Suppen⸗Würze⸗Geſellſchaft, die jedem eine Taſſe Bonillon mit Brötchen gratis verabreichen läßt. teilung iſt mit den raffinierteſten Süßigkeiten beſchickt. Die Preisverteilung findet am 30. Maj ſtatt. bdon eine Niederlage bon Moggis Die Konditoreigh⸗ Eine große ſind eingegangen. der Stadt Neuſtadt, 6 Ehrenpreiſe des Gaſtwirtevereins Neuſtadt, ferner Ehrenpreiſe des Lund⸗ idesheim, des Vereins der Mann⸗ heimer Wirte, des Pfälz. Wirteverbandes Landau, des Gutsbeſitzers Baſſermann⸗ Jordan⸗Deidesheim und der Pfalzbrauerei Neuſtadt. iſt die Ausſtellung von 127 Firmen beſchickt. n, des Insgeſan Unwetter. Unſere Gemarkung iſt bei den geſtrigen Unwetter, das ſich der Hauptſache nach raſch in die Heidelberger Gefilde verzog, noch verhältnismäßig glimpflich weg⸗ Mai. wurde freilich leider biel junges Obſt heruntergeſchlagen und Klee verdorben. Wenn ſich aber die ieht niederliegende Frucht, wie zu erhoffen, wieder aufrichtet, ſo iſt de Einduße im Vergleich zu den ſchwerer geſchädigten Nachbarorten an der Bergſtraße noch zu verſchmerzen. Ueber das Unwetter, daß ſich geſtern über Heidelberg und Umgebung entlud, berichtef daß „Heidelb. Tgbl.“ u. a. folgendermaßen: Ein verheerendez Mai. ſeit Menſchengedenken nicht ſo heftig vorgekommen iſt, ging geſtern nachmittag über Heidelberg und Umgegend nieder. Kurz vor 5 Uhr verfinſterte ſich plötzch der Himmel und es entſtand eine ſolche Dunkelheit, daß maß überall in den Läden, Reſtaurants und auch in den elektriſchen Straßenbahnwagen Licht machen mußte. Finſternis waren pechſchwarze Gewitterwolken, die von Weſten gegen die Berge ſich unheimlich raſch heranſchoben und deren Ränder eine nie geſehene ſchwefelgelbe bis ſchwarzgrüne Färbug Einige Minuten vor ſchlag ein mit einer ſolchen Heftigkeit, wie er hier ſeit Jahr⸗ zehnten nicht zu verzeichnen geweſen iſt. Die Erreger dieſer E 5 Uhr ſetzte dann der Hagel⸗ Die Hagelkörner, bit atter feuernder Maſchinengewehre auf die Dächer und gegen die Fenſterſcheiben praſſelten, hatten viel⸗ fach die Größe von Walnüſſen und Taubeneiern und waren ber⸗ Die Eisklumpen wieſen die ſeltſamſten Faſt eine Viertelſtunde dauerte dieſes ſchauerliche var ein ſchreckliches. In den Gärken, es unſchätzbaren Schaden an⸗ gerichtet und die zu ſchönen Hoffnungen berechtigende Obſtbaum, total vernichtet. Arg mitgenommen ſind vor allem die Beſitzer von Gärtnereien, denen die Treibhaus Obſt⸗, Gemüſe⸗ und Blumenanlagel In den Niſtplätzen wurden Eier die durch die Hagelſchloſſen gelölet waren. Uebel mitgeſpielt wurde ferner denfenigen Standinhabem auf der Verkaufsmeſſe, die ihre Buden nicht ſchnell 97 In der Geſchirrmeſſe iſt ein großer Tel und Glasſachen zerbrochen wur⸗ den. Der entſtandene Schaden beträgt mehrere Hundert Mork wetter nicht ungelegen gekommen ſein In der Univerſitätsbibliothel rlichtſcheiben vom Hagel zertrümmert In der Gegend des„Schloßhotels“ und„Schlgenbausrestanmne fielen die Hagelkörner zeitweiſe in Taubeneigröße und bedeckt Fuß. 2 irt auf dem König⸗ n 1 Fuß. Der Wi Ff ken 5 Einzelne Körner maßen bier gl An vielen Stellen konnte man die angehäuften Schloſſen, ſoweit ſie nicht von den Waſſerbüe. mitgeſchwemmt wurden, noch in ſpäter Nachtſtunde in groß Menge antreffen. Mai. Ueber unſere Gemarkung 22 2A. ging heute nachmittag 4 Uhr ein fumchtbaves Hogel einfachem Stückcher Darunter befinden — 2JJ!;ͤ ͤ ͤ(vTT — NTeeED 2 5 gDic ee nEEE 1 e 6 — C er Tagz h welch wirh, . gerföhrt, it dem regenten Sclanlif ſchall erreichſe iordeßz yntereſe weck der virts⸗ dt, d 91 ung läßl ckerei u. Ibranhe ht un e Seiß, ein ſtetz altiglei, rzeng⸗ enwaren Kellerei⸗ Nöbel Rauch⸗ Zimmer⸗ d Ge⸗ ſerz ſic tückcher Selters⸗ ällt den Moggis lon miit eiah⸗ kt. Die e große befinder enpreiſe Lund⸗ Nann⸗ u, des ermann⸗ Sgeſam bei dem in die ich weg⸗ zes Obſt die jet o iſt die ſaxorten er, dan ptel daß endes o beftg irg und plötzlich cß man ktriſchen dieſer Weſten deren Färbung hagel⸗ Jahr⸗ ber, bie hre auf en viel⸗ en ber⸗ ſamſten uerliche Gärten, en an⸗ ſtbaum⸗ ommen ibhaus⸗ inlagen n Eier n fand getölet chabern genug Teil n wor⸗ Mark, en ſein liothel mmert. vants deckten Nönig⸗ ein ſo ier 31 am die böchen großer arkung gel⸗ 2 offen, wir ſtürzen plötzlich ſehr tief, und der Himmel verfinſtrete ſich derart, daß Licht gebrannt werden mußte. Eine halbe Stunde ſpäter krach das Unwetter los. Eine Viertelſtunde hagelte es in Stücken ſig zu mittlerer Walnußgröße bei ſtarkem Wind. Die Kirſchen, irſchen, Zw n, dürften am meiſten gelitten haben. Das Furn liegt platt auf dem In Sasbach walden, Jofephsberg und Schelaberg, Alter Gott und bei Zau fſind nahezu 80 Prozent der Reben vernichtet. * Grofenhauſen(A. Ettenheim], 22. Maf. Der Schaden. hier niedergegangene Unwetter angerichtet hat, wird 100 000 Mark angegeben. Auch in der Ettenheimre Ge⸗ auf 8 8 nurkung dürfte ſich der Schaden auf rund 100 000 Mark belaufen. Boden. den das Das Eiſenbahnunglück in Belgien Strecke Brüſſel-Auttverpen iſt viel ſchrecklicher, als die tuf der 55 eten Meldungen erkennen ließen. Ueber 100 Opfer hat der furcht⸗ date Zufammenſtoß gefordert. Der um 8 Uhr 58 Min. Anttverpen gerlaſſende Expreßzug mach Prüſſel durchläuft die Station Contich, 0 ſich kurz dor dem Bahnhof die Abzweigung der Linie nach Turn⸗ gun befindet. Eim vollbeſetzter Perſonenzug ſtand zur Abfahrt dahin ſertig, als der Brüſſel⸗Expreß von Antwerpen angebrauſt kam. Die Blockſtelle hatte den Weichenhebel richtig umgelegt, bemerkte eshalb aus den Fenſtern der Blochſtelle das Haltezeichen mit 10 Fahnen. Landleute, die es merkten, liefen dem Expreß wintend und ſchreieud entgegen, doch ohne Erfolg. In den nächſten fünf Sekunden Hohrte ſich die Lokomotive des Ezbreßguges in dem Perſoneuzug und ger⸗ guetſchte deſſeu drei letzbe Wagem zu einem bo ü ſte n Klarurpen. Die Wagen des Eypreßzuges wurden, da ſchom ge⸗ kremſt war, nur furchthar erſchüttert, aohne die Fahrgäſte weſenilich au beſchädigen.. Der Zuſtand der Leichen iſß entſetzkich, viele find ſo verſtüm⸗ ſtekt, daß die Feſtſtellung ihrer Perſönlichkeit bisher nicht möglich kwar. Die Verunglückten ſind gum überwiegenden Teil Arbeiter, doch befinden ſich umter ihnen auch mehrere Soldaten, die gum Hebungslager in Beverloo veiſten, ferner ein Profeſſor aus Brüſſel und atehrere Frauen. Hohe Anerkermung verdient das ſchnelle und geſchickte Rettungswerk, an dem ſich außer den Fahrgäſten und dem Bahnperſonal ein ganzes Heer von Aerzten, Soldaten und Feuerwehrleuten beteiligte. Im Augenblick des Zuſammenſtoßes ſcheinen ſich iun Unglückszuge furchtbare Sgenem abgeſpielt au N. 85 weiter mart mit der Wegräumung vorſchritt, untſo furcht⸗ Farer twurde der Anblick. Drei Soldaten waren ſo zu Brei zer⸗ malmt, daß ihre einzelnen Glieder nicht unterſchieden werdem konnten. Mehrere Frauen waren in Stücke geriſſen, einem Arbeiter war die Bruſt von einem Holgſtich bis zum Rütcken durchbohrt. Anderen war Bruſt und Leib aufgeriſſen, ſo datz die Eingeweide heraushingen. Zwiſchen Eiſenteilen fand ſich ein Arm ein⸗ beflemmt, in deſſem zuſamawengekrampfter Hand eim Ohr mit Haarbüſchelm ſteckte. Ueberall eine Ent⸗ ſetzen erregende, dampfende Maſſe blutiger, formloſer Verletzten wurden in die Wagen 2. Klaff 0 3 Lokom n unter ihrem ungeheuren Gewicht zerquetſchte, war über und über mit zerriſſenen Körperteilen, Blut und Kleiderfetzen bedeckt. Den ganzen Tag über war der Bahnhof in Contich von Taru⸗ ſenden belagert. Es war ein mmen und Gehen von Aerzten, Soldaten, Beamten und Berichterſtattern; auf allen Mienen malte ſich d Ausdruck de eckens und Entſetzens. uch in den Krankenhäuſern ſpielten ſich v de Szenen ab. ſabeth⸗Kvankenhaus geht eine Frau, V iflung Blicken, von Krank Krankenſchweſtern umringen ſie und fra n Gatten?“ Sie ant⸗ Wwortet:„Ich habe ihn gefunden, aber mir fehlt noch mein Bruder.“ en, ſucht auf der Liſte, aber vergebens Snbdelt Vergtweifelt verläßt das arme Weib das Krankenhaus und ſetzt ihre ſch in ttwerpener Zuge, der Schiffskapitän Defreé, n einen Automobilunfall erlitten und ſich nach B e, gibt als Augenzeuge nach⸗ ſechſen in einem Abteil zweiter dagen, vier Herren, meine Frau und er znelligkeit, ich las die Zeitung, als Klötzlich ein fürchterliches Geräuſch entſtand; die Fenſterſcheiben gerbrachen in viele Stücke und der Zug ſtand ſtill. Alle Reiſenden kwaren gegeneinander geworfen worden. Alle unſeve Na um Geſicht verwundet, wir hören draußen ſchreien. 8. Unſe iſt mehr als 50 Meter über Trümmer gefa fliehen nach allen Seiten, und jetzt begreifen wir, welcher Gefahr wir entronnen ſind. ⸗Mein Mann las, ſagte Frau Defreé, und ich betrachtete die Uundſchaft, als ich auf der Höhe von Contich Leute bemerkte, die erſchreckte Gebärden machten, ſchrien und mit Tüchern winkten. Sie hatten die falſche Stellung der Weiche bemerkt und ſahen, daß unſer Zug in voller Schnelligkeit auf den Zug von Tu f Dieſes war uns im Augenblick jedoch nicht k Sekunde ſpäter wurde ich auf mein Gegenüber geſchleude kwar unberletzt, ohne jede Schramme, während mein Nachbar mit demt Kopf gegen die Wagenwand geſchleudert worden war und ſtark blutete. Kaun ausgeſtiegen, hörten wir Schmerzensſchreie, und während wir weiter gingen, begriffen wir den ganzem Schrecken des Unglück. Auf der Maſchine umſeres Zuges warem blutige Leichen feſtgeheftet, überall lagen zwiſchen Trümmern Körper. Man ſah an Händen und Geſicht verwundete Arbeiter und Autbefleckte Gegenſtände. Wir ſtürzten zum Telegraphen, um Anſere Angehzrigen zu benachrichtigen.“ Ein anderer Reiſender aus dem zertrümmertem Zug, der Ver⸗ ſcherungsbeamte Boone, ſagt: Der Wagen, in dem wir uns be⸗ fanden, war vollſtändig umgeſtürzt. Mam hat mich durch die Tür hergusgegogen und ich bin dann von oben auf einer Leiter herabgeſtiegen. In meinem Abteil befanden ſich mehrere Frauen, die an einer Pilgerfahrt teilnahmen und die, weil die dritte Klaſſe Wberfüllt war, in der zweiten Platz genommen hatten. Wir befanden us in einer Wokke von Staub und Rauch. Als die Frauen folgende Klaſſ ſich. D ſchrien, ſagte ein alter Herr neben mir: Beruhigen Sie ſich doch! Emen Augenblick ſpäber ſank er zuſammen. Ich wollte ihn auf⸗ nichten, da ich glaubte, er ſei ohnmächtig. Ich rüttelte ihn, er war iut. Eine Dame, die ſich in dem Nebenvagen befand und den Kopf um Fenſter hinausgeſteckt hatte, wurde mit dem Wagen auf die andere Seite der Strecke geſchleudert. Ich habe ſoviel Schreckliches geſehen, daß ich meine Erinnerung nicht ſammeln kann. Eine Dame muit drei reizenden, ganz in Weitß gekleideten Kindern befand ſich geben uns und hatte eine große Wunde im Geſicht, die weißen Aleider der Kinder warem mit Blut überſtrömt und die Kleinen WWrien hes Entfetzen. ofort, daß die Weiche ſelbſt nicht arbeitete. Die Beamter Auch Lackleder wird weniger begehrt. Für farbige Leder war der Markt etwas beſſer. *** Vom ungariſchen Holzhandel. Wir haben bereits mehrfach berichtet, daß ſchon ſeit einer Reihe von Monaten in der ungariſchen Holzinduſtrie Aus⸗ dehnungsbeſtrebungen bemerkbar ſind. Dieſelben gehen von den Bankinſtituten Ungarns aus, welche bei dem allgemeinen ruhigen Geſchäftsgang ihre Tätigkeit auf den bei dem Holz⸗ reichtum Ungarns immer noch rentablen Holzhandel konzen⸗ trieren. In Budapeſt iſt wiederum unter Mitwirkung mehrerer ungariſcher Bankinſtitute unter dem Namen Czucſaer Holz⸗ exploitations⸗Aktiengeſellſchaft ein Unternehmen gegründet worden, welches die Ausnützung größerer Waldungen, namenk⸗ lich die Verwertung der bei Nagvarad belegenen umfangreichen Forſten bezweckt. Es werden Sägemühlen errichtet, die das Rohholz verarbeiten. Die Waren ſollen nach dem Orient, nach Oeſterreich und Deutſchland verſandt werden. Dem Unter⸗ nehmen gehören als Aktionäre mehrere größere Holzinduſtrielle Ungarns an. ——————— Neue Reichsbankſtelle. Am 1. Juli wird an Stelle der jetzt beſtehenden Reichsbanknebenſtelle in Lipp⸗ ſtadt eine Reichsbankſtelle daſelbſt errichtet, von welcher die Reichsbanknebenſtellen in Arnsberg, Neheim und Paderborn abhängig ſind. Die Kursſteigerung der Aktien der Badi⸗ ſchen Anilin⸗ und Sodafabrik an der Frankfurter Börſe ſoll unter anderem darauf zurückzuführen ſein, daß die Einführung der Aktien an der Berliner Börſe beabſichtigt iſt. Die Badiſche Anilin⸗ und Sodafabrik hat zur Zeit ein Aktien⸗ kapital von 36 Millionen M. und gehört zu der Intereſſen⸗ gemeinſchaft Badiſche Anilin⸗ und Sodafabrik, Elberfelder Farbenfabriken und.⸗G. für Anilinfabrikation in Treptow. Ad. Deidesheimer.⸗G. Neuſtadter Mo⸗ ſaikplattenfabrik in Neuſtadt a. H. Die Ende 4906 mit einem Kapital von 350000 M. gegründete Geſell⸗ ſchaft iſt um die Mitte April dieſes Jahres von einem Brand⸗ unglück betroffen worden, durch das ſowohl die alten als auch die neuen Fabrikgebäude zum großen Teile eingeäſchert wurden. In dem im April fertiggeſtellten Geſchäftsbericht über das ab⸗ gelaufene erſte Geſchäftsjahr findet ſich über dieſe Kataſtrophe noch keine Bemerkung. Der Reingewinn für das erſte Ge⸗ ſchäftsjahr, das als Baujahr anzuſehen ſei, wird nach Abzug bon 14815 M. Abſchreibungen mit 19,55 M. ausgewieſenz es ſollten 5 pCt. Dividende verteilt werden. Kohlen für die Pfälziſchen Eiſenbahnen. Aus Eſſen wird berichtet, daß bei der Vergebung des Bedarfs an Ruhrkohlen ſeitens der Pfälziſchen Eiſenbahnen 20000 Tonnen Lokomotivkohlen für 1908 dem Kohlenkontor zum Preiſe von M. 17,50 frei Waggon Ludwigshafen, zur Lfeferung übertragen wurden. Hanauer Stadtanleihe. Die Stadt Hanau iſt genötigt, zur Aufbringung der Mittel für Kaſernenbauten, Kanaliſationsanlagen uſw. eine größere Anleihe im Betrage von etwa 8 Mill. M. aufzunehmen. Für das Jahr 1908 wer⸗ den zunächſt 2½ Mill. Mark benötigt, jedoch beſchloß die Stadt⸗ verordnetenverſammlung in ihrer letzten Sitzung, in Berückſich⸗ tigung der Lage auf dem Geldmarkte zunächſt nur eine Anleihe von 1 Mill. M. aufzunehmen und einem Angebot der Preußi⸗ ſchen Pfandbriefbrank in Berlin zuzuſtimmen, die eine Ver⸗ zinſung bon 4,25 pCt. und eine Tilgung von 1,9 pCt. ver⸗ langte. Die Bayer. Bodenkreditanſtalt, Würz⸗ burg, gibt nunmehr durch Zirkular bekannt, daß die Herren Ludwig Hammon(ſeither ſtellvertretendes Direktionsmitglied der Bayeriſchen Vereinsbank), Franz Adelmann und Dr. jur. Robert Goldſchmit(bisher im k. Notariatsdienſt in München) als Direktoren in den Vorſtand der Bank eingetreten ſind. Gleichzeitig wird mitgeteilt, daß die Herren Direktor Hans St. Ach und Direktor Ludwig Sauer aus den Dienſten der Bank ausgeſchieden ſind. Rheiniſche Dynamitfabrik in Köln. Die ordentliche Hauptverſammlung, in der das ganze Aktienkapital vertreten war, genehmigte den Rechnungsabſchluß für 1907 und ſetzte die ſofort zahlbare Dividende auf 26 pCt.(wie i..) feſt. ⸗r. Mechaniſche Juteſpinnerei und Weberei, .⸗G., Bonn. In der 38. ordentlichen General⸗Verſamm⸗ lung der Aktionäre am 21. Mai wurde der Jahresbericht und die, Bilanz genehmigt und die Dividende auf 12 pCt. feſt⸗ geſetzt(i. V. 9½ pCt.) Der erzielte Gewinn beträgt 255 293,83 M.(161 264,62.). Von dieſem Gewinn werden 39 168,52 M.(34 692,57.) für Amortiſationen verwendet, ſodaß ein Reingewinn von 216 125,31 M.(126 572,05.) verbleibt. Hiervon ſind 10 806,27 M.(6328,60.) dem Reſervefonds zuzuweiſen. Auf neue Rechnung werden 44 947,14 M. (1889,20.) vorgetragen. Das Unternehmen iſt mit einem erheblichen Ordrebeſtande in das neue Geſchäftsjahr eingetreten. Neue Brauerei⸗Geſellſchaft. In Kiel wurde unter dem Titel Kaiſerbrauerei.⸗G: eine neue Aktiengeſellſchaft gebildet, die die bisherige Löwenbrauerei, welche die Kieler Vereinsbank in Zwangsverſteigerung für die Geſellſchaft für 220 000 M. erwarb, übernimmt⸗ Zahlungs⸗Einſtellungen. Gie Getreidefirma W. Klix in Lübeck hat die Zahlungen eingeſtellt; Hamburg iſt mit 100 000 M. beteiligt.— Ueber das Vermögen des Schiffsmaklers F. Löpner Slomann, Inhabers der Firma F. L. Slomann u. Co. in Ham burg, wurde der Konkurs erklärt.— Auf eigenen Antrag des Firmeninhabers der Getreidefirma Max Schoenwald in Kaſſel wurde der Konkurs nunmehr eröffnet. Die Paſſſiven betragen ca. M. Ffünfviertel Mill. einſchließlich M. einhalb Mill. Forderun⸗ gen von Verwandten. Hauptſächlich beteiligt ſind amerikaniſche, Hamburger und Berliner Häuſer. Deutſch⸗Franzöſiſcher Wirtſchaftsver⸗ verein. Der Arbeits⸗Ausſchuß des Deutſch⸗Franzöſiſchen Wir chuftsvereins tritt am Montag, den 25. d.., in Frank⸗ duſtrie ſchwächere Tendenz. Maunherm, 23. Mai. General⸗Anzeiger.(Übendblatt.) 5. Seite. aeer Die Schluſſen fielen in der Größe von Wa⸗ 55 furt a. M. zu ſeiner erſten Sitzung zuſammen. Auf der Tages⸗ liſſen bis Hühnereier und richteten an Obſtbäumen und Reben Volkswirtschaft ordnung ſtehen zunächſt organiſatoriſche Fragen: Abgeſehen außen Schaden an. Manche Reblkücke ſind pollſtändig ver⸗ 85 5 vom Geſchäfts⸗ und Kaſſen⸗Bericht und der Kooptation einer gichtet. 4 Leder. Anzahl neuer Mitglieder wird namentlich über die Bildung Achern, 22. Mai. Die Hoffnungen der Landleute auf(Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeigers“.) von Fachausſchüſſen für die am Geſchäftsverkehr mit n gutes Obſt, und Weinjahr wurden heute nachmittas durch ein Das Geſchäft hat eine Aenderung nicht erfahren. Die]Frankreich hauptſächlich beteiligten Erwerbszweige und von ſchweres Hagelwetter nahezu vernichtet. Die Tembera⸗ Nachfrage nach Bor⸗Calf und Chevreaux iſt eine geringe. Spezialkommiſſionen für die wichtigſten Sonder⸗ gebiete, auf denen der Verein zu arbeiten gedenkt, beſchloſſen werden.— Alsdann wird Herr Handelsdirektor Hugo Manes in Frankfurt a. M. über die Verhandlungen berichten, die er im vorigen Monat im Auftrag des Vereins mit den leitenden Perſönlichketten des Comité Commercial Franco⸗ Allemand in Paris über das Zuſammenarbeiten des deutſchen und des franzöſiſchen Vereins gehabt hat. Inzwiſchen hat in den letzten Tagen auch noch ein anderes Mitglied des Aus⸗ ſchuſſes, Fabrikbeſizer Walter Münch⸗Gera, in Paris perſönlich mit dem dortigen Komitee Fühlung genommen und dürfte die einſchlägigen Darlegungen noch ergänzen können. Des Weiteren wird der Vorſitzende des Verbands deutſcher Patentanwälte, Herr Patentanwalt Maximilian Mintz⸗ Berlin über eine Spezialfrage, die den Verein letzthin beſchäf⸗ tigt hat, den Ausübungszwang für Patente in Deutſchland und Frankreich, berichten.— Schließlich wird die Frage einer eventuellen franzöſiſchen Ausſtellung in Berlin zur Erörterung gelangen. An den Verhandlungen wird auch der Generalſekretär des Comités Commercial Franco⸗ Allemand, Herr Lucien Coquet⸗Paris teilnehmen, der ſeit einer Woche in Deutſchland weilt. Vom Walzdraht⸗Verband. In der Hauptver⸗ ſammlung der Mitglieder des Walzdraht⸗Verbandes wurde in Anbetracht der unveränderten Koſten der Herſtellung von einer Preisermäßigung abgeſehen. Wie in der Verſammlung mit⸗ geteilt wurde, iſt die Beſchäftigung der Werke in Walzdraht im allgemeinen noch befriedigend. Zur Verbandsbildung im Drahtgewerbe. Wie die„K..⸗Z.“ hört, ſind die Verhandlungen zur Grün⸗ dung eines Verbandes für gezogene Drähte unter der Hand wieder aufgenommen worden. Die Schwierigkeiten liegen einzig und allein bei der Firma Gebr. Krämer in St. Ingbert, die 1800 Tonnen Beteiligung für verzinkte Drähte fordert, die ſie aber bisher niemals hergeſtellt hat. 10 Keine Ermäßigung der amerikaniſchen Stahlpreiſe. Am Schluß der geſtrigen Sitzung der In⸗ tereſſenten am Stahlhandel machte der Präſident der United Steel Corporation E. H. Gary die Mitteilung, die Verſamm⸗ lung ſei einſtimmig der Anſicht geweſen, daß die„gegenwärtige Lage eine Ermäßigung der Preiſe nicht rechtfertige“. Dieſe Haltung des Stahlhandels muß umſo mehr überraſchend kom⸗ men, als die Preiſe für Roheiſen in den letzten Wochen die ſinkende Bewegung, welche in der zweiten Hälfte des Jahres 1907 einſetzte, bis in die letzten Tage ununterbrochen fort⸗ ſetzten. Dem Beſchluſſe der Intereſſenten am Stahlhandel bräucht jedoch keine allzu ſchwere Bedeutung beigemeſſen wer⸗ den, da ſchon öfter ſtolze offizielle Erklärungen über eine Nicht⸗ ermäßigung der Preiſe in der neuen wie der alten Welt kurz bald darauf von der katſächlichen Entwicklung der Ver⸗ hältniſſe Lügen geſtraft wurden. Auch der Stahlhandel Ameri⸗ kas würde wohl zu niedrigeren Preiſen Abſchlüſſe machen, wenn ſich ihm ſolche in größerem Umfange bieten würden, 55 Kkeurapfiſce e ſtehe 6. Seite). Se KFrankfurter Effektenbörſe. (Privattelegramm des General⸗Anzeigers.) * Frankfurt a.., 28. Mai.(Tel.) Fonds⸗ börſe. Die Börſe zeigte am Schluß der Woche auf zuneh⸗ mende Realiſationsluſt infolge ſchlechterer Beurteilung der In⸗ Die Haltung der Newyorker Börſe entſprach der Spekulation nicht. Es zeigte ſich, daß die Hauſſe der Bahnen mit der ökonomiſchen Lage in den Ver⸗ einigten Staaten vereinbar iſt. Die Börſe bekundete infolge der andauernd ſchwankenden Haltung ebenfalls reſervierte Haltung. Amerikaniſche Bahnen lagen ſchwächer. Was die übrigen Werte des Bahnenmarktes betrifft, ſo zeigten Lom⸗ barden behauptete Tendenz, Staatsbahn lag ſchwächer, obwohl die Verſtaatlichungverhandlungen in nächſter Woche fortgeſetzt und die Ausſichten als günſtig dargeſtellt werden, Meridional⸗ bähn feſt. In Schiffahrtsaktien machte ſich infolge von Reali⸗ ſationen Abſchwächung bemerkbar. Auf dem Bankenmarkt trat Verſtimmung ein auf die Ermordung eines deutſchen Schutz⸗ befohlenen in Tanger durch franzöſiſche Truppen. Die Börſe befürchtet daraus vielleicht unerquickliche diplomatiſche Erör⸗ terungen. Leitende Aktien dieſes Gebietes haben dadurch Ab⸗ ſchwächung erfahren. Feſt lag Deutſche Reichsbank. Der Montanmarkt hatte unter der luſtloſen Haltung am ſtärkſten zu leiden. Es lagen von ſeiten Berlin Verkaufsordres vor, welche weitere Veranlaſſung zur ſchwachen Tendenz bot. Bochumer, Laurahütte und Phönix Bergbau ſtärker gedrückt. Der Induſtriemarkt lag ruhig ohne beſondere Veränderung, Spinnerei Lampertsmühle notierte 5 Proz. niedriger, Preß⸗ hefe Baſt und Wittener Stahl feſt, für Aluminium beſtand er⸗ neutes Intereſſe, chemiſche Anilin 2 Proz. höher. Bezugs⸗ recht auf dieſe Aktien notierten 154 bez. und Geld. Die günſtigere Lage am internationalen Geldmarkt und die Hoff⸗ nung, daß die Reichsbank nicht mehr lange mit der von der Börſe gewünſchten Diskontermäßigung zögern werde, gab An⸗ laß zur guten Haltung auf dem Fondsmarkte, deutſche An⸗ leihen gut behauptet, italieniſche etwas höher, Ruſſen ſchwächer. Londoner matte Notierungen führten zu teilweiſe Abſchwä⸗ chung der ausländiſchen Renten. Infolge der Geſchäftsſtille bröckelten ſich die Kurſe weiter ab und es zeigte ſich, daß die Spekulation eher zu Abgaben neigte. Die Nachbörſe blieb allgemein ſtill und die Kursveränderungen waren gering, Bal⸗ timore ſchloſſen ſchwach. Es notierten Kredit 198.20, Dis⸗ konto 175.50 à 60, Staatsbahn 148.50, Baltimore 87.40 à 30 4 40. Privakdiskont 31%% Proz. Telegramme der Continental⸗Telegraphen⸗Cympagnie. Schluß⸗Kurſe. Reichsbank⸗Diskont 5 Prozenk. Wechſel. 22. 28. 22 23. Amſterdam kurz 168.60.168.53 Paris kurz 81.25 81.20 Belgien„ 80.975 80.95 Schweitz. Plätze„ 81.10 81.075 Italien„ 81.183 81.175 Wien„ 84 916 84.916 London„ 20.397 20,897 Napoleonsd'or 16 24 16.24 — lang—.——— Priwatdiskonta 3% 3½6 5. Sette. General⸗Anzeiger.(Abendblatt. Maunheim, 23. Mai. Staatspapiere, A, Deutſche 22. 28 4% beutſch. Reichsanl. 99.50 99.50 Mexikaner auß. 88/90 98.20 8 91.85 91%½3 Mexikaner innere 66 60 66.60 8 2 82.80 82 60 Taumalipas 9730 98 40 4% pr. konſ. St.⸗Anl. 99.50 99.50 Bulgaren 99.95 99.90 %½%„ 5 91.90 91.901%1b Griechen 1890 48.— 48.— 85 5 82.80 82 6 5 italien. Rente—— 4 badiſche St.⸗A. 99.50 99.504½ Oeſt. Silberrente 98.95 99.20 2„ neue 100.10 99.90%4¼„ Papierrent.—-——. 3% bad. St.⸗Ollabg)fl—.——— Oeſterr. Goldrente 99.— 99.— 87 5 M. 92.40 92.503 Portug. Serie I 62.50 62.50 3½„„ 1900 91.05 91.853 5 II 63.70 4bayr..⸗B.⸗A..1915 99.60 99 604%½ neue Ruſſen 1905 95 30 95.35 3½ do. u. Allg.Anl. 91.65.754 Ruſſen von 1880 83.35 88.— 3 do..⸗B.⸗Obl. 82.55 82.504 ſpan. ausl. Rente 95.— 95.— 4 Heſſen von 1899 99.30 99.304 Türken von 1902 89.80 89.60 3 Heſſen 80.85 81.[4„ unif. 960.— 9 3 Sachſen 8195 81904 Ungar. Goldrente 33.80 9360 4 Mh. Stadt⸗A. 1907 97.80— 4„ Kronenrente 98 60 93.55 37— 1905 89 60 89.60 Verzinsliche Loſe. 3 Oeſterreichiſche860 152.80 152.75 Türkiſche 150,70 150.70 * B. Ausländiſche. 5 Arg. i. Gold⸗A. 1887 4% Chineſen 1898 4 Egypter unificierte Aktien induſtrieller Bad. Zuckerfabrik 147.95 148.20 Südd. Immobil.⸗Geſ. 93. 98. Eichbaum Mannheim 125.— 125.— Mh. Aktien⸗Brauerei 137.— 1387.— Parkakt. Zweibrücken 91.50 91.50 Weltzz. Sonne, Speyer—— Cementwerk Heidelbg. 151.— 151.80 Cementfabr. Karlſtadt 182.10 132 70 Badiſche Anilinfabrik 497.-499.— Ch. Fabrik Griesheim 239 50 239.50 Farbwerke Höchſt 462.—.461 50 Ver. chem. Fabrik Mh. 295.50 295.5 n. Werke Albert 409.— 408.50 98.50 96.60 Unternehmungen. Kunſtſeidenfabr. Frkf. 232.— 282.50 Lederwerk. St. Ingbert 60.— 60 Spicharz Lederwerke 117.30 118 50 Ludwigsh. Walzmühle 170.—170.— Adlerfahrradw.Kleyer 285.— 285. Maſchinenfbr. Hilpert 75.50 75.50 Maſchinenfb. Badenia 198.— 198.— Dürrkopp 340.— 340.— Maſchinenf. Gritzner 214.— 214. Maſch.„Armatf. Klein 120.50 120.50 Pf. Nähm.⸗u. Fahrradf Gebr. Kayſer Röhrenkeſſelfabrik vorm. Dürr& Co. Schnellpreſſenf. Frkth. 182.50 182.50 Ver.deutſcher Oelfabr. 131. 130.39 Schuhfabr. Herz, Frkf. 126.— 126.— Seilinduſtrie Wolff 137.— 136.— 'wollſp. Lampertsm. 70.— 65— 123.50 123.50 Südd. Drahtind. Mh. 117.117. Akkumul.⸗Fab. Hagen 200.— 200. Acc. Böfe, Berlin 67.50 67.50 Elektr.⸗Geſ. Allgem. 216.50 216.30 Südd. Kabelw. Nhm. 122— 122.20 Lahmeyer 119.75 119.75 Elektr.⸗Geſ. Schuckert 109.30 109.20 Kammgarn Kaiſersl. 158 158. Siemens& Halske 181. 179.6% Zellſtoffabr. Waldhof 322 50 321. Bergwerks⸗Aktien. Bochumer Bergbau 219.70 218—Harpener Bergbau 198.— 198.50 Buderus 112.50 112 500Kaliw. Weſterregeln 179.— 179.— Concorvia Bergb.⸗G. 322.— 322.— Oberſchl. Eiſeninduſtr. 100.30 100.20 Deutſch. Luxemburg 152.— 151.—Vr.Königs⸗ u. Laurah.—.— 212.50 Friedrichshütte Bergb. 146 50 145.50 Gewerkſch. Roßleben 8825 8850 Gelſenkirchner 193.— 19280 Aktien deutſcher und ausländiſcher Transport⸗Anftalten. Ludwigsh.⸗Bexbacher 215.— 215.—[Oeſt. Südbahn Lomb. 22.80 22.65 Pfälziſche Maxbahn 134 50 134 50 do. Nordweſtb.—y— do. Nordbahn 128.80 128 80 do. do. Lit... Südd. Eiſenb.⸗G. 111.60 111.6 Gotthardbahn—— Hamburger Packet 112.20 111.40[Ital. Mittelmeerbahn— do. neue——.—do. Meridionalbahn 186.— 136.80 Norddeutſcher LHloyd 96.— 95.25 Baltimore und Ohto 88.80 87.,40 Oeſt.⸗Ung. Staatsb. 148 90 148.50 Pfandbriefe, Prioritäts⸗Obligatinnen, %% frk. Hyv.⸗Pfdb. 97.50 97.50 4% Pr.Pfbb. unk. 15 97.30 40/.K. B. Pfdbr.05 97.50 97.50 40%„ 17 8 4%„ 1910 97.80, 97.80 8½ 5 7„ 14 92.50 4% Pf.HypB. Pfdb. 99.50 99.503½„„„12 90.80 31½%%„„„ 90.80 90.80 3½ Pr.Nfdbr⸗Bk.⸗ 41½0% Pr. Bod.⸗Fr. 89.40 89.40 Kleinb. b. 04 4% Etr. Bd. Pfd. vgo 97.— 97.—½ Pr. Pfdbr.⸗Bk.⸗ 99 8 Hyp.⸗Pfd.⸗Kom.⸗ 97. 97.— Sbl. unkündb. 12 4% Pr. Pfobrf.⸗B. Pfobr..Os 85.0. Pib.02 Pfdbr. vd 4% Rh. H. B. Pfb. 02 unk. 12 97.80 97.80.J 4%„„„ 1907 3½%„ Pfdbr..86 4%%„ 89 ft. 94 89.50 89.50 72 51% Pfd. 96006 89.50 89.50 8 4% Com.⸗Obl. 31% 4 89.60 v. 0 I,unk. 10 99.— 99.—31½ Nh..⸗B. C. O 91.50 „ Com.⸗Obl. 40% R. W. B. C. B. 10 96 60 v. 1891 46/ Pf. B. Pr.⸗Obl.—. „Com.⸗Obl. 52000 Pf. B. Pr.⸗O. 91 50 v. 96/06 2½%½ Fal.ſttl.g. C..—.— 4% Pr. Pfdb. unk, 09 4%„„ 12 97.50 97.50 4„„„ 14 97.30 87.80 Bank⸗ unb Berficherungs-⸗Akklen- Badiſche Bank 139. 139. Oeſterr.⸗Ung. Bank 124.— 124.— Berg u. Metallb. 118.— 118— Oeſt. Länderbank 110.70 111— Berl. Handels⸗Geſ. 162.50 161.70„Kredit⸗Anſtalt 198.50 198 20 Comerſ. u. Dlsk.⸗B. 108.50 108 50 Pfälziſche Bank 100.100.10 Darmſtädter Bank 124.70 124.40] Pfälz. Hyp.⸗Bank 189,.— 189.— Deutſche Bank 232.90 23290 Preuß. Hypothenb. 111.70 141.70 Deutſchaſiat. Bank 135.60 136.— Deutſche Reichsok. 158 70 154.45 D. Effekten⸗Bank 100.10 100.10 Rhein. Kreditbank 134.75 134.75 Disconto⸗Comm. 175 90 175 50 Ahein, Hyp. B. M. 192 50 192.50 Dresdener Bank 139.55 139.80 Schaaffh. Bankver. 184 30 134 20 Frankf. Hyp.⸗Bank 201.— 201.— Südd. Bank Mhm. 109.— 108.50 Frkf. Hyp.⸗Creditv. 153.50 158.50] Wiener Bankver, 181—131.40 Nalionalbank 115.— 114 90 Bank Ottomane 143.80 143 80 Fraulfurt a.., 23. Mai. Kreditaktien 198 20, Staats⸗ bahn 148.50, Lombarden 22.70˙Ggypter—.—, 4% ung. Goldrente 93.75, Gotthardbahn—.—, Disconto⸗Commandit 17570 Laura ——, Gelſenkirchen 193.—, Darmſtädter 124.50, Handelsgeſellſchaft 102.50, Dresdener Bant139.70, Deutſche Bank 233.—, Bochumer 220.— Northern—.—. Tendenz: ſchwach. Nachbörſe. Kreditaktien 198.20, Stagtsbahn 148.50, Lombarden 22.65, Disconto⸗Commandit 175.60, Berliner Effektenbörſe. [Privattelegramm des General⸗Anzeigers) * Berlfin, 23. Mai.(Fondsbörſe.) Zum Wochen⸗ ſſchluß eröffnet die Börſe matt, ausgehend voem Montan⸗ markt, auf dem heute wie in den letzten Tagen ununter⸗ brochen Abgaben in Phönixaktien fortgeſetzt wurden, was den ganzen Markt verſtimmte. Es erhält ſich das Gerücht von dem angeblich beſtehenden aKpitalbedarf bei der Geſellſchaft. Neben einem Artikel der Köln. Zig., der darauf hinweiſt, daß die flaue Stimmung des Eiſenmarktes allmählich auch auf den Kohlenmarkt übergreift, trug auch noch der die Erwartungen der Spekulation enttäuſchende matte Verlauf des geſtrigen Newhork zur gedrückten Stimmung bei. Außerdem erfolgten auch noch Glattſtellungen zum Wochenſchluß und zum bevor⸗ ſtehenden Ultimo. Am Montanmarkk betrugen die Ein⸗ bußen 2 bis 3 Proz. Von Kohlenktien Gelſenkirchener beſſer behauptet waren. Am ———— —— 97.30 98.— 92.50 90.30 93.50 83.50 390⁰* 0 unk. 09 „ Pfdbr..01 unk. 10 91.30 91.30 0 925 97.——.— 97.— 97.— 97.30 98.75 89.90 97——.— 97.— 97.— 97.30 98.75 89.70 89.90 91.50 96.60 91 50 70.55 Ae0 375 90.50 90 50 85 90.50 97.26 90.50 97.25 Mannh.Verſ.⸗G.⸗A, 480 485.— rückgängig, wogegen Harpener Amerikanermarkt Canada und Baltimore auf Newyork rück⸗ gängig. Einen Verluſt von 1½ Proz. erlitten auch die geſtern in Newgork ſtark abgeflauten Pennſylvania⸗Aktien. Oeſter⸗ reichiſche Bahnen vbernachläſſigt, dagegen italieniſche auf feſtes Heimatland gebeſſert. Auch Banken bis über ½ pCt. nachgebend. Von Fonds Zproz. Reichsanleihe gut behauptet. Dagegen Ruſſen von 1902 unter Gewinnrealiſationen etwas ſchwächer. Auf dem Schiffahrtsmarkte war das Ge⸗ ſchäft gering bei gut behaupteten Kurſen. Tägliches Geld 3½ Proz. Ultimogeld 4½ Proz. Die Börſe verkehrte auch im ſpäteren Verlaufe in ſchwacher Stimmung, zumal auch Anre⸗ gungen von weſtlichen Börſen fehlten. Die Börſe ſchloß ſchwach bei trägem Geſchäft. Indu⸗ ſtriewerte des aͤſſamarktes vorwiegend matt. Meppener 6,70 niedriger wegen ungünſtiger Dividendenaus⸗ ſichten. Berlin, 23. Maf.(Schlußkurſe.) Ruſſennoten 214— 213.85 Lombarden 22.80 22.70 40% Ruſſ. Anl. 1902 8380 83.80 Canada Pacific 157.— 155 70 370% Reichsanl. 91.75 91.80] Hamburg Packet 112.60 111 50 3% Reichsanleihe 82.70 82.75 Hämbg. Paket nere—— 40% Bad. St.⸗Anl. 99.50—.. Nordd. Lloyd 96.60 95 50 40% B. St.⸗B. neue 100.— 100.10 Dynamit Truſt 160 10 159 90 3% B. St. Obl. 1900 91.40—.— Licht⸗ u. Kraftanl. 115.— 114.70 3½% Bayern 91.30 91.90 Bochumer 220 50 217 80 4% Heſſen 90 90 80.90 Konſolidation 5 40% Heſſen 80.90 80.70] Dortmunder 61.70 61 40 30% Sachſen 81.90 82.— Gelſenkirchner 19330 192 40 80 Pfbr. Rh. W. B. 96.30 96 30] Harpener 19790 197.40 50% Chineſen 101.40 10130 Laurahütte 214.60 21220 40% Italiener———— Phönix 179.60 177.— %½ Japaner(neu) 88.90 88.70 Ribeck⸗Montan 19420 194.40 1860er Loſe 152.60 152 90 Wurm⸗Revier 323 4% Bagdad⸗Anl. 87.40 87.25 Anilin Treptow 368.— 364— Kreditaktien 198.20 198.10] Braunk.⸗Briketts 179 20 171.80 Berg.⸗Märk. Bank 152.60 152.60 D. Steinzeugwerke 21760 217 60 Berl. Handels⸗Geſ. 162.60 162.— Düſſeldorfer Wag. 303.— 302 70 Darmſtädter Bank 124.50 124.40 Elberf. Farben(alt) 615 613. Deutſch⸗Aſiat. Bank 136.— 136.20] Weſtereg. Alkaltw. 179.70 179 50 Deutſche Bank 233.10 232.20 Wollkämmerei⸗Akt. 131.70 181 90 Disc.⸗Kommandit 176.— 175.50 Chem. Charlottenb. 300.—— Dresdner Bank 139.60 139.10 Tonwaren Wiesloch 100.— 99.50 Rhein. Kredubank 133.50 133,50 Zellſtoff Waldhof 324.— 323 70 Schaaffh. Bankv. 134.— 133.90 elluloſe Koſtheim 21120 211.20 Lübeck⸗Büchener 170 70 170.50 Rüttgerswerken 153.— 153.50 Staatsbahn 148.80 148.70 Privatdiskont 3¼% W. Berlin, 23. Mai.(Telegr.) Nachbörſe. Kredit⸗Aktien 198.50 198,10] Staatsbahn 148.90 148.70 Diskonlo Komm. 176.10 175,40] Lombarden 22.70 22.70 Liverpool, 23. Maf.(Anfangskurſe.) 22. 23. Weizen por Juli.06“7% ſtetig.06%% ruhig 1 Sept..02 ½.028 Mais per Mat.10 kuhig.10¾ ruhig duß nom. nom. α** Telegraphiſche Handelsberichte. Liebigs Fleiſchextrakt⸗Geſellſchaft ver⸗ teilt aus dem Rohgewinn von 220 140 Lſtr. eine Dividende von 22½ pCt. auf die Stammaktien. * Mün ſchen, 23. Mai. Nach dem Jahresbericht der Baye⸗ riſchen Elektrizitätswerke München für 1907 beträgt der Reinge⸗ winn M. 176 377(gegen 101 271). Als Dividende werden 5 Proz. (gegen 3 Proz.] i..) vorgeſchlagen. Der Gewinnreſt von M. 17317(gegen 11 273) ſoll vorgetragen werden. * Berlin, 23. Mai. Aus der geſtrigen Aufſichtsrats⸗ ſitzung der„Phönix“.⸗G., verlautet: Der Abruf ſei noch mehr befriedigend, aber der Erlös für nichtſyndizierte Artikel ſei ſehr ſchlecht. So verurſache Walzeiſen nicht nur im Export, ſondern auch im Inlande an gemiſchten Werten teil⸗ weiſe direkten Schaden. Im„Nordſtern“prozeſſe war vom Reichsgericht als nächſter Termin der 23. September ds. Is. angeſetzt. Die Verwaltung verſuchte lt.„Frkft. Ztg.“ eine frühere Entſcheidung herbeizuführen. Es wurde in der Sitzung nochmals konſtatiert, daß die Geſellſchaft weder Geldbedarf hat, noch für andere Zwecke Kapitalien braucht. Betreffs der vorausſichtlichen Dividende konnte naturgemäß keine Angabe gemacht werden; immerhin müſſe angenommen werden, daß die Dividende vorausſichtlich umhrere Prozent niedriger ausfallen wird. 0 * Berlin, 23. Mai. In der Generalverſammlung der Vereinigten Eiſenbahnbau⸗ und Betriebs⸗ geſellſchaft Berlin wurde mitgeteilt, für Oeſterreich ſei die Geſellſchaft mit guten Bauaufträgen verſehen, ſodaß für dieſe Abteilung ein befriedigendes Ergebnis erhofft werd. Das deutſche Geſchäft liege normal. Größere Aufträge ſeien bisher nicht erzielt worden; mit kleineren Aufträgen ſei die Geſellſchaft It. Frkft. Zig. gut beſchäftigt. * Berlin, 23. Mai. Die Generalverſammlung der Allgemeinen Lokal⸗ und Straßenbahn⸗Ge⸗ ſellſchaft, Berlin, welche über die Erweiterung des Zwecks der Geſellſchaft beraten ſollte, war nicht beſchlußfähig. Am 13. Juli findet lt. Frkft. Ztg. eine neue Verſammlung ſtatt. * Berlin, 23. Mai. Der Börſenvorſtand ließ nunmehr auch die Aktien der Siemens u. Halske und der Deutſch⸗Ueberſeeiſchen Elektrizitäts⸗Geſellſchaft zum Termin⸗ handel zu. * Hamburg, 23. Mai. Die Norddeutſchen Braunkohlenwerke verteilen für 1907 keine Divbi⸗ dende auf das Kapital von 3½ Mill. M.(im Vorj. 3 Proz.) Der erzielte Gewinn von etwa 100 000 M. wird mit Rückſicht auf die neuen Waſſereinbrüche vorgetragen. * Prag, 23. Mai. Die deuftſch⸗öſterreichiſchen Mannesmann⸗Röhren⸗Walzwerke in Düſſeldorf haben ſoeben die Umwandlung ihres Comotauer Werkes in eine Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung vollzogen. Das Stamm⸗ kapital beträgt 7% Mill. Kronen, wovon 376 505 Kr. bar einbe⸗ zahlt ſind. Der Reſt von 7123 494 Kr. entfällt auf Apports. Sauerstoff-Zahnpasta. Desinfleiert den 5—— Mund U, b Pariſer Börſe. Paris, 23. Mat. Anfangskurſe. 3 0% Rente 96.87 86.80 Türk. Looſe 181 aliener—— Banque Ottomane 727.— Spanier 94,70 94 80] Nio Tinto 37 728.— Türken unif. 96.20 9625 1600 1692 5 2 Londoner Effektenbörſe. London, 23. Mai.(Telegr.) Anfangskurſe der Effektenbörſe 4% Reichsanleihe 81½ 81½ Southern Paoiſte 901 55 5% Chineſen 105— 102, Chieago Milwautee 149. 881, 4½% Chineſen 98% 98˙½ Denver Pr. 68— 140% 25%% Conſols 866 86916 Atchiſon Pr. 9510 17 % Jaliener 104.— 103, Louisv. u. Naſzo. 118—14 3„% Griechen 50% 50% Union Pacifie 154% 1575 3 c% Portugieſen 64/ 64½%½ Unit. St. Steel com. 39˙% 15 Spanſer 93— 93—„„pref. 105½ 5 D Türken 951½ 95˙½%½᷑]Eriebahn 24.— 5 4% Argentinier 86/. 86˙.] Tend:: ſtill, 3 d% Mexitaner 34½% 34½ Debeers 10% 105 4% Japaner 82/ 82ʃ½ Chartered 14%0 4 Tend. ſtill. Joldſields 9 Ottomanbank 19— 19— Randmines.— 80 Rio Tinto 64— 63ʃ/ Caſtrand 850 95 Braſtlianer 84% 84%] Tend.: ſtill. 3 ** Ueberſeeiſche Schiffahrts⸗Telegramme. New⸗Pork, 20. Mai.(Drahtbericht der White Star Line Southampton.) Der Schnelldampfer„Maj eſtic“, am 18. Mai 91 Southampton ab, iſt heute mittags hier angetommen. Weitgeterlt durch das Paſſage⸗ und Reiſe⸗Bureau Pund⸗ dach& Bärenklau Nachf. in Mannheim, Bahnhofplatz Nr. 5 direkt am Hauptbahnhof. Laut telegraphiſcher Nachricht iſt der Dampfer Königin Lulſes am 7. Mat von Genua ab, am 21. Mai vormittags 6 Uhr wohl⸗ behalten in New⸗Nork angekommen. Laut telegraphiſcher Nachricht iſt der Dampfer„Derfflinger⸗ am 9. Mai von Bremerhaven ab, am 21. Mai mittags 12 Uhr wohlbehalten in New⸗orke angekommen. N Meitgeteilt durch Ph. Jat. Egüinger in Mannheim, alleiniger für's Großherzogtum Baden konzeſſionierter Generalagent bes Norddeutſchen Lloyd in Bremen. Newe⸗Pork, 21. Mai.(Drahtbericht der Hamburg⸗Amerska⸗ Linie.) Der Schnell⸗Poſt⸗Dampfer„Deutſchland“ iſt am 21. Mai nachmittags 3 Uhr, wohlbehalten in New⸗Mork angekommen. Verantwortlich: Für Politik: Dr. Fritz Goldeubaum: für Kunſt, Feuilleton und Vermiſchtes: Alfred Beetſchen; für Lokales, Provinzielles u. Gerichtszeitung: Rich. Schönfelder; für Volkswirtſchaft u. den übrigen redaktionellen Teil: Karl Apfel; für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Frauz Kircher, Druck und Verlag der Dr. H. Haas'ſchen Buchdrutkerei, G. m. b..: Direktor: Ernſt Mäller. — Es existieren Nachahmungen der altbewährten MAGGI-Würze mit dem Kreuzstern Han verlangs daher beim Elnkauf aus- drückllioch MAddis Würze und lasse sie auoh nur in Madsl-Fläsohahen nach- fllllen, da in disse gesetzlloh nlohts anderes als gohte Masdl-Würzs gefüllt werden darf. 8 e Geſichtsausſchläge 0 beſeitigt mit überraſchendem H e 1 b 8 5 S E if e Erfolge Obermehers Zu haben in allen Apoth., Drog. u. Parfüm. pr. Stück do f. u. 1 Mk. 3 I. Maunheimer Verſich. gegen Ungezieſer⸗ Vertilgung v. Ungeziefer j. Art billigſt u. Garant Eberh. Meyer, konzeſſ. Kammerfäger, Mannheim, Colliniſtr. 10, 2. St. Tel. 2318 5 76379 12 1 7 jetzt fleisig beim Aus⸗ Viele Klopigeister fet55 f: Aſee, ſtauben, Rücken, Wiſchen, Räumen, Lüften, Kehren, Klettern Schrubben, Heben, Bürſten, Schieven, Reiben, Putzen, Jegen, Kratzen, Bohnern, Planſchen, Nageln, Pinſeln, Scheuern, Waſchen, Poltern, Spülen— vor Pfingſten ſoll alles wieder wie neu ausſehen: das iſt der echte, rechte Hausput, das General⸗Reinemachen! Jeder gute Klopfgeiſt weiß nun, daß ſich bei ſeiner anſtrengenden Arbeit ſeit Jahren am beſten bewäbrt haben: Luhns Waſch⸗Extrakt und Zuhns Salm.⸗Terp⸗Kern⸗ ſeife, weil man daraus ganz vorzügliche, dabei billige Waſch⸗ und Abſeif⸗Laugen bereitet, die ſchnell und ſchadlos reinigen. Luhnz iſt jetzt überall zu haben und nur echt mit Rotband, Lindenfels Hotel Odenwald Perle des Odenwalds, Pension M..50 bis.ä— Bes. A. Vogel. ATe, 434 Endstation der regelmzs- 1 N sigen Kheinschiffahrt Be. , Rheinauhafen deutendster Rontensſcen 4 2 8 7 platz d. Her begs ber 5 f 2 r 0 bei Mennbeim. Fraerteenee —.—,, ungskähiges Elektrizi 8 Abwäsger mässigeßteneer Gute Wohngelegenheit Hoteruncbie0778r. „ Nieder- ndustrielle Lagerdngtl ineren bis grössten Gelände, wil und obns Wasserkront und schluss verkauft Neue Rhelnau-Actien-Gesellschaft, Rheinau Gadeg wochen-Veilage zu 32221b...— ———— Samstag, 23. Mai 1908. und in den Allgäuer Alpen! Von Arthur Sacher. . Mannheim, September 1907. Am Bodenſee geweſen, mit einem Freunde und Kollegen eine Rheinreiſe za unternehmen. Infolge Verſchiebung meines Urlaubs wurde aus dieſer Rheinreiſe nichts und ich entſchloß mich nach langem hin und her, einmal dem Allgäu, den ich Rur aus den Büchern kannte, einen Befuch abzuſtatten; gereut hat mich das nicht, im Gegenteil, hochbefriedigt kam ich nach zwei Wochen aus dem Allgäuer Alpengebiet zurück, neu⸗ geſtärkt durch kräftige und gefunde Luft. Der erſte Tag des Urkaubs begann zunächſt mit der Fahrt bis zum Städtchen Triberg, woſelbſt der Waſſerfall be⸗ ſichtigt und ein Spaziergang bei dem ſchönſten Wetter unter⸗ nommen wurde. Dieſe Herrlichkeit hatte aber bald ein Ende, denn gegen Mittag ſchlug das günſtige Wetter um, und bald konnte ich hinter einem Gläschen Wein ſitzend einen wahren Wolkenguß bewundern. Die Sonne war jedoch bald Siegerin; ich berſpürte indes keine Luſt, über Nacht in Triberg zu bleiben und dampfte zug über Villingen nach Singen Ankunft daſel hr und nach einer weiteren Viertelſtun meinem Freunde Paul in deſſen Behaufung. Noch am gleichen Tage beſuchten wir die Feſtfpielhalle, wobet mein Freund ſich als trefflicher Führer erwies und manches Neue über die derzeitigen Feſt⸗ ſpiele erzählte; da er ſelbſt in dem Feſtſpiel„Die Raben⸗ ſteiner in“ mitwirkte, konnte er mir über das ſeitherige Spielen und die finanzielle Seite der Sache manches berichken. Von Singen aus gelangt man nach 10 Minuten über das Flüßchen Mach an die Spielhalle; dieſelbe macht einen impoſanten Eindruck und erfreut vom künſtleriſchen Standpunkte aus das Auge. Die Wirkung iſt eine um ſo größere, als ſich in nächſter Nähe der mächtige Felskegel des„Hohentwiel“ mit ſeiner verfallenen Burg befindet. Den Beſuch desſelben ſparten wir uns für den nächſten Vormittag auf. In der Frühe ſchon begann der Aufſtieg zum Hohentwiel, das Wetter war kühl, ſpäter etwas wärmer; bald ſtanden wir oben, genoſſen eine herrliche Ausſicht und kletterten dann heinahe zwei Stunden in der Ruine herum. Die Beſichtigung geſchah gründlich, immer neue Anregungen findet man hier oben. Wir freuten uns ſehr, laſen die Inſchriften, pflückten Blumen, die auf jedem Stück Mauerwerk zu finden ſind; in der Ferne war ein Teil des Bodenſees und die Türme von Konſtanz zu ſehen; impoſant grüßten aus nicht zu weiter Ferne der Sohenkrähen, der Hohen⸗ſtoffeln (846 Meter) und der Hohenlöwen herüber, dazu Ruhe ringsum, ein Bild des Friedens, das zu Träumereien ver⸗ anlaßte. Ungern trennten wir uns von dieſem Bilde, der Eindruck iſt ein gewaltiger; ſchon von dem geſchichtlichen Standpunkt aus iſt der Beſuch des Hohentwiel für den Touriſten und Sommerfriſchler zu empfehlen. Man ſetze ſich nur einmal auf die„Scheffelbank“, zu Füßen Singen liegend und genieße das Landſchaftsbild, ſo wird ein jeder entzückt ſein von dem Plätzchen. Um 9 Uhr wurde in der auf dem Hohentwiel befind⸗ lichen Wirtſchaft(Penſton für Fremde iſt gleichfalls vor⸗ handen) Einkehr gehalten und Kaffee mit Butter und Honig ſchmeckten uns ausgezeichnet. Die„Hohentwieler Feſtſpiele“ haben in dieſem Jahre eine größere Anziehungskraft ausgeübt; dies dürfte in erſter Dinie wohl dem Stücke ſelbſt zuzuſchreiben ſein; im vorigen Jahre wurde„Unter der Reichsturmfahne“ geſpielt; dieſes Jahr„Die Rabenſteinerin“. Singen ſelbſt iſt ein aufwärtsſtrebendes Städtchen, durch⸗ aus günſtig gelegen für den Fremdenverkehr; in Singen be⸗ findet ſich bekanntlich eine Niederlaſſung der Maggi⸗Werke: in der Stadt wohnen ſehr viel Italiener mit ihren Famizien. Meine Wanderluſt ließ mir keine Ruhe; bereits um 1 Uhr vormittags ſaß ich ſchon wieder im Zuge und fuhr nach Schaffhauſen, woſelbf ſt ausgeſtiegen und zu Fuß nach Neuhauſen gepilgert wurde; da Freund Paul leider geſchäft⸗ lich verhindert war, befand ich mich allein. Neuhauſen war bald erreicht und das Brauſen des Rheinfalls weithin ver⸗ nehmbar. Kurz nach 12 Uhr konnte ich zum zweiten Male den Waſſerfall vom„Schlößchen Wörth“ aus bewundern. Nach dem Eſſen Ueberfahrt über den Rhein unter⸗ halb des Falles zum ſogenannten Känzeli“ und dem Schloß Laufen; ich ſtand lange direkt am Falle und ließ mir das herabſtürzende Waſſer ins Geſicht und auf die Kleider ſprizen. Mächtig brauſte der Fall in die Tiefe. ein be⸗ fubender Lärm, in dem man feinen Nächſten kaum verſtehen zeneral⸗Anzeiger“ der Stadt Mannheim und Umgebung. Tann; dazu ſtanden am Himmel drohende ſchwarze Gewitter⸗ wolken: ein ſeltſames Schauſpiel der Natur! Der Rheinfall hatte in dieſem Jahr auf mich einen viel mächtigeren Eindruck gemacht wie vor zwei Jahren, da in dieſem Jahre die herab⸗ brauſende Waſſermenge eine bedeutend größere war. Nach. Jdem ich mich doch einmal in der Schweiz befand, entſchloß ich 5 den Nachmittag auf ſchweizer Boden zu ver⸗ 5 bringen und fuhr zunächſt von Neuhauſen rheinaufwärts uit Als ich im vorigen Jahre den Schwarzwald 2 Wochen 5 1 0 2 lang durchwandert hatte, war mein Plan für dieſes Jahr der Bahn nach Etzvilen(linkes Rheinufer), von da gings zu Fuß nach dem eine Stunde weiter ſtromaufwärts liegenden ſo viele ohne jede befondere Sehenswürdigkeiten zu finden, ein anſehnlicher Strom mit bedeutender Tiefe, eine Brücke führt über denſelben, faſt am Ufer ſtehen teilweiſe die Häuſer; ein Paſſagierdampfer kam talwärts von Konſtanz gefahren zunehmen; Ruderboote und kleine Segler belebten das ganze. ſchien mir, als ob Wohlſtand in der Stadt herrſchte. ſehenswerteſten iſt das Rabhaus mit den alten Bau⸗ werken, einfach prächtig ſind dieſe Gebäude Erkerchen, Schnörkel und Malereien. Ich konnte mich gar nicht ſatt ſehen an dem lieblichen Bilde, faſt fühlt man ſich in die damalige Zeit beim Anblick der Häuschen verſetzt. Dazu eine Ruhe überall— echt kleinſtädtiſch und ich darf es wohl ſagen ſpießbürgerlich. Im Hotel„Sonne“ ließ ich mich in einem Erker bei einer Flaſche Bier nieder; die Wirtin leiſtete mir Geſellſchaft, ſie wollte von unſerer Ausſtellung in Mannheim möglichſt viel erfahren, wie die Geſchäfte in der Ausſtellung gingen und dergleichen. Selbſtverſtändlich habe ich ihr den Beſuch der Ausſtellung ſehr anempfohlen. Die Umgegend von Stein iſt größtenteils hügelig und gebirgig; nach einem Aufſtieg von einer halben Stunde gelangt man zum„Schloß Hohen⸗ klingen“, das, wie die Wirtin der„Sonne“ erzählte, manches Sehenswerte aus früheren Zeiten enthalte; ich ſelbſt hatte — da es ſchon abends nach 6 Uhr war— keine Zeit mehr zur Beſichtigung. Tourenvorſchläge. In deu Odenwald. Nachmittagswanderung: Mit einem der Mittagszüge nach Heidelberg und Schlierbach, über den Neckar Überſetzen nach Ziegelhauſen, auf der Fahrſtraße nach Schönau, faſt immer durch Wald auf zum„Münchel“(84 St.). Hier rechts mit Markierung„gelber Rhombus“ auf ausſichts⸗ reichen Waldwegen zur Ruine„Schwalbenneſt“ mit prächtigem Blick auf eine der ſchönſten Partien des, an landſchaftlichen Reizen ſo reichen Neckartals. Dann abwärts über die beiden andern Burgen nach Neckarſteinach(2½ St.). Marſchzeit ca. 3½ St. Rückfahrt: Neckarſteinach ab:.21,.18,.58. Mannheim an:.36,.18,.06. Es iſt auch Gelegenheit zu einer hübſchen Kahnpartie bis Heidelberg geboten, oder man benützt das Perſonenboot ab Neckarſteinach: 6 und 7 Uhr, an Heidelberg:.20 und 8 Uhr. ** JIun den Schwarzwald. Gernsbach, Schloß Eberſtein, Müllenbild, Merkurius, En⸗ gelskanzel, Battert, Ruine Hohen⸗Baden, Baden⸗Baden. 4 bis 4% Stunden. Abfahrt in Mannheim 6,30 Uhr. Ankunft in Gernsbach 9,30 Von der Stadt das linke Murgufer aufwärts. Vor dem Badhotel rechts die Fahrſtraße, die in /½ Stunde zum Schloß Eberſtein(310 Meter) emporführt. Prächtiger Ausſichtspunkt, im Innern des Schloſſes ſehenswerte Sammlung von Rüſtungen. Vom Schloß führt in 3/ Stunden eine ſchöne Fahrſtraße durch dichten Hochwald zum Müllenbild. Fußgänger gehen jedoch beſſer den Fußweg, der beim Schloß links abzweigt, ſteil empor zum Ausſichtspunkt Amandaſchau führt und hier in kurzer Zeit auf die Fahrſtraße und zum Müllenbild. Jetzt um den Kleinen Staufenberg über den Binſenwaſen in 1 Stunde zum Merkurius (672 Meter). Weite Rundſicht über Schwäbiſche Alb, Hornis⸗ grinde, Vogeſen, Hardt und Odenwald. Ein Votivſtein zu Ehren Merkurs iſt hier gefunden worden und am Eingang des Jurmer aufgeſtellt. Abſtieg in ½ Stunde zur Teufelskanzel, Lieblings⸗ platz Kaiſer Wilhelms JI., gegenüber die Engelskanzel. Bunde iſolierte Felſenzacken, auf denen die Sage der grauen Vorzeit Satan und einen Engel Wettpredigten halten läßt. Von beiden Felſen prächtige Ausſicht. Weſtlich über den Battert, zerriſſene Porphyrmaſſen, den Felſenweg zur Felſenbrücke(ſchöne Ausſicht) zur Ruine Hohen⸗Baden. Die herrliche Ruine, 474 Meter, iſt durch Treppen und Schutzwehren zug ich gemacht, ſodaß man ohne Gefahr umherwandern und den Turm beſteigen kann, der eine umfaſſende Feruſicht auf Baden⸗Baden, Schwarzwald, Rhein⸗ Uhr. 0 2 2* zal und Vogeſen gewährt. Die alten rieſigen Schloßmanern Städtchen Stein am Rhein. Ich glaubte, ein Städtchen wie wurde aber angenehm enttäuſcht. Der Rhein iſt hier ſchon und legte an der Landungsbrücke feſt, um neue Reiſende auf⸗ In Stein ſuchen alljährlich viele Fremde Erholung und es mit ihren ragen aus dem Dunkel von Tamnen und Buchen empor. Das alte Schloß wurde um 1110 erbaut und von badiſchen Fürſten bis zur Erbauung des neuen Schloſſes(1479) bewohnt. 1789 zer⸗ ſtörten es die Franzoſen.— Abſtieg nach Baden⸗Baden in—⁴ Stunden. Rundgang durch die Stadt. Abfahrt 6,10 Uhr Per⸗ ſonenzug oder 7,44 Schnellzug bis Karlsruhe, dann Eilzug. An⸗ kunft in Mannheim 9,28 Uhr oder 9,37 Uhr. Dr. G. H. *** In die Pfalz. Von der Kalmit. Der Beſuch des höchſten Gipfels des Haardtgebirges iſt ſeit Eröffnung der Ludwigs⸗ hafener Hütte ganz enorm. Die Bewältigung des nicht unbeträchtlichen Höhenunterſchiedes zwiſchen Neuſtadt, Maikammer oder Edenkoben und der Kalmit von nahezu 550 Meter iſt eine ſehr geſunde Leibesübung, für viele eine ganz beachtenswerte bergſteigeriſche Leiſtung. Infolge der durch das Steigen eingetretenen Erhitzung des Körpers war der Aufenthalt auf der ſtets zugigen Ausſichtswarte, nament⸗ lich bei Regenwetter, früher nach, Umſtänden eine geſundheit⸗ liche Gefahr. Heute im Schutze der Hütte kann man ſich ruhig abkühlen laſſen und dem Körper durch Speiſe und Trank neue Kräfte zuführen. Auch Mindergeübte können jetzt den Aufenthalt in der reinen kräftigenden Höhenluft nach Be⸗ lieben ausdehnen und ſich der weiten Ausſicht in Muße er⸗ freuen. Um aber auch jenen Naturfreunden, welche an Sonn⸗ tagen nicht abkommen können, Gelegenheit zu einem Ausfluge auf die Kalmit zu geben, wird der Wirtſchaftsführer jeweils außer Sonntags auch Dienstag Mittag von 2 Uhr ab in der Hütte anweſend ſein und Speiſe und Trank verabreichen. Die auf dem Turm ausgehängte, von weitem ſchon ſichtbare Fahne bildet das Zeichen, daß die Wirtſchaft geöffnet ift. Der empfehlenswerteſte Zugang von Neuſtadt zur Kalmit iſt der Weg über Realſchule, Königsmühle zum Biſchofsweiher und von da links durch Kaltenbrunnertal gemäß„roter Scheibe“ zum Hahnenſchritt. Von hier folgt man einem an der dort ſtehenden Ortstafel beginnenden, rechts(weſtlich) lang⸗ ſam aufwärts führenden Pfädchen bis zur Kammhöhe zwiſchen kleiner Kalmit und Hüttenberg(St. Martiner Felſenmeer), wendet ſich daſelbſt links und erreicht ſpielend den nahen, ſicht⸗ baren Kalmitgipfel. Im Abſtiege benutzt man den mit„roter Scheibe“ bezeichneten Zickzackpfad bis zum Hahnenſchritt und folgt von da dem mit„weißem Striche“ markierten Höhen⸗ pfade. Eine dankbare Variante dieſes Höhenpfades ergibt ſich, wenn man dem„weißen Strich“ bis zum Schälplatze, dem Sattel am Weſtfuß des hohen Loogs folgt und von da mit„roter Scheibe“ über den Gipfel des hohen Loogs und über den Nollengipfel oder an deſſen Oſthange zur Wald⸗ mannsburg wandert. Für den Aufſtieg Neuſtadt-Kalmit rechnet man—3 Stunden, für die Abſtiege etwa 2 Stunden. Näher zur Bahn iſt der Abſtieg durch die Alſterweilerer Schlucht nach Maikammer(13 St.), der mit„blauem Striche“ markiert iſt. Vom Pfälzerwaldhaus. Für Werktagstouriſten iſt es ſehr angenehm, daß die Wirtſchaft des Pfälzerwald⸗ Vereins in der im Gimmeldinger Tale ſo hübſch gelegenen Waffenſchmiede an Mittwoch⸗Mittagen betrieben wird. Auf dem Hinwege wandert man am beſten von Neuſtadt mit „weißem Striche“ über Hardt⸗Meiſentälchen bis zu jener Stelle am Nordhang des Weinbietes, von wo der mit Weg⸗ weiſern gut bezeichnete Pfad vom„weißen Strich“ rechts zum Pfälzerwaldhaus hinabführt(Marſchzeit 13“ Stunden). Eine gute Stunde weiter iſt der Weg über das Weinbiet. Von der Terraſſe Welſch wendet man ſich weſtwärts und erreicht beim Gittertore am Waldrande die zum Weinbiet leitende Mar⸗ kierung„weiß⸗blauer Strich“. noch eine kleine Strecke dieſelbe Markierung abwärts bis zu einem Fahrwege, von wo man gemäß Wegweiſern über Troſen⸗ brunnen zum Pfälzerwaldhaus hinabkommt. Den Rückweg nimmt man im Gimmeldinger Tale abwärts über Gimmel⸗ dingen nach Mußbach(4 Km. 1 St.) oder über Gimmeldingen⸗ Haardt nach Neuſtadt(6,5 Km. 194 St.). Verkehrsweſen. * Neue Bergbahnen im Berner Oberland. Die neueſte Er⸗ rungenſchaft Interlakens iſt eine Bergbahn, welche unmittelbar aus dem Kurorte vom Aareufer hinweg auf den Harder führt, jenen waldigen Voralpenzug, der ſich nördlich vom Kurort dahin⸗ zieht. Am 14. Mai fand deren Einweihung und am 15. die Er⸗ öffnung für das Publikum im allgemeinen ſtatt. Urheber dieſer neuen Drahtſeilbahn iſt Nationalrat Dr. F. Michel in Inter⸗ laken. Dieſelbe führt ſteil in die alpinen Höhen(1325 Meter) hinan. Etwas abſeits von der Bergſtation liegt ein der Land⸗ bäude mi lakner Ebene(Bödeli) und ſeine Seen. „Vom Turme verfolgt man — 8. Seite. Neekartal Seckenheimer Schlösschen. Am Bahnhof der Nebenbahn Hannheim-Heidelberg.— Grosser schatt. Garten direkt a. Neckar. Kahnfahrt. Tanz- u. Gesellschafts- saal. Kegelbahn. Billard. Angenehmer Aufenthalt für Familien. Vorzügl. Kaffee, ff. Weine. Edinger Lagerbier, hell und dunkel. Spes: Geback. Neekarflsche. In diesem Sommer vorzügl. Zug- verbindung: ab Seckenheim%9 Uhr abends. Jos. Karlein. 682e Heidelberg. Nötel u. Pension Ipeyerer's Nof Altrenommiertes Haus mitten im Walde. 30 Min. vom Bahnhofe. Hübsche Fremdenzimmer mit Pension von Mk..— an, Table'höte 1 Uhr. Diners à part von Mk..— an. Vor- u. Nachsaison Preis- ermässigung. Herrl. Aussicht. Tel. 70. Inh.: Emil Schmidt. 6602 —Heidelberg Hotel-Restaur. Tannhãuser Beim Hauptbahnhof und Hauptpost gelegen. Gutbürgl. Haus. Besuchtes Wein- u. Bierrestaurant(Ausschank v. hies. Schrödl- bräu u. Münchner Bler), schatt. Garten, gr. Säle für Gesellsch. 650 Besitzer: Aug. Weniger. Heidlelberg„Bremeneck“ Grösster, schönster Konzert-darten am Platze. Direkt an der Bergbahnstation. Gut bürgerlich Haus. Edinger und Münchner Bier.(649) A. Classen. Heidelberg Stadthalle mit Tages-Restaurant. Sehenswürdigkeit. Imposanter Bau mit Terrassen, am Neckar gelegen, inmitte der Stadt. Haltestelle der Strassenbahn: Bienenstrasge. Vornehm Ausgestattetes Restaurant. Diners 12—2 Uhr zu MEk..50 u. höher, Vorzügl. Abendplatte. Münchner u. einheim Biere, Ausgepr. Weine, Inh. H. Höhn. L688e Heidelberg Hest. Königstuhl' SR. NMANe) Altrenom. Haus(594). Endstation d. elektr. Bergbahn. Schöne Waldungen. Prachtyv. Aussicht. Mittagessen à la carte jederzeit. Beelle Weine. Hünchener und einheimische Biere. Vorzüglichen Kaffee. Civile Preise. Touristenzimmer bei Vorausbestellung. Telegr.-Adr.: Mayer 141. 662 Bürgerliches feldefserg mestauran„LUr Löopolüshüöhs“ in schönst zage Heidelbergs(Anlagen) in der Mitte vom Bahnhof und Schloss. Schöne Gartenterrasse. Ausschank bester Karlsruher Biere. Selbstgez. Weine. Reichhaltige Speisekarte. Guter bürgerl Mittagstiseh. Mässige Preise. Telephon: 1086, 674e Eigent.: Th. Rapp. Restaur. u. Pens, Stiftsmühle Bed. Heidlelberg. Direkt am Neckar u. Walde gelegen. Beliebtester Auaflugsort im Neckartal. Besonders auch geeignet für Ausflüge von Touxisten und grösseren Gesellschaften. Grosger schattiger Garten aàm Neckar. Flegante Säle. Elektr. Licht. Altbekanntes Haus. Telephon 102. Pensjon M..50.[66 e] Bes.: Geschw. Reinhardt. ierhelder Hof bel Heidelberg (Eine halbe Stunde vom Bahnhofe.) HBeliebtester Ausflugsplatz. Milchkuranstalt. Restauration. Bier(hell u. dunkel) aus der Brauerei Höpfner, Karls- ruhe. Eilligste Preise; prompte Bedienung. Zu gütigem Besuche ladet ergebenst ein 6682 Neuer Bes.: GAg. Weiss, früh z. Erbprinzen, Schwetzingen. Da bei Heidelberg 609 1 1 a E/ Stundde von der Haltestelle der ektr. Bahn entfernt: 66b5e f 11 Gastſtaus U. Pension„Kühler Crund in herrl. Tale am Walde gelegen. Garten, Baal, Michkuranstalt u. Restauration. Zimmer mit u. ohne Pensjon, Für Gesellschaften, Familien.Sommerfrischler best. Landaufenth. Johs. Kaltschmidt. bei Hleidelberg(v Bahnhofs Min. Rohrbach Raze Hauptstr, 2 Min. v. d. Klektr Gagthaus„Zum Rothen Oehsen“ Altbekanntes bürgerl. Haus. Grosser Saal u. Garten. Bester Auf⸗ thaltsort für Vereineu Einzeltouristen.[684e] Johs. Hoffmann. Maldbisbach fäglfaug.PPousion Z. Aönle bel Neckargemũnd. Bad im Hause. Bes. J. Gaul. Telephon im Hause. Haltestelle der Lokalbahn.— Empfehle den Terehrl. Vereinen, grösseren u. Klein. Gesellschaften, Passanten u. Touristen mein Gasthaus m. schön. Gartenwirtsch, Saal u. Nebenzimmer.— Gute Küche, reine Weine und ft. Biere, Apfelwein.— Selbstgebrauntes Kirschwasser. J6 690 Bahnstat. Bammental(25 Min.) in herrl. Lage Gai berg hinter dem Kohlhof bei Heidelberg, inmitt. mächtiger Obst- waldugn. laasthaus 2. Germania Schöne Lokalitäten(Saal u Nebenzimmer), Terrasse mit schöner Aussicht. Fremdenzimmer. Gute Bedienung. Eigene Schlächterei. Selbs tgobr. Kirsch- u. Zwetschgenwasser. Selbstgek Wein u. Apfel- Wein, Stallung. Kegelbahn. Besitzer: Ludw. Gaul, 5710 Sohn d. Rösslewirts in Waldhilsbach. Hotel Bellevue naaer Heidelberg. Prüächtige freie Lage.— Pension.— Bäder.— Terassenrestaurant. Möpllerte Villa wnat 7 Ummern, Bad ete. zu vermleten. 655 Näberes duroh Hotel Bellevue, Heldelberg. fecarsſefnach. e Gasſföf„2. Schfff Gute u. billige Bedienung, eigene Metzgerel, schöne Lokalitäten- Jereinen u. Schhlerausflügen best. empfohlen Dampfboothaltest. Pensionspreis v. M.50 an. Tel. Nr. 12. Bes. Heinrich Neuer(871 11 61 Wöhenluftkurort Oilsperg aastm. u. Pens-„Zür Lonne Am Elngang zur Burg.— Gxosser Saal. Bier(hell u. dunkel). Selbstgekelterter Apfelwein. Eigene Metzgerei. Billige Pension. 7680 Besitzer: Heinrich Rrox. —— * 1 General⸗Anzeiger.(Abendblatt.) Mannheim, 23. Mal. e Zum Hirsch- Gross. Saal f. Vereine u. Gesellsch. eto. 7 Aussicht. 9 0 Mannheimer Bier, hell Fension von Mk..— an.[6x e] Wilh. Rensch. Neckarsteinach. Schatt. Terrasse m. schön. U. dunkel. W. Koch, Marktplatz.— Gute küche zu jed. Tageszelt. Spezialitäts Selbstgekelt. Bergsträssler u. Oberbad. Welne. Schlierbach b. Heſdelberg. Restaurant u. Pension Wolfsbrünnen Vielbesuchter und beliebter Ausflugspunkt, herrliche schöne ruhige Lage im Walde,. Erreichbar in 8 Minuten von Station Jägerhaus- Wolfsbrunnen(Lokalbahn). Automobilverdingung. Für Speise u. Getränke sowie die bekannten vorzüglichen Forellen ist bestens gesorgt. 658 Legelhausen 5,fierbaen 628 fl,„zum Oehsen“ dir. 3. d. Fähre Bahnhof Schlierbach. Schöne Gartenwirtschaft für ea. 600 Personen, mit herrlichem Panorama ins Neckarthal u. Aus- sicht a. d. Berggipfel Königstuhl u. Michelsturm. Eig. Metzgerei, selbstgez. Weine, gutes Bier, bürg. Preise. Bes.: Ad. Reinhard.•˖ꝛ/.ͥR 657e Neu erũſmot. Wiesloch. Telephon Nr. 25. Hotel-Restaurant 2: ÜUnd Café:: „Zähringer Hof“ Etabl. I. Ranges.— Haltest. d. elektr. Bahn Heidelberg-Wiesloch in nächster Nähe.— Hochmod. Res taurations- u Gesellschaftsräume, part. u. I. Stock.— Separ. Speisesaal.— Billardzimmer.— Grosser Eestsaal m. Bühne ca. 800 Pers. fass.— Kegelbahn.— Zentralheizg Gas- u. elekt. Licht.— Aussch. von Moninger Kaiserbier u. Pschorr. Bräu.— Gute Küche.— Vorzügl. Weine, 867 Bes.: Ferdinand Mühl. Schriesheim a. B. Bahnhof.Restaur.„zur Pfalz“ Direkt am Bahnhof.— Grösster Saal schatt. Garten, Selbstgez. Weine. Gut bürgerl. Haus. Bes.: W. Mülier. 6350 Restauration Menges, Weinheim vis--vis dem Hauptbahnhof. 631 Schöne Lokale, grosser schatt Garten. Bier hell u. dunkel, selbstgekelt. Weine. Bürgerliche Küche. Bes.: Henges. Neuerbautes Anwesen unmittelbar am Bahnhof. Schönster und grösster Saal der Bergstrasss mit Parkett-Kegelbahn, selbstgek. prima Weine sowie hell und dunkel Bier. Eigene Schlachterei. Für Vereine und Gesellschaften bestens empfoſtlen 647e Besitzer: Georg Ph. Zorbach. Schönste Lage im Auerbaeh„Hof Waldeck“ Faser grr Fürstenlager. Zimmer m. u. ohne Pension.(645e) os. Pötz. gehönau berz. bästhaus Z.„Boldenen Löwen“ Fahrgelegenheit von Neckarsteinaoh bis Schönau. Zu Ausflügen Jugenheim nergetree Restauratlon, Hotel Kühlen Grund 8 und Penslon zum Fernsprecher No.). Anerkannt schöner Ausflugspunkt füur Touristen u. grössere Gesellschaften u. wegen der idyll. Lage u. guten Verpflegung zum Sommeraufenthalt besonders bevorzugt. Frospekte gratis und franko. Phllipp C örisch. ( Badischer Schwarzwald 9 f Gesellsch. u. Vereine sehr geeignet. Scha tt. Garten, geräumig. Saal, Pension zu mässigen Preisen. Gute Bedienung. 677 Jakob Bockstahler Wwe. schönsterFrühlahrs-u. Sommer- aufenthalt, direkt am Walde Hirsehh Orh Gute Verpfſegung. Prospekt durch Verschönerungsverein. 0 Odenwoald 2 Luftkurort LIndenfels I. Odenwald. Tel. 5 Hotel u. Pension flessisches Haus fel, 3 Aeltestes renommiertes Haus, schöne L. 6, direkt am Schlosswald. Elektr. Beleuchtung. Volle Pensilon 4 3% Nk. Motor-Verbindung Bensheim-Lindenfels. 4302 Eigentümer: Ph. Rauch. Luftkurort Lindenfels i. Odw. „Hotel zur Harfe“ Hotel und Pension I. Ranges nächst der Burg und dem sehönen Schlosswalde. Best eingerichtete Zimmer von Mk. .50 an. Folle Pension Mk..— bis.—. Anerkannt gute Küche. Grosse Speisesäle, schöner schattiger Garten mit godeckter Halle. Aufmerksame Bedienung. Solide Preise. Telephon No. 6.(4320) Peter Hechler. W Sale, Ia. 2 Küche, ff. Biere, Reine Weine Prosp. d. Bes. A. Vogel Tel. 9 — 4941 Bergstrasse Sehriesheim. basthaus Deutscher Kalser an der Strasse ins Mühltal und zur Strahlenburg, 3 Minuten v. Bahnhof, Altrenommiertes Gasthaus; für Reisende und Gesell- schaften bester Erholungsplatz. Selbstgekelterte Weine, Mann- heimer Bier, vorzügliche Küche. Ludwig Hübsch.(Ssse Schriesheim, Lalé-Restaurant Bauer Bahnhofstr., 2 Min. vom Bahnhof, am Wege zur Strablenburg. Solbstgekelterter Schriesh. Wein, Försters Bier, Café und Con- ditorei, kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Es ladet ergebenst ein(6526) Wilh. Bauer. 2 2 2 an der 88 Schriesheimsete, Schönster Ausflugspunkt. Mildes Klima, zum längeren Aufenthalt für Erholungs- dedürftige zu jeder Jahreszeit sehr geeignet. Hotel u. Pension„Zum Ludwigstal“ Altrenommiertes Haus mit neuerbauter Dependance, prachtvolle Lage, mitten in Laub- u. Tannenwaldungen, ruhig, geschützt u. staubfrei. Neuzeitlich eingerichtet. Grosser luftiger Speisesaal, auch für Vereine, Gesell- schaften und Hochzeiten. Grosse Terasse. Garten- anlagen. Schönes Wiesental mit Forellenweiher. Eigene Forellenzucht.— Selbstgezogene reine Weine, vorzügl. Küche.— Aufmerksame Bedienung.— 601 elephon Nr. 8. Wilhelm Krämer, Bealtzer- an der einheim Bergstr. Waldsehlösschen ½% Std. ron Weinheim im Gorxheimer Tal. Neuerb. Gasthaus mit Saal, Terrasse u. allem Komfort der Neuzelt. Herri Um- bung inmitten laubbewaldeter Berge. Mässige Preise Für e e Touristen u. Vereine schr empfehlenswert. 606 J. Hohenadel. Weinh 1 eceee— estenr. OfHlotel vier Jahreszeiten AItrenom. Haus für Touristen und Geschäftsreisende. Freundl. ET Pfingsten Iun „Kurhotel Wiedenfelsen“ Statlon Obertal, 1¼ Std. durch die berühmten Gertelbachwasserfälle. Fuür Vereine u. Gesellschaften bestens empfohlen. Frospekte gerne zu Diensten. A. NMassoy, Besitzer. 7 8 4332 6 Direkt am Leopoldaplatz, Aden-Baden b Post“ 4 Weaten en Braef Augustin.-Bräu, reine Weine und exquis. Küche. Rendez-vous-Platz der Fremden, Touristen und Ausflügler 624 A. Zimmermann, Eigentümer. Luftkurhötel Baden-Baden ad enaen Zum Korbmatftfelsenhof Das ganze Jahr geöffnet. 20 Minuten vom Konversationshause. Geschützte Lage, direkt im Walde. Tel. 128. Elektr. Licht. 40 Zimmer mit 60 Betten.(622) Bes.: F. J. Fröhlich. Hotel und Penslon Baden-Baden E„ Foriunat⸗ Cats-Restaurant in nächster Nahe der Bader.— Pensionspreis von 5 Mk. an. Bernh. Steinle, Daden-Baden denan:rblrüthe 884 : Restaurant: 10 Min. von den Bädern; berrlich am Walde gelegen. Pension von 5 Mark an. 15931 A. MEIER. BADEN-BADEN 586 „Holland-Hotel“ Wohnungen u. einz. Zimmer mit Privathad u. Tolletts. Wrosser Park. Auto-Garage. Eleonoren Hospiz, Bad Nauheim Benekeſtr, 6, am Kurpark in nächſter Nähe der Badehäuſer. Vornehm eingerichtetes Haus mit Zeutralheizung, elektr. Licht, Aufzug uſw. 7298 Das ganze Jahr geöffnet Zimmer mit voller Penſion 5 biss Mk. Trinkgeldablöſung. Aadeisheim(Bad. Unterland) in reizend. Gegend, unmittelbar am Walde.— Mildes 2 Flims, gesch. u 8taubf., PEsion Kniehl Zrierun Ba inin Zahringer u. Bad. Hof in Mannheim). Gut ausgestattete Zimmer m. Pension von Mark 8 an per Tag, Zu ni Sommerfrische u. Luftkurort rer Auskunft ist bereit 8 Wirkt Abr EL. hier, C 2, 21. Kiefernadelbad u. Luftkurort. Bad- Hotel reizend gelegen, umgeben mit grossen Haus. Speise- u. Gesellschaftgs säle. Vorzügl. Verpflegung. Volle Pension Bad. Schwarzvald zu bescheid. Preisen. Bäder jeder Art. Elektr. Licht. Lawn-Tennis. Viele prächt. Spaziergünge in den nahen Luftkurort Egg im Bregenzerwalde. ensthof zum Lawen, mitten im Orte, feine Küche, reells Weine, stets krisches, ollenes Bier. Schöne Fremdenzimmer, Dependance, moderner Konzertsaal, Garten, Fahrgelegenheit. Lioht. Pensian Zimmer v. M..20 an.[637e] Bes. FPh. Krautinger. Tel. A4. Hemsbach, Schitenhot dung gelangt. im badischen Schwarzwald! 2 bem Welnheim a. d. B. Weinwttsehakk, Zur pfalz.J, Ba. d ue Wie aus Gundele heim geſchrieben auf die Bitte des dortigen Geenwawklus Barvn bon emmingen⸗Hornb Böttinger Hof kommend über den Steinbach zur Bun Hornderg führenden Fuß⸗ pfad wieder aufgehoben Dem Wanderer iſt dadurch ein Stück romantiſchen Waldes wieder eröffnet und der Beſuc Sebelne— nächſ eldelberg wohl 5 Punkt des Neckartals leichtert. Der Odenwaldllnd Gundelsheim wird den Pfad durch einen Wegweiſer kennt⸗ ich machen. Von Gundels⸗ heim aus geht man nach Horn⸗ berg am leichteſten auf dem neu angelegten, beim Schloß⸗ garten von Hornegg beginnen⸗ den, zur Straße nach Stock bronn führenden Weg dort nördlich weiter zu dem wieder geöffneten Fußpfad. Auf dem neu angelegten Gundelsheimer Weg iſt auch der Michaelsberg bequem zu erreichen. Das Badnerland, betitelt ſich die in den füngſten Tagen vom Badiſchen Landesverband zur Hebung des Fremdenver⸗ kehrs 85 Unter.herausg 0 Broſchüre. Es iſt die aſten die Anziehung des Fremden⸗ 11 55 8 n abzielende Propagandaſch des Landesverbandes, in Norddeutſch⸗ and unentgeltlich 5 1 6⁰ Seiten angeordnete reiche ⸗ luſtration iſt u. a. dem Ent⸗ 'genkommen der badiſchen Känſtler Diſchler, Haſemam, egiſſer und Zorn zu verdan⸗ ken und ſtellt typiſche Charakter⸗ Ader der einzelnen Städte und egenden dar. Die Zeichnung des hübſchen Umſchlags ſtammt von Maler Hans Thoma; der Buchſchmuck von dem ebenfals in Karlsruhe anſäſſtgen Künft⸗ ler Willy Münſch. Profeſſor Dr. Paulcke hat den aus ver⸗ ſchiedener Feder kommenden Text redigiert. Er beginnt wt Begaße aun Hahen der Bergſtraße: von ab gelelde gee und ge wezingen⸗ Bruchſal nach der badiſchen Reſidenz. Der ſogende Abſchrilt iſt dem nördlichen Schwar⸗ wald gewidmet, durch deſſen ver⸗ ſchiedene Täler n chlgen führt wird. Im füdl Schwarzwald 15 die Höhen⸗ wanderungen flüchtigdarheſtellt mit Abſtechern in die Talgründe u. dem Ausgangsziel Freiburg. Mit der e e ießt das intereſſante Werckchen ab, das dem Landesverband und dabei Beteiligten alle ö macht und hoffentlich dan bei⸗ tragen wird, die wirtſchaftliche Lage der Fremdeninduſtrie, an der auch der Gewerbeſtand und die Landwirtſchaft beteiligt iſ, zu heben. Die Broſchüre liegt zur Einſicht im Bureau deß hieſigen Verkehrs Verenm, Kaufhaus Acgen 57, der an der Herausgabe auf. 8 Zu bemängeln iſt 24l daß in dem kextlichen unſerer Stadt der für jeden Fremden eine Hauptſehens digkeit darſtellende Friedrichs⸗ platz und der Roſengarten nicht erwähnt ſind. Wie wir dom Verkehrs⸗Verein hören, iſt es ihm trotz wiederholter Bemüß⸗ ungen nicht gelungen, dieſe S= redaktionelle Streichung zu verhindern. Generalverſammlung des Odenwaldklubs. Brüder aufgenommen Sene ſn 10 Strand em Willkommen 35, 1fl al Euch reicht die t„Grüß G0 Laßt ein ſchlich 908— Ohne ſtolzen Klang und Neim Daß Ihr Euch in dieſen Tagen Fühnt de uns als ak daheim! Mit dieſem Vers ben das Les en 1 5 Fräulein Greta Bi Frbach zu Ehren der Weiune Klubiſten gedichtet hat. 0 immer kamen ſie auch di 9250 wieder aus Stadt und 85 und von 8 und 8 der guten Sache einige d. zu wwehen. Das Suödtchen Erbach ktrug Feſtesſchmuck, 5 auch die Herzen d e ſchlugen den Fremden, 7 schattigen Parkanlagen. Bestrenom Tannenwaldungen. Prosp. sendet gratis Rud. Neef WW., Bes. 4258 elektrisches 6¹8 Besitzer: C. Simmsa. Freund befnd, werm cker 9+—— 7 E ſchen 8 5 8 f 8 K e 8 „ ee 85 N... —— —— NRKAAAAAS. un bden Sdenwaldklub zu unter⸗ neu 7920 Mark zur Verfügung ausflug wird nach König un⸗ Kkonen bereſtet, wurde die üb⸗ 33 Beinen, als der Zug um 124% Uhr von der Sophienhöhe duch die Stadt ſich bewegte, n der Spitze eine Abteilung unſerer roten Dragoner, die ſſre Aufgabe beſtens löſte. Der Hauplakt fand im ſtäd⸗ iſchen Saalkau tatt. Bürger⸗ weſer Or. Gläſſing begrüßte asBerſtzender dieeerſchienenen pobei er auch die Vertreter der ſſe, als einer treuen Helferin icht vergaß. Ageeisrat Schliephake ver⸗ ſchert, daß er als erſter Ver⸗ ſanngsbeanter ſtets bereit ſülzen, der nicht nur den Ver⸗ kchr, ſondern auch die idealen Güter unterſtütze und der Ferwaltung bereits ein lieber — Mitarbe ter geworden ſei. 55 und Odenwaldklub tien eln unzertrennbares Hane. Als Vorſitzender der Seion Erbach erklärte er, duß dieſe als die älteſte ſtets die Fahne hochhalten werde. Bürgermeiſter Stegmüller von Erbach begrüßte den Klub⸗ der deutſchen Sinn, Freude in der Natur und die Liebe zur Heimat ſtärke. Kammerdirektor Buro über⸗ nüittelte die Grüße des Grafen pon Erbach⸗Erbach, der über das Erſcheinen des Klubs ufteut ſei und wünſche, daß derſelbe wieder kommen möge. Nach dieſen Begrüßungen wunde feſtgeſtellt, daß 45 Sek⸗ ſonen mit 531 Mitgliedern anweſend waren und der resbericht erledigt. In üb⸗ icher Weiſe wurde das An⸗ denken des verſtorbenen Groß⸗ von Baden und des Fürten von Erbach⸗Schön⸗ berg geehrt. Als erfreuliche Talſache lonnte feſtgeſtellt wer⸗ den, daß der Klub abermals um 300 Mitglieder zugenom⸗ men hat Der Bericht gab zu keiner Ausſtellung 5 5 ebenſowmnig die Jahresrech⸗ Bnung, für die dem Rechner Owe Entlaſtung zu Teil wurde. Der Voranſchlag für 190809 erfreute ſich allgemeiner Zu⸗ ſtimmung, in demſelben ſind nahezu alle Wünſche erfüllt worden. Er balanciert in Ein⸗ nahmen und Ausgaben mit 15 950 Mk. Uebertragen wurden 2355 Mk. Bewilligungen und geſtellt. Zurückgeſtellt wurde nur eine Forderung von Ga⸗ deunbeim zur näheren Prüfung und abgelehnt eine ſolche der Seklon Oberes Modgutal als nicht in den Geſchäflsbereich des Geſamtklubs gehörig. Der nächſtjährige Geſamt⸗ ſernommen und zwar im Sep⸗ gemlich großen Koſten, welche dieſer, beſonders kleineren Sek⸗ liche Beihülfe von 100 auf geſehen, dieſe wird jedoch, aus Landesintereſſen, in Erbach abgehalten. Im Jahre 1910 werden Generalverſammlung und Geſamtausflug in einem Akt vereinigt. „Ein Antrag des Kreisrats Schliephake betreffend die Er⸗ nichtung eines Odenwald⸗ muſeums hat viele Sympathien gefunden. Es hat ſich bereits die demnächſt mit einem feſten Plan hervortreten dürfte. Be⸗ züglich der Jugendherbergen gub der Vorſitzende zu, daß Mängel und Mißverſtändniſſe uulage getreten ſeien, dies werde jedoch anders werden. As dringend erwünſcht be⸗ eichnete er, daß Gemeinde⸗ hewaltungen den Klub unter⸗ ſtutzen. Letzter Gegenſtand war die Annahme des Antrags, das Wort Sektion durch Orts⸗ guppe zu erſetzen. ach der Sitzung begab man lember. Mit Rückſicht auf die 200 Mark erhöht. König hätte Llieber die Hauptverſammlung eine Subkommiſſion gebildet, 2 wegen ſeiner herrlichen Lage, ſeiner waldreichen Umgeb. u. als Zentralpunkt für ſchöne Aus⸗ 78 flüge eine gern beſuchte Som⸗ merfriſche. Prächtige Ausſichts⸗ Bad. Schwarzw. 810 M. l. M. punkte. Sehensw. intereſſante Station.Bahnlinie Neustadt-Bonndorf. fulturhiſt Ansſtellung Schwarz⸗ wülder Erzengniffe. Schwimmbad, warme u Solbäder, Arzt, Apotheke, Poft, Telegraph, Telephon. 4248 Gasthof„Zum Acdler“(Poſt.) 3 Min. v. Bhf. 24 gut möbl., z. Teil 3 mhohe Zimmer, großer Speiſe⸗ ſaal, Garten m. ged. Berauda, Lawu-tennis, elekt Beleucht., gute Küche. reine Weine, Bier, Billard. Wagen i. Hauſe. Penſionspreis v. Mk. .— an. Proſp. zu Dienſten. Arnoid Tritscheller. Eigentümer. Lultkurort Ottenhöſen rusen„. Wagen“ 9* ertalbahn). Altbekannter Gasthof, frdl. Zimmer, Restauration Is carte. Vorzügl. Weine. Bier v. Fass. Mässige Pensionspreise. Bäder im Hause. Neuerbaute Glashalle. I4853] E. Baumann. EHaltisee Bad. Schwarzu. Stat. d. Höllentkalb. 858 m Ul. M. Hotel u. Pens, 2, Bären Gegenüber dem Bahnhof, mit angrenzendem Tannenwald durch Brücke verb. Herrliche Aussicht a, d. See. Freundl. komf. Zimmer. Elektr. Licht. Zentralheizung. Vorzügl. Küche u. Keller. Restauration n. d. Karte u. Table'hote. Mässige Pensionspreise, Bäder im Hause u. i. See. Quellen- Wasserleitung; Kanalisation. Gelegenheit zu Gondelfahrten. Fischerei u. Jagd. Beste u. bequemste Verb. n. d. Feldberg. Schluchsee, St. Blaaien eta. Eig. W. stets x. Verfügung. Teleph. Nr. 23. Das ganze Jahr gestinst Prospekte gratis. 425⁵6 Besitzer A. Mut. Itiseelmm 8 Min. v. Bahnh. Hohe luftige Fremdenz., eleg. Bäle, deckte Jeranda, gr. Garten- u. Parkanl., sohatt. 1—— m. herrl. Auss.. See u. Gebirge; Lavn-Tennis. Elektr. Licht. Gon- delfahrten. Fischerei; Bader im See und Hause. Tel. Neustadt i. Sah. 8. Eens. z. mäss. Preis. Prosp. Franz Jaeger, Eigentümer.4247 Hedelutüua ächömberg m bei Wildbad. Bahnstation Höfen a. E. oder Liebenxell. 650 m ü. d. M. AKerzte, Wasserleitung, gut eingerichtete dasthöfe, schöne neue Privatwohnungen mit —4 Zimmern, gute Postverbindungen, herrliche weit- ausgedehnte Tannenwaldungen mit schönen Wegen. 2 4854 Ausk. durch d. Verschönerungsverein. ribers Höhenluftkurort L Ranges. 12500 Person ohne Passanten. Hervorragende Naturschönheiten. Deutschlands grösste Wassertälle, 163 m hoch. Industrie- u. Gewerbehalle. Hoteis für alle Ansprüche. Prospekte mit Hotelpreisliste durch die Kurverwaltung. A m Rb. d. M. Mittelpunkt der badisch. Schwarz- waldbahn.— Som- mer- und Winter- Statlon.-Sais on- 1 große Jagd ad Forellenfischerei. tis. Badearzt: br. Schoeseselffe. Eigentümer: Gebr. nögk. 4270 Staufen i. Breisgau Nebenbahn KHrozingenzstaufen. In gesch. Lage am Fusse des Schlossberges u. am Eing. d. Münstertales reiz, gelegen. Hlimat Luftkurort u. sommerfrische. Traubenkur, feine Wenmarken. Vorzügl. Hotels u. Restaurants. Herrl. Wald- Mannheim, den 23. Mai 1908. General⸗Anzeiger.(Abendblatt.) ſae ben ber ae an Serſee, dr Afeustadter Turhaus ee 4 Feskesrte „Frinz Regent Luitpold“ t 1: Neustadt à. d Hdt.:: 2: j in Mannheim. — am Kastanienwald— 10 Min v. Bahnhof— Schönster Aussichtspunkt von Neustadt. Restaurant, Pension.— Für Touristen, Sommerfrischler u. Vereine bestens zu empfehlen. Gute Küche.— Selbstgekelt. Weine. 607 — Hell und dunkel Biere.— Mässige Preise.—— Königsbach pfalz) Fasthaus Zur ftheinpfal⸗ Direkt am Walde gelegen. Pension, Restaurant. Für Nereine Saal und Terasse, Nebenzimmer m. Klavier. Für Sommerfrischler und Passanten bestes Absteigequartier. Eigener Weinbau. C. Bernauer, Weingutsbesitzer, Bad Dürkheim. Hötel und Restaurant Café Schüpple. 2 Min. v. Bahnhofe geg. den Kurgarten.— Pension.— Säle für Gesollschaften und Vereine.— Exquisite Küche, neu eingerichtete Fremdenzimmer, Nur prima Naturweine. Hell Exportbier Silbernagel; dunkel Export aus der kgl. Staatsbrauerei Weihen- stephan.— Altrenommiertes Haus am Platze. 64³ Teieph. Nx. 23. Besitzer L. Schenrieh. Empfehle besonders verehrfichen Herrschaften und Kutscherei- 604 im württbg. Schwarzwald. Eisen Stuttgart—Tübingen—Horb. Telephon ddervorragende Stahl-, Sechwefel- NKohlensährequellen von wWirkung bei Nervenleiden, Blutarmut, Katarrhen, Hers- leiden, Frauenkrankheiten, Trägheit der Verdauungsorgune, — Idyllische Lage inmitten prächtiger Tannenwälder mif reizenden Spaziergängen.— Eigene Milchkuranstalt,— Wollständig neu und komfortabel einge- riehtetes Badehaus für Sol, Stahl-, Kiefernadel- Mineralbäder. KHohlensaure Bäder. KElektr. Licht. Vollständige Pension von Mk..— an. Bis 15. Juni und ab 8. Sept, ermässigte Preise.— Ausgeseichnete Ver- Wet b. deeen, beiter lr. Be Lanterbach Schwarzwald. Württemberg Hotel Schönster Frühjahrs- u. Pfingstaufenthalt. Man verlange Prospekte. Besitzern auch meine neue schön gebaute Stallung. — Würübg. Schwarzwald 213 2 Hotel und Pension Bad Herrenalb (ochsen) Z. Post 12. Schömster Legge des Ortes. Grosser Spelsesaal. Hubsche Gartenaniagen. gene Forellenfſscherel und Jagd. 598 Die Besitzer: Gebhrüder Mönch. Herrenalb. Villa Kull. Pension-Hote 610 Pension Mk. 4. 50 bis.—. Im Mai u. September Ermässigung. büuftkurort Zwieselberg 842 Meter ü. d. M. württ. Schwarzwald, zwischen Freuden- stadt und Rippoldsau. Gasthaus und Pensſon fuerhahn. mit endance Waldesruh. Telefon und Badezimmer im Hause. I. zweimalige Postverbindung. Bes. Aug. Gebele. Beit 6 Jahrhund. besucht. Kurort i. Württ. Scbwarzwald. Linie Pflorzheim-Calw-Horb. Hotel z. Hirsch Altrenomm., modern eingericht. Haus i. un- mittelb. Nahe d. Mineralquell. u. d. Waldes. Anerk. vorzugl. Pension v. Mk. 5. 50 bis.50. Forellenflscherei. Milch 17 Oekonomie. Autogarage. Omnibus a. Bahnhof. Proap. 427 Freudenstadt Vastnans„ur dtalt, 4352. Beuter, Besitzer. Aluftturort Bergrabern 25 (Wasgau.) Besnchteste Semmerfrische der Rheinpfalz, in herrlicher Wald- und Gebirgslage.— Prospekte durch die 42621 städtische Hurverwaltung. Johezen-Tufthurort Ft. Aung bel Sz(Ob.-Els). 300 m fl. K. Inmitten herl. Tannenwälder. Alpenfernsieht. Das Jahr offen. Grosse Texrassen, Bad, moderne Einrichtungen. Pension mit Zimmer von 4 Mx. an.— Prospekt frei. Telephon-Amt Gebweiler No, 89. Beferenzen. 4209 Besitzer: Wwe. Schuller u. Kinder. PHRüringen Ffledrionsroda l. Th. Hötel zur„Schauenburg“ (Pens. I. Rang.) Grosser Garten. Vorzügliche Verpflegung. Mässige Preise. G. Reifrel, früher Pfälzer Hof, Mannbeim. 6486 8 Seebadere Dr. de's Nordsee-Sanatorium Amrum-Nebel Zentralheizung u.-Beleuchtung. 630 für Erwachsene und Kinder. Das ganze Jahr besucht. IIlustr. Prospekte auf Wunsch. Bürg. Fremden zimmer. Gute Speisen u. Getränke. 14 Chr. Wälde Gernsbach i. Murgtal. Hotel und Pension Pfeiffer Herrl. Frühlingsaufenthalt; prächtige Spaziergänge. Komf, Familienhotel. Berühmte Küche. ark. Bäder aller Art. Gartenrestaurant. Mässige Preise. Erholung suchenden und Touristen, sowie Vereinen best. empfohlen. Prospekt. 603e Sehönmünzach tel u. Pensan Waldhorn u. Das Heiim für Sommerfrsofler im Schwarzwald. Schönster Teil des oberen Murgtales Grossartig am Tannenwald und romantischen Murg⸗ fluss gelegen. Civile Preise. Prospekte von beid. Etabl. spaziergälge. Schwimmbad u. warme Bäder. Elektr. Licht und d. d. Eigent. C. Scherer. Wasserleſtung. Täglich Post- u. Automobilxerkehr ins Münster- 7 tal(bis zum Belchenaufstieg), Auskunft und Führer von Staufen 4336 u. Umgeb, durch den Nerkehrsverein Stauten. 8791 (Seadensee Tuffhurort Leiligenberg ocersse 800 Atr. ül. Meer. Babnstatfon Leustetten-Helligenberg. Hotel Post(Bücheler) Prachtvoll gelegen. Ueber 60 km Waldspazierwege. Sommerauf- entlalt d. Fürsten zu Fürstenberg. Pensionspreis M..50 bis.—. Tuftkurorf Calmbaeh im 390 m u. d.., an der grossen und würt. Schwarzwald Feinen Buz, imikten Schner Vül. der mlt prächtigas Spszlergängen, gelegen. Das Thermalbad 1 WIldbad per Bahn in 5 Minuten, die Stadt Pforzhelm ebenso in H ½ Stunds erreichbar. Gute Gasthäuser und Frivatwohnungen. Ozonrslche, staubfrele Luft, vorzugliches Trinkwagser, Badegelegen- heit, Arztim Ort. Empfehlenswerte Gastnöfe: Richt,., Z.„Sonfte“. Pensi eis mit 2 Mx..50 bis.50 pro Tag.„Chr., z.„Bahnhof“, Mk..— bis.— pro Tag. Bartn J. 2.„AnKRT“, Mx..— pro Tag,. Walter,., 2.„Hlrsch“, Mk..— pro Tag. ., x.„Maldhorn“, Ax..— pro Tag. Zu jeder weitsren Ausk ist gerne bereit Schultheiss Hoernle. 18—* Rheinpialz und Rhein 4206 2 2 Taſel fand noch ein geſelliges ſch zum Feſtmahl. Nach der f in f ruhig. Gutsbes.-Familie d rSen-Solbad kheim d. f. Aige herrl. waldr. 5 big.Jagd, vorz. Pens. 80 M. mon, Prosp. Zz. Verf. Gutsbes. Friederich 623 Zuſammenſein ſtatt. 440 der Nähe des Arvenfaldes.— Cuft- und Jöhenkurort im Sckwarzwald. 775 m. U. MI. Ausgedehnte Tantenhochwälder mit zahllosen, vorzüglieh gepflegten Fuss- und Fahrwigen. Aerztlich geleitete Anstalten mit allen Kur- mitteln der Gegeiwart. Hotels, Pensionen und Privatwohnu grosser Auswahl Regelmässige Automobilverbindun Stationen Pitisee und 8d Famitien-Etahlissement 1. Ranges: „Bad, Lesründer 1801, Snzkieh ronoviert u. Vvergrössert 1904%/, In gedoeckt. 5 erhiudung mit den Trinkhallen, Badern und Douchen. Grosser Kurgarten, idyllische Lage in en in mit den Bahn- aldshut. Auskunft und Prospekte unentgeltlich durch den Kurerein. 1800 Mtr. Ub. Meer.“ Engadin(Schweiz), Prospekte u. nähere Auskunft durch die I0 Irektion. 14259 — — 4294 Subalp. Kiima, 740 MHtr., I. Hal bis 1. Okt. Freg.: 7000. Höhen- u. Nervenkurort l. Rangs Freudenstadt Amtsstadt im württ. Schwarzwald. Schnellzug Karleruhe (31½ St.), Saison-Schnellzüge Frankfurt-Mannheim-Freu- denstadt. Prächtige, ebene Tannenwälder. Vorzügl. Quell- Wasser. Milch- und Terrainkuren. Städtisches Luftbad. lrächt, Gebirgslandschaft(g. 50 Ausſlüge)& Aipenaussicht. Elektr. Licht. Kurthester. Bäder. Lese nrzimmer. Jagd. Fischerei. Villenkolonie. Dlakonissenkur- haus. 4 Aerzte. 25 Hötels, Penslonen, ca. 200 Privat wohnungen. 3 Waldcafés. Turmrestaurant. Zahnradbahn“ Evang. u. kath. Kirche,„Illustr. Führer d. Freudenstadt': N Schw-weiz) 8 LEUSRINGSEN ob BIEI. Bernen Jura Karhaus 2. 3 Tannen Bestbekannter renommierter Gasthof, Grosge Waldungen Draht. seilbahn. Feine Küche. Prospectus.[6 78e] C. Kluser, Besitser. Hotel und Brunnen. Pezen„Zum weissen Rössli“ v. d. Geschäftswelt u. Touristen bevorz. Haus. Pens. m Z.—7 fr. Dcangen aerbanzen (Kt. Appenzell a. Rh., Schweiz) dtasthof& Pension„z. Falken“ in unmittelbarer Nähe der aussichtsreichen Gebhardshöhe, 872 m üb. Meer, 500 mü. d. Bodensee. S..-Bahnst. Rhemeck. 25 Min, von der Drahtseilbahn Walzenhausen entfernt, in gänz- lich staubfreier, prachtroller Lage, mit nahen eigenen Wald- promenaden und Wungdervoller KAussicht über den Bodensee und auf die Gebirge, Pensionspreis(Zimmer inbegriffen) von Fr..— an. Prospekte gratis zur Verfügung. Badeeinrich-⸗ tung im Hause.— Telephon.— Klektr. Licht.— Bestens empflehlt sicek 7508] Der Besitzer;. Welti. 1 Arth-Goldau Hotel und Pension„Rössil“, am Rigiwege. Ruhige Lage. Schöne 2 Aussicht auf Zugersee, Rigl, Myten, Rossberg ete.“ Verproviantierung f. Rigibesteiger. Fassbind-Schindler mit ſeinen reizenden 2 Seitentälern wird Touriſten u. Sommer friſchlern beſtens empfohlen. Gegen Einſendung von 1 Südl. Badisch. „ Schwarzwald. Prospekte gratis durch Stadtschultheiss Hartranft. 599 · »Station Titisee der Höllenthalbahn. Hotel und Pensio Ieiggescbät! Sasthaus und und Jagd. Büder.— Lawn-Tennis. Elektr. L 4257 258 Pension z2u aldungen mit gutge „Telephon-Nr. 1. Ge n. TitisseSchluchsee-St. Blasien.— Prospekte bereitwilligst.— Kurarzt Im Hause.— Das ganze Jahr geöffnet.— Mintersport. Klimat Sommer- und Winter-Höhen- Iuftkurort 952 Meter üb. Meer. Secbäder. 5 I. Rg. mit Dependance iff“ Qut bürgerl. Haus. Gondelfahrten, Fischerei bil-Station der Linie Bes. S. Hilss Wwe. Bis 1. Jull und ab 1. September bedeutend ermässigte Preise. NN Au⸗ 7 5 5 VVFf Seneral⸗Unzeiger.(Abend Latt) Mannheim, 23 Mal 8— 1— 5 2 848 94 18 1 f 8 e SbacCch Mineral- u. H f⸗ Kaltonal⸗ 0 e Ab Bad Rreversbach Moerbaa,:(Gr. Hofe u. Nalfonaf TheaferſFoandels 9 1. bad Schwarzwald. Stat. Oppenau u. Freudenstadt. Moorbad. 8 aunnhb eim. Schzns 6717 bnvr: itt 1 5 S 9 Schönste, gesch. Gebirgslage, Tannenwald, unmittelbar an das Kurhaus anschliessend. 850 1 5 Stabl-Lithionbrunnen, berühmte Salaquelle u. einzige Schwekelquelle im Schwarzwald. Gegen Sonntag, Dden 24. Mai 1908. Wegen der am Dienstag, det 26 2 Blutarmut und Bleichsucht, Nerven- und Frauenkrankheiten(Sterilität), Magen- Leber-, Nieren-, 5 ſattfi dend 7242 5 g B und Kehlkopfleiden. Mineralwasserbäder jeder Art, Moorschlammbäder, elektr. Licht- 46. Vorſtellung im Abonnement CO.* Dürgerausſchußfitzun 0 bader. Ausgedehnte Parkanlagen.— Eischerei— Lawn-Tennis.— Elektr. Beleuchfung.— Grosser die auf den gleichen Abend miß Wasserversand.— Post, Telegr. u. Teleph. Badearzt: Dr. Ketterer. Prosp. grat. J. Mayer, Badbes. D— 52—7 A 5 ee 10 —— N IK An⸗ tzte Geffentliche Vorlef er ange, ⸗ III O. ſetz eff iche Vorleſung des Hrrrn Geh 82 ————— 5 5 Hofrats Dr. Gothein Uber 8 0 jlansfalt Hohenbaldau⸗ 255 Erſter Tag des Bühnenfeſtſpiels„Der Ring des Nibe⸗ 12 ulturgeſchicht fit Fafürhe 5— 7 44 55 72 2 5 60 5 W Spaniens“ vom Kathaus 810 2 8 Stuttgart 8 225 5 K 05 von 8 e 2 1258 das 2 Ubi⸗ in zesitzer: Dr. Katz, Oberstabsarzt a..— Altbowährtes Sanstorins. tegiſſeur: Eugen Gebrath. Dirigent: Leopold Reichwein. eſchule(Aurfürſtenſchnle 1 barks, Dnteren.. besertesenne rteſ, ene dandeten 1 Werl C 6) verlegt werden. 5 en K8. bkuren. agende Exfolge. Prospekt gratis. 888 Berſonen: 469 aut RRrDDrRrRrrDr rrr————————— Sie 5 Mannheim, den 19. Mai 10 1 —.— 5 gmund. EGuſtav Bergman. 9. 1908. 1 iburg i. Br. 1 Bellebter Ausflugsarti Selens- Hunding. IJiaohannes Fönß. 8 5 zror 0 Frelburg 8 05 Sehwetzingen Wert: Sonloss u. Schlossgarten. Wotan Faus Baſſ D er Studiendirektor: arkhotel Hecht Spargelsalson: Mal u. qunl. Sieglinde FCllen Röwino. Profeſſor Dr. Schott we Direkt vor dem Brunnhilde 4„Margarete Brandes.— in! Eatner kHastts e 2n Hotel zum goldenen Hirsch Pehtisren Ferce eltg Koffer.—— FFFFFTCTC Der entspr. eingericht. Haus.— Grosse Restaurations“ 95 108 85— Apollo Mannheim wi 5— Speisest Abhalf Hochzeiten, Vert 1— da eutscher Privat-Beamten-Verein mee eg e Gute Küche.— Vor. Scerlee 85 t—= 5 ügliche Betten; Zimm Mk..50 an.— Gartfenrestauration. eite, 1 Julie Neuhaus. ortse ‚ eieen Mannheim Binar8 55 13 fn 5 an.— Gartenres Helmwige, Walküren Cigne Züng der 5 rivatangestelfte eealt Senge, Nenn bnnene, grossen internationalen ora Zimmermann.. N Schwelzin ef0 Rest, 15 EI Dpr Izef!“ Noßwetße, 195 ff 5 Links a. Schlosseingang. Schauplatz der Handlung: Ing(amp— On urrenz Eurer Familſe Zukunft. Soböne Lokalitzten. Grosser Saal. Gut bürgerliches Haus. Reine I. Aufzug: Das Innere der Wohnung Hundings. 2. Auf⸗ 10 Wn d e 9 0 Weine, hell u. dunkel Bier, I684e] Meh. Fränzinger. zug: Wildes Felſengebirge. 3. Aufzug Auf dem Gipfel Heute Sonntag, den 24. Mal, nachmlittags 4 Uhr 10 9 Stenlos fcnenluft⸗ 2 5 Perl eines Felſengebirges(„des Brünnhildenſteins“). zu kleinen Preisen zugehenden„Salzungen der FEnrort Lindenfels Gdensse 88 sind durch das Loos bestimmt 2u rf Versor gungsscassen des Fiekt ent Hotel u. Penslon VIctorla Teleph.11—Lerereftnung& Uhr. Aufang /uhe. Ende 1. MIII Deutsck. Privat-Beamten- Ei frei gelegen, erstes Hotel am Platze m. Veranda Erhöhte Eintrittspreiſe. 10 gegen qean Andres Veroins“ Zwelgverein Mann- uudl Terrasse mit herrlicher Aussicht. 4341 Italien 115880 7 25 7——— heim, fernersbalstass ſü Sommerfrische Trienz i. Odenw. Reues Thegter i Roſe Wun urbeen dee, e —— 5—— Nebenhahn Mosbach-Mudau.— klle Thea kr IU Dfengar ll. Coöln England Apfelwein borgſiche Basthaus l. Pension Z. P kalz Sonutag den 24. Mai 1903 Abends 8 Uhr sind bestimmt 2u Tingen: + en datict, angen. Sommeraufenthalt, grosse schattige Wäller, gute 5 Karoly Charles Bernari per Liter 28 Pfg. ab hier, liefert Verpflegung; Pension von Mk..— an. Näheres durch 2 z 5 von 50 Liter an, 1mbetaunen W. 8*5 6ollini 10. 87. 8 Ungarn Frankreich 55887 M. Gr d 88, Collinlstr. 10.— Telef. 2534. 22466 2 CE C Cr Bonghlonl 33u Im Lag 0 rms · 177 1 5 egen 1 Avf e 5 WO 00 Wirtscha ˖ Zul alhalla. Schauſpiel in 5 Akten von W. Meyer⸗Förſler. Italien 8 Holland — olnter dern Bismarddenrmal 2: Nächſter Rähe der Dampſſchiffs⸗ ee e e dess Nlelsen Siegfried halteſtelle Garteuaulage. Dänemark Deutschland eine oppen⸗ u. Flaſchenweine Perſonen: ine di? Mattee au Musne, e. matl Heigeich Erbpelnz von Sacſen⸗ Ausserdem der grosse Zu geſt. Beſuch ladet böfl. ein 4229 S von Haugk, Exzellenz ee e 9 Kasp. Sattler Mwe., Ecke gr. Fischerweide.] Sofmarſchall Freberrd. Paſſarge, Exzellenz Hans Gobeck 220 Entscheidun gka E. Lammelherr Lon Breitendergg„Guſtap Trautſchold. 8 N Baun von Metzingg Aa Na 5 5 Gegen Gicht, Rneumabsmus, Blagen b. Pak Jutner»Farl Neumann⸗Hoditz. P l Lutz, Kammerdiener, t. 1 Nisren- und Sallenleiden.* Graß von Aſterberg Alerunder Kökert. Dieriek Onee Weeee Nilstler-Horogranme aeeneat ars Sagſen Senente ee. 1. bF-Mon urt Er Corps„Sachſen“ Hermann Trembich. Sülck⸗ Iöbteh 0 0 ble de la 0 Schaplonen jgder Art Haiser Aimable de la Calmetto Joseph Diem, 5 Gate J Saxo⸗Boruſſian e 75 8— 2 Erſter Fraus. Cravieransialt, 6 1, 3, II. Friedrich Vutier Student 33 Scr— 7502 Dri Farl Zöller. ell er ge e e buit- und Sonnenbad Werkauf. Uelle deen Poife, en Tn 10 Snt ——— Offenbach am Main Lellermkn Pall Delſc.— hinter der Auguſta⸗Anlage am Waſſerturm, täglich geöfnn In Feudenhein 55 Sa e von Gen 15 ng 25 1 78780 8 Heubde Zin Muſikuĩ Mathias Boigt. Eimn Bad für Erwachſene 20 Pfg., Kinder 10 Nfg⸗ d zwei neuerbaute Wohnhäu ſer„: 3 Schöllermann. Farl Lobertz. Familienmonatskarte 3 Mk., Einzelmonatskarte 2 Mi. 0 S 5 ang Fe aeee bein 1— Haane 9 Latalen: hee Lece Miglieder des Naturheilberelns zallen dis Sül, gürten, 2 eſtöck., enth. 3 Zimmer, 10„ Mannbheim. Tel. Ei„ n————-— Küche, Bad ꝛc, in gut bürgerl. JEin Lalae..„Adolf Pekers.———— JCCCFVTC Witglieder der Hewdederger Corps Bandalia, Saro, Voruſſta, 5 enee dee Mannheimer Auft uur du 65 7 5 4 on.* kuſttkan ugo Schwartz, Manuheim⸗ 8 i 5 Anf i 9 5 9707 7 I 7, 23. Loblensaurs-Thefma Sool-Sprudelbader, JIZwiſchen dem 2. und ee zwiſchen dem 8. und A NN 77 2⁵ Aae e Neues mediko-mechanisches Institut in ver- 55 Geſchäftshaus gröherten Badehause. Röntgenkabinet. Lichthäder, Ruheräume, Kaſſeneröſſnung 7½ Uuhr. Anf. 8 Uhr. Ende 11 Uhr. 92 9 der Kolontalwarknbranche an ver⸗⸗ Focternes Inhalaforium. Althewaurte Frinkkur bel Katarrhen der kehrsreicher Lage in größerem In. ö Nach dem 2. Akt findet eine größere Pauſe ſtatt. duſtrieorte, nächſter Nähe Heidel-- 8 bergs, weg. anderweitigem Unter⸗ Neues Theater⸗Eintrittspreiſe. 8 —— Ineen 5 zu perkaufen. Offert. unter Nr. Am Groſßh. Boftheater. 23486 an die Exveditiou dſs. Bl. Montag, 25. Mal. 46. Vorſtellung im Abon. A. H 1 8 it 1 1A 5 reſtestr. 5 Anbrunnen.5 80 Ji Wolkenkratzer. Sonxtag, den 24. Ma; Vorzüglich bel chronischem Aufang 7¼ Uhr. 1 Fachenkatarrh und Erkrankungen der Atmungs-Organe.— Queilen No. 1. 4, 6 und is pei chronischen Magen- und Parmkatarrhen. 2*— 55 Lad en 5 Wasservergand u. wepschten brnansnnsraftunt.... Fr ed TI e 70— 2 2 F K 5 Heute Samstag, 23. Maz, abends—11 uhr H albe brei Schaufenſter mit Nebenräu⸗ 212922 30 Pf Militär-Konzert Karte: Material⸗ und Farbwaren⸗ 8 8— eſchäft, Kolonialwaren u. 8 5 der Kapelle des Worms er Infanterie-Regiments. Im Vorstellungssaale: 0 üdfrüchte, Konditorei mit ISonntag, 24. Mai, nachm. 3¼6½ u. abends—11 uhr 1 3 2 0 hr e ae ilitär-Konzerte Ben Alks! Lunkles bebeimnis 8 4. 4 2 1 4 PD. 2433 au D. Frenz, Wies⸗ Mili 5 79487 3 5 8 badenn. der Grenadier-Kapelle. 30177( Im Welt Panorama: 31 LE Aintrittspreis 80 Nlg.: Kinder 20 Pig. Abonnenten frei.Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. * 2 8 7 0 2 d e, 2 Schöne bäden DWilliam Lasson's Hair-Elixir———— bane een Seegeee e 8888 e e 8 Weinrestaurant Seder de Lbergang feiae Baatng vor. 8 10 * a 5 e Haarwurzeln vor⸗ 1 Pferde-Rennen,„MarrtIiT6 1 voen ma n anderen en Seitungen—— des Pfäll Nennpereins Nrufubt g. Sdt zu Haßlo beg ee.eee Taglich Abenis 7½ Uhr 8 am Doumnerstag(Himmelſahrtstag), 28 Mat, 3 ußr beginnend. daß das Ausfallen des Haares in Furzer Jeit Wmartfptuße u n e effentlicher Totalisator. aufhgört und ſich aus den Wurzeln, ſo lange dieſe eben noch nicht abgeſtorben ſind, neues Haar eutwickelt. wie dies bereits durch zahlreiche— praktiſche verſuche feſtgeſtellt iſt. Mitgliedsbettrag pro Jahr 10 Marf. 79352 oder kinderl,Chepaar. Evt. gegen 2 8 10 Se 2200.8n Aumeldungen nimmt die Kaſſe in Hatzloch euigegen. e be 5 u e e Hin„ zwie enthält es keinerle er eſundheit irgendwi ädli 17 a 2 l. e e een P e 1 85 Enguisite Küche. Gzantlert feine Weine. Friedrichsplatz 10 vechselnd ef rO reh S28 In Mannheim iſt dieſe Tinctur nur ächt zu haben bei: Angenehmster Aifenthalt. 79568 ſam Waſſerturm), mei frisch Drogerie zum Waldhorn, Intz. Apotheker J. Bongartz, D 3, l. muit 4 Zünmmer, Küche nebft. in bekannt vorzuüglieher qualität oses 7491 Zubehör zu vermieten. JFFFFFFVCCVCbTTT Näheres beim Fu. Beinen). Keine Rei fehlbar dauernd für „Café und Mig 66 Keine Haare mehr! MuRSEE 2 dateldt 4. Stock. 1135[ Conditorei Snon WüNBERBARES Mein Zahn-Atelier Schriesheim. p 5, 5 Carl Erle Tel 2674. 8 Enthaarungswasser See Hac. er Kufeh 8 auf daß Gebieg und Theinebene— Sofort Schwetzingerstr. 19. Anterhalb des Bahnhos auf 1. 5 5 i. doh. m, Leatg n Käntfer und Feilhaber urch die altbekannte Firma 6785 + 2 7 e 10 85„Albert Müller, Karlsruhe, Kaiſerſtr. 167. eß. M. Ganibel, end. Iuferaten-Untern fluch aund Nnſprache koſtertrei⸗ Beee 3 Ph. Meinhardt, Dentist. — 4 65 befindet sich ab I. April 757 3 3 9 8 7 7 4— 44N1Æ —— 310 8 5 Seedececnen Lessge Mannheim, 23. Mai. General⸗Anzeiger.(Abendblatt.) 11. Seite. 7—Aus der praktiſchen Bienenzucht. (Schüßler, Gutach⸗Wolfach.) (Nachdruck verboten.) Mai 1908. Der April iſt nicht ſo gut, er ſchneit dem Bauer Hut. Für uns Imter iſt er faſt alljährlich ein boshafter Saal Heimtückiſch lockt er die Bienen mit ſeinen blendenden, weißlichen Sonnenſtrahlen heraus zur Arbeit. Nicht zweimal laſſen ſich umſere übereifrigen Lieblinge einladen; ſie ſtürmen davon, um grot und Waſſer für ihre Kindlein, die jetzt ſchon zahlreich hilflos in ihren kleinen Wieglein liegend der ſorglichen Pflege bedürfen, zerbeizuſchaffen. Da plötzlich verſchwindet die Mutter Sonme hinter einer ſchwarzen, dichten Wolke; Tauſende der Sammlerinnen werden auf der Weide von einem balten Waſſerſtrahle oder Schneeflocken berraſcht und finden auf dem Felde der Arbeit ihren allzufrühen Darum ſorge jeder Imker dafür, daß die Arbeiter nicht allzu⸗ geit bom Stande müſſen, ſorge für Waſſer und Brot in der Näßbe, indem er einige Pollen ſpendende Sträucher oder Pflanzen anbaut. For allem vergeſſe der Pfleger die Einrichtung der Tränke an einem windſtillen, ſonnigen Plätzchen nicht. Die Bienen wiſſen es dir zu danken. Dabei möchte ich dir, lieber Imkerbruder, an's Hergz legen: —23 Stelle möglichſt recht warmes Waſſer zur Verfügung. Ein altes Fäßchen mit einem Hahnen, durch welchen das Waſſer tropfenweiſe auf ein ſchiefliegendes Brett fließt, iſt die einfachſte Einrichtung. Die Bienen laſſen ſich durch einige Waben, die man um die Tränke dellt, anlocken. Ich habe gefunden, daß ſie am liebſten da ihr en Hedarf decken, wo das Waſſer am wärmſten iſt; alſo am Hahnen ſtzen ſie um das Loch und ſchlürfen gierig die warme Gabe ein. Auch machte ich die Veobachtung, daß eine Biene an dieſer Stelle durch⸗ ſchnittlich nach 48 Sekunden wieder abfliegt. Je weiter ſie vom Aus⸗ zu 8 Minuten 20 Sefunden Probier's. Wer Ohren hat zu hören. der höre. Aber auch für dieſen Monat gilt von dem Wärmezuſammenhalt noch das im April Geſagte. An Ueberhitzung leiden die Bienen im Mai noch ſelten. Sollen die Völker bis zur Haupttvacht ſchlagfertig ſein, ſo laſſe ſie während der Entwicklungsperſode ja nie darben. Die Bienen ſind hierin etwas vorſichtiger als manche Geſchöpfe des Allmächtigen. Sie wollen, daß ihre Nahrungsvorräte allen ihren Nachkommen aus⸗ reichen, damit ſie nicht auf andere Bienenfamilien angewieſen ſind, wenn ſie auch manchmal in ihrem Sammeleifer das Gebot: Du ſollſt nicht ſtehlen! nicht beobachten. Meiſtenorts iſt für ſie im Mai der Tiſch in der Natur ſchon gedeckt; aber es ſtellen ſich Tage ein an denen nichts aufgetragen wird, weil es in die offenen Schuſſel⸗ chen, Blumenkelche, regnen und die edle Götterſpeiſe, Nektar, ver⸗ derben würde. An ſolchen Tagen biſt du, lieber Imker, ſeloſt Küch und Keller. Einige Löffel voll kandierten Waldhonig zun Köil, beſſer zum Spundloch hinein in einen untergeſtellten Blachteller bringt Arbeit und Wärme in die Geſellſchaft. Wber Vorſicht wegen Räuberei! Das Einſtellen geſchieht erſt am Abend. Weſſer zum Auflöſen wurde tagsüber eingetragen. Jetzt iſt auch die günſtigſte Zeit gekommen, die Waden er⸗ neuern und Vorrat bauen zu laſſen. Hänge beſondern ſtarken Völ kern ganze, aus reinem Bierenwachs hergeſtellte Mittelwän v: ein. Dieſelben müſſen frei im Rähmchen hängen, 3J om von den Seiten und 1,5 om von unten Abſtand haben, damit ſie die Bienen nicht gleich an verſchiedenen Stellen anbauen. Laſſe es den Völkern, welche nicht ſchwärmen ſollen, nie an Arbeit fehlen. Sei aber mit dem Erweitern nicht zu weitherzig. 2 bis 4 Mittelwände, wenn du Zeit haſt, vorn zwiſchen die beiden Brutwaben, die gewöhnlich brut⸗ veif, d. h. am Auslaufen ſind, reichen vorläufig. Solange neu⸗ gebaute Waben nicht beſtiftet ſind, gebe keine friſchen Mittelwände, weil ſonſt das Brutneſt üer die Kraft des Volkes erweitert wird und Schaden anrichten kann. Vorn im Brutneſt werden keine Lücken geduldet, darum werden die Waben hier ſofort gebaut und beſtiftet. Sie werden gleichmäßiger und haltbarer, da ſie gleich bebrütet wer⸗ den. Iſt das Volk ſtark genug, ſo gehe an die Beſchränkung des Brutraumes. Im Mai iſt daran zwar ſelten zu denken. Ende Mai entfernt man die untauglichen Königinnen. Jeder Imker ſollte endlich einſehen, daß auch bei den Bienen Zuchtwahl notwendig iſt. Ein Volk, das nichts taugt, darf keine Brut zu einer jungen Mutter abgeben. Man larve um. Da aber noch vielen Bienenzüchtern vor dieſer Arbeit, ſo leicht es auch iſt, graut, ſo ſei hier ein einfaches Mittel angegeben. Sperre die zu entfernende Königin des untauglichen Volkes einige Tage in ein Weiſelhäuschen; dann entferne ſie und gebe eine Eierwabe eines guten Zuchtvolkes mitten ins Brutneſt. Unten ſchneidet man einen zuei Finger breiten Streifen der Waben weg, damit man die angeſetzten Weiſel⸗ zellen gut ausſchneiden und anderweitig verwenden kann. Die —1 eine Wabe kann uns die Mutter für—10 unbrauchbare liefern. Hat man rechtzeitig für Drohnen in ſtarken Völkern geſorgt, ſo hat man vorläufig ſeine Schuldigkeit getan. Den Völkern, die nichts leiſten, ſchreiben wir an die Wohnung, was einſt ein Spaßvogel gelegentlich einer Wahl auf ſeinen Stimmzettel ſchrieb:„Jeſaia 41, Vers 24.“ Schlage nach und lies:„Ihr ſeid nichts, euer Tun iſt auch nichts und euch zu wählen iſt mir ein Greuel.“ Was mit dieſer ungeratenen Sippſchaft anzufangen iſt, will ich das nächſte Mal angeben. In manchen Gegenden geht es auch im Mai ſchon an's Schwär⸗ men. Halte darum deine Geräte und Wohnungen mit Vorbau in Bereitſchaft, damit du von deinen Lieblingen nicht überraſcht wirſt. Ueber das Schwärmen und was drum und dran hängt, berichte ich im Junibild. fluß des Waſſers fitzt, deſto läuger dauert die Waſſeraufnahme, bis Jeder Chauffe wird es Ihnen bestätigen, dass unsere wagen wirklich unverwüstlich sind ¹ Motor- Dirkop d Ud..-J. Dialefeld Prospekie „Knipperdolling“ bester kleiner Wagen der Welt 79166 üUber Personen- und Lleferungswagen bereltwilligst 28 891. üge men Spezkalgeſchäft ſür 78665 orthopädiſche Fußbekleidung ii latellofer Ausführung, in empfehlende Erinnerung. Gegründet 18391..ñ5x3F⸗«⸗²v::- Michael Schwind; Jchuhmachermeister Wohne jetzt U 5, 18, part., Halteſtelle Panorama. Mäßige Preiſe. Reelle Bedienung. NBß. Mehrjähriger Lieferant des orthopäd. Inſtituts Fr. Dröll. Reutiinger d seng, MHannheim, 0 7 8 1. 28. M. Eichtersheimer, Mannheim. de Hekerd-iemenscheibe v. r. ist der beste Ersatz für die eiserne Riemenscheibe. Lager in allen gangbaren Brössen- Alleinverkauf für Baden und Pfalz. mit und ohne Ringschmierung. Trbsves Laper in modernen Lransmiszignan Kuppeln, gedrehte Stahlwellen, Stellringe. Uebernahme kompletter Transmissionen. %οοοοοοο οοοο οοοοοο οσοοοοοοοοοοο 22 Mein Bure und Wohnung befindet sich nuimehr in meinem Hause 79500 N5 Nr. L parterre. J. Zilles immobllien- und Hypotheken-Geschäft. TelepHOMm S878. 8 TTTTTTTTT—TTTTVV οοοο 76496 GGOOdenssneesessee zeeeeeeeese ee,ee, aieee, cHHNcK CEugheln-ee, A 785 VVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVTVTVVTVVVTJT((((((((((((((((VVV— Geſchäftsempfehlung. Einem titl. Publikum, den Hetren Architekten und Baumeiſtern, Konditoren, Bäcker⸗ und Metzgermeiſtern etlauben wir unſer 79420 Plattengeſchäft aufs beſte zu empfehlen. (Spezialität: Wand u. Bodenbeläge, ſowie Trottoirs). Nur durch ſelbſtändiges Mitalbeiten iſt es uns möglich, die Preiſe ſo nieder wie möglich anzuſetzen. platten unſere Gutſcheine D. R. G. M. a. benutzen ſondern vertrieb. für Grammophone u. ſ. w. Köln a. Rh., Ehrenſtraße 34. erhalten Sie neben abgebildeten kompletten Sprech⸗ apparat Modell 1908 nebſt 2 Muſikſtücken und 200 Ia. Nadeln, wenn Sie beim Einkauf von Schall⸗ Keine Abzahlung oder Kaufverpflichtung von Platten, kein Vertrag od. Eigentumsvorbehalt, nur eine Neuheit im Sprechmaſchinen⸗ Jede. Auskunft erteilt das Spezialgeſchäft 79148 Verſandhaus Merkur, G.... Fernahz Michzucker, Lactago! Nell Famtlloe Miadermele Betteinlagstofſe lrrigatoren Verbandstoffe Drogerie zum Waldhorn dosef Bongartz Apotheker, Mannnelm, 3. 1. Telefon Nr. 2285. 8 62³ Beachten Sie unser grosses Lager in Dampfmaschinen, Gas-, Benzin- und Sauggas- Motoren, Dampfkessel u. Werkzeugmaschinen muernodenner TTansmissionen 5 Die neueſten Muſter zu Dienſten. Achtungsvoll Pärtes& Lannert Viehhofſtr⸗ 19, II. H 7, 60, II. n Bein selbst7 von Dr. Strahl, Hamburg, Besenbinderhof 89a Fratis. Operationslos. Belfandlg.v. Krampfadern, Aderknoten 55 Skeik. Gelenken, Wunden, Histeln, Beingeschwüren, nass. u. Mtroekn. Flechten, Salzfluss, Elefantiasis u. andere Beinleiden. 796186 Motten-Mönnig Kbbbeerrßßßßßß für Kohlensäure und Sauerstoff-Bäde In jedem Haushalt, in jeder Badewanne Ausstellung und Verkauf No. 3. 8032 R. Fuchs& Priester. Friedrichsplatz Steh-, Häng- und Wandlager in Fing- schmierung u. Sellers System Mauerkasten, Kunpelungen, Stellringe, Schlplatten Neue blanke komp. Wellen 30-100 mm Hölzerne, schmiedeeiserne u. gusseiserne Riemenscheiben, ein- und zweiteilig Stufen- und Seilscheiben. debrauchte Transmissianen aller Art Diun stets vorrätig. 77935 Putzwolle und Ledertreibrlemen Lespod Senneer& Sohn Telephon 90. F 7, F 4 0 (Cetedungsapparat„ebsab- S Daunzig slcheres Mittel ù õ——— Note Vormanerſteine gegen Motten. NAlleinverkauf- 79827 an .-.-P. No, 187087. Aberiqbungs-Amzeigen n. llefert sohnell und billlg „Hadseene Buchdruckerei. der Thonwaren⸗Induſtrie.⸗G., Wiesloch 8 erſüklaſſiges Fabrikat von ſchön ter g iger 8 fert * Farbe, kiefer 15 jedes Quantum und hält ſtets auf Lager 255 OttoReinhardt, Numatertlan, Hannbelm. W. Cronberger, C 2, 2. e — Sette. General⸗Anzeiger.(Mittagblatt) Mannh 35 ——j— bnen Zrössere Jorteile und günstigere Bedingungen lallux/ zu bieten. Lau Kaale + Das weitaus grösste und beliebteste 74 Möbel- und Ausstattungsgeschält anaug S 5 7 Heirat. Kaſſierer u. Buchhalt großen deutſchen d Kautionsſtellauginz — 4 er elner nParia ſele in uit einer vermögenden wünſch 2 + N kathol. Da 9 zwecks Heirat i Verhii me — Kürze ſeine Ferien 15 n ferten gub. P. M. an Rudolf Mannheim. aff Moſf 751 Slöcte ung Mk Bolhectg⸗Facher zu kaufen aabe 1 2. 657 F. M. an g Rofße Maunheim. wwolf Maſſe FStßt ſuweohe Agentur für routinierten Herrn mönl Pferdeverſtändiger, ſuche von Pferdebeſitzern etc, für den Verkauf einge patentierten Maſſenartikelsz 0 vergeben. Hohe ſofort gezahlte Proviſton. Off. u. M..150 an Rudolf Mosse München, beweist hierdurch klar und deutlich, dass es 5 Paj Stot an Grösse und Leistungsfähigkeit einzig in Anxahl 1 ung Mx seiner Art dasteht und von keiner Seite überboten werden kann. Süämtliche Waren wWerden an Jedermann2 ö Kaaablng auf Nredit unter solch aussergewöhnlich günstigen Abzahlungsbedingungen abgegeben, dass sich eine bessere Gelegenheit zum Pfingst-Einkauf wohl schwerlich wieder finden wird, Eine große, ſüddeulſche Maſchinenfabrik ſucht einen durchaus zuverläſſig ar⸗ itenden Fallulaln flotter Rechner, für Nachkal⸗ kulationen. Aeede läng. Zeit in gleicher Eigen⸗ ſchaft aufdemKalkulgtions⸗ bureau einer Maſchinenfa⸗ brik gearbeitet haben u. gute Kenntniſſe in der Bearbei⸗ tung der Maſchinenteile be⸗ ſitzen. Eintritt bald, läng⸗ 5 a 11 Offer⸗ 2— n mit Zeugnisabſchri Sonntag von 11—1 Uhr geöffnet— Augche peh miert e 5 5 77C Gehaltsanfprüche und des 85 Eintrittes unter C 600 K. M. an Rudolf Mosse, Braut-Ausstattungen Eis 74˙ 5 Herren-Wäsche Oie Unte eichneten Brauereten ſehen ſich guch dieſes Jahr f. Sehmidt 8 Zahn Atelier Der deinste versuch genügt, um dle Wahrheit vollauf zu bestätigen. Kredlt nach ausw ts 5 Mannheim erbeten. 7514 ————— Seldrerkab. led laßt, öffentlich bekannt zu geben, d ſhren Wirt⸗ 85 geg. Abſchluß Damen-Waäsche ah hen d d ee Darlehen 5 1 N es Bieres eſſen Verkauf erfor ich 2 7 8 K 9 oh 75 Bett en Tis chwWäsch 9 15 0 1 0 19 5 15 bil„ weitere Mengen zur Jellebigen Sprechzeft- Sonntags: 9 Als 2 74893 29118 an die Erpedſtion F. Bl. 921 n Dr uzufigen. 5 1—— ee eee% emolf vaher berehelches Fonr ſur de Folge del Bier dckemer des8 2ahh-Operatan mſt und cüne Hertben. Unterrieht. Mäsohe.Fabne Rudolf Garde, e e eee a e werdres enese., Uale 8 78 8 Aſpruchen r anne Amentli et au— 0 r 1805 3 en— 1 85 Kutſchern Eis ſchenkensweiſe öder gegen Ber. gegr. 1877 2, 20, l. Etage— Tel. 1443. gütung abzunehmen, da ſie zur Abgabe ſelbſtredent nicht berechtigt— 5—5 8 ſind, vlelmehr jede Zuwiderhandlung mit dem Verluſt ihrer Stellung,——— Eigene Maassanfertigung. zzor- büßen müffen. In dieſem Falle kelſſt ben unberechligten Abnehimer Oeee bngs d. aen eeee öelephon-Anlagen (durch die Eisgeſchäfte) leicht ermöglicht iſt, glanben auch die unter⸗ Enachen⸗Juſtut Mach D 1 5 am Parndepkaß 1. 5 555 eke, zelchneten Brauetelen von der Einſicht verehrlichen Publikums 25den Umtnangs für Converſation, Grammatik, 5 F 70 0 HRt ee ne Abſchaffen eines beſtehenden Mißbrauches Postnebenstellen und Haus-Anlagon. 5 Sandels ee IN Er Ele e Mat 19. En Apparat für Post- u. Hausgespräche Nur zicht.Lehrkräſtebet. Aaln, bl eie Be lienung, rapid eurnlaut die dscfeistopg der Edingen: Sbende aſpeche Bautee voce Gräfl. von mit automatischem Linienwähler und 8 57589 „Al dampf Waschmaschſpe. 8 Feraete Febe Brauhaus. 9 Rüolcfrage · Einrichtung: 4 5 er 7072 81e 85 5 5 adt: 5 5 0 5 Spart 70% Hosten d. 8 nuerwwüsklich. Vers Geünwinkel: Geſeliſchaft für Brauerei, Spiritus⸗ und Erste Referenzen über ausgeführte Anlagen. 4 Steſſen ſind 5 0 5 dant cen 1 0— crosses Lager auer Schrachstrom-Apparata“ 8 tellen finden. 7 2 el“.⸗G. 1 Heidelberg. S55 Saee de— 4 Ingenieurbeguche und Vorauschiäge Kosteniad. 1 1 1 dente ae an er⸗ f m. b. H. +1 Ilr jck- Maschhen. 3 e deeeeee ee ee Kaiſerslautern: Verein pfälziſcher Brauereten e.„A ent—— Karlsruhe: Brauereigeſellſchaſt vorm. S. Mouinger.„General u geſuch Fr. Hoepfner. Mühlburger Brauerei vorm. i i 2*—50 Sali Aft f Neeine von Seldeneck'ſche Brauerei. Mustergültige Qualitätsmarke Ae Wee geſu Leutershauſen: Gebrüder Förſter⸗ uner ae en enne 1 Maunheim. 23138 O Lawigshafen a. Rh.: Aktienbrauerei Ludwigshaſen a. Rhein. 8 90f 175 85 Bürgerbräu Ludwigshafen a. Nheln. N aſſiges Auskunftsbüro 20 Mannheim: Badiſche Brauerei. Blerbrauerei Durlacher 5 Hof A⸗G vorm. Hagen. Brauereigeſell⸗ ſchaft Eichbaum vorm. Hofmann. nu⸗ heimer Aktienbrauerei. J. Rau„Zum wilden Mann“. Bürgerliches Brauhaus um Habereck“ Adolf Dingeldein. Neuſtadt a. d..: Pfalzbräucrei vorm. Geiſel& Mohr.⸗G. ſucht tücht. u. zuverläſſigen I Herrn ar die Ecletgung Iämticherdln, Fol 2— auf Meanuen und Um⸗ ſuch gegend. 8 Offerten unter an Oggersheim: Bayeriſches Brauhaus Gg. Gauß. Gebr. 5 o..— 1 Maher Heinrich Vuelber 5 5 5 49—15 Schwetzingen: Brauerei„Zum Zähringer Löwen“. Louis— of. Schwanenbrauerei M. Kleinſchmitt. N 8 Erfer Pachal 0 elde. mit der amerkkan. Buchführung Seckenheim: 900.55 Pfiſterer. Brauerei„Zum Badiſchen 10 r——— durchaus vertraut Nn 80 Speyer: Bayeriſche Bierbranereigeſellſchaft vorm. ee bilanzſicher zum baldigen Ein⸗ W50 5 H. Schert Veare age b. erSonner Niederl. Hans Schmitt, C 4, l, Tel. 1264.] tritt geſucht. Offerten müit Zelg⸗ dff vorm. 5 Weltz. Brauerei Zuſſ Storchen“ nisabſchriſt. bezw. Angabeder ſell⸗— .⸗G. Sp 5 eyerer? rauhaus vorm. Gebrüder Aktlieh in Mannheim boi: 75171 Hetuger& Oppenhelmer, E 2, 18; Hirsch Schuster, F 3, 19.— Iu Seckenhehn: Sigmund Oppenheimer. Grossagentur: S. Jäger, Foudenheim. 2 berigen Tätigkeit und Gehaltsau, Schultz.⸗G. ſprüchen unter Nr. Zute an die 95 0 92 5 5 A K Expedition dieſes egen Hohen Worms: ergerſche Brauerei,.⸗ efantenbrän gege hen bori. L. Rühl. Wormſer Brauhaus vorm. 1 auf Geſucht Verdinſt tüchtl⸗ 5 79528 Dertge. Jean Rühl. Brauerel„Zum Hauſtrer und Hauſtrerinnen, ri —— I Jaſle die höchſten Preiſe!, 7 7 45 ein 37 1 pfehle mich im Ankauf von altem Eiſen, Kupfer, 5 5 ſe n N0 Eaektrisshe Lichtpansanstaltg ze FRTTZ VIEWE(G u:( ,en e den ee P 17 j S übern. geſ. TaEZIER- un¹ oEKORATIoSGSEScHAT De Birnfeld, G 3, 13. Weee e F. Vowinkel, Inh. d. Fs E. Runpert polLSTERNMGBEI. 198 0 Waebben 2 Mannheim K kzurriehüir Sen i AUEN EIxSchHTAGtEOEN Sberraschung! 10 Ankauf. 5 AREEIIEEE Jeh habe dringenden Bedarf für mein Versand- 118 dur Verwielfättigung von Bau-, Maschinen- ete. etü. esobäft nach Russland für von Herrzchaften abgel. Herren- Einfamilienha 15 Planen.[ELEPHON 421bo. u Damenkleider, z. B. Sacco-, Ro-, Frack-Anzüge. Möbel, mit Garten, in freier Lage, bif Weis- und Blau-Pausen. Bettfedern, Gold, Sülber, Tressen. Bemerke, dass jch für zu kaufen geſucht. Off, unt i 8 d. d. Bl. den Plandrucke und Negro graphieen. Saooo-Anzüge zahle von 2 bis 30 Mk., einzelne Nr. 60667 an die Exped. 5 eden Stack. Hosen von—9 Mk.— Gefl. Bestellungen erbittet N 010 Zit. Trag⸗ lr Die elektrische Einrichtung sichert 05 19 Wechels Formulare e in der 77692 Brym, R 4, 3, 1 Treppe. Federrolle kraft, zu kallen ung. 2 Komme auch ausserhalb. t. Offert, mit Press unt. des Teereen Dr. B. Buus Bucfictrruckerei&. m. b..—— r elner rle in ünſch gt in eulſch⸗ 322 Moſſe 7917 . Ant. Roſſe, 7516 —ů— 7 8 25. 2 60 E 85 Beriiu W 38, Lützow-Strasse 4. —— ———— Luniauen Felonialwaren⸗Geſchäftes ge⸗ an die Expedition ds. Blattes. Mannheim, 23. Mai 1908. Germania General⸗Anzeiger. (Abendblatt.) Lebens-Versicherungs- Aktien- Gesellschaft zu Stettin. —— Versicherungsbestand Ende 1907: 782 Milllonen Mark Kapital. Bisherlge Lelstungen an 460 MIIlionen Mark. Unverfallbarke Sicherheitsfond Ende 1907: 342 Mllllonen Mark. Neuanträge 1807: 73 MiIlllonen Mark. it! Weltpolicel Unanfechtbarkeit! Die NMermania schliesst: Versloherte: Lebens-, Invaliditäts-, Aussteuer-, Militärdienst-, Leibrenten-, Unfall und Haftpflicht- 4856 Versicherungen. Prospekte und jede weitere Auskunft kostenfrei durch die ß W. Kaesen, M 3, 6. I. Mosbacher. 6 8, 7. 2371 295644 Tuamschts. J elraten aller Stände und Kon⸗ feſſion. werd.ftreng reell u. diskr. pern. Offert, unter Nr. 61084 an die Expedition dieſes Blattes. . eeberd Euistenz 2 Flaſchenbier und 1 Sodawaſſer⸗ 10 0 zu verkaufen. Näheres Wikiſchaft zur Rheinau Lindenhof. Foßf nener vierfl. Gasherd weg, Platzmangel zu verkaufen. Meerfeldſtr. 23 parterre. 1109 Fin zu verkaufen en 61155 Karl Metz, Dalbergſtr. 32. Eleganter JDamenhut mod. Rembrandfacou ſchwarz mit fünf ganz neuen weißen großen Straußfedern billig zu verk. Reiſcher O 3, 19. 23147 Daun nden Prossen FVerdlenst Jahne Risiko erzielen Wieder- perkäuf. u. Agenten durfh d. Vertrieb von Semi-Emaille und echt eingebrannt Emaille-Por- tröts Broschen, Nadeln, Knöpfe ete, Werden nach jed. deliebig. Photographie zu billig en Preisen hergestelll., Künstle⸗ köche Ausfährung garantiert. I. A. Derrick. G. H. J. H. Kstalog gratis und franko. 79570 unger, fleißiger und gewiſſen⸗ de aus der Branche als Acquiſiteur für Süddeutſchland geſucht. Spedlt 85 eure und iffer, Aheinſchiftahetsgeſenſchaft mi. b. G. Alogeher u. Packer Jahre, für geſucht, Alter 16—18 Eſſenwaren en-gros Geſchäft. Ofierten unter Nr, 61105 an die Erpedition ds Blattes. Tlcht, Verkäuferin zur Leitung der Filiale eines ſucht. Offert. unt. Nr. 61150 Audelloses Chepaat zum Inſtandhalten der ume eines Arztes u. zur Bedienung während der Sprechſtunden gegen freie ſöschästsveflegung u. Empfaplung. insbesondere gestatte ich mir die ergebenste Mitteilung, dass ich mein Spenggesaſnsfallatons beschaft nach meinem eigenen Hause C 4, 68. vorlegt habe. Für alle in mein Fach einschlagende Arbeiten, Repara- turen jeder Art halte ich mich bestens empfohlen und er- zuche höflichst, mir zuch in meinem neuen Heime die ge- wohnte Patronsge zu Teil werden zu lassen. 79571 Heinrich Dubbernell Spenglermeister und installateur 0 4, 6. Feuerverſicherung. Geueralagentur alter deutſcher Geſellſchaft, welche außer der Feuerverſicherung noch gut ein⸗ geführte Nebenbranchen betreibt, iſt für das Großz⸗ herzogtum Baden mit Sitz in Mannheim od. Karlsruhe zu vergeben. Kautionsfähige mit den Verhültniſſen des Bezirks vertrante, gutqualiſi⸗ zierte Bewerber belieben ausführliche Offerte unt. Nr. 79522 an die Erpedition dieſes Blattes ge⸗ langen zu laſſen. Diskretion zugeſichert. del Ichnellster Auskührung Trauerbriefe Uelert billigſt 4 4 44 Dr. B. Sads ide Buchdruckerei S. m. b. B. Kirchen Anſagen. Evangeliſch⸗proteſtantiſche Gemeinde. Sonntag, den 24. Mai 1908. Trinitatiskirche. Morgens ½9 Uhr Predigt, Herr Stadtpfarrer Achtnich. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadtpfarrer Hitzig. Morgens 11 Uhr Kindergottesdienſt, Herr Stadtvikar Krapf. Nach⸗ mittags 2 Uhr Cbriſtenlehre, Herr Stadtpfarrer Hitzig. Concordienkirche. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadt⸗ pfarrer Ahles. Morgens 11 Uhr Kindergottesdienſt, Herr Stadt⸗ vikar Müller. Nachmittags 2 Ubr Chriſtenlehre, Herr Stadtpfarrer Ahles. Abends 6 Uhr Predigt, Herr Stadtpikar Müller. Lutherkirche. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadtyfkar Duhm. Morgens 11 Uhr Kindergottesdtenſt, Herr Staodtvikar Duhm. Moergens 11 Uhr Chriſtenlehre, Herr Stadtpfarrer Weißheimer. Friedenskirche. Morgens ½9 Uhr Chriſtenlehre, Herr Stadt⸗ pfarrer Höhler. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadtbikar Höſer. 755985 11 Uhr Chriſtenlehre, Herr Stadipfarrer von Schöpffer und Höhler. Johanniskirche Lindenhof. Morgens 10 Uhr Predigt, 1905 Stadtpfarrer Sauerbrunn. Anſprache des Herrn Prälaten Or. Oehler. Morgeus 11 Uhr Chriſtenlehre, Herr Stadtpſarrer Sanuerbrunn. Heinrich Lanz⸗Krankenhaus Lindenhof. Morgens /½ 11Uhr Predigt, Herr Stadtpfarrer Klein. 8 Veiße getupfte Mulle für Bluſen 55 und 65 Pfg. per Meter Reizende Slickerei⸗Sloff .25 Mk. für Bluſen, Pariſer Baliſte(allerneueſle) weiß, grundig mit dreiten Streifen nur 95 Pfg. p. Meter Poſten Rohſeidenſtoffe Reſte weit unler Preis Schwarzer Taffet(Sarautie) 13. Neu eingetroffen: Mpatte Borden⸗Muſſeline rein Wolle(Partieware) mit breiten Borden per Meter.10 Mk. koloſſal billig. Muſſeline(waſchecht) 35 Pfg., 45 Pfg., 65 Pig. Sugl. gemuerte Kleiderſtoffe zu Jackenkleidern, neueſte Deſ⸗ ſins, von.50 bis.— Mk. Speben eingetroffen: Sehr billige ſchöne Leinen⸗Nonleaux mit Applicationen. Viele Briſe⸗biſes. Breite u. ſchmale Gardinen Bettdecken. Poſten Gkltvorlagen zu jedem annehmbaren Preis. Ueber 10 Tauſeud Meter Serte⸗ 60 Cm. breit,.50 Mt. enorm unter Preis reine Seide Vordeuſtoffe für Bluſeuröcke, hell dunkel(große Breite) .30,.85 Mk., ſehr billig und per Meter(Gelegenheitskäufe) Zu Sportröcken: WPeiß Waſchpauama nur.20 Mk. per Meter Poſten Alpacca⸗Unterröcke mit ſchönen Volant, in hellen Forben, ſehr billig Veiße fertige Stickerei⸗Bluſen, wirllich hillg. Alle Preiſe netto Kaſſe. Wollmuſſeline auf Lager, dahet gunz enorme Auswahl Stadtmiſſon. Evaug. Vereinshaus K 2, J0. Sonntag, 11 Uhr: Sonntagsſchule. 8 Uhr: Allgemeine Erbauungsſtunde, Stadtmiſſionar Mühlematter. 5 Uhr: Jungfrauenverein ⸗Tabeg“(Bibel⸗ und Geſangſtunde). Montag,—5 Uhr: Frauenverein(Arbeitsſtunde). Donnerstag, 8 Uhr: Jungfrauenverein Tabea“(Arbeits⸗ ). reitag ½9 Uhr: Probe des Geſangvereins„Zion“. amstag,—2 Uhr: Pfennigſparkaſſe der Sonntagsſchule. 749 Uhr: Vorbereitung zur Sonntagsſchule. Schwetzingerſtadt, Schwetzingerſtraßße 124. Sonntag, 1 Uhr: Sonntagsſchule, ½9 Uhr: Allgemeine Bibelſtunde, Herr Stadtmiſſionar Mühlematter, Montag, 8½ Uhr: Gemiſchter Chor. Dienstag, ½9 Uhr: Jugend⸗Abteilung. Samstag, ½9 Uhr: Chriſtl. Verein junger Männer. Neckarſtadt, Gärtnerſtraße 17. Sonntag, 11 Uhr: Sonntagsſchule. Dienstag, ½9 Uhr: Allgemeine Bibelſtunde. Lindenhof, Bellenſtraße 52. Sonntag, morgens ½9 Uhr: Sonntagsſchule. reitag, ½9 Uhr: Allgemeine Bibelſtunde. u den allgemeinen Bibelſtunden der Stadtmiſſton iſt Jedermann freundlich eingeladen. Euang. Männer⸗ u. Jünglingsvertin. E. J. Wochenprogramm vom 24. Mai bis 30. Mai 1908. Sountag, 23. Mal. Vormittags ½j,9 Uhr: Verſammlung des Bundes vom weißen Kreuz in U 5, 28. Aeltere Abteilung: abds. 8 Uhr Miſſions-Familtenabend mit Teedewirtung. Eintritt 20 Pfg. Jugend⸗Abteilung: nachmittags von 2 Uhr an Spiele im Freien Und freie Unterhaltung. Montag, 26. Mat. Abends ½9 Uhr: Bibelſtunde der älteren Abteilung über Ev. Joh. 3, 14—21 von Herrn Pfarrer Kühlewein. Dienstag, 26. Maf. Abends ¼9 Uhr: Turnen im Gr. Gym⸗ naſium, abends—9 Uhr: Engliſcher Sprachkurs von Herrn Dr. Weber⸗Diſerens. Mittwoch, 27. Mai. Abends ½9 Uhr: Probe des Poſannenchors. Abends 9 Uhr Probe des Männerchors in K 2, 10. Donnerstag, 28. Mal. Jugend⸗Abteilung, Frühſpaziergang. Freitag, 29. Mal. Abends ½9 Uhr: Bidelſtunde der Jugend⸗ Abtellung, freler Text von Herrn Stadtvikar Krapf, adends—9 Uhr engliſcher Sprachkurs von Herrn Dr. Weber⸗Diſerens,—10 Uhr franzöſiſcher Sprachkurs von Herrn Dr. Weber⸗Diſerens. Samstag, 30. Mai. Abds. 9 Uhr: Gebetsvereinigung in Us, 23. Jeder chriſtlich geſiunte Mann und Jüngling iſt zum Beſuch der Verſammlungen herzlich eingeladen. Nähere Auskuünft erteilen der 1. Vorſitzende, Bauführer Klos, Eliſabethſtr. 3. Der 2. Vor⸗ ſitzende, Stadtpikar Krapf, F 2, 9ga. Evangel. Gemeinſchaft. P 6, 5, Hof, 1 Cr. Sonntag, den 24. Mai, morgens ¼10 Uhr Frühgottesdienſt; 11 Uhr Sonntagsſchule; nachmittags halb 4 Uhr Predigt; 5 Uhr Jugendvereinn. Donnersag, 28. Mai(Himmelfahrtsfeſt), nachmittags ½4 Uhr Predigt. Freitag, 29. Mai, abds. /9 Uhr, Singſtunde d. Geſang⸗Vereins. Neckarvorſt.: Lortzingſtraße 20, Hof. Sonntag, den 28. Mat, morgens ¼10 Uhr Frühgottesdienſt; 11 Uhr Sonntagsſchule; abends 8 Uhr Predigt. Mittwoch, 27. Mai, abends ½9 Uhr Bibelſtunde. ohnung per 1. Juli geſ. Ounter Nr. 28144 a. d. Exp. Diakoniſſenhauskapelle. Morgens ½11 Uhr Predigt, Herr Pfarrer Kühlewein. Donnerstag, 28. Mat(Oimmelfahrtsfeſt), abends 8 Uhr Predigt Jedermann iſt herzlich willkommen! Flan⸗Areuz⸗ Ptein(F. 70, Schwrhingerſraße 124. Donnerstag, den 28. Mat, abends 8 Uhr: Vereinsver⸗ ammlung für jedermann. Geſchäftsſtelle⸗ Chr. Mühlematter, Traitteurſtr. 21. Wppfioliſche Geneinde hier, Potzſtt. I, Sths, 2. Sloc. Gottesdienſt: Sonntag nach nmüttag 4 Uhr. Dounnerstag abbs 8¼ Uhr. Katholiſche Gemeinde. Jeſuitenkirche. Sonntag, 24. Mai. 726 Frühmeſſe, 54 7 Uhr biſchöfl. hl. Meſſe. 8 Uhr hl. Meſſe. 8 Uhr Amt mit Generalkommunion der Erſtkommunikanten. 10 Uhr Predigt und Amt. 11 Uhr heil. Meſſe. 2 Uhr Chriſtenlehre. 73 Ühr Vesper. 8 Uhr Mai⸗Andacht mit Predigt, Pro⸗ zeſſion und Segen. 5 Montag, den 25. Mat. 8 Uhr Firmungsamt. Hierauf ½9 Uhr Beginn der hl. Firmung; nach derſelben Predigt und biſchöfl. Segen. 3 Uhr Andacht für die Firmlinge. 78 Uhr Maiandacht mit Segen. Untere kath. Pfarrei. Sonntag, 24. Mai. 6 Uhr rühmeſſe. 7 Uhr hl. Meſſe. 8 Uhr Singmeſſe m. Pxedigt. 210 Uhr Predigt und Hochamt. 11 Uhr heil. Meſſe mit Predigt. ½2 Uhr Chriſtenlehre für die Mädchen. 3 Uhr Andacht z. hl. Familie. ½8 Uhr Maiandacht mit Predigt und Segen. 88 Montag, 25. Mai, ½7 Uhr biſchöfl. hl. Meſſe. Kathol, Bürgerhoſpital. Sonntag, 24. Mai. 19 Uhr Singmeſſe mit Predigt. 10 Uhr Gottesdienſt für die Mittelſchüler. 4 Uhr Andacht für die armen Seelen. Herz⸗Jeſu⸗Kirche, Neckarſtadt. Sonntag, 24. Mai. Kirchweihfeſt. 6 Uhr Frühmeſſe. ¼7 Uhr heilige Meſſe. 8 Uhr Beginn der Konſekrationsfeier durch Se. Exzellenz den hochwürdigſten Herrn Erzbiſchof. Hierauf(zwiſchen 10 und 11 Uhr) Feſtpredigt, feierliches Hochamt und Tedeum. 2 Uhr feierliche Vesper. Abends 7 Uhr Maliandacht mit Predigt und Segen. Hl. Geiſt⸗Kirche. Sonntag, 24. Mai. 6 Uhr Frühmeſſe⸗ Beicht. 7 Uhr hl. Meſſe. 8 Uhr Singmeſſe mit Homilie. ½10 Uhr Predigt und Amt. 11 Uhr hl. Meſſe. Nachmit⸗ tags 2 Uhr Chriſtenlehre. ½3 Uhr Vesper. ½5 Uhr Firm⸗ unterricht. Montag, 25. Mai..10 Bittamt. Liebfrauenkirche. Sonntag, 24. Mal. Von 6 Uhr an Beichtgelegenheit. ½7 Uhr Frühmeſſe 8 Uhr Singmeſſe mit Predigt. ½10 Uhr Predigt und Amt. 11 Uhr hl. Meſſe. 2 Uhr Chriſtenlehre. ½3 Uhr Andacht zur heiligen Familte. 8 Uhr Maiandacht mit Predigt, Prozeſſion und Segen. St. Joſefskirche, Lindenhof. Sonntag, 24. Mal. 6 Uhr Beicht. ½7 Uhr Frühmeſſe. 8 Uhr Singmeſſe. 710 Uhr Predigt und Amt. ½2 Uhr Chriſtenlehre. 2 Uhr Herz⸗Mariä⸗ 5½8 Uhr Maiandacht mit Predigt, Prozeſſion und Segen. Alt⸗Katholiſche Gemeinde. Sonntag, den 24. Mai 1908. Aula der Friedrichsſchule(U 2)— Einganug vom Ring aus. — Morgens 10 ÜUhr: Deutſches Amt mit Predigt, Herr Sſadt⸗ pfarrer Ehriſtian. Schloßkirche. Der Goltesdienſt fällt aus. Oulte Franbaise. Hospital Helnrich Lanz, Lindenhof. Dimanche, 24 mai à9½½ heures précises prédication de Monsieur le pasteur Robert. 79530 Sport. Kümmelbacher Hof nach Neckargemünd führte. Die Tourt war Eine weitere Tour wird Maitour], die don Heidelberg aus über den Königſtuhl zum Ladena die Semmerfaiſon cröffnet. Mitte Juni beginut das Training im Schleuſenkanal für das am Sonntag, 12. Juli ſtatl⸗ ſehr befriedigend für die Teilnehmer. findende große nationale Wettſchwimmen. Sportplatz bei den Brauereien. Der kommende Sonntag bringt, wie ſchon kurz berichtet, das intereſſante Zuſammen⸗ lreffen der 1. Erſatzmannſchaft des Karlsruher Fußballvereins und der Mannheimer Fußballgeſellſchaft„1896“. Der Beginn dieſes Spieles iſt auf 37½ Uhr feſtgeſetzt. Das Spiel der 3. Mannſchaft mußte infolge Abſage von Frankfurt auf einen ſpä⸗ leren Sonntag verlegt werden. Der Mannheimer Sportklub„Germania“ hat über die Sommermonate eine Abteilung für Touriſtik gebildet, der es 5 Aufgabe gemacht iſt, über die Sommerzeit, wo das Fußball⸗ diel ruht, kleinere und größere Fußtouren in den Odenwald, Schwarzwald und in die Pfalz ufw. zu unternehmen. Gerade zurch dieſe Touren werden diejenigen Mitglieder, die ſich nicht einem Training der Leichtathletik unterziehen wollen, doch in ge⸗ viſſer Beziehung für die Fußballſache in der Uebung beharten, un andauerndes Laufen mit der zeitweiſen erforderlichen Raſt keäftigt die Laufmuskeln und bildet Lungen nebſt den übrigen ktganen weiter aus. ch iſt in gewiſſem Sinne den Paſſiven Vereins damit Rinung geirogen. Die erſte Tour begann enen Sonntag, 17. Mai, durch eine Mondſcheinpartie am Himmelfahrtstage, 28. Mai, unternommen. Mit der Bahn bis Edenkoben, dann Aufſtieg zum Kalmit. Beſichtigung der Ludwigshafener Hütte lehemaliges Schwarzwaldhaus unſerer Jubiläumsausſtellung). Von da nach längerer Raſt Wanderung nach Neuſtadt a. Hdt. Freunde und Gönner des Sports ſind immer willkommen. Jeweilige Zuſammenkünfte ſind immer Mitt⸗ woch und Samstags Abend ½10 Uhr im Lokale der Germanig⸗ „Hotel Grüner Hof“, L 12.— Am kommenden Sonntag, den 24. Mai, finden auf dem hieſigen Exerzierplatz folgende Spiele des Mannheimer Sportklub Germania ſtatt. Die zweite Mann⸗ ſchaft ſpielt um drei Uhr gegen die erſte Mannſchaft des Heidel⸗ berger Fußballklubs Viktoria. Anſchließend wird die erſte Mannſchaft Germania gegen die des Wiesbadener Fußballklubs Germanig antreten. Beide Spiele verſprechen ſehr intereſſam zu werden, und kann dem titl. Publikum nur empfohlen werden. Schwimmklub„Salamander“ Maunheim. Nachdem nunmehr die Rheinbäder ihre Pforten geöffnet haben und der Klub für ſeine Mitglieder mit dem Badeanſtaltsbeſitzer Herweck für die⸗ ſelben ein günſtiges Abkommen getroffen hat, wird von ſeiner Seite aus am Sonntag vormittag durch ein allgemeines An⸗ * Athletik. Bei dem am Sonntag, 17. Mai, in Ludwigshafen ſtattgefundenen 4. Gauwettſtreit des D..⸗V. gelang es dem Athleten⸗Klub Mannheim 1(Lokal G 7, 10) unter ſtarker Konkurrenz mit höchſter Punktzahl den 1. Vereinspreis(2. Preis.⸗Kl. Schwetzinger⸗Vorſtadt) zu erringen. Seine Ueber⸗ legenheit zeigte der Verein aber erſt mit ſeiner Mutſterriege, indem dieſelbe 17 Mann ſtark(was bis jetzt in Deutſchland noch nie der Fall war) zur Konkurrenz antrat. Die exakt ausgeführten Uebungen wurden ſeitens des zahlreich anweſenden Publikums mit reichem Beifall belohnt. Reſultat: 1. Preis(2. Preis Athl.⸗Kl. Schwetzinger⸗Vorſtadt). Im Dreikampf und Ringen errangen die einzelnen Mitglieder außerdem noch 24 Preiſe, beſtehend aus ſilb. Medaillen, Kränzen mit Diplomen, darunter den 1. und 2. im Stemmen und den 2. im Ringen. Mit dieſen Siegen hat der Athleten⸗Klub Mannheim J aufs neue bewieſen, daß er über eine gut geſchulte Mannſchaft verfügt und vorwärts ſtrebend immer weiter ſchreitet zum Nutzen der körperlichen Ausbildung ſeiner Mitglieder. Die Ehrenpreiſe ſind ausgeſtellt in der Fahrradhand⸗ lung von J. Schieber, G 7, 9 wopnnementr: 50 Pfennig monatlich. Trägerlohn 10 Pfennig. Durch die Poſt bezogen inkl. Poſt⸗ gufſchlag M..91 pro Quartal. Telephon: Redaktion Nr. 377. Amts⸗ und Kreisverkündigungsblatt. Inſerate; Die Kolonel⸗Zeile 25 Auswärtige Inſerate 80 1 Die Reklame-⸗Zeilt 95 Expedition Nr. 218, Nr. 91. Samstag, den 23. Mai 1908. 118. Jahrgang a 8 05—ů. ine Vekauntmachung. eh anntm a chun g. Ein ladung. Handelsregiſter. Hekauntmachng 0 Straßenſperre betr. Die Wahl eines erſten Bi meiſters bet Zum Handelsregiſter B] Die Lieferung von Honfe Nr. 54593 P. Wir bringen Nr. 9334 M. Die Aushebung der 1e Wahl eine⸗ erſten Bürger neiſters ketr. Band VI.⸗Z. 25, Firma 200 Paar Rohrgz 180 hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ Militärpflichtigen betr. Infolge der Wahl des ſeitherigen erſten Bürgermeiſters Neue Rhelnau⸗Akkten⸗ 200 Paar bentiefelg, nis, daß behufs Vornahme I. Fur öffeutli Aenntnis! Herrn Martin zum Oberbürgermeiſter iſt die Stelle des Geſellſchaft“ in Rheinau, ar Filzſocen von Straßenbanarbeiten in der Zur sffentlichen Ae 51. ſerſten Bürgermeiſters frei geworden. wurde heute eingetragen: Emil für die Magenführer deea Langen⸗Rotterſtraße zwiſchen Die diesjährige Aushebung der Militär⸗ Der Stadtrat hat Termin zur Vornahme der Neuwahl Müller Ingenſeur, Rheinau, Straßenbahn ſoll in Weee nde Käferthaler⸗ und 9 rinzen⸗ pflichtigen des ushebungsbezirks Mann- anberaumt auf iſt als Prokuriſt beſtellt und öffentlichen Submiſſion uen u ſraße die Abſperrung dieſer heim findet vom 50. Juni bis 14. Juli d. Is., Dieustag, den 26. Mai 1908, berechtigt, in Gemeinſchaft mit ebdl herde Straße vom 25. d. Mits. bis jeweils vormittags 7 Uhr beginnend, in einem Vorſtandsmitgliede die ee der Lieferung zu gu auf Weiteres nötig fällt. 8f1 98 9 9 nachmittags ½3—'4 Uhr Geſellſchaft zu vertreten und belegten Muſter können ſe fder Wäbrend dieſes Zeitraumes Saale der Reſtauration„Jur Naiſerhütte“, in den früheren Sitzungsſaal des Stadtrates(altes die Firma zu zeichnen. 13015 Straßenbahwarnnallunge de Schul iſt die Benüßung der er⸗ Seckenheimerſtr. Jia dahier, ſtatt. Rathaus II. Stock Zimmer No. 16.) 31405] Mannheim, 21. Mai 1908,. enbahnamtes wihrn wähnten Straßenſtrecke für den geſamten Fuhrwerks⸗ verkehr verboten. 18019 Zuwiderhandlungen werden gemäߧ 366 Z. 10.⸗Str. .⸗B. und§ 121 Pol.⸗Str.⸗ .⸗B. mit Geld bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft. Maunheim, 20, Mat 1908. Großh. Bezirksamt. Polizeidirektion Abt, Iy a n Bekauntmachung Die Kanaliſation in Schriesheim betr. Nr. 6248 IV. Wegen Ein⸗ lage von Abwaſſerkanälen ſind die Kreisſtraßen Schriesheim⸗ Wilhelmsfeid zwiſchen dem Kreisweg Nr. 21 Schriesheim⸗ Leulershauſen⸗ und der Kanzel⸗ bachbrücke vom Montag, den 25. Maf bis Donnerstag, den 4. Juni und der Kreisweg Schriesheim⸗Leutershauſen auf eine kuize Strecke innerhalb Ort vom Donnerstag den 4. Juni bis Samstag, den 138. Juni für den Wagenverkehr geſperrt. 13017 Zuwiderhandlungen werden nach§ 121.⸗Str⸗G.⸗B. an Geld bdis zu 60 M. oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft Die Bürgermeiſterämter des Bezirks werden beauftragt, dies in ihren Gemeinden in orks⸗ üblicher Weiſe öffentlich be⸗ kannt zu machen. »Mannbeim, 22. Maf 1908 Großh. Beſirksamt: Abt g IV: Dr. 015. —— — Grkgüntmachung. Die Schweineſeuche im Stalle des A. Becker in Mannheim, Gartenfe dſtraße 51 belr. Nr. 591711I. Die Schweine⸗ ſeuche unter dem Schweine⸗ beſtand des A. Becker in Mannheim, Gantenfeldſtraße Nr. 51 iſt erloſchen, die Sperre iſt aufgehoben. 18016 Mannheim, 22. Mai 1908. Großh. Bezirksamt Abteilung III: Dr. V. Pfaff. Bekannlmachung. Einfangen herrenloſer Hunde betr. Eingefangen und bei ns- mieiſter Julius Walter, chul ⸗ hofſtraße Nr. 4 untergebracht, ein Herreulo er Hund. Race: Foxter⸗ rer. Geſchlecht: mänulich, Farbe: weiß und rotgelb. Mannheim, den 22. Mal 1903. Großh. Bezirksamt Polizeidirektion. Bekauntmachung. Aufgebyt v. Pfandſcheinen. Es wurde der Antrag geſſellt den Pfaudſchein des Slädt. Leih⸗ amts Mannheln: Lit. A Nr. 16798 vom 5. Juni 1907, welcher angeblich abhanden ge⸗ kommen iſt, nach 8 28 der Leſh⸗ amtsſatzungen ungiltig zu er⸗ kläxen. 31468 Der Juhaber dieſes Pfand⸗ ſcheines wird hiermit aufgeſor⸗ dert, ſeineAnſprüche unter Vorlage des Pfandſcheines iunerhalb 4 Wochen vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekauntmachung an gerech⸗ net beim Stadt. Leihamt, Lit. 5ù1 geltendzu machen, widrigen⸗ falls die Kraftloserklärung oden Pfandſcheines erſolgen Wir 5 Mannheim, 22. Mai 1908. Städt. Seihamt. Bekanntmachung. Die Geimeinde Brühl verſteiger! am Mittwoch, den 27. Mai 1903, nachm. ½6 uhr, auf dem Rathaus dahler einen zur faſſd. Untauglichen ſeiten Riuder⸗ ſſel, wozu Steigerungsliebhaber einlabet. 79550 Brühl, den 22. Mai 1908. Das Bürgermeiſteramt. Schäfer. C ·˙1A Es haben zu erſcheinen, die beim dies⸗ jährigen Muſterungsgeſchäfte: a) für untauglich Erklärten; b) zum Landſturm Vorgeſchlagenen; c) zur Erſatzreſerve Vorgeſchlagenen; d) für tauglich Befundenen; e) die von den Truppentei en abgewie⸗ ſenen Einjährig⸗Freiwilligen, ferner ) diejenigen Militärpfl chtigen, welche ſich zur diesjährigen Vormuſterung nicht geſtellt haben. Der Tag, an welchem die einzelnen Militär⸗ pflichtigen zu erſcheinen haben, wird denſelben durch Vorladung bekannt gegeben werden. Die Verbeſcheidung der Reklamationsgeſuche durch die verſtärkte Obererſatzkommiſſion findet jeweils an dem Tage ſtatt, an welchem die betreffenden Militärpflichtigen zur Aushebung zu erſcheinen haben. Es haben daher an dieſem Tage die Eltern des Reklamierten ſpäteſtens vormittags 210 Ahr im Aushebungslokal zu erſeheinen. In denjenigen Fällen, in welchen zufolge der Aushebung mehrere Brüder gleichzeitig in den Mili⸗ tärdienſt gelangen, bezw. im Militärdienſt ſtehen würden, kann die Zurückſtellung des jüngeren ſpä⸗ teſtens 3 Tage vor dem Aushebungstermin bean⸗ tragt werden. Die Militärpflichtigen haben pünktlich jeweils 7 Uhr vormittags in reinem und nüchternem Zuſtande im Aushebungslokale zu er⸗ ſcheinen und ihre Militärpapiere mitzubringen. Die ohne genügende Entſchuldigung Ausbleibenden werden gemäߧ 26 8. 7.⸗O. au Geld bis zu 30 Mark oder Haft bis zu 3 Tagen beſtraft, auch können ihnen die Vorteile der Loſung entzogen und ſie als„vorweg Einzuſtellende“ behandelt werden. Wer ſich der Geſtellung böslich entzieht, wird als unſicherer Dienſtpflichtiger behandelt, er kann außer⸗ terminlich gemuſtert und ſofort bei einem Truppenteil eingeſtellt werden. Die durch Krankheit am Erſcheinen Verhinderten haben ein ärztliches Jeugnis einzureichen, dasſelbe iſt, ſofern der ausſtellende Arzt nicht Staats⸗ arzt iſt, bürgermeiſteramtlich beglaubigen zu laſſen. II. An die Bürgermeiſterämter des Amtsbezirks: Vorſlehende Bekanntmachung iſt durch die Bürger⸗ meiſterämter wiederholt in ortsüblicher Weiſe öffent⸗ lich bekannt zu machen und über den Vollzug inner⸗ halb 8 Tagen Anzeige anher zu erſtatten. Zu den Aushebungsterminen haben die Herren Bürgermeiſter aus dem Candbezirke nur dann zu erſcheinen, wenn Reklama⸗ tionen ihrer Ortsangehörigen zu verbe⸗ ſcheiden ſind. Mannheim, den 19. Mai 1908. Jer Jinilvorſtzende der Erſatkoumiſſton dez Aushebüngsghe Manuheim: v. Bekanntmachung. Impfung betr. Nr. 9736 III. Die unentgeltliche Impfung der Kinder in dem Vororte Käferthal findet wie folgt ſtatt: Freitag, den 29. Mai 19083 vormittags 10 uhr, Dienstag, den 2. Juni 1903 vormitlags 10 Uhr jeweils im Rathaus in Käferthal. Geimpft muß werden: 1. jedes Kind vor Ablauf des auf ſein Geburtsjahr fol⸗ genden Kalenderjahres, ſofern es nicht nach ärztlichem Zeug⸗ nis die natürlichen Blattern überſtanden hat. 2. jeder Zögling einer öffentlichen Lehranſtalt oder einer Privatſchule innerhalb des Jahres, in dem er das 12. Lebens⸗ jahr zurückgelegt hat, ſofern er nicht nach ärztlichem Zeugnis in den letzten fünf Jahren die natürlichen Blattern über⸗ ſtanden hat oder mit Erfolg geimpft worden iſt. . ältere impfflichtige Kinder und Zögkinge, welche noch nicht oder ſchon einmal, jedoch ohne Erfolg geimpft wurden. Eltern, Pflegeeltern und Vormünder, deren Kinder oder Pflegebefohlene dem Geſetze zuwider der Impfung entzogen bleiben, werden an Geld bis zu 50 Mk. oder mit Haft bis zu drei Tagen beſtraft. Für Kinder, welche von der Impfung wegen überſtandener Blattern oder früherer Impfung befreit ſein ſollen, oder zur Zeit ohne Gefahr für Leben oder Ge⸗ ſundheit nicht geimpft werden können, ſind die ärztlichen Zeugniſſe dem Impfarzte vorzulegen. Die geimpften Kinder müſſen bei Strafvermeiden zu der von dem Impfarzte bei der Impfung beſtimmten Zeit zur Nachſchau gebracht werden. Aus einem Hauſe, in welchem anſteckende Krankheiten, wie Scharlach, Maſern, Diphterie, Croup, Keuchhuſten, Fleck⸗ tyhus, roſenartige Entzündung oder die natürlichen Pocken herrſchen, dürfen Impflinge zum allgemeinen Termin nicht gebracht werden. Die Kinder müſſen zum Impftermine mit rein 18011 Semamer: Katholi ſches Bär gerdoſpiatal.— e⸗ waſchenem Körper und mit reinen Kleidern erſcheinen. 8 Mannheim, den 21. Mai 1908. 13012 Großzh. Bezirksamt Abt. III: Dr. V. Pfaff. Indem wir hiezu die gemäߧ 11 der Städteordnung wahlberechtigten Mitglieder des Bürgerausſchuſſes einladen, bemerken wir: Die Wählbarkeit zum Amte eines Bürger meiſters iſt nicht durch das Stadibürgerrecht bedingt. Vielmehr iſt zu einem ſolchen Amte jeder im Vollbeſitz der Rechtsfähigkeit und der bürgerlichen Ehrenrechte befindliche männliche, nicht im aktiven Milttärdienſte ſtehende Angehörige des deutſchen Reichs wählbar, welcher das 26. Lebensjayr zurückgelegt hat. Die Wahl tann jedoch nur derjenige annehmen, welcher die badiſche Staatsangehörigkeit beſitzt oder erwirbt. Mit Annahme der Wahl erlangt der Erwählte das Stadtbürgerrecht. Es können aber: 1) diejenigen Beamten und die Mitglieder derjenigen Behörden, durch welche die Auſſicht des Stgats über die Stadt ausgeübt wird, 2) die beſoldeten Gemeindebeamten, 3) Geiſtliche und Volksſchullehrer, 4) die beſoldeten Richter, die Beamten der Staatsanwalt⸗ ſchaft und die Polizeibeamten die auf ſie gefallene Wahl nur annehmen, wenn ſie ihr Amt niederlegen, Vater und Sohn, Schwiegerſohn, Brüder und Schwäger, ſowie dlejenigen, welche als offene oder perſönlich haſtende Geſellſchafter bei der nämlichen Handelsgeſellſchaft beteiligt ſind, können nicht zugleich Mitglieder des Stadtrats ſein. Iſt der zum Bürgermeiſter Gewählte mit einem der Stadträte auf die vorbezeichnete Weiſe verwandt oder ver⸗ ſchwägert oder bei einer Handelsgeſellſchaft beteiligt, ſo ſcheidet der Stadtrat aus. Bei der Wahl des Bürgermeiſters gilt als gewählt der⸗ jenige, für welchen die abſolute Mehrheit aller Wahlberech⸗ tigten geſtimmt hat. Die Amtsdauer des Gewählten erſtreckt ſich auf neun Jahre. Die Wahl geſchieht mittelft geheimer Stimmgebung. Das Wahlrecht wird in Perſon durch verdeckte Stimm⸗ zettel ohne Unterſchrift ausgeübt. Die Stimmzettel müſſen von weißem Papier und dürfen mit keinem äußeren Kennzeichen verſehen ſein. In dem Stimmzettel iſt der Name deszenigen, welchem der Wähler ſeine Stimme geben will, handſchriftlich oder im Wege der Vervfelfälligung einzutragen. Der Vorgeſchlagene iſt ſo zu bezeichnen, daß die Perſon des Gewählten unzweifelhaft zu erkennen iſt. ür jeden Wahlberechtigten iſt ein Wahlzettel ange⸗ ſchloſſen. Mannheim, den 20. Mat 1908. Der Stadtrat: Martin. Diebold. Wingenroth, Soherr& Co. Tel. 287 u. 204 2. MANMNREIN N., K. Provisionsfreier Scheck-Verkehr. Jedlerzeit ohns Kündigung rückzahlbare Einlagen Werden zu gutem Satzo provisionsfrei verzinst. Die Schecks sind hier und an allen grösseren Plätzen Deutschlands kostenfrei zahlbar, Provislonsfreie Depositengelder Werden je nach Kündigungsfrist zu höheren Sätzen vorzinst. Laufende Rechnungen mit Gewshrung von Bankkredit unter günstigen Bedingungen. Kauf und Verkauf von Wertpapieren. zu billigsten Sätzen. Abteilung für nicht notierte Werte, Pauser gewölbs mit Safes zur Aufbewahrung von Wertgegenständon. Süddeutsche Disconto-Gesellschaſt A. 6. in Mannheim. Zwelgnſederiassunger In Frolburg /g., Heldelberg, Lahr /8. Landau /pfalz und Pforzheim. in Frankfurt a. M. E. Ladenburg. Alenkaphia Mk. 35,000,000.— Eröffnung von laufenden Rechnungen mit oder ohne Kredit gewährung. Provisionsfreie Scheck-Rechnungen und An- nahme verzinslicher Bardepositen. An- und Verkauf von Wertpapieren, Ausfüh- rung von Börsenaufträgen. Diskontierung und Einzug von Wechseln auf das In- und Ausland. Einzug von Kupons und verlosten Effekten. Ausstellung von Schecks, Akkreditiven und Kreditbriefen auf das In- und Ausland. Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpa⸗ pieren und Wertsachen aller Gattungen in teuer- und disbessicheren Gewölben mit Safes- Einrichtungund UDebernahme der Haftbarkeit nach den gesetzlichen Bestimmungen. Versicherung verlosbarer Wertpapiere gegen Kursverlust. 78054 Beleihung von Wertpapieren und Waren. Piliten⸗ Karten lietent in gelchmach⸗ volllter Auskünrung 78 8 Gr. Amtsgericht J. Koukurg⸗Verfahren. Nr. 3494. In dem Konkurs⸗ verfalren über das Vermögen der Johann Waſchir Ehefran Fannuy geborne Hofmann, Händlerin hier iſt zur Abnahme der Schlußrechnung des Ver⸗ walters, zur Erhebung von Euu⸗ wendungen gegen das Schluß⸗ verzeichis der bei der Ver⸗ teilung zu berlickſichtigenden Forderungen der Schlußlermin belimmt auf: 13014 Dienstag, den 16. Juni 1908, vormittags 9 Uhr vor dem Amtsgericht hierſelbſt 2. Stock, Zimmer Nr. 111. Maunheien, 19. Mai 1908. Der Gerichtsſchreiber Gr. Amtsgerichts II. Stalf. Bekauntmachung. Betrieb der Frei⸗ bäder betr. Nr. 20 689 J. Das ſtädtiſche Frauenbad an der Rheinbrücke, das Freibad im Rhein bei der Stefanienpromenade und das 9 im Floßhafen iſt von eute ab täglich von morgens 5 Uhr bis zum Eintritt der Dämmerung bezw. an Sonn⸗ tagen bis 5 Uhr abends öffnet. An und Freitag⸗ Nachmittagen iſt das Freibad im Floßhafen nur Frauen zu⸗ gänglich. 81460 Schulpflichtigen und jüngern Kindern iſt die Benützung der Badeanſtalten von abends 6 Uhr ab unterſagt. Mannheim, 20. Mai 1908. Bürgermeiſteramt; von Gtas⸗Verſteigerung. nachbenannten ſtädt. Grund⸗ ſtücken für das Jahr 1908 wird am 81459 Montag, 25. Mati 1908 vormittags 11 uhr auf unſerem Bureau U 2, 5 öffentlich verſteigert. Vom Schafweiddamm, Gra⸗ ben Nr. 1. 2. und 3. bei der gemeinen Weide, Los 11 in der kl. Quergewann, Neckar⸗ damm Los 1 bis mit 5, Hoch⸗ waſſerdamm auf der Frieſen⸗ heimer⸗Inſel, im Viehtrieb u. das Gras auf den Feldwegen. Mannheim, 20. Mai 1908. Städt. rebs. Zwangs-Verſteigerung. Montag, den 25. Mai 1908, nachmittags 2 uhr werde ich im Pfandlokal 4,5 hier, gegen bare Zahlung im Vollſtreckungswege öffentlich verſteigern: 61154 2 Abbieg⸗, 1 Wulſt⸗ und 1 Rundmaſchine, 1 Schlag⸗ ſcheere, 1 Lochſtanze, ein Pianino, Möbel und Ver⸗ ſchiedenes. Mannheim, 23. Mai 1908. Haag, Gerichtsvollzieher. Zwangsverſteigerung. Montag, 25. Mai 1908, nachmittags 2 Uhr werde ich in G 4, 5 gegen bare Zahtung im Vollſtreckungswege öffentlich ver⸗ ſteigern: 1 Schaukelſtuhl, 2 Polſterſtühle. 1 Schreibſmaſchine, Möbel und Souſtiges. 61152 Mannheim, 23. Mai 190s. Das Graserträgnis von der Büroſtunden ein werden, woſelbſt auch d ferungsbedingungen erbälh ſind. 5 Angebote ſind verſchluſg firde und mit der Aufſchriſt ferung von Rohrſtiefeln“ pe ſehen, bis ſpäteſtens J. Jull 1908, vormittags 10 Uh beim Straßenbahnamt ei, Gele relchen, woſelbſt die Eroöffnunz derſelben in Gegenwart eiug erſchienener Vieter erſolg. Mannheim, 20. Mal 1008 Städt. Straßenbahnau Löwit, git Ackerverpachſung Die mit Martint beſſang ſreien Kollekturäcker Gemarkung Seckenheim mit 353 3 76% Gemarkung Feudenhelm mit 613 3 6ʃ ſowie die der ev, Pfarrpftal Seckenheim verllehenen meudſtücke mit 54 à 20 4% werden Dienstag, 26. Mai 100h, morgens 9 Uhr im Rathauſe Seckenhein in der bisherigen Loseſnelſanz auf weltere neun Jahre bis Ma tint 1917 öffentlich in Beſſan ausgeboten.—850 Auskunft erteilt Guüterauffeh Büchler in Ilvesheimn, Mannheim, 18. Maſ ſehz, Evangeliſche Kollektur, Neennbeinenen und 0 5 1 2 80 àm Hausgatten, gal 2 7 84 qm im Stabſg keckarau, Werverſtraßt Nr. 0 Auf der Hoſralte ſleht ein r en mit gewoe tent Keller. Hieran iſt angebaut eine iuche werkſtätte und ein Stall inh Schweineſtall und Abteitt, geſchätzt zu 4500 M Mertanſendfünſhundert Mar! Die weiteren Verſteigerun bedingungen können im Geſchl zimmer des unterſertigten tarlats eingeſehen werden Maunheim, den 15. Mal les Gr. Notariat JI. Mayer. Villa in Heidelberg? 8 Minuten vom Bahnhoß, Wegen Erbverteilung komm am Freitag, 29, Mai, auß Notariat II, Hauptſtraße 0 Villa enthalt. 9 Zimmer neif allem Zuhehör, Centralheizun zur Verſteigerung ⸗ Nähere Auskunft erteilt F. Mall, Heidelbenn Rohrbacherſtr. 81. Jede Küche wird ſauber getüuchf zu 5 Näheres P 6, 10 2. St. 812 eeeee Zahle die höchſten Puiſe ür Lumpen, Alt⸗Eiſen u. Mall Neuluch, Abiälle uſw. brös Schottland& Weißberg, H 5, 17/18, Telephon dans Dingler, Gercchtsvollzieher. J. Reichert Söhne friſch und reingemahlene den Meiſtbietenden gegen Fritz Beſt, Dr.. Fngeſche Ruefidrnckerel S. m. h.. Maunheim. — Mehl⸗Verſteigerung! Montag, 25. Mai 1908, nachmittags 5 ur verſteigere in der Lagerhalle der Güterbeſtättenn 50 Sutk Haſtor⸗Alel Tel. 6405. Vetantwottlicher Redattent: Ftanz Kiecher.— Druck und Vertrieb: Dr. H. Haas'ſche Buchdruckerel, G. m. 5. 5 Ware auftragshalber a bare Zahlung. 7956“ Anltionator E 54 Mal. General⸗Anzeiger.(Abendblatt). 15. Sefte. nndemt, ben 28. a. Hus Stadt und Land. 1 Maunheim, 23. Mai 19083 9 Atis der Stadtratsſitzung vom 21. Mai 218.(Schluß). chrenden Andenken an den verſtorbenen Herrn 15 Ahnogogenrat Bernhard Bodenheimer erhielt die u. inkommiſſion von deſſen Hinterbliebenen den Betrag von — Inen 0 Aerſe 5 . 0 M. zu Gunſten der hieſigen Armen ohne Un erſchied der Aufeſſion, wofür namens der Bedachten der herzlichſte Dank Ageſprochen wird. Kongreſſen werden delegiert: ) zu der bom.— il Dr. Sickinger un b) Zu der vom e) zu dem IX. Slürer: 0 zu der am 28. u Erdel, ſowie j Gewerbe⸗ Zufolge gen Einladung werden Kirche in der Necka röffnng der von dem aut ein folgt al 190h Anamtz 51400 Ig. Hertreter entſandt. end Kenntnis genommen. hahnwei n Früf⸗Vorrichtung für Halske, Berlin. ſchulr 41 af 9 berbeſchieden. nichts einzuwenden. 1. Js. wurd gung eines M. 20 perurteilt. ſündenden Verbandsverſammlung betbe⸗ und Kaufmannsgerichte, der Vorſitzende des hieſigen gewerbe⸗ und Kaufmannsgerichts, e ein Arbeitgeber⸗ und Arbeitnehmer⸗Beiſitzer des und des Kaufmannsgerichts. 11. Juni l. Is. in Dortmund ſtatt⸗ ſbenden deutſchen Lehrerverſammlung die Herren Stadtſchul⸗ d Hauptlehrer Nerz; .—11.Juni l. Is. in Darmſtadt ſtatt⸗ uudenden IX. Jahresverſammlung des deutſchen Vereins für Schulgefundheitspflege. Herr Stadtſchularzt Dr. Stephani; X. deutſchen Kongreß für Volks⸗ und Jugend⸗ hiele in Kiel vom 19.—21. Juni 1908, Herr Hauptlehrer nd 29. Auguſt l. Is. in Jena ſtakt⸗ des Verbandes Deutſcher Ge⸗ Herr Stadtrechtsrat Dr. katholiſchen Stiftungsrate erhalte⸗ zur Einweihung 1. der Herz Jeſu⸗ rſtadt am Sonntag, den 24. Mai; 2. der Santt Joſefskirche im Lindenhof am Sonntag, den 31. Mai, Von der Einladung der Hochſchule für Muſik wird dan⸗ lebertragen wird: 1. Die Lieferung einer Straßen⸗ che der Firma Joſef Vögele hier; 2. die Lieferung einer Motoren⸗Anker der Firma Siemens u. Die eingelaufenen Geſuche um Befreiung von Zahlung des Gewerbeſchulgeldes und Bewilligung freier Lehrmittel für 94s Schuljahr 1908/09 werden nach dem Antrag des Gewerbe⸗ Gegen das Geſuch des Heinrich Oehmig hier, um Er⸗ gubnis eines Stellenvermittlungsbureaus hat der Stadtrat Durch Urteil der Strafkammer Mannheim vom H. Maiĩ e Taglöhner Hans Kirchmann hier wegen Beleidi⸗ Straßenbahnbedienſteten zu einer Geldſtrafe von * Ringkimpfe im Apollo⸗Theater. Das Haus war geſtern bis auf den letzten Platz ausverkauft. Nachſtehend die einzelnen Reſultate: Bernard le Boucher beſiegt van Leyden in 14 Minuten. Vom Standpunkte des Publikums aus iſt ein Kampf zweier techniſch gut durchgebildeter Leichtgewichtsriager einem Schwergewichtskampf bedeutend vorzuziehen, weil derſelbe durch ſein flokteres Tempo und ſeine raſchen Stellungswechſel dem Auge viel Abwechslung bietet. Unter brauſendem Jubel konnte der famoſe Belgier ſeinen Gegner van Leyden durch einen brillanten Untergriff in 14 Minuten beſiegen. Dierick Ponce und Aimable de la Calmette ringen 20 Min. unentſchieden. Der Kampf wird durch Maſſagen eingeleitet, Ponce ſcheint etwas ſtärker, was Aimable durch beſſere Technik erſetzt. Aus verſchiedenen gefährlichen Situationen kann Ponce ſich durch große Kraftaufwendung retten. Es gelingt ihm auch ſeinerſeits, ſeinen Gegner öfter der Niederlage nahe zu bringen. Nach 20 Minuten heftigen, von beiden Seiten mit großer Er⸗ bitterung geführten Kampfes wird der Streit als unentſchieden abgebrochen. Carlos beſiegt Urbach in 8 Minuten. Der Portugieſe geht wie gewöhnlich etwas heftig vor und reizt da⸗ durch das Publikum zu Mißfallskundgebungen. Nach 8 Min. wirft er ſeinen Gegner durch einen Cravatte mit Halbnelſon auf die Schultern. Siegfried beſiegt Tom Jackſon in 17 Minuten. Der Auſtralier geht heftig vor und maſſiert Sieg⸗ fried faſt unaufhörlich in roher und bösartiger Weiſe. Nach 6 Minuten Standkampfes bekommt er den Deutſchen parterre und perſucht verſchiedene Halbnelſon anzubringen. Siegfried ſteht bild wieder auf, indem er den rieſigen Auſtralier abſchüttelt. Die erſten zehn Minuten verlaufen ſo mit eifrigen Griffeſuchen beider Gegner. Nach der Pauſe wird der Auſtralier hitzig, er wendet verſchiedene rohe Tricks an, welche beim Publikum leb⸗ haften Unwillen vervorrufen. Man ſieht im Verlaufe des Kampfes immer mehr, daß die Gegner einander faſt völlig eben⸗ bürtig ſind. Was Jackſon an Naturkraft und Gewicht mehr hat, erſetzt der Deutſche durch ausgebildetere Technik und zielbe⸗ wußteres Vorgehen. In der 17. Minute Kampfzeit erfolgt nun das Unerwartete, Siegfried bekommt hinter ſeinem Gegner ſtehend denſelben mit Hüftſchwung zu packen und ſchleudert ihn ſo auf den Rücken. Jackſon berührt zweifellos für einen Mo⸗ ment mit beiden Schultern den Teppich, da Siegfried aber, um ſich zwecks Fixierung des den Kampf entſcheidenden Griffes auf ſeinen Gegner werfen zu können, ſich um ſich ſelbſt drehen muß, kommt er einen Moment zu ſpät, denn Jackſon hat die Pauſe mit Blitzesſchnelle benutzt, um ſich vom Teppiche zu er⸗ heben. Der Kampfrichter pfeift ab und erklärt Jackſon für be⸗ ſiegt. Der Auſtralier proteſtiert unaufhörlich gegen den Spruch des Schiedsgerichts. Er erklärt, daß er ſich auf keinen Fall mit der Niederlage zufrieden geben wird und verlangt ſchäumend vor Wut Wiederaufnahme des Kampfes. Er wendet ſich mit ſeinem Proteſt ſogar an das Publikum und hält dieſem in eng⸗ liſcher Sprache eine Rede. 6 Männer, die ihn von der Bühne entfernen wollen, ſchleudert er nach allen Seiten auseinaader, und demoliert vor Wut einen Stuhl im Bühnenraum. Im Pub⸗ likum bilden ſich zwei Parteien, von denen die Jackſon günſtige ſtürmiſch die Wiederaufnahme des Kampfes verlangt. In dieſem Momente iſt vom Schiedsgericht noch nicht entſchieden worden, Man wird aber wohl nicht umhin können, dem Auſtralier Re⸗ vanche zu geben, denn ein großer Teil des Publikums ver⸗ tritt trotz des Verdikts des Schiedsgerichts entſchieden die Meinung, daß Jackſon keine regelrechte Niederlage erlitten hat. Heute Abend findet der Entſch eidungskampf zbwiſchen den 2 famoſen Leichtgewichtsringern Bernard le Boucher und Arvied Paulſen ſtatt. Der Indier Kahoutah rritt gegen Michael Brenno⸗Steiermak an und der Mann⸗ heimer von Berg kämpft mit dem Kroatier Orlando. Be⸗ ſonderes Intereſſe dürfte der gleichfalls heute Abend ſtatt⸗ findende Kampf des Portugieſen Carlos gegen Otto Meyer⸗ Ludwigshafen erregen. 5 3929 Hervorragend durm/ Mohlgeschmack. Nährkraff und ne orglebt pel lelchter Handhabung; 1 durchaus zuverlässig, die bderühmte Blelefelder Plattwäsche, Oberhemden, Rragen und Mansdhetten Werden Niid. 4 0 nastete: 25 fire Föcb⸗ 24%½ Kllo-Fackung billger⸗ Zu baben in den meisten oDrogen-, Colonialwaren und Seifengeschäften. bei C. Braun, N 3. I. 388 10 Portogebübren werden seitens der Annahme- stelle micht erhoben Chemisch ereeneene de Erpedition dieſes Blalles. 1566* in Teilhaber für ein gut ren⸗ tables Unternehmen mit s bis 4000 Mark geſucht. Offerten ünter Nr. 28126 an —— — — Eine k Das Haar wa ſeine Probe des echten OA 5 Das echte CANEXIA FOO ist das einzige Haar- und Barterzeugungsmittel. achtung der neuesten wWissenschaftlichen Errungenschaften hergestellt ist. Der Einfluss, chst auf undl der wächst ist dergestalt, dass die Haare Sofoxt 2 dden in Kurzer Zeit dick, di Canexia Food Wird als Venn es nieht wahr ist, zahlen wir ,000 Mk. CANEXIA FOOD bewirkt nicht nur einen Neuwuchs der Haare, sondern beugt sogar dem Aus- fallen vor. Sein Gebrauch istb leicht und angenehm, und man erzie vächst stellt sich ein leichter Flaum von festsitzenden Haaren mit kräftigen Wurzeln ein, ennell mit gleicher Kratt zunhimmt, wie man es bei gesunden Kindern bemerken kann. Persohen beiderlei Geschlechts und jeden Alters benu Bartmittel ist. Ausser dem CANEXIA FOOD wird CANENXTA ELIXIR Das Elixir sonder denn Sie können Die gewöhnlich verk er ignorante Anwender es CANENIA und dass die Baron C. von Beden, Baron von Estorff(Mitglieder des Ehrenpräsidiums), Kgl. Prof ssor Kownatski, Hof- +I. — ad Bartwurzeln ausübt, 1 Haar und augenbrauen Wfer 1 Toll- oder Schnurrhart Wird er zeugt. erg ihnhof, 9 ai, auf aße 120 ner nelßf; 10 dlas beste aller existierenden/ Haar- und teilt Kinder und noch nicht ganz kahlköpfige Herren. delberg, dünnes und schwaches Haar stark, kräftig und glanzyoll 81. Wieder. CANENIA-HLENUR ist kein Haarfärbemittel, — Sie sollten unnützes Haarfärben vermeiden, he 5 irgend eine einfache Färbung verändern. 5 M. Leeken das Haar; jedermann, ausser d . bbenso gut Tinte oder Otem-Glanz gebrauchen. Is ist zu erwähnen, dass dem Exfinder d 75 Ausstellungsrate in Bremem 1901 zuerkannt wurde, a neteraut Joseph Archiel 100 Dankschreiben für 5 Uhr tätter RABATT. RKourox. FJo. 101. 28. Mai 1908. Dieser Konpon berechtigt den Inhaher, 10% Rabatt her an 15 Alle direkt vonLondon odder in den hiesigen Ge- 705O[ schäften en CNENIA-Praparate zu erhalten. Dieser Koupon hat „4entiskeit für acht Tags — von heute ab. „Habe absichtllich solange gew Por Bin mit der Wirktung desselben 8e zenste geleistet. Es ist 97 beste HAAV-ELIXIR, 5 Hier sollen nur dite Ausserungen des Herrn Herbert von Romsdorff-Bergen, Residenz-Theaters, Köln à. Rh. und der sehr berühmten Opernsüngerin Fräul. Elg „Bin mit Ihren CANEXIA ausserordentlich zufrieden. 0 der Hsarwurzeln und zur Verhütung des Haarausfalle gen,:) HERBERT von ROMSDORFF-BERGEN, Langestrasse 28, Leipzig. cbisher Direktor des Residenz-Theaters, Köln a. Kh.) artet, um Thnen ein ganz bestimmtes Urteil über Thr Elixir zu übersenden. 8. hr zufrieden, es ist ein welches ich bishe (gezs) ELGA WA Ilatten Gesichtern. Keine Kahlköpfigkelt, Bartlosigkeit oder grauen Haare mehr. MEXIA ELHIR auf Verlangen gratis. und giebt grauem Haar seine natürliche Farbe des Ehrenkomitées), H. Elhl ANENIA PRAPARATE erhalten wir in grossen Mengen. Ein besseres Präparat dürfte es zur Zeit nicht geben.“ che Jackſons Folge geleiſtet werden ſoll oder nicht. Tablen* Bart auf 75¹8 asch nach Grossmutters Methode! Ganz verkehrt! Der Fortschritt schläft nicht und hat auch auf dem Gebiete der Hauswäsche eine die Rumpelkammer! Nachahmungen gehört nach wie vor die Palme des Sieges„Ding an sich“ Patentiert in allen Kulturstaaten. standteilen; wäscht, bleieht, desinfziert und spart an Geld, Zeit und Arbeit, Patentumgehende Nachahmungen Zzerfetzen die Wäsche! 72 Umwülzung hervorgerufen.— Fort mit dem alten Kram in Trotz neidischer Konkurrenz-Manöver, trotz geringwertiger Frei von allen die Wäsche angreifenden Be- Zu haben vorzugsweise in den Drogerien. Bauszinsbücher Dr. B. Bads.I in belleblger Stück⸗ zuhl zu haben in der en Bucnidructerei S. m. b. B. das unter genauer Beob- den es auf die Haar- u wachsen beginnen. cht und glanzvoll. Ein schöner, prachtvoller ganz unschädlich garantiert. it mit ibm die erstaunlichsten Ertolge. Zu⸗ deren Wachstum tzen GANEXITA FOOD, weil es unzweifelhaft(Planken.) fabrizlert, besonders empfeblenswert für Damen, erzeugt nicht Bart und Haar. Es macht aher SPezialibet: Ganz ünne gchirme! Zerliner Schirm-Jndusirie U 3,8 Max Lichtenstein Stets SelegemnHeitbskEAAUHFE. Reparaturen und Bezüge Federleicht 2˙ 4 850 Te. 0 3,8 (Planken.) n wirkt auf das organische System des Haares. schnell und bilſig. 72910 N die Farbe Ihres Haares nicht fortwährend durch 5 auften Haarfärbemittel tun nichts mehr, als be- 2 SUu⁰e Rabattemankkem.— kann den künstlichen Glanz sehen. Er kann* K HA die grosse Goldene Medaille von dem hohen folgenden hochgestellten Herren im Rate sassen 0 ers, G. Schubart Mitglieder des Preisgeriehts.) bisber Direktor des a Waldorf erwähnt werden. Es ist ein ganz hervorragendes Mittel zur Stärkung bdsſtiv-Nopfer verkabren —— ganz vorzügliches Präparat und hat mir sehr gute r kennen lernte.“ LboRF, Opernsängerin, Elienstrasse 88, Peipzig. Eine kleine Probe von CANXIA ELIXIR wird gratis geschickt, wenn man sich schriftlich direkt nach London wendet. PREIS: OANEXNIA FoOD, 10 Mk. CANEXTA FOOD und ELIXIR(aber keine Proben) ist erhältlich in al unch in den folgenden Depots: in Manu zum alten Kreuzé, im Reichsadler, Kunststr. N A, 12 CANEN Marlung. 0 CANEXIA EEIXIR, 8 Mk., 4 Mk. 50 Pfg. und 2 Mk. 50 Pfg. und gegen Nachnahme oder Vorauszahlung direkt von: A WORKS, 6l, Chancery Lane, LONDON 101l. Im Interesse des Publikums selbst wWärd es empfohlen, alle Anpreisungen irgendwelcher Nachahmungen oder sogenannter„ebensogut-wie-Canexia“ Präparate energisch zurückzuweisen, wenn echtes Wird, und sofort Mätteilung nach London zu machen. len besseren Geschäften ist ein neues, patentiertes Copſerverfahren, durch welches es ermöglicht wird, Pläne, Sklzzen, Zeichnungen ete. in kürzester Frist und billigst zu vervielfältigen. Dasselbe wird deshalb den HII. Baumeistern, Ingęnleren, Technfkern, Fabri- kanten, überhaupt allen zelchnerisch tätigen Krei- sen ganz besonders wWillkommen sein. An Schnel- igkeit in der Herstellung u. Originaltreue übertrifft eim: Fh. von Eichistädt,„Medizinal-Drogerie es die bisher angewandten ähnlichen Verfahren. Die Dr. H. Haas'schie Buchdruckerei G. m. b.., Mannhelm E 6. 2, hat das Recht zur Ausübung dlleses Verfahrens erworben und empfichit sich zur Uebernahme aller einschlägigen Arbeiten, Probe ·Abzũge stehen zur Verfügung. CANEXIA verlangt 79554 16. Seite. General⸗Anzeiger.(Abendblatt.) Jugenient Carlo Zing in Atrrata Glulüen) Verantwortl. Leiter der Firma Chinarettl Fiuzi& Co., die ſich mit Herſtellung vonBeleuchtungs⸗ artikein mit Petroleum u. Ace⸗ tylen befaßt, würde bereitwilligſt die Vertretung nebſt Niederlage eines deutſchen Hauſes f. elektr. Material und Inſtallations⸗ apparate übernehmen, um den Verkauf dieſer Fabrikate in Ge⸗ meinſchaft mit den Artikeln ei⸗ geuer Fabrikation zu detreiben. Eine lange Praxis und grüud⸗ liche Kenntniſſe in der Inſtalla. tionsbranche für elektriſch Licht ſtehen dem Geſuchſteller zur Seite. Gefl Offerten richte man unt. Beifügung von Katalogen an obenbezeichnete Adreſſe. Erſtklaſſ. Reſerenzen. 61157 Lecterehr Genoſſenſchafts⸗Bank unter Staatsaufſicht vergibt Darlehen been“! gegen Sicherhelt. Streng * Offerten unter Nr. 89742 an bie dition dfs. Blattes. eeeee eeeeeeeeee eptl. ohne aus Privathand zu koulanten Bedingungen ſchnell u. diskret durch Joſ. Wigand, E1,8, Hinterhaus 3. Stock. 56843 Sprechſtunde von—1 und —6 Uhr. II Wlkaufg. 5 In beſt. Lage Neckaraus iſt wegzugshalber per ſofort ein Wohn⸗ und Geſchäfts⸗ haus enthaltend 8 Zimmer, 2 größ. Läden mit Kolonial. waren⸗Einrichtung, großer 1 groß. Obſt⸗ u. Ziergarten, lächen Inhalt 622 Im, traßenfront 15 m ſehr billig zu verk. Zu erfrag. 8 1, 7, Käsladen. 60987 u verkaufen Neues Doppelhaus deſtauſ⸗ ſchilling wird als Anzahlung ge⸗ nommen. Offert. u. Nr. 60976 au die Exp. ds. Bl. Ein Acguarium zu perkaufen. Gontardſtr. 21 2. St. r. 18 Ineue Federrolle 25—30 Ztr. Tragkraft, ſof. zu verk. 22989 Schwetzingerſtr. 118. Eisſchrank, Lräderig Handwagen Billig zu verkaufen. 23067 Schtemer, Rheindammſtr. 33, 2. St Mamm Gasherd zu verkauſen 22972 Luiſenring 52,. St. Eupinn. Bordwagen, ſchwere Federurolle, Körbe, Säcke, Uu. ſonſt. Gegenſtände zu verkauf. 2138 16. Querſtraße 57. Pianino aus renomm. Hofplaninofabr. ½ Jahr geſpielt, eleg. Ausſt., iſt mit Garantieſchein äußerſt preiswert abzugeben. 60892 O 8, 8, parterre. Milig zu berkaufen. 3 1 faſt neue Luftkeſſel mit Luft⸗ 9 1 gebrauchter Badeofen Ur Koglenſenerung, 1nener Gas⸗ elze Zimmerofen. Näh. K 3, 27 p. kinekl.Bünne mit Dekoration (Simmer, Wald u. Häuſer) zu verkanfen. 61010 D 6, 9,½1(Hinterh) TAchreibliſch n Aufſat 1 Bücherſchrank 1 Tiſch u. Stühle ſehr billig zu verkaufen. Feruer: zurückgeſetzte Bettſtellen Nachttiſche 50840 ſowie: Herrenzimmer ausnahmsweiſe billig. W. Landes Söhne d 3, 4. Berſchiedene Möbel faſt neu, billig zu verkaufen. 22628 V4 19, 8. St. eraen beteits neu, vor⸗ U. e dillig zu verk. 28029 2, 22, part. Fen neuer Biktoriawagen nüit adnehmdarem Bock zu ver⸗ kauſen. 59915 Hormuth, G 5, 17b. 1 Geſucht ein hi Swwolt-Geſchlt er dietges Lehrling 2726¹ ..5/4 Mlannfieim..3 Stollon finden 4. Geſucht 5 Comptoiriſtin mit ſchöner Handſchrift, mit allen Bürdarbeiten und Buchhaltung vertraut, weun möglich Schreib⸗ maſchine und Steuographie kund., doch nicht 1 bei gutem Gehalt per 1. Jull. Offerten mit Zeugnisaoſchrift, unter Nr. 22967 an die Expedition dieſes Blattes. 7212¹ Pfelang „Nachahmungen weise man zurück.“ Lereinigte Chemische Werke Artlensesellscbatt. Ab Verlangen Sle nur: OLoln Selfe 25 Pig. pro Stück. Fae Mädch. in Privat für hier u. ausw. 69410 Bnr. Hartmann, G 6, 2, 2. Ot. Haushälterin per sofort oder J. Jull gesucht. Offerten unter 22974 an dle Expedition d. Bl. 9 Fieſſon Suoben. Kaufmann iſral. 30 Jahre alt, verh. in einf. Buchführung bewandert, ſchöne Handſchrift, welcher ſich auch für Lager eventl. Reiſe eignet wünſcht Engagement gleichviel welche Branche. Gefl. Offerten unter K. A. Nr. 61148 an dis Expedition. General⸗ egut eingeführter Geſellſchaft für Lebensverſicher⸗ ung und Nebenbrauchen zu vergeben. Der Bezirk umfaßt das Großherzogtum Baden mit Domizil Mannheim. Kautionsfähige Bewerber, welche durch ihre ſeitherige Tätigkeit Garantien für eine angemeſſene Ausdehnung des Geſchäftes bieten, werden gebeten, gefl. Offerten, denen Dis⸗ kretion zugeſichert wird, unter Nr. 79523 an die Expedition dieſer Zeitung einzureichen. Agentur Nureauſtelle auf kaufmänn. od. öffentl. Büro geſucht bei beſcheiden. Anſpüchen. Offerten unter Nr. 23137 an die Expedition dieſes Blattes. Charlotte er 18, teſiung Lanolin-Fabrik Martinikenfelde. Salzuf; Lman 4 1 Bureau zu vermiet.; 1 2 Zimmer, Akten⸗ kammer ze. 28143 U 7 1 zZwei Bureau⸗ 9 räume m. klein. Magazin zu vermieten. 56334 Näh, bei Kuhn. F g, 1, II. Cfergesuhg eamtenfamilie(kinderlos) ſucht zum 1. Jult in Näbe d. Meßpl. in e. beſſer. Hanſe 2 bis 3 Zim.⸗Wohng. ev. m. Bad. Offt. U. 61156 a. d. Expdt. d. Bl. Eine im annheimer Bafengebiet, am Waſſer gelegene, für China Clay⸗ Lagerung geeignete Lagerhalle zu mieten geſ. Off. u. Nr. 61151 an die Exped. Ligzane Schlosserei 22572 an bie Erpeblton b. 8. Langersötterſtr. 2, part., 2 Zimmer als Bureau ſofort zu vei mieten. Näh.(22629 W. Groß, Colliniſſr. 10. ) Zinmer, auch als Bürd ſehr geeignet, ſofort billig zu verm. Näheres O 8, 3, vart.—657 7 Laäden. B 6, 7a Saden mit Wodnung. auch als Bureau od. Lager zu vermiet. Näbetes 4. Stock. 60968 16, 2 Laden neoſt3 Zimmer, Küͤcht und Bad ze. 85 als Metzgerei Wadene große N— 15 moderne Läden mit ſe 1 Nebenraum ſofort oder ſpä⸗ ter billig zu vermieten. 60909 Näb. Seyfried, 2. Stock. 9 3 1 groher Eckladen 2 mit Nebenräumen zu vermieten. 2201 W. Groß, Colliniſtr. 10. Bellenstrasse 63 roßer Laden für jedes Ge⸗ chäft geeignet nebſtssohnun billig zu vermieten. Nähe Rheinvillenſtr. 6 im Büro. 7029 Triedrichsplatz 14 große moderne Läden mit Nebeurädumen, auch als W. Groß, Colliniſtr. 10. in der Nähe vom Schießzem Bureau zu vermieten. 22011 Aheim, 28. Mal. Htb., 2 Zim. i I 2 13 Kal Uup Büt raum zu vermieien. ſ 91440 Aagngesg ſchöne 61¹58 3. Un⸗ang alle Zimmer nach der S mit Straßen⸗ und Haſdeln per 1. Juli zu permielen Näh. O 2, 1, 3. Stoch Zinner⸗ohung d. des Lage h. es Frledrichsparts zu v. gligt Näberes Parlxing La, patt Schöne 3 Zimmer⸗ 5 4. Stock mit Küche u. e 25 ſoſort zu pern. Näheres Schwetzin ö 2. Stock Unts. Vohnung 880 97 und Küche, ſun alleinſtehende Perſon od. Audeil. Ehepaar geeignet, in kutlger ſchönſter Lage, of. od, ſpät, z y 651022 Näf. Wilhelmiir. 13, l. ˙ Zu vermieten in den Neubauten Ecke Hangt Rötterſtr. 1 und Max⸗Jofe* ſtraße 4, 3 ſchöne Läden, 100 geelgnet ſür Colomalwaren. 30 erfragen im Cigarrenladen 59055 Zu guter rußiger Lage offene Bauweiſe, Leleg aus, 8 tattete(Stockwohnungen), bezw. 6 Zimmer mit Baß, Speiſekammer ete, per ſoſor oder 1. Juli zu vermieten Näh. Iſidor Kaufmaug, H 2, 12, Tel. 231. 6057 Ein gioßes Zimmer iud Küche an Leute ohne Kinde ſofort zu vermieten. 22802 Näh. Suzen, Käfertalerſe 71/75, neb. Herrn Marco Roſſ Schöne Wohnungen von Zimmer, Badezimmer u Küche, per 1. Juni zu verm, 60726 Näh. Augartenſtr. 93 u vermietent ſchon 4⸗Zimmer⸗Wohnung, Hafez, ſtraße 26. Nah. i. Lufſen⸗Big, 22729 Zwei unmöblirte Zimmh mit Balkon u. ſep. Eingaug, ih 2. Stock, ſof. zu verm. Nai Sue Manſarde event u Näheres U 3, 19, 1 Treppe h 4 Zimmer, Küche, Bad, eln gante Ausſtattung, per 1 Näheres Waldparkſtr. 90 Gramlich. 59750 — 4 Zinmer⸗Wohnungen Bad, Mädchenk., Speiſek, 4 reichl. Jrbebör, im Cahn bau, Seckenheimerſtr, 63% 1. St. Iinks daſelbſt odg Meerfeldſtr. 4% 2. St. Tel. 2381. Rheinau 2 ingerſtr. 128 1. 4 55 Zu ehöt u Näheres Ralſchreiber Bils. Wbeinan⸗Stengelhf 1. Stock 4⸗Zimmerwoh behör auf 1. Juli zu 18 mieten. 59 Näh. Stengelhoffr. 16 58. Küche zu verm⸗ 6050 Juli zu vermieten. lelegant ausgeſtattet) ai er ſofort od. ſpäter zu venn EFEFEFE Nalkon auf 1. April zu vermitten Balkon, Badezimmer und In Feudenheim Mannheimerſtruße 32 8. Sl eine 4⸗Zimmer⸗Wohnun Küche und Badezimmer LN Schwetzingerſtraße 215. in nächſt. Nähe des Tatterſalls. Laden mit anſtoßenden hellen Räumen ca. 96 Im 115 75 29 0 mit 570 57 auch als Büro od. Magazin ſof. od. ſpäter zu verm Zu erfr. Windeckſtraße 31 gegenüber der neuen kath. Kirche ein ſchöner Saden mit Zimmer ſofort zu verm. Näh. Rhein⸗ villenſtr. 6 im Büio 61081, Laden inu anſtoßendem Zim per 1 5 billig zu vermieten⸗ Näheres F 4, 10. Buch⸗ handlung. 599%01 Witschaffen daſelbſt 2. Stock rechts. B 6, 9 dane 2 MöbI. Part in 575 10.e —— 04. 20 2 mödllt dis 7 oder ſaäter zu verm. ſe i Treen ae S 1 10 Simter, af, Sgraße gebend der I. Peiſ dae e 83255 5 1 ſchon +T I, 13 De h 5 links zu vermieten.— Tüchtiger Wirt geſucht f. kautionsf. ein gutgeh. Reſtaurant in beſter Leige der a ſoſort zu vermiet. 57810 äh. Burtau, Noſengartenſtr. 20. Oſtſtadt per 15. u. Nr. 60977 int der 625. 15 !J Schlaftelt 72, 16. Näh. Gontardplatz 7,.8f% een NTNr77/ — NNF 15 1 5 Ji Büne e, füt kinduil, ihlger l. dt. zug r. 18, II. — abeeeee en eih Joſe den, 0 artn. 1 en. ö9085 Lahe, 15 auß: 1 fch r ſofor iteten I — andels⸗ und ⸗ Induſtrie⸗Zeitung —für Südweſtdeutſchland— 3 eee 0 Hbonnement für den ⸗General⸗Hinzeiger- inkl. Beilagen: 70 Pf. monatl., Bringerlohn 25 Pf. monatl., durch die poſt bezogen inkl. Poſt⸗ flufſchlag Inlk..42 ꝑpro Quartal. Einzelnummer 5 pf. Beilage des — N V 0 + kelephon-⸗fummern: Direktion und Buchhaltung 1449 Druckerei⸗-Bureau(Hnnahme von Druckarbeiten)„ 341 Redaktilorn 377 Expeditiorn„ 218 E Erſcheint jeden Samstag abend Inſerate Die Kolonelzeile. 25 pf. Nuswärtige lnſerate 30 Die Reklamezeile 100⸗ Lelegramm⸗Adreſſe: „Idurnal mannheim⸗ 1¹ Nachdruck der Originalartikel des»lannheimer General⸗inzeigets« wird nur mit enehmigung des Lerlages erlaubt Samstag, 23. Mai 1908 don die ſer und jeuer verfolgten Auſchuld auf dem Kapitalmarkt. Treppe i Jad, elt per ſtr. 300 59750 Neue Folge von L. R. VI. Es iſt bereits als charakteriſtiſch erwähnt, daß der von dem Auguſt Sternberg für die eigenartigen Strohmann⸗ dienſte ſeiner Generalverſammlungen auserwählte Aſſiſtent durchaus identiſch iſt mit dem menſchenfreundlichen Stroh⸗ mann der impoſanten Hauptverſammlungen des Kommerzien⸗ rat Sanden von der berüchtigten Preuß. Hypoth.⸗A.⸗B. der Jahrhundertwende. Es muß aber noch hinzugefügt werden, daß die Identität dieſes Mannes ſich auch auf den geheimen Kom⸗ miſſions⸗ und Emiſſions⸗Rat der bekanntermaßen fenſationell verkrachten Pommerſchen Hypotheken⸗Aktien⸗Bank erſtreckt. Aus der aſſiſtierenden Tätigkeit auf dieſem Felde eines groß⸗ zügig betriebenen Hypotheken⸗ und Pfandbrief⸗Schwindels keſultiert das folgende Kurioſum. Obſchon ſich dieſe kurzweg Pommernbank genannte Pfandbrief⸗Produzentin durch Zu⸗ wendungen großer Summen zu Wohltätigkeitszwecken auf dieſem nicht mehr ungewöhnlichen Wege ſpekulativen Ver⸗ fahrens den Titel„Hofbank der Kaiſerin“ erſchlichen hatte, kam eines Tages von der Zulaſſungsſtelle der Berliner Börſe die überraſchende Kunde, daß dieſe Körperſchaft ſich zu einem Antrage der Pommerſchen Hypotheken⸗Aktien⸗Bank auf Zu⸗ laſſung neuer Werte ablehnend verhielte. Dieſe Ablehnung kam umſomehr überraſchend, als die Zulaſſungsſtelle, nach den Ausführungen eines hervorragenden Mitgliedes der⸗ ſelben— des Kommerzienrats M. Richter in ſéinem an der Berliner Handelshochſchule gehaltenen Vortrag über„Die Einrichtungen der Berliner Börſe“— niemals die Bonität der Wertpapiere prüft, deren Zulaſſung beantragt wird. Dieſe neuerdings bekanntlich um eine Anzahl weiterer Mit⸗ glieder vermehrte erſte Prüfungs⸗Inſtanz, gegen deren Be⸗ ſchlüſſe man übrigens bei der Handelskammer und den Aelteſten der Kaufmannſchaft reklamieren kann, iſt, nach den wörtlichen Aeußerungen ihres genannten Mitgliedes, außer Stande, darüber ein Urteil abzugeben, ob die vorher erzielten und publizierten Dividenden und Erträgniſſe andauern werden und dergleichen mehr, ſondern„ſie kann nur dafür ſorgen,— und das tut ſie— daß alle für die Beurteilung des Wertpapiers wichtigen Angaben in einem Proſpekt ent⸗ halten ſind.“ Demnach muß die Ablehnung des erwähnten Proſpektes aus Mangel an Vertrauen zur Glaubwürdigkeit der Leiter der Pommernbank erfolgt ſein, von denen der Zulaſſungsantrag ſ. Z. geſtellt wurde. So konnte man auch als Grund für dieſe Ablehnung in den Kreiſen beſonders börſenkundiger Thebaner erfahren, daß die Mehrheit der Zulaſſungsſtelle ein gründliches Mißfallen an den Hypotheken⸗Geſchäften des leitenden Direktors der Pommernbank fände, eines Kommerzienrates namens Schulz, der übrigens nach dem Zuſammenbruch ſeiner Bank auch itt⸗ ſofern die verfolgte Unſchuld auf dem Kapitalmarkt ſpielte, als er, eine ſehr große Kaution im Stich laſſend, ſeinen Rächtern ohne weiteres„Adieu“ ſagte. Und als die Zulaſſungs⸗ ſtelle mit der bis zum gewiſſen Grade erfolgten Ueberſchreitung ihrer Kompetenzen den Richtern des Herrn Schulz dadurch borgegriffen hatte, daß ſie die Werte der Pommernbank nicht Rehr zum Börſenhandel zulaſſen wollte, alſo dem großen Unternehmen die Beſchaffung von Kleingeld zur Zahlung don ſtabilen Dividenden und nicht minder ſtabilen Anteilen ſtändiger Hilfsarbeiter bezeichneter Art erſchwerke, konnte es den Anſchein gewinnen, daß die den Gipfel des Raffinements erteichenden Arbeiten der Proſpekt⸗Fabrik des geheimen Emiſſons⸗Rates endlich verſagten. Aber das derartig Gutes ſch dennoch Bahn bricht, ſchließlich anerkannt wird, hat ſich die dazumal junge Berliner Niederlaſſung Kner alten Bres⸗ lauer Diskonto⸗Bank bereit gefunden, ihren guten Namen auf den Proſpekt der Pommernbank zu ſetzen und hat ſo das Renommee der bewährten Fabrikmarke glücklich gerettet, ohne edoch hierbei das eigene Renommee zu erhöhen. Kurz nach dem ſenſationellen Zuſammenbruch der Pommernbank iſt auch Der die erwähnte Berliner Niederlaſſung der Breslauer 0 Hung 2 don AJiit igen Zeutrale aufgelöſt worden. Eine Gefährdung der ſonſt Aſſiſtenten der Bodenkreditbank des Mandes iſt jedoch licht zu verzeichnen geweſen. Es kann höchſtens als zweites um beigefügt werden, daß der zweite Direktor der unſeligen Andenkens, daß der bekannte Herr Romeik, von dem Faiſeur Friedberg zur anfänglichen Leitung der Hypotheken⸗Abteilung ſeines Auchbankgeſchäftes gewonnen und mit ſeinen eigenartigen Kenntniſſen entſprechend ver⸗ wertet worden iſt. Es erſcheint nur kaum begreiflich, daß der bei den Gerichten ſo vielgenannte Name dieſes Friedbergiſchen Repräſentanten die Friedbergiſche Klientel nicht ſtutzig ge⸗ macht hat. Mau kann dies nur der gewiſſermaßen herrſchen⸗ den Macht der Finſternis auf dem Kapitalmarkt der Faiſeure zuſchreiben. Nach alldem und alldem iſt die Frage ſehr berechtigt: Wie dieſen Mißſtänden abgeholfen werden könnte? Hierauf iſt zunächſt zu erwidern, daß die Regierung, wie nach dem ge⸗ ſchilderten Kataſtrophenjahr 1891 bekanntlich auch in dieſem Jahr eine Bank⸗Enquete einberufen hat, die über einſchlägige Fragen zu beraten und zu beſchließen haben wird. Das Er⸗ gebnis diefer Beratungen und Beſchlüſſe bleibt abzuwarten. Dieſelben dürften umſomehr ein wertvolles Material zu Tage fördern, als die Regierung noch vor dieſer dankenswerten Einberufung der bezeichneten Enquete einen ebenfalls wich⸗ ligen Schritt auf dem betreffenden Wege unternommen hat, als ſie den erſten Börſen⸗Kommiſſar der Berliner Börſe, Herrn Hemptenmacher, nach allen größeren Börſenplätzen des Audlandes entſandt hat, damit dieſer hervorragende Finanzmann zunächſt Gelegenheit fände, ſich an Ort und Stelle über alles Wiſſenswerte zu informieren. Beſonders wertvoll dürften ſich die Studien des Regierungs⸗Kommiſſars an der Londoner Effektenbörſe erweiſen, denn es heißt be⸗ kanntlich mutatis mutandis:„Willſt den Kaufmann Du verſtehen, mußt in Kaufmanns Lande gehen“, ein für unſer weniger merkantiles Volk der Dichter und Denker vielſagendes Wort, deſſen nähere Würdigung einer ſpäteren Gelegenheit vorbehalten bleiben muß. Bei dieſer Gelegenheit ſollen auch die keineswegs zu unterſchätzenden Vorzüge unſerer heimiſchen Kauf⸗ mannſchaft oomme i1 faut gebührender gewürdigt werden, als dies im Rahmen einer Behandlung des unver⸗ meidlichen Mitläufertums der ſchmarotzernden Auswüchſe einer Berufstätigkeit zu geſchehen vermochte. Produntenbärſe und Börſengeſch. Die neuen Beſtimmungen des Börſengeſetzes haben nicht nur das Intereſſe der heimiſchen Fachkreiſe hervorgerufen, ſondern, nicht anders zu erwarten, im Auslande Anlaß zu Er⸗ örterungen gegeben. Es wird dabei der Anſicht Ausdruck gegeben, daß die Bedeutung der Berliner Produktenbörſe unter dem neuen Geſetz verringert würde. Beſonders die ruſſiſchen Brätter be⸗ ſchäftigten ſich mit den neuen Beſtimmungen, da für den ruſſiſchen Getreidehandel Deutſchland eine große Rolle ſpielt. Bei dieſen Erörterungen wird unter anderem darauf hingewieſen, daß durch die Geſetzreform der deutſche Getreidehandel lahmgelegt wird und die Berliner Börſe nur noch von lokaler Wirkſamkeit ſein würde. Dieſer Meinung iſt auch eine Zuſchrift der„Torgowo Pro⸗ myſchlennaja Gazeta“. Sie hebt unter anderem hervor, daß die unſicheren Verhältniſſe des deutſchen Getreidehandels auch auf den Export des ruſſiſchen Getreides nach Deutſchland nicht ohne Einfluß bleiben dürften, und ſchlägt vor, ein Komité zu orga⸗ niſieren, das die Situation der Exporteure angeſichts der ge⸗ änderten Rechtsverhältniſſe klarſtellen ſoll. Sollte Deutſchlands Geſetzgebung keine genügende Garantie für Einhaltung der Kon⸗ trakte bieten, dann empfehle es ſich, Maßregeln zu treffen, die das Hauptkontingent der deutſchen Getreidehändler veranlaſſen wür⸗ den, nach Rußland umzuſiedeln und ihre Operationsbaſis von Berlin nach Petersburg zu verlegen.(II) Ein diesbezüglicher Erfolg würde für den ruſſiſchen Getreidehandel von eminenter Bedeutung ſein. Er würde ſein Preſtige heben und aus Peters⸗ burg einen Weligetreidehandelsplatz ſchaffen, wie es heute New⸗ Hork und London ſind. Wenn wir dieſe günſtige Gelegenheit vor⸗ übergehen laſſen, ſo ſchließt die Zuſchrift, dann wird ſie ſich Lon⸗ don, Rotterdam oder Antwerpen zunutze machen.— Daß die Be⸗ deutung der Berliner Produktenbörſe durch die neuen Beſtim⸗ mungen des Börſengeſetzes weiter herabgedrückt werden kann, läzt ſich nicht leugnen Im übrigen aber, ſo ſchreibt das B ſchießen die Ausführungen der ruſſiſchen r das 8 wie Ziel hinaus. Die neuen Beſtimmungen des Börf 3 be⸗ treffen doch nur das Lieferungsgeſchäft, d g be⸗ die Die trieben wird, während die Importg 8 für den Verkehr mit Rußland in F kommen— davon un⸗ berührt bleiben. Die Beunruhigung, die in obiger Zuſchrift zum Ausdruck kommt, iſt daher nicht begründet. Die Frage der Geſetz⸗ gebung iſt eine rein interne Angelegenheit der deutſchen Börſen, durch die das Ausland nicht tangiert wird. Komiſch berührt es wenn von ruſſiſcher Seite über eine ungenügende Garantie füt die Einhaltung deutſcher Getreidekontrakte geſprochen wird. Noch nie hat ſich unſeres Wiſſens ein deutſcher Getreidehändler ge⸗ weigert, die mit dem Auslande getätigten Abſchlüſſe zu erfüllen. Dagegen iſt der Mangel an ordentlichen Geſetzen in keinem an⸗ deren Lande derartig zum Schaden des deutſchen Handels aus⸗ genützt worden wie in Rußland, wo in den letzten Monaten eine große Zahl von Abladern ſich geweigert hat, infolge der inzwiſchen geſtiegenen Getreidepreiſe die Kontrakte zu erfüllen. ———— vom Waren⸗ und Produktenma it. (Von unſerem Korreſpondenten.) Weiter ruhig war auch in dieſer Berichtswoche die Ten⸗ denz an den Waren⸗ und Produktenmärkten, da die günſtigen Witterungsberhältniſſe auf die Unternehmungsluſt lähmend wirkten. Auf dem Weltmarkte für Getreide machte die rück⸗ läufige Bewegung weitere Fortſchritte, zumal die aus den ver⸗ ſchiedenen Ländern vorliegenden günſtigeren Saatenſtandsberichte inſofern von Bedeutung ſind, als die Wareninhaber ſich eher zur Entäußerung ihrer Reſtbeſtände herbeilaſſen, da das Auf⸗ geld gegenüber neuer Ernte einen gewiſſen Anreiz bietet. Uleber den Saatenſland in Nordamerika meldet der Cineinnati Price Current, daß der Stand des Winterweizen vielverſprechend ſei. In Rußland iſt die Witterung für die Ernte günſtig. Auch hahen die Zufuhren einen ſtärkeren Umfang angenommen und es ſind täglich ungefähr 105 000 Pud an den Markt gekommen, wovon rund 34 auf Gerſte und ½ auf Roggen und Hafer entfallen, während die Ankünfte in Weizen gering bleiben. In Rumänien war das Wetter vorwiegend trocken und warm. In Oeſter⸗ reich wird das derzeitige Ausſehen des Winter⸗ und Sommer⸗ anbaues gelobt und für einige Zeit wegen des üppigen Felder⸗ ſtandes trockenes Wetter gewünſcht. Ungarn dagegen klagt wieder über Dürre und benüßt dieſes Motiv zu einer Aufwärts⸗Be⸗ wegung der Getreidepreiſe. Argentinien meldet Regenfälle. Die Verſchifſungen aus dieſem Lande waren in dieſer Woche wieder kleiner und dieſer Umſtand wurde am Donnerstag zu einer neuerlichen Hauſſebewegung benützt, doch dürfte dieſelbe unſeres Erachtens ſich nicht behaupten. Die Laplata⸗Ver⸗ ſchiffungen belaufen ſich in dieſer Woche nach Groß⸗Britannien auf 57 000 gegen vorwächige 40000 Tonnen, nach dem Kontinent auf 18 000 gegen 54000 Tonnen und nach nichteuropäiſchen Län⸗ dern auf 3000 gegen 2000 Tonnen, zuſammen 78 000 Tonnen gegen 96 000 Tonnen in der Vorwoche. An unſerem hieſigen Markte war die Stimmung im Einklang mit der ſchwachen Tendenz am Weltmarkte, ſowie in⸗ folge der bei uns in Deutſchland herrſchenden feuchtwarmen Witterung, recht ruhig und die Bedarfsfrage hat weſentlich nach⸗ gelaſſen. In Weizen wurden nur einige Laplata⸗Offerten in ſchwimmender Ware zu M. 166 aus zweiter Hand erworben Auch in rheinſchwimmender Ware wurden einige Partien zu M. 171 per Tonne cif Mannheim, tranſit, gekauft. In Weizen neuer Ernte iſt die Meinung noch nicht geklärt, weshalb Ab⸗ ſchlüſſe nicht getätigt wurden. Im Waggongeſchäft iſt die Ten⸗ denz infolge des geringen Mehlabaſatzes flau und nur wenig Kaufluſt vorhanden. Roggen war ven Rußland etwas billiger offeriert, doh kamen ieine tennenswerte Abſchlüſſe zuſtande, weil das fruchtbare Wetier und die befriedigenden Meldanzen über den Stand der Ernte dazu beitrugen, die Kaufluſt vorſichtig zu machen. Braugerſte verkehrte ohne nennenswerte An⸗ regung. Für Futtergerſte zeigte ſich wenig Unternehmungs⸗ luſt. Die ruſſiſchen Forderungen waren nachgiebiger. In Mais finden hauptſächlich die Angebote von Laplata Be⸗ück⸗ ſichtigung. Auch in Rundmais von der Donau und Südrußlind wurde einiges vom Handel erworben. Hafer liegt etwas ruhiger, doch behauptet. Das Konſum ſtellt nur mäßige An⸗ ſprüche; indes werden für einwandsfreie Qualitäten gute Preiſe erzielt. Die Notierungen ſtellen ſich an den wichtigſten Ge⸗ treide⸗Märkten wie folgt: 14 5 21.5. Diff. Weizer: New⸗Nork loco ets 107 100¼—6 Juli 9 99* + Chicago Juli 90⁵ 7 Liverpool Jul: 7/7iſ Budape. thr. 10.04—.02 Paris Juli Auguſt 225.——.— Berlin Juli 219.25—.50 Mannheim loko 228.——.— Roggen: Chicago loco 8⁴— 1 Mat 80 Paris JuliAuguſt F 172.50—.50 Berlin Juli 193.——.— Mannheim loko 205.——— Hafer: Chicago Juli ets 8 5— 7. Paris Juli/Auguſt Fr. 177.50—.50 Berlin Juli M. 165.——.— Mannheim loko 177.——.50 Mais: New⸗York Mai ots 777 + 1 5 75½ + 7 Chicago Mai 5 575 +259. 7 Jult 5 66 + 7½ Berlin Juli M. 147.25—0 75 Mannheim loko 5 154.——.— Am Frachtenmarkt hat ſich die Geſchäf ändert. mmung iſt weiter flau, der hfrage ſchwach. Die Schif gen nach Mainz, Mannheim⸗Ludwigshafen⸗Rheinau ſtellte die Karre(1700 Kg.] auf 0,90 bis 0,95., nach Karlscuhe⸗ Maxau 1,40 bis 1,45., und nach Straßburg⸗Kehl 2,00 bis 2,10., alles bei freier Schleppbeförderung. Die Frachten ah Rotterdam nach Mainz⸗Worms, Mannheim⸗ ſtollen ſich auf 4,25 bis 4,50 M. und nach Fraukfurt bis 5,50; von Antwerpen nach Mannheim auf 5,25 ., nach Frankfurt auf 6,25 bis 6,50 M. per Laſt. affee hatte nur ſchwachen Verkehr. Die Nachricht, daß Bank von Frankreich Braſilkaffees nur auf der Baſis von 40 bevorſchuſſen will, wirkte lähmend auf die Unterneb⸗ Dieſe Maßregel dürfte indes auf den in Hapre be⸗ Deport von Frs. 2½ vom vordern auf den letz⸗ Monat zurückzuführen ſein. Auch die Meldung am Hamburger Platze, daß für Rechnung der Regierung des Staates Sao Paulo 50 000 Sack Kaffee am lage nicht ge⸗ Waſſerſtand ſeh racht für Kohlen⸗ ſebhr ſehr 5 98 2 29. ds. Mts. in öffentlicher Verſteigerung, unter dem Vorbehalt, daß die feſtgeſetzten Mindeſtpreiſe erreicht werden, verkauft wer⸗ den, trug nicht zur Belebung des Geſchäftes bei. Die Zufuhren belaufen ſich in der letzten Woche von Rio de Janeiro auf 39 000 gegen 50 000 Sack und die in Santos auf 46 000 gegen 50 00 Sack in der Vorwoche. Die Vorräte in Rio de Janeiro ſchäßt man dieſe Woche auf 231000 gegen vorwöchige 251000 Sack und die in Santos auf 851 000 gegen 935 000 Sack in der Vorwoche. Die Vorräte in den Vereinigten Staaten betragen einſchließtich der ſchwimmenden Ladungen 3 491000(3 490 000) Sack. New⸗ hork notiert: Rio No. 7 loko Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. 14 Mai 65/8.15.15 615.15.15.15 21. Mat 65/8.10.10.10 610.05.05 Diff.——5—5—5—5—10—10 Die Zuckermärkte verkehrten in dieſer Berichtswoche in recht ruhiger Haltung und die Kurſe erlitten infolge großer Abwicklungen ſeitens entmutigender Hauſſiers, hervorgerufen durch die für die Entwicklung der Rüben recht günſtige Witlerung eine Einbuße von 45 bis 80 Pfennig ſeit unſerem letzten Bericht. Auch der Umſtand, daß England wieder Erwarten, trotz der Herabſetzung des Zuckerzolles nicht mit Neuerwerbungen hervor⸗ trat, auch für amerikaniſche Rechnung keine weitere Käufe ge tätigt wurden, wirkte verſtimmend. Die Ankünfte in den 6 Haupt⸗ häfen Kubas betrugen 10 000 gegen vorwöchige 11000 und die Geſamtzufuhren ſeit 1. Dezbr. belaufen ſich auf 601000 Toanen. Hamburger Lagervorräte erfuhren bei einem Beſtand von 208 000 Doppelzentnern(lim Vorjahre 1157500 Dz.) eine Ge⸗ ſamtabnahme von 99 200 gegen 63 000 Zunahme im Vorjahre. Die Vorräte in den Vereinigten Staaten ſind in den letzten 8 Tagen von 295 000 Tonnen auf 317000 Tonnen geſtiegen. Der Wochenumſatz an der Magdeburger Börſe belief ſich in den letz⸗ ten 8 Tagen auf 88 000 gegen 99 000 Zentner in der Vorwoche Magdeburg notiert: 15 Mat Juni Juli Aug. Okt. Okt. Dez. 15. Mai 23.20 23.15 23.25 23.85 21.80 21.05 22. Mai 22.40 22.40 23.50 22.60 20.80 20.60 Diff.—8⁰—=s5—50 2 ————— Wochenbericht der Berliner Börſe in Jacoby u. Co., Bankgeſchäft, Berlin SW 68. Berlin, 23. Mai 1908. Unter den für die Berliner Börſe maßgebenden Faktoren ſind in erſter Linie zwei hervorzuheben: Die Geldflüſſigkeit und die guten Ernteausſichten. Die Verbilligung der Geldſätze iſt eine internationale und wenn die Bank von England entgegen den Erwartungen ihre Rate noch nicht ermäßigte, ſo unterblieb dies mit Rückſicht auf den noch hohen Diskont der Reichsbank. Ob unſer maßgebendes Inſtitut ſeinen Satz noch vor dem Juli⸗Termin herabſetzt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls erweiſt ſich die Geldflüſſigkeit ſo wirkſam, daß auf den meiſten Gebieten der Börſe die beſſeren Anſchauungen das Uebergewicht erlang⸗ ten und ſelbſt die unbefriedigenden Berichte aus den J von Mart Induſtrie⸗ zentren keine allzu große Wirkung ausübten, wie namentlich die Anlagekäufe des Publikums auf dem Kaſſainduſtriemarkt bezeugen. Man verſuchte dieswöchentlich zwar von ſpekulativer Seite durch ſtark peſſimiſtiſche Dividendenſchätzungen und oſtentativ ausgeführte Blancoabgaben einen ſchärferen Druck auf den Eiſenaktienmarkt auszuüben, was auch inbezug auf Bochumer Guß und Phönix von Erfolg war, indes wuürde die Geſamtſtimmung des Marktes dadurch nur vorüber⸗ gehend beeinträchtigt, zumal die Roheiſenproduktion im April keinen erheblichen Rückgang bekundet und die Lage des Kohlen⸗ marktes ſich weiter als günſtig erweiſt. Die Schwankungen der Tendenz, denen dieswöchentlich Newyork unterlag, haben hier die Anſicht beſtätigt, daß die fulminante Hauſſe teilweiſe das Produkt einer künſtlich inſzenierten Mache der Finanz⸗ matadore war, zum Zwecke, für ihre Emiſſionen gutes Wetter zu ſchaffen. Nachdem die Bondsausgabe der Union Pacific zweifelhaft geworden iſt, hat auch der frühere Elan der New⸗ horker Hauſſeſpekulation merklich nachgelaſſen, deren Beſtre⸗ bungen man hier von Anfang an ſkeptiſch gegenüberſtand. Der andau⸗ind ſcharfe Rückgang der amerikaniſchen Eiſenbahnen, irzbeſondere der der Baltimore⸗ und Ohiobahn, bezeugt, daß die Wirtſchaftslage in den Vereinigten Staaten noch unter einer gewiſſen Depreſſion ſteht, wenn auch im allgemeinen An⸗ zeichen einer Beſſerung ſich bemerkbar machen, namentlich auch dort die Ernteausſichten vielverſprechende ſind. Wie indes die hieſige Börſe der Aufwärtsbewegung der Amerikaner nur zögernd folgte, ſo blieb auch der zeitweiſe Rückſchlag der Kurſe ohne eine bemerkenswerte Initiative ſeitens der Spekulation, die ſich vorſichtig in Reſerve hielt. Ueber die Bewegungen der Einzelmärkte der Berliner Börſe iſt nicht viel zu berichten. Bankaktien erfuhren nur geringfügige Veränderungen, des⸗ gleichen auch einheimiſche und fremde Bahnen. Sehr feſt lagen Schiffahrtswerte anläßlich der Meldung, daß ſich im trans⸗ atlantiſchen Verkehr eine Beſſerung zeige. Günſtig beeinflußt durch die Geldflüſſigkeit wurde der Rentenmarkt, wo unſere Zproz. Reichs⸗ und Staatsanleihen ihre Aufwärtsbewegung forkſetzten. Für ruſſiſche Werte beſtand Kaufluſt anläßlich der geplanten Entrevue zwiſchen dem Könige von England und dem Zaren. Am Kaſſainduſtriemarkt erfuhr eine große Anzahl von Papieren der Maſchinen⸗ und chemiſchen Induſtrie, ſowie von Spezialitäten erhebliche Kursbeſſerungen. Die Teilnahme des großen Publikums an den Er⸗ findungen der Gegenwart iſt infolge der Großbetriebe auf ehr vielen Gebieten eingeſchränkt worden. Die Erfinder der Induſtrie, wiſſenſchaftlich gebildete Fachleute, arbeiten hinter verſchloſſenen Türen, in den Wunderſtätten der modernen Technik; wir meinen nämlich damit die mit den koſtbarſten Einrichtungen ausgeſtatteten Laboratorien und Verſuchs⸗ anſtalten. Wohl auf keinem andern Gebiete iſt aber dem Publikum, überhaupt der Allgemeinheit, nichts deſto weniger eine ſo entſcheidende Stellung als techniſche Sachverſtändige eingeräumt worden, als im Beleuchtungsweſen. Bei Licht betrachtet, d. h. während der Herrſchaft des künſtlichen Lichts, iſt z. B. die Friedrichſtraße in Berlin eine öffentliche Prüfungsanſtalt für die Beleuchtungstechnik, wie ſie großartiger wohl kaum gedacht werden kann. Die wich⸗ tigen Syſteme der elektriſchen und Gasbeleuchtung, des Petro⸗ leums und Spirituslichtes werden dort auf der Straße oder in den Schaufenſtern vorgeführt, eine Auswahl von Licht⸗ färbungen und Licht ſpendenden Körpern geboten. Und viele von den Berlinern, welche z. B. die Friedrich⸗ ſtraße entlang wandern, haben wohl erkannt, was ihnen für eine entſcheidende Rolle in dieſem Lichtmeer zugefallen iſt, nämlich Richter zu ſein, berufen durch den gewaltigſten Faktor unſeres wirtſchaftlichen Lebens, durch die Konkurrenz. Dort, wo das Licht ſeine ſchönſten Farben ſpielen läßt, dort, wo die Natur durch die Farben der ausgeſtellten Objekte am vorzüglichſten zur Geltung kommt, wo der Fußgänger alſo feſtgehalten wird, dort iſt der Sieg des Beleuchtungs⸗ technikers. Als ein Sieg der Beleuchtungstechnik kann nament⸗ lich gelten, daß im Laufe der letzten 3 bis 5 Jahre Gas⸗ und elektriſche Lampen in wirtſchaftlicher Beziehung eine außer⸗ ordentliche Bedeutung erlangt haben, was beim Geſchäfts⸗ mann, der die Lichtrechnung zu begleichen hat, eine weſentliche Rolle ſpielt. So wird z. B. bei dem nach unten brennenden Auerlicht und den neuen elektriſchen Metallfaden⸗Glühlampen eine Gas⸗ bezw. Stromerſparnis von etwa 60—70 pCt. gegen⸗ über den bisher allgemein gebräuchlichen Beleuchtungs⸗ Syſtemen erzielt. Auch die Lebensdauer der neuen Lampen iſt weit günſtiger, wie bei den früheren Lampentypen und voꝛm äſthetiſchen Standpunkt aus betrachtet, werden heutzutage äußerſt geſchmackvolle Lampen auf den Markt gebracht, die beweiſen, daß man auch nach dieſer Richtung hin im Be⸗ leuchtungsweſen große Fortſchritte gemacht hat. Der Zweck unſerer Ausführungen iſt nicht eine ein⸗ gehende Beſchreibung der Lampen, vielmehr ein Hinweis auf die großſtädtiſche Beleuchtung in der jetzt ſo florierenden Glanzzeit des künſtlichen Lichts, die von dem einzelnen viel⸗ leicht gelegentlich einmal von dem von uns heute angedeuteten Standpunkt aus betrachtet werden müſſen. „Cechniſche Beleuchtungs⸗Korreſpondenz.) 7 Rechtspflege. d. Muß der Hauseigentümer zur Nachtzeit die Zugänge zu der im Hinterhauſe belegenen Backſtube beleuchten? Der Kläger wollte zur Nachtzeit in die im Hinterhauſe eines Wohngebäudes belegene Backſtube eines dort wohnenden Bäckermeiſters gehen. Infolge fehlender Beleuchtung des Zuganges erlitt er einen Un⸗ ſall, für welchen er den Hauseigentümer haftbar machte. Seinen Anſpruch ſtützte der Kläger auf den allgemein anerkannten Rechtsgrundſatz, daß derjenige, welcher irgendwo einen Verkehr eröffnet, für die ordnungsgemäße Beleuchtung der Zugänge bei Dunkelheit zu ſorgen verpflichtet iſt. Indeſſen hat das Reichs⸗ gericht dem Klageantrage keine Folge gegeben. Allerdings iſt es richtig, ſo wird in den Gründen ausgeführt, daß dem Haus⸗ eigentümer die Pflicht obliegt, die Zugänge und Treppen ſeines Hauſes, in und auf denen ein allgemeiner Verkehr ſtattfindet, zu beleuchten. Dieſe Verpflichtung erſtreckt ſich aber nicht auß die Zugänge zu einzelnen beſonderen Räumen, in denen nuk der Gewerbebetrieb eines einzelnen Mieters ſtattfindet und die daher nur von ſolchen Perſonen benutzt werden, die durch dieſen beſonderen Gewerbebetrieb zum Betreten gewiſſer Teile des Grundſtücks, auf denen ein allgemeiner Verkehr nicht ſtatt⸗ findet, veranlaßt werden. Da ſonach der Beklagte mit Rückſicht auf den zur Nachtzeit ſtattfindenden Betrieb des in ſeinem Hauſe wohnenden Bäckermeiſters nicht verpflichtet war, die Zu⸗ gänge zu der im Hinterhauſe belegenen Backſtube zu beleuchten, ſo mußte die Klage abgewieſen werden. [Nachdruck verboten). Eine wichtige Gerichtsentſcheidung. Wohl in keinem Ge⸗ werbe macht ſich die Preisſchleuderei in dem Maße zum Schaden der Produzenten und Verbraucher bemerkbar, wie in der Gas⸗ glühlicht⸗Induſtrie. Die unausbleibliche Folge dieſer Ver⸗ hältniſſe ſind fortwährende Streitigkeiten zwiſchen dem Kunden und den Detailhändlern; denn der Abnehmer glaubt ſich über⸗ vorteilt, wenn er ſieht, daß der ihm zu dem regulären Preiſe ver⸗ kaufte Artikel bei anderen Verkäufern zu geringeren Preiſen ſeil gehalten wird. Es müſſen deshalb die auf Beſeitigung dieſer Preisſchleudereien gerichteten Beſtrebungen der Glühkörper⸗Pro⸗ duzenten als durchaus berechtigt anerkannt werden. Daß auch die Gerichte gewillt ſind, den Kampf gegen die erwähnten Mig⸗ ſtände zu unterſtützen, ſcheint aus einer Entſcheidung herpor⸗ zugehen, die kürzlich das Landgericht in Berlin gefällt hat Die bekannte Glühkörperfabrik Richard Feuer u. Co., Berlin⸗Schöne⸗ berg, verkauft den von ihr produzierten Glühkörper„Pfeil! an ihre Abnehmer unter der ausdrücklichen Bedingung, daß be⸗ ſtimmte Mindeſtpreiſe innegahlten werden müſſen, und die Glüh⸗ örper nicht au Warenhäuſer(die erfahrungsgemäß die Preis⸗ ſchleuderet am meiſten begünſtigen) abgegeben werden dürfen. Enfgegen dieſem Verlkot hatte einer der Abnehmer der Firma den Pfeilkörper an ein Warenhaus verkauft, das die Glüh⸗ körper mit 20 Pfennig pro Stück feilhielt. Die Firma Richard Feuer u. Co. wurde nun ſowohl gegen den vertragsbrüchigen Abnehmer wie auch gegen das Warenhaus klagbar und erzielte eine einſtweilige Verfügung folgenden Inhalts:„1. Die Be⸗ klagte zu 1(das Warenhaus) darf bei einer fiskaliſchen Strafe von 300 Mark ſür jeden Fall der Zuwiderhandlung Glühkörper mit der Marke„Pfeil“ weder anpreiſen noch feilhalten, noch ver⸗ kaufen. 2. Die Beklagte zu 2[der Lieferant) darf bei Ver⸗ meidung einer fiskaliſchen Strafe von 600 Mark für jeden Fall der Zuwiderhandlung Glühkörper mit der Marke„Pfeil“ an die Beklagte nicht mehr liefern“.— Bedeutſam iſt die Ent⸗ ſcheidung auch vom juriſtiſchen Standpunkt, weil in ihr der Grundſatz zum Ausdruck gelangt, daß auch derjenige rechts⸗ widrig handelt, der wiſſentlich an der Verletzung einer zwiſchen anderen Perſonen beſtehenden Vereinbarung teilnimmt. (Techniſche Beleuchtungs⸗Korreſpondenz]. a. Iſt ein Badeofen ein„Bauwer Kellerräumen ſeines Hauf der in lge den an i dem der vollen Preiſe eſer Zeit könne ein des Langen gemäß Der Hausbeſi ein Badeofen ſei en ee Geſetzesparagraphen, * nigmach NMe. treffend Lieferung eines Vauwer ke 8 werllhre 5 um pvorliege: Falle eine ſo lange Zeit ſeit Abnabeh Badeofens noch nich: verfloſſen ſei, ſo ſei er berechti 55 rücknahme des Ofens und de Herauszak des 55 die g teten Betrages zu verlangen. 5 3 entrich. gericht Maricnwerder dieſer nicht an echleſlande Badeofen, der in dem Hauſes ee au könne unmöglich als ein„Bauwerk“ angeſehen 11 5 5 Gebäude ſelbſt, in dem der Ofen ſtehe, iſt ja in ſeinen— Erſcheinung, in ſeinem äußeren Bilde in keiner Weiß äuker dert, es handelt ſich vielmehr lediglich um ende eine Aenderung d inneren Einrichtung. Nach dem Sprachgebrauch iſt unteh 155 5* hin, in„Bauwerk⸗ und der ft im des 1 8 genannten ſpruch des Beſtellers auf Rückg werk“ ein ſelbſtändiges Werk zu verſtehen, wenn gebenenfalls auch nur als ſelbſtändiger Teil eines 1 ge⸗ Werkes— wie ein Anbau— in Erſcheinung tritt ndereg Unter„Bau⸗ werk“ kann alſo beiſpielsweiſe nicht verſtanden werden di ie Scheidewand, die im Innern eines Gebäudes zwiſchen zpeſ Zimmern gezogen wird, oder ein Ofen, der in auen g errichtet wird, oder die Anlage eines Badeofens. Anders uß ja der Fall liegen, wenn eine ſolche Mauer oder ein Oee 100 dem Hofe oder auf dem Felde errichtet würde; dort würden ſl ſicherlich als„Bauwerk“ angeſehen werden müſſen. Im vor liegenden Falle trifft etwas derartiges aber nicht zu; ein Ban. werk kommt alſo nicht in Frage, und die Verjährung Anſpruch des Hausbeſitzers für den war daher bereits eingetreten. (Nachdruck verboten!. Allgemeines. Eiſenbahnwagen⸗Beleuchtung mit hängendem Gasglühli Eine kürzlich vom Reichseiſenbahn⸗Amt 5. Kon von Technikern hat aufgrund eingehender Verſuche mit hünger⸗ der Gasglühlicht⸗Beleuchtung von Eiſenbahnwagen ſich gegen di⸗ allgemeine Einführung der elektriſchen Coupé-Beleuchtung ent⸗ ſchieden. Begründend wurde hervorgehoben, die vielfach ge⸗ hegte Meinung, daß das Gas durch ſeine Exploſion Eiſenbahn⸗ Unfälle verſchlimmere, ſei völlig unzutreffend, abgeſehen dabon daß auch bei der elektriſchen Beleuchtung eine Brandgefahr in folge Kurzſchluſſes beſtehe. Nach den Ausführungen des Eiſen bahnminiſters in der Budgetkommiſſion des Abgeordnetenhauſez ſind nach den Ausführungen der Techn. Beleucht.⸗Korreſponz bei keiner der größeren Eiſenbahnkataſtrophen Gasexploſtonez erfolgt. Zwar entſtanden durch das ausſtrömende Gas, das ſic durch eine Stichflamme entzündete, mitunter Brände, dagegen trat in keinem Falle eine Exploſton des Gaſes in den(unter dem Wagen befindlichen) Gasbehältern ein. Hiernach ſteht woh zu erwarten, daß allmählich die ſämtlichen Eiſenbahnwagen mi dem neuen pängenden Gasglühlicht ausgerüſtet werden. Auch eine Wirkung des 8 Uhr.Ladenſchluſſes. In dem Stödl⸗ chen Einbeck iſt kürzlich der 8 Uhr⸗Ladenſchluß und eine Ver⸗ kürzung der Polizeiſtunde für Gaſtwirtſchaften eingeführt wor den. Die Maßnahme hatte das überraſchende Reſultat, daß im Februar gegen 9000 Kubikmeter Gas weniger als in dem gleichen Monat des Vorjahres verbraucht wurden. Einführung des Gasglühlichts in Venedig. Gelegentlich des Aufenthaltes der deutſchen Kaiſerfamilie in Venedig konn man ſo recht die Beobachtung machen, daß die herrliche Lagunen: ſtadt noch ganz jämmerlich beleuchtet iſt. Die primitiven Gas, laternen entſprechen nicht mehr den mordernen Anforderungen und ſind einer vielbeſuchten Fremdenſtadt katſächlich an Der Munizipalrat von Venedig hat daher den löblichen Entſchluß gefaßt, vorläufig wenigſtens am Canale grande mit der Ein⸗ führung von Gasglühlicht⸗Auerbrennern zu beginnen. Verwendung der Straßenlaternen zur Reklame. Demnächſſ werden die Berliner Straßenlaternen ihr ſchmuckloſes Gewand ablegen. Der Berliner Magiſtrat hat mit einem findigen Unternehmer ein Abkommen getroffen, wonach dem letzteren ge⸗ ſtattet wird, an dem Schaft der Laternen⸗Kandelaber bandförmige Schilder anzubringen, welche Reklame⸗Inſchriften laber keine Bilder) tragen. Dieſes Abkommen, das kürzlich die Genehmigung des Polizeipräſidenten gefunden hat, bietet auch Vorteile für die Bürgerſchaft, da es der Stadt eine jährliche Einnahme von min⸗ deſtens 150 000 Mark, nach drei Jahren ſogar 200 000 Mark (6 Mk. pro Laterne)] einbringt, und da außerdem auf jedem Reklame⸗Schild die nächſte Feuermeldeſtelle angegeben werden muß. .V. C. Eine deutſch⸗ſchweizeriſche Zollkonferenz. Am A. d8. Mts. werden in Zürich Beſprechungen zwiſchen deutſchen und ſchweizeriſchen Kommiſſaren über einige Zollfragen beginnen, Die Konferenz wird ſich auch mit den Beſchwerden der Schweizer Müller über die Einfuhr von deutſchem Mehl nach der Schweiz befaſſen. Angeregt ſind die Beſprechungen, wie es ſcheint, von Seiten der Schweiz. Die deutſche Regierung kommt alſo, indem ſie eine Anzahl Delegierte zu der Konferenz entſendet, einem Wunſche des ſchweizeriſchen Bundesrats nach. Was bei den Be⸗ ſprechungen herauskommen wird, läßt ſich natürlich jetzt nicht abſehen. Eine Abänderung des beſtehenden Handelsvertrags kann dabei nicht in Frage kommen. Möglicherweiſe einigt man ſich aber über einen Nachtrag zu dem Vertrag. 8 Deutſchen Ausſtellern zur Beachtung! Im Sommer ds. J5. ſoll in Karlsbad eine„Internationale Ausſtellung für Handeh, Gewerbe und ſoziale Hygiene“ ſtattfinden, für die zur Zeit auc en Deutſchland geworben wird. Wie uns die„Ständige 2 ſtellungskommiſſion für die Deutſche Induſtrie“ mitteilt, f ſie ſich nicht in der Lage, dem deutſchen Gewerbefleiße eine Be⸗ teiligung zu empfehlen. Handelsberichte. Börſenwochen⸗Bericht. (Driginalbericht des„Mannheimer General-Anzeiger B. Frankfurt a.., W. Mal. Entſprechend der dem Reichskanzler in dem Schlubartd der Börſengeſetz⸗Novelle erteilten Ermächtigung iſt nun der 1 des Börſengeſetzes veröffentlicht worden. Das Börſengeſetz 55 in ſeiner neuen, reformierten Faſſung am 1. Juni in Kraft. 115 neue Geſetz trägt das Datum des 8. Mai 1908. Es war en ſchwere Zeit für die Börſe. Wie oft alten Geſetzes in unſeren Berichten unter bedauerlicher Verkennung oder ſchaftlichen Natur und Bedeutung der wurde auf den Mangel 750 Das Das aufmerkſam gemacht. Mißachtung der bolt 25 Börſe ihr aufgedrängte“. ſetz vom 22. Inli 1896 bat nach faſt zwölfjähriger Geltung und „„eat oneg ad cpog of gea u e ue uo uuee ig euumoged atut ne u uogaom oſnah n qzogsdat unavg bpn Se lehe weeen eeeeee eeen ee eee“ „Uguugz nogteig ol oe en e eee ee leeeen e ſee ebe goc bonv cpog c Anut unet uepnage gun ualleallnd ufen qpuu n uua ueen eeen eeen tenenenen“ „uduugg uspplelsnv crigglck ol eupg dce aute svat ceen enen e ene ee ee e eig ee eee er gog Haepileg joncuelnof aae queqo ugeſlos no oog uut zuch fezusgcpvu cpnv cp: agel oh nu dulogngva ufezs“ „uig usmutozoh nu 601 ungva uezusd a0qle jdo ai Muuog“ briheg uspopas ebg Jei„eilleunncp une eit ueceiſ due au zocg“ „ Megupgeg a1 nog znß ziu in jeabapcß sog daunſsc aeadathol of ur fluuv Uellvi ufenv of ufel uuvzeß uiech eivg c udg nc gog zeg uspnvag uscel ne quu vl ahnzeß e nonpc 308“ „udfo dog znvad aum jrogs“ „uelloi usgeh uienv zhvg zeſpgz udufecß gun log zuguhvc udg u ilig ueumogobinvneh uuene nu n qivgsech“ eee enh e pvackt„uehval ne r: duutos Sualag“ „oil Uosjoß— zoabaozcß— ag1 nvae Aoind dee een eeeng e ceden eh ene ennee ee Jn ee ee ee t ee e ee udusboegeg 5190; Ateg un deuece eguepo wecht e bee cht og ol a eig Aatpiu ge ouuog 1 usgebeß guvc de jpnune cſu ag anog 29 vl allng dagr um jvg aun auazz zusel uf cpru en ae Boe Aee„elae anu dagg olio ufe ueggonf ozuugtz“ „oqnvid cpr drat Sengze Sftpids“ „udbol ne 13) „ecpubu aic oqog p feabzbzaßz uoge 80 fuusng uuvcß „usuusaquv zluo]l gzuuggz usollch sva nog obuvz nu oqog ziuo 8e Jqnb svan oljv unzs“ + öognihnog ane annz dle dpoullg io gun„vl opiut ans“ eeee ie eet ner e af dnelf adq oh bor uolgg udagt en uuegt MHuol siv sasguv Abie phane iicccuce e val„ang oclol svg zvch „udgdg ne u zuu dgoß b dgnis dig ur aumos“ : ub 9 Jone 2 Poach vcß engnut uogog usheſe ught n goqugo deat Hihng ae dun enn en wat Joabavzgz uebue Siudupchzogz utounel Sfapaunog Anzcpl e eeedeeeee ee e e e ee eee uobisnoh gog davcfpang svg jvmuse opou dippgzeqn aun sushgapgd sog unvg uescuenoſaee utog uv ad guol obubg afuuvg Ipru grerqzeg nen a be eenee e efuuog i devadh gun eqoh enben ben ne ehe ee cen e an zuhoatoh Aufe szeuanzgz oaz usspsnpch utog ne oſſtalo gufef aa auer anasogun ogs uslegß utact gun usphudzazß udg dog beligglck znvag ucr udhehaeg ne oufeut acd snoulh Anach duho uuvg durd gun uszoch mog dgnzes zuse uihvu 1 grgat»gundz gufel zda usbzee vl cnl Se dan unu usgaom usltue be he een manne ee ene uepnud eer ecenen eene eeen aehen edun ackctaoburlgc end unu chil sog ind uaelpi dgid svo oil enoaß unedenneen ee eene ged unf ne jaoſc ag ur abh sjvug onnog mu ail svans Jvuule Inv ae digna 18 Mezlebsnv ol usgvat gaercvgz gurel no aogunlgch uczuz sip a Avs noreqn uusg uellvf ule Silceaun awoof gun usbdrasc e eeh eee ee eeee ee“ dee webugc FFF g e e eeh beh een eeee eeeet eeeee ne 10 Jpgol ne efe 10 e eeneucdl inde eeueant auza ce e Naueg pec pnee eeee en iht e eee ⸗un gun uig C oig uudzecß odunl a acn ecen e „u dee ee eee ieen ene, e101 oil aguſout uuvg gun Lusd dig piu„“ „susbokoßgogg uemavgi gegnvf suv gun usg -unſeß Robaaech maolun aoun cpasa cpiut zog an dun“ „e, zeindz die gun eehent eedeue ehn eubeee dee enr en ͤuedg en nphlpclnvun gun grog uenoazoch aog ueseant uoupa 210 58—„ihu ae ußog acſhee unenpqueuhvc e eeen leeee eneee e ehe ehee 10 um bol aun nc auutog Jeg aee u enr aun ieh“ Snpuih anv zuo diapf asgo vo gegezaf zadgaavlc zog uupbog„abunſgch naoch zogen ufeſcß“ Ipnied ue tenv— snvaog qusgelnag Se iuo onant uochl— gun appeng sognb uiel uduvog uguze F dzuuog eigß lunzinv uig gog giog gun Laauppo uog gungbqzz aaferuzgog aet te begec le en nede en ne ee ⸗ögur anu uudg se avar eig aseceiu jgnſc ueufe Inv aoaitp zenl gun quvc wufel uog ont en eee weiee enen Bunl goc opoflgar„udzusgeh aehnmobojlgz uehund g398 Apangage aun znuheg aenog greeehn ei negaeen oes!“ Cuezoqagg pnagqpozz) 0ha0 g a i uogz 0 unngshobaaoc SsD& win 140 maguuvnz 2 igeguuvi 90S 40 uſeguunß 15JaR Ia:ioubz30 uciventz zig in meheeeee e e ee e eeee eceee e pna Aesspipe uzupef jpg udcdapch une pnzz emunzs aehaag u Sieohpaaeanngz seg bunlog — Aefupbae ne gywebu 5 zuid opang qun nen eee Waegusuuog a e wee ene eeeee e uqdat gun dig usandag quelnvz uoa qun :uſß bd i demna ung ugne Inv kuvaz uez znng euec ug ꝛenunzg aehaog ui Tnacplunegech a00 Dunſgg anea uen : mununge aebnda ui Sphpauegoilpngz 85g bundgg — 8 7 9 9 9 8 Zaeununzg aebfzog uf Szehpapagonbuejhvg gc Sunſgg enagabg eee een enee ieee eeee eeee en eeeg eeuen ee ieen e eceee eee eneeen enn ee eſee e Womunzz zodaog ui sleidhhaogz 80 bunlgg; aeeeee. a bunz aaequv à00 og neeen Subpene zAeubd Sebcet e eeee eeheeeeenn een eeenez ed zua Aguncz eig Inv oig woupreteg o nedunſah aeſagg Aenn eig guie mofredagg wasuun e aſan ganusg bunucppksnnz ank oig Huvhlgz piiqdupfaitt nvzeg ee ieeg aee legatſänvg peag uoa usgping unee e eecee ung gun aeeeee ——B— 32„4 AMahpansgcvabeis ——— — Runjg TT utwugocß Wcbe baequvg 0T aöhſenocg— Sscech sdg 1% 6 bböos— SPpatadgnzs 8 Sppatdögnzs— Mahzedagg. Megustunng— Hungunduucd 9 hnusbunigrze— Apecd d Manqeg Bunguncdurz) Jpi onv— ‚00 g nenhß n ung— Iüpatoc Se 8 oanpgec)— aheobotz 9* zupeteg oſ uun udese uvgusmmpng un nhhum uggopngz usſonlobuſs nau eſun gumnscegz ud uca usqng ne zcaiſanvch Szasquv up h aeneg ur euebecn weee eneen dne n eeee en ee nog; n wſun bunzndqegz a uca upn ne eieg un d Johpachuvz 8 Lauen en meie ieiee e Aepgſo did Senag gun gzeuvcd sugz sag nig 0 ie eee e e eegz ve? Sailnig i ueen enn gun Udpbaig moa usuz abong ubvamaz eig up Lag dugelpz zeg ſeg aa ue augd ⸗se 88 Geune ecee eee ee ee Meatteilee ue u egnvoc ueg gun jcnech utdg inv usanzg 23 SSowogg Svane qun qupprorog eeee e ee ebenee **. (S5]cd) etenene döntaog oge ee eeeee en eeee ee e eee eee ee ee eeec bg ün e Ahpamngns ——yj————ͤ——— ata e! tloß uognoachl u: ie eee ee e ee ee ed enh e udqobobuv ilv iwal solo sog auneunee e ie ughvioh ozzenoch DSfleig auie ur socß»goab sva gve ib die hbpag ⸗ppvu dpvag igvzuvasg uocpl zJe ne anu z0en naee; „pnach dlvgsog zd eil oin Dunpinpagug u13 :udgutag Jpiacpr Susczehv„nocsoso“ dig dnut dossunc uenppu u Wlog uogeab gun igsmoznzz zmubf uollobaog hi un ogz deuvb oie uogſogh o! a pijnon javgz uteah zu vuuvch gub! gun ⸗aouch Bulg uojaggeu dgunſg uogjoh zcufe iedacuz gun vudunzegoranlpg eig uoouncsſg nepaeu Bulbeg aegununcz duſe jvutuse as uuda Oet ueubne; ⸗gog dpiu uuvg cund ſpiueee en ee e eheneeeee ee ut chpnv 80 Jof died uleg evae daght ee c enggo Mae dagnut onh uuec cph uv Ughpteg ule ppou doqu 11016 49 egofteuebebzus piend ueſlgeh uuv ac as dapa guoßl ruchr aog bunutnen bfuuf of ei unu gun vuuvch dufef ueſpglegß sohnzz uld og zvan 8d Jaulfvauues ueupb zba jeqnsagſe „Ihel usqog usuuoatad sog ogoah sva ncß gog eaeſp uig anu oul i 80'8e giea p8“ zuv vuuvbg nvag Bun nochl euvg ueen eee e pog gun 2buvg udavar scd ulohb udngvc avzz aun vuunvg „Ich wollte eben nit.“ „Und warum wollteſt Du nit, mußt doch einen Grund gehabt haben?“ „Hatte ich auch, natürlich—“ „Und der wäre, Margret?“ „Daß Du mich belogen und betrogen haſt die ganze Zeit, ſchrie das Mädchen auf, ihre Augen funkelten wie die einer gereizten Wildkatze,„daß Du gar nit der Anton Höfinger, der Erbe vom Hahnen⸗ und dem Mooshof biſt, ſondern— ſondern“ „Das Herrgottskind,“ verſetzte Toni mit ſeſter Stimme. „Sprich ihn nur ruhig aus den Namen. Hat mir auch erſt gegraut davor, als ich ihn nach der Mutter Tode vernommen habe, nun aber ſehe ich, daß er doch für mancherlei gut iſt. Belogen und betrogen aber habe ich Dich bis zur Stunde noch nit. Denn ich habe es nie anders gewußt, daß ich Anton Höfinger bin.“ „Den erſten Namen haſt Du nach dem Sankt Antonius⸗ kage, an dem ſie Dich fanden,“ ſpottete das ihrer Rolle müde Mädchen boshaft,„und den anderen—“ Da erfaßte eine eiſerne Fauſt ihre Schulter und rüttelte ſie hin und her. Breit und blutrot lag die Zornader auf des gereizten, in ſeinen heiligſten Gefühlen verletzten Mannes Stirn, ſeine Stimme klang heiſer vor Erregung. „Beſinne Dich ja, was Du ſagſt, Margret! Wage es nit, die anzurühren, der Du nimmer gleichkommen wirſt an Liebe und Güte. Und obwohl ſie mich nit geboren, ſondern unterm Hergottsbilde gefunden hat, bleibt ſie dennoch meine Mutter, ſolange ich lebe, und ich werde ſie ehren und ihr dankbar ſein.“ „Als ob ich Dich daran hindere!“ Margret wehrte ſich unter ſeinem Griff—„mir aber kannſt nit verdenken, daß ich nit grade lobpreiſe und ſinge. Iſt mir nämlich keine allzu große Ehr' das Herrgottskind zum Mann zu haben.“ Toni ließ ſie los, daß ſie taumelte. Der kochende Zorn ſeines Innern war plötzlich einer tiefen Wehmut gewichen. Wie hatte ſein Mutterle geſagt: Dann wird es ſich ja aus⸗ weiſen, ob der Toni oder der Hahnenhofbauer der ſchmuckere von beiden iſt. Sie hatte das herzloſe Mädchen von Anfang an durchſchaut und deshalb hatte ſeine Verlobung ſie ſo un⸗ glücklich gemacht und ihr die letzten Lebenstage verbittert. „Von der Unehr will ich Dich befreien, Margret. Sollſt nit ſagen, daß ich Dich unglücklich gemacht, denn mußt nit vergeſſen, daß ich Dich geliebt hab nit um Geld und Gut,“ ſagte Toni ernſt, faſt feierlich.„Eines abe- magſt Du von mir noch hören zum letzten Abſchied: Wenn Du bleibſt wie Du biſt, wirſt Du nimmer ein geſegnetes Andenken hinter⸗ laſſen, wie meine Mutter.“ „Toni, ſo hör' doch, Tonj,“ rief Margret erſchreckt. Sie hatte ſich doch vielleicht zu weit hinreißen laſſen. Man konnte nicht wiſſen, ob nicht doch, trotz der Ausſagen der Cenz, ein Teſtament betreffs Tonis vorhanden war. Aber Toni ant⸗ wortete nicht einmal. Er warf noch einen langen Blick auf das vergötterte Mädchen und verließ dann feſten Schrittes das Haus an der Straßen. Ein müder, gebrochener Mann. Drei Tage und drei Nächte wußte niemand etwas von ihm im Hahnenhof. Hinter dem Sarge der Bäuerin aber ging er ſtraff aufgerichtet als Erſter einher neben dem Bruder des verſtorbenen Bauern. Hinter ihm folgten die anderen Verwandten und das ganze Dorf. Zu der Aus⸗ ſprache, die nach dem Totenſchmaus zwiſchen den Männern ſtattfand, war auch der Pfarrer erſchienen. Die Hahnen⸗ bäuerin war eine ſo fromme Frau geweſen, daß er es für ſeine Pflicht hielt, auch jetzt noch ihre Rechte zu vertreten oder eigentlich beſſer geſagt, um in ihrem Sinne zu handeln, die Rechte Tonis. Leider erſchwerte der junge Mann durch ſeinen Stolg und ſeine Unbeugſamkeit jede Verſtändigung. Wenn Hochwürden bei den ſtarrköpfigen Verwandten etwas erreicht zu haben glaubte, erklärte Toni einfach: „Nie und nimmer nehme ich das an.“ Und als gar der alte Bauer davon zu reden begann, der Pflegeſohn ſeiner Schwägerin könnte auf dem Hahnen⸗ hof, wo er einſt Herrenrechte hatte, unter einem ſeiner Söhne einen Dienſt nehmen, da ſprang Toni blitzenden Auges vom Stuhl auf. „Im Grabe würde ſich die Mutter umdrehen, wenn ich ihr das antun wollte,“ rief er wild.„Jedermann weiß es, 77 daß ich allein nach ihrem Willen der rechte Erbe bin, daß ſie niemand von Euch auf dem Hofe wiſſen wollte. O, und Ihr alleſamt ja am beſten! Warum habt Ihr denn alle, alle nie einen Fuß hierher ſetzen dürfen, ſolange meine Mutter lebte. Warum bin ich ihr einziger Gedanke geweſen, ſeit ich denken kann! Wenn Ihr Ehre beſäßet, müßte es Euch grauen vor Erbe, auf dem der Fluch einer ſonſt ſo gütigen Frau ruht!“ „Glaub' nit, daß der Julei übergroße Angſt haben wird vor dem Umgehen der Schwägerin nächtlicherweile,“ lachte Höfinger,„damit ſchreckſt Du Kinder, Toni, nit uns.“ „Herr Höfinger, Herr Höfinger,“ mahnte der Geiſtliche. „Sie müſſen doch auch gerecht ſein. Nach dem Teſtament des Hahnenhofbauern fällt Hof und Vermögen an ſeine Bluts⸗ verwandten zurück, wenn ſeine Frau keine Kindere hinterließ. Nur eine Urkunde bei Gericht hinterlegt, hätte hier zu Ihren Gunſten Wandel ſchaffen können. Das iſt verſäumt worden. und nun müſſen wir ſehen, wie wir dieſe Unterlaſſung der lieben Frau auf gütlichem Wege ausgleichen.“ „Ich danke Ihnen, Herr Pfarrer,“ ſagte Toni mit männ⸗ lichem Stolz,„aber hier iſt nichts auszugleichen. Sie meinen es gut mit mir, die Verwandten der Mutter aber meinen e8 ſchlecht, darüber gibt es keine Brücke. Unter die Füße treten aber laſſe ich mich nicht, wenn jch gleich nur das Herrgottskind bin. Ich habe ein tadelloſes Leben hinter mir, wie mir das ganze Dorf bezeugen kann und meine Militärzeit beweiſt. Es gibt freilich Leute, bei denen nur der Name gilt, aber ich denke draußen in der Welt wird es auch noch andere geben, die mehr auf die Taten ſehen.“ „Gott erhalte Ihnen Ihren Mut und Glauben,“ ſagke der geiſtliche Herr mit ungewohnter Milde. Er mochte wohl⸗ der eigenen frühſten Jugend mit ihren Hoffnungen und Träu⸗ men gedenken. Der Höfinger aber lachte und ſchlug auf ſeine Rocktaſche. „Wirſt weit damit kommen mit Deinen Anſichten, wirſt es ſchon ſehen,“ rief er ſchroff—„ohne Geld keine Ehr. Biſt bis jetzt immer der reiche Toni vom Hahnenhofe geweſen für alle Leute, das darfſt nit vergeſſen. Sollteſt Du aber noch anderen Sinnes werden, kannſt Du es mir oder meinen Söhnen zu wiſſen tun.“ „Nie,“ ſchrie es auf in der Seele des ausgeſtoßenen Mannes. „Wenn ich verhungern müßte, einen Höfinger bitte ich niemals!“ aber ſeine Lippen ſchwiegen. Ihm war trotz ſeiner ſtolzen Worte von vorhin weh und traurig zu Sinn. Halt⸗ und ziellos trieb er— ein ſteuerloſes Wrack— einem unbe⸗ kannten, dunklen Lande zu. Was würde die Zukunft ihm bringen? Bis über den Tod hinaus hatte er freilich noch die Treue der Mutter empfunden. Sie war es, die ſein Leben von demjenigen der ſchönen, falſchen Margret, die ſie gehaßt hatte, trennte. Sie war es, die ihn frei machte von dem Joch einer unglücklichen Ehe, denn heute fühlte und wußte er, daß er mit dem Mädchen hätte elend werden müſſen. Unter dem Rauſchen der Fittiche des Todes war ſein Herz der Ver⸗ zauberung, die auf ihm gelegen hatte, ledig geworden, ſein Auge ſehend. Ihm war, als müſſe die Mutter auch jetzt noch — obſchon ihm entrückt— die Hand ihres„Bübles“ faſſen, um ihn zu führen, vorbei an Klippen und Untiefen, empor auf ſteilem Pfad bis an das himmliſche Ziel der Wiedervereink⸗ gung. Soviele Liebe und Treue konnte ja nicht ſterben, die mußte ewig leben! Hätte ſie ihn weniger geliebt, wäre er jetzt freilich der Hahnenhofbauer und nicht das arme Herrgottskind, aber trotz⸗ alledem Nein, er wollte der toten Frau dankbar ſein, ſein ganzes Leben hindurch und ihre, ihn ſo bitter treffende Unterlaſſung nie als eine Schuld ihrerſeits empfinden. Wer hatte auch ahnen können, daß ein Herzſchlag ſie ſo früh abrufen würde! Wäre eine Krankheit vorausgegangen, würde ſie ſofort ihren letzten Willen ſeſtgelegt haben; daran zweifelte Toni keiner Augenblick. * *.* 5* —5— üußerlich ſehr ruhig, nur die Zornesader auf der Stirn geſchwollen und die Augen bvoller Blitze. Sie erzitterte, ſie fürchtete ſich, weil ſie fühlte, daß dieſer ſonſt ſo ſtill⸗freund⸗ liche und liebende Mann doch der ſtärkere in der Ehe war. Sie hatte ihn fürchten gelernt, ſo mit einer ihr läſtigen, aber unbezwingbaren Hochachtung, und darum haßte ſie ihn jetzt. Sie glaubte wenigſtens ihn zu haſſen. Sonſt pflegte auf Regen und Unwetter Sonnenſchein zu folgen. Bei Streubels blieben die ehelichen Witterungs⸗ verhältniſſe ausnahmsweiſe. Frau Hanna ſaß nach jener Szene zunächſt ſtundenlang allein im kalten Vorderzimmer und ſtarrte gedankenleer ins Freie hinaus. Dann hatte ſich ihrer ein wilder Trotz bemächtigt, den ſie für Haß hielt. Sie nahm zwar am andern Tage wieder ihre Hausfrauenpflichten 10 aber ſie blieb eiſig kalt und ſprach nux, wenn Karl ſie ragte. 5 Dem guten Karl blutete das Herz. Er hatte mehr zu leiden als ſeine kleine im Trotz verbiſſene Frau. Das quälende Verhältnis zwiſchen beiden dauerte nun ſchon bei⸗ nahe drei Wochen. Seine Verſuche, wieder die alte ver⸗ trauende und herzliche Stimmung herbeizuführen, führten zu nichts. Entweder antwortete ihm Frau Hannag überhaupt nicht, was ihm unter dieſen Umſtänden noch das liebſte war. Oder ſie antwortete ihm, dann aber ſo wortkarg, ſo unglück⸗ lich und lichtlos und mit Blicken, unter denen ſich ſeine Seele im geheimen wie die eines ſchändlichen Verbrechers wand. Aber er konnte, wollte und durfte nicht nachgeben. Noch einmal war man auf das Automobil⸗Thema beiläufig zurück⸗ gekommen. Diesmal brauſte Herr Karl nicht auf. Er gab nur wieder kurz, ſachlich und ernſt die Gründe gegen dieſen Plan an, und damit ſollte die Sache für ihn erledigt ſein. Frau Hanna wußte, daß ſein Wille unbeugſam war. Wieder ſchlichen etliche Tage in ſtillem Groll und be⸗ drückender Ungemütlichkeit dahin. Da wurde Karl Streubel von einem Ereignis überraſcht, das ihn für den erſten Augen⸗ blick um alle Faſſung brachte. Als er eines Mittags heim⸗ kam, war Frau Hanna verſchwunden. Auch das Dienſt⸗ mädchen, das gegen 11 Uhr von ihr noch eine größere Be⸗ ſorgung außer dem Hauſe erhalten hatte, wußte keine Aus⸗ kunft zu geben. Man wartete eine Stunde, man wartete zwei Stunden und länger. Gegen Abend machte ſich Karl Streu⸗ bel auf den Weg und ſuchte nach ihr bei den Bekannten. Alles war vergeblich. Es waren ſchreckliche Stunden. Der Gedanke war furchtbar, aber— wenn ſich Frau Hanna das Leben genommen hatte? Karl Streubel wollte ſchon die Polizei benachrichtigen und den Kanal abſuchen laſſen. Zuvor telegraphierte er jedoch noch an Hannas Eltern in Schwarsfeld, das mit der Bahn in einer Stunde zu erreichen war. Gegen 9 Uhr kam von dort endlich die Drahtantwort. Frau Hannag hatte ſich nicht das Leben genommen, ſondern war bloß ins Elternhaus zurückgeflohen, tiefunglücklich, wie es noch in dem Antwort⸗ Telegramm hieß. Karl Streubel atmete auf. Die entſetzliche Seelennot wich. Dann wurde er wütend, ſo ganz für ſich allein wütend. Das war denn doch zu toll. Er ſchlief die ganze Nacht nicht. Am anderen Tage war er natürlich wie zerſchlagen und wußte auch noch nicht, was er tun ſollte. Wenn er nicht davon überzeugt geweſen wäre, daß ſeine Hanna trotz alledem ein verſtändiges Frauchen war, und wenn er nicht mit ſo ehrliche und großer Liebe an ihr gehangen, ſo hätte er jetzt die Dinge ruhig ihren Lauf nehmen laſſen können. Nachdem er ſelbſt wieder ruhiger geworden war, dachte er auch milder über den Fall. Er wollte am Sonntag ſelbſt nach Schwarzfeld fahren. „Das würde ich nicht tun,“ belehrte ihn ſein Freund und Intimus, der Redakteur Knorpel von der„Tagespoſt“, mit dem er im Vertrauen über die Sache geſprochen hatte. Freund Knorpel war immer der einzige geweſen, dem er ſei: Herz ausgeſchüttet hatte und der auch Frau Hannas freund⸗ ſchaftlichs Vertrauen beſaß. „Das würde ich auf auf keinen Fall kun,“ meinte dieſer alſo;„erſtens ſoll ein Mann niemals einer Frau nachlaufen. Das macht ihn nur abhängig. Und zweitens iſt die Geſchichte ſo kindsdumm, daß ſie auch auf andere Weiſe aus der Welt deſchafft werden kann.“ Karl Streubel ſchüttelte ungläubig den Kopf. 5 Na, laß mich doch einmal machen,“ erklärte Knorpel, „Haſt doch ſonſt Vertrauen zu mir. Du mußt mir nur ver⸗ ſprechen, übermorgen noch nicht nach Schwarzfeld zu fahre Es kommt ja nur auf einen kleinen Aufſchub an. In der nächſten Woche kannſt Du dann machen, was Du willſt.“ Man ſprach noch länger miteinander. Karl Streubel blieb ungläubig und wollte wenigſtens wiſſen, welchen Plaß der gute Knorpel hätte. Der rückte aber nicht mit ſeinem Geheimnis heraus, ſondern lächelte nur verſchmitzt und den dächtig. Schließlich ſagte ihm Karl Streubel auch zu, daß 10 am Sonntag noch nicht fahren würde. Der Sonntag kam. Karl Streubel war natürlich ſchon am Morgen ziemlich aufgeregt. Er hatte noch immer keins Ahnung, was an dem Tage paſſieren würde. Er wollte ſchont dreimal zu Knorpel herumgehen weil er in ſeiner Unruhſe wirklich nicht wußte, was er anfangen ſollte. Da ſtürzte, noch ehe ſie das Frühſtück brachte, ſein Dienſt mädchen Auguſte mit hochgeröteten Wangen herein. Sie hatke die„Tagesoſt“. Sie wollte anſcheinend etwas ſagen, brachte aber kein Wort heraus. Sie hielt Herrn Streubel nur die Zeitung hin, wies auf eine Stelle in den Lokalnachrichten, 10 auffallend gedruckt war, und ſetzte ſich dann, als ob ihr die Beine den Dienſt verſagten. Herrn Streubel fuhr ein furchtbarer Schreck durch alle Glieder. Er wagte kaum, auf das Blatt zu ſchauen. Er wollte etwas fragen. Die Kehle war auch ihm wie zugeſchnürk, Da ſtöhnte aber Auguſte: „Ach nee, wenn das doch Frau Hanna noch erlebt hätte!“ Nun gab ſich Karl Streubel aber doch einen Ruck. Ex las, ſeine Augen wurden immer größer. Denn da ſtand in der„Tagespoſt“ geſchrieben: Dasgroße Los. Wie uns ſoeben ein Telegramm meldet, iſt das große Los geſtern nachmittag gezogen worden und in die hieſige Kollekte des Herrn Schwarze gefallen. Die eine Hälfte der Nummer(86 482) wurde von Herrn Sekretär St. geſpielt, der Reſt verbleibt in zwei Vierteln gleichfalls in unſerem Kreiſe. Karl Streubel ſchnappte nach Luft. Dann fiel auch er auf einen Stuhl, ſprang aber wieder auf, ſtürzte mit der Zeitung zur Tlir hinaus und rannte zu Knorpel herum. Der ſaß gemütlich beim Kaffee und Zeitungsleſen, rauchte dazu ſeine Morgenzigarre und ſchien ſeinen Freund Streubel erwartet zu haben. Denn er blickte nur ganz vergnügt und pfiffig auf, als jetzt Streubel die Tür aufriß. Endlich be⸗ ruhigte ſich Streubel, und Knorpel konnte an ihn die Frage richten: „Sag mal, Karl, wann iſt denn das Sonnkagsblatt von der„Tagespoſt“ in Schwarzfeld?“ Karl blieb total verſtändnislos. „Ja, ich denke, um 8 Uhr mit der Morgenpoſt!“ „So, na dann haben die Schwarzzelder die Nachricht j auch ſchon geleſen.“ Karl Streubel wußte noch immer nicht, wo er eigentlich war. Plötzlich aber kam die Erleuchtung über ihn, er ſtieß einen Juchzer aus, der Frau Hanna unzweifelhaft an ein Töff⸗Töff⸗Getute erinnert hätte, tanzte ein paarmal vergnügt im Zimmer herum und ſaß dann neben ſeinem Freunde, mit dem er noch mancherlei zu bereden hatte. Später zogen Beide vergnügt in Streubels Wohnung ein. Die Wirkung von dem Glücksfall war im Städtchen eine ungeheure. Sogar der Pfarrer konnte ſie während des Gottes⸗ dienſtes bemerken. Sie erreichte ihren Höhepunkt aber erſt kurz nach 11 Uhr. 5 Da ging bei Streubels wieder die Tür auf, nicht ſtürmiſch, eigentlich recht leiſe und verſchämt, und in ihrem Rahmen ſtand mit glühenden Wangen und tränenumflorten Augen— Frau Hanna. Hinter ihr erkannte man, noch auf dem Korri⸗ dor, die Umriſſe der Schwiegermama. Im Zimmer ſaßen Karl Streubel und ſein Freund Knorpel. Kein Menſch ſprach ein Wort. Endlich flüſterte Frau Hanna: 585 „Karle— mein Karle!“* Knorpel ſtand auf, zog Frau Hannadiskret ins Zimmer, ging dann ſelber hinaus und ſchloß die Tür. ne aeet eee ee eee e lee eeeee eeee ue Dape aun aehee un dunſse aezugoqhohun Lubb ns lteagz javzz uofpplas Hungenngezun golerg cpvu obor obluld 5 an uigunba dig eianz vuuz gun„Laoch gouogjob senoa“ „udagg gaogß solgg ule Jloagz aadch Hol aum uog bichna anu ſes aq ueh mcd de b ain de en e! b“— bianvaß gun olze aaog dibo„vuuz chb puufz“ „udgog guchnvg udg zuu ae auugg d ae en ecee eeee Seöpfce eneun e eeent eeee eh ee og Bunzhpppoch dingab oi d ueggen bom iu ugen gg goas gieai ndgeb Invavg guvch dig aun zgnu uc ufddz ep usgaeg npz svane ol degnuobod javgg sjwuwru ncß Avg aiut Spiacdhl aed“— dil uun mazz udd aueiig 18 vuuß„a08“ udberneuig zanvch ureh apg dpie ouleg ad Aba uegoaſed uuvzcß geusgofledsnd ohohhvunteg us dfesog sonnlgjet o dnee goabapzaß udfgocneg geg uv phic uolled an zuo ableig udge gog usuugz uduhv du onpg i naz uokaach un uosteg onv anl nen Uhl djaog scpulgpg inav sog ai uueen edunn een eeeeen eeeen te og zuo eede eeene he een de eucng udqog geij nepee eeeeehe eegzeune eee uunz duggispleg biqunzlasg eie buuid dal Jiu abog die daeg ogaapgeg „udsdadg nevog glacd soa oi ae uuda nv ze uuvzz“ „udqvg onure sva Inv sopv mia ad Alalanog Inuazz dudu aſu avz abg aehe ete et p“ „aobrusat 516 avoch uſe gogpch! qog aegeff Injgz aun Gzcß diat jaagvad uidc gun udgavs negusgnig durec anu u eechen mu len ͤunu 194 adg ui dig avß gun muupzeß 510 usbvaſzog sva Rohugſog oulecß zu anu auc qasgadg„uepfaseſſoch um„ogduutz“ egnadg Rogsgel! ie uaundadg die ocph dao usgada gavchleß guvnlsnoch epe uenen eer nges og un; cpil dzuugd usbobutgh vunjz useudnch zuzeg oguung gegavgzuvcß gun sgens dufol gun udgupc usg Inv qumz utel zduanzaß Un anvc Uebnubasg nenegiscpleg meute ne sbozuuog ufezlaee und Pou auv; gomui gun zvundch nog ur zuse diat ilbogeg 1 5 due gog uct dcen e eenehee eeneceun aeagt gun obelletz dun abaoland uendaf adagt zzu vg ol avan 91 a0g fapq usſeated icbu daog Sousgfod ue uusa gun ushpien menlgusansgugenv meg ne anu usunvzlacd ueuzel ne oſno 8e eeeeee ee ene eeen eſhen e eneunh ens eon auv gun uoboz zchu Bunzaupgegz Davg aegn duusoz Uuvzz ao ae gun Jdoat Jeged a bana socß uezuve a dasgub Inv ug: eunt dadguv pin uvavg Opog gun gihvesg zcpence ne fiegazz gascupl dig zoufe guvl gcog meg szuv uohlach olg Micr geiag Aüuanzez aegog Jutuinlebeqnaf aego ltaauut zeute aogz BoN udeuvd uog ag oaohva gun buv moggoa neog gungcg noufe jbut plu ebbaeg en de uebun uusa iusbe oog gun guvuel Uogjel gial znutobjhoa gun iigga avah gouanzcß s10)15 ögana usgog Uegjpgebpnane zchnu ug! Nockg agh uuea opog Janes 8 4e gvo ongegoqn cpimnl udava on gun Jpzugſp Meaihnſpe usufe ulog amn 10 uueat ucht deqn biznuund on Necpor iu apa gönubaeg adum: piuehe ee uag eno ueocphimog ueg Necpontt ahiz uezuuvu svg udbohoch gule eilm„uenvg“ uecpncde uescne eaegunaleg duie oglang gun anevbvupelenge udgoad magufd u! udhhelech goneguv avch geule goſun bor an! Oor gol ae zogo nh unpnehd gzogz iu useubz gzuvbg uf z0 uduog uog Hasgoad dbgagz ugudgjob euſeg opon duünphog avale ozoh gduanzeg oo ae eh eg uig gesog usg an] ueggobg avogz usd aun vuuzz ant zuog aun nohpng zne nen euere Ueiv udg oih dat aeuunbaogß svg ur sadngerg ougo oſfeckckraf dleie gun ne cptaundag usgegieuch udufsehz geg eipu 918 „uenvpplenv ugp! nes jomufe aogefat ozol daindpl vaod usempas dlgg sog anu an uvada“ Jegubdzs ususctelnog ud u ee een eno; h eeee ehed⸗ſudeee eaeg osof ol ung 8“ „ag gciun dau ui Wog dapc eumoz avocgetplaagch; uneog Gon gich gog“ Zrundz a dihof„ausgz SIi“ avoc ueenhpib ⸗un hou zego uohlsat uteg zuin eec epegeg end eue n ueee enees ee en ee ie, g gel pn Zuhugog gun J0ng ol avan as auht gog svalſe I ehpan! 910 puane poucpt zva zaog gun usge! ne aestpor aduiel oppu zun and ad ur Saet uee desaebusg uog aad „udlimut ueflog uauneae dahs gun n die ualloz uspog Aeene eg ugcplaegunq dgog 0 ainol uellebaeg 8e autoe sh! udhdulig gasatppgz gun don vl Spil die uello gun Jpuselg anl zuvch neleig Uocph ⸗ ututog va i uohe lozavc gun ufse Dieingebun szteagg Gaiat aeog ufee önusb ugchh zogo uig unn 100 :acf pieundat Homasg usgada ne agec oanec gogn dg Dube ueend ee ebbaech wen e u ahn! Gun durer oohabg ⸗aveg obol„och anu uuv; goG“ „Nuugz uoſjeg og uduhs durcß Sacvarct Soltav pi uue Ipiu 918— 918 anu usuugz ule! hpufpun mnavg gun udusrgadg ee ee eeeeee olgg epeigo! 3919 se“ — Hogsdunbneeagqu oaog Jola„unenpass Sobiqpud“ „Son iu ueu ne seho cu ee anee vf vl“— zuvcz 0 die u eeeneendbeen ee ee dbee oenc epne ageez a0 auvbch dzuvjcp dd inv anz uaufse gun usondgadgezu pin egnu a aegub Ipu daog duuoz va eg oil uun Luvjg usd Uv uog uorcl ueagvatoh ne sicplu uenoptgogeru ci gog qun oguvawoſſes udavqaog udusgrehgd ent e guvzlog preiq aun qjog oß on sw Jpnuue eochheg gius euge! Ac egnaf uebnzz uegung ueugchl Dagt: udavan i ohog adiuunz eil avg aval Prpm aeuu tu gjelszebusg uog utejnpag gog eivg dant daog, uecepe gun Uonvacß eaobunl Jeid sejv eeeene e cee eeen eeh eee, egiog eid aego snvufg bigpoag die zeqn uohel aval 91 ahnt ueecenvch sva uoſtvog „Spvosc uogog utouse aoſog uldagt eig ezehsgebusg nog ogfo) Ah ⸗dazeß ava sejao Bungerd aegeguolsg Luvo u1 ehoh uobosobuv glog muld gusban ne oumcz die eſ uuda lescgae ppgoch sousel gun don dll duie vaog uienpas gva uesbaol anlva a00l 910 aoaub abceia gun Avl fungz uteagt pu gogo soisegof plelb Apiu Jeleaebuegich svg adgo occee ee. Uosjod die uusat „uepvackk ogaogß digg aun usgenn dand ueg m Aubl ulgdg öue nee e een eeee eeg e qvb vꝰ euus „ad ci an gun uv anzvpuuscpuee ded erceſun 10 pnv aiugef diaog aeg ueboegneg ue eeef eg nv eie eſen een eee eenen e cceen eene gun uspoch uv pungjog) kudvjch gun zppvagz ava Ainsbula dun zadfeicplaog ddaoed cang aipug oonz seſpuom ueupad gegloh udandg dig on gol oduvgz aopuvm inzs usuusg 1 ⸗udboch sug onf ogude; unu pupeb usguppum uopv gezun honv dldbin n eeee eneeen e eh ean eheet en bcen eipeacplae oi Sbat Sepuvur ol va gl gun golnpch udulheugog aun uscpa dig ur upeurg uspgpzcß odunk sog udg o⸗ uognnhaezun dabt utdaet u uduucunz dig gun usuuuoz gong zevs 150 uf di daf„vaoß uieinpas“ dignut uaeguy ne ubnzog svahe a uepeneqv Ciech ule 8d gqogd glezs dugo ge gol vuuzz gun ugob sasquoſog ziaog dabae neon emee e Hoa! Shegav qun riqungat aeuut avas gun acpngremsgun sog u: eiH en bue eheeeet icr en eeeeee ueuel zim opocß neguteg: udg ho aeun geguugehnpc wousd nog ABusohune Alng gun duuog dugo usllnut ne uobonle ueten ao dizp Sduvuiz Taeascpk eusun ppeal se avan aoanpe pnacklng udſproaicve ssteneg di ueſpg nobulag ne oggch dig u: „auic ueutav“ udgie ie eeeee eee et aee ⸗göhlnv 8d qun guv] usapech adg mega god ud uenvlabggog nvag dchreg od va gun peunene deeeeeeeee ee am ⸗gegun unpausteaemmotz aeg uog udmmolne vuuſz zmu then f disvg die uolchulpzas ne dnou ause n 8e gjod unu ah neuic eueeu ne ee eheee eht eee ee 01 ⸗pnldun ciu uehe ct e eene eeene ac uegat zgolgeg jo uteagt snv daocd ulcca; aushos joc udg jnd oh uecckea goig Bunugogß odus dufelg guse avaz 2 sgupidb agt ög 4s dſvg 3 cgsſoh uog un Szoilein bez ueagt bg ie ee eeeeendeh eeee aun bunezmleg anlen ur diee nvag ddunl zig gve Mahn eatoch udlphhsuph utoure ne uuvg dig gun uohulaqne ͤ does mahr nog uogunabilunuzogz fiut vuuvc nvadg updeg cnlaogz uug n die dudes duſe jontuze qvd 8 ee euig en ee e eee eee dufel ur ozpvzgz Nozlas uune 4d ga nunuasgun o! Hesponeg snuo dunheſe adufef ucg'gun hgupzlaegun ol ug! Morcphas Plung⸗zigom oniz aeheig anzs uöseatd gleaeg aoi megel ne dapch a0 „ge eeh e e een e et eeeeee 914ga9 910 aaeg dcht eeeeg ne ben en e uugvu anvs uieleig u deg anzvulcuto dufe aval Aqjet a zegeiat zchtu vuuvch dufe] ezuuvg a) solsbunſlos avan zognoaſe Jadtz ene uegteig sopogur Jcu ueloc Soguvb ahh uudat diagnut Agadan nbe Acht did Bungegaos aeue Aut oat gchojne gun Druunuobte deana goag brudqh use ſoluute Awbol bpiigenl aun eibven acpiu javz aghf sj ado Gvuvg ueeuc dags!0 „cnlaog shaene Suvaeg ochungz mteagt gtut zsceat Zurbne gueß iune zgol 80 sjo eſpha vuuvch nvag aub gun Langz uguugg uopenzuid daupzneussdoe Moutagu aegejat ppuvg siq uolsoasnv nöog daht d0 deg Mias uuve aenpebuns de en ene nd pi on uegocß chugn eee eeechueecue ene ie J090 opiieee egioaueuee en eeen eeuget dogszpnzugel 9401 001 aiqeeg a0bicpun o! un snv ichu Phamvu vuuvc nvas en eucden ae negreclog anu Bigpmstusjpgaog daofgef gu dungelleginvszogech 10 gun bunasgaghecz dig unz v uduufadb ne soß dgonb svg jpmuss cpog iuedee ene eue ee aobiad oſ mn anu uepint mt Dagtegav gun aisvutojchie gegv Vorane egden enbehee Zebpaecd ee e emege Asgusagplaognaog utegol an dra Hden Se eteg a wege cg! poch usmumogobpane Juvavg agun sjvutefu di aban do eun ahvs giod uogog ne uolledaeg pzaia oplungz dact uorce vuuvg nogs. u de eeeeur eenen e oe aun Jjpgoc Jabzcß O00S dusef Inv piibrge pogel a obuvz odd uogndga IUpcplehuv zigomonz ue ppnob vnrcß nuen ee n ene Auvg aganai uduuadod Sooß dgoa svg uspoackhladsg ah 20 oho svg Jar unee eun bau ag Shng Vunuzloch ound nogvg acheut Jchü qpvackl gun ule aogofal Diinpjaog sclung onzz dacht opoch Jnbzure e eene e ucgolodqv euvb anellnvged mog uog dupg uogelneuo Ja0n guelnvd dcpie aendat Pou cpiiagnl aun udanfvapceit ufeuogz an uvul gog epnv nebg oaggh uguueu uelümun hpjo! gil sjo ognz vuuvc nvag ohpg gaeldoob zavzcß 000 Or sig 8 nabgutaog ueuleg mog uog sobndeagvs gog bungopluz oid an ubln uubat Aigzel onu edpanadg Socplungz sog Junceianegz 10 Nologun Scpieat aog buv ahl ad opouſpon PiIgenſches negph zHocplob „uv oin uſo(susbgmasgz soaht goaz) sapfongoe pu uusda; Apfob nevg osneg dig bpnv uneg udog sogß zpogeh plungz Aocpjol uduse uv azu oph Mgse a ebihnaun Uocpt ae dganat aubzpnane decS⸗on daht Inv iunogplungs Aeaepihneg un awals gun gegefa qun ung pog aeqo uuvg an ss naituau 00 ventapasch siv znu usge chjanzvu solg a0 Dnoh Zunluv mpiuapascph ne pigouoznzz utouse ucg jvule nv gohna! oil 8118 Ava pilbou susmumozuch Soagt useueagd nog ut sog giegt roh unatee ee ee ee bennene otz Leenee e eee eee e eee 2 a doh deee eee ne an ohbujzuonvas gun Atulgoas uog ol anu ava uoflnvag gun udunag Utepzusuuog uudqt 8d oigvail uoonſz udah snv unjsusgeg oeg Detpnd; usbuvgz uaach uogg bunutehplnd ohphfaf duse neog Udahbs 88 Udahr Nul gun gunich zgol dgvaeb olhv oſyh vuuvg nvag ugbogobuld Siegneaſe e oinvaf ol zoane gog ur ppmuneg neogunt gog avan Bungggaesſſpgach aag zu gun Hungsgaghogz dog Jteds nbs neg aval ieqo nefuebog) socß Japheb FF aegfedccog ne gunic Jgof 20vaog oo aſſpg vuudch nvas eqebes Hungggaespgoc duiteushub agel gute bpuv go agvt J0 uonou utae u usgaoan gaegaglog appdzgelasqgcF mine pon nedog ad avar avnuvs uns Apvaged ⸗uld gogeia susbgutgogzogfacz udufezz Sollzol Hvaasgulg uog pang iipten siv agom susbzagn sganaz Ablog 1 dig ohfeud 9 adce uonllogz guse! an! jagneaſs nsz nadch sogz uegoheb biſpym znzcd udupe ov svcß uogaoa 4102 esuv zavzſß O0p gung nazußz nouef Inv jvmuse dh ueaval wesgaegns Icpvagob uelonnen ueuuvusbofe ne niogaogesa cpog geid no une e eeee e ehee Slpel usg uf 80 dhog ad„ e edece gun gonvoenz nut aogo eineeluegte! Acpiu epfeich acd pnvag uspeickloraazog ufel an snvulg gi ⸗Usplb sebigout Auot upe aegn de eee enne%0 ànv not act undc uouugg uasophaiag gau duvb Szei pnv umnavg devg vuuvch noag uogobenzz dufes oou uefcpolanneg 420 ult ueuegupgaog Jcu pou giog ane oicß 505 moagpfog⸗ci -pilld moeanz aog sig auſe u eeeheen ehn eee e nocph unu udaval jogneaſe javtz naoch aun vuupch nvae uuvzch svuuvc nvag pumpu gesg o „apzz Udacht zuv agem cpou gun opil znv en ennaf gefgeſig „a. o ſun uezuvalpl ne uuvg uuvbog goch uoag uv danvie a epe ensbundneeasgan ascpen duse allvcz; Utoaht u; uueat sjv newmozaog jpuüchuvur sdufgaenv agt se dnoaf 03 ebvaldg qle agegul aeg usgunjs usg uf epnl en uuegz aigleg o un adgo anzog zuneanz zuen de Susgaenzz 4˙¹⁰ uuvzqh ueaht digog vunvch nvag ueſogaza pnagpozz) J14991S8 34 0 nog Diagmog⸗oe ege o zöaß gucß ——— iusgoh ne uscpoggoß uhvgz iuaoſe nogputobpoe sjv neohohhhnu gun usdpfcpiah ozudge gouo pangog gun jbegesbuv dchogs dig mut önuoh 8 nellof usgusatsg ejesdlhee uebzudat udleig zeg sd uuvg cr dcnvd 008 hppog zi sjvutel ggaf gun nogvzpeh zanvch einv con ueginces Meapsgheee Joig diat ing zgiog z a ne jac nog qnat gusdos mobpjch hl v gozqvit jeſg oud „Gezc cun honviſ uogvasc eig pancd nobvaf sohnzz jeig dzay ing 1g187 10peod ou dil zog guvmesgt zUejavas Zung gaglogz inv cdy nevvſg gun gapſe jelg ezat ing agrog ainzellbgz dig guratplodanez nojhnaſcang uehel asggwwbcß jelg engz zanmobigoa guvigß socd Uegosch empcß ſolg eic ng 1918 zddacg ank gig odueng wog uogz Jeneeeg daen uaegent eeeeee e be ee en ee ee heg usheb uehcvabeje leig oig esfeulutich uenvig utgezuſt naheſh uellcd ieig di ing zgiogs :ohvge oogz dieg aun gudond ade maog aeunege ur e e egen e; zugese jeig azat ing en“ dese eeg o n Aoagszme gun ganz uv negez c unu uelancz Zoggquegiz wund eig zeaereade naogvch ogavnc act un ute and uepun os gun ebz aed J8 oee mene uer enee 1Ma eeee eeeh eeueu ehed atplegvaogz utt jeqpe gun aceapoc :ofoh 8 anut sut 108 uejob ne gospaſuehzogz gun usgnc aog daupflusbeodsdungz „Sni dcpd sjo udaglne eene ee gun ei ſupg Bungeilnzqg miat negz ughonlog ahu on uunz an uus ulvadsie une rut azut murpzg etaaf gene goß aegong Inach ne moslgerg aeg uogz Uebuſag Jabzsznluz zune zn nd neusem gog ulg cpul 3n8 uonivgah gogloiagz v zututagz Chef gemeint, heute den Stuhl vor die Tür geſetzt, d. h. ge⸗ Flindigt habe. „Einmal muß die ewige Nackerei ein Ende haben,“ eiferte er, in dem Atelier auf⸗ und ablaufend,„das halte ein anderer aus! Die Kirche muß auch immer im Dorf bleiben, meine ich.“ „Gewiß, lieber Karl,“ pflichtete Anna ihm bei,„nur jetzt im Sommer, wo die Stellen ſo knapp ſind——“ „Hätte ich ſchuften müſſen, bis ich zuſammenſtürze, meinſt 7¹ Du,“ ereiferte ſich der junge Mann, der offenbar viel ge⸗ trunken hatte.„Ihr Weiber natürlich habt in dem Punft keine Ehre und keine Galle, aber ich, ich——“ Anna ſtiegen die Tränen ins Auge, und ſie wandte ſich ab, Lorle aber legte ihre Arbeit nieder und ſagte freundlich: „Wie können Sie Annele ſo mißverſtehen, Herr Breit. Wie oft iſt ſie nit darüber traurig geweſen, daß Sie ein ſo ſchweres Plätzl erwiſcht haben. Nun paßt es ſich ja ganz und lich denkt nur c verl Ich bin ihr Nebenſache.“ elbſt nit,“ und Sie Sie mir und und dann mace ſamt Ihrer gten Tag. orben, das hat b, Annele, wie b mir „Und unſerer 2 Anna und gleichzeit es jedoch n ſuchen können. Schmerz der u heiraten konnte, galt. Me eelte an Angſtoe Karl h dauern! Da nie geſtand 2en daß Karl den ens doch über kurz oder lang etzte ſie ſo gut wie gar eſtandsfähigkeit Händedruck: it mehr lange, Lorle, ſonſt verhungern wir heren erliegen k dieſer kein Vertra „Bleibe ar Das Br zurück. edrich Thieme. (Nachdruck verboten), ch iſt der Se er g eht in die§ Das Auge des Forſchers dringt in die ent⸗ des Himmels, ſein Geiſt ſchaut hinab in die ze, ſeine Erfindungen überwinden alle Ent⸗ hen einen Klub aus der Menſchheit und ein er Erde! Alle Werte werden ume vertet, alte Formen verſchwinden und werden durch neue erſetzt— ſchon würde ſich ein Erdenbürger aus dem Jahre 1700 auf unſerem Planeten kaum mehr zurechtfinden. Nur eine Materie iſt jrt geblieben von der allge⸗ ſeltſamerweiſe gänzlich unberi meinen Verwandlung: vorübergegangen an ihr ſind die Fort⸗ fernungen, 1 Dorf aus de ſchritte der Zeit, der Technik, der Wiſſenſchaft und Kunſt, ſo ſehr auch ſonſt gerade letztere beſtrebt iſt, mit den alten An⸗ ſchauungen und Idealen aufzuräumen und der Menſchheit neue Kunſtideale einzuimpfen! Unſere Volkslieder ſind es, die man total vergeſſen hat, der neuen Zeit und den neuen Verhältniſſen anzupaſſen, und ſo kommt es, daß man heute noch in unſeren Schulen mit wehmütiger Unkenntnis von Poſtillonen ſingt, von Fußwanderungen, von Mühlenrädern, von Pfeil und Bogen, und ſogar— man denke und ſtaune! — vom ſchönen Mai, und ähnlichen längſt nicht mehr vor⸗ handenen Dingen. Was ſollen die Kinder, was ſoll das Volk ſich dabei denken? Es iſt die höchſte Zeit, daß man endlich auch auf dieſem Gebiete Remedur ſchafft und entweder für neue, der Gegenwart angemeſſene Lieder ſorgt oder die be⸗ liebteſten unter den alten zeitgemäß abändert, was gar nicht ſo ſchwer iſt, als es auf den erſten Blick ſcheint. Ich habe dieſe wichtige Materie zum Gegenſtande eingehender Forſchung ge⸗ macht und erlaube mir, mit einigen gutgemeinten Vorſchlägen an das Licht zu treten— wobei ich mir nicht ſchmeichle, Muſter zu liefern, ſondern ich will nur den Weg zeigen, den man beſchreiten muß. Wer reiſt jetzt noch zu Fuße? Höchſtens ein vagierender Handwerksburſche! Darum muß Eichendorffs bekanntes Lied:„Der frohe Wandersmann,“ welches beginnt: „Wem Gott will rechte Gunſt erweiſen, Den ſchickt er in die weite Welt“, umgetauft werden in„Der frohe Paſſagier“; auch ſtatt des alten Textes etwa folgenden vorſchlagen; „Wem Gott will rechte Gunſt erweiſen, Den ſchickt er auf die Eiſenbahn, Da kann er durch die Länder reiſen Und alle Städte ſtaunen an! die Telegraphenſtangen, dampfen weit und breit, Die warmen Würſtchen voll Verlangen Erblickt er zu der Eſſenszeit! Nun gellt die Pfeife, ſchallt die Glocken, Aufreißt die Tür der Schaffner ſchon— Steig aus in Freund, ſonſt bleibſt du hocken, ö Erreicht ja die Endſtation!“ Der Sport, der immer weitere Kreiſe zieht und bereits Millionen begeiſterter Jünger zählt, ja, deſſen Einführung und Verbreikung als eine Hauptaufgabe der Schule und Er⸗ ziehung betrachtet wird, muß ſeiner Bedeutung angemeſſen im Volsliede Würdigung finden! Neben das„Preußenlied“ (Ich bin ein Preuße, kennt ihr meine Farben uſw.) trete alſo das„Sportsmenlied“: Ich bin ein Sportsman, kennt ihr meine Farben? Die Bluſe weithin leuchtet rot und weiß! Ihr ſebt an mir die mannigfachſten Narben. Ich fuhr Rekord und kriegte manchen Preis! Mein Koopf ſtieß oft an Steine, Zweimal brach ich die Beine— Was tut's? Der Arzt flickt alles wieder fein: Ich bin ein Sportsman, will ein Sportsman ſein! Zu einer regelrechten„Sporthymne“ bietet ferner das Lied:„Es lebe, was auf Erden ſtolziert in grüner Trachl“ die vorzüglichſte Gelegenheit: Es lebe. was auf Erden im Sportkoſtüm ſtolziert! Der Radler und der Rodker, und was die Rennbahn ziert! Und was Lawu⸗Tennis ſpielet und mit dem Fußball ficht, Und auf den Bergen kraxelt und Hals und Beine bricht! 77 + ehen. Wie ſchön läßt ſich 70 2 Das Rodely, das Rodeln! muß ein ſchlechter Rodler ſein, Das Rodeln. das iſt meine Luſt, 2 9 das Radfahren verdient eine möglichſt ein geſangliche Verherrlichung. Ich empfehle unter ande entſprechende Benutzung des Liedes:„Zu Fuß bin ich gar wohl beſtellt“, das mit geringer Mühe der neuen Situation anzuſchmiegen iſt: Zu Rad bin ich gar wohl beſtellt, juchhe! Drum fahr ich durch die ganze Welt, juchhe! Und wer nicht mit mir radeln kann, Der ſuch ſich einen andern Mann, Bei mir kommt er nicht an! FJußgehn iſt nur für alte Leut, juchhe! Es paßt nicht mehr in unſere Zeit, o wehl Bald iſt man lahm und kann nicht fort, Kaum kommt man in den nächſten Ort, Kaum in den nächſten Ort! Radfahren iſt die Loſung heut, juchhe! In einer Stunde kommt man weit, juchhe! Und 50 Kilometer ſind Jetzt Kleinigkeit ſelbſt für ein Kind. Das eben erſt beginnt! Der ariſtokratiſche Automobilſport darf natürlich nicht übergangen werden. An die Stelle des Liedes von Chriſtian Dieffenbach:„Der Poſtillon“ tritt„Der Chauffeur“, Das Lied fängt bekanntlich an: Herr Poſtillon, Herr Poſtillon, wo geht die Reiſe hin? Er ſitzt auf ſeinem hohen Bock mit friſchem, frohen Sinn; Die Pferde traben luſtig fort, die lange Peitſche knallt, Und durch die friſche Morgenluft ſo hell das Hörnlein ſchallts Trara, trara, ſo hell das Hörnlein ſchallt! Dergleichen Singſang von Poſtillon, Hörnlein und Trara iſt natürlich antediluvianiſch und obſolet. Man ſingt jetzt: Ach, Herr Chauffeur, ach, Herr Ehauffeur, wo geht die Reiſe hin? Er ſitzt auf ſeinem Auto ſtolz, geknöpft bis unters Kinn! Geſtank und Staub folgt ſeiner Spur und böſer Menſchen Drohn, Und durch die friſche Morgenkuft gellt hell der Huppe Ton: Töff, töff, töff, töff; töff, töff, töff, töff, Gellt hell der Huppe Ton! Die modernen Errungenſchaften der Technik und Wiſſen⸗ ſchaft verdienen billig ihren Preis im Munde des Sängers! Das ſchöne Lied„Sehnen“ von F. H. Straß empfehle ich in folgender Variation: Lied. In die Lüfte möcht ich ſteigen Mit der Lerche wohlgemut, Wiegen mich auf grünen Zweigen, Wo das Mondlicht ſilbern ruht. Mit den Fiſchlein möcht ich tauchen Tief hinein in die blaue Flut, Dort im Wogenſchoß verhauchen Meines Sehnens mächt'ge Glut! Mit den Wolken möcht ich eilen, Meit den Lüften, ſchnell bewegt, Möchte fern am Strande weilen. Wo die Flut ſich braufend regt! ſch, vielleicht hoch in den Lüften Oder tief im Wogenſchoß, Oder in den Blumendükten Werd ich wieder ſehnſuchtslos! Variation. die Lüfte möcht ich ſteigen t dem großen Luftballon, Ueber Wolken möcht entweichen ch mit dir. Santos Dumont! ſeht in einer Flugmaſchine Steigen auf zu Himmelsau'n. id alsdann mit froher Miene Ff die Erde niederſchau'n! Möcht im Unterſeeboot fahren Durch des Meeres tiefſte Flut, Wo der Haifiſch hauſt in Scharen und der Hering wohnen tut! Ach, vielleicht hoch in den Lüften Oder tief im Wogenſchoß Und in Haifiſch⸗Magens⸗Grüften Würd ich wieder ſehnſuchtslos! Unſere Kolonien entbehren bisher, einige Kuplets aus⸗ genommen, jeglicher geſanglicher Verwertung. Die Liele zu unſeren ſchwarzen Landesbrüdern, die Begeiſterung für jene fernen Diſtrikte unſeres Vaterlandes ſollte im deutſchen Volksliede zum erhabenſten Ausdruck gelangen! Zum Bei⸗ ſpiel: Was kümmert uns das Unterland, das wir ſo warm anſingen?(„Drunten im Unterland, da iſts halt fein“.) Singen wir doch lieber: Drüben in Afrika, da iſt's halt feink Fichten in Deutſchland ja, Palmen im Afrika, Drüben in Afrika möcht ich wohl ſein! Kalt iſt's in Deutſchland hier, drüben iſt'es warm; Bei uns ſind d' Leut ſo reich, Herzen ſind gar nicht weiich, Drüben die Schwarzen ſind ſanft und ohn Harm! Oder ſtatt„O Straßburg, o Straßburg“: O Kamerun, o Kamexun, du ſchöne Kolonie, Da drinnen tut marſchieren manch ſchwarze Kompagnie! Manch ſchwarzer, manch brauner, manch wollköpfiger Soldar, Der ſeine ſchwarze Munga böslich verlaſſen hat! Verlaſſen, verlaſſen, es kann nicht anders ſein, Zu Batom und Barombi Soldaten müſſen ſeinl uſw. Empörend mutet in vielen alten Liedern die begeiſterte Lobpreiſung der Völlerei an. Wein und Bier ſind die Schlag⸗ worte, um die ſich alles dreht; ſelbſt auf ganz communen Schnaps, wie es der Crambambuli iſt, werden großartige Dithyramben gedichtet. Das vor allem muß abgeſtellt werden! Die Zukunft gehört der Abſtinenz! Dichten wir daher vor allen Dingen die ſittlich verwerflichen Trinklieder um: Wohlauf noch getrunken Goldblondchen ſo hell, Ade nun, Ihr Lieben. geſchieden wird ſchnell! Ich zieh in die Ferne, doch merket es wohl: Ich trink keinen Tropfen jemals Alkohol! Solche Verſe ſind ganz geeignet, ſchon in den Herzen der unſchuldigen Kinder den Sinn für die Enthaltſamkeit zu wecken und heilige Gelübde in ihnen auszulöſen. Zu gleichem Zweck empfehlen ſich auch Variationen anderer Lieder, wie folgende Probe beweiſen mag: Kennſt du den Bund, wo die Zitronen blüh Im hellen Glas die Limonaden glüh'n? Wo nie ein Rauſch den heitern Sinn verweht, Wo hoch im Anſehen Tee und Kaffee ſteht— Kennſt du ihn wohl? Dahin, dahin Möcht ich mit dir, o liebe Tante, ziehn! Einzelne Geſänge, die man der lieblichen Melodie halber nicht miſſen mag, ſind ſorgfältig von den Schlaken zu reinigen. Zum Exempel in dem Liede:„Im Krug zum grünen Kranze⸗ wären die beiden letzten Strophen etwa wie folgt zu be⸗ richtigen: ne Da ſah auch mir ins Auge Der fremde Wandermann, Und füllte meine Taſſe, Wollt ſtoßen mit mir an. Da rief ich voll Entſetzen: Potz Tauſend⸗Sapperment! Herzbruder, laß das bleiben, Ich bin ein Abſtinent! Wanderburſchen im edlen Sinne der alten Weiſen gibt es heutigen Tages kaum mehr, nur Vagabunden— man ge⸗ wöhne ſich daher, die alten Ausdrücke zu vergeſſen, und ſetze dafür neue Berufszweige ein, die doch ebenſogut Anſpruch auf dichteriſche Verherrlichung haben, als weiland die Köhler und fahrenden Schüler. Zum beſſeren Verſtändnis meiner Anſicht laſſe ich auch hier ein Probelied folgen: In einem kühlen Grunde ſteht eine Zementfabrik; Mein Liebchen iſt verſchwunden, das dort ich ließ zurück! Sie war als Klapperſchlange ſeit kurgem dort in Stell' Sie war es gar nicht lange, gekündigt ward ihr ſchnell! Nun iſt ſie ſeitdem wieder in neuer Kondition, Doch hat ſie nicht geſchrieben, wohin ſie iſt entflohn. Hör' ich'ne Schreibmaſchine, ſo weiß ich, was ich will: Ich wollt, ſie wär zerbrochen— dann wärs auf einmal ſtill. „Klapperſchlange“ oder auch„Tippfräulein“ und„Typen⸗ taſterin“ nennt man bekanntlich die jungen Damen, welche ſich der edlen Kunſt der Maſchinenſchreiberei gewidmet haben — ein Beweis dafür, daß doch noch nicht alle Poeſie in unſerer Zeit ausgeſtorben iſt! Der anmutige Anſichtskartenſport in Verbindung mit einer anderen Errungenſchaft der Neuzeit findet ſeine Würdi⸗ gung in dem zeitgemäß abgeänderten:„Kommt a Vogel geflogen“: 85 og eitock Zufoittoh S od dag Jänz g goleoß 41 8 8 nonen ngg gun ziog nongu gog gug nollobnog jvof uvm 78 enen gecen en eer uig gon nd. IAie —— diejenigen Korrektur erfahre n, nicht da 8 Vol Swirtſ FS chung an ſi ich mandberess einen anregen⸗ verfe 55 je 13 0 7 erfolgt n Verlauf d er Börſen⸗ aktienm nach der ſteigenden 0 chwächu einſtellte. Verfolgt man 8 iſenmarkt ſieht man ſehr deutlich, nig mehr zu hören iſt. Die 85 äule geckieben Die Tag tritt die ve 19 Wirhnng berhältniſſen g z hervor, die Rohſtoffverbände 8 Verſandes am eigenen Fleiſche in den reinen Betrieben 55 dieſer nen Notlage geführt und ſelbſt die ge⸗ Umählich in Bedrängnis hineingeraten; ngeachtet iſt in 0 dieſer Verbände Neigung für eine zigung der Preiſe vorhanden. Jerrülic müßte das Kohlen⸗ hier den Anfang machen, da die übrigen Verbände zur er Haltung auf die Politik dieſes Syndikats ver⸗ und nicht ohne gewiſſe Berechtigung betonen, daß eine ermäßigung für ſie erſt dann in Frage kommen kann, wenn Kohle billiger geworden iſt. Aber das Syndikat denkt nicht an Er zu einer allgeme Betriebe ſind a 9i mäßigung, und damit iſt auch die Hoffnung hinfällig, daß bie übrigen Rohſtoffverbände durch einen Preisnachlaß dem Markte einige Erleichterung verſchaffen. Der durch die An⸗ der Geldmarktp erhältniſſe auf der Eiſeninduſtrie ruck hat ſich etwas gehoben, aber doch nur ſo unweſ von einem bemerkenswerten Anziehen der Unter⸗ kaum die Rede ſein kann. So ſind die allgemeinen ir die Sommermonate recht trübe, nachdem ſchon das ie gänzliche Enttäuſchung gebracht hat. Auch das Ex⸗ iſt äußerſt ruhig; der Wettbewerb ſeitens engliſcher trat in den letzten Wochen ſchärfer hervor, ß au ine E ing des heimiſchen Marktes durch eine rößere Belonung der Ausfuhrtätigk keit wenig Ausſicht beſteht. peziell ſind aus der Kleineiſeninduſtrie einzelne Gebiete bekannt, der Aport um mehr als 75 Prozent zurückgegangen iſt. Mit 55 zunehmenden Einſchränkung der Roheiſenerzeugung geht auch der Verbrauch an Erzen zurück. Die Gruben des Siegerlandes mußten in den letzten Wochen ſtärker einſchränken. Die im Ra heiſen leben ſozuſagen bon der Hand i Ne rze Lieferun Ver⸗ ̃ eſchäft Die Verſ ſandziffern in kätigen nur zu ſehr die urſprünglich Der Dem Eiſenbahn⸗ beſtrittenen n Aufbeſtellungen ſeitens des Miniſters. Gegen den tder April einen Rückgang allein von ca. 30 ad der Mai dürfte nach dem bisherigen Verſand re Zahlen bringen. Auf dem Stabeiſenmarkt leiden Werke am meiſten. Das Röhrengeſchäft liegt im en und ganzen noch zufriedenſtellend; in Gasröhren iſt die age ein wenig lebhafter geworden, in Siederöhren hat ſie ſachgelaſſen. Transportaktien lagen ungleichmäßig, dieſes ilt an erſter Stelle den Oeſterreichiſchen Bahnen. Das Schmer⸗ islind die Oeſterreichiſche Südbahn(Lombarden) war wieder ſach Gegenſtand der Erörterung geweſen und es wird bei der eraus reich zu beſchickenden Ge neralverſammlung, die ſtatt⸗ , an Auseinanderſetzungen über die Leye, wie es heißt, guch an Vorſchlägen zur Beſſerung der Verhältniſſe nicht fehlen. Leider ſpotten die ſich bedauerlicher Weiſe konſtant ungünſtig ent⸗ wicelnden finanziellen Verhältniſſe der Südbahn der Verſuche, eine feſbere zu ſchaffen. Die Stundung des Kauf⸗ ſchillingsreſtes iſt nur Amerikaniſche Bahnen zeigten Halt tung, doch zeigte ſich eine Kursbeſſerung gegen der Vorwoche, die Lauſſe wollte ſich nicht erhalten. Baltimore Ohio, welche bei lebhaftem Geſchäfte gehandelt wurden, ſind durch die Bruttoeinnahmen dieſer Bahn beeinflußt worden. Die Brutto⸗ Einnahmen dieſer Bahn haben im Monat A 2083 000 Dollars weniger Arbrocht „Die andauernde Beſſerung der internationalen Geldverhält⸗ niſſe kam auch in dieſer Woche dem Fondsmarkt zuſtatten. Es zeigte ſich größerer Bedarf für Anlagepapiere, namentlich bleiben die Anleihen ſtark gefragt. Zproz. Reichs⸗ anleihen und Preußen feſt. Für 3 und 3½ Baden, Bapern be⸗ ſtand ebenfalls größeres Intereſſe. 4proz. Stadtanleihen wurden bei feſten Kurſen ziemlich lebhaft gehandelt. Auch in ausländiſchen Renten war lebhafteres Geſchäft, beſonders bevorzugt Japaner, Griechen, Argentiniern und Ruſſen, legt ere ſchloſſen feſt bei leb⸗ hafterem Geſchäft, auf die bevorſtehende Zuſammenkunft des Zaren mit dem König von England. Vergleicht man allerdings die Kurſe mit dem Jahre 1907 ſo ſind manche Anleihen darunter, welche noch weiterer Beſſerung bedürfen. Was den Geldmarkt be⸗ keiſt, ſo machte der Reichsbankausweis einen günſtigen Eindruck iudem der Geſamtſtatus ſich um 110,3 Millionen Mark gegen 103,8 Millionen Mark in der gleichen Vorjahrswoche gebeſſert hgal, Die ſteuerfreie Notenreſerve hat ſich dadurch auf 140,6 Mil⸗ Mark erhöht, während ſie vor Jahresfriſt nur 111 Millionen Mark betragen hatte. Im einzelnen iſt die diesmalige ſarke Beſſerung vor allem auf die ſehr erhebliche Entlaſtung des . enbeſtandes(Reichsſchatzſcheine) zurückzuführ den. Das Ef⸗ ſektenkonto nahm nämlich um 30,8 Millionen Mark ab gegen 9,25 lionen Mark im Vorjahre. Doch auch das Wechſelkonto er⸗ leichterte ſich nicht unerheblich ſtärker als in der zweiten Mai⸗ woche 1907. Die Bank von England hat auch in dieſer Woche die Ermäßigung des Diskonts nicht eintreten laſſen. Es enttäuſchte, id man an der Meinung feſthält, daß die Reichsbank im Laufe nächſter Woche eine Herabſetzung des Zinsſatzes vornehmen wird. internationale Geldmarkt zeigte einen leichten 11 Aus dieſem Grunde hat man mit mehr Beſtimmtheit als vor 8 agen eine Herabſetzung der Rate von England erwart Die Aeiter der Bank von England haben von einer Venen de offtziellen Rate Abſtand genommen, hauptſächlich deshalb, weil die Anſprüche des Monatswechſels zu befriedigen bleiben und weil d08 franzöſiſche Schweſterinſtitut vorerſt keine Neigung zeigt, dͤch ſeinerſeits die Rate zu ermäßigen, vielmehr weiter Geld aus banden nach Frankreich abſtrömt. Der Ausweis der Bank von rankreich zeigt eine Abnahme des um 55,36 Millionen(i. V. 66,24 Mill.) Fres. Das Verhältnis zwiſchen Vatborrat und Notenzirkulation ſtellt ſich nunmehr auf 81,92 gegen 80,14 Prozent vor acht Tagen und 76,95 Prozent m Vorjahre. Der hieſige Privatdiskont ermäßigte ſich auf—87 een, Report⸗Geld ſtellte ſich beim Liquidations⸗Geſchäft auf 48—4½ Prozent. aren die Kursveränderungen infolge Leitende Aktien dieſes Marktes eiſen wenig Kursbewegn iffahrtsaktien entwickelte ſch größeres Geſchäft zu benden Kurſen, vor allem in Paket⸗ ſchrk Aktien, da beſſere Nachrichten über die Lage des Frachten⸗ marktes 85 nung vo eckungen für Norddeutſche er Ind ſtand unter n Druck von Real iſatio me n. Die Werte der Chemi Induſtrie waren größeren bankungen unterworfen. Badiſch Anilin⸗ und Sodafabrik zeigten nach guter Erholung erneute Ab⸗ ichung. Der Kurs der Aktie ſchwankte zwiſchen 494 niedrigſt er, höchſter Kursſtand 506 und ſchloß 497 bezahlt und Geld. f ften häft Börſenwoch enſchluß 1535 0., gegen d inium, Sürther Maſchinen, Preß⸗ Brodfabrik Hauſen, Kunſtſeide wurden bei Elektriſche Werte, Abſchwächung. rſierten und ſtarke enommen wurden. D D recht auf dieſe Aktie, welche ſich lebhaf am ſchließen höchſte Baſt, Mehl. und hefe debhafteren Geſchäfte weſe 1 bezahlt. ſowie inenfabriken neigte nzial⸗ dbriefe 1 teilweiſe zur d Kammuſel Obigntionen war teilweiſe erſchreibungen teilw 8 und Schuldve von zeigen gut behauptete ſe befeſtigte In 1 Verſicherungs⸗Attien war das Geſchäft minimal. oſe beliebt und höh Die Börſenwoche ſchloß im allge⸗ feſter Tendenz aber ruhigem Geſchäfte. Vom Rheiniſch⸗Weſtfäliſchen Kuxenmarkt. [Bericht von Gebrüder Stern, Bantgeſchäft.] Dortmund, 20. Mai. Während die jüngſt veröffentlichten Abſatzziffern des Stahl⸗ werksverbandes am Kohlenkuxenmarkte eine leichte Ab⸗ chung hervorriefen, trat im weiteren Verlaufe der Woche uſtigt durch die feſtere Stimn nung an den großer Bb auch am he.miſchen Markte wieder eine Erholung ein. Indes behau pteten ſich von ſchweren Werten neben Ewald, die bei M. 52 500 ergebnislos gefragt bleiben, nur Conſtantin der Große, für welche aus Verwaltungskreiſen Gebote bis M. 35 500 vor⸗ lagen. Dagegen waren die in der Vorwoche beliebten Kuxe von Dorſtfeld und Helene und Amalie wieder vernachläſſigt und die Geldnotierungen ſtellen ſich um etwa M. 300 niedriger. Ein⸗ zelne Nachfrage war für Unſer Fritz bei M. 28 300 und Königin Eliſabeth bei M 700 vorhanden. Bei Berichtsſchluß ſind dann Lothringen höher, in denen unterrichtete Seiten Material bis M. 29 500 fragen. Angeboten ſind Mont Cenis bei M. 15 000 ohne Aufnahme zu finden. Von mittleren und leichten Papieren ſetz⸗ ten Hermanr 173 ihre Steigerung bis M. 3 000 fort und wurden in Beträgen umgef Beachtet waren ferner Deutſch land Haßlinghauſen bei annähernd M. 5000, Tieſbau bei etwa M. 4900 und Blakenburg bei M. 2800. Tremonia ſind nach eee lebhaften Käufen zu M. 3600 ſchließlich hierzu angeboten, und Trier waren unter Beri ückichlie g einer Zu⸗ on 8 bei M. 5250 in ei ken begehrt. im Verkehr befindlickh bte ſtellen ſich Türkenlo meinen bei rſen hen Wert wurden Schallma auft und bis M. Ebenſo Humboldt in H auf die bevorſt tehende werkenverſamniung ſtatt, für die einzelne Gruppen 5560 Ein⸗ fluß zu verſtärken begbſichtigen. Der Kurs ſtellte ſich nach M. 1600 auf M. 1675. Vorübergehend konnten auch Hamburg auf Käufe der Un enen bis M. 725 anziehen, ſtellten ſich aber, dieſe Käufe beendet waren, wieder um M. 23) niedriſer. nicht zu be⸗ Vom K alimarkte ſind neue Erſcheinungen richten. Die Zurückhaltung des Publikums dauert fort, indes haben auch die ſcharfen Angriffe der Unternehmung auf den Kursſtand aufg gebört. Es iſt deutlich zu erkennen, daß in vielen chtbauenden und auch einzelnen ſchweren Werten ein großes wenn der vorhandene Stückemangel nicht Verkaufsbedür fni⸗ beſeitigt wird, ſo dürf⸗ n e Papiere eine beträchtliche Steigerung bringen. Für Sennbee iſt die Tendenz ge⸗ teilt. Zu gut behaupteten Preiſen bleiben Alexanderhall, Beien⸗ rode, Burbach und Kaiſeroda gefragt, ohne daß den Geld⸗ notierungen entſprechendes Angebot gegenübertritt. Etwas niedriger ſind Wintershall nach der jüngſten Gewerkenverſamm⸗ lung. Die Nachfrage ſtellte ſich auf M. 11 400 nach M. 11 800 Sehr ſchwach lagen Wilhelmshall, die unter fortgeſetztem Angebot bis M. 9000 fielen. Der Aktienmarkt war luſtlos. Für Deutſche Kaliwerke Aktien ging die vorwöchentliche Steigerung wieder gänzlich verloren und von den übrigen Werten waren nur Friedrichshall und Krügershall zu letzten Preiſen begehrt. Am Erzk kuxenmarkte konnten Bautenberg Preis bei großen Käufen bis M. 2350 erhöhen auf Gerüchte von bis⸗ her unbeſtätigten Verkaufsverhandlungen. Sonſt Bacen Wild⸗ berg bei M. 150 u. Apfelbaumerzug bei M. 300 geſucht, während der übrige Markt aus ſeiner bekannten Luſtloſigkeit nicht beraus⸗ trat. De ecvuvert beſteht und Marktbericht, Wochenbericht von Jonas Hoffmann. Neuß, 22. Mai. Verſtärktes Angebot in Landwekzen und Roggen hatte eine Preisermäßigung für beide Artikel zur Folge. Hafer, Gerſte und Mais ſind preishaltend. Das Geſchäft iſt allgem ein ruhig. Der unbefriedigende Abſatz in Weiz zenmehl veranlaßt den Käufer zu großer Zurückhaltung, obwohl die Forderungen gegenüber den hohen Preiſen füer ausländiſchen Weizen keine Rechnu ng laſſen. Die Frage für Rogg enmehl iſt ebenale eine recht ſchwache. Weizenkleie billiger. Tagespreiſe: Weizen bis M. 216, Roggen bis M. 196, Hafer bis M. 55 die 1000 Kilo, Weizenmehl No. 000 ohne Sack bis M. 28,25„Roggenmehl ohne bis M. 27,50 die 100 Kilo, Weize 5 ie mit Sack bis M. 5,60 die 50 Kilo. Indien bleibt für R tübölſaaten f feſt, obgleich die Kaufluſt andauernd äußerſt iſt. Leinſaaten haben ſich in den letzten Tagen wieder erheblich befeſtigen können. Für alle Termine beſteht gute Frage. Leinöl wird gleichfalls höher gehalten. Erdnüſſe, Erdnußöl wie zuletzt, Oelkuchen niedriger. Tagespreiſe bei Abnahme von Poſten: Rüböl ohne Faß bis M. 73 ab Neuß, Leinöl ohne Faß bis M. 42,50 die 100 Kilo Fracht⸗Parität Geldern. Baumwolle (Wochenbericht von Horndh, Hemelrht& Co., Baumwollmäkler in Viverpool.) Die Aufwärtsbewegung der Preiſe, welche noch bis vor ein bis zwei Tagen ungeſchwächt anhielt, hat einen kleinen Rück⸗ ſchlag erfahren und der Markt iſt heute trotz fortgeſetzt großer Verkäufe von dispgnibler Ware 1 etwas ſchwach und rück⸗ gängig. Viele bezeichnen dies jedoch als eine natürliche Reaktion, die nach dem großen Aufſchlage, der in kurzer Zeit den Pleis von Baumwolle mehr als einen Penny erhöhte, ſogar mehr als fällig war. Wie dem auch ſei, dies ändert nichts an der an geſprochen ſtarken ſtatiſtiſchen Lage, ſowohl dieſes Marktes als auch Newyorks Unter Vorrat iſt um ca. 400 000 Ballen kleiner als um die gleiche Zeit im Vorjahre und die Ausſichten den Vorrat zu ergänzen, ſind keine guten. Gute Baumwollklaſſen fahren fort, im Preiſe anzuziehen und ſind nur ſchwer aufzu⸗ treiben. Die große Kaufbewegung für disponible Baumwolle, die wir ſeit einiger Zeit täglich im Markte anſehen, kann noch lange fortdauern und bietet eine willkommene und weriv Unterſtützung für die Hauſſepartei. Die Witterung war eben⸗ falls ungünſtiger Art und half dabei mit. Ebenſo wurden größere gemeret 11 einer eriägt⸗ Semameg 8 Af D ſtige„Wetter in Ver g mit den tigen die neuen Ernten im and beeinflußte die nung am hieſigen Markte und Preiſe gingen daher etwas zurück, obwohl die Gebote vom. ziemlich 0 unverändert geblieben ſind. Trotz den nachgebend das Geſchäft ziemlich lebhaft. Weizen. ihre Forderungen zu reduz de di chten täglich niedrigere en infolge der größeren ar⸗ ſchwächer. Unſere Angebote n der amerikaniſchen Haltung. geladene Partie angefahren. Kurf ſchließ en ken geniniſchen und Wefkabla ſind wenig beſonde 157 11 5 var NII r Gerſte, iſt vi iel ſchw und die Verkäufer zeigen Neigung zu verkaufen; dasſelbe iſt 3 ern der Fall und unſere An⸗ nahme in letztem Bericht, Preiſe nachgeben werden, er⸗ weiſt ſich als richtige. Die Preiſe gingen bis M. 121.50 nach Hamburg zurück wogegen die 15 eſer für ſofortige Abladung beſſere Preiſe bezahlt. Für Her chiffung iſt M. 112 zu no⸗ 1 tieren; Berlin bietet 0 erwarteten Ankünf Hafer kamen und Gerſte an. die Dampfer gehen, im Haf die Preiſe ſind zurückgegangen, wie wir vorausgef ſagt haben. notieren heute M. 112 und 26/6 nach England. In Nikol und Cherſon iſt es noch ruhiger wie hier in Odeſſa, da mehr Waggon vom Innern ankommen. Vor der neuen Ernte, welche wir in 3 Monaten erwarten, wird ſich im Zuſtand un⸗ ſeres Marktes wenig ändern. Die Ernteausſichten ſind gut. Der Roggen ſetzt ſchon ſtellenweiſe Aehren an. e röße ere M. 1 Die heute für zwei Tac e 400 Wagr 18, meiſtene 8 da dieſe aber ſofort aus sgeladen werden und in ſo ſehen wir von dieſen direkten Ankünften en wenige.— Mais. Es kommt ziemlich Ware an und Mi hler i 8 — 2* Maunheimer Bandels⸗ und Marktberiehte Getreide. „Mannheimer General-⸗Anzeig hat ſich die Tendenz Das Angebot war von er“ U im Ge⸗ keiner (Originalbericht des In der abgelaufenen Woche h treidegeſchäft wenig verändert. Seite beſonders ſtark. Wir notieren: Laplata⸗Bahia⸗blanca disponi kruſſ. W᷑ izen M. 24.25—25.75, ruſſ. Roggen 20.75, Laplata⸗Hafer M. 17, ruſſ. Haf ergerſte M. 15.25, Laplatmais 15 (per 100 Kilo bru n..). Sonſt all'es per 100 Kilo netto, ohne Sack, verzollt ab Mannheim, Mühlenfabrikate. (Driginalbericht des„Mannh General⸗Anzei E. Mannheim, 22. Mai. Die erſte Hälft brachte ein ziemlich flaues Mehlgeſchäft, Wr Kaufluſt am Getreidemarkte das ihrige noch beitrug. letzten Tagen machte ſich dagegen die Nachfrage nach etwas mehr bemerkbar und mehrten ſich die Auch die Abrufungen nahmen zu, da ſich der tend machte und die Bäcker durch größeren mehrtem Bezug veranlaßt Büden⸗ Rogge ziemlich unbeachtet, weil die Na chfr tage durch darf, deſſen Urſache wir ſchon mehrfach beſprochen, bel oder 6/7 gers“.) me! den 2 faſt ganz ſehlt, Von Futterartikeln waren es namentlich alle Arten Kleie die ſtark bezogen wurden und für die ſich zur Zeit hinreichend Käufer fanden, während Futtermehl nach Angaben der Mühlen⸗ beſitzer noch vernachläſſigt wurden. Heute werden notterk: Weizenmehl Nr. 0 M. 30.50, desgleichen Nr. 1 M. 29.50, des⸗ gleichen Nr. 3 M. 28, desgleichen Nr. 4 M. 26. Roggen mehl Baſis Nr. 0/1 M. 27.75, Weizenfuttermehl M. 13.25, Rogge n⸗ futtermehl M 14, Gerſtenfuttermehl M. 14.75, feine Weizenkl M. 11.75, grobe Weizenkleie M. 12, Roggenkleie M. 12.50 per 100 Kilo brutto mit Sack, ab Mühle, ie zu den Konditionen der„Vereinigung Süddeutſcher Handelsmühlen“. Holz. (Driginalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeiger“.) Der Rundholzmarkt zeiote während der letzten Be⸗ richtswoche keine beſondere Belebtheit, weil die induſtrie Rheinlan ds Weſtfalens ſich bei Eindeckung ſehr zurückhielt. Die am Markt bef indlichen Me Rundholz ſind noch unbedeut 8 55 weil das alte Holz k und die neue Ware noch nicht beigebracht werden 10 Preiſe liegen durchgehends gedrückt und werden auch vorlänfig eine Aufbeſſerung nicht erfahren 10 weil durch das nahe Eintreffen des neuen Holzes ein weiterer Rückgang der Preiſe erwartet wird. In geſchnittenen Tannen⸗ und Fichtenkant⸗ hölzern iſt ebenfalls noch kein beſſerer Zug im Geſ chäft bor⸗ handen, als vor einiger Zeit. Die Bo ätigkeit iſt noch nicht leb⸗ haft genug und ſo kann auf eine Beſſer dieſes 5 ſchäf nicht gerechnet werden. Die Preiſe ſtehen auf einem nie Stand, zudem werden dieſe 15 du 11 die gegenſeitige Konkilereln immer nur Boch unterbote Für regelmäßige Liſten ſtellen ſich die Angebote für mit iche Waldkante geſchnittene Tannen⸗ Fichtenkanthölzer frei Eiſenbahnwagen hier auf M. 40 bis 42 pro Feſtmeter. Hin und wieder wurden auch höhere Preiſe verlangt. Der Hobelholzmarkt zeigt große Ruhe, ſchon desha lb, weil infolge des Streikes der Hobelholzarbeiter die Werke ſchon ſeit Wochen ſtilliegen. Die Haltung iſt aber trotzdem ſtahbil. Kohlenmarkt. (Driginalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeiger“) Auf dem Kohlenmarkte iſt ſeit der Vorwoche kaum eine Veränderung eingetreten. Die Nachfrage iſtzmäßig, aber auch die Zufuhren nach hier ſind zurzeit nicht von großem Umfaus Wochenmarktbericht über den Viehverkehr vom 18. bis 23. Mai. Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeiger“.) Der Rindermarkt war mittelmäßig beſchickt. Der Ankrieb an Großvieh betrug 891 Stück. Der Handel war lebhaft. reiſe pro 50 Kg. e Ochſen M. 7482, M. 60—66, Rinder M. 62—80, Kühe M. Auf dem alterne ſtanden am 18. J am 21. Mai, 274 Stück zum Verkaufe. Geſ 5 und Bullen(Farren] 70 ſchleppend, teils mittekenic Preiſe pro 50 Kg. S N. 75 bis 90 Der Schweinemarkt war mit 2421 ſucht. Handel mittelmäßig. Preiſe pro M. 61 bis 63. Der Se war mit 62 St Stück 50 00 0 Der Ferkelmarkt war mit 199 S wel Llebbaft ˖ Stück wurden M. 12 bis 19 beza Han stück beſucht. 171 hlt. Pro Hans Hünerberg Zivll-ingenieur MANNHEIMZ Telenhon 3629.— 6 1. 10/ll. UIm Hause deskaufm. Vereins.) Erste Referenzen. 20 Drogenhandlung eidelbergerstr. 0 6,3 Telefon 3778 empflehlt .loilettaseiten eigener Fabrikation, offen vorgewogen. Dr. Stutzmann's Lanolin-Relsmehlselfe Stück 25 Pfg. 568201l1 Carton(5 Stück) M.—. Grüne Rabattmarken. nach D. R. P. hergestellt, unerreicht in Qualftätu. Waschkraft, billigste Selfe für Haushaft, FTollette, Büreau, Hötel, Waschereien, Fabrik.ete. dparsamster Verbrauchk Angenehmer Ceruch. es Neinſęt ohne Hune undArbeil, gibt schônste sche und greitft selbst die emplindlichsten woll. Stoffe, farbige Blounsen u..u. nichit an, sondern erhäſt sle in inrer ure- Sprulnglichen Frisdie. Alfl. 2r. J. Gioth, d. m. B.., Hanan. Flr Verbraucmer von Spiegelseiteè schane er durch Lackfabrik O. Gündel Dresden 30. Alleinverkauf für Mannheim bei: Ludwig& Schütthelm, Hof- Drogerie. 4108 Möbel Betten Austattungen billigste Bezugsquelle Möbelhaus J 5, 10 6129 Ee— 7 (Abendblatt.) größte 2 Ilan verlange zur gefl. Orlenfierung Off 90 erten und Nurd erW6 u. ni nt b. dixett v. Kinderwe us Tretbar, Grimma z agen verdec ſich 2 Jull Als passende Meschenke empfehle: Tatel-Bestecke in echt Suber, sowie ver- slbert mit gestempelter Silber-Auflage. Eoht sllberns Lior-Bestecke in hübschar Zusammenstel- lung. Paten-Löffel 0 und Sabygeschenke nur neue Muster, zu Juserst billigen Preisen. Stets die neuesten Muster. 0dgar Pesenmgyar u. Juwoelier 78207 Ruud Heisswasser Bureau und Fabrik: Rk;einauhafen. . 7* zarg chwab, foflleferant— Darmstadt, Heidelbergerstrasse 129. Srößtes Haus für Wonnungsausſtattungen in allen Preislagen. exiſtierende und fübſch überſicktlickt arranglerfe Husſtellungen von cd. 300 ſtets lieferferfigen Zimmereinrichfungen. Freie Eieferung:: Dauernde Sarantie:: Freie Belicktigung erbeten. Preisliſten koſtenlos. Telephon No. 1303. TDeamgꝗAHhHrige SPezialäitaten * 5 Brücken-Waagen und Hebezeuge JSdler Srösse Und. TNagRYTat. Bitte Achtung auf Firma u. Telephonnummer 1303. Ausführung n eintacher — aber So- lider— bsöz, reſchsten Art. Mannheim, 23. Maj * 2 „Engliseh erteilt akad. gebild. Enęnli (Oxford. Univ. Elisbmez L. Aa. e aeK *——1. Verkauf] 75034 D 7, 24 rankl Mannkeim Unſere Elektriſcke Sauglukt⸗ Sntitaubungs⸗Sinrichtung wird Intereſſenten bereltwilligit zur Probe Teleph. 21 SS o e Hypothekengelder 42 0 72 78585 6 I beste und feinste Marke, unübertroffen an leichtem Latf. Lerschled. andere MHarken billlger wie lede Concurr:. Orösste Auswahl. Elgene Reparaturwerkstatt. Apparate liefern heißes Waſſer zu jeder Zeit und überall. 5oors Nähere Auskunft erteilt H. Barber Haunhelm. N2, 9a. FFFF allerbeſtes Kopflansmittel 5 Fl. zu 30 u. 50 K zu haben iu Mannheim bel Heren Dr. c. Fentzling, Eugel⸗Apoth. in Weekarau bei Herrn Kaputi ecnnagt: Fräulein eimpfiehlt ſich im Klei⸗ dem Haufe. Näh. C 1, 1, 2. Stock, Hinterbau. Feinschme * Ter Tauchen 90a Merke Harmonie „ Uinete No. 30 „ Pinish No. 4 „ Uinsta- Creme * Lord Fimary Exellende No. 8 8 August Hremer, Hoflaferat „ 8 Mannheim. dermachen in und außer 22409 Dudwig Lahn. 2 ſöcharl d Haub Pianos u. Flügel Fabrikate ersten Ranges! 5958s Mässlge Preise! Grosse Auswahll Lager: C4, 4. Alb. Schenitt, Drogene, 7oz Schriftliche Arbeiten u. Vervielfältigungen auf d. Schreibmaſchine werd. billigſt angefertigt bei Franz Schüritz, 1 2, 17/18, III. 60425 Billigst— auch Spratt's Hundekuchen zu haben im Engroslager von 74682 Greulich& Herschler soWie bei Chr. Dietterli, G. L. Batz, Erste Mannh. Schöne Züste Uppigen Busen erzielt jed. Dame jeden Alters in 1 Monat sicher ohne Atznei 9 durch weltberühmte Dr. Davyson's Busen-breme Uinzig. Mittel f. Frauen, rasch d. Umfang ihrer Brust z. vergrössern u. ein, runden, ſesten u. wohlentwickelt. Busen zu erlangen. Garantiert àusserl harm- lose Kur von überraschend zeeller u. erstaunlicher Wirkung. Einfache Einreibg. genügt. Preis p. 8 Mk Dose, ausreich, zum Erfolg 1 Fostv. g. Nachn. od. Briefem. durch Nahrungsmittel-Gesellsch. — Langerötterweg B. M. Canibal, Chemiker, Beipzig! 4280 Ca. M. 3006,000.— II. Hypotheken in grösseren Beträgen auf nur erstklassige Objekte spezieli Neubauten 2u vergeben durch Egon Schwartz, ankvertretung für Mypothelken T 6, 21 relephon 1734. HBitte genau auf meine Firma zu achten. Friedriohsring Celdrercehf 4305 Tel. 876. Hypothekengelder zur I. u. II. Stelle auf prima Objekte nach privater und amtlicher Schätzung zu vergeben durch v6ses J. Zilles, Immobilien- u. Hypoth.-Geschäft Moltkestrasse Nr. 7. Tel. 876. an J. und II. Stelle, ſowle Reſkanfſchillinge vermittelt und placlert prompt und reell. 6987 HugoSchwartz Bankvertretung für Hypotheken. R 7, 13.— Tel. Nr. 3673. Bitte genau auf Firma und Litera zu achten Darlehn zu 5%, Natenrück⸗ Geld⸗zahtung Seloſ zahlung. Selbſtgeb. Diesner Berlin 78, Belle⸗Allianceſtr. 71.42 6 0 oyhne Bürgen, ſchnell diskr. Ell gidt Selbſigeber. 29361 Kerſten, Berlin 31, Waitſir. 1. M. 20 000 1 für rentabl Wohnhaus in erſter Lage von pünktilichem Zinszahler geſucht. Off. unt. Nr 22436 d. d. Expd. LInterret Die beste Schule am Platze zur gründ- lichen und xraschen Erler- nung der französischen Sprache ist die 56373 Leole frangaise P 3, l. Sie findeg Raiufen Odler Teilhaber für jede Art hies auswärtiger Geschait 155 riken, Frundstücke, alter und Gewerbebetriede Tasch u. verzehwitgen ohne Provision da k 4 185 ein Agent, .Kommen nachf Begeels 5 ebelstr. 18, J Verlangen Sie Kostenfrelen ge. such zwecks Besichtl f sprachte. bensu ma a lnfolge der, aut meine K in 900 Zeitungen erschelnendg iuserate bin stets mit ca. 2500 Kapl. talkräktigen Reflektanten aus 15 Deutschland und Nachberstagteh 15 Verbindung, daher meine enormeg Erkfolge, glänzenden und zahl⸗ reilchen Aerkennungen. Altes Unternehmèn m. el Zureaux in Dresden, I 2n Hannover, Kölin a/Rh. uud Lae uhe(Baden). 1497 5——————— Klkines Laudhenß, in ſchbuer Lage des Schriesheimm Thales, 3 Min. v. Walde, tuth. J4 geräum. Zimmer. Küche, gel nebſt kl. Magdk., ca. 11 Ar Obll⸗ ſu. Gemüſegarten, auch zum Som⸗ merauſenthalt geeignet, preſwat zu verkauſen durch 17494 Hugo Schwartz, Mannbeln Tel. 3673. R 7, 18. Hausverfauf, In der Nähe der allen Lanz'ſchen Fabrik Schwetzinger⸗ vorſſadt iſt ein ſchönes kleines Geſchäftshaus, worin lange Jahre eine Metzgerei betriehen worden iſt. umſtändehalber m. einer kleinen Anz. bill. zu vß, andere Geſchäft, auch kan Gelände dagegen eingetauſcht werden. Offerten u. Nr. 60043 an die Expedition ds. Bl. Bad, Garten, freſe Lage, wun⸗ dervolle Ausſicht, unter günſlig, Bedingungen zu verkaufen, An⸗ frag. Unt. Nr. 61058 a. d. Exy Automobil betriebsſicher und angenehm zu fahren billig zu verkaufen. 22834 R 7, 11. 20 nicht gebrauchtes Drahtſfell zu verkaufen. 227ʃ Nübere Luiting 20, 8. für Automobilbesſtzer meue Ia. Futzwolle garantiert staubfrei, auch in leinen Auantitäten billigst, Muster stehen zur Verfügung. M. Eichtersheimer Hafenstr. 13. 55885] Tel. 440. Nlapier-Unterrieht wird von einem tüchtigen und energiſchem Lehrer nach eigener Metpode u. garantiertem Erfolg erteilt. 60123 Honorar pro Stunde M..50 Geſangunterricht 3338 Aumeldungen 2., 1 Tr. k. Handels-Nurse on 65070 Pine. Stock Mannheim, PI.3. Telephon 1792. Ludwigshafen, Kaiser Wiihelmstrasse 28, Telephon No, 909. Buchführung: einf., dopp., amerik., kaufm. Reehnen, MWeechselu. Efektenkunde, Handelskorrespondenz, ontorpraxis, Stenogr., Schönschreiben, denutsch u. lateinisch, Rundschrift, Maschlinenschreiben oto. (60 Maschinen). Sründlick, rasch u. blllig. 5 ee Garant. vollkommene Ausblid. Zanlreiche enrendste Anerkennungsschreiben vou titl. Versöultenkeiten als nach jeder Richtung Mustergiltiges Insfituk⸗ ants wkrmsie empfohlen Unentgeltlich.Stellenvermittlung Erospektegratisu.ffranko. Herren- u. Damenkurse getrennt. lur 5 , füür warts ſuct und enpfte Kaſſenſchr., Eisſchr., Feder⸗ rolle, Handw., Trümo, Kleider⸗ ſchrank, Kanapee, vollſt. Belten, Nähmaſch.,Küchenſchr. Regiſtr. Kaſſe, Spezereiregal u. a. m. 8 Aufbewahrungsmagazin. f 6,9. . iar bervorragend ſchöner Tafelllavier 1 55 billig abzu⸗ geben. L 1, 3, 3. Stock. 28 aln Tden 8 Kostenlose Stellenvermittlung Mitgl, u. Prinzipale 85 500 offene Stellen monatl. gemeldet über 64000 Stellen bis zetzt besetzt. Vereinsbeitrag halbjährlich M..— Kaufm. Vr ein Frankfurt a. 1. 9 Plab⸗Juſpektrren und Acguiſiteure den von Mannheimer Ge⸗ BerlAgg i einer 11 1 deutſchen Verſicherun 8 5 ſellſchaſt mit allen Spar geſucht. Fachleute ſoſcrtigg auskömmliches Gehalt 1 5 Proviſionenz Richtfach werden gegen 0 10 85 piflouen angelernt u halten ſpäter Anſtellung. 0 Auch Damen bleiel ſt durch Abſchluß von Volksver⸗ ſicherungen ißten n Offerten unter Nr. ö9 die Erpedition dieſes Blatt Agent ſeſ 3. Beik. U. Cigarr alt Wirke ze. Verg venk. 250 M. on. 5. Jürgeuſen N85 2 2 Hamburg 22 Perſonul jcher A und aus⸗· 1, 15. Bureau Eipper, + 50082 Telephon 827. Das Haus eignet ſich für jedes Wegzigshalber Sin, zweiſitzig, vollſtändig neu her⸗ gerichtet und lackjert, äußerſt m 23 ͤ mm Durchmeſſer noch un. 1 1 SSr e. 72 de Free Serr 3 K*.ren: .