5 Abonnement: 20 Piennig monatkech. Bringertohn 28 Pfg. momaflich durch die Poſt dez inel. Poſte aufſchlag NN..42 pro Quartal, Einzel⸗Nummer 5 Pſg⸗ In fers te: Die Colonel⸗Jelle. 28 Pfſh⸗ Auswärtge Inſerute„ 80„ Die Neklame⸗Zeile„1 Murk GBadiſche Volkszeitung.) Geleſenſte und verbreitetſte Badiſche Neue in Maunheim und Umgebung. Sckuß der Jnferaten der Stadt Mannhe Anabtzängige Tageszeitung. Täͤglich 2 Husgaben Eig (ausgenommen Sonntag) »Aunahme für das Mittagsblatt Morgens 7½9 kAhr, für te Nachrichten in Berlin und Aarlsruhe. das Abendblatt Nachmittags 8 uhr. heimer Volksblatt) Telegramm⸗Adreſſe: „Journal Maunheim“ Telefon⸗Nummern: Direktionu. Buchhaltung 1449 Druckerei⸗Bureau(An⸗ nahmev. Druckarbeiten 341 Nedaktion: 3877 Expedition und Berlags⸗ buchhandlung ene Rebaktionsbureaus Nr. 318. * Die heutige Abendausgabe umfaßt 24 Seiten. Deutſche Kolonialpolitik in franzöſiſcher Beleuchtung. Der Generalſekretär der Ligue roloniale frangaiſe und der Union des femmes de France in Algier, der rühmlichſt be⸗ kannte Tropenhygieniker Dr. Ed m bergangenen Winter in Algier ei Kolonialpolitik Deutſchlands in Afri die Deutſche Kolonialgeſellſchaft eine Lichtbilderreihe zur Ver⸗ fügung ſtellte. Der Vortrag liegt jetzt als Sonderdruck aus dem Bulletin de la Socists de Geéographic'Alger et de UAfrique bu Nord vor. Die Buchausgabe wird durch eine Vorrede eingeleitet, die von dem auf dem Gebiet der Kolonial⸗ und Wirtſchaftspolitik bekannten Senakor Marcel Saint⸗ Germain verfaßt iſt. Auf den Vortrag des Herrn Dr. Edmond⸗Vidal wird zurückzukommen ſein, wir geben zunächſt die Vorrede des Herrn Saint⸗Germain wieder: 225 »Mit hartnäckiger Trotzköpfigkeit widerſetzten wir uns lange einer Politik überſeeiſcher Weee Frankreichs, ja man bezeichnete eine ſolche als Wahnſinn. Sogar noch heute weigern ſich viele von uns, aufrichtig und gutgläubig, zuzu⸗ geben, daß eine ſolche Politik für uns eine unvermeidliche wirtſchaftliche Notwendigkeit geworden iſt. Als Jules Ferry unmittelbar nach dem großen, für uns unglücklichen Kriege es Ausſprach:„Män iſt keine Großmacht, wenn man ſich in den heimiſchen Maulwurfshaufen vergräbt“, gab er damit, klar ſeine Abſicht kund, das koloniale Vatererbe neu zu erwerben, das uns verloren gegangen war, weil ſeine Bürde für die ſchwachen Hände unſerer einſtigen Könige zu ſchwer geweſen war. Laute Gegnerſchaft und offene Feindſeligkeit fand dieſe Politik, und die gewichtige Mahnung unſerer hervorragend⸗ ſten Staatsmänner prallte ab an der Barrikade, die unſere Gleichgültigkeit und Furcht aufrichteten. Mit einer Willens⸗ kraft, die um ſo zäher war, weil ſie reiflicher Ueberlegung entſprang, verſchaffte Jules Ferry ſeiner Auffaſſung Geltung. Welche ſcharfen Kämpfe er zu beſtehen hatte, iſt noch in friſcher Erinnerung. Die Volksvertretung war in dieſer Frage geſpalten, und faſt hätte man unſere Kolonialpolitik als un⸗ heilvoll für die Intereſſen des Mutterlandes, als abenteuer⸗ lich und gefährlich für immer aufgegeben. Aber das Samen⸗ korn war ausgeſtreut, der Halm ſproßte empor, und heute iſt Frankreich die zweite Kolonialmacht der Welt. Gleichzeitig trat neben uns eine neue Kolonialmacht ins Leben, Deutſchland, ein gefürchteter Nachbar, deſſen faſt regelwidrige Entwicklung uns mein Freund Herr Dr. Ed⸗ amond⸗Vidal zeichnet. Bedroht uns Deutſchland? Ganz ge⸗ wiß nicht! Sein Vorgehen auf kolonialem Gebiete iſt ſeinem Weſen nach friedlich. Es iſt nicht unſer Feind; aber es ſteht im Wettbewerb mit uns: Es macht uns unſeren Einfluß auf dem Weltmarkt ſtreitig; oder wirtſchaftlich zu ſprechen, es ſucht 9 nen Vortrag über die ka, zu deſſen Erläuterung 7 der Kühnheit ſeiner Unternehmungen, dem Scharſſinn und ond⸗Vidal, hielt im. die Welt auf wirtſchaftlichem Gebiete zu germaniſieren. Dank Sams tag, 11. Juli 1908. ſtreben Erfolg zu haben. den Deutſchen. Er hat nur ein Ziel, die Erzeugniſſe ſeines Heimatlandes zu verbreiten. Auf dem Felde der Koloniſa⸗ zunutze, von denen wir abgekommen find: er begünſtigt da⸗ her in erſter Reihe die Niederlaſſung deutſcher Siedler in den⸗ jenigen ſeiner Beſitzungen, wo die klimatiſchen Verhältniſſe dem Fortkommen der weißen Raſſe nicht ungünſtig ſind. Die Deutſchen ſiedeln nach dem Muſter der alten Römer, dem einzigen, das praktiſch iſt und Ausſicht auf Dauer gewährt, ohne ſich dabei durch bloße Erwägungen des Eefühls aufhalten zu laſſen. Sie laf in die Fremde, der aus edlen Motiven erfolgt, nicht nur ihnen ein behagliches Leben gewährt, ſondern vor allem der gemein⸗ ſamen Wohlfahrt ihres Vaterlandes zugute kommt. Angeregt durch ihren Kaiſer und ſtets von den privaten Kolonialgeſell⸗ ſchaften mit Mitteln unterſtützt, entſtehen alljährlich in den deutſchen Schutzgebieten induſtrielle und Pflanzungsanlagen, die die Eckſteine des großen Gebäudes werden, das Deutſch⸗ land an den verſchiedenen Punkten der Welt errichtet, die es ſeiner Autorität und ſeinem Einfluß unterwirft. Gerade durch dieſes ebenſo kühne wie hochherzige Vorgehen auf dem Gebiete kolonialer Betätigung offenbart ſich die Kraft eines Volkes, das ſich ſeit zwanzig Jahren mit Rieſenſchritten auf fortſchreitender Bahn bewegt. Der Vortrag meines Freundes, des Herrn Dr. Edmond⸗ Vidal, der uns den von Deutſchland durchmeſſenen Weg zeich⸗ net, muß uns Franzoſen unſere Aufgabe weifen. Dieſe Auſ⸗ gabe finde ich ausgezeichnet formuliert in den Worten meines Freundes Etienne, des geachteten Führers unſerer kolo⸗ nialen Partei:„In unſere Kolonien muß man weniger Waren, ſondern im erſter Reihe Franzoſen bringen.“ In den Franzoſen, die wir dorthin bringen, werden wir Kinder beſitzen, die eine Familie bilden werden. Sie werden die be⸗ rufenen und zuſtändigen Vertreter ſein für die Einführung unſerer Erzeugniſſe, für die Verteidigung unſeres Ueber⸗ gewichts auf den Märkten, für die Entgegennahme von Auf⸗ trägen für die Lieferung der Rohmaterialien, deren unſere Induſtrie bedarf für die Knüpfung der Handelsbeziehungen mit dem Mutterland. Durch ſie werden wir unſer koloniales Vatererbe auf wirtſchaftlichem Gebiete verteidigen. Das be⸗ deutet den Frieden, geſichert in der Arbeit. Ihr jungen Leute, die ihr die beredten Darlegungen Dr. Edmond⸗Vidals ver⸗ nehmt, vergeßt nicht das Wort:„Bei der gegenwärti⸗ gen Weltlage bedeutet die Koloniſation dez beſten Gebrauch, den ein Land von ſeinem Ueberſchuß an Kraft machen kann.“ eer e Polftische Uebersicht. 72 25 mManunheim, 11. Juli 1908. Deſterreichiſche Bundesfreundlichkeit auf wirtſchaftlichem Gebiet. Während der vorjährigen handelspolitiſchen Differenzen zwiſchen Oeſterreich⸗Ungarn und Serbien bot ſich der deutſchen Regierung Gelegenheit, die Konjunktur ausZunntzen und der — Ueberall in der Welt findet man deutſchen Induſtrie größeren Abſatz auf dem ſerbiſchen Markte tion macht er ſich unſere alten und zuverläſſigen Methoden ſen ihre Familie zurück, wenn ihr Wegzug 85(Abendblatt.) zu verſchaffen. Von der ſerbiſchen Regierung wurde ihr ſogar in aller Form das Anerbieten gemacht, zu dieſem Zwecke eine Erweiterung des deutſch⸗ſerbiſchen Handelsvertrags herbei⸗ zuführen. 15 55 ſie auf dieſen Vorſchlag eingegangen, ſo hätte man ihr das in Wien und Budapeſt natürlich ſehr übel vermerkt. Sie lehnte aber das Anerbieten rundweg ab und tat überhaupt nichts, was den wirtſchaftlichen und politiſchen Beziehungen des befreundeten und verbündeten Nachbar⸗ reiches zu Serbien hätte ſchaden können. In öſterreichiſchen Regierungskreiſen kennt man eine gleiche Rückſichtnahme gegen das Deutſche Reich nicht. Das hat der öſterreichiſche Handels⸗ miniſter Dr. Fiedler im vergangenen Winter bei Gelegenheit der polniſchen Boykott⸗Drohungen bewieſen. Als die Polen wegen der preußiſchen Enteignungsvorlage mit der Agitation gegen die Einfuhr deutſcher Waren begannen, ließ ſich Herr Dr. Fiedler, der übrigens tſchechiſcher Herkunft iſt, von den öſterreichiſchen Konſulaten in Ruſſiſch⸗Polen Bericht erſtatten, in welchem Umfange der Boykott geplant ſei und wie er für die öſterreichiſche Induſtrie am beſten ausgenutzt werden könne. Auf Grund der ſo erhaltenen amtlichen Informationen richtete er dann ein geheimes Rundſchreiben an die Handels⸗ und Gewerbekammern und induſtriellen Körperſchaften, worin er aufforderte,„dieſe für unſern Export äußerſt günſtigen Konjunkturen mit aller Beſchleunigung auszunützen“, und worin er genaue Anweiſung gab, was zu dieſem Zwecke ge⸗ ſchehen müſſe und mit welchen Warenartikeln die öſterreichiſche Induſtrie feſten Fuß in Polen faſſen und ſich ſpäter gegen die deutſche Konkurrenz dauernd behaupten könne. Wenn dieſes Vorgehen eines gterreichiſchen Handelsminiſte nicht geradezu als deutſchfeindlich bezeichnet werden kann, ſo iſt es doch nichts weniger als bundesfreundlich, jedenfalls ſteht es in ſcharfem Gegenſatz zu dem Verhalten der deutſchen Regierung während des öſter reichiſch⸗ſerbiſchen Zollſtreits. Neuerdings wird auch von franzöſiſcher Seite verſucht, die deutſch⸗feindliche Stimmung in Ruſſiſch⸗Polen zum eigenen Vorteil auszunutzen. Eine Delegation der Pariſer Handels⸗ kammer für auswärtigen Handel weilt zu dieſem Zwecke in Warſchau und hält mit der dortigen Kaufmannſchaft Kon⸗ ferenzen ab, die den franzöſiſch⸗polniſchen Handelsbeziehungen gewidmet ſind und zur Wahl eines aus polniſchen Kaufleuten beſtehenden Lokalkomitees geführt haben, das ſich die Unter⸗ ſtützung des franzöfiſchen Imports nach Polen zur Aufgabe machen will. Die reichsländiſchen klerikalen nebergriffe. Die„Germania“ leiſtet ſich in einem Rückblick auf die Tätigkeit des elſaß⸗lothringiſchen Landesausſchuſſes folgende Sätze: „„Als ein hocherfreuliches Ergebnis der Seſſion iſt feſtzuſtellen, daß in unſerem Landesausſchuß die Kulturkämpferei Bankerott gemacht hat. In der letzten Seſſion gab es be⸗ ſtändig konfeſſionelle Streitereien überKirchhofsfälle, und es war beſonders der Abg. Blumenthal, der ſich in Hetzveden wicht genug tun konnde. Herr Blumenthal aber ſcheint der antiklerikalen Hetze müde geworden zu ſein. In Elſaß⸗Lothringen mützt ſie nichts, ſondern ſchadet, das hat Herr Blumenthal erfahren müſſen. Wenn ſeine Bekehrung eine aufrichtige iſt, ſo ſoll es uns „Dienſtmädchennot“. Zeitgemäße Plauderei von einer Hausfrau. Heutzutage, wo man bereits gelernt hat, von einer„Dienſt⸗ mädchennot“ zu ſprechen, iſt es gewiß nicht unzeitgemäß, ſich mit dieſer Frage zu beſchäftigen. Ein ſolches Schlagwort kann nur entſtehen, wenn wirklich eine Not vorliegt, und wenn das der Fall iſt, iſt es Pflicht der davon Betroffenen, ſich ihrer zu er⸗ wehren. Wer iſt denn aber nun in Not? Etwa die Dienſtboten ꝰ Behüte! Nein, die Hausfrauen ſind es, die Mädchen brauchen. Das wird jedem ſofort einleuchten, wenn wir nur einmal auf eine Unterhaltung lauſchen, die in jedem Vermittelungsbureau täglich wohl dutzendmal geführt wird, und die um ihrer Lächerlichkeit willen bereits eben ſo oft in die Witzblätter übergegangen iſt. rr f % Das immer wiederkehrende Thema darin lautet:„Zu Kindern . gehe ich nicht, Wäſche übernehme ich nicht, kochen kann ich nicht, Liohn nicht unter 60 Mark vierteljährlich und jeden Sonntag 2 Ausgang: Jas Kranken⸗ und Invalidengeld wird ſelbſtverſtändlich von der Herrſchaft bezahlt.“(Nebenbei bemerkt, macht das zum Beiſpiel in Mannheim jedes Viertelahr beinahe 10 Mk.) Welch oeeine unwürdige Rolle aber ſpielt bei ſolchen Verbandlungen die deutſche Hausfrau! Zu welchen Zugeſtändniſſen läßt ſie ſich oft hinreißen aus lauter Angſt, kein Mädchen zu bekommen! Und was für eine Perle hat man ſich dann geſichert, wenn man über⸗ haupt eine erringen kann?(Denn zu Kindern will ja keinel) Soll ich meine Erfahrungen ſchildern? Ich könnte die ergötzlichſten Geſchichten erzählen! „Nun, wenn ſie nichts taugt, kann man ſie ja wegſchicken,“ wird man einwenden. Gewiß, das kann man. Dann geht man wieder zur Vermietfrau, legt wieder 3 Mark Vermittlungsgebühr auf den Tiſch, gibt wiederum der neugewonnenen Perle 2 Mark der Beharrlichkeit ſeiner Verkreter cheint es mit dieſem De.! Zeit ſelbſt gewaſchen, da mein Mändchen ſich weigerte, es zu tun, Wenn man nun alles zuſammenrechnet: Die hohen Löhne, das Kranken⸗ und Invalidengeld, das Vermietgeld, die hohen Lebensmittelpreiſe(denn ein Dienſtmädchen„bedankt“ ſich für einfache Küche, ſte will täglich„ihr“ Fleiſch,„ihr“ Bier und „ihren“ Wein), muß man ſich da nicht ſelber ganz töricht vorkom⸗ men, wenn man meint, man müſſe alle Unarten, Dreiſtigkeiten und Unreinlichkeiten ertragen, weil man eben nicht ohne Dienſt⸗ mädchen auskommen kann?„Lange hab ich mich geſträubt, end⸗ lich gab ich nach,“ nämlich, es einzuſehen. Endlich bin ich aus dem Traume erwacht, ich könne nicht ohne„Perle“ leben. Ich habe mich befreit von dieſem unwürdigen Joch, unter das ſo viele Frauen ſich ſeufzend beugen. Und: wer wagt, der gewinnt! Es geht ganz gut. Mein älteſter Junge ſagt täglich:„Mama, eben ſiehſt Du immer ſo luſtig aus!“ Das kommt davon, weil ich mich gar nicht mehr ärgern muß. Zuerſt habe ich entdeckt, daß ich viel zu viel unnötigen Kram machte jeden Tag. Viele Umſtände, die man nicht umgehen kann, wenn eine fremde Perſon in der Küche herumläuft, fallen weg. Das Mittageſſen kann viel einfacher eingerichtet werden. Kinder eſſen gewöhnlich gern ſüße Dinge, die man zu gekochtem Obſt geben kann, oder leichte Gemüſe mit Mehl und Eierſpeiſen. Fleiſch mögen ſie weniger und iſt auch nicht dienlich für ſie. Da kann man ja dem Hausherrn allein eine kleine Fleiſchſpeiſe zu⸗ geben. Und wie hübſch iſt es für die Kinderchen, die ſonſt aus der Küche verbannt waren, wenn ſie bei Mama ſein dürfen, die ihnen gern ein paar Töpfchen herunterreicht zum Spielen. Meine Kleinen halten die Küche für den begehrenswerteſten Aufenthalt, den es gibt. Hausarbeit zu beſorgen, iſt wirklich nicht ſo ſchlimm. Die Wäſche muß man ja in großen Städten faſt immer ausgeben, auch wenn man ein Mädchen hat. Die Windeln habe ich lange und mir mit ruhigem Gewiſſen täglich dabei zuſah. Sie hatte es mir ja gleich beim Dienſtantritt zur Bedingung gemacht, nicht Haftgeld. Der Spaß koſtet allemal bloß 5 Mark. Aber nicht waſchen zu müſſen. Im übrigen gibt es ſo viele praktiſche baren Stola einhergehenden Dienerin? Neuerungen im Haushalt, die manche bisherige Arbeit über⸗ flüſſig machen, ſo z. B. die Kochliſte, durch deren Anwendung ſehr oft das Herdfeuer unnbtig iſt, wodurch viel Schmutz erſpart wird oder die Einrichtung der Dauerbrandöfen, durch die im Winter das tägliche Anheizen der Zimmeröfen wegfällt. Ich ließ mir vor zwei Jahren einen Dauerbrandſchacht in meinem Ofen anbringen ler koſtete 60 Mark), habe nun immer ein warmes Wohnzimmer, brauche viel weniger Kohlen und habe faſt nie das Ausräumen und Anfeuern des Ofens zu beſorgen. Mit dieſem prächtigen Ofen kann ich drei ineinandergehende Zim⸗ mer heizen. Fiür die gröberen Arbeiten kann man ſich eine Monats⸗ frau halten; eine ſolche iſt leicht zu bekommen, da bei den teuren Zeiten manche Frau gern einen Groſchen mitverdient. Und ich finde immer, daß Frauen, die ſelbſt eine Haushaltung haben, piel vernünftiger und einſichtsvoller ſind, als Dienſtmädchen. Und meiſtens verrichten ſie ihre Arbeit ſehr raſch und fleißig, um möglichſt bald wieder heim zu gelangen. So eine arme Frau iſt meiſt ſehr dankbar für übrig gebliebenes Eſſen, für ab⸗ gelegte Kleidungsſtücke, was ich meinen eleganten Dienſtmädchen nie anbieten durfte. Und warum haben wir ſo elegante Dienſt⸗ mädchen? Warum ſparen wir nicht den teuren Lohn, die teuren Geſchenke für uns ſelbſt? Iſt das vielleicht normal, wenn das Dienſtmädchen zu ihrer Herrin ſagen kann:„Ach, wenn ſich Frau A. doch moderner kleiden wollten; es wäre wirklich ſonſt ſo nett bei Ihnen!“ wie mir das mehrmals paſſiertel Wenn das Dienſtmädchen anfängt, ſich zu genieren, weil ſeine„Madamée“ ſo einfach ſich trägt? Oder wenn die Frau nicht mit ihrem Dienſtmädchen kann ausgehen, weil ſie z. B. in ihrem ſchlichten Halspelzchen doch gar zu ſehr abſticht gegen ihre in einer koſt⸗ Soll das Mißver nis immer ſchreiender werden? Muß man da nicht endlich„ worden, den ſich nur noch die ganz Reichen erlau rufen? Dienſtmädchen ſind heutzutage ein Luxusartikel ge⸗ n 525 4 2. Seit. General⸗Anzeiger.(Abendblatt.) * Mannbeim, 11. Juli. freuen. Nur einmal tauchten die Kulturkampfgelüſte auf, als Herr Wolf eine mißglückte Rede gegen die Metzer Euchar i⸗ ſtiſche Prozeſſion vom Stapel ließ. Aber eine kurze Ab⸗ faße ſeitens der Regierung genügte, um den Hetzer verſtummen zu aſſen.“ Dem Berliner Zentrumsblatt„für Wahrheit, Freiheit und Recht“ iſt natürlich ſehr gut bekannt, daß die Friedhofs⸗ ſtreitigkeiten Geſetzesbeugungen ſeitens der Klerikalen ſind, die einen traurigen Zuſtand konfeſſioneller Gehäſſigkeit ent⸗ hüllen, ſowie, daß die„Duldung“ der Metzer Euchariſtiſchen Prozeſſion eine grobe Ungeſetzlichkeit, begangen von der Re⸗ gierung ſelbſt, bedeutet. Daß in Elſaß⸗Lothringen die Auf⸗ deckung ſolcher klerikalen Vergewaltigungen nichts nütze, glaubt die„Germania“ gewiß ſelbſt nicht; aber es liegt in ihrer ehrlichen Zentrumsart, überall ſo zu tun, als ob der klerikale Wolf das unſchuldige Lamm iſt, das nie ein Wäſſerchen trübte. Sozialdemokratiſcher Patriotismus. Der„Vorwärts“ findet, daß die internationale Lage im Augenblicke eine recht geſpannte iſt. Im Angeſichte dieſer Tatſache wendet ſich das ſozialdemokratiſche Parteiblatt gegen die deutſche Regierung mit der folgenden Drohung, die an den angeblich neuerdings wieder gewachſenen Einfluß des Geheimrats v. Holſtein anknüpft: „Wir hoffen, daß trotz der Winkelzüge der Harden und Hol⸗ ſtein die Rückſicht der leitenden Kveiſe auf das Proletariab alle chauviniſtiſchen Inſtinkte und Abenteuerſüchteleien zügeln wird; denn die Herren dürften ſich deſſen wohl bewußt ſein, daß mit dem Kriegsfeuer ſpielen nichts anderes bedeutete, als um den eigenen Kopf zu würfeln!“ Da der„Vorwärts“ ſchwerlich glauben kann, daß ſich unſere Staatsleiter durch dergleichen Phraſen beeinfluſſen laſſen werden, ſo kann, wie die„Nat.⸗Ztg.“ treffend bemerkt, ſeine Abſicht nur die Ermutigung des Auslandes zur Verfolgung deutſchfeindlicher Pläne ſein. Es iſt die alte Taktik der deutſchen Sozialdemokratie, aber ſie iſt niemals mit ſolcher Offenherzigkeit aufgetreten, wie in dieſem Falle. Der alte Bebel, der in einem Augen⸗ blicke ſtarker internationaler Spannungen ſich noch dafür verbürgt, daß die ſozialdemokratiſche Arbeiterſchaft fich dem Vaterlande nicht verſagen werde, iſt altmodiſch geworden; heute zeigt man, wenn ſich internationale Gefahren von allen Seiten auftürmen, in der Jakobinerpoſe den Landesgenoſſen die Laternenpfähle! 5 Gegen das„augenverdrehende Obermuckertum“ innerhalb der ſozialdemokratiſchen Partei wen⸗ det ſich der frühere ſozialdemokratiſche Reichstagsabgeordnete Max Schippel in der jüngſten Nummer der„Sozialiſti⸗ ſchen Monatshefte“. Er erklärt, daß neuerdings in manchen Kreiſen der Sozialdemokratie„eine gar erbarmungswürdige politiſche Kinderkrankheit“ wieder„recht bedenklich graſſiert“: „die Furcht vor dem Lob der Gegner“. Schip⸗ pel ſchreibt ſroniſch: Dieſes Umiverſalmittel gegen alle klafſenßolſitiſchen Schwäche anfälle ſieht in der Tat auf den erſten Blick gar nicht ſo unübel aus. Zum Beifpiel verſpricht es, jederzeit ſehr viel an Hirnſchmalz zu ſparen, und manche ſind durchaus keine Freunde von deſſen allzu ſtarker Verausgabung. Steht die Partei, wie ſo oft und faſt alltäglich, in ihrem Fortſchreiten an einem Kreuzweg, der ſonſt manches Kopfgerbrechen nötig machen würde, ſo blickb man einfach auf„den Gegner“: ſagt der rechts, ſo geht man links; empfiehlt und wählt er links, ſo kann mam mit der Ruhe des guten Gewiſſens und der Sicher⸗ ehit des„trennenden“ Endgiels nach rechts abſchwenkem. Das Ei ded Kolumbus iſt kange micht ſo ſimpel wie dieſes ingemiöfe Ver⸗ fuhren. Nur wenn der Gegner niederträchtigerweife gar nichts ſagt, dann ſtände gleichberechtigte Anſicht gegen Anſicht, und dle mühſame Arbeit des eigenen Nachdenkens mußte wohl oder übel dennoch beginnen. Oder es hat ein Partei⸗ genoſſe mit ſelbſtändiger Meinung in dieſer oder jener Frage die unangenehme Eigenſchaft, daß man gegen ſeine Darlegungen ganz und gar nichts, aber auch gar nichts Triftiges einzuwenden weiß. Da findet ſich, wie im Mittelalter die betweis⸗ kräftige Warze des Gottloſen, das richtige Erkennungszeichen des Irrenden: die„kapitaliſtiſche“ Preſſe hat die Meimungskundgebung „ausgeſchlachtet“ Damit iſt man alsdann glücklich der Anſtrengung jeder weiteven Gegenbeweispflicht überhoben, und der Delinquent zammn noch froh ſein, wenn man ihn nach einer ſolchen vernichtenden Ueberführung in Gnaden und Mitleid mitlaufen läßt, ohne zu ſtärkeren Strafmitteln und Bannſtrafen gzu greifen. 85 Schippel mahnt zum Schluß:„Ich denke, wir laſſen dieſe heuchelpfäffiſche Manier gar nicht erſt wieder bei uns einreißen.“ Gar nicht erſt wieder? Hat es denn ſchon je einen Augenblick gegeben, wo ſie in der Sozialdemo⸗ kratie nicht zu Hauſe war? Die Reichsſinanzreform. Zur Reichsfinanzreform hat Profeſſor Adolf Wagner auf der diesjährigen Tagung der Bodenreformer einen Vortrag gehalten, deſſen Wortlaut jetzt in dem„Jahrbuch für Boden⸗ reform“ veröffentlicht wird. Wagner iſt aus ſozialen Gründen für eine Miſchung von direkten und indirekten Reichsſteuern. Er hält es für den eigentlichen Fehler der Bismarckſchen Finanzpolitik, daß Bismarck ein zu ſtarrer Gegner der direkten Steuer war; in dem Mangel einer direkten Steuer erblickt er eine der Urſachen, daß das alte Deutſche Reich finanziell und darum politiſch zu Grunde ging. Adolf Wagner hat aber ſeinen Vortrag hauptſächlich deshalb gehalten, um eine Reichszuwachsſteuer zu empfehlen, deren Ertrag er ſich unter Reich, Staat und Gemeinde ver⸗ teilt denkt. Er begründete den Vorſchlag, indem er ausführte: Wenn wir bedenken, wie Berlin zur Zeit des Großen Kur⸗ fürſten noch eine Landſtadt von—10 000 Einwohnern war, beim Tode Friedrich des Großen, alſo noch vor 120 Jahren, kaum 150 000 Einwohner zählte, vor 40 Jahren udch unter einer Mil⸗ lion, dann Leipzig, Dresden, Breslau. Hamburg, Köln, Düſſeldorf, einen ſo gewaltigen Aufſchwung genommen hat, daß er immer noch bedeutender iſt, als ihn München, Stuttgart, Karlsruhe zeigt, ſo ſieht man: da ſtrömen die Maſſen hin. Und was bringt das guwege? Daß da der größte unverdiente Wertzuwachs am Boden ſich eingeſtellt. Die Berliner haben ſeit einem Menſchenalter an ihrem Boden koloſſale Summen verdient. Nicht ſelten ſind hundertfache Gewinne im Laufe von ein bis zwei Menſchenaltern durch ſolche Wertſteigerungen herbeigeführt. Das iſt nicht das Produkt der Berliner allein, nicht der Brandenburger und nichd der Preußen allein; es iſt das Produkt der ganzen deutſchen Ent⸗ wicklung. In geringerem Maße gilt dies in jeder Stadt Preußens und der Einzelſtaaten. Nehmen Sie zum Beiſpiel Stuttgart. Stuttgart iſt nicht das Produkt der Bevölkermig dieſer einen Stadt allein, ſondern des ganzen ſüdlichen, mittelweſtlichen Deutſchlands, auch das flache Land hat dazu beigetragen. Tritt da nicht der Gedanke herbor: Der Wertzuwachs iſt das Produkt der Arbeit der ganzen Bevölkerung und dementſpwechend ſollte auch die Geſcuntheit Anteil haben an dem Wertzuwarhs! Deshalb, ſo meinte Wagner, ſei die von berſchiedenen Gemeinden bereits eingeführte Wertzuwachsſteuer ein Steuer⸗ projekt ſo richtig wie andere, die wir neuerdings auftauchen ſehen und es ſei mindeſtens diskutabel, ob neben den Gemein⸗ den nicht auch Reich und Staat Anteil daran haben ſollten. Deutsches Reich. —(Evangeliſcher Bund.) Nach dem kürzlich ausgegebenen Verzeichnis der Haupt⸗ und Zweigvereine zählte der Evangeliſche Bund am 1. Mai 1908 im Ganzen 2413 Vereine; das ſind 250 Vereine mehr als im Vorjahr. —(Wegen Aufreizung zu Gewalttätig⸗ keiten) hatte ſich am Donnerstag der Sozialdemo⸗ krat Fritz Kater vor der 1. Strafkammer des Berliner Landgerichts J zu verantworten. Kater foll, ſo berichtet der „Vorw.“, eine antimilitariſtiſche Broſchüre, betitelt„Der Krieg bei Jena“ verbreitet haben. Die Ver⸗ handlung fand auf Antrag des Staatsanwalts unter Aus⸗ ſchluß der Oeffentlichkeit ſtatt. Der Staatsanwalt beantragtte drei Monate Gefängnis. Das Gericht erkannte auf 300 M. Geldſtrafe eventl. 60 Tage Gefängnis. —(Ueber den Stand der Jugendgerichts⸗ bewegung) in Deutſchland gibt eine bemerkenswerte Zu⸗ ſammenſtellung der„Mitteilungen der Deutſchen Zentral für Jugendfürſorge“ Aufſchluß. Danach beſtehen Jugendgerichte in folgenden Städten: Aachen, Altona, Barmen, Berlin⸗Mitte, Beuthen, Bielefeld, Breslau, Danzig, Düſſel dorf, Eſſen, Frank⸗ furt a.., Hamm, Kattowitz, Kiel, Köln, Königshütte, Lennep, Pankow, Poſen, Potsdam, Rirxdorf, Schöneberg, Solingen, Spandau, Stuttgart, Wedding, Weißenſee, Weißen⸗ fels, Werden. In Ausſicht genommen ſind ſie in Bochum, Charlottenburg, Dortmund, Lübeck, Mainz, Mülheim a. Ruhr. In Bayern ſind Vorſchriften für das ganze Land in naher Zeit zu erwarten, in Württemberg ſind ſeit dem 1. Juni d. J. beſondere Vorſchriften für die Behandlung Jugendlicher ins Leben getreten. In Heſſen ſind ſolche in Vorbereitung. Jubiläumstagung der Deutſchen Landwirtſchaft⸗ lichen Genoſſenſchaften. 3igener Berichtf Ssh. Mainz, 10. Juli. Die heutige zweite öffentliche Hauptverſammlung wurde um 9 Uhr von dem Generalanwalt Geheimrat Haas eröffnet. In der Beratung fortfahrend, referierte Landrat v. Eiſenhard⸗ Rothe(Bublitz, Pommern) über das Thema:„Durch welche Maßnahmen genoſſenſchaftlicher Art kann dem Arbeitermangel auf dem Lande entgegengearbeitet werden?“ Nach Anſicht des Referenten hätte der Staat die Aufgabe, auf die Seßhaftmachung der Arbeiter hinzuwirken. Der Arbeiter habe keinen Anſpruch auf eine eigene Scholle, denn er ſei für eine derartige Bonifikation zur Zeit noch nicht reif. Die Genoſſenſchaften haben daher die Pflicht, dafür zu ſorgen, daß dem Arbeiter das anerzogen wird, was ihm noch fehlt, damit er an die Scholle gefeſſelt werden kann. Das Pacht⸗ Miet⸗ und Erbbaurecht müſſe herangezogen werden, um Erfolge zu erzielen. Das Pacht⸗ und Mietverhältnis ſei wenig tauglich, weil der Bau von Arbeiterwohnungen nicht zu ſtabilen Ver⸗ hältniſſen führen kann. Das Erbbaurecht ſichere den Genoſſen⸗ ſchaften ſchon beſſere Garantien für die Landwirtſchaft, der ja die Möglichkeit bleibe, die Arbeiter ſelbſt auszuſuchen. Auch durch die Rentengüter ſeien gute Bedingungen zu erzielen. Schließ⸗ lich ergeht ſich der Redner in Erwägungen, ob es angängig iſt, den Arbeitern Erleichterungen zu geben, weil ſie ſpäter in die Stadt übergehen und dort der Sozialdemokratie in die Arme ge⸗ trieben werden. Mit der Sachſengängerei ſei auch wenig getan, weil die Arbeiter im Sommer keinen Nutzen von ihrer Wohnung hätten. Es empfehle ſich daher, Wohnungsgenoſſenſchaften zu gründen, aber nur da, wo kleinere Mittel verſagen. Jedenfalls ſei die Erxrichtung einer Zentralſtelle empfehlenswert. Speku⸗ lationserwägungen ſeien von der Bewegung fernzuhalten. Ohne Staatshilfe geht es nicht. Da dieſe aber noch in weiter Ferne, müſſe der Reichsverband die Angelegenheit in die Hand nehmen. Redner ſchloß mit der Forderung, den Kampf gegen die Städte aufzunehmen, die eine Induſtrialiſierung der Arbeiter herbei⸗ führe. Deutſchland könne kein einſeitiger Induſtrieſtaat ſein. Der Berichterſtatter empfahl die Annahme folgender Reſolution: „Der deutſche Landwirtſchaftliche Genoſſenſchaftstag erachtet es für dringend erwünſcht, daß der Reichsverband der überaus wichtigen Frage der Seßhaftmachung der ländlichen Arbeiter auf Wege fortgeſetzt ſeine Aufmerkſamkeit zu⸗ et.“ In der Diskuſſion wandte ſich Dr. Wegner⸗Poſen. gegen die vom Referenten vorgetragenen Argumente. Die Ar⸗ beiter ſollten nicht noch mehr geknehelt werden. Wenn die Ar⸗ beitgeber gleichzeitig Arbeitgeber und Vermieter ſeien, ſo ver⸗ liere der Arbeiter bei Differenzen Heim und Brot. Ein weiterer Redner verlangte, daß aus dem beſitzloſen Proletarier kleine Bauernbeſitzer werden und empfahl die Errichtung einer Par⸗ zellierungsbank, da die Genoſſenſchaften nicht in Wettbewerb treten könnten mit gewerbmäßigen Güterhändlern. Weiter ſeien beſſere Schulverhältniſſe und überhaupt die Hebung des Arbeiter⸗ ſtandes anzuſtreben. Die vorgeſchlagene Reſolution wurde ein⸗ ſtimmig angenommen. Hierauf referierte Verbandsdirektor und Oekonomierat Dr. Raabe⸗Halle a. S. über das Thema:„Welche Lehren können wir aus der Geſtaltung des Geldmarktes im abge⸗ laufenen Jahre für die Geſchäftstätigkeit unſerer genoſſenſchaft⸗ lichen Kreditorganiſationen in der Zukunft ziehen?“ Der Referent führte aus: Nicht nur im Kriege und in exotiſchen Staaten müſſen hohe Zinſen gezahlt werden, auch wir haben im Vorjahre mit einem Bankdiskont bis 9 Prozent rechnen müſſen. Der hohe Geldſtand wirkt hemmend auf viele landwirtſchaftliche Unter⸗ nehmungen. Trotz des auf ihnen laſtenden Druckes konnten aber die ländlichen Darlehnskaſſen den Geldbedarf der Genoſſen ohne Erhöhung des Zinsfußes befriedigen. Alles in allem gerechnet, haben dadurch die Kaſſen über 40 Millionen an Zinſen erſpart. In den tauſenden von Kaſſen iſt eine Summe von Arbeit in⸗ veſtiert, an welche die Arbeit der Großbanken nicht heranreichen kann. Die Urſache für den erhöhten Geldbedarf im Jahre 1907 lag, was die Landwirtſchaft angeht, in der Notwendigkeit, wegen des Arbeitermangels Maſchinen anzuſchaffen, in den teuren Fut⸗ termitteln, und in den vielen Neubauten, die große Mittel er⸗ forderten. Als Kurioſum mag erwähnt werden, daß im letzten Jahre wohlhabende Genoſſen beträchtliche Summen von den Kaſ⸗ ſen abhoben und ſie an Bankiers überwieſen, was ihnen einen Nutzen von 2 Prozent erbrachte. In Zukuft ſeien derartige un⸗ ſichere Kantoniſten von den Kaſſen fernzuhalten. Auch die kleinſte Kaſſe müſſe ihre Selbſtändigkeit behaupten und nur im Notfall auf die Verbandskaſſe ſich ſtützen. Die Tatſache, daß die großen Banken an den kleinſten Plätzen Filialen errichten, ſei für die landwirtſchaftlichen Kaſſen ein Anlaß, ſich enger aneinander zu ſchließen. In der Dikuſſion wurde dem Referenten zugeſtimmt. Der nächſte Punkt der Tagesordnung betraf die Frage: Iſt eine Mitwirkung der ländlichen Genoſſenſchaften bei der Wohl⸗ fahrtspflege möglich und wünſchenswert, und in welchen Formen ſoll ſich dieſelbe betätigen? Der Berichterſtatter Ver⸗ bandsdirektor Hofrat Bach⸗Dresden legte einen Antrag vor, in dem erklärt wird, daß eine ſolche Mitwirkung nicht nur recht wohl möglich, ſondern auch ſehr wünſchenswert ſei, zumal es durchaus im Intereſſe der ländlichen Genoſſenſchaften liegen müſſe, von dem Segen des Genoſſenſchaftsweſens ſowohl in wirt⸗ ſchaftlicher als auch in ſittlicher Hinſicht die nächſten und weiteren Dabei hält man z. B. in Mannheim, und gewiß auch in anderen Städten, Verſammlungen ab, in denen den Dienſt⸗ mädchen beigebracht wird, wie ſehr ſie unterdrückt werden, wie ſie zu billig arbeiten, und anderes. Ich bekam neulich ſelbſt einen Einladungszettel für mein Dienſtmädchen in die Hand. Natürlich kaun es dann die Hausfrau nicht mehr mit dem Mäd⸗ chen aushalten, wenn es nach einer ſolchen Verſammlung nach Hauſe kommt. Iſt das aber würdig, liebe Mitſchweſtern, daß wir zittern ſollen vor der ſchlechten Laune unſerer Dienſtmädchen? Sollte man nicht vielleicht als Antwort eine„Anti⸗Dienſtmäd⸗ chen⸗Liga“ gründen? Es gibt ja ſo viele Vereine. Man wende ja nicht ein, daß es den Ehemännern unwill⸗ kommen wäre, wenn ihre Ehefrauen arbeiten. Im Gegenteil, ich mache die größte Wette, daß z. B. ein noch ſo einfaches Mit⸗ tageſſen, von den reinlichen Händen ſeiner Gattin zubereitet, dem Gatten zehntauſendmal beſſer mundet, als ein lukulliſches Mahl, bei welchem ſeine fein empfindende Naſe allerhand leiſen Beigeſchmack wittert von Petroleum, Terpentin ete., da es dienſt⸗ bare Geiſter mit dem Waſchen ihrer Hände nicht immer ſo genau nehmen.(27) Wir Frauen haben bloß zu wenig Vertrauen in unfſere Leiſtungsfähigkeit; mit dem Mut wächſt auch die Kraft. Es geht ganz gewiß ohne Dienſtmädchen! Wenigſtens die Beameyn⸗ frauen ſollten das einmal verſuchen! Dadurch würden viele Stellen frei werden, und es wäre gewiß für die Dienſtmädchen ſehr nützlich, wenn ſie ſich wieder etwas anſtrengen müßten, ordentlich unterzukommen. Vielleicht würden ſie dann wieder williger und beſcheidener. Das Erſparte am Haushaltungsgelde könnte man ja dem lieben Mann unter den Weihnachtstiſch legen zu einer Ferienreiſe. Ich probiers; wer tut mit? M. K. ———— Buntes Feuilleton. — Heckers Vater. Da ſich in den geſchichtlichen Werken über die badiſche Revolution nur unvollſtändige Angaben über Fried⸗ rich Heckers Abkunft finden, ſtellen die Mannheimer Geſchichts⸗ blätter(herausgegeben vom Mannheimer Altertumsverein] auf aktenmäßiger Grundlage folgende genealogiſche Daten feſt. Heckers Vater war der bayeriſche Hofrat Joſef Hecker, geb. 11. Mai 1777, katholiſchen Bekenntniſſes, ſeit 12. November 1809 ver⸗ heiratet mit Wilhelmine v. Lüder, die 1839 ſtarb. Bis etwa 1818—19 lebte er als Rentamtmann des Freiherrn v. Venningen auf deſſen Beſitzung in Eichtersheim(Amt Sinsheim] und ſiedelte dann als penſionierter Beamter nach Mannheim über. Seine venningiſche Penſion bezog er bis zu ſeinem Tode. Politiſch trat er im Jahre 1816 hervor, als der unterländiſche Adel in der Verfaſſungsfrage Petitionen an den badiſchen Hof richtete, die dort ſehr verſtimmten und die Führer der Bewegung, den Hof⸗ richter Frhr. Karl v. Zyllnhardt und den Intendanten des Mann⸗ heimer Hoftheaters, Frhr. Friedrich Anton v. Venningen ihre Stellen koſteten. Wie man aus den Denkwürdigkeiten des Mark. grafen Wilhelm(herausgegeben von Obſer, Band I. S. 424) er⸗ führt, waren jene Petitionen veranlaßt von Hofrat Hecker. Mark⸗ graf Wilhelm ſchreibt nämlich:„Wie man ſpäter erfuhr, war es der Venningenſche Rentamtmann Hofrat Hecker, der den Adel zu den unüberlegten Schritten veranlaßt hatte,— wie viele be⸗ haupteten, um ihm dadurch in der öffentlichen Meinung zu ſchaden, da er zwar ein ſehr geſcheidter, aber auch ſehr hämiſcher Mann war. Damals hörte ich zum erſtenmale den Namen Hecker, der ſpäter durch den Sohn des Rentamtmannes einen ſo bedeutenden Ruf erlangte.“ Wie ſich Heckers Vater zur politiſchen Bewegung der vier⸗ ziger Jahre, insbeſondere zur badiſchen Revolution ſtellte, iſt uns nicht belannt, doch ſcheint die revolutionäre Haltung des Sohnes dieſen der Familie nicht entfremdet zu haben. Das von Hecker ſelbſt gedichtete Lied:„Heckers Abſchied von ſeiner Familie und ſeinem Vaterlande“ beginnt mit einem Abſchiedsgruß an ſeinen alten Vater: „Leb ewig— teurer Vater wohl! Gib Deinen Segen mir. Mit zwei und ſiebzig Jahren ach! Iſt jeder leicht der letzte Tag. Dank für die Treue Dir.“ Heckers Vater wurde 1855 in einer Zeitung totgeſagt, worauf er aus ſeinem damaligen Wohnort Schwetzingen folgende ori⸗ ginelle Anzeige zum Abdruck einſandte: „Es hat einem Herrn über Leben und Tod und derzeitigen neuen Redakteur der lügenfeindlichen badiſchen Landeszeitung gefallen, mich unter Artikel„Mannheim am 1. Februar“ aus der mobiliſierenden Zeitlichkeit, wie einen zweiten Elias, ohne vorher⸗ gegangene Krankheit im 78. Jahre indas conſervative ewige Jen⸗ ſeits überzuſiedeln, damit meinen auswärtigen Verwandten und Freunden einen bodenloſen Kummer und gewiſſen Kaſſen und Klaſſen eine verfrühte Hoffnung tückiſch anzuregen, wiewohl ein⸗ mal ja doch geſtorben ſein muß und unter dem Monde das Leber kein Gewinn mehr, der Abſchied alſo kein großes Uebel iſt. Hätte übrigens Jemand aus der irdiſchen Zeitlichkeit an mich eine nach⸗ trägliche Eröffnung noch zu machen, ſo wolle er nur unter meiner Adreſſe nach Schwetzingen ſchreiben, wo der Poſtbote Schaefer ſchon angewieſen iſt, ankommende Briefe an mich ins Elyſium an das öſtliche Eck des Froſchgaſſe⸗Viertels Nr. 74 zu beſtellen. Schwetzingen, den 6. Februar 1855. Der noch unbeerdigte Hofrath Hecker.“ Drei Jahre ſpäter, am 10. Juni 1858, ſtarb der Totgeſagte. — Die Erkrankung der Frau Toſellt. Aus Berlin wird zu der Nachricht, daß Frau Toſelli krank in einer Heidelberger Frauen⸗ klinik liege, und zu der widerſprechenden Meldung, daß die einſtige Kronprinzeſſin ſich nach wie vor in Florenz aufhalte, gemeldet, daß Frau Toſelli tatſächlich in der vergangenen Woche in Hei⸗ —— Mannheim, II. Juli. 5 General⸗Anzeiger.(Abendblatt). 3, Seite. Kreiſe der Bevölkerung zu überzengen. Das Feld der Belati ſolcher Wohlfahrtspflege ſei groß. Es kämen neben richtungen geſundheitlicher Art auch eine Reihe gemeinnütziger Ver⸗ anſtaltungen auf Veredelung von Geiſt, Sinn und Gemüt zielend in Betracht.— Dieſen Sätzen ſtimmte die Verſammlung zu. Darauf ſprach Generalſekretär Dr. Grabenſtein⸗Darmſtadt über das Thema:„Wie kann durch die Ausgeſtaltung ge⸗ noſſenſchaftlichen Unterrichtsweſens zur weiteren inneren Vervollkommnung der ländlichen Genoſſenſchaftsorgani⸗ ſationen beigetragen werden?“ Der Referent legte ſeinen Aus⸗ führungen folgende Leitſätze zu Grunde: 1) Eine weitergehende Berückſichtigung des ländlichen Genoſſenſchaftsweſens im Lehr⸗ plan der landwirtſchaftlichen Mittelſchulen ſowie der landwirt⸗ 12 ſchaftlichen Hochſchulen, Univerſitäten und ſonſtiger Hochſchulen itt überaus erwünſcht. 2) Die Einrichtung von beſonderen Studien⸗ kurſen bezw. Seminaren für angehende Verbands. und Ge⸗ noſſenſchaftsbeamte an landwirtſchaftlichen und ſonſtigen Hoch⸗ ſchulen iſt mangels eines ausreichenden Bedürfniſſes zur Zeit zum mindeſten“ verfrüht. 3) Die allgemeine Einrichtung und Ver⸗ bollkommnung der Informationskurſe der Verbände für die Ver⸗ waltungs⸗ und Kontrollorgane der örtlichen Genoſſenſchaften iſt dringend geboten. 4) Der weitere, immer mehr den Bedürfniſſen der Praxis und den gemachten Erfahrungen angepaßte Ausbau der bisher durchaus bewährten deutſchen landwirtſchaftlichen Ge⸗ noſſenſchaftsſchule iſt ſtändig durchzuführen. 5) Hierbei iſt namentlich Wert zu legen auf die Abhaltung von kürzeren Spe⸗ zialkurſen für die geſchäftsführenden Organe der einzelnen Zweige des ländlichen Genoſſenſchaftsweſens. Dieſe Leitſätze wurden angenommen. Damit war die Tagesordnung erſchöpft. 4 Badiſcher Landtag. (Von unſerem Karlsruher Bureau.) 2. Kammer.— 102. Sitzung. 5 Karlsruhe, I1. Juli. Präſident Fechrenbach eröffnet 9 Uhr 15 Minuten die Sitzung. Am Regierungstiſch Miniſterialpräſident Frhr. v. Mar⸗ ſchall, Generaldirektor Roth, Miniſterialdirektor Schulz u. Regierungskommiſſäre. 1 Auf der Tagesordnung ſteht die Fortſetz debatte über das 9 1 ung der Spezial⸗ Eeiſenbahnbaubudget. Abg. Pfefferle(natl.) betont zur Poſition„Wieſen⸗ talbahn, Einführung des elektriſchen Betriebs 1. Teilfor. derung 100 000.“, daß die Geſamtkoſten der Betriebseinrich⸗ tung auf 4 300 200 M. veranſchlagt ſeien. Abg. Ries(jngl.) gibt der Erwartung Ausdruck, daß durch die Elektriſierung der Bahnen auch die Eiſenbahnwünſche des kleinen Wieſentals erfüllt werden möchten. Für die Beſeitigung der ſchienenebenen Landſtraßenüber⸗ gänge beim Niederbühler Tor in Raſtatt ſind als 1. Teil⸗ forderung 50 000 M. angefordert. Hierzu liegt eine Petition des Gemeinderats Raſtat vor, welcher Straßenunter⸗ führungen wünſcht. Abg. Pfefferle lnatl) ſpricht hierzu als Berichterſtatter und begründet den Kommiſſfionsantrag, wonach die Kammer er⸗ ſucht wird, die Petition Raſtatt der Regierung zur Kennknis⸗ nahme zu überweiſen. Abg. Franz(natl.) begründet einen von ihm eingebrachten Antrag, die weiſen. Abg. Schmidt⸗Karlsruhe(Ztr.] unterſtützt den Antrag Franz und ſchließt ſich deſſen Ausführungen im weſentlichen an. Miniſterialrat Wolf: Die Frage, ob Ueber⸗ oder Unter⸗ führung ſei eingehend geprüft worden. Allein ſchon die Bahn⸗ linie ſei wegen der Hochwaſſergefahr höher gelegt worden. Eine Straßenunterführung ſei hier pöllig ausgeſchloſſen, da die Straße dann unter den Hochwaſſerſpiegel zu liegen komme. Schon bei einem heftigen Gewitterregen würde die Unterführung überſchwemmt werden. Unterführungen ſollten nur in zwingen⸗ den Fällen ausgefükrt werden. Die Oberdirektion für Waſſer⸗ und Straßenbau hielt die Unterführung gleichfalls für verfehlt und ausgeſchloſſen. Die Großh. Regierung bleibt feſt darauf be⸗ ſtehen, daß die Ueberführung das einzig richtige iſt, und ſie hält line nochmalige Unterſuchung für gänzlich überflüſſig. Abg. Zehnter(3tr.) ſpricht ſich für den Kommiſſions⸗ zutrag in dem Sinne aus, daß die Regierung die Verhältniſſe nochmals prüft. Im allgemeinen ſei er für die Ueberführungen. Er kenne die Verhältniſſe in Mannheim. Heute würde jeder mit Schimpf und Schande fortgejagt werden, der in Mannheim bie Beſeitigung des„Beckerbuckels“ empfehlen würde. Unter⸗ führungen machten ſtets einen unangenehmen Eindruck. Nach weiteren Ausführungen des Abg. Franz, des Mi⸗ niſterialrats, Wolf, der Abgg. Schmüd t⸗Karlsruhe und Hergt und des Berichterſtatters Pfefferle wird der An⸗ krag Franz, wonach eine Unterführung erſtellt werden und die Anforderung nur für dieſe bewilligt werden ſoll, mit 27 gegen 22 Stimmen angenommen. Damit iſt der Kommiſſions⸗ antrag als abgelehnt zu betrachten. Genehmigt ohne Debatkte werden die Mannheimer Poſitionen: Mannheim, Umbau des Aufnahmegbäudes 2. And letzte Rate 159 000.; Mannheim, Erweiterung der Bahn⸗ lofsanlagen und Aenderung der Gleisanlagen im Perſonenbahn⸗ hof 1. Rate 500 000.; Mannheim, neues Dienſt⸗ und Wohn⸗ gebäude für die Betriebs⸗ und Bahnbauinſpektion 1. Rate Mk. 150 000) Mannheim, neuer Rangierbahnhof, Erſtellung von Dienſtwohngebäuden für Beamte und Arbeiter 2. Rate, 200 000 Mannheim, Rangierbahnhof, Erweiterung des Lokomotiv⸗ ———...ñ— delberg anweſend war, um den Leiter der dortigen Frauenklinit Profeſſor Fleiner wegen eines Leidens, an dem ſie nach der Geburt ihres letzten Sohnes erkrankt war, zu konſultieren. Am Samstag iſt Frau Doſelli ſofort nach dem Bekanntwerden ihres Aufenthaltes wieder abgereiſt und augenſcheinlich nach Florenz zu⸗ rückgefahren. — Moderne Romanfabrikation Aus Paris ſchreibt man: Einige der bekannteſten franzöſiſchen Schriftſteller, die Romane für Zeitungen ſchreiben und durchſchnittlich 50 Rp. bis 1 Fr. für die Zeile oder 20 000—50 000 Fr. für den Roman erhalten, ver⸗ dienen ſich dieſe beträchtliche Summen ohne große Mühe, in dem ſie Werke irgend eines geheimen Mitarbeiters unter ihrem Namen in die Welt hinausgehen laſſen; der Mitarbeiter iſt in⸗ den meiſten Jällen ein talentvoller junger Mann, der keine Mittel beſitzt, um ſich unter eigenem Namen vorwärts zu bringen, denn in Paris muß man nicht nur Talent, ſondern auch Beziehungen ben, wenn man etwas erreichen will. Letzthin hatte nun ein Autor, deſſen Romane mit Vorliebe die großen Blätter bringen lobwohl ſie genau wiſſen, daß die meiſten gar nicht von ihm ſelbſt geſchrieben ſind), das Pech, ſeinen treuen Mitarbeiter zu ver⸗ lieren, während in einer Morgenzeitung ein Roman von ihm erſchien. Der berühmte Autor hatte nicht einmal die bereits er⸗ n in? Petition Raſtatt der Regierung empfehlend zu über⸗ wird ſchuppens 1. Rate 350 000.; Mannheim, Entwäſſerung der Mühlau 304 000.; Mannheim, Mühlau, Uferbefeſtigung M. 130 000; Mannheim, Erweiterung des Elektrizitätswerkes Mk. 117 000; Mannheim, Erweiterung des Elektrizitätswerkes Nach⸗ forderung 42000 M. Für Dienſtwohngebäude auf der Rheinau ſind als 2. Rate 113 000 M. angefordert. Generaldirektor Roth kteilt hierzu mit, daß der General⸗ direktion in den letzten Tagen unerwarteter Weiſe auf der Rheinau ein Gelände angeboten worden ſei, das ſie erworben habe. Falls das auf dieſem Gelände befindliche Wohngebäude berwendbar ſei, würde das im Budget vorgeſehene Projekt nicht pöllig durchgeführt werden; es würde dann jedenfalls beim Pro⸗ jekt, das für 1906/07 vorgeſehen war, ſein Bewenden haben. Abg. Banſchbach(Konſ.) ſpricht zur Poſition„Mosbach, Stationserweiterung und Verlegung der Landſtraße zwiſchen Neckarelz und Mosbach zur Beſeitigung der ſchienenebenen Straßenübergänge, 1. Rate 100 000“, bleibt aber auf der Tri⸗ büne unverſtändlich. Zu den Bruchſaler An mann⸗Bruchſal(Ztr.). Bei der Anforderung für den Durlacher Bahnhofsumbau nimmt Baudirektor Waſſmer das Wort, um ſich zu der in einer Interpellation angeſchnittenen Frage der Beſchäftigung fremder Arbeiter bei den betreffenden Bauten auszulaſſen. Es ſei nicht zutreffend, daß einheimiſche Arbeiter entlaſſen und dafür fremde Arbeiter eingeſtellt worden ſeien. Zutreffend ſei, daß nicht alle Arbeiter, die um Beſchäftigung nachgeſucht haben, angenommen worden ſind. Der Grund dafür liege darin, daß die Arbeiten erſt im Entſtehen begriffen ſeien und ſo noch keine genügende Beſchäftigungsmöglichkeit vorhanden ſei. Es ſeien auch keine fremden Arbeiter eingeſtellt worden. Es würden gegenwärtig überhaupt nur 48 Arbeiter beſchäftigt, davon ſeien 40 einheimiſche und 8 Italiener. Letztere ſeien die erſten geweſen, die um Be⸗ ſchäftigung nachgeſucht hätten, dann ſeien keine fremden Ar⸗ beiter mehr eingeſtellt worden. Was die Frage anlange, ob bei der Erſtellung von Bahnbauten das Unternehmerſyſtem über das Bauen in eigener Regie bevorzugt werden ſolle, ſo ſei die Re⸗ ich das Unternehmerſyſtem bewährt forderungen ſpricht Abg. Wiede⸗ gierung der Meinung, daß ſt habe und dieſes beibehalten werden ſollte. 5 Abg. Hor ſt(Soz.) fpricht für die Poſition und bittet die Regierung, die Arbeiten möglichſt zu beſchleunigen. Für den Bahnhofsumbau Pforzheim ſind als 5. Rate 1500 000 M. angefordert. Abg. Wittum(natl.) ſpricht zur Unterführungsfrage. Nach den Regierungserklärungen ſoll die weſtliche Unterführung in einer Breite von 6 Meter und auch für den Karrenverkehr her⸗ geſtellt werden, während für die öſtliche Unterführung die ur⸗ ſprüngliche Breite von 4½ Meter und die Treppenanlage wegen Platzmangels beibehalten werden muß. Redner ſpricht den Wunſch aus, daß auch die öſtliche Unterführung zu einer all⸗ gemeinen ausgebaut werden möchte. Miniſterialpräſident Frhr. von Marſchall erklärt, daß er außerordentlich bedauert habe, daß es unmöglich geweſen ſei, die öſtliche Unterführung in der urſprünglichen Breite zu erſtellen. Er hoffe, daß es doch noch in irgendeiner Weiſe gelingen werde, den Wünſchen der Stadt Pforzheim gerecht zu werden. Abg. Pfefferle(atl.) ſchließt ſich dem Wunſche des Abg. Wittum als Berichterſtatter der Kommiſſion aäfl. Als 5. Rate ſind für die Verlegung des Perſonen bahn⸗ hof Karlsruhe 6 Millionen Mark vorgeſehen. richterſtatter und erwähnt: Die Kommiſſion beantragt: a) Die angeforderte Summe zu genehmigen; b) dazu den Wunſch auszu⸗ ſprechen, die größh. Regierung wolle den Landſtänden über alle jene Bubgetpoſitionen, deren Anforderung aufgrund ſum⸗ mariſcher Koſtenanſchläge erfolgt iſt, anläßlich der Vorlage der nächſten Nachweiſung über den Fortgang des Eiſenbahnbaues die inzwiſchen im einzelnen ausgearbeiteten Koſtenanſchläge zur Ver⸗ gleichung mit vorzulegen; o) die Petition des Bürgervereins des Stadtteils Karlsruhe⸗Rintheim der großh. Regierung empfehlend zu überweiſen; d) die Petition der Gemeinden Hochſtetten, Teutſcheureut, Leopoldshafen, Graben, Liedolsheim, Eggenſtein und Linkenheim der großh. Regierung zur Kenntnisnahme zu überweiſen. Abg. Gierich(konſ.) bedauert, daß die Pfinztäler Stein⸗ bruchsbeſitzer nicht berückſichtigt worden ſeien, ſondern bei den Steinlieferungen für den neuen Bahnhof die pfälziſchen und lothringer Firmen bevorzugt wurden. 5 Abg. Kolb(ſoz.) wünſcht, daß mit den Arbeiten zur Er⸗ ſtellung des neuen Aufnahmegebäudes Karlsruhe noch in dieſem Herbſt begonnen wird, da das Baugewerbe in Karlsruhe derzeit ſehr darniederliege. Nach den neuen Plänen würden im Ge⸗ markungsplan Karlsruhe zukünftig 21 Niveauübergänge vorhan⸗ den ſein. Das würde aber ganz bedenkliche Zuſtände begründen. Er bitte die Regierung, den Wünſchen der Stadt Karlsruhe weit⸗ möglichſt entgegenzukommen. Abg. Neck(natl.) unterſtützt die Petition der Gemeinden Hochſtetten, Teutſchneureut u. ſ. w. Miniſterialpräſident Frhr. von Marſchall: Die großh. Regierung ſei bemüht, die Nachteile möglichſt abzuſchwächen, die durch die Verlegung des Bahnhofs Karlsruhe entſtehen würden. Die Regierung ſet aber nicht in der Lage, den Wünſchen der Hardtorte nachzukommen. Dieſen würde durch Erbauung elek⸗ triſcher Straßenbahnen viel beſſer gedient werden. Baudirektor Waßmer legt dar, daß die einheimiſchen Fir⸗ men beim Karlsruher Bahnhofsbau nach Möglichkeit berückſichtigt worden ſeien. Im Projekt ſeien nur die Uebergänge über ein⸗ gleiſige Güterzugsgeleiſe im Nipeau beibehalten worden. CCCCCCCCffffffff/f///———————TTT dem Chefredakteur des Blattes und ſagte:„Ich kann den Roman unmöglich fortſetzen. Sie dürfen das übrigenss ſelbſt ſchon ge⸗ merkt haben, da ich Ihnen ja ſchon ſeit 3 Tagen kein Manuſfkript mehr ſchicke.“—„Aber wir haben doch das Manufkript immer regelmäßig bekommen,“ antwortete der Redakteur. Der Autor wußte nicht wie ihm geſchah, und ſtammelte verwirrt:„Wie iſt das möglich? Mein Mitarbeiter iſt ja vor einigen Tagen ge⸗ ſtorben!“—„Dann wird er ſelbſt wohl noch einen zweiten Mitarbeiter gehabt haben,“ entgegnete lächelnd der Direktor. Und es ergab ſich tatſächlich, daß auch der„Zwiſchenmeiſter“ den Roman„in Arbeit“ gegeben hatte — Ueber die Unſitte des Revolvertragens und ihre Folgen der„Barmer Ztg.“ aus Dahlhaufen a. d. R. geſchrieben: In det Arbeſterbevölkerung trögt faſt jeder Burſche von 16 Jahren ab ſeinen Revolder; ein derarkiges Ding gehört faft zur notwen⸗ digſten Taſchenausrüſtung, die bei keinem Ausfluge fehlen darf. Sind doch Fälle bekaunt, wo der Vater ſeinen Sprößling beim Verlaſſen des Haufes am Sonntag fragte:„Haſt en auch bei dir“?, womit der„Schießer“ gemeint war. Als ein Maſchinentvärter dieſer Tage mit ſeinem Schwvager von Eſſen zurückkehrte und mit ihm am Bahnhof in Wortwechſel geriet, zog er kurzer Hand ſeinen Revolber hervor und jagte dem Schwager vier Kugeln in den Leib. ſchienenen Kapitel geleſen und wußte daher nicht, wie er den Roman wefter führen ſollte. Ir größter Aufregung eilte er zu „ Abg. Pfefferle(natl.) ſpricht zu dieſer Poſttion als Be⸗ Abg. Dr. Binz(natl.): Es ſei höchſt auffallend, daß die Zahl der Niveauübergänge nach dem neuen Projekt ein ſo großer werden ſolle, wo doch ſonft das Beſtreben herrſche, die Niveau⸗ übergänge möglichſt zu beſeitigen. Gerade die Güterzüge wür⸗ den eine ganz beſondere Erſchwerung des Verkehrs bedingen. Die Regierung ſollte von der Erſtellung ſolcher Niveauübergänge Um⸗ gang nehmen. 1„ Baudirektor Waß mer erklärt, daß nach dem neuen Projekt nur—8 Niveauübergänge mehr nötig fallen würden. Abg. Frühauf lfrſ.] wünſcht, daß keine Niveauübergänge neu geſchaffen werden. Die Regierung habe die Pflicht, die Hardtgemeinden für die Verlegung des Bahnhofes zu ent⸗ ſchädigen. Nach 725 weiteren Ausführungen des Berichterſtatters Pfef⸗ ferle wird die Diskuſſion über die vorliegende Poſition ge⸗ ſchaffen. Die Ankräge hierzu werden angenommen. 8 Abg. Schmunck(Str.] ſpricht zur Poſition:„Bühl, Ueber⸗ holungsgleis und Fußgängerſteg über die Hauptgleiſe 152000 Mark“ und wünſcht ſtatt des vorgeſehenen Fußgängerſtegs eine Unterführung. Baudirektor Waßmer erwidert, daß nicht beabſichtigt ſei, den ſüdlichen Uebergang zu beſeitigen. Hierauf wird die Sitzung abgebrochen.— Schluß der Sitzung ½ Uhr. Nächſte Sitzung: Montag, 12. Juli, nachmittags ½5 Uhr: Fortſetzung der heutigen Beratung und Eiſenbahnpetitionen. 1 5 Aus Stadt und Land. * Maunheim, 11. Juli 1908. Großherzogs Geburtstag. f * Beteranen⸗Verein Mannheim. Vom Großherzog iſt auf das zum Geburtstag von dem erſten Vorſitzenden, Herrn Joh. Kapf abgeſandte Glückwunſchtelegramm nachſtehende Draht⸗ antwort eingelaufen:„Badenweiler, 9. Juli. Se. K. H. der Großherzog laſſen herzlich danken. Im höchſten Auftrage Babo.“ Feiern im Lande. Heute abend fand im großen herzogskommers der Rsihen ſich zu lichten. Wertheim, 10. Juli. Der Geburtstag des Landesfürſten wurde in üblicher Weiſe gefeiert. Bei dem Feſteſſen im„Hotel Meiſter“ zu 36 Gedecken brachte der Großh. Amtsvorſtand Wendt den offiziellen Toaſt aus. Bei der Gym⸗ maſtumsfeier hielt der Lehramtspraktikant Krapp die Feſtrede, in der Volksſchulfeier Hauptlehrer Rieckher. Auf dem Rathaus erhielten 9 Feuerwehrleute Auszeichnungen für 40⸗, 25⸗ und 15⸗ jährige Dienſtzeit. Die Stadtkapelle konzertierte geſtern nachmittag im Garten des„Hotel Meiſter“. 5 5 55 *Perſpnalien. Poligeiſergeant Peter Gräf hier wurde unter Verleihung des Charakters als Poligeiwachtmeiſter zu Gr. Bezirksamt Karlsruhe verſetzt. 5 *Zur Parade ſpielt morgen die Grenadierkapelle: 1. Ouver⸗ ture„Der Mikado“ v. Sullivan; 2.„Albumblatt“ v. Wagner; 3.„Aufforderung zum Tanz“ v. Weber; 4.„Prinz Eitel Fried⸗ rich“⸗Marſch v. Blankenburg. Im Berein für Frauenſtimmrecht wird Montag, den 13. d. Mts., abends 8 Uhr, Frau Wolff⸗Jaffé über den „Internationalen Frauenkongreß in Amſterdam“ und über die Tagung des„Nationalvereins für das liberale Deutſchland in München“ referieren und Frau Marie Erkelenz die Frage aufwerfen, wie ſich der Libevalismus zu den Forderungen der Ar⸗ beiterin zu ſtellen gedenkt Gäſte willkommen. Freie Diskuſſin *Mannheimer Panoptikum. Die myſteriöſe Durchleuchtung einer Dame, die unter dem Titel„Das Skelett im leben⸗ den Körper“ ſeit einigen Tagen zur Vorführung gelangt, er⸗ regte bei allen Beſuchern deaen Verwunderung. Bei der Illuſion, zu der Profeſſor Röntgens X⸗Strahlen die Idee gaben, gewährt es einen beſonders eigenartigen Anblick, wenn die Dam einen Arm emporhebt oder ſpricht und man nur die Bewegungen des Knochengerüſtes und des Unterkiefers wahrnimmt.— Das Welt⸗Panorama gzeigt von morgen ab den hervorragend ſchönen und intereſſanten Zyklus„Venedig“. »Det unſelige Alkohol hat dem Maurer Senftleb erx von FJeudenheim das Leben gekoſtet. In betrunkenem Zuſtande torkelte er geſtern auf der Friedrichsbrücke herum, wurde infolge deſſen von einem Kutſcher überfahren und ſchwer verletzt. Man ſchaffte den Mann in das Allgemeine Krankenhaus hierſelbſt, wo er um halb 2 Uhr heute Mittag ſeinen Verletzungen erlegen iſt⸗ Vom Schöffengericht. Welch einträglches Geſchäft der Serienlosſchwindel iſt, ergab eine Verhandlung in der geſtrigen Schöffengerichtsſitzung. Der 25 Jahre alte Kaufmann Frdr. Otto Umſtädter aus Ludwigshafen übernahm im November 1906 von einem gewiſſen J. Schäfer ein Serienlosgeſchäft und zahlte dafür nicht weniger als 26000 Mark. Die Loſe bezog er von dem Frankfurter Bankhaus Stern. Sein Geſchäft nannte er großſpurig Bank⸗, Effekten⸗ und Kommerzhaus. Von Nog, 1906 bis Mai 1907, wo die Einſtellung des Betriebes durch die Polizei erfolgte, hatte er eine Einnahme von 31 000., wov 17000 Mark reiner Verdienſt waren. Es iſt wie immer meiſ Geld von ärmeren Leuten, die das Verlangen nach einer beſſer Der ſchtwerverletzte Schwager kam ins Krankenhaus, der Maſchinen⸗ wärter ins Gefängnis. — Lebenslage ſolchen Händlern in die Arme wirft. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Geldſt rafe von 250 M. 4. Seite. General⸗Anzeiger.(Abendblatt.) 2 Mannheim, 11. Julk. * Aufruf! Im Frühjahr 1902 wurde in Verfolg eines von den Herren Generalkonſul Reiß, Geh. Kommerzienrat Diffené und Generalkonſul Simon unterzeichneten Aufrufs der„Frei⸗ willige Lehrmittelfond der Handelsfort⸗ bildungsſchule“ gegründet. Derſelbe bezweckt, den gut beranlagten und fleißigen, aber unbemittelten Schülern der ſtädti⸗ ſchen Handelsfortbildungsſchule die Unterrichtsmittel(Lehrbücher, Hefte und dergl.) unentgeltlich bereitzuſtellen. Schon im erſten Jahre wurden von 133 Firmen und Einzelperſonen zuſammemn 1013 M. teils fortlaufender, teils einmaliger Beiträge zum Fond gezeichnet und bis jetzt ſind dem letzteren insgeſamt 4710 M. zu⸗ gefloſſen. Es konnten mit Hilfe dieſer Gelder bisher 1206 Schü⸗ lern der Handelsfortbildungsſchule= 19 Prozent der Geſamtzahl, und zwar 554 Knaben(12 Prozent) und 652 Mädchen(42 Proz.) freie Lehrmittel gewährt werden. Die Zahl der Unterſtützben war eine von Jahr zu Jahr und zwar in raſcherer Progreſſion als die Schülerzahl der Handelsfortbildungsſchule ſteigende. Die betrug 1902 78, 1908 ſchon 139, 1904 175, 1905 ſtieg ſie auf 227, im folgenden Jahre auf 245 und im Jahre 1907 wurden gar 342 Schüler mit Lehrmitteln bedacht. Angeſichts der bekannten Tat⸗ ſache, daß die Lehrlinge im Handelsgewerbe weit überwiegend Kin⸗ der unbemittelter Leute ſind, für welche die Beſchaffung der Un⸗ kerrichtsmaterialien vielfach ein recht ſchweres Opfer bedeutet, läßt ſich ermeſſen, welche ſegensreiche Wirkſamkeit der freiwillige Lehrmittelfond in den ſechs Jahren ſeines Beſtehens entfaltet hat. Von den anfänglich gezeichneten Jahresbeiträgen iſt eine Anzahl infolge Ablebens der Zeichner, Erlöſchen der Firma uam. in⸗ zwiſchen in Wegfall gekommen, während doch, wie gezeigt, der Fond von Jahr zu Jahr erhöhter Einnahmen bedürftig iſt. Es ergeht deshalb der dringende Appell an die der edlen Sache foch fern⸗ ſtehenden Kreiſe der Einwohnerſchaft und insbeſondere des Han⸗ dels und der Induſtrie, das erfreulicherweiſe in unſerer Stadt ſo rege Intereſſe für eine gediegene Fachbildung des kaufmänniſchen Nachwuchſes auch durch Gewährung fortlaufender Jahresbeiträge zum„freiwilligen Lehrmittelfond der Han⸗ delsfortbildungsſchule“ zu betätigen. Zeichnungen von Beiträgen werden vom Mitgliede des verwaltenden Komitees, Kgl. Rumä⸗ niſchen Generalkonſul, Hrn. Karl Simon, N 7, 10, vom Sekre⸗ tariat des Oberbürgermeiſters(Kaufhaus), Sekre⸗ tariat der Handelsfortbildungsſchule(Kurfür⸗ ſtenſchulhaus), ſowie von der Erheberin, die in den nächſten Wochen eins Reihe von Perſönlichkeiten beſuchen wird, entgegengenommen. Pfalz, Heſſen und Umgebung. P. Ludwigshafen, 10. Juli. In der heutigen Stadt⸗ ratsſitzung wurde wieder die in der letzten Zeit viel um⸗ ſtrittene Frage der Sonntagsruhe in den offenen Verkaufsſtellen in den Bereich der Beratungen gezogen. Referent hierüber war Rechtsrat Dr. Müller. Er ſprach ſich auch jetzt wieder entſchieden für den 3 Uhr⸗Ladenſchluß in den Monaten Oktober und Nopember aus. Wenn man von einem Attentate auf die Sonntagsruhe ſpreche, ſo ſeien das bloße Rebensarten. Das Geſchäft ſei in den Monaten Oktober und November ein ſehr ſtarkes und man habe Rückſicht auf das Hinter⸗ land zu nehmen. Mannheim brauche das nicht, es habe eine kaufkräftige Bevölkerung am Platze. Da die dortigen Kaufleute in der Woche gute Geſchäfte machen, könnten ſie auf das Geſchäft am Sonntag verzichten. Die Neuſtadter und Frankentaler Kauf⸗ leute ſeien gierig darauf, die Ludwigshafener Kundſchaft zu be⸗ kommen. Den Handlungsgehilfen iſt eine neue tatkräftige Hilfs⸗ truppe erſchienen in 246 hieſigen Geſchäftsleuten, die ſich ent⸗ ſchieden für den 1 Uhr⸗Ladenſchluß ohne Ausnahmemonate aus⸗ geſprochen haben. Mannheim habe ſeinerzeit ſeine Ausnahme⸗ kage feſtgeſetzt, das habe auch Ludwigshafen getan. Es könne alſo von einem Wortbruche nicht die Rede ſein. Eine etwas eigentümliche Interpretation des Abkommens. Welchen Sinn hätte dann die ganze Verabredung gehabt, wenn nicht den, einen gleichzeitigen Schluß der Geſchäfte herbeizuführen, ohne aber ein Hintertürchen offen zu laſſen, um die ganze Abmachung wie⸗ der zu durchkreuzen. Wenn er meinte, daß die Bekehrung von einem Paulus in einen Saulus für ihn nur ſchmeichelhäft ſein kann, ſo kann man wohl mit dem Adjunkten Schneider nicht an Pauli Bekehrung glauben. Jubezug auf die Aeußerung des Herrn Rechtsrates, Ludwigshafen habe von vornherein den Vor⸗ ſchlag Mannheims nicht akzeptiert, ſöndern gleich für ſich eine beſondece Verkaufszeit feſtgeſetzt, widerſpricht der Redner. Im Sinne der Vereinbarung lag doch der gemeinſame Ladenſchluß. In teilweiſe derben Worten verurteilt der Redner die Angſt⸗ meierei gegenüber der Konkurrenz Mannheims. Das Dutzend Kaufleute der Ludwigsſtraße ſei nicht die Geſchäftswelt von Lud⸗ wigshafen, ſondern 12 Dutzend anderer Kaufleute. Die Be⸗ fürchtungen, daß die Landleute der Umgegend Ludwigshafens beim 1 Uhr⸗Schluß in Neuſtadt und Frankental kaufen, ſeien ge⸗ radezu töricht. Mit derartigen Argumenten mache man ſich nur lächerlich. Man ſolle mehr Selbſtvertrauen haben, ſchwimmen lernen, um nicht ſo viel zu ſpritzen. Auch Adjunkt Binder ſprach im Sinne Schneiders. Nach längerer Debatte wurde je⸗ doch der Antrag auf eine verlängerte Verkaufszeit in den Mo⸗ naten Oktober und November bis 3 Uhr gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und des Adjunkten Schneider angenom⸗ men. Bleibt abzuwarten, ob das Bezirksamt ſeine Genehmigung gibt.— Für einen Manſardenſtock zur Einrichtung von 9 Schul⸗ ſälen auf der Ludwigsſchule wurden 75000 Mark bewilligt. Man rechnet, daß die Schulſäle ſtatt wie ſeither durchſchnittlich 16 000 nur 9000 Mark koſten. In der Debatte wurde darauf perwieſen, daß die Manſardenſäle ſich ſehr gut in Mannheim be⸗ währt hätten().— Bezüglich des Rheininſelprozeſſes ſoll kein Rekurs ergriffen werden. Die Grundſtückseigentümer geben ſich zufrieden. Die Zivilkammer Mannheim hat ſich dem Gutachten der von Ludwigshafen ernannten Sachverſtändigen angeſchloſſen, indem ſie 1 Mark für den Quadratmeter feſtſetzte. * Pirmaſens, 10. Juli. In dem Befinden des bei der Gasexploſion im Adolfeſchen Anweſen verletzten Leder⸗ groſſiſten Schön iſt eine merkliche Beſſerung zu verzeichnen, eben⸗ ſo iſt die Witwe Jakob Adolf auf dem Wege der Beſſerung. Sie ſteht in Unterhandlung mit zweien ihrer langjährigen Vertreter, mit denen eventuell gemeinſchaftlich die Fabrik weiter betrieben werden ſoll. In dem abgebrannten Fabrikgebäude entfacht ſich immer noch die Glut unter der Aſche zu hellen Flammen, ſo daß die Brandwache immer noch zu tun hat. Geſtern ging man daran, en Geldſchrank zu bergen, der noch im 3. Stockwerk im Privat⸗ kontor ſtand. Als man ihn mittelſt Ketten herablaſſen wollte, riſſen dieſe und der Schrank ſtürzte herunter; es befinden ſich noch 14000 Mark in bar darin. Gegenwärtig werden von amt⸗ licher Seite Erhebungen über die vom Brande der Schuhfabrik betroffenen Arbeiter gepflogen, um bei bedürftigen Familien hel⸗ fend eingreifen zu können. Nach den bisherigen Feſtſtellungen ind von den 410 Arbeitern einſchließlich der 68 auswärtig woh⸗ nenden, 88 bereits wieder in anderen Schuhfabriken eingeſtellt worden, einige andere haben Ausſicht, nächſte Woche neue Ar⸗ beitsſtellen zu erhalten. Gerichtszeitung. Inn. Heidelberg, 10. Juli. Die Verhandlungen gegen die Helſershelfer des Getreidediebes Otto Fut⸗ terxer geſtalteten ſich einfacher und kürzer, als vorauszuſehen war. Bei der Zeugenvernehmung konnte auf eine große Zahl Zeugen verzichtet werden. Im übrigen war die Zeugenverneh⸗ mung, die ſich mit den maſſenhaften Diebſtählen, die von Ende des Jahres 1906 bis Herbſt 1907 das ganze badiſche Unterland in Aufregung hielten, nicht von beſonderem Intereſſe. Der Ge⸗ ſamtſchaden, der durch die Getreidediebſtähle ete., die zum Teil mit großer Verwegenheit und Frechheit ausgeführt worden ſind, angerichtet wurde, beläuft ſich auf etwa 3000 Mark. Jutterer und Kemming waren die Seele der Räuberbande. Sie be⸗ zahlten ihren Helfern beſtimmte Löhne, wofür dieſe ihnen Ge⸗ treide etc. beſchafften, das ſie dann großenteils in Mannheim und Schwetzingen an den Mann brachten. Gegen den Maurer Baptiſt Schäfer lautete die Anklage auf Begünſtigung. Er ſoll dem durchgebrannten Otto Futterer ſeine Papiere gegeben haben; mit denen dieſer ſich dann in Hamburg einen Auslands⸗ paß erwirkte. Baptiſt Schäfer leugnete anfangs, dem Futterer die Papiere gegeben zu haben; vielmehr habe Futterer ſie ihm geſtohlen, ein Vergehen deſſen Futterer in einem anderen Falle ſchon einmal überführt worden iſt. Es ſtellte ſich aber heraus, daß Schäfer ſeine Papiere von Futterer wieder zurückerhalten hat, wodurch bewieſen wurde, daß er ſie Futterer ſelbſt geliehen hatte. Der Staatsanwalt beantragte gegen Kemmling eine Zucht⸗ hausſtrafe, die der höchſten zuläſſigen nahekommt(15Jahre] unter Verſagung mildernder Umſtände. Gegen Kornelius und Schäfer beantragte er gleichfalls Zuchthausſtrafen, gegen die übrigen Angeklagten Gefängnis und Zubilligung mildernder Umſtände. Die Urteilsverkündigung erfolgte nach etwa 1½ſtündiger Be⸗ ratung um ½4 Uhr. Das Urteil lautete: Der Fuhrmann und Landwirt Chriſtian Kemmling wird wegeen mehrfacher ſchwerer Diebſtähle, Hehlerei und Betrugs zu 4 Jahren 5 Mo⸗ naten Zuchthaus verurteilt. Der Angeklagte hat nur ſo⸗ weit geſtanden, als es ihm bewieſen wurde. Trotzdem wurden ihm 3 Monate Unterſuchungshaft auf die Strafe angerechnet, da die Verhandlung durch die Flucht des Futterer ſolange hinaus⸗ geſchoben wurde. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm auf 5 Jahre abgeſprochen. Der Fuhrmann Auguſt Kornelius er⸗ hält wegen mehrfacher teils ausgeführter, teils verſuchter Dieb⸗ ſtähle und Hehlerei 2 Jahre g Monate 2 Wochen Zucht⸗ haus und Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre. Es wurden ihm 4 Monate 2 Wochen Unterſuchungshaft an⸗ gerechnet. Die übrigen Angeklagten erhielten nur Gefängnis⸗ ſtrafen unter Zubilligung mildernder Umſtände: Der ledige Tag⸗ löhner Otto Schäfer wegen ſchweren Diebſtahls und Hehlerei 2 Jahre 3 Monate Gefängnis(da er geſtändig iſt, werden ihm 5 Monate Unterſuchungshaft als verbüßt angerechnet); der Land⸗ wirt Heinrich Johann Daubmann 6 Monate Gefäng⸗ nis(2 Monate angerechnet); der Maurer Joſef Ru dolf wegen Beihilfe zu dem ſchweren Diebſtahl in der Herrenmühle in Hei⸗ delberg 1 Monat Gefängnis; endlich der Maurer Baptiſt Schäfer wegen Begünſtigung des Futterer, wobei die Gemein⸗ gefährlichkeit des Futterer ſtraferſchwerend mitwirkte, 1 Monak Gefängnis, der durch die Unterſuchungshaft als verbüßt an⸗ geſehen wird. Baptiſt Schäfer wurde ſogleich aus der Haft ent⸗ laſſen. Gleichfalls wurde der Haftbefehl gegen Rudolf und Daub⸗ mann aufgehoben, da ſie nicht fluchtverdächtig erſcheinen. *Saßnißz, 11. Juli.(Telegramm). Bei der Segel⸗ regatta Warnemünde⸗Saßnitz ging als erſte Jacht „Meteor“ geſtern abend 10 Uhr durchs Ziel. Es folgte„Arm⸗ gart“,„Lotti“ und„Huberto“. Ferner ſind noch„Elbe“,„Woge “,„Ellie“ und„Cilli“ und das Motorboot„Thüringen“ einge⸗ troffen. Ueber die Bewertung iſt noch nichts bekannt. Von Tag zu Tag. — Schadenfeuer. Mühlhauſen i.., 11. Juli. Das Speditionslager Kanhart iſt mit bedeutendem Waren⸗ lager vollſtändig niedergebrannt. Der Pförtner und ein Kind werden vermißt. Man befürchtet, daß ſie in den Flammen umgekommen ſind. 6 Pferde ſind dabei verbrannt. — Straßenbahnunfall. Frankfurt a.., 11. Juli. Heute Mittag kurz vor 12 Uhr entgleiſte auf dem Opernplatz der Anhänger eines elektriſchen Straßenbahnwagens. Eine hieſige Dame erlitt erhebliche Verletzungen am Kopfe und der Schaffner des Anhängers am Fuß und am Kopfe; außerdem haben verſchiedene Wageninſaſſen Erſchütterungen, Kontuſionen u. Hautabſchürfungen davongetragen. — Zur Zeppelin⸗Fahrt. Straßburg, 11. Juli. Zu dem Beſuche des Grafen Zeppelin mit ſeinem Ballon, der am 15. Juli hier erwartet werden kann, meldet die„Reichsl. Korr.“, daß der Kaiſer der hier ſtationierten Artillerie befohlen habe, Graf Zeppelin bei ſeinem Herannahen mit Salutſchüſſen zu begrüßen. — Selbſtmord. Bamberg, 11. Juli. In Seßlar erſchoß ſich aus unbekannten Gründen der 50jährige Wächter Dippold. — Toddurcheinen Stier. Bunzlau, 11. Juli. Der 85jährige Gutsbeſitzer Gerſtmann in Martinwaldau wurde von einem wildgewordenen Stier durch Hörnerſtöße etötet. — Abſturz im Gebirge. Wien, 11. Juli. Von der Böcklarſpitze der Karwendelgruppe iſt eine deutſche Touriſtin ab⸗ geſtürzt. Die Leiche iſt noch nicht geborgen. — Die Mainzer in Graz. Graz, 10. Juli. Die Mainzer Sänger trafen nachmittags hier ein, vom Grazer Män⸗ nergeſangverein empfangen. Unter herzlicher Begrüßung ſeitens der zahlreich verſammelten Menge fuhren ſie in die Abſteige⸗ quartiere und beſichtigten ſodann die feſtlich beflaggte Stadt und deren Umgebung. — Maſſenvergiftung. Paris, 11. Juli. Die Ur⸗ ſache der Maſſenvergiftugg in Coutterne bei Domfrond, Dev. Orle, wird teils in verdorbener Milch, teils in ſchlechtem Waſſer geſucht. Von den 50 erkrankten Perſonen ſind 9 geſtorben, 10 ſchweben in Lebensgefahr. — Brennendes Oelbergwerk. Newyork, 11. Juli. Bei Ozuluamo im mexikaniſchen Staate Verakruz brennt ein Oelbergwerk von 40 Acre Umfang. Die Flammen ſchlagen 1000 Fuß hoch. Das Feuer hat den Geronimofluß ergriffen und bedroht die anliegenden Ortſchaften, deren Be⸗ wohner fliehen. Letzie Dachrichten und Telegramme. *Freiburg i. Br., 10. Juli. Heute fand die Wahl von neun Stadträten durch den Bürgerausſchuß und des geſchäftsleitenden Vorſtandes, der 5 Mitglieder be⸗ ſitzt, durch die Stadtverordneten ſtatt. Die Zahl der Wahlbe⸗ rechtigten zu erſterer Wahl beträgt 119, von denen 112 abge⸗ ſtimmt haben. Die Liſte der politiſchen Kompromißparteien (Liberale, Zentrum und Sozialdemokratie) erlangte über die Vor⸗ ſchlagsliſte der Bürgervereinigung, wie vorauszuſehen war. einen entſcheidenden Sieg. Letztere neue Partei hat zwar bei den Stadtverordnetenwahlen bedeutende Erfolge errungen, da aber nur die Hälfte der bürgerlichen Kollegien zu wählen war und die Zurückgebliebenen ſämtlich den politiſchen Parteien angehören, zu denen noch eine Anzahl Neugewählter hinzutraten, ſo beſitzt jene Partei nur einige 30 Sitze unter 119. Von den 9 neugewähl⸗ ten Stadträten der Kompromißliſte erhielten 4 auch die Stimmen der Bürgervereinigung. Der geſchäftsleitende Vorſtand beſteht aus den bisherigen Mitgliedern, als Obmann wurde Kommer⸗ zienrat Rau(Liberal), der ſei vielen Jahren dieſen Poſten ein⸗ nimmt, als deſſen Stellvertreter Rechtsanwalt Kopf, Landtags⸗ abgeordneter[(Zentrum] wiedergewählt. * Darmſtadt, 11. Juli. Generalleutnant von Wachk⸗ ler, Generaladjutant des Großherzogs von Heſſen, iſt heute vor⸗ mittag nach längerem Leiden im Alter von 60 Jahren ge⸗ ſtorben. * Friedrichshafen, 11. Juli. In Anweſenheit des Königspaares, des Finanzminiſters von Geßler, des badiſchen Miniſters Frhrn. v. Bodman, des Geheimrats Lewald aus Ber⸗ lin, des Grafen Zeppelin und verſchiedener auswärtiger Me⸗ teorologen wurde heute vormittag die Drachenſtation ein⸗ geweiht. * München, 11. Juli. Doc langjährige Leiter des bahyeriſchen Lehrervereins Landtagsabgeordneter Oberlehrer Schubert will aus Geſundheitsrückſichten von ſeinem Amte, das er etwa 20 Jahre lang inne hat, zurücktreten. * Halle(Saale), 11. Juli. Faſt ſämtliche ſtudentiſchen Verbindungen beſchloſſen, der morgigen Rektoratsfeier fern zu bleiben zum Proteſt gegen das Eingreifen des Rektors gelegentlich der Bismarckfeier, wo der Rektor die Gleich⸗ berechtigung der katholiſchen Verbindungen feſtgelegt hatte. * Berlin, 11. Juli. Das Armeeverordnungsblatt ſtorbenen Generaladjutanten, Feldmarſchall Freiherrn von Los einen Nachruf widmet und das Anlegen einer Armeetrauer für die Dauer von 5 Tagen für die Offiziere des Hauptquartieres und des Gouvernements Berlin und von 8 Tagen für die des 8. Armeekorps befiehlt. * Berlin, 11. Juli. Der Redakteur der„Tribüne“ Dr. Rudolf Lautenſchläger wurde von der I. Strafkammer des Land⸗ gerichts Berlin l. wegen Beleidigung des preuß. Of fi⸗ gi rskorps, die in einem Artikel der„Tribüne“ mit der Ueber⸗ ſchrift„Ein Hauptmann als Mörder“ im Anſchluß an die Allen⸗ ſteiner Tragödie gefunden wurde, zu 600 M. Geldſtrafe, event. 60 Tagen Haft verurteilt. Der Staatsanwalt hatte 1 Jahr Gefängnis beantragt. Der Strafantrag war vom preuß. Kriegs⸗ miniſter von Einem geſtellt worden. Rom, 11. Juli. Die Stadtverordnetenverſammlung nahm mit 57 gegen 3 Stimmen die Abſchaffung des geſamten Religions⸗ unterrichts in den Schulen an⸗ * Madrid, 11. Juli. Der„Imparcial“ erfährt durch ein Kabeltelegramm, daß der Generalgouverneur von(paniſch Guineg ausgerückt iſt, um den Aufſtand der Eingeborenen⸗ me niederzuwerfen und dabei aus einem Hinterhalt berletzt wurde. * Newyork, 11. Juli. Die Bundesregierung hat den japaniſchen Handelskammern das Certifizierungsrecht wie den deutſchen gewährt. Arbeiterbewegung. * Höln, 11. Juli. Der Streik bei der Firma Brinkhaus in Warendorf iſt dadurch beigelegt worden, daß die Arbeiter die Bedingungen der Firma annahmen und die Arbeit wieder auf⸗ nahmen. Zur mecklenburgiſchen Verfaſſungsreform. * Neu⸗Strelitz, 11. Juli. Wie die„Landeszeitung“ zu⸗ verläſſig erfährt, wird die Wiedereröffnung des außerordent⸗ lichen mecklenburgiſchen Landtages zur weiteren Beratung der Vorlage über die Verfaſſungsreform am 12. Oktober in Schwerin erfolgen. Die beiden mecklenburgiſchen Regierungen werden dem Landtage die bisherige Vorlage unverändert vorlegen. Vom Flottenverein. * Berlin, 10. Juli. Zu der Annahme der auf ihn gefallenen Wahl zum Präſidenten des Flottenvereins ſeitens des Großadmirals p. Köſter bemerkt die„Nordd. All⸗ gemeine Zeitung“:„Dem um die Entwicklung der deutſchen Marine hochverdienten Manne gebührt für ſeinen Entſchluß, ſich der Leitung des Vereins bei den obwaltenden ſchwierigen Umſtänden zu unterziehen, die warme An⸗ erkennung und der aufrichtige Dank aller Freunde des Flottenvereinsgedankens. Die Betätigung ſeiner erprobten Kraft auch in dieſem Wirkungskreiſe wird von den beſten Wünſchen begleitet.“ Zu dem Maſſenaustritt ſchreibt die„Nordd. Allgem. Ztg.“:„Bedauerlicherweiſe laufen in⸗ zwiſchen Nachrichten von einer Austrittsbewegung ein, deren Anwachſen nur zu beklagen ſein dürfte. Demgegenüber dürfen wir die Hoffnung ausſprechen, daß die Mitglieder des Präſidiums ſowohl wie die Landesverbände ſich angeſichts der Lage die ruhige Auffaſſung bewahren möchten, die allein geeignet iſt, das Werk des Deutſchen Flottenvereins intakt fortzuführen und ihm die gedeihliche Mitarbeit der weiteſten nationalen Kreiſe zu erhalten, die das ſo eminent patriotiſche Unternehmen groß gemacht hat.“ — Barmen, 10. Juli. Der unter der Leitung des be⸗ kannten Pfarrers Liz. Weber in.⸗Gladbach ſtehende Ge⸗ ſamtverband evangeliſcher Arbeiterver⸗ eine, der ſeinerzeit als korporatives Mitglied dem Flotten⸗ verein beitrat, hat infolge der jüngſten Wendung der Dinge an den Vorſitzenden des Geſamtverbandes das Geſuch gerichtet, ihn unverzüglich von der Liſte des deutſchen Flottenvereins zu ſtreichen. Marokko. * Tanger, 11. Juli. Aus Colom⸗Bechar wird ge⸗ meldet, daß Nachrichten aus Djich zufolge eine marokka⸗ niſche Räuberbande, etwa 100 Mann, ſich gegenwärtig in El Korrima aufhalte, um den franzöſiſchen Transport zwiſchen Bonanann und Colomb anzugreifen. Alle Maßnahmen ſeien ge⸗ troffen, um den Ueberfall zu vereiteln. 5 * Ceuta, 11. Juli. Nachrichten aus Tekuan zufolge, iſt die hafidiſche Mahalla von Fez kommend mit 20 Ge⸗ ſangenen dort eingetroffen. 250000 Peſetas wurden in Tetuan zuſammengebracht und unter ſtarker Bewachung für Mulay Hafid nach Fez geſchickt. Senſationelles aus Serbien. * Belgrad, 11. Juli. Die verſchiedentlichen ſenſationellen Gerüchte über die Abdankung des Königs oder Unruhen im Lande entbehren, wie die„Frkf. Ztg.“ erfährt, jeder Grundlage. Im Lande herrſcht vollkommene Ruhe und von Abdankungsabſichten iſt hier nirgends etwas bekannt. Vom Balkan. * Konſtantinopel, 11. Juli. Bei Verſiwitz in Vilajet Uels Rueb verſammelten ſich 8000 Albaneſen. Wie verlautet, bandelt es ſich um eine Bewegung gegen den Muteſſarif von Priſtina. ver⸗ öffentlicht einen Armeebefehl des Kaiſers, in dem er dem ver⸗ 15 Mannheim, 11. Juli. General⸗Anzeiger. Gbendblatt.) 5. Seid Theater, Kunſt und Wiſſenſchaft. Hoftheater. Wie wir hören, hat ſich Herr Alfred Möller neuerdings unſerer Bühne verpflichtet. Theater⸗Notiz. Die Intendang teilt mit: Die neue Theater⸗ ſpielzeit beginnt am Dienstag, den 1. September, und mit einer vollſtändigen Neueinſtudierung und Neuinſsenierung von Offenbachs„Hoffmanns Erzählungen“ eingeleitet. Das Schauſpiel bringt am Mittwoch, den 2. September, zum erſten Male„Klein Eyolf“ von Ibſen und am Samstag, den 5. September, Hebbels„Gyges und ſein Ring“, eben⸗ falls in neuer Einſtudierung heraus. Als weitere Neuheiten der erſten Wochen gelangen alsdann Molisres„Amphitrion“ in einer neuen Ueberſetzung von Fritz, Rumpf.„Der rote Leutnant“ von Goldbeck und Kiengl und für das„Neue Theater“„Die blaue Maus“ von Alexander Engel und Julius Hor ſt zur Aufführung. Als erſte Neueinſtudierung des großen klaſſiſchen Dramas wird die Wallenſtein⸗Trilogie geboten werden. Die Operette geht ſofort an die Einſtudierung des „Prinspapa“ von Heinz Lewin u. des„Wallz erkönigs“ von Ludwig Mendelsſohn, deſſen Uvaufführung bekanntlich für das hieſige Theater erworben wurde. An Neueinſtudierungen der Oper ſind zunächſt„Zar und Zimmermann“ und Verdis „Maskenball“ vorgeſehen. Hochſchule für Muſik. In der hieſigen Muſikhochſchule finden zurzeit die Jahresabſchlußprüfungen ſtatt, die den erfreulichen Beweis liefern, daß die Anſtalt unter der Leitung des Herrn Direktors Zuſchneid rüſtig weiterſchreitel. Die geſtrige 25. Aufführung im Unterrichtsjahre 1907/08 brachte ausſchließlich Inſtrumentaldartbietungen aus der Klavier⸗ bezw. der Orgel⸗ und Theorieklaſſe des Herrn Häckel zu Gehör, die, ſoweit ich der Veranſtaltung beiwohnen konnte, von dem Geſchick und der Gewiſſenhaftigkeit des Unterweiſenden ein erfreuliches Zeugnis erbrachten und im einzelnen, je nach dem Grade der weniger oder mehr fortgeſchrittenen Reife entſprechende Ausführung fanden. Eine jugendliche Spielerin, Erna Hartung, die erſt 94 Jahre muſikaliſche Unterweiſung genießt, eröffnete den Abend mit der Cedur Sonatine von Clementi. Mit ſauberer Technik und guter Nuancierung ſpielte Frl. Lu iſe Heuber Mozarts de⸗moll Fantaſie und Rondo op. 51 von Beethoven: anerkennenswert, wenn auch vorerſt noch temperamentarm, Frl. Sofie Röhm Beethovens Ecoſſaiſen in Es⸗dur. Auf dieſe Produktionen der Vorbereitungsklaſſe folgten ſolche der Ausbildungsklaſſe, in wel⸗ chen bereits weit vorgeſchrittene Leiſtungen konſtatiert werden konnten. Ich erinnere nur an die Wiedergabe des Es⸗dur Kon⸗ zerts, 1. Satz, von Mozart, welcher, einige Unklarheiten in der Hummel'ſchen Kadenz abgerechnet, recht beifallswürdig interpre⸗ tiert wurde. Die Paſſagen und Figurationen wurden ſauber und leichtflüſſig ausgeführt und der Mozart'ſche Vortragsſtil gut erfaßt. Große Fortſchritte ſei ihrem letzten öffentlichen Auf⸗ treten hat Frl. Käthe Lehmler zu verzeichnen. Die herr⸗ lichen Variationen der As⸗dur Sonate von Beethoven wurden klar und in guter Phraſierung geſpielt. Im Trauermarſch ließ ſich die Schülerin durch das Beſtreben nach rhythmiſcher Schärfe und charakteriſtiſchem Ausdruck zu einigen Uebertreibungen hin⸗ reißen. Sehr gewandt wurde das Schluß⸗Allegro wiedergegeben. Wohl die reifſte Leiſtung des Abends bot Herr K. Boeres, welcher in zwei eigenen Kompoſitionen, einem Präludium und Fughetta bewies, daß er ſchon tüchtige kontrapunktiſche Studien abſolpiert hat. Der wertpöllere Teil von beiden iſt die Fughetta. Herr Boeres interpretierte außer beiden Stücken Es⸗dur Prä⸗ ludium und Fuge von J. S. Bach, welche deſſen letzter Schaf⸗ fensperiode entſtammen, und bekundete in deren Wiedergabe eine gut entppickelte Manual⸗ und Pedaltechnik, ſowie Sinn für ge⸗ ſchmackpolle dynamiſche Abſtufung. Außerdem waren Herr M. Stadler mit zwei Rhapſodien bon Brahms und Frl. Aſcher mit Beethovens C⸗dur Sonate op. 53, 1. Satz auf dem Pro⸗ gramm7 vertreten, die ich leider nicht mehr hören konnte, wie ich aber höre, recht Anerkennenswertes geboten haben ſollen, ek. Kollektion des Malers Paul Schad⸗Roſſa(Berlin) neu aus⸗ geſtellt. Ferner 9 Oelgemälde von Adam Weber(Düſſeldorf). Auch die Plaſtik hat diesmal in C. Nacke(Berlin) einen Ver⸗ treter entſandt. Zwei Kleinplaſtiken des Künſtlers ſind ausgeſtelkt. Auf die Kollektion von Aug. Lüdecke(München) ſei ebenfalls noch einmal verwieſen. Der Lehrergeſangverein Zürich wird nächſten Dienstag Frankfurt beſuchen. Er fährt am Sonntag von Zürich nach Mannheim, von da nach Wiesbaden, Frankfurt, Rüdesheim, im Schiff nach Bonn, mit der Eiſenbahn zurück nach Köln, ſodann nach Heidelberg, Karlsruhe und tritt Samstag, den 18. Juli die Rückreiſe nach Zürich an. Von der Akademie zu Frankfurt a. M. Das neue Vorleſungs⸗ verzeichnis für das am 27. Oktober beginnende Winterſemeſter führt im Ganzen 121 Vorleſungen und Nebungen auf. Die Zahl der Dozenten iſt auf 42 angewachſen und der Lehrplan wiederum erheblich weiter ausgebaut worden. So werden im Winter⸗ ſemeſter Vorleſungen über Einleitung in die Philoſophie, Kul⸗ turgeſchichte der römiſchen Kaiſerzeit, die Kunſt der Renaiſſance in Oberitalien, Lateiniſche Lektüre für Studierende der neueren Sprachen, Patent⸗ und Gebrauchsmuſterrecht, die Rohſtoffe der Textilinduſtrie abgehalten, ſowie auch Sprachanfangskurſe in Engliſch, Spaniſch, Italieniſch, Arabiſch und Türkiſch. Studentenhuldigungsfahrt zum Grafen Zeppelin. Der Stu⸗ dentenausſchuß der Univerſität Tübingen hat beſchloſſen, am Donnerstag zur Huldigung für den Grafen Zeppelin eine Fahrt an den Bodenſee auszuführen. „Ein Walzertraum“ in München. Oskar Straus' Operette „Ein Walzertraum“, deren Erſtaufführung am 19. Oktober v. J. ſtattfand, erlebt Montag, den 13. Juli, am Münchner Gärtner⸗ platztheater das Jubiläum der hundertſten Aufführung. Ein Wilhelm Buſch⸗Denkmal. Dem Humoriſten Wilhelm Buſch ſoll in ſeinem Geburtsorte Wiedenſahl in der Provinz Hannover ein Denkmal geſetzt werden. Ueber die Leiſtungen der in Berlin weilenden amerikaniſchen Sänger läßt ſich der Muſikkritiker Leopold Schmidt im dortigen Tageblatt folgendermaßen vernehmen: Aus Brooklyn.⸗N. iſt ein Männerchor zu uns herübergekommen, der ſich geſtern vor eeinem ſympathiſch geſtimmten, dankbaren Publikum in der Phil⸗ harmonie hören ließ. Der„Arion“ ſteht unter der künſtleriſchen Leitung des auch in Deutſchland bekannten Arthur Claaſſen und nimmt, ohne gerade zu den erſten Chorvereinen zu gehören, drüben eine geachtete Stellung ein. Seine Mitglieder, etwa 80 an der Zahl, ſind wohl durchweg Deutſchamerikaner oder deren Abkommen. Sängerfahrten, wie die des„Arion“ haben nicht lediglich einen muſikaliſchen Zweck; ja oft iſt dieſer nicht einmal die Hauptſache. Es wäre daher auch verfehlt, ſolch Ereignis vom rein muſfikaliſchen Standpunkt zu beurteilen. 15 ein heimiſcher Verein ein Programm mit ſo minder⸗ lb 5119 87 Literatur vorſetzen— die wirklich hübſchen Be⸗ t arbeitungen amerikaniſcher Volkslieder von van der Stucken bil⸗ , deten die einzige Ausnahme— würde er zwiſchen ſeinen Vor⸗ u trägen vier Damen einen Varieteéwalzer ſingen laſſen und Schu⸗ berks„Allmacht“ und Wagners„Pilgerchor in der geſtern ge⸗ enen ieren: es wäre ſehr ernſtlich dagegen denklich und ſteht dieſen Dingen naiver gegenüber; und das ein⸗ mal an einem Beiſpiel zu erleben, war immerhin nicht uninte⸗ reſſant. Seine größere Jugendlichkeit zeigt ſich auch darin, daß er ſich der Freude an ſentimentalen Weiſen und ſentimentalem Vortrag, die wir glücklich überwunden haben, unbefangen hin⸗ gibt. Aus dieſer Vorliebe erklärt ſich die ſorgſame Pflege des piano, die Weichheit der Tongebung und Zartheit der Nuan⸗ cierung, die zu den techniſchen Vorzügen des„Arion“ gehören. In ihnen bewährte ſich auch das Muſikertum ſeines Dirigenten, der übrigens lich weiß nicht, ob das amerikaniſche Sitte iſt), den Takt mit den Händen ohne Stab gibt und doch ſeine kreff⸗ lich disziplinierte Sängerſchar vollkommen ſicher leitet. Ueber all dem darf nun nicht vergeſſen werden, daß wir den Gäſten doch noch mit anderen als artiſtiſchen Empfindungen gegenüberſaßen. Es iſt immer rührend, zu ſehen, wie tief die Liebe zum Stamm⸗ land und zur Mutterſprache auch in den Verpflanzten wurzelt, und wie leicht die hervorbricht, wo das Lied, das ſtärkſte Binde⸗ glied allen nationalen Fühlens, die Brücke bildet. Daß ſie in Volkswirtschalt. Am Geldmarkt waren die Sätze in Verlauf dieſer Woche ziemlich unverändert. Tägliches Geld war zu 3 Prozent zu haben. Der Privatdiskont ſtund auf 294 Prozent. Geld war reichlich angeboten: die Nachfrage darnach war jedoch nicht be⸗ ſonders groß. Nennenswerte Realiſierungen ſind von dieſer Woche nicht zu berichten. An der Börſe zu Frankfurt und Berlin entwickelte ſich zum Teil ein ſehr lebhaftes Geſchäft. Verſchie⸗ dene deutſche und auch ausländiſche Städte benützen den gegen wärtigen billigen Geldſtand zur Aufnahme von größeren A leihen. Der in dieſer Woche veröffentlichte Reichsbankauswei verzeichnete eine weitere Kräftigung dieſes Inſtituts. De ſteuerfreie Notenbetrag hat ſich gegenüber dem letzten Jahre un Mannheimer Kunſtverein. In dieſer Woche iſt eine intereſſante hochgehaltener zweijähriger Hengſt„Fervor“, ein Sohn der einer fernen Welt ſich auf ihre Weiſe für deutſche Kunſt be⸗ men heißen läßt. ee 12 1255 Sport. *Schwimmklub Salamander. In einem Feſtkleide präſentiert ſich heute der Schleuſenkanal, gilt es doch, den zahlreich erſcheinen⸗ den auswärtigen Sportgenoſſen und nicht zum wenigſten unſerer heimiſchen Bevölkerung am morgigen Sonntage eine Veranſtaltung vorzuführen, welche auch vor dem ſchärfſten Auge der Kritik mit Ruhe paſſteren kann. In ſportlicher Hinſicht, wie auch im Arrange⸗ ment, iſt das diesjährige Feſt dem vorfährigen weit mehr als eben⸗ bürtig, denn zahlreich ſind die Meldungen zu den einzelnen Kämpfen eingelaufen, haben doch über 20 Vereine ihre Beteiligung zugeſagt, und verſpricht ſomit die diesjährige Veranſtaltung jeden Beſucher vollauf zu befriedigen. Hoffentlich hat auch Gott Pluvius ein Einſehen und meldet ſeinen Beſuch micht zur unrechten Zeit an, denn ſeine naſſen Grüße könmen ſelbſt Waſſerratten manchmal elwas ungelegen kommen. Für morgigen Sonntag ſei daher für Alle, ob groß oder klein, die Parole:„Auf zum großen nationalen Schwimmfeſte!“ Die 24ſtündige Fahrt des Grafen Zeppekin wird, wie be⸗ vom Bodemſee aus angetreten werden. Die Strecke nach Mainz be⸗ krügt 450 Hilometer. Um dem Zeppelinſchen Luftſchiff auf dieſer Prüfungsfahrt erforderlichenfalls möglichſt ſchnell Hilfe bringen Automobilen geſtellt werden, die außerdem auch der Fried⸗ richshafener Zentralſtation telegraphiſch Nachrichten über die Fahrt geben werden. Da auch die Militär⸗, Eiſenbahn⸗ und Poſtbehörden, ſowie die Stronwolizei und Strombauverwaltungen ſeitens der Miniſterien angewieſen worden ſind, in jeder Weiſe Hilfe zu leiſten, werden die begleitenden Automobiliſten auch dieſe Behörden zu benachrichtigen haben. Zu dieſem Zweck wird jedes Automobil von einem oder mehreren Offigieren begleitet werden. Die Automobi⸗ liſten werden an den verſchiedenen Beobachtungspoſten derart ver⸗ teilt werden, daß ſie das nahende Luftſchiff von weitem ſehen können. Sowie es geſichtet wird, geben die Offiziere ein entſprechen⸗ des Telegramm auf und nehmen dann die Verfolgung des Lufk⸗ ſchiffes auf, um nötigenfalls ſofort Hilfe leiſten zu können und Hilfsmannſchaften herbeizurufen. Sowie ſte das Luftſchiff aus dem Geſichtskreiſe verlieren, geben ſie abermals ein Telegramm nach Friedrichshafen über die Flugrichtung auf. Jedes A i dabei für ſich ſelbſtändig zu Handeln, Aft die großen weißen Flagge ausgerüſtet werden. In der Nacht ſollen Scheinwerfer angebracht werdem und ein Scheinwerfer in der Mitte des Wagens nach oben gerichtet werden, um dem Zeppelinſchen Luftſchiff anzuzeigen, wo ſich das Hilfsautomobil befindet. Die Führer des Luftſchiffs werden ſich ihrerſeits zur Anzeige einer erbetenen Hilfe einer roten Flagge und bei Nacht eines rotenr Lichts bedienen. Da üder den Reiſeweg für die Rückfahrt bon Mainz nach dem Bodenſee erſt in Mainz Beſchluß gefaßt werden ſoll, werden die Beobachtungspoſten erſt dann telegraphiſch über die Richtung des Rückwegs informiert werden können. Um dies zu ermöglichen, werden die zu dem Zweck abkommandierten Offi⸗ ziere der Zentrale diejenige telegraphiſche Station bezeichnen, über welche ſte zu erreichen ſind. Die begleitenden Automobile werden teils bon Privaten, teils von Fabriken geſtellt. von Benz, bon Daimler, der Süddeutſchen Automobilfabrik, den Adlerwerken, Opel und Neckarſulmer Fahrvadwerken. 15 *Rheinwettfahrten 1908 des Motorjachtklubs von Deutſchland. Die diesjährigen Rheinwettfahrten des Klubs, deren Anmel⸗ dungen wir bereits bekannt geben konnten, dürfken auf das Mannheimer ſportfreundliche Publikum wiederum eine große Vorjahre dieſesmal bekanntlich ihren Anfang in Düſſeldorf und werden hier in Mannheim ihr Ende finden. Haben daher im vergangenen Jahr die zum Start verſammelten Motorboote ſchon das lebhafteſte Intereſſe der zahlreich erſchienenen Zuſchauer ge⸗ weckt, ſo wird ſich diesmal ein vielleicht noch wirkungsvolleres Bild entrollen, indem der Beobachter am Lande ein Boot nach dem anderen durchs Ziel gehen ſehen wird. Gilt es doch, auf der Rennſtrecke Mainz⸗Mannheim am Montag, den 20. Juli, zu zeigen, wer der diesjährige Sieger in der Lanz⸗Konkurrenz ſein wird, ob der vorjährige Sieger den Preis behaupten, ober ob ein neuer Konkurrent um den Lanz⸗Preis für die nächſtjährige dritte Rheinwoche auf den Plan tritt. Die Ziellinie befindet ſich, wie im Vorjahre der Start, bei der Landebrücke des Niederländer Bootes am Rheinvorland. 5 5 ..O. In Hoppegarten gelangte am Freitag eins der be⸗ deutendſten Zweifährigen⸗Rennen, das mit 10 000 Mark aus⸗ geſtattete Hahn⸗Memorial, zur Entſcheidung. Das Rennen be⸗ deutete eine beſondere Senſativn, da hier Herren von Weinberg's berühmten Mutterſtute„Feſta“, die in„Feſtino“,„Fels“ und „Jabula“ bereits jedesmal die beſten ihres Jahrganges gebracht hatte, ſein Debut gab. Der Hengſt rechtfertigte das Vertrauen, das man allgemein auf ihn geſetzt hatte, in vollem Maße, da er ſpielend mit drei Längen vor ſeinen Gegnern durchs Ziel ging. Auf dem Siegeer war Jockey'Connor im Sattel. Die nächſten Plätze belgten Herrn Pakheiſers„Diana“(Jockey Korb] und Herrn von Treskow's„Spaten“(Jockey Reiff). Das zweite Hauptereignis des Tages bildete das mit 10000 Mark dotierte Adonis⸗Rennen, in dem der Graditzer„Ruſticus“ einen leichten Sieg mit 3½ Längen vor„Domino“ und„Joſeph I. davontrug. Im Karlshorſter Handicap trug Herrn R. Haniels vierjähriger Hengſt„Adjunkt“ einen knappen Sieg vor Herrn von Krackers„Wer weiß“ und Herrn E. Cordes'„St. Antonius“ dabon. Bei den olympiſchen Spielen in London ſiegte im Lawn⸗ tennis der Deutſche Froitzheim über alle Mitſpieler mit Ausnahme des Engländers Riche, mit dem er heute im Endſpiel um den Preis zu kämpfen hat. 5 tenen Faſſung riski bar weniger be⸗ geiſtern, das iſt das, was uns die Sänger von Brooklyn willkom⸗ reits mitgeteilt, vorausſichtlich bereits am kommenden Dienstag oder Hilfe herbeirufen zu könmen, ſoll eine Eskorte von 22 die Automobile auch für die Luftſchiffer kenntlich zu machen, werden ſie mit einer Anziehungskraft ausüben. Die Regatten nehmen entgegen im Lombarden ruhig, Staatsbahn belebt und höher auf Meldun gen über beſſeren Stand der Verſtaatlichungsverhandlu eine ganz bedeutende Summe verringert. Falls die jetzige Geld⸗ flüſſigkeit auch fernerhin anhalten ſollte, dürfte eine weitere Dis⸗ kontermäßigung um ein halbes Prozent nicht unwahrſcheinlich Rin. Wormſer Stadtanleihe. Bei der heutigen Subſkription auf die Wormſer Stadtanleihe wurde das Höchſtgebot mit 96,91 Prozent von einem Konſortium der Diskontpgeſell ſchaft Frankfurt a.., der Süd d. Diskontogeſell ſchaft, der Badiſchen Bank Mannhein, den Bank⸗ firmen Strauß u. Co., Karlsruhe, Ephraim Meyer u. Sohn, Hannover, M. M. Warburg u. Co., Hamburg abgegeben. Gebr. Klopfer i.., München. In der letzten Sitzung engeren Gläubigerausſchuſſes der Bankkommandite Gebrüder Klopfer i. L. in München wurde beſchloſſen, von ei Konkurs⸗ eröffnung abzuſehen und eine außergerichtliche Acuidatiom anzuſtreben unter der Bedingung, daß die noch fehlenden Zuſtim⸗ mungserklärungen zu den Beſchlüſſen der Gläubigerverſammlung vom 4. ds. Mts., bezw. die Anträge der Nachlaßverwalter und Liquidatoren allſeitig erteilt werden. Dieſe Erteilung wird ziemlich wahrſcheinliche Ausſicht geſtellt. Der weitere Gläubiger ausſchuß wählte in den engeren Ausſchuß folgende Firmen und Privatgläubiger, bezw. deren Vertreter: Filiale der Dresdner Bank München, Baheriſche Bank für Handel und Induſtrie, Rechtsanwalt Dr. Bloch I, Juſtizrat Prinz, Rechtsanwalt Dr. Eiſenberger, für die Länderbank Luitpold Schülein und Direktor Johann Groh. Bayeriſche Akt.⸗Geſ. für chemiſche Fabrikate in München⸗H feld. Die Generalverſammlung beſchloß, das Verluſtſa von 29 050 M. micht vorzutragen, ſondern den Betrag der Reſerve zu entnehmen. 15 5 5 Neue Anleihe der Stadt Duisburg. Die 12 Millionen⸗Anleihe ſoll durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Schuldver⸗ ſchreibungen zu 4 Prozent mit 2,2 Prog. Tilgung beſchafft werden. Rheiniſch⸗Weſtfüliſches Elektrizitätswerk.⸗G. in Eſſen Ruhr. Die Geſellſchtft wird für das abgelaufene Geſcha r 8 Prozent(i. V. 7 Prozent) Dividende vorſchlagen. Die Generalverſammlung der Unionreklame, Armoncen⸗Exp dition(Union Schweig, Zeitungen für den Inſeraten⸗Verkehr.⸗G.) in Luzern beſchloß einſtimmig, das Aktienkapital zu erhöhen In der Verwaltungsratsfitzung vom 12. Mai bezw. in der au ſrnne, London, Lugano, Paris und Zürich. Das abgelaufenen Geſchäftsjahres darf bei der guten Organiſatio ein recht befriedigendes bezeichnet werden; für die Folge ſir beſten Reſultate zu erwarten. Neue Aktiengeſellſchaft. Wie ſchon gemeldet, wurde Sitze zu Em, Kreis Schlüchtern, die Aktiengeſellſcheft„P land⸗Zementfabrik Elm“ gegründet. Das Grundkap beträgt M. 1 500 000. Die Mitglieder des Vorſtandes Herren Rentner Auguſft Brüning in Hanau und Dr. phil⸗ Foucar in Frankfurt a..; die Mitglieder des Auffſichtse⸗ di? Herren Kommerzienrat Heinrich Brüning, Hanau, Fabri tor Eugen v. Maltitz in Langendiebach, Kaufmann Hugo Brün und Fabrikdirektor Julius Brüning in Hanau. 5 Die Berliner Hotelgeſellſchaft Kaiſerhof hat das ihr gehöri Kurhaus in Heringsdorf an Herrn Max Gundlach, Berlin, zur Preiſe von 1,4 Mill. Mark verkauft. In dem letzten nöger ausbweis ſteht das Kurhaus einſchließlich Einrichtung mit etwa 1, Millionen Mark zu Buch mit einer Hypothekenbelaſtung von 250 000 M. Der Unterſchied von 200 000 M. zwiſchen Verkaufs⸗ preis und dem Buchtwpert findet bei den Abſchreibungen, welche der 40proz. Zuzahlung borgenommen werdem, lckfichti VBon der Berliner Börſe. Die neuen aproz. preu⸗ Staatsſchatzanweiſungen gelangten geſtern zum von 99,50 Prozent in den Börſenhandel. Der Zeichnungsp hatte 99,40 betragen.— Das Bezugsrecht auf die neuen Aktien Rheiniſchen Stahlwerke notierte geſtern 0,60 P — Die neuen Aproz. Reichsſchatzanweiſungen* geſtern zum erſten Male gehandelt. Der Kurs ſtellte ſich auf Prozent.— Zum Börſenhandel ſind zugelaſſen: M. 10 000 auf 494proz. abgeſtempelte, zu 102 Progent rückzahlbare Anle der Rheiniſch⸗Weſtfäliſchen Elektrizitätswerk⸗Alt.⸗Ge. (Teiegraphiſche Handelsberichte ſiehe 6. Seite). *„ Frankfurter Effektenbörſe. [Privattelegramm des General⸗-Anzelg Frankfurt a.., 11. Juli.(FJondsbö Grundton der Börſe war heute ruhig und di im allgemeinen behauptet. Nur ſelten ſtellte ſich Geſchäftsintereſſe ein als am Schluß der Börſenwo die einzelnen Märkte betrifft, ſo zeigte der Montanr gleichmäßige Tendenz. Auf Wochendeckungen konnte Werte teilweiſe ſich befeſtigen. Von Transportwerten Baltimore im Einklang mit Newyork ſchwächere Tender öſterreichiſchen Bahnen ſind Nordweſt und Elbtalbahn fe Schiffahrtsaktien luſtlos. Der Bankenmarkt war ver läſſigt, die Kurſe leicht gebeſſert. Fonds waren ruhig un behauptet, Ruſſen zeigten eine Nuance Beſſerung, Tü werte und ⸗looſe feſt. Auf dem dem Induſtriemarkt z chemiſche Werte und elektriſche feſtere Tendenz. Inft andauernden Geſchäftsſtille war der weitere Verlauf ſtill. Man gels Anregung ſchloß die Börſe bei ziemlich feſter Ten Es notierten Kredit 194.10, Diskonto 170.80, Dresdner 2 136.20, Staatsbahn 149.90, Lombarden 22.70, à 60, 2 ————— more 87.90. Die beſtere Stimmung trat im weiteren Verla in der dritten Börſenſtunde noch deutlicher in Erſchei General⸗Anzeiger. Abendblatt.) Maunheim, 117 Fulin. Beſonders Montanwerte erfuhren weitere Kursbeſſerungen. J tung ſetzte ſich bei Eröffnung des Verkehrs zunächſt fort. Die Induſtriewerte des Kaſſamarktes lagen bei kleinem Geſchäft zumeiſt feſter, beſonders Eiſenaktien. Telegramme der Continental⸗Telegraphen⸗Kompagnie, Schluß⸗Kurſe, Reichsbant⸗Dis kont 4 Progent. Wechſel. 10 11. 10. 11.1 Amſterdam kurz 168.70 168.720Paris kur; 81.116 81.116 Belgien„ 80,925 80.90 Schweitz Plätze„ 81.183 81.216 Itaſten„ 681.20 81.183 Wien„ 84983 84983 London„ 20.877 20.88 Napoleonsd'or 16 30 16.80 0 lang———— Privatdiskonto 28%½% 2% Staatspapiere. A. Deutſche. 10. 11. 19. 11 99.60 99.60 Mexikaner äuß. 88/90 98.15 98.20 40% deutſch. Reichsanl. „ 9190 83.— 99.60 92.— 83.— 99.90 ee 91 90 82.90 99.60 91.90 82.90 99.80 99.85 3 4% pr. Lonſ. St.⸗Anl. 32* 5 4 babiſche Sk.⸗A. 4„„ neue 3 e e 3%„ 1 92.— 92.10 3½%„„ 19000 91. 91.— Abayr..B...1915 100.90 100 90 37½ bo. u. Allg. Anl. 91.50 91.80 83. do..B 82 20 82.40 4 Heſſen von 18999 99 40 99.20 3 Heſſen 80,90 81.15 3 Sachſen 83.50 88 35 4 Mh. Stadt⸗A. 1907 98.10 98.10 35„„ 1905 89.75 89.80 B. Ausländiſche. 5 Arg. i. Gold⸗A. 1887—.— — 65.80 65.80 —— 98.60 99 95 100.— 49.——.— 104.30 99.05 3 Mexikaner innere Taumalipas Griechen 1890 5 ſtalien. Rente 4˙%½ Oeſt. Silberrente 4/„ Papierrent. Oeſterr. Goldrente 98.55 3 Portug. Serie! 62 60 III 63.30 47% neue Ruſſen 1905 95.90 4 Ruſſen von 1880 83.40 4 ſpan. ausl. Rente 4 Türken von 1902 88.— „wif⸗ 95.40 4 Ungar. Goldrente 98.35 4„ Kronenrente 92.80 Verzinsliche Loſe. —— 0 99.— 99.— 98.60 62.50 63.10 95.90 88.50 94.80 88 40 95.50 93.40 92.90 —.— 4% Chineſen 1808 97.10 4 Egypter unificierte 101.— 101. Bad. Zuckerfabrik 146.50 146. Südd. Immobil.⸗Geſ. 91.— 91.— Eichbaum Mannheim 118.80 118.80 Mh. Aktien⸗Brauerei 187.— 137.— Parkakt. Zweibrücken 96.— 96.— Weltzz. Sonne, Speyer Cementwerk Heidelbg. 149.— 149.— Cementfabr. Karlſtadt 129.—129. Badiſche Anilinfabrik 345.—348— Ch. Fabrik Griesheim 235.— 235. Farbwerke Höchſt 371.— 371.— Ver. chem. Fabrik Mh. 282.-—.— Chem. Werke Albert 408.— 410.— Südd. Drahtind. Mh. 115.—115.— Akkumul.⸗Fab. Hagen—.——.— Aec. Böſe, Berlin 58.— 58.— Elektr.⸗Geſ. Allgem. 210.25 209.70 Südd. Kabelw. Nhm. 7 1 5 Lahmeyer 15. Clektr.⸗Geſ. Schuckert 103.80 108.80 Stemens& Halste 124.60 174.— 97.10 825 ſch 3 Oeſterreichiſche860 152.50 152.50 Türkiſche 149,20 148.80 Anterneßhmungen, Kunſtſeidenfabr. Frkf. 221.50 221.50 Lederwerk. St. Ingbert 62.— 62 Spicharz Lederwerke 117.— 117.— Ludwigsh. Walzmühle 170..170.— Adlerfahrradw. Kleyer 278.— 275.50 Maſchinenfbr. Hilpert 72.50 72,50 Maſchinenfb. Badenia 196.— 196.— Dürrkopp Maſchinenf. Gritzner 208.— 208.— Maſch.,Armatf.Klein 118.— 118.. Pf. Nähm.u. Fahrradf Gebr. Kayſer 124.— 124.—. Röhrenkeſſelfabrik vorm. Dürr& Co. 0 Schnellpreſſenf. Frkth. 182.50 182.50 Ver.deutſcher Oelfabr. 129.— 129.— Schuhfabr. Herz, Frkf. 121.50 122. Seilinduſtrie Wolff 133.— 133.. 'wollſp. Lampertsm. 69.— 69.— Kammgarn Kaiſersl. 155.— 155.— 3 r. Waldhof 316,75 316.75 313.——.— Bertvertz-Attzen. Bochumer Bergbau 212.20 211.50 Buderus 109.20 108.20 Concordia Bergb.⸗G. 323.— 328.— Deutſch. Luxemburg 150.80 150.— Friedrichshütte Bergb. 128 80 128.80 Gelſenkirchner 188.— 188.75 Oberſchl. Eiſeninduſtr. 99.20 98.— Vr. Königs⸗ u. Laurah. 204.70 204 Gewerkſch. Roßleben Phönix 168 40 168. Alrktien deutſcher und ausländiſcher Transport⸗Auſtalten. Zudwigsh.⸗Bexbacher 215.75 Pfälziſche— 5 n 136.—136.— do. Nordbahn 130.50 130 50 Südd. Eiſenb.⸗G. 112.60 112.60 Hamßburger Packet 107.30 107.35 do. neue—.— Norddeutſcher Aoyd 91.80 92.— Oeſt.⸗Ung. Staatsb. 148 75 148.90 —.— 0 eſt. Südbahn Lomb. 22.60 22.70 do. Nordweſtb. 112.50 112.50 do. do. Lit. B. 113.50 113.50 Gotthardbahn—— Ital. Mittelmeerbahn—— do. Meridionalbahn 188.50 133.50 Baltimore und Ohio 89.— 87.80 FPfandbriefe, Priorktäts⸗Obligatinnen. 97.50 97.50 97.80 99.50 90.80 89.40 97.10 97.20 97.50 97.50 97.80 99.50 90.80 89.40 97.10 de Frt. Hyp.⸗ Pfdb⸗ ge.K. V. Pfobr.05 1910 4eOupeB. Pfdb. J.. od⸗e 40 Bd. Pfd.vo 3%„ 20 97.20 8 97.30 97.30 Pfdbr..08 unk. 12 97.50 97.50 89.80 89.80 89.80 89.80 v. 0 L,unk. 10 98,70 8%„ Com.⸗Obl. 98.70 90.80 90.80 u. 90%06 90.80 90.80 12 92.10 14 97.20 90.80 96.80 97.10 87.20 97.75 98.25 92.25 90.20 97.60 98 25 92.25 90.20 98.50 405 Pr.Pfdb. unk. 18 3„ 4 2 3½% Pr.Pfobr.⸗Bl.⸗ Kleinb. b. 04 31½% Pr. Pfdbr.⸗Bk.⸗ Hyp.⸗Pfd.⸗Kom.⸗ Obl. unkündb. 12 4% Pr. Pfobrf.⸗B. Hyp.⸗Pfd. unk. 1917—.— 450 97.— 4% Rh. H. B. Pfb. 15 97.50 98.50 89.70 89.90 91.50 96 90 99.50 91 40 — 93.50 90.50 90.50 97.— 97.— 97.50 98.50 89.70 89.90 91.50 96.90 99.50 91.10 * 31/½„„ verſchied. Sn 81 Fih. H.. C. S 4% R. W. B. C. B. 10 4% Pf. B. Pr.-Obl. 31/0 1125 Pr.⸗O. 2% Ita ſttl.g. E. B. Mannh. Verſ.⸗G.eA. 404. 404.— Bank⸗ und Verſcerungs⸗Aktien. 129.50 129.20 116 90 117.— 159.50 159.— 106.70 106.70 122.15 122.60 230.— 229.75 133.75 134.— 100.10 100.10 171 80 170 80 136.05 186.05 201. 200.50 Oeſterr.⸗Ung. Bank Oeſt. Bänderbank „Krodit⸗Anſtalt Pfälziſche Bank Pfälz. Hyp.⸗Bantk Preuß. Hypothenb. Deutſche Reichsbk. Mhein. Kreditbank Rhein. Hyp. B. M. Schaafſh. Bankver. Südd. Bank Mhm. 125.50 125.50 110.— 110— 194.80 194.10 100.20 100.30 191.80 191.90 109 50 109.20 158 50 158.— 138.90 138.90 191.— 191.— 180.— 130.— 108.80 108.30 154.— 154.— 118.45 113.40 Ban Ottomaue Wiener Bankver. 130 40 130.20 141.50 142.— PDraukfurt a.., 1I. Juli. Kreditaktien 194.60, Staats⸗ bahn 150.—, Lombarden 22.75 Egypter—.—, 4% ung. Goldrente 90 40, Gollbarddahn—.—, Disconto⸗Co mmandit 17080 Laura ——, Gelſenkirchen 187.70, Darmſtädter 122 50, Handelsgeſellſchal! 159.20, Dresdener Bant136.10. DeutſcheBant 229.75, Bochumer 211.— Northern——. Teudenz: e 10 22.60, ommandit 17080, „Staatsbahn 149.90, Lombarden Berlimer Eſfertendörſe. [Privattelegramm des General-⸗Anzeigers) Berlin, II. April.(Fondsbörſe.) Die am Schluß der geſtrigen Börſe ni Erſcheinung getretene ſchwächere Hal⸗ Fapeg Bergban 197.75 197— aliw. Weſterregeln 175.— 175.— 8950 8950 Spekulation zeigte ſich enttäuſcht darüber, daß die Aufwärts⸗ bewegung in Newyork, auf die ſich hier die Feſtigkeit der letzten Tage hauptſächlich ſtützte, geſtern eine Unterbrechung erfahren hat. Die dadurch hervorgerufene Unluſt macht ſich weniger in Abgaben und namhaften Kursrückgängen, als in faſt vollſter Teilnahmsloſigkeit am Geſchäft bemerkbar. Von Bahnen er⸗ litten Baltimore⸗Aktien im Einklang mit Newyork eine Ein⸗ buße von ca. 1 pCt., Kanada eine ſolche von ca. 6 pCt. Das Intereſſe der Spekultion lenkte ſich auf die Franzoſen, die, unterſtützt durch Wiener Käufe in lebhaftem Tempo um 1,35 pCt. avanzierten, wobei das Gerücht eine Rolle ſpielte, daß die Verſtaatlichungsverhandlungen am Mittwoch beendet ſein würden. Lombarden erfuhren eine Erhöhung um 2½ PCt. Am Rentenmarkt war das Geſchäft weſentlich ſtiller. Zproz. Reichsanleihe büßten 0,10 pCt. ein, wogegen ſich Ruſſen gut behaupten konnten. Am Montanmarkt überwogen anfangs die Kursermäßigungen. Feſt lagen jedoch Gelſenkirchener un⸗ ter dem Einfluß von Deckungen zum Wochenſchluß. Später griffen auf dieſem Gebiet im allgemeinen nachhaltige Beſſerun⸗ gen Platz. Der Bankenmarkt war vollkommen vernachläſſigt. Kursänderungen von Belang fanden wie auch fſtr Schiffahrts⸗ aktien nicht ſtatt. Tägliches Geld 3 pCt. Berlin, 11. Juli.(Schlußkurſe.) Ruſſennoten 214.30 214.40 Lombarden 22.60 22.70 40% Ruſſ. Anl. 1902 88 80 83 90 Canada Pacifte 159.60 159.50 33% Reichsanl. 92.— 9190 Hamburg Packet! 106.70 107.— 30% Reichsanleihe 82.90 82.90] Hambg. Paket nere— 40% Bad. St.⸗Anl, 99.60 99.60 Nordd. Lloyd 92.40 92 40 40% B. St.⸗B. neüe 99.75 90.80] Dynamit Truſt 3% B. St. Obl. 1900 91.50—.— Licht⸗ u. Kraftanl. 112.80 113.— 3% ſ% Bayern 91.60 9175 Bochumer 212.— 212.— 4% Heſſen—.— 90.75] Konſolidation—— 30% Heſſen 80.90 80.80 Dortmunder 54.— 54— 3 0ſ% Sachſen 83.50 83.60 Gelſenkirchner 187 70 188.— 40(0 Pfbr. Rh. W. B. 96.50 96.— Harpener 197.70 197.40 50%0 Chineſen 101.20 102.25 Laurahütte 204.— 204.— 40% Italiener 10430—.— Phönir 168.— 168.50 %½ Japaner(neu] 89.70 89.60 Ribeck⸗Montan 192,10 162.10 1860er Loſe 152.60 152 70[ Wurm⸗Revier 4% Bagdad⸗Anl. 86.90 86.70] Anilin Treptow 366.— 364.20 Kreditaktien 194.— 194.—] Braunk.⸗Briketts 171.50 167.60 Berg.⸗Märk. Bank 151.40 151.50 D. Steinzeugwerke 201.— 201.— Berl. Handels⸗Geſ. 159.— 158.70] Düſſeldorfer Wag. 283.— 282.20 Darmſtädter Bank—.———Elberf. Farben(alt) 413 70 411.20 Deutſch⸗Aſtat. Bank 134. 1384.30 Weſtereg. Alkaltw. 175.— 175 20 Deutſche Bank 229.60 229.40 Wollkämmerei⸗Akt. 123.90 124 30 Disc.⸗Kommandit 171.— 170.60 Chem. Charlottenb. 186.50 187.— Dresdner Bank 136. 136.— Tonwaren Wiesloch 96,50 96.50 Rhein. Kreditbank 133.— 133.— Seunof Waldhof 315.— 315— Schaaffh. Bankv. 129.50 129.50 Celluloſe Koſtheim 209.20 209.20 Lübeck⸗Büchener—.——.— Rüttgerswerken 149.50 140.50 Staatsbahn 148.50 150.— Privatdiskont 28¾½ W. Berlin, 11. Juli.(Telegr.) Nachbörſe. Kredl 194.— 1940J Staatsbahn Disbonto Komm. 171.— 170.60 J Bombarden Part 8, 11. Juli. Anfangskurſe. 148.70 150.— 22.50 22.60 8% Rente 95.65 95.67] Türke Looſe—— Naliener—.——.—] Banque Ottomane 709.— 708.— Spanier 96.40 96,800 Nio Einto 1681 1610 Tütpken unif. 99.90 96.32 Londoner Effektenbörſe. London, 11. Juli.(Telegr.) Anfangskurſe der Effektenbörſe. 4 e% Reichsanleihe 82— 82/ Southern Pacific 90% 89¾ 5%e Chineſen 104½ 104%[Chicago Milwaukee 141— 141— 4½% Ehineſen 99½% 99˙½ Denver Pr. 64— 63½ 25/% Conſols 87½/⁰½ 875/.] Atchiſon Pr. 95 ˙% 957½ 3% Italiener 102½ 102½ JLouisv. u. Naſho. 112— 111— 3% Griechen 50%½ 50½% Union Pacifte 153˙˙ 152— 8% Portugieſen 68½ 63¼ Unit. St. Steel eom. 42.— 407, nier 94˙%/% 94%/%[„ pref. 11076 109% 5 Türken 96¼ 967% Eriebahn 201% 20— 4% Argentinier 87% 87/ Tend.: ſtill. 3 e% Mexikaner 34— 34— Debeers 105. 10— 4% Japaner 82% 82—] Chartered 1500 14% Tend.: ſtill. Goldfields 85% 3% Ottomanbant 177½ 17˙% Randmines 61.. 6— Mio Tinto 65% 64˙½ Gaſtrand 4 4— Braſilianer 83˙% 83½ Tend.: ſtill. Berliner produktenbörſe. Berlin, 11. Juli.(Telegramm.) Produkbtenbörſe.) Preiſe in Martk pro 100 kg. frei Berlin netto Kaſſe. 10. 11.. Waizen 215.75 215.75 Mais per Juli 150.— 150 25 „Sept. 199.— 198 25 Sept. 149.50 149.50 „ Okt.—.— 197 50 7—— Roggen perJuli 189.— 188.75] Rüböl per Junt—.——.— „ Sept. 181.50 181.—„ Ott. 68.40 68.10 „ Okt.—.— 181—„ Dezbr.—.—.— Hafer par Juli 161.85 161.,75 Spiritus 70er 100-——.— Sept. 162.75 162,75 Weizenmehl 28.50 28.50 85———— Noggenmehl 26.— 26.— Bud apeſt, 11, Juli.(Telegramm.) Getreidemarkt, 10. 41. per 50 kg. per 50 kg Weizen per Mak———— ſietig— 9„ D. 1128 1128 1134 1135 Roggen per Mai———— ſtetig———— fe 959 9 60 Hafer per Okt. 8 40 841 ruhig 8 48 884g9 ſeſt Pegts per Juli 730 781 742 743 „„ò Auguſt 737 7238 willig 750 751 feſt „„Mai 726 727 7133 73ʃ4 hlraps p. Aug. 18 50 16 60 ruhig 16 50 156 60 ruhig g Wetter: Schön, Bewölkt. Liverpool, 11. Juli.(Anfangskurſe.) 10. 11. Weizen per Sept..02% ruhig.02 ½ ruhig „Dez. Mats par Jult.06% ruhig.07 ruhig 2 2*.08 ½.04 ½ ** Telegraphiſche Haudelsberichte. Elektrizitäts⸗A.⸗G. vorm. W. Lahmeyer u. Co. Frankfurt a. M. In der heutigen Generalver⸗ ſammlung der Geſellſchaft, in der 9707 Aktien vertreten waren, wurden die Verwaltungsanträge einſtimmig genehmigt und die Dividende auf 7 pCt., wie im Vorjahr, feſtgeſetzt. Bezüglich der ruſſiſchen Abteilung der Geſellſchaft, die jedoch nur nomniell zur Lahmeyer⸗Geſellſchaft, tatſächlich aber den Felten⸗Guilleaume⸗Lahmeyerwerken gehört, wurde mitgeteilt, daß ſie für 1907/08 nach Abzug der Abſchreibungen mit einem Verluſt von 14125 Rubel(i. V. 21 054 Rubel Verluſt) ab⸗ ſchließe, der aber lt.„Frkf. Ztg.“ vereinbarungsgemäß den Felten⸗Guilleaume⸗Lahmeyerwerken zur Laſt fällt. Ueber die Ausſichten wurde nichts mitgeteilt. Aprozent. Hypothekenobligation der Württembergiſchen Ver⸗ einsbauk Stuttgart. Von der Württembergiſchen Vereinsbank wurde der Antrag auf Zulaſſung von 6 Millionen Aprozent. obiger Obligationen zur Frankfurter Vörſe eingereicht. 4p½%rozent. Anleihe der Elektrizitätswerke Berlin. Vonm den Herren Gebr. Sulzbach, der Filiale der Bank für Handel und Induſtrie, der Franlfurter Filiale der Deutſchen Bauk, der Dis⸗ kontogeſellſchaft und der Dresdner Bank Frankfurt a. M. wurde der Antrag auf Zulaſſung obiger Anleihe zur Frankfurter Börſe ein⸗ gereicht. Neue Photographiſche Geſellſchaft,.⸗G., Berlin⸗Steglitz. Die Geſellſchaft teilt mit, daß Herr Wilhelm Ebbinghaus in München, der ſchon ſeit längerer Zeit leidend iſt, und den letzten Sitzungen des Aufſichtsrats deswegen nicht mehr beiwohnen konnte, aus dieſem Anlaß ſeinen Austritt aus dem Aufſichtsrat erklärt hat. * Frankfurt a.., 11. Juli. Von Montag ab werden die neuen Aktien der Vereinigten Königs⸗ und Laurahütte notiert. Die Lieferung erfolgt per Kaſſa in definitiven Stücken inkl. Dividendenkoupon mit Aproz. Zins⸗ berechnung ab 1. Juli 1908. * München, 11. Juli. Die Kunſtmühle Roſen⸗ heim.⸗G. ſchlägt lt.„Irkf. Ztg.“ 12 pCt. Dividende (i. V. 11½ PCt.) vor. * Hamburg, 11. Juli. Die Hamburg⸗Amerikalinie erklärt lt.„Frkf. Ztg.“, daß der neuliche Beſuch des General⸗ direktors Ballin beim Reichskanzler in Norderney auf deſſen Einladung erfolgt und mit den Angelegenheiten der Hamburg⸗Amerikolinie nicht in Zuſammenhang ſteht. * Brüſſel, 11. Juli. Die Nationalbank ſetzte den Wech⸗ ſeldiskont um pCt., nämlich von 3½ pCt. auf 3 pCt. herab. *** Marx& Goldschmidt, Mannheim Telegramm⸗Adreſſe: Margold. Fernſprecher: Nr. 56 und 1687 11. Juli 1908. Proviſionsfreil Ver⸗ F Wir ſind als Selbſtkontrahenten käufer Käufer unter Vorbehalt: 0 9 HrBtrZ— .⸗G. für Mühlenbetrieb, Neuſtadt g. d. H. 115— Atlas⸗Lebensverſtcherungs⸗Geſellſchaft, Ludwigshafen W. 290 M. 265 Badiſche Feuerverſicherungs⸗Bank M. 250 M. 220 Baumwollſpinnerei Speyer Stamm⸗Aktien 59— 5„ Vorzugs⸗Aktien 10⁰0— Benz& Co., Rheiniſche Gasmotoren, Mannheim 146— Brauerei⸗Geſellſchaft vorm. Karcher, Emmendingen— 17 öfr. Bruchſaler Brauerei⸗Geſellſchaft— 72 zfr Bürgerbräu, Ludwigshafen— 27⁰0 Chemiſche Fabrilen Gernsheim⸗Heubruch 98— Daimler Motoren⸗Geſellſchaft, Untertürkheim 120— Fahr Gebr.,.⸗Geſ., Pirmaſens—— Filterfabrik Enzinger, Worms 8 220— Flink, Eiſen⸗ und Broncegießerei, Mannheim 8⁴— Frankenthaler Keſſelſchmiede 90— Fuchs, Waggonfabrik, Heidelberg 150— errenmühle vorm. Genz, Heidelberg 98— indes Eismaſchinen 139— Linoleumfabrik, Maximiliansau 112 Lothringer Baugeſellſchaft, Metz 5 66— Lux'ſche Induſtriewerke,.⸗G. Ludwigshafen 100— Maſchinenfabrik Bruchſal, Schnabel& Henning 82⁵— Mosbacher Aktienbrauerei vorm. Hübner 95— Neckarſulmer Fahrrad 5 155⁵5— Pfälziſche Mühlenwerke, Schifferſtadt 121— Nheinau Terrain⸗Geſellſchaft 5 10ñ zfr— Rheiniſche Automobil⸗Geſellſchaft.⸗G. Mannheim 108— Rheiniſche Metallwarenfabrik, Genußſcheine M. 205 M.— Rheiniſche Schuckerl⸗Geſellſchaſt, Mannheim 106— Rheinmühlenwerke, Mannheim— 142 Rheinſchiff.⸗A.⸗G. vorm. Fendel, Mannheim— 109 Rombacher Portland⸗Cementwerke 125⁵— Stahlwerkl Mannheim 113— Süddeutſche Jute⸗Induſtrie, Mannheim 85⁵— Süddeutſche Kabel, Nannheim, Genußſcheine— M. 90 Unionwerke,.⸗G., Fabriken ſ. Brauerei⸗Einrichtungen 138— Unionbrauerei Karlsruhe 6⁴— Vita Lebensverſtcherungs⸗Geſellſchaft, Mannheim 360 M. 340 Waggonfabrik Raſtatt 9¹— Waldhof, Bahngeſellſchaft— 703fr 85 Immobiliengeſellſchaft— 72 zfr Weſtendbau⸗Geſellſchaft in Karlsruhe 87 zfr— Zuckerfabrik Frankenthal— 20 FKKKK’˙! A AprrrrPrPrPrPrPrPrFrFrFrPrPrrrrrr ˙Ü˙1.... ům——— ²ũ—— Verantwortlich: Für Politik: Dr. Fritz Goldenbaum: für Kunſt, Feuilleton und Vermiſchtes: Alfred Beetſchen; für Lokales, Provinzielles u. Gerichtszeitung: Rich. Schönfelder; für Volkswirtſchaft und den übrigen redaktionellen Teil: J..: Franz Kircher. für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Franz Kircher; Druck und Verlag der Dr. H. Haas ſchen Buchdruckerei, G. m. b..: J..: Julius Weber. Tägliche Abfahrten. Mittags 114c lässt sich auf bequem eingerichteten Promenade- deckschiffen mit guter Restauration die Fahrt nach Worms, Oppen- heim, Nierstein, Mainz u. zurück in einem halben Tage aus führen; Ankunft in Mannheim 8% abends. Das Frühschiff morgens 54s6 bietet Anschluss an die Schnell- dampfer 9˙ und 11 Uhr ab Mainz in den Rheingau u. nach Köln. Nähere Auskunft durch die Agentur 80159 Franz Kessler, Tel. 240. 4 1 zu den über 100 Volks⸗, „General⸗Anzeige 0 2 — 8———— Wocher⸗Beilage um — Samstag, 11. Juli 1908. et Stadt Mannheim und Umgebung. Hauptausſchußſitzung des Pfälzer⸗Waldvereins zu Ludwigshafen a. Rh. Zu der Sitzung, die am letzten Sonntag ſtattfand, waren die Wäldler mit ihren Damen ſehr zahlreich eingetroffen, ſodaß nach Anſchluß der Mitglieder der Ortsgrupe Ludwigs⸗ hafen die Rheinfahrt gegen 10 Uhr auf 2 gut beſetzten Arnheiterbooten ſtattfinden konnte. Die Landung erfolgte nach halb 1 Uhr, worauf ſich die Vertreter der einzelnen Ortsgruppen zur Hauptausſchußſitzung im großen Saale des„Pfälzer Hof“ verſammelten, wozu ſich auch zahl⸗ reiche Gäſte von Ludwigshafen einfanden. Hier begrüßte Herr kgl. Oberforſtrat v. Ritter⸗ Speyer die Anweſenden namens des Hauptausſchuſſes. Zum erſten Gegenſtand der Tagesordnung erſtattete Herr Dr. Becker⸗Ludwigshafen den Bericht über die Tätigkeit des Vereins im erſten Halbjahr 1908. Darnach ſteht die Gründung der 50. Ortsgruppe be⸗ vor; an Zahl der Mitglieder hat der Verein mit 8000 den Schwarzwald⸗, Odenwald⸗ und Vogeſenklub überflügelt. Er⸗ beut wurden von der Ortsgruppe Ludwigshafen die Schutz⸗ hltte auf der Kalmik, von der Ortsgruppe Landau die Hütte am Orensfels. Dank des Entgegenkommens der Verwaltung des Vermögens Königs Otto und der Krone, die 4000 M. bewilligten, ſei der Ausbau und dadurch die Erſteigerung des Hauptturms der Maxburg ermöglicht worden. Zu danken ſei die Anregung und Förderung dieſer Sache der Ortsgruppe Hambach. Der Berichterſtatter gedachte weiter anerkennend der Schülerwanderungen, durch die Ortsgruppe Lud⸗ wigshafen erſtmals aufgenommen, des ſchönen Verlaufs des Geſamtausflugs aller Ortsgrupen in Edenkoben, der Vollendung des Kartenwerkes und der Herausgabe der großen Plakatkarte durch den Verkehrsausſchuß, deſſen Vorſitzender Herr Bürgermeiſter Dr. Küffner⸗Kaiſerslautern leider am Erſcheinen verhindert ſei. Vorbereitet werde ein Wander⸗ büchlein, das gratis verbreitet werden ſoll. Herr Dr. Becker betonte weiter die Tätigkeit des Wirtſchaftsausſchuſſes, des Ausſchuſſes für Heimatpflege, die Veranſtaltung von Mund⸗ art⸗Abenden, die Herausgabe der Broſchüre über Pfälzer Frühlingsfeiern, die den Vertretern der Ortsgruppen gratis überreicht wurden, erwähnte die Johannisfeuer, die Vereins⸗ poftkarte und die Heimatbibliothek, die wieder eine Reihe von Zuwendungen erfahren hat. Der Kreisausſchuß für Natur⸗ pflege hat mit der Inventariſation der Naturdenkmalen in der Pfalz begonnen. Dankend wird die Zuwendung von 800 Mark ſeitens des Landrats der Pfalz hervorgehoben. Dank wird auch dem Landtag für die wohlwollende Behandlung der Vereinseingaben geſagt. Herzlicher Dank wird auch der ge⸗ ſamten Preſſe zum Ausdruck gebracht für die treue Bundes⸗ genoſſenſchaft, ohne die der Verein nicht auf die heutige Höhe hätte kommen können. Der Berichterſtatter ſchließt mit den Worten des Verkehrsminiſters in der Sitzung der Abgeord⸗ netenkammer vom 2. April:„Der Pfälzerwaldverein hat ſchon außerordentlich förderlich und ſegensreich in der Pfalz ge⸗ wirkt. Doch die landſchaftlichen Schönheiten der Pfalz ſind leider noch zu wenig bekannt und ich kann nur wünſchen, daß die Beſtrebungen des Pfälzerwaldpereins noch mehr Boden, daß die ſchöne, ſonnige Pfalz und ihre liebenswürdige gaſt⸗ liche Bevölkerung noch mehr Beſucher finden.“ Eine Dis⸗ kuffton des beifällig aufgenommenen Berichts wurde nicht beliebt. Den Bericht über den Skand des Luitpold⸗ tkurmprojekts erſtattete Oberforſtrat v. Ritter. Mit kgl. Genehmigung wird der projektierte Turm auf dem Weißenberg bei Leimen den Namen„Luitpoldturm“ führen. Das Sandſteinmaterial und das benötigte Holz für die obere Treppe werde vom kgl. Aerar unentgeltlich abgegeben. Mit dem Bau könne nach der Feſtlegung des Projektes begonnen werden, ſobald die Genehmigung zum Bauen erteilt ſei. Die Koſten für den Turm ſeien zu 12 000., die für die Unter⸗ ſtandshütte zu 4000 M. veranſchlagt. Herr Kohl(Lud⸗ wigshafen) bemerkte über die Finanzverhältniſſe, daß 10 000 Mark vorhanden ſeien, die reſtlichen 6000 M. müßten teils durch größere Zuwendungen, teils durch die Bewilligungen der Ortsgrupen für 1909 aufgebracht werden. Nach kurzer Diskuſſion gab die Verſammlung dem Hauptausſchuß den Auftrag, mit dem Bau beginnen laſſen und für Aufbringung der reſtlichen Mittel in irgend einer Weiſe Sorge zu tragen. Ueber das Kñartenunternehmen berichtet Herr Kohl⸗Ludwigshafen. Die zweite Auflage der Karte befinde ſich im Druck. An die Ortsgruppen geht das Erſuchen, die Gelder für den Bezug der Karten bald abzuliefern, da die Koſten mit 15 000 Mark gedeckt werden müßten. Der Vor⸗ ſitzende ſprach Herrn Kohl den verdienten Dank für För⸗ derung des ſchönen Kartenwerkes aus. Ueber die Heraus⸗ gabe eines Melodienbuches zum Wanderliederbuch „Nimm mich mit“ teilte Herr be „daß Herr J. Schmitt⸗Frankenthal da 2 an bent Wer 100 Balks, Teint ung Wanderkeedern bes Wanderliederbuches bearbeitet und die renommierte Firma Breitkopf und Härtel ſich zum Druck bereit erklärt hat, wenn die Abnahme von wenigſtens 500 Exemplaren à.20 M. garantiert werde. Er erſuche, ausgiebige Propaganda für das Buch in allen Kreiſen zu machen; inzwiſchen werden die Lieder nochmals einer Durchſicht durch den Ausſchuß für Volkskunde unterzogen. Nach dem gemeinſamen Mittageſſen im„Pfälzer Hof“ gaben ſich die auswärtigen Wäldler und Wäldlerinnen mit den Ludwigshafener Mitgliedern auf dem Parkfeſt ein Rendezvous, wo man bis zum Abgang der Züge ſich noch köſtlich amüſierte. 1555 Tourenvorſchläge. In die Pfalz. Neuſtadt—Rotſteig—Drachenfels—Schonach—Frankenſtein 27 Kilometer= 7 Stunden. „Sonntagskarte Neuſtadt.20 M. und Karte Franken⸗ ſtein⸗Neuſtadt 3. Kl. 55 Pf., 4. Kl. 40 Pf. Vom Bahnhof Neuſtadt(142 Mtr.) gehen wir nördlich durch die Stadt über den Strohmarkt zu dem beim Bankgebäude beginnenden Trep⸗ penwege und auf dieſem zur Terraſſe Welſch(196 Meter, Aus⸗ ſichtspunkt). Bei den erſten Häuſern von Hgardt folgen wir unſerer Markierung:„weißer Strich“ links durch eine Seiten⸗ gaſſe ins Haardter Tälchen. Gleich nach Betreten des Waldes führt unſer Weg rechts im Zickzack auf die dem Weinbiete öſt⸗ lich vorgelagerte terraſſengartige Höhe, an deren ſteilem Rande wir auf dem ausſichtsreichen, mit„rotem Striche“ markierten Kaiſerpfade unſere Wanderung um etwa eine Viertelſtunde verlängern würden. Ohne nennenswerte Steigungen ziehen wir nordweſtlich um das Weinbiet und ſchreiten in der gleichen Richtung hoch über dem Gimmeldinger Tal lange dahin. Vom hinteren Langenberg ſteigen wir auf einem ſteileren, durch ſein Geröll etwas unangenehmen, glücklicherweiſe aber nur kurzen Wege abwärts zur alten Schanze(304 Meter). Hier wenden wir uns rechts zum nahen Forſthaus und gelangen gleich darauf in das ſchöne Silbertal, deſſen ſchattigem Laufe wir kurze Zeit talaufwärts folgen. Nach Ueberſchreitung des Bächleins und kurzem Anſtiege haben wir unſer erſtes Raſt⸗ ziel: Forſthaus Rotſteig(325 Meter) erreicht. Von hier wan⸗ dern wir mit„gelbem Striche“ weſtlich in Haſeltal. Nach halbſtündigem Marſche kommen wir an einen guten Brunnen (315 Meter), ſpäter zum Waldhaus Haſeltal(355 Meter) und nach kurzem angenehmem Anſtiege nach Lambertskreuz (462 Meter) mit der Lambrechter Hütte. Wir folgen dem „gelben Striche“ über Gnadenbrunnen(etwa fünf Minuten von Lambertskreuz bei einer Bank rechts vom Wege), dann noch bis zur Wegkreuzung„Sieben Wege“(435 Meter). Dort wenden wir uns auf den direkt nördlich führenden Weg und kommen zu dem mit„blauem Striche“ markierten Pfade, welcher uns rechts aufwärts zum Drachenfels(565 Meter) hinaufführt. Gleich nach Betreten des Plateaus führt links an der Felswand ein Weg zur Drachenhöhle. Die Drachen⸗ kammer liegt unter dem ausſichtsreichen, jäh abfallenden Süd⸗ fels und iſt durch einen Spalt zugänglich(blauer Pfeill). Vom Südfels gelangen wir gemäß Wegweiſer über den ſchmalen Grat zum Weſtrichfels(550 Meter), welcher eben⸗ falls eine weite Ausſicht gewährt. Dann ſchreiten wir auf einem ſchmalen Fußpfad öſtlich hinab auf den breiten, mit „blauem Strich“ markierten Weg und gelangen nördlich binab zum Saupferch(250 Meter, Wirtſchaft). Von da führt uns die Markierung„blau⸗weißer Strich“ an der linken Tal⸗ ſeite ins Iſenachtal, welchem wir am Waldrande aufwärts folgen. Bei der Gabelung der Straßen ſehen wir das Forſt⸗ haus Iſenach(225 Meter) in dem ſich rechts nordweſtlich ver⸗ zweigenden Tal. Am Ufer des ſchönen, in dem engen Wald⸗ tal eingebetteten Sees ſchwinden uns bei Speiſe und Trank raſch die Stunden. Vom Forſthaus gehen wir bis zur Straßen⸗ gabelung zurück, dann auf der unteren ſüdlich des Baches ge⸗ legenen Straße ins Kirſchtal. Nach Paſſieren des einſamen Hauſes wenden wir uns mit„weißem Strich“ rechts auf ſchönem Pfad in ein Seitentälchen und gelangen nach Ueber⸗ ſchreitung des Höhenzuges nach Frankenſtein. Inmitten des Dorfes führt über den Hochſpeyerbach und die Eiſenbahn ein Weg zur Ruine, welche ſich unmittelbar über einem Tunnel erhebt, und auf der anderen direkt zum Bahnhof hinab. Ent⸗ fernungen: Neuſtadt bis Rotſteig 9 Km.(2½ Stunden), bis Drachenfels 7 Km.(194 St.), bis Iſenach 6 Km.(1½ St.), bis Frankenſtein 5 Km. Eine Kürzung der Wanderung um 3 Km. ergibt ſich, wenn man von Lambertskreuz mit„grünem ſenkrechtem Strich“ nördlich ins Brunntal abſteigt und in dieſem talabwärts direkt zum Saupferch marſchiert. Eine weitere, doch kleinere Abkürzung tritt ein, indem man Rot⸗ ſteig rechts liegen läßt. In dieſem Falle kehrt man im Forſt⸗ haus Silbertal ein, folgt dem„weißen Strich“ noch hinab bis zum Silberbach und geht hier(Punkt 282 der Waldvereins⸗ karte) auf dem nördlich ziehenden Fahrweg direkt ins Haſeltal. 983 von Baſel, Mülhauſen und Freiburg, zu erfreuen. Aus Bädern und Sommerfriſchen. * Alsbach an der Bergſtraße. Nur wenigen Leuten iſt der friedliche Ort Alsbach als Luftkurort bekannt. Schreiber dieſer Zeilen weilt bereits ſchon ſeit einigen Wochen zur Er⸗ holung hier und bekommt ihm die würzige Waldesluft, ſowie das ſchmackhafte, vorzügliche Eſſen im Hotel zur„Sonne“ ausge⸗ zeichnet. Der Penſionspreis(4 M. täglich) iſt im Hinblick auf das Gebotene ſehr mäßig. Vorhanden iſt ein ſchöner großer Garten, ſowie eine gedeckte Halle, ebenſo ein großer Tanzſaal nebſt verſchiedenen kleineren Zimmern, beſtimmt für Vereine, Touriſten, Hochzeitsgeſellſchaften uſw. Der Wald iſt in fünf Mi⸗ nuten zu erreichen. Ueberall iſt für Ruhebänke geſorgt; wer aber guter Fußgänger iſt, kann durch den Wald nach Jugenheim, See⸗ heim, Auerbach, Fürſtenlager, Felſenmeer, Reichenbach, Zwin⸗ genberg und Bickenbach wandern. Auch für tüchtige Aerzte iſt geſorgt. Oben auf dem Schloßberg iſt ein Sanatorium mit allem Komfort der Neuzeit errichtet. Auch das Alsbacher Schloß, ſowie der Melibokus ſind mit Leichtigkeit zu erreichen. Viele Private haben möblierte Zimmer mit Küchen u. Gärten zu zivilen Preiſen zur Benützung zu vermieten. Wagen, Einſpänner, Equipagen, Breaks ſind je nach Beſtellung vorhanden. Alles in Allem: ein Aufenthalt in Alsbach iſt ſehr zu empfehlen. Badenweiler, 10. Juli. Ein azurblauer Himmel, demm die untergegangene Sonne noch ihre Streiflichter verlieh, wölbte ſich über das Tal in den geſegneten Gefilden der Civitas villa⸗ rum, in dem an geheiligter Stätte der Diana abndbae am Mittwoch ein Freudenfeſt, ein Weiheakt dargebracht wurde. Mächtig wuchſen die Baumkronen des alten Eichenhaines,— des Badenweiler Kurparks— zu dem lieblichen Abendhimmel empo und ihr geheimnisvolles Rauſchen um den Tempel der Dian Abnobae erfüllt die Gegend mit geheimnisvollem Zauber. Römi⸗ ſches Volk in bunte Gewändern, Kinder, Jünglinge, Jungfrauen und Frauen verſammeln ſich in hellen Scharen vor dem Opfer⸗ altar und ſtreuen Blumen auf den Weg, auf dem der römiſche Zug mit der Prieſterin ſeinen Einzug hält. Plötzlich ertnen Fanfaren und römiſche Soldaten eröffnen den glanzpollen, far⸗ benreichen Troß, an dem hunderte von Perſonen aller Stände des römiſchen Reiches Teil nehmen, um mit der Prieſterin und den erſten ihres Volkes die Weihe ihres 139 v. Chr. in Ger⸗ maniens Gauen erbauten Bades vorzunhemen. Der Proku⸗ rator führt die Prieſterin zu den Stufen des Altars, heißt ſie in gebundener Rede willkommen und bittet ſie den Segen der Göttin auf das Bad herabzuflehen. Zwölf weißgekleidete junge Mädchen führen unter den lieblichen Weiſen der Kurkapelle einen Reigen zu Ehren der Prieſterin auf. Nachdem die Dichtung auf den Heimgang des edlen Fürſten, den mächtigen Förderer des Baues hingewieſen hat, fällt das ganze römiſche Volk bei den melaucho⸗ liſchen Klängen des Orcheſters auf die Knie. In mächtigen Akkorden hebt die Muſik wieder an und der Prokurator ſpricht in begeiſtertem Hoffen auf die Zukunft ſeine Zuverſicht auf den Sproß des Fürſten, das treue Ebenbild ſeines Vaters, den Gönner und Schutzherr des Bades, aus. In dem eigentlichen Weiheakte, bei dem die Prieſterin in höchſter Emphaſe den Segen der Göttin auf das Bad und das Land herabfleht, die Muſik an⸗ ſchwillt, das Volk auf die Knie ſinkt und der Schein breiter Feuergarben und magiſchen Lichtes auf die farbenreiche, ſtim⸗ mungsvolle Gruppe fällt, entrollt ſich uns das ſchönſte Bild, von Glanz und Wirkung. Die Ruinen des alten Schloſſes erglühen im Feuerzauber und unter Rufen des Volkes: Heil Livia, Heil der edlen Prieſterin, verläßt der Zug den Ort der Handlung. Die Auffühung, die mit kunſtſinnigem Verſtändnis arrangiert und ausgeführt wurde, erntete lt.„Freib. Ztg.“ den lebhafteſten Beifall Aller. Die Dichtung von Herrn Regierungsaſſeſſor Dr. Hertel wurde von den Darſtellern tief empfunden und meiſter⸗ haft ausgeführt. Die Leitung des Ganzen lag in den Händen des Kurtheaterdirektors Schwantge; die Sprechrollen waren von bewährten Kräften des Kurtheaters übernommen. Die Auf⸗ führung hatte ſich eines maſſenhaften Zuſpruches von auswärts, *Moorbad und Heilanſtalt„Sickingen“ zu Landſtuhl(Pfalz). Der Beginn der Hochſaiſon naht heran und ſomit haben ſich auch die Räume des herrlich am Waldesſaum gelegenen Kurhotels zum Bad Sickingen gefüllt. Einen großen Anziehungspunkt üben wie alljährlich, ſo auch in dieſem Jahre wieder die rühmlich be⸗ kannten und in Aerztekreiſen ſehr geſchäßten Fangomoorbäder aus, welche in der hier gebotenen Vollkommenheit von keinem zweiten Moorbad gegeben werden können, da die Gewinnung des Fangomoores und deſſen Anwendungsweiſe durch das Kaiſerl. Patentamt geſchützt iſt. Durch bedeutende Verbeſſerungen und Neuanlagen, namentlich im Badbetrieb, wurden in dieſem Jahre die alljährlich in größerer Anzahl wiederkehrenden Stammbade⸗ gäſte überraſcht. Ein beſonders angenehmes Empfinden erregte es, daß nunmehr ein jeder Baderaum vollſtändig für ſich abge⸗ ſchloſſen und elegant ausgeſtattet wurde. Auch die Nervenheil⸗ anſtalt erfreut ſich ihrer für dieſes Krankheitsgebiet ganz beſon⸗ ders geeigneten und günſtigen Lage wegen einer ſtets wachſenden Frequenz. Gute Kurerfolge, angenehmes gemütliches Zuſam⸗ menleben der Kurgäſte untereinander und nicht minder die einzi ſchönen und bequemen Waldſpaziergänge in unmittelbarer Nä werden immer mehr dazu beitragen, den dieſem hübſch gelegene kleinen Pfälzerwaldbad gebührenden guten Namen weiter zu för⸗ dern und ihm neue Freunde und Kurbedürftige zuzuführen. Mannheim, 11. Juli. General⸗Auzeiger.(Abendblatt.) 8 Neekartal Heidelberg Stadlthalle mit Tages-Restaurant. Sehenswürdigkeit. Imposanter Bau mib Terrassen, am Neckar gelegen, inmitte der Stadt. Haltestelle der Strassenbahn: Bienenstrasse. Vornehm ausgeslattetes Restaurant, Diners 12—2 Uhr zu Mk..50 u. höher, Vorzügl. Abendplatte. Münchner u. einheim. Biere. Ausgepr. Weint. Inh. H. Höhn.[666e Heiclelberg Hotel-Restaur. Tannhbäuser Beim Hauptbahnhof und Hauptpost gelegen. Gutbürgl. Haus. Besuchtes Wein- u. Bierrestaurant(Ausschank v. hies, Schrödl- bräu u. Münchner Bier), schatt. Garten, gr. Säle für Gesellsch. 650 Besitzer: Aug. Weniger. 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Die conſe⸗ quente Durchführung dieſes Gedankens namentlich durch die richtige Wahl der Diät hat in neueſter Zeit Erfolge ge⸗ bracht, die man früher nicht erwarten durfte und hat nament⸗ lich allen Sanatorien Lahmann' ſcher Richtung Erfolg und An⸗ ſehen verſchafft. Seit einer Reihe von Jahren geht auch das Sanatorium Oberwaid a. Bodenſee dieſen Weg, ganz be⸗ ſonders aber unter der neuen und ſprechen ſich die Gäſte dieſes Jahres diesbezüg⸗ lich ſehr befriedigt aus, ſo daß bereits mehrere dieſes Jahr zum 2. Male zurückgekehrt ſind. Es handelt ſich heute in erſter Linie darum, das Blut und die übrigen Körperſäfte zu regeniriren, das Nervenſyſtem wieder in das Gleichgewicht zu bringen und neue Spann⸗ kräfte zu gewinnen, welche ge⸗ ſtatten, Krankheiten zu über⸗ winden oder ſolche zu ver⸗ meiden, wo ſie im Anzuge ſind oder ſchließlich vererbte Anlagen u überwinden(Vide No. 1 — Mittetlung v. Oberwaid. Das Geſpenſt der Vererbung)⸗ Zu einer harmoniſchen Ein⸗ wirkung gehört auch ein ent⸗ ſprechendes Landſchaftsbild. In dieſer Beziehung zeichnet ſich namentlich Oberwaid aus mit ſeinem enormen einzig daſtehen⸗ den romantiſchen Waldparke mit der prachtvollen Fernſicht auf den Bodenſee und die⸗ Appenzellerberge hinein, nahe der Stadt und doch weit genug vom Getriebe des modernen Lebens. Die ärztliche Leitung liegt in der Hand des Herrn Dr. med. O. Schär von Bern, dem frühern jahrelangen Leiter des Privatſpitales von Herrn Prof. Dr. Kocher in Bern. 125 den letzten Jahren hat er ſich durch eine Reihe ſehr gut aufge⸗ nommener Veröffentlichungen auf dem Gebiete der modernen Heilmethoden, namentlich der Sonne, einen Namen gemacht. * Für Sommerfriſchler und Erholungsſuchende, Von dem durch die Auskunfts⸗ ſtelle für Landaufenthalt in Mannheim herausgegebenen Nachſchlage⸗Reiſe⸗ Buch, enthaltend ausführliche An⸗ gaben über geeignete und empfehlenswerte Unterkunfts⸗ orte und deren Hotels, Gaſt⸗ häuſer und Penſtonen, iſt eine Neu⸗Ausgabe tenen. Das Buch iſt weſentlich ver⸗ mehrt und enthält Angaben über alle in Betracht kommende Geblete. Die Schweiz wird in einem beſonderen, durch Illuſtrationen ergänztenAuf (Tourbeſchreibung) behande⸗ Beſonders wichtig für Erhol⸗ ungsſuchende und Reiſende iſt eine Zuſammenſtellung der ausführlichen Führer durch die einzelnen Gebiete. 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K. 100. 1. Ihre Eltern können von Ihrem Großvater für die Vergangenheit keine Entſchädigung beanſpruchen, da Ihr Groß⸗ vater zweifellos mit deren Einverſtändnis ohne Vergütung bei ihmen gelebt hat. 2. Natürlich können Ihre Eltern das beſtehende Verhältnis jederzeit ändern und Miete etc. verlangen. 5 8 ſoſſelernt Viernheim, 10. Juli. Der Förſter Heinrich Ruppert war vorgeſtern in einem bei dem Forſthaus„Heide“ gelegenen Pflanzgarten beſchäftigt. Nach verrichteter Arbeit beſtieg er ſein Rad, um in ſeine Wohnung zu fahren, dabei wollte es das Un⸗ glück, daß der Gewehrriemen zerriß und das geladene Gewehr zur Erde fiel und ſich entlud. Die volle Schrotladung drang Herrn Ruppert in den rechten Oberarm und zerriß ihm die Muskeln. Trotz der Schmerzen fuhr der Verletzte in ſeine Woh⸗ nung, wo er bald nach ſeiner Ankunft ohnmächtig zuſammen⸗ brach. Herr Ruppert wurde dem Lampertheimer Krankenhauſe zugeführt. „Grande Besitztum der Welche wurcen, Sntsgtzt Marken, und stellen nun ihren Likbr in Tarragona(Spanien) her. Man verlange diese neue Flasche mit der Bezeichnung:„Ligueur des Püres Bhartreux““(Tarragona.) Alleinvertreter für Elsass-Lothringen, Gross-Herzogtum Baden, Württemberg, Bayern, Sachsen: 5 8856 Chartreuse- bertriehen, und in Frankreich ihrer frühsren Grfentllen verstelgert, Ausstellungshallen am Zoologlschen Garten 7538 Jani Bie Okteber Töglich von 10-10 Unr geöffnel. Honnetsrags heruge —— fenneref P b, b Beſchm. Schaumeringer 766³⁵ 5 Locheris 1 Nafnraf nngn! 1 5 S abnrel gebrauntg Kategs sind hochfein ung ohne jgden Zusgtz.heuts& Wieder alle Sorten frisch gebrannt Ein reelles und natürliches, sehr gesundes Nahrungs- und enussmittel, in bisher unbekannter Feinhelt und Güte, voll- 2 Ein Fersuch überzeugt für immer.— Paket 45 Pfg. 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Groll. „Laborant Frdr. Herjes und Kath. Rudolph. „Bahnarb. Joh. Mayer und Marie Wagosl. Gärtner Gg. Göbel und Anna Münch geb. Weiher. Bahnarb. Alois Gramlich und Marie Kohler. Hilfsſchaffner Sebaſtian Bös und Anng Baumann. Schloſſer Gg. Kirſch und Luiſe Frauk. Tagl. Hch. Schweickert und Anna Pretſch geb. Grems. Packer Hch. Lüdgen und Karol. Bolander. Schneider Mich. Albrecht und Sibilla Metzger geb. Stein Mechaniker Lud. Wieland und Maria Weiß. Glafer Albr. Büttner und Chriſtine Bauer geb. Blöſch. Schiffer Herm. Stapf und Barb. Täubert Gerichtsaſſeſſor Karl Kleinſchmidt und Luiſe Mattes. Tapezier Willi Wettges und Frzka. Kreutz. Buchdrucker Wilh. Altmann und Klara Wagner. „Elektromonteur Frdr. Köppel und Marg. Stutzmann. „Dagl. Aug. eeee und Pauline Eubreb. 15 Julf Getraukte: 2. Ausläufer Aug. Nonnenmacher und Eliſaberh Marzin. 2. Stadtkaſſenbuchhalter Frdr. Stephan und Antonie Zenger. 4. Kfm. Karl Boumann und Thekla Zobel. K. 4. Schmied Aug. Binder und Brigitta Heli. 4. Gärtner Frdr. Deckert und Marg. Weis. 4. Poſtſchaffner Joſ. Gimber und Emma Schork. 4. Tagl. Hch. Karl und Roſa Herkert. 4Eiſendreher Joſ. Ketterer und Kath. Edinger. 4Tüncher Gg. Maier und Eliſab. Höfer. 4. Eiſendreher Karl Mayer und Maria Höbel. 4 Fabrikarbeiter Valentin Noe und Franziska Götz. 4 Packer Anton Pfeiffer und Pauline Ehmann Ausläufer Chriſtian Beichert und Frieda Kilb. 4. Kfm. Alfred Schöne und Barbara Dengel. 4. Fabrikarbeiter Georg Schondelmeier und chehne Wöblall. J. Müller Aldis Schregle und Maria Rie.. 4 Schmied Paul Schulz und Marie Döllinger. +. Fabrikarbeiter Karl Spindler und Eliſab. Böhler. 45 Hafenorbeiter Karl Werner und Karol. Freund, 4. Tagl. Guſtay Zuber und Marg. Bauer. 4. Sergeant Wilh. Brüning und Anna ScholIl. 4. Eiſenbahnaſſiſtent Franz Oberbauer und Marie Bauch. 7. Schneider Johann Benirſchke und Lydia Seyfarth. 7. Küchenchef Wilh. Gehring und Magdal. Lademann. 7. Maſchiniſt Peter Kröwerath und Agnes den 6 6 7, Tagl. Gg. Müller und Eva Gutjahr. 7. Schreiner Karl Renz und Anna Heuſer. 7. Schloſſer Karl Laß und Eliſabeth Klein. 7. Kfm. Wilh. Seizer und Paula Hellmeiſter. 875 er Eduard Wüſtum und Olga Brinkmann. Juni.% Geböorene: 5 30. Kutſcher Kark Wollmershäuſer e. T. 9 0 29. Schauſpieler Wilh. Häsler e. T. Gertrude 20. Schloſſer Adolf Kaeſer e. S. Adolf Karl. 30. Heizer Johann Magin e. T. Anna Maria. 5 30..-A. Mich. Werle e. S. Rudolf 190 Tuncher Oskar Rob. Glattfelder e. S. Hans Oskar. 30. Kaufm. Ernſt Heinr. Staib e. T. Elſe. Kaufm. Ludw Kaufmann e. T. Liſelotte. Tagl. Andr. Freundlich e. S. Willi Ernſt. Tagl. Karl Wilh. Rufinus Ritter e. T. Maria. Fuhrm. Aug. Fürſtenberger e. T. Maria. Kaufm. Karl Schwan e. T. 1 85 Adelheid. „Schloſſer Frdr. Wilh. Stiefel e. S. Paul. „Architekt Ludw. Wittner e. T. Maria Albertine. Vorarbeiter Frz. Greiß e. S. Ernſt Ludwig. Fabrikarbeiter Gottlob Aug. Großhäußer e. T. Anna Sofie. Ingenieur Aug. Leroudier e. T. Suſ. Elſa Wilhelmina. Schloſſer Karl Sattelmeier e. S. Johann Karl. Schreiner Karl Laux e. T. Maria. 10 Schloſſer Herm. David e. T. Anna Gertrud. Sattlermeiſter Karl Jul. Kaulmann e. T. Erna. Wickler Frdr. Wilh. Fiſcher e. T. Wilhelmine Karolina. Poſtbote Fridolin Schmitt e. S. Alfons Anton. Tagl. Mich. Kolb e. T. Maria Viktoria. Schloſſer Georg Baumgärtner e. S. Kurk Kaſpar. Kaufmann Kark Krebs e. S. Karl Frdr. Einkaſſierer Theob. Bartholomä e. T. Suſ. Kath. Wagenführer Rob. Gottl. Fauth e. S. Karl Wilh. Wirt Karl Frdr. Burkhard e. T. Karoline Klara. Graveur Rich. Herm. Wilh. Taute e. T. Marta Maria Luiſe. Küfer Joh. Chriſt. Gerner e. T. Pauline Luiſe. Hafenarbeiter Mich. Eberle e. T. Berta Karol. Schloſſer Frdr. Scherer e. S. Karl Frdr. Maurer Wilh. Weber e. S. Aug. Heinr. Glasmalereibeſitzer Guſt. Walter e. S. Karl Joſef. Milchhändler Jak. Andr. Wilh. Huttmann e. S. Karl Artur. Hafenarbeiter Karl Reichert e. S. Ernſt Heinr. Zimmermann Kaſp. Ad. Hilzinger e. T. Paula. Poſtſchaffner Aug. Netſcher e. T. Emma Hilda. Schneider Aug. Neber e. S. Rudolf Aug. Arbeiter Herm. Lerch e. S. Willi Franz. Kaufm. Mich. Günzburger e. T. Lili. Pfläſterer Emil Heinr. Kuntz e. S. Emil Joſef. „Metallſchmelzer Hch. Schleich e. T. Frieda Anna. „Steuerkontr. Frdr. Nutto e. T. Frieda Luiſe. Hafenarbeiter Andr. Voll e. T. Emma Maria. Bohrer Ad. Emig e. S. Auguſt. Fuhrmann Joh. Chriſt. Kochner e. S. Karl Robert. Grundarbeiter Eduard Ludw. Guſt. Horſt e. T. Emma Marg. Betriebsbeamter Karl Hch. Stammnitz e. T. Eva Kath. Elfriede. Bahnarbeiter Hch. Obländer e. T. Hilda. 1 0 Andr. Frdr. Wilh. Brühl e. T. Sofie Franziska. 55 denen Joh. Wendelin Remmlinger e. T. Eleonore Roſa uliane 1. Straßenbahnſchaffner Ludw. Bockhorn e. S. Kurt Heinr., I. Schloſſer Karl Gottfr. Stecher e. T. Elſa. 2. Stuhlmacher Karl Appel e. S. Jakob. Gipſer Karl Richter e. T. Aung Maria. Wuchhalle ber Sirt Oiin Hente g. L. Argiſe Srherna Oikes 10 JJVVVVVVTVTVTTT 5 —4 5 2 eenee 2 2 0 8..-A. Jat. Nickel e. S. Jalob Biſh9. 3. Schloſſer Joſef Maßmann e. T. Elif. 1 Prokuriſt Adolf Joſ. Neuberger e. T. Suſanna. 2. Heizer Nik. Eifler e. S. Franz. 9. Wickler Karl Anton Mächler e. S. Willi Joſef. 1..⸗A. Jak. Frdr. Stellrecht e. S. Guſt. Adolf. 4. Kürſchner Otto Bernh. Herm. Pflughaupt e. T. Maria Kath. 1. Tagl. Karl Heinr. Kochle e. S. Karl 3. Brauereiarbeiter Otto Frdr. Sahin e. T. Luzie. 4. Schieferdecker Wilh. Wiß e. T. Luiſe. 4. Rangierer Mich. Wilh. Weiland e. S. Arthur. 6. Schloſſer Theod. Hubert Prenting e. Eu⸗ genie Karoline. 8. Gun Joſ. Adam e. S. Karl Joſef. 4. Gußputzer Karl Henk e. T. Anna Ida. 3. Schloſſer Frdr. Kleebach e. S. Frdr. 5. Schloſſer Karl Emil Mailänder e. T. Marie Eliſe Pauline. 2. Magazinarbeiter Frz. Joſ. Spiesberger e. T. Hilda Maria. 4. Telegraphenaſſiſtent Mich. Kaiſer e. S. Hellmut Wilhelm. 3. Schreiner Louis Rich. Walther e. S. Erich Albert. 1. Zimmermann Karl Büttner e. S. 3 5. Kaufmann Johs. Paul Schewe e. S. Rudolf Walter. ſeur Jakob Vieſel e. S. Julins. Höndler Ludw. Gg. Irdr. Nagler e. S. Ludw. Joſef „Schaffner Joh. Ley e. T. Frieda Marg. . Metallſchleifer Joh. Karl Gaßmann e. S. Jvhann. „Milchhändler Jak. Schmitt e. S. Jakob. Kaufm. Herm. Murr e. T. Margareta. „Tagl. Jak. Chriſt. Knörzer e. T. Luiſe. 10 Roſenberger e. S. Kurk. Junl. N Geſtorbene: 5 24. Selma, 2 5 Tagl. Guſt. Adolf Knöfler, 1 M. 22. Johann, 5 d. Mechanik. Hrch. Jennemann, 2 J. 28. Eugen Exuſt, S. d. Tagl. Daniel Ernſt Beh, 1 St. 26. Anng Eliſ., T..⸗A. Joh. Zeller, 2 M. 27, Karl Eugen, S d. Karl Meffert, 9g M. 27 19 Emil Wilh. S„ S. d. Schloſſers Phil. Wilh Emil Jung, 25. Halrr, S. d. Keſſelſchmieds Joh. Winterkorn, 2 M. 27. Anna Maria geb. Breivogel, Wwe. d. Tapetendruckers Seonh. Veith, 62 J. 8 M. 28. Philomene geb. Clauß, Wwe. d. Winzers Seb. Braun, 71 J. 28. Konrad, S. d. Schloſſers Karl Konrad Fritz, 3 M. 27. Amalie Johanna, T. d. Karl Stolz, 4 M. 28. geb. Ullmer, Wwe. d. Schreines Dan. Bürkel, 7 28. Gertrud, geb. Rocbermel, Wwe. 5. Magaz. Stefan Groß, 68 J. 27. Frieda Roſa, T. d. Tagl. Hrch. Martin Kaußzmann, 1 M. 27. Robert, S. d..⸗A. Johs. Köble, 1. M. 28. Alfred Richard, S. d. Schreiners Wilh. Haßler, 10 M. 27¹ 5 Wilhelmine,. d. Verlademeiſter Ludw,. Aſe Siin. 2 J. a 28. Aribar, S. d. Kaufm. Philipp Michel, 10 M. 5 28. d. verh. Invalide Karl Aug. Frederich, 40 + 8 M. 29. 5 Ehefr. d. Packers Joh. Joſef Schlaich, 23 10 M. 29. Maria geb Berger, Wwe. d. Tagl. Aug. 2 69 J. 3 M. 25. d. verh. Milchhändler Frz. Kuhn, 30 J. 7 M 29. Maxia Luiſe, T. d. 388 Joh. Frdr. Sortacger 4 J. 10 M. 30. Babette Helene,— Tagl. Andr. Braun, 13 J. 30. Otto Karl, S. d Eimtülers Ge. Nabe, 8 W. 6 T. 30. Joh. Lernö, 88 Schloſſers Joh. Frdr. Winkler, 2 M. 27, Klara, T. d. Tagl. FIrdr. Egerter, 1 J. 8 M. 27. d. verh. Vokvmotibführer Emil Lauble, 34 J. 11 M. 30. Eliſ., T. d. Ofeuſetzers Gg. Henzel, 5 M. 30. Frdr., S. d. Tagl. Karl Gottlieb Frdr. Barwind. 1 30. d. lebige Dien ſtmagd Eleonore Bredl, 28 J. 4 M. 30. Anna Maria, T. d. Reiſenden Otto Kohl, 3 J. 8 M. 12. Kuth. geb. 8 Wwe. d. 8 80 5 75 Jahr 7 M. a. aen Ae 8 Joh. ut, 8. 8 N 5 Auſtg aus dem Standrsamtz-Regiſter ſit 155 Stadteil Juni Verkündete: 24. Metalldrücker Hch. Stahl und Marie 8 24. Gummiarbetter Wenzl Strunz und Thereſe Eder. 5 Joh. Krickl und Anna Dick. uli 3. Gummiarbeiter Joſef Rude und Auna Marg. Fiſchbach. 3. Poſt⸗Aſſiſtent Leonhard Auguſt Heſter und Merie Marg. Schneider. 28 Juni Getraute: 27. Maurer Joſef Schneider mit Paulina Hennrich. 8.„5 Joh. Habenberger mit Kath. Saiko. Juli 2 Friedrich Ludwig Schmid mit Paula Stutz. 4. Gummiarbeiter Ambros Baader mit Eliſe Wörns. Juni Geborene: 17. d. Gießmeiſter Karl Seybold e. T. Sofie. 19. d. Streckenwärter Karl Joſef Vogt e. T. Magdalena. Maurer Andreas Müller e. S. Karl Auguſt Wilhelm. „Fabrikarbeiter Martin Buhany e. S. Ludwig. Bürſtenmachermeiſter Jakob Straßer e. S. Anguſt Jakob. „d. Fabrikſchmied Karl Granzow e. T. Marie. Althändler Georg Wilhelm Weidner e. T. Käthchen. Meßzgermeiſter Jakob Heidenreich e. S. Fe rin Fabrikarbeiter Wenzl Selbitſchka e. T. Anng. Landwirt Philipp Friedrich Wörns e. T. Elſa Chriſt. Fabrikportier Gg. Schertel e. T. Eliſabeth. Oelhändler Max Schmidt e. T. Katharina 5 „d. Kernmacher Gg. Auguſt Frank e. S. Hch. Ubte Fuhrmann Hch. Schwarz e. T. Maria Elſa. d. Maurer Joſef Schneider e. S. 8 0 Joſef. Eiſenhobler Thomas. Eiſenhut e. S. Eugen. 5 Fabrikarbeiter Joh. Wirthl e. T. Thereſia. Invaliden Och. Karl Leiſter e. S. Otto. Former Johann Muley jung e. T. Eliſabetha Amalia. 3. d. Eiſenhändler e Fromm e. S. Joh. Anton. Juni Geſtorbene: 25. Kath. Eliſ. geb. Moſer, Ehefrau des Fabrikarbeiters Mich. Schmidt, 24 J. 10 M. Juli 3. Eliſabetha Amalia, T. 8. Formers Johann Muley fung, 9 Std. alt. 11M 0 Auszug aus dem Skandesamts⸗Kegiſter für die Stadt Ludwigshafen. Juli. VBerkün dete: 1. Gg. Friedr. Hof, Tüncher und Kath. Grieshaber. * n D en en 9 . eeeee 2nn Sghg do go e e de fe Jal. Damlan, Poſtbote und Elſſaß. Kern. Friedrich Reinfrank, Mechaniker und Philippine Walter. „Hch. Haß, Pfäſterer und Emma Barb. Zeiß. 2 „Lopuis Schirmer, Tagner und Helene Manger. Jakob Setzer, Oberbuntdrucker und Anna Maria Held. „Kaſpar Irz. Weizmaun,.⸗A. u. Chriſtine Pauline Schwarz. Bernard Johann Englert, Bureaudiener und Anna Marie Dodel. „Guſtav Adolf Remmlinger, Spengler und Eliſab. Breiſch. Peter Hahn, Schuhmacher und Luiſe Roſette Loch. Gg. Steinleitner, Tagner und Anna Woitl. Max Herm. Frank, Kaufm. und Marie Joſefine Lachmann. „Karl Hch. Gg. Schwaiger, Diplom⸗Ingen. und Kath. Bobette Schuberth. „Phil. Herweck, Verſ.⸗Agent und Kath. Schneider. Ludwig Brund Päbſt, Buchhalter und Eliſ. Seemann. Martin Hartmann,.⸗A. und Anna Eliſab. Klein. Karl Keller, 51 0 und Emilie Schriller. Johann Baumann, Hafenaufſeher und Anna Barb. Hauck. Andreas Mohr, Eiſenb.⸗Schaffner und Eva Kath. Wechod. üli. Verehelichte: 47 Joh. Lorenz Geiling, Bäcker und Pauline Friedrike Bez. Karl Fror. Haaf, Steinhauer und Friedrike Luiſe Brumm Lorenz Braun,.⸗A. und Karol. Domprobſt 186 Martin Diehlmann,.-A. und Eliſab. Bittlinger. Phil. Adam Brein, Säger und Anna Marg. Roſine Spahl. Jakob Deffren,.⸗A. und Suſanna Stechmeher. Gg. Schuck,.⸗A. und Kath. Karol. Boppel. Martin Röth, Schreiner und Anna Müller. Peter Wagner, Bahnarbeiter und Karol. gafe Jakob Schick, Hafenarbeiter und Marie Schöffel. Jakob Fromm, Speugler und Eliſab. Winkler. Friedr. Stichler, Wagner und Wilhelmine Chriſtine Scholer, Martin Beck, Fuhrmann und Chriſtine Barth. 9 Hoffmann, Schneider und Eliſab. Wanh Geburten: . Noſa, T. v. Sebaſtian Repp, Mälzer. Karol. Eliſ., T. v. Gg. Kieſer, Krahnenführer. Marie Eva, T. v. Hch. Page, Schiffer. Ling Barb., T. v. Joh. Ludw. Seibel, Maurer. Jochaim Wolfgang, S.. 8 med. 2 Tbeodor Kimpel, 5 N Arthur, S. v. David Reis Bofeharb. Kurt 8 5 S. v. Karl Fickeiſen, Malermeiſter. Eliſab., T. v. Ludw. Schreiweis,.⸗A. Aunc Eliſab., T. v. Adam Mottern, Schloſſer. e Guſtav Adolf, S. v. Guſtav Wendel, Joſef, S. v. Joſef Wittemann, Bäcker. Karl Philipp, S. v. Friedrich Wingerter, Brieftröger. Auguſte Berta, T. v. Valentin Herbert, Bureandiener. Paul, S. v. Peter Franz, Mtarer⸗ 4. Franz Friedrich, S. v. Joſ. Mayer, .⸗A. Alfred, S. v. Joh. Reinhardt, Bahnhofarbeiter. Marie Marg., T. v. Joh. Andreas Bärnklau, Woſkeblenz; Otto Robert, S. v. Joh. Meyer,.⸗A. eee Arthur Ludwig, S. v. Joh. Aug. Jotz,.⸗A Albert Jakob, S. v. Albert Wilh. Gottl. Stern, Maurer. Franz, S. v. Keller, Tagner. Willi Aug., S Klara, T. v. Joh. Herbold, Heizer. v. Hch. Kaub, Lokomotivheizer. Dskar Mich., S. v. Karl Hahnenberger, Lackierer. „Oskar, S. v. Ferdinand Malz, Iſolierer. Albert, S. v. Albert Frech, Schloſſer. e Joh. Karl, S. v. Karl Gg. Spohn, Wirt. „Auguſte Aung Amalie, T. v. Karl Alexander Otto Luther, Magazinaufſeher. Frithiof Ernſt, S. v. Dr. Guſtav Ernſt Laudien, Chemiker. Eugen, S. v. Peter Mohra, Fabr.⸗Vorarb. Kathr. Marie, T. v. Hch. Joh. Paßmann, Schiffer. Irma Hedwig, T. v. Wilh. Rath, Rentamtsdiener. 2. Barbara, T. v. Valentin Lingelbach,.⸗A. e e uli. Geſtorbene: Ludwig Eckerk, Maſchinenführer, 42 J. a. „Aug. Friedr. Sehr, Spengler, 35 J Karoline Wilhelmine, T. v. Weikehe e meiſter, 4 M. a. 1 Philipp Jungen, Invalide, 57 J. a. Friedrich, S. v. Friedrich Altmoos, e 2 g. a. „Olga Berta, T. v. Mich. Dubielezyk,.⸗A., 1 J. a. Joſef Effler, Makler, 40 J. a. Eliſab. Sattel geb. Sattel, Ehefrau v. Gg. Sattel, meiſter, 28 J. a. Amalie Eliſab., T. v. Peter Rumpf, Magazinarb., 2 M. a. .Franz Eugen, S. v. Wilh. Schmidt, F.., 4 M. a. Roſa Aloyſia, T. v. Joſ. Ambros Zeitler,.⸗A., 4 M. a. Glaſer⸗ Ludwig, S. v. Jak. Magin,.-., 8 M. a. „Walter Wilh., S. v. Karl Aug. Krauſe, Joh. 3 Leopold, .⸗A., 7 M. a. S. v. Hans Moos, Schreinermeiſter, Fuk S. v. Wilh. Hch. Herborn, Tagner, 9. Mon. Arthur, S. v. Karl Müller, Bierführer, 3. W. Eliſab., T. v. Johs. Weygand,.⸗A., 1 J. 5 5 Eugen, S. v. Karl Ludw. Schumacher, 2 J. „Albert, S. v. Peter Aug. Gorth, Lokomotivführer, 1 J. Maria Horath geb. Ließ, Ehefrau v. Joſef Horath, Werk⸗ meiſter, 65 J. „Herrmann Otto, S. v. Gg. Mich. Wilhelm, Küchenckef, 2 M Emma, T. v. Johs. Magin,.⸗A., 3 W. Atiangesellscnakt fur Eiscn- U. Erunzegfserrt vorm. Carl Flin„ Emerikanerstraßze Telephon 208 u. 18 liefert 0 Bronzen u für Kunsf- und Kunsfgewerbe Srabsckhmuck und Hrchltektur Hschenurnen 15 in echiter Bronze und reicter Huswall. 2 ga7889 7418 1. Irz. Donath, 8 und Anna Maria Werner. 12 — au erbri ef 8 del Icimellster HBuskührung Uleken billight 4 4 44 Dr. 5. Sads.— Buchdruckerei S. M. b. B. Bahn ⸗ —. * el, F. ex, n⸗ er, Mannheim, 11. Juli. Schönheit der Büste iüppige Körper⸗ 25 formen u. ſtraffen wohlentwickelten Buſen erreicht man mit Mega⸗Buſol. Kein unwirkſa⸗ mes Waſſer od. Cream, ſondern tauſendfach er⸗ zrobtes Buſen⸗Nährmittel, herge⸗ Saſtellt nach dem berühmten Lugma⸗ — 95 —— Rezept. Auerkennungen aus erſten Kreiſen. Preis 2,25 Mk Diskret. Verſand. Dr. Schöffer& Co., Berlin 225. 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Die zu dieſem Zwecke ſowie zur Unter⸗ haltung einberufene Verſammlung, wurde vom erſten Vorſitzen⸗ den Herrn Heinrich Weinreich eingeleitet, zuerſt des uner⸗ wartet raſchen Ablebens unſers Ehrenmitgliedes Herrn Redakteur Karl Apfel gedacht, in welchem wir den Verluſt eines liebens würdigen Förderers unſerer karnevaliſtiſchen Ziele beklagen, deſſen Andenken deshalb in unſerer Geſellſchaft in Ehren ge⸗ halten wird. Während dieſes Nachrufes erhoben ſich die An⸗ weſenden von den Sitzen. Sodann ſtreifte er den jüngſten Jour⸗ Fix auf der Reiß⸗Inſel, unſeren Familienausflug mit der Nebenbahn Sonntag, den 12. Juli nach Schriesheim, die uns wieder koſtenlos zur Verfügung geſtellte Beleuchtungslokomobile ſeitens der Firma Heinrich Lanz, Maſchinenfabrik hier, für un⸗ ſere Herbſtpartie, Sonntag und Montag, den 6. und 7. Sept. auf den ſtädtiſchen Rennwieſen, um mit dem Hauptpunkt der Erſatzwahl zu enden, dabei den ausgeſchiedenen beiden Herren, Joſeph Bornhofen und Heinrich Krauß, von welchen der erſtere auf eine 7jährige erfolgreiche Tätigkeit im Feueriorat zurückblicken konnte, lobend gedenkend. Nach kurzer Debatte, an welcher ſich die Herren Mügge, Mansfeld, Brenner, Holm, Betz uſw. beteiligten und in deren Verlauf Herr Krauß erklärte, eine etwa auf ihn fallende Wahl nicht mehr anzunehmen, einigte man ſich dahin, den ſeitherigen ſchaffensfreudigen Erſatzmann Herrn Adrian Schmitt, an Stelle des abweſenden Herrn Boruhofen, zum„Rat“ aufrücken zu laſſen. Als Erſfatz⸗ männer wählte man die Herren Jean Holm, welcher das Kommando über die Prinzengarde beibehält und Heinrich Krauß, da dieſer Herr aber entſchieden ablehnte, trat Herr Gg. Karcher an ſeine Stelle. Der Vorſtand iſt alſo wieder kom⸗ plett und es freut uns feſtſtellen zu können, daß die aus⸗ ſcheidenden Herren ihre Kräfte nach wie vor dem Feuerio zur Verfügun ſtellen wollen. Die Regie übernahm nun für den unterhaltenden Teil, Herr Karl Brenner, welcher mit den Herren Jean De Lank, Otto Zimmermann, Fritz Hirſch, Jakob Fahſold, Schmitt⸗Zippel, Null⸗ meher, den Abend noch äußerſt gemütlich geſtalteten. Nächſte monatliche Mitgliederverſammlung Mittwoch, den 12. Auguſt. (Aus der Feueriokanzlei). * Der Jubiläums⸗Männergeſangverein„Mannheimia“ begeht am 4. Oktober ds. Is. in den geſamten Lokalitäten der„Kaiſer⸗ hütte“ ſein 1. Stiftungsfeſt mit Fahnenweihe. Von ſeiten ges Feſtausſchuſſes werden hierzu ſchon eifrig Vorbeveitungen ge⸗ troffen, welche jetzt ſchon erkennen laſſen, daß der Verein bemüht iſt, die Feier zu einer ünpoſanten zu geſtalten. Für den Nach⸗ mittag iſt u. a. ein großes Gartenkonzert mit geſanglichen Vor⸗ trägen vorgeſehen, an welches ſich der Weiheakt anſchließt. Am Abend findet in den Sälen großer Feſtball ſtatt, bei welchem die durch geſangliche und theatraliſche Aufführungen ausgefüllt werden. * Veterauen⸗Berein Mannheim. Am letzten Sonntag feierte der Verein in den Räumen der„Kaiſerhütte“ ſein 28. Stif⸗ tungsfeſt, verbunden mit Sommerfeſt und Großherzogsge⸗ burtstagsfeier. Der Nachmittag war ausſchließlich den Kinder⸗ ſpielen gewidmet, an denen ſich Alt und Jung ergötzte. Die Hauptfeier des Abends war eine impoſante Kundgebung des Vereins. Nach einem Eröffnungsmarſch trug Fräulein Alt⸗ mann einen ſchwungvollen Prolog vor. Hierauf begrüßte der 1. Vorſitzende, Herr Johannes Kapf, die zahlreich Erſchienenen in herzlicher Weife, wies auf die hohe Bedentung des Tages hin und forderte die Mitglieder auf, treu zu ſtehen zu Kaiſer und Reich. Die patriotiſche Feſtrede hielt das Vorſtandsmitglied Dippolder. unſeren allverehrten Großherzog Friedrich II. unter Hinweis darauf, daß der Geburtstag ein Ehrentag für das ganze badiſche Volk, insbefondere für uns alte Soldaten ſei und ſchloß mit einem dreifachen Hoch auf den Landesfürſten, in welches die Anweſenden begeiſtert einſtimmten. Einen Glanzpunkt des Programms bildeten die Liedervorträge des Frl. Kapf. Nicht minder trug Herr Joſef Horch mit ſeinen herrlichen Deuorſoli zur Verſchönerung des Feſtes bei. Nach der Gabenverloſung fand der übliche Feſt⸗ ball ſtatt, der ſich bis in die Morgenſtunden ausdehnte und ſo den ſchönen Abend aufs angenehmſte beſchloß. Großh. Karl Friedrichs⸗Gymnaſium Mannheim. Anmeldungen zur Aufnahme in unſere Anſtalt für das Schuljahr 1908/09 werden ſchon Freitag, den 17. Juli 1908, vormittags von—1 Uhr auf dem Direktionszimmer (Roonſtraße—6) entgegengenommen. Vorzulegen find Geburtsſcheine, Impfſcheine und letztes Schulzeugnis. Die Aufnahmprüfung findet erſt Dienstag, den 15. September ſtatt. 80447 85 Großh. Gymnaſiums⸗Direktion: J..: W. Kaspari. verein für jüdiſche Geſchichte u. Literatur. Montag, den 13. Juli 1903, abends 9 Uhr im Schulſaal des Clausgebäudes, F 1, 11 kürzlich Der Redner ſeierte in tiefempfundenen Worten 7 Vorkrag in den militäriſchen Vereinen Neckaraus. Auf Einladung der drei militäriſchen Vereine des Stadtteils Neckarau hielt Herr Grundbuchamtsſekretär Mayfarth im Saale„zum Badiſchen Hof“ einen intereſſan⸗ ten Vort rag über„Das Gefecht bei Nuits am 18. Dezemper 1870“%, ſowie„Die dreitägige Schlacht bei Belfort am 15., 16. und 17. Januar 1871“. In leicht verſtändlicher und feſſelnder Form wußte Herr Mapfarth, welcher ſelbſt an dieſen Kämpfen im 3. Bad. Infanterie⸗Regiment mit Auszeichnung teilgenommen hat, die Vorgänge der für die badiſchen Truppen ſo bedeutenden Waffenkämpfe zu ſchildern. Nach einer kurzen Vorgeſchichte über die Anfänge des deutſch⸗franzöſiſchen Krieges erläuterte Redner an der Hand von eigens für dieſen Vortrag von ihm verviel⸗ fältigten Karten den Vormarſch, die Leiden und Strapazen mit ihren endlich folgenden glänzenden Siegen. Ergreifend wirkte die Schilderung über den Tod des Oberſten von Renz, des Leut⸗ nants von Degenfeld, ſowie die Verwundung des Prinzen Wil⸗ helm vom Baden. Nach Beſprechung der Verdrängung der Bour⸗ bakiſchen Armee auf Schweizer Gebiet u. einigen ſtatiſtiſchen Be⸗ merkungen über die Verluſtzahlen auf franzöſiſcher und deutſcher Seite ſchloß der anderthalbſtündige Vortrag mit der Mahnung an alle anweſenden jungen und alten Soldaten, in Treue feſt zu ſtehen zu Kaiſer und Reich, zu Fürſt und Vaterland. Den wohlverdienten Dank ſprach namens der Verſammlung der Vor⸗ ſtand des Militärvereins, Herr Haßler, dem Redner aus und ließ die Anerkennung in einem ſtürmiſch aufgenommenen Hoch auf Herrn Mapfarth ausklingen. 145 Gerichtszeitung Mannheim, 8. Juli.(Strafkammer II.) Vorſitzen⸗ der: Ve Vertreter der Gr. Staats⸗ behörde: Aſſeſſor Mutſchler. W gegen§ 176 Ziffer 3 RStGB. wird der 35 Jahre alte Taglöhner Anton G ehrlein aus Rhein⸗ zabern zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Taglöhner Erwin Huſter, Oskar Bauer, Johann Large, Johann Benz und Franz Weber, ſowie der Schloſſer Jakob Ebelshäuſer erbrachen im Mai ds. Js. mehrere Bauhütken in der Oſtſtadt. In der Karl⸗Ludwig⸗ ſtraße erbeuteten ſie dabei vier Fäßchen Bier, das ſie tranken. In der Maximilianſtraße brachen ſie im Neubau der Villa Krüger eine Werkzeugkiſte auf und nahmen ein paar Schuhe und ein Metermaß an ſich. Bauer nahm außerdem am 18. Mai im Hauſe Mollſtraße 8 ein Frühſtücksſäckchen mit Milch⸗ brödchen weg. Es wird erkannt gegen Huſter auf 6 Monate, gegen Bauer auf 1 Jahr 1 Monat Gefängnis und 1 Woche Haft, gegen Large auf 3 Monate Gefängnis. Je 5 Monate Gefängnis erhielten die Angeklagten Ebelshäuſer und Benz, Weber kam mit 2 Monaten Gefängnis davon. Der 25 Jahre alte Dreher Franz Geble, der homo⸗ ſexuell vernlagt iſt, lockte im November und Dezember v. Is. zwei Lehrlinge zu ſich, die er beim Baden kennen gelernt, und beging an ihnen in ſeiner Wohnung„Schmutzereien 0„Die geheim geführte Verhandlung endete mit der Verurteilung Gebles zu 3 Monaten Gefängnis. Die Lehrlinge wurden eigeſprochen. 8 raffinſerten Heiratsſchwindler iſt das 28 Jahre alte Dienſtmädchen Mina Koch zum Opfer gefallen. Das Mädchen dient ſeit langen Jahren in Mannheim, ſeine Herr⸗ ſchaft ſtellt ihm das beſte Jeugnis aus. Sie hatte noch nie ein Verhältnis, da führte ihr Mißgeſchick ihr in der Perſon des erſten der um ihre Liebe warb, einen Schwindler, wie er im Buche(oder nicht ſelten in der Zeitung) ſteht, über den Weg. Auf der letzten Ottobermeſſe näherte ſich ihr der 28 Jahre alte Taglöhner Franz Münch von hier. Weß Geiſtes Kind er iſt, dafür ſpricht eine Vorſtrafe. Er wurde einmal verurteilt, weil er im Luiſenpark Liebespärchen nachſpür te und dann als falſcher Schutzmann die Mädchen für ſich kaperte. Von ſeiner Frau wurde er aus eigenem Verſchulden geſchieden. Seit Jahren ſtrengt er nun ſein Hirn an, wenn es ſich darum handelt, ohne Arbeit gut zu leben. Er gab dem Mädchen an, er ſei Monteut bei einer Elektrizitätsgeſellſchaft am Fried⸗ Entzückend und abwechslunksreich ist das ab heute im Thalte Theate „, I— erscheinende 80444 neue Programm mit semen 12 Glanznummern 12 General⸗Verſammlung. Wir laden hierzu die verehrl, Mitglieder erg. ein. umschtes U Darlehn zu 50/, Naten⸗ rückzahlung. 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Er brauche 50 Mk. um eine Kaution zu ſtellen. Dann brauchte er wieder Geld um nach Ludwigsburg zu fahren, wo er Stel⸗ lung bei dem Elektrizitätswerk Max Stenger gefunden habe. Er ſprach dabei die Hoffnung aus, daß ihr dieſe Stelle auch paſſe, da ſie dadurch in ihre ſchwäbiſche Heimat komme. Alles in allem brachte er nach und nach das leichtgläubige Mädchen um ihre ganzen Erſparniſſe im Betrage von gegen 1000.; das Sparkaffenbuch mit einer Einlage von 489 M. erhielt er ſogar auf einmal. Zwiſchenhinein machte er einmal einen Abſtecher nach Bad Nauheim, wo eine Schweſter ſeiner„Braut“ in Dienſt ſtand. Dieſer machte er den Dunſt vor, daß er in Frankfurt die Ringe kaufen wolle, da die Hochzeit auf Oſtern ſein ſolle, er brauche aber noch etwas Geld. Die Schweſter lieh ſich von ihrer Herrſchaft 60 M. und gab ſie ihm. Der Angeklagte hatte heute die Stirne, zu behaupten, er habe reelle Heiratsabſichten gehabt. Der Staatsanwalt beantragte 2 Jahre Gefängnis und das Gericht entſprach dieſem An⸗ trage. Ferner wurde auf Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren erkannt. Straferhöhend kam in Betracht die verbrecheriſche Energie, mit welcher der An⸗ geklagte fortgeſetzt die Mina Koch zur Hingabe immer neuer Geldbeträge veranlaßte, dann der Zweck des Betrugs. Der junge, arbeitsfähige und arbeitskräftige Angeklagte griff nur deshalb zum Schwindel, um nichts arbeiten zu müſſen und doch gut zu leben. Auf ganz ſchamloſe Art habe der Angeklagte ein armes Dienſtmädchen um ihre geſamten ſauerverdienten Erſparnißfe gebracht. Weil ihm eine Portion Fiſche zu ſtark geſalzen war, worüber er ſich umſo mehr aufhielt, als die Fiſche nicht von ihm gekauft waren, fing der 29 Jahre alte Fuhrmann Johann Herrmann von Hohenhasbach am 11. Mai ds. Is. in der Wirtſchaft von Auguſt Fröber, U 1, 14 gröblich zu ſchimpfen an. Zuerſt nannte er die Köchin eine..„dann belegte er auch die Wirtin mit dieſem Epitheton mangelhafter Rein⸗ lichkeit. Als die Wirtin dann ihren im Keller arbeitenden Mann herbeirief, machte dieſer kurzen Prozeß mit dem un⸗ angenehmen Gaſt und ſchob ihn ſanft, aber unaufhaltſam zur Türe hinaus. Zwiſchen Tür und Angel zog nun Herrmann in ſeiner Wut einen Dolch hervor und ſtieß ihn dem Wirt in den Unterleib. Wie durch ein Wunder kam der Wirt mit dem Leben davon, aber Schmerzen hat er heute noch. Das Schöffengericht verurteilte Herrmann zu 1 Jahr 6 Mo⸗ naten Gefängnis. Seine Berufung dagegen bleibt ohne Erfolg. coc. Breiſach, 10. Juli. Vom Kriegsgericht der 31. Diviſion wurde ein Soldat des hieſigen Fuß⸗Artillerte⸗ Bataillons Regiment Nr. 18 zu 2½ Jahren Feſtung verurteilt, weil er den Zapfenſtreich überſchritten und beim Einpaſſteren in die Kaſerne den Wachtpoſten tätlich angegriffen hatte. n Aus dem Großherzogtum. * Hundbheim bei Wertheim, 10. Juli. Am Vorabend von Großherzogsgeburtstag verletzte ſich der 38 Jahre alte Küfer Joſef Pahl von hier beim Böllerſchießen ſo ſchwer, daß er in die Univerſitätsaugenklinik nach Heidelberg verbracht werden mußte. Das Geſicht iſt ſtark verbrannt und die Augen ſchwer verletzt. An der rechten Hand wurden ihm drei Finger abgeriſſen, die anderen beiden ſind gebrochen. Sein Zuſtand iſt bedenklich. Der Schuß ging rückwärts los. * Stockach, 10. Juli. Die unglückliche Frau Götz wurde Dienstag beerdigt. Die Sektion der Leiche ſoll ergeben haben, daß jeder Zweifel, ob ein Selbſtmord ſtattfand, ausgeſchloſſen iſt, man nimmt an, daß die Frau im Waſſer erſchlagen wurde. Ein anderer Verdacht als der auf den Ehemann Götz erſcheint nach den Umſtänden ausgeſchloſſen. SC n Iin ſellener Monent nit werig Kapital i. kurzer Zeit vermögend zu werden, bietet ſich dem Käufer des Alleinvertriebsrechtes einer vor⸗ zügl. Erfindung D. R. G. M. zum Patent angem. für ganz Baden oder einzelne Bezirke. 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Sekaunkmachung Bekauntmachung V 5 19˙ ekanntmachung. 8 kkanntmachung. ad ee e ae achng. kel. bonseppatosium 2u Dlasden.8] eeeane. Jahr 190s betr. Nr. 14453 III. Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß die diesjährige Hebammenprüſ⸗ ung für den Landbezirk Mann⸗ heim ſowie die Vororte Käferthal, Waldhof, Neckarau am Montag, den 13. Juli 1908, h nachmittags 4 uhr im Rathausſaal in Maunheim durch den Großh. Herrn Bezirks⸗ arzt Uin Maunheim vorgenom⸗ men werden wird. 13820 Mannbeim, 9. Juli 1908. Großh. Bezirksamt 3: Dr. V. Pfaff. Brkanntmachung. Die Ausſtellung von Fiſcherkarten bekr. No 40121 Ila Die Ortspolizei⸗ dehörden des Landbezirks werden unter Bezugnahme auf 8 50 der Landesfiſchereiordnung vom g. Februar 1888 veauſtragt, ein Verzeichnis über die von ihnen ſeit dem 1. Januar ds. Is. aus⸗ i enden ucdeen. tl, iſt Fehlanzeige zu erſtatten. Die Fiſcherkarten⸗Verzeſchniſſe find nach vorgeſchriebenem For⸗ mulare anzufertigen.— Die Im⸗ preſſen ſind bei der unterzeichneten Behörde erhältlich. 13828 Maunheim, den 4 Juli 19058. Großh. Bezirksamt. Polizeidirektion. Dr. Korn. Belguntmachung. Den Rotlauf in Sandhofen belr. Nr. 15126 III. Im Schweine⸗ beſtand des Küfers Kirſch in Sandhofen iſt der Rotlauf ausgebrochen; Sperre iſt ver⸗ hängt. 13322 Mannheim, 7. Juli 1908. Gr. Bezirksamt III: Dr. V. Pfaff. WMeauntmachurg. Den Rotlauf unter dem Schweineveſtand des Landwirts Büchler in Neckarau, Schulſtraße Nr. 74 betreffend. Nr. 15125 III. Der Rot⸗ lauf im Schweinebeſtande des Landwirts Büchler in Neckarau iſt erloſchen; die Sperre iſt aufgehoben. 13321 Mannheim, 7. Juli 1908. Gr. Bezirksamt III. Dr. V. Pfraff. Sadung. Nr. 8765. Karl Balbach, geboren am 14. Januar 1877 in Heckfeld, verheiratet, katho⸗ liſcher Religion, Arbeiter, zu⸗ letzt wohnhaft in Mannheim O 7, 3 3. Zt. an unbekannten Orten in Amerika wird be⸗ ſchuldigt, daß er als beurlaub⸗ ter Wehrmann der Landwehr im Dezember 1907 ohne Er⸗ laubnis nach Amerika ausge⸗ iſt. 13309 Aebertretung nach§ 360 Ziffer 3.⸗Str.⸗G⸗B. auf Anord⸗ nung des Großh. Amtsgerichs Abt. X hierſelbſt auf: Freitag, 11. Septbr. 1908, vormittags 9 uhr vor das Gr. Schöffengericht hier zur Hauptverhandlun Hauptverh 8 Bei uneniſchuldigtem Aus⸗ bleiben wird derſelbe auf Grund der nach§ 472 Abſ. 2 und 3, Str.⸗P.⸗O. von dem K. Be⸗ Mannheim ausgeſtellten Erklärung vom 5 ai 1908 perurteilt werden. Mannheim, 4. Juli 1908. Der Gerichtsſchreiber Großh. Amtsgerichts Abt. X. Schneider. Hekaunkmachung. Die Alarmierung der 55 Berufsfeuerwehr betr. Nr. 21658 J. Wir bringen hierdurch zur öffenlichen Kennt⸗ nis, daß bei Ausbruch von Bränden die ſtädtiſche Berufs⸗ euerwehr außer durch die öffentlichen Feuermeldeappa⸗ vate auch noch telephoniſch ge⸗ rufen werden kann, zu welchem Zwecke 2 Anſchlüſſe vorhanden ſind und zwar ein Anſchluß an das ſtädt. Fernſprechamt im Kaufhaus und ein weiterer (No. 1890) an das Ortsauit des Fernſprechamtes. Wir erfuchen, im Bedarfsfalle ſoweit möglich, von den Fernſprech⸗ einrichtungen Gebrauch machen. Mannheim, 26. Mai 1908. Bürgermeiſteramt: Martin. zu 314938 etkler...... des Landwirts Büchler in Neckarau Schul⸗ ſtraße No. 74 bett. No. 151257II. Der Rotlauf im Schweinebeſtande des Land⸗ wirts Büchler in Neckarau iſt erloſchen; die Sperre iſt aufge⸗ oben. 13324 Mannheim, den 7. Juli 1908. Großh. Bezirksamt 3: Dr. V. Pfaff. Konkursverfahren. No. 5088. In dem Konkurs⸗ verfahren über das Vermögen der Firma P. Andree Schwarz& Cie., Mann⸗ heim iſt zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwal⸗ ters und über die Erſtattung der Auslagen und die Ge⸗ wäbrung einer Vergütung an die Mitglieder des Gläubiger⸗ ausſchuſſes der Schlußtermin beſtimmt auf: Dienstag, 4. Auguſt 08. vormittags 10 uhr vor dem Amtsgerichte hierſelbſt 2. Stock, Zimmer No. 112. Mannheim, den 7. Juli 1908 Der Gerichtsſchreiber Gr. Amtsgerichts Stalf. 13327 Konlursverfahren. Nr. 6903. Ju dem Konkurs⸗ verfahren über das Vermögen des Schloſſermeiſters Philipp Jakob Schmid in Mannheim iſt in Folge eines von dem Genein⸗ ſchuldner gemachten Vorſchlags zu einem Zwangsvergleiche Ver⸗ gleichstermin ſowie eventl. Ter⸗ min zur Abnahme der Schluß⸗ rechnung des Verwalters aube⸗ rauut auf: Donnerstag. 30. Juli 1908 vormittags 11 uUhr vor dem Amtsgerichte hier(2. Stock, Zimmer Nr. 113). Der Vergleichsvorſchlag iſt auf der Gerichtsſchreiberei(3. Stock, Zimmer Nr. 138) zur Einſicht der Beteiligten niedergelegt. Mannheim, den 6. Juli 1908 Der Gerichtsſchreiber des Großh. Azitsgerichts IV:“ Schwab. 13828 Aonkurgverfahren. No. 6764. In dem Konkurs⸗ verfahren über das Vermögen des Kaufmanns Abraham Sperber in Mannheim, jetzt in Charlottenburg, iſt Termin zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen be⸗ ſtimmt auf: Donnerstag, den 6. Auguſt, vormittags 11 uhr vor dem Gr. Amtsgericht VI, Stock, Zimmer No. 113). Mannheim, 3. Juli 1908. Der Gerichtsſchreiber Großherzogl. Amtsgerichtes: Schwab. 13330 Deffentliche Zuſtellung einer Alaze. Nr. 6019. Die Firma Zerbe & Kaufmann, Herrengarde⸗ robegeſchäft zu Mannheim, Prozeßbevollmächtigter:Rechts⸗ anwalt Meisner in Würzbur klagt gegen den Kiß Lajos, Direktor einer herumziehenden 2 ungariſchen Muſikkapelle aus Budapeſt, zur Zeit unbekannten Aufenthalts, aus Lieferung von Kleidungsſtücken und Vor⸗ nahme von Reparaturen an ſolchen lt. Rechnung mit dem Antrage auf vorläufig voll⸗ ſtreckbare Verurteilung zur Zahlung von 288 Mk. 75 Pig. nebſt 4% Zinſen ſeit dem Klagezuſtellungstage. Die Klägerin ladet den Be⸗ klagten zur mündlichen Ver⸗ handlung des Rechtsſtreits vor das Großh. Amtsgericht zu Mannheim, Abt. V, auf Donnerstag, 15. Okt. 1908 vormitiags 9 Uhr I. Obergeſchoß, Saal D. Zum Zwecke der öffentlichen Zuſtellung wird dieſer Auszug der Klage bekannt gemacht. Mannheim, 7. Juli 1908. Der Gerichtsſchreiber Großh. Amtsgerichts v: Stroh 13329 Zwangs⸗Verſteigerung. Montag, den 13. Juli 1908, nachmittags 2 uhr werde ich im Pfaudlokal hier, gegen bare Zahlung im Voll⸗ ſtreckungswege offentlich verſtei⸗ ern: 6269 1 Damenfahrrad beſtimmt, ſo⸗ wie Möbel und Sonſtiges. Maunhelm, den 11. Jult 1908. an Mitglieder der freiwilligen Nr. 27676J. Feuerwehren betr. Ich bringe hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß das von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog für Mit⸗ glieder der freiwilligen Feuerwehren geſtiftete Ehrenzeichen an nachgenannte Feuerwehrleute verliehen worden iſt: für 40 jährige Dienſtzeit: Auguſt Kieriem bei der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim, für 25 jährige Dienſtzeit: Peter Dann bei der Freiwilligen Jeuerwehr Mannheim, Wilhelm Kraus„„ 1 Georg Kreuzer„„ 2 15 2 Wilhelm Ehmann bei der Bahnhofsfeuerwehr Mannheim, Wilhelm 1155 5 5 Joh. Wo lfahrt Strecker 55 75 55 Johann Hofmann bei der Freiwilligen Feuerwehr der chem. Fabrik Rhenania in Rheinau, Fritz Vögele bei der Fabrikfeuerwehr der Firma C. F. Böhringer& Söhne in Waldhof, Nikolaus Rößling bei der Fabrikfeue rwehr der Firma C. F. Böhringer& Söhne. Valentin Schenkel bei der Fabrikfeuerwehr der Firma C. F. Böhringer& Söhne, Johann Adam Beckenbach bei der Fabrikfeuerwehr der Spiegelmanufaktur Waldhof, Gottfried 118 15 bei der Fabrikfeuerwehr der Spiegelmanu⸗ faktur Waldhof. ** *7 Peter Martin Würz bei der Fabrikfeuerwehr der Spiegel⸗⸗ manufaktur Waldhof, Georg Meyer bei der Fabrikfeuerwehr der Spiegelmanu⸗ Feung keee bez der Abe eneweh d ranz Rieder bei der Fabrikfeuerwehr der Spiegelmanu⸗ faktur Waldhof. 75 Mannheim, den 9. Juli 1908. Der Großh. Amtsvorſtand: Dr. Clemm. Bekianntmachung. Die Verleihung des Ehrenzeichens „Für treue Arbeit“ betr. Nr. 27673 I. Ich bringe hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß im Namen Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs das durch Höchſt. Landesherrliche Verordnung vom 11. No⸗ vember 1895 geſtiftete Ehrenzeichen„Für treue Arbeit“ durch Entſchließung Großh. Miniſteriums des Innern vom 19. bezw. 22. Juni und vom 5. Juli d. Is. den nachgenannten Arbeitern und männlichen Dienſtboten verliehen wurde: 1. Lukas Schröder bei C. F. Böhringer und Söhne in Waldhof; 2. Johann Herm bei C. F. Böhringer und Söhne in Waldhof; 3. Johann Greiner bei Joſef Vögele, Maſchinenfabrik, hier; 13326 4. Ferdinand Nufer bei Heinrich Lanz, Maſchinenfabrik, hier; 5. Jakob Manſe!n!& 6. Nikolaus Simon„„ 975 15 75 7. Jakob Dexheimer 5 7*„ 8. Johann Gollmart 7 1* 10 9. Georg Gollmart 17 1 17 10. Friedrich Schmied,** 0 17 11. Leonhard Eckert„ 17 10 1 12. Karl Lutz 17 1 13. Joſef Wickenhäuſer,„ 7„ 14. Karl Beſt„ *** 15. Adam Hufnagel bei Georg Karl Zimmer hier; 16. Auguſt Mitſch„„„ 17 17. Karl Kölbel bei Guido Pfeifer, Hofpelzhandlung, hier; 18. Peter Bitz bei Hugo Hauſer, Möbelfabrik; 19. Karl Kremer bei Philipp Braun, Baugeſchäft; 20. Jakob Arnold, bei der Rhein. Gummi⸗ und Celluloid⸗ fabrik Neckarau; Karl Plötz bei der Rhein. Gummi⸗ und Celluloidfabrik Neckarau; Chriſtian Jäger bei der Mannheimer Gummi⸗Guttapercha⸗ und Asbeſtfabrik; Hermann Fröbel bei der Möbel⸗ und Stuhlfabrik von Hugo Hauſer hier; Lidwig Daneker bei der Zuckerraffinerie hier; Simon Brand bei der chem FahrikLindenhof C. Weyl& Co.; Fritz Dammbach bei der Dörflinger'ſchen Achſen⸗ und Federnfabriken..⸗G.; Heinrich Grohe bei der Stadtgemeinde; Paul Volk bei der Staſtgemeinde; „Georg Buſalt bei der deutſchen Sieinzeugwarenfabrik für Kana iſatton und Chem. Induſtrie in Friedrichsfeld auf Gemarkung Seckenheim; „Konrad Kilcher bei der Schiffs⸗ und Maſch' neubauaktien⸗ geſellſchaft; Johannes Klebei I bei Verein Chem. Fabriken hier. Hubert 055 bei der Mannh. Eiſengießerei und Maſchinen⸗ bau.⸗G.; Joſef Meng bei der Mannh. Eiſengießerei und Maſchinen⸗ bau.⸗G.; „Joſef Klump bei der Mannh. Eiſengießerei und Maſchinen⸗ bau.⸗G. Mannheim, den 10. Juli 1908. Der Groſſh. Amtsvorſtand: Mingenroth, Soherr& 0. 13324 MANNHEINM—-N 3,.— Provisionsfreier Scheck-Verkehr. Jederzeit ohne Kündigung rückzahlbare Einlagen Werden zu gutem Satze provisionsfrei verzinst. Die Schecks sind hier und an allen grosseren Plätzen Deutschlands kostenfrei zahlbar. 6275 Provisionsfreie Depositengelder wWerden je nach! Kündigungsfrist zu höheren Sätzen verzinst. Laufende Rechnungen mit Gewährung von Bankkredit unter günstigen Beling ungen. Kauf und Verkauf von Wertpapieren. zu billigsten Sätzen. Abteilung für nicht notierte Werte. Panzer- gewölbe mit Safes zur Aufbewabrung von Wertgegenständen. ſelbſigebaute vorzügl. Qualität, 65, 60, 70 Pfg. d. Lir. b. 20 tr. Proben von 5 Lix. nach Maunzeim frei ins Haus. L. Müller, Weingstsbtſihtr Diugler, Gerichtsvollzieher. 9 dad anlfa ſſte des Uebungs⸗Kommandos und der ober⸗ und unkex⸗ a der Sitzung und zwar ſchon von vormittags ab Pläne im 53. Schulfahr. Alle Fücher für Musik und Theater. Volle Kurse und Einzelfächer. Eintritt ſederzeit. Haupteintritt I. Sebt.und I. April. Prospekte dürch das IDirektorium. Rheinſchiffahrt. Nachſtehende Bekanntmachung bringen wir zur Kenntnis der Schiffahrtsintereſſenten. 0 5 Mannheim, den 7. Juli 1908. Großzh. Rheinbauinſpektion: „epn. 13319 Belanntmachung für die heinſchiffahrt. „Die Schiffahrttreibenden werden hierdurch benachrichtigt, daß durch die Herſtellung einer Hülfsbrücke die lichte Höhe der in dem Aufſtellungsgerüſt der erſten(linksſeiti en) Stromöffnung der feſten Rheinbrücke bei Cöln freigelaſſenen 30 m weiten Durchfahrtöffnung vom 6. Juli dieſes Jahres ab auf die Dauer von vier Wochen wird eingeſchränkt werden. Die Unterkante der Hülfsbrücke wird auf +. 12,54 m am Cölner Pegel, mithin 4,06 m tiefer wie die Unterkante der eiſernen Ueberbauten der feſten Rheinbrücke gelegt werden. Coblenz, den 4. Juli 1908. Der Ober⸗Präſideut der Rheinprovinz. Chef der Rheinſtrombauverwaltung. Im Auftrage: Momm. Rheinſchiffahrt. Nachſtehende Bekanntmachung bringen wir zur Kennknis der Schiffahrtsinterreſſenten. Mannheim, 10. Juli 1908. Gr. Rheinbaninſpektion: J..: W. Kern. Bekanutmachung für die Aheinſchiffahrt. Das Badiſche Plouſer⸗Batatllon Nr. 14 wird in der nächſten Zeit folgende Rheinüberbrückungen vornehmen: am 21. und 22. Juli beim Altenheimerhof, am 24. und 25. Juli bei Marlen, am 27. Juli bei Marlen, am 28., 29. und 30. Juli in der Nähe des Waſſer⸗ bungsplatzes Em 121,5 badiſch) 6 Der Brückenſchluß wird vorausſichtlich jeweſls von 11—1 Uhr auern. Durchſchlupfe am Ufer für kleinere Fahrzeuge werden angelegt. Während des Brückenſchluſſes iſt die Durchfahrt durch die Brilcke nur geſtattet. wenn der hierfür im Fahrwaſſer geöffnete, etwa 20 mebreite Durchlaß mit zwet welß⸗roten Flaggen bezeich⸗ net iſt. 804⁴⁵ An der nicht geſchloſſenen Brücke dürſen im Talweg Fahr⸗ zeuge vorbeifahren, ſolange eine weißrrote Flagge aufgeſtellt iſt. Gemäß 8 Ziffer 9 der Nheiuſchiffahrtspolizeiordnung haben die Schiffahrttrelbenden zur Vethütung von Beſchädigungen und Unfällen der vorſſehenden Anordnung, ſowie den beſonderen ört⸗ aufgeſtellten Wahrſchauer Folge zu leiſlen. Offenburg, den 6. Juli 15 5 Großh. Rheinbauinſpektion. Einladung. Zur Verſammlung des Bürgerausſchuſſes wurde Tag⸗ fahrt auf Dienstag, den 21. Juli 1908, machmittags 3 uhr in den großen Rathausſaal, Litera F 1, 5 dahier anberaumt. Die Tagesordnung enthält folgende Gegenſtände: 1. Dienſtvertrag des Bürgermeiſters Dr. Julius Finter. 2. Dienſtverhältniſſe des Reviſionsſekretärs Heinrich Kle⸗ mann. 3. Erwerbung und Verpachtung von Liegenſchaften. 4. Herſtellung der Angelſtraße II. Teil im Stadtteil Neckarau von Grundſtücksgrenze Lgb.⸗Nr. 10428 bis zur Dammſtraße und III. Teil von der Wilhelm Wundtſtraße bis zur Plinauſtraße. Erſtellung weiterer Bedürfnisanſtalten. „Verkauf eines Bauplatzes an die Oberrheiniſche Ver⸗ ſicherungsgeſellſchaft in Mannheim. Verwendung der Sparkaſſenüberſchüſſe des Jahr. 1907. Verlängerung der Verwendungsfriſten für außerordent⸗ liche Bewilligungen. „Eigentumsverhältniſſe des Rathausturmes und der Kramlädchen vor der Unteren Katholiſchen Pfarrkirche am Marktplatz. Die Herren Mitglieder des Bürgerausſchuſſes werden zu der bezeichneten Verſammlung ergebenſt eingeladen. Zu Ziffer 3, 4 u. 6 der Tages⸗Ordnung ſind am Tage 8 Sitzungsſaale ausgehängt. Mannheim, den 10. Juli 1908. 31610 Der Stadtrat: Martin. Klemann. ntmachung. Die Vergebung der Karuſſellplätze Sekan in Seckenh⸗ im betr. Die Plätze für Aufſtellung eines Karuſſells in Seckenheim und eines ſolchen in Rheinau an den Kirchweihtagen 18. und 19. Oktober 19033 werden in Submiſſtonswegen vergeben. Schriſtliche Angebote für den Platz in Seckenheim und Rheinau getrennt ſind bis längſtens 20. Juli d. Is, an den unter⸗ zeichneten Gemeinderat einzureichen. 80371 Seckenheim, den 16. Junf 1908. Gemeinderat Ralſchreiber Volz. Ritter. Anfertigung und Lager von Flaggen und Dekor.- Stoffen SIIeD A F 2 0 ross fichf..Stter Hotwein KLudwigshaten, „ 34.„ga. und Donnerstag, den 16. Juli ds. Is., nachmittags 2 Uhr findet im Straßen⸗ bahndepot beim Panorama im Zimmer No. 7 die Verſteigerung der in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 1907 im Be⸗ reiche der Straßenbahnen ge⸗ fundenen und nicht abgeholten Gegenſtände ſtatt. Zur Verſteigerung gelangen: 194 Herren⸗ und Damen⸗ ſchirme, 42 Spazierſtöcke, 57 P. Handſchuhe, 65 Portemonnagies mit und ohne Inhalt, 1 Herren⸗ und 1 Damenuhr, 1 Opern⸗ glas, 5 Ringe, 7 Broſchen, 11 Zwicker, 2 Brillen, 1 Servis (ärztl. Inſtrumente), Taſchen⸗ meſſer, 26 Damenhandtäſchchen 3 Reiſetaſchen, 1 Handkoffer, Schul⸗, Geſang⸗ und Gebet⸗ bücher, Hüte, Mützen, Wäſche u. ſonſtige Kleidungsſtücke e. Mannheim, 1. Juli 1908. Städt. Straßenbahnamt: Löwit. 81590 Verſteigerung. Mittwoch, den 15. Juli, u. den dgrauffolgenden Freitag, nachmiitags von 2 ÜUhr an, findet im Verſteigerungslokal des hieſigen ſtädtiſchen Leihamts, Litera 0 5, 1— Eingang gegen⸗ über dem Schulgebäude— die öffentliche Verſteigerung ver⸗ fallener Pfänder gegen Var⸗ zadlung ſtatt. Die Uhren⸗, Gold⸗ und Silberpfänder lonmen Frei⸗ tag, den 17. ds. Mis., nach⸗ unttags von 2 Uhr an zum Ausgebot. Das Verſteigerungslokal wird jewetls um ½2 Uhr geöſſnet. Kindern iſt der Zutritt nicht geſtattet. 31588 Manuheim, 1. Jult 1908. Städtiſches Leihamt.“ Zwangsverſteigerung. Nr. 4765. Im Wegeder Zwangs⸗ vollſtreckung ſoll das in Mann⸗ heim belegene, im Grund⸗ zuche von Maunheim zur Zeit der Eintragung des Verſteiger⸗ ungsvermerkes auf den Namen des JZohann Karld Schneidernieiſter in Mar eingetragene, nachſtehend beſ. beue Gruündſtück am Mittwoch, den 15. Juli 1908, vormittags 9½ Uhr, durch das unterzeichnete Notarlat in deſſen Dienſträumen B 4, 8 in Maunhelm verſteigert werden. Der Verſteigerungsvermerk iſt am 31.März 190s in das Grund⸗ buch eingetragen worden. Die Einſicht der Mitteilungen des Grundbuchamts ſowie der übrigen das Grundſtück betrefſen⸗ den Nachweifüngen, iusbeſondere der Schätzungsurkunde ſſt jeder⸗ maun gesattet. 8 79451 Es ergeht die Auſſorderung, Rechte, ſoweit ſie zur Zeit der Eintragung des Verſteigerungs⸗ vermerkes aus dem Grundbuch nicht erſichtlich waren, ſpäteſtens im Verſteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten au umelden und, wenn der Gläubiger widerſprichk, glaubhaft zu machen widrigen⸗ alls ſie bei der Feſiſſellung d des Verſteigerungserlöſes der Anſpruche des Gläubigers den übrigen Rechten nachge werden.„„„ Diejenigen, welche ein der Ver⸗ ſteigerung entzegenſtehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuſchlags die Aufhebung oder einſtwellige Einſtellung des Verfahrens her⸗ beizuführen, widrigenſalls für das Recht der Verſieigerungs⸗ erlös au die Steiſe des ver⸗ ſteigerten Gegenſtandes tritt. Beſchreibung des zu verſleigernden Grundſtücks: 5 Grundbuch von Mannheim, lints mit 15 44 000 geſchätzt zu 4. Maungeint. 555 6. Mai! Gr. Notariat Mannheim als Vollureckungsgericht. Dr. Elfaffſer. Zwangs⸗Berſteigerung. Montag, den 13. Juli 1908, nachmittags 2 uhr ſcheere, 1 Lochſtanze, ein Pianino, 1 Büfett und ein Fahrrad u. Verſchiedenes. 78⁴ Mannheim, 13 1 190 Haag, Gerichtsvollzte Bürgerhoſpital.— Verantwortlicher Redakteur: Franz Kircher.— Bruck und Vertrieb: Dr. H. 5 Haas'ſche Buchdruckerel. G. m. b 14. Seite. General⸗Anzeiger. (Abendblatt.) 7* Akheits⸗Vergebung. Für den Kaufhaus⸗Umbau (Stadtverordnetenſaal) ſollen die Verputz⸗ und Antragſtuck⸗ Arbeiten, in künftleriſcher Ausführung, im Wege der öffentlichen Ausſchreibung ver⸗ geben werden. 31609 Angebote hierauf ſind ver⸗ ſchloſſen und mit entſprechen⸗ der Aufſchrift verſehen, bis ſpäteſtens Donnerstag, 23. Juli 1908, vormittags 11 Uhr an die Kanzlei des unter⸗ zeichneten Amts(Ecke Breite⸗ und Marienſtraße, 3. Slock), einzureichen, woſelbſt auch die Angebotsformulare gegen Er⸗ ſatz der Umdruckkoſten abge⸗ geben werden und die Eröff⸗ nung der Angebote in Gegen⸗ wart etwa erſchienener Bieter erfolgt. Mannheim, 10. Juli 1908. Städt. Hochbauamt: Perrey. Mbeitsbergehung. Für den Kaufhaus⸗Umbau (Stadtverordnetenſaal) ſollen die Glaſerarbeiten im Wege des öffentlichen Angebots ver⸗ geben werden. Angebote hierauf ſind ver⸗ ſchloſſen und mit entſprechen⸗ der Aufſchrift verſehen bis ſpäteſtens 31608 Mittwoch, den 22. Juli, bvormittags 11 uhr auf der Kanzlei des unter⸗ zeſchneten Amis(Ecke Marien⸗ und Breiteſtraße, 3. Stock) ein⸗ zureichen, woſelbſt auch die Angebote in Gegenwart etwa erſchienener Bieter eröffnet werden. „Die Angebotsformulare ſind im Rechnungsbüro erhältlich. Mannheim, 7. Juli 1908. Städt. Hochbauamt: Perrey. Duffentliche Verſteigerung. Montag, 13. Juli 1908 und ſo fort jeweils nachm. 2 Uhr werde ich im Pfand⸗ lokale Q 4, 5 hier, gemäß § 1219 des B. G. B. gegen Barzahlung öffentlich ver⸗ ſteigern: 62547 Medizinalweine, Cognac, Chocolade⸗ und Zuckerwaren u. a. m. 62547 Sowie im Anſchluß an Ort und Stelle, 3 Ladenſchränke und 1 Schaufenſtereinrichtung. Mannheim, 10. Juli 1908. Nopper, Gerichtsvollzieher. Zwangs⸗Merſteigerung. Montag, den 13. ds. Mts. nachmittags 2 Uhr werde ich in dem Pfandlokal 4, 5 im Vollſtreckungswege gegen bare Zahlung öffentlich verſtetgern: 62692 1 Pferd, 1 Wagen, Möbel verſch. Art u. 1 Photographie⸗ Apparat. Manmheim, 11. Juli 1908. Belz, Gerichtsvollzieher. Ratſchreiberſtelle. Die Stelle des hieſigen Ver⸗ waltungsratſchreibers iſt auf 1. Oktober l. Is. neu zu be⸗ ſetzen. 80387 Für dieſe Stelle iſt nach diesſeitigem Gehaltstarif ein Anfangsgehalt von 1800 M. und ein Höchſtgehalt von 3200 M. und 0 Ge⸗ bührenbezug vorgeſehen. Geeignete Bewerber, wollen ihre Eingaben unter Angabe der Gehaltsanſprüche und Vor⸗ lage der Zeugniſſe und Lebens⸗ lauf bis ſpäteſtens 31. Juli ds. Is. dahier einreichen. Seckenheim, 7. Juli 1908. Der Gemeinderat, Volz. Faſſelvieh⸗Verſteigerung. Die Gemeinde läßt(80452 Donnerstag, 16. Juli 1908 vormittags 11 Uhr auf dem Rathauſe dahier einen gut gemäſteten, zum Sprung untauglich gewordenen Ochſen und einen Eber öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigern. Anzuſehen iſt der Ochſe im Faſſelſtall dahier, der Eber bei Jakob Delp in Hüttenfeld. Lampertheim, 10. Juli 1908. Großh. Bürgermeiſterei Lampertheim: Borheimer. fermischtss-N Mr. Praddrg-Niguet Consul de France aura Phonneur de recevoir les Frangais demeurant ou de passage à Mannheim de Mardi 14 Juillet IIheures du matin au Consulat, Handelshochſchulftipendien. Nr. 24460 J. Nachſtehend bringen wir die vom Stadtrat Mannheim am 4. Juni 1908 erlaſſenen Beſtimmungen über die Vermendung der Erträgniſſe der Karl Teoni-Stiftung zur öffentlichen Kenntnis: Artikel J. Herr Konſul Karl Leoni in Mannheim hat am 9. April 1898 aus Anlaß ſeines fünfzigjährigen Kaufmanns⸗Jubiläums der Stadtgemeſnde Mannheim eine Schenkung im Betrage von M. 35 000.— zugewendet, deren Kapital getrennt vom Grundſtocksvermögen der Stadt zu verwalten iſt und deren Erträgniſſe zu verwenden ſind zur Unterſtützung braver tüch⸗ tiger Schüler aus Mannheim, welche Neigung zum kauf⸗ männiſchen Berufe haben, der Mittel jedoch entbehren, um ſich die wiſſenſchaftliche Ausbildung hiefür anzueignen. Dieſem ſo gebildeten Vermögensgrundſtock hat Herr Konſul Karl Leont anläßlich der Feier ſeines 70. Geburts⸗ tages am 17. Juli 1902 eine weitere Schenkung von M. 35 000,— zugewendet. Eine dritte Schenkung im Betrage von M. 30 000.— erfolgte im Jahre 1904 von Seiten der Kinder des Herrn Karl Leont, vertreten durch Herrn Konſul Ernſt Leoni in Mannheim zum Andenken an ihre verſtorbenen Eltern. Die Stadtgemeinde hat dieſe Schenkungen mit Staats⸗ genehmigung angenommen. Infolge Zuſchlags der bisher nur teilweiſe zur Ver⸗ wendung gelangten Zinſen iſt das Kapital inzwiſchen auf rund Me 118 000.— angewachſen. 5 Artikel II. Die Gewährung ber Unterſtützung erfolgt in der Weiſe, daß a) für Schüler der in Mannheim beſtehenden Handels⸗ mittelſchule mit Ausſchluß derjenigen der Unterſtufe lentſprechend den Klaſſen VI, J und IF einer Realmittelſchule), J den Schülern einer etwa in Mannheim errichtet werdenden Handelsvorſchule, welche in ganztägigem Unterricht den Lehrſtoff der Handelsfortbildungsſchule vermiſtelt, e) den Beſuchern(Studierenden und Hoſpitanten) der in Mannheim beſtehenden Handelshochſchule die an die Schulkaſſe zu leiſtenden Vergütungen(Schul⸗ geld, Eintrittsgeld, Prüfungsgebühren und dergl. übernommen und die Lehrmitlel beſchafft werden Daneben kann den durch Fleiß, Fortſchritt und gutes Betragen hervorragendſten Stipendiaten, welche vermögens⸗ 10 2175 a 80 verarmter Eltern n Unter ngsbeitrag bis zu je M. 240.— 285 19 8 „Die Erträgniſſe der Schenkung ſollen im Allgemeinen zu je ein Drittel auf die Schüler der drei genannten Handels⸗ lehranſtalten verteilt werden; doch kann, inſofern und inſo⸗ lange an der einen oder anderen derſelben ein größeres Bedürfnis beſteht, und namentlich ſolange die Hanbelsvor⸗ ſchule nicht eingerichtet iſt, gemäß Beſchluß der Stipendien⸗ kommiſſion auch eine anderweitige Verteilung eintreten. Artikel III. Die zu berückſichtigenden Schüler müſſen die Reichs⸗ angehörigkeit und in Mannheim den beſttzen, im letzten Schulzeugniſſe vor der Bewerbung minde⸗ „gut' ſowie die Note„gut“ in den 2* mittelt ſein.. 0 Artikel IV. Die Unterſtützungen werden alljährlich verli diefenigen der Handelsmittel⸗ und Vorſchte 95 88 16. Dezember— den Todestag des Herrn Konſul Leoni— jene der Handelshochſchule zweimal und zwar auf den 13. ge 5 17. Juli— Geburtstag des Herrn Leoni—— iezu et jeweils d deng jewe er geſamte Zinſenreinertrag ie bis zum erſten Jahre der Verteilung al Zinſen, ſowie die infolge mangelnder Beterhunt nicht zur Verteilung kommenden Erträgniſſe werden dem Vermögensgrundſtock zugeſchlagen. Aptikel V. Im Falle andauernder Bedürftigkeit und des V d ſeins der ſonſtigen Suremeſehren ſollen die Be⸗ e bent t werden, bis ſie aſſen, bezw. das oberſte S ö fenden Lehranſtalt beſucht haben. 5„ Artikel VI. „ Dle Verleihung der Unterſtützung geſchieht durch eine aus 3 Mitgliedern— dem jewelligen der Stadt Mannheim als Vorſitzenden, dem Schenkgeber oder einem direkten volljährigen männlichen Nachkommen desſelben und dem Leiter der Unterrichtsanſtalt, welcher die Stipendien⸗ bewerber angehbren— beſtehenden Kommiſſion. n Ermangelung direkter Nachkommen des Schenkgebers 152 80 A ber en vom Stadtrat aus er Kauftente nach den ſtädtiſchen Erneuerungs⸗ wahlen für je 3 Jahre zu e 725 Artikel VII. Von Unterſtützten, welche ſich ſpäterhin nicht d männiſchen Berufe widmen, ſowie 15 ſolched, ehe beheber aupfee micerſalen. Enenel Seesſlae 1 gene r i ſoll Hienbn if vel begründet„ ievon iſt bei Zuwei Gröffenmmg mn 15 eiſung der Unterſtäzung den Bedachten Mannheim, den 7. Juli 1908. Das Nuratorium der Handelshochſchule: Martin, 31611 8 Seeger. Wein⸗ u. Hiqueur⸗ Sfiquetten Frühſtückskarten, Weinkarten empflehlt dle Dr. B. Baaschke Buchidruckerei g. m. b. B. Kirchen Anſagen. Epangeliſch⸗proteſtantiſche Gemeinde. Sountag, den 12. Juli 1908. Trinitatiskirche. Morgens ½9 Uhr Predigt, Herr Stadtvikar Dr. Fineiſen. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadtpfarrer Achtnich. Morgens 11 Uhr Kindergottesdienſt, Herr Stadtpikar Krapf. Nachmittags 2 Uhr Chriſteſtlehre, Herr Stadtpſarrer Achtnich. Concordienkirche. 10 Uhr Predigt, Herr Stadt⸗ pfarrer Simon. Morgens 11 Uhr Kindergotſesdienſt, Herr Stadt⸗ vikar Müller. Nach ittags 2 Uhr Chriſteülehre, Herr Stadtpfarrer Simon. Abends 6 Uhr Predigt, Herr Stadtolkar Roland. Lutherkirche. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadtpoikar 1 Morgens 11 Uhr Kindergottesdienſt Herr Stadtvlkar uhm. Friedenskirche. Morgens ½ Uhr Ehriſtenlehre für Knaben, Herr Sladipfarrer Höhler. Moraens 1o Uhr Predigt, Herr Stadt⸗ 9 Kirchenstrasse. 62614 vikar Höfer. Morgens 11 Uhr Chriſtenlehre, tadipf von Slße und Höbler. ir Ebriſteulehte. Herr Stadtpfarrer JJſames Baden iim Freibad, gut beleumundet und unbe; des kathol. Arbeitervereins. Johanniskirche Lindenhof. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadtolkar Rolaud. Morgens 11 Uhr Kindergottesdienſt, Herr Stadtvikar Roland. Heinrichanz⸗Krankenhaus Lindenhof. Morgens/ 11Uhr Predigt, Herr Stadtplarrer Klein. Neckärſpitze. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadtvikar Dr. Fineiſen. Morgens 11 Uhr Kindergottesdienſt, Herr Stadt⸗ pikar Dr. Fineiſen. 25 11 Wohlgelegen. Morgens ½10 Uhr Predigt, Herr Stadtpfarrer ein. Diakoniſſenhauskapelle. Morgens ½11 Uhr Predigt, Herr Piagrrer Küblewein. Fladimiſfion. Evang. Vereinshaus K 2, J0. Sonntag, 11 Uhr: Sonntagsſchule. 3 Uhr: Allgemeine Erbauungsſtunde, Stadtmiſſionar Mühlematter 5 Uhr: Jungfrauenverein(Bibel⸗ und Geſangſtunde). Montag,—5 Uhr: Frauenverein(Arbeitsſtunde). Donnerstag, 8 Uhr: Jungfrauenverein(Arbeitsſtunde). reitag ½9 Uhr: Probe des Geſangvereins„Zion“. amstag,—2 Uhr: Pfennigſparkaſſe der Sonntagsſchule. 59 Uhr: Vorbereitung zur Sonntagsſchule. Schwetzingerſtadt, Schwetzingerſtraße 124. Sonntag, nachm. 1 Uhr: Sonntagsſchule, abends ½9 Uhr: Vortrag von Herrn Molitor, Stuttgart. Montag, 8½ Uhr: Gemiſchter Chor. 5 Samstag, ½9 Uhr: Chriſtl. Verein junger Männer. Neckarſtadt, Gärtnerſtraße 17. Sonntag, 11 Uhr: Sonntagsſchule. Dienstag. ½9 Uhr: Allgemeine Bibelſtunde. Lindenhof, Bellenſtraße 52. Sonntag, morgens 8½ Uhr: Sonntagsſchule. Freitag, ½9 Uhr: Allgemeine Bibelſtunde. Zn den allgemeinen Bibelſtunden der Stadtmiſſton iſt Jedermann freundlich eingeladen. Evang.⸗lutheriſcher Gottesdienſt. Diakoniſſenhauskapelle, F 7, 29. Sonnſag, den 12. Juli 1908(4. Sonntag n. Trinitalis) nachm. 5 Uhr Predigt, Herr Pfarrer Greiner aus Rothenberg. 7 Cuang. Mlänner⸗ u. Jünglingsperein. E. 9. Wochenprogramm vom 12. Juli bis 18. Juli 1908. Sonſtag, 12. Juli. Aeltere Abteilung: Familienausflug nach Schlierbach—Weißenſtein—Siebenmühlenthal, Abfahrt.12 vom Hauptbahnbhof. Jugend⸗Abteilung: nachmittags 3 Uhr: Gemein⸗ nachm. ½8 Uhr Vortrag. Thema: Erinnerungen an eine Wanderung durch dan Schwarzwald. 1 13. Juli. Abends ½9 Uhr: Bibelſtunde der älteren lbteilung. Dienstag, 14. Juli. Abends ½9 Uhr: Turnen im Gr. Gynt, naſium, abends—9 Uhr: Eugliſcher Sprachkurs von Herrn Dr. Weber⸗Diſerens. Mittwoch, 15. Juli. Abends ½9 Uhr: Probe des Poſaunenchors. Donnerstag, 16. Juli. Abends 9 Uhr: Probe des Männer⸗ chors. Abends /9 Uhr: Spiel⸗ und Leſeabend der Jugend⸗ Abteilung. Freitag, 17. Jull. Abends ½9 Uhr: Bibelſtunde der Jugend⸗ Abteilung, abends—9 Uhr engliſcher Sprachkurs von Herru Dr. Weber⸗Diſerens. Samstag, 18. Juli. Abds. 9 Uhr: Gebetsvereinigung in Us, 28. Jever chriſtlich geſiunte Mann und Jüngling iſt zum Beſuch der Verfammlungen herzlich eingeladen. Nähere Auskunft erteilen der 1. Vorſitzende, Bauführer Klos, Eliſabethſtr. 3. Der 2. Vor⸗ ſitzende, Stadtvikar Krapf, F 2, 9a. Evangel. Gemeinſchaft. ß 5, 5, Hof, 1 Kr. 5 den 12. Juli, vormittags 10 Uhr Gottesdienſt vorm. 11 Uhr Sountagsſchule; nachmittags ½4 Uhr Predigt nachmittags 5 Uhr Jugendverein. Donnerstag, den 18. Juli, abends ½¼ Uhr Bibelſtunde. Freitag, 17. Juli, abds. ½9 Uhr, Singſtunde d. Geſang⸗Vereins. Neckarvorſtadt, Lortzingſtr. 20. Hof. Sonntag, den 12. Juli, vormittags 11 2 Uhr Gottesdienſt vorm. 11 Uhr Sonntagsſchule; abends 8 Uhr Predigt. „Mitiwoch, den 15. Jult, abends ½9 Uhr tag, den 12. Jult Predigt, Herr Prediger J. Hönes aus Bruchſal. Jederwann iſt herzlich willtommen. Klau⸗Areuz⸗Nerein(E..), Schwehingerſtraße 124. Sonntag, den 12. Juli, abends 8½ Uhr: Vortrag von Herrn Molitor, Stuttgart. Donnerstag, den 16. Juli 1908, abends 8½ Uhr: Vereinsverſammlung für Jedermann. Wpoſtoliſche Gemeinde hier, Holzſtk. I1, Hths, 2. Stock. Gottesdienſt: Sonntag nachmittag 4 Uhr. Mittwoch abend 8½/ Uhr. Eben⸗Ezer⸗Rapelle, Augartenſtraße 20. (Methodiſten⸗Gemeinde). Sonntag. Vormittags 10 Uhr Goltesdienſt. Nachm. ½2 Uhr Kindergottesdienſt. Nachmittags ½4 Uhr Predigt. Dienstag. Abends ½9 Uhr Bibel⸗ und Gebetſtunde. Freitag. Abends ½9 Uhr Jünglings⸗ u. Männerverein. Jedermann iſt freundlichſt eingeladen. Katholiſche Gemeinde. Jefuitenkirche. Sonntag, 12. Juli. 6 Uhr Frühmeſſe. 7 Uhr heil. Meſſe. 8 Uhr Amt. 710 Uhr Predigt u. Amt. 11¼ Uhr Feſtpredigt und Amt Anla 2 Uhr Chriſtenlehre. ½2 Uhr Chriſtenlehre für den 3. und 4. Jahrgang Mädchen im Saal. 728 Uhr Herz⸗Mariä⸗Bruderſchaſtsandacht m. Segen. 4 Uhr Vortrag mit Andacht u. Segen für die Mitglieder der Mar ta⸗ niſchen Jungfrauen⸗Kongregation ½8 Uhr 5. Aloyſiusandacht mit Predigt, Prozeſſton und Segen. Untere kath. Pfarrei. Sonntag, 12. Juli. 6 Uhr Frühmeſſe. 7 Uhr heil. Meſſe. 8 Uhr Singmeſſe m. Predigt. %10 Uhr Predigt und Amt. 11 Uhr hl. Meſſe mit Predigt. ½% Uhr Chriſtenlebre für die Jünglinge. ½8 Uhr Herz⸗Jeſu⸗ Bruderſchaft mit Segen. Kathol. Bürgerhoſpital. Sonntag, 12. Juli. ½9 Uhr Singmeſſe mit Predigt. 4 Uhr Andacht zum heil. Geiſt. Herz⸗Jeſu⸗Kirche, Neckarſtadt. onntag, 12. Juli. 6 Uhr Frühmeſſe und Beichtgelegenheit. 8 Uhr Singmeſſe mit Predigt. ½10 Uhr Predigt und Amt. 11 Uhr Kinder⸗ gottesdienſt m. Predigt. 2 Uhr Chriſtenlehre für die Jünglinge. 78 Uhr Herz⸗Jeſu⸗Andacht. Wohlgelegen. Sonntag, 12. Juli. 8 Uhr hl. Meſſe. Hl. Geiſt⸗Kirche. Sonntag, 12. Juli. 6 Uhr Früh⸗ meſſe. Beicht. 7 Uhr hl. Meſſe. 8 Uhr Singmeſſe mit Homilie. ½10 Uhr Predigt und Amt. 11 Uhr hl. Meſſe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr Chriſtenlehre. ½3 Uhr Herz⸗Mariä⸗Bruderſchaft mit Segen. ½4 Uhr Verſammlung des chriſtl. Müttervereins mit Vortrag und Andacht. Liebfrauenkirche. Sonntag, 12. Juli. 6 Uhr Beicht⸗ gelegenheit. ½7 Uhr Frühmeſſe 8 Uhr Singmeſſe mit Predigt. Generalkommunion der chriſtenlehrpflichtigen Nädchen und der Jungfrauenkongregation. ½10 Uhr Predigt und Amt. 11 Uhr hl. Meſſe mit Predigt. 2 Uhr Chriſtenlehre. 13 Uhr Herz⸗Jeſu⸗Andacht mit Segen. St. Joſefskirche, Lindenhof. Sonntag, 12. Jull. 6 Uhr Beſcht. ½7 Uhr Frühmeſſe. 8 Uhr Singmeſſe mit Predigt.%10 Uhr Predigt und Amt. ½2 Uhr Chriſtenlehre. 2 Uhr Vesper. Alt⸗Katholiſche Gemeinde. Sonntag, den 12. Juli 1908. Aula der Friedrichsſchute(U 2)— Eingang vom Ring aus. 10 Uhr: Deulſches Amt mit Predigt, Herr Stadt⸗ ibelſtunde. Sonn⸗ pfarrer Ehriſtlan. Kollekte. 11¼ Uhr: Chriſtenlehre. Schloßkirche. Der Gottestienf fal uns. lich des i Rolladen, ca. 350%50 zu kauſen geſunt. 25337 Näheres in der Erpedition. [Verkaui. 5 Privathaus Eckhaus, ſchönſte,ruhigeStadllage, Doppelwohn. 3 mal Zimm. m. Bad, neu, ca. 7% Rente, aus erſter Dand zu verkauſen. Offerten unter Nr. 62888 an die Exvedition dieſes Blattes. Meszgerei-Verkauf Ia. Metzgerei u. Wurſtlerei ꝛc., erſtes Geſchäft, Reichtums⸗ grube, Eckhaus, ſehr günſtig zu verkaufen. Anfr. erbeten unter 62687 an die Exvedt. d. Bl. 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Die bedeutungsvollſte Aufgabe der Vereinigung beſteht zurzeit in der Neuredaktion der Allge⸗ meinen Verſicherungs⸗Bedingungen auf⸗ Krund des Reichsgeſetzes über den Verſicherungsvertrag. Die Vereinigung, der ſelbſt 5 Gegenſeitigkeits⸗Geſellſchaften an⸗ gehören, wird hierbei Hand in Hand mit dem 16 Mitglieder zählenden Verbande Deutſcher Feuerverſicherungs⸗Geſellſchaf⸗ 8 8 Gegenſeitigkeit gehen. Beide Korporationen erachten Verficherten liegend, daß die künftigen Allgemeinen Verſiche⸗ 859 ſrungs⸗Bedingungen ſowohl in den Grundlagen, als auch, ſo⸗ weit angängig, in der Faſſung eine einheitliche Geſtaltung A Erfahren. Eine aus Mitgliedern der Vereinigung und des me 77 Bara8 6 5 BVerbandes beſtehende Kommiſſion hat bereits im Dezember vovigen Jahres eine Sitzung abgehalten, die ſich über die arbeiten ſind nunmehr beendet bezw. ihrem Abſchluß nahe und werden den weiteren Beratungen der gemeinſamen Kommiſ⸗ ſſion als Unterlage dienen. Für einen ſpäteren Zeitpunkt iſt die Beteiligung von Vertretern der Verſiche⸗ rungsnehmer an der FJeſtſtellung der Allgemeinen Ver⸗ ſicherungsbedingungen, deren endgültige Faſſung der Ge⸗ nehmigung des Kaiſerlichen Aufſichtsamtes für Privatverſiche⸗ rung unterliegt, in Ausſicht genommen. Der äußerſte Ter⸗ mrin, zu dem die neuen Bedingungen zur Einführung kommen müſſen, iſt der 1. Januar 1910, da bis dahin das Geſetz über dien Verſicherungsvertrag nach§ 1 des Einführungsgeſetzes Ddiurch kaiſerliche Verordnung ſpäteſtens in Kraft zu ſetzen iſt. Mit dem Verſicherungsvertragsgeſetz wird im Deutſchen Reich noch keineswegs ein einheitlicher Rechtsboden für das Ver⸗ ſicherungsweſen geſchaffen, denn in den meiſten Einzelſtaaten beſtehen Geſetze und Verordnungen, die zum Teil zwar längſt uls veraltet anzuſehen ſind, aber durch die neue Geſetzgebung nicht beſeitigt werden. Die Vereinigung hat daher beſchloſſen, beantragen. Die im Intereſſe der Allgemeinheit getroffenen Maß⸗ nahmen der Vereinigung zur Beſchaffung von Ver⸗ ſicherungsgelegenheit für ſogenannte notleidende Riſiken waren auch in dieſem Jahre wieder für die Geſell⸗ ſchaften mit erheblichen Opfern verbunden. Die Verſiche⸗ krungs⸗Gemeinſchaften für Preußen, Bavern und Sachſen wieſen im Jahre 1907 an Prämieneinnahme auf insgeſamt 153 707 M. und an Schadenszahlungen 210 259., ſodaß ſich ein Verluſt von 56 552 M. ergab. Die für Baden und Heſſen auf Grund von Vereinbarungen mit den Regierungen beider Bundesſtaaten errichteten Verſicherungsgemeinſchaften kaben ihre Tätigkeit mit dem 1. Januar d. Is. aufgenommen. Der Verbreitung und Ausgeſtaltung des Sprinkler⸗ weſens in Deutſchland, das heißt der Beſchützung von Spinnerejen, Mühlen und ähnlichen Etabliſſements durch ſelbſttätige Löſchbrauſen, wendet die Vereinigung ſeit ihrer Errichtung beſondere Aufmerkſamkeit zu. Die Vereinigung hat neue unter Mitwirkung anerkannter Sachverſtändiger aufgeſtellte Vorſchriften für die Einrichtung ſelbſttätigs Feuerlöſchbrauſen⸗Anlagen am 1. Januar d. Is. zur Ein⸗ führung gebracht. Gleichzeitig wurde dem Ausſchuß der Ver⸗ einigung eine Prüfungsſtelle angegliedert, an deren Spitze eein im Sprinklerweſen durchaus erfahrener Ingenieur ſteht. Fuüur die periodiſchen, in jedem Halbjahr einmal vorzunehmen⸗ den Reviſionen ſind die Dampfkeſſel⸗Reviſions⸗Vereine ge⸗ wonnen worden, die ſich dieſer Tätigkeit in daßkenswerker Verſicherung unnötigerweiſe erſchwerenden Vorſchriften zu von Induſtrie und Handel liegenden Sicherheiten geſchaffen ſind, hat die Generalverſammlung der Vereinigung beſchloſſen, den Höchſtrabatt für die unter Tarif fallenden, mit vorſchrifts mäßigem Sprinklerſchutz verſehenen Riſiken von 30 PCt. 5 auf 40 pCt. zu erhöhen. Neben den Sprinklern, die bei Trn, inem ausbrechenden Feuer ſelbſttätig löſchen und gleich⸗ 1 ig Alarm geben, exiſtieren Apparate, die nur dem letz · n Zweck dienen. Die Generalverſammlung der Vereini⸗ „ daß bei Vorhandenſein einer ſolchen, von rma eingeri gleichermaßen im Interſſe der Geſellſchaften wie der Aufſtellung zweier Entwürfe verſtändigte. Dieſe erſten Vor⸗ bei den betreffenden Einzelſtaaten die Aufhebung dieſer die Weiſe unterziehen. Nachdem dieſe vornehmlich im Intereſſe ein Rabatt von 5 pCt. auf die Tarifprämie derjenigen Prämienkomplexe gewährt werden kann, deren ſämtliche Ge⸗ bäude durch felbſttätige Feuermelder in allen ihren Räumen wirkſam geſchützt ſind. Außer den vorerwähnten Punkten behandelte die General⸗ verſammlung noch eine große Reihe weiterer Fragen, wie Verſtaatlichungsbeſtrebungen in einzelnen Bundesſtaaten und die ſich in maßgebenden Kreiſen der Verſicherten ſelbſt geltend machenden Gegenſtrömungen, illoyale Konkurrenz von So⸗ zietätsorganen, Einführung der Vorſchriften für die Errich⸗ tung elektriſcher Starkſtromanlagen des Verbandes deutſcher Elektrotechniker anſtelle der bisherigen„Vorſichtsbedingungen für elektriſche Licht⸗ und Kraftanlagen“ der Vereinigung, Ver⸗ wendung von Bogenlampen in Spinnereien, Beleuchtung durch Gasſtofflampen, Feuerverſicherung von Kraftfahr⸗ zeugen, Einführung der preußiſchen Polizeiverordnung für be⸗ wegliche Kraftmaſchinen, Aenderungsanträge Verſicherter zu Verſicherungsbedingungen und Polizeterxten, Urteil des kgl. Kammergerichts vom 19. März d. Is. gegen den Deutſchen Verſicherungs⸗Schutzverband betr. die Broſchüre„Feuerver⸗ ſicherungs⸗Vereinigungen“, das lebhafte Befriedigung hervor⸗ rief u. a. Die Generalverſammlung, bei der 37 von den 42 Vereinigungs⸗Geſellſchaften vertreten waren, nahm in Aus⸗ ſicht, die nächſte ordentliche Generalvberſammlung im No⸗ vember d. Js. in Düſſeldorf abzuhalten. Sallenlundsbkrict der Pttisberihtlele de Deutſchen Landwiktſchaftsrats vom 1. Juli 1908. Deutſches Reich. Da der Winterrogen vielfach ſchon Anfang oder Mitte Juli den Reigen der einheimiſchen Getreideernte er⸗ öffnet, hat die Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirt⸗ ſchaftsrats erſtmalig den Verſuch gemacht, eine vorläufige Schätzung der vorausſichtlichen Winterroggenernte nach dem Saatenſtand am 1. Juli, ausgedrückt in Prozent einer Mittel⸗ ernte, vorzunehmen. Die Schätzung ſoll am 1. Auguſt und 1. September wiederholt und dann auch auf die übrigen Ge⸗ treidearten ausgedehnt werden. Bei der Berechnung der Durchſchnitte ſind die Anbauflächen der einzelnen Produk⸗ tionsgebiete berückſichtigt. Das Ergebnis für das geſamte Deutſche Reich iſt eine wahrſcheinliche Winter⸗ roggefflernte von 100.8 pCt. einer Mittelernte, Preußen von 100.2 PCt., für Bayern von 100.5 pCt., für das Königreich Sachſen von 105.2 pCt. und für Mecklenburg⸗ Schwerin von 96 pCt. Die Preisberichtſtelle des D. L. R. hofft mit dieſer Art der Schätzung für die Beurteilung der Ernteausſichten eine brauchbare Grundlage geſchaffen zu haben. Der Wert der Erhebung wird ſich von Jahr zu Jahr erhöhen, wenn die Prozentzahlen mit den gleichzeitigen der früheren Jahre verglichen werden können. Die vorausſicht⸗ liche Strohernte von Winterroggen iſt für das geſamte Deutſche Reich gleichzeitig auf 100 pCt. einer Mittelernte ge⸗ ſchätzt worden, für Preußen iſt ſie zu 99.4 pCt., für Bayern zu 101.2 pCt., für das Königreich Sachſen zu 104 pCt. und für Mecklenburg⸗Schwerin zu 100 pCt. ermittelt. Im übrigen ſteht der Saatenſtand aller Feldfrüchte unter dem ungünſtigen Eindruck der andauernden Trockenheit. Doch ſind die Klagen über anhaltende Dürre im Süden Deutſchlands weniger ein⸗ dringlich als in nördlicher gelegenen Gebieten, wo das Wetter auch in der zweiten Junihälfte ſeinen trockenen Charakter beibehalten hat. Erfreulicherweiſe ſcheinen die Ausſichten auf befriedigende Wintergetreideernten bisher nicht ſonderlich getrübt zu ſein, wenngleich vereinzelte Andeu⸗ iungen betreffs vorzeitig eingetretener Reife bei Roggen den amtlichen Saatenſtandsbericht von Mitte Juni heute viel⸗ leicht als zu günſtig erſcheinen laſſen. Wi nterweizen hat ſich den verſchiedenen Witterungseinflüſſen gegenüber bis⸗ her am widerſtandsfähigſten erwieſen; die Berichte über ſeine Fortentwicklung lauten übereinſtimmend günſtig. Sehr Un⸗ günſtig werden demgegenüber die Ausſichten für Sommer⸗ getreide geſchildert, das infolge der andauernden Trocken⸗ heit im Wachstum zurückgeblieben iſt. Hafer hat meiſt ein ungeſundes Ausſehen, iſt kurz im Stroh und dürfte, wenn nicht bald Regen eintritt, ein flaches, leichtes Korn liefern. 5 Brand iſt unter der Sommerung ſtark verbreitet und wird ch⸗Jnamentlich bei Gerſte häufig erwähnt, deren Stand nur im 1 Süden einigermaßen günſtig beurteilt wird. Im allgemeinen für dürfte viel zu Brauzwecken gebaute Gerſte den Anforde⸗ rungen nicht entſprechen. Die nach Menge und Beſchaffen⸗ heit ſehr befriedigende Futterernte iſt bei günſtiger Witterung zum größten Teile bereits eingebracht; der zweite Schnitt läßt indes nur mäßige Erträge erwarten. Kar⸗ toffehn ſtehen ſehr ungleich und lückenhaft und haben gleich⸗ falls ſehr unter Unkraut zu leiden. Regen iſt überall dringend erwünſcht. 15 Beleuchtungsſteuern. Spiritusmonopol und Elektrizitätsabgabe ſollen, wie gemeldet wird, in dem Finanzreformplan des Herrn Sydow eine hervorragende Rolle ſpielen. Nicht ausgeſchloſſaz iſt, daß ſchließlich auch die mit der Elektrizitätsinduſtrie könkur⸗ rierende Gasfabrikation zu einer entſprechenden Steuer her⸗ angezogen werden wird. Man könnte dann in der Tat von einer Beſteuerung des Lichtes reden, denn das Beleuchtungs⸗ material des kleinen Mannes, das Petroleum, i Eingangszoll bereits indirekt einer Beleuchtungsſten worfen. Viele Freunde wird der Herr Schatzſekretär f geplante Elektrizitätsbeſteuerung wohl nicht fünden, ſelbſt wenn ſie noch ſo niedrig bemeſſen wird. Ir agrariſchen Kreiſen ſcheint man ihr in der Vorausſetzung zuſtimmen zu wollen, daß mit der Beſteuerung der Elektrizität der Plan eines Spiritusmonopols fallen gelaſſen wird.„Der kleine Mann“, ſo leſen wir in der Korreſpondenz des Bundes der Landwirte,„der ſich mit Petroleumbeleuchtung begnügen muß, iſt durch den Petroleumzoll bereits einer Steuer zu⸗ gunſten der Staatskaſſe unterworfen. Umſomehr könnte es als ſozial gerechtfertigt, ja geboten anerkannt werden, nun auch die wohlhabenden Leute, die ihre Wohnungen mit Gas⸗ oder elektriſchem Licht verſchwenderiſch erhellen, und die großen Kaufhäuſer, die mit wahren Lichtfluten die Käufer⸗ Motten anzulocken verſtehen, ebenfalls zu einer Beleuchtungs⸗ ſteuer heranzuziehen.“ Zu befürchten wäre nun freilich, daß, wenn die Elektrizi⸗ tät allein beſteuert wird, der Konſum ſich wieder mehr dem Gas zuwendet. Schon darum müßte auch die Beſteuerung des Gaſes ins Auge gefaßt werden. Und ſchließlich müßte auch das Petroleum einer innerenSteuer unterworfen werden, da der Eingangszoll auf ausländiſches Petroleum nur als ein Schutz für die im Inlande erzeugten Leuchtſtoffe angeſehen werden kann. Natürlich würde die Steuer nicht nur für den Verbrauch zu Beleuchtungszwecken, ſondern auch für die Ver⸗ wendung von Elektrizität, Gas und Petroleum zu motoriſchen Zwecken zu erheben ſein. Es würde alſo z. B. auch der elek⸗ triſche Straßen⸗ und Eiſenbahnbetrieb beſteuert werden müſſen, ja die Steuer würde ſich auch auf die Luftſchiffahrt zu erſtrecken haben, nämlich auf das zur Füllung der Ballons dienende Waſſerſtoffgas. vom Waren⸗ und Produftenmarft. (Von unſerem Korreſpondenten.) Die in der Vorwoche bereits in Erſcheinung getretene feſtere Tendenz hielt auch in dieſer Berichtswoche auf einzelnen Ge⸗ bieten an, da die Ungewißheit der nahe bevorſtehenden Ernten auregte. 5 55 Auf dem Weltmarkte für Getreide erwarteke man mit größtem Intereſſe die Veröffentlichung des Waſhingtoner Acker⸗ baubureauberichts und da die am 8. d. M. publizierten Ziffern den Erwartungen nicht entſprachen, ſo machte die Hauſſe weitere wir bereits kurz mitteilten, wird der Durch⸗ Fortſchritte Wie ſchnittsſtand am 1. Juli d. J. für Winterweizen auf 80,6 Proz. geſchätzt und hat der Stand demnach ſeit Juni eine Verſchlechte⸗ rung um 5,4 Proz. erfahren. Die Note von 80,6 iſt indes ver⸗ hältnismäßig immer noch ziemlich gut; denn in den letzten fünf Jahren gab es nur zwei Jahre, die einen beſſeren Stand am 1. Juli aufwieſen. An erſter Stelle iſt da das Jahr 1906 anzu. führen, mit einer Julinote von 85,6 und das Jahr 1905 mit 82,72— Prozent. Der Statiſtiker der Newyorker Börſe ſchätzt den Er⸗ trag auf Baſis dieſer Noten für 1908 auf 416 514000 Bufhels, bei einer Anbaufläche von 29 750 000 Acres. Im Jahre 190 ging die Ernteſchätzung bei einer Anbaufläche von 29 600 000 Ae auf 492 888 000 Buſhels und in 1005 bei 29 982 600 Aexes auf d Prozent am 1. Juli 1907, 87,8 Prozent in 1906 und 85,8 Proz. in 1905. Die Weizenreſerven, die ſich am 1. Juli in den Händen der Farmer befanden, werden auf 38 799 000 gegen je am 1. Juli 1907: 54 853 000, 1906: 46 053 000 und 1905: 24 257000 Buſhels veranſchlagt. Die ſichtbaren Vorräte betrugen je am 1. Juli 1908: 15 369 000, 1907: 46 540 000, 1906: 25 892 000 und 1905: 14 228 000 Buſhels. Es ergibt ſich daraus, daß man in den Ver⸗ einigten Staaten mit erſchöpften Rohſtoffbeſtänden in das neue Erntejahr eintritt und dieſer Umſtand führte im Verein mit der Zurückhaltung ſeitens der Farmer zu einer Aufwärtsbewegung, zumal man drüben mit einer ſtärkeren Kaufkonkurrenz ſeitens der heimiſchen Mühleninduſtrie rechnet. Auch die kleineren dies⸗ wöchentlichen argentiniſchen Verſchiffungen ſtimulierten. Die⸗ ſelben belaufen ſich für Weizen auf 42 000 Tonnen gegen 59 000 Tonnen in der vorhergegangenen Woche. Seit 1. Jan. d. J. wurden von den Vereinigten Laplataſtaaten insgeſamt 3 006 700 Tonnen gegen 2 407 300 Tonnen in derſelben Zeit des Vorjahres berſchifft. An unſerem heimiſchen Markt wurde die befeſtigende Wir⸗ kung der amerikaniſchen Anregung noch durch das nahezu voll⸗ ſtändige Fehlen ruſſiſcher Angebote weſentlich erhöht. Ferner machte ſich allenthalben eine beſſere Nachfrage für effektive Ware bemerkbar und da die Lagerbeſtände verhältnismäßig klein ſind, ſo zeigten die Eigner kein Entgegenkommen. Gehandelt wurden hauptſächlich wiederum Laplataweizen, ſeeſchwimmend 79/80 Kg. zu M. 162—164.50 per Tonne, Cif Rotterdam. Rheinſchwim⸗ mender Laplataweizen konnte zu M. 16.50—16.75 Cif Mannheim verkauft werden. Hier erzielten disponible Laplataweizen Mark 16.75—16.90 unverzollt per 100 Kg. ab Lager Mannheim. Für Roggen war die Stimmung im Einklang mit Weizen feſter; doch hielt ſich das Geſchäft in dieſem Artikel immer noch in engeren Grenzen, weil die Nachfrage nach Roggenmehl nicht be⸗ friedigte. Es hat den Anſchein, als ob ſich das Geſchäft vor der neuen Ernte nicht mehr beſſern dürfte. In Braugerſte hat das Geſchäft vollſtändig aufgehört, da man den Ausfall der neuen Ernte abwarten will. Die Aus⸗ ſichten ſind bis jetzt zgünſtig. Futtergerſte hatte nur kleines Geſchäft. Die Preisſchwankungen in den letzten 8 Tagen waren gering. Auf für Hafer beſtand wenig Stimmung, doch iſt die Tendenz für dieſen Artikel etwas feſter. Das Angebot von Ruß⸗ land und Rumänien iſt ſehr ſpärlich. In Mannheim effektive Ware wurde zu M. 16 verzollt, bahnfrei Mannheim gehandelt. Für Mais war die Stimmung nach wie vor feſt und die Preiſe haben ſeit unſerem letzten Bericht recht anſehnliche Steigerungen erfahren. Die Forderungen für La Platamais ſeeſchwimmend ſind bis auf M. 117 per Tonne eif Rotterdam geſtiegen. Beſſere Nachfrage lag von Württemberg und Bayern vor und ſollen auch dort verſchiedene Partien rheinſchwimmend zu M. 1194—12 per 100 Kg. cif Mannheim, tranſit, verkauft worden ſein. Die Notierungen ſtellen ſich an den wichtigſten Getreidemärkten: 2/7../7. Diff. Weizen: New⸗York loco ets 98½ 99¼ ↄ41½ Septbr. 95/ 97 +1—— Chicago Septbr.„5 88 90 +2 Liverpool Septbr. sh 7/¼ 7718L 41 Budapeſt Oktbr. Kr. 11 11.47 +0.47 Paris Sept./ Dez. Fr. 220.— 223.50 +4.50 2 Berlin Septbr. M. 196.— 199.— +3.— Mannheim loko„ 216.— 217.50 +2.50 Roggen: Chicago loco ets 75 73—2 Septbr. 23 1—3 Parls Seßpt. Dez. Fr. 166.— 169.—.— Berlin Septbr. M. 179.— 181.— +2.— Mannheim loko„ 195.ä— 194.——.— Hafer: Chicago Septbr. ets 40%¼ 39/—* Paris Sept. Dez. Fr. 170.— 170.50 +0.50 Berlin Septbr. M. 164.— 162.75—.25 Mannheim loko„ 170.— 169.——.— Mais: New⸗York Septbr. ots 79¼ 8⁰ + 75 Chicago Septbr.„5 1 7176 + 58 Berlin Septbr.. M. 147.— 149.75 +2.75 Mannheim loko„ 157.50 159.——.50 Am Frachtenmarkt iſt die Tendenz infolge des Streiks des Heizer⸗ und Maſchinenperſonals der holländiſchen und bel⸗ giſchen Reedereien weſentlich feſter und die Frachtraten erfahren namhafte Steigerungen. Das Angebot leerer Schiffe iſt zwar immer noch ziemlich bedeutend, indes iſt der Waſſerſtand ſtark zurückgegangen und auch dieſer Umſtand trug zur Aufbeſſerung der Frachten bei. Der Verkehr nach den oberhalb Mannheim ge⸗ legenen Beſtimmungshäfen wird infolge des täglich weiter fal⸗ lenden Waſſerſtandes eingeſtellt werden müſſen; vorausgeſetzt natürlich, daß kein Waſſerzufluß eintritt. Die Schiffsfracht für Kohlenladungen nach Mainz, Mannheim⸗Ludwigshafen ſtellte ſich die Karre(1700 Kg.) auf 1,20., nach Karlsruhe⸗Maxau 1,85 Mark und nach Straßburg⸗Kehl M..40—.50, alles bei freier Schleppbeförderung. Die Frachten für Getreide ab Rotterdam nach Mainz⸗Worms, Mannheim Ludwigshafen ſtellen ſich auf Mark.75—5 und nach Frankfurt auf M..25—.50; von Ant⸗ werpen nach Mannheim auf M..75—6, nach Frankfurt auf M. ..50. Kaffee hatte im allgemeinen ſchwachen Verkehr und die Um⸗ ſätze hielten ſich in recht beſcheidenen Grenzen. Die Abnahme des Weltvorrat. nach Duuring um 452 000 Sack und eine ſolche des Vorrats in Europa um 218 000 Sack blieb auf die Markt⸗ geſtaltung ohne Einfluß. Die Zufuhren belaufen ſich in der letzten Woche von Rio de Janeiro auf 34.000 gegen 37000 Sack und die in Santos auf 96 000 gegen 75000 in der Vorwoche. Die Vorräte in Rio de Janeiro ſchätzt man in dieſer Woche auf 249 000 gegen vorwöchige 289 000 Sack und die in Santos auf 723000 gegen 728 000 Sack in der Vorwoche. Die Vorräte in den Vereinigten Staaten betragen einſchließlich der ſchwimmenden Ladungen 3 407 000(3 483 000) Sack. Newyork notiert; Rio No. 7 loko Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. Jult 6.15.15.10.05.05.05 9i. Jult 698.05.—.—.95.95.95 Diff.——10—15—10—10—10—15 Zucker verkehrte anfangs der Berichtswoche in feſter Hal⸗ tung, da die anhaltende trockene Witterung zu Befürchtungen An⸗ laß gab. In den folgenden Tagen trat indes auf eingetretene Regenfälle ſtärkere Realiſationsneigung hervor und die Preiſe erlitten daraufhin ſtarke Einbußen. Die Ankünfte in den 6 Haupt⸗ häfen Kubas betrugen 2000 gegen vorwöchige 2000 und die Ge⸗ ſamtzufuhren ſeit 1. Dezember belaufen ſich auf 623 000 Tonnen. Die Hamburger Lagervorräte erfuhren bei einem Beſtand von 882 100 Doppelzentinern(im Vorjahre 1 253 900 Dz.] eine Ge⸗ zamtzunahme von 48 700 gegen 44600 Zunahme im Vorjahre. Die Vorräte in den Vereinigten Staaten ſind in den letzten 8 Tagen von 301 000 Tonnen auf 289 000 Tongen zurückgegangen. Der Wochenumſatz an der Magdeburger Börfe belief ſich in den letzten 8 Tagen auf 54000 gegen 86000 Zentner in der Vorwoche. Jul! Aug. Okt. Okt. Dez. Jar. März Mai 2. Juli 22.80 22.85 20.80 20.60 20.80 21.10 10, Jult 22.50 22.75 20.50 20.30 20.45 20.75 Diff. 20 10—80—80—35—35 * Rechtspflege. rd. Welche Krankenkaſſe iſt zur Unterſtützung einer kranken Perſon verpflichtet, die infolge Wechſels der Beſchäftigung Mit⸗ glied einer anderen Kaſſe wird? Eine Arbeiterin, welche einer Ortskrankenkaſſe als Mitglied angehörte, war längere Zeit hindurch erwerbsunfähig krank geweſen und hatte die ſtatuten⸗ mäßigen Unterſtützungen von der Krankenkaſſe bezogen. Der behandelnde Arzt hatte die Erkrankte am 11. September für arbeitsfähig zu leichteren Arbeiten erklärt, und daraufhin hatte die Arbeiterin am 15. September eine neue verſiche⸗ rungspflichtige Beſchäftigung angenommen, durch welche ſie Mitglied einer anderen Krankenkaſſe wurde. Bald jedoch be⸗ durfte die Arbeiterin wieder ärztlicher Hilfe; ſie nahm daher die neue Krankenkaſſe in Anſpruch, welche auch vorerſt die durch den Zuſtand der Erkrankten gebotenen Aufwendungen machte, dann aber Erſatz von der Ortskrankenkaſſe verlangte, der die Arbeiterin früher angehört hatte. Zur Begründung ihres Anſpruches machte die klagende Klaſſe geltend, die Arbeiterin ſei bei ihrem Ausſcheiden aus der beklagten Kaſſe nicht völlig geheilt und beim Antritt ihrer neuen Beſchäfti⸗ gung noch krank geweſen; es handle ſich alſo um ein und die⸗ ſelbe Krankheit und deshalb um einen lediglich gegen die be⸗ klagte Ortskrankenkaſſe erwachſenen Unterſtützungsanſpruch, der weder durch Aufgabe der früheren, noch durch Uebernahme von Lohnarbeit in der neuen Stellung berührt worden ſei. — Das ſächſiſche Oberverwaltungsgericht hat jedoch den von der Klägerin erhobenen Anſpruch für unbegründet er⸗ achtet. Nur wenn die Arbeiterin zur Zeit des Antritts ihrer neuen Beſchäftigung in einem ſolchen Grade erkrankt und er⸗ keit nicht als eine wirkliche Beſchäftigung, ſondern nur als mißglückter Arbeitsverſuch darſtellte, würde ſie durch Ueber⸗ nahme der neuen Tätigkeit in eine verſicherungspflichtige Be⸗ ſchäftigung im Sinne von§ 1 des Krankenverſicherungs⸗ geſetzes nicht eingetreten ſein, und nur in dieſem Falle würde die Unterſtützung der Kranken nach wie vor der beklagten Kaſſe obgelegen haben und die klagende Kaſſe zur Rückforde⸗ rung des von ihr Geleiſteten der Beklagten gegenüber berech⸗ tigt ſein.— Nun iſt aber die von der Arbeiterin während ihrer Beſchäftigung in der neuen Stellung ausgeübte Tätigkeit keineswegs nur als mißglückter Arbeitsverſuch, ſondern als ein wirkliche Beſchäftigung anzuſehen, und die klagende Kaſſe, deren Mitglied ſie durch dieſe Arbeitsleiſtung wurde, kann ihr daher nicht entgegenhalten, daß ſie beim Ein⸗ tritt in das Beſchäftigungsverhältnis bereits erkrankt geweſen ſei. Das kann ſie ſelbſt dann nicht, wenn der Arbeiterin der Eintritt in die neue Stellung vom ärztlichen Standpunkt aus zu widerraten geweſen wäre. Denn es würde nicht mit der wohlwollenden Abſicht des Geſetzgebers vereinbar ſein, wenn kranke Perſonen, die ihren Lebensunterhalt— ungeachtet der ihnen drohenden Nachteile— durch eigene Arbeit erwerben wollen, von der Wohltat der Verſicherung ausgeſchloſſen wären. Da unbedingt an dem Grundſatz feſtzuhalten iſt, daß die Verpflichtung zur Unterſtützung einer erkrankten, aber er⸗ werbsfähigen Perſon, die infolge Wechſels der verſicherungs⸗ pflichtigen Beſchäftigung Mitglied einer anderen Kaſſe wird, ohne weiteres auf die neue Kaſſe übergeht, ſo waren die von der Klägerin erhobenen Anſprüche als unbegründet zu ver⸗ werfen. rd. Recht des Verkäufers zum Rücktritt vom Ratenliefer⸗ ungsvertrage. In einem Kaufvertrage hatte ſich der Verkäufer zur Lieferung der Ware auf Abruf innerhalb beſtimmter Friſt verpflichtet. Einen Teil der erſten Ratenlieferung ſtellte der Käufer als mangelhaft zur Verfügung und bezahlte nur einen Teil des Kaufpreiſes. Der Lieferant mahnte am Tage des Empfanges der Geldſendung wegen des Reſtes, und als er nach einer Woche die ihm zuſtehende Summe noch nicht er⸗ halten hatte, ſetzte er eine Endfriſt von drei Tagen, indes ging erſt nach Verlauf von drei weiteren Tagen die Geldſendung bei ihm ein. Nun erklärte der Verkäufer ſeinen Rücktritt von dem Vertrage. Bald darauf rief der Käufer den Reſt der ge⸗ kauften Ware ab, und da er ſie gemäß der Erklärung des Ver⸗ käufers nicht erhielt, ſetzte er zum Zwecke der Lieferung eine Endfriſt mit Drohung, er werde ſeinen Bedarf gegebenenfalls auf Koſten des Verkäufers anderweitig decken. Dies hat der Käufer auch getan und erhob dann gegen den Verkäufer Klage auf Schadenserſatz wegen Nichterfüllung. DerBeklagte wandte ein, er ſei berechtigt geweſen, vom Vertrage zurückzutreten, nachdem der Gegner nicht ordnungsgemäß bezahlt und auch die ihm geſetzte Zahlungsfriſt nicht beachtet hatte, worauf der Kläger geltend machte, die ihm geſetzte Zahlungsfriſt ſei zu kurz geweſen, er habe innerhalb„angemeſſener“ Friſt gezahlt, — Die Vorinſtanz hatte den Schadenserſatzanſpruch des Käu⸗ fers dem Grunde nach für berechtigt erachtet, denn nach 8 454 des Bürgerl. Geſetzb. ſei der Verkäufer nicht zum Rücktritt vom Vertrage berechtigt geweſen, da er ſeinerſeits den Ver⸗ trag erfüllt und denKaufpreis geſtundet hatte.— Der beklägte Verkäufer legte gegen die ihm ungünſtige Entſcheidung Revi⸗ ſion ein, ſodaß ſich noch das Reichsgericht mit dem Falle zu beſchäftigen hatte. Der höchſte Gerichtshof gelangte denn auch zu einer anderen Beurteilung der Sachlage. Der Vorderrichter, ſo wird in den Gründen ausgeführt, ſcheint von der Annahme auszugehen, der Beklagte habe auch in Anſehung des bereits erfüllten Teiles des Vertrages davon zurücktreten wollen; tatſächlich hat er jedoch ſeinen Rücktritt vom Vertrage nur bezüglich noch nicht erfüllten Teiles er⸗ klärt. Sein Recht hierzu wird durch§ 454 des Bürgerl. Geſetzb. in keiner Weiſe beeinträchtigt, denn dieſer Paragraph ſtatuiert die Ausſchließung des Rücktrittsrechts nur hin⸗ ſichtlich des erfüllten Teiles; es iſt aber, wenn man die Intereſſen des Verkäufers gebührend berückſichtigt, nicht angängig, das Recht desſelben zum Rücktritt vom Kauf⸗ vertrage dahin zu beſchränken, daß ihm dieſes Recht, inſoweit der Vertrag noch nicht erfüllt iſt, verweigert wird. Allgemeines. Ausſtellung von Schutzmitteln gegen Unfälle bei Maſchinen und Werkzeugen, Kopenhagen 1909. Die„Induſtri Foreningen“ in Kopenhagen veranſtaltet in Verbindung mit der„Unfallverſicherung der Arbeitgeber“ im Januar⸗Februar 1909 eine Ausſtellung von Schutzmitteln gegen Unfälle bei Maſchinen und Werkzeugen und zwar in den Räum⸗ lichkeiten ihres eigenen Gebäudes. Da der zur Verfügung ſtehende Raum nur ein beſchränkter iſt— es kommen im ganzen ledig⸗ lich 800 Quadratmeter inbetracht—, ſo iſt, wie uns die Ständige Ausſtellungskommiſſion für die Deutſche Induſtrie mitteilt, die Organiſation einer beſonderen Deutſchen Abteilung nicht in Aus⸗ ſicht genommen, trotzdem dürfte die Veranſtaltung auch für die deutſche Induſtrie von Bedeutung ſein. Platzmiete oder irgend eine andere Abgabe wird nicht gefordert, die Ausſtellungsgegen⸗ ſtände ſind während der Dauer der Ausſtellung gegen Feuer verſichert, die Gegenſtände gehen zollfrei ein, das Komitee über⸗ nimmt keine Verantwortung bei Diebſtahl oder Beſchädigung, beſtreitet dagegen die Koſten für Aufſicht. Intereſſenten wollen ſich mit der„Induſtri Foreningen“ in Kopenhagen in direkte Verbindung ſetzen. 0 ———— Börſenwochen⸗Bericht. [(Driginalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeiger Frankfurt a.., 11. Juli. Die Börſenwoche zeigte im großen Ganzen eine zuverſicht⸗ lichere Haltung. Die Geſchäftsſtille hielt zwar unvermindert an, doch war die Stimmung unter dem Einfluß der andauernden Geldflüſſigkeit und der für den Saatenſtand günſtigen Witterung, feſt. Von den amerikaniſchen Nachrichten, die im Laufe dieſer Woche zur erhöhten Bedeutung beitrugen, wurden nämlich die Auslaſſungen des Präſidenten des amerikaniſchen Stahltruſtes lebhaft beachtet, aus denen zu erſehen iſt, daß d Amerika eine hoffnungsvollere geworden iſt. Infolgedeſſe unter dem Einfluß der fortdauernden billigen Geldſätze konnte ſich die vertrauensvolle Stimmung erhalten. Nur vorübergehend wirkten Meldungen aus Tanger, die an dem letzten Vorgehen der franzöſiſchen Truppen in Marokko zur Kritik Anlaß gaben und Verſtimmung hervorriefen. Die wiederholte Diskontermäßigungen und zwar die ſich darin ausprägende Erleichterung am Geld⸗ markte, wie auch die Börſenreform, kann ſich vielleicht am Halbjahrsabſchluß einſtellen. Der Semeſterwechſel hat auch die Frage auftauchen laſſen, wie wohl unſere Großbanken im erſten Halbjahr 1908 gearbeitet haben. Das für die Mehrzahl von ihnen ſo wichtige Effekten⸗ und Börſengeſchäft hat ſich zwar im laufenden Jahre nicht durch Lebhaftigkeit ausgezeichnet, es iſt, was die Höhe der Umſätze an⸗ geht, im Ganzen hinter den entſprechenden vorjährigen Ziffern zurückgeblieben; trotzdem haben aber die Banken hierin beſſer als ſchlechter abgeſchloſſen. Vor allem fällt ins Gewicht, daß wir in dieſem Jahre vor einer neuen Erſchütterung des Effekten⸗ marktes bewahrt geblieben ſind, im Gegenſatz zum Vorjahr, wo es ſchon im Monat Januar in Amerika zu kriſeln begann, bis im März jene erſte Deroute eintrat, welche auch in Deutſchland zu panikartigen Rückgängen führte. Der Unterſchied, der zwiſchen der damaligen Zeit und heute ſich kennzeichnet, beſteht darin, daß der offene Geldmarkt in Deutſchland immer deutlichere Anzeichen der Flüſſigkeit erkennen läßt. Geld iſt wieder billiger geworden, aber es hat vorläufig nur bedingten Wert, denn es iſt das einfache Ergebnis nachlaſſenden Bedarfs an Betriebs⸗ und Umlaufmittel, nicht aber die Folge plötzlich geſteigerten Kapitalangebots. Der ſtark nachlaſſende Geldbedarf der Induſtrie, der die Haupturſache der jetzt voranſchreitenden Gelderleichterung iſt, hat andererſeits die in ſolchen Zeten übliche Belebung des Geſchäftes auf den Anleihemärkten noch nicht bringen können. Das Reich, die Bun⸗ desſtaaten, Gemeinden⸗ und Kommunalperbände und Induſtrie⸗ zweige ſind auch heute noch bei dem nachlaſſenden Geldbedarf mit neuen Anforderungen an den Markt getreten. Weſentlich anders ſteht es mit unſeren Induſtriewerten. Der Montanmarkt, welcher am Anfang der Woche eine ſchwache Hal⸗ tung zeigte, ließ infolge günſtiger Nachrichten aus der ameri⸗ kaniſchen Eiſeninduſtrie auch am hieſigen Platze feſtere Tendenz erkennen. Allerdings war dieſe feſte Haltung nur vorübergehend, denn die Nachrichten aus der heimiſchen Induſtrie lauten nicht günſtig, ſpeziell verſtimmte in dieſer Hinſicht die Preisermäßigung ſeitens des Gas⸗ und Siederohrſyndikates. Weiterhin fanden Verkäufe in Montanaktien für Berliner Rechnung ſtatt, die in Verbindung damit gebracht wurde, daß man in den Kreiſen des Rheinlandes unbefriedigende Quartalsausweiſe bei den größeren Gewerksgeſellſchaften erwarte. Bochumer und Laura⸗ hütte machten davon eine Ausnahme und wurden keilweiſe auf größere Rückkäufe weſentlich geſteigert. Auch der Kupfermarkt — brachte wieder ſchwankende Haltung und es ſcheint, daß der Kupferaktienmarkt die Schwierigkeiten, welche die Geſellſchaft Rio Tinto bei Verkauf ihrer Produktion für den Reſt des Jahres be⸗ gegnet, einen ungünſtigen Eindruck gemacht hat. Immerhin läßt ſich konſtatieren, daß ſich der Rohkupfermarkt zur feſteren Tendenz neigt. Der eigenartige Umſtand, daß trotz der warmen Jahres⸗ zeit und trotz der ausgeſprochenen Flaue in der Eiſen⸗Induſtrie der Kohlenabſatz befriedigend geblieben iſt, hat demnach auch den vergangenen Monat überdauert. Es wird angenommen, daß der Juli wieder eine beſſere Förderung bringen und ſomit Ge⸗ legenheit geben wird, dem Bedarf ſchneller zu folgen. Die Ausſichten in der Eiſeninduſtrie ſind, wie ziemlich allge⸗ mein verlautet, auch für die nächſte Zukunft noch recht ungünſtig. Die übrigen Induſtrien, wie zum Beiſpiel die elektriſche Induſtrie und die chemiſchen Fabriken, nehmen dagegen zum Teil recht gut ab. Eine Hauptſtütze bildet in mehrfacher Hinſicht das Kohlen⸗ kontor, welches bei ſeinen vermehrten Einkaufsmengen voll be⸗ zieht und trotzdem noch nicht zu denjenigen Lagermengen am Ober⸗ rhein hat gelangen können, welche ihm für den Fall der Schif⸗ fahrtsſtörung eine ordnungsgemäße Erfüllung ſeiner Verbind⸗ lichkeiten ab den oberrheiniſchen Umſchlagplätzen ſichern. Aus Amerika lauten die Nachrichten vom Eiſenmarkte günſtiger. Die Roheiſenherſtellung betrug im vergangenen Monat 1 089 000 T. gegen 2231 000 T. im Juni 1907. An der Börſe beobachtete man die kräftige Steigerung der Werte des Stahltruſts, ferner die Beſſerung des Metallmarktes. Bei der Gelsdflüſfigkeit, die am offenen Markte unmittelbar nach dem Halbjahrswechſel einſetzte, war es zu erwarten, daß die erſte Juliwoche eine ſtarke Erleichterung für die Deutſche Reichs⸗ bank bringen werde. Der Ausweis macht in ſeinen Ziffern einen recht gtuen Eindruck. Die Bank konnte ſich in den erſten acht Tagen des neuen Semeſters um 166 323 000 M. kräftigen, das heißt um einen erheblich höheren Betrag als in den gleichen Perivoden der früheren Jahre. Die vorwöchige Steuerpflicht von 215 800 000 M. hat ſich demnach auf 49 477000 M. reduziert, während ſie vor Jahresfriſt noch 200 789 000 M. und vor zwei Jahren 89 242 00 betrug. Der Metallvorrat konnte ſich weiter in befriedigender Weiſe ſtärken. Für die zweite Juliwoche iſt ein weiterer erheblicher Rück⸗ fluß von Mitteln zur Bank zu erwarten. Die Hoffnung auf Er⸗ mäßigung des Reichsbankdiskonts dürfte aber damit nicht in Be⸗ tracht zu ziehen ſein. Der internationale Geldmarkt zeigt ſich ebenfalls günſtig. Die Bank von Frankreich läßt in dem Bank⸗ ausweis eine weiteren Rückfluß von 187,67 Millionen auf Wech⸗ ſelkonto erkennen li. V. von Fr. 254,57 Mill.). Bei der Bank von England hat die ſtarke Ueberzeichnung der neuen iriſchen Lan⸗ desanleihe das Intereſſe des Londoner Marktes in verſtärktem Maße dem Gebiete der heimiſchen Staatsfonds zugelenkt, wo⸗ durch die verfügbaren Mittel ziemlich ſtark beanſprucht worden ſind. Im Zuſammenhang damit ſteht das eingetretene Anziehen der Geldſätze. Die Bank von England hat die von verſchiedenen — ͤ ohpgd uspoaqes sweß ug Gbueg eeeee unsg Sscpozg souse ſp gun duudch add spns 10 dfan r necppleepbu 41 a0 pnv javfc ae snv unzognogz uspron musg gun usſeated zan n n ig ege en due“ F „uupz usgog oul uvu undat joqn ol qu ſonv gadzß aegungeag qun utang anech goutheugog ufe ofat euuiced ne aneg gule jvu àpnv gun usſpou zloag Bvaeqn uocbt en di uoben ne gnozjovis usbignuszu di zeqn“ our uubg de heeen ſee gecc eh ue bec“ Hoach utogeſig qun Laeiuſpg ur diat gunq usodchrg ei nebou duheg eueer egbebeene eee ee ene weae; aogv uane aeute ne ret ee ee ine eiu eig ee ee een ee eenn ee ee ecee en nee e mp oqrogß uohunk umufel zog Apl aenvgfogusdugvch 2005„usuudz bput Auae n dodo iu aun Jeune emumoueb uudg oim nc no munavban“ uagchi uoſon oig ibved aun Jpugebuvd neobnz usgusgoag zun an 0 ur sig gong Inv nvas dig va dfacel„Jaunuc un 00 eoh„edaun srcu og r eenc ene egs“ „ uedapeb aspiol uie ee ecrane epand aebullgch leind adg usge gog bol a 8e c uuea enneees dcg dunee dun eccne eeg een ndee wen nece len e enee eie bee e ben he e e,„uUonoa „Slpolf usec᷑ qun injgz gun iizcs diat Jpileoc uie u gog og uu dpi de gt ee e eee e een et ene zadg iu cpi ad Muugz usqed neue de ee eeee ee en ecsuubee uee e ee eeunguehc ueg gun logusughvc Iaoa 1 muube babaee bug e ce enee Socß“ ueg Inv ufgenpgz oig ggel zuig n laic Scpt eeceg ene eaeg eeen een ne en eneeee eneee iee ee beg deg“ „Jaet en ee eh e eee eeeee euch ht e ge gun oſoh a0hhui uuvg avg aun uehnaeh nvas diq opog„eing uu i hallaeg 8“ epenee nedeen ien n ee e eenet en nce. „ueue e e eeen eur un loc udg Inv sig uolllaobpnane guvn guscpoz an oat u zauagg adg sicbnvag in geze un jogogz zog uusgz“ ozloch mog gun jſgvlob ugennſpg uog jog javbg nvag and opog :pubeggue zogsse gonogz a) nogosebaocte zunuvzs uepeg ane unog szohunlgch jend a% eee e e eeee aegub ud oe doch ee og Sobor soune wat vg uezof ughpl udnvat zuhoatob sog ol oia; gun ogog nequvanog acel ꝙpil 4e gog Javangog uslog Sepasguy] fpeababzaß uaugch aog zuu gun uerqpvut avitz pnv jgoa uogunb Ail benaeee e ee icht e eneeneeh eup eehg u eeet eemee dun ucnd n eene ig s118 golbe sog zenuhdasog; did gun uobolcpou Serppoſcpe svane Hoquvandeg euvb jvzaz uoule zim uuom Ateehtol aabunlgc zoings duuoz guomoree biendalsptogao gun ⸗ohe sio Sil oog avat usſeaod mohunvagz a0brönlog 1vp muwlavchh pnv aogo Biuneg gun buavu udgacalob genvog updo nec gobunlgc engs aehvg zogob zlof gun zqnofbog an Aaeuvd ue aeeen u dwan„aegnlegsanch gaoch“ ad orat onoeg saeguv sonv ben eoh s z00v Joguautzvch uog ee edee e enceen eene eiceuaeg Ino ungenpg pog unu avah zeucploz soabapzeß dugcpl vI 82 dil aog Seuuvzeß Seagt uddch ueuebe ueg uogz usbubbaeg udzvat dahvs ꝛoatg euugg usqnva guvumu A eee eee ee beeehe en ee e eenes eue dic ade Jnec eenen eeeneet eene ench e enein Acpiu zeagt Gi e ee un nvac uudluse aeg useaec aud gvaf onot oopialnzz uvjob anſva ucgt onl apvog goaz aohid ei gun udloqseß a zva znb gun ughhl dian zj0 9n mog uog fqnnedun usſlog utel on gol 3h%0 uozuvgoch ueng! snv apg fecpogu an Sog Sogunsnobanec seg alicz 300 bpi ae eee bun eeh eeene egeeen he en nee Uelgg zec uog appg Jercptugeg guvc zeuebe gun Aghel 21 Ssog svause uv dpdoo dact pang seugqcpg gun sogjos svaye uv Bungduulgd dig zeavgszeagvun gun zeilg zaemut doe apſog Jheheuun Hupzeagol gieg gun danens u aehulgch oiavuunz MHure ued gof oanfugog aog ur gojcß mog Inv on uuog aeaneg susegec uohunl uozhe Soahht unpzz ugugpl eig ueavct uigogß oſog usgeg uteag! uog on svan obfeule sva avar sva oleſunmudd zeufe gusba! ſog udeuufabgghve usg nut ulelusmmolng svg Huvdcpaug Dpipruuot zec en egapg gun usſsaunz ueugcol utagh! znov cuußhy usuebuvſocd zule Jeababzcß gol utegſlee Kuesoggeg pnagcpozg) %eaog ig D uogz l Gugshobagec SDoG Unß gIT uad anzahnuunt 8 an eeeeeee enecuuzl N wllnnos 7 mo ophvg lsg ig8 ugbalusggach usguegvi aukig le M „„„56FFFFFFCC n. 8 8 R eg nüt 5 b 5 cb dsAB acgvss4 nellieestg 518 8h megrue e e ee eee decplesvoc ch ac aeg pra ee ene e e e e be eg eug euunet aedog u edeeechie e dunſgg Jpelvgz nonvgz usqyg; uengz een eee eieeg er eht uolpgz eneunee eeneg e eedaednern eg unſgg N g gd AAASE zazunung robnog u; EEEH ANHENA — 7 2 15 Siahvauns 20 Junleg Nupid sval giach 9⁰ 1b. i(Ate awge zqusllvd zöu qun uun avpdusgvilcpugz Se eng nuegß zaawumzg aedaog uf Acneee Sunjgg uee ee aedre Me zasununzg aabaog u siahpzeldug 820 Bungag papulgic— Duzjazpee ubn edeee eeeeee eeeee eeee eenee ecueg; 7 euumzz gebnaog ui SJehpausgne 820 Sunigg „ ieee e eee cee eee iee ee) aeen eecgee e e en ee zasununze aeönog un Aacphuehvg a0 dundgg ——— ögipngz ebſgn adcd Lunjleſe baasens ueqhng ne aaigeneg aeun susqonlcpng Leuf? 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Ah, Du meinſt, ich hätte geglaubt, die ſchöne Margret Taſchner ſei eine ganz Feine und Züchtige, die ſcham⸗ haft die Augen niederſchlägt, wenn ein Mann mit ihr redet? Nein, ſei nur ruhig. Das habe ich gewußt und noch manches dazu, aber genommen habe ich Dich trotzdem, denn mein ge⸗ liebtes Madel, das mir aus lauter übergroßer Lieb' gefolgt iſt wie ein treues Hundl und dann hat ſterben müſſen aus Gram, weil mich der Vater erwürgt hätte, wenn ich es zur Frau genommen, habe ich nit haben dürfen, und darum war es egal, die oder jene, nur Order parieren muß ſie auf alle Fälle und ein anſehnliches Weib ſein.“ Da zum erſten Mal in ihrem Leben war der kecken Mar⸗ gret ein Ekel angekommen vor ſich, vor dem Julei und vor allen Menſchen. Laut auf hatte ſie geſchrien in bitterer Qual und war vor dem Fenſterſitz auf die Knie geſtürzt, gerade dorthin, wo auch Annemarie Höfinger einſt gelegen hatte in bitterer Angſt um ihr„Büble“. Sie, die gehaßt worden war von der anderen Hahnenhofbäuerin, weil ſie ihr die Hoff⸗ nung ihres Lebens geraubt hatte, rang nun auf derſelben Stelle, wo dieſe auch gekämpft und gelitten hatte. Und wie Margret ſo tief getroffen und gedemütigt am Boden lag, war ihr plötzlich Toni eingefallen mit ſeiner übergroßen Liebe und Zartheit, und leidenſchaftliche Tränen der Reue und Qual brachen aus ihren Augen und erſchütterten ihren Körper wie ein Krampf. Julei Höfinger ließ Margret ruhig weinen und jammern, aber er tröſtete ſie auch nicht— mit keinem Wort. Man hatte ihn ja auch nicht gefragt, ob er faſt verging um ſein herziges Madel, an der auch er mit allen Faſern ſeines Herzens hing. Mochte ſie, die ſtolze Margret, es auch nur erſt erfahren, wie ſolch ein Jammer tut. Seit jener Stunde war ſie ſtill geworden und ganz zahm. Niemand kannte die Uebermütige, Unbändige wieder. Nicht einmal da wurde ſie die alte, als ihre zwei Zwillingsknaben geboren waren und im anderen Jahre noch ein drittes Büb⸗ chen. Seit ſie die Kinder beſaß, hörte ſie von ihrem Manne nie ein böſes Wort, freilich auch kein ſonderlich liebes, aber ſie konnte ſich ſchmücken und kaufen, was ſie wollte. Eines nur forderte er, die Kinder mußten ihr erſter Gedanke ſein, wie ſie die Wonne ſeines Lebens waren. Die Leute im Tal ſchoben Margrets verändertes Weſen auf die ſchnellen Ge⸗ burten der Kinder, die ihre Kräfte mitgenommen hatten, und kümmerten ſich im übrigen wenig um ſie. So war Margret eigentlich immer allein, aber eines Tages wurde es anders. Sie ſaß eines Nachmittags unter Annemarie Höfingers Herrgottsbild im Sonnenſchein, die luſtig krähenden Zwillinge auf dem Schoß den kleinen Toni im Wagen neben ſich, aks plötzlich eine ältere und eine junge Frau aus den Bergen herabkamen. Die Matrone ſtützte die andere, die offenbar mit letzter Kraft vorwärtsſchwankte und ſich nun taumelnd am Kruzifix feſthielt. „Ach, Tochter, Tochter,“ flehte ſie kläglich,„wir ſind doch bald im Dorfe bei unſerer Wohnung! Nur ein bißchen noch nimm Dich zuſammen, was ſoll daraus werden. Ach, himm⸗ liſcher Vater, erbarme Dich doch!“ Und den Arm der Kranken loslaſſend, ſank die alte Frau, anſcheinend von Kummer überwältigt, dicht neben der erſchreckten Margret zu des Gekreuzigten Füßen nieder und ſchluchzte laut. Die Jüngere aber, ihrer Stütze beraubt, fiel ebenfalls halt⸗ und kraftlos vor dem Herrgottsbilde zuſam⸗ men. Sie lag hingeſtreckt guf dem Antlitz, und krampfartige Schauer rannen über ihre Glieder. Margret vermochte erſt vor Beſtürzung nichts zu unter⸗ nehmen, dann aber rief ſie Mägde herbei, ließ die Kinder ins Haus tragen und blieb mit den beiden Frauen allein. Sie verſuchte der Matrone zuerſt zuzuſprechen, und wirklich ge⸗ lang es ihr, ſie aufzurichten und zum Sprechen zu bringen. „Die Aermſte dort ſei ihre Tochter,“ berichtete die noch immer Schluchzende,„und nun ſchon ſeit über zwei Jahren in einem ſolchen Zuſtande. Schon als Mädchen ſei ſie ſehr ner⸗ vös geweſen, und ſeitdem nach ganz kurzer Ehe ihr junger Mann bei einem Brande umgekommen ſei, wäre ſie wie von Sinnen. Anfangs hätten die Eltern immer noch Hoffnung ge⸗ habt, ſie werde wieder geneſen; dann aber, als ſte erfahren, daß der Brandſtifter ins Zuchthaus gekommen, wäre es von neuem, ſchlimmer als je über ſie hereingebrochen. Nun zögen ſie ruhelos von einem Ort zum andern, um für die Tochter Heilung zu ſuchen.“ Margrets Mitleid war erregt. Da war auch eine, die vom Leben zerbrochen und zerſchlagen worden war und nie⸗ mals mehr froh werden konnte. Sie hatte doch wenigſtens 1 Kinder, die Aermſte dort hatte anſcheinend nichts— Hichts Jetzt ſetzte ſich Frau Kornreiter, denn ſie war es, hoch und rief laut und ſchneidend, die gefalteten Hände gen Himmel ſtreckend: 5 „Dürfen Unſchuldige auch verurteilt und ins Gefängnis geworfen werden? Lebſt Du denn wirklich nicht mehr Gott? Biſt Du auch mit meinem Otto geſtorben?!“ „Da hören Sie es ſelbſt,“ klagte die Mutter,„aus ihr redet der Wahnſinn.“ „Oder die Wahrheit, die Du, Du Kurzſichtige, für Wahn⸗ ſinn hältſt“, ſtieß die Füngere heftig hervor.„Nie und e hat der ſchöne, blonde Zigeuner unſeren Hof an⸗ geſteckt!“ 5 „Ach, Tochter, Tochter, bedenke, was Du ſprichſt! Wer⸗ ſollte es ſonſt geweſen ſein?“ Frau Kornreiter gab hierauf keine Antwort. Sie erhob ſich aber, von Margret unterſtützt, und ſagte plötzlich, ihr lange in die Augen ſehend: „Mit Ihnen will ich reden und den Fels von meiner Seele wälzen. Sie ſind jung und werden auch wiſſen, wie Liebe lut, Sie haben auch gelitten, in ihren Blicken ſtehts geſchrie⸗ ben— die anderen— Alten— Müden und Kaltherzigen ver⸗ ſtehen uns nicht.“ Von dieſer Stunde an war Margret Tag für Tag mit Frau Kornreiter zuſammen. Daß dieſelbe nicht wahnſinnig war, merkte ſie bald, nur eine Ueberfülle von Gram und Pein ſchien ihr Herz und Gemüt zu belaſten. Sehr bald konnten die beiden jungen Frauen vertraut miteinander reden. Unter demſelben Herrgott, an deſſen Füßen einſt Annemarie Höfinger ihr Büble fand, ſaß nun die Frau, die ihm ſein Glück und ſein Leben zerſchlagen hatte und erzählte jener anderen, die auch ein Stück ſeiner Jugend zertreten hatte, ihre Leidensgeſchichte. Freilich, anfangs noch nicht alles, nicht die volle Wahrheit. Nur wieder und wieder betonte ſie: ich weiß, daß der blonde Zigeuner mit der Brandſtiftung nichts zu tun hat. Margret aber merkte bald, daß ſie den wahren Täter kenne, ihn aber nicht verraten dürfe, und dieſes Nichtgeſtehen⸗ können wie eine Rieſenlaſt auf der jungen Frau lag, unter der ſie leiblich und ſeeliſch zu Grunde ging. Doch ſie ſchwieg, unterdrückte ihre Neugier und fragte nicht. Sie ahnte, daß die Kranke eines Tages freiwillig ſprechen werde und ungern hätte ſie ihr freundſchaftliches Verhältnis geſtört. Als Frau Kornreiter eines Tages wieder von dem blon⸗ den Zigeuner und ſeinem ſtattlichen ſchönen Aeußeren ſprach, dachte Margret, daß ihre Beſchreibung eigentlich genau auf Toni paſſe. Doch erſchien es ihr wohl nur ſo, weil ſie wieder und wieder an den Verlorenen erinnert wurde, ſchon durch ihr jüngſtes Knäblein, das ſeinen Namen trug. * Grau und düſter, ein rieſiger Steinbau, dehnte ſich das Provinzial⸗Zuchthaus in der Ebene aus. Die Häuschen der Beamten waren mit freundlichen Gärten umgeben, aber trotz dieſer und des aus der Umfriedigung emporragenden Kirch⸗ turmes, lag auf der ganzen Gegend etwas Troſtloſes, Oedes. Sie ſchien gezeichnet zu ſein, wie ehemals der Ort, wo die Galgen ſtanden, in deren Bereich allerlei Spukhaftes und Grauſiges geſchah. Wer irgend konnte, vermied die Gegend, und der Anſtaltspfarrer hatte es nicht leicht gehabt, in ſeiner Krankheit einen Stellvertreter zu finden. Nun war es dafür freilich auch der rechte Ackersmann für das ſteinige und mit Dornen beſäete Feld, das der Aeltere ihm für Monate über⸗ laſſen mußte. 1 Wenn er ſeinen täglichen Umgang hielt, da verſtummte bei ſeinem Anblick jedes rohe und läſterliche Wort, ganz un⸗ bewußt beugten ſich die Häupter vor ihm. Der junge Pfarrer hatte etwas ſo ſeltſam Bezwingendes in ſeiner Erſcheinung„ deſſen jungen Zügen War es ſein mildes, bleiches Geſicht, auf 8 „Bitte, entſchuldigen Sie mich bei Fräulein Leutkirch und richten Sie eine Empfehlung von mir aus.“ „Bloß eine Empfehlung? Was heißt denn alles das?“ „Ich werde es Ihnen ſpäter erklären. Bitte quälen Sie mich jetzt nicht. Leben Sie wohl.“ Ohne daß ſie es verhindern konnte, hatte er ſich ſchon mit einem Handkuß von ihr verabſchiedet und ſie ſah ſeine Geſtalt im Dunkel vor ſich verſchwinden. Otto Schlebuſch ſaß in einem Coups allein. Seine Ge⸗ danken eilten der Lokomotive voraus, ſie eilten zu der⸗ jenigen, die einſt die Sonne ſeines Lebens war und die nun im Sarge lag— kalt und tot. Sie haten einander kennen gelernt, als er die Univerſität und ſie das Konfervatorium beſuchten. Damals hatten ſie einander ewige Liebe und Treue geſchworen. jetzt ſelbſt nicht mehr, wie ſie von einander hatten kommen können. War es ſeine— war es ihre Schuld? Claras Reiſen, die ſie in aller Herren Länder führten, trennten ſie von ein⸗ ander, aber ſie hatten ſich, wenigſtens in den erſten Jahren, doch immer wieder geſehen. Dann führte auch ſein Beruf ihn in die Ferne, ihre beiderſeitigen Briefe fingen an, einander zu verfehlen,— ſie waren ſich aus den Augen gekommen. Dachte ſie nicht mehr an ihn? Ein Gefühl— ob Stolz, ob Scheu, ob Kränkung, ob beginnende Gleichgültigkeit— hielt ihn ab, ſich von ihr Gewißheit zu verſchaffen. Nur das Zeichen der Erinnerung an ſie verwahrte er getreulich, die Börfe, die ſie ihm mit eigener Hand geſtickt hatte. Wenn die Schuld an ihm gelegen hätte? Wenn ſie ihm die Liebe und Treue, die ſie einander bis zum Tode geriworen, gehalten hatte? Sie war geſtorben, unvermählt. Wenn ſie im Gram um ihn geſtorben war— ihr letzter Gedanke ihm gegolten hatte— vielleicht auch ihre letzten Tränen, ihre letzten Segens⸗ wünſche— oder ihr Fluch? Hatte er dann noch das Recht darauf, glücklich zu werden, glücklich mit einer anderen? Würde ſich nicht immer zwiſchen ihn und die Geliebte ein fremder Schatten ſtellen, der Schatten einer Toten? Es war gut, daß er von Erna keinen Abſchied genommen hatte. Wider Willen wäre ihm im Augenblick der Trennung das entſcheidende Wort vielleicht über die Lippen getreten. Und was jetzt? Eenen Grübler nannte ihn die Freundin. Was konnte er dafür, daß er gerade ſo und nicht anders veranlagt war? Daß er unter all den Menſchen, die ihn umgaben und denen er äußerlich ſo ähnlich ſah, eine Ausnahme bildete, die ihm ſchon oft genug zur Pein geworden war? Und dennoch un⸗ fähig zu ſein, dieſe Schwäche von ſich abzuſchütteln, dazu veruteilt an ſich ſelber zum Zerſtörer zu werden!— Die Trauerfeierlichkeit war vorüber, der Sarg unter einem Berg von Blumen der Erde übergeben. Clara Wittkopf war ohne nähere Anverwandte geſtorben und im Teſtament, das ſie noch an dem Tage vor ihrem Hin⸗ ſcheiden durch einen herbeigerufenen Notar hatte abfaſſen laſſen, war ihr geſamtes Vermögen für eine wohltätige Stif⸗ tung beſtimmt worden. Um die von der Erblaſſerin inne⸗ gehabte Wohnung ſo ſchnell wie möglich zu räumen, ſollte gleich in den erſten Tagen nach der Beerdigung der geſamte darin vorhandene Nachlaß zur öffentlichen Verſteigerung ge⸗ langen. Auch Otto Schlebuſch hatte ſich zu dieſem trüben Vorgange eingefunden. „Ein goldenes Medaillon!“ rief jetzt der Mann mit dem Hane Otto erkannte das beſcheidene, mit einem dunklen Rubin beſetzte Schmuckſtück wieder. Er hatte es Clara kurz vor ihrer erſten Trennung geſchenkt, als Gegengabe für die Börſe, die ſie ihm geſtickt hatte. Er tat ein ſo hohes Gebot auf den un⸗ ſcheinbaren Gegenſtand, daß die ganze gierige Verſammlung ihre verwunderten Blicke auf ihn richtete und ihm niemand die Bagatelle ſtreitig machte. Dann verließ er die traurigen, von der kalten Stimme des Ausrufers durchhallten und von ſchnöder Gewinſucht durchwühlten Räume. Erſt als er im Tiergarten auf einer einſamen Bank ſaß, nun wieder ihm gehörige kleine Ding hervor. erliche Nachmittagsſtille, über die und da ſchon ein gelbes Blatt und er ihm in den Zweigen. Er begriff es 2 25 So, mit einer ſanften Rührung, mit einer jählings wieder erwachenden Zärtlichkeit gegen die Verſtorbene, betrachtete er über ihm und flimmerte über den runden goldenen Deckel. ihn dar, wie er zwanzig Jahre alt war. Zehn Jahre waren getaucht. Deckel öffneten ſich und gingen auseinander. Ein Spatz kam auf die Bank gehüpft. Frech, neugierig, die Flügel ſchüttelnd, immer zudringlicher hüpfte er an den einſamen Herrn, der vor ihm ſaß, heran. Aber dieſer be⸗ merkte ſeine Anweſenheit nicht. Noch immer ſtarrte er auf das winzige runde Bild, das ihm aus der Kapfel entgegen⸗ blickte. Es ſtellte einen ihm gänzlich unbekannten hübſchen ungen Offizier vor. ————————— Ein paar Abende ſpäter ſaß in Weſterland in der Veranda 5 ſehr heitere Geſellſchaft zuſammen. Es wurde Verlobung buſch und Fräulein Erna Leutkirch. Vom Vüchertiſch. Zwölfte. Auflage. Mit 21 Karten, 29 Plänen und 7 Panoramen. In Leinwand gebunden 5 M.(Meyers Reiſebücher.) Verlag des Bibliographiſchen Inſtituts in Leipzig und Wien. Die rebenbewachſenen Ufer des Rheins ſind von jeher eins der beliebteſten Reiſeziele der wanderfrohen Touriſten geweſen dende 11. Deutſche Turnfeſt die Schar derer, die die unven⸗ Lande gehörenden Gebietes in ſich aufnehmen wollen. beſonders anwachſen laſſen. Da wird es denn allen, die mit Gewinn und Genuß reiſen wollen, willkommen ſein, daß gerade jetzt von dem zweifellos beſten und ausführlichſten der vorhandenen Rhei führer, von Meyers Rheinlanden, eine neue, zwölfte Auflage erſchienen iſt. Gegen die frühern weiſt ſie inſofern eine weſentliche Verbeſſerung auf, als hier zum erſten Male die vom Rheiniſchen Verkehrsverein neu angelegten, die Naturſchön⸗ heiten des Rheingebietes in ſeinen intimſten Reizen erſchließen⸗ den Rheinhöhenwege, die auf beiden Ufern des Rheins von Beuel nach Wiesbaden und von Bingen nach Bonn führen eine eingehende Darſtellung gefunden haben. Auch ſonſt iſt der Text gründlich durchgearbeitet und durch die Aufnahme vo⸗ Kafſel, Bad Wildungen, Luxemburg, Elberfeld⸗Barmen und Mannheim erweitert. Kartenapparat ſind 9 Stadt⸗ und Umgebungspläne hinzuge⸗ lommen. Troßdem iſt der Preis dieſes unübertroffenen Reiſe⸗ ſführers der alte geblieben. Wir empfehlen ihn allen Rheinbe⸗ ſuchern, insbeſondere auch den deutſchen Turnern als ⸗zuver⸗ läſſigen Begleiter. 85 Schwarzwald, Odenwald, Bergſtraße, Heidelbere und Straßburg. Zwölfte Auflage. 1908. Mit 20 Karten, 10 Plänen und 1 Panorama.[(Meyers Reiſebücher) in Leipzig und Wien. Unter unſern heimiſchen Gebirgen iſt eins der beſuchens⸗ werteſten der Schwarzwald, beſonders wegen der Pracht ſeiner wir nicht nur die wirtſchaftlichen Angaben und den veränderten Verhältniſſen anged wir 3. das Medaillon. Ein Sonnenſtrahl brach ſich durch die Zweige ſeitdem dahingegangen— verrauſcht— in die Vergeſſenheit 5 ihres Hotels beim luſtigen Klange der Zigeunergeigen eine gefeiert und das glückſtrahlende Brautpaar waren Otto Schle-⸗ In dieſem Jahre aber wird das zu Frankfurt a. M. ſtattfin⸗ gleichlichen Reize dieſes zu den ſchönſten Partien der deutſchen Er wußte, wenn man es öffnete, kam ſein Bild zum Vor⸗ ſchein, das er ihr zum Andenken hinein getan hatte; es ſtellte Er preßte den Daumennagel in die Spalte. Die beiden Rheinlande[von Düſſeldorf⸗Aachen bis Heidelberg⸗Mannheim).. Zu dem ebenfalls zeitgemäß geſtalteten Kartoniert 2 Mark. Verlag des Bibliographiſchen Inſtituls „Sbunbeatogz adact uf chlu usufeſc eig Diat uvz guezjeb 3iez ⸗Higpmupecig gun ziogcpoluſcd ant Lueguse dig negouneguig unsg ur e cee— ueun oh ol— agheun gun ageze usjagazq pnagppozg) Jvloßg oaoapbavy zcß uog waegnozstz Mabubauntz — Libzah dungshhaagg) ISu Sicpiu bofaicplaeg ag) uosch „did szuo zoqh sudgog useubg geurol szuzuugzogz svog wuvz Jeinhaegn aen euet aod mongſe aegusgfen ule oa gun „uig bialncplun pou ⸗udg cpi gvg usgeg usbunbaozlnu ueushie uwags jdg usugs dagastpt r adg eengeee ue egute uig er ee uehnf 20 ne ie dana bigph sgunze aheig ur ci gvg usgnvld nu negae di uopoct usegog uelvcpt ne zuu nut biueci pnv Gnat 4 gun u cpr duuez gogo ungosoicß goſsogß usg Invazzog gun geif aegeſeobaogz uient siv aiu 91 gunl usumpog uelozg adzun undsg usbol ol pou oznog cpiu diS uollof 2f14“— Inlugegz zopog gun zhugeſen as daegauge„aic aach“ euvjch aoog uie moz uobn uegnm gusel ui dabaes ſpih oenpia ijvflog duspoagebustumohne guret Ipealnv zuon ebil ogel v „Shonfbgu anu se apa diat ueumoz 8e dzuuog dian uuvzcz descpvod dausgog ⸗Igoat zdg gogjog obaonf davag a di gnut usubob ö ene eeuhe er neen ebee eeen eet ee ſaegeunſcuie Aimm uum igoat o18 uouugg giogsse acgo hpfut znoa! 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Das klingt ſehr einleuchtend, aber wenn man der Toilette der Kinder beiwohnt, wird man bald inne, daß die Kleider zwar einfach und praktiſch ausſchauen, aber es keineswegs immer ſind. Der Schein des Ländlichen, Primitiven iſt die Hauptſache— man will die Kleinen ſo aus⸗ ſtaffieren, daß ſie ſich zur Vervollſtändigung eines Sommer⸗ idylls, als Staffage einer Gebirgs⸗ oder Meerlandſchaft, eignen; aber wie dieſer Eindruck hervorgebracht wird, darum kümmert man ſich nicht. Die Matroſenanzüge für die Knaben ſehen ja allerliebſt aus, aber wenn ſie nur immer die Farbe der Unſchuld zeigten, auf der jedes Schmutzfleckchen zu ſehen iſt! Man hört bei ihrem Anblick im Geiſt die Stimme der Mutter oder Bonne, die beſtändig mahnt, ſie zu ſchonen. Die Dirndlkoſtüme der Mädchen ſind zwar widerſtandsfähiger, aber ſie machen eine allzu komplizierte Unterkleidung not⸗ wendig. Es gibt Mütter, die behaupten, daß die Mieder nicht ſitzen, wenn nicht ein Korſett darunter getragen wird. Das beliebteſte Material für die Dirndlkoſtüme iſt der buntgeblümte Bauernkattun auf ſcharlachrotem Grunde, der in den beiden letzten Karnevals eine ungeheure Rolle ſpielte. Die Röcke ſind ſehr faltig und mäßig kurz und werden durch ſchwarzſammetne Schnürmieder, halb ausgeſchnittene Batiſt⸗ bluſen, weiße Mullſchürzen und Tiroler Hüte mit grünen Bändern und Federſtutz ergänzt. Daneben gibt es noch Ab⸗ arten dieſer Trachten, die mehr an die Dachauer, Altenburger uſw. anklingen und ſowohl ungraziöſer, als unbequemer ſind, als die geſchilderten. Natürlich ſind dieſe Anzüge mehr für zwangloſe Tages⸗ koflette beſtimmt. Wenn man die Kleinen zum Konzert führt oder zu Viſiten mitnimmt, putzt man ſie in weit höherem Grade heraus. Die am eleganteſten gekleideten Kinder ſehen täuſchend ſo aus, als ob ſie aus einem van Dykſchen Gemälde herausgetreten wären. Verhältnismäßig ſehr lange Kleidchen aus Batiſt mit Säumchen und Loch⸗ ſtickerei, unter der oft roſa oder himmelblaue Seide durch⸗ ſchimmert, Spangen⸗ oder Schnallenſchuhe und Rembrandt⸗ hüte mit maſſenhaftem Federausputz wirken fabelhaft male⸗ riſch. Die Kleidchen ſind natürlich mit kurzem angeſchnittenen Leibchen gefertigt und mit roſa oder blauen Schleifen gar⸗ niert. Als eine grenzenloſe Modetorheit iſt es zu bezeichnen, daß man die ohnehin ſchon großen und ſchweren Hüte oft mit ſchwarzem Sammet überzieht, von dem die weißen Straußen⸗ federn doppelt ſtolz herunternicken. An Stelle des weißen Batiſts tritt bisweilen auch dunkler Sammet, ja ſogar die für Kinderkleider ehedem nie verarbeitete Seide. Geichwie für die Anzüge der Mädchen dienen auch für die Anzüge der Knaben van Dykſche Gemälde als Vorbild. Prächtige große Spitzenkragen leihen ihnen ihr charakteriſtiſches Kaſchett. Anſpruchsloſere Kleider für unſere Jüngſten ſtellt man in Hängerform aus allen erdenklichen einfarbigen und ge⸗ blümten Waſchſtoffen, wie ferner aus Voile, Wollenmouſſe⸗ lin, Etamine und ſonſtigen leichten Wollengeweben her. Das den letztern eigene Uni wird durch billige weiße Spitzen und Treſſen gehoben. Die Anzüge der größeren Mädchen dagegen beſtehen meiſt aus Rock und weißer— ſelten ge⸗ muſterter oder farbiger— Waſchbluſe. Bevorzugt werden Faltenröcke in Streifendeſſins mit breiten Trägern. Mieder⸗ röcke für Kinder ſieht man faſt nie. Ein ſehr zierliches Koſtüm ſetzte ſich aus weiß und ſchwarzem Marquiſetterock mit über den Hüften feſtgeſteppten Falten, einer ganz aus Säumchen und Valenciennes kombinierten Bluſe und Gitter⸗ trägern aus ſchwarzem Sammetband zuſammen. An einer anderen für ein zwölfjähriges Mädchen beſtimmten Toilette, für die ſandfarbener Mouſſelin mit türkiſchen Borten diente, fiel der eine ſpitzzipfelige Tunik imitierende Rockbeſatz auf. Hierzu gehörte eine gelbliche Guipurebluſe und ein Mieder⸗ gürtel aus türkiſchen Borten. Ab und zu begegnet man auch Matrofenkleidchen aus weißem oder gelbem Pikee, Naturleinen oder marineblauem Cheviot, mit ſtark überfallender Bluſe. Abſtechende Kragen mit Regattaſchleifen heben den monotonen Eindruck des ganzen. Erwähnt mögen noch Spitzenbluſen mit ſchräg über einander gehenden, reichlich handbreiten Trägern aus geſtreif tem Taffet, die zu einfarbigen Faltenröcken zwar ſehr elegant aber namenlos verziert wirken. Unter den Mäntelchen treten lange, weite Paletots aus weißem altdeutſchen Leinen mit Spachtelſpitzen garniert beſonders hervor. Die Spitzen ſind meiſt ſehr ſchmal und werden zur Umrandung der Beſatzteile verwendet. Um⸗ hüllen aus Mohär, Alpaka und Sommertuch in ſandgelb altroſa und blau weiſen den gleichen Schnitt auf, doch ſtattet man ſie faſt immer durch einen Kragen in Jriſh Guipure aus. Für die einfachſten Zwecke dienen dunkelblaue Tuch⸗ oder Lodenkragen mit rotem Capuchon Mädchen wie Knaben als Schutzhülle. Im allgemeinen präſentieren ſich die Mädchenhüte als eine etwas aber wenig vereinfachte Auflage der übermäßig mit Blumen geputzten Modelle, die die Köpfe der Damen verunſtal— pardon, ſchmücken. Auch hier Rieſenbuketts und Blumenſträucher in den grellſten Farben. Viel hübſchez ſind die mit Spitzenrüſchen ausgefüllten Kate Greenaway. hüte aus zartfarbiger Seide, ſowie die echten Panamas ähnelnden Modelle in Burenform. Dieſe werden auch von Knaben jeden Alters getragen und für viel feiner gehalten, als Matroſenhüte. Die meiſten Kinderſtrohhüte ſind weif oder gelb. Ueber die Friſuren der kleinen Mädchen iſt zu bemerken, daß das in der Mitte oder ſeitlich geteilte, durch Schleifchen zuſammengehaltene Haar noch immer für ſchick und fein gilt Tatſächlich iſt es ja auch eine überaus kleidſame Tracht. Unter den Strümpfen dominieren für den täglichen Ge⸗ brauch für die Jugend beiderlei Geſchlechts ſehr feine in ge⸗ dämpften Karomuſtern. Zu weißen Kleidern wählt man viel weiße durchbrochene und zu eleganten Anzügen natur⸗ farbene Strümpfe mit geſtickten Zwickeln. Dem weißen Strumpf geſellt ſich der weiße durchſichtig gewebte Handſchuh. Auch gehäkelte Halbhandſchuhe in ſchwarz, ſandgelb und weiß mit farbigem Banddurchzug ſind hochmodern und ebenſo praktiſch. Eine neue Mode, die aus der Riviera zu uns gekommen iſt, weiſt den kleinen Mädchen Sonnenſchirme aus geblüm⸗ tem Taffet oder Kattun zu, deren Ktock ſo lang iſt, daß man ihn als Spazierſtock gebrauchen kann. Oft iſt das kleine Sonnendach auch pittoresk mit fliegenden Schwalben und Tierköpfchen bemalt. 0 Doch zur Vervollſtändigung einer modernen Kinder⸗ toilette gehoͤrt auch ein wenig Schmuck. Am meiſten bevor⸗ zugt man in dieſer Branche für unſere Kleinen die Ketten aus den ſchönen venetianiſchen Glasperlen in jeglicher Aus⸗ führung. Der Schüchlerne. Skizze von E. Fahrow(Berlin). [Nachdruck verboten). „Ich muß ihm ein wenig entgegenkommen,“ dachte Lotte Winter.„Er iſt ein zu reizender Menſch, und ſeine Schüch⸗ ternheit ſcheint ja unglaublich groß zu ſein. Wäre er nicht ſo ſchüchtern, ſo hätte er hier in dieſem langweiligen Höhen⸗ kurorte ſchon längft Gelegenheit gefunden, meine Bekannt⸗ ſchaft zu machen.“ Während ſie dies dachte, bog ſie in einen der breiten Waldwege, die zu dieſer Stunde ziemlich leer zu ſein pflegten. Und ſiehe da, wieder tauchte ihr ſchüchterner Held'ein einiger Entfernung auf und kam ihren Weg entlang. Es war ein großer, blonder, ſehr gut angezogener Herr, dem man das gute Herkommen und die bequemen Verhält⸗ niſſe ſchon von fern anſah. Er ſchlenderte langſam daher, und ihm auf dem Fuße folgte eine jener unendlich modernen, unendlich häßlichen Bulldoggen, deren Kopf doppelt ſo groß erſcheint, als es der goldne Hundeſchnitt erlauben dürfte. Als er an Lotte vorbeiging, ſah er ſie zwar an, denn ſo weit hatte er ſeine Schüchternheit doch ſchon überwunden, daß er ſeiner Bewunderung beredten Augenausdruck geben 5 konnke, aber er ging ſtumm an ihr vorüber. Lotte ſeufzte innerlich über ſeine Schwerfälligkeit. Grüßen wenigſtens hätte er doch ſchon können, da er ſeit vierzehn Tagen täglich überall mit ihr zuſammentraf! Als ſie ein wenig weitergegangen war, blickte ſie ſich, geſchützt durch eine ſcharfe Biegung des Pfades, um. ö Sie ſah, wie der blonde Herr ſich bückte, etwas aufhob, und erkannte mit ihren ſcharfen Augen, daß es ein langer, grauer Damenhandſchuh war. 5 Blitzſchnell durchfuhr ſie ein übermütiger Gedanke. Das war ja ein Wink des Schickſals! Nun konnte ſie dem Glücke die Hand bieten. Raſch ſtreifte ſie ihre eigenen Handſchuhe ab, ſteckte ſie in die Taſche und eilte zurück. 1 Der Herr ſtand noch auf derſelben Stelle und zog das däniſche Leder glatt, als ob er ſeine Freude an dem weichen, glatten Ding habe. Votte ſpielte ausgezeichnet Komödie. Man hatte ihr auch ſchon früher bei winterlichen Vergnügungen großes, ſchauſpieleriſches Talent nachgeſagt. Sie bückte ſich in natürlichſter Weiſe rechts und links und ſah ſo ratlos aus, daß man ihr ſchon von fern anſah, ſie„ſuche“ etwas. Als ſie ganz nah an den blonden Hünen herangekommen war, ſtieß ſie einen äußerſt täuſchenden Laut der Ueber⸗ raſchung aus. Da ſie dabei den grauen Handſchuh anſtarrte und ihre kleine, niedliche Hand ein wenig danach ausſtreckte, ſo mußte er endlich ſehen, um was es ſich handelte. Aber— es war eigentlich unglaublich— er reichte ihr dennoch nicht den Handſchuh hin. Bis ſie endlich ſagte: „Bitte!“„ Weiter ſprach ſie nichts, aber ſie lächelte dabei und blickte den Mann, den ſie ſo gern erobern wollte freundlich an. Es kann nicht feſtgeſtellt werden, ob ſie ſich dabei bewußt war, daß ihr verführeriſches rechtes Grübchen ganz entzückend zum Vorſchein kam; aber Lotte war eine Evastochter, es iſt anzunehmen, daß auch Eva bereits im Spiegel eines para⸗ dieſiſchen Baches die Kleidſamkeit eines Wangengrübchens konſtatiert und dem hilfloſen Adam gegenüber zur Anwen⸗ dung gebracht hat. Nun konnte der Herr nicht länger den alſo geforderten Handſchuh zurückbehalten. Er lieferte ihn aus und ſtotterte dabei: Verzeihen Sie— dieſer Handſchuh— ich wußte nicht— ich hatte nicht bemerkt „Gott,“ dachte Lotte bei ſich,„er wird doch nicht etwa ein Trottel ſein? Was redet er denn ſo dumm...“ Laut aber ſprach ſie: „Vielen Dank, daß Sie meinen Handſchuh aufgehoben haben. Ich muß ihn eben erſt verloren haben.“ „Ihren Handſchuh?“ fragte er etwas töricht.„Wieſo — und wo iſt denn der zweite?“ Jetzt wurde Lotte allerdings rot: aber wer einmal ins Lügen gekommen iſt, der geht unentwegt auf dem verwerf⸗ lichen Wege weiter. Darum ſchwindelte ſie munter drauf los: „Der zweite muß auch hier irgendwo liegen— aber ſchließlich macht es ja nichts... ich muß jetzt zum Waldhaus.“ Der Schatten eines Lächelns ſchwebte um den Mund des Blonden, als er ſich nun mit unerwarteter Gewandtheit ver⸗ beugte und murmelte: „Gnädiges Fräulein geſtatten vielleicht— Karbiſius— ich habe denſelben Weg.“ Herr Karbiſius war zwar ſoeben in entgegengeſetzter Richtung dahergekommen, doch unter den obwaltenden Um⸗ ſtänden kam das nicht in Betracht. Es war merkwürdig, wie wenig ſchüchtern dieſer Herr im Geſpräch war. Es kam heraus, daß er ebenfalls aus der Metropole ſtammte, in der zu leben Lotte für einzig denkbar und möglich hielt. Aber er war nicht ſo begeiſtert wie ſeine Begleiterin, im Gegenteil, er„ſchimpfte“. Ich werde künftig nicht mehr in der Stadt, ſondern auf dem Lande leben,“ erklärte er,„denn ich bin auch dort auf⸗ gewachſen, und die durch und durch verlogenen, unwahren Großſtadtmenſchen kann ich nicht mehr aushalten.— Aber, gnädiges Fräulein ſuchen ja gar nicht mehr, ſollte der zweite Handſchuh denn nicht zu finden ſein?“ 5 — 85 Blamage davonläuft. Bei dieſen Worten blickte er prüfend nicht den Weg enk⸗ lang, ſondern zu ſeinem Hunde hinab, der fortwährend an Lottes Seite herumſchnüffelte. 85 18 „Pfui, Box!“ rief er.„Du beläſtigſt das Fräulein!« AUAch nein,“ lachte Lotte,„er wittert wahrſcheinlich nun das Frühſtück, das ich in der Taſche habe. Darf ich ihm etwas davon geben?“ Sie ließ ſich auf einer am Wege ſtehenden Bank nieder und zog ein zierliches Paketchen hervor, aus dem ſie einige Bisquits auswickelte. 79 055 Sie hatte aber zugleich ihre eigenen gelben Handſchuhe mit herausgezogen, und nach dieſen bückte ſich Herr Karbiſius.. „Gnädiges Fräulein tragen immer mehrere Paare Handſchuhe mit ſich?“ lächelte er.„Das iſt wirklich vor⸗ ſorglich.“ 138 Lotte ärgerte ſich ſchon zum zweiten Male.— Erſtens hätte ſie vorhin nicht ihre Begeiſterung für die Reichshaupt⸗ ſtadt einen ſo ſtarken Ausdruck zu geben brauchen, und dann durfte ſie nicht noch dazu dieſe unglückſeligen Handſchuhe 5 fallen laſſen! Ihre fonſtige Sicherheit verließ ſle ein wenig, und ſie errötete heftig. Herr Karbiſius hatte die Handſchuhe aufgehoben und be⸗ trachtete ſie jetzt aufmerkſam. Ja, er drehte ſogar einen davon um— er war innen von irgend einer Wäſche her mit Lottes vollem Namen gezeichnet. „Lotte Winter“, las der„Schüchterne“ laut.„Ein hübſcher Name!“ fuhr er dann fort.„Und wie nett doch ſolche kleine Indiskretionen des Zufalls ſind! Ohne dieſe In. ſchrift hätte ich gewiß noch nicht erfahren, wer die anmutige junge Dame iſt, die ich täglich zu treffen das Glück hatte.“ Während er ſprach, hatte der Hund ſein Schnüffeln weiter fortgeſetzt, und jetzt plötzlich ſprang er halb auf Lottes Kniee und ſchnappte ihr den langen, grauen Handſchuh fort, der N noch auf ihrem Schoß lag. Lotte rief entſetzt: 5 „Mein Handſchuh! Er zerbeißt ihn!“ 5 Der Herr ſah ſie ſeitwärts an: „Das ſchadet doch nichts,“ lächelte er,„da es ja ein ein⸗ 5 zelner iſt.“ Lotte fand auf einmal, daß er ein unangenehmes Lächeln habe; was lag eigentlich darin? War es nicht ganz ein⸗ fach Spott? 5 Unterdeſſen hatte der Hund ſeinem Herrn den Raub über⸗ bracht und ſtand ſchweifwedelnd vor ihm. „Um Gottes willen,“ dachte Lotte,“ wenn der Menſch jetzt dieſen Handſchuh auch umdreht, und es ſteht etwa ein fremder Name drin..“ Ihre bange Ahnung traf ein. Ganz ſorgfältig begann 5 Herr Karbiſius den Handſchuh umzukehren; da griff Lotte flink danach und ſprang auf: ch muß jetzt wirklich weitergehen, und Sie müſſen auch nicht alle Handſchuhe von innen beſehen! Daß er mir ge⸗ hört, bezweifeln Sie doch nicht etwa? Ich werde doch wohl mein Eigentum kennen?“ 8 „Es iſt nicht immer ſo einfach, Mein und Dein zu unter⸗ ſcheiden,“ lachte der Schüchterne. Und da ſeine Blicke dabei beharrlich an dem Handſchuh hafteten, ſah Lotte, daß das Unheil ſchon geſchehen war— er war gerade genügend um⸗ gekippt, um einen Namen klar und deutlich zu zeigen.„„ Dieſer Name war nun allerdings nicht der ihre, ſondernn er lautete„Karbiſius“. Und jetzt nahm der ſchüchterne Herr den Hut ab und ſprach mit ſeinem entſchieden unan⸗ genehmen Lächeln: 235 „Dirſen Handſchuh nämlich, gnädiges Fräulein, hatte ck vorhin ſelbſt fallen laſſen.. Und er gehört meiner Frau— was ich gütigſt zu entſchuldigen bitte. Und als wir vorhin aneinander vorbeigingen, trugen Sie die anderen, gelben Handſchuhe. Ich muß in der Tat um Verzeihung bitten— aber ich kann doch nichts dafürr Nein, er konnte nichts dafür. Aber Lokte konnte auch nichts dafür, daß ſie einem Naturtrieb folgte und die Flucht ergriff, blindlings, ohne Zaudern, wie man eben vor einer Eine Stunde ſpäter war ſi wgereiſt. Deer Börſenwochenſchluß brachte, wenn man die zuverſicht⸗ wenig Veränderungen. DWebern abgenommen worden, welche die Ablieferungen unter dieſen Umſtänden nicht, vollauf zu arbeiten. Süden melden die letzten Kabels mehr Neigung ſeitens der Setten, namentlich von der Pariſer Spekulation, erwartete wei⸗ tere Herabſetzung der Zinsrate nicht eintreten laſſen. Der hieſige Privatdiskont ſchließt mit dem Wochenbericht.13/16% mit einem ſchon lange nicht mehr ſo niedrigen Satze. Geld war reichlich vorhanden. liche und feſte Tendenz der vorhergehenden Tage betrachtet, Die Feſtſetzung der Halbjahrsdividende der Baltimore Ohio⸗Bahn in der ſeitherigen Höhe machte einen guten Eindruck, doch blieb ein belebtes Geſchäft aus, da man allgemein befürchtet, daß, wie bei faſt allen amerikaniſchen Eiſen⸗ bahnen, auch bei dieſer Geſellſchaft im letzten Jahre eine ungün⸗ ſtige Entwickelung ſtattgefunden hat und die Dividende nur unter ſtarker Heranziehung der Suplusreſerve erfolgen kann. Oeſter⸗ reichiſche Bahnen ſchwankend. Lombarden hatten unter ſtär⸗ leren Abgaben und der Prioritätenfrage zu leiden. Dieſem Pa⸗ piere kann nur dadurch geholfen werden, wenn eine wirkliche Hilfe durch eine Anleihe geboten wird, welche die ihr nötigen Mittel für den Abſchluß der Inveſtitionen bietet. Ob aber eine Südbahnanleihe, ſo bald mit Erfolg zu begeben ſein wird, bleibt aber ſehr die Frage. Staatsbahn, Prince Henri und Pfälziſche Bahnen feſt. Bankaktien lagen ruhig bei behaupteter Tendenz. Induſtrieaktien ruhig mit Ausnahme von Chemiſchen und Elek⸗ triſchen Werten, welche verhältnismäßig feſt lagen. Badiſche Anilin bevorzugt. Schiffahrtsaktien luſtlos, ſelbſt die Kombina⸗ tionen bezüglich einer Subvention oder Beteiligung des Reiches an der Paketfahrtgeſellſchaft vermochte Belebung oder Beſſerung im Kurſe nicht zu bringen. Stadtanleihen beſſer. Für Priork⸗ täten und Pfandbriefe beſtand teilweiſe Nachfrage. Der Schluß der Woche war bei ruhigem Geſchäfte gut behauptet. Marktbericht, Wochenbericht von Jonas Hoffmann. * Neu ß, 10. Juli. märkten, an welchen die Befeſtigung für Getreide weitere Fortſchritte machte, konnten Weizen und Hafer nur ihren, Preisſtand behaupten, während Roggen ſogar billiger käuflich iſt. Die Gründe hierfür ſind in der bereits erwähnten ſchlech⸗ ten Beſchaffenheit der an den Markt kommenden Zufuhren zu ſuchen. Gerſte iſt behauptet, während Mais wiederum er⸗ heblich im Werte gewonnen hat. Die Bedarfsfrage für Weizen⸗ mehl iſt zu anziehenden Preiſen eine recht lebhafte geworden. Auch Roggenmehl iſt mehr beachtet, jedoch im Preiſe unver⸗ ändert Weizenkleie zeigt gleichfalls eine beſſere Haltung. Tagespreiſe: Weizen bis M. 206, Roggen bis M. 188, Hafer bis M. 169 die 1000 Kilo; Weizenmehl Nr. 000 ohne Sack bis M. 27½, Roggenmehl ohne Sack bis M. 27 die 100 Kg.: Weizenkleie mit Sack bis M. 5 die 50 Kg. Die Eigner von indiſchen wie auch von europäiſchen Rübölſaaten haben ihre Forderungen erhöht. Infolge des andauernden Mißverhältniſſes zum fertigen Fabrikat bekun⸗ den die Müller indes keinerlei Neigung, Käufe vorzunehmen. Leinſaaten zeigen bei geringen Umſätzen eine ſchwächere Hal⸗ tung. Leinöl wird für nahe Lieferung beſſer bezahlt. Die Frage für ſpätere Sichten iſt dagegen eine geringe. Rüböl hat ſich weiter abgeſchwächt. Oelkuchen ſind ſtill und behauptet Tagespreiſe bei Abnahme von Poſten: Rüböl ohne Faß bis M. 69 per 100 Kg. ab Neuß. Leinöl ohne Faß bis M. 41.75 die 100 Kg. Fracht⸗Parität Geldernn 8 e Baumwolle„ bie (Bohenbericht von Hornby, eee Seit unſerem letzten Bericht war eine weichende Tendenz in unſerem Markte bemerkbar, beſonders für nahe Monate. Infolge der unzufriedenftellenden Lage der Induſtrie überall ſcheint es möglich, daß dieſe Tendenz noch etwas anhält. Die Garnkontrakte, welche vor mehr als einem Jahre zu guten Profiten abgeſchloſſen wurden, ſind noch nicht alle von den hinauszuſchieben verſuchen. Spinner ihrerſeits wagen es Und trotz zunehmender Betriebseinſchränkung überall häufen ſich Garn⸗ vorräte an, und gewiſſe Spinner verkaufen ſogar ihre Baum⸗ wollvorräte. Die Ernte macht gute Fortſchritte, und vom Pflanzer ihre Baumwolle alter Ernte loszulaſſen. Ruſſiſcher Getreidemarktbericht. (Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeigers“.) Odeſſa, 28.(.) Juli. Getreide. Die Märkte waren in der letzten Woche ruhiger für Gerſte und ziemlich feſt für Mais. Weeizen. In dieſem Artikel wird ſehr wenig gemacht und das Geſchäft beſchränkt ſich auf Verkäufe von wenigen ſchwimmenden Partien, für welche 36/9 in London bezahlt wurde und für faſt dieſelbe Qualität wurden am Kontinent M. 165 erreicht, was ca. 37/3 ausmacht. Gerſte. Die Märkte am Kogtinent waren ruhig und die Preiſe ſind wieder abgeſchwächt. Wir notieren heute für ſchwimmende Partien M. 112½, für Juli⸗Verſchiffung M. 112, doch herrſcht in Hamburg eine mattere Haltung und es ſind dort Verkäufer zu billigeren Preiſen. Man kann dort mit M. 111½ für Juli⸗Abladung und M. 110 für Auguſt kaufen. England andererſeits zeigt mehr Intereſſe für Gerſte und eine Ladung per Auguſt neuen Stils wurde zu 21¼/8 Dieſer Artikel war auch in der vergangenen Woche ſehr feſt und England kaufte ziemlich viel mit 26/— und ſogar mit 26/1½ für ſofortige Verſchiffung. Der Kontinent hat zwar ſeine Gebote auf M. 112½—113 erhöht, iſt damit aber noch unter den engliſchen Märkten, deren Gebote M. 115½ ausmachen.— Im Moment hat England die Führung in den Preiſen für Futter⸗Artikel übernommen, zum erſten Mal in dieſer Saiſon, was Gerſte anlangt, wo man dort mehr bietet wie der Kontinent bezahlt. Ernte⸗Ausſichten. Das Wetter bleibt den Saaten ſehr günſtig und an verſchiedenen Plätzen wird das Mähen bald im vollen Gange ſein.— In der Krim hat man ſchon angefangen zu ſchneiden und um Odeſſa herum wird man in—10 Tagen beginnen. Die Frachten haben ſich durch die verbeſſerte Nach⸗ ſrage von England auf 5/— und 5/6 nach England gehoben. Nach Rotterdam und Hamburg war kein Raum im Hafen während letzter Woche und für einen Dampfer, der in 6 bis 8 Tagen für Hamburg angelegt wird, wurde 5/— bezahlt. In Nikolajeff ſind die Vorräte von Getreide er⸗ höpft und es wurde während der ganzen Woche nichts ge⸗ macht. Ein jetzt für Hamburg angelegter Dampfer erhielt Im Gegenſatze zu den Auslands⸗ ſchmale Ware ſind nicht ſo günſtig gehalten, als diejenigen für haltung der rheiniſchen und weſtfäliſchen Sägewerke im Ein⸗ kauf. Die Werke kauften nur das, was der dringendſte Bedarf die Bewegung auch auf die übrigen Rheinſtrecken ausdehnt. Entlaſſung von 2000 Bergarbeitern. In Cherſon bezahlt man für Rotterdam und ce burg auch 5/—. In Noworoſſisk iſt etwas Nachfrage für Hafer nach London und man bezahlte 7/6—779 per Tonne. In Odeſſa ſind 7 Dampfer im Hafen, je einer für London, Hull, Liverpool und Antwerpen und 3 Poſtdampfer. In Nikolajeff ſind auch 7 Dampfer im Hafen, je einer für London, Rotterdam und Amſterdam und 3 für Erz. In Cherſon ſind 2 Dampfer, 1 für Hull, 1 für Hamburg. 8 Maunheimer Handels⸗ und Marktberichte de e ee Getreide. (Driginalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeiger“, Die Tendenz hat ſich in der abgelaufenen Woche weiter befeſtigt, da die Nachrichten von den Ernten von Rußland und Rumänien nicht ſo günſtig lauten. Das Angebot von Nord⸗ amerika iſt gut und find Preiſe mäßig, ſodaß größere Ab⸗ ſchlüſſe ſtattfinden konnten. Die Offerten von Argentinien ſind ſpärlich. 55 Wir notieren: Laplata⸗Bahia⸗blanca M. 23.25—23.75, ruſſ. Weizen M. 24—25.50, Landroggen M. 20.50, ruſſ. Rog⸗ gen M. 20.50—21, rumän. Hafer M. 18.50—19.75, ruſſ. Hafer M. 18.75—19.75, Laplata⸗Hafer M. 17, Futtergerſte M. 15, Laplatamais M. 16 und Donaumais M. 16.25 je per 100 Kilo brutto mit Sack. Sonſt alles per 100 Kilo netto, ohne Sack, verzollt ab Mannheim. 0 Mühlenfabrikate. [Driginalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeigers“.) E. Mannheim, 10. Juli. Das Mehlgeſchäft war in dieſer Woche etwas ruhiger, was mit den begonnenen Ernte⸗ arbeiten und dem Ausfall der Roggenernte, über den man ſich vor größeren neuen Einkäufen ein ungefähres Urteil bilden möchte, zuſammenhängen dürfte. Weizen⸗ wie Roggenmehl wurden trotz ziemlich feſter Tendenz nur mäßig abgeſchloſſen, während die Mühlen mit Ablieferungen gut beſchäftigt waren. Futterartikel wurden durchſchnittlich vernachläſſigt; die Kleienabſchlüſſe waren noch paſſabel, da⸗ gegen die Futtermehlſorten im ganzen wenig geſucht. Die heutigen Notierungen find: Weizenmehl No. 0 M. 29,75, desgleichen No. 1 M. 28,75, desgleichen No. 3 M. 27,25, des⸗ gleichen No. 4 M. 25,25, Roggenmehl Baſis No. 0/1 M. 26,50, Weizenfuttermehl M. 12,75, Roggenfuttermehl M. 13,75, Gerſtenfuttermehl M. 14, feine Weizenkleie M. 11, grobe Weizenkleie M. 11,25, Roggenkleie M. 11,25. Alles per 100 Kilo brutto mit Sack, ab Mühle, zu den Konditionen der„Vereinigung Süddeutſcher Handelsmühlen“. weneeenmee Leder. (Originalbericht des„Mannheimer General-⸗Anzeigers“) Die Umſätze in Oberleder hauptſächlich Boxcalf und Ge⸗ wichtslackleder hielten ſich auf der Höhe der vergangenen Woche. Kalbfelle behielten die lebhafte Tendenz, während Roßhäute, Ziegenfelle und Zickelfelle faſt geſchäftslos waren. Schaffelle fanden bei unveränderten Preiſen etwas mehr Be⸗ achtung. 12. e 5 7 1 * 1 0 8 Sopfen. 105 8 E bOriginalbericht des„Mannheimer General- Anzeiders-J. F. Der Geſchäftsſtand war in den beiden letzten Wochen in Anbetracht der vorgerückten Zeit nicht unbedeutend. Es mögen ca. 500 Ballen dem Markte entnommen worden ſein, während die Zufuhren nicht nennenswert waren. Auch wurden bei einzelnen Spekulanten nicht unweſentliche Pöſt⸗ chen Hopfen diverſer Provenienz und meiſt beſſere Sachen ſeitens des Kundſchaftshandels gekauft und zwar zu guten Preiſen. Im allgemeinen ſchließt jedoch der Markt in dieſer Woche mit ruhiger Tendenz ab und dringen die Käufer manch⸗ mal ſogar mit größeren Angeboten durch. Was der Stand der neuen Pflanzen anbelangt, ſo lauten die Berichte des In⸗ und Auslandes recht gut, ſo berichtet 3. B. Steiermark, daß wenn auch der Frühhopfen und das Produkt in den Sandböden etwas zu wünſchen übrig laſſe, der Späthopfen umſo vielverſprechender iſt. Böhmen, das Hauptproduktionsland berichtet ſehr günſtig, ebenſo auch Bayern, Württemberg und Baden. In ſämtlichen Gebieten iſt auch die Pflanze von Ungeziefer frei. Wenn dieſe Ausſichten in Erfüllung gehen, ſo ſoll es uns auch freuen, wenn dieſe große Arbeit und Mühe mit einem würdigen Kaufpreiſe gelohnt wird. eee els, (Driginalbericht des„Mannheimer General-Anzeiger“.) Der Verkehr am Brettermarkte, wie auch in an⸗ deren Schnittwaren, ließ auch während der letzten Woche noch zu wünſchen übrig, da die mittel⸗ und niederrheiniſchen Abnehmer nur wenig Kaufluſt bekundeten. Die Vorräte an den Herſtellungsplätzen nehmen an Umfang immer mehr zu, ſchon aus dem Grunde, weil die Bauholzſägereien aus Mangel an Aufträgen ſich mehr mit der Herſtellung von Brettern befaſſen. Gute Ware fällt bei den Werken nur ſchwerlich an, dagegen iſt Ausſchußware in größeren Poſten erhältlich. In den letz⸗ teren iſt der Abſatz ein ſchwieriger geworden. Die Preiſe für eeee 8 —4 N 8 1 5* 4815 585 1 15 breite. Die rheiniſchen Abnehmer bieten neuerdings für die 100 Stück 16˙ 12“ 1“ Ausſchußbretter frei Schiff mittelrheiniſcher Station M. 135—136, wozu vielfach zugeſchlagen wurde. Der Verſand in Brettern hat eine Vermehrung noch nicht erfahren, obgleich infolge des niedrigen Waſſerſtandes die Frachten billig gehalten waren. Das Rundholzgeſchäft läßt an Ausdehnung zu wünſchen übrig. Der Handel war nur gering infolge der Zurück⸗ erforderte. 55 Kohlenmarkt. (Driginalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeiger“.) In der letzten Woche hat ſich im Kohlenmarkte eine weſentliche Veränderung nicht gezeigt. 5 Der Streik der Maſchiniſten und Heizer iſt ausgebrochen. Durch denſelben wird aber nur die Strecke Holland⸗Ruhr in Mitleidenſchaft gezogen. Es iſt jedoch zu befürchten, daß ſich Unter den Ruhr⸗Bergleuten herrſcht Erregung infolge Ob hieraus Kompli⸗ kationen entſtehen, läßt ſich heute noch nicht beurteilen. Auch ca. Iuden wre e beſſerer Gebote der in Böhmen iſt eine Bewegung zux Herbeiführung eines Berg⸗ arbeiterſtreiks im Gange⸗ Infolge dieſer Verhältniſſe iſt es nicht ausgeſchloſſen, daß in allernächſter Zeit eine durchgreifende Veränderung in der Preislage der außerſyndikatlichen Produkte eintritt und weißt die zur Zeit feſtere Tendenz auf dieſe Eventualität hin. Wochenmarktbericht über den Viehverkehr vom.—11. Juli. Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeiger“ Der Rindermarkt war gut beſchickt. Der Auftrieb an Großvieh betrug 1136 Stück. Der Handel war mittelmäßig. Preiſe pro 50 Kg. Schlachtgewicht: Ochſen M. 76—84, Bullen (Farren) M. 64—72, Rinder M. 66—80, Kühe M. 50—74. Auf dem Kälbermarkt ſtanden am 6. Juli 288 Stück, am 9. Juli 441 Stück zum Verkaufe. Geſchäftsverkehr mittel⸗ mäßig. Preiſe pro 50 Kg. Schlachtgewicht M. 80—-90. Der Schweinemarkt war mit 2616 Stück gut beſucht. Handel mittelmäßig. Preiſe pro 50 Kg. Schlachtgewicht M. 64—65. 15 Der Pferdemarkt war mit 100 Stück Arbeitspferden und 85 Stück Schlachtpferden beſchickt. Der Handel mit Arbeits⸗ pferden und mit Schlachtpferden war mittelmäßig. Preiſe für Arbeitspferde M. 300—1300, für Schlachtpferde M. 40 bis 170 pro Stück. Milchkühe wurden 41 Stück aufgetrieben. Der Handel war lebhaft. Preis pro Stück M. 200—480. Der Ferkelmarkt war mit 183 Stück beſucht. Handel lebhaft. Pro Stück wurden M.—17 bezahlt Volkswirtschaft. Fahrzeugfabrik Eiſenach. In der letzten Generalverſammlung war der Verwaltung die Ermächtigung erteilt worden, vor⸗ bereitende Schritte für die U nifigierung des Aktien⸗ kapäitals zu unternehmen. In Erledigung bieſes Auftrages fordert die Verwaltung nunmehr die Aktionäre auf, die Aktien zu hinterlegen, und behält ſich gleichzeitig das Recht vor, in eimer bis ſpäteſtens Ende des Jahres einzuberufenden Generalverſammlung die hinterlegten Aktien zu vertreten, für den Unifizierungsplan zuu ſtimmen und alsdann die deponierten Aktien im Verhältnis:: guſammenzulegen. Es bleibt dem übereinſtünmenden Beſchluſſe des Aufſichtsrates und des Vorſtandes überlaſſen, zu beſtimmen, 0 die Zahl der eingereichten Stammaktien genügend groß er⸗ ſcheint, die Durchführung der Konſolidierung zu verſuchen. Die Kapitalserhöhung der Schantung⸗Bergbangeſellſchaft um den Betrag von 3 Millionen Mark ſoll nunmehr unter⸗ bleiben. Wie in Erinnerung ſein dürfte, hatten ſich verſchiedene Anteilseigner geweigert, den auf ſie entfallenden Betvag der neuen Anteile zu übernehmen. Der daraufhin geſtellte Antrag, die neuen Anteile mit Genußſcheinen zu verſehen— dem gegenwärtigen 12 Millionen Mark Anteilen ſind ſeinerzeit 60 000 Stück Genußſcheine mitgegeben worden—, wurde von der letzten Generalverſammlung abgelehnt, ebenſo der Antrag auf Ausgabe von Vorzugsaktien, weil dadurch das Unternehmen diskreditiert werden könnte. Vielmehr hab die Verwaltung beſchloſſen, zur Aufbringung der nolvendigem Mittel Bankkredit bei dem ihr maheſtehenden Finanzkonſortium in Anſpruch zu nehmen. Die öſterreichiſchen Eiſenengroshändler haben die Pveiſe für Stabeiſen und Grobbleche um eine Krone per 100 g. herabgeſetzt. Der Vertrag der Eiſenhandelsgeſellſchaft m. b. H. zu Berlin mit den oberſchleſiſchen Werken zum Zwecke der Alteiſenver⸗ ſorgung iſt auf weitere drei Jahre berlängert worden. Des⸗ gleichen ſind auch die Vertrüge mit den miteldeutſchen erneuert worden mit Geltung für ebenfalls 3 Jahre. Inſolvenz einer Baufirma.(Privat.) Die bekannte Ba Brendel u. Seidel in Plauen, welche ſeit einer Reihe Jahren beſtand und umfangreiche Bauten ausführte, hat mit einei großen Schuldenlaſt die Zahlung eingeſtellt. Die Paſſivan betragen ca. 250 000., die Aktiva nur 5600 M. Die Gläubige fallen alſo faſt vollſtändig mit ihren Forderungen aus. Eutſtand ſind die Schwierigkeiten für die Firma dadurch, daß ſie mehrer Bauten im Submiſſionswege zu außerordentlich billigen Preiſe übernommen hatbte. eeee Handelsliteratur.„Plutus“. Kritiſche Wochenſchrüft für Volkswirtſchaft und Finanzweſen(Herausgeber: Georg Bernhard). Inhalt vom 28. Heft des fünften Jahrganges: Polniſcher Boykokt — Internationale Geldeinheit. Von Dr. jur. Ernſt Kliemke⸗Ber lin.— Die Vankenkonzentration ſeit 1904. Revue der Preſſe. Alts den Börſenſälen. Von Brundo Buchwald.— Herr Ralh Truſts im chemiſchen Kartell.— Terraingeſellſchaft am Großſch fahrtsweg Berlin⸗Stettin.— Kali⸗Aktien.— Ruſſiſche Zuverſt — Domino als Börſenſpiel.— Lehrlingsfragen.— Bunte Schüſſel — Gedanken über den Geldmarkt. Von Juſtus.— Plutus⸗Merk⸗ tafel.— Gedanken über den Warenmarkt. Von Merkur.— Ant worten des Herausgebers.— Waren des Welthandels(Tabak).— Chefs und Angeſtellte.— Neue Literatur.— Generalverſamm⸗ lungen.(Abonnenments vierteljährlich per Poſt, Buchhandel unt direkt vom Verlag M..50. Probehefte gratis in jeder Buchhand⸗ lunng und vom Verlag, Berlin⸗Charlottenburg, Goetheſtr. 69.) „„Jinnen und Mit e ſſer. 8 von hervorragender Wirkung 00 Obermeyers Zu haben in allen Apoth., Drog. u. Parfüm. pr. Stück 50 Pf. 0 I. Maunheimer Verſich, gegen ungeziefer. Vertilgung v. Ungeziefer J. Art billigſt u. Gar⸗ 95 Eberh. Meyer, konzeſſ. Kammerfäger, Mannheim, Colliniſtr. 10, 2. 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(Nachdruck Inhalt. 1) Antwerpener 27 100 Fr.-Lose von 1903. 2) Baden- Badener 36 Stadt- Schuldverschreibungen v. 1898. 8) Braunschweigische Prämien- Auleihe(20 Taler-Losel. ) Brüsseler 231 100 Fr.-Lose von 1902. 5) Buenos Aires, Stadt, 45 Gold- Anleihe von 1888. 6) Bukarester 4 Stadt-Anleihe von 1898. 7) Congo 100 Fr.-Lose von 1888. 8) Frankfurter Hypothekenbauk, 355 Pfandbriefe Serie XII, XIII, XV und XIX. 9) Heidelberger Kreis-Obl. v. 1881 und 1903. 10) Heidelberger Stadt-Schuldver- schreibungen.1894, 1897 u. 1901. 11) Kaiser Ferdinands- Nordbahn, 4 Prioritäts-Anleihe von 1886. 12) Mexikanische 5 kons. äußere Anleihe von 1899. 13) Mosbacher Stadt-Schuldverschr. 1865. 14) Nassauische Landesbank, Schuldverschreibungen. 15) Oberrheinische Hlektrizitäts- Werke.-G. in Wiesloch(Baden), 45 Teilschuldverschreibungen. 16) Offkenburger 3 Stadt-Schuld- verschreibungen von 1895. 17) Oesterreichische 100 Fl.-Kredit- Lose von 1858. 18) Oesterreichische Gesellschaft v. Roten Kreuze, 10 Fl.-L. v. 1882. 19) Ottomanische 4 Anleihe v. 1894. 20) Preußische Pfandbrief-Bank, Hypotheken-Anteilzertifikate. 21) Rumänische 4 amortisable Staats-Rente von 1889. 22) Schwarzburg Sondershausen- sche konv. Züꝙ Staatsanl. v. 1878. 23) Stuhlweibenburg-Raab-Grazer 257 Präm.-Anteflscheine v. 1871. 240) Textilwerke Thoma, Obl. 25) Ungarische Hypothekenbank, 9 Prämien-Obligationen, bezw. Conversions-Prämien-Obl. 26) Wiener Kommunal- 100 Fl.-Lose von 1874. ——— ) Antwerpener 2% 100 Fr.-Lose von 1903. 31. VLexlosung am 10. Juni 1908. Zahlbar aàm 1. Mai 1909. Serien: 3936 4239 6511 8878 14832 22330 24082 24394 28410 31928 42479 35469 36187 36684 38251 38511 38985. Främien: 9 17 22(200) 26, 6511 5 12 22(200), 8373 9(200), 14832 3 300 000), 22330 9(200) 16(1000) 17 00), 24082 1 4 11(2500) 10(200) 16,24394 3(200) 18 22(200) 23(200) 25, 28410 10(200) 23, 31928 15 (200), 32479 5 8(200) 18(500) 17 28, 35469 16 20(200), 36187 3 8(200) 16(200) 22(200), 36664 3(200) 25, 48261 5(200) 6(200) 19 200), 38811 12(200) 22(200), 38988 12 19(200) 22 24(500). Die Nummern, welchen kein Betrag in(Jbeigefügt ist, sind mit 150——* alle übrigen in obigen Serien ent- haltenen Nrn. mit 110 Fr. gezogen. 2) Baden-Badener)% Stadt- Schuldverschr. von 1898. Verlosung am 1. Juli 1908. Zahlbar am 1. Oktober 1908. Uit. A. à 2000%½ 31 62 71 2ʃ12 254 458. Lit. B. à 1000 /,/ 508 532 615 678 770 795 1018 019 086 216 217 387 388 394 418. Eit. C. à 500 1509 510 548 650 704 875 879 966 970 2067 095 272. 1 5 3 200 ◻ 2406 432 489 513 640. 3) Braunschweigische Prämſen-Anl.(20 Taler-Lose). 142. Prämienziehung am 30.Juni1908. Zahlbar am 30. September 1908. Am 1. Mal 1908 gezogene Serien: 136 242 383 583 978 1016 1073 1176 1307 1844 1639 1873 1921 1928 2037 2411 2831 2617 2884 2707 2839 2964 3002 3187 3327 4086 4248 43853 4435 4597 48900 4886 4980 5030 5144 8388 3715 5874 6116 6180 6259 6312 6596 6747 6991 7361 7618 7663 7806 7856 8047 8133 8391 8708 8976 9410 9447 9828 9804 9839 99 Prümlen: Serie 978 Nr. 47(300), 1639 4(800) 14(300) 40(300), 1873 12(210), 2964 26(210) 38(300) 4086 49(300), 4353 25(210),4485 13(7500), 2980 25.(3000, 030 24(2100, 5715 30(210), 6747 34(210), 6991 49(300), 8391 (45 000) 27(300) 45(9000), 8976 4(300) 31). Alle äbrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern sind mit 28 ½% gezogen. 4) Brüsseler 2¼0% 100 Fr. Lose von 1902. 36. Verlosung am 18, Juni 1908. Zahlbar am 1. Juli 1908. Serlen: 6308 19215 12790 16866 16901 28188 28718. Främien: Serie g808 Nr. 1(200) 2(200) 8 12 20 200) 21 23 24 25(200), 10215(200) 3(200) 4(200) 9 11(200) 12(200) 16(200) 21(260) 24, 12790 2(250) 3(10,060) 6(200) 13 16(200) 19, 16866 4(200) 14(200) 16 18 22 200) 25(200), 16901 7(250) 10 13, 22188 11(4000) 12(200) 14 19(200) 24 25 (200), 28718 8 10 14(500) 18 19 24. Bie Nummern, welchen kein Be⸗ trag in() beigefügt ist, sind mit 450 Pr., alle übrigen in obigen Serien enthallenen NMun. mit440 Fr. gezogen. Serie 3936 Nr. 5(200) 6(200) 17, 125 5) Stadt guenos Ares 4½% Gold-Anleihe von 1888. 38. Verlosung am J1. Mai 1908 per I. Juni 1908. Zahlbar am 2. Juni 1913. Die im Mai 1903 in der 28. Ver. losung gezogenen Obligationen dieser Anleihe werden am J. Juni 1908 eingelòst. 4 10% E 45010 142 210. 2. 500 L 40012083 122 144 336 416 424 670 779 877 919. à 100 K 30044 131 205 266 406 490 513 896 31245 309 316 414 440 621 653 663 710 786 959 965 32088 239 298 306 312 314 347 484 540 642 714 861 913 916 931 984 33010 355 396 616 627 646 735 807 833 872 886 34005 112 292 343 416 804 836 896 35025 117 128 207 276 287 303 314 317 384 463 562 887 710 722 725 748 776 36071 180 239 253 315 336 374 480 718 924 993 37068 111 263 272 335 504 752 854 891 896 904. 20 8 13 26 155 161 177 228 247 354 361 388 537 588 654 686 734 828 885 1096 102 215 535 732 754 845 962 2244 251 308 315 361 700 795 968 999 3019 044 066 310 318 355 509 571 730 777 855 912 936 969 988 999 4081 228 514 518 621 630 653 700 936 5001.025 053 088 172 423 537 549 568 714 715 976 6281 327 420 517 527 676 730 846 956 995 7158 187 221 226 236 262 293 304 662 723 858 951 988 8036 046 074 085 100 133 375 404 506 733 805 884 909 9043 084 623 689 927 10100 203 229 295 301 411 417 467.558 566 898 905 912 9147977 997 11055 375 384 521 589 651 672 951 12002 033 156 173 230 353 458 561 569 804 836 914 918 13116 149 273 440 598 840 894 14134 245 260 280 404 463 491 576 651 696 715 953 15041 054 194 220 258 357 453 477 484 508 841 563 579 585 648 836 911 986 16108 132 166 171 180 216 248 420 444 585 680 798 17010 056 109 305 323 335 394 469 485 547 713 783 892 900 976 18068 144 240 273 283 335 883 437 468 567 766 880 947 949 92212005 032. 6) Bukarester 4½% Stadt- Anleihe von 1898. (Anleihe von 28,650,000 Lei.) Verlosung am 31. Mai/ 13. Juni 1908. Zahlbar am 1/14. Juli 1908. à 500 Lei. 25 158 187 208 423 501 585 837 850 868 1048 045 129 4465 795 834 880 2027 058 246 325 360 390 512 661 686 915 8042 098 112 129 268 357 501 639 679 680 792 794 813 839 918 4092 606 783 875 885 893 8024 215 403 437 512 6572 619 893 7143 252 321 331 520 545 841 913 8086 168 362 506 508 553 596 9462 820 836 841 868 881 944 996. à 1000 Lei. 11013 031 078 085 111 120 179 195 464 496 523 536 6580 594 12012 096 210 243 244 336 373 445 839 847 913 980 998 13053 462 537 620 644 691 723 786 14016 054 960 069 095 133 139 140 145 174 184 195 363 367 370 424 604 667 728 732 746 755 794 796 18406 458 569 743 799 827 19526 773 903 992 20010 369 479 663 682 744 745 771 21202 207 211 230 250 255 295 312 320 360 379 393 396 428 433 444 5165 525 534 552 563 830 922 23431 588 25834 914 928 978 26417 495 498 516. à 59000 Lei. 28355 372 405 437 468 692 700 762 815 838. 7) Congo 100 Fr.-Lose v. 1888. 122. Verlosung am 20. Juni 1908. Zahlbar am 15. April 1909. Serſen: 4600 8810 13183 16079 16474 16610 17626 19174 19954 23334 24365 26610 26769 27134 30524 4243 50673 52881 53020 55251 Prämien: Serie 4600 Nr. 14, 8810 21(750), 13156 5 8, 16079 25 723(1500) 24, 16474 15, 19174 3, 19984 21 22, 23334 13(750), 24368 15(750), 29610 2, 27134 19, 30524 11, 43356 3 17, 48243 4 11 24, 62831 47(100,000), Die Nummernwelehenkein Betrag in(J beigefügt ist, sind mit 400 Fx., alle übrigen in obigen Serien ent- haltenen Nrn. mit 205 Fr. gezogen. 8) Frankfurter Hypotheken- bank, 3½% Pfandbriefe Serſe XII, XIll, xV und XIX. Verlosung am 11. Juni 1908. Zabhlbar am 1. Oktober 1908. Folgende Nummern sämtlicher Literae: 235 330 681 794 1058 112 618 721 779 2116 450 547 891 901 902 934 3081 264 717 923 966 4042 411 416 730 902 932 5083 117 177 339 371 758 6206 412 591 834 7168 181 233 325 371 380 387 454 541 685 688 902 8015 025 036 214 221 233 444 640 751 9214 347 418 469 966 10024 043 203 283 291 936 11218 375 580 606 644 12385 483 499 611 904 18257 366 407 619 660 14065 16150 16048 159 173 608 685 703 835 17012 157 160 341 385 387 555 588 746 18114 238 549 655 912 951 19147 361 20081 331 419 731 792 816 832 978 21100 317 388 541 22120 144 208 492 751 762 909 938 23120 24028 040 391 548 646 730 850 25287 325 601 28198 297 298 439 478 576 577 678 27093 747 28120 795 907 29146 153 258 333 337 384 420 427 640 710 875 3003, 173 174 805 877 991 60029 260 490 893 928 61484 494 585 62206 300 554 694 792 63003 039 061 068 281 476 930 963 64357 380 507 6146 85099 639,641 66067 269 369 812 67272 339 392 598 766 901 902 88200 440 532 540 619 627 69579 768 805 70161 203 368 610 71051 140 168 210 72066 259 407 412 763 857 73021 1659 200 321325 422 74608 947 75006 576 670 908 939 76299 571 815 77545 78028 045 492 804 968 991 79046 399 80169 853 960 81023 071 198 889 618 921 82234 426 479 993 83086 352 423 502 760 786 873 84143 281 341 707 722 860 983 88000 093 172 325 363 440 615 899 86115 209 352 455 656 202 757 828 895 961 der Stadt Mannheim und Umgebung. 2 1908. 87512 798 826 998 100106 2638 269 281 436 101032 148 963 102553 140061 467 480 800 141694 705 142036 163 466 143055 313 407 413 452 547 578 144173 276 145148 491 597 818 852 854 913 146108 275 287 411 509 147675 801 148446 469 910 963 149563 808 947 969. 9) Heldelberger Krels-Obl. von 1881 und 1903. Verlosung am 6. Juni 1908. Zahlbar am J1. Oktober 1908. Anlehen von 1881. Lit. A. à 1000% 4 26 51 56 59. Lit. B. à 500% 7 16 30 38 48 98 104 106 127 152 167 185. Anlehen von 1903. Lit. A. à 1000% 58 111 165 164. Lit. B. à 500 446 603 646 685. 10) Heidelberger Stadt- Schuldverschreibungen von 1894, 1897 und 190l. Verlosung am 13. Juni 1908. Zahlbar aàm 1. Oktober 1908. %½% Anleihe von 1894. Lit. A. à 2000% 91 233 264 412 423 445 561 584 715 737 774. Lit. B. à 1000% 828 830 985 1108 264 378 456 465 600 662 691 693 861 895 939 972. Lit. C. a 500% 2092 411 449 575 669 701 710 748 772 805 848 907 909 3017 093 200 272 363 396 451 492 527. Lit, D. à 200 3676 874 936 4428 684 712 758 798 832 850 886 889 897 904 5084 112 169 200 203 204 330 392 436 514 533. 3½% Anleihe von 1897. Lit. A. à 2000 + 164 219 222 317 338 408 487. Lit. B. à 1000%½ 561 650 678 761 914 923 1030 053 062 076 222. Lät. C. à 500%½ 1260 365 457 484 547 617 681 717 745 802 2019 034 098 193. 2355 516 522 Lit. D. 4 200% 599 635 686 720 750 822 831 843 864 3041 067 072 075 278 287 290 299. 4 Anleihe von 1901. Lit. A. à 2000%/ 134 300 449 577 741 759 800. Lit. B. à 1000%/ 818 1023 055 218 459 463 464 582 765 798 989. Lit. C. à 500 ½ 2065 117 209 234 361 554 636 777 900 964 3276 591. Lit. D. à 200 3811 4376 443 580 593 632 635 719 5130 148 169 178 252 362 386. Il) Kalser Ferdinands-Nordb., 4% Prlorſtäts-Anl. von 1886. (Vom Staate zur Selbstzaklung übernommen.) 23. Verlosung am 1. Juni 1908. Zahlbar am I. September 1908. Serie 29 60 134 165 174 227 250 368 369 404 424 443 543 568 775 784 793 819 985 995 1051 071 122 195 196 241 460 528 692 718 720 778 788 836 905 950 971 890 2055. 12) Mexikanſsche 8% kons. äußere Anleihe von 1899. 13. Verlosung am 11. Juni 1908. Zahlbar am I. Juli 1908. Serie A. à 1000 f 106 292 301 431 1518 920 2215 249 656 926 3105 441 507 746 786 933. Serie B. à 500 C 4231 293 569 649 5316 666 821 6056 247 339 650 809 872 7283 399 636 691 8620 9098 247 358 747 911 10188 352 377 466 480 708 871 11532 802 892 989 12422 481 820 951 13465 744 965 14012 816 843 950 15306 508 668 717. Serie C. à 200 K 16312 787 917 17012 442 501 612 881 19001 167 181 415 494 20506 942 21134 222 282 535 627 670 778 22094 137 603 836 23167 475 610 655 689 888 890 24064 193 368 965 25066 238 278 464 570 715 995 26103 565 27394 493 510 699 28175 588 741 789 819 29605 840 931 30164 406 857 31059 135 554 660 880 32038 133 548 571 754 33128 465 659 855 863 34033 059 101 133 376 475 796 850 958 35370 461 654 718 891 911 997 36061 458 519 808 37119 176 207 366 38236 350 424 439 39453 488 581 40476 931. Serie D. à 100 f 41099 351 373 968 42085 153 195 537 642 543 607 879 43043 251 428 44085 099 103 118 458 518 770 844 45367 966 46088 105 130 332 340 382 797 47032 224 707 728 834 962 48002 215 917 49017 026 057 292 360 482 514 567 636 722 805 916 50298 658 674 797 807 913 958 51075 429 468 32034 294 331 354 653 884 53397 740 54309 367 646 35087 249 720 726 56100 188 647 699 904 57184 283 413 573 622 802 38377 678 986 59020 346 361 406 499 560 595 681869 60219 254 523 743 888 61110 163 329 473 493 557 877 974 62083 085 290 561 604 644 818 63469 483 668 64136 300 530 65169 373 446 884 986 66499 577 840 67079 096 210 214 239 264 323 448 535 673 682 780 68064 069 156 239 320 440 471 69118 126 270 437 598 650 656 753 70288 403 422 457 536 71020 125 276 431 72314 381 611 885 73511 591 729 766 907 74016 064 736 806 75232 481 26274 295 424 786 801 910 77187 447 512 540 549 754 859 912 982 992 998 78257 285 313 425 493 522 546 741 829 79182 520 550 719 911 998 80061 100 105 289 356 402 905 946 969 81112 313 362 639 82149 380 612 684 818 83337 532 84022 159 355 560 85105 621 917 86158 390 487 499 527 693 823 996 87173 247 489 618 88474 528 644 676 810 823 89093 441 641 789 869 905 90163 257 360 416 511 560 91310 630 736 832 92017 359 393 959 93022 030 105 114 257 318 447 724 941 94152 400 402 572 779 95074 349 390 421 893 96029 558 564 798 844. Serie E. à 20 f 98083 437 845 99127 225 551 683 697 756 882 100022 239 358 468 652 782 101024 556 624 102450 495 534 609 623 647 743 750 806 947 103099 267 601 783 955 104111 215 226 373 667 671 732 105016 205 534 704 712 928 166020 402 560 588 650 933 953 107080 381 484 717 108124 632 683 769 109458 873 983 110313 334 383 566 615 761 852 111053 103 114 728 807 849 888 112321 356 380 427 428 691 925 938 113053 061 249 484 613 653 696 895 940 949 114055 106 119 240 455 482 664 700 761 765 850 885 115023 175 397 433 564 116113 346 517 838 971 117721 118012 105 256 373 378 430 609 610 739 119415 486 695 728 774 120053 442 594 736 919 926 121178 386 513 545 779 833 122124 160 182 291 538 975 123004 052 110 157 255 679 761 923 938 124103 318 338 477 801 803 989 125113 858 919 126264 404 850 877 913 968 127478 926 977 128265 483 795 129224 364 417 596 651 938 130113 170 718 796 874 975 983 131041 397 494 778 960 132192 373 398 779 802 941 994 133024 141 357 413 422 485 512 896 134270 322 426 645 666 668 739 782 135093 166 231 235 357 370 520 571 743 136090 203 351 392 580 702 737 137015 030 331 386 390 749 886 138091 144 502 726 806 833 139050 140 455 610 873 994 140052 528 574 831 141083 212 290 474 729 759 784 142223 243 375 474 806 858 143139 254 670 880 144061 082 299 934 145027 100 438 603 842 874 914 146037 525 668 886 147045 196 381 393 500 582 679 148172 687 792 855 149219 468 796 818 947 150041 089 361 376 566 653 752 754 769 867 151163 412 535 647 783 944 994 152281 467 483 664 732 813 153201 202 230 505 594 687 768 918 154061 197 675 769 818 995 155652 702 748 927 966 971 156889 958 157110 317 158002 011 185 730 159089 271 290 325 478 591 996 160119 452 521 589 823 161211 216 375 429 464 636 700 793 923 162065 135 434 467 469 670 767 923 163184 219 226 441 461 481 495 603 621 971 164129 276 480 499 852 857 882 165253 277 459 898 166022 198 216 217 340 738 892 915 970 167046 156 315 572 661. 168293 369 691 169115 121 212 246 290 324 359 364 588 723 170088 166 382 654 697 758 171123 772 962 172292 516 591 173235 287 469 471 715 884 174059 073 101 270 281 431 557 595 679 175279 410 476 508 646 967 176122 185 298 606 859 890 177293 378 396 773 178052 176 219 308 366 569 630 653 826 179252 299 358 980 991 189126 774 930 181667 750 182180 184 211 183330 490 533 543 605 950 184102 357 441 639 756 868 185508 883 903 186194 231 349 362 558 909 967 187569 762 188132 177 472 737 991 189060 255 475 628 190041 106 795 805 808 822 859 940 191027 203 311 595 658 192034 274 388 610 852 898 917 193110 585 838 194120 124 242 274 312 477 750 195260 358 498 776 982 196074 571 889 197480 488 793 813 837 930 952. 13) Mosbacher Stadt-Schuld- vorschreibungen von 1865. Verlosung am 23. Juni 1908. Zahlbar am I. Oktober 1908. Buchst. A. à 1000 Fl. 8. Buchst. B. à 500 Fl. 338. 14) NMassauische Landesbank, Schuldverschreibungen. Verlosung am 4. Juni 1908. Zahlbar am 2. Januar 1909. Konv. 3 ½% Schuldverschr. Buchstabe J. Buchst. J. a. à 150% 63 78 99 107 120 152 210 211 249 264 282 315 394 408 448 492 514 601 665 708 722 776 799 824 889 844 916 925 928 962 1016 025 051 074 178 296 297 306 341 360 408 447 645 692 721 767 851 853 913 924 971 974 990 2007 123 126 173 189 218 220 230 238 287 322 392 476 482. Buchst. J. b. à 300 ν 33 39 44 56 82 123 196 205 233 252 260 263 281 326 337 339 348 414 417 434 455 466 520 535 562 573 606 677 685 737 742 760 768 773 781 797 798 839 867 875 1002 047 061 119 194 197 202 203 272 305 308 342 402 405 412 419 448 458 510 539 586 600692 625 646 696 737 740 741 752 777 800 809 858 871 876 880 884 948 955 2018 058 153 190 271 378 403 405 406 441 483 544 566 595 655 657 745 796 827 901 902 3023 099 117 164 369 376 377 387 407 444 476 657 714 750 800 804 845 848 919 961 4013 049 065 125 150 157 185 250 261 264 279 324 388 403 472 508 603 608 672 693 804 894 914 5027 032 071 119 193 260 291 3165. Buchst. J. o. à 600% 52 109 130 144 169 200 363 395 407 469 481 492 512 570 599 606 716 724 785 886 910 927 950 1002 025 061 099 109 144 145 218 250 269 346 381 428 441 478 481 588 655 739 777 919 962 970 2045 048 061 080 103 111 116 127 191 198 203 207 293 308 311 331 396 410 418 419 514 676 693 786 884 928 3071 133 173 186 194 262 293 419 577 578 834 855 893 899 924 947 970 4000 016 047 106 166 213 237 246 276 292 314 391 412 423 437 454 496 537. Bucbhst. J. d. à 1500 72 87 139 143 290 330 385 501 588 725 875 893 909 938 961 999 1035 148 160 181 206 222 262 323 331 426 443 453 492 532 542 575 720 776 809 900 905 907 997 2048 057 067 078 085. Buchst. J. e. à 3000%% 15 18 28 50 55 160 188 197 280 309 311 419 430 486 514 550 575 598 716 722 765 836 882 885 907 926 1049 076 077 100 103 134 143. Buchstabe P.(1. Verlosung). Buchst. P. a. à 200 + 32 46 49 56 59 77 89 107 129 130 159 165 169 171174 210 233 277 281 283 285 301 309 317 350 363 368 373 379 422 439 453 458 460 462 500 526 546 547 569 593 595 600 602 619 626 656 659 660 674 689 700 729 751 809 821 826 862 864 869 919 922 925 928 930 953 970 1022 023 055 073 093 099 103 106 112 114115 116 133 141 155 195 231 291 301 326 335 389 392 427 446 487 491 518 570 607 608 609 626 637 646 659 666 697 706 738 743 801 845 862 902 906 907 913 979 2028 038 043 054 056 103 111 131 149 189 190 193 230 251 275 316 325 335 337 340 341 342 369 410 411 456 464 478 491. Buchst. P. b. à 500 17 24 33 81 97 98 99 102 176 180 181 182 247 289 290 308 311 328 337 338 367 411 414 439 463 468 469 547 551 618 622 629 645 646 673 739 742 767 778 813 817 874 899 912 968 1003 049 063 107 120 144 159 220 229 251 331 361 36³ 369 370 372 387 414 416 441 460 474 513 517 572 601 625 669 676 680 693 723 794 805 845 906 957 970 973 978 2001 005 054 055 072 082 087 109 110 112 115 129 154 181 189 201 264 286 324 383 387 403 432 459 464 477 504 567 576 612 614 619 620 626 629 632 662 693 765 797 806 856 866 938 935 950 961 982 980 986 988 989 3018 029 030 034 037 083 089 092 097 104 107 127 138 146 147 148 243 245 247 249 296 305 358 428 492 498 499 524 559 568 617 634 682 683 686 688 695 786 789 802 803 879 880 900 4032 045 077 106 108 176 196 350 351 400 406 453 461513 520 524 770 780 783 791 876 893 965. Buchst. P. c. à 1000/ 45 57 132 158 233 246 270 398 510 562 577 605 699 702 750 799 864 883 938 1000 036 044 047 084 086 216 232 233 362 433 434 436 437 525 541 542 544 565 580 597 598 599 611 624 634 648 679 721 726 749 797 818 878 876 881 917 934 935 959 960 2009 019 036 056 095 096 118 182 261 285 305 368 371 450 477 539 598 716 747748 750 837 880 895 907 910 9138 922 940 950 3001 109 300 350 393 426 429 538 603 605 619 620 624 653 744 807 808 824 908 938 4004 089 095 096 122 146 257 318 342 355 392 464 486 495. Buchst. P. d. à 2000 /% Die Til- gung ist durch Ankauf exfolgt. 15) Oberrheinische Elektrizitäts-Werke Akt.-Ges. in Wiesloch(Baden), 4½% Teilschuldverschr. 3. Verlosung 1907. Zahlbar mit 1035 am 2. Januar 1908. Lit. A. à 1000% 40 79 83 87 300 340 342 394 397 429 479 606 718 753. Lit. B. à 500 + 88 118 136.158 194 266 377 378. 16) Offenhurger 3% Stadt⸗ Schuldverschr. von 1895. Verlosung am 20. Juni 1908. Zahlbar am 31. Dezember 1908. Lit. A. 2 92 171 176 253 255. Lit. B. 6 18 33 167 241 367 368 7) Oesterreichische 100 Fl.- Kredit-Lose von 1858. 164. Verlosung am 1. Juli 1908. Zahlbar mit Abzug am 2. Januar 1909. Serlen: 559 579 671 1106 1353 1387 1393 1414 1498 1527 1855 1626 1647 1687 1790 1797 1839 2092 2196 2218 2320 2402 2509 2555 2872 2886 2949 3071 3505 3622 3727 4039 4068 4172. Prümien: Serie 559 Nr. 10 37(60,000) 81, 579 16, 1106 35 80(3000), 1353 84, 1387 41 51(30,000) 81, 1393 76, 1414 76(4000), 1498 22 85 93, 1556 4, 1626 60 66(3000) 81 83, 1687 11 53, 1790 29, 1797 35 (3000), 1839 36, 2092 59 94, 2196 41 73, 2509 45, 2872 1(10,000) 44 (4000) 47, 2886 60(2000) 69, 2949 50(2000) 58 59 69, 3508 44, 3622 35 97(2000), 3727 56, 4039 36 (10,000) 67 86, 4172 34(300,000) 87. Die Nummern, welchen kein Betrag in() beigefügt ist, sind mit 800 Kr., alle übrigen in obigen Serien ent- haltenen Nrn. mit 400 Kr. gezogen. 18) Oesterreichische Gesell- schaft vom foten Kreuze, 10 Fl.-Lose von 1882. 63. Verlosung am 1. Juli 1908. Zahlbar mit Abzug am 4. Juli 1908. Amortisationsziehung: Serie 76 181 270 638 925 1071 1146 1488 1787 1830 1947 2034 2132 2229 2731 2767 2987 3346 3558 3603 36213812 3897 3939 4154 4181 4444 4609 4977 5245 5700 5969 6059 6448 6589 6719 6766 6826 6866 7106 7566 7603 7624 7845 8067 8089 8500 8885 8651 8666 8670 8973 9180 9179 9660 9786 9986 10216 10320 10409 10534 10563 11086 11162 11549 11707 11822 11826 11978 11980 11983 Nr.—50 à 30 Kr. Främienziehung: Die Nummern, welchen kein Be- trag in() beigefügt ist, sind mit 100 Kr. gezogen. Serie 171 Nr. 28(200), 865 46, 1041 46, 1263 6, 1348 13, 1489 16(200). 2956 2, 3218 43(200), 3565 42(200), 3762 48, 3953 34 (30,000), 4286 46(1000), 4674 46 2000, 5652 15. 5885 12, 6009 47, 6586 48, 6835 1, 6942 1, 7863 45 8194 21(2000, 8825 33(200), 8749 20, 8863 6(200), 9799 25, 10433 7, 10576 7, 10599 41(2000), 10894 24, 11543 11(1000), 11699 50, 11714 8(200), 11937 28(200), 11998 7. 19) Ottomanische 4% Anleihe von 1894. 29. Verlosung am 1. Juni 1908. Zahlbar am 1. Juli 1908. 51 409 711 762 810 1141 932 2166 239 600 8141 310 830 963 4174 395 423 5002 829 886 6070 430 795 7001 431 8565 977 9583 708 10551 11195 207 744 811 12188 565 606 13109 750 862 899 14157 166 287 434 619 16295 678 865 17003 041 214 18623 717 842 19094 226 357 747 942 21189 924 22089 152 197 311 449 23491 574 597 710 730 978 24197 525 619 25145 298 304 397 26699 27366 528 675 691 794 961 999 28706 29217 480 650 709 832 30113 319 812 32514 736 33053 208 250 267 708 34153 320 410 464 528 705 837 35291 475 36619 37038 356 592 38193 836 940 39026 498 588 40222 457 474 566 601 41219 282 332 554 42174 919 43664 44092 144 183 547 816 45578 859 46062 098 347 550 47017 231 48217 380 537 49419 832 50697 51235 508 557 856 901 993 52001 314 825 541 728 882 63271 376 507 54094 406 561 651 55320 732 56069 142 521 873 57071 094 872 58051 229 59032 197 707 883 60503 765 954 61007 025 284 862 62550 64219 342 546 610 893 65101 162 66057 948 67530 869 940 68953 69071 218 530 70642 743 756 918 71473 72042 359 862 734 856 920 943 950 73008 407 523 74298 347 466 75664 771 76154 222 228 529 822 77073 956 78038 79073 157 668 à 500 Er. 20) Preußische Pfandbrief- Bank(früher Preußische Hypotheken-Versicherungs- Aktien-Gesellschaft), Hypoth. Anteilzertifikate. Eine Kündigung hat im April 1908 nicht staftgefunden. 25) Rumänlsche 4% amorti- sable Staats-Rente von 1889. (4% Aeußere Gold-Anleihe.) Verlosung am 2/15. Juni 1908. Zahlbar am 1. Juli 1908. à 5000 Fr. 136 241 265 540 720 736 786 857 1027 340 432 517 581 601 726 989 2024 162 450 512 582 638 774 924 954 3042 167 210 526 534 630 676 686 900 4013 287 471 476 672 677 718 761 768 938. 1000 Fr. 5082 130 312 426 498 809 918 6016 037 139 223 263 436 440 607 666 715 742 977 7322 824 917 8024 027 103 299 364 501 527 536 744 838 9093 272 331 801 813 10046 227 405 784 987 11093 293 347 914 915 924 12206 448 480 494 679 701.711 746 776 856 872 13071 123 137 139 290 492 502 542 546 625 628 645 706 750 842 914 981 14362 509 760 970 15214 416 585 702 870 976 978 979 16146 155 287 305 398 447 476 615 673 710 741 880 17024 163 229 279 548 583 588 667 678 761 797 824 865 949 952 977 993 18108 176 358 419 562 597 957 978 998 19007 204 212 260 304 494 504 518 531 545 557 561 629 761 777 867 20421 666 796 840 880 979 21136 168 185 265 287 314 360 418 513 600 948 22190 201 424 428 452 23116 168 566 846 860 24288 309 322 496 699 836 847 924. à 500 Fr. 26022 031 216 421 551 584 726 852 981 26255 688 997 27019 126 281 408 479 28076 087 229 299 428 822 961 29047 167 168 256 310 358 359 372 472 541 572 590 671 680 640 663 704 852 924 962 31197 209 235 249 523 552 647 709 719 952 959 32079 136 169 312 315 653 793 33033 038 091 111 139 150 315 347 414 442 556 581 663 704 712 992 34352 542 672. 5 22) Schwarzburg- Sondershausensche Konv. 3½0% Staatsanleihe v. 1878. Für den Kammerschulden- tilgungsfonds.) Die diesjährige Tilgung ist durch Ankauf lelgt. 23) Stuhlweigenburg⸗ Raab-Grazer 2½% Prämien- Anteilscheine von 187]. 75. Serienziehung am I. Juli 1908. Prämienziehung am I. Oktober 1908. Serie 42 195 450 756 932 1127 1269 1304 1308 1323 1390 1469 1623 1652 2377 2937 3078 3759 3788 4283 4379 5002 5093 3234 5271 5828 5874 6728 7426 7482 8264 8393 8486 8627 87384 9038 9302 9591 9697 9876 10140 10308 11515. %) Textſwerke Thoma, Obl. Jetzt Spinnerei und Weberei Todtnau. Verlosung am 24. Juni 1908. Zahlbar àam 1. Oktober 1908. 13 28 31 88 91 93 142 289 299 348 422 434 547 579 583. 25) Ungarische Hypotheken- bank, 3% Prämien-Obl. bezw. Conversions-Prämlen-Obl. Verlosung am 25. Juni 1908. Zahlbar mit Abzug am 25. Sept. 1908. 3% bezw. Conversions-Prämien- Obligationen. Prämienziehung: Die Nrn., welchen kein Betrag in(0) beigefügtist,sind mit 400 Kr.gezogen. Serie 219 Nr. 57, 598 36, 724 30 63, 844 538(4000), 919 45(100000), 1141 35, 1639 89, 1918 9, 2065 32 64, 2094 86, 2213 34, 2227 89(1500), 2256 34, 2480 38, 2515 11(1500), 3117 88, 3139 43, 3485 64(1500). 3 Främien-Obligationen. Ziehung der 220 Kr.-Prämien: (Prämie 20 Kronen) 70 8 56 231 1598 2121 Nr. 1 —100. 26) Wiener Kommunal- 100 Fl.-Lose von 1874. 123. Verlosung am 1. Juli 1908. Zahlbar mit Abzug am 1. Oktbr. 1908. Serlen: 172 184 216 241 286 279 390 486 502 824 855 872 916 1002 1234 1584 1665 2016 2548 2769 2947. Prämien: Serie 184 Nr. 25 65 95, 216 60, 279 14(400 000) 16(2000), 390 18 94(2000), 486 26 66(20,000) 85 (10,000), 502 62, 855 57, 918 63 (2000), 1884 48(2000) 99, 2769 97 (2000), 2947 19 86 100. Die Nummern,welchenkein Betrag in() beigefügb ist, sind mit 500 Kr., alle übrigen in Serien ent- altanen r n E 759 779 794 810 855 861 30222 620 mn;