Abonnemen: GBadiſche Volkszeſtung.) 20 Pfeumig monatlich. Beingerlohm 28 Pfg. nronatlichz Badiſche Neueſte der Stadt Mannheim und umgebung. Nachrick Telegramm⸗Adreſſe: „Journal Mannheim“, durch die— 0 bez. inel. Poſte Telefon⸗Nummern: en Direktion u. Buchhaltung 1449 5 5 Pig⸗ 2 2 Druckerei⸗Bureau(An⸗ vsferate Anabtzängige Tageszeitung. aunen dareeete aan Die Cotonel⸗Zeile.„ 28 Pg⸗ Geleſenſe d verbreitetſte Zeitung Taglich 2 Husgaben Eigene Redaktionsbureaus Nedaktion„ 877 Ansmürtge Jutute 20 in Maunheim und Angebung.(usgenο en 8 in Berlim und Rarlsrue. Erpanen um e eeee eee Schluß der Anferaten-Annahme fir bas Mettagsblätt Worzens 269 Mhr, für das Abendblatt Nachmittags 3 Uhr. Nr. 342. Samstag, 25. Juli 1908.(Abendblatt.) Die heutige Abendausgabe umfaßt 20 Seiten. Sr... xxxxx Zur Nordlandsreiſe des Präſidenten der franzöſiſchen Nepublik. (Von unſerem franzöſiſchen Korreſpondenten. R. K. Paris, 23. Juli. Der friedliche Zweck der Reiſe des Präſidenten Fallisres nach den nördlichen Staaten und Rußland, iſt ſchon vor Antritt derſelben laut verkündet worden. Die uns überkommenen Nach⸗ richten melden die ſympathiſche Aufnahme, die Präſident Fallis⸗ res in Kopenhagen gefunden und die nachdrücklich betonten freundſchaftlichen Beziehungen der däniſchen Regierung und des däniſchen Volkes zu Frankreich. In das bekannte lichtvolle Bild ſolch hohen Beſuches bringt die Spezialberichterſtattung ihre politiſchen Schatten. Aus allen Interviews, welche die mitgekommenen franzöſiſchen Journaliſten mit den politiſchen Größen Dänemarks hatten, klingt wohl ein⸗ ſtimmig der Wunſch nach Frieden heraus; die Möglichkeit ſeiner Dauer begegnet jedoch mancher peſſimiſtiſchen Anſchauung. In den Beſprechungen, welche der Spezialberichterſtatter des „Matin“ mit dem Miniſter des Aeußern, Grafen Raben⸗Levetzau und dem Miniſterpräſidenten Chriſtenſen hatte, wurde aller⸗ dings nur der von altersher ſtammenden freundſchaftlichen Be⸗ ziehungen zwiſchen Dänemark und Frankreich gedacht und deren intenſiven Fortdauer das Wort geſprochen. Graf Raben⸗Levetzau ſagte:„Wenn das däniſche Volk dem Präſidenten der franzöſi⸗ ſchen Republik einen ſo warmen Empfang bereitet hat, ſo bedeu⸗ tete dies nur den aufrichtigen Ausdruck ſeiner Gefühle. Däne⸗ mark iſt wie Frankreich ein durchaus demokratiſches Land und wünſcht gleichfalls heiß den Frieden.“ 2 5 „Wir wünſchen zugleich die Aufrechterhaltung des Friedens zwiſchen allen Mächten; denn unſer kleines Land, das von gro⸗ ßen Nationen umgeben iſt, möchte ſeine Handelsbeziehungen nach allen Richtungen entfalten und wird nichts lieber ſehen als eine Erweiterung des kommerziellen Austauſches zwiſchen Frankreich und Dänemark.“ Der Miniſter beſchloß ſeine Ausführungen mit dem bedeutſamen Satz:„Wir wünſchen dem Gedanken treu zu bleiben, der dem alten däniſchen Sprüchwort zugrunde liegt: Wenn man in der Münze zu einem Sou geprägt werden ſoll, kann man nicht wünſchen, ein Taler zu werden“. Maurice Sar⸗ raut, der Berichterſtatter der radikalen„Depeche“, hat ein an⸗ deres Interview zu verzeichnen, das ihm ein ungenannt ſein wol⸗ lender Politiker von hoher Bedeutung, der wiederholt zur Füh⸗ rung der däniſchen Angelegenheiten berufen wurde, dieſem Ruf bisher aber nicht gefolgt iſt, gewährt hat. Nachdem auch er der unverbrüchlichen Freundſchaft zwiſchen Dänemark und Frankreich gedacht, ſcheute er ſich nicht, einige Uneinigkeiten zur Sprache zu bringen, die in den letzten Jahren zwiſchen beiden Ländern geherrſcht und deren wichtigſte ſich auf den Entwurf eines neuen däniſchen Zolltarifes im Jahre 1906 bezog, der die Einfuhr franzöſiſcher Weine mit einer enormen Steuererhöhung belegte. Der fiskaliſche Reformentwurf hatte eine Repreſſion der däniſchen Werte an der Pariſer Börſe zur Folge. Dieſe Maßnahme der Miniſter Caillaux, Pichon und Clemenceau ſtimmte die däniſche Regierung zur Nachgiebigkeit: damit erſcheint die einzige Schwierigkeit von Bedeutung zwiſchen beiden Ländern nahezu behoben. Der Beſuch des Präſidenten Fallieres dürfte die Sache gänzlich in Ordnung bringen. Wir entnehmen den Ausführungen des politiſchen Gewährsmannes noch andere, Deutſchland beſonders intereſſierende Details. „Die Präſidentenreiſe vollzieht ſich zu einer für uns beſon⸗ ders ernſten Stunde. Nachdem uns Deutſchland Schleswig⸗ Holſtein entriſſen, lebten wir jahrelang in der Abſicht dahin uns vergeſſen zu laſſen. Wir ſind ein kleines Volk von kaum 2½ Millionen. Unſer Budget beläuft ſich im ganzen auf 88 Mill. Franken, wovon unſere Marine allein uns jährlich 25 Mill. koſtet. Die Sicherheit, auf die wir ein Anrecht zu haben glaub⸗ ten, iſt jedoch trügeriſch. Die Erdenlüſternheit umſchleicht uns und unſere Juſeln ſind von Haifiſchen umlagert.— Wir ſind überzeugt, daß ein Krieg zwiſchen Deutſchland und England un⸗ ausbleiblich iſt. Wir können es an tauſend Einzelheiten erkennen und die nach Kopenhagen kommenden deutſchen Offiziere ver⸗ bergen es auch nicht.“ Inwiefern dieſer Krieg uns intereſſieren kann? Nun, indem unſere Exiſtenz, die des däniſchen Volkes auf dem Spiele ſteht. Seit dem Durchſtich des Kieler Kanals iſt das Baltiſche Meer der Konzentrationspunkt der Pläne künftiger Seekriege gewor⸗ den. Nun beherrſchen wir das Baltiſche Meer. Um unſere Inſeln bieten ſich den engliſchen und deutſchen Schiffen drei Durchgänge: im Oſten jener Helſingörs, ganz in der Nähe von Kopenhagen, der aber heute nahezu verlaſſen iſt, weil er der modernen Flotte nicht die entſprechende Tiefe bietet; im Weſten jene von Nyborg und Alſon. Der erſte, vornehmlich von der engliſchen Flotte beſucht, der zweite von der deutſchen. Der Traum der Engländer iſt es nun, dieſe drei Durchgänge zu ver⸗ ſtopfen, ſo daß der deutſchen Flotte kein anderer Ausgang bleibt, als der Kieler Kanal und ſie da zu zermalmen.“„Was können wir Dänen tun? Uns teilen drei Strömungen; die eine bilden die Konſervativen und Nationaliſten, deren Abſicht dahin geht, jenen Dur zu befeſtigen, der die deutſche Flotte am meiſten Aann hgang genieren würde, Eine andere Strömung treibt uns, den Durch⸗ gang von Hinds zu befeſtigen. Andere wollen, daß wir Kopen⸗ hagen zu einem uneinnehmbaren Platz geſtalten. Dieſe Frage entflammt uns und trennt uns gleichzeitig. Man bedenke die Situation, in der wir uns befinden. Der Friedens⸗ ſtand unſerer Armee zählt 9000 Mann: wir können im Kriegs⸗ falle 65000 Mann mobiliſieren— und wir haben zwei Schritte bon der Grenze, in Schleswig⸗Holſtein ein deutſches Armee⸗ korps, das in wenigen Stunden Jütland überſchwemmen kann. Entſchließen wir uns, einen Punkt zu befeſtigen, der Deutſch⸗ land geniert, ſo befinden wir uns nicht nur in der großen Ver⸗ legenheit, die hierzu erforderlichen 30. Millionen zu finden (andere behaupten ſogar, es handle ſich um 80 Millionen) und in der Folge unſere militäriſchen Ausgaben zu verdoppeln, die ohnehin ſchon im Mißverhältnis zu unſeren Einnahmequellen ſtehen; wir haben damit auch noch die Gewißheit einer Invaſion unſeres Vaterlandes und eines völlig ausſichtsloſen Kampfes. Es iſt eineKkommiſſion ernannt worden, die dieſe ernſteFrage prüfen ſoll; ſeit ſechs Jahren beſchäftigt ſie ſich damit. Nun hat ſie dieſe Aufgabe beendet und wird noch während des Aufenthalts des Präſidenten Fallisres mit dem Reſultate hervortreten. Ich kann nicht alles ſagen, was ich weiß. Aber ich glaube, ich hoffe, daß die angenommene Löſung der Frage eine weitere Garantie zu dem europäiſchen Frieden bietet.“ Die Frage bezüglich einer eventuellen Allianz zwiſchen Dänemark, Norwegen und Schweden beantwortete der Politiker negativ. „Dänemark,“ ſagte er,„hat unrecht getan, einen Angehörigen ſeiner Dynaſtie auf den norwegiſchen Thron zu ſetzen. Schweden hat dies noch nicht verziehen. Doch ſelbſt wenn dieſer Mißton im Laufe der Zeit verklingen ſollte, wäre Rußland ein Hinder⸗ nis. Rußland iſt der Feind Schwedens. Dänemark ſteht aber in guten Beziehungen zum Zarenreich. Eine Allianz der nörd⸗ lichen Staaten erſcheint ſomit ausgeſchloſſen. Dänemark iſt iſoliert und muß ſich deshalb ruhig verhalten und zu keiner Handlung hinreißen laſſen, die den Vorwand zu einem Angriff bieten könnte. Nur, wenn das Schickſal es beſchloſſen, wenn es durchaus ſein muß, wenn es ſich um unſere Exiſtenz handelt, fühlen wir uns berechtigt, unſeren Stützpunkt in England und Frankreich zu ſuchen.“ Ob die franzöſiſch⸗fkandinaviſchen Feſte wohl beſtimmt ſind, der internationalen Politik eine entſcheidende Wendung zu geben? Polltische Uedersſcht. * Maunheim, 25. Jult 1908. Dernburg bei den ſüdafrikaniſchen Deutſchen. In einem Briefe des Berichterſtatters der„Deutſchen Kolonialzeitung“ von der Dernburg⸗Reiſe heißt es:„Geſtern wurde Eaſt⸗London angelaufen und der mehrſtündige Aufenthalt dort zur Beſichtigung der Stadt ausgenutzt. Nicht weniger als 12 000 Deutſche wohnen in dem Diſtrikt. Im Jahre 1858 brachten drei Schiffe 3000 deutſche Emigranten, Männer, Frauen und Kinder nach Südafrika. Im Hinter⸗ land von Eaſt⸗London, dem heutigen King Williamstown, Stutterheim und Frankfort ließen ſie ſich nieder. In harter Arbeit rangen ſie der Erde ihr Brot ab und machten aus dem unwirtlichen Lande eine blühende Kolonie.„Gebe dem Deut⸗ ſchen einen nackten Fels, und ez macht aus ihm einen Garten“ ſagt mit bezug auf dieſe Koloniſten ein ſüdafrikaniſcher Ge⸗ ſchichtsſchreiber. Der 7. Juli d. J. ſoll als 50. Gedenktag der Landung gefeiert werden. Viele hundert Reiter, die Abkömm⸗ linge jener Einwanderer, wollen einen Feſtzug veranſtalten. Die Nachbildungen der drei Schiffe, welche die Emigranten nach Afrika brachten, ſollen den Glanzpunkt bilden. In ihnen ſitzend, werden die wenigen noch lebenden alten Mütterchen, die vor 50 Jahren Afrika zu ihrer neuen Heimat erwählten, den Feſtzug mitmachen. Es war Samstag, als Dernburg in Eaſt⸗London ankam, und gerade Wochenmarkt. Auf dem Marktplatz ſtanden dicht gedrängt die bekannten Burenwagen mit zehn bis zwölf Ochſen beſpannt. Unter ihnen fielen ein⸗ zelne Fahrzeuge auf, deren Räder nicht aus Speichen und Felgen, ſondern aus einer großen Holzſcheibe beſtanden. Man nennt ſie deutſche Wagen, da die Einwanderer ſie vor 50 Jahren mitbrachten. So wie die alten Wagen hat ſich auch das Deutſchtum in jener Gegend erhalten, und Samstag, wenn die deutſchen Koloniſten ihre Erzeugniſſe— Wolle, Mais, Hafer, Obſt, Gemüſe— nach Eaſt⸗London bringen, hört man dort faſt nur Deutſch, und zwar Plattdeutſch ſprechen. Der vorige Bürgermeiſter von Eaſt⸗London war ein eingewanderter Deutſcher, und der jetzige iſt deutſcher Ab⸗ ſtammung. Was an Deutſchen in der Stadt war, hatte ſich zu Dernburgs Begrüßung im deutſchen Klub eingeſunden. der Finanzminiſter zog den eingebrachten Entwurf zurück und Aus den böhmiſchen Wäldern. Von Hermann Waldeck. III. Die Saiſon im Zenithe.— Totaleindrücke.— In Full dreß.— Stöckelſchuhe.—„Du haſt Diamanten und Perlen“.— Damen⸗ fräcke.— Pilsnerbierpreiſe.— Moorbadſchmerzen.— Gewichtige und intereſſante Perſönlichkeiten.— Ein braſilianiſcher Affe.— Abſchiedsſtimmung. Die Saiſon ſcheint, trotzdem König Eduard von England, der treue Stammgaſt Marienbads, erſt im nächſten Monat ſeine Schritte hierher lenken wird, im Zenithe zu ſtehen. Unterkunft iſt nur ſehr ſchwer zu bekommen und die Beſitzer von ſolcher wiſſen die Situation nach Kräften auszunützen. Die unvergleich⸗ liche Lage des Ortes übt eben auch auf nicht Kurbedürftige eine große Anziehungskraft aus. Man entdeckt an dieſer Waldidylle und ihrer näheren und weiteren Umgebung immer neue Reize, auch wenn man ſie bereits noch ſo gründlich zu kennen glaubte. Die Marienbader, und namentlich ihre Baukünſtler, haben ein ſeines Gefühl dafür das Maleriſche, das die Natur ſchuf, durch die feine und äußere Behandlung der Baulichkeiten zu erhöhen. Im reinen Weiß leuchten Haus und Häuschen, Palaſt und große Karawanſerei. Stylvolle Einfachheit waltet durch⸗ weg. Das herrliche Grün von Wald und Wieſe, den gärtneriſchen Anlagen, bei denen allen die erquickende Ländlichkeit gewahrt iſt, bilden dazu einen zauberhaften Proſpekt, Waldesfrieden, Wal⸗ desſchatten winken ringsum den aus des Tales Gründen Empor⸗ krebenden, welchen der Flirt auf der ſchönen Kaiſerſtraße, das Tohuwabohn in Hotels, Läden und Konditoreien, wie man zu ſagen pflegt, auf die Nerven geht. Nicht allen freilich geht das 857 die Nerven! Der Weiblein und Männlein, Gottes Ebenbil 2 und ſolche, von denen ich die Ebenbildhaftigkeit ſtark anzuzweifeln wage, ſind ſattſam genug, die da gekommen ſind, um geſehen, leider und oft um— gehört— zn werden. Wemn ſie nicht am Herren im Smoking oder Frack, an den kleinen Tiſchen der moderenen Hotels ihr Abendmahl, wie der Oeſterreicher zu ſagen pflegt, einnehmen können, iſt ihnen der ganze Spaß verdorben. Aehnlich ziehen dieſe Art von Kurfremden, bei den Damen iſt hier das Wort Kur als aus dem Franzöſiſchen ſtammend(cour) anzu⸗ nehmen, zum kleinen Marienbader Stadttheater, das ſie, ob Regen, ob Schön, ſtets zu füllen pflegen. Zum Künſtlerkonzert des unvermeidlichen Rabul von Koczalski, zum Udel⸗Quartett, zur Tombola, zur Reunion, zum Golf⸗ und Tennisſpiel, und wie die modernen Reizmittel der ſogenannten guten Geſellſchaft ſonſt noch heißen mögen. So eine Dame von Welt kommt hier jetzt auf derart kühn gebauten Stöckelſchuhen, à la Louis Ouatorge des fünfzehnten daher, daß der erſchrockene Nichtkultarmenſch ſich unwillkürlich fragt, wie ſolch edle Weiblichkeit dabei das ſchöne Gleichgewicht nicht verliert.— So eine Dame von Welt— es iſt ſchwer zu unterſcheiden, wo die Welt anfängt— trägt Gebilde aus Perlen und Steinen an allen möglichen und beinahe unmöglichen Kör⸗ perteilen, daß man ſich vergebens frägt, warum am Diamanten⸗ markte unter ſolchen Umſtänden eine ſo beiſpiellieſe Geſchäfts⸗ ſtockung, wie ſie tatſächlich beſteht, möglich iſt. Ein Hofjuwelier aus einer Stadt am Neckar und am Rhein, der ſchmunzelnd ab⸗ ſeits ſteht, und ironiſch die alte Melodie: Du haſt Diamanten und Perlen, vor ſich hinträllert, gibt uns hier in Stunden der heiterſten Aufgeräumtheit im Nu des Rätſels Löſung.„Das Meer hat ſeine Perlen,“ ſagte er,„die aber ſind in Wien gemacht. Falſch ſind jene taubeneigroße Diamantboutens in den Miniatur⸗ ohrläppchen jener Frackträgerin, die in unverfälſchtes Schwefel⸗ gelb gekleidet ſo ſouverän durch die Straßen ſchreitet— apropos Frack! Da hat der Teufel Mode wieder einen ſeiner hölliſchen Trümpfe ausgeſpielt. Die geſamte Damenwelt, ſoweit ſie der Herrſchaft der Toilette untertan, und das iſt ſie hier in großem Maße, fühlt ſich natürlich verpflichtet, dieſen Frackzwang zu akzeptieren. Abend in full dreß, Damen in phanfaftſſcher Geſellſchaftsrobe, Aber ach, gerade auf den Fluren Marienbads ſind die ſchlan⸗ ken, junoniſchen Geſtalten— dünngeſät. Tut nichts, auch die Damen, deren Breitſeite, um mich marinefachmänniſch auszu⸗ drücken, an Volumen nichts zu wünſchen übrig laſſen, befleißigen ſich der Frack⸗Taillen. Das ergibt Bilder, die zu ſchildern meine Kraft verſagt. In Lila, in Blau, in Grün, in Rohſeide aller Nüancen, tritt der Frack auf und gibt dem breitkräftigen, ſchwächeren, aber um ſo ſtärkeren Geſchlecht bedeckte Blößen bizarrſter Form. Indeſſen reden wir von anderen Dingen; wir könnten ſonſt ſchließlich in den Verdacht geraten, uns künftighin auf das Fach des Damenſchneiders zu werfen. Den vielen Vorzügen Marien⸗ bads ſtehen auch der nichteinwandfreien Seltſamkeiten genug gegenüber. Sprechen wir beiſpielsweiſe einmal vom Bier. So herrliches Pilſener, wie man es hier überall verſchänkt, ſucht ſicher ſeinesgleichen. Gambrinus ſelbſt, dem eine Marienbader Brunnenkur gewiß nichts ſchaden könnte, hätte an dieſem böh⸗ miſchen Gebräu, deſſen Schaum dem Rahm der köſtlichen ein⸗ geborenen Sahne gleichkommt, ſeine helle Freude. Aber der Preis ſolch eines kleinen Pilſners, mehr geſtattet der Arzt nicht, weil er es ſelbſt zu gern trinkt, variiert wie die Kurſe an der Börſe in aufgeregten Zeiten. Ich habe den Becher ſchon zu 18, 20 und 30 Heller getrunken. Es ſoll geheiligte Stätten, das heißt die todnoblen Hotels geben, wo der Preis für das gleicheQuantum auf 40, 50 Heller und mehr ſteigt. Es kommt darauf an, ob man es wenn man im Frack, Smoking, Straßen⸗ oder Lodenanzug ſteckt, die durſtige Kehle hinuntergießt. Je mehr Teppiche den Fußboden, je mehr Spiegel die Wände der Gaſträume zieren, deſto mehr erreicht ſolch ein friſcher Trunk den Preis eines Glaſes franzöſiſchen Sektes. Auch mit den Moorbädern, ſoweit es die Badezellen, in welchen dieſe verabreſcht werden betrifft, iſt es nicht zum beſten beſtellt. Im Moor läßts ſich hier wohlig ruhen, Das fühlt vergnügt ein Jeder, Doch bleibt ſonſt vieles noch zu ktun 2Seik General⸗Auzeiger.(Abendblatt.) Mannßbeim, 25. Juli. wettergebräunte Geſtalten mit wallenden Germanenbärten, denen deutſche Zähigkeit und Treue auf den Geſichtern ge⸗ ſchrieben ſtand. Wo Dernburg in Südafrika mit Deutſchen zuſammenkam, da trat offenkundig die Liebe zur alten deut⸗ ſchen Heimat hervor, aber auch überall— in Kapſtadt, Oudts⸗ hoorn, Moſſelbay, Port Elizabeth, Eaſt⸗London— wurde offenkundig gerühmt, daß dem Deutſchen hier draußen, gleich dem Engländer alle Freiheiten gewährt werden und daß er frei iſt von jeder behördlichen Chikaniererei. Auch hieraus wird Dernburg hoffentlich manche Lehre für die Verwaltung unſerer deutſchen Kolonien ziehen, ebenſo wie aus der vor⸗ züglichen Wirkung der Selbſtverwaltung, die in ausgedehntem Maße in Südafrika in Kraft iſt.“ Die deutſche Mehleinfuhr nach der Schweiz. Die Verhandlungen zwiſchen Deutſchland und der Schweiz wegen der ſchweizeriſchen Beſchwerden über die deutſche Mehl⸗ einfuhr ſcheinen von einem befriedigenden Ergebnis noch weit entfernt zu ſein. Von„gut unterrichteter Seite“ iſt zwar⸗ in letzter Zeit wiederholt verſichert worden, daß eine befrie⸗ digende Löſung der Streitfrage in naher Ausſicht ſtehe; dieſen Verſicherungen widerſpricht aber der tatſächliche Verlauf, den die Angelegenheit bisher genommen hat. Warum hätte man ſonſt den von vornherein ausſichtsloſen Verſuch unternommen, eine Einigung durch direkte Unterhandlung zwiſchen deut⸗ ſchen und ſchweizeriſchen Müllern herbeizuführen. Die Müllerkonferenz hat jüngſt in Berlin ſtattgefunden, ſie dauerte einen Tag. Obwohl beiderſeits das ernſtliche Beſtre⸗ ben zutage trat, zu einer Verſtändigung zu gelangen, führ⸗ ten die Verhandlungen zu keinem Erfolg. Es ergab ſich viel⸗ mehr im Laufe der Beratungen eine ſolche Fülle von Schwie⸗ rigkeiten, daß an eine Verſtändigung auf dieſem Wege nicht zu denken iſt. Die Anregung zu der Konferenz ſcheint von deutſcher Seite ausgegangen zu ſein; auf Erſuchen der deut⸗ ſchen Regierung hatte der ſchweizeriſche Bundesrat den Ver⸗ band ſchweizeriſcher Müller aufgefordert, die Konferenz zu beſchicken. Die Unterhandlungen wegen ſchiedsrichterlicher Erledi 1 gung der Streitfrage ſchweben noch. Anſcheinend beſtehen über die Formulierung der dem Schiedsgericht vorzulegenden Fragen noch Meinungsverſchiedenheiten. Der ſchweizeriſche Bundesrat ſoll eine neue Note an die deutſche Regierung ge⸗ richtet und in dieſer daran feſtgehalten haben, daß ſich das Schiedsgericht vor allem mit der Prüfung der Frage zu be⸗ faſſen habe, ob die deutſche Zollrückvergütung dem beſtehenden Handelsvertrage zuwiderlaufe oder nicht. Es iſt zweifelhaft, ob hierauf die Reichsregierung eingehen wird, denn dabei würde die ganze Frage des deutſchen Einfuhrſcheinſyſtems auf⸗ gerollt werden. Deutſchland braucht ſich übrigens durch die Drohungen ſchweizeriſcher Blätter und durch die wegen etwai⸗ ger Verſtaatlichung der ſchweizeriſchen Getreide⸗ und Mehl⸗ einfuhr eingeleitete Aktion nicht bange machen zu laſſen. Die Schweiz wird einen Zollkrieg ſchwerlich riskieren, denn ein ſolcher wäre für ſie zweifellos mit viel größeren Verluſten verbunden als für Deutſchland. Rund ein Viertel der ge⸗ ſamten Warenausfuhr der Schweiz geht nach Deutſchlanß. während die deutſche Ausfuht nach der Schweiz nur ö bis 5 Prozent der deutſchen Geſamtäusfuhr ausmachk. Unter dieſen Umſtänden iſt zu hoffen, daß auch die Schweiz ſchließlich alles daran ſetzen wird, um die Schwierigkeiten für eine erfolgreiche Verſtändigung aus dem Wege zu räumen. Die ſtaatsbürgerliche Gleichberechtigung der Studenten. Seit einiger Zeit hat man im Preußiſchen einen neuen Studentenkonflikt. Einen Konflikt, der ſich vorerſt noch auf die Univerfität Berlin beſchränkt, der aber das Zeug zu haben ſcheint, ſich auch über die anderen hohen Schulen zu erſtrecken. Im Mittelpunkt ſteht die Freie Studentenſchaft. Das iſt— die Sache auf eine kurze Formel zu bringen— die Organiſa⸗ tion der Unorganiſierten. Alles— ſo etwa war die Idee ihrer Gründer— was ſich aus inneren oder äußeren Gründen keiner Korporation und keinem mehr oder weniger farben⸗ kragenden Verein anſchließen mochte, ſollte in dieſe„Frei⸗ ſtudentenſchaften“ zuſammengefaßt werden. In ihnen den Rückhalt finden, deſſen die ganz auf ſich ſelbſt geſtellte ſtuden⸗ tiſche Jugend nun einmal nicht entraten kann; zugleich An⸗ ſchluß an Gleichgeſtimmte und die Möglichkeit, allerlei Fertig⸗ keiten und Fähigkeiten auszubilden, für die in den Hörſälen kein Raum war, die aber dennoch dem werdenden Staats⸗ bürger von großem Wert ſein mußten. Es iſt gar nicht zu be⸗ ſtreiten, daß aus den Aeußerungen und Betätigungen der Freiſtudentenſchaften viel ehrlicher Enthuſiasmus ſprach; der lebhafte Drang dieſem wunderſam pulſierenden modernen Leben nachzugehen und aus allen Quellen ſeiner Erkenntnis zu trinken; auch ein durchaus anzuerkennendes Beſtreben ſozial zu wirken und die two nations, die beiden Nationen, in die nach Disraels bitterem Wort, heute durch Bildungs⸗ und Gefühlsunterſchiede jedes Volk auseinanderzufallen droht, wieder zu nähern. Indes wird ebenſo wenig zu leug⸗ nen ſein, daß dieſen Freiſtudenten— nicht allen, aber doch vielen— ein böſer Hang zum Radikalismus anhaftete. Nicht —8——,⏑,⏑2—————— Für den Komfort der Bäder. Die Badezellen, das Mobiliar Stehen nicht im Verhältnis zum Preiſe, Den man fürs Bad erlegt in bar Stets in der gleichen Weiſe,— Es liegt ſo hoch doch Marienbad, Weshalb ich kaum es verſtehe, Daß die Badekabinen ſtehen in der Tat Nicht auf komfortabler Höhel Im Kur⸗Theater iſt Leo Fall, den Mannheim mit ſeinem „Fidelen Bauer“ aus der Taufe hob, an der Tagesordnung. Seine „Dollarprinzeſſin“, deren Text öde, deren Melodien prickelnden Reiz aufweiſen, macht volle Häuſer. Fall iſt höchſtperſönlich als Kurgaſt und Tantiemenverſchlinger am Platze. Tantiemen ſollen auch Herrn Falls Fall ſein! Das kann ihm auf dieſem teueren Boden erſt recht kein Merſch übelnehmen. Auf der Promenade ſind neuerdings höchſt exotiſche Erſcheinungen aufgetaucht. Eine zitronengelb angehauchte, wohlbeleibte Indierin, die funkelnden Augen tieſſchwarz, macht in ihrer blauen, maleriſch um die mächtigen Schultern geſchlagenen Burnus berechtigtes Aufſehen. Ein alter Stammgaſt Marienbads, aus dem fernen Lande der Pharaonen, dem John Falſtaff als Page nicht zur Unehre ge⸗ reichen würde, denn er ſchlägt an Umſang zwei Sir Johns, hat wiederum den weiten Weg zur böhmiſchen Flur nicht geſcheut. Auch unſere liebenswürdige Heroine, Frau Betty Ullerich, iſt Mancher Charakterkopf befand ſich unter der Schar, kernige, als ob wir die geringſte Neigung hätten uns darüber zu ent⸗ ſetzen. Auch der Moſt, der ſich am abſurdeſten geberdete, gibt noch'nen Wein. Wer lein praktiſches Beiſpiel zu wählen) an ſich und anderen die eigenartigen und vielgeſtaltigen Entwick⸗ lungsgänge ehemaliger Mitglieder der Vereine deutſcher Stu⸗ denten beobachtet hat, weiß zudem, wie furchtbar gleichgültig es iſt, auf welches politiſchen Magiſters Berba man als junger Studioſus zu ſchwören gewohnt war. Aber in der Berliner Univerſitätskanzlei ſcheint man— und nicht erſt ſeit heute oder geſtern— in dieſen Stücken nervöſer zu ſein. Disziplinarbehörde und Freiſtudentenſchaft gerieten anein⸗ ander. Erſt verbot man(wenn wir nicht irren wegen eines Zitats aus Schückings Reaktionsbüchlein) das Kolportieren ihres offiziellen Organs in den Gängen der Univerſität; dann verbot man ihre Vorträge oder Kurſe und ſchließlich machte man ganze Arbeit und verbot ſie ſelbſt. Hier ſetzt nun die neue Bewegung ein. Die Aufgelöſten ſuchen die ganze deutſche Studentenſchaft für die Beſeitigung ihrer bisherigen Ausnahmeſtellung, die ſie ein privilegium odioſum dünkt, zu erwärmen. Die„akademiſche Freiheit“, die doch ſchon beträcht⸗ lich ausgehöhlt iſt,(„ſagt wo die alte Freiheit blieb, von der die Lieder ſagen?“) ſoll fallen; dafür wünſchen ſie, den ande⸗ ren Staatsbürgern gleichgeſtellt zu werden. Eine Petition an das Abgeordnetenhaus ſoll dem Verlangen„nach ſtaats⸗ bürgerlicher Gleichberechtigung mit allen Altersgenoſſen unter etwaigem Verzicht auf Sonderrechte“ Ausdruck geben. Auch von dieſem Verlangen wird man bekennen dürfen: es ſteckt ein guter und berechtigter Kern darin. Nur ſoll man nicht überſehen, daß die Stellung des Studenten als Haus⸗ ſohnes, der aus des Vaters Säckeln lebt und der Zweck, um deſſentwillen er ſich auf Univerſitäten und hohen Schulen aufhält, gewiſſe Ausnahmen von der allgemeinen ſtaats⸗ bürgerlichen Gleichberechtigung notwendig bedingen. Von dieſen Ausnahmen abgeſehen wird dem Wunſch der Frei⸗ ſtudenten auch ſicher über kurz oder lang einmal Erfüllung werden: das liegt ſchon in dem Zug unſerer Zeit, die mit den Reſten der Korporationsverfaſſung allenthalben auf⸗ räumt. Die Beratungen über die„Reichsſinanzreform“. Wie der„Inf.“ von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, weilen jetzt die drei höchſten Beamten des Reichsſchatzamts, Staatsſekretär Sydow, der die laufenden Geſchäfte weiter führt, Unterſtaatsſekretäßh Twele und Direktor Kühn auf Urlaub, von dem ſie Ende Auguſt zurückgekehrt ſein werden. Direktor Kühn wird ſich an der Nordlandsreiſe, zu der der Kaiſer beſtimmte Herren mit Billets bedenkt, beteiligen. Gegenwärtig ſind nur die Grundlagen eines Entwurfs zur Reichsfinanzreform vorhanden, und Anfang September ſollen dann die Beratungen wieder aufgenommen werden, die zu ſeiner endgültigen Feſtſetzung führen ſollen. Man gedenkt vorher noch mit einigen Parlamentariern zu konferieren und dann wird man den Entwurf vor ſeiner Vollendung auch dem preußiſchen Staatsminiſterium vorlegen. Eine allgemeine Verſtändigung mit den Bundesratsregierungen iſt bereits gefunden worden. Es iſt dann damit zu rechnen, daß die Reichsfinanzreform Ende September ſpäteſtens Anfang Okto⸗ ber dem Bundesrat unterbreitet werden wird, wo ſie dann ſöfort durchberaten wird, um die rechkzeitige Vorlegung im Reichstage bei deſſen Zuſammentritt zu ermöglichen. Die Angaben der Blätter über den Inhalt der Reform ſind nach wie vor mit Vorficht aufzunehmen. Speziell die Meldung über die beabſichtigte Einführung einer Wehrſteuer beſtätigt ſch nicht 28 0 enlen Deutsches Reich. — Gum Fall Beyhl.) Für den bayeriſchen Landtagswahlkreis Kaiſerslautern, in dem infolge des Todes des ſozialdemokratiſchen Abg. Ehrhart eine Erſatzwahl ſtattfinden muß, ſchlagen liberale Blätter den gemaßregelten Lehrer Jakob Beyhl als Kandidaten vor. Der „Fränk. Kur.“ ſchreibt: Für die Parteien, die es mit der Freiheit der Schule und dem Wohlergehen des Lehrerſtandes ernſt meinen, wäre hier die Gelegenheit gegeben, nach den rückſichtsloſen und ohne jede Berechtigung erhobenen An⸗ griffen gegen ihn, dem Lehrer Beyhl⸗Würzburg durch die Aufſtellung eine verdiente Genugtuung widerfahren zu laſſen. Lehrer Beyhl hat bekanntlich ſchon als Abgeordneter für einen, oberfränkiſchen Kreis der bayeriſchen Abgeordnetenkammer angehört und ſich dort namentlich auf dem Gebiete der Schule als ein vortrefflicher Vertreter des Liberalismus bewährt. Wir glauben, daß es die beſte Antwort auf die verabſcheuungs⸗ würdige Kultuspolitik des Kultusminiſters von Wehner, der ja leider von dem geſamten Staatsminiſterium unterſtützt zu werden ſcheint, ſein würde, wenn man Lehrer Beyhl als Ab⸗ geordneten in den Landtag entſenden könnte. —(Privatangeſtellten⸗Bewegung und Gärtner.) Auf Anregung des„Deutſchen(nationalen) Gärtnerverbandes“, Sitz Eſſen⸗Ruhr, der bereits ſeit 1904 dem„Hauptausſchuß zur Schaffung einer ſtaatlichen Penſions⸗ und Hinterbliebenen⸗Verſicherung“ angeſchloſſen, ſoll im Sep⸗ tember 1908 in Hannover ein Kongreß aller auf nationalem r——————Br——..BBr pünktlich mit Ende der Mannheimer Spielzeit in Marienbad eingekehrt, um ſchlank wie eine Tanne der böhmiſchen Wälder im Herbſt wieder auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu ſtehen. Auf Cafs Rübezahl aber, hoch über dem lachenden Tal, macht allmorgendlich eine glutäugige Braſilianerin tiefdunkler Haut⸗ farbe durch einen geſchickten Trick viel Senſation. Sie führt einer allerliebſten braſilianiſchen Zwergaffen im zierlichen Handkörb⸗ chen mit ſich herum, und läßt das Tierchen vor aller Welt ſeine Kapriolen und Sprünge machen. In Braſilien denkt man, ſcheint es, ganz anders wie bei uns! Wenn unſereins einmal einen Affen hat, pflegt man ſich im ſtillen Kämmerlein mit ihm aus⸗ einanderzuſetzen, und freut ſich, ihn wieder los zu ſein. Ich könnte, da nun doch einmal von den„Böhmiſchen Wäldern“ die Rede iſt, frei nach Schiller„Noch mehr Geſchichten von meinen Ningen erzählen“. An Stoff, die Feder im Fluge über die ge⸗ walkten Lumpen gleiten zu laſſen, iſt hier nimmermehr Mangel. Indes die Bade⸗ und Brunnenkur Naht ſich für mich dem Ende, Und nach und nach von Böhmens Flur Zur Heimat ich mich wende, Zu Ende gehen überdies Gewaltig auch meine Gelder, Drum ſag ich, daß ich ſcheidend grüß' Marienbad, dies Paradies, Und die herrlichen böhmiſchen Wälder. gleitet. Boden ſtehenden Gärtner⸗Vereine und Verbände tagen. Eine größere Anzahl von Gärtner⸗Vereinigungen haben für dieſen Kongreß bereits ihre Vertretung zugeſichert. Die Tages⸗ ordnung behandelt u..: Die Schaffung einer ſtaatlichen Penſions⸗ und Hinterbliebenen⸗Verſicherung und ihre Bedeu⸗ tung für die Gärtner. Jerner: Die Rechtsfrage der Gärtner, in der Kommiſſion des Reichstages. Es ſteht zu erwarten, daß der größte Teil der lokalen Vereine durch ihre Vertreter dieſer Tagung beiwohnen, und daß damit weiterem einheit⸗ lichem Zuſammenarbeiten des national geſinnten Teiles der deutſchen Gärnterſchaft die Wege geebnet werden — Gum Fall Schücking) wird der„Voſſ. Ztg.“ aus Osnabrück geſchrieben: Dr. Lothar Schücking in Huſum, gegen den wegen angeblich ſchriftſtelleriſcher Verſündigungen das Disziplinarverfahren eröffnet worden iſt, war mehrere Jahre hindurch Senator der Stadt Osnabrück. In dieſer Eigenſchaft hat er es in hohem Maße verſtanden, ſich das Vertrauen der weiteſten Kreiſe zu erwerben. Durch ſein konziliantes Weſen, das bereitwillige Eingehen auf die be⸗ rechtigten Intereſſen und Eigenarten einzelner Gruppen, ſeine ſtete Hilfsbereitſchaft wurde er bald eine populäre Perſönlich⸗ keit, die man nur ungern von hier ſcheiden ſah. Der Fall Schücking, ſo fügt die„Voſſ. Ztg.“ hinzu, wird dem Miniſter des Innern von Moltke noch ſchwere Stunden beſcheren. Schücking kandidierte bei den letzten Landtagswahlen für dig freiſinnige Volkspartei in Tondern. Die freiſinnige Fraktions⸗ gemeinſchaft kann ſomit nicht umhin, den Miniſter öffentlich zur Rechenſchaft zu ziehen. 3 ee eeeeee eene, Badiſche Politik. Die Vervollſtändigung des Staatsbahnnetzes. Karlsruhe, 24. Juli.(Von unſerem Karlsruher Bureau.) Der zweiten Kammer ging heute der Bericht der Budgetkommiſſion über den Geſetzentwurf, die Vervollſtän⸗ digung des Staatsbahnnetzes betreffend, zu, den der Abg. Pfefferle erſtattet. Dem Bericht iſt zu entnehmen: Das Vorgehen der Regierung entſpricht der auf dem letz⸗ ten Landtage gefaßten Reſolution, mit welcher die Herſtellung weiterer Bahnverbindungen unter Aufwendung von durch⸗ ſchnittlich 5 Millionen Mark in jeder Budgetperiode für die nächſten fünf Perioden angeregt wurde. Wie aus der Be⸗ gründung weiter hervorgeht, hat die Großh. Regierung in⸗ zwiſchen geprüft, welche der zahlreichen Bahnwünſche inner⸗ halb des Rahmens der obenerwähnten Reſolution zunächſt ihrer Verwirklichung entgegengeführt werden ſollen. Der Artikel 1 des Geſetzentwurfes ſteht die Erbauung und den Be⸗ trieb der vorgeſchlagenen fünf neuen normalſpurigen Neben⸗ bahnen auf Rechnung des Staates vor, deren Erſtellung⸗ und Betrieb gemäß den für Nebenbahnen gültigen Beſtimmungen der Eiſenbahnbau⸗ und Betriebsordnung erfolgen ſoll. Im Artikel 2 iſt zunächſt für alle fünf Linien die unentgeltliche Stellung des erforderlichen Geländes für die Bahn und deren Zubehör durch die beteiligten Gemeinden zu Eigentum der Eiſenbahnverwaltung vorgeſehen. Im Artikel 3 wird das Miniſterium des Großh. Hauſes und der auswärtigen Ange⸗ legenheiten mit dem Vollzug des Geſezes beauftragt. Die Budgetkommiſſion, welcher dieſer Geſetzentwurf zur geſchäft⸗ lichen Behandlung überwieſen wurde, hat die Abſicht der Gr. Regierung, die vorgeſchlagenen Bahnen als normalſpurige Nebenbahnen auf Staatskoſten zu bauen und zu betreiben, vollauf gebilligt. Es entſpricht das einem auf dem letzten Landtag allſeitig hervorgetretenen Wunſche. der Kommiſſionsberatung war der einſtimmige Beſchluß, den Geſetzentwurf zur Annahme zu empfehlen. Im einzelnen war die Stellung der Kommiſſion folgende: Sie kam bezüglich Ziffer 1 des Geſetzentwurfes(Fortſetzung der Seitenbahn Oberuhldingen ⸗Unteruhl⸗ dingen nach Meersburg) zu dem einmütigen Antrag, das vorgeſchlagene Projekt zu genehmigen. Bei Ziffer 2(Bahn von Stockach über Owingen nach Frickingen) kam die Kommiſſion gleichfalls zu dem Antrag, das Plenum um Genehmigung zu erſuchen. Die Petition der Gemeinde Ueberlingen, wonach der Landtag eine Verbindungsbahn Owingen—Ueberlingen ge⸗ nehmigen und der Bau der Bahn gleichzeitig mit der von Stockach über Owingen nach Frickingen zur Ausführung ge⸗ langen ſoll, wird der Regierung zur Kenntnis überwieſen. Ziffer 3 des Geſetzes handelt von der Bahn von Singen über Hilzingen nach Beuren. ſind drei Petitionen eingelaufen. gereicht vom Gemeinderat Gottmadingen nebſt einigen wei⸗ teren Intereſſenten. Das Petitum geht dahin, daß die neue Randenbahnlinie nicht in Singen, ſondern auf Station Gott⸗ madingen an die Hauptbahn Baſel—Konſtanz angeſchloſſen werden möchte. Die zweite Petition iſt vom Gemeinderat Tengen und den beteiligten Gemeinden eingereicht und von einer gleichlautenden Petition des Eiſenbahnkomitees Tengen be⸗ Die Petition wünſcht, daß die Bahn ſofort, anſtatt von Singen nach Beuren, nach Tengen zu bauen beſchloſſen und die angeforderten Mittel auch zu den Vorarbeiten zur Wei⸗ terführung der Bahn bis Tengen verwendet werden.— Die dritte Petition iſt von den Gemeinderäten Duchtlingen und Weiterdingen zugekommen. Die Bitte dieſer beiden Gemein⸗ den geht dahin, die Gr. Staatsregierung und die Ständekam⸗ mern möchten ſich für die Bahnlinie Hilzingen⸗Duchtlingen⸗ Weiterdingen⸗Binningen entſcheiden.— Hiezu ſtellt die Kom⸗ miſſion den Antrag: a) die vorgeſehene Bahn von Singen über Hilzingen nach Beuren zu genehmigen; d) dazu den Wunſch auszuſprechen, daß nach Fertigſtellung der Linie von Singen über Hilzingen nach Beuren die Fortſetzung derſelben bis Tengen in Ausſicht genommen werde; c) die zu dem Bahnpro⸗ jekt eingelaufenen Petitionen damit für erledigt zu erklären. Zu Ziffer 4(Bahn von Offenburgüber Sand nach Korh) beantragt die Kommiſſion, die Bahn zu geneh⸗ migen und die Petition der Gemeinden Bohlsbach und Gries⸗ heim, welche Befreiung von dem Beitrag zum Bahnbau wün⸗ ſchen, mit der Genehmigung der Bahn für erledigt zu erklären. Endlich beantragt die Kommiſſion zu Ziffer 5(Bahn von Tauberbiſchofsheim nach Könighe im) die beantragte Bahn zu genehmigen. Hierzu iſt eine Petition ein⸗ gelaufen von den Gemeinden Tauberbiſchofsheim, Königheim, Dittwar, Giſſigheim, Bretzingen und Pülfringen, welche für Erbauung einer Staatsbahn von Hardheim über Pülfringen, nigheim na zweite Petition iſt eingelaufen von den Gemeinderäten von Erfeld, Königheim nach Tauberbiſchofsheim eintreten. Eine Das Ergebnis Hierzu Die erſte Petition iſt ein⸗ — e rn. rSe E 12 2 läßt. kennt. ſchwierigen Frage zu einem Verſtändnis zwiſchen Regierung und 7 1 geklärt. 5 die Regierung im vorigen für die Erhaltung der Ruine geſorgt. Maunheim, 25. Junt. Seneral⸗Anzeiger.(Abendblath. 3. Seite. BDrehmen, Gerichtſtetten, Waldſtetten und Schwarzenbrunn. Dieſe Petenten wünſchen, daß die zu erbauende Bahn Hard⸗ heim⸗Tauberbiſchofsheim über Erfeld und Brehmen geführt werde. Bezüglich der erſten Petition beantragt die Kommiſſion empfehlende Ueberweiſung, bezüglich der zweiten Petition mit der Annahme des Geſetzentwurfs für erledigt zu er⸗ en. Vadiſcher Landtag. (Von unſerem Karlsruher Bureau.] 2. Kammer.— 112. Sitzung. 55 5 Karlsruhe, 35. Juli. rſi ehrenbach eröffnet 9 Uhr 20 Mi i ebe 5 ff hr Minuten die m Regierungstiſch Miniſteri äſid Dr. dee iſterialpräſident Dr. Honſell Auf der Tagesordnung ſteht zunächſt die Beratung des mündlichen Berichts der Budgetkommiſſion über den kurge ſtellten Paragraphen 28 des ordentlichen Etats der Forſt⸗ und Domänenverwaltung des Nachtrages für das Heidelberger Schloß in Verbindung mit dem Geſuch des Architekten in i um Ablehnung der„Ausbaurate“ für 92 51 5 50 05 1 erſtattet den mündlichen Bericht. Die Regierung hat der Kommiſſion fol 1 ü eee ee ſ folgende Auskunft über »„Die Frage, zob es Mittel gibt, den Otto⸗Heinrichs⸗ bau in ſeinem jetzigen Zuſtand zu erhalten, iſt von den Architekten auf das gründlichſte geprüft worden, und nach dem Urteil der Bauſachverſtändigen verneint worden. Die Gründe ſind in der auf dem letzten Landtag im Jahre 1906 vor⸗ gelegten Denkſchrift eingehend dargelegt worden. Was den Untergang der Ruinen herbeiführen muß, ſind die atmoſphäri⸗ ſchen Einflüſſe. Dieſe müſſen ausgeſchaltet oder doch wenigſtens auf ein Minimum herabgeſetzt werden. Das aber kann nur erreicht werden, daß der Bau wieder ein Dach erhält und Fenſter, und daß es möglich ſein muß, im Winter die Räume mäßig zu erheizen. Das von der Kammer verlangte Preis⸗ ausſchreiben hätte nur dann einen Zweck, wenn man ver⸗ muten würde, daß die Unterſuchungen unzureichend waren und daß die darauf beruhende tatſächliche Beurteilung des Zuſtandes irrt. Daan aber müßte verlangt werden, daß die Preisbewerber ſich von dem tatſächlichen Zuſtand der Ruine an Ort und Stelle ſelbſt überzeugten. Das aber würde die meiſten Architekten und Ingenieure abſchrecken. Die meiſten müßten aber doch da⸗ hin kommen, daß es keine Mittel gibt, den Otto⸗Heinrichsbau in ſeinem jetzigen Zuſtand zu erhalten. Aus allen dieſen Gründen hat das Miniſterium ſich nicht entſchließen können, das Preisausſchreiben zu erlaſſen.“ 5 Die Kommiſſion bedauert dieſe Stellungnahme der Re⸗ gierung. Sie glaubt, daß, wenn die Regierung ſich dieſer Auf⸗ gabe unterzogen hätte, eine Klärung der Sache hätte herbei⸗ geführt werden können. Jedenfalls wäre eine Verſchleppung der Sache nicht eingetreten. Was die Frage der Erhaltung des Otto-Heinrichsbaues anlangt, ſo bedauert die Kommiſſion die ablehnende Haltung der Regierung gegenüber dem Verlangen der Kommiffion nach einem Preisausſchreiben umſomehr, als ſie bei Beſichtigung der Ruine zu der Anſicht gekommen iſt, daß das Fortſchreiten der Verwitterung bereits in bedenklicher Weiſe vor ſich gegangen iſt. Die Kommiſſion nimmt in ihrer Mehr⸗ heit den Standpunkt ein, daß das, was über die Standfeſt⸗ machung der Faſſade des Otto Heinrichsbaues hinausgeht, unter⸗ bleiben ſoll; daß vor allem eine Bedachung mit Rückſicht auf die landſchaftlich⸗äſthetiſchen Forderungen unterbleiben muß. Miniſter Dr. Honſell: Ich glaube zu der Erklärung, die der Berichterſtatter namens der Kommiſſion abgegeben hat, ſo⸗ fort Stellung nehmen zu ſollen. Ich werde auf längere Aus⸗ führungen dabei verzichten. Die Erklärung der Kommiſſion be⸗ ginnt mit dem Ausdruck des Bedauerns, daß die Großh. Re⸗ gierung ſich nicht hat entſchließen können, das vom hohen Hauſe gewünſchte Preisausſchreiben zu erlaſſen. Schon mein Amts⸗ borgänger hat alsbald auf dem letzten Landtage erklärt, daß er ein Eingehen der Regierung auf dieſes Anſuchen nicht in Aus⸗ ſicht ſtellen könne, und ich darf erinnern, daß im anderen hohen Hauſe gegen dieſe Maßnahmen entſchieden Stellung genommen worden iſt. Im übrigen möchte ich hinweiſen auf die aus⸗ führliche Erklärung der Regierung in der Budgetkommiſſion, und in welcher auch noch ausgeführt wurde, daß das Mittel, welches man ſonſt in ſchwierigen Fällen anzuwenden pflegt, näm⸗ lich die Veranſtaltung eines engeren Wettbewerbs, auch hier picht zu empfehlen geweſen wäre. Ihre Kommiſſion bedauert aber umſomehr. daß die Großh. Regierung auf, das Preisausſchreiben nicht eingetreten iſt, als ſie erkannt hat, daß der Bauzuſtand des Otto Heinrichsbaues ein bedenklicher iſt, der ſelbſt die Gefahr eines Einſturzes als naheliegend befürchten Ich habe gerne gehört, daß die Kommiſſion dieſen Zu⸗ ſtand und die Notwendigkeit eines baldigen Eingreifens aner⸗ Ich glaube, damit iſt der Weg beſchritten, in dieſer Landſtänden zu gelangen, und namentlich iſt damit eines be⸗ ſeitigt: das Mißtrauen, von dem vorher auch die Rede geweſen iſt, das Mißtrauen, das in die Regierung geſetzt worden iſt, und das ſeinen Ausdruck darin fand, daß darauf hingewieſen ſei, * wie erſtaunlich es doch ſei, wie ſchnell der bauliche Zuſtand ſich perſchlimmere, als ob die Regierung den bedenklichen Zuſtand übertreibe. Gewiß war es nicht die Abſicht des hohen Hauſes, mit dem Antrage eines Preisausſchreibens die Sache zu ver⸗ ſchleppen; aber eine Verzögerung wäre unausbleiblich einge⸗ treten. Hätten wir ein ſolche Preisausſchreiben erlaſſen, ſo wären wir heute ganz gewiß noch nicht im Beſitze von beachtens⸗ werten Beontwortungen unſeres Preisausſchreibens. Es ergibt ſich ja daraus, daß eine ſolche Beantwortung nur hätte erfolgen kiönnen aufgrund eigener Unterſuchungen an Ort und Stelle, die Einrüſtung des Baues hätte aber im vorigen Jahre nicht mehr pbvorgenommen werden können. Selbſt aber wenn das möglich geweſen wäre, und wenn ein Spruch des Preisrichteramtes heute ſchon vorläge, ſo wäre doch die Sache heute noch nicht völlig Durch die Ablehnung der Anforderung, welche i Landtage geſtellt hatte, haben ja natürlich die Landſtände eine gewiſſe Verantwortung über⸗ nommen; ſie waren mit der Verantwortung belaſtet, falls ein ſchwerer Schaden am Otto-Heinrichsbau ſich ereignet hätte. Mlein die großh. Regierung hat ſich dieſer Verantwortung auch nicht enthoben gefühlt, und ſie hat ſoviel nur möglich geweſen iſt, Die Maßnahmen konnten freilich nur in der Inſtandhaltung des Vorhandenen beſtehen. Um dieſer in möglichſt ausgiebiger Weiſe zu genügen, hat man in dieſem Frühjahr die Frontmauer des Okto⸗Heinrichsbaues auf beiden Seiten einrüſten laſſen zu dem Zwecke, um die notwen⸗ digen Ausbeſſerungsarbeiten vornehmen zu laſſen, dann aber auch um den Zuſtand des Bauwerkes abermals aufs genaueſte zu unterſuchen, ſo wie es im Jahre 1884 und 1902 geſchehen war⸗ urheizen find zen Gonge, ſie können aus lan⸗ fenden Mitteln beſtritten werden und werden in einer Weiſe ausgeführt, daß ſie beim Anblick der Ruine völlig unmerklich bleiben. Die Unterſuchungen des Baues haben aber gezeigt, daß ſeit 1902 die Zerſtörung ſich weſentlich geſteigert hat, daß nament⸗ lich die Bildung von Riſſen fortgeſchritten iſt, daß die Mauern ſich bewegen, zum Teil in recht bedenklicher Weiſe. Das ſind Dinge, von deren Richtigkeit ſich die Budgetkommiſſion an Ort und Stelle überzeugen konnte. Die Sache liegt jetzt ſo, daß man eingreifen muß, wenn nicht das wertvolle Kunſtwerk un⸗ widerbringlich verloren gehen ſoll. Das iſt vor allen Dingen nötig in Standfeſtmachung der Mauern und das iſt das Gleiche, was auch die Abſicht war, als die großh. Regierung auf dem letzten Landtage die Anforderung von 100 000 Mark eingebracht batte als Teilforderung, nicht etwa einer Summe für die vollſtändige Wiederherſtellung des Otto⸗Heinrichsbaues, ſon⸗ dern der Wiederherſtellung der Faſſade allein. Das iſt ganz ge⸗ wiß vor zwei Jahren in dieſem hohen Hauſe überſehen worden. Wenn man auch im anderen hohen Hauſe die Standfeſtmachung der Faſſade abgelehnt hat, ſo wohl deshalb, weil man ſi, mit der Art der Standfeſtmachung nicht befreunden konnte. Ich möchte glauben, daß Ihre Budgetkommiſſion auch bei der Be⸗ ſichtigung der Ruine ſich überzeugt hat, daß man mit gewöhnlichen Reparaturen nicht wird durchkommen können. Hier iſt die Zer⸗ ſtörung ſoweit fortgeſchritten, daß das teilweiſe brauchbare Ma⸗ terial die kleineren Teile bildet; man wird die ganze Faſſade abtragen müſſen, die brauchbaren Steine nummerieren und ſie beim Wiederaufbau wieder verwenden. Das hohe Haus kann das Vertrauen zur Regierung haben, daß ſie bei den Wiederher⸗ ſtellungsarbeiten mit tunlichſter Schonung verfährt. Hat ſie doch auch von Anfang an kein anderes Ziel gehabt bei allen Maß⸗ nahmen, die ſie vorgenommen hat. Und wenn ſie auch auf weiter⸗ gehende Maßnahmen bedacht war, ſo hatte ſie auch kein weiteres Ziel im Auge als die Erhaltung der Faſſade. Wenn die Mauer in dieſer Weiſe wiederhergeſtellt ſein wird, ſo kann ſie dann auch ſehr wohl ohne Bedachung eine Reihe von Jahren wieder den äußeren Einflüſſen Widerſtand leiſten; ſie mag dann wieder eine Reihe von Jahren als Ruine beſtehen. Allein der ſchlimmſte Feind der Ruine iſt darum noch nicht geſchlagen; es es iſt das die Fortwirkung der atmoſphäriſchen Einwirkungen. Man hat davon geſprochen, daß die äußere Faſſade ſolchen Witterungseinflüſſen wenig Angriffsflächen bietet, man vergißt aber dabei, daß die Mauer, wenn ſie freiſteht, auch im verbeſſerten Zuſtande immer Bewegungen machen wird. In⸗ folgedeſſen würde eine Schutzhaut auf der Rückſeite der Mauer alsbald zerſpringen. Indeſſen die Regierung wird zu. nächſt einen Entwurf ausarbeiten, der ſich mit der Standefeſtmachung der Faſſade befaßt, und ſie wird dieſen Entwurf dem nächſten Landtage zur Vorlage bringen. Sie wird dabei auch darauf be⸗ dacht ſein, einen Schutz gegen Wirbelwinde anzubringen, eine Maßnahme, die ſchon früher in Erwägung gezogen worden iſt, und die in einer Weiſe ausgeführt werden kann, die in äſthetiſcher Beziehung völlig vertretbar iſt. Auf eine ſolche Möglichkeit hat ſchon vor einigen Jahren die Oberdirektion des Waſſer⸗ und Straßenbaues hingewieſen. Was die Unterſuchungen vor allem gezeigt haben, das iſt der jammervolle Zuſtand der Skulpturen. Sie ſind ſchon zum Teil vor Jahren erneuert worden, ſoweit dies aber nicht geſchehen iſt, ſo ſind ſie in einem derartigen Zuſtand der Verwitterung, daß es nötig iſt, ſie abzu⸗ nehmen, bezüglich ſie zu kopieren. Ich bitte Sie aus allen dieſen Gründen, die Anforderxung, welche von der Regierung eingebracht worden iſt⸗ zu genehmigen. e e ee Abg Dr Wilckens(natl.): Ueber die Zuſtimmung zu der bon der Regierung gemachten Anforderung beſtanden in der Kom⸗ miſſion keine Meinungsverſchiedenheiten. Was dagegen die all⸗ gemeine Frage anlangt, ſo zeigten ſich auch diesmal ähnliche Meinungsverſchiedenheiten wie auf dem letzten Landtag. Die Kommiſſion glaubte aber, auf dieſem Landtage dieſe Meinungs⸗ verſchiedenheiten nicht zum Ausdruck bringen zu ſollen Ueber den Stand der Dinge hat ſich die Kommiſſion in Heidelberg ſelbſt überzeugt. Was das Ergebnis dieſer Beſichtigung anlangt, ſo iſt dieſes ein recht ungünſtiges geweſen. befindet ſich in einem recht bedenklichen Zuſtand der Verwitte⸗ rung, welcher die Befürchtungen nahelegt, daß ein Einſturz der Faſſade oder einzelner Teile desſeben erfolgen könnten. Wir mußten deshalb umſomehr bedauern, daß die Regierung unſerem Verlangen nach einem Preisausſchreiben nicht ent⸗ ſprochen hat. Wir ſind heute in der Kommiſſion noch der Mei⸗ nung, daß durch ein ſolches Preisausſchreiben praktikable Vor⸗ ſchläge ſich hätten ergeben können. Es hat heute freilich keinen Zweck mehr, auf das Verlangen eines ſolchen Preisausſchreibens zurückzukommen. Die Lage iſt freilich heute die, daß die Regie⸗ rung von ſich aus prüfen muß, wie die Faſſade des Otto⸗Hein⸗ richsbaues vor einem Einſturz zu bewahren iſt. Das darf aber auf dem Wege der Standfeſtmachung der Ruine geſchehen. Es ſollte doch der Technik gelingen, daß durch Auswechſelung der ſchadhaft gewordenen Steine u. ſ. w. die Faſſade ſo wieder herzu⸗ ſtellen daß ſie auf weitere 50 und 100 Jahre den Witterungs⸗ einflüſſen ſtandhält. Wir haben ja mit ähnlichen Reſtaurierungs⸗ arbeiten am„Ritter“ in Heidelberg keineswegs ſchlechte Er⸗ fahrungen gemacht. Die Klärung der Angelegenheit ſollten wir aber dem nächſten Landtag überlaſſen. Die Erhaltung der Ruine muß unſere Aufgabe ſein, und dieſe Aufgabe liegt dem ganzen deutſchen Volke am Herzen. Abg. Venedey(dem.) ſpricht auch gegen die vorliegende Poſition Bedenken aus, da damit doch wieder ein Ausblick auf die völlige Reſtauration eröffnet ſei. Hier heißt es wirklich: Principiis obſta! Wir wollen hier keine Hohkönigsburg. Man ſollte die Ruine in ihrem jetzigen Zuſtande erhalten. Aber es ſollten hier nicht nur die Architekten, ſondern es ſollten die Ver⸗ treter aller Künſte mit ſprechen. Wir ſollten im Lande eine Art Kunſtrat ſchaffen, eine Kommiſſion, an welche ſich die Regierung in allen Kunſtfragen zu wenden und an deren Urteil ſie gebunden wäre. Abg. Dr. Franck(ſoz.): Die Beſichtigung der Ruine hat auf die Mitglieder der Kommiſſion einen großen Eindruck ge⸗ macht. Ich würde für den natürlichen Tod der Ruine ſein, wenn wir noch am Anfange der Entwickelung wären. Der ab⸗ ſchüſſige Weg iſt ſchon längſt beſchritten worden. Die ganze Kul⸗ turwelt legt Wert darauf, daß das äſthteiſche Landſchaftsbild der Ruine nicht geſtört wird. Das aber wird nicht geſtört durch Auf⸗ ſtellung neuer Figuren. Deshalb verweigert die Kommiſſion die Mittel zur Standfeſtmachung der Ruine nicht. Dach und Fenſter müſſen wir aber ablehnen, gleichviel unter welcher Firma ſie uns angeboten werde. NNVGV Abg. Kopf(3tr.) ſtellt ſich auf den Standpunkt des Abg. Venedey. Das ganze muß eine Ruine bleiben; es darf ſich auch nur um minimale Niederlegungen und Erſetzungen der jetzigen Faſſade handeln. Jedenfalls dürfte man nicht ſoweit gehen, die jetzige Faſſade niederzureißen und ſie neu aufzubauen. bg. Dr. Heimburger(Dem.] ſpricht ſich gegen die Ausführungen Kopfs und Venedeys aus. Es bleibt nichts weiter 5 * Die Faſſade nicht auf dem Wege einer Reſtaurierung erfolgen, das kann nur neu aufzubauen. Es muß das geſchehen, ſelbſt auf die Gefahr hin, daß uns Barbarei vorgeworfen wird. Barbarei würde uns aber auch vorgeworfen werden, wenn wir hier nichts tun wür⸗ den und eines Tages die Ruine durch einen Sturm zerſtört würde. Ich ſtelle mich auf die Seite derer, die das jetzt Ange⸗ forderte bewilligen wollen, um die Ruine in ihrem jetzigen Zu⸗ ſtande zu erhalten. Abg. Dr. Binz(natl.): Ich würde ſehr bedauern, wenn zur Standfeſtmachung der Faſſade dieſe ganz abgetragen wer⸗ den und neu erbaut werden müßte. Es dürfte doch hier noch andere Mittel der Standfeſtmachung geben. Der Anregung, einen Kunſtrat zu ſchaffen, ſtehe ich ſehr ſkeptiſch gegen⸗ über. Auf dem Gebiete muß volle Freiheit herrſchen. Es geht nicht an, Kunſtangelegenheiten per majora zu entſcheiden. Miniſter Dr. Honſell erklärt den Begriff der Stand⸗ feſtmachung. Die Frage der Bedachung und Verglaſung habe ich ausdrücklich in den Hintergrund geſchoben und ſie der Ent⸗ ſcheidung der Zukunft überlaſſen. Zum Begriffe der Stand⸗ feſtmachung gehört keinesfalls die Bedachung. Gegen die Wirbel⸗ winde ſoll eine eiſerne Stützkonſtruktion geſchaffen werden. Ich ſtimme ganz mit dem Abg. Heimburger dorin überein, daß die Maßnahme der Abtragung und des Wiederaufbaues der Faſſade die ſchonendſte iſt. Der Figurenſchmuck iſt im Zuſtande eine bölligen Zerfalls, und ich weiß nicht, was äſthetiſcher iſt, ob man neue Figuren ſieht oder leere Niſchen. Es ſtört aber auch den äſthetiſchenenuß, wenn einem ſchließlich ein Stein auf den Kopf fällt.(Heiterkeit). tach den weiteren Ausführungen der Abgg. Dr. Wilckens(natl.) und Venedey(Dem.) und dem Schluß⸗ wort des Berichterſtatters wird der Antrag der Kommiſſion. die Anforderung von 20 000 Mark zu genehmigen und damit das Geſuch des Architekten Munk für erledigt zu erklären, mit allen gegen die Stimme des Abg. Venedey genehmigt. 8 Weiter ſteht auf der Tagesordnung die Begründung und Beantwortung der Interpellation der Abgg. Kramer und Genoſſen betr. die Abſchaffung des 1 Brückengeldes an der Rheinbrücke Mannheim⸗Ludwigshafen. Am Regierungstiſch nehmen Miniſterialpräſident Freiherr v. Marſchall und Miniſterialdirektor Schulz Platz. Abg Kramer(Soz.] begründet die Interpellation, die folgenden Wortlaut hat: „Welche Schritte hat die Großh. Regierung getan, um mit Rückſicht auf die am 1. Januar 1909 erfolgende Ver⸗ ſtaatlichung der Pfalzbahnen die Abſchaffung des Brücken⸗ geldes an der Rheinbrücke Mannheim⸗Ludwigshafen herbei⸗ zuführen?“ Miniſter v. Marſchall erklärt in Peantwortung der Interpellation: Mit Rückſicht auf die Geſchäftslage des Hauſes glaube ich mich in meiner Antwort auf dieſe Interpellation nur ganz kurz faſſen zu ſollen. Ich erkläre, daß die Großh. Regierung entſprechend ihrer früheren Zuſage bei der Kgl. bayeriſchen Regierung Schritte tun wird, um die Aufhebung des Brückengeldes auf der Rheinbrücke Mannheim⸗Lud⸗ wigshafen ſobald wie möglich herbeizuführen. Es erſcheint mir indeſſen im Intereſſe der Sache gelegen, mit dieſen Verhandlungen zuzuwarten, bis der Poſten des Großh. Gen ſandten in München wieder beſetzt iſt. Abg. Dr. Frank(Soz.) beantragt Beſprechung der Inter⸗ pellation. Seine Partei hätte darauf verzichtet, wenn nicht den Miniſter den Zuſatz gemacht hätte, daß die Verhandlungen erſt ſe e willigt haben. Es wird dann des Pyſtens geſchritten werden Abg. Tr. Frank(Soz.]: Ich glaube, daß die Bindung dieſe Bedingung nicht nötig iſt. Wir müſſen darum auf d Beſprechung der Interpellation beſtehen bleiben. Mit 20 gegen 18 Stimmen wird die Beſprechung der Jut⸗ pellation abgelehnt. 5 Schließlich ſtehen noch auf der Tagesordnung mehrere Petitionen. 55 Abg. Weißhaupft(Ztr.) berichtet über die Petitton der Gemeinde Tiengen wegen Anhaltens der Eilzüge und Errichtung einer Einſteigehalle daſelbſt. Die Kommiſſion iſt nach Anhörung der Regierung der Meinung, daß aus zolls“ dienſtlichen Gründen und aus Rückſicht auf die Reiſenden dem Erſuchen um Anhalten der Eilzüge in Tiengen zurzeit gicht entſprochen werden kann. Wohl aber iſt es möglich⸗ daß nach Fertigſtellung des neuen Bahnhofes in Baſel und nach Ausbau des zweiten Gleiſes nach Tiengen der Bitte näher getreten werden kann. Die Kommiſſion ſtellt den An⸗ trag, dieſen Teil der Petition der Regierung zur Kenntnis⸗ nahme, den zweiten Teil der Regierung aber empfehlend zu überweiſen. Nach kurzen Ausführungen des Abg. Blümmel(Ztr.) wird der Kommiſſionsantrag einſtimmig angenommen. Abg. Quenzer(gnatl.) berichtet über die Bitte der Gemeinden Karlsau, Minſeln, Adelshauſen um Errichtung einer Güterladeſtelle auf Station Beuggen. Der Antrag auf Ueberweiſung zur Kenntnisnahme wird nach kurzen Ausführungen des Miniſterialdirektors Schulz und des Abg. Birkenmayer(3tr.) einſtimmig 5 genommen. 75 Abg. Neck(natl.) berichtet über die Bitte der gemein⸗ nützigen Vereine der Schwetzinger Vorſtadt und des Linden⸗ hofs betr. die Errichtung eines zweiten Fußgänger⸗ ſteges über die Bahnhofanlage in Mannheim Dieſe Petition hat ſchon vor 2 Jahren das Haus beſchäftig welches damals die Petition der Regierung empfehlend üb wies. Die Kommiſſion führt diesmal hierzu aus, daß die Bedürfnisfrage ſowohl von den Staats⸗ als auch von den ſtädtiſchen Behörden anerkannt wird, daß aber Meinungs⸗ verſchiedenheiten über den Koſtenbeitrag vorhanden ſind. Dieſe könnten nach Meinung der Regierung am beſten be ſeitigt werden durch eine mündliche Ausſprache zwiſchen Ve tretern der Regierung und der Stadt Mannheim. Die Kom⸗ miſſion beantragt, die Petition der Regierung empfehlend zu überweiſen. 3 Abg. Vogel(Dem.) weiſt darauf hin, daß die im Eiſen⸗ bahnbaubudget angeforderten Summen für Mannheim wenig Bedeutung für die Stadt ſelbſt hätten, wie z. B. die Er⸗ ſtellung von Arbeiterwohnungen auf der Rheinau und die Erweiterung des Elektrizitätswerkes. Wie die großh. Regie⸗ rung die hier vorliegende Frage behandelt, das erfordert eine eingehende Ausſprache. Es liegt im Intereſſe der Bahn⸗ verwaltung ſelbſt, daß hier ein neuer Bahnübergang geſchaf⸗ fen wird. Der größte Teil der Koſten muß von der Regie⸗ rung getragen werden. Die Stadt Mannheim ſoll ſich damit⸗ einverſtanden erklären, daß die Fahrſtraßenunterführung im übrig, als die jetzige Faſſade abzutragen und ſie dann wieder 8 Sueskanal in eine Fußgängerunterführuna umgewandelt 4. Seite. Seueral⸗Anzeiger.(Abendblatt.) Mannheim, 25. Juli. wird. Die Stadtverwaltung würde aber leichtſinnig handeln, wenn ſie dieſen Durchgang für das Fuhrwerk aufheben würde, ohne einen entſprechenden Erſatz dafür zu erhalten. Der Ver⸗ kehr über den Beckerbuckel iſt heute ſo groß, daß er nicht mehr geſteigert werden kann. Nicht nur Gründe der Billig⸗ keit, ſondern auch Gründe der Gerechtigkeit ſprechen dafür, daß die Regierung den gewünſchten Jußgängerſteg auf eigene Koſten und recht bald erſtellt. Abg. Süßkind(Soz.): Ich kann mich kurz faſſen, da der Abg. Vogel meine Ausführungen von 1906 hier ſchon vorgetragen hat.(Große Heiterkeit.) Es iſt erfreulich, daß meine Ausführungen auf ſo guten Boden gefallen ſind, daß der Abg. Vogel ſie heute noch wörtlich weiß.(Heiterkeit.) Redner wendet ſich ſodann der Frage ſelbſt zu, wobei er u. a. bemerkt: Hier zeigt es ſich wieder einmal, daß ſich die Sünden der Väter rächen an den Kindern bis ins fünfte Glied. (Große Heiterkeit.) Abg. Gießler(3tr.): Ich kann nicht verſtehen, wie man die Frage des Suezkanals mit der Frage dieſes Ueber⸗ gangs verquicken kann. Abg. Ihrig(Dem.) weiſt darauf hin, daß die Zuſtände heute unhaltbare und gefährliche ſeien. Ausführungen des Vorredners gleichfalls an. 8 Bandirektor Wolf: Es iſt erfreulich, daß nach den hier ge⸗ wcchten Ausführungen die Stadt Mannheim ſich bezüglich der Koſtenbetefligung nicht ganz zurückziehen will. Früher hat die Stadt Mannheim die Koſtenbeteiligung nicht direkt abgelehnt. Wenn die Sbadt Maunheim von der Frage des Suezkanals nichts wiſſem will, ſo wird ſich auch auf anderer Grundlage ein Abkommen treffem lafſen, vor allem wenn die Stadt Mannheim die Koſtenbeteiligung nicht divekt ablehnt. Nach kurzen Ausführungen des Abg. Vogel(dem.) wird der Kommiſſionsantrag a en. Hierauf wird die Weiterberatung der Tagesordnung vertagt. Abg. Geck(ſoz.) wünſcht, daß auf die Tagesordnung einer der mächſten beiden Sitzungen die Beſprechung der Interpellation Elektrizitätsſteuer geſetzt wird, deren Beantwortung von der Regierung abgelehnt iſt. Präffdent Fehrenbach iſt der Meinung, daß eine ſolche 2 77 michts un Wege, die Frage in Form eines Antrages zu bringen. Abg. Dr. Binz(natl.) ſchließt ſich dieſer Meinung an. Abg. Geck(ſoz.) glaubt, daß trotz der Ablehnung der Beank⸗ wortung der Interpellatton ſeitens der Regierung eine Beſprechung hier ſtattfinden kann. Er bitte, die Interpellation auf die Montags⸗ ſitzung au ſetzen. 5 Abg. Lehmanun(ſoz.): Ein Präzedengfall ſei am 14. Dez. 1899 geſchaffen worden bei Beſprechung der Interpellation wegen der Zuchthausvorlage. Damals habe die Regierung die Beantwor⸗ tung abgelehnt, gleichwohl habe eine Beſprechung ſtattgefunden, an der alle Parteien teilnahmen. Den Vorſchlag, einen Antrag einzu⸗ Präſident Fehrenbach macht Mitteilungen über den Präßedenzfall vom Jahre 1899, der ganz anders gelagert ge⸗ weſen ſei. Abg. Gießler(Ztr.) iſt anderer Meinung wie der Präſi⸗ dent. Man ſollte der Kammer das Interpellationsrecht wahren; das aber würde illuſoriſch gemacht, wenn die Regierung die Beant⸗ Abg. Dr. Frank(ſogz.): Es handle ſich hier darum, 9b die Verweigerung der Antwort ſeitens der Regierung das Interpel⸗ lationsrecht der badiſchen Kanmner illuſoriſch machen kann. Auf⸗ alle Fälle müſſe das Recht gegeben ſein, die Interpellation zu be⸗ gründen. Wir halten darum den Antrag aufrecht, die Interpellation Huf die Tagesordnung vom Montag zu ſetzen. Präſäident Fehrenbach: Man könne nicht die Geſchäfts⸗ brdmung des Reichstages auf die badiſche Kammer übertragen. Er wolle natürlich keineswegs ein Recht der Kammer beſchneiden. Abg. Vewedey(dem.) vertritt die Anſicht, daß nach der Ge⸗ ſchäftsordnung die Beſprechung der Interpellation möglich iſt, gleich⸗ wohl ob die Regierung die Antwort ablehnt. Abg. Dr. Binz(natl.) zweifelt die Beſchlußfähigkeit des Hauſes an. Man ſolle ſich die Sache noch bis Montag überlegen, danm lönnte man die Materie am Dienstag erledigen. Abg. Dr. Frank(ſoz.): Wenn der Abg. Dr. Binz die Be⸗ ſchlußfähigkeit des Hauſes anzweifelt, dann zweifeln wir auch die Beſchlußfähigkeit der ganzen Tagesordnung an. Präßfident Fehrenbach bittet, die Tagesordnung zu Abg. Dr. Frank(ſoz.) bittet, daß auf die Tage sordnung der Morttagsſttzung die geſchäftliche Behandlung der Interpellation Frank und Gen. geſetzt wird. 1 Der Präſident entſpricht dem. Schluß der Sitzung ½2 Uhr.— Nächſte Sitzung: Montag, 27. Juli, nachm. halb 5 Uhr⸗ Hus Stadt und Tand. * Maunheim, 25. Juli 1908. *50jähriges Berufsjubiläum des Veterinärrats Philipp Fuchs. Einer der hervorragendſten und angeſehenſten Bürger unſerer Stadt, der langjährige Direktor des Städtiſchen Schlacht⸗ und Viehhofes, Herr Philipp Fuchs, dem es zu Anfang dieſes Monats vergönnt war, in erſtaunlicher körperlicher Rüſtigkeit und geiſtiger Friſche ſeinen 70. Geburtstag zu begehen, feiert am morgigen Sonntag das Jubiläum ſeiner 50jähri⸗ gen Wirnkſamkeit als Tierarzt. Der Jubilar war bereits gelegentlich ſeines 70. Geburtstags der Mittelpunkt man⸗ nigfacher Ehrungen, die beredtes Zeugnis ablegten von der Wertſchätzung, die ihm aus denjenigen Kreiſen der Bürgerſchaft entgegengebracht wird, mit denen ergeſellſchaftlich und beruflich än Berührung kommt. Wenn wir ſ. Z. einem beſonderen Wunſche des Jubilars entſprechend von der Feier des 70. Geburtstages keine Notiz genommen haben, ſo ergreifen wir diesmal umſo bereitwilliger die Gelegenheit, der mannigfachen Verdienſte zu gedenken, die ſich Herr Veterinärrat Fuchs während ſeiner hie⸗ ſigen Wirkſamkeit als Direktor des muſterhaft geleiteten Städt. Schlacht⸗ und Viehhofes und als allzeit rühriges und unermüd⸗ lich tätiges Mitglied des Vorſtandes des Badiſchen Rennvereins erworben hat. Der Jubilar darf ſich mit gutem Recht einen Badener nennen, Seine Wiege ſtand in Schleiden in der Rhein⸗ Provinz. Aber ſchon in jungen Jahren kam er in ſeine zweite Heimat, als ſein Vater als Lehrer der Tierarzneikunde und Hof⸗ kierarzt nach Karlsruhe berufen wurde. Auch der Sohn ſchlug die väterliche Laufbahn ein. 1858 wurde Philipp Fuchs Tierarzt, 1866 Bezirkstierarzt in Mannheim. Seiner Militärpflicht ge⸗ nügte er im Leibdragonerregiment. Im deutſch⸗franzöſiſchen Kriege zeichnete ſich Fuchs dermaßen aus, daß ihm das Eiſerne Kreuz und der Orden vom Zähringer Löwen mit Schwertern verliehen wurde. Nach der Rückkehr aus dem Feldzug nahm Juchs hier a92 Praxis auf, die infolge ſeiner Tüchtig⸗ keit und ſeines reichen Wiſſens einen großen Umfang annahm. Es iſt nabeliegend, daß der Tierarzt und Kavpalleriſt dem Pferde⸗ dwort ſchon früh das regſte Intereſſe entgegenbrachte und daß er Er ſchließt ſich den ablehnt. Redner ſchlägt vor, die Sache im Senjorenkon⸗ bald im Badiſchen Rennverein die Seele des Betriebs wurde. Wer von der ſportliebenden Bevölkerung Mannheims und der näheren und weiteren Umgebung kennt nicht den alten Herrn mit dem weißen Backenbart, der bei den Mannheimer Pferde⸗ rennen nun ſchon ſeit vielen Jahren als Starter die rote Flagge ſchwingt, der mit dem ganzen Rennbetrieb ſo eng verwachſen iſt, daß ſelbſt das große Publikum ſein Fernbleiben ſofort vermiſſen würde. Es iſt wohl nicht zuviel geſagt, daß der Name Fuchs in den Annalen des Badiſchen Rennvereins, dem er ſeit 1900 als Vorſtandsmitglied angehört, mit goldenen Lettern verzeichnet iſt. Aber nicht nur in Mannheim, ſondern weit über die Mauern unſerer Stadt hinaus, im geſamten deutſchen Herrenreiterſport, erfreut ſich der Jubilar allgemeiner Achtung, die bereits anläß⸗ lich des 70. Geburtstages zum Ausdruck gekommen iſt und in noch weit umfangreicherem Maße gelegentlich des morgigen Ju⸗ biläums in Erſcheinung treten wird. Ganz beſondere Verdienſte hat ſich der Jubilar um die Entwicklung des Städtiſchen Schlacht⸗ und Viehhofes erworben. Er war es, welcher ſ. Z. bei der Verlegung der Viehhofanlage die richtigen Wege zeigte und mit Genugtuung konſtatieren durfte, daß ſein für einen gemeinſamen Schlacht⸗ und Viehhof mit gediegener Sachkenntnis und weitem Blick aufgeſtelltes Programm in der Hauptſache zur Ausführung gelangte. Die Stadt hätte auch gar keinen glücklicheren Griff tun können, als ſie Fuchs zum Direktor der Anlage ernannte, die der Jubilar infolge ſeines Organiſationstalents, ſeines prakti⸗ ſchen Blickes, ſeines nationalökonomiſchen Verſtändniſſes und nicht zuletzt infolge der Gabe, im Verkehr mit dem Publikum die richtigen Wege einzuſchlagen, zu der Muſteranſtalt entwickelte, als welche ſie anerkanntermaßen heute daſteht. Nicht unerwähnt darf bleiben, daß Fuchs ſich auch bei allen größeren ſtädtiſchen Veranſtaltungen als ausgezeichneter Arrangeur bewährte und daß Alles ſtets wie am Schnürchen klappte, wenn er das Kom⸗ mando hatte. Möge es dem Jubilar, dem auch wir unſere herz⸗ lichſten Glückwünſche entbieten, noch recht lange vergönnt ſein, ſeines verantwortungsreichen Amtes zu walten, möge ſich vor Allem ſein Lebensabend noch recht ſonnig und heiter geſtalten! — Von anderer Seite erhalten wir noch folgende Daten über des Jubilars Lebensgang: Der Jubilar wurde 1838 in Schleiden (Rheinpreußen) als Sohn eines Tierarztes geboren. Einige Jahre darauf wurde ſein Vater als Lehrer an der Tierarznei⸗ ſchule angeſtellt, ging dann als Departementstierarzt nach Brom⸗ berg und wurde Mitte der vierziger Jahre Profeſſor an der Tierarzneiſchule zu Karlsruhe. Nach abgelegter tierärztlicher Staatsprüfung im Jahre 1858 wurde Fuchs ſofort als Aſſiſtent an der Tierarzneiſchule angeſtellt und übernahm auß er dem Re⸗ petitorium in der Anatomie die Vorleſungen eines erkrankten Profeſſors in mehreren Fächern. Nach Aufhebung der Tierarz⸗ neiſchule und einer kürzeren praktiſchen Tätigkeit im Schwarz⸗ walde wurde Fuchs als Pferdearzt bei dem 3. und ſpäter bei dem 1. Dragonerregiment in Mannheim angeſtellt und machte mit dem letzteren den Feldzug 1866 mit. Ende 1866 wurden die erſten Bezirkstierarztſtellen beſetzt und Fuchs erhielt diejenige in Mannheim. Seit dieſer Zeit wurde er außer dem Staatsdienſt auch zu ſtädtiſchen Dienſten herangezogen und ſpäter als Direktor des Schlacht⸗ und Viehhofes angeſtellt. 1870 wurde er wieder einberufen, als Oberpferdearzt zum Stabe des 14. Armeekorps kommandiert und nach Beendigung des Feldzuges noch einige Monate bei der Zivilverwaltung beſchäftigk, welche damals ihren Sitz in Nancy hatte. Hier lag ihm die ſchwierige Aufgabe ob, mit Hilfe der franzöſiſchen Tierärzte das Maas⸗ und Moſel⸗ dehartemenk von der Rinderpeſt zu befreien, welche infolge des Krieges eine verderbliche Ausdehnung genommen hatte Neben⸗ ſeinen eigentlichen, Berufsgeſchäften fand ſein reger Geiſt und ſeine unermüdliche, Arbeitskraft noch vielfältig:⸗ Gelegenheit, ſich anderweit zu betätigen. Lange Jahre hindurch war er als Hilfs⸗ arbeiter beim Miniſterium des Innern in Pferdezuchtangelegen⸗ heiten beſchäftigt. Unendlich viel aber verdankt der Mannheimer Sport ſeiner Initiative und ſeiner energiſchen zielbewußten Ar⸗ beit. Mitte der 8ber Jahre begründete er den Tatterſall und war längere Jahre Direktor dieſes Inſtituts, das dem Reit⸗ ſport unſerer Stadt eine feſte Stütze geworden iſt. Schon lange vorher, im Jahre 1868 hatte er mit mehreren Sportsfreunden den Badiſchen Rennverein gegründet, den er aus kleinen Anfängen zu hoher Blüte bringen half. Von den Gründern ſind aüßer ihm nur noch Geh. Kommerzienrat Reiß, Adolf Bürckeu Jul. Espenſchied am Leben. Der Schwerpunkt der Tätigkeit des Jubilars liegt ſeit langem in der Leitung des ſtädtiſchen Schlacht⸗ und Viehhofes. Ihm kommt zum großen Teile das Verdienſt zu, Mannheim zu einem Zentralpunkt des füddeutſchen Viehhandels gemacht zu haben. Wohin man Fuchs berief, ſo u. a. als Vorſitzender des tierärztlichen Ausſchuſſes, als Mitglied des Ortsgeſundheits⸗ rats und des Landwirtſchaftlichen Bezirks⸗ vereins, überall ſtellte er ſeinen Mann und jede Könperſchaft wußte den klaren Blick und das geſunde Urteil des Jubilars nach Gebühr zu würdigen. * Todesſturz zweier Pfälzer Touriſten. Einer der be⸗ kannteſten Pfälzer Touriſten, Albert Grimmeiſen aus Lud⸗ wigshafen, iſt mit ſeinem aus Annweiler ſtammenden Begleiter namens Heinrich Holder vom Wetterhorn abgeſtürzt. Beide waren ſofort tot. Die Zwei hatten die Tour ohne Führer unternommen. Eine Partie, die nach ihnen vom Gipfel kam, ſah ſie im oberen Couloir abſtürzen. Von Roſenlaui wurde telephoniſch erſucht, Führer zur Bergung abzuſenden. Eiſenbahn⸗ aſſiſtent Albert Grimmeiſen, Sohn des Sektionsingenieurs Karl Grimmeiſen in Ludwigshafen iſt in der Pfalz als eifriger Touriſt und Bergſteiger bekannt. Er hat jedes Jahr ſeine Ferien zu größeren Touren in den Bergen benützt und iſt mit Vorliebe ohne Führer gewandert. Seinen diesjährigen Urlaub hat er am vorigen Samstag angetreten mit der Abſicht einer großen Schweizer Tour. Heute früh noch hat ein Ludwigshafener Freund eine Anſichtspoſtkarte von ihm aus der Schweiz erhalten. Albert Grimmeiſen, ein Mitbegründer des Pfälzerwald⸗Vereins, hat ſich um die touriſtiſche Erſchließung der Pfalz ſehr verdient gemacht Er war 2. Vorſitzender des Hauptausſchuſſes und benützte jeden freien Tag ohne Rückſicht auf das Wetter und die Jahreszeit zu Wanderungen. Er war unverheiratet, ſteht mitte der dreißiger Jahre und war ein freundlicher Kollege im Dienſte und Vielen ein lieber Freund und angenehmer Geſellſchafter. Daß er einen ſo jähen Tod erleiden mußte, werden alle, die ihn kannten, aufs Tiefſte beklagen.— Holder war Prokuriſt in der Emailfabrik in Annweiler, er ſtand in den dreißiger Jahren und war un⸗ verheiratet. Auch er hat ſich um die ſchöne Sache des Pfälzer⸗ waldvereins ſehr verdient gemacht, er war erſter Vorſitzender der Ortsgruppe Annweiler. 2 Eingeſunken iſt heute Vormittag ein mit über 100 Zentner Eiſenſchienen beladener Wagen in der Straße M 5 bis N 5. Die Straße iſt erſt neu gepflaſtert worden. Das eine Rad des Wagens ſank bis tief an die Nabe ein und war nicht mehr vorwärts zu bringen. Das eingeſunkene Rad mußte mittels Winden wieder in die Höhe gehoben werden. Theater, Kunſt und Wiſſenſchaft. Maunheimer Kunſtverein. Neu ausgeſtellt ſind in dieſer Woche nur wenige Werke und zwar Landſchaften von Georg Poppe, Karlsruhe. Die Räume des Kunſtbereins werden am 1. Auguſt geſchloſſen und erſt anfangs September für eine neue Ausſtellung wieder eröffnet. Der Philoſophiſche Verein Heidelberg plant eine Wieder⸗ holung des„Agamemnon“ für Montag oder Dienstag, da das Theater für die heutige Wiederholung bereits ausver⸗ kauft iſt. 5 5 Aus dem Großherzogtum. * Baden⸗Baden, 24. Juli. Wie der hieſige Stadtrat bekannt gibt, hat Herr Krupp von Bohlen⸗Halbach dem Oberbürgermeiſter die Mitteilung gemacht, daß er und ſeine Gemahlin die Abſicht haben, der Stadt Baden⸗Baden eine von Bildhauer Seeboeck in Rom ausgeführte Marmorbild⸗ nisgrup ſe des Großherzogs Friedrich I. und der Großher⸗ zogin Luiſe von Baden zum Geſchenk zu machen. Der Stadt⸗ rat hat beſchloſſen, dieſe hochherzige Schenkung von bater⸗ ländiſchem und künſtleriſchem Werte, durch welche gleichzeitig den Beziehungen der Stadt zu der Familie Krupp ein ſicht⸗ barer Ausdruck verliehen wird, mit dem Ausdruck des verbind⸗ lichſten Dankes anzunehmen. Es wird eine Kommiſſion ge⸗ bildet, welche über Ort und Art der Aufſtellung nähere Vor⸗ ſchläge machen wird. [J Karlsruhe, 24. Juli.(Von unſerem Karlsruher Bureau.) Aus der letzten Stadtratsſitzung vom 23. ds. Mts. wird u. a. folgendes mitgeteilt: Beim Bürgerausſchuß wird die Zuſtimmung dazu beantragt, daß im öſtlichen Gaswerk ein neues Dampfkeſſelhaus errichtet und die Ein⸗ friedigung des öſtlichen Gaswerks vergrößert werde und daß hiefür 164 560 Mark verwendet werden.— Die Stelle eines ſtädtiſchen Schlachthoftierarztes, die durch Er⸗ nennung des ſeitherigen Inhabers Dr. Max Martin, zum Direktor des ſtädtiſchen Schlachthofes in Pforzheim auf den 1. Auguſt ds. Is. frei wird, ſoll alsbald zur Wiederbeſetzung aus⸗ geſchrieben werden.— Infolge Schülerinnenzahl der Höheren Mädchenſchule wird dieſer vom Beginne des kommenden Schuljahres an ein wei⸗ teres(.) Lehrzimmer in dem Volksſchulhauſe an der Garten⸗ ſtraße zugewieſen. Das Projekt für die Errichtung einer zweiten Höheren Mädchenſchule iſt in Vor⸗ bereitung. oc. Donaueſchingen, 23. Juli. Für die Brandbe⸗ ſchädigten in Möhringen hat der Fürſt zu Fürſtenberg 500 Mark geſpendet. etzte hachrichten * Hamburg, 25. Juli. giertenverſammlung des Vereins für Hand⸗ kommis von 1858, der morgen ſein 50jähriges Jubiläum feiert, beſchloß lt. Frkft. Zig. infolge des ſtarken Anwachſens der Geſchäfte die Einſetzung einer beſonderen Verwaltung an⸗ ſtelle der bisherigen ehrenamtlichen. Danzig, 25. Juli. Heute mittag iſt auf der Schichau⸗ werft der für die Hamburg⸗Amerikalinie gebaute Doppel⸗ ſchraubenfracht⸗ und Paſſagierdampfer„Cincinnati“ glück⸗ lich von Stapel gelaufen. und Telegramme. % Liſſabon, 25. Juli. Das Kriegsgericht urteilte über den Infanterieunterleutnant Texeira und den Sergeanten Cardoſo ab, die in das Komplott verwickelt waren, das Ende Januar unmittelbar vor Erſchießung König Texeira wurde zu vier Jahren militäriſcher Deportation, Cardoſo zu drei geſtern Carlos und des Thronfolgers entdeckt wurde. Jahren verurteilt. * Ro m, 25. Juli. Lauro fand heute das feierliche Leichenbegäng⸗ nmis für den verſtorbenen Gegenwart von 15 Kardinälen und kirchlichen Würdeträgern, des diplomatiſchen Korps ſtatt. Abſolution vor. Auch die Muſik der ſixtiniſchen Kapelle be⸗ gleitete die Meßgeſänge. Marokko. * Cafablanca, 25. Juli. Der Sultan Abderl Aſis iſt am Donnerstag in Sothadja, das etwa auf der Hälfte des Weges von Caſablanca nach Umirebia liegt, angelangt und er⸗ wartet Zuzug von den Schragna und Tatlaſtämmen. Fallieres Nordlandsreiſe. * Reval, 25. Juli. Die Kaiſerjacht„Standard“ iſt mit dem Zaren und der Zarin an Bord heute morgen um 8 Uhr hier auf der Reede eingetroffen. 25 Die türkiſche Verfaſſung. * Konſtantinopel, 24. Juli. Der plötzliche Enk⸗ ſchluß des Sultans, die Verfaſſung wieder einzuführen, wurde lt. Frkf. Ztg. ſchon während der Vorgänge in Monaſtier durch ein Gutachten des Scheiks Ul Islam gezeitigt. Der liberal geſinnte und wegen ſeiner Gerechtigkeit allgemein geſchätzte Scheik warnte den Sultan mit Offenheit vor einer Verwen⸗ dung des Militärs gegen die muſelmanniſchen Brüder. Er wies darauf hin, daß die Bewegung ſich nicht gegen die Perſon des Sultans, ſondern gegen das Shſtem und ſeine engere Um⸗ gebung richte. Das Gutachten machte auf den Sultan tiefen Eindruck. In militäriſchen Kreiſen ſteht man der Verleihung der Verfaſſung mißtrauiſch gegenüber und erwartet, daß der Sultan ſeine engere Umgebung, welche die meiſte Schuld krägt, wechſeln wird. 5 Konſtantinopel, 24. Juli. Infolge der nach⸗ einander aus den mazedoniſchen Provinzen eintreffenden Telegrammen, in denen unter Androhung einer Revolution eine Verfaſſung verlangt wird, berief der Sultan geſtern lt. „Irkf Ztg.“ einen Miniſterrat nach dem Palaſt, welcher unter dem Vorſitze des neuen Großveziers Said Paſcha erfolgte. Nach der Beratung, welche bis heute morgen dauerte, mußte der Sultan dem Drängen ſeiner Miniſter nachgeben, welche erklärten, daß das einzige Mittel, ſich aus dieſer Lage zu befreien, die Wiederherſtellung der Verfaſſung von 1876 ſei. Darauf erließ der Sultan die betr. Irade. Konſtantinopel, 55. Juli. Die ganze Preſſe be⸗ grüßt die Neugeſtaltung der Verhältniſſe mit Jubel und dankt dem Sulten mit dem Hinweis, daß die Entſcheidung ohne Opfer erfolgt iſt. Die Blätter veröffentlichen die Verfaſſung, ſowie das Schreiben an Midhat Paſcha. Die allgemeine Stim⸗ mung iſt begeiſtert, doch würdevoll. * Sofia, 25. Juli. Die Nachricht, daß die Türkei eine Verfaſſung erhalten hat, ruft in allen politiſchen Kreiſen hohes Erſtaunen hervor und findet allgemein ſympathiſche Aufnahme. In politiſchen Kreiſen glaubt man, daß die er⸗ folgten Zugeſtändniſſe auch den chriſtlichen Nationalitäten in der Türkei zugute kömmen ßberden. ſtändigen Anwachſens der Die außerordentliche Dele⸗ In der Kirche San Salvatore zu Kardinal Nocella in Kardinal Satolli nahm die A S S —5 S G — 2 e Mannheim, 25. Juli. General⸗Anzeiger.(Abendblatt.) 5. Seite, Aus Stadt und Tand. 15 Maunnheim, 25. Juli 1908. 5 Uebertragen wurde dem Poſtinſpektor Ernſt Kwebel aus Konſtanz unter Ernennung zum Poſtdirektor die Vorſteherſtelle des Poſtamts in Villingen. Der natl. Bezirksverein Schwetzingerſtadt hielt am Donners⸗ tag eine gutbeſuchte Verſammlung ab. Auf der Tagesordnung rat ſtand in erſter Linie ein Referat über das Vermögensſteuergeſetz. 15 Herr Se iler berichtete eingehend über das Ge an 15 5n bon Beiſpielen nach, daß es unbedingt einer Reviſion unterzogen 05 werden muß und nannte es nicht mit Unrecht ein Schulden⸗ verſteuerungsgeſetz. Dies gilt insbeſondere von der Ge⸗ er⸗ mmeindeſteuer, bei welcher ein Schuldenabzug überhaupt nicht ge⸗ dt⸗ ſtattet iſt. Eine Aenderung des Geſetzes iſt unbedingt nötig. An er⸗ das Referat ſchloß ſich eine längere Ausſprache. Es wurden ſodann tig. verſchiedene Angelegenheiten beſprochen, insbeſondere die Teilung hl⸗ des Bezirks in zwei ſelbſtändige Bezirksvereine. Die Ausſprache id⸗ darüber geſtaltete ſich ſehr lebhaft. Anfang Auguſt findet eine wei⸗ ge⸗ tere Vorſtandsſitzung und im September ein Vortrag ſtatt. Schon 115 heute bitten wir unſere Mitglieder, ſich recht zahlreich an den BVerſammlungen und Vorſtandsſitzungen zu beteiligen; ſchon mit Rückſicht darauf, daß die ſtädtiſchen Wahlen im Spätjahre ſtatt⸗ her finden und im der nächſten Verſammlung die Wahlen beſprochen 23.weerden ſollen. 5 uß* Sonderzug nach Darmſtadt. Durch das heutige Inſerat en wird nochmals auf den morgen nach Darmſtadt verkehrenden in⸗ Sonde raug hingewieſen. Der Fahrkartenverkauf hierfür wird daß mit Rückſicht auf den Geſchäftsſchluß bis heute abend 8 Uhr im nes Verkehrsbureau(Kaufhaus, Bogen 57) fortgeſetzt. Die Bahn⸗ Fr⸗ verwaltung hat außerdem geſtattet, daß morgen früh, ſoweit der um Vorrat noch reicht, Teilnehmerkarten am Fahrkartenſchalter Nr. 1 9 im Hauptbahnhof bis zum Zugabgang verkauft werden. 18. 5 Die Schiffs⸗ und Maſchinenbau⸗Aktiengeſellſchaft in Mann⸗ dei hbeim iſt nach einer Verfügung des Hevrn Staatsſekretärs des ird Reichsmarineamts in dem Verzeichnis derjenigen Werften auf⸗ ird] genommen worden, bei welchem Marineingenieur⸗Antvärter die vor⸗ dei⸗ geſchriebene 2Jamonatige praktiſche Ausbildung erbangen können. en⸗*„ Mannheimer Panoptikum. Das Welt⸗Panorama ner zeigt heute zum letzten Male den hochintereſſanten Zyklus:„Eine or⸗ Reiſe durch Deutſch⸗Oſtafrika. Von morgen ab gelangt die Serie „Schlachtfelder und Heldengräber in Elſaß⸗Lothringen“ zur Aus⸗ bes ſtellung.— Der morgige Sonntag iſt wiederum ein„Volks⸗ berg tag“ mit ermäßigten Eintrittspreiſen. * Neuer Vereinsdirigent. Die Nachricht, daß Herr Pianiſt Hautz zam Dirigenten des Mannheimer„Sängerkreis“ gewählt worden iſt, beſtätigt ſich nicht. * Mannheimer Athletenklub„Schwetzinger Vorſtadt“. Den Teilnehmern an der Bootsfahrt Niernſtein⸗Oppenheim diene zur le⸗ Fenntnis, daß der Abmarſch punkt 8 Uhr vom Lokal Schwetzinger⸗ d„ſtraße 109 aus ſtattfindet, da die Abfahrt punkt ½9 Uhr erfolgen um muß. Ein etwa verbleibender Reſt von Karten iſt nur noch eine ens Stunde vor Abfahrt am Landungsſteg erhältlich. an⸗* Turufahrt nach Paris. Bekanntlich wurden anläßlich des Deutſchen Turnfeſtes Turnfahrten nach allen Himmels⸗ au- richtungen veranſtaltet. Von einem Teilnehmer des Mann⸗ pel⸗ beimer Turnvereins, der die Turnfahrt nach den Schlachtfeldern ück⸗] von Metz und weiter nach Paris mitmacht, erhalten wir folgende Nachricht von Metz: An der Turnfahrt, die bei ſchönſtem Wetter ille ſtaltfindet, beteiligen ſich ca 600 Mann. In Metz übernahmen de die dortigen Turner die Führung. Auf den Schlachtfeldern von en Gravelotte und St. Privat hielten Offiziere der Metzer Garniſon elt Vorträge. Auf der Esplanade in Metz fand großes Feſtkonzert önig ſtatt, wobei ganz Metz auf den Beinen war. In den Räumen irde des„Bürgerbräus“ fand zu Ehren der Turner geſtern abend drei ein Kommers ſtatt, an dem ſich über 1000 Mann beteiligten. Der Männergeſangverein„Liederkranz Metz“ hatet in liebens⸗ zuwürdiger Weiſe den Vorktrag verſchiedener Männerchöre über⸗ g, nommen, während die Kapelle des Rhein. Fuß⸗Art.⸗Regts. Nr. 8 in die Muſil ſtellte. Pariſer deutſche Turner ſind den Teil⸗ ern, Jnehmern bis Metz entgegengefahren. Bei dem heutigen Einzug N in Paris findet, großer Empfang ſtatt. die be⸗ Pfalz, Heſſen und Umgebung. P. Ludwigshafen, 24. Juli. Vor Eintritt in die Tages⸗ ovrdnung der beutigen Stadtratsſitzung widmete der Herr is Oberbürgermeiſter dem verſtorbenen Stadtratsmitgliede Ehrhart deseinen ehrenden Nachruf. Zum ehrenden Andenken erhob ſich er. das Kollegium von den Sitzen. An die Stelle Ehrharts tritt als Erſatzmann Kaufmann Ries.— Dem Naturheilverein überläßt der Stadtrat ein Gelände von 5000 Qm. in der Nähe der Kaiſer⸗ iſt allee und der Pachtgärten für ein Lich., Luft⸗ und Sonnen⸗ um Dad. Der Platz iſt nur ein proviſoriſcher, da man die Er⸗ Lichtung eines Hallenſchwim mbades in Verbindung mit dem Elektrizitätswerk plant, an ſolches das Licht⸗ und Luftbad akngeſchloſſen werden ſoll.— Zu lebhaften Beſchwerden aus dem nt⸗ Kollegium gab das Abſtellen der Anhängewagen der Straßenbahn⸗ rde wagen der Linie 11 auf dem Hauptbahnhofe Anlaß; einmal wegen urch] des läſtigen Umſteigens der Fahrgäſte nach der Anilinfabrik aus ral dem Anhängewagen in den Motorwagen, dann auch wegen des tzte ſchlechten Eindrucks, den dieſe Einrichtung auf den Fremden en⸗] machen muß. Die Durchführung der Anhängewagen ſoll er⸗ Er folgen, wenn die Geleiſe an der Anilinfabrik erweitert ſind. Die ſon ganze Erſparnis bei der ſeitherigen Einrichtung betrug 6000 M. m⸗ Sport. fen*„Union“, Verein für Bewegungsſpiele, E. V. wird am kom⸗ ing. menden Sonntag, nachmittags halb 6 Uhr, ein intereſſantes der Spiel zum Austrag bringen und zwar wird ſich die„Alte Her⸗ igt, ren“⸗Mannſchaft mit derjenigen der Fußballgeſellſchaft 1896 hier meſſen. Für bequeme Sitzgelegenheit mit Wirtſchaftsbetrieb bei ach.] freiem Eintritt iſt Sorge getragen. den* Rheiniſcher Automobilklub. Am morgigen Sonntag hält dion der Rheiniſche Automobilklub ſein diesjähriger Pick⸗ lt.nick an der Linde bei Wilhemsfeld oberhalb Schriesheim. Die dortige Jagdhütte wird geöffnet ſein. Die Zuſammenkunft der 15 Automobiliſten iſt gegen 3 Uhr geplant. An der Linde wird ißte ſich alles, was zur Leibes Notdurft und Nahrung notwendig iſt, ſche in reichlichem Maße vorfinden und eine Kapelle zum Tanze auf⸗ prielen. Hoffentlich macht die Sonne am Sonntag ein recht fröh⸗ zulliches Geſicht. ſei. Allgemeine Radfahrerunion. Anſchließend an das Turn⸗ ßeſt in Frankfurt a. M. tagt dort von morgen ab der 28. Kon⸗ be. greß der Allgem. Radfahrerunion. An die Beratungen ſchließt ukt ſich Sonntag nachmittag ein großer Radler⸗ und Autlerblumen⸗ ne forſo, dem abends die Wettkämpfe in Reigenfahren, Kunſtfahren ng, und Ballſpiel um die Meiſterſchaft ſich anſchließen. Am Montag m. iſt geſelliges Zuſammenſein und am Dienstag ein gemeinfamer Ausflug auf die Saalburg bei Homburg geplank. Das hieſige ine] Hauptkonſulat nimmt am Korſo teil. Auch ſeine Reigen⸗ ſen.] manſchaft wird in Wettbewerb treten. Die ganzen Veranſtaltun⸗ ſche gen, die im Zoologiſchen Garten ſtattfinden, werden vorzüglich er⸗ elingen, da ein zielbewußter Ausſchuß an der Spitze ſteht. 15 Spritztvu⸗ Frankfurt iſt allen Unioniſten, deren Mann 75*— —5 Leder (riginalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeigers“.) Weſentliche Aenderungen verzeichnet der Markt nicht. Box⸗ calf ſowie Chepreaux werden am meiſten begehrt. Die Fabrikanten erhöhten teilweiſe die Preiſe. Farbige Leder finden noch guten Abſatz. Lackleder iſt in leichteren beſſeren Sortimenten knapp. B Kohlenmarkt. 85 (0Originalbericht des„Mannheimer General-Anzeiger“) In der vergangenen Woche ſind große Veränderungen nicht eingetreten. Hausbrandkohlen werden täglich reger begehrt, dagegen hält die Induſtrie mit ihren Aufträgen immer noch ſehr zurück. Der Rheinwaſſerſtand hat durch ſtarke Regengüſſe bedeutend zugenommen, doch wird vom Oberrhein wieder ſchnelles Fallen gemeldet, ſodaß dieſe Beſſerung nur eine vorübergehende iſt. **** Der Saatenſtand des Reiches. Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht den Saatenſtand des Reiches für Mitte Juli. Wenn 2 gut, 3 mittel bedeuten, iſt Winterweizen 2,3(Julimitte des Vorjahres 2,8), Sommer⸗ weizen 2,6(2,4), Winterſpelz 2,1(2,3), Winterroggen 2,4 (.), Sommerroggen 2,5(2,3), Sommergerſte 2,6(2,2). Hafer 2,8(2,3), Kartoffeln 2,7(2,0, Klee 2,6(3,0), Luzerne 2,5(2,6), Bewäſſerungswieſen 2,2(2,2), —5 Volkswirtschalt. In den Bemerkungen zu dem Saatenſtand des Reiches heißt es: Tieriſche Schädlinge werden diesmal in den Berichten nur hin und wieder erwähnt; häufiger wird das Auftreten von Brand und Roſt, beſonders aber das Ueber⸗ wuchern des Unkrauts beklagt. Die Berichte über den Stand der Winterfrüchte lauten im großen und ganzen nicht ungünſtig. Nach den Bemerkungen auf den Saatenſtands⸗ karten zeigt ſich zwar im Winterweizen verſchiedentlich etwas Roſt und der Rogegn, mit deſſen Ernte Mitte Juli hier und da bereits begonnen worden war, hat ſtellenweiſe infolge ſtarker Lagerung oder Frühreife nur leichte Körner. Das Sommergetreide findet im allgemeinen eine, wenn auch meiſt noch befriedigende, ſo doch etwas weniger günſtige Beurteilung als die Winterung. Die Sommerfrüchte, beſon⸗ ders Gerſte und Hafer, konnten wegen der großen Trockenheit ſich nicht recht enkwickeln und ſind infolgedeſſen vielfach kurz. Nur die Kartoffeln gehen ziemlich weit auseinander. Verſchiedentlich wird berichtet, daß die Kartoffeln lückenhaft und ungleichmäßig ſtehen, daß das Wachstum unter der langen Trockenheit gelitten habe und daß die Bearbeitung der Kartof⸗ feln durch die Härte des Bodens, ſowie das maſſenhafte Un⸗ kraut ſehr erſchwert werde. Andere Berichte aber beſagen, daß die Kartoffeln im allgemeinen gut ſtehen oder daß die Nieder⸗ ſchläge der letzten Zeit bereits eine günſtige Wirkung auf ihr Wachstum ausübten. Futterkräuter(Klee und Lu⸗ zerne) haben überall einen ſehr reichlichen erſten Schnitt ge⸗ liefert, der auch, bis auf kleine, zu Anfang Juli etwas ver⸗ regnete Reſte, bei trockenem Wetter in vorzüglicher Beſchaffen⸗ heit eingebracht werden konnte. ihrer Güte und Menge durchweg gut; der Grummetanſatz aber ließ Mikte Juli bei nicht bewäſſerbaren Wieſen meiſt viel zu wünſchen übrig. ** Verband deutſcher Häuteverwertungsvereinigung Die Generalverſammlung des Verbandes deutſcher Häute⸗ verwertungsvereinigungen fand kürzlich in Mainz ſtatt. Ueber die Bedeutung dieſer Vereinigung innerhalb des deutſchen Fleiſcher⸗ verbandes entnehmen wir aus dem Geſchäftsbericht, daß der Jahresumſatz im abgelaufenen Jahre etwas über 48 Millionen Mark betrug. Bei den Verbandsvereinigungen wurden umgeſetzt rund)22 Millionen Rinderhäute, 1,6 Millionen Kalbsfelle und 0,6 Millionen Hammelfelle, ſodaß ſich im Verbande ein Umſatz von einem Drittel des geſamten deutſchen Häutegefälles konzen⸗ trierte. Weitere 20 Prozent des Häutegefälles werden zwar auch genoſſenſchaftlich verwertet, doch außerhalb des Verbandes. Weiter heißt es in dem Berichte, daß die Lage der mit dem Verbande im Geſchäftsverkehr ſtehenden Lederinduſtrie im ab⸗ gelaufenen Jahre ſich durchweg nicht ſo günſtig geſtaltete, wie im Jahre vorher. In erſter Linie hat die Unterlederinduſtrie ge⸗ litten, während bei der aufſtrebenden Konjunktur der Jahre 1905 und 1906 die Betriebe mit langſamer Gerbung im allgemeinen den größeren Vorteil hatten, hatten bei der zurückgehenden Kon⸗ junktur die Betriebe mit ſchneller Gerbung den kleinſten Verluſt Die Bilanzen der Aktiengeſellſchaften weiſen infolgedeſſen ein ſehr verſchiedenartiges Bild auf. Nur wenige Fabriken haber ihre vorjährige Dividende weiterzahlen können, bei vielen liegt ein Rückgang, bei anderen ſogar ein Verluſt vor. Die Nachfrage nach Leder war während des abgelaufenen Jahres infolge der hohen Preiſe etwas beſchränkt. Der Konſum deckte nur den notwendigen Bedarf, wodurch ſich ſowohl bei den Gerbe⸗ reien, wie auf den Kommiſſionslagern Vorräte anhäuften, was ſchließlich zu einem Abbröckeln der Preiſe und zu einem Preis⸗ druck auf den Häutemarkt führte. Als dann die Vereinigten Staaten von Nordamerika wegen der dort eingetretenen geſchäft⸗ lichen Kriſe den Bezug von Wildhäuten einſtellten und auch in dieſen Gattungen ſich große Vorräte an den europäiſchen Stapel⸗ plätzen anſammelten, zugleich eine Geldteuerung in Deutſchland Platz griff, trat eine ungemeine Preisabſchwächung für Häute und Felle auf dem deutſchen Markte ein. Der Peſſimismus griff um ſo mehr um ſich, als eine Anzahl teilweiſe gut beurteilter Firmen ſich zur Anmeldung des Konkurſes gezwungen ſahen. Dis traurigen Zuſtände finden indes ihre Erklärung in der über⸗ mäßigen Kreditwirtſchaft der Lederinduſtrie, nicht aber in der Preisbemeſſung für Rohhäute. Deshalb kann auch die ſeit dem vorigen Herbſt andauernde Wertminderung für Häute und Facte eine Geſundung der Lederinduſtrie nicht bringen, wenn nicht gleichzeitig die übrigen Verhältniſſe eine Sanierung erfahren. eee dee Am Ge lbmarkt war gegen Wochenſchluß reichliches Material vorkanden. Der don 27& auf 295 zurückgegangene Privatdiskont zeitigte einen überaus lebhaften Verkehr. ImGegen⸗ ſatz zu der Vorwoche fand das Angebot leichte und ſchlanke Auf⸗ nahme. Der Verkehr an den Börſen zu Berlin und Frankfuri war nach den uns zugegangenen Börſenberichten ruhig und auch zum teil recht belanglos. Der Zuſammenbruch der Solinger Bank hat auf dem Baukenmarkt, obwohl die Bankkataſtrophe nur andere Wieſen 2,7 M. 250 900. Zuſagen von Aktionären, an die ſie bei dem Zuſam⸗ t gebra kon Von Wieſen gilt das gleiche wie von Klee und Luzerne. Die Heuernke iſt nach zierten Fabrikanten zuſtande gekommen ſei. Amtsgericht beantragt worden. Der Aufſichtsrat hofft, ſo am auf Solingen beſchränkt bleibt, doch einige Verſtimmung her⸗ vorgerufen und ein weiteres Nachlaſſen des ohnehin ſchon ſchwachen Verkehrs bewirkt. Leider ſind es auch diesmal wieder kleinere Leute, die durch den Zuſammenbruch der Bank um ihre letzten Sparpfennige kommen. Nach den neueſten Nachrichten aus Solingen beſteht allerdings die Hoffnung, daß die Gläubiger bis zu 75 Prozent ihrer Forderungen Befriedigung erhalten werden. Weſentliche Schuld an dem Zuſammenbruch bildete der Umſtand, daß dem Aufſichtsrat der Bank kein einziges bank⸗ ſachverſtändiges Mitglied angehörte! Man ſollte dieſes in unſeren heutigen Zeitläufen kaum für möglich halten. Daß bei einem ſolchen Aufſichtsrat die beiden verſtorbenen Direktoren mit ihren Bilanzverſchleierungen und ſonſtigen unreellen Manövern leichtes Spiel hatten, iſt nur allzu leicht verſtändlich. Wie von der Reichsbank verlautet, hat auch der Rückfluß in der dritten Juliwoche angehalten. Man kann daher wiederum einen günſtigen Ausweis des Inſtituts erwarten. Einer Ber⸗ liner Zeitung zufolge hat ſich die ſteuerfreie Notenreſerve von 139 Millionen von voriger Woche auf 202 Millionen erhöht. Dr gegenwärtige billige Geldſtand hat auch auf dem Gebiete des An⸗ leihemarktes eine etwas lebhaftere Haltung hervorgerufen, als verſchiedene Städte zu Anleiheaufnahmen ſchritten. Gründung einer neuen Schiffahrtsgeſellſchaft. In Bergen ſoll eine neue Schiffahrtslinie nach Newyork mit zehn Mill. Kr. Kapital gegründet werden. 88 Nordſeewerke, Emder Werft⸗ und Dock⸗A.⸗G., Emden. Die geſtrige Generalverſammlung beſchloß die Aufnahme einer mit 5 Proz. verzinslichen hypothekariſch geſicherten Obligations⸗ anleihe von M.—800 000 zur Tilgung bes trotz der vor⸗ jährigen Sanierung wieder vorhandenen Fehlbetrages von M. 265 000, ferner die Aufnahme einer Deckanleihe von 600 000 gebunden ſein ſollen, menkommen von mindeſtens M. ſoll eine neue General⸗ werden bis 15. Auguſt erwartet. Dann verſammlung einberufen werden. Neue Anleihe der Stadt Ulm. Der Stadt Ulm iſt die Ge⸗ nehmigung zur Ausgabe von M. 1 Mill. Aproz. Anleihe erteilt. Die Fabrik Wallach in Mülhauſen hat ihre Liquidation, von der man als bevorſtehend ſchon lange ſpricht, definitiv angezeigt. Viele Angeſtellte und etwa 150 Arbeiter werden dadurch brotlos. Vom Magdeburger Zuckermarkt. Am Zucker⸗ markt kamen die Auguſt⸗Realiſationen an der Vormittags⸗ börſe ſtärker heraus. Die matte Tendenz wurde veranlaßt durch ſinkende Kurſe in London und ſehr günſtiges Wetter. Die Terminkurſe verloren abermals 30 bis 35 Pfg. für Ware alter Ernte. Gebrüder Heyl u. Co., Akt.⸗Geſ. in Cha r⸗ lottenburg, berufen eine Generalverſammlung zur Be⸗ ſchlußfaſſung über den Erwerb der Aktien der Kohlenſäure⸗ werke Charlottenburg,.⸗G., ſowie über die Erhöhung des Grundlapitals um M. 1 Million durch Ausgabe von bisher gleichberechtigten Aktien. Deutſches Asbeſtſyndikat. In den letzte Tagen war an der Berliner Börſe das Gerücht verbreitet, daß jüngſt durch in Berlin geführte Verhandlungen eine Einigt 1555 zwiſchen dem Deutſchen Asbeſtſyndikat und den nichtſyn Auf Anfrag teilt nun das Deutſche Asbeſtſyndikat mit, daß es nicht me lich geweſen iſt, eine Einigung mit den Outſiderfabriken z. erzielen. *** Telegraphiſche Handelsberichte. Deutſcher Reichsbank⸗Ausweis vom 28. Juli oos. (Mill. Mr Gode die Aktiva: orwoche. Metall⸗Beſtand 1146 920000 + 43 614 000 Reichs⸗Kaſſen⸗Scheine 67 190 000— 1988 Noten anderer Bankn 37380000. 5 Wechfſelbeſtan?; 887 872000— Lombardoarlehen 57322000— Effektenbeſtand 272520000—- Sonſtige Aktivaͤaͤaͤa 184 367000— Paſſiva: 5 Grundkapitall. 1380 000 000 unverändert Reſerveſonds 64814 000 unverände Notenumlaußßf 1455 848 000— 76774 00 Depoſtten 708 492 000— 17 496 00 Sonſtige Paſſivcan 44 492 000 591 00 Die deutſche Reichsbank verfügt über eine ſteuerfreie Noten⸗ reſerve von Mk. 268 476000 gegenüber einer ſolchen von Wik. 139 905 000 am 15. Juli 1908 und gegen eine ſteuerfreie Noten⸗ reſerve ron Mk. 86 687 000 am 23. Juli 1907. *** Konkurs der Solinger Bank. * Solingen, 25. Juli. Nachdem alle Verſuche betreffs einer Verſchmelzung der in Zahlungsſchwierigkeiten geratenen Solinger Bank mit irgend einer Großbank geſcheitert ſind, iſt heute Mittag der Konkurs der Solinge?: Bank beim beſten alls beſtehenden Schwierigkeiten zu beſeitigen. Selcék. O. Genueral⸗Anzeiger.(Abendblatt.) B. Frankfurt a.., 25. Juli. Von der Frankfurter Filiale der Deutſchen Bank iſt beantragt worden, 4 Millionen Aktien der Süddeutſchen Bank in Mannheim zur Frankfurter Börſe zuzulaſſen. * Zahlungseinſtellung. Wie man der„Irkf. Zeitung“ ſchreibt, wurde über das Vermögen der Firma J. Silbermann Bierbrauerei in Sepperndorf bei Kitzingen(Unterfranken) das Konkursverfahren eröffnet.— Bei dem in Konkurs be⸗ findlichen Vorſchuß⸗ und Kreditverein Obermock⸗ tadt(Oberheſſen) e. G. m. b.., beträgt das Defizit 300 000 Mark, für das die Mitglieder aufzukommen haben. B. Von der Frankfurter Börſe. Das Bankhaus Gebr. Sulzbach, die Filiale der Dresdner Bank, die Direktion der Diskontogeſellſchaft und die Frankfurter Filiale der Deutſchen Bank beantragen die Zulaſſung von 15 Millionen%prozen⸗ tiger Anleihe von 1908 Serie 4 der Allgemeinen Elektrizitäts⸗ geſellſchaft zur hieſigen Börſe. *Hamburg, 25. Juli. Ein auswärtiger Gläubiger, der über 300 000 M. zu fordern hat, beantragte heute, laut „Frkf. Ztg.“, beim Amtsgericht die Eröffnung des Kon⸗ kurſes über das inſolvente Warenhaus Gerſon u. Co. * Hamburg, 25. Juli. Die Seetrans portgeſellſchaft wird lt.„Frkf. Ztg.“ am 30. Juli den Verkehr nach der Levante einſtellen unter der Vorausſetzung, daß an den Ver⸗ hältniſſen bei der deutſchen Levante⸗Linie wie ſie ſeit der letzten Verſammlung beſtehen, nichts geändert werde. * 1* Berliner Effektenbörſe. [Privattelegramm des General⸗Anzeigersg * Berlin, 25. Juli.(Fondsbörſe.) Infolge der geſtrigen weiteren Abſchwächung des Fondsmarktes in London ſowie die Schwankungen an der geſtrigen Börſe in Newyork war heute zu Beginn nicht die geringſte Unternehmungsluſt be⸗ merkbar. Die allgemeine Verſtimmung führte man darauf zu⸗ rück, daß die vom Präſident Rooſevelt getroffene Verfügung, die Standard⸗Oil⸗Company abermals anzuklagen, auf dem Aktienmarkt in Newyork weiter nachteilig wirken dürfte. Im weiteren Verlaufe zeigten ſich einzelne Umſätze in Lokalwerten. Von Bankenwerten behaupteten verein⸗ zelte Aktien den geſtrigen Schlußſtand. Von Montan⸗ aktien Bochumer gegen Schluß der erſten Börſenſtunde um 75 Proz. gegen geſtern niedriger unter Realiſationen. Laura⸗ hütte um ½ Proz., Phönir um ½ Proz. und Gelſenkirchen um ½ Proz. weichend. Harpener umſatzlos. Von Bahnen Franzoſen auf Wien abgeſchwächt. Amerikaner auf Newyork gedrückt. Sonſtige Bahnen umſatzlos. Von Renten 3 Proz. Reichsanleihe ſtetig. Japaner um 0,15 gebeſſert. 1902er Ruſſen kaum eine nennenswerte Aenderung in den Kurſen. Heimiſche Fonds auf außerordentlich flüſſigen Geldſtand gut gefragt und in außergewöhnlich großen Poſten aus dem Markt genommen. Induſtriewerte des Kaſſamarktes zumeiſt unter Realiſationen gedrückt. In der zweiten Börſenſtunde Kurſe nominell, Geſchäft gleich Null. Ultimogeld 3¼ Proz. und darunter. Tägliches Geld 2½ Proz. und darunter. Gegen Schluß weiter umſatz⸗ los, doch ohne irgend verändert. Türkenloſe gut gehalten und feſter. Schiffahrtsaktien um Bruchteile niedriger. Berlin, 25. Julf.(Schlußkutſe.) Frantfurter Effektenbörſe. (Pribattelegramm des General⸗Anzeigers.) * Frankfurt a.., 25. Juli. Fondsbörſe.) Die Börſenwoche brachte auch heute am Schluß wenig Verän⸗ derung. Bei völliger Geſchäftsloſigkeit aber doch feſteren Ten⸗ denz auf einzelnen Gebieten eröffnete die Börſe. Der Beſuch der Börſe hat ſich weiter gelichtet und die Anregung, welche von ſeiten der auswärtigen Märkte kam, entſprach nicht, umſo⸗ mehr man ſich über die politiſche Lage nicht klar iſt. Die Un⸗ ruhen in Mazedonien ſcheinen nach den neueſten Nachrichten zu verſchwinden. Bei der Zurückhaltung der Spekulation und der Teilnahmsloſigkeit des Publikums war das Börſengeſchäft ſehr gering. Die in Newyork eingetretene Abſchwächung übte auf den amerikaniſchen Markt einen Druck aus, umſomehr Be⸗ fürchtungen auftraten, daß die Bundesregierung von neuem gegen die Korporationen vorgehen werde. Baltimore konnten ſich jedoch ziemlich gut behaupten, öſterreichiſche Bahnen luſtlos bei behaupteter Tendenz. Die Spekulation zeigte auf dieſem Gebiete große Zurückhaltung. Lombarden unberändert, italie⸗ niſche etwas leicht befeſtigt. Der Montanmarkt wurde durch die vorliegenden Mitteilungen beeinflußt, welche mit wenig Ausnahmen unbefriedigend lauteten. Auch heute zeigten ſich bei geringen Umſätzen nur geringe Kursveränderungen. Bochumer und Harpener neigten zur ſchwächeren Tendenz. Die zuberſichtliche Stimmung der auswärtigen Börſen, beſonders der Weſtbörſen, hat ebenfalls nachgelaſſen, infolgedeſſen auch der Fondsmarkt wenig Geſchäft zeigte. Türkenwerke ſind beſſer bezahlt, da man die Schwierigkeiten in der Türkei günſtiger auffaßt. Der Fondsmarkt lag im allgemeinen ſtill. Mehr Beachtung fanden Ruſſenwerte, welche ſich gut behaupteten. Heimiſche Anleihen ſtill. Der Induſtriemarkt lag ruhig, elek⸗ triſche Werte behauptete, Ediſon nach feſter Eröffnung ſchwächer. Schiffahrtsaktien mäßig ſchwächer. Auf dem Bankenmarkt war die Tendenz ruhig, Mittelbahnen zeigten heute beſſere Tendenz. Der Geldmarkt lag weiter günſtig, doch ließ auch der weitere Verlauf wenig Veränderung zu. An der Nachbörſe war das Geſchäft ſtill und die Tendenz behauptet. Es notierten Kreditaktien 194.10, Diskonlo 170.60, Staats⸗ bahn 148.20, Lombarden 22.60 à 50. Telegramme der Continental⸗Telegraphen⸗Compagnie, Schluß⸗Kurſe. Reichsbank⸗Diskont 4 Prozent. 5 Wechſel. 24. 25. 35 24, 25. Amſterdam kurz 168.80 168.85 Paris kur! 81.116 81.138 Belgien„ 80.883 80.975Schweitz. Plätze„ 81 216 81.216 Italien„ 81.125 81.133] Wien 85.088 85.083 London„ 20.875 20,385 Napoleonsd'or 16 28 16.28 5 lang—.——.— Privpatdiskonto 2/18 2¼ Staatsyapiere. A. Dentſche, 24. 25. 24, 25. 40ſ deutſch. Reichsanl. 99.60 99.65] Mexikaner auß. 88/90.80 9780 „ 91.85 91853 Mexikaner innere 65.50 65.50 3 82.60 82.550 Taumalipas 98.60 98.50 4% pr. Lonſ St.⸗Aul. 99.60 99.65 Bulgaren 55 91.85 91.85 1% Griechen 1890 48.— 82.60 82.555 ſtalien. Nente—— 4 babiſche Sk⸗A. 99.70—.— 40 Oeſt. Süberrente 98.95 98.90 33„ Reue 99.85 99.854½„ Papierrent.—— 98.95 36% bad.St.⸗Olabg)fl—.——— Oeſterr. Goldrente 98.50 98.60 „—. 92.—-3 Portug. Serie 62.10 62.10 3%„„ 1900——-86„„ III 62.80 62.95 4bayr..⸗B.⸗A. b. 1915 100,40 100 554% neue Ruſſen 1905 95.80 95.85 3½ do. 0 805 91.60 61.504 Ruſſen von 1880 83.— 88.— 3 do..⸗B.⸗Obl. 82 40 82.404 ſpan. ausl. Rente 94.80 94.80 4 Heſſen von 1899 90 20 99.1504 Türken von 190) 87.90 87.80 3 Heſſen 80.90 8105]4„ unif. 97.10 94.80 8 Sachſen 83.30 88 404 Ungar. Goldrente 93.— 9290 4 Mh. Stadt⸗A. 1907—.——.—[4„ Kronenrente 92.80 92.80 39„ 1905 89.70 89.70 Verzinsliche Loſe, B. Ausländiſche. 3 Oeſterreichiſchei860 158.70 155. 5 Arg. i. Gold⸗A. 1887 100.— 100.— Ruſſennoten 214 40 214.55 Lombarden 22.40 22.20 40% Ruſſ. Anl. 1902 83 20 83 10[ Canada Pacifie 164.50 168 20 3580% Reichsanl. 91.90 91.90 Hamburg Packet 107.70 107.90 30% Reichsanleihe 82.60 82.60 Hambg. Paket nere 40% Bad. St.⸗Anl.—.——.— Nordd. Lloyd 92.— 92 10 4% B. St.⸗B. neue—.— 99.70 Dynamit Truſt—.— 150 50 3 B. St.Obl. 1000—.——.— Licht⸗ u. Kraftanl. 118.— 113.20 94%% Bayern 91.60 91,70] Bochumer 213 30 212 90 4% Heſſen———— Honſolidation 30o Heſſen 80.90 80 80 Dortmunder 30% Sachſen 88.40 83.60] Gelſenkirchner 188 60 188.40 10% Pfbr. Rh. W. B. 96.50 96 50 Harpener 196.20—.— 50% Chineſen 102.25 102.10 Laurahütte 204.— 203.50 10% Italiener—.———Phönix 168 20 167.80 1½ Japaner(neu) 88.76 88.90 Ribeck⸗Montan 190.20 188.— 8 5 185 154.70 154.80 Bagdad⸗Anl. 886.70 86.90 Anilin Treptow 33.20 36 ſtreditakkien 194. 20 193.20[ Braunk.⸗Briketts 175.20 1 8 Bank 151.20 151.20] D. Steinzeugwerke 208.— 202.— Berl. Handels⸗Geſ. 158.70 158.80 Düſſeldorfer Wag. 278.70 278.— Darmſtädter Bank 122.10 122.40 Elberf. Farben(alt) 407— 407.— Deutſch⸗Aſiat. Bank 135,90 185.90 Weſtereg. Alkaliw. 182.— 181.— Deutſche Bank 229.60 229.50 Wollkämmerei⸗Akt. 125.20 125.30 Disc.⸗Kommandit 170.50 170.50 Chem. Charlottenb. 187.50 188.— Dresdner Bank 136.20 13620 Tonwaren Wiesloch 95 50 94.50 Rhein. Kreditbanl 138.50 188.60 Feluf Waldhof 315 50 315 70 Bankv. 129.— 128.90 Celluloſe Koſtheim 211.70 211.70 Lübeck⸗Büchener———.— Rüttgerswerken 149.— 149.60 Staalsbahn 148.20 148.20 Privatdiskont 2¾% Pariſer Boͤrſe. Paris, 25. Juli. Anfangskurſe. 3% Rente 95.65 95.77 —.— 108.60 95,80 96.— e len unif. 95.60 95.80 Türkt Looſe 176.— 176.50 Banque Ottomane 695.— 698.— Rio Tinto 1659 18656 Tondoner Effektenboͤrſe. London, 25. Juli.(Telegr.) Anfangskurſe der Effektenbörſe. 4% Reichsanleihe 82— 82— 5 J Chineſen 104˙/ 104˙ 4½% Chineſen 99½% 99˙% 2%% Conſols 867/ 86˙% 3% Iſkaliener 102½ 102½ 8 e Griechen 49% 49½ 8% Portugieſen 62% 62˙/ Spanſer 94½% 94½ D Türken 95— 951ʃ 4% Argentinier 866/ 86˙ö 5% Mexikaner 34— 34— 1 ½% Japaner 81— 81— Tend.: ſtill. Ottomanbank 17/ 17½ Rio Tinto 66— 65˙ů 82/ Braſiliauer 82 ½ Southern Paciſie 94% 93¼ Chicago Milwaukee 145 ½ 143½ Denver Pr. 6 66 ½ Atchiſon Pr. 96— 95— Louisv. u. Naſhvo. 113— 112— Union Pacifie 158 156— Unit. St. Steel com. 46% 45½ 5„ pref. 111— 110½ Griebahn 22%% 22.— Tend.: träge. Debeers 10% 10% Chartered 146 141% Goldſields 3J. 3% Randmines 6% 6½¼ Gaſtrand 4—— Tend.: ſtill. 4½ Chineſen 1898 97.— 97.20 4 Egypter unificierte—.——.— Türkiſche 143160 145.— Aktien inbuſtrieller Unternehmungen. Bad. Zuckerfabrik 145.75 145.90 Südd. Immobil.⸗Geſ. 90.50 90.50 Eichbäum Mannheim 109.60 109.60 Mh. Aktien⸗Brauerei 187.— 187.— Parkakt. Zweibrücken 95.— 95. Weltzz. Sonne, Speyer— Cementwerk Heldelbg. 149.80 149.60 Cementfabr. Karlſtadt 131.50 131—D Badiſche Anilinfabrik 348.— 348— Ch. Fabrik Griesheim 236.75 236 75 Farbwerke Höchſt 36.20 368 75 Ver. chem. Fabrik Mh. 282. 283.— Chem. Werke Albert 408.— 408.— Südd. Drahtind. Pih. 115.— 115.— Akkumul.⸗Fab. Hagen— Acc. Böſe, Berlin 61.— 61.— Elektr.⸗Geſ. Allgem. 211.— 210.75 Südd. Kabelw. Nhm. 119.50 119.50 Lahmeyer 117 60 117.20 Elektr.⸗Geſ. Schuckert 106.50 106.50 Kunſtſeidenfabr. Frkf. 215.—. Lederwerk. St. Ingbert 60.— 59 50 Spicharz Lederwerke 117.— 112.— Ludwigsh. Walzmühle 170.170. Adlerfahrradw.Kleyer 275.30 275 30 Maſchinenfbr. Hilpert 71.50 71.50 Maſchinenfb. Badenia 196.— 195.— ürrkopp 310.——.— Maſchinenf. Gritzner 208.— 208. Maſch.„Armatf.Klein 118.— 118. Pf. Nähm. ⸗u. Fahrradf ebr. Kayſer Röhrenkeſſelfabritk vorm. Dürr& Co. 8 Schnellpreſſenf. Frkth. 183.20 184.— Vexr.deutſcher Oelfabr. 129.50 129.50 Schuhfabr. Herz Frkf. 122.—122. Seilinduſtrie Wolff 132.— 132. 'wollſp. Lampertsm. 65.— 65.— Kammgarn Katſersl. 155— 155. 124.— 124. ——— Siemens& Halske 175.— 174.80 Zellſtoffabr. Waldhof 318— 318.— „Bergwerks⸗Aktien. Bochumer Bergbau 214.40 212 80 Buderus 109.50 109 50 Concordia Bergb.⸗G. 324.— 324 Deutſch. Luxemburg 149.50 149.— fütte Bergb. 131 50 131 50 elſenkirchner 189.— 188.40 Bergbau 19 70 198.20 aliw. Weſterregeln 181.50 18150 Oberſchl. Eiſeninduſtr. 97 50 97.75 Vr. Königs⸗u. Laurah. 204.— 204.— Gewerkſch. Roßleben 8890 8800 Phönſx 168 50 168.20 Aktien deutſcher und ausländiſcher Transport⸗Anſtalten. Ludwigsh.⸗Bexbacher 217.— 217.— Pfälziſche Maxbahn 136.— 186.— do. Nordbahn 120.50 130 50 Südd. Eiſenb.⸗G. 112.70 112.70 Sae Packet 108.30 107.60 FFF Norddeutſcher Lloyd Oeſt. Südbahn Lomb. 22.40 22.60 do. Nordweſtb. do. do. Lit. B. Gotthardbahn—.——.— Ital. Mittelmeerbahn do. Meridionalbahn 129 20 129.50 Baltimore und Ohio 90.70 90.20 ——.— 92 40 92. Oeſt.⸗Ung. Staatsb. 148 60 148.20 * Maunheim, 25. Julfl.* Bank⸗ und Verſicherungs⸗Aktien. Badiſche Bank 129.50 129.5 Oeſterr.⸗Ung. Bank 124.25124% Berg u. Metallb. 117 25 116.65 Oeſt. Länderbank 109.30 109 30 Berl. Handels⸗Geſ. 158.80 159.„ Krebit⸗Anſtalt 194.25 194 0 Comerſ. u. Disk.⸗B. 106— 166.—Pfälziſche Bank 100.30 100.— 122 40 122.3 229.30 229.30 Darmftädter Bank Pfälz. Hep.⸗Bank Deutſche Bank 191.50 101.0 Preuß. Hypothend. 102 25 109.80 Deutſchaſiat. Bank 136.50 136. Deutſche Reichsbke. 152— 152.½ D. Eſſekten⸗Bank 100.10 100.10 Rbein. Kreditbank 138.75 188.90 Disconto⸗Comm. 170 50 179,60] Rhein. Hyp. B. M. 192.— 192 Dresdener Bank 136.50 136 40 Schaaffh. Bankver. 129 20 129.90 Frankf, Hyp.⸗Bank 200.80 201— Südd. Bank Mhm. 107.75 107½ Erkf, Hyp.⸗Ereditv. 158.— 15690 Wiener Bankver. 129 80 129.30 Nationalbaak 113.— 112 50 Bank Ottomane 138.20 18820 Fraukfurt a.., 25. Juli. Kreditaktien 194.10, Stagatz“ bahn 148.20, Lombarden 22.60 SEgypter—.—, 4% ung. Goldreng 93.05, Gotthardbahn—.—, Disconto⸗Commandit 170 50 Laurg ——, Gelſenkirchen 188.50, Darmſtädter 122 30 Handelsgeſellſchaſt 159.—, Dresdener Bant186.—, Deutſche Bant 229.0, Bochumer 218.60 Northern—.—. Nendenz: xuhig. Nachbörſe, Kreditaktien 194 10, Staatsbahn 148,20, Lombarden 22.50, Disconto⸗Commandit 170 60. *** Marx& Soldschmidt, Mannheim Lelegramm⸗Adreſſe: Margold, Fernſprecher: Nr. 56 und 1637 25. Juli 1908. Proviſiousfreil Vers Wir ſind als Selbſtrontrahenten täufer 1 unter Vorbehalt: 00 0 .⸗G. für Mühlenbetrieb, Neuſtadt a. d. H. 115⁵ Atlas⸗Lebensverſicherungs⸗Geſellſchaft, Ludwigshafen M. 290 M. 265 Badiſche Feuerverſicherungs⸗Bank M. 260 M. 280 Baumwollſpinnerei Speyer Stamm⸗Aktien 62²— 75 75 Vorzugs⸗Aklien— 97 Benz& Co., Rheiniſche Gasmokoren, Mannheim 146— Brauerei⸗Geſellſchaft vorm. Karcher, Emmendingen— 19 zr. Bruchſaler Brauerei⸗Geſellſchaft— 73 öfr Bürgerbräu, Ludwigshafen 8 270 Chemiſche Fabriken Gernsheim⸗Heubruch 98— Daimler Motoren⸗Geſellſchaft, Untertürkheim 120— Fahr Gebr.,.⸗Geſ., Pirmaſens——— Filterfabrik Enzinger, Worm. 220— Flint, Eiſen⸗ und Broncegießeret, Mannheim 84— Frankenthaler Keſſelſchmiede— 79 Fuchs, Waggonfabrik, Heidelberg 150— errenmühle vorm. Genz, Heidelberg 97— Lindes Eismaſchinen 138— Linoleumfabrik, Maximiliansau 112— Lothringer Baugeſellſchaft, Metz 65— Luxiſche Induſtriewerke,.⸗G. Ludwigshafen 100— Maſchinenfabrik Bruchſal, Schnabel& Henning 326— Mos bacher Aktienbrauerei vorm. Hübnet 95— Neckarſulmer Fahrrad 154— Pfälziſche Mühlenwerke, Schifferſt adt 12¹— Nheinau, Terrain⸗Geſellſchaft 5 108 zfr— Rheiniſche Automobil⸗Geſellſchaft.⸗G., Mannheim 108 Rheiniſche Metallwarenfabrik, Genußſcheine M. 205 M. Schuckert⸗Geſellſchaſt, Mannheim 106 Rheinmühlenwerke, Mannheim erb. Gbt Rheinſchiff.⸗A.⸗G. vorm. Fendel, Mannheim— 108 Rombacher PortlandCementwerke 12⁵— Stahlwerk Mannheim 11³— Süddeutſche Jute⸗Induſtrie, Mannheim 85⁵— Süddeutſche Kabel, Hrannheim Genußſcheine—[M. 90 Unionwerke,.⸗G., Fabriken f. Brauerei⸗Einrichtungen 183— Unionbrauerei Karlsruhe 6⁴— Vita Lebensverſicherungs⸗Geſellſchaft, Mannheim M. 360 M. 345 Waggonfabrik Raſtatt 91— Waldhof, Bahngeſellſchaft 70zfr 2 Immohiliengeſellſchaft—— 72 zfr Weſtendbau⸗Geſellſchaft in Karlsruhe 87 zfr— Zuckerfabrik Frantenthal— 270 Verantwortlich: Für Politik: Dr. Jritz Goldenbaum: für Kunſt, Feuilleton und Vermiſchtes: J..: Dr. Fritz Goldenbaum: für Lokales, Provinzielles u. Gerichtszeitung: Rich. Schönfelder; für Volkswirtſchaft und den übrigen redaktionellen Teil: J..: Franz Kircher. für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Franz Kircher: Druck und Verlag der Dr. H. Haas'ſchen Buchdruckerei, G. m. b..: J..: Julius Weber. N innen und Miteſſer. 855 ehers Herba⸗Seife von hervorragender Wirkung Zu haben in allen Apoth., Drog. u. Parfüm. pr. Stück 50 Pf. u. 1 Mi. 85 Obermeyers ——— Frucht⸗Flammeris geraten am beſten aus dem Saft friſch geſchmorter Früchte und 8 Mondamin. Jegliches Obſt wird einfach mit ein wenig Waſſer und dem nötigen Zucker weich gekocht und der Saft ausgepreßt. Dieſen kocht man mit Mondamin(80 g auf je 1 Liter) 3 Minuten und gießt ihn in eine Schüſſel. Nach dem Erkalten ſtürzt man einen köſtlichen, appetitlichen Frucht⸗Flammeri. Ausführliche Rezepte im„“⸗Büchlein gratis u. franko von Brown & Polſon, Berlin C. 2. Schreiben Sie ſofort, es lohnt 510 Mannheimer Verſich. gegen ungeztefer, Vertilgung v. Ungeziefer J. Art billigſt u. Garant⸗ Eberh. Meyer, konzeſſ. Kammerjäger, Mannheim, Colliniſtr. 10, 2. St. Tel. 2818 Ratten, Mäuſe, Näfer, Wanzen, werden nur mittelſt unſern neu erfundenen, eigenſt dazu konſtruierken Apparaten, u. ſicher wirkenden Medikamenten, die nichts beſchädigen, nichts beſchmutzen, vollſtändig ausgerottet. Teiſtungsfähigſtes Anternehmen für radikale Angezieferausroltung. FErſte badiſche verſicherung gegen Ungeziefer. Lütgens& Springer: Inh. Anton Sprin Hauptburean: T 2, 4. Telephon: 2633. Weitere Annahmeſtelle: Max Riebel, I 4, 25. ger, Mannheim. 79060 ³ — U** JCC IMerteered-.de 31⁸ * — wochen⸗veilage zum „Seneral-Azeiger- der Slult Hannheim und Ungebung Samstag, 25. Juli 1908. Tourenvorſchläge. .18 Uhr ab Mannheim über Weinheim..42 Uhr an Mör⸗ lenbach im Weſchnitztal. Mit Markierung„blauer Strich zwi⸗ ſchen zwei gelben Strichen“ nach Zotzenbach, am Ende des Orts ſcharf links und auf erſt über Feld, dann durch ſchönen Wald zur 14. Stid.)„Tromm“(554 Meter), Wirtſchaft, weiter am „Lindenſtein“(Ausſicht) vorbei nach„Hammelbach“(84 Std.). Von hier ohne Markierung nach Dorf„Weſchnitz“(in ½% Std.), dann mit Markierung„weiß⸗rot Kreuz“ über den„Stotz“ zum „Gumpener Kreuz“ und auf ſchöner Straße nach„Lindenfels“, dem bekannten, prächtig gelegenen Luftkurort. Beſichtigung der Ruine, dann mit Markierung„rotes Viereck“ ab zur Bahn⸗ ſtation„Fürth“ im Weſchnitztal. Entfernung Weſchnitz⸗Linden⸗ fels zirka 134 Std., Lindenfels⸗Fürth zirka 1 Stunde. Ganze Marſchzeit zirka 54 Std..25 oder.11 Uhr ab Fürth,.46 oder 11 Uhr an Mannheim Fahrpreis: Mannheim.⸗Mörlen⸗ bach 70 Pfg., Fürth⸗Mannheim 85 Pfg. 4. Kl. Nachmittagswanderung. Heidelberg über die Brücke nach Neuenheim, den Philo⸗ ſophenweg auf(Markierung weißer Rhombus] am Bismarckturm vorbi zum„Michelsberg“(Ausſichtsturm, prächtiger Blick auf Heidelberg und Neckartal, weiter auf zum„Heiligenberg“(1 St.) mit intereſſanter Kirchenruine, dann ab zum„Zollſtock“(Brun⸗ nen) ½ Stkd.). Nun links ab, ohne Farbmarkierung, aber Weg⸗ weiſer ins„Siebenmühlental“. Vor der Wirtſchaft wieder auf der linken Talſeite im Wald einige Zeit aufwärts(überall Weg⸗ weiſer) und wieder zurück nach dem bald in Sicht kommenden „Heidelberg“, zirka 2½ Std. ** In den Schwarzwald. Achern—Gaishölle—Brigittenſchloß—Breitenbronnen Hornisgrinde—Hundseck— Wiedenfelſen—Gertelbach—Ober⸗ bühlertal-Bühl. 7 Stunden. Mit dem Frühzug.10 Uhr nach Achern, an der„Poſt“ vorüber durch die Stadt bis faſt ans Ende, dann die Fahr⸗ ſtraße, die dicht an der Irrenanſtalt Illenau vorbeiführt in 1 Stunde nach Sasbachwalden. Gleich oberhalb der Kirche gehe man über das Waſſer, dann ſteil aufwärts in ½ Std. zur Gaishölle, eine maleriſche, enge Schlucht, in welcher der Brandbach anſehnliche Waſſerfälle bildet. Weiter überſchreitet man einen Fahrweg und gelangt auf einem Zickzackweg zum ſichtbaren Brigittenſchloß, ½ Std., von Sasbachwalden. Von der Ruine hat man einen prächtigen Blick auf den Schwarz⸗ wald und die Rheinebene. 5 Minuten davon iſt der Katzen⸗ ſtein. In 3½ Std. iſt von da der Luftkurort Breitenbronnen erreicht, von hier in 1½ Std. zur Hornisgrinde, die höchſte Erhebung des nördlichen Schwarzwaldes. Man erblickt faſt ſämtliche Hauptkuppen des Schwarzwaldes und die Schwä⸗ biſche Alb. Gegen Weſten dehnt ſich die Rheinebene aus. Bis hierher iſt der Weg als Höhenzugangsweg gezeichnet. Jetzt folgt man dem Höhenweg I nördlich in der Berghalde ſteil abwärts in 20 Minuten auf einen breiten Fahrweg. Dieſem weiter folgend in ½ Std. nach Unterſtmatt und von da auf dem bequemen, faſt ebenen Mannheimer Weg in 50 Minuten nach Hundseck. Von Hundseck verläßt man den Höhenweg 1 und geht in ½ Std. zum Kurhotel Wiedenfelſen. Vom nahen Felſen ein hübſcher Blick ins Rheintal und in die tief liegende Gertelbachſchlucht, deren Fälle aber nicht ſichtbar find. In wenigen Minuten iſt das obere Ende der Gertelbachſchlucht erreicht; an den toſenden Fällen wandert man etwa ½ Std. bergab. Von hier iſt es noch eine ſchwache Stunde nach Ober⸗ bühlertal, Endſtation der Nebenbahn von Bühl. Von Bühl mit dem Abendzug nach Mannheim. Dr. O. H. *** Aus Vädern und Sommerfriſchen. großen Sommerhitze iſt der Aufenthalt im Schloßhotel ein ſehr an⸗ Wer ſich nach guter bereſſanten genug bietet. 9 genhe iſt Vereinen und Touriſten ſowohl als insbeſondere für Kurgäſte ſehr zu empfehlen. Der Fahrpreis 3. Klaſſe von Mannheim nach Jugen⸗ .46 abends, 11.00 abends. 9 *Das neue Kurhaus in Oeynhauſen. In dem uralten Land⸗ ſchaftsbilde des herrlichen Bades Oeynhauſen gewahrt man mit einiger Ueberraſchung einen hellen Fleck, der ſich ohne weiteres als eine moderne Erſcheinung herausſtellt. Das iſt das König⸗ liche Bad Oeynhauſen, eine Schöpfung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Nun hat man auch von Staats wegen und mit einem Aufwand von anderthalb Millionen ein neues Kur⸗ haus gebaut, das in dieſen Tagen eröffnet wurde und das ſich als eine Glanzleiſtung des Miniſteriums der öffentlichen Ar⸗ beiten herausſtellt. Das Badehaus hat eine H⸗förmige Geſtalt in altchriſtlichem Stil mit dreiſchiffigen Längsflügeln, die in Ab⸗ ſiden auslaufen und in deren Nebenſchiffen die Badezellen unter⸗ gebracht ſind. Die hohen Mittelſchiffe ſind ähnlich dekortiert wie das Neue Muſeum in Berlin. Der verbindende Querflügel gipfelt in einem Kuppelraum von ähnlich feierlicher Wirkung wie Schinkels Rotunde im Alten Muſeum. Das neue Kurhaus führte zu einer Umgeſtaltung des herrlichen Kurparks. Man ſchuf auf ſanftanſteigendem Terrain eine pompöſe Perſpektive nach Art alter Schloßterraſſen mit Blumen⸗ und Fontänenwundern, und ſo gab man dem Kurhauſe auf der Höhe das Gepräge eines Barockſchloſſes und geſtaltete die vorgelagerten Konzertwandel⸗ hallen zu einem Ehrenhof. Der Vorwurf wurde gemeinſam vom Direktor des Bades, Bergrat Morsbach, und Bauinſpektor Beck dem Baubeamten des zuſtändigen Oberbergamts, aufge⸗ ſtellt, um im Miniſterium der öffentlichen Arbeiten weiter aus⸗ geſtaltet zu werden. Mit der Detaillierung und Ausführung wurde dann der Landbauinſpektor Schrammen betraut, ein Künſtler, der früher als Mitarbeiter des Berliner Stadtbau⸗ rates Hoffmann ſich an großen Aufgaben geſchult hatte. Die Mittelachſe des Hauſes iſt in größeren Höhenabmeſſungen als die beiden Flügel ausgebildet und in dieſem Mittelteil befinden ſich die mit einem Tonnengewölbe überſpannte Eingangshalle, deren bewegte Marmorarchitektur und prächtige Ausmalung feſt⸗ lichen Charakter atmen, und jenſeits der Wandelhalle mit einer charartigen Auslage der großartige Feſtſaal, der in leichten Barockformen gehalten, in rötlichem Marmor, lichten Far⸗ ben, reicher Vergoldung und mit einem Deckengemälde, den Tayz der heiteren Muſen darſtellend, ein Fortiſſimo der Innen⸗ architektur anſtrebt. Eine 60 Meter lange Wandelhalle, die ſich an einem Ende zu einem Wintergarten erweitert und teils mit Kuppeln und teils mit einer Tonne überwölbt iſt, prangt in reicher Stuckarbeit, farbigem Marmor und dekorativen Ma⸗ lereien. Nach rechts führt ſie zu den Reſtaurationsſälen und nach links zu den Geſellſchaftsräumen. Der Speiſeſaal iſt auf blau, gold und rot abgeſtimmt und reich mit Stuckmarmor aus⸗ geſtattet. Der Clou des Saales iſt die in italieniſchem Barock' charakter gemalte Decke, die auf jedes plaſtiſche Relief verzichtet und daher von einer wunderbar perſpektiven Wirkung iſt. Der anſtoßende Erfriſchungsſaal mit dem Vieux⸗Roſe⸗Ton der Wände und der mit ſtiliſierten Roſen bemalten Decke zielt dagegen mehr auf eine moderne Intimität. In der Raumgruppe des linken Flügels hat man den Leſeſaal am reichſten ausgeſtattet und durch eine Pfeilerſtellung eigenartig gegliedert. Das angren⸗ zende Spislzimmer wird durch ein ſchweres und tief herab⸗ gezogenes Gewölbe und humoriſtiſch pointierte Malereien und das nun folgende Billardz im mer durch eine reichbemalte Decke recht glücklich charakteriſiert. Ein Herren⸗ und ein Da⸗ menzimmer vollenden das Enſemble, das eine durch mehr ernſte und das andere durch mehr lebhafte Motive. Daß die Re⸗ ſtauration des Kurhauſes, die in den Händen der Herren Gebr. Scharhag liegt, in wahrſtem Sinne des Wortes erſtklaſſig iſt, iſt begreiflich. *** Aus den Touriſten⸗ und Fremdeuverkehrs⸗ Vereinen. * Vogeſenklub. Die große Ferientour der Sektion Mannheim des.⸗C., zu welcher auch Gäſte(auch Damen und Schüler höherer Klaſſen) gerne willkommen ſind, nimmt am Sonntag, 16. Auguſt, ihren Anfang. Abfahrt Mannheim .385 Uhr vorm. über Appenweier—StraßburgColmar Schnierlach(Ankunft.50 Uhr). Nach einer kurzen Stärkung erfolgt der Aufſtieg zum Hexenweiher, einem in wilder Gebirgsgegend gelegenen, von hohen Felswänden umſchloſſe⸗ nen, kleinen See. Nach etwa 1 St. nehmen wir die kete des faux, um in einer weiteren kl. Stunde in unſerem Nacht⸗ quartier„Hotel weißer See“ am gleichnamigen See 1219 Meter) einzutreffen. Wohl manches deutſche Mittelgebirge und vornehmlich unſer ſchöner Schwarzwald, wird unſchwer landſchaftliche Analogien mit den Vogeſen aufzuweiſen haben, allein vom Weißen See ab über die Hautes Chaumes bis hinüber zum Hohneck und Piſchbödle hebt eine Natur an, wie wir ſie in den deutſchen Schweſtergebirgen wohl vergeblich ſuchen werden. Wir befinden uns in einer Hochgebirgsland⸗ ſchaft von ſeltener Schönheit und reichſtem Szenenwechſel, Kahle Höhenzüge mit ſteilabſtürzenden Felswänden,— Fels⸗ ſchroffen umgürten die vielen ehemaligen Gletſcherſeen. Durch dieſe groteske Gebirgslandſchaft mit dem Endziel Metzeral, wo für die Zeit vom 17. bis 23. Aug. Stand⸗ guartier bezogen wird, führt am 17. Auguſt die Wande⸗ heim ab.49,.55 abends,.59 abends, Mannheun an.28 abends, rung. Am 18. Aug. wird die erſte der fünf vom Standquar⸗ tier aus geplanten Exkurſionen angetreten und zwar in die franzöſiſchen Vogeſen(Géradiner). Die übrigen vier Wan⸗ derungen gehen in die ſowohl landſchaftlich als geologiſch und botaniſch hochintereſſante Umgebung von Metzeral ſelbſt. Am 28. Aug. bringt der Frühzug die Teilnehmer über Colmgr⸗ Freiburg nach Titiſee, von wo aus nach dem Turner und St. Märgen weitermarſchiert oird. Nachtquartier: Gaſt⸗ haus„Zur Sonne“ in St. Märgen. Der letzte Wandertag, 24. Aug., gilt dem Kandel, neben dem Belgen wohl der ſchönſte Schwarzwaldberg. Nach einer angemeſſenen Raſt im Kandelhaus erfolgt der Abſtieg nach Waldkirch, wo um.36 nachm. die Heimreiſe angetreten wird. Ankunft in Mann⸗ heim.37 Uhr abends. Wer auch nur einigermaßen gut zu Fuß iſt und wer Sinn und Liebe für die unermeßlichen Schönheiten einer ſtillen Hochgebirgsnatur beſitzt, ſollte es nicht verabſäumen, an dieſer großartigen Wanderung teil⸗ zunehmen. Anmeldungen ſind an Herrn Ferd. Rehfus, B 1, 6, woſelbſt auch Programme für die Tour erhältlich ſind, bis ſpäteſtens 30. Juli einzureichen. Spätere Anmel⸗ dungen können keine Berückſichtigung mehr finden. * Vermiſchtes. «Schutz unſerem Walde! Vom Hauptvorſtand des Pfälzer⸗ waldvereins werden wir um Aufnahme folgender Zuſchrift er⸗ ſucht: Die Zeit, da der Wald wieder mehr denn ſonſt belebt und von zahlreichen Ausflüglern aufgeſucht wird, legt uns die drin⸗ gende Bitte an alle Waldbeſucher, beſonders aber unſere Mit⸗ glieder nahe: Schutzdem Wald! Es iſt ſelbſtverſtändlich und bedarf hier keines weiteren Wortes, daß Zweige, Blätter und Blüten, Anpflanzungen, Junggewächſe, Anlagen, Brunnen und Wieſen, kurz alles, was uns den Wald lieb und wert macht, von jedem gebildeten Beſucher geſchont werden muß. Dem Kinde mit gutem Beiſpiele hier voranzugehen, wird Sache des Erwachſenen ſein. Aber neben roher oder unbeabſichtigter Zerſtörung iſt es ganz beſonders auch Bequemlichkeit und Unachtſamkeit der Tou⸗ riſten, die das Waldbild oft ſtörend beeinträchtigt. Ein Touriſt, der auf Bildung Anſpruch macht, wird nicht durch Wegwerfen von Papieren und Speiſereſten auf Wegen, Bänken, an Quellen uſw. den Unwillen deſſen erregen, der nach ihm ſich der Schön⸗ heit des Waldes freuen will. Papiere wirft man in die an man⸗ chen Orten aufgeſtellten Körbe oder vergräbt ſie, Flaſchen ver⸗ ſteckt man ins Dickicht, ohne ſie zu zerſchlagen. Der Takt und einiger gute Wille wird dabei jedem den richtigen Weg ein⸗ ſchlagen laſſen. Möge jeder Waldbeſucher, vor allem aber jedes einzelne Mitglied unſeres Vereins ſich ſtets bewußt ſein, daß der Wald und ſeine Gewächſe und Anlagen als Allgemeingut anzuſehen ſind und daß jeder hier betufen iſt, durch eigenes gutes Beiſpiel und durch Belehrung im Dienſte des Gemein⸗ wohls zu wirken. * Einweihung des Maxburg⸗Ausſichtsturmes. Wenn auch am letzten Sonntag der Himmel zu der Feſtlichkeit auf dem alt⸗ berühmten Schloß ein zweifelhaftes Geſicht machte, hatte doch der Pfälzerwaldverein ſeine Getreuen zahlreich verſammelt. Ab und zu zog ein Sonnenblitz über die Landſchaft und lockte aus Neu⸗ ſtadt und den umliegenden Orten immer neue Scharen zum Feſte. Stolz flatterte von dem hohen Turme die blauweiße Fahne und Muſikfanfaren kündeten den Beginn der Feſtlichkeit. Vorerſt betrat eine junge Dame, Fräulein Tonz Metzger⸗Hambach, die mit Eichenlaub verzierte Tribüne und ſprach einen ergreifen⸗ den Prolog, deſſen ſtimmungsvolle Verſe einen Sturm von Be⸗ geiſterung auslöſten und der jungen Dame lebhafte Glückwünſche eintrugen. Hierauf erfolgte von dem Vorſtand der feſtgebenden Ortsgruppe Hambach, Franz Jungmann, die Begrüßung der Feſtgäſte. Redner brachte ſodann dem hochverehrten 1. Vorſitzen⸗ den, Oberforſtrat von Ritter, ein klingendes Waldheil. Die Feſt⸗ rede hielt ſodann der 1. Vorſitzende der Ortsgruppe Ludwigs⸗ hafen, Kederer, der die Geſchichte der Maxburg in vortreff⸗ licher Ausführung ſchilderte. Heute ſtehen wir auf der Maxburg vor einen neuen Beweis der Liebe des Pfalzgrafen zu ſeinem Stammlande. Auf Anordnung des Prinzregenten iſt der alte Turm der Burg mit einem Koſtenaufwand von 3700 M. wieder aufgebaut und zugänglich gemacht worden, wodurch die herrliche Fernſicht nach Norden erſchloſſen wurde. Redner ſchloß ſeine Ausführungen mit einem Hoch auf den Prinzregenten, an den folgendes Huldigungstelegramm abgeſandt wurde: An Se. Kgl. Hoheit den Prinzregenten Luitpold, München. Durch Eurer Königlichen Hoheit Allergnädigſte Zuwendung iſt es ermöglicht worden, den Hauptturm der Maxburg zu einem hervorragenden Ausſichtspunkte im Pfälzerwald zu machen. Die zur Weihefeier heute in großer Zahl auf der Maxburg verſammelten Mitglieder des Pfälzerwaldvereins haben ſoeben ihrem geliebten Pfalz⸗ grafen ein begeiſtertes Hoch ausgebracht und erlauben ſich Eure Kgl. Hoh. in treudankender Verehrung zu bitten, dem Verein auch ferner Allergnädigſte Förderung huldvollſt angedeihen zu laſſen. Der Pfälzerwaldverein. gez. Kgl. Oberforſtrat v. Ritter (Speyer), Vorſitzender.“ Abgeſehen von gelegentlichen Regen⸗ ſchauern verlief die Feſtlikeit ſehr anregend und ſchön. 4 8. Seite. Mannheim. den 25. Juli. Heidelberg Stadthalle mit Tages-Restaurant. Sehenswürdigkeit. Imposanter Bau mit Ferrassen, am Neckar gelegen, inmitte der Stadt. Haltestelle der Strassenbahn: Bienenstrasse. Vornehm ausgestattetes Restaurant. Diners 12—2 Uhr zu Mk..50 u. höher, Vorzügl. Abendplatte. künchner u. einheim Biere. Ausgepr. Weine. Inh. H. Höhn.[688e Heidelberg Hotel-Restaur. Tannhäuser Beim Hauptbahnhof und Hauptpost gelegen. Gutbürgl. Haus. Besuchtes Wein- u, Bierrestaurant(Ausschank v. hies. Schrödl- bräu u. Münchner Bier), schatt. Garten, gr. Säle für Gesellsch. 650 Beitzer: Aug. Weniger. Rohrbaeh! Casfhaus U. Pension„Künler Crund“ in herrl. Tale am Walde gelegen. Garten, Saal, Milchkuranstalt u, Restauration. Zimmer mit u. ohne Pension, Für Gesellschaften, Familien u. Sommerfrischler best. Landaufenth. Johs. Kaltschmidt. Dei Heidelberg( Bahnhof8 Min. Rohrbach Frzelt) Hauptefr, 2 Min. v. d. Elektr Gasthaus„zum Rothen Oehsen“ Altbekanntes bürgerl. Haus. Grosser Saal u. Garten. Bester Auf- enthaltsort für Vereine u. Einzeltouristen.[664el Johs. Hoffmann. Legelhausen 5elierbach Gäsff.„zum Ochsen“ dir. a, d. Fähre Bahnhof Schlierbach. Schöne Gartenwirtschaft für 0. 600 Personen, mit herrlichem Panerama ins Neckarthal u. Aus- sicht a, d. Berggipfel Königstuhl u. Michelsturm. Eig. Metzgerei, selbstgez. Weine, gutes Bier, Bes.: Ad. Reinhard Wwò. 6570 schönsterFrühjahrs-u. Sommer- aufenthalt, direkt am Walde 9— Verpflegung. Prospekt durch =Verschönerungsvereln. 2 Neu eröffnet. Wiesloch. Telephon Nr. 25. 2 Hotel-Rastaurant Zähringer Hof“ 2 und Café: 5 Etabl. I. Ranges.— Haltest, d. elektr. Bahn Heidelberg-Wiesloch in nüchster Nähe.— Hochmod. Res taurations- u Gesellschaftsräume, part. u. I. Stock.— Separ. Speisesaal.— Billardzimmer.— Grosser Festsaal m. Bühne ca. 800 Pers. fass.— Kegel bahn.—. Zentralheizg. Gas- U. elekt. Licht.— Aussch. von Moninger Kaiserbier u. Pschorr- Bräu.— Gute Küche.— Vorzügl. Weine. 7 Bes.; Ferdinand Mühl. (Joadnwala) N Hotel Odenwald 1. und grösstes Hotel am Platre. Volle Fension von.50 bis 5S.— Elektr. Licht, Schöne Süle, la. EKüche, ff. Biere, Reine Weine Prosp. d. Bes. A. Vogel Tel. 9 — er Route Heldelberg-Darmstadt. 4355 Tuftkurort Waldkatzenbach. Gasthaus und Penslon„zum Katzenbuckel“ 300 m. U, d. M. 1½ St. von Eberbach, 1 8t. von Gaimühle, 1½ St. von Zwingenberg. Weltberühmter Aussichtspunkt. Gr. Lokale f. Vereine, Gesellsch, ete. Gut bürg. Haus. Mäss. Pens. Gartenwirtsch. u. Kegelbahn. Bäder im Hause.[701el Bes.: Karl Frauenschuh. Station Bensheim d. (ZBergstrasse estauration lenges,Weinheim vis--Vvis dem Hauptbahnhof. 631 Schöne Lokale, grosser schatt, Garten. Bier hell u. dunkel, selbstgekelt. Weine. Bürgerliche Küche. Bes.: Menges. General⸗Anzeiger.(Abendblatt.) Das ganze Jahr geöffnet. 20 Minuten vom Konversationshause. Geschützte Lage, direkt im Falde. Tel. 128. Elektr. Licht. 40 Zimmer mit 60 Betten.(622) Bes.: F. J. Fröhlich. BADEN-BADEN 596 „Holland-Hotel“ Wonnungen u. elnz. Zimmer mit Privathad u. Tollette. Wrosser Park. Auto-Garage. Baden-Baden aegrtae Zum Korbmaftkelsenhof Würiibg. Schmarzwall 2 Freudenstadt Fennen. Murgthäler Hof vis--vis vom Stadtbahnhof. Gut bürgerl. Haus. Schöne Frem- denzimmer. Pension von.— Mk. an.(616] Friedr. Weber. Freutenstadt Brauerelu.Gasthof,,Drei König', encs Min. vom Stadtbahnhofe. Gut bürgerl. Häus Fremdenzimmer. Grosser Gesellschaftssaal. Selbstgez Weine. Pens v. Mk. 4— an. Fuhrw. 1- u.-Spänn. Tel.39. W. Flnkbeiner,[618 ( Scehwweiꝛ 0 Kurhaus„Schirmhof“ BgaGdlSem.-Bacdlem. 595 (mit 3 Dependancen). Direkt am Walde, prachtvolbgelegen. Grosse Parkanlagen. Elektr. Licht. Equipagen. Penslon. Mässige Prelss. Besitzer: Hermann Zabler. Schwarzwald. 22 Kurhötel Friedrichshöhe Serechenn Station Achern. Modern eingerichtetes Haus, idyllische Lage, direkt am Hoch- tannenwald. Gepflegte Promenaden, herrliche Ausflüge. Kalte und warme Bäder, Duschen, Dampf-, Fichtennadel- u. Soolbäder. Pension xon.50 Mk. an bis 15. Juli u. vom Sept. ab Preisermäss Vorzügl Verpfleg. Näh. Ausk. erteilt die Direktion.(4413 LL* Kurhokel Hictoria Höhen⸗Kurort 4521 1000 m ü. d. Meere Stat. Triberg, bad. Schwarzwald in ſchönfter, geſchützter Sage am Waldrand. Modernſter Komfort. Teraſſen. uerſtellte geräumige Empfaugshalle. Table'hote an kleinen Tiſchen. Penſion. Proſp. bereitw. HK. Hetterer. 2 Post Bühlerthal, bad. Schwarzw. 700 m. l. M. 10 41 0 NAI Kurhaus mitt. i. Walde; herrl. Auss., ruh, * fein. Familienh., Ia. Verpfleg. erstkl. Bäder Lyttbad; Tennis; erprab. f. Heufleber-Leidende. Pens. inkl. Zimmer v. 6 Mk. an. Bes. A. Nassoy-Kump aus Mannheim. 600 J LEUERINTGEN oh BIEIL Berner Juupa urhaus z. 3 Tannen Bestbekannter renommierter Gasthof. Grosse Waldungen Draht-⸗ seilbahn. Feine Küche, Prospectus.[678e] C. Kluser, Besitzer. F Artk-Coldau Hotel und Pension„Rössli“, am Rigiwege. Ruhige Lage. Schöne 3; Aussicht auf Zugersee, Rigi, Myten, Rossberg ete. 3 Verproviantierung f. Rigibesteiger. Fassbind-Schindler * Brunnen. Pesszan“„Zum weissen Nössli“ v. d. Geschäktswelt u. Touristen bevorz. Haus, Pens. m Z,—7 fr. 641e ( Seebader 2 Dr. Ide's Nordses-Sanaforium Amrum-Noehel für Exwachsene und Kinder. Zentralheizung u. Beleuchtung. Das ganze Jahr besucht. IIlustr. Prospekte auf Wunsch. 626 1 schönsten Nordseebade vers. ums. u. postirei Direktor Diedrieh Becker Esens(Ostirieslan Kurhaus Schindelpeter Get Sensuerag Bad. Schwarzwald 5 in der Nähe der vielbesuchten Gertelbachfälle. renomm. Haus. Forellen zu jeder Tageszeit. Eleg. Fremden- zimmer. Hübscher Saal für Vereine 55 Pension 990— an. Roeelle Bedienung. Mässige Proise. A. Schindler, Telephon 126. 611 2 8 Im Schwarzwald. Schönmünzach d oberen Murgtales atel u. Penson Waldhorn ff esz-rengegben ae u. Das Helm für Sommerffischler fluss gelegen. Civile Preise. 4336 Prospekte von beid. Etabl. d. d. Eigent. G. Scherer. Staufen i. Brei aufen i. Breisgau Nebenbahn Krozingen-Staufen. I gesch. Lage am Fusse des Schlossberges u. am Eing. d. Münstertales reiz. gelegen. HMlimat. Luftkurort.sommerfrische. Traubenkur, feine Weinmarken. Vorzügl. Hotels u. Restaurants. Herrl. Wald- spaziergänge. Schwimmbad u, warme Büäder. Elektr. Licht und Wasserleitung. Täglich Post- u. Automobilverkehr ins Münster- tal(bis zum e Auskunft und Führer von Staufen u. Umgeb. durch den Verkehrsverein Stauten, 679 Nornberg Pat Fension doll. Mübe (Sad. Schwarzwald) MHauptstrasse 340, es: Volle Pension zu M..50 bis 4 M. p. Tag. Schöne Zimmer, gute Küche. Herrliche Lage. Nöhe des Waldes. Auskunft bereitwilligst. Itiseelhimalt-öt: Vorzügl. geleitetes Haus I. Stat, der Höllentalbahn Rang. i. ore Lage a. See, 3 Min. v. Bahnh. Hohe luftige Fremdenz., eleg. Säle, ge- deckte Voranda, gr. Garten- u. Parkanl., schatt. Terrasse m. herrl. Auss. a. See u. Gebirge; Lawn-Tennis. Elek tr. Licht. Gon- delfahrfen. Fischerei; Bäder im See und Hause. Tel. Neustadt i. Soh. 8. Bens. z. mäss. Preis. Prosp. Franz Jaeger, Eigentümex. 4247 Billige Sommerfrische + 7 4 an der Restauratlon, Hotel 75— und Penslon zum Kkühlen Qrund 8 (Fernsprecher No.). Anerkannt schöner Ausflugspunkt für Touristen u. grössere Gesellschaften u. wegen der idyll. Lage u. guten Verpflegung zum Sommeraufenthalt besonders bevorzugt. Prospekte gratis und franko. Phſlipp 6üörisch. *— d 2 [Schriesheim ssua Schönster Ausflugspunkt. Mildes Klima, zum längeren Aufenthalt für Erholungs- bedürftige zu jeder Jahreszeit sehr geeignet. Hotel u. Pension„Zum udwigstal“ Altrenommiertes Haus mit neuerbauter Dependance, prachtvolle Lage, mitten in Laub- u. Tannenwaldungen, Tuhig, geschützt u. staubfrei. Neuzeitlich eingerichtet. Grosser luftiger Speisesaal, auch für Vereine, Gesell- sehaften und Hochzeiten. Grosse Terasse. Garten- anlagen. Schönes Wiesental mit Forellenweiher. Eigene Foxellenzucht.— Selbstgezogene reine Weine, vorzügl. Küche.— Aufmerksame Bedienung.— 601 Obdephon Nr.8. Wuhelm Krämer, Bealtaer. (Jalsccher Schwarzwald.-) Dadlel-Aalen. Ite Post be und is. Küche. Renddez- Augustin.-Bräu, reine Weine equis.. vous- Platz der Towristen und Ausffügler, 624 A, Eimmermann, Eigentümer. I I heinpfalz und Rhein[O Bad Dürkheim. Hötel und Restaurant bafé Schüpple. 2 Min. v. Bahnhofe geg. den Kurgarten.— Pension.— Säle für Gesellschaften und Vereine.— Exquisite Küche, neu eingerichtete Fremdenzimmer,. Nur prima Naturweine. Hell Exportbier Silbernagel; dunkel Export aus der kgl. Staatsbrauerei Weihen⸗ stephan.— Altrenommiertes Haus am Platze. 643 Teleph. Nr. 28. Besitzer: L. Scheurich. Empfehle besonders verehrlichen Herrschaften und Kutscherei- Besitzern auch meine neue schön gebaute Stallung. Kurnaus Wesfenhöfer Bergzabern(Pfalz) Schönste Lage zwischen Vogesen und Wasgenwald. Für titl. Vereine und Touristen grosser Gartensaal. 4269 Prospekte duroh den Besitzer: B. Westenhöfer. Tel. 1 71 12 (Sdnatonum Beigzaberm ffach en. Für Kuren das ganze Jahr geöffnet. Modernste Einrichtungen. In gesündester, geschützter Wald- und Gebirgslage. Sachgemässe Behandlung aller hellbaren Krankheitsformen. Angenshmer Autenthaſt auch für nichtkranke Personen. Bel Jahresaufnahme Preisermüssigung. Also: Heim für Alle. Niheres dunch Prespekte. 590% Dr. Besserd. Hoxdseebud Langeoog ). 1601 Prospekie frol durch die Kurdirektion. Koklensaure-Thermal-Sool-Sprutelbädet, ccde natc Wärme.— 25 Mineralguellen. Neues mediko-mechanisches Institut im ver- größerten Badehause. Röntgenkabinet. Lichtbäder, Ruheräume. odlernes Inhalatorium. Altbewährte Trinkkur bei Katarrhen der Tooftdkege u. des Magens. tcheiten u. Kheumaksmus 5 5 77 aſſn 95 Vorzüglich bei chronischem RKachenkatarrh und Erkrankungen der Atmungs-Organe.— Quellen No. 1. 4, 6 und 18 bei chronischen Magen- und Parmkatarrhen. Wasgerversand u. Broschüren.d. Brunnenverwaltung G. m. b. H. A 1527 So leicht sehr solid und billig sind die 75956 Reisekoffer . Bäronklab, E 3, 7 K — Grosse Auswahl zu billigsten Preisen von Lederwaren, Taschen Necessaire, Rucksäcken U. Aluminium-Feldflaschen Reparaturen promt u. billig. 7 SAnss TSweis Grüne Marken. Cuft- und Höhenkurort im Sckwarzwald. Fuss- und Fahrwegen. mitteln der Gegenwart. durch den Kurereln. Ausgedehnte Tannenhochwälder mit zahllosen, vorzüglich gepflegten Aeraztlich geleitete Anstalten mit allen Kur- Hotels, Pensionen und Privatwohnungen in Srosser Auswahl. Regelmässige Automobilverbindung mit den Bahn- stationen Titisee und Waldshut. Auskunft und Prospekts unentgeltlich Mosbach⸗Mudau. Die Zahl derjenigen dürfte nicht gering ſein, die ſich noch auf der Suche nach einer paſſen⸗ den Sommerfriſche befinden und es dabei nicht ſonderlich leicht haben, da der erſehnte Goldregen etwas länger, als man vermutete, auf ſich war⸗ ten läßt. Namentlich dieſen Letzteren glauben wir einen Dienſt zu erweiſen, wenn wir ſie auf eine Gegend aufmerk⸗ ſam machen, die erſt ſeit 4 Jahren dem Verkehr erſchloſſen iſt. Die von der Bahnſtrecke Mosbach⸗Mudau durchſchnit⸗ tene Gegend iſt eine der lieb⸗ lichſten des ganzen badiſchen Odenwaldes. Hier findet der Erholungsbedürftige alles, was er ſucht: Meilenweite Wälder, wild und urwüchſig oder park⸗ ähnlich gepflegt, Nadelwälder oder mächtige Eichen⸗ und Buchenbeſtände, liebliche Täler mit klaren, forellenreichen Bächen, blumige Wieſen und bienendurchſummte, blühende Haide. Auch für gute Ver⸗ pflegung iſt in faſt allen von der Bahn berührten Orten geſorgt. Namentlich die neu⸗ erbaute Penſion Münch auf luftiger Höhe über dem rei⸗ zenden Trienzbachtale erfreut ſich eines guten Rufes und einer ſtets wachſenden Frequenz. (Penſion 3,50 M. durchſchnitt⸗ lich. Darum auf Ihr alle, die Ihr noch da harret der Dinge, die da kommen ſollen— auf in den ſchönen, billigen Oden⸗ wald! Internationaler Hotel⸗ führer. Im Verlag von Karl Rieſel's Reiſebureau, Berlin, Unter den Linden 61, erſcheint alljährlich der„In⸗ ternationaler Hotel⸗ führer“, ein kleines, hand⸗ liches Heftchen, welches in allen vom Verkehr berührten Plätzen, ſowie in Kur⸗ und Badeorten von ganz Europa empfehlens⸗ werte Hotels und Penſionen nennt. Eine Anzahl dieſer Hotels gewährt dem Reiſenden bei Vorweiſung dieſes Hotel⸗ führers eine Ermäßigung auf die regulären Preiſe. Der ſoeben im 22. Jahrgang er⸗ ſchienene Hotelführer— pro 1908/— enthält auch den jeden Reiſenden intereſſieren⸗ den Eiſenbahn⸗Fahrkarten⸗ und Gepäck⸗Tarif, eine Münzen⸗ und Telegrammtabelle, Kale n⸗ der u. ſw. und kann daher für jeden Vergnügungs⸗ und Geſchäftsreiſenden von großem Nutzen ſein. Der Hotelführer 1908/ iſt koſtenlos durch obengenannten Verlag zu be⸗ ziehen. oc. Vom Bodeuſee. Zur Bequemlichkeit der Reiſenden findet in der Zeit des ſtärkeren Reiſeverkehrs bei dem Schiſſs⸗ kurs 187, Friedrichshafen ab 11˙⁰ porm. Rorſchach an 12 nachm. die zoll⸗amtliche Ab⸗ fertigung des Reiſegepäcks während der Ueberfahrt auf dem Schiff ſtatt. 775 m. U. M. Hauptzateon:- Warmquelten g1—-eh mit natũrlicber, der Blut · rme des ſchl rs del Rbeumatismus und Sicht, nerven- und Sel Rückenmarkslei Nourastbenie, Ischias, zuntg finde u. Beltzluftbader, Elektrotberapie, ch 400m 0. d. M. u Mal bia 380. Septbr. Turgehrauch wäbrend des ganzen Jahreg. pferzhafm-iüdbzd. wwrlbenentr Ux.a. Bäderſtadt.S ze LAFHRurorl. 5 85„Rörpers angemess enmperetur, Wer nervenstärkend. Vommeraufenhalt ahrhundert. bewährte Heilertolge rneheneeten benn. Woild 8 lerbeggn Tauden: Badn re e en volle Be- den. Bordbmte Engpro 88 aller Art, Solgen von Verſetzungen, Prad 8l 0 guf den Sommerberg omgA cbron, gelden der Gelenkeu. Anochen- Dampf- Staupfreie Böhen zu mäßigen Preisen in zahlreichen Botels, Pensi Sutes Rurorchester. Theater. cesesdie. Jagd. Siſcherel. Spoct. Spiale. Vergnügungen lukt, pr. gänge bis ans Murgtal. anler grt. Vorzügliche, sowopl böchsten als auch gut bürgerl. Finsprüchen genügende kinterkünkt u. Privatwoh 2 Näbere guskunft, sowie„Fübrer durch Wuldvad““ gratis durch den NMarviu, and das StamftnohRnuHgHassenamt. Der relah iUustrierte Fures let cuen ia alzatttehen Burtaes sen Asdelt oee grane acbafulen. Ser 9 Firzte. 9 eeerne ee n eeeeereee eeeeeeer * * ·— * — R&X Serrte A en n nnenre eene 8 2 — Mannheim. 25. Juli. General⸗Anzeiger. (Abendolatt.) 9. Seite. Bekanntmachung. No. 3720. Die Städtiſche Sparkaſſe Mannheim hat in den 31054 nachgenannten Stadtteilen und benachbarten Orten Annahmeſtellen für Spareinlagen keingerichtet und die Verwaltung derſelben den beigeſetzten Perſonen übertragen: im Stadtteil Sindenhof: im Hauſe Meerfeldſtraße Nr. 19; Inhaber der Annahmeſtelle: Herr Kaufmaun Schwetzingerſtadt: im Hauſe Schwetzinger⸗ ſtraße Nr. 39; Inhaber der Alnahmtele Seke Mathias Merz, Inhaber eines Friſeur⸗ und Parzümerieartikel⸗Geſchäfts; Deſtliche Stadterweiterung: im Hauſe Eliſabeth⸗ ſtraße Nr. 7; Inhaber der Annahmeſtelle: Herr Kaufmann Peter Disdorn; Neckarſtadt: im Hauſe Mittelſtraße Nr. 69; Juhaber der Annahmeſtelle: Herr Kaufmann Wilhelm Huber; 5 8 Jungbuſch: im Hauſe Beilſtraße Nr. 22; In⸗ haber der Annahnkeſtelle: Herr Kaufmann Fer⸗ dinand Schotterer; 4* in der Gemeinde Sandhofen: in Kaufhauſe Bernhard Wedel! in der Nähe des Bahnbofs: Inhaber der Annahme⸗ ſtelle: Herr Kaufmann Bernhard Wedel. in der Gemeinde Wallſtadt: im Hauſe des Philipp Bühler, Tünchermeiſter; Inhaber der Annahmeſtelle: Herr Philipp Bühler. Bei dieſen Annahmeſtellen, die für das Einlegerpublikum täglich während der üblichen Geſchäftsſtunden geöffnet ſind, können Einlagen zunächſt in Beträgen bis zu 200 Mk. für eine Perſon und während einer Woche vollzogen werden. Wir empfehlen dieſe Annahmeſtellen dem Puhlikum zur regen Venützung. Mannheim, den 24. Juli 1908. Städtiſche Sparkaſſe: Schmelcher. Rheinſchiffahrt. Nachſtehende Bekanntmachung bringen wir zur Kenntnis der Schiffahrttreibenden. Mannheim, den 27. Juli 1908. Gr. Rheinbau⸗Inſpektion J..: W. Kern. Bekanntmachung für die Rheinſchiffahrt. Das 1. Lothr. Pionierbataillon Nr. 16 in Metz wird vom 5. bis 7. Auguſt 1908 bei Plittersdorf⸗Selz, am 8. Auguſt 1908 bei Steinmauern⸗Münchhauſen und am 10. und 11. Auguſt 1908 bei Au⸗Lauterburg größere Brückenſchläge und Ueberſetzübungen vornehmen. Dabei wird der Rhein mehrfach völlig über⸗ brückt werden. Für die die Brückenſtelle durchfahrenden Schiffe, Schlepp⸗ züge und Flöße iſt an den genannten Tagen beſondere Sorg⸗ falt geboten. Fünf Kilometer oberhalb der Brückenſchläge iſt von dem Pionierbataillon jeweils eine Wahrſchau aufgeſtellt, welche 11 Schiffe, Schleppzüge und Flöße benach⸗ richtigt. Dieſer Wahrſchau iſt nach 8 4 Zißffer 9 der Mheinſchiffahrts⸗Polizeiordnung Folge zu leiſten, Die Wahrſchau zeigt durch Schwenken einer blau⸗ weißen Flagge an, daß das Fahrwaſſer an der Brücken⸗ ſtelle für die Talfahrt geſperrt iſt; die Schiffe und Floße haben daraufhin mindeſtens zwel Kilometer oberhalb der Ueberbrückung vor Anker zu gehen. 5 Das Schwenken einer roten Flagge durch die Wahr⸗ erhält die Zeichen an der Brücken⸗ ſchau gibt an, daß die Talfahrt frei iſt. Die Bergſchiffahrt er ſtelle ſelbſt. Eine blan⸗weiße Flagge hier zeigt an, daß die Bergſchiffahrt geſperrt, eine weiße, daß ſie frei iſt. Die Durchfahrt durch die Durchläſſe der Ueberbrückungen darf erſt erfolgen, wenn die in§ 18 der Rheinſchiffahrts⸗ Polizeiordnung für die Schiffbrücken vorgeſchriebenen Zeichen mit rot⸗weißen Flaggen an der Brücke ſeloſt gegeben find. Karlsruhe, den 20. Juli 1808. Gr. Rheinbau⸗Inſpektion. Meythaler. 80680 Fecbonteum uen Ruebterdeumel zu koulanten Bedingungen. Prospekte stehen unentgeltlich zur Verfügung. delkrelere-A. Trenhanä.-., zu Frankfurt a. M. 447 Deſuchen Se eine wirklich reelle akad. Zuſchneidefachlehranſtalt, in welcher Sie Meiſterfachkenntniſſe für ſämtliche Art Damenbekleidung erlangen. Dann iſt Ihnen möglich, Meiſterprüfung zu be⸗ ſtehen und beſſeren Kundenkreis zu erwerben. 25629 J. Szudrowicz, N 3,15 Tel. 3552. Damenſchneidermeiſter. Syſtem geprüft von Sach⸗ und Fachverſtändigen. Zahn-Atelier Karola Ruhin neben dem Uhrengeschäft 7 8 .. des Herrn LOTTERHOS.2 Sehmerzloses Tahnziehen(ohne Narkose) mittels inſektionsverfahren Tadellos passende Gebisse. Elnrichtung. 75482ffV Mässſge Frelse. Große Merzelllraße l Neuban Webnanz,. u. 4. Stock, modern ausgeſtattet, per Oktober zu verm. Nähetes Aahrraſze gere Küche auf 1. Aug 1 leeres Schwager 75859 München, 24. Juli 1908. Statt jeder besonderen Anzeige. Am 238. Juli verschied unser lieber Sohn, Sruder und Dr. medd. ten Hirschhopn, rloren nach langem schwerem Leiden im Alter von 31 Jahren, Ernst Hirschhorn Elvira Hirschhorn geb. Meyer Oläre Fischer geb. Paul H. Hirschhorn Fischer, Major im Generalstabe. Mannheim, Metz, Die Einäscherung findet Montag, den 27. Juli, nachmittags 4 Uhr im Orematorium zu Heidelberg statt. bsste und feinste Marke, unübertroffen an leichtem Lauf. Serschled. andere Marken bllliger wie lede Concurrnz. 725 5 Grösste Auswahl Eigene Repardturwerkstatt enberg& Hegr un 3, 14 fael. 3237. Gris⸗Berſteigerung. Nr. 9885 J. Das Extrögnis an Gras(9. Schur) im vor⸗ deren und erweiterten Luiſen⸗ park wird am 31041 Dienstag, 28. Juli 1908 vormittags 10 uhr auf unſerem Bureau L 2, 9, Zimmer Nr. 19/20 öffentlich Und losweiſe verſteigert. Mannheim, 20. Juli 1908. Stäptiſches Tiefbauamt: Eiſenlohr. Vergebung von Stampfaſphaltarbeiten. Die Ausführung von zirka 1100 am Stampfäſphaltpflaſter für Herſtellung der Fahrbahnen in der Seughäusſtraß zwiſchen B 5 und B 6 u. in der Marien⸗ ſtraße zwiſchen M 2 u, N 2 ſoll öfſentlich vergeben werden. Die Zeichnungen und Bedin⸗ gungen liegen auf dem Tiefbau⸗ amt, Litra L 2, 9, zur Einſicht auf und können Angebotsfor⸗ mulare und Maſſenverzeichniſſe gegen Erſtattung der Vervielfäl⸗ ilgungskoſten von dort bezogen werden. 81652 Angebote ſind verſiegelt und mit entſprechender Auſſchrift ver⸗ ſeben dem Tiefbauamt bis zum Montag, 10. Auguſt 1908, vormittags 1i Uhr, einzulieſern, woſelbſt die Eröff⸗ nung der eingelaufenen Augebote in Gegenwart der etwa erſchie⸗ nenen Bieter ſtattfinden wird. Nach Eröffnung der Verdin⸗ gungsverhandlung eingehende Angekote werden nicht mehr angenommen. Zuſchlagsfriſt: s Wochen. Mannberm, 20, Juft 1908. Städt. Tiefbauamt: Eiſenlohr. eldrerkeh. Darlehen Jon 200-300 Ml. gegen Zins wird von füngerem Kaufmann, der ſeit längerer Zeit im hieſigen [Kraukenhauſe darniederliegt, zw. Auffſuchung eines Sanatoriums, da Heilung hier nicht zu finden iſt, gesdeht. Sohn armer Eltern, deren Stütze er war, Stelle u. Angebot vor⸗ handen, ſodaß nach Heilung Rück⸗ zahlung der Schuld in monatl. Raten erfolgen kaun. Gefl. Nach⸗ richten erbitte unter No. 63113 an die Exzebition dieſes Blattes. FFEF II. Hypothek im Betrage von 18000 b. 20000 Mk wird für einen Neubau geſ. Zimmer ſogleich zu vermieten. 3 8 zu Näheres Laden. 287091 K 1. 12, 4 Stoc“! 25187 Off. u. Nr. 25688 a. d. Exped. Anertigung und Tagex Jon e flaggen und Deler- Stoffen Aer rst .Sross chf.:Steerr Kirchen⸗Anſagen. Evangeliſch⸗proteſtantiſche Gemeinde. Sountag, den 26. Juli 1903. Trinitatiskirche. Norgens ½9 Uhr Predigt, Herr Stadtvikar Dr. Fineiſen. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadtpfarrer Achlnich Abendmahlsfeier mit Vorbereitung unmittelbar vorher. Nach⸗ mittags 2 Uhr Chriſtenlehre Herr Stadtpiarrer Achtnich. Concordienkirche. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadt⸗ pfarrer Simon. Morgens 11 Uhr Kindergottesvienſt, Herr Stadt⸗ vikar Emlein. Nachmittags 2 Uhr Chriſtenlehre, Herr Stadtpfarrer Stmon. Abends 6 Uhr Predigt, Herr Stadivikar Dr. Fineiſen. Lutherkirche. Worgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadtpfarrer Klein. Morgens 11 Uhr Chriſtenlehre, Herr Stadtpfarrer Klein. Morgens 11 Uhr Kindergottesdienſt Herr Stadtvikar Duhm. Friedenskirche, Morgens ½9 Uhr Ehriſtenlehre für Knaben Herr Stadtpfarrer Höhler. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Sladt⸗ pfarrer von Schöpfſer. Morgens 11 Uhr Ehriſtenlehre HerrStadipf. von Schöpffer und Höhler. Johanniskirche Lindenhof. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadtvikar Rolaund. Morgens 11 Uhr Kindergoltesdienſt, Herr Stadtvikar Roland. Neckarſpitze. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadtvikar Dr. Fiueiſen. Morgens 11 Uhr Kindergottesdienſt, Herr Stadt⸗ vikar Dr. Fineiſen. 75 1 Morgens ½10 Uhr Predigt, Herr Stadtvikar uhm⸗ Diaxoniſſenhauskapelle. Morgens ½11 Uhr Predigt, Herr Pfaxrer Küblewein. Iladimiſſion. Evang. Vereinshaus K( 2, J0. Sonntag, 11 Uhr: Sonntagsſchule. 3 Uhr: Allgemeine Erbauungsſtunde, Stadtmiſſtonar Eck, 5 Uhr: Jungfrauen⸗ verein(Bibel⸗ und Geſangſtunde). Montag,—5 Uhr: Frauenverein(Arbeitsſtunde). „Donnerstag, 8 Uhr: Jungfrauenverein(Arbeitsſtunde). Freitag ½9 Uhr: Probe des Geſangvereins„Zion“. Schwetzingerſtadt, Schwetzingerſtraße 124. Sonntag, nachm. 1 Uhr: Sonnkagsſchule, abends 9 Uhr: allgem. Bibelſtunde, Stadtmiſſ. Müglematter⸗ Montag, 8% Uhr: Gemiſchter Chor. Samstag, ½9 Uhr: Chriſtl. Verein junger Männer. Neckarſtadt, Gärtnerſtraße 17. Sonntag, 11 Uhr: Sonntagsſchule. Dienstag, ½9 Uhr: Allgemeine Bibelſtunde. Lliindenhof, Bellenſtraße 52. Sonntag, morgens 9 Uhr: Sonntagsſchule. reitag, ½9 Uhr: Allgemeine Bibelſtunde. n den allgemeinen Bibelſtunden der Stadtmiſſton iſt Jedermann freundlich eingeladen. Epang. Männer⸗ U. Jünglingsverein. E. J. Wochenprogramm vom 26. Jüli bis 1. Auguſt 1903. Sountag, 26. Juli. Aeltere Abteilung: Abends ½9 Uhr: Monatsverſammiung. Jugend⸗Abitilung: Nachmittags ½5 Un; Monatsverſammlung und Vortrag von Herrn Stadipikax Krapf. Montag, 27. Juil. Abends ½ Uhr: Bibelſtunde der älteren Abteilung über Eb. Joh. 5. 31—47. Herr Stadtpfarrer Achtnich. Dlenstag, 28. Jull. Abends ½9 Uhr: Turnen im Gr. Gyni⸗ naſium, abends—9 Uhr: Engliſcher Sprachkurs von Herrn Pr. 1Weder⸗Diſerens faürer-Füin Zekanntmachung. Kirchweihe betr. Am 23. 24. Auguſt d. J. findet dahier die Kirch⸗ weihe ſtatt und wird der Karuſſellplatz am Mittwoch, den 29. d. Mts. vorm. 11 Uhr an den Meiſtbietenden ver⸗ ſteigert. 80552 Zur Steigerung werden nur ſolche Bieter zugelaſſen, welche im Beſitze eines Karuſſells ſind oder beglaubigte Vollmachten von Karuſſellbeſitzern haben. Sandhofen, 17. Juli 1908. Der Gemeinderat: Herbel. Volk. Schafweide⸗Vetyachtung. Die Winterſchafweide pro 1908/09, welche auf hieſiger Gemarkung mit 200 und auf der früherenGGemarkung Schar⸗ hof mit 300 Stück befahren werden kann, wird am Miftwoch den 29. ds. Mts. vorm. 11 uhr, auf dem Rathauſe hier öffent⸗ lich verpachtet. 80553 Sandhofen, 17. Juli 1908. Der Gemeinderat: Herbel. Volk Hirschhorn 80655 2 Mittwoch, 29. Juli. Abends ½9 Uhr: Probe des Poſaunenchors. Donnerstag, 80. Julf. Abends 9 Uhr: Probe des Männer⸗ chors. Abends /9 Uhr: Spiel⸗ und Leſeabend der Jugend⸗ Abteilung. Freitag, 31. Juli. Abends ½9 Uhr: Bibelſtunde der Jugend⸗ Abteflung. Freier Text von Herrn Stadtoikat Krapf. Abends —9 Uhr engliſcher Sprachkurs von Herrn Dr. Weber⸗Diſereus. Saimstag, 1. Auguſt. Abds. 9 Uhr: Gebetsvereinigung in Us, 28. Jeder chriſtlich geſiunte Maun und Jüngling iſt zum Beſuch der Verſammlungen herzlich eingeladen. Nähere Auskuuft erteilen der 1. Vorſitzende, Bauführer Klos, Eliſabelhſtr. 3. Der 2⸗ Vor⸗ ſitzende, Stadtvikar Krapf, F 2, da. Evang.⸗lutheriſcher Gottesdienſt. Diakoniſſenhauskapelle, F 7, 29. Sonntag, den 26. Juli 1908(6. Sonntag n. Trinitalis) nachm. 5 Uhr Predigt, Herr Pfarrer Greiner aus Rothenberg. Evangel. Gemeinſchaft. P 6, 5, Hof, 1 Fr. Sonntag, den 26. Juli, vormittags ¾10 Uhr Gottesdienſt vorm, 11 Uhr Sonntagsſchule; nachmittags ½4 Uhr Predigt nachmittags 5 Uhr Jugendverein. Donnerstag, den 30. Juli, abends 1 Uhr Bibelſtunde Freitag, 31.Juli, abds. ½9 Uhr, Singſiunde d. Geſang⸗Vereins. Neckarvorſtadt, Lortzingſtr. 20. Hof. Sonnfag, den 28. Juli, vormittags 12 Uhr Goltesdlenſt vorm. 11 Uhr Sonntagsſchule; abends 8 U r Predigt. Mitiwoch, den 29. Jult, abends ½9 Uhr Bibelſtunde. Jedermann iſt herzlich willkommen. Eben⸗Ezer⸗Rapelle, Augartenſtraße 26. (Methodiſten⸗Gemeinde). Sonntag. Vormittags ½10 Uhr Gottesdienſt. Nachm ½2 Uhr Kindergottesdienſt. Nachmittags ½4 Uhr Predigt Dienstag. Abends ½9 Uhr Bibel⸗ und Gebetſtunde. Freitag. Abends ½9 Uhr Jünglings⸗ u. Männerverein. Jedermann iſt freundlichſt eingeladen. Flau⸗Areuz⸗Jerein(E..), Schwehiugerſtraße 124. Donnerstag, 30. Juli, abends 8˙½ Uhr: Vereinsver⸗ ſammlung für jedermann. Katholiſche Gemeinde. Jeſuitenkirche. Sonntag, 26. Juli. Feſt des ſel. Bernhard Margraf von Baden. 6 Uhr Frühmeſſe. 7 Uhr heil. Meſſe. 8 Uhr Militärgottesdienſt mit Predigt. 10 Uhr Feſt⸗Prebigt und lev. Hochamt mit Te⸗Deum und Segen. Uhr heil. Meſſe mit Predigt. 2 Uhr Chriſtenlehre. 78 Uhr Vesper. Uuntere kath. Pfarxei. Sonntag, 26. Juli. Feſt des ſel. Markgrafen Bernhard von Baden. 6 Uhr Frühmeſſe. 7 Uhr heil. Mieſſe. 8 Uhr Singmeſſe m. Predigt. 10 Uhr Predigt und lev. Hochamt mit Sehen u. Te⸗Deum. I11 Uhr hl. Meſſe mit Predigt. ¼2 Uhr Chriſtenlehre für die Jüng⸗ linge. 3 Uhr Andacht zur hl. Familie. Kathol, Bürgerhoſpital. Sonntag, 26. Juli. 9 Uhr Amt mit Predigt und Segen. 4 Uhr Verſammlung des 3. Ordens des hl. Franziskus mit Vortrag und Aufnahme. Herz⸗Jeſu⸗Kirche, Neckarſtadt. Sonntag, 26. Juli 6 Uhr Fruͤhmeſſe und Beichtgelegenheit. 8 Uhr Singmeſſe mit Predigt. ½10 Uhr Felbedigt und lev. Hochamt. 11 Uhr Kindergottesdienſt m. Predigt. 2 Uhr Chriſtenlehre für die Jünglinge. ½3 Uhr Vesper. Wohlgelegen. Sonntag, 26. Juli. 8 Uhr hl. Meſſe mit Predigt. Hl. Geiſt⸗Kirche. Sonntag, 26. Juli. Feſt des ſel. Markgraf Bernhard von Baden. 6 Uhr Frühmeſſe. Beicht. 7 Uhr hl. Meſſe. 8 Uhr Singmeſſe mit Homilie. 10 Uhr Feſtpredigt, levit. Hochamt vor ausgeſ. Allerheiligſten mit De⸗Deum u. Segen. 11 Uhr hl. Meſſe mit Predigt. Nach⸗ mittags 2 Uhr Chriſtenlehre. 8 Uhr Vesper, anſchließend Aloiſiusandacht. Licbfrauenkirche. Sonntag, 26. Juli. 6 Uhr Beicht⸗ gelegenheit.„7Uhr Frühmeſſe; Generaltommunion der Männer⸗ kongregation. 8 Uhr Singmeſſe mit Predigt, Generalkom⸗ munion der chriſtenlehrpflichtigen Jünglinge und der Jüng⸗ lingskongregation. ½10 Uhr Feſtgottesdienſt anläßlich des 450. Todeskages des ſel. Bernhard von Baden mit Predigt und levitiertem Hochamt vor ausgeſetztem Allerheiligſten. 11 Uhr hl. Meſſe mit Predigt. 2 Uhr Chriſtenlehre. 3 Uhr Vesper. 4 Uhr Verſammlung der Jungfrauenkongregation. 525 Uhr Verſammlung des Dienſtboten⸗Vereins im Alphons⸗ haus. 7 Uhr feierliche Aufnahme in die Jünglings⸗ und Männerkongregation mit Feſtpredigt und Segen. St. Joſefskirche, Lindenhof. Sonntag, 26. Juli. Feſt des ſel. Markgrafen Bernhard von Baden. 6 Uhr Beicht. 7½7 Uhr Frühmeſſe. 8 Uhr Singmeſſe mit Predigt. 7610 Uhr eſt⸗Predigt, Hochamt mit Te⸗Deum und Segen. 72 Uhr hriſtenlehre. 2 Uhr Vesper. Alt⸗Katholiſche Gemeinde. Sonntag, den 26. Juli 1908. Alula der Friedrichsſchule(U 2)— Eingang vom Ring aus. Morgeus 10 Uhr: Deutſches Amt mit Predigt, Herr Stadt⸗ pfarrer Chriſtian. 11½ Uhr: Chriſtenlehre. Schloßkirche. Der Gottesdienſt fällt aus. 3 c l006500 Ueii General⸗Anuzeiger.(Abendblatt.) Mannheim, 25. Julftf. Huntes Feuflleion. — Prähtiſtoriſche Badeorte. Die bielen, die ſich in dieſen n zur Erholung oder zur Wiederherſtellung der Geſundheit Badeort begeben, folgen damit einer Sitte, die ſich durch Jahrhunderte hinaufführen läßt bis in prähiſtoriſche Zeiten. 1 daß der prähiſtoriſche Menſch die Heilkraft der Bäder gekannt und auch ausgenutzt hat, iſt durch eine Anzahl Funde bewieſen, die man in dem an Heilquellen ſo reichen Frankreich gemacht hat. 0 In Néris, das im Altertum eine richtige Stadt war, die nicht nur r von bedeutendem Umfange, ſondern auch Acquädukte, Tempel, ſte, Kaſernen in ſolcher Fülle beſaß, daß ihre Ruinen noch bis 18. Jahrhundert die Steine zum Bau von Montlucgon lie⸗ „hat man eine Menge von bearbeiteten Feuerſteinen ganz ähe der Quellen gefunden, die den Schluß nahelegen, daß dieſes Leiden Linderung bringen. Aber auch in anderen franzöſiſchen Badeorten ſind die Spuren des prähiſtori⸗ ſchen Menſchen aufgefunden; ſeine Feuerſteine beweiſen, daß er Vichy gekannt hat, ebenſo Bourbon⸗ Archambault, Bourbon⸗Lanch, Saint⸗Honoré und Bourbonne, wo unter römiſchen Amnlagen ein ganzer Haufen prähiſtor r Werkzeuge gefunden wurde. Zweifel⸗ Ios hat er auch andere Heilquellen gekannt, wenngleich die Berveiſe nicht ans Licht gebracht ſind. Auch die Gallier haben in r Zeit viele der noch heute beſuchten Bäder bemitzt. In einer intereſſanten Arbeit, die Dr. Paul Rodet ſoeben über den Kult der Heilquellen in galliſch⸗römiſcher Zeit veröffentlicht, ſind die zahlreichen epigraphiſchen Funde, die uns darüber belehren, zuſammengeſtellt. Wie die Gallier die ganze Welt mit Gottheiten bevöllerten, für die Berge, die Gewäſſer, die Bäume beſtimmte Götter beſaßen, ſo hatten ſie auch eine beſtimmte Gottheit für die Heilquellen, Borvo, vom keltiſchen Berw(= ſtedend), die in einer noch heute an ſie erinnern. Eine weibliche Gottheift der Bäder gab es gleichfalls, und ſchließlich hatten noch verſchiedene Badeorte ihre Lokalgötter, deren Namen auf Inſchriften erhalten iſt. Eine Bade⸗ kur war in jener Zeit zugleich eine religiöſe Handlung; man rief eine Gottheit an, während man ihre Heilquelle benutzte. Um ſie gnädig zu ſtimmen, richtete man Inſchriften an ſie und brachte ihr Opfer dar, Tiere, Votivgaben, Geldſtücke und Weihbilder, die man in die Quelle warf, auch Abbildungen der erkrankten Organe, die oft von weitgehendem Naturalismus waren. Als die Römer dann das Land eroberten, entwickelten ſie dieſe Anfänge des Badelebens au höchſtem Luxus; die Badeorte waren für ſie genau ſo wie heute nicht nur eine Stätte, an der ſie Heilung ſuchten, ſondern auch Vergnügungsorte mit bedeutenden Gaſthöfen und oft auch Theatern. — Neuartige Verlobungsanzeigen. Um wieder einmal etwas Neues herauszuſtecken, geben die Amerikaner gewiſſer Kreiſe Ver⸗ lobungen in der Familie nicht mehr offiziell durch Karten bekannt, ſondern ſie machen ein kleines Geheimnis daraus und überlaſſen alles andere dem Zufall, der ſich allerdings auch pünktlich einſtellt. Die Mutter der Braut ladet zu einem Gabelfrühſtück ein. Man ſchmauſt und ſcherzt wie ſonſt bei ſolchen Lunchs, bis plötzlich in Blumen verſteckt, in Gläſer graviert, unter dem Teller verborgen oder ſonſtwie jemand zwei verſchlungene Monogramme bemerkt, die Namen von Braut und Bräutigam. Die Sache fällt auf, man munkelt, man ſpricht, man weiß, man gratuliert. Muß das ein großartiger Spaß ſein! — Das unſymmetriſche Geſicht. Daß die ungleichmäßige Aus⸗ bildung der beiden Hälften im menſchlichen Geſicht nicht, wie Lom⸗ broſo behauptet hat, ein Zeichen der zunehmenden Entartung des Menſchengeſchlechts, ſondern ein durchaus normales, charakteri⸗ ſtiſches Kennzeichen darſtellt, hat Dr. R. Liebreich in Paris durch Unterſuchungen an Tauſenden von Schädeln aller Zeiten und aller Raſſen feſtgeſtellt. Die Schädel der ägyptiſchen Mumien, der japa⸗ iſche Typus, die afrikaniſche Raſſe, ſie alle zeigen, wie einem Bericht der Umſchau zu entnehmen iſt, die gleichen Merkmale der Geſichts⸗ von Orten verehrt wurde, deren Namen(3. B. Bourbonne) aſymmetrie; ſelbſt an antiken Bildwerken, wie z. B. der Büſte des Nehmen Sle elne 0 Ein Kaffeeversuc„ Probe des diliigsten 85„Coſſeinfreien Kaſſees as, zu.20 Mx. das Pfund und eine glefchgrossè eines be- lebigen anderen Kaſſees in gleicher Preislage, Sprechen Sie mitf lbrem Herrn Gemalu vorher nicht darhber und lassen Sie ihn Lersuchen, welches der Woblschmeckendere ist. Kaufen Sie dann diesen stets. So oſt das Experiment gemacht wird, so oft fallt es zuügunsten dee Coffelnfreien Kaſſees aus! Der Coſfeſin; frele Kaſſee Hag tSehntamatke Rettunggring) ist in verschiossenem ½ FPfund-Paketen in allen besseren Geschäſten zu haben. Er wird unter ständiger Kontrolle des chemischen Laboratoriums Fresenins- Wiesbaden hergestellt von der Kaffee-Handels ·Aktien- Sesellschaft Bremen und ist der einzige Kaffee, der von Nervösen, Herz- und Nierenleidenden, Blatarmen ste.(adellos vertragen wird und Hessische Landes-Ausstellung für frele und angewandte Kunst Täglich geöffnef von morgens 9 bis abends 11 Uhr. Konzerte um 4 und 8 Uhr. Eintrittspreise: Bis zum Schluss der Ausstellungsgebäude abends 7½ Uhr 1 Mk. Zu den Abendkonzerten 50 Pfg. DARMSTADT 1908. Katſers Glaudius, iſt dies beobachtet. nach hinten gebogen iſt; daraus hi n der FJorm und Lage der Ränder beider Augenhöhlen. Ferner iſt der obere Kinnbacken nach rechts verſchoben, während der links eine Aboplattung beſitzt. Dieſe Aſymmetrie, die in 97 Prozent der Fälle beobachtet wurde, die aber bei Lebenden durch Haut, Fett und Mus⸗ keln einigermaßen verdeckt und modifiziert wird, wird von Liebreich durch den Druck erklärt, den das Becken der Mutter während des letzten Abſchnittes des Embryonallebens auf die Wange des Fötus ausübt. Akriangesellschaft für Eisen- U. Eronzegfekerel vorm. Sarl Flink„Emerikanersfraßze Telephon 208 u. 1822 liekert für Kunsf-⸗ und Kunsfgewerbe Srabschmuck und Hrchitektur Hschenurnen in echter Bronze und reicher Huswahl. 5 7859 7418 Dr. NMellinghoff's Limonade-Sirup-Essenzen Zur Selbstbereitung von Limonade-Sirupen, als: Ananas-, Zſtronen-, Erdbeer-, Himbeer-, Rad- fahrer-; Waldmeister- und Lemon- Squash In Originalflaschen à 75 Pf. Eezept zu 4 Pfd. Limonade-Sirup: Man löse 2½ Pfd. Zucker in ¼ Utr. kochendem Wasser und füge 1 Flasche Limonade-Essenz hinzu. Die aus unseren Essenz en bereiteten Limonaden 7549 kaine Schlaſlosigkeit erzeugt. Fragen Sie den Arzti Prüſen Sie selbst! Lassen Sie sich davon nicht abhaltan durch Vexkünſer, dle ihn udab miabt ſühren! ruck verboten) 75091 a. Haardt, Ausstellungshelſen am Zoologischen Garten Aufbew Landſtuhl, Bamberg. Worms, Lampertheim, zur Verzinſung auf kägliche oder längere Kündigun An⸗ und Verkauf von Deviſen und Discontierung von Wechſeln. Aus u, Verkauf von Wertpapieren an der Mannheimer und allen Börſen. ahrung und Verwaltung von Wertpapieren ꝛc, in feuer⸗ und d Pfälzische Bank, Mannheim. Aktien⸗Kapital: Mark 50 Milionen.— Reſerven: Mark 9 Millionen. Hauptſttz: Ludwigshafen a. Ah. Riederlaffungen in München, Frankfurt a.., Nüruberg. Kaiſerslautern, Zweibrücken, Homburg(Pfalz), Pirmaſens, Speyer, Neuſtadt Frankenthal, Landan, Alzey, Dürkheim, Grünſtadt, Donaueſchingen, Oſthofen, Bensheim. Eröffnung laufender Rechnungen mit und ohne Kreditgewährung. Beleihung von W Eröffnung provi apieren und Waren. utsfreier Scheckrechnungen und Annahme von Bareinleagen Gewölben mit Safes- Sinrichtu Coupons und D ſuszahlungen, ng. neaſſo von Wechſeln zu äußerſt niedrigen Speſenſätzen. Feutglung 105 kwibendenſchelne. Traſſierungen, Verſicherung verlosbarer Wer Verloſungen. Alles zu den billigſten und conlauteſten Bedingungen. g. zu günſtigen Sätzen nach Vereinbarung. ebesſicheren Acoreditierungen, Neiſegeldbrieſe ꝛc. wapiere gegen Coursverluſt und Controlle der sind weit billiger, aber ebenso bekömmlich und wohlschmeckend wie die aus frischen Früchten hergestellten. Man achte stets auf unsere Firms, Dr. Hellinghoff 2 Cie., Bückeburg. Zu haben dort, wo auch Dr. Mellingshoff's Cognac-, RBum-, Likör⸗ und Punsch-Essenzen vorrätig sind. In Mannheim bei; Carl Frdr. Bauer, Frdr. Becker, deorg Dietz, Rich. Doppelmayr, Gebr. Ebert, Th. von Eichstedt, Franz Elügler, Rud. Heintze, P. Karb, M. Kropp Nehfl., Jak. Lichten- thäler, Louis Lochert, Ludw¾ig& Schütthelm, H. Merkle, Edm. Meurin, Carl Ul. Ruoff, Dr. Erxnst Stutzmann, Springmann's Carl Wörter. In Mannheim-Necharau: Drogerie A, Schmiti. In Rheinau bei Th. Wieland. 766 Höhere Mädehenschule MMannheim. (Lehrerinnen-Seminar). Die jungen Mädchen, die im Herbst I. J. in das neugegrün- dete Lehrerinnenseminar einzutreten beabsichtigen, haben sich 76662 1 N f dpenndkabrt fün Lentralheizungen Dampf und Warm-Wasser bestbewährter Systeme. Lüftungs- u. Trockenanlagen, Gewächshaushau Heisswassgranlagen für Bäder, Toiletten, Küchen ate. duroh Gasautomaten, Klelnkessel und Boller. Gesundheitstechnische Anlagen. Closet-, Bade- u. Hausentwässerungen. 78032 Ph. Fuchs&Priester, ngenleure 0 ScHboetzäimgerstrasse S8. EEEELEEEEEEEEELLLL EEEEEEUUULULLLULLLIIIILID Toiletteanlagen. Dienstag, 28. Juli, vormittags zwischen 9 und 11 Uhr im Geschäftszimmer des unterzeichneten Direktors— 7, 8 eine Treppe hoch— anzumelden. Bei der Anmeldung sind vorzulegen: Geburtsschein, Impf⸗ schein, letztes Schulzeugnis und ein ärztliches Zeugnis über den Gesundheitszustand. Das ärztliche Zeugnis hätte besonders die Bestätigung zu enthalten, dass die eintretende Seminaristin den gesundheitlichen Anforderungen, die ihr künftiger Beruf an sie stellt, gewachsen erscheint. Das jäbrliche Schulgeld im Seminar beträgt 180 M. wud Wird in 3 Teilbeträgen von der Stadtkasse erhoben. Die Aufnahmeprüfungen für das Seminar fndet für die nicht Jen dier hiesigen Höheren Mädebenschule kommenden Schülerinnen Montag, 2I1. September statt, Mannheim, im Juli 1908. Grossh. Direktion: Hammes. Kealanſtalt am Donltrobetg 31638. In Mannheim: Ph. Jae. Eglinger, Generalagentur des Norddeutschen Lloyd, gegenüber dem Saalbau. Fahrpläne und Hanshaltungs⸗Inffilnt Gründl. 1. Küche, Haushalt, d. prakt. u. fein. Handarb. Schen Soerkeich⸗ Densheim an der Bergſtraße. 1710 md Wiſſenſch fr. Sprachen u. Muſik. Ref. u. Proſp d. die Vorſt Frospekte der einzelnen Bäder beim Ver⸗ kehrsverein, Städt. Kaufhaus, Bogen 57. 79889 Naenfſernrg nach der elektrolytischen Methode. Einziges, von allen Aerzten verordnetes Hypothekengelder zur I. u. II. Stelle auf prima Objekte nach privater und amtlicher Schätzung zu vergeben durch 76 J. Zilles, Immobilien- u. Hypoth.-Geschäft Tol. 876. und llerr Dr. Hert Während meiner Abwesen- err Dr. Eekardt, C l, I Windeck- strasse 2 zu meiner Vertretung bereit. Dr. A. Hanser. bei Marnheim in der Pfalz. Das neue Schuljahr beginnt am 18. September. Der Eintritt in die Realſchule und in das Jugendheim erfolgt am beſten im 10. Lebensjahr na erfolgreichem Beſuch der 4 unterſten Elementarklaſſen. Vorbereitung zu den praktiſchen und techniſchen Berufsarten ſowie zum Eintritt in die 7. Klaſſe (Oberſecunda) einer Oberrealſchule und damit zu allen ſtaat⸗ lichen und privaten Berufszweigen. Die Reifezeugniſſe der Anſtalt berechtigen unter anderm zum einjährig⸗freiwilligen 4532 Damen N5, 1. Tel. 876. Verfahren. 78031 Absoluter Erfolg. Garantie. Sjähr. Praxig. Zahlreiche Dankschreiben. Feingte Referenzen. Frau Ehrler, Mannheim, 8 8, 37. Zahn-Atelier Ph. Meinhardt Schwetzingerstr. 19. Telephon 25586.ä ShDechstumdem von—868 Ah, Somnatags vomn 10—12 nr. 3 Gründlicher Unterrioht in Stenographie, Maſchinenſchreiben Buchführung u. Schönſchreiben. 0 e e hmen. Mein allseits bekannter dahres-Inventur-Ausverkauf beginnt Dienstag, 14. Juli i908 und bietet ihnen die seltene Gelegenheit sämtliche Herren-, Knaben- u. Kinder-Bekleidung zu fabelhaft billigen Preisen, wie kaum anderswo zu kaufen. Wilhelm Bergdollt H I1, 5, Breitestr. MANNHEIMH Breitsstr., H 1, 5. Seachten Sie bitte genau meine Firma und Schaufenster. finden Aufu., Hilfe u. Belehr. i. all. Füll. b. e. Heb., ſtr. Diskr. Ir. Reuter, Luxemburg, Auguſtinerſtr. 9. Dienſt im Heer und bei der Marine. Näheres im Jahres⸗ bericht und im Proſpekt durch die Direktion: 80672 Dr. E. Göbel. Dr. G. Göbel. 28881 * ———ů— „ 5 5 brm. Hethode. Auszelohnunge MNontag, 2/. Fuli guer eröffnen wir neue Kurſe. Herren dss Damen Jerhalten in kurzer Zeit eine ſchöne vormals Trautmann af. 18.) oder Ausbiwung in d. 8 4.* 22 1. 12 m. Abſchl.) Stenograſie, Maschinenschr. je M. 10— LCages⸗ u. Abd.⸗Kurſe. Proſp. grat. Einzel⸗Unterr. Aufnahme täglich. aGebruder Gander Ixi,s Breltestr. pl3.J — —3———— +————2—2— 082— —ñ— — 4* 0 2 — 11. Seite. General⸗Anzeiger.(Abendblarr.) Mannheim, 25. Juli 1908 Fuonkursverfahren Sdei Rccc— Fuonkursverlahren. Slidliſche Umlage. ee 5 Stellon find ̃ Nr. 5585. Ueber das Ver⸗ Am Mittwoch, den 29., u. dl I f ai. mögen des Kaufmanns Emil Donnerstag, den 30. Juli— Scheuck G 7, 26 in Mann⸗ 1903, nachmittags von 2 bis VBon einer hieſigen Maſchinen⸗Fabrik wird zum bal⸗ im wurde heute, nachmit⸗ d Uhr, werden im Lehrerzimmer 8 digſten Eintritt ein zuverläſſiger he 78 a, der Knabenabteilung des Schul⸗ 5 1 e, leißet Konkurs⸗ hauſes Waldhof(1. Stoch Zah⸗ 5 8 5 verfahren eröffnet. lungen an umlagen u. anderen UI Bal Iener e emet ſtädtiſchen Gefällen entgegen⸗ 5 ernannt:; e r. genommen werden. 51653 185 mit guter Handſchrift, der auch Kaſſengänge zu beſorgen Huſtav Maver hier. Staptkaſſe: hat ſtellen rann, 961. 8 Konkursforderungen ſind bis Roderer. 5 Aus führliche Offerten mit Altersaugabe Zeugniscopien zum 10. Sept. 1908 bei dem Deutſch⸗It li iſi ſind an die Expedition d. Bl. unt. Nr. 30683 zu richten. Gerichte anzumelden. E 5 Jer 9 7 5 Zugleich wurde zur Beſchluß⸗ Gülerverkehr. Gewandtes Fräulein faſſung——— die Wahl eines bffentlac Hinweis 18 8fd. 05 i iti 1 ichüng vom 15. April d. J. aus guter Familie zur e ee S wird 1 gegeben, daß der 92 Adusſchuſſes und eintretenden Schnüſateneein Kealt kertende Bedienung des Telephons 8 en] Schnittſätzen in Kraft tretende Falles über die in§ 132 der Nusnahmetarif für Steinkohlen und für leichtere ſchriftliche Arbeiten von einem hieſigen onkursordnung bezeichneten]u. f. w. von Deutſchland nach Fabrikgeſchäft baldißſt geſucht.—. Olferzen mit Zeugniskopien Gegenſtände auf 5 erſt in der zweiten Hällte welchen ich zu führen gezwungen bin, bringt immer eine Ueber- unter Nr. 80682 an die Expedition dleſes Blattes——.— Donnerstag, 20. Aug. 1908 ge be id Js. raschung nach der andern. Bekanntlich erschien vor einiger Zeit Geſ ucht vormittags 11 uhr, 25 ach in der Presge ein Aufruf, welcher sich gegen mein Unternehmen Tu verkaufen. wird für ein größeres hieſiges ſowie zur Prüfung der ange⸗ ſätze kanninzwiſchen von unſerem wandte und in welchem zum Schluss alle Photographen aufge, Nontor Lie meldeten Forderungen auf Verkehrsbureau— jedoch ohne fordert wurden, gegen mich Material zu sammeln. Unterzeichnet iano 55 2 Donnerstag, 24. Sept. 1908, Uebernahme einer Gewähr— in war dieser Aufruf vom Vorstande eines Photographenverbandes. 50 Nußbaum faſt neu lücht Kontoriſtin vormittags 11 Uhr Erfahrung gebracht werden. Mit Rücksicht auf den ungeheuren Schaden, der mir durch diesen Wegzugshalber ſehr preis, lsr 23. J f 1 werk zu verkaufen ̃j Finirt ff or dem Gr. Amtsgericht Sercenden di ei 1908. plumpen Angriff entstand, wehrte ich mich energisch gegen dieses Izu verkauſen. eseis zum ſofortigen Eintritt. Off. 5728 9 Gr. Generaldirektion 5 3, 20, 3. El Nr. 63110 die Ex⸗ FV enpöronte ittentat, Saal A, Zimmer Nr. 111, N Nf 5——55 Termin anberaumt. 13408 Zwangs⸗Verſteigerun 8 Gebrauchte Pfaffnähma ne] Wegen Heſrat d. jeß. Mädchen, Allen Perſonen, welche eine Montag, den 27. Juli 1906 Der Fall kam vor Gericht und da gab zur allgemeinen Verblüffung für Fußbetrieb zu 35 Mk. ſſcue tücht. Alleinmädchen m. gut. zur Konkursmaſſe gehörige nachmittags 2 uhr, der Herr Vorstand die Erklärung ab, dass ein derartfiger Aufruf 25911( 4, 21, 8. Stock rechts Zeugn. f Küche u. Hausarb. bet Sache in Beſitz haben oder zur werde ich i Planvlokal G 4, 5 N von ihm nie erlassen Wworden sei und demnach eine Fälschung vor- 89725 15 90 Konkursmaſſe etwas ſchuldig] un Vollſtreckungswege gegen bare f liegen muss. Unter meinen Gegnern gibt es alse selche, Wwelche—.— ind, wird aufgegeben Zahlung öffentlich verſteigern: es nicht wagen, mir offen und ehrlich entgegenzutreten, sondern es ſind, ſgegeben, nichts] Möbel verſchiedener Art l 5 Jung. Mädchen an 75 zu Mannheint 25. Jult 1908 8 vorziehen, mich aus dem Hinterhalt zu bekämpfen, dabei sogar vor für Hausarbeit bis 1. Aug. geſ. verabfolgen oder zu leiſten, Belz 63108 3 63104 Rheindammſtr. 30, 2. St. 5 auch die Verpflichtung auf⸗ Grich e elner raffinlerten Fälschung 155 5 alegt, von dem Beſige der nee Ein ordentl. Midchen geſucht Sache und von den 15 5 Zwangsberſteigerung⸗ 8 nicht zurückschrecken, den Kampf also mit Mitteln führen, deren Robert bde 82 ungen, für welche ſie aus der Mont den 27 li 1908 richtige Benennung ichjedem rechtlich denkenden Menschen über⸗ Colonial, Material⸗ u. Delikateß⸗ 8- Sache abgeſonderte Befriedig⸗ a 5 0. 8 lasse. Ich fürchte keine auch noch so tüchtige Konkurrenz und sollen um das waren, Detail u. Engros. eeg 5 ung in Anſpruch nehmen, dem werde ich in 0 4, 5, gegen erklärehiermit öffentlich, dass ich sofort andiehlesige Armenkasse kolossale Lager 85 N f Konkursverwalſer bis zum bare Zahlung im Volſſtreck⸗ aumen mit + 10. 1908 Anzeige zu be gerſeg 3000 Mark auszahle 8 den suchen. 10 machen. NRö S 8 Aelt. Fräulein(Rorddeutſche Mannheim, 23. Juli 1908. Mnhein wenn in Deutschland sowie Oesterreich-Ungarn sich einer ſinden perſett 1 5 105 bürgernhe n Der Gericht Vevichte 1 K sollte, welcher fürgelieferte Vergrösserungen bezw. vergrösserte Küche, ſehr wirtſchaftlich, ſucht Stel⸗ 10 er Gerichtsſchreiber Dingler, Gerichtsvollzieher, 3.„ 7 ü Haushalts 15 Großh. Amtsgerichts, Abt. II. Porträts ebenso viele freiwillig eingegangene Dank- und An- lung zur Führung des Hauaha 15 Fleck. 258 erkennungsschreiben vorlegen kann als jchl. Vom letzten Jahro Jevtl. Vertretung während der 9912 72 müssen die Schreiben von fünf beliebig aufeinander folgenden 177 Ene 3 Honkurs⸗Verfahren. Tagen hierausgesucht und Abschriften zwecks Nachprüfung zur———— r. Verfügung gestellt werden, wie ich das auch tun werde. Ich öch 7 8183. 8 8 Wöchentl. 9 des 20 fordere also die vielen Tausende in den genannten beiden Lündern— 5 0 Mietgesuche 15 Detke D 2, 1 hier wurde heute] etablierten Photographen und Kunstanstalten zu einem offenen und 1 1 8 15 25 nachmittags 5 Uhr, das Konkurs⸗] 8 5 55 „ e daeeee g de rüen ecge ehriichen Wettbewerd oeaneee, Frinlein as ſer Eere 755 1 Rechtsauwalt Dn. Hecht 7 ann eim F25. N heraus, um dem Publikum zu zeigen, dass die zahlreichen gegen Offerten unter Nr. 25017 an ad Käufer erhält die Expedition ds. Blattes. Konkursforderungen ſind bis e 7 AMAMWVNN mich erhobenen Angriffe nur vom blossen Geschäftsneid diktiert 63 zum 12. Auguſt 1808 dei dem sind. Ferner erkläre ich meiner Konkurrenz, dass ich gar nicht ein elegantes 5 f Gerichte anzumelden. 2 daran denke, meine Preise zum Nachteile des Publikums zu ex- Sofakissen 8 Wirtschaften. Zugleich iſt zur Beſchluß.. Seldſtänd. Geſchältsw höhen. Im Gegenteil: jetzt will ich erst recht zeigen, dass ich von e 2 aſſung über die Wahl eines de⸗ Aibe n 7 aus niemandem Forschriften darüber annehme, was ich tun oder lassen—10 Mark:: Tüchtige⸗ Pirtsleute für Verwaltere, über 15 5 aber 30 J010 1 70 1555 soll und dass ich mich ganz und gar nicht darnach richte, was 5 lautionsfähige 8 9 gut⸗ Beſtellung eines Gläubigeraus⸗ 8 meiner Konkurrenz passt oder nicht passt. Jetzt Hiefere ich, um Wee 55 ſchuſſes und eintretenden Falles Über die in§ 132 der Konkurs⸗ ordnung bezeichneten Gegenſtände ſowie zur Prüfung der angemel⸗ deten Forderungen auf Samstag, 22. Auguſt 1908, vormittags 11 Uhr vor dem Gr. Amtsgerichte Abt. 1, 1. Obergeſchoß, Saal 112, Ter⸗ min aaberaumt. Allen Perſonen, welche eine zur Konkursmaſſe gehörige Sache in Beſitz haben oder zur Kon⸗ kursmaſſe eiwas ſchuldig ſind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinſchuldner zu verabfolgen oder zu leiſten, auch die Ver⸗ pflichtung auferlegt, von dem Beſitze der Sache und von den Forderungen, für welche ſie aus der Sache abgeſonderte Befrie⸗ digung in Auſpruch nehmen, dein Konkursverwalter bis zum meinen Gegnern zu beweisen, mit wem sie es zu tun haben, zn- nächst 6 Wochen lang und Wenn esmir konveniert, ey, noch länger .tI grosses Bild umsonst der mir eine Photographie zu diesem Zwecke einsendet. Diese von der kleinen Photographie hergestellte Vergrösserung ist 38 em breit und 48 em hoch, also fast lebensgross. Wer also gern ein grösseres Bild von sich oder von Angehörigen haben will, oder wer auch blos neugierig ist, ob es mir wohl mit dem vor- stehenden Angebot ernst sei, der sende eine beliebige Photo- graphie unter Angabe seiner genauen und deutlichen Adresse ein, Keln Geld bräucht mitgesandt zu werden, auch kein Begleitbrief, nur Adresse und Bild, und ich garantlere für unbeschädigte Rück- sendung der letzteren. Will mir jemand nicht zumuten, auch das Porto für Uebersendung der Vergrösserung und Rücksendung der Photographie àus eigener Tasche zu zahlen, so steht es ihm frei, 50 Pfg. in Marken beizulegen; jch wiederhole aber die Expedition dieſes Blattes. Wirt geſucht. Brauerei Gebrüder Meyer Oggersheim. 25766 Näh. D 7, 17a, 2. St. Rieger. Dr D 5 11 Zwei Burean⸗ räume m. Hein. Magazin zu vermieten. 56334 Näh. bei Kuhn. F 3, 1. II. Läden Tatterſallſtraße Laden mit 8 Zimmern, Bad und Zubehör zu verm. 63108 Haushälterin bei gutem Einkommen nach ſchön. Platze Deutſch⸗Süd⸗ weſtafrikas. Reiſe wird ver⸗ gütet. Ev. ſpät. Heirat nicht ausgeſchl Photographielbei gratis NMSNHDHeA. D 5, 7. Launfen; UI, 6 6 Zimmer, Küche, Bad u. Zubeh. per 1. Okt. 1908 zu vermieten. Näheres 62992 Peter Löb, Baugeſchäft. Neos an jeden, Nichteonvenierung prompt zurück) erwünſcht. Gefl. Off. ſtein& Vogler,.⸗G., Mannheim. 8 unter K. 973 an Haaſen⸗ 12. Auguſt Anzei 5 5 5 810% deeee ausdrücklich, dass dies nicht Bedingung ist. Die ergrösse- Neubauten 0 4 Aund 5„Näeres Hermann Kaufmann, Mannheim, den 24. Juli 1908 Sicheres Einkommen rung wird ebenso prompt geliefert und portofrei zugesandt,„Wol bſt Hebeluraße 19. Der Gerichtsſchreiber Für gej. geſch. Maſſenariitel wenn keine Vergütung für Porto beigefügt wird. Auch sonst 5 1ah er 621 15 dde Laden 10 1 0 Großh. Amtsgerichts Abt. I. 5 ſehe e ist niemand weder vorher noch nachher zu irgend welchen per ſofort 3z. v.(Breiteſtr. zw Bakabepl 1. N Motſch. dring. längſt fühlb. geword. Be⸗ Zahlungen verpflichtet; ich gebe die Vergrösserung wWirklich äh. Burgau Rasengartstr. 20 ſoſort 1195 ſpäter zu b Anfcagen 9 9 dürfnis eukſpr. u. in der Baubr. und günzlich umsonst. Das einzige, Was ich dafür erwarte, 1+ 4 10 neu, hergerichtete unt. Nr. 25868 an die Erp. d. Bl. ergebung von Hochbau⸗ rückhaltloſe Anerkennung findet, Ist, dass die Empfünger von Bildern meine Firma gelegentlich 8 1 9 8. In feinſter arbeilen. wird tücht. Alleinvertreter für ihren Bekannten empfehlen und ihnen 5 25540 Lage ein Jaden Mannheim, ev. ganz Baden geſ. Nur wirkl. ernſtl. ſtrebſame Re zu vermieten. Offerten unter Amerfkanerſtraße 39, 1 Zim. 31 im Nr. 57480 an die Expedition Zum Umbau des früheren ö und Küche per 1. Auguſt zu v. aufrichtig sagen auf dem 199 5 90 Fan 90d Näheres 8 6, 36 61069[ds. Blattes erb 5748 a 8 ier ind=welche en Barkapital von 500 4 f 1 äheres 36. 5 8. attes erb. 0 79 8 ee ee nachweiſen können, wollen Oji. ob sie mit meinen Leistungen zufrieden sind oder nicht. Ich er- ſchöne 3⸗ den unter B. 96 F. M. an Rudolf warte also keineswegs, dass jemand meine Bilder gegen seine Alphornstr. 48 Zimmer⸗ 7 7 9 olle ie nachver⸗ Ueberzeugung lobt, nur wer es mit gutem Gewissen tun kaun, soll Wouhng. p. 1. Aug. 3. v. 25438 Mödl. Timmer. Moſſe, Mannheim, einſend.““86 amschtes Beſſer. Fräulein, evang, zeichneten Bauarbeiten nach der Verordnung des Großh. Miniſteriums der Finanzen vom 3. Januar 1907 in öffent⸗ lichem Wettbewerb vergeben gelegentlie im Freundeskreise meiue Firma empfehlen. Ausge- schlossen von diesem Angebot sind die Inhaber von Konkurrenz- geschüften, sowie deren Angehörige, Angestellte und Beauf- tragte. Ich würde unnachsichtlieh wegen Betrugs vorgehen. Angarkeaffr. 67, 5. Stock, drei A Zimmer u. Küche p. 1. Aug. zu derm. Preis 36 Mk. 25477 Bachſtraße 4 B 5 3 2. Stock, Seitenbau, 50 1 eptl. 2 Zimmer u. 63107 Küche zu vermieten. Zu erfragen parterre. werden:(80679 8 Jahr 5 9 S 5nE 5 5. 0 15 28 Jahre, Waiſe, einf. u. ſehr 2. Stock, ſchöne 3⸗Zimmer⸗ 7 5 1. u. Maurer⸗ häuslich mit ſchön. 5 Dies meimne Antwort Wohnung, Gärten. gegenüber, 6 5, 12 Wölm mi he 172 u. Vermög. wünſcht mit gebild. ſofort zu verm. Näheres part. Bad ſowie Zubehör ſofort zu links, anzuſ.—2 Uhr. 25675 Eliſabethſtr. 7 3 Tr., elegante 5 Zimmer⸗Wohn mit Bad, Speiſekam. u. Zubeh. per Oktob. evtl. auch früher zu verm. Näb. Kepplerſtr. 16 a. Cuiſenving 35 5 Zimmer, Küche, Badezim. neöſt Zubehör, per 1. Oktob. zu vermieten. Preis Mark 950.—, per Jahr. 25921 Iu wmfeten Schriesheim. 2. Schreinerarbeiten. 3. Glaſerarbeiten. 4. Tüncherarbeiten. Die Zeichnungen und das Bedingnisheft, die nicht nach auswärts verſandt werden, liegen auf unſerem Hochbau⸗ bureau, Große Merzelſtraße Nr. 7, 1. Stock rechts, wäh⸗ rend der üblichen Geſchäfts⸗ ſtunden auf, wo auch die An⸗ gebotsformulare zum Einſetzen der Einzelpreiſe erhoben werden können. Die Angebote ſind ſpäteſtens bei der öffe tlichen Verding⸗ ungsverhandlung am 5. Aug. 1908, vormittags 10 uUhr, verſchloſſen, portofrei und mit der Aufſchrift„Umbau de⸗z früheren Aufenthaltsgebäudes“ verſehen, bei uns einzureichen. Die Zuſchlagsfriſt beträgt Wochen. Mannheim, 20. Juli 1908. Gr. Bahnbauinſpektion. 2 gratis Katalog itte zu verlangen über 5 das beue Nutzge⸗ ſlügel, Bruteier, Senrgen e ſämtl. Juchtgeräte u. J. w. Ge⸗ kägelpark k. Anerbach Heſſ. 3898 Näh. Lad. 63111 5(Neubau) Ei ſchön 325 18 möbl. Zimmer auf 2 Tepp. 1. Aug. zu verm. 28929 1 2, 5, 3 Trepp., ein gut möbl. 855 Zon, in ruh Hauſe z. v. 51 P 2, 3 3 Tr., ſchön möbl. Zimmer per 1. Aug. zu vermieten. 2591¹5 (Aun Friedrichs⸗Park.) Parkring 37a 1 Treppe, gut möbl. Zim. per 1. Auguſt zu vermiet. 25919 e 28 8 Treppen links möbliertes Zimmer mit Ausſicht auf den Rhein zu vermieten. 62408 + Große—5 Zim.⸗Wohn. m. Aene Wohnung Zubehör ganz od. getelt bis] in guter Lage Zimmer 1. Oklober zu verm. Näh. d 122 77 ir eeeeeee, S e, I, Oltober preiswert zu verm⸗ * , Schriesheim. Näheres zu erfragen Hermann 5435 Kaufmann, Hebelſtk. 19. 63109 p 6, 20 2 Wohnungen p 6, 20 beſtehend aus großen, hellen Zimmerräumen, I. u. II. Etage, allererſte Lage, Ecke Heidelbergerſtr., auch als Geſchäftsräume hervorkagend greignet, ſoſort oder ſpäter zu vermieten. 80670 Wein⸗Keller und Lagerraum ebendaſelbſt zu vermieten. M. Marum. Verbindungs⸗Kanal. Telefon Nr. 51 u. 1355. vermieten. Herrn beh. Heirat bek zu werden Gefl. Zuſchriften u. Nr. 25 909 an die Exped. d. Bl. erbeten. Bitte um Uuterfützuug! Jung. Kaufmann, Sohn armer Eltern, deren ein⸗ zige Stütze er war, und ſei längerer Zeit im hie⸗ ſigen Krankenhauſe dar⸗ niederliegend, bittet edle Menſchenfreunde um Al⸗ moſen, die es ihm ermög⸗ lichen, ein Sauatorium zur Heilung ſeiner Krank⸗ heit aufzuſuchen. Gefl. Nachrichten unt. Nr. 63112 an die Expedition dieſes Blattes erbeten. an ddie Konkurremz! tteldautsche Pletro⸗hotograppische Hunstanstat Robert Mertner, Dresden- A. 3, Nr. III. Zweig-Niederlassungen in Berlin und Wien. * Meclle Baut gewährt Darlehen w. 300 M. an gegen Stcherheit raſch und diskret durch: 25915 A. Battiany, Ludwigshafen d. Rh., Wittelsbachſtr. 65. Geg. gute Zinſen u. Sicherh. ſof. 150 Pek. auf kurze Zeit geſucht. Gefl. Off. u. Geld“ Nr. 25670 an die Exped. d. Bl. Au ein neues Haus, an erſter Stelle mit nur 7500 Mk. belaſtet, wird eine 2. Hypothek für 10—12000 Mark geſucht. Off. u. Nr. 62864 an die Exped. Darlehen von Selbſtgeber gegen Lebens⸗ verſicherungsabſchluß, zinsfrei, ohne vorherige Koſen. Off. u. Nr. 60802 an die Exp. ds. Bl. Intlauien 8 Fox-Terrier entlaufen, gegen gute Belohn⸗ ung abzugeben. 63106 L. 3, 3, Laden. Abelcvet Geld gacl, un unt. Nr. 25914 an die Expedition. Exiſtenz. Die Licenz einer geſ. geſch. kon⸗ kurrenzl. Neklame⸗Reuheit iſt zu vergeben. Dieſelbe gewährt jedem eine ſorgenfreie Exiſtenz. Riſtko ausgeſchloſſen. Erforderl. Kapital 800—1200 Mk. Offerten unt. Nr. 25916 an die Expedition ds. Bl. Wer verfaßt Tiſchreden, Tiſch⸗ lieder, Gelegenheitsgedichte gegen Honorar? Offerten ünt Nr. 25885 an die Expedition d. Blattes. 12. Seite. CCC ͤͤKV Sprachen⸗Juſtitut Mackah D 1. 3 am Paradeplatz D 1, 3 Franzöſiſch, Engliſch, Spauiſch, Italieniſch, Nuſſiſch, Holländiſch. Converſatlon, Grammatik, Handels⸗Korreſpondenz. Nur tücht. Lehrkräfte betr. Natlon. Ueberſetzungen 62010 Mäßige Preiſe Beſte Referenzen ͤTTTTTTbTTTTT Kavier-Unterricht wird von einem tüchtigen und energiſchem Lehrer nach eigener Methode u. garantiertem Erſfolg erteilt. 6012³ Honorar pro Stunde M..50 Geſangunterricht„.— Anmeldungen 2, 2, 2 Tr. r. Handels-Nurse on 65070 Fine. Stock Mannheim, p1 3 Telephon 1792. 10* Ludwigshafen, Kalser WIlhelmstrasse 28, Telephon No, 909. Buchführung: einf., dopp., amerik, kaufm, Rechnen, Wechselu. Egektenkunde, Handelskerrespondensx, Kontorprazis, Stenogr., ehönschreiben, deutsch u. lateinisch, Rundachrift, KHaschinenschreiben eto. (60 Maschinen). Gründlioh, rasch u. billig. — 2 Barant. vollkommono Ausblld. Dahlreiche ehrendste Auerkennungsschreiben von titl, Persönlichkeiten als nach jeder Rlichtung »Mustelgiliges Hsbitut amin würmate empfshlen. Unemtgeltlich.Stellenvermittlung Frospektegratie u. franko. Herron- u. Damenkurse getrennt. Limschas Erſtklaſſige Firma ſucht Vertretung einer erſtklaſſigen Müßhle Südbayern. Offerten bef. — Ch.„ſübdlich 5 Donau“ Nr. 62846 an die Exped. d. Bl. WichtigtürDamenl Damen beim Einkauf von Stickereien und Festons. Ich versende an 3 Mado 8 a pelstofl. 2—* tür B ider und Nach Rock- Atlekerel Meter 30 und 10 bun 20 Pig., Wüsehebändehen 0 — 10 Meter 20 Pig x Handarbelt) Skelleck.10, Gap eleken (Handklöp eſedhes Pig Niasen- Serdreh.ppeleg en mesüiss ppelspitzen Meter 20 Pig. Muster versend. umgeh. und franko das 61840 Sticksral-Versand-Haus A. Seider, Oanzig. Zur Niederkuuft Damen diskreten Auſent⸗ bei füdd. Frauenarzt. Kein eimbericht. Man verlange Pro⸗ ſpekt unter F. D. 1000 an die Expedition des Berliner Tage⸗ Dlattes, Berlin 8. W. 7092 Huud Heisswasser Apparate liefern heißes Waſſer zu jeder Zeit und überall. vors Nähere Auskunft erteilt H. Barber Mannhelm, N 2, 9a. Großer Poſten Fahrrad- Möbel Iläntel à M. 3. Betten; Austattungen billigste Bezugsquelle Möbelhaus J 3, 10 budwig Zahn. — 83 mtliche Damen-Confeetion Linder- Lonlection im Preise ermassigt. 58 Taccler-Aan!— Mannheim, Telephon 1880 Gröõsstes Special-Haus für: Damen- u. Kin von Suü bedeutend 7 23 Gegenstand ist mit dem ermässigten Preise versehen. Genoral-Anzeiger.(Abendblatt.) Für die Reise zusammengestellt und im Preise ermässigt. J Mehrere Posten leichter u. 5 halbschwerer Kimono's Reise-Paletots, Staub- und Strand-Mäntel. Hl. 5 Serien Bast- Ill. Eine grössere E I,—4 der-Confeotion dwestdeutschland Reise-Costumes in engl. u. einfarbigen Tuch, und Leinenstoffen in allen Grössen und Fagons. Mannheim, besonders Menge Reise- u. Gesellschalts- Nöeke und Blousen aus allen Abteilungen als sehr preiswerte Kaufgelegenheit. IV. Den ganzen Vorrat in weissen Oheviot-, Leinen-, Bast- und 5 Tennis-Röcken und 5 Slousen, um möglichst voll- ständig zu rãumen. v. Sämtl. Kinder-EKleider, Röcke und Blousen in Wolle, Wasch-Batist etc. im Preise sehr ermäàssigt. 80643 Schwere, langjährige Krämpfe, Fallsucht, Nervenschwäche u. 8. w. Nachweisbar vollständige Hei- lung schnellstens unter Garantie, brieflich, Seit 38 Jahren un- übertroffen. Apotheker F. Jekel, Glarus I, Schweiz. 20 Pfennig Porto. Ausschneiden. 7677 Knaben-Waschanzũge und Blu Rabatt-Marken Taiol-Bestecke m echt Auber, sowie ver- sllbert mit gestempelter Silber-Auflage. Eoht sülberne Tior-Bestecke in hübscher Zusammenstel- lung.— Paten-Löffel und Babygeschenke Rur neue Muster, zu Ruserst billigen Preisen. Stots die nauesten NMuster. Gäar Peseumeyer F redr P l, d. 78207 boncurrenzlos! Garantiert friſche Ware! Efskklassiges Fabrlkat! Paeumabitaus F3, 12, Neue Schlange Alle andern Sorten billigſt Schwotzingerstrasse 1I1J113. ucr Gut zleht an! ͤltglled der Deufschen Einkaufsgenossenschaft fur— Melss- und Wollwaren, 6. m. B. H. In Efturt Fintche Sommer-Waren in datetent dnbgasbhn Fndgn. Zu den Sehulferien: Kinder-Kleidehen und Schürzen, Strümpfe, Socken- und Herren-, 8 Damen-; u. Kinderhemden, bunt u. weiss zu den billigsten Freisen. Fritz Schultz Einkaufsvereinigung westdeutscher Manufakturisten, G. m. b.., in Rheydt 380642 S sen, 8 250 7 grossen Geschäften Telephon Ar. 78. Telephon Nr. 3752. in allen Sorten uhr-Kohlen, G 5 erstklassige und billige Bezugsquelle für Private Destillationskoks, Anthraeit-Müssen Braunkohlen Briketts, Holz.] Lieferung aul Wunsch irei in den Keller. Telephon Ar. 3286. askoks 80232 * Schönheit üppige Körper⸗ formen u. wohlentwickelten Buſen erreicht man mit Mega⸗Buſol. Kein unwirkſa⸗ 79228 III Aelteſte vgrößte kinderwa brik Sachſens u. 83 dentſchs,— direkt m. Familſen 8— 1 enes Rezept. Pra nen ſendet. lus Treibars Krtt b. Jullus etbarzörimma 18 tauſendfach er⸗ probtes Buſen⸗Nährmittel. herge⸗ ſtellt nach dem berühmten gugma ⸗ Anerkennungen außs erſten Preis 2,28 Pek. Diskrrt. 81980 ſand, Dr. 3 Berf W CC Beſſelſtr. 18.—50 der Büste ſtraffen Jangefertigt bei Schriftliche Arbeiten u. Vervielfältigungen auf d. Schreibmaſchine werd. billigſt 6042 Franz Schüritz, 12. 1/18, IIl. F. Hunzinger, Hannheim, Dalbergstrasse 22. F Schart& Hauk! * Pianos u. Flügel Fabrlkate ersten Ranges! Mäüssige Prelse! Grosse Auswahl! Lager: C4, 4. 75 1 Langerötterweg Geld.B e sofort, in 5 Jahren rück- Lahlbar. Streng reell, diskr. Zahlr. Dankschr. J. Stusche, Berlins7, Kurfürstenstr. 164. Bar Geld verk. an Jedermann reelle diskrete u. ſchnellſte Erled, kukante Bedingung. Ratenrück⸗ lung, Propiſion v. Darlehen. länz. Daukſchr. E. Hründler, Berlin W. 8, Frtedrichſtr. 196. 4 N Darlſehn zu 56/ Naten 0 rückzahlung. Seloſtgeber Diesner, Berlin 14, Belle Alliauceſtr. 71. 4494 Geld, ſofort Geld! * Staats- u. Bankseamte erhalten * Follenkandlung Ff. Netz Mittelstrasse 148. Nheinhänserstrasse 20. Jechimperstrasse 20. ſofort Gehaltsvorſchüſſe auch kleinſte Beträge deake mäßige Vergütung von direktem Geld⸗ geber. Offerten unter Nr. 25857 lan die Expedition d. Bl. 5 Verkauf Altine Pilla J. Zilles, Immobilien⸗ und Hypotheken⸗ a Geſ N 5. 1 Telephon 876. chäft Oberſtadt für größ. Bureau und Lager geeignet(große gew. Keller) zu o. Gefl. Offerten sub. 62919 an die Exp. ds. Bl. Privathaus Eckhaus, ſchönſte ruhige Stadtlage, 5 Doppelwohn. 3 u. 4 Zimmer im. Bad, neu, ca. 7% Renie, aus erſter Hand zu verkaufen. Offekten unter Nr. 68888 an die Exvedition dieſes Blattes. Eiue größ. Anzahl Häufer 25 vorwiegend Geſchäfts⸗ häuſer, mit einem Miet⸗ iertragevon 29000 M. iund in der Preislage von 30—150 000 M. unt. günſt. Bedingungen zu verkaufen. Ver⸗ mitllung ausgeſchloſſ. Ernſtgem. repräſentationsfähige 2 55 Ca. 8500 Stück ge⸗ brauchte, imprägnierſe Stagtsbahnſchwellen für Anſchlußgleiſe unter Garantie bahn. ſeitiger Abnahme u. Bauzwecke gut ge⸗ eignef, lagernd Rhein⸗ piovinz, äußerſt billig abzugeden. 7654 John Michalowsky, Berlin N. W. 1, Univerſitätsſtr. ab. Spferd. mit Magn⸗ Molorta) wehn Krankbeit für 280 Mark 10 verkaufen. Anzuſehen Weiß, tags—½9 Uhr abends Bellen⸗ ſtraße 70, 4. St. l. 25777 für Automobilbesttzer neue Ia. Futzwolle garantiert staubfrei, auch in Eleinen Quantitäten billigst, Muster stehen zur Verfügung M. Eichtersheimer Hafenstr. 13.[55885] Tel. 440, Hekenfahtraß pilig absa Kuiſenſtraße 2, 28839 Rheinauhafen bei Maunhelm. HII Plab⸗Jnſpekloren und Atguiſileure werden von Mannheimer Ge⸗ neral⸗Agentur einer größeren deutſchen Verſicherungs⸗Ge⸗ geſucht. Fachleute ſoſortiges auskömmliches Gehalt und Proviſionenz Nichtfachleute werden gegen erhohte Pro⸗ viſionen angelernt und er⸗ halten ſpäter Anſtellung. durch Abſchluß von Volksver⸗ ſicherungen Exiſtenz. Offerten unter Nr. dobs1 an die Expedition dieſes Blattes. Chriſtin), Zündung, wegen ſellſchait mit allen Sparten Auch Damen bietet ſich! Ein ſehr gut ſituiertes Ehe⸗ Ipaar, welches eine ſehr große Villa in prächtiger, geſünder Fremdenſtadt bewohnt, ſucht leine freidenkende Dame (nicht unter 35 J. alt) von 8 großer, kräftiger Figur, welche ſin feinen Haushalt, und in guter bürgerl. Küche durchaus erfahren iſt, zu engagieren,. Liebevolle Aufnahme in der ebensſtellung. Zeugniscopien, Lebenslauf, Photographie, welche ſicher retourniert wird, ohne ſolche keine Berückſichtigung, unter Chiffre 80607 an die Expedi⸗ tion ds. Blattes. Monatsfrau geſucht. Vorzuſprechen Sonntag von 10—12. 2587 L 12, II, 8. Stodk links. ——.— zu vermieten. Friedrichsplatz nächſt dem Friedrichsring. (3 gr. Schaufenſter), Bureau, Reſtauran oder Cafs geeignet, ſofort zu vermieten. 62916 Näheres durch J. Silles, ne und Hypotheken⸗ e N B. 1 Großer Laden J. Zilles Jaeene u. Hypothelen⸗ e a N55 Nr. 1. Telephon 876. Trirdrichsplah 1. 4 u. 5 Zimmerwohnungen, oder 1. Oktober zu verm. Näheres Entreſol. 62494 A für Fleidermacherin Wobnung eoer egace werbe zu vermieten. angenehme ſicher Gefl. ausführliche Offerten, Saubere, fleißige und ehrliche aden. 1 it 2 N 4, 5 Parterreränme, Flächen⸗ inhalt ca. 180 qm und 40 qm, Souterrain für Ladenzwecke 4 Telephon 876. II mit od. ohne Cäden, ſofort 7 ſchone helle Zimmer i Peſe de lael den fie reiſe per ſofort dder vermieten.— Zu erftagen uner 1809 Anfr. unt. Nr. 62820 d. d. Expeb. poftlagernd T 20 Manuheim⸗ Wr ee E .— Magn⸗ 1 at z Werfe zelleu⸗ 257T7 — 0f le ch in ligst, gung zer .440. Stand⸗ ert gul u btt⸗ ig) 2552ʃ I 25839 heim 1 — Und rGe Beren -Ge⸗ — — — 2 — chrlich untag 25877 inks. Nandels- und nduſtrie⸗Zeitung ½ für Südweſtdeutſchland— — — — fHbonnement für den ⸗Seneral⸗finzeliger- inkl. Bellagen: 70 pf. monatl., Bringeriohn 25 Pf. monatl., durch die poſt beꝛogen inkl. poſt⸗Hufſchlag Ik..42 pro 85 Auartal. Einzelnummer 5 Pf. der Stadt Ilannheim und Umgebung —— —— kelephon- fummern: Direktion und Buchhaltung 1449 Druckerel⸗Bureau(Hnnahme von Druckarbeiten)„„ 341 Redaktilonn„„%„6„ 377 Expedition„„„„„ 218 EEerſcheint jeden Samstag abend E E 2 Inſerate Die Kolonelzeile 25 Pf. Nuswärtige Inſerate 30 Die Reklamezeile 100⸗ Lelegramm⸗Hdreſſe: Jodurnal annheim- 2 Hachdruck der Driginalartikel des ⸗Mannheimer General-Rnzeigers« wird nur mit enehmigung des Veriages erlaubt Famstag, 25. luli 1908 Jer Holzverkehr Mannheims von 1800-1905. „Mannheims Stellung im Nutzholzverkehr von 1800 bis 1905“ iſt der Titel einer vor kurzem im Verlag von G. Braun in Karlsruhe erſchienenen Abhandlung,“) durch welche die Zahl der Monographien aus dem Gebiete des Handels und Verkehrs um ein wertvolles Glied bereichert wurde. Keine hiſtoriſche Entwicklung des lokalen Holzhandeks gibt uns der Verfaſſer in der vorliegenden Arbeit, ſondern vielmehr eine Darſtellung des ſüdweſtdeutſchen Holzverkehrs, in dem er nur Mannheim als feſten Punkt genommn hat, von dem aus ſich die mannigfachen Umgeſtaltungen überblicken laſſen, welche auf die Veränderungen des Holzhandels im 19. Jahrhundert eingewirkt haben. Durch die eingehenden Unterſuchungen der umgeſtalten⸗ den Gründe auf handels⸗ und verkehrs⸗ ſowie fortpoliti⸗ ſchem Gebiete entſtand die mit zahlreichem geſchichteten ſtatiſtiſchen Material ausgeſtattete Arbeit, die uns den Holz⸗ verkehr aus den ſüddeutſchen Waldungen nach dem rheiniſch⸗ weſtfäliſchen Induſtriegebiet, ſowie den in neuerer Zeit bedeu⸗ tungsvollen Holz⸗Import von Norden und Oſten Europas, ſowie aus überſeeiſchen Ländern rheinaufwärts vor Augen führt. Nach einleitender Darſtellung der Wirtſchaftspolitik und des Holzhandels zu Beginn des 19. Jahrhunderts wird Mann⸗ heims Stellung im damaligen Holzverkehr charakteriſiert, deſſen Hauptbedeutung zu jener Zeit in der Verflöſſung von Nadelſtarkhölzern und Eichen nach Holland, im Holländer⸗ Exporthandel lag. Trotz der merkantiliſtiſchen Anſchauungen hatte ſich dieſer Exporthandel ſeit dem 17. Jahrhundert ent⸗ wickelt, da er Geld in die landesherrlichen Kaſſen brachte, die namentlich im 18. Jahrhundert durch prunkvolle Hof⸗ haltungen bei der herrſchenden Geldknappheit ziemliche Ebbe aufwieſen. Mannheim ſelbſt war zu Beginn des 19. Jahr⸗ hunderts für den Holzhandel weiter nichts als ein günſtiger Umbindeplatz für die Flöße, die auf dem Neckar und Ober⸗ thein zuſammenkamen, und hier zu Holländerflößen zuſam⸗ niengeſtellt wurden. Die Technik, des damaligen Holzhandels, der Markt, dazu die politiſche Lage, die territoriale Zerfallung und primitive Neckarverhältniſſe ließen kein bedeutendes Handelszentrum hier entſtehen. Die beiden folgenden Hauptabſchnitte behandeln den Holzverkehr von 1800—1869, bis zum Inkrafttreten der (Frebvidierten Rheinſchiffahrtsakte“ und zur Aera des Frei⸗ handels in Deutſchland, dann den Holzverkehr von 1869 bis 1905. Es wird im erſten Teile die Forſtgeſetzgebung in ihrer Wirkung auf den Holzhandel, ſowie das Weſen und den Ein⸗ fluß, den die Chauſſeegelder, die Land⸗ und Zahlrechten, Waſſerzölle auf Rhein, Neckar, Murg und Kinzig auf die Ge⸗ ſtaltung des Holzverkehrs hatten, unter Benützung zahlreichen Quellenmaterials klar entwickelt und es weckt unſer Staunen zu erfahren, durch welche Unſumme von Hinderniſſen und Formalitäten der damalige Handel und Verkehr be⸗ ſchwert war. Was die Größe des Holzverkehrs betrifft, ſo ſollen nach den Angaben des Verfaſſers im Jahresdurchſchnitt von 1818 bis 1821 jährlich 102 000 Kubikmeter von Mannheim aus rheinabwärts verflößt worden ſein, wovon 12 pCt. auf Eichen⸗ holz und 88 pCt. auf Tannen und Fichtenholz entfielen. Aus dem Neckartal kamen des Eichenholzes und 5 des Weich⸗ holzes, der Reſt vom Oberrhein. Gegen Ende der erſten Periode begann dann allmählich das Schiff und die Eiſen⸗ bahn einige Holztransporte und zwar zuerſt die wertvollere Schnittware aufzunehmen, während vorher der Floßtransport allein für das Maſſengut Holz von Bedeutung war. So ſollen denn im Jahre 1857 von der Zuſuhr in Holz nach Mannheim 35,3 pCt. zu Floß auf dem Rhein, 52,1 pCt. zu Floß auf dem Neckar, 10,0 pCt. zu Schiff und 2,6 PpCt. auf der Bahn ange⸗ kommen ſein. In dem zweiten Hauptabſchnitte wird zuerſt eine Ueber⸗ ſicht der Zoll⸗ und Eiſenbahntarifpolitik im Deutſchen Reiche für Holz und ſeine Wirkungen auf den Holzverkehr gegeben, die Entwicklung der Verkehrseinrichtungen des Holzhandels und der Holzinduſtrie an der Hand ſehr umfangreichen ſtatiſti⸗ *) Dr. vec. Rutzholzverkehre vn 1800—4905. 82 S. Preis 4 M. im publ. E. Wimmer, Mannheims Stellung 85 Gr. Braun, Karlsruhe. ſchen Materials dargeſtellt, worauf die Größe des Holz⸗ verkehres nach Art der Sortimente, der Transportmethode und der Transportwege gegliedert wird. Die ſtatiſtiſchen Quellen und ihre Weiterführung erfahren dabei eine ein⸗ gehende Kritik. Der Holzverkehr in dieſer Periode wird zer⸗ legt nach den zwei Hauptverkehrsſtrömen, in denen er ſich jetzt bewegt, in den Holzverkehr von Oſten und Süden nach Mann⸗ heim und von da nach den Verbrauchsorten und den Holz⸗ verkehr von Norden her auf dem Waſſerwege nach Mann⸗ heim und dem Umſchlag von da bezw. in den Verſand mit der Bahn. Eingehende Erörterungen und Begründungen des Wechſels in dieſen Verkehrsgrößen entrollen uns nun ein deutlicheres Bild der heutigen Zuſtände, von dem hier nur ſo viel geſagt werden ſoll, daß ſich der früher in Mannheim bezw. Heilbronn konzentrierte Umſchlag von Holz durch Ver⸗ legung der Einkaufsgebiete und die Geſtaltung der Eiſen⸗ bahntarifpolitik, ſowie den Ausbau der einzelnen Häfen und Waſſerwege immer mehr längs des Maines und Oberrheines dezentraliſiert. Eine weitere markante Erſcheinung iſt die ſteigende Zufuhr außerdeutſcher Hölzer guf dem Rheine zu Berg. Noch in der Periode 1879—83 trafen von der geſam ⸗ ten Holzzufuhr nach Mannheim nur.6 pCt. auf die Zufuhr zu Berg auf dem Rhein, in den Jahren 1901—1905 kamen 36,6 pEt. der Holzmaſſen der Zufuhr auf dieſem Wege an. Ein Kapitel über die künftige Geſtaltung der für den Mann⸗ heimer Holzverkehr in Betracht kommenden Transportwege enthält neben den bedeutungsvollen projektierten Umgeſtal⸗ tungen der Waſſerwege auch einiges über die Wirkung der viel beſprochenen Schiffahrtsabgaben auf dem Rhein. „Am ſchwerſten ſchädigend“, heißt es da, wirkte eine nach kilometriſcher Entfernung erhobene Abgabe auf den Ober⸗ rhein, weil bei der Abfuhr von dort wie bei der Zufuhr dort⸗ hin das Holz die größte Strecke auf dem Rhein durchlaufen muß. Für den Waldbeſitzer von beſonderer Wirkung muß es ſein, daß dabei die geringwertigen Sortimente am meiſten an ihrer Beweglichkeit einbüßen. Ueber die Höhe der Abgaben und deren Feſtſetzung iſt hier ja noch nicht zu diskutieren, da der Auferlegung noch die Reichsverfaſſung wie die Beſtim⸗ mungen der Rheinſchiffahrtsakte entgegenſtehen, und daher konkrete Beſtimmungen noch nicht vorliegen. Was der ſchon an die Oeffentlichkeit gelangte Tonnen⸗Kilometerſatz von.4 bedeuten würde, kann aber aus der Vergleichung mit den nach Kilometer berechneten Schiffs⸗ bezw. Floßfrachten für Holz auf dem Rhein geſchloſſen werden. Eine Tabelle über dieſe Frachten laſſen wir aus der Arbeit folgen. Schiffsfrachten auf dem Rhein und Neckar in den Jahren 1900 und 1904. Frachtſatz für das tkm Maſſengüter erer mitilerer höchſter U Auf dem Rhein: Stromauf: Von Amſterdam nach Mannheim, 600 km Entfernung 1900.9.0.1 8 1904.6.7.0 Von Rotterdam nach Mannheim, 8 566 km Entfernung 1900.5.7.9 1904.5.8.9 Von Mannheim nach Kehl, 132 km Entfernung 1900 1.9.0 1904.2.9.8 Von Mannheim nach Karlsruhe, 69 km Entfernung 1904.0.0.6 Stromab: Von Mannnheimm nach Rotterdam, 566 km Entfernung 1900[ 04.6.⁸ 1904.5.7.0 Von Mannheim nach Ruhrort 352 km Entfernung 1900[.1.8.4 Von Mannheim nach Eöln, 259 km ufac e 1900.5.5.7 Von Mannbeim nach Mainz, 70 km Entfernung 1900.8.3.0 Auf dem Neckar: Von Heilbronn nach Mannheim, 115 km Entfernung 1900.6.1.5 1904.6.6.6 Auf die einzelnen Abſchnitte, von denen einer noch den Preisgang des Holzes auf dem Markte und im Walde behan⸗ delt, ſoll hier weiter nicht eingegangen werden. 31 Tabellen und 7 Anlagen vervollſtändigen mit einem ſehr umfang⸗ reichen Quellenverzeichnis die Abhandlung, die uns einen tiefen Einblick in die Entwicklung des ſüdweſtdeutſchen Holz⸗ verkehrs gibt und dieſes Thema erſchöpfend behandelt hat. Die Elektrizität als Würneguell in det chemiſchen Induſtrit. Von Dr. F. Schoenbeck. Wenn wir unſere Blicke über die verſchiedenen Induſtrie⸗ gebiete ſchweifen laſſen, ſo werden wir überall der Nutzbar⸗ machung der elektriſchen Energie begegnen, überall werden wir ihre hilfreiche Hand finden, ſei es zur Bewegung un⸗ geheurer Laſten oder zum Antrieb von Arbeitsmaſchinen, ſei es zur Erzeugung von Licht, chemiſcher Energie und Wärme. Speziell in der chemiſchen Induſtrie hat man ſich der Elek⸗ trizität als Wärmequelle zugewandt, zumal, wenn es ſich darum handelt, neben der Umſetzung des elektriſchen Stromes in Wärme, chemiſche Arbeit von ihm leiſten zu laſſen. Die in der Technik verwandten Oefen kann man in der Haupt⸗ ſache in zwei Gruppen einteilen, von denen die eine ſich der Widerſtandserhitzung bedient, während der anderen die Licht⸗ bogenerhitzung zu Grunde gelegt ⸗iſt. Was die erſtere Art anbetrifft, ſo kann entweder das zu ſchmelzende Material direkt den elektriſchen Heiz⸗Widerſtand bilden, vorausgeſetzt natürlich, daß es den Strom genügend leitet, oder falls die letzte Vorausſetzung nicht eutrifft, kann ein Kohlenkern, der zwiſchen die Stromzuführungen geſchaltet wird, den Geiz · Widerſtand abgeben, um welchen dann der zu ſchmelzende Körper geſchichtet wird. Als Beiſpiel hierfür mag die Ge⸗ winnung von Siliciumkarbid oder Karborundum dienen.— Unter Karbid haben wir uns eine beſtimmte Verbindung von Metallen oder Nichtmetallen mit Kohlenſtoff zu denken. Der leider zu früh verſtorbene, bedeutende franzöſiſche Chemiker Moiſſau ſtellte zuerſt in einem kleinen Labora⸗ toriumsofen derartige Karbide einer großen Anzahl Metalle dar, von denen allerdings bis jetzt das Calciumkarbid und das Siliciumkarbid ausgedehnte Anwendung in der Technik gefunden haben. Das Siliciumkarbid bildet in reinem Zuſtande farbloſe Kriſtalle, die von außerordentlicher Härte ſind und von chemi⸗ ſchen Reagentien nur äußerſt ſchwer angegriffen werden. Das in der Praxis als wichtiges Schleifmittel verwandte Silicium⸗ karbid zeigt buntſchillernde, dunkelgefärbte Kriſtalle, die aus einem Gemiſch von Karbid mit freiem Silicium beſtehen. Der Ofen zur Gewinnung dieſes techniſch ſo wichtigen Produktes beſteht in ſeiner einfachſten Form aus einem, aus ſtarken Mauern erbauter Kanal, durch deſſen Stirnflächen ſtarke Kohlenbündel als Stromzuführungen reichen. Zwiſchen beide Elektroden wird ein Kern aus körnigem Koks geſchichtet, der den elektriſchen Heizwiderſtand bildet. Letzterer wird mit einem Gemiſch von Koks und Quarzſand völlig umgeben, und, nachdem der Ofen unter Freilaſſung verſchiedener Abzugs⸗ kanäle zugemauert worden iſt, wird derſelbe durch Wechſel⸗ ſtrom in Betrieb geſetzt. Der Vorgang der Erhitzung ſpielt ſich in der Weiſe ab, daß zuerſt der Kokskern heißer und heißer wird, von Rot⸗ bis ſchließlich zur Weißgiut übergeht und nach nach das herumgeſchichtete Gemiſch zum Schmelzen bringt. Die zweite vorhin ꝛerwähnte Art der elektriſchen Erhitzung iſt diejenige mit Hilfe des Lichtbogens. Im Jahre 1820 beobachtete der engliſche Chemiker und Phyſtker Humphoy Davy, daß beim Auseinanderziehen zweier ſich berührender, ſtromdurchfloſſener Kohlenſpitzen eine eigen⸗ artige, glänzende Lichterſcheinung, ein Lichtbogen auftrat. (Heute machen wir ja von dieſem Phänomen bei unſeren Bogenlampen im ausgedehnteſten Maße Gebrauch.) Bereits Wilhelm Siemens wies in den 8oer Jahren darauf hin, die hohen Hitzgrade(ca. 3000.) für metallur⸗ giſche Zwecke dienſtbar zu machen, jedoch erſt durch die ſchönen und ergebnisreichen Arbeiten von Moiſſau hat der elektriſche Lichtbogen ſeinen Einzug in die chemiſche Technik gehalten. Durch geeignete Konſtruktion ſeines Ofens hat Moiſſau Temperaturen bis zu 4000s erzielt, alſo Hitzegrade, die doppelt ſo hoch ſind, als wie diejenige Temperatur, die genügt, um ſelbſt den König der Metalle, das Platin, zum Schmelzen zu bringen. Bekanntlich iſt es dem genannten Forſcher ge⸗ lungen, in einem ſolchen Lichtbogenofen Diamanten zu er⸗ zeugen. Moiſſau ging von dem Gedanken aus, daß Kohlen⸗ ſtoff, in einem geeigneten Körper bei hoher Temperatur aufgelöſt, beim Abkühlen der Löſung unter ſtarkem Druck aus derſelben ſich als Diamant herauskriſtalliſieren müßte. Zur Ausführung dieſer Idee wählte Moiſſau als Löſungsmittet das Eiſen, welches bekanntlich ziemlich bedeutende Mengen Kohlenſtoff aufzunehmen vermag und erhitzte eine derartige Miſchung in einem Tiegel aus Magneſit mit Hilfe des elek⸗ triſchen Lichtbogens. War das Gemiſch geſchmolzen, hatte alſo mit anderen Worten eine genügende Löſung von Kohlen⸗ ſtoff ſtattgefunden, ſo wurde der Tiegel ſchnell in kaltem Waſſer abgekühlt. Durch dieſe ſchnelle Temperaturerniedri⸗ gung erſtarrte das geſchmolzene Eiſen ſofort und übte auf den ſich abſcheidenden Kohlenſtoff einen gewaltigen Druck aus. Tatſächlich konnte Moiſſau aus dem Reaktionsprodukt einige ganz winzige Diamanten iſolieren, deren Wert natürlich in keinem Verhältnis zu ihren Herſtellungskoſten ſtand. Die meiſten Caleiumkarbid⸗Oefen beruhen auf dem Prinzip der Lichtbogenerhitzung. Bei dieſen Oefen verwendet man entweder einen Schmelzraum, deſſen Wandungen oder deſſen Sohle aus leitendem Material(Kohle) hergeſtellt ſind, um gleichzeitig als negative Stromzuführung zu dienen. Als Ausgangsmaterial zur Calciumkarbid⸗Gewinnung benutzt man ein körniges Gemiſch von Caleiumoxyd und Kohle im ungefähren Miſchungsverhältnis von 12:7. Iſt der Ofen mit dem Gut beſchickt, ſo wird das letztere durch einen Lichtbogen zuſammengeſchmolzen, der mittels eines verſtellbaren, mit dem poſitiven Pol verbundenen Koh⸗ lenbündels erzeugt wird. Das ſich am Boden des Tiegels an⸗ ſammelnde, glutflüſſige Calciumkarbid wird durch ein Abſtich⸗ rohr in die Ablaufgefäße geleitet. Das Calciumkarbid iſt keineswegs ſo widerſtandsfähig gegen Reagentien, als wie das Siliciumkarbid. Läßt man Waſſer auf das erſtere einwirken, ſo beobachtet man eine lebhafte Gasentwicklung; es bildet ſich ein brennbares Gas, Acetylen genannt, welches bekanntlich Ffür Beleuchtungszwecke ausgedehnte techniſche Anwendung ge⸗ funden hat. Bei der Aluminiumgewinnung haben wir teils ther⸗ miſche, teils chemiſche Wirkung des elektriſchen Stromes. Bunſen ſtellte das Aluminium zuerſt aus einer Doppel⸗ verbindung, Chloraluminium⸗Chlornatrium dar. In der Technik verwendet man Aluminiumoryd. dem man als Fluß⸗ mittel Kryolith, ein Natriumaluminiumfluorid zufügt. Die Aktiengeſellſchaft für Aluminiuminduſtrie in Neuhauſen in der Schweiz benutzt als Kraftquelle den Rheinfall, von welchem ca. 2000 PS. für dieſe Zwecke nutzbar gemacht werden, die durch Turbinen und Dynamomaſchinen in elektriſche Energie umgeſetzt werden. Der Ofen zur Aluminiumgewinnung ſtellt in der Haupt⸗ ſache einen großen, mit einer dicken Schicht Kohle ausge⸗ kleideten eiſernen Kaſten dar, der mit dem negativen Pol der Stromquelle in Verbindung ſteht. Am Boden befindet ſich ein Abſtichloch, um das glutflüſſige, abgeſchiedene Metall in beſondere fahrbare Behälter ablaufen laſſen zu können. In den Kaſten taucht ein auf⸗ und abbewegliches Kohlenbündel. welches die poſitive Stromzuführung trägt. Iſt der Ofen mit Kryolith gefüllt, ſo ſchließt man durch Senken des Kohlen⸗ hündels den Strom; beim Heben der poſitiven Elektrode bildet ſich nun ein Lichtbogen, der das Fluorid zum Schmelzen bringt. Iſt dies erfolgt, ſo taucht man das Kohlenbündel in die Schmelze und fügt das Aluminiumoxyd hinzu, das ſich in der flüſſigen Maſſe auflöſt. Jetzt beginnt die chemiſche Arbeit des Stromes, denn durch die nun eintretende Elektrolyſe ſchei⸗ det ſich auf dem Boden des Schmelzraumes das metalliſche Aluminium aus. Zur Elektrolyſe bedient man ſich eines ſehr niedrig ge⸗ ſpannten Stromes von hoher Stromſtärke.— In Neuhauſen arbeitet man zum Beiſpiel mit 15 Volt Spannung und 10 bis 12000 Ampere Stromſtärke. Die Badtemgeratur beträgt ca. 800 Gr. Celſ. Durch Umſchmelzen erhält man aus dem Rohprodukt eine Handelsware von 99 PCt. Die in der Technik verwandten elektriſchen Oefen, falls es ſich um eine rein thermiſche Wirkung des Stromes handelt, werden hauptſächlich mit Wechſelſtrom betrieben, der ſich für die meiſten Fälle beſſer eignet als Gleichſtrom. Bei manchen Oefen mit Lichtbogenerhitzung hat man die Wirkung, die ein Magnet auf den Lichtbogen ausübt, nutzbar gemacht. Treffen nämlich die magnetichen Kraftlinien ſenk⸗ recht auf einen Lichtbogen, ſo wird der letztere nach der ent⸗ gegengeſetzten Richtung abgelenkt. Man iſt alſo in der Lage, durch geeignete Stellung eines Magneten den Lichtbogen auf eine beſtimmte Stelle zu konzentrieren, ja durch Verwendung von Drehſtrom und eines ringförmigen Elektromagnet kann man dem Lichtbogen gleichfalls eine Rotation erteilen. Die Magnetwirkung hat übrigens auch bei elektriſchen Lötappara⸗ ten Verwendung gefunden. In der chemiſchen Induſtrie be⸗ dient man ſich heute in reichem Maße der elektriſchen Wärme⸗ quelle, denn überall dort, wo hohe Temperaturen in Frage kommen, wird man der Elektrizität den Vorzug geben, dank ihrer leichten Umwandlungsfähigkeit. vom Waren⸗ und Produktenmarkt. (Von unſerem Korreſpondenten.) Die Situation auf den Waren⸗ und Produktenmärkten hat ſich in der Berichtswoche in großen und ganzen nur wenig ver⸗ ändert. Nur im Getreide konnten größere Kontrakte erzielt werden, während auf den übrigen Marktgebieten ſich die Umſätze in engen Grenzen hielten. Auf dem Weltmarkte für Getreide machte die Aufwärts⸗ bewegung weitere Fortſchritte. Bemerkenswert iſt, daß im all⸗ gemeinen den Saatenſtands⸗ und Ernteberichten nur wenig In⸗ tereſſe entgegengebracht wurde. Ausſchlaggebend für die Hauſſe⸗ bewegung waren die kleineren Beſtände und dies für Deutſchland umſomehr, als man bei uns bezüglich der Weizenverſorgung wäh⸗ rend der Uebergangsperiode zwiſchen der alten und neuen Ernte in der Hauptſache auf den Bezug ausländiſcher Ware angewieſen iſt. Die Beſtände in den Vereinigten Staaten belaufen ſich, nach Bradſtreet, guf nur 19 102 000 Buſhels Weizen, während in der Paralellwoche des Vorjahres 62 113 000 Buſhels Weizen vorhanden waren. In Argentinien nehmen die Beſtände von Woche zu Woche ab und von den übrigen Getreide bebauenden Ländern liegen teilweiſe recht unbefriedigende Erntenachrichten vor. Die Verſchiffungen von Argentinien belaufen ſich in dieſer Woche auf 47000 Tonnen Weizen gegen 50 000 Tonnen in der Vorwoche. Insgeſamt kamen von Argentinien ſeit 1. Januar 3 389 700 Tonnen Weizen gegen 2435 100 Tonnen im Vorjahre zum Export. Auf unſerem hieſigen Markte war eine feſte Stimmung unverkennbar, da die Weizenbeſtände eine ſtarke Verminderung aufweiſen. Gute disponible Ware bleibt recht geſucht und wird zu vollen Preiſen aus dem Markt genommen. Hier disponibler 80 Kg. La Plata⸗Weizen wurde mehrfach zu M. 17,.40—17,70 per 100 Kg., tranſit, bahnſrei Mannheim, gekauft. Auch für Liefe⸗ rungsware beſteht größeres Intereſſe und ſeitens unſerer Im⸗ porteure wurden Kanſasweizen II per Auguſt⸗September zu 162 bis 164 und Weſtern Redwinterweizen prompte Abladung zu M. 162—163 per Tonne cif Rotterdam erworben. Rumäniſche Weizen 7778 Kg. per Juli⸗Auguſt oder Auguſt⸗September liefer⸗ bar, waren in der Preislage von M. 160—4163 per Tonne cif Rotterdam. In Roggen iſt das Geſchäft wieder ſehr klein und Neu⸗ erwerbungen werden faſt gar keine gemacht; einerſeits weil der Roggenmehlabſatz immer noch nicht befriedigt und weil man andererſeits den Ausfall des inländiſchen Roggens abwarten will Braugerſte liegt ruhig. Futtergerſte dagegen liegt recht feſt bei knappem Angebot. Die Offerten von Rußland ſind weſentlich höher gehalten und ſtellen ſich heute für 58—59 Kg. auf M. 117 und für 59—60 Kg. auf M. 117½ per Tonne, cif Rotterdam. Auch für Hafer lauten die Offerten höher; indes herrſchte für dieſen Artikel nur wenig Intereſſe. Mais liegt im Einklang mit den Auslandsbörſen recht feſt; doch werden bei uns zu den heutigen Preiſen nur die notwendigſten Bedarfsan⸗ ſchaffungen gemacht. Angebote in Mais von Amerika fehlen gänz⸗ lich. Die Forderungen von der Donau und von Rußland ſind ſtark in die Höhe geſchnellt und finden daher hauptſächlich die Angebote in La Platamais Berückſichtigung. Die Preiſe für Juli⸗Auguſt oder Auguſt⸗September bewegen ſich zwiſchen Mark 121—122 per Tonne, gegen 3 Monate, cif Rotterdam. Die Notierungen ſtellen ſich am den wichtigſten Getreide⸗ märkten: 16 07. 23./7. Diff. Weizen: New⸗Nork loco ets 606½ 100%— 78 Septbr.„ 98¼ Chicago Septbr.-„ 91½ 90¼— ¶— Liverpool Septbr. sh 7/8%½ 77859 +. Budapeſt Oktbr. Kr. 10.92 11.41 +0.49 Paris Sept. Dez. Fr. 230.— 230.50 +0.50 Berlin Septbr. M. 202.25 206.— +3.75 Mannheim loko„219.— 222.50 +.50 Roggen: Chicago loco ets 74 77 +3 5 Septbr. 5 71 74 +3 Paris Sept Dez. Fr. 171.50 177.— +5.50 Berlin Septbr. M. 183.— 182.50—.50 Mannheim loko 195 198.— +3.— Hafer: Chicago Septbr. ots 43½ 45¼5 +18 Paris Sept./ Dez. Fr. 171.50 172.50 +1.— Berlin Septbr. M. 164.50 164.75.25 Mannhein loko„ 170.— 173.— +3.— Mais: New⸗Nork Septbr. ets 833¼ 883/— Chicago Septbr.„ 75¾ 764ʃ5 + 2 Berlin Septbr. M. 158.— 156.50 +3.25 Mannheim loko„ 162.— 166.— +4.— Das Frachtengeſchäft hat eine kleine Beſſerung er⸗ fahren. Das Angebot leerer Schiffe iſt nicht mehr ſo groß, doch konnten die Frachten hierdurch keine Steigerung erfahren, weil der Waſſerſtand infolge der ſtarken Niederſchläge ein günſtiger iſt. Die Schiffe können ohne Leichterung ihre Beſtimmungs⸗ häfen erreichen. Die Schiffsfracht für Kohlenladungen nach Mainz Mannheim⸗Ludwigshafen ſtellte ſich die Karre(1700 Kg.) auf .40 bis.55., nach Karlsruhe⸗Maxau—.10 M. und nach Straßburg⸗Kehl.702.80 Mark, alles bei freier Schleppbe⸗ förderung. Die Frachten für Getreide ab Rotterdam nach Mainz⸗ Worms, Mannheim, Ludwigshafen ſtellen ſich auf M..50 und nach Frankfurt auf M..00—.25; von Antwerpen nach Mann⸗ heim auf M..55, nach Frankfurt auf M.—.25. Kaffee hatte ſehr ruhigen Verkehr und die Tendenz war im allgemeinen nach unten gerichtet. Die Kabelmeldung aus Santos, die beſagt, daß die Regierung erklärt habe, ſie würde von den noch in ihrem Beſitz befindlichen 8 Millionen Sack nichts mehr an den Markt bringen, wirkte auf die Unternehmungsluſt nicht anregend, weil man glaubt, daß die Regierung beabſichtigt, dieſen Kaffee unter der Hand zu verkaufen. Das Ergebnis der Santosernte ſchätzt man auf zirka 9 Millionen Sack. Die Zu⸗ fuhren belaufen ſich in der letzten Woche von Rio de Janeiro auf 43 000 gegen 41000 Sack und die in Santos auf 149 000 gegen 147 000 in der Vorwoche. Die Vorräte in Rio de Janeiro ſchätzt man in dieſer Woche auf 332 000 gegen vorwöchige 325 000 Sack und die in Santos auf 745 000 gegen 771000 Sack in der Vor⸗ woche. Die Vorräte in den Vereinigten Staaten betragen ein⸗ ſchließlich der ſchwimmenden Ladungen 3 388 000(3 408 000) Sack. Newpork tiert: Rio No. 7 loko Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 16. Juli 65/1.10.95.90.85.85.85 23. Juli 6¼.90.75.70.70.70.70 Diff.— 16—20—25—20—15—15—15 Die Zuckermärkte verkehrten ebenfalls in recht ruhiger Haltung und ſpeziell die vorderen Termine erliten unter dem Druck der Auguſtabwicklungen, ſowie infolge der für die Rüben⸗ ernte ſehr günſtigen Witterung eine Einbuße von 70—75 Pfg. per Zentner. Die Preiſe für neue Ernte konnten ſich dagegep, infolge der vorgenommenen Reportierungen ziemlich gut be⸗ haupten. Die Ankünfte in den ſechs Haupthäfen Kubas betrugen 0 gegen vorwöchige 1000 und die Geſamtzufuhren ſeit 1. Dezember belaufen ſich auf 624000 T. Die Hamburger Lagervorräte erfuhren bei einem Beſtand von 769 100 Doppelzentnern(im Vorjahre 1069 700 Dz.) eine Geſamtzunahme von 3800 gegen 108 000 Ab⸗ nahme im Vorjahre. Die Vorräte in den Vereinigten Staaten ſind in den letzten Tagen von 279 000 Tonnen auf 264 000 Tonnen zurückgegangen. Der Wochenumſatz an der Magdeburger Börſe belief ſich in den letzten 8 Tagen auf 7000 gegen 26 000 Zentner in der Vorwoche. Juli Aug. Okt. Okt., Dez. Jan. März Mai 17. Juli 22.10 22.15 20.30 20.10 20.30 20.60 24. Jult 21.35 21.45 20.20 20.— 20.20 20.50 —75—70—10—10 10—10 Diff. Zur Frage der Schiffayrtsabgaben. Aus Hamburg wird uns geſchrieben: Ueber die Einführung von Schiffahrtsabgaben auf den natürlichen Waſſerſtraßen, über die nun ſeit fünf Jahren in der Oeffentlichkeit, zwiſchen Regierungen und Parlamenten verhandelt wird, iſt eine endgültige Entſcheidung bekanntlich immer noch nicht gefallen. Dies liegt daran, daß die Wider⸗ ſtände gegen die Einführung trotz der intenſiven wirtſchaft⸗ lichen und wiſſenſchaftlichen Propaganda der preußiſchen Re⸗ gierung immer noch recht erheblich ſind. Bei der Wichtigkeit der prinzipiellen Seite der Frage dürften die Ausführungen des ſoeben erſchienenen Jahresberichtes des Vereins Ham⸗ burger Reeder in dieſer Angelegenheit beſondere Beachtung verdienen. Der genannte Bericht führt Folgendes aus: In der Frage der Einführung von Schiffahrtsabgaben auf natürlichen Waſſerſtraßßen haben wir unſere prinzipielle Auffaſſung ſchon im vorigen Jahresbericht geäußert. Aller⸗ dings hat es nach den parlamentariſchen Verhandlungen leiden den Anſchein, als ob der Plan der preußiſchen Regierung mehr und mehr an Boden gewönne. Unter ſolchen Umſtänden möchten wir nicht unterlaſſen, auf einige Geſichtspunkte auf⸗ merkſam zu machen, die im Hinblick auf die Abſichten der preußiſchen Regierung im Intereſſe Hamburgs und der Elb⸗ ſchiffahrt beſonders beachtet werden ſollten. Man geht be⸗ kanntlich mit dem Plan um, die Abgaben nur bis zu der Grenze der Selbſtkoſtendeckung zu erheben und ſie wieder zum Beſten des Stromgebietes zu verwenden, in dem ſie aufge⸗ bracht ſind. Entſchließt man ſich einmak zur Einführung von Schiffahrtsabgaben, ſo würde dies Prinzip an ſich im allge⸗ meinen Zuſtimmung verdienen. Die Verſchiedenheit des Ver⸗ kehrs auf den einzelnen Strömen würde aber dazu führen, daß der Rhein hinſichtlich der abſoluten Höhe der Einheits⸗ abgabe am beſten geſtellt ſein würde, weſentlich beſſer als die übrigen, bereits heute unter weniger günſtigen Bedingungen arbeitenden deutſchen Waſſerſtraßen. Für die Elbe würde dieſes Verhältnis noch dadurch ungünſtiger geſtaltet werden, daß höherwertige Güter mit höheren Abgaben belaſtet ſein ſollen. Gerade letztere ſind aber für die Elbſchiffahrt von be⸗ ſonderer Bedeutung. Eine vorzugsweiſe Behandlung des Rheingebietes auch auf dieſem Gebiet iſt um ſo unerwünſchter, als damit den ausländiſchen Häfen Rotterdam und Ank⸗ werpen, in denen ſchon heute mit äußerſt ungeſunden Mitteln eine Subventionspolitik gegen die Intereſſen der deutſchen Seeſchiffahrt betrieben wird, durch eine deutſche Verwaltungs⸗ maßnahme einſchneidender Art ein abermaliger Vorzug vor den deutſchen Häfen gegeben wird. Wir haben daher zum mindeſten den Wunſch, daß die für die Elbe in Ausſicht genom⸗ menen Abgaben keinesfalls höher normiert werden, als die der Rheinſchiffahrt zugedachten Gebühren. Andrerſeits er⸗ ſcheint es uns dringend erforderlich, daß vor der Entſcheidung über die Einführung von Binnenſchiffahrtsabgaben erſt feſt⸗ geſtellt wird, welche Verbeſſerungen von den aufkommenden Abgaben beſtritten werden ſollen und ob dieſe Verbeſſerungen wirklich eine ausreichende Frachtermäßigung auf den Waſſer⸗ ſtraßen gegen heute herbeizuführen geeignet ſind. Nach der Anſicht der preußiſchen Regierung ſollen die Schiffahrts⸗ abgaben zu Gunſten des Verkehrs wirken. Dann müſſen aber die künftigen Stromverbeſſerungen ſo einſchneidend ſein, daß die durch die Abgabe eintretende Erhöhung mehr als ausge⸗ glichen wird durch eine infolge der Stromverbeſſerung er⸗ folgende größere Frachtermäßigung. Die Frachtermäßig⸗ ungen, die in dieſer Richtung eintreten müßten ſind keines⸗ wegs gering. Wir wollen nur erwähnen, daß die Elbfracht kahnfrei Abgangs⸗ und Beſtimmungsort, d. h. inkluſive Schleppkoſten, für erſtklaſſiges Maſſengut von Hamburg nach Magdeburg im Jahresdurchſchnitt 1907 ca. 285 Pf. pro To. betrug. Bei einem Satz von 0,07 Pf. pro Tkm. würde die Tonne bis Magdeburg⸗Buckau(ca. 290 Km.) 20,3 Pf. an Abgaben zu bezahlen haben. Bei Getreide beabſichtigt man noch höhere Sätze einzuführen. Bei einer Abgabe von 0,1 Pf. pro Tkm. für Getreide bis Wallwitzhafen(Entfernung 355 Kilom.) würde die Belaſtung pro To. 35 Pfg. betragen. Die Durchſchnittsfracht betrug 1907 345 Pf. pro To. Noch ein⸗ ſchneidender würden ſich die Abgaben talwärts fühlbar machen. Die Fracht für Zucker von Magdeburg nach Hamburg kann man für 1907 mit 180 Pf. pro To. anſetzen. Bei einer Abgabe von 0,1 Pf. pro Tkm. würde die Belaſtung pro To. für die Strecke(290 Km.) 29 Pf. ausmachen, alſo ungefähr 6 der Fracht! Wir können nicht zugeben, daß der Nachweis da⸗ für geliefert iſt, daß dieſe z. T. recht erhebliche Belaſtung der Elbſchiffahrt durch den Nutzen aus entſprechenden Strom⸗ verbeſſerungen wieder wettgemacht, geſchweige denn über⸗ troffen wird. Iſt dies letztere aber nicht der Fall, dann er⸗ blicken wir in der Erhebung von Schiffahrtsabgaben eine Schädigung auch des Hamburger Hafens. Inſonderheit darf darauf hingewieſen werden, daß nach Cröffnung der Tauern⸗ bahn der Wettbewerb des Hafens von Trieſt in dem weiteren Hinterlande Hamburgs ſchon jetzt außerordentlich ſcharf iſt, ein Wettbewerb, deſſen künſtliche Verſtärkung durch eine Be⸗ laſtung des Verkehrs nach Hamburg in jeder Beziehung durch⸗ aus unerwünſcht iſt. Vermehrt werden unſere Bedenken gegen die Abſichten der preußiſchen Regierung noch weiter durch die Vorteile, die den ſchon durch ihre natürliche Lage bevorzugten ausländiſchen Nordſeehäfen als Folge der Einführung von Schiffahrtsabgaben in Ausſicht geſtellt werden. U. E. ſollte die Aufgabe der deutſchen Regierungen eher darin beſtehen, jene natürlichen Vorzüge der ausländiſchen Häfen mit ihren Maßnahmen auszugleichen, als zu verſtärken. Wir können daher auch diesmal nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß man eine Einführung von Schiffahrtsabgaben, wenn über⸗ haupt, nur nach gründlicher Prüfung aller in Betracht kom⸗ menden Verhältniſſe in die Wege leitet. Rechtspflege. Entſchädigung des Handlungsgehilfen für Ueberſtunden. Das Kaufmannsgericht München hatte ſich mit der Frage zu be⸗ ſchäftigen, ob ein Handlungsgehilfe für geleiſtete Ueber⸗ ſtunden Entſchädigung verlangen könne. Es handelte ſich im ganzen um 180 Ueberſtunden, die im Vierteljahr Januar⸗ März über die feſtgeſetzten Geſchäftsſtunden hinaus geleiſtet waren. Vereinbart war zwiſchen den Parteien über die Ver⸗ gütung für etwaige Ueberſtunden nichts. Das Gericht hat daher Beweis erhoben, wie ſich der Ortsgebrauch zu dem Klageanſpruche ſtellt. Demnächſt hat es ſodann entſchieden, daß im allgemeinen eine Entſchädigung für Ueberſtunden im Kaufmannsbetriebe nicht üblich ſei. Es heißt dann weiter in dem Urteil:„Eine andere Frage iſt die, ob nicht eine vom Prinzipal freiwillig zu gewährende— Entſchädigung in einer anderen Form üblich bezw. angemeſſen iſt. Maß⸗ gebend iſt in dieſer Richtung der 8 59 des Handels⸗Geſetz⸗ Buches. Durch dieſen Paragraphen iſt der Ortsgebrauch als rechtsverbindliche Quelle anerkannt, weil darin der Orts⸗ gebrauch anſtelle einer mangelnden Vereinbarung geſetzt iſt. Die Vereinbarung iſt nun zweifellos ein Verpflichtungs⸗ grund und deshalb muß auch der Ortsgebrauch einen ber⸗ pflichtenden Charakter haben.“ Durch die Ausſage der ver⸗ nommenen Sachverſtändigen iſt feſtgeſtellt, daß nach dem in M. beſtehenden Ortsgebrauch bei außergewöhnlicher In⸗ anſpruchnahme des Perſonals über die gewöhnliche Zeit hinaus entweder ein Abendeſſen oder eine Entſchädigung von 1 Mark gewährt wird. Demgemäß wurde dem Kläger für 19 Tage, an welchen er 3 bis 7 Stunden über die gewöhnliche Geſchäftszeit hinaus gearbeitet hatte, eine Vergütung von 2 eee ee eeeen ee ee; eunce e„e“ znuve i eeeeee eiee eieend, enehues ee e böi uog en ee eeee etee en 30l 91 uduuau sog Wevg de een ee e eeer eenee eee e zae gun uig Bihngun unu an epdeatag gun usbunzjqplneg gospes ut daupg ueaohon eig aog di none d neccg nee eh e ee neeteeeee ufeg uagnvag bno jgnu an jof ueuuf uvut uusgz“ „ueeeeen nen eeeee ehee eeen ne oi uallvlas qun uscelaeg aat usgfeled Szen usgtelg SPinurc Sog gun pegz 100 fgungz o“ zun uonvas uagleg udg 4og pnv dggch reg sno uiecp onogeunnd 00 bonh easgeag ueene eee e ben eee eee ee e een, —— Hehhnu an zgv aabullgs nvag an epnn ptaeig Aec die an“— gunzcß uoagt apneiun upsp Seneng ue dun ee eeee„ugpe“ Waauaeg noas Inv uudg aun Jeagro Ind Ie enee ben eeene eeen eee e ee uubzcß agog 44% bbac„Meg 210 U e edeun an eeeene eeee e e eeee eeee e ee ben Cez Teet eeee eee eeeeeen eeeeeen ben An zqhog gozauntee aeutaba ute awa 80 CnigsRobaaec kueg aeun uraonc gum uanvas uagteg aid uege eee nudb peuhpl Ichan unu achr mz guhng aheie qun uguhnk ne uch un aince dact uun ueege e ue eng oie uebfoh ne scprn ir eeeee eeeee ee eeee gtumohne ftegöicdegobun gun zagvlloc ac senggoc Lonbe puudozr ognim aen ehecune eun ueoen eeneeue bee STinunc sog ge meen e eee eedeeeen uebnee een echee ee e eene eeee eehee e eene eee uello uuch ne uonvaſgegz dppmbun ose oianut nlad uehpf0! Seue OInqac eene ee en een eeeeeeee ee siv ufaopic aepocß nvad dquoig oie ugeh nde N nocpuvut pan oanem ee e en eee eeee ecce uuvundgel ne dig ueferf me e eenee eene ee eeeee eeeeeee en eee ee n een ee eene F g enne echeeee eeeeee eneen Sudqohaogz een eeeee et Ppaceeh eeeeeee eeee e en e ee eeee eee Jpru ai gele een euee ee ne ecen Nercpt i vl u Hillngen qun unvnguun nva aanvaeg Jegpgueeong adhv gun apagasegqo dig ucr ee ae hofne zoig æpnv fpvaf ſuttpf ulef ne usoß udendc onv adgn oundzeß le e eee „ ie ede eeeeeeen ee eun pi Teſteauoß noas gunt aquteg add gog uecpianeuso os aregnbes nedgtee 000 e egeah eeene en e en r eh eeeeeee enc“ deecef ad Lerr„eue ene Se dine bee, zun Se eil dne eee eee d ahienvg 80 uaſfeced ** Buva acpr une anquig agpezuncg ahv qand MHunzug 2 ur cih gun bor 0% a00 u beee ae eene 0 Wuveg a0 oc ec uhe dee Cun Hundohzucg anu gol ie 00! Juununeg Bunzgonegen eacht we r eee ehee eeen 2¹1 ee a Neneg z Sog eee bun ech er ee alang uet nvalsnoch souubzeß uaavag saund aun Bubz⸗ ueuuneeeeeeeeee eeeebeeeece eee en ee ee pee eeen ee eeehee ben ehenn eiht ſen e Arbipbuzgg anspt ae0 uog duzahg sug gve 88 mbz „aaquvure 10g Bon m do davugg Sonee pang uUnu vl aqui aar,— reeeeeeee eeee eee e dupote Nont„bvun neceeeeee eeee e e iee eae ehe een cen eener e et ne euug“ 00 aq ukli uae Aqet angut uubd ee e en e eeeee Muvg a zu 1% beee eeee weet e eee eeen e ieeee e e eee eeeeet eeeee ee FIdfenge uld Pgpen dgt orkdne„ „ eceeee er en FFF we ee eeen eee ehe e lec jeig gun“— uanze nn lei„uvgog j0% qungshobaaach svg“ „eene eeeenn ene neeen aee e Pnled ulegalun ne nuwe gun uguugz usmumoz jausg agq ut zun er aun aeog uahhnc ueee ee benene een eee eeee udape env z0g uch davatag aun dach uc anc abgur uset nd d o ee ehn ie e eeee ee“ zhof gun ub udgoqub uono gun aopvgz uteg eiut gafit T0cun soe sehog ac Pngalck n g00 e ee ne 420 ates oat 4d5 uacpIddef ltet eet wtee „i eeen aunſee eee 50 Aüt a0 duugg sw auvc 400 ſeg noaz agun ſleh a uht a nen un ee eren qunecun eue ene ee e eeene eene eeeee dnd anune Szgupoſd aipinguutlan ause zdq'— ueabdaa FF nt due avat sanog aun szaupoſc rorosneepoc r SSbd0 KAnne! 1 Aussadis ꝓnaqcpoztz) 85 0 0 J uagz r rungshobaac ——— eutzanunſt 08 afK 8061 Aunß 98 usg e Ent zch 5 p eee eceeee enece 10 meheeeen e e e e eeeeeee Uscphesvych c 2 ĩeg pna reununzg zbnog uf eqnupahch zeg Bunlog — SUuoiun zasmiunzg afaog un eiehpts seg dunlgg 139 3— h2 Huvz usgeg uret zapzg uſe zgieig 1 uuech aun ufee de e lcehe e „ununz neeg er eeeieg dunleg 1 ic enz un idug qundg E D A X G N I 2 KRK X N HIA IA IX A AIL IIT II I eemeee eee e eeeeeeee be ene Diaplliduuc F zunee aen ecee n ben eeeee iene Sobnon eee e eeeene ieeeeeeeeee eeeenee aehmu eee eeee ee miee ecie e ug Sougbr! Funſwouseuvzlcß K:dunznzcggß due0 nd neqng d e ſe bu NIIZ Ae Is nus 0f U suu vu uu suf H puef unzg ur ſe op op d de zuzgng de uscneecon Snſt 25 neeene 8 dg⸗Ssel 8 8g Ichlu di e— agt uog zogo Jchru aetea Cogheosd) eee eee ee aleg ſcpnt uscſeg duf ag uondzpze bno joch Ieeg mung den eee e *.* (550530 usqug pl aupeg ng ugz qbe e ceed e eee eeece wen eee eeen ee eeeg Se egec un 12 namug 5 epzu z0vg met aval j4aal 40% po! „nut aun daanat Jpeebur eee aeloid uog Iva jpvac nluse adg sig aeuebeee ue ee de idn a0 gun ugog utef epnbaeg va hvl seig ikcgnach fantz gasc siv qun bdded Sit nolllas abung 10— icellt „—— dqgod uvpeß ueboaengt anu secp! Avg Aah 10 nthhr uog susgiagent udueuqo gun uogupglun lune udſsales zapgaosveg und of anu ppuv ꝛkhl sva ueqnoſd utueadgz 1% dunu unu gun gun jqoged dangaeg safapes Sonto zeg icbch og an eog i eh e ee leneeeg udagvl znvch dog snv oſno 1 faduse oß pnv Ar zuge 55 4˙0 eunt Ihnlec sepſoiß useu zegn znvz enl obof unn gunt Jpo neh abe eue menent gogn en eneg ⸗? Laellag Sfcetu iun denb efat aee e ee eeeee e „3—— eun unzs“ pacpubeut deugos ehaegane„ojn! ⸗uoß ug Inv usllof uszonloiqv sſſog mur ug! 0 ntogpvu pei eee e en eee e ece ee eh ee „3—— Utucaogz dg— uabofef eata sva guft ughulag agnainſz ur serlat ueruezocß deudg oic zeuat Uobroaihpt neve aasuts usd gg di uduehe ehe ee ee“ eenad eeuttol„zueteanp t nof Hundzgungreg acloie ng“ „ucqvg aceut zcpru 1 ueppoacht o uenoa unz nepvlog uoule Aut oie uſet gun“ inege enuzlo eapiga⸗„Rol F „zhavqz uaags 1 uogug og——— uenfatspeunc ſumn Iön“ „ietene -cat suog taih cpon Igoat cpog, uocgnet of8“ cne eee eedue ee⸗ „dag od cpi ogvg dat“ rIittigf 10 ba eee ne ce ogß“ 5 epuubg Ilpru a0 ue aec ee eneeee engee e e eneg aoſuo sbe Inviog usbaee ute ehnec ecen ene 0 epiidpckun a va ueufeptae zcptu duugg 10 utoncp zzud Mpqploc utf znog aa be de e ecee ee 45—„oude wu cou ue eututo! 1 Leunead reeeg ilte al Shtu eg neeg eee — uaganqlzg cfut Muugr anee ee eeenc 124 %e wer aeg a ee eeeehn eee waic un vate ahhem eeeec ee e ie eee ge c eh e ehe! ae eheeeee ege ee ee ee e epneneun eenen Ac e ee eeen ee e diun eanut uahblzefunggg bond a% Ae e eeee ee enn eeee eee nne zaeuu: „ae beeeeeee eee ee ehe ehe ee mehee ete utuoavgz i uubg utegite gun ogogvc zunig zunogz zog zunguangz sug guse ee ee e un megegne 161 uopug con Anut 10 0i) ane zhpk gun ꝛhfunteg gavgobung uuh ure blnn— nvejqvf— va tar uefqeſckute Hundneg „aee eeeee wete een e be eee e beun cllet bie enee eee eh beh eeee eden naugpk aaulel agule naqnag va lvnch deg dig gun unzs— Aicklas Snrogoab pof ⸗ule uelvach udd spvutog vf usgog oi uazuvgeg eutbeg udagS 210 ulag aun uegoh zunuod an e ene aolh giat 1 Sod puje svog qo„dihe“ suubndegns uvut och Ugloat ⸗50 aee ete e eeeeee e ehee ee Zundne Aae uene en eeee udgog zcporod wnavg puv 210 ag ee e cehe eee le uebleobhnv zcpiu aug Acpiehhelg udug z0l 82 einaog nutdg an cr sjo e olld oo“ znubzda oicpof aagch dd oeruub ee „abgfloz ut so eue an lin Ichiu uaqog is“ „aneva r dutpz die eneee eceeeeeen aſe utucnogz ddg 8“ 3 Svat ueunucues jaqn Sgcbtu di uogog utuezogz welun aun Anues goe Jaeed ceng uaqog 818 ſqo foggei guohunsobihoar svg wogtt onogz uedueeheee e e een eee ete; 9“ guvch dig Pieaeg segucleg aalaf0 ut aeee wadege zaeg Inzuoz ued uog cpil eaunſc goſpch ne aaugjios sus8 — ohvg mueqples Zunzpoagz an uteg aban ehreule 10% 42 Avg ehpil unu iwat zd00 a0 den edupeüm sauv gun Unjobud 88 ell ode ee eeee een eeet eine uolpl zeen 10 agnog ſo nenken muß, wieder geboren werden. Glauben Sie mir, Gott will nicht den Tod, er will das Leben.“ 85„Ach, Herr, Sie können mich nicht verſtehen. Erſtens ſind Sie ein Mann, der keine Ahnung von den Kämpfen eines Weibes hat, und dann— dann—“ S „Nun, Frau Kornreiter, ſprechen Sie weiter, bitte. Ich nehme Ihnen nichts übel, was Sie auch ſagen werden,“ er⸗ mutigte Victorin. »„Ich meine nur, über manches kann man erſt Beſcheid geben und darüber reden, wenn manes ſelbſt durchgemacht hat. Solange kann man ſich kein Bild davon machen.“ „Gewiß, da haben Sie recht. Und darum ſollte einer, der ſich anmaßt, Kranke und Elende an Leib und Seele tröſten zu wollen, ſelbſt erſt an dem Abgrund tiefſten irdiſchen Jammers geſtanden haben. Dann wird ſein Mund Worte ſinden, zu heilen und aufzurichten, weil er ſelbſt der Rettung bedurft hat.“ Victorin wandte ſich ab. Er legte die Stirn an die durchbohrten Füße des Gottesſohnes und ein heißes Flehen rang ſich aus ſeinem Herzen. Jene Frau dort, an Körper und Geiſt krank, weil offenbar ſchuldig, mußte erſt werden wie Wachs, ehe Toni gerettet werden konnte. Jeder Tag aber, der ungenutzt dahinſchwand, nahm etwas mit ſich von der Lebensfreudigkeit und ⸗kraft eines Unſchuldigen. Der ſchweigende Mann, hinabgeneigt zu dem Kruzifix, war ein ergreifendes Bild, eben in dieſer Wortloſigkeit. Mar⸗ gret fiel neben ihren Bübchen, die im Graſe ſpielten, auf die Knie nieder, und heiß und inbrünſtig ſtieg auch ihre Bitte gen Himmel. Frau Kornreiter blickte faſt wild von einem zum andern, dann fuhr ſie von ihrem Sitz empor und ſtürzte mit einer jähen Bewegung dem kämpfenden Manne zu Füßen, ihn, wie Hülfe ſuchend, umſchlingend. „Wer biſt Du?“ kam es dabei heiſer, gleichſam wider⸗ ſtrebend von ihren Lippen—„o, ich fürchte, ein Zauberer! Seit ich Dich kenne und in Deine himmliſchen Augen geſehen habe, die von Hoffnung und Erlöſung ſprechen, habe ich keine Ruhe mehr. Aufruhr und Angſt, mehr als je zuvor, als ſelbſt in der erſten Zeit, iſt in meinem Innern. Immer ſehe ich den blonden Zigeuner und ſeine Liebſte, die mich verwünſchen und mich anklagen. Vielleicht iſt ſchon eines von ihnen ge⸗ ſtorben um meinetwillen. Und der, der dort oben, der mir ſonſt zugelächelt hat trotzalledem, wendet ſich nun finſter von mir.“ Sie fiel vorne über, ihre Stirn ſchlug hart auf den fel⸗ ſigen Boden. Da ſchrie ſie laut auf: „Ich will, ich will nicht ſterben! Will nicht ewig ver⸗ dammt ſein. Denn nicht ich, ſondern er, er hat Schuld, der für alle einen Liebesblick hatte, nur nicht für mich— ſein Weib! Er iſt ſchuldig, der Himmel muß es wiſſen, ihn klage ich an!“ Victorin ließ das geweihte Kreuz, um welches der Sonnenſchein und die würzige Bergluft ſpielten, fahren. Er neigte ſich hinab zu dem kämpfenden Weibe, hob den zuckenden Leib kraftvoll empor und trug ſie in den Hahnenhof. Mar⸗ gret folgte und wies ihr eigenes Bett für die Kranke an, dann ging ſie wieder hinaus, nicht ohne Victorin ſchnell die Hand zu küſſen. Frau Kornreiter war allerdings in einem Zuſtande, der ein Bekenntnis ganz unmöglich machte. Sie wurde von ihren ſchlimmen Herzkrämpfen geſchüttelt, die jedes Sprechen aus⸗ ſchloſſen. Und dieſen Krämpfen folgte dann ein Zuſtand ſo grenzenloſer Ermatung, daß es wieder hieß: warten, warten. Margret ſchluchzte draußen vor Aufregung und Angſt. Sie quälte Victorin zitternd mit Fragen. Wenn Frau Korn⸗ keiter ſtürbe, ohne gebeicht zu haben oder die Sprache verlöre und dergleichen, ob dann der arme Toni niemals, niemals ge⸗ rettet werden könne. Aber Victorin hatte auf alles eine Antwort und ſogar ein Lächekn. „Wenn einer von den traurigen Fällen eintritt, Frau Höfinger,“ ſagte er milde,„dann iſt es an der Zeit, unſere Hände aufzuheben und um das Herrgottskind zu klagen, nicht eher. Denn aller Jammer würde keine Minute unſeres Lebens aufhalten und auch nicht das von Ihnen gefürchtete, wenn es kommen ſollte. Nun aber möchte ich mit Ihrem Manu ſprechen, damit ich auf dem Hahnenhof bleiben kann.“ Julei Höfinger war anfangs ein wenig unwirſch. Alles Pfaffenweſen war ihm ärgerlich. Auch fand er es unnötig, daß man ihm das kranke Frauenzimmer auf den Hof geſchleppt hatte. Vietorin ober blieb ruhig und ſetzte ihm alles knapp und ſachlich auseinander. Da küßte der ſteifnackige Bauer ihm ſogar die Hand. „Alſo um den armen Burſchen, den Toni, handelt es ſich,“ ſagte er dabei— an dem hat der Vater freilich nit Recht ge⸗ handelt. Und ſtolz war der! Das gerade hat mir gefallen von ihm. Alle haben ſie gekrochen vor dem reichen Bauern, ſogar der Herr Pfarrer, nur er allein unter allen nit, und als der Vater ihm anbot, bei mir Knecht zu werden auf dem Hahnenhof, wo er einſt Herr war, da hätten Sie ſeine Ant⸗ wort hören ſollen! Den zu befreien, will ich gern mithelfen. Bleiben Sie alſo ſo lange es Ihnen beliebt.“ „Ich danke Ihnen,“ antwortete Victorin einfach, und kehrte ins Haus zurück. Und nun hieß es, Geduld haben, Geduld ohne Ende! Frau Kornreiter war tagelang vor Ermattung halb be⸗ wußtlos und verſtand gar nicht, was Victorin zu ihr ſprach, obwohl ſie ſeine Nähe dankbar und tröſtend zu empfinden ſchien. Die Mutter hingegen wies ſie ſchroff von ſich. Dieſes ſcheinbar verfallende Leben konnte ein unbedachtes Wort aus⸗ löſchen wie ein Licht, das fühlte der Mann, der ſchon ſo manchesmal an Kranken⸗ und Sterbehetten geſtanden hatte, wohl. Damit aber war für Toni jede Hoffnung auf Recht⸗ jertigung verloren. Hier galt es alſo, die Schwäche der Frau noch einmal, wenigſtens ſoweit zu beſiegen daß ſie zu einem vollen Geſtändnis fähig war. Aber ob es dem geduldigen, nimmermüden Manne gelang, wer konnte das wiſſen? Mar⸗ gret jedenfalls glaubte es nicht mehr. Müde und traurig half ſie Victorin bei Frau Kornreiters Pflege und dachte dabei an den armen Toni, um deſſen Lebensglück es hier ging. So verging ein Tag nach dem anderen, ja, die Kranke war ſchon ſeit zwei Wochen im Hahnenhof. Was in Vietorins ſtarker Seele vorging, wußte man nicht. Auf ſeinen ſtillen, klaren Zügen war nichts von Angſt und Unruhe, freilich auch nichts von Hoffnung oder gar Gewißheit zu leſen. Hatte dieſer Mann, der doch Mitleid empfand mit allen Lebendigen, deſſen Erbarmen ohne Ende ſchien, wirklich ſchon ſoweit die Welt überwunden, daß er alles— und ſei es das ſchwerſte—= aus der Höhe hinnehmen konnte, als etwas nicht nur Unab⸗ änderliches, ſondern auch zum Heile Dienendes? Wenn Frau Kornreiter ſtarb, ohne bekannt zu haben; und Julei und Margret zweifelten nicht, daß es ſo kommen müſſe, was wurde dann? Sollte dann der unſchuldige Toni wirklich ſeine Strafe verbüßen! Die Kranke wurde eigentlich immer kraftloſer, ihre noch einmal aufflackernden Lebens⸗ geiſter erloſchen mehr und mehr. Da plötzlich, in einer lauen, ſternenvollen Nacht, ward dem ringenden Victorin auch über dieſe Seele Gewalt ge⸗ geben. Märchenhaft, im Vollmondglanz lagen Berge und Täler da. Auch der Hahnenhof war ganz erfüllt von dem ſanften und ſtrahlenden Licht, und die kranke Frau lag wachend und blickte lange da hinein. Victorin merkte, daß ſie bei klarem Verſtand war und ſtürzte im Geiſt und Inbrunſt vor dem nieder, der dieſes fliehende Leben allein zu bannen vermochte. „Meine Tochter,“ wunderbar ſanft und bezwingend klang des Mannes Stimme, ſeine Augen tauchten mit überwältigen⸗ dem Flehen in die ihren—„kraft meines Amtes mahne ich Dich, tue Deinen Mund auf und mache Deine Seele rein von der Schuld, die darauf laſtet. Oder willſt Du vor das Angeſicht des ewigen Richters treten von Deinem eigenen Ge⸗ wiſſen verworfen, das verwüſtete Leben unſchuldiger Menſchen auf der Seele! Haſt Du einen frohen Augenblick gehabt, trotz⸗ dem Dich die Menſchen achten und ſchätzen, trotzdem Du ſcheinbar tadellos wandelſt vor Deinen Freunden oder Nach⸗ barn? Und wenn Du es mir tauſendmal ſagſt: ja, ich glaube Dir nicht, nein, meine Tochter, ich glaube Dir nicht! Ich aber will Dir Freiheit und Ruhe bringen, ich will Dich erlöſen von der Marter Deines ewig bohrenden Gewiſſens! Ich will Deine zerſchlagene Seele frei machen von der Macht des Böſen, * — „„ „Allerdings eine ehrenvolle Aufgabe, als Statiſt herum⸗ zuſtehen.“ „Ich habe immer gemerkt, daß Sie gleich die Haupt⸗ rolle ſpielten, wo Sie auch dabei waren,“ entgegnete Gruber; „und das werden Sie heute auch tun. Sträuben Sie ſich nicht mehr! Sie werden ſehen, es wird hoch hergehen. Der Konſul machte ſo vielſagende Andeutungen und der Kapitän der „Barbaroſſa“, der mir auch in den Weg lief, erzählte, er habe für's Konſulat Beſuch mitgebracht— eine adlige Dame mit ihrer Geſellſchafterin, eine Baronin oder derartiges. Sind Sie denn auf dieſe friſch importierte Weiblichkeit nicht neu⸗ gierig? Bei unſerem Mangel an europäiſchen Schönheiten ſollten Sie dafür doch einiges Intereſſe haben!“ „Der Herr mit dem langen Vollbart, Herr Alfred Falkner, Mitinhaber der Firma Falkner und Gruber, dem man den Spitznamen Graf Traſt angehängt hatte, weil ihm in einer Liebhaberaufführung des deutſchen Klubs die Darſtellung des Sudermannſchen Dramenhelden vorzüglich gelungen war, reckte ſich in ſeinem Stuhl und gähnte. „Ehrlich geſtanden, nein,— ich bin nicht neugierig. Ich kenne dieſe weiblichen Globetrotter. Schönheiten gibts nach meinen Erfahrungen darunter nicht, wenigſtens iſt hierher noch keine verſchlagen worden, dafür umſo häufiger die andere Sorte, die häßliche mit den Konquiſtadorenallüren, womit ſie die dümmſten Eingeborenen zum Spott reizen. Und deshalb ſollte ich mich bemühen?“ Wenn nicht deshalb, ſo aus Rückſicht auf unſeren Klub und auf mich. Glauben Sie, daß es ein Vergnügen iſt, fort⸗ während gefragt zu werden:„Aber wo iſt denn Ihr Sozius?“ „Wo ſteckt der Graf Traſt?“ Mich würde man kaum ver⸗ miſſen, Sie aber wird man an allen Ecken und Enden ſuchen.“ Dieſe zarte Schmeichelei tat ihre Wirkung. „Na, meinetwegen, um Ihnen zu beweiſen, daß ich kein Egoiſt bin, werde ich mich einfinden,“ erklärte Falkner.„Aber nicht um zu repräſentieren, wie Sie es nennen, ſondern nur um dageweſen zu ſein. Und wenn ich nach einer Stunde wieder verſchwinden will, ſo verſuchen Sie nicht, mich zurück⸗ zuhalten. Es wäre doch vergeblich.———— Das Konſulatsgebäude lag auf einer Anhöhe und man hatte von den oberen Terraſſen aus eine herrliche Fernſicht über die weite Meeresbucht, an deren tiefſtem Einſchnitt die Stadt ſich fächerartig ausbreitete. Die Schiffskapelle der„Barbaroſſa“ war für das Feſt ausgeliehen worden und heitere Weiſen empfingen Falkner, als er das gaſtliche Haus betrat. Er ließ die Blicke über die vielköpfige Geſellſchaft, die ſich bereits im Garten verſammelt hatte, hinſchweifen. Was unter den Europäern nur einiges Anſehen genoß ſchien ge⸗ laden worden zu ſein, aber, i immer, war das weibliche Element eutſchieden in der Minderheit und Jugend und Liebreiz fehlten faſt ganz. Der mit allen ſeinen Orden geſchmückte Konſul kam ihm entgegen und begrüßte ihn. „Wenn Sie meiner Frau ihre Reverenz machen wollen — dort iſt ſie!“ Er zeigte auf mehrere helle Toiletten und wippende bunte Damenhüte.„Sie unterhält ſich mit der Baronin von Rautenſtein. Laſſen Sie ſich nur vorſtellen.“ Ein flüchtiger Händedruck und ſchon hatte er ſich geſchäf⸗ tig einem neuen Gaſte zugewandt. „Rautenſtein? So hieß doch das alte Schloß in unſerm thüringiſchen Ländchen!“ dachte Falkner, während er auf die ihm bezeichnete Gruppe zuſchritt.„Sollte die Baronin viel⸗ leicht gar eine Landsmännin ſein?“ Die Frau Konſul hieß ihn vie einen guten alten Bekann⸗ ten willkommen und ſtellte ihn der Baronin als eine der Han⸗ delsgrößen und treueſten Stützen der Kolonie vor. Er wehrte höflich ab und verneigte ſich tief vor der ſchlan⸗ ken Frauengeſtalt mit dem feingeſchnittenen, klugen Geſicht. Dabei geriet ſein Prophetenbart in eine wehende, flat⸗ ternde Bewegung. Die Baronin wurde rot und biß ſich auf die Lippen. Die Frau Konſul aber ſagte: „Sie kommen uns wie geruſen, lieber Falkner. Keiner kennt hier Land und Leute ſo wie Sie und niemand kann der Frau Baronin beſſeren Aufſchluß darüber geben.“ Sie befanden ſich bald in lebhafter Unterhaltung und Falkner war entzückt von der natürlichen Liebenswürdigkeik der ſchönen Frau. Als aber die untergehende Sonne ein herrliches Farben⸗ und Flammenſpiel auf dem Waſſerſpiegel der Bai und am Himmel hervorzauberte, verſtummten ſie beide angeſichts dieſes wunderbaren Schauſpiels und Falkner konnte die Baronin mit Muße von der Seite betrachten. Nein, das war keine von den modernen Amazonen, die auf der Abenteuerſuche alle Erdteile durchſtreiften, von den Miſſes und Fräuleins, die, mit Krimſtechern und Doppel⸗ flinten bewaffnet, auf Löwen und Tiger pirſchten oder die der Ehrgeiz plagte, die letzten weißen Fleckchen, die auf der Landkarte noch vorhanden waren, zu erforſchen und auszu⸗ füllen. Das war, obwohl auch ſelbſtbewußt und unter⸗ nehmend, noch ein echtes Weib— weiblich in jeder Linie, jeder Geberde, in jedem Wort, das ſie ſprach. In einiger Entfernung ſah er Gruber herumlungern. Der Sozius fragte durch Blicke und Zeichen an, ob feine Gegenwart erwünſcht ſei. Falkner winkte kräftig ab. Solch ein Eſel war er denn doch nicht, ſich dies reizvolle Beiſammen⸗ ſein durch einen Dritten ſtören zu laſſen. Da hörte die Teilhaberſchaft auf. Auch richtete die Baronin ſchon wieder eine Frage an ihn und erkundigte ſich, ob er aus Thüringen ſtamme. Ge⸗ wiſſe Anklänge in ſeiner Ausſprache an ihre eigene heimat⸗ liche Mundart ließen ſie das vermuten. Er bejahte, hoch erfreut, daß ihn ein landsmannſchaft⸗ liches Band mit dieſer ſchönen Frau verknüpfte, und es be⸗ gann ein lebhafter Austauſch heimatlicher Erinnerungen zwiſchen ihnen. Leider wurde dies jedoch bald durch den Konſul geſtört, der die Baronin zu der Schauſtellung einge⸗ borener Gaukler und Tänzerinnen abholte, die auf einem Podium im Garten, veranſtaltet wurde. Die anderen Herr⸗ ſchaften hatten ihre Plätze bereits eingenommen, man wollle anfangen— ſo mußte ſich Falkner die Rautenſteinerin leider entführen laſſen. Er ſah ihnen mit gemiſchten Empfindungen nach, und merkte nicht, daß ſich eine Hand auf ſeine Schulter legte, bis er plötzlich Grubers Stimme hörte. Ich habe dort im Pavillon Sekt und Selters kalt ſtellen laſſen. Kommen Sie, Traſt, ſonſt verbrennen Sie innerlich.“ Der zuckte ärgerlich die Schultern. „Ich denke nur an unſere Firma,“ fuhr Gruber unbeirrt und etwas ſpöttiſch fort,„der Sie nicht in der Blüte Ihre⸗ Jahre entriſſen werden ſollen, ſonſt habe ich keine Urſache, mich Ihrer anzunehmen. Au contraire! Es war nicht edel von Ihnen, daß Sie mich vorhin abſeits ſtehen ließen. Aber alles begreifen heißt alles verzeihen!“ Er lotſte Falkner nach dem Pavillon, nahm aus einem Eiskübel eine Sektflaſche und ſchenkte zwei Gläſer voll. „Proſit! Worauf wollen wir zuerſt anſtoßen?“ fragte er verſchmitzt. Falkner hatte ſein Glas ſchon geleert, füllte es ſelbſt wieder und trank es ebenſo ſchnell aus wie das erſte. Das dritte goß er gleich hinterher. „Sie ſcheinen einen Vulkan in ſich zu chaben,“ ſpottete Gruber.„Aber einerlei— ich beneide Sie doch um Ihr Glück bei den Frauen.“ „Wer ſagt Ihnen denn—— 2“ „Ach, reden Sie doch nicht! Sie brauchen ja nur Ihren Bart auszuwerfen wie der Fiſcher ſein Netz und ſofort zap⸗ 01 darin. Ich wette, dieſe Frau Baronin zappelt auch hon.“ „Etwas gewählter könnten Sie ſich ſchon ausdrücken, ſagte Falkner,„aber Torheit bliebe es auch dann. Die 1 iſt keine von den Frauen, die ſich ſo flink einfangen aſſen.“ Innerlich war er aber doch nur zu gern geneigt, den Worten ſeines Freundes Glauben beizumeſſen. Und nach der zweiten Flaſche prickelnden Schaumweins, als die Gaukler und Tänzerinnen ihre Vorſtellung beendet hatten, trieb es ihn wieder zu ihr— er mußte erfahren, welchen Eindruck er auf ſie gemacht hatte. Und es glückte ihm auch, ſie noch einmal allein zu ſprechen. Eine ſeltſame Scheu prägte ſich dabei in ihrem Weſen aus, ſie kämpfte ſichtbar mit ihrer Berwirrung, wie er voll Freude bu 80 dpoſpvog udgo usſpopzes sva:uezaocpi gun uefppog 18 adquv duse apaphoct„usgebaezunurg aegorat oi gai uuvg ozg“ „ à Sige urmncuee edene eee n ioac obvanod zim 10 ei“ Invuth zespnach mobunundgn zuum uopapecs soquezlon udgjpgz; uteufs ino unsd joia„uv jelozg dig sinpcpe“ eeelig bungodlun uecoh geg ul pei“ uelzung uauze a0 g öbneuvogogz useavarcp mog uog great uetpo aunogz gun auazz noave dacht Apusuuog un ugochn ofeupfb avoch Soguojqheg agr! zoccgagogz wou jnc aogdat önar 1 dusbnusb sgoc oſg uocpt uer pogel A ue eeee wehech epeu eeen ceeeeer ee zusbufachneaezunuig aagc aelelg uogz uspognegegeru znvavda gupeuaph gun pacuelgeg uudg pi uen enhned ee nd oniape zvoch ule jof gun sno zai genludg luog sno jva zotebuscpapes aee aund eeeeeneet ee e ueognag aBageeucp die znv pugenſe uhog zmu uspogs uenvig usg doqn ꝙpoßg Aing dig ur zzeaqbunachs sog ofbvn Sobpicphuognor souie aanugd uog sn diß nog dacd ueg unndkutva ogonb 100 duvach poguvogogz a0 aegelt uutuvanp aehlogß uiog ind uieho apquteh di edcpzeogogz oie si go acein Szheu uouht uog uvm sig pieee eeeeeeeueuuol ig nb ſnvung ee e engen dueue deeer egteen ihe een en ge dun mehe echbeee „utee eee eeeeehen eenben eunbzg uousollo ne dog mog pou sog qpocaduur con ueert ueen r Saegvg g0 unabnvjgz ueg znuv qusqueig uefeec enee eun Duiazz oget gun uecpohlay bungebmun zeg uogaplanzvatz ueg nog Javcp o10 dpeusgao aheg ueeeig nemocß a0 ae0i0); uuneneee een egen eee e eenneing eceg eoeg -Uin usgupalngoſſongz uog ueſlog wae Inv sog gqipczouug 1 (udſogasg pnagcpoztz) (ueigz) 12 0 26 J uog oehegogt öint zeenn d Hahhvlhogz dusbie auseh uv bungeuulag dig uuozez uobunl nieg ui ozuuvag ef ne uollozud zouſpſobun gego zuschleg un vgslabzcz gun zuog uog deanat zogo Jequosſicz uloc Sluelpoaqaogz soc qunabgz uip geqnaog elupeape gun Abdusz pang wanquig deanqt zeteed gupguscueicz uv 81b gdaoguv uv sva„eunsgfobagech“ sog gouuir pou uuvn guvg obigtei ebunk aeg avan uhr ans uollo neenv uoug! auvz Laoc uie uogebobuduutwvlne avogz obunl svg uoſog gunch duſed avnzgozs gun apzusgug uonv zumogem uem ⸗Mczeg gtpogz un zng Soufseſg ute oinmod geufse uog cplungz sunosengz leogz; znv uopog vgslavcß dufel gun Juueusg Uaaohseguvg seg sgouch eig ughr oiat gun iuor 8“ Snvulg ignicpter uuvg burb gun qtogß sobunl geusgaoatobd projg gun zuae usol dignz 29 „Bav zuudag gunog 918 moiuuozuueh nn uueat Iinog ole anl piusgao bonv obgog“ Ind opoh eee eeuebn eue pen uen gun„uofhve i ueuuggz aiat asqs fezeaec gponz nc uog va ufozs“ „adluuuu lvach nadch golun zu soc uojgnuthol uuvg aia gog'ncß fanvjib uojuuggz uoſhve uu jnd sva an! Ipogtz di e ſeeeet chhe eeen eepaen ee Luer ͤuteut es“ „Sahvan u uogen usbung olckgs dig aia uugat Anpqazequ uezoigog zu sun gog uoſvach uoznd ugelun nebod apqzuvpqun mulpal nv vl gapgz uouad usgnofb pnlcd adlun un gacoia dgteg opv glae anu uollnut aiar bgszavegz Sufeiu usgaeat buloa gun goa; adgefat uoct aim unog“ 5:Jao preggen ahn! zs gun aehjnchg gufel uv udcplcgy apung svg ezugef on„uoz“ „ushlppl ne uognvag og jetg ne avo iht 8e aoqo“ diboruuchl uc uv gudlog pn 210 nvas obunl gughol dig unn cape maz ueufeh ae ezbe; wgva„ogvcpe urdut udgil ac 100 ppou uaeb oipgzcz“ ——— eee weee bbu 19 gun zpsergvzqz acpplure uog uuvzß aobunl aeguvce ue unt ⸗un usahhegn uog ueunp ezun ohnvch uepügundn! uteuse uf en gehne e ee he en en eheet eeuinne ⸗muſpg gun gojhuſp usbaog une uogunelpg usg ui uebed usg aegjodg 1% gen aegeſa ueguvarcp uebvatezung opogz *** uahula ne dſeg daht un gonjqo icu pifg ⸗zuebnzz uoſgſe; lune sig nog sunaoſongz geſpgz 4dg ur guvc 946 Jjonbuegach gehv uog Jieadeg on gao uo eee e e Ipiu Jeſteaugog nvas dezune zo goagr olvaſs 21 Juip u uuvg zuol gun oſfe dn obonlpzizeg ſ8e ava oſ o“ ogaegere sfufuuszogz opvut ⸗„ gva uouht qun ſosausezeh jeababzaß gun jeing usebaozc⸗ n eeeee e ee eht e e e ene e ⸗i ag uog avan pg jgegoh dguvg dig pane abuvz oh ou 19 Acpraac gun aſvurcg zog Aounz oruunugvan oic acen iceu piggich bi eean dun eigne negnen e geg ublcute ole etumoueb idee oahr uog jvutuſe inv azvar jonc opis udutavgac uteuref ur uerhol gzebiech uie ig 4e uuvzgz z0g geack uengen See eehe dg Inv uneznch onvaß dig da agun jauutich ueſplqle ufaeugglaeg dgoanb dig i endzßz 91 bnudb ahr avan ge 4eqo piuedze ozuvac did gurz „aog use sog anu uscppuusnb gun usgebaeg sopv uuvz zjog een eten ee eee eeeee ee ne ene eeg; die uedcig usufel uog uollo sesloz gun eingd acpmung Deo eten en eue een ieuz eh e eſg iene; zuv nonds uequdgat zo aohog udg usgeu jei uuvzcß aog „— gun dlg udmoz va— Ipiaog) uleg gog gun uu einvah uegaene utog zog pnv aeg13 Sahhv gun citui ozpoalpl ueznog ueg zog zauvchs dig— Inze⸗ ag aegefal aeun oeg e ee uueg ee ngc a un drat avan ch igsascpleb usgchig ueg Inv zo o ainſos zouzsout Szuzuudgegz sva uut zog va dganat Jbozzebuv iuezcz oguojq eqng aeg qun udgeplod oppeachg sg achcpvu 81½ uouugg uelfenb ſpi uun ong neuspl guslva ol gongd svg dat Jcpiu zluo! Aanat p ufel uohoue usgogz usg Inv uojgogz 1000 uepzun obues oog aut uesgnut ſpaog zehv gon zpva uoſoat „eh aguslpg zed uf obubz uuozcz uteut oa'go bor uduld nuvg ehavan qun ufef ne gop uaeplnog zog uim'ne uogno uog pi gubg soquiech geg udan dic nevg ogaggeh gadanopnpzz Sba pnv Acpozod sohongz uolteat uoſv sours uenltaplaogz uog bvu nvusb zuvazszognog ueg gun ſozsoaggrog Bujplbaol geyv hh e en et hebu anc uegunjob joch ueg jnv gun daghed ugeunebig usg sva einunz svcß eignm gun dinoa; usuufaseg ogerg oufel sleagz usgef uin cpi gve uu jdg ale; guvgf dulcd sog anzs agvu uunugogz uteg cpi avar vh zaebldaneg uuvzag uduseum anl zung usdg uut nond iſv 910 818“ Soo sohjogpna ozuupzog gun ſhn e Soſapaeg phanun ureplaucze mieg unog ute ui onopf eneeezeun guvc dusel Nolg ers ddec gun giog uv quois ng gcccepeungeg ee e bene ueg bupfaagol ei qzog „och aheut Icu aod oi Ihabdog uobungateeg suaopoig uelogz utee ur cpvzß zog uogß nvad ugpupmöun geg usgchg erg gognn slugupech sog moz uouuegz dugo uzebgg gugc „se ug cp! b8. „8aoſp usg oljv oi usuusz uuvcz“ —„ v“— 7 5„ ieinch! ⸗un seuuvzeß sdahs dgo ne gun soglggoch sogge dguvagz uv uvohnvag; sviszabzeß duog gog di uoln“, Mel aggo ole Huv 8e„uupgob on ogog ſ v“ ut! 1 obva i Zoleaugoch nvas uoffonge ne ugt 390 auu chr oqoc va ucipepee eeee e bun en en biche ⸗aog zouuuvs uf zol bor aiut aog 4 8J½ biamcphlun— Ar ad uudsg bvaf Gioc ci ueg un zoufe pnv avat uougt gezun gogv uegun gun ueton cn ed cpuvm guvl gun elnogrpng U usgued negueſe deg neeguec udg gezun egog“ „ure eee ue aob uouugz 518“ Inv nvng d10 dfecpnjhoh„adh i ueulmeoz ogß 3018 gun gogz“ „ocnd a00 gollvgß zhnv sio i a0ſeh udunaog „a uolod aun z Sozuseusab sgorg usllse uaguelſog uin „„uudgeg veovckvgß vaiszavzcß oi udgoh daunzc ofgor dachr uy uezuvgog) ulel dunnfönuech bbldlomsgaom une aiut dcanan ge qun uellvinog i 51 uouug zndivcß eeeepacen e e eeen eg gae meue bol un dapu bupd zde poate uog jaot use cr uuegß fol suubz zeuteg nun eneeencen eeeeeeee eene een a90 80 51 aun vc us uepdaneg acdeugench ene eee ol ollr usgaea 8e usvjeb sanjg uegegquv aeg degebeg dig ꝙænv eingg gun nozuezavc nung ufelggnatogz sejvuonou usdz legg uojpuolſvu usufsez zoh z adde gavg usgoiezus Acpru p d0 ne eclct guvjsnzz un zog 218 dlat invch! „env o aog ugunlun noufez zeun uege ceau Utoggoa; nezlang dis— aapa hnv s,uuda gun pvutobenv jchnu abh pou i svcß“ zegnaich Hoanze Poachlasgiat„zusgaeag neiecbuvj cpi i8 gog uocpt undg 918 uellat a0hog“ „üsgelneure cpiu Homagg Pos usgseasbuv; „de ne neeeene eeen e gengeet adq geldJ ule ugob vl nduhg ddunag pp usbfainpliue ne usgiejgenzz uſut an 10 cbnv 18 ueqog ol uegogh Bolebne oiu an eig unogz enzz adneg ueendg e e eeuue eee e :55vl gun uoſsojßb guvc ol pang nognog uezung uobuoz ueg gei! Puane Jdllelgtenscpe nee e ee en eeeheen eeen et le, eeg nedpeg sun env oi lanvu vuan dig and⸗ „Sibplehne piut an nv usgog sſ8“ „udganat uemumoz Mezuegabch mouzel ne ogleg azu gog ueduumousbqo uoppoachlaeg; gog aum 40 zog vo gun egvass adg znv jnſuoßz usg uigaog Ada; eeene een e ee e eee ee, „alnvch ne gsgeu dlprchht h uloꝛs“ ieee eee ieh ee eie we ee“ Aueſogzzg pnzqpoꝛgz) (anquspfonvg) pilaech hacoch uog dzsegounc pad Jva ueplpgut udgel pnuthozugunjez uspjog moagr un anzozs duichv die ænd dig nomuutoz Dduenbo wpou iugt cou gog uebſbepnag beeeee ee eeen gog ddgs aun eeenee e e ane ee eng ueeee ceeig net ene e eha usgun bunbd apphequseuvlcß ad onen eeee eeezeiq neguolſen „Gadcz 510 ueee enee echeheh gurg ͤSur deneg ud Udultoz a eereehen eeeeeeen ee een eeeheetene aog gun segnog sog bünpog gun dgavs gagach gog u! ꝓn dgeged aecten e eneenaß gun ueadonguree udboboal dpeide ind sjvd zwunugo aheuc er enzguspo gun udeovuonſicvstz uaslpach jog odueze eagr Avg dugvu „Inzz ause oi Inv sig qun zuegelliaut onl oig ushob Jeleith aogo Av Inv anu enl uehegeb Higpurhhrend gugegvuuzß uonr0 erpe 0 gun albioz oie dgun baigadan purngoilgag gog uegen eene e epanee inpunhed ebuschiz nenlv ur Sboaisoulez useuvjlcdudciz dig ci A nesebsnvaag env qpul jpg 8ed ava hos zeg pindianz vjnunacgz uezuuvgog ieglanvüelaoch sjv ade znu zon vg nop Selg dran degeh Bunzseaqzecz achpfohuoge ne daoguv gun oaggouch dig uvfeuz) udbiunjggoad usg mnuv ugoguol uehlnvſnklun douvnzg dhor ⸗unaß oute usbob gieanaegiie sehogesen ule gies Bundlozgz 910 guviler iur uoſun sbuicaenv sva gfeagege svg anu ſchzu zog Zavalusbogh aog funzuszavcd oic usbogzebfog dusge dd ur anzinz ueprenbfogae goac ne joig Szseaeg zog ueſapch uesbogeb u dhee gun jac uv useuvzlckuoche zog mntanse sve usqog jecigobenvaeg uofjoflobuseupjlſtz izof sjv Bunenda aegupneg bruda Pangd uegilel uez ⸗Udeid uefuuvueg usg env cei dig uunoc duel ov ppijgud Cun ohoh zbuvzao Funugegenzz osggand dufel svcoangg viuzz „budunuoß svg ſiog geapfgaenloch u szo neznelebne nogoguv neg bon oid Sebungclan uscpunlganh useubzlqß dusmod „davucpiunbv“ sio uouchr ne uoduun udneſec ee(osaogz geg duug uenbus ui usbuvylg durchjv ache) uoſſegeeg uoche 10 aegei Buniaudegz neagt cvu gun uonenvaaoqn vdoanz Jenu add ueeuvilcß dprenhe meg eeehe esvoaog“ udoig ng guvl uockſ udg opu bog neg Dumaecde ad Uefpiante usſggath gog giag ane ei mog enb uegaozs ult. Jpniec dag jog olcppazogd nouſcſo a gegaeguszcß die inu uue eeche eeene en ceen eee ebihol uloaehun bu cpi ggpr gog zeleig uefef sebunaczan uopgaou⸗pa Uoguvjlſtz uogusctegeg uechz uog ur eindg og ge euneues zuv oanguig nog ohunf aog ubzez uschpfejbagg ne ueg ⸗oiaegtz ueclrboooh ugueguvbaog öupf env 00 Juu uochie 430 Jeauseuvhlqtz abineg dig gun nosozang ne uegozzods usguscp! agheg usgejudeuvjlſtz svg oagogcpdoc ur uobihjohbruuvut id uv vaozs 00 uobunufecplaesbunllvcuz 10 8 J15 uehv aogz uobaecen noo noguesnogegun zcpzu urgaemun 0 ee ee ene eeee edcein eeeee ede eere deog unznocp aog anu zcu ꝙæpnp ol uepol ussapousocii 10 nogſig auzudsgug sog uenlvthlnnoch daoguv gun zelloulgziegz ⸗cenen eheutenee eeeeehe een eer eeee ece! ⸗Upgnagch soufoſz use gun uozusmnaflus gun uezloslgzos ueſp! uteſd uabaggoh nevg udg zun iunvagoscogfoazzeß uid ueuugz negada gahnobend uelljvuvusgog, uonſugbvorg uscuohppogc ue bee eet eeee er ehnheeed eeeee e entee ⸗o uegueineg ee ie deie bdun ͤ uapc an! usunpa „Jojſpg aqun ⸗ugocß usg lohnv ſpi ueguflog unehnpgpoicß usg us uoanjs uaßuge ne zpaocchiz nlocptuogat opaegaolas aoe Jeh eeeee dun eeuecp uteg pnv piqupn ecee ee ene ee ehe uog ee ed Uogloh oou Muoh dit diat gun megzgzecuan gun hpruuzelugdaegbadalg euen ee eneee ben eeee eeeepoc egunmmonz ujeunacuoczz Jegupig oagufsee uaſouvg 10 diat uobensbaigsbpoch ade nelunjcz uozung gusf ouv gun ndagseapoiag gun uoloausgiz gun udaggldaegz a pne udufchv uoſuudgogigoat oig Indazeg ueneuo icone gun aacptueguze ugchccnacd nocliaſe sun ueinad 0c 11 Jnlosudunubine uonpresenguecpljog env zoſich udleg defavb ⸗Uöctzis dd0 fugelgud uonspanvſſeagoscpe adg uog uonufzcs 8 anu Jbon Iptagqo gwamecbvocp mog cpou Jiei guvgz uogeg Ickenzz uszunabog ugcpl zdagt dguvagaozt utz goi] uonog Uolpagzplabvg uid 11 biazang buge zd0g Ind gciz ueusb9f ie dalchtnostdac zd qijogaezun ꝛd0 pu usbeagß uoſloeanz udg Inv gusbeigqv jpzusegitz sva us ssapaunv gezieat adgo guog;o! ⸗aag beogß Uogusbiegſego szun pou ueg uudi udnoſſuu gog aozuig uvun zbupzod Jagnl jo odrutvucpreid sog ur pouzavgz aog Sgunf gog gojohgeg boſß uog gumumog lutapch uog uvut uuogß Jeegunaegeat eibe uohtdale iune zeu guvzcpnocz u bl So ofat useuvnus suggojuseuvllc usuſchiv guncz uie aoſeg 928T uog dhach zousd ur aoih zlr ueahng Soargsueee se%d geſcnpgbrog uoſapgcpvusg agf dig aun oglalbng dgog aesezch 000e Mof dig udg Sugugv uobnapgond sog uosuuuss Jecig fjuncsbuvösnzz ueſlog usg uaghogaegc u have nonacpaeumo ozuupzog die pnſegz uellog anh uecpohpe liog inv usjarbuochiz epouglgao J0r zuumoc mr gun 91591 ⸗obuv uoſpunzcz ur suezavch uocphuvjog gog a0ſpoascß Joggch gallokongtz uog zeg iir zeqo aöavgoaß snosſogß sufegog ⸗nochi udcdlipienaanhg gun uscohndg 390 Suspfol Hbungun ozun uobilpag ad zuvg igng ohngaeugogz aog featun Apichrucplec utt udzabguschiz azugvalnd uocpt aoc uogengog ⸗pnane icpzu ohelgegd weleſg juv zir guvzcplindc ns uoch uophuenohr gun usplulgeuva uog ur zazz aoleig usgunzjoßhuvaog daoguv dcpreajqve gun uslobogqpoch gun ⸗an nog ur oogze uohvgz utgg Inv uozzoch dzeullgae 8681 dahvs u eg gabguadogz uvg ugulez meg inv vilnoubge ugavgc eee eh eee ee een eeeeene edbuvong apef saoqudtog pang Sil aog Jpphegaegz svg uſboh Sufgobuß uegego sog anzhölqz iuv unngolozvecß jcc udzavch uſe zouage! Andazuoze log vifaoqulot uofaobeuvzlckuec dusbood wog eee he een ee hen ehee een weeeeenene e Aisggiet Agrdatoduse dagves usguobzollnvaog un neg daanat ue! ocpled vyuuic vf dg onbruvſog uſgaos gusbeſed dgggsoneeſ Teos OSgt ul daaelg⸗zulſpg banogz jog ad0 gve ule anlog il daunzudeuviſcth an Aocptnoloch aehusc d10 igof 8884 1049 uhufgufe asgefat ajvg Bunglaezun un sſebuvzch nobsa swunz ⸗Hancth sed qun uegiggee dee eeeemeeee e iebuv aief sig uebozuv usſagbeuvzickusch udusſaoauue bogochſout ueilne dig ugegogasgc un ufohljeguegz uteg inv gun Jou uf jpagrucpec un weee ee n pagr gun gagt uengbs udg ui lobpas aun unvytavcz uog zauaeſ sig oee u Wie ſie ſich geberdeten, die dummen Gänfſe! Sie war Jo mutig wie irgend eine, traute ſich auch auf den See hinaus. Wenn ſie nur nicht immer denken müßte! Weit draußen auf dem Waſſer fiel ihr ein:„Wenn du den Fußkrampf kriegſt!“ Die anderen dachten eben nichts, das war ihr Vorzug, ihr Mut. Und fühlten nichts. Ja, das Fühlen! Gegen das Springen hatte ſie von jeher eine Abneigung und nicht, um mit ihrer Courage zu protzen war ſie hier heraufgeſtiegen, ſondern gequält von Gefühlen, dis ſie nicht loswerden konnte und gegen die ihr endlich ein Mittel ein⸗ gefallen war: der Sprung vom hohen Felſen ins Nichts oder die Geneſung. Im Winter hatte ihnen ihr alter Literaturprofeſſor— Juchs hieß er und war auch einer— die Sage vom leuka⸗ diſchen Felſen vorgetragen, von dem man herabſprang, um ſich von Liebesgram zu heilen. Unten angelangt, war man entweder tot— wie die Sappho— oder geheilt. Viermal ſollte einer es mit Erfolg probiert haben. Viermal! Die Zahl ſtimmte mißtrauiſch. Dem ſeine Lieben mochten danach geweſen ſein! In der Literaturſtunde herrſchte allgemeiner Zweifel an der Wirkſamkeit dieſes Sprunges, jedoch nur ſie allein wagte ihn zu äußern. „Serr Profef nicht glauben.“ „Wiſſen Sie was?“ antwortete er. Schaffen Sie ſich eine unglückliche Liebe an! Dann reiſen Sie hin und pro⸗ bieren Sie'!l“ Und die Klaſſe lachte treulos. Sie lachte notgedrungen mit. Unglücklich lieben? Sie? Das. könnte ihr fehlen! Ach, wie jung ſie damals noch war! Seitdem wars anders geworden. Seit dem Frühjahr, als er ins Haus kam und ihr den Hof machte, ihr, der blonden Roſel, und keiner anderen. Es war zum erſtenmal, daß ihr das geſchah, und der Flirt berauſchte ſie. Sie glaubte alles, was er ſagte, glaubte, es würde ſo fortgehen. Er hatte verſprochen, in den Ferien hierher an den See in die Sommerfriſche zu kommen. Was für ein wonniger Sommer mußte das werden! Zuſammen auf den Höhen herumſteigen, über den See rudern und ſchwimmen, ſelbander im Mondſchein am Seeufer wandeln! Köſtlich war es, das im Geiſt voraus zu erleben. Nun aber war er gar nicht gekommen. Sie wartete und wartete auf ſein Auftauchen, umſonſt. Dann— vor einigen Tagen— vernahm ſie durch Zufall, daß er an einem anderen See weile. Dort, wo ſich ihre Freundin, die braunrote Juli, befand, die er bei ihnen kennen gelernt hatte. Zu ihr hatte es ihn gezogen, zu der anderen. Alles, was ſie vorausgeträumt, ſpielte ſich dort ab, mit jener. Der Gedanke peinigte ſie ſeit Tagen und Nächten. Wie von Schlangenbiſſen zerfleiſcht, wälzte ſie ſich auf ihrem Lager. Nein, ſie konnte das nicht aushalten. Es mußte doch ein Mittel geben, dieſem Schmerz zu entrinnen. Da— als ſie heute im Morgengrauen ein wenig ein⸗ ſchlummerte— hörte ſie ganz deutlich und dicht an ihrem Ohr die knarrende Stimme des alten Juchs:„Reiſen Sie hin und probieren Sie'!“ Weit riß ſie die Augen auf und ſtarrte ſchweratmend ſer die blaſſe Dämmerung. Der leukadiſche Felſen konnte ihr nicht helfen, der war zu fern. Aber machte es denn der Felſen aus und nicht der Sprung? Ein ungeheures Wagnis für ihre zage Natur, ein Sprung, der für ſie ein Sprung ins Nichts ſein konnte, war zur Hand. Sie hatte ſich ſchon oft gegrault, wenn ſie nur zum großen Trampulin hinaufſchaute, und bei der bloßen Vorſtellung, dort oben zu ſtehen, bekam ſie das Ziehen in den Beinen. Gewiß, der große Trampulin genügte. Wenn ſie nur den Mut aufbrächte! II. Heroben war ſie nun. Allein, ſie wagte auf dem wippen⸗ den Brett nicht einmal aufrecht zu ſtehen. Ihr war, als rage ſie dann mitten in den Aether hinein, müſſe ſich in Luft 1 und Licht auflöſen. te ſie zu dem Alten,„das kann ich Auf allen Vieren kroch ſie bis zum Rand vor und ſetzte ſich zitternd auf, um ſich an den Ort zu gewöhnen. Aber krampfhaft umklammerten ihre Finger das Brett. Ganz allein fühlte ſie ſich hier oben, von der Menſchheit abgeſchieden, in der Leere des Alls. Das Gelächter und Ge⸗ kreiſch aus dem Damenbad auf der einen Seite, das Gepruſte und Gefauch und das Zählen des Schwimmmeiſters aus der Herrenabteilung, alles verklang, halb gehört an ihrem Ohr. Das Licht blendete, die freie Luft betäubte ſie. Eins⸗zwei! Es klang wie ein Kommando für ſie. Nein, nein, ſie konnte es nicht tun. Ihr zarter Körper, ihre Seele ſelbſt bebte vor dem Unterfangen zurück. Und doch würde ſie ihre Schmerzen ſo gerne los, dieſes Stechen, Brennen und. Nagen, dieſes Bohren und Wühlen, das ſie cht mehr ertragen konnte. Immer entflohen ihre Ge⸗ danken hin zu dem anderen See, deſſen Uferſpaziergänge und ſtille Buchten ſie auch kannte. Sie ſah die beiden im Kahn ſitzen, einander gegenüber, ſah, wie er der anderen zulächelte mit dem Lächeln, das doch ihr gehörte, ſah ſie Hand in Hand wandern auf dem verſchwiegenen ſchattigen Waldweg, im See neben einander die grünen Wellen teilen. Gerade ſchwamm da unten ſo ein Paar.. Sie voraus, mit weißen Nixenarmen ſich den Weg durch die Flut bahnend, er in kräftigen Stößen ihr nach. Jetzt, ſie erreichend, wandte er ſich, halb auf den Rücken gelegt, ihr zu, ſie anlächelnd Von oben konnte ſie den Antwortblick des Mädchens nicht ſehen, aber ſie fühlte ihn. So, gewiß ſo, ſchwammen die dort neben einander. Die Vorſtellung durchſchnitt ſie wie mit einem teſfer. Nein, ſie mußte dieſes Gefühl los werden, mußte ihre Feigheit überwinden und den Sprung tun, denn ſo wollte ſie nicht den ganzen Sommer verleben Tag um Tag. Nein, ſo nicht! Sie wollte nicht... Auf! Auf! Die Mädchen, die noch immer unten auf den Balken ritten, blickten empor. „Du, jetzt macht ſie richtig Anſtalten zum Springen,“ ſagte die ein zu der anderen.„Wer hätte das von der Roſel gedachk? Aber ſie nimmt gar keinen Anlauf und faßt ſich nicht ſagte die eine zu der anderen.„Wer hätte das von der Roſel Platſch! Der ſchmale Körper ſauſte durch die Luft herab, ſchlug auf die Seefläche auf wie auf Glas, weißer Schaum ſpritzte, und es ſprudelte und ſtrudelte, wo er verſchwand. Alle Menſchen im Bad und draußen im See drehten ſich bei dem klatſchenden Geräuſch der Stelle zu, und nun wartete man, daß die Hinabgeſprungene wieder zum Vorſchein komme, aber es dauerte lange, lange.. Das Geringel der Kreiſe zer⸗ floß, und nichts erſchien. „Sie kommt nichk wieder herauf!“ kreiſchten die Mädchen. Da! Ein dunkler Fleck hob ſich empor, das hochgeblähte, naßglänzende Schwimmkleid. Aber ohne Regung lag die kindliche Geſtalt auf dem Waſſer, das Geſicht den Wellen zu⸗ gekehrt, das naſſe Haar wirr vom Kopf auf die Schultern fließend. „Sie iſt ohnmächtig!“ ſchrie es im Bade. Eine rüſtige Schwimmerin ſchickte ſich an, auf den leb⸗ loſen Körper zuzuſteuern, aber ſchon kam vom See her ein junger Mann geſchwommen. Mit kräftigen Stößen näherte er ſich der auf dem Waſſer Treibenden und erfaßte ſie. Das junge Mädchen, durch das Durchſchneiden der Luft, den harten Aufſchlag aufs Waſſer und das tiefe Tauchen be⸗ täubt, fühlte doch, daß ſie nicht mehr haltlos ſchaukelte, ſon⸗ dern durch die Wellen fortgezogen wurde, mit zielſicherer Kraft. Dann gings aus dem Waſſer empor. Eine Hand unter ihren Schultern, eine unter den Knien— nach der Waſſer⸗ kühle fühlte ſie die Berührung beinahe warm— trug man ſie fort und bettete ſie fanft. Sie ſchlug die Augen halb auf und begegnete einem dunklen Blick, der freundlich beſorgt auf ihr ruhte. meine Damen, ich gehe ſchon!“ „Sie lebt, es iſt ihr nichks geſchehen“, rief eine ktröſtende Männerſtimme.„Gut abreiben, den Doktor holen! Ja, ja, „Klatſch! Ein Sprung über die Brüſtung in das auf⸗ plätſchernde Waſſer, und das Mädchen ſchloß wieder die Augen, nicht in Ohnmacht, ſondern in wohliger Ermattung. „Glück hat ſie, die Rofel! Der nette Doktor, der Schrift⸗ ſteller, hat ſie herausgefiſcht. Schwönmt einfach ins Damenbad herein. So was!“ 5 III. Auf der Seeveranda lag Noſel auf dem Langſtuhl, den man ihr hinausgeſtellt hatte. Rechts und links waren die herabgelaſſen, nur nach dem See zu blieb der Blick offen. Glatt und ohne Harm lag die blaue Fläche, als berge ſie keine Schrecken, und darüber erglänzten die Schneeberge. Zwiſchen den halbgeöffneten Lidern blinzelte das junge Mädchen ins Licht, in unnennbarem Empfinden, während die Mama grollte:„Einmal, wenn ich nicht mit bin im Bad, gleich geſchieht eine Dummheit. Wie iſt Dir nur das eingefallen?“ Wie ihr das eingefallen war? Auch dem jungen Mäd⸗ ſelbſt kam es ungeheuerlich vor, was ſie, über ſich ſelbſt hinausgetrieben, gewagt hatte. Es ſchien ſo lange her, ſeit ſie da oben geſtanden hatte, frei in der Höhe. So lang! Ver⸗ ſunken war alles frühere, und ſie fühlte ſich federleicht in ſeliger Ermattung. So mußte denen zu Mute ſein, die den wirklichen Sprung gewagt hatten und lebend dem ſchauerlichen Wirbel ent⸗ kommen waren. „Gnädige Frau, darf ich mir erlauben, mich nach dem Be⸗ finden des Fräulein Tochter zu erkundigen?“ fragte eine angenehme Männerſtimme am Eingang der Veranda. „Ach, Sie ſind der Retter, nicht wahr?“ empfing die Mama erfreut den Eintretenden.„Hier liegt ſie. Noch ein biſſel ſchwach und erſchöpft, aber Gott ſei Dank ſonſt ganz heil. Keine Verletzung, weder innen, noch außen. Siehſt Du, Roſel, das iſt der Herr, der Dich zuſammengeklaubt hat. Bedank Dich!“ Da ſtand er vor ihr, kraftvoll⸗männlich, ſtrotzend von Leben, mit warmem Blick und herzerfreuendem Lachen. Wo blieb jener andere dagegen? 5 „Wie gehts, kühne Springerin?“ fragte er.„Mir ſcheint, das müſſen Sie erſt lernen, das Springen vom großen Trampulin.“ Nie! Nie! Schaudernd wandte ſie ſich ab. Sie hatte an einmal völlig genug. Es war ja auch nicht mehr ſo not⸗ wendig. Denn in dieſem Augenblick— im wärmenden Sonnenſchein ſeiner Gegenwart— fühlte ſie es mit Sicher⸗ heit, daß ihre Laſt im See verſunken war. Abgewaſchen der Schmerz, die Demütigung, die Wunde der Eitelkeit, die Bitterkeit und die Verzweiflung. So weit lag das alles hinter ihr, ſo fern! Mit der Zeit überwand man alles. Wenn man aber keine Zeit hatte zu warten, ſo erſetzte die gewaltige Er⸗ ſchütterung, die einen Abſchnitt bildete und das kaum Ge⸗ weſene in die Beleuchtung der Längftvergangenheit rückte, die langſame Heilkraft der Zeit. Das war der Sinn der Sage, ſand ſie nun heraus. Am anderen Tage ſchrieb ſie in ihr Merkbuch:„Pro⸗ batum eſt! Der Sprung vom leukadiſchen Felſen hilft!“ Alpengärten. Eine Bergwanderung für Blumenfreunde. Von Dr. Kurt Rudolf Kreuſchner. 5(Nachdruck verboten). Wer als Freund der Bergwelt nicht zu jenen blinden Fanatikern des Kletterſports gehört, die während ihres Aufenkhalts im Hochgebirge für nichts Sinn haben als für Kamine und Couloirs, Eisſtuſen und Abbrüche, und die beſten Methoden, das Leben dort droben in der Region von Firn und Gletſcher möglichſt waghalſig aufs Spiel zu ſetzen, ſucht ſein äſthekiſches Vergnügen nicht nur an den himmelanſtrebenden Wänden, Türmen und Nadeln des Felsgebirges, das über unendlichen Geröllhalden himmelanſtrebend in des Aethers Blau ſteigt. Allerdings empfindet der Eindrucksfähige das Bewußtſein ſeiner eigenen winzigen Perſönlichkeit nirgendwo anders ſo deutlich wie in den Hochalpen, wo die mit den groß⸗ artigſten Mitteln arbeitende Natur die Kontraſte des Schreck⸗ lichen und Erhabenen im wahren Sinne des Wortes auf die Spitze getrieben hat. Aber gerade deswegen würde doch die großartige Szenecie, die die Natur ſich im Aufbau der Alpen geleiſtet hat, ſchließlich niederdrückend auf das Gemüt wirken, wenn nicht das bis hart an die Grenze des ewigen Schnees emporkletternde, friedliche Grün der alpinen Pflanzenwelt, mit ihrer bunten Blütenpracht die Bilder der Lieblichkeit da⸗ nebenſetzte, Bilder, die dort, wo das Tierleben überaus ſpär⸗ lich geworden iſt, daran gemahnen, daß die Mafeſtät der toten Landſchaft eines unerſetzlichen Reizes entbehrt, wenn in ihr nicht verheißungsvolles Leben ſteht. Die Alpenflora, wie ſie auf den Hochgebirgen Europas und auch auf denjenigen anderer Erdteile, namentlich gedeiht, iſt ein wunderbares ergeben, In ihren kleineren und kleinſten Formen ein zartes Geſchlecht, das ſich mit jungfräulichen Reizen umkleidet, die man an ihren Ver⸗ wandten in der Ebene vergebens ſucht, trotzen die Pflanzen des Hochgebirges doch mit Erfolg den ſie bedrohenden Ele⸗ menten. Mag ein Bergſturz die Halde weit und breit mit wüſtem Geröll überſäen, ſo keimt zwiſchen dem Geſtein doch immer wieder junges Leben. Freilich, wenn der Föhn Tau⸗ ſende von ſtolzen Baumſtämmen wie Streichhölzchen zerſplit⸗ tert, wenn ganze Bergabhänge bis auf das letzte Bröckchen des Erdreichs beraubt werden, leidet auch die Vegetation auf Jahrzehnte hinaus und oft noch veel länger, ja vielleicht für immer. Leider iſt es aber auch der Menſch, der in kindiſchem Egoismus viel zu dieſer Verwüſtung beiträgt und voll Sani⸗ melgier, um ein Häuflein unanſehnliches, vertrocknetes Kraut in die Ebene hinabzubringen, die ſchönſten Edelinge der alpinen Pflanzenwelt gerade dort mit den Wurzeln vernichtet, wo ſie in geſchützten Lagen am reichlichſten und üppigſten ge⸗ deihen, ſodaß die Regierungen ſich in den letzten Jahren faſt überall veranlaßt geſehen haben, dem unheilvollen Treiben mit Strafen entgegen zu treten und das Entſtehen und die Erweiterung der ſchon beſtehenden Alpengärten zu fördern, in denen der Touriſt alles beieinander findet, was er ſonſt erſt ſuchen muß oder vielleicht überhaupt nicht entdeckt. Bekanntlich verabſäumt es kein botaniſcher Garten des Flachlandes, die Pflanzen des Hochgebirges auch in der Ebene zu ziehen, indes die Ergebniſſe der nicht unbeträchtlichen Mühen ſind nicht unbedingt zufriedenſtellend. Die ſchweren Mißerfolge der Vergangenheit, in der man mit einem Schein von Recht behaupten konnte, daß Alpenpflanzen wie das Edel⸗ weiß in der Ebene nicht akklimatiſierbar ſeien, ſind zwar vor⸗ über, ſeitdem man ſich dazu bequemt hat, ihre Lebensweiſe unter den natürlichen Bedingungen zu ſtudieren und ihnen durch Schaffung von künſtlichen Felsanlagen aus Kalk und Urgeſtein und durch entſprechende Beſamung nach Möglichkeit die auf ihren alpinen Standorten herrſchenden Verhältniſſe zu bieten. Bei anderen verſagt im Tieflande die ſorgſamſte Pflege des Gärtners. Sie bleiben Kümmerlinge im Vergleich mit ihren in der Heimat lebenden Geſchwiſtern und aus dieſer Erkenntnis iſt die Errichtung von Alpengärten in bedeutenden Höhenanlagen herausgewachſen, von denen in den leßten Jahren vielfach die Rede war und deren Beſuch beſonders den⸗ jenigen zu empfehlen iſt, die ſich aus verſchiedenen Gründen, vor allem aus Rückſichten auf Alter und Körperkonſtitution zu den Steilſchroffen der Berge nicht emporwagen können, ſondern mit dem Beſuch einer leicht zugänglichen Alm be⸗ gnügen müſſen. 5 An ſich iſt der Gedanke der alpinen botaniſchen Gärten keineswegs neu. Schon Aichholtz und der vlämiſche Botaniker Lecluſe(gewöhnlich Cluſius genannt), der ſich als erſter ſeine Wiſſenſchaft aus den Klauen pedantiſcher Scholaſtiker zu be⸗ freien und auf biologiſche Grundlagen zu bemühte, ver⸗ ſuchten ſich vor mehr als 300 Jahren mit der Kultur der Hoch⸗ gebirgsflora an Ort und Stelle. Ih el Nel eeene e een eeee rn 1 Mark pro Tag zugeſprochen. Für weitere 34 Tage, an welchen er nur 1½ Stunden länger arbeitete, erhielt er nichts. An den Koſten wurde er mit ½ ͤbeteiligt und zwar der Höhe ſeines abgewieſenen Anſpruches gemäß. Handelsberichte. Börſenwochen⸗Bericht. (Originalbericht des„Mannheimer General-Anzeiger“) B. Frankfurt a.., 24. Juli. Eine unerfreuliche Nachricht hat die Börſe von dem bevor⸗ ſtehenden Konkurs der Solinger Bank erhalten, deren Aktien ſeit 1899 an der Berliner Bank gehandelt werden. Nach den vorliegenden Meldungen, welche wir eingehend in unſerem Han⸗ delsteil brachten, ſei noch erwähnt, daß ein Antrag auf Eröffnung des Konkurſes bei dem zuſtändigen Gerichte noch nicht zugeſtellt worden iſt und daß letzterer vorausſichtlich vermieden werden kann. Es ſtellt ſich immer mehr heraus, daß die Schwierigkeiten bei der Bank durch unſinnige Kreditgewährungen entſtanden ſind, und daß der Vorſtand, um Aufſichtsrat und Reviſoren hierüber zu täuſchen, ſeit Jahren umfangreiche Bilanzverſchleierungen vorgenommen hat. Unter dieſen Umſtänden iſt natürlich eine genaue Feſtſtellung des Status noch nicht möglich geweſen. Es ſcheint, daß nicht nur die Aktionäre durch den Verluſt des Aktien⸗ kapitals und der Reſerven geſchädigt, ſondern daß auch die Gläu⸗ biger der Bank in Mitleidenſchaft gezogen werden. Um die Klienten der Solinger Bank, die ſich in der Hauptſache aus dortigen Induſtriellen und Gewerbetreibenden zuſammenſetzt, vor größerem Schaden zu bewahren, haben die ſtädtiſchen Behörden in Verbindung mit dem Aufſichtsrat der Solinger Bank Schritte unternommen, die auf eine außergerichtliche Erledigung der An⸗ gelegenheit abzielen. Ob dieſe von Erfolg begleitet ſein werden, bleibt jedoch vorerſt ſehr fraglich, da nach der Abſage des Barmer Bankvereins nunmehr auch die Bergiſch⸗Märkiſche Bank ange⸗ ſichts des Vermögensſtandes der Solinger Bank ſich zu einer Uebernahme der Geſchäfte des faliten Inſtituts nicht entſchließen kann. Inzwiſchen hat der Aufſichtsrat der Solinger Bank auf den 15. Auguſt eine außerordentliche Generalverſammlung einbe⸗ rufen. Wie die Dinge liegen dürfte der letzte Punkt der Tages⸗ ordnung, eptl. Fuſion mit einer Großbank, nicht zur Beſchluß⸗ faſſung geſtellt werden und der Aufſichtsrat wird ſich ausſchließ⸗ lich darauf beſchränken, über die finanzielle Lage der Bank und über die Urſache ihrer Schwierigkeiten zu berichten, ſofern nicht bereits vorher trotz aller gegenteiligen Bemühungen doch noch der Antrag auf Konkurseröfnung geſtellt und ihm ſtattgegeben wird. Was alles dazu beigetragen hat, daß das Inſtitut plötzlich ein ſo unrühmliches Ende nimmt, das muß die eingehendere Unterſuchung ergeben. Vorerſt iſt nur bekannt, daß die Kriſis hauptſächlich durch eine erſtaunlich leichtfertige Gewährung von Krediten ſeitens der Direktoren herbeigeführt wurde. Auch ſpricht man von Wechſelmanipulationen und Buchfälſchungen. Im All⸗ gemeinen hat man ja dieſer Inſolvenz keine weitgehende Be⸗ deutung beizumeſſen, da es ſich um ein Inſtitut mehr lokalen Charakters handelt und auch die Aktien nicht im breiteren Pub⸗ likum bekannt ſind. Das Aktienkapital und die Rücklagen ſind ganz verloren. Dieſe Meldung rief an der Börſe, beſonders auf dem Bankenmarkte, Mißſtimmung hervor. Die Kurſe auf dieſen Gebieten erlitten Abſchwächung, konnten ſich jedoch am Schluß der Woche behaupten. Es läßt ſich nicht verkennen, daß die Nachwirkung der poli⸗ tiſchen Verſtimmungen noch nicht völlig geſchwunden iſt und wenn dieſe auch ungeachtet der in den Balkanfragen gegebenen Rei⸗ bungsflächen mehr und mehr verblaßt ſind, ſo ſind ſie doch nicht als völlig behoben auzuſehen. Es wird dies am beſten durch die ſchwer⸗ fällige Kursentwicklung unſerer heimiſchen Anleihen veranſchau⸗ licht, die trotz der zunehmenden Erleichterung des internationalen Geldmarktes auf einem Niveau verharren, das in auffallendem Widerſpruch mit den augenblicklichen niedrigen Geldſätzen ſbeht. Mit dem bölligen Schwinden der politiſchen Beſorgniſſe dürfte der Markt der inländiſchen, wie der ausländiſchen Anleihen wieder ein lebhafteres Gepräge erhalten, wobei es nicht ausgeſchloſſen iſt, daß das Kapital gerade dieſem Gebiet auf Koſten der übrigen Märkte den Vorzug geben wird. Die Aeußerung Lord Cromers im engliſchen Oberhaus machten ebenfalls vorübergehend ungünſtigen Eindruck, doch zeig ⸗ ten die Vorgänge in Mazedonien den Hauptgrund der Mißſtim⸗ mung. Den Ausführungen Sturdzazs ſchenkte man mehr Beachtung und ſeine Ausführungen fanden noch kurz vor Schluß der Börſenwoche Beſtätigung, indem der Sultan die Konſtitution von 1876 wieder bewilligt hat. Man darf allerdings nicht ver⸗ geſſen, daß dem Sultan jederzeit das Recht zuſteht, die Ver⸗ faſſung wieder aufzuheben. Türkiſche Werte lagen während der ganzen Woche ſchwach. Angeführte Meldung brachte nur für Türkenloſe leichte Erholung. Auch der übrige Fondsmarkt, was ausländiſche Werte betrifft, zeigten bei der Mißſtimmung, welche vorherrſchte, luſtloſe Haltung. Ruſſiſche Werte ziemlich gut be⸗ hauptet. Unſere deutſchen Anleihen hatten teilweiſe unter Ab⸗ gaben und teilweiſe auf angeführte Gründe zu leiden. Die Börſe hat im Verhältnis der vergangenen Woche die Zuverſicht, die ſie zur Schau getragen hat, verloren, obwohl der Newyorker Markt verhältnismäßig günſtig lag. Es fehlte allerdings auch an dieſem Platze nicht an Schwankungen, immerhin läßt ſich aber konſta⸗ tieren, daß der Kursſtand der amerikaniſchen Werte, wenn auch langſam, ſo doch mäßig ſich beſſert. Von Verkehrswerten hatten Schiffahrtsaktien ungleichmäßige Haltung. Für dieſe Papiere ſcheint eine günſtige Tendenz nicht aufkommen zu wollen. Ita⸗ lieniſche Bahnen nach vorüberhegender feſter Tendenz erneut ſchwächer auf Heimatland. Deſterreichiſche Bahnen ruhig und gut behauptet. Für dieſe Werte hat ſich merkwürdigerweiſe eine große Geſchäftsſtille eingeſtellt. Von den übrigen Märkten iſt infolge andauernder Geſchäftsunluſt wenig zu melden. Priori⸗ täten, Städtiſche Anleihen, Pfandbriefe zeigten minimale Verän⸗ derung. Die Situation der hieſigen Börſe iſt auch im Laufe dieſer Woche ungefähr dieſelbe geblieben und mit Ausnahme der ange⸗ führten Gründe beſtand weitere Luſtloſigkeit. Der internationale Geldmarkt zeigt infolge der Neuemiſſionen am engliſchen Markte leichte Befeſtigung, doch iſt im übrigen, wie der Ausweis der Bank von England und der Bank von Frankreich zeigte, eine Geldvertenerung nicht zu erwarten. Der Montanmarkt lag entſprechend der Geſamtſtimmung ruhig. Die Kursſchwankungen neigen im Allgemeinen zur ſchwä⸗ cheren Tendenz. Die Beſſerung in Amerika auf dem Roheiſen⸗ markte vollzieht ſich allerdings langſam. Wie aus Newyork ge⸗ meldet wird, ſprechen leitende Intereſſenten ſich gegen die Be⸗ ſtrebung aus, dem Geſchäft eine ſchnelle Entwicklung zu geben: ſie ſind der Anſicht, daß eine Rückkehr zu normalen Verhältniſſen nicht vor dem Frühjahr nächſten Jahres zu erwarten iſt. Die Haltung der Roheiſenmärkte iſt ruhig. Sübliche Herſteller ſind geneigt, den Käufern mit einem Preiſe von 1150 Doll. für die Tonne frei Birmingham entgegenzukommen. Von den entfern⸗ teren Wettbewerbmärkten und von Philadelphig lagen Berichte vor über Abſchlüſſe in beſſerem Roheiſen zum Preiſe von 15,45 Dollar die Tonne mit Lieferung im letzten Viertelfahr, ferner von Verkäufern in Schmiedeeiſen zu rückgängigen Preiſen. Ein beträchtlicher Poſten gußeiſerner Röhren wurde in Boſton zum Preiſe von 21,50 Doll. verkauft. Wegen der Lieferung von Plat⸗ ten und Bauſtahl ſchweben Verhandlungen. Das Geſchäft in leichten Schienen iſt ſehr ruhig. Spezifikationen für Platinen laufen nur langſam ein. Die Bewegung des Kupfermarktes zeigt eine Beſſerung und gab für Montanpapiere Anlaß zur feſteren Tendenz. Die Berichte aus den Vereinigten Staaten ſind wach⸗ ſend hoffnungsvoll und es haben bereits befriedigende Verkäufe an amerikaniſche Verbraucher ſtattgefunden. Man fühlt jetzt all⸗ gemein, daß nach der Stetigkeit der Preiſe während der De⸗ preſſion in den jüngſten Monaten es recht wäre, ein höheres Niveau der Notierungen zu etablieren, da die Handelslage einen normalen Stand wieder angenommen hat. Deutſchlands Eiſen⸗ Ein⸗ und Ausfuhr im erſten Halbjahr 1908 zeigt einen Rückgang der Eiſeneinfuhr. Die ſchon ſeit mehreren Monaten regelmäßig zu beobachtende Bewegung, daß die Eiſeneinfuhr zurückgeht, die Eiſenausfuhr dagegen im Vergleich zum Vorjahre ſteigt, hat ſich auch im Juni fortgeſetzt: Die Einfuhr betrug 48 146 Tonnen gegen 75 886 Tonnen im Juni des Vorjahres, während die Aus⸗ fuhr ſehr bedeutend, auf 354 104 Tonnen geſtiegen iſt, womit ſie nicht nur den Stand des vorjährigen Juni, ſondern auch den ſämtlicher vorausgegangener Monate des laufenden Jahres ſehr zerheblich überſteigt. Der Ausfuhrüberſchuß mit 305 958 Tonnen iſt damit ſehr erheblich größer als im Juni der beiden Vorjahre und als in den vorausgegangenen Monaten 1908. Auch der In⸗ duſtriemarkt ließ auf allen Gebieten wenig Veränderung zu. Es iſt immerhin zu konſtatieren, daß im großen ganzen der Kursſtand als gut behauptet betrachtet werden kann. Chemiſche Aktien teilweiſe bevorzugt, auch für elektriſche Werte beſtand wei⸗ teres Intereſſe. Die Börſenwoche ſchloß auf beruhigendere Nach⸗ richten aus Mazedonien bei teilweiſe befeſtigender Tendenz. Der Privatdiskont notierte.13/16%. Tägliches Geld war während der ganzen Woche leicht erhältlich. Marktbericht. Wochendericht von Jonas Hoffmann. * Neuß, 24. Juli. Auf dem Getreidemarkte hielt die günſtige Stimmung auch in der vergangenen Berichtsperiode an. Bei fehlenden Beſtänden iſt Weizen rege begehrt und wird über Platzpreiſen bezahlt. Roggen findet dagegen wenig Beachtung, weil man die Ankünfte von neuerntige⸗ Ware erwartet. Hafer iſt ſtill, während Gerſte und Mais neuerdings ſcharf anziehen konnten. Weizen und Roggenmehl erfreuen ſich weiter einer guten Nachfrage und werden wiederum höher gehalten. Weizenkleie iſt feſt. Tagespreiſe: Weizen bis M. 217, Roggen bis M. 189, Hafer bis M. 169 die 1000 Kilo. Weizenmehl Nr. 000 ohne Sack bis M. 283, Roggenmehl ohne Sack bis M. 27½ die 100 Kg., Weizenkleie mit Sack bis M..10 die 50 Kg. Die luſtloſe Haltung für Rübölſaaten und Rü b 5 1 hatte weitere Preisermäßigungen für beide Artikel zur Folge Das Geſchäft bleibt andauernd ſehr gering. L einſaaten und Leinöl ſind hingegen feſt bei guter Kaufluſt. Oel⸗ kuchen vernachläſſigt. Tagespreiſe bei Abnahme von Poſten Rüböl ohne Faß bis M, 75.50 pro 100 Kg. ab Neuß, Leinöl ohne Faß bis M. 42 pro 100 Kg. Fracht⸗Parität Geldern. 4 Baumwolle (Wochenbericht von Hornby, Hemelryt& Co. Baumwauamakler tu Lwerpool.) 85 Die Lage des Marktes hat ſich wenig geänderk. Die Wetternachrichten lauten anhaltend ſehr günſtig, Regengüſſe ſind gefallen, wo ſie benötigt waren und man kabelt uns aus Savannah, daß man für Juli und Auguſt 250 000 Ballen neuer Ernte erwarte. Die Zufuhren im allgemeinen waren während der letzten Zeit wieder groß, letzte Woche 22 000 Ballen gegen 8200 Ballen und zwar ſetzen ſich die Zufuhren, wie wir hören, meiſtens aus Baumwolle alter Ernte, gute Qualitäten zuſammen. Selbe wurde zurückgehalten um beſſere Preiſe zu erzielen und wird jetzt, wo die Eigner ſehen, daß ſich ihre Hoffnungen nicht erfüllen, auf den Markt geworfen. Spinner beſchränken ihre Einkäufe bloß auf das unum⸗ gänglich Notwendigſte und die Lokonachfrage in unſerem Markte iſt eine außerordentlich kleine Die Induſtrielage in Lancaſhire und ſonſt am Kontinente iſt fortgeſetzt ungünſtig und man befürchtet, daß die„ſhort time“ Bewegung größere Dimenſionen wird annehmen müſſen, bevor eine Geſundung eintreten kann. Ruſſiſcher Getreidemarktbericht. (Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeigers“.) .A. Odeſſa,./20. Juli. Getreide. In Weizen war das Geſchäft wiederum ſehr klein, dagegen findet in Futterartikeln andauernd nach den Konſummärkten lebhaftes Geſchäft ſtatt.“ Gerſte. Das Hauptgeſchäft war in der vergangenen Woche wiederum nach England und zahlte London ſowohl für nahe wie ſpätere Verſchiffung die beſten Preiſe. Für geladene Gerſte auf Muſter ohne Analyſe. von mäßiger Qualität, wurde 22/9 bezahlt, 21/9 für Juli alten Styls, 21/6 für Auguſt und 21/— für Auguſt⸗September wurde auch ge⸗ macht. Das ſind die höchſten Preiſe, welche bis jetzt für Gerſte neuer Ernte bezahlt worden ſind. Die belangreichen Ver⸗ käufe, welche jüngſt gemacht wurden, haben den Reſt der Vor⸗ räte von alter Gerſte weggenommen und es iſt in Wirklich⸗ keit weder hier noch in Cherſon etwas nachgeblieben. Von der neuen Ernte kommt bis jetzt nur ſehr wenig an, vielleicht 150—200 To. pro Tag, wogegen vor einem Jahr um dieſe Zeit mehr als das Doppelte täglich fertig zur Ver⸗ ſchiffung war und ſich im Laufe einer Woche auf 2000—2500 Tons pro Tag vermehrte. Einige unſerer Verſchiffer ſind ge⸗ neigt, zu den oben genannten Preiſen zu arbeiten, einen Rück⸗ gang der Preiſe bei wachſenden Ankünften vorausſehend, wäh⸗ rend andere es vorziehen abzuwarten. Mais verkehrte in ſehr feſter Haltung und die Preiſe zeigen eine Beſſerung von 1 sh bis 1/3 während der Woche. Unſere Verſchiffer verlangen heute 27/9 bis 28/— für prompte Abladung. Die Vorräte in dieſem Artikel waren immer und ſind noch unbedeutend, und die Preiſe richteten ſich nur nach den Zufuhren, welche jetzt ganz aufgehört haben. Die neue Ernte ſteht, wie in unſerm letzten Bericht angegeben, ausgezeichnet, dennoch hören wir, daß man im Laufe der nächſten Tage Regen dringend braucht, da andernfalls die Ernte leiden könnte. In jedem Falle möchte man aber ſagen, daß bei dem Mangel an offiziellen ſtatiſtiſchen Angaben es faſt unmöglich iſt, wirklich verläßliche Nachrichten zu erhalten, über den Stand der Ernte in Rußland, da die Berichte aus gewöhnlichen Quellen oft ſehr widerſprechend ſind. Das Wetter iſt ſeit—8 Tagen ſehr heiß geworden, einmal hatten wir in der vorigen Woche 42 Gr. R. in der Sonne, ſo daß bei ſolchem Wetter die Ernte⸗Arbeiten ſehr frage. Sägewerke des Schwarzwaldes haben ſich neuerdings m Der Erlös für erſtklaſſiges Rundholz in Meßholzqua 69 Stück Schlachtpferden beſchickt. Der ſchnelle Fortſchritte machen müſſen, und erwarten wir daher in ungefähr—10 Tagen ſchöne Zufuhren des neuen Ge⸗ treides. Ernte: Man ſchätzt die Ernte in Gerſte auf eine gute Mittelernte, aber kaum darüber. Mais. Die Ausſichten werden heute auf ein Drittel über eine Mittelernte angenommen und das würde einen guten Ueberſchuß an Export bedeuten. Bohnen. Man erwartet eine gute Mittelernte, ebenſo auch in Erbſen. 8 Mannheimer Handels⸗ und Marktberichte Getreid..... (Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeiger“) Die Tendenz war im Getreidegeſchäft andauernd feſt und konnten Preiſe gegen Vorwoche 3 Mark per Tonne an⸗ ziehen. Es fanden hauptſächlich Abſchlüſſe in nord⸗ und ſüd⸗ amerik. Provenienzen ſtatt. Auch Verkäufe in Rumäner und ruſſ. Weizen vollzogen ſich. Mais weiter ſteigend und iſt das Angebot von Argentinien ſehr klein. Rumänien und Nordamerika ſind ſehr teuer für dieſen Artikel. Wir notieren: Laplata⸗Bahia⸗blanca M. 23.50—24, ruſſ. Weizen M. 24— 25.50, Land⸗Roggen M. 20.50, ruſſ. Roggen M. 20.50—21, rumän. Hafer M. 18.50—19.75, ruſſ. Hafes M. 18.75—19.75, Laplatahafer M. 17, Futtergerſte M. 15, Laplatamais M. 16.75, Donaumais M. 17, je per 100 Ko. brutto mit Sack. Sonſt alles per 100 Ko. netto, ohne Sack, verzollt ab Mannheim. Mühlenfabrikate. (Driginalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeigers“.) E. Mannheim, 24. Juli. Das Mehlgeſchäft blieb in dieſer Woche dem der vergangenen Woche ziemlich gleich. Weizenmehl wurde zufriedenſtellend gehandelt und die früheren Abſchlüſſe genügend abgerufen. Roggenmehl war mehr geſucht, als dieſes in der letzten Zeit der Fall war, was auch eine größere Anzahl Abſchlüſſe zur Folge hatte. Die Futterartikel wurden mit Ausnahme von Weizen⸗ futtermehl, das ſtark gekauft wurde, und Weizenkleie im Durchſchnitt weniger beachtet. Heute iſt die Tendenz feſter. Notiert werden: Weizenmehl No. 0 M. 30, desgleichen No. 1 M. 29, desgl. No. 3 M. 27.50, desgl. No. 4 M. 25.50. Roggenmehl Baſis Nr. 0/1 M. 26.75, Weizenfuttermehl Mark 13.50, Roggenfuttermehl M. 14, Gerſtenfuttermehl M. 14, feine Weizenkleie M. 11, grobe Weizenkleie M. 11.25, Roggenkleie M. 11.25. Alles per 100 Kilo brutto mit Sack, ab Mühle, zu den Konditionen der„Vereinigung Süd⸗ deutſcher Handelsmühlen“. Südfrüchte. (Driginalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeiger“.) Dampfäpfel fanden zu den gegenwärtigen Preiſen mehr Beachtung, und war der Umſatz für die erſten Abladungstermine ein ſehr lebhafter, auch für ſpätere Termine kamen Abſchlüſſe zuſtande. Kaliforniſche Aprikoſen. Bei guter Nachfrage haben ſich die Preiſe etwas verſteift. Kaliforniſche Birnen und Pfirſiche dagegen ſind unverändert billig und finden daher mehr Intereſſe. 5 Kaliforniſche Pflaumen waren im Eingange mil den feſteren Bosniſch⸗Serbiſchen ebenfalls höher Mandeln notieren ziemlich unverändert Ebenſo auch Haſelnußkebne, neue Levan infolge des kleinen Ernteausfalls weitere Preisſte leben dürften. 5 Korinthen. Das Verhältnis der billigeren Zu handofferten beſteht immer noch, doch wurden in letzter 30 ſchiedene Pöſtchen aus dem Markte genommen ĩ In Roſinen hat ſich bis jetzt noch kein Geſchäft en und auch für Sultaninen verharren die Käufer noch in zu⸗ wartender Haltung. Holz. 5 [(Driginalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeiger“]) Die Situation des Rundholz⸗Marktes hat ei Beſſerung noch nicht erfahren; ſie iſt anhaltend flau. Die rheiniſchen und weſtfäliſchen Sägewerke enthalten ſich de Einkaufs größerer Mengen immer noch. Nach dem hieſigen Markte ſind größere Poſten neuen Holzes unterwegs, deren An⸗ kunft mit jedem Tage erfolgen dürfte. Am Brettermarkte wer⸗ den überall Klagen wegen des ſchlechten Geſchäftsganges laut. Die Vorräte ſind erheblich und immer wieder ſind von den Her⸗ ſtellungsplätzen neue Sendungen unterwegs. Der Bedarf iſt nicht umfangreich genug. Ausſchußbretter ſind weniger begehrt. Hauptſächlich die ſchmalen Bretter haben an Nachfrage nicht z genommen. Der Begehr nach breiten Brettern hat inf geringen Bedarfes des Baufaches ebenfalls nachgelaſſen der Herſtellung von Brettern befaßt, weil es ihnen an Au im Bauholz fehlte und die abgegebenen Preiſe ſind infolg ſehr niedrig gehalten. Dadurch iſt das Angebot von d bedeutend größer geworden. Die Preiſe gehen aus dieſem immer mehr zurück. Für gute Bretter laſſen ſich a mäßig beſſere Preiſe erlöſen, als wie für geringer Begehrt waren hauptſächlich breite Bretter in guter ſich auf M. 27 per Feſtmeter ab hieſigem Floßholzhafen. Wochenmarktbericht über den Viehverkehr vom 20. bis 25. Fuli. Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeiger Der Rindermarkt war ſehr gut beſchickt. Der Au an Großvieh betrug 1307 Stück. Der Handel war ſchl Preiſe pro 50 Kg. Schlachtgewicht: Ochſen M Bullen(Farren) M. 60—68, Rinder M. 64. M. 48—72. Auf dem Kälbermarkt ſtanden am 20. Juli 264 am 28. Juli 267 Stück zum Verkaufe. Geſchäftsverke allgemeinen mittelmäßig. Preiſe pro 50 Kg. Schlach ewi Handel mittelmäßig. M. 64—66. Dier Pferdemarkt war mit 86 Stück Arbeitspferden und Handel mit Arbeits⸗ pferden war mittelmäßig, mit Schlachtpferden lebhaft. Preiſe für Arbeitspferde M. 300—1300, für Schlachtpferde M. 50 bis 200 pro Stück. Milchkühe wurden 48 Stück aufgetrieben. Der Hande war mittelmäßig. Preis pro Stück M. 200—500. 5 Der Ferkelmarkt war mit 122 Stück beſucht. Han lebhaft. Pro Stück wurden M. 10—17 bezahlt. 1 Verkauf. Wohnhaus, 4 ſtöckig mit Laden 4. Seite. General⸗Anzeiger. Patenf-Burgau; Hans Hünerberg; Zlvll-Ingenleur MANNHEIM2 Tel. 3629.— 0 1, 10%/fl. 2 UmHause.kaufm. Vereins)& Erste Referenzen.66 9 HLerieren 1 gold. Perleuarmband Abzugeben gegen Belohnung 25907 0O 7, 14, III. 5 Ankauf Forderungen werden gekauft. Offert. unt. No. 63070 an die Exvedition. 8 ein Geſchäft zu kaufen lche a. Teilhaber werd. Offt. U. 25878 da. d. Expedition d. Bl. Hausverkauf. Meagazin und Werkſtätte nächſt der Börſe zu verk. Off. un!. Nr. 61752 an die Exp. ds. Bl. Villa. Rheinpfalz. Wegen anderweitiger Unter⸗ nehmungen verkaufe ich meine herrlich gelegene Villa mit ſchönem Garten, 7 Zimmern nebſt reichlichem Zubehör, zu etnem inſtg Preiſe, unter günſtigen Bedingungen. Offerten unter Nr. 69020 an die Expedition d. Bl. Nassenschränke neu u. gebraucht Corell, P 6, 20. Feine harte Vervelatwurst bei ganzen Wü aàusgefũhrt von Herrn o. Professor a d. Kgl. techn. NHochschule in München. Kohlen- Dampf⸗ (Abendblatt.) an einer norm. 220— 260 PSe Patent-Heigdampf-Compound- enlilsteuerung 2. Schröter, Verbrauch pr. eff. PS u. Stunde 4,43, Beschx. Leins, 0 6, 3. Aquarium mit Mühle u. Springbrunnen zu verk. Wredeſtr. 34, 3. St., Zudwigshafen. 25668 Dlivan, Kommode, Vertiko, Auszug u. pol, Tisshe Stühle ganzes Bett pol. u. I. Kleider- SShr. Küshenschr. Auszleh- Usche Mn. u Hth. p. Motorrad gut erhalten, billig abzugeben. Näheres: 25852 T, 7, Hinterhaus. MWIngenroth, Foherr& Po.f Tel. 237 u. 2042. MANNERIM N 3,.— Provisionsfreier Scheck-Verkehr. Jederzeit ohne Kündigung rüekzahlbare Einlagen werden zu gutem Zatse provisionstrei verzinst. Die Schecks sind hier und an allen grösseren Plätzen Deutschlands kostenfrei zahlbar. 211 Frovisionsfreie Depositengelder Werden je nach Kündigungsfrist zu höheren Sätzen verzinst. Laufende Rechnungen mit dewährung von Bankkredit unter günstigen Bedingungen. Kauf und Verkauf von Wertpapieren. u billigsten Sätzen. Abteilung für nicht notierts Werto. Panzer- Fewölde mit Safes zur Aufbewahrung von Wertgegenständen. Note Vormauerſteine der Chonwaren⸗Induſtrie.⸗G., Wiesloch erſtklalſiges Fabritat von ſchönſter, gleichmäßiger Farbe, liefert jedes Qüantüm und bält ſtets auf Lager 7292 OttoReinhardt, Nuumaterlallen, Mannbelm. .ͤ ĩð2w ͤvbbbb C. Wagishauser, Mannheim, Spedition— Schiffahrt— Lagerung 5 Uebernahme von Transporten aller Art nach und von allen Rheinhäfen und überseeischen Plätzen. Lagerung in eigenen Mumen mit Bahn- und Wasseranschluss::::: Sursau O 8, I0. August Koegel& Kontor: H 7, 15a, part. Telephon 3581 empflehlt alle Sorten 80885 Kohlen, Koks, Briketts, Buchen- und Tannenholz. 1 Telephon Nr. 88. Keine Kompfikatlon durch mehrfache Ueberhitzung. Einfache Uherhitungy Höchste Ghonomie! Herr Prof. Dr. Schrôter sagt in seinem Bericht u..: „Die an dieser Maschine mit einfacher Ueberhitzung ermittelten Verbrauchsziffern sind ganz hervor fdee fen Besultat, daß der Regulstor bel pistelicher Be- Herungs- Tachogramme, aben das vorzügliche Resu dler or p er — Leerant auf je 4 dr normalen, auf normale und maximale Leistung innerhalb einer Sekunde, bei plötzfcher, vollstandiger Entlastung, je von maximaler, normaler unnd/ Belastung innerhalb 8 Sekunden die der Belastung entsprechende Tourenzahl einstellte und festhielt.c »Die Einführung der Ventilsteuerung an den Lanz'schen Lokomobilen bedeutet olme jede Frage einen ganz erheblichen Fortschritt im modernen Heißdampf-Lokomobilbau, und kann ich mich über Konstruktion und prazise Ausführung der Ventil· steuerung im besonderen, sowie der Lokomobile im allgemeinen nur mm anerkennenster Weise àußerns. Unerreicht in Einfachheit der Gesamtkonstruktion. »System Lent:e T• Stollon finden 5 Gebildetes Fräulein mit liebenswürdigem Benehmen für tagsüber zu größ. Kindern während der Schulferien zum Spazieren gehen geſucht. Offerten unter Nr. 63074 an die Expedition erbeten. — Modistin II. Arbeiterin geſucht. 2818 Frau Wilheimy, Prinz⸗ regentenſtr. 16, Ludwigshaf, Ordentl. Alädchen für Hausarbeit auf 1. Auguſt geſucht. 25908 Rupprechtſtr. 11, 2. Stockr * 77 Uehrlingsgesaobe Lehrling für das Bureau einer grö⸗ ßeren Aktien⸗Gefellſchaft geſucht. Offert. unt. Nr. 63080 an die Exp. d. Bl. Lehrling geſucht! Für ein größeres Drogen⸗ Detailgeſchaft junger Mann aus guter Familie in Lehre geſucht. Offert. unt. Nr. 63079 an die Expedition ds. Bl. Mietgesuche. — Auſt. Fräul. ſucht gut möbl. 5 reis u. L. S. No. 26905 a d. Exp, Fung. Ehepaar(Beamter) ſucht per 1. Sept. oder 1. Olt. irdl. 2Zimmerwohn. ev. mit Kammer, Lindenhof oder Nähe des Bahn⸗ hofs devorzugt. Offerten unter Nr. 62266 an die Exved. d. Bl. Ein kinderl. Ehepaar ſucht ganz in der Nähe vom Hof⸗ Theater—3 Zim.⸗Wohn. m. Gas. Offert. unt. Nr. 25750 an die Exped. ds. Blattes. Beamter ſucht 1 oder 2 möbl. Zimmer auf 1. Auguſt in der Nähe des Waſſerturms zu mieten. An⸗ gebote unt. Nr. 25882 an die Expedition ds. Bl. LLIIII 903 1 4. St., 4 Zim. u. Küche 22 p. 1. Okt. z. v. 25906 Waldhofſtraße 413,4. St. leeres Zimmer ſofort zu ver⸗ mieten. 25465 Schöne 3 Zimmerwohn. im 2. Stock Vorderh. ſof. zu verm. Näher. Schwetzinger⸗ ſtraße 47(Wirtſchaft). 28919 In Viernheim ſchöne 4⸗Zimmer⸗ Wahuung Küche, Zubehör, Garten, in beß .Lnge, ſöſort oder per 1. Oktober zu vermieten. Preis 350 Mark, Näh. in der Expedition. 62699 Aer doe Bassen- Und Bücherschrank Tabrikation VTerkaufslokal jetzt D 6, 6 neben der Börse. 80676 Wechsel-Formulare 1en Dr. H. Haas'schen uchdruekerei. ———— Réunion Feinschmecker rauchen nur: Keunfon-Cigareffen gensd nsch Csire Ark. Rarke Narmonie rv à Pfg » UVinets No. 80* 3 Fintisk No. 4 4„ 7, 32 Niederl. Hans 2 Beachten Sie unser grosses Lager in Dampfmaschinen, Gas-, Benzin- und Sauggas- Motoren, Dampfkessel u. Werkzengmaschinen durnobener Transmissionen Steh-, Häng- und Wandlager in Ring- Schmierung u. Sellers System Mauerkasten, Kuppelungen, Stellringe, Sohlplatten Neue blanke komp. Wellen 30- 100 mm Hölzerne, schmiedeeiserne u. gusseiserne Riemenscheiben, ein- und zweiteilig Stufen- und Seilscheiben. debrauchte Transmissionen aller Art csSs8tets vorrätig. 7793⁵ Putzwolle und Ledertreibriemen Leopold Schneider& Sohn Mustergültige Qualitätsmarke sind 85092 — Schmitz, C 4, l, Tel. 1284. Telephon 80. F 7, 32.9 * 2 Vineta- Creme 5„ 5 Lord 38„ Eellence No, 83 56 Tiedelage: August Kremer, ſ auszinsbücher e Hollelerant Mannheim. br. S. Sdus zer Buchüruckerat C.. b. im. bei mäß. Preiſe. Off. n“ —.