— 72 — 5 2 2 W — ESS E* 12 Abonnentent Badiſche Volkszeitung.) 0 Pfennig monatlich, Bringerlohn 28 Pig. monatlich, durch die Poſt bez. mel. Voſtz aufichlag M..4 yro Quartal. Einzel⸗Nummer 8 Pfg⸗ In ſera te: Die Colonel⸗Zeile.. 2 Pfg. Auswärtige Inſerate 0„ Die Reklame⸗Zeile. 1 Mart Geleſenſte und verbreitetſte Zeitung in Maunheim und Umgebung. Schluß der Juſeraten⸗Annahme ſür das Mittagsblatt Morgens 0 uhr, für das Abendblatt Nachmittags 3 uhr. Badiſche Neueſte Nachrichten Anabhängige Tageszeitung. Täglich 2 Husgaben (ausgenommen Sonntag) Eigene Redaktionsbureaus in Berlin und Karlsruhe. Mannheimer Volksblatt.) Tel„Wreſſe „Journal Maunheim“ Telefon⸗Nummern: Direktion u. Buchhaltung 1449 Druckerei⸗Bureau(An⸗ nahme v. Druckarbetten 841 Redaktion 3677 Expedition und Verlags⸗ buchhandlung. 18 Nr. 468. Ein kleiner Irrtum. „Wir haben gleich anderen liberalen Blättern in den an⸗ gerichteten Verwirrungen der letzten Monate, die auch nach dem Urteil der„Köln. Ztg.“ in der Hauptſache dem Zentrum nützlich geweſen find, das im Trüben fiſcht, als erſte und dringendſte Aufgabe des Liberalismus hingeſtellt, eine numeriſche Stärke und innere Feſtigkeit zu gewinnen durch Pflege des Innenlebens der Parteigruppen, die den Normalzuſtand, eine weitgehende taktiſche Unabhängigkeit verbürgt und ohne Schwanken nach links oder rechts einen liberalen Kurs auf mittlerer Linie innezuhalten geſtattet.“ „„ And halten als Aviom feſt, daß der Liberalis⸗ mus, inſonderheit die nationalliberale Partet, ſichvollkommen freie Hand wahren muß— ebenſo⸗ wohl nach rechts wie nach links.“ „Man wird uns nicht beſtreiten wollen, daß ein kon⸗ ſervativ⸗liberaler Block in einem Bundesſtaate weit ernſtere Prüfungen zu beſtehen hat und weit weniger tarke Kräfte des Zuſammenhaltens hat als im Reiche, wo der nationale Inſtinkt der bürgerlichen Geſellſchaft außerordent⸗ lich einebnend zu wirken vermag, ſo daß die vom Zentrum immer wieder geſtreute Saat der Zwietracht, kulturpolitiſcher Gegenſätze, nicht aufzugehen vermochte. Ein ſpäteres Ver⸗ ſagen des konſervativ⸗liberalen Blocks könnte für die national⸗ lüberale Partei die unangenehme Folge einer Sezeſſion haben und ihr Gros nötigen, ſehr weitgehende Konzeſſionen an die Rechte zu machen.“ „Wir lernen für die Behandlung der innerpolitiſchen Lage aus ſolchen Betrachtungen, daß der Liberalismus und im beſonderen die nationalliberal Partei, allen Anlaß hat, ſich taktiſch nicht zu weit vorzuwagen der zu engagieren, taktiſchen Vorſchlägen, von welcher Seite immer ſie kommen mögen, mit vollkommener Selbſtändigkeit und unter Erhaltung der Be⸗ wegungsfreiheit gegenüberzutreten.“ „In der nächſten Zeit wird auf den Parteitagen der Demokraten und der Freiſinnigen die Reform der Gemeinde⸗ und Städteordnung behandelt werden. Wir können nur wünſchen, mit Ergebniſſen, die zu einer Verſtändigung mit den Nationalliberalen, zu einem gemeinſamen Aktionsprogramm der Parteſen des libe⸗ talen Blocks führen. Ein derartiges Aktionsprogramm Hedeutet eine weitere Feſtigung des liberalen Blocks und damit eine weitere Gewähr der Fortführung einer grund ſätzlich freiheitlichen Politik, die ebenſo ſehr eine Politik des Klaſſenkampfes und des antimonarchiſchen Revolutionarismus aufs äußerſte bekämpft wie die Anſprüche des Klerikalismus und der ultra⸗konſervativen, orthodoxen Reaktion auf Beherrſchung der wichtigſten, dem ſouveränen Staate vorbehaltenen Kulturgebiete.“ So ſchrieb der Mannheimer General⸗Anzei⸗ ger“ und zwar nicht geſtern oder vorgeſtern, ſondern in zwei Artikeln zur politiſchen Lage in Baden(Klärt ſich die Lage?) am 10. und 11. Juni 1907. Wir haben einen beſonderen Anlaß, dieſe kleine Erinne⸗ Tung Keuilleton. Nietzſches„Eece khomo“. Im Leipziger„Inſel“-Verlag iſt nun endlich Friedrich Nietzſche's große Bekenntnisſchrift erſchienen, die im Herbſt 1888, unmittelbar vor Ausbruch des Wahnſinns geſchrieben iſt. Sie war zunächſt nur für des Phil oſophen nächſte Freunde be⸗ ſtimmt, aber für die Beurteilung Nietzſche's als Philoſophen, Dichter und Menſchen iſt dieſes nachgelaſſene Werk von größter Bedeutung. Ecce homo! Nietzſche will der Menſchheit zeigen, wer er iſt. Er, der neue Heiland, der große Reformator und Re⸗ volutionär, der eine Kriſe heraufbeſchworen hat,„wie es keine auf Erden gab“, eine Kriſe„gegen alles, was bis dahin geglaubt, gefordert, geheiligt war.“ Aus allen Zeilen leuchtet ein krank⸗ hafter Hochmut hervor, ein bis zum Größenwahnſinn geſteigertes Selbſtbewußtſein, eine ungeheuerliche Leidenſchaft und fanatiſche rachtung alles Ueberkommenen, aller Moralbegriffe und alles Chriſtentums. Und doch wirkt es erſchütternd, wie dieſer Feuer⸗ geiſt noch einmal im Angeficht des Wahnſinns alle ſeine geiſtige Kraft, all' ſein Wiſſen und Können und all' ſeine glühende Be⸗ redtſamkeit zuſammenrafft um ſein letztes großes Bekenntnis zu ſchreiben, ſeine rückſichtsloſe Abſage an die große Welt und ſeinen Jubelgeſang auf die„Umwertung aller Werte“, die von ihm als den erſten Wahrheitsfinder ausgeht. „Ich kenne mein Los,“ ſo beginnt das ergreifende Schluß⸗ kapitel des Nietze ſchen Nachlaßwerkes.„Es wird ſich einmal an meinen Namen die Erinnerung an etwas Un⸗ geheures anknüpfen, an eine Kriſe, wie es keine auf Erden gab, an die tiefſte Gewiſſenskolliſion, an eine Entſcheidung, her⸗ e eee gegen alles, was bis dahin eg fordert, bin Donant. worden war. Ich bin kein Meuſch. 60 2 wieder aufzufriſchen, um dadurch einen kleinen Irrtum Mittwoch, 7. Oktober 1908. richtig zu ſtellen, der einem befreundeten Blatte unterlaufen iſt. Von der ſchlecht unterrichteten Bad. Landesztg. appellieren wir an die beſſer zu unterrichtende. Sie meint, der„General⸗ Anzeiger“ habe bisher Anſchluß an die Konſervativen ge⸗ wünſcht, nun ſich aber das Mannheimer Blatt der Geradeaus⸗Politik(Obkirchers und der„Bad. Landesztg.“) anſchließe, nun werde es wieder beſſer als bisher für die„Bad. Landesztg.“ möglich ſein, gemeinſame politiſche Arbeit um gemeinſamer politiſcher Ziele willen mit dem Mannheimer Parteiblatt zu verrichten. Der freundliche Leſer wird einſehen, daß wir uns einer Geradeaus⸗Polititk nicht erſt im Oktober 1908 anzuſchließen brauchen, die wir ſchon im Juni 1907 als Axiom aufgeſtellt haben, denn was wir damals ſchrieben, i ſt, wie obige Figura zeigt, die Geradeaus⸗Polittk. Der vorletzte Abſatz der oben wiedergegebenen Exinne⸗ rungen kann des weiteren wohl kaum der Behauptung als Grundlage dienen, wir hätten bisher Anſchluß an die Konſer⸗ vativen gewünſcht. Wir müßten ja eine geradezu ſataniſche Politik treiben, wenn wir eine Taktik empfehlen würden, von der wir damals eine Schwächung der nationalliberalen Partei vorausſehen zu dürfen glaubten. Auch die Forderung des gemeinſamen libera⸗ len Aktionsprogramms, das jetzt in der Form eines gemeinſamen liberalen Agitationsausſchuſſes auch von freiſinniger Seite gefordert iſt, zeigt deutlich, wie„voll und ganz“ wir ſchon damals uns der liberalen Geradeaus⸗Politik angeſchloſſen hatten. Wenn die„Bad. Landesztg.“ erfreut ſchreibt, es ſcheine allmählich beſſeres Verſtehen der gegenſeitigen Abſichten zwiſchen rechts und links Platz zu greifen, ſo meinen wir, dieſes beſſere Verſtändnis hätte längſt vorhanden ſein können, wenn wir auf dem angeblichen rechten Flügel, in Karlsruhe und bei der Parteileitung ſeit Jahr und Tag nur beſſer ver⸗ ſtanden worden wären. Die Politik der freien Hand nach beiden Seiten, wie ſie jetzt in der„Münch. Allgem. Ztg.“ erſcheint, haben wir, beſcheiden zu ſagen, doch ſchon recht früh vertreten, auch ſchon vor dem Juni 1907. So daß wir mindeſtens in anderthalb Jahren wohl verſtanden ſein konnten. Vielleicht hat die„Bad. Landesztg.“ die Liebenswürdig⸗ keit, ihren kleinen Irrtum, den wir ſtrikter doch wohl nicht nachweiſen konnten, richtigzuſtellen.— Nur um des beſſeren Verſtehens willen zwiſchen rechts und links. G. Politische Uebersicht. „Maunheim, 7. Oktober 1908. Der Kaiſer und König Ferdinand. Ein älterer Diplomat teilt der„Inf.“ aus ſeinen Erinne⸗ rungen folgendes mit: Als unſer jetziger Herrſcher noch als Prinz Wilhelm den Rang eines Hauptmanns bekleidete tras er zum erſten Mal im intimeren Kreiſe mit dem jetzigen König Ferdinand, der damals noch nicht an ſeine ſpätere Fürſten⸗ würde dachte, am Hofe des verſtorbenen Herzogs Ernſt von Koburg⸗Gotha zuſammen. Es iſt mir noch erinnerlich, daß damals der Herzog den Prinzen Wilhelm auf den Koburger (Abendblatt.) beſonders aufmerkſam machte und daß er auf deſſen hervor⸗ ragende Fähigkeiten hinwies. Er meinte u. a. ſcherzend: „Der Sohn Clementinens hat viel von der Mutter geerbt und wird vielleicht noch von ſich reden machen.“ Nicht lange darauf beſtieg der damals 26jährige Prinz Ferdi⸗ nand von Sachſen⸗Koburg⸗Gotha⸗Kohary den bulgariſchen Fürſtenthron. Da die Politik des jugendlichen Herrſchers aus zwingenden Nützlichkeitsgründen ſich Rußland zuneigte und dementſprechend die deutſchen und öſterreichiſchen Beziehungen weniger pflegte, ſo war es natürlich, daß der Kaiſer eine beſondere Vorliebe für den ihm bekannten Fürſten nicht hegte⸗ Im Laufe der Jahre kam er an dritten Orten nicht gerade häufig mit dem jetzigen König zuſammen, und, wie man berichtete, verhielt ſich Kaiſer Wilhelm im allgemeinen ziem⸗ lich reſerviert gegenüber dem Fürſten. Als dieſer zur Zeit der großen Berliner Ausſtellung ſeinen Beſuch in Berlin machte, konnte man ſeitens des preußiſchen Hofes zwar die übliche Höflichkeit, aber gewiß keine Herzlichkeit konſtatieren. Dieſes Verhältnis hat ſich nun ſeit einigen Jahren erfreulicherweiſe geändert. Als der Fürſt vor mehreren Jahren ſeinen Beſuch am Kaiſerhoſe machte fiel die Herzlich⸗ keit, mit der er empfangen wurde, allgemein auf. Es wurde dann auch ein bulgariſcher Geſchäftsträger(diplomatiſcher Agent) in Berlin ernannt, was von den Beziehungen zwiſchen beiden Staaten ein gutes Zeugnis ablegt. Als Kurioſum mag noch erwähnt werden, daß der jetzige König Ferdinand den Titel eines türkiſchen Generalfeldmarſchalls und General⸗ adjutanten des Sultans führt. Dieſe Würden werden ihm nun wohl genommen werden. Von ſeinen Beziehungen zum ruſſiſchen und öſterreichiſchen Hofe weiß man genug zu er⸗ zählen. Sie kommen auch äußerlich dadurch zum Ausdruck, daß König Ferdinand Inhaber des 11. 5ſterreichiſchen Huſarenregiments und des 54. ruſſiſchen Infanterieregiments Minsk iſt. Seine beiden Söhne Bowis und Kyrill ſtehen bereits à la suite des ruſſiſchen Truppenteils. Das Weingeſetz. Die Berliner Handelskammer hat an den Bundesrat eine ſehr lange und motivierte Eingabe zu dem Entwurf eines Weingeſetzes gerichtet. Die Fachausſchüſſe für den Weinhandel und der Spirituoſenbranche waren ſehr ein ⸗ gehend über ihre Stellung zu dieſem wichtigen Geſetze ver⸗ nommen worden. Die Handelskammer präziſiert im großen und ganzen ihre Stellung dahin, daß es vorteilhaft wäre, eine Begrenzung des geſetzgeberiſchen Werkes vorzunehmen. Zunächſt ſolle die Regelung des Verkehrs mi: Kognak und anderen Spirituoſen in einem beſonderen Geſetze vorgenommen werden; ſodann ſolle die Kontrolle, welche der Geſetzentwurf vorſieht, und deren umfaſſende Ver⸗ wendung auch wir für notwendig halten, nicht als ſelbſtändige Inſtitution geſchaffen, ſondern in die allgemeine Nahrungs⸗ mittelkontrolle eingegliedert werden. Letztere beſitzt überall ihre Aemter, deren Bezirke nicht übermäßig groß ſeien, ſo daß der kontrollierende Beamte ſich genügend mit den Ver⸗ hältniſſen vertraut machen könne. Soweit es ſich um Bezirke mit ſtärkerem Weinverkehr handelt, wären in den allgemeinen Aemtern beſondere Abteilungen für die Weinkontrolle ein⸗ zurichten. Der Verſchiedenartigkeit der Verhältniſſe in den einzelnen deutſchen Landesteilen könne damit in geeigneter Und mit alledem iſt nichts in mir von einem Religionsſtifter— Religionen ſind Pöbelaffären, ich habe nötig, mir die Hände nach der Berührung mit religiöſen Menſchen zu waſchen. Ich will keine„Gläubigen“, ich denke, ich bin zu boshaft dazu, um an mich ſelbſt zu glauben, ich rede niemals zu Maſſen.. Ich habe eine ſchreckliche Angſt dabor, daß man mich eines Tages heilig ſpricht; man wird erraten, weshalb ich dies Buch vorher heraus⸗ gebe, es ſoll verhüten, daß man Unfug mit mir treibt Ich will kein Heiliger fſein, lieber noch ein Hans⸗ wurſt.. Vielleicht bin ich ein Hanswurſt. Und trotzdem oder vielmehr nicht trotzdem— denn es gab nichts Ver⸗ logeneres bisher als Heilige— redet aus mir die Wahrheit. Aber meine Wahrheit iſt furchtbar: denn man hieß bisher die Lüge Wahrheit. Umwertung aller Werte: das iſt meine Formel für einen Akt höchſter Selbſtbeſinnung der Menſchheit, der in mir Fleiſch und Genie geworden iſt. Mein Los will, daß ich der erſte anſtändige Menſch ſein muß, daß ich mich gegen die Verlogenheit von Jahrtauſenden im Gegenſatz weiß. Ich erſt habe die Wahrheit entdeckt, dadurch, daß ich zuerſt die Lüge als Lüge empfand— roch... Mein Genie iſt in meinen Nüſtern. Ich widerſpreche, wie nie wider⸗ ſprochen worden iſt, und bin trotzdem der Gegenſatz eines nein⸗ ſagenden Geiſtes. Ich bin ein froher Botſchafter, wie es keinen gab, ich kenne Aufgaben von einer Höhe, daß der Begriff dafür bisher gefehlt hat; erſt von mir an gibt es wieder Hoff⸗ nungen. Mit alledem bin ich notwendig auch der Menſch des Verhängniſſes. Denn wenn die Wahrheit mit der Lüge von Jahrtauſenden in Kampf tritt, werden wir Erſchütterungen haben, einen Krampf von Erbbeben, eine Verſetzung von Berg und Tal, wie dergleichen nie geträumt worden iſt. Der Begriff Politik iſt dann gänzlich in einen Geiſterkrieg aufgegangen, alle Machtgebilde der alten Geſellſchaft ſind in die Luft geſprengt— ſie ruhen alleſamt auf der Lüge; es wird Kriege geben, wie es noch keine auf Erden gegeben hat. Erſt von mir ab gibt es auf Erden große Politil.“ Und dann fährt Nietzſche fort: „Will man eine Formel für ein ſolches Schickſal, das Menſch wird?. Sie ſteht in meinem„Zarathuſtra“„„ und wer ein Schöpfer ſein will im Guten und Böſen, der muß ein Vecnichter erſt ſein und Werte zerbrechen. Alſo gehört das höchſte Böſe zur höchſten Güte: dieſe aber iſt die ſchöpferiſche“. Ich bin bei weitem der furchtbarſte Menſch, den es bisher gegeben hat; dies ſchließt nicht aus, daß ich der wohl⸗ tätigſte ſein werde. Ich kenne die Luſt am Vernichten in einem Grade, die meiner Kraft zum Vernichten gemäß iſt,— in beidem gehorche ich meiner dionyſiſchen Natur, die das Neintun nicht vom Jaſagen zu trennen weiß. Ich bin der erſte Immoraliſt: damit bin ich der Vernichter par excellence.. Zarathuſtra ſchuf den verhängnisvollen Irrtum die Moral: Folglich muß er auch der erſte ſein, der ihn erkennt. Verſteht man mich? Die Selbſtüberwindung der Moral aus Wahrhaftigkeit, die Selbſtüberwindung des Moraliſten in ſeinen Gegenſatz— in mi ch —, das bedeutet in meinem Munde der Name Zarathuſtra Im Grunde ſind es zwei Verneinungen, die mein Wort Im⸗ moraliſt in ſich ſchließt. Ich verneine einmal einen Typus Menſch, der als der höchſte galt, die Guten, die Wohlwollenden, Wohltätigen; ich verneine andererſeits eine Art Moral, welche als Moral an ſich in Geltung und Herrſchaft gekommen iſt, die Deécadence⸗Moral, handgreiflicher geredet, die chriſtliche Moral.“ Und nun folgt ein geradezu unerhörter Zornesausbruch von prometheiſcher Größe gegen die chriſtliche Moral und das Ehriſtentum. In zwei Stücke will Nietzſche die Geſchichte der Menſchheit brechen, um die Menſchheit zu retten und zu erlöſen. „Habt ihr mich verſtanden?— Dionyſos gegen den Gekreuzigten **** 1 Die vorſtehenden Zitate ſind nur eine kleine Probe aus dem letzten Abſchnitt des Ecce homo: Warum ichein Schickſal bin“. Es iſt dieſer Abſchnitt zugleich der wuchtigſte und er⸗ 2. Seit General⸗Anzeiger.(Adendblatt.) Mannbeim, 7. Oktober. Weiſe Rechnung getragen, insbeſondere vermieden werden, daß Im Oſten Deutſchlands, wo kleine Bezirke in der Regel nicht genügende Arbeit für ein ſelbſtändiges Weinkontrollamt ſchaffen würden, um dieſes Umſtandes willen die Grenzen der Kontrollbezirke zu weit bemeſſen und damit die Zwecke der Kontrolle vereitelt würden. Die Handelskammer empfiehlt deshalb, die Regelung der Weinkontrolle im Zuſammenhang mit der Regelung der allgemeinen Nahrungsmittelkontrolle borzunehmen.“ Witwen⸗ und Waiſenverſorgung. Die jüngſt von verſchiedenen Zeitungen gebrachte Nach⸗ richt, daß die Arbeiter⸗Witwen⸗ und Waiſenverſorgung den Reichstag noch in dieſer Seſſion beſchäftigen werde, hat merk⸗ würdigerweiſe in einem Teile der Preſſe„maßloſes Er⸗ ſtaunen“ über dieſe„Ungeheuerlichkeit“ hervorgerufen. Dieſes Erſtaunen liefert einen Beitrag zur Pſychologie unſeres allzu flüchtigen Zeitalters. Noch iſt kein halbes Dutzend Jahre verfloſſen, ſeit der Kampf um den Zolltarif ganz Deutſchland in heftigſte Wallung brachte, und ſchon ſind ſelbſt bei berufsmäßigen Politikern die entſcheidenden Wendungen jener Kämpfe und bedeutſame Beſtimmungen jenes Zoll⸗ tarifgeſetzes ſo völlig unter die Schwelle des Bewußtſeins gefunken, daß ihnen die Erinnerung an eine jener Beſtim⸗ mungen als überraſchende Ungeheuerlichkeit erſcheint. Des⸗ halb ſei hier kurz bemerkt, daß nach§ 15 des Zolltarifgeſetzes vom 25. Dezember 1902 der durch die Erhöhung der Zölle guf einige landwirtſchaftliche Artikel einkommende Mehr⸗ ertrag zur Erleichterung der Durchführung einer Witwen⸗ und Waiſenverſorgung zu verwenden und bis zum Inkraft⸗ ſreten eines entſprechenden Geſetzes zinsbar anzuſammeln iſt. Dann heißt es wörtlich: „Tritt dieſes Geſetz bis zum 1. Januar 1910 nicht in Kraft, ſo ſind von da ab die Zinſen der angeſammelten Mehrerträge, ſowie die eingehenden Mehrerträge ſelbſt den einzelnen Invalidenverſicherungsanſtalten nach Maß⸗ gabe der von ihnen im vorhergehenden Jahre aufgebrachten Beiträge zum Zwecke der Witwen⸗ und Waiſenverſorgung der bei ihnen Verſicherten zu überweiſen. Die Unterſtützung erfolgt auf Grund eines vom Reichsverſicherungsamte zu genehmigenden Statuts.“ Danach liegt die Sache alſo ganz klar. Die Witwen⸗ und Waiſenverſorgung muß auf jeden Fall am 1. Januar 1910 in Kraft treten. Offengelaſſen iſt der Weg, indem entweder ein gründlich vorbereitetes, im Reichstage durch⸗ beratenes Geſetz rechtzeitig erlaſſen wird oder indem ein⸗ ſach ein Statut erlaſſen wird, das nur vom Reichs⸗ verſicherungsamte zu genehmigen iſt. Welcher Weg beſſer iſt, bedarf keines Wortes. Es wird ſich daher empfehlen den Verſuch zu machen, ein Geſetz rechtzeitig zuſtande zu bringen, und dieſes Geſetz, wenn möglich, mit der ſeit Jahren zugeſagten Reform und Vereinheitlichung der geſamten Arbeiterverſicherung zuſammen zu erledigen. Speier⸗Ludwigshafen und Alzey⸗Bingen. Als Revanche des Zentrums bezeichnet der „Vorwärts“ den Vorſchlag aus Zentrumskreiſen, für die vorausſichtlich bald bevorſtehende Reichstagserſatzwahl im Wahlkreiſe Alzey⸗Bingen, deſſen Vertreter im Reichstage, Gutsbeſitzer Keller, ſchwer erkrankt iſt, den Grafen Poſa⸗ dowsky als gemeinſamen Kandidaten aller bürgerlichen Parteien aufzuſtellen. Der„Vorwärts“ meint, jetzt drehe die Zentrumspartei den Spieß um, nachdem ſie wegen ihrer Weigerung, bei der Reichstagserſatzwahl in Speyer⸗Ludwigs⸗ hafen den früheren Staatsſekretär als gemeinſamen Kandi⸗ daten aller bürgerlichen Parteien zur Verdrängung einzs Sozialdemokraten anzuerkennen, von den Liberalen als eigen⸗ ſüchtig, kulturfeindlich und international angeklagt worden ſei. VDie Verhältniſſe in den beiden Wahlkreiſen Speyer⸗Ludwigs⸗ hafen und Alzey⸗Bingen liegen ganz verſchiedenartig, und eine Kandidatur Poſadowsky hat hier eine ganz andere Bedeutung als dort. In Speyer⸗Ludwigshafen handelte es ſich nach dem Tode des„roten Pfalzgrafen“ darum, einen Wahlkreis der Sozial demokratie zu entreißen, den dieſe ſeit 1898 im Beſitz gehabt hat. Eine Eroberung dieſes Wahlkreiſes war nur möglich, wenn die Anhänger aller bürgerlichen Parteien ge⸗ ſchloſſen im erſten Wahlgang für einen gemeinſamen Kandi⸗ baten gegen die Sozialdemokratie eintraten. Denn bei den letzten Reichstagswahlen im Januar 1906 waren 18 589 ſozialdemokratiſche, 13 708 nationalliberale und 8169 Zen⸗ lrumsſtimmen abgegeben worden, worauf der Sozialdemokrat leitung dieſes und aus den verſchiedenen Abſchnitten dann mancher Schluß auf das ganze Buch gezogen werden. Nietzſche gliedert es in vier Abſchnitte. Den erſten betitelt er:„Warum ich ſo weiſe bin?“ und gibt die Erklärung aus Abſtammung und An⸗ lage;„Warum ich ſo klug bin?“ iſt die Frage des zweiten Ab⸗ ſchnitts und die Erklärung: Lebensweiſe und Neigungen. Der dritte und Hauptabſchnitt iſt ein wertvoller Verſuch Nietzſches, ſein ganzes Schaffen als eine große Einheit darzuſtellen, wührend im letzten Abſchnitt:„Warum ich ein Schickſal bin“ ſich die Kon⸗ ſequenzen der Lehre Nietzſches gezogen finden. Was Nietzſche über ſich ſelbſt, über ſeinen Charakter, weiterhin über Wagner und die Muſik im allgemeinen, über Heine und andere Dichter ſaßt⸗ hat alles ſeine ganz beſondere Bedeutung für die, welche ſich mit Nietzſche eingehender beſchäftigt haben und beſchäftigen. Es iſt undenkbar, hier noch weiter auf Nietzſche's Bekenntnisſchrift einzugehen. Das muß dem Studium dieſes Werkes überlaſſen bleiben. Nur noch eine Stelle, eines ſeiner Selbſtbekenntniſſe, welche die furchtbare Tragik Nietzſche's offenbaren, zum Schluß: „Das Leben iſt mir leicht geworden, am leichteſten, wenn es das Schwerſte von mir erlangte. Wer mich in den ſiebzig Tagen dieſes Herbſtes geſehen hat, wo ich, ohne Unterbrechung, lauter Sachen erſten Ranges gemacht habe, die kein Menſch mir nach⸗ macht— oder vormacht, mit einer Verantwortlichkeit für Jahrtauſende nach mir, wird keinen Zug von Spannung an mir wahrgenommen haben, um ſo mehr eine über⸗ ſtrömende Friſche und Heiterkeit. Ich aß nie mit angenehmeren Gefühlen, ich ſchlief nie beſſer.— Ich kenne keine andere Art, mit großen Aufgaben zu verkehren als das Spie!: das iſt, als An⸗ zeichen der Größe, eine weſentliche Vorausſetzung. Der geringſte Zwang, die düſtere Miene, irgend ein harter Ton im Halſe ſind alles Einwände gegen einen Menſchen, um wie viel mehr gegen ſein Werk!... Man darf keine Nerven haben... Auch in der Einſamkeit leiden iſt' ſein Einwand— ich habe immer nur an der„Vielſamkeit“ gelitten... In einer abſurd frühen Zeit, mit ſieben Jahren, wußte ich bereits, daß mich nie ein menſch⸗ Weigerung des Zentrums, den Grafen Pofadowsky als Kands⸗ daten aller bürgerlichen Parteien zu unterſtützen, hat denn auch in der Erſatzwahl den abermaligen Sieg der Sozial⸗ demokratie zur Folge gehabt. Im Wahlkreis Alzey⸗Bingen iſt dagegen die Wahl eines Sozialdemokraten von vornzerein cusgeſchloſſen. Dieſer Wahlkreis iſt in einer Erſatzwahl den bürgerlichen Parteien unter allen Umſtänden ſicher. Bei den letzten Reichstagswahlen erhielt der Sozialdemokrat unter 5 Kandidaten am allerwenigſten Stimmen. Es wurden ab⸗ gegeben 6586 bündleriſch⸗nationalliberale, 6285 freiſinnige⸗ für zwei Zentrumskandidaten 3611 und 2669 und für den Sozialdemokraten 1919 Stimmen, worauf in der Stichwahl der Bündler Keller mit Hilfe des Zentrums über den bis⸗ herigen freiſinnigen Vertreter Schmidt⸗Elberfeld ſiegte. Hier wird alſo der Kampf unter den bürgerlichen Parteien aus⸗ gefochten, und eine Kandidatur Poſadowsky für Alzey⸗Bingen kann darum in keiner Weiſe in Vergleich geſtellt werden zu der Aufforderung an das Zentrum in Speyer⸗Ludwigshafen, zu Gunſten des früheren Staatsſekretärs auf die Aufſtellung eines eigenen Kandidaten zu verzichten, der dort niemals zum Siege gelangen kann. Deutsches Reich. —(Eine Senſationsmeldung des„Berl. Tageblattes“) wird heute offiziös dementiert. Das „B..“ hatte von einer neuen Flottenvorlage in Höhe von 200 Millionen Mark gefabelt, die dem Reichstage im kommenden Winter zugehen werde. Demgegenüber wird an zuſtändiger Stelle abermals darauf verwieſen, daß die Marineforderungen des nächſten Etats ſich im Rahmen des geltenden Flottengeſetzes bewegen werden. —(Wegen der neuen Verordnung über die ſchweizeriſche Viehein fuhr) nach Deutſch⸗ land, in der Deutſchland gegenüber 15 Kantonen an der Viehſperre feſthält, ſoll nach Meldung mehrerer Blätter der ſchweizeriſche Bundesrat eine Beſchwerde an die deutſche Re⸗ gierung richten wollen. Die agrariſche„Otſch. Tagesztg“ iſt über ein ſolches Vorhaben entrüſtet und verlangt, daß die deutſche Regierung die Beſchwerde mit einer völligen Vieh⸗ ſperre gegen die Schweiz beantworten ſoll. Das wird man aker hübſch bleiben laſſen, da nach den Handelsverträgen Vieh⸗ einfuhrverbote lediglich aus ſanitären Rückſichten erfolgen dürfen. —(Reif zum Fliegen). Auch der Genoſſe Herbert, der frühere Vertreter von Stettin im Reichstage, wird wohl nächſtens auf die ſozialdemokratiſche Proſkriptions⸗ liſte geſetzt werden. Denn in einer Groß⸗Stettiner Verſamm⸗ lung, die ſich mit dem Nürnberger Parteitag beſchäftigte, ſagte er, nach dem„Volksboten“, unter anderem„Vom Zu⸗ kunftsſtaatiſtnichtvielzuerhoffen. Man kann nicht immer mit leeren Händen kommen. Man ſolle dem Arbeiter ſeine Lage erleichtern, nicht ihn ver⸗ tröſten. Kein Reviſioniſt will die Partei umkrempeln. Ich ſtehe auf dem Standpunkt der Gewerkſchaftsführer, die gegen die Vorſtandsreſolution ſtimmten! 21. Generalverſammlung des Evangeliſchen Bundes. (Eigener Bericht.)] II. sh. Branſchweig, 6. Okt. Im Wilhelmsgarten fand heute die zweite Mitglieder⸗ verſammlung des Evangeliſchen Bundes ſtatt. Auf der Tages⸗ orbnung ſtand das Thema: Die dentſche⸗evangeliſche Sache in den Oſtmarken. An erſter Stelle behandelte Prediger Thomaſchki (Königsberg i. Pr.) die Verhältniſſe in Oſtpreußen. Hier herrſche immer noch ein ſcharfer Kampf gegen den Katholizismus. Er ſei aber auch notwendig, denn eine Flut trotzgalliger Tinte ſei gegen die Proteſtanten ſeitens des Zentrums verſpritzt worden. Wider⸗ wärtige Schlammſpritzen einer blindwütigen Verleumdungsſucht ſeien gegen die Proteſtanten gerichtet worden. An gehäſſigen per⸗ ſönlichen Angriffen habe es nicht gefehlt. In Oſtpreußen ſei eine ſyſtematiſche Propaganda der Katholiken feſtzuſtellen. Ueberall ſei ein agreſſives Vorgehen der Katholiken wahrzunehmen. Da⸗ bei hätten ſich die Katholiken in dem Zeitraum von 1871—1905 um 1926 Prozent vermehrt, die Evangeliſchen aber nur um 9985 Prozent. Dieſes Wachstum der Katholiben ſei nicht normal. Der Bau vieler katholiſchen Kirchen ſei durchaus nicht notwendig; er diene nur Propagandazwecken. An einem Orte ſei eine katholiſche Kirche gebaut worden, obgleich nur zwei Katholiken vorhanden Brr liches Wort erreichen würde: Hat man mich je darüber betrübt geſehen?— Ich habe heute noch die gleiche Leutſeligkeit gegen jedermann, ich bin ſelbſt voller Auszeichnung für die Niedrigſten: in dem allen iſt nicht ein Gran von Hochmut, von geheimer Verachtung. Wen ich verachte, der errät, daß er von mir verachtet wird: ich empöre durch mein bloßes Daſein alles, was ſchlechtes Blut im Leibe hat... Meine Formel für die Größe am Menſchen iſt amor fati: daß man nichts anderes haben will, vorwärts nicht, rückwärts nicht, in alle Ewigkeit nicht. Das Notwendige nicht bloß ertragen, noch weniger verhehlen— aller Idealismus iſt Verlogenheit vor dem Notwendigen— ſon⸗ dern es lieben Buntes Feullleton. — Teures Leben. Die dritte Police über eine Million Dollar iſt in dieſen Tagen bei amerikaniſchen Lebensverſicherungsgeſell⸗ ſchaften aufgegeben worden. Der Präſident und der Vizepräſident des größten Korntruſts der Welt, die Herren Heffelfinger u. Wells, haben zu Gunſten ihrer Firma ihr Leben mit einer Million Dollar verſichert. Davon übernahm die Provident Life and Truſt Com⸗ part) 150 000 Dollar, den Reſt von 850 000 Dollar die Equitable Life Aſſurance Society. Wohl gibt es in Amerika Männer, die auf mehrere Policen mit einer Million Dollar verſichert ſind, aber eine einzige Police über eine Million Dollar beſitzt nur noch George Vanderbilt und der Millionär Frank H. Peavey beſaß eine, die aber nach ſeinem Tode an ſeine Firma ausgezahlt wurde. In Ame⸗ rika bildet ſich die Praxis immer mehr heraus, das Leben eines Geſchäftsmannes, der für ein Unternehmen von größter Wichtigkeit iſt, mit einer hohen Summe zu verſichern, um einen Erſatz für ſeinen eventuellen Tod zu haben. — Caruſo auf Freiersfüßen. Die Irrungen und Wirrungen im Liebesleben Caruſos haben jetzt ihr heiteres Nachſpiel gefunden. Kaum hatte ſich das Gerücht verbreitet, daß ihm feine Freundin untreu geworden, da wandte ſich eine amerikaniſche Dame, Mi ß Lillian G. Berbrurs, mit dem ſchönen Freimut, der die waren.(Hört, hört!) Dieſe Vorgänge wieſen auf ein beſtimmtes Syſtem hin. Es handle ſich um eine ganz raffinierte, künſtliche, planmäßige Propaganda. Im Stillen hoffe man ſogar, noch ein⸗ mal die Jeſuiten wieder unterbringen zu können. Mit dem bru⸗ talen Gelde werde alles gemacht und an Geld fehle es ja der katholiſchen Kirche nicht. Recht kraß trete die Verquickung des Katholizismus mit dem Polentum hervor. Das habe ſich be⸗ ſonders bei den letzten Landtagswahlen gezeigt. Demgegenüber ſei die ſtetig fortſchreitende Germaniſterung der treu evangeliſchen und proteſtantiſchen Maſuren zu begrüßen. Hier liege ein ſtarkes Gegengewicht gegen den Anſturm des Zentrums.(Beifall.) Die deutſchen Katholiken aber ſeien ſchutzlos den Poloniſie⸗ rungsberſuchen ihrer Geiſtlichen preisgegeben. Die Evan⸗ geliſchen fürchteten die katholiſche Kirche nicht; aber gegen dieſe ſkrupelloſen Machenſchaften ſeien ſie wehrlos. Für Uebertritte werde dem Evangeliſchen ſogar Geld geboten. In Oſtpreußen ſei auch das Konkubinat eines katholiſchen Rechtsanwalts mit ſeiner evangeliſchen Wirtſchafterin geduldet worden unter der Be⸗ dingung, daß der aus dieſem Verhältnis entſprungene Sohn, der bis zur Oberſekunda evangeliſch erzogen worden war, zum Ka⸗ tholizismus überträte.(Pfui⸗Rufe.) Man ſehe alſo, daß an Ge⸗ wiſſenloſigkeit ſeitens der katholiſchen Kirche hier das Menſchen⸗ möglichſte geleiſtet werde. An zweiter Stelle beſprach Oberlandesgerichtsrat Raddatz (Poſen) die Verhältniſſe der deutſch⸗evangeliſchen Sache in Weſtpreußen und Poſen. In dieſen Bezirken, wo das Polentum allmächtig ſei, ſpielten ſich ſchwere Kämpfe zwiſchen den Evangeliſchen und Katholiken ab. Paſtor Müller⸗Breslau berichtete über die Verhältniſſe in Schleſien. Der Vorſitzende Generalleutnant z. D. von Leſſel dankte den Rednern und ſtellte feſt, daß im deutſchen Oſten die Evan⸗ geliſchen noch in Gefahr ſeien, daß ſie alſo unterſtützt werden müßten.— In der Ausſprache wies Hofprediger a. D. Rogge⸗ Potsdam darauf hin, wie ſehr das katholiſche Geld in Oſtpreußen eine Rolle ſpiele. Hierauf wurde die zweite Mitgliederverſammlung geſchloſſen. Am Abend fanden wieder zwei ſtark beſuchte Volksverſamm⸗ lungen ſtatt. Die Verſammlung im Saalbau wurde von dem Stadtrat v. Frankenberg⸗Braunſchweig geleitet. Auf der Tages⸗ ordnung ſtand zunächſt das Thema: Deutſch⸗evangeliſche Aufgaben in Oeſterreich. Pfarrer Fiſcher(Eger in Böhmen) entwarf in lebhaften Farben eine Schilderung von dem Vorwärtsſchreiten der evan⸗ geliſchen Bewegung in Oeſterreich, beſonders in Böhmen. Mehr als 70000 Perſonen ſeien ſeit 1890 los von Rom gegangen, da⸗ von die weitaus meiſten, nämlich 46 000, zur evangeliſchen Kirche. Die Uebertrittsbewegung falle überhaupt nicht ſo ins Gewicht wie das neue Leben, das die Kirche gewonnen habe. Dem Düſſel⸗ dorfer Katholikentage ſei von neuem das Märchen vom Abflauen der Bewegung erzählt worden. Warum aber dann den erbitterten Kampf, das Schießen mit Kanonen nach Toten, das fortwährende Rufen nach dem Schutze der Regierung. Die Toleranzakten des römiſchen Ultramontanismus weiſe allerlei ſeltſame Sachen auf. Offizielle Blätter der katholiſchen Kirche ſchrieben Prämien für katholiſch werdende Konvertiten aus. Daneben denunziere man die Evangeliſchen. Die„rollende Reichsmark“ ſpiele eine große Rolle. Unentwegt erzähle man das Märchen vom Selbſtmord Luthers und nenne die Evangeliſchen Hochverräter, trotzdem doch Papſt Pius IX. Oeſterreichs Staatsgeſetze feierlich verflucht habe.— Kirchenrat Dr. Meyer(Zwickau) ſprach dann über die Förderung der evangeliſchen Bewegung. Die„Germania“ habe kürzlich geſchrieben, daß in Braunſchweig auch der„Unvermeid⸗ liche Meyer“ rede, natürlich, denn die Feſtſtadt liege ja in der Nähe des Blocksberges.(Heiterkeit.) Nun ſei ja der Ultra⸗ montanismus Fachmann auf dem Gebiete der Hexenprozeſſe (Heiterkeit), und er fürchte, daß der Evangeliſche Bund im Gefolge Luthers und Goethes das Treiben römiſcher Finſternis in unſerem Volke verſcheuchen werde.(Beifall.) Der Proteſtantismus ſei der Stolz, ein von der Vorſehung ihm anvertrautes wertvolles Eigentum des Evangeliſchen Bundes. Wir Evangeliſchen, er⸗ klärte der Redner weiter, haben den koſtbaren Schatz der chriſt⸗ lichen Einigkeit im Geiſt. Aber der evangeliſche Glaube darf nicht die gute Stube ſein, die man nur bei feierlichen Anläſſen betritt. Er muß auf dem Plan nationalpolitiſchen Wirkens ſein. Die evangeliſche Bewegung verdient unſere aufmerkſamſte Teilnahme Das Haßdelirium der Ultramontanen gegen ſie iſt ein Zeugnis für ſie. Ihretwegen hat man ſogar gedroht, daß Oeſterreich aus dem Bündnis mit uns ausſcheiden und ſich Frankreich in die Arme werfen würde. Darum auf zu unſerer Fahne! Es iſt nicht Zeit, daheim bei den kleinlichen Intereſſen zu hoffen.(Lebhafter Beifall.) Profeſſor D. Haußleiter(Halle a. d..) ſprach ſodann über deutſch-evangeliſche Aufgaben in unſeren Kolonie n. Er wies darauf hin, daß gerade in den Kolonien die evangeliſche Kirche noch einen ſchweren Stand habe. Die Kämpfe der letzten Jahre hätten viel Friedensarbeit vernichtet. Es gelte rrrrtt——— Töchter der Union kennzeichnet, telegraphiſch mit dem Vorſchlag an den Tenoriſten, ſie zu heiraten. Sie ſei ſchön, ermangele nicht der ihrem Liebesbedürfnis entſprechenden Kingenden Zugabe und ſei vor allem voll Teilnahme über die urverdiente Vereinſamung des göttlichen Sängers erfüllt. Enrico Caruſo blieb dieſer Aeußerung eines überquellenden Gefühls gegenüber nicht gleichgiltig, er trat mi' der Amerikanerin in Briefwechſel und, wie man verſichert, wer⸗ den beide in kurzem in den Hafen der Ehe inlaufen. — 1283 Kilometer unter Waſſer. Man ſchreibt uns gus Paris: Das franzöſiſche Unterſeeboot„Emeraude“(390 Tonnen) hat ſo⸗ eben eine bemerkenswerte Leiſtung ausgeführt, indem es eine Fahrt von 80½ Stunden in der See machte, bei der es 1288 Kilometer zurücklegte. Das Boot hielt dabei eine regelmäßige Geſchwindigreit von neun Knoten inne, und der Petroleum⸗Motor arbeitete wäh⸗ vend der ganzen Zeit ausgezeichnet. Die Mannſchaft war von der Strapaze zwar ermüdet, hat ſie jedoch gut üder⸗ ſtanden. — Unterricht im Fliegen. Wilbur Wright, der jetzt ſo glän⸗ zende Leiſtungen mit ſeiner Flugmaſchine vollbracht hat, erklärte auf die Frage, was er denn nun zunächſt zu tun gedenke:„Unter⸗ richt im Fliegen geben! Ich habe verſprochen, jetzt nicht für zwei oder drei Monate nach Amerika zu gshen, ſondern erſt einige Franzoſen zu lehren, wie man Flugmaſchinen lenkt. Acht von den 50 Flug⸗ maſchinen, die M. Weiller nach meinem Modell beſtellt hat, ſind bereits verkauft, und zwar zumeiſt an Franzoſen. Ferner höre ich, daß auch die franzöſiſche Regierung an den Ankauf von Flug⸗ maſchinen für die Zwecke der nationalen Verteidigung denkt.“ — Die beſte Statue. Angeſichts der immer mehr und mehr wachſenden Denkmälerzahl in Frankreich erinnert ein Pariſer Blatt an die hübſche Antwort, die Roſſini einer Deputation gab, durch die ihm die Errichtung ſeines Denkmals in ſeiner Vaterſtadt an⸗ gekündigt wurde. Der Maöéſtro fragte, wieviel wohl ſeine Statue in weißem Marmor koſten würde, und als er die Antwort erhielt: „12 000 Francs“, ſagte er vergnügt:„Nun gut, geben Sie mir die Summe und bei allen feierlichen Gelegenheiten, oder wenn es ſonſt nötig iſt, werde ich hinkommen und mich auf das Piedeſtal ſtellen. Sie werden dann an Stelle einer Kopie das Original haben und ich bin um 12 000 Francs reicher.“ 4 umtes Mannheim, 7. Oktober. General⸗Auzeiger.(Abendblatt). 3. Seite· ſtliche, h ein⸗ Der„unſere Miſſionare in unſeren Kolonien aufs wirkſamſte zu Anterſtützen.(Lebh. Beifall.) Als Tagungsort für das nächſte Jahr wurde Mann⸗ des heim gewählt. be⸗ 5 nüber 8. Generalverſammlung des VBundes Deutſcher iſchen Frauenvereine. tarkes([Von unſerem Korreſpondenten.) 179 sh. Breslau, 6. Okt. Span⸗ Die 8. Generalverſammlung des Bundes Deutſcher Frauen⸗ dieſe vereine wurde heute hier im Saale des Hotels„Vier Jahres⸗ tritte zeiten“ in Anweſenheit einer überaus großen Anzahl von Ver⸗ ußen kreterinnen der deutſchen Frauenbewegung eröffnet. Die Vor⸗ mi ſitzende des Engeren Ausſchuſſes Frau Marie Stritt⸗Dresden Be⸗ begrüßte die Delegiertinnen und wies beſonders darauf hin, daß „ der dDas Vorjahr in der Frauenfrage zwei wichtige Neuerungen ge⸗ e, hracht habe: Das Vereinsge ſetz und die Mädchenſchul⸗ 62 reform. Freilich hätten beide Reformen nicht alle Wünſche ſchen⸗ erfüllt. Das Erreichte ſei aber doch an ſich ſo unendlich viel und ſo bedeutungsvoll für die Zukunft, daß es Mut und Kraft zu batz neuem Streben gebe. Die Vorſitzende teilte dann noch mit, daß 47 Ortsgruppen des deutſch⸗evangeliſchen Frauenbundes jetzt dem das Bund deutſcher Frauenvereine beigetreten ſind.— Fräulein iſche Paula Mül ler überbrachte die Grüße des deutſch⸗evangeliſchen Frauenbundes. Darauf erſtattete die ſtellvertretende Bundesvor⸗ tniſſe ſttzende Frau Helene v. Förſter⸗Nürnberg den Geſchäftsbericht, ſankte wobei ſie beſonders hervorhob, daß die Eingaben des Bundes bei van⸗ den Behörden und dem Reichstage jetzt größere Beachtung fänden erden als früher. Der Bund zähle augenblicklich 28 Verbände und 231 ogge⸗ Einzelvereine und Ortsgruppen mit insgeſamt über 150 000 Mit⸗ ußen gliedern. Das Endziel des Bundes der deutſchen Frauenvereine ſei, den weiblichen Teil der Bevölkerung ärmer zu machen an oſſen. Mühſeligkeiten und reicher an Menſchenwürde.— Frau Julie rmm⸗ Eichholz⸗Hamburg erſtattete den Bericht der Rechtskom⸗ dem miſſion und bemerkte dabei, daß vor zwei Jahren die Arbeiten ages⸗ und die Denkſchrift der Rechtskommiſſion in der gehäßigſten und perſönlichſten Weiſe kritiſtenn worden ſei.— Die Vorſitzende, Frau Marie Stritt, bedauerte herzlich, daß hier dieſe Angelegenheit afte zur Sprache gekommen ſei, die ihres Erachtens abſolut nicht hier⸗ hergehöre.(Lebhafte Zuſtimmung.)— Frau Bensheimer⸗ Nehr Mannheim und Frau Marg. Bennewic z⸗Halle a. S. ſchloſſen 52— ſich dieſem Bedauern an.— Den Bericht der Kommiſſion für irche. Arbeiterinnenſchutz wicht erſtattete Fräulein Marg. Friedenthal⸗Berlin. Sie erklärte, üſſel⸗ die Kommiſſion habe ſich ſpeziell beſchäftigt mit den Wohnungs⸗ auen verhältniſſen der Arbeiterinnen, und begrüßt es, daß jetzt die erten erſte Wohnungsinſpektorin in Worms angeſtellt worden ſei.— rende Frau Kath. Scheven⸗Dresden erſtattete den Bericht der Kom⸗ des miſſion zur auf. 5 Hebung der Sittlichkeit. für Die Kommiſſion habe ſich mit dem Studium der Lage der unehe⸗ man lichen Mütter beſchäftigt und dann beſonders mit dem Proſti⸗ roße tutionsproblem. Die Neuordnung der Proſtitutionsbe⸗ mord handlung in Preußen ſei unleugbar von dem humanen Gedanken doch diktiert, die Willkür der Polizei einzuſchränken. Ein lucht Fortſchritt ſei auch in der Stellungnahme der Behörden zu den die Bordellen zu erblicken. Für die Sittlichkeitskommiſſion bleibe habe aber trotzdem noch ſehr viel zu tun übrig. Die ſtaatliche Aner⸗ neid⸗ kennung der Proſtitution müſſe nach wie vor bekämpft werden. der Zu fordern ſei gleiches Recht für beide Geſchlechter inbezug auf⸗ Itra⸗ den Proſtitutionsverkehr. Den bald hier, bald da auftauchenden zeſſe Kaſernierungsbeſtrebungen müſſe energiſch entgegen⸗ folge getreten werden. Eine weitere Agitation müſſe von der Kom⸗ erem miſſion entfaltet werden zur Anſtellung von Polizeiaſſiſten⸗ ſe tinnen. In Stuttgart habe ſich eine ſolche glänzend bewährt. olles— Frau Krukenberg«⸗Kreuznach erſtattete den Bericht der Kommiſſion zur Bekämpfung des Alkoholismus. Sie riſt⸗ erklärte, gute Wirkungen bei der Bekämpfung des Alkoholismus nicht hätten gute Wohnungsverhältniſſe und gutes Kochen der Frauen. ritt.(Heiterkeit.) Die Den Bericht der Kommiſſion für Kinderſchutz erſtattete hme. Frau Helene v. Förſter⸗Nürnberg, die in der Hauptſache über gnis die von dem Bunde deutſcher Frauenvereine veranſtaltete En⸗ aus guete über Kinderſchutz Auskunft gab. Das Ziehkinderſyſtem habe die ſich in pielen Orten als beſte Fürſorge für uneheliche Kinder be⸗ nicht währt, ſo beſonders in Leipzig. after Darauf wurde in die Beratung der der Generalverſammlung unterbreiteten Anträge eingetreten. 2 Der Deutſche Bund abſtinenter Frauen die hat folgendenAntrag eingebracht:„Die Bundesvereine möchten in upfe eine energiſche Agitation dafür eintreten, daß die Konzeſſionser⸗ gelte teilung zum Schankbetrieb nicht durch das Ortsſtatut, die ſogen. —„Bedürfnisfrage“, ſondern durch Abſtimmung in den Kommunen an geregelt werde.“ Dieſe Forderung, die bekanntlich auf dem 6. ver! Abſtinententage in Frankfurt a. M. erhoben wurde, wurde aus⸗ ſe!i führlich begründet von Marie Liſchnewska⸗Spandau. Dieſe des erklärte, Bekämpfung der Unſittlichkeit ohne Bekämpfung des Alto⸗ ung hols ſei ein Unding. Man müſſe gegen die heutige alkoholiſterte trat Geſellſchaft vorgehen. In Amerika lebten heute ſchon 30 Mill. ver⸗ Menſchen unter dem Alkoholverbotsrecht. Wenn man Schweden und Norwegen mit ſeiner das gleiche Ziel verfolgenden Geſetz⸗ ris: gebung hinzurechne, ſo ſtänden heute ſchon 40 Millionen Menſchen ſo⸗ unter dieſem Recht. Vor jeder Konzeſſionserteilung zu einer neuen ihrt Schankſtätte ſei eine Abſtimmung innerhalb der betreffenden Ge⸗ eter meinde unter Männern und Frauen herbeizuführen. Es handle reit ſich um ein Maſſenelend der Frauen. Man müſſe einer alkohol⸗ äh⸗ freien Kultur den Boden bereiten.(Lebh. Beifall.) In der Dis⸗ der kuſſion äußerte Frau Krukenber g⸗Kreuznach, daß eine ſolche Volksabſtimmung bei uns zunächſt noch etwas fremdes ſein würde Nach längerer Ausſprache wurde der Antrag abgelehnt, 8 dagegen ein anderer Antrag angenommen, in dem es heißt:„Die 155 Generalverſammlung des Bundes Deutſcher Frauenvereine ſieht nin dem Alkohol eine der ſchwerſten Gefahren für unſere geſund⸗ 75 bheitliche, wirtſchaftliche und ſittliche Kultur und macht es den Ver⸗ ug. einen zur Pflicht, aufklärend im Kampfe gegen den Alkohol zu ind wirken. Die Frage der Volksabſtimmung ſoll in zwei Jahren ich, noch einmal auf die Tagesordnung der Generalverſammlung ge⸗ ug⸗ ſſetzt werden.“— Darauf trat die Mittagspauſe ein. Nachmittags fanden Kommiſſionsſitzungen ſtatt. In der Kom⸗ ehr miſſion für die akt Dienſtbotonfrage uch herichtete Fräulein Conrad⸗München über die Ergebniſſe einer 8 Enquete. Nach ihrer Meinung kann von einer Dienſtbotennot im tue Sinne eines Mangels an Dienſtboten nicht die Rede ſein. Dagegen : ſei inſofern eine Not vorhanden, als ſich viele unqualifigterte Kräfte die in den Stand hineindrängen. Daher müßten alle Beſtrebungen uſt unterſtützt werden, die darauf hinausliefen, den Dienſtboten eine beſſere Vorbildung zu ermöglichen. Die Mädchen ſollten aber ge⸗ ich warnt werden vor einer Ueberſpannung ihrer Forderungen. Be⸗ dens zu klagen ſei über die Wahnungsverhältniffe, unter denen Mädchen zu leiden haben.— In der Diskuſſion ſchildert Fräu⸗ lein Eichhols⸗ Hamburg die dortigen Verhältniſſe. Dort ſei eine Dienſtbotenſchule auf interkonfeſſioneller Grundlage geſchaffen worden. Auch ſei bereits eine Mindeſtruhezeit für Dienſtmädchen eingeführt. Die Hamburger Frauenvereine gingen mit ihren For⸗ derungen faſt ebenſo weit wie die Sozialdemokraten. Ihre Vor⸗ ſchläge unterſchieden ſich von denen der Sozialdemokraten nur da⸗ durch, daß ſie den Dienſtmädchen nicht den Hausſchlüſſel bewilligen wollten. Die Rednerin beklagt es, daß die Poſtbehörde keine Dienſt⸗ mädchen als Anwärterinnen für den Poſtdienſt aufnehme, obwohl für dieſe Anwärterinnen doch nur Volksſchulbildung verlangt werde. — Fräulein Paula Müller⸗Berlin erklärt, daß eine Dienſt⸗ botennot nicht bezüglich des Einkommens der Dienſtmädchen, ſon⸗ dern nur bezüglich des Wohnungsweſens beſtünde. Sin Notſtand ſei aber auch für die Herrſchaften vorhanden, da viele Dienſtboten nicht genügend vorgebildet ſeien. Das Trinkgeldergeben ſei als degradierend für beide Teile zu bekämpfen, daher dürfe man auch nicht ſagen, die Trinkgelder ſeien eine Bezahlung für Ueberſtunden. Die Sozialdemokratie betrachte die Dienſtbotenvereine nur als eine Vorſchule zur Partei. Dagegen müſſe die Richtung gefördert wer⸗ den, die die Dienſtbotenbewegung als eine gewerkſchaftliche Beweg⸗ ung erhalten wolle. Mit Trauer und Bedenken ſei die Zerſplit⸗ terung in der Dienſtbotenbewegung anzuſehen, da eine wirtſchaft⸗ liche Bewegung einig ſein müſſe. Rednerin will nichts gegen kon⸗ feſſionelle Dienſtbotenvereine ſagen, ſie dürfen aber nicht den An⸗ ſchein erwecken, als ob es ſich um gewerkſchaftliche Organiſationen handele. Die Frauenbereine müßten ſich ſolidariſch erklären mit jeder Arbeit von Frauen, gleich welchen Standes, und daher die Dienſtbotenbewegung unterſtützen.(Beifall.)— Frl. Pappritz⸗ Berlin meint, daß die Sozialdemokratie in die Dienſt⸗ botenbewegung einen erheblichen Mißton gebracht habe. 'e habe die Hausfrauen und die beſſeren Mädchen aus den Ver⸗ einen herausgetrieben. Daran ſei die Organiſation geſcheitert und nicht an der Unmöglichkeit des Zuſammengehens von Hausfrauen und Dinſtboten.— Damit ſind die Arbeiten der Kommiſſion er⸗ ledigt. Beſchlüſſe wurden nicht gefaßt. In der fortgeſetzten Vollverſammlung wurde der Antrag des Deutſchen Verbandes für Frauenſtimmrecht auf Eintritt in eine energiſche Agitation zur Erlangung des Ge⸗ meindewahlrechts für die Frauen nach einem Referat von Fräulein v. Welezeck(Berlin) angenommen.— Zu dem Antrage des Vereins Frauenbildung⸗Frauenſtudium(Bonn) auf Stellungnahme zu preußiſchen Mädchenſchulrefoer7m wurde eine entſprechende Reſolution angenommen. Ein Antrag von Frau Bensheimer (Mannheim) fordert die gemeinſame Erziehung beider Geſchlechter. Hauptmann Oelze(Breslau) ſtellt ſich als Vater von vier Töch⸗ tern vor und ſpricht ebenfalls für die Koedukation, da die Errich⸗ tung beſonderer Studienanſtalten für Mädchen nur an wenigen Orten möglich ſein werde. Der Redner begründet einen Antrag, der die Abſendung einer Petition und einer Denkſchrift an den Miniſter und das Abgeordnetenhaus fordert behufs Zulaſſung der Mädchen zu den höheren Knabenanſtalten in den mittleren und kleinen Städten. Der Antrag wird angenommen.— Fräulein Tiedgen(Bremen) begründet einen Antrag des Frauenerwerbs⸗ und Ausbildungsvereins Bremen, der eine energiſche Agitation der Frauenvereine verlangt, um die Maßnahmen der Kommiſſion zur Hebung der Sittlichkeit zu unterſtützen gegenüber der drohenden Gefahr der Förderung der Proſtitution durch den Reichstag. Der Antrag wird mit einigen redaktionellen Aenderungen angenommen. ANus stadt und Land. *Mannheim, 7, Oktober 1908. Zum Beſuch des Großherzogspaares. Die mitgeteilte Fahr⸗ ordnung anläßlich des Beſuches der Großh, Herrſchaften hat nach⸗ ſtehende Aenderung erfahren: Montag, den 12. Oktober, nachmittags 3 Uhr: Beſichtigung der Fabrik von Heinrich Lanz und Benſinger, Rhein. Gummi⸗ und Celluloid⸗ fabrik in Neckarau. Schloß—Bismarckſtraße—Kurfürſtenſtraße — Lindenhofüberführung— Rennershofſtraße— Gontardſtraße— Gontardplatz—Meerfeldſtraße—Landteilſtvaße—Lindenhofſtraße zu Lanz; von hier durch die Lindenhofſtraße—Neuen Mannheimer Weg—Kaiſer Wilhelmſtraße— Friedrichſtraße— Bahnübergang Eiſenbahnſtraße—Feudenheimer Weg zu Benſinger. Bei zu kurzer Zen wird bei Benſinger nur die Puppenabteilung beſucht, in dieſem Falle erfolgt die An fahrt vom Bahnübergang an durch den Secken⸗ Seckenheimer Weg— Bahnübergang— Neckarauer Straße— Bagdn⸗ übergang—Friedrichsfelderſtraße—Schloßgartenſtraße—Schloß. * Ordensauszeichnungen. Der Großherzog hat dem Amts⸗ richter Dr. Albert Kornmajer in Mannheim die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm verliehenen Königlich Preuß. Roten Adlerordens vierter Klaſſe und dem Direktor der Firma Philipp Holzmann u. Cie. in Frankfurt a.., Dr. W. Lauter, die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm verliehenen Offizierkreuzes des Großh. Oldenburgiſchen Haus⸗ und Verdienſt⸗ ordens des Herzogs Peter Friedrich Ludwig erteilt. * Auszeichnungen. Den Direktoren Brecht und Hammes⸗ fahr von der Firma Bentz u. Co., Aktiengeſellſchaft, wurde vom Großherzog das Ritterkreuz zweiter Klaſſe des Ordens vom Zäh⸗ ringer Löwen verliehen. 5*Ernannt wurden die Hauptlehrer Georg Winterbauer, Joſeph Nepple, Ernſt Zachmann an der Handelsſchule in Hei⸗ delberg, Johannes Brenneiſen an der Handelsſchuſe in Lahr, und Friedrich Hörth an der Handelsabteilung der Gewerbeſchule in Wertheim zu Handelslehrern. Verſetzt wurde Handelslehrer Adolf Willareth in Mann⸗ heim in gleicher Eigenſchaft an die Handelsſchule in Konſtanz. * Etatmätzig angeſtellt wurde Zeichenlehrkandidat P. Pfeiffer an der Goldſchmiedeſchule in Pforzheim als„Zeichenlehrer“. Der evangeliſche Prälat D. Oehler iſt zur Zeit ernſtlich erkrankt und befindet ſich zu ſeiner Geneſung auf dem Kohlhof bei Heidelberg. * Die auf der Jubiläums⸗Ausſtellung ſo beliebte Rodelbahn iſt während der Herbſtmeſſe auf dem Kinderſpielplatz aufgeſtellt. * Ausgeſtellt iſt im Schaufenſter des Ladens in O 3, 9 ein in Holz und Zink von Herrn Zinngießer J. D. Otto ausgefühe⸗ tes, 1,10 Meter hohes Modell des Kaufhauſes, des Rheintores, des Neckartores und des Heidelbergertores. Herr Otto hat das Kaufhausmodell im Alter von 83 Jahren angefertigt und dazu 1½ Jahre gebraucht. Wir empfehlen die Arbeiten, die mit großem Geſchick angefertigt worden ſind, der Aufmerkſamkeit aller Paſſanten. * Die Sünger der Mannheimer Sänger⸗Vereinigung und des Lehrer⸗Geſangvereins werden nochmals darauf aufmerkſam gemacht, daß Donnerstag abend 9 Uhr die letzte Hauptprobe zur Serenade in der ſtädtiſchen Turnhalle in K 5 ſtattfindet. Voll⸗ zähliger Beſuch iſt geboten, da noch einige Direktiven erteilt wer⸗ den, die unbedingt wiſſenswert ſind, um einen geregelten Verkauf zu gewährleiſten. *Landesausſtellung 1910. Das Präſidium des Landesver⸗ bandes der badiſchen Gewerbe⸗ und Handwerkervereinigungen teilt dem„Heidelb. Dagbl.“ folgendes mit: Vor einigen Tagen ging die Notiz durch die Preſſe, die im Jahre 1910 geplante Landesaus⸗ ſtellung für Gewerbe. Kunſt und Induſtrie in Karlsruhe wäre wegert der Weltausſtellung in Brüſſel im Jahre 1910 auf das Jahr 1912 verſchoben worden. Dieſe Nachricht entſpricht nicht den Tat⸗ ſachen, da bis heute in leitenden Kreiſen kein derartiger Beſchluß heimer Weg bis zum Fabrikeingang; von hier zurück durch den die Landesausſtellung im Jahre 1910 in Karlsruhe abzu⸗ halten. Vortrag in der Konkordienkirche. Man ſchreibt uns: Wir machen die evangeliſche Gemeinde auf den am nächſten Donnerstag Abend um 6 Uhr in der Konkordienkirche ſtattfindenden Vorkrag des Paſtors Fliedner aus Madrid aufmerkſam Der Name Fliedner iſt an ſich ſchon ein Programm. War doch der Großvater Fliedners der Begründer des evangeliſchen Diakoniſſenwefens, welches weit über die Grenzen Deutſchlands, wo Evangeliſche wohnen, im Segen wirkt. Der Vater, Theodor Fliedner, war der kühne Vorkämpfer des Proteſtantismus in Spanien, der gleich nach dem Sturz der Königin Iſabella im Jahre 1868, der dem Evangelium das Land wieder öffnete, in Madrid einzog und die kleinen Häuflein evangeliſcher Glaubensgenoſſen ſammelte und der ſeitdem mit ſtets gleicher Hin⸗ gebung und Freudigkeit das Werk der Evangeliſation auf dieſem ſchwierigen Boden in Kirche und Schule pflegte und hochhielt. Es dürfte hochintereſſant ſein, den jetzigen Träger dieſes Werkes üder den gegenwärtigen Stand der Sache zu hören und hoffen wir auf einen guten Beſuch und eine freundliche Förderung des Unterneh⸗ mens rechnen zu dürfen. Verein Rechtsſchutzſtelle für Frauen und Mädchen. Es iſt jetzt gerade ein Jahr, daß die Sprechſtunden durch liebens⸗ würdigſtes Entgegenkommen der Stadtverwaltkung nach dem alten Rathaus, Zimmer Nr. 12, verlegt werden konnten. Die Zahl der Beſucherinnen iſt in dieſer Zeit ſo bedeutend gewachſen, daß eine dritte Sprechſtunde notwendig geworden iſt; auch hierzu hat die Stadtverwaltung in bereitwilligſter Weiſe das gleiche Bureau zur Verfügung geſtellt. Vom 17. d. ab findet jeweils Samstags von .—4 Uhr nachmittags eine weitere Spechſtunde ſtatt, um den Klientinnen, die durch ihren Beruf nicht auf die Abendſtunden an⸗ gewieſen ſind, Gelegenheit zu geben, ſich Rat und Auskunft zu holen. Der immer wachſende Zuſpruch, deſſen ſich die Rechtsſchutz⸗ tätigkeit zu erfreuen hat, kommt wohl, neben der ſo viel günſtigeren Lage des Lokals, zumeiſt daher, daß man nachgerade von der Nol⸗ wendigkeit ſolcher gemeinnütziger Einrichtungen durchdrungen iſt, und daß das Beſtehen derſelben immer mehr zur Kenntnis der weir⸗ teſten Kreiſe gelangt. Die Sprechſtunden des Vereins Rechtsſchutz⸗ ſtelle für Frauen und Mädchen finden nunmehr Montags und Don⸗ nerstags von halb 6 bis halb 8 Uhr abends und Samstags von —4 Uhr nachmittags ſtatt. Theater, Kunſt und Wiſſenſchaft. Karlsruher Brief. (Von unſerem Karlsruher Bureau.) 2 Karlsruhe, 6. Oktober.“ Hoftheater— Erſtes Abonnementskonzert. Mit regſamem Eifer hat die neue Saiſon eingeſetzt: das Schauſpiel brachte Neuheiten und gute Neueinſtudierungen, von denen wir die des„Don Karlos“ ganz beſonders hervorheben wollen. Auf dem Gebiete der Oper lernten wir eine ältere Neu⸗ heit von'Albert kennen„Flauto ſolo“, die allgemein bei guter Aufführung anſprach; einen vollen darſtelleriſchen wie künſt⸗ leriſchen Erſatz erzielte in neuer Einſtudierung desſelben Kom⸗ poniſten muſikaliſches Luſtſpiel„Die Abreiſe“, in der beſonders unſere neue Koloraturſängerin Olga Kallenſee durch ebenſo friſchen, wie einſchmeichelnden Geſang als liebenswürdiges Spien ſich beſonders hervortat. Unter dem üblichen Frenubdſchafts⸗ Beifall wurde ſodann am Sonntag in der Uraufführung die ein⸗ aktige komiſche Oper„Durchs Fenſter“ von Iwan Knorr, dem Direktor des Frankfurter Konſervatoriums, verbrämt ab⸗ gelehnt. Das Karlsruher Publikum iſt höflich und guten Glaubens und wenn ein Konſervatoriumsdirektor eine Oper kom; poniert, ſo muß dieſelbe gut ſein und es wäre eine Vermeſſen⸗ heit, dieſelbe etwa gar ſchlecht zu finden. Das Libretto, nach einem Scribeſchen Luſtſpiel bearbeitet, iſt ſo übel gar nicht: der Graf Raoul Latour würde auf ſeinem Schloß mit ſeiner jungen hübſchen Frau ſehr angenehme Tage verleben, wenn nicht eine echte Schwiegermutter, eine Marquiſe von Lecparres, dieſe Mög⸗ lichkeit hintertreiben würde. Die kleinen intimen Streitigkeiten führen ſogar zu einem echt ſchwiegermütterlichen Trick, die junge Frau flieht angeblich vor ihrem Gatten durchs Fenſter und ſpringt auf einen glücklich vor dem Fenſter befindlichen Heu⸗ haufen. während der Gatte in einen Pavillon verbannt wird, bis der übliche Luſtſpielonkel ihn wieder erlöſt und auf eine pfifſige Weiſe der jungen Frau wieder zuführt und zwar durch das⸗ ſelbe Fenſter, durch das ſie ihren Gatten im Zorn verlaſſen. Die Schwiegermutter zieht darauf vor, abzureiſen. Der Komponiſt Knorr hat nun das leichte Werkchen mit einer ſo ſchweren Muſik perſehen, daß es ſchier erdrückt. Im Wagnerſtil ſtärkſter Sorke treten ſie gewuchtig auf oder raſen im wilden Sturm daher und man ſchaut mit einem gewiſſen Bedauern nach den Perſönchen, die zu dieſer toſenden Muſik noch ſingen ſollen und auch wirklich ſangen, natürlich auch übertrieben laut. Knorr iſt ein intimer Kenner des Kontrapunktes und Schwierigkeiten ſcheinen ihm be⸗ ſonderes Vergnügen zu bereiten, weniger den Muſikern im Or⸗ cheſter, noch weniger den Sängern, obſchon Buſſard und Raha, ſowie die Damen Ada von Weſthoven, Teres und Ethofer ſich alle Mühe gaben, die Schwierigkeiten zu über⸗ winden. Am geſtrigen Montag haben die Abonnements⸗ Konzerte unſeres Hoforcheſters ihren Anfang genommam und damit offiziell die winterliche Konzertſaiſon. Bei den Abonnementskonzerten iſt eine doppelte Neuerung eingetreten: ſie haben in der Perſon des Hoflapellmeiſters Dr. Göhler anſtelle von Lorentz einen neuen Leiter gefunden und ſie finden nicht mehr in dem kalten, ſchmuck⸗ und lichtloſen Feſthalleſanl ſtatt, ſondern im Hoftheater, deſſen in geſchmackvolle und muſik⸗ praktiſche Muſchelform umgewandelte Bühne den Orcheſter⸗ körper aufnimmt. Dr. Göhler iſt bekanntlich auch ſchreibluſtig, und ſo begleitet die Hauptwerke, die zur Aufführung gelangen, auf dem Programm mit kritiſch⸗erläuternden Bemerkungen, die ſich beim erſten Konzert in der Hauptſache im empfehlenden Siune bewegten. Darüber kann man bei der Liſztſchen„Fauft⸗ ſinfonie“ verſchiedener Meinung ſein und es ſteht zu befürchten, daß mit ſolchen Einführungsbeſprechungen einer einſeitigen Rich⸗ tung die Wege geebnet werden. Wie ſchon hervorgehoben, bildete Liszts„Fauſtſinfonie“ das Hauptwerk des Abends; der erſte Tei! ermüdete, trotz der korrekten Durchführung, die allerdings mehr einen lehrhaften als genialen Charakter trug. Sympathiſch be. rührte der zweite Satz, Gretchen mit ſeinen weichen und frommen Klängen, während der lange dritte Satz,„Mephiſto“ betitelt, m: ſeinen abſtrakten Diſſonanzen nud ſeinen unmuſikaliſchen Ge⸗ ſuchtheiten eine geringe Wirkung hinterließ. Den vokalen Saß hatte der hieſige Verein„Liederhalle“ übernommen und denſelbe! kraftvoll durchgeführt. Man war in weiten Kreiſen bei der ſelt⸗ ſam abſprechenden Beurteilung der Geſangvereine durch Dr. Göhler in ſeinem berühmten Vortrag im Arbeiterdiskuſſio 1sklußb über die Mitwirkung des Vereins etwas erſtaunt. Hervor⸗ ragendes bot der Soliſt des Abends in dem Schlußgefang, de⸗ Hofopernſänger Otto Wolf vom Hoftheater in Darmſtadt. 2. Teil des Konzertes brachte Kompoſitionen von d Aldev ein eigenes intereſſantes Klavierkonzert in E⸗dur vom Kom⸗ poniſten in bekannter Virtuoſität vorgetragen, wie G gefaßt worden iſt, ſondern vielmehr an dem Entſchluß feſtgehalten lyriſcher Natur von ſüßer Wirkung, die in der Gaftig des Kom 4. Seite. ———————— General⸗Anzeiger.(Abendblatt.) Mannheim, 7. Ottober. ppniſten Frau d Albert⸗Link eine vornehme Inkerptetin von vollendeter Geſangskunſt fanden und ein Scherzo aus de⸗ .dur⸗Sinfonie des Meiſters. Der Komponiſt wie die geniale Sängerin fanden ſtürmiſchen Beifall, Göhler und unſer Hoforcheſter, das mit Begeiſterung und künſt⸗ leriſchem Empfinden ſeine Aufgaben zu löſen derſtand.— Dan! der Geſchicklichkeit des Kapellmeiſters Dr. Göhler, ſich unbeliebt, ja nych weit mehr zu machen, wird auch das erſte Abonnements⸗ konzert zu unangenehmen Weiterungen führen, wobei allerbings die jeder Selbſtändigkeit bare Konzertdirektion, die vor dem von dem Orcheſter mit zwei Stimmen Majorität ernannten Leitet der Konzerte bei jeder Gelegenheit auf den Bauch fallen, die Hauptſchuld trägt. Hatten früher die Vertreter der Preſſe zwei Zutrittskarten erhalten, ſo wurde diesmal nur eine zugeſtand⸗n. und die Opernſoliſten, auf deren Mitwirkung die Konzerkdirektion wiederholt angewieſen iſt, war auf Veranlaſſung Dr. Göhlecs anheimgegeben worden, ſich jeweils um ein Freibillett zu be⸗ werben. Hierbei kommen Sänger und Sängerinnen in De⸗ tracht, die im Laufe der Jahre mehr als ein Dutzendmal u ne⸗ ſo nſt in dieſen Orcheſterkonzerten mitgewirkt haben. Als dieſe Herrſchaften ſich augenſcheinlich gegen dieſes namenlos unver⸗ ſtändliche Vorgehen ſich verwahrt haben, kam ein offizieller Rüffelanſchlag Göhlers im Hoftheater, das mit bieſen Konzerten abſolut nichts zu tun hat, in dem das Soloperfonal gewiſſer⸗ maßen aufgefordert wurde, Abbute zu leiſten. Die Angelegen⸗ heit wird ſich ja weiter ſpinnen und man exörtert in ernſten Kreiſen die Frage, ob ſolche ſelbſtherrliche Männer, die den Be⸗ fähigungsnachweis irgendwelcher Künſtlerſchaft noch zu erbringen haben, geeignet ſind, an der Spitze des Hoftheaterorcheſters zu ſtehen— denn von einer ernſten künſtleriſchen Entfaltung un⸗ ſeres Hoftheaters kann unker ſolchen bedanerlichen Perhältniſſen keine Rede— man bedauert aber auch die ſchwächliche Haltung unſerer oberſten Theaterleitung in ſo ernſten Fragen, die doch über den üblichen Theatertratſch und Klatſch hinausg ſen. *** Smetak⸗Konzert im Kaſinsſaal. Man ſchreibt uns: Am Sonn⸗ tag den 18. Oktober a.., abends 7½ Uhr, veranſtaltet der Mann⸗ heintier Zitherklub(gegründet 1873) ein öffentliches Konzert unter Mitwirkung des berühmten Zither⸗ und Streichmelodionvirtuoſen Ant. Smetak aus Zürich. Nachdem ſich Herr Smetak infolg großer Inauſpruchnahme in der Schweiz in den letzten Jahren aus⸗ ländiſchen Konzerten gegenüber paſſiv verhielt, hat er ſich ent⸗ ſchloſſen, im Monat Oktober eine größere Konzertreiſe nach Deutſchland zu unternehmen. Der Mannheimer Zitherklub hat dieſe günſtige Gelegenheit ſich nicht entgehen laſſen, den hervor⸗ wagenden Künſtler für einen Abend zu gewinnen. Herr Smetak wird J. Hauſteins einzig ſchönes„Konzert IV in E⸗moll“ und eine eigene Kompoſition,„Erinnerungen“, Fantaſie, zum Vortrag bringen; außerdem wird er auf dem Streichmelodion die„Reverie von H. Vicuxtemps ſpielen. Eine weitere mitwirkende Kraft wurde in Frau Dina Voiſin⸗van der Vijver gewonnen, welche Lieder von Franz, Loewe, Brahms ete. etc. ſingen wird, deren Be⸗ gleitung der Pianiſt Herr Hans Hautz übernommen hat. Es iſt mit Freuden zu begrüßen, daß der Mannheimer Zitherklub nach einer zweijährigen Pauſe wieder mit einem Konzert in die Oeffent⸗ lichkeit tritt, umſomehr, als es ihm gelungen iſt, einen ſolch' her⸗ vorragenden Soliſten, wie Herrn Smetak, heranzuziehen. Sein 25jähriges Kapellmeiſterjnbiläum begeht am heutigen Tage(7. Okt.) der auch in Mannheim bekannte Karlsruher Muſikdirigent Lieſe. Geboren am 13. Juli 1853 zu Falkental (Prov. Brandenburg), trat Lieſe im April 1872 in die Kapelle des heſſiſchen Gardedragonerregiments Nr. 23 zu Darmſtadt ein und ging im April 1876 zum., Gaxdedragonerregimenk i Berlin über. Wäßrend dieſer Zeit nahm er konſerpatbriſchen Unterricht bei dem Gr. Hofmuſikdirektor Mangold⸗Darmſtadt.“ Nach nur elfmonatlicher Dienſtzeit wurde Lieſe bereits„etat⸗ mäßig“, ein Fall, der bei berittenen Truppen eine große Selten⸗ heit iſt. Im Jahre 1883 erhielt er die Leitung der Kapelle des 14. Huſarenregiments in Kaſſel, im Mai 1890 wurde er zum Stabstrompeter des Karlsruher 14. Artillerieregiments ernannt und bereits Januar 1892 zum Kgl. Muſikdirigenten befördert. Wie Lieſe in dieſer Stellung erfolgreich gewirkt hat, iſt bekannt. Seine Artilleriekapelle ſteht auf einer hohen Stufe künſtleriſcher Ausbildung und hat ſeit Jahren ſich viel Freundſchaft und großes Anſehen errungen, das nicht zum wenigſten auf die vorzüglichen Dirigenteneigenſchaften Lieſes ſelbſt zurückzuführen iſt. Von Tag zu Tag. ·Eine Erploſion. Frankfurt a.., 7. Oktober. Heute vormittag gegen 12 Uhr entſtand im Keller eines Hauſes in der Mühlbruchſtraße eine Exploſion. Der dort gerade beſchäf⸗ tigte Schloſſer A. Engel wurde lebensgefährlich verletzt in das Heiliggeiſthofpital gebracht. Die Hirnſchale zertrümmert. Tübingen, 7. Oktober. In der namentlich in Studentenkreiſen bekannten Wirtſchaft zum Hades iſt der Wirt Karl Schmitt tödlich verun⸗ glückt. Er und der Bierführer verloren die Gewalt über ein Weinfaß, das in den Keller geſchafft werden ſollte. Das Faß rollte über den Wirt hinweg und zertrümmerte ihm die Hirn⸗ ſchale mit ſolcher Wucht, daß Gehirnteile im Keller lagen. Der Tod trat nach kurzer Zeit ein. 15 — Vom Baum geſtürzt. Dagersheim(Württ.) 7. Okt. Beim Apfelbrechen ſtürzte ein hieſiger Zimmermann vom Baum und trug dabei ſo ſchwere Verletzungen davon, daß er bald darauf ſtarb. — Rohe Mißhandlung. Herrenberg, 7 Okt. In Gärtringer wurde eine Sattlersfrau, die einem freudigen Er⸗ eignis entgegenſah, von ihrem Hausgenoſſen derart mißhandelt, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Gerichtliche Unter⸗ ſuchung iſt eingeleitet. — Seinen Stiefpater erſtochen. Wattenſcheid, 7. Oktober. Als der 20jährige Bergmann Hartmann von ſeinem 48jährigen Stiefvater, dem Gasarbeiter Komſchek, wegen Trunkenheit Vorhaltung erhielt, erſtach Hartmann ſeinen Stief⸗ vater mit einem Brotmeſſer. — Beim Wirtshausſtreit erſchoſſen. Eſſen, 7. Oktober. In Bottrop wurde bei einem Wirtshausſtreit der 22 55 Pferdehändler Wienhauſen erſchoſſen. Der Täter iſt tig. — Zwei Mordtaten. Kattowitz, 7. Okt. Aus dem Kreiſe Kattowitz werden zwei Morde gemeldet. In Gieſchegrube erdroſſelte der Bergarbeiter Chrosdek ſeine Konkubine, in Za⸗ lenze erſchlug der 38jährige Gelegenheitsarbeiter Olenik ſeine 14 Jahre ältere Frau. Die Kriſe auf dem Bulenn. Die Gründe der bulzariſchen Aktion. *Sofia, 6. Okt. Die unerwortete Rückkehr Fürſten Ferdinand und deſſen auffallende Berufung ſämtlicher Mitglieder des Kabinetts nach Ruſtſchuk wie auch die Vorbe⸗ reitungen zur gemeinſamen Weiterreiſe nach der alten Krön⸗ it 4 Dirnowa ließen ſchon geſtern vermuten, daß die 12 terung ber in lester Zeit verbreiteten Gerüchte über die nicht minder auch De. hei der ſeinerzeitigen Wahl des Prinzen Ferdinand zum Iſterreichiſchen Botſchafter Graf Khevenhüller⸗Metſch. in Kenntnis geſetzt, Rüßland habe aber verſtanden, daß es fich des bevorſtehende Unabhängigkeitserklärung wahrſcheinlich ſei. Trotzdem wirkte die Tatſache heute überraſchend, weil ſowohl die vielfachen Erklärungen bulgariſcherſeits als auch die War⸗ nungen der Großmächte die nahe Verwirklichung auszu⸗ ſchließen ſchienen, m ſo mehr, als die große Maſſe die formelle Unabhängigkeit nicht allzu hoch bewertete von ihr vielmehr in der Frage des Exarchats und der Handels inter⸗ efſen mit der Türkei einen höchſt ſchädigenden Einfluß be⸗ fürchtele. Augenſcheinlich erachtete die Regierung den ent⸗ ſcheidenden Schritt als den einzigen Ausweg aus der kompli⸗ zterten Situation, in der ſich das demokratiſche Kabinett und mit ihm das ganze Land befand. Mitbeſtimmend für den Ent ſchluß war die allgemeine Auffafſung über die Schwäche der Türkei und die Befürchtung, daß die Lortige Konſolidierung eineſpätere Emanzipa⸗ zionausſchließen werde, desgleichen die Hoffnung, daß auf dieſe Weiſe dem von Rußland vorgeſchlagenen Mei⸗ nungsaustauſch der Signatarmächte über pendente Fragen vorgebeugt werden wird, aus welchem die für Bulgarien unbequeme Aufrollung des Berliner Vertrages drohen könnte. Die Bulgaren fühlten die Beſtimmungen dieſes Vertrages ohnehin ſeit jehe⸗ als ungerechten Zwang und glaubten verhüten zu müſſen, daß durch das Eingreifen der Großmächte gewiſſe Einſchränkungen eine Neubelebung erfaßren, die ſchließlich nur noch als Fiktion beſtanden. Das kait accompli wurde allerorts mit mehr Begeiſte⸗ rung aufgenommen, als die bekannte Nüchternheit der Be⸗ völksrung erwarten ließ, und wird als letzter Schritt der natur ⸗ gemäßen hiſtoriſchen Entwicklung betrachtet, der ohne Ermut!⸗ eung Oeſterreich⸗Ungarns noch in weiter Ferne geblieben wäre. Es herrſcht die Zuverſicht, daßſeitens der Türkei Komplikationen oder gar eine Kriegserklärung aus. geſchfoſſen erſcheinen, aber ſelbſt für den letzteren Fall vertraut man blind auf die bewähr re Armee. Die Gerüchte über eine Mobiliſierung ſind unzutreffend Der möglichen Weigerung gewiſſer Großmächte, die Unab⸗ hängigkeit anzuerkennen, wird mit Ruhe entgegengeſehen, da ſürſten ähnlichen Schwierigkeiten durch geduldiges Zuwarten mit Erfolg begegnet wurde. Frankreichs Arbeit für einen Kongreß. * Paris, 6. Okt. Die franzöſiſche Regierung entfaltet im Hinblick auf die Ereigniſſe auf dem Balkan eine äußerſt rege diplomatiſche Tätigkeit, deren Ziel darauf gerichtet iſt, einerſeits die Türkei von übereilten kriegeriſchen Schritten ab⸗ zuhalten, anderſeits den neuen Kongreßin Paris zur Nachprüfung des Berliner Vertrages zuſtande zu bringen. Gelegen kommt ihr dafür beſonders die Anweſen ⸗ beit des ruſſiſchen Miniſters des Aeußern Iswolski, mit den⸗ der Miniſter des Aeußern Pichon heute vormittag wieder erz neut eine Beratung hatte. Ebenſo hatte der engliſche Bot⸗ ſchafter heute abermals eine Beſprechung mit Pichon und dem Miniſterpräſidenten Clemenceau. Der ſpaniſche Botſchafter wird heute abend eine Beſprechung mit dem Miniſter des Aeußern haben, auch der Vertreter Bulgariens wurde von Pichon empfangen, wie desgleichen von Ispolski und. 1 ⸗ wolski wird am Freitag von hier nach London reiſen. Der Temps beſtätigt, daß Oeſterreich Rußland von ſeinen Abſichten um einen noch in weiter Ferne liegenden Plan handle, wozu es ſeiner Meinung dahin Ausdrack gegeben, daß ein Ein⸗ greifen Europas unerläßlich ſei. Der Temps und das Jour⸗ nal des Debats ſtellen als Präzedenzfall, um die Notwendig⸗ keit des Zuſammentritts des Kongreſſes zu beweiſen, den Ver⸗ uch Gortſchakows von 1871 auf, ſich gewiſſer Beſtimmungen des Pariſer Vertrags von 1856 über die Neutralität des Schwarzen Meeres zu entledigen, den die Großmächte eben⸗ falls mit der Berufung einer Konferenz beantworteten. Das Journal des Debats fordert, daß dieſe Konferenz den berechtig⸗ ſen Intereſſen aller Balkanſtaaken Rechnung trage, wobei das Blatt bereits die Frage aufwirft, was man insbeſondere für Serbien tun werde; ob es für immer ohne Verbindung mit dem Meere bleiben oder auch dazu beſtimmt ſein ſolle, eines Tages ein„autonomer“ Staat des öſterreichiſch-ungariſchen Staatenverbandes zu werden. Serbiens Haltung. * Sofi a, 7. Okt. In Belgrad wurden lt. Frkf. Zig. die bulgariſchen Vertreter dahin verſtändigt, daß die ſerbiſche Regie⸗ rung die Unabhäneigkeitserklärung nicht ungünſtig aufnehme; aber ſeine fernere Haltung nach denjenigen der Großmächte, hauptſächlich Rußlands, einrichten werde. Ohne Krieg. * Sofia, 7. Okt. König Ferdinand dürfte mit den Mini⸗ ſtern heute nacht in Kaſanlik eintreffen, wo er übernachtet. Von dem Hoflager gelangen hier deruhigende Aeußerungen über die allgemeine Lage an. Auch in hieſitzen'nfor⸗ mierten Kreiſen verſtärkt ſich der Eindruck, daß die Kriſts ohne Krieg verlaufen wird. Sehr beruhigend wirken hier die Mel⸗ dungen über eine perfönliche Stellungnahme der Pforte. Die Mobiliſierungsgerüchte ſind gänzlich verſtummt. Die Proteſtnote der Pforte. Konſtantinopel, 7. Okt. Die im geſtrigen Miniſter⸗ rat beſchloſſene Proteſtnote gegen die Unabhängigkeitserklärung Bulgariens wurde noch abgeändert und ſoll erſt heute abend den türkiſchen Botſchaftern zur Mitteilung an die Signatarmächte des Berliner Vertrages abgehen. Die nene Lage und die Mächte. Konſtantinopel, 7. Okt. Der Peſſimismus iſt hier einer ruhigen Auffaſſung gewichen. England hat der Türkei das Rückgrat geſtärkt und neuerdings bewieſen, daz es in der Ausübung praktiſcher Politik allen Mächten über⸗ legen iſt. Der geſtrigen Entrevue des türkiſchen Botſchafters in London Rifart mit dem Staatsſekretär Grey und der langen Unterredung des Botſchafters Lowther mit dem Großweſier nird hier die größte Bedeutung 1 Man nimmt als ſicher an, daß England das Königreich Bulgarien nicht aner⸗ kennen werde und jeder Verletzung des Berliner Vertrages als Gegner gegenüber ſtehen bleiben, ſo lange ſeitens der Signatarmächte und mit Zuſtimmung der Türkei keine Ab⸗ enderung beſchloſſen iſt. England werde ſich jedenfalls Frank⸗ leich und Rußland anſchließen. Man glaubi hier, der„Frk Atg.“ zufolge, daß England darauf beſtehen wird, daß die Frage des oſtrumeliſchen Tributs eine für die Türkei durchaus günſtige Löſung finden müſſe. * London, 7. Okt. Die engliſche Preſſe beſpricht ie Vorgänge in Bulgarien mit maßloſer Heftigkeit. Die„Times“ ſpricht ſich in den ſchärfſten Ausdrücken über die Aktion des Kaifers Franz Joſef aus und der Pariſer Korreſpondent des Blattes will eine bisher unbekannte Zu⸗ ſatklaufel des Berliner Vertrages entdeckt haben, in der ge⸗ heim verzeichnet iſt, daß die Okkupation Bosniens und der Herzegowina nur eine vorübergehende ſein ſolle. Im Uebrigen ſetzt die„Times“ in ſcharfer Weiſe ihre Oppoſition gegen die Konferenzpläne fort.„Daily Telegraph“ nennt die Aktionen Oeſterreichs und Bulgariens ein ſchmutziges Geſchäft. Nötig ſei zunächſt, daß Bul⸗ garien dem Sultan und der Orientbahngeſellſchaft ſeine Beuts zurückgebe. Wenn dies geſchehe, dann könne man dem Redak⸗ teur des„Gothaer Almanachs“ die Entſcheidung überlaſſen. Ob Bulgarien einen Fürſten oder einen König haben ſoll, di⸗ enderen Menſchen intereſſiert das nicht. Auch die„Daily News“ iſt gegen eine Konferenz, doch wenn die Türkei dafür ſei, muß England ſie annehmen. * London, 7. Okt. Miniſter Haldane gab in eine: in Preſton⸗Pans gehaltenen Rede der Zuverſicht Ausdruck, daß der Friede durch die Arbeit des tatkräftigen, weiſen und taktvollen Staatsſekretärs Edward Grey und durch die Be⸗ ratungen der europäiſchen Mächte gewahrt bleiben werde. * Jondon, 7. Okt. Generalſtaatsanwalt Evans hiel! in Doncaſter eine Rede, in der er betonte, das Land könne bei der gegenwärtigen Kriſis im Oſten ſeine Ruhebewahren, da es wiſſe, in weſſen Händen die Leitung ſeiner Geſchicke läge Die Konferenz. * cdonſtantinopel, 7. Okt. Nach den Verſicherungen des Miniſters des Aeußern Tewfik Paſcha ſchlägt die Tärkei heute den Großmächten die Einbernfung einer Konferenz vor. Man werde, ſo ſchreibt die„Frkf. Ztg.“, mit der Annahme kaum fehl⸗ gehen, daß die Türkei hierbei den Inſpicationen Englands folge. Staatsſtreich auf Kreta. * London, 7. Okt. Kanea gemeldet, ein Staatsſtreich werde dort erwartet, durch den die Vereinigung mit Griechenland ausge⸗ ſprochen wird. Die Aneignung Bosniens und der Herzegowina. * Sarajewo, 7. Okt. Heute früh 8 Uhr wurde hier und in allen Städten des Landes die kaiſerliche Proklamation an die Bewohner Bosniens und der Herzegowina durch Anſchlag be⸗ kannt gegeben. Die öffentlichen Gebäude ſind befloggt. Der Bür⸗ germeiſter berief den Gemeinderat zu einer Feſtſitzung. Die Ordnung und Ruhe wurde nirgends geſtört. 8 * Budapeſt, 7. Okt. Sämtliche Blätter begrüßen mit großer Genugtuung das Handſchreiben des Kaiſers, wodurch die Annexion vollzogen wird. Es wird hervorgehoben, daß in der Proklamation an die Bewohner Bosniens die Ausdehnung der⸗ Souveränität auch mit Berufung auf das unverjährte Recht der ungariſchen Könige begründet wird, welche Bosnien als Provinz Rama beherrſchten. Was die Regulierung der Verhältniſſe Bos⸗ niens zu Ungarn und Oeſterreich betrifft, ſo verbleibt das Ter⸗ ritorium bis zur endgiltigen Regelung ein ſeparatum corpus. *** *Rominten, 7. Okt. Der öſterreichiſch⸗ungariſche Bot⸗ ſchafter iſt hier eingelroffen. 9255 Letzte Hachrichten ung Celegramme. uttgart, 7. Okt. Das ſozialdemokratiſche Gemeinde⸗ ratsmitglied Poſſert iſt aus der ſozialdemokratiſchen Partet ausgeſchieden. Der Vorſtand der ſozialdemokratiſchen Partei ver⸗ öffentlicht in der„Schwäb. Tagwacht“ folgende Erklärung: Da eine rechtliche Möglichkeit nicht beſteht, Poſſert zur Niederlegung ſeines Gemeinderatsmandates zu veranlaſſen, ſo erklären wir hiermit, daß Herr Poſſert mit ſeinem freiwilligen Austritt aus der Organiſation aufgehört hat, Vertreter der Partei zu ſein. Wien, 7. Okt. Der König von Spanien iſt heute früh von Dresden hier eingetroffen und am Baßnhofe vom Erz⸗ herzog Friedrich und den Herren der ſpaniſchen Botſchaft begrüßt wotden. Der König begab ſich in das Erzherzogliche Palais. * Oſtrowo, 7. Okt. Der Adminiſtrator Schönflug von der Anſiedelungskommiſſion in Kenſchütz erſchoß ſich, als eine unbermutete Reviſion der Kaſſe vorgenommen wurde. Es wurde ein Fehlbetrag von über 6000 Mark entdeckt. Arbeiterbewegung. * München, 7. Okt. Nachdem eine Verſammlung der Schneider und Schneiderinnen heute vormittag den neuen verän⸗ derten Tarif angenommen hat, iſt der Streik in der Damen⸗ Maßbranche nun beendet. Die Generalverſammlung des Evangel. Bundes. Braunſchweig, 7. Okt. Anläßlich der hier tagenden Generalverſammlung des Evangeliſchen Bundes fand am Diens; tag abend ein ſtattlicher Feſtzug zu dem Denkmal des Refor⸗ maters Braunſchweigs Dr. Bugenhagen durch die feſtlichen beleuchteten Straßen, insbeſondere an dem in bengaliſchen Lichte Dem Denkmal ſelbſt hielt ſtrahlenden Rathauſe vorbei, ſtatt. Profeſſor D. Schol z⸗Berlin die Feſtrede, in der es hieß: Am Bugenhagendenkmal zum Preiſe der Reformation in Braun⸗ ſchweig verſammelt, legte die Generalverſammlung einen Kranz treuen Gedenkens an dem Standbild des Reformators nieder. Er war von Hauſe aus Humaniſt und hat ſeinen Humanismus verklärt und vertieft in dem Evangelium, er war ein organiſa⸗ toriſches Talent und hat im Geiſte der Gerechtigkeit die Kirchen⸗ ordnungen von Norddeutſchland ausgearbeitet, er war endlich Luthers Freund und ein treuer uneigennütziger Bundesgenoſſe ſein Lebelang. Wir bekennen uns mit Bugenhagen zu der evan⸗ geliſchen Glaubenstreue, zu dem echt proteſtantiſchen Wiſſenſchafts⸗ beirieb und zum Ideal lebendiger Gemeinden und geloben, feſt zuſammenzuſtehen trotz aller Meinungsverſchiedenheiten im ein⸗ zelnen. Wir wollen ſein ein einig Volk von Brüdern, die das Trennende zurück und das Einigende überall voranſtellen. Das Deutſchtum in Amerika. * Philadelphia, 7. Okt. Den zweiten Teil des Deuk⸗ ſchen Toges bildete geſtern abend eine eindrucksvolle Feier in der Academy of Muſic, der der Gouverneur des Staates Pennſyl⸗ vania, Edwin Stuart, der deutſche Botſchaftsrat Graf von Hatzfeld⸗ Wildenbruch, ſowie der deutſche Marincattaché beiwohaten. Der⸗ Der Präſident des deutſch⸗amerikaniſchen Nationalbundes, Dr. Hexametr, würdigte die Bedeutung des 25jährigen Jubiläums des Deutſchen Tages. Gouverneur Stuart bekeuchtete die Anteil⸗ nahme der Deutſchen, denen er höchſtes Lob zollte, an den Geſchicken der Vereinigten Staaten. Ihm erwiderte Graf von Hatzfeld⸗ Wildenbruch. Die deutſche Feſtrede hielt Profeſſor Dr. Adolf Spaeth, die engliſche Hermann Ridder, Verleger der„Newhorket Staatszeitung“, der die Mitarbeit der Deutſchen an der Entwick⸗ kung Amterikas eingehend behandelte. Dem Reuterſchen Bureau wird aus 1.„ re —r5 ee 8 ein — da; 1 den vinz f bus, 4 b der. Mannheim, 7. Oktober. GSeneral⸗Anzeiger.(Abenddlatt.) 8. Seſte. OColkswirtschaft. Zuckerraffinerie Mannheim. Aus dem Geſchäftsbericht für das Jahr 1907⸗08 tragen wir in Ergänzung unſerer Mitteilungen im heutigen Mittagsblatt noch nach, daß die Verhältniſſe auch in dieſer Kam⸗ pagne für die Raffinations⸗Induſtrie außerordentlich un⸗ günſtig lagen und die Firma während der ganzen Kampagne leinen Zeitpunkt zu verzeichnen hatte, der bei gleichzeitiger Eindeckung in Rohware und Verkauf von Raffinade beim Raffinationsbetrieb einen reellen Nutzen ließ. Die Befürch⸗ tungen, welche im Schlußpaſſus des vorjährigen Geſchäftsberichtes ausgeſprochen wurden, ſind nicht nur eingetroffen, ſondern ſogar noch übertroffen worden, ſodaß das abgelaufene Geſchäftsjahr leider mit einem bedeutenden Verluſt abſchließt. Der Konkurrenzkampf unter den Raffinerien wurde in erbitterſter Weiſe geführt. Die verſchiedenen, während des Jahres mit Nach⸗ druck geführten Verhandlungen zwecks eines Zuſammenſchluſſes der Raffinerien zur Erzielung beſſerer, einigermaßen lohnender Raffinadepreiſe ſcheiterten jedesmal an dem Widerſtand einiger großen Fabriken. Während diejenigen Fabriken, die den Rohzucker ganz oder teilweiſe ſelbſt herſtellen, bei den hohen Rohzuckerpreiſen in unverhältnismäßig günſtiger Lage waren, hatten die reinen Raffinerien unter der Ungunſt der oben ge⸗ ſchilderten Verhältniſſe beſonders zu leiden. Unter dieſen Um⸗ ſtänden wurde beſchloſſen, den Betrieb ſchon Mitte Juni a. e. einzuſtellen. Ausſchlaggebend für dieſen Entſchluß war die Tatſache, daß der zur Weiterarbeit notwendige Rohzucker nur zu ſehr hohen Preiſen erhältlich, Raffinade aber nicht oder nur mit großem Verluſt verkäuflich und daß die Abforderungen nur ſchleppend erfolgten. Durch die durch die Verhältniſſe unbedingt nötig gewordene bedeutende Verringerung des Rohzuckerein⸗ wurfes mit daran anſchließender Aufarbeitung der Produkte mußten ſich naturgemäß die geſamten Unkoſten für Verarbeitung pro Doppelzeniner Rohzucker erhöhen. Man zog die Betriebs⸗ einſtellung dem Weiterarbeiten vor, da dadurch der Verluſt nur noch vergrößert worden wäre. Der Betrieb verlief glatt und ohne jede Störung. Die in der Bilanz aufgeführten Vorräte ſind bis auf einen geringen Reſt verkauft. Das Gewinn⸗ und Verluſtkonto pro 1907⸗08 ergibt folgendes Bild: Amortiſation M. 24 433(i. V. M. 24 322) Generalſpeſen M. 100 413(i. V. 90 300.), Verluſt an Emballagen M. 6738 ſi. V. M. 1220), Betriebsverluſt M. 37 278, der Verluſtſaldo beläuft ſich demnach auf M. 168 862(i. V. M. 33 766). Bezüg⸗ lich der Ausſichten für die nächſte Zukunft führt der Bericht aus, daß leider betont werden müſſe, daß dieſelben nach wie vor ſehr ungünſtig zu nennen ſind und daß mit einer Ver⸗ einigung der Raffinerien vorerſt leider nicht mehr zu rechnen ſein dürfte. Zur Tilgung des Verluſtes von M. 168 862 ſchlägt der Aufſichtsrat vor, dem Reſervefond M. 25156 und dem Del⸗ krederekonto M. 19 982, zufammen M. 45 138, zu entnehmen und den Reſt von M. 123 724 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufſichtsrat macht ferner den Vorſchlage, den Betrieb einſtweilen einzuſtellen, eine finanzielle verſuchen und im Falle der Ablehnung oder Undurchführbarkeit derſelben in Liquidation zu treten. Nach der Bilanz figurieren Gebäulichkeiten nach Ab⸗ ſchreibung in Höhe von M. 4404(i. V. M. 4453) mit M. 215 714 li. V. 218 203), Maſchinen und Geräte nach Abſchreibungen von M. 20 030(i. V. 19 869) mit M. 380 577 li. V. 377516), Wechſel mit M. 77099(i. V. 1887), Vorräte an Waren und Materialien M. 328 222(i. V. M. 720 780). Den Debitoren von M. 188 789 li. V. M. 107 751) ſtehen Kreditoren in Höhe von M. 742 679.55 (i. V. M. 797 139) gegenüber. Die Reſerven belaufen ſich bei einem Aktienkonto von M. 428571 auf M. 25 156 li. V. M. 50 000), das Delkrederekonto M. 19 982(wie i..), Hypotheken M. 310000. Der Beamtenunterſtüßungsfond iſt von M. 20 236 auf M. 20 723, derjenige für Arbeiter von 19 414 auf M. 19 828 ge⸗ ſtiegen. Das Arbeiterſparkaſſenkonto iſt von M. 12 758 auf M 24 167 angewachſen. f Nähmaſchinenfabrik Karlsruhe vorm. Haid und Neu In der geſtrigen Generalverſammlung der Nähmaſchinen⸗ Fabrik Karlsruhe, vorm. Haid u. Neu wurden ſämtliche Anträge des Aufſichtsrats einſtimmig genehmigt. Es wurde beſchloſſen, für das abgelaufene Geſchäftsjahr eine Dividende von 17 Prozent zu verteilen und das Aktienkapital durch Ausgabe von 350 Stück neuen Aktien auf 1400 000 Mk. zu erhöhen. Die neuen Aktien werden den alten Aktionären pro rata ihres Beſitzes zu 103 Prozent angeboten und nehmen an der Dividende des laufenden Jahres häufig teil. An Stelle des verſtorbenen Louis Hofmann wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Richard Biele⸗ feld in den Aufſichtsrat gewählt *** Frankfurter Schuhfabrik.⸗G., vorm. Otto Herz u. Co. „Die an die Entwicklung des verfloſſenen Geſchäftsjahres ge⸗ knüpften Erwartungen haben ſich laut Geſchäftsbericht für 1906 bis 1907 nicht in vollem Maße erfüllt. Zwar war die Beſchäftig⸗ ung eine andauerend gute und zeitigte ſowohl im Inlande wie nach dem Auslande ſtärkere Umſätze; allein die immer größeren Anſprüche der Kundſchaft in Bezug auf die Herſtelluns der Ar⸗ tikeln in mittlerer Preislage wirkten in Verbindung mit den hahen Lederpreiſen unzünſtig auf den Fabrikationsgewinn. Dazu kamen 15 545 M. Ausfälle auf Forderungen ſowie 17 299 M. Ver⸗ luſte bei Auflöſung der letzten Niederlagen. Aus dem nach Mark 42 097(i. V. 82 127.) Abſchreibungen verbleibenden Rein⸗ gewinn von 202 013 M.(266 749.) werden, wie bereils geſtern abend unter telegraphiſchen Handelsberichten gemeldet, wieder 7 Prozent Dividende verteilt. Der Vortrag ermäßigt ſich von 17 600 M. auf 5428 M. Das neue Geſchäftsſahr habe ſich bisher günſtig angelaſſen und dürfte, ſoweit ſich zur Zeit beurteilen läßt, einen befriedigrnden Verlauf nehmen. ** Herbſtberichte. Hemsbach, 6. Ott. Am 2. Oktober begann die Rebleſe und iſt nun ziemlich beendigt. Die in dieſem Jahre ſehr früh fgetretene Peronoſpora zerſtörte eine Menge Trauben und ver⸗ * Reorganiſation iu nichtete die Hoffnung auf einen guten Herbſt. Der Ertrag kann im Durchſchnitt als Mittelherbſt bezeichnet werden. Qualitatio kommt der Neue dem des letzten Jahres ziemlich gleich. Moſt⸗ gewicht nach Oechsle bis zu 90 Grab. Der Neue iſt zum größten Teil ſchon zum Preiſe von 44 bis 55 Mark per Ohm(mit Treſter) aufgekauft. Aus Bad Dürkheim verlautet: Mit dem Behang un⸗ ſerer und der weiter nach unten gelegenen Weinberge ſieht es leider nicht ſo gut beſtellt aus. Einzelne Gemeinden dürften von Glück reden, die eine gewiſſe„Blätterfriſche“ ſich erhalten haben. Wenn auch die letzten warmen Sommertage der Zucker⸗ bildung zugute gekommen ſind, ſo konſtatiert man doch, daß die Fäulnis ſehr um ſich gegriffen hat, die ein längeres Hängen⸗ laſſen, wenigſtens für Dürkheim⸗Ungſtein als gewagt erſcheinen laſſen. Auffallend iſt, daß trotz der guten Septembertage die Trauben flach und nicht markig ſchmecken, ſodaß wir einen dünnen Wein erhalten werden. Der naſſe Auguſt hat eben viel verdorben. * *** Vom Obſtmarkt * Pforzheim, 6. Okt. Der badiſche Obſtbauverein hatte geplant, Mitte Oktober in Karlsruhe und Pforzheim ze einen größeren Obſtmarkt abzuhalten. Der hieſige Stadtrat hatte mit dem Vorſtand des Turndereins ein Abkommen getroffen, daß der Markt in der Turnhalle hätte abgehalten werden können. Leider ſind die Anmeldungen von ſeiten der Produzenten nicht in erwarteter Höhe eingelaufen. Während im Jahre 1904 auf dem Obſtmarkt in Karlsruhe in 2 Tagen 1000 Zentner Tafel⸗ obſt abgeſetzt waren, belaufen ſich die Anmelduͤngen für die beiden geplanten Märkte insgeſamt nur auf rund 500 Zentner. Dies lohnt nicht die große Mühe und Unkoſten zur Abhaltung auch nur eines Marktes. Die Leute entſchuldigen ſich mit der bevor⸗ ſtehenden Atbeit in den Weinbergen; welche ihnen nicht dde ge⸗ nügende Zeit zu der nötigen Sortierung und Verpackung des Obſtes laſſe; tatſächlich waren dieſe Vorſchriften ſehr ſtreng. Dann werden von der Gauleitung im Breisgau ſchon längere Zeit Obſtmörkte in Freiburg abgehalten, neben Freiburg bilden Straßburg und Baſel gute Abſatzgebiete; für Mittelbaden und das Unterland exiſtieren die Wochenmärkte von Baden⸗Baden, Harlsruhe, Pforzheim, Heidelberg und Mannheim. Für das badiſche Bodenſeegebiet ſucht Baron Deines neue Abſatzſtellen in Berlin und Umgegend. Nur aus der Gegend von Rappenau und aus dem Kinzigtal waren je 200 Zentner Obſt angemeldet. Kulturmeiſter Grüber in Gengenbach, der Leiter des dortigen Gauverbandes, verſicherte, daß er prima ſchönes Tafelobſt ſchon in großen Mengen beiſammen habe. **. Landesproduktenbörſe Stuttgart. Durchſchnittspreisnotierungen pro Septbr. 1908. Weizen, württ. neu M. 21.88, bayeriſcher: nen M. 22.88, niederbayeriſcher M. 22.92, Rumänier M. 24.44, Ulka M. 24.81, Laplata M. 25.06, Redwinter M. 23.56; Kernen, neu M. 21.88; Dinkel, neu M. 13.88; Roggen, württ. neu M. 17.94; Gerſte, württ. neu M. 21.—, Pfälzer M. 22.75, bayeriſche M. 22.— Tauber M. 22, ungariſche M. 23.31; Futtergerſte, ruſſ. M. 15.81; Hafer, württ. alt nom. M. 18.19, neu M. 15.91: Mais, Laplata M. 17.88, Donau M. 18.13. Mehl pro 100 Kg. inkl. Sack je nach Qualität: Mehl Nr. 0 M. 33 bis M. 34, Nr. 1 Mk. 32 bis M. 33, Nr. 2 M. 31 bis M. 32, Nr. 3 M. 30 bis M. 31, (Ohne Sack!. 4 Das⸗ eue Reithsbankgeſetz wird dem Bundesrate noch. m beitete Geſetz vom Reichsamt des Innern die Zuſtimmung erhal⸗ ten hat. Die Bankenquetekommiſſion wird ihre Sitzungen am 12. Okt. wieber aufnehmen. 5 Bom Kaliſyndikat. Wie verlautet, hat das Kaliſyndikat eine Neuordnung ſeines franzöſiſchen Abſatzgeſchäftes vorgenommen. Während bisher der ganze franzöſiſche Markt durch eine einzige Vertriebsfirma beatbeitet wurde, ſind nunmehr vier nordfranzöſiſche Departements abgezweigt worden. Es handelt ſich dabei um einen Vorgang, der gewiſſe Aehnlichkeit mit der früheren Angliederung der außerſyndikatlichen Abnehmer des Kaliwerks Sollſtedt zeigt. Denn das jetzt für den Beitritt zum Kaliſyndikat gewopnene Kali⸗ werk Teutonia hatte außerſyndikatlich einen Eventualvertrag getätigt, der die Verſorgung franzöſiſcher Wnehmer in ſich ſchloß. Frankreich heraus, daß die Lücken der kaufmänniſchen Propaganda des Syndikats immer wieder neuen Kaliwerken die Möglichkeit zu außerſhndikatlicher Betätigung geben. Daß ſolche Lücken noch immer beſtehen, darf nach der„Frkf. Itg.“ einigermaßen Wunder nehmen angeſichts des Umſtandes, daß ſchon ſeit ſehr geraumes Zeit eine möglichſt intenſive Ausnützung aller Abſatzgebiete als das einzig wirkſame Hilfsmittel gegen die wachſende Ueberzahl an Kaliproduk⸗ tionsſtätten im Syndikat erkannt iſt. Telegraphiſche Handelbberichte. Elektrizitätsaktiengeſellſchaft vorm. V. Lahmeher u. Co., Frankfurt a. M. Frankfurt a.., 7. Okt. Die heutige außerordentliche Generalverſammlung der Geſellſchaft, in der 6133 Aktien ver⸗ treten waren, genehmigte einſtimmig die Erhöhung des Aktienkapitals um M. 5 Millionen auf M. W Mill. Es wird mitgeteilt, daß der Aufſichtsrat beſchloſſen habe, M. 5 Mill. 4½% proz. Obligationen auszugeben, falls die Generalverſammlung die Kapitalserhöhung genehmigt. Die Obligationen werden von einem Bankenkonſorkium unter Führung der Darmſtädter Bank teils feſt, telis in Option übernommen werden. Dördenbach n. Co., G. m. b.., Stuttgart. *„Stuttgart, 7. Okt. Das hieſige Bankhaus Dörden⸗ bach u. Co. wird am 1. Jan, 1909 unter Mitwirkung der Würt⸗ tembergiſchen Vereinsbank, der Württembergiſchen Bankanſtalt vorm. Pflauen u. Co, und der kgl. Württembergiſchen Hofbant G. m. b. H. in eine Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung mit einem Stammkapital von M. 4 Mill. umgewan⸗ delt werden. „Phönix,.⸗G. für Bergbau und Hüttenbetrieb. * öln, 7. Okt. Auf der Tagesordnung der auf den 31. Okfober einberufenen Generalverſammlung ſteht lt. Frkf. Ztg. neben den Regularien auch ein Antrag auf Zuſtimmung zum Er⸗ werb eines Kohlenſteinbruchs. Leue Inſolvenzen. * Köln, 7. Okt. Die Schuhwaren en gros Firma F. Koch u. Co., G. m. b. H. hat nach der Köln, Ztg. ihre Zah“ungen eingeſtellt. ö * Merlin, 7. Okt. Die Möbelfirma Guſtapy Kareh in Berlin iſt nach der Voſſ. Zig. in Zahlungsſchwierigleilen geraten. Der Maſſebeſtand iſt gering, ſo daß für die Gläubiger nur eine kleine Quote zu erwarten iſt. 25 5 Nr. 4 M. 27.50 bis M. 28.50. Kleie M..590 bis M. 10.—. — Oktober zugehen, nachdem das von der Reichsbank ausgear⸗ Wie früher in den Vereinigten Staaten, ſo ſtellt ſich jetzt auch in Nenes vom Dividendenmarkt * Trier, 7. Okt. Die Dillinger Hüttenwerke verteilen lt. Frk. Ztg. bei M. 2 476 796 Fabrikationsgewinn(i. V. M. 2,197) wiederum 19 Proz. Dividende. Auswanderung über Hamburg. * Hamburg, 7. Okt. Die Auswanderung über Hamburg betrug im Sept. 9717 gegen 11 293 Perſonen im Sept. 1907. Seit Jahresanfang wanderten lt. Frkf. Ztg. aus 58 904 gegen 150 386 Perſonen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nene rumäniſche Anleihe. * Berlin, 7. Okt. Der Proſpekt für die neue rumäniſche Anleihe wurde lt. Irkf. Ztg. genehmigt. Die Emiſſion iſt natür⸗ lich nicht im gegenwärtigen Augenblick zu erwarten. Berliner Handelsgeſellſchaft * Berlin, 7. Okt. In der Generalverſammlung der Ber⸗ liner Handelsgeſellſchaft blieb der Wunſch des Aktionärs Löwen⸗ thal um weitere Motivierung der Kapitalserhöhung unberückſich⸗ kigt. Dagegen wurde auf eine Anfrage bezüglich des Reſultales des Halbjahres erwidert, das laufende Jahr ſei bisher außer⸗ ordentlich günſtig geweſen. Man hoffe, daß in den wenigen Wochen bis zum Jahresſchluß ſich nichts daran ändere. Die Emiſſion der neuen M. 10 Millionen⸗Anleihe wurde lt. Frkf. Ztg. genehmigt. Sie wird durch die Handelsgeſellſchaft im Verhältnis von 1 zu 10 zum Kurſe don 145 Proz. angeboten. Mazedoniſche Bahn. * Wien, 7. Okt. Die mazedoniſche Bahn vereinnahmte vom.—8. Sept. Frs. 54 227 oder Frs. 14177 weniger als in deg gleichen Periode des Vorjahres. Seit dem 1. Jan. betrugen die Einnahmen Frs. 1 935 804, das ſind Frs. 138 823 mehr als in der gleichen Periode des Vorjahres. Einnahmen der Anatoliſchen Eiſenbahn. * Honſtantinopel, 7. Okt. Die Geſamteinnahmen der anatoliſchen Eiſenbahnen betrugen vom 17.—23. Sept. 251369 Fr.,; das ſind weniger Frs. 48 749 als im gleichen Zeitraum des Vor⸗ jahres. Seit dem 1. Jan. betrugen die Einnahmen 5 290 448 Fr., das ſind Frs. 143 683 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.* *** Stockholm, 7. Oktbr. Die hieſige Reedereigeſellſchaft Svea hat zwei große moderne Dampfer gebaut, um dort lt. Frkf. Ztg, vom Frühjahr an an der Schiffahrt nach den deutſchen Rheinhäfen zu konkurrieren. *London, 7. Oktbr. Der„Standard“ befürwortet eine reſervierte Haltung der Diskontäre angeſichts der politiſchen Situation. Er meint, eine allmähliche Annäherung des Privat⸗ ſatzes an die Bankrate ſei einer plötzlichen Diskonterhöhung vor⸗ zuziehen. Ferner empfiehlt das Blatt lt. Frkf. Ztg. der Regierung das unmittelbare Bedürfnis durch Ausgabe von Schatzwechſeln ſtatt durch Darleihen bei der Bank von England zu decken. *X** Berliner Effektenbörſe. [Bribattelegramm des General⸗ Anzeigers.“ * Berlin, 7. Okt. Fondsbörſe. Da an den europäiſchen Börſen die Anſicht herrſcht, daß es wegen der Balkanwirren nicht zzu kriegeriſchen Verwicklungen kommen werde und daher die Kurſe ſchon beim Schluß des geſtrigen Verkehrs leicht erholt dwaren, ſo betrachtete man auch hier die politiſche Lage ruhiger, was in leichter Beſſerxung des Kursnivrans zum Ausdruck kam Unberührt hiervon blieben jedoch Montanaktien, da auf dieſenr Gebiete die Kurſe im Zuſammenhang mit der ungeklärten Lage des Roheiſenmarktes wichen. Hervorzuheben iſt noch die Feſtig⸗⸗ keit der Schiffahrtsaktien, in denen nach den Rückgängen dern letzten Zeit Deckungen und Rückkäufe vorgenommen wurden. Die Beſſerungen auf dieſem Gebiete betrugen bis über 1 Prozent. Im allgemeinen bewegte ſich der Verkehr in engen Grenzen, da die Spekulation angeſichts der Möglichkeit unvorgeſehener ſi Bwischenale in der Politik Zurückhaltung auferlegte. Banken verzeichncten durchſchnittlich Aufbeſſerungen bis ½ Prozent. Schwach lag nur Nationalbank. Von Bahnen amerikaniſche auf Newyork bis ½ Prozent anziehend; auch öſterreichiſche Bahnen, ſowie Orientbahn gebeſſert. Von Renten Zbroz. Reichsanleihe und Japaner 0,15 Prozent höher, Ruſſen unter dem Einfluß Paris' erhöht. Bei Montanaktien bbetrugen die Kursabbröcke⸗ lungen nicht über 1 Prozent, nur bei Gelſenkirchen 1½ Proz. Widerſtandsfähiger erwieſen ſich Dortmunder, Laurahütte und Rheinſtahl. Tägliches Geld 3 Prozent. Als im weiteren Verlaufe bekannt wurde, daß infolge der Auf⸗ löſung des Syndikats die Werke das Roheiſen bereits mit einem um 10 Mark niedrigeren Preiſe offerierten, ermattete der Mon⸗ tanmarkt allgemein. Phönix und Gelſenkirchen notierten zwei Prozent niedriger. Hierdruch wurden auch die übrigen Markt⸗ gebiete ungünſtig beeinflußt, zumal Paris nach feſtem Beginn wieder ſchwächere Kurſe ſandte. Am Kaſſamarkt für Induſtrie⸗ werte fanden Rückkäufe des Privalpublikums und der Spekulation ſtatt. Die Tendenz war überwiegend etuogs feſter. Unifizierte Türken 1 Prozent gebeſſert, Sofianer Stadtanleihe gegen den letzten Kurs 3,20 Prozent niedriger. Berlin, 7. Oktober.(Schlußkurſe.) 130.50 4% Reichsanl. 100 50 10080[ Ruſſenbank 130.40 3 Reichzanl. 92.40 92.50 Schaaffh. Bankv..2) 186.20 30% Reichsanleihe 83 70 390 taatsbahn 147.20 14770 4% Conſols 100.5% 100.0 Lombarden 22.90 22.0 35% ⁵ 92.30 92 40Baltimore u. Oho 97.90 99.20 30% 5 883.70 8690 Canada Pactfie 76.20 17650 40% Bad. v. 191—— 100.[ Hamburg Packet 104 60 106.60 4%„„1968 300.40 10075 Nordd. Lloys 82˙50 84.50 3 env.——Bothumer 22270 221 40 62 1902/7 915% 92.— Deutſch⸗Luxembg. 151.50 51 50 1%% Baven 9160 150 Dortmnndet 59.20 59 50 8½ 9% Heſſen—„90 90 Gelſenkirchuer 192.— 188 70 30% Heſſen 81.— 81.—[Harpener 203 40 203 50 30% Sachſen 88.1 883.— Laurahütte 205 20 205— 4½ Japaner 1705 90 60 0 40 Phönix 159,30 17½30 4% Italiener——[Weſtere ſeln 180.— 183 20 4% Ruſſ. Anl. 1902 81.90 82 40 Allg. Elektr.⸗Geſ. 23— 228— 4% Bagdadbahn 84. 83.75 Anilin Freviow 346— 366.50 Oe er Kreditaktien 199 70 199 70 Browu Bopert 172— 1.50 Berl. Handels⸗Geſ. 16% 1 2.ſem, Albert 4 3 60(5% Darmſtädter Ban 127 40 127 D. Steinzen iwerte 12 50 21250 Deutſch⸗Aſiat. Bank 139— 139 20 Elberf. Farben 407 400 70 Deutſche Bant 238.10 238 20 Celluloſe ſtotheim 29— 40— iSc.⸗Ktomandit 177.70 17/7 60 Nüttgerswerken 153.— 15870 eßdner Bank 147.— 146 60 Tonwaren Wiesloch 94.50 9½50 Riichsbank 147 20 146 80 Wf. Draßt. Langend. 161245790 Rhein. Kredildant 183.— 133.10 J Zellſtoff Waldhof 13— 319 50 —5 Privatdiskont 2¾8% W. Verlin, 7 Ottob r.(Deſezr.) Nachbetſe. Kredi⸗Aktien 19½80 199 10 Staalsbahn 147.20 Diskonto Komm. 17740 177.50 Lombarden 992 6. Seite General⸗Anzeiger.(Abendblatt.) Maunheim, 7. Oktober“ Pariſer Börſe. Paris, 7. Oklober. Anfangskurſe. 3% Rente 95.27 95.20 Debeers 233— 340 Spanier 9485 95—Eaſtand 1 Türk. Logſe 163— 16—[ Goldfield 173.— 13— Banque Oitomane 633— 591.— Randmines 176.— 176 Rio Tinio 1698 1693 Mannheimer Eſſettenbörſe nom 7. Oktober.(Offizieller Bericht.) Heute notierten: Rhein. Hypothekenbank⸗Aktien 193., Mannheimer Verſicherungsaktien 400., Continentale Verſ.⸗ Aktien 390., Koſtheimer Celluloſe und Papierfabrikaktien 240 ., 242 B. und Zuckerfabrik Waghäuſel⸗Aktien 137 G. Tendenz: ziemlich feſt. Aktien. Banken. Brief Geld Brief Geld Badiſche Bank—.— 130. Br. Werger, Worms 78.—.— Gewrbk. Sveyerso%——— Wormſ. Br. v. Oertge—.— 68. Pfälz. Bank. 101. Pf. Preßh.⸗u. Sptfabr.—.— 156— Pfälz. Hupd.Bant.— 100.50 Trausport Pf. Sp- u. Edb Landau—.— 140. u. Verſiheeung Rhein. Kreditbank 134.— 133 77 9 B..⸗G. Rhſch. Seetr. 91.— Sben. Hen Bant—.— 166(annb. Dampfſchl. 62.——.— Südd. Bank—.— 109 20 5 5 Lagerhaus—. 80.50 Eiſen bahnen. Francona, Rück⸗ und Pfälz. Zudwigzbahn—.— 218.— Mitverſ..⸗G. vm. „ Marbaßn—.— 1376] Bad. Rück⸗ u. Mitv.—— 680— ., Nordban—.— 131.80Bad. Aſſecurranz 1210 1200 Heilbr. Straßenbahn—.——.- Continemtal. Berſich.—.— 390. Ghem. Induſtrie. Mannh. Verſtcherung—.— 400.— Bad. Anil.⸗u. Sodafbr. 36350—— Oberrh. Verſich⸗Geſ.—.— 445.— „„„„ neu—— 351 50/Württ. Tranp.⸗Verſ. 585.——.— Chem. Fab. Goldenbg.„· 190 uduſtrie Verein chem. Fabriken 299.———183 Verein D. Oelfabriken 131.——.—Dinaler'ſche Joſchfbhr 119——.— 55 Dingler'ſche Uſchfbr. 8 Weſt..W. iamm 188.— Emaillirſhr Kirrwel.———.— * orzug 105.50—.— Cmalllw. Maikammer—— 90— Brauereien. Ettlinger Spinnerei 97.——. Bad. Brauerei———.— Büttenh. Spinnerei 95.——.— Binger Aktienbierbkr.———.— farlsr. Maſchinenban— 200.— Durl. Hof vm. Hagen 248——.— Nähmfbr. Haid u. Neu———.— Eichbaum⸗Brauerei—— 114 Koſth. Cell. u. Papferf 242— 240.— Elefbr. Rühl, Worms 85.———Mannh. Gum. u. Asb. 140.—-—— Ganters Br. Freibg. 104.-—.—aſchinenf. Badenig—.— 198.— Kleinlein Heidelberg 190.——.—Oberrh. Elektrizität 22 50—. Homb. Meſſerſchmiti 50.———Pf. Nähmu. Fahrrabf.— 131.— Ludwigsh. Brauerei—— 214 Berrt⸗Jememe olte. 156. Mannh. Altienbr.— 133[Südd. Draht⸗Induſt.—— 115 50 Pfalzbr. Geiſel, Mohr—.——.Südd. Kabelwerke 127.20—.— Brauerei Sinner—. 270 Verein Freib. Ziegelw. 135.—— Br. Schrödl, Heidlbg. 191.——.—„ Speyr.„———.— „ Ritter, Schwetz.—[Würzmühle Neuſtadt-—.— „ S. Weltz, Speyer—.— 72.— Zellſtoffabr. Waldhof 320— 218.— „.Storch., Speyer 78——. Waghäuſel—.— 187.— Zuckerraff. Manng.———.— Frankfurter Effektenbörſe. [(Privattelegramw des General⸗Anzeigers.) Frankfurt a.., 7. Okt. Die Börſe eröffnete ent ⸗ ſchieden feſter auf die ruhige Beurteilung der politiſchen Situation. Es erſcheint nicht zweifelhaft, daß die Großmächte von dem Plane der bulgariſchen Regierung verſtändigt worden ſind, abgeſehen von der Angliederung Bosniens und der Herzegowing durch Oeſterreich. Die Börſe iſt ſich einig, daß ein ſolches Vorgehen kaum durchgeführt werden könnte, wenn nicht die diplomatiſchen Beziehungen bereits früher unterrichtet geweſen wären. Die kriegeriſchen Vergehen waren überhaupt hinfällig. Infolgedeſſen ſchritt auch die Spekulation zu Rückkäufen. Die Einzelheiten er⸗ geben zunächſt auf dem Bankenmarkt feſtere Tendenz bei belebterem Geſchäft deutſche Bank und Oeſterreichiſche Kredit auf Rückkäufe höher. Bahnen ruhig und behauptet. Erfreulich wirkte die Nach⸗ richt von der Belebung der Schiffahrtsakten, welche ſich anſeyn⸗ lich erholen konnten. Lloydaktien konnten 2 Prozent anziehen. Der Montanaktienmarkt ließ unter dem Eindruck des ungünſtigen Berichts über die gegenwärtige Lage des Eiſenmarktes keine Beſſe⸗ rung aufkommen. Zunächſt waren die Kurſe behauptet, im weiteren Verlaufe flaute infolge Auflöſung des Eiſenſyndiktas und weſenklich billigerer Preisofferten ab. Gelſenkirchener, Harpener, Bochumer ſtark gedrückt. Elektriſche Webrte gingen bei belebterem Geſchäfte um und zeigten feſte Tendenz. Der In⸗ duſtriemarkt zeigte auf den übrigen Gebietenb behauptete Ten⸗ denz. Ruſſen⸗ und Türkenwerte beſſer. Fonds konnten ſich er⸗ holen. Heimiſche bWerte belebter. Türkenloſe anziehend. An der Nachbörſe konnten ſich die eingetvetenen Beſſerungen infolge des Rückganges der Montanwerte nicht erhalten. Schluß war gedrückt auf mattes London. Montanwerte ſchließlich flau. Es notierten Kredit 200, 199½, Diskonto 177,90, 177, Deutſche Bank 238,50, 238,20, Dresdner 146,50, Staatsbahnen 147,80 Lombarden 22,90, 80, Paketfahrt 106,80, 50, Lloyd 84,60, 40, Bal⸗ timore 98,90, 60, Deutſch⸗Luxemburger 151, Gelſenkirchener 189, 188,20, Harpener 203,20, 202,30, Phönix 179,70, 177,75, Türken⸗ loſe 189. 58 Ochſen a) vollfleiſchige, Telegramme der Continen tal⸗Telegraphen⸗Compagnie. Schluß⸗Kurſe. Reichsbank⸗Diskont 4 Prozent. Wechſel. 6. 7 6. 53 Amſterdam kurz 168 98 l69. 8 Paris tur 81 225 81 225 Belgien„ 80.883 0 933 Schweitz. Plätze„ 81 10 81 10 Italten„ 81 083 81075 Wien 85 088 85 083 ondon 20.377 20.308 Napoleonsd'or 16.23 16 23 langa———.— Privatdiskonto i Staatspapiere. A. Deutſhe. 6. 45 6. 7 4% beutſch. Reichsanl. 109.65 109.60 B. Ausländiſche. 8 2 5 0 9250 92 505 Arg. i. Gold⸗A.1887 00.— 100.— 3 5 25 83.75 88 goſte Chineſen 1898 97 60 97.60 4% br. konſ. St.⸗Anl. 100 65 1906“ Mexikaner auß. 88/0 4745 97 60 37„ 92 50 92.503 Mexikaner innere 63.80 64.10 5 83.8 83 90 Taumalipas——— 4 badiſche St.⸗A.1901 100.25 100 25 Bulgaren 95.10 95 10 „1908 100.50 100.753¼ italien. Rente 103 50—— 37% bad. St.⸗Olabg)fl 95 50—.—, Oeſt. Silberrente 98 70 68 80 37%„ 5 M. 90——4 Papierrem. 58„ 1900—.— 92— Oeſterr. Goldrente—.— 98 05 3½%„„ 19 4 91 70 92. 3 Portug. Serie I— 59 75 ble„„ 1907 910%%„ 2 Abayr..⸗B.⸗A..1915 101 0 101 354½ neue Ruſſen 905 96— 96 10 4„„„ 1918 101 70 101.204 Ruſſen von 1880 82— 83.— 3 do. u. Allg. Anl. 91.6.7 4 ſpan. ausl. Rente—.——.— 3 do...⸗Obl. 82.0.04 Türken von 1907 84 40 85 4 Heſſen von 1903 100 50 100 50%4„ unif. 8825 9— 3 Heſſen 8 90 8110 Ung r. Goldrente 92 4 92.70 3 Sachſen 83 30 8 4„ Klronenrente 91 60 92.10 4 Peh. Stadt⸗A. 1907—.— 1808 1905 89.50 4 3½„ Verzinsliche Loſe. 3 Oeſterreichiſcher860 153.25 153.75 Türkiſch⸗ 138 403„60 Aktien induſtrieller Unternehmungen. Bad. Zuckerfabril 133. 0137.40 Südd. Immobil.⸗Geſ. 93 80 98.80 Eichbaum Mannheim 118—13— Myh. Aktien⸗Brauerei.—153— Parkakt. Zweibrücken 94.— 94 Weltzz. Sonne, Speyer 67.— 67. Cementwerk Heidelbg. 55.— 155 60 Cementfabr. Karlſtad: 134.— 1340 Badiſche Anilinfabrik 61.— 368 75 Yo. neue 350.— 350— Ch. Fabrik Griesheim 243.75 243.— Farbwerke Höchſt 394.— 394.— Ver. chem. Fabrik Mh.ä—.— Chem. Werke Albert 414 415.— Südd. Drahtind. Peh. 108.— 108. Akkumul.⸗FJab. Hagen 200 50 200 Acc. Böſe, Berlin 68.50 67 30 Elektr.⸗Geſ. Allgem. 223 40..60 Südd. Kabelw. Nhm. 124.— 126— Lahmeyer 121.90 122.— Elektr.⸗Geſ. Schuckert 120 25 121.60 Siemens& Halske 201.20 2 3 50 Kunſtſeidenfabr. Frkf. 224. 223.— Lederwerk. St. Ingbert———— Spicharz Lederwerke 122 50 122.50 Ludwigsh. Walzmühle 163— 163.— Adlerfahrradw.leyer—.— 98— Maſchinenfhr. Hilpert 68.50— Maſchinenfb. Badenia 195.50 195.50 Dürrkopp 296—295 75 Maſchinenf. Gritzner 212 25 212,.25 Maſch.⸗Armatf.Klein 120— 120.— Pf. Nähm.⸗u. Fahrradf Gebr. Kayſer Röhrenkeſſelfabrit vorm. Dürr& Co. Schnellpreſſenf. Frkth. 187.5 187.50 Ver.deutſcher Oelfabr. 130— 180.80 Schuhfabr. Herz, Frkf. 122.70 122.70 Seilinduſtrie Wolff 135. 135.— 'wollſp. Lampertsm.——— Zeilfofſabr Kaiſersl. 160— 160.— Zellſtoffabr. Waldhof 319.— 318.50 Bergwerks⸗Aktien. Bochumer Bergbau 222 80 228.— Buderus 112—112— Concordia Bergb.⸗G.——— Deutſch. Luxemburg 151 25 151 50 riedrichshütte Bergb. 134.— 134 elſenkirchner 193.—191˙5 Aktien deutſcher und auslän Ludwigsh.⸗Bexba—.— 219.20 Pfälziſche Marbahn 186.60 188.60 do. Nordbahn 131 60 131 60 Südd. Eiſenb.⸗G. 115.45115.— Hamburger Packet 104 80 106 40 Norddeutſcher Lloyd 82.50 81.70 88 Bergbau 208.50 203 40 aliw. Weſt eln 182 20 182.— Oberſchl. Eiſeninduſtr. 96.50 97.10 Phönix— 1129.50 179 75 Vr.Königs⸗ u. Laurah. 204 205. Gewerkſch. Roßleben 8650 8650 diſcher Trausport⸗Anſtalten. Deſt.⸗Ung. Staagtsb. 148.50 147 80 Oeſt. Südbahn Lomb. 29.80 22.90 Gotthardbahn Ital. Werdteunlpahn—— Bank- und Verſicherungs⸗Aktien. Badiſche Bank Berg u. Metallb. Berl. Handels⸗Geſ. Comerſ. u. Disk.⸗B. Darmſtädter Bank Deutſche Bank Deutſchaſiat. Bank D. Effekten⸗Bank Disconto⸗Comm. Dresdener Bank Frankf. Hyp.⸗Bank rkf. Hyp.⸗Creditv. 130.— 130.— 119 40 119.40 166.20 167 20 108 70(68.70 126 60 127 10 237.40 288.70 140 50 139.50 101— 101.— 177 50 177.90 146.50 147 05 200.50 200.50 155.— 155 do. Meridionalbahn 132.— 181.— Baltimore und Ohio 98.— 98.60 Oeſterr ⸗Ung. Bank 128 80 128 50 Oeſt. Länderbank 109 80 109.80 „ Kredit⸗Anſtalt 199— 200.— Pfälziſche Bank 100.0 100.60 Pfälz. Hyp.⸗Bank 188.05 183.20 Hypotheknb. 111— 111.20 Deutſche Reichsbl. 146.80 147.— Rhein. Kredütbank Rhein. Hyp.⸗B. M. Schaaffh. Bankver. 188.75 138.75 184 90 186 25 Rationalbank 119 59119.25 Fraukfurt a.., 7. Oktober. Südd. Bank Mhm. 109.20 109.20 Wiener Bankver. 180— 129.80 Bank Ottomane 187.20 143.— Kreditaktien 200.20, Disconto⸗ Commandi 178.10, Darmſtädter 127.60, Dresdner Bank 147.—, Han⸗ delsgeſellſchaft 167.25, Deutſche Bank 288.75. Staatsbahn 147.80, Lombarden 22.95, Bochumer 223.50, Gelſenkirchen 191.80, Laurahüite 205.—, Ungarn 92 Nachbörſe. 92.50. Tendenz: feſt. Kredilaktten 199.75, Disconto⸗Commandit 177.59, Staatsbahn 147.80, Lombarden 22.90. Biehmarkt in Mannhe richt der Direktion.) Es wurde * * ut vom 56. Okt. Amtlicher Be⸗ bezahlt für 50 Ko. Schlachtgewicht: ausgemäſtete böchſten Schlachtwerthes Es gibt nichts Beſſeres zum Würzen von Suppen, Saucen, Semüſen und Salaten als EKnorrso dabei viel billiger als alles bis jetzt gebotene! 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Rinder 60—70., e) gering genährte Kühe, Färſen und Rinder 52—56 M. 328 Kälber: a) feine Maſt⸗(Vollm.⸗Moſt) und beſte Saugkälber 90-00., b) mittlere Maſt⸗ u. gute Saugkälber 85—00., e) ge⸗ emae Saugkälber 80—00., d) ältere gering genährte(Freſſer) O0—00 M. 41 Schafe: a) Maſtlämmex und füngere Maſthammel 70—00.,) ältere Maſthammel 65—00., e) mäßig genährte Dammel und Schafe(Merzſchafe) 60—00 M. 1762 Schweine: a) vollfleiſchige der feineren Raſſen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 71—00., b) fleiſchige 70—00., o) gering entwickelte 00—60., d) Sauen und Eber 60—62 M. Es wurden bezahlt für das Stück: 00 Lupuspſerde: 0000—0000., 70 Arbeit spferde: 300—1300., 82 Pferde zum Schlach⸗ ten; 80—159., 000 Zucht⸗ und Nutzvieh: 000—-000., 00 Stüd Maſtvieh: 00—00 Mk.,(o Milchkühe: 000 Ferkel:.00— 09.00., 4 Zregen: 12—25 k. lein:—0 Me., 0 Handel mit Großvieh ſchleppend, mit Kälber Schweine und Schlachtpferde mittelmäßig. **** Marx& Goldschmidt, Mannheim Jelegramm⸗Adreſſe: Margold. Fernſprecher: Nr. 56 und 1637 7. Oktober 1908. Proviſionsfret! 1 Ver⸗ Wir ſind als Selbſttontrahenten Käuſer unter Vorbehalt: 00 .⸗G. für Mühlenbetrieb, Neuſtadt a. d. H. 114.— Atlas⸗Lebensverſicherungs⸗Geſellſchaft, Ludwigshafen 1. 290 M. 265 Badiſche Feuerve ſicherungs⸗Bank M. 260— Baumwollſpinnerei Speyer Stamm⸗Aktien— 56 5„ Vorzugs⸗Aktien 102— Benz& Co., Rheiniſche Gasmokoren, Mannheim—— Brauerei⸗Geſellſchaft vorm. Karcher, Emmendingen e 18fr. Bruchſaler Brauerei⸗Geſellſchaft— 72 öfr Bürgerbräu, Ludwigshafen 280 Chemiſche Fabriken Gernsheim⸗Heubruch 94 89 Daimler Motoren⸗Geſellſchan, Untertürkheim 120— Fahr Gebr.,.⸗Geſ., Pirmaſens—— Filterfabrit Enzinger, Worms 214— Flink, Eiſen⸗ und Broncegießerei, Mannheim 83— Frankenthaler Keſſelſchmiede— 79 zifr. uchs, Waggonfabrik, Heldelberg— 160 errenmühle vorm. Genz, Heidelberg 92— Lindes Eismaſchinen 140 137 Linoleumfabrik, Maximiliansau 104— Lothringer Baugeſellſchaft, Metz 65⁵— Lux'ſche Induſtriewerke,.⸗G. 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Schünfelder; für Volkswirtſchaft und den übrigen redaktionellen Teil: J..: Franz Kircher: für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Fritz Joos. Druck und Verlag der Dr. H. Haas'ſchen Buchdruckerei, G. m. b..: Direktor: Ernſt Müller. lſte Mannheimer Verſicherung geg. Ungeziefer gegründet 1900. Inh.: Eberhardt Meyer. Mannheim, Colliniſtr. 10, Telef. 2318. Vertilgung von Angeziefer ſeder Art unter arantie. Seit 15 Jahren Spezialiſt in radikaler Wanzenvertilgung. 79036 pillige Tohlen Ich ofteriere aus vorliegenden Schiffen für prompte Lieterung SSs besomdlers gSUmstaig gegen Barzahlang bel Empfang englische Hausbrand-Kobhlenz:? Nuss loder ll 5 Nuss Ill engl. Fettschrot, stüokreich engl. Fettschrot, besonders stückreich 3 bpro Lentner frei vors Waus dei Abnahme von mindestens 15 Zentner Fuhrenweise abgehelt ermässigen sich die Preise um 5 Pig. pre Zentner, Ruhrkohlen und Koks 80232 aà Mk. ſ. 0 „ 3 1 83 zu den billigsten Tagespreisen. Kohlenhandlung Fr. Dietz 125 Rheinbäuserstrasse 20 8762. 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Gebäudeverficher⸗ ungsanſtalt in den Monaten November und Dezember l. J. betr. Nr. 39292 1. Gemäߧ 21 Abſ. 1 und 2, des Gebäude⸗ verficherungsgeſetzes iſt der Eigentümer eines neu er⸗ richteten Gebäudes verpflichtet und zwar auch dann, wenn der Neubau an die Stelle eines verſichert geweſenen Ge⸗ bäudes tritt, ſofern es nicht gemäߧ 28 mit augenblick⸗ licher Wirkung verſichert worden iſt, längſtens bis zum 15. Ok⸗ tober des Jahres, in welchem es unter Dach gebracht worden iſt, beim Stadtrat zur Auſ⸗ nahme in die Gebäudever⸗ ſicherungsanſtalt anzumelden. Treten an beſtehenden, ſchon zur Verſicherung aufgenom⸗ menen Gebäuden im Laufe der Jahre Werterhöhungen (durch Verbeſſerung, Anbau, Aufbau, Umbau) oder Werts⸗ verminderung durch Abbruch, Einſturz, Baufälligkeit) ein, welche den Betrag von minde⸗ ſtens Zweihundert Mark er⸗ reichen, ſo ſind dieſelben eben⸗ falls bis zum 15. Oktober des betr. Jahres, bezw. falls ſie erſt ſpäler eintreten, als⸗ bald nach erfolgtem Eintritt beim Stadtrat anzumelden. Wer die vorſtehend vorge⸗ ſchriebene Anzeige unterläßt, wird mit Geldſtrafe bis zu 150 Mark beſtraft. 31842 Mannheim, 26. Sept. 1908. Das Bürgermeiſteramt: Ritter. Beck. Städt. Fuhr⸗ und Gutsverwaltung. Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß Bureau⸗ und Kaſſe der Fuhr⸗ und Guts⸗ verwaltung ſich von 31830 Dounerstag, 3. Okt. 1908 ab, im 2. Stock des Hauſes Luiſenring 49, neben dem ſtädt. Kanalpumpwerk hier, befinden. Mannheim, 30. Septbr. 1908. Krebs, Gebändeverkauf. Die Gr. Eiſenbahnverwallung gerkauft die auf den Grundſtücken kagerbuch Nr. 9371 und Nr. 9411 öhlich von der Schwetzinger Landſtraße bei der Station Rheinau ſtehenden Fabrikge⸗ bäude und Fabritanlagen der küheren Andreas Eder'ſchen Dampfziegelel auf Abbruch. 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W. einſchließlich der Spezial⸗ bauten und Straßenſink⸗ kaſten in der Eichels⸗ heimerſtraße im Lindenhof ſoll öffentlich vergeben werden. Die Zeichnungen und Be⸗ dingungen liegen auf dem Tief⸗ bauamt, Litra L 2, 9, zur Einſicht auf und können An⸗ gebotsformulare und Maſſen⸗ verzeichniſſe gegen Erſtattung der Vervielfältigungskoſten von dort bezogen werden. Angebote ſind verſtegelt und mit entſprechender Aufſchrift verſehen dem Tiefbauamt bis zum Montag, 12. Oktober 1908 vormittags 11 Uhr, einzuliefern, woſelbſt die Er⸗ öffnung der eingelaufenen An⸗ gebote in Gegenwart der etwa erſchienenen Bieter ſtattfinden wird. Nach Eröffnung der Ver⸗ dingungs⸗Verhandlung ein⸗ gehende Angebote werden nicht mehr angenommen. Zuſchlagsfriſt: 6 Wochen. Mannheim, 29. Sept. 1908. Städt. Tiefbauamt: Eiſenlohr. 31828 Stkanntmachung. Aufgebot von Pfandſcheinen. Es wurde der Antrag geſtellt folgende Pfandſcheine des Städt. Leihamts Mannheim Lit. B Nr. 50509, vom 21. Auguſt 1908, Lit. 13 Nr. 56287, Lit. Nr. 56288, vont 21. September 1908, Lit. 5 Nr. 93147, vom 27. Auguſt 1907, welche angeblich abhanden ge⸗ kommen ſind, nach 8 28 der Leih⸗ amtsſatzungen ungiltig zu er⸗ klären. 5 Die Iunhaber dieſer Pfand⸗ ſcheine werden hiermit aufgefor⸗ dert, ihre Auſprüche unter Vor⸗ lage der Pfaudſcheine innerhalb vier Wochen vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekannt⸗ machung an gerechnet deim Städt. Leihamt, Lit. O0 5 Nr. 1, geltend zu machen, widrigenfalls die Kraftloserklärung oben ge⸗ nannter Pfandſcheine erfolgen wird. 31848 Mannheim, 5. Oktbr. 1908. Städt. Leihamt. Freiwillige Grundſtücaverſteigerung. Nr. 7817. Auf Antrag der Erben des Gaſtwirts Adam Hartwig II. in Doſſenheim werden nachbeſchriebene zum Nachlaß gehörige, auf Gemark⸗ ung Doſſenheim und Schriesheim belegene Grundſtücke durch das unterzeichnete Notariat am: Donnerstag, 22. Oktbr. 1908 vormiklags 9 Uhr il beeg pede e lich verſteigert, wober der Zuſchlag erſolgt, wenn der Schätzungs⸗ preis oder mehr geboten wird. Beſchrieb der Grundſtücke: A. Gemarkung Doſſenheim: 1. Lagerbuch Nr. 240: 2 ar 83 am Hofraite un Gebäulichkeiten und Lagerbuch Nr. 260: 9 ar 14 qm Hofraite mit Gebäulich⸗ keiten und Hausgarten, zu⸗ ſammen geſchätzt zu 25000 M. 2. Lagerbuch Nr. 826:8 ar 4% qm Weinberg, im Bieth geſchäßt zu 700 M. 3. Lagerbuch Nr. 1639: 14 ar 38 am Ackerland, Roſenäcker, geſchätzt zu 1100 M. 4. Lagerbuch Nr. 3848: 6 ar 07 am Ackerland in den Nonnenäcker, 5 geſchätzt zu 900 M. B. Gemarkung Schriesheim: 1. Lagerbuch Nr. 4589: 12 ar 29 am Weinberg, Heßlich obder der Laudſtraße, geſchätzt zu 800 M. Die übrigen Verſteigerungs⸗ gedinge können in der Zwiſchen⸗ zeit auf dem Geſcältszimmer des Notariats eingeſehen werden. Heidelberg, 2. Okiober 1908. Großh. Notariat IV: Willibald. 52090 Anthrac SGeneral⸗Anzeiger. (Abendblatt.) Ila Sönan 1a. Haushaltungskohlen Sorgfälügst gossobt Braunkohlenbriketts„Union“ Marken„G. 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Freunden und Bekaunten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unſer Vater, Sohn, Schwager, Bruder und Onkel Ludwig Wittner Architekt heute früh ½ 5 Uhr nach kurzem ſchweren Leiden ver⸗ ſchieden iſt. 32110 Mannheim(Max Joſefſir. 16), 7. Oktober 1908. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Freitag, 9. dſs. Mis., vor⸗ mittags 10 Uhr vom Elternzaus in Saudhofen aus ſtatt. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsern lieben Gatten und Vater, Herrn 29651 5 Dominikus Bischof Städtischer Materialvarwalter nach langem, schweren, mit grosser Geduld ertra- genen Leiden, verschen mit den heil. Sterbesakra- menten in ein besseres Jenseits abzurufen. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: L. d..; Sophie Bischof, geb. Schmitt, 5 MANNHETM(U 3, 15), den 7. Oktober 1908. Die findet Freſtag, den 9. Oktober, nachmittags 4 Uhr, von der Leickenhalle aus statt. im u. außer dem Hauſe. 29650 Dalbergſtraße 15, 1. 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