Abonnement: 70 Wieunig monatlich, Bringerlohn 28 Pig. monatlich, durch die Poſt bez imcl. Voſt⸗ auſſchlag Wi..42 pto Quattal. Eimzel⸗Nummet 6 Pig. GBadiſche Volkszeitung. —— In ſerateꝛ: Die Colonel⸗Zeile. 25 Pfg. Auswarfige Inſetate 80„ Die Reklame⸗Zeile. 1 Mark zadiſch Geleſeuſte und verbreitetſte Zeitung in Maunheim und Umgebung. Anabhängige Tageszeitung. Täglich 2 Husgaben (ausgenommen Sonntag) e Neueſte Nachrichten Eigene Redaktionsbureaus in Berlin und Aarlsruhe. Schluß der Inſeraten⸗Aunahme kür das Mittagsblatt Morgens 9 Uhr, für das Abendblatt Nachmittags 3 Uhr. (Mannhermer Volksblatt.) Telegramm⸗ Adreſſe: „General⸗Anzeiger Mannheim““, Telefon⸗Nummern: Direktion u. Buchhaltung 1449 Druckeret⸗Bureau An⸗ nahme v. Druckarbetten 3614 Nedaktton 377 Expedition und Verlags⸗ buchhandlung E9 0* Nr. 521. Samstag, 7. November 1908. KKFFc. Die heutige Mittagsausgabe umfaßt 16 Seiten. Telegramme. Ein neuer Bismarckturm. der Studentenſchaft der hieſigen Techniſchen Hochſchule errichtete Bismarckturm auf dem Donnersberge eingeweiht. Der Feier ging ein Fackelzug der Studentenſchaft voraus; ein Feſtkommers ſchloß ſich an. 55 Das Kaiſer⸗Interview. Berlin, 6. Nov. Am Schluſſe der Sitzung keilte der Präſident des Reichstags, Graf Stolberg mit, daß die Inter⸗ pellation betr. das Kaiſer⸗Interview auf die Tagesordnung der am Dienstag ſtattfindenden Sitzung kommen wird. V! Dieer Zwiſchenfall von Caſablauca. 4 JBerlin, 7. Nov.(Von unſerem Berliner Bureau) Gegenüber den Meldungen franzöſiſcher Blätter, nach welchen die Verhandlungen in der Caſablancaaffäre noch auf Schwierig⸗ keiten geſtoßen ſeien, teilt der„Lok.⸗Anz.“ nach Erkundigung an zuſtändiger Stelle mit, daß zwar noch leine endgiltige Form für den Wortlaut der gegenſeitigen Erklärungen gefunden ſei, daß die Verhandlungen aber ihren ungeſtörten Fortgang nehmen, zu ⸗ mal ein prinzipielles Uebereinkommen zwiſchen Paris und Berlin erzielt worden ſei. Die Angelegenheit werde nach der von der deutſchen Regierung bereits vor 14 Tagen vorgeſchlagenen Note der Verſtändigung erledigt. * Noch ein Interview mit dem Klaiſer. OLondon, 7. Nov.(Von unſerem Londoner Bureau.) Der Newyorker Korreſpondent der„Times“ erfährt, daß das „Century⸗Magazine“ in ſeiner Septembernummer ein Interview bringen wollte, das Dr. Heel mit dem deutſchen Kaiſer in den norwegiſchen Gewäſſern gehabt habe. Die Unterredung Jabe ſich um allerhand wichtige Fragen von Intereſſe gedreht und ſei ſehr offen und ernſt geweſen. Alles ſei bereits zur Veröffentlichung fertig geweſen und die Ankündigung ſollte eben erfolgen, als aui einen ſtarken Druck von oben her der Verleger gezwungen war, die Platten zu vernichten. Zur Geſchichte des Burenkrieges. OLondon, 7. Nov.(Von unſerem Londoner Bureau Die in Prätoria erſcheinende Zeitung„Volkstom“ veröffentlicht eine ſehr intereſſante Mitteilung, über die Ereigniſſe, die dem Ausbruch des ſüdafrikaniſchen Krieges voraus⸗ gingen. Es handelt ſich um Telegramme, die vor dem Buren⸗ kriege von Dr. Leyds über die Haltung der europäiſchen Mächte nach dem Transvaal geſchickt wurden. Dr. Leyds be · richtet zuerſt über eine ungünſtige Unterredung mit dem franzö⸗ ſiſchen Miniſter des Aeußern. Der deutſche Staatsſekretär des Auswärtigen verſicherte, daß Deutſchland den Transvaalern freundlich geſinnt ſei, fügte aber hinzu, daß im Kriegsfalle von Helfe keine Rede ſein könne, weil Großbritannien die Meere beherrſche, er gebe aber der Hoffnung Ausdruck, daß Transvaal alle Zugeſtändniſſe machen würde, die ſich mit der Ehre der Republik vertrügen. Nachdem Präſtdent Krüger das Geſuch von Witwaters⸗Rand erhalten hatte, erſuchte er De Leyds nochmals feſtzuſtellen, wie Deutſchland und Frankreich im Kriegs⸗ falle ſich verhalten würden. Leyds antwortete, beide Mächte ſeien Transvaal ſympathiſch geſinnt, würden aber nicht durch tätliche Hilfe eingreifen. In einem ſpäteren Telegramm heißt es, er⸗ wartet keine Hilfe von den Großmächten, unſere Freunde in England bitten alles zu vermeiden, was den Caſus belli herbei⸗ führen lönne. Dann kam das folgende Telegramm:„Abſolut hofſ ⸗ nungslos, Hilfe nicht zu erhalten, Sbgleich Ausſicht vorhanden, daß Rußland intervenieren wird. In einem Kabeltelegramm vom 27. September 1899 wird die Abſendung des Ultimatums für den 9. Oktober desſelben Jahres angekündigt. Ein zweites ſollte er ⸗ folgen, bevor England fertig ſei. Dr. Leyds meinte, eine ſolche Feſtigkeft werde einen ausgezeichneten Eindruck machen. Anfangs September kabelte Dr. Leyds, daß der Zar ein ſolches Intereſſe an Transvaal nehme, daß Hoffnung vorbanden ſei, daß Rußland Schwierigkeiten machen werde Schließlich telegraphierte Leyds. Europa ſei Englanb ſehr feindlich geſinnt. —— SK 1*= 55 2 Berlin, 7. Nov.(Von unſerem Berliner Bureau) Wie der„Lok.⸗Anz.“ mitteilt, macht die Beſſerung im Be⸗ finden des 5 des Auswärtigen v. Schoen weitere Fortſchritte, ſo daß der Staatsſekretär vorausſichtlich in abſehbarer Zeit die Leitung der Geſchäfte des Auswärtigen Amts wieder in vollem Umfang aufnehmen kann. Leipzig, 6. Nov. In den heutigen Stadtverord⸗ netenwahlen der dritten Abteilung büßten die So ziab⸗ * Darmſtadt, 6. Nov. Heute abend 8 Uhr wurde der von demokraten vier Sitze ein. — 8 „Gegen den Kaiſer.“ Im neueſten Heſt der„Zukunft“ bringt Maximilian Harden einen Artikel über die Interview⸗Sache, der ſich be⸗ zeichnenderweiſe„Gegen den Kaiſer“ betitelt. Der Gedanken⸗ gang iſt, daß man den Fürſten Bülow nicht gar zu ſchwer mit der Schuld der verhängnisvollen Veröffentlichung belaſten dürfe. Er ſei kein ſchöpferiſcher Geiſt und habe viele Fehler gemacht, aber aus ihnen gelernt und ſich gegen manche ingere wie äußere Schwierigkeit nicht ſchlecht gehulten. Er führe wichtige Verhandlungen und dürfe in dieſer ernſten Stunde nur weggeſcheucht werden, wenn es unvermeidlich wäre. Zu⸗ mal der Blick auf die Kandidatenliſte der Nachfolger keine Sehnſucht wecke. Selbſt der fähigſte General, wie z. B. General v. Mackenſen, tauge nicht fürs Kanzleramt, weil er als Militär kaum die Gewohnheit ablegen werde, vor dem allerhöchſten Kriegsherrn mit der Hand an der Hoſennaht ſtramm zu ſtehen. Der Herzog v. Trachenberg habe im ſchleſiſchen Oberpräſidium gezeigt, daß er die Folgen ſeines JSandelns und Unterlaſſens nicht vorgusſehe. Fürſtt Fürſtenberg ſei ein öſterreichiſcher Kavalier, der erſte Beamte des Deutſchen Reiches aber müſſe doch wohl in Deutſchland erwachſen ſein. Von Freiherrn v. Marſchall aber habe ſchon Bismarck geſagt. ſein Programm beſtehe 555 77 en Fürſten Bülow muß man morgen vielleicht wieder bekämpfen. fünf Worten:„In Omnibus“ wie Seine Majeſtät“. Geſtern hat er bewieſen, daß er, wenn's nicht anders geht, fleißig und mutig ſein kann. Späk; doch für dieſe Abrechnung iſt jetzt nicht Muße. Und jede Kanzlerkriſis könnte in den dunklen Tagen der Kaiſerkriſis die Aufmerkſamkeit nur vom wichtigſten Punkt ablenken.“ So kommt Harden denn auf die„Kaiſerkriſis“ zu ſprechen. „Die Kaiſerkriſis iſt allen ſichtbar geworden. Seit dem März des Jahres 1890 hatte die mächtigſte deutſche Stimme ſte angekündet. War Bismarck ein verbitterter Greis, der ins Amt zurück wollte? Hat er nicht alles, was geſchehen iſt, vor⸗ ausgeahnt? Wir müſſen dafür ſorgen, daß nicht auch ſeive düſterſte Prophezeiung noch erfüllt wird. Wir wollen nicht neue Wüſtenböcke in die Wüſte ſchicken; nicht betitelte und beſternte Herren zu Prügelknaben machen. Die Halbmänner, deren ſchäd⸗ licher Einfluß Jahrzehnte lang, Unheil zeugend, fortgewirkt hatte, ſind beſeitigt. Was ſie angerichtet haben, ſieht jedes ungetrübte Auge. Ob die Spur ihres Trachtens je ganz wegzuwiſchen ſein wird, bleibt fraglich. Doch der Ring iſt geſprengt. Und unzuläng⸗ liche Ratgeber niſten ſich überall ein. Jetzt hat die Nation met dem Kaiſer zu reden. Nur mit ihm. Die Fehler der Handlanger verſchwinden neben der furchtbaren Gefahr, die er heraufbeſchwo⸗ ren hat. Dem Reich heraufbeſchworen hätte, auch wenn keins der vor Britenohren von ihm geſprochenen Worte gedruckt worden wäre. Merkt die Kurzſicht noch immer nicht, daß die Veröffenl⸗ lichung des Interviews in dem traurigen Stück deutſcher Ge⸗ ſchichte der einzige Akt iſt, der uns Troſt gewähren kann? Daß in dem Streit um das Beſtimmungsrecht des deutſchen Volkes die Hauptfrage nur lauten darf: Hat der Deutſche Kaiſer die Sätze, die der britiſche Oberſt ihm zuſchrieb, geſprochen? Er hat ſie geſprochen. Konnte ſie ſprechen. Und hat, als er ſie las, in ihnen den Ausdruck ſeines Denkens und Wollens erkannt. Seine Abſicht war, den Briten zu ſagen, daß er ſie herzlicher liebe, als der Mehrheit ſeiner Landsleute erwünſcht ſei; daß er ihr Reich vor dem Zuſammenbruch bewahrt, in tiefſter Not ihnen, die im Landkrieg ratlos waren, den wirkſamen Feldzugsplan geliefert, die heimlich wühlende Feindſchaft der ſihnen jetzt eng befreundeten) Mächte vereitelt, die Einladung in ein antibritiſches Bündnis nicht nur abgelehnt, ſondern, trotzdem ſie Verſchwiegenheit bedingte, nach London gemeldet habe; und daß die deutſche Flotte zum Kampf gegen Japan und China beſtimmt ſei. Die Mehrheit der Deutſchen haßt Eng⸗ land lalſo habt Ihr die Kriegsgefahr vor der Tür und die Wahl, ob Ihr morgen losſchlagen oder noch haſtiger Dread⸗ noughts bauen wollt). Wenn ich die ruſſiſchen und franzöſiſchen Anerbietungen, die im Vertrauen auf unſere Diskretion nach Bexlin kamen, nicht abgewieſen und flink meiner Großmutter mitgeteilt hätte, wäre es Euch ſchlecht gegangen(überlegt alſo, ob Rußland und Frankreich zuverläſſige Freunde ſindſ. Um Euch aus der Ohnmacht zu helfen, habe ich, der höchſte Krlegsherr des deutſchen Heeres, einen Feldzugsplan für die bririſche Armee ausgeaxbeitet lalſo die Neukfralitätspflicht verletzt) und dem Großen Generalſtab zur Prüfung übergeben lalſo die Zeit meiner klügſten Offiziere in Englands Intereſſe belaſtet). Meine Flotte baue ich, um für den Kampf um den Stillen Ozean ſtark zu werden lalſo merkt Euch, daß wir da große Ambitionen haben, (Mittagblatt.) und erzählt den gelben Männern, daß wir ihnen ans wollen). Das hat Wilhelm der Zweite, Deutſcher Kaiſer und König von Preußen, vor Engländern geſagt. Daß einer, der ſich der Macht enkleiden will, ſo ſpräche, wäre noch zu begreifen. Auch ihm müßte ſtaatsmänniſcher Sinn empfehlen, die Herrſch. hoffnung des Erben nicht im Keim zu zerſtören. Daß einer, weiterregieren will, ſich draußen ſo um alles Vertrauen, u Glauben an ſeine Eignung fr die einfachſten Aufgab Politik gebracht hat, iſt ohne Beiſpiel in der neuen Gef Ohne Beiſpiel auch die Wirkung dieſer Worte auf dem wei Rund der Erde. Angeln, Romanen Slawen, Mongolen ſteh gegen uns vereint. Vom Weißen bis zum Gelben Meer Wut und Hohn. Wenn das Balkangewitter vorbeigezogen iſt, werden be⸗ hende Vermittler in Wien leis anfragen, ob Oeſterxeich⸗Unga noch Luſt habe, allein mit dieſem Nachbar im Schmollwinkel z bleiben. Und vielleicht die Antwort hören, daß die richtige Ein⸗ ſchätzung der Berliner Diskretion ſchon aus der Zeit der erſten engliſchen Interviews Wilhelm ſtamme. Deshalb ſei dem Bun⸗ desgenoſſen ja auch über Bosnien und die Herzegowing n anpertraut worden. Will der Kaiſer und König der Krone entſagen? In ringerer, in nicht ſelbſt verſchuld ter Fährnis hat ſein Großt daran gedacht. Den Enbel wird kein Frauenwunſch und kei Volksdrohung drängen. Sein Wille iſt frei. Doch er darf nicht darüber täuſchen, daß ſeine Volksgenoſſen jetzt gegen d ſind, und daß kein Kanzler ſich, der alte nicht, noch ein neu halten kann, der nicht aus dem Munde des Kaiſers die Bün ſchaft unverbrüchlicher Selbſtbeſcheidung bringt Die vn Deutſchland fordern. Auch das Haus Hohenzollern. In dieſer grauſam ernſten Stunde noch. Sonſt wird es zu ſpät.“ *** „„„„% de Sündeuban * Berlin, 6. Nov. Als der Beamte, dem di rungen des Kaiſers zur Prüfung überwieſen wor wird jetzt der Wirkliche Geheime Legationsrat Kleh nannt, dem in der Tat durch den Unterſtaatsſekretär Ste rich der Bericht zur Prüfung übergeben worden iſt. He Klehmet hat das Schriftſtück denn auch aufs genaueſte geſehen, hat auf Tatſächlichkeiten bezügliche Aenderung daran vorgenommen und es dann auf dem Dienſtwege zurnit geben laſſen. Es iſt unter ſolchen Umſtänden laut„Kö Ztg.“ als ausgeſchloſſen anzuſehen, daß Herr Klehmet derjenigen Stellung bleiben wird, die er bisher im Ausw gen Amt einnahm, wo er Referent für Frankreich war die marokkaniſche Angelegenheit bearbeitete. Er iſt a Konſulatskarriere hervorgegangen, gehört wohl ſchon Jahren dem Auswärtigen Amte an und hat ſeit 10 Ja in der politiſchen Abteilung wichtige Referate, in deren arbeitung er ſtets eine bis in alle Einzelheiten gehen wiſſenhaftigkeit, unermüdliche Arbeitskraft und großen furi ſchen Scharfſinn bewies. Er wurde auf dieſe Weiſe der nützlichſten Mitglieder des Auswärtigen Amtes. Die Kriſis, der Reichstag und die Varteien. *Berlin, 7. Nov. Der Vorſtand der kon tiven Partei veröffentlicht eine Erklärung, i mit Bezug auf die letzen Ereigniſſe heißt: Trotz Reichskanzler formell übernommenen Vertretung Vorkehrungen getroffen werden welche Wiederkehr ſolcher Mißſtände für die Zu mit Sicherheit verhindern. Wir ſehen mit Sorg Aeußerungen des Kaiſers nicht ſelten d kragen, unſere auswärtige Politik in ſchwierige Lage zu bringen. Wir halten uns zu furchtsvollem Ausdruck des Wunſches verbunden, 15 ſolchen Aeußerungen zukünftig gr Zurückhaltung. keobachtet werde. Wir wollen dal gleich mit Entſchiedenheit feſtſtellen, daß wir im Intereſſe d Würde und des Machtbewußtſeins des Deutſchen Reiches weitere publiziſtiſche Behandlung dieſes Vorgange ſegensreich erachten können. Wir müſſen wünſche beſondere auch dem Auslande gegenüber diejenige Ru und Geſchloſſenheit des Volkes zum Ausdr beingen, welche für uns eine politiſche Notwendig Selbſterhaltung iſt. Berlin, 7. Nov. Die Morgenblätter melden: Tag des Zuſammentrittes des Bundesratsausſchu auswärtige Angelegenheiten iſt noch nicht beſtimmt. Die ſtändigen einzelſtaatlichen Miniſter werden dazu eelbſt hi zommen.— Bei der Begründung der Interpellation we der„Daily Telegraph“ Veröffentlichung am Dienstag nächf Woche im Reichstage werden die Parteien ſich zunäächſt eine kur ze formelle Erklärung(1) beſchra und die Antwort des Reichs kanzlers warten. Eine Adreſſe an den Kafſer, die v ſinniger Seite angeregt war, hat wenig Aus die Konſervativen nicht zuſtimmen. Die Abſickt ſchaftlichen Vereinigung betreffs einer gemeinf gebung der bürgerlichen Parteien an den Kaiſ Bundesrat iſt durch die Veröffentlichung der konſervativen Partei überholt.„„„„ ——— 2. Seite. General⸗Anzeiger.(Mittagblatt“) Maunheim, 7. November⸗ Die Reichsſinanzreform als nationale Frage. (Telegramm.) W. Berlin, 6. Nov. Heute Abend beranſtaltete der Verband der nationa⸗ len Vereine von Groß⸗Berlin in der Philharmonie eine Verſammlung zugunſten der Reichsfinanzreform. Der Vorſitzende des Verbandes Generalleutnant Siemens eröffnete ſie mit einer Anſprache, in der er den Zweck der Ver⸗ ſammlung darlegte. Der Verband betrachte es als einen Teik ſeiner Aufgaben, bei großen nationalen Fragen die einzelnen ihm angeſchloſſenen großen nationalen Vereine zu gemein⸗ ſamer Kundgebung zu vereinigen. Eine ſolche Frage von weittragendſter Bedeutund iſt die Reichsfinanzreform. Bei keiner Frage liegt die Gefahr ſo nahe wie hier, daß Partei⸗ Sonderintereſſen die Oberhand gewinnen, bei keiner Frage dürfte es daher ſo wichtig ſein, wie bei dieſer, ſie heraus⸗ zuheben aus dem kleinen einſeitigen Geſichtspunkt und die großen in Frage kommenden Güter zu beleuchten. Die Ver⸗ ſammlung fällt in eine ſchwere ernſte Zeit. Hier mitzuwirken iſt Pflicht der nationalen Vereine. Sodann ergriff der Rektor der Univerſität Berlin, Prof. Dr. Kahl, das Wort und führte etwa folgendes aus: Die unerwartet hereingebrochene vaterländiſche Sorge kann die Erwägung der Reichsfinanzreform nicht aufhalten. An ihr gelte es jetzt, die nationale Pflicht zu erfüllen. Bei aller ſtreng ſachlichen Kritik der Regierungspläne ſei auch vom Reichstage poſitive Arbeit zu fordern. An die Rieſenaufgabe ſei im Bewußtſein der wirtſchaftlichen Kraft des deutſchen Volkes nicht mit kleinlichem Geiſt und mit Peſſi⸗ mismus heranzutreten. Nicht an die Opferwilligkeit, ſondern an die patriotiſche Pflicht ſei zu appellieren und die In⸗ tereſſenpolitik auf ihr mit dem Gemeinwohl berträgliches Maß zurückzuführen. Ins⸗ beſondere ſei die Rückwirkung der Reform auf die Reichs⸗ fteudigkeit in den Einzelſtaaten forgfältig zu prüfen. Zum Kompenſationsobjekt für Parteiprogramme eigne ſich die patriotiſche Aufgabe nicht. Im großen vaterländiſchen Geiſt erfaßt müſſe das Werk gelingen. Als nächſter Redner folgte der Nationalökonom der Ber⸗ liner Univerſität Prof. Dr. Adolf Wagner. Er begründete mehrfach ausdrücklich die Notwendigkeit und Berechtigung des großen und ſtark geſtiegenen Reichsfinanzbedarfes, wobei er auf ſeine Ausführungen in verſchiedenen Aufſätzen und in ſeiner bekannten Broſchüre über die Reichsfinanzreform Bezug gahm, namentlich mit Betonung der direkten und indirekten Hroduktiven Wirkung der dieſem Bedarfe zugrundeliegenden Einrichtungen und Tätigkeiten des Reiches. Redner ſuchte dann nachzuweiſen, daß wir die bezüglichen Laſten, ins⸗ beſondere Steuern zur Deckung an ſich und im Vergleich mit andern Ländern und mit unſerer bisherigen geringen Be⸗ laſtung recht wohl tragen könnten. Eine Finanzreform könne ſich, wenn ſie Erfolg haben ſolle, nur in dem großen Umfange der jetzt geplanten bewegen und müſſe es auch im ganzen in er Richtung dieſes Reformplanes tun. Eine ſtarke Steige⸗ ung der indirekten Verbrauchsſteuern, namentlich der auf alkoßholiſche Getränke und Tabak, ſei unvermeidlich und be⸗ rechtigt, wiederum nach der bisherigen Entwicklung der Steuern bei uns und im Vergleich mit dem Auslande. Er wies nach, daß dieſe Beſteuerung ſelbſt zuzüglich der Erträge der neugeplanten Beſteuerung keineswegs zu hoch ſei und meiſt immer noch erheblich niedriger als im Auslande bliebe. Er betonte daneben aber auch ſcharf die unbedingte Not⸗ wendigkeit einer ſtarken direkten oder ähnlichen Beſteuerung der beſitzenden und wohlhabenden Klaſſen im Reich und in den Einzelſtaaten, wobei er auch die preußiſche Steuerreform mitberührte. Auch Einzelheiten über den amtlichen Reform⸗ plan wurden zur Sprache gebracht. Mit einem ſtarken Appell an die ganze Nation, an die unteren und oberen Klaſſen, zur Spferwilligkeit, die außerdem ja in ihrem eigenen höchſten Intereſſe liege, ſchloß der Redner. Auf den Nationalökonomen folgte als weiterer Redner der Hiſtoriker Prof. Lamb rech t⸗Leipzig. Der Hiſtoriker, ſo be⸗ gann derſelbe, ſei kein Politiker. Werde er zum Tagespolitiker, ſo ſei ſicher, daß er das freie Auge verliere. Wohl aber ſolle Lr ſich öffentlich zu Wort melden, wenn es ſich um große Dinge handle. In einem ſolchen Moment unſerer inneren Geſchichte da Schweigen Sünde wäre, befänden wir uns in dieſen Monaten. Es gelte die Finanzreform des Reiches. eingehend vier Perioden aus der Geſchichte des deutſchen Reich⸗ lums, der Entwicklung und Anwendung des Reichtums und zwar die Zeit der Karolinger, der Stauffen, die Vorjahre der Re⸗ Redner behandelte dann formationszeit im 15. und 16. Jahrhundert und dann die Gegen⸗ wart ron 1830 ab. Nach einer Schilderung über den Kleider⸗, Eß⸗ und Trinkluxus des 15. und 16. Jahrhunderts, der dann mit Verarmung endete, ſagte der Redner: in den letzten Menſchen⸗ altern ſind wir wieder reich geworden, und es erhebt ſich die Frage, wie die Nation dem Reichtum dieſer vierten Periode nütze. Ein ſpäterer Hiſtoriker wird in unſeren Zeitungen eine Zunahme der Champagnerannoncen feſtſtellen. Der Deutſche ſei der Natur nach aufs Gründlich⸗Ruhige angelegt und gerate nur zu leicht aus dem Häuschen, wenn er durch ſteigenden Reichtum dieſer Situation enthoben wird. Lerne reich zu ſein, das iſt das erſte wichtige Wort, das man einer Nation zurufen möchte. Reich ſein iſt nicht verſchwenden, ſondern heißt vorhandene Mittel ver⸗ antwortlich zu großen Zwecken ausgeben und reich ſein heißt zu⸗ gleich ſparen zugunſten der eigenen und der kommenden Gene⸗ rationen; iſt es jedem meiner Hörer klar, daß man in den Straßen und wohlbefeſtigten Strömen unſeres Vaterlandes, in ſeinen Dörfern und Städten, in feiner Heimlichkeit und ſeinem Frieden die Steuern von mehr als 60 Generationen mitgenießt. Die Finanzwirtſchaft der Gegenwart iſt ein Ausdruck des nationalen Sparens, und Sparen ein Kennzeichen echten Reichtums: Das iſt die Formel, unter der ſich das Finanzproblem der Gegenwart darbietet. Frage man, warum in den vergangenen Perioden alle Verſuche einer Beſſerung ſcheiterten, ſo könne man auf den zunehmenden föderativen Charakter des Reiches hinweiſen. Es handle ſich zugleich um einen nationalen Fehler. Wer paradox ſein wolle. könnte darauf hinweiſen, daß die Nation zu den Zeiten am wenigſten geſteuert habe, in denen ſie am meiſten im Begriffe war, reich zu werden. Es fehlte der Wille einzuſehen, daß Steuer nichts heißt als nationale Erſparnis. Man kann natürlich an dem von der Regierung vorgelegten Finanzreform⸗ plan manches ausſetzen, man kann ſagen, er ſei noch lange nicht demokratiſch genug, und man kann aus dieſer allgemeinen Be⸗ obachtung folgern, daß einerſeits der ſteigende Reichtum der oberen Schichten noch ſtärker heranzuziehen iſt, daß aber anderer⸗ ſeits die doch ebenfalls günſtige wirtſchaftliche Vermögenslage der niederen Klaſſen auch deren Heranziehung durchaus recht⸗ fertigt, ja fordere. Der arme Mann, der das allgemeine Stimm⸗ recht hat, unterliegt mit vollſtem Recht auch der Steuerpflicht in Gut und Blut; ja er muß ſie auf ſich nehmen, will er ſein Recht behalten. Dies und anderes könnte man gegen und für den Reformplan des Reichsſchatzamtes ſagen. Der Hiſtoriker kann da nur einen Wunſch ausſprechen, daß bei der kommenden Finanzreform nicht geflickt, daß vielmehr ganze Arbeit getan werde. Das Denken aber, mit dem wir an die Finanpzreform herantreten, ſoll rein ſein und groß, fern jedem Partikularismus, jedem Egoismus, jeder Berufsenge und getragen von der Er⸗ fahrung langer Vergangenheit. Zum Schluſſe ergriff der Vorſitzende Generalleutnant Siemens das Wort. Die Grundgedanken der Redner und unſere Anſicht will ich ſo zuſammenfaſſen: Wir ſind feſt über⸗ zeugt, daß diesmal ganze Arbeit gemacht werden muß— das deutſche Volk iſt reich genug. Auf Einzelheiten einzugehen, iſt nicht unſere Sache. Bei der Regierung laufen alle Fäden zu⸗ ſammen, ſie iſt alſo am beſten imſtande, gerecht abzuwägen. Wir haben dazu Vertrauen, daß dies geſchieht, erwarten aber auch, daß auf ganze Arbeit gedrückt wird. Wir wollen aber auch Ver⸗ trauen haben zu den Vertretern der Nation. Es iſt ihr Recht und ihre Pflicht zu prüfen; es iſt auch ihr Recht, Partei⸗ und Sonderintereſſen zu vertreten, aber es iſt ihre Pflicht, bei end⸗ giltiger Stellungnahme dieſe Intereſſen dem Wohle des Ganzen unterzuordnen. 716 e e, 855 e politisehe Uebersicht. Maunnheim, 7. November 1909. Zur Romreiſe des Frhru. v. Schorlemer. Nach einer Meldung der„Wiener Politiſchen Korreſpon⸗ denz“ aus dem Vatikan handelt es ſich bei der Sendung des Präſidenten der Rheinprovinz, Frhrn. v. Schorlemer⸗Lieſer, ausſchließlich um einen hochgeſchätzten Höflichkeitsbeweis, der jedoch auf die Beziehungen des päpſtlichen Stuhles zum deutſchen Zentrum und zur deutſchen Regierung keinen Einfluß nehmen könne. Der Vatikan ſei ent⸗ ſchloſſen, gegenüber der innerpolitiſchen Lage Deutſchlands völlige Neutralität zu beobachten und ſich jedes Eingriffs in die Auseinanderſetzungen zwiſchen dem Zentrum und der Regierung zu enthalten. Dieſer Standpunkt ent⸗ ſpreche auch der Auffaſſung, die in dieſer Angelegenheit in Berlin beſteht. Zum Zwiſcheufall von Caſablauca liegt heute folgende offiziöſe Note vor: Aus Paris iſt gemeldet worden, daß die franzöſiſche Regierung der deutſchen einen Bericht des Polizeikommiſſärs Borda einſenden s ee e wolle, der dazu beſtimmt ſei, vor der deutſchen Regierung die Hal⸗ tung der franzöſiſchen Beamten in Caſablanca zu vechtfertigen. Dieſer Bericht iſt bisher in Berlin noch nicht überreicht worden, twie überhaupt bisher das franzöſiſche Auswärtige Amt noch keine Mikteilung über die Darſtellungen gemacht hat, die es von den Be⸗ hörden in Caſablanca erhalten hat. Ein Vergleich der deutſchen und der franzöſiſchen Darſtellung war ſomit noch nicht möglich, und doch iſt eine ſolche Gegenüberſtellung durchaus notwendig, weil nur nach Vergleichung der aus den beiderſeitigen Auffſtellungen ſich ergebenden ſtrittigen Punkte ſich überhaupt erſt beſtimmen läßt, welche Fragen dem Schiedsgericht zur Beurteilung vorgelegt wer⸗ den ſollen. Der Fall hat alſo zriſchen geſtern und heute noch keinen Fortſchrikt gemacht und man kann höchſtens mit Befriedigung feſtſtellen, daß die Sprache der fronzöſiſchen Blätter ruhiger ge⸗ worden iſt. Die franzöſiſche Preſſe ſcheint jetzt mehr der Anſicht zuzuneigen, daß ein Ausſprechen des beiderſeitigen Bedauerns als ein gangbarer Weg zu betrachten ſei. Wie ſich aus den geſtrigen Mitteilungen der„Köln. Zig.“ ergibt, hat Deutſch⸗ land ſchon am 18. Oktober nicht nur auf dieſe Möglichbeit hinge⸗ twieſen, ſondern auch beſtimmte darauf abzielende Vorſchläge ge⸗ macht. Man kann daher glauben, daß es keine unüberwindbare Aufgabe ſein kann, hierfür eine Formel zu finden, die nach beiden Seiten hin befriedigt. Es kommt doch weniger auf eine beſtimmte Formulierung, als vielmehr darauf an, daß der Zwiſchenfall von Caſablanca in anſtändiger Weiſe aus der Welt geſchafft werde. Noch am 5. November ſchrieb die„Aurore“, das Organ des Miniſterpräſidenten Clemenceau, von irgendwelchem Aus⸗ druck des Bedauerns außerhalb des Schiedsgerichts kann um keinen Preis die Rede ſein. Wie man den Fall auch drehen und wenden mag, Frankreich erweiſt ſich hartnäckiger, ſteif⸗ nackiger als Deutſchland und ſehr intriguant. Hat Bülow ſchon am 18. Oktober ſich bereit erklärt, das Bedauern Deutſch⸗ lands auszuſprechen, ſo ſind die ſpäteren Erklärungen Frank⸗ keichs, nicht auf den gleichen Boden treten zu wollen, eine ganz unglaubliche Dreiſtigkeit, um nicht mehr zu ſagen. Wir bewundern dann die Langmut unſerer Diplomatie. Hat Deutſchland aber, wie andere vermuten, erſt in letzter Stunde ſich zu dieſem Schritt entſchloſſen, ſo haben wir einen Fall unendlicher Nachgiebigkeit von deutſcher Seite, um Frankreich die bittere Pille zu verzuckern, worauf es dann allerdings wohl einlenken mußte. Die lange genug verweigerte Ent⸗ ſchuldigung Frankreichs deutet darauf, daß es glaubte, in dieſen trüben Zeiten der Kaiſer⸗ und Kanzlerkriſis, Deutſch and ſchon etwas bieten zu können. Deutſchland aber blieb und bleibt auch ferner geduldig. Der Sturz des Kabinetts Beck. Die„Neue Freie Preſſe“ meldet: Da die Verhandlungen des Miniſterpräſidenten Frhrn. v. Beck mit den Parteien über die Neubildung des Kabinetts ergebnislos verlaufen ſind, ſo wird der Miniſterpräſident heute oder morgen den Geſamt⸗ rücktritt ſeines Miniſteriums überreichen. Mit der Neu⸗ bildung des Kabinetts ſoll der bisherige Miniſter des Innern, Dr. Frhr. v. Bienerth, betraut werden. Das lang Erwartete, nun iſt's Ereignis, und es wäre ſchon längſt eingetreten, wenn der Miniſterpräſident nicht den begreiflichen Wunſch gehabt hätte, die Kriſis über den 2. Dezember, den Jubiläumstag des Kaiſers, hinauszuziehen. Das Miniſterium Beck iſt wie manches ſeiner Vorgänger an der Unmöglichkeit geſcheitert, den artiſtiſchen Trick, die Niagarafälle der böhmiſchen Politik auf ſchwankem Seile zu über ſchreiten, zu einer die Parteien auf die Dauer feſſelnden Leiſtung zu machen. Das Spiel mag noch ſo lange währen, einmal kommt die Stunde, wo die Parteien gelangweilt das Theater verlaſſen. So trägt, ſo lange nicht eine radikals Heilung der böhmiſchen Verhältniſſe möglich iſt, jedes öſter⸗ reichiſche Kabinett am Tage ſeiner Geburt ſchon das Toten⸗ hemd am Leibe. Die Kabinette wechſeln, ſie gleichen ſich, aber die Kriſis bleibt. Der unmittelbare Anlaß zum Sturz des Miniſteriums Beck iſt die Schließung des böhmiſchen Land⸗ tags, auf dem der Widerſtreit der deutſchen und kſchechiſchen Meinungen keine Worte, ſondern nur mehr Tätlichkeiten fand. Dadurch wurde der Rücktritt der tſchechiſchen Miniſter Dr. Fiedler und Praſchek veranlaßt, und dieſes Leck brachte das Schiff des Miniſteriums Beck zum Sinken, das am 2. Juni 1906 vom Stapel gelaufen war, aber bereits am 9. November 1907 einer Ausbeſſerung bedurft hat. Das zukünftige Miniſterium wird ein Beamtenminiſterium wer⸗ den, ein Uebergangsminiſterium, das ſo lange regieren wird bis die Grundlagen zu einem neuen parlamentariſchen Kabinett gefunden ſein werden. 1 eeeee Deutsches Reich. ·(Zur Penſionsverſicherung der Privatbe⸗ amten.) Der Verein deutſcher Maſchinenbauanſtalten faßte Theater, Kunſt und Wiſſenſchaft. Großh. Hof⸗ und Nationaltheater Mannheim.(Spielplan!. Sonntag, 8. Nov.(Abonn. ſusp.):„Brand“.(Brand: Wiecke a. G. Doltor: Schreiner..: Intendant.)— Montag,.: Keine Vor⸗ ſtellung.— Dienstag, 10.():„Rheingold“.(Loge: Gentner a. G. Erda und 3. Rheinkochter: Neuhaus..: Gebrath..: Reich⸗ wein.]— Mittwoch, 11.():„Walküre“.(Sieglinde: Hafgren⸗ Waag. Fricka: Kofler..: Gebrath..: Reichwein.)— Donners⸗ lag, 12.: Keine Vorſtellung.— Freitag, 13.():„Siegfried“. (Siegfried: Pennarini a. G..: Gebrath..: Reichwein.)— Samstag, 14.: Keine Vorſtellung.— Sonntag, 15.():„Götter⸗ Hämmerung“.(Siegfried: Pennarini a. G. Gudrune: Hafgren⸗ Waag. 3. Rheintochter: Kofler..: Gebrath..: Reichwein.) Neues Theater.(Spielplan.) Sonntag, 8. Nob.:„Das ſüße Mädel“.(.: Neumann⸗Hoditz..: Welker.)— Donnerstag, 12.: Neu einſtudiert:„Mein Leopold“.(.: Neumann⸗Hoditz..: Welker.)— Sonntag, 15.:„Winterſport“. Theater⸗Notiz. Die Intendang teilt mit: Da die Vorſtellung des„Brand“ im vorigen Jahre bis zuletzt außerordentlich gut be⸗ ſuchk und von großem künſtleriſchen Erfolg begleitet war, ſo nimmt ie Intendanz morgen Sonntag das grandioſe Jbſenſche Drama wieder in den Spielplan auf. Die Beſetzung und Inſzenierung iſt ganz die der letzten Saiſon, den Brand ſpielt Herr Paul Wiecke. Kiunſtſalon Heckel. Es wird uns geſchrieben: Die Ausſtellung C. Porges, aus welcher bis auf 2 Stücke ſämtliche Bilder käuf⸗ lich in Privatbeſitz übergegangen ſind, iſt am 1. November ge⸗ ſchloſſen worden. Geſtern konnte die Ausſtellung Paul Hey, welche bereits vor längerer Zeit angekündigt war, in verſchiedenen Arbeiten in Gonache und Oel eröffnet werden. Da ſich unter den Arbeiten einige vorzügliche Stücke befinden, welche für den be⸗ fannten Münchener Genremaler beſonders charakteriſtiſch ſind, ürfte ſich ein Beſuch der Ausſtellung ſehr lohnend geſtalten. Von Mannheimern Künſtlern iſt außerdem Herr Kunſtmaler Oertel mit einem vorzüglich durchgearbeiteten Selbſtporträt vertreten. „Neues Operettentheater“(Apollo). Die Direktion teilt mit: Heute Samstag und morgen Sonntag abend geht Oskar Straus' melodiſche Operette:„Ein Walzertraum“ mit Herrn Fritz Werner als„Niki“ in Szene. Frl. Berta Kurſa, unſere beliebte Soubrette, ſingt die„Franzi“. Morgen Sonntag nachmittag 3½ Uhr wird auf allgemeinen Wunſch Leo Fall's„Dollarprinzeſſin“ wiederholt. Die Preiſe zu dieſer Nachmittags⸗Vorſtellung ſind weſentlich reduziert. „Neues Operettentheater“(Apollol. Von morgen, Sonntag den 8. November, bis Sonntag, den 15. November wird allabend⸗ lich Straus' Operette„Ein Walzertraum“ mit Herrn Fritz Werner in Szene gehen. Die Vorſtellungen beginnen jeweils abends 8 Uhr.— Wie Sonntag, 8. November eine Nachmittags⸗ vorſtellung(„Dollarprinzeſſin“] ſtattfindet, ſo auch Sonntag, den 15. Nopember nachmittags 3/3 Uhr. An dieſem Sonntag wird „Schützenlieſel“ in Szene gehen. Das Grab der„Guſtel von Blaſewitz“ wird jetzt, da in Dres⸗ den der alte im Innern der Stadt gelegene Elias⸗Friedhof auf⸗ gelaſſen wird, verſchwinden. Eine ſchlichte Steinplatte weckt Erinnerungen:„Frau Senator Auguſte Renner, geb. 1763, geſt. 1856 in Dresden.“ Die Frau Senator iſt die Tochter der Schenkwirtin in Segedin, wo Schiller, als er in den Jahren 1786 bis 1787 in Blaſewitz lebte, oft zu Gaſte war. Das ſchöne und heitere Mädchen verewigte er in„Wallenſteins Lager“. Die Frau Senator, die„Guſtel von Blaſewitz“, war freilich über dieſe Ehrung wenig erbaut und zürnte dem„ungalanten“ Schiller. Und doch hat er ihrem Namen Unſterblichkeit verliehen. Der Staatsſchillerpreis iſt diesmal an Ernſt Hardt ver⸗ liehen worden und zwar für ein fünfaktiges Trauerſpiel„Tan⸗ tris, der Narr“. Die andere Hälfte des Schillerpreiſes er⸗ hielt der Oeſterreicher Karl Schönherr für ſein Drama „Erde“. Das Werk des jungen Hardt hat bei ſeinen bis⸗ herigen Aufführungen im Wiener Burgtheater, im Kölner Schau⸗ ſpielhaus und im Deutſchen Schauſpielhaus in Hamburg einen ſtarken Eindruck gemacht und überall einen bedeutenden Erfolg gefunden.„Tantris, der Narr“, ein hochpoetiſches Werk in Verſen, behandelt ein Motiv der Triſtan⸗Sage.[Der Name „Tantris“ iſt eine Silbenumſtellung von„Triſtan“]. Es ſt bdas jüngſte Werk ſeines Verfaſſer. In ſeinem vieraktigen Schau⸗ ſpiel behandelt er den Kampf der jugendlichen Ideale. Auch ſein Drama„Ninon von Lenclos“, das im Gegenſaz zu dem gleichnamigen Barockſpiel Frekſas den bekannten Stoff auf einen Akt zuſammendrängt, fand bei den Aufführungen in Köln und München großen Erfolg. Ernſt Hardt, ein geborener Weſtpreuße, ſteht im 32. Lebensjahre. Er ging zunächſt wohl von den letzten Wirkungen der naturaliſtiſchen Richtung aus, hat aber nie deren radikale Mittel benutzt, vielmehr mit einem gemäßigten Realis⸗ mus begonnen. Dieſer gab namentlich ſeinen nopelliſtiſchen Ar⸗ beiten eine friſche Lebensfarbe.(„Prieſter des Todes“,„Bunt iſt das Leben“). Bald wandte ſich der junge Dichter einer mehr romantiſierenden Richtung zu, die ſich in ſeinen letzten Werken immer mehr durchſetzte. Unter den jüngeren Talenten iſt er ſicher eines der begabteſten. Die Entſcheidung des Kaiſers und die Zuerteilung der Hälfte des Schiller⸗Preiſes an Schönherr wurde dadurch aufgehalten, daß die ſtatutengemäße Aufforderung, ſeine Perſonalien einzureichen, von Schönherr nicht erfüllt wurde. Er hielt ſich zur kritiſchen Zeit im Gebirge auf und beautwortete die Briefe nicht. Der Kaiſer ſoll, laut„B..“, trotzdem in die Erteilung des Preiſes gewilligt haben. Karl Schönherr, ein Tiroler Kind, iſt von den Wienern als ein neuer Anzengruber begrüßt worden, da er ſeine herbe Kraft der Menſchendarſtellung mit Vorliebe den Motiven bäuerlichen Lebens zuwendet. Sein Drama„Sonnwendtag“ ſpiegelt den Kampf der Weltanſchau⸗ ungen im neuen Oeſterreich: ein abtrünniger Prieſterzögling ge⸗ horcht dem Rufe„Los von Rom“ und wird von ſeinem eigenen Bruder erſchlagen. Ueber ſein kraſſes Schickſalsdrama„Fa⸗ milie“ iſt er in ſeinem jüngſten Werke„Erde“ vorwärts ge⸗ drungen. Dieſe Komödie vom alten Bauern, der in zäher Lebens⸗ Maunheim, 7. Nopenber. 5 85 General⸗Auzeiger. 5(Mittagblatt.) e. e e e Seni Seite. ffolgenden Beſchluß zur Penſionsverſicherung der Priwatbeamten: „Die deutſche Maſchineninduſtrie iſt ſtets bereit geweſen, den Wünſchen ihrer Beamten auf Beſſerung ihrer wirtſchaftlichen age Rechnung zu kragen und ſteht daher auch dem Vorſchlage einer allgemeinen Penſionsverſicherung ſympathiſch gegenüber. würden ſich aber Eingriſſe in die in der Induſtrie be⸗ eits zahlreich vorhandenen Einrichtungen gleichen Zweckes und große neue Opfer der Induſtrie nicht vermeiden laſſen. Die Maſchineninduſtrie muß daher dringend wünſchen, daß ſie bei kveiteren Schritten in dieſer Angelegenheit gehört wird.“ Nationalliberaler Antrag zur Tuber⸗ kE u loſe⸗Bekämpfung.) Die Reichskagsabgeordneten Arning und Baſſermann brachten einen Antrag ein, der Reichstag wolle beſchließen, die verbündeten Regierungen zu erſuchen, baldigſt einen Geſetzentwurf vorzulegen, der die erfolgreiche Bekämpfung der Tuberkuloſe derart ſicherſtellt, daß auch die bisher von der Fürſorge noch nicht erfaßten Kreiſe der Vevölkerung dieſer teilhaftig werden, insbeſondere durch Bereitſtellung weiterer Geldmittel und durch geſetzliche Maß⸗ 1 welche die Desinfektion verſeuchter Wohnungen ſicher⸗ ſtellen. Üus der konſervatiden Reichstagsfraktion) wird parteiamtlich folgendes berichtet: Der Hoſpitant der konſer⸗ vatipen Reichstagsfraktion, Abg. Dr. Hahn, iſt nunmehr der Fraktion, die ihm lange Jahre hindurch Gaſtfreundſchaft gewährt hat, als Mitglied beigetreten. Die Fraktion hieß der bewährten Abgeordneten in ihren Reihen herzlich willkommen. Der Entſchluß des Abg. Dr. Hahn, zu der deutſch⸗konſervativen Partei in ein enges Verßältnis zu treten, wird allſeitig mit Be⸗ friedigung begrüßt und als ein Zeichen dafür aufgefaßt werden, daß die Beziehungen der Partei zum Bunde der Landwirte, deſſen Direktor Herr Dr. Hahn iſt, vortrefflich ſind. Damit hat die Verbindung zwiſchen dem Bund der Landwirte und den Konſer⸗ vativen die parteiamtliche Legitimation erhalten. Badiſche Nolitik. doc. Raſtatt, 6. Nov. Der Großh. Amtsvorſtand Geh. Re⸗ gierungsrat Frech, kritt aus Geſundheitsrückſichten auf 1. Jan. 1909 in den Ruheſtand. Er iſt im Jahre 1859 in Baden ge⸗ boren und ſtudierte Jurisprudenz, machte 1881 das erſte Staats⸗ examen und 1884 das Referendärexamen. Im Jahre 1888 wurde er Amtmann in Heidelberg und 1891 in gleicher Eigenſchaft nach Säckingen verſetzt. Bald darauf wurde Herr Frech dort Ober⸗ amtmann und Amtsvorſtand. Im Jahre 1899 kam er als Amts⸗ vorſtand an das Bezirksamt Raſtatt. Vor drei Jahren erfolgte ſeine Ernennung zum Geh. Regierungsrat. Um die Hebung der kandwirtſchaftlichen Vereine, beſonders, ſoweit die Bienenzucht in Frage kam, hat ſich Herr Frech ſehr verdient gemacht. Jungliberaler Verein Mannheim. JMannheim, 6. Nov. Die heute abend im„Habereckl“ rbgehaltene Mitgliederverſammlung des Jungliberalen Vereins Mannheim wurde durch geſchäftliche Mitteilungen des Vorſitzenden, Profeſſor Drös, eröffnet. Die vom Junglibe⸗ ralen Verein für dieſen Winter geplanten Verſammlungen werden in Gemeinſamkeit mit dem Natfonalliberalen Verein abgehalten werden. Mittwoch den 18. November wird Privatdozent Dr. Wilh. Ohr vom Nationalverein über„Kaiſer, Kanzler und Liberalismus“ ſprechen; die Verſammlung wird im Ballhauſe ſtattfinden. In der gweiten Verſammlung, für welche der Termin noch beſtimmt werden wird, hat Direktor Bühring von den Schuckertwerken das Refe⸗ rat über das Thenia:„Der Staat, die Kommüne und der Privat⸗ mann als Unternehmer“. Nach Ertedigur der vein geſchäftlichen Angelegenheiten erſtattete Betriebsaſſiſtent Bentzinger ſein Referat über den jungliberalen Delegiertentag in Elberfeld. Leb⸗ Fart begrüßt wurde die von dem neuen Parteiſekretär geplante Herausgabe einer nationalliberalen Korreſpondenz für das Groß⸗ herzogtum Baden. Profeſſor Drͤs referierte alsdann über die verfloſſenen ſtädtiſchen Wahlen. Beide Referate fanden den un⸗ geteilten Beifall der Verſammkung. Fabrikant Eſch lud die Ver⸗ ſammelten zu der Veranſtaltung des antiultramontanen Vereins Mannheim am 20. November ein. Nach einer kurzen Ausſp rache über die gegenwärtige politiſche Lage wurde die Verſammbeng ge⸗ cchloſſen. Konſervative Parteipreſſe. Gutem Vernehmen der„Südweſtdeutſchen Korreſpondenz“ nach werden zurzeit Verhandlungen wegen Neugründung ziner badiſchen konſervativen Zeitung gepflogen. Es beſtand bekanntlich von 1876 bis 1906 in Karlsruhe ein kon⸗ ſervatives Tageblatt,„Die badiſche Poſt“(früher„Bad. Land⸗ poſt“]. Im Jahre 1906 wurde ihr Druck der Parteidruckerei Fide⸗ litas entzogen und nach Stuttgart verlegt, wo ſte denn auch bald mit der dortigen konſervativen„Deutſchen Reichspoſt“ verſchmol⸗ zen wurde. Es blieb nur eine Redaktionsſtelle für den badiſchen Teil in Karlsruhe, dem ſich neuerdings eine ſolche in Heidelberg zur Seite ſtellte, wofür der Karlsruher Redaktion jetzt gekündigt ——— ———.. kraft alle Hoffnungen ſeiner Erben enttäuſcht, iſt bereits mit dem Bauernfeld⸗Preiſe gekrönt worden. Das jüdiſche Theater von Paris. Aus Paxis wird uns be⸗ richtet: Nur wenige Einheimiſche der franzöſiſchen Metropole piſſen, daß Paris gleich Newyork u. London ſein eigenes jüdiſches Theater beſitzt, in dem meiſt engliſche oder amerikaniſche jüdiſche Schauſpieler in einem buntwechſelnden Repextoire den in Paris weilenden Stammesgenoſſen ihre Kunſt zeigen. Das Theater liegt in der Rue St. Denis, in dem Saale, wo ehedem das Eder⸗ Theater ſeine Vorſtellungen gab und hier verſammeln ſich zu jeder Vorſtellung in dichten Scharen die rumäniſchen, polniſchen, galiziſchen und ruſſiſchen Juden, die in Paris leben oder auf der Durchreiſe längere Zeit ſich aufhalten. Es ſind dieſelben Stücke wie die in den Nemyporker und Londoner jüdiſchen Theatern be⸗ kannten, die in Poris aufgeführt werden, teils rein jüdiſche Stücke. teils Ueberſetzungen von Meiſterwerken in die jüdiſche Sprache. So wird„König Lear“ gegeben, bisweilen auch Werke, die re Motive der heiligen Schrift entlehnen, wie„Die Farfen Davids“, oder andere, die im weiteren Sinne an religiöſe Vorſtellungen ſich anſchließen. Bisweilen kommt auch die Gegenwart zum Worte;: es wurde in Paris vor kurzem ein modernes Stück ge⸗ geben, in dem Dreyfus als Held auftrat und allerlei bekannle Perſönlichkeiten aus den Tagen des Prozeſſes wie Pieguart und andere auftauchten. Die Theaterzettel ſind hebräiſch gedruckt, in den Pauſen wandeln geſchäftsſuchende Hauſierer durch die 5 ſchauerreihen, aber während der Vorſtellungen haften alle Zlicke an der Bühne und man fühlt, daß dieſes Publikum mit ſtarker Leidenſcho'tlichkeit die Geſchehniſſe des Stückes miterlebt und ver⸗ arbeitet. 5 Eine iterariſche Feier. Aus Brüſſel wird uns geſchrieben. In Beh ien werden Vorkehrungen zur Veranſtaltung eiaze großen literariſchen Feier, einer doppelten Dichtero votheoſe ge⸗ troffen. Es handelt ſich dabei um den Nobelfor os für Literatur, der den beiden bekannten belgiſhen Schrift. ſtellern Emil Verbaeren und Maurice Waetergind zu l. In Briüſſel findet zu dieſem Zwecke geſprochen werden ſoll. In anfel Baukelt] am 17. November eine Feſtfeier m wurde. Ein Wochenorgan„Der Bürger⸗ und Bauernfreund“ ſiedelte 1906 auch mit nach Stuttgart über, kam aber vor Jahres⸗ friſt von dort wieder nach Karlsruhe zurück, wo es dann in der Buchdruckerei Reiff gedruckt wurde. Seit 1. Oktober hat auch dieſes infolge Kündigung des Druckers ſein Erſcheinen einge⸗ ſtellt. Die Buchdruckerei Fidelitas, urſprünglich eine Parteigrün⸗ dung, wurde im vorigen Jahre mit neuem Kapital ausgeſtattet. Vermutlich ſoll ſie jetzt wieder als Verlag für die beadſichtigte konſervative Zeitung in Tätigkeit treten. Od beide zuſammen ſich jetzt beſſer halten können als früher, wird daun die Zukunſt — 5 5 Aus Stadt und Maunheim, 7. November 1908. Sein 25fähriges Arbeiterjubiläum feierte am Mittwoch der ber der Firma Kühne u. Aulbach beſchäftigte Saktler Fridolin Dem Jubilare wurde aus dieſem Anlaſſe von ſeiten der Firma ein namhafter Geldbetrag Überreicht, auch ließen ſeine Kollegen und Mitarbeiter dieſe Zelegenheit nicht vor⸗ hue ihn durch Geſchen * Eine ſchüne Erinnerungsgabe an die ankäßlich des Beſuchs zhergogspaares in Mannheim beranſtalteie Huldigung Schuljugend iſt ſoeben im Drucke erſchienen. Sie enthält in hübſcher Ausſtattung außer dem Programm den geſamten ver⸗ bindenden Text, ſowie eine Illuſtration, die Schlußgruppe, nach der wohlgekungenen Aufnahme des Hofphotographen Das Heftehen (Kauſchaus Bogen Nr. 57) Der Erlös wird wenn den Wagenführern der Straßenbahn die Winterkleidung Dannenberger. mittags 10 Uhr findet in der Aula des Realgymnaſiums, Frie⸗ illmaun⸗Matter. erkehrsvereins zum Preiſe von 30 Pfg. erhältlich iſt im Bur bertwandter Künſte itern des Hofp Frl. Johanng Wieck für 18 Gg. Bubnick für 1ojährige Tat Maunheimer ographen C. Ruf hier ſolgende Me b tigkeit die filberne, Herrn gkeit die brongene Me „Mannh.imer ihrem kurzen Erſcheinen beim Publikum erfreut, beweiſen di in den letzten Tagen in groß Im Hinblick auf die ſtete kägliche Zunahme haben wir Nummer 5 in weſentlich höherer Auflage erſcheinen laſſen, um möglichſt allen Beſtellern dieſe Wochen⸗Chronik zuſtellen zu können. Ueber alle Erwartungen groß war jedoch die Zunahme der Neuabon⸗ nenten in den letzten Tagen, ſodaß wir heute leider nicht allen Beſtellern mit Nummer 5 aufwarten können; auch die früher erſchienen Nummern ſind inſolge der vielen Nachlieferungen Wir werden deshalb an alle unſerer verehrl. Beſteller die Zuſtellung erſt von Nr. 6 ab regelmäßig vornehmen können; auswärtige Beſteller, welchen die Wochen⸗Chronik nicht durch unſere Agenturen übermitelt werden kann, wollen dieſelbe bei den Poſtzeitungsſtellen des betr. Ortes aboznieren. erſten Admiral der deutſchen Luftſchifflotte, den Prinzen Heinrich, bringt die heute erſcheinende Nummer der„Mannh. Illuſtrierten Zeitung“, wie er mit Graf Zeppelin ſeine mehrſtündige Luftreiſe begiunt. Die Kinder des Kronprinzenpaares ſteht man auf einem anderen Bilde in ihrem gemütlichen Heim. Mit ſeinem Luft⸗ ſchiff iſt auch Buffalo Bill, der durch ſeine zahlreichen Abenteuer bekannte amerikauiſche Kundſchaftsführer zu ſehen; bekanntlich unternahm er neuerdings Aufſtiegsverſuche auf dem Felde von Ablerſhot, zunächſt allerdings mit negativem Erfolge. Die Titel⸗ ſeite der Nummer ſchmückt eine Originalzeichnung des neuen Woſhington“ von dem bekannten Eine Reihe weiterer ahl eingegangenen Beſte total vergriffen. Rieſendampfers Marinemaler Profeſſor Willy Stöwer. aktueller Bilder, wie von dem Eiſenbahnunglück bei Hochzoll, von dem Zeppelindenkſtein bei Echterdingen, von dem Mordprozeß Giegler in Leipzig, vervollſtänbigen den illuſtrierten Teil der Nummer. Beſonderes Intereſſe aber bietet neben einer luſtigen Skizze„Die Tonleiter“ ein reich illuſtrierter Artikel von Carl Hagenbeck, in dem der Begründer und Inhaber des weltberühmten Tierparkes aus ſeinen Erinnerungen und Abenteuern plaudert und vom Einſangen wilder Tiere einige intereſſante Einzelheiten aufzählt. Eine Skizze des bekannten franzöſiſchen Novelliſten Paul Giniſty„Der Vagabund“ vervollſtändigen den Inhalt der „ Zählung der leerſtehenden Wohnungen. November wird zufolge Stadtratsbeſchluß in Mannheim einſchließ⸗ lich Vororte wiederun eine Zählung der leerſtehenden Wohnungen vorgenommen, welche beſtimmt iſt, zifferm den Winter über an Sonntagen von 11—1 und—4 Uhr und Mitt Vom 9. bis 14. —— ſtatt, an welchem alle bedeutenden literariſchen und künſtleriſchen Kreiſe ihre Beteiligung zugeſagt haben. J werden Fragmente der dramatiſchen Werke Verhaerens zur Auf⸗ führung gelangen. Als Jeſtrebner treten Cami Maurice Willmothe auf. Die Büſte des Dichters wird auf der Bühne gekrönt werden. Aus Paris wirb der belannte Schrift⸗ ſteller Georges de Bonheljer erwartet, feierten Dichterpaar die Huldigung der ſteller darbringen wird. Drei italieniſche Luftſchifſe⸗ Theater du Pare emonnier und der dem ge⸗ franzöſiſchen Schrift⸗ Aus Rom wird uns berichtet: Die füngſten Erfolge des italieniſchen Militärluftſchiffes heven die italieniſche Regierung veranlaßt, die ſofortige Anſertigung von drei weiteren Luftſchiffen einzuleiten. Sie werden eine Bröße von 8600. Kubikmeter haben, das eine wird in Rom, die beiden an⸗ deren in Oberitalien ſtationiert werden⸗ Der Marineminiſter hat mit dem Chef der Luftſchifferabteilung konferiert; es heißt, es handle ſich um den Plan einer größeren Seefahrt des Luft⸗ iffes, bei dem der Dirigeable wik der Flotte zuſammenwirken Die Operakſon des Verbrechens. Aus Newyork wird berich⸗ tet: Dem Delan des Hahnemann Medical College delphia, Dr. Northrop, iſt es gelungen, Operation einen Gewohnheitsverbrecher zu heilen. Es handelt ſich um einen einſt angeſehenen Bürger, der im Jahre 1891 durch einen herabfallenden Balken am Kopfe verleßt wurde und von n die thpiſchen Degenerationsmerkmale des Ver⸗ brechers zeigt. Er begann zu trinken, er ſtahl und wurde ſchließ⸗ lich wegen eines Diebſtahls von 16 000 Mark entlaſen. Im Northrur mit ihm eine Gehirnoperation Er fand, daß die harte Gehirnhagt mit der Schädeldecke verwachſen war; die Membrane waren zu einer feſten Maſſe zu⸗ ſammengeſchmolzen. Nach der Geneſanz waren brecheriſchen Neigungen des Operierten verſchwunden. Er iſt ine alte Stellung wieder angetreten und e Leiſtungen auf dem Gebiete der Auszeichnungen erworben. dieſem Tage a Januar 1907 nahm Dr. heute Abſtinenzler, hat ſein durch küchtig Kund Peter Fath von Wünſchmichelbach⸗ 5 Nachtveiſe über die derzeitige Lage des Wohnungsmarktes in unſere⸗ Stadt zu verſchaffen. Mit der Zählung beauftragt ſind ſtädtiſch⸗ Bebienſtete und es iſt zu hoffen, daß denſelben bei der ganz gerin fügigen, den Hauseigentümern dorch die wenigen verlangten 2 gaden erwachſenden Mühewaltung das Zählgeſchäft, ebenſo wie den Vorjahren, nach Möglichleit erleichtert werde. 5 4 Kälte nach Reaumur zeigte heute morgen das Thermo meter an. Angeſichts dieſer Temperatur wäre es ſehr angebrach 1 Möntel und Schuhe, ausgehändigt würde, denn 4 Grad iſt den du eine Temperatur, bei der namentlich für die die Außenlini befahrenden Wagenführer die wärmenden Hüllen ſehr notwendi werden. 5 Ortsgrußppe Mannheim der deutſchen Friedensgeſellſchaft Aief den deute Samstag abend ½9 Uhr im Reſtaurationsſaal des Roſengartens ſtattfindenden Bortragsabend dieſer Geſell⸗ ſchaft, welcher u. a. einen Vorteagg des Herrn Oberlehrer Aup derle aus Heilbronn über den internationalen Aus tauſch von Kindern und jungen Leuten bringt auch an dieſer Stelle nochmals aufmerkſam gemacht. Der Eintrit iſt für Jedermann frei, namentlich ſind auch Damen willkommen «Freireligiöſe Gemeinde. Sonntag, den 8. November, vor⸗ drichsring 8, Eingang Tullaſtraße, ein Vortrag des Herrn Pr diger Blo h aus Offenbach ſtatt über das Thema:„Den „Hilligenlei⸗Finder“. Hierzu iſt jedermann bei freiem Eintrit freundlichſt eingeladen. *Die Arzt⸗ und Medizinalkaſſe Mannheim deranſtaltet morg Sonntag im Saale zum„Grünen Haus“ ein Familienfe 1 an dem der Halbechor des Mäunergeſangvereſus„Frohfinn die ikkapelle Doſch ihre Mitwirkung zugeſagt haben. gramm enthält Muſik⸗, Geſangs⸗ und humoriſtiſche Vorträge ſonſtigen Veranſtaltungen cich eine Gabenverloſung Preiskegeln, ſodaß ein zahlreicher Beſuch zu wünſchen wäre. Stologiſche Tiergrupyen im Zeughausſaal. Wie dem geſtrigen Sdadtratsbericht zu entnehmen iſt, hat die von Herrn Gehe Reiß der Stadtgemeinde Mannheim geſtiftete Sammlung logiſcher Gruppen nunmehr im Zeughausſaal Aufſtellu funden. Durch bereitwilliges Entgegenkommen des Herrn Profeſſor Dr. Zettlex, waren die Gruppei in den Sälen des Großherzoglichen Naturalienkabinets un ie ſich die Sammlung durch de Frage nach Veſchaffung eines geſonderten Aufſtellungsplatzes nich mehr zu umgeben war. Den berdienſollen Bemühungen des Her Stadtrat Denzel iſt es zu verdanlen, daß ſich der Gewerbeverei bereit erklärte, den öſtlichen Teil der Gewerbehalle für die giſchen Grupepn frei zu machen. Außer den früheren 32 Gruppe ſind im Zeughausſaal eine Anzahl aus der Umgebung ſtammen foffile Knochen, einige Neſter und Eier ausgeſtellt und ebenſo Sammlung hier erlegter Vögel, unter denen beſonders die pracht⸗ vollen nordiſchen Enken und die Säger hervorzuheben ſind, die ſi⸗ Winters auf unſerem Rhein bei Mannheim einzufinden pfl. An neuen Gruppen konnten bis jetzt montiert werden das kunſty angelegte Neſt eines Stockfinks aus dem Kiesloch, Arbeit eines Schwarzſpechts aus dem Nerkarauer W und der durch ſeine Größenderhältniſſe beſonders wirkun Milanhorſt mit Jungen aus dem Ketſcher Wald Schwetzingen. Gewaltiges Aſtwerk, das mühenvoll dem Wipfe Giche entnommen wurde, auf der das Neſt urſprünglich ſich be nd⸗ beigt aus einer Gcke des Saales und krägt von neuem wieder den mächtigen Horſt mit 3 faſt flüggen Jungen, denen die Mutter Beute zubringt. Die Verwaltung der Sammlung, zu deren bei⸗ kerung Herr Geheimrat Reiß auch fernerhin reichliche Mitt ſtellt, übernimmt der Verein für Naturkunde, durch glieder, die Herren Profeſſor Föhner und Dr. Zimmermann, da⸗ Material der Gruppen im Verlauf der letzten fünf Jahre in Ma heims Umgebung geſammelt wurde. Durch naturgetteue gabe von Szenen unſeres heimiſchen Tierlebens ſollen die Gruß ein Mittel ſein, Sinn und Verſtändnis für unſere heimatliche eindrucksvoll zu beleben und nachhartig zu fördern. Die geſchichtliche Sammlung in der Getverbehalle(Zeughausſaal wochs von—4 Uhr für jedermann unentgeltlich ge Außerdem haben Schulklaſſen in Begleitung chrer Lehrer allen Werktagen mit Ausnahme von Samstag freien Zutritt m gens von 10—12 Uhr und mittags von—4 Uhr; beſondere meldung iſt für Schulbeſuche nicht notwendig. Boettge⸗Konzert im Roſengarten. Morgen Sonntag ſpielt die Karlsruher Leibgrenadierkapelle unter Meiſter B ges Leitung im Nibelungenſaal. Das 4 Abteilungen umſa Programm— Opern⸗ und Operettenobend— enthält in abwechs lungsreicher Folge die beſten Opern⸗ und Operettenkompoſt und wird teils mit Militär⸗, teils mit Orcheſtermuſik ausge Koloſſeumthegter, Sonntag, den 3. Nov., nachmitta und abends 8 Uhr, gelangt zum erſtenmal das Senſationsſch ſpiel„Gräfin Gva“ zur Aufführung. Saalbau⸗Theater. Morgen Sonntag finden wieder z w Vorſtellungen ſtatt und zwar nachmittags 4 Uhr zu deutend ermäßigten Preiſen und abends 8 Uhr zu gewöhn Preiſen. In beiden Vorſtellungen kommt das geſantte Novem zur Aufführung, u. a. die Todesfahrt in orb, 25 55 *Neues Operettentheater(Audllo). In der heuti⸗ führung von„Walzertraum“ wird Frl. Eugenie Wil m Stadtheater in Mülhaufen i. Elſ. die⸗Partie der„Franzi“ ſit *Proteſt gegen das Schwurgerichtsurtenl im Landfriedensb prozeß. Die Freie Vereinigung deutſcher Gesvorkſchaften(Ana ſozial.) beruft auf morgen Sountag in die Zentralhalle BVerfammlung ein zur Siellungnahme gegen das Schſpu⸗ gerichzurbeil in dem Landfriedersbornchprözeß gegen Grieſemer m Genoſſen. Reſerent iſt A. Kettenbach aus Wiesbader Aus dem Großherzogtum. Ir Heddesheim, 4. Nov. Die bisherige„ handlung Bernion“, was Gebäulichkeiten, Gärten ete, anbel war auf heute nachmittag 4 Uhr auf dem hieſigen Rathauſe freiwilligen Verſteigerung(krankheitshalber) ausgeſetzt und den, wie man hört, für das geſamte Anweſen nahe 60 000 geboten. Ein Zuſchlag wird wohrſcheinlich vorerſt nicht er⸗ ſolgen, da das Skeigerungsgebot dem reellen Wert nicht entſp; Daß Anweſen iſt neu, ſehr geräumig und kömfortabel richtet, ſowöhl was Villa und auch Weinkellerei anbe Einem küchtigen ſtrebſamen Manne mit Barvermögen w jedenfalls Gelegenheit für ein gutes Fortkommen geboten. Oberflockenbach(Amt Weiabeiml, 4. Nov. der geſtern nachmittag um 5 Uhr im Rathausſgale dahier u dem Vorſitz des Herrn Bürgermeiſters Schollenber ſtattgefundenen Bürgerausſchußſitzung wurde bei 1 der Tagesordnung:„Genehmigung des Hoſtenauſchlags Genehmigung der Bauſumme für den ghierorts zu erſte „Schulhausneubau im Goſamtbetrage von 32 732 die Zuſtimmung erteilt. Die Mittel ſind, jowott erfordee durch Anlehen zu beſtreiten bezw. aufzubringen. Der.“ betraf Erſatzwahlen gemäß Paragraph 39 Abſ. 2 de ordnung! Gewählt wurden die Herren Theobald 4. Sei E. Seueral⸗Anzeiger.(Mittagblatt Mannheim, 7. November. Laudenbach, 5. Nov. Geſtern nachmittag 3 Uhr ha ſich der ledige 25 Jahre alte, hier wohnhafte Johännes Schüßler, Bahnarbeiter oberhalb des Dorfes totgeſchoſſen. Schüßler hat ſich den Schuß direkt ins Herz verſetzt. Schüßler Hatte am vergangenen Sonntag auf der Straße gegen Hems⸗ Hach mit noch mehreren Burſchen Streit wobei der 18 Jahre alte, Schreiner Hans Pink mehrere harte Schläge auf den Kopf erhalten hatte, und infolgedeſſen jetzt ſchwer darnieder⸗ liegt. Als Täter wurde Dienstag abend der etwa 23 Jahre galte Jakob Windiſch von hier verhaftet. Windiſch gab jedoch an, daß er unſchuldig ſei und gab Schüßler als Täter an. Schüßler hat jetzt aus Furcht vor Strafe dieſen Schritt ge⸗ wagt. Der Selbſtmörder hinterließ ein Schrelben, daß er bhenfalls unſchuldig ſei, tröſtete ſeine Mutter und Geſchwiſter und bat, daß für ihn eine Leichenpredigt gehalten werde. Schüßler war ſonſt ein ſehr beliebter, fleißiger, junger Mann Aund kann es niemand begreifen, daß er ſolchen Schritt ge⸗ wagt hat. Vom Taubergrund, 5. Nod. Die Jäger klagen hier arg über ſchlechte Jagdergebniſſe. Eine große Trebjagd in der Gemarkung Roſenberg, die im Vorjahr ungefähr 60 Haſen und Rehe ergab, brachte dies Jahr nur ſehr wenig Haſen und gar keine Rehe. Auch anderwärts klagen die Jagdpächter ſehr. Man glaubt, daß dort das Wild durch die ſtattgehabten Manöver ver⸗ ſcheucht wurde. Die Händler können durch den Ausfall ihren Boſtell⸗ ungen kaum noch nachkommen u. zahlen bereits 4 Mark pro Haſen guf dem Platz und 80 Pfennig pro Pfund Reh. * Weiſenbach, 4. Nov. Am Montag ſtürzte der in Forchheim bei Karlsruhe geborene ledige Bierführer Franz Leicht bei der Schlechtau von ſeinem Wagen. Die Räder gingen dem Unglücklichen über den Kopf und führten den ſofortigen Tod herbei. Baden, 5. Nov. Wie verlautet, trifft Kaiſer [Wilhelm am 15. November zum Beſuch ſeiner Tante, der Großherzogin⸗Witwe Luiſe, hier ein und wird nach mehr⸗ ſlündigem Aufenthalt die Reiſe nach Berlin fortſetzen. Das Großherzogspaar, das ſich gegenwärtig in Badenweiler auf⸗ hält, wird an demſelben Tage zur Begrüßung des Kaiſers hierher kommen. o. Müllheim, 3. Nov. Der Witwe Sauter wurden 1000 M. bar und 3800 M. in Wertpapieren geſtohlen. 00. Freiburg, 4. Nov. Die Strafkammer Herurteilte den 36 Jahre alten Verſicherungsinſpektor Wilhelm Gemmer von Kaſſel wegen Sittlichkeitsver⸗ rechens zu 1½ Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverluſt. B. Donaueſchingen, 4. Nov. Unſere Stadt legt Feſt⸗ ichmuck an zum Empfang des Kaiſers; der Ausgang vom rſtenzimmer des Bahnhofs auf die Straße iſt mit hohen Tan⸗ nen geſchmückt.— Aus guter Quelle erfahre ich, daß der Aufent⸗ Hhalt des Kaiſers beſonders der R. e und Erholung gewidmet ſein fſoll; nur an drei Tagen ſollen Fuchsjagden ſtattfinden.— Ob Zeppelin kommt, das iſt die große Frage, hinter der ſelbſt der iſerbeſuch zurücktreten muß. Man iſt überzeugt, der halbe Schwarzwald käme nach hier— deshalb iſt es beſſer, man weiß es nicht, obgleich den biederen Schwarzwaldbewohnern der Genuß, 1 zu bewundern, von Herzen zu gönnen wäre. Als Gelände eine Landung kämen in Frage die Weiher⸗Wieſen(4 Quadrat⸗ llometer groß). Pfalz, Heſſen und Ungebung. Speyer, 6. Nov. Dompropſt Ritter Phil. v. Pfeif⸗ fer, der vorgeſtern einen Schlaganfall erlitt, iſt heute früh ge⸗ ſtorben. Der Verſtorbene war geboren in Rheinzabern am 19. Jannar 1830, beſuchte die hieſige Studien⸗Anſtalt und widmete ch dem geiſtlichen Studium; er wurde dann am. Auguſt 1852 zum Prieſter geweiht und kam als Kaplan nach Börrſtadt. Am 11. Dezember 1855 kam er als Subregens an das hieſige Konvikt und wurde am 12. September 1859 zum Pfarrer in Dahn er⸗ Hannt. Am 12. März 1863 erhielt er die Pfarrei Neuſtadt und am 1. Juli 1868 die Pfarrei Dirmſtein. Unterm 31. Juli 1887 zum Domdekan hier ernannt, erfolgte unterm 27. April 1895 ſeine Ernennung zum Dompropſt. Er war ein allſeitig hochgeachteter geränter Geiſtlicher, deſſen Wirkſamkeit allſeits Anerkennung 9 * Darmſtadt, 5. Nov. Enigleiſt iſt geſtern früh um 5 Uhr der erſte von Gr.⸗Zimmern i. O. kommende Zug der Süddeutſchen Eiſenbahngeſellſchaft vor der Einfahrt in Roß⸗ dorf anſcheinend durch ſchlechte Weichenſtellung. Der Pack⸗ wagen wurde herausgeſchleudert, worauf der Zug alsbald zum Stillſtand kam. Nach ca. einſtündiger Verſpätung konnte die Fahrt nach Darmſtadt fortgeſetzt werden. Gerichtszeitung. die Buchener Kindesentführungs⸗Affäre vor der Mosbacher Strafkammer. (Eigener Bericht des„Mannheimer General⸗Anzeiger, Badiſche Neueſte Nachrichten“.) Ans der Urteilsbegründung, ie, wie bereits mitgeteilt, eine Stunde dauerte und mit derſelben Gründlichkeit gegeben wurde, mit der auch die Verhandlungen führt wurden, iſt noch folgendes hervorzuheben: Daß Maier rau Striehl einen Stoß vor die Bruſt verſetzte, daß ſie im lle den Ofen umriß, konnte nicht erwieſen werden. Es blieb die Köglichkeit offen, daß Kupferſchmid oder Schupp es geweſen ſind. ie Körperverletzung, nach der Anklage begangen durch Maier m Nachteil von Frau Striehl, mußte deshalb ausſcheiden. Im brigen wurden die Tatſachen der Anklage bewieſen. Das Ge⸗ cht hat nur in Abweichung von der Auklage ſtatt der ſelbſtän⸗ gen Handlungen des Hausfriedensbruchs, der Entführung, Kör⸗ erverletzung und Bedrohung jeweils eine fortgeſetzte Handlung ngenommen, für Frau Fertig Entführung und Hausfriedens⸗ ch, für Maier Entführung, Hausfriedensbruch und Bedroh⸗ ng, für Kupferſchmid Entführung, Hausfriedensbruch und Kör⸗ erverletzung, für Schupp nur Hausfriedensbruch. Die Verteidigung der Angeklagten ging dahin, daß ie laubt hätten, ſie ſeien zu den vorgenommenen Handlungen be⸗ tigt. Demgegenüber iſt feſtzuſtellen, daß ſoviel zweifellos daß die einſtweilige Verfügung, nach der der Angeklagten uu Fertig die beiden Kinder während des ſchwebenden Ehe⸗ cheidungsverfahrens zugeſprochen wurden, durch die Reichs⸗ gerichtsentſcheidung ohne weiteres außer Kraft geſetzt wurde 32 r Frage, welche im Laufe der Verhandlung eingehend ſeitens der Berteidigung erörtert wurde, welche Bedeutung der 8 1635 ſezügl. der Rechte des Vaters bat, ob der Vater einſach das Kind lometer groß] und der Phohrener Biell letwa 10 Quadral⸗ an ſich nehmen konnte, ob er dazu eine Entſcheidung des Vor⸗ mundſchaftsgericht brauchte, brauchte das Gericht eine beſtimmte Stellung nicht einzunehmen. Sicher erſchien es dem Gericht, daß die Anwendung der Grundſätze über Beſitz und Beſitzrecht auf das Kind nicht in Frage kommt. Ein Kind kann nicht ohne wei⸗ teres einer Sache gleichgeſtellt werden. Das Gericht brauchle auch nicht zu enkſcheiden, ob die Art, wie Prof. Fertig das Kind aus der Schule wegnahm, ein erlaubter Akt, ob es insbeſondere ein erlaubter Akt der Selbſthilfe war, oder ob er eine verbotene Eigenmacht darſtellte, ob insbeſondere ein Recht der Frau ver⸗ letzt wurde, denn es ſtand außer Zweifel, daß der Zuſtand, der durch die Wegnahme des Knaben geſchaffen wurde, kein rechts⸗ widriger war. Das Gericht war andererſeits auch außer Zweifel darüber, daß die Art, wie Prof. Fertig das Kind weggenommen hatte, eine gewaltſame und die Intereſſen und Empfindungen der Frau auf das ſchwerſte verletzende geweſen iſt. Das Gericht konnte weiter keinen Zweifel darüber haben, daß bei der wieder⸗ holten Mitteilung zahlreicher autoritativer Pexſönlichleiten der Rechtszuſtand Frau Fertig klar geworden iſt. Sie hat alſo ge⸗ wußt, daß es eine ſtrafbare Handlung war, wenn ſie das Kind aus der Gewalt des Vaters wegnahm. Es müßte ihr zum min⸗ deſten auf der Reiſe nach Mannheim klar werden, daß es mit der Entführung Ernſt werden würde. Die Angeklagte war nach der ganzen Lage des Falles als Mittäterin zu verurteilen. Man hat dabei ſelbſtverſtändlich die Umſtände, die zu ihren Gunſten ſprechen, berückſichtigen müſſen. Es iſt zweifellos, daß die Angeklagte zwar zurechnungsfähig, aber doch in einem Zu⸗ ſtand verminderter Zurechnungsfähigkeit war, der durch die vor⸗ hergegangenen Erlebniſſe ſehr wohl entſtanden iſt. Man hat weiter angenommen, daß die ganze Sache der Frau äußerſt über⸗ raſchend gekommen iſt, ſo daß ſie, trozdem ihre Mutter ſchon lange die Frage der Entführung erwogen hatte, nicht lange Zeit hatte, ſich reiflich zu überlegen. Man hat endlich erwogen, de⸗ ihre Mutterliebe durch das Verhalten ihres früheren Gatten im Eheſcheidungsprozeß und durch die Vorgänge, durch welche er ſich in den Beſitz des Knaben ſeßte, auf das äußerſte gereizt und erregt war und daß ſie dadurch in dem Moment, aks endlich der Knabe gefunden wurde, in eine hochgradige Erregung verſetzt war, daß ſie alſo aus dem tiefſten Gefühl beleidigter Mutterliebe heraus gehandelt hat. Man hat deshalb gegen die Angeklagte trot der außerordentlichen Schwere des Rechtsbruches, der in den Vorgängen ſelbſt liegt, auf eine höhere Strafe als 4 Wochen nicht erkannt. Was die anderen Angeklagten anbetrifft, ſo iſt zu bemerken, daß Maier über die Rechtslage brientiert war. Daß Maier ein böſes Gewiſſen hatte, geht daraus hervor, daß er zu ſeinen Beamten geſagt hat, ſie ſollten das Kind nicht anrühren. Auch bezüglich dieſes Angeklagten liegt Mittäterſchaft vor. Der Angeklagte hat die Tat als ſeine eigene gewollt. Auch die Be⸗ drohung wurde als erwieſen angenommen. Das Zeugnis des Zeugen Pfaff erſchien durchaus glaubhaft. Im Gegenſatz zur Angeklagten Fertig ſtehen ihm recht wenig Milderungsgründe zur Seite. Bei Maier tritt an die Stelle des Motivs der Mutter⸗ liebe dasjenige des Geſchäftsintereſſes. Er hat aus Egoismus gehandelt. Für die ſchwere Strafbarkeit kam weiter inbetracht, daß er ein Gewerbe betreibt, gegen das an ſich nichts zu ſagen iſt, das aber immerhin außerordentlich gefährlich iſt. Das gilt auch von dem romantiſchen Raubzug nach Buchen und von der ganzen Art ſeiner Ausführung. Maier hat in dieſer Sache mit einer außerordentlichen Frivolität gehandelt. Man hat deshalb 7 Monate Gefängnis als angemeſſen erachtet. Was den Angeklagten Kupferſchmid anbelangt, ſo hat das Gericht ebenfalls nicht glauben können, daß er geglaubt habe, Frau Fertig dürfe das Kind gewaltſam wegnehmen. Kupfer⸗ ſchmid war ſozuſagen„Referent“ des Inſtituts in dieſer ganzen Sache. Er war über die Sache von Anfang an genau drientiert. Die Aufforderung Maiers an Kupferſchmid, bei der Gendarmerie Anzeige zu erſtatten, wurde als Finte angeſehen. Entführung, Hausfriedensbruch und Körperverletzung wurden als erwieſen an⸗ genommen. Auf 4 Monate Gefängnis wurde erkannt, weil ſeine Strafbarkeit eine erheblich geringere war. Andererſeits aber war ſeine Beteiligung bei der Entführung eine beſonders große. Beim Angeklagten Schupp wurde ſtrafmildernd inbetrach: gezogen, daß ſeine Strafbarkeit eine erheblich geringere war. Er⸗ ſchwerend kam inbetracht, daß der Hausfriedensbruch, den Schup⸗ beging, ein ſchwerer wa.. Wir haben bereits mitgeteilt, daß Schupp, obwohl der Haftbefehl aufgehoben wurde, nicht in Freiheit geſetzt werden konnte, weil nunmehr ein Haftbefehl des Mannheimer Unter⸗ ſuchungsrichters in Kraft trat. Es handelt ſich in dieſem Falle um ein gegenwärtig noch ſchwebendes Verfahren gegen mehrere Mannheimer Fahndungsbeamte, die mit den Angeklagten ver⸗ kehrt haben. Aus dieſem Grunde wurden auch Maier und Kup⸗ ferſchmid in Haft behalten. Verteidiger Dr. Oelenheinz wies vee⸗ geblich darauf hin, daß Kolliſionsgefahr nun nicht mehr vorliege und daß man doch die Haftentlaſſung nicht von der Einlegung oder Nichteinlegung der Reviſion abhängig machen könne. Wie wir hören, werden ſämtliche Angeklagten Reviſion beim Reichsgericht einlegen. Wir möchten die Berichterſtattung über den Fall nicht ab⸗ ſchließen, ohne des außerordentlichen Entgegenkommens der Mos ⸗ bacher Strafkammer der Preſſe gegenüber zu gedenken. Man hatte nicht nur in nächſter Nähe des Richtertiſches drei große Tiſche aufgeſtellt, ſo daß für die anweſenden Berichterſtatter mehr als genügend Platz vorhanden war, ſondern war auch im Ver⸗ laufe der Verhandlung ſehr zuvorkommend. So durfte die Preſſe ohne weiteres im Saal verbleiben, als bei der Vernehmung der Angeklagten Fertig die Oeffentlichkeit vorübergehend ausge⸗ ſchloſſen wurde. Warum wir das ſo ausdrücklich hervorheben, be⸗ darf keiner eingehenden Erläuterung. Steht es doch in nur zu auffallendem Gegenſatz zu der Würdigung, die man den Auf⸗ gaben und Berufspflichten der Preſſe manhmal in Mannheim zuteil werden läßt. Letzte Nachrichten und Telegramme. *Landa u, 7. Nov. Der ſeit 14 Tagen vermißte Lehrer Zorn aus Kerzenheim wurde heute im Gleisweiler Walde er⸗ hängt aufgefunden. Das Motiv ſcheint geiſtige Stö⸗ rung zu ſein. * Algier, 7. Nov. Einem Maſchiniſt eines Torpedo⸗ bootes wurde in einem Gaſthauſe ein geheimes Schriftſtück mit Zeichnungen der neuen Torpedos geſtohlen, welche von den Marinebehörden einem Schiffsleutnant anvertraut und von dem Maſchiniſten entliehen worden war. Die Sicherheits⸗ behörde hat eine ſtrenge Unterſuchung eingeleitet. Der Kronprinz beim Grafen Zeppelin. »Friebrichshafen, 7. Nuv. Der deutſche Kronprinz tſt heute vormittag 5 Uhr 28 Min. von Lindan hier eingetroffen. Er wurde am Bahnhofe von Graf Zeppelin begrüßt. Sodann ruhte der Kronprinz in ſeinem Salonwagen, der auf ein totes Geleiſe geſchoben wurde. Kurz nach 8½ Uhr verließ der Kronprinz mit ſeinem aug 3 Herren beſtehenden Gefolge den Salonwagen und begab ſich, vom Publikum lebhaft begrüßt, nach dem„Deutſchen Haus“, wo er zu dieſer Zeit noch nicht erwartet wurde. Im „Deutſchen Haus“ hat er dann Wohnung genommen. Das Wetter iſt in den frühen Vormittagsſtunden rauh und windig. Man erwartet aber beſtimmt den Aufſtieg. Neichstagserſatzwahl in Siegen⸗Wittgenſtein. * Berlin, 6. Nov. Die chriſtlichſoziale Partei hat für den Wahlkreis Siegen⸗Wittgenſtein⸗Biedenkopf an Stelle des Abg. Stöcker den Liz. Mumm zum Reichstagskandidaten aufgeſtellt. Auf nationalliberaler Seite kandidiert Bergrat Vogel. Map nimmt in den Kreiſen der Chriſtlichſozialen an, daß der chriſtlich⸗ ſoziale Kandidat wieder im erſten Wahlgange den Wahlkreis er⸗ obern werde. Die Adreſſe an den Kaiſer. * Berlin, 7. Nov. Der Vorſchlag, eine Adreſſe an den Kaiſer zu richten, iſt, wie jetzt bekannt wird, in den Kreiſen der Reichstagsabgeordneten ernſtlich erwogen worden. Die National⸗ liberalen waren ſchon, wie man der„Köln. Volksztg.“ mitteilt, für den Plan gewonnen worden, hatten jedoch den Vorbehalt ge⸗ macht, daß auch die Konſervativen der Adreſſe zuſtimmen wür⸗ den. Die Freikonſervativen, an die man hierzu zuerſt herantrat, haben aber einen ablehnenden Beſcheid erteilt, weil die Deutſch⸗ konſervativen nicht für die Adreſſe zu gewinnen waren.— Das Berliner Tageblatt ſchreibt heute: Es läßt ſich aus der Verfaſſung und Wahrung der Volksrechte noch manches herausholen, was heute gefliſſentlich ignoriert wird. Vor allen Dingen muß feſtgeſtellt werden, daß der Reichstag be⸗ rechtigt iſt, eine Adreſſe an den Kaiſer zu richten und ihm darin in aller Klarheit die Forderungen des Volkes und ſeiner Ver⸗ tretung auseinanderzuſetzen. Da der Kaiſer ſich ſehr häufig der Form der Thronrede bedient, um zum Reichstage zu ſprechen, ſo iſt es nur billig, daß der Reichstag eine entſprechende Antwort gibt, um die verfaſſungsrechtliche Parität herzuſtellen. Im gegen⸗ wärtigen Augenblick würde jedenfalls eine ſolche Adreſſe an den Kaiſer oder genauer an das„Präſidium“ am ſchnellſten zum Ziele führen. Hier läßt ſich ausführlich darlegen, weshalb der Reichs⸗ tag das perſönliche Eingreifen des Kaiſers in die inneren und auswärtigen Angelegenheiten für ſchädlich hält, auf die peinlichen Wirkungen des letzten Kaiſerinterviews hinweiſen, ſowie dem Kaiſer nahelegen, künftig ſeine politiſchen Aeußerungen von einer vorhergehenden Verſtändigung mit dem Reichskanzler abhängig zu machen. Wenn man auch nicht wiſſen kann, wie eine ſolche Adreſſe aufgenommen wird, ſo hat ſie doch unter allen Umſtänden als Dokument eines ſelbſtändigen Willens des Reichstages ihre Bedeutung. Sie würde vor allem, worauf nicht nachdrücklich genug hingewieſen werden kann, auf das Ausland beruhigend wirken. Der Zwiſchenfall von Caſablanea. * Paris, 7. Nov. Preſſe iſt überzeugt, daß eine glückliche Löſung der Angelegenheit von Caſablanca geſichert ſei. Mehrere Blätter geben heute zu, daß die Auffaſſung, die deutſche Regie⸗ rung habe erſt infolge des Daily⸗Telegraph⸗Zwiſchenfalles ſchärfere Forderungen erhoben, eine irrtümliche war. Das „Echo de Paris“, welches bisher eine ganz beſondere Sprache gegenüber Deutſchland geführt hat, gibt eine eingehende Dar⸗ ſellung und ſchreibt: Aus alledem geht hervor, daß die deutſche Regierung ihre Auffaſſung bez. der Worte gegenſeitigen Be⸗ dauerns niemals geändert hat. „Die ſtärkſte Flotte der Welt. 8 Lond'on, 7. Nov. Der Chefſekretär von Itland 8. A. Birrel hielt geſtern in Brighton eine Rede in der er ſagte: England müſſe die ſtärkſte Flotte der Welt als Inſtrument des Friedens haben. Er bedauere, daß man bei dem Flotten⸗ programm Deutſchland in Vetracht ziehe. England müſſe Schiffe bauen, ganz abgeſehen davon, ob ein Deutſchland be⸗ ſtehe oder nicht beſtehe, wie es die hiſtoriſche Stellung und der ausgedehnte Handel Englands erfordert. 1 eeee. 4 21. 5 Berliner Drahtbericht. [(Von unſerem Berliner Bureau.) Berlin, 7. Nov. In der Komiſchen Oper fand geſtern die Erſtaufführung der Oper„Pelleas und Meliſande“ von Claude Debuſſys, die ſich an das gleichnamige Drama von Maeterlinck anſchließt, eine ſehr ge⸗ teilte Aufnahme. Der Kaiſer in Wien. Berlin, 7. Nov. Ueber die Anweſenheit des Kaiſers in Wien wird gemeldet: Kaiſer Wilhelm fuhr geſtern Nach⸗ mittag kurz nach 5 Uhr in Begleitung des Erzherzoges Franz Ferdinand von Eckartsau nach Wien. Der Kaiſer und der Erzherzog fuhren über Aſpern und Reichsbrücke durch die Praterſtraße, den Ring und die Maria⸗Hilf⸗Straße überall vom Publikum mit begeiſterten Zuruſen egrüßt. Abends fand im Schloſſe eine Feſttafel ſtatt, bei der keine Toaſte geſprochen wurden. Beide Monarchen blieben nach dem Diner eine halbe Stunde allein beiſammen Kaiſer Wil⸗ helm unterhielt ſich längere Zeit mit dem Miniſter des Aeußern Freiherrn von Aehrenthal. Harden über die Lage. Berlin, 7. Nov. Maximilian Harden hielt geſtern einen Vortrag über die politiſche Lage. Der Saal war dicht gefüllt. Hunderte von Perſonen konnten keinen Platz mehr finden. Harden erklärte zu Beginn ſeiner 23ſtündigen Aus⸗ führungen, daß für Deutſchland eine ernſte Stun de gekommen ſei und daß es nun an der Zeit ſei über öffent⸗ liche Dinge in der Oeffentlichkeit zu ſprechen ohne Leiden⸗ ſchaft in Ruhe und ſachlicher Weiſe. Redner führte ſodann in großen Zügen die Entwicklung unſerer politiſchen Zuſtände vom Abgang des Fürſten Bismarck bis zum Zwiſchenfall von Caſablanca und Abſchiedsgeſuch des Fürſten Bülow. Genau wie in ſeinem geſtrigen Zukunftsartikel meint er, daß im gegenwärtigen Moment ein Kanzlerwechſel inopportun ſei. Harden beſprach dann die Stellung des Kaiſers zu der Angelegenheit und meinte, daß durch Eutſendung einer Deputation zum Monarchen oder im Reichs⸗ tag ſelbſt einer Wiederholung derartiger Dinge vorgebeugt werden könne. Die Ereigniſſe der letzten Zeit, ſchloß Harden, haben bewirkt, daß Frankreich in ſeiner Preſſe eine Sprache gegen uns führt, wie ſeit langem nicht. Gegen dieſen Ton müſſe mit eiſiger Höflichkeit Proteſt ein⸗ gelegt werden. Deutſchland mit ſeinen 63 Millionen Ein⸗ wohnern habe ein Heer, das in der Schlagfertigkeit unerreicht ſei und die Deutſchen würden ſich in materieller und ideeller Weiſe von niemand beeinträchtigen laſſen. Den Ausführungen des Redners folgte ſtarker Beifall. Die überwiegende Mehrheit der nach Der Kaiſer verließ Schönbrunn kurz nach 6 Uhr. ae Mannhelm, 7. Nodember. Colkswirtschaft. 5 Badiſche Anilin- nud Sodafabrik, Ludwigshafen. Infolge der ſehr ſtarken Ueberzeichnung der zur Sub⸗ ſtription aufgelegten 7 Mill. Mark neue Obligationen verur⸗ ſachte die Zuteilung, wie verlautet, ſehr große Schwlerig⸗ keiten. Von einer Zuteilung auf freie Stücke wird im allge⸗ meinen abgeſehen werden müſſen und von Zeichnungen mit Sperr⸗ verpflichtung dürſten nur Anmeldungen über 250 000 Mark, und auch dieſe nur mit einer kleinen Quote, Berückſichtigung finden. ** Großeinkaufs⸗Bereinigung der Kolonialwarenhändler in Mann⸗ heim, e. G. m. b. H. Die 37 Miiglieder zählende Genoſſenſchaft erzielte einen Umſatz von nahezu M. 800 000 und nicht Mark 80 000, wie im geſtrigen Abendklatt infolge eines Druckfehlers gemeldet wurde. Von der Frankfurter Börſe. Ab heute Samstag gelangen M. 8 Millionen neue Aktien der Allgemeinen Elſäſſi⸗ ſchen Bankgeſellſchaft in Straßburg i. Elſaß zur Notierung. Die Lieferung erfolgt per Kaſſe in definitiden Stücken mit Zinsberechnung ab 1. Januar 1908. Hofbierbrauerei Schoefferhof und Frankfurter Bürgerbrauerei .⸗G., Frankfurt a. M. Den Aktionären bringt der Abſchluß für 1907/08 eine wenig erfreuliche Ueberraſchung dadurch, daß die Dividende mit nur 4½ Prozent in Vorſchlag gebracht wird gegen 8 Prozenk in den beiden Vorjahren. Bei der diesmaligen Divi⸗ dendenfeſtſetzung dürften auch die für die Brauinduſtrie verſchlech⸗ lerten Ausſichten mitbeſtimmend geweſen ſein. Einſchließlich Mark 84 494(i. V. M. 67 216) Vortrag beträgt der Gewinn M. 811 830 (i. V. M. 1 088 146); davon erfordert die vorgeſchlagene Dividende M. 225 000(M. 400 000); ferner ſind zu verwenden:.. 74 000 (wie i..) für Pacht an die Vereinigten Brauereien, M. 408 474 (M. 13 092) zu Abſchreibungen, M. 45 000(M. 60 000) als Zu⸗ weiſung zum Delkredere⸗Fonds, M. 27 598(M. 56 505) für Tam⸗ Biemen, während M. 31257 für neue Rechnung bleiben. Aktienbrauerei Zahn⸗Böblingen⸗Stuttgart. Der Abſchluß fütr 1907⸗08 weiſt bei einem Bierverbrauch von 45 426 Hektoliter li. V. 48 372 Hektoliter) bei gleichen Abſchreibungen einen Ge⸗ winn einſchließlich Vortrag von M. 973828(M. 110 002] auf wopon die Verteilung einer Dividende von 5 Prozen:(5,5 Proz.). vorgeſchlagen werden ſoll. Newhork, 6. Nov. Produktenbörſe. Weizen rröffnete in ſtetiger Haltung, mit Dezember unverändert; dann Preiſe anziehend auf ermutigende Kabelberichte, auf einen a la Hauſſe lautenden Bericht aus dem Staate Ohio und auf einen für die Aufwärtsbewegung günſtigen Ausweis über die Vorräte in Minneapolis. Im ferneren Verkehr Preiſe wieder rückläufig auf a la Baiſſe lautende Meldungen über Ankünfte im Nordweſten, unter Realiſierungen und Liquidationen. Gegen Schluß Tendenz neuerdings befeſtigt auf Käufe der Kommiſſionshäuſer per Januar, Hauſſeunterſtützung per Mai, Käufe der Wallftreetſpekulation und auf einen a la Hauſſe lautenden Bericht des Fachblattes St. Louis Modern Miller. Am Schluß ſchwächer unter Realiſationen. Schluß⸗ tendenz ſtetig, Kurſe 98—96 c. höher. Verkäufe für den Exporte 85 Bootladungen. Umſatz am Terminmarkte: 1 600 000 Buſhels. Mais eröffnete in kaum ſietiger Haltung. Im tveiteren Serlaufe war der Markt keinen nennenswerten Einfüſſen unter⸗ worfen. Schluß willig, Preiſe—1 e. miedriger. Verkäufe für den Export: 0 Bootladungen. Umſatz am Terminmartte: 80 00 Buſßels⸗ 2 General⸗Anzeiger.(Mittaablatt) NewsHort. 6. Novbr. Kurs vom 6. 6. Kurs vom 8. 6. Baumw.atl. Hafen 20.000 33.000 Schm. Roh. u. Br.) 10.20 10.20 atl. Golfh. 41.000 51.000 Schmalz Wilcoy 10.20 10.2 „ im Innern 45.000 50.000] Talg prima Cit9g 6% 6 „Exv. u. Gr. B..000 38.500 Zucker Muskov. de.45.42 „Exp. n. Kont. 18.000 26.000 KaffeeRioNo. Tlek., 6 6½ Baumwolle loko.25.30 do. Novbr..30.85 do. Nov. 895.03 do. Dezb..30 65.80 do. Dezbr..—.07] do. Januar.25.30 do. Januar.84.92 do. Februar.20.95 do. Februar.80.85 do. Mã.20.25 do. März.798.86 do. Aprii.20.25 do. Mai.78.85] do. Mat.25.25 do. Juni.70.79 do. Jul.25.25 do. Juli.69.78 do. Juli.25.85 do. Auguſt.60.67] do. Auguſt.25.80 Baumw. i. New⸗ do. Sept..25.80 Orl. loko 8/ 8 ½% do. Okt..25.80 do. per Jan..70.75 Weiz. ced. Wint.k. 109% 110. do. per März.72.78 do. Dezbr⸗ 110 ½ 1105% Petrol. raf. Caſes 10.90 10.90] do. Mat 410% 111. do. ſtand. white. do. Juli—— New Pork.75.75 Mais Dezbr. 72 ½ ö71 ½ Petrol. ſtand. whtt. do. Mai 70 71 7 Philadelphia.70.70 MehlSp..eleare 4⁰.05 Peri.⸗Erd. Balane.78.78 Getreidefrachtnach. Terpen. New⸗Hork 42— 42 Liverpool do. Savanah. 38/ 38 ½ do. London 17 2— Schmalz⸗W. ſteam.85.55] do. Antwerp. 2— 2— do. Rotterdam 3¼ 3 7 San Francisco, 6. Novbr⸗ Loco 1 65— 1 65— — Weizen ſtetig Dez. »Newyork, 6. Nov. Kaffee ſchwächer auf entmutigende Kabelberichte, größere Vraſilzufuhren unter dem Druck von Liqui⸗ dationen. Schluß ruhig. Baumwolle ſetzte niedriger ein auf ſchwächere telegra⸗ phiſche Nachrichten, unter Baiſſemanipulationen und Liquidationen. Im ferneren Verkehr Preiſe erholt, da der Markt ſeitens der Wall⸗ ſtreetſpekulation unterſtützt wurde, da die Nachrichten aus Man⸗ cheſter beſſer lauteten. Deckungen, die auf die Meldung, daß der Ausſtand in Mancheſter beigelegt iſt, vorgenommen wurden, hatten zunächſt eine weitere Aufbeſſerung zur Folge; doch folgte ſpäter wieder eine Ermattung, da Baiſſemanipulationen und Abgaben ſeitens der Intereſſenten verſtimmten. Schluß ruhig. l Zinn Straits Gouflaun Waldshut Hüningen?) Keh!l! Lauterburg Mavxaun New⸗Pork, 8. Noy. Kupfer Superior Ingots vorrätig. 2 Roh⸗Eiſenam Northern FoundtyNo 2p. Tonne Stahl⸗Schienen Waggon frei öſtl. Irbr. 4 Mannhelmer Produktenvörſe. An der heutigen Börſe waren angeboten,(La Plata Provenienzen dreimonatlich. ſonſti Provenienzen gegen netto Kaſſa) in Mark, per Tonne, Cif. Rotterdam: ./11../11. Weizen rumän. 76/77 kg ſchwimmend 164 5 980 5 16 75„ nach Muſter„ 160—164 „ Ulka 9 Pud 3035 ladend 167 „ 0 Pud 168 „ Azima 10 Pud 5 180—182 5„ 10 5/10 183—188 „ La Plata Bahia Blanka 80 kg ſchwimmend 175 6„„ Ungaraal 80„ 8 174 „ o»„ Roſaria Santa F 78 kg. 175 „ ee neue Ernte per Jan. Febr. 167% „ Redwinter II ſchwimmend 167 „ Kanſas II 7 173 Roggen ruſſiſ her Pud 10/15 ladend 150 75 nordd. 124/125 Pid. prompt lieferbar 131-138 Futtergerſte ruſſiſche 5/59 kg. ſchwimmend 113 U% 7 e 5 114 Hafer ruſſiſcher 46/47„ 5 111 2 5 1 5 113v4 „ La Plata f. a. g. 46/47 K. Jan./Febr. 107 „ 8,.¹ 17 2*0 108 Mais„„ gelb r. t. Dezember 12¹ „%ͤ aednn 121 1 „ Amerikauer mixed. Nov. Dezbr. 12312 122½% Novoroſſick ſchwimmend. Waſſerſtandsnachrichten im Nonat Novemb Pegelſtationen vom Rhein: Heute Vor Kurs 1412 1425 14/1412 3062305 3025/½0 16/1675 16ʃ1675 28.— 128.— 2 1* 89 2 er. Datum: La Plata per Dezember 5/6½ London,„The Baltie“ 6. Nopbr.(Tel.) Schluß. Weizen ſchwimmend Käufer und Verkäufer reſerviert. Vertauft 1 Teilladung Süd⸗Auſtralier A. T. per Jan./ Febr. zu 36/6, per 480 lbs für Liverpool.„5 Mais ſchwimmend: ruhig, Käufer reſerviert. Gerſte ſchwimmend: tuhig bei kleinem Angebot. Hafer ſchwimmend: feſt aber nicht lebhaft. Eiſen und Metalle. London, 6. Nov(Schinß.) Jupfer, ſtramm, per Kaſſa 64..3, 3 Monate 65..9, Zinn ramm, p. Kaſſa 139.10.—, 8 Monate 141..0, Blei, feſt, paniſch 13.10.9, engliſch 14..0, Zind, feit, Gewöhnl iche Marken 20.10.0. ſpezial Marken 20.00.0. Glasgew, 6. Niv. Roheiſen, feſt, Middlesborough war⸗ rants, pet Käſſa 49/8, per Monal 49/. 5 Amſterdam. 6. Nov. Banca⸗Zinn, Tendenz: feſt loko 831%, Aefi˙/n 86.., 50 5 gehaltreiche Suppe. * Verkürzte Arbeitszeit wezen Abſatßmangel. Die Bielefelder New⸗ ork, Freitant 6. November. Paeific⸗Küſte. Califor⸗ Wermersheim 100 Maſchinenfabri! Dürkopp u. Co., ſowie die Ankerwerke verkürz- niſche und Oregon⸗Verſchiffungem. 8 Manuheim 2 4f. 8 8 25 2 Dieſe Woche Vor. Woche[ Mainz i Th)), 888) ten manges Beſchäftigung die Arbeitszeit von 9½ auf 8 Stunden. 5 2 N 88 0,85 0,84.84 j f Weizen nach Großbritannen— Tonn. 8 100 Tonn. Bingen J0,90.88 0,85 0,84 0. Beim Kaliwerk Prinz Adalbert Hannover erfolzte geſtern] do. nach dem Kontinent 5— Kaub. 1,07 1,02 0,98.95 0,96 0,96 Nacht im Schacht ein plötzlicher Waſſereinbruch, wodurch] Mehl nach Großbritannen— Faß— Faß agsebtennn„20 921 55 929 9 95 Uh der Schacht vis 12 Meter unter Tage mit Salzwaſſer gefüll?!] Gerſte nach Großbritannien. 2200 Tonn. 16 500 Tonn. 2 1 5 ˙5 5 411 889 5 wurde, die mittels Gefrierverfahren erreichte Schachttenke hatte Wöchentlicher Export von den atlantiſchen Häfen 19 Neckar: 5 97 Meter betragen, wovon 96 Meter mit Tübbings ausgebaut„„ Weizen Mais Mehl Maunheim..08.97.98.88.95 1,94] B. Ae waren. 115 55 28 0,22 V. 7 Uhr 5 0 28 e orige ellbronmnm J0,33 0,28 0,24.22 0, Neues dam Dividendenmarkt. Die Plantagen⸗Geſellſchaft 55 Potze ge 5— 0,08.% 2014*% 0,08.) 0,16. 1)— ,0 *„Concepcion“ ſchlägt für 1907.08 6 Prozent(w. i..) Dividende Groß⸗Britannien 60 80 7 4 90 120 140—0,17.—.09. 58)— 0,20. 898)—%½1. 5—.20 1 Frantreich Wmdftil, Bedect. 1. 7 15 Heuſch Oſt lſte 10 Witterungsbeobachtung der meteorologiſchen Station Telegraphiſche Börſeuberichte. Deutſchl. Oſiſeeküſte 55 Uebriger Continent 27 18—— 30 60 Maunheim⸗ Effekten. Zuſammen 104 75 6 120 180 8 2. 3 8 5 88 Brüſſel, 6. Novbr.(Schluß⸗Kurſe). Getreide in Tauſenden von Tonnen.— Mehl in Tauſenden von 8 8 3 83 2 e benden Sact g 280 Pfund. datum 8% f 8 10 21: 2*——— 4% Braſilfaniſche Anleihe 18: q—— Chicago, 6. Novbr. Nachm. 5 Uhr. S 8 3 38 2 Anleihe(Exterieurs) un boem dunde um! ſe Türken untftzz 18 Weizen Dezbr. 99 /½ 100 ½ Leinſaat Dez. Türken goſe 8 38.50% 03 de— 0 5 g N 7 5 5 Morg. 7½786,5—0,6 ſtill Ottomanbüfktktkt Mat 1 1086.% 103. Schmalz Nov.„ 85 15 Jult 97 ½ 238 5 Dez. Fae n Henribahhnn Mais 5 61 61 8 4 n. Mittg. 2è757,176,2 N2 „„%ĩ—[l„ Mat 61 78⁶ 61 0 Ov. en New⸗Nork, 6. Nopbr. Juli 61%0 61˙0 De Abds. 9d788,44-1,8 G2 2 8 3* 3. 7 Kurs vom 5. 6. Kurs vom 85. 6. Roggen loko 74——e Jan. Morg. 7,%75 G Reif 25—.—Ri 5 6,8—5, 2 Reif * Geld auf 24 Std. Texas pref. 65 68 55 5 e Durchichnitsrat. 1 1/ Miſſouri Paciſte 58— 59 Dez. 15—5 85. legte Daslebh. 1 90eHafer Dez. 4%% 46%„„, Mai 862.55 Hochſte Temperatur den 6 November + 6,5 Wechſel London of Merito pref. 50— 80 geinſ 910 5 8 10 10 Tiefſte 7 vom.J7. November—.8“ 60 Tage 483.75 483.80 do. 2 nd. pfd.———Leinſdat rd WwW; 885 98 f und 775 Cable Transfer. 486.15 486.15] New Pork Zentral 108 ½¼ 112—»Ehicags, 6. Noyh. Produktonbörſe. Weizen 5 e 8 5 Wechſel Paris 516% 516 ½% NewHork Ontario jag Sei Beziint des heittigen Verke 8 den 9. November. Für Sonntag un ontag iſt vielfach u Wechſel Berlin 95[and Weſtern 5 2 5 3 4. liges und trübes, auch ziemli rößtent Wechfel B and Weſt 41 /½ 42% a8 ei? eginn des heutigen Verlehrs mi 5 ede er ½ e. höher liges d. trübes ch 5 mlich rauhes, aber größte Silber Bullion 49 ½ 50 1½ Norfolk u. Weſt. c. 77— 79½ Späterhin war der Markt denſelben Einflüſſen unterworfen wie]trockenes Wetter in Ausſicht zu nehmen. 4%.⸗St. Bonds 12— 121— Northern Pacifie 148 149% Newhork. Schluß ſtetig, Preiſe 38.—½ e. höher. 0 1 5 355 55 75 2585 545 Hae e pref. 67 1 95 1 5 in kaum ſteliger Verantwortlich: North. Pac.2% Bd. 74 ½ 74 Pennſylvania 127 128 85 5 0 363 b9.4% Prior. Lien. 1085— 102% Reading comm. 135% l86 ½% J Haltung, mit Dezember 36 c. niedriger, dann Preiſe noch wveiter Für Politik: Dr. Fritz Goldenbaum: St. Louis u. San do, k ſt pef. 88%, 89— weichend auf einen a la Baiſſe lautenden Vericht des Staates Ohio, für Kunſt und Feuilleton: Georg Chriſtmann: a Toe u Aa e 81 10 55 5 unter dem Druck von Abgaben des Spekulanten Armour und unter für Lokales, Provinzielles n. Gerichtszeitung: Rich. Schön 5 tchiſ. 0 Amer. Loc. C. 8 80 72 2 5 2 17 7 2 2512 2„ 8 Santa e comm. 98 ½ 94% St. Louis u. San Liquidationen. Schluß willig, Preiſe—½ e. niedriger. für Volkswirtſchaft und den übrigen redakt. Teil: Franz Ki do. do. pref. 98— 94 Francisco 2 p. 29.½% 31— Aber 1 8 50 125 ür den Inſeratenteil und Geſchöſtliches: Fritz Jot Baltimore⸗Ohio e. 101½ 103˙5% Fouthere Pacifie 110% 112% n. 5 d. lag der Dr. H. ie 3 Canada Paeiſie. 172 ½ 175.—South. Rallway c. 2 1½ 24.½½ Geſtern Heute e, Pe Cheſapeake⸗Ohio 43 ½ 44 ½ do. pref. 55½ 57½ Weizen per März 77505 45 G. m. b..: Chicago⸗Milw. 144½ 146 UnionPacific com. 175% 1780½ ber Mai 7715 ſtetig 707¼ ſtelig—— do. Northweſt. e. 166% 168 ¼ do, pref. 94% 93 72 Mais per Jan.%5 54a— 5 Chicago Tern pfd. 12 12 ½ Wabasb. pref. 28%½ 29 0 per Dez. 5675 ſtetig 546% ruhig Denver u. Rio⸗„ Ama gamatlev 88% 87* Mannheimer Petroleum⸗Rotierungen vom 7. November. Grande comm. 28 5 29 75 Americas Sugar. 133/ 1385 Amerikaniſches Petroleum disponibel n Baſſins Mk 19.45 in do. do. 71%, 72J] American Tin. Barrels per Waggon Mk. 23.25. Oeſterreichiſches Petroleum in 2 17 1 581 1 Erie comm. 310 82 3% Can pref. 69 75 70 ½% Holz⸗Barrele Mk. 22.70 bei Waggonbezug in Eiſterne Mk. 18.90 1 do. I ſt. pref. 441% 45/ Anaconda Copper 48½ 51— bverzollt per 500 kg netto ab Tankanlage Maunheim. 8 Köln, 6. Nov. Rüböl in Poſten von 5000 kg 69.50 B Illinois Zentral 141) 43¼ Ten 8—— 8 7 25 Auane Ka v. 110 118 + lSt.Steldee. 50. 85% Wai 4450 B. 64.— G. A ben ürstchen Enthalten alle 5 Miſſouri Kancas„ do. do. pfd. 112% 118J. Liverpool, 6. November.(Schluß⸗ 5 chen enthalten alle, 1. 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Letzterschienene Neuheiten Grosse Auswahl. Seneral Anzeiger:(Winaeblatt.) Kostümen Paletots Golfjacken Blusen und Röcken. Max Schil Damen-Konfektion Planken, O 3, 4, neben der Hauptpost. 83818 Billigste Preise. Woll. Jacq.-Bettdecken Spanische Deeken Kamelhaardecken Steppdecken Melierte beeken für Gesindebetten Buum woll. Jacq.-Decken Biberbettücher Kinderbettdeeken Piqué- u. Waffeldeeken Grosse Auswahl, billige Preise, gute Qualitäten bei 82790 J. Gross Nachi. Ih. fia.]. Steter F 2, 6, am Markt. Reisedecken Reise-Plaids Schultertucher Chaàles in unübertroffener Auswahl bei 82790 FCliterſchuß-Perein Mannheim,. P. Tieralpl oläng. Stephanienprontnade.) Verpflegung und Iſolirung, ſowie ſchmerzloſe Tötung von Hunden und Katzen. 68227 72 SGessseesesesseseses Meu eröffvet! afé- Restaurant Bermania O I, 10 Gauim. Vorelm) Spezial-Ausschank Münchner Spatenbräu EL25 Um geneigten Zuspruch bittet Heinrich Heiler 82690 früher Friedrichshof e Schwetzingen. 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Deshalb bin ich hier— und aus dem gleichen Grunde will ich auch wieder⸗ kommen dürfen.“ „Sie ſind ein ſeltſamer Mann, Graf Hardegg.“ Sie hatte ſich abgewandt und ſetzte ſich. Als er ihr in einem bequemen Seſſel gegenüberſaß, bemerkte er leiſe:„Sie ſehen, ich bin ehrlich, ich hab', glaub ich, noch nie⸗ mals einer Frau etwas ähnliches zugeſtanden. Frauen verſtehen unſereinen ja auch eigentlich nicht. Sie kommen nie über einen Zwang hinaus. Sie ſtehen immer unter der Einwirkung des Mannes— ſo oder ſo! Das langweilt einen dann ſchließlich. Frauen gibts genug, aber keine Perſönlichkeiten.“ „Und Sie meinen, Sie wollten mich ſondieren, ob ich eine oder ein Weib in Ihrem Sinne bin?“ „Jal“ „Wenn ich Ihnen nun ſage, daß mir dieſe Art nicht gefällt, wenn— Sie ſtockte. „Dann wären Sie ebenſo mutlos und ſo ſchwach, wie alle.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Ein in ſich ſicherer Menſch verträgt eine Durchleuchtung, denn er hat nichts zu ſcheuen und nichts zu fürchten.“ „Ganz recht.“ „Man iſt eben nur frei in ſich, wenn man eben alles kun kann, alles zu ertragen verſteht, ohne ſich beeinfluſſen zu laſſen, auch das Alleinſein mit einem Manne.“ Sie hatte ſich nach vorn geneigt, die Hände über dem Knie verſchlungen, und ſah ihn an. „Ich weiß, wo Sie hinaus 1„. mich! Ich brauche je gerade die Freiheit nòach geſchenkt, oder wollen, aber Sie unterſchätzen in all meinem Tun. Oje Fabrikate der 2 Leonberger Schuhfabrik von E. Schmalzriedt 10o deschäfte. De Qualitäten sind berühmt als aller- deste, die Prelse sind blllig und Können billig seln, well großer Umsatz und direkter Verkauf dies ermögllohen, C. L. Holtz und Handeln, vielleicht ſogar ſehr viel mehr, als Sie f unſerer kurzen Bekanntſchaft ſchon überſehen können. Dasczu gehört aber auch, daß zu mir nur kommt, wen ich haben will, vor allem in der Art— nennen wir es Form— die mir baßt! Das müſſen Sie einſehen.“ „Nein!“ Wieder ruhten ihre Augen forſchend, aber ohne Feinſeligkeit ineinander. „Schauen Sie, ſagte er jetzt, und ſtreckte ſich behaglich in den Seſſel,„es trägt halt jeder von uns ſo eine Art höheren Kompaß in ſich. Ich glaube, der meinige iſt ſogar ein recht ausgebildetes, ſubtiles Inſtrument. Das hat ſo ſeine Mucken und iſt unerbittlich, denn es zeigt halt immer nur nach einer Seite. Wenn ich nun auf dem von Ihnen angegebenen Wege zu Ihnen gelangen müßte, ſo würde mir mein Kompaß ſehr genau anzeigen, daß meine Natur Abweichungen machte— dagu gebe ich mich nicht her.“ 55 „Aber ich ſoll mich dazu hergeben und ſtille halten! Viel⸗ leicht habe ich auch ſo einen Kompaß in mir, noch ſubtiler als Sie, der verlangt auch ſein Recht, und das müſſen Sie re⸗ ſpektieren.“ 2— „Es käme darauf an, ſich zu einigen,“ meinte er in ſeiner gewinnenden Art. „Und wie ſollte das möglich ſein?“ „Daß Sie mir einfach die Erlaubnis geben, hierher zu kom⸗ men, ſo wie ich möchte.“ „Sind Sie Ihrer ſelbſt denn ſo ganz ſicher?“ fragte ſie leiſe, und ſah ihn ſpöttiſch an. „Ueberraſcht blickte er auf— dieſe Wendung batte er nicht erwartet. „Wie meinen Sie das, Baronin?“ „Nun, ich meine, ob es Ihnen gelingen wird, mir gegen⸗ über die Rolle des„Neutralen Weſens“ beizubehalten? Wenn ich das ganz ſicher weiß, ſo ſteht Ihren Beſuchen hier nichts im Wege.“ „Herr Gott, müſſen Sie verwöhnt ſein“, entfuhr es ihm. „Ich glaube, Sie haben eine große Meinung von ſich.“ „Vielleicht— vielleicht auch nicht. Aber ich ſagte es ja, Sie unterſchäzen mich. Mein Ichbewußtſein iſt ſehr groß, denn ich ſuche nichts, gar nichts auch nicht den Verkehr mit Männern. Früher habe ich es getan, es hat mir nur Verdruß bereitet!— Seitdem bin ich zur Einſicht gekommen, daß das wahre Glück in der Ruhe in ſich liegt. Diefer Zuſtand iſt einſam, ich gebe es zu, aber er iſt mir heilig. Das Leben hatte ihn mir nach und ich habe ihn mir unter manchen bitteren Er⸗ fabrungen erworben.“ J. Gross Nachl. Inn. Frr. J. Stetter F 2, 6, am Markt. Itdem cbalgelischen Ehrien zur Anſchafung empfo len Evangeliſcher Volksbote 1909 25 Pfennig. Klein Luther! Perſon und Werk 10 Pfennig. Klein Luther als Perſön lichkeit 25 Pfennig. Klein Luther auf der Feſte Kobur 20 Pfennig.„„ 8272 Chriſtian Sillib Nachf. 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Tr hörte ſtumm zu, er wollte ſie nicht unterbrechen, er w lbſt nicht, wie es kam. ich die Menſchen fliehe 15 „Sie müſſen nicht denken, daß darum haſſe, ich habe es nur verlernt, irgend etwas Gutes un Großes von ihnen zu erwarten. Die Frauen verſt hen ſehr oft nicht, und die Männer eigentlich nie. Möglich, da das gerade reizt und mir immer wieder in den Weg führ Eine Zeitlang gefällt dies den Männern— und zuwe mir, aber von Dauer iſt es nicht. Es wird auch Ihne gehen, und deshalb rate ich Ihnen, es mit meine leuchtung, wie Sie das nannten, erſt gar nicht zu verf lohnt nicht; ich meine, das, was Sie vielleicht zu finden denken, wird ſich wahrſcheinlich nicht finden laſſen! Vi exiſtiert es auch gar nicht.“ 75 „Ja, das iſt möglich,“ war ſeine unbekümmerte Antwort. Nun lachte ſie. „Ich bin eben in dem einen Punk! doch Optimiſt,“ ſag ernſter. „Das glaube ich nicht!“ ſpottete ſie. „Doch, es iſt ſo— leider! Sie ſind anſcheinend gründlicher damit fertig als ich. In irgendeiner Falte meiner Seele lebt immer noch ſo ein ideales Bild, das ich wohl möchte. Bisher habe ich aber nur das Eine mit Sicherhe ſpürt, nämlich die Entfernung, die mich von jenem Ideale kr und dabei wird es auch wohl bleiben.“ „Iſt das nicht Ihre eigene Schuld?“ fragte ſie. Seine A ſeine Worte feſſelten ſie doch wieder. Sie geſtand es ſich w Willen. „Kann ſein, aber nur ſoweit, daß ich eine ſehr hohe Mei von dem Zweck des Lebens habe. Doch davon kaun man nicht ſprechen. Mit einer Fran nun ſchon nie.“ „Nun, dann erzählen Sie mir etwas von Ihren Pft und Jagdhunden, wenn Sie meinen, daß dieſe Unterh beſſer für mich paßt!“ „Ich glaube, Sie halten mich manchmal für unhöflich, will ich nicht ſein!“ 5 „Ich weiß, ich weiß,“ ſpottete ſie.„Es liegt Ihnen im Blut. entſpricht Ihrem Syſtem, Ihrer Weltanſchauung, und Fraue kann man ſo allerlei bieten, als gottähnlichſtes Geſchöpf: achtende Worte, eine Aeußerung der männlichen Kraft, das i wie ein gnädiges Geſchenk hing worfen wird. Nur ſo we dann verſchiebt ſich das Bild, dann durchleuchten Sie ſich nicht mich.“ Fortſetzung folgt). Weest Marli & 2, J. Hof-Pelanandlung SAr. clichenzlfe. General⸗Anseiger. (Mittag latl.) Jeleph. I309. Cegründet I815. Erôsstes Lager fertiger Stiicke Sporial· Soseſayr Selzcaren. von den billigsten Hreislagen bis zu den feinaten Felſarten. Meuanfertigung u. Umarbeitungen Hochmoderne Formen, Mannheim den 7. Fussbellejdung eigener Hethode exdcte indiriouells Anpassung empilehit allen lennern einer qediegenen Meisterarbeit 2 ods Spezialgeschäft feiner Massarbeften 2 J.. SCHNJ7J, llofschuhmachermejster, C 25 3a November. in bekannter Leistungsfdligkeit. 81779 Jel. 8854.—unlaber: Auανεnατ’ Sαννmu Tel. 8884. ——— 8 5 EZigene solide ee bei schuellster Lieferungn. Gr. Hoſ⸗ u. National⸗Theate. 88888565881868888888888 Mannheim. Leues ſperchendener Thilharmeniseher Verein. Samstäg, den 7. Novbr 1903. 15. Vorstellung im Abonnement B. Gaſtſpiel des Berrn Paul Wiecke vom Kgl. Hoftheater in Dresden. Herodes und Marlamne Eine Tragödie in 5 Akten von Friedrich Hebbel. Regiſſeur: Der Intendant. Perſonen: Rönig Herodes Mariamne, ſeine Gemahlin Betty Ullerich. Alexandra thre Mutter Toni Wittels. Salome, Schweſter des Königs Marta Bionda. Soemus, Statthaltei von Galiläa Georg Köyler Joſeph, Vijekönig Alfred Möller. San eas, ein Phariſäer. 8 Eckelmann. Titus, ein lömiſcher Hauptmann Hans Gobeck. Joab, ein Boie 5 Guſtav Trautſchold. Judas, ein jütdiſcher Hauptmann Car. Neumann⸗Hoditz. 2* Artoxeixes ein Diener. Enmifl Hecht. Moſes) Diener(Felix Krauſe. Jebu). 8(aen Kallenberger. Silo, ein Bin ger„ Paul Tietſch. Serubabel„F Pytlo, ſen Scehn„DOscar Ingenohl. Em römiſcher Bote. Sigmund Klaus. (Alexander Kökert. Drei Könige aus dem Morgenlande(Lothar Liebenwein. (Carl Schreiner. Hausbofmeiſter„Franz Schippers. * König Herodes Paul Wiecke. Hauplleute, So daten, Gäſte, Hofſtaat, Diener, Sklaven, Sklavinnen, Mohrenknaben, Tänzerinnen Ort: Jeruſalem.— Zeit: Um Chriſti Geburt. Die zur Handlung gehörige Muſik iſt von Fr. Beermann und Alfred Wernicke komponiert. Raſſeneröffnung ½7 Uhr. Anfantz7 Uhr. Ende 10½ Uor. Nach dem 3. ukt findet eine längere, nach dem 1. und 4. Akt eine kürzere Pauſe ſtatt. Mittel⸗ üreiſe. m n ne, oer altt Sonntag. den 3. Nopbr. 1908. Bei aufgehob. Abonn. Gastsplel Paul WISsokKe aus Dresden: Bräand. Aufang 6 Uhr. NMeues Gheater im Roſengarten. Sountag, den 8 Nov. 1908. Das ſüße Mädel. Anfang 8 Uhr. Janlbaum-Varieté N 7. 7. meute Samstag 8 Uhr Teleph. 1652. WDas ph'änomengale November-Frogramm * wohlverdienten 2. 4 Jakowles 4 im aen Vere Tas 11 Indlan Maids vom Empire-Tnsater London Se. Chung Lng-Hee-Troupe. Der Pflug am Zopfe durch den Saal Allabendlich stürmischen und dle anderen Attraktlonen 5 dMorgen sonumtag 2 24 Vorstellungen in beiden Vorstellungen das gleiche Programm. .(.(.. ͤ ͤ ̃ ⁵P... ͤv ͤK 8 Mannheim bei lachtls Cabaret- Apollo„Inim“ er 5 Heute Samstag 8 ꝶmach Schluss d. Vorstellung Zunter Cabaret Abend; Siegwart Gruder der moderne Böheme als Rexitator, als Musiker, als Schauspieler, als Sänger, als Tänzer. Fritzi de Blassare der grösste Star am Oabaret. kitty Wehst, berda Sollos, Irude Wolter, Miuy Brenner, Wiener Liedersänger Harry Arndt, Humorist, James Basch. Neues Personal. Neue Debüts. Neues 1l ̃ Wallach D 3, 6(aabenlasse). 2 * Täslien unch Schluss der Vorste JZunftosso% 4ap ssu Aaalt-Iunnlatber Kataloge gern zu Diensten. 72772 Telephon 1624 Mannheim Dlrektion J. Lassmann Samstag, 7. November, abends 3 Uhr, Sonntag, 8. November, abends 8 Uhr: Gastspiel Friiz Werner. Gastspiel Eug enie Wilms. Zum 6. und 7. Hate!r Ein Walklzertraume Operette in 3 Akten, nach einer Novelle aus Haus Müllei's „Buch der Abentener“ v. Felix Dörmann u. Leopold Jacobson. Musik von Oskar Strauss. „Niki“. Se e ee. ee Fritz Merner. „Franzi“ 8 Eugenie Wilms Sonntag, den 8. November, nachmt. 3½ Unt: Kleine“reise! HKieine Freise! ——— XZum 30. Male: Die Dollarprinzessin Operotte iu 3 Akten von A. M. Willner und Fritz Grünbaum. Musik von Leo Fall. Montag, 9. Novemnber, abends Uhr: Gastspiel CWritzæ Werner„ in Walzertraum“ Lie Theaterkasse ist täglich geöffnet: vormittags von 10 bis 1 Uhr und nachmittags 5 Uhr FVorrerkauf auch bei G. Hoch-⸗ sohwender, P7 und Gehrig Nachf., 0 3. Der Vorver- Kkauf für die beiden Sonntagsvorstellungen findet heute schon zu den gewöhnlichen Kassenstunden statt. —————— Mannheimer Ae. HI, 1 Breitestr. H I1, 1 Nur noch kurze Zeit: Richard Tröbs, der berühmte Skeleitmensch die seltsamste Abnormität der Segenwart. Kelne Illuslon, sondern wirklich ein lebender Mensch! 82814 Im Weltpanorama diese Wochse: Petersburg. — eeeee ———————— Kauf, Miete, Abzablung, kleine Anzahlung, gebrauchte Piano, dallid. Fir me Edaken 160 Rm aesasassn Nusikverein Mannheim 5 5 Erstes Konzert Sonntag, 8. November 1908, nachm. 4 Uhr im Nibelungensaal. 2 Der Kinder-Kreuzzug Musikalische Legende in vier Teilen nach einer Dichtung Mareel Schwob, für Soli, gemischten Ohor, Einder- 9 ohor, Orchester und Orgel von Gabriel Pierns. Direktion: Herr Hofkapellmeister Hermann Kutzschbach. Soli: Der Erzähler Herr Riehard Fischer, Berlia Allain, ein blinder Knabe Frl. Harg Schuster, Kassel Allys, ein„ Frau Emma Tester, Stuttgart Eine Mutter 455 alter Seemann. Herr Jacob Kromer, Hannhelm? Vier Stimmen aus der Höhe: Mitglieder des Grossherzogl. Hoſtheaters. Kinderchor; 250 Schüler u. Schülerinnen der Volksschule unter Leitung des Herrn Oberlehrers Helnrich Heiss Orgel: Herr Musikdirektor: Albrecht Hänlein. Orchester: Das verstärkte Grossh. Hoftheater-Orchester 570 Mitwirkende. 8 *. Elntritsprelse für Nlehtmitglleder: Empoxe: 1. Reihe Mk..—, 2. Reihe Mk..—, 8l. und . Reihe MR.—, 3. bis 8 Reike Mk..50. 8. Reihe Stehplatz: Mk..—. Gslerie: Mk.—.50 Jerkauf der Eintrittskarten ton Donuerstag, den 5. November—1 Uur und—86 Uhr) in der Hof- 9 musfkslienhandlung von K. Ferd. Heckel.— Am Sonu⸗ 9 tag, den 8 November nur an der Rosengarten-Kasse von 11— Uhr und von 3 Uhr ab. TSaslöflnung 8 Uhr. Ende gegen 6 Uhr. Einlasskarte 10 Pfg. 1. Reihe Mk..—, 2. Reihe Mk..— 5 8888 Solisten: OSGGe Sene-Aartnhoidz's: 1. Symnhonie Nr. 3(Schottische). 4.ieder mit 0 i 5 Tartarus, Schubert, c) Zuneigung, Strauss. Folo aise-dur, Wieniawski. 5806 O Eintrittskarten zu Mk..—,.—,.50,.—,.—, 5 musikalienhaudlung f,“erd, deches, bei dem Vorstandemitgited Herrn acnd Stenblätze auch in den RKlein E 2, 4/5, sowie Abends an der Kasse zu haben Musikalienhandlungen h. Sonier, C 1, 7eund Lusen Dienstag, 17. November 1908 abends ½8 Uhr im Museneaale des Rosengarten 2Erstes EKongzerts Fräulein Kathleen Parlow, Kanada(Violine) Herr Putnam Griswold, von der Kgl. Hofoper, Berlin,(Gesang) G Vortraasoranung: Zur Erinnerung an die 100 jährige Wiederkehr des Geburtstsges Felix Mendels- Das Orchester steht unter Leitung des Herrn Musikdirektor Th., Gaulé. Am Klavier: Herr deinrieh laayer. 2. Arie aus Paulus, mit Orchester- 63 begleitung. 3. Konzert für Violene,.moll, mit Orchesterbegleitung“ause. 2) An die Musik; Serenade melancol-d ue, Ttschai- b) Gruppe aus dem .801 .50,.— sind in der Hof- SSοοοοοο οοοοοοσ 0 feiſter, 0 2, 9 Sgocogeeedeeeeieeeeseeegeee 1222. ĩ¼—:— ̃⅛⁰•wHlr———— Telephon 527. Restaurant zum Storchen“, Ludwigshaten a. inhaber: Jos. Rembold. Marktplatz 5. Voranzeige. den 9. November ds. 3s., zu engagieren. ab 3 uhr; Montag, 9. Nov., abends ½8 Uhr. b gebenſt ein Auf der Durchreiſe von Duisburg bot es mir die Gelegenßbeit, die Original-Bauern-Kapelle„'Dachauer“ auf drei Tage als am Samstag, den 7,, Sonntag, den 8. u. Montzg. Es wird noch von früheren Jahren jedem Beſucher in Erinnerung ſtehen, welcher Belieotheit ſich oben genannte Kapelle zu erfreuen hatte. Beginn der Konzerte: am Samstag, 7. November, abends ½8 Uhr, Sountag, 3. Nov., Frühschoppen-Konzert, ab 11 Uhr, nachmittags Zu obigen Konzerten ladet bei freiem Eintritt, ohne Sammeln, er⸗ Josef Rembold, ffestauraleur. Direktor: Ffanz Kellner 50930 Naſlihribrren Maunheim.(E..) Montag, 9. Novbr., ½9 Uhr, in der Centralhalle, 2, 16 Experimentalportrag über: „Der Arin in geſunden u. kranken Tagen.“ Ref.: Paul Bohn, Direktor des Hezlinſtituts„Hygiea“ in 89805 Nichtmitglieder 50 0 Pfa. Jinter Ski- und port Rodel- Sweaters Hemden Mü zen 82620 Ugterzeuge Shawls Veberstrümpfe. Sämtliche Neuheiten für Jagd, Sport, Reise. Mannhelm, O 8, 6, Heidelb tr. Molz N Forbach, ede 4 8 8 elpresfauram zum boſtardeaf e Lindenhof 0 Gontardplatz 3. Jeden Sountag zum Frühschoppen warmer Twilebelkuchen.— Jeden Mittwoch abend G 40 v. 6 Uhr an Hasenpfeffer m. Kartoffelklôsse. 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Donnerstag, 12, Nov. 1908, abends 8/ Uhr im Saale des Bernhardushofes Vortrag des Herrn Schriftſteller Dr. Her⸗ mann Bahr aus Wien: „Arthur Schnihler⸗Abend und Vortrag kigener Nichtungen.“ Fur Nicht nuiglieder nd Tages⸗ karten à Mk..— in unſerem Bureau, in der Ho'⸗Muſitalien⸗ bandlung K. Ferd. Heckel, in der Muſtkallen andiun! Th. Sohler, in Verkehrsverein Kaufhaus Bogen 57 und in der Kuchhandiung von Brock⸗ hoff& Schwalbe hier, in der Klaviervandig von A. Donecker bier. L I, 2. ſowie in dei Baum⸗ gartner' den in hafen Nh. zu haben Die verehrlichen Damen werden höflichn erſucht. die Hüte abzu⸗ 30066 nehmen. 80037 Die Karten ſind bei Eimtritt u den Saal vorz 7 885(Die Tageskarten abeugeben) Die Saaltüren werden punkt 8½ Uyt geſchloſſen Ohne Karte hat Riemand Zutritt. Kuder ſind vom Beſu ge dez Vorleſungen ausgeſchlonen. Der Vorstand. — — bassdde urd bel Neue Programm Slänzend!:! ReilHRemfolge dler EBildlen: Sorm sSommtæag 8b ist Jedermann nöchste Anerkennung finden. 82827 — —— —. Grossartiges Sportbild aus Moderne Centauren der italienischen Cavallerie mit den besten und tollkühnsten Reitern der Wolt. Der Senhmett ſdſiDer 14 ODrama) (phantastische bunte Bilder-Humoreske) 8 asssasasasa SAAe 5 6 5 6 a) Duettino Giesi und Heinerle)„Heinerle, mein Heinerle.“, b) Terzett Gindoberer, Matthaeus und Anneniitl) „Was, jeh bin ein'hauter Kerl.“ (Original-Besetzung des Theater des Westens, Berlin.) SSeseeesessseseseeseeseeeser, b, au wundernoller deutscher Rheinl Schuld und Sühne Ja, Herrn Ballachini's Puppen erling (Eine Jahrmarkts-Rummel-Geschichte) lidele Bauer A; Operotte von Leo Fall. 1 30 ein Walzer ist mein Leben (komisch) 15 unter Teilnahme des Der grösste Schlager der Saison! Kaiserliche Parforcejagd in Döberitz Prinzen und auderer F Kaisers, des Kronprinzenpaares, der Kalserlichen Urstlichkeiten. —— Bekauntmachung. Auf unſerem Werk Luzen⸗ berg ſei Waldhof lagert z. St. ein größeres Quantum Gastoks kleinerer Körnung. ſog. 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Vergg.) hat ſein Mandat niedergelegt. — Der vierte Band der Kartelldenkſchrift iſt eingegangen. Ein ſchleuniger Antrag der Polen auf Einſtellung eines gegen den Abg. Dr. v. Chlapowo⸗Chlapowski ſchwebenden Strafverfahrens für die Dauer dieſer Tagung wird angenommen. Die Reform des Amtsgerichtsverfahrens. Die erſte Leſung der Novelle zum Gerichtsverfaſſungsgeſe uſww. wird fortgeſetzt. Abg. Dr. Gieſe(konſ.): Die große Reform des Zivilprozeſſes iſt zurgeit noch nicht er⸗ reichbar; die Meinungen gehen noch zu weit auseinander. Nehmen wir einſtweilen dieſes Stück; es iſt dringend notwendig und wird ein Ausgangspunkt für die umfaſſende Reform 15 Ich ſpreche im Namen einer kleinen Mehrheit meiner Fraktion; eine große Minderheit iſt gegen dieſe Ausdehnung der Zuſtändigkeit der Amts⸗ gerichte. Noch ftärkere Bedenken hat ſie gegen die Verſtärkung der richterlichen Befugniſſe, die dieſe Novelle gegen⸗ über den Parteien und ihren Vertretern bringt. Die Beſorg⸗ niſſe der Rechtsanwaltſchaft wegen Schädigung ihrer wirtſchaftlichen Lage gehen wohl etwas zu weit. Hoffen wir, daß ſie unbegründet find, denn wir wiſſen, welch einen bedeutſamen Faktor ſie in un⸗ ſerem Rechtsleben bedeuten. Vielleicht wird es möglich ſein, ihnen bei den größeren Prozeſſen einen Ausgleich zu bieten. Immerhin dürfen wir nicht neben den Rechtsanwälten die Richter bergeſſen: die ſo ungemein wichtige Seßhaftigkeit der Amts⸗ richter wird durch die Erhöhung der Zuſtär digkeitsſumme ſicher⸗ lich geförbert. Wenn auch die Mehrzahl meiner politiſchen Freunde mit den Grundzügen des Entwurfes im weſentlichen ein⸗ berſtanden iſt, ſo ſtimmt ſie doch gern dem Antrag auf Kommiſ⸗ ſionsberatung zu, um ihn weiter verbeſſern zu können. Möge es Ka eine Regelung zu finden, die das Vertrauen zu unſeren mtsgerichten neu belebt und ſtärkt.(Beifall rechts.) Abg. Dr. Spabn(Zentr.): Nicht alle Argumente, die für die Vorlage ins Feld geführt Lorden ſind, lönnen wir gelten laſſen. Der Staatsſekretär hat ſich zunächſt auf zuſtimmende Urteſle von meinen hannöverſchen Partei⸗ freunden berufen. Aber einmal hatte Hannover ſchon früher eine höhere Zuſtändigkeitsſumme der A erichte, und nn ſtand es dort ſtets beſonders günſtig um die Ausbildung der Amtsrichter und ihre Anzahl. Der hannoverſche Amtsrichter war nie überlaſtet, was man vom preußiſchen belanntlich nicht ſogen kann. Aus Mangel an Richtern konnten die preußiſchen Amtsge richte dem Bedürfnis nach raſcherer Erledigung der Pro⸗ zeſſe nicht nachkommen. Dazu kommt, daß entſprechend den ſozialen Forderungen unſerer Zeit die Gerichte mit Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, Vormundſchafts. und Fürſorgefragen, ſtar! belaſtet ſind. Daher ſtammt das ſtarke Bedürfnis nach Sondergerichten, dem die Vorlage entgegenarbeiten will. Immerhin hat ſich dieſes Bedürfnis nur geltend gemacht, wo die Konzentration von Handel und Induſtrie einen beſonderen Andrang bei den Gerichten hervorgerufen hat. Der Kardinalpunkt der Vorlage iſt eben der, daß ſie glaubt, mit Hilfe einer Novellengeſetzgebung gänzlich neue Ver⸗ fahrensarten in den beſtehenden Prozeß einflicken zu können. Da krennen ſich unſere Auffaſſungen. Die Novelle hätte ſich darauf beſchränken ſollen, die Zuſtändigkeit der Amtsge richte auf 800 Mk. zu erhöhen, dann wäre ſie nicht ſo ſtarkem Widerſtand begegnet. (Sehr wahr! im Zeutrurt.) Die ſe Erweiterung der Zuſtändigkeit der Amtsgerichte rechtfertigt ſich aus den veränderten wirtſchaft⸗ lichen Verhältniſſen. Der Landdvirt ſoll ſeine gewöhnlichen Liefe⸗ rungs⸗ oder Grenzſtreitigkeiten beim nahen Amtsgericht führen können, und nicht erſt 30—40 Kilometer weit zum Landgericht laufen.(Sehr gut! rechts.) Die Grenze von 300 Mark entſpricht den tatſächlichen Verhältniſſen des landwirtſchaftlichen und ge⸗ werblichen Lebens nicht mehr. Gegen die Erhöhung wird aller⸗ dings eingewandt, daß das Volk kein Vertrauen zu den Amtsgerichten⸗ habe. Ich weiß nicht, ob das wahr iſt— Berechtigt iſt es jedenfalls nicht. Ueber Rechtsfragen kann ſich der Amtsrichter aus den Reichsgerichtsurteilen ebenſo gut informiere⸗ wie der Landrichter, und die tatſächliche Beweiswürdigung wird jenem infolge der Kleinheit ſeines Bezirks noch leichter. Uebrigens gibt ſa die Berufung jeden wünſchenswerten Rechtsſchutz. Be⸗ fürchtungen wegen der Erweiterungen der Amtsgerichtskompetenz haben auch die Anwälte geäußert. Wir glauben nicht, daß ſie be⸗ rechtigt ſind, aber wir werden jedenfalls alles tun, uns einen guten Anwaltſtand zu erhalten. Die einzelnen vorgeſchlagenen Ver⸗ fahrensänderungen ſind nur Flickwerk und gehen nicht weit genna Wir find aber bereit, ſie in 855 Kommiſſion eingehend zu prüfen und hoffen, ein gutes Werk zuſtande zu bringen.(Beifgſe). Aßg. Dr. Ablaß(freiſ. Vp.): — Die geſtrige Rede des Staatsſekretärs war auf einen ſehr elesiſchen Ton geſtimmt. Die herühmteſten Theoretiker und Prak⸗ KRker des Zivilprozeſſes haben die Vorlage abgelehnt. Gewiß hat der die Erweiterung der Zuſtändigkeit der Amtsgerichte Wnn aber 1 damit nicht auf den hier vorgeſchlagenen Weg bebr Die öffen tliche Kritik an dieſem Entwurfe war voll berechtigt. Der hat ſich ganz gewiß nicht dafür ausgeſprochen, das Verfahren bei den Amksgerichten gegenüber zu ſtellen dem bei den Landgerichten. Die Brgründung des Ent⸗ wurfs nimmt zu früh decef die Erfahrungen bei den Sond ergerichten; dieſe ſind noch nicht abſchließend. Die Arbeitnehmer verweiſen mit Stolz auf die ungemeſſene Ver⸗ mehrung der Prozeſſe ſeit Begründung der Kaufmannsgerichte; die Arbeitgeber ſagen dazu, jetzt werde jeder, auch der frivolſte Progeß angeſtrengt in der Meinung: etwas bekomme ich doch! Sollen wir auch die ordentliche Gerichtsbarkeit der Möglichkeit olcher Erörterungen ausſetzer? Wir wünſchen die Erhal⸗ ung eines durch und durch unparteſlichen Richlerſtandes, der allen Strömungen des Tages gewachſen iſt, ſie beherrſcht, aber ſich nicht von eern treiben läßt; wir berlangen die höchſte Befähigung für den Richterſtand und ein Ver⸗ fahren, für eine durchaus vorurteilsfreie und richtige Rechtſprechung Gewähr leiſtet. Die links⸗ Hberale Jraltionsgemeinſchaft Häl! den Entwurf 8 lichen Beſtimmungen für ſehr anfechtbar und verbeſſerungsbe⸗ dürftig. Dae Schlimmſte iſt ine unbeilbare Halbheit. Der Juriſtentag und der Anwaltstag haben den Entwurf für eine nicht geeignete Grundlage für die weitere Reform er⸗ klärt. Das Reichsjuſtizamt hat den Anwaltstag nicht beſchickt. Man empfindet das als ein Mißtrauensvotum. Zu den Tagungen der berufenen Vertretung der Landwirtſchaft geht der Reichs⸗ kanzler in höchſteigener Perſon und beſtimmt dort ſo⸗ gar ſeinen Grabſtein, zu den Tagungen der Kaufmannſchaft gehgt der Handelsminiſter. Hätte man die Fühlung geſucht, es wäre anders gekommen. 0 Ueber die Grenze, die der Zuſtändigkeit der Amtsgerichte zu ſetzen ſei, ſind meine Freunde geteilter Meinung. Die einen hal⸗ ten in jedem Falle eine Erhöhung über 300 Mark für notwendig, beſonders wegen des geſunkenen Wertes des Gel⸗ des. Die anderen, auch ich, ſind diametral entgegengeſetzter Meinung. Das Recht darf nicht dem Verdacht ausgeſetzt ſein, nach plutokratiſchen Geſichtspunkten zugeſchnitten zu ſein(Sehr rich⸗ tig); 300 Mark ſind für den kleinen Mann und auch für den Mittelſtand immerhin ſchon eine reſpektable Frage, und wenn das Kollegialgericht größere Rechtsgarantien gibt, ſo darf eine Aenderung nicht eintreten. Vor 20 Jahren war die Gro⸗ von 300 Mark eine reine Zweckmäßigkeitsfrage; nunmehr haben wir einelangjährige Rechtspraxis. Gerade der klein Mann bedarf eines möglichſt ſicheren Rechtes. Dex Elefant, ha Prof. Wach auf dem Leipziger Anwaltstage mit Recht geſagt ve⸗ trägt es, wenn man ihm einen Quadratzoll Haut nimmt, die Maus verträgt es ſicher nicht. Der Angeſtellte, der über 800 Mark falſe disponiert, wird von ſeinem Prinzipal zum Teufel gejagt, der falſe disponierende Richter iſt unabſetzbar. Beim Einzelrichter iſt man einem Fehlſpruch mehr ausgeſetzt als beim Kolleo gericht, ſechs Augen ſehen mehr als zwei. Meine politiſchen Freunde ſind einig darin, daß der Entwurf nicht nach fis⸗ zaliſchen Geſichtspunkten beurteilt werden darf. Die beſte Juſtiz müſſen wir geben, der Koſtenpunkt darf da keine Rolle ſpielen.(Sehr richtig!) Für Oeſterreich war ausgeſprochener⸗ maßen die Verbilligung der Koſten der Juſtig der Anlaß zur Er weiterung der Zuſtändigkeit des Einzelrichters auf 1000 Kronen Das Reichsfuſtizamt glaubte ſich auf Herrn Adickes berufen zu können. Nun, Herr Adickes lehnt höflich dankend ab; er kann von ſich ſagen: mich hat nur einer verſtanden und dieſer einzige ha! mich mißberſtanden! Der Vater des Entwurfs iſt aber nicht das Reichsjuſtizamt, ſondern das preußiſche Juſtizmint⸗ ſterium. Wenn Herrn Beſeler eiwas daran liegt, daß dieſe Juſtizreform doch noch zur Annahme gelangt, ſo ſorge er unter allen Umſtänden zunächſt dafür, daß der preußiſch⸗ richter ex fundamento ausgerottet wird.(Sehr richtig!) Und was gut an dem Entwurf iſt, weshalb ſoll das nicht auch den zu gute kommen? Iſt es richtig, daß das Offi⸗ gtalverfahren das richtige iſt, was ich einſtweilen noch ſehr bezweifle, dann ſoll man es für fämtliche Rechtsgebiete zur An⸗ wendung bringen. Es wäre ein fundamentaler Irrtum, dieſe Vor⸗ lage hier als Abſchlagszahlung anzunehmen; es wäre ja geradezu ein Bollwerk, das uns das Weiterſchreiten in foriſchritt⸗ licher Richtung für lange Zeit vollſtändig verbarrika⸗ diert. Da warten wir lieber noch; warten wir bis zur Erledi⸗ gung der Strafprozeßreform, dann werden wir Erfahrungen haben dafür, wie weit das ganze Gerichtsweſen einheitlich geſtaltet werden ſoll. Beſondere Bebenken äußert der Redner dann weiter im einzelnen gegen den Zwang zu ſofortiger Vernehmung der an⸗ weſenden Zeugen, ſowie gegen die Einſchränkung des An⸗ waltsgzwanges. Auch ſeine ſozialen Aufgaben kann der An⸗ waltsſtand nur erfüllen, wenn er wirtſchaftlich leiſtungsfähig iſt. Ich perſönlich halte den Entwurf für ein totgeborenes Kind; die linksliberale Fraktion wird ſich in der Kommiſſion bemühen, den Entwurf ſo auszugeſtalten, daß die deutſche Rechtspflege auf der Höhe bleibt.(Beifall links.) Preußiſcher Juſtigminiſter Beſeler: Die Vorausſetzungen für das Rechtsleben haben ſich außer⸗ ordentlich geändert, das bisherige Geſetz reicht nicht mehr aus. noch nicht machen; die Anſichten darüber wogen hin und her, und welche grundſätzliche, noch ungelöſte Fragen werden dann aufge⸗ worfen werden? Es wird noch lange dauern, bis da die nötige Klärung eintritt. Etwas anderes iſt es mit der Frage des Eingelrichters. Wir kennen alle die Schwächen des bis⸗ herigen Verfahrens und es iſt hohe Zeit, ſie zu verbeſſern. Gewiß muß man alle fiskaliſchen Geſichtspunkte ausſchalten, aber ich glaube, die Juſtizverwaltung hat da ein ſehr gutesGewiſſen. Lediglich vom Geſichtspunkte der Intereſſen des Volkes iſt der Ent⸗ wurf ausgearbeitet worden, und erſt hernach iſt er den anderen Reſſorts mitgeteilt worden. Der Gedanke, daß ein Einfluß der Jinanzverwaltung ſich geltend gemacht hat, muß mit Entſchieden⸗ heit zurückgewieſen werden. In der Kommiſſton werden die ber⸗ bündeten Regierungen bereit ſein, auf alle Erwägungen aus dem Hauſe einzugehen und ihnen entgegenzukommen, ſoweit ſie ſie für berechtigt halten. Die wirtſchaftlichen Momente des täglichen Lebens ſind bei dem Entwurf in Vetracht gezogen worden. Die großen Objekte ſollen den Kollegialgerichten vorbehalten werden, denn ſie find ſeltener und bieten die größten Schwierigkeiten. Da ſehen mehr Augen beſſer als zwei. Soweit es möglich iſt, muß den Parteien der Zutritt zum Amtsgericht ermöglicht werden. Die Stellung des Einzgzelrichters war früher ſehr unangenehm, weil er nur mit Bagatellen beſchäftigt wurde. Nach und nach iſt man nun dazu übergegangen, ſeine Stellung zu ver⸗ beſſern und ſeine Zuſtändigkeit zu erweitern. Die Kompetenz⸗ erweiterung des Einzelrichters iſt eine Folge der hiſtoriſchen Entwicklung. Die preußiſche Verwaltung und alle anderen Verwaltungen erkennen an, daß das Hilfsrichter⸗ tum möglichſteingeſchränkt werden muß. Nehmen Sie dieſes Geſetz an, dann werden wahrſcheinlich die Hilfsrichter bei den Oberlandesgerichten verſchwinden. Bei den Landgerichten liegt die Sache ähnlich. Den obergerichtlichen Anwälten wird durch die Vorlage kein Nachteil erwachſen. Sie werden noch beſſere Ein. nahmen haben als bisher. Die amtsgerichtlichen Anwälte werden einen Zuwachs von Arbeit erhalten. Es wird mehr Platz für neue Stellen werden. Nach unſeren Berechnungen werden bon den land⸗ gerichtlichen Anwälten 274 Prog. benachteiligt werden, d. h. ſie werden ihr Auskommen nicht mehr ſo finden, wie bisher. n Berlin gibt es 1000 Anwälte. Davon werden alſo 20 bieleicn ihr Domizil ändern müſſen. Das ſind aber untergeordnete Kleinigkeiten, die den großen Geſichtspunkten gegenübet nicht in Betracht kommen können. Wir haben nur darauf zu ſehen, daß Beſtimmungen geſchaffen werden, die für das Publikum nützlich ſind. Dieſe Motive werden das Haus beſtimmen müſſen, Kür die Vorlage einzutreten.(Wifall) ſtimmen müff Eine allgemeine Regelung der Zivilprozeßordnung läßt ſich heute. Abg. Dr. Frank(Sog.): Wir ſtimmen der Kommiſſionsberatung zu. Freilich wider⸗ ſtehe ich nur ſchwer der Verſuchung, den Antrag au ſtellen, daß die Novelle der Finanzreform⸗Kommiſſion überwieſen wird. Denn die Vorlage iſt durchweg vom Geiſte der Fiskalitaä t durch⸗ weht. Neben dem Juſtizminiſter ſollten alſo noch alle Finanz⸗ miniſter der Einzelſtaaten Platz nehmen, denn die einzige Idee, die in dem Entwurf konſequent dürchgeführt wird, iſt der Ge⸗ danke, daß in die Kaſſen der Einzelſtaaten recht biele und recht hohe Gerichtsgebühren geführt werden ſollen, daß viel Geld geſpart werden ſoll gegenüber der Notwendigkeit, neue Richter anzuſtellen. Der Entwurf iſt Stückwerk. Einer mäßigen Erhöhung der Streitſumme ſtimmen wir zu. Der Staats⸗ ſekretär hat uns nur einige rhetoriſche Fragen geboten, und zwar mit einer Lebendigkeit, die man ſonſt an ihm nicht gewöhnk iſt. „Mit ſolchen allgemeinen Lobſprüchen iſt nicht viel anzufangen. Das war früher einmal üblich, daß man ſagte: den deutſchen Amts⸗ richter, den deutſchen Leutnant, den deutſchen Geheimrat macht man uns nicht nach!(Heiterkeit links.) K f nicht mehr zu. Heute gibt es ganz andere Dinge, die uns niemand nachmacht.(Erneute Heiterkeit.) Ein großer Teil der Amtsgerichte wird heute von Aſſeſſoren und Hilfsrichtern ver⸗ waltet. Man will eben Geld ſparen. Der preußiſche Juſtis⸗ miniſter hat ſein gutes Gewiſſen gerühmt. Es geſchehen aber ſelbſt beim beſten Gewiſſen recht ſonderbare Dinge, beſonders wenn man ſchlecht geſchriebene Manuſtripte nicht lieſt.(Heiterkeit.) Der Entwurf in der vorliegenden Form bringt eine Verteue⸗ rung und Verſchlechterung der Rechtspflege. Wir werden in der Kommiſſion daran mitarbeiten, ihn zu ver⸗ beſſern.(Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Varenhorſt(Rpt.): Der Entwurf iſt viel beſſer als ſein Ruf. Er wird uns eine feſte und geſunde Grundlage für die Kommiſſionsberatung bieten. Für uns ſind entſcheidend nur die Intereſſen des recht⸗ ſuchenden Publikums. Gerade für dieſes iſt aber der Entwurf ge⸗ macht. Er hat große Vorzüge für den Mittelſtand und die bäuerliche Bevölkerung, die von dem Ausſchuß der deutſchen Handwerker⸗ und Gewerbekammern, dem Deutſchen Landwirt⸗ ſchaftsrat und der Handelskammer in Harburg anerkannt worden ſind. Der Amtsrichter iſt für die Bevölkerung leichter zugänglich und ſteht in engerer Fühlung mit dem einfachen Mann. Bei den Landgerichten findet ja eigenklich gar keine mündliche Verhandlung mehr ſtatt, ſondern nur noch Schriftſatztkampf und Akten⸗ verſendung an die erſuchten Amtsgerichte; den Krebsſchaden des Aſſeſſorismus und Hilfsrichtertums wird gerade die Erweite⸗ rung der Amtsgerichtskompetenz wirkſam bekämpfen. Auch mehr Anwälte werden infolge dieſes Entwurfes an die Amtsgerichte gehen. Die Amtsgerichte haben heute vielfach geradezu einen Heißhunger nach Anwälten. Allein in Preußien ſind woch 900 Amtsgerichte ohne Rechtsanwalt, 450 mit einem Anwalt. Der Entwurf ſcheint uns alſo einem dringenden Bedürfnis zu ent⸗ ſprechen. Wir hoffen, daß er in der Kommiſſion und hier im Haufe eine Mehrheit finden wird.(Beifall rechts.) Abg. Graef(Wiriſch. Vgg.): Die Vorlage hat beiſpielloſe Verdächtigungen erfahren, und von den intereſſierten Kreiſen iſt mit dem Aufwand erheblicher Geldmittel gegen die Vorlage agitiert worden. Um ſo mehr freuen wir uns, daß es nicht gelungen iſt, dem Entwurf, dem wir ſehr ſympathiſch gegenüberſtehen, das Rückgrat zu brechen. Die Praktiker ſind auch vielfach für den Ent⸗ wurf eingetreten, und was das Votum des Deutſchen Juriſten⸗ tages angeht, ſo habe ich zwar alle Hochachtung vor der dort ver⸗ ſammelten Gelehrſamkeit, aber Fühlung mit der Volksſeele hat er nicht. Das hat er ſchon gezeigt, als er gegen die Einſchränkung der Haftung des Tierhalters proteſtierte. Die Amtsrichter— ich bin ja ſelbſt einer, und will deshalb kein großes Loblied auf ſie ſingen— baben volles Vertrauen beim Volk, und die Vorwürfe wegen der Weltfremdheit des Richterſtandes richten ſich nur gegen die Kollegialrichter und insbeſondere die höheren Richter. Im Intereſſe des Publikums und der Rechtspflege treten wir für De⸗ zentraliſation des Anwaltſtandes ein. Die Uebertragung rein formularmäßiger richterlicher Funktionen an die Gerichtsſchreiber halten auch wir für richtig; nur ſollte man ihnen den herab⸗ ſetzenden Titel„Gerichtsſchreiber!“ nehmen. Die Anwälte wollen wir durch Erhöhung der Gebühren bei den großen Prozeſſen entſchädigen. Dann können ſie der Regierung für dieſen Entwurf noch dankbar ſein.(Beifall rechts.) Abg. Werner(Reformpartei)!s Wir haben kein Geſetz zu machen für Juriſten, ſondern für das deutſche Volk. Gerade der Mittelſtand hat ein Intereſſe daran, daß die amtsgerichtliche Zuſtändigkeit auf 800 Mark erhöht wird. Die Vorlage erfüllt viele berechtigte Wünſche des Volkes. Wir begrüßen die Vorlage im Intereſſe des Mittelſtandes und der Arbeiterſchaft. Abg. Dr. Thaler(Zentr.) lehnt im Namen einer Minderheit des Zentrums die Vorlage prinzipiell ab. Die Zukunft wird lehren, daß die ganze Novelle nur formale Bedeutung hat. Nur eine allgemeine Reviſion der Zivilprozeßordnung iſt von Wert. Für eine großzügige Reform wollen wir jedes Opfer bringen. Das vorliegende Stückwerk befriedigt uns aber nicht. Unzweifelhaft hat die Re⸗ gierung verſchiedentlich ſich von fiskaliſchen Intereſſen leiten laſſen. Die beſondere Gebühr bei Häufung von Terminen iſt ganz un⸗ angebracht. Dieſe Gebühr wäre eine Peitſche, ein Po⸗ ligeiſtock, für diejenigen, die in der 1 Lage ſind, einen Prozeß führen zu müſſen. Der Staat mit gutem Ge⸗ wiſſen eine ſolche Gebühr nicht einſtecken. 5 Abg. Dove(freiſ. Vergg.): Eine Minderheit der freiſinnigen Fraktionsgemeinſchaft ſteht in der Vorlage eine geeignete Grundlage für die Kommiſſions⸗ beratung. Die Novelle ſoll nicht dazu dienen, Experimente zu machen. Dr. Ablaß hat zuviel bewieſen. Wenn man ihm folgen würde, dann müßte man ja überall Kollegialgerichte einführen und die Einzelrichter ganz abſchaffen. Dazu liegt kein Grund vor. An die Reviſion des amtsgerichtlichen Verfahrens wird ſich die des landgerichtlichen Verfahrens anſchließen müſſen. Die Kompetenz⸗ erweiterung war notwendig, weil der Geldwert erheblich geſunken iſt. Bei Armenſachen müßte der Fiskus eintreten und ſeinerſeits die Rechtsanwälte bezahlen. Die Diskuſſion ſchließt. Der Entwurf geht an eine 28gliedrige Kommiſſion Präſident Graf Stolberg: Ich habe die Abſicht, die Interpellationen zu dem Kaiſer⸗ Interview am Dienstag auf die Tagesordnung zu ſetzen, Die Sitzung am Montag ſoll erſt um 2 Uhr beginnen. Nächſte Sitzung: Sonnabend, vorm. 11 Uhr; Weingeſetz. Schluß 6 Uhr, 8 14 Heute trifft das —— fi 5 9 * 1 8 5 Nannherm, 7. November — irderkrauz Heute Samstag abends ½0 uhr Geſamt⸗Probe! 82816 Der Vorſtand. Iwangs⸗Perſteigerung. Montag, 9. November 1908, nachmittags 2 Uhr werde ich im Pfandlokal J 4, 5 General⸗Anzeiger. (Meittag diakt.) I. Seite. HI, 8 Julius Ittmann Waren- und Möbel-Kredit-Haus. hier, gegen bare Zahlung im Vollſtreckungswege öffentlich pberſteigern: 66447 2 Abbieg⸗, 1 Wulſt⸗ und 1 Rundmaſchine 1 Schlagſcheere, 1 Lochſtanze, Möbel und Ver⸗ ſchiedenes. 5 Mannßeim, 7. Nov. 1908. Haag, Gerichtsvollzieher. Cbetverſteigerung. Mittwoch, 11. Nopbr. 1908, vormittags 9 Uhr, verſteſgern wir in der Farren⸗ haltung Käfertal einen fetten Eber. 81936 Mannheim, 5. Novbr. 1908 Städt. Gutsverwaltung. 0 Krebs. 7 Knaben-Paletots Anzahlung von k..50 an 8 üge Anzahlung von M 8 Jünglings-Paletots Anzahlung yn Mk..— an 8 Hlerren-Anzüge, Hosen) Herren-Pa stots 939 H1, 8 ölusen, Kost Anzahlung von Mk. mit kurzer oder langer Jacke 2 nzahlung von Mk..— an K Umrüeke Unterröeke, .— an 2 2 Kostumes Mäntel, Paletots Anzablung von Mk 18 9 „Hädehen- Polsterwaren Anzahlung von Mk..— an Anzahlung von Mk..— an ſHaferlieferung. Auf dem Submiſſtonswege vergeben wir die Lieferung vor 1000 Zentner prima Hafer ganz oder g teilt, ieferbar nach underer Wahl, frk. Comvoſt⸗ fabrik. 81921 Zur Berechnung gelangt das auf unſerer Waage erm ttelte Gs«wicht. Es wird nur muſterconforme Ware angenommen, welche nicht mehr als 30½ Beſuatz hat. Offerten mit Muſter non mindeſtens halbe Eter ſin mit entſprechender Aufchrift verſehen bis längſtens Moutag, 9. Nov. 1908, vormittags 11 Uhr, bei der unterzei hneten Stelle franko einzureichen, zu welchem Zeitpunkt die Eröffnung der⸗ ſelben in Gegen wart etwa er⸗ ſchienener Submittenten erfolgt Angebote treten erſt nach Umftuß von 8 Tagen, vom Eröffnungstage an gerechnet, uns gezenüber außer Kraft. E. füllungsort iſt Mannheim. Mannheim, 2. Noobr. 1908 Städt. Fuhr⸗ und Gutsverwaltung. Krebs. Pf 0 08 in feinster Ausführ- ung sind in jeder Beziehung unüber⸗ treftlich. Srösste Auswal! Tausende Referenzen F. 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Die telegraphierten Bilder der„Verbrecher“— dieſe waren in Wirk⸗ lichkeit harmloſe Mitarbeiter der beiden Blätter— wurden in den am Sonntag früh erſcheinenden Nummern der genannten Zeitungen beröffentlicht, und das Publikum der beidenn Hauptſtädte wurde auf⸗ gefordert, ſich unter folgenden näberen Beſtimungen an der„Ver⸗ krecherjagd zu beteiligen: Am Nachmittage zwiſchen 2 und 4 Uhr würden der däniſche und der ſchwediſche„Verbrecher“ in der genau bezeichmeten faſhionabelſten Gegend der Stadt ſpazieren gehen; es gelte nun, ſie nach dem telegraphiſchen Bilde zu erkennen und ihrer „habhaft“ zu werden. Der„Verbrecher“ aber ſei verpflichtet, ſich, wenn er mit den Worten„Sie ſind der Schwede der Politiken“!“ oder„Sie ſind der Däne der„Nyheter“!“ angeredet werde, ſich ſofort zu erkennen zu geben und dem Entdecker zur Redaktion zu folgen, ero dem angehenden„Sherlock Holmes“ eine Belohnung von 100 Kronen ausgezahlt werden würde Die Verbrecherſagd wurde in der beſtimmten Nachmittagsſtunde in beiden Hauptſtädten, tvie zu erwarten war, äußerſt lebhaft. Man konnte Angehörige aller Geſellſchaftsklaſſen mit dem ausgeſchnittenen„Verbrecherbilde“ der „Jagd“ obliegen ſehen; in Stockholm beteiligte ſich ſogar das Kronprinzenpaar am Suchen. Die Jagd gab zu dem köſt⸗ lichſten Irrtümern Anlaß; viele„Unſchuldige“ wurden ſehr gegen ihren Willen zur Redaktion geſchleppt, wo es dann zur Ausſprache kam, die ader meiſtens fehr gemütlich endete,— ohne daß etwa eine Auzeige twegen Nötigung in Ausſichk geſtellb wurde. Je etwa eine halbe Stunde nach dem Anfang der Jagd evurden die„Verbrecher ſeſtgenommen“, und zwar der Schwede in Kopenhagen von einem Kand. fur., der Däne in Stockholm von einem 19;ährigen Hand⸗ lungsgehilfen. Das Ergebnis war ſomit ein neuer Triumph der Kornſchen Bildtelegraphie. Beide„Verbrecher“ erzählen, daß ſie nach ihrer Ankunft am Beſtimmungsorte ſich keine Minute ſicher ge⸗ 8 2 0 4 3 2 5 3 5 LVeeclgeftartigen Bilde der Barockkultur —— fühlt hätten; überall hätten ſie ſcharfe Blicke beobachtet, und die ehrzahl der Leute, die ſie getroffen hätten, ſei mit dem Bilde aus⸗ üſtet geweſen. Sehr ſchlau fing es aber der Schwede in Kopen⸗ Aagen an: um die Zeit bis zu der für den Anfang der Jagd ange⸗ ſetzte Stunde einigermaßen in Ruhe zuzubringen, hatte er ſich in das Kunſtmuſeum begeben, und ſiehe da!— dort beläſtigbe ihn memand! — Der„Vater der Graphologen“. Die Graphologie, die man heute ſo gern zu einer Wiſſenſchaft ausbilden möchte, hat bereits am Hofe Ludwig XIV. ihre Anhänger gehabt und großes Auf⸗ ehen eregt, wenngleich ſie damars in recht groben Form betrieben wurde und nur den Schwindeleien cines Abenteurers diente. Der indereſſante Mann, dem man den Namen des„Vaters der Grapho⸗ logen“ gegeben hat, war ein Italiener, der ſich Fean⸗Baptiſte Primi Jelieien Visconti Faſſola de Raſſa, Graf von Saint⸗Manol nannte, kiner jenen kühnen Hochſtapler und Glücksjäger, die zu dem 0 gehören und auch am Hofe Fudwigs XIV. nicht fehlen durften. Seine Erinnerungen, deren Aanufkript nach ſeiner Verhaftung in die Bibliothek von Airzen⸗ Airvence zam, ſind jett don Jean Lemaime herausgegeben worden. „Tr Fialiener, der ſich dem Pöchſten Adel ſeines Daterlaudes gu⸗ gefangen ſaß. rechmete, war kwahrſcheinlich der Sehn eines Tuüchkaufmanns aus dem Bezirk Raſſa im mailändiſchen Gebiet. 1673 taucht er aus dend Dunkel ſeines bisherigen Lebens auf; er befindet ſich auf einer Reiſe nach Paris, von dem Glanz des Sonnenkönigs und ſeines Hofes angezogen, tvie ſo viele, um ſein Glück zu machen. In Lyon ſetzte er ſich mit einem Reiſebekannten namens Borgion zu Tiſch und erzählt dieſem in einem gebrochenem halb italieniſch und fran⸗ 36ſiſch, daß der Kellner, der ſie bediene, unglücklich verliebt ſei und ſeine Stelle verlaſſem wolle. Es ſtellt ſich heraus, daß die Sache ſich wirklich ſo verhält; die ganze Reiſegeſellſchaft iſt höchlichſt erſtaunt und Visconti zeigt ſich ſelbſt gang verwundert darüber, daß er richlig geraten habe. Dieſes zufällige Vorkommnis wird ihm zu einer Richtſchnur, durch die er den Weg aus Unſicherheit und Un⸗ getwißheit zu immer feſterem Glauben an ſich ſelbſt und gu immer glänzenderen Erfolgen findet. Seine Reiſegefährten ſind bereits ſo von ſeiner geheimnisvollen Gabe der Vorahnung überzeugt, daß er mit einer neuen Prophezeiung auf allſeitiges Vertrauen ſtößt. Er verkündet einem Reiſenden, der mit einem ekeſhaften Geſchwür behafket war und dadurch rechb läſtig fiel, er werde untenwegs er⸗ mordet lverden, und der Reiſende verläßt voller Angſt den Poſtwa⸗ gen. In Paris beſtrickt Visconti durch ſeine Liebenswürdigkeit den fremdartigen Reig ſeiner Erſcheinung den Abbs de la Baume, von dem er nun er alle Einzelheiten über die Perſonen des Hofes, ihre Verhältniſſe, ihre Beziehungen, ihre Liebe und ihren Haß erfährt. Die Kunde von dem myfſteriöſen Propheten hatte ſich unterdeſſen ſchon in den Salons verbreitet. In einer Geſellſchaft der Präſi⸗ dentin'Ozenbrah erklärt er, die Gabe zu beſitzen, aus jeder Schrift den Charakter der Perſon zu leſen.„Die Präſidentin,“ ſo ſchretot er,„gab mir einen Brief. Ich erklärte ihn für geſchrieben von einer Perſon, die imd Waffenhandwerk geübt, ehrgeizig und unruhig väre; dieſe Perfon unterhalte Beziehungen zu einerWitwe und habe eine Wunde am Kopf“. Die Präſidentin fand, daß ich alles richtig gera⸗ den hatte, nur mit der Kopfwunde ſtimme es nicht. Aber da brachte ihr ein junges Mädchen einen Brief, in dem der betreffende Herr ihr mitteilte, daß er bei Beſancon mit einem Musletenſtoß am Kopf verletzt worden ſei. Da ſchrie ſie ouf:„Mein Herr, Sie ſind ein Zauberer!“ Durch ſolche Proben ſeiner Kunſt wuchs ſein Ruf außer⸗ ordentlich Ganz Paris„brannte danach, ihn zu ſehen“die Damen drängten ſich um ihn; den Chevalter de Vendöme, der Großprior von Frankreich räumte ihm eine Wohnung in ſeinem Palais ein. Aber euſt ein neues Abenteuer ſollte ihn auf die Höhe ſeines Ruhms bringen. Eines Nachts wurde er plötzlich zu der Marquiſe von Ranmes gebeten und fand bei ihr eine ganz erregte Dame, die er ſogleich als die Couſine des Königs Mlle. de Mondpenſier er⸗ kannte, die Geliebte des Herzogs von Lauzun, der um ihretwillen Der Italiener verriet mit keiner Mieme, daß er die Dame kannte; er erzählte ihr die ganze Geſchichte, wie wenn er noch nie etwas von dem berühmten Liebeshandel gehört hätte, hüllte ſich in geheimnisvolle Andeutungen und brachte ſie durch ſeine Mittei⸗ lungen bald zum Weinen und bald zum Lachen. Die ganze Nacht ſprach ſie mit Visconti; danm enthüllte ſie ihm ihren Namen, wo⸗ rüber der Italiener das grenzenloſeſte Erſtaunen bezeigte. Am an⸗ deren Tage führte ſie ihn nach Verſailles zum König.„Das alſo iſt Euer Wandermann,“ ſagte Ludwig XIV., zog den Zauberer ein wenig beiſeite und fragte ihn im Vertrauen, od er wirklich etwas davon verſtünde. Visconti kat das Klügſte, as er tun konnte; er antwortete ganz frei heraus, daß er gar nichts verſtünde und das nur zu ſeinem Vergnügen täte. Darauf lachte der Sonnentönig und arbeitete ihm in die Hände, indem er erklärte, dieſer Italiener ſei wirklich ein gelehrter und galamter Manm. Nun ſwar fein Gmick ge⸗ macht. Die Prinzen und hohem Herren riſſen ſich um ihwz vom Morgen bis zum Abend war ſein Haus von Karoſſen und eleganken Leuten belagert; Pagen, Lakaien und Zofen liefen aus und ein. Mit großer Geſchicklichkeit wußte er ſich immer durchzuhelfen, und manchmal machten es ihm die Fragendem auch leicht. So zeigte ihm die Königin einen Brief des Königs von Spanien, ohne das Siegel gu berdecken, und kam gar nicht aus dem Erſtaunen heraus, als der Zauberer nun ihr in ſybilliniſchen Andeutungen über die Per⸗ ſönlichkeit des hohen Schreibenden orakelte. Ein ander Mal tvollte man ihn auf Glatteis führen und legte ihm einen Brief Lud⸗ twigs XIV. vor. Zum Entſetzen all ſeiner Anhänger erklärte er, daß es die Schrift eines alten Geizhalſes und Wuücherers wäre. Als anan jedoch nachforſchte ſtellte ſich heraus, daß das Billek von dem Kabinetsſekretär Roſe geſchrieben worden war, der die Schrift des Monarchen ſo gut nachzuahmen verſtand, daß dieſer viele Briefe, die für eigenhändig gelten ſollten, von ihm ſchreiben ließ. Visconti hatte dies von ſeinem Gönner Vendöme erfahren. Wie die Abenteurer jener Zeit, iſt auch Visconti nach eier Periode kurzen Glanzes in der Vaſtille geendet. Nach ſechs Monaten ge⸗ lang es ihm, zu entkommen und er tauchte wieder in das Dunkel zurück, aus dem ihn eine launiſche Welle des Schickſals und die Leichtgläubigteit ſeiner Zeitgenoſſen emporgehoben hatten. — Eſſen wir zu viel? Die Verſuche, die der amerikaniſche Gelehrte Dr. Chittenden jetzt im Auftrag der amerikaniſchen Re⸗ gierung in Waſhington an einer Anzahl von Sanitätsſoldaten vorgenommen hat, geben auf dieſe Frage eine intereſſante Ant⸗ wort. Die Verſuche erſtreckten ſich zunächſt auf dreizehn Mann, die ein halbes Jahr lang nach einer genau abgewogenen Methode ernährt wurden. Regelmäßigkeit des Lebenswandels und Ver⸗ richtung der täglichen Arbeiten wurden dabei ſcharf inne gehalten. Nach und nach begann man damit, die nach einer beſtimmten Ta⸗ belle zuſammengeſetzte, ſehr abwechslungsreiche Koſt derart zu ge⸗ ſtalten, daß der Eiweißgehalt der Nahrung immer mehr vermin⸗ dert wurde, während der Stickſtoffgehalt annähernd auf gleicher Höhe gehalten wurde. Die Koſt enthielt ſchließlich nur ein Drittel des Eiweißgehaltes, das die betreffenden Soldaten ſonſt täglich zu ſich zu nehmen pflegten. Nach monatelangen Verſuchen zeigte es ſich, daß die Verringerung der Eiweiß⸗Zufuhr auf das körperliche Befinden und insbeſondere auch die Arbeitskraft der Leute von keinerlei ſchädlichem Einfluß geworden war. Die er⸗ wartete Gewichtsabnahme trat zum Teil garnicht, zum Teil nur in unverhältnismäßig geringem Maße ein. In Chambers Jour⸗ nal wird berichtet, daß von den dreizehn Mann fünf ihr ur⸗ ſprüngliches Gewicht beibehielten, vier weitere zeigten einen ganz minimalen Gewichtsverluſt, der ſich jedoch nur auf die erſten Tagesexperimente bezog; bei zwei dagegen konnten etwas größere Gewichtsabnahmen feſtgeſtellt werden. Allein dieſer Ver⸗ luſt erwies ſich nicht allein ohne jeden ſchwächenden Einfluß auf das Muskelſyſtem, ſondern im Gegenteil, es zeigke ſich, daß alle Teilnehmer des Experiments am Schluß der ſechsmonatlichen Verſuchszeit an körperlicher Leiſtungsfähigkeit gewonnen hatten, was zweifellos mit der ſtreng geregelten Lebensweiſe und der ſyſtematiſch betriebenen körperlichen Uebung im Zuſammenhange ſteht. Das Ergebnis des Verſuches war die Erkenntnis, daß bei ausreichend regulierter Stickſtoffzuführung der menſchliche Körper auch bei Verringerung der üblichen Eiweißmengen vollauf und zum Teil ſogar günſtiger ernährt werden kann, als man bisher anzunehmen pflegte. Das Reſultat ward beſtätigt durch einen anderen Verſuch von ebenfalls ſechsmonatiger Dauer, der mit acht Athleten vorgenommen wurde. Die Athleten wurden mitten Denrral-Hnzei⸗er. Mittagblaft.“ Manndernt, 7. Novemder alh jerte hamen- 80 95 Hüte ein Teil hiervon voll garniert mit Seide, Flügel od. Fantasie, Nadeln etc. ete. Hierunter 5 7 1n 8 Hlüte 155 22 die regulär- 0 55 Mk. kosten. 25 7 9 Neu eingetroffen: kranzösisthe ff ne* kregulärer Modellpfeis bis M. 80.— pr. Stück Einheitspreis Solange Vorrat!? * für Mannheim Alleinvertrieb Gratisausgabe von Blank's Modenblatt Den Rechnungsabſchluß der ſtädtiſche Kaſſen betr. No, 45158 I. Die ſtädtiſchen technichen Aemter find am gewieſen, im Intereſſe der Ordnung im ſtädziſchen Rechnun s, weſen die Rechnungen für Lieferungen und Aubeisen rechtzeſtg einzuverlangen und ur Zahlungsanweifung vorzulegen. Ju dieſem Zweck müſſen am 1. Dezember bereits die Rechnungen für alle Lieferungen und Arbeiten, welche bis dahin vollzogen wurden, übergeben ſein. Im Dezember werden Beſſellungen tunlichſt vermieden werden. Soweit ſie nicht zu umgehen ſind, wird die Zah⸗ lungsanweifung im kommenden Jahre erfolgen. Indem wir hierauf aufmertſam machen und um rechtzeitige Eintieferung der Rechnungen dringend erſuchen, bemerten wir, daß diejenigen Geſchäftsleute, welche dem nicht nachkommen, 2 ausgeſchloſſen werden. 31937 Mannheim, den 2, November 1908. Bürgermeiſteramt: i Ritter. Haus Grassmiick nua Atelier fur moderne Plotograpliie 6, 2 ſnebes Apolſo· I heater.) Jel. 3270 Mannheimen Zängerkreis Eingetragener Verein, Gegeunget 1892. Samstag, den 14. November 1903, abends präzis 9 uhr Konzert mit darauffolgendm BALLI im Zaale des„Friedrichspark“, unter gefl. Mitwirtung der Großh Hof pernſängerin Frau Dina Voiſin⸗ v. d. Vifver, Sopran, und des Herrn Hofmuſikus Felix Angen Vio. ine, dahier. Direkton: Herr Hauptl. Fritz Schübelſin. 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