Abonnement: Gadiſche Volkszeitung.) 70 Pfennig monatlich, Bringerlohn 28 Pig. monatlich, durch die Poſi bez. tnel. Poſt⸗ anfſchlag Mi..4 pro Quartal. Einzel⸗Nummer 5 Pfg. In ſerate: Die Colonel⸗Zeile.. 28 Pfg. Auswärtige Inſerate 80„ Die Reklame⸗Zeile„.„1 Mark Geleſenſte und verbreitetſte Zeitung in Mannheim und Umgebung. Schluß der Juſeraten⸗Aunahme ſüt das Mittagsblatt Morgens 3 9 Uhr, für das Abendblatt Nachmittags 3 Ubr⸗ Badiſche Neueſte Nachrichten Anabhängige Tageszeitung. Taglich 2 Husgaben (ausgenommey Sonntag) 1 Telegramm⸗Adreſſe: »„General⸗Anzeigez Manunheim“, Telefon⸗Nummern: Direktion u. Buchhaltung 1449 Druckeret⸗Bureau(An⸗ nahme v. Druckarbetten 841 (Mannheimer Volksblatt.) Nr. 570. Die heutige Abendausgabe umfaßt 24 Seiten. ZB rrB Bündniſſe und eigene Kraft. l Jahre 1889 ſaß der Schreiber dieſer Zeilen mit einem Freunde in Florenz in einer gemütlichen Bierſtube de. Via Tornabuoni. Als zwei vorbeigehende Italiener Unſere deutſche Unterhaltung hörten, riefen ſie ſpontan„Evvia la Germania“ und ſetzten ſich auf unſere Aufforderung als⸗ bald zu uns. Der eine war früherer Offizier, der andere Gymnaſialprofeſſor. Der Offizier erklärte alsbald mit großer Energie, daß er Deutſchland liebte, das Bündnis mit Oeſter⸗ reich aber nicht gutheißen könnte. Sein Vater ſei im Kriege gegen Oeſterreich gefallen und das könnte er nicht vergeſſen. Als wir ihm darauf entgegneten, daß ja auch boiele Preußen gegen Oeſterreich und viele Oeſterreicher im Kampfe mit Preußen gefallen wären und daß trotzdem zwiſchen beiden Ländern nunmehr herzlichſte Freundſchaft Leſtünde, erklärte er, das ſei ganz etwas anderes. Preußen und Oeſterreich hätten nie derart untereinander gelitten, wie Italien unter der öſter⸗ reichiſchen Herrſchaft gelitten hätte. So wie er dächte die große Mehrheit des italieniſchen Volkes. „Inzwiſchen ſind zwei Jahrzehnte verfloſſen. In dieſer Zeit hat ſich das Gute, nämlich die Zuneigung der Italiener zu Deutſchland, beträchtlich abgeſchwächt, das Schlechte, der Haß gegen Oeſterreich, hat ſich noch verſtärkt. Das Abflauen der deutſchfreundlichen Stimmung iſt teils auf franzöſiſche Ränke, beſonders auf die Beeinflußung der italieniſchen Preſſe durch den franzöſiſchen Botſchafter Barriere, zurückzufülren, teils aber hängt es mit der Abneigung gegen Oeſterreich zu⸗ ſammen, inſofern nämlich jeder Konflikt gegen Oeſterreich auch deutſchfeindliche Empfindungen auslöſt. Man wirft dann eben Reichsdeutſche und Oeſterreicher in denſelben Topf, als„Tedeſchi“. Wie unverhüllt der Haß gegen Oeſterreich ſich jetzt hervor⸗ tragt, hat die Tagung der italieniſchen Kammer am letzten Donnerstag gezeigt. Der frühere Premierminiſter Fortis trug ſeinen Zornesſang im Fortiſſimo vor und der aktive Marineminiſter und die geſamte Kammer, einerlei, ob Konſer⸗ vative oder Sozialiſten, jubelten dieſer Bravourarie zu Ein ſo ſtarkes Stückchen leiſtet man ſich in einer geſetzgebenden Körperſchaft kaum jemals einer Nation gegenüher, zu der man in offener Gegnerſchaft ſteht, einem„Verbündeten“ gegenüber iſt etwas derartiges wohl noch nie vorgekommen. Die Wirkung dieſes Vorganges wird auch dann nicht ab⸗ geſchwächt werden können, wenn der Miniſter des Aeußeren Tittoni ſich über die Notwendigkeit und den unerſchütterlichen Fortbeſtand des Dreibundes, insbeſondere auch des Bündniſſes mit Oeſterreich, auslaſſen ſollte. Fortis hat zweifellos die Empfindung der geſamten Nation wiedergegeben und da⸗ gegen verwehen die Worte eines Miniſters. Die Staats⸗ männer können auf die Dauer nicht feſthalten, was die Nationen nicht haben wollen. Mit dem Bündniſſe zwiſchen Deutſchland und Oeſterreich ſteht es ja nun inſofern beſſer, als in Oeſterreich nicht nur der Kaiſer und ſeine Miniſter das Bündnis wollen, ſondern ..————— Feuilleton. Leben und Schickale eines genialen Va abunden. „Er müßte in Erz gegoſſen auf dem Sockel des Goethe⸗ Schillerdenkmals in Weimar zu den Füßen der Großen ſitzen!“ Mit dieſen Worten geſellt Julius Hart den genialen Vaga⸗ bunden Magiſter Laukhard den Klaſſikern bei. Aller⸗ dings nur auf dem Sockel, denn der geniale, verlotterte Ma⸗ giſter iſt der deutſche Klaſſiker„von unten“, und ſeine ſoeben neu veröffentlichte Lebensgeſchichte(Robert Lutz, Stuttgart, zwei Bände, broſch. 11 Mk., geb. 13.) führt den Leſer an den Höhen klaſſiſcher Geiſteskultur vorbei in die breiten Nie⸗ derungen, in denen das deutſche Volk am Ende des 18. Jahr⸗ hunderts jenes in allem Betracht höchſt zweifelhafte Daſein führte, das wir in unſerer Unkenntnis der tatſächlichen Ver⸗ hältniſſe mit der fabelhaften„guten alten Zeit“ im Zuſam⸗ menhang bringen. Der unſchätzbare Wert des Laukhard'ſchen Memoirenbuches beruht zumeiſt in der ungeſchminkten Darſtellung ſeines eigenen, jämmerlich vergeudeten Lebens und deſſen ſeiner Zeitgenoſſen in Deutſchland ſowie ſpäter in Frankreich. Damit wird Laukhard zum Sittenſchilderer erſten Ranges, und wir müſſen dem Herausgeber Dank zollen, daß er dieſes einzig⸗ artig intereſſante Buch der Vergeſſenheit entriſſen hat. Der Magiſter führt uns mitten hinein in die unerhörte Lotterwirt⸗ ſchaft der deutſchen Duodezſtaaten, die er mit meiſterhaft plaſti⸗ ſcher Anſchaulichkeit vor uns hinmalt.„Hureref, Dieberel, falſch Zeugnis, Läſterung“, dazu das leidige Saufen und eine auf alles ſich erſtreckende Korruption ſind das weſentliche Merk⸗ mal jener gepriſenen guten alten Zeit, die ſich vor unſeren Augen in einen wahren Höllenpfuhl ſittlicher Verkommenheit um⸗ — Samstag, 5. Dezember 1908. auch die Deutſchen Oeſterreichs und der größte Teil der Ungarn. Trotzdem haben die Vorgänge von Prag doch zu denken gegeben. Der fanatiſche Haß der Tſchechen gilt natür⸗ lich den Reichsdeutſchen nicht minder, wie den Deutſchen Oeſterreichs. Die Slovenen und die Polen haben ebenfalls bei verſchiedenen Gelegenheiten aus ihrer Abneigung gegen alles Deutſche kein Hehl gemacht. Ohne alſo auch nur im mindeſten an der entſchiedenen Bundestreue der öſterreichi⸗ ſchen Regierung und großer Teile der Bevölkerung Oeſterreich⸗ Ungarns zu zweifeln, iſt es doch ſehr wohl möglich, daß im Ernſtfalle die deutſchfeindlichen und die deutſchfreundlichen Kräfte ſich paralyſieren und daß die öſterreichiſch⸗ungariſche Armee Deutſchland keine aktive Unterſtützung bringen kann. Iſt alſo auf unſere Bündniſſe herzlich wenig Verlaß, ſo denken wir darum noch lange nicht peſſimiſtiſch. Auch die gegen uns gerichteten Bündniſſe und Ententen ſcheinen uns keine allzugroße Gewähr ſicheren Funktionierens im Ernſtfalle zu bieten. Auch hier beſtehen mancherlei Gegenſätze zwiſchen den Verbündeten und„Freunden“, auch hier wird im gegebenen Falle die egoiſtiſche Sorge für das eigene Heil den Sieg über die Hilfsbereitſchaft für den„Freund“ davontragen. So ſcheint uns alſo aus unſeren eigenen Bündniſſen wie aus denen der Gegner eine und dieſelbe Lehre hervorzugehen: man muß dafür ſorgen, daß man ſich ſchlimmſtenfalls, ſei es einem einzelnen Gegner, ſei es einer Koaliton gegenüber, auf die eigene Kraft verlaſſen kann. Die Lehren von Rom und Prag ſollten wir Deutſche gerade im gegenwärtigen Moment beherzigen. Da zum Kriegführen bekanntlich vor allen Dingen Geld gehört, ſo iſt es nicht eine finanzielle, ſondern eine pa⸗ triotiſche Pflicht, unſere Finanzen in Ordnung zu bringen Ob dabei der auch uns in vielen Stücken recht anfechtbar erſchei⸗ vende Entwurf des Reichsſchatzſekretärs die Grundlage bildet, ob der Reichstag aus eigener Findigkeit neue Steuerquellen entdeckt, das iſt letzten Endes für unſere Sicherheit den aus⸗ ländiſchen Gegnern gegenüber von untergeordneter Bedeutung. Von großer Wichtigkeit iſt es aber, daß wir ſoſchnellals möglich unſere Finanzen in Ordnung bringen, damit wir auch in dieſer Hinſicht jederzeit„klar Schiff zum Gefecht“ polllsche Ulebersſcht. Mannheim, 5. Dezember 1908. Mehr Achtung vor einander! Man ſchreibt uns: Folgender Fall aus der Prapis eines katholiſchen Pfarrers einem Proteſtanten gegenüber verdient der Oeffentlichkeit übergeben zu werden: Mein katholiſch getaufter, aber proteſtantiſch erzogener Sohn wird kommende Oſtern konfirmiert und bedarf eines Taufſcheines. Ich ſchrieb nun anfangs September an das katholiſche Stadtpfarramt in Landau(Pfalz) um Ausſtellung eines ſolchen, legte eine 10 Pfg.⸗Marke bei und bemerkte, daß elwaige Mehrkoſten durch Nachnahme erhoben werden mögen. Bis 8. Oktober keine Antwort! Am 8. Oktober ſandte ich nach Landau einen Einſchreibbrief und erbat umgehende Er⸗ ledigung. Bis anfangs November keine Antwort!— Nun⸗ wandelt. Wir leſen von den hohen und höchſten Herrſchaften weltlichen und geiſtlichen Standes, die ſich mit ihren„Nichten“ in die Arbeit des„Regierens“ teilen und in ihren Ländern einen ſchwunghaften Aemterſchacher betreiben. Und auf dem⸗ ſelben Niveau bewegt ſich das Leben der lieben Untertanen. Beſonders intereſſant ſchildert Laukhard das damalige Uni⸗ berſitäts⸗ und Studentenweſen, in dem er eine beſondere Rolle geſpielt hat. Ueber alle Begriffe roh iſt der Ton der„honorigen Burſche“ die ihre Jl mit Balgereien und Saufgelage, beides in rüdeſter Form, dahinbringen, was damals den„Comment berſtehen“ hieß. Das Zotenreißen wurde mit Virtuoſität geübt und zur Wiſſenſchaft erhoben, wogegen die Wiſſenſchaft der Univerſitätsprofeſſoren meiſt jene Fadenſcheinigkeit aufwies, durch die ſich auch ihre Moral auszeichnete. Zur ſelben Zeit aber blühte die deutſche Klaſſizität im nahen Weimar. Dieſes Leben, das der ſcharf beobachtende Laukhard ſo meiſterhaft ſchildert, wurde ihm zum Verhängnis. Von frühe⸗ ſter Jugend an dem Alkoholgenuß ergeben, in der Kindheit ſchon von Knechten und willigen Mägden daheim verpvorben, beſteht er zwar ſein theologiſches Examen, und ſammelt, hochtalentiert wie er iſt, Kenntniſſe weit über den Durchſchnitt hinaus, aber ſeine Schwachheit, die ihn immer wieder in den Sumpf hinein⸗ führt, der beſtändig lockt, ſteht ihm im Wege. Auf ſeinen ver⸗ ſchiedenen Vikarſtellen erwirbt er ſich wohl mit ſeinen friſchen kernigen Reden die Zuneigung der Bauern, die ihn gern zum Pfarrer hätten, allein allerlei Intriguen vereiteln den Ankauf einer Pfarrſtelle, nachdem ihm ſein nie verhehlter Unglaube und ſein allzu anrüchiger Lebenswandel faſt alle Ausſichten auf eine Anſtellung genommen hatten. In der Bitterkeit über ſein verpfuſchtes Daſein gibt er ſich nun erſt recht einem wüſten Leben hin. Noch einmal winkt die Hoffnung: er hat Gelegen⸗ heit, durch die Heirat eines häßlichen alten, dürren Weibes in eine Pfarre zu kommen; der Verzweifelte überwindet ſich, er Eigene Redaktionsbureaus Nedaktion 87 in Berlin und Karlsruhe. wpeditton und Verlags⸗ 5 buchhandlung 23 462*k 219 Seden eee (Abendblatt.) mehr ließ ich ein Laufſchreiben gehen. Das katholiſche Stadt⸗ farramt Landau beſtätigte dem— Poſtamte den Empfang meines Einſchreibbriefes, ich ſelbſt erhielt bis heute—— keine Antwort! Von dem evangeliſchen Pfarramt meines Wohnorts wurden in gleicher Angelegenheit zwei Poſtkarten mitbezahlter Antwort nach Landau geſchrieben, doch auch das Pfarramt erhielt—— keine Antwort! Wenn man nun von der Ausſtellung eines Taufſcheines, der ja nicht abſolut erforderlich iſt, abſieht, ſo iſt es doch— um keinen ſchärferen Ausdruck zu gebrauchen— geradezu des einfachſten Anſtandes bar, auf eine höfliche Bitte nicht einmaf cine— wenn auch nur ablehnende— Antwort zu geben Na, ſelbſtverſtändlich! Einem„Mitchriſten“ und gar einem ſolchen, der es gewagt hat, ſeine batholiſch getauften Kinder ſpäterhin im evangeliſchen Glauben erziehen zu laſſen, dem braucht man nicht einmal die einfachſten Formen des per⸗ ſönlichen Anſtandes zu wahren!— Man ſieht hier wieder daß die Kirche, die ja auch Menſchenliebe, chriſtliche Nächſtenliebe und gegenſeitige Duldſamkeit predigt, von dieſen Dingen nichts kennt, wenn man ihren Willen nicht tut: ein Vergeſſen gibts hier nicht.“— Es drängte uns, ein derartiges, nahe an Beleidigung grenzendes Verfahren eines Vertreters der katholiſchen Kirche zu veröffentlichen, um an einem Beiſpiel zu zeigen, welche Achtung der einzelne Evangeliſche und die ganze evangeliſche Kirche in den Augen eines katholiſchen Prieſters genießt.— Ein verſöhnender Beſchluß. In dieſen Tagen, wo ſo oft Einkehr und Selbſtüber⸗ windung gepredigt worden iſt, hat auch der Verband Bayeriſcher Metallinduſtrieller eine Tat der Selbſtbeſcheidung vollführt: er hat den am 21. Mai ds. Is. gefaßten Beſchluß, ſeinen Angeſtellten die Mitgliedſchaft bei gewiſſen Standesorganiſationen zu verwehren, wieder auf⸗ gehoben. Die betroffenen Organiſationen waren geweſen: der Verein für Handlungskommis von 1858, der Verband deutſcher Handlungsgehilfen, der deutſchnationale Handlungs⸗ gchilfenverband, der Verein der deutſchen Kaufleute(nach Hirſch⸗Dunker) und der Bund der techniſch⸗induſtriellen Veamten. Wenn auch in der neuen Entſchließung der bayeriſchen Metallinduſtriellen ein Unterſchied zwiſchen den erſtgenannten drei und den beiden letzten Vereinigungen ge⸗ macht wird, ſo muß man ihre Willensmeinung doch wohl dahin auslegen, daß die Mitgliedſchaft bei allen fünf Ver⸗ bänden in Zukunft freiſtehen ſoll. Ohne ein Urteil über die etwaigen unterſcheidenden Merkmale der fünf Organiſationen fällen zu wollen, glauben wir doch, daß der neue Beſchluß der Metallinduſtriellen faſt allgemein mit großer Freude begrüßt werden wird. Der erſte Beſchluß wurde als ein Vorſtoß gegen die Vereinigungsfreiheit der Angeſtellten empfunden und ſchien geeignet, eine Kluft zwiſchen Induſtrie und ihren Angeſtellten zu eröffnen. Unſeres Erachrens aber muß, nachdem Handarbeiter und Unternehmer leider vielfach wie feindliche Welten geſchieden ſind, die Einheit der Induſtrie mil ihren kaufmänniſchen und techniſchen Mitarbeitern un⸗ bedingt aufrecht erhalten werden. Es wird richtig ſein wenn die Induſtriellen in ihren Angeſtellten das Streben nach „Menſchenrechten“, auch nach Vorwärts⸗ und Aufwärtsſteigen achten, und wenn ſie eingedenk bleiben, daß ſie ſelbſt, die iſt bereit, ſich ſolchermaßen zu berkaufen, da faßt ihn plötzlich der Widerwille, und er läßt Mamſell Chriſtine ſamt Pfarrer im Stich, um ſich in der pfälziſchen Heimat und anderwärts her⸗ umzutreiben, meiſt in recht ſchlechter Geſellſchaft. Hier beglunt die Tragödie Laukhard, eine Tragödie des Leichtsſinns, der Verführung und der Verzweiflung, die in ihrer kraſſen Wirk⸗ lichkeit niemand ohne tiefe Erſchütterung zu leſen vermag. Auch der letzte Reſt von Rückhalt, den Laukhard in einer reinen Liebe bisher noch fühlte, ſchwindet, nachdem das Mädchen ſich von ihm losgeſagt. Er ſinkt tiefer und tiefer... Aber er faßt ſich nochmals, macht in Halle das Magiſter⸗(Doktor⸗) Examen und etabliert ſich dort als Privatdozent, anfänglich mit Erfolg, da er einen rechtiſchaffenen Lebenswandel führt. Doch das Verhängnis nimmt feinen Lauf, der Magiſter verfällt wiederum in ſein altes Leben, macht Schulden, ſein Vater ſagt ſich von dem Mißratenen los, und nachdem Laukhard ſeinen roten Rock, den letzten, vertrunken, begeht er eine damals übliche Art von Selbſtmord: er nimmt Handgeld, beim Thaddenſchen Re⸗ giment, und wird preußiſcher Musketier auf Lebenszeit. Als ſolcher macht er den„Dreckfeldzug“ in die Champagne mit, deſertiert ſpäter vor Landau auf höheren Befehl, um eine diplomatiſche Miſſion zu erfüllen, gerät unter die Sansculotten, und mit dieſen nach Frankreich in den Revolutionsſtrudel, ent⸗ geht mit genauer Not dem Fallbeil und kehrt nach den man⸗ nigfachſten Abenteuern nach Deutſchland zurück. Dort hat er noch lange in den mißlichſten Verhältniſſen gelebt und gedarbt und iſt, von keinem beweint, in Kreuznach geſtorben. Dieſer zweite Teil der Lebensgeſchichte Laukhards iſt von größtem Wert für die Geſchichte des unglücklichen Kriegs in der Champagne, deſſen nomenloſes Elend er mit breitem Pinſel malt, ſowie die Beurteilung des revolutionären Frankreich, deſſen gärende Zuſtände er mit kritiſchem Auge geſehen und mit der ganzen Farbigkeit ſeines lebensvollen Stiles beſchrieben 2. Seit. General⸗Anzeiger.(Abend latt.) Mannbeim, 5. Dezember. Induſtriellen, ja für ihre Perſon und als Stand den Kampf um Rechte und um Geltung in ähnlicher Weiſe gekämpft haben, bder noch kämpfen. Auf der anderen Seite wird in erhöhtem Maße als von den Arbeitern, von den kaufmänniſchen und lechniſchen Angeſtellten Augenmaß für die geſchäftlichen und zetrieblichen Möglichkeiten und Notwendigkeiten erwartet verden müſſen. Man kann nur wünſchen, datz die Aufhebung des erſten Beſchluſſes wirklich den Frieden bedeutet, einen Frieden, deſſen beide Teile froh werden mögen. Zur Wahl in Meſeritz⸗Bomſt. Die„Katholiſche Rundſchau“, das Verbands⸗ organ der Vereine deutſcher Katholiken im Oſten, bringt zur Wahl in Meſeritz⸗Bomſt den Mahnruf eines Katho⸗ liken an ſeine Glaubensgenoſſen im Wahlkreis. Klipp und klar wird darin geſagt, worauf es das Zentrum, das ja auch in bieſem Fall wieder rein kofeſſionelle Politik treibt, abgeſehen hat. Man wolle die deutſchen Katholiken, die bisher iubewährter Bundestreue zu ihren andersgläubigen Stammesbrüdern geſtanden hätten, zum Abfall be⸗ wegen und ſie mit den bisherigen Gegnern, den deutſch⸗ feindlichen Polen, zu einer Wahlgeſellſchaft veremen. Man könne aber keinen Anhänger der Zentrumspartei wäglen, der ſich zum Beſchützer und Werkzeug der poleni⸗ ſchen Anmaßung hergeben müßte. Der Mahnruf ſchließt mit folgenden Sätzen. „Weil wir gründlich einen wahren und dauernden Frieden zwiſchen den Konfeſſionen und Nationan Wünſchen, haſſen wir auch gründlich jenes Truggebilde, das die Halbheit äffen und verwirren will. Das Liebeswerben zwbi⸗ ſchen Zentrum und Polen kann zu keinem guten Ziele führen. Denn das Zentrum iſt den Palen gegenüber ſo nachgiebig, daß es weiter nicht gehen kann, ohne ſich ſeiner Nationalität zu entäußern. Der Pole aber zeigt trotzalledem ſeine ſtarre, ſpröde und unbeug⸗ ſame Natur, die in keinem Punkte nachgiebt. Im Vaterlandsgefühl kwill der Pole ſich nicht mit uns einen; ſein Gefüthl gilt einem er⸗ träumten Gebäude, das nur durch Zertrümmerung deſſen, was wir lieben und bis zum letzten Hauche verteidigen, errichtet werden könnte, zu deſſen Pforten der Weg nur über unſer Glück führte.“ Hoffentlich enttäuſchen die katholiſchen Deutſchen im Wahlkreis die Erwartungen dieſes nationalgeſinnten Mah⸗ ners nicht. Für die Brüder in Oeſterreich etläßt der Verein für das Deutſchtum im Aus⸗ land folgenden Aufruf: Der Kampf um die Erhaltung des öſterreichiſchen Deutſchtums iſt an einen entſcheidenden Wendepunkt gelangt. Mit erbitterter Leidenſchaft upd roher Rückſichtsloſigkeit geht das Slaventum auf der ganzen Linie gegen die wichtigſten Außenpoſten deutſcher Volksart und Sprache, deutſcher Kultur und Wirtſchaftsmacht zum An⸗ griffe vor: in Galizien Boykott deutſcher Waren und Indu⸗ ſirie⸗Erzeugniſſe, in Böhmen, Unterſteier und Krain Gefähr⸗ dung und Mißhandlung deutſcher Volksgenoſſen an Leib und Leben! Mit den brutalen Waffen der Straße ſoll den Deutſchen die Heimat verleidet werden, der ſie in jahrhunderte⸗ langer Arbeit den Stempel ihres deutſchen Weſens auf⸗ geprägt haben. Die empörenden Vorgänge in Laibach und vor allem in Prag haben auch die Gleichgültigſten aufgerüttelt. Mit Teil⸗ nahme und Bewunderung blickt die reichsdeutſche öffentliche Meinung auf die Mannhaftigkeit, mit der die deutſchen Studenten Prags auf ihrem ſchweren Poſten ausharren. Sie ſollen wiſſen, daß ſie nicht verlaſſen und einſam für unſere herrliche deutſche Kultur auf der Vorwacht ſtehen! Kicht in Gedanken nur und mit leeren Worten— mit hülf⸗ reicher Tat ſoll dieſer Treue gedankt werden! Wir, die wir in faſt 30jähriger Arbeit dieſen deutſchen Stammesgenoſſen durch Errichtung und Erhaltung von Schulen, Kindergärten und Büchereien, durch Univerſitätsſtipendien ſelbſtlos gedient haben, wir richten heute an jeden deutſchen Mann und jede deutſche Frau, denen Empörung über die brutale Vergewal⸗ ligung deutſchen Volkstums und deutſcher Volksrechte und bewundernder Stolz auf die mannhafte Jugend Deutſch⸗ Oeſterreichs in dieſen Tagen das Herz erwärmt haben— die doppelte Bitte: Tretet ein in die Reihen unſerer Mitglieder! Gebt eine Spende für die nationale Schutzarbeit und gebet ſie, jeder nach ſeinen Kräften, zum Beweiſe dafür, daß die Deutſchen im Reich allzeit bereit ſind, Treue mit Treue zu vergelten! Gaben und Beitrittserklärungen ſind zu richten an den Schatzmeiſter des Vereins, Herrn Bankherrn Henri Sau⸗ bage, Berlin NW. 7, Dorotheenſtraße Nr. 94. Einen ähnlichen Aufruf erläßt der Alldeutſche Ver⸗ ban d. Er bittet, Geldſpenden für die bedrängten Deutſchen in Oeſterreich an die Haupt⸗Geſchäftsſtelle, Berlin W 35, Steglitzerſtraße 77, oder an die betr. Ortsgruppe zu richten. hat. Seine Darſtellung iſt umſo eindrucksvoller, als ex die Neufranken in bewußtem Gegenſatz zu dem dynaſtiſch ver⸗ knöcherten, korrumpierten Deutſchen Reich ſchildert, das bald darauf von den Franzoſen zertrümmert wurde. Man wird das Werk immer mit Genuß leſen; Laukhard hat ſich mit ſeiner Lebensgeſchichte unſterblich gemacht. F. H. Buntes Feuflleton. — Das Muſikzentrum im Gehirn. Die Lokaliſation geiſtiger Fähigkeiten in beſtimmten Teilen des menſchlichen Gehirns iſt in leßter Zeit durch die Beſchreibung von Gehirnen bedeutender Perſönlichkeiten, die der ſchwediſche Forſcher Guſtav Retzius zeliefert hat, weſentlich gefördert worden. Im neueſten Heft der populär⸗wiſſenſchaftlichen Umſchau(Frankfurt a..) verſucht nun Dr. Siegmund Auerbach, den Sitz des muſi⸗ kaliſchen Talents im Gehirn und am Sogädel anatomiſch zu beſtimmen. Er hat die Gehirne einiger hervorragend muſi⸗ kaliſcher Menſchen unterſucht, ſo das des ausgezeichneten Mu⸗ ſtkers Profeſſor Maret Koning, der erſter Konzertmeiſter an der Frankfurter Oper und Profeſſor am Hochſchen Konſer⸗ batorium war, dann die Gehirne Hans von Bülows und Julius Stockhauſens. Seine Unterſuchungen führten ihn zuſammen mit den von Retzius angegebenen Tatſachen zu dem Reſultate, daß bei ſehr muſikaliſchen Menſchen eine ganz beſonders ſtarke Entwicklung und eigentümliche Geſtaltung des mittleren und hinteren Drittels der erſten Schläfenwindung und eine er⸗ hebliche Breite und Höhe der oberen Randbildung des Scheitel⸗ lappens zu konſtatieren ſei. Dieſe Eigentümlichteiten waren on den linken Hemisſphären des Gebirns eiwas mehr aus⸗ Deutsches Keich. —(Der Verbanddeutſcher Detailgeſchäfte der Teytilbranche) hat folgende telegraphiſche Eingabe an den Reichstag zu den Beſchlüſſen der Reichstagskommiſſion zur Gewerbeordnungsnobvelle betr. Arbeitszeit der Arbeiterinnen gerichtet:„Die Beſchlüſſe der Reichstagskommiſ⸗ ſion zur Gewekbeordnungsnovelle betr. Arbeitszeit der Ar⸗ beiterinnen(§8 137 Abſatz 2 und 138) ſind in der vorge⸗ ſchlagenen Faſſung unannehmbar. Die Feſtſetzung einer ſachsſtündigen Arbeitszeit für verheiratete und einer achtſtün⸗ digen für unverheiratete Arbeiterinnen an den Tagen vor den Sonntagen(§ 137 Abſatz 2) bedeutet für die mit einem Werk⸗ ſtattbetriebe verbundenen Konfektionsgeſchäfte und Putzate⸗ liers eine ernſte Gefahr. Die gebotene frühzeitige Entlaſſung des Arbeitsperſonals in den Werkſtäten an den Sonnabenden würde auch ein Stielliegen der mit ihnen untrennbar verbun⸗ denen, gerade an dieſen Tagen beſonders ſtark beſchäftigted Handelsbetriebe zur Folge haben.(Aenderungsarbeiten an fertiger Konfektion.) Die Feſtſetzung von lur 40 eine längere Arbeitszeit verſtattenden Ausnahmen in§ 138 iſt für die Be⸗ bürfniſſe der von uns vertretenen Saiſongewerbe durchaus unzureichend. Beſonders bedenklich iſt aber im Hinblick auf die vorſtehend dargelegten Gründe die Vorſchrift, wonach die Sonnabende als Ausnahmen nicht in Betracht kommen ſollen. Dieſe Beſtimmung iſt undurchführbar und zwingt zu zahlloſen Uebertretungen. In Wahrung der uns anvertrauten Inter⸗ eſſen vieler Tauſende beteiligter Betriebe bitten wir daher ſo dringend als nur möglich, die vorgeſchlagenen Beſtimmungen obzulehnen, da ſie unabſehbare Schwierigkeiten hervorrufen würden. Wir bitten um Einführung der 60ſtündigen Arbeits⸗ woche mit einer täglichen Höchſtarbeitszeit von 11 Stunden. die Erhöhung der Ausnahmen von 40 auf 60 und die Frei⸗ gabe der Sonnabende als Ausnahmen.“ Die mittleren Poſtbeamten und die neuc Beſoldungsvorlage⸗ sh. Berlin, Die von den verbündeten Regierungen dem Reichstage unter⸗ breitete neue Beſoldungsvorlage hat in den Kreiſen der mittleren Poſt⸗ und Telegraphenbeamten eine tiefgehende Erregung her⸗ vorgerufen, die den Vorſtand des Verbandes mittlerer Reichs⸗, Poſt und Telegraphenbeamten veranlaßte, zu geſtern einen außerordentlichen Verbandstag nach Berlin einzuberufen, um zu der Beſoldungsvorlage Stellung zu nehmen. Der Verbandstag hatte eine noch nie dageweſene ungeheure Beteiligung von Be⸗ amten aus allen Teilen des geſamten Reiches aufzuweiſen, die am beſten dadurch gekennzeichnet wird, daß es notwendig war, die Mitglieder und Delegierten der Ortsvereine in drei langen Extrazügen nach Berlin zu befördern. Von Delegierten allein trafen etwa 1500 ein. Am Vormittag begann die interne Ver⸗ bandstagung, an die ſich abends im großen Saale der Brauerei Friedrichshain eine impoſante öffentliche Volksverſammlung ſchloß. Schon drei Stunden vor Beginn der Verſammlung war der ſtattliche Saal gefüllt und eine Stunde vor Beginn mußte die Polizei den Eingang zum Saale ſperren. In drangvoll fürchterlicher Enge waren wohl gegen 6000 Perſonen im Saale verfammelt, und mindeſtens 1000 Beamte mußten wieder um⸗ kehren, weil ſie keinen Einlaß mehr fanden. Trotz dieſes beinahe gefahrbollen Andranges herrſchte in dem Rieſenſaale dank der muſtergiltigen Organiſation der Verbandsleitung eine vorzüg⸗ liche Ordnung und Diſziplin, die es ermöglichte, zahlreiche um und nach 8 Uhr eintreffende Preſſevertreter und Abgeordnete des Reichstages ohne jede Schwierigkeit in den Saal zu führen und zu plazieren. Etwa 100 Reichstagsabgeordnete hatten an zwei langen Tiſchen Platz genommen, mehr faſt, als in manchen Ple⸗ narſitzungen des hohen Hauſes überhaupt oder im Sitzungsſaale zu bemerken ſind. Mit Ausnahme der Polen und Sozialdemo⸗ kraten waren alle Parteien vertreten, relativ am ſtärkſten die Freiſinnigen, die Nationalliberalen, die Wirtſchaftliche Vereinig⸗ ung, das Zentrum, die konſerpativen Parteien und die nicht in der Wirtſchaftlichen Vereinigung organiſierten Antiſemiten. Aus allen Teilen des Reiches waren von den Beamten wahre Berge von Begrüßungstelegrammen und telegraphiſchen Zuſtimmungs⸗ erklärungen eingelaufen, die in wohlgeordneten Stapeln vor dem Vorſtandstiſch lagerten. Der Verbandsvorſitzende Reh⸗ länder eröffnete die Verſammlung mit einer Begrüßungs⸗ anſprache, in der er den Reichstagsabgeordneten den Dank für ihr Intereſſe und das den Poſtbeamten bisher bewieſene Wohl⸗ wollen ausſprach und mit einem begeiſtert aufgenommenen, Kaiſerhoch ſchloß. Darauf referierten Oberpoſtaſſiſtent Eiſin⸗ ger-Baden⸗Baden und Telegraphenſekretär Bri g⸗Berlin über die Wünſche der Poſt⸗ und Telegraphenbeamten unter Zugrunde⸗ legung folgender Reſolution: Der außerordentliche Verbandstag des Verbandes miktlerer Reichs⸗, Poſt⸗ und Telegraphenbeamten erkennt an, daß die für die Reichsbeamten in Ausſicht genommene Aufbeſſerung der Ge⸗ geprägt als an den rechtsſeitigen, ſodaß vielleicht beim Muſtk⸗ ſinn wie bei der Sprache die linke Hemisſphäre die rechte an Bedeutung übertrifft. Die gleichen Verhältniſſe wie Auerbach hatte Retzius bei den beiden hervorragend muſikaliſchen Gelehr⸗ ten Loven und Gylden feſtgeſtellt; ebenſo hat v. Hanſemann bei Menzel, der ein feingebildetes muſikaliſches Gehör und Ver⸗ ſtändnis beſaß, auf die ganz beſondere Ausbildung der erſten Schläfenwindung aufmerkſam gemacht. Am Gehirn Stock⸗ hauſens fand Auerbach noch als beſondere Eigentümlichkeiten eine außerordentlich komplizierte Gliederung des Geſamthirns, beſonders des Stirnlappens, die die hohe Intelligenz und un⸗ beugſame Energie des großen Künſtlers bezeugt, dann eine große Flächenausdehnung der zweiten linken Stirnwindung, in der man das Zentrum für die Geſangstüchtigkeit lokaliſtert, und endlich die ſtarke Entwicklung der linken dritten Stirn⸗ windung, in der vielleicht die anatomiſche Grundlage für das eminente Sprechtalent Stockhauſens zu ſuchen iſt. Dieſe un⸗ gewöhnliche Ausbildung einer beſtimmten Partie der Gehirn⸗ oberfläche läßt ſich nun beim muſikaliſchen Menſchen durch eine auffallende Hervorwölbung der ihr entſprechenden Stelle am Schädel auch äußerlich nachweiſen. Bei Profeſſor Koning iſt dieſe ſehr ausgeſprochene Hervorwölbung der cigentlichen Schläfengegend, d. h. der Region, die der Schuppe des Schläfen⸗ beins entſpricht, auch an Photographien noch deutlich wahrzu⸗ nehmen. Ebenſo zeigte ſich bei Hans von Bülow die Schläfen⸗ gegend mächtig entwickelt und die gleiche Tatſache konnte man auch bei dem ſehr muſikaliſchen Helmholtz konſtatieren. Auch aus den erhaltenen Bildern Beethovens geht hervor, daß der Schädel in der eigentlichen Schläfenbildung ſehr nach außen ſtrebte und zwar links mehr als rechts. Geradezu frappierend Dez. iſt das außerordentlich ſtarke Hervortreten beider Schläfen⸗ (Natl.), hälter zuſammen mit der beabſichtigten Erhöhung des Wohnungs⸗ geldzuſchuſſes, als Ganzes betrachtet, wohl eine Einkommensver⸗ beſſerung darſtellt. Er kann aber das, was in der Beſoldungs⸗ vorlage für die mittleren Poſtbeamten vorgeſehen iſt, unbe⸗ dingt nicht als eine ausreichende Aufbeſſerung gelten laſſen und erblickt darin eine unverdiente Zurückſetzung gege über den gleichartigen preußiſchen Beamten. Nur eine Mindeſter⸗ höhung der Gehälter der Operpoſt⸗ und Obertelegraphenaſſiſten⸗ ten, Poſt⸗ und Telegraphenaſſiſtenten und Poſtverwalter von 1500—3000 Mark auf 1800—3600 Mark, erreichbar in 18 Jahren, außer den für Poſtperwalter ſchon vorgeſehenen Stellenzuſagen, der Poſt⸗ und Telegraphenſekretäre von 1700—3500 Mark auf 2200—4200 Mark, der Oberpoſt⸗ und Obertelegraphenſekretäre und Poſtmeiſter von 2100—4200 auf 2500—4500 Mark in 15 Jahren und eine penſionsfähige Zulage von 300 Mark für das älteſte Drittel der Oberpoſtſekretäre und Poſtmeiſter würde der außerordentlichen Preisſteigerung in den beiden letzten Jahr⸗ zehnten einigermaßen Rechnung tragen und zugleich Vorbildung, Prüfungen und Leiſtungen dieſer Beamten ſowie die hiſtoriſche Entwicklung des Standes der mittleren Poſtbeamten berückſich⸗ tigen. Als eine vollbefriedigende Regelung der Gehaltsfrage der mittleren Reichs⸗Poſt⸗ und Telegraphen⸗Beamten iſt jedoch nur die Durchführung der Perſonalreform nach dem Beſchluſſe des Reichstags bei der Etatsberatung im Februar 1907 anzuſehen! Die Reviſion des Wohnungsgeldzuſchuſſes hat alle 5 Jahre zu erfolgen. Der außerordentliche Verbandstag er⸗ wartet, daß die Bezüge der nichtangeſtellten Poſt⸗ und Tele⸗ graphenaſſiſtenten in Anbetracht der Teuerungsverhältniſſe er⸗ heblich aufgebeſſert und mit Rückſicht auf ihre Vorbildung den Bezügen der aus dem Zivilanwärterſtande hervorgegangenen gleichwertigen diätariſch beſchäftigten Beamten Preußens gleich⸗ geſtellt werden. Die Ausführungen der Referenten wurden mit ſtürmiſchem, nicht endenwollendem Beifall aufgenommen, ebenſo die Verſiche⸗ vungen der Reichstagsabgeordneten Roeren(Zentr.), Beck Lattmann(Wirtſch. Vgg.) und Stengel freiſ. Volsp.), daß alle Parteien ohne Ausnahme den Wünſchen der Beamten wohlwollendes Intereſſe entgegenbringen würden. Nach kurzer Diskuſſion wurde darauf in ſpäter Abendſtunde die obige Reſolution unter dem donnernden Beifall der Verſammlung ein⸗ ſtimmig angenommen, ebenſo folgender Antrag der Bezirksver⸗ eine Straßburg i. Elſ. und Metz: Der Verbandstag hat mit allen Mitteln dafür einzutreten, daß die von der Regierung geforderte beſondere Zulage, die den Reichseiſenbahnbeamten neben dem gleichen Gehalt und Wohnungsgeldzuſchuß wie den Poſtbeamten gewährt werden ſoll, auch den Poſtbeamten in Elſaß⸗Lothringen bewilligt werde. Die für die Zulage gegebene Begründung trifft in ganz beſonderem Maße auf die im Reichs⸗ lande beſchäftigten Poſtbeamten zu. Mit einem Hoch auf den Verband wurde darauf die impo⸗ ſante Verſammlung geſchloſſen. 5 eeee ee Aus Stadt und Land. Mannheim, 5. Dezember 1908. Aus der Stadtratsſitzung 5 vom 3. Dezember. Dem Blau⸗Kreuz⸗Verein hier wird zur Veranſtaltung eines Familienabends am 20. d. Mts. die Aula des Realgymnaſiums, der Orcheſterabteilung des katholiſchen Ju⸗ gendvereins„Jugendorcheſter“ das gleiche Lokal für einen Wochenabend überlaſſen. Dem Photographen Beyerle hier wird die Benützung der Wände in dem Warteraum für das Publikum an der Fried⸗ richsbrücke behufs Aushangs von Photographiekäſten überlaſſen. Die am 16. November 1908 vorgenommene Verpach⸗ tung von ſtädt. Grundſtücken auf Gemarkung Alt⸗ Mannheim und auf der Frieſenheimer Inſel wird genehmigt, desgleichen die am 21. November l. J. vorgenommene Ver⸗ ſteigerung der Verkaufsbuden und Chriſtbaumverkaufsplätze. Uebertragen wird: a) die Lieferung von etwa 300 Kbm. Granitpflaſterſteinen der Firma Vereinigte Odenwald⸗ Granitwerke Leonholdt, Rüth u. Cie., G. m. b. H. in Mann⸗ heim; b) die Ausführung der Zimmerarbeiten für die Kohlen⸗ halle des Elektrizitätswerkes dem Zimmermeiſter Franz Bru⸗ rein hier; e) die Ergänzung des Plättchenbelags des Fußbodens und der Wandflächen im Maſchinenhaus des Elektrizitätswer⸗ kes der Firma Joſef Krebs hier; d) die Erd⸗ und Maurer⸗ arbeiten zum Anbau eines Abortgebäudes und zu baulichen Veränderungen im Schulhaus K 5, 2 und 3 an die Firma A. Effler und F. Schlachter hier; e) die Steinhauerarbeiten zum gleichen Bauvorhaben an Franz Rahmer hier; 1) die Lieferung von eiſernen Trägern zum gleichen Bau an die Firma Kahn u. Goldmann hier; g) die Lieferung von Ausſtellungsſchränken für die Gewerbeſchule: Los 1 an Peter Speidel, Los 2 an M. Bader, Los 3 an Johann Molz hier; h) die Lieferung und gegenden an der Marmorbüſte Brahms, die von Frl. Conrat geſchaffen worden iſt. Am Schädel Stockhauſens ließ ſich eine beſondere Hervorwölbung der Schläfengegenden oder ſonſtiger Partien nicht nachweiſen. Es iſt intereſſant, daß durch dieſe Beſtimmung des Muſikſinns am Schädel Unterſuchungen des Anatomen Schwalbe beſtätigt werden, der nachgewieſen hat, daß die Ausbildung einzelner Hirnwindungen gerade an der Schläfengegend das Relief der Außenfläche am deutlichſten beeinfluſſen kann. Schon Gall, deſſen phrenologiſche Beſtim⸗ mungen durch ſolche Reſultate wieder zu Ehren kommen, hatte das Organ für Muſikſinn an einer beſtimmten Stelle der Stirn feſtgeſtellt, doch liegt dieſe Stelle weiter nach vorn am Schädel als die von Auerbach gefundene. Die treuloſe Miß Elkins. In den Kreiſen der Newyorker Geſellſchaft ſpricht man allgemein davon, daß Miß Katharine Elkins ihre Beziehungen zum Herzog der Abruzzen abgebrochen hat, weil ihr Herz einem ſimplen amerikaniſchen Marineleut⸗ nant den Vorzug gibt. Es iſt dies der hübſche und ſchneidige Leutnant Adolphus Andrews, der zurzeit in der Newyorker Marineſtation Dienſt tut. Leutnant Andrews lernte Miß Elkins in Waſhington kennen, als er aide⸗de⸗camp(Adjutant) des Prä⸗ ſidenten Rooſevelt war. Als der Herzog der Abruzzen als Be⸗ werber um die Hand der ſchönen Miß Elkins auf den Plan trat, wurde der junge Offizier auf ſeinen Wunſch nach den Philip⸗ pinen verſetzt. Von dort kehrte er vor einigen Monaten zurück. Er traf wiederholt mit Miß Elkins zuſammen, kam, ſah und ſiegte über ſeinen Rivalen mit der Herzogkrone. Da Papa Elkins den jungen Leutnant, der weder hohen Rang noch Reichtümer beſitzt, als Schwiegerſohn ebenfalls vorzieht, ſo dürfte die Ver⸗ lobung Andrews⸗Elkins bald bekannt gegeben werden. Der arme Herzog wird ſich mit einer„Standesgemäßen“ tröſten müſſen n e Montage der Maſſenkloſetts für die Wilhelm Wundtſchule in innen undurchführbar. bdrennung“. Mannheim, 5. Dezember. General⸗Anzeiger.(Abendblatt). 5 3. Seite Neckarau an Inſtallateur Joſef Berger hier. „VBon den Einladungen: 1. daes Kaufmänniſchen Vereins zur Abend⸗Unterhaltung am 5. Dezember 1908; 2. des Turnvereins Mannheim zu der am Vorabend des Kreisturn⸗ tags, Samstag, den 5. d. Mts., abends ½9 Uhr im Vereins⸗ hauſe des Turnvereins ſtattfindenden Begrüßungsbankett; 8. des Verwaltungsrats der freiwilligen Feuerwehr zu der am 55 0 55 Uhr im Friedrichspark ſtatt⸗ indenden Weihnachtsfeier der hieſigen freiwilligen wird dankend Kenntnis N *Bon Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin Luiſe iſt das zu Fhrem 70. Geburtstage vom Oberbürgerweiſter ia e der Stadt Mannheim abgeſandte Glückwunſchtelegramm bern e eingelaufen: 8 errn rbürgermeiſter Martin Mannheim. Baden⸗Baden, den 5. Dezember 1908. Die Hauptſtadt Mannheim hat mir durch Ihre Vermittel⸗ ung wieder die mir ſtets in Freud und Leid bewährte herzliche Ge⸗ ſinnung der Teilnahme kundgegeben in dem warmen Ausdruck treuer Segenswünſche, mit denen mein Gintritt in das 70. Lebens⸗ jahr begleitet wurde. In ſolchen Tagen ziehen der Erinnerungen viele an dem inneren Auge vorüber. Es gewährt mir eine be⸗ ſondere Freude, bei dieſem Anlaſſe im Rückblick auf meine an Eindrücken reichen Aufenthalte in Ihrer Stadt an der Seite unſeres in Gott ruhenden teueren Großherzogs von Neuem meine eben ſo warme rkeit wie herzliche und treue Anhänglich⸗ keit beſtätigen zu können. In dieſer Empfindung ſpreche ich Ihnen 5 een 9* verſtändnisvollen Teilnahme an m geſtrigen für mich ſo wehmütigen T meinen allerherz⸗ lichſten Dank aus. Großherzogin Luiſe. Außf ein Glückwunſchtelegramm an Großherzogin Lniſe des Bad. Frauenvereins Mannheim iſt nach⸗ tehende telegraphiſche Antwort erfolgt: N Frau Ida Ladenburg, Präſidentin des Frauenvereins * Mannheim. Sie wiſſen, daß es mir alljährlich eine beſondere Freude var, die Segenswünſche Ihres Vereins an einem Tage zu mpfangen, der mich dieſesmal über eine bedeutungsvolle Jah⸗ teswende in ein neues Jahrzehnt meines Lebens geführt hat. Die Wehmut dieſen Tag ohne denjenigen zu begehen, mit welchem mein Leben verbunden war, wurde nur durch die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme gemildert und meine Dankbarkeit iſt eine tiefempfundene. In dieſer Dankesempfin⸗ zung beantworte ich auch Ihre ſo warme Kundgebung mit der Hoffnung, daß es mir auch fernerhin vergönnt ſein möge, mich an der altbewährten Tätigkeit des Frauenvereins Mannheim zu erfreuen. Großherzogin Luiſe. Dem Verein zur Hebung des Dienſtbotenweſens ging auf ſeinen der Großherzogin Luiſe zum 70. Geburtstage ge⸗ widmeten Glückwunſch folgendes Telegramm an die Adreſſe der Frau Geh. Kommerzienrat Ida Ladenburg, der Vorſitzenden des Vereins, zu:„Der Mannheimer Dienſtbotenverein hat mir durch Ihre Vermittlung warme Worte der Mitempfindung am 8. Dezember ausgeſprochen. Empfangen Sie meinen allerherz⸗ lichſten Dank. Die Tätigkeit Ihres Vereins iſt eine ſo alt⸗ bewährte und weitausgedehnte, daß ich nur von Herzen hoffen kann, ſie möge auch fernerhin dem dienenden Stande die förder⸗ liche Anregung geben, welche das Band zwiſchen Herrſchaft und Dienſtboten ſo ſchön bekräftigt. In dieſem Sinne begrüße ich die an dem mir ſo wehmütigen Tage erfolgten Auszeichnungen mit herzlicher Teilnahme. Großherzogin Luiſe.“ Verſetzt wurde Hauptamtsaſſiſtent Dabid Sauter bei der Zolldirektion nach Heidelberg. 1 uebertragen wurde dem Tierarzt Auguſt Enz die etatmäßige Umtsſtelle des Bezirkstierarztes in Stockach. * Etatmäßig angeſtellt wurde Finanzaſſiſtent Jakob Hagen um Pforzheim unter Verleihung der Amtsbezeichnung„Buchhalter“. *Zur Parade ſpielt morgen die Grenadierkapelle 1. Ouverture 8. Op.„Fra Diavolo“ v. Auber. 2.„Königsfanfaren und Königs⸗ gebet“ aus Lohengrin v. R. Wagner. 3.„Lenz und Liebe“ Walzer b. VBlon. 4.„Deutſchlands Stolz“ Marſch v. Conſtantin. *Beim Herannahen des Weihnachtsfeſtes wollen wir nicht un⸗ terlaſſen, das Publikum auf die Gewerbehalle(Zeughaus) aufmerkſam zu machen. Es bietet ſich dem Publikum daſelbſt Ge⸗ legenheit, Weihnachtseinkäufe günſtig machen zu können. Man findet ausgeſtellt, in nur gediegener Ware, von hieſigen Handwerksmeiſtern hergeſrellte Schlafzimmer⸗ und Kücheneinrichtungen, verſchiedene einzelne Tiſche, Kleider⸗, Weißzeug⸗ und Bücherſchränke, ſowie ein patentiertes Büchergeſtell, welches durch einen leichten Druck zu einem Tiſch verwandelt werden kann, ſelbſteingerahmte Bilder, ver⸗ ſchiedene Sophas, Chaiſelongues, Divans, Fauteuils und Seſſel, ſowie eine Auswahl Sophakiſſen, verſchiedene Kaſſenſchränke, Kunſt⸗ ſchloſſer⸗, Dveher⸗, Holzbildhauer⸗ und Gold⸗ und Silberarbeiten, handgefertigte Schuhwaren, xhlographiſche und Cartonnage⸗Arbeiten, Glasmalereien, elektriſche Uhren, einen prachtvoelln Schmuckkaſten, einen patentierten Ledermeßapparat, verſchiedene Hilfsmaſchinen, Terraggoarbeiten und Drahigeflechte, 1 Jagdwagen und 1 Chaiſe. * Pryteſttelegramm. Die Vereinigung Mannheimer Putzge⸗ chäfte, die Vereinigung Mannheimer Damenbekleidungsgeſchäfte, die eremigung Mannheimer Detailkaufleute und der Verein ſelbſt⸗ ſtändiger Kaufleute und Gewerbetreibenden haben folgendes Tele⸗ gramm an den Reichstag gerichtet: „Kommiſſion der Gewerbeordnungsnovelle Beſchlüſſe des Reichs⸗ dages zur Gewerbeordnungsnovelle betreff Arbeitszeit der Arbeiter⸗ Frühzeitiger Arbeitsſchluß der Arbeiter⸗ innen an Sonnabenden bedingen eine Einſtellung des Betriebes in diefer Hauptverkaufszeit. Die Feſtſetzung von nur 40 Ausnahme⸗ icgge iſt unzuveichend, 60 Ausnahmetage und Freigabe der Sonn⸗ abende als Ausnahmetage dringend erforderlich, andernfalls ſind Ausnahmebeſtimmungen für die Putz⸗ und Konfektionsbranche eine unbedingte Notwendigkeit.“ *Der dritte populär⸗wiſſenſchaftliche Vortrag im„Vernhardus⸗ zof“, pelcher kommenden Dienstag abend ½9 Uhr gehalten wird, behandelt wieder ein beſonderes im Hinblick auf die Werbearbeit der Feuerbeſtattungs⸗Vereine ſehr aktuelles Thema:„Leichenver⸗ Dieſer Vortrag wird von einem Münchener Ge⸗ lehrten, nämlich von Herrn Profeſſor Dr. Walter⸗München, ge⸗ halten. Der Redner iſt ein Sohn des bekannten bayeriſchen Abg. Oberlandesgerichtsrats Walter. »»Deutſcher Luftflottentag. Das Feſtbankett, das zu Ehren der Kongreßteilnehmer am nächſten Mittwoch im Nibelungenſaal des Roſengarten ſtattfindet, wird eine impoſante Kundgebung für den großen Erfinder am Bodenſee und ſein Werk werden. Nach einer Begrüßungsanſprache des Präſidenten des„Deutſchen Luftflottenvereins“ Karl Lanz, wird der getreue Freund und Berater Zeppelins: Profeſſor Hergeſell⸗Straßburg ſprechen, daran ſchließt ſich der Vortrag des Aeronautikers Guſtav Mök⸗ ſel über das moderne Luftſchiffahrtsweſen, den herrliche Licht⸗ bilder und kinematographiſche Aufnahmen illuſtrieren. Die Ereigniſſe bei Echterdingen, Aufſtiege am Bodenſee, werden in erſter Linie Berückſichtigung finden und ſicher das allergrößte ntereſſe ervegen. Nach dieſer Vorführung werden frol. Künſt⸗ erinnen und Künſtler unſeres Hoftheaters für angenehme Ab⸗ tafel unter ihrem Dirigenten Herrn Bieling Chöre vortragen u. d. auch ſolche des letzten Konzerts. Die Zwiſchenpauſen füllt die hieſige Regimentskapelle aus. Die Regie führt Herr Alex. Kökert. Mannheims Einwohnerſchaft wird es ſich nicht neh⸗ men laſſen, im Nibelungenſaal zu erſcheinen und ſo ſeine An⸗ teilnahme am großen deutſchen Werk zu zeigen. Der Anfang iſt auf 9½ Uhr feſtgeſetzt, ſo daß auch der in der Weihnachtszeit doppelt geplagte Geſchäftsmann rechtzeitig ſich einzufinden ver⸗ mag. Die Eintrittspreiſe für Nichtmitglieder betragen M. 1 [(Empore oder Saal), 50 Pfg.(Galerie), reſervierte Plätze auf der Empore koſten M. 5 reſp. M. 3. Mitglieder erhalten für die Familienangehörigen 3 Karten à 50 Pfg. im Verkehrs⸗ bureau(Kaufhaus), während die anderen Karten— exkl. der reſervierten Plätze, die auch nur im Verkehrsbureau zu haben ſind— in den im Inſerat bekannt gegebenen Verkaufsſtellen und Mittwoch Abend an der Kaſſe verkauft werden. Wünſche be⸗ hufs Reſervierung von Tiſchen, die bei der Zentrale O 6, 7 während der Bureauſtunden aufgegeben werden wollen, werden nach Möglichkeit berückſichtigt. Mitglied iſt jeder Deutſche, der einen Mindeſtbeitrag von M. 8 pro Jahr bezahlt, wofür er das Vereinsblatt„Die Luftflotte“ monatlich unentgeltlich erhält. An⸗ meldungen in der Zentrale und im Verkehrsbureau. Auf die Anzeige der heutigen Nummer ſei gleichzeitig verwieſen. * Verein für jüdiſche Geſchichte und Literatur. Am Montag, den 7. Dezember, abends 9 Uhr, ſpricht im Feſtſaal der Auguſt Lameh⸗Loge Herr Schriftſteller Fabius Schach aus München über:„Die Bibel als Kunſtwerk“. Der Redner wird Stil, Naturſchilderung, Erzählungskunſt der Bibel beleuchten. Der Vor⸗ trag darf wohl allgemein Intereſſe beanſpruchen, umſomehr, als Redner ſehr anziehend zu ſchildern verſteht. Der Verein heißt Gäſte willkommen. *Nebelmeer. In allen möglichen Gebirgen haben Touriſten jetzt das Nebelmeer beobachtet und ſenden begeiſterte Schilderungen an die Blätter. Da darf wohl daran erinnert werden, daß man dieſes Schauſpiel hier in nächſter Nähe, auf dem Gipfel des König⸗ ſtuhles genießen kann, zu dem bekanntlich von Heidelberg aus die Bergbahn emporführt. Oft liegt, wenn man oben angelangt iſt, der ganze Wald in dichtem Nebel. Dann geht man für ¼ oder ½ Stunde in die Wirtſchaft. Aber wenn der Nebel ſich lichtet, iſt es Zeit, auf den Turm zu ſteigen. Da ſieht mandann, wie der Wind den Nebelſchleier zerfetzt und die Höhen frei werden. Die zer⸗ riſſenen Nebelſchwaden aber treiben hier und dort hin, bleiben eine Weile an den ſpitzen Tannen hängen und fallen ſchließlich langſam ins Tal hinunter. Dort iſt alles wie mit milchigem Schaum bedeckt, und wenn die Sonne herauskommt, fängt der ganze Keſſel an zu brodeln und zu kochen, ſodaß man ſich wie in ein Märchen verſetzt vorkommt. Dann ſteigt man hinunter. Ein leichter Froſt hat ein⸗ geſetzt, der hält den Nebel auf Baum und Strauch gefangen. Wie von Millionen glitzernder Steine inkruſtiert erſcheint der Wald, ein überwältigendes Naturbild— Rauhreif. * Doppelkonzert Boettge⸗Vollmer im Roſengarten. Das erſte Doppelkonzert der laufenden Winterſaiſon findet morgen, Sonn⸗ tag Abend im Nibelungenſaal ſtatt und wird von den Kapellen des Karlsruher Leibgrenadierregiments(Leiter Adolf Boettge) und des hieſigen Grenadierregiments(Leitung: Max Vollmer) aus⸗ geführt. Die einzelnen Programmnummern werden von den Ka⸗ pellen abwechſelnd, die beiden letzten Nummern gemeinſchaftlich vorgetragen. * Volkskonzert zu Einheitspreiſen im Roſengarten. Am Sonn⸗ tag, den 13. d.., iſt ein Volkskonzert zum Einheits⸗ preis von 20 Pfg. pro Perſon in Ausſicht genommen. Das Kon⸗ zert findet im Muſenſaal ſtatt und beginnt nachmittags 3 Uhr. Zum Beſuch berechtigt ſind Arbeiter, Arbeiterinnen und niedere Angeſtellte, deren Jahreseinkommen 1800 M. nicht überſßſeigt. Die Kartenausgabe geſchieht vorzugsweiſe auf Beſtellung durch hieſige Arbeiterverbände und Arbeitgeber. Zum Vortrag kommen und zwar durch das Hoftheaterorcheſter unter Herrn Reichweins Lei⸗ tung die Symphonie G⸗dur(Militärſymphonie) von Haydn, fünf kleine Stücke von Mozart und Beethovens Ouvertſtre Leonore Nr. 3.(Siehe auch Bekanntmachung im Inſeratenteil.) * Ortsgruppe Mannheim der Geſellſchaft zur Bekümpfung der Geſchlechtskrankheiten. Nachdem die Ortsgruppe im Sommer, durch die Abhaltung des Belehrungsabends für die Abiturienten der Mittelſchulen ihren Zielen näher zu kommen beſtrebt war, wendet ſie ſich jetzt wieder an das große Publikum und beginnt die für den diesjährigen Winter in Ausſicht genommenen öffent⸗ lichen Vorträge am kommenden Donnerstag, den 10. Dez., abends halb 9 Uhr im Kaſinoſaale. Als Redner wurde Herr Fir⸗ chenrat Dr. Kroner aus Stuttgart gewonnen, der ſich das Thema erwählt hat:„Ein Blick in die Bekämpfung der Geſchlechtskrank⸗ heiten“. Es dürfte gewiß von allgemeinem Intereſſe ſein, das den Beſtrebungen der deutſchen Geſellſchaft z. B. d. G. ſo ſehr nahe ſtehende Gebiet einmal einer geſchichtlichen Prüfung und Würdi⸗ gung unterzogen zu ſehen und es, wenn auch nur mit„einem Blick“ durch die Jahrtauſende, von den alten Kulturvölkern Aſiens bis auf unſere Zeit, zu befolgen.— Bei freiem Eintritt iſt jedermann — Damen und Herren— beſtens willkommen. * Das im Union⸗Theater P 6, 20, am morgigen Sonntag zur Vorführung gelangende neue Programm iſt brillant und verdient Beachtung. Wir können einen Beſuch beſtens empfehlen. * Beerdigung der Anna Lähndorf. Heute nachmittag gegen 3 Uhr fand die Beerdigung des durch den Bäckergeſellen Berg⸗ meiſter erſtochenen Mädchens ſtatt. Trotz des unfreundlichen Wet⸗ ters und trotz des Umſtandes, daß die Beerdigungszeit nicht allge⸗ mein bekannt geworden war, hatte ſich ziemlich viel Publikum auf dem Friedhofe eingefunden. Die eigentlichen Leidtragenden beſtanden aus etwa 12 Perſonen. Aus dem fernen Holſtein war die tiefgebeugte Mutter der Erſtochenen eingetroffen. Weiter waren anweſend die in Ladenburg wohnende verheiratete Schweſter, der Gärtner, mit dem die Lähndorf Verhältnis hatte, der Wirt, bei dem das Mädchen zuletzt bedienſtet war und verſchiedene Bekannte. Im ganzen hatten ſich in der Kapelle der Leichenhalle etwa 25 Perſonen verſammelt. Herr Stadtpfarrer v. Schoepffer hielt die Trauerrede. Dann wurde das auf ſo ſchreckliche Weiſe geendete junge Blut hinaus zur ſetzten Ruheſtätte getragen. Noch einige Segenslvorte des Geiſtlichen, ein Vaterunſer und dann polterten dumpf die Schollen auf den Sarg. Erſchüttert zerſtreute ſich das Publikum. *Diebſtähle in Juſtitias Hallen. Ein Dieb treibt ſeit einiger Zeit am Sitze der Juſtiz, im Land⸗ und Amtsgerichtsgebäude ſeln Untveſen. Vor kurzem wurde einem Bretzelverkäufer, welcher auf den Gängen der Juſtizgebäude Runde macht, die Kaſſe geleert, als ſeinen Korb einen Augenblick abgeſtellt hatte. Einer Beamtin kpurde nun ſchon zum zweiten Mal das im Handtäſchchen aufbewahrte Geld, das letzte Mal 9 Mark aus ihrem Zimmer geſtohlen, einem Bericht⸗ erſtatter eine Straßenbahnkarte und vor einiger Zeit einem Anwalt ein neuer Revolver. Warum inſerieren Sie nicht? 32725 „Mein Geſchäft geht auch ohne dies“ iſt die gewöhnliche Antwort auf eine ſolche Frage. Zugegeben, aber es würde zehn⸗ und hundertmal beſſer gehen, wenn man in richtiger Weiſe die Zeitung benützt. Wohl verſtanden, in richtiger Weiſe! Heut⸗ zutage hat nämlich ein einmaliges Inſerat ſabgeſehen von beſon⸗ wechſlung ſorgen und der Geſamtchor der Mannheimer Lieder-» deren Vorfällen) für den Geſchäftsmann kaum einen auffallenden beſonderes Verdienſt darf der Verein für ſich in Anſpruch e 1 wird uns gemeldet: Die 27. Plenarſitzung der bad. Erfolg. Warum? Sehr einfach, weil ſich das Publikum ſchon daran gewöhnt hat, den Inſeratenteil einer Zeitung ſozuſagen als tägliches Nachſchlageheft zu benützen. Daß ſich jemand beßſ⸗ der frappanten Billigkeit der heutigen Zeitungen und bei ihrem öfteren Erſcheinen noch die Annonce eines gewöhnlichen Ge⸗ ſchäftshauſes ausſchneidet und für vorkommende Fälle bei legt, kommt ja nicht mehr vor. Welcher Geſchäftsmann glaubt, der wiegt ſich in einem törichten Wahn. Die vierecki Löcher in alten Zeitungen, welche von Ausſchnitten zeugen, haß durchaus keine Annonce über Waren und Warenpreiſe enthalte Törichter Kinderglaube! Die Leute erinnern ſich Ihrer An noncen, verehrter Geſchäftsmann, erſt in dem Augenblick, da etwas brauchen und beſuchen dann das Geſchäft. Haben Sie aber nicht inſeriert, öfter und auffallend inſeriert, ſo daß dem Pub likum Ihr Haus bekannt iſt, ſo kann ſich das Publikum auch ga nicht Ihres Geſchäftes erinnern und findet einen andern in de Zeitungsnummer, die es aufſchlägt. Das iſt doch wahrhafti ganz klar. Da nutzen Ihnen die ins Haus geſandten, gewöhnli⸗ dem Papierkorb verfallenen Druckſachen weniger als ein Inſera und darum iſt ein gutes Inſerat auch nie zu teuer. Darum iſt auch ſehr richtig, wenn ein engliſches Blatt au die Frage: Wann ſoll man mit Inſerieren aufhören antwortet 1. wenn die Bevölkerung aufhört, ſich zu vermehren, und wenn keine Generationen mehr nachkommen, die nie von Euch gehö haben. 2. Wenn Ihr jeden, der Euer Kunde ſein könnte, über⸗ zeugt habt, daß Eure Waren beſſer und Eure Preiſe billiger ſin als die der andren Firmen. 3. Wenn Ihr bemerkt habt, daß di Leute, welche nicht anzeigen, ihre Konkurrenten überflügeln. 4 Wenn Leute aufhören, nur durch geſchicktes Anzejgen vor Eure Augen Vermögen zu machen. 5. Wenn Ihr den Rat der geſchei teſten und erfolgreichſten Geſchäftsmänner vergeſſen habet. 6 Wenn jedermann ein ſolcher Gewohnheitsmenſch geworden iſt daß er ganz gewiß dieſes Jahr am gleichen Ort wie letztes Jah kaufen wird. 7. Wenn keine füngeren und friſcheren Konk renten mehr auftauchen und die Zeitungen gebrauchen, um de⸗ Welt zu verkünden, daß man vorteilhafter bei ihnen als bei Theater, Kunſt und Wiſſenſchaft. Fräulein Julie Lofink, Studierende der Hochſchule für Muſi in Mannheim,(Geſangsklaſſe Albert Hieber) würde nach er Freiſchütz“ brachte uns wieder einen Gaſt in der Haupteolle. Frl Julie Lofink als Agathe. Was ihrem Organ au Stärke abgeht wird durch Wärme und Geſchmeidigkeit erſest und ſo kam es auch, daß ihre anheimelnde und gefühlvolle Stimme feſſelnd auf das Publikum wirkte. Die Arie„Wie nahet mir der Schlummer“ mi dem ewig ſchönen„Leiſe, leiſe“ brachte ihr lebhaften Beifall und Bravorufe.“ Die Ulmer Zeitung:„Der Hauprdank für der guten Erfolg gebührt zweifellos dem Frl. Julie Lofin! die ſich al Gaſt produzierte und als Agathe die auf ſie geſegten Erwartungen weder geſanglich noch darſtelleriſch enttän chte. Durch ihre in allen Höhenlagen einſchmeichelnde ſympathiſche Stimme nahm ſte von Anfang an das Publikum für ſich gefangen, das ſeinerſeits mit lauten Beifallskundgebungen nicht zurſi khielt. 1 Vom Mannheimer Singverein, welcher ſein diesjähriges Winterkonzert, im Muſenſaale des Roſengarten am 12 ib abends 8 Uhr, vexanſtaltet, liegt jetzt ebenfalls das Programm zu demſelben vor. Die gediegene Zuſammenſtellu gutem Geſchmack des Vereinsdirigenten, Herrn Hans H daß er ſeinen Mitgliedern und ſoweit es möglich, auch de kunſtſinnigen Publikum Gelegenheit gibt, eine Künſtler Hofoper, Frau Lilly Hafgren⸗Waag, erſtmals i ſaal zu hören. Die Sängerin bringt eine Reihe gut gew Lieder zum Vortrag u. a. von Hugo Wolf, Brahms, Grieg un Strauß. Als weiterer Soliſt iſt Herr Adolph Pet ri⸗Freil dem ein guter Ruf als Baritoniſt vorausgeht, gewonnen worden Dieſer ſingt Lieder von Schubert, Brahms, Hugo Wolf und Rich Strauß. Die Klavierbegleitung liegt in den Händen des Diri ten Herrn Hautz. Die Chöre, welche von der 92 Mann ſtar Aktivität des Vereins zum Vortrag kommen, ſind faſt ausſchlie lich Novitäten für Mannheim; öfter geſungen aber ſtets ger— gehört iſt nur Hegars„Rudolf von Werdenberg“. Sehr vorteilha vertreten iſt auch das Volkslied, von beliebten Tondichtern ko! poniert. Für Nichtmitglieder des Vereins ſind Eintrittskarten der Hofmuſikalienhandlung von K. Ferd. Heckel zu haben. Gemäldeausſtellung im Parkhotel. Neu hinzug kommen ein prächtiger„Weinkoſter“ von Profeſſor Ebuand G 2 empfohlen werden. 5 5 Der Kunſtgewerbeverein„Pfalzgau“(Verein für angewand Kunſt und künſtleriſche Kultur) veröffentlicht im Inſergtenteil u ſeres Blattes ſoeben ſein Winterprogramm, das in abwechslung voller Weiſe Neues und Intereſſantes bietet. Im Mittelpun! Intereſſes dürfte der im Januar ſtattfindende Vortrag des H Hofrat Prof. Dr. Hergeſell über das Zeppelinſche Luf ſchiff ſtehen, der im beſonderen Auftrag des Grafen Zeppel hier ſprechen wird. Außer eines ſchon für 16. Dezember angeſetz Vortrags des Herrn Dr. Richard Benz(Freiburg) über da deutſche Volksmärchen) folgen dann der Reihe nach Vorträge d Herren Prof. Max Oeſer über die Anſchaffungen für d ſtädtiſche Gemäldeſammlung, Dr. Karl Wollf über Schille und die Kunſt, Prof. Paul Schäfenacker über Kunſt u Technik, Dr. M. G. Conrad(Eigene Vichtungen), Pro Delenheinz über Friedrich Weinbrenner und das Karls Stadtbild, Dr. Kronacher über Probleme der modernen und ein von Herrn Dr. E. A. Herrmann geleiteter hiſto Muſikabend, der u. a. auch Kompoſitionen des einſt hier wi Abbs Rogler zur Wiedergabe bringen ſolll. Geſpräche mit Goethe. Wie uns der Verlag F. A. Br Leipzig mitteilt, iſt die 8. Originalauflage der Eckermaß „Geſpräche mit Goethe“, die wir im Feuilleton der Donne Abendausgabe beſprochen, bereits vergriffen, ſo daß jetzt, k Wochen nach Erſcheinen der 8. Auflage und noch rechtzeiti Weihnachtsfeſt eine neue, die neunte Auflage im Buchhandel ſcheint. Für den Leſeſinn des jetzigen deutſchen Publikum; dieſe Erſcheinung gewiß ein überaus ehrenvolles Zeugnis, Sage mir, was du lieſt und ich ſage dir, wer du biſt. Badiſche hiſtoriſche Kommiſſion. Aus Karlsruhe, Kommiſſion wurde heute vormittag im Leſeſaale der 2 der Landſtände eröffnet. Derſelben wohnen 18: ordentliche un außerordentliche Mitglieder und das Ehrenmitglied Reichsarchiv direktor Dr. Baumann aus München, ſowie als Vertreter der Gi Regierung Se. Exz. Staatsminiſter Dr. Freiherr von Duſch, Oberregierunasrat Dr. Böhm und Miniſterialrat Arnold be 4. Seite. General⸗Anzeiger.(Abendblatt.) Mannheim, 5. Dezember. Vorſtand Geh. Hofrat Prof. Dr. Dool führt den Vorſitz, die Sitzung wird nachmittags fortgeſetzt. Am Samstag vormittag findet aus Anlaß des 25jährigen Beſtehens der Kommiſſion eine Feſtſitzung ſtatt, zu der der Großherzog ſein Erſcheinen in Ausſicht geſtellt hat. Der Mannheimer Kunſtverein bringt, wie ſchon vorige Woche angekündigt, für den Monat Dezember eine ausgeſuchte Kollektion von W̃ lieder des K 2 1 Vierzig Künſtler ſind durch e treten. Sie ei aufzuzählen, dürfte wohl nicht nötig ſein, da der Name des Künſtlerbundes Karlsruhe, der bekanntlich eine ſehr ſtrenge Jurh beſitzt, für die Qualität die beſte Gewähr bietet. Doch ſeien die Namen Prof. W. Conz, Herm, Dau r, Hellm. Eichrodt, Prof. G. Kampmann, Prof. M. Lieb'er', Ad. Schinnerer, Prof. L. Schmid⸗R ealtte, Prof. G.'ch ön⸗ e ber, Prof. Hans Thoma, Prof. H. v. von Volkmann e wähnkt. 5 dabei auf Wunſch der Vexreinsleitung r zügliche Arbeiten ver⸗ Die Kü — gu treffen, daß ſich ſehr wohl äufe bewerkſtelligen laſſen, ohne daß man ſofort an vierſtellige Zahlen denkt. Es wäre wünſchens⸗ wert, wenn gerade in Hinſicht auf die Weihnachtszeit ein recht zahl⸗ reicher Verkauf zu verzeichnen wäre, umfomehr, da es dem Kunſt⸗ verein nur unter Aufwendung erheblicher Koſten möglich war, dieſe Kollektion des Karlsruher Künſtlerbundes für den Monat Dezember nach Mannheim zu bringen. Mannheimer Kunſtverein. Im Mannheimer Kunſtverein wur⸗ den zuletzt verkauft:„Fiſcherinſel bei Lofoten“, Oelgemälde von Karl Boehme, Karlsruhe;„Herbſt“ und„Grauer Novembertag“ DOelgemälde von Georg Lemm, Tharandt;„Butterblumen“ Oel⸗ bemälde von Heinrich Pforr, Laudenbach. —. Aus dem Großherzogtum. §Reilingen, 3. Dez. Das Reſultat der hieſigen Vieh⸗ zählung iſt folgendes: Pferde 127(126), Rindvieh 786(724), 1 Schaf, Schweine 721(804), Ziegen 308(330), Bienen 42(43), Gänſe 379(380), Enten 44(10), Tauben 358(380), Hühner 4246 4997), Truthühner 1(), Hunde 81(89), Stallhaſen 170, Schlach⸗ tungen 196(321). Karlsruhe, 4. Dez. Auf eine von verſchiedenen kauf⸗ männiſchen Hilfsvereinigungen bei ſämtlichen hieſigen intereſ⸗ ſterten Geſchäften(1400) angeſtellte Rundfrage erklärten ſich 558 für Einführung gänzlicher Sonntagsruhe, 120 für Einſchränkung der bisherigen Sonntagsruhe und 283 für Bei⸗ behaltung des bisherigen Zuſtandes, während neun keine Sonn⸗ tagsruße wünſchen. Der Stadtrat will mit einer Einführung zunächſt ſolange warten, bis feſtſteht, ob nicht in nächſter Zeit eine reichsgeſetzliche Regelung erfolgt. Sollte das nicht inner⸗ halb des nächſten Jahres geſchehen, ſo wird der Stadtrat die Frage nochmals prüfen und eine örtliche Neuregelung herbei⸗ ahene, Freiburg, 4. Dez. Bei der heutigen Kaufmanns⸗ gerichtswahl erhielten nach heftigem Kampfe: Liſte der Deuiſchnationalen 238 Stimmen; Liſte der verbündeten 6 Vereine 213 Stimmen. Gewählt ſind 5 Deutſchnationale, 1 Leipziger, Isder, 1 Bankbeamter, 1 Lokalvereinler und Katholiſch⸗Kaufm.⸗ Vereinler. Die Deutſchnationale gewannen 3 Sitze. 5 ——* Pfalz, Heſſen und Umgebung. * Kaiſerslautern, 4. Dez. Der Fabrikarbeiter Joh. Ries hier verſuchte heute durch Revolverſchüſſe ſeine Frau zu köten und ſtellte ſich ſelbſt der Polizei. Die Frau lebt zur Stunde noch, wird aber ſchwerlich mit dem Leben da⸗ vonkommen. Das Motiv zur Tat iſt unbekannt. ——. Sportliche Rundſchau. 1 Raſeuſpiele. Viktoriaſportplatz bei den Rennwieſen. Mit kommendem Sonntag beginnt die zweite Runde der Ligameiſterſchaftsſpiele der 1⸗Klaſſe auf dem Viktoriaſportplatz bei den Rennwieſen zwiſchen dem altbekannten Karlsruher„Fußballverein“ und dem M. F. C. Viktoria 19077. 9 +4 Letzte Nachrichten und Telegramme. Die Wendung im Falle Rödel. * Mannheim, 3. Dez. Sehr einverſtanden mit dem neueſten Erlaß des Oberſchulrats iſt das— Zentrum! Der „Bad. Beobachter“ ſchreibt: Der Erlaß ſelber erſcheint uns als eine Konſequenz aus der Maßregelung Rödels und der damit gemachten Erfahrung von Neckarelz. Auch kann geltend gemacht werden, daß es ſich hier um eine Sache handelt, welche ihrer endgültigen Erledi⸗ gung noch harrt, da Rödel bekanntlich ſich beſchwerdeführend an das Miniſterium gewendet hat. Schon rein formell iſt es daher nicht gerade am Platz, die Sache in Konferenzen zum Gegenſtand einer Kritik zu machen. Sodann: ſeit wann iſt es denn Sitte und Recht in Baden, daß Beamte einer Kategorie ſich zu Kritikern und Richtern ihrer Behörde machen in einer Disziplinarſache? Wie weit würde man kommen, wenn man ein ſolches Recht ohne weiteres anerkennen würde? Den ord⸗ nungsmäßigen Weg hat Rödel mit ſeiner Beſchwerde beim Miniſterium beſchritten. Der Neckarelzer Proteſt iſt kein ord⸗ nungsmäßiger Weg: er iſt ein disziplinloſer und äußerſt be⸗ denklicher Weg und gegenüber der Aufforderungen an die Leh⸗ Terſchaft, das Beiſpiel von Neckarelz nachzuahmen, durfte die Oberſchulbehörde ſehr wohl den Weg beſchreiten, den ſie beſchrit⸗ ten hat. Hätte die Neckarelzer Verſammlung nicht geradezu eine Repolutionierung der Lehrer gegen ihre Behörde bedeutet— ſelbſt die„Bad. Landeszeitung“ bezeichnet ſie als„faſt eine Un⸗ geheuerlichkeit“— dann hätte der Oberſchulrat ſchweigen kön⸗ nen. So konnte er es nicht. Die Oberſchulbehörde mußte feſt zugreifen und den radikalen Lehrern zum boraus hierin zeigen, daß er ſich ein weiteres Neckarelz nicht ungeſtraft bieten laſſe. Der Oberſchulrat ſcheint entſchloſſen nach dem alten bewährten Grundſatz zu handeln:„Greif niemals in ein Weſpenneſt, doch wenn du greifſt, dann greife feſt!“ 25jähriges Inbiläum der Badiſchen hiſtoriſchen Kommiſſion. eKarlsruhe, 5. Dez.(Von unſerem Karlsr. Bur.) as 28jährige Jubiläum der„Badiſchen Hiſtoriſchen Kommiſ⸗ on“ wurde heute mit einer Feſtſitzung im Sitzungsſaale der ſten Kammer feierlich begangen. Ihr wohnten der Groß⸗ zog nebſt Gemahlin, das geſamte Miniſterium, der Geheime Sberregierungsrat Böhm und der Miniſterialrat Arnold bei. Der Vorſitzende der Bad. Hiſt. Kommiſſion, Geheimer Hofrat zrof. Dr. Dove⸗Heidelberg, eröffnete die Sitzung mit einer degrüßung der Großherzoglichen Herrſchaften. Befonders ge⸗ ſachte der Redner in warmen Worten des herſtorbenen Groß⸗ erzogs Friedrich., der in einem idealen Verhältnis zur arſtellenden Hiſtorie geſtanden und ſo voranſchritt zur Erhal⸗ ng der badiſchen Landesgeſchichte. Gehört doch die Erforſch⸗ ng der Heimat-Geſchichte zu den edelſten Kultur⸗Aufgaben. Manches ſei auf dieſem Gebiete vollbracht Sorden. Mit Stolz blickt man heute auf unſer badiſches Land. Aus dieſem vater⸗ ländiſchen Gefühl heraus würde einſt die Geſchichte Badens als Kunſtwerk der Begeiſterung beſchrieben werden. Der Redner ſchließt, daß auch in Zukunft das im Dienſte Badens begonnene Werk eine ſo freundliche Förderung erfahren möge, wie bisher. Der Vorſitzende gibt ſodann bekannt, daß Herr Gel, Hofrat Prof, Siemchen⸗Berlin und Profeſſor Schulte⸗ Bonn zu Ehren⸗Mitgliedern der Kommiſſion ernannt worden ſcien und zu korreſpondierenden Mitgliedern die Herren Oberſtleutnant Kindler v. Knobloch, Dr. K. Köhler⸗Charlotten⸗ burg, Pfarrer Rheinfried Moos, Bürgermeiſter Weiß⸗Eber⸗ bach. Zum Schluß der Rede dankte er den Grußh. Herrſchaften für ähren Beſuch der Feier und der Großherzogin Luiſe für die Entſendung eines Vertreters. Der Großherzog führte hierauf etwa folgendes aus: Mein lieber Herr Profeſſor! Darf ich Ihnen zunächſt in erſter Linie meinen warmempfundenen Glückpwunſch darbieten an Ihrem heutigen Ehrentag. Sie haben in ſchönen Worten die Tätigkeit meines in Gott ruhenden Vaters, ſeine Bemüh⸗ ungen und ſein Intereſſe für dieſe ſchöne Schöpfung gekenn⸗ zeichnet. Er weilt im Geiſte bei uns und ſein Segen wird auch ſernerhin über dem Werk ruhen, an dem er ſich ſo lange hat erfreuen können. Seien Sie überzeugt, daß es mir eine Herzensangelegenheit iſt, auch bezüglich der Hiſtoriſchen Kom⸗ miſſion in denſelben Bahnen zu wandeln, wie er, dieſelben In⸗ tereſſen zu pflegen für alle die Aufgaben, die Sie ſich vor⸗ genommen haben. Möge die Hiſtoriſche Kommiſſion zum Nutzen unſeres ganzen Landes reiche Früchte tragen und auch in Zukunft beitragen zur immer größeren Pflege des hiſtori⸗ ſchen Sinnes in unſerer Heimat, unſeres Verſtändniſſes der hiſtoriſchen Entwickelung der Dinge, zur Befeſtigung der vaterländiſchen Kenntnis. In dieſem Sinne beglückwünſche ich Sie nochmals auf das herzlichſte. Staatsminiſter Freiherr v. Du ſch überbringt im Namen der Regierung und des Unterrichts⸗Miniſterjums die Glück⸗ wünſche. Die Hiſtoriſche Kommiſſion ſei ihrer Aufgabe die Geſchichte des Großherzoglichen Hauſes und des badiſchen Lau⸗ des zu erforſchen, in reichem Maße gerecht geworden. Die Regierung werde nach beſten Kräften die Ziele der Kommiſſion auch in Zukunft fördern. Hofrat Krieger ſchildert ſodann den Werdegang der Hiſtoriſchen Kommiſſion und gedenkt der hervorragenden Per⸗ ſönlichkeiten, die ſich um dieſelbe verdient machten. Prof. Gothein⸗Heidelberg hielt ſodann einen Vor⸗ lag über das Thema:„Die Entwickelung der territorialen Verhältniſſe in der Kurpfalz, in Baden, der Markgrafſchaft und dem öſtlichen Breisgau“. Der Vorſitzende Dove ſchließt darauf die Feſtſitzung mit dem Wunſch, daß auch die neu be⸗ ginnende Periode ſegensreich ſein möge. Mit einem Hoch auf den Großherzog wird die Feſtſitzung geſchloſſen. Der Dank des Kaiſers Franz Jyſeph. * Wien, 5. Dez. Die„Wiener Zeitung“ veröffentlicht ein Handſchreiben des Kaiſers an den Miniſterpräſidenten von Bienerth, in dem der Kaiſer allen, die zur Feier ſeines 60⸗ jährigen Regierungsjubiläums in Wort und Tat zuſammen⸗ wirkten, ſeinen herzlichen Dank ausſpricht. Aus den zahlloſen Kundgebungen herzinniger Anhänglichkeit, ſo heißt es in dem Handſchreiben, erkannte der Kaiſer wieder klar, wie unzerreiß⸗ bar die Bande ſind, die gemeinſames Glück und Leid um Fürſt und Volk geſchlungen haben. In den geſchaffenen Werken der Menſchenliebe, namentlich im Sinne des Kaiſerlichen Wunſches, für die Hilfsbedürftigſten aller menſchlichen Geſchöpfe, die armen Kinder, erblicke er die köſtlichſte Frucht dieſes denkwürdigen Jahres. Die Wahrnehmung, wie unerſchütterlich der dynaſtiſche Gedanke über alle Unterſchiede und Gegenſätze hinweg ſeine einigende Kräfte bewahrt habe, biete ihm die Gewißheit, daß die ſo ſinnigen und glänzenden Huldigungen nicht mit dem Tage verblaſſen, ſondern im Gedächtnis fortleben, als Wahrzeichen un⸗ getrübter Harmonie zwiſchen ſeinem Hauſe und ſeinen Völkern. 4 Berliner Drahtbericht. (Von unſerem Berliner Bureau.) Die Etatsrede Baſſermanns. Berlin, 5. Dez. Im Reichstage begann heute die erſte Beratung des Etats. Das Haus war wie immer an Sams⸗ tagen, wenig beſucht. Auch daß bei Gelegenheit der Interpellation über das Kaiſer⸗Interview, bei den Finanzreformdebatten und neulich bei Erörterung der Verfaſſungsanträge viel vorweg⸗ genommen war, war der heutigen Ausſprache nicht günſtig. Ein⸗ geleitet hatte ſie Herr v. Sydow mit dem üblichen Finanz⸗ expoſé, das jedenfalls den Vorzug der Kürze hatte. Darauf hatte vom Zentrum Herr Speck geſprochen. Dann ſprach unter großer Aufmerkſamkeit von Haus und Bundesratsempore Baſſermann. Er führte aus: Wir er⸗ kennen an, daß in dieſem Etat einigermaßen das Beſtreben nach Sparſamkeit waltet. Auf die Beſoldungsvorlage gehe er heute nicht ein. Dem Staatsſekretär des Innern muß ich aber eins ſagen: das Reichsvereinsgeſetz iſt mit ſchweren Kämpfen zuſtande gekommen. Aber über ſeine Handhabung wird ſchwer geklagt. Es liege ja darüber eine Interpellation vor. Dringend nötig iſt die Aufklärung darüber, welchen Standpunkt das Reichs⸗ amt des Innern zu den maucherlei Mißgriffen auf dieſem Gebiete einnimmt. Dem Etat liegt eine Denkſchrift bei über die Frage der Einführung der zweijährigen Dienſtzeit bei der Kavallerie und der reitenden Artillerie. Meine Freunde und ich meinen im Einklang mit der Denkſchrift der Heeres⸗ verwaltung, daß die zweijährige Dienſtzeit eine ſchwere Schä⸗ digung dieſer Waffen bedeutet.(Beifall.) Berechtigte Beſchwerden ſind laut geworden über die Art der Beſetzung der Bezirkskommandos. Aenderung erſcheint an⸗ gezeigt. Nun zum Marine⸗Etat. Das Mißtrauen Englands gegen uns iſt in hervorragender Weiſe laut ge⸗ worden. Im Oberhaus ſprach der Ritter des ſchwarzen Adler⸗ ordens, Lord Roberts, von einer Invaſion deutſcher Truppen in England. Das war natürlich nur Ph antaſie. Wenn England die allgemeine Wehrpflicht einführen will, ſo mag es das tun, wir lehnen jede Einmiſchung ab, ſchonweil wir uns jede Einmiſchung anderer in unſere Angelegenheiten verbitten. (Beifall.) Das gilt auch für den Flottenbau. Aber feſtſtellen muß ich doch, daß England heute mehr als 40 Schiffe hat von mehr als 14000 Tonnen, während Deutſchland nicht ein Schiff hat, das 13500 Tonnen überſchreitet. Herr Speck hat der Marineverwaltung zur Vorſicht geraten, beim Bau großer Schiffe. Nun die Vorſicht, welche Herr von Tirpitz bei dem Bau von Unterſeebooten walten ließ, gibt uns die Gewähr, daß er dieſelbe Vorſicht bei dem Bau von größeren Typs üben wird. Das iſt ſchließlich eine Vertrauensfrage und unſer Verkrauen Flottengeſetz ausgeſprochen. Da gleich noch ein paar Worte zu dem amerikaniſch⸗japaniſchen Abkommen. Man muß ſich fragen: Wie iſt dieſes zuſtande gekommen? Offenbar hat die Ausſendung der mächtigen amerikaniſchen Flotte den Japanern imponiert und ſie belehrt, daß doch ein friedliches Ab⸗ kommen mit Amerita zu wünſchen ſei. Dieſe mächtigen Schiffe waren alſo ein Friedensinſtrument. Und das zeigt doch, daß wir mit dem Flottenbau auf dem richtigen Wege ſind.“ Redner geht dann noch auf koloniale Fragen ein. Es iſt in den letzten Wochen viel von Sparſamkeit ge⸗ ſprochen worden. Nun, meine Herren, die ganzen Ausgaben, die wir gemacht haben für Heer und Marine und für ſoziale Politik, die waren notwendig. Es gibt ja im Etat noch dunkle Punkte. Aber im ganzen hat unſere Budgetkommiſſion doch viel getan, um ſie aufzuklären. Aber die Mahnung des Fürſten Bülow, an jedem Mann zu ſparen, war doch berechtigt. Wie viele Feſtesfeiern in Deutſchland verſchlingen Unſummen, da läßt ſich manches ändern. Und wenn die Einzelſtaaten ſo ſehr ſeufzen und ſtöhnen über Matrikularbeiträge, dann können auch wir den Einzelſtaaten raten, daß auch ſie ſparen. Noch einige Bemerkungen zu dem auswärtigen Amt. Das Ausſcheiden des Herrn von Holſtein iſt ein ſchwerer Verluſt. Auf ſeine etwaige Politik gehe ich nicht ein. Aber ſeine Geſchäftsgewandt⸗ heit iſt noch nicht erſetzt. Man hat neuerdings noch viel ge⸗ ſprochen vom Ausſchuß des Bundesrates für auswärtige Ange⸗ legenheiten. Wir glauben, daß ein ſtändiges Beiſammenſein des Ausſchuſſes die Initiative des auswärtigen Amtes lähmen könnte. Aber daß ein öfteres Einberufen des Aus⸗ ſchuſſes durch den Reichskanzler dieſem unter Umſtänden ſehr nützen kann, daß es ihm lieb ſein kann, ſich des Einver⸗ ſtändniſſes des Ausſchuſſes zu verſichern, das haben wohl die Zeiten, die jetzt hinter uns liegen, gezeigt. Noch ein Wort zur auswärtigen Preſſe. Zum Teil ſpielt Feindſchaft gegen uns mit, aber zum Teil fehlt es nur an der aus⸗ reichenden Informattion. In Amerila ſind nur wenige deutſch⸗feindliche Blätter und das iſt mit ein Verdienſt des verſtorbenen Botſchafters Speck bon Sternburg. Es iſt not⸗ wendig, für eine beſſere Orientierung der aus⸗ län diſchen Preſſe zu ſorgen. Wir ſehen das namentlich auch hier. Ich gebe zu, daß mit einem Schlage nicht Wandel geſchaffen werden kann, aber es ſcheint mir doch, als ob bei uns die juriſtiſche Vorbildung überſchätzt wird. Redner nimmt dann Deutſchland in Schutz gegen ungerechte Angriffe im Zuſammenhang mit der Mar o kko⸗An ge⸗ legenheit und dem Caſablanca⸗Zwiſchenfall, welch letzterer ein typiſcher Fall für ſchiedsgerichtliche Erledigung ſei. Was die orientali ſchen Wirren anlangt, ſo könne jeder Deutſche es nur freundlich begrüßen, wenn in der Türkei berfaſſungsmäßige Zuſtände hergeſtellt ſeien. Meine Freunde billigen es, daß die deutſche Politik an dem Dr eibund feſthält. Das kann nur geſchehen, wenn wir Schulter an Schulter mit Oeſterreich gehen. Die Vor gänge in Prag müſſen von jedem Reichsdeutſchen tief bedauert werden. Wenn wir Oeſterreich in ſeiner jetzigen ſchweren Lage unterſtützen, ſo müſſen wir verlangen, daß die deutſchen Reichsangehörigen in Böhmen jeden erforderlichen Schutz genießen. Einmütigkeit der Deutſchen, wie ſie noch in den letzten ſchweren Tagen hier im Parlament verkörpert war, wird uns und wird das deutſche Volk in die Lage ſetzen, ſeiner ſchweren Aufgabe gewachſen 81u ſein.(Lebhafter Beifall.) 5 Deutſcher Reichstag. 5 W. Berlin, 5. Dez. Am Bundesratstiſche: Staatsſekretär von Bethmann⸗Holl⸗ weg, Sydow, von Schoen, Dernburg, Kriegsminiſter von Einem, Staatsſekretär von Tirpitz, Dr. Nieberding und Unterſtaats⸗ ſekretär von Löbell. Der Präſident eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 30 Min, Auf der Tagesordnung ſteht die erſte Beratung des Etats und des Beſoldungsgeſetzes. Staatsſekretär Sydow führt aus: Das abgeſchloſſene Rech⸗ nungsjahr 1907 hat mit einem Fehlbetrag von 13 800000 Mark abgeſchloſſen. In dem Fehlbetrag iſt inbegriffen der Ausfall, den die Ueberweiſungsſteuern gebracht haben und der ſeiner⸗ ſeits auch noch über ſieben Millionen beträgt. Beim Abſchluß des Etats und beim Ausfall der Ueberweiſungsſteuern kommt noch zum Ausdruck, daß im Laufe des Jahres 1907 die Konjunk⸗ tur herabgeſunken iſt und daß infolgedeſſen die Einnahmeanſätze nicht voll eingegangen ſind. Das Defizit erſcheint um ſo größer, als die Einahmen einzelner Reſſorts in die Höhe gegangen ſind. Die Betriebsverwaltungen haben etwa 19½ Mill. Mehrein⸗ nahmen erzielt. Dem gegenüber ſtehen 33 Millionen Mehraus⸗ gaben. Die Zölle haben über 44 Mill. mehr eingebracht, als veranſchlagt. Das erklärt ſich daraus, daß 1907 das erſte Jahr war, in dem der neue Tarif normal wirkte. Daß die Fahr⸗ karten⸗ und Erbſchaftsſteuer Fehlbeträge ergeben haben, iſt be⸗ kannt. Auch der Fonds zur Anſammlung für die Witwen⸗ und Waiſenverſicherung iſt gegen den Voranſchlag zurückgeblieben. Das laufende Rechnungsjahr kvärd mit einem Fehlbetrag von 11234 Millionen gegenüber den Berechnungen abſchließen. An Zöllen wird der Ausfall 87 Millionen betragen, bei der Erb⸗ ſchaftsſteuer 12 Millionen. Die Poſt⸗ und Telegraphen⸗Ber⸗ waltung wird Minder⸗Ueberſchüſſe von 8½ Mill. haben. Die Reichseiſenbahn⸗Verwaltung wird 9,5 Mill. unter dem Vor⸗ anſchlag zurückbleiben. Die Ausſichten für die Aufſtellung des Etats 1909 ſind wenig erfreulich geweſen. Um hierin Wandel zu ſchaffen, hat ſich der Reichskanzler an die Reſſorts mit einem Erlaß gewandt, in dem er fordert, daß die M oderniſierung der Staatsperwaltung eingeleitet wird und ſie insbe⸗ ſondere durch Dezentraliſation vereinfacht werde. Arbeiten, die durch Perſonen mit geringerer Bildung erledigt werden können, ſollen nicht durch höhere Beamte erledigt werden. Die einzelnen Reſſorts und Behörden ſollen ſich beſondere Spar⸗ ſamkeit angelegen ſein und ihre Verwaltung von dieſem Geſichts⸗ punkte leiten laſſen. Meinerſeits habe ich bei Aufſtellung des neuen Etats die größte Sparſamkeit walten laſſen. Das oſt⸗ aſtatiſche Detachement iſt auf den Etat übernommen worden, während es früher auf Anleihen ſtand. Das Detachement iſt überdies der Beſatzung von Kiautſchau angegliedert worden, wo⸗ durch in Zukunft erhebliche Erſparniſſe erzielt werden. Das geſamte Ergebnis des Etatjahres 1909 weiſt eine Verſchlechterung von 808 Millionen Mark auf. Bei einer einmaligen Ausgabe werden 28 Millionen geſpart werden. Beim Militäretat iſt eine Erhöhung von 3 Millionen bemerkenswert. Dieſe Summe iſt für größere Forderungen für Manöverflurſchäden in Baden vorgeſehen. Der Etat des Kolonialamtes zeigt ein freundlicheres Geſicht. Der Zuſchuß iſt um 13 Millionen zurückgegangen. In Südweſtafrita iſt eine Verminderung der Beſatzungstruppen von 500 Mann vorgeſehen. Mannheim, 5. Dezember. General⸗Anzeiger.(Abendblatt. 5. Seite. Volkswirtschalt. Brauerei⸗Geſellſchaft Eichbaum vorm. Hofmann in Maunheim. In der heute vormittag abgehaltenen Generalverſammlung, in der durch 20 Aktionäre 2526 Stimmen vertreten waren empfahl ein Aktionär in Rückſicht auf die Poſten„ zirtſchafts⸗ häuſer“ und„draußen ſtehende Darlehen“, die mit M. 2 Mill. reſp. M. 1623 206 figurieren, von der Ausſchüttung einer Dibi⸗ dende Abſtand zu nehmen und den diesjährigen Gewinn zu Ab⸗ ſchreibungen auf obige Poſten zu verwenden. Unter den Wirt⸗ ſchaftshäuſern ſei doch manches, das mindeſtens ½ im Werte zurückgehe. Aus dem Gewinn⸗ und Verluſtkonto ſei nicht er⸗ ſichtlich, wie viel auf Bierkonto eingenommen wurde. Für die Aktionäre ſei es abſolut unmöglich, ſich ein Bild darüber zu machen, ob im Berichtsfahre rationell gearbeitet worden iſt. Man möchte bei der nächſtjährigen Bilanz darauf Rückſicht nehmen. Von ſeiten des Vorſitzenden des Aufſichtsrats wurde erwidert, daß die Wirtſchaftshäuſer ſo zu Buch ſtehen, daß, wenn dieſe verkauft werden, kein Verluſt eintrete. Was die überſicht⸗ liche Bilanz betreffe, ſo ſei dies in erſter Linie Sache des Auf⸗ ſichtsrates. Wenn die Aktionäre irgend eine Anfrage ſtellen wollen, ſo ſtehe dieſer nichts im Wege. Aus der Mitte der Aktionäre wurde Verwahrung dagegen eingelegt, keine Divi⸗ dende zu verteilen und darauf hingewieſen, daß die Bilanz nach reiflicher Prüfung ſehr ſorgfältig aufgeſtellt wurde und daß, wie aus der Bilanz erſichtlich, ſchöne große Extrareſerven vor⸗ handen ſeien. Die vorgeſchlagene Dividende von 7 Prozent wurde hierauf einſtimmig genehmigt und Vorſtand und Aufſichts⸗ rat Entlaſtung erteilt. Die turnusgemäß aus dem Aufſichtsrat ausſcheidenden Herren wurden einſtimmig wiedergewählt. Gegen den Ankauf des Bellenſtraße 41 zu 5 Prozent rentierenden Wirt⸗ ſchaftsanweſens um den Preis zu 49075 Mark wurde von der Verſammlung kein Widerſpruch erhoben. *** Speyerer Brauhaus vorm. Gebr. Schultz,.⸗G. Speyer. Nach dem Geſchäftsbericht für das Jahr 1907/08 erzielte das Speyerer Brauhaus im abgelaufenen Jahre eine Biereinnahme von M. 805 138. Allgemeine Unkoſten erforder⸗ ten dagegen M. 734357 und Abſchreibungen M. 58 597. Der Reingewinn beläuft ſich auf M. 39 456, der ſich zuzüglich des Gewinnvortrages vom Vorjahre in Höhe von M. 5331 auf M. 44 787 erhöht. Die Verwendung des Reingewinnes wird wie folgt vorgeſchlagen: 5 proz. Zuweiſung zum geſetzl. Reſerve⸗ fonds M. 2239, Abſchreibung auf Diſagiokonto 6242, Zu⸗ weiſung auf Delkredere M. 20 000, Rückſtellung auf Pferde⸗ verſicherungen M. 5000 und M. 11 306 Vortrag auf Rechnung. Bei M. 1,2 Millionen Aktienkapital, M. 900 000 Obli⸗ gationen und M. 56 035 Reſerven ſtehen Brauerei und Wohn⸗ haus mit M. 717671 und das Wirtſchaftsanweſen mit M. 915 685 zu Buch. Maſchinen⸗ und Brauerei⸗Einrichtung wird mit M. 262 676, Lagerfäſſer mit M. 57 494, Transporkfäſſer mit M. 38 077, Wirtſchaftsgeräte mit M. 73 109, Fuhrpark mit M. 55 857, Mobilien mit M. 2128 und Vorräte mit M. 211 618 bewertet. Debitoren ſtunden mit M. 850 337(worun⸗ ter M. 770 999 gegen Sicherheit gegebene Darlehen, voraus⸗ bezahlte Mieten etc.) aus, während Kreditoren M. 958 416 (worunter M. 529 776 Hypotheken auf Wirtſchaftsanweſen) zu fordern hatten. jahr ſtand unter dem Zeichen der herrſchenden wirtſchaftlichen Depreſſion; trotz aller Anſtrengungen iſt es uns aus dieſem Grunde nicht gelungen, den Abſatz des Vorjahres zu erreichen. Die Preiſe aller Rohmaterialien mit Ausnahme des Hopfens, haben eine Höhe wie nie zuvor erreicht, ſodaß es nicht möglich war, ein befriedigendes Reſultat zu erzielen. Zu den vielen Faktoren, welche im vorigen Jahre das Geſchäftsergebnis un⸗ günſtig beeinflußt haben und welche fortgeſetzt ihre Wirkung noch geltend machen, tritt in dieſem Jahre die Ausſicht auf eine bedeutende Erhöhung der Brauſteuer. Die Hoffnung auf beſſere Ergebniſſe im neuen Geſchäftsjahre kann unter ſolchen Umſtänden nur als ſehr gering bezeichnet werden. Der am 19. Dezember ſtattfindenden Generalverſammlung wird, wie wir ſchon meldeten, auch die Genehmigung des Ver⸗ trages, durch welchen die Firma Speyerer Brauhaus vormals Gebrüder Schultz.⸗G. Speyer, ihr Vermögen als Ganzes ohne Liquidation an die Firma Brauerei⸗Geſellſchaft zur Sonne vormals H. Weltz, Speyer, überträgt, nachdem letztere zubor ihr Kapital um M. 200 000 auf M. 800 000 herab⸗ geſetzt hat, zur Beſchlußfaſſung unterbreitet. ** Die Ansbacher Gruppe gegen die bayeriſche Bodenkreditgnſtalt. In der geſtrigen Nachmittagsſitzung des Prozeſſes Baheriſche Bodenkreditanſtalt wurde in die Debatte der Poſition 6 betr. Parla⸗ mentart mus, Kompromiß und Wortbruch eingetreten..⸗A. Dr. Jacoby betont, daß der Minorität in der Generalverſammlung das Wort entzogen worden ſei. Deydinoritäthabe man ſchon vor dercgene⸗ ralverſammlung zu erkennen gegeben, daß man mit ihr kurzen Pro⸗ zeß machen werde. Direktor Sauer hätte ſchon nach dem Kompromiß am 31. März aus der Bank verſchwinden müſſen. Juſtizrat Dr. Freudenthal beſtreitet, daß der Parlamentarismus in der General⸗ verſammlung irgendwie verbetzt worden ſei. In dem Kompromiß habe nichts davon geſtanden, daß Rechtsanwalt Sauer am 31. März gehen ſolle. Juſtizrat Dr. Thaler⸗Würzburg beſtätigt, daß man in der Generalverſammlung mit der denkbarſten Schonung vorgegangen ſei. Rechtsanwalt Sauer⸗Würzburg machte einige per⸗ ſönliche Bemerkungen. Hierauf beſchäftigte ſich Rechtsanwalt Dr. Schmidt⸗Bamberg in längerem Plaidoyer mit der Kautionsfrage. Er ſtellte den Antrag auf Auferlegung einer Kaution von M. 3 Mill. ſeitens der Ansbachergruppe auf Grund des Paragr. 272 des Han⸗ delsgeſetzbuches und begründete dieſen Antrag eingehend. Der Rich⸗ ter könne die Kaution dann ſchon auferlegen, wenn nachgewieſen wird, daß der Geſellſchaft durch den Prozeß ein Schaden droht. Daß der Schaden, der der Geſellſchaft droht, ein unnennbarer iſt, ſei zweifelsfrei. Eine Kaution von M. 3 Millionen erſcheint dem Redner lächerlich gering. Das Verhalten der Herren Menges und Nathan ſei böswillig, zum mindeſten habe die Firma ſträflich leicht⸗ ſinnig gehandelt.— Hierauf wurde die Verhandlung auf heute Vor⸗ mittag halb 10 Uhr vertagt. 5***E* Stuttgarter Lepensverſicherungsbauk a. G.(Alte Stuttgarter) Der Aufſichtsrat genehmigte mit Beſchluß vom 4. Dezem⸗ ber d. J. die von der Direktion in folgender Höhe feſtgeſetzten Dipidenden: Die Dividende der nach Plan K 1 berſicherten —— Im Bericht wird mitgeteilt: Das abgelaufene Geſchäfts⸗ wiederum bis M. 5300 ermäßigen, da der Grubenvorſtand in 18½ PCt. der alternativen Zuſatzprämie(gegen 36 pCt. und 18 pCt. in den Vorjahren); die nach Plan K II. Verſicherten, die auf die Nachgewähr rückſtändiger Dividenden verzichten, erhalten 43 pCt. der ordentlichen Jahresprämie und 21½ pEt. der alternativen Zuſatzprämie(wie im Vorjahre); die Dividende nach Plan B(im Verhältnis der eingezahlten Prä⸗ mienſumme) ſteigt von 2,6 pCt. auf 2,65 pCt. der ſeither ent⸗ richteten Jahresprämien; die älteſten nach Plan B verſicherten Mitglieder erhalten 1909 eine Dividende von 84,8 pCt. einer Jahresprämie. Den nach Plan K III(Dividendenerbſchafts⸗ plan) Verſicherten werden die gleichen Dibidenden wie den nach Plan A II Beteiligten gutgeſchrieben. „* Export von Eiern aus Rumänien. Das hieſige Königlich Rumäniſche Generalkonſulat ſchreibt uns über den Export von Eiern aus Rumänien: Rumänien produziert nicht nur genügend Eier, um den heimiſchen Bedarf zu decken, ſondern es kann regelmäßig große Quantitäten exportieren. Der am beſten für den Export organiſierte Teil des Landes iſt die Moldau, beſonders in der Mitte und Norden. Die Eier werden von den Produzenten per hundert Stück verkauft, der Preis ſchwankt zwiſchen 2 Francs 50 bis zu 8 und 9 Francs per 100 Stück. Die Preiſe ſind am höchſten während der Wintermonate und gegen Oſtern. Im allgemeinen kann man die Preiſe für den Export durchſchnittlich auf 4 Fres. 50 per 100 Stück taxieren. Der Export beginnt gewöhnlich am 15. Februar und dauert bis zum 15. Mai; dann wird derſelbe im Oktober wieder aufgenommen und dauert bis zum 15. De⸗ zember. Die Eier werden gewöhnlich in Kiſten aus Tannen⸗ holz verpackt: um Bruch möglichſt zu vermeiden, werden die Kiſten mit Sägemehl oder mit Hobelſpähnen ausgefüllt. Die Kiſten ſind gewöhnlich 1,20 Meter bis 1,50 Meter lang, 50—60 Ztm. breit und 25 Ztm. tief. Die Kiſten enthalten gewöhnlich 1440 Eier und wiegen 84—96 Kilo; auf Wunſch werden auch 55 der halben Größe exportiert, welche 720 Stück ent⸗ alten. Man exportiert gewöhnlich Quantitäten über 5000 Kilo wegen der relativ billigeren Eiſenbahnfracht bei größeren Quantitäten. Die rumäniſchen Eier werden wegen ihrer vor⸗ züglichen Qualität ſehr geſchätzt. Für Rumänien iſt der Eier⸗ Export von Wichtigkeit, er geht hauptſächlich nach Deutſch⸗ land, Oeſterreich⸗Ungarn, England uſw. Vor 1900 erreichte dieſer Export nicht einmal die Summe von 1 Million Fres. jährlich. Im Jahre 1902 exportierte Rumänien für 4 944373 Fres., im Jahre 1903 für 3 988 167 Fres., im Jahre 1904 für 33863 781 Fres., im Jahre 1905 für 2 273 919 Fres., im Jahre 1906 für 2 843 957 Fres. Seit dem Jahre 1896 geht ein großer Teil des Eier⸗Exportes nach Deukſchland. Im Jahre 1906 exportierte Rumänien 5 687 914 Kilo Eier, wodon nach Deutſchland 3 704 028 Kilo. Genoſſenſchaften in Rumänien, welche ſich aus kleinen Landwirken zuſammenſetzen, ſuchen Verbindungen im Auslande, behufs direkten Exportes von Eiern. *** Landesproduktenbörſe Stuktgart. Durchſchnittspreisnotierungen pro November 1908. 22.80, Rumänier 24.75, Ulka 24.70, Laplata 2508, Redwinter 23.83, Kernen M. 21.75, Dinkel 1 M. 18.13, Gerſte württ. M. 19. 19.95, 20.53, ungariſche nom. 23.25, Futtergerſte ruſſ. M. 15.50, Hafer, württ. M. 16.38, Mais Laplata M. 18, Mais Donau M. 18.25. Mehl pro 100 Kg. inkl. Sack je nach Qualität: Mehl Nr. G M. 33 bis M. 34, Nr. 1 M. 32 bis M. 33, Nr. 2 M. 31 bis M. 32, Nr. 3 M. 30 bis M. 31, Nr. 4 M. 27.10 bis M. 27.0. Kleie M. 9⸗50 bis M. 10 lohne Sack). *** Vom Rheiniſch⸗Weſtfäliſchen Kuxenmarkt. Bericht von Gebrüder Stern, Bankgeſchäft. Dortmun d, 2. Dezember. Die Feſtigkeit am Kohlenkuxenmarkte konnte in der abgelaufenen Berichtswoche in vollem Umfange anhalten. Bleibt auch die Lage der kohlenverbrauchenden Induſtrieen wenig gün⸗ ſtig, ſo iſt doch die Tatſache von Bedeutung, daß in jüngſter Zeit ſich wiederum Anzeichen einer leichten Belebung geltend machen. Es iſt zu hoffen, daß dieſe nicht nochmals unterbrochen wird, wie vor wenigen Wochen durch die bekanaten politiſchen Störun⸗ gen. Hält ſie über den Jahresſchluß an, ſo darf wohl erwartet werden, daß der billige Geldſtand im nächſten Jahr einer kräftige⸗ ren Erholung förderlich ſein wird.— Im einzelnen blieben von ſchweren Werten Conſtantin der Große und Königin Eliſabeth bei. M. 37 500 bezw. M. 20 800 gefragt, ohne daß ſich zu dieſen Kurſen Angebot zeigte. Eine forcierte Steigerung erfuhren Lan⸗ genbrahm bis M. 13 800 auf die Nachricht, daß die Gewerkſchaft vom 15 Januar ihre monatliche Ausbeute von M. 60 auf M. 75 erhöhen wird. Der Kurs mußte jedoch im weiteren Verlauf der Woche auf Glattſtellungen bis M. 13 500 nachgeben. Ferner waren König Ludwia bei M. 29 800, Mont Cenis bei M. 14 800 und Helene und Amalie bei M. 17500 beachtet, während Dorſtfeld eine Kleinigkeit unter vorwöchentlichem Preiſe ſchließen. Von mittleren Papferen hat das Intereſſe für Trier etwas nachge⸗ laſſen. Nach einzelnen Umſätzen ſtellt ſich der Kurs auf etwa M. 5000. Sonſt ſind Oeſpel hervorzuheben, deren Preis bei großer Nachfrage aber geringem Angebbt von M. 1850 bis M. 1950 anziehen konnte. Es verlautete, daß die Zeche in den letzten Monaten monatliche Ueberſchüſſe von M. 60 bis 70 000 erzielt hat, und daß die Bankſchuld bis auf etwa M 650 000 abgetragen ſei. Auch wurde in den letzten Tagen bekannt, daß auf der fünften Sohle die reichen Flözpartien der benachbarten Zeche Germania angefahren ſeien. Befeſtigt waren weiter Charlotte, für die vorübergehend M. 625 bewilligt wurden, während in den übrigen Werten der Verkehr faſt ruhte Am Braunkohlenmarkte lammer und Schallmauer mehrfache Umfätze zu vorwöchentlichen Kurſen. Bevorzugt waren Rheingold, für die zahlreiche Käufer bis zu M. 1400 auftraten, und Germania, die vorübergehend bis M. 800 bezahlt wurden, ſich aber auf Entlaſtungsverkäufe wieder bis M. 700 abſchwächten. Am Kalimarkte bleibt die Lage unverändert. Trotz des relativ befriedigenden Abſatzes für den Monat November ver⸗ mochte keine Belebung einzutreten, da eine Beflegung des Kon⸗ fliktes mit den Gewerkſchaften Deutſchland und Siegfried 1 noch nicht abzuſehen iſt. In einzelnen Ausbeutewerten zeigte ſich verſtärktes Angebot. Insbeſondere mußten Hohenfels ihren Preis Mitglieder ſteigt auf 37 pCt. der ordenklichen Jahreprämie und Weizen, württ. M. 21.73, bayeriſcher 21.95, niederbayer M. 14, Roggen württ. baheriſche 21.43, Tauber Köln⸗Ehrenfeld. Der auf den 30. d. Mts. auberaumten Hauptver⸗ vollzogen ſich in Beller⸗ klommen des Kleinbauern. Von Edmund Fiſcher⸗ zieht, daß mindeſtens eine Ermäßigung, wenn nicht eine Einſtel⸗ lung der Ausbeute geplant iſt. Auch Kaiſeroda verloren bei ge⸗ ringem Angebot aber gänzlich fehlender Nachfrage M. 500, wäh. rend Alexandershall, Beienrode, Carlsfund und Wintershall ſich auf ungefähr vorwöchentlichen Kurſen zu behaupten vermochten. In den Kuxen der jüngeren Unternehmungen blieb das Geſchäft gering. Die Preiſe bröckelten im allgemeinen ab, ohne daß ſich eine beſondere Neigung zu Verkäufen oder zu Käufen heraus⸗ ſtellte. Nur Salzmünde konnte in den letzten Tagen auf die Nach⸗ richt, daß das Kalilager angefahren ſei, ihren Preis bis M. 1800 aufbeſſern. Gehandelt wurden ferner Siegfried 1 bis M. 2800 Hermann II bei M. 1325, Rothenberg nach einem Kurſe von M 1275 bis M. 1350, Günthershall bei M. 38800 und Immenrode bei etwa M. 3000. Am Aktienmarkte waren Krügershall infolge ihrer Beteiligung an der Gewerkſchaft Salzmünde bei 63 pet, beachtet, die übrigen Werte gänzlich vernachläſſigt. Vom Erzkuxenmarkte ſind Veränderungen nicht zu berichten. In großen Mengen gingen Wildberg zwiſchen M. 25 und M. 30 um. 5 ** Ruſſiſcher Getreidemarktbericht. (Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeiger“) * Odeſſa, 18.(.) Dez. Unſer Markt war ſehr ruhig und während der ganzen Woche wurden nur ſehr wenig neue Geſchäfte nach allen Richtungen hin gemacht. Schwächere Getreidemärkte drüber ſind gewiß der Hauptgrund der herrſchenden Stockung, aben außerdem, beſonders was Odeſſa anlangt, ſo ſind die Zu⸗ juhren nur ſehr beſchränkt und werden feſigehalten. Weizen iſt in naher Poſition etwas beſſer gefragt, und hat man für ſchwimmenden 9 P. 35 M. 171,50, 9 P. 35/10 P. M. 173 bezahlt, während 9 P. 285 nach geringer Probe zu M. 168 gehandelt worden iſt. Gerſte: Die in Deutſchland herrſchende wärmere Witterung hat die Möglichkeit der Weiterverladung nach dem Inlande verbeſſert und die Tendenz des Actikels iſt etwas beſſer geworden. Das Aufgeld für ſpätere Termine hat ſi elwas vermindert. Wir notieren heute für ſchwimmend M. 115, für Dezember M. 116,50, für Januar⸗Märs M. 118,50 geboten, M. 120 gefordert. Mais: Odeſſa ſchwimmend M. 122 angeboten, M. 11 bis 120 erzielbar. Februar M. 117—116, April-Ma M. 115—113 gehandelt. Infolge des wärmeren und naſſe Wetters, welches wir hatten, iſt der neue Mais außer Kon · dition. Es dürften indeſſen einige klare und froſtige Tage genügen, den Mais bald als zur Verſchiffung geeignet zu machen, aber bevor wir nicht dies Wetter haben, können wir keine größeren Abladungen erwarten. Bis jetzt ſind die Zufuhren in neuem Mais nicht groß. 5 Roggen: Unſer Roggen iſt der deutſchen Ware gegen⸗ über zu teuer. Deutſcher Roggen, 71/72 Kils, ſtellt ſich zum Export M. 124 ecif Hamburg. Südruſſiſcher 9 Pud 25 prompt mit M. 148 angeboten, M. 145 erzielbar. Hafer, abgeladener und ſchwimmend, wertet ea. M. 114, mittlerer Qualität. Hirſe: Futterhirſe in naher Abladung M. 97—98 und gute Hirſe zu Schälzwecken M. 104 zu bewerte. Leinſaat, 96proz. prompt, ſüdruſſiſcher M. 224 und für Februar⸗Verſchiffung M. 227 nach gutem Muſt erzielbar./ Sonnenblumenkuchen: Lange, dünne kuſſiſche, prompt M. 117—118, per April⸗Mai M. 1 Auguſt⸗September M. 120 cif Hamburg zu machen, mark M. 4 mehr erzielbar. 55 Kleie: Grobe M. 98—102, feine M. 95—98, loſe M. 4 weniger. In Nikolajeff war das Geſchäft faſt noch ſtiller in Odeſſa und nur ganz kleine Partien von Hafer ſind nag London gemacht worden.„ Cherſon. Die Saiſon für dieſen Hafen iſt als faß beendet zu betrachten und wenn für den Augenblick auch noc etwas von den Bargen verkauft wird, ſo ſind doch die meiſt Ablader, infolge der vorgeſchrittenen Jahreszeit, eher gene die Operationen einzuſtellen. Saatenſtand. Obgleich uns im Südweſten Ri lands, ſpeziell in den Gouvernements von Beſſarabien u Cherſon eine ſchützende Schneedecke fehlt, haben laut unſeren Verichten, die Fröſte von 10—12 Grad den Saaten dos⸗ keinen Schaden getan. In der letzten Woche waren ein paa gute Regenfälle bis jetzt ohne Froſt, welche den Winterſaatel ſehr zu Nutze kommen. Die frühe Saat ſteht ſtark und au gczeichnet, ſpätere Saat iſt etwas ſchwächer, doch ſteht ſie auc nicht ſchlecht, und dürfte ſich bei günſtiger Witterung noch erholen, ganz ſpäte Saat iſt noch nicht aufgegangen. P Lederwerke vorm. Ph. Jac. Spichartz in Offenbach a. M. Die Gefellſchaft ſchätzt die Dividende auf vorausſichtlich wieder 9 Proz Brühl⸗Kölner Braunkohlenbergwerk Donatus i. L. zu Liblar In der in Köln abgehaltenen außerordentlichen Gewerkenverſamm⸗ lung, in der von 14 erſchienenen Gewerken 788 Kuxe vertreten wurden, wurde nach Erſtattung des Berichts über Grundlage und Durchführung der Liquidation die vorgelegte Schlußvermögensauf⸗ ſtellung nebſt Gewinn⸗ und Verluſtrechnung ohne Erörterung ein ſtir⸗mig geuehmigt und der ſich noch ergebende Ueberſchuß von ettwa 1000 M. auf Antrag des Vorſtandes der Arbeiter⸗Unterſtützungs⸗ kaſſe der Rheiniſchen Aktiengeſellſchaft für Braunkohlenbergbau und Brikettfabrikation in Köln überwieſen. Auch wurde Entlaſtung des Grubenvorſtandes und des Liquidators einſtimmig erteilt. 5 Waggonfabrik⸗Aktiengeſellſchaft vorm. P. Herbrand u. Co. in ſammlung wird bei reichlichen Abſchreibungen und Rückſtellungen eine Dividende von 15 Proz.(wie i..) vorgeſchlagen. Hohenloheſche Nährmittelfabriken. Der Abſchluß für 1907/08 ergibt einſchl. 300381t M. Vortrag einen Rohgewinn von 174 Mark(i. V. 229 151..), woraus nach 71.002 M.(94 161 M Abſchreibungen 5 Proz. Dividende(6 Progz.) verteilt werden. Die Königliche Seehandlung(Preußtſche Staatsbank), Berlin wird ſich auf Grund der Poſtſcheckordnung bei dem Poſtſcheckamt Berlin ein Poſtſcheckkonto eröffnen laſſen. Das Konto wwird Ne. 100 tragen. In dem Flugblatt„Was bringt die neue Poſt⸗ ſcheckordnung?“ hat die Königl. Seehandlung, wie aus dem Inſerat in dieſe- Nummer hervorgeht, in gemeinverſtändlicher Form das Wiſſenswerteſte über die Poſtſcheckordnung zuſammengeſtellt. Das Flugblatt wird koſtenlos abgegeben. Plutus. Kritiſche Wochenſchrift 49. Heft des fünften Jahrganges: Herr Kluge.— Das 0 einer bevorſtehenden Sitzung ſich mit Ausbeutedispoſitionen be⸗ 5 en wird, woraus man wohl nicht mit Unrecht den Schluß Rehue der Preſſe.— Aus den Lörſenſälen. Lon wald.— Religion und Bankgeſchäft.— Polikik 6. Seite. Stueral⸗Anzeiger.(Abendblatt.) Maunheim, 5. Dezember!— Handelshochſchulcouleur.— Gedanken über den Geldmarkt. Von Juſtus.— Plutus⸗Merktafel.— Gedanken über den Warenmarkt. Von Merkur.— Waren des Welthandels(Ta⸗ hak).— Neue Literatur. Generalverſammlungen. Abonne⸗ ments vierteljährlich per Poſt, Buchhandel und direkt vom Plutus⸗Verlag Mk. 4,50. Probehefte gratis in jeder Buch⸗ handlung und vom Plutus⸗Verlag, Berlin⸗Charlottenburg, Goetheſtr. 69.) *** Telegraphiſche Handelsberichte. Von der Frankfurter Börſe. Allgemeine Elek⸗ trizitätsgeſellſchaftsaktien werden vom 7. ds. Mts. ex. Divi⸗ dendenſchein Nr. 5 Kursabſchlag 8 Proz. notiert. *Hamburg, 5. Dez. Der Zuckermarkt eröffnete ſehr matt auf ungünſtige Auslandsmeldungen, auf größeres Angebot und lt. Frkf. Ztg. auf die Inſolvenz der Gebr. Dannenbaum in Braunſchweig. Hamburg, 5. Dez. Die Lübeck⸗Büchener Eiſenbahn ermäßigte It. Frkf. Ztg. für 1909 die Frachtſätze für Getreide und Mühlenfabrikate. Lieferung von Portlandzement. * Hamburg, 5. Dez. Die Finanzdeputation forderk An⸗ gebote für die Lieferung von 2 Millionen Kilogramm Portland⸗ zement für das Salinenweſen in Hamburg und Kuxhafen, Zahlungseinſtellungen. München, 5. Dez. Die Weberei Biederlak u. Co. Nachfolger iſt in Zahlungsſtockungen geraten. Die Paſſiven be⸗ tragen lt. Frkf. Zig. 185 000 M. Gußſtahlwerk.⸗G. in Annen. Dortmund, 5. Dez. Die Generalverſammlung der Guß⸗ ſtahlwerke.⸗G. in Annen genehmigte den Bericht und die Bilanz und ſetzte die Dividende auf 6 Prozent wie im Vorjahre feſt. Die Geſchäftslage habe ſich lt. Irkf. Ztg, wenig geändert. *** Berliner Efpentenborſe. [Briballelegremm des General⸗Anzeilger!) *Berlin, 5. Dez.(Fondsbörſe.) Die fortſchreitende politiſche Beruhigung kam zu Beginn des heutigen Verkehrs in einer weiteren allgemeinen Erhöhung des Kursniveaus zum Ausdruck. Befeſtigend wirkte neben der befriedigenden Haltung der Auslandsbörſen und der höheren Wiener Kurſe, namenk⸗ lich auch die nach den Schwankungen der letzten Tage geſtern in Newyork eingetretene Befeſtigung. Die Geſchäftstätigkeit hielt ſich aber, wohl wegen des Wochenſchluſſes, in beſcheidenen Grenzen. Vornehmlich waren es auch Deckungen, namenklich auf dem Montanmarkt, die der Börſe zu der feſten Eröffnung verhalfen. Von öſterreichiſchen Werten waren Kreditaktien und Franzoſen nennenswert höher. Hervorzuheben iſt auch die Beſ⸗ ſerung von Lombarden. Amerikaniſche Werke folgten der Newyorker Anregung und namentlich waren Kanadaalktien lebhaft gefragt und höher notiert. Die anfänglichen Kursbeſ⸗ ſerungen am Montanaktienmarkte, die vereinzelt bis 1 Proz. betrugen, konnten nach Befriedigung des Deckungs⸗ begehrs nicht aufrecht erhalten werden. Schwache Haltung von Anfang an fiel namentlich bei den ſonſt begünſtigten Deutſch⸗ Luxemburger Aktien auf. Unveränderte Feſtigkeit zeigte der Rentenmarkt. Zproz. Reichsanleihe, ruſſiſche und tür⸗ kiſche Werte ſetzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Still aber leicht gebeſſert war der Markt in heimiſchen Banken. Lebhaft umgeſetzt wurden namenklich Darmſtädter Bankaktien. Schiffahrts⸗ und Elektrizitätsaktien zogen leicht an. Mangels beſonderer Anregung war das Geſchäft ſpäterhin ſtill bei über⸗ wiegender Neigung zur Abbröckelung. Tägliches Geld 2 Proz. Weiterhin blieb der Verkehr ſtill. Der Kursſtand war bei 885 Schwankungen behauptet. Kaſſainduſtriemarkt ſtill, aber feſt. 21 Berlin, 5. Dezember.(Schlußkurſe.) 1 40% Reichsanl. 102.80 102.30 Ruſſenbank 130.— 180.40 45% RNeichsanl. 94.50 94.60] Schaaffh. Bankv. 132.50 132.5% 40% Reichsanleihe 85 20 25 30 Staatsbahn 141.60 143 80 3% GConſols 102.30 102.30 Lombarden 18.50 19.— 37%%„ 94.50 94 60 Baltimore u. Ohio 108.50 108 70 3 0% 0 85.10 85.10 Canada Paeifte 176.40 177.70 40 Bad. v. 1901 10140—.— Hamburg Packet 110.20 111— 4%„„1908 102.— 102.13 Nordd. Lloyd 88 20 88.70 3%„ ckonv.—.— 94.66] Bochumer 218.50 218 60 3½%„ 190½7 99 60 937.06 Deutſch⸗Luxembg. 155.30 158 50 39 9% Bayern 93.80 939.06 Dortmunder 59 60 59 90 37 J% Heſſen 93.——.—Gelſenkirchner 186.70 187 70 30% Heſſen 82.75 82.60 Harpener 191 90 192 80 30% Sachſen 85.— 85.— Laurahütte 19250. 193.50 4% Japaner 1905 92.10 92.40 Phönix 174.30 178.70 4% Iſkaliener———.—] Weſteregeln 179 70 179— %% Ruſſ. Anl. 1902 82.80 82.40 Allg. Elektr.⸗Geſ. 226 60 257 70 %% Bagdadbahn 84.75 84.25 Anilin Treptow 377.— 378.— Oeſter. Kreditaktien 192 70 195 20] Brown Boveri 170 70 170.40 Berl. Handels⸗Gel. 167.20 108.— Chem. Albert 422 70 423 60 Darmſtädter Bank 127.70 12860] D. Steinzeugwerke 218.10 23.— Deutſch⸗Aſtat. Bank 186 20 13490 Elberf. Farben 410.— 409.50 Deutſche Bant 238.70 286.40 Celluloſe Koſtheim 238.— 232.50 Di ommandit 178.— 178.90 Nüttgerswerken 157.— 158— Dregdner Bank 142.10 147.20 Tonwaren Wiesloch 90.50 91 20 Reichsbank 146.— 145 50 Wf. Draht. Langend. 191 50 191 70 Rhein. Kreditbant 183.50 182.80] Zellſtoff Waldhof 329 20 337.20 Privatdiskont 25% W. Berlin, 5. Dezember.(Telegr.) Nachbörſe. Kredit⸗Artien 192.50 195,10 Staatsbahn Diskonto Komm. 178.10 179.—Lombarden Londoner Effektenbörſe. London, 5. Dezember.(Telegr.) Anfangskurſe der Effektenbörſe · 141.40 148 90 18.40 18.90 2% Conſols 881/ͤ 6 88½] Moddersfontein 11 11 3 Reichsanleihe 83/ 83¾Premier 97. 91% 4 Argentmier 84˙/% 85— Randmines 6½.— 4 Italiener 103¼ 1031]/. Atchiſon comp. 101½ 101½ 4 Japaner 85½% 85½ Canadian 180ʃ½ 181½% 3 Mexitaner 33 38— e 101/ 104¼ 4 Spanier 95¼ 95ʃ½½ Chikago Milwauket 154½ 155¼ Ottomandank 18— 187/ Denvers com. 35˙%/ 37— Amalgamated 85¼% 875/% J Erie 83% 35˙½% Anacondas 10/ 10% Grend Trunk III pref. 58— 35¼ Rio Tinto 74½% 75˙%„ dbld. 21 ½ 22 Central Mining 15% 15½¼ Louisville 125— 125%¼ Chartered 16%/% 15˙%½ Miſſouri Kanſas 39˙ 340½% De Beers 12% 17— Ontario 46˙% 471/ Eaſtrand%½ 12½ Southern Pacific 121˙0 121½ Geduld 2* 4¼ Union com. 185ʃ⁰ 1865/% Goldſields 40. 2 Steels eom 55%¾ 56˙%/ Jagers fontein 4% 2 Tend. ſtill Liverpool, 5. Dezmber(Anfangskurſe.) 4 5. Weizen per Dez. 800% ſtetig 800½ ruhig „„ März 70%% Mais per Jan. 50/81½% träge 50%/% träge La Plata per Dez. 59/8 59˙%/ Krankfurter Effeltenbörſe. ̃ribsttelegrammp des General- Anzeigers.) * Frankfurt a.., 5. Dez.(Fondsbörſe.) Die zu⸗ verſichtliche Stimmung hielt auch am Wochenſchluß an. An⸗ regend wirkte die feſte Tendenz des Wiener Marktes, welche die Erholung des geſtrigen Tages weiter fortſetzte. Die beſſere Auf⸗ faſſung der Lage im Balkan ſowie die bevorſtehende Verſtän⸗ digung zwiſchen der Türkei und Griechenland, betreffend der kretiſchen Frage machte guten Eindruck und veranlaßte auf dem Fondsmarkte belebteres Geſchäft. Deutſche Anleihen behaup⸗ teten den Kursſtand. Oeſterreichiſche Staatsrente konnte im Kurſe profitieren, ebenſo ſind ungariſche Gold⸗ und Staats⸗ rente gefragt und höher, Portugieſen, Japaner und Ruſſen feſt, Serben abgeſchwächt. Die Zprozentige Buenos⸗Aires Provin⸗ zial⸗Anleihe beliebt und bei größeren Umſätzen gehandelt. Auf dem Transportaktienmarkte blieben die Kurſe ziemlich unver⸗ ändert. Von Oeſterreichiſchen Bahnen Staatsbahn und Lom⸗ barden belebt und höher, Baltimore beſſer., Schiffahrtsaktien feſter. Der Bankenmarkt war belebt, beſonders Kreditaktien und Diskonto Kommandit. Auch auf dem Montanmarkt hielt die feſte Tendenz an, Bochumer und Laurahütte gefragt. Am In⸗ duſtriemarkt waren elektriſche Werte feſt, Ediſon und Siemens und Halske weiter belebt, chemiſche Aktien behauptet. Im wei⸗ teren Verlauf war das Geſchäft ruhig, die Tendenz feſt. An der Nachbörſe erhielt ſich die feſte Tendenz auf allen Gebieten. Für Baltimore war Kaufluſt vorhanden, ebenſo zeigten Lom⸗ barden lebhafteres Geſchäft. Es notierten Kreditaktien 195.30, Diskonto 179.20, Dresdner Bank 146.90, Staatsbahn 143.60, Lombarden 18.90, Baltimore 109, 108.80. Telegramme der Continenta⸗Telegraphen⸗Compagnie. Schluß⸗Kurſe. Reichsbank⸗Diskont 4 Progent. 4 8 13 Amſterdam kurz 169.56 169.55 Paris kur 81 50 81516 Belgien„ 81.116 81.166 Schweitz. Plätze„ 81 40 81 40 kalten„ 81.25 8125 Wien 85 283 85 283 ondon 20.45 20 447 Napoleonsd'or 16.23 16.28 lang—.— 20 44[Privatdiskonto. „Siaatspapiere. A. Deutſche. 4. 5. 4. 5. 4e.% deutſch. Reichsanl. 109.30 102.25 B. Ausländiſche. 38„ 5 94.50 915(5 Arg. i. Gold⸗A. 1887 109.— 100.— 8„ 85.1c 85.254½% Chineſen 1898 9750 97.60 4% pr. Lonſ. St.⸗Anl. 102 20 102 15 Mexikaner äuß. 88/90 97.90 98— 8„ 3 94.50 94.603 Mexikaner innere 68 20 63.80 8 5 85.— 85 10 Taumalipas 5 4 badſſche St..1901 101. 100 9, Bulgaren 98.50 98.— „1908 101 80 101.903¼ italien. Rente-.—. 3½ bad.St.⸗OLabg)ft 96.20 96.204½ Oeſt. Silberrente 97.— 97.80 3— 5„ 94.80 94.104½„ Papierrent.—.——.— „„ 1900 98 80 93 80 Oeſterr. Goldrente 98.. 98 40 3½%„„ 1904 98 80 93.75½ Vortug. Serie! 5780 58.30 3½„„ 1907 9330—— s„ 58.50—.— Abayr.&.⸗B..b. 1915 102.75 102.80 4% neue Kuſſen 1905 97.— 97.15 4.„„„ 1918 102.7 102 70/4 Ruſſen von 1880 83.10 88.10 39% do. u. Allg. Anl. 93.95 98.804 ſpan. ausl. Rente 95.20 85 20 8do..⸗B.Obl. 84.30—.—4 Türken von 190˙²2—85.80 85 50 4 Heſſen von 1903 101 4, 101.254„ unif. 92 20 92.20 3 Heſſen 82.75 82 254 Ungar. Goldrenre 92.— 92.50 8 Sachſen 85.— 85-[4„ Kronenrente 91.— 91.60 —.——.—Verzinsliche Loſe. 8½„„ 1905 91.20 91.203 Oeſterreichiſches80 154.40 184.40 Türkiſche 140.80 141.20 Aktien induſtrieller Auternehmunzen. Bad. Zuckerfgbrit 135.— 135—[Kunſtſeidenfabr. Frkf. 196.— 196.— Südd. Immobil.⸗Geſ. 93.50 92.80 Lederwerk. St.Ingbert 54.— 57— Eichbaum Mannheim 104.— 104— Spicharz Lederwerke 123.50 124.— Mh. Aktien⸗Brauerei 193.— 133. Ludwigzh. Walzmühle 162— 161.80 Parkakt. Zweibrücken 90.— 90. Adlerfahrradw. Kleyer 28.80 979 80 Weltzz. Sonne, Speyer 7— 70. Maſchinenfbr. Hilpert 66.50 686.50 Cementwerk Heidelbg. 145 60 145.60 Maſchinenſb. Badenia 104.— 194.— Cementfabr. Karlſtadt 136 50 136,50 Dürrkopp 269.— 269— Badiſche Anilinfabrik 3690.— 85920 Maſchinenf. Gritznei 210 50 210.50 do. neue 348— 247.50 Maſch.„Armatf. Klein 118.— 117.— Griesheim 237. 236.50 Pf. Nähm. u. Fahrradf arbwerke Höchſt 388.— 389—] Gebr. Kayſer er. chem. Fabrik Mh. 298.— 297.900 Röhrenkeſſelfabrik Chem. 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Die Vergebungsbeding ungen und die Loseinteilung ſind an der Bekanntmachungstafel bei der Rheinſtraßenbrücke, am Waghäuschen bei der Friedrichs⸗ brücke und bei der Kammerſchleuſe im Induſtriehafen ange⸗ ſchlagen. 83600 Die nicht zur Eisgewinnung beſtimmten 177775 tm Rhein, Neckar und Floßhafen ſind für Schlittſchuh⸗ bahnen freigegeben; deren Benützung hat nach der orts⸗ 25 5 2 4— 22 E ü I 5 im Hauſe Schwetzinger⸗ ſtraße Rr. 39; Inhaber der Annahimeſtelle: Herr Anfertipung sämtüher Leib- und Bettwäsche. Fnpl. Jortragg f zer 1 ar ülmerteartikel⸗Geſchäfts; 4 5 der din een den en, u,: eſzche Stadterweiterunge m Haulelifebe·- 25„lohn Bull and bis Iskand ttraße Nr. 7; Inbaber der Annauneſtele: (mit Lichtbildern) 5 Herr Kaufmann Peter Disdorn; 0 9 5 5 Neckarſtadt: im Hauſe Mittelſtraße Nr. 69: 5 8 Für Nichtmitglieder ſind Tages Inpaber der Annahmeſtelle: Herr Kaufmann 1 ASC—— 3 3 in We⸗ iie Beilkrage Ne, 223 In ureau, N un Hauſe 8 In⸗ handlung K. Ferb. 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Ballett in 2 Abteilungen von Ch. Nuiter und A. Saint⸗Leon. Muſik von Leo Delibes. Arrangiert von der Ballettmeiſterin Aennie Häns. Dirigent: Hans Schuſter. «25„⸗„„„ Berſenen: Swanilda. 8„„Aenni Häns Frong deren Verlobler Alfred Moller. oppelius, Mechaniker und Autom ꝛ⸗ 155 Hans Godeck. Aiffabriafn Der Bürgermeiſter Felix Krauſe. Marie Zinmermann. enni Hotter. ing Schm dikonz. Ha ma Natteret. Coppelia, ein Automat Roſa Bade. Mechaniſche Figuren, Bürger, Bürgerinnen, Landvolk. Die Handlung geht in einer kleinen Grenzſtadt Galiziens vor. Vorkommende Tänze: 1. Abeilung: 1. Enttee, ge⸗ kanzt von Aenni Häns 2. Mazurka, een vom Ballettkorps. Swanildas Freundinnen 3. Schlaviſches Thema mu Variationen, getanzt von den Damen Aennie Häns, Maria Zimmermann, Jenny Hotter, Lina Schmedtkonz und Hanna.ütterer. 4. Czardas, getanzt von Aennie Hens, Emma Walter, Roſa Möhring, Ja Reinke und dem Bolleitkorps. 2. Abieilung: 1. Tanz⸗Szenen, 85 Automaten⸗Walzer,„ Bolero, geianzt von Aennie 8, 3 1 getanzt von Aennie Häns, Alfred Möllei und vom itkorps Kaſſeneröffnung 6 Uhr. Anfang 6¼ Uhr. Ende n 9 ½ Uhr. Nach der Oper größere Pauſe. Mittel⸗ reiſe,. Neues Theater im Roſengarten. Sonntag, den 6. Dez. 1908. Die blaue Maus. Schwant in drei Akten von Alexander Engel u. Jul. Horſt. In Szene geſetzt von Emil Reiter. Perſenenz Fanchon Ducloir Lebodieu, Direktor der Eiſenbahn Paris—St. C oud Lene Blankenfeld. Emil Hecht. Eveline, deſſen Frauun.„IJulie Sanden. Caſar Robin, S. kretn Alexander Kökert. Clariſſe, deſſen Frauu.„Trauie Carlſen. Mosquitier„*„Karl Neumann⸗Hoditz Philippe de Ravaſſol»Oscar Ingenohl. Briquet Guſtav Traulſchold. Mathieu) Di Emil Beriſch. JJJCC0000 w Pourboire. 5*» Paul Tietſch. Mouche Paul Bieda. Ein Herr mit Glatze. Lothar Liebenwein. Der Kommiſſär. 5 Sigmund Kraus. Theueſe Weidmann. Ella Eckelmann. Camtilio Bolze. Hedwig Hirſch. Georg Maudanz. Roſe, Kummermädchen bei Fanchon Georgette, Kammermädchen bei Robin Gas pard f.„— Piccoloͤb. 5 5„ 8 Erſter) weiter) Diener Hens Debus. bnun ſſtonaoae Heinrich Füllkiug. Kommiſſionäre, Herren und Damen der Geſellſchaft. Ort der Handlung: Paris.— Zeit: Gegenwart. Der erſte A! ſpielt im Direkrlonsbureau der Eiſenbahn Paris—St. Cloud; der zweite in der Wohnung von Fanchon Ducloil; der drüte Akt in Robins Wohnung. Kaßeneröffn. 7 uhr Anſang z8 Uhr. Ende n. 10 Uhr. Nach dem 2. Akt ſindet eine größere Pauſe ſtatt. Neuee Fbentern Ginmteteyreite r x m 1%. ofleratier-. Montag, 7. Dez. 1006. Volksvorſtellung Nr. 4. Die Entführung aus dem Lerieil. Anfang 7 Uhr. %„„„„„ e ee ee Mitteiſunss- Um mein großes Puppenlager zu räumen. gewähre ich von heute bis Weiynachten auf meine bekannt nur beſte Qualitäten Puppen 20% Rabatt Günſtige elegenbeit zu billigem Einkauf von fein gekleideten und ungekleideten Gelenkvuppen und Pußbpenköpfen u. ſ. w. in allen Größen. 8862⁰0 Urbachs Spezial⸗ puppen:ſchatg 3, 8. 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Von meinem Schwager hörte ich von mrer Hleilseiſe. Ich habe dleselbe für meinen langjährigen offenen Bein- schaden gebraucht. Die bisherigen Schmerzen und das Jucken hörten gleich auf und ist mein Bein jetzt nach einigen Wochen ganzlich geheilt. Schreibe aus Dank dieses Attest. B. Könning, Zimmermstr. (Unterschritt amtlich beglaubigt) 7 Feine Lederwaren Brieftaschen, Damentaschen, Portemonnaies, Schreibmappen, Zigarren- u. Zigarettenetuis NMähkasten und Schmuckkasten Neuheiten in vornehmen Sriefpapieren. Oesellschafts- und Fröbeb'sche Beschäftigungsspiele. Louis Doerr D 2, 12 2, 12 Papierhandlung Pelephomn 6877. „Star“ 1 Rasierklinge „Zero“ 1 Rasierklinge. 81740 83615 Oicsste Begbemllchkelt! blösste TZeltersparnis! Kasierutensllien Hausapotheken in allen Taschenmosser von 50 pfg. an Preisagen Tisch- u. Tafelmesser Verbandkasten Tranchierbestecke. Klossttstühle, geruchl. Feine Scheren, handge-[Bidets Wärmflaschen 81978 Ueberall erhältlich. 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Dieſes Thema wurde in der Verſammlung, welche der hieſige„Ferein gegen den Mißbrauch geiſtiger Getränke“ am Samstag Abend im großen Rathausſaale veranſtaltet hatte, gleichzeitig von einem juriſtiſchen und einem mediziniſchen Referenten er⸗ örtert, und das zahlreich erſchienene Publikum, unter welchem viele Aerzte und Juriſten zu bemerken waren, folgte mit ſicht⸗ lichem Intereſſe den Ausführungen der Redner. Der Vorſitzende, Nervenarzt Dr. M. Friedman n, wies in ſeinen Begrüßungs⸗ worten darauf hin, wie wichtig es ſei, daß das Publikum ein⸗ gehende Kenntnis von dieſen Fragen gewinne. Der erſte Red⸗ ner, Herr Rechtsanwalt Dr. R. Katz, wies zunächſt darauf hin, daß an badiſchen Gerichtshöfen jährlich 18 000—19 000 Perſonen verurteilt würden. Die Urſachen dieſer zahlreichen Verbrechen ſeien ſehr verſchiedenartig, die häufigſte aber iſt der Alkohol. Von den Roheitsdelikten leinſchließl. Todſchlag) werden nahezu alle, von den Sittlichkeitsverbrechen ein ſehr hoher Prozentſatz, von den Eigentumsvergehen aber nür ein geringerer Teil durch den Alkohol verſchuldet. Nur ein Viertel davon kommt auf Rechnung der Gewohnheitsverbrecher, welche meiſt ſchon in der Familie und den Umſtänden ihrer Erziehung die Grundlage finden; die Anderen, die Gelegenheitsverbrecher, ſind Menſchen wie wir, Fleiſch von unſerem Fleiſche. Was kann nun dagegen geſchehen? Was tut das Gefetz? Was tut das Gericht? und Was tun wir? Bei den erſten 2 Faktoren liege die Sache einfach, hier könne nicht viel geändert werden. Das Geſetz will den verbrecheriſchen Willen treffen. Wo dieſer in der tiefſten Trunkenheit auffhört, da hört auch die Strafe auf. Bei den mitt⸗ leren Graden der Trunkenheit aber muß das freie Ermeſſen des Richters eintreten, der in dem Strafmaße und dem Anerkennen von Milderungsgründen ab⸗ und zugeben wird. Man kann nur ſagen, daß unſere Gerichte hier ihre Pflicht tun.— Anders aber ſteht es mit dem dritten Faktor. Was tun wir? Unſere Bevölkerung iſt viel zu nachſichtig gegen das Alkoholübermaß, gegen die Trunkenheit, und das iſt kein erfrenliches Zeichen. Der Alkohol iſt nicht nötig zu heiterer Geſelligkeit, das zeigen unſere Frauen. Im übrigen muß viel Kleinarbeit geleiſtet wer⸗ den:„wer Sorgen hat, hat auch Likör“. Beſſere Wohnungen, Bekämpfung des Elendes überhaupt müſſen angeſtrebt werden. Dem beredten Referenten, welcher ernſte und überzeugende Worte für ſeine Mahnungen an ſeine Zuhörer fand, folgte reicher Bei⸗ fall.— Herr Oberarzt Dr. Willmanns aus Heidelberg hatte die Aufgabe, die Wirkungen des Alkohols vom mediziniſchen Standpunkte aus zu beleuchten und die ſtrittige Frage der kri⸗ minellen Verantwortlichkeit darzulegen. Kräpelin und ſeine Nachfolger haben gelehrt, daß ſchon kleine Alkoholmengen(z. B. Liter Wein! bei feineren Reaktionen nur die Raſchheit der Auslöſung und der Bewegungen ſteigern, dafür aber die Genauig⸗ keit und den Wert der Leiſtung erheblich ſchädigen. Eine Perſon wird z. B. viel mehr Zahlen addieren oder mit der Schreib⸗ maſchine viel mehr ſchreiben, aber ſie wird dabei dreimal ſo viel Fehler machen und ſie wird dies ſelbſt nicht merken. Ebenſo ur⸗ teilslos und ebenſo überſttrzt handeln nur die Perſonen im rmloſes Wort wird ſchwerer Art angeſehen, und ſofort folgt die überſtürzte Reaktion, 3. B. ein Meſſerſtich. Bei Perſonen, welche an ſich ſchon krank ſind, z. B. durch eine frühere Kopfverletzung, durch Epilepſie, Neuraſthenie, kommt es nun zu einer beſonderen Art von Rauſch, dem pathologiſchen Rauſch: Dieſer tritt meiſt plötzlich ohne Vorboten, oft unter Angſtgefühlen lohne äußeren Anlaß) auf, nachher folgt tiefer Schlaf und Erinnerungsloſigkeit. Dabei können körperliche Symptome des Rauſchs, Schwanken, Lallen etc. fehlen, ſodaß der Laie oft dieſe beſonders gefährliche Art des Rauſchs gar nicht erkennt.— Wie urteilt nun das Geſetz? Für die Wiſſenſchaft iſt jeder Rauſch eine vorübergehende akute Geiſtesſtörung; andere Gifte wie Belladonna, Kohlenoxyd können ganz Aehnliches bewirken. Folglich müßte jedes Delikt, das in einem irgend nennenswerten Rauſche verübt wurde, eigentlich ſtraflos bleiben. Das wäre aber bei der Häufigkeit der Rauſch⸗ delikte praktiſch bedenklich und das Rechtsbewußtſein im Volke kann ſich daher jenen wiſſenſchaftlich konſequenten Standpunkt nicht aneignen. Und auch unſer Strafgeſetz hat einen ähnlichen Standpunkt eingenommen, indem es in dem bekannten Paragr. 51„einen Zuſtand der Bewußtloſigkeit“ ſtatuiert, in welchem erſt die Strafbarkeit auffhört. Unter Bewußtloſigkeit iſt dabei aller⸗ dings nicht Aufhebung jeder Beſinnung überhaupt zu berſtehen, ſondern es genügt ſchon, wenn der geiſtige Zuſammenhang fehlt, wenn die Perſon von ſich“ iſt, wie der Volksmund richtig ſagt. Dennoch erheben ſich damit im einzelnen Falle häufig Zweifel, und der ärztliche Sachverſtändige muß überhaupt die ganze Faſſung des Paragr. 51 als eine naturwiſſenſchaftlich ſchwer halt⸗ bare anſehen. Viele Aerzte ſagen daher, den Grad des Rauſchs möge der Richter und der Laie beurteilen und der Arzt ſolle ſich beſchränken darauf, feſtzuſtellen, ob der Rauſch ein gewöhnlicher eder ein pathologiſcher(krankhafter) ſei. Ueberhaupt, wichtiger als die Beſtrafung des einfachen Rauſchdeliktes ſei die konſequente Unſchädlichmachung chroniſcher unverbeſſerlicher Trinker, welche jahraus jahrein ohne Nutzen ihre Strafen erhielten. Sie ſollen viel öfter, als es jetzt noch ſpeziell in Baden geſchieht, entmündigt werden und ins Irrenhaus oder ins Arbeitshaus verwieſen wer⸗ den. Auch dieſer Vortrag, welcher wieder lehrte, wie ſchwierig es iſt, durch das Strafgeſetz allein die Allgemeinheit vor den zahl⸗ loſen Straftaten der Trinker zu ſchützen, erregte viel Intereſſe bei den Hörern. Jeder aber, der dieſe beiden Vorträge angehört hat, muß einſehen, daß die Hauptarbeit nicht in der Bekämpf eg der Trinker und ihrer etwaigen Vergehen liegt, ſondern im Kampfe gegen die Trinkſitte und dem Mißbrauch im Trinken überhaupt, und dieſe Arbeit wird in erſter Linie von den be⸗ treffenden Vereinen geleiſtet. Leider war es nach Abſolvierung der beiden Vorträge ſpät geworden und ſo fiel die übliche Dis⸗ kuſſion, bei der man namentlich eine fernere Ausſprache zwiſchen Aerzten und Touriſten erwartet hatte, aus. Sportliche Nundſchau. 5 Winterſport. *Ueber die Rodelbahn hat das bayeriſche Miniſterium des Innern folgende Entſchleßung erlaſſen: Der Aufſchtvung des Rodel⸗ ſportes in den letzten Jahren hat eine Vermehrung der Unfälle zur Folge gehabt, die in der außerordentlichen Zunahme der Beſucher d. m. b.., Düsseldorf a. Rh. fälſchlich als Beleidigung Prof, Giessler's Deutsches: Reichspatent Dmlke SUTO58 der Nodelbuhnen Erfahrungsgemäß beteiligen ſich an lichen Geſchicklichkeit und Erfahrung gebricht. Es iſt daher vor allem nötig, daß die Gemeinden, Vereine und ſonſtigen Unternehmer bon denen die Veranſtaltungen ausgehen, durch Aufſtellung von Tafeln zu der gebotenen Vorſicht mahnen und durch geeignete Per⸗ ſonen eine entſprechende„Bahnpolizei“ handhaben. Nicht ſelten iſt die Urſache der Unfälle aber auch in fehlerhafter Anlage der Rodel⸗ bahnen zu ſuchen. Pamentlich ſind die Kurven nicht immer genügend erhöht, um ein Hinausgleiten des im vollen Schwunge befindlichen Schlittens zu verhüten. Dieſe Gefahr durch eine ſorgfältige und ſachgemäße Herſtellung der Kurven zu beſeitigen, iſt wichtiger als B. das Umwickeln bedrohlicher Baumſtämme mit Strohpolſtern. Rodelbahnen, die nicht mehr ohne Gefahr benützt werden können, ſind zu ſperren. Die Polizeibehörden werden angewieſen, der Ve⸗ ſchaffenheit und der Benützung der Rodelbahnen ſorgfältiges Augen⸗ merk zuzuwenden, hinſichtlich aller ſich ereignenden Unfälle eine zuverläſſige Feſtſtellung der Urſachen herbeizuführen und gegebe⸗ nenfalls auf die Abſtellung von Mißſtänden nachdrücklich hinzu⸗ wirken. Pferdeſport. ASC. Sileſia, das erfolgreichſte deutſche Hindernispferd det diesjährigen Saiſon, gab am Freitag ihr Debut in Frankreich. Die Stute ſtartete in Paris⸗Enghien, in dem mit 1000⁰ Fres. dotierten Prix Neſtor in einem Felde von 16 Pferden. Die deutſche Steeplerin, die von Jockey Steiffert geritten wurde, lief ein gutes Rennen, kam aber wegen ihres abſolut hohen Gewichts (die Stute trug das höchſte Gewicht im ganzen Felde) nicht für die erſten Plätze in Betracht. Siegerin wurde Monſieur P. Lynham's„Flamette“, deren Sieg eine enorme Ueberraſchung bedeutete. Der Totaliſator zahlte für den Sieg der Stute die anſehnliche Quote von 759:10. 5 .S. C. Die deutſche Rennſaiſon 1908 iſt beendet. Somit iſt der Rennkampagne am Platze iſt. ie 5 folge unſerer Herrenreiter. Der diesjährige Champion iſt Leutnant Braune vom 15. Ulanen⸗Regt., der bei 146 Ritten kord für Herrenreiter aufgeſtellt hat. An zweiter Stelle Sattel ſtieg. Leutnant von Raven von ben Königsulanen und Dr. F. Rieſe folgen mit je 28 Siegen bei 94 bezw. 62 Ritten. Leutnant von Baumbach von den 3. Huſaren erzielte 22, Leut⸗ nant von Egan⸗Kriegern von den 1. Leibhuſaren 2¹ und Leutnant Plamböck vom 25. Art.⸗Regt. 20 Siege. Weiter ſol⸗ gen: Der Altmeiſter Herr M. Lücke mit 19 Siegen, Herr R. von Wallenberg mit 18, Leutnant Fürſt Wrede mit 14. Leut⸗ nant Loß(15. Ulanen), Rittmeiſter von Kahſer(12. Huſaren) und Leutnant Meyer(26. Art.⸗Regt.) mit je 12, der vorjährige Champion Leutnant v. Keller(60. Art.), der in dieſer Saiſon nur jelten in den Sattel ſtieg, ſowie Leutnant»Streſemann (28. Ulanen), Leutnant Eggeling(15. Ulanen), Leutnant v. Huf⸗), und Frhr. v. Buddenbrock mit je 10 Siegen. denVeranſtaltungen desRodelſports viele, denen es an der erforder⸗ Zeitpunkt gekommen, wo ein kurzer Rückblick auf die verfloſſenen In erſter Linie intereſſieren die Er⸗ 58 Siege und 37 zweite Plätze erzielt und damit einen Weltres⸗ folgt mit 31 Siegen Herr A. Jahrmarkt, der 104 mal in den Müller(5. Drag.) mit je 11 und die Leutn. Pauwels(11. — 3— 5 78— 5 Serer——— edeer 13. Seite 2 25 2 828 R Nrge 7 8— 7— 2 Ur kmeere Prämie 1* Seneral⸗ Hnzel e SSer des * Ausschneiden K tt 5 5 5 5 5 Alle 05 5 + 0 78 An26 96. pfänſensg bin! 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Renopation der Unteren Pfaſrkerche, 4 Bauliche Unterhaltung der Heili Geiſt⸗Kirche, 5. einer Heizungsanlage in der Heilig⸗Geiſt⸗ irche 6. Erbauung eines Turmes bei (Baubeitrag), 7. Lieferung eines Geläutes für die Liebfrauenkirche, 8. Lieferung einer Turmuhr für die Liebfrauenkirche, 9. Zuſtand der St. Laurentiuskirche. Mannheim, den 4. Dezember 1908. Der katholiſche Stiftungsrat: Joſeph Bauer. dſesſerteg Veren Der Verein ladet Mitglisder und Freunde zu folgenden Ver⸗ anſtaliungen en: 1. Ausſtellung künſtleriſch künſtleriſchen Wandſchmuck. Dlenstag, den 8. und Mittwoch den 9. Dezember, Jewels nachmittags und abends „VBortrag des Herrn Oberlehrer K. Lauer über„künſtleriſch wertvolle Bilderbücher und Jugendſchriften“ Dlenstag, den 8. ds. Mts., 8½ Uhr abends. Vorirag des Herrn Pr. Zoh unold über„Die wi en ſchaltlichen Grundlagen ſittlicher Erziehung“ der Liebfrauenkirche, Mlttwoch, den g. ds. Mts. 8½ Uhr abends. die Veranſlaltungen finden be ſreiem Eintrut in der Aula der riedrichsſchule ſtatt. „Der Vorſtand. Neu eröffnet! Hotel Viktoria Sonntag, den 8. Dezember 1908. Dimer à Mk..50 Souper à Mk..50 Ochsenschwanz-Suppe ſtömische Pasteten Abeln-Salm. mouseeline] Huhn auf ftele 20. champIghon Flletbraten à la fiossinl] Rehbraten Vanllle-Eis Salat Compo⸗ Ananas mſt Kirsche Tst. Polfbelmelle Fst. Kuchenmehle hzehster Back fäbigkeit und alle sonstigen Back- Artikel in bekaunt vorzuglichen Qualitäten billigst omptohlen durch H 2, 1 am Marktplatz Telefon 456. Als passende Weihnschts-Beschenke empfehlen: 83652 ausgeſtatteter Bilderbücher und 21637 0 4, 89. 5 krste Tagung des Deutschen Luftflotten-Vereins Mittwoch. den 9. Dezember, in Mannheim. 10 Uhr vorm.: Vorberatung der Abordnungen der Landes- resp, Provinzial-Verbände und Ortsgruppen im Tages-Restaurant des Rosengarten. An⸗ schllessend daran gemeinsames Frühstück und Besichtigung der Stadt. Mitglieder-Versammlung in der Wandelhalle des Rosengarten. Gemeinsames Mittagessen mit Damen im Park-Hotel. Anzug für Herren: Gehrock. Fest-Bank ettem Nibelungen- saal des Rogengarten zu Ehren der Kongress- teilnehmer(Kapelle des hiesigen 110. Inſan- terie-Regiments) unter geff. Mitwirkung des Gesamtehores der Mauſhelmer Liedertafel und verschiedener Mitglieder des Hof- und Natlonal-Theuters. Begrüssung durch den Präsidenten des „.-V. Herrn Carl Lanz und Aysprache des Herrn Proſessor Herzesell aus Strass burg. Lichtbilder-Vortrag mit kine. matographischen Aufnahmen des Herrn Gustar Möckel aus Berlin, über das mo⸗ derne Luftschiffahrtswesen. Regie: Alexander Kökert. vereinsmitglleder(Beitrag pro Jahr mindestens 8 M. haben zu allen Nachmittags- und Abend-Veranstaltungen lrelen Zutritt. Nichtmite lieder nur zum Hankett. Ein⸗ trittspreis: Saal oder Ewpore Mk..— Gallerie 50 Pfe.) reserrlerte Plätze(erste und zweite Reihe der Empore) Mk..— und Mk..—. Jedes Mitglied hat auf Grund seiner Mitgliedskarte ausser seiner fleien Einlasskarte An⸗ spruch aut 8 Einlasskarten für Familienangehörige zum Vorzugspreis von 50 Pfg. 83650 Einlasskarten sind zu baben im Vorverkauf: für Mit⸗ glleder und reservierte Plätze im Ferkehrsbureau(Kauf- haus), für Nichtmitgliedder zu Mk..— u. 50 Pfg. bei Herren Buchhändler F. Nemnicb, N 3, 7/8; A. K remer, Zigarrenhdlg., D 1, 5/6; A. Strauss, Zigarrenhdig., E 1, 18; N. Gehlig Nacht, Zigarrenhdlg., O 3, 4; Georg Hochschwender, Zigarrenhdl., P 7. 14 a, im Verkehfsbureau und abends an der Kasse. Ferein ebemal. Leib-Grenad. 8 Uhr naehm.: 5 Uhr nachm.: 8 Uhr abds; badischer Mannheim. A. d. Prot. Sr. k. Eh. d. Er, Friedr. v. Bad Todles-Anzeige- Unser Kamerad, Herr 83843 Hermann Henn Portier, H 4, 8, dahier, ist am 3. Dezember 1908 gestorben. Die Beerdigung findet Sonntag, 6. Dezember, Uachmittags 3½ Uhr statt. Der Verein sammelt sich um 3 Uhr an der Leichenhalle Der Vorstand. Badiſcher Odeuwald⸗Verein Maunheim. 10 Todes-Anzeige,. Unſer Mitglied, Herr Hermann Henn iſt am 3. Dezember 1908 geſtorben. 88641¹ Die Beerdigung findet am Sonntag, den 8. De⸗ zember 1908, nachmitags 3¼ Uhr von der hieſigen Leichenhalle aus ſtatt, bummiTischdeclen in den neuesten Mustern. Hill&« Müller N 8, u Kunststrasse N 3, 11 Sammlung des Vereins um 57— Uhr an der Leichenhalle.— Um zahlreiche Beterligung bitlet Der Lorstand. Bauszinsbücher au ube u 0e Dr. 5. uus Iden Buchdruckerei 6. u. b. B. U Elektrische Koch- und Heizapparate en Elektrische Christbaum-Beleuchtung Elektrisch beleuchtete Figuren Beleuchtungs-Körper, Steh- und Nachttischlampen & Oie. Elektrioitäts-Gesellschaft m. b. H. VMANNEIEIM AOhtsfest.e lampen Eine Anzahl gesetzter Lüster, Steh- werden zu billig. Preisen abgegeben. zurück- und Fkiguren THertin für füdiſh Gäſle ſind wilkommen. lieder und deren Familien⸗ 83660 Der Vorſtand. günſtigen Bedi n. fer aat ge 32102 torarbeiten. Zlan die Exped. ds. Bl. 1. 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Durch ihren Beitritt zum Postscheckverkehr bezweckt die Seehandlung auch ihrerseits zur Verminderung des Bargeld-Umlaufs beizutragen und hierdurch im allgemeinen Wirtschaftlichen Interesse die Absichten und Ziele der neuen Einrichtung zu fördern, sie will aber zugleich auch denjenigen, die mit ihr in Verbindung stehen, die Vorteile eines erleichterten und billigen Geldverkehrs ermöglichen. Diese Vorteile wachsen für die Allgemeinbeit wie für den Einzelnen mit der Anzahl der Konto-Inhaber, so dass ein zahlreicher Beitritt den Interessen Aller entspricht. In einem Plugblatt: 4 2 Was bringt die neue Postscheck-Ordnung haben wir in gemeinverständlicher Form das Wissenswerte Zusammengefasst. Das Flugblatt wird an Jeden, der es anfordert, kostenlos äbgegeben. Anforderungen sind unter unserer Adresse mit dem Zusatz„Scheckbureau“ erbeten. Berlin, im Dezember 1908. Königliche Seehandlung(Preussische Staatsbank). Aunſtgewerhe⸗Verein„Pfalzgau“ (Uertin für gugewandte Kunſt u. Ainfleriſce Kultnh. Vortrags⸗Vrogramm der Winterſaiſon 190809. Dezember: Herr Dr. Richard Benz(Freiburg):„Das deutſche Volksmärchen“. Herr Geh. Hofrat Prof. Dr. Hergesell(Straß⸗ burg):„Da, Zeppelm ſche Luftſchiff.“ Herr Professor Max Oeser(Meannheim):„Wie ſind die Neuanſchaffungen für unſere ſtädliſche Gemäldeſammlung zu bewirken?“ Herr r Karl Wolif(Karlsruhe):„Der junge Schiller und die Kunſt“. Herr Profeſſer Paul Sehüfenacker(Mannheim): „Kunſtverſtändnis und künſtleriſche Technik“ März: Herr Dr. M. G. Conral(München):„Eigene Dichtungen“. 8 83638 Heir Architekt Prof. L. Oelenheinz(Coburg): „Friedrich Weinbrenner und ſein Einfluß auf das Ka' lsruher Stadlbi“. 5 Herr Dr. F. A. Herrmann(Heidelberg):„Hiſtori⸗ ſcher Muſikabend“. Herr Dr Kronacher(Heidelberg):„Problem der modernen Bücher“. Manunheimer Singv rein E. V. Samstag, deu 12. Dezember 1908, abends 3 uhr KONZERT im Muſenſaale des Roſengarten. Leitung: Pianiſt Hans Hautz. Mitwirkende Soliſten; Frau Lilly Hafgren⸗Waag, Hofopernſängerin Mannheim(Sopr.) Heri A. Petri, Konzertfänger aus Freiburg(Bariton). Januar: Februar: April: Eintrittskarten für Nichmit lieder, reſervierter Platz a Mk..— und Siehwatz a 50 Pfg ſind von 10.1 u..6 Uhr um Konzert ureau der Hofmuſikalſen ändlung C. F. Heckel, ſowie am Konzerttage von abends 7 Uhr ab an der Kaſſe des Roſengarten zu erhalten. 83606 perlobungs⸗Hnzeigen liefert ſchnell und billig dr. S. Suasle Buchdructerel 6. m. b. 5 General⸗Anzeiger. (Abendblatt. roiswerle Winter-Paletots Ulen und mittelfarbigen Stoffen Evangeliſch⸗prote nantiſche Gemeinde. Sonntag, den 6, Dezember 1908. 2. Advent. Trinitatiskirche. Morgens 8 Uhr Predigt, Stadtpfarrer Hitzig. Militär. Heil. Abendmahl mit Vorberettüng unmitlelbar vorbher. Morgens 10 Uhr Predigt, Stadtwpikar Krapf. Morgens 11 Uhr Kindergottesbienſt, Stadiwikar Krapf. Nachinittags 2 Uhr Chriſtenlehre, Stadiprarrer Hitzig. Concordienkirche. Morgens 10 Uhr Predigt, Stadtvikar Emlein. Morgeus 11 Uhr Kindergottesdieuſt, Stadtvlkar Emlein. Nachmittags 2 Uhr Cyrinenlehre, Stadtpfarrer Ahles. Abends 6 Uhr Predigt, Stadtvitar Emlein. Lutherkirche. Morgens 10 Uhr Predigt, Stadtpfarrer Weiß⸗ heimer. Morgens 11 Uhr Cöriſtenlehre. Stadtpfarrer Weißheimer und Klein. Abends 6 Uhr Predigt, Stadtpfarrer Klein. Friedenskirche. Morgens 10 Uhr Predigt, Stadtpikar Dahmer. Morgeus 11 Uhr Kindergottesdieuſt Stadipfarrer Höhler. Abends 6 Uhr Predigt, Stadtpfarrer von Schöpffer. Johanniskirche Lindenhof. Morgens 10 Uhr Predigt, Stadtpfarrer Sauerbrunn. 5 11 Uhr Kindergortesdienſt, Stadtpfarter Sauerbrunn. Abends 6 Uhr Predigt, Stadtpfarrei von Löwenfeld. Heinrich Lanz Krankenhaus Lindenhof. Morgeus ¼11 Uhr Predigt, Stadtpfarrer von Schöpffer. Diakoniſſeuhauskapelle. Morgens ½11 Uhr Predigt, Pfarrer Kühtewein. Sladtmiſſion. Evang. Vereinshaus K 2, 0. Sonntag, 11 Uhr: Kindergottesdienſt. 3 Uhr: Erban⸗ ungsſtunde, Stadtmiſſionar Bauer. 5 Uhr: Jungfrauenvereiu. Montag, 3 Uhr: Frauenverein. Mittwoch, ½9 Uhr: Bibelſtunde, Stadtmiſſ. Bauer. Donnerstag, 8 Uhr: Jungfrauenverein. Freitag, ½9 Uhr: Geſangverein„Zion“. Samstag, 1 Uhr: Sparkaſſe des Kindergottesdienſtes. „ 729 Uhr: Vorbereitung f. den Kindergottesdienſt. Schwetzingerſtadt, Traitteurſtraße 19. Sonntag, 11 Uhr Kindergottesdienſt. Abends 8 Uhr: Bibel⸗ ſtunde, Stadtmiſſionar Bauer. Mittwoch ½9 Uhr: Jungfrauenverein. Neckarſtadt, Gärtnerſtraße 17. Sonntag, 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Dienstag, ½9 Uhr: Bibelſtunde, Stadtmiſſ. Bauer. Lindenhof, Bellenſtraße 52. Sonntag, 1 Uhr: Kindergottesdienſt. Freitag, ½9 Uhr: Bibelſtunde, Stadtmiſſ. Eck. »Zu dieſen Bibelſtunden und ſonſtigen Veranſteltungen der Stadtmiſſion iſt jedermann herzlichit eingeladen. bang. Munner⸗ u. Jünglungsvereim. E. 9. Wochenprogramm vom 6. Dezbr. bis 12. Dezember 1908. Sonntag, 6. Dezember. Vornttags ½9 Uhr, Verſammlung des Bundes vom weißen Kreuz in K 2, 19. Leiter: Herr Stadt⸗ miſſtonar Bauer. Aeltere Abtellung: Abends ½9 Uhr: Vortrag von Herrn Schwerin en„Indufrie und Handel in der Myſion“. Jugendabteilung: Nachmittags 5 Uhr: Vorlrag von Herrn Gerlach uüber„Benjamin Franklin“. Montag, 7. Dezember Abends ½9 Uhr: Bibelſtunde der älteren Abteilung über Ev. Math. 5. 13—16 von Herrn Stadt⸗ miſſionar Bauer. 1899 2 Dienstag, 8. Dezember. Abends ½9 Uhr: Turnen im Großh. Gyenaſium.: Mittwoch, 9. Dez. Abends ½9 Uhr: Probe des Poſaunenchors. Donnerstag, 10. Dez. Abends ½9 Ubr: Spiel⸗ und Leſeabend der Jugendabteilung. Abends 9 Uhr: Prode des Männerchors. Freitag, 11. Nove nber. Abends ½9 Uhr: Bibelſtunde der Jugendabteilung über freien Text von Herrn Stadivikar Krapf. D0 12. Dezember. Abends 9 Uhr: Gebetsvereinigung in U 3, 23. Jeder chriſtlich geſiunte Maun und Jüngling iſt zum Beſuch der Verſawmlungen herzlich eingeiaden. Nähere Auskunfl erteilen der J. Vorſbende, Bauführer Klos, Eliſabeihſtr. 3. Der 2. Vor⸗ litzende, Stadiuikar Krap, F 2. ga. Neupopoliſche Gemeinde hier, Holzar. II, Hths., 2. St. 5 Sountag Rach ehegs 4 Uhr. Mittwons abend Gvangel.eemeinſchaft. f 6, 5, 90½ 1 Er. Sonntag, den 6. Dezember, vormitiags ¾10 Uhr Gonesdienſt; Jormittags 11 Uhr Sonntagsſchule; nachm. ½4 Uhr Predigt, nachmittags 5 Uhr Jugendvexein. Donnerstag, den 10. Dez, abends ½9 Uhr Bibelſtunde. Freitag, den 11. Dez., abends ½9 Uhr, Singſſunde d. G. V. Neckarvorſtadt, Lortzingſtr. 20. Hof. Sonntgg, den 6. Dezbr., vormittags ½10 Ubr, Gottesdlenſt. vorm. 11 Uhr Sonntagsſchule; abends 8 Uhr Predlgt. 2. 7³⁰ 27. 31.- 39. eſchw. Msberg. 3— 45.— 950 15.— Mitwoch, den 5. Dez., abends 779 Ihr, Bibefnunde. Jedermann iſt herzlich willkom en! Hlau⸗Arenz⸗Ferein(F..), Schwehingerſtrußt 124 Sonntag abends 8 Uhr: Allgemeine Bibelſtunde. Montag abends ½9 Uhr: Probe des Gemiſchten Chors. Donnerstag abend ½9 Uhr: Vereinsſtunde Ehriſtlicher Verein fſunger Männer⸗ Schwetzingerſtraße 124. Mittwoch abend ſ½9 Uhr: Bibelſtunde. Samstag abend ½9 Uhr: Unterhaltung. Eben⸗Ezer⸗Kapelle, Augartenſtraße 20. (Methodiſten⸗Gemeinde). Sonntag, vormittags ¼10 Uhr Gottesdienſt, nachmittags 9½2 Uhr Kindergottesdienſt, ½4 Uhr Predigt. Dienstag Abend ½9 Uhr Bibelſtunde. Freitag Abend eh Uhr: Jünglingsverein. Jaedermann iſt freundlichſt eingeladen. Freireligiöſe Gemeinde. Sonntag, 6. Dezember, vormittags 10 Uhr, in der Aula des Mealgymnaſtum, Fyriedrichsring 6 ber das 4. Tullaſtraße), Vortran des Herrn Prediger Schneider über das Thema:„Vor dem Richterſtuhl des Gewiſſens.“ Hterzu ladet Jedermann freundüchſt eln Der Vorſtand. Aatholiſche Gemeinde. Jeſuitenkirche. Sonntag, 6. Dezbr.(2. Advenk⸗ ſonntag.) Feſt des hl. Franziskus Kaverius(2. Kirchenpatron). 6 Uhr Frühmeſſe. 7 Uhr heil. Meſſe. 8 Uhr Amt mit General⸗ kommunion der mar. Jungfrauenkongregation. 710 Uhr Feſtpredigt und lev. Amt mit Segen.(Patroziniſum des St, Nikolausſchiffervereins.) 11 Uhr heil. Meſſe mit Predigt fün die Kinder. 13 Uhr Feſtpredigt und Aufnahme neuer Mit⸗ glieder in die mar. Jungfrauenkongregalion. Montag, 7. Dezember. ½7 Uhr Rorateamt m. Segen. Abends von 4 Uhr an Beichtgelegenheit. Untere kath. Pfarret. Sonntag, 6. Dezbr. 6 Uhr Frühmeſſe. 7 Uhr heil. Meſſe. 8 Uhr Singmeſſe mit Pre⸗ digt. ½10 Uhr Piedigt und Amt. 11 Uhr hl. Meſſe mil Predigt. ¼2 Uhr Chriſtenlehre für die Jünglinge. ½3 Uhr Corp.⸗Chriſti⸗Bruderſchaft mit Segen. ½4 Uhr Andacht für dte Erukommunitkanten und deren Angehörige. 78 Uhr Verſammlung der Frauenkongregation mit Vortrag, Andach und Segen. Die Verſammlung des Dienſtbotenvereins falll heute aus. Die Kollekte am heuttgen Tag iſt für die erz⸗ biſchöfliche A menkinderanſtalten beſtimmt. Kathol. Bürgerhoſpital. Sonntag, 6. Dezember. ½9 Uhr Singmeſſe mit Predigt und Generalkommunion des kath. Geſellenvereins. 10 Uhr Gottesdienſt für die Mit⸗ telſchüler 4 Uhr Andacht zur hl. Dreifaltigkeit. Herz⸗Jeſu⸗Kirche, Neckarſtadt. Sonntag, 6. Dezmbr. Beichtgelegenheit von morgens 6 Uyr an. ½7 Uhr Frü meſſe. 8 Uhr Singmeſſe mit Predigt. ½10 Uhr Predigt und Amt. 11 Uhr Kindergottesdienſt mit Predigt. 2 Uhr Chriſtenlehre für die Mädchen. ½3 Uhr Corp.⸗Chriſti⸗Bruderſchaft. Wohlgelegen. Sonntag, 6. Dezmbr. 8 Uhr hl. Meſſe mit Predigt. Hl. Geiſt⸗girche. Sonntag, 6. Dezember. 6 Uhꝛ Frühmeſſe. Beicht, 7 Uhr hl Meſſe. 8 Uor Singmeſſe mit Homilie und Gencralkommunjon der Jünglinge. ½10 Uhr Predigt und Amt. 11 Uhr ol. Meſſe. Nachm. 2 Uhr Chriſten⸗ lehre. ½3 Uhr Herz⸗Mariä⸗Bruderſchaft. ½5 Uhr 1. Standesvortrag für Jungfrauen mit Andacht. 7½8 Uhr feierl. Schluß der Jünglingsexerzitien mit Vortrag, Andachl und Segen. Jedermann iſt eingeladen. Montag, 7. Dezember. Nachm. von 3 Uhr an Beicht. (Jungfrauen). Abends 79 Uhr 2. Vortrag f. Jungfrauen. St. Joſefskirche, Lindenhof. Sonntag, 9. Dezhr. Von 6 Uhr an Beicht. ½7 Uhr Frühmeſſe 8 Uhr Sing⸗ meſſe miu Predigt.(Kommunion derſchriſtenlehrpfl. Mädchen), 5½10 Uhr Predigt und Amt. Liebfrauen⸗Kirche. Sonntag, 6. Dezbr. Von 6 Uhr an Beichtgelegenheit. 727 Uhr Frühmeſſe. 8 Uhr Singmeſl mit Predigt.(Generalkommunlon der chriſtenlehrpfl. Jüng⸗ linge und der Jünglingskongregation.) ½10 Uhr Amt mit Predigt. 11 Uhr hl. Meſſe mit Predigt. 2 Uhr Chriſten⸗ iehre. ½3 Uhr ſakram. Bruderſchaft. Kollekte für das Waiſenhaus St. Anton hier⸗ —— ellt⸗atholiſche Gemeinde. Sonntaq, den 6. Deze aber 1908. Aula der Friedrichsſchule( 2)— Elugang vom Ring aus. Morgens 10 Uhr: Deutſches Amt mit Predigt, Herr Stadt⸗ pfarrer Chriſttan. 11¼ Uhr: Chriſtenlehre. Schloßlirche. Der Gottesdienſt zällt aus. 16, Seite. Ein grosser Posten Jackenkleider früherer Preis bis 60.— Mk. * Als passende Geschenke ompfehle: Talel-Bestecke im echt Sllber, sowie ver · allbert mit gestempelter Silber-Auflage. Echt sllberne Lier-Bestecke in hübscher Zusammenstel- lung. 555 Paten-Löffel Babygeschenke nur neue Muster, zu Auserst billlgen Preisen. Stets die neuesten Muster. 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Bellagen: 70 pf. monatl., Bringerlohn 25 Pf. monatl., durch die poſt bezogen inkl. poſt⸗Hufſchlag ik..42 gro Quartal. Einzelnummer 5 Pf. Beilage des = kelephon⸗flummern: Direktion und Buchhaltung 1449 Druckerei-Bureau(Hnnahme von Druckarbeiten„ 341 Redaktionsns Expedition„„„ EE erſcheint jeden Samstag abend Inſerate Die Koldnelzeile 25 FUf. Huswörtige inſerate 30⸗ Die Reklamezeile 100 Telegramm⸗ Hdreſſe: »durnal annheim- RHachdruck der Originalartikei des Mannheimer Seneral⸗Hnzeigers, wird nur mit Senehmigung des berlages erlaubt Samstag, 5. Dezbr. 1908 Einſührung des Poſt Aebetweiſungs⸗ und Stheckverkehrs am 1. Jannar 1909. Nachdem die ungünſtige Lage des Geldmarktes in den beiden letzten Jahren die Ueberzeugung befeſtigt hatte, daß der Zahlungsverkehr in Deutſchland rückſtändig iſt und nich: der Entwicklungsſtufe entſpricht, welche Induſtrie, Handel und Landwirtſchaft erreicht haben, iſt auf den verſchiedenſten Seiten mit großer Tatkraft darauf hingearbeitet worden, den Bar⸗ geldumlauf auf das notwendigſte Maß zu beſchränken und zu dem Zwecke den Ueberweiſungs⸗ und Scheckverkehr zu pflegen. Aber trotz der Vorteile, welche dieſer Verkehr bietet, und trotz der Beſtrebungen, ihn einzubürgern, bedienen ſich weite Kreiſe, insbeſondere der Mittelſtand, dieſes modernen Zah⸗ Um ihnen nun einen billigen und bequemen Weg für die Ausgleichung kleinerer Zahlungen eu ſchaffen, wird am 1. Januar 1909 der Poſt⸗Ueber⸗ veiſungs⸗ und Scheckverkehr ins Feben treten. elche Vorteile das Poſtſcheckverfahren bietet, wird durch die irfahrungen erwieſen, die in Oeſterreich, wo der Poſtſcheck⸗ berkehr vor 25 Jahren eingeführt iſt, und in neuerer Zeit in der Schweiz gemacht worden ſind. Das am 1. Januar 1909 im Reichspoſtgebiete ſowie gleichzeitig in Bayern und in Würt⸗ temberg zur Einführung kommende Poſtſcheckberfahren wird nach folgenden Grundſätzen geregelt werden: Die Reichs⸗Poſtverwaltung wird neun Poſtſcheckämter ein⸗ richten, und zwar in: 1. Berlin für die Ober⸗Poſtdirektionsbezirke Berlin, Frnk⸗ furt(Oder), Magdeburg, Potsdam und Stettin; 2. Breslau für die Ober⸗Poſtdirektionsbezirke Breslau, Liegnitz, Oppeln und Poſen; 3. Köͤln für die Ober⸗Poſtdirektionsbezirke Aachen, Coblenz, Köln, Dortmund, Düſſeldorf, Münſter(Weſtf.) und Trier; H. Danzig für die Ober⸗Poſtdirektionsbezirke Bromberg, Danzig, Gumbinnen, Königsberg(Pr.) und Köslin: 5. Frankfurt(Main) für die Ober⸗Poſtdirektionsbezirke Kaſſel, Darmſtadt und Frankfurt(Main); 6. Hamburg für die Ober⸗Poſtdirektionsbezirke Bremen, Hamburg, Kiel und Schwerin(Mecklenb.); F. Hannobder für die Ober⸗Poſtdirektionsbezirke Braun⸗ ſchweig, Hannover, Minden(Weſtf.) und Oldenburg; 8. Karlsruhe(Baden) für die Ober⸗Poſtdirektionsbezieke Karlsruhe(Baden), Konſtanz, Metz u. Straßburg(Elſ.); g. Leipzig für die Ober⸗Poſtdirektionsbezirke Chemattz, Dresden, Erfurt, Halle(Saale) und Leipzig. Die Königl. Bayeriſche Poftverwaltung wird drei Poſt⸗ ſcheckämter einrichten, und zwar in: 4. München für die Ober⸗Poſtdirektionsbezirke Augsburg, Jandshut und München; 5 2. Nürnberg für die Ober⸗Poſtdirektionsbezirke Bamberg, Nürnberg, Regensburg und Würzburg; 3. Ludwigshafen(Rhein) für den Ober⸗Poſtdirektions⸗ bezirk Speyer. 5 Die Königlich Württembergiſche Poſtverwaltung wird ein Poſtſcheckamt in Stuttgart einrichten. Zur Teilnahme am Poſt⸗Ueberweiſungs⸗ und Scheckverkehre wird jede Privot⸗ perſon, Handelsfirma, öffentliche Behörde, juriſtiſche Perſon oder ſonſtige Vereinigung oder Anſtalt auf ihren Antrag zu⸗ gelaſſen. Der Antrag kann bei einem Poſtſcheckamt oder einer Poſtanſtalt geſtellt werden. Die Eröffnung eines Kontos er⸗ ſolgt in der Regel bei dem Poſtſcheckamt, in deſſen Bezirke der Wohnſitz des Antragſtellers liegt, auf Verlangen auch bei einem andern Poſtſcheckamt oder bei mehreren Poſtſcheck⸗ ämtern. Auf jedes Konto muß eine Stammeinlage von 100 M. eingezahlt werden. Einzahlungen. Einzahlungen auf ein Poſtſcheckkonto können bewiekt werden: a) mittels Zahlkarte bei jeder Poſtanſtalt und bei jedem Poſtſcheckamt, b) mittels Poſtanweiſung bei jeder Poſt⸗ anſtalt, c) mittels Ueberweiſung von einem andern Poſt⸗ ſchecklonto. Zu): Mittels Zahlkarte können ſowohl vom Kontr inhaber als auch von jeder andern Perſon Geldbetröge auf ein Poſtſcheckkonto eingezahlt werden. Der Höchſtbetrag einer Zahlkarte iſt auf 10 000 M. feſtgeſetzt. Die Formuſare zu Zahlkarten werden von den Poſtſcheckämtern zum Preiſe von 25 Pfg. für je 50 Stück an die Kontoinhaber verabfolgt. Einzelne Formulare werden am Schalter der Poſtanſtalten an das Publikum unentgeltlich abgegeben. Zu): Jeder Lontoinhaber kann bei der Poſtanſtalt, durch die er ſeine Poſtſendungen erhält, den Antrag ſtellen, daß die für ihn eingehenden Poſtanweiſungen ſeinem Poſtſcheckkonto gut⸗ geſchrieben werden. In einem ſolchen Falle überweiſt die Poſtanſtalt den Betrag der für den Kontoinhaber ein⸗ gegangenen Poſtanweiſungen täglich an das Poſtſcheckamt zur Gutſchrift, während die Abſchnitte der Poſtanweiſungen dem Kontoinhaber überſandt werden. Für die Ueberſendung der Abſchnitte der Poſtanweiſungen wird keire Gebühr erhoben. Die für einen Kontoinhaber einzuziehenden Poſtauftrags⸗ und Nachnahmebeträge werden unmittelbar ſeinem Poſtſcheck⸗ konto überwieſen, wenn auf den Sendungen ein entſprechen⸗ der Vermerk niedergeſchrieben iſt. Zu): Die für Konto⸗ inhaber von anderen Kontoinhabern desſelben oder eines anderen Poſtſcheckamts angewieſenen Beträge werden dem Konto des Empfängers gutgeſchrieben. Rückzahlungen. Der Kontoinhaber kann über ſein Guthaben, ſoweit es die Stammeinlage von 100 M. überſteigt, in beliebigen Teil⸗ beträgen jederzeit verfügen, und zwar: a) ſurch Ueberweiſung auf ein anderes Poſtſcheckkonto, b) mittels Schecks. Zu): Die Formulare zu Ueberweiſungen von Beträgen auf ein anderes Konto bei demſelben oder einem anderen Poſtſcheck⸗ amte werden in Blattform(zur Verſendung in Briefen) oder in Poſtkartenform(Giropoſtkarten, zur offenen Verſendung) ausgegeben und den Kontoinhabern vom Poſtſcheckamt unent⸗ geltlich geliefert. Bei Benutzung der Blattform können die Ueberweiſungen auf jeden beliebigen Betrag, der innerhalb des verfügbaren Guthabens gelegen iſt, alſo auch auf Beträge von mehr als 10 000., ausgeſtellt werden. Es iſt auch geſtattet daß Gutſchriften für mehrere Empfänger in einer Ueberweiſung zuſammengefaßt werden. In dieſem Falle iſt der Ueber⸗ weiſung ein vom Kontoinhaber zu unterſchreibendes Ver⸗ zeichnis beizufügen. Die Schlußſumme des Verzeichniſſes muß mit dem auf dem Ueberweiſungsformular angegebenen Betrag übereinſtimmen. Der Höchſtbetrag einer Giropoſtkarte iſt auf 1000 M. feſtgeſetzt. Der Ausſteller hat die Ueber⸗ weiſung an das Poſtamt zu ſenden, bei dem ſein Konto ge⸗ führt wird. Zu): Die Scheckformulare werden den Konto⸗ inhabern vom Poſtſcheckamt in Heften von 50 Stück zum Preiſe von 50 Pfg. für das Heft geliefert. Der Höchſtbetrag eines Schecks iſt auf 10000 M. feſtgeſetzt. Der Scheck iſt ſtets bei dem Poſtſcheckamt einzureichen, welches das Konto des Scheckausſtellers führt. Der Betrag eines Schecks wird don der Kaſſe des Poſtſcheckamts oder durch Vermittlung einer Poſtanſtalt bar ausgezahlt. Hat der im Scheck bezeich⸗ nete Zahlungsempfänger ſelbſt ein Konto bei demſelben oder einem andern Poſtſcheckamte, ſo wird der Betrag dem Konto des Zahlungsempfängers gutgeſchrieben, wenn nicht die Bar⸗ zahlung ausdrücklich verlangt wird. Sofern der Betrag eines Schecks 800 M. nicht überſteigt, kann das Geld an den Zahlungsempfänger telegraphiſch übermittelt werden. Gebühren. Es werden folgende Gebühren erhoben: 1. bei Bar⸗ einzahlungen mittels Zahlkarte für je 500 M. oder einen Teil dieſer Summe 5 Pfg., 2. für jede Barrückzahlung durch die daſſe des Poſtſcheck⸗ amts oder durch Vermittlung einer Poſtanſtalt: a) eine feſte Gebühr von 5 Pfg., b) außerdem /10 vom Tauſend des aus⸗ zuzahlenden Betrags(Steigerungsgebühr); 3. für jede Uebertragung von einem Konto auf ein anderes Poſtſcheckkonto 3 Pfg. Zur Zahlung der Gebühr unter 1 iſt der Zahlungsempfänger, zur Zahlung der Ge⸗ bühren unter 2 und 8 der Kontoinhaber verpflichtet, von deſſen Konto die Abſchreibung erfolgt. 4. Erheiſcht der Kontoberkehr eines Kontoinhabers jähr⸗ lich mehr als 600 Buchungen, ſo wird außer den unter 1 bis 3 aufgeführten Gebühren für jede weitere Buchung eine Zu⸗ ſchlaggebühr von 7 Pfg erhoben. Von der in Ausſicht genommenen Zuſchlaggebühr verden alſo alle Kontoinhaber, auf deren Konto werktäglich rund zuej Buchungen erfolgen, befreit bleiben, ſo daß von dieſer Maßnahme alle mittleren Geſchäftsleute, Handwerker auf die bei Regelung des Poſt⸗Ueberweiſungs⸗ und Scheck⸗ verfehrens in erſter Linie Rückſicht zu nehmen iſt, nich! be⸗ troffen werden. Die Sendungen der Poſtſcheckämter und der Poſtanſtalten an die Kontoinhaber ſowie die Sendungen zwiichen den Poſtſcheckämtern und zwiſchen dieſen und den Poſtanſtalten werden im Poſtſcheckverkehr als Dienſtſache portofrei befördert. Die vorſtehend auszugsweiſe wiedergegebenen Vorſchrif⸗ ten ſind in der vom Reichskanzler unter dem 6. November 2908 für das Reichs⸗Poſtgebiet, erlaſſenen Poſtſcheckordnung enthalten. Die Poſtſcheckordnung mit Ausführungsbeſtim⸗ mungen, der als Anlagen Muſter von Zahlkarten, Ueber⸗ weiſungen und Schecks beigefügt ſind, kann durch R. v. Deckers Berlag, G. Schenck, Königl. Hofbuchhändler in Berlin SW 19, Jeruſalemer Straße 56, und durch jede Buchhandlung bezogen werden, und zwar: a) broſchiert zum Preiſe von 20 Pfg., b) dauerhaft gebunden, mit Aufdruck auf der Vorderſeite, zum Preiſe von 65 Pfg. Die Herabſetzung der Zuckerſtener. Bei der Beſprechung der Reichsfinanzreform im Reichs⸗ tage iſt auf die Wiederaufhebung des erſt im Frühjahr d. J. beſchloſſenen Geſetzes betreffend die Herabſetzung der Zucker⸗ ſteuer von 14 M. auf 10 M. per Doppelzentner hingedeutet worden. Nach den Erklärungen des Herrn Staatsſekretärs des Reichsſchatzamts und nach den Auslaſſungen einiger anderer Redner wurde bereits befürchtet, daß eine eventuelle Beſeitigung des bezeichneten Geſetzes nicht außer dem Bereiche der Möglichkeit liegt. Die hierdurch in der rübenbauenden Landwirtſchaft wie in allen an der Zuckerinduſtrie und dem Zuckerhandel beteiligten Kreiſen hervorgerufene große Be⸗ unruhigung iſt dadurch allerdings gemildert worden, daß inzwiſchen verſchiedene Reichstagsabgeordnete mit Nachdruck für die Ausführung dieſes Geſetzes eingetreten ſind. Vor allem ſollte doch nicht vergeſſen werden, daß die Wiederauf⸗ hebung der Herabſetzung der Zuckerſteuer in direktem Gegen⸗ ſatze zu der Abmachung ſtehen würde, welche bei den Ver⸗ handlungen über die Verlängerung der Brüſſeler Konvention getroffen worden ſind. Durch die Steuerermäßigung ſollte der Verſuch ermöglicht werden, den großen Schaden aus⸗ zugleichen, welcher der rübenbauenden Landwirtſchaft und der Zuckerinduſtrie von der Verlängerung der Brüſſeler Kon⸗ vention anerkanntermaßen droht, und deshalb wurde die Herabſetzung der Zuckerſteuer als Aequivalent für⸗ die Zu⸗ ſtimmung zum neuen Brüſſeler Vertrage verſprochen. Nur unter gleichzeitiger geſetzlicher Feſtlegung dieſer Herabſetzung wurde die Ratifizierung der Brüſſeler Zuſatzakte zuſtande gebracht. Jetzt, nachdem die letztere tatſächlich erfolgt iſt, dürfte es nicht möglich erſcheinen, das Aequivalent rückgängig zu machen. Die Gegenverpflichtung, welche durch Geſetz feſt⸗ gelegt und daher für unantaſtbar gehalten wurde, muß unter allen noch ſo ſchwierigen Umſtänden gehalten werden. Im übrigen iſt ſattſam nachgewieſen, wie dringend ge⸗ boten die Herabſetzung der Zuckerſteuer für die Zuckerinduſtrie wie für die rübenbauende Landwirtſchaft iſt. Die Regierung hat ſelbſt in ihrer damaligen Denkſchrift anerkannt, daß in⸗ folge der Befreiung Englands von der Verpflichtung zur Anwendung von Ausgleichmaßregeln gegen Prämienzucker die Lage zu Ungunſten der deutſchen Zuckerinduſtrie geäadert iſt, und beſonders auch der Ausfuhrhandel derſelben geſchädigt wird. Zugunſten der deutſchen Zuckerinduſtrie hat ſich ſeither nichts geändert. Darüber können auch ſolche Preiſe für Rohzucker nicht hinwegtäuſchen, welche zeitweiſe durch Aus⸗ nahmeverhältniſſe wie durch die Produktionsausfälle hüben und drüben hervorgerufen werden. Die Lage der deutſchen Raffinationsinduſtrie iſt immer ſchwieriger geworden und der Rückgang derſelben hat bereits bedrohlich auch auf die Roh⸗ zuckerinduſtrie einzuwirken begonnen. Dieſe Tatſache lehrt, wie richtig im Frühjahr die Lage der geſamten deutſchen Zuckerinduſtrie beurteilt worden ift und wie notwendig die Herabſetzung der Zuckerſteuer bleibt. Endlich Kohleupre sermükigungen. Die neue für das erſte Halbjahr 1909 herausgegebene Preisliſte der königlichen Bergwerksdirektion in Saarbrücken zeigt ſeit langer Zeit zum erſtenmal wieder ſtatt der üblichen Preiserhöhungen Preisermäßigungen, wenn ſie ſich auch in beſcheidenen Grenzen halten. Zum letzten Male wurden die Kohlenpreiſe im Saarrevier am 1. Januar 1907 erböht, allerdings auch unter dem Zeichen geſteigerter Löhne der Zechenarbeiter und erhöhter Materialpreiſe. Schon während der glänzenden Hochkonjunktur von 1905 und 1906 gab es einzelne Stimmen, die immer wieder auf einen wirtſchaftlichen Rückgang hinwieſen, und als Ende 1907 die Hochkonjunktur tatſächlich ins Stocken kam, da war es in erſter Linie das Kohlenſyndikat, das dieſen Leränderten Ver⸗ hältniſſen in keiner Weiſe Rechnung trug. Es iſt bis heute keine Ermäßigung der Kohlenpreiſe eingetreten, im Gegen⸗ teil, die Preiſe für 1907 wurden noch etwas erhöht, trotz viel⸗ ſeit'gen lebhaften Proteſtes der Konſumenten. Das Kohlen⸗ ſyndikat hatte die Macht und diktierte die Induſtrie, unbeach⸗ let aller Proteſte ſeitens Induſtrieller und Verbände. So iſt der wichtige Rohſtoff, die Kohle, ſeit Jahren unverhältnis⸗ mäßig hoch im Preiſe gehalten worden, trotzdem die Preiſe aller Erzeugniſſe fortgeſetzt im Sinken begriffen waren. Die Preiſe der Halb⸗ und Fertigfabrikate ſtehen in keinem Ver⸗ Dältnis zu dieſen hohen Preiſen. Schon im Januar ds. Is. hatte die Handelskammer in Düſſeldorf einen geharniſchten Proteſt gegen dieſe Syndikatspraxis losgelaſſen, ohne aber dabei bei den anderen Kammern die nötige einmütige Unter⸗ ſtützung zu finden. Erſt eine im Februar tatſächlich eingetretene Abſatz⸗ ſtockung öffnete den letzten Optimiſten die Augen und auch das Gros der Börſenſpekulation mußte die Waffen ſtrecken. Es muß zugegeben werden, daß die Kohlenbergwerke in den letzten Jahren unter weſentlich ungünſtigeren Umſtänden arbeiten mußten. Die Arbeitslöhne ſind bedeutend geſtiegen, gleichfalls die Selbſtkoſten. Anderſeits ſehrt ein Blick auf die letzten Bilanzen der Kohlenbergwerke, daß allein mit dieſen Motivierungen eine Zurückhaltung der Preisreduktion nicht Voll zu begründen iſt. Es iſt doch nicht zu verkennen, daß ein abnormer Hochſtand der Kohlenpreiſe ganze Induſtriezweige ſchädigt, wenn nicht lahm legt, und dies beſonders in Zeiten einer niedergehenden Konjunktur, was ſchließlich eine ſchlechte Rückwirkung auf die Kohlenbergwerke ſelbſt hat. Die ſtarke Nachfrage blieb auch aus und das Syndikat hat ſich, um die Förderungs⸗Einſchränkungen nicht zu hoch werden zu laſſen, zu einer ſtärkeren Export⸗Politik entſchließen müſſen. Schon in den Jahren 1906 und 1907, wo in einzelnen Induſtriezweigen eine Kohlennot herrſchte, ſetzte dieſe Ausfuhrpolitik ein, wurden doch in dieſen beiden Jahren allein ca. 400 Millionen Doppelzentner Steinkohlen aus⸗ geführt. Gewiß kein erfreuliches, volkswirtſchaftliches Bild, bie ausländiſche Induſtrie auf Koſten der deutſchen zu ſtärken. Da iſt es ein erfreuliches Zeichen, daß gerade der Fiskus ſich als Erſter dazu entſchloſſen hat, vom nächſten Jahre ab Preisreduktionen eintreten zu laſſen. Wenn auch der Fiskus It.„Handel und Induſtrie“ ſich vielleicht nicht ganz freiwillig zu dieſer Maßnahme bequemt hat, ſondern durch Erſchwerung ſeines Abſatzes infolge der Konkurrenz der belgiſchen Kohlen⸗ gruben dazu gezwungen worden iſt, ſo bleibt die Tatſache doch beſtehen und iſt als ſolche von nicht zu unterſchätzender Be⸗ deutung. Auch das Rheiniſch⸗Weſtfäliſche Kohlenſyndikat hot ſich, wie wir ſchon meldeten, den Preisermäßigungen an⸗ geſchloſſen und dieſe für Koks M. 2, für Kokskohlen M. 1,25 und für Induſtriekohlen M. 0,25 bis M. 0,75 pro Tonne ſeſtgeſetzt. Amerikaniſche Tariſreuiſion. Die bielbeſprochene Reviſion des Dingley⸗Tarifs ſoll, wenn man den neueren Meldungen glauben darf, nun bald Tatſache werden; es ſcheint aber, daß mehr eine Reviſion des Tarifs nach oben als eine ſolche nach unten beabſichtigt iſt. Der neue Präſident ſoll erklärt haben, er beabſichtige, bald⸗ möglichſt nach ſeinem Amtsantritt eine beſondere Seſſion des Kongreſſes zum Zwecke der Reviſion einzuberufen. Da durch die Neuwahlen die Hochſchutzzöllner im Kongreß eine weitere Stärkung erhalten haben, ſo kann man über den Ausgang der Reviſion kaum mehr im Zweifel ſein: entweder der Tarif bleibt unverändert, oder es werden mehr Erhöhungen als Ermäßigungen vorgenommen. Bereits verlautet davon, daß der Zoll auf einige für den deutſchen Export nach Amerika ſehr wichtige Artikel erhöht werden ſolle, nämlich auf Wein und Alkohol und auf Farben und Farbſtoffe. Im Jahre 1907 hat Deutſchland für etwa 7½ Millionen Mark Wein und für mehr als 26 Millionen Mark Anilinfarben nach den Vereinigten Staaten ausgeführt. Eine Erhöhung der Wein⸗ und Alkoholzölle iſt nur dann möglich, wenn vorher die mit Frankreich, Deutſchland, Italien, Portugal uſw. abgeſchloſſenen Reziprozitätsverträge gekündigt werden. Denn durch dieſe Verträge ſind die Zollſätze auf Wein und Alkohol gebunden. Es verlautet denn auch, daß die Kündigung beabſichtigt ſei. Inwieweit dieſe Meldungen zutreffen, iſt natürlich noch un⸗ ſicher. Sollte das deutſch⸗amerikaniſche Handelsabkommen ge⸗ lündigt werden, ſo tritt es 6 Monate nach erfolgter Kün⸗ digung außer Kraft und es kommen, wenn innerhalb dieſer Friſt kein neues Abkommen zuſtande kommt und vom Reichs⸗ lag genehmigt wird, auf amerikaniſche Waren die Zollſätze unſeres autonomen Tarifs in Anwendung. Denn das frühere Meiſtbegünſtigungsverhältnis iſt durch das gegenwärtige, ſeit J. Juli 1907 beſtehende Handelsabkommen endgültig beſei⸗ ligt. Es wird ſich alsdann darum handeln, welche Zugeſtänd⸗ niſſe Amerika zu machen bereit iſt, um ſich den Mitgenuß der deutſchen Vertragszölle weiterhin zu ſichern. Angeblich ſoll den Ländern, die Reziprozität gewähren, ein 25prozentiger Zollnachlaß zugedacht ſein. Man wird abwarten müſſen, ob das zutrifft und für welche Warenartikel dieſer Zollnachlaß vorgeſehen iſt. bom Waren⸗ und Produktenmarkt. 8(Von unſerem Korreſpondenten.) Die Tendenz auf den Waren⸗ und Produkten⸗ märkten war auch in dieſer Berichtswoche nicht einheitlich. Auf dem Weltmarkte für Getreide war die Stim⸗ mung vorwiegend feſt. Anregend wirkten die Nachrichten über den Herbſtanbau in Nordamerika, nach denen man mit einer Verringerung der Weizenausſaat rechnet. Man ſieht daher all⸗ gemein nicht ohne Spannung der um den 10. ds. Mts. fälligen Publizierung des Ackerbaubureauberichts entgegen. Die Zu⸗ nahme der Beſtände nach Bradſtreet von 75 795000 auf 82 508 600 Buſhels blieb ohne Einfluß. Die Nachrichten aus Argentinien lauteten ſehr verſchieden; man befürchtet indes, daß die Nieder⸗ ſchläge in jenen Diſtrikten, wo man bereits mit dem Schnitt des Weizens begonnen hat, einigen Schaden angerichtet haben. Im ganzen zeigten die argentiniſchen Exportfirmen ſich in dieſer Woche weniger verkaufsluſtig und da die Offerten höher lau⸗ teten, ſo trug dieſer Umſtand mit zur Wertbeſſerung bei. Eine weitere Stütze boten der Aufwärtsbewegung die kleineren dies⸗ wöchentlichen Weizenverſchiffungen von Argentinien. Dieſelben belaufen ſich in dieſer Woche auf nur 11000 gegen vorwöchige 15000 Tonnen. Aus Auſtralien lauten die Berichte über die Ernteausſichten andauernd günſtig, während aus Indien Klagen über Trockenheit vorliegen. Die Nachrichten aus Rußland da⸗ gegen lauten neuerdings ungünſtiger. In manchen Gegenden ſollen die Sgaten, zumal ſie nicht genügend durch Schnee gegen die Fröſte geſchützt ſind, gelitten haben. In Oeſterreich⸗Ungarn iſt die Stimmung feſt, einerſeits infolge der ungünſtigen Witterungsverhältniſſe, andererſeits aber infolge der politiſchen Beſorgniſſe, worunter ſchon ſeit Wochen das ganze Wirtſchafts⸗ leben leidet. In Deutſchland war das Wetter in der Be⸗ richtsperiode wieder kälter; die Berichte über den Stand der Winterſaaten nicht befriedigend und die Preisbewegung inolge⸗ deſſen nach oben gerichtet. An unſeren ſüddeutſchen Märkten war die Stim⸗ mung, angeregt durch die vorerwähnten Gründe auf dem Welt⸗ markte recht flott; doch blieben die Umſätze beſchränkt, da die Mühlen infolge des unbefriedigenden Mehlabſatzes nur nach Be⸗ darf kaufen und weil auch unſere Händler für ſpätere Monate Zurückhaltung beobachten. Umſätze fanden hauptſächlich in rhein⸗ ſchwimmenden, an den Seehäfen fälligen und hier disponiblen Weizen ſtatt. Inlandsware erlöſte M. 215 bis 217 per Tonne. Neue Laplata⸗Weizen 80 Kg., Bahia Blanka Januar⸗FJebruar Abladung wurden zu M. 168.50 bis 169, dreimonatlich, per Tonne Eif Rotterdam erworben. Rheinſchwimmende Bahia⸗ Blanka⸗Weizen 80⸗81 Kg. ſchwer gingen zu M. 183.50 bis 184 per Tonne, Eif Mannheim, tranſit, in andere Hände über, Direkte Offerten von Rußland, Rumänien und Nordamerika lagen nur ſpärlich vor. Roggen verkehrte im Einklang mit Weizen in feſterer Haltung. Das Angebot in fremdländiſchen Propenienzen fand jedoch keine Beachtung, weil vom Inlande immer noch reichliche Offerten zu billigeren Preiſen vorliegen. Umſätze in inländiſcher Ware fanden zu M. 17.25 bis 17.60 je nach Qualität, franko Mannheim ſtatt. Der Markt für Brau⸗ gzerſte und Malz hat in der Berichtswoche keine weſentliche Beſſerung erfahren. Immerhin zeigte ſich aber zu den ge⸗ ſunkenen Preiſen etwas mehr Kaufsneigung, ſodaß die Woche zu behaupteten Preiſen ſchließt. Für Futtergerſte haben ſich die ruſſiſchen Forderungen wenig verändert. Das Geſchäft in dieſem Artikel blieb aber klein, da der Konſum nur die not⸗ wendigſten Bedarfsanſchaffungen vornimmtk. Die Beſtände in Futtergerſte zeigen eine Zunahme. Auch der Verkehr in Mais war ſtill. Die Preiſe konnten ſich indes vollauf behaupten, da die Vorräte in hier disponibler Ware nicht von Bedeutung ſind. Mixedmais war zu M. 124 bis 125 per Dezember⸗Abladung offeriert; doch wurde darin faſt nichts gehandelt. Ruſſiſcher Mais fand ebenfalls keine Beachtung. Rheinſchwimmendes Platamais dagegen wurde je nach Beſchaffenheit, zu M. 130 bis 137 per Tonne, tranſit Eif Mannheim umgeſetzt. In Hafer iſt die Kaufluſt des Verbrauchs fortigeſetzt klein und halten ſich in⸗ folgedeſſen auch die Händler von größeren Anſchaffungen fern. Neuer Laplata⸗Hafer per Januar⸗Februar⸗Abladung erzielte in einigen Abſchlüſſen M. 106 bis 107 per Tonne, Eif Rotterdam. Die Notierungen ſtellen ſich an den folgenden Getreide⸗ märkten: 1 26./11../12. Diff. Weizen: New⸗Nork loco ots 1167/ 118¼ +37 Mai„ 1147½ 116—1 Chicago Mai„ 107½%½ 110¼ +28 Liverpool März sh 7/%80%/ 779 + 7 Budapeſt April Kr. 13.28 18.04—.19 Paris Jan. April 85 234.— 234.——— Berlin Mai 212.25 214. +1˙1. Mannheim Pfälzer loko„ 216.— 217.50 +17 Roggen: Chicago loco ets 75 76—.— 5 Mai„ 785 79½ 3 Paris Jan April Fr. 174.— 170.——4— Berlin Mai M. 180.50 179.25—17. Mannheim Pfälzer loko„ 172.50 173.50 +1— Hafer: Chicags Mai ets 51½ 5208 +1— Paris Jan. April Fr. 18.50 183.— + 7 Berlin Mai M. 167.25 167.25—— Mannheim badiſch. loko„ 167.— 167.50 + Mais. New⸗York Mat ets 71½/ 70⁰— Chicago Mai„ 627½ 631˙½ + 74 Berlin Mai M. 150.50 150.—— 7 Mannheim Laplata loko„ 172.50 172.50—.— Auf dem Frachtenmarkt hat ſich der Verkehr nicht ge⸗ beſſert. Der Waſſerſtand des Rheins iſt wieder gefallen und da auch die Schiffahrt durch den dichten Nebel, der oft während des ganzes Tages ſich nicht lichtete, erſchwert wurde, ſo konnten die Frachten wieder etwas anziehen. Die Beſſerung der Fracht⸗ ſätze laſſen aber den Reedereien bei dem gegenwärtigen Waſſer⸗ ſtande keinen Nutzen. Die Anfuhr iſt klein und die Nachfrage nach Schiffsraum ſchwach. Für Getreide ab Rotterdam nach Mainz⸗Mannheim⸗Ludwigshafen zahlte man in dieſer Woche M. 9, 10 und 11 per Laſt. Am Wochenſchluß iſt die Stimmung ſchwach. Die Kafffeemärkte waren in der Berichtswoche keinen erheblichen Schwankungen unterworfen, doch zeigen die Preiſe am Schluß der Woche eine leichte Beſſerung. Hervorgerufen wurde dieſe durch die kleineren Santos⸗Zufuhren, höheren Koſt⸗ frachtofferten und durch die ſich bemerkbar machende beſſere Kauf⸗ luſt. Neue Erntenachrichten ſind nicht bekannt geworden, Die Zufuhren belaufen ſich in der letzten Woche von Rio de Janeiro auf 64 000 gegen 67000 Sack in der Vorwoche und die von San⸗ tos auf 283 060 gegen vorwöchige 354 000 Sack. Die Vorräte in Rio de Janeiro ſchätzt man dieſe Woche auf 313 000 gegen vorwöchige 312 000 Sack und die in Santos auf 2 488 000 gegen 2426 000 in der Vorwoche. Die Vorräte in den Vereinigten Staaten betragen einſchließlich der ſchwimmenden Ladungen 3832 000(3 793000) Sack. Newyork notiert: Nio No. 7 loko Dez. Jan. Febr. März April Mai 25. Nopbr. 6½.—.—.10.15.15.15 3. Dezbr.*².10.10.15 520.25.25 Diff.— +10 +10 +5 +5 710 10 Zucker hatte in dieſer Woche ruhigen Verkehr und da es an jeder Anregung fehlte, ſo erlitten die Preiſe an der Magde⸗ burger Börſe eine Einbuße von 25 Pfennig per Zentner. Nach Licht war die Witterung für die Feldarbeiten nicht ungünſtig. Die Ausbeute beträgt 15,49 Prozent gegen 13,79 Prozent im Vorjahr, das Ackergewicht iſt unverändert. 1972 000 Tonnen Erzeugung. Die Rohzuckervorräte in den vier Haupthäfen von Amerika betragen gegenwärtig 187000(in der Vorwoche 183 000) Tonnen, bei den Raffinerien 161000(166 000) Tonnen und auf Kuba 3500(3000) Tonnen. Die Hamburger Lagervorräte wieſen einen Beſtand von 204 900 Doppelzentner(i. V. 634 000) auf. Die Vorräte in den Vereinigten Staaten ſind in den letzten acht Tagen von 186000 auf 177000 Tonnen zurückgegangen. Der Wochenumſatz an der Magdeburger Börſe belief ſich in den letz⸗ ten acht Tagen auf 320 000 gegen 564 000 Zentner in der Vor⸗ woche. Magdeburg notiert: Dez. Jan. Febr. März Mai Aug 27. Novbr. 20.70—.——.— 21.05 21.30 21.60 4. Dezbr. 20.45 20.60 20.70 20.80 20.95 21.85 Dtff.—25————25—25—25 Rechtspflege. rd. Berechnung des Schadens infolge der Nichtlieferung von Maſchinen. Ein Händler hatte bei einem Maſchinenfabrikanten eine grocke Anzahl kleiner Maſchinen beſtellt, und es war ein/ feſter Termin vereinbart worden, bis zu welchem das ganze Quan⸗ tum abgeliefert ſein ſollte. Der Fabrikant lieferte nicht, beach⸗ tete auch die Nachfriſt nicht, und der Händler ſah ſich infolgedeſſen veranlaßt, gegen den Vertragsgegner die Klage anzuſtrengen. Mit dieſer forderte er Erſatz des Schadens, der ihm dadurch entſtanden ſei, daß er 150 Stück der fraglichen Maſchinen bereits verkauft gehabt habe, ohne ſie liefern zu können.— Mit dieſer Forderung wurde der Kläger abgewieſen, und nun brachte er in ſeiner Be⸗ rufung gegen dieſes Urteil vor, er ſei in der Lage geweſen, die ſämtlichen von ihm beſtellten Maſchinen zu verkaufen, und demgemäß müſſe ihm der Beklagte den Unterſchied zwiſchen dem für die Maſchinen vereinbarten Preiſe und dem Betrage ver⸗ güten, den er für die Maſchinen vereinnahmt haben würde.— Das Kammergericht hatte den Kläger von neuem abgewieſen, und nunmehr legte dieſer Reviſion beim Reichsgericht ein. Der höchſte Gerichtshof hat das Urteil der Vorinſtanz für irrig erachtet. Allerdings habe das Reichsgericht nur die Frage zu erörtern, ob die ſogenannte abſtrakte Schadensberechnung des Klägers f rechtlich begründet ſei, d. h. ob nach dem gewöhnlichen Lauf de Dinge anzunehmen war, daß er auch bezüglich derjenigen Ma⸗ ſchinen, die er noch nicht verkauft hatte, einen Gewinn erzielt haben würde.— Der Beklagte hatte in der Vorinſtanz einge⸗ wandt, die fraglichen, erſt neupatentierten Maſchinen ſeien noch! nicht im Verkehr und bildeten noch nicht verkäufliche Gegenſtände des Handelsverkehrs. Demgegenüber äußerte ſich das Reichs⸗ gericht dahin, es könne bei der Geltendmachung eines Schadens der vorliegenden Art nicht gefordert werden, daß der Eintritt des Gewinns als unbedingt ſicher und zweifellos gelten müſſe. Die frühere, auch für das neue Recht verwertbare Praxis erach⸗ tete es beim Handelskaufe, ſofern der Käufer Schadenserſatz wegen Nichterfüllung vom Verkäufer forderte, für ausreichend, daß für Waren, die keinen Marktpreis haben, die Möglichkeit des Ver⸗ kaufs beſtand. Man ſetzte anſtelle des Marktpreiſes den Ver⸗ käuflichkeitswert und nahm einen ſolchen bei Waren, die einen Gegenſttnd des Handelsverkehrs bilden, ohne weiteres— bis zum Beweiſe des Gegenteils— an. Der Beweis des Vorhan⸗ denſeins von Kaufluſtigen wurde nicht gefordert.— Würde die Anſicht des Vorderrichters, die Maſchinen ſeien nicht verkäuflich geweſen, richtig ſein, ſo würde bei allen neuen Artikeln, die ſich erſt einen Markt erobern wollen, die Verkäuflichkeit und ein Verkäuflichkeitswert fehlen. Eine ſolche Anſchauung iſt aber un⸗ haltbar. Es iſt im Gegenteil davon auszugehen, daß auch eine neue Ware Abnehmer finden werde, und Sache des Verkäu⸗ fers iſt es, darzutun, daß die von ihm zu liefernde Ware für den Verkehr unbrauchbar ſei. Freilich iſt die Feſtſtellung der Höhe des Verkäuflichkeitswertes bei noch nicht eingeführten Waren einigermaßen ſchwierig, aber unmöglich iſt ſie nicht.— Aus dieſem Grunde war die Sache zur nochmaligen Prüfung in die Vor⸗ inſtanz zurückzuverweiſen. rd. Zum Begriff der Zahlungseinſtellung. Ein Kaufmann hatte ſeine Gläubiger zu einer Beſprechung mit der Mitteilung eingeladen, daß er ſeinen Verbindlichkeften nicht mehr nachkom⸗ men könne. Die Beſprechung verlief ergebnislos, die Gläubiger zeigten ſich einem Akkord nicht geneigt und zirka drei Wochen ſpäter brach der Konkurs aus. In der Zwiſchenzeit hatte nun einer der Gläubiger zur Sicherung ſeiner Forderungen gegen den Kaufmann eine einſtweilige Verfügung ſowie die Eintragung einer Vormerkung erwirkt. Dieſe von dem Gläubiger getroffenen Maßnahmen hielt der Konkursverwalter jedoch für unberechtigt, und er ſtrengte daher gegen ihn die Klage aufgrund ſeines Zu⸗ geſtändniſſes an, daß er durch das Mißlingen des Akkordverſuches zu der Erwirkung der einſtweiligen Verfügung veranlaßt worden ſei. Der Vorderrichter hatte dieſe Anfechtung als begründet er⸗ achtet, da er der Meinung war, daß der Schuldner an dem Tage, an welchem er ſeine Gläubiger zu einer Zuſammenkunft bat, ſeine Zahlungen eingeſtellt und daß der Beklagte das Vorhandenſein der Zahlungseinſtellung erkannt habe.— Gegen dieſes Urteil legte der Gläubiger Reviſion beim Reichsgericht ein, indem er geltend machte, die Vorinſtanz habe ſeine Behauptung, der Schuld⸗ ner habe nach dem mißlungenen Einigungsverſuch ſeine Zah⸗ lungen wieder im vollen Umfange aufgenommen, unbegründeter⸗ weiſe als unbeachtlich angeſehen. Darauf aber komme es doch gerade an, denn hatte der Schuldner weitere Zahlungen an ſeine Gläubiger geleiſtet, ſo konnte von einer Zahlungseinſtellung zu jener Zeit, als er, Beklagter, die angefochtenen Maßnahmen zur Sicherung ſeiner Forderungen traf, keine Rede ſein.— Dieſen Ausführungen des Beklagten iſt das Reichsgericht beigetreten, Wenn der Beklagte auch nichts Näheres darüber anzugeben ver⸗ mag, welche Zahlungen nach dem Scheitern des Akkordver⸗ ſuchs geleiſtet worden ſind, ſo kann ihm daraus doch kein Vor⸗ wurf gemacht werden, da ihm ja die Geſchäftsbücher des Schuld⸗ ners nicht zugänglich ſind. Im übrigen iſt es nicht klar, ob der Vorderrichter den Begriff der Zahlungseinſtellung richtig ver⸗ ſtanden hat. Die Zahlungseinſtellung iſt nach der ſtändigen Rechtſprechung des Reichsgerichts die nach außen erkennbar ge⸗ wordene Tatſache der allgemeinen Nichterfüllung der fälligen Geldforderungen andrängender Gläubiger wegen vorausſichtlich dauernden Mangels an Zahlungsmitteln. Nun iſt es nach Lage des vorliegenden Falles zwar wahrſcheinlich, daß der Schuldner zu der von dem Vorderrichter angenommenen Zeit ſeine Zah⸗ lungen einſtellte, es iſt aber auch immerhin möglich, daß er zu jener Zeit ſeine fälligen Verbindlichkeiten noch erfüllen konnte oder doch um deren Erfüllung noch nicht gedrängt wurde und nür vorſorglich, um eine ſpätere Zahlungseinſtellung zu vermeiden, die Einigung mit ſeinen Gläubigern verſucht hak. Die Vorinſtanz wird deshalb noch feſtzuſtellen haben, ob der Schuldner zu der fraglichen Zeit von Gläubigern wegen Bezah⸗ lung fälliger Geldſchulden gedrängt worden iſt. Dann allerdings würde eine Zahlungseinſtellung vorliegen. Ferner iſt noch zu prüfen, ob der Beklagte mit ſeinem Einwande, gerade durch das Mißlingen des Akkordverſuchs ſei er zu ſeinen Maßnahmen ver⸗ anlaßt worden, ſagen wollte, er habe aus dieſem Mißlingen das Vorhandenſein der Zahlungseiuſtellung erkannt, oder ob er nur meinte, es habe ſich ihm die Befürchtung aufgedrängt, der Schuldner werde ſeine Zahlungen bald einſtellen. Handelsberichte. Börſenwochen⸗Bericht. B. Frankfurt a.., den 4. Dezember 1908. Die Börſe war ſtark beeinflußt durch die fortwährende Beun⸗ ruhigung der politiſchen Lage auf dem Balkan. Jeder Tag brachte neue Senſations⸗Meldungen, Oeſterreich, Serbien, Montenegro und die Türkei, das iſt die Lage der Verworrenheit welche im Laufe der Woche Anlaß zu Beſorgniſſen gab. Die Börſe hatte unter gro⸗ ßer Mißſtimmung zu leiden, konnte ſich aber wieder erholen. Die Lage gab allerdings Anlaß zu ſtärkeren Verkäufen. Einzig und allein zeigen Deutſche Fonds feſte Tendenz. Für fremde Renten 1 —— * * ⸗lög udg zoqu dacpn! uen o cpugge 8011000 1 8 5 Aercp 800,5 22149 oe11 0 gochnes die Ind i di Jduphed uhr un n uöezog Zniusesez gun jolseaug vo ahhotu Acpiu gub uduugh ureh ud ognvlch noch uuvgog uejvm ne gun uigou aseſpet% 40 ieee eeeenee göhinſpe did zeqn ucr die uosoeobuogog ival dandaL 910 uinvitz uobulnz uaheg 0 ul geig nv gdog 192 gun.abal nues usuugz usbof uegopg tpll 9 Svat Sichiu uoſoh e geeen Sptpru dgleg gnl ueoh di Jhozu ss aganan ach pugeb uebnzz usgudgzenh oig up ueureg uuneiuß Aut oih ad0 ögerd diof die— vg mfot ute 290%½ Sio pc ueqnice:0 cpang dpogis dan uohog uog egefebfi0h Ag ehg 8e a09½ zud jalufch usufeg a0 dgagna ſpog uegoad 10 gof a0ffe1 uteue! un ulpgaoſungeh ogvasg de adg eeeeh vepu ſe avan 40 Uohheb obogz miog zangougegz Lusec jpuute pou Jcu eine dun uoihn! usgogz ueeueubene nr en eene boi Ichlu Dgana 1 uobnzz udac znv wondd gonloz g14— zc0cute oll gia god pied zeuef o— eglangeg senvcß Seuse d0 uaehinſpg Dieush bnzz öaue inbue Zenl avan sbe aun And ag1 91655 gudfabbaerz gag Aolunpgz usg aegun oponhva poag uespogag ugnvillagosuſpe n dig u beenebeenben eeee mue eine ugbog Agoleß) 150 aag ſcpand onog gun Zuggasod an ofa epil gun glef zpiu pog di dungh oe gungl en nvawe nockute usgogz aog oufa siv uobogß gcigelch svg uegn usngt zcun zoutun olg dandl gun— uogog gojl onle JJuvatblungeg hl cpn oſjvg 21 80 digna aec zcptu saae avan Ugleateb.ae aogz Mozlagd sobunk dgog ousd cplinope chlva aogvd adule Adqo gaog mo; 1950 po eeee Dipgg avandi uoge aegn uasquv uune dauc uteuse uog on ouuog uvm Lanz anu abal agvas eic Mlace anl Manne egeles dan lbur; guvg ubogebuteutg eih an negvaſd uennl a0 dune u8 Aobogg Ueuse Inv uvu zeon udg dbog uog plu ubut Age h en ee een ee eee bun eeh ehe udgec Sonosckladg use zoqn gun uaoog gusq uoſfosc aaf ne zppeperg ug eig ag!— z29 Jv. ehg d0 e ee aval uogong vg jgol 4e go uobgm uolltat Jgoa eil eee 10 unzg Ahpene ac uvm ozjog soc a0heſtz ute! 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Und dar⸗ auf wollte er ſeine Zukunft bauen, damit ſtand und fiel ſeine Exiſtenz— war wohl ſchon zuſammengebrochen nach ſeinem Fiasko von geſtern abend! Freilich, er konnte ſich andere Pro⸗ teltoren ſuchen, ſtatt der Repräſentant innen der Ariſtokratie die der Finanz. Ein ſchöner Kerl brauchte ſo ſchnell nicht an jeinem Jortkommen, zu verzweifeln, ſo oder ſo fand ſich wohl immer eine gutherzige Madame Nadine, die ihm ein bißchen vorwärts half. Pfui Teufel! Er war aufgeſprungen, riß Hut und Ueberzieher an ſich. Fort, ins Freie hinaus! Der Raum hier mit ſeiner ſoge⸗ nannten Kun uſt an den Wänden machte ihn krank! 85 Schon als beim Oeffnen der Haustür die friſche Winter⸗ luft ihm 9 7 1 ſchlug, war's ihm, als werde alles in ihm frei und leicht. Hinaus zum Grunewald wanderte Der ſtand in voller Winterpracht. Die kleinen Seen 9 die Sonne lag flimmernd auf der kriſtallharten Fläche. Ein paar Eis⸗ läufer glitten darüber hin. Er hätte mit ihnen ſich tummeln mögen, mußte eines Eislaufes gedenken, den ex einmal mit Herta Ellgenrodt gemacht. Den Fluß hinauf waren ſie ge⸗ laufen, weiter und weiter, Hand in Hand, und immer drängte ſie ihm voran, ſo daß er lachend ſagte: „Bedenkliche Eheausf ſichten für einen Mann, wenn ein weibliches Weſen ſo in ſich den Drang hat, die Führung zu übernehmen.“ Sie hatte nicht zurückgelacht, blickt:„Was liegt daran, wer die Fi beide vorwärts kommen!“ Damals hatte er noche! mal ſeine Braut ſein würde. Haſtiger ſchritt er vorwärts, tiefer in den Wald hinein. Die breiten Kieſernäſte hingen geſenkt unter der Laſt der ſchweren Schneemäntel, zuweilen ging ein Aechzen durch die Stämme. Sonſt nirgends ein Laut und nirgends mehr ein Menſch. Es war ſo ſchön und w öf ganz ernſthaft ange⸗ hrung hat, wenn nur darau gedacht, daß ſie ein⸗ var ſo viel Größe in dieſer einſamen Schönheit. Schön und groß— nur rechten Augen mußte einer dafür haben— und nicht z1 ſpät erſt das rechte Sehen lernen. Dort ſchimmerte wieder ein kleiner, gefrorener Tümpel herüber. Auf dem übten kleine Schlittſchuhläufer ihre Künſte, aber eine Anzahl Krähen ſtand 30 einem Trupp zuſammen⸗ gedrängt, mitten auf dem Eis. Die Köpfe bewegten ſich un⸗ ruhig auf und nieder, hin und her 10 te ihr heiferes Kräh— kräh.— Wovon unterhielten ſie ſich wohl, die ſchwarzen Vög gele 5 Kräh— kräh— es war ein häßlicher Laut, und allzu einſam wurde der Wald. Heinz Werneburgk wandte ſich und kehrte heim. Aber er —. 2. Z. — hatkte etwas von ſeiner Wanderung mit tgebracht: die Idee zu einem neuen Bild, mit dem er ſich ſelber ſeine Berechtigung zur Kunſt beweiſen wollte. Noch am Aeichen Tage ging er an den Entwurf. Tage hindurch widmete er ſich mit einem wahren Feuer⸗ Lifer ſeiner neuen rbeit. Da kam ihm auf einmal mitten im Malen das Gefühl, als könne er nicht weiter. Er wollte es für ein rein phyſiſch hes Abflauen nehmen, das eine kurze Raſt beſeitigen würde, aber er war zu unruhig zum Raſten. Es ſrieb ihn hin und her. Keinen zu haben, mit dem er einmal ber die Arbeit ſprechen konnte, von dem eine Anregung, eine Ermunterung kam. Damals auf der Akademie hatte er keiner⸗ lei nähere Bekanntſchaft angeknüpft, und die paar Menſchen, die ihm eine kurze Zeit lang ſo ein lebhaftes Intereſſe bekun⸗ det, für dieſe war Heinz Werneburgk nicht mehr auf der Welt. Aber er war es doch. In eine flaue Stimmung hinein ſiel ein Billett von Madame Nadine, die ihn daran erinnerte, daß heut ihr Empfangstag ſei. Er wurde rot wie ein Knabe. Als ob nicht das mindeſte vorgeſallen wäre, klang das Billett. Und was war denn auch im Grunde weiter Nennenswertes vorgefallen, das ſo kragiſch genommen zu werden verdiente, wie er 1 War nicht er nur 15 der Ween Uojggend ene buvach noe duog 8 Die Einladung ioch in der Hand, trat er wieder zur Staf⸗ ſelei hinüber und wähnte plötzlich zu wiſſen, warum er vorhin nicht weiter gekonnt. So etwas ganz Beſtimmtes nach der Natur hatte ihm vorgeſchwebt und dabei ließ ihn die Erinne⸗ rung im Stich. Dem war leicht abzuhelfen. Mit dem Skizzenbuch in der Taſche durchquerte er den Tiergarten, wollte zur Stadtbahn, noch einmal nach dem winterkichen Grunewald hinausfahren. Da ſah er plötzlich vor ſich Herta Ellgenrodt. Sie hatten ſich beide 3u gleicher Zeit gewahrt. Von keinem ein plötzliches Zögern, mehr ein Beeilen der Schritte, während den Schrit⸗ ten voran die Blicke flogen die ſeinen unruhvoll aufgeregt ihre Geſtalt, jeden Zug ihres Geſichtes erfaſſend und wie ein Blindgeweſener von jäh ihm gufſtrahlender Helle betroffen durch die vornehme Schönheit ihrer Erſcheinung. Ihr Blick redete nichts, verriet nichts. Stimme, als ſie ſich dann erreicht und ſie den Gruß ihm bot Er zog nur ſtumm den Hut und ſah ſie wartend an, ſie zuerſt. E ob ſie zu ihm ſprechen, ob ſie ſtehen bleiben, ob ſie wieder die ihm reichen werde. Die Hand reichte ſie ihn ſagte ſie: „Wie herrlich nach all dem weichlich grauen Nebel jetzt endlich die helle Kälte ift!“ Seine ugen hingen an ihren Lippen, während ſprach. Er atmete tief—„Ja, ich weiß, Sie haben immer den Winter ſehr geliebt.“ „Wie Sie. In dieſem einen waren wir uns gleich.“ In dieſem einen— und ſonſt in nichts.— Noch immer ſchaute er auf ihre ſchmalen, ſtolzgeſchwungenen Lippen, die es ihm einſt ſo leicht gemacht mit ihrem herben:„Denn es iſt nie geweſen.“— „Sie haben ſich jetzt hier in Berlin Ihr Heim gegründet?“ Haſtig fragte er es, lauten Tones, als wollte er übertönen, was in ihm redete. „Ich habe eigene Möbel.“ Nur eigene Möbel hatte ſie— kein Heim— war einſam Hatte er ſie ſo einſam gemacht? Er hatte ihr ja auch ſein Elternhaus genommen, das ihr eine Art von Heimat geweſen. „Darf ich ein Stück mit Ihnen gehen, Herta?“ „Sag nicht nein,“ baten ſeine Augen,„und ſprich zu mir, wie wir einſt zueinander geſprochen in jenem ſernen, ſorglos hellen Einſt. Bring du mir von dem verlorenen Einſt einen Heimatklang zurück.“ „Wenn Sie es wollen,“ gab ſie laubnis,„und wenn Sie damit nicht von Ihrem bigenen Wege abkommen. Oder hatten Sie kein feſtes Ziel?“ Haſt du denn überhaupt noch einen eigenen Weg, ſteht in deinem Leben noch ein feſtes Ziel? ſo wähnte er, fragten ihn in Wahrheit ihre Worte. 8 5 „Mein Weg preſſiert nicht ſo. Ich wollte nach dem Grunewald hinaus, für ein angefangenes Bild eine kleine Skizze aufnehmen.“ Und wie zuvor er ſie, ſo verſtand jetzt Herta, was zwiſchen jeinen Worten redete: Ich bin nicht wegverloren und hab' ein ſeſtes Ziel vor mir. Gerade du ſollſt daran glauben. „Sie wollen ſich ganz der Malerei widmen?“ Während ſie miteinander vorwärts zu ſchreiten begannen, wandte ihr Blick ſich nicht von ſeinem Geſicht, ſchien tief hin⸗ einzudringen in ſeine Seele. f „Ja. So nebenbei hatt' ich ja ſchon immer ein bißchen mit der Kunſt geliebäugelt, nun iſt auf einmal eine ernſthafte Paſſion daraus geworden.“ Und das ſollte ſie ihm glauben! Dieſen leichthin klingen⸗ den Ton, dieſes Lächeln, das es ihr weismachen wollte, er fühle ſich glücklich, das ſollte ſie ihm glauben! Sein Blick ſtrich vor dem ihren unruhig zur Seite. Mit der Hand machte er eine ſpieleriſche bebenen in der Luft, als zeichne er die Kontur der ſchneebedeckten Aeſte nach, die über ſhren Weg ſich neigten. „Ich hab' mir für meinen Pinſel jetzt mal den Winter 155 Korn g 155 ein bin ich im nnicht, aber den Schritt einhaktend hm langſam die Er⸗ Und nichts verriet ſich gus ihrer „Weh mir, daß ich auserſehen war, ſolch' Order zu kol⸗ portieren, ſagt Graf Pfeil heiſer und zerknüllt zwiſchen den gelben Musketierhandſchuhen den weichen Dreiſpitz. Sie taten es mit Delikateſſe und Dezenz, Chevalier,“ lobt die ſchöne Frau unter gnädigem Kopfnicken und richtet ſich zu ihrer vollen Höhe auf, ſich leicht ſtützend auf das ge⸗ ſchnitzte Tiſchchen mit geſchweiften Füßen. „Aber, was tun Sie noch bei einer Entthronten, Graf, die Reſpekt, Liebe und Vertrauen desjenigen verlor, für den ſie enthuſiaſtiſch und ohne Prätenſionen Jugend, Heinah und Ehre opferte?“ Die Augen des Offis iers nehmen einen ſchwärmeriſchen Wlanz an und dunkle Rö 555 vertieft das Gebräunte ſeines edel⸗ geſchnittenen bartloſen Geſichts.„Sie ſind ſo jung, ſo ſchön, Madame, und ſo verlaſſen. Sie ſtampft mit dem 1915 Hackenſchuh auf, daß die ſilber⸗ nen Armleuchter auf dem Tiſchchen zittern.„Diable! Ich weiß das... Ihre Meſſage hat mir ja deutlich genug eine charmante Per ſpektive eröffnet: aus einer beneideten Favo⸗ ritin wird eine geächtete Emigrantin, die alle zärtlichen Ver⸗ ſicherungen ihres hohen Protektors vergeſſen und in Miſere, Ungewißheit und Fremde wandern muß,— ohne Pardon, ohne Schutz... Depeſchieren Sie ſich, Chevalier, ſonſt fällt von der Ungnade auch auf Sie etwas ab „Ich fürchte nichts für mich,“ entgegnet er ruhig und bleibt. Und ihr tut es wohl, daß' jemand da iſt, gegen den ſie ſich ausſprechen kann. „Ich vermag den Affront nicht zu faſſen, Graf. Nicht daß ich fortan vom Hofe verbannt bin, deſſen Ctikette, und Mediſane mir oft horribel waren, bleſſiert mein Gemüt zondern die Infamie der Verleumdung!“ Und die Hände an die Schläfen Peee e ährt ſie fort:„Es iſt nicht auszudenken! Der Mann, dem ich Liebe Treue ohne eigennützige Reſerve gab, fürchtet für Thron und Leben, durch mich „Seine Hoheit ſcheint übel beraten,“verſucht Graf Pfeie „Man will ein gravierendes Billett Signatur, Madame, an — den Fürſten zu entlaſten. von höchſter Importauce mit Ihrer den Thronprätendenten gefunden haben.“ „Gefälſcht natürlich,“ ſagt ſie mit hoheitsvoller Ver⸗ achtung, und der Graf lieſt aus ihren blitzenden Augen und ſtolzen Gebärden, wie empört und wie unſchuldig ſie iſt. Er nickt und dieſes Nicken löſt gleich einer Freiſprechung die Spannung ihrer Nerven. Mit einem Lächeln, weich und ſchmerzlich zugleich beteuert ſie:„Nein, Chevalier, ich bin keine Hochverräterin. Nicht die Ambition, politiſch eine Rolle zu ſpielen, trieb mich in die Arme Ihres fluſtren Herzogs Nur die feurige Bewerbung des männlich ſchönen Fürſten war d, die mir in demſelben Maße ſchmeichelte, als mich das Ge⸗ heimnisvolle unſerer Connexion enchantierte. Mein heißes Blut fand in der glühenden Paſſion des Prinzen für mich volbes meine Freude am Schönen, harmloſes Pläſier an den glänzenden Dehors ſeiner Stellung. Mein Einzug Guf Schloß Monbijou war für meine geringen ſouveränen⸗Ge⸗ züſte geradezu überwältigend. Begleitet von Kavalieren höchſter Diſtinktion, von Pagen vornehmſter Abkunft, die mit Sdae neben der goldſtrotzenden Karoſſe einhergingen, betrat ich dieſes Land. Und wie muß ich es verlaſſen!“ Graf Pfeil legt die linke Hand in das feine Degen⸗ gehänge und erklärt feierlich:„Ich begleite Sie, Madame.“ Die ſchöne Frau wendet ſich ab von der offenen Tür, aus der ſie ſelbſtvergeſſen in den paradieſiſchen Luſtgarten geſtarrt hat und ſieht den Grafen überraſcht an. Da tritt er näher und fleht:„Il iehen Sie zu mir, Germaine, auf mein ein⸗ james Chateau in den Bergen. Ich ſchütze Sie und trotze allem denn ich liebe Sie, Germaine.“ 15 hört ihn an mit wonnevollem Staunen. Dann ſchlägt ſie erſchi Uutert die Hände vors Geſicht und heiße Tränen 175990 durch die Finger. „O, mein Gott, Sie lieben 55„„„ Das ver⸗ diene ich Nicht Sein⸗ 99 05 iber das henuſterte ate ein Schwarm von Menſchen, an der Spitze der alte 1 die Germaine verdächtigt, im Spionagedienſt der Seitenl Ihr Körper bebt in faſſungsloſem Schluchzen. Was nie empfand, ſeit ſie als blutjunges Ding auf den Lockruf des fürſtlichen Verführers heimlich vom Elternhauſe fortging, an Koſtbarkeiten zuſammenraffte, was durchaus nicht ihr alein gehörte, in Begleitung des verliebten Prinzen mit falſch Papieren über die Grenze floh, ihre Schande mit Gold u Seide zierte, ſich Jrau Gräfin“ titulieren ließ, ohne es zu ſein und in ſieghafter Schönheit öffentlich als die Geliebte des Herzogs auftrat, das empfindet ſie jetzt: Scham. Sie ſchämt ſich, weil der ehrenhafteſte, treueſte, vornehmſte Offizier des Hofes ihr von Liebe ſpricht. Nicht mit dem lüſternen Herren recht, das ſie ja wohl kennt, ſondern mit den echten Waſe rechtſchaffenen Werbens. „Sagen Sie mir doch ein Wort, Germaine.“ Da beugt ſie den ſtolzen Nacken und küßt deru Grafen Hand. „Nicht ſo,“ wehrte er erſchrocken und zwingt agle ſehen.„Haſt Du mich lieb, Germaine, dann komm an mein Herz, angebetetes Weib meiner Sehnſucht, eene Leidens und endlichen Glückes.“ Zwei Lippenpaare vereinigen ſich zu erſtem, langem Kuſſe. „Nun biſt Du mein, Germaine, nun habe ich ein für Dich zu disponjeren. Die„Gefahr iſt nämlich größe Du ahnſt, Geliebte. Man iſt Dir auf den Ferſen.“ Angſtvoll ſchreit ſie auf und ſieht alle Marter der deter draſtiſch vor ſich.„O, ich Betörte! Ich war von Denunzianter umgeben! Das Hofgerücht, ich agiere und ſpioniere im Auf, trage des gefürchteten Agnaten, wird zum Volksgerede, der Pöbel ſchleppt mich auf den Scheiterhaufen und Dich, meinen Belter und Ritter, werden ſie Hochzeit halten mit der kiſernen Jungfrau.“ „Beruhige Dich, Liebſte. rühren, ſo lange ich e Alles it Flucht prü ipa ie 1 Ich kann Dir nicht einmal geit Laff en, D ein Souvenir mitzunehmen.“ „O, was das anbetrifft,“ verſichert ſie 1 19 85 „ſo nehme ich ja das Koſtbarſte mit, was ich eern, Deine Liebe.“ Umſchloſſen von ſeinen ſtarken⸗ Armen, ruht ſie im eines Glückes, das ihr wie ein Traum erſcheint. Mit ke Blicke ſtreift ſie die Pracht ringsum, ihr Auge hängt mit hin gebungsvollem Vertrauen an dem mutigen Manne, d 15 weißen Faltenmantel um ſie ſchlägt und eingeweiht i. die Mechanik der geheimen Gänge des Schloſſes, ſie unter nimmet müdem Zureden chevaleresk geleitet und liebreich ſtützt, Di eine drehbare Doppelwand treten ſie endlich in die Gemã führt, wo an entlegener Stelle der Reiſewagen ihr r harrt. Auf der Schwelle der Tapetentür aber ſtocken ihre Sar; des Se chloſſes füllt den Bilderſaal. „.- Dieſer Gobelin ſtammt aus dem ſtebze 0 hundert und ſtellt ein Sommerfeſt auf Schloß Monbijou d da In der Mitte ſehen Sie den Herzog Franz Caſimir au Febgane Thronſeſſel. Das Paar, das im Menuettſchr t 0 ihm vorübertanzt, iſt ſeine Geliebte, die Gräfin Monbijo mit Graf Pfeil, dem Vertrauten des Herzogs. Späte zu ſtehen und zum Tode verurteilt. Den Grafen de ihr zur Flucht verhalf, ließ der Herzog aufgreifen und als Mit ſchuldigen erſchießen. Als die Unſchuld beider rerzehrte ſich der Herzog in bitterer Reue, baute eine K wo fortwährend für die Seligkeit der beiden gebetet wurde und ließ GEd 1 7 zu ihrem 19——5 wurdes ei iof gungehaog) „ugelsgegeldß Iunz“ ufol ava; Aolteinetz A11 Zuvq; Uio! adal 8. uochdlg bilte! eulesc osbon guvch svgech zuv anzs utunn Uogsljq oi deana 10 ehpahſtz anu pog svg ueponchene Aogz une e eeeeen ee uebgg ule uegieg uogz ugbebzus ci usbnzz aht ueein— Jueozoh pog ng nig o— zilgeb neß uehe en egezig zeguvusetog Jchi ohoa snpulh dd die pang ute an dig oang ei a zee e e e e ben 5 usgeegele Jcbru dbo adleie Bunuune echnae eeueunepang ae uf oang audz onech sig uozaval zebupz atpu aszang ad cpvag ⸗ Uloljgnatogz nund 60 go uoſzoh ungunptus ogueznal Aul egusgjo! a0f oig gun oengad dgol i egercplgone an uifland aog uog cei zg auoc gaſpch oznunecß auh Apllocd sva uf nogeaſeinß zeuld aaavnl gun zoctu) a9 Buvagh uesnz ueguopnojognoa! nes guvmbnenvas Söugstet uie iah leui enva ve Joonjes mub gel 0 zudtuutoz oil gganc dun— vzzech udg uuvgz zqulec sscuspogegeg usd Jvaj uoſpg usg ut geg ohoch uoneu 10% jog zhjpg gun bſefavagge uog se uvnm giat euvd oigoig ohelckk Sigana Scqe!! 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Kom-me, o Schö.-ne, komm aus dem dramatischen Capriccio:„Der Zauberlehrling“. (Nach Goethe.) Dichtung von Hermann Erler. Musik von Johannes Doebber. moderato. 2— FFFFFFFC Lt gurter Empfindung: . HANS. 32 5———— 15 5— 2 *—— 5:— 1 2— 75—— 8 —— 2 1 i + 12 1 1 + 7 ch8. n 5 1 ir 8 5 2 8 Kom- me, o Schö- ne, komm' mit mir zum Tan ze; tan zen ge piu mosso. —— 3.— Caprioclosa tanzt mit Hans, beide schöpfen dabel Wasser„ ——— 8 12 N 2—— E—— 2——————— CFF— + 2 8———— 8 2 2— 1255—— 152 131—— 223FTRFTTTTT, ——— 85—*——————— 5 5 —..5—— 1— 2 2 0 5 ößů½F————— ̃ ‚—p * 2 5 4 85 2— —— 2 8——— 225—— 171 2 1 1 2 E*— 5 755 1 1 8 höi- ret zum fest-li-chen Tag. 7 555 — 2 f* — 2 Copyright 1907 dy Ries& Erler, Berlin. 2— 1 1 22 7 2 war Intereſſe vorhanden u. ſelbſt die in Betracht kommenden Bol⸗ kan⸗Papiere zeigen mäßige Befeſtigung. Ruſſen und Japaner gut behauptet. Prioritäten und Pfandbriefe weiter gefragt. Im Ar⸗ 4 ſchluß der ungewöhnlichen Geldmarktflüſſigkeiten konnte ſich die all⸗ gemeine Tendenz während des Verlaufes der Woche gut behaupten. Im Gegenſatz zu den ausländiſchen Plätzen, die ſich in ihren feſten Grundtendenzen nicht erſchüttern laſſen, vermag der Wiener Effektenmarkt ſich aus ſeiner Depreſſion gar nicht mehr heraus⸗ zureißen. Die innerpolitiſche Situation iſt noch immer ſehr unge⸗ klärt, ſo daß nicht einmal für die baldige Erledigung der An⸗ nexionspapiere Gewähr geboten iſt. Unter dieſen Vechäctniſſen lei⸗ det das Kursniveau aller Effektenkategorien der Oeſterr. Werte. Der Kursrückgang der öſterreichiſchen Anlagewerke ſteht im auf⸗ fallenden Gegenſatze zu der guten Rententendenz im Auslande. Der Lombardkurs zeigte wieder ſchwankende Haltung. Die Umſätze, welche gerade am hieſigen Markt bedeutende ſind, ſind durch die Südbahnfrage verſtimmt worden und zieht immer weitere Kreiſe mit ſich. Nachdem die Obligationäre in ihrer Verſammlung, na⸗ mentlich aber in der großen Wiener Verſammlung vom 18. No⸗ vember Stellung genommen haben zu der gegenwärtigen Situation des Unternehmens und ſich zu einem gewiſſen Eutgegenkommen be⸗ reit erklärt haben, ſchließen ſich nun auch die Aktionäre zuſammen, um zu verhindern, daß über ihre Intereſſen einfach zur Tagesord⸗ nung übergegangen wird. In der Tat bedenten die Beſchlüſſe der Prioritätenverſammlung vom 18. November, wenn ſie in der un⸗ veränderten Form der angenommenen Reſolution durchgeführt wer⸗ den ſollten, eine ſchwere Schädigung der Aktien⸗Intereſſen ohne den Prioritäten⸗Beſitzern dauernd Nutzen zu bringen. Auf lange Zeit hinaus wäre alsdann die Möglichkeit einer Er⸗ tragsfähigkeit der Aktien ausgeſchloſſen, ſelbſt für den Fall, daß die Bahn wieder regelmäßig Ueberſchüſſe erzielen und anleihefähig werden ſollte. Im Anſchluß an die Verwahrung, welche die Firma Franz Strauß Sohn Frankfurt a. M. bereits am 19. Nov. beim Prioritäten Kurätor Herrn Dr. Siegfried Groß in Wien eingelegt hat, iſt nunmehr das angekündigte Komitee gebildet worden, welches einen Aufruf an die Aktionäre erläßt und ſie zum Zuſammenſchluß auffordert. Auf die Notwendigkeit für die Aktionäre, ſich zu organiſieren, iſt mehrfach hingewieſen worden. eingetretenen ſchweren Schädigung deutſchen Kapitalvermögens im allgemeinen Intereſſe die Aufgabe geſtellt, für die Aktionäre einzutreten. Sie verkennen keineswegs die Schwierigkeiten einer entgültigen Sanierung der Südbahn, deren mißliche Lage immer von neuen an die unheilvolle Finanzierung der Geſellſchaft er⸗ innert. Sie betrachten aber angeſichts der außerordentlichen Lebenskraft und Entwicklungsfähigkeit des Unternehmens die Situation durchaus nicht als eine Ausſichtsloſe und ſehen keine Veranlaſſung für die Aktionäre, ihre Rechte und ihre Hoffnun⸗ gen aufzugeben. Bei dem Ernſt der Sachlage iſt zu erwarten, ſondern auch poſitive Arbeit leiſten wird, deren Endziel nur ſein kann: Die Befreiung der Südbahn aus ihrer gegenwärtigen Schwierigkeit und ihre endgültige Sanierung. 1 Eine auffallende Geſchäftsſtille zeigt der Induſtriemarkt. Waährend in den vergangenen Monaten ſich lebhafteres Intereſſe für Chemiſche, Elektriſche und Maſchinenaktien bemerkbar machte, ſo brachte uns dieſe Woche eine luſtloſe Tendenz. Die Frage„Warum? iſt leicht erklärlich. Die Bautätigkeit liegt noch völlig darnieder und ob für das kommende Frühjahr eine regere Bauluſt zu erwarten ſein dürfte, iſt zweifelhaft. Obſchon der Geldmarkt flüſſiger geworden iſt, iſt Baugeld heute immer noch ſchwer zu haben und ebenſo groß ſind auch die Schwierigkeiten in der Beſchaffung der Hypotheken. Es will niemand heran, weil der Induſtriemarkt genügend beſſer verzinsliche Werte an⸗ geboten hat, die oft unter Kursverluſt am Verkauf weniger ren⸗ tabler Papiere vom Publikum angekauft wurden. Dieſe Trans⸗ aktionen haben unſeren Banken während der verfloſſenen Mo⸗ naten zahlreiche Aufträge gebracht. 235 Die Arbeitsloſigkeit hat einen Umfang angenommen, wie ſchon lange nicht, und es ſcheint faſt, als würden in den nächſten Wochen in verſchiedenen Fabriken noch weitere Reduzierungen des Arbeiterſtandes ſtattfinden. In vielen wird jett ſchon mit Feierſchichten gearbeitet, die ſich manchmal auf den halben Tag erſtrecken. Die Unſicherheit der politiſchen Lage läßt im Verein * mit den ungewiſſen Ausſichten inbezug auf einen Konjunkturum⸗ ſchwung die gegenwärtige Wirtſchaftslage etwas ſchlechter erſchei⸗ nen. Von Induſtrieaktien ſind elektr. Werte wohl beliebt, können abher im Kurſe wenig profitieren. Für Electro Ediſon beſtand einiges Intereſſe, doch zeigte ſich wenig belebtes Geſchäft. Durch Feſtigkeit zeichneten ſich auch Schuckertaktien aus. Chemiſche Werte behaupteten den Kursſtand. Maſchinenfabrikaktien ſchwan⸗ kend. Der Montanmarkt brachte für Deutſch⸗Luxemburger leb⸗ hafteres Geſchäft. Vorübergehend fanden beſſere Roheiſenberichte aus dem Rheinland und England und die Meldung über einen bedeutenden chineſiſchen Schienenauftrag an den Deutſchen Stahl⸗ werksverband Beachtung. Die hoffnungsvollen Auslaffungen des Generaldirektors des Haſper Eiſenwerks wurden ebenfalls gün⸗ ſtiger aufgenommen. Die Tendenz im allgemeinen für Montan⸗ werte war ruhig. Phönix Bergbau laſſen ſchwankende Haltung erkennen.—— 55 Der hieſige Privatdiskont ſchwankte zwiſchen 2, 11/162, 5/8. Am Börſenſchluſſe kam eine überraſchend feſte Tendenz zum Durchbruch. Auffallenderweiſe war es gerade die Wiener Börſe welche im Gegenſatze zu den ungünſtigen Meldungen betreffs der politiſchen Vorgänge an der montenegrogriniſchen Grenze feſte Tendenz ſandte. Auch Newyork ließ für amerikaniſche Bahnen feſtere Haltung erkennen. Die Börſenwoche ſchloß, wenn auch bei wenig belebteren Geſchäft, bei gut behaupteter Tendenz in⸗ folge der politiſchen Beruhigung. Oeſterreichiſche Werte ſind am Schluſſe der Woche weſentlich beſſer. Hamburger Zuckermarkt. (Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeigers“) In der erſten Hälfte des verfloſſenen Berichts⸗Monats war die Grundtendenz des Marktes eine ſtetige⸗ hauptſächlich infolge fortgeſetzter Käufe ſeitens engliſcher Firmen und namentlich ſeitens des großen Pariſer Spekulanten Santa Maria, deſſen Zucker⸗Engagement a la hauſſe außerordentlich große Dimenſionen angenommen hat. Zur Befeſtigung des Marktes trug auch die kurze, aber ſcharfe Froſt⸗Periode bei, durch welche die Fluß⸗Schiffahrt in Deutſchland und Oeſter⸗ reich für einige Zeit geſchloſſen wurde. Ein Teil der un⸗ geſchiitzten Rüben hat durch die intenſive Kälte gelitten, dach ſtellte ſich ſchließlich heraus, daß die Froſtſchäden nicht be⸗ deulend waren. Ihren Kulminationspunkt erreichten Kunſe am 16. November, indem man Dezember mit M. 20,80, Mai 1 M. 21,45 und Auguſt M. 21,75 bezahlte. Die Kaufluſt iſt — eine recht zurückhaltende geworden, was angeſichts des heutigen 55 Irlisniveaus und namentlich der politiſchen und wirtſchaft⸗ lichen Lage Europas nicht erſtaunlich iſt. Von Ungarn ſollen letzte Woche 20 000 Tons Kriſtalle billig nach Indien ob⸗ geſtoßen worden ſein. Vielfach erwartet man im nächſten Johre eine Vergrößerung des Rübenanbaues, da die Fabriken ſehr gute Geſchäfte gemacht haben und höhere Rübenpreiſe — 115 Die Mitglieder des Komitees haben ſich angeſichts der bisher ſchon daß man ſich nicht auf eine negative Abwehrpolitik beſchränken, anlegen können, vor allem aber, weil die Winterſaaten infolge des trockenen und ſchneeloſen Herbſtes meiſt ſchlecht ſtehen und viele Umackerungen im Frühjahr vorgenommen werden müſſen. Natürlich iſt es heute viel zu früh, über die Größe des kommenden Anbaues zu urteilen, da dieſelbe hauptſächlich von der Höhe der Zucker⸗ und Getreidepreiſe im Früßhjahr abhängen wird. „ (Bericht von C. W. Adam u. Sohn.) Kali und Thomasmehl. Die nächſtjährigen Preiſe und Bedingungen dürften in Kürze herauskommen Kalkſtickſtoff ca. 10 pCt. Stickſtoff zu 53 Pfennig per Zentnerprozent Brutto einſchließlich Sack, Frachtbaſis Magdeburg, netto Kaſſe, Wiederverkäufer Rabatt. Bei Ab⸗ nahme von min. 50 Zentner in Beiladung zu Kaliſalzen kommt der gleiche Preis zur Berechnung, während bei geringeren Mengen wir uns eine Preisvereinbarung vor⸗ behalten. Thomasphosphatmehl für das 2. Halbjahr 1908: ctrl. Phosphs. zu 27,25 Pfg. Frachtbaſis Rothe Erde bezw. Diedenhofen. per Kg. pCt. Phosphorſäure und 400 Kg. brutto inkl. Sack. Chileſalpeter, prompt M. 9,30, Februar⸗März 1909 M. 9,50, pro Ztr. Tara 1 Kg. pro Sack, frei Elbkahn Hamburg. In Beiladung ab Straßfurt:t: 5 Superphosphat, 17—19 pCEt. 58 Pfg. per PEt. lösl. Phosphorſäure und 100 Kg. brutto inkl. Sack. Bei Ladungsbezügen billiger! Ammoniak⸗Superphosphat,.9 PCt. — M. 8,30, per Brutto⸗Zentner inkl. Sack. Bei Ladungs⸗ bezügen billiger! Chilefalpeter M. 9,80 per Brutto⸗Zentner. Bei Ladungsbezügen billiger! Holländiſche Monatsſtatiſtik von Kaffee. (Driginalbericht des„Mannheimer General⸗ unzeiger“.) Der Kaffeemarkt verkehrte während des abgelaufenen Monats in ruhiger Haltung, beeinflußt hauptſächlich auch durch Berichte über die große Anleihe, für welche die Regierung von Sao Paulo zum Zwecke der Finanzierung der Valoriſations⸗Kaffees am Unter⸗ handeln war. Die Anleihe ſoll fetzt zuſtande gekommen und die Garantie der Federalregierung don Braſilien dafür gegeben ſein. Damit wäre endlich auch ein Thema aus der Welt geſchafft, welches in der tendenziöſeſten Weiſe in Berichten und beſonders in einem Tages⸗Fachblatt variirt war. Wenn durch das Zuſtandekommen der Anleihe auch der Valoriſations⸗Kaffee ſelbſt nicht verſchwindet, ſo iſt doch den unbegründeten Berichten über Geldverlegenheit bei der Regierung von Sao Paulo der Boden entzogen. Santos blieb anhaltend, wenn auch nicht dringend, Verkäufer für Koſtfracht, und die Preiſe haben einen weiteren kleinen Rückgang erfahren. Die Qualität der jetzt hereinkommenden Kaffees entſpricht mehr den Wünſchen des Bedarfshandels, wenngleich den unter der Hand immer noch angebotenen alten Kaffees, welche aus den neben der Valori⸗ ſation herlaufenden Operationen ſtammen, vielfach der Vorzug ge⸗ geben wird, und das Koſtfrachtgeſchäft darunter zu leiden hat. Die Spannung zwiſchen Terminen und dem Wert von effektiver Ware bleibt anhaltend ſo groß, daß ein teilweiſer Ausgleich in der einen oder andern Weiſe wohl demnächſt erfolgen muß. Der Abzug war befriedigend und die Geſamt⸗Weltablieferungen dieſes Monats werden erhebliche Ziffern aufweiſen. Baumwolle. ochenbericht von Hornby, Hemelryk u. Co., Baumwollmäkler in Liverpool). Die Marktlage iſt eine unveränderte. Zufuhren ſind andauernd groß, dagegen aber auch die Exporte. Unſere amerikaniſchen Freunde, die wir telegraphiſch darum befrag⸗ ten, kabelten uns vor ein paar Tagen, daß ca. 86 pCk. der Ernte bereits ihrer Anſicht nach gepflückt ift.(86 pCt, iſt die Durchſchnittsziffer aller Antworten.) Zahlreiche Ernte⸗ ſchätzungen kommen tagtäglich heraus. Die Durchſchnitts⸗ ziffer einer unter den Mitgliedern der Liverpooler Baumwoll⸗ börſe vorgenommenen Schätzung ergibt 13 349 000 Ballen, der Newyorker Börſe 13 321 000 Ballen. Die Schätzung des „New Orleans Times Democrat“ iſt 12 800 000 Ballen. Wall⸗Street fährt fort zu kaufen und es verlautet, daß es die Abſicht hat bei jedem weiteren Abſchlage dazu zu kaufen. Die Stimmung iſt im großen und ganzen ugenblicklich etwas zaudernd. Mancheſterberichte lauten etwas beſſer, aber man klagt noch immer über die Preiſe, welche man erzielt. Unſere Liverpooler Freunde(C) ſchreiben uns unterm 1. Dezember:„Der Markt hat ſich bis geſtern, unter dem Einfluß guter amerikaniſcher Geſchäftsberichte und Newyorker ſpekulativer Unterſtützung ziemlich ſtramm halten können, dermochte hingegen einem plötzlichen Verkaufsandrange nicht zu widerſtehen und reflektierte die Schwäche auch auf die amerikaniſchen Märkte. In der. Abweſenheit neuer ſtimu⸗ lterender Einflüſſe, ſind die Hauſſiers des Haltens müde geworden, wir glauben dagegen kaum, daß die Depreſſion weder von langer Dauer noch großer Bedeutung ſein wird. Vom Standpunkte der Hauſſiers iſt die Erntebewegung noch immer recht enttäuſchend und die von Zeit zu Zeit auftauchen⸗ den kleinen Ernteſchätzungen können nur dann Berechtigung haben, wenn ſie auf eine baldige Erſchöpfung der Ernte baſiert ſind. Dafür fehlen aber noch alle Anzeichen. Ener⸗ giſche Anſtrengung ſeitens ſüdländiſcher Agftatoren, die Pflanzer zum Zurückhalten ihrer Baumwolle zu bewegen, müſſen jedenfalls ins Auge gefaßt werden und daher dürfte die kommerziale Ernte beträchtlich kleiner ausfallen als das wirkliche Ergebnis. Die Spinnerei verrät Luſt ihre Ein⸗ läufe zu verſtärken mit Hinſicht auf das billige Preisniveau und die vorzügliche Qualität der Ernte, und wir leben noch immer der Hoffnung, daß die Woge von Proſperität, welche über Amerika ſchwebt, ſich auf Europa verpflanzen wird. Engliſcher Hopfenbericht. 5 0 Ehrenberg u. Pollak, Leadenhall Buildings, E. C. 5 Der Markt iſt ziemlich unverändert; nach guten geſunden Keſſelhopfen iſt eine ſtetige Nachfrage, die Preiſe dafür ſind feſt. Geringe hingegen finden keine Beachtung und deren Preiſe ſind ſchwach. Beſte Kontinentale ſind in beſſerer Nach⸗ 93 5 Langſtaff, frage zu vollen Preiſen. Pacific ſind ſchleppend Der Im⸗ port während voriger Woche betrug 9632 Ztr. gegen 6288 Ztr. in der korreſpondierenden Woche des Vorjahres. mannheimer Handels⸗ und Marktberichte Geelreide. (Driginalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeigers“). In der abgelaufenen Woche verkehrte das Getreidegeſchäft in feſter Haltung und gingen die Preiſe etwas in die Höhe. Es 25 5—5 25 * allgemeinen mittelmäßig. all dem Hoffen ein Ende. fanden auch vereinzelte Umſätze ſtatt. Wir notieren: Redwinter 2 M.—.—, Kanſas 2 M.—.—, Laplata⸗Bahia⸗Blanca, disp. und Dez.⸗Jan. M. 24.75 bis M. 25.—, Rumän. Weizen M.—.—, Ruſſ. Weizen M. 24.50 bis M. 25.75, Landroggen M. 18.75 bis 19.25, Ruſſ. Roggen M. 20.50 bis 21.—, Laplata⸗Hafer M. 16.50 bis 16.75, Rumän. und ruſſ. Hafer M. 18.25 bis 19.50, Futter⸗ gerſte M. 14.50 Laplata⸗Mais M. 17.25 per 100 Kilo brutto mit Sack. Sonſt alles per 100 Kilo netto, ohne Sack, verzollt aß Mannheim. Mühlenfabrikate, (Driginalbericht des„Monnheimer General⸗Anzeigers“), E. Mannheim, 4. Dez. Wenn wir auch das Mehl⸗ geſchäft dieſer Woche nicht als beſonders lebhaft bezeichnen können, ſo war es doch, was man namentlich vom Weizen⸗ mehlgeſchäft ſagen kann, im allgemeinen wieder zufriedenſtellend. Der Verkauf war ein ziemlich gleichmäßiger von Anfang bis Ende der Woche, bei ziemlich feſter Tendenz und die Abrufungen blieben anhaltend gut. Die Nachfrage nach Roggenmehl ließ zu wünſchen übrig, Abſchlüſſe waren bei matten Preiſen weniger zu verzeichnen, auch blieben die Abrufungen noch ſehr zurück. Sämtliche Futterartikel ſind zur Zeit ſehr beliebt. Die Nachfrage nach Kleie war die ganze Woche ſogar ganz bedeutend und die Abſchlüſſe hierin für ſpätere Monate zahlreick. Die heutigen Notierungen ſind: Weizenmehl Nr. 0 M. 31,50, desgleichen Nr. 1 M. 30, des⸗ gleichen Nr. 3 M. 28, desgleichen Nr. 4 M. 25, Roggenmehl Baſis Nr. 0/%1. M. 25,25, Weizenfuttermehl M. 13,75, Roggen⸗ futtermehl M. 14,75, Gerſtenfuttermehl M. 13,50, feine Weizenkleie M. 10,25, grobe Weizenkleie M. 10,75, Roggen⸗ kleie M. 11. Alles per 100 Kilo brutto mit Sack, ab Mühle, zu den Konditionen der Süddeutſchen Handelsmühlen. Hopfen. (Originalbericht des„Mannheimer General⸗Anzeigers“) Im Laufe der Berichtswoche wurden etwa 3000 Ballen umgeſetzt, die durch Zufuhren vom Lande und Bahn⸗ abladungen wieder reichlich gedeckt wurden. Das Gros des Umſatzes war für den Export, die Beteiligung des Kundſchafts⸗ handels war ſehr mäßig, dieſer kaufte nur feinſte Sgchen, während der Export meiſt gelbe Hallertaner an ſich brachte. Beide Kontrahenten brauchten auch in dieſer Woche nur die hisherigen geringen Preiſe anzulegen. Von den großen Hopfengebieten werden ſtändig noch bedeutende Poſten Hopfen und manchmal ſogar drängend angeboten, weil in vielen Fällen der Hopfen noch loſe auf Häufen liegt und eine Ein⸗ ſackung desſelben notwendig iſt, um der gänzlichen Entwer⸗ tung vorzubeugen, zu Preiſen bis herunter auf M. 6 per 50 Kilo, alſo ein Preis, der nicht viel höher iſt wie der Sreu⸗ mittel⸗Preis für das Vieh. Es liegen vorerſt keine Anzeichen dafür vor, daß an eine Beſſerung der Geſchäftslage zu denken iſt. Im Kundſchaftshandel zunächſt gar nicht, da die Aufträge der Brauer im Verhältnis zu ſonſtigen Jahren faſt nicht nennenswert iſt. 1 Leder. (Driginalberichk des„Mannheimer General⸗Anzeigers“) Boxcalf: Nachfrage gut, doch ſind die Fabrikanten nicht lieferungsfähig. In der Hauptſache wird mittlere und beſſere Ware begehrt. Chevreauxr: Die Umſätze ſind bei feſten Preiſen zufriedenſtellend. Lackleder: Dieſer Artikel iſt in leichteren und beſſeren Sortimenten ſehr geſucht, doch iſt der Vorrat ſehr knapp. Farbige Leder zeigen ein heſſere Nachfrage eHolz. (Driginalbericht des„Mannheimer General⸗Aazeigers“ Der Jahreszeit entſprechend iſt am ſüd deutſch Brettermarkt Stille eingetreten. Trotzdem der ſchäftsgang während der zweiten Hälfte des Jahres durchw recht ſchleppend war, kam die Winterruhe doch etwa und unerwartet. Man hoffte bei dem ſchönen Herbſtwette wenigſtens einen Teil deſſen, was der ungünſtige Somme berdorben, nachzuholen. Der niedrige Waſſerſtand macht In den Produktionsländern hat ſich in den letzten Wochen eine Hauſſe⸗Bewegung entwickelt, die größere und größere Kreiſe zieht. Die für den Export beſtimmten Quantitäten ſind geringer als in den vergangenen Jahren und auch bei den Preisforderungen ſcheint eine ſtillſchweigende Einigung der Ablader erreicht worden zu ſein. Der amerikaniſche Markt für Pitch Pine und Re Pine iſt andauernd feſt. Ein wenig hat dieſe Stimmun, auch auf den Verkauf abgefärbt. Wochenmarktbericht über den Viehverkehr. Vom 30. November bis 5. Dezember. 8 (Originalbericht des„Mannheimer General⸗Aazeigers“). Der Rindermarkt war mittelmäßig beſchickt. Der Auf trieb an Großvieh betrug 910 Stück. Der Handel war it Preiſe pro 50 Kg. Schlacht gewicht: Ochſen M. 74—80, Bullen(Farren) M. 62—68 Rinder M. 62—78, Kühe M. 58—70. 5 Auf dem Kälbermarkt ſtanden am 30. November 253 Stück, am 3. Dezember 278 Stück zum Verkaufe. Geſch verkehr durchweg ſchleppend. Preiſe pro 50 Kg. Schlacht⸗ gewicht M. 75—85. Der Schweinemarkt war mit 2302 Stück mittel beſucht. Handel mittelmäßig. Preiſe pro 50 Kg. Schlachtgewich M. 70—72. mit 392 Stück beſucht. Hande Nord. Hobelware liegt im Verkauf unverändert. Der Ferkelmarkt war ſchleppend. Pro Stück wurden M.—11 bezahlt. ſ0ͤ³Ü1106—¹88 ⁊ üwjýꝛ— ⁵•¹1-wwÄm— Telephon-Anlagen 8 Jeden Umfangs für Fostnebensteſſen und Haus-Anlagen.. 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